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Rund 30 Erwachsene und Kinder erlebten in Zuzgen am 6. März einen eindrücklichen Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen. Sie waren trotz Corona-Virus gekommen. Ältere Menschen waren dagegen rarer als gewöhnlich.
In einem multikulturellen Rahmen – begleitet von afrikanischen Flüchtlingen aus Zuzgen – fand ein fröhlicher Gottesdienst mit viel Musik und Gesang statt, der von einem Team langfristig vorbereitet worden war. Tanja Sacher und Esther Kaminski gestalteten das Musik- und Liedprogramm mit zumeist afrikanischen Liedern und präsentierten zum Abschnitt ein Trommel-Duett. Der Afrikaner Christian Eto begleitete die Lieder und Musik auf der Trommel.
Esther Borer-Schaub nahm das Thema des Tages auf: «Steh’ auf, nimm deine Matte und geh’ deinen Weg». Es spielte auf den gelähmten Mann an, der vor 2000 Jahren am Teich von Bethesda jahrelang auf seine Heilung gewartet hatte, bis Jesus von Nazareth erschien und ihm nach einer kurzen Rückfrage aufforderte, aufzustehen und sich mit seiner Liegematte auf den Weg zu machen. Er war gar nicht auf die Klage des Kranken eingegangen, dass er niemand hätte, der ihn zum Wasser tragen würde. Dieses versprach dem ersten Menschen Heilung, wenn er ins Wasser stieg, wenn es sich dieses von Zeit zu Zeit bewegte.
Das Vorbereitungsteam hatte eine Matte ausgelegt, und Pfarrerin Borer-Schaub forderte die Anwesenden auf, sich einmal die Gefühle zu vergegenwärtigen, wenn man hilflos auf einer solchen Matte liegen würde, während das Leben an mir vorbeizieht. Gibt es nicht solche Phasen der Resignation in meinem Leben? Bin ich nicht sogar in Gefahr, eine solche Matte zu meiner Komfortzone zu machen?
Zuwendung durch einen andern Menschen kann in einer solchen Situation zentral werden. Es war nicht das Wasser, das den Gelähmten heilte, sondern die Zuwendung von Jesus wurde ihm zum Lebenswasser und katapultierte ihn ins Leben zurück. Eine schön gestaltete Ermutigungskarte mit einem einschlägigen Bibelvers erinnert die Besucherinnen weiterhin an die Botschaft dieses Abends.
Die in Zuzgen wohnhafte Angolanerin Teresa Miguel, Mutter einer ehemaligen Flüchtlingsfamilie, überreichte Esther Borer-Schaub einen symbolischen «Brief aus Simbabwe», den sie zusammen mit Ruth Imhof-Moser der Versammlung vorlas.
Mit Bildern aus Simbabwe führte Bea Strässle in die aktuelle Situation des verarmten Landes ein. Gertrud Müller präsentierte mit einem Film die Projekte, für die der Weltgebetstag Geld sammelte. Sie sind auf Hilfe zur Selbsthilfe angelegt und werden durch die Kirchen im Land – insbesondere Katholiken, Anglikaner, Lutheraner, die Pfingstkirchen und die Heilsarmee – unterstützt. Insgesamt 500 Franken legten die Gottesdienstgemeinde dafür zusammen. (ebs/rim/im.)