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Der diesjährige Maturapreis der Theologischen Fakultät zum Thema „Das Christentum und die Religionen“ wird an eine Schülerin des Collège Calvin in Genf verliehen. Die Jury, bestehend aus den Lehrpersonen dieser Fächer sowie des Dekans der Theologischen Fakultät, hat beschlossen, den Preis an
Frau Louise CHAIX zu verleihen.
Die Arbeit hat einen Umfang von 32 Seiten und trägt den folgenden Titel:
Paradoxes des chrétiens d’orient
Es handelt sich um eine sehr gut strukturierte, aufgebaute und dokumentierte Maturarbeit über die Geschichte und Gegenwart der Christen im Nahen Osten.
Nach einer Einführung, in der das zu behandelnde Thema skizziert wird, folgen ein historischer Teil, ein Teil über die aktuelle Situation und die Perspektiven sowie eine Schlussfolgerung, in der die Autorin drei Paradoxien festhält: die Gefahr des vollständigen Verschwindens des Christentums in seinen Ursprungsgebieten; die Ambivalenz des Dhimma-Statuts, da die Christen nach der Aufhebung desselben in den modernen Staaten die Protektion eines Systems verloren haben, das sie zugleich beschützte und in Schach hielt; schliesslich wäre zu wünschen, dass im Nahen Osten wirklich demokratische Staaten entstehen, die allen die Religionsfreiheit garantieren, was zum Paradox führen könnte, dass die christlichen Gemeinden ihre Freiheit gewinnen und zugleich ihre Frömmigkeit verlieren.
Diese Arbeit, für welche zahlreiche Recherchen erfolgreich durchgeführt wurden, zeugt von der grossen Autonomie der Autorin. Sie hat durch den Betreuer die Bestnote sowie eine sehr gute Kritik erhalten. Der Preis ist mit CHF 500.- dotiert und wird Frau Louise Chaix anlässlich der nächsten Diplomfeier der Theologischen Fakultät im Frühjahr 2020 verliehen.