Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03319.jsonl.gz/2179

Der Begriff „Impotenz“ wird oft verwendet, um die anhaltende Unfähigkeit eines Mannes zu beschreiben, eine Erektion während sexueller Erregung zu erreichen oder aufrechtzuerhalten („Impotentia coeundi“, Unfähigkeit zum Geschlechtsverkehr). In medizinischen Kreisen wird heute zunehmend der neutralere Fachbegriff „erektile Dysfunktion“ anstelle des negativ konnotierten Begriffs „Impotenz“ verwendet.
Unter „Impotenz“ im weiteren Sinne versteht man aber nicht nur die „Impotentia coeundi“, sondern auch eine „Impotentia generandi“ (vgl. Infertilität, Unfähigkeit, Kinder zu zeugen) oder auch eine „Impotentia ejaculandi“, die Unfähigkeit zu einem Samenerguss.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Probleme mit der Durchblutung, wie sie bei Herzkrankheiten, Arteriosklerose oder hohem Blutdruck auftreten, können die Fähigkeit zur Erektion beeinträchtigen. Artheriosklerose kann auch direkt die Penisarterien betreffen. Ähnlich wie bei der koronaren Herzkrankheit können bei einer schweren erektilen Dysfunktion auch die Penisarterien mit einer Ballondilatation und Stenting behandelt und damit die Blutversorgung des Penis wiederhergestellt werden.
Diabetes:
Diabetes kann die Nerven und Blutgefässe schädigen, die für eine gesunde Erektion erforderlich sind.
Hormonelle Probleme:
Ein Mangel an Testosteron oder ein Ungleichgewicht anderer Hormone kann zu Erektionsstörungen führen.
Neurologische Störungen:
Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Rückenmarksverletzungen können die Übertragung von Nervenimpulsen beeinträchtigen, die für eine Erektion erforderlich sind.
Medikamenten Nebenwirkungen:
Einige Medikamente, einschliesslich bestimmter Blutdruckmedikamente, Antidepressiva und Beruhigungsmittel, können eine erektile Dysfunktion verursachen.
Stress und Angst:
Leistungsdruck, finanzielle Probleme, Beziehungsprobleme oder allgemeiner Stress können dazu führen, dass ein Mann Schwierigkeiten hat, eine Erektion zu bekommen.
Depression:
Depressionen können nicht nur die Libido verringern, sondern auch die Fähigkeit beeinträchtigen, sexuelle Erregung zu empfinden und damit zu einer erektilen Dysfunktion führen.
Psychologische Traumata:
Frühere traumatische Erfahrungen, sei es sexueller Missbrauch oder andere traumatische Ereignisse, können langfristige Auswirkungen auf die sexuelle Gesundheit haben.Selbstwertgefühl und Körperbild:
Negative Gefühle gegenüber dem eigenen Körper oder ein geringes Selbstwertgefühl können sich auf die Fähigkeit auswirken, eine Erektion zu erreichen.
Lebensstilfaktoren:
Rauchen:
Rauchen kann die Blutgefässe schädigen und die Durchblutung beeinträchtigen, was zu Erektionsstörungen führen kann.
Alkohol- und Drogenmissbrauch:
Übermässiger Alkohol- oder Drogenkonsum kann die sexuelle Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
Übergewicht und Bewegungsmangel:
Ein ungesunder Lebensstil kann zu Fettleibigkeit und anderen gesundheitlichen Problemen führen, welche eine erektile Dysfunktion begünstigen.
Die Symptome von Erektionsstörungen können vielfältig sein und variieren je nach individueller Situation. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schwierigkeiten, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten, selbst bei ausreichender sexueller Stimulation. Die Durchblutung des Penis ist unzureichend, wodurch die Blutzufuhr in die Schwellkörper nicht genügt, um eine ausreichende Erektion zu ermöglichen. In solchen Fällen spricht man von einer vaskulären oder gefässbedingten erektilen Dysfunktion. Männer mit Erektionsstörungen können auch eine verminderte Libido oder ein allgemeines Desinteresse an sexuellen Aktivitäten erleben.
