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Hast du gewusst, dass der Mensch seit dem 16. Jahrhundert versucht, Vogelstimmen nachzuahmen, um damit Vögel anzulocken und zu jagen? Dafür baute er Lockpfeifen, kleine Holzinstrumente, die Vogellaute von sich geben, wenn man in sie hineinbläst. Aber zuerst musste der Mensch lernen, die verschiedenen Vogelstimmen zu erkennen.
Wenn du auch verschiedene Vogelstimmen kennenlernen möchtest, ist es am besten, dies zunächst in einem ruhigen und offenen Gebiet zu versuchen, in dem sich nicht zu viele Arten an einer Stelle befinden. Am Ende des Winters und zu Beginn des Frühlings gelingt es am einfachsten, die verschiedenen Vogelstimmen voneinander zu unterscheiden, da einige Arten noch nicht von ihren Winterquartieren zurückgekehrt sind. Am aktivsten und deshalb einfacher zu hören, sind die Vögel früh morgens, vor Sonnenaufgang oder abends. Einige Vogelstimmen können wir Menschen, besonders wenn wir älter werden, mit unseren Ohren allerdings nicht hören, weil sie zu hoch sind.
Mit einem Feldstecher kannst du versuchen die Vögel, die du hörst, anhand ihres Aussehens zu erkennen. Auf der Website der Vogelwarte Sempach findest du die Vögel der Schweiz mit Bild, Beschreibung und Aufnahmen ihrer Stimmen.
Eine Lockpfeife solltest du aber nicht verwenden und auch keine aufgezeichneten Vogelstimmen abspielen. Der falsche Gesang kann wie von einem Rivalen klingen und unnötigen Stress bei den anwesenden Vögel auslösen.
Mit der BirdNet-App, die vom Cornell Lab of Ornithology und der Technischen Universität Chemnitz entwickelt wurde, kannst du Vögel anhand ihres Gesangs identifizieren. Dafür nimmst du mit dem Smartphone den Gesang eines Vogels auf. Die Anwendung vergleicht deine Aufnahme mit den Vogelstimmen in ihrer Datenbank und zeigt dir welcher Vogel wahrscheinlich gerade singt.