Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03644.jsonl.gz/3480

Der Schweizer Skispringer Simon Ammann flog trotz Schanzenrekord im ersten Durchgang wie bereits am Freitag gleichenorts hinter dem Österreicher Gregor Schlierenzauer auf den zweiten Rang.
Der Österreicher war im ersten Durchgang auf 140 m geflogen und egalisierte damit den Schanzenrekord, den der Deutsche Sven Hannawald am 18. Januar 2003 erzielt hatte. Ammann kam noch einen halben Meter weiter und avancierte damit zum Rekordhalter. Der Doppel-Olympiasieger steht jetzt auf sieben Schanzen mit einer Rekordweite zu Buche.
Doch es gab einen markanten Unterschied. Schlierenzauer hatte seinen Sprung einigermassen gut gestanden und erhielt von den Punktrichten Noten zwischen 18,0 und 19,5. Ammann hingegen musste wegen des hohen Drucks mit einer "Haferl"-Landung zu Boden, was zu tiefen Noten von 16,5 bis 17,0 führte.
Im Final wurden bei Rückenwind nicht mehr die gleich grossen Weiten erzielt. Schlierenzauer kehrte den Spiess um, flog einen halben Meter weiter als Ammann und feierte damit innert 24 Stunden seinen zweiten Sieg. Im Weltcup schmolz der Vorsprung des dort führenden Toggenburgers um weitere 20 Zähler auf nun noch 103 Punkte.
Dem Höhenflug, den Andreas Küttel am Freitag nach seinem 12. Rang verspürt hatte, folgte am Samstag ein Dämpfer. Dem Weltmeister auf der Grossschanze gelang in der ersten Serie mit 121 m ein ansprechender Flug. Im Final vermochte Küttel nicht nachzuziehen. Mit lediglich 116 m fiel er vom 15. Zwischen- auf den 19. Schlussrang zurück.
swissinfo.ch und Agenturen