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In der Champions Hockey League liebäugeln vor den Viertelfinal-Hinspielen von dieser Woche drei Schweizer Klubs mit den Halbfinals. Unter positivem Stress steht insbesondere Berns Trainer Kari Jalonen.
Bern empfängt am Mittwochabend zum Hinspiel Sparta Prag. Die erste Partie findet in Bern statt, weil die Prager Arena diese Woche nicht zur Verfügung stand. Und am Mittwoch statt am Dienstag wird gespielt, weil Jalonen am Dienstag kurz in Finnland weilt. Er ist geladener Gast am finnischen «Tag der Unabhängigkeit» am Empfang des Staatspräsidenten Sauli Niinistö, was der höchsten Ehre entspricht, die ein Finne erfahren kann. Jalonen fliegt am Mittwochmorgen in die Schweiz zurück und steht am Abend an der Bande.
Der Schlittschuhclub Bern und die ZSC Lions zählen vor den Viertelfinals zu den formstärksten im Wettbewerb verbliebenen Teams. Seit Mitte Oktober verloren die Berner, die im Europacup noch nie unter die besten vier Teams vorgestossen sind, in der NLA lediglich zwei Spiele. Aber auch Berns Gegner Sparta Prag spielte zuletzt stark.
Am Sonntag kassierte Sparta im Heimspiel gegen Fribourgs Viertelfinalgegner Vitkovice Ostrava allerdings mit 3:4 nach Verlängerung die erste Niederlage nach vorher sechs Siegen. Ein Vorteil für die Berner mag sein, dass Jalonen den Gegner ausgesprochen gut kennt. Vor drei Jahren coachte Jalonen das KHL-Team Lev Prag und führte es in den Playoff-Final. Etliche Akteure Spartas spielten damals unter Jalonen.
Die beiden tschechischen Teams, die in den Viertelfinals auf Bern und Fribourg treffen, belegen in der Liga nur Mittelfeldplätze. Im Viertelfinal zwischen Gottéron und Vitkovice wird auf jeden Fall ein Aussenseiter die Runde der letzten vier erreichen. Fribourg-Gottéron kassierte in der NLA zuletzt gegen Davos (3:5), Lausanne (1:3), Biel (3:5) und Lugano (1:8) vier Niederlagen hintereinander, gilt aber dennoch nicht als Aussenseiter gegen Vitkovice. Die Tschechen überstanden nur dank Schützenhilfe die Gruppenphase und kamen danach gegen Aussenseiter aus der Slowakei (Nitra in den Sechzehntelfinals) und Tschechien (Liberec im Achtelfinal) weiter.
Den auf dem Papier stärksten Gegner empfangen die ZSC Lions mit den Växjö Lakers am Dienstagabend im Hallenstadion. Die Zürcher, die in der Liga seit einem Monat nie mehr in der regulären Spielzeit verloren haben, gelten gegen die schwedischen Lakers als Favorit. Växjö verlor am Samstag gegen Brynäs, ging in zwei der letzten vier Spiele als Verlierer vom Eis und belegt in der schwedischen Elitserien den vierten Platz.
Insgesamt bestreiten drei schwedische, drei Schweizer und zwei tschechische Klubs die Viertelfinals. Die finnischen Vertreter wurden alle schon eliminiert. Vor einem Jahr stand der HC Davos als Viertelfinalist sieben skandinavischen Gegnern gegenüber. Mit Titelhalter Frölunda Göteborg (14/15 und 15/16) und Linköping (14/15) stehen nur zwei Teams in den Viertelfinals, die seit dem Re-Launch der Champions Hockey League schon einmal so weit vorgestossen sind.
Klar ist, dass es in der Champions League nicht zu einem Final Bern gegen Zürich kommen kann. Wenn der SCB und der ZSC weiterkommen, treffen die beiden Top-Teams der NLA in den Halbfinals aufeinander. Der Sieger der Partie Vitkovice – Fribourg-Gottéron trifft entweder auf Frölunda oder Linköping. (sda/drd)