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Dieses Ziel wolle man vorzugsweise mit Verhandlungen erreichen, sonst müsse man spätestens im Sommer eine Klage einreichen. Lufthansa rechne damit, schon im Winter rund 30 Millionen Euro weniger Gebühren an die Fraport zahlen zu müssen. Indirekt drohte der Lufthansa-Chef auch damit, Flüge aus Frankfurt an andere Drehkreuze der Lufthansa-Gruppe zu verlegen. Zumindest die Umsteiger gingen dann dem Frankfurter Flughafen als Passagiere verloren.
Spohr kritisierte auch das Land Hessen, das grösster Fraport-Anteilseigner und gleichzeitig Genehmigungsbehörde für die Rabattstaffel ist. "Hessen subventioniert den schärfsten Gegner des grössten Arbeitgebers in Hessen."
Zuvor hatte Lufthansa bekanntgegeben, dass sie fünf weitere Airbus A350 in München stationieren will. Dieser kleinere und damit leichter zu füllende Langstreckenjet werde zu Verschiebungen innerhalb des Multi-Drehkreuz-Modells der Lufthansa-Gruppe führen, meinte Spohr. München werde eine grössere Rolle spielen und auch von Düsseldorf könne er sich Fernflüge der Tochter Eurowings vorstellen.
Doch zumindest in München sind die Möglichkeiten für Wachstum begrenzt, wie Spohr selbst einräumte. Um dort tatsächlich eine grosse Zahl neuer Flüge anzubieten, brauche der Flughafen die von der Branche seit langem geforderte neue Startbahn./ceb/stw/she
(AWP)