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„Ich werde gefallen“ – das ist die eigentliche Übersetzung des lateinischen Wortes Placebo.
Bei den Placebos handelt es sich um Scheinmedikamente ohne Wirkstoff, oder auch Scheinanwendungen. Sie werden gebraucht, um die Wirksamkeit von Medikamenten in Studien zu testen – und manchmal werden sie auch von Ärzten im Rahmen einer Therapie eingesetzt. Denn zu sagen, sie seien ganz ohne Effekt und Wirkung wäre falsch. Wer an eine Wirkung glaubt, wird sie auch oft haben – man nennt das dann Placeboeffekt.
Eigentlich dachte ich, das komme in der Schweiz eher selten vor, dass Ärzte Placebo einsetzen. Als ich auf einem Rezept einmal „1 OP Placebo“ aufgeschrieben gesehen habe, musste ich es aus Deutschland kommen lassen.
Wie eine Umfrage bei 233 Haus- und Kinderärzten im Kanton Zürich zeigte, verzichteten nur 28 Prozent gänzlich auf den Einsatz von Placebos und Scheinbehandlungen. Von den übrigen Befragten verordneten 17 Prozent von Zeit zu Zeit reine Placebos wie Zuckertabletten oder Kochsalzlösungen. Unreine Placebos, das heisst Substanzen oder Verfahren, die eine nachgewiesene Wirkung – allerdings nicht gegen die zu behandelnde Erkrankung – haben, wurden von 57 Prozent der Ärzte eingesetzt. Hierzu gehörten vor allem Vitamininfusionen gegen Krebs oder Antibiotika gegen Virusinfektionen. Der Einsatz körperlicher und technischer Untersuchungen, die nicht unbedingt nötig gewesen wären, wurde besonders häufig genannt.
Die drei am häufigsten genannten Gründe für den Placebo-Einsatz sind:
- «um einen therapeutischen Vorteil durch den Placeboeffekt zu erhalten» (69 Prozent),
- «bei Patienten, deren Klagen und Untersuchungsergebnisse sich keiner bestimmten Erkrankung zuordnen lassen» (64 Prozent)
- «um den Wünschen des Patienten zu entsprechen» (63 Prozent)
Quelle: Neue Zürcher Zeitung, Oktober 2009
Man sieht also, die Ärzte verwenden das Placebo genau nach dessen Namen. sie setzen es ein „um zu gefallen“ – und dem Patienten wird auch kaum gesagt, dass er da ein Mittel nimmt / eine Untersuchung bekommt, die vom wissenschaftlichen Standpunkt aus nichts nützt.
Vielleicht nützt es aber dann doch etwas: wenn der Patient nur daran glaubt, oder wenn er sieht, dass etwas gemacht wird. Alles besser als nichts. Oder?
31 Kommentare zu „Ich werde gefallen“
Etwas beschäftigt mich in Bezug auf Placebos schon seit Jahren.
Damit ein Placebo „wirkt“ muss der Patient das Gefühl haben, dass er ein „richtiges“ Medikament bekommt.
Aber er kann ja kaum in die Apotheke gehen und ein Placebo verlangen…
Und da wäre der Preis. Es glaubt doch niemand an ein Medikament das wenige Franken kostet. Also müsste man ein Placebo genau so teuer verkaufen wie ein richtiges Medikament, der Wirkungs halber. Dies wäre aber irgendwie Betrug… Dilemma :-)
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Es gibt auch „normale“ Medikamente, die sehr günstig sind (z.B. Panadol-Generikum Acetalgin, Franken 2.40.- für 20 Tbl)! aber es stimmt schon: teure Placebos wirken besser als billige.
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.. na ja, das gilt aber nur, wenn der Patient nicht wenigstens mal liest, was der Dok da so aufgeschrieben hat und/oder nicht zumindest mal nachfragt.
Grundsätzlich gilt noch immer „der Wille (und die Einbildung) kann Berge versetzen“
Und geht nicht die Homöopathie auch in diese Richtung?
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Geht komplett in die Richtung… Und wie viele Leute schwören drauf, obwohl man ihnen tausend mal erklären kann, dass da wissenschaftlich gesehen nichts mehr drin ist. Aber wenn „Schwingungen“ oder „Informationen“ helfen, spricht ja nichts dagegen… ;-)
Ausserdem: Wenn der Arzt „P-Kompretten, 20 Stck.“ aufschreibt oder der Patient im Krankenhaus am Abend vor der OP noch ein paar Placebos bekommt, schnallt der Patient das normalerweise nicht.
