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UPDATE 25/01/21: Weitere fünf Stationen, die in der unmittelbaren Gefahrenzone lagen, wurden ebenfalls evakuiert, wie chilenische Behörden melden. Die Notfallbehörde meldete auch, dass die Tsunamiwarnung und der Hinweis zur Evakuierung aus Versehen an sämtliche Bürger Chiles ging. Dabei hätte es lediglich die Bewohner der Stationen betreffen sollen. Doch nur eine Stunde nach dem Beben in der Antarktis hatte ein zweite, nach Behördenangaben unabhängiges Beben die Region um Fallerones, knapp 36 Kilometer von der Hauptstadt Santiago de Chile erschüttert. Dieses Beben wurde mit 5,9 auf der Richterskala gemeldet.
Ein Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala hat die Spitze der antarktischen Halbinsel erschüttert. Wie die chilenischen Behörden mitteilen, wurde das Beben um 23.36 GMT in einer Tiefe von 10 Kilometer registriert. Die Region des Erdbebens liegt an der Nordspitze der antarktischen Halbinsel, rund 210 Kilometer östlich der chilenischen Station Presidente Eduardo Frei de Montalva und nördlich der zweiten chilenischen Station Bernardo O’Higgins.
Alle chilenischen Stationen, die an der Küste liegen, wurden aufgrund einer Tsunamiwarnung der chilenischen Behörde Onemi evakuiert. Insgesamt 161 Menschen wurden vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Ob auch die anderen Stationen die Tsunamiwarnung beachtet hatten, ist nicht bekannt.
Die Region wurde in den vergangenen Monaten mehrfach von teilweise schweren Erdbeben heimgesucht. Das stärkste bisher registrierte Beben hatte die Stärke 6,0 und war am 6. November registriert worden. Die Region liegt in einer seismisch aktiven Zone, da die Südshetlandinseln, auf denen die meisten antarktischen Stationen liegen, und der antarktische Kontinent durch das Bransfield Basin getrennt werden, das sich immer weiter öffnet und neben Erdbeben auch Vulkanismus verzeichnet. Seit August letzten Jahres haben die Behörden in der Region mehr als 30’000 Erdbeben verzeichnet.
Dr. Michael Wenger, PolarJournal