Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/440

Johann Christoph Schmügel (1727–1798) erhielt seinen ersten Musikunterricht bei seinem Vater, der Organist in Pritzier war. Später studierte er in Hamburg bei Georg Philipp Telemann. Im Jahre 1758 wurde er Organist und Musiklehrer in Lüneburg. 1766 verliess er Lüneburg und wechselte an die St. Nicolai-Kirche in Mölln/Lauenburg. Hier wirkte er ab 1784 auch als Kantor. Schmügel starb im Alter von 71 Jahren an einem Schlaganfall während dem Orgelspiel.
Johann Christoph Schmügel ist ein wichtiger Komponist zwischen Barock und Frühklassik. Sein Stil ähnelt dem seines Lehrers Telemann, durchsetzt mit Elementen des „galanten Stils“. Seine Orgelstücke sind oft in Trioform gehalten, auffallend sind die vielen verschiedenen Tonarten. Unter den 12 überlieferten Stücken sind nur freie Formen zu finden (Ouverture, Präludien, Fugen und Cantabiles), hingegen keine Choralbearbeitungen.
Kompositionen von Johann Christoph Schmügel
Es sind nur wenige Kompositionen erhalten
- Einige Chorwerke aus der Lüneburger Zeit
- Eine Weihnachtskantate, 1768
- Präludien, Fugen und andere Orgelstücke, 1778
- Sinfonien und Kammermusik für Streicher
Klangbeispiele
Das Bild zeigt die Orgel in St. Nicolai Mölln, erbaut 1754 bis 1766 durch Christoph Julius Büntin. Das Gehäuse und 5 Register sind bis heute erhalten.
François Benoist (1794–1878) wurde in Nantes geboren. Ab 1811 studierte er am Pariser Konservatorium bei Charles-Simon Catel und Louis Adam. Mit seiner Kantate Oenone gewann er 1815 den Prix de Rome. 1819 wurde Benoist Erster Organist der Kapelle des Königs und Professor für Orgel am Conservatoire. Dieses Amt übte er bis ins hohe Alter aus. Als Orgellehrer war er während über 50 Jahren die prägende Figur der Pariser Orgelszene. Zu seinen Schülern zählten u. a. César Franck, Théodore Dubois, Louis Lefébure-Wély und Camille Saint-Saëns. Ab 1840 war er ausserdem Premier chef de chant an der Pariser Oper. Weiterlesen
Franz Bühler (1760–1823) war ein süddeutscher Kirchenmusiker und Komponist. Er wurde als Franciscus Bihler getauft und wuchs im Württembergischen Schneidheim in einer grosser Lehrersfamilie auf. Seinen ersten Unterricht erhielt er bei seinem Vater. Im Alter von zehn Jahren kam er als Chorknabe in die Benediktinerabtei Neresheim, wo er das Klavierspiel und den Generalbass erlernte. Ab 1775 studierte der junge Franz in Augsburg Theologie, Philosophie und Musik und trat 1778 in das Benediktinerkloster Heilig Kreuz in Donauwörth ein. Hier erhielt er von dem Komponisten Antonio Rosetti Unterricht. 1794 kam Pater Gregor, wie sein Benediktiner Ordensname lautete, als Stiftsorganisten nach Bozen und nannte sich hier Abbé Bihler. 1801 wurde er zum Augsburger Domkapellmeister berufen und entschied sich nun definitiv für den Namen Franz Bühler. Weiterlesen
Frederick Andrew Keene (1871–1916) war ein englischer Organist und Komponist. 1889 wurde er der junge Keene Organist in der Kirche St. Saviour’s in Clapham, einem Stadtteil im Südwesten von London. Dieses Amt hatte er bis 1907 inne, danach war er Organist in der Sandingham Parish Church, ebenfalls im Stadtteil Clapham, London. Keene starb bereits im Alter von 45 Jahren.
Frederick Andrew Keene war zuerst Schüler von Dr. Charles William Pearce (1856–1928), der Musiklehrer und später Direktor am Trinity College in London war. Danach studierte Keen bei Sir Walter Galpin Alcock, der damals Professor für Orgel am Royal College of Music und Organist in der Westminster Abbey und in der Chapels Royal war.
