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Who’s Who
Unser gesuchter Architekt ist wie Aldo Rossi in Mailand zur Welt gekommen und daselbst gestorben. Geboren wurde er allerdings bereits Ende des 19. Jahrhunderts und begann 1913 sein Studium in Architektur am legendären Mailänder Politecnico. Wegen des Ersten Weltkriegs konnte unsere Person sein Studium erst 1921 abschliessen. Danach orientierte er sich vor allem am Mailänder Neoklassizismus, einer künstlerischen und architektonischen Bewegung, die auch als «Novecento Milanese» (circa 1920 bis 1940) bekannt ist und für radikale Erneuerungen in Kunst und Architektur einstand. 1927 gründete er mit einem Partner sein eigenes Architekturbüro. Zuvor hatte er 1926 an der Via Randaccio 9 sein eigenes Wohnhaus realisiert: ein stattliches Eckhaus mit palladianischen Referenzen. 1933 verwirklichte er mit seinem Partner einen Wohnturm an der Porta Venezia, der mit seiner präzisen Architektursprache auch heute noch städtebaulich eine starke Wirkung hat. Parallel zu seinen ersten Bauten engagierte sich unsere gesuchte Person federführend in Sachen Vermittlung von Kunst, Design und Architektur. Er war in jenen Jahren Mitbegründer von Europas renommiertester Architekturzeitschrift, die heute auch auf Deutsch erscheint. Er leitete diese – mit einer Unterbrechung – bis zu seinem Tod. Unser Architekt war nicht nur bekannt für seine Bauten, sondern auch für seine ganzheitliche Entwurfshaltung, die sich sowohl im Design von Alltagsobjekten als auch in seinen Bauten zeigte. So entwarf er 1959 eine Stuhlikone, von deren Leichtigkeit auch heutige Designerinnen und Designer noch begeistert sind. Müsste man sein Hauptwerk benennen, so ist dieses unbestritten ein Hochhaus, das er mit einem anderen bekannten italienischen Architekten und Ingenieur in den Jahren 1956 bis 1958 in Mailand realisierte. Dieses Hochhaus war lange das höchste Gebäude der Stadt Mailand.
Numerische Auflösung:
7 – 9 – 15
16 – 15 – 14 – 20 – 9