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Mo Farah geschlagen: Muktar Edris siegt über die 5000 m
- Samstag, 12. August 2017, 21:42 Uhr, aktualisiert um 22:07 Uhr
Der Brite Mo Farah hat sich an der WM in London über die 5000 m geschlagen geben und mit Silber begnügen müssen. Ein erfolgreiches Comeback feierte Hürdensprinterin Sally Pearson.
In seinem voraussichtlich letzten WM-Rennen auf der 400-Meter-Tartan-Bahn hat Mo Farah an der WM eine seltene Niederlage einstecken müssen.
Gold über die 5000 m holte sich der Äthiopier Muktar Edris, der im Schlussspurt dem Konter von Farah widerstehen konnte. «Es war ein gutes Rennen. Ich bin einfach nur glücklich, Mo geschlagen zu haben. Vielleicht war er heute ein bisschen müde nach den 10.000 Metern», sagte Edris. Bronze ging an den Amerikaner Paul Kipkemoi Chelimo.
Preis für Gold über 10'000 m gezahlt
Farah bestätigte, dass ihn das Rennen über die 10'000 m mehr mitgenommen habe als erhofft. «Ich konnte am Ende nichts mehr geben. Ich war eingeschlossen und kam nicht mehr raus», so der enttäuschte Publikumsliebling.
Farah verpasste damit sein 7. Langstrecken-Double an Grossanlässen seit Olympia 2012 in London. Letztmals wurde Farah an einem internationalen Titelkampf 2011 besiegt.
Weitere Entscheidungen vom Samstag
- Geglücktes Comeback für Sally Pearson über 100 m Hürden
- Erstes Gold für Deutschland dank Speerwerfer Johannes Vetter
- Top-Favoritin Maria Lasitskene siegt im Hochsprung
100 m Hürden: Sieg an Sally Pearson
Über 100 m Hürden der Frauen holte sich die Australierin Sally Pearson in 12,59 Sekunden die Goldmedaille. Für die 30-jährige Pearson war es die Krönung eines grossen Comebacks: Die WM 2015 sowie Olympia 2016 in Rio hatte sie verletzungshalber verpasst.
Silber ging an Olympiasiegerin Dawn Harper-Nelson aus den USA, Bronze an die Deutsche Pamela Dutkiewicz. Weltrekordhalterin Kendra Harrison (USA) musste sich mit Rang 4 begnügen.
Hochsprung: Lasitskene erfolgreich
Im Hochsprung der Frauen setzte sich mit der Russin Maria Lasitskene die Topfavoritin durch. Die unter neutraler Flagge gestartete Athletin siegte mit einer Höhe von 2,03 Meter. Silber ging mit 2,01 Meter an Julia Lewtschenko aus der Ukraine, Bronze an die Polin Kamila Licwinko (1,99).
Speer: Erstes Gold für Deutschland
Im Speerwerfen der Männer sorgte Johannes Vetter für die erste Goldmedaille in London für Deutschland. Der 24-Jährige aus Offenburg siegte mit einer Weite von 89,89 Meter. Die weiteren Medaillen gingen an die beiden Tschechen Jakub Vadlejch und Petr Frydrych.
Zehnkampf: Kevin Mayer holt Gold
Zum «König» der WM in London hat sich der Franzose Kevin Mayer gekrönt. Der Zehnkämpfer setzte sich mit 8768 Punkten vor den beiden Deutschen Rico Freimuth und Kai Kazmirek durch.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.08.2016, 19:55 Uhr