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Das hat nicht gereicht für Mitt Romney. Der Super-Dienstag war alles andere als Super für den Spitzenreiter der Republikaner.
Überzeugt hat er allein in seinem liberalen Heimatstaat Massachusetts, bei den Caucuses in Idaho und im benachbarten Vermont. . Das hat ihm geholfen, eine Mehrheit der Delegierten-Stimmen zu gewinnen, die an diesem Wahltag vergeben wurden. Eine von drei Hürden, die Romney nehmen musste, um sich vom Verfolger-Feld abzusetzen.
Weniger überzeugend sah es in Ohio aus, dem Staat im Rostgürtel der USA, ohne den bisher noch kein Republikaner ins Weiße Haus ziehen konnte. Bis Mitternacht lieferte sich Romney ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Rick Santorum, den er im Wahlkampf mit einer gnadenlosen Negativ-Kampagne überzogen hatte. Romney gab zwölf Mal soviel Geld wie Santorum in dem “Buckeye-Staat” aus und lag am Ende ein paar tausend Stimmen vor ihm. Das vorläufige Ergebnis ist mit Vorsicht zu genießen, bis es offiziell zertifiziert ist. Noch können verschiedene Dinge passieren, die das Ergebnis in die eine oder andere Richtung verändern. Siehe Iowa.
Das dritte Ziel der Wahlnacht hat Romney klar verfehlt. Er kann im Süden nicht gewinnen. Dort schlägt das Herz der Republikaner. Newt Gingrich siegte überzeugend in seinem Heimatsaat Georgia, währende Santorum die von christlichen Fundamentalisten bestimmten Staaten Oklahoma, Tennessee und North Dakota gewann. Damit hat Romney zwei Hürden knapp genommen und blieb an einer hängen.
Der Super-Dienstag machte hinreichend klar, dass Romney nicht der Kandidat der ländlichen Konservativen ist, bei denen Fundis und Tea-Party-Anhänger den Ton angeben. Das Problem für Romney.: In den bevölkerungsreichen Vororten um die Ballungszentren herum, die ihm in Ohio und andernorts geholfen haben, sind demokratische Hochburgen, die er im November nicht gewinnen kann. Dort, wo er Siege braucht, fehlt der Enthusiasmus für Romney, was den Privatier zu einem schwachen Kandidaten macht.
Die Ergebnisse um 6.30 Uhr MEZ:
Der Wahlkalender für den Rest des Monats sieht sehr unfreundlich für Romney aus. Was so gut wie garantiert, dass das Rennen auf absehbare Zeit weitergeht. Zumal Santorum deutlich besser abgeschnitten hat, als erwartet worden war.
Nächste Woche Dienstag stehen Alabama und Mississippi an, zwei Südstaaten, in denen Romney kaum Chancen hat, zu gewinnen. Hinter den Kulissen baut sich Druck auf Gingrich auf, Platz für einen echten Zweikampf zwischen Santorum und Romney zu machen. Analysten stimmen mit Santorum überein, dass ein Großteil der Stimmen für den Wutbürger, dem Gotteskrieger zufallen werden. Fazit: Dieser Super-Dienstag hat wenig entschieden. Santorum hat dem hölzernen Patrizier aus Massachusetts die Show vermasselt.