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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz der Sozialen Arbeit durch Adressat:innen
Eine empirische Untersuchung zur Wahrnehmung und Betroffenheit aus Perspektive von Studierenden an drei Deutschschweizer Fachhochschulen für Soziale Arbeit
In der Arbeit «Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz der Sozialen Arbeit durch Adressat:innen», einer empirischen Untersuchung von Meret Zeindler und Dorothee Schmid, wird anhand eines Mixed Method Designs erforscht, ob und wie sexuelle Belästigung ausgehend von Adressat:innen von Studierenden der Sozialen Arbeit erlebt wird. Aufgrund verschiedener Studienergebnisse wird davon ausgegangen, dass Studierende,welche in der Praxis tätig, aus verschiedenen Gründen einem Risiko zum Erleben von sexueller Belästigung ausgesetzt sind. Als Grundlage zur Untersuchung dieser Hypothese dienen folgende Forschungsfragen: Wird sexuelle Belästigung von Studierenden Sozialer Arbeit durch Adressat:innen am Arbeitsplatz der Sozialen Arbeit erlebt? Wie häufig und in welchen Formen wird die sexuelle Belästigung erlebt? Gibt es Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen und sexueller Belästigung? Wie werden die Erlebnisse der sexuellen Belästigung von den Betroffenen erlebt? 112 Bachelorstudierende der Sozialen Arbeit dreier Deutschweizer Fachhochschulen nahmen an der freiwilligen Befragung mittels eines teilstandardisierten Online-Fragebogens teil. 88.4% der Befragten gaben an, in den letzten fünf Jahren mindestens einmal sexuelle Belästigung durch Adressat:innen erlebt zu haben, am häufigsten in Form von verbaler sexueller Belästigung. Statistisch signifikante Zusammenhänge konnten für die Arbeitsplatzfaktoren allein arbeiten, Arbeit in Privaträumen, Wohlbefinden und Sensibilität im Team nachgewiesen werden. Persönliche Beschreibungen der Befragten unterstreichen diese quantitativen Ergebnisse.