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Mai
01
Wie fast immer im März gehen auch dieses Jahr die Preise für Pellets leicht zurück: CHF 373.00* kostete eine Tonne durchschnittlich. Das sind CHF 2.40 weniger als im Februar 2020. Es ist der erste Preisrückgang seit Mai 2019. Spätestens im April führen die ersten Pelletlieferanten gewöhnlich Frühjahrsaktionen durch. Die um Absatzmärkte kämpfende Erdölbranche sowie das Coronavirus drücken auf die Heizölpreise.
Pellets weisen seit 2008, dem Start der unabhängigen Erhebung von Pelletpreisen in der Schweiz durch pelletpreis.ch, sehr stabile Preise auf. Da im Laufe der Zeit die Zahl der Pelletlieferanten zugenommen hat, sind die Preise seit 2016 sogar gesunken. So kostete eine Tonne Pellets im März 2015 noch durchschnittlich CHF 403.50. Mit CHF 373.00 pro Tonne waren sie im März 2020 praktisch gleich teuer wie im März 2019.
Preiskampf um Absatzmärkte in der Erdölbranche
Sowohl der Preiskampf um Absatzmärkte in der Erdölbranche wie auch das Coronavirus, das den weltweiten Handel bremst, lassen jedoch die Preisdifferenz von Pellets zu Heizöl schrumpfen: Im Februar kostete eine Kilowattstunde Heizöl noch lediglich Rp. 8.08, was für Pellets mit Rp. 7.66 pro Kilowattstunde nur noch einen geringen Preisvorteil bedeutet. Insbesondere Russland und Saudi-Arabien sehen in den tiefen Preisen eine Möglichkeit, die US-amerikanische Frackingindustrie aus dem Markt zu drängen. Neben den über 100 hochgiftigen Chemikalien, die beim Fracking in den Untergrund gejagt werden, um dem Gestein das Erdöl zu entreissen, braucht es ebenfalls Unmengen an Wasser und Sand. Zudem werden grosse Mengen an Methan freigesetzt, das verglichen mit CO2 30-mal klimaschädlicher ist.
CO2-neutral
Mit Pellets zu heizen ist deutlich klimafreundlicher als mit einer Gas- oder Ölheizung, denn der modernste aller Holzbrennstoffe ist CO2-neutral: Bei der Verbrennung wird lediglich das CO2 freigesetzt, das ein Baum während seines Wachstums der Atmosphäre entzieht. Die Bilanz der Treibhausgas-Emissionen von Pellets enthält daher nur die Treibhausgase, welche bei der Holzernte, beim Transport, bei der Herstellung und der Lieferung frei werden. Gemäss propellets.ch, dem Verein der Schweizer Holzpelletsbranche, betrug 2019 der Anteil Schweizer Pellets am inländischen Gesamtmarkt 77 %. Die restlichen 27 % stammen aus dem angrenzenden Ausland. Aufgrund der hohen Energiedichte von Pellets fällt zudem der Transport kaum ins Gewicht: Der Energieaufwand für den Transport beträgt nur rund 1 % des Heizwerts pro 100 km Fahrstrecke.
Quelle: pelletspreis.ch
Mar
03
2019 haben sowohl die Nachfrage wie das Angebot nach Pellets stark zugenommen. Dank der Produktionssteigerung in der Schweiz wuchs der Anteil Schweizer Pellets am Gesamtmarkt auf 77%, sprich 257'000 Tonnen, das sind 6% mehr als 2018. 10% stammten aus Deutschland sowie je 6% aus Österreich und Frankreich.
Der Trend für erneuerbare Heizsysteme ist in der Holzpellet-Branche stark zu spüren. Die Heizungsverkäufe haben im letzten Jahr um rund 10% zugenommen. Um die Pelletheizungen zu betreiben, wurden rund 332'000 Tonnen Pellets verbraucht, 9% mehr als im Vorjahr. Der Verkauf von Schweizer Pellets stieg zu einem neuen Rekord an: 77% oder 257'000 Tonnen Pellets stammten aus Schweizer Produktion, 6% mehr als im Jahr 2018. 10% stammten aus Deutschland, je 6% aus Österreich und Frankreich und 1% aus anderen Ländern.
Sehr gute Ökobilanz
Aus Umweltsicht wichtig: Die Schweiz wie auch ihre Nachbarländer, aus denen der Import stammt, betreiben eine gesetzlich kontrollierte, nachhaltige Forstwirtschaft. Die Pellets werden Grossteils aus den Holzresten der holzverarbeitenden Betriebe hergestellt. Das Heizen mit Pellets hat dank dem erneuerbaren Brennstoff und der sauberen Verbrennung eine sehr gute Ökobilanz.
Rund 30'000 Anlagen
Trotz dem starken Wachstum der Heizungsverkäufe ist der Anteil der Pelletheizungen in Schweizer Haushalten und Betrieben mit rund 30'000 Anlagen noch sehr klein. Das Bundesamt für Energie rechnet vor, dass pro Jahr 30'000 Öl- und Gasheizungen ersetzt werden müssen, um bis 2050 CO2-neutral zu sein. Insbesondere in Altbauten mit hohem Wärmebedarf sind Pelletheizungen eine praktische Alternative zu fossilen Heizungen. Hier liegt noch ein grosses Potenzial brach.
Quelle: propellets.ch
Oct
02
In der Schweiz sind die Pelletpreise im September gegenüber August praktisch unverändert. Dass Preissprünge, wie sie zurzeit bei Heizöl aufgrund der Angriffe auf die grösste Raffinerie in Saudi-Arabien auftreten, auch bei Pellets zu befürchten sind, ist praktisch ausgeschlossen. Als 2008 der Heizölpreis den historischen Höchstwert von 13.38 Rp. pro Kilowattstunde erreichte, was damals beinahe doppelt so hoch war wie der Pelletpreis pro Kilowattstunde, hatte das absolut keine Auswirkungen auf die weitere Entwicklung des Pelletpreises.
Die Drohnenangriffe auf die grösste Erdölraffinerie Saudi-Arabiens haben zu einem Einbruch der Produktionsmenge geführt. Die Erdölproduktion sei infolge der "terroristischen Attacken" um 5.7 Millionen Barrel auf etwa die Hälfte des üblichen Volumens zurückgegangen. Dies berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA in der Nacht zum Sonntag unter Berufung auf den neuen Energieminister Prinz Abdulasis bin Salman.
Grösster Preissprung seit dem Golfkrieg
Am Montagmorgen traf dann ein, was erwartet wurde: Der Preis eines Barrel Rohöl kostete 20 Prozent mehr als am Freitag. Dies sei der grösste Kurssprung seit dem Golfkrieg von 1992, war in Der Bund vom 17. September zu lesen. Inzwischen sind die Erdölpreise wieder gesunken.
Unmittelbare Auswirkungen auf Heizölpreis
Die Meldung über den Einbruch der Produktion hat sich praktisch unmittelbar auf die Heizölpreise in der Schweiz ausgewirkt: Gemäss www.heizoel24.ch stieg der Preis über das Wochenende von Freitag, dem 13. September, von CHF 87.56 pro 100 Liter um über 10 % auf CHF 96.71 am Montag, den 16. September. Auch wenn wir in der Schweiz mengenmässig gemäss Avenergy Suisse, der früheren Erdöl-Vereinigung, nicht vom Öl aus Saudi-Arabien abhängig sind, könne sich die Schweiz nicht vor höheren Rohölpreisen abschotten. Volatile Rohölpreise wirkten sich fast unmittelbar auf den Heizölpreis in der Schweiz aus, das zeigt wieder einmal das Beispiel des Angriffs auf die saudische Erdölinfrastruktur vom Samstag.
Preissprünge bei Pellets unwahrscheinlich
Ob der Preis weiter steigt oder wieder fällt, Sorgen um Kostensprünge müssen sich Besitzerinnen und Besitzer von Pelletheizungen kaum machen. Die unabhängeige Preiserhebung von pelletpreis.ch zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Pelletpreis denen von Heizöl folgen, praktisch null ist: Im Juni 2008 kosteten Pellets 7.07 Rp. pro Kilowattstunde, während Heizöl einen historischen Höchstpreis von 13.38 Rp. pro Kilowattstunde erreichte und somit knapp 90 % teurer war als Pellets. Übrigens: In den bald 12 Jahren der Preiserhebung von pelletpreis.ch war Heizöl nur gerade während rund 4 Jahren günstiger als Pellets, und dies nur leicht. Im September kostete eine Tonne Pellets durchschnittlich CHF 361.0, nur gerade CHF 2.60 mehr als im August, das entspricht einer Preissteigerung von weniger als 1 %.
Quelle: pelletpreis.ch
Aug
13
Mit insgesamt 5.2 Millionen Kubikmetern wurde 2018 11% mehr Holz geerntet als im Jahr zuvor. Der deutliche Anstieg ist vor allem auf den starken Borkenkäferbefall, bedingt durch Sommertrockenheit und die Folgeschäden der Winterstürme von Anfang 2018, zurückzuführen. Damit wurden in der Schweiz erstmals seit 2011 wieder mehr als 5 Millionen Kubikmeter Holz geerntet.
Wie bereits im Vorjahr wurde 2018 von allen Sortimenten ausser dem Energiestückholz mehr geerntet. Besonders stark ins Gewicht fiel die grössere Ernte beim Stammholz mit total 2.7 Mio. m3 und einer Zunahme von 14%. Die insgesamt 1.16 Mio. m3 (+10%) beim Energiehackholz und 0.59 Mio. m3 (+16%) beim Industrieholz trugen ebenfalls zur zweithöchsten Holzernte der letzten zehn Jahre bei. Keine Veränderung des langjährigen Trends ist beim Energiestückholz festzustellen. Dieses lag 2018 mit gesamthaft rund 0.74 Mio. m3 leicht unter dem Vorjahreswert.
