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Bauhistorische Untersuchungen
Thomas Hurschler
Hofweg 10
3013 Bern
Tel: 076 478 37 97
<email-pii>
Bauhistorische Untersuchungen
Thomas Hurschler
Hofweg 10
3013 Bern
Tel: 076 478 37 97
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Bauuntersuchungen klären Fragen zur Bau- und Nutzungsgeschichte von Einzelbauten und Ensembles mit ortsbaulich prägendem oder historischem Zusammenhang. Neben Literatur- und Quellenrecherchen zählen insbesondere detaillierte Untersuchungen am Bau zur Grundlagenarbeit und gehen je nach Fragestellung von der zerstörungsfreien Beobachtung bis zu umfangreichen bauarchäologischen Untersuchungen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse dienen als Grundlage für Planungsprozesse oder zur Dokumentation vor Abbruch eines Gebäudes.
Das einstige Pumphäuschen, von dem nur noch die Grundmauern erhalten sind, versorgte einst mehrere Laufbrunnen mit Frischwasser. Zur Entstehung und Funktionsweise lagen verschiedene, teils wiedersprüchliche Hinweise und Theorien vor. Die Untersuchungen an den Überresten, insbesondere aber die Quellenrecherchen ergaben Einblicke in die lokale Wasserversorgung vom 17. bis 19. Jh.
Das Wohnhaus weist eine vielschichte Baugeschichte auf, die mit der bauhistorischen Untersuchung nicht restlos geklärt werden konnte. Das Haus wird jedoch massgeblich durch die Bauphasen des späteren 17. und 18. Jh. geprägt - einer Zeit in der sich Herisau in einer Epoche des wirtschaftlichen Aufschwungs befand.
Zwei Liegenschaften an der Junkerngasse sollen umgebaut werden. Als Grundlage für die Detailplanung wurde die Bau- und Nutzungsgeschichte der Häuser geklärt. Die Untersuchungen haben ergeben, dass Teile der Bauten in die Zeit vor dem verheerenden Stadtbrand von 1405 zurückreichen. Für eine Auswahl der für die Baugeschichte relevanten Räume wurde ein Raumbuch erstellt.
Das bäuerliche Wohnhaus steht schon länger leer. Als Grundlage für eine allfällige Sanierungsplanung sollte die Bau- und Nutzungsgeschichte des Hauses geklärt werden. Das Haus wurde in einer Phase reger Bautätigkeit in der Region oberhalb des Zugersees errichtet. Neben der besonderen Typologie, die sich durch eine bewusst asymmetrische Gebäudevolumetrie auszeichnet, weist der Bau einen für die regionale Bautradition auffällig hohe Anteil zweitverwenden Baumaterials auf.
Das Gebäudeensemble wurde im Hinblick auf eine Handänderung und einen geplanten Umbau bauhistorisch untersucht. Die Arbeiten erfolgten in einer Arbeitsgemeinschaft und brachten dank erhaltener Bauabrechnungen detaillierte Einblicke in den Bauprozess des 1708 errichteten Wohnhauses und der sieben Jahre jüngeren, zugehörigen Scheune.
Die alte Pfarrhelferei in Kerns musste einem Neubau weichen. Die Denkmalpflege des Kantons Obwalden nahm dies zum Anlass, den Bau, den man aufgrund seines Erscheinungsbilds in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hätte datieren können, vor seinem Verschwinden baugeschichtlich dokumentieren zu lassen. Die Untersuchungsergebnisse eröffnen interessante Einblicke in die Geschichte eines vergleichsweise kleinen Pfrundhauses.
Das von der Denkmalpflege in Auftrag gegebene Detailinventar zeigt auf, welche Bedeutung zwei aus unterschiedlichen Epochen stammende Gewerbebauten für die Firmen- und Arealgeschichte zukommt, sowie die ortsbauliche Bedeutung der Einzelbauten zu würdigen ist. Neben der Klärung der Baugeschichte und der Würdigung der Bauten ist ein Raumbuch Teil des Detailinventars.
Bauhistorische Gutachten klären die Schutzwürdigkeit und Bedeutung historischer Bauten und Anlagen. Neben der baukünstlerischen Qualität, sowie der konstruktionsgeschichtlichen und siedlungsgeschichtlichen Bedeutung wird auch deren Wert für das jeweilige Orts- und Landschaftsbild beurteilt.
Das Gutachten klärt die Frage nach der bau- und siedlungsgeschichtlichen Bedeutung eines Gebäudeensembles bestehend aus Wohnhaus und Ökonomiegebäude und beurteilt dessen Bedeutung im Orts- und Landschaftsbild. Die Recherchen zu den Bauten führten zu einer der zahlreichen Ziegeleien, die im Laufe des 19. und frühen 20. Jh. auf Allschwiler Gemeindegebiet gegründet und betrieben wurden.
Während die Hauptgebäude der Klosteranlage mehrheitlich als unbestrittene Baudenkmäler unter Schutz stehen, sind etliche Ökonomie- und Nebenbauten lediglich inventarisiert. Das Gutachten präzisiert die wissenschaftliche, kulturelle sowie heimatkundliche Bedeutung dieser Ökonomiegebäude als Einzelbauten sowie im Ensemble.
Die Scheune liegt ausserhalb des Bearbeitungsperimeters des Bauinventars, weshalb deren bauhistorische Bedeutung bislang nicht geklärt war. Das Gutachten beschreibt die typologische Besonderheit der auf rund 1200 m. ü. M. liegenden Scheune, klärte die Frage nach der Bauherrschaft und macht eine Zuschreibung an einen regional bekannten Zimmermann.
