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Eine bisher bei entzündlichen Erkrankungen wenig beachtete Gruppe von weissen Blutkörperchen, die neutrophilen Granulozyten, zeigt bei einigen solcher Erkrankungen eine erheblich gesteigerte Bereitschaft, ihre Zellkernbestandteile auszustreuen («Neutrophil extracellular Traps», NETs). Die NETs spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Erregern. Wenn sie unangebracht ausgestreut werden, wird eine Entzündung ausgelöst.
Bei der rheumatoiden Arthritis haben wir gezeigt, dass die Neutrophilen im Blut eine fortgeschrittene Aktivierung für die Bildung von NETs aufweisen. Von besonderer Bedeutung ist die Verschiebung eines Enzyms, PAD4, vom Zellkörper in den Zellkern und mit den NETs nach aussen. PAD4 verändert umliegende Eiweisse in eine Form, die Bildung von Antikörpern provoziert.
Mit den Ergebnissen haben wir eine Methode zur Messung der Bereitschaft zur Bildung von NETs gefunden. Diese weist eine sehr hohe Sensitivität und Spezifität für die Diagnose der rheumatoiden Arthritis auf, die bisherigen Tests deutlich überlegen ist.