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Die ausgestorbene Flussdelfin-Art, die auf den Namen «Pebanista yacuruna» getauft wurde, hat vor über 16 Millionen Jahren gelebt, wie das internationale Forschungsteam unter Leitung der Universität Zürich (UZH) in einer am Mittwoch im Fachblatt «Science Advances» veröffentlichten Analyse schrieb.
Gefunden wurden die Fossilien im Jahr 2018 im Rio Napo im peruanischen Amazonasgebiet. Eine Rekonstruktion der Körpergrösse aus den Fossilien hat ergeben, dass er zwischen 281 und 347 Zentimetern lang gewesen sein muss, wie aus der Studie hervorgeht.
«Eine derart grosse Körpergrösse, die auch bei anderen Ur-Amazonenbewohnern (z. B. Fischen und Krokodilen) beobachtet wurde, könnte auf die grosse Verfügbarkeit von Ressourcen in den Ökosystemen des Ur-Amazonas zurückzuführen sein», schrieben die Forscherinnen und Forscher in der Studie.
Vor 10 Millionen Jahren ausgestorben
Ausgestorben sei der Delfin vor etwa 10 Millionen Jahren, als das moderne Amazonasgebiet das zuvor vorherrschende Sumpfsystem Pebas verdrängte. Die so entstandene ökologische Nische wurde von den Verwandten der heutigen Amazonas-Flussdelfine (Inia) genutzt, die von neuen Walen und Delfinen wie den modernen Ozeandelfinen aus den Ozeanen verdrängt wurden, wie die UZH in einer Mitteilung zur Studie schrieb.
Aber nicht nur die Grösse des Delfins sei bemerkenswert, so die Universität. «Bei diesem im Amazonas gefundenen Fossil hatten wir einen nahen Verwandten des lebenden Amazonasdelfins erwartet - stattdessen ist der Pebanista mit den südasiatischen Flussdelfinen (Gattung Platanista) verwandt», wurde Erstautor Aldo Benites-Palomino zitiert.
«Der Fund von Pebanista in proto-amazonischen Schichten beweist, dass Platanista nicht nur in Südasien, sondern auch in Südamerika in Süsswasser-Ökosysteme vordrangen, und zwar noch vor dem modernen Amazonas-Delfin», schrieben die Forscherinnen und Forscher in der Studie.