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«Was ist eine Zunft?», «Wie wurde man Zünfter?», «Wurden auch Frauen aufgenommen?", «Was assen die Zünfter bei ihren Festmählern?» Auf diese und 20 weitere Fragen gibt die leicht und informativ geschriebene Broschüre auf rund 50 Seiten Auskunft. Der Autor Martin Harzenmoser, selbst Mitglied der Zunft zun Webern, stellt im zweiten Teil jede der zwölf Gesellschaften und Zünfte einzeln vor: Welche Berufsgruppen waren Mitglied? Wo stand das Zunfthaus? Was sieht man im Wappen?
Eine Vielzahl von Anekdoten aus dem Alltag macht die Zunftgeschichte besser greifbar, etwa wenn beschrieben wird, dass die Fischer ihre Ware stets fangfrisch verkaufen mussten. Was am Morgen nicht abgesetzt wurde, durfte nachmittags nur noch auf einem Sondertisch angeboten werden – aber nur Leuten, die nicht in Schaffhausen wohnten.
Abgerundet wird der Text mit einem originellen Zunftspiel, das auf einer alten Ansicht der Stadt Schaffhausen gespielt wird und an jedem der zwölf Gesellschafts- und Zunfthäuser vorbeiführt. Das alles macht das Heft zu einem sehr lesenswerten Werk, das, wie jedes gute Lehrmittel, nicht nur bei den Schulkindern, sondern auch bei den Erwachsenen gut ankommt.