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Prof. Dr. Walter Scheitel und Elijah Meeks (beide Stanford University) eröffnen mit dem Stanford Geospatial Network Model die Möglichkeit, Reiserouten im Imperium Romanum des 2. Jh. n. Chr. darzustellen, wie man es von Google Maps etc. kennt. Es lassen sich Kosten und Zeitbedarf errechnen; auch die Art (schnellste, kürzeste, billigste Route) und Weise einer Reise (zu Fuss, mit Maultier, Pferd, Ochsenkarren etc.) lassen sich vorbestimmen. Je nach Jahreszeit kann es zu Abweichungen der Routen kommen, da bestimmte Wege nicht immer offenstehen. So werden z.B. für Seereisen je nach Monat Wind, Strömung und Wellenhöhe berücksichtigt. Das Modell basiert auf einer vereinfachten Version des riesigen Netzes von Städten, Strassen, Flüssen und Seewegen, welches um das Jahr 200 n. Chr. bestand, einige Städte und Strassen, die erst in der Spätantike angelegt wurden, sind ebenfalls in die Liste der 751 Orte und Objekte aufgenommen worden.