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Der Dickdarm verbindet den Dünndarm mit dem After und ist ca. 80cm lang. Seine Hauptaufgabe ist es, den Stuhlbrei durch Entzug von Wasser weiter einzudicken.
Erkrankungen des Dickdarms
Häufige Krankheiten des Dickdarms sind die Divertikelkrankheit (Divertikulose, Divertikulitis, Divertikelblutung), gutartige Polypen, das Reizdarmsyndrom und der Dickdarmkrebs. Dickdarmkrebs wird bei rund 4000 Patienten pro Jahr in der Schweiz festgestellt. Seltener finden sich chronisch-entzündliche Darmkrankheiten wie M. Crohn und Colitis ulcerosa.
Symptome
Bauchschmerzen, Verstopfung und Durchfall, sichtbarer Blutverlust oder Blutarmut können Zeichen einer Dickdarmerkrankung sein. Bei einer Divertikulitis sind Schmerzen im linken Unterbauch und Fieber typisch. Abgeklärt wird meistens neben der klinischen Untersuchung mit einer Computertomographie und/oder einer Dickdarmspiegelung (Koloskopie). Bei unklaren, sehr heftigen Bauchschmerzen wird gelegentlich auch eine Spiegelung der Bauchhöhle zur genaueren Diagnostik durchgeführt.
Gastroenterologische Behandlung
Bei der Dickdarmspiegelung (Koloskopie), welche immer häufiger auch als Vorsorgeuntersuchung durchgeführt wird, können Polypen direkt mit der Elektroschlinge abgetragen werden. Sehr grosse Polypen werden gelegentlich gemeinsam im Operationssaal laparoskopisch assistiert abgetragen.
Die Diagnose von chronisch entzündlichen Darmkrankheiten wird durch die Biopsie und den endoskopischen Eindruck gestellt. Enge Stellen (Stenosen) können mit einem Ballon dilatiert werden.
Chirurgische Behandlung
Operationen am Dickdarm gehören zum Schwerpunkt von Clarunis. Über 200 Operationen am Dickdarm pro Jahr werden durchgeführt, um Tumore oder entzündliche Krankheiten zu behandeln.
Die komplexe Behandlung von Dickdarmtumoren erfordert die enge Zusammenarbeit mit Gastroenterologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapeuten sowie Onkologen. Sämtliche Therapieschritte von den Abklärungen bis zur Nachsorge werden durch Clarunis durchgeführt.
Beim fortgeschritten Tumor vom Mastdarm wird gemäss internationalen Standards zunächst eine Radiochemotherapie durchgeführt. Dadurch schrumpft der Tumor und eventuell vorhandene Lymphknotenmetastasen werden abgetötet. Dadurch wird die Heilungsrate erhöht und es kann versucht werden, je nach Lage des Tumors durch die Verkleinerung nach Bestrahlung den Schliessmuskel zu erhalten. Bei der Operation kann die temporäre Anlage von einem Stoma (künstlicher Darmausgang) notwendig sein. Dieses kann jedoch nach 6 Wochen in einer einstündigen Operation wiederverschlossen werden.
Divertikel des Darmes sind häufig und führen nur selten zu Beschwerden. Wenn es aber zu wiederholten Entzündungsschüben kommt, muss die Krankheit chirurgisch angegangen werden. Dabei wird der erkrankte Darmabschnitt entfernt und der restliche Darm wieder zusammengenäht.
Die Entfernung eines Dickdarmabschnittes kann heutzutage durch die Schlüsselloch-Technik operiert werden. Diese Methode bietet die Vorteile von geringeren postoperativen Schmerzen und einer rascheren Erholung. In dieser sogenannt minimal-invasiven Methode hat das Clarunis Team grosse Erfahrung, da sie bereits seit mehreren Jahren durchgeführt wird.