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Seit 500 Jahren kämpfen die Mundurukú um ihr Land. Eine offizielle Anerkennung ihres gesamten angestammten Gebietes kann sie und den Regenwald vor der Zerstörung bewahren.
Die Mundurukú des Mittleren Tapajós leben in einer äusserst spannungsgeladenen Region, die durch so viele verschiedene Interessenskonflikte geprägt ist, wie kaum eine andere. Sie kämpfen gegen den illegalen Goldabbau, illegale Holzfäller, das Vordringen der Agrarindustrie und gegen riesige Energie- und Infrastrukturprojekte wie Staudämme oder Eisenbahnschienen, die ohne ihr Einverständnis und mit massivem Schaden für die Umwelt und ihren Lebensraum gebaut werden.
Deshalb ergreifen indigene Völker wie die Mundurukú selbst die Initiative, um den Regenwald vor weiteren Eindringlingen zu schützen: Mithilfe der Selbstdemarkierung überwachen, patrouillieren und kennzeichnen sie in regelmässigen Abständen ihr Land. Mit der Selbstdemarkierung generieren sie aber auch wichtige Daten um langfristig bei den Behörden die ihnen zustehenden Landtitel einzufordern.
Die Indigenen-Gebiete spielen eine unglaublich wichtige Rolle für den Erhalt des Regenwaldes. Heute befindet sich ein Grossteil des intakten Regenwaldes in Indigenen-Territorien oder Naturschutzgebieten.
Die Mundurukú des Mittleren Tapajós sind seit mehreren Jahren dabei, ihr Territorium, die «Terra Indígena Sawre Muybu» selber zu demarkieren. Zur Demarkierung brechen ein bis zwei Dutzend Stammesmitglieder für jeweils zwei Wochen auf und dringen tief in den Urwald ein. Dort schlagen sie einen Pfad entlang der Grenze ihres traditionell genutzten Gebietes, stellen Schilder an Jagd-, Sammel-, Anbau- und Kultorten auf und markieren die Grenzbäume mit Farbe. Die Daten der Standorte halten sie mit GPS fest, um so ihr gesamtes Territorium zu erfassen und stetig zu überwachen.
Indigene Völker sind die letzten Bewahrer des Regenwaldes
Dieses Jahr haben die Mundurukú es geschafft, die Grenzen ihres Territoriums vollständig zu markieren und den formellen Anerkennungsprozess bei den Behörden einzuleiten. Jedoch kann dieser Prozess noch Jahre andauern – insbesondere in der aktuellen Corona-Krise handeln Behörden noch langsamer. Solange das Gebiet nicht offiziell anerkannt ist, dringen mehr illegale Goldwäscher und Holzfäller ins Gebiet ein und auch Konzerne nutzen die Trägheit der Behörden, um ihre Mega-Intrastrukturprojekte voranzutreiben, bevor das Gebiet anerkannt wird. Deshalb müssen die Mundurukú jährlich mehrmals die Grenze überprüfen und ggfb. auch neu Markierungen setzen.
Den Mundurukú fehlt das nötige Geld für die konstante Überwachung und Instandhaltung der Grenzmarkierung. Denn sie leben wie viele indigene Völker hauptsächlich von der Tauschwirtschaft und verfügen kaum über Geld.
Unterstützen Sie die Mundurukú bei der Einforderung ihrer Landrechte
Den Mindestbeitrag von 5’000 Franken haben wir dank zahlreicher Unterstützung geschafft! Die Mundurukú können nächstes Jahr die Demarkierungsarbeit garantiert weiterführen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung!
Auch wenn das Minimalziel erreicht ist, machen wir bis zum Ende der Aktion am 20. Dezember 2020 engagiert weiter. Denn jeder zusätzliche Beitrag kommt den Mundurukú und ihrem Kampf um ihre Landrechte zugute. Unterstützen Sie die Mundurukú, damit sie auch in Zukunft im Einklang mit der Natur leben und den Regenwald schützen zu können:
- Mit 40 Franken für 8 Schutzplanen für Land-Markierungsarbeiten im Regenwald.
- Mit 60 Franken für drei Paar wasserfeste Arbeitsstiefel.
- Mit 300 Franken für ein GPS-Gerät, um die Grenzen der Stammesgebiete offiziell zu erfassen.
Herzlichen Dank, dass Sie mit Ihrem Beitrag dabei helfen, den Lebensraum von Indigenen im Amazonas zu bewahren!
Als kleines Dankeschön für Ihren Beitrag erhalten Sie einen schönen Bildschirmschoner aus unserem Bilderarchiv!