Placebo wirkt aus eigener Erfahrung: Ich selbst konnte beim Lernen auf das 1. Staatsexamen vor Streß nicht mehr schlafen, mein Arzt war gewitzt genug, mir Baldriantabletten aufzuschreiben. Ich hatte mir die Tablette eingeworfen und bin jeweils 5 Minuten später weggeknackt… (Baldrian hat zwar eine beruhigende Wirkung, aber nicht die, dass man eine Tablette schluckt und dann sofort müde wird).
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Oder dass bei mir früher die rosa Dolocyl *viel* besser wirkte als die weisse Algifor – bei beiden ist dasselbe drin. Inzwischen kann ich beides mit dem gleichen Erfolg nehmen. Der Kopf ist so wichtig bei der Wirkung!
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andere Frage: sind Placebos eigentlich apothekenpflichtig? Wenn ja, warum eigentlich: Traubenzucker gibt’s doch auch im Supermarkt?
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ich hab mal im Fernsehen eine Doku über das Unispital Basel gesehen. Da haben sie auch die Apotheke dort vorgestellt und die haben gerade „Placebo Forte“ produziert. ;-)
Erklärung: „Forte“ bedeutet, dass das Placebo bitter-scheusslich schmeckt, gross ist, unangenehm zum Schlucken / Einführen und eine aggressive Farbe hat. Weil Medizin muss ja „bitter“ sein, sonst wirkts nicht….
„Placebo debole“ wäre dann was süsses, kleines was nett aussieht und wie nix runter / rein geht. Wirkt nur aber nicht so wie der Brummer, an dem man fast erstickt…
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Ja, „bigger is better“ – zumindest was Placebotabletten anbelangt.
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Glaube versetzt ja bekanntlich Berge…..da könnte man doch die leeren Krankenkassenkonten mit lecker billigen Zuckerpillen aufbessern??
Gruß
Jenns vom schichtforum.de
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woah.. das finde ich jetzt aber schon echt heftig…
Das empfinde ich als totalen Betrug gegenüber den Menschen mit echten Leiden, welche aber bequemlichkeitshalber einfach mit einem wirkungslosen Bitterstoff abgespiesen werden.
Sollen sich die lieben Leute lieber ernsthaft mit den Ursachen der Erkrankung auseinandersetzen, auch wenn es beim ersten Anlauf nicht gleich klappt…
*Kopfschüttel*
Sagt einer, der mit echten Beschwerden vom Arzt ausgelacht wurde, weil dieser keine Ursache finden konnte, sondern nur den IST zustand feststellte, aber keine Lösung dazu fand…
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Der Witz ist ja, dass es NICHT wirkungslos ist.
Bei manchen Krebstherapien z.B. hat reines Placebo einen Effekt von über 60% Heilungserfolg – das kann so manches echte Medikament nicht von sich behaupten.
Ich hab letztens erst von einer Studie gelesen, wo Immunsuppressiva (glaub ich) mit Placebo „ergänzt“ wurden.
Den Leuten wurde erst das Mittel MIT Wirkstoff gegeben, zusammen mit einer (echt ekligen, aber unverwechselbaren) Geschmackskomponente (ich glaube, es war giftgrünes Erdbeer-irgendwas). Nachdem die Medikamentenwirkung nachweislich wieder weg war, wurde dann im zweiten Teil des Experiments nur noch der Geschmacksstoff verabreicht, mit einer Zuckerpille zusammen. Und obwohl da nachweislich kein Wirkstoff drin war, war die körperliche Reaktion genauso wie bei dem echten Medikament. (Überprüft wurden jeweils die entsprechenden Marker im Blut.)
Der Körper hat also quasi die gewünschte Reaktion auf das Medikament „gelernt“. Im Falle dieses Medikaments ist es so, dass das echte Medikament schwere Nebenwirkungen hat – mit Placebo-Ergänzung hofft man da auf Besserung.
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Placebo ist halt besser als nichts – aber nicht besser als das zugelassene Medikament. Insofern hätte ich für mich schon ganz gerne das Verum.
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funktioniert das eigentlich auch andersherum? Also man nimmt ein (richtiges) Medikament, bekommt dazu aber gesagt, dass da kein Wirkstoff drin ist und merkt dann auch keine Wirkung?
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Beantworte die Frage selbst:
Du hast Depressionen oder Kopfschmerzen.
Dein Arzt gibt Dir ein wirksames Medikament. Er sagt Dir aber dazu, dass das Medikament der totale Blödsinn ist und gibt Dir zu, dass er Dir das nur verschreibt, da er von der Pharmaindustrie geschmiert wurde.
Wird Dir das Medikament helfen?
