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Nach der 0:6-Niederlage schafft das junge Neuhauser Herren im Spiel 2 zuhause das Comeback mit einem ebenso klaren 6:1-Heimsieg. Am Sonntag um 15:00 Uhr fällt in Cassarate bei Lugano die Entscheidung wer im Superfinal am 28.5.22 den Titelverteider ZZ-Lancy herausfordern wird.
Wie am Freitag in Lugano war auch das heutige Rückspiel viel mehr umkämpft als das Schlussergebnis zeigt. Diesmal entschieden die Neuhauser die drei Fünf-Satz-Partien für sich, was für den 6:1-Heimsieg entscheidend sein sollte. Beide Teams vertrauten auf die gleiche Aufstellung.
- Mauro Schärrer (A19) – Szilard Gyorgy (A20): Der jüngste Spieler in der Halle startete gut in die Partie gegen den Linkshänder aus Ungarn und hatte bei 10:8 und 11:10 die ersten Satzbälle. Seinen vierten Satzball verwertete er dann zum 13:11. Im zweiten Satz verpasste Schärrer den Auftakt und lag schnell mit 1:7 im Rückstand. Er kam in der Folge wieder besser ins Spiel, aber der Rückstand war zu gross (6:11). Der dritte Satz startete ausgeglichen bevor Schärrer bei 2:2 drei Eigenfehler in Serie produzierte und 2:5 im Rückstand lag. Er blieb aber konzentriert im Spiel und kämpfte sich über 4:6 zum 6:6 heran. Dann Riss der Faden gegen den gut spielenden Gyorgy (6:11). Im vierten Satz lief das Spiel lange Zeit für den Neuhauser. Beim 9:5 hatte er sich einen soliden Vorsprung erarbeitet, beim 10:8 die ersten zwei Satzbälle. Er machte jedoch drei Fehler in Serie und sah sich beim 10:11 mit dem ersten Matchball für Gyorgy konfrontiert. Schärrer wehrte diesen zwar ab, aber Gyorgy verwertete seinen zweiten Matchball und brachte Lugano 1:0 in Führung.
- Elias Hardmeier (A20) – Csaba Molnar (A20): Gegen den am Vortag überragend spielenden Ungar lag Hardmeier am Nebentisch rasch mit 3:7 im Rückstand. Er kam in der Folge besser ins Spiel und holte zum 10:10 auf. Bei 11:10 hatte er seinen ersten Satzball, den er nicht verwerten konnte. Das Spiel wogte hin und her und beim Stand von 16:17 machte Molnar den entscheidenden Punkt zum Satzgewinn. Auch im zweiten Satz ging es im gleichen Stil weiter. Beim 8:6-Vorsprung für Hardmeier lag erstmals ein Spieler mehr als einen Punkt voraus. Hardmeier steigerte sich gegen Satzende und machte nochmals zwei Punkte in Folge. Bei 10:6 hatte er vier Satzbälle, wovon er drei nicht verwerten konnte. Molnar zeigte nochmals sein grosses Können, aber Hardmeier liess sich nicht aus dem Konzept bringen und erzielte mit dem 11:9 den wichtigen Satzausgleich. Im dritten Satz dominierte Hardmeier zu Beginn bis zum 6:3. Dann kehrte Molnar ins Spiel zurück und machte Punkt um Punkt (8:11). Im vierten Satz ging es im gleichen Stil weiter bis zum 5:5. Nach einigen Topspin-Ralleys konnte Hardmeier die langen Ballwechsel für sich entscheiden (11:7). 5. Satz Bei der 3:0-Führung von Hardmeier nahm Molnar sein Timeout. Das nützte ihm nichts mehr, Hardmeier hatte eine Lauf und siegte mit 11:3! Nach rund 50 Minuten Spielzeit war dies ein sehr wichtiger Neuhauser Punkt zum 1:1 Ausgleich.
- Filip Karin (A20) – Simone Spinicchia (A20). Karin verpasste den Auftakt und lag rasch mit 4:9 im Rückstand, seine Aufholjagd startete zu spät (7:11). Karin war nun im Spiel und steigerte sich weiter (11:7). Im dritten Satz spielte er sich in einen Lauf und lag rasch 8:2 in Front und gab den Satz nicht mehr her (11:4). Im vierten Satz hatte Karin mit 1:5 einen Fehlstart, kam zum 4:6 heran, bevor Spinicchia fünf Punkte in Serie zum 4:11 buchte; 5. Satz: 0:2, 2:2, 4:2 für Karin, dann kippte das Spiel für Spinicchia. 4:7, 5:9 lag Karin hinten, kämpfte sich zum 8:9 heran. Spinicchia nahm sein Timeout, Karin liess nicht mehr locker und machte vor seinem Siegesschrei drei Punkte in Serie. Neuhausen geht erstmals in Führung 2:1!
