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- Demonstranten haben in Paraguay das Parlament gestürmt.
- Hintergrund war eine nichtöffentliche Sondersitzung des Senats, bei der es um die Wiederwahl des Staatspräsidenten Horacio Cartes ging.
- Kritiker halten die Abstimmung für illegal.
Demonstranten setzten unter anderem Barrikaden vor dem Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Asunción in Paraguay in Brand. Fensterscheiben wurden eingeschlagen – und das Parlament gestürmt.
Zuvor hatte es stundenlange Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Gemäss Medienberichten gab es Verletzte, darunter auch Politiker.
Die Proteste in Paraguay richteten sich gegen eine nichtöffentliche Sondersitzung des Senats. Dabei sprach sich die Mehrheit der Senatsmitglieder bei einer Abstimmung dafür aus, dass Staatspräsident Horacio Cartes erneut zur Präsidentschaftswahl antreten darf. Dies würde der aktuellen Verfassung widersprechen. Kritiker halten die Abstimmung für illegal und befürchten eine Schwächung der demokratischen Institutionen.
Nach Angaben der Befürworter der Wiederwahl soll über die Verfassungsänderung jetzt in der Abgeordnetenkammer abgestimmt werden.
Die Amtszeit des konservativen Staatschefs Horacio Cartes läuft 2018 ab.