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Sehenswürdigkeiten
Die plateauartige Höhenkuppe nordöstlich des Dorfes ist das dominierende Wahrzeichen von Baar. Archäologische Untersuchungen belegen mindestens sieben Siedlungsphasen von der Mittelbronzezeit (ab 1550 v. Chr.) bis ins Frühmittelalter (um 700 n. Chr.). In alten Sagen wird das am Ostabhang des Hügels gelegene Erdmandliloch als Wohnsitz der Zwerge beschrieben.
Der historische Dorfkern von Allenwinden mit der Pfarrkirche St. Wendelin von 1749, dem kürzlich restaurierten Gasthaus Adler, dem Pfarrhelferhaus sowie dem Haus Dorfstrasse 4 aus dem 18. und 19. Jahrhundert ist ein ideales Ziel für Wanderungen im Lorzentobel oder am Zugerberg.
Inmitten der wildromantischen Flusslandschaft des Lorzentobels befindet sich dieses einzigartige Höhlensystem: Kleine Seen, Tropfsteininformationen in den unterschiedlichsten Farbnuancen geben jeder Höhle ihren eigenen Charakter.
Der erste Kirchenbau - eine einfache Holzkirche - entstand wohl im späten 7. Jahrhundert. Die heutige Kirche mit dem um 1360 errichteten Turm wurde mehrmals erweitert und umgebaut; bis in die Gegenwart prägend ist die barocke Ausstattung.
Die drei Brücken im Lorzentobel stehen als Symbol für die stets wichtige Verkehrsverbindung von Berg und Tal im Zugerland. Die älteste Holzbrücke mit Ziegeldach datiert aus dem Jahr 1759. Die zweite Brücke, der Bogenviadukt, wurde 1910 fertig gestellt. Sie diente nicht nur dem zunehmenden Automobilverkehr, sondern bis 1955 auch der elektrischen Strassenbahn. Die dritte und jüngste Brücke, eine Spannbetonkonstruktion, wurde 1985 dem Verkehr übergeben.
Der Mühlebachkanal besteht schon seit dem Mittelalter und prägte die Industrialisierung. Grosse Industriebetriebe wie die Obermühle und die Spinnerei Baar nutzten die Wasserkraft zum Betrieb ihrer Maschinen. Heute führt der Kanal quer durch Siedlungsgebiet und betreibt ein kleines Wasserkraftwerk bei der Obermühle. Tafeln entlang des Kanals erläutern die historische Bedeutung des Mühlebachkanals für die Industrialisierung Baars.
Das Baarer Rathaus wurde 1674 erbaut. Das Rathaus gehört der Bürgergemeinde Baar, es ist aber nach wie vor Sitz des Gemeindepräsidenten, der Gemeindekanzlei sowie des Zivilstands- und Erbschaftsamts.
Die reformierte Kirche wurde in den Jahren 1866/67 als erster protestantischer Kirchenbau der Innerschweiz errichtet. In den ersten Jahrzehnten diente sie vor allem der aus dem Kanton Zürich zugewanderten, protestantischen Arbeiterschaft der Spinnerei an der Lorze als kirchliches Zentrum.
Im frühen 13. Jahrhundert errichten die Herren von Hünenberg auf dem Geländesporn hoch über dem Lorzentobel eine Wohnburg, die aber bereits nach 200 Jahren wieder verlassen und später als Steinbruch genutzt wird. 1985 wir die Ruine vor dem endgültigen Zerfall gerettet und sorgfältig restauriert. Seither ist die Wildenburg wieder ein imposantes und öffentlich zugängliches Zeugnis der Baarer Vergangenheit. Ein aufregendes Erlebnis für Burgen- und Mittelalterfans!