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Johann und Emil: Erst Bettelkinder, dann Landbesitzer
Verwaist, verarmt, verwarnt, abgeschoben und schliesslich Erfolg gehabt. So liesse sich die Familiengeschichte von Johann und Emil Stappung in kurzen Worten zusammenfassen. Die Akten im Döttinger Gemeindearchiv geben Einblick ins Leben der Dorfbevölkerung des 19. Jahrhunderts.
DÖTTINGEN (uz) - Johann und Emil Stappung waren Sorgenkinder und ihre vier Geschwister gleich mit. Die Familie hatte es schwer. Vor zwei Jahren war der Vater gestorben, hatte nichts hinterlassen, und Mutter Catharina kämpfte mit ihren sechs Kindern täglich ums Überleben. Die Gemeinde Döttingen gewährte der Familie zwar sogenannte Armenunterstützung, zum Leben reichte es trotzdem kaum. Wenn Johann und Emil Hunger hatten, gingen sie betteln. Meistens nach Zurzach, da lebten die besseren Leute und da gab es Händler und Wallfahrer.
Vom Landjäger aufgegriffen
So auch am 22. Mai 1883, es war ein Dienstag. Unglücklicherweise wurden Johann und Emil vom Landjäger aufgegriffen. Betteln war nämlich verboten. Der Landjäger vermahnte die beiden streng, schickte sie nach Hause und meldete den Vorfall dem Bezirksamt.
Die ausführlichen Berichte finden Sie in der aktuellen Ausgabe 87