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London - Grossbritanniens neuer Oppositionsführer Ed Miliband hat seine erste grosse Rede als Labour-Parteichef zur Kampfansage an die Regierung von Premierminister David Cameron genutzt. Die Rede hielt er am Dienstag vor den Delegierten des Labour-Parteitags in Manchester.
Er werde alles tun, damit Cameron und dessen konservativ-liberaldemokratische Koalition nicht länger als eine Legislaturperiode an der Macht bleibe, sagte der am Wochenende gewählte neue Labour-Chef Miliband.
Gleichzeitig schwor er seine eigene Partei auf einen Politikwechsel ein. Es brauche "neue Ideen, neue Einstellungen, neue Wege, Politik zu machen." Er rief den Delegierten zu: "Wir werden Grossbritannien verändern."
"Sie waren einst ein Optimist. Jetzt ist alles, was wir von Ihnen bekommen ein miserabler, pessimistischer Ausblick auf das, was wir erreichen können", sagte Miliband an Cameron gerichtet.
Der erst 40 Jahre alte neue Labour-Chef räumte aber auch Fehler der eigenen Partei ein, etwa die Beteiligung am Irak-Krieg und die fehlende rechtzeitige Regulierung der Finanzmärkte.
Mehr links als DavidEd Miliband hatte sich bei der Wahl zum Parteichef am vergangenen Samstag hauchdünn und nur mit Hilfe der mitwählenden Gewerkschafter gegen seinen favorisierten Bruder David, den früheren britischen Aussenminister durchgesetzt.
David Miliband gilt als Vertreter des wirtschaftsnahen Kurses der früheren Labour-Premierminister Tony Blair und Gordon Brown und dem Schlagwort "New Labour".
Ed Miliband steuert dagegen einen Kurs weiter links der Mitte. David Miliband hat über seine politische Zukunft drei Tage nach seiner Wahlniederlage noch nicht entschieden.
SDA-ATS