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Das beste Wahlresultat erzielte Sozialdirektor Martin Merki (FDP, 11'531 Stimmen). Ebenfalls problemlos für eine zweite Amtszeit wiedergewählt wurde mit tausend Stimmen weniger Umwelt-, Verkehrs- und Sicherheitsdirektor Adrian Borgula (Grüne).
Überraschend bereits im ersten Wahlgang gewählt wurde der neu kandidierende Sozialdemokrat Beat Züsli (10'515). Der 52-jährige Architekt und Energie-Ingenieur aus dem Stadtteil Littau zieht am 1. September für die abtretende Parteikollegin Ursula Stämmer in die Regierung ein. Der Sitzanspruch der SP als wählerstärkste Partei war unbestritten.
Eine veritable Schlappe einstecken musste hingegen Stadtpräsident und Finanzdirektor Stefan Roth (CVP, 8720). Er verpasste das absolute Mehr um fast 1200 Stimmen und damit eine Wiederwahl vorerst deutlich. Roth musste sich auch bei der Wahl zum Stadtpräsidenten von Beat Züsli (SP) distanzieren lassen. Dieser holte rund 200 Stimmen mehr als der amtierende "Stapi".
Stadtpräsident Stefan Roth konnte bisher nicht an die Popularität seines Vorgängers und "Stadtvaters" Urs W. Studer anknüpfen. Zudem musste er als Finanzdirektor in jüngster Zeit mehrere umstrittene Sparvorhaben verteidigen.
Roth sagte am Sonntag im Stadthaus, das Wahlresultat sei nicht befriedigend. Die bürgerlichen Parteien müssten für den zweiten Wahlgang die Kräfte bündeln.
Baudirektorin Manuela Jost (GLP, 7809) landete auf dem fünften Platz. Sie, die über die kleinste Hausmacht im Parlament verfügte und von keiner der übrigen Parteien offiziell unterstützt wurde, muss sich ebenfalls dem zweiten Wahlgang stellen.
Die Hoffnungen seiner Partei nicht erfüllt hat SVP-Kandidat Peter With (6801 Stimmen). Der Gewerbler und Präsident der städtischen SVP platzierte sich nur knapp vor JUSO-Kandidat Yannick Gauch (6682) und dem Jungen Grünen Sina Khajjamian (6319). Chancenlos blieben Karin Stadelmann (JCVP, 3606), Denis Kläfiger (BDP, 599) und der Parteilose Rudolf Schweizer (561).
Die Stimmbeteiligung betrug 37,5 Prozent. Sie lag damit auf ähnlichem Niveau wie bei den letzten Wahlen vor vier Jahren.
Bei den Wahlen ins Stadtparlament verlor die CVP zwei Mandate an die SP. Die parteipolitischen Gewichte im Grossen Stadtrat blieben somit praktisch unverändert.
Die SP konnte als schon bisher grösste Partei im 48-köpfigen Parlament um 2 auf 14 Sitze zulegen. Die FDP hat 9 Mandate, CVP, Grüne und SVP besitzen je 7 Mandate. Die GLP behält 4 Sitze.
Gewählt wurde auch in anderen Luzerner Gemeinden. Bei den Parlamentswahlen in den Agglomerationsgemeinden Emmen, Horw und Kriens kam es nur zur Verschiebung von einzelnen wenigen Sitzen. Alle drei Parlamente bleiben klar bürgerlich dominiert.
(SDA)