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Weil sein Auto eine Panne hat, gerät Alfredo Traps in eine Villa, in der vier ältere Herren ein Gerichtsspiel abhalten, das ihnen – ehemaligen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern – zum Zeitvertreib dient. Traps übernimmt die Rolle des Angeklagten, und man versichert ihm, eine Schuld werde sich schon finden lassen.
»Eine nicht zu übertreffende Novelle.«Ivan Klíma
»Alfredo Traps geriet in ein Netz, als er sich bei Gelegenheit einer Autopanne seines Studebakers in die weiße Villa des Herrn Werge begab, wo noch Gericht gehalten wird im Sinne der alten tragischen Überlieferung. Dies Gericht aber ist tragisches Spiel mit possenhaftem Einschlag. Uralte Leute als Richter, Ankläger und Verteidiger; der Apparat der Gerechtigkeit ist in hohem Maße pensionsreif; Justiz wird als Spiel betrieben, als Würze eines gräßlich üppigen Gastmahls. Die Zeit freier bürgerlicher Individuen, wie sie bei Schiller auf der Schaubühne erscheinen, ist vorbei. Der Rückweg in die Welt bürgerlicher Individualitäten aus der liberalen kapitalistischen Ära ist versperrt. O Heimat süß und hold. Die Heimat heißt Güllen. Oder Andorra. Sie heißt nicht mehr Seldwyla. Wenn sich aber Seldwyla in Güllen verwandelte, so ist die Rückkehr nach Seldwyla nicht mehr möglich, und wenn der Weg Brechts gleichfalls versperrt erscheint, so ist Tragik in der Tat ausgeschlossen, denn sie setzt Ideen voraus, die imstande wären, zur materiellen Gewalt zu werden. Wird beides abgelehnt, dann allerdings gibt es wirklich keine Möglichkeit einer optimistischen Tragödie. Übrig bleiben bloß noch die tragischen Komödien. Und die Pannen.«Hans Mayer
»Ich halte ›Die Panne‹ für eine der besten Erzählungen nach 1945. Ein Meisterwerk sondergleichen.«Marcel Reich-Ranicki