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Biography
Martin Woodtli absolvierte von 1990 bis 1996 eine Keramik- und Grafik-Ausbildung an der Schule für Gestaltung (SFGB) in Bern. Anschliessend studierte er Visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Ab 1996 arbeitete Woodtli in der Subkultur, beispielsweise für den Kiosk durch Kunstkanal in Bern.1998 zog Woodtli nach New York, wo er in den Büros der renommierten Grafiker David Carson und Stefan Sagmeister tätig war. Nach seiner Rückkehr gründete er 1999 in Zürich ein eigenes Atelier. In den 1990er-Jahren – noch während seines Studiums - entwarf Woodtli zahlreiche Einladungskarten für subkulturelle Galerien,. Für das Magazin SoDA entstanden Editorials wie das Millenium Starter Kid. Woodtli experimentierte mit verschiedenen Programmen und erfand auf diese Weise als erster die 3D isometrische Vector-Grafik. Seine unorthodoxe grafische Handschrift wurde durch die Publikation Woodtli des Berliner Gestalten Verlag weltweit veröffentlicht und machte sich so innerhalb der internationalen Grafikszene einen Namen.. Woodtli arbeitet seither für Kunde wie das Magazin Wired. Ab November 2004 bis Ende 2005 gestaltete er alle Ausstellungsplakate des Museum für Gestaltung Zürich, so für die Ausstellungen Sportdesign, Play, Einfach Komplex, Trickraum und Take Away. 2011 entwarf Woodtli auch das Plakat und den Katalog für die Ausstellung Sagmeister: Another exhibit about promotion and sales material im Mudac in Lausanne. Im Wettbewerb für die neue Schweizer Banknotenserie erhielt er für seinen Entwurf 2005 den zweiten Preis und eine Einladung in die Endrunde. Seit 2000 ist er AGI-Mitglied, seit 2001 Gastdozent an diversen Institutionen im In- und Ausland. Woodtli hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen bekommen, so bereits 1999 den Eidgenössischen Preis für Design des Bundesamts für Kultur (BAK). 2007 wurde seine Serie von fünf Ausstellungsplakaten und den daraus abgeleiteten Einladungskarten aus dem Jahr 2005 für das Museum für Gestaltung Zürich mit dem Hauptpreis «Designpreis Schweiz» ausgezeichnet. In diesen ging es darum, durch Standard und Variation das jeweilige Ausstellungsthema prägnant zum Ausdruck zu bringen und gleichzeitig den seriellen Charakter augenfällig zu machen, ohne dafür ein starres anonymes Raster zu definieren. Die jeweiligen Inhalte wurden mit bildhaften und typografischen Mitteln interpretiert, aus deren Kombination eigene Bilder entstehen, die das Spannungsfeld von Bild und Text sensibel ausloten. «Diese Bildschöpfungen distanzieren sich vom postmodernen Bildersturm ebenso wie vom funktionalen Layoutraster», urteilte die Jury. 2010 ehrte Woodtli das Weltformat, das Plakatmass, das nur in der Schweiz bekannt ist. Mit seinem Plakat für das Plakatfestival gleichen Namens in Luzern gewann er am Internationalen Plakatfestival von Chaumont den zweiten Preis gewonnen. Woodtli ist Autor des Buchs Woodtli (Die Gestalten, Berlin 2001), das die Auszeichnung «Das Buch der Jury» bei den «Schönsten Schweizer Büchern» des Jahrgangs 2001 erhielt. Woodtli lebt und arbeitet in New York und Zürich.