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Psychoanalyse nach
Sie reden von Ihrer Seele, der Therapeut hört
"Das Begehren des Menschen ist das Begehren des Anderen."
Eine Psychoanalyse ähnelt ein wenig dem Gang von Musikern ins Studio. Nicht selten erscheinen diesen, gerade wenn sie doch vor allem "live" Erfolg haben wollen, die Soundvorschläge ihres Produzenten als überflüssige Zierde.
Che vuoi: Auf und ab wippend ausgedrückt in der wohl italienischsten aller Gesten 🤌 ...
Mehr: Was ist mit "Unbewusstem" gemeint?
Es gibt verschiedene Vorstellungen darüber, was das Unbewusste ausmacht. Viele Patienten sprechen von einem ominösen "Unterbewussten", das ihnen das Leben verrätsele. Bei Sigmund Freud als wirkmächtigstem Nachdenker über das Souterrain des Geistes finden sich durchaus Passagen, die in hinter oder unter jedem Wort seit Kindheit weggesperrte Sex-and-Crime-Avancen vermuten.
Noch mehr: Psychoanalyse des "verdreht Offensichtlichen"
Das Verhältnis von (bewusstem) Wachen und (unbewusstem) Träumen lässt sich ebenso als Kontinuum verstehen.
Der Traum hat mehr Vernunft als man denkt, die Vernunft mehr träumerische Idelogie als angenommen.
Sigmund Freud, Ikone des Nachtseiten-Aufhellens, hörte nicht nur auf peinliche und peinigende Versprecher seiner Patienten (rausgerutschte Doppeldeutigkeiten genauso wie ausgelutschte Rationalisierungen). Nein, er las auch Literatur "als Krankengeschichte" - ihrer Figuren (etwa Oedipus), sowie ihrer Schöpfer (etwa Dostojewski).
B. Freud mit Lacan: Verborgen durch Zurschaustellung