Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03265.jsonl.gz/1921

Die
Sprache
[* 6] der Wallonen ist in ihrem Grundstock echt romanisch, hat aber einen großen Vorrat
keltischer
Wörter bewahrt und viel vom
Niederdeutschen angenommen. Sie ist reich an
Metaphern, witzig, voller
Onomatopöien
und hat in ihrem
Alphabet neben v und c noch w und k, wie im
Deutschen. Im 18. Jahrh. begann man dieselbe auch zu schreiben,
indessen gelangte sie in litterarischer Beziehung nicht über die Bedeutung einer Dialektdichtung hinaus.
Lambert de Rickman schrieb in ihr zuerst eine
Satire auf die Badeorte (»Les aiw di Tonk«); ihr folgte
»Pasqu'ee critique et
calotene so les affaires del medicine« von einem Anonymus; ferner das erste
Drama: »Si Ligeoi egagi« (1757),
von J. J.
^[JacquesJoseph] Fabry, dem mehrere andre sich anschlossen.