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Der frühere Bürgermeister von Caracas und prominente Oppositionelle Antonio Ledezma ist aus dem Hausarrest geflohen. Er setzte sich ins Nachbarland Kolumbien ab.
Ledezma überquerte am Freitag eine Fussgängerbrücke zwischen dem venezolanischen Bundesstaat Táchira und dem kolumbianischen Department Norte de Santander. Die Einwanderungsbehörde des südamerikanischen Landes bestätigte Ledezmas Einreise.
Seine Flucht sei filmreif gewesen, erzählte der Ex-Bürgermeister später in Kolumbien. Er habe mehr als 30 Kontrollposten der venezolanischen Polizei passieren müssen. Ledezma kündigte an, nach Spanien weiterzureisen. «Jeder Ort ist gut, um für die Freiheit Venezuelas zu kämpfen», sagte er.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro räumte unterdessen ein, dass ihm einer seiner prominentesten Gefangenen entwischt ist. «Ich beglückwünsche Antonio Ledezma. Er soll nicht zurückkommen, er soll dort bleiben. Die Leute in Madrid sollten sich in Acht nehmen. Der Vampir kommt nach Madrid», sagte der Staatschef.
Komplott geplant?
Ledezma war im Februar 2015 abgesetzt und ins Militärgefängnis Ramo Verde gebracht worden. Die Sicherheitskräfte warfen ihm vor, ein Komplott gegen die Regierung des linken Präsidenten Maduro zu schmieden. Nach einer Operation wurde er in den Hausarrest verlegt, um sich besser von dem Eingriff erholen zu können.
Neben dem Oppositionsführer Leopoldo López war Ledezma einer der prominentesten inhaftierten Regierungsgegner des südamerikanischen Landes. Zuletzt hatten mehrere Oppositionelle das Land verlassen, darunter die frühere Generalstaatsanwältin Luisa Ortega und die ehemaligen Bürgermeister Ramón Muchacho und David Smolansky. (sda/dpa)