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Geschichte von Lyssach
Die frühesten Spuren menschlichen Lebens in Lyssach stammen aus der Hallstattzeit (zwischen 900 und 500 v. Christus). Aus dieser Zeit fanden sich im Birchiwald einige Grabhügel, in denen die Hallstätter ihre Toten begruben. 1911 - 1912 wurden diese Grabhügel vom Historischen Musem Bern untersucht. Schmuckstücke und Gebrauchsgegenstände, die in diesen Gräbern gefunden wurden, befinden sich heute noch im Historischen Museum in Bern. Um 400 vor Christus mussten die Hallstätter dem keltischen Volk der Helvetier weichen. Wer die nächsten Gäste in der Gegend waren, erfuhr man erst 1856, als beim Bau der Eisenbahn in Lyssach etwa 30 römische Münzen aus dem 2. Jahrhundert nach Christus zum Vorschein kamen. Aus der römischen Zeit soll auch der Name Lyssach stammen. Man nimmt an, dass die Römer damit ein Landgut von der Ausdehnung der heutigen Gemeinde bezeichneten. Lyssach könnte damals etwa Lixiacus geheissen haben. Die erste schriftliche Erwähnung von Lyssach finden wir im Jahre 894 in einer Schenkungsurkunde. Die edle Frau Pirin überlässt darin verschiedenen Besitzungen, unter anderem „Lyssach“ dem Kloster St. Gallen. Später erscheint Lyssach als Bestandteil des Hofes Kirchberg. Im 15. Jahrhundert gehörten einige Lyssacher Bauern als Leibeigene zum Kloster Thorberg, andere zum Kloster Fraubrunnen und drei Bauern einem Herrn von Erlach. Während der Zeit um 1528 brachte der 30-jährige Krieg den Schweizer Bauern einen grossen Aufschwung; die Lebensmittel wurden knapp, die Preise stiegen stark. Als sie nach dem Krieg wiederum fielen, zeigte es sich, dass mancher Bauer über seine Verhältnisse gelebt hatte. Plötzlich sah er sich tief verschuldet und durch grosse Abgaben belastet. Ihre Unwillen entluden die Bauern in Aufständen, die jedoch von den Bernern blutig niedergeschlagen wurden. Die Lyssacher scheinen sich an diesen Unruhen kaum beteiligt zu haben, sie hatten damals schon keine finanziellen Sorgen.