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Aus eins werden drei
Am 10. Juni 2009 wurde Patrick Rinderknecht nach Birsfelden gerufen, um eine Fledermaus zu bergen, welche von einer Katze ins Haus gebracht oder dort gefangen worden war.
Die Weissrandfledermaus schien keine offensichtliche Verletzung aufzuweisen, war aber sehr nervös und nahm am ersten Abend nur etwas Wasser an.
Am nächsten Tag bemerkte Patrick etwas Blut auf der Unterlage im Pflegequartier. Die Annahme, es handle sich doch um die Folgen einer Verletzung, erwies sich aber als falsch, denn das Papier bewegte sich und zum Vorschein kam eine frisch geborene Fledermaus. Die nächste Überraschung folgte gleich, denn es wurde noch ein zweites Jungtier entdeckt.
Die frischgebackene Mutter nahm Anfangs nur zögerlich etwas ausgedrückte Mehlwürmer als Futter an und es brauchte mehrere nächtliche Aktionen um sie mit genügend Nahrung zu versorgen. Nach wenigen Tagen frass sie zum Glück selbständig die in einer Schale angebotenen Mehlwürmer.
Zum Verhalten sagt Patrick, dass die Mutter die Jungen anfänglich sofort unter ihren Flügeln versteckte, wenn sich jemand dem Käfig näherte. In der Zwischenzeit vertraut sie ihren Pflegeeltern offenbar mehr, so dass weitere Fotos gelungen sind.
Die beiden Fledermauskinder sind übringes zwei Männchen. Sie werden so schnell wie möglich mit ihrer Mutter gemeinsam ausgewildert.
Text: Paul Zbinden
Fotos von Patrick Rinderknecht und Céline Ernst