Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03482.jsonl.gz/1156

Joseph blieb in 13,31 Sekunden deutlich unter seiner Saisonbestleistung. Zwar lief der Schweizer mit gebührendem Abstand hinter Levy ins Ziel ein, hatte aber als Zweiter seines Vorlaufs einen ebenso grossen Vorsprung auf den drittklassierten Ungarn Vlado Scucs (13,50). Auf seinen vor Jahresfrist in Basel aufgestellten Schweizer Rekord (13,29) fehlten dem 22-jährigen Hürdensprinter zwei Hundertstel, in dieser Saison lief er allerdings noch nie schneller.
«Ab der dritten Hürde habe ich gemerkt, dass das Tempo immer mehr kommt. Ich kam dann immer näher an die Hürden heran und musste darum etwas Tempo rausnehmen», sagte Joseph nach überstandenem Vorlauf. Dass er das Ziel dennoch mit Saison-Bestwert erreicht hat, stimmt ihn zuversichtlich. Im Hinblick auf den nächsten Einsatz am Mittwoch sagte Joseph: «Im Halbfinal sollte mit einem sauberen Rennen mehr möglich sein.»
Der Basler hatte auf diese Saison während einiger Wochen in der Trainingsgruppe von Trainerlegende Rana Reider an der Seite von Olympiasieger Omar McLeod - der sich nicht für Tokio qualifiziert hat - trainiert, was sich zunächst allerdings nicht in den Resultaten gezeigt hatte. «Ich brauchte etwas Zeit, das Neu-Gelernte auf meine Lauftechnik anzuwenden», so Joseph. Auch in dieser Hinsicht erhielt das Schweizer Hürdentalent im Vorlauf des Saisonhöhepunktes eine schöne Bestätigung.
Reais scheitert über 200 m im Halbfinal
Die Olympia-Reise von William Reais endete beim Debüt über 200 m in den Halbfinals. Der 22-jährige Bündner blieb im ersten Halbfinal als Fünfter in 20,44 Sekunden hängen. Der U23-Europameister hatte in Tokio über die halbe Bahnrunde seine persönliche Bestzeit von 20,24 angepeilt, verpasste diese allerdings um zwei Zehntel. «Es ist schwierig zu sagen, wo die entscheidenden Hundertstel liegen blieben», sagte Reais im Ziel gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF.
Eine beinahe kapitale Nachlässigkeit leistete sich Gold-Anwärter Noah Lyles. In Führung liegend nahm der 24-jährige Amerikaner frühzeitig Tempo raus, fiel hinter die zeitgleichen Aaron Brown aus Kanada und Joseph Fahnbulleh (Liberia) auf den 3. Platz zurück und schaffte den Finaleinzug schliesslich in 19,99 erst als Lucky Loser.