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Peter Sagan kam am Mittwochvormittag im T-Shirt aus seinem Hotel in Vittel. Nicht im Renndress. Kurz zuvor hatte er einsehen müssen, dass seine Disqualifikation unumstösslich war. Die nächste Etappe der Tour de France würde in wenigen Minuten ohne ihn starten.
«Ich bin gegen die Entscheidung der Jury, aber ich akzeptiere sie», sagte Sagan. «Es tut mir leid, dass Mark Cavendish zu Fall gekommen ist und sich verletzt hat.» So kleinlaut sah man ihn noch nie.
Was am Vortag auf den letzten Metern des Rennens passiert war, wird noch lange zu reden geben. Der Brite Mark Cavendish versuchte, am rechten Rand der Strasse nach vorne zu kommen. Ausgerechnet in diesem Moment zog Sagan ebenfalls nach rechts. Der Platz war zu eng für beide, und Cavendish krachte mit hoher Geschwindigkeit in die Absperrung.
Im letzten Moment touchierte Sagan Cavendish mit seinem weit ausgefahrenen Ellbogen am Kopf. Die Berührung hat den Sturz wahrscheinlich nicht ausgelöst. Aber sie liess Sagan schlecht aussehen. Bilder der Szene lassen die Interpretation zu, Sagan habe Cavendish mutwillig in die Bande gerammt.
Mit der Disqualifikation verliert die Tour ihren grössten Entertainer. Die Folgen sind noch nicht absehbar. Zumal es in Sagans Umfeld Personen gibt, die der Meinung sind, der beste Sprinter des Radsports werde eines Tages schneller zurücktreten als erwartet, wenn ihm etwas nicht gefalle.
Wir porträtieren den Superstar des Radsports, der im Juni im Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte: «Niemand weiss, was ich will.»