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Einerseits propagieren diverse Schulen und Organisationen sowie einige skandinavische Länder die Aufhebung aller Schulfächer. Unterricht soll ausschliesslich in Projekten stattfinden, welche sich an den Bedürfnissen der Schüler orientieren. Dem entgegengesetzt ist zu beobachten, dass teure Lehrmittel erarbeitet und eingesetzt werden, von denen sich viele Lehrpersonen geradezu bevormunden lassen. Detaillierteste Anleitungen zum Erreichen kleinster Lernziele werden vor allem von Junglehrerinnen und Junglehrern nicht nur als Vorschläge zum Unterrichten betrachtet, sondern unverändert übernommen und angewendet, obwohl dieses Vorgehen deren Eigeninitiative und Kreativität stark einschränkt.
Ausschliesslich in Projekten zu arbeiten propagieren auch bekannte Persönlichkeiten wie etwa Prof. Richard David Precht, Dr. Gerald Hüther oder André Stern als zukunftsfähige Schulform. Mit den Schülern einem Bäcker oder einem Schreiner bei der Arbeit zuschauen, danach selber Brot backen oder einen Gegenstand aus Holz herstellen sei weniger zermürbend und sogar viel einfacher als minutiös einem Lehrplan zu folgen. Die Lehrziele würden dabei auch erreicht. Viele Lehrpersonen sind indes der Meinung, ein solcher Unterricht würde sie überfordern. Sie arbeiten lieber mit Lehrmitteln und Arbeitsblättern, auf denen jeweils angegeben ist, welches Lehrziel erreicht werden kann.