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Die Periduralanästhesie ist eine Form der lokalen Anästhesie, die in der Geburtshilfe häufig eingesetzt wird. Sie lindert die Schmerzen während der Geburt, kann deren Dauer jedoch verlängern. Und es kommt häufiger zum Einsatz von Zange oder Saugglocke. Üblicherweise bestimmt der Anästhesist die Dosis der Schmerzmittel.
Die minimale Dosis für eine erträgliche Geburt bestimmen Frauen jedoch besser selber. Das geht aus einer randomisierten Studie des «Long Beach Memorial Medical Center» hervor, berichtet das «Ärzteblatt». Das Forschungsteam hat die Ergebnisse auf der Jahrestagung der «Society for Maternal-Fetal Medicine» in San Francisco vorgestellt.
Das Forschungsteam hat insgesamt 270 Frauen in drei Gruppen eingeteilt:
– Eine Gruppe wurde herkömmlich behandelt. Die Frauen erhielten die Schmerzmittel über eine Infusion automatisch und kontinuierlich. Die Dosis bestimmte der Anästhesist.
– Die Frauen der zweiten Gruppe wurden wie die erste behandelt, konnten jedoch bei Bedarf die Dosis erhöhen. Es überrascht nicht, dass in dieser Gruppe die verabreichte Dosis höher war als in der ersten Gruppe.
– Die Frauen der dritten Gruppe bestimmten die Dosis selber. Diese Frauen benötigten im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen 30 Prozent weniger Schmerzmittel. Sie berichteten zwar über ein grösseres Schmerzempfinden während der Austreibungsphase als die Frauen der beiden anderen Gruppen. Sie äusserten sich aber trotzdem zufriedener. Hinzu kommt, dass die Ärzte in dieser Gruppe seltener Zange oder Saugglocke einsetzen mussten.
Studienleiter Michael Haydon geht deshalb davon aus, dass sich diese Form der Schmerzmittelabgabe durchsetzen wird.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Herausgeberin und Redaktorin der Zeitschrift «FrauenSicht»