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Die Chrischona Interlaken ist im Berner Oberland als zeitgemässe, lebendige Freikirche bekannt. An jedem Sonntag treffen sich jeweils ca. 100 Menschen von Jung bis Alt zum Gottesdienst. Warum aber „Chrischona“? Wie kommt man zu solch einem Namen?
Es war am 8. März 1840, als Christian Friedrich Spittler für 5 Franken die ehemalige, halb zerfallene Wallfahrtskirche St.Chrischona oberhalb Basel kaufen konnte und er dort die Pilgermission St.Chrischona gründete. Seine Motivation: Zum einen sah er die grosse Not in fernen Ländern. Zum anderen die geistige Not der entkirchlichten Menschen in der Heimat. Spittler sagte sich: Es kann doch nicht sein, dass die Pfarrer alles theologische Wissen sammeln und die Laien oft nur wenig wissen. So gründete er eine Schule für Handwerker, die sich für den Verkündigungs-, Seelsorge- und Missionsdienst in der evangelischen Kirche berufen fühlten. Eine Schule, die sich bis heute behauptete. Aus dem kleinen Kirchlein ist eine eindrückliche Siedlung geworden. Pastoren verschiedenster Freikirchen werden am Theologischen Seminar Chrischona (TSC) Abschlüsse bis zum Master in Theologie ermöglicht.
Die Geschichte der Chrischona-Gemeinden in der Schweiz begann 1869, als zwei Chrischonabrüder - am Theologischen Seminar St. Chrischona ausgebildete Männer - in den Kantonen Thurgau und Graubünden evangelistisch tätig wurden. Im Thurgau entstand unter Markus Hauser als Prediger die erste Chrischona Kapelle in Mattwil. Am 10. August 1873 konnte sie eingeweiht werden. Ein Jahr später wurde eine zweite in Schocherswil gebaut. Von da an breitete sich die Arbeit in der ganzen Deutschschweiz und auch in der Westschweiz aus.
Die Chrischona-Gemeinden verstanden sich zunächst als Gemeinschaften neben der reformierten Kirche und in Ergänzung zu ihr. Seit den 1930er Jahren hat sich die Struktur immer mehr in Richtung
einer Freikirche verändert. Heute hat Chrischona ihren anerkannten Platz als Freikirche in der Schweiz eingenommen. Auf lokaler und nationaler Ebene arbeitet sie mit den verschiedensten
Denominationen zusammen. Viele Chrischona-Gemeinden der Schweiz sind zudem Mitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA).
Seit 1997 ist Chrischona Schweiz als Verein organisiert. In der Schweiz gibt es heute knapp 100 Chrischona-Gemeinden.
Die Grundlage unseres Glaubens und unseres Lebens ist das rettende Eingreifen Gottes in unsere Welt. Die Bibel berichtet uns davon und ist Gottes aktives Reden zu uns Menschen. Zusammen mit vielen Christen auf allen Kontinenten bekennen wir die Dreieinigkeit Gottes, entsprechend dem Apostolischen Glaubensbekenntnis.
- Wir glauben an Gott, den Vater. Er gibt sich uns zu erkennen durch die Natur, durch die Bibel und ganz besonders durch seinen Sohn Jesus Christus.
- Wir glauben an Jesus Christus, den Sohn des Vaters. Er starb am Kreuz und kam anschliessend vom Tod zurück. Dadurch hat er die Möglichkeit erschaffen, dass wir mit Gott in eine neue Beziehung treten können. Wir glauben ebenfalls, dass Jesus eines Tages wieder kommen wird, diesmal nicht um zu sterben, sondern um als Fürst des Friedens zu herrschen über alle Völker der Erde.
- Wir glauben an den Heiligen Geist. Er ist es, der neues und ewiges Leben in uns hervorbringt. Er ist es auch, der uns befähigt zu einer Beziehung mit Gott und anderen Menschen, die von echter Liebe geprägt ist. Der Heilige Geist macht auch persönliche Veränderung möglich sowie, dass wir Gott ehren können durch die Art wie wir leben.
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