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US-Jury bestand nur aus Weissen – Gericht kassiert Todesurteil
Das oberste US-Gericht hat nach 29 Jahren das Todesurteil gegen den Afroamerikaner Timothy Tyrone Foster aufgehoben – weil für die Jury ausschliesslich weisse Mitglieder ausgewählt worden waren.
Timothy Tyrone Foster.
Bild: AP/Georgia Department of Corrections
Timothy Tyrone Foster war 18 Jahre alt, als er zum Tode verurteilt wurde: Im Jahr 1987 hatte ihn eine Geschworenenjury schuldig gesprochen, eine 79-jährige Weisse im US-Bundesstaat Georgia ermordet zu haben. Jetzt, fast drei Jahrzehnte später, hat der Supreme Court das Urteil aufgehoben.
Die Prozessunterlagen hätten deutlich gezeigt, dass es «eine gemeinsame Anstrengung gegeben hat, schwarze Juroren aus der Jury herauszuhalten», schreibt Verfassungsrichter John Roberts in der Begründung. Die Entscheidung des obersten US-Gerichts heisst nun für Foster, dass sein Fall neu verhandelt wird. Er hatte den Mord gestanden.
Sein Anwalt betonte, das Schicksal seines Klienten sei ein Fall wie aus dem Lehrbuch. Er schränkte aber zugleich ein: «Die Entscheidung in diesem Fall wird die Diskriminierung bei der Jury-Auswahl nicht beenden.»
Das Votum der obersten Richter fiel sieben zu eins. Gegen die Entscheidung stimmte der einzige afroamerikanische Verfassungsrichter, Clarence Thomas, der dem konservativen Flügel zugeordnet wird. (cma/aar/dpa/AP)
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