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Die jährlich erscheinde OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“ zeigt, dass in der Schweiz die Zahl der Hoch- und Fachhochschulabsolventen zwar steigt, die Schweiz im Vergleich zu anderen OECD-Staaten jedoch eine tiefere Akademikerquote (Anteil Hochschulabsolventen an der Gesamtheit aller abgeschlossenen Berufsbildungen) hat.
Im Rahmen der Globalisierung würde es durchaus Sinn machen wenn die Schweiz mehr Akademiker ausbilden würde. Sie würde damit ihre Chancen im internationalen Wettbewerb erhöhen. Akademiker erzielen gemäss der OECD-Studie höhere Einkommen (=höhere Wertschöpfung und mehr Steuereinnahmen) und haben zudem eine höhere Arbeitsplatzsicherheit. Sie fallen dem Staat zudem weniger mit Forderungen von Sozialleistungen und renitentem Verhalten zur Last.
Einzelne Wirtschaftsvertreter haben jedoch was die Erhöhung der Akademikerquote anbelangt Bedenken. Sie beklagen, dass sie keine ausreichend qualifizierten Lehrlinge für Handwerksberufe mehr finden würden. Andere Wirtschaftsvertreter werben hingegen Akademiker aus dem Ausland an!
Da die Schweizer Wirtschaft ihren Bedarf an Akademikern mit Schweizer Akademikern alleine nicht decken kann und somit auf ausländische Akademiker angewiesen ist, erachte ich eine Erhöhung der Akademikerquote in der Schweiz für sinnvoll. Insbesondere der zweite Bildungsweg sollte vermehrt gefördert werden. Berufsleute, die eine Lehre absolviert haben und berufsbegleitend eine Fachhochule besuchen, sollten die Möglichkeit haben die Ausbildungskosten von der Steuer abziehen zu können.
Im Kanton Zürich kann man nur Weiterbildungen bis zur Stufe der höheren Fachschulen vom steuerbaren Einkommen abziehen, da diese als Zusatzausbildungen angesehen werden. Weiterbildungen an Fachhochschulen sind hingegen nicht vom steuerbaren Einkommen abziehbar, da diese als Ausbildungen betrachtet werden. Solche abstrusen Unterscheidungen sollte man künftig vermeiden. Denn letztlich profitiert der Staat später von den höheren Einkommen der Fachhochschulabsolventen!