Fazit: Das Medikament wird schon wirken, aber beileibe nicht so stark wie bei einer postiven Erwartungshaltung des Patienten.
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Ich bin nicht sicher, ob sie das schon getestet haben – wahrscheinlich eher nicht.
Viele Medikamente dürften trotzdem wirken: Blutdruckmedikamente den BD senken, Imodium den Darm bremsen, aber Schmerztabletten … hmmm. Es könnte sein, dass es dann auch einige hat, die weiter Schmerzen haben. ?
Aber es funktioniert in dem Sinne auch „umgekehrt“, als es den Leuten auch Nebenwirkungen machen kann, wenn sie denken, das mache welche. Das nennt sich dann „Nocebo-Effekt“, von nocere = schaden.
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Hmm… wenn das wirklich noch nicht getestet wurde, wär das doch ein interessantes Thema für ne naturwissenschaftliche Dissertation.
Laut Wikipedia-Placebo/Klinische Relevanz (ist aber keine wissenschaftliche Quelle): „Bei den klinischen Untersuchungen wirken Placebos nicht so stark, weil die behandelten Personen nicht wissen, ob sie eine wirkliche Behandlung oder eine vorgetäuschte Behandlung bekommen. In Studien, in denen die Patienten überzeugt sind, die wirkliche Behandlung zu bekommen (und nicht nur vielleicht) wirkt der Placeboeffekt stärker.“
Es ist dort auch eine Quelle angegeben, hab mir diese allerdings nur kurz angesehen (Metaanalyse (Zusammenfassung) verschiedener Studien). Bin aber selbst kein Pharmakologe, kenn ich mich auf dem Gebiet nicht aus.
Wenn die angegebene Quelle allerdings stichhaltig ist, wäre das doch der Nachweis, dass ein Medikament bei Erwähnen, dass es ein Placebo sein könnte, weniger gut wirksam ist.
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Es gab da doch mal ein Experiment (von Psychologen, soweit ich weiß – oder zumindest aus diesem Umfeld), wo die Wirkung von Koffein und Valium durch Suggestion vertauscht wurde.
Den Patienten wurde also gesagt „sie bekommen ein Beruhigungsmittel“ und verabreicht wurde Koffein, das dann aber wirkte wie Valium (und umgekehrt).
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Ich habe das Wort Nocebo-Effekt noch nie gehört, aber an sich habe ich mich schon oft gefragt: Wenn ich ein Medikament abgebe und den Patienten von vornherein auf Nebenwirkungen hinweise, erhöht das dann die Wahrscheinlichkeit dass er diese Nebenwirkung auch bekommt (bzw. sie als solche wahrnimmt) ?
Kommt natürlich auch auf die Art der NW an, ist klar.
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Noch ein Dilemma, nicht wahr? Das könnte nämlich gut sein.
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Ja, das passiert tatsächlich – z.B. entwickeln Leute auch Nebenwirkungen auf Placebo.
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Ich finde es bedenklich wenn Ärzte ein Antibiotikum gegen eine Viruserkrankung verschreiben. Bin ich die Einzige?
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Nein, bist Du nicht. Das ist ein ganz grosses „NO GO!“ – v.a. wegen der Resistenzentwicklung und der Tatsache, dass kaum neue Antibiotika in der Entwicklung sind.
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Da sieht man mal wieder wie fuer doof doch einige Aerzte ihre Patienten halten. Druecken ihnen ein Rezept in die Hand auf dem als Medikament „Placebo“ steht. Unglaublich. Man sollte doch davon ausgehen muesssen, das auch ein Patient wissen koennte was das heisst!
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Ich stell mir grad eine Frage…. was steht bei einem Placebo auf dem Beipackzettel?
Wird da je nach Erkrankung für die das Placebo verschrieben wird ein spezieller Zettel eingepackt oder wie läuft das?
Da dürfte ja eigentlich nur drauf stehen dass das Traubenzucker ist.
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Hier der Beipackzettel der P-Tabletten weiß 8mm Lichtenstein:
Klicke, um auf 4997390p.pdf zuzugreifen
Der Beipackzettel ist auf jeden Fall juristisch korrekt.
Und auch auf die Gefahr, dass ich jetzt gesteinigt werde: man erkennt einen Teil der Placebos auch daran, dass nach dem Namen irgendwas wie „D12“ und im Beipackzettel „Die Anwendungsgebiete entsprechen dem homöopathischen Krankheitsbild“ steht. :-)
* duck und weg *
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Oh danke :)
Doch unerwartet unauffällig so ein Placebo-Beipackzettel… das Einzige was auffällt ist, dass er relativ klein ist… da wird man stutzig :D
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Den Beipackzettel haben ja auch Profis erstellt, er entspricht übrigens sämtlichen Vorgaben des Arzneimittelgesetzes.
