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Es wurde an der, dem phonetischen Charakter unsrer Schrift entsprechenden, Regel festgehalten, dass man nicht nach Sprachsilben (d. h. mit Berücksichtigung der Wortbildung, z. B. Zeit-en, gefar-en), sondern nach Sprechsilben abzuteilen habe, d. h. „so wie sich die Wörter beim langsamen Sprechen von selbst zerlegen“ (§ 37). Dem entspricht es auch, wenn bei zusammengesetzten Wörtern auf die Bestandteile Rücksicht genommen werden soll. So unterscheidet z. B. in Graubart und Abart die Aussprache deutlich die Bestandteile, und demnach teilt man ab Grau-bart, Ab-art. Das ist alles so ungemein einfach, dass man verwundert fragen möchte: woher sollen denn da Schwierigkeiten kommen? Und doch sind sie da.
- synonyme
- silbentrennung (problematisch, da nicht nur nach silben getrennt wird), abteilen (Österreich)
- zweck
- zeilenumbruch innerhalb von wörtern
- änderungen 1996
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abschaffung von typografischen spezialregeln, die nicht in ein rechtschreibregelwerk gehören
- ck-trennung analog ch
- st wird getrennt analog sp
- dreikonsonantenregel
- einzelbuchstabentrennung möglich (später rückgängig gemacht)
- neu problem der früheren ck-trennung
-
In anderen sprachen (hier polnisch) kann die konsonantenfolge ck auftreten. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2006-02-04, s. 39)
- probleme der früheren dreikonsonantenregel
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Der ausgefallene 3. konsonant muss beim trennen wieder eingefügt werden.
Es ist ein typischer fall für das spezialwissen von schriftsetzern. Solche gibt es aber nicht mehr. Die regel kann anhand des wörterbuchs technisch automatisiert werden (begrenzt, da nicht alle komposita bekannt sein können), aber bei eigennamen ist zusätzlich ortskunde nötig. Das funktionierte z. b. bei Glattal bei den ortsansässigen medien, aber natürlich nicht, wenn ein ausländisches medium über die Glattalbahn berichtete.
- verweise intern
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dudenregelung vor 1996: duden 1991, s. 55
stichwort ß: bei ss statt ß
stellungnahme zu einzelbuchstabentrennung)
stellungnahme zu Hek-tar)
- verweise extern
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de.wikipedia.org/wiki/Worttrennung
canoo.net/services/GermanSpelling/Regeln/Trennung/
gutefrage.net/frage/warum-ist-die-deutsche-silbentrennung-so-vergurkt
Zitate
neu Konrad Adam, Frankfurter Allgemeine Zeitung,
Ob ich die beiden Buchstaben s und t trenne oder nicht, ist völlig gleichgültig; daß ihnen die Trennung wehtue und deshalb zu vermeiden sei, haben sich nur ein paar Regelschmiede ausgedacht, die für das, was sie ihren Opfern eintrichtern wollten, ein hübsches Merksätzchen brauchten. Aber: Wieviel Mühe, wieviel Zeit und wie viele Flüche mag es gekostet haben, bis diese und alle anderen Vorschriften in den Hirnen unschuldiger Schulkinder verankert waren!
Stephan Dové, Neue Zürcher Zeitung,
Neu darf jetzt auch ein einzelner Vokal (wie grässlich) vom Wort getrennt werden. So wird A-bend künftig leider nicht mehr nur in Schüleraufsätzen anzutreffen sein.
Reinhard Markner, Süddeutsche Zeitung, 24. 7. 2004
Auch von ihrer Silbentrennung wollten sich die Reformer nicht trennen. In ihrem letzten Bericht versuchten sie zu beweisen, daß vollenden „für viele Sprachteilhaber/innen“ nicht mehr als Zusammensetzung erkennbar sei und es darum bei der Trennung vol-lenden bleiben müsse. Auf der Abtrennbarkeit einzelner Buchstaben (O-blate, Buche-cker, und so weiter) bestanden sie ebenso wie auf dem schlechterdings barbarischen Zerhacken von Lehnwörtern (Demok-ratie, Ins-trument, und so weiter).
Christoph Albrecht-Heider, Frankfurter Rundschau, 28. 8. 2004
In diesem Sommer brach ein Sturm der Entrüstung darüber los, dass wir das Wort Rumaroma, das wir praktisch minütlich mit der Hand schreiben, künftig Ruma-roma trennen dürfen. Das geht schon deshalb nicht, weil Johann Wolfgang von Goethe und Thomas Mann immer Wert auf die Buchstabenteilung Rum-aroma gelegt haben.
Peter Eisenberg, Süddeutsche Zeitung, 4. 2. 2006
Die Silbentrennung ist vergleichsweise einfach; im Zeitalter von Proportionalschriften, Trennprogrammen und Flattersatz ist sie für den einzelnen Schreiber auch nicht so wichtig. Angaben zur Silbentrennung bleiben aber als Indiz für die Qualität von Wörterbucharbeit und für vorhandenes oder nichtvorhandenes Bildungswissen ein Lieblingskind mancher Sprachfreunde.
Eduard Studer, Neue Zürcher Zeitung, 27. 10. 1963
Hier, wo es der [schweizer ortografie-]Konferenz bloß um eine graphische Angelegenheit zu gehen schien, vertrat sie einen sehr liberalen Standpunkt: es solle künftig dem Schreibenden überlassen sein, ob er nach Sprechsilben (Leh-re-rin) oder nach Sprachsilben (Lehrer-in) trennen will […].