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Sie wählten dafür eine Art Wabenstruktur, platzieren die Häuser etwas verschachtelt. Was inspirierte Sie dazu?
Ein grosses Gefüge wie den Vogelsang muss man ganzheitlich denken. Heute werden kaum mehr die öffentlichen Räume, die Zwischenräume, Strassenzüge oder Plätze betrachtet. Entworfen und gestaltet wird nur das Objekt, das Haus. Neubauten sind darum oft massstabslose, nebeneinandergereihte, primadonnenhafte Einzelobjekte; Boxen mit ein paar Löchern. Wir jedoch glauben immer noch an den klassischen Städtebau: Wir sind überzeugt, dass man zuerst die öffentlichen Räume schaffen muss, damit stimmige Privaträume gelingen. Deshalb fangen wir zunächst mit der Gestaltung des gemeinschaftlich nutzbaren Aussenraumes an. Aus dem heraus entwickeln wir das Private, die einzelnen Wohnungen. Dabei arbeiten wir mit Analogien aus dem Fundus bestehender Bautypen. Zuerst versuchten wir es beim Vogelsang mit versetzten Riegeln, doch der dadurch entstehende Zwischenraum parallel zu Strasse und Gleisen bot keine angenehmen abwechslungsreichen Aussenräume, und löste daneben das Lärmproblem nicht. Also entschieden wir uns für eine Form mit Höfen, ähnlich wie wir sie in den herrschaftlichen französischen Stadthäusern – sogenannten «Hôtel Particuliers» – des 17. und 18. Jahrhunderts finden.