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Der Altweibersommer bezeichnet eine länger andauernde Schönwetterphase im Herbst. Um eine Schönwetterphase zu messen, greift das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie auf das Mass des Schönwettertages zurück. An einem Schönwettertag muss die Sonnenscheindauer 80 % der möglichen Sonnenstunden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang betragen.
September und Oktober
Eine Betrachtung der Anzahl von Schönwettertagen in Davos seit dem Jahre 1901 zeigt, dass eine Häufung von Schönwetterphasen im September und Oktober, speziell vom 12. bis 17. Oktober, zu finden ist. Unter dem aktuellen Klima scheint sich diese Phase etwas verlängert zu haben. Betrachtet man die Jahre 1981 bis 2007, ist eine Häufung der Schönwetterlagen vom 13. bis 28. Oktober zu erkennen.
Lage des Hochs nicht perfekt
Statistisch gesehen wäre es also jetzt für den Altweibersommer noch zu früh. Auch die aktuellsten Modelle sehen das ähnlich. Die Lage des Hochdruckgebietes ist in den kommenden Tagen für den perfekten Altweibersommer nicht ideal. Das Hoch scheint sich etwas zu weit nördlich zu installieren. So kommt im Flachland eine mässige Bisenströmung auf, welche zu teils zähem Hochnebel führen könnte. Andererseits lässt das Hoch auch immer mal wieder Platz für eine schwache Störung.
Keine alten Weiber
Altweibersommer hat übrigens nichts mit «alten Weibern» zu tun. Im Altdeutschen wurde das Wort «weiben» als weben oder knüpfen gebraucht. Im Herbst sind in der Sonne die nebelfeuchten Spinnennetze besonders gut sichtbar. «Alt» kann als spät (Spätsommer) verstanden werden.
Quelle der Statistik: Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie