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Schweizer Botschaften und diplomatische Vertretungen sollen künftig an offiziellen Anlässen im Ausland Schweizer Weine ausschenken müssen. Der Bundesrat zeigt sich bereit, eine entsprechende Weisung zu erlassen.Dieser Inhalt wurde am 18. November 2010 - 17:55 publiziert
Er verpflichte sich, bei der Förderung von Schweizer Weinen und anderen Produkten im Ausland mit gutem Beispiel voranzugehen, schreibt der Bundesrat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf zwei Motionen. Er beantragt dem Parlament, die Motionen anzunehmen.
Anlass für die Vorstösse war die Weltausstellung in Shanghai: Laut Medienberichten servierte die Schweiz spanischen und italienischen Wein. Die Nationalräte Christophe Darbellay (Parteipräsident der Christlichdemokratischen Volkspartei, CVP) und Thomas Hurter (Schweizerische Volkspartei, SVP) verlangten daraufhin, dass dies künftig nicht mehr möglich sein soll.
"Regelmässig servieren Schweizer Botschaften aus Knausrigkeit oder Snobismus ausländischen Wein", schreibt Darbellay. Dies sei inakzeptabel. "Können Sie sich vorstellen, eine italienische oder französische Botschaft würde dies tun?", fragte er den Bundesrat und verlangte klare Weisungen an Botschaften und Organisationen wie Schweiz Tourismus.
Hurter zeigte sich ebenfalls empört. "Es kann doch nicht sein, dass die Schweiz international solche Werbeplattformen nicht nutzt", schreibt er. Wenn immer möglich sollten Schweizer Produkte angeboten werden.
Was Shanghai betrifft, sind sich Darbellay und Hurter hinsichtlich des Sachverhaltes nicht ganz einig: Gemäss Darbellay war es der Schweizer Pavillon, der fremdländischen Wein servierte. Laut Hurter war es der Städtepavillon von Zürich, Genf und Basel. Im Schweizer Pavillon sei Schweizer Wein ausgeschenkt worden, schreibt Hurter.
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