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Das Geschäftsjahr 2022 sei eines der herausforderndsten in der Geschichte des EWO gewesen, hiess es in der Beratung: Schneearmer Winter und wenig Niederschlag führten zu einer tiefen Produktion der eigenen Kraftwerke. Wegen Wassermangels standen die Maschinen 17 Tage ungeplant still. Dazu kamen der Einfluss des Ukraine-Krieges auf die Energielieferungen und die eingeschränkte Verfügbarkeit französischer Kernkraftwerke.
Zwar konnte das EWO den Umsatz um 31,2 Prozent auf 98,35 Mio. Franken steigern. Der Zukauf von Energie aufgrund der Minderproduktion führte aber dazu, dass das EWO unter dem Strich einen Jahresverlust von 2,5 Mio. Franken verzeichnen musste. Der Kantonsrat bekundete Verständnis für die Situation und sah keinen Grund, die Genehmigung der Rechnung und des Geschäftsberichtes zu verweigern.
Kritik gab es aber von der Christlichsozialen Fraktion (CSP) an der Erhöhung des Strompreises um 40 Prozent. Diese stosse an der Basis auf kein grosses Verständnis. Sie sei schwer nachvollziehbar, wo doch das EWO trotz Verlust solide aufgestellt sei. Unter diesen Umständen sei es nicht verständlich, den Strompreis so zu erhöhen, damit unbedingt die angepeilte Rendite des Geschäftskapitals von 4,5 Prozent erreicht werde. Auch die CSP sah aber keinen Grund, dem EWO die Genehmigung der Rechnung zu verweigern.
(sda)