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"Es gab nichts Ernstes, das bis auf meine Stufe vorgebracht wurde", sagte Raoul Weil. Er war von 2004 bis 2008 Chef der internationalen Vermögensverwaltung bei der UBS. Er verwies darauf, dass ihm mehrere tausend Mitarbeiter unterstellt waren, davon einige hundert in Frankreich. Die Befragung von Weil setzt das Gericht am Donnerstag fort.
UBS am Pranger
Die französischen Gerichte werfen der UBS u.a. vor, dass sie zwischen 2004 und 2012 Mitarbeiter illegal nach Frankreich geschickt hat, um reichen Kunden ihrer Tochtergesellschaft UBS France an bestimmten Anlässen wie etwa dem Tennisturnier Roland Garros davon zu überzeugen, (unversteuerte) Gelder bei der Bank anzulegen.
Für die UBS könnte der Justizfall teuer werden. Für Geldwäscherei sieht nämlich das französische Gesetz Bussen von bis zur Hälfte der gewaschenen Vermögenswerte vor. Diese beziffert die französische Justiz auf 8 bis 10 Milliarden Euro. Die Bank weist die Vorwürfe allerdings pauschal zurück.
Es droht Gefängnis
Und auch Raoul Weil steht am Pranger. Auch gegen ihn werden, wie gegen die Bank, "illegale Kundenanwerbung" und "Geldwäsche aus Erträgen von Steuerdelikten" vorgeworfen. Weil musste bereits eine Kaution von 200'000 Euro hinterlegen hinterlegen und könnte im schlimmsten Fall bis zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt werden.
Weil musste sich bereits vor Jahren vor der US-amerikanischen Justiz wegen ähnlicher Vergehen verantworten und wurde im Herbst 2014 von einem Gericht in Florida von der Anklage der Beihilfe zum Steuerbetrug freigesprochen.
afp/rp/mk/cf
(AWP)