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Kapelle Maria zum Schnee
Ein besonderer Reiz ist die beherrschende Situation mit weitem Blick über die ganze Cadi.
Die katholische Kapelle Maria zum Schnee (Nossadunna dalla neiv) liegt auf einem Felssporn ganz im Osten des Dorfes nahe beim Wehrturm. Der Ort, wo sich die Kapelle befindet, scheint schon in vorrömischer Zeit von regionaler kultischer Bedeutung gewesen zu sein. Bischof Christian Caminada (Bischof von 1941-1962) hat in seinem Buch "Die verzauberten Täler" auf die besondere Bedeutung des Standortes der Kapelle hingewiesen. Er vermutete, hier einen vorchristlichen Kultort und ein Zentrum für einen Fruchtbarkeitsritus gefunden zu haben. Reste dieses Ritus hätten sich im Bittprozessionen am Markustag (25. April) bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten, an welchen sich alle Gemeinden der Sutsassiala an den Prozessionen nach Schlans beteiligt haben.
Baugeschichte
Den Grundstein legte P. Josephus Pontenico, Kapuzinerpater der Provinz Brescia. Die Konsekration erfolgte am 25. Juni 1683 zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit und Maria zum Schnee.1719 goss Johann Battista Ernst in Lindau am Bodensee für die Kapelle zwei Glocken, die noch heute die Gläubigen zum Gotteshaus rufen. 1932 wurde der Altar renoviert und erhielt dabei ein neues Altarbild. Die Kirchgemeindeversammlung von Schlans hat im Sommer 1995 eine Baukomission gewählt mit dem Auftrag, die Vorarbeiten für die dringend notwendige Renovation an Hand zu nehmen. Die gelungene Renovation konnte 1998 abgeschlossen werden.
Baubeschreibung Inneres: Die barocke Kapelle ist nach Südosten ausgerichtet und präsentiert sich mit einem schwach eingezogenem, dreiseitig geschlossenem, gewölbtem Chor. Das Schiff ist mit Holztonne überdeckt. Die Wände sind mit Pilastern und stichbogig geschlossenen Blendbogen gegliedert, darüber ein rundumlaufendes Gesims. Die Fenster sind in Stichbogenform. Die Empore zeigt sich schmucklos. Äusseres: Die Fassade ist gegliedert von rundbogigen Nischen die in Blenden liegen und mit handwerklichen Malereien geschmückt sindDie Kirchen und Kapellen des Kantons Graubünden Band VIII, Hans Batz ; Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden von Erwin Poeschel, Band IV)