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Zwei Tage nach dem Brand im Asylzentrum Poya in Freiburg (siehe FN von gestern) hat die Kantonspolizei ihre Ermittlungen abgeschlossen: «Es war ein Kurzschluss im Bereich des Boilers. Ein Kabel war wohl defekt», sagte Joseph Brügger, Mediensprecher der Kantonspolizei, gestern auf Anfrage. Damit könne eine kriminelle Tat ausgeschlossen werden.
Am Montagabend war ein Pavillon der Asylunterkunft gegen 22.30 Uhr in Brand geraten. Obwohl die Feuerwehr schnell eingriff, brannte der Pavillon nieder. Die Nachbargebäude wurden jedoch nicht beschädigt. Zwanzig Asylbewerber waren in dem Pavillon beherbergt. Sie wurden in den anderen Räumen der Asylunterkunft Poya sowie im Foyer du Bourg in Freiburg untergebracht.
Kritik an Asylzentrum
Unzufrieden mit dieser Lösung zeigte sich gestern das Autonome Immigranten-Kollektiv Freiburg (Cafri). In einem Communiqué weist dieses auf die prekären Lebensbedingungen von Asylbewerbern hin: Gestützt auf die geltenden Gesetze würden die Asylbewerber des Foyers Poya in gefängnisähnlichen Zuständen gehalten. «Das Ziel dieses Vorgehens ist es, ihren Aufenthalt so ungemütlich wie möglich zu machen, sie zu entmutigen und sie aus der Schweiz zu vertreiben.»
Forderungen an Behörden
Dass nun einige Bewohner aus dem abgebrannten Pavillon in den restlichen Gebäuden der ohnehin engen Unterkunft beherbergt würden, sei problematisch. Deshalb fordert das Cafri von den Behörden, dass überprüft werde, ob die Sicherheitsvorkehrungen in den Gebäuden den Normen entsprächen. Zudem müsse der Kanton garantieren, dass die Sicherheit der Asylbewerber in allen Unterkünften gewährleistet sei und dass alle persönlichen Objekte, welche die Asylbewerber beim Brand verloren haben, ersetzt würden.