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Rockpoetin Patti Smith und das Kronos-Streichquartett aus den USA haben am Dienstag in Stockholm den Polar-Musikpreis erhalten. Die Auszeichnung wird seit 1992 an je einen Preisträger aus der Sparte "Unterhaltungsmusik" und aus der "ernsten Musik" vergeben.
Der Preis ist mit insgesamt zwei Millionen Kronen (258'420 Franken) dotiert. Smith nahm die Auszeichnung aus der Hand von Schwedens König Carl XVI. Gustaf entgegen.
In der Begründung der Jury hiess es, sie habe gezeigt, "wie viel Rock' n' Roll in der Poesie steckt und wie viel Poesie im Rock' n' Roll".
"Patti Smith ist eine Rimbaud mit Marshall-Verstärkern", meinten die Juroren weiter mit Hinweis auf den legendären französischen Poeten aus dem 19. Jahrhundert und einen bei Rockmusikern besonders geschätzten Verstärker.
Das seit über 40 Jahren zusammenspielende experimentelle Kronos-Streichquartett aus San Francisco würdigten die Juroren als "Revolutionäre" der Kammermusik. Die vier Musiker hätten das Potenzial von Streichquartetten so erweitert, dass es jetzt Mozart und Beethoven sowie Avantgarde-Rock und Musik aus allen Teilen der Welt umfasse.
Frühere Preisträger des Polarpreises sind unter anderem Paul McCartney, Bob Dylan und Bruce Springsteen aus der an Rock orientierten Musik und Pierre Boulez und Isaac Stern aus der klassisch orientierten Musik.