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Was ist der Unterschied zwischen MRI-Kontrastmitteln und CT-Kontrastmitteln?
Bei einer Magnetresonanztomographie Untersuchung kann Kontrastmittel (spezielles MR-Kontrastmittel) dazu verwendet werden, gewisse Strukturen und Gewebe bei geringem Dichteunterschied besser darzustellen. Typischerweise benutzen wir sie beispielsweise dazu, Gefässe besser darzustellen oder um krankhafte Veränderungen oder Tumorerkrankungen besser von gesundem Gewebe unterscheiden zu können. In einer MRI ohne Kontrastmittel besteht beispielsweise zwischen einem Blutgefäss und der Umgebung kein guter Kontrast: sowohl das Gefäss als auch die Umgebung haben fast den gleichen Grauton. Nach der Anwendung von MRI-Kontrastmittel ist das Signal im Blut deutlich heller, so dass eine Unterscheidung zwischen dem Gefäss und der Umgebung deutlich leichter fällt. Dies ist beispielsweise wichtig, um Gefässengstellen (beispielsweise durch Atherosklerose) detailliert zu beurteilen.
Geht es etwa um sehr spezielle Fragestellungen zu den Gefässen oder um Störungen in der Blut-Hirn-Schranke kann man eine Kopf Magnetresonanztomographie mit Kontrastmittel durchführen. Die gleiche Untersuchung kann jedoch auch ohne durchgeführt werden, falls diesbezüglich kein spezifischer Verdacht besteht.
Weshalb wird bei einem Verdacht auf einen Tumor oft Kontrastmittel gegeben?
Bösartige Tumoren bilden aufgrund ihres Wachstums oft sehr viele Gefässe aus. Diese lassen sich mit MRI-Kontrastmittel besonders gut darstellen. So helfen sie dabei, die Art des Tumors besser einzuordnen und von anderen Geweben zu unterscheiden.
Wird Kontrastmittel bei einer Herzuntersuchung benötigt?
Für viele Patienten ist die Verwendung eines gadoliniumhaltigen MRI-Kontrastmittels ein wichtiger Bestandteil der MRI-Untersuchung des Herzens. Bestimmte Fragen lassen sich auf diese Weise mit höherer Sicherheit beantworten. Durchblutungsstörungen (Ischämie), Narbenbereiche (Vitalität) und entzündliche Veränderungen (Myokarditis) können so im MRI sichtbar gemacht werden.
Dies ist in der Regel sehr gut verträglich, lösen nur in seltenen Fällen (<0,2 %) allergische Reaktionen aus und sind vor allem nicht nierenschädigend. Im Zusammenhang mit so genannten „linearen“ MRI-Kontrastmitteln (die nicht bei kardialen MRI-Untersuchungen eingesetzt werden) sind in der Vergangenheit äusserst selten (0,01%) schwerwiegende Nebenwirkungen aufgetreten. Zum Beispiel die bereits zuvor genannte nephrogene systemische Fibrose (NSF), bei der es zu krankhaften Wucherungen des Bindegewebes der Haut, der Muskeln und in inneren Organen kommen kann. In den letzten Jahren ist jedoch durch den Einsatz von hochstabilen „makrozyklischen“ (d.h. chemisch zirkulären) gadolinium-haltigen MRI-Kontrastmitteln (bei angepasster Dosierung, insbesondere bei Patienten mit höhergradiger Niereninsuffizienz) die NSF weltweit nahezu verschwunden. Die Europäische Arzneimittelagentur hat hierzu Empfehlungen heraus gegeben, die sie hier lesen können.
Darüber hinaus ist die mögliche Ablagerung von Gadolinium in bestimmten Hirnarealen beschrieben. Frühere Studien haben gezeigt, dass eine minimale Menge an Gadolinium (<1 %) im Körper verbleiben kann. Eine Anreicherung im Gehirn sollte bei intakter chemischer Struktur und fehlender Erkrankung (d. h. intakter Blut-Hirn-Schranke) aufgrund der Grösse der Gadoliniumchelate eigentlich ausgeschlossen sein. Bei Patienten mit gestörter Blut-Hirn-Schranke kommt es jedoch zu kleinen Gadoliniumanreicherungen in bestimmten Hirnarealen. Dies geschieht insbesondere wenn mehrere Untersuchungen mit Kontrastmitteln wiederholt und kurzfristig durchgeführt werden.
Zu Ihrer Sicherheit führen wir für jeden Patienten bereits bei der Anmeldung zur MRI-Untersuchung eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung durch. Wir verwenden nur ein „makrozyklisches“ Kontrastmittel und bestimmen die niedrigste erforderliche Dosis für die Fragestellung des jeweiligen Patienten. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion oder Dialysepflichtigkeit wird in der Regel auf den Einsatz verzichtet. Wir sind heute in der Lage, viele Fragestellungen ohne Kontrastmittel zu untersuchen. Eine ausführliche ärztliche Aufklärung mit der Möglichkeit, Fragen zu stellen, ist vor jeder Untersuchung eine Selbstverständlichkeit.