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Der Schriftsteller und Essayist Karl-Heinz Ott ortet die Ursprünge der modernen liberalen Demokratie bei Denkern wie Martin Luther oder René Descartes in der frühen Neuzeit. Sie sahen im Menschen ein selbstbestimmtes und von der Vernunft geleitetes Wesen.
Von Beginn an regte sich Widerstand: Die Freiheit führe zu Chaos, Sittenzerfall und Sinnlosigkeit. Diese Argumentation findet bis heute Nachbeter und prägt konservative Thinktanks in den USA ebenso wie das Weltbild populistischer Politik.
Buchhinweis:
Karl-Heinz Ott: Verfluchte Neuzeit. Eine Geschichte des reaktionären Denkens, Hanser 2022.