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Das Wichtigste in Kürze
- Der chinesische Immobilienkonzern Shimao kann die Zinsen für einen Kredit nicht bezahlen.
- Das Unternehmen gehört zu den grössten Unternehmen der Branche im Land.
- Grund für die Zahlungsunfähgikeit seien Veränderungen im Immobiliensektor in China.
Der chinesische Immobilienentwickler Shimao kann nach eigenen Angaben Zinsen und Tilgung eines Milliardenkredits nicht bedienen. In einer Pflichtmitteilung an die Börse in Hongkong teilte Shimao am Sonntag mit, die Immobilienverkäufe seien deutlich zurückgegangen.
Grund seien «deutliche Veränderungen im Immobiliensektor in China seit der zweiten Hälfte 2021 und die Folgen von Covid-19». Die Zahlungen für den Kredit in Höhe von einer Milliarde Dollar (etwa 966 Millionen Franken) waren demnach am Sonntag fällig.
Immobilienkrise in China
Es ist der grösste Zahlungsausfall im Immobiliensektor in China in diesem Jahr. Der gesamte Branche steckt in Schwierigkeiten; auch mehrere weitere Immobilienentwickler wie etwa der Konzern Evergrande haben Probleme, Kredite zu bedienen. Die Führung in Peking hatte 2020 damit begonnen, den Immobiliensektor schärfer zu regulieren, um die Spekulation mit Gebäuden einzuschränken.
Shimao teilte mit, das Unternehmen bemühe sich um eine Umschuldung und einen Aufschub. Eine Antwort der Gläubiger liege noch nicht vor. Das Unternehmen baut Eigentumswohnungen, Hotels und Bürogebäude vor allem in den grossen Städten Chinas wie in Peking und Shanghai. Laut Finanznachrichtenagentur Bloomberg war Shimao im vergangenen Jahr die Nummer 14 auf der Liste der grössten Immobilienentwickler im Land.
Analystin Kristy Hung von Bloomberg Intelligence sagte, die «Ansteckung breite sich von Evergrande über Sunac und jetzt Shimao aus». Das verstärke die Sorge, dass das Ausmass der Immobilienkrise in China «jenseits jeglicher Vorstellungskraft» liege.