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Grundlagentexte der EDK
Die wichtigsten Inhalte der EDK-Empfehlungen zur Schulung der fremdsprachigen Kinder vom 24. Oktober 1991 zum HSK-Unterricht sind folgende:
- Es besteht ein grundsätzliches Recht für Kinder mit Migrationshintergrund, ihre Herkunftssprache (Erstsprache) und ihre Herkunftskultur zu pflegen.
- Die Förderung der Erstsprache wird bereits im Frühbereich unterstützt.
- Eltern mit Migrationshintergrund werden von den Behörden über die Bildungsangebote informiert.
- Die Einrichtungen (insbesondere Schulräume) und Schulmaterial (Infrastruktur) werden von den Schulgemeinden kostenlos zur Verfügung gestellt.
- Die HSK-Kurse werden im Umfang von mindestens zwei Wochenlektionen unterstützt und wenn möglich in die Unterrichtszeit eingebaut.
- Der Besuch und allenfalls die Benotung des HSK-Unterrichts wird im Schulzeugnis aufgeführt.
- Bei der Beurteilung der schulischen Leistungen sowie bei Promotions- und Selektionsentscheiden werden die Fremdsprachigkeit und die im HSK-Unterricht erworbene Erstsprachenkompetenz berücksichtigt.
- Die Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen der Regelschulen und des HSK-Unterrichts wird gefördert.
Die nationale Strategie zur Weiterentwicklung des Sprachenunterrichts der EDK von 2004 sieht vor, dass die Herkunftssprachen von Kindern mit Migrationshintergrund im Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) gefördert und zudem durch Ansätze wie beispielsweise Eveil aux langues – Language Awareness – Begegnung mt Sprachen (ELBE) im Regelunterricht valorisiert werden.
Kantone, welche der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule beitreten, verpflichten sich, religiös und politisch neutral ausgestaltete HSK-Kurse zu unterstützen (Art. 4 Abs. 4).