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Für viele Eishockey-Spieler im Alter von knapp 14 Jahren ist der Name Bibi Torriani ein Begriff. Mehrheitlich nicht, weil sie wissen, was für ein genialer Eishockeyspieler Bibi war. Vielmehr deshalb, da in diesem Alter für die talentierten Spieler seit langem der Bibi-Torriani-Cup ausgetragen wird.
Teilnehmen an diesem Turnier dürfen nur die Auswahlmannschaften der verschiedenen regionalen bzw. kantonalen Eishockeyverbände. Diese wiederum selektionieren die besten Spieler aus ihren Regionen für diese Auswahlmannschaft. Für viele Spieler ist es der Einstieg dann in die Auswahlmannschaftes von Swiss Icehockey.
Aber wer war eigentlich Bibi Torriani? Richard Torriani, so sein richtiger Name, kam am 1. Oktober 1911 in St. Moritz auf die Welt. Als Engadiner Bub war Wintersport natürlich kein Fremdwort für ihn. So kam es, dass er natürlich auch mit dem Eishockeyspielen anfing. Als noch nicht 17-jähriger spielte er 1928 das erste Mal im Fanionteam von St. Moritz. Nach dem Tod seines Vaters 1929 wechselte Richard Torriani zum HC Davos. Sein Übername “Bibi” nahm er dabei mit und behielt diesen bis zum Tode. Ab 1933 bildete er beim HC Davos gemeinsam mit Hans Cattini und dessen Bruder Ferdinand “Pic” Cattini den sogenannten “ni”-Sturm. Der Begriff ni-Sturm rührte dabei von der gemeinsamen Endsilbe -ni des Familiennamens aller drei Spieler.
Der ni-Sturm galt während annähernd zwei Jahrzehnten als die Paradelinie des HC Davos und der Schweizer Nationalmannschaft. Als Spieler des HC Davos errang er zwischen 1930 und 1950 nicht weniger als 18 Schweizermeistertitel!
Seinen ersten Auftritt hatte Bibi an den Olympischen Winterspielen 1928 in St. Moritz, als er mit der Schweizer Nationalmannschaft die Bronzemedaille errang. 1948, erneut in St. Moritz, konnte er diesen Erfolg dann mit der “ni”-Linie wiederholen. Bei der Eröffnung der Winterspiele 1948 wurde Bibi die Ehre zuteil, den Olympischen Eid sprechen zu dürfen.
Auch an Weltmeisterschaften gewann er ein Mal die Silber, fünf Mal die Bronzemedaille. Neben seiner Eishockeykarriere nahm Bibi auch an der Rennrodel-Weltmeisterschaft 1957 in Davos teil. Dabei gewann er mit dem Einsitzer die Silbermedaille.
Nach seiner aktiven Karriere betätigte sich Bibi Torriani als Trainer beim HC Davos und dem EHC Visp. Zudem war er auch Nationaltrainer der Schweiz sowie von Italien. 1997 wurde Bibi Torriani in die Hall of Fame des IIHF aufgenommen.
Und eben……. seit langem kämpfen die vielen Nachwuchstalente am Bibi-Torriani-Cup um den Puck, um einmal – vielleicht – in die Fusstapfen des grossen Richard “Bibi” Torriani zu treten.