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Josef Gobet wurde am 8. Mai 1940 seinen Eltern Josefine und Louis Gobet-Lehmann im Bauernhaus in Berg als zweites von drei Kindern in die Wiege gelegt. Es war eine glückliche Kinderzeit, trotzdem haben die Kriegsjahre sie geprägt. Josef wurde von seiner Schwester mehrmals vor dem Ertrinken gerettet, und als kleiner Bub holten ihn seine Eltern wegen einer Hirnhaut- und einer Lungenentzündung aus dem Inselspital zum Sterben nach Hause. Es war jedoch noch nicht Zeit zum Gehen …
1947 wurde Josef in Schmitten eingeschult und besuchte ab 1953 die Sekundarschule in Tafers. Das letzte Schuljahr verbrachte er im Institut St. Josef in der Guglera. In der Schulzeit amtete er als Messdiener. 1956 trat er als Sänger dem Cäcilienverein bei und blieb ihm treu, bis das Nachlassen seiner Kräfte ihn 2018 zum Ruhestand zwang. Die Bene-Merenti-Auszeichnung 2001 war ein grosses Ereignis, das er mit seinen Sängerkollegen und -kolleginnen feierte.
1960 begann die Rekrutenschule. Mit viel Fleiss und Verantwortung für das Vaterland wurde er Feldweibel. Wegen seiner Körpergrösse erkannte man ihn mit der Fahne aus jeder Truppenaufstellung. 1963 absolvierte er die Handelsschule in Bern und fand bei der Bundespolizei seine Lebensstelle. Arbeiten im Wald wurden zu seinem Hobby. An jedem freien Werktag führte ihn der Weg ins geliebte Holz.
Am 27. August 1967 ging Josef mit Johanna Fasel von Bächlisbrunnen in der Kirche Schmitten an den Traualtar. Es wurde eine glückliche Ehe, und die beiden erfreuten sich an der Geburt von Tochter Elisabeth und Sohn Andreas. Lebensängste begleiteten ihn aber über Jahrzehnte. Sorgen um die Kinder, die vier Grosskinder, das Zusammenleben von drei Generationen unter einem Dach, Krankheit und Tod warfen Schatten auf sein Gemüt. Seine Frau Johanna war ihm in allen Lebenslagen eine starke Partnerin. Sie wanderten Hunderte von Kilometern zu Fuss durch den Sensebezirk und reisten ins nahe Ausland. Diese Momente halfen ihnen, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen.
Der letzte Lebensabschnitt von Josef Gobet war von Krankheit, Schock und vielen Operationen geprägt. Die schwierigste Zeit seines Lebens war angebrochen. Er konnte nicht einmal mehr seinen liebsten Beschäftigungen wie Tagebuchschreiben und Bücherlesen nachgehen. Dank dem Gebet, das seine Mutter ihn gelehrt hatte und das er oft beim Rosenkranz in der Bergkapelle verrichtet hatte, nahm er diese Herausforderung ohne grosse Worte an. Seine Johanna wuchs über sich hinaus und begleitete ihn tagtäglich bis zum irdischen Tod am 28. August 2019.