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Avalon Gemeinschaft
Avalon ist in der keltischen Mythologie das «Gefilde der Seligen», der Ort, wo verstorbene Könige und Helden weilen. In der Artusdichtung wird Avalon als Feeninsel bezeichnet, auf die der sagenumsponnene britannische König Artus (König Arthur) nach seiner Verwundung entführt wurde. Die Avalon Schwesternschaft oder die Priesterinnen von Avalon wirken als Lehrerinnen, Heilerinnen, Musikerinnen und Geschichtsüberlieferinnen. Sie sind so etwas wie Schwestern der Druiden. Ihr Sinnbild ist der Apfelbaum, als Gegenbild zur Eiche der Druiden. Nach ihrer Lehre gehen Mann und Frau in der Lebensphilosophie von Natur aus unterschiedliche Wege. Wer den eigenen weiblichen Weg sucht, kann ihn in der Schwesternschaft Avalon finden. Keltische Zeremonien, Mondriten und andere Überlieferungen werden gepflegt.
Das Buch «Die Nebel von Avalon» von Marion Zimmer Bradley bildet ein literarisches Grundwerk und eine Orientierung für die Avalon-Tradition. Darin sind der Wandel von der Göttinnenreligion zum Christentum, der Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat, der Sagenkreis um König Artus und die Gralssagen miteinander verwoben.
Die Gruppe ist vorwiegend im angelsächsischen Raum tätig. In Deutschland kam es zur Gründung einer Gruppe «Newavalon», die ihre Begeisterung für keltische Kultur, Lebensart, Speisekultur und Religion mit weiblichem Sinn für geheimnisvolle Spiritualität und erdnahe Kultur verbindet. Die Avalon-Gemeinschaft Schweiz wurde im Jahr 1990 von Roger Wüthrich, dem damaligen Führer der Wiking-Jugend-Schweiz, gegründet.