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Dies ist eine Übersetzung des "Back to Genesis" (BTG) Artikels Nr. 160 von International Creation Research (ICR). Original Artikel: http://www.icr.org/pubs/btg-a/btg-160a.htm
Nummer 160 / April 2002
"Bewahre, was dir
anvertraut ist, und
meide das ungeistliche, lose Geschwätz
und das Gezänk der fälschlich so
genannten Erkenntnis." (1.Timotheus 6,20)
"Dinge über die Evolution, die du vielleicht nicht kennst!"
von John D. Morris, emeritierter Präsident der Internationalen Schöpfungsforschung
Kürzlich hatte ich das Vorrecht, vor einer Zusammenkunft staatlicher Gesetzgeber und anderer einflussreicher Politiker zu sprechen. Diese begabten Männer und Frauen waren in bezeichnender Weise hoch gebildet; den meisten wurde Evolution und evolutionäre Weltanschauung sowohl in ausführlicher wie auch ausschliesslicher Weise gelehrt. Nun haben sie die Vollmacht, erzieherische Leitlinien und gesellschaftliche Normen festzulegen. Sponsoren dieses Anlasses erwarteten von mir eine sowohl informativ wie auch evangelistisch ausgerichtete Rede. Was kann jemand schon in 45 Minuten vor einer Versammlung einflussreicher Führungskräfte sagen, das eine Veränderung bewirken könnte? Ich behaupte nicht zu wissen, was am besten wäre, aber vielleicht interessiert es Sie zu wissen, was ich tatsächlich sagte.
Meine Rede hatte den Titel: "Drei Dinge, die Ihnen wahrscheinlich in Bezug auf die Theorie der Evolution nicht bekannt sind". Ich sprach nur auf Grund einiger Notizen, aber eine Zusammenfassung meiner Rede - mit ein paar wenigen Änderungen - finden sie nachfolgend:
Ich begann meine Rede mit ein paar klärenden Definitionen. Es gibt heutzutage in Bezug auf wichtige Wörter viele Missverständnisse, und einige missbrauchen sie um Studierende zu verwirren und dabei ihre eigentliche Absicht zu verbergen.
Wissenschaft hat mit sorgfältiger Beobachtung in der Gegenwart zu tun. Im Gegensatz zur wirklichen Wissenschaft sind beide - Evolution und Schöpfungslehre - bestenfalls historische Rekonstruktionen der unbeobachteten Vergangenheit, weil niemand weder die eine noch die andere empirisch wiederholen kann. In Tat und Wahrheit sind beide eine je eigene, vollständige Weltanschauung, ein je eigener Weg, alle Beobachtungen in der Gegenwart zu interpretieren und als Basis für alle Lebensentscheidungen zu verwenden. In früheren Jahren wurde "Wissenschaft" verstanden als "Suche nach der Wahrheit", aber viele engen heute diesen Begriff als "Suchen nach natürlichen Erklärungen" ein, sogar, wenn dieses Suchen zu hoffnungslosen Schlussfolgerungen führt.
Evolution beinhaltet die "Abstammung von einem gemeinsamen Vorfahren", bestehend aus den verschiedensten auf das Leben bezogenen Vorstellungen, wie z.B. die Abstammung einer Person von einem Fisch. Evolution meint nicht nur "Veränderung", denn alle Dinge verändern sich mit der Zeit. Um Klarheit zu gewinnen, müssen wir diesen Begriff auf bedeutungsvolle Veränderungen beschränken, im besondern auf die Abstammung neuer Typen von Organismen von frühern, andersartigen.
Schöpfung beinhaltet das plötzliche Auftreten von Grundkategorien des Lebens, ohne dass ein Grundtyp von einem andern abstammt und ohne ausgeprägte Veränderung, nachdem diese bestimmte Kategorie einmal aufgetreten ist. Ein Fehlen von Veränderung ist als "stasis" (beharren) bekannt. Fische sind immer Fische gewesen, seit ihrem ersten Auftreten, und Hunde sind immer Hunde gewesen. Fische und Hunde - und andere Tiere - mögen sich ein wenig verändert haben, aber sie stammen nicht von einem gemeinsamen Vorfahren ab.
Der Begriff "Mikroevolution" wird manchmal verwendet für kleine, in der horizontalen Ebene stattfindende Veränderungen innerhalb einer Art, die beobachtbar sind (so wie z.B. die verschiedenen Hunderassen), während "Makroevolution" grosse, in der vertikalen Ebene stattfindende Veränderungen beinhaltet (z.B. vom Fisch zum Hund), die nie beobachtet wurden. Diese grossen Veränderungen entsprechen der Sichtweise Darwins und dem Verständnis der Allgemeinheit.
