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Lutherkirche Konstanz
Die Lutherkirche von 1887, die durch Umbauten aus den 1950er und 1980er Jahren stark verändert wurde, sollte umfassend saniert und neu gestaltet werden. Dafür wurde ein integrativer Ansatz gewählt, bei dem die neuen Teile mit den Spuren der Originalfassung, Teilen der 1950er und sogar einigen Fragmenten der 1980er Jahre zu einem neuen Ganzen, einem harmonischen Kirchenraum verschmelzen.
Das Programm sah vor, dass die Gemeinderäume der Kirchgemeinde, etwa in einer eingestellten Box wie bei den rangierten Projekten, direkt in den Kirchenraum integriert werden sollten – eine Anforderung, die zu erfüllen uns aus architektonischen und denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich war. Unser Vorschlag ordnet die Gemeinderäume deshalb unter dem Kirchenvorplatz an und manifestiert sich zur Stadt mit zwei Pavillons, welche die Kirche flankieren und ein Café sowie die Erschliessung aufnehmen. So würde dem sakralen Raum der historischen Kirche angemessen Respekt gezollt, ohne auf eine direkte Anbindung der Gemeinderäume verzichten zu müssen.
Das Projekte wurde mit einem Ankauf ausgezeichnet. («Der Verfasser entwickelt eine sehr konsequente Idee, die auf hohem baukünstlerischen Niveau vorgetragen wird … Lediglich die Entscheidung, die Versammlungsräume der Kirchengemeinde im Stadtboden zu versenken, erzeugt bei allem architektonischen Anspruch eine Sorge um die notwendige Akzeptanz der Nutzer.»)
Wettbewerb im kooperativen Verfahren
- Ankauf
- Mitarbeitende: C.Gartmann