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Erdraketen
Der grabenlose Leitungsbau mit Erdraketen ist ein Bodenverdrängungsverfahren. Das heisst, es wird während des Vorgangs keine Erde abgetragen oder weggespült.
Bei diesem Verfahren wird ein Drucklufthammer, dessen Form an eine Rakete erinnert (deshalb der Name „Erdrakete“), durch das Erdreich geschlagen.
Dafür wird jeweils auf der Start- und Zielseite eine Grube ausgehoben. Die Erdrakete wird als erstes in der Zielgrube so ausgerichtet, dass sie genau in die Richtung des Ziels zeigt. Dies geschieht mit einer Peiloptik auf der Erdrakete in der Startgrube und einem Fluchtstab in der Zielgrube.
Jetzt wird der Verdrängungshammer gestartet. Mit jedem Schlag drückt er sich ein Stück mehr in die Erde hinein. Die Zeit, in der die Erdrakete noch aus der Erde schaut, wird dabei für Richtungskorrekturen verwendet.
Wenn sie fast vollständig im Erdreich ist, wird die Rakete gestoppt und das zu verlegende Rohr angehängt. Danach wird die Anlage wieder gestartet und zieht dabei mit jedem Hammerschlag das Rohr mit ins Erdreich in Richtung des Ziels.
Erdrakete im Startloch mit Zielvisier