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Die YouGov-Befragung, die unmittelbar nach Schliessung der Wahllokale am Donnerstag vom Sender Sky News veröffentlicht wurde, entspricht jedoch ausdrücklich nicht einer repräsentativen Nachwahlbefragung oder einer Prognose.
Eine ähnliche Befragung hatte beim Schottland-Referendum im Jahr 2014 richtig gelegen. Bei der britischen Parlamentswahl 2015 hatten die Meinungsforscher mit dieser Methode jedoch daneben gelegen.
Die britische Wahlkommission will ein Endergebnis erst am frühen Freitagmorgen bekanntgeben. Belastbare Auszählungsergebnisse könnten allerdings schon während der Nacht zu einem klareren Bild führen.
Der Chef der EU-feindlichen Partei UKIP, Nigel Farage, stimmte derweil seine Anhänger bereits auf eine Niederlage ein: Es sehe aus, als werde das “Remain”-Lager noch knapp gewinnen, sagte er.
An den Devisenmärkten wurde am Donnerstag mit einem Sieg des Pro-EU-Lagers gerechnet: Das Pfund verzeichnete nach Bekanntgabe der YouGov-Befragung ein deutliches Kurs-Plus. Gegenüber dem Dollar stieg die Währung auf ein Sechs-Monats-Hoch. Finanzexperten gehen davon aus, dass das Pfund bei einer Mehrheit für den EU-Austritt dramatisch abstürzen könnte.
Der Schweizer Franken, der angesichts der Befürchtungen um einen Brexit in den letzten Wochen zugelegt hatte, verlor gleichzeitig an Wert: Nach der Umfrage-Veröffentlichung sprang der Kurs zum Euro von rund 1.086 auf zeitweise über 1.10 Franken, zum Dollar von rund 0.958 auf 0.965 Franken. Ein Pfund kostete 1.445 Franken, nach rund 1.425 Franken vor der Umfrage.
(SDA)