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Willisau, Grafenstädtchen und Hauptstadt des Amtes (Bezirkes) Willisau im Kanton Luzern mit knapp 8000 Einwohnern, kann auf eine über 500 Jahre alte Fasnachtstradition zurückblicken.
Schon im 15. Jahrhundert ernannten die Willisauer einen Stadtnarren oder „Lustigmacher“. Dieser hatte bei festlichen Anlässen das Volk zu unterhalten. Es ist überliefert, dass im Jahre 1502 dem Stadtnarren ein Gewand geschenkt wurde. Der Hohe Rat von Luzern ernannte diesen Stadtnarren mit dem Auftrag, das Volk an den Fasnachtstagen zu belustigen und zu unterhalten. Urkundlich steht auch fest, dass Bürger der Städte Luzern und Solothurn 1579 vereinbarten, sich am Schmutzigen Donnerstag in Willisau zu geselligem Fasnachtstreiben zu treffen.
Da die Fasnachtsbälle und Umzüge anscheinend langsam zum Erliegen kamen, entschlossen sich am 16. Januar 1891 einige Freunde fasnächtlichen Treibens zur Gründung einer Fasnachtszunft. Die Idee lehnte sich an die fasnächtlichen Auftritte der Luzerner Safranzunft an. Eine Gründungsversammlung wurde einberufen. Die Statuten wurden genehmigt und der vorgeschlagene Name „Karnöffel“ gutgeheissen.
Seither koordiniert und organisiert die Karnöffelzunft alljährlich diverse fasnächtlichen Aktivitäten und bemüht sich um den Erhalt uralter Traditionen.
MEDIENMITTEILUNG vom 22. Oktober 2020:
Der Zunftrat der Karnöffelzunft Willisau hat an einer ausserordentlichen Sitzung den Beschluss gefasst, die von der Zunft organisierten Fasnachtsanlässe 2021 nicht durchzuführen. Angesichts der aktuellen Lage und der unsicheren Perspektiven im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erachtet es die Zunft als nicht sinnvoll und nicht verantwortbar, grössere Fasnachtsanlässe durchzuführen.
Betroffen von der Absage sind folgende Anlässe: