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Das Feline Immundefizienz-Virus (FIV) ist ein Virus aus der Familie der Retroviren. Das Virus löst bei Katzen eine Immunschwächekrankheit aus, die als Felines Immundefizienzsyndrom oder umgangssprachlich als Katzen-AIDS bezeichnet wird, da sie der Erkrankung Aids beim Menschen stark ähnelt.
In der Schweiz wird FIV allerdings kaum getestet, lediglich bei Vorhandensein von Anzeichen einer möglichen Erkrankung, bei welcher man keine andere Ursache ermitteln kann. FIV ist in CH noch sehr wenig verbreitet.
Das FIV-Virus kann vom Muttertier auf die Welpen übertragen werden, in jedem Fall werden bei positiven Kätzinnen Antikörper übertragen.
Als wichtigster Infektionsmodus wird der Biß angesehen. Daher sind ältere männliche Tiere mit Freigang in der Gruppe der positiven Tiere überrepräsentiert (Krankheit der „dirty old men“). In
Langzeitstudien ist allerdings auch „casual transfer“, Übertragung ohne Kenntnis vorangegangener Kämpfe oder Bisse, beobachtet worden.
Eine FIV infizierte Katze kann über Jahre ihr Leben geniessen ohne dass die Krankheit ausbricht. In den meisten Fällen bemerkt der Besitzer gar nichts von der Infektion. Bricht die Krankheit einmal aus, machen sich verschiedene Symptome bemerkbar. Dies weil es sich um Infekte irgendwelcher Form handelt, aufgrund der Schwächung des Immunsystems. Später kommt es zu Mundhöhlenerkrankungen, Problemen mit Nieren und Leber. Die Erkrankung ist bisher nicht wirkungsvoll behandelbar, verläuft aber oft über lange Zeit symptomlos. Langfristig wird jedoch das Immunsystem zerstört und Sekundärinfektionen führen zum Tod.
Es gibt aber sehr viele Katzen, die trotz einer Infektion mit FIV keinerlei Krankheitszeichen zeigen und ein völlig normales Katzenalter erreichen.
Es gibt keine wirkungsvolle Impfung gegen FIV.
Quelle:
Informationen aus einer Veröffentlichung von LABOKLIN GMBH & CO.KG , LABOR FÜR KLINISCHE DIAGNOSTIK