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Ernst Würtenberger gab Unterricht in der Malschule von Hortensia Stadler im ehemaligen Atelier von Arnold Böcklin in Zürich.
In den Kleinen Lebenserinnerungen erinnert sich Fidus an seinen ersten Besuch des Böcklin-Ateliers:
Ich suchte dieses Werkhaus auf, und fand darin eine Malschule für Frauen, an der auch einer von Böcklins Schülern Ernst Württenberger [sic!] mitlehrte. Das verträumte Anwesen hatte ein Werkhaus mit 3-4 Räumen, einer im Winkel gegen die 3 andern gebaut. Alles atmete Böcklins Raumgefühl!
Würtenberger hatte das Atelier, als er noch als Student der Münchner Kunstakademie zusammen mit seinem Vater Zürich besuchte, wenige Monate, nachdem Böcklin es 1892 verlassen hatte, offensichtlich ganz ähnlich wie Fidus erlebt. In seinen Erinnerungen Das Werden eines Malers schreibt er:
Ich betrat den verlassenen Garten; wilde Rosen, Kapuziner und wilder Wein überwucherten die Gartenbeete und -wege und rankten an dem schwärzlichen Schiefer des Ateliers hinauf. Der Springbrunnen, ein von Böcklin modellierter und in einer Kunststeinmasse ausgeführter Froschkopf, war verwittert, und das Wasser, das sonst aus dem Froschmaul in die Höhe spritzen mochte, war versiegt. In den grossen Fenstern des Ateliers spiegelten sich die am Himmel dahinziehenden weißen Wolken des Augustsommertages, als ob der Geist Böcklins noch in diesen Räumen gegenwärtig sei. Ich war verzaubert, und es vergingen Jahre bis, diese Zauberbann sich löste.
Veröffentlichungen
- “Zum Gedächtnis Arnold Böcklins. Erinnerungen und Betrachtungen”, in: Die Rheinlande, Sonderheft Februar 1901, S. 45-49. Online
- Arnold Böcklin. Einiges über seine Art zu schaffen, seine Technik und seine Person, Berlin 1902.
Literatur
- Ernst Würtenberger. Ein deutscher Maler in der Schweiz.