Im weitern wird der Begriff Evolution, so wie ihn alle führenden Evolutionisten, Buchautoren und Theoretiker sehen, nur für natürliche Prozesse gebraucht, wie etwa Mutation und natürliche Auslese (Selektion). Für führende Evolutionisten sind dabei nur ungelenkte, zufällig wirkende Kräfte mit im Spiel und auf alle Fälle ist keine übernatürliche Einwirkung (Input) erlaubt.
Es folgen nun drei wichtige Punkte über die Evolutionstheorie, d.h. die Entstehung von neuen Lebenskategorien aus älteren, vorher bestehenden. Sogar, wenn jemand in Bezug auf die Evolution eine sehr gute Kenntnis hat, kann es sein, dass er diese Dinge nicht kennt. Aber, dieses Wissen ist von Ausschlag gebender Bedeutung, wenn intelligente Entscheidungen getroffen werden müssen.
I. Evolution hat nicht stattgefunden
A. Kräfte des Zufalls können nicht Auslöser des Lebens sein
Die Struktur, die wir in lebenden Dingen sehen, ist viel zu komplex, zu geplant und zu ausgefeilt, um bloss das Resultat gewöhnlicher, nicht zielgerichteter Zufallskräfte zu sein. Schon das einfachste Ding, das wir als "lebendig" bezeichnen, ist weit komplexer als ein Supercomputer, und Supercomputer entstehen nicht durch Zufall.
Jede Zelle ist aus mehreren wesentlichen Teilen zusammengesetzt, von denen jeder auf wunderbare Weise absolut notwendig für das Ganze ist. Auch nur durch das Fehlen eines einzigen Teils könnte die Zelle nicht leben. Alles wird durch den grossartigen DNS (DesoxyriboNuclein-Säure) - Code organisiert und mit Energie ausgestattet. Dieser Code entspricht einem ganzen Lexikon von Informationen, die, obschon sie von den modernen Wissenschaftlern nicht gelesen werden können, von der Zelle selbst erkannt und entsprechend befolgt werden. Es ist also gewiss, dass Dinge einen Entwerfer/Urheber nötig haben.
B. Evolution (d.h. Makroevolution) geschieht nicht in der Gegenwart
Wenn sie je in der Vergangenheit geschehen sein sollte, dann scheint sie jetzt aufgehört zu haben. Es mag sein, dass sich die Umgebungsbedingungen zuwenig ändern oder der Selektionsdruck zu klein ist, auf alle Fälle weiss jedermann, dass Makroevolution nicht existiert und heutzutage nicht beobachtet werden kann. Mutationen, zufällige Veränderungen im DNS-Informationscode, können beobachtet werden, aber diese "Geburtsfehler" fügen der DNS nie irgendwelche innovativen und vorteilhaften Gene hinzu. Im Gegenteil, Mutationen werden entweder durch irgendeinen wunderbaren Mechanismus an anderer Stelle in der DNS repariert oder sind in ihrer Auswirkung neutral, schädlich oder letztlich für das Bestehen des Organismus’ fatal.
In gleicher Weise geschieht Selektion überall um uns herum, aber diese wählt nur aus der bereits bestehenden Vielfalt etwas heraus; Neues kann sie nicht erschaffen. Evolutionisten mögen von gegenwärtiger Selektion so sprechen, als ob sie einen Wert in sich selbst hätte und bewusst das Werk der Evolution vorantreiben würde - aber, diese ist nicht zielgerichtet (sondern zufällig!) und unfähig, mehr als mikroevolutive Veränderungen hervorzubringen.
