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- Chronische Blasenschmerzen
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Die "interstitielle Zystitis" ist eine chronische, nicht bakterielle Entzündung der Harnblase. Sie ist charakterisiert durch Schmerzen im Genitalbereich und/oder in der Blase, ständigen Harndrang und/oder erhöhte Häufigkeit der Blasenentleerung. Die Entstehung dieser Entzündung ist noch unklar. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass bei einer "interstitiellen Zystitis" die innere, schützende Schleimschicht der Blase geschädigt ist. Dies kann zu starken Schmerzen führen, wenn die Blasenwand mit Urin in Berührung kommt.
Die Diagnose ist vor allem in der Anfangsphase schwierig zu stellen und wird deshalb vor allem aus einer Verdachtsdiagnose nach Befragung der Symptome gestellt. Im fortgeschrittenen Stadium kann bei einer Blasenspiegelung ein charakteristisches Entzündungsbild mit Schleimhautverletzungen erkannt werden. Eine Gewebebiopsie ergibt dann die Diagnose.
Folgende Behandlungsformen und Therapien bieten wir an:
- Blasentraining
- Physiotherapie zur Schmerzlinderung und Verhaltensänderung
- Elektrostimulation
- Medikamentöse Behandlung
Neben einer Therapie mit leichten Schmerzmitteln können auch hochpotente Opioid-Medikamente eingesetzt werden, ergänzt durch Antidepressiva, um eine noch grössere Wirkung zu entfalten.
Eine weitere Therapiestufe sind so genannte Instillationsbehandlungen mit Einbringen von bestimmten Wirksubstanzen in die Blase, die helfen sollen, die Schleimschicht und damit Schutzschicht aufzubauen.
Ergänzend zur Therapie wirken Yoga, Akupunktur und/oder eine Ernährungsumstellung.
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- Harnwegsinfektionen
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Harnwegsinfektionen bei Frauen sind häufig. Dies ist anatomisch bedingt da Harnröhre, Vagina und Anus anatomisch nahe beieinander liegen. Deswegen können die hier lokalisierten Bakterien eine Blaseninfektion verursachen. Bakterien kommen oft aus dem Darm, besiedeln unter gewissen Bedingungen die Scheide und können von hier aus in die Harnröhre (Harnröhrenentzündung = Urethritis) und Blase (Blasenentzündung = Zystitis) gelangen.
Begünstigende Faktoren sind die Wechseljahre (Menopause), der Gebrauch eines Diaphragmas oder einer Spermizid-Crème oder Infektionen im Scheidenbereich. Die Symptome eines Harnweginfektes sind häufiger Harndrang, Brennen beim Wasser lösen, übel riechender Urin und/oder blutiger Urin.
Treten Blaseninfektionen mehr als drei Mal pro Jahr auf, sprechen wir von rezidivierenden Harnwegsinfektionen. Diese sollten speziell abgeklärt und eine Beratung mit Verhaltensempfehlungen durchgeführt werden.
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- Senkungsbeschwerden
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Senkungsbeschwerden
Schätzungsweise jede dritte Frau leidet im Laufe ihres Lebens an Beckenbodensenkungsbeschwerden. Bei verschiedenen Organen im Unterleib kann es zu einer Senkung kommen. Dabei senken sich bspw. die Gebärmutter, der Enddarm oder die Blase in Richtung Scheideneingang ab. Man unterscheidet bei einer Senkung verschiedene Schweregrade bis hin zu einem kompletten Vorfall (Vorliegen vor der Scheide).
Eine sorgfältige fachärztliche Abklärung hilft, die Beschwerden und die Anatomie zu erfassen und die richtigen Behandlungsschritte einzuleiten. Je nach Beschwerden und Schweregrad werden verschiedene Behandlungsmethoden eingesetzt.
Beckenbodenphysiotherapie
Bei leichten Senkungsformen können die Symptome durch eine Beckenbodenphysiotherapie prophylaktisch gelindert werden.
Pessare
Als nicht operative Therapie können auch geeignete Pessare eingesetzt werden. Es gibt schalen-, würfel- und tamponförmige Pessare, die, in die Vagina eingeführt, das vorfallende Organ zurückdrängen und so die Beschwerden im Alltag beheben helfen.
Senkungsoperationen
Bei schweren Senkungsformen ist in bestimmten Fällen eine Operation unumgänglich. Es wird zwischen vaginal (von der Scheide her) und abdominal (vom Bauch her) durchgeführten Operationen unterschieden. Oberstes Ziel ist dabei ein erfolgreiches Resultat mit minimalen Nebenwirkungen. Eine patientengerechte Aufklärung über die komplexen Zusammenhänge dient als Entscheidungsgrundlage für bzw. gegen eine Operation.
Abklärung und Behandlung werden durch unsere Expertinnen und Experten im interdisziplinären Beckenbodenzentrum durchgeführt.
- Urininkontinenz
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Ein Tabuthema
Die Urinkontinenz ist eine häufige und sehr einschränkende Erkrankung mit negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität. Rund 1 Million Frauen in der Schweiz leiden an einer Urininkontinenz. Trotz der Häufigkeit und des erheblichen Leidensdrucks wird das Thema nach wie vor tabuisiert.
Es werden verschiedene Formen der Urininkontinenz unterschieden:
- Belastungsinkontinenz (z.B. beim Husten, Niesen, Lachen etc.)
- Überaktive Blase (unkontrollierbarer Harndrang)
- Mischformen von Belastungsinkontinenz und hyperaktiver Blase (bis 20%)
Mögliche Behandlungsformen je nach Schweregrad:
- Gezielte Beckenbodenphysiotherapie zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur und des – Blasenschliessmuskels
- Pessare oder Tampons in Kombination mit einer lokalen Hormonbehandlung
- Einlage eines harnröhrenunterstützenden Kuststoffbandes
- Kolposuspension (Aufhängung des Blasenhalses/ Harnröhre an das Schambein)
- Unterpolsterung der Harnröhre mit "Bulking agents"
Abklärung und Behandlung werden durch unsere Expertinnen und Experten im interdisziplinären Beckenbodenzentrum durchgeführt.
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