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Mit Rationalitätenfalle bezeichnet man das Unvereinbarkeit zwischen dem, was ein einzelnes Individuum für rational und vernünftig hält und dem was für die Gesamtheit der Individuen vernünftig ist.
Voraussetzung für eine Rationalitätenfalle ist, dass zwischen Individuen (die Individuen können dabei Individuen, Familien, Unternehmen, Staaten sein), die nicht gemeinsam, sondern individuell handeln, Konkurrenz besteht. Dieser Zustand kann sozusagen auch künstlich herbeigeführt werden. Hier einige Beispiele für die Rationalitätenfalle:
- Wenn etwa die Polizei die Angehörigen einer kriminellen Vereinigung getrennt voneinander einsperrt und verhört. Die Polizei versucht so für die Gefangenen ein Gefangenendilemma zu schaffen
- Die Gesamtnachfrage nach beispielsweise Bier oder Waschmitteln sei stabil. Die einzelne Unternehmung kann aber durch Werbung ihren Marktanteil ausdehnen zu Lasten der Konkurrenz. Machen das aber alle, dann haben alle immer höhere Werbeausgaben, ohne dass dadurch der Umsatz der Bier- oder Waschmittelbranche insgesamt steigt
- Der einzelne Staat erzielt einen Vorteil gegenüber den konkurrierenden Nachbarstaaten, indem er seine Rüstung aufstockt. Machen das aber alle Staaten, dann heben sich die Vorteile höherer Rüstung gegenseitig auf, aber alle Staaten sitzen jetzt auf hohen, womöglich weiter steigenden Rüstungskosten.
Natürlich lässt sich die Liste unendlich lange erweitern. Stellt sich nur die Frage, wie kommt man so zu Lösungen, wo man die Welt ändern will und gleichzeitig alle Menschen „mitzunehmen“. Wie umgehe ich solche Fallen? Wie tappe ich rein und umgehe sie dann? Alles ganz einfach: ein paradoxer Systemeingriff hilft hier meistens.
Also viel Spass, wenn Ihr heute mal eine Rationalitätenfalle besucht!