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Der in Paris lebende New Yorker E-Gitarrist, E-Trompetist und Komponist Rhys Chatham wird für ein paar Tage als Artist In Residence in der Dampfzentrale weilen. Dies ist das Resultat eines Besuchs dieses Vertreters der schillernden New Yorker Kunst- und Punk-Szene der Spät-70er im vergangenen Juni. Er kam in die Dampfzentrale um mit lokalen Musikern seine 1977 entstande, legendäre Komposition «Guitar Trio» aufzuführen. Besonders angetan haben ihm dabei das Spiel von Julian Sartorius (Schlagzeug) und Mago Flück (Bass), und so entstand Tags darauf die Idee, in dieser Formation, und unter Beizug weiterer Musiker, in Bern ein neues Stück zu komponieren und es quasi als Welturaufführung in der Dampfzentrale live darzubieten. Eine Weiterführung des Projektes (Tournee, eine CD-Produktion …) wird während Chathams Aufenthalt in der Dampfzentrale diskutiert. Rhys Chatham war in den 70er- und 80er-Jahren in New York als Musiker und Veranstalter aktiv. Er begründete die Idee, die klassische Rock-Formation in der zeitgenössisch komponierten Musik einzusetzen. In seinen Gitarrenorchestern spielten über die Jahre immer wieder Musiker von Sonic Youth, Tortoise, Swans oder Godspeed You! Black Emperor mit. Höhepunkt war seine Aufführung «A Crimson Grail» für 400 Gitarristen vor dem Sacré Coeur in Paris. Julian Sartorius ist ein vielgefragter Schlagzeuger aus Bern, eigentlich dem Jazz enstammend, zur Zeit aber vor allem im Duo mit Jürg Halter und als Drummer von Sophie Hunger aktiv. Mago Flück ist seit Jahren Bassist bei den Boney Google Brothers, der Begleitband von Zeno Tornado, aber auch in der Rockband Expander, bei den Dub-Elektronikern Filewile oder in Theatermusik-Projekten tätig.