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Thursday, 05.06.2014 in the morning we went to the town to make use of the free WiFi from the Target-shop to upload the latest edition of our homepage. Then we visited some sights before we left on the New England Highway to the southwest to reach Tamworth in the afternoon. Good weather. 117 km.
Friday, 06.06.2014 today was sightseeing day at Tamworth. We walked through the park along the Peel river and then into the town. Tamworth is the “Country Music Town of Australia” and so we bought some CD’s with local country music. Good weather.
Friday, 13.06.2014 was a day for washing of clothes, haircuts and walk through the town, internet, etc. Cloudy weather, heavy thunderstorm in the evening.
Saturday, 14.06.2014 after doing some shopping we left Echuca towards the northwest, following the Murray river. Via Kerang we reached Lake Boga, a round lake in the open, flat land. Here we stopped and visited the very interesting Catalina museum. During World War 2 the Australians operated here a basis for the overhaul and repair of their fleet of Catalina and other seaplanes. This place was chosen after the Japanese had flown an attack against Australia in Darwin, destroying a big portion of the Australian Airforce. Unfortunately there is no flying Catalina stationed at Lake Boga anymore. Later we continued to Swan Hill where we stayed for the night. Some rain in the morning, afterwards improving weather. 170 km.
Sunday, 15.06.2014 from Swan Hill we followed the B400 Murray Valley Hwy to Nyah where we crossed the Murray river to New South Wales again. Following smaller roads we visited the Ring Tree, a tree with a branch that has grown round like a ring. Via Kyalite we reached Balranald where we visited the Tourist Information Office to enquire about the roads to the Mungo National Park. We had planned to enter the park from the east, but here some of the roads were closed. Therefore we took the Pringle Mail and Euston Pringle Roads to reach the park from the south on mainly good gravel roads, leading through farmland and forests. At the Mungo NP we stayed at the campground with only two more parties. Good weather. 253 km.
Monday,
16.06.2014 we went to the Wall of China. This is a rock and sandstone
formation along the east coast of the old Lake Mungo, where the westerly
winds have formed these dunes. The lake is not existing anymore since
around 20’000 years, but the depression is still nicely visible. From
the distance the formation looks like a wall, and this is why it’s
called “Wall of China”. Then we continued along the Loop road which goes
around the whole area of Lake Mungo. Long time ago there where many
lakes in this area, and many fossils were found here. Good weather. 67
km.
Von Ro: 02.06. Werner fährt mit Fidibus zu einem Pneuhändler, nein wir benötigen nicht schon wieder neue Reifen aber die Räder müssen neu ausgewuchtet werden. Danach wird Fidibus reisefertig gemacht, der Wasserfilter wird ersetzt, der Wassertank gefüllt alle Kleider und Schuhe eingeräumt und dann kann es bald los gehen.
Dixie ruft uns zum letzten gemeinsamen Mittagessen und dann ist es so weit, es gilt Abschied zu nehmen. Auf der einen Seite wäre man gerne noch ein paar Tage geblieben auf der anderen Seite ruft das Abenteuer und wir freuen uns sehr wieder mit Fidibus unterwegs sein zu können. In Dixie und Claus haben wir wunderbare Freunde gefunden und wir werden sie vermissen, da wir aber ja noch ein paar Monate in Australien bleiben gibt es hoffentlich das eine oder andere Wiedersehen.
Es gilt nun noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen daher fahren wir erst mal nach Coffs Harbour. In der Einkaufsstrasse finden wir schnell was wir suchen und dann geht es raus aus der Stadt. Der Feierabendverkehr hat bereits eingesetzt und die Sonne verabschiedet sich auch langsam. Die Tage sind mittlerweile recht kurz geworden um 17.15 Uhr wird es bereits dunkel.
