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Cafés philosophiques in Bern
Erstes Café philosophique in Bern. Existiert seit Februar 1998!
Wann
Wo
Die moderierende Philosophin/der moderierende Philosoph (siehe Portraits)
eröffnet die
Publikumsdiskussion um 11:30 Uhr mit einer Sammlungsrunde der gewünschten
Gesprächsthemen. Das zur Diskussion kommende Thema wird anschliessend
entweder gemeinsam mit dem Publikum ermittelt oder am Philosophentisch
bestimmt.
Der Mensch muss sich immer wieder neu über seine Lebensbedingungen Gedanken machen, wenn er diese allenfalls verändern, der Zeit und neuen Bedürfnissen anpassen will, kann oder muss. Diese Auseinandersetzung findet oft in Form von Diskussionen statt, in welchen stets wieder neue Fragen auftauchen. Daraus ergibt sich ein wertvoller Zustand der vermeintlichen Unsicherheit oder Ausweglosigkeit. Darin erscheint es sinnvoll, wenn wir gemeinsam und begleitet von Philosophen die Fragen unserer Existenz und unserer Gesellschaft vertiefen können. Das Café philosophique will den Rahmen bieten, in welchem jede und jeder die Möglichkeit hat, sich frei zu äussern, zu debattieren oder auch nur zuzuhören. Vielleicht auch "nur" im Sinne von J.R. von Salis: "Ich bin vielleicht immer nur ein Fragender geblieben."
Der früh verstorbene französische Philosoph Marc Sautet hat 1992 in Paris im "Café des Phares" an der Place de la Bastille das erste Café philosophique gegründet. Anders als im deutschsprachigen Raum, in welchem die Philosophie gerne in "universitären Tempeln" gehütet und elitär gepflegt wird, sind hier die Philosophen, sich an die Zeiten von Sokrates oder auch jene von Sartre zurückerinnernd, mit den brennenden Fragen an die Öffentlichkeit gegangen und haben mit dem interessierten und engagierten Publikum diskutiert. In wenigen Jahren sind weltweit Dutzende (heute Hunderte) Cafés philosophiques gegründet worden.
Nach mehrjährigen Erfahrungen mit "Semaines philosophiques" und "Diners philosophiques" haben Silvio Ballinari, Hans Saner und Walter Staub 1997 das "Café des Phares" in Paris besucht und an einer philosophischen Debatte teilgenommen. Die Art der Durchführung überzeugte, und es wurde beschlossen, in Bern ein erstes "Café philo" zu gründen. Im Februar 1998 fand im "Blauen Engel" in der Berner Längasse die erste Publikumsdiskussion statt (vergl. Berner Zeitung vom 2. Februar 1998).
Nach zwei Jahren zügelte das "Café philo" aus der Längasse hinunter ins Monbijou. Hier, im Musig-Bistro Monbijou, ist nicht nur eine exzellente Gastro-Szene zuhause, sondern im genossenschaftlich geführten Quartierlokal ist bereits eine weit herum bekannte Kulturszene installiert: Neben den Berner Troubadours auch andere Konzerte, Lesungen, Präsentationen und regelmässig auch die Live-Ausstrahlung der Radiosendung "Persönlich".
Auswahl der in den ersten beiden Jahren vorgeschlagenen und diskutierten Themen:
E-Mail: <email-pii>
Walter Staub, lic phil hist, Muristrasse 8c, 3006 Bern, 031 352 71 21
E-Mail: <email-pii>

Silvio Ballinari der Privatmann, der Apotheker, der Musiker, der Philosophierer