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Banken im Euroraum sollen noch längere Zeit auf Dividendenzahlungen verzichten
Die EZB-Bankenaufsicht erwägt aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie, Finanzinstitute noch für längere Zeit zum Verzicht auf Gewinnausschüttungen aufzufordern.
Die zentrale europäische Bankenaufsicht hat bisher an die Banken im Euroraum appelliert, bis mindestens zum 1. Oktober 2020 keine Dividenden auszuschütten. Die Bankinstitute sollten sich stattdessen für die Krise wappnen und grössere Kapitalpuffer aufbauen. Ihre Rolle als Kreditgeber sollte nicht leiden. Die EZB will Mitte Juli darüber weiter entscheiden.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit dem einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus (englisch Single Supervisory Mechanism, SSM) am 4. November 2014 die Aufsicht über die Banken in der Eurozone übernommen, deren Bilanzsumme über 30 Milliarden Euro beträgt oder 20% der Wirtschaftsleistung eines Landes ausmacht.
Sie ist nicht mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority) EBA zu verwechseln, die eine sonstige Stelle der Europäischen Union ist mit Sitz in Paris. Ihre Aufgabe ist die Finanzmarktaufsicht. Sie ging am 1. Januar 2011 aus dem Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden für das Bankwesen (CEBS, englisch Committee of European Banking Supervisors) hervor. Sie ist Bestandteil des Europäischen Finanzaufsichtssystems (European System of Financial Supervision) ESFS.
Und hier gibt es Wissenswertes zur Bankenaufsicht der EZB.