Unser Ziel ist der Sealy Lookout von wo man einen wunderbaren Blick über Coffs Harbour hat. Hier möchten wir auch übernachten denn das Lichtermeer unter uns ist umwerfend. Leider wird nichts mit dem übernachten, um ca. 21.30 Uhr kommt der Parkwächter und erklärt uns, dass wir hier nicht bleiben dürfen. Auf dem Parkplatz ausserhalb des Parks dürfen wir bleiben. Schade, aber da kann man halt nichts machen.
Die Gegend hier ist für die Wasserfälle bekannt so besuchen wir als nächstes die Ebor Fälle, hier sind es zwei Fälle, auch sie sind keine Rinnsale.
Der Parkplatz des oberen Wasserfalls ist schön angelegt, so bleiben wir gleich über Nacht, störungsfrei.
04.06. Nach einer ruhigen aber eher kalten Nacht 0°, Ebor liegt auf ca. 1300 MüM, nehmen wir mal wieder die Heizung in Betrieb. Schnell wird es kuschelig warm und wir können das Frühstück geniessen.
Der Waterfall Way führt von Bellingen über Dorrigo bis Armidale und wie es der Name schon sagt hat es entlang dieser Strasse mehrere Wasserfälle. Der nächste Fall auf unserem Weg ist der Wollomombi Fall der über die tiefe Schlucht mit demselben Namen fällt. Sehr beeindruckend die Tiefe und Grösse dieser Schlucht.
Armidale eine ländliche Stadt in New England bekannt für schöne Kathedralen, Schulen und schöne Parks. Die Besichtigung verschieben wir auf Morgen Vormittag denn heute ist Waschtag angesagt.
Der Zeltplatz liegt etwas ausserhalb der Stadt und es scheint, dass der grosse Run vorbei ist, es ist ziemlich ruhig.
05.06. Die Besichtigung von Armidale ist schnell gemacht. Zwei grössere Kirchen und ein Spaziergang durch die Fussgängerzone, schöne Parks und englisch anmutende Schulen die offenbar einen guten Ruf haben.
Auf dem New England Highway gelangen wir nach Tamworth, dem Nashville von Australien. Jeweils im Januar finden hier Country Festivals statt mit bis zu 50‘000 Besuchern pro Tag. Die Stadt selber hat ca. 33‘000 Einwohner.
Wir lassen uns auf dem stadtnahen Campingplatz nieder. Bei der Touristinfo holen wir einen Stadtplan und informieren uns über musikalische Darbietungen in der Stadt. Leider ist da eher tote Hose, Karaoke und Rodeo können sie uns für den Abend anbieten aber das ist nicht gerade das was wir in der Country Stadt suchen.
06.06. Vom Campingplatz aus führt ein Spazierweg durch den Park in das Centre der City. Im Park stehen diverse Büsten von bekannten Country Music Sängern die allerdings alle längst tot sind.
Eine Statue mit einem Pferd und einem Soldaten erweckt unser Interesse. Waler wird die Pferderasse genannt, es war oder ist ein sehr robustes, widerstandsfähiges Pferd. Im ersten Weltkrieg schickte man ca. 500‘000 dieser Pferde nach Afrika und Indien da der Waler offenbar 48 Stunden ohne Wasser auskommen konnte/kann. Nach dem diese Pferderasse fast ausgestorben war, vom Krieg kam lediglich ein Pferd zurück, hat sich in Australien eine Gemeinschaft gebildet um den Waler wieder zu züchten. Pferde die man vor Jahren in die Wildnis entlassen hatte wurden nun wieder eingefangen und zur Weiterzucht verwendet. Mittlerweile ist der Waler wieder etabliert in Sport und Freizeit.
Wir erwarteten eigentlich eine Stadt mit Country Music an allen Ecken aber da haben wir uns getäuscht. Wir hören nirgends diese schöne Musik, so kaufen wir uns ein paar CD’s um wenigstens in Fidibus etwas Stimmung zu machen.
07.06. Einen längeren Schwatz mit den Nachbarn hält uns länger auf dem Campinglatz als vorgesehen. Wir überziehen die Zeit wo man den Platz verlassen müsste um eine halbe Stunde, ist aber kein Problem da es nicht Saison ist.
