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Baptisterium von Riva San Vitale
Städte-Denkmäler
Das Baptisterium in Riva San Vitale ist ein sehr bedeutendes Denkmal der Geschichte und Religion. Es handelt sich um das älteste gemauerte christliche Bauwerk in der Schweiz. Auf das 5. Jhd. zurückgehend, weist es einen achteckigen Grundriss auf und basiert wahrscheinlich auf einer Konstruktion aus römischer Zeit. Im Innern befindet sich ein seltenes, achteckiges, zum Untertauchen geeignetes Taufbecken. In den Nischen und auf den Säulen sieht man wertvolle romanische Fresken aus dem 12. Jhd.. Riva San Vitale liegt nur 5 km von Mendrisio entfernt, dessen interessantes historisches Zentrum ebenfalls einen Besuch wert ist.
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Die Besichtigung
Das Baptisterium in Riva San Vitale ist von wesentlicher Bedeutung für die Geschichte der Christianisierung in der Schweiz. Man erreicht es von Capolago kommend, den Dorfplatz überquerend, dann nach links Richtung Rancate, und kommt so zur Pfarrkirche San Vitale. Vom Kirchplatz aus folgt man dem Laubengang nach links und tritt in den Vorhof ein.
Aus hiesigen Steinen erbaut, blieb die Taufkirche über viele Jahre auf drei Seiten von anderen Gebäuden verdeckt und erst 1919, nach langen Studien und Nachforschungen gelang es, den Eingang freizulegen und erste Restaurierungen vorzunehmen. Im Freien, etwa drei Meter von den Aussenmauern entfernt, lässt sich die Umfriedung erkennen, die ursprünglich überdacht war und wohl zur Vorbereitung der Tauffeiern diente. Neben der Taufkirche stand in alter Zeit eine Basilika, von der man in der heutigen Pfarrkirche noch Spuren fand.
Das achteckige Taufbecken, zum Untertauchen geeignet, ist noch komplett erhalten, mit den dazugehörigen Stufen und dem Abfluss, den man unter dem oberen Becken mit seiner monolithischen Abdeckung aus dem 9. Jhd. noch sehen kann. Die Taufe durch Untertauchen wurde im 9. und 10. Jhd. abgeschafft. Das Taufbecken, aus Marmor von Arzo in der Nische links vom Nordeingang ist das letzte, das für dieses Ritual benutzt wurde.
In den halbrunden Nischen in den Wänden und an den Säulen finden wir zahlreiche Spuren wertvoller romanischer Fresken aus dem 12. Jhd.. Der Fussboden ist teilweise noch im ursprünglichen Zustand, mit schwarzen und weissen Marmorstreifen und Intarsien mit geometrischen Mustern.
(Neu bearbeiteter Text aus „Das beschauliche Tessin: die Romanik" - Ticino Turismo)