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Die Schweizer Landwirtschaft hat schon viele Entwicklungen durchgemacht. Nachdem die Menschen bei uns vor rund 8'000 Jahren sesshaft geworden sind, entwickelte sich allmählich der Ackerbau und die Viehhaltung. Das 19. Jahrhundert war geprägt durch die zunehmende Industrialisierung. Immer häufiger gelangte billiges Getreide aus dem Ausland in die Schweiz. Die einheimische Produktion ging zurück, der Selbstversorgungsgrad nahm ab. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das landwirtschaftliche Verbandswesens, welches im Jahr 1897 mit der Gründung des Schweizerischen Bauernverbandes seinen Höhepunkt fand.
Das 20. Jahrhundert war geprägt durch zwei Weltkriege. Während im ersten Weltkrieg die Schweizer Bevölkerung nur unzureichend mit Nahrungsmittel versorgt werden konnte, sorgte im zweiten Weltkrieg der "Plan Wahlen" dafür, dass der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmittel von 1940 bis 1945 von 52 auf 70 Prozent gestiegen ist. Die Brotgetreideproduktion verdoppelte sich, die Kartoffelernte wurde verdreifacht und die Gemüseernte konnte vervierfacht werden. Der ab Mitte des letzten Jahrhunderts herrschende Protektionismus führte in den achtziger Jahren zu erheblicher Überproduktion. In den neunziger Jahren wurde die Agrarpolitik vollständig umgekrempelt. Seither werden die Märkte für landwirtschaftliche Produkte mehr und mehr liberalisiert.