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Orthriophis taeniurus callicyanous ssp.
Blue Beauty, Streifen- oder Schönnatter (Cope 1861)
nicht mehr in unserem Bestand
Die vormals Elaphe taeniura ssp. hat neu die Bezeichnung Orthriophis taeniurus callicyanous ssp. Sie ist eine schlanke, kräftige Natter und wird zur Gruppe der Indomalaiischen Form gezählt.
Die Grundfärbung ist wie ein verwaschenes blau, blaugrau mit gelben, weissgelben flecken, die Netzförmig angelegt sind. Der letzte Teil besitzt dunkle Lateralstreifen und einem hellen Vertebralstreifen. Die Unterseite ist einfarbig weisslich bis cremig.
Sie besitzt 276 bis 293 Ventralia, 91 bis 103 Subcaudalia, 25 Dorsalia, 9 Subralabialia wobei der 4. und 5. oder 5. und 6. das Auge berühren.
Länge: 160 bis 180 cm.
Lebensraum
Bisher wurden Exemplare in den Berggebieten Dawna (Tanen Taunggyi) und der angrenzenden Bilauktaung-Gebirgskette von Thailand, Vietnam und Birma entdeckt.
Die Thailändischen Funde liegen in den Provinzen Mae Hong Son und Phetchaburi (Kaen Krachan Dam). Alle Fundorte liegen zwischen 600 und 1000 m ü.M.
Über die Fortplanzung in der Natur liegen keine Informationen vor.
Sie gehört zu den Dschungelbewohner und braucht eine höhere Luftfeuchtigkeit. Als sehr guter Kletterer gehören auch Vögel und deren Eier zum Speiseplan.
Haltung und Zucht
Diese wunderschöne Natter sollte man in einem geräumigen Terrarium mit genügend Klettermöglichkeiten halten. Als Bodengrund verwenden wir Torfersatz der das Wasser gut Speichert. Versteckmöglichkeiten und ein grösseres Wasserbecken sollten nicht fehlen. Ich habe in der Höhe eine 40 Watt Glühbirne montiert, dessen Wärme gerne zum Aufwärmen benützt wird. Im oberen Bereich des Terrariums sind Tagestemperaturen zwischen 28 und 30° C, und im unteren Bereich zwischen 25 und 26° C. In der Nacht gehen sie auf 22 bis 24° C hinunter.
Eine Überwinterung entfällt. Ich gebe meinen Tieren jedoch eine Winterruhe (einzeln in Boxen) von ca. 2 Monaten bei ca. 20° C. Ende Februar kommen sie wieder ins Terrarium. Im Jahr 2002, als das Männchen geschlechtsreif wurde, ging es mit der Paarung gleich nach der Winterruhe los. Ende April habe ich eine Box mit feuchter Erde für die Eiablage ins Terrarium gestellt. Am 07.05.02 konnte ich zuschauen, wie das Weibchen 9 Eier in der Box legte. Auch durch meine Störung lies sie sich nicht aus der Ruhe bringen.
Ich habe am nächsten Tag die Eier in einen Brutkasten gelegt, und bei 27 bis 29° C ausgebrütet. Die Luftfeuchtigkeit war zwischen 70 und 90%.
Am 04.07.02 schaute das erste Jungtier aus dem Ei. Alle 9 Jungen schlüpften bis am 08.07.02 gesund und munter. Das Interessante war, dass alle schon in der Häutung waren. Drei Tage nach dem Schlüpfen hat sich jede schon gehäutet.
Nach 10 Tagen gab ich ihnen je ein nacktes Mäuschen, das sie auch gleich gierig gefressen haben. Die weitere Aufzucht stellte keine Probleme dar. Als Jungtier noch gerne etwas bissig werden sie mit dem Alter sehr Ruhig und zahm.
Nachzuchten
Nachzuchten vom 08. / 09.08.03
Am 28.12.02 durften sie einzeln in Boxen ihre Winterruhe antreten. Bei ca. 20° C blieben sie bis am 03.03.03. Einen Monat später, am 03. und 04.04.03 beobachtete ich die Paarungen. Die Eiablage erfolgte am 08.06.03 in der Schlupfbox. Die Jungen, die am 08. und 09.08.03 alle geschlüpft sind, waren zwischen 18- und 22 Gramm schwer, und hatten eine Länge zwischen 46- und 52 cm.
Bis am 20.08.03 haben sich alle gehäutet. Ihre erste Nahrung bekamen sie am 26.08.03, die auch sogleich von allen dankbar angenommen wurde.
Nachzuchten 2005
Von den neun Eiern die am 04.06.2005 Gelegt wurden sind zwischen dem 30.07. und 01.08.05 6 Jungtiere geschlüpft. 3 Junge sind Entwickelt, konnten jedoch aus welchem Grund auch immer, nicht Schlüpfen.Die Geschlechtsverteilung war genau 3.3, Zwischen 14 und 15gramm schwer und zwischen 36 und 39cm lang waren die Jungen. Am 10.08.05 haben sich alle gehäutet.
Nachzuchten 2007
Am 19.05.07 hat das Weibchen 12 schöne grosse Eier Gelegt. Die 7.4 babys, eines konnte nicht Schlüpfen, sind zwischen dem 16.07. und 18.07.07 auf die Welt gekommen und haben sich bis am 30.07.07 zum ersten mal gehäutet. Das erste Futter welches aus grösseren frischgeborenen Mäusen bestanden hat, wurde von allen anstandslos gefressen.