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Grappa - Ungereift
Der ungereifte Grappa bezieht seinen Geschmack zum einen aus der Traubensorte -Traubenschalen-, mit welchem dieser gebrannt wurde und zum anderen durch die Brennanlage selbst. Selbstverständlich nicht nur, denn die Erfahrung und das Gefühl des Brennmeisters fliessen ebenfalls mit ein. Der ungereifte Grappa wird gebrannt und nach mindestens sechs Monaten im Stahltank abgefüllt. Dies macht ihn hart und im Vergleich zum gereiften Grappa unrund. Aber er zeigt klar auf, welche Traubensorte verwendet wurde.
Seit dem 15. Jahrhundert belegen offizielle Urkunden Produktion und Export des Getränks. Die Herstellung wurde reglementiert und konzessioniert. Grappa wurde zur begehrten Handelsware, auf die der Staat alsbald Zölle erhob. Um den Schmuggel einzudämmen, wurde den italienischen Bauern das Brennen ihrer Trester zum Eigenbedarf ohne Zollabgaben erlaubt.
Seit 1989 ist die Bezeichnung «Grappa» geschützt und das Destillat darf nur aus italienischen oder Tessiner Trauben hergestellt werden.