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Die Geschäftseinheit Landwirtschaftliche Forschung (GLF) des Bundesamtes für Landwirtschaft hat sich im Jahre 2000 entschieden, einen „Foresight“-Prozess durchzuführen. „Foresight“ heisst, einen systematischen Blick in die Zukunft zu werfen, um Folgerungen für das Tun oder Lassen in der Gegenwart ableiten zu können. Foresight wird international von einer wachsenden Anzahl Ländern und Organisationen angewendet. Die Szenario-Technik erschien uns zur Bewältigung der Aufgabenstellung als die geeignete Methode. Als Ergebnis entstanden zwei sehr unterschiedliche, aber in sich konsistente Szenarien (alternative Zukunftsbilder). Aufbauend auf den zwei entwickelten Szenarien erstellten wir eine zukunftsrobuste Leitlinie mit konkreten Massnahmen. Die Resultate zeigen, dass bei den organisatorischen Massnahmen die Motivation und Ausbildung der Mitarbeitenden Schlüsselfaktoren sind. Bei den fachlichen Massnahmen konzentriert sich vieles auf die Themen Gesundheit und Sicherheit der Lebensmittel. Es liegt nun in den Händen der Entscheidungsträger, inwieweit sie die Empfehlungen von Foresight in die strategische Unternehmensplanung aufnehmen und umsetzen.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.