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Domaine Stéphan
Jean-Michel Stéphan hat mehr als 30 Jahrgänge der Côte-Rôtie vinifiziert und ist einer der wahren Meister der natürlichen Weinherstellung (Vins naturels) an der nördlichen Rhône. Seine Weine haben eine lebendige Reinheit, die sie unverwechselbar macht, geprägt von einer Balance aus Energie und Transzendenz, die aus seiner Vision resultiert, makellose Weine ohne jegliche Zusätze herzustellen.
Jean-Michel stammt aus einer traditionellen Landwirtsfamilie. Er erinnert sich, dass sein Grossvater so ziemlich alles anbaute und so erfolgreich war, dass er neun volle Waggonladungen Aprikosen pro Jahr verkaufen konnte. Am Ende seiner Gemüsereihen pflanzte er jeweils Weintrauben an Spalieren, um seine Felder von jenen der Nachbarn abzugrenzen, und verkaufte den aus diesen gekelterten Wein dann in Fässern an lokale Bistros. Zu dieser Zeit wurden die steilen Weinberge der Gegend als so unbedeutend angesehen, dass sie beim Kauf von flachem, fruchtbarem Ackerland neben der Rhône als «Zugabe» verschenkt wurden. So erwarb die Familie das Grundstück, das heute als Les Binards bekannt ist!
Weissweine von Domaine Stéphan
Rotweine von Domaine Stéphan
von Domaine Stéphan
Als Teenager verliess Jean-Michel sein Zuhause, um bei einem gewissen Monsieur Brun im Beaujolais in den Weinbergen zu arbeiten, wo er seine Leidenschaft für die Weinberge und die Weinherstellung entdeckte sowie Freundschaft mit dem jungen Jean-Paul Brun schloss. 1986 beschloss Jean-Michel, seine eigenen Weinberge zu bepflanzen. 1991 holte er seine erste Ernte ein. In den Anfangsjahren verkaufte er die Trauben an Guigal, bis er schliesslich 1994 seinen ersten eigenen Wein produzierte. Im folgenden Jahr begann er mit dem zertifizierten biologischen Anbau, nachdem die Weinberge schon zuvor auf diese Weise bewirtschaftet worden waren. Jean-Michels Weine waren schon immer aus biologisch angebauten Früchten hergestellt und ohne jegliche Zusätze vinifiziert worden – beides war zu dieser Zeit in der Region aber noch unerhört. Obwohl der Familienbetrieb streng konventionell geführt wurde, hatte sich Jean-Michel aus unerklärlichen Gründen seit jeher für den biologischen Anbau interessiert.
Bald darauf wurde er von seinem belgischen Importeur eingeladen, bei einem Salon in der berühmten Brauerei Cantillon Weine auszuschenken. An diesem Anlass traf er zum ersten Mal auf andere Naturweinpioniere. Er erfuhr, dass es noch mehr Menschen gab, die nach einem Weg suchten, natürlichen Wein ohne jegliche Zusatzstoffe zu produzieren, und wurde inspiriert, seine Arbeit fortzusetzen und sich einer Bewegung gleichgesinnter Produzenten anzuschliessen. Er brauchte viele Jahre (und ging dabei einige Irrwege), um seinen riskanten Sans-Sulfit-Stil (ohne SO2-Zusatz) zu perfektionieren, aber eine Kostprobe aus einer seiner Flaschen wird jeden Liebhaber von Syrah oder Weinen aus der nördlichen Rhône-Region bekehren.
Das Weingut bewirtschaftet 5 Hektaren Côte-Rôtie, verteilt auf drei verschiedene Parzellen: Côteaux de Bassenon, Côteaux de Tupin und eine winzige Parzelle in Côte Brune. Jede Parzelle wird je nach Jahrgang separat mit kohlensäurehaltiger oder halbkohlensäurehaltiger Mazeration vinifiziert, ohne Zusatz von Hefe, Enzymen oder SO2. Les Binards stammt aus dem unteren Teil von Tupin.
Im Jahr 2017 trat sein Sohn Romain in die Domaine ein und gemeinsam pflanzten sie weitere 5 Hektaren ausserhalb der Côte-Rôtie-Appellation in den nahegelegenen Orten Roussillon, Vérin, Condrieu, Ampuis und Chasse-sur-Rhône. Aktuell liegt die gesamte Jahresproduktion bei 25’000 Flaschen. Der Betrieb ist biodynamisch ecozertifiziert. Die Leitrebsorte ist Syrah, die durch Viognier, Marsanne, Roussanne und die historische Sorte Sérine ergänzt wird. Die Sérine-Pflanzung stammt noch aus dem Jahr 1896. Die Bödenformationen sind vielfältig und bestehen aus altem Rhône-Alluvium, Gletschermoräne, dunklem Migmatit-Granit mit Biotit, Leukogneis und mit etwas Quarz durchzogenem Gestein.
Winzer
Christian Zündel
Christian Zündel gehört zum harten Kern der profilierten Tessiner Winzer, die in den 80er Jahren begannen, Weine ganz anderer Art als sonst im Tessin üblich zu keltern. Diese Gruppe „junger Wilder" aus der deutschsprachigen Schweiz waren oft Quereinsteiger, hatten wenig Ahnung von Weinbau, aber dafür viel Enthusiasmus und Tatendrang. So auch Christian Zündel, der als Geologe 1976 ins Tessin kam.
Brivio / Gialdi
Für die meisten Weinliebhaber und Weinliebhaberinnen in der Schweiz ist er kein Unbekannter: Guido Brivio. Im Ausland hingegen ist er erst nach langen Jahren unter Weinkennern und Weinprofis in New York oder London sozusagen zum Geheimtipp aus einer winzig kleinen, unbekannten Ecke der grossen internationalen Weinwelt geworden.
Luca Abrate / Tenuta La Meridiana
Die Azienda Vinicola Abrate wurde 1878 von Bernardino Abrate gegründet, der im Dorf auch unter dem Namen „Din-Din" bekannt war, welcher auf das typische Klingeln der zahlreichen Glöckchen zurückzuführen ist, mit denen er die Pferde seiner Kutsche schmückte. Luca Abrate führt die Weintradition im rund 10 Hektar grossen Weingut weiter, tatkräftig unterstützt durch seine Ehefrau Simona. Die beiden Töchterchen werden wohl jetzt schon sanft auf ihre Zukunft vorbereitet.