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In Analogie zum deutschen Wissenschaftsbetrieb insgesamt verstand sich die 1920 als Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft gegründete DFG über Jahrzehnte hinweg als politiknahe Förderungsinstanz einer national akzentuierten Forschung.
Die Autoren veranschaulichen den zunächst revisionistischen, nach 1933 rassistisch-expansionspolitischen und schließlich abendländisch-konservativen Kurs der Forschungsgemeinschaft auf den Feldern der Natur- und Technikwissenschaften, der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Medizin- und Biowissenschaften. Überblicke zur Organisationsgeschichte der Forschungsgemeinschaft und die disziplinübergreifenden Beiträge der Herausgeber werfen darüber hinaus Fragen nach der Liberalisierung der deutschen Forschung und ihrer außerstaatlichen Finanzierung in den 1960er Jahren auf.