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Kino | Charlie Wilson's War
Publiziert am 05. Februar 2008
Synopsis: Ende der 70-er Jahre: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit gelingt es dem cleveren amerikanischen Politiker Charlie Wilson (Hanks), der texanischen Gesellschaftslady und einflussreichen Antikommunistin Herring (Roberts) und dem CIA-Agenten Avrakotos (Hoffmann) die afghanischen Mudschaheddin im Kampf gegen die damals mächtigen Sowiets mit Geld und Waffen zu versorgen. Fatal ist, dass damit die Amerikaner gleichzeitig ihren zukünftigen Feind mit den modernsten Waffen aufrüsten. Mit den bekannten Folgen …
Kritik: “Charlie Wilson’s War” beruht auf einer wahren Story. George Criles (ehemaliger CBS-Reporter) hat die Geschichte im gleichnamigem Bestseller festgehalten. Erfolgsregisseur Nichols (“The Graduate”), der auch schon andere politiklastige Geschichten verfilmt hat (“Primary Colors”, “Catch 22”), schuf daraus eine unterhaltsame Politsatire fürs Kino. Die mit fulminanten Dialogen durchsetzte, gelungene Inszenierung ist aber auch zu einem grossen Teil das Verdienst von Drehbuchautor Aaron Sorkin (“The West Wing”). Die im Film eingesetzten Stars überzeugen. Tom Hanks ist wie immer ein Sympathieträger und Julia Roberts überrascht nach drei Jahren Kinoabsenz in einer relativ kurzen Rolle. Aber vor allem Hoffman – der dritte Oscarpreisträger im Bunde – ist wunderbar als zynischer CIA-Agenten. In den gemeinsamen Szenen stellt er sogar Hanks in den Schatten.
Benny Furth