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In Mexiko-Stadt ist ein Denkmal für die zahlreichen Opfer des mexikanischen Drogenkriegs eingeweiht worden. Das Denkmal würdige nicht nur die Toten, sondern auch diejenigen, die noch da seien, sagte Alejandro Martí, Gründer der mexikanischen Organisation SOS.
Das Projekt ist vornehmlich mit beschlagnahmten Geldern der Drogenkartelle finanziert worden. Aufgegleist hat es Ex-Präsident Felipe Calderón in seiner Amtszeit, die im Dezember geendet hatte. Das aus grossen Stahlwänden bestehende Mahnmal wurde jedoch erst jetzt in einem Park in der mexikanischen Hauptstadt eingeweiht.
Hinterbliebene kritisieren Denkmal
Im mexikanischen Drogenkrieg sind in den vergangenen sechs Jahren rund 70'000 Menschen getötet worden. Weitere 26'000 Menschen verschwanden spurlos.
Das 2,4 Millionen Dollar teure Monument stösst jedoch auch auf Ablehnung und Kritik bei den Angehörigen. «Wir wollen keine Denkmale, wir wollen Gerechtigkeit», sagte José Antonio Robledo, dessen Sohn im Jahr 2009 im Norden des Landes verschwand. Kritik gab es auch, weil keine Namen der Opfer auf den Stahlwänden vermerkt sind und sich das Denkmal in der Nähe einer Militärbasis befindet.