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Unter der Ägide der Kaukasischen Universitätsvereinigung habe ich mit einem neuen Projekt – der Dokumentation von über hundertjährigen Menschen im Kaukasus und in Zentralasien – begonnen.
Unser Team umfasst neben mir einen Historiker, einen Linguisten und einen Volkskundler. Zuerst interviewen wir die über Hundertjährigen und ihre Familien erst einmal, um ihre spannenden Geschichten im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Kontext ihrer Zeit festzuhalten. Danach nehme ich die Portraits auf, mit einer notgedrungen mobilen Minimalausrüstung, bestehend aus den Nikons D3s/D800 mit den 24-70mm und 70-200mm Objektiven, einem SB900 Systemblitz und einem schwarzen Tuch als Portraithintergrund.
Die Aufgabe ist in mehrfacher Hinsicht anspruchsvoll: Einerseits ist es schwierig, über Hundertjährige zuverlässig zu identifizieren, da die offiziellen regionalen Register erst Mitte der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts eingeführt wurden. Andererseits leben viele von ihnen in abgelegenen Gegenden, und die Reise zu ihnen gestaltet sich häufig recht abenteuerlich.
Das Projekt wird schlussendlich Menschen aus der Türkei, der Ukraine, Georgien, Dagestan, Tschetschenien, Kirgisien, Kasachstan, Aserbeidschan und der autonomen Republik Nachitschewan vereinen.
Hier schon mal ein paar Making-of Bilder, die eigentlichen Portraits werden dann später publiziert, sollte das Projekt nicht aus Gründen geo-politischer Schwierigkeiten gestoppt werden müssen.