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iPhone 6: Wird Apples neues Flaggschiff noch edler und schmaler?
Veröffentlicht am Mittwoch, 12. Februar 2014, um 14:00 Uhr von Patrick Bieri
Obwohl die nächste iPhone-Generation erst für im September erwartet wird, häufen sich bereits wieder die Gerüchte zum kommenden Smartphone-Generation von Apple. Neben einer verbesserten Kamera könnte das iPhone auch deutlich schlanker gestaltet werden als das aktuelle Modell.
Wird Sony zum alleinigen Kamera-Hersteller für das iPhone?
Einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung «Nikkei» zufolge hat Sony mit Apple Verhandlungen aufgenommen, um bei einer der nächsten iPhone-Generationen die Bildsensoren für die Kamera auf der Front- und der Rückseite produzieren zu können. Den Insidern zufolge ist es nicht mehr möglich, die Verhandlungen bis zum Produktionsstart der iPhone-6-Komponenten abzuschliessen. Damit würden erst bei einer der nächsten iPhone-Generation alle Kamera-Sensoren von Sony geliefert.
Nach einem Verhandlungserfolg würde sich Sony noch stärker auf den Markt für mobile und kompakte Kameras fokussieren. Bislang werden die Sensoren für die Kamera auf der Frontseite des iPhones von diversen Zulieferern bezogen. Die Sensoren für die Kamera auf der Rückseite werden hingegen fast ausschliesslich von Sony bezogen.
Sony hat erst vor kurzem eine Fabrik zur Herstellung von Bildsensoren übernommen. Dieser Kauf könnte auch im Zusammenhang mit der Vergrösserung des Auftrags von Apple stehen. Mit einer grösseren Fabrikationskapazität wäre Sony besser in der Lage, der hohen Nachfrage von Apple nachzukommen.
Über die vergangenen iPhone-Generationen hinweg hat Apple die Qualität der iPhone-Kamera auf der Rückseite ständig verbessert. Während andere Smartphone-Hersteller ihre Kameras mit einer immer höheren Auflösung ausstatteten, verwendet Apple seit dem iPhone 4S eine Kamera mit einer Auflösung von 8 Megapixeln. Stattdessen wurde beispielsweise die Fläche des Bildsensors vergrössert, um eine verbesserte Bildqualität zu erhalten.
Randloses iPhone 6 und fehlender Home Button?
Südkoreanischen Insidern zufolge wird Apple die Grösse des iPhone 6 reduzieren, ohne dabei den Bildschirm zu verkleinern. Um das zu erreichen soll das Display des iPhones künftig bis an den Rand des Gehäuses reichen. Entsprechende Prototypen sollen von Apple bereits getestet worden sein. Mit dieser Massnahme könnte das Gerät dünner gestaltet werden.
Angeblich plant auch Apples grösster Konkurrent Samsung, das Galaxy S5 mit einem «randlosen» Gehäuse auszustatten.
Möglicherweise würde Apple zeitgleich auch auf die Implementation des Home Button verzichten. Zumindest könnte das Unternehmen die Touch ID in das Display integrieren. Dass diese Technologie umsetzbar ist, zeigt ein Apple-Patent aus dem letzten Jahr. Gemäss der damals veröffentlichten Patentschrift könnte ein Teil des Bildschirms in der Lage sein, den Fingerabdruck des Nutzers zu erkennen.
Grösserer Bildschirm mit Saphir-Kristall?
Berichten aus China zufolge wird Apple auch in diesem Jahr zwei neue iPhones auf den Markt bringen. Beide Geräte würden den Gerüchten zufolge allerdings über einen signifikant grösseren Bildschirm verfügen. So soll eines der künftigen Geräte mit einem 5.5-Zoll-Bildschirm ausgestattet sein, während das zweite Gerät mit einem 4.7-Zoll-Bildschirm ausgerüstet sein soll.
Gerüchte über einen grösseren iPhone-Bildschirm kommen in regelmässigen Abständen auf. Es scheint aktuell aber eher unwahrscheinlich, dass Apple einen solch grossen Sprung beim Display-Format macht.
Beide Bildschirme sollen über eine Pixeldichte von 441 Pixel pro Zoll verfügen. Dies ist deutlich schärfer als die 326 Pixel pro Zoll, die das iPhone 5s bietet. Eine solch hohe Pixeldichte würde allerdings voraussetzen, dass die beiden Bildschirme über eine unterschiedliche Auflösung verfügen würden. Dies scheint aufgrund des erhöhten Entwicklungsaufwandes ausgeschlossen.
Anstelle die beiden Bildschirme wie bislang mit Cornings «Gorilla Glass» zu schützen, plant Apple angeblich die breite Nutzung von Saphir-Kristallen. Saphir-Kristalle sind im Vergleich zum bislang verwendeten Glas resistenter und kratzfester, was deren Anwendung für die Smartphones attraktiv macht. Bereits heute ist die Linse der Kamera des iPhone 5s mit einem Glas aus Saphir-Kristall geschützt.
Allerdings kosten Saphir-Kristalle deutlich mehr als gewöhnliche Gläser. Ein Gorilla Glas zum Schutz des iPhone-Displays kostet rund 3 US-Dollar, während ein Saphir-Kristall der gleichen Grösse rund 30 US-Dollar kosten dürfte. In naher Zukunft ist nicht mit einem so starken Preiszerfall zu rechnen, damit die Nutzung für Apple attraktiv werden würde.
Im November wurde bekannt, dass Apple gross in die Produktion von Saphir-Kristallen investiert. Welche konkreten Produkte aus diesem Fabrikations-Projekt entstehen, ist bislang noch unklar. Apple stellt die Saphir-Kristalle in der neuen Fabrik nicht selbst her, sondern hat dafür einen Auftragsfertiger.