Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03425.jsonl.gz/1044

Im Gegensatz zu einem Gerichtsverfahren nehmen die
Parteien freiwillig am Problemlösungsverfahren teil. Sie können miteinander die
für sie richtig scheinende Vereinbarung zur Beilegung des Konfliktes treffen.
Das Mediationsverfahren nimmt weniger Zeit in Anspruch
und ist auch kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren. Zudem ermöglicht es den
Konfliktparteien, auch in Zukunft miteinander auszukommen.
In einem Gerichtsverfahren entscheidet eine dritte
(fremde) Instanz auf Grund der gesetzlichen Regeln über die Lösung. Diese kann
von den Parteien nicht beeinflusst werden.
In der Mediation wird mit 9 verschiedene Konfliktstufen
gearbeitet (Friedrich Glasl, 1980)
In der Regel können Konflikte der Stufe 4 bis 5 mediativ
gelöst werden.
Bei fehlendem Willen und mangelnder Freiwilligkeit der Parteien, fehlender
Ergebnisoffenheit, bei Machtgefällen in Hierarchien, intellektueller
Disposition, pathologischen Indikationen oder wenn die Parteien doch einen
Entscheid suchen, wird die Mediation nicht erfolgreich eingesetzt werden können.
Nein. Der Mediator hat den Anspruch, allparteilich zu
sein. Er wird keine Partei ergreifen. Er lenkt das Mediationsverfahren und hilft
den Medianden eine einvernehmliche Lösung zu finden, die ihren Bedürfnissen und
Interessen entspricht.