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Pristina - Die Regierung des Kosovo hat die Entscheidung Serbiens begrüsst, seinen Entwurf einer Kosovo-Resolution für die UNO abzuschwächen. Der neue Entwurf stimme mit den Realitäten im Kosovo überein, hiess es in einer Mitteilung in Pristina.
Auf Druck der Europäischen Union hatte Serbien den Entwurf abgeschwächt. Die UNO-Vollversammlung sollte die Vorlage diese Woche behandeln.
Der Entwurf verwerfe "jede Möglichkeit für Verhandlungen über den politischen Status des Kosovo", hiess es in Pristina. Nach Angaben serbischer Medien will Belgrad nun auch nicht mehr eine Verurteilung der Abspaltung des Kosovos.
Stattdessen wird nur noch ein Dialog über "alle offenen Fragen" gefordert. Der Text sei die "Frucht eines Kompromisses" und zeige Serbiens "ehrlichen Wunsch", alle Fragen mit der EU und anderen internationalen Organisationen auf partnerschaftliche Weise zu lösen. Dies hatte der serbische Präsident Boris Tadic am Mittwoch dazu mitgeteilt.
Die ehemals serbische Provinz Kosovo, die zu 90 Prozent von Kosovo-Albanern bewohnt wird, hatte im Jahr 2008 ihre Unabhängigkeit erklärt.
Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hatte Ende Juli die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo für vereinbar mit den Völkerrecht erklärt.
Bislang haben 70 Staaten die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt, darunter die USA, die meisten EU-Staaten sowie die Schweiz. Belgrad wird in seiner ablehnenden Haltung insbesondere von seinem Verbündeten Russland unterstützt.
SDA-ATS