C. Evolution geschah nicht in der Vergangenheit.
Wenn wir auf das ganze Spektrum des Lebens in der Vergangenheit schauen, so können wir keine schlüssigen Beweise finden, dass irgendeine Grundkategorie (Grundtypus) aus irgendeiner anderen entstanden ist. Wir sehen, dass einige Kategorien ausgestorben sind, wie z.B. die Dinosaurier, dass aber der Rest in die auch heute beobachtbaren Kategorien hineinpassen. Wir sehen Hunde in grosser Vielfalt, sogar einige ausgestorbene Variationen, aber nie Halb-Hund/Halb-irgend etwas anderes! Evolutionisten weisen üblicherweise auf einige wenige „Übergangsformen“ hin - aber, wenn die Evolution und die Abstammung von gemeinsamen Vorfahren wirklich geschehen wären, so müssten wir Tausende von "Übergangsformen" sehen. Dies ist aber nicht der Fall. Der berühmteste, jetzt lebende Sprecher der Evolution, Dr. Stephen J. Gould, Paläontologe an der Harvard Universität, hat seine Karriere damit gemacht, dass er seine Kollegen darauf hinwies, dass die Fossilien ein plötzliches Auftreten und Beharren ihrer Form aufweisen. Obschon er kein Freund der Schöpfungslehre ist, musste er, als aufrichtiger Wissenschaftler, diese heutzutage gut bekannte Tatsache anerkennen. Er schlug dafür den Begriff des "punktuellen Gleichgewichts" vor, um dem Zustand der Fossilien gerecht zu werden, die normalerweise in einem Gleichgewichts- oder Ruhezustand sind und überhaupt keine Zeichen einer Veränderung aufweisen. Wenn eine plötzliche Veränderung der Umgebung eine bestimmte Kategorie des Lebens trifft, so verändert sich diese rasch in eine andere stabile Form und zwar so schnell, dass sie keine Fossilien hinterlassen! Wie bequem! Die Evolution verläuft in der Gegenwart zu langsam, als dass man sie beobachten könnte, aber in der Vergangenheit verlief sie so schnell, dass sie keine sichtbaren Zeichen hinterlassen hat. Gould argumentiert auf Grund von fehlenden Tatsachen!
Aber gerade das Fehlen von "Übergangsformen" ist genau das, was vorliegen sollte, falls die Schöpfungslehre wahr ist. Die in den Fossilien festgehaltenen Befunde unterstützen eine plötzliche Schöpfung von Grundtypen viel besser als die langsam oder schneller ablaufende Evolution.
D. Evolution kann überhaupt nicht geschehen.
Die Grund legenden Gesetze der Wissenschaft sprechen klar gegen eine Evolution. Besonders der zweite thermodynamische Hauptsatz, der beinhaltet, dass alle real ablaufenden Prozesse zu weniger strukturierten und informationsärmeren Produkten führen als in der Ursprungssubstanz vorhanden waren. Dieses Basisgesetz (der Thermodynamik) führt zu De-volution (Zerfall) und nicht zu Evolution (Weiteraufbau). Das Vorhandensein von grosser, von aussen einwirkender Energie hat nie, soweit es die Wissenschaft beobachtet hat, zu vorteilhaften Mutationen geführt oder zu einer Zunahme der Information im Genom, wie es die Evolutionisten behaupten. Ganz im Gegenteil führt eine sehr starke Zufuhr von einwirkender Energie zu einer Beschleunigung des Zerfalls lebender Dinge, ganz besonders der DNS. Sie wird keine Evolution (Weiterentwicklung) hervorbringen. Evolution ist - wie oben erwähnt - gegen das Naturgesetz.
Evolution geschieht nicht, sie geschah nicht und kann nicht geschehen, und sie ist völlig unfähig, als Beweis für den sichtbaren Zustand des Lebens in Anspruch genommen zu werden.
Wir haben alle den Ausspruch gehört, dass "Evolution Wissenschaft ist und Schöpfung Religion". Dieses oft wiederholte "Mantra" hat seinen Ursprung in einer Aussage von Dr. Michael Ruse, die er 1980 in Arkansas machte anlässlich einer die Schöpfungslehre beinhaltenden Gerichtsverhandlung. Der Gerichtspräsident, bekannt für seine frühere Neigung für die Evolution, nahm diese Negativhaltung in seine Gesamtbeurteilung im Prozess auf. Diese Flagge wird seither von den Evolutionisten hinlänglich geschwungen. Aber Dr. Ruse, ein Experte bezüglich der Natur der Wissenschaften und der Wissenschaftstheorie, musste kürzlich zugeben, dass er im Irrtum war - dass "Evolution von ihren Vertretern verbreitet wird als eine Religion, eine ausgefeilte Alternative zum christlichen Glauben... Evolution ist eine Religion." Dies bringt uns zu Punkt II:
