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Reizdarm ist eine funktionelle Verdauungsstörung, bei der es zu Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung kommt, ohne dass eine organische Ursache vorliegt. Es gibt Personen, die leiden überwiegend an Verstopfungen, andere nur an Durchfällen und wieder andere an einer gemischten Form (Durchfall & Verstopfung im Wechsel).
Reizmagen ist eine funktionelle Magen-Darm-Störung, bei der es zu anhaltenden Magenbeschwerden wie Schmerzen, Völlegefühl, Übelkeit und evtl. zu Erbrechen kommt. Auch hier leiden nicht alle Personen an den selben Symptomen. Manche Symptome können ausgeprägter zum Vorschein kommen oder sogar ganz wegbleiben.
Die genaue Ursache des Reizdarm-/ Reizmagensyndroms ist nicht bekannt, aber Stress, ungesunde Ernährung und bestimmte Lebensmittel können Symptome auslösen oder verschlimmern.
Zur Diagnose von Reizdarm/-Magen müssen andere Erkrankungen wie Zöliakie oder Morbus Crohn sowie Geschwüre oder Entzündungen im Magen ausgeschlossen werden. Eine genaue Anamnese und körperliche Untersuchung sind oft ausreichend, um die Diagnose zu stellen. In manchen Fällen können jedoch auch weitere Untersuchungen wie eine Darm- und/oder Magenspiegelung notwendig sein.
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Reizdarm/-Magen, die je nach individuellen Symptomen und Ursachen ausgewählt werden. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, Bewegung und Stressreduktion, aber auch medikamentöse Therapien wie krampflösende Mittel, Säureblocker oder Antidepressiva.
Reizdarm/-Magen magen kann ein belastendes und einschränkendes Leiden sein, aber mit der richtigen Behandlung und Verhaltensänderungen kann eine Linderung der Symptome erreicht werden. Es ist wichtig, bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und eine passende Therapie zu erhalten.
Histaminintoleranz ist eine Stoffwechselstörung, bei der der Körper nicht ausreichend Histamin abbauen kann, was zu verschiedenen Symptomen führen kann. Histamin ist eine natürliche Substanz, die im Körper produziert wird und auch in vielen Lebensmitteln vorkommt. Bei einer Histaminintoleranz kann der Körper jedoch nicht genug DAO-Enzym oder Histamin-N-Methyltransferase produzieren, um das Histamin abzubauen, was zu einer Anhäufung im Körper führen kann.
Die Symptome einer Histaminintoleranz können sehr vielfältig sein und ähneln oft den Symptomen anderer Verdauungsstörungen wie Reizdarm oder Reizmagen. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Hautausschläge und Juckreiz.
Zur Diagnose einer Histaminintoleranz können verschiedene Tests durchgeführt werden, wie zum Beispiel ein DAO-Test oder ein Histaminbelastungstest. Eine eliminationsdiät, bei der man histaminhaltige Lebensmittel für eine bestimmte Zeit aus der Ernährung entfernt, kann auch helfen, die Diagnose zu bestätigen. Das Problem bei der Diagnosestellung ist, dass in der Humanmedizin leider nach wie vor wenig bis überhaupt nicht darauf geschult wird.
Die Behandlung der Histaminintoleranz besteht in erster Linie darin, histaminhaltige Lebensmittel zu meiden und den Histaminabbau im Körper zu unterstützen. Dazu gehören die Einnahme von DAO-Enzym-Präparaten, die Reduktion von Alkohol und Nikotin, und die Vermeidung von Lebensmittelzusatzstoffen wie Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern.
Weitere Informationen zu der Histaminintoleranz sowie zur Ernährung findest du unter folgendem Link:
Eine Angststörung ist eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene unter unangemessenen und übermäßigen Ängsten und Sorgen leiden. Die Symptome können sich sowohl körperlich als auch psychisch äußern und umfassen unter anderem Herzklopfen, Schweißausbrüche, Atemnot, Schwindel, Panikattacken, ständiges Grübeln und Unruhe.
Es gibt verschiedene Formen von Angststörungen, wie zum Beispiel die generalisierte Angststörung, die Panikstörung, die soziale Phobie und die spezifische Phobie. Die genauen Ursachen sind nicht vollständig bekannt, es gibt jedoch einige Faktoren, die eine Rolle spielen können, wie beispielsweise eine genetische Veranlagung, traumatische Erfahrungen oder ein Ungleichgewicht bestimmter Neurotransmitter im Gehirn.
Die Behandlung einer Angststörung besteht in der Regel aus einer Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten. Die Psychotherapie kann dabei helfen, die zugrunde liegenden Ursachen der Ängste zu identifizieren und zu bewältigen, während Medikamente wie Antidepressiva oder Benzodiazepine helfen können, die Symptome zu reduzieren.
Die Agoraphobie ist eine Angststörung, bei der Betroffene große Angst vor Situationen haben, aus denen sie schwer oder gar nicht entkommen können, oder in denen sie keine Hilfe bekommen können. Typische Auslöser können zum Beispiel Menschenmassen, öffentliche Verkehrsmittel, offene Plätze oder lange Warteschlangen sein.
Die Agoraphobie kann sich in verschiedenen körperlichen und psychischen Symptomen äußern, wie zum Beispiel Herzrasen, Schweißausbrüchen, Übelkeit, Schwindel, Panikattacken, Angst vor Kontrollverlust oder Vermeidungsverhalten.
Die genauen Ursachen der Agoraphobie sind nicht vollständig geklärt, es gibt jedoch einige Faktoren, die eine Rolle spielen können, wie zum Beispiel genetische Veranlagung, traumatische Erfahrungen oder ein Ungleichgewicht bestimmter Neurotransmitter im Gehirn.
