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Während ihres Aufenthalts in Dublin 1998 im Rahmen des Artists Work Programm am Irish Museum of Modern Art haben sich Hendrikje Kühne und Beat Klein mittels Assemblage mit dem Begriff des Eigentums auseinandergesetzt. Für das Dubliner Projekt ‹Property› war der mit dem Wachstum der Irischen Wirtschaft verknüpfte Kostenboom der Wohnhäuser in Irland Thema. Ebenso die Umwälzungen architektonischer, sozialer und gesellschaftlicher Natur, die das veränderte Wohnverhalten mit sich bringt. Fotos von Häusern, die in der Irish Times zum Verkauf angeboten waren, wurden ausgeschnitten, auf Karton geklebt und zu einem Stadtgebilde zusammengefügt.
Eine Weiterentwicklung dieses Themas war das Projekt zum Mobilitätswahn und dem Eigentum ‹Auto›. Für die Assemblage In der Stadt baten die beiden Künstler über 100 Personen verschiedenster sozialer Schichten, ihre Vorstellungen eines Hauses zeichnerisch auf Karton zu skizzieren.
Bis zum Beginn der Ausstellung im Kunstraum Aarau werden diese Fassadenmodelle zu einem Netz zusammengefügt und auf einem grossen Ateliertisch aufgestellt. Die Architektursituation von Vorstellung, Planung, und Baumodell wird aufgegriffen. Konzepte von Stadtplanung und Wunschbildern sind zusammengebracht. Die Arbeit ist ein Lexikon, ein Kompendium von Vorstellungen, Erfahrungen und Kenntnissen, welche den beiden Künstlern zur Verfügung gestellt werden. Zwei Blickpunkte ergeben sich: von hinten wird das Gebilde zum Stadtnetz mit einheitlicher Silhouette; von vorn zeigen sich individuelle Vorstellungen von einer Stadt.
Textauszug aus: Sabine Gebhardt für Im Wald ‹Auf dem Berg In der Stadt› im Kunstraum Aarau, 2000