Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/40133

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Schliessung des Gotthardtunnels hat u. a. die Inlandtransporte und den Güterverkehr zwischen den Regionen südlich und nördlich des Gotthardmassivs zusätzlich erschwert. Die Unternehmen und die Behörden der am stärksten betroffenen Kantone haben Initiativen ergriffen, um die entstandenen Probleme zu mindern. Ihre Anstrengungen können durch entsprechende Massnahmen des Bundes zusätzlich unterstützt werden. In diesem Zusammenhang stelle ich dem zuständigen Departement folgende Fragen:</p><p>- Besteht die Möglichkeit, die SBB zu einer vorläufigen Preisreduktion für den inländischen Gütertransport aus dem und in den Kanton Tessin zu veranlassen?</p><p>- Wird die Einführung eines Zeitfensters für den inländischen Schwerverkehr auf den Alternativrouten zum Gotthardtunnel in Betracht gezogen?</p><p>- Werden weitere Massnahmen zur Erleichterung der Inlandtransporte zwischen Süden und Norden getroffen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Aufgrund der guten Auslastung des gesamten Bahngüterangebotes am Gotthard gibt es keinen Anlass für eine Tarifverbilligung; dies umso weniger, als Cargo SBB hart dafür kämpfen muss, in die schwarzen Zahlen zu kommen.</p><p>2. Eine Ausscheidung von schweizerischen und ausländischen Lastwagen ist enorm schwierig und würde zu erheblichem logistischen Aufwand führen. Ein solches Vorgehen wäre überdies gegenüber den ausländischen Fahrzeugen diskriminierend.</p><p>3. Aufgrund der Brandkatastrophe im Gotthardtunnel sind sowohl strassen- wie bahnseitig mehrere Massnahmen getroffen worden (u. a. Kurz-Rola-Brunnen-Lugano, Verkehrsdosierung auf den San-Bernardino-Route). Weitere Massnahmen werden zurzeit geprüft und mit den Kantonen Tessin und Uri abgesprochen. Im Verlagerungsbericht, der im Frühling dem Parlament unterbreitet wird, werden die Wirkung der einzelnen Massnahmen dargestellt und über weitere Massnahmen informiert.</p>