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Ursachen einer Muskelverklebung und deren behandlung
Muskelverspannungen sind leider keine Seltenheit. Manchmal führen sie auch zu Muskelverklebungen.
Fast jeder Mensch leidet von Zeit zu Zeit unter Muskelverspannungen. Diese können mitunter so genannte Muskelverklebungen hervorrufen.
Muskulatur des Menschen
Die menschliche Muskulatur wird in die quergestreifte und die glatte Muskulatur eingeteilt. Die quergestreifte Muskulatur unterteilt man wiederum in Skelettmuskulatur und Herzmuskulatur. Mit den Begriffen „quergestreift“ und „glatt“ ist der innere Aufbau der Muskeln oder der Muskelfasern gemeint.
Während der Mensch quergestreifte Muskeln durch seinen Willen beeinflussen kann, ist dies bei der glatten Muskulatur nicht möglich. Das heißt, dass man zum Beispiel seine Arme oder seine Beine gezielt bewegen kann, wohingegen sich die Muskeln für die Darmbewegungen nicht steuern lassen.
Eine Ausnahmestellung hat die Herzmuskulatur. Diese ist wie die quergestreifte Muskulatur aufgebaut, aber autark. Daher ist es nicht möglich, den Herzschlag willentlich zu beeinflussen. Die Muskeln, die für die Bewegungen des Körpers zuständig sind und vom Menschen gesteuert werden, zählen zur Skelettmuskulatur.
Kommt es zu einer Muskelverklebung, betrifft dies in der Regel die Skelettmuskeln.
Skelettmuskulatur
Zusammengesetzt werden die Skelettmuskeln aus den Muskelfasern. Ein Zusammenschluss von mehreren Muskelfasern bezeichnet man als Muskelbündel, während mehrere Muskelbündel wiederum einen Muskel bilden.
Umhüllt werden die einzelnen Muskeln von einer Faszie. Dabei handelt es sich um eine dünne Schicht aus Bindegewebe. Von den Faszien werden sämtliche Muskeln voneinander abgegrenzt. Auf diese Weise können die Muskeln bei der Ausführung von Bewegungen aneinander vorbeigleiten.
Zwischen den Faszien und den Muskeln gibt es einen Zwischenraum, der ein wenig Gewebeflüssigkeit beinhaltet, die man als Lymphe bezeichnet. Zu den Funktionen der Lymphflüssigkeit gehört es, Abbauprodukte des Stoffwechsels abzutransportieren.
Muskelverklebung
Kommt es aufgrund von Fehlhaltungen oder Verletzungen zu Muskelverspannungen, ist es möglich, dass dadurch der Fluss der Lymphe zwischen den Muskeln und den Faszien behindert wird. Dies führt dann zu einem regelrechten Verkleben dieser Strukturen miteinander.
Da die Faszien nicht mehr auf dem Muskel gleiten können, sind diese auch nicht mehr in der Lage, sich richtig aneinander vorbeizubewegen.
Symptome
Bemerkbar macht sich eine Muskelverklebung durch Schmerzen oder Spannungsgefühle beim Ausführen von Bewegungen. Dabei verspüren die Betroffenen ein unangenehmes Ziepen oder Zwicken.
Behandlung einer Muskelverklebung
Um Muskelverklebungen wieder zu lösen, ist es wichtig, die Muskeln zu entspannen und zu lockern. Als hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten gelten Massagen sowie feuchte Wärmeanwendungen wie zum Beispiel Fangopackungen.
Mitunter ist auch die Einnahme von Muskelrelaxanzien wie Tolperison oder Katadolon sinnvoll. Diese bewirken eine vorübergehendeEntspannung der Skelettmuskulatur.
In hartnäckigen Fällen kann eine Behandlung durch einen Physiotherapeuten erfolgen. Der Therapeut überprüft manuell, wie weit sich die Faszien verschieben lassen. Außerdem wendet er spezielle Techniken an, mit denen er die Beweglichkeit der Faszien verbessert.