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Keti hat's geschafft und ist heute eine erfolgreiche Geschäftsfrau.
Text: Thomas Kalytta, International Programmes Manager, South Asia Pacific, World Vision Schweiz und Liechtenstein
Keti ist eine fürsorgliche Mutter von zwei Kindern und eine erfolgreiche Unternehmerin. Allerdings war dieser Weg für sie nicht so einfach: «Ich habe unzählige Tage der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung durchlebt und mich gefragt, ob eine alleinerziehende Mutter diese Schwierigkeiten bewältigen kann. Ich wurde von der Liebe zu meinen Kindern getragen, und das gab mir die Kraft und die Motivation, weiterzumachen», so Keti. Die frühe Mutterschaft, der Eifer, zu studieren, die harten familiären Bedingungen, das Aufziehen der Kinder und die intensive Arbeit für ihr Wohlergehen waren grosse Herausforderungen für die junge Frau.
Unterstützung – emotional, psychologisch und finanziell
Keti und ihre Familie standen vor vielen Herausforderungen − sie brauchten in dieser schwierigen Zeit Unterstützung. Aufgrund des schweren emotionalen Hintergrunds benötigten sie alle auch psychologische Hilfe. Im World Vision Ultra Poor Graduation (UPG) / Home Visiting Programm fand sie Unterstützung. Darüber hinaus analysierte die Organisation die Lebensgrundlagen und das wirtschaftliche Wohlergehen der Familie, und sie erhielt angemessene finanzielle Unterstützung.
Die Covid-19-Pandemie wirkte sich aufs Wohlergehen ihrer Kinder aus. Für Keti war es wichtig, einen kontinuierlichen Lernprozess sicherzustellen. Zuhause hatten sie keinen Zugang zu Computern, aber in der Schule wurde ihnen ein Raum zum Lernen zur Verfügung gestellt. Diese Initiative wurde auch vom Imereti Development Center, dem Kutaisi Educational Resource Center und der Verwaltung der öffentlichen Schule Nr. 14 in Kutaisi unterstützt.
Herausforderungen in Chancen verwandeln
Keti erkannte, dass sie nicht allein war und dass viele Menschen um sie herum versuchten, ihr zu helfen. Sie beschloss, die Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und sich voll und ganz für Arbeit, Bildung und Entwicklung einzusetzen. Keti eignete sich die notwendigen Fertigkeiten an, indem sie zunächst Schneide- und Nähkurse belegte. Dann lernte sie, mit Polymerton zu arbeiten, um ein zusätzliches Einkommen zu erzielen – vor allem aber, um an sich selbst zu glauben. Bald erkannte sie, dass dies ihr neuer Beruf und der erste Schritt zum Erfolg war.
Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten erkennen
Heute arbeitet Keti mit Polymerton, aus dem sie handgefertigte Gegenstände und Schmuck herstellt, dekorative, bemalte Tassen, Haarnadeln, Ohrringe, Halsketten und Broschen. Um Keti zu unterstützen, kaufte das Imereti Development Center ihr Ton, eine Zusatzausrüstung sowie einen elektrischen Brennofen zum Brennen von Ton.
Keti verkauft ihr Kunsthandwerk nicht nur auf dem lokalen Markt. Mit Hilfe von Freunden brachte sie die Waren auch auf den europäischen Markt und laufend erhält sie neue Aufträge.
Ketis komplizierte Vergangenheit hat sie nicht daran gehindert, eine aktive Frau zu sein, einen Lieblingsjob zu finden, wichtige Schritte zu unternehmen und furchtlos auf ihr Ziel zuzugehen. Sie ist ständig auf der Suche nach geschäftlichen Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten. Sie bleibt nicht stehen, sondern nimmt aktiv auch an Ausstellungen teil und setzt ihre Arbeit um. Neben der beruflichen Entwicklung schafft es Keti auch zu studieren. Sie hat sich an der theologischen Akademie Gelati eingeschrieben und studiert dort christliche Kunst. «Ich bin allen Menschen, die meine schwierige Situation ertragen, mir geholfen, mich ermutigt und mir Hoffnung für die Zukunft gegeben haben, unendlich dankbar», sagt sie. «Ich habe Glück gehabt. Ich weiss, dass es viele Frauen in meiner Situation gibt, und ich möchte sie ermutigen ̶ geben Sie niemals auf, wenn es um Ihr Glück und das Ihrer Kinder geht. Gehen Sie die Extrameile und gewinnen Sie Ihr Rennen!»