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Theoretisch sind Kupferbecher gar keine Gläser, sondern metallene Trinkgefässe. Die Menschheit benutzte derartige Behältnisse schon vor Tausenden von Jahren. Auch in der Römerzeit, als die ersten Gefässe aus Glas auftauchten, waren Metallbecher noch weit verbreitet. Danach gerieten sie aber weitgehend in Vergessenheit - zumindest so lange, bis der Moscow Mule in den 1940er Jahren die amerikanische Barszene eroberte. Die Rezeptur sieht vor, die Zutaten in einem Kupferbecher zu vermischen und zu servieren. Das hat nicht nur optische Gründe: Das Metall nimmt die Temperatur des Inhalts schnell an und bewahrt sie länger. Der Vodka, das Ingwerbier, der Limettensaft - sie alle werden durch den Kontakt mit dem kalten Kupfer in ihrer Aromatik verstärkt. Doch es muss nicht unbedingt der Moscow Mule sein: Aufgrund der besonderen Eigenschaften der Kupferbecher eignen sich diese für so ziemlich alle der gefühlten Hundert Mule-Variationen und generell für eiskalt servierte Getränke. Auch Heissgetränke können hieraus konsumiert werden - aber nur, wenn es sich um eine Tasse mit Griff handelt.
Übrigens: Kupferbecher reinigt man am besten mit Wasser und einem Schuss Essig. In die Spülmaschine gehören sie auf keinen Fall.