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Vor etwa 300 Millionen Jahren drang Magma aus dem Erdinnern und erstarrte in rund 13 km Tiefe zu kristallinen Gesteinen. Bei der Abkühlung verminderte sich das Volumen des Gesteins und es entstanden tiefe Kluftsysteme, durch die das weitere flüssige Gestein aufstieg und Ganggesteine (Lamprophyre und Aplite) bildete.
Während der folgenden 200 Millionen Jahre veränderten sich die Gesteine des Aar-Massivs kaum. Im Laufe der Entstehung der alpinen Gebirge – vor zirka 40 Millionen Jahren – begann aber eine starke Beanspruchung dieses Massivs. Durch die nach Norden vorstossenden alpinen Decken wurde das Aar-Massiv abgesenkt und überlagert. Zur Zeit der höchsten Überlagerung (ca. 12 km) war es hohen Temperaturen (ca. 450 °C) und Drücken (ca. 300 MPa) ausgesetzt. In dieser Phase bildeten sich Schieferungen und Scherzonen. In der anschliessenden Hebungsphase vor rund 16 Millionen Jahren bildeten sich Zerrklüfte oder Risse im Gebirge, in denen sich teils schöne Kristalle bildeten. Diese Hebung dauert bis heute an und beträgt immer noch rund 0,5 bis 0,8 Millimeter pro Jahr.