Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/544

Blutzucker kennen und kontrollieren
9. Januar 2019 von P R
Online seit
9. Januar 2019
Printausgabe vom
10. Januar 2019
Bei Süssem, wie der Bündner Nusstorte, ist es längst bekannt, aber auch Nudeln, Brot oder Früchte enthalten verschiedene Arten von Zucker.
Nach der Aufnahme im Körper wird der Zucker über das Blut zum Beispiel zu den Muskelzellen oder ins Gehirn transportiert, wo er die Zellen mit Energie versorgt. Die Menge im Blut, der sogenannte Blutzuckerspiegel, wird durch Hormone reguliert und schwankt beim gesunden Menschen nur in einem bestimmten Bereich. Verschiedene Faktoren wie familiäres Risiko, wenig Bewegung und Übergewicht beeinflussen den Blutzucker.
Bei der Krankheit Diabetes ist der Stoffwechsel so gestört, dass die Zuckerkonzentration im Blut nur noch unzureichend reguliert beziehungsweise gesenkt werden kann. Ein erhöhter Spiegel kann zu Veränderungen an den Blutgefässen oder Nerven und somit zu folgenschweren Organschäden führen. Da er keine Schmerzen verursacht, kann er lange unerkannt bleiben. Ebenso werden die schwerwiegenden Folgen eines langfristigen erhöhten Blutzuckers unterschätzt.
Zwei Wege der Kontrolle
Üblicherweise gibt es zwei Methoden, den Blutzuckerhaushalt anhand eines Bluttropfens aus einer Fingerkuppe zu kontrollieren. Die erste ist die direkte Bestimmung des Zuckergehaltes im Blut. Diese sehr einfache Methode kann von Diabetiker*innen mit Hilfe von kleinen Messgeräten auch zu Hause durchgeführt werden. Das Resultat einer solchen Messung zeigt eine Momentaufnahme der aktuellen Zuckermenge im Blut und ist stark von den aufgenommenen Nahrungsmitteln abhängig. Die etwas aufwendigere Bestimmung des Langzeitblutzuckers bedarf eines Analysegerätes in einer Apotheke oder Arztpraxis. Der gemessene Wert gibt an, wie viel Prozent des Blutfarbstoffes der roten Blutkörperchen fest an Zucker gebunden ist. Da die roten Blutkörperchen eine «Lebensdauer» von zirka 90 bis 120 Tagen haben, kann somit eine Aussage darüber gemacht werden, wie gut der Blutzucker in den letzten drei Monaten eingestellt war.
Eine regelmässige Kontrolle der Blutzuckerwerte ist für Diabetiker*innen unabdingbar. Personen mit unbestimmten Symptomen wie ungewöhnlicher Müdigkeit, vermehrtem Durst und häufigem Wasserlassen sollten sich mit ihrer ÄrztIn in Verbindung setzen. Aber auch im Rahmen eines allgemeinen Gesundheitschecks macht eine Blutzuckermessung Sinn und kann schon frühzeitig einen Hinweis auf eine eventuelle Stoffwechselstörung geben. Wichtig dabei ist die korrekte Interpretation des ersten Messresultates durch eine Fachperson, das heisst durch eine Ärztin oder einen Apotheker.
Limmatapotheke
Dr. Moritz Jüttner
Limmattalstrasse 242
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 8 bis 18.30 Uhr
Samstag: 8 bis 16 Uhr