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An ihrer ausserordentlichen Mitgliederversammlung hat die Schweizer Filmakademie es heute abgelehnt, neben der Nominierung und Jurierung der Schweizer Filmpreise auch die Organisation und Durchführung des Schweizer Filmpreises zu übernehmen. Damit ist wohl wieder eine Patt-Situation entstanden, denn der Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK), Jean-Frédéric Jauslin, wäre zwar bereit, der Akademie das Nominations- und Jurierungsverfahren für die kommenden zwei Jahre zu übertragen, forderte aber, dass die Akademie dann auch für die ganze Organisation des Schweizer Filmpreises verantwortlich zeichnen müsse. Dass dies die Mitglieder der Akademie (welche für ihr Privileg, nominieren und jurieren zu dürfen ohnehin recht happige Mitgliederpreise zahlen müssen), so nicht annehmen würden, war zu erwarten. Das BAK würde in Zukunft nämlich nur noch die Nominationsgelder zur Verfügung stellen. Die Preisgelder und die Kosten für die Organisation und die Durchführung des Filmpreises müsste die Akademie dann wohl selber auftreiben. Die letzte bzw. erste Ausrichtung in Luzern wurde vom BAK zusammen mit der SRG SSR idée suisse, bzw. dem Schweizer Fernsehen SF übernommen. Damit geht der Streit in die nächste Runde. Medienmitteilung der Akademie nach dem Sprung:
Akademie übernimmt Jurierung des Schweizer Filmpreises
Die ausserordentliche Mitgliederversammlung der Schweizer Filmakademie hat am Freitag in Bern einstimmig dem Antrag des Vorstandes zugestimmt, ab dem nächsten Jahr das Nominierungs- und Jurierungsverfahren des Schweizer Filmpreises eigenverantwortlich zu übernehmen. Dies entspricht den von Anfang an geäusserten Intentionen der Akademie wie auch denen des BAK.
Einstimmig abgelehnt hat die Akademie hingegen, die Organisation und Durchführung des Schweizer Filmpreises zu übernehmen, wie es das Bundesamt für Kultur (BAK) vorgeschlagen hatte. Dies widerspricht dem Grundauftrag der Akademie – nämlich die Jurierung für den Schweizer Filmpreis durchzuführen – der im Zweckartikel des Vereins festgelegt ist und ein unabhängiges Nominierungs- und Jurierungsverfahren für den Schweizer Filmpreis vorsieht.
Gleichzeitig erwartet die Akademie Perspektiven von mindestens 5 Jahren, die Sicherung der Nominationsgelder für diese Frist im bisherigen Umfang sowie eine Anschubfinanzierung.
Bern, 29. Mai 2009