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Wussten Sie, dass die meisten heute bekannten und bei uns kultivierten Bohnen wie die Kartoffel, die Schokolade oder der Kürbis aus der „Neuen Welt“ stammten? Erst die Seefahrer brachten diese Früchte, Samen und Pflanzen vor wenigen hundert Jahren nach Europa. Nachweislich wurden Bohnen in wertvollen Keramikschalen als Grabbeigabe im heutigen Mittelamerika gefunden – aus einer längst vergangenen Zeit von vor rund 2000 Jahren v.u.Z. Die Bohne nahm ihren Platz neben Mais und Kürbis ein, denn viele Kulturen aus Nord- und Mittelamerika kultivierten diese drei Pflanzen stets gleichzeitig und nebeneinander. Sie wurden in den jeweiligen Sprachen als „The three sisters“ (die drei Schwestern) bezeichnet: Der Mais stängelte auf und bot der Bohne als Kletterpflanze den nötigen Halt. Beide zusammen lieferten den vom Kürbis verlangten Schatten und für die Speicherung von Wasser sorgten alle drei Schwesterpflanzen zusammen.
Die älteste Bohne in Europa ist wohl die Ackerbohne. Heute wird die Gartenbohne in Europa und Nordamerika in unseren Kleingärten am häufigsten angebaut. Zahlreiche weitere Sorten in verschiedenen Farben finden den Weg auf unsere Pflanzplätze oder auf unsere Felder. Diese Bohnen sind eigentlich die runden, teils länglichen oder nierenförmigen Samen der Kletterpflanze, doch wir umschreiben mit der Bezeichnung „Bohne“ die samenumgebende, grüne Hülse. Die Gartenbohne liefert Kletterrekorde; bis zu sieben Meter kann sie sich emporwinden. Mit ihren weissen, gelblich oder sogar auch violett gefärbten, aufrecht sitzenden Blüten gehört dieser Kletterer zu den Schmetterlingsblütlern und blüht zwischen Juni und August. Nach der Befruchtung bilden sich bis zu 20 Zentimeter lange, grüne Hülsen. Die ebenfalls bekannte „Feuer-Bohne“ hat ihren Namen von ihren rot glühenden Blüten.