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8/4/2015
Film „Le Havre“ am 8. April im Haus am Fallenbach
Marcel Marx, ein früherer Literat und Möchtegern-Künstler, dessen Erfolg wohl „eher künstlerischer Art“ war, ist von Paris in die französische Hafenstadt Le Havre gezogen. Seinen Traum, eine Karriere als Schriftsteller einzuschlagen, hat er aufgegeben und verdient sich mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt als Schuhputzer in der Nähe des Bahnhofs. Doch er ist mit seinem Leben zufrieden und meint, der Gesellschaft auf diese Weise besser dienen zu können. Er lebt in einem kleinen Haus, wo ihm seine liebevolle Ehefrau Arletty und die Hündin Laïka zur Seite stehen. Regelmäßig sucht Marcel in Le Havre seine Stammkneipe auf. Eines Tages trifft er während seines Mittagessens zufällig auf Idrissa, der sich im Wasser unter dem Pier verborgen hat. Der Junge aus Gabun ist illegal, in einem Container versteckt, nach Frankreich eingereist und vor den Behörden geflüchtet. Er wird von Marcel und Laika aufgenommen.
Währenddessen wird bei Arletty Krebs diagnostiziert. Sie hält ihr Wissen um ihre unheilbare Krankheit aber vor ihrem Ehemann geheim, da dieser trotz seines fortgeschrittenen Alters nie erwachsen geworden ist und den Alltag von seiner Frau regeln lässt. Marcel hilft Idrissa trotz aller Widerstände, nach London zu gelangen, wo seine Mutter lebt. Unterstützt wird er hierbei von seiner solidarischen Nachbarschaft, die unter anderem aus dem örtlichen, ihm sonst nicht wohlgesinnten Gemüsehändler, der Bäckerin Yvette sowie dem Sänger Roberto Piazza („Little Bob“) besteht. Dieser gibt im Auftrag von Marcel ein Wohltätigkeitskonzert für Idrissa, um die Schlepper bezahlen zu können. Auch der nach dem Jungen fahndende Kommissar Monet setzt sich am Ende für Idrissa ein. Als er ihn in seinem Versteck auf einem Fischerboot bemerkt, verhindert er die Durchsuchung des Bootes durch seine Kollegen.

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