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Fin de chantier: Felsen am Hang
Vom steilen Hang hat man eine wunderbare Aussicht auf den Zürichsee, ein idealer Bauplatz für die zwei Mehrfamilienhäuser. Die Bauherrschaft beschloss, das baufällige Ensemble ihres elsässischen Vorfahren abzureissen und durch zwei Neubauten zu ersetzen.
Am Rande von Horgen baute man seit 1708 im Bergwerk Käpfnach Kohle ab. Ein Museum und der Name der Bergwerkstrasse verweisen noch auf diese Vergangenheit. Vom steilen Hang hat man eine wunderbare Aussicht auf den Zürichsee, ein idealer Bauplatz also für die zwei Mehrfamilienhäuser von Oliver Brandenberger Architekten. Die Bauherrschaft beschloss, das baufällige Ensemble ihres elsässischen Vorfahren Georges abzureissen und durch zwei Neubauten zu ersetzen. Beide Kuben basieren auf einem Fünfeck und erheben sich als Punktbauten aus gegossenem Beton über dem steilen Gelände. Materialwahl und Form vermitteln den Eindruck von Felsbrocken, eine Assoziation an den Bergwerkstollen zwanzig Meter unterhalb des Grundstücks. Die versetzt angeordneten Gebäude gewährleisten weiterhin Durchblicke und Ausblicke der Nachbarn auf den See. Die spitzwinkligen Seitenfassaden verkürzen sich optisch und lassen die vier Etagen kleiner erscheinen.
Jedes Gebäude zählt drei Vollgeschosse und ein Attikageschoss. Terrasseneinschnitte, Balkonvorsprünge und das zurückspringende Attikageschoss gliedern das Volumen, reduzieren die Baumasse und erzeugen unterschiedliche Grundrisse. Die Wohnungen lassen sich vielfältig unterteilen — von der offenen Loft bis zur Sechs-Zimmer-Wohnung. Die einzigen tragenden Elemente im Innenraum sind das Treppenhaus und der Block mit den Nasszellen. Im östlichen Haus gibt es zwei Etagenwohnungen und eine Maisonettewohnung mit Flächen von 150 bis 260 Quadratmetern, im westlichen Gebäude sind es zwei Etagenwohnungen, ein Studio und eine Maisonettewohnung von 70 bis 190 Quadratmetern. Grossflächige Fenster rahmen die Ausblicke auf den See und die Umgebung. Der Wandaufbau ist zweischalig: Die äussere tragende Schicht ist in hellem Ortbeton konstruiert, die innere Schale besteht je nach Wunsch der Bauherren aus Beton oder verputztem Mauerwerk.
Besonderen Wert legte man auf die Landschaftsgestaltung: Beete mit Stauden und Hecken, Rasenflächen und betonierte Wege reihen sich in Streifen aneinander. Sie unterstützen mit den gepflasterten Aussensitzplätzen, den querenden Stufenplatten, der Einfahrt zur Tiefgarage sowie dem Gartenpavillon mit Wasserbecken die Topografie.
Wohnüberbauung Georges, 2011
Bergwerkstrasse 45 / 47, Horgen ZH
– Bauherrschaft: Erbengemeinschaft Georges
– Architektur: Oliver Brandenberger, Basel; Ralph Büchel (Projektleitung)
– Baumanagement: Steiner Hutmacher Bauleitung, Zürich
– Landschaftsarchitektur: vi.vo, architecture.landscape, Zürich
– Auftragsart: Studienauftrag
– Kosten (BKP 1–9): CHF 8,9 Mio.
– Gebäudekosten (BKP 2 / m³): CHF 905.–