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In den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres erreichte das Staatsdefizit im Vereinigten Königreich in Friedenszeiten ein Rekordniveau von rund 241 Milliarden Pfund. Das sind rund 265 Milliarden Euro und zeigt einen Teil des durch die coronacrisis verursachten finanziellen Schadens. Die Briten Gaben Milliarden für die Unterstützung von Unternehmen und Haushalten aus, um die Krise zu überstehen.
Experten weisen darauf hin, dass die Wirtschaft in eine Rezession fallen könnte, was die Erholung des haushaltsbuchs nicht erleichtert. Allein im november gab die britische Regierung fast 32 Milliarden Pfund mehr aus als durch Steuern.
Zahlen des Nationalen Statistischen Amtes haben gezeigt, dass die britische Wirtschaft im Dritten Quartal stark gestiegen ist. Für das laufende vierte Quartal ist jedoch ein starker Rückgang geplant, auch aufgrund der harten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung einer mutierten und hoch ansteckenden Variante des coronavirus. Hinzu kommt der brexit, über den die trennungsgespräche zwischen Großbritannien und der europäischen Union sehr schwierig sind.
Finanzminister Rishi Sunak und die britische Zentralbank stehen aufgrund mehrerer Risiken für die Wirtschaft stark unter Druck, die monetären unterstützungspakete zu erhöhen. Darüber hinaus gehen einige ökonomen nun davon aus, dass auch die britische Wirtschaft im ersten Quartal schrumpfen wird. Das war in den jüngsten Prognosen der politischen Entscheidungsträger noch nicht so deutlich dargelegt worden.