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Kinderkrankheiten mit Hautausschlag
Neben Fieber und Erkältungssymptomen wie Husten und Schnupfen, treten bei diesen Krankheiten ausserdem kleine Pusteln, Pickel oder Flecken an verschiedenen Körperteilen auf.
Welche Kinderkrankheiten mit einem Ausschlag einhergehen: Eine Übersicht
Zu den klassischen Kinderkrankheiten mit Hautausschlag gehören zum Beispiel Masern, Windpocken, Scharlach und Röteln. Diese Kinderkrankheiten werden durch Viren und Bakterien ausgelöst und über Niesen und Husten (Tröpfcheninfektion) sowie die Hände übertragen.
In jedem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen, da viele der Kinderkrankheiten sehr ansteckend sind. Mittlerweile können Kinder mit einer Vierfach-Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (MMRV) geimpft werden.
Bei Babys und Kindern können aber auch Hautausschläge auftreten, die auf eine Allergie oder einen Milbenbefall zurückzuführen sind.
Überblick über die wichtigsten Kinderkrankheiten mit Hautausschlag
Dreitagefieber
Das Dreitagefieber tritt am häufigsten bei Babys zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat auf. Drei Tage lang hat das Kind hohes Fieber um die 40 Grad, das danach wieder schnell sinkt. Wenn das Kind nicht mehr fiebert, bildet sich häufig ein blassroter, unregelmässiger Ausschlag an Kopf und Rumpf, der nach 2 Tagen schwächer wird.
Das Dreitagefieber wird durch Anhusten und Anfassen übertragen. Wenn der Hautausschlag beginnt, ist die Phase der Ansteckung vorbei. Die Inkubationszeit, das ist der Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Beginn der Krankheit, beträgt fünf bis 15 Tage.
Masern
Die Masern sind eine Viruserkrankung, die meistens mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten und Schnupfen beginnen. Der typische Ausschlag mit hellroten Flecken zeigt sich etwa 4 Tage später und kann stark jucken. Der Ausschlag ist zuerst im Gesicht und hinter den Ohren zu sehen, später am Rumpf und an den Beinen.
Bei einer Masern-Erkrankung hat das Kind häufig sehr hohes Fieber, das auf über 40 Grad ansteigen kann und starken Husten. Das Kind ist während der Krankheit sehr geschwächt und lichtempfindlich. In dieser Zeit benötigt es viel Ruhe. Fieber und Ausschlag gehen etwa nach 4 Tagen wieder zurück.
Masern sind eine Viruserkrankung und hoch ansteckend, die Übertragung der Erreger erfolgt via Tröpfcheninfektion. Durch die Impfung sind die Masern bei uns relativ selten geworden. Inkubationszeit: ein bis drei Wochen.
Ringelröteln
Bei Ringelröteln handelt es sich um einen linsenförmigen, roten Ausschlag, der im Gesicht beginnt und sich über den ganzen Körper ausbreiten kann. In einigen Fällen entstehen so viele Flecken, dass sie ringförmig ineinanderfliessen. Die Krankheitserreger sind Viren, die über die Tröpfcheninfektion übertragen werden.
Schnupfen, leichtes Fieber, Kopf- und Halsschmerzen können die Krankheit ankündigen, der Hautausschlag tritt erst 10 Tage später auf. Nach etwa einer Woche klingt der Ausschlag wieder ab. Da die Ringelröteln für Kinder häufig sehr sanft verlaufen, ist eine Behandlung nicht nötig. Für Frauen in der Schwangerschaft können sie jedoch gefährlich werden. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis drei Wochen.
Röteln
Röteln sind eine Viruserkrankung, die sich bei Kindern durch eine Schwellung der Lymphknoten hinter den Ohren ankündigt. Ein bis zwei Tage danach breitet sich ein hellroter, fleckiger Hautausschlag aus. Dieser beginnt häufig hinter den Ohren und breitet sich über den ganzen Körper aus.
Begleitet wird der Hautausschlag häufig von Fieber und dem schmerzhaften Anschwellen der Lymphknoten am Hals. Für Kinder ist die Erkrankung harmlos und die Flecken klingen nach ein bis drei Tagen wieder ab. Viele Kinder sind vor Röteln durch die MMR-Impfung geschützt.
Gefährlich sind Röteln jedoch für Frauen in der Schwangerschaft. In den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft können Röteln schwere Missbildungen beim Ungeborenen hervorrufen. Inkubationszeit: zwei bis drei Wochen.
Scharlach
Scharlach ist eine Kinderkrankheit, die vor allem durch die sogenannte Erdbeer- oder Himbeerzunge gekennzeichnet ist. Sie tritt besonders häufig bei Kindern zwischen 3 und 8 Jahren auf. Die Zunge ist zunächst weiss, wird nach einigen Tagen rot und schwillt an.
Ausserdem haben viele Kinder einen schlechten Mundgeruch. Scharlach beginnt häufig mit starken Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Fieber. 1 bis 2 Tage später erscheint bei Kindern der typische Hautausschlag mit stecknadelkopfgrossen, dichten Flecken, der sich von den Achseln und den Leisten über den ganzen Körper ausbreitet.
