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Neu Delhi - Indische Oppositionsparteien haben am Montag mit Massenprotesten gegen Preiserhöhungen bei Diesel und Benzin das öffentliche Leben im Land massiv behindert. Besonders betroffen waren nach Medienberichten die Finanzmetropole Mumbai und die Millionenstadt Kolkata.
Geschäfte und Schulen blieben geschlossen. Der Nahverkehr kam fast vollständig zum Erliegen. Zudem wurden Dutzende Zugverbindungen und mehr als 100 Inlandflüge gestrichen.
In Neu Delhi blockierten Anhänger der hindunationalistischen BJP und kommunistischer Parteien Strassen. Im westindischen Pune gingen mehrere Busse in Flammen auf. In den nördlichen Bundesstaaten Uttar Pradesh und Bihar wurden mehrere Demonstranten bei Strassenschlachten mit der Polizei verletzt.
Ein BJP-Sprecher sagte, mit der eintägigen Aktion protestiere man gegen die Wirtschaftspolitik der regierenden Kongresspartei, die sich "gegen das Volk" richtete. Das Kabinett von Premierminister Manhmohan Singh hatte Ende Juni eine Erhöhung der staatlich kontrollierten Spritpreise um umgerechnet fünf Cent pro Liter beschlossen.
Die Opposition macht die Regierung zudem für Preissteigerungen bei Lebensmitteln und in andere Bereichen verantwortlich. Nach Angaben des indischen Handelsministeriums lag die Inflation im Mai bei einem Zwei-Jahres-Hoch von 10,2 Prozent.
SDA-ATS