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Über Claude Lanzmann`s „Shoah“ und die Undarstellbarkeit der Vernichtung der europäischen Juden
Jeder Versuch scheint zum Scheitern verurteilt zu sein: Das Undarstellbare kann nicht dargestellt werden.
Was Voraussetzung für jede Erinnerung und Grundlage jeder (audiovisuellen) Auseinandersetzung ist, misslingt.
Der Gegenstand ist nicht zu erfassen. "Indem Auschwitz dargestellt wird, wird es nicht dargestellt", schreibt der Literaturwissenschaftler Ole Frahm.
Dieses (nur auf den ersten Blick) scheinbare Paradox ist die Ausