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Eine im April 2021 vor Ort durchgeführte Erhebung zeigt, dass der Leerstand an Geschäftsflächen in der Stadt Freiburg abnimmt: 94 Prozent der Schaufenster im Erdgeschoss sind belegt. Dies deutet auf eine erfreuliche gesamtwirtschaftliche Dynamik hin, auch wenn sich viele Geschäftstreibende weiterhin in einer angespannten Lage befinden.
Die Stadt Freiburg kann auf eine gesunde Handelsstruktur zählen: So lautet die Schlüsselerkenntnis der im Frühjahr 2021 durchgeführten Analyse zum Geschäftsleerstand. Die Erhebung wurde in Form einer Zählung der für wirtschaftliche Aktivitäten zur Verfügung stehenden Flächen und Schaufenster im Erdgeschoss durchgeführt.
Das Burgquartier behält seinen traditionellen Charakter
Im untersuchten Gebiet, das durch den Ortsplan (Plan du Dosage des Fonctions) definiert ist, befinden sich 726 Geschäfts- und Büroflächen, die den Grossteil der Einkaufsstrassen der Stadt repräsentieren. 682 dieser Flächen, also 94 Prozent, sind belegt: zu 45,3 Prozent von Dienstleistern, zu 33,4 Prozent von Geschäften und zu 24,5 Prozent von Restaurants. Bei den Restaurants sind es 34,7 Prozent Fastfood- und/oder Take-away-Betriebe. Die Leerstandsquote beträgt daher nur 6 Prozent und liegt damit nahe am konjunkturellen Gleichgewicht von 5 Prozent.
Im Burgquartier wurden 261 Flächen gezählt, wovon 247 belegt sind; das entspricht einer Leerstandsquote von 5,4 Prozent. Dieses Quartier bewahrt einen traditionelleren Charakter als die Stadt als Ganzes: Der Anteil der Geschäfte liegt bei 43,7 Prozent und derjenige der Fastfood-Restaurants bei nur 26,5 Prozent.
Diese Zahlen sind positiv, sowohl in absoluten Zahlen als auch in Bezug auf ihre jüngste Entwicklung im Vergleich zu früheren Umfragen. Der Leerstand nimmt seit der Veröffentlichung der vorherigen Analyse (2018) weiter ab.
Dynamisches lokales Gewerbe
Trotz einer unsicheren Zeit haben in der Stadt Freiburg viele Geschäfte aller Art eröffnet. Das ist ermutigend und zeigt die Dynamik des lokalen Handels sowie einen Trend zur Rückkehr der Geschäfte ins Stadtzentrum. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass die Anzahl der Dienstleistungstätigkeiten, die von den Eigentümern oft als stabiler angesehen werden, im Vergleich zu den Handels- und Restauranttätigkeiten stetig zunimmt. Dies könnte letztlich zu einem Rückgang der Attraktivität bestimmter touristischer Gebiete sowie zu einem Anstieg der Flächenpreise führen.
Auch die Zahl der verbauten Schaufenster, ein echtes Ärgernis für die Innenstadt, nimmt ab. Dies bleibt jedoch ein Problem für die Stadt, die ihre Kommunikationsbemühungen zur Bekämpfung dieses Phänomens intensiviert, insbesondere durch die Kulturregie.
Trotz dieser guten Ergebnisse ist sich der Gemeinderat bewusst, dass die individuelle Situation der Händlerinnen und Händler, insbesondere derjenigen, die ihre Tätigkeit gerade erst aufnehmen, durch die mit dem Coronavirus verbundene Krise angespannt ist. Er erinnert daran, dass die Stadt Freiburg über eine zentrale Anlaufstelle für Informationen und Unterstützung für Unternehmen sowie eine Mikrokreditgesellschaft für Handel, Gewerbe und Dienstleistungen (Effort Fribourg SA) verfügt.
Belegung der Geschäfts- und Büroräume in der Stadt Freiburg, Erhebung vom April 2021
Verteilung und Entwicklung der Aktivitäten in der Stadt Freiburg
Belegung der Geschäfts- und Büroräume im Burgquartier, Erhebung vom April 2021
Verteilung und Entwicklung der Aktivitäten im Burgquartier