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* 1868 in Horgen, 1951 in Wädenswil, Ehefrau von Emil Rellstab (* 1853), Schwägerin von Elisabeth Rellstab (* 1843).
Bertha Rellstab-Streuli stammte aus einer gutbürgerlichen Horgner Familie. Standesgemäss erhielt sie in einem Pensionat im Welschland eine Ausbildung in Musik, Malerei und Kunsthandwerk. Mit 22 Jahren heiratete sie den 37-jährigen Bauern Emil Rellstab
. Nachdem ihr Mann den elterlichen Betrieb im Leihof übernommen hatte, war sie für den prächtigen Bauerngarten und das Haus zuständig, wo sie ihr grosses Talent für Handarbeiten einbringen konnte. So waren beispielsweise alle Vorhänge im Haus nicht etwa genäht, sondern gestrickt. Allerdings nähte sie auch: Sie sammelte die in Berlin herausgegebene «Illustrierte Wäsche-Zeitung», die Schnittmuster und Stickanleitungen enthielt. In ihrem Nachlass sind die Ausgaben der Jahre 1897 bis 1913 erhalten. Der Erste Weltkrieg führte auch auf dem Leihof zu drastischen Einschränkungen. Während Ehemann Emil Rellstab als Nationalrat sehr oft in Bern weilte, war Sohn Paul als Kavallerist mit seinem Pferd im Dienst. So fehlte nicht nur ein wichtiger Mann, sondern auch das Zugtier. > mehr