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Schweizer Sieg und Streckenrekord am Jungfrau-Marathon
Die früherer Orientierungslauf-Weltmeisterin Marie-Luce Romanens (Zürich) hat den 9. Jungfrau-Marathon von Interlaken auf die Kleine Scheidegg in einer neuen Streckenrekordzeit gewonnen. Bei den Männern siegte bei seiner ersten Teilnahme der frühere Los-Angeles-Marathonsieger Chaham El Maati (Fr/Mar).
Der diesjährige Jungfrau-Marathon fand bei misslichen Witterungs-Bedingungen statt. Marie-Luce Romanens war mit der neuen Streckenrekordzeit von 3:21:03 Minuten 1:01 schneller als die Vorjahres-Siegerin Swetlana Netschajewa (Russ). Vor rund vier Wochen hatte Marie-Luce Romanens bei der Orientierungslauf-WM in Finnland im Sprint noch Rang 6 belegt. Nun setzte sich die 28-jährige Gymnasiallehrerin bei einem der härtesten Marathons überhaupt durch.
Die gebürtige 28-jährige Freiburgerin, die im Frühjahr wegen Schienbein-Problemen ihre Marathonpläne auf der Strasse begraben hatte und wieder zum OL zurückkehrte, teilte das Rennen sehr geschickt ein. Erst in Wengen, nach 30 Kilometern und rund 700 von total 1'823 Steigungsmetern, überholte Romanens die äthiopische Schnellstarterin Emebet Abomsa. Die 24-Jährige büsste bei Schneetreiben bis ins Ziel auf 2'091 m ü.M. noch 16:30 Minuten auf die Siegerin ein. Mit einem Rückstand von 17:14 wurde die letztjährige Schweizer Waffenlauf-Meisterin Maria Heim (Kappel SO) Dritte.
Ziel Cross-EM
Marie-Luce Romanens will in diesem Herbst nun noch einen Schwerpunkt im OL setzen. Die Einzel-Meisterschaften und ein Länderkampf stehen noch an. Danach gilt das Augenmerk der Cross-EM vom 8. Dezember in Thun. "Es wird allerdings schwer, mich dafür zu qualifizieren", sagte die symphatische Läuferin.
Dellsperger beendet Karriere
Als bester Schweizer kam der fünffache Jungfrau-Marathonsieger Marco Kaminski (Olten) auf Rang 5 (3:04:39). Als Siebter war der frühere Duathlon-Weltmeister Urs Dellsperger (Galmiz/3:06:22) der zweitbeste Schweizer. "Das war mein letztes Rennen als Spitzensportler", sagte er. Beruflich sei er zu stark engagiert, um noch genügend trainieren zu können.
swissinfo und Agenturen
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