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Der Richter und sein Henker
BRD/Italien 1975, 92', Digital HD, D. Regie Maximilian Schell. Drehbuch Maximilian Schell, Bo Goldman, Friedrich Dürrenmatt. Mit Martin Ritt, Jon Voight, Jacqueline Bisset, Robert Shaw, Helmut Qualtinger, Donald Sutherland, Friedrich Dürrenmatt.
«Einem todkranken Kriminalkommissar gelingt es nach Jahren, seinen zum Verbrecher gewordenen einflussreichen Jugendfreund mit geschickt konstruierten Beweisen zur Strecke zu bringen - für einen Mord, den er nicht begangen hat. Psychologischer Kriminalfilm nach einem Roman von Dürrenmatt. Eine Reflexion über Gut und Böse; fesselnd, wenn auch nicht ohne Effekthascherei inszeniert, mit hervorragenden Darstellern.» (Lexikon des Internationalen Films)
«Maximilian Schell hält sich zwar an die Grundlinien der literarischen Vorlage, aber an vielen Stellen weicht er mehr oder weniger stark davon ab, und einige Szenen sind völlig neu hinzugekommen. Dabei ist es verständlich, dass Schell nicht nur den in Istanbul ermordeten deutschen Kaufmann durch eine junge Frau ersetzte, sondern auch die Rolle Annas stark ausbaute, denn die Kinobesucher wollten nicht eineinhalb Stunden lang bloss Männer sehen. Es sind jedoch gerade die zu diesem Zweck eingefügten Szenen, die gegenüber denen aus dem Roman abfallen, während andere Modifikationen und Ergänzungen durchaus gelungen sind. Den Schriftsteller mit Friedrich Dürrenmatt zu besetzen, war eine hervorragende Idee, denn es ist unverkennbar, wen der Romanautor in der selbstironischen Szene meinte und er spielt die Filmrolle verblüffend gut.» (Dieter Wunderlich)