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Wie sein berühmter Roman „Léon und Louise“ führt auch Alex Capus‘ neues Werk „Königskinder“ nach Frankreich. Doch die Geschichte beginnt am Jaunpass, den Tina und Max eines Winterabends befahren wollen und im Schnee stecken bleiben.
Das Ehepaar muss die ganze Nacht im Auto ausharren, und Max beginnt seiner Frau zum Zeitvertrieb eine Geschichte zu erzählen, die vor mehr als zweihundert Jahren genau in dieser Gegend ihren Anfang nahm. Jakob, ein einfacher Kuhhirt aus dem Greyerzerland, verliebt sich unsterblich in die reiche Bauerntochter Marie. Deren Vater will nichts davon wissen und unternimmt alles, um den jungen Mann loszuwerden. Schliesslich gelingt es dem reichen Bauern, Jakob als Hirte an den Hof von Ludwig XVI nach Versailles zu schicken. Doch Jakobs und Maries Liebe ist stärker… Alex Capus beweist mit diesem hinreissenden kleinen Roman einmal mehr, dass er ein meisterhafter Erzähler ist.
Alex Capus, Hanser Verlag, 185 Seiten