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Ein Ausflug auf den Wartenberg ist immer spannend: gleich drei mittelalterliche Ruinen erwarten den Besucher. Die Türme der Mittleren und Vorderen Wartenberg sind heute Aussichtstürme, die einen fantastischen Weitblick bis ins Elsass bieten.
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GeschichteDie Vordere Wartenberg war die grösste und bedeutendste der drei Burgen. Wie Werner Meyer vermutet, könnte hier bereits eine hochburgundische Königsburg gestanden haben. Funde reichen jedenfalls in die spätkarolingische Zeit zurück. Die heute noch sichtbaren Mauern wurden in der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut. Im folgenden Jahrhundert wurde die Burg laufend erweitert. Im 13. Jahrhundert lebte der Graf von Neu-Homberg in der Vorderen oder Mittleren Burg. 1301 übergab Graf Werner von Neu-Homberg die beiden Burgen als Afterlehen an die Basler Bürger Hugo und Kuno zer Sunnen. Die Herrschaftsrechte an den Wartburgen wurden zwar 1306 vom Grafen von Neu-Homberg an die Habsburger verkauft, die zer Sunnen konnten ihr Afterlehen jedoch weiterhin behalten. 1356 wurde die Burg offenbar durch das grosse Erdbeben beschädigt und wieder aufgebaut. 1371 übernahmen die Münchs von Münchenstein (Verwandte der zer Sunnen) das Lehen. 1515 kaufte die Stadt Basel den Münchs die Vordere und Mittlere Wartenberg ab. Beide waren bereits nicht mehr bewohnt und am Zerfallen.
Die Mittlere Wartenberg bestand vermutlich nur aus einem Wohn- und Wehrturm. Er wurde wahrscheinlich im späten 12. Jahrhundert von den Herren von Homberg errichtet. Hier wurden Bodenfunde aus dem 13. bis 15. Jahrhundert gemacht. Im 15. Jahrhundert wurde der Turm demnach verlassen. Während des Dreissigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 diente er den Basler Truppen als Unterkunft.
Die Hintere Wartenberg wurde, wie man vermutet, im 13. Jahrhundert durch die Grafen von Homberg errichtet. Etwa um 1296 wurde sie den Herren von Eptingen-Madlen als Lehen übergeben. Diese benannten sich fortan nach der Burg. 1306 wurde die Burganlage an die Herren von Habsburg-Laufenburg verkauft. 1379 erhielt Petermann Sevogel sie als Lehen. Seine Nachkommen verliessen die Hintere Wartenberg vermutlich im 15. Jahrhundert. Sie wurde an den Luzerner Schultheiss Jakob von Hertenstein weitervererbt und gelangte von dort aus in den Besitz der St. Georgenkirche in Rümlingen. Dieser kaufte die Stadt Basel die Burg im 16. Jahrhundert ab. Der Turm der Hinteren Wartenberg wurde 1901 restauriert und mit einem Holzaufbau erweitert.
Lage und UmgebungAlle drei Ruinen liegen, wie es der Name besagt, auf dem Wartenberg in Muttenz (479 Meter ü.M.). Dieser ist ein Ausläufer des Gempenplateaus.
Hinter der sehenswerten Dorfkirche St. Arbogast führt ein steiler Wanderweg in rund 20 Minuten hinauf zur Vorderen Wartenberg. Bis zur hintersten Ruine sind es nochmals etwa 15 Minuten. Grillplätze sind vorhanden.
News vom 20. September 2019:
Bei der mittleren Burgruine steht ein neues besonderes Fernrohr.
Die atemberaubende Fernsicht auf dem Wartenberg in Richtung Vogesen wird jetzt auch noch informativ. Mit dem neuen Fernrohr wird der Besuch auf der mittleren Burgruine garantiert zum Aha-Erlebnis.
Wie heisst dieser Ort da? Dort ist Frankreich, hier die Vogesen, aber wo ist der Grand Ballon? Anlässlich der Jahresversammlung der Gesellschaft pro Wartenberg sprachen sich die Mitglieder für dieses moderne Fernrohr aus und gross war die Freude, als der Verein"senioren muttenz" sich als Sponsor offenbarte. Es ist das erste Aussichtsfernrohr mit dieser Technik in der Region Basel, das präzise zum jeweiligen sichtbaren Panoramapunkt die Information liefert. Möglich macht dies eine ausgeklügelte Spiegeltechnik im Inneren des Fernrohrs. Das Gehäuse ist für exponierte Lagen konstruiert und hält den extremen Witterungsbedingungen stand. Die Gesellschaft pro Wartenberg wünscht viel Freude beim nächsten Spaziergang auf den Wartenberg. (Quelle: Muttenzer Anzeiger, Stephan Egloff-Schraner)
Mehr Informationen über die Ruinen Wartenberg.