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Autismus
Bereits 1911 beschrieb der Psychiater Bleuler den Rückzug in die eigene Welt
1943/44 untersuchten der Kinderarzt Hans Asperger (Österreich) und Kinderpsychiater Leo Kanner (USA) unabhängig voneinander zwei unterschiedliche Kindergruppen mit ähnlichen Symptomen, welche sie jeweils als autistisch bezeichneten. Daraus entwickelten sich später die beiden Störungsbilder Störungsbilder.
Diese Syndrome wurden in den psychiatrischen Klassifikationssystemen (DSM-IV und ICD-10) zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet. Im Vergleich zur normalen Entwicklung wird bei autistischen Kindern ein qualitativer Unterschied hervorgehoben. Die Störung beginnt gewöhnlich vor dem dritten Lebensjahr.
In den vergangenen 30 Jahren wurden stetig mehr Kinder diagnostiziert, welche nicht eindeutig einem der beide Syndrome zugeordnet werden konnte, trotz deutlicher Autismus-Symptomatik. So wurden weitere Unterkategorien, wie:
Die Forschung, Diagnose und Früherkennung haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, daher konnten weitere Unterschiede in Ausprägung der Symptomatik festgestellt werden. Dies führte zu einem Umdenken von Schubladen zum Spektrum.
Als “Autismus-Spektrum-Störung” fasst das Diagnosehandbuch DSM-5 verschiedene Formen von Autismus zusammen. Allen gemeinsam sind Schwierigkeiten in der sozialen Kommunikation und Interaktion sowie einige Besonderheiten im Verhalten, zum Beispiel das Beharren auf Routinen und Gleichförmigkeit oder intensive, manchmal sehr spezielle Interessen.
Auch in der ICD-11 wird Autismus als Spektrum-Störung eingeordnet werden.
Man spricht von autistischen Störungen bzw. einem autistischen Syndrom, da sie eine Vielzahl von einzelnen Symptomen (bis zu 60) beinhalten (müssen nicht alle gleichzeitig auftreten).
Um dieser komplexen Symptomatik gerecht zu werden haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Behandlungskonzepte etabliert. Im Institut RaRoBaM werden aus Erfahrung und Überzeugung folgende Therapieformen zur Unterstützung bei ASS angeboten: