Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03577.jsonl.gz/2677

Lymphknotenkrebs oder Lymphdrüsenkrebs ist eine bösartige Erkrankung des Lymphsystems. Hierbei kommt es zu einer sogenannten Entartung der Lymphzellen. Es gibt allerdings unterschiedliche Formen, die in die Kategorien Hodgkin und Non-Hodgkin unterteilt werden, welche zu den malignen (bösartigen) Lymphomen gezählt werden. Non-Hodgkin-Lymphome etwa können sich nicht nur innerhalb, sondern auch ausserhalb des lymphatischen Systems entwickeln. Der Lymphknotenkrebs ist relativ selten. Wird er rechtzeitig erkannt, liegen die Heilungschancen zwischen 70 und 90 Prozent. Bei Kindern, die an Lymphknotenkrebs erkranken, werden die Heilungschancen als sehr gut angesehen. Wenn diese Krankheit nicht behandelt wird, führt sie zum Tod. Neben den Lymphknoten können in fortgeschrittenem Stadium auch andere Organe wie etwa Milz oder Lungen bösartige Veränderungen vorweisen. Auch die Knochen können befallen werden.
Die Symptome sind nicht immer leicht zu deuten, da der Patient sie mitunter gar nicht wahrnimmt oder ihnen keine besondere Bedeutung beimisst. So kommt es zum Beispiel zum Anschwellen der Lymphknoten. Sofern befallen, weisen diese eine gummiähnliche Struktur auf und können nicht mehr so leicht verschoben werden. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Anzeichen, zu denen häufiges Fieber, nächtliches Schwitzen, Müdigkeit, Leistungsschwäche oder starker Juckreiz auf der Haut gehören können. Ungewollter Gewichtsverlust in Verbindung mit Appetitverlust kann ebenfalls ein Vorbote sein. Allerdings sollte man hier zunächst nicht unnötig in Panik verfallen, da all diese Symptome auch bei anderen, wesentlich harmloseren Erkrankungen auftreten können. So können zum Beispiel geschwollene Lymphknoten auch auf einen Infekt im Körper hindeuten. Fieber oder Fieberschübe können so ebenfalls erklärt werden.
Folgende Symptome können mögliche Vorboten von Lymphknotenkrebs sein:
- Leistungsschwäche
- geschwollene Lymphknoten
- Fieberschübe
- Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust
- Juckreiz
- nächtliches Schwitzen
Sollte der Patient einige der genannten Symptome aufweisen, kann er seinen Hausarzt oder einen Facharzt für Onkologie aufsuchen. Teil der Untersuchung ist zum Beispiel die genauere Beurteilung des Gewichtsverlusts. Wurden in den letzten sechs Monaten mehr als zehn Prozent des Körpergewichts verloren? Stellt der Patient geschwollen Lymphknoten am Hals, unter den Achseln oder in der Leiste fest? Schmerzen die Lymphknoten nach dem Genuss von Alkohol? All diese Fragen und deren Antworten können dem Mediziner helfen, eine Diagnose zu stellen.
Ein entscheidender Faktor bei der Diagnose von Lymphknotenkrebs ist aber die Blutuntersuchung. Anhand dieser Untersuchung kann der Arzt Gewissheit bekommen, ob es sich um Lymphknotenkrebs oder um eine andere harmlosere Erkrankung handelt.
Eine Biopsie der Lymphknoten kann ebenfalls bei der Diagnose helfen. Sollte sich der Verdacht durch die Blutuntersuchung erhärten, dann deshalb, weil die veränderten Zellen die übrigen Zellen langsam verdrängen. So kann es zum Beispiel zu einer Anämie (Blutarmut) oder zu einem Mangel an Blutplättchen kommen. Anhand des Blutbilds lässt sich auch ableiten, inwieweit bereits andere Organe in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Wenn zum Beispiel die Niere bereits geschädigt ist, wird man dies im Blutbild erkennen können. Auch hohe Entzündungswerte können einen Hinweis liefern.
Um das Stadium der Erkrankung feststellen zu können, sind auch bildgebende Verfahren wie zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung oder ein CT möglich.
Grundsätzlich kann es nie schaden, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, indem man zum Beispiel auf seine Ernährung achtet, nicht raucht und nicht übermässig viel Alkohol trinkt. Auch regelmässige Bewegung tut der Gesundheit gut. Allerdings kann Lymphknotenkrebs nicht verhindert werden. Anders als der Lungenkrebs, bei dem das Rauchen eine entscheidende Rolle spielt, sind die Gründe für das Entstehen von Lymphknotenkrebs noch nicht hinreichend geklärt.
Beim Lymphknotenkrebs kommt in der Regel eine Chemotherapie zum Einsatz. Bevor man eine Chemotherapie in Angriff nimmt, müssen die Mediziner zunächst einmal feststellen, in welchem Stadium sich der diagnostizierte Krebs befindet. Anhand dieser Feststellung wird dann entschieden, welche Chemotherapie
und wie viele Zyklen angewendet werden. In vielen Fällen bestehen gute Heilungschancen. Massgeblich dafür ist das Stadium, in welchem die Krankheit erkannt wurde. Leider gibt es aber auch Arten des Lymphknotenkrebses, die nicht mehr kuriert werden können. Neben der Chemotherapie besteht aber auch noch die Möglichkeit, die Lymphome aktiv zu überwachen
oder sie mit Hilfe einer Strahlentherapie
zu bekämpfen. Über die Art und Weise der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt.