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Globale Standards für den Datenaustausch
Electronic Data Interchange wird eingesetzt, um Prozesse wie Bestellungen, Bestellbestätigungen, Lieferscheine oder Rechnungen aber auch Stammdaten zu digitalisieren und zu übermitteln.
Damit die Übermittlung, Verteilung und Verarbeitung der Nachrichten automatisiert und effizient gestaltet werden kann, braucht es eine einheitliche Sprache. EDI-Standards garantieren, dass die unterschiedlichen EDV-Systeme die übermittelten Informationen richtig verarbeiten und interpretieren können.
Der globale, branchenübergreifende Nachrichtenstandard für den elektronischen Datenaustausch heisst UN/EDIFACT. Die Abkürzung steht für Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport und wurde von den Vereinten Nationen (UN) 1986 veröffentlicht. Der Standard umfasst mehr als 200 unterschiedliche Nachrichtentypen.
Da der UN/EDIFACT-Standard sehr umfangreich ist, wurden für bestimmte Anwendergruppen klar definierte Untermengen definiert. Untermengen heissen UN/EDIFACT-Subset. Der bedeutendste und weltweit am häufigsten eingesetzte Subset heisst EANCOM (EAN + Communication).
EANCOM wird in der Konsumgüterindustrie eingesetzt und legt fest, in welchem Format elektronische Rechnungen, Bestellungen, Lieferscheine oder Stammdaten übermittelt und aktualisieret werden. Integrierende Bestandteile der EANCOM Nachrichten sind die weltweit eindeutigen GS1 Identifikationsschlüssel wie GLN (Global Location Number), GTIN (Global Trade Item Number) u.a.
Standardisierte Geschäftsnachrichten werden auch für den Stammdatenabgleich über das Global Data Synchronisation Network (GDSN) oder einem der angeschlossenen zertifizierten Datenpools eingesetzt. Das Netzwerk besteht aus der zentralen GS1 Global Registry und der Global Product Classification (GPC).