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Wylfa Newdd: DOC-Entscheid erst Ende September 2020
Die Horizon Nuclear Power Ltd. – eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der japanischen Hitachi Ltd. – plant, am Standort Wylfa Newydd auf der Insel Anglesey im Norden von Wales zwei Kernkraftwerkseinheiten des Typs Advanced Boiling Water Reactor (ABWR) der Hitachi-GE zu bauen. Am 17. Januar 2019 teilte die Hitachi Ltd. jedoch mit, dass sie die Pläne auf Eis lege. Grund sei die fehlende Einigung mit der britischen Regierung zur Finanzierung dieser Einheiten.
Für das Neubauprojekt war Ende Juni 2018 das Gesuch zur Erteilung der sogenannten Development Consent Order (DCO) von der britischen Infrastructure and Planning Commission (IPC) zur Prüfung angenommen worden. Ein Entscheid hätte bis zum 23. Oktober 2019 gefällt werden müssen. Im Herbst 2019 verschob die IPC dieses Datum jedoch auf den 31. März 2020, um weitere Informationen zu Umweltauswirkungen und anderen offenen Fragen zu berücksichtigen.
Nach der ersten Analyse dieser weiteren Informationen, kam der Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie Alok Sharma nun zum Schluss, dass eine zusätzliche Frist erforderlich sei, um die Prüfung abzuschliessen. Die IPC schreibt auf ihrer Website: «Der Staatssekretär hat beschlossen, die gesetzliche Frist auf den 30. September 2020 zu verschieben.»
Ein Mediensprecher der Horizon sagte, sie seien enttäuscht über die zweite Verschiebung, «aber angesichts der aktuellen nationalen Umstände ist dies nicht unerwartet und wir verstehen, warum der der Staatssekretär weitere Zeit benötigt, um seine Erwägungen abzuschliessen.»