Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03537.jsonl.gz/2193

Die USA und China haben in Washington ein Teilabkommen unterzeichnet, mit dem der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern entschärft werden soll. Das Phase-1-Abkommen bringt zwar eine Deeskalation, lässt aber noch viele Fragen offen.
16.01.2020, 09:52 Uhr
Redaktion: rem
Seit fast zwei Jahren haben sich die USA und China mit immer neuen Zöllen überzogen: auf Smartphones und Computer, Bekleidung, Medikamenten und Agrarprodukten. Es ging um Hunderte Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Zoll, den die USA auf Importgütern aus China erheben, stieg von 3% auf 20%. Peking reagierte mit gleichen Massnahmen und erhöhte die Zölle auf Importe aus Amerika von durchschnittlich 8% auf ebenfalls rund 20%. Das hatte Auswirkungen: Chinas Handelsüberschuss gegenüber den USA ist voriges Jahr tatsächlich geschrumpft, um 8,5 Prozent. Trotzdem blieb der Abstand enorm: Chinas Exporte in die USA überstiegen die Importe um fast 300 Milliarden Dollar. Diese Differenz zu verringern, war erklärtes Ziel von US-Präsident Donald Trump.
Nun haben Donald Trump und der chinesische Vizepremierminister Liu He am Mittwoch in Washington das Phase-1-Abkommen unterzeichnet. Es sieht vor, keine neuen Zölle zu erheben und gewisse zu senken. Der seit September 2019 geltende Zoll von 15% auf chinesischen Waren mit einem Handelswert von 120 Mrd. Dollar wird auf 7,5% reduziert. Aber der Grossteil der existierenden Zölle bleibt bestehen. China verspricht im Gegenzug, zusätzliche US-Güter im Wert von etwa 200 Milliarden Dollar zu kaufen, und das über die nächsten zwei Jahre. Darunter sollen nach Angaben der US-Regierung 75 Mrd. Dollar an Industrie-, 50 Mrd. an Energie- und 40 Mrd. an Landwirtschaftsgütern sowie rund 40 Mrd. an Dienstleistungen sein. Damit hat China vor allem auch Präsident Trumps Forderung nach einer Marktöffnung für US-Landwirtschafts- und Energiegüter entsprochen, was ihm für seinen Wahlkampf Pluspunkte einbringen dürfte. Weiter soll das Abkommen China dazu bewegen, einen fairen Umgang mit US-Firmen zu pflegen.
Phase eins des Handelsabkommens soll um eine Phase zwei ergänzt werden, allerdings erst nach den Präsidentschaftswahlen im November. Und das dürfte der schwierigere Teil sein, denn da soll es um die strukturellen Anliegen der USA in Bezug auf die chinesischen Handelspraktiken gehen – wie etwa um den erzwungenen Technologietransfer von ausländischen Firmen oder die Subventionierung von chinesischen Unternehmen durch den Staat.
Schwere Mängel in der Geldwäscherei-Bekämpfung bei Julius Bär
20.02.2020, 16:25 Uhr
Bei Julius Bär ist es von 2009 bis Anfang 2018 zu schweren Mängeln in der Geldwäschereibekämpfung gekommen, wie die FINMA abschliessend zum Enforcement-Verfahren gegen die Bank feststellt. Julius Bär hat nun die...
Job-Bewerbung: Wenn die Absage vorprogrammiert ist
20.02.2020, 14:01 Uhr
Die passende Bewerbung für den Traumjob zu schreiben, ist nicht einfach. Personalberater zeigen die häufigsten Fehler, denen sie im Bewerbungsprozess begegnen, und verraten, wie man diese vermeiden kann.
Mehr Performance mit Künstlicher Intelligenz im Investmentprozess
19.02.2020, 16:00 Uhr
Der ODDO BHF Artificial Intelligence Fonds investiert nicht nur in Künstliche Intelligenz (KI), sondern bedient sich auch KI-Algorithmen zur Identifizierung relevanter Aktien. Dabei hat sich die Anwendung von KI im...
Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Januar 2020 mit 1'241.0 Mrd. Franken das Niveau des Vormonats. Die Nettomittelzuflüsse betrugen 10.7 Mrd....
Die Konsolidierung in der Asset-Management-Industrie läuft auf Hochtouren: Franklin Templeton akquiriert den Mitbewerber Legg Mason. Damit entsteht ein Schwergewicht mit einem verwalteten Vermögen von 1,5 Billionen...
Gemäss Schweizer Jahrbuch für Strukturierte Produkte entwickelt sich der Struki-Markt hierzulande trotz der Konkurrenz durch die ETFs weiterhin erfreulich und behauptet sich als Europas Marktleader. Unter den...
UBS und Blackrock lancieren ETF für Anleihen von Förderbanken
18.02.2020, 15:06 Uhr
Blackrock hat in enger Zusammenarbeit mit UBS Global Wealth Management einen ETF aufgelegt, der in Obligationen multinationaler Entwicklungsbanken investiert. Der Fonds ist darauf ausgelegt, die Ziele der Vereinten...