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Es war eine schöne Idee, aber offensichtlich zu teuer. Der Google-Mutterkonzern Alphabet gibt das Projekt auf, Menschen in entlegenen Gegenden aus der Stratosphäre mit Internet versorgen zu können. Alphabet begründete die Entscheidung Ende letzter Woche mit zu hohen Kosten.
Facebook hat ein ähnliches Programm mit seinen Aquila-Drohnen bereits vor einiger Zeit wieder eingestampft.
Die weltweite Internet-Abdeckung unter dem Label Loon setzte auf solargetriebene Helium-Ballone, um Menschen ans Netz anschliessen zu können. Allerdings mussten diese Ballone in der Grösse eines Tennisplatzes alle fünf Monate ausgetauscht werden. Die letzten Prototypen waren in Kenia stationiert. Wie es in einer Mitteilung von Alphabet heisst, fand man in dieser Region allerdings kaum Mobilfunkkonzerne als Kunden.
Es sei nicht gelungen, die Kosten so zu drücken, um ein langfristiges, nachhaltiges Geschäft aufbauen zu können, schrieb Loon-Chef Alastair Westgarth in einem Blogartikel. Auch seien aufgrund der grossen Nachfrage inzwischen die Kosten für Funkmasten schneller gesunken als erwartet.
Loon wurde bereits 2011 gegründet und zählte rund 200 Mitarbeitende. Die Firma gehörte zu Googles «Other Beats» genannten Zukunftsprojekten, von denen jetzt nur noch das Drohnen-Projekt Wing auf besonderes Interesse stösst. Dieses will Warenlieferungen aus der Luft kommerzialisieren.
Die Idee von einem umfassenden Internet aus dem Himmel ist aber mit dem Ausstieg von Google noch nicht ganz ad acta gelegt. Elon Musk setzt mit einer SpaceX-Tochter Starlink nach wie vor auf Satelliten und will ein entsprechendes Angebot auch in Europa etablieren. Ähnliche Pläne verfolgen der britische Milliardär Richard Branson sowie Amazon-Chef Jeff Bezos.