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Die Behauptung man hätte Ketamin im Wert von fast einer Milliarde US-Dollar beschlagnahmt, habe sich als ein «Missverständnis» herausgestellt, meldet Thailands Justizminister Somsak Thepsuthin.
Laborteste haben ergeben, dass es sich bei der Substanz um Natriumphosphat handelt – ein Wirkstoff, der üblicherweise als Reinigungsmittel genutzt wird.
Die Substanz wurde Mitte November beschlagnahmt und als Thailands grössten Ketamin-Fund bezeichnet.
Ketamin wird häufig als Anästhetikum verwendet, wird aber aufgrund seiner halluzinogenen Wirkung auch als «Partydroge» angesehen. Natriumphosphat hingegen eignet sich als Zusatz in Waschmitteln und ist in der EU auch als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.
Es sei ein Missverständnis, welche sie akzeptieren müssen, sagte Somsak Thesuthin gegenüber der Bangkok Post und fügte an, dass es sich um einen technischen Fehler gehandelt habe.
Die Verwechslung hat bei ersten Tests stattgefunden. Diese verfärben sich im Kontakt mit Ketamin Hydrochlorid violett, reagieren allerdings genauso auf Natriumphosphat. Als die Substanz später im Labor des Betäubungsmittelkontrollausschusses (ONCB) erneut getestet wurde, stellte sich der Inhalt von mindestens 66 Säcken als Waschmittel-Zusatz heraus.
Gemäss Reuters wurden am 12. November insgesamt 475 solche Säcke mit einem Gesamtgewicht von 11.5 Tonnen beschlagnahmt.
Da hat sich Somsak Thepsuthin wohl zu früh gefreut:
Die restlichen Säcke werden noch weiter getestet – das Resultat wird noch diese Woche erwartet.