Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03617.jsonl.gz/380

Postkartenset – Grüne Erde
Set aus 7 Postkarten
– 6 verschiedene Aufstriche nach handgemachten Ausmalungen von Stefan Muntwyler
– Cyprische Blaugrüne Erde, Zypern
– Russischgrün, Sibirien
– Böhmische Grüne Erde, Tschechische Republik
– Florentiner Grün, Italien
– Veroneser Grüne Erde, Italien
– Bayerische Grüne Erde, Deutschland
– Jan Victors, Der Gemüseladen De Buyskool, 1654, Rijksmuseum Amsterdam
Bayerische Grüne Erde oder Benediktbeurer Grün, Belgische, Böhmische und Hessische Grüne Erde, Cyprische Grünerde, Kaadener Grün, Rheinische und Tiroler Grüne Erde, Steingrün, Schiefergrün, Seladongrün, Russischgrün oder Wolkonskoit, Veroneser Grüne Erde.
Es ist anzunehmen, dass die vielen Fundorte ebenso bekannt waren wie diejenigen der roten und gelben Ocker, aber seltsamerweise sind Grüne Erden nie Bestandteile der Farbpalette prähistorischer Malereien gewesen. Es existieren keine Darstellungen von Bäumen, Gräsern oder blaugrünem Wasser in den steinzeitlichen Bilderhöhlen. Den Wert von Grünen Erden hat man schon in der Antike zu schätzen gewusst. Plinius berichtet von der creta viridis, einer grünen Kreide, die in der römischen Wandmalerei viel gebraucht wurde. Auch in den Wandmalereien von Pompeji ist Grüne Erde ein wichtiges Pigment.
In den Malschulen des Trecento hat man damit Hautpartien unterlegt, um einen kühlen Kontrast zu den warmen Hauttönen zu erzielen. Die Untermalungen in Grüner Erde zur Darstellung des Inkarnats (Hautfarbe) bezeichnet man als Verdaccio.