Die Eigentümerschaft ersuchte die Gemeinde um Klärung der Schutzwürdigkeit des inventarisierten Vielzweckbaus, worauf ein bauhistorisches Gutachten in Auftrag gegeben wurde.
Flächendeckende und rechtsverbindliche Baudenkmälerinventare wurden vielerorts ab den 1980er Jahren begonnen. Während in einzelnen Kantonen oder Gemeinden die Arbeit an der Erstinventarisierung noch läuft oder kurz vor dem Abschluss steht, wird vielerorts an der Revision und Aktualisierung bestehender Inventare gearbeitet. Ortsinventare sind zwar hinsichtlich Aufbau, Umfang und Rechtskraft unterschiedlich, die wissenschaftlichen Beurteilungskriterien jedoch vergleichbar. Inventare begründen die (mögliche) Schutzwürdigkeit, dienen den Bau- und Planungsbehörden als Beurteilungsgrundlage und sind auch eine wichtige Grundlagenarbeit für die Forschung zur Bau- und Siedlungsgeschichte eines Ortes oder einer Region.
Zusammen mit Eva Schäfer konnte im WS 2021 am Kunsthistorischen Institut der Uni Zürich erstmals eine Veranstaltung zur Inventarisierung angeboten werden. Die Veranstaltung wird im FS 2023 erneut angeboten. Neben der Geschichte der Inventarisation werden verschiedene Inventare, die sich in der Schweiz etabliert haben, vorgestellt und deren Rechtswirksamkeit geklärt. Teil der Veranstaltung sind Exkursionen sowie das Erarbeiten von Inventarblättern durch die Studierenden selbst.
Von Sommer 2021 bis Winter 2022 liefen die Inventarisationsarbeiten am Inventar der Altstadt Schaffhausen. Ortsbegehungen sowie Quellenrecherchen geben Aufschluss über die architektonische und städtebauliche Bedeutung von rund 300 Einzelbauten . Dieser Auftrag wurde in einer Arbeitsgemeinschaft bearbeitet.
Die Fachstelle für Kultur- und Denkmalpflege des Kantons Obwalden lässt das aus den 1980er und 1990er Jahren stammende Inventar der schützenswerten Bau- und Kulturdenkmäler schrittweise überarbeiten. Im Sommer 2022 konnten die Revisionsarbeiten für eine der grösseren Gemeinden des Kantons abgeschlossen werden.
Thomas Hurschler, lic. phil., Studium der Geschichte, Architekturgeschichte und Denkmalpflege. Langjährige Tätigkeiten in verschiedenen kantonalen Fachstellen in den Bereichen Denkmalpflege, Bauforschung und Archäologie, mehrere Jahre davon in der Denkmälerinventarisierung und der Bau- und Ortsbildpflege. Selbständige Tätigkeit in den Bereichen Bauforschung und Inventarisierung seit 2014. Daneben Mitarbeit in kantonalen Fachkommissionen sowie wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung mit Themen der Technik- und Verkehrsgeschichte.
Publikationen (Auswahl)
Thomas Hurschler, Eva Schäfer, Roland Sigrist, Sarnen: Haus am Grund, Estrichsaal. Statische Sicherung und Restaurierung, in: Kultur- und Denkmalpflege in Obwalden 2014-2015, Sarnen 2016, S. 142-149.
Thomas Hurschler, Giswil: Pfarrhaus Rudenz. Gesamtrestaurierung, in: Kultur- und Denkmalpflege in Obwalden 2014-2015, Sarnen 2016, S. 126-133.
Thomas Hurschler, Erich Vogler, Beda Dillier, Alpnach: Majorenhaus, Alpnachstad. Gesamtrestaurierung, in: Kultur- und Denkmalpflege in Obwalden 2014-2015, Sarnen 2016, S. 116-125.
Thomas Hurschler, Hans Peter Würsten: Vom Dampfschiff zum Opel „Montage Suisse“. Die Denkmalpflege als Partnerin bei der Erhaltung und Restaurierung von mobilem technischem Kulturgut, in: Fachwerk: das Magazin der Denkmalpflege des Kantons Bern 2015, S. 38-41.
Thomas Hurschler: Nächster Halt: Spiez, Mülenen oder Frutigen. Drei Bahnhöfe gewannen wesentliche Qualitäten ihres ursprünglichen Erscheinungsbildes zurück, in: Fachwerk: das Magazin der Denkmalpflege des Kantons Bern 2015, S. 34-37.
Kilian T. Elsasser, Thomas Hurschler, Theo Weiss: Der Blaue Pfeil, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, 2014.
Thomas Hurschler: Zwei bemerkenswerte Bauwerke über die Kander zwischen Wimmis und Spiez, in: 300 Jahre Kanderdurchstich, Jahrbuch UTB 2013, S. 93-100.
Thomas Hurschler: Unterhalt und Sanierung historischer Seilbahnen in der Praxis, in: NIKE-Bulletin 4/2011, S. 20-25. Ähnlich in: Das neue Schweizer Seilbahninventar und die Tücken seiner Umsetzung in der praktischen Denkmalpflege, in: Heimat heute 2011, S. 25-29.
Impressum:
Gestaltung: Lorenzo Conti
Implementation: nullnulleins GmbH