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Die atlantische Hurrikan-Saison ist in vollem Gang. Nachdem Dorian vor allem auf den Bahamas eine Spur der Verwüstung hinterlassen hat, zittern jetzt die weiter nordöstlich gelegenen Bermuda-Inseln vor «Humberto», der voraussichtlich am Donnerstag als Hurrikan der Kategorie 3 das britische Überseeterritorium streifen oder gar treffen wird.
Die Behörden von Bermuda haben bereits angekündigt, dass ab heute Mittwoch 12 Uhr (Lokalzeit) sämtliche Schulen und öffentlichen Gebäude geschlossen sowie der öffentliche Verkehr eingestellt werden. Ab jenem Zeitpunkt dürfte Bermuda von den Ausläufern von Humberto getroffen werden, welcher sich ostwärts von der US-Küste weg in Richtung Bermuda bewegt -. also von starken Winden, extremen Regenmengen und hohem Wellengang.
Vor wenigen Tagen war Humberto noch als Tropensturm nahe der von Dorian geschädigten Bahamas gewesen, hatte dort aber keine weiteren grösseren Schäden verursacht. Inzwischen hat Humberto aber an Kraft gewonnen und ist bereits jetzt ein Hurrikan der Kategorie 2. Bermuda gehört nicht zur Karibik und wird eher selten von Hurrikanen gestreift oder getroffen; letztmals war dies 2014 der Fall. Reisende nach Bermuda sollen sich über die Lage vor Ort bei den Airlines und Buchungsstellen erkundigen bzw., falls schon vor Ort, mit den Behörden Kontakt aufnehmen.
Auch in Mexiko, Texas und der Karibik ist Vorsicht geboten
Bereits auf Land getroffen ist Tropensturm Imelda. Davon wurde vor allem der Südosten des US-Bundesstaats Texas mit den Städten Houston, Galveston und Corpus Christi getroffen. Bis zu 30 Zentimeter Regen sowie Springfluten, möglicherweise sogar Tornados werden erwartet; Fluggesellschaften haben bereits angekündigt, dass kostenlos umgebucht werden kann und mit Verspätungen und Annullationen zu rechnen ist.
Auch im Pazifik ist die Sturmsaison noch in Gang. Vor der mexikanischen Pazifikküste wütet aktuell Tropensturm Lorena, der aktuell rund 350 Kilometer südlich von Zihuatanejo liegt und grosse Regenmengen bringen, jedoch keine Hurrikan-Kraft erreichen sollte.
Die Inselstaaten der südöstlichen Karibik verfolgen derweil genau, was mit der tropischen Depression Ten (10) geschieht. Diese liegt noch über 1500 Kilometer von den Antillen entfernt; das amerikanische National Hurricane Center rechnet aber damit, dass daraus in Kürze Tropensturm Jerry wird, welcher möglicherweise Kurs auf die Karibik und die USA nehmen und zu einem Hurrikan heranwachsen kann. Zwar ist es für konkrete Prognosen noch zu früh, aber die Staaten und Behörden werden genau verfolgen, wie sich der Sturm weiter entwickelt und bewegt.