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26.02.2011 – Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat in Absprache mit den ägyptischen und tunesischen Behörden je ein Team der Humanitären Hilfe an die ägyptische und tunesische Grenze zu Libyen geschickt. Sie sollen u.a. die Bedürfnisse vor Ort abklären und erste Sofortmassnahmen einleiten.
Zahlreiche Menschen, die vor den Unruhen und Gewalttätigkeiten in Libyen geflüchtet sind, kommen erschöpft in Ägypten oder Tunesien an und brauchen Unterstützung. Die Schweiz will einen Beitrag zur Linderung der Not leisten.
Am Wochenende erreichen zwei Soforteinsatzteams (SET) Ägypten und Tunesien. Sie bestehen aus vier respektive zwei Mitgliedern des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) und werden an den Grenzen zu Libyen eingesetzt. Ihr Auftrag ist, die Bedürfnisse vor Ort zu klären, in Zusammenarbeit mit Behörden und Partnerorganisationen erste Sofortmassnahmen einzuleiten und Transportkanäle und Verteilstrukturen für humanitären Hilfsgütern zu prüfen.
Die humanitäre Lage in Libyen und den Grenzregionen ist prekär, in ihrer Gesamtheit derzeit aber noch schwierig abzuschätzen. Zusätzlich zum SET hat das EDA je einen SKH-Spezialisten zur Verstärkung der Schweizer Botschaften in Tunis und in Kairo entsandt. Sie sollen über die humanitären Bedürfnisse berichten, mögliche Pisten für die humanitäre Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen abklären und die Koordination mit andern Gebern sicherstellen.
Das EDA hat darüber hinaus entschieden, die Aktivitäten des IKRK im Bereich der medizinischen Nothilfe rund um die Ereignisse in Libyen mit einem Beitrag von 500‘000 CHF zu unterstützen. Abklärungen der Humanitären Hilfe über die Finanzierung von weiteren Nothilfeaktionen multilateraler Partner sind im Gang.