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Beschädigung des Reisegepäcks
Ist Ihr Reisegepäck irgendwo auf der Welt auf einem Flug beschädigt worden, der durch eine Fluggesellschaft aus der Schweiz oder der EU durchgeführt wurde:
- Je nach Schaden, der dadurch entstanden ist, können Sie bis zu 1000 SZR (*) Entschädigung pro Passagier verlangen.
Für Schäden am nicht aufgegebenen Gepäck und an persönlichen Gegenständen haftet das Transportunternehmen, wenn der Schaden durch das Unternehmen, einen Mitarbeiter oder einen Beauftragten des Unternehmens verursacht wurde. Schäden am aufgegebenen Gepäck müssen schriftlich bis maximal 7 Tage nach Empfang gemeldet werden.
Verlust des Reisegepäcks
Hat das Transportunternehmen den Verlust des aufgegebenen Gepäcks anerkannt oder ist das Gepäck 21 Tage, nachdem es hätte eingetroffen sein sollen, noch nicht am Ziel angekommen:
- Je nach Schaden, der dadurch entstanden ist, können Sie bis zu 1131 SZR (*) Entschädigung pro Passagier verlangen.
Der Verlust des Gepäcks muss bis spätestens 7 Tage, nachdem er festgestellt wurde, gemeldet werden.
Verspätung des Reisegepäcks
Kommt Ihr Gepäck verspätet am Ziel an:
- Je nach Schaden, der dadurch entstanden ist, können Sie bis zu 1131 SZR (*) Entschädigung pro Passagier verlangen.
Verspätungen des aufgegebenen Gepäcks müssen bis spätestens 21 Tage, nachdem das Gepäck aufgegeben wurde, vom Empfänger schriftlich dem Transportunternehmen gemeldet werden.
Hat ein Transportunternehmen vorsätzlich oder grobfahrlässig gehandelt, ist die Ersatzpflicht nicht auf 1 131 SZR (*) begrenzt.
Trifft einer der beschriebenen Fälle auf Sie zu?
Verlangen Sie sofort einen Vertreter oder eine Vertreterin der Fluggesellschaft, die den Flug durchführt, damit er oder sie sich der Sache annimmt. Wenn Sie danach immer noch der Ansicht sind, nicht angemessen entschädigt worden zu sein, steht Ihnen der Weg vor das zuständige Zivilgericht offen.
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt ist bei diesen Streitfällen nicht zuständig. Der Ombudsmann der Schweizer Reisebranche
kann Ihnen nur helfen, wenn Sie eine Reise über ein Reisebüro gebucht haben.
Hinweis: In Streitfällen sollte jedes rechtliche Vorgehen sich ausschliesslich auf die betreffenden Rechtstexte abstützen.
(*) Die Sonderziehungsrechte
(SZR) wurden 1969 vom Internationalen Währungsfonds (IWF) als internationale Rechnungs- und Zahlungseinheit geschaffen. Der Wert eines SZR wird täglich auf der Basis eines Korbes der wichtigsten internationalen Währungen berechnet (Dollar, Euro, japanischer Yen, britisches Pfund). Ein SZR entspricht etwa 1,1 Schweizer Franken (Stand Januar 2015).