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Die Journalisten haben nicht schlecht gestaunt, als Gérard Depardieu Anfang September durch die Eingangshalle eines nordkoreanischen Hotels stolziert ist. Am 9. September feierte die diktatorisch regierte Republik ihr 70-jähriges Bestehen. Und tatsächlich: Wer steht in Pjöngjang ganz amüsiert auf der Tribüne? Der französische Schauspieler Gérard Depardieu.
Auf ihn getroffen ist unter anderem ein türkischer Journalist der Zeitung «Aydinlik». Im Gespräch offenbarte Depardieu seinen nächsten Coup: Nachdem sich der 69-Jährige bereits die russische Staatsbürgerschaft besorgte, will er als nächstes Türke werden. «Ich werde im Oktober in der Türkei sein und Erdogan treffen», behauptet der Schauspieler und meint Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, 64. Dass er mit autoritär regierenden Männern gut kann, ist bekannt. Mit Russlands Präsident Wladimir Putin, 65, ist er per Du.
2013 nahm Depardieu die russische Staatsbürgerschaft aus Protest gegen neue französische Steuergesetze an. In einem früheren Interview erklärte er, sein Ziel sei es, dereinst sieben Pässe zu besitzen. Der Schauspieler möchte gerne ein Weltenbürger sein. So hatte er Anfang Jahr auch den algerischen Pass beantragt. Später bekräftigte Depardieu, dass er trotz seiner Pass-Sammlung immer noch Franzose sei.