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Geschichte
Die Alte Kirche Wohlenschwil stammt aus dem 12. Jahrhundert. Bis Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche viermal baulich verändert. 1653 fand bei Wohlenschwil das entscheidende Gefecht des Bauernkriegs statt. Fast das ganze Dorf wurde mitsamt der Kirche ein Raub der Flammen. Die Kirche wurde wieder aufgebaut, und 1742/43 besass sie äusserlich nahezu die heutige Gestalt. Im 18. Jahrhundert wurde der Chor dem barockisierten Schiff angepasst. 1830 erfolgte der Turmumbau.
Als 1907 bis 1909 die neue Kirche gebaut wurde, hatte die Alte Kirche als Gotteshaus ausgedient. 1930 erwarb die Musikgesellschaft sie zu Probezwecken, und 1946 ging sie in den Besitz der «Vereinigung zur Erhaltung der Alten Kirche» über. 1947 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.
1952/53 ersetzte man den spitzen Turmhelm durch den ursprünglichen Käsbissen. Restaurierte Kirche und Umgebung waren dann im Juni 1953 auch Schauplatz einer grossangelegten «300-Jahr-Feier des Schweizerischen Bauernkrieges».
1955 entstand die Stiftung Bauernmuseum, und 1957 wurde in der Alten Kirche das Schweizerische Bauernmuseum eröffnet, welches den Anforderungen der Zeit jedoch bald nicht mehr genügte und 1993 schliesslich aufgehoben wurde. Der geschichtsträchtige Ort war im Einschlafen begriffen.
Seit 1980 organisiert die Kulturkommission des Dorfes eine breite Palette kultureller Veranstaltungen. Somit geriet die historische Begegnungsstätte nicht in Vergessenheit. Allerdings drohte der Kirche der bauliche Zerfall, was den Gemeinderat dazu veranlasste, eine «Kommission zur Erhaltung der Alten Kirche» ins Leben zu rufen. Aus deren Schlussbericht ging klar hervor, dass sich eine umfassende Sanierung der Kirche aufdrängte. Ebenso klar war aber, dass die Gemeinde diese Sanierung nicht finanzieren konnte. Aus diesem Grund wurde 1996 die «Stiftung Alte Kirche Wohlenschwil» gegründet. Sie setzte sich zum Ziel, das wichtige Baudenkmal vor dem Zerfall zu retten und zu sanieren.