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Der Berner Zoologe Dr. Walter Volz hat Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf mehreren Reisen von Afrika und Asien bis in den Pazifikraum die lokale Fauna besammelt. Bekannt sind Publikationen über die Fische von Sumatra (1903), über die Ostracoden von "Hinterindien, Sumatra. und Java sowie der Hawaii-Inseln" (1906) und eine Publikation über die "Ostracoden von Sumatra, Java, Siam, Sandwich-Inseln und Japan" (1906). Walter Volz starb am 7. April 1907 in Afrika. Kurz zuvor vermachte er in seinem Testament dem Kanton Bern zugunsten des Zoologischen Instituts ein Legat von 2000 Franken, an das er folgende Verpflichtung knüpfte:
"Der Zins von je zwei Jahren ist als Preis zu verwenden für eine Arbeit im Institut, in erster Linie über schweizerische Fauna."
Der Regierungsrat des Kantons Bern erklärte in seiner Sitzung vom 3. Juni 1908 mit Regierungsratsprotokoll Nr. 2772 die Annahme dieses Legats. In der Folge wurde der Preis regelmässig ausgeschrieben und nach Vorschlag oder Selbstbewerbung haben die Professoren des Zoologischen Instituts jeweils die beste Kandidatin oder den besten Kandidaten ausgewählt.
Einige weitere, heute zum Teil seltsam anmutenden Regelungen des Legats wurden schon vor Jahrzehnten modifiziert: Der Preis entspricht heute nicht mehr dem Zins von 2 Jahren, sondern hat sich im Laufe der Zeit auf 1000 Franken (je 2x 500.- Fr., für die beste MSc-/PhD-Arbeit) erhöht. Die ursprünglich von der Preisverleihung ausgeschlossenen "deutschen Apotheker, Zahnärzte und Tierärzte" werden schon seit langem in den zweijährlichen Ausschreibungen nicht mehr erwähnt. Vermutlich hatte Dr. Volz mit diesen Berufsgruppen schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist jedoch unbekannt, ob es je Bewerbungen aus diesen Berufen gegeben hat. Ursprünglich sollte der preisgekrönte Artikel in der Revue Suisse de Zoologie publiziert werden. Da diese Zeitschrift im Laufe der Jahrzehnte jedoch ihren Stellenwert als herausragendes zoologisches Publikationsorgan verloren hat, achtet heute die Auswahljury vor allem darauf, dass die auszuzeichnende Arbeit gut publiziert wurde. Diese Jury besteht auch nicht mehr aus den Ordinarien der Botanik, Geologie und Zoologie (ursprünglich 3 Professoren), sondern aus dem Direktorium des Instituts für Ökologie und Evolution (6 Professoren und Professorinnen). Die Preisverleihung erfolgt seit einigen Jahren öffentlich und der Preisträger oder die Preisträgerin stellen ihre Arbeit im Rahmen eines Vortrages vor.