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CO2-Kompensation sieht vor, dass Privatpersonen und Unternehmen ihren persönlichen Ausstoss ausgleichen, indem sie CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten kaufen. Solche Projekte pflanzen beispielsweise Bäume, fördern den Ausbau von Solarstrom, Biogasanlagen und Wasserkraft in Entwicklungsländern und reduzieren so Treibhausgase aus fossilen Energieträgern oder binden diese dauerhaft.
Wichtig ist jedoch: Selbst wenn alle Industrieländer ihre CO2-Emissionen vollständig in Entwicklungsländern kompensieren würden, und damit alle Menschen in den Industrieländern demnach „klimaneutral“ leben würden, können die globalen Klimaschutzziele nicht erreicht werden. Es wird schlicht weltweit zu viel CO2 produziert. Hinzu kommt, dass nicht nur CO2 problematisch ist für die Klimaerwärmung, sondern auch die Stoffe Lachgas und Methan, die im Zuge der Landwirtschaft freigesetzt werden. Der Grundsatz für klimafreundliches Handeln lautet daher immer: Vermeiden, vor reduzieren, vor kompensieren.