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Zu Ehren ihres verunglückten Idols Michael Schumacher wollen sich zahlreiche Ferrari-Fans am Freitag vor seinem Spital in Grenoble versammeln. Wie die Vereinigung der Ferrari-Fanclubs mitteilte, wollen die Fans Schumacher «in diesen schwierigen Tagen» unterstützen.
Geplant ist demnach eine stille und respektvolle Manifestation vor der Klinik im französischen Grenoble, wo der Deutsche seit seinem Skiunfall am Sonntag behandelt wird. Schumacher wird am Freitag 45 Jahre alt.
Die Fans sind aufgerufen, in Rot, der Ferrari-Farbe, zu erscheinen und Fahnen mitzubringen. Wer Interesse habe, solle sich mit dem nächstgelegenen Club in Verbindung setzen, hiess es.
Ferrari hat allein in Europa 130 Fanclubs. Ein Ferrari-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, geplant sei eine «logistische Unterstützung» der Solidaritätsveranstaltung mit rund 20 Bussen.
Indes ist nicht jeder begeistert von der Idee: Der Präsident des Ferrari-Clubs Roma-Colosseo sagte, aus Rücksicht auf einen «Menschen, der leidet», werde er sich nicht daran beteiligen.
Zustand stabil
Schumacher liegt nach wie vor im künstlichen Koma. Die Universitätsklinik in Grenoble und Managerin Sabine Kehm erklärten am Donnerstag, dass zunächst keine Mitteilungen geplant sind. Das würde bedeuten, dass Schumacher sich weiterhin in einem stabilen, aber kritischen Zustand befindet. Am Mittwoch hatte Kehm betont, es werde nur neue Informationen geben, wenn sich die Lage verändert.
Schumacher war am Sonntagvormittag im französischen Skigebiet Méribel in Savoyen gestürzt, als er mit einigen Freunden und seinem 14-jährigen Sohn abseits der Piste unterwegs war. Er prallte mit der rechten Seite seines Kopfes auf einen Felsen.
Die Ärzte stellten Blutergüsse im Schädelinneren, Gehirnprellungen und Schwellungen im Gehirn fest. Schumacher musste sofort operiert werden, um einen Bluterguss zwischen Schädeldecke und Gehirn zu entfernen.
Der siebenfache Formel-1-Weltmeister trug bei dem Unfall einen Helm, der ihm nach Aussagen der Ärzte das Leben rettete. Der Helm zerbrach aber durch die Wucht des Aufpralls «in zwei Teile».
«Nicht allzu schnell gefahren»
Schumachers Managerin versicherte, dass sich der Unfall nicht wegen zu schnellen Fahrens ereignet habe. «Er war nicht allzu schnell», sagte Kehm am Dienstag. «Er hat wohl bei der Schwungauslösung einen Felsen getroffen. Es war eine Verkettung von unglücklichen Umständen.» Die Polizeibehörden vor Ort setzten eine Untersuchungskommission ein, um die Unfallursache zu klären.
Schumacher, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern am Genfersee in der Schweiz lebt, besitzt in Méribel ein Ferienhaus. Er zählt zu den erfolgreichsten Formel-1-Piloten aller Zeiten. Ende 2006 zog er sich aus dem Rennsport zunächst zurück, bevor er sich vergangenes Jahr nach einem wenig erfolgreichen dreijährigen Comeback endgültig aus der Formel 1 verabschiedete.