Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/1976

Die genaue Ursache für Acne Inversa ist nicht bekannt. Was jedoch genau im Körper bei einem Krankheitsschub passiert, können Sie sich im Video "Acne Inversa erklärt" anschauen.
Grundlagen zu Acne Inversa
Acne Inversa (AI) wird auch als Hidradenitis suppurativa (HS) bezeichnet. Sie ist eine chronisch entzündliche (Haut-)erkrankung, die häufig in den Achselhöhlen und der Leistengegend auftritt. AI ist keine ausschliessliche Hauterkrankung, sondern betrifft den ganzen Körper. In der Regel äussert sie sich durch entzündete Hautbereiche mit Läsionen, Fisteln, Knoten oder Abzessen. Häufig kehren diese Entzündungen nach dem Abheilen immer wieder zurück und beeinflussen die Lebensqualität der Betroffenen enorm. Für gewöhnlich treten die Hautveränderungen in der Nähe bestimmter Schweissdrüsen (der in der Fachsprache genannten „apokrinen Drüsen“ oder Duftdrüsen) und an Körperstellen auf, an denen die Haut aneinander reibt. Neben den Achselhöhlen, der Leistengegend und dem Genitalbereich, können daher auch das Gesäss, der Bereich unter der Brust sowie die Innenseiten der Oberschenkel von der Erkrankung betroffen sein. Die entzündeten Hautveränderungen sind meist sehr unangenehm und verursachen teilweise sogar heftige Schmerzen.
Acne Inversa ist NICHT ansteckend, sollte aber möglichst früh umfassend behandelt werden, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und eine Verschlimmerung der Anzeichen zu vermeiden.
AI kann sich in ganz unterschiedlichen Ausprägungen zeigen. Dermatologen beurteilen die Anzeichen oder Symptome anhand einer Skala und weisen die Ergebnissen drei unterschiedlichen Schweregraden zu: der leichten Form, der mittelschweren Form der Acne Inversa und der schweren Erkrankungsform.
Bei Patienten mit einer leichten Form der Erkrankung treten häufig Anzeichen wie kleine Beulen, Mitesser oder einige wenige entzündete Knoten auf. Von einer mittelschweren Form spricht man, wenn die Knoten immer wieder an derselben Stelle auftreten und beim Abheilen häufig Narben zurückbleiben. Bei der schwersten Form der Krankheit kommt es zu Eiterbeulen und mehreren miteinander verbundenen Kanälen unter der Haut, sogenannten Sinus-Trakten. Die Absonderung von Flüssigkeit oder Eiter in Verbindung mit einem unangenehmen Geruch sind bei einer schweren Form von Acne Inversa nicht selten.
Acne Inversa kann für Betroffene oftmals sehr schmerzhaft sein und die Lebensqualität beeinflussen.
Acne Inversa kann in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten tritt die Erkrankung erstmals bei jungen Erwachsenen rund um das 20. Lebensjahr auf. Mit zunehmendem Alter, d.h. in der zweiten Lebenshälfte ab dem 50. Lebensjahr, sinkt die Wahrscheinlichkeit, an Acne Inversa zu erkranken. Zudem sind Frauen etwas häufiger von der Erkrankung betroffen als Männer.
In der Schweiz sind, Schätzungen zufolge, mindestens 80.000 Menschen von Acne Inversa betroffen. Leider sind diese Schätzungen nicht gesichert, die Dunkelziffer liegt möglicherweise sehr viel höher. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft berichtet in ihrer Leitlinie zur Behandlung der AI von grossen Schwankungen in den vorhandenen Studien. Je nach wissenschaftlicher Studie sind zwischen 0,4% bis zu 4% der Bevölkerung von Acne Inversa betroffen. Für die Schweiz liegen bisher noch keine eigenen Daten vor, wenn man jedoch von einer vergleichbaren Verteilung ausgeht, gäbe es in der Schweiz bis zu 320.000 Betroffene. Die tatsächliche Anzahl der Menschen, bei denen tatsächlich AI diagnostiziert wird, ist weitaus geringer als diese Schätzung.
Nicht alle Fälle der Acne Inversa sind progressiv, d. h. nicht immer nimmt die Schwere der Erkrankung im Laufe der Zeit zu. Manche AI-Erkrankungen können jedoch erneut auftreten und im Laufe der Zeit an Schwere zunehmen. Folglich ist eine Diagnose und ordnungsgemässe Behandlung zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt wichtig.
Acne Inversa Newsletter
Tragen Sie sich ein und erhalten Sie aktuelle Informationen zum Thema Acne Inversa.
Sprechen Sie mit Ihrem Dermatologen
Wenn Sie denken, möglicherweise an Acne Inversa erkrankt zu sein, vereinbaren Sie einen Termin bei einem Dermatologen, um Ihre Anzeichen abklären zu lassen. Zusätzlich können Sie hier einen kurzen Selbsttest durchführen, der Ihnen im Arztgespräch helfen kann, dass mögliche Anzeichen von Acne Inversa schnell erkannt werden.