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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Entspricht die Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren an den ETH den Bedürfnissen der Wirtschaft in allen Bereichen? </p><p>2. Tragen die 2009 für obligatorisch erklärten Praktika in Unternehmen Früchte?</p><p>3. Welche Bereiche der Ingenieurausbildung werden von den Studierenden am meisten nachgefragt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Ingenieure und Ingenieurinnen der beiden ETH sind auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt. Dies lässt sich daraus schliessen, dass Studierende nach Abschluss des Studiums in der Regel problemlos und rasch eine Stelle in der Industrie oder der öffentlichen Verwaltung finden, die ihrer Ausbildung entspricht. Viele bekommen schon vor dem Abschluss Stellenangebote.</p><p>Die Ingenieur- und Informatik-Studiengänge werden laufend dem Forschungsstand sowie den Bedürfnissen der Wirtschaft und Gesellschaft angepasst. Aktuelle Beispiele sind die Studiengänge Data Science an den beiden ETH. Zudem werden die Studiengänge in regelmässigen Abständen durch internationale Expertengruppen evaluiert, in denen üblicherweise auch eine Vertreterin oder ein Vertreter der Wirtschaft Einsitz hat.</p><p>Beide ETH unternehmen grosse Anstrengungen, um angehende Studierende für ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium zu gewinnen. Die Wahl des Studiengangs im Einzelnen liegt jedoch in der freien Entscheidung der oder des angehenden Studierenden. Um bei jungen Menschen frühzeitig das Interesse für naturwissenschaftliche und technische Themen zu wecken, bieten sie unter anderem auch die Möglichkeit an, Matura- und Diplomarbeiten zu erstellen oder Praktikumseinsätze zu leisten. Sie beteiligen sich am Zukunftstag. Junge Menschen können auch an Sommercamps, Workshops und Wettbewerben teilnehmen.</p><p>2. An der EPFL besteht seit 2009 ein Obligatorium für ein Industriepraktikum, um einen Mastertitel in einem Ingenieurstudium zu erwerben. An der ETH Zürich gibt es kein generelles Obligatorium für Industriepraktika. Es ist vielmehr den Departementen überlassen, ob sie Praktika obligatorisch erklären (wie im Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik und im Departement Elektrotechnik und Informationstechnologie) oder nur mit Nachdruck empfehlen (Departement Informatik).</p><p>Praktika scheinen sowohl bei den Studierenden als auch bei den Industriepartnern sehr beliebt zu sein: Die Zahl der von der Industrie angebotenen Praktikumsplätze übertrifft bei Weitem die Zahl der dafür infrage kommenden Studierenden. Zudem fällt die Praktikumsdauer oft länger aus als erforderlich.</p><p>3. Zu den Ingenieurwissenschaften im engeren Sinn werden insgesamt drei Studiengänge an der ETH Zürich und vier an der EPFL gezählt. Im Rahmen dieser Betrachtung sind zudem auch je drei Studiengänge im Bereich Bauwesen und Geomatik sowie drei im Bereich der Informatik und Kommunikationstechnologien berücksichtigt. Die nachfolgenden Rangfolgen beziehen sich auf alle diese Studiengänge im Ingenieurbereich im weiteren Sinn. Die aktuelle Beliebtheit der Studiengänge lässt sich am ehesten an den Neueintritten ins Bachelorstudium ablesen. Der Studiengang Maschineningenieurwissenschaften ist mit 475 Neueintritten 2017 wie bereits in den letzten Jahren der beliebteste Bachelorstudiengang an der ETH Zürich überhaupt. Der Studiengang Informatik liegt mit 324 neuen Studierenden auf dem zweiten Platz der Beliebtheitsskala, gefolgt von Elektrotechnik und Informationstechnologie (211). An der EPFL sind die Studiengänge mit den meisten Neueintritten ins Bachelorstudium 2017 "génie mécanique" (262), "microtechnique" (260) sowie "informatique et systèmes de communication" (an der EPFL separate Studiengänge; zusammen 258). Gesamthaft an den beiden ETH waren 2017 5081 Studierende in Ingenieurwissenschaften, 2340 in Informatik und Kommunikationstechnologien und 1755 in Bauwesen und Geomatik eingeschrieben.</p>  Antwort des Bundesrates.