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Wie die Legende erzählt, lebte ein Indio-Paar, zusammen mit seinem Volk, am Ufer eines Flusses im Mittleren Westen des Landes. Er war ein starker, mutiger Krieger mit Namen “Itagibá“ – der “starke Arm“. Sie war eine junge, schöne Frau mit Namen “Potira“ – die “Blume“.
Die Beiden waren glücklich und mit ihrem Leben zufrieden, bis eines Tages ihr Dorf plötzlich von einem wilden Stamm aus der Nachbarschaft angegriffen wurde. Ein Krieg begann, und Itagibá musste die anderen Krieger seines Dorfes begleiten, um die wilden Nachbarn in ihre Schranken zu verweisen.
Als sie Abschied nahmen, vergoss Potira nicht eine einzige Träne, aber sie verfolgte in tiefer Trauer den Lauf des Kanus, mit dem ihr geliebter Mann den Fluss hinabglitt.
Alle darauf folgenden Tage stand Potira am Flussufer und wartete voll Sehnsucht auf die Rückkehr ihres Mannes. Und als die Krieger des Dorfes endlich zurückkehrten, befand sich Itagibá nicht unter ihnen. Potira erfuhr, dass ihr Mann tapfer gekämpft hatte, bevor er getötet wurde. Als sie das erfuhr, brach sie weinend zusammen – und sie weinte von da an immerzu, solange sie noch lebte.
Tupã, der Gott aller Indios, hatte Mitleid mit der jungen Indianerin und verwandelte die Tränen Potiras in Diamanten, die sich mit dem Sand des Flusses mischten. Seither findet man die “kristallisierten Tränen“ der Indianerin zwischen dem Sand und dem Kies zahlreicher brasilianischer Flüsse.