Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/107882

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht zu folgenden Fragen auszuarbeiten:</p><p>1. Welche gesetzlichen Modelle zur Organspende bestehen in den verschiedenen europäischen Ländern?</p><p>2. Wie sind die Erfahrungen der Länder mit einem Widerspruchsmodell nach österreichischem Muster?</p><p>3. Wie hat sich die Lage in der Schweiz in Bezug auf benötigte und zur Verfügung stehende Organe in den letzten Jahren entwickelt?</p><p>4. Erachtet er angesichts des Notstandes verfügbarer Organe und in Berücksichtigung der Erfahrungen anderer Länder eine Änderung der gesetzlichen Regelung als notwendig oder prüfenswert?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt, dass in der Schweiz nicht genügend Organe für Transplantationen zur Verfügung stehen. Immerhin hat die Zahl der Organspenden und Transplantationen seit dem Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes im Juli 2007 zugenommen (21,3 Prozent Zuwachs bei Leichenspendern aus der Schweiz und 15 Prozent Zuwachs bei Transplantationen von Leichenspendern aus der Schweiz zwischen 2007 und 2009). In dieser Zeit ist allerdings auch die Anzahl der Patienten auf der Warteliste überdurchschnittlich gestiegen. </p><p>Neueste und umfassende Studien zeigen, dass die unterschiedlichen Spenderaten in verschiedenen Ländern nicht mit der Widerspruchslösung erklärt werden können. Der Bundesrat ist aber bereit, die Frage der Widerspruchslösung wie auch andere Massnahmen (Eintrag im Führerausweis, nationales Spenderegister, Indikationen für Eintrag in Warteliste usw.) in diesem Bericht zu prüfen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.