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Die Stadtpolizei der Stadt Winterthur hat 2019 in Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Management and Law die Bevölkerung zum subjektiven Sicherheitsempfinden und zur Arbeit der Stadtpolizei Winterthur befragt. Die Evaluation liegt nun in Form einer Studie vor. Die Bevölkerung beurteilt ihr Sicherheitsempfinden als insgesamt hoch und ist mit der Arbeit der Stadtpolizei zufrieden. Sie wünscht sich aber mehr Präsenz von Polizistinnen und Polizisten in Uniform zu Fuss oder per Velo auf Strassen, Plätzen und in den Quartieren. Hauptherausforderungen sieht sie bei den Themen Littering und im Verkehr. Die Ergebnisse der Studie belegen zudem, dass die Stadt Winterthur mit ihrem städtischen Sicherheitskonzept auf dem richtigen Weg ist.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das subjektive Sicherheitsempfinden der Befragten insgesamt hoch ist, wobei dieses mit steigendem Alter eher abnimmt. Hinsichtlich des Geschlechts gibt es keine signifikanten Unterschiede. Für mehr als der Hälfte der Befragten (55 Prozent) blieb das Sicherheitsempfinden in den letzten fünf Jahren unverändert. Hauptgrund für ein verschlechtertes Sicherheitsempfinden stellte für 22 Prozent der Befragten die Wahrnehmung der Sicherheitslage im Allgemeinen dar. 45 Prozent der Befragten gaben an, dass es Stadtkreise gibt, die sie als unsicher empfinden. Dabei wurden das Stadtzentrum und Töss als unsicherste Stadtkreise und Veltheim und Seen als die sichersten Stadtkreise beurteilt.
Bahnhof und Stadtpark werden als unsicher empfunden 62 Prozent der Befragten waren zudem der Meinung, dass es in Winterthur Plätze und Orte gibt, an denen sie sich unwohl fühlen, vor allem nachts. Zu den meistgenannten Orten und Plätzen zählt der Bahnhof, gefolgt vom Stadtpark. Was die Probleme in Winterthur betrifft, werden vor allem «Littering» und «undiszipliniert fahrende Fahrzeuglenkende» von den Befragten genannt. Die geringste Relevanz wird Problemen im Zusammenhang mit Delikten gegen Leib und Leben sowie Terroranschlägen beigemessen.
Schutz von Velofahrenden und mehr Polizistinnen und Polizisten zu Fuss als wichtigste Massnahmen Als eine der wichtigsten Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in Winterthur sieht eine Mehrheit der Befragten «mehr Schutz von Velofahrenden im Strassenverkehr» sowie «mehr Polizistinnen und Polizisten, die zu Fuss oder mit dem Velo in der Stadt patrouillieren». Als weitere Sicherheitsmassnahme gaben 19 Prozent der Befragten «Sanktionen und Kontrollen gegenüber Velo- und Trottinett-Fahrenden» an.
Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtpolizei und hohes Vertrauen Die allgemeine Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur ist unter den Befragten hoch. So gaben 84 Prozent an, mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur eher bis sehr zufrieden zu sein, und 6 Prozent sind mit der Arbeit der Stadtpolizei Winterthur eher bis sehr unzufrieden. Weiter zeigen die Ergebnisse ein im Allgemeinen hohes Vertrauen in die Stadtpolizei. Die Bereiche, in denen die Stadtpolizei nach Ansicht der Befragten zu wenig macht, sind für 58 Prozent «uniformierte Fuss- und Velopatrouillen im Wohnquartier» und für 49 Prozent «in Uniform auf der Strasse und auf Plätzen in Winterthur präsent sein.»
Das Verhalten der Stadtpolizei wird insgesamt positiv beurteilt. Dabei stimmten die Befragten durchschnittlich am meisten der Aussage zu, dass die Stadtpolizei den Notruf rasch entgegengenommen hat. Die durchschnittlich geringste Zustimmung findet sich zur Aussage, «Die Stadtpolizei Winterthur hat mir bei der Lösung meines Problems geholfen». 50 Prozent der Befragten bringen in der offenen Frage auch Lob oder Dank an, nur 8 Prozent äussern sich gegenüber der Stadtpolizei kritisch.
Fazit Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass die Stadt Winterthur mit ihrem 2018 beschlossenen, städtischen Sicherheitskonzept auf dem richtigen Weg ist, stimmen doch die von der Bevölkerung empfundenen Problemfelder weitgehend mit den im Sicherheitskonzept festgehaltenen Prioritäten überein: Bezüglich den strategischen Stossrichtungen «Verstösse und Störungen im öffentlichen Raum auf heutigem Niveau halten», «subjektive Sicherheit halten» und «Verkehrsunfälle mit Personenschaden reduzieren» werden bereits heute entsprechende Aktionspläne umgesetzt. Die Befragung zeigt aber auch, dass es weiteren Handlungsbedarf gibt. Die Stadtpolizei wird mit ihren Partnerinnen und Partnern in der Stadtverwaltung die im Sicherheitskonzept festgehaltenen Aktionspläne überprüfen, gegebenenfalls anpassen und unter Berücksichtigung von personellen Ressourcen weitere Massnahmen zur Erhöhung des Sicherheitsempfindens und zur Verbesserung der Polizeiarbeit umsetzen.
Wiederholung in drei Jahren Die Studie basiert auf einer Online-Befragung, zu der sämtliche Haushalte der Stadt Winterthur im August 2019 postalisch eingeladen wurden. Die Einladung wurde an insgesamt 58 018 Haushalte versandt, 4857 Antworten kamen zurück. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 8,4 Prozent, was gemäss wissenschaftlicher Standards überdurchschnittlich hoch ist. Gut die Hälfte der Teilnehmenden der Online-Befragung waren über 45-jährig, gut ein Viertel über 65-jährig. Die Befragung wird in drei Jahren wiederholt.
Die Studie kann hier heruntergeladen werden.
24. Mär. 2020, 09:03 Uhr
Rubrik: staponews, medienmitteilung