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Es wird erzählt, dass Fidel Castro zu einem gewissen Anlass eine Bibel wollte und sie bei der Comisión Bíblica bestellen liess. Die damals erhältlichen Bibeln waren einfache Gute Nachricht Ausgaben auf Spanisch, mit einem illustrierten Umschlag. El Leader Maximo, wie Fidel Castro auch genannt wird, war von diesem Buch nicht sonderlich beeindruckt und fragte, ob nicht eine andere Ausgabe verfügbar wäre. «Was für eine Ausgabe wünschen Sie denn?» fragte der Verantwortliche der Kommission zurück. «Eine grosse schwarze Bibel, mit einem goldenen Kreuz auf dem Umschlag». Leider war dieses Modell nicht erhältlich, und der Kommissionspräsident erklärte, dass es eine Importbewilligung für solche Bibeln bräuchte. «Wenn es nur das ist», bekam er zur Antwort, «Wie viele Bibeln wollen Sie kommen lassen? 10.000? 100.000?». Nach langen Diskussionen schien die Anzahl von 10’000 Exemplaren zum Anfang vernünftig.
So begann die Importpolitik, die 2013 zum Projekt Eine Million Bibeln für Kuba führte. Noch heute ist es verboten, Bibeln in Kuba zu produzieren. Sie müssen also importiert werden, was sie für kubanische Verhälntnisse sehr teuer macht. Das Hauptproblem ist aber, den Mangel an Bibeln in Kuba zu beheben, denn die Kirchen und Gemeinden wachsen schnell. Zentrale kubanische Werte wie Lebensfreude, Zusammenhalt und Kreativität werden auch im biblischen Unterricht und in der Sonntagsschule gelebt. Die Kinder sind mit Begeisterung dabei, nur leider fehlen dabei Kinderbibeln. Deshalb unterstützt die Schweizerische Bibelgesellschaft mit dem Probjekt “Haben Sie eine Kinderbibel für mich?” die Christinnen und Christen in Kuba.