Oft gehen Erektionsprobleme mit Gefühlen von Frustration, Stress, Angst oder einem niedrigen Selbstwertgefühl einher. In einigen Fällen können auch körperliche Symptome wie Schmerzen im Genitalbereich, z.B. bei der Peyronie-Krankheit oder Probleme beim Wasserlassen auftreten. Es ist wichtig zu betonen, dass Erektionsstörungen ganz individuell erlebt werden und dass nicht alle Männer dieselben Symptome zeigen und im gleichen Ausmass darunter leiden. Treten jedoch wiederholt und über längere Zeit Probleme mit der Erektion auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen abzuklären und eine angemessene Behandlung einzuleiten.
Die Behandlung von Erektionsstörungen umfasst eine breite Palette von Optionen, die je nach den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Person und Ursachen für die Störung variieren können. Eine häufige Erstlinientherapie sind orale Medikamente, sogenannte PDE-5 Hemmer, wie zum Beispiel Viagra oder Cialis, die die Durchblutung des Penis verbessern und die Fähigkeit zur Erektion unterstützen können.
Wenn PDE-5 Hemmer wie Viagra und Cialis nicht oder nur ungenügend wirksam sind, kann mit einer Selbstinjektion von Medikamenten, die die lokale Blutzufuhr in die Schwellkörper verstärken, eine Erektion „erzwungen „ werden. Es können dafür verschiedene Medikamente wie Alprostadil (Caverject), Papaverin und Phentolamin in unterschiedlichen Konzentrationen eingesetzt werden (Androskat/ Trimix).
Wichtig ist dabei, dass initial unter ärztlicher Anleitung die optimale Dosierung ermittelt und die korrekte Injektionstechnik erlernt wird. Dies ist notwendig um das Risiko einer zu langen Erektion (> 4-6 Std= Priapismus) zu vermeiden, das dies zu einer dauerhaften Schädigung des Schwellkörpergewebes führen kann.
Abb. 2: Prinzip der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie mit vasoaktiven Substanzen für die Patienten, bei welchen PDE-5 Hemmer nicht wirken.
Mit Physiotherapie respektive spezifischem Muskeltraining oder mit elektromagnetischer Muskelstimulation (Pelvipower oder Emsella)
Eine regelmässige Anwendung einer Penis Vakuumpumpe (1-2x täglich 5 min.) führt zu einem regenerativen Reiz auf das Schwellkörpergewebe und kann so zu einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit führen.
Die Stosswellentherapie bei erektiler Dysfunktion hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bei dieser nicht-invasiven Behandlungsmethode werden hochenergetische akustische Wellen gezielt auf den Penisbereich gerichtet. Diese Wellen stimulieren die Bildung neuer Blutgefässe und verbessern die Durchblutung des Penisgewebes, was wiederum zu einer verbesserten Erektionsfähigkeit führen kann. Die Stosswellentherapie wird oft als Alternative zu Medikamenten oder invasiven Verfahren angesehen und bietet eine vielversprechende Option für Männer mit erektiler Dysfunktion, insbesondere wenn andere Behandlungen nicht erfolgreich waren oder nicht vertragen wurden. Die Behandlung ist schmerzfrei und erfordert keine Betäubung oder Ausfallzeit, was sie zu einer attraktiven Option für viele Patienten macht.
Der P-Shot, auch bekannt als Priapus Shot, ist eine schonende, minimal-invasive Behandlungsoption für Männer mit erektiler Dysfunktion (ED). Bei dieser Injektionsbehandlung wird das körpereigene Plasma des Patienten verwendet, das reich an Wachstumsfaktoren ist. Nachdem das Plasma durch eine Blutentnahme gewonnen und aufbereitet wurde, wird es in den Bereich des Penis injiziert, um die Regeneration von Gewebe und Blutgefässen zu fördern. Dieser Prozess kann die Durchblutung verbessern, die Empfindlichkeit erhöhen und die erektile Funktion insgesamt verbessern.
Als begleitende Massnahmen empfehlen wir eine Serie von Behandlungen mit der akustischen Wellentherapie (AWT/Androwave), regelmässige Anwendung einer Penispumpe und eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur mit dem PelviPower System.
