Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/195288

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Verfahrensverlauf des A1-Ausbaus irritiert Kreise des Umwelt- und Landschaftsschutzes sowie der Landwirtschaft. Nach Verwerfung des Vorschlages zur Untertunnelung über eine Länge von zwei Kilometern wurde ein Kompromissvorschlag vom Komitee "Umweltschonender A1-Ausbau im Gäu" erarbeitet: Noch 500 Meter sollen untertunnelt werden. 50 Millionen Franken Mehrkosten, unter Berücksichtigung der Minderkosten, werden erwartet.</p><p>- Teilt das Bundesamt für Strassen diese Mehrkostenschätzung?</p><p>- Erachtet das Departement diese als verhältnismässig?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der Vernehmlassung zum Generellen Projekt "6-Streifen-Ausbau Luterbach-Härkingen" wurde eine Eindeckung des Nationalstrassentrassees im Bereich Wangen a. A. (Wangenstutz) und Oberbuchsiten vorgeschlagen respektive eine Überprüfung der Machbarkeit gefordert. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat in der Folge - ergänzend zum Generellen Projekt, das eine offene Linienführung vorsieht - eine Zusatzstudie mit Tunnelvarianten erarbeitet. Ein umfassender Vergleich zwischen allen untersuchten Varianten hat anschliessend gezeigt, dass die Tunnelvarianten nicht nur wesentlich höhere Kosten zur Folge hätten, sondern auch negative Auswirkungen zeitigen würden (unter anderem längere Bauzeit, hoher Energieverbrauch beim Betrieb der Tunnelröhren, Einfluss auf das Grundwasser usw.). Der Bundesrat hat deshalb am 18. Dezember 2015 das Generelle Projekt mit einer offenen Linienführung genehmigt. Auf Anregung des Komitees hat das Astra anschliessend auch die Variante mit einer 500 Meter langen Untertunnelung geprüft: Die Mehrkosten für diese Variante würden gemäss Berechnungen rund 135 Millionen Franken betragen. Diese Variante wurde deshalb nicht ins aufgelegte Ausführungsprojekt aufgenommen. Im Rahmen des derzeit hängigen Plangenehmigungsverfahrens wurden von verschiedenen Einsprechenden Anträge betreffend eine Tunnellösung gestellt. Der Bundesrat äussert sich nicht zu diesem laufenden Verfahren.</p>