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Chevrolet El Camino SS454
Beschreibung
Die Idee für einen Pick-up auf Personenwagen-Basis war bei GM schon 1952 diskutiert worden. Der Anstoss dazu kam vom Designer Harley Earl. 1955 schickte Chevrolet den Cameo Carrier ins Rennen, der zwar noch auf einer Lieferwagen-Basis (Baureihe 3100) lief, aber ein erstes Luxus-Modell eines Pick-up-Trucks war, was optisch auch gut zu sehen war, denn erstmals wurde die Ladefläche nicht einfach angeschweisst, sondern ins Design integriert. Die Idee war eigentlich nicht neu: Ford hatte in Australien schon in den 30er Jahren ein ähnliches Fahrzeug gebaut, angeblich auf Wunsch eines Farmers, der ein Auto wollte, mit dem er am Sonntag in die Kirche und am Montag auf den Markt fahren konnte.
1957, mitten in der Phase des grossen Design-Umbruchs bei GM, brachte Ford den Ranchero auf den Markt und hatte mit dem Slogan «More than a Car! More than a Truck!» gleich von Anfang an grossen Erfolg. Bill Mitchell, ebenfalls Designer bei GM, fasste den Entschluss, sich sofort eine Gegen-Massnahme zu überlegen, denn der Cameo Carrier sah im Vergleich zum Ranchero wirklich alt aus.
Für das Modelljahr 1959 war es dann endlich soweit: Der Chevrolet El Camino – eine Bezeichnung, die 1954 erstmals für eine Cadillac-Studie verwendet worden war – kam auf den Markt. Er basierte auf den 59er-Chevrolet-Modellen mit kaum angepasstem Fahrgestell und einer Karosserie, die bis zur B-Säule und auch beim Heck identisch war mit der des Impala. Das Passagierabteil mit der dreisitzigen Bank endete mit einem Fenster und einer Spritzwand, die auch zur Versteifung der Karosserie diente. Dahinter folgte die Pick-up-Wanne, die erste im GM-Programm, die nicht aus Holz, sondern aus Blech bestand. Die horizontale Heckklappe konnte vom Kombi Brookwood übernommen werden. Weitere Anpassungen unterblieben und deshalb sah der El Camino zwar ganz gut aus, wenn er zwei Kisten Erdbeeren geladen hatte, doch er sank tief in die Federn, sobald man auch nur annähernd die Ladekapazität (maximal etwa 500 Kilo) auszuschöpfen versuchte. Wir haben es nie versucht, aber er soll dann nahezu unfahrbar gewesen sein.
Als Motorisierung standen ein 3,9-Liter-Reihensechszylinder (135 PS), ein 4,6-Liter-V8 mit 170, 230 oder 250 PS sowie der bekannte 5,7-Liter-V8 mit bis zu 325 PS zur Wahl. Die schärfste Variante mit einem Dreifach-Vergaser schaffte den Sprint von 0 auf 60 Meilen (0 auf 96 km/h) in sieben Sekunden und kam auf eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. 22’246 El Camino konnten gleich im ersten Jahr abgesetzt werden und damit übertraf Chevrolet die Verkaufszahlen des Ranchero von Ford locker. Und das, obwohl der El Camino bei weitem nicht so ausgereift war wie der Ford, eine geringere Ladekapazität hatte und eben auch kein Fahrwerk, das auf den Transport von schwereren Lasten ausgelegt gewesen wäre. Er sah einfach sehr gut aus, dieser erste El Camino, und ist heute ein absolutes Kultobjekt.
Ein Jahr später sah es wieder ganz anders aus: die Chevys waren kleiner und schlichter geworden und das neue Design-Programm von Mitchell setzte sich durch. Prompt fielen die Verkaufszahlen, nur noch 14’163 Exemplare konnten verkauft werden – und General Motors verordnete Chevrolet eine Denkpause in Sachen El Camino. Erst 1964 kam die zweite Generation auf den Markt, nun auf Basis des Chevrolet Chevelle. Zu Beginn verzichtete Chevrolet auf den Einbau der besonders starken Motoren in den neuen El Camino, er sollte jetzt mehr ein «Utility» sein als ein Personenwagen, doch der Kundschaft passte das gar nicht. Schon 1966 gab es dann wieder die richtig grossen Brocken mit 6,5 Liter Hubraum und bis zu 375 PS. «SS» hiess das Zauberwort.
Die dritte Generation fusste auf der zum Modelljahr 1968 erneuerten Chevelle und wuchs in den Abmessungen leicht. Eine neue High Performance Super Sport-SS396-Version wurde, wie auch in der Chevelle, angeboten. Die Modelle 1969 unterschieden sich kaum von den Vorjahresausführungen, 1970 aber erfolgte ein größeres Facelift, und der 396 cui wurde durch den neuen 402 cui (6,6 l) V8 ersetzt, die Modellbezeichnung SS396 blieb jedoch erhalten. Chevrolets leistungsstärkster Motor wanderte in eine Handvoll El Caminos, nämlich LS5 und LS6 mit 7,5 Litern Hubraum.
Zu diesen, mit dem 454er BigBlock ausgestatteten Modellen, gehört auch das hier angebotene Traumauto. Die extrabreiten 295er Reifen lässt das Riesen-Aggregat mühelos durchdrehen und die Maschine fährt sich dabei leichtfüssig wie ein modernes Fahrzeug. Alles an diesem Wagen wurde aufbereitet oder ersetzt und die Lackierung wurde in der Schweiz gemacht.
Der El Camino ist eingelöst und fahrbereit. Besichtigung und Probefahrt auf Anfrage. Verkauf im Kundenauftrag.
Preis: 65’000 CHF
Details
– Jahrgang 1970
– Neuer Vergaser
– Neuer Alternator
– Neue Wasserpumpe
– Neue Bremsen
– MSD-Hochleistungszündbox
– Motor komplett erneuert/revidiert
– Schweizer Lackierung
– DAB-Radio
– MFK
– 65’200 km
– 365 PS
– US-Import
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