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Das Wichtigste in Kürze
- Der Präsident Syriens ist zu einem seiner seltnenen Auslandsbesuche in den Oman gereist.
- Syriens Machthaber zeigt sich nur selten öffentlich.
Syriens Präsident Baschar al-Assad ist zu einem seiner seltenen Auslandsbesuche in den Oman gereist. Sultan Haitham bin Tarik habe Assad in Maskat empfangen und sein Beileid ausgedrückt nach den Erdbeben in Syrien und in der Türkei, berichtete die omanische Staatsagentur ONA am Montagabend. Nach Worten des Sultans freue sich der Oman auf die Rückkehr Syriens zu «normalen Beziehungen mit allen anderen arabischen Ländern», berichtete die syrische Staatsagentur Sana nach dem Besuch.
Syriens Machthaber zeigt sich nur selten öffentlich. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 reiste er offiziell nur in die verbündeten Länder Russland und den Iran sowie vor einem Jahr in die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich offen gezeigt für ein Treffen mit Assad. Dessen Regierung steht seit Jahren unter Druck durch westliche Sanktionen, der Staatschef selbst ist stark isoliert. Mit ihren Verbündeten kontrolliert Assads Regierung etwa zwei Drittel Syriens.
Syriens Mitgliedschaft in der Arabischen Liga war 2011 ausgesetzt worden, nachdem Regierungstruppen die Proteste im Land gewaltsam niedergeschlagen hatten. Die Emirate bemühen sich seit längerem um eine Annäherung an Syrien. Auch der Oman wirbt für eine Rückkehr Syriens in die Arabische Liga. Unterstützung nach den Erdbeben vom 6. Februar für die Assad-Regierung kam unter anderem von arabischen Nachbarn sowie von Russland, dem Iran und China.