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Zögerlich sinkende Obergrenze
Auch heute war es novemberlich: unten grau, oben blau. Die Obergrenze der Hochnebeldecke ist gesunken, aber nur langsam. An der Hochnebelobergrenze gab es Sonne und die Farben von optischen Phänomenen zu bewundern.
Niederschlag im Süden
Die Tiefdruckzone über dem Mittelmeer ist über der Iberischen Halbinsel in der Höhe stärker ausgeprägt. Dies brachte noch einmal Feuchte auf die die Alpensüdseite und so gab es 1 bis 5, lokal bis 10 mm Niederschlag. Dieses Tief entfernte sich langsam von uns, somit nahmen die Niederschläge im Laufe des Vormittages ab, aber es blieb mehrheitlich bewölkt. Allerdings ist dies nicht das Letzte, welches wir von diesem Tief gesehen haben: Am Donnerstag wird es nochmals Regen und Schnee bringen.
Wie schnell lässt die Bise nach?
Ein wichtiger Einfluss auf die Höhe der Nebelobergrenze ist die Bise. Je stärker die Bise, desto höher ist die Nebelobergrenze. Diese Beziehung hat schon H. W. Courvoisier im Jahre 1976 beschrieben. Als Mass für die Bise benutzte er die Druckdifferenz zwischen Payerne und Strassburg.
Ein anders Mass für die Stärke der Bise ist die Druckdifferenz zwischen Zürich Kloten und Genf. Im Bild unten ist zu sehen, dass der Überdruck im Osten (positive Zahlen auf der y-Achse = Bise) um Mitternacht am höchsten war und dann im Laufe des Tages immer mehr abnahm. Ist der Druckgradient kleiner, ist auch die Bise schwächer.
Die Prognosen von COSMO-2E (grün) zeigten einen deutlich schnelleren Abfall als es in der Realität der Fall war (blau). Die Messungen folgten eher dem prognostizierten Verlauf des hochaufgelösten Europäischen Modells. Erfahrungsgemäss gibt dieses Modell bessere Vorhersagen für Druckdifferenzen, was auch heute wieder der Fall war.
Zunehmende Subsidenz
Ein weiterer Einfluss auf die Hochnebelobergrenze hat die Stärke der Subsidenz. Subsidenz bezeichnet das Absinken und Erwärmen der Luft unter einem Hochdruckgebiet. Wie anfangs erwähnt dehnte sich heute das Hochdruckgebiet weiter zu uns aus. Somit wurde auch die Subsidenz verstärkt, welches für ein Absinken der Nebelobergrenze spricht. Aber durch die anhaltende Bise hatte die Subsidenz eine zähe Gegenspielerin.
Sonne und Nebeltropfen
Ausserhalb bzw. über der Bewölkung konnte viel Sonne genossen werden. So wurden im Wallis sowie in Nord- und Mittelbünden 4 bis 6 Stunden Sonne verzeichnet. In der Region Basel löste sich der Hochnebel zweitweise auf und es gab 3 bis 4 Sonnenstunden.
Zum Schluss noch ein paar Bilder von der Nebelobergrenze mit Brockengespenster, Glorien und/oder Nebelbögen. Erklärungen zu diesen optischen Phänomenen finden sie zum Beispiel hier (Brockengespenst und Glorie) und hier (Nebelbogen).