Wir machen nochmals einen Spaziergang in die Stadt um noch zwei Besorgungen zumachen und Werner sucht noch einen Geocache. Geocaching ist sein neues Hobby und d.h. wir machen meistens mehrere Stopps um nach diesen Dingern zu suchen. Nicht immer werden wir fündig aber immer öfters.
Bevor wir Tamworth verlassen müssen wir unbedingt noch zur goldenen Gitarre, das scheint ein Muss zu sein. Die Gitarre ist 8 Meter hoch und ein Abbild der Throphy für den/die beste(n) Songschreiber / Sänger die jährlich vergeben wird.
Nun verlassen wir Tamworth und fahren in Richtung Westen, unser nächstes Ziel ist der Coolah Tops NP. Der Touristdrive Nr. 25 bringt uns nach Werris Creek, hier am Bahnhof stehen jenste Lokomotiven und Güterwagen. Das kann nur heissen, das es hier irgendwo eine Mine gibt und tatsächlich ausserhalb des Dorfes türmen sich Berge von Ausgrabungsschutt.
Von Quirindi nach Caroona bis Tamarang wo wir in Richtung Süden abzweigen. Nun ist die Strasse meistens nicht mehr geteert und führt durch riesige Felder, sogar Baumwolle wird hier angepflanzt. Wir sehen eine grosse Känguru-Familie inmitten eines grünen Feldes, das muss das Schlaraffenland sein für sie.
Die Strasse wird enger und ein Warnschild weist daraufhin, dass bei Regen kein Durchkommen sei. Nun das Wetter ist gut und die Strassenverhältnisse auch, so fahren wir den Pandora-Pass hoch und geniessen die schöne Aussicht auf die hügelige Landschaft. Bis zum NP sollen es noch etwa 30 km sein.
Auf dem Camping gibt es noch genügend Platz, es ist Pfingsten und das bedeutet auch hier ein verlängertes Wochenende, nicht wegen dem Pfingstmontag, nein, es ist der Geburtstag der Queen und das gibt auch den Australiern einen freien Tag. Verlängerte Wochenenden werden meistens für Ausflüge in die NP genutzt.
08.06. Nach einer sehr ruhigen Nacht werden wir von den Kakadus geweckt, vor allem die weiss-gelben Vögel machen einen höllischen Lärm.
Der Tag beginnt etwas hecktisch, während ich die Sachen für das Frühstück aus dem Kühlschrank suche fällt die Rahmflasche um und der grössere Teil des Inhaltes ergiesst sich wunderbar auf den Teppich, Sch… Wären wir auf einem normalen Campingplatz könnten wir den Teppich unter den Wasserhahn halten, hier im NP gibt es kein Wasser. Nun wir schaffen es doch noch den Teppich wieder einigermassen sauber zu kriegen und können endlich das Frühstück geniessen. Der Tag fängt ja gut an.
Judi und Toni, die Nachbarn kommen um sich Fidibus anzuschauen. Wir plaudern noch geraume Zeit danach machen wir einen Spaziergang durch den Park. Bekannt sind die grossen Grasbäume und sie sind wirklich beeindruckend. Die strubligen Grasköpfe machen sie liebenswert. Die abgestorbenen Grashalme oder vielmehr Grasstacheln bilden eine dicke Isolationsschicht welche das Innere des Stammes schützt. Da es ja immer wieder Buschbrände gibt ist das die Lebensversicherung für die Bäume.
Kängis tummeln sich im Wald, auffallend sind die ganz dunkelbraunen Tiere, fast schon so braun wie Bären.
Am Nachmittag verlassen wir den Park und fahren wieder quer durch schönes Landwirtschaftsgebiet. Auf dieser Nebenstrasse herrscht fast kein Verkehr. Unser Ziel Meendoran ist bald erreicht, hier übernachten wir auf einem Gratisplatz. Die Wiese ist gross und man hat genügend Abstand zum Nachbarn.
