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Wissenschaftlicher Beirat
Der wissenschaftliche Beirat ist eine Gruppe, die sich aus gehörlosen und hörenden Expertinnen und Experten zusammensetzt. Sie gibt Rückmeldungen zu den verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten von SLAS sowie zu aktuellen Geschäftsentwicklungen. Der wissenschaftliche Ausschuss trifft sich einmal jährlich und besteht aus freiwilligen Mitgliedern, die verschiedene Fachgebiete vertreten.
Dr. Penny Boyes Braem
Dr. Penny Boyes Braem ist Psycholinguistin mit Spezialisierung auf die Erforschung von Gebärdensprachen der Gehörlosen. Sie schloss ihr Masterstudium an der Harvard University in den USA ab und dissertierte an der University of California, Berkeley. Seit 1974 lebt sie in der Schweiz, wo sie 1982 das Forschungszentrum für Gebärdensprache (FZG) in Basel gründet. Das FZG ist assoziiertes Mitglied des Zürcher Kompetenzzentrum Linguistik (ZüKL) der Universität Zürich. In den darauffolgenden Jahren hat sie sowohl die verschiedenen Aspekte der Deutschschweizer Gebärdensprache (DSGS) als auch die von Hörenden verwendete Gesten untersucht – dies oft in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz und in Europa. Zu Penny Boyes Braems Forschungsarbeiten gehören unter anderem die Erstellung einer umfangreichen lexikalischen Datenbank für die DSGS, ein Vergleich der verwendeten linguistischen Formen von Früh- und Spätlernenden der DSGS, das Lippenlesen als Teil der Gebärdensprache sowie Aspekte der Prosodie die in dieser visuellen Sprachform vorkommen. Mehrere unterschiedliche Forschungsarbeiten, bei denen Penny Boyes Braem die Forschungsleiterin war, wurden vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanziert. Sie hat zahlreiche peer-reviewed Journalartikel verfasst, zwei Bücher über Gebärdensprachforschung herausgegeben und stellte ihre Forschungsarbeiten zu Gebärdensprache an zahlreichen Kursen und Gastvorlesungen in der Schweiz und im Ausland vor.
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Prof. Dr. Martin Meyer
Prof. Dr. Martin Meyer hat an der Freien Universität Berlin Neuropsychologie studiert. Zwischen 1996–2000 folgte sein Dissertationsprojekt am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, Deutschland. Weitere Postdoc-Stellen hatte er an der University of Edinburgh, der Universität Zürich und dem Universitätsspital Zürich inne. 2009 schloss er die Venia Legendi (Habilitation) an der Universität Zürich ab. Seit 2011 ist er als Assistenzprofessor für „Neuroplastizitäts- und Lernforschung des gesunden Alterns“ und als Co-Direktor am Kompetenzzentrum für Plastizität im Alter (INAPIC) der Universität Zürich tätig.
Sein Forschungsinteresse gilt hauptsächlich der Neurokognition von Sprache und Hören über die gesamte Lebensspanne. Seine Forschungsarbeit befasst sich primär mit der Frage, wie sich die Sprachfähigkeit im menschlichen Gehirn entwickelt hat und wie das menschliche Gehirn über eine Lebensspanne eine oder mehrere Sprachen erwirbt. Er kann auf viele peer-reviewed Publikationen zurückblicken.
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