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Der Vertexpunkt ist astronomisch der genau in Westrichtung gelegene Punkt der Ekliptik. Hätte die Ekliptik keine Neigung zum Äquator - würden also die Achsen der täglichen und der jährlichen Bewegung der Erde zusammenfallen - dann würde auch der Vertex immer mit dem Deszendenten zusammenfallen (und dieser würde immer in exaktem Quadrat zum MC stehen). So ist es aber nicht, und daher vollführt der Vertexpunkt in den gemäßigten Breiten im Laufe des Tages eine Schwingungsbewegung um den Deszendenten, wobei er sich in dem Bereich zwischen dem fünften und neunten Haus aufhält.
In seinem Buch Der Aszendent der Seele[1] erläutert Renzo Baldini seine Forschungsergebnisse über die Bedeutung des Vertexpunkts in der Individualastrologie. Er ist der Ansicht, daß auf die beschriebene Schwingungsbewegung des Vertex ein besonderes Augenmerk gerichtet werden sollte. Während beispielsweise ein Fixstern bei einer vollen Achsendrehung der Erde einmal den gesamten Häuserkreis durchwandert, durchläuft der Vertex nur einen Ausschnitt des Häuserkreises. Aber auch er vollführt dabei eine wiederkehrende Bewegung, die man mit dem Durchlaufen des Häuserkreises in Analogie bringen kann. Das bedeutet, der vom Vertex durchstrichene Tierkreisbereich kann für den Vertexpunkt - ebenso wie der gesamte Tierkeis für einen Fixstern - wieder in zwölf Abschnitte geteilt werden, und man darf laut Baldini erwarten, daß die aktuelle Position des Vertex in einem dieser Abschnitte ein Analogon für seine Hausposition darstellt.