Wir geniessen noch die letzten Sonnenstrahlen bevor sich die Kälte wieder breit macht.
09.06. Wieder eine recht kalte Nacht (für australische Verhältnisse) -2,5° morgens um 08.00 Uhr. Natürlich wissen wir nicht ob das normale Temperaturen sind für diese Jahreszeit in dieser Gegend.
Die heutige Fahrt geht nach Dubbo. Eine kleine Stadt mit wenig Sehenswertem. Wir kaufen ein paar Sachen ein (der Kühlschrank ist halt klein, da muss man immer mal wieder Einkaufen), Fidibus bekommt den Dieseltank gefüllt und schon geht es weiter nach Parkes und Forbes wo wir übernachten. Die Strecke geht durch Wälder und vor allem wieder Farmland, riesige Felder warten auf den Frühling um neu bestellt zu werden.
In Forbes haben wir einen schönen Campingplatz am Fluss. Bei einem Spaziergang dem Ufer entlang freuen wir uns über die Pelikane die noch die letzten Sonnenstrahlen geniessen. Ueber unsere Köpfe schwirren hunderte von Gala Kakadus, fliegt einer auf folgt die ganze Sippe und setzt sich ein paar Meter weiter wieder ins Gras oder auf Bäume. Ein schönes Schauspiel fürs Auge weniger fürs Ohr.
11.06. Die Reise geht weiter über Jerilderie nach Deniliquin. Hier holen wir uns Infomaterial für Mathoura, unseren nächsten Stopp. Ein Besuch im Museum des Infocentres ist ein Sammelsurium von alten Sachen die bei uns nie den Weg in ein Museum finden würden.
Mathoura hat einen grossen NP und einen Regional Park. Ein schöner Eukalyptus-Wald, ein Feuchtgebiet und natürlich der Murray River mit seinen vielen Möglichkeiten, Kanufahren, Fischen, Baden usw. So lassen wir uns hier für eine Nacht nieder und werden morgen Vormittag den Park erkunden.
Wir befinden uns auch wieder in der fruchtfliegenfreien Zone was so viel heisst wie, keine Früchte und Gemüse einführen. Einen offiziellen Grenzposten gab es nicht aber vorsichtshalber haben wir alle Früchte geschält und das Gemüse gekocht.
12.06. Als erstes besuchen wir das Ried-Feuchtgebiet. Ueber einen Holzsteg gelangen wir zu einem Beobachtungshaus. Leider ist am Vormittag nicht viel los, ein paar Schwäne und Enten tummeln sich im Wasser, ein paar kleine Vögel holen sich Samen von den Schilfrohren. Wir hätten wohl früher aufstehen müssen um mehr Aktivität bewundern zu können. Auf dem Holzsteg und auch in dem Beobachtungshaus werden die einzelnen Vögel und Enten bildlich und mit Rufton vorgestellt.
Maoma, die Stadt auf der NSW-Seite und Echuca, die Schwesterstadt auf der Viktoria-Seite, der Murray River bildet die Grenze zwischen den beiden Staaten. In Echuca war einst der grösste Binnenhafen von Australien beheimatet allerdings nur für kurze Zeit, die Eisenbahn und die Stassen haben der Schifffahrt bald ein Ende bereitet. Heute lebt Echuca vom Tourismus.
Wir bleiben zwei Tage und machen eine der berühmten Schaufelraddampfer Touren auf dem Murray River, dem grössten Fluss in Australien. Am alten Port liegen die schönen, alten Raddampfer am Ufer und dampfen vor sich hin. Wir entscheiden uns für die Adelaide, es soll der älteste Raddampfer von Australien sein. Früher wurde mit diesem Schiff Schafwolle transportiert und bot den Frauen die Möglichkeit mal wieder in die Stadt zu fahren. Das Schiff ist ca. 20 Meter lang und hat nur wenig Platz für Passagiere. Die Fahrt ist ruhig und gemächlich. Werner verbringt die Fahrt im Heizraum, da ist es nicht nur schön warm, er kann sich mit dem Heizer unterhalten und erfährt so einiges über das Schiff.
