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Beschreibung
In unserer Arbeit untersuchen wir nicht die Komponenten eines Werkes oder Produktes, sondern die Bedingungen einer ausgeübten Praxis. Daraus ergeben sich Fragestellungen nach den ökonomischen Zusammenhängen mit anderen Praxen und der politischen Relevanz von Kunst. In der Covid-19 Pandemie wird die Mobilität und die Produktion, durch den Staat formuliert, radikal eingeschränkt und in der Medienlandschaft ideologisch so sehr begründet, wie verdeckt. In vorherigen Arbeiten haben wir immer wieder einen Ausnahmezustand und mögliche Konsequenzen für künstlerische Praxen besprochen und nun befinden wir uns “plötzlich” mittendrin und durch die Black Lives Matter Proteste möglicherweise am untersten Zipfel einer aufkommenden Revolution? In einem Moment der Schliessung von nationalen Grenzen, der Unmöglichkeit sich physisch zu versammeln, sowie der Rückkehr zur Kernfamilie, wird die Sprache der Familie gesprochen, Sprachraumgrenzen nicht passiert und Übersetzung so relevanter den je.
Werk
The Besieged Courtyard
(2020)
Künstler*in(en)
Michèle Graf & Selina Grüter
Beschreibung
Seit geraumer Zeit beschäftigen wir uns mit Übersetzung und den damit einhergehenden Theorie und Geschichte von Sprache. Unter Quarantäne haben wir unsere Arbeit an der Übersetzung der Novella “Il cortile assediato” von Giovanna Zangrandi vom Italienischen ins Englische intensiviert. Eine unbekannte, bislang unübersetzte Autorin und Antifaschistische Kämpferin der Resistenza in Zeiten der Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Komplettlähmung Italiens zu übersetzen, fühlte sich relevanter an den je. So konnten wir die Kurzgeschichte in einer ersten Version fertigstellen und planen diese in einem Künstlerinnen Buch in der originalen, sowie der übersetzten Fassung zu publizieren. Zur Zeit Arbeiten wir an einem Vorwort, in welchem wir über Produktionsbedingungen, Bezeichnungen von Kunstpraxis und -werk, den Stellenwert der Übersetzerin als Künstlerin, und die Legitimität der Übersetzung per se reflektieren.