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Schweizer Fahnenschwinger
Franz Hug, geboren 1903 in Luzern und nach einer Ausbildung zum Postbeamten in den 30er Jahren ein internationaler Star unter den Fahnenschwingern und auch sonst eine schillernde Figur, führte bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele von 1936 in Berlin an der Spitze der eidgenössischen Delegation seine Fahnenschwünge mit dem weißen Kreuz im roten Feld vor. Nach den Feierlichkeiten, so hieß es später, habe er sich überreden lassen, auch die "Hitlerfahne" zu schwingen. Das gab einen gewaltigen Krach. Hug Franz - Eintrag im Luzerner Telefonbuch: "Olympiafahnenschwinger" - trat aus dem Jodlerverband aus, was dieser jedoch nicht akzeptierte: Der Verräter sollte Verbandsmitglied bleiben, damit er offiziell ausgeschlossen werden konnte. Es kam zum Prozeß, den der Jodlerverband verlor. Die Gerichtskosten brachten den Verband beinahe an den Rand des finanziellen Ruins.
Hug tourte mit seinen „Merry Swiss Alpine Yodlers“ durch die ganze Welt und spielte unter anderem mit Stan Laurel & Oliver Hardy im Film „Swiss Miss“ 1938 mit. Weitere Kurzauftritte hatte er in den Filmen „Cinerama Holiday“ 1955 und "Postman’s Holiday“.
Franz Hug verstarb 1974.
Quelle Biografie:
www.hoerdat.in-berlin.de / www.helveticarchives.ch