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Wieder einmal auf der Schlussrunde, die er in 52,83 Sekunden lief, legte Mo Farah die entscheidende Differenz zwischen sich und seine Herausforderer. Der fünffache Weltmeister wehrte auf der Zielgeraden die Angriffe seiner Konkurrenten ab und gewann mit 13:03,30 Minuten sechs Zehntel vor dem Amerikaner Paul Chelimo.
Farah hatte bereits vor einer Woche über 10’000 m gesiegt, womit er das 2012 in London errungene Double wiederholte. Seine letzte Niederlage an einem Grossanlass erlitt der Brite mit somalischen Wurzeln an den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu über 10’000 m.
Für einen Meilenstein sorgte Allyson Felix beim Sieg der amerikanischen 4×400-m-Staffel, die vor Jamaika und Grossbritannien in 3:19,06 Minuten triumphierte. Die 30-Jährige aus Kalifornien avancierte mit der dritten Medaille in Rio zur erfolgreichsten Leichtathletin an Olympischen Spielen. Sechs olympische Gold- und drei Silbermedaillen zieren das Palmarès der neunfachen Weltmeisterin.
Die Männer-Staffel der USA tat es den Frauen gleich und holte ebenfalls Gold. Mit Schlussläufer LaShawn Merritt gewann die USA in 2:57,30 Minuten vor Jamaika und den Bahamas, die das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Belgien um Platz 3 für sich entschieden.
Eine kleine Überraschung setzte es über 1500 m ab. Der Amerikaner Matthew Centrowitz düpierte in einem sehr langsamen Rennen im Schlussspurt die Favoriten aus Afrika. Der 26-Jährige aus Eugene, Oregon, siegte in 3:50,00 Minuten knapp vor Taoufik Makhloufi aus Algerien und dem Neuseeländer Nicolas Willis. Asbel Kiprop, der Weltmeister von 2011, 2013 und 2015 aus Kenia, ging als Fünfter leer aus. Centrowitz ist der erste amerikanische 1500-m-Olympiasieger seit den Spielen von 1908 in London.
Das zu erwartende Siegerpodest gab es im Final über 800 m der Frauen, den Selina Büchel knapp verpasst hatte. Die Jahresschnellste Caster Semenya aus Südafrika gewann in 1:55,28 Minuten vor Francine Niyonsaba aus Burundi und Margaret Wambui aus Kenia. Um die drei Medaillengewinnerinnen war im Verlauf dieser Saison eine Diskussion entbrannt, weil die drei Afrikanerinnen intersexuell sind und im Vergleich zu anderen Frauen über einen erhöhten Testosteronwert verfügen.
Den Hochsprung der Frauen gewann die Spanierin Ruth Beitia vor Mirela Demireva aus Bulgarien und vor der Kroatin Blanka Vlasic. Alle drei übersprangen die für einen Olympia-Final bescheidene Höhe von 1,97 m. Im Speerwerfen der Männer holte der Deutsche Thomas Röhler, der als einziger der zwölf Finalisten die 90-m-Marke übertraf (90,30), Gold. Die weiteren Medaillen gingen an Julius Yego aus Kenia und Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago.
(SDA)