Aufgeteilt nach Nadel- und Laubholzsortimenten zeigt sich, dass die Ernte von Laubholz bei einer Erntemenge von 1.6 Mio. m3 einen leichten Rückgang verzeichnete. Dagegen fiel die Erntemenge beim Nadelholz mit einem Plus von 0.6 Mio. m3 bei einem Total von 3.6 Mio. m3 umso höher aus. Die Fichte, als wichtigste Baumart zur Holzproduktion, war vom Borkenkäferbefall besonders betroffen, weshalb die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer gezwungen waren, deutlich mehr Nadelholz zu ernten als geplant.
Regional grosse Unterschiede
Im Mittelland war die Zunahme der Holzerntemenge um 22% auf 2.14 Mio. m3 gegenüber dem Vorjahr mit Abstand am grössten. Die Voralpen lagen 2018 mit 1.13 Mio. m3 (+8%) respektive 0.87 Mio. m3 (+ 6%) in den Alpen/Alpensüdseite im Mittelfeld. Im Jura blieb die Ernte mit 1.05 Mio. m3 gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Damit zeigt sich, dass der Borkenkäfer während des trockenen Sommers 2018 im Mittelland am aktivsten war.
Die Kantone Bern (0.99 Mio. m3), Zürich (0.51 Mio. m3), Aargau (0.45 Mio. m3) und Waadt (0.40 Mio. m3) verzeichneten letztes Jahr die höchsten Holzerntemengen und machten zusammen knapp die Hälfte der gesamtschweizerischen Ernte aus. Alle vier Kantone verfügen über einen hohen Anteil an Waldflächen im Mittelland.
Trotz wirtschaftlich angespannter Lage kein grösseres Defizit
Die rund 670 Schweizer Forstbetriebe konnten 2018 gesamthaft Einnahmen von 539 Mio. Franken verbuchen. Den Einnahmen standen Ausgaben von rund 578 Mio. Franken gegenüber. Daraus resultierte trotz dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ähnlich wie 2017 eine Unterdeckung von rund 39 Mio. Franken. Gemäss dem Produzentenpreisindex sanken 2018 die Rohholzpreise für Nadelstammholz gegenüber dem Vorjahr um etwa 2%. Trotz der grossen Mengen an Schadholz, die auf den Markt kamen, hielt sich der Abschlag beim wichtigsten Sortiment somit in Grenzen. Unter diesen Umständen erzielte fast die Hälfte der Schweizer Forstbetriebe ein positives Betriebsergebnis.
Bei den Betrieben aus dem fortwirtschaftlichen Testbetriebsnetz (160 ausgewählte Forstbetriebe), die vom Borkenkäfer ebenfalls nicht verschont blieben (+13% Holzernte), verbesserte sich die finanzielle Situation gar. Im Bereich der Waldbewirtschaftung konnten die Kosten reduziert werden und das durchschnittliche Ergebnis pro Hektare produktive Waldfläche hat sich um 7 Franken verbessert. Auch die Erbringung von Dienstleistungen (+9 Fr./ha) und die Sachgüterproduktion (+5 Fr./ha) haben dazu beigetragen, die Defizite der Testbetriebe auf 42 Franken pro Hektare zu reduzieren (Vorjahr: 63 Fr./ha).
Forststatistik 2018 >>
Text: Bundesamt für Statistik
Apr
23
2018 kann wiederum als Erfolgsjahr für Pellets bezeichnet werden, meldet der Branchenverband Propellets.ch. Erstmals sei die 300'000 Tonnen-Marke im Verbrauch geknackt. 71% der Pellets wurden in der Schweiz produziert. Der Anlageverkauf stieg um 9%.
Um die Pelletheizungen zu betreiben, wurden im Jahr 2018 rund 305'000 Tonnen Pellets verbraucht. Das sind gemäss Propellets.ch 7% mehr als im Jahr 2017, davon seien 71% durch Schweizer Pellets gedeckt worden. Schweizer Pelletproduzenten stellten 227‘000 Tonnen Pellets her, ein Anstieg um 8%.
Siehe auch Marktkommentar von pelletpreis.ch vom 15.3.19 >>
Propellets weist auf das Vorbild von Österreich hin: 2018 wurden in Österreich rund 960'000 Tonnen Pellets verbraucht. Das entspricht einer Einsparung von 480 Mio. l Heizöl und ist mehr als dreimal so viel wie in der Schweiz. Während hierzulande fast jedes zweite Gebäude noch mit Öl geheizt wird, sind in Österreich weniger als ein Fünftel der Haushalte vom Öl abhängig. Das zeigt wie gross das Entwicklungspotenzial in der Schweiz noch ist!