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Forsberg: "Wir haben absichtlich verloren"
Sonntag, 18. Dezember 2011, 17:20 - Urs Berger
Peter Forsberg räumt erstmals in einem Interview im schwedischen Fernsehen ein, dass die Mannschaft an den Olympischen Spielen 2006 gegen die Slowakei absichtlich verloren habe. Damit hat erstmals ein Schwede die schon immer vermutete Spielmanipulation vollumfänglich zugegeben. Damals kam es auch zum Bruch mit der Männerfreundschaft zwischen Ralph Krueger und Bengt-Ake Gustafsson.
Schon an den Olympischen Spielen kam der Verdacht auf, dass die Mannschaft von Gustafsson absichtlich verlor. Schweden habe absichtlich verloren, um in Form der Schweiz gezielt den leichtesten Viertelfinalgegner zu bekommen, erklärt Forsberg in einer neuen Dokumentation des öffentlichen schwedischen Senders SVT.
Schweden hatte in der 0:3 verlorenen Partie dermassen passiv und unmotiviert gespielt, dass der Verdacht eines abgesprochenen Matches bereits vor fünf Jahren aufgekommen war. Die schwedische Taktik ging jedenfalls auf: Die Skandinavier schlugen sowohl die Schweiz als auch Tschechien im Viertel- beziehungsweise Halbfinal und holten mit dem 3:2 über Finnland letztlich Olympia-Gold. "Wir taten alles, um das Turnier zu gewinnen", zitierte SVT Forsberg.
Erstaunen konnte die Aussage von Peter Forsberg nicht wirklich. Vor dem Spiel gegen die Slowakei sagte Gustafsson gegenüber der nordamerikanischen Presse, dass man im Viertelfinal nicht gegen Kanada oder Tschechien spielen wolle, denn dies sei wie Pest oder Cholera, man wünsche sich die Schweiz als Gegner. Dann führte er weiter aus: "Die Schweiz ist der einfachere Gegner. Wir werden dieses Problem so professionell wie möglich lösen und in der Gruppe das Problem lösen." Nach dem die Aussage publik wurde, versuchte Gustafsson noch, seine Aussagen zu relativieren: "Was ich sagen wollte, war, dass es eine schwere Aufgabe sein wird, gegen alle diese drei Gegner zu spielen. Und ich wollte mit dieser Aussage nur aufzeigen, dass es nicht einfach wird in den Viertelfinals. Und wir sollen für diese unsere Kräfte schonen."
Ralph Krueger erhob denn auch nach dem Spiel der Schweden gegen die Slowakei versteckte Vorwürfe, sagte aber nicht dass dieses Spiel abgesprochen gewesen sei.
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