Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03294.jsonl.gz/562

Der Vorstand der Kunstgesellschaft Luzern und die Geschäftsleitung hätten beschlossen, die Einsparungen von Vernissagen und Veranstaltungen direkt der Kunst zugutekommen zu lassen, teilte das Museum am Dienstag mit. Auch wenn der Ankaufsetat für die Sammlung nun erhöht werde, sei der Betrag immer noch bescheiden, in Anbetracht der exorbitanten Summen, die auf dem Markt für hochkarätige Kunst bezahlt werden.
Mit dem Geld habe das Museum etwa vier Fotografien und eine Grafik der Künstlerin Marion Baruch erworben. Die Künstlerin selber schenkte dem Museum die raumfüllende Textilinstallation (2020), damit besitze man zwei wichtige Werkgruppen von Baruch.
Erweiterungen ist Kernaufgabe
Ein anderer Neuzugang stammt vom belgischen Künstler Rinus Van de Velde, dessen Ausstellung im Kunstmuseum Luzern eben erst angelaufen ist. Das erworbene Werk (2018) ist ein bemaltes Hausdach aus Holz und Karton, das in einem schwarzen, mit Wasser gefüllten Bassin steht. Die Arbeit sei zwar schwierig zu konservieren, da Wasser dafür denkbar schlecht geeignet sei, sei aber einzigartig.
Die Erweiterung der Sammlung gehöre zu den Kernaufgaben des Kunstmuseums Luzern. Gesammelt werde entsprechend den vier Schwerpunkten: historische Werke mit Bezug zur Zentralschweiz, Kunst der 1970er-Jahre, Werke von herausragenden Künstlerinnen und Künstlern aus der Region von mindestens nationaler Bedeutung, sowie die Dokumentation und Spurensicherung der eigenen vielfältigen Ausstellungstätigkeit.