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Enger Kontakt wie beim Sex oder beim Berühren infizierter Stellen gilt weiterhin als Übertragungsweg der Viren. Die meisten Fälle sind bei Männern aufgetreten, die vorher Sex mit Männern hatten. Eine Stigmatisierung dieser Gruppe sei aber nicht angebracht. "Stigmatisierung hilft niemals", sagte Doherty. Weitaus die meisten Fälle der Affenpocken werden in Europa verzeichnet.
Der von der WHO einberufene Notfallausschuss zu Affenpocken wollte nach Angaben eines WHO-Sprechers bis Samstagvormittag bekanntgeben, ob er die Ausrufung einer "Notlage von internationaler Tragweite" empfiehlt. Die WHO folgt in der Regel dem Rat der Fachleute. Solch ein Schritt dient dazu, alle Länder wachzurütteln, nach Fällen Ausschau zu halten und eigene Vorkehrungen zu treffen, um eine Ausbreitung einzudämmen.
Weltweit sind in diesem Jahr rund 5000 Affenpocken-Infektionen bei Menschen gemeldet worden. In mehr als 40 Ländern ausserhalb Afrikas, in denen die Krankheit bis Mai praktisch unbekannt war, waren es mehr als 3300 Fälle, wie aus jüngsten Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht./mrd/DP/ngu
(AWP)