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Glen Moroney setzte seine ersten Fussstapfen in die Tourismusbranche, als er seinem Vater aushalf, welcher ein kleines Hotel an der Südküste Australiens führte. Das Hotel war ausserhalb der Ortschaft und fernab der wichtigsten Verkehrswege, weshalb die Auslastung zu wünschen übrig liess. Mr. Moroney hatte daraufhin eine zündende Idee, um die Übernachtungen im Hotel anzukurbeln – Bustouren zum Hotel zu verkaufen. Ein Video wurde gedreht, Marketingunterlagen kreiert und damit in Pensionärsheimen auf Promotionstour gegangen. Mit Erfolg: Die Busse waren bald voll, das Hotel ebenso. Moroney startete daraufhin eine neue Karriere im Bustouren-Business.
1986 gründete er Scenic Tours und fand schnell seine erfolgreiche Nische: Bustouren durch ganz Australien, welche spezielle Erlebnisse beinhalten und mit dem allerbestem Service versehen sein sollten. Auch diese Geschichte wurde zu einem Erfolg. Nur 31 Jahre später bietet Scenic über 800 Rundreisen in 66 Ländern an, und dies auf allen sieben Kontinenten.
Ein Schlüsselelement dieses Erfolgs war, als Moroney 2004 auf Anraten eines Mitarbeiters an einer Flussreise durch Europa teilnahm. Das inspirierte ihn, diese Reiseart dem Scenic-Portfolio anzufügen. Da die gecharterten Kabinen und Schiffe immer sehr schnell ausverkauft waren, entschied sich Moroney bald, eigene Schiffe zu bauen.
Das erste der eigenen, in den Niederlanden entwickelten «Space Ships» war die «Scenic Emerald», welche wie ihre Nachfolgermodelle erstmals Kabinen mit eigenen Balkonen in der europäischen Flusskreuzfahrt boten. Seitdem wurde das Konzept der «Space Ships» mehrmals erweitert und verfeinert (siehe Bericht morgen).
Fünfsternschiffe für budgetbewusste Reisende
Ein weiteres wichtiges Kapitel in der Scenic-Geschichte war die Lancierung von Emerald Waterways im April 2014. Die Flusskreuzfahrtmarke ist preislich auf tieferem Niveau angesiedelt als Scenic, also für Gäste mit etwas anderen finanziellen Mitteln, welche dennoch auf Fünfsternschiffen unterwegs sein möchten. Emerald Waterways ist vollständig im Besitz von Scenic. Den Auftakt machte man mit zwei Schiffen, die hier statt «Space Ship» eben «Star Ship» heissen: Namentlich die «Emerald Sky» und die «Emerald Star». Seither kamen noch fünf Schiffe hinzu.
Die weltweit erste Expeditions-Yacht
In diesem Jahr nun hat Scenic einen weiteren Meilenstein hingelegt: Die weltweit erste Entdecker-Yacht wurde angekündigt. Die «Scenic Eclipse» befindet sich aktuell im Bau und soll im August 2018 auf die Weltmeere gehen. Die Yacht wird Platz für 228 Gäste bieten und höchsten Luxus bei gleichzeitig höchsten Sicherheitsstandards bieten. «Es ist ein Beispiel dafür, wie Scenic es immer wieder schafft, der Entwicklung im Kreuzfahrtsektor voraus zu sein», sagt Moroney dazu.
Da Scenic die Schiffe besitzt und nicht über dritte Parteien chartert, ist vollständige Kontrolle über das Design und die Ausstattung gegeben. Das Scenic Produkt ist übrigens komplett «All-Inklusive» - Gäste müssen ihre Kreditkarte also höchstens zücken, wenn sie eine spezielle Dienstleistung wie etwa eine Massage oder einen Haarschnitt am Bord möchten.
Der Konkurrenz immer einen Schritt voraus
Die Scenic Group hält weiterhin Ausschau nach neuen Märkten und Geschäftsmöglichkeiten, und überlegt sich kontinuierlich, wie man das Kundenerlebnis weiter verbessern kann. Damit bleibt Scenic nicht nur auf dem Radar der Kundschaft, sondern auch der Konkurrenz. Denn diese hat all die von Moroney eingeführten neuen Konzepte stets versucht zu kopieren, seien es die Aussenbalkone auf den Flusskreuzfahrtschiffen, die All-Inklusive-Tarife, die GPS-Guides oder das Angebot von E-Bikes auf den Schiffen. Die Kopiererei stört Moroney nicht – sie ist für ihn Inspiration, wieder einen Schritt weiter zu gehen. Somit bleiben Moroney und sein Team, ebenso wie die Konkurrenten, stets aufmerksam. Profitieren können davon vor allem die Gäste.
(Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Scenic Luxury Cruises & Tours)