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Matthew Benn und Christopher Duffin entstammen der rauschenden Indie-Szene der Grafschaft Yorkshire. Gewöhnlich dominieren dort die krachenden Gitarren, sie aber beschäftigen sich mit dem milderen Klima ambienter Electronica und bezeichnen ihre Klänge als «emotionale Computermusik ». Seit ihrem Debütalbum sind sechs Jahre verstrichen. In der Zwischenzeit haben die beiden einzeln oder gemeinsam mit so diversen Musikanten wie Virginia Wing, Stereolab, Sonic Boom, Michael Rother, The Necks und Anna Meredith zusammengespannt. Ihr zweites XAM-Duo-Mini- Album beginnt mit «Blue Comet», einem Stück, dessen reizvoll vertrackte Rhythmen mittels asymmetrisch gestreuter Computer- Bleeps und (künstlicher?) Marimba, Computerbass sowie allerhand synthetischer Geräusche konstruiert sind und das entfernt an «Another Green World»- Eno erinnert. Auch wenn sich mehrere Stücke ihren Titel bei den Sopranos ausgeborgt haben, wird die Stimmung nachher deutlich nebliger. Ein Highlight ist das abschliessende «Cold Stones», wo wolkenhafte, mehrfach geschichtete Saxophon-Kaskaden über einen satten, herzschlaghaften Beat daherdriften, bis sich dieser fast unmerklich in Luft auflöst. hpk.