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Wie hiess der erste Bundespräsident der Schweiz? Jonas Furrer. Wann wurde der erste Sozialdemokrat in die Schweizer Landesregierung gewählt? 1943. Und wie hoch liegt der Rekord für die Amtszeit eines Bundesrates? Bei 31 Jahren.
Diese und viele weitere Informationen enthält das dicke Buch „Die Schweizer Bundesräte“, herausgegeben von Urs Altermatt. Es ist zwar als Bettlektüre nicht gerade handlich (648 Seiten Umfang und 1,9 kg Gewicht) und ausserdem auch ganz und gar nicht auf dem aktuellen Stand (der letzte Eintrag betrifft Kaspar Villiger, gewählt am 1. Februar 1989), aber trotzdem sehr interessant. Jeder Bundesrat erhält nicht nur eine ausführliche Biografie, sondern auch eine fundierte, differenzierte Würdigung seines politischen Wirkens. Ergänzt wird das ganze durch reichhaltiges Bildmaterial, vor allem „Nebelspalter“-Karikaturen sind da eine wichtige Quelle.
Es gibt da Geschichten, die einen stark an die jüngere Vergangenheit erinnern. Zum Beispiel die Geschichte von Ulrich Ochsenbein, dem ersten Bundesrat, der nicht wiedergewählt wurde (1854). Oder diese: 1929 wurde der Zürcher Nationalrat und NZZ-Chefredakteur Albert Meyer in die Landesregierung gewählt, obwohl er nicht der offizielle Kandidat seiner Partei war. Nach jedem Wahlgang stand Meyer auf und bat seine Kollegen, für Ständerat Oskar Wettstein, den offiziellen Kandidaten, zu stimmen. Als es ihn im vierten Wahlgang dann doch noch erwischte, bat Meyer um 24 Stunden Bedenkzeit, bevor er schliesslich doch annahm.
Die Schweizer Bundesrat funktioniert im Prinzip immer noch genau so wie 1848 und gilt als stabilste Regierung der Welt. Die Aufstellung unserer Landesväter und Landesmütter (im Buch allerdings erst eine) ist auch ein Stück Schweizer Geschichte. Es könnte allerdings nicht schaden, gelegentlich eine aktualisierte Auflage herauszugeben.