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Im SBB-Nachrichtenblatt 6/1927 ist dieser Plan erschienen. Er zeigt, wie der voll ausgebaute RB nach damaligem Planungsstand aussehen sollte. In den kommenden Jahrzehnten wurde erstaunlich viel
davon verwirklicht.
Einige Abweichungen zur tatsächlich gebauten Anlage:
Eine Stationsgruppe G im Ost-West System (heutiger RB II) gibt es nicht. Die Gleisgruppe G ist heute die Ausfahrgruppe Richtung Westen, für die damals der Buchstabe H vorgesehen war
Ebenfalls nicht gebaut wurden die Gleisgruppen M (Elsässerzoll) und O (Lokdepot der AL)
Die Zufahrt Seite Pratteln entspricht von den Dimensionen (nicht aber vom Gleisplan) ungefähr den heutigen Anlagen
Seite Basel SBB gibt es wesentliche Abweichungen. Es waren gleich 4 Doppelspuren vorgesehen, unter anderem eine für Lokomotiven. Die Stammlinie (Personenzugslinie) wäre südlich vom
Wolfbahnhof (heutiger Basel SBB GB) durchgeführt worden. Richtung Basel Bad Bf gab es hingegen nur eine Einspurlinie
Bei der Gruppe B` sollte es vermutlich heissen Eckverkehr (von West nach West)
Am 19. April 1927 wurde ein erster Teil des RB gleichzeitig mit der Verbindung von (Basel Bad Bf) - Gellert eröffnet. Etwas später wurde noch eine Verbindung vom Bahnhof Wolf (Basel SBB GB)
geschaffen. Diese Gleise querten die Stammlinie Basel - Muttenz bei der Dienststation Birsbrücke. Die Situation wurde im SBB-Nachrichtenblatt 5/1936 mit diesen Skizzen dargestellt.
Plan aus der Dienstvorschrift No. 86 vom 23. September 1929
Die direkte Zufahrt zur Einfahrgruppe A fehlt noch. Gleise B III - B VII sind provisorisch als Einfahrgleise hergerichtet. Von dort werden die Züge in die A-Gruppe zurückgezogen und danach
über den Ablaufberg zerlegt
Auch die Ausfahrgruppe D ist Seite Pratteln noch nicht angeschlossen. Die Züge fahren direkt aus der B-Gruppe über ein provisorisches Gütergleis aus
Bereits vorhanden ist das Spitzkehrgleise A XII für Züge Basel Bad Bf - Basel SBB GB und umgekehrt
Gleisgruppe C (Stationsgruppe) fehlt noch, Gruppen R (Reparaturen) und T (Depot) sind nur teilweise eingerichtet
Es gibt insgesamt 5 Lokgleise L1 bis L5. L2 ist mit einer Putzgrube ausgerüstet
Es sind 4 Stellwerke (II bis V) in Betrieb
Hauptsignale L, H und N sind dreiflüglig
Die Blockstation Hard ist noch örtlich bedient. Ein Übergang quert dort die Stammgleise Basel - Pratteln und die Gruppe D
Auch die Rohrpost (bei Stellwerk IV) wurde in den Gleisplan aufgenommen
Mit dieser ersten Bauetappe konnte die bisherige Spitzkehre der Güterzüge aus Deutschland im Personenbahnhof Basel vermieden werden und dieser somit wesentlich entlastet werden.
Ein weiterer Plan, von Hand angeschrieben mit "ca. 1933 (?)"
Die A-Gruppe ist nun an die neue Doppelspur von Basel SBB GB angeschlossen. An der Einfahrt ist ein weiteres dreiflügliges Signal D 1/2/3 hinzugekommen. Ebenfalls neu ist Stellwerk I. Bei der
Einfahrt gibt es einen Niveauübergang mit Barriere.
