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Wagen 932 im Originalzustand.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 156.39)
Ende der Achtzigerjahre waren die zehn Gelenk-Trolleybusse 901 bis 910 aus dem Jahre 1968 am Ende ihrer Lebensdauer angelangt. Zusammen mit vier immer noch in Betrieb stehenden Zweiachsern von 1957 sollten sie durch zwölf neue Gelenktrolleybusse ersetzt werden.
Dem allgemeinen Trend folgend kam nur die Beschaffung von Fahrzeugen mit einem möglichst hohen Niederfluranteil in Frage. Als einziger Hersteller bot Neoplan einen Trolleybus an, welcher aufgrund der Ausführung mit vier Radnabenmotoren à 50 kW bzw. 68 PS durchgängig niederflurig und mit vier stufenlosen Einstiegen gebaut werden konnte.
Magnet-Dynamischer-Speicher (MDS) der Neoplan-Trolleybusse 923 bis 934.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. –)
Weitere Neuerungen waren Schwenkschiebetüren, Vollklimatisierung und ein Magnet-Dynamischer-Speicher (MDS). Bei letzterem handelte es sich um einen Schwungradspeicher, welcher beim Bremsen anfallende Energie aufnehmen und beim Anfahren wieder abgeben konnte. Der MDS erlaubte auch kurze Fahrten ohne Fahrleitung bzw. bei fehlender Fahrleitungsspannung.
Der Prototyp mit der BVB-Betriebsnummer 923 traf 1992 in Basel ein, nachdem er zuvor auf dem Nutzfahrzeugsalon in Genf präsentiert worden war und weltweites Aufsehen erregte. Die mit diesem Fahrzeug gesammelten Erfahrungen flossen in den Bau der rund drei Jahre später gelieferten Serienwagen 924 bis 934 ein.
Im Betrieb erwiesen sich die Fahrzeuge als sehr störungsanfällig und konnten nie vollends überzeugen. Lediglich sieben der zwölf Niederflurwagen blieben bis zur Einstellung des Trolleybusbetriebes Ende Juni 2008 in Betrieb. Der Prototyp 923 und vier Serienwagen schieden bereits früher aus und wurden in Basel abgebrochen. Die Wagen 924, 926, 927, 929, 930, 931 und 933 gelangten über mehrere Zwischenhändler zur Firma Egged Ruse AD in BG-Ruse, wo sie mit neuen, fünfstelligen Betriebsnummern 1) wieder in Betrieb genommen wurden. Aufgrund grosser Reparaturanfälligkeit und Ersatzteilproblemen war ihnen in auch in Bulgarien kein langes Leben beschieden. Bis 2018 erfolgten Ausmusterung und Abbruch.