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Kung-Fu hat seinen Ursprung in den Shang und Zhou Dynastien (17. Jahrhundert bis 256 v. Chr.). Während der folgenden Qin- (221 bis 207 v. Chr.) und Han-Dynastien (202 v. Chr. bis 220 n. Chr.) wurde es unter Zivilisten und Militär gleichermaßen populär. Es soll mittlerweile über 300 verschiedene Boxstile in ganz China geben. Einige der Schulen sind nach Standort klassifiziert, zum Beispiel die „Südliche Faust“ (Nanquan), die Südchina dominiert, und die Shaolin-Schule, die sich im Shaolin-Tempel in der Provinz Henan befindet. Einige sind nach dem jeweiligen Erfinder benannt, wie Chen-Tai-Chi und Yang-Tai-Chi. Andere sind durch verschiedene Trainingsmethoden identifizierbar. Hierbei wird der interne Boxstil (Neijiaquan), der sich auf Atmung und Kreisbewegung des Körpers konzentriert, vom externen Boxstil (Waijiaquan), der sich auf die allgemeine Stärkung des Körpers konzentriert, unterschieden. Die einflussreichsten Schulen sind hier aufgelistet:
- Shaolin Kung-Fu gilt als der erste Kampfstil in China und ist weltweit verbreitet. Körperliche Übungen und mentales Training basieren auf der buddhistischen Philosophie.
- Wudang ist fast genauso berühmt wie Shaolin. Es wurde auf dem Berg Wudang in der Hubei-Provinz entwickelt, unter der Anwendung von daoistischen Theorien.
- Auf dem Berg Emei, in der Sichuan-Provinz, wurde die Emei-Technik entwickelt. Dieser Stil ist gemäßigt und vereint die Vorzüge von Shaolin und Wudang. Viele Stilrichtungen haben sich hieraus entwickelt, darunter Qingcheng, Tieo, Qingniu, Dianyi und Huanglin.
- Tai-Chi ist ein vergleichsweise langsamer und eleganter Stil, der aus der Kombination von Daoismus, dialektischer Ideologie, traditioneller Medizin und körperlichen Übungen entstanden ist. Angriffstechniken beinhalten das Fokussieren von Chi, Überwinden von Stärke mit Flexibilität und das Überkommen von Aktion mit Ruhe.
- Xingyiquan-Boxen ist ein Vertreter der internen Boxstile durch seine geraden Fauststöße und schnelle Angriffe gekennzeichnet, die im Kampf gegen einen Feind effektiv sind. Seine Box-Techniken umfassen z. B. die fünf Elemente und zwölf Tiere-Stile.
- Baguazhang-Technik – Handfläche der acht Diagramme – wurde vom Meister Dong Haichuan erschaffen. Sie zeichnet sich durch kontinuierliche Änderungen in den Handflächen-Stilen und stetigen Schritten im Kreis aus. Viele Stile haben sich aus dieser Schule entwickelt.
- Die Südliche Faust (Nanquan) – diese traditionelle Schule gibt es seit über 400 Jahren in Südchina. In den Provinzen Guangdong und Fujian vorherrschend, kennzeichnet diesen Stil seine schnellen Bewegungen auf engem Raum, ständige Bewegung und aggressive Angriffe. Der legendäre Großmeister Wong Fei-Hung ist ein bekannter Vertreter der Südlichen Faust.
- Qigong ist nicht nur eine Schule der Kampfkünste, sondern auch eine physische und mentale Übungsmethode, die sich der Gesundheit und der Stärkung des Körpers widmet. Es gibt hauptsächlich zwei Arten – dynamisches Qigong, das bestimmte Körperbewegungen beinhaltet, und statisches Qigong, das sich auf Atmung und Geist konzentriert.