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Wir bieten die minimal-invasive Prostata Arterien Embolisation (PAE) zur Behandlung der benigner Prostatahyperplasie (BPH) in unserem Zentrum an
Die gutartige Prostatavergrösserung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die mit zunehmendem Alter bei einer Vielzahl von Männern diagnostiziert wird. Eine Prostatavergrösserung liegt dabei bis zu 50% aller über 60-jährigen Männer. Beschwerden beim Wasserlösen haben dabei zwischen 24% und 40% der Patienten in dieser Altersgruppe. Diese Beschwerden werden durch die Verengung der Harnröhre versursacht, die durch das Prostata Wachstum bedingt ist. Typische Symptome sind häufiger Harndrang, unvollständige Blasenentleerung und Nachtröpfeln beim Urinieren, Harnverhalt und Inkontinenz. Typisch ist auch die Notwendigkeit eines mehrmaligen nächtlichen Wasserlassens.
Die benigne Prostatahyperplasie wird von einem Urologen diagnostiziert. Dabei ist es wichtig diese Erkrankung von anderen Erkrankungen abzugrenzen, die ähnliche Beschwerden verursachen können. Die Abklärung umfasst dabei üblicherweise eine körperliche Untersuchung, eine Urinstrahlmessung, Blutanalysen, Ultraschalluntersuchung, und eine Schnittbildgebung *Computertomogramm (CT) oder Magnestresonanz Tomographie (MRT)).
Als moderne, minimal-invasive Therapie Option hat sich in den letzten Jahren die Prostata Arterien Embolisation etabliert. Bei dieser nebenwirkungsarmen Methode werden über eine kleine Punktion in der Leistenarterie unter lokaler Betäubung ein sehr dünner Katheter in die Prostata versorgenden Arterien vorgeführt. Schliesslich werden diese Arterien durch Injektion von Mikropartikel verschlossen. In der Folge schrumpft die Prostata und die Symptome die durch die vergrösserte Prostata hervorgerufen werden bilden sich zurück.
Die Grundlage bietet die urologische Abklärung ihrer Beschwerden. Dazu zählen in der Regel eine urologische Untersuchung, inklusive urodynamischer Messungen und der Bestimmung des Restharnvolumens. Weiters wird eine Schnittbildgebung durchgeführt um einen zugrundeliegenden Tumor auszuschliessen. Computertomogramm durchgeführt um Schichtbildröntgen durchgeführt. Danach wird mit dem Patienten in einem persönlichen Gespräch besprochen ob sich die Prostata Arterien Embolisation im individuellen Fall eignet sowie über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Vor dem eigentlichen Eingriff wird ein Harnblasenkatheter gelegt, damit der Harnabfluss während und nach der PAE gewährleistet ist. Überdies erleichtert der Katheter die Positionsbestimmung der Prostata während des Eingriffs.
Nach dem Eintritt auf die Bettenstation, wird ihnen Blut abgenommen und die üblichen Aufnahmeuntersuchungen durchgeführt (EKG, körperliche Untersuchung, Eintrittsgespräch). Danach wird ein Blasenkatheter gelegt. Nach Aufklärung und schriftlicher Einwilligung zum Eingriff, erfolgt am Folgemorgen die Verlegung in den Interventionssaal, wo ihre Leisten rasiert und desinfiziert werden und eine sterile Abdeckung erfolgt. Es erfolgt eine lokale Betäubung, eine Narkose ist für diesen Eingriff nicht nötig. Wenn gewünscht können Beruhigungsmittel verabreicht werden. Es wird schliesslich mit einer kleinen Nadel die Leistenarterie punktiert worüber ein Draht eingeführt wird. Danach werden weitere Katheter in die Arterie vorgeschoben und wiederholt kleine Mengen von Kontrastmittel verabreicht um die Prostataarterien darzustellen. Sie werden wiederholt gebeten für kurze Zeit die Lust anzuhalten um scharfe Angiographie Bilder zu ermöglichen. Nach Embolisation der Prostataarterien erfolgt die Entfernung des Materials aus der Leiste, ein Druckverband wird angelegt. 4-6 Stunden Bettruhe ist danach nötig. Am Folgetag ist in der Regel der Austritt nachhause möglich.
Komplikationen sind insgesamt selten. Dazu zählen Punktionskomplikationen in der Leistenschlagader, also Nachblutungen, Bluterguss oder Gefässverletzung. Sehr selten gibt es allergische Reaktionen auf Kontrastmittel. Da die Nierenfunktion belastet werden kann, sollte dieser Eingriff nicht beim Vorliegen einer schweren Niereninsuffizienz durchgeführt werden. Weiters kann nach dem Eingriff ein "Postembolisationssyndrom" auftreten, was mit Fieber, Müdigkeit, und Schmerzen verbunden sein kann, was aber in der Regel durch übliche Schmerzmittel gut zuhause behandlet werden kann. Bei jeder Embolisation besteht ein Restrisiko einer sogenannte Fehlembolisation mit unerwünschtem Gewebsuntergang von anderen Organen im Becken. Der Behandlungserfolg nach PAE tritt in der Regel im Vergleich zur Operation zeitlich verzögert ein.
Je nach individuellem Befund stehen unterschiedliche Behandlungsoptionen zur Verfügung. Die Vor- und Nachteile der Verfahren werden mit unserer Patienten besprochen.
Die Behandlungskosten werden durch die Krankenkasse übernommen.