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Das seltsame Straussengefährt wurde ungefähr 1917 auf der Cawston Ostrich Farm im kalifornischen South Pasadena aufgenommen. Diese erste und grösste Straussenfarm der USA wurde 1886 von Edwin Cawston gegründet und existierte bis 1935. Cawston’s Farm im Arroyo Seco war im frühen 20. Jahrhundert eine Touristenattraktion — nicht zuletzt wegen der Strassenbahn von Downtown Los Angeles (sic!) — und bekannt für seine Straussenfedernprodukte, die sie in alle Welt exportierte.
Hier das Video über die Cawston Ostrich Farm:
Kommen wir nach diesem historischen Exkurs übers „Ostrich Farming“ in Kalifornien zur Abrechnung: Eingegangen sind 11 Kommentare, davon sind 2 nicht zum Bild, sondern zur Vorgeschichte dieses Freitagstexters. Von den restlichen 9 stammen 5 von Gästen oder sind ausser Konkurrenz. Kommen also noch 4 in die Kränze für die Ausrichtung des nächsten Freitagstexters. Alle vier haben schöne Anspielungen auf den Strauss oder das seltsame Gefährt. Merci fürs Mitmachen!
Anerkennungspreis
Anerkennung verdient sich Wer? (dieser Nick ist wahrscheinlich ein Ratespiel für mich) für die preiswürdige Bezeichnung des seltsamen Gespanns als „Strauss-Kahn“.
Bronze
gehen an la-mamma, die daran erinnerte, dass ein Strauss auch ein euphemistischer Ausdruck für Streit ist (Während die Frau auf dem Bild lacht, ist Hanspeter gar nicht amused), und an Leise Töne, der mit seinem Kommentar Henry Ford (gemäss obigem Video ein prominenter Besucher der Straussenfarm) ins Spiel brachte und einen Bezug zum Grossen Amerikanischen Strassenbahn-Skandal herstellte.
Wer weiss schon, dass die Autostadt Los Angeles einmal eine öV-Metropole war? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschlossen Tramlinien Neubaugebiete am „Stadtrand“ und halfen mit, die Zersiedelung von Los Angeles voranzutreiben. Als die Strassenbahnen in der Zwischenkriegszeit in finanzielle Schieflage kamen, wurden sie von General Motors, Firestone und Standard Oil aufgekauft und stillgelegt. Heute versucht der Grossraum Los Angeles mit einer Metro seine Smogprobleme in den Griff zu bekommen…
Silber
gewinnt NeonWilderness mit seinem Beitrag über das Formel-1-Team von Red Bull:
Schon bei der Vorstellung hatten Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo das sichere Gefühl, dass an ihrem neuen Red Bull Gespann noch so einiges würde verbessert werden müssen.
Sehr schön die Kombination von Red Bull, das angeblich Flügel verleiht, mit einem Vogel, der nachweislich nicht fliegen kann.
Probleme mit dem Fliegen hatten auch diverse Extremsportler, die von Red Bull gesponsert wurden und bei ihrem waghalsigen Tun ums Leben gekommen sind. Der sehenswerte Dokumentarfilm Die dunkle Seite von Red Bull, der vor zwei Wochen im Schweizer Fernsehen SRF ausgestrahlt wurde und bis zum 29. April noch unter obigem Link nachgesehen werden kann, stempelt Red Bull nicht gerade zu einem „Mörder-Gesöff“, aber hinterfragt die Sponsoring-Praktiken von Red Bull sehr kritisch. Die Getränke-Marke stifte mit grossen Geld-Beiträgen Extremsportler dazu an, übermässige Risiken einzugehen, und schlage auch dann Kapital aus dem Kitzel, wenn die Sportler dabei umgekommen sind. Ein nachdenklich machender Film über ein Getränk, das doch keine Flügel verleiht und wegen solchen unethischen Sponsorings boykottiert werden sollte…
Gold
und damit auch Ehre und Pflicht, den nächsten Freitagstexter auszurichten, gehen an das bee für seine Offroader-Assoziation:
Die hochbeinigen Offroader der Saison zeichnen sich auch vorne durch starke Federung aus.
Obwohl ich ein seltsames Straussengefährt sah, entstand in meinem Kopf dank dieser Bildlegende das Bild eines Zivilpänzerlis — das ist der leicht verächtliche, schweizerdeutsche Übername für Offroader, der diese Strassenmonster zu kleinen, zivil genutzten Panzern verniedlicht. Besonders amüsiert hat mich die starke Federung. Herzliche Gratulation!
Und hier geht’s zum nächsten Freitagstexter:
Die ewige Bestenliste auf Twitter: twitter.com/Freitagstexter