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Noma - das Gesicht der Armut!
Noma wird von Bakterien verursacht (keine Viren) und ist nicht ansteckend. Noma betrifft unterernährte, immungeschwächte 2 - 6-jährige Kinder in Entwicklungsländern.
Die betroffenen Kinder sind unter- oder mangelernährt, mit schlechter Mundhygiene und litten kurz vor Noma meist unter Parasiten, Malaria oder Infektionserkrankungen wie Masern, Röteln, Typhus, etc.
Unter solch widrigen Umständen führt eine Verletzung der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs (z. B. durch simples Zahnen) zu einer akuten nekrotisierenden (ulcerativen) Gingivitis (ANUG bzw. ANG). Die bösartige Zahnfleisch-Entzündung (ANG) kann wegen des geschwächten Immunsystems des Kindes und mangels medizinischer Hilfe innert eines Monats zu einer gagränösen Stomatitis und zur Krankheit Noma ausarten.
Jährlich erkranken gemäss offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO etwa 100'000 Kinder an Noma. Die Sterberate sei mit gegen 80% sehr hoch! Alle sieben Minuten stirbt also ein Kind an Noma? Wir hoffen nicht. Zumindest sind wir sicher, dass in einigen Ländern dank den privaten NoNoma-Projekten und den bescheidenen Programmen der Regierungen (programmes nationales pour la lutte contre le noma) die Noma-bedingte Sterberate gesenkt wurde. Wir sind ebenso sicher, dass das bisherige Engagement gegen Noma auch sonst zur besseren Gesundheit von Kindern und Müttern beigetragen hat. Jedoch in Ländern mit Epidemien, Krieg, Chaos, Korruption oder Katastrophen (Sudan, Südsudan, Tschad, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Mauretanien, Zentralafrikanische Republik, Somalia, Kongo, etc.) könnte die oben erwähnte alte WHO-Statistik leider immer noch aktuell sein.
Die Krankheit Noma gedeiht nur in den ärmsten Familien der ärmsten Ländern der Welt - alle in der Subsahara gelegen. Es kann nicht genug oft wiederholt werden: Noma blüht nur bei den Ärmsten der Armen - Noma ist im wahrsten Sinne des Wortes das Gesicht der Armut!