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Portrait ERIDANOS - Schule für Craniosacral Therapie
Die Craniosacral Therapie (kurz CST) ist modern geworden. Sie ist mit Sicherheit einer der interessantesten und faszinierendsten Bereiche der Osteopathie, aber gleichzeitig auch einer der kontroversesten. Das Konzept der Osteopathie sowie die Entstehung der CST sollte immer in ihrem historischen Zusammenhang und im Kontext der jeweiligen Zeit betrachtet werden. Im Allgemeinen wird der Ursprung der CST dem Amerikaner William Garner Sutherland (1873-1954) zugeschrieben. Sutherland selbst war Schüler von Andrew Taylor Still (1828-1917), dem Gründer der Osteopathie. Allerdings sollte man fast 200 Jahre weiter in die Vergangenheit schauen, um die wahren Wurzeln der Craniosacral Therapie zu finden. Das Universalgenie Emanuel Swedenborg (1688-1772) beschäftigte sich schon etliche Jahrzehnte vor Still und Sutherland mit dem Schädel, dem Gehirn und seiner funktionellen Bedeutung für den Körper. Wie die aktuelle Osteopathiegeschichte 2013 enthüllte, hat der schwedische Wissenschaftler und Philosoph Swedenborg mit seinen Schriften ‚Economy of the Animal Kingdom‘ und ‚The Brain‘ offensichtlich nachhaltigen Eindruck auf die Gründerväter der Osteopathie, allen voran auf Still und Sutherland, gemacht. Im Kontext der Zeit versteht man die unterschiedlichen Beweggründe dieser 3 bemerkenswerten Figuren. Während Swedenborg auf der Suche nach der Seele war, wollte Still das Konzept der Lebenskraft verstehen und Sutherland wiederum verfeinerte die Visionen von Still, indem er etwas metaphysisches, mit Kraft (Potency) und Intelligenz ausgestattetes annahm, das den Primär Respiratorischen Mechanismus (PRM) antrieb um ihn in Richtung einer Balance zu führen. Alle drei verfolgten die Annahme, dass es im Körper eine Kraft geben muss, die selbstheilende Mechanismen des Körpers anregen können um selbständig Korrekturen im gesamten Körper von innen heraus vornehmen zu können.
Angebot
Die Ausbildung dauert ca. 3 Jahre und ist aufgeteilt in 15 Seminare à 4 Tage und 1 Seminar à 2 Tage.
Die Ausbildung orientiert sich am Berufsbild der Komplementärtherapie und an der Methodenidentifikation des Berufsverbands Cranio Suisse®
Die erfolgreich bestandene Ausbildung berechtigt dann über das Gleichwertigkeitsverfahren (GWV) zum Erwerb des Branchenzertifikats, welches (falls erwünscht) benötigt wird für die Zulassung zur eidgenössischen Prüfung (Höhere Fachprüfung - HFP) zum KomplementärTherapeut Craniosacral Therapie.
Die Ausbildungskosten betragen Fr. 12800.- für die Gesamtausbildung.
Seit 2018 besteht die Möglichkeit Anteile der Ausbildungskosten beim Bund zurückzufordern:
Bundesbeiträge
Für Ausbildungen, die auf eidgenössische Prüfungen vorbereiten gibt es seit 2018 Bundesbeiträge.
Der Bund bezahlt an die Ausbildungskosten 50 %, maximal jedoch Fr. 10'500.- Die Beiträge können nach dem Absolvieren der HFP, unabhängig vom Prüfungsausgang, beim Bund eingefordert werden.
Nächste Info - Abende
Donnerstag, 4. April 2019
Freitag, 12. April 2019
Freitag, 24. Mai 2019
Samstag, 29. Juni 2019
jeweils 18:30 Uhr
Spezielles
Für wen eignet sich diese Ausbildung ?
Die Ausbildung zum Craniosacral Therapeuten stellt für jeden Interessierten eine spannende Reise durch die Welt des menschlichen Körpers dar. Es soll nicht nur eine Reise durch den fremden, also den Patientenkörper sein, sondern auch eine Reise durch den eigenen Körper, die eigene Wahrnehmung sein, und damit auch die Möglichkeiten erweitern mit denen wir Strukturelles wie auch Seelisches und Emotionales beurteilen können. Sie richtet sich an alle, die offen sind die menschliche Anatomie auf eine neue und andere Art und Weise zu betrachten, als wir es bis anhin von der überwiegenden Mehrheit der Anatomie-Atlanten gewohnt sind. Vielleicht benötigt es etwas Mut um hinter das bisher bekannte zu schauen, auf jeden Fall hilft Offenheit, Interesse und Phantasie bei dieser Ausbildung. Für die in Heilberufen Tätigen ist diese Ausbildung eine wunderbare Möglichkeit, um ihre bisherigen Methoden zu erweitern. Die Craniosacral-Therapie eignet sich hervorragend als Kombination für Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Hebammen, Masseure und viele andere alternativmedizinisch tätige Therapeuten. Aber auch andere Interessierte mit dem Mut zu Veränderungen erfahren oft neue Möglichkeiten durch die Craniosacral-Therapie. Vorraussetzungen für diese Ausbildung braucht es keine, zumindest keine fachlichen. Wenn man von Vorraussetzungen reden will, dann nur die bereits weiter oben schon beschriebenen, nämlich ein bisschen Mut, gesunde Offenheit für Neues, viel Interesse am Menschen in seiner Gesamtheit und eben etwas Phantasie.