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Wiederaufbau in Mosambik
Wiederaufbau in Mosambik gestartet
Im März 2019 verursachte der Wirbelsturm ‚Idai‘ in Mosambik, rund um die Küstenstadt Beira, schwere Schäden. Betroffen war auch die nordwestlich von Beira gelegene Grundschule Milha8, in welcher 400 Kinder unterrichtet werden.
Die Stiftung JAM (Joint Aid Management) Schweiz rief dazu auf, die Menschen in dieser ländlichen Gegend beim Wiederaufbau der Schule zu unterstützen. Zusätzlich sollten sieben Brunnen in der Region repariert werden, um die Menschen mit sauberem Wasser versorgen zu können.
Die Reformierte Kirche Sihltal, die Römisch-Katholische Kirche Adliswil und die Stadt Adliswil spendeten im Jahr 2020 im Rahmen ihrer gemeinsamen Entwicklungszusammenarbeit Adliswil (GEZA) zu gleichen Teilen insgesamt 120‘000 Franken und ermöglichten damit die Realisierung des Projekts. Die Unruhen, von welchen man in den letzten Wochen in den Medien lesen konnte, sind weiter nördlich und nicht in der Region Beira.
Brunnensanierung
Durch das Brunnen-Sanierungsprojekt wurden im Zeitraum vom 10. Oktober - 30. Dezember 2020 insgesamt 12 Brunnen in drei Schulen und neun Dörfern saniert. Dank eines Budgetüberschusses konnten den ursprünglich geplanten sieben Brunnen fünf weitere hinzugefügt werden. 8‘840 Personen erhielten dadurch Zugang zu sauberem Wasser. Um Nachhaltigkeit garantieren zu können, wird zurzeit in jedem Ort ein Wasserkomitee, bestehend aus Dorfbewohnern oder Schulverantwortlichen, gebildet und im Bereich Wasser, Hygiene und Brunnenwartung geschult.
Renovation der Schule Milha8 und Ernährung der Schulkinder
Nach einem Unterrichtsunterbruch von einem Jahr, aufgrund der Covid-19 Krise, wurden die Primarschulen von der mosambikanischen Regierung am 22. März 2021 wieder geöffnet. Kurz vorher, am 11. Februar 2021, konnten die Renovationsarbeiten, welche ebenfalls durch Covid-19 verzögert wurden, an der Schule Milha8 gestartet werden. Das beschädigte Schulgebäude wurde komplett saniert. Es erhielt ein neues Dach, die landestypischen Ziegelsteinfenster und neue Türen. Damit Kinder nicht länger unter freiem Himmel unterrichtet werden müssen wird zudem ein neues Gebäude mit zwei Klassenzimmern gebaut und mit Pulten und Bänken ausgestattet. Der ebenfalls sanierte Wasserbrunnen ermöglicht ausserdem das Anlegen und Bewässern eines Schulgartens.
Durch das GEZA-Projekt abgedeckt ist zudem die Ernährung der Schulkinder während eines ganzen Schuljahrs. Sie erhalten so an jedem Schultag einen nahrhaften Soja-Mais-Brei, der 75% des täglichen Bedarfs an Nährstoffen abdeckt.
Stefan Schneiter/Daniela Brassel
Ermöglicht: Den Wiederaufbau der Schule, den Bau von zwei Schulzimmern und neuen Latrinenblöcken sowie die Reparatur von sieben Brunnen.
Bildernachweis: JAM