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1882 wurde Amden als letzte Gemeinde des Kantons St. Gallen mit einer Fahrstrasse erschlossen.
1892 wurde ein regelmässiger Postkutschenbetrieb zwischen Weesen und Amden eingerichtet.
Im November 1918 erwarb die Ortsgemeinde Amden zwei ausgediente Armeelastwagen. Der eine der beiden Lastwagen wurde zu einem 17-plätzigen Omnibus umgebaut.
Am 1. Juli 1919 eröffnete die Ortsgemeinde Amden den Autobetrieb Amden.
Der Saurer Omnibus pendelte täglich 2-3 mal auf der 6.6 km langen Strecke Bahnhof Weesen - Amden Vorderdorf.
Mit dem Lastwagen wurden für Amden bestimmte Güter wie Holz, Stroh, Heu, Steine und Schutt transportiert.
1922 wurde ein weiteres Fahrzeug in Betrieb genommen. Es bot sich die Gelegenheit, die 8-plätzige, private Limousine von Hippolyt Saurer zu erwerben.
Die 30er Jahre waren für den Autobetrieb Amden eine harte Zeit. Das Ausbleiben der Touristen führte im Kursbetrieb zu einem starken Frequenzrückgang. Der Ausflugsverkehr spielte nur noch eine ganz bescheidene Rolle.
Insgesamt ging der Personenverkehr vom bisherigen Höchstwert im Jahre 1930 mit 36'310 beförderten Personen um fast einen Drittel auf 25'440 im Jahre 1936 zurück. Im Güterverkehr war der Rückgang noch stärker.
Anfangs der 50er Jahre wurde die seit 1930 bestehende Strasse Dorf - Sell bis nach Arvenbüel ausgebaut. Ab 1955 wurden einzelne Kurse zu touristischen Zwecken von Amden Vorderdorf bis Arvenbüel verlängert. Die Linienlänge stieg dadurch von 6.6 auf 10.1 km an.
Weiter ansteigende Fahrgastzahlen und der Trend zu mehr Komfort liessen es 1959 als angebracht erscheinen, ein reines Ausflugsfahrzeug anzuschaffen.
Um den hohen Ansprüchen der Wintertouristen zu genügen, aber auch um die vielen neu erstellten Strassen zu Bauernhöfen und Ferienhäusern vom Schnee zu räumen, kaufte der Autobetrieb Amden 1961 die erste selbstfahrende Schneefräse.
Ab Herbst 1967 enthielt der Fahrplan ein sonntägliches Abendkurspaar nach Ziegelbrücke, ab Herbst 1969 waren es sonntags drei, werktags zwei Kurspaare. Mit dieser Netzerweiterung war die Gesamtstreckenlänge auf 12.9 km angewachsen.
Nach den erfreulich verlaufenen 60er Jahren kam für den Autobetrieb in den 70er Jahren ein Tief. Die Bergsturzgefahr am Schwarzberg, direkt über der einzigen Verbindungsstrasse nach Amden, machten den Ort zwar bekannt, hielt aber die Touristen davon ab in das Bergdorf zu kommen. Beförderte man 1971 noch 173'447 Personen, so sank die Zahl der Passagiere 1974 auf ein Minimum von 132'626.
Nachdem während vier Jahren ein duchschnittliches Defizit von 80'000 Franken ausgewiesen wurde, stellte sich die Ortsgemeinde Amden die grundlegende Frage, ob der Autobetrieb beibehalten, reorganisiert oder aufgelöst werden sollte.
Da im letzten Fall Amden nicht einfach auf das öffentliche Verkehrsmittel verzichten wollte, stand die Übernahme durch die Reisepost zur Diskussion. Bei einer Übernahme durch die PTT währe ein Defizit in ähnlicher Höhe zu erwarten gewesen. Ein Aufgeben der Nebenbetriebe hätte für die politische Gemeinde bedeutet, einen eigenen Schneeräumungs- und Lastwagendienst zu schaffen, was wesentlich höhere Kosten verursacht hätte.
So entschied sich der Ortsverwaltungsrat im Oktober 1978, den Autobetrieb in der bisherigen Form weiterzuführen.
In den 80er Jahren konnte das Fahrplanangebot nach und nach verbessert werden, und damit stiegen auch die Frequenzen erfreulich an.