Was nebenbei auch auffallen könnte, ist, dass das Zeugs nur ein paar Euro (< 5 Euro) kostet und dass der Name "Tabletten weiß 8 mm" eigentlich auch schon sehr viel verrät, oder hast Du schon mal Aspirin weiss 8 mm gekauft?
Gibt es übrigens neben "weiß 8 mm" auch in der Variante 7 und 10 mm und jeweils noch in "blau", falls das besser helfen sollte :-)
Normalerweise wird das Zeug aber eher im Krankenhaus vor einer Operation benutzt, wenn man bestimmte Medikamente nicht mehr geben darf, der Patient aber darauf besteht (gibt dann einfach keine Diskussionen und der Patient kann friedlich einschlafen).
Da bekommst Du die Tabletten eh ausgeeinzelt mit etwas Wasser präsentiert.
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Danke für den Link – ist schon spannend.
Mir würde ja schon auffallen, dass da steht „Keine Nebenwirkungen bekannt“ … es gibt kaum Medikamente ohne das.
Aber: sollten sie nicht mindestens erwähnen: nicht bei Lactose-Intoleranz einnehmen?
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Naja, Lactose-Intoleranz ist ja keine Allergie, sondern nur eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, da keine Lactase (im Darm?) zum Spalten vorhanden ist.
Glaube, dass auch dann die 2 g Milchzucker ganz normal „eliminiert“ werden.
Die Geschichte mit den Durchfällen kommt doch erst, wenn größere Mengen Lactose aufgenommen werden oder lieg ich da jetzt falsch?
Man könnte natürlich auch hinschreiben: „Nicht einzunehmen bei Lactose-Intoleranz, Cellulose- oder Magnesiumstearat-Unverträglichkeit“, als Kontraindikation nehmen wir „Schwangerschaft“ und „Stillzeit“ auf (das geht schließlich immer) und hauen unter Wechselwirkung noch Johanneskraut und Aspirin rein. Dann fehlt noch ne Nebenwirkung: „Erbrechen“ (ab 100 Tabletten/1 Stunde sollte diese Nebenwirkung auftreten).
Dann noch den Hinweis rein, dass man bei einer Überdosierung unbedingt den Arzt aufsuchen muss und man, wenn man eine Dosierung ausgelassen hat, den Arzt konsultieren soll und man dann bei der nächsten Einnahme auch nur 1 Tablette einnehmen soll.
Voila: Beipackzettel mit Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und Wechselwirkungen. Und schon ist die Nummer glaubhaft.
Den Beipackzettel kriegen wir schon auf 4 Seiten, notfalls stellen wir auch noch die Schriftgröße und den Zeilenabstand etwas größer. ;-)
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Ganz genau! Und bei den Nebenwirkungen noch Kopfschmerzen und Magenbeschwerden – es gibt immer welche, die das haben / machen … und wer will schon sagen, dass es *nicht* vom Medikament stammen könnte?
Und: voila! – wie du sagst.
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Korrrrrreekt!
Und nicht zu vergessen, die psychischen Probleme einer Placeboeinnahme: Depressionen und Angstzuständesind weit verbreitet.
Von den Schluckbeschwerden gar nicht zu reden, die irgendsoein Doldi hat, weil er partout kein Wasser zu seiner Tablette nehmen will.
Außerdem wer weiß schon, was so eine Tablette mit Leber und Niere anstellt. Am besten gleich kontraindizieren.
Da fällt mir noch ein, dass im Zuge der Schweinegrippenimpfung sich ein Arzneimittelfachmann auf Spiegel Online hingestellt hat und gesagt hat, dass es bei der Vielzahl der Impfungen passieren wird, dass jemand am einen Tag eine Impfung bekommt und am nächsten Tag tot ist und dass das dann in der BILD-Zeitung stehen wird. Er hat damit versucht zu erklären, dass Wirkung (Exitus) und Ursache (Impfung) nicht unbedingt kausal miteinander was zu tun haben müssen:
ALSO nehmen wir doch als mögliche Nebenwirkung noch „Exitus“ mit auf. Das hätte dann auch den Vorteil, dass man den nicht simulieren kann.
Dann haben wir doch so richtig ernste Nebenwirkungen…
Wobei…, wenn ich jetzt so darüber nachdenke: Also ICH würde die Placebo-Tablette bei diesen Nebenwirkungen nicht mehr nehmen wollen! Am besten gleich wegwerfen! ;-)
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