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Killian Peier springt am Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck mitten in die Weltelite. Der 23-jährige Waadtländer erzielt als Siebter das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere.
Peier, dessen bestes Weltcup-Ergebnis bisher ein 12. Platz beim Springen im russischen Nischni Tagil vergangenen Dezember gewesen war, legte den Grundstein für das gute Ergebnis bereits in der Qualifikation vom Donnerstag, die er als Vierter abgeschlossen hatte. Am Freitag überzeugte Peier im K.o.-Duell gegen den Österreicher Manuel Fettner mit einem Flug auf 127 m, sein zweiter Sprung trug ihn noch auf 123 m.
Simon Ammann vermochte die günstige Ausgangslage, die er sich als 14. der Qualifikation geschaffen hatte, am Freitag nicht in ein Topresultat umzumünzen. Gegen Aussenseiter Anze Semenic (118 m) aus Slowenien entschied Ammann das K.o.-Duell mit einem Sprung auf 125 m zwar klar zu seinen Gunsten, vermochte sich mit 123,5 m im zweiten Durchgang allerdings nicht mehr zu verbessern. Er klassierte sich letztlich im 17. Rang.
Kobayashi bestechend, Eisenbichler geschlagen
Nach dem ersten Durchgang lediglich einen Platz vor Ammann klassierte sich der Tournee-Zweite Markus Eisenbichler. Der 27-jährige Deutsche sah den möglichen Tour-Sieg damit bereits mit seinem ersten Sprung in Innsbruck entschwinden. Der Bayer, bei den ersten beiden Tournee-Springen hinter Überflieger und Leader Ryoyu Kobayashi jeweils Zweiter, landete auf der Bergisel bei 129 m respektive 123,5 m.
Kobayashi dagegen bewies auch in Innsbruck mit Sprüngen auf 136,5 und 131 m, dass er sich derzeit in bestechender Form befindet. Der 22-Jährige, der mit einem weiteren Sieg im abschliessenden Springen in Bischofshofen als dritter Springer nach dem Deutschen Sven Hannawald (2002) und dem polnischen Vorjahressieger Kamil Stoch den «Grand Slam» schaffen könnte, gewann in Innsbruck mit 12,8 Punkten Vorsprung auf den Österreicher Stefan Kraft.
Zweiter japanischer Gesamtsieger?
Der Gesamtsieg an der Vierschanzentournee ist Kobayashi an der letzten Station in Bischofshofen kaum mehr zu nehmen. Auch ein Blick in die Statistik legt nahe, dass das Talent aus Nordjapan das Erbe von Kazuyoshi Funaki antreten wird, der als bislang einziger Japaner vor 19 Jahren den Gesamtsieg an der Vierschanzentournee geholt hatte.
Für Kobayashi spricht, dass von den zehn Springern, die seit der ersten Austragung 1953 jeweils die ersten drei Springen zu ihren Gunsten hatten entscheiden können, einzig Kobayashis Landsmann Yukio Kasai 1972 ein Gesamtsieg verwehrt blieb. Allerdings nicht aus sportlichen Gründen, viel mehr verlangte der japanische Verband von Kasai, die Tour nach dem 3. Springen abzubrechen, um sich in der Heimat auf die Winterspiele in Sapporo vorzubereiten.