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Löffelhund
Otocyon megalotis
© 1990 Markus Kappeler
(erschienen im Kindersachbuch «Hunde»)
Kopfrumpflänge: 45 - 60 cm
Schulterhöhe: 30 - 40 cm
Gewicht: 3 - 4,5 kg
Der Löffelhund ist in den offenen Grasländern des östlichen und südwestlichen Afrikas heimisch. Von den anderen Hundearten unterscheidet er sich durch seine hohe Zahnzahl. Er hat nicht weniger als 46 bis 50 Zähne, also vier bis acht mehr als seine Verwandten. Auch die Form der Zähne ist anders als bei seinen Vettern: Sie sind kleiner und spitzer. Das Gebiss des Löffelhunds erinnert ein bisschen an das eines Igels, einer Fledermaus oder eines anderen Insektenfressers. Und tatsächlich ernährt sich der kleine Savannenbewohner - als grosse Ausnahme innerhalb der Hundefamilie - das ganze Jahr über vorwiegend von Termiten, Käfern, Heuschrecken und anderen Insekten.
Beim Aufspüren seiner Beutetiere verlässt sich der Löffelhund hauptsächlich auf seine grossen, empfindlichen Ohren, denen er seinen Namen verdankt. Kein Schwirren, Krabbeln oder Raffeln, das von einem Insekt herrührt, entgeht ihm. Ja, er kann sogar die Grab- und Nagegeräusche der Termiten in ihren unterirdischen Gängen hören. Hat er einen Termitengang entdeckt, so scharrt er ihn blitzschnell mit seinen Vorderpfoten frei, um an seine Lieblingsspeise heranzukommen. Heuschrecken und anderes Getier erbeutet er nach behutsamem Anschleichen mit einem überraschenden, steilen Sprung.
Loeffelhunde gehen vorwiegend in der Nacht auf die Jagd, um so ihren Hauptfeinden, den Adlern, auszuweichen. Den Tag verschlafen sie in einer selbstgegrabenen oder von Erdferkeln «vorgefertigten» Erdhöhle mit mehreren Ausgängen. Dort bringt das Weibchen jeweils zwischen Oktober und November auch seine zwei bis fünf Jungen zur Welt.
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