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Espace Compétences reagiert auf neue Lernformen wie «Blended Learning», die den Anteil an Präsenzunterricht reduzieren.
Seit vielen Jahren steht Espace Compétences unter Druck sicherzustellen, dass die Kursteilnehmenden ein konstant hohes Qualifikationsniveau erwerben mit fortlaufend weniger Präsenzunterricht. Im Jahr 2000 entstand innerhalb von 40 Tagen ein vertrauter, fürs Lernen optimaler Rahmen. Heute wird bei einer 30-tägigen Weiterbildung darum gebeten, die Präsenzzeit noch zu reduzieren.
Neue Methoden wie «Blended Learning» oder gemischte Pädagogik mit Präsenz- und Fernunterricht, die einen Teil der Ausbildung hin zu z. B. E-Learning verlagern, helfen zwar beim Lernen, finden aber während der Freizeit der Teilnehmenden statt und reduzieren die wichtige Zeit im Klassenzimmer. Espace Compétences nimmt neue Methoden problemlos in die Lehrpläne auf, ist aber besorgt über den abnehmenden Platz für die persönliche Entwicklung und Reflexion.
Menschen brauchen Zeit, um zu lernen, zu integrieren, zu teilen und zu entwickeln, um schliesslich das neue Wissen in die Praxis umzusetzen. Wichtig für Espace Compétences ist, dass Menschen nicht anfangen wie Roboter zu arbeiten, ohne sich der Bedeutung ihrer Tätigkeit bewusst zu sein. Menschen sind heutzutage aufgefordert, effektive und effiziente Akteure zu sein, wir müssen aber sicherstellen, dass sie in erster Linie Menschen bleiben.
Pierrette Chenevard
Direktorin Espace Compétences SA