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Die Liegenschaft befindet sich an der Schnittstelle zwischen der kleinkörnigen Bebauungsstruktur der dreissiger Jahre im Norden und den neueren, grossräumigeren Strukturen im Süden.
Die Kopfseiten im Norden nehmen die Massstäblichkeit der angrenzenden, kleineren Wohnbauten auf und leiten durch die Anordnung der Längskörper in die entsprechend grösseren Strukturen der Kirche und angrenzenden Wohnblöcke im Süden über.
Verstärkt wird diese Schnittstellenfunktion durch das Aufnehmen des Richtungswechsels der jeweiligen Bebauungsstrukturen.
Die Wohnanlage ist in zwei quer gelegte Volumen aufgeteilt. Die daraus entstehende kleinteilige Silhouette im Norden gewährt durch die visuelle Durchlässigkeit den angrenzenden Einfamilienhäusern jeweils Freiräume und Licht im Süden. Dabei bildet sich, zusammen mit der Kirche, zugleich ein halbprivater Bereich für die Bewohner.
Eine Kombination aus „schwebendem“ Dach und niedrigen, mäandrierenden Mauerstücken verbindet die beiden Bauten. Die Mauerstücke sind so hoch, dass sie den Bewohnern ihre Privatsphäre gewähren, dabei aber aufgrund der Durchsicht zwischen Dach und Mauer den Passanten und Anwohnern die Atmosphäre der dahinter liegenden Kirchenanlage nicht vorenthalten.
Während diese Verbindungselemente auf der einen Seite Einstellplätze für Fahrzeuge und Hauseingänge definieren, entwickeln sie sich auf der Gartenseite zu einer überdachten Begegnungszone und raumbildenden Element.
Ein Wegenetz, aus dem sich ein Gartenplatz entwickelt, führt durch die Anlage und verbindet mit dem Pfarreihof. Die Bäume übernehmen dabei eine leitende Rolle, wobei insbesondere der bestehende grosse Nussbaum den Anschluss zum Pfarreizentrum bildet.
Der Gebäudeausdruck nimmt Bezug auf die Pfarreibauten, hält sich aber respektvoll zurück vor der identitätsstiftenden Architektur der Kirche. Dementsprechend wurde bewusst auf eine extravertierte Architektursprache verzichtet. Die klaren, wohlproportionierten Baukörper werden durch eine einheitliche, hellgraue Kratzputz-Gebäudehaut, die haptisch erlebbar wird, definiert. Die Gebäudeöffnungen rhythmisieren die Fassaden abwechslungsreich.
Die neun Wohnungen verfügen mehrheitlich über gebäudedurchdringende Wohnräume mit beidseitiger Belichtung, sowie überhohen Raumteilen mit entsprechenden Loggien. Sie machen den Garten zu einem Teil der jeweiligen Wohnräume. Damit werden grosszügige, helle Räume geschaffen, wobei die anrechenbaren Flächen gleichzeitig massvoll gehalten werden können. Mit den funktionalen Grundrissen hoher Alltagsgebrauchstauglichkeit weisen die Wohnungen überdurchschnittliche Attraktivität und Charakter auf.
Dem architektonischen Ausdruck entsprechend wurde ein verputztes Einsteinmauerwerk als Konstruktionsprinzip gewählt. Die im Übrigen konventionelle Bauweise garantiert eine dauerhafte und kostengünstige Realisierung und damit eine ökonomische Nachhaltigkeit.
|Adresse||Sonnmattweg 4|
5034 Suhr
|Bauherr||Römisch-Katholische Kreiskirchgemeinde|
5000 Aarau
|Wettbewerb||2016|