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zontalparallaxe auch definieren als den Winkel,
[* 2] unter dem der Erdhalbmesser vom Gestirn aus erscheint; sie ist um so kleiner,
je größer die Entfernung desselben ist und überhaupt nur von dessen Entfernung abhängig. Die Horizontalparallaxe oder
wegen der nicht genau kugelförmigen Gestalt der Erde richtiger die
Äquatoreal-Horizontalparallaxe, d. h. der Winkel, unter
dem der Äquatorhalbmesser der Erde vom Gestirn aus erscheint, bietet sonach auch einen Maßstab
[* 3] für die Entfernung, in der
sich ein Himmelskörper von der Erde befindet. Die größte in unserm
Sonnensystem vorkommende Paralláxe hat der Mond,
[* 4] nämlich 57'
2"; hingegen beträgt die
Sonnenparallaxe nur 8", 88.
Die hier besprochene Paralláxe nennt man auch die tägliche oder geocentrische im Gegensatz zu
der bei den
Fixsternen auftretenden jährlichen oder heliocentrischen Paralláxe (S.
Fixsternparallaxen.)
(vom grch. parállēlos,
d. i. nebeneinander) heißen in der Mathematik gerade Linien in derselben Ebene
oder Ebenen, die sich in keinem Punkte schneiden, so weit man sie auch beiderseits verlängern mag.
In der Rhetorik bezeichnet man mit parallel dasjenige, was eine fortgesetzte Vergleichung zuläßt oder überhaupt in mehrern
Teilen sich ähnlich ist, daher Parallele
[* 5] eine solche Vergleichung. Besonders aber versteht man unter Parallele die Zusammenstellung
und Vergleichung verschiedener
Zeiten mit ihren Ereignissen oder berühmter
Männer. Am bekanntesten sind
die biogr.
Parallelen des Plutarch (s. d.), in denen gewöhnlich ein Grieche und ein
Römer
[* 6] zusammengestellt werden. Das Verhältnis ähnlicher Dinge zueinander wird
Parallelismus genannt.
Parallelen finden sich
auch in der
Dichtung.
Über den
Parallelismus in der
Poesie der
Hebräer s.
Hebräische Litteratur (Bd. 8, S. 928 b). Einzelne
Stellen, deren
Inhalt gleich oder ähnlich lautet, heißen Parallelstellen.
psychophysischer, die
Lehre,
[* 9] daß psychische Vorgänge regelmäßig von physischen begleitet werden.
Danach erwächst dem Forscher dieAufgabe, zu einem gegebenen Bewußtseinsprozeß den nervösen Parallelvorgang,
aufzusuchen. Jede der beiden Reihen, die physische und die psychische, wird dabei als eine in sich geschlossene, selbständige
aufgefaßt. Der psychophysische Parallelismus ist daher lediglich eine Regel, nach der man bei dem wissenschaftlichen
Ausbau der
Psychologie zweckmäßig verfährt, und ein
Ausdruck für die von der Erfahrung beständig gelehrte
Abhängigkeit seelischer Erscheinungen von körperlichen und umgekehrt. Hauptvertreter dieser
Ansicht ist W. Wundt.
oder
Breitenkreise, die alle Punkte mit gleicher geogr.
Breite
[* 10] (s. d.) auf der Erdoberfläche verbindenden
Linien. Es sind, wenn man von den Unebenheiten der Erde absieht, nach den
Polen zu abnehmendeKreise,
[* 11] deren
Mittelpunkte in der Erdachse liegen, und die mit den Längenkreisen oder Meridianen (s. d.),
von denen sie senkrecht geschnitten werden, das Orientierungsnetz der Erdoberfläche ergeben (s.
Kartenprojektion). Durch den
Äquator (s. d.), den größten Parallelkreis, die Polarkreise (s. d.)
und die
Wendekreise (s. d.) erfolgt die
Begrenzung der Zonen (s. d.).
Kurven mit der nämlichen Normalenschar. Trägt man von den Punkten einer beliebigen
Kurve aus auf den Normalen nach innen und außen gleiche
Strecken ab, so liegen die Endpunkte auf einer Parallelkurve, die
demnach aus zwei zusammengehörigen (analytisch untrennbaren) Kurvenzügen besteht. Auf der
Tafel:
Kurven Ⅰ,
[* 1]
Fig. 9, finden
sich als
Beispiel Parallelkurven zur Ellipse.
[* 15]
Alle Parallelkurven haben dieselbe Evolute. –
Parallelflächen lassen sich in entsprechender
Weise konstruieren. Sie haben ebenso dieselbe Normalenschar, also auch dieselbe Krümmungsmittelpunktsfläche, die Differenz
ihrer Hauptkrümmungsradien in jedem Punkte ist konstant.
(grch.), ein Viereck,
[* 16] dessen gegenüberstehende Seiten paarweise parallel
sind, wodurch die
Gleichheit der gegenüberliegenden Seiten sowohl als Winkel bedingt ist. Je zwei nebeneinander
liegende Winkel des Parallelográmm machen zusammen 180° oder zwei rechte Winkel aus;
ist daher ein Winkel ein rechter, so sind alle
Winkel rechte.
Besondere Formen des Parallelográmm sind Quadrat (s. d.),
Rechteck (s. d.), Rhombus (s. d.).
[* 1] Nebeneinanderschaltung von Stromverbrauchsstellen oder auch von Stromquellen, diejenige Einschaltungsart
derselben, bei der jede für sich in
Verbindung mit der Leitung einen besondern, von
Teilen des Gesamtstroms durchflossenen
Stromkreis bildet, wie dies für eine Reihe von
Glühlampen durch die vorstehende Linienskizze angedeutet
ist, in welcher D die Dynamomaschine bedeutet.
Zweck ist, der Strömung einen bestimmten Weg anzuweisen und durch Verengung des eigentlichen Stromweges eine Vertiefung
desselben als Fahrrinne für die Schiffahrt zu erzielen. Parallelwerk sind Dämme aus Stein oder Buschwerk, ähnlich den Buhnen (s. d.)
hergerichtet, aber nicht wie diese senkrecht, sondern parallel zur Stromrichtung gestellt. So begrenzen die Parallelwerk als
Leitdämme die Fahrrinne. Ihre Oberkante liegt meist in Höhe des Mittelwassers, so daß das Hochwasser über sie hinwegläuft
und auch in dem Raume zwischen dem Parallelwerk und Ufer abfließen kann. Damit aber dort die Strömung des Hochwassers gemildert wird,
pflegt man das Parallelwerk und Ufer mittels vereinzelter Querdämme zu verbinden, dadurch eine
Verlandung, d. h. eine Ablagerung von Sinkstoffen, und Erhöhung desTerrains erzeugend.