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Bei den Luzerner Regierungsratswahlen sind von den vier bisherigen nur die beiden CVP-Regierungsräte bestätigt worden. Die FDP aber konnte ihren frei werdenden Sitz verteidigen. Bei den Kantonsratswahlen sind die Ökoparteien die grossen Gewinnerinnen.
Grüne und GLP haben 11 zusätzliche Sitze gewonnen. Auch die SP darf feiern, sie legte um 3 Mandate zu. Verlierer sind SVP, CVP und FDP, die 14 Mandate verloren. Die Bürgerlichen dominieren den Kantonsrat aber weiterhin.
Regierung noch nicht komplett
Die Luzerner Regierung zählt fünf Sitze, drei wurden am Sonntag im ersten Wahlgang besetzt. Die beiden bisherigen CVP-Regierungsräte Guido Graf und Reto Wyss erzielten mit 59'291 und 58'088 Stimmen das beste Resultat. Der neu kandidierende Fabian Peter (FDP) konnte auf Anhieb den frei werdenden Sitz der FDP verteidigen. Er erzielte 56'410 Stimmen.
Unter dem absoluten Mehr von 54'369 Stimmen blieb Regierungsrat Paul Winiker von der SVP mit 53'675 Stimmen. Der bürgerlich-parteilose Regierungsrat Marcel Schwerzmann landete mit 39'500 Stimmen nur auf dem siebten Platz und wurde damit von den Kandidaten der Grünen und der SP geschlagen.
Schwerzmann begründete sein schlechtes Abschneiden bei den Regierungsratswahlen damit, dass jüngst Themen aufgekommen seien, die den Linken geholfen hätten. Dass gleich beide linken Kandidaten vor ihm liegen würden, habe er nicht erwartet. Er werde im zweiten Wahlgang wieder antreten auf einer Liste mit SVP-Regierungsrat Paul Winiker.
Denn auf dem fünften Platz klassierte sich Korintha Bärtsch von den Grünen. Sie erhielt 42'946 Stimmen. Sie war die einzige Frau im Kandidatenfeld. Bärtsch wurde am Sonntag im Wahlzentrum im Regierungsgebäude mit grossem Applaus begrüsst. Das Wahlergebnis sei «genial» und sie verspüre «nur Freude», sagte sie in die Mikrophone der Medienschaffenden.
Bärtsch machte 400 Stimmen mehr als der Kandidat der SP, Jörg Meyer, der auf dem sechsten Platz landete, und der den vor vier Jahren verlorenen SP-Regierungssitz zurückholen will. Zum zweiten Wahlgang sagte Bärtsch, dass es Sache der Partei sei, das Vorgehen festzulegen.
Alt Nationalrat Roland Fischer (GLP) kam auf 35'365 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 40.3 Prozent. Der zweite Wahlgang findet am 19. Mai statt. (sda)