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Als «Sommerhaus» wurden in Basel die tiefen Vorräume mit wenigen Aussenfenstern bezeichnet, die daher im Sommer angenehm kühl waren. Dies galt auch für diesen Vorraum, durch den man die private Wohnetage der Familie Burckhardt betrat. Bereits im Treppenhaus weist der Wechsel von Stein- zum Holzbelag der Stufen auf den Übergang von der repräsentativen bel étage zu den privaten Wohnräumen hin. Das Stockwerk hat eine niedrigere Raumhöhe als die beiden unteren Repräsentationsgeschosse, was eine intimere Atmosphäre bewirkt. Von diesem «Antichambre» schliesst sich zur Strasse hin eine Raumfolge mit den Schlafräumen des Hausherrn und seiner Gemahlin an.
Heute beherbergt das Sommerhaus unter anderem verschiedene Erinnerungsstücke an den sagenumwobenen Grafen Cagliostro (1743–1795), der in den 1780er Jahren bei der Familie Sarasin-Battier im «Weissen Haus» zu Gast war, wo er neben seiner Tätigkeit als «Wunderheiler» auch eine Freimauerloge gründete. Als Exponate im Sommerhaus sind auch die neben dem Fenster hängenden Lindenholzreliefs hervorzuheben, die der Pariser Architekt und Bildschnitzers Henri-Joseph Aubert Parent (1753–1835) um 1813 schuf. Aubert Parents überaus fein geschnitzte Stillleben mit Vogelszenen fanden auch bei dem französischen König Ludwig XVI. (1754–1793) Gefallen.