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Airolo
Airolo befindet sich entlang des südlichen Teils des St.-Gotthard-Passes im Kanton Tessin und liegt auf 1.176 Metern Meereshöhe.
Nach dem Jahr 1000 vereint sich die Geschichte von Airolo mit jener des St.-Gotthard-Passes und kommt so auf indirekte Weise sowohl mit dem Norden als auch mit dem Süden Europas in Kontakt. Obwohl die Ortschaft dadurch große wirtschaftliche Vorteile hatte, war dies auch mit verschiedenen Nachteilen verbunden. Man denke dabei beispielsweise an den Durchzug verschiedener Heere und an die Inbrandsetzung des Dorfes vonseiten der Urner, um angebliche Diebstähle zu rächen. Gegen der Hälfte des 13. Jahrhunderts war Airolo zu einem gut bevölkerten Dorf herangewachsen (es zählte ca. 600 – 650 Einwohner), welches über beträchtliche wirtschaftliche Ressourcen verfügte. Im 18. Jahrhundert kamen viele reiche Aristokraten aus ganz Europa in die Alpen und nach St. Gotthard und hielten ihre Erfahrungen in Reisetagebüchern mit schönen Bildern fest. Wer sich für die Geschichte des Skisports interessiert, ist in Airolo goldrichtig: Hier befinden sich die ersten Skis der italienischen Schweiz (1879), die beiden ersten Sprungschanzen (1926 und 1934: die Überreste sind heute noch sichtbar), der Schlittenlift (1938) sowie die ersten Liftanlagen von Lüina und Pesciüm, ohne dabei die vielen sowohl national als auch international bekannten Skifahrer und Skifahrerinnen zu vergessen. Während des Winters kann man hier skifahren, snowboarden, langlaufen und Ski- oder Schneeausflüge unternehmen. Die verfügbaren Liftanlagen sind jene von Airolo-Pscium-Sasso della Boggia, Lüina und Cioss Prato. Das Skifahren ist wahrscheinlich der beliebteste Sport der jungen Dorfgeneration.
Airolo ist der ideale Ausgangspunkt, um während des Sommers wunderschöne Ausflüge zu unternehmen: Strada alta Leventina (ein Höhenweg), Strada degli alpi, Aufstiege zu den Hütten Cristallina, Crono Gries, Piansecco, Cadlimo und Cadagno.
Wer sich hingegen für Wasserenergie interessiert, findet hier viele sehenswerte Orte, wie z. B. die zahlreichen Windmühlen, die Fabriken, den Zuführungskanal von Favre, welcher das Quellwasser bis zur Einfahrt des Eisenbahntunnels führte (die Überreste sind immer noch sichtbar), das Elektrizitätswerk „Calcaccia“, ein wahres historisches Kleinod oder die großen Staumauern von Lucendro und Sella.