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Milchverarbeiter erhöhten entgegen ihrer Versprechen die Milchpreise nur minimal und führten gleichzeitig höhere Abzüge ein, kritisiert der SBV in einer Medienmitteilung. Diese liessen den effektiv bezahlten Preis für Molkereimilch für die Bauernfamilien zum Teil sogar sinken.
Im Zusammenhang mit dem Begehren 1000 Tonnen Butter zur Aufrechterhaltung der Versorgung zu importieren, versprachen die Milchabnehmer gemäss SBV eine Erhöhung des Produzentenpreises um 0,6 bis 1 Rappen pro Kilo Molkereimilch. Jetzt zeige sich, dass alles nur Schall und Rauch gewesen sei. Die Kreativität bei den Abzügen scheine unbegrenzt.
Obwohl während dem Corona-Lockdown die Absätze von Milch und Milchprodukten im Schweizer Detailhandel sehr gut gewesen seien, würden bei den Produzenten die Anteile im besser bezahlten A-Segment nicht steigen, heisst es weiter. Vielmehr lägen diese sogar substanziell unter dem Vorjahr.
Die Befürchtungen des SBV im Kontext der Butterimport-Diskussionen hätten sich voll und ganz bestätigt. Der Bauernverband fordert die Verarbeiter auf, sich wie faire Marktpartner zu verhalten, deutlich bessere Milchpreise zu bezahlen, die Lücke zu den Richtpreisen endlich zu schliessen und die Erhöhung der Preisabzüge per sofort zurückzunehmen.