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Von unserem neuseeländischen Gastautor Hans-Jürgen Geese
Im Jahre 2017 ereignete sich in Neuseeland ein kleines Wunder. Die bis kurz vor den Wahlen hoffnungslos zurückliegende Arbeiterpartei (Labour) fand in fast letzter Minute einen neuen Superstar als Spitzenkandidaten und erreichte durch einen beeindruckenden Endspurt ein Ergebnis, das ihr letztendlich die Regierung in die Hände legte, mit der gefeierten Jacinda Ardern als Premierministerin. Die junge Frau ernannte sich im Rausch des Sieges gleich auch noch zur Ministerin zuständig für das peinliche Problem der Kinderarmut im Paradies, die sie zu beseitigen versprach. Das Volk jubelte. Des weiteren wollte Jacinda sich auf den Bau von dringend benötigten Sozialwohnungen konzentrieren und verpflichtete sich zudem, eine Kapitalertragssteuer einzuführen, damit Spekulanten endlich auf ihre Gewinne Steuern zahlen. Versprachs und strahlte in die Welt hinaus, in die grosse, weite Welt, die sie aus unerfindlichen Gründen sogar für den Friedensnobelpreis nominierte.
Und dann, dann, drei Jahre später, vor der Wahl im Oktober dieses Jahres (in Neuseeland wird alle drei Jahre gewählt), stellte sich heraus, dass sie nicht….