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|Abt Hartmann (922-925)

Abt Hartmann
Hartmann, 922-925. Im Jahre 922, nach dem Interregnum, das auf den Tod des Abtes Salomo folgte, wurde Hartmann zum Abt gewählt. Er ist wohl identisch mit dem gleichnamigen Diakon im Mönchsverzeichnis von 895, zwei Jahre später begegnet er als Urkundenschreiber, von 910 bis 912 viermal als Camerarius und 920 als Praepositus. Als Abt erscheint Hartmann nur in einer und zudem noch ungenau datierten Urkunde. Nach der ältesten Abtsliste regierte er drei Jahre und vier Monate, sein Todestag ist der 21. September, somit dürfte er am 21.9.925 gestorben sein. Nach Ekkehart hat sich Hartmann vor allem um das monastische und wissenschaftliche Leben im Kloster gekümmert, besondere Sorge der Schule und dem Choralgesang zugewendet, dagegen die Verwaltung der Klostergüter zum Schaden der Abtei vernachlässigt. Die Hymnen, die ihm noch Dümmler und Meyer von Knonau zugesprochen haben, werden heute als Werk eines anderen gleichnamigen Mönchs betrachtet, doch gilt er als Verfasser einer verlorenen Schrift über die Geschichte seiner Zeit.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)