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DMZ – MEDIZIN ¦ Markus Golla ¦
Britische Studie wertet Daten von 54.442 Personen aus – Betroffene zwischen 25 und 44 Jahren alt
COVID-19-Symptome stehen mit einer schlechteren psychischen Gesundheit und einer geringeren Lebenszufriedenheit in Zusammenhang, wie eine Studie des
Signifikante Anstiege
Laut den Forscher stehen Anstiege bei psychischen Belastungen, Depressionen, Angstgefühlen und geringerer Lebenszufriedenheit mit einer zuvor selbstberichteten COVID-19 Erkrankung in Zusammenhang. Dieser Konnex mit einer schlechteren psychischen Gesundheit verringerte sich in der Zeit nach der Infektion nicht. Das gilt als Hinweis auf möglicherweise bleibenden Folgen und die Notwendigkeit längerer Nachuntersuchungen. Selbstberichtetes COVID-19 steht durchgängig mit einer psychischen Belastung in Zusammenhang. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Personen positiv auf Antikörper getestet wurden.
Die Folgen der Infektion werdem von verschiedenen Geschlechtergruppen, Ethnizitäten und sozio-ökonomischen Umständen ähnlich erlebt. Die Studie deutet darauf hin, dass eine Infektion mit COVID-19 die psychische Gesundheit am meisten bei älteren Menschen beeinträchtigt. Personen über 50 Jahren weisen mit einer selbstberichteten Infektion einen stärkeren Zusammenhang mit einer schlechteren psychischen Gesundheit auf. Das dürfte widerspiegeln, dass ältere Menschen eher unter schweren Symptomen und unter größeren Ängsten rund um die Infektion leiden sowie ein erhöhtes Risiko von Veränderungen von Blutgefäßen oder neurologischen Veränderungen aufweisen.
Frühere Studien widerlegt
Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu früheren Studien zu den Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit, die zu dem Ergebnis gekommen waren, dass Frauen und Erwachsene zwischen 25 und 44 Jahren unter den stärksten psychischen Belastungen leiden. Laut der gemeinsamen Erstautorin Ellen Thompson vom King’s College London legen diese Ergebnisse nahe, dass es bereits zu Beginn der Pandemie für manche Menschen anhaltende psychische Folgen gegeben hat. Details wurden in „The Lancet Psychiatry“ veröffentlicht.
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