Einen Spaziergang durch das Städtchen lassen wir bei einem kühlen Bier in einem Pub ausklingen. Es ist allerdings nicht unbedingt Bierwetter, der Himmel hängt voller Regenwolken.
13.06. Der Regen kam tatsächlich und der Morgen ist grau und trüb. Da bei mir Waschtag angesagt ist nehmen wir es gemütlich. Am Mittag haben wir Coiffeurtermin, da es in der Schweiz nicht mehr für einen Haarschnitt reichte holen wir es nun hier nach.
Den Nachmittag verbringen wir mit Cache suchen, Internetle in der Bibliothek und einem Spaziergang durch das Städtchen. Die Sonne hat sich doch noch gezeigt und es wird sofort schön warm. Allerdings zieht am Abend ein Gewitter auf.
14.06. Wow, so ein Gewitter haben wir schon lange nicht mehr erlebt. Blitz und Donner fast gleichzeitig und der Donner ohrenbetäubend. Es „strähzte“ so richtig runter und das über längere Zeit. Die Hochwassermarken die wir am Hafen gesehen haben kommen uns in den Sinn. Aber es geht alles gut aus, die Abwasserrohre auf dem Zeltplatz haben genügend Kapazität um das Wasser zu schlucken.
Heute verlassen wir Echuca, zuerst wird noch heftig eingekauft, das nächste Ziel ist der Mungo NP und da gibt es keine Einkaufsmöglichkeit.
Wir fahren heute bis Swan Hill, am Lake Boga, ein paar Km vor der Stadt, gibt es das Catalina Wasserflugzeug Museum.
Der Lake Boga ist ein fast kreisrunder See, natürlich entstanden, und dieser See war ausschlaggebend um hier eine Servicestation für Wasserflugzeuge zu installieren. Dies geschah 1942 nach dem die Japaner Darwin bombardiert hatten. Hier in Lake Boga wurden Catalinas, Dorniers, Martin Mariners, Walrus, Kingfisher und Sunderland Flugzeuge überholt und geflickt. Das ganze Unternehmen war höchst geheim, für die Kommunikation baute man einen Bunker, alles was reinkam musste ent- und was raus ging verschlüsselt werden. Die Telefonanlage war Tag und Nacht bedient.
Wieder erfahren wir mehr über den Krieg den Japan damals in Asien angezettelt hatte.
Vor Swan Hil reiht sich See an See. Wir staunen als uns die Frau im Museum erklärt, dass hier vor Jahren die meisten Sees ausgetrocknet waren. Das kann man sich fast nicht vorstellen, jetzt sind sie randvoll mit Wasser und die Gegend wirkt recht feucht.
Wir verbringen die Nacht etwas ausserhalb von Swan Hill.
15.06. Heute sind ungeteerte und abgelegene Strassen angesagt. Wir geniessen die fast verkehrsfreien Abschnitte.
Ein Hinweisschild „Ringbaum“ macht uns gwundrig, was ist ein Ringbaum? Die Lösung, ein Baum der aus zwei Aesten einen Ring gebildet hat. Der Ring sieht allerdings eher aus wie ein Herz.
Wir fahren an angeblichen Seen vorbei die wohl schon vor längere Zeit leer gepumpt wurden. An wilden Melonen die einfach so am Strassenrand liegen, ob sie geniessbar sind wissen wir nicht.
Ein paar Kilometer ausserhalb von Balranald zweigen wir von Sturt HWY ab in Richtung Mungo NP. Nun haben wir nur noch Staubstrassen. Links und rechts ist es buschig und schön grün. Zwischendurch mal wieder riesige, grüne, frisch angesäte Felder. Die rote Erde und die grüne Weite ergeben einen schönen Kontrast. Immer mal wieder hüpfen Kängis über die Strasse oder ziehen sich, aufgescheucht von uns, vom Feldrand zurück.
