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Das in Lourtier
als Maison Perraudin bekannte Gebäude ist heute das Maison des Glaciers. Jean-Pierre Perraudin (1767–1858), ein Bauer und Schäfer aus Lourtier, guter Beobachter und Autodidakt, war Anfang des 19. Jahrhunderts einer der Vorläufer der berühmten Gletschertheorie, welche die vergangene Ausdehnung dieser Eismassen, die alle Alpentäler bedeckte, offenbarte.
Die neue Szenografie 2018 in diesem denkmalgeschützten Haus befasst sich mit der Beobachtung des Alpenraums. Aber in einer Art und Weise, die eine aktive und neugierige Beobachtung anregt. Die ehemalige Museumswächterin erklärt: «Wie meine Mutter immer gesagt hat: Mit den Augen und Ohren kann man alles stehlen!»
Im ersten Stock wird aus der Sicht von Jean-Pierre Perraudin vom früheren Leben und dem Zusammenhang zwischen der Katastrophe am Giétroz-Gletscher und der Gletschertheorie erzählt. Im zweiten Stock wird das Leben in den Bergen mit Naturkatastrophen und Erinnerungen in Verbindung gebracht.
Im Juli und August am Dienstag, Freitag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Alle anderen Tage und während des restlichen Jahres Besuch nach telefonischer Absprache.
Im 19. Jahrhundert trug Jean-Pierre Perraudin, Bauer in Lourtier, zur Erarbeitung der Gletschertheorie bei. Sein Wohnhaus wurde zum Gletschermuseum.