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Unter den Begriff Wirtschaftspolitik fallen alle staatlichen Maßnahmen, die dazu dienen, regulierend in Wirtschaftsabläufe einzugreifen. Die Wirtschaftspolitik ist ein sehr umstrittener Bereich. Die Wirtschaftspolitik beschäftigt sich sowohl mit der Analyse der Wirtschaft als auch mit Handlungsempfehlungen für die einzelnen Akteure in einer Volkswirtschaft.
Ziele der Wirtschaftspolitik
Die Ziele, die von der Wirtschaftspolitik verfolgt werden, sind in erster Linie wohlfahrtsökonomischer Natur. Das heißt, sie richten sich nach fünf anzustrebenden Zielen. Diese werden in der Volkswirtschaft als „magisches Fünfeck“ bezeichnet und bestehen aus den wirtschaftlichen Indikatoren
- Vollbeschäftigung
- gerechte Einkommensverteilung
- außenwirtschaftliches Gleichgewicht
- Preisstabilität und
- Wirtschaftswachstum.
Mittlerweile hat man diese Indikatoren um weitere ergänzt. Dazu zählen
- eine stabile Staatstätigkeit
- Lebensqualität und
- eine intakte Umwelt.
Somit ist das magische Fünfeck zum Vieleck geworden. Die Erreichung der einzelnen Ziele ist deshalb sehr schwer, weil die vollständige Erfüllung eines Indikators meist eine Vernachlässigung der anderen Ziele nach sich zieht.
Instrumente der Wirtschaftspolitik
Der Staat ist allgemein der Träger aller wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die zur Erreichung der einzelnen Ziele notwendig sind. Dazu bedient er sich verschiedener wirtschaftspolitischer Instrumente. Zu diesen zählen die Finanz- und Steuerpolitik, die Handels- sowie die Sozialpolitik. Maßnahmen der Finanz- und Steuerpolitik können zur Gewährleistung der Preisstabilität beitragen, die Handelspolitik ist für das außenwirtschaftliche Gleichgewicht wichtig und die Sozialpolitik für die gerechte Einkommensverteilung.