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KOTO – Japanisches Saiteninstrument
Das Spiel des Koto ist eine der traditionellen japanischen Künste des Kaiserhofes und wird auch heute noch gepflegt. Schon in Genji Monogatari («die Geschichte des Prinzen Genji»), dem vielleicht ältesten Roman der Welt vom Ende des 10. / Anfang des 11. Jahrhunderts, wird das Koto erwähnt, aufgrund der großen Beliebtheit am japanischen Hofe.
Das Koto ist eine mit 13 Saiten bespannte Wölbbrettzither. Es ist durchschittlich 1,80 m lang und 25 cm breit, aus Holz gefertigt, hohl und nach oben gewölbt im Aussehen. Die Saiten besitzen alle die gleiche Spannung und werden auf 13 beweglichen Stegen, den sogenannten Ji, gespannt. Durch Verschieben der Ji können die verschiedenen Töne eingestellt oder während des Spiels verändert werden. Die Saiten werden mit der rechten Hand gezupft mit eckigen Plektren, die Tsume (爪, „Kralle; Fingernägel“), oder mit bloßen Fingern. Mit der linken Hand werden gleichzeitig die Klangeffekte erzeugt, Saiten gezupft oder durch entsprechendes Niederdrücken der Saiten die Töne um eine halbe oder ganze Note erhöht. Das Koto wird entweder kniend am Boden (in traditioneller Art) oder mit Hilfe von Holzbeinen im Sitzen gespielt.
Für jeden Teil des Instruments gibt es eine mythologische Beschreibung, wobei die Instrumentenform oft mit der eines Drachen verglichen wird. So heißt der obere Rücken „Drachenpanzer“ (竜甲, Ryūko), der untere Teil „Drachenbauch“ (竜腹, Ryūhara), der hintere Teil ist der „Drachenschwanz“ (竜尾,Ryūbi), die vordere Brücke „Drachenhörner“ (竜角, Ryūkaku) und die hintere Brücke „Sitz der Engel“ (天御, Tenmiyo) oder auch „Wolkenhörner“ (雲角, Kumokaku), bezeichnend für die Wolken über den Hörnern des Drachen.
Durch die verschiebbaren Stege ist das Koto sehr flexibel, und es können nicht nur asiatische, sondern auch westliche Stimmungen eingestellt werden. Dadurch lädt das Koto viele moderne Musiker dazu ein, mit japanischer Musik zu experimentieren und sie weiterzuentwickeln.
Textquelle: Wikipedia
Chizuko Hayashi – Kotolehrerin
Chizuko Hayashi fing in 1973 die Lehre des Koto an der Ikutaryu-Koto Schule in Kyoto Todo-Kai an. 1976 hat sie an einem grossen Konzert im Kabuki-Theater in Kyoto teilgenommen und später jedes Jahr an diesem Konzert gespielt.
Chizuko Hayashi wurde nach sechzehnjährigem Studium in Kyoto zur Meisterin des Ikutaryu-Koto ernannt. Danach war sie Assistentin für Keikin Hayashi. Sie erteilte Unterricht an der Oberschule und organisierte Konzerte für Keikin-Kai. Seite 2002 lebt sie in der Schweiz, wo sie an diversen Musikveranstaltungen auftritt und Unterricht gibt sowie Shakuhachi & Koto, Shamisen workshops.
2005 Lesung „Die schlafenden Schönen“ mit Gilles Tschudi.