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Immer häufiger werden in Europa grosse Drogen-Lieferungen abgefangen, was auf eine Zunahme des Handelsvolumens schliessen lässt. Zuletzt erreichte die in der Ländern der Union sichergestellte Menge an Kokain mit 181 Tonnen im Jahr 2018 einen Rekordwert. 2017 waren es 138 Tonnen und jeweils deutlich weniger als 100 Tonnen in den Jahren zwischen 2008 und 2016. Bei Heroin sei derweil ein Anstieg der beschlagnahmenten Menge von 5,2 (2017) auf 9,7 Tonnen (2018) registriert worden. Dies hält die Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht der Europäischen Union (EMCDDA) in ihrem Jahresbericht fest.
Man müsse unter anderem befürchten, dass «einige der betroffenen Gruppen im Zuge der wirtschaftlichen Folgen der (Corona-)Krise anfälliger für Drogen und eine Involvierung in den Drogenmarkt werden», sagte EMCDDA-Direktor Alexis Goosdeel bei der Vorstellung des Berichts. Das werde «unsere bereits ausgelasteten Einrichtungen noch stärker unter Druck setzen». Man müsse deshalb «rasch handeln, um neue Bedrohungen zu erkennen und zu bewältigen», forderte der Belgier.