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Muscheln in Essigwasser auflösen
Bist du gerade von den Sommerferien am Meer zurückgekommen und hast Muscheln als Souvenirs mitgebracht? Hier ein lustiges Experiment, das du mit ein paar weniger schönen Exemplaren machen kannst.
So wird's gemacht:
Es ist ganz einfach: Fülle ein Glas mit Essig und lege eine Muschel für ein paar Tage darin ein. Die Muschel löst sich langsam auf und verschwindet (je nach Grösse) nach zwei bis drei Tagen ganz.

Ein kleiner Tipp für alle, die nicht am Meer waren und keine Muscheln sammeln konnten: Das Experiment funktioniert auch mit Eierschalen oder leeren Schneckenhäusern, denn diese bestehen auch aus Kalk.
Was dahinter steckt:
Muscheln bestehen aus Kalk - dieser kann mit Essigsäure aufgelöst werden
Muscheln bestehen hauptsächlich aus weisslichem Kalk. Dieser wird in der Fachsprache auch Calciumcarbonat (CaCO3) genannt. In normalem Wasser ist Kalk sehr stabil und unlöslich. Säure, z.B. die Essigsäure (CH3COOH) im Weinessig, kann Kalk aber auflösen. Dabei entsteht ein Gas, das sogenannte Kohlendioxid (CO2). Von diesem Gas hast du sicher schon einmal gehört. Zu viel Kohlendioxid in der Luft wird für die Klimaerwärmung verantwortlich gemacht.
Für alle, die genau wissen wollen:
hier die Formeln zur chemischen Reaktion:
CaCO3 + 2CH3COOH ↔ Ca (CH3COO)2 + H2CO3
Die Essigsäure reagiert mit dem Calciumcarbonat und es entsteht Calciumacetat (Ca(CH3COO)2) und Kohlensäure (H2CO3). Das Calciumacetat kann jetzt im Wasser gelöst werden und die Kohlensäure zerfällt wie beim Sprudelwasser in Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser (H2O):
H2CO3 → CO2 + H2O