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Quelle: CH Media Video Unit
Im Februar wurde Prinz Philip – offiziell der Duke of Edinburgh – wegen einer Infektion medizinisch behandelt. Dabei habe es sich nicht um eine Corona-Infektion gehandelt. Woran der Herzog nun verstorben ist, wurde nicht bekannt. Am 10. Juni hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert. Aufgrund verschiedener gesundheitlicher Probleme nahm er bereits seit 2017 keine öffentlichen Auftritte mehr war.
In der Nebenrolle als «King of Comedy»
«Guten Tag, Herr Reichskanzler», so begrüsste Prinz Philip 1997 den damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl. Nur eines von vielen Schmankerln, welches den schwarzen und zu teils provokativen Humor des Prinzengemahls deutlich machte.
Er war ein Meister der kalkulierten Provokation. Während eines Staatsbesuchs in Paraguay provozierte er den herrschenden Diktator Alfredo Stroessner indem er sagte, dass er gerne mal wieder in einem Land sei, in dem nicht das Volk das Sagen habe. Seine politisch unkorrekten Bemerkungen brachten ihm in der Vergangenheit immer wieder Kritik ein. In seinen letzten Lebensjahren genoss er dank seiner beharrlichen Unangepasstheit Kultstatus.
Prinz Philip wurde auch häufig für seinen Humor kritisiert, da dieser zum Teil rassistisch gewesen sei. So sagte er einst zum nigerianischen Präsidenten, der folklorisch-landesübliche Kleidung trug: «Sie sehen aus, als wollten sie gleich zu Bett gehen.» Britische Studenten in China warnte er davor, Schlitzaugen zu bekommen.
Ein Feind im eigenen Palast
Prinz Philip stammte nicht aus einem britischen oder schottischen Adelsgeschlecht. Er war Mitglied des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glückburg. Seine verwandtschaftliche Beziehung zu Deutschland sorgte bei der Hochzeit 1947, zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, für viel Missfallen auf der Insel. Dies, obwohl Philip während des Krieges auf britischer Seite gedient hatte.
Hat er die Queen betrogen?
Während der siebzigjährigen Ehe wurde Philip häufig Untreue unterstellt. Dies wird auch in der Serie «The Crown» angedeutet. Er selbst nahm die Vorwürfe stets gelassen. So sagte er einst, selbst wenn er wollte, könne er die Queen nicht betrügen, weil er immer von Fotografen verfolgt werde.
Mit Prinz Philp verliess ein Monarch die Welt, welcher seine Rolle bestens kannte und welcher mit seinem Humor nicht mehr in die heutige Zeit passte und dafür genauso geliebt wie gehasst wurde.
(red.)