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Rheumatoide Arthritis: Herpes zoster unter monoklonalen TNF-alpha-Antikörpern
Dass bei RA-Patienten unter Anti-TNF-alpha Therapie das Risiko für latente bakterielle Infektionen wie etwa die Tuberkulose erhöht ist, wurde bereits belegt. Eine aktuelle Analyse der Daten aus dem deutschen Biologika-Register RABBIT evaluierte nun, ob auch latente virale Infektionen vermehrt auftreten können.
In der prospektiven Kohortenstudie RABBIT wurden Daten über den Beginn einer Therapie mit Infliximab, Etanercept, Adalimumab, Anakinra oder den Wechsel von DMARDs gesammelt. Primärer Endpunkt der aktuellen Analyse war das Risiko für einen Herpes zoster unter TNF-alpha-Hemmern generell als Substanzklasse, unter monoklonalen Antikörpern (Adalimumab, Infliximab) und unter dem Rezeptorfusionsprotein Etanercept im Vergleich zu konventionellen DMARDs.
Bei insgesamt 5'040 Patienten, die TNF-alpha-Hemmer oder DMARDs erhalten hatten, traten 86 Fälle von Herpes zoster bei 82 Patienten auf. 39 Fälle unter den monoklonalen Antikörpern, 23 unter Etanercept und 24 unter DMARDs. Die Inzidenzrate pro 1'000 Patientenjahre betrug 11.1 (monoklonale Antikörper), 8.9 (Etanercept) und 5.6 (DMARDs). Unter Berücksichtigung des Alters, Schweregrad der RA und Therapie mit Glukokortikoiden zeigte sich ein bedeutsam, wenn auch statistisch nicht signifikant erhöhtes Risiko für Herpes zoster unter den monoklonalen Antikörpern (Hazard Ratio 1.82 gegenüber DMARDs). Für Etanercept bzw TNF-alpha-Hemmer als Substanzklasse war dies nicht der Fall (HR 1.36 bzw. 1.63).
Konklusion der Autoren: Die Behandlung von Rheumapatienten mit TNF-Blockern geht wahrscheinlich mit einem erhöhten Risiko von Herpes-zoster-Erkrankungen einher.
Link zur Studie
JAMA 2009;301:737-744 - Strangfeld A et al.
20.02.2009 - gem