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Andreas Walker
In der altbabylonischen und altgriechischen Zeit führte man die zerstörerische Wirkung des Blitzes auf einen zündenden Feuerstrahl und einen zerschmetternden Donnerkeil zurück, der von den Gottheiten zur Erde geschleudert wurde. Heute wissen wir, dass der Blitz eine gigantische elektrische Entladung ist, die für uns gefährlich werden kann. An einem heissen Sommertag können sich mächtige Gewitterwolken entwickeln. Durch fallenden Regen und Hagel, sowie Auf- und Abwinde wird statische Ladung innerhalb der Wolke erzeugt, die sich schliesslich in einem Blitz entladen kann. In einem Blitz treten während Sekundenbruchteilen Stromstärken auf, die im Durchschnitt 20–30 Millionen Volt und 20 000 Ampere betragen (normale Steckdose: 250 Volt, 10 Ampere!). Dieser Starkstrom erhitzt die den Blitz umgebende Luft schlagartig auf ca. 30 000 Grad Celsius. Dabei dehnt sich die Luft explosionsartig mit einem lauten Knall aus – es donnert. Der Blitz kann einige Kilometer lang sein. Deshalb erreicht der Schall aus den entfernteren (oberen) Teilen des Blitzes einen bestimmten Punkt später, als aus dem nahen (unteren) Teil, was ein ausgedehntes Rollen des Donners zur Folge hat. Während eines Gewitters sollten hoch aufragende Gegenstände wie Bäume oder Strommasten gemieden werden. Auch das Baden oder Surfen in Gewitternähe ist gefährlich, denn der Blitz schlägt auch immer wieder in einen See ein. In einem Auto ist man vor Blitzen geschützt, da die Metallkarosserie den Blitz bei einem Einschlag aussen herum in die Erde ableitet. Allerdings sollten das Dach und die Fenster geschlossen sein.