Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03211.jsonl.gz/1526

Die TU-Wissenschaftler installierten in den vergangenen Jahren mehr als 100 Sensoren entlang der Strasse des 17. Juni, die in West-Ost-Richtung - vorbei an der Siegessäule - weitgehend schnurgerade durch den Tiergarten führt. Die Sensoren schicken Daten an die Testwagen, die zusätzlich mit Kameras, Radar und Laser-Scannern ausgestattet sind. Spezielle Computer-Programme verknüpfen alles miteinander. Zu der Teststrecke gehören auch zwei sehr grosse Kreisverkehre am Grossen Stern und am Ernst-Reuter-Platz, die beide als Unfallschwerpunkte gelten.
Unterschieden wird bei der Technik zwischen automatisierten und völlig autonomen Fahren. Automatisiert bedeutet, dass der Computer das Auto fährt, ein Mensch aber das Geschehen überwacht. Autonomes Fahren" entspricht der Bewegung mit Autopilot. Ein Fahrer wäre nicht mehr nötig.
Die TU verfügt zunächst über fünf Testwagen, drei Mercedes, einen BMW und einen VW . Zwei davon sind derzeit technisch so ausgerüstet, dass sie künftig automatisiert auf der Testrecke fahren können. Wann das geschehen soll, war noch unklar. Klar ist, dass immer ein Wissenschaftler hinter dem Steuer sitzen muss, allerdings ohne die Hände am Lenkrad zu haben.
Die anderen drei Autos werden von Fahrern über die Teststrecke gesteuert. Dabei speichern sie alle Daten, die an der Strecke erfasst werden. So sollen die Systeme immer besser lernen, mit dem Verkehr, wechselndem Wetter, Licht und Dunkelheit, Ampelschaltungen, Fussgängern und anderen Autofahrern umzugehen./rab/DP/stw
(AWP)