Die Verbindungslinie von Basel Bad Bf / Gellert führt nicht direkt in die A-Gruppe
Blocksignal E 1/2 Birsbrücke. Für ein Blocksignal würde eigentlich ein Flügel genügen. Der zweite Flügel wurde gebraucht, als Birsbrücke Abzweigungstation der Strecke nach Basel SBB GB war
An der Einfahrt in die A-Gruppe von Osten gibt es ein weiteres dreiflügliges Signal O 1/2/3. Die beiden oberen Flügel sind gekuppelt
Die provisorischen Ein - und Ausfahrten in die Geleise B III - B VII gibt es nicht mehr. Die Anlage befindet sich im Umbau, einige Weichen führen ins Leere (61, 62* 69a/b)
Die B-Gruppe wurde um Gleise 40 bis 43 erweitert
Neu in Betrieb ist die Gleisgruppe C (Stationsgruppe) mit Stellwerk VII
Die Gruppe D (Ausfahrgruppe) wurde um weitere Gleise erweitert und ist nun Seite Pratteln angeschlossen. Neues Stellwerk VIII, von dem auch die Blockstation Hard bedient wird. Die Signale der
Blockstation wurden um ca. 500m Seite Pratteln versetzt
Der Niveauübergang bei der alten Blockstation Hard wurde durch eine Unterführung ersetzt
Zu den Stellwerken: Stellwerk II und VIII sind Befehlstellwerke. Dort wurden die Zugfahrstrassen eingestellt. Stellwerke I, IV und V waren Wärterstellwerke, d.h. sie konnten nach Freigabe
durch die Befehlsstellwerke Zugfahrstrassen und Signale bedienen. Stellwerke III, VI und VII waren Rangierstellwerke und an Zugfahrstrassen nicht beteiligt. Alle Stellwerke waren
elektromechanische Einreihen-Schalterwerke VES.
Plan der "elektrischen Kraftstellwerkanlage" Stand 22. November 1939
Im Plan sind auch die Signalstation Gellert, Blockstation Birs und ein Teil von Basel SBB GB eingetragen
Die Verbindungslinie von Basel Bad Bf / Gellert ist nun auch an die Einfahrgruppe A angeschlossen
Dagegen gibt es das Spitzkehrengleis nicht mehr, dieses ist nur gestrichelt eingezeichnet. Die Spitzkehre der Züge Basel Bad Bf - Basel SBB GB muss in der A-Gruppe vollzogen werden
Ebenfalls nicht mehr vorhanden sind die Lokgleise L2 und L3
Neu hinzugekommen ist die Strecke von Birsfelden Hafen
Es gibt eine durchgehend doppelspurige südliche Umfahrungslinie (Gleise A I / A II - J III / J IV - B II / B III - D I / D II)
Die Spitzkehrengleise A 12 und A 13 wurden am 19. Mai 1947 in Betrieb genommen. Nutzbare Länge 700m
Plan der "elektrischen Kraftstellwerkanlage" Stand März 1955
Auf der Verbindungslinie Richtung Norden ist nach Gellert als Nachbarbahnhof noch "Basel - DRB" angegeben, also "Basel Deutsche Reichsbahn"
Diese Verbindungslinie ist immer noch einspurig und deshalb ein übler Flaschenhals. Der Abschnitt Gellert - Basel Bad Bf mit der Rheinbrücke wird auch von allen Reisezügen von/nach
Deutschland befahren.
Im ursprünglich vollständig mit Formsignalen ausgerüsteten Bahnhof tauchen erste Lichtsignale auf
Es sind einige Sperrsignale nach deutscher Bauart aufgestellt. Besonders viele stehen am Ende der A-Gruppe als Zielsignale der Einfahr-Zugfahrstrassen (Signalstaffel M). Diese Signale waren
zwar im Signalreglement von 1947 enthalten, kamen aber wahrscheinlich nur in Basel SBB RB vor
Auch bei Lokgleis L1 befindet sich nun ein Dienstgebäude
Noch einige Worte zur Zugförderung. 1955 dampfte es im Raum Basel noch ganz beträchtlich! Sowohl nach D wie auch nach F wurde noch ausschliesslich mit Dampf gefahren, ebenso nach Kleinhünigen und
Birsfelden. Grössere Teile des RB waren nicht mit Fahrdraht versehen waren, deshalb wurde hier beinahe ausschliesslich mit Dampfloks rangiert, wie auch in den Güter- und
Hafenbahnhöfen. Dies führte dazu, dass das Lokdepot Basel SBB damals noch über sehr viele Dampfloks verfügte. Gemäss alten Unterlagen waren im RB v.a. E 4/4 Tenderloks beider Bauarten im Einsatz,
am Ablaufberg auch die schweren C 5/6 Schlepptenderloks.
Letztere führten u.a. auch die Hafenzüge und im Mischbetrieb mit der DB gelegentlich Züge von und nach Basel Bad Bf.
Pläne Sammlungen Hinrichs, Dikenmann, Wileczelek und Niklaus