Emetophobie bezeichnet die Angst vor dem Erbrechen oder davor, Zeuge von Erbrechen zu werden. Diese spezifische Phobie kann zu erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben führen und beeinträchtigt oft soziale Kontakte und den Alltag der Betroffenen.
Die Symptome der Emetophobie können sehr unterschiedlich sein und reichen von Übelkeit und Magenschmerzen über Herzrasen und Schweißausbrüche bis hin zu Panikattacken und Vermeidungsverhalten. Die genauen Ursachen der Emetophobie sind nicht vollständig bekannt, es wird jedoch vermutet, dass traumatische Erlebnisse oder unangenehme Erfahrungen im Zusammenhang mit Erbrechen eine Rolle spielen können.
Panikattacken sind plötzlich auftretende Angstanfälle, die von starken körperlichen Symptomen begleitet werden. Zu den Symptomen können unter anderem Atemnot, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel oder Übelkeit gehören. Die Panikattacken können sehr beängstigend sein und zu einer starken Einschränkung im Alltag führen.
Die genauen Ursachen von Panikattacken sind nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, biologischen und psychologischen Faktoren eine Rolle spielt. Stress, traumatische Erlebnisse oder bestimmte Lebenssituationen können auch eine Rolle spielen.
Die Behandlung von Panikattacken umfasst in der Regel eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten. Die Psychotherapie kann dabei helfen, die zugrunde liegenden Ursachen der Angst zu identifizieren und zu bewältigen, während Medikamente wie Antidepressiva oder Benzodiazepine helfen können, die Symptome zu reduzieren.
Eine frühzeitige Behandlung von Panikattacken ist wichtig, um eine Verschlimmerung der Symptome zu verhindern. In vielen Fällen können Betroffene mit einer erfolgreichen Behandlung ein normales Leben führen. Es ist wichtig, bei anhaltenden Symptomen einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und eine passende Therapie zu erhalten.
Bei mir zeigt sich der Reizdarm vorwiegend mit starken Bauchkräpfen & Durchfällen. Der Reizmagen spüre ich durch tägliche Übelkeit & Aufstossen.
Nein, ich vertrage leider kaum Medikamente. Lediglich zur Symptombekämpfung nehme ich bei Kopfschmerzen ab und zu mal ein Aspirin und gegen die Übelkeit selten mal ein Prokinetikum ein.
Da ich jeden Tag mit unterschiedlichsten Symptomen zu tun habe, ist es mir kaum noch möglich, das Haus zu verlassen. An guten Tagen schaffe ich es, einen grösseren Spaziergang mit dem Hund zu machen oder einen kleinen Einkauf zu tätigen. Ansonsten spielt sich mein Arbeits- und Privatleben vorwiegend Zuhause ab.
Die Umstellung auf eine histaminarme Ernährung war wirklich nicht leicht. Alles, was richtig lecker ist, sollte ich plötzlich weg lassen. ABER! Die Ausschüttung von Histamin wird durch so viele verschiedene Faktoren beeinflusst und jeder Tag ist anders. Zudem ist jeder Mensch unterschiedlich und verträgt das Eine besser als das Andere. Man kann es nicht verallgemeinern.
Ich persönlich habe mittlerweile dank einer Ausschlussdiät herausgefunden, welche Lebensmittel absolut nicht gehen und welche ich in kleinen Mengen vertrage. Bei mir sind es beispielsweise Tomaten, Eier, Schokolade und Alkohol. Diese Lebensmittel vertrage ich überhaupt nicht und lösen übelste Symptome innerhalb kürzester Zeit aus. Und selbstverständlich auch alle Lebensmittel, die irgendeinen Bestandteil der oben erwähnten Sachen beinhaltet.
Es gibt jedoch tolle Rezepte im Internet und in Kochbüchern, mit denen die Umstellung einfacher fällt. Man nimmt halt für eine Pizza Creme Fraiche anstatt Tomatensauce. 🙂
Die Reizdarmsymptome und somit der Marathon von Arzt zu Arzt hat bei mir mit ca. 13 Jahren begonnen. Der Reizmagen wurde mit 20 diagnostiziert. Die Emetophobie ist mir mit 18 Jahren erst richtig bewusst geworden und die Agoraphobie mit Panikattacken begleiten mich seit Mitte 20. Die Histaminintoleranz wurde erst im Jahr 2021 von einer Ernährungsberaterin festgestellt. Also alles in Allem werde ich seit über 23 Jahren von diversen Symptomen begleitet.
Mit meinen körperlichen Beschwerden bin ich in unregelmässigen Abständen immer mal wieder zur Kontrolle bei meinem Hausarzt oder bei einem Spezialisten. Unregelmässig, weil es keine Behandlungsmöglichkeiten gibt, um die RDS oder RMS zu behandeln. Es ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne und es ist auch nicht gefährlich. Das Einzige was ich machen kann ist, die Symptome durch Medikamente zu lindern, auf die Ernährung, die Bewegung und eine gesunde Work-/Life-Balance zu achten.
Ja, ich bin in psychotherapeutischer Behandlung. Dank der Möglichkeit von Videotelefonie, kann ich regelmässig mit meiner Therapeutin in Kontakt treten.
Falls du noch mehr Fragen hast, darfst du mich gerne dazu auf Twitch während des Streams fragen. Ist dir eine Frage unangenehm oder du bist nicht sicher, ob du mich das im Stream fragen kannst, dann darfst du mir auch gerne eine Flüsternachricht auf Twitch senden.