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US-EPR-Zertifizierung ausgesetzt
Im Dezember 2007 hatte die Areva Inc. – eine Tochtergesellschaft der französischen Areva-Gruppe – das formelle Gesuch für die standortunabhängige Zertifizierung der US-EPR-Standardauslegung bei der NRC eingereicht. Unterdessen schloss die NRC die Umweltprüfung ab und arbeitete an der Sicherheitsanalyse des Reaktortyps.
Die Areva-Tochter ersuchte nun die NRC, die Sicherheitsprüfung bis auf weiteres auszusetzen. Die Areva werde während der Suspendierung keine Änderungen an der Auslegung des US EPR vornehmen, so das Unternehmen.
Wegen Milliardenverlusts der Areva
Wenige Tage danach präsentierte die Areva für das Jahr 2014 einen Rekordverlust von EUR 4,83 Mrd. (CHF 5,17 Mrd.). Areva-CEO Philippe Knoche stellte einen ersten strategischen Plan vor. Demnach soll sich die Areva auf die Kernenergietechnik fokussieren, die Partnerschaft mit der Electricité de France (EDF) stärken und die Präsenz in China ausbauen. Im Weiteren kündigte Knoche jährliche Kosteneinsparungen von EUR 1 Mrd. (CHF 1,07 Mrd.) bis 2017 an. Laut World Nuclear News (WNN) bestätigte der Mediensprecher der Areva Inc., Curtis Robert, dass die Suspendierung der Überprüfung des Zertifizierungsgesuchs für den US EPR mit der geplanten Neuorientierung des Mutterhauses zusammenhänge.
COL für Calvert-Cliff-3 ebenfalls gestoppt
Gemäss WNN hat die NRC auf Ersuchen der Unistar Nuclear Energy – eines Venture der EDF – die Prüfung der kombinierten Bau- und Betriebsbewilligung (Combined License, COL) für die geplante Kernkraftwerkseinheit Calvert-Cliffs-3 ebenfalls ausgesetzt. Das COL-Gesuch nimmt Bezug auf den US EPR, der jedoch zertifiziert sein muss, damit die NRC die COL gutheissen kann.