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Overview
Seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine zeigt sich in der Schweiz eine grosse Solidaritätswelle mit ukrainischen Kriegsflüchtlingen. Viele Personen bieten eine private Unterbringung, vor allem in ihrem Haushalt, an – sei es für eine kürzere oder längere Zeit.
Dieses Vorprojekt erarbeitet Grundlagen: welches Potenzial hat die private Unterbringung von Geflüchteten im Kontrast zu anderen Wohn-/Unterbringungsformen? Welche wohnsoziologischen Bedürfnisse und welche Erwartungen von Aufgenommenen und Aufnehmenden gibt es? Welche Beiträge leistet die Zivilgesellschaft und welches sind die Determinanten des überaus grossen Engagements?
Mit den Ergebnissen sollen Drittmittel für ein Hauptprojekt eingeworben werden, das Wohnformen und Prozesse sozialer Integration von Geflüchteten und den Beitrag der Zivilgesellschaft dazu über einen längeren Zeitraum beobachtet und analysiert.
Wir kooperieren dabei mit zwei weiteren Hochschulen für einen interregionalen und internationalen Vergleich, nämlich mit der BFH (Eveline Ammann Dula) und der Universität Warschau (Grażyna Firlit-Fesnak).
Die beantragte Vorstudie erstellt mit explorativen Methoden, durch Expert*innen-Gespräche in Politik und Zivilgesellschaft sowie durch narrative Interviews mit Geflüchteten und Privatpersonen eine Übersicht über die real vorkommenden verschiedenen Wohnformen. Wir erheben Bedürfnisse und Erwartungen von geflüchteten Menschen und den involvierten zivilgesellschaftlichen Akteur*innen. Ziel ist eine Typisierung dieser Wohnformen.
Die regionale und internationale Zusammenarbeit erlaubt einen Vergleich der Aufnahme- und Integrationsstrukturen und das Herausarbeiten des Einflusses politischer und institutioneller Rahmenbedingungen und ermöglicht politisches Lernen.