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Münster. Das Thal gehört in oro- und hydrographischer
Beziehung zum Boden des Bezirkes
Delsberg, mit welchem es auch die Strasse nach
Vermes verbindet, während es mit
Münster nur
durch einen Fussweg in Verbindung steht.
Das Thal ist von
Bergen von etwa 1000 m mittlerer Seehöhe umrahmt
und mit
Wald und einigen magern Sennbergen bestanden;
Entspringt in 1083 m im Kanton Solothurn,
durchfliesst in der Richtung S.-N.
eine
Schlucht, wendet sich dann nach WSW. und entwässert die mit einer Anzahl von
Höfen bestandene
Combe (oder
Vallon) d'Elay
(770 m).
Gegen Klein Karlisberg (749 m) verengert sich das Thal zur
Kluse «Les Schanz», die nur dem Bach
und der Strasse Raum zum Durchpass gewährt.
Nachdem in etwa 639 m das Thal auf
eine Länge von 1 km sich wieder geweitet
hat, schliesst es sich auf einen weitern Kilometer Länge neuerdings zu einem schmalen Défilé.
Hier
nimmt der 7,5 km lange Bach von Elay den Namen
Gabiare an.
Fliesst durch wenig fruchtbares Gelände (magere Sennberge) und
wird von einer Fahrstrasse begleitet.
(Kt.,Amtsbez. und Gem. Bern).
544 m. Gruppe von 8
Häusern mit
Schloss; dieses von der Grossfürstin
Anna von Russland (Julie von Sachsen-Koburg) zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut, heute Eigentum der Familie von
Wattenwil.
Ueber dem rechten Ufer der
Aare, 2 km sö. Bern.
63 reform. Ew. Kirchgemeinde Nideck.
Seit der Erstellung der
Kirchenfeldbrücke reihen sich zahlreiche
Häuser längs der Strasse von Bern
nach der Elfenau auf.
(Kt. Zürich,
Bez. Winterthur).
540 m. Gem. u. Pfarrdorf, an der Strasse
Winterthur-St.
Gallen und 11 km ö.
Winterthur. Station der Linie
Winterthur-St.
Gallen. Postbureau, Telegraph, Telephon. Gemeinde, mit
Aadorferfeld,
Oberhof und
Sennhof: 199
Häuser, 1420 reform.
Ew.; Dorf: 169
Häuser, 1225 Ew. Bildet zusammen mit
Hofstetten und
Schottikon eine gemeinsame Kirchgemeinde.
Wein- und Ackerbau, bedeutende Viehzucht; Waldungen. Seidenwebereien und Stickereien, mechanische Werkstätte. Nördlich
der Station Elgg in 570 m früher zwei Flöze von Molassekohlen, deren eines 1782-1838 und deren anderes 1811-1827 abgebaut
wurden. Die
Kohle fand sich hier in durchschnittlich 20-30 cm mächtigen Lagen, die aber stellenweise
auf das zwei- und dreifache dieser Zahl anwachsen konnten. Mit der Erschöpfung der Adern ging deren Abbau ein. Von grossem
wissenschaftlichen Wert sind die in den dem Flöz benachbarten Molasseschichten aufgedeckten Reste von Wirbeltieren (Krokodilen,
Schildkröten, Rhinozeronten, Mastodonten, von einem pferdeähnlichen, 5 schweineähnlichen und 4 hirschähnlichen
Tieren etc.). Diese Fossilien werden zum grössern Teil im Museum zu
Winterthur, zum kleinern in den Sammlungen des eidgenössischen
Polytechnikums zu Zürich
aufbewahrt. Nahe dem Bahnhof mehrere Grabhügel aus der Hallstattperiode der Eisenzeit; grosse römische
Siedelung mit zahlreichen Funden. 760 als Ailaghoga Eigentum des
Klosters St.
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Gallen. Der Ueberlieferung nach soll auf der Burg Elgg der berühmte St. GallerMönch Notker der Stammler geboren worden sein
(Gerold Meyer von Knonau dagegen bezeichnet als seine Heimat Jonswil im Toggenburg). Im 13. Jahrhundert wohnten hier Hörige
des Klosters, die den Namen von Elgg führten; 1289 trat die Abtei ihre Hoheitsrechte über Elgg an die
Herzöge Albrecht und Rudolf von Oesterreich ab. 1370 rückte Elgg zum Marktflecken vor und entwickelte sich in der Folge
zu einer kleinen Stadt mit einer Anzahl von Vorrechten. 1424-1452 gingen der Reihe nach Schloss, Stadt und Herrschaft Elgg
an Zürich
über. 1443 von diesem an die Herren von Hinwil abgetreten, 1577 an den Pannerherrn Lochmann aus Zürich
verkauft,
später im Besitz von Augsburger Patriziern und seit 1637 des Geschlechtes Sulzer aus Winterthur; 1712 von der Familie von
Salis an Felix Werdmüller, Brigadegeneral in holländischen Diensten, abgetreten, der Schloss und Herrschaft zu einem Fideikommiss
der gesamten Familie Werdmüller umgestaltete. ^[Note:] In der Schlacht von Näfels verlor Elgg seine am Kampfe teilnehmenden
Bürger und sein Panner. Das Dorf während der Appenzeller Kriege zweimal eingeäschert. In Anerkennung der tapfern Haltung
der dem Papste Julius II. gegen den König von Frankreich beistehenden Söldner aus Elgg stiftete der
Papst der Stadt ein eigenes Panner. (Bibliographie: Hauser, K. Geschichte der Stadt,Herrschaftund Gemeinde Elgg... Elgg 1895. -
Biedermann, W. G. Ad. Petrefakten aus der Umgegend vonWinterthur. Winterthur 1863. - Letsch, Emil. Die schweizer. Molassekohlenöstlich derReuss in Beiträge zur Geologie derSchweiz; geotechn. Serie I.Zürich
1899. 4°.)