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Alzheimer vorbeugen: Schützt Bildung vor Demenz?
Es wurde bereits ein Zusammenhang zwischen höherer Bildung oder der Ausübung geistig anregender Tätigkeiten und dem verzögerten Auftreten von Alters-Demenz nachgewiesen. Eine Studie untersuchte jetzt an über 400 Senioren, ob rege geistige Aktivitäten tatsächlich das Auftreten von Alzheimer verhindern oder es zumindest verlangsamen können.
Eine höhere Ausbildung kann nicht vor Demenz schützen, verzögert aber den Ausbruch der Krankheit. Foto: iStock, Thinkstock
Alters-Demenz ist eine langsam voranschreitende Erkrankung. Typisch dafür ist eine Verschlechterung der Gedächtnisleistung, des Denkvermögens, der Sprache und des praktischen Geschicks. Das Bewusstsein wird in der Regel durch diese Krankheit jedoch nicht getrübt.
Die Veränderungen in der Gehirnleistung haben zur Folge, dass Menschen mit Demenz ihre alltäglichen Aufgaben nicht mehr ausführen können. Die Demenz ist keineswegs eine normale Alterserscheinung, die jeden mehr oder minder betrifft, sondern eine Erkrankung, die typischerweise im Alter auftritt.
In der aktuellen Studie (Bronx Aging Study) unterzogen sich 488 Senioren jährlich während 6 Jahren einem Gedächtnistest. Der Bildungsgrad der Senioren reichte von weniger als drei Jahren Grundschule bis zum abgeschlossenen Universitätsstudium. Während des Untersuchungszeitraumes entwickelten 117 Teilnehmer eine Demenz.
Die Aufzeichnungen zu den Gedächtnistests der Senioren ergaben, dass ein höherer Bildungsgrad zwar das Auftreten einer Demenz verzögern kann, jedoch verhindert er die Erkrankung nicht. Anhand der Tests konnte gemessen werden, dass der Rückgang der Gedächtnisleistung mit jedem zusätzlichen Ausbildungsjahr um ungefähr zweieinhalb Monate hinausgezögert wurde. Sobald die Demenz allerdings auftrat, schritt sie bei den «gebildeteren» Senioren schneller voran.
Ein Beispiel für solch einen Fall ist ein Schulabsolvent, bei dem mit 85 Jahren eine ausgeprägte Demenz festgestellt wird. Bei seinem Bildungsstand ist es sehr wahrscheinlich, dass die ersten Anzeichen des geistigen Verfalls bereits mit 81 Jahren feststellbar waren, also 4 Jahre bevor die Demenz als ausgeprägt eingestuft wurde.
Bei einem Menschen mit einer geringeren Schulbildung von vier Jahren und ebenfalls ausgeprägter Demenz im Alter von 85 Jahren würden sich hingegen bereits mit ungefähr 79 Jahren die ersten feststellbaren Anzeichen geistigen Verfalls zeigen. In diesem Fall wäre das bereits 6 Jahre bevor die Demenz als ausgeprägt erkannt wird. Dies trifft auch zu, wenn bei beiden Patienten die gleichen krankhaften Veränderungen im Gehirn vorliegen.
Menschen mit einem höheren Bildungsniveau scheinen demnach eine Art geistige Reserve zu besitzen, sodass die Demenz erst später zum Vorschein kommt. Nach Auftreten der Krankheit schreitet diese aber schneller voran, vermuten die Forscher.
Folgendes sind mögliche Symptome einer Alzheimer-Erkrankung:
- Störungen des Kurzzeitgedächtnisses (Vergesslichkeit) und Denkschwierigkeiten
- Sprachstörungen (Wortfindungsstörungen als frühes Zeichen) und eingeschränktes Urteilsvermögen
- Depressionen
- Örtliche, zeitliche und situative Orientierungslosigkeit
- Wahrnehmungsstörungen, Wahnvorstellungen und Trugbilder
- Persönlichkeits- und Verhaltensveränderungen
- Probleme beim Essen und Trinken, Schluckstörungen
- Inkontinenz bezüglich Stuhl und Urin
Weitere Informationen zu Alzheimer finden Sie unter www.alz.ch
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Quelle: Sprechzimmer