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Die Volksabstimmung soll einen fast drei Jahrzehnte dauernden Streit mit dem Nachbarn Griechenland beenden. Der hatte wegen seiner im Norden gelegenen gleichnamigen eigenen Provinz auf einen neuen Namen bestanden. Als Druckmittel hatte Athen jede Annäherung Mazedoniens an die EU und die Nato blockiert.
Sollten die Bürger mehrheitlich mit Ja stimmen, könnte Mazedonien zügig als 30. Mitglied in die Nato aufgenommen werden, hatten die USA im Vorfeld in Aussicht gestellt. Zwar ist das Balkanland seit 2005 offizieller EU-Beitrittskandidat, doch dürften Verhandlungen über eine Annäherung an Brüssel erst dann aufgenommen werden.
Staatschef Gjorge Ivanov hatte zum Boykott der Abstimmung aufgerufen und die geplante Umbenennung seines Landes in "Republik Nord-Mazedonien" am Donnerstag vor der Uno-Vollversammlung als "politischen Selbstmord" kritisiert. Er selber werde nicht abstimmen.
Damit erntete er Kritik der EU-Kommission. Politische Führungspersönlichkeiten seien verpflichtet, Menschen zur Teilnahme an demokratischen Prozessen zu ermutigen, sagte Erweiterungskommissar Johannes Hahn am Freitag in Brüssel.
Mazedoniens Vize-Regierungschef Bujar Osmani sagte dazu, er sei mit Blick auf den Ausgang des Referendums "Optimist". Osmani zeigte sich zuversichtlich, dass bei der Abstimmung trotz des Boykott-Aufrufs die notwendige Beteiligung von 50 Prozent erreicht werde.
(SDA)