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Lofoten
Lofoten - Northern Norway
Die 190 km lange Inselgruppe der Lofoten umfasst ein Reich, in dem die Natur in spektakulären, ja geradezu unwahrscheinlichen Erscheinungsformen auftritt. Dementsprechend kürte sie im Jahr 2007 das "National Geographic Traveller"-Magazin zu den drei schönsten Inselreisezielen der Welt. Dinge, die anderswo gewöhnlich wirken, sind hier ins scheinbar verrückte gesteigert, die Landschaft wird zur surrealen Fantasie.
Da ist die Lofoten-Wand, eine Bergkette, die sich mit Kegeln und Pyramiden, Tafelbergen und Monolithen als bizarre Zackenlinie 1000m hoch aus dem Atlantik aufragt. Und in launischen Momenten führt sich die Natur in einer Weise auf, die über die menschliche Vorstellungskraft hinausgeht. Orkane schleudern die Gischt hundert Meter hoch in die Luft, peitschen Hagel, Schnee und Regen vor sich her, reissen Sekunden später den Himmel auf, und in einem ganz speziellen Licht fliessen Wolken wie Wasserfälle die Berge herab.
Wenn dann die Mitternachtssonne wie ein Feuerball knapp über dem Horizont schwimmt oder die grün- oder blauenroten Lichtfahnen des Polarlichtes gegen die schwarzen Silhouetten der Berge branden - dann wird der ganze Archipel endgültig mythisch. Dann wird verständlich, warum die Wikinger, die bereits vor über 1000 Jahren hier erste Stützpunkte errichteten, dem Archipel den Beinamen "Insel der Götter" gaben. Der Name "Lofoten" kam erst später auf und leitet sich ab von Lofotr, was so viel wie "Luchsfuss" bedeutet: ursprünglich nur die umgangssprachliche Bezeichnung für Vestvagoya, die mit 422 km2 die grösste Insel, steht sie heute für die ganze Inselgruppe. Die Lofoten erstrecken sich etwa 100 bis 200 km nördlich des Polarkreises über den 67. und den 68. Breitengrad in einem leichten Bogen hoher Berge ins Europäische Nordmeer. Vom Festland trennt sie der keilförmige Vestfjord, im Norden schliessen sich die nur wenige Kilomter entfernten Vesteralen an. Die wichtigsten Inseln der Lofoten sind: Austvagoya, Gimsoya, Vestavagoya, Flakstadoya und Moskenensoya. Alle diese Inseln sind mittlerweile mit Brücken und Tunneln durchgäging verbunden. Weiter südwestlich dieser Hauptgruppe der Lofoten-Inseln liegt jenseits des Moskenstraumen - des zweitstärksten Gezeitenstroms der Welt - die kleine Insel Varoy, an die, am äussersten Rand der Lofoten, die kleine Inselgruppe Rost angrenzt. Die Gesamtfläche der Lofoten beträgt 1227 km2, auf denen heute rund 24'000 Menschen leben. Die Lofoten haben viele Gesichter, und wer sie einmal betrachtet, kommt entweder niemals wieder oder verbindet den Gedanken an die landschaftliche Schönheit für allen Zeiten mit dem hohen Norden...