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Der US-amerikanische Rapper Kanye «Ye» West will die Internetplattform «Parler» kaufen. Das bestätigte das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Webseite, die sich als «weltweiter Vorreiter für völlig freie Meinungsäusserung» sieht, befindet sich derzeit in Verhandlungen mit dem US-Star.
«In einer Welt, in der konservative Meinungen als kontrovers angesehen werden, müssen wir sicherstellen, dass wir frei unsere Meinung äussern dürfen», begründet Ye seine Absichten, die Onlineplattform zu kaufen.
«Ye ist durch Musik und Bekleidung zum reichsten schwarzen Mann der Geschichte geworden und ergreift jetzt eine mutige Position im Kampf gegen die Zensur von Big Tech», schreibt Parler über die Kaufabsichten des Rappers auf seiner Webseite.
Ein Kaufpreis wurde nicht bekannt, die Verhandlungen scheinen aber weit fortgeschritten. Wie das US-Magazin Engadget berichtet, soll die Übernahme noch im aktuell vierten Quartal 2022 vollzogen werden.
Bereits vor über einer Woche ist der Musiker und Unternehmer auf mehreren Plattformen gesperrt worden, darunter auf Instagram und dem Kurznachrichtendienst Twitter. Als Grund für die Sperrung wurde ein Verstoss gegen die Unternehmensrichtlinien genannt, denn West habe über seine Konten antisemitische Ressentiments verbreitet. Dies legte zumindest ein Bericht des US-Nachrichtensenders CNN nahe.
In einem Beitrag, den West auf sozialen Netzwerken geteilt hatte, warf er dem US-Rapper Sean «Diddy» Combs vor, von schattenhaften jüdischen Menschen kontrolliert zu werden. Daraufhin stufte das American Jewish Committee seine Aussage als «antijüdisch» ein, da sich die Aussage eines klassisch antisemitischen Motivs bedienen würde.
Parler ist eine soziale Plattform für Mikroblogging und seit 2018 online. Schätzungsweise 20 Millionen Menschen (Stand: Anfang 2020) nutzen den Dienst weltweit, die meisten davon in den Vereinigten Staaten. Zu den prominentesten Nutzern von Parler gehören unter anderem Eric und Ivanka Trump, bekannte Republikaner wie Ted Cruz und Rudy Giuliani, aber auch internationale Politiker wie der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro.
«Parler» ist im Januar 2021 während der Erstürmung des Kapitols in Verruf geraten. Über die Plattform sollen sich Rechte zum Sturm verabredet haben, um so die Wahl Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten zu verhindern.
Auch wird die Plattform dafür kritisiert, nur wenig gegen hetzerische, rassistische und antisemitische Beiträge und Nutzer zu unternehmen. Viele Vertreter der rechten Szene in den USA, die bereits auf anderen Plattformen wie Facebook und Twitter gesperrt wurden, nutzen Parler für die Kommunikation mit ihren Anhängern.
Verwendete Quellen:
(t-online/ARG)
Microsoft hat am Mittwoch einen weltweiten Ausfall in seinen Cloud-Diensten nach mehreren Stunden behoben. Zuvor sind zahlreiche wichtige Online-Dienste für mehrere Stunden ausgefallen. Gestört waren etwa die Bürokommunikations-Plattform Teams und der E-Mail-Service Outlook.com – aber auch das Videospiel-Netzwerk rund um die Xbox-Konsole.
Betroffen von der Störung waren laut Microsoft die folgenden Dienste und Programme: