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Allgemeines zu Sirup:
Unter Fruchtsirup versteht man ausgepressten Fruchtsaft, der mit soviel Zucker gekocht wird, dass er nicht mehr in Gärung übergehen kann.
Rezept 1 (aus Kochbuch von 1920):
Saubere, recht reife Erdbeeren werden zerdrückt und 5-6 Tage in den Keller gestellt, damit sie gären. Das sicherste Zeichen, dass sie•genug gegärt haben, ist, wenn die Beeren oben weiss sind. Man presst sie dann durch eine Fruchtpresse oder durch ein Tuch, stellt den Saft nochmals über Nacht in den Keller, damit sich alles Trübe setze. Auf 1 kg Saft nimmt man 900 g Zucker. Man giesst den Saft (ohne Bodensatz) sorgfältig in eine Pfanne, gibt den Zucker bei und kocht nun beides unter fleissigem Abschäumen, bis die Flüssigkeit dicklich (sirupartig) vom Löffel abläuft. Die Pfanne wird dann vom Feuer genommen. Man lässt den Sirup etwas abkühlen und füllt ihn noch warm in reine, erwärmte Flaschen. Ist der Saft vollständig erkaltet, verkorkt man die Flaschen, gibt noch Siegellack oder Paraffin darauf und bewahrt sie liegend im Keller auf.
Rezept 2 (aus Kochbuch von 1958):
1. Art: 1 1/2kg Erdbeeren, 1 Liter Rotwein.
Die erlesenen Erdbeeren werden in einer Schüssel zerdrückt, mit dem Rotwein übergossen und zum Gären während 2-3 Tage in den Keller gestellt. Dann presst man sie gut aus, stellt den Saft nochmals 2-3 Tage in den Keller und entfernt sorgfältig den sich bildenden Schaum. Auf 1 Liter Saft fügt man 1 ½ kg Zucker bei, lässt alles zusammen nur einmal aufkochen und richtet den Sirup in einen Topf an. Nach dem Erkalten wird er in saubere Flaschen abgefüllt, verkorkt, etikettiert und kühl gelagert.
2. Art: Auf 1kg Beeren, 1 kg Zucker.
Die erlesenen Erdbeeren werden lagenweise mit dem Zucker in ein grosses Sterilisierglas, oder einen Milchtopf gefüllt (nur bis ¾ der Höhe), mit einem Tüchlein zugebunden und während 2 Stunden im Wasserbade gekocht (sterilisiert). Man lässt das Ganze über Nacht stehen, filtriert den Saft durch ein Tuch, füllt ihn in saubere Flaschen, verkorkt und etikettiert.