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Ziel der Elektroakupunktur ist es durch die Impulse Muskelspindeln anzuregen. Je nach Stärke des Reizes wirkt die Therapie anregend oder entspannend auf den Muskel. Es kommt zu einer verbesserten Durchblutung und, durch die gezielte Beeinflussung von nervalen Reflexen, zu einer Normalisierung des Muskeltonus. Verkrampfte Muskeln können sich wieder lösen. Diese Entspannung führt zu einer Schmerzreduktion und zu einer verbesserten Muskelaktivität.
Behandlungen mit Elektroakupunktur (EA) variieren in ihrer Wirksamkeit auf die Schmerzschwelle beim Pferd. EA-Stimulation von lokalen Akupunkturpunkten und/oder der Einsatz hoher Frequenzen (80 –120 Hz) können einen experimentellen Schmerz effektiver lindern als weiter entfernte Akupunkturpunkte und/oder der Einsatz einer niedrigeren Frequenz (20 Hz). Die Akupunkturpunkte in der Nähe der schmerzhaften Region müssen anscheinend mit hochfrequenter EA stimuliert werden, die weiter vom Schmerzgeschehen entfernten Punkte mit niedrigfrequenter EA. Das hat vermutlich mit der Ausschüttung von beta-Endorphin zu tun. Dies ist das Ergebnis einer kontrollierten Studie der Universität von Kentucky.
Moxibustion, auch Moxa genannt, ist eine Behandlungsform, die zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehört und bei der die gleichen Punkte wie bei der Akupunktur behandelt werden.
Beim Moxen werden kleine Mengen von Beifusskraut (Artemisia vulgaris) über Akupunkturpunkten erhitzt. Mit der Moxa-Therapie wird über die Hitzeeinwirkung auf die Akupunkturpunkte das Meridiansystem stimuliert. Dadurch werden blockierte, körpereigene Energien (Qi) wieder zum Fliessen angeregt.
Beifuß (Artemisia vulgaris L.) ist eine Heil- und Gewürzpflanze. Die Blätter der Pflanze werden getrocknet, gereinigt und für die Behandlung als loses Kraut oder in Form von Stäbchen gepresst, die wie Zigarren aussehen und erwärmt werden.