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Die Blarer von Wartensee
Die Blarer von Wartensee
Die Familie Blarer stammt ursprünglich aus St. Gallen, wo dieses Bürgergeschlecht erstmals 1225 erwähnt wird. Die wohlhabende Patrizierfamilie verzweigte sich in der Folge zu verschiedenen Linien, welche bis ins 19. Jahrhundert ausstarben. Nur die Linie der Blarer von Wartensee in Aesch existiert noch bis heute.
Mitglieder der Familie Blarer amteten als Bischöfe, Äbte, Vögte, Offiziere, Domherren etc. Am bekanntesten wurde Jakob Christoph von Blarer, 1575 bis 1608 Fürstbischof des Fürstbistums Basel und Vollender der Gegenreformation. Er setzte 1583 seinen Bruder Wolf Dietrich von Blarer als Vogt zu Pfeffingen ein. Dessen Nachkommen besetzten in der Folge bis zum Untergang des Fürstbistums 1792 dieses Amt.
Nach 1815 übernahm die Familie Blarer von Wartensee in Aesch neue politische Funktionen. Anton von Blarer wurde Mitgründer und Regierungsrat des 1832 entstandenen Kanton Basel-Landschaft. Karl von Blarer spielte im 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der Katholischen Volkspartei.
Details zur Familiengeschichte sind nachzulesen in „Die Blarer von Wartensee und das Blarer-Schloss zu Aesch“ von Josef Baumann im Baselbieter Heimatbuch, Band VIII 1959 (als Sonderdruck im Heimatmuseum Aesch erhältlich)
Bild: Jakob Christoph von Blarer