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Leiden Sie öfters unter Kopfschmerzen? Tut öfters der Nacken oder der Kiefer weh, oder sogar auch noch der Rücken? Ist auch manchmal Kälteempfindlichkeit der Zähne vorhanden oder sogar Zahnschmerzen? Knackt und schmerzt auch manchmal das Kiefergelenk? Wechseln die Beschwerden von rechts nach links oder vom Oberkiefer zum Unterkiefer und verschwinden dann spurlos, so dass der Zahnarzt nichts an den Zähnen finden kann?
Wenn Sie dies mit „Ja“ beantworten können, so sollten Sie sich auf eine Cranio-Mandibuläre Dysfunktion untersuchen lassen, was im allgemeinen Sprachgebrauch auch als „Zähneknirschen“, Zähnepressen“ oder Bruxismus bekannt ist. Weitere Bezeichnungen dafür sind Myoarthropathie, oder im englischen Temporomandibular Disorders oder temporo-mandibular-Joint-Disease (TMDs, TMJ).
Die Kaumuskulatur wird von unserem Körper öfters als Organ zum kontinuierlichen Stressabbau missbraucht, wobei uns dies in der Regel nicht bewusst ist. Deshalb ist die Hauptbelastung der Kiefermuskulatur durch „Knirschen“ hauptsächlich in der Nacht vorhanden, wenn das Bewusstsein keine Kontrolle mehr über den Körper ausübt, was in speziellen Schlaflabors, aber auch mit speziellen tragbaren Geräten nachgewiesen werden kann.
Dabei werden Kiefergelenke, die Kaumuskulatur, aber auch Zähne und Schädelknochen massiv über Nacht belastet, so dass vielfältige Überlastungsbeschwerden entstehen. Man könnte es mit dem Training eines Leistungssportlers vergleichen – da sind Muskelbeschwerden und Gelenkabnutzungen oft festzustellen.
Die Gründe für das Zähneknirschen sind vielfältig. Nach der Komplementärmedizinischen Sicht sind dies Schwermetallbelastungen, organische Toxine, Übersäuerung des Körpermilieus, eine toxische Darmflora, die durch oben genannte Faktoren begünstigt wird, Nahrungsunverträglichkeiten und Allergien, aber auch psychisch-mentale Faktoren wie Spannungen in Beziehungen, zur Familie, sowie zum beruflichen Umfeld.
Nicht zu vergessen sind auch Erkrankungen wie multiple Sklerose, aber auch Schleudertraumata und Unfälle, die eventuell eine Fehlstellung der Wirbelsäule verursachen und deswegen auch den Biss oder die Kaumuskulatur beeinträchtigen.
Hinzu kommen Reizfaktoren direkt aus dem Munde – hohe Mundströme zwischen unterschiedlichen Metallen, aber auch wurzelgefüllte oder tote Zähne oder versteckte chronische Infekte im Kieferknochen, oder sogar eine Brücke oder Krone, die im Biss nicht passt, aber manchmal auch eine kieferorthopädische Behandlung, die den Biss verändert hat.
All diese Reizfaktoren wirken natürlich in ihrer gesamten Summe.
Was tun?
Da es viele Gründe für das Zähneknirschen gibt, wie oben schon dargestellt, sollten im Idealfall alle vorhandenen behandelt werden.
Eine schnelle, symptomatische Therapie ist eine sogenannte Aufbissschiene, mit der die nächtliche Kauaktivität eingeschränkt werden kann.
Eine causale Behandlung beinhaltet aber die Eliminierung aller oben genanten Stressfaktoren und muss immer individuell evaluiert werden.
Die Zahnärzte in der Paracelsus Klinik Lustmühle kennen dieses Problem seit jeher und lassen diese Erkenntnis in die ganzheitliche Behandlung des Patienten einfliessen.
Eine Untersuchung ist sehr zu empfehlen. Melden Sie sich, wir helfen Ihnen gerne weiter.
Ihr Gunnar Reifert, Dipl. med. dent.
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