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Bisher kamen in hochwertigen In-Ear-Kopfhörern so genannte Balanced-Armature Multi-Driver zum Einsatz, d.h. mehrere schmalbandige Wandler wurden parallel betrieben - mit wiedergabeseitigen Problemen bei den Übergängen. Der von Sennheiser entwickelte XWB-Wandler im Miniaturformat soll gemäss Hersteller das gesamte hörbare Frequenzspektrum und darüber hinaus wiedergeben können.
Mit dem Ziel, das Klangpotenzial des Premiumhörers voll auszuschöpfen, entstand eine weitere kleine Innovation: ein belüftetes Magnetsystem. Die Idee ist einfach und kam erstmalig beim High-End-Hörer HD 700 zum Einsatz. Durch die Auf- und Abbewegung der Membran entsteht im Gehäuse des Magnetsystems ein Luftstrom, der die Membran in minimale Taumelbewegungen versetzt. Zwei Löcher im Gehäuse, die direkt unter dem Magneten positioniert sind, ermöglichen eine gezielte Führung dieses Stroms. Dadurch werden die Taumelbewegungen der Membran reduziert und der Klirrfaktor gemäss Hersteller auf weniger als 0,06 Prozent reduziert.
Eine weitere Innovation, der sogenannte Zwei-Kammer-Absorber, reduziert die starke Überhöhung im Bereich von 7 kHz bis 8 kHz. Sie tritt als Folge von Resonanzen auf, die durch das Verschliessen des Ohrkanals durch den Hörer entstehen.
Das Gehäuse des IE 800 besteht aus kratzfester, hautfreundlicher Keramik und die Ohrpolster aus hautfreundlichem Silikon. Um optimalen Sitz zu garantieren, entwickelte Sennheiser neue Ohradapter in ovaler Form. Je nach Präferenz kann der Anwender aus einer Auswahl an ovalen (SM/ML) und runden (S/M/L) Adaptern wählen. Ein Schutzgitter am Ohrpolster schützt den Wandler wirksam vor Verschmutzungen.
Der IE 800 wird im Spätherbst eingeführt. Ein Preis steht noch nicht fest.