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Liebesfilm. Indien. Hindi
Alternativer Titel -
Regie Babbar Subhash
Drehbuch Babbar Subhash
Produktion Babbar Subhash
Songs Bappi Lahiri
Kamera Radhu Karmakar
Choreografie Vijay-Oscar
Darsteller Aamir Khan, Juhi Chawla, Gulshan Grover, Dalip Tahil, Raza Murad, Om Shivpuri
Länge 146 Min.
Kinostart 1989
Box office classification -
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 12
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.|
© Text Marco,
molodezhnaja 22.1.07
© Bilder Shemaroo, Screenshots molodezhnaja
STORY
Amit (Aamir Khan) ist der Sohn des Taxifahrers Mr. Varma (Dalip Tahil), der nach dem Tod seiner ersten Frau neu geheiratet hat. Obwohl es zwischen dem College-Studenten Amit und seiner Stiefmutter oft kracht, ist er ein glücklicher junger Mann. Eines Tages gerät er an der Schule an den schmierigen Vicky (Gulshan Grover), der mit seiner Gang das Gelände unsicher macht. Vicky ist der Sohn von Sudhirbhai (Raza Murad), dem grössten Gangsterboss der Stadt, daher kann er sich alles erlauben. Amit lässt sich nicht einschüchtern - und genau das fasziniert Vickys Freundin Reema (Juhi Chawla). Obwohl sie Vicky versprochen ist und ihr Vater Mr. Goswami (Om Shivpuri) mit Sudhirbhai Geschäfte macht, verliebt sie sich in Amit. Das weckt Vickys Zorn.
REVIEW
B. Subhash, der Mann hinter mehr oder weniger gehobenem Trash wie Disco Dancer, Tarzan oder Commando, profitierte 1989 ganz vom kometenhaften Aufstieg Aamir Khans: Der Jungstar trat 1988 im Liebesfilm Qayamat Se Qayamat Tak auf und knüpfte erfolgreich an Liebesfilme wie Bobby und (den im Film auch zitierten) Love Story an, in denen Held und Heldin sich gegen den Willen ihrer Verwandtschaft zusammentun, was nicht selten auch Gewalt mit sich bringt. Subhashs "Love Love Love" ist denn auch ein typischer Verterter einer solchen "violent love story", die Aamir mit seiner "Qayamat"-Partnerin Juhi Chawla zusammenbringt und kaum eine Unze Originalität an seinem Körper hat: Der Plot ist vorhersehbar, die Musik geklaut. Doch wie bei so vielen Subhash-Filmen kommt immerhin der Spass nicht zu kurz.
Zum einen, weil "Love Love Love" trotz seiner Romantik-Ausrichtung noch im Masala-Kino verwurzelt ist und neben Herzschmerz auch für Prügeleien, Humor und Musik sorgt. Die Goldenen Masala-70er sind vorbei, ebenso die actionlastigeren Masala-80er, das merkt man, denn der Film bleibt in Sachen Wildheit hinter den Exzessen der letzten Jahrzehnte zurück - doch immer wieder blitzt etwas Irrsinn und Schalk auf. Etwa in der Zeichnung des schmierigen Bösewichts Vicky, köstlich übertrieben gespielt vom jungen Gulshan Grover. Überhaupt sind die Bösewichter in ihrer Sturheit sehenswert, so etwa Raza Murad, der schon früh klar macht, aus welchem Holz er geschnitten ist, als er einen süssen Wellensittich mit seinem Tennisschläger killt. Da besteht kein Zweifel: Den muss man hassen.
Auf der anderen Seite Aamir, unschuldige 24 Jahre jung und einfach lieb. Wenn die bösen Jungs sein Fahrrad zertrümmern, leidet man mit ihm, selbst wenn B. Subhash die Angewohnheit hat, jede solche Jetzt-zeigen-wirs-dem-Butschen-Szene viel zu lange auszukosten (den Film könnte man spielend um eine halbe Stunde straffen). Juhi bleibt etwas zurück, liefert mit ihrem energievollen Spiel aber allemal gute Unterstützung. Für Dalip Tahil bleibt die undankbare Rolle des netten Papas, die er aber souverän ausfüllt, und Om Shivpuri gibt nicht minder solide Juhis Erzeuger.
Wenn ich aber schon B. Subhash einen Vorwurf daraus gemacht habe, wenig Originalität in seinen Film zu bringen, so muss dieselbe Kritik auch an Bappi Lahiri gehen. Ich frage mich ja, ob der Komponist je in seinem Leben ein Stück wirklich selber komponiert hat. Bei "Love Love Love" spielt er mal Modern Talking ein, streut Pet-Shop-Boys-Melodien in seine Songs und leiert mal wieder den Star-Wars-Soundtrack als Hintergrundmusik rauf und runter. Letzteres kennt man von ihm spätestens seit Commando, doch hier tut er es besonders uninspiriert. Da hat er einen der besten Soundtracks der Filmgeschichte vor sich und anstatt die Melodie der jeweiligen Szene, die gerade abläuft, anzupassen, drückt er einfach mal Play und spielt, was ansteht. Kein Wunder passt überhaupt nichts zusammen und John Williams' geniale Kompositionen wirken eher wie lärmige Hintergrundsgeräusche. Peinlich.
Und doch irgendwie cool, mit welcher Schamlosigkeit Lahiri vorgeht. Kombiniert mit Subhashs trashiger Inszenierung und den guten Stars ergibt dies einen durchaus unterhaltsamen Film, besser geeignet für Neugierige, die sehen wollen, was Lahiri und Subhash diesmal alles geklaut haben. Straffen könnte man den Film ohne Probleme, es ginge nichts von Gewicht verloren - doch auch mit aufgeblasenen 141 Minuten bietet "Love Love Love" meistens was zu sehen und hören. Seien es die flotten Lieder, Aamirs Spiel oder eben "Star Wars"-Töne.
MEINE DVD
Shemaroo (IND), Code 0, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Hindi 5.1 mit englischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * * (Manchmal recht scharfes, aber oft zerkratztes Letterboxed-Bild).
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