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Das 'Vier-Säulen-Modell' des Bundes ist breit akzeptiert und gilt als fachliche Grundlage der kantonalen Suchtpolitik.
Die Säule Prävention umfasst vor allem Gesundheitsförderung und Früherkennung. Prävention verhindert das Auftreten von Gesundheitsproblemen (primäre Prävention) oder wirkt darauf hin, dass solche Probleme frühzeitig erkannt(Früherkennung) und behandelt werden (Frühintervention).
Suchtprävention beschäftigt sich mit den vielfältigen Erscheinungsformen von Sucht. Sie hat zum Ziel, Missbrauch von Suchtmitteln und süchtige bzw. suchtbegünstigende oder suchtähnliche Verhaltensweisen zu verhindern. Die Prävention zielt je nach Situation entweder auf das Verhalten des Individuums (Verhaltensprävention, individuelle Prävention) oder auf das Umfeld, in dem gesundheitsschädigendes Verhalten auftritt (Verhältnisprävention, strukturelle Prävention).
Die Säule Therapie umfasst zwar auch die klassische Therapie mit Abstinenzziel, sie setzt aber hauptsächlich auf Behandlungsansätze, die auf einen kontrollierten Umgang mit Suchtmitteln hinarbeiten. Somit sind alle Behandlungsoptionen gemeint, die primär die gesellschaftliche Integration anstreben. Es kann sich dabei sowohl um stationäre, teilstationäre als auch um ambulante Angebote handeln.
Die Säule Schadensminderung richtet sich in erster Linie an das Individuum. Ziel dieser Massnahmen ist , mittels niederschwelliger Angebote – wie beispielsweise Aufenthalts-, Wohn-, und Arbeitsmöglichkeiten bis hin zur "Überlebenshilfe" – den Schaden und die Risiken für die Betroffenen und die Gesellschaft zu minimieren.
Die Säule Repression will mit regulativen (gesetzlichen) Massnahmen die schädlichen Auswirkungen von Suchtmitteln auf das Individuum und die Gesellschaft verhindern oder wenigstens minimieren.