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Anstelle eines Vicus aus dem 1. Jahrhundert nChr. - welcher aus einer keltischen Siedlung hervorging - wurde hier um 370 nChr. ein Kastell errichtet. Dies wohl um den Übergang über die Thièlle zu schützen.
Da dieser Bau seit der Zerstörung um 470 nChr. als Steinbruch diente, zeugen heute nur noch wenige Überreste davon. Das nicht ganz quadratische Kastell wies 4 Ecktürme auf. Die Nord-, West- und Ostmauer wurden zudem mit zwei weiteren Türmen ergänzt, die Ostmauer mit einem. Die Eingänge befanden sich auf der West- und Ostseite. Diese wurden durch zwei weitere seitliche Türme geschützt.
Heute ist ein kurzes Stück der Nordmauer wieder bis auf die Höhe von ca. 50 cm aufgemauert worden. Ein Teil der Nordmauer, die ganze West- und Südmauer und ein Teil der Ostmauer wurde im Pflaster markiert. Das Osttor - insbesondere die beiden Türme - wurde ebenfalls bis auf die Höhe von ca. 50 cm aufgemauert.
Von einem Gebäude innerhalb des Kastells sind heute noch die Grundmauern sichtbar. Es handelt sich um ein Horreum. Dies wurde anstelle eines Vorgängerbaus - vermutlich eines Amtshaus aus der Vicuszeit - erstellt. Von diesem stammen die Raumunterteilungen.