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Das Wichtigste in Kürze
- Bei, Flugzeugunglück in Mailand kam laut Berichten ein rumänischer Milliardär ums Leben.
- Dan Petrescu soll der Pilot der abgestürzten Maschine gewesen sein.
- Auch die Frau und der 30-jährige Sohn des Bauunternehmers starben bei dem Unglück.
Dieses Flugzeug-Unglück im Norden Italiens hat am Sonntag ein ganzes Land in eine Schockstarre versetzt: Kurz nach dem Start war eine einmotorige Chartermaschine abgestürzt und in ein leerstehendes Bürogebäude gekracht. Alle acht Menschen an Bord der Maschine kamen bei dem Unfall ums Leben.
Zunächst konnten die Behörden nur zwei Opfer identifizieren, da eine offizielle Passagierliste fehlte. In den Stunden nach dem Unglück wurden schliesslich aber weitere Details zu den Toten bekanntgegeben. So stammen alle acht Opfer aus dem Ausland. Die Polizei davon aus, dass sich diese in zwei Familiengruppen aufteilen. Das berichtet das italienische News-Portal «RaiNews».
Unter den Opfern befindet sich demnach mit Dan Petrescu (†68) auch ein Milliardär, der als «einer der reichsten Männer Rumäniens» bekannt war. Der Unternehmer war deutsch-rumänischer Doppelbürger und ein bedeutender Investor im Immobiliensektor seines Landes. Das abgestürzte Flugzeug gehörte demnach Petrescu, der auch als Pilot angegeben wird.
Mit an Bord waren gemäss des Berichtes auch seine Gattin Righina Petrescu (†65) und der 30-jährige Sohn des Paares Dan Stefan Petrescu sowie Julien Brossard (†36), ein Kanadier und Freund von Dan Stefan. Laut «Corriere della Serra» war die Familie auf dem Weg zu ihrer Villa in Sardinien, dort wartete Petrescus 98-jährige Mutter auf die Gruppe.
Die andere Familie bestand aus dem Italiener Filippo Nascimbene (†33), seinem einjährigen Sohn Rafael, seiner französischen Ehefrau Claire Alexandrescou (†34) und Claires Mutter, Miruna Anca Wanda Lozinschi (†65)
Augenzeugen: «Bei Absturz waren keine Manöver ersichtlich»
Die Ursache für den Flugzeug-Absturz am Rande der Millionenstadt war zunächst noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass ein Motor der Maschine gebrannt habe und das Flugzeug daraufhin im Sturzflug zu Boden ging, ohne dass Manöver ersichtlich waren.
«Der Aufprall war verheerend», sagte Carlo Cardinali von der Feuerwehr Mailand laut Nachrichtenagentur Ansa. Das Bürogebäude fing nach dem Aufprall Feuer – wegen Renovierungsarbeiten waren aber keine Menschen in den Büros.
Das Privatflugzeug vom Typ Pilatus PC-12 war um 13.04 Uhr vom zweitgrössten Mailänder Flughafen Linate abgehoben, um nach Olbia auf Sardinien zu fliegen. Der Absturz erfolgte nur 11 Minuten nach dem Start. Das geht aus den Daten des Internetdienstes Flightradar24 hervor.
Demnach verlor das Flugzeug des Typs Pilatus Pc-12 nach der Startphase und einer ersten Schleife plötzlich an Höhe und krachte nur Sekunden später zu Boden. Die Teams erhoffen sich nach dem Fund des Flugschreibers weitere Erkenntnisse zu dem Unfall.
Laut der stellvertretenden Staatsanwältin Tiziana Siciliano wurde eine «Akte wegen fahrlässiger Katastrophe» eröffnet. Sie sagte am Sonntag am Unfallort, dass an Bord der Maschine «kein Alarm ausgelöst» wurde, sondern der Kontrollturm eine «Anomalie» meldete.