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To-do-Liste auf Nachttischchen hilft dabei, einzuschlafen
Dabei gäbe es ein einfaches Mittel, das dafür sorgt, gelassener zu werden und früher den Schlaf zu finden: eine To-do-Liste anfertigen. Dies zeigte eine Studie um den Psychologieprofessor Michael Scullin von der US-amerikanischen Baylor University.
Die Testpersonen wurden angehalten, abends im Bett Listen zu erstellen. Die erste Gruppe schrieb auf, was sie am Vortag geschafft hatte, die zweite, welche Aufgaben am nächsten Tag auf sie warten. Überraschenderweise schliefen nicht diejenigen Teilnehmenden schneller ein, die ihre Erfolge auflisteten. Es waren jene, die eine To-do-Liste anfertigten: Sie schliefen im Schnitt nach 16 Minuten ein, neun Minuten früher als die Probanden der ersten Gruppe. Und je umfassender die Aufgabenliste war, desto früher konnten die Testpersonen einschlafen.
Gemäss den Forschenden befreit die Anfertigung einer solchen Liste den Kopf. Unser Hirn beschäftige sich schier zwanghaft mit Vorgängen, die noch nicht abgeschlossen sind. Die Beschäftigung mit unerledigten Aufgaben verdränge die Erinnerung an persönliche Erfolge. Doch schon das Anfertigen von To-do-Listen reduziere Stress, es setze ein Häkchen hinter die Aufgaben von morgen.
Dabei sollte man darauf achten, die Erledigungen möglichst konkret zu formulieren, denn je fassbarer die Punkte sind, desto stärker scheint der positive Effekt zu sein.
Studie:
Scullin, M., Krueger, M., Ballard, H., Pruett, N., & Bliwise, D. (2018). The effects of bedtime writing on difficulty falling asleep: A polysomnographic study comparing to-do lists and completed activity lists. Journal of Experimental Psychology: General, 147(1), 139-146. doi: 10.1037/xge0000374