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Was bisher geschah
2002 kaufte Greenplant AG die Gebäude der vormaligen Hydroflor AG in Trimstein. Ziel war es, tropische Pflanzen in Bangladesch mit lokalen Bauern aufzuziehen und diese dann in den Treibhäusern der Hydroflor zu akklimatisieren um sie anschliessend hier verkaufen zu können. Zudem importierte die Greenplant AG handgemachte Garten-Tontöpfe aus Bangladesch – beide Vorhaben wurden mit bescheidenem Erfolg realisiert.
Im Januar 2004 wurden der Gemeinde Trimstein verschiedene Projekte vorgestellt, wie die Treibhäuser nach dem 1.1.2005 (Ablauf Mietvertrag der Hydroflor AG) genutzt werden könnten. Im Vordergrund standen das Projekt »Multi-Matte«, welches eine Mehrfachnutzung der Gebäude plante: einen Garten Cash-and-Carry, eine Pflanzenvermietungsfirma (welche eine Halle auch für grosse Feste vermieten wollte) und Büros sowie das Projekt »Bau-Garten«, eine Gesamtvermietung an eine Gartenbaufirma, die auch eine grössere Kompostierungsanlage erstellen wollte.
Die Gemeinde meldete Bedenken bezüglich allfälligen Emissionen an und wies darauf hin, dass allenfalls in der Gemeinde Trimstein noch Bauland für Wohnzwecke ein- bzw. umgezont werden könnte. Aus diesem Grund wurde in den vergangenen Monaten in enger Zusammenarbeit mit Gemeindebehörden, Raumplaner und Grundeigentümer eine sinnvolle Überbauungsvariante erarbeitet, um der Gemeindeversammlung eine Teilumzonung der Neuhausmatte von Gartenbauzone in Wohnzone vorzuschlagen (5000 m2). Und zwar mit den folgenden, übergeordneten Vorgaben:
- Mit dem Abbruch der bestehenden Anlage können die orts- und landschaftsbildstörenden Treibhäuser entfernt werden.
- Als Ersatz soll eine Wohnsiedlung mit einheitlichem Charakter entstehen.
Dabei darf die bestehende Infrastruktur der Gemeinde (Schule, Ver- und Entsorgungsanlagen) nicht strapaziert werden.
Zu diesem Zwecke wurde von der Grundeigentümergemeinschaft, in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, ein Studienauftrag an drei namhafte Architekturbüros erteilt, um Konzeptvorschläge für eine gute Siedlung auf einem Teil des Grundstückes Neuhausmatte zu ermitteln. Das zur Weiterarbeit empfohlene Konzept sollte als Grundlage für die Zonenplanänderung dienen. Sieger des Wettbewerbes und Projektverfassende sind BSR Bürgi Schärer Raaflaub Architekten sia AG aus Bern (www.bsr-architekten.ch).
Des weiteren verpflichteten sich die Grundeigentümer in einem Planungs- und Infrastrukturvertrag im Falle einer Umzonung zur Bezahlung eines Infrastrukturbeitrages("Mehrwertabschöpfung") von Fr 641'250 an die Gemeinde.
Am 12. Juni 2006 stimmten die Trimsteiner an der Gemeindeversammlung mit 84 zu 53 Stimmen bei einer Enthaltung der Umzonung zu.
2008 wurden die Treibhäuser und das Oekonomiegebäude rückgebaut und an anderen Orten wieder aufgebaut. So steht heute das Oekonomiegebäude wieder in Trubschachen und ein Treibhaus in Mazedonien.