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WO arbeitet Pukllasunchis
Ein vom kolonialen Erbe belastetes Bildungssystem
Die peruanische Regierung hat in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen zur Verbesserung der Bildungssituation unternommen. So treten heute 99 Prozent der Kinder im Grundschulalter in die Schule ein. Die Armut in der Bevölkerung führt aber dazu, dass laut UNICEF ca. 51 Prozent der Kinder arbeiten müssen und 13 Prozent der Kinder nicht einmal die fünfte Klasse erreichen. Nach offiziellen Angaben sind zwischen 10,5 und 15 Prozent der Bevölkerung Analphabeten.
Nach wie vor aber widerspiegelt das öffentliche Bildungssystem die gesellschaftlichen Verhältnisse und ist durch Ungleichheit und Ausgrenzung gekennzeichnet. Benachteiligt sind die ländlichen gegenüber den städtischen Gebieten, die armen Bevölkerungsgruppen gegenüber der reichen Elite, die Mädchen gegenüber den Knaben. Richtiggehend diskriminiert werden die indigenen Bevölkerungsgruppen im Andenhochland und in den Urwaldgebieten.
Niveau und Qualität der schulischen Ausbildung in den öffentlichen Schulen sind ausgesprochen gering. Ursachen sind schlecht ausgebildete und unterbezahlte Lehrer, die oft sehr dürftige Ausstattung der Schulen, fehlendes Lehrmaterial sowie Lerninhalte und Unterrichtsmethoden, die veraltet und ineffizient sind. Frontalunterricht ist an der Tagesordnung, der Unterrichtsstil ausgesprochen autoritär. Die Lehrinhalte orientieren sich weder an der Realität der Kinder noch an den sozialen und kulturellen Besonderheiten der einzelnen Regionen.