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Dir gefällt nicht, was man dir sagt? Das liegt daran, was du sonst noch hörst.
C’est le ton, qui fait la musique. Das französische Sprichwort besagt, dass der Tonfall einer Stimme mehr darüber verrät, was den Sprecher bewegt, als das, was er sagt. Die Stimme drückt Gefühle aus und ist zugleich unser sprachlicher Fingerabdruck – keine Stimme ist gleich.
Die subtile Veränderung des Tonfalls entsteht durch Verknüpfungen von aktiven Hirnarealen, welche sich im Kehlkopf als Bewegungsbefehle auswirken. Sie geben der Stimme den gewissen Unterton.
Jetzt haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig (D) entschlüsselt, warum wir den Tonfall einer Stimme interpretieren können. Die Neurologen haben Hirnaktivitäten von Testpersonen mittels Magnetresonanztomografie analysiert: Beim Interpretieren des Tonfalls kann das Gehirn die Kehlkopfbewegungen des Sprechenden nachahmen. Das hilft, die Gefühlswelt des Gegenübers besser zu verstehen. Die dafür benötigten Nervenzellen befinden sich in der rechten Hirnhälfte – zur Spracherkennung ist die linke aktiv.
Sobald wir miteinander reden, pflegen wir eine verbale und nonverbale Kommunikation. Die verbale vollzieht sich in Worten, die nonverbale mit Körpersprache und dem Tonfall der Stimme. Laut einer älteren deutschen Studie taxieren wir Mitmenschen zu 55 Prozent über ihr Aussehen und Verhalten, zu sieben Prozent über den Inhalt des Gesprochenen – und zu 38 Prozent über den Tonfall.