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Unter dem Decknamen Abbé Pierre hat Henri Grouès im besetzten Frankreich während des Zweiten Weltkrieges gegen das Nazi-Regime gekämpft. Der Priester half jüdischen Menschen und politisch Verfolgten, über die Grenze in die Schweiz zu kommen. Widerstand und Kampf prägten von da an sein langes engagiertes Leben.
Aus einer reichen französischen Industriellenfamilie stammend, verschenkte er das Erbe seines Vaters und wurde Novize bei den Kapuzinern. Aufgrund einer Tuberkuloseerkrankung musste er aber auf das karge Mönchsleben verzichten. Das bescheidene Leben führte er fort. Nach dem Krieg wurde er Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, 1949 gründete er die Bewegung «Emmaus», die sich in den Jahren nach dem Krieg in Paris um Arme und Obdachlose kümmerte.
Das Biopic «Abbé Pierre» ruft den charismatischen Priester in Erinnerung, der allen Menschen, die bei ihm anklopften, nur drei Fragen stellte: «Hast du Hunger? Bist du müde? Möchtest du dich waschen? Komm wir haben auf dich gewartet.» Der Film erzählt die Geschichte eines Menschen, der seine Mission für die Ärmsten der Gesellschaft während seines langen Lebens nie aus den Augen verloren hat.