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Schützentafel
Die längsrechteckige Holztafel besteht aus zusammengefügten Nadelholzbrettern. Die Tafel ist dekorativ mit Schützenmotiven bemalt. Abgebildet ist eine runde Schiessscheibe/Zielscheibe vor drei Fahnen und zwei gekreuzten Schützengewehren. Über der Zielscheibe ist der goldene Schützenpokal abgebildet, welcher von einem Festkranz umgarnt wird.
Möglicherweise handelt es sich beim Objekt um ein Dekorationselement der Fest-Architektur für das Eidgenössische Schützenfest in Zug 1869. Sicher ist, dass die Holztafel im Haus an der Ägeristrasse 9 in Zug als Estrichboden-Element verwendet wurde. Das Wohnhaus an der Ägeristrasse 9 in Zug, welches auch «Roosen-Haus» (wohl zu Beginn des 18. Jh. im Besitz der Familie Roos) oder «Haus Speck» (Erwerbung des Hauses durch die Familie Speck Mitte des 19. Jh.) genannt wird, wurde 1969 von der Stadt Zug für CHF 300'000 ersteigert. Bis dahin war es in privater Hand und Nutzung. Nach der Ersteigerung diente das Haus der benachbarten Bibliothek (Ägeristrasse 7) als Ausweichraum. Der Regierungsrat stellte mit Beschluss vom 22.11.1988 das Wohnhaus an der Ägeristrasse 9 in Zug als Baudenkmal von lokaler Bedeutung unter kantonalen Schutz (Ass.-Nr.: 202a, GS-Nr. 1038). Die Gesamtrestaurierung erfolgte im Jahr 1989. Weitere Information zur Geschichte des Hauses können online im Artikel «Das Alte Zeughaus, das Roosen-Haus und deren Vorgänger: Zur baulichen Entwicklung auf den Grundstücken Ageristrasse 7 und 9 in Zug» im TUGIUM 9 (1993), Seite 138–154 nachgelesen werden.