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Studienauftrag auf Einladung: 2010 Auftraggeberin: Freilager AG, Zürich Mitarbeit: Kathrin Oechslin, Anna Lehmann, Jonas Ringli, Michael Nötzli
Die städtebauliche Setzung des Gestaltungsplans aus Langhäusern und Hochhäusern – eine Komposition die sich auf Siedlungstypologien der fünfziger und sechziger Jahre von Fernand Pouillon in Paris bezieht – wird im Projekt übernommen und dem Vorbild entsprechen interpretiert. Auch atmosphärisch orientiert sich die Ausformulierung der Gebäude an den differenzierten Bildern der Architektur von Fernand Pouillon. Die spezifische Ausformulierung der Baukörper wird über versatzartig angewandte, wiederkehrende architektonische Elemente und ähnliche Materialien zu einer übergeordneten Einheit zusammengebunden. So zeichnen tiefe Rahmen aus Beton die Sockelpartie über ein oder zwei Geschosse aus und markieren Strukturwechsel. Schmale, vorgestellte Balkonschichten orientieren die Gebäude in verschiedene Richtungen. Dieses Fassadenbild erinnert an Bauten im gewerblich geprägten Gebiet.
Die Langhäuser
In den unteren beiden Geschossen finden schmale, in die Tiefe organisierte «Reihenhäuser» mit vorgelagerten privaten Lauben platz. Die zweispännig organisierten Wohnungen der oberen Geschosse dagegen orientieren sich dem Städtebauprinzip der Moderne folgend – und auch zugunsten der passiven Sonnenenergienutzung – mit der vorgelagerten Balkonschicht und den eingezogenen Aussenräumen immer nach Südosten. Die vertikale Schichtung verschiedener Typologien setzt sich im speziell ausformulierten, rückversetzten Attikageschoss mit grossen, nach beiden Seiten gleichwertig orientierten Wohnräumen fort.
Die Hochhäuser
Die Geschosswohnungen in den stehenden Baukörpern folgen ebenfalls dem Prinzip der vertikalen Schichtung. In ein einfaches Trag- und Erschliessungssystem werden in der Vertikalen und von Turm zu Turm unterschiedliche Typen von Wohnungen eingeflochten. Sie Orientieren sich je nach Lage in der Höhe zu den Höfen oder in die Tiefe des Limmattals. Die Bewohner sollen vom weiten Blick auf den Üetliberg und die Stadt Zürich profitieren. Die Grundrisse können entsprechend loftartig offen – oder konventionell kammerartig – ausformuliert werden. Sie sind mehrheitlich so organisiert, dass die Weite bereits beim Eintritt in die Wohnungen erlebbar wird.