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Urologische Infektionen
Infektionen im urologischen Fachgebiet betreffen zumeist den Harntrakt. Je nach Lokalisation lässt es sich zwischen den folgenden Krankheitsbildern unterscheiden.
Harnwegsinfektionen (HWI): Diese treten auf, wenn Bakterien in die Harnwege gelangen und eine Infektion verursachen. HWI können die Harnröhre, die Blase oder die Nieren betreffen. Symptome können Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, trüber oder blutiger Urin sowie allgemeines Unwohlsein umfassen.
Prostatitis: Dies ist eine Entzündung der Prostata, die oft durch Bakterien verursacht wird. Zu den Symptomen gehören Schmerzen im Beckenbereich, Probleme beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und möglicherweise Fieber.
Epididymitis: Diese Infektion betrifft den Nebenhoden, der sich hinter den Hoden befindet. Sie wird normalerweise durch eine aufsteigende Infektion von Bakterien verursacht und führt zu Schmerzen, Schwellungen und Rötungen im Hodensack.
Harnröhrenentzündung (Urethritis): Urethritis ist eine Entzündung der Harnröhre, die häufig durch sexuell übertragbare Infektionen wie Chlamydien oder Gonorrhö verursacht wird. Symptome sind normalerweise Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen sowie Ausfluss aus der Harnröhre.
Die Behandlung urologischer Infektionen kann je nach Art und Schweregrad der Infektion variieren, umfasst jedoch häufig die Verwendung von Antibiotika, um die zugrunde liegende Infektion zu bekämpfen.
In manchen Fällen ist auch die Vakzinierung gegen spezifische Bakterienstämme möglich, um die Immunantwort für die Infektabwehr zu verbessern.
Es ist wichtig, bei Verdacht auf eine urologische Infektion einen Arzt aufzusuchen, da unbehandelte Infektionen zu Komplikationen führen können. Zudem bedarf es insbesondere bei Wiederkehrenden Infektionen einer Abklärung der Ursache.