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Klassische Massage
Die klassische Massage ist ein manuelles Behandlungsverfahren, das überwiegend zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt wird, aber auch systemisch wirkt.
Sie ist eine Reiztherapie, bei der mit der Hand Massagegriffe in allen Geweben der Haut und der Muskulatur ausgeführt werden. Alle Massagegriffe treffen, mit unterschiedlicher Stärke, Haut, Bindegewebe, Muskulatur und die im Bindegewebe verlaufenden Nerven, Blut- und Lymphgefässe.
Ihre Wirkung beruht einerseits auf einer Förderung der Durchblutung und somit des Stoffwechsels am Ort der Massage, andererseits über die Reizung verschiedener Zonen(Headsche Zonen, Dermatome). Neben gesteigerter Durchblutung und Entspannung der Muskulatur, wird die Verschiebbarkeit der einzelnen Schichten untereinander gefördert, dies wirkt sich wiederum auf die Statik aus.
- Verspannungen
- Kopfschmerzen
- muskulärer Dysbalance
- Durchblutungsstörungen
- Stress
- Vorsorge
Massieren ist weltweit eine der ältesten Behandlungsmethoden. Bereits in chinesischen Schriften aus dem Jahr 2600 v. Chr. wurden Massagehandgriffe beschrieben, und auch in der indischen Heilkunst sind frühe Beschreibungen von Massagen in Verbindung mit ätherischen Ölen und Kräutern bekannt. Die griechischen Ärzte Hippokrates (460-375 v. Chr.) und Galenos (129-199 n. Chr.) wendeten Massagen als Heilmethoden an und trugen dadurch zu deren Verbreitung in Europa bei. Während des Mittelalters gerieten die Massagemethoden teilweise in Vergessenheit. Erst im 16. Jahrhundert setzte der französische Chirurg Ambroise Paré (1510-1590) wieder Massagen zur Rehabilitation nach Operationen ein und etablierte die Behandlung auf diese Weise erneut in der Medizin.
Als einer der Väter der heute in der westlichen Welt verbreiteten Techniken der klassischen Massage gilt der schwedische Masseur Pehr Henrik Ling (1776-1839). In seinen Aufzeichnungen fanden sich Hinweise auf verschiedene Massagegriffe. Diese wurden später von dem holländischen Arzt Johan Georg Mezger (1839-1909) und dem deutschen Orthopäden Albert Hoffa (1859-1907) aufgegriffen, die daraus die heute gebräuchlichen Massagegriffe der klassischen Massage entwickelten. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden zahlreiche andere Massageformen wie Reflexzonenmassage, Bindegewebsmassage oder Lymphdrainage.