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(12.12.2018) Obwohl es die Bundesverfassung gebietet, ist die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt noch nicht erreicht. Laut dem Nationalen Barometer zur Gleichstellung, das von der Hochschule Luzern erstellt wurde, wollen 98% der Frauen und 88% der Männer, dass Massnahmen getroffen werden, um dies zu ändern.
Für die im Sommer 2018 durchgeführte Meinungsumfrage wurden 1'852 erwerbstätige Personen zwischen 18 und 65 Jahren zu ihrer Wahrnehmung der Gleichstellung von Frau und Mann in der Arbeitswelt befragt. Allgemein nehmen 80% der befragten Erwerbstätigen immer noch eine Lohnungleichheit zulasten der Frauen wahr. In dieser Stichprobe fühlen sich zwei Drittel der Frauen, wenn es um die Vergütung geht, im Vergleich zu den Männern weiterhin diskriminiert. Die Ergebnisse decken sich mit denen aus anderen nationalen oder internationale Studien.
Neben dem Lohn weisen weitere Indikatoren auf das Ausmass der Ungleichbehandlung hin. Frauen fühlen sich auch beim Zugang zu Führungspositionen und politischen Ämtern diskriminiert. Während 2% der Männer sich beklagen, Opfer von sexueller oder sexistischer Belästigung am Arbeitsplatz gewesen zu sein, beläuft dieser Anteil bei Frauen auf 17%. Mehr als die Hälfte der befragten Erwerbstätigen (57%) fühlten sich zudem aufgrund ihres Geschlechts am Arbeitsplatz diskriminiert. Nach Geschlechtern getrennt, beträgt der Anteil bei Frauen 71%, bei Männern dagegen nur 43%.
Um diesen Zustand zu ändern, wollen 93% der im Rahmen der Studie befragten Männer und Frauen, dass Massnahmen für mehr Lohngleichheit ergriffen werden. Das Spektrum der diesbezüglich genannten Vorschläge deckt den juristischen Bereich, also das Arbeitsrecht und das Unternehmensrecht, ab, wobei die Lohntransparenz ganz oben auf der Liste steht.
Letzte Änderung 12.12.2018