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Schon seit 1972 erfassen wir im Auftrag des Bundes die Schäden durch Unwetter systematisch anhand von Zeitungsmeldungen. Auf diese Weise ist eine Datenbank mit derzeit über 20'000 Einträgen entstanden, die bei der Gefahrenbeurteilung hilft.
In die vom BAFU finanzierte Datenbank fliessen Schäden verursacht durch Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und (seit 2002) Felsbewegungen ein, die auf natürliche Weise entstanden sind. Wir nehmen keine Schäden als Folge von Lawinen, Schneedruck, Erdbeben, Blitzschlag, Hagel, Sturm und Trockenheit auf. Wenn möglich vermerken wir auch die vorherrschenden Witterungsbedingungen als Ursache in der Datenbank.
Die gesamte teuerungsbereinigte Schadenssumme beläuft sich seit 1972 auf knapp 13.9 Milliarden Franken. Die untenstehende Abbildung zeigt deutlich, dass wenige grosse Ereignisse den Löwenanteil ausmachen. Darunter war das Unwetter vom 21./22. August 2005 mit einer Gesamtschadenssumme von etwa drei Milliarden Franken das schadenreichste Hochwasser in der Schweiz seit 1972.
Jedes Jahr analysieren wir die Einträge in der Datenbank in Bezug auf Ort, Ausmass und Ursache, aber auch auf die zeitliche und räumliche Verteilung der Unwetterereignisse. Die Ergebnisse publizieren wir jährlich in der Zeitschrift "Wasser Energie Luft".
Öffentliche Institutionen können die Schadensdaten von uns auf Anfrage erhalten. Sie dienen somit als breite Informationsbasis für die Gefahrenbeurteilung.