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Christos Bagios, ehemaliger Mitarbeiter der beiden Schweizer Grossbanken UBS und CS, wird heute in Florida offiziell angeklagt. Er soll sich mit US-Kunden zur Hinterziehung von rund 500 Millionen Doll
Christos Bagios, in den USA wegen Verschwörung zur Steuerhinterziehung angeklagt, soll sich schuldig bekennen wollen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg». Hinweise auf ein bevorstehendes Schuldbekenntnis fänden sich in einem Dokument, welches als «Criminal Information» bezeichnet wird. Heute wird in Florida gegen den Banker offiziell Anklage erhoben.
Für den 26. Oktober sei ein zweiter Gerichtstermin angesetzt. Zu diesem erwartet «Bloomberg» ein Schuldbekenntnis des Bankers. Bagios’ Anwalt Matthew Menchel wollte allerdings keinen Kommentar zu den Spekulationen abgeben.
Bagios soll als UBS-Banker beim Verstecken von rund 500 Millionen Dollar vor den US-Stuerbehörden geholfen haben. Nach 15 Jahren wechselte er 2009 zur Credit Suisse, von welcher er nach seiner Verhaftung entlassen wurde. Ursprünglich verhaftet wurde er aufgrund der Aussage eines weiteren verhafteten UBS-Bankers, Renzo Gadola, der sich ebenfalls schuldig bekannte.
Heimreise verweigert
Bagios, der in der Schweiz und Griechenland Familie hat, wurde am 1. August auf Kaution freigelassen. Er darf allerdings nicht aus Florida ausreisen. Obwohl der griechisch-schweizerische Banker eine Kaution von 650'000 Dollar hinterlegt hat, habe er keinen Anreiz, zurückzukehren, argumentierte die Staatsanwaltschaft. Im Fall eines Schuldspruchs drohen Bagios bis zu 5 Jahre Haft.
Den Antrag auf eine Ausreisebewilligung wies die Richterin in Florida mit der Begründung ab, dies wäre «eine Einladung zur Flucht».
(jev/vst)