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NEWS
Erwerbsausfallentschädigung für Selbständigerwerbende
Massnahmen für Selbständigerwerbende
Erwerbsausfallentschädigung infolge des Coronavirus
Der Bundesrat hat am 20.03.2020 Massnahmen getroffen, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus für Selbständigerwerbende abzufangen. Die Massnahmen gelten ab sofort und rückwirkend auf den 17. März 2020 und sind auf ein halbes Jahr befristet.
Dieser Newsletter befasst sich mit den Voraussetzungen und dem Verfahren für Selbständigerwerbende.
Für andere Personengruppen (Eltern, die zu Hause bleiben müssen, um Kinder zu betreuen, Personen in Quarantäne, freischaffende Künstler) finden Sie Informationen auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen oder in den FAQs
Wer hat Anrecht auf eine Entschädigung?
- Selbständigerwerbende Personen. Voraussetzungen der Selbständigkeit:
- unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeiten sowie
- in unabhängiger Stellung sind und ihr eigenes wirtschaftliches Risiko tragen
- bei der Ausgleichskasse meines Kantons als Selbständigerwerbende/r gemeldet sein und für diese Tätigkeit AHV/IV/EO-Beiträge bezahlen.
- Selbständigerwerbende, die einen Erwerbsausfall erleiden, weil sie wegen den vom Bundesrat getroffenen Massnahmen ihre Tätigkeit einstellen müssen (Art. 6 Abs. 1 und 2 COVID-19-Verordnung-2)
Wann beginnt der Anspruch auf die Entschädigung und wie lange dauert er?
Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, also frühestens am 17. März 2020 (dem Tag, an dem die vorliegende Entschädigung in Kraft getreten ist).
Der Anspruch endet, sobald die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus aufgehoben werden.
Wie hoch ist die Entschädigung und wann wird sie bezahlt?
Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber 196 Franken pro Tag. Den Höchstbetrag des Taggelds erreichen Arbeitnehmende mit einem durchschnittlichen Monatslohn von 7350 Franken (7350 x 0,8 / 30 Tage= 196 Franken/Tag).
Berechnungsbeispiel: Muster.H.ist selbstständigerwerbend und führt eine Praxis für Massagepraxis. Für die Berechnung seiner Entschädigung ist das in einen Tagesverdienst umgerechnete Jahreseinkommen massgebend, das zur Festlegung seines letzten persönlichen AHV-Beitrags vor Beginn seines Anspruchs herangezogen wurde. Dazu wird das Jahreseinkommen mit 0,8 multipliziert und durch 360 geteilt. Bei Muster H.. beträgt dieses Jahreseinkommen 45 000 Franken, was ein Taggeld von 100 Franken ergibt (45 000 x 0,8 / 360 Tage = 100 Franken/Tag.
1. Zahlungen sind bestimmt nicht vor Mitte April zu erwarten.
Wie wird die Entschädigung mit anderen Leistungen koordiniert?
Die Entschädigung ist subsidiär. Das heisst, wenn bereits Leistungen aus einer anderen Sozial- oder Privatversicherung bezogen werden, besteht kein Anspruch auf die Entschädigung. Selbstständigerwerbende, die Arbeitnehmende beschäftigen, können für ihre Angestellten Kurzarbeitsentschädigung beantragen.
Wie und wo kann ich den Anspruch auf die Entschädigung anmelden?
Die Entschädigung wird nicht automatisch ausgerichtet. Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung selber bei der zuständigen Ausgleichskasse beantragen. Die Ausgleichskasse überweist die Entschädigung anschliessend direkt an den Antragssteller. Zuständige
Ausgleichskasse ist die AHV-Ausgleichskasse, die die Beiträge erhebt.
Folgender Link führt Sie zum Anmeldeformular.