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Auf schwarzem Untergrund leuchten eckige Elemente – Polygone – in leuchtenden Farben, wie Orange, Gelb, Rosa oder Blau. Diese Abdrucke von eingefärbten Papierschnipseln werden durch helle, schnell geformte, horizontale Linien miteinander verbunden. Sie geben der Komposition eine Form der Verbundenheit und bilden einen Kontrast zu den vertikal ausgerichteten, grösseren Elementen auf der rechten Seite.
Ab Ende der 1970er-Jahre findet die Bernerin Marguerite Saegesser in ihrer Wahlheimat, den USA, ein neues, zentrales Ausdrucksmittel: die Monotypie. Das Zentrum für Druckgrafik und Monotypie Smith-Andersen Editions in Palo Alto, dem Lebensort der Künstlerin, bietet ihr einen Ort, um sich autodidaktisch der Monotypie anzunähern und zu einem bevorzugtem Experimentierfeld zu entwickeln. Saegesser ist mit der Gründerin des Studios Paula Z. Kirkeby befreundet und ein Grossteil der Drucke wird dort produziert. Oft lassen sich bei Saegesser Form- und Farbtongruppen finden, so auch bei den verschiedenen Drucken der «Peppermint Twigs» (Pfefferminzzweige), die Mitte der 1980er-Jahre entstehen und durch den Titel auch als zusammengehörende Gruppe wahrnehmbar werden.
Anja Seiler
Farbige Formen leuchten im Bild.
Sie sind Gelb, Blau, Pink, Orange und Rot.
Striche verbinden die Elemente.
Die weissen Striche sind schnell gezeichnet,
so vermitteln sie Bewegung.
Der Titel bringt uns auf neue Gedanken:
Pfefferminz-Zweige.
Die Künstlerin ist in Bern geboren
Und lebt lange Zeit in den USA.
Dort experimentiert sie mit der Mono-Typie.
Das ist ein Druck mit vielen Möglichkeiten.
Hier färbt Saegesser Papier-Schnipsel
und druckt damit die farbigen Formen.
Davon gibt es einen Druck.
Eins wie Mono.
Typie heisst Druck.
Daher der Name Mono-Typie.
Sara Smidt