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«Keltische Musik» ist die Bezeichnung für eine breite Gruppierung von Musikgenres, die sich aus den Volksmusiktraditionen der keltischen Völker entwickelt haben. Offiziell umfassen diese musikalische Traditionen Irland, Schottland, die Insel Man, Cornwall/Devon, Wales, die Bretagne, Asturien und Galizien. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch dieser Art Volksmusik verbreitet und in neue Richtungen entwickelt. Insbesondere auf dem europäischen Kontinent sollte deshalb die Definition erweitert werden.
Die Leute haben traditionelle irische und schottische Musik, inklusiv den Tanz, mit Begeisterung begrüsst. Die irische Volksmusik war somit in viele Ländern des Kontinents die häufigste gespielte keltische Musik, mit z.B. Keltic Scent aus der Schweiz, The Skelligs aus Kroatien, Rún und Ghurt-yo-Ghurt aus der Ukraine, Céol Tire aus Tschechien, Noreia Fusion aus Slowenien, Orthodox Celts aus Serbien, Rhiannon Celtic Band aus Österreich, sowie Irisch Five, Arnwil und Wooden Legs aus Italien. Es hat natürlich auch mit der fröhlichen Stimmung in den irischen Pubs zu tun. Dabei handelt sich vor allem um Geigen, Flöten und manchmal Tanz. Schottische Volksmusik mit dem obligaten Dudelsack ist seltener; Bohemian Bards aus Tschechien und Rota Temporis aus Italien sind die prominenteste Beispiele.
Eine eigene keltische Volksmusik gibt es in der Bretagne, in Asturien und Galizien, mit u.a. Jordi Savall, Carlos Nuñez, Llan de Cubel, Ialma und Susana Selvane. In Spanien – im Land der Celtiberer - sind mehrere Feste organisiert, u.a. der Festival Intercéltico de Avilés (Asturien), der Folixa na Primavera (Mieres, Asturien), der Ortigueira's Festival of Celtic World (Galizien), der Festival Internacional do Mundo Celta de Ortigueira (Galizie), der Festival Celta Internacional Reino de León und der Festival Internacional de Música Celta de Collado Villalba.
Obwohl die Einwohner der Bretagne in der Vergangenheit oft lächerlich gemacht und diskriminiert wurden, hat die bretonische Musik jetzt die Herzen der Franzosen erobert. Es war den Verdienst ältere Künstler wie Allan Stivell, Veronique Audret, Jean-Michel Caradec, Gilles Servat, Louis Cappart oder der Gruppe Tri Yann, aber auch jüngere Leute wie Cécile Corbel oder Gwennyn; vor nicht so lange Zeit war Nolwenn LeRoy zweifellos am Durchbruch der bretonischer Musik in Frankreich stark beteiligt. Jedes Jahr gibt es ein internationales keltisches Festival in Lorient. In der Bretagne gibt es noch andere Feste, u.a. Brandivy (Breizh-Kernow Festival / Bretagne-Cornwall Festival), Cornouaille (Quimper) und del Kan ar Bobl (Lorient). In Frankreich sind u.a. organisiert das Festival der Euroceltes (Strasbourg), Celtes Espaces (Argenteuil), Gévaudan (Grèzes, Lozère) und les Nuits Celtiques (Stade de France, Paris).
In Italien finden auch zahlreiche Festivals statt, vor allem im Nordosten der Halbinsel, wo sich die Boiern und Senonen niedergelassen hatten: Montelago Celtic Night (Colfiorito, Macerata), Monterenzio Celtica, I Fuochi di Taranis (Monterenzio, Bologne), Abruzzo Irish Festival (Notaresco, Teramo), Bundan Celtic Festival, (Stellata, Ferrara), et Montelago Celtic Festival, (Piana di Colfiorito). Andere Feste sind in Veneto und Triest organisiert: Celtival (Treviso), Brintaal Celtic Folk (Vicenza) und Triskell Celtic Festival (Triest). Schliesslich findet in Courmayeur im Aostatal ein Celtica-Festival statt.
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