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Weidebeginn, eine entscheidende Etappe
Sobald die Futterflächen langsam grün werden, sollte wenn möglich die gesamte Weidefläche einmal kurz überweidet werden. Der Boden muss dabei abgetrocknet sein, um Bodenverdichtungen und Trittschäden der noch jungen Vegetation zu vermeiden. Es ist vorteilhaft, wenn die Weidedauer in den ersten Tagen auf wenige Stunden begrenzt ist, damit die Kühe nicht zu viel auf einmal fressen. Im ersten Aufwuchs ist der Magnesiumgehalt des Weidefutters tiefer als im Sommer. Wird die Mineralergänzung nicht angepasst, besteht das Risiko von Weidetetanie.
Sobald das Graswachstum im April stark zunimmt, ist der Weidedruck zu erhöhen. Die Weidefläche wird soweit reduziert, damit beim Verlassen der Koppel die Grashöhe bei 6 bis 7 cm liegt. Ist der Weidedruck im Frühling zu gering, sind Weidereste während der gesamten Weidesaison vorprogrammiert, was unnötige Kosten für das Mähen verursacht. Bei Umtriebsweiden rechnet man mit einem Futterverzehr von 1 Are pro Kuh und Tag (Vollweide). Auch bei Kurzrasenweide ist das Management im Frühling mit entscheidend über die gesamte Weidesaison. Die durchschnittliche Grashöhe bis Mitte Mai sollte 6 bis 7 cm nicht überschreiten. Das entspricht einem Flächenbedarf von 18 bis 20 Aren pro Kuh.