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Monica Biondo erforscht den weltweiten Handel mit marinen Zierfischarten, einem Milliardengeschäft. Bereits vor vier Jahren publizierte die Meeresbiologin und Mitarbeiterin der Fondation Franz Weber (FFW) in ihrer Doktorarbeit, dass über 40 Prozent aller weltweit bekannten Korallenfische in der Roten Liste der IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) als «data deficient» (DD, datenarm) oder «not evaluated» (nicht evaluiert) aufgeführt wurden.
Laut Biondo ist somit von fast der Hälfte aller Korallenfische nicht bekannt, ob sie bedroht sind. Aufgrund der bekannten Gefährdung der Korallenriffe ist jedoch anzunehmen, dass ein Grossteil dieser DD marinen Zierfische ebenfalls als «bedroht » oder «stark bedroht» eingestuft werden könnte.
Diese wissenschaftlich fundierte Einschätzung betreffend der Korallenfische trifft nämlich auf andere Tiere zu. Forscherinnen und Forscher haben mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Aussterbewahrscheinlichkeiten von 7 699 DD-Arten der Roten Liste, die 17 Prozent ihrer gesamten Datensätze umfassen, untersucht und sind zum Schluss gekommen, dass 85 Prozent der DDAmphibien wahrscheinlich vom Aussterben bedroht sind, und dasselbe gilt für mehr als die Hälfte der DD-Arten in vielen anderen Tiergruppen wie Säugetiere und Reptilien. In der renommierten Fachzeitschrift NATURE lautet ihr Fazit: Die Erhaltung der biologischen Vielfalt könnte beispielsweise in Südamerika um bis zu 20 Prozent gesteigert werden könnte, wenn bisherige DD-Arten in der Gefährdungskategorie als VU (gefährdet), EN (stark gefährdet) oder sogar CR (vom Aussterben bedroht) aufgeführt würden.