- Hardmeier – Gyorgy: Das Spiel startete ausgeglichen. 4:4, 6:6, dann machte Gyorgy vier Punkte in Serie. 6:10, Hardmeier gab sich nicht geschlagen und wehrte vier Satzbälle ab und stahl den Satz mit 13:11. Hardmeier startete besser in den zweiten Satz.5:2, 5:5, 7:5, 7:7, bei 7:8, lag er erstmals hinten, bei 8:10 hatte Gyorgy wieder zwei Satzbälle, den ersten verwertete er. Nun war Hardmeier wieder am Drücker. 6:1, 7:5, dann gingen zwei lange Ballwechsel mit Topspin-Ralleys zugunsten von Gyorgy aus, 7:7, Nun nahm Hardmeier sein Timeout, was vorerst nicht half (7:10). Er wehrte diesmal drei Satzbälle ab und siegte in Extremis mit 16:14. Mit der 2:1-Satzführung im Rücken startete Hardmeier auch in den vierten Satz start. Beim 5:3 bezog Gyorgy sein Timeout, Hardmeier baute seine Führung auf 7:3 aus, dann folgten wieder vier starke Ballwechsel zugunsten von Gyorgy (7:7). Hardmeier blieb davon unbeindruckt und macht seinerseits vier Punkte in Seire zum 11:7-Sieg. Neuhausen lag nun 3:1 in Führung!
- Schärrer – Spinicchia: Wie gestern sollte auch dieses Spiel über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. Schärrer startete schlecht und verlor den ersten Satz deutlich mit 5:11. Auch im zweiten Satz lag er lange zurück, bevor er plötzlich ins Spiel kam und das Spiel drehen konnte (11:8). Auch der dritte Satz verlief ähnlich. Bei 7:9 buchte Schärrer vier Punkte zum 11:9. Im vierten Satz verlief es umgekehrt, Schärrer führte 7:5 und Spinicchia machte sechs Punkte in Serie (7:11); 5. Satz: Bei 5:4 wurden letztmals die Seiten gewechselt. Schärrer gab die Führung nicht mehr aus den Händen (11:6). 4:1-Führung für Neuhausen!
- Karin – Molnar: Der Neuhauser startete stark und siegte im ersten Satz mit 11:7. Im zweiten Satz spielte Karin wie aus einem Guss und hatte 10:4 sechs Satzbälle. Den dritten verwertete er zum 11:7 und 2:0-Satzführung! Auch im dritten Satz liess Karin nichts mehr anbrennen. Der Satz verlief ausgeglichener: 4:2, 4:4, 5:4, 7:4, 7:6, 9:7 lag Karin in Front und siegte wiederum 11:7, Neuhausen führt vor dem Doppel mit 5:1!
- Doppel: Hardmeier/Schärrer – Molnar/Gyorgy: Die Neuhauser Schweizer Meister lagen in diesem Spiel im Vorteil, konnten ihre spielerische Stärke aber erst beim 5:8-Rückstand ausspielen. Sie machten sechs Punkte in Serie zum 11:8. Ähnlich verlieft der zweite Satz. 2:6 lagen Hardmeier/Schärrer im Rückstand und machten sechs Punkte in Serie. Über 8:6, 10:8 und 12:10 ging das Neuhauser Duo 2:0 in Führung. Im dritten Satz starteten die Neuhauser wiederum schlecht in den Satz und lagen schnell 3:8 im Rückstand. Sie kamen nochmals auf 8:10 heran, verloren aber mit 8:11. Der vierte Satz verlief ausgeglichen, Lugano lag ein paar Punkte vorne bevor Neuhausen bei 8:8 nach einem langen Ballwechsel ein unglaublicher Punkt gelang. Mit dem Sieg vor Augen liessen sich die Neuhauser nicht mehr weg von der Erfolgsstrasse bringen und siegten mit 11:9. Neuhausen gewinnt 6:1 (19:11). Das Neuhauser Team erhält eine Standing Ovation für dieses grossartige Comeback.
Was vor Spielbeginn wohl niemand getippt hätte, ist eingetroffen. Neuhausen kehrt in diese Play-Off-Serie zurück und erkämpft sich das dritte Spiel am Sonntag in Cassarate bei Lugano. Das dritte Spiel in drei Tagen wird entscheiden, wer Schweizer Meister ZZ-Lancy ins Superfinal folgen wird. Man braucht kein Hellseher zu sein um ein Spiel auf Biegen und Brechen zu erwarten.