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Beschreibung
Drei Bände.
Martin Luther gilt als der grösste Wegbereiter der kirchlichen Reformation. Zwar ist die philosophisch-geistige Leistung nicht allein sein Werk, doch seine Wortgewalt und sein Mut haben sie geprägt und ihr zum schliesslichen Erfolg verholfen. Ausdruck fand sein Streben in seinen 95 Thesen, die er zu Wittenberg an die Tore der Schlosskirche geheftet haben soll, die er aber in jedem Fall in Unlauf brachte, und in einer zur damaligen Zeit ungeheuerlichen Tat: der Übersetzung der Heiligen Schrift aus dem Latainischen ins Deutsche. Eine Tat für die Menschen im Mittelalter verfolgt und verbrannt wurden, so etwa die Glaubensgemeinschaften der Waldenser und der Katharer.
Martin Luthers Bibelübersetzung war nicht für den kleinen Kreis privater Gläubiger gedacht, sondern für die Verbreitung. Das Volk sollte die Bibel selbst lesen können, ohne auf die Interpretation des Klerus angewiesen zu sein. So sollte der eigensüchtigen Verfälschung der vielfach korrupten Kleriker Vorschub geleistet werden. Die Verbreitung wurde begünstigt durch die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes von Gutenberg, wobei nicht ganz eindeutig ist, ob die Übersetzung nicht auf Gutenberg beinflusst hat. Es folgten weitere Bibelübersetzungen, zum Beispiel durch Huldrych Zwingli in der Schweiz, und in andere Sprachen. Verbreitung fanden nun auch frühere, wenig beachtete Übersetzungen wie Wycliffes Bibel von 1383.
Luthers Bibel ist ein Symbol für die Bewegung, die zu einer Veränderung der Welt führte, eine Bewegung, welche die Renaissance und die Aufklärung ermöglichte und dem Humanismus die Tore öffnete.