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Kreuzlingen – Im Hinblick auf die eidgenössische Volksabstimmung am 28. Februar über den Transitverkehr im Alpengebiet hat sich im Thurgau ein überparteiliches kantonales Komitee Nein zur zweiten Röhre am Gotthard gebildet. (Peter Wildberger, Koordinator und Vera Zahner, Geschäftsführerin)
Mit dem Leitsatz verladen statt verlochen steht der sorgsame Umgang mit den Alpen, dem Klima und der Luft sowie der haushälterische Umgang mit den Finanzen im Vordergrund. Mitglieder sind unter anderen Edith Graf Litscher Nationalrätin (SP), Josi Gemperle (CVP), Regula Streckeisen (EVP), Kurt Egger (Grüne), Barbara Kern (SP), Toni Kappeler (Pro Natura), und Peter Wildberger (VCS).
Die grössere Sicherheit auf den gut 16 Kilometern einer zweiten Strassenröhre würde mehr als aufgehoben durch häufigere Unfälle auf der gesamten Transitstrecke infolge des Mehrverkehrs auf der Strasse statt auf der Schiene. Mit dem neu gebauten Gotthard-Basistunnel für Lastwagen und dem Scheiteltunnel für Personenwagen hat die Bahn genügend Kapazität, während der Sanierung als rollende Strasse zu funktionieren. So wenig wie das Wallis und das Unterengadin würde der Kanton Tessin durch ein Nein von der übrigen Schweiz abgehängt. Eine zweite Röhre am Gotthard würde mit Bau und Unterhalt über drei Milliarden Franken mehr kosten als die Verladelösung mit den zwei Eisenbahntunnels. Diese drei Milliarden könnten für sinnvollere Verkehrs-Projekte in der ganzen Schweiz verwendet werden.