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Ursprünglich um 1300 als Burg mit Wehrturm errichtet, entstand in der Barockzeit die heutige Schlossanlage. Über Jahrhunderte bewohnten Mönche des Klosters Einsiedeln das herrschaftliche Anwesen, bevor es sich zu einem einzigartigen Veranstaltungsort für Feiern und Seminare entwickelte.
Aus wirtschaftlichen Überlegungen bemüht sich die Firma Marti um einen Partner oder Nachfolger für sein Zentrum. Die Liechtenstein Academy Foundation übernimmt den Vertrag der Firma Marti und führt hier sein eigenes Seminar- und Tagungszentrum, das indes seine Leistungen auch Externen anbietet. Es entsteht die Schloss Freudenfels AG.
erfolgen die umfangreichen, tiefgreifenden Bauarbeiten, bei deren Abschluss das Schloss unter den Schutz der Eidgenossenschaft gestellt wird.
schliesst das Kloster Einsiedeln mit der Marti Unternehmungen AG einen Pachtvertrag ab: Marti erhält die Nutzungsrechte für das Schloss, wo es ein firmeneigenes Aus- und Weiterbildungszentrum einrichten will. Marti zahlt dafür einen monatlichen Pachtzins, übernimmt vollumfänglich die Renovations- und Umbaukosten und gewährt den Einsiedler Mönchen das Ferienrecht während ihrer Betriebsferien – eine Traumlösung für die Abtei.
stirbt der letzte Einsiedler Statthalter auf dem Schloss und wird nicht ersetzt. Die Statthalterei wird derjenigen von Schloss Sonnenberg (Stettfurt TG) angegliedert. Die Abtei, auf deren Schultern die Last des Unterhalts der Gebäude lastet, sucht nach einer Lösung.
akzentuieren sich - wie landesweit - die Probleme der Land- und Forstwirtschaft, die Erträge schmelzen markant.
geht der Bauernhof in einen Pachtbetrieb des Klosters über.
im Zug der Helvetischen Revolution verliert Freudenfels sein Gebiet und seine herrschaftlichen Rechte, auch diejenigen in Eschenz. Der Besitz der Abtei schrumpft zusammen auf die Schlossanlage, den dazugehörigen Bauernhof und etwa hundert Hektaren Land, bestehend aus Wald, Wiesen, Äcker, Felder und Reben. Der Einsiedler Statthalter behält seine Funktion, ist aber zugleich Seelsorger. Die Erträge der Land- und Forstwirtschaft reichen zunächst für die Entlöhnung der Angestellten und den Unterhalt der Gebäude.
Erwirbt die Abtei Einsiedeln auf Betreiben der Schweizerischen Benediktinerkongregation die Herrschaft Freudenfels und vereint sie mit derjenigen von Eschenz. Dieser Akt steht im Zeichen der Gegenreformation und strebt (erfolgreich) die Rekatholisierung der hiesigen Bevölkerung an. Der Statthalter, ein Einsiedler Mönch, leitet fortan die Geschicke der Herrschaft. Im selben Jahr verkauft die Abtei das auf der andern Seeseite liegende, 1608 erworbene Schloss Oberstaad.
gehören zum Schloss ein Hof, zwei Scheunen, zwei Torkel, ein umfangreiches Territorium und die niedere Gerichtsbarkeit, aus welchen namhafte Einkünfte fliessen.
nach der Eroberung des Thurgaus durch die Eidgenossen nimmt Zürich Freudenfels unter Burgrechtsvertrag (Schutz).
veräussern die damaligen Besitzer, die Herren von Hohenklingen, ihren Besitz an die Erzherzöge von Österreich. In der Folge wechseln Schloss und Gerichtsherrschaft oft den Besitzer. Als Eigentümer treffen wir Junker und Patrizier aus der näheren und ferneren Umgebung an.
entsteht an der Stelle des heutigen Schlosses ein Wehr- und Wohnturm mit dem Zweck, die Gegend und den Handel auf Untersee und Rhein zu sichern.
