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Der Internationale Ski-Verband (FIS) beugt sich dem Zeitgeist. In den Selektions-Richtlinien für die Olympischen Winterspiele in Peking schreibt er erstmals vor, dass jede Nation gleich viele Frauen wie Männer nominieren muss – elf. Bisher waren maximal vierzehn Nominationen pro Geschlecht möglich.
Deutliche Worte findet Thomas Stauffer, der Cheftrainer der Schweizer Männer. Er spricht von «Gender-Wahn» und sagt: «Die Besten müssen an Olympia dabei sein – unabhängig vom Geschlecht.» Doch aufgrund der neuen Regeln wird Stauffer wohl nicht darum herumkommen, den einen oder anderen Medaillenkandidaten zu Hause zu lassen – während bei den Frauen junge Athletinnen ohne Erfolgsaussichten zum Zug kommen dürften, bei denen es in Peking allein darum geht, Erfahrungen zu sammeln.
Man könnte dies nun als Nebensächlichkeit in der wichtigsten Nebensache abtun. Doch angesichts der derzeitigen Diskussion, gesetzlich ein drittes Geschlecht für nichtbinäre Menschen einzuführen, könnte dies erst der Anfang sein. Denn der Fall der amerikanischen Schwimmerin Lia Thomas, die eigentlich ein Mann ist, aber aufgrund ihres Körpergefühls bei den Frauen antritt (und ihre Gegnerinnen deklassiert), macht deutlich: dort, wo der gesunde Menschenverstand aufhört, stösst auch der Sport an seine Grenzen.
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