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Das geplante Forschungsprojekt sieht ein längsschnittliches Untersuchungsdesign mit einer Instrumentenentwicklungs- und Pilotierungsphase vor.
Um Ergebnisse möglichst zwischen den verschiedenen Lehrpersonen und Klassen vergleichen zu können, sieht das Design der Untersuchung eine Standardisierung hinsichtlich dreier Kompetenzbereiche vor: im spielerisch-taktischen Bereich, im sportmotorisch-technischen Bereich und im ästhetischen Bereich. Zur Erfassung des Professionswissens (fachliches und fachdidaktisches Wissen) wird deshalb ein Testinstrument entwickelt, das auf die ausgewählten Kompetenzbereiche fokussiert. So ist eine inhaltliche Verknüpfung zwischen dem erfassten Professionswissen, der Durchführung des Unterrichts und den Schülerleistungen gewährleistet.
Die Beschränkung auf ausgewählte curriculare Kompetenzbereiche erfolgt u.a. deshalb, weil dadurch curriculumsensitive Tests erstellt werden können. Diese führen, etwa im Vergleich zu breit gefassten Komptenzmessungen (wie z.B. bei PISA oder anderen Large-Scale-Studien), in der Regel zu höheren Varianzaufklärungen durch unterrichtsnahe Variablen, weil die Effekte des Unterrichts authentischer und valider erfasst werden können (Hill & Rowe, 1996; Seidel & Shavelson, 2007). Deshalb erfolgt die Messung des Lernerfolgs der Schülerinnen und Schüler (Wissen und sportive Handlungen der Schülerinnen und Schüler; vgl. Kap. 2.3.3) anhand dreier spezifischer Unterrichtsreihen zu den jeweiligen Komptenzbereichen. Für die Unterrichtsreihen werden sowohl Lernzeit als auch Lernziele festgelegt. Dadurch vermindert sich die Gefahr, dass der Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler durch Bedingungsfaktoren, die nicht auf die Lehrperson bzw. den Unterricht zurückgehen (z.B. ausserschulische Sportangebote, zufälliges Behandeln bzw. Nichtbehandeln von Testinhalten), mitverursacht wird.
Bei der Erfassung der Zieldimensionen von Unterricht wird ein multikriterialer Ansatz gewählt. Es sollen unterschiedliche fachliche sowie überfachliche Qualitätskriterien berücksichtigt werden. Bei der Konzipierung des Untersuchungsinstruments wird, soweit möglich, Bezug genommen auf bisher bestehende Ergebnisse und Erkenntnisse zur Qualität von Sportunterricht und zu Merkmalen guten Sportunterrichts (Gebken, 2005; Gerlach et al., 2005; Balz, 2010; Heemsoth & Miethling, 2012; IMPEQT-Studie; Herrmann et al., 2014; Büchel et al., 2015).
Darüber hinaus werden verschiedene Einflussvariablen, wie zum Beispiel Vorwissen, motivationale und selbstkonzeptuelle Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler bezogen auf den Unterrichtsinhalt erhoben, die den Zusammenhang zwischen Unterrichtsmerkmalen und Zieldimensionen des Unterrichts moderieren können. Berücksichtigt und untersucht werden dabei auch die aufgrund der Mehrebenenstruktur des Datensatzes bestehenden Zusammenhänge und Wechselwirkungen auf individueller und Klassenebene. Zudem wird bei den Lehrpersonen neben den Leistungstests (Fachwissen, fachdidaktisches Wissen) auch eine schriftliche Befragung durchgeführt, die allfällige Einflussvariablen abdeckt. Damit kann das Forschungsvorhaben auch mehrere Wahrnehmungsperspektiven auf Unterricht abdecken und das Design erlaubt systematische Vergleiche zwischen den Datenquellen sowie die Triangulation verschiedener Methoden der Datenerhebung (Hugener, Pauli & Reusser, 2007).