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Die durch Melchior Berri im 19. JH erbaute Orangerie im klassizistischen Stil besticht durch klare Volumen und harmonische Proportionen. 2014 wird der Bau umfassend saniert. Die Bauherrschaft lädt vier Kunstschaffende ein, einen Entwurf für die neue Verglasung der beiden Gewächshäuser auszuarbeiten.
Die zehn Glasfenster der beiden Gewächshäuser wurden einst mit Holzlatten-Rollläden, später nach deren Defekt mit Bastmatten als Sonnenschutz bedeckt. Die horizontale Musterung dieser Schattenbilder ist die Grundlage der Fenstergestaltung. Das Streifenmuster wird in der künstlerischen Gestaltung «Schattenkanon» mittels Bast- und Schilfrohrmatten auf die Scheiben sandgestrahlt. Das Resultat ähnelt einem Fotogramm. Das Prinzip des Wachsens wird in der progressiven Unterteilung der zehn Fenster, fünf pro Gebäudeflügel, aufgegriffen.