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Burgernziel, Bern
Projektwettbewerb im offenen Verfahren, 2012
Auslober: Städtischer Fond für Boden- und Wohnbaupolitik, Stadt Bern
Gegenstand des Wettbewerbs war das Areal des ehemaligen Tram-Depots Burgerenziel im Brunnadernquartier, das nicht mehr gebraucht wurde, nachdem ein modernes Tram-Depot in Raufweife zum Eishockeystadion entstanden war. Das Areal liegt unmittelbar neben der Kreuzung der beiden Lebensadern des Stadtteils, der Thunstrasse, die das Monbijou-Quartier mit dem Ostring verbindet, und der Muristrasse.
Als Wohnviertel bildet das Brunnadernquartier die Schnittstelle zwischen städtischen und vorstädtischen Strukturen in der Stadt Bern. Die Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Freizeiteinrichtungen liegen weit verstreut, ein Zentrum im Stadtteil existierte nicht.
Die hier vorgeschlagene Bebauung mit dem Arbeitstitel „KENTRON“ (kentron = griechisch: Mitte) setzt entlang der stark befahrenen Thunstrasse eine Zeile aus Stadthäusern. An deren Ende werden dezidierte Kopfbauten ausbildet, die jeweils städtische Vorplätze definieren. Mit der bestehenden Zeile auf der gegenüberliegenden Seite der Thunstrasse entsteht ein klar gefasster Strassenraum mit Baumallee, Haltestellen für Tram und Bus, Läden und Dienstleistungen, die jeweils über grosszügige Vorbereiche verfügen. In den Kopfbauten werden über alle Geschosse Flächen für Büros, Praxen und Dienstleistungen angeboten. Im Ergebnis werden damit die Grundlagen für die Entstehung eines neuen Zentrums im Stadtteil geschaffen.
Auf der anderen, dem Quartier zugewanderten Seite des Areals an der Staufferstrasse werden Neubauten vorgeschlagen, die in ihrer Gebäudestruktur und Dimension denen der Umgebung entsprechen: Zweigeschossige Reihenhäuser mit zwei darüber liegenden Geschosswohnungen.
Zwischen diesen beiden Strukturen, der Stadthauszeile an der Thunstrasse und der „kombinierten“ Reihenhauszeile an der Staufferstrasse wird ein gemeinsamer Hof aufgespannt: Ein gemeinschaftlicher Aussenraum für alle Bewohnenden, ein Ort der Begegnung, eine neue Wegebeziehung im Quartier, Spielplatz für Kinder und Freizeitraum für Jugendliche. Vom diesem Hof profitieren die Nutzer der Räume für Dienstleistungen, wie auch eine KITA, ein Restaurant und Gemeinschaftsräume. So werden die Voraussetzungen geschaffen, dass Interaktionen zwischen verschiedenen Menschen entstehen können.