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Taiwanischer Präsidentschaftskandidat will engere Beziehungen zu Europa
Der führende Kandidat für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Taiwan hat sich für engere Beziehungen zu Europa ausgesprochen. William Lai, Mitglied der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei, betonte die Bedeutung des Engagements der EU, um China von einer Invasion Taiwans abzuhalten.
Der Ruf nach europäischer Unterstützung
William Lai, der sich nicht direkt zur Handelspolitik der EU äußerte, kündigte an, die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Europa fortzusetzen. Er betonte die gemeinsamen Werte wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, die Taiwan und Europa teilen. Lai forderte Europa auf, eine aktivere Rolle bei der Sicherheit Taiwans zu spielen und betonte die Notwendigkeit von Dialog und Austausch zwischen beiden Seiten.
Die Bedeutung des Friedens
Lai bekräftigte, dass Frieden unersetzlich sei und betonte, dass es in einem Krieg keine Gewinner geben würde. Er erklärte, dass Frieden die einzige Option sei und dass Taiwan immer bereit sei, den Dialog und die Zusammenarbeit mit China in gegenseitigem Respekt und Würde fortzusetzen. Lai sprach sich erneut gegen eine einseitige Unabhängigkeitserklärung aus und erfüllte damit eine wichtige Forderung der USA, die den Status quo nicht einseitig stören wollen.
Europas Rolle bei der Sicherheit Taiwans
Auf die Frage, warum sich Europa nicht aktiv für die Sicherheit Taiwans einsetze, erklärte Lai, dass Taiwan und Europa zwar geografisch weit voneinander entfernt seien, aber gemeinsame Werte wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte teilten. Er äußerte die Hoffnung, dass Taiwan und Europa in Fragen des Friedens im Indopazifik zusammenarbeiten könnten. Lai dankte den europäischen Ländern für ihren Widerstand gegen eine Veränderung des Status quo in der Meerenge von Taiwan durch militärische Mittel autoritärer Staaten und betonte, dass solche Äußerungen dazu beitragen würden, die Sicherheit Taiwans zu gewährleisten.
Wirtschaftliche Kooperation mit Europa
Obwohl Lai nicht direkt auf die Handelspolitik der EU einging, kündigte er an, eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Europa anzustreben. Taiwan diversifiziert derzeit seine Wirtschaft, um weniger von China abhängig zu sein, und Lai möchte die europäischen Länder ermutigen, den Austausch in den Bereichen Werte, Wirtschaft, Handel und Klimawandel zu vertiefen. Er lobte die technologische Führungsrolle Europas und betonte das Potenzial für gemeinsame Wirtschaftsprojekte.
Die bevorstehenden Wahlen
Der derzeitige Vizepräsident Taiwans, William Lai, steht vor einer schwierigen Wahl. Neben der traditionell chinafreundlichen Kuomintang gibt es mit der neuen Taiwan People’s Party, deren Kandidat Ko Wen-je bei der Jugend populär ist, einen weiteren starken Konkurrenten. Lai warnte vor den Folgen einer Wahlniederlage seiner Partei und betonte, dass China im Falle eines Wahlsieges der Oppositionspartei seine bisherige Politik gegenüber Taiwan und im indopazifischen Raum nicht ändern werde.
Zusammenfassung
Der taiwanesische Präsidentschaftskandidat William Lai strebt engere Beziehungen zu Europa an und betont die gemeinsamen Werte und die Bedeutung des Friedens. Er fordert Europa auf, eine aktivere Rolle bei der Sicherheit Taiwans zu spielen und den Dialog sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen. Lai möchte Europa davon überzeugen, dass Taiwan ein verlässlicher Partner ist und dass eine intensivere Zusammenarbeit für beide Seiten sowohl politisch als auch wirtschaftlich von Vorteil wäre. Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Taiwan werden zeigen, ob es Lai gelingen wird, die Beziehungen Taiwans zu Europa weiter zu stärken.