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Das rituelle Sitzen (Zazen) bildet das Herz der formalen Achtsamkeits-Meditation. Es unterstützt eine wache Geisteshaltung und bringt Sie mit der Kraft der eigenen Weisheit in Kontakt.
Nach Möglichkeit sitzen Sie während der Übung auf einem stabilen Kissen am Boden. Es gibt spezielle Meditationskissen, die eine gute und stabile Sitzhaltung unterstützen. Wenn Sie auf einem Stuhl sitzen, nehmen Sie eine aufrechte, symmetrische Position ein. Achten Sie darauf, sich nicht zu verkrampfen. Die Füsse sollten einen stabilen Kontakt zum Boden haben. Die Hände können Sie auf den Oberschenkeln ruhen lassen.
Machen Sie sich bewusst, wie Sie sitzen und konzentrieren Sie sich auf die Ein- und Ausatmung. Während der Zeit des Übens werden Sie bemerken, wie Gedanken, Fantasien und Tagträume erscheinen und wieder verschwinden. Versuchen Sie nicht, diese Denkimpulse festzuhalten oder zu bewerten. Im Gegensatz zu den alltäglichen Gewohnheiten, können Sie diese während der Meditation einfach wieder gehen lassen. Sollten Sie sich zu sehr in den Gedanken verlieren, atmen Sie ganz bewusst tief ein und wieder aus. Lassen Sie die Augen leicht geöffnet.
Wichtig: Die Anleitung enthält mehr gesprochenen Text, als Sie vielleicht erwarten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es ganz wichtig ist, ein gutes Verständnis für den Fokus der Aufmerksamkeit zu finden. Dies unterstützt den meditativen Lernprozess.
Nach einiger Zeit des Übens wird Ihnen auffallen, dass der Geist sich beruhigt und Sie weniger stark durch die Denkaktivitäten abgelenkt werden. Dies führt zu einer stärkeren inneren Ruhe und Gelassenheit.