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Olivenöl ist ein Produkt mit sehr hohem Nährwert. Die Methode seiner Gewinnung hat sich von der Antike bis heute nicht wesentlich geändert. Nur die angewandte Technik wurde im Laufe der Zeit abgewandelt. Die Olive wird zerquetscht oder gemahlen und anschließend gepreßt oder zentrifugiert. Die so gewonnene Flüssigkeit wird in einem Auffangbecken gelagert, in dem das Öl sich auf natürliche Weise vom Wasser trennt - Öl ist leichter als Wasser und schwimmt somit an der Oberfläche.
Im Laufe der Geschichte hat das Olivenöl viele verschiedene soziale Ebenen durchlaufen: z.B. wurde es benutzt als heiliges Öl zur Salbung von Königen und Priestern, zur Beleuchtung von Tempeln, als Medizin und zur Körperpflege (Massageöle, Seifen etc.).
Olivenöl ist eines der bekömmlichsten Öle und beugt durch seinen großen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (bis zu 80%) der Ablagerung von "schädlichem" LDL- Cholesterin vor.
Der Olivenbaum - geschichtlicher, naturwissenschaftlicher und ökonomischer Hintergrund
Die Kultivierung des Olivenbaumes in Europa und dem mittleren Osten reicht zurück bis in die früheste Antike. Seine Verbreitung im Mittelmeerraum in historischen Zeiten ist auf die Phönizier zurückzuführen. Die Griechen folgten den Spuren der Phönizier und unterstützten ebenfalls die Verbreitung des Baumes.
Ein paar tausend Jahre später brachten die Spanier den Baum in die neue Welt, wo er sich schnell etablierte, besonders in Mexico, Chile und Peru.
Dank des großen Nährwertes der Frucht und des daraus gewonnenen Öls hat der Olivenbaum sich im Mittelmeerraum so verwurzelt, daß er zu einem Charakteristikum dieser Region wurde.
Der Olivenbaum (lat.: Olea Europea) ist eine langlebige, immergrüne Pflanze und wird hauptsächlich wegen seiner Früchte, den Oliven, angebaut. Er ist eine Unterart der wilden Olive (lat.: Olea silvestris), die typisch ist für den Mittelmeerwald. Die Oberseite der Blätter ist leuchtend grün, die Unterseite silbergrau. Er kann bis zu 10 m Höhe erreichen. Sein kosmopolitischer Charakter ist auf seine sehr genügsame Natur zurückzuführen.
Er wächst und gedeiht in jedem Boden - von steinig bis sehr fruchtbar - wobei er natürlich den fruchtbaren Boden vorzieht. Der kräftige Geschmack seiner Blätter und Rinde macht ihn wenig appetitlich für Insekten. Er hat kaum natürliche Feinde, außer der Kälte (und der Ziege).
Nach 3 - 5 Jahren trägt der Olivenbaum die ersten Früchte. Man kann sagen, daß er zwischen 10 und 15 Jahre benötigt, um den vollen Ertrag zu liefern. Sehr wahrscheinlich ist dieser lange Vorlauf bis zur ersten Ernte der Grund, warum er in der Antike ein Friedenssymbol war. Schon in der frühesten historischen Zeit war dieser Baum einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren im Mittelmeerraum.
Quelle: Reina. "Olivenbaum/Olivenöl." December 2001. www.olivenoel.net.
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