II. Evolution ist eine komplette Weltanschauung.
Evolution ist die Religion des "Natürlichen", das klare Gegenteil vom "Übernatürlichen". Sie gibt vor, alle "grossen" Fragen des Lebens beantworten zu können. "Wer bin ich?", "Woher komme ich?", "Wohin gehe ich?", "Was ist die Bedeutung von dem allen?" Zu behaupten, dass die Wissenschaft gleich zu setzen ist mit "Natürlichem", schliesst einen Schöpfer auf Grund der Definition der Wissenschaft aus. Sogar wenn dieser Schöpfer existierte und aktiv gewesen wäre, so würde dies als "unwissenschaftlich" abqualifiziert. Diese Religion des "Natürlichen", dass wir lediglich das Resultat von blinden, zufälligen Kräften sind, ist logischerweise nur mit Atheismus vereinbar. Er hat zu einer Auffassung des Lebens geführt, die keinem Schöpfer rechenschaftspflichtig ist, demzufolge auch zum Auftreten einer zügellosen Gesellschaft voller grosser Schmerzen, weil das Denken in der Kategorie der Evolution, Rassismus, Abtreibung, Kindstötung, Euthanasie, Promiskuität, Scheidung, Suizid, Sozialdarwinismus (Überleben des Tüchtigsten in der Gesellschaft) etc. in sich schliesst. Während die Wissenschaft und die Technologie grosse Dinge zustande gebracht haben, hat der Begriff der Evolution an sich zu nichts Nützlichem geführt.
III. Die Religion der Evolution ist das Gegenteil von christlichem Glauben.
Evolution kann in dem einen Satz zusammengefasst werden: "Überleben des Tüchtigsten" und "Auslöschen des Untüchtigen". Der Tod der Mehrheit der Menschen erlaubt den wenigen mit vorteilhaften Mutationen Ausgerüsteten zu überleben, das "Glückhaben des Starken" auf Kosten des "Schwachen und Hilflosen". Die einzigen Dinge, die zählen, sind Überleben und sich Fortpflanzen. Die Evolution beginnt im Kleinen, und über lange Zeitperioden hinweg(mit viel Blutvergiessen und Krankheit) endet sie beim Menschen. Darwin kam im letzten Abschnitt seines Werks "Die Entstehung der Arten" zu folgender Schlussfolgerung: „Der Tod, die fleischfressende Aktivität der Lebewesen und ihre dabei erfolgte Vernichtung haben letztlich den Menschen produziert.“
Der christliche Glaube entwirft ein völlig anderes Bild. Es beginnt mit einem allmächtigen Schöpfer, der ein "sehr gutes" (l.Mose 1,31) Universum erschaffen hat, eines, in dem kein Schmerz, Leiden oder Tod vorhanden waren. Er schuf Sein eigenes Bild im Menschen und sorgte gnädig für jedes Bedürfnis, eingeschlossen die ganz persönliche Beziehung zu Ihm selber. Diese Vollkommenheit wurde vom Menschen abgelehnt, und nun leidet die ganze Schöpfung unter "der Sünde Lohn", (Römer 6,23), dem Niedergang und dem Tod als Folge der und Strafe für die Sünde (der Loslösung von Gott). Die Aufsicht und Herrschaft über alle Dinge waren Adam anvertraut worden und nun leiden sie alle auch infolge seiner Bestrafung: Die Pflanzen verdorren, die Tiere sterben, die Leute leiden und sterben. Sogar die unbelebte Materie zerfällt. Die Umlaufbahn des Mondes verändert sich in negativer Weise. Die Sonne braucht die durch Kernfusion entstandene Wärme- und Lichtstrahlung auf. Die ganze Schöpfung leidet (Römer 8,22). Heutzutage sehen wir Untergang und Überleben des Tüchtigsten, aber dies sind keine kreativen Prozesse. Es soll uns ermahnen, zu unserem Schöpfer umzukehren und seine gnädige Lösung für unsere Sündenstrafe anzunehmen: Er sandte Seinen Sohn, um als Opfer für uns zu sterben. Der Tüchtigste von allen stirbt für die Untüchtigen. Er gibt uns ewiges Leben als Geschenk Seiner Gnade.
Stelle dieses Angebot dem Konzept des Überlebens des Tüchtigsten und des Lebenskampfs gegenüber und du wirst sie als unvereinbare Gegensätze erkennen. Währenddem die Evolution nichts anderes als Kampf und letztendliche Eliminierung des Schwächern anzubieten hat, schenkt uns der christliche Glaube ewiges Leben, frei von jedem Kampf und Tod.
Beide, Evolution und christlicher Glaube, sind in sich genommen vollständige Weltanschauungen. Von den zweien ist die Sicht einer Schöpfung durch wissenschaftliche Beobachtungen besser belegt, und sie allein gibt dem Leben und der Ewigkeit einen Sinn!
Übersetzt von Markus Bourquin im Oktober 2002