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Die wechselnden Bündniskonstellationen im Dreissigjährigen Krieg, entscheidende menschliche Begegnungen, und vor allem der Einfluss des französischen Ambassadors wirkten zusammen, um Mitglieder des Ordens der Visitation nach Solothurn zu führen. Als sich das Kriegsgeschehen 1635 auf die Freigrafschaft Burgund ausdehnte, riet der Erzbischof von Besançon (Ferdinand de Rye) aus Sorge um seine Nichte den Visitantinnen von Besançon, in Freiburg in der Schweiz Zuflucht zu suchen. Von dort aus steckte die Gemeinschaft die Fühler nach Solothurn aus. Sie wurden vom französischen Botschafter Jacques Le Fèvre de Caumartin und seiner Gattin unterstützt. Madame Le Fèvre setzte nach einer Begegnung mit der Ordensgründerin Johanna Franziska von Chantal alles daran, den Freiburger Schwestern eine Niederlassung in Solothurn zu ermöglichen.
Sieben als Flüchtlinge nach Solothurn gelangten Schwestern aus dem Burgund und Zuzügerinnen aus Frankreich bildeten den Grundstock der Gemeinschaft. Bereits im ersten Jahr des Bestehens trat die erste Solothurnerin ein: Hildegard von Vigier, der weitere Töchter der Stadt folgten.
Seit der Barockzeit war das religiöse Leben Solothurns franziskanisch inspiriert. Dann begann bei den Männer-
gemeinschaften die jesuitische Spiritualität zu fliessen und
mit den Schwestern der Visitation kam die geistige Kraft der salesianischen Spiritualität des heiligen Franz von Sales hinzu.
Unter «Chronik» erfahren Sie, wie die Schwestern Sorge zum Kloster trugen. Aber auch, wie ein Ereignis wie die Französische Revolution ein derart mit Frankreich verbundenes Kloster berührte.