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Das Selbstwertgefühl setzt sich zusammen aus Selbstsicherheit und Selbstachtung. In der Psychologie werden sie auch mit Wasser und Brot zum Überleben im (Berufs-)Alltag verglichen. Beide können Sie gezielt stärken:
Die Bedeutung der Selbstsicherheit
Selbstsicherheit beschreibt unser Vertrauen in die Funktionsfähigkeit unseres eigenen Verstandes, in unsere Fähigkeiten zu denken, zu verstehen, dazuzulernen, zu wählen und damit auch eigene Entscheidungen zu treffen. Sie gibt uns das Vertrauen, unser Leben selber in die Hand nehmen und aktiv zu gestalten, anstatt den Ereignissen ausgeliefert zu sein. Somit ist sie die Grundlage dafür, trotz Herausforderungen, möglichen Fehlern und Risiken offen zu sein für Neues.
So stärken Sie Ihre Selbstsicherheit
Schauen Sie sich etwas von Spitzensportlern ab und richten Sie sich ein mentales Fitnessstudio ein. Nehmen Sie sich genau fünf Minuten Zeit und erstellen Sie eine Liste mit Ihren Stärken, wie beispielsweise:
Beim Aufstellen der Liste sollten Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie Freunde und Kollegen, was Sie gut können.
Ergänzen Sie diese Liste um folgende positive Affirmationen (bejahende Sätze):
Schreiben Sie alle Sätze auf Klebezettel und hängen Sie sie an einen Ort, den Sie täglich sehen. Stellen Sie sich am Morgen und am Abend davor und sprechen Sie laut oder lautlos mit sich selbst, indem Sie diese Sätze wiederholen.
Die Bedeutung der Selbstachtung
Selbstachtung bedeutet, dass man den Wert der eigenen Person kennt. Ein Mensch, der sich selbst achtet, weiss, dass er ein Recht darauf hat, seine Wünsche, Bedürfnisse und Gedanken zu äussern. Er ist in der Lage, sich konstruktiv zu behaupten.
In den meisten Fällen sind wir mit uns im Grossen und Ganzen zufrieden. Doch wenn Ihnen etwas besonders wichtig ist, es darauf ankommt und/oder der Stresslevel steigt, meldet sich eine innere Stimme. Diese innere Stimme wird auch der innere Kritiker genannt. Diese Worte sind hart, verletzend, kritisch und erniedrigend. Der Kritiker ist damit beschäftigt, Ihnen einzureden, dass etwas nicht klappt, Sie nicht genügen. Kommen Ihnen folgende Sätze bekannt vor?
Sie können sich den Kritiker wie einen Teufel auf Ihrer linken Schulter vorstellen, der mit seinem Dreizack auf Ihrem Kopf herumschlägt.
So stärken Sie Ihre Selbstachtung
Ihre Gedanken können Sie sich nicht verbieten. Sie können sie aber in eine gewünschte Richtung lenken. Sagen Sie bewusst Stopp, immer wenn ein destruktiver Gedanke auftaucht. Das Teufelchen hopst zwar immer mal wieder auf Ihre Schulter, aber Sie alleine entscheiden, wie lange er dort sitzen bleiben darf.
Gleichzeitig fördern Sie Ihr konstruktives Denken. Gehen Sie wieder in Ihr mentales Fitnessstudio und trainieren Sie folgendes Gedankenprogramm:
Unterstützend können Sie sich ein Engelchen auf Ihrer rechten Schulter vorstellen, das Ihnen mit diesen oder anderen positiven Aussagen den Rücken stärkt.
Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich möchte nicht, dass Sie mit dieser Übung im Denkmuster „Ich bin halt so, wie ich bin!“ steckenbleiben. Ein gesundes Selbstwertgefühl ermöglicht Ihnen, an sich zu arbeiten und Herausforderungen anzupacken, mit Unsicherheit umzugehen oder auch selbstbewusster im Umgang mit Ihrem Chef und höheren Kaderstufen zu werden. Ich habe vor einiger Zeit eine Karte bekommen, auf der stand: Was hinter uns liegt und was vor uns liegt ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns steckt. Eine schöne Aussage, wie ich finde. Entdecken auch Sie, was alles in Ihnen steckt. Ich unterstütze Sie wie immer gerne bei allem, was Sie vorhaben!