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Die Untersuchung berücksichtigt fossile Energieträger (Braunkohle, Steinkohle, Öl, Erdgas), Kernenergie und erneuerbare Energien (Wasserkraft, Windenergie, Photovoltaik). Soweit möglich wurden die derzeit in Deutschland bei der Stromerzeugung eingesetzten Technologien als Referenz herangezogen.
Im ersten Teil der Stellungnahme werden Indikatoren zur Bewertung der Nachhaltigkeit definiert, unterteilt in die Dimensionen Wirtschaftlichkeit, Umwelt und Gesellschaft. Den Indikatoren wird anschliessend eine Einheit zugeordnet, z.B. dem Indikator "Landverbrauch" die Einheit m2/GWh. Die anschliessende Bewertung der Energieformen ist detailliert tabellarisch aufgeführt.
Durch Aggregation der Indikatoren findet eine Gesamtbewertung der einzelnen Technologien statt. Die Aggregation anhand der Gesamtkosten, d.h. den Produktionskosten und den externen Kosten, zeigt, dass die Kernenergie die geringsten Gesamtkosten aufweist, gefolgt von Erdgas und Steinkohle. Der grosse Abstand der Kernenergie gegenüber den anderen Energieträgern ist zum Teil dem Umstand zuzuschreiben, dass die deutschen Kernkraftwerke weitgehend amortisiert sind. Die Berücksichtigung der über die Lebensdauer gemittelten Investitionskosten würde das Ergebnis für die Kernenergie erhöhen, aber der Anstieg würde die Rangfolge nicht ändern. Die Sonnenenergie weist mit Abstand die höchsten internen Kosten und Gesamtkosten auf, aber geringe externe Kosten.
Als zweiter Ansatz wird in der Stellungnahme eine Aggregation anhand der multikriteriellen Entscheidungsanalyse durchgeführt. Die anschliessende Gesamtbewertung der Nachhaltigkeit zeigt auf, dass kein System für alle Kriterien das beste Ergebnis aufweist. Viele Indikatoren, die die Kernenergie charakterisieren, stellen sich jedoch als vorteilhaft dar.
Die ILK ist der Ansicht, dass neben den Gesamtkosten die gesellschaftliche Dimension bei Aussagen zur Nachhaltigkeit berücksichtigt werden sollte, denn sie spielt eine entscheidende Rolle bei den Entscheidungsprozessen. Betrachtet man zum Beispiel die Kernenergie, so tragen strittige Punkte wie die langlebigen hochaktiven Abfälle, seltene schwere Unfälle oder die Möglichkeit der Proliferation, nur marginal oder gar nicht zu den externen Kosten bei. Gleichzeitig sind diese Aspekte aber sehr kontrovers und können von grosser Bedeutung für den Entscheidungsfindungsprozess sein.
Die ILKwurde im Oktober 1999 gegründet und besteht derzeit aus zwölf Wissenschaftern und Experten aus Deutschland, Frankreich, Schweden, der Schweiz und den USA.
Quelle
D.S. nach ILK-Stellungnahme, 31. Januar 2004