Enrico Pasini (*1935) wurde in Rom geboren. Als Kind erhielt er Klavieruntericht bei Marcella Palazzi und komponierte schon bald eigene Klavierstücke. 1946 wurde Enrico ins Conservatorio di S. Cecilia aufgenommen und besuchte dort den Unterricht bei Alfredo De Ninno, später bei Rina Rossi.
Auf Drängen seines Vaters studierte er auch Geisteswissenschaften, wandte sich aber später ganz dem Musikstudium zu. Sein wichtigester Lehrer wurde Armando Renzi. Von ihm wurde er ermutigt, seinen eigenen kompositorischen Weg zu gehen. Weiterlesen
Samuel Wesley (1766–1837) wurde in Bristol geboren, die Familie übersiedelte 1778 nach London. Seine musikalische Ausbildung verdankte Samuel seinem Vater Charles, dem bedeutenden Liederdichter und -komponisten der methodistischen Kirche. John Wesley, Mitbegründer der methodistischen Kirche, war ein Bruder von Charles Wesley. Samuels Begabung zeigte sich bereits im frühen Alter, er wird auch the English Mozart genannt.
Samuel Wesley leistete als Konzertorganist und Herausgeber einen wesentlichen Beitrag zur Verbreitung der Musik Johann Sebastian Bachs in England. Wesley gilt als zentrale Persönlichkeit in der englischen Musik des frühen 19. Jahrhunderts. Weiterlesen
Giuseppe Gherardeschi (1759–1815) ist der bedeutendste Vertreter einer toskanischen Musikerdynastie. Über Generationen hinweg stellte die Familie die Domkapellmeister in der Provinzhauptstadt Pistoia im Norden der Toskana. Vor Giuseppe war bereits sein Vater Domenico Kapellmeister. Bei ihm hatte Guiseppe auch den ersten Musikunterricht. Giuseppes Nachfolger waren dann sein Sohn Luigi und sein Enkel Gherardo.
Giuseppe Gherardeschi zog in jungen Jahren nach Neapel um sich bei Nicola Sala weiterzubilden. Ab 1795 wirkte er wieder in der Heimatstadt, zuerst als Sänger und Musiklehrer, danach als Nachfolger seines Vaters im Amt des Domkapellmeisters. Gherardeschi komponierte hauptsächlich für seine eigene liturgische Praxis. Meistens sind es kürzere Stücke im galanten Stil seiner Zeit, ab und zu mit einem Hang zum Volkstümlichen. Seine Orgelwerke wurden nicht gedruckt, sie sind ausschliesslich als Handschriften überliefert. Weiterlesen
Pierre Jean Michel Fallouard (1805–1865) stammt aus der kleinen Hafenstadt Honfleur in der Normandie. Er lernte das Orgelspiel unter anderem bei seinem Vorgänger Monsieur Delaporte an der Kirche Sainte-Catherine in Honfleur und bei Adolphe Godefroi in Rouen. Pierre Jean Michel Fallouard wirkte als Musiklehrer und Musikkritiker in Honfleur. Er war Titularorganist an der Kapelle Hospice civil und ab 1825 an der Kirche Sainte-Catherine, der grössten Holzkirche Frankreichs. Weiterlesen
Edmond Missa (1861–1910) stammte aus Reims und hatte seinen ersten Musikunterricht bei seiner Mutter, der Sängerin Marie-Louise Duval, die später Professorin für Gesang am Pariser Konservatorium wurde. Sein Cousin Louis Duval war Organist an der Kathedrale von Reims, sein Onkel Ernest Duval Organist an der Kirche Saint-Jacques. Im Alter von zehn Jahren wurde Edmond Missa als Nachfolger von Henri Dallier Organist an der Chororgel der Kathedrale von Reims. Weiterlesen
Fernand de La Tombelle (1854–1928) war ein bedeutender französischer Organist und Komponist. Das Klavierspiel lernte er bei seiner Mutter Louise Gueyraud, einer Schülerin von Franz Liszt. Ab dem achtzehnten Lebensjahr nahm er privaten Orgel- und Harmonielehreunterricht bei Alexandre Guilmant. Am Konservatorium Paris war Fernand de La Tombelle Schüler von César Franck und Théodore Dubois. Für seine Kompositionen erhielt er zweimal die Goldmedaille beim Grand Prix Pleyel. In den folgenden Jahren trat Fernand de La Tombelle als Konzertorganist in ganz Frankreich auf. Weiterlesen