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Das heraufbeschworene Achtelfinalduell zwischen Wawrinka, dem Roland-Garros-Sieger von 2015, und Dominic Thiem, dem Finalisten der letzten beiden Jahre und US-Open-Sieger von 2020, ist damit geplatzt. Schweizer sind nun sowohl im Turnier der Männer als auch der Frauen keine mehr vertreten.
Nach zwei überzeugenden Auftritten zum Auftakt hatte Wawrinka gegen den laufstarken Gaston zu beissen. Bei schwierigen Verhältnissen mit phasenweise Nieselregen und wieder tieferen Temperaturen um 13 Grad schlichen sich vermehrt leichte Fehler in sein Spiel ein und leistete sich der Schweizer wie in der Runde zuvor gegen Dominik Koepfer einen Durchhänger, der diesmal aber länger anhielt. Nach gewonnenem erstem Satz bei noch trockenen Verhältnissen gelang es Wawrinka über weite Strecken nicht mehr, die Ballwechsel gegen den jungen Linkshänder wie gewünscht zu diktieren.
Der 1,73 m kleine und überaus laufstarke Gaston, der erst sein zweites Grand-Slam-Turnier bestreitet, spielte aber auch gross auf. Immer wieder durchbrach er mit Stoppbällen und variablem Spiel Wawrinkas Rhythmus. Auch die Bedingungen machten Wawrinkas Aufgabe kompliziert. Konnte er anfangs oft mit seinem Service punkten, wurde er dieser Waffe durch die schwer gewordenen Bälle beraubt.
Gaston, der als letzter verbliebener von 18 Franzosen im Männer-Tableau zum Hoffnungsträger des Gastgeberlandes avancierte, ist der am tiefsten klassierte Spieler in den Achtelfinals von Roland-Garros seit 18 Jahren.