Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03178.jsonl.gz/1811

Junge Schweizer dominieren EM
Der Schweizer Nachwuchs begeisterte an der Europameisterschaft im Skitourenrennen im Wallis. Insgesamt zwölf Medaillen brachten das SAC Swiss Team an die Spitze der Nationenwertung.
Anfang Februar in Les Marécottes: Das Podest der Kadetten im Einzelrennen ist eine Sensation für sich. Der Waadtländer Florian Ulrich ergattert Gold, der Bündner Patrick Perreten Silber und der Walliser Aurélien Gay Bronze. Drei Schweizer zuvorderst, das gab es noch nie. Zwei Tage später gewinnt Florian Ulrich erneut und holt sich den Europameistertitel im Sprint.
Aber damit noch nicht genug: Bei den Junioren fiel der talentierte Thomas Corthay auf. Der junge Walliser aus Vollèges gewann den Europameistertitel im Sprint, nachdem er seine Gegner weit hinter sich gelassen hatte. Ausserdem beeindruckte auch das vielversprechende Ergebnis der Walliserin Emilie Farquet. Nachdem sie am Freitag beim Einzelrennen der Kadetten nur knapp den Podestplatz verpasst hatte, holte sie sich am Sonntag beim Sprint die Bronzemedaille.
Rémi Bonnet überraschte alle
Rémi Bonnet war an der EM in Bestform. Der Juniorenweltmeister im Vertical und im Einzelrennen startete zum ersten Mal bei den Espoirs. Und er holte sich gleich den Titel des Vizeeuropameisters hinter dem Deutschen Anton Palzer im Einzelrennen. Es fehlten ihm fünf Sekunden fürs Podest bei den Senioren.
Bei den Espoirs-Damen gewann die Neuenburgerin Marianne Fatton am Sonntag Gold im Sprint, nachdem sie sich am Freitag den zweiten Rang im Einzelrennen gesichert hatte.
Knapp verpasstes Dreifachpodest
Diese EM hätte gar in einem zweiten Schweizer Dreifachpodest münden können, wäre der Italiener Robert Antonioli nicht als Spielverderber aufgetreten: Beim spektakulären Sprintrennen der Elite setzte sich der Altweltmeister gegen die Walliser Iwan Arnold, Martin Anthamatten und Yannick Ecœur durch. Letzterer wurde damit um den Podestplatz gebracht. Bei der Damenelite war es die Französin Laetitia Roux, die den Schweizerinnen im Einzelrennen die Goldmedaille abspenstig machte. Die Waadtländerin Jennifer Fiechter musste sich mit Silber «begnügen».
Schweiz als beste Nation
Mit zwölf Medaillen ging die Schweiz als Nationensiegerin hervor. Das freute besonders auch Bernhard Hug, Disziplinenchef und Verantwortlicher für den Skitouren-Rennachwuchs beim SAC. Er sieht im Resultat auch eine angemessene Belohnung: «Die Arbeit in den Regionalzentren beginnt, sich bezahlt zu machen. Dank dem starken Nachwuchs können wir jetzt in allen Disziplinen und Kategorien um Spitzenplätze kämpfen.»