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Voriconazol und Dasatinib beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Voriconazol ist ein starker Hemmer von CYP3A4, welches massgeblich für den Abbau von Dasatinib verantwortlich ist. In Kombination ist mit erhöhten Dasatinib-Konzentrationen zu rechnen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Bei Verabreichung von Dasatinib 20 mg zusammen mit Ketoconazol, ebenfalls einem starken Hemmer von CYP3A4, war die Cmax 3.56-fach und die AUC 4.84-fach erhöht [Johnson FM, 2010]. In Kombination mit Voriconazol ist mit ähnlich starken Effekten zu rechnen.
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation ist die Gabe von Voriconazol mit CYP3A4 Substraten, für welche eine QTc-verlängernde Wirkung bekannt sind, kontraindiziert. Soll die Kombination dennoch eingesetzt werden, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie, notwendig. Die Schweizer Fachinformation von Dasatinib gibt an, dass bei Komedikation mit CYP3A4-Inhibitoren die Dosis auf 1× 20 mg zu reduzieren ist.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018