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Finde die 10 Unterschiede
Nein, es sind nicht ganz 10 Unterschiede, in welchen die heutige Wetterlage von derjenigen der vorangehenden Tage abweicht, zugegeben. Und doch haben sich ein paar Aspekte verändert, die wir im heutigen Wetterblog diskutieren.
Grosswetterlage weiterhin unverändert
Die Grosswetterlage ist bestimmt von einem Hoch, welches sich von den Azoren über die Biskaya hinweg keilförmig zum Alpenraum ausweitet. An der nordöstlichen Flanke des Hochs näherte sich heute eine gealterte, okkludierende Front vom Ärmelkanal her Mitteleuropa.
Über dem Mittelmeer liegt nach wie vor ein Tiefdruckgebiet, welches gebietsweise für sehr aktives Wetter sorgt. Dazu später mehr, doch zunächst zum Hochnebel.
Ansteigende Hochnebelobergrenze
Ein kurzer Rückblick: Am Montag und Dienstag lag die Hochnebelobergrenze bei rund 1500 Metern. Die Bise flaute ab und in den nordöstlichen Landesteilen drehte der Wind auf westliche Richtungen. Normalerweise nimmt die Mächtigkeit des Kaltluftsees auf der Alpennordseite bei einem generellen Wechsel der Windrichtung von Nordost auf Südwest mit der Zeit ab, so dass das Nebelmeer eigentlich etwas absinken und sich aus den Alpentälern zurückziehen müsste.
Während gestern der Südhang zwischen Rigi Staffel und Kulm noch über dem Nebelmeer an der Sonne lag (links) drang heute das Nebelmeer bis fast auf die Kamerahöhe von knapp 1800 m ü. M.
Einen Erklärungsansatz liefert der Blick auf das Windfeld auf der Alpennordseite: Mit auffrischendem Wind ist aus nordwestlicher Richtung eine frische Luftmasse von der Nordwestschweiz über den östlichen Jurabogen sowie dem Hochrhein und dem Unterlauf der Aare folgend in das zentrale und östliche Mittelland vorgestossen.
Die vorgelagerte alte Nebelluft wurde dabei weit in die oberen Alpentäler «hineingeschoben» und gleichzeitig, dem ansteigenden Gelände folgend, angehoben. An einigen Messstationen in den Voralpen und am Juranordfuss wurden dabei schwache Niederschläge gemessen.
Blick über den Tellerrand hinaus:
Am Vortag und in der Nacht zogen heftige Gewitter mit mehreren Tornados über den Süden Siziliens hinweg. Eine Satellitenbild-Animation der nächtlichen Gewitter ist im folgenden Video verlinkt. In den sozialen Medien finden sich ausserdem zahlreiche Videos von Beobachtern vor Ort:
https://twitter.com/i/status/1460716397986828289 (Quelle: Twitter)
https://twitter.com/i/status/1460894147653431297 (Quelle: Twitter)
Satellitenbild-Animation: Infrarot, tagsüber dem Bild im sichtbaren Spektralbereich überlagert. Farbflächen zeigen die Oberflächentemperatur der sehr hochreichenden Gewitterwolken südlich von Sizilien an. Gelb-orange Farben deuten sehr kalte Wolkenobergrenze an, welche von starken, in die Stratosphäre "überschiessenden" Aufwindpulsen stammen.
An der kanadischen Pazifikküste gab es in den vergangenen beiden Tagen grossflächige Überschwemmungen. Ein sogenannter «Atmospheric River» führte subtropische Luftmassen mit einem hohen Feuchtegehalt von den Hawaii-Inseln nordostwärts zum Kontinent.
Der Zustrom feuchter Luftmassen verharrte über längere Zeit stationär, was zu Rekordniederschlägen in den Küstengebieten führte. Unsere Kollegen in Genf haben dieses Ereignis in einem Blog beschrieben: