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An Klars A., 13. Mai 1993
Du weisst ja genau, dass Publikationen auch als "Aushängeschild" etc. dienen, und da empfinde ich das Weglassen eines Namens schon als ziemlich unfair.
Ich wäre über die Sache nicht so verärgert, wenn ich nicht schon öfters eher unerfreuliche Dinge mit Dir erlebt hätte. Dass Du mich im Januar 1992 z.B. plötzlich ganz dringend sprechen und zu einem Seminar nach Magdeburg einladen willst und Dir dann nicht mal die Mühe machst, meine entsprechende schriftliche Rückfrage zu beantworten, empfinde ich als ebenso taktlos wie die Tatsache, dass Du mit keinem Wort auf den Brief geantwortet hast, den ich Anfang Februar dieses Jahres meinem Manuskript beigelegt habe.
Ich habe Dir damals geschrieben, dass ich mir zwar vorstellen könne, dass für eine Bezahlung meiner Arbeit kein Geld da sei, dennoch wäre ich Dir dankbar, wenn Du Dich darum bemühen, und mir wenigstens einen kleinen Betrag dafür überweisen könntest. Mensch Klaus, ich schreib doch so Zeug nicht, nur damit Du Dich überhaupt nicht drum kümmerst! Im Übrigen hättest Du ja vielleicht auch einmal schreiben können, dass der Text gut bei Dir angekommen ist. Vielleicht hättest Du Dich auch dafür bedanken können? -Vielleicht gibt es ja zu all den Dingen gute und verständliche Gründe. Im Augenblick fühle ich mich aber vor allem verarscht und verärgert von Dir und Deinem (in meinen Augen) ziemlich egoistischen Vorgehen! - Leb wohl und schreibe, wenn Du dazu was zu sagen hast.