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Die Pinguine bewohnen das Meer der südlichen Halbkugel zwischen 30 und 75° und besuchen das Land während der Fortpflanzungszeit.
Der Riesenpinguin (Fetttaucher, Fettgans, A. patagonicaForst.), etwa 1 m lang, mit mehr als kopflangem,
dünnem, geradem, an der Spitze gekrümmtem Schnabel, am Steiß eingelenkten, bis fast auf die Zehen befiederten, stämmigen,
langzehigen, mit langen, kräftigen Nägeln bewehrten Füßen, ist am Kopf, Nacken und an der Kehle schwarz, auf dem Rücken streifig
dunkelgrau, unterseits weiß, am Vorderhals gelb mit hochgelbem Streif an den Halsseiten, schwarzem, an der
Wurzel
[* 6] des Unterschnabels rotem Schnabel und schwarzbraunen Füßen.
Dieser und einige andre Arten leben gesellig in den südlichen Meeren; sie schwimmen vortrefflich, indem sie mit den Füßen
und Flügeln rudern, tauchen geschickt, bewegen sich auf dem Land bei aufrechtem Gang
[* 7] nur langsam, aber, auf der Brust rutschend
und mit Füßen und Flügeln zugleich arbeitend, sehr gewandt. Sie nähren sich von Fischen, Schal- und Krustentieren.
Während der Brutzeit kommen auch die nicht brutfähigen Vögel ans Land, welches dann von großen Scharen derselben bevölkert
ist, die sich streng nach dem Alter ordnen.
Zur Aufnahme der Eier
[* 8] graben manche tiefe Höhlen, welche durch unterirdische Gänge mit den benachbarten
Höhlen verbunden sind; andre brüten in seichten Mulden und unmittelbar nebeneinander. Das Ei
[* 9] ist grünlich und braun gefleckt
und wird sorgsam gehütet, weil namentlich die
größern Arten gern Eier stehlen, um so viele wie möglich auszubrüten. Männchen
und Weibchen brüten abwechselnd. Dabei nehmen die Vögel das Ei zwischen die sich fast berührenden und
mit der Bauchhaut verwachsenen Oberschenkel und klemmen es hier so fest ein, daß sie es selbst auf der Flucht weit mit sich
fortschleppen. Die Eier sind schmackhaft. Man jagt die Pinguine des Fleisches, des Thrans und ihrer Häute halber. Die
Tiere verteidigen sich mit Schnabelhieben, werden aber doch sehr leicht erlegt. Jung eingefangene Pinguine werden sehr zahm.