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[Stadtarchiv Zürich, Staatsarchiv Basel-Stadt, Staatsarchiv Luzern, Staatsarchiv St.Gallen und Staatsarchiv Zürich]
2017 bis 2018 hat die KOST die diversen zirkulierenden Versionen von xIsadg, der XML-Implementierung von ISAD(G), in einer neuen Version 2.0/2.1 vereinigt. Ein Fortsetzungsprojekt dazu hat nun dieses XML-Data Dictionary von xIsadg in die RDF-Ontologie xIsadgR und somit in die Zukunftstechnologie Linked Data übersetzt. Genaugenommen handelt es sich dabei um ein Übertragen des Data Dictionaries in eine Ontologie mithilfe der formalen Sprache OWL. Damit kann zwischen den in xIsadg vorliegenden Daten und dem als Ontologie vorliegenden Data Dictionary maschinell eine Verbindung hergestellt werden. Abfragen auf Descriptive Information in xIsadg sind dann mit den Mitteln von Linked Data im Sinne des Semantic Webs möglich.
Linked Data bietet erweiterte Möglichkeiten, Einträge miteinander zu verlinken. Dies ermöglicht uns, die Zusammenhänge von Verzeichnungseinheiten und Repräsentationen bzw. materielle Ausprägungen präziser zu modellieren. Der grösste Teil der Metadaten bezieht sich unabhängig von der Repräsentation auf die Verzeichnungseinheit. Ein kleinerer Teil ist je nach Repräsentation unterschiedlich: So kann sich zum Beispiel die Zugänglichkeit einer Urkunde von derjenigen ihres Mikrofilms oder ihres Digitalisats unterscheiden; auch der Objekttyp ist unterschiedlich. Deshalb kann bei xIsadgR, der RDF-Ontologie von xIsadg) die Verzeichnungseinheit (ArchivalDescription) auf verschiedene materielle Ausprägungen (MaterialDescription) verweisen. Nebst verschiedenen Repräsentationen können die materiellen Ausprägungen auch unterschiedliche Versionen abbilden. Zudem ist es möglich, von einer materiellen Ausprägung auf eine andere (z.B. abgeleitete) zu verlinken.
Diese präzisere Modellierung führt nun allerdings zu einem Unterschied zwischen xIsadg 2.1 in XML und xIsadgR 0.7.3 in RDF und mithin nicht zu einer 1:1-Übersetzung. Das Projekt 17-034_xIsadg-Ontologie lässt diesen Unterschied aber vorläufig bestehen und schliesst seine Arbeit ab. Als nächstes wollen die Projektbeteiligten nun praktische Erfahrungen mit der Ontologie machen und auch den Bezug zur Records in Contexts Ontology (RiC-O) des ICA herstellen, die inzwischen als Version 1.0 vorliegt. In einem zweiten Schritt kann dann das weitere Vorgehen definiert werden.
Gemeinsame Projektleitung durch StABS, StASG und KOST-Geschäftstelle