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Ausleitende Naturheilverfahren
Unter dem Begriff „Ausleitende Naturheilverfahren“ werden verschiedene Methoden zur Behandlung angewendet, die zur Ausleitung überschüssiger oder gestauter Säfte sowie Stoffwechselprodukte dienen um mit deren Hilfe den Körper und das Gewebe zu reinigen und den Heilungsprozess anzuregen.
Die ausleitenden Naturheilverfahren basieren u.a. auf der Theorie der „Säftelehre“ (Humorallehre), die um die Zeit des griechischen Arztes Hippokrates (460-377 v. Chr.) begründet und anderen Medizinern Galen (129-216 n. Chr.) weiterentwickelt wurde.
Die Humorallehre basiert auf der Erkenntniss und die daraus entwickelte philosophische Grundlage, dass die Körperfunktionen von den vier humoralen Säften; "Sanguis", "Phlegma", "Melanchole" und "Chole" in einem harmonischen Gleichgewicht gesteuert werden. Der Verdauungsprozess und seine Organe haben dabei einen wesentlichen Einfluss.
"Nicht was wir essen, sondern das, was wir verdauen, kommt uns zugute und gereicht uns zur Nahrung." Christoph Wilhelm Hufeland (1762 - 1836), deutscher Mediziner, königlicher Leibarzt von Preussen.
Das immer wieder ausbalancieren können und die Ausgewogenheit der Vier-Säfte ist die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit.
Die individuelle Konstitution, die Jahreszeit, der aktuelle Lebensabschnitt und die Lebensweise haben Einfluss auf das Säfteverhältnis. Die Konstitution und Charakter-Typ wird gestaltet durch Überwiegen einer der genannten Säfte.
Krankheiten entstehen aufgrund einer Dysbalace der vier Körpersäfte (Dyskrasie). Dazu gibt es vier kombinierbare Möglichkeiten:
Als Ventil der Dysbalance versucht der menschliche Organismus über folgende Wege die Säfte auszuleiten:
Das Ungleichgewicht kann also beseitigt werden, indem überflüssige Säfte und schädliche Stoffe nach aussen abgeleitet werden sowie die Ernährung und Lebensweise angepasst wird. Dazu muss aber erst einmal erkannt werden, welche Säfte oder Oragne im Ungleichgewicht sind. Dazu diesene naturheilkundliche Diagnostik-Methoden; Irisdiagnose, Zungendiagnose, Pulsdiagnose, Harnschau, Anamnese, und auch Labordiagnostik.
Naturheilkundliche Ausleitungsverfahren im Überblick:
(Die folgende Liste ist nicht abschliessend)
Was gilt es zu beachten bei den ausleitenden Verfahren?
Jede Person ist ein Individuum, bei der bestimmt werden muss welche aktuellen Symptome sind vorhanden und welche Ausleitverfahren sind dazu sinnvoll und wie lange. Sowie ob eine Heilkrise auftreten könnte, deren Reaktion das System des Individuums überfordert, und falls ja was zu tun ist.
Hans Peter Exer
Naturheilpraktiker TEN