An der Strecke gibt es ein paar wenige Farmen, eine davon heisst Bramah Station und ist 18,410 ha gross. Aus der ehemaligen Schafwollfarm hat man eine Schafwoll- Schaffleisch- und Getreidefarm gemacht, dazu hat man eigens eine 70 km lange Wasserpipeline gebaut die vom Murray River und des Lake Benanee gespeist wird. Daher die grünen Felder.
Nach ca. 150 km erreichen wir den Mungo NP, bekannt für die „Wall of China“. Diese Gegend wurde vor ca. 50‘000 Jahren bereits von den Aboriginals bewohnt, verschiedene Gegenstände und Knochen wurden gefunden. Auch Fussabtritte, die sich im feuchten Lehm bildeten, danach austrockneten und mit Sand überdeckt wurden, hat man vor ein paar Jahren gefunden. Heute sieht man Kopien hinter dem Visitors Centre.
Die Gegend war geprägt von zwei riesigen Seen die allerdings seit ca. 40‘000 Jahren ausgetrocknet sind. Aus dem einstigen Paradies ist eine wüstenähnliche Gegend geworden am Rande der ehemaligen Seen entstand die „Wall of China“. Nachdem die Seen austrockneten hat der Wind, der immer aus der gleichen Richtung bläst, Lehm und Sand aufgeschichtet und mit der Zeit erodierte diese Düne. Der Name „Wall of China“ kommt von chinesischen Arbeitern die um 1900 bei den Farmern in der Umgebung arbeiteten. Da war wohl auch etwas Heimweh dabei.
16.06. Die Morgensonne taucht die Bäume in ein wunderschönes oranges Licht.
Heute erkundigen wir den NP. Es gibt eine Rundtour, ca. 70 km lang die uns an, über und hinter die „Wall of China“ führt. Zuerst fahren wir quer durch den ehemaligen Mungo Lake der heute überwachsen mit grünen Büschen, in denen sich Emus und Kängurus tummeln, alles andere als einem See gleicht. Den ersten Stopp machen wir vor der Wall, die erodierten, fragilen Sandsteinformationen sind eindrücklich. Auch beim zweiten Stopp, auf der Düne, wunderschöne, ausgewaschene Sandsteinformationen. Nun geht es hinter die Düne wo sich ein grosses Plateau erstreckt, hier wachsen verschiedene Büsche, kleine Bäume und diverse Grassorten. Neben den Kängurus gibt es hier auch viele Hasen die mit ihren Höhlen sogar Häuser zum Einsturz brachten.
Bevor wir wieder runter zum „See“ fahren sehen wir die Rückseite der Sandsteindüne und hier ist es nun eine richtige Sanddüne und interessant, vor der Düne hat es ein Wasserloch. Hier hatten die Bauern früher mit ihren Karren Wasser geholt. Heute ist die Quelle nicht versiegt aber sie sprudelt nicht mehr so wie früher, willkommenes Feucht für die Tiere ist sie noch immer.
Nun geht es wieder runter zum See und zurück zum Visitors Centre somit ist die Rundreise beendet.
Auf dem Parkeigenen Camping übernachten wir. Auch hier tummeln sich Kängis, die lassen sich aber von den Touristen nicht stören.
Heute verlassen wir den Mungo NP und fahren nach Mildura. Vorbei an riesigen Feldern mit Rebstöcken und Orangenplantagen. Wahnsinn wie viel Wein hier gekeltert wird, riesige Tanklager voll mit Rebensaft.
Mildura liegt in Viktoria, d.h. wir verlassen New South Wales wieder, natürlich kommt auch die obligate Fruchtfliegenfreiezone wieder.Unser Campingplatz liegt wieder am Murray River und auch hier verkehren wieder Raddampfer. Vom Camping aus kann man gut zu Fuss ins Städtchen laufen.