Eine weitere, wiederum medikamentöse Option zur Behandlung von Erektionsstörungen ist Bocox. Bei dieser Therapie werden 100 Einheiten Botulinumtoxin A in die Schwellkörper des Penis injiziert. Dies bewirkt eine Entspannung der Muskelwand der Arterien im Penis und führt somit zu einer verbesserten Durchblutung und einer stärkeren Erektion. Zusätzlich bewirkt die Behandlung eine Zunahme der Länge des schlaffen Penis um etwa 1 cm.
Je nach Ausgangslage ist es empfehlenswert, verschiedene Behandlungen miteinander zu kombinieren.
Erektionsstörungen können Männer jeden Alters betreffen, und es gibt keine feste Altersgrenze, ab der sie auftreten können. Allerdings steigt das Risiko für Potenzstörungen mit zunehmendem Alter tendenziell an. Während jüngere Männer eher durch psychische Faktoren wie Stress oder Leistungsdruck betroffen sein können, liegen bei älteren Männern oft körperliche Ursachen vor.
Ja, ein Mangel an Testosteron kann zu Erektionsstörungen führen. Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation der sexuellen Funktionen, einschliesslich der Produktion von Spermien und der Erhaltung der Libido. Wenn ein Mann einen niedrigen Testosteronspiegel hat, kann dies zu einer Beeinträchtigung der sexuellen Funktionen führen, einschliesslich Erektionsstörungen.
Ja, Erektionsstörungen können vorübergehend sein und sich verbessern oder ganz verschwinden, insbesondere wenn sie durch psychische Faktoren wie Stress verursacht werden. Auch bei körperlichen Ursachen wie Bluthochdruck oder Diabetes kann eine angemessene Behandlung die erektile Funktion verbessern. Veränderungen im Lebensstil wie eine gesunde Ernährung, Raucherentwöhnung und regelmässige Bewegung können ebenfalls helfen.
Oft wird von Ginseng als Hausmittel gegen Erektionsprobleme berichtet. Die Effekte scheinen aber zu gering zu sein, um ausgeprägte Erektionsstörungen zu behandeln. Die potenzsteigernde Wirkung der meisten pflanzlichen Mittel wie zum Beispiel Yohimbin ist wissenschaftlich nicht sicher belegt.
Neben den oben genannten Behandlungsmöglichkeiten können auch psychotherapeutische Ansätze wie kognitive Verhaltenstherapie oder Paartherapie hilfreich sein, insbesondere wenn die Erektionsstörungen auf entsprechende Faktoren zurückzuführen sind.
Lebensstiländerungen wie Raucherentwöhnung, Gewichtsabnahme, regelmässige körperliche Aktivität, Beckenbodentraining und eine gesunde Ernährung können dazu beitragen, die sexuelle Gesundheit zu erhalten und zu verbessern.
Ja, Diabetes ist eine häufige Ursache für Potenzstörungen. Es ist wichtig, mit einem Arzt zu sprechen, um die geeignete Behandlungsoption zu identifizieren und eine individuell angepasste Therapie zu erhalten.
Ja, Alkohol kann die neurologische Signalübertragung stören, die für die Initiierung und Aufrechterhaltung einer Erektion erforderlich ist. Darüber hinaus kann Alkohol-Konsum zu einer Erweiterung der Blutgefässe führen, was die Erektion negativ beeinflussen kann. Übermäsiger Alkoholkonsum kann im Laufe der Zeit zu chronischen Erektionsproblemen führen.
Oftmals werden die Begriffe «erektile Dysfunktion» und «Impotenz» synonym verwendet, obwohl sie im medizinischen Kontext unterschiedlich sind. Der Begriff «Erektile Dysfunktion» bezieht sich spezifischer auf die Unfähigkeit, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten, während «Impotenz» einen allgemeineren Begriff darstellt, der die Unfähigkeit zur Fortpflanzung beschreibt.
Haben Sie Fragen zur P-Shot® Behandlung? Wünschen Sie einen persönlichen Termin bei Herrn Dr. Ledermann? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind gerne für Sie da.