Die Krankheit klingt nach etwa 2 bis 6 Tagen wieder ab. Um die Halsschmerzen zu lindern, helfen Salbeitee und Halswickel. Scharlach wird durch Streptokokken-Bakerien übertragen, wobei die Ansteckung über die Tröpfchen- und Schmierinfektion erfolgt. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Tage.
Bei Scharlach werden die Kinder in der Regel mit Penicillin behandelt. Dadurch können Komplikationen wie eine Mittelohrentzündung oder ein Mandelabzess verhindert werden. Ausserdem verkürzt sich die Ansteckungsgefahr bei der Gabe von Penicillin auf einen Tag. Ohne Penicillin sind Kinder mitunter bis zu zwei Wochen lang ansteckend.
Windpocken
Eine typische Kinderkrankheit sind Windpocken, die durch einen Virus ausgelöst werden. Sie werden häufig durch Niesen und Husten übertragen. Die Viren können aber auch eine Infektion über grosse Entfernungen auslösen, daher auch der Name "Windpocken".
Etwa zwei Wochen nach der Ansteckung fühlt sich das Kind matt und bekommt Fieber. Windpocken können bei Kindern unterschiedlich stark verlaufen. Häufig bilden sich stark juckende Bläschen, die im Gesicht beginnen und sich dann auf Rumpf, Armen und Beinen ausbreiten.
Die Bläschen können aber auch die Schleimhäute, wie Mund, Augen, Rachen sowie die Genitalien befallen. Der Hautausschlag heilt nach ein bis zwei Wochen wieder ab. Damit sich die Bläschen nicht entzünden und keine Narben zurückbleiben, sollte sich Ihr Kind nicht kratzen.
Um den Juckreiz zu lindern, können Sie die Bläschen mit verdünntem Kamillentee abtupfen oder mit einer Zinkcreme behandeln. Babys können im Rahmen einer Vierfach-Impfung gegen Windpocken geimpft werden.
Mund-Hand-Fuss-Krankheit
Bei der Mund-Hand-Fuss-Krankheit bilden sich im Mund, in den Handinnenflächen und an den Fusssohlen rötliche Flecken. Der Ausschlag juckt nicht und heilt nach etwa 10 Tagen wieder ab. Die Krankheit ist besonders unangenehm, da sich im Mund schmerzhafte Bläschen bilden können.
Kühle und flüssige Nahrungsmittel wie zum Beispiel Joghurt und Brei tun Ihrem Kind gut. Verzichten sollten Sie auf säurehaltige Lebensmittel, da sie die angegriffene Mundschleimhaut reizen. Fieber, Bauchschmerzen und Erbrechen können diese Krankheit begleiten.
Bei der Mund-Hand-Fuss-Krankheit handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch die Tröpfcheninfektion übertragen wird. Sie tritt vor allem in Spielgruppen und im Kindergarten auf. Die Inkubationszeit beträgt etwa 3 bis 6 Tage.
Hautausschlag bei Kindern: Weitere Ursachen
Nesselsucht
Typische Symptome der Nesselsucht sind starker Juckreiz und blassrote bis rote Quaddeln, die der Hautreizung nach dem Kontakt mit einer Brennnessel stark ähneln. Auslöser können zum Beispiel Kälte, eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine aufkommende Infektion sein.
Die Nesselsucht kann auch von leichtem bis mässigem Fieber begleitet werden. Um die Symptome, hier in erster Linie den Juckreiz, zu lindern, verschreiben Ärzte häufig Antihistaminika.
Allergien
Ein Hautausschlag kann bei Kindern auch die Reaktion auf eine Allergie sein. Abhängig von der jeweiligen Allergie tritt die Reaktion nach direktem Hautkontakt, in einigen Fällen aber auch verzögert, auf. Mit einem Allergietest kann ein Arzt klären, welche Substanz die Allergie ausgelöst hat.
Ringelflechte
Eine Ringelflechte lässt sich ganz deutlich durch einen ringförmigen Ausschlag auf Brust, Bauch oder Rücken erkennen. Die Aussenseiten der Flechte können schorfig sein und stark jucken. Auslöser für die Ringelflechte ist ein Pilz, der zum Beispiel von befallenen Haustieren auf Kinder übertragen werden kann. Suchen Sie bei Verdacht auf eine Ringelflechte einen Kinderarzt auf.
Krätze
Anzeichen für die Krätze sind ein starker Juckreiz sowie ein unebener Hautausschlag, der durch kleine Milben hervorgerufen wird. Die Parasiten bohren sich unter die Haut des Kindes, legen ihre Eier ab und lösen dort eine Hautreaktion aus. Der Juckreiz wird durch Wärme verstärkt.
Die Krätze ist sehr ansteckend und wird durch direkten Hautkontakt übertragen. Behandelt wird der Milbenbefall häufig mit einer Salbe, die Ihnen Ihr Arzt verschreibt. Die Milben werden durch den Wirkstoff vernichtet und eine neue Infektion wird so verhindert.
Dieser Artikel wurde von unserem Expertenteam geprüft.
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