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Obwohl sowohl die Vermögenssteuer als auch die Kapitalsteuer den Grundbesitz bereits besteuern, besteuert die Liegenschaftssteuer (auch Grund- oder Grundstücksteuer genannt) in gewissen Kantonen und Gemeinden den Grundbesitz gleich nochmals. Dabei sind i.d.R. natürliche und juristische Personen gleichermassen steuerpflichtig. Eine solche Steuer kennen die Kantone BE, FR, AI, SG, GR, TG, TI, VD, VS, GE und JU. Während der Kanton NE die Steuer nur auf Liegenschaften von juristischen Personen erhebt, die der Kapitalanlage dienen, sowie auf solchen von Vorsorgeeinrichtungen, welche gemäss BVG von der Steuer befreit sind, kennt der Kanton UR eine sog. Minimalsteuer nur auf Grundstücken natürlicher Personen welche im Kanton pro Steuerjahr weniger als 300 Franken Steuern zahlen. Minimalsteuer heisst, dass die Liegenschaftssteuer i.d.R. bei juristischen Personen anstelle der ordentlichen Steuer erhoben wird, wenn sie diese übersteigt. Eine solche Minimalsteuer erheben die Kantone LU, OW, NW, BS, SH, AR, TG und TI. In den Kantonen OW und NW findet die Minimalsteuer auch bei natürlichen Personen Anwendung.
Als Objektsteuer wird der volle Wert des Grundstücks besteuert, ohne dass Schulden vom Wert abgezogen werden könnten. Auch die individuelle Leistungsfähigkeit der Person ist für die Besteuerung nicht massgebend. Es handelt sich um eine Steuer, die proportional zum Wert des Grundstücks erhoben wird. Die Steuersätze werden dabei in allen Kantonen in Promille ausgedrückt und es kommt kein Steuerfuss zur Anwendung. Steuerpflichtig ist grundsätzlich der Eigentümer der Liegenschaft. Besteht ein Nutzniessungsverhältnis, so ist der Nutzniesser steuerpflichtig. Dabei kommt es nicht darauf an, wo die steuerpflichtige Person ihren steuerlichen (Wohn-)Sitz hat. Die Steuer ist am Ort, wo die Liegenschaft liegt, geschuldet. In den Kantonen AI (Bezirke), BE, FR, GR und VD ist die Liegenschaftssteuer eine fakultative Gemeindesteuer. Das heisst, die Gemeinden sind zwar befugt aber nicht verpflichtet, die Steuer zu erheben.