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Die folgende Zusammenfassung basiert auf IAEO-Informationen.
Waldbrände in der Sperrzone kommen jedes Jahr vor
Im Update vom 19. Mai 2022 informierte die IAEO darüber, dass sie von SNRIU über Waldbrände in der Nähe des Kernkraftwerks Tschernobyl informiert worden sei, diese aber keine radioaktive Bedrohung für die Bevölkerung darstellten. «Die [gemessene] Gamma-Ortsdosisleistung in der Nähe des Kernkraftwerks Tschernobyl überschreitet die Referenzwerte nicht», hält SNRIU gegenüber der IAEO fest. Gemäss IAEO-Generaldirektor Grossi teilt die IAEO diese Einschätzung der Ukraine. «Derartige Brände können erfahrungsgemäss zu einem sehr geringen Anstieg der radioaktiven Konzentration in der Luft führen», so Grossi.
Laut IAEO und SNRIU würden spontane Brände im Gebiet der Sperrzone, die vom Reaktorunfall 1986 betroffen ist, zu dieser Jahreszeit häufig auftreten. So auch im März, als das Kraftwerk noch von den russischen Streitkräften besetzt war. Bereits damals informierte die Ukraine die IAEO über Waldbrände und dass sie nicht damit rechne, dass diese eine nennenswerte radiologische Gefahr darstellen würden.
Zwei weitere IAEO-Missionen in Planung
Im Update vom 17. Mai kündigte die IAEO an, dass sie die Ukraine bei der Gewährleistung der nuklearen Sicherheit, Sicherung und Sicherheitsüberwachung ihrer Kernanlagen mit weiteren Missionen unterstützen werde. «Die Sicherheit und Sicherung der ukrainischen Kernanlagen bleibt meine oberste Priorität», hielt Grossi in einer Videobotschaft fest. Die IAEO plane, in den kommenden Wochen ihre nächste Mission nach Tschernobyl zu entsenden. Diese «wird aus IAEO-Experten für Sicherheit und Sicherung sowie aus Inspektoren der Sicherheitsüberwachung zur Verhinderung von Proliferation bestehen», schreibt die IAEO. Die Experten würden ihre Arbeit fortsetzen, die sie bei ihrem letzten Besuch im Kernkraftwerk begonnen hätten.
«Generaldirektor Grossi konzentriert sich ebenfalls auf die Vereinbarung, Organisation und Leitung einer IAEO-Mission zum grössten Kernkraftwerk der Ukraine, dem von Russland kontrollierten Kernkraftwerk Saporoschje», verkündete die IAEO. Sie wolle an diesem Standort im Süden des Landes wichtige Arbeiten zur nuklearen Sicherheit und Sicherung sowie zur Sicherheitsüberwachung durchführen. Zwei solche Missionen hatte Grossi bereits im Frühjahr 2022 in die Ukraine geleitet: eine Ende März ins Kernkraftwerk Süd-Ukraine und eine Ende April nach Tschernobyl. So konnte beispielsweise dafür gesorgt werden, dass alle Daten des Fernüberwachungssystems auch aus Tschernobyl wieder bei der IAEO-Zentrale in Wien eintreffen.
Quelle
B.G. nach IAEO, Medienmitteilungen, 17. und 19. Mai 2022