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Er gilt als der größte brasilianische Künstler des 20-ten Jahrhunderts. Emiliano Augusto Cavalcanti de Albuquerque Melo (1897-1976) war nicht nur Karikaturist, Illustrator und Journalist sowie einer der großen Vertreter des Modernismus in Brasilien – er wurde zudem zum besten brasilianischen Maler der 1950-er Jahre gewählt.
Geboren 1897 in Rio de Janeiro, kam Di Cavalcanti schon in seiner Kindheit durch Klavier- und Malunterricht mit der Kunst in Berührung. Bereits in jungen Jahren begann Di Cavalcanti als Illustrator für die Zeitschrift „Fon-fon“ zu arbeiten. Im Jahr 1916 zog er nach São Paulo, um dort Jura zu studieren. Zu dieser Zeit fand bereits seine erste Ausstellung in São Paulo statt, die ausschließlich Karikaturen umfasste. Schon bald wurde er zu einem bekannten Künstler in der Kulturszene von São Paulo. Di Cavalcanti war einer der Mitbegründer der Semana de Arte in 1922, des bedeutenden kulturellen Ereignisses der lateinamerikanischen Avantgarde. Das war der Versuch der Künstler, die echte brasilianische Kunst zu schaffen.
1923 zog Di Cavalcanti nach Paris, wo er als Korrespondent für die Zeitung „Correio da Manhã“ arbeitete und Kurse an der Académie Ranson in Paris besuchte. In Paris lernte er berühmte europäische Künstler des Modernismus, Pablo Picasso, Henri Matisse, Georges Braque und Fernand Léger kennen. Das alles hatte einen großen Einfluss auf seinen Lebensweg und sein Schaffen.
Als er 1926 nach Brasilien zurückkehrte, waren seine Werke stark vom kubistischen Stil beeinflusst. Von da an nahm Di Cavalcanti Elemente der Avantgarde in sein Werk auf, stellte aber auf seinen Bildern überwiegend nationale Themen wie Samba („Samba“), Volksfeste („Manque“), Alltag der Arbeiter („Horses und Fishes“, „Casa vermelha“) Karneval („Suburban Carnival“), brasilianische Landschaften („Rio de Janeiro noturno“) dar, sowie auch Porträts und Stillleben („Macumba„). Und zu seinen Lieblingsthemen gehörte die Frauendarstellung („Mulatas“, „Mulata e Passaros“, „Duas Mulatas“, „Woman with cat“).
In den 1930er Jahren war Di Cavalcanti bereits ein bekannter Künstler, und im Jahr 1932 war er der Mitbegründer des Modern Artists‘ Club (CAM), einer unabhängigen Vereinigung von Künstlern, die sich mit dem Ziel trafen, mexikanische Kunst zu fördern.
Politisch gesehen waren die 1930er Jahre für Di Cavalcanti eine unruhige Zeit. Der wurde zweimal in Haft, in 1932 während der Konstitutionalistischen Revolution, als er beschuldigt wurde, ein Anhänger von Getúlio Vargas zu sein. Im Jahr 1935 wurde er zum zweiten Mal verhaftet, diesmal weil er Mitglied der Kommunistischen Partei Brasiliens war.
1932 lernte der Maler seine zukünftige Frau, die Malerin Noêmia Mourão kennen. Fünf Jahre zogen die beide nach Paris und blieben dort bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Während seiner gesamten Karriere wurde Di Cavalcantis künstlerische Begabung sowohl national als auch international anerkannt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Goldmedaille auf der Pariser Ausstellung für Kunst 1937 und den Preis für den besten nationalen Maler Brasiliens. Die Bundesuniversität von Bahia verlieh ihm den Titel Patriarch der modernen brasilianischen Malerei und Doktor honoris causa. 1955 veröffentlichte er seine Memoiren mit dem Titel „Journey of my Life“. Di Cavalcanti starb am 26. Oktober 1976 in Rio de Janeiro.
Sehr innovativ in den Werken von Di Cavalcanti war die Kombination von dem lateinamerikanischen sinnlichen Lokalkolorit und kubistischen, expressionistischen, fauvistischen Einflüssen der europäischen Avantgarde. Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, anstatt auf online live casino Deutschland zu zocken oder was anderes zu machen und machen Sie sich mit den Werken von Di Cavalcanti bekannt. So weisen zum Beispiel seine Tafeln für das João-Caetano-Theater in Rio de Janeiro (1929) zugleich kubistische Züge und barocke Eigenschaften der lateinamerikanischen Wandmalerei auf. Und auch heute sind seine Werke mit ihrer Sinnlichkeit und sozialen Themen nach wie vor aktuell, die den brasilianisches Lokalkolorit verkörpern.