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21. April - Hl. Konrad von Parzham
Johann wurde als elftes von zwölf Kindern der Bauern Bartholomäus und Gertrud Birndorfer auf dem Venus-Hof im Weiler Parzham geboren. Er war von klein auf ein ausgesprochen frommer Mensch. Im Alter von 14 Jahren verlor er seine Mutter, zwei Jahre später seinen Vater.
Er wollte in ein Kloster eintreten, allerdings war es nicht leicht für ihn, Aufnahme zu finden: immer wieder wurde er abgelehnt und so musste er den Wunsch aufgeben, Priester zu werden und arbeitete als Knecht auf dem elterlichen Hof.
Erst im Alter von 31 Jahren fand Johann 1850 Aufnahme im Kapuzinerkloster St. Anna - dem heute nach ihm benannten Kloster St. Konrad - in Altötting mit dem Ordensnamen Konrad und ab 1852 seinen Platz fürs Leben an der Klosterpforte.
41 Jahre lang wirkte Bruder Konrad an der Pforte, wo er mit Tausenden von Wallfahrern zu tun hatte, die mit vielerlei Anliegen und Bitten zu ihm kamen. Aber auch Handwerksburschen und Kinder aus armen Altöttinger Familien kamen bettelnd an die Pforte, keines von ihnen ging leer aus.
Konrads Name und Ruf drang weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Trotz seines 18-Stunden-Tages an der Pforte blieb aber das Gebet der Mittelpunkt seines Lebens: stundenlang und nächtelang, jede freie Minute nutzend, betete er.
Zugleich hatte Konrad ein außerordentliches Verlangen nach dem Empfang der Eucharistie. Im Kloster war es üblich, zwei- bis dreimal wöchentlich die Kommunion zu empfangen, doch Konrads Verlangen war so übermächtig, dass ihm die tägliche Kommunion erlaubt wurde, die er frühmorgens empfing, um bei den anderen kein Aufsehen zu machen. Auch die Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu und Mariens waren ihm ein Anliegen.
Im Alter von mehr als 75 Jahren konnte er seinen Dienst wegen der Beschwerden des Alters nicht mehr verrichten, aber noch in der Stunde seines Todes raffte er sich von seinem Lager auf und wollte zur Tür gehen, da er glaubte, dass der stellvertretende Pförtner die Glocke überhört habe. Dabei brach er zusammen - bis zu seinem Tod einige Tage später sprach er kein einziges Wort mehr.
In der Kirche des Klosters in Altötting fand Konrad seine letzte Ruhestätte, sie wurde 1953 in Bruder-Konrad-Kirche umbenannt. In Konrads Elternhaus in Parzham kann man sein Geburtszimmer und ein Museum in einem Nebengebäude besichtigen.
Konrad wurde am 15. Juni 1930 von Papst Pius XI. selig- und am 20. Mai 1934 von demselben Papst heiliggesprochen.