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Das südliche Kung Fu entstand der Überlieferung zufolge im Süd-Shaolin-Kloster in der Provinz Fujian. Da es der Legende nach mehrere südliche Shaolin-Klöster gegeben haben soll (Quanzhou, Putian und sogar in der Provinz Guangdong), ist nicht ganz klar, von welchem Kloster aus die Verbreitung der Stile stattgefunden hat.Entstanden sind die Stile nach der Zerstörung des Klosters (das als Hort der Rebellen galt) durch die Armeen der Qing-Dynastie. Fünf Mönchen soll damals die Flucht gelungen sein und sie begründeten anschliessend die fünf Hauptrichtungen der südlichen Kung Fu-Stile. Heute sind vor allem Hung Kuen (mand. Hong Jia Quan) und Choy Lee Fut (mand. Cai Li Fo) die herausragenden südlichen Kung Fu-Stile. Wir unterrichten in unserer Schule traditionelles südliches Kung Fu in der Tradition der Familie Wu aus Guangzhou (siehe dazu auch die Homepages www.wushu.de und www.qigong-zentrum.de der Hauptvertreter der Familie Wu).
Dieser Stil geht zurück auf den in Festland-China bekannten Wushu-Meister Wu Shaoquan (1909 - 1967), der zusammen mit seiner Frau Xiao Yanzhen (gest. 2012) im letzten Jahrhundert in Guangzhou das Wu Shi Wuguan begründete. Wu Shaoquan war ein Schüler des berühmten Meisters Lam Sai Wing (Lin Shirong), der wiederum ein Schüler des südchinesischen Volkshelden Wong Fei Hong (Huang Feihong) war. Wu Shaoquan ergänzte das Hung Kuen, dass er von Lam Sai Wing erlernt hatte, mit eigenen, für seine Hung Kuen-Linie charakteristischen Formen, so u.a. mit der Yap Mun Kuen oder der Sheung Tau Man Fu Guan. Dazu ergänzte er den Stil mit Einflüssen aus einem dem Choy Lee Fut ähnlichen südlichen Kung Fu-Stil namens Pak Gar. Der erste Teil der Fuk Fu Kuen sowie die Sei Ping Kuen sind Zeichen dieses Einflusses. Wu Shaoquan verstarb in der für China schwierigen Zeit der Kulturrevolution. Seine Stilrichtung des Hung Kuen fand schliesslich in den 80iger und 90iger Jahren durch seine Kinder Wu Meiling und Wu Runjin (1953 – 2007), welche die 4. Generation repräsentieren, den Weg nach Europa. Heute wird das Wong Fei Hong Hung Kuen bereits in der 5. Generation in der Tradition nach Wu Shaoquan verbreitet. Nebst Pascal Wu Yongxian Rüttenauer, Jiamin Wu, Stefan Schärer und Kai Stadler gehört auch Urs Krebs, Leiter des Wuguan Bern dieser 5. Generation an (siehe auch Stammbaum).