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KÄFER sind die artenreichste Insekten-Ordnung. Während weltweit rund 350'000 Arten bekannt sind, kommen in Mitteleuropa um die 8000 Arten vor.
Und immer wieder werden neue entdeckt.
Ausser in der Antarktis kommen sie auf allen Kontinenten vor.
Der grösste Käfer der Welt ist der Riesenbock-Käfer aus Brasilien mit rund 17cm.
Der Hirschkäfer ist der grösste einheimische Käfer, während der kleinste nur 5mm lang ist (in den Tiroler Innauen entdeckt).
KÖRPERBAU/LEBENSRAUM
Käfer haben die vielfältigsten Färbungen, Strukturen der Körperoberfläche und Körperformen - eine Anpassung an ihre jeweilige Lebensweise.
Je optimaler sich eine Art an ihren Lebensraum angepasst hat, desto besser sind ihre Überlebenschancen.
Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Käfern und den übrigen Insekten ist der Flügelbau.
Das erste Flügelpaar unterscheidet sich deutlich vom zweiten. Die Vorderflügel dienen praktisch nur dazu, die zusammengefalteten Hinterflügel und den Hinterleib zu bedecken und zu schützen.
LEBENSWEISE
Unsere einheimischen Käferarten leben entweder auf dem Boden (können aber grabend mehr oder weniger tief in den Boden eindringen) oder auf Pflanzen (Gras, Blumen, Kräuter, Sträucher, Bäume etc.). Viele Arten haben aber bodengebundene Larvenstadien.
Käfer haben verschiedene Abwehrsysteme gegen Feinde entwickelt. Viele besitzen chemische Abwehrmechanismen und produzieren ein Gift im Blut.
Ölkäfer zum Beispiel produzieren das Cantharidin, welches sie mit Blutströpfchen aus den Beinen ausscheiden. Dies ist ein starkes Reiz- und Nervengift und als Wehrsekret sehr wirkungsvoll. Auf die Haut und vor allem auf die Schleimhäute hat es eine starke Reizwirkung.
Beispiele einiger Käfer mit Giftproduktion: Ölkäfer, einige Scheinbockkäfer, Feuerkäfer, Marienkäfer u.a.
Manche demonstrieren ihre Ungeniessbarkeit zusätzlich mit Farben.
FORTPFLANZUNG
Wie die Schmetterlinge machen auch die Käfer eine Metamorphose mit kompletter Veränderung während der Entwicklung durch.
Die Entwicklungsphasen in der Metamorphose:
Larve (aus dem Ei geschlüpft) → Puppe → erwachsener Käfer (Imago)
Die Larven machen mehrere Stadien durch, in denen sie sich häuten, da sie an Masse zunehmen. Sie verändern sich aber nur in ihrer Grösse, nicht in ihrer Gestalt. Die ausgewachsene Larve verpuppt sich in einer sog. freien Puppe, bei der alle Extremitäten sichtbar sind. Nur sehr wenige Käferarten, wie z.B. die Marienkäfer, verpuppen sich in einer bedeckten Puppe.
Fast alle Käferarten verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im Larvenstadium, welches meist mehrere Jahre dauert. Nach der Paarung und Eiablage sterben die meisten.
Der erwachsene Käfer ist im Körperbau komplett anders als die Larve.
Bilder unterschiedlicher Käferarten, welche in den Voralpen und Alpen
ihren Lebensraum haben (mit laufender Ergänzung)
Blättern durch Klick in Bild rechts und links!