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Zur Geschichte des Projektes Images et Voix de la Culture Suisse (IMVOCS)
IMVOCS wurde von Memoriav, dem Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes in der Schweiz, Anfang 2002 ins Leben gerufen
und ist die Weiterführung des VOCS-Projektes (Voix de la Culture Suisse). Dieses hatte 200 Stunden Aufnahmen aus dem Archiv
von Radio Suisse Romande der Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller zugänglich gemacht, deren Nachlässe oder Archive
sich im Schweizerischen Literaturarchiv befinden. IMVOCS erweitert das Spektrum, indem neben Audio- auch Film- und Videodokumente
berücksichtigt und weitere Institutionen mit einbezogen werden. Neben Memoriav beteiligen sich das Schweizerische Literaturarchiv
SLA, das Max Frisch-Archiv MFA sowie die Radio- und TV-Stationen der SRG SSR idée suisse (SF, TSR, RSI, SRDRS, RSR, RTR).
Ziele von IMVOCS sind die Sicherung und Erschliessung gefährdeter audiovisueller Dokumente und die Gewährleistung des Zugangs
zu bislang unbekannten Tönen, Filmen und Videos an einem Ort.
Die Partnerinstitutionen einigten sich in einem Selektionsprozess auf eine Anzahl Autorinnen und Autoren, von denen in einer
ersten Phase Film- und Videodokumente in den betreffenden Archiven gesucht wurden. Die Priorität lag bei bedrohten bzw. noch
nicht auf moderne Videobänder überspielten Dokumenten. Filme und Videos werden auf neue Masterbänder kopiert und in den Partnerinstitutionen
katalogisiert. Die Originale verbleiben in den Ursprungsarchiven. Ab 2004 wurde die Namensliste kontinuierlich ergänzt und
zusätzlich zu den bewegten Bildern auch Tondokumente aus dem SLA, dem MFA und den öffentlich-rechtlichen Radiostationen von
und über die ausgewählten AutorInnen in die IMVOCS-Sammlung übernommen. Die Digitalisierung der Radiodokumente wurde im Rahmen
der Memoriav-Projekte von den SRG-Radiostationen vorgenommen, die Digitalisierung der Töne aus den Literaturarchiven übernahm
die Schweizer Nationalphonothek in Lugano.
Umfang und Inhalt der Dokumente
Die IMVOCS-Sammlung umfasst Ton-, Film- und Videodokumente von Schweizer Autorinnen und Autoren in allen vier Landessprachen.
Die Dokumente stammen aus den Autorenarchiven des Schweizerischen Literaturarchivs in Bern, des Max Frisch-Archivs in Zürich
und aus den Archiven der Radio- und TV-Stationen der SRG SSR idée suisse. Während die 200 Stunden Tondokumente aus dem VOCS-Projekt
nach inhaltlichen Kriterien durch eine Expertenjury ausgewählt worden waren, wurden ins IMVOCS-Projekt alle Dokumente aufgenommen,
die einen direkten Bezug zu den ausgewählten AutorInnen haben.
Zugang
Der Zugang zu den Beschreibungen erfolgt über das vorliegende Online-Inventar. Die Film- und Videodokumente sind auf DVD in
den Lesesälen des SLA in Bern und der Biblioteca Cantonale di Lugano visionierbar. Der Zugang zu den Tondokumenten ist noch
auf die Räumlichkeiten des SLA beschränkt. Durch Anklicken der Links im Online-Inventar können die Töne angehört werden.
Erwerbung
Im Rahmen des IMVOCS-Projektes werden Ton-, Film- und Videodokumente aus den Beständen des Schweizerischen Literaturarchivs
SLA, des Max Frisch-Archivs MFA und der Fernseh- und Radiostationen der SRG SSR idée suisse mit Bezug zur Schweizer Literatur
ausgewählt, digitalisiert und zugänglich gemacht. In die IMVOCS-Sammlung wurden die bereits digitalisierten Dokumente aus
dem älteren VOCS-Projekt mit literarischen Tondokumenten aus dem Archiv des Radio Suisse Romande integriert. Die VOCS- und
IMVOCS-Dokumente können in den Lesesälen der Schweizerischen Nationalbibliothek und des Schweizerischen Literaturarchivs in
Bern sowie in der Biblioteca Cantonale di Lugano im Rahmen der geltenden Benutzungsordnungen visioniert und angehört werden.
Eine Ausleihe ist nicht möglich. Alle weiteren Rechte liegen bei den ursprünglichen Rechtsinhabern.
Hinweise zur Erschliessung
Dieses Online-Inventar wurde aus HelveticArchives generiert. Es unterscheidet sich in seinem Erscheinungsbild von "normalen" Online-Inventaren hauptsächlich durch die beiden
folgende Merkmale: das Datum wird mit Punkt (statt Trennstrich) angezeigt, es gibt - strukturell bedingt - mehr „Darin“-Auflistungen
im Bemerkungsfeld. In ihrem Inhalt sind die beiden Inventarformen jedoch identisch. Der Link HelveticArchives ID (im Feld
Bemerkung) führt jeweils zu den vollständigen Angaben zum Dokument.
Die AutorInnen-Sammlung ist alphabetisch geordnet. Daran anschliessend folgen thematische Sammlungen. Die einzelnen Dokumente
sind in der Regel chronologisch verzeichnet.