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Indien hat jetzt eine Wassermetro
Wer sagt denn, dass eine U-Bahn unter der Erde liegen muss? In der Stadt Kochi im Südwesten Indiens ist es dank einer neuen Flotte farbenfroher Fähren jetzt einfacher, sich auf den Wasserstrassen fortzubewegen. Die Wasser-U-Bahn verbindet Kochi im Bundesstaat Kerala mit zehn nahegelegenen Inseln im Arabischen Meer.
Hoher Besuch bei der Eröffnung
Indiens Premierminister Narendra Modi war bei der offiziellen Einweihung der Wassermetro vor Ort. «Unser Bestreben ist es, in Indien hergestellte Lösungen anzubieten, die an die örtlichen Gegebenheiten angepasst sind. Seien es Halbhochgeschwindigkeitszüge, Fähren oder Seilbahnen – solche Systeme werden überall dort geplant, wo sie benötigt werden», sagte er in seiner Rede.
Gebiete, die hauptsächlich von kleineren Wasserfahrzeugen befahren werden, sind unter dem Begriff «Backwaters» bekannt. In Kerala können einige davon nur erreicht werden, indem man ein kleines Kanu mietet und von einem erfahrenen lokalen Führer chauffiert wird. Dies hat laut «CNN» zur Folge, dass kaum Touristinnen und Touristen in diese ländlichen Gemeinden reisen.
Indien feilt an seiner Infrastruktur
Laut Premierminister Modi kann die neue Metro den Tourismus in Kochi nun ankurbeln. «Ich bin sicher, dass dieses in Kerala durchgeführte Experiment für andere Bundesstaaten Indiens zum Vorbild werden wird», erklärte er.
Laut dem indischen Tourismusminister Arvind Singh plant die Regierung 50 neue Tourismusziele und fast 60 zusätzliche Flugrouten, um Reisenden den Zugang zu weiteren Teilen Indiens zu erleichtern. Das Wasser-U-Bahn-System von Kochi ist jetzt das neuste einer Reihe von gewaltigen Infrastruktur-Projekten im Land.