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Der eindrückliche Charakter des Urserentales wird durch die umgebenden Bergmassive und eine reizvolle, aber karge Vegetation geprägt. Die eigenständige Baukultur der bestehenden Dörfer im Tal spiegelt die harten klimatischen Bedingungen und den Umgang mit den Naturgewalten im Zentrum der Alpen wider. Die Volumetrie des Hauses hat je nach Ausrichtung unterschiedliche Ausprägungen und weist zur Hauptgasse hin die breiteste Ausdehnung vor. Sie wird durch ein sternförmiges Giebeldach mit schräg verlaufender Dachuntersicht abgeschlossen. Zwei untergeordnete Fassaden zu den benachbarten Häusern hin haben entsprechend keine Giebel und bilden Traufseiten aus. Wie bei Bürgerhäusern ist der Erker ein wichtiges Gestaltungselement. Er betont die Mitten des Gebäudes, wodurch die Lage des Hauses inmitten der Gassenräume akzentuiert wird. Die Erker bieten erweiterte Ausblicke in die Umgebung und entsprechen dem Wunsch der Bauherrschaft möglichst individuelle und differenzierte Räume anzubieten. Die holzverkleideten und unbeheizten Jahreszeitenzimmer in den Ecken bieten den Vorteil, dass sie je nach Wetter und Jahreszeit unterschiedlich, entweder dem Innen- oder Aussenraum zugeschlagen werden können. Die polygonale Grundrissform umfasst einen Dreispänner, bei dem die Erker im Zusammenspiel mit den raumgliedernden Cheminées den Mittelpunkt der Wohnungen darstellen. Die Gestaltung der Putzfassade bezieht sich einerseits auf informelle Bauten, die zum Teil über Jahrhunderte hinweg an die Bedürfnisse ihrer Bewohner angepasst wurden, zu anderen auf repräsentative Bauten wie das Rathaus Ursern in Andermatt. Weniger mit Farbe als vielmehr mit handwerklichem Geschick wurde hier eine dicke Schicht Kalkzementputz mit der Kelle aufgetragen, um die Häuser vor Witterungseinflüssen zu schützen.