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Der Gemeine Speckkäfer (1) ist ein kosmopolitisch verbreiteter Schädling auf Tierprodukten, vor allem auf Räucherwaren, Trockenfisch, Käse, Hundekuchen, Knochen- und Fischmehl, Leder und Pelzen. Er fällt auch Pflanzenprodukte an, soweit diese Fette enthalten, wie Kopra, Kakaobohnen und Schokolade. In Haushalten erscheint er sehr oft, hier wird seine Nahrung zumeist von toten Insekten und anderem, an schwer zugänglichen Stellen angesammeltem Schmutz gebildet. Pelzkäfer können sich auch in Rattenködern entwickeln, sofern zu deren Herstellung auch Grieben verwendet wurden. Sehr häufig lebt die Art in Bienenstöcken und Vogelnestern.
Das Weibchen legt 100 - 170 Eier auf Stoffe, die eine geeignete Nahrung für die Larven darstellen. Die braunen, dicht und lang behaarten Speckkäferlarven tragen am Körperende zwei kräftige Dorne (2, im Bild auch eine Exuvie). Vor Abschluß ihres Wachstums stellen sie den Fraß ein und suchen sich eine zur Verpuppung geeignete Stelle aus. Vor dem Verpuppen bohren sich die Larven in ein Substrat ein, legen am Ende des Gangs eine Wiege an, um sich erst darin zu verpuppen. So können sie Schäden an Parkett, Türstöcken und anderen Einrichtungen oder Gegenständen aus Holz anrichten. Sie beschädigen auch Kork, Preßtabak, Tabakerzeugnisse, Blei mäntel von Kabeln usw. Besonders gefährlich ist das Anbohren von Holzbauten; bei massenhaftem Speckkäfer auftreten ist die Stabilität solcher Konstruktionen gefährdet. Unter günstigen Bedingungen entwickelt sich die Imago in 60 - 90 Tagen aus dem Ei. Trotzdem bringt der Gemeine Speckkäfer meist nur eine Generation jährlich hervor.