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Während große einmalige Goldkäufe von Zentralbanken in den Medien viel Aufmerksamkeit erhalten und dasselbe für Zentralbanken gilt, die über einen Zeitraum von zwei oder drei Monaten Goldreserven anhäufen, bleiben größere Goldkäufe von Zentralbanken auf monatlicher Basis – mit Ausnahme der chinesischen und der russischen Zentralbank – in der Regel fast unbemerkt. Ein Paradebeispiel dafür ist die Goldkaufstrategie der indischen Zentralbank, der Reserve Bank of India (RBI), die in den letzten vier Jahren fast unbemerkt zu einem der weltweit größten und beständigsten Goldkäufer unter den Zentralbanken geworden ist.
Von Anfang 2018 bis Ende August 2021 hat die RBI ihre strategischen Goldreserven um unglaubliche 166 Tonnen aufgestockt und hält nun angebliche 724,24 Tonnen Gold, was Indien zum neuntgrößten staatlichen Goldhalter der Welt macht, weit vor den Niederlanden (Platz 10) und in Rufweite Japans (Platz 8). Diese heimliche Goldanhäufung durch den offiziellen indischen Sektor wird jetzt wohl noch deutlicher, da zwei der großen Schwergewichte, die normalerweise auf dem Markt für Goldkäufe der Zentralbanken aktiv sind, nämlich die Zentralbanken Russlands und Chinas, derzeit eine „Pause“ einlegen.