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Selbstwirksamkeit
Es gibt Momente, da erscheinen Hindernisse als unüberwindbar. So, als ob es an einem bestimmten Punkt gar nicht mehr weitergehen kann. Es gibt Grenzen, und diese gilt es auch zu respektieren. Dennoch wird vieles durch unsere Einstellung und Erwartung gesteuert – und oft sind dabei psychische Barrieren ausschlaggebend.
Im Allgemeinen wird heute angenommen, dass unser Verhalten von unseren Gedanken und Gefühlen gesteuert wird. Gelingt es, herausfordernde Situationen günstig zu interpretieren, dann fühlt man sich besser und handelt auch wirksamer. Dabei geht es nicht darum, sich selbst etwas vorzumachen, sondern durchaus realistisch die positive Seite der Anforderung zu betrachten. Niedrige Selbstwirksamkeitsüberzeugungen führen bei gleichen Anforderungen zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen als bei einer hohen Selbstwirksamkeitsüberzeugung, inwieweit man sich diesen Anforderungen gewachsen fühlt oder nicht.
Untersuchungen zeigen, dass dies nicht an Unterschieden in den tatsächlichen Kompetenzen liegt, sondern hauptsächlich an dem mehr oder weniger ausgeprägten Zutrauen in die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten. Die Auswirkungen zeigen, dass jemand weniger in Anstrengung und Ausdauer investiert, was sich in einem geringeren Bewältigungsergebnis zeigt. Eine erlebte Selbstwirksamkeit und Verbesserung der eigenen Kompetenzen in kleinen Schritten sind für die Entstehung, das kontinuierliche Wachstum und die Stabilisierung von Überzeugungen der eigenen Selbstwirksamkeit unerlässlich (Schwarzer & Jerusalem 2002). Sie führen dazu, dass sich Zufriedenheit, Genugtuung, Stolz oder andere positive Gefühle einstellen. Sich selbst zu beweisen, etwas mit dem erlebten Kompetenzgefühl erreichen zu können, fördert von innen motiviertes Handeln, was wiederum die Selbstwirksamkeitserwartungen verstärkt.