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Konzertsaison 19/20
CELEBRATION
Foto: wildundleise
Klaviertrio
ANA CHUMACHENCO Violine
WEN-SINN YANG Violoncello
ADRIAN OETIKER Klavier
A4
18. Januar 2020, 19:30
Landenberghaus Greifensee
CHF 50
Das Konzert ist ausverkauft,
allfällige Restkarten an der Konzertkasse
Konzertprogramm
Aus Anlass von Beethovens 250. Geburtsjahr 2020 spielt das Trio Werke von
Ludwig van Beethoven:
Sonate für Klavier und Violoncello op. 5 Nr. 2 g-Moll
Sonate für Klavier und Violine op. 47 A-Dur "Kreutzersonate"
Klaviertrio op. 97 B-Dur "Erzherzogtrio"
Ana Chumachenco
Violine
ist russischer Herkunft, aber in Italien geboren und argentinischer und deutscher Nationalität. Bereits im Alter von vier Jahren begann Ana Chumachenco mit dem Geigenunterricht, erst bei ihrem Vater, der selber aus der Schule von Leopold Auer stammt, und später bei Ljerko Spiller in Buenos Aires.
Nachdem sie in sehr jungen Jahren bereits eine bemerkenswerte Karriere in Argentinien begonnen hatte, kehrte sie im Alter von 17 Jahren nach Europa zurück, um ihre Studien fortzusetzen. Nach nur einem Jahr gewann sie die Goldmedaille beim Carl Flesch-Wettbewerb in London und anschliessend die Silbermedaille beim internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel. In diesen Jahren wurde sie von Joseph Szigeti, Sándor Végh und Yehudi Menuhin unterrichtet.
Neben ihren Auftritten in Rezitalen und als Solistin mit einigen der grössten Orchester hat sich Ana Chumachenco intensiv der Kammermusik gewidmet. So bildete sie über 20 Jahre lang mit dem Bratschisten Osca Lysy und dem Cellisten Walter Nothas das Münchner Streichtrio.
Ana Chumachenco hatte viele Jahre einen Lehrstuhl für Violine an der Musikhochschule in München inne. Unter ihren Schülern finden sich herausragende junge Geigerinnen und Geiger, die heute selbst international erfolgreiche Künstler sind. Ana Chumachenco wirkt regelmässig als Jury-Mitglied bei vielen angesehenen Violin-Wettbewerben, darunter der internationale Königin-Elisabeth-Wettbewerb und der internationale Jean Sibelius-Violinwettbewerb in Helsinki.
Wen-Sinn Yang
Violoncello
Die Lust am Unbekannten und sein unaufhörliches Forschen zeichnen Wen-Sinn Yang als einen der vielseitigsten Cellisten der Gegenwart aus. In originell moderierten Konzerten bringt er nicht nur die Musik der Cellovirtuosen des 19. Jahrhunderts, etwa Adrien François Servais oder Carl Yulyevich Davidow, zurück auf die Bühne, sondern eröffnet seinem Publikum auch einen Zugang zu modernen Komponisten wie Aribert Reimann und Isang Yun.
Neben seinem Wirken als international geschätzter Solist unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Shiao-Chia Lü, Grzegorg Nowak, Daniel Klajner, Yukata Sado oder Michael Hofstetter und mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Shanghai Symphony, dem NHK Tokyo, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Russischen Staatsorchester Moskau, ist Wen-Sinn Yang auch ein begehrter Kammermusikpartner. Sein besonders einfühlsames, hochvirtuoses und ausdrucksstarkes Spiel auf technisch allerhöchstem Niveau eröffnet immer wieder neue Hörperspektiven.
Seit 2004 lehrt Yang als Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater München und gibt darüber hinaus regelmässig internationale Meisterkurse. In der Saison 2016/17 wird er als Artist In Residence beim Taiwan Philharmonic, the National Symphony Orchestra in Taipeh gastieren.
Wen-Sinn Yangs breitgefächertes Repertoire ist auf über 30 CDs dokumentiert. Darunter befinden sich sowohl die Hauptwerke für Violoncello von Boccherini, Haydn, Beethoven, Schubert, Tschaikovsky und Dvorak als auch Kompositionen von Henri Vieuxtemps, David Popper, Leonid Sabaneev und Sofia Gubaidulina. Viele dieser Aufnahmen sind Ersteinspielungen.
In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen hat Yang 2005 die sechs Solosuiten von J. S. Bach für Violoncello solo aufgenommen. Die bei Arthaus veröffentlichte DVD wurde von den Kritikern als eine gültige Interpretation gefeiert, wie man diese Werke auf modernen Instrumenten und dennoch historisch informiert neu zum Klingen bringen kann.
Die CD „Alma Brasileira“ mit Kammermusikwerken des brasilianischen Komponisten Radames Gnattali wurde 2015 als bestes Klassik-Album mit dem Latin Grammy Award ausgezeichnet.
Adrian Oetiker
Klavier
Der Schweizer Pianist Adrian Oetiker verfolgt seit vielen Jahren eine weltweite Karriere. Er ist erfolgreich als Solist und Kammermusiker, gleichzeitig ist er ein gefragter Pädagoge. Die Presse attestiert ihm «federleichte Anschläge», «makelloses, reich differenziertes Jeu perlé», «genau durchdachtes Anschlagsspiel», aber auch «eruptive reine Energie», «Kraft und Zielstrebigkeit» sowie die «Fertigkeit, luzide wie brillante Atmosphäre zu zaubern».
Nach dem ersten Klavierunterricht bei seinem Vater und bei Hans-Rudolf Boller studierte er in der Meisterklasse von Homero Francesch an der Zürcher Hochschule der Künste und bei Bella Davidovich an der Juilliard School in New York. Auch Lazar Berman zählte zu seinen Lehrern. Schon früh erhielt er verschiedene nationale Preise und Stipendien, und bald folgten Erfolge an internationalen Wettbewerben (Köln, Clara Haskil, Dublin u. a.). 1994 wurde ihm für die Gründung des Kammermusikfestivals St. Gallen der Kulturförderungs-preis seiner Heimatstadt verliehen. 1995 gewann er den internationalen Klavierwettbewerb der ARD in München.
Seine Konzerte in Europa, Amerika und Australien brachten ihn zusammen mit vielen Orchestern, darunter das Tonhalle Orchester Zürich, das Symphonie-orchester des Bayerischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden und das Irish National Symphony Orchestra. Mit dem Orchestre Symphonique de Mulhouse unter Daniel Klajner spielte er alle Klavierkonzerte von Béla Bartók. Rezitals und Kammermusik-Programme spielte er unter anderem in der Berliner Philharmonie, im Gewandhaus Leipzig, im Festspielhaus Salzburg, im KKL und im Teatro «La Fenice». Er spielt regelmässig im Klavierduo Paola&Adrian Oetiker mit seiner Frau Paola De Piante Vicin und ist Pianist im Feininger Trio der Berliner Philharmoniker.
Mehrere Ballettproduktionen am Opernhaus Zürich, an der Semperoper Dresden sowie an der Bayrischen Staatsoper, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Choreografen Christian Spuck, runden seine vielfältigen Tätigkeiten ab.
2011 folgte er einem Ruf als Dozent an die Hochschule für Musik und Theater in München.