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Nach seinem 2. Platz am Samstag im ersten von zwei Rennen in Berlin durfte Mortara plötzlich wieder mit dem WM-Titel liebäugeln. Der Romand mit italienischen Wurzeln nahm das letzte Saisonrennen auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof als Gesamtzweiter in Angriff. Doch der Showdown endete für ihn nach einem enttäuschend verlaufenen Qualifying mit Startplatz 13 noch vor der ersten Kurve.
Mortara übersah den auf Startplatz 3 stehen gebliebenen Neuseeländer Mitch Evans und krachte ohne zu Bremsen in dessen Jaguar. Die beiden Autos nahmen beim heftigen Aufprall beträchtlichen Schaden, sodass ein Neustart für die beiden Fahrer nicht mehr in Frage kam. Evans, der nach dem Qualifying als Gesamtvierter als aussichtsreichster Kandidat auf den WM-Titel galt, blieb beim Unfall unverletzt. Mortara musste - obwohl er den Weg zur Box zu Fuss nehmen konnte - mit der Ambulanz zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.
De Vries erster Weltmeister
Obschon die Top 7 der WM-Wertung vor dem 15. und letzten Saisonrennen nur durch neun Punkte getrennt waren, gelang es Mortara, seinen 2. Platz im Gesamtklassement zu verteidigen. Vom Ausfall der Konkurrenz profitierte auch WM-Leader Nyck de Vries. Dem Niederländer reichte ein 8. Platz zum Titelgewinn der erstmals vom Automobil-Weltverband FIA ausgeschriebenen Formel-E-WM.
Den letzten Sieg in der siebten Saison der elektrischen Rennserie sicherte sich Mortaras Venturi-Teamkollege Norman Nato. Für den Franzosen war es eine Premiere. Der frühere Champion Sébastien Buemi verpasste als 14. die Punkteränge erneut und schloss die Saison im enttäuschenden 21. WM-Rang ab.