Kaiser Otto der Grosse schenkt der Benediktiner Abtei Einsiedeln, der heutigen Eigentümerin von Schloss Freudenfels, den Hof Eschenz mit Pfarreirecht und Gericht. Daraus entwickelt sich in der Folge die Gerichtsherrschaft Eschenz.
werden an den Fassaden und Hofmauern Sanierungs- und Renovationsarbeiten vorgenommen. Die Inneneinrichtung wird erneuert.
erfolgt unter Einhaltung der denkmalpflegerischen Vorgaben eine umfassende Renovation und die Umgestaltung aller Gebäude zum Ausbildungszentrum mit wenigen grundlegenden Eingriffen in die alte Bausubstanz. Die Räume werden entsprechend eingerichtet. Der frühere Barockgarten erwacht zu neuem Leben. Zwischen Schloss und Weiberhaus entsteht eine Terrasse. Die früher im Schloss wohnende Bauernfamilie erhält ein modernes Wohnhaus westlich der neuen Scheune.
der Bauernhof erhält eine moderne Scheune im Südwesten der Anlage.
erfolgen diverse Renovations- und Umbauarbeiten im Innern und an den Fassaden des Schlosses. Teilweise werden die Eingriffe aus dem 19. Jahrhundert rückgängig gemacht.
die Kapelle findet ihren neuen Standort im Nordflügel des Schlosses. Das Eingangstor zum Hof entsteht nach alten Bilddokumenten.
die uralte Scheune brennt ab und wird unter Einbezug von Mauerresten wieder aufgebaut. Unmittelbar westlich angrenzend entsteht ein Anbau mit sechs Kammern für Knechte - vermutlich an Stelle eines früheren Bauernhauses.
die im ersten Obergeschoss befindliche Kapelle wird in die südwestliche Ecke der Eingangshalle verlegt.
es folgen weitere Renovationen zur Behebung der Schäden aus der Revolutionszeit (1798-1803) und unmittelbar danach.
erhält das Schloss möglicherweise im Zug einer Restaurierung ein Glockentürmchen.
erfolgt innen und aussen eine dringend notwendig gewordene tiefgreifende Erneuerung der Schlossgebäude unter der Leitung von Baumeister Franz Singer aus Messkirch unter Einbezug der mittelalterlichen Aussenmauern. Es werden zahlreiche zeitgenössische Verzierungselemente wie Stuckaturen, Türbemalungen und Öfen eingebaut. Diese Umgestaltung prägt noch heute das Schlossgebäude, das jetzt die Gestalt eines barocken Landhauses annimmt. Gleichzeitig entsteht neben dem Schloss das sogenannte Weiberhaus mit Back-, Wasch- und Hühnerhaus sowie Kammern für das weibliche Dienstpersonal und einer Dörranlage.
wird der zum Schloss gehörende Bauernhof durch einen neuen unmittelbar westlich an die Scheune angrenzenden ersetzt.
nach zahlreichen Klagen des Statthalters über den desolaten Bauzustand werden einige Reparaturen vorgenommen. In diese Zeit fällt vermutlich die Auffüllung des Halsgrabens und die Entstehung des mauerbewehrten Hofes.
wird der Turm bergseitig durch einen Anbau erweitert. Gleichzeitig erfolgt eine Instandsetzung der alten Gebäude.
Anlässlich eines Verkaufs wird der Gebäudekomplex näher beschrieben. Zur Feste gehören ein Bauernhof, zwei Scheunen und zwei Torkel.
Entstehung eines Wehr- und Wohnturms. Es handelt sich dabei um einen auf einem Felssporn stehenden dreigeschossigen Bau von 7,5 m Seitenlänge aus groben Kieselsteinen, der allein durch seine Lage schon sehr geschützt ist. Auf der Bergseite umgibt ihn ein Halsgraben.