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Diese Art ist selten und lediglich Flussbewohner hatten das kleine Löwenäffchen bisher gesehen. Der Primat wird in ausgewachsenem Zustand nur 15 cm gross. In seinem Lebensraum nennen ihn die lokalen Bewohner “Mico-leãozinho“ (Löwenäffchen). Der Cebuella pygmaea ist eine seltene Spezies und der kleinste Affe des amerikanischen Kontinents.
Wie Biologen berichten, ernährt er sich hauptsächlich vom latexartigen Saft der Ingá-Bäume. 2010 fand man ein Exemplar dieser Art in Porto Velho, am Zusammenfluss der Ströme Madeira und Purus, und seine Population wird gegenwärtig im Bundesstaat Rondônia noch geschätzt. Nach Auskunft des “Centro de Coleções Zoológicas”, das sich im Gebäude der staatlichen Universität von Rondônia befindet, gibt es Registrierungen dieses Primaten auch in den Bundesstaaten Acre und Amazonas.
Das Äffchen wurde während einer Rettungsaktion der Tiere entdeckt, die man im Einzugsbereich eines neuen Wasserkraftwerks am Rio Madeira unternommen hatte, und diese Entdeckung in der Region – eines Tiers, das zuvor nur den Eingeborenen je begegnet war – hat die Neugier der Wissenschaftler angeheizt, die nun begonnen haben, die Lebensgewohnheiten dieser Spezies zu untersuchen.
Wie eine Biologin berichtet, gibt es nur eine geringe Bevölkerungsdichte dieses Primaten im Bundesstaat, und das “Instituto Brasileiro do Meio Ambiente e dos Recursos Naturais Renováveis“ (IBAMA) klassifiziert die Situation der Spezies als gering bedrohlich. “Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass wir nur geringe Informationen über den Cybuella pygmaea besitzen. Die Studien werden uns eine weitere Dimension der Lebensgewohnheiten des Primaten eröffnen“, sagt die Forscherin.
Einige Exemplare befinden sich ausgestopft im “Centro de Coeções Zoológicas“ der Universität, zusammen mit anderen Säugetieren für Studienzwecke und Archivierung der Fauna von Rondônia.