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Emma Waeber wurde am 9. September 1918 als fünftes von sieben Kindern der Familie Josef und Rosa Waeber-Ackermann in Zurschür, Alterswil, geboren. Im elterlichen Heim hat sie eine glückliche Kindheit verbracht. Die Schulen besuchte sie in Alterswil. Als aufgeschlossene junge Frau bemühte sich Emma nach der Schulzeit, ihren Horizont zu erweitern. So scheute sie sich nicht, in die Stadt zu ziehen, um dort in der Gastronomie zu arbei- ten und bei dieser Gelegenheit auch noch eine zweite Landessprache zu erlernen.Nach achtjähriger Tätigkeit in Freiburg wechselte sie für drei Jahre nach Charmey, wo sie ebenfalls im Gastgewerbe arbeitete. Das Gastgewerbe sollte sie später wieder einholen mit dem Unterschied, dass sie jetzt mit ihrem Gatten zusammen die Wirtschaften in eigener Regie führte, zuerst in Plasselb, später die Alpenrose in Alterswil. Mit besonderem Stolz erzählte sie von ihrer Arbeitsstelle in der Stadt Luzern, von einer Lebenserfahrung, die sie zeitlebens – gerade in Bezug auf ihre Aufgeschlossenheit – prägen sollte.Am 22. April 1946 vermählte sich Emma mit Valentin Fasel von Gerewil, Alterswil. Der Ehe entsprossen zwei Söhne; 1948 kam Bruno auf die Welt, 1952 Aldo. Eine glückliche und zufriedene, wenn auch arbeitsintensive Zeit erlebte die Familie auf dem 1952 erworbenen «Hiimet» im Oberdorf in Alterswil.1958 entschlossen sich Emma und Valentin, ihren geliebten Bauernbetrieb aufzugeben und nach längerem Unterbruch wieder in die Gastronomie zurückzukehren. Emma fiel dieser Schritt nicht leicht, galt ihr Herzblut doch der Landwirtschaft. In der Folge übernahmen sie die Pacht der Pfarreiwirtschaft Alpenrose in Alterswil. Mit grossem Elan und Schaffenskraft führten sie dieses Gasthaus zwei Jahrzehnte lang, bevor sie sich Ende der Siebzigerjahre zur verdienten Ruhe setzen durften und ins Stöckli mitten im Dorf einzogen, einen Steinwurf von ihrem alten Wirkungsort entfernt.Es folgte für das Ehepaar eine schöne Zeit des Rentenalters – und dies glücklicherweise bei guter Gesundheit. In den letzten Jahren jedoch ging es Emma nicht mehr so gut. Körperlicher Abbau ging mit dem geistigen einher; ein Aufenthalt im Pflegeheim war unausweichlich. Am 10. Oktober 2007 frühmorgens wurde sie von ihrem Leiden erlöst.Mit Fug und Recht darf man behaupten, dass die Enkelkinder ihr über alles gingen. Sie verzichtete auf vieles, wenn es darum ging, sich Zeit zu nehmen, ihre Enkelkinder zu hüten. Ihre Hilfsbereitschaft war sprichwörtlich.In diesem Zusammenhang muss man leider auch den tragischen Unfalltod ihres ersten Enkelkindes Patricia erwähnen. Für die Verstorbene war dies ein ungeheurer Schicksalsschlag, den sie nur mit Mühe verkraften konnte.Die Familie behält ihre Mutter als eine sehr tüchtige und einsatzfreudige Frau in Erinnerung, als eine Mutter, die sie als sehr aufgeschlossen, ja geradezu modern, offen für Neues und tolerant erleben durfte. Besonders ihr Verständnis für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen sind hoch zu schätzen.Emma hat ihre Hilfsbereitschaft, ihre Toleranz und ihr aufgeschlossenes Wesen nie an die grosse Glocke gehängt. Sie hat es einfach vorgelebt. Die Familie dankt ihr auf diesem Weg von ganzem Herzen für alles. Eing.