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Auch die Schweizer Demokraten (SD) werden vermutlich bei den Nationalratswahlen im Herbst mitmachen. Ein definitiver Entscheid steht noch aus. Seit Monaten brüten die SD im Kanton Solothurn über der Frage, ob sie bei den Nationalratswahlen mit einer eigenen Liste antreten. Die Kandidatensuche erweist sich als schwierig», sagt Präsident Mathias von Arx. Vielen der meist jungen Mitgliedern fehle der Mut anzutreten. «Sie fürchten negative Reaktionen.» Ein möglicher Kandidat habe bereits Probleme mit seinem Arbeitgeber bekommen, weil dieser die SD als rechtsextreme Partei betrachte.
Viel Zeit für den Entscheid über die Teilnahme haben die SD nicht mehr: Bis am 20. August müssen sie ihre beglaubigte Liste eingereicht haben. Gedulden muss sich auch die SVP, die sich eine Listenverbindung mit den SD vorstellen könnte. «Es gab bis jetzt keine Gespräche», berichtet von Arx. Er findet es persönlich wichtig, dass die SD zu den Wahlen antreten. «Wir wissen dann, wie gross unser Wählerpotenzial ist.» SD-Zentralpräsident Bernhard Hess prognostizierte vor einem Jahr einen Wähleranteil von mindestens 5 Prozent. Eine ambitionierte Vorgabe: Bei den Nationalratswahlen 1995 erreichten die SD im Kanton Solothurn gerade mal 2,8 Prozent.
«Ich will nichts beschönigen», sagt von Arx. «Der Kanton Solothurn ist für uns ein hartes Pflaster.» Die im März 2006 gegründete Partei hat nach einem kurzen Aufschwung heute noch rund 100 Mitglieder.