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Von 10'000 auf 5000 Touristen wollte Indonesien die jährliche Besucherzahl zum Schutz der Waranen-Insel Komodo zunächst limitieren, später war die Rede von einer kompletten Schliessung. Im April ruderte das Forst- und Umweltministerium wieder zurück und verschob den Entscheid. Jetzt ist aber klar: die Insel wird für Touristen ab dem 1. Januar 2020 komplett geschlossen, mindestens für ein Jahr, möglicherweise für zwei Jahre.
Wie die «Jakarta Post» berichtet, hat die East Nusa Tenggara (NTT) Tourism Agency und deren Vorsteher Wayan Darmawa die definitive Schliessung angekündigt. Grünes Licht dafür hat er vom Präsidenten Joko Widodo erhalten. Die Schliessung soll der Insel Komodo, der Heimat von über 5000 Waranen, eine komplette Erholung ermöglichen. Bis zu 10'000 jährliche Besucher, achtlos weggeworfene Zigaretten, die einen Waldbrand auslösten und sogar ein Waranen-Diebstahl haben dem Naturparadies zuletzt zugesetzt.
Total stellt die Regierung umgerechnet sieben Millionen Franken für verschiedene Schutzmassnahmen zur Verfügung. Eine der Massnahmen ist die temporäre Umsiedlung der Lokalbevölkerung, was wiederum zu Prostesten in West Manggarai geführt hat. Die betroffene Bevölkerung befürchtet, ihren bisherigen Lebensraum komplett zu verlieren. Sie moniert, dass gerade sie viel für den Erhalt der Insel beigetragen habe.
Der Komodo-Nationalpark umfasst die drei indonesischen Inseln Komodo, Rinca und Padar sowie zahlreiche kleinere. Der Park wurde 1980 als Schutzgebiet für den Komodowaran gegründet. Den bis zu drei Meter langen Echsen hat Komodo auch den Spitznamen «Dracheninsel» zu verdanken. 1991 wurde der Komodo-Nationalpark als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt. Rinca und Padar sollen weiterhin besucht werden dürfen.