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Mitte November haben die Mitglieder des Vereins Grande Cariçaie erneut die Wasservögel auf dem Murten- und Neuenburgersee gezählt. Das Ergebnis liege im Vergleich der Vorjahre im oberen Mittelfeld, teilt der Verein mit.
Ein flacher See, hohe Stratuswolken und sehr gute Lichtverhältnisse: Selten waren die Bedingungen am Murten- und Neuenburgersee für die ehrenamtlichen Wasservogelzählerinnen und -zähler so gut wie am 13. November. Knapp 80’000 Wasservögel haben sie an den beiden Gewässern zählen können, wie der Verein Grande Cariçaie schreibt.
Einige Arten gefährdet
Insgesamt wurden am Neuenburgersee etwas über 75’000 Vögel gezählt, während am Murtensee knapp 3700 Exemplare gesichtet wurden. Hierbei beobachteten die Freiwilligen am südlichen Ufer des Neuenburgersees zwischen der Waadtländer Gemeinde Chevroux und Estavayer im Broyebezirk besonders viele Wasservögel: Über 25’000 Striche konnten sie dort auf ihren Listen machen.
Diese Zahlen liegen für beide Seen leicht oberhalb der diesjährigen Januarzählung und insgesamt im oberen Mittel der letzten Jahre. Dennoch seien für einzelne Arten niedrige Gesamtzahlen zu verzeichnen, heisst es in der Mitteilung. Die Gründe dafür sieht der Verein im Klimawandel. Dieser habe dazu geführt, dass gewisse Vogelarten weiter nördlich überwintern oder erst später in die Schweiz einfliegen.
Tafelente am weitesten verbreitet
Mit 26’000 gezählten Individuen war die Tafelente die am häufigsten gesichtete Vogelart. Sie zählte damit fast 10’000 Individuen mehr als die zweithäufigste Art, die Ringelgans. Das Blässhuhn und die Reiherente folgten mit rund 11’500 respektive 6500 Individuen.
Die internationale Vogelzählung findet seit 1967 statt. Nach Angaben des Vereins Grande Cariçaie handelt es sich dabei um eine der ältesten gross angelegten Überwachungen von Tierpopulationen der Welt. Die nächste nationale Wasservogelzählung ist auf den 14. Januar angesetzt.