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|seit 1950|

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|depuis 1950|

Composition sur fond noir, 1964
Gouache auf Papier
Nr. E132 65 x 47,5 cm
Nr. E490
E733
Nr. E511

Kimber Smith (1922 - 1981)
Kimber Smith kam 13.2.1922 in Boston/Massachusetts geboren und starb am 20.4.1981 in East Hampton/New York.
In der Zeit der Depression wuchs er in der Nähe von Albany/NY auf, und begann schon als 16-Jähriger mit Zeichnungen und Holzschnitten. Währenddem er in New York als Bote bei einer Druckerei arbeitete, zeichnete er abends in der Malklasse an der «Work Progression Administration».
Nach dem Kriegsdienst als Chef-Funker bei der Handelsmarine begann er das Studium in der Art Student’s League, wobei er tagsüber als Typograph arbeitete.
Erstmals stellte er 1951 in New Yorker Galerien aus.
1953 heiratete er Gabrielle Staub, die als Nachrichtenreporterin für das Life-Magazine in New York arbeitete. Aufgrund ihrer Versetzung nach Paris im Jahr 1954 übersiedelte auch er nach Paris. Dort kamen seine beiden Söhne zur Welt, und in seiner Malerei vollzog sich ein spektakulärer Wandel, der im Rückblick als wahre Explosion erscheint. Zu dieser Zeit lernte er S. Francis, P. Jenkins, S. Jaffe und J. Mitchell kennen, die alle nach Paris gekommen waren, als die Ecole de Paris ihren Höhepunkt erreichte.
In den 60er Jahren stellte er verschiedentlich in der Galerie Lawrence Rubin in Paris und in diversen Schweizer Galerien aus. Nachdem die Galerie Rubin nach London gezogen war und ihn dort nie mehr ausstellte, fühlte er sich isoliert und alleingelassen.
Von 1965-68 nahm er eine Gastprofessur am Dayton Art Institut in Ohio an, 1969 zog die Familie nach East Hampton und er behielt ein Atelier in New York.
1974 wurde er schwer krank, und nur eine Kobaltbehandlung in Paris schien Heilung zu versprechen. Während dieser Strahlentherapie blieb er Optimist und malte wie ein Besessener - es entstanden u.a. Werke wie «Cobalt Blues», «Cobalt Series» und «The Bomb-Series».
1975 gab er sein Atelier in New York auf und zog ganz nach East Hampton. Seine Krankheit verschlimmerte sich so, dass er zuletzt nicht mehr sprechen und kaum mehr essen konnte.
Am Anfang waren seine Bilder halb figürlich, halb abstrakt und zeigten seinen Kampf mit und gegen die Figuration. Obwohl dieses Ringen noch bis zu seinem malerischen Höhepunkt in Paris andauerte, war schon damals erkennbar, dass anstelle der wirklichkeitsgetreuen Wiedergabe eine eigene Sprache im Entstehen war. Schnell und oft in einem Zug arbeitend malte er mit langen Pinselstrichen, schabte die Leinwand mit dem Spachtel und zog dünne schwarze Linien, die als Zeichnung innerhalb des Bildes dienten. Seine Bilder waren immer sehr kraftvoll.
In Paris fand er dann zur ihm eigenen Sprache, seine Bilder waren nun abstrakt und im Vergleich zu früher waren die Formate gigantisch. Seine bevorzugten Farben waren grün, gelb, rosa, blau und schwarz, Erdfarben benutzte er nie, und später kamen Silber- und Goldfarbe aus Spraydosen dazu. Seine Formsprache bestand aus Bogen, Linien im Halbkreis, Quadrat und L-Formen sowie Arabesken, die er in sinnlich wogenden Linien verband.
Das Konstante in seinem Werk waren immer Formen und Symbole, die er zur Strukturierung und Aussage benutzte. In seinen letzten Jahren entstanden neben seinen «Kobaltbildern» die sogen. «Hurrikanbilder»: Breite gedämpfte Striche wurden horizontal übereinandergelegt und formten ein Bild, das in seiner Wirkung einem Tornado glich. Er wurde gelassener und seine inneren Kämpfe liessen nach, er fand zu einer einfacheren Umsetzung visueller und gefühlter Erfahrung. Seine Werke wurden von Museen in der ganzen Welt erworben.

Ausstellungen (Auswahl)
1951, 1954 The New York Gallery, New York
1954, 1960 Peridot Gallery, New York
1959 Galerie Kornfeld und Klipstein, Bern
1961 Galerie Handschin, Basel
1962, 1962 Galerie Lawrence, Paris
1962 Kunstverein Düsseldorf
1963 Galerie Renée Ziegler, Zürich
1965 Galerie HILT, Basel
1967 Dayton Art Institute, Ohio
1971 Guggenheim fellowship
1972 University of Kentucky, Louisville
1973 Benson Gallery, East Hampton, New York
1973,75,77 Galerie Renée Ziegler, Zürich
1973 André Emmerich Galery, New York
1974 Galerie Handschin, Basel
1975 Galerie Ziegler SA, Genf
1976 Susanne Caldwell Gallery, New York
1979 Robert Elkon Gallery, New York
1979 Galerie Renée Ziegler, Zürich
1980,1981 Robert Elkon Gallery, New York
1987 Elaine Benson Gallery, Bridge-Hampton
1988, 1989 Luise Ross Gallery, New York
1991 Douglas Drake Gallery, New York
1995 Galleria Peccolo, Livorno
1996 Gregory Gallery, New York
1997 Galerie René Ziegler, Zürich
1998 Gregory Gallery, New York
2004 Kunstmuseum Winterthur
Quellen
Kataloge «Kimber Smith» von Klipstein & Kornfeld, Bern, 1959; M. Knoedler, Zürich, 1984; Katalog Kunstmuseum Winterthur 2004
© Copyright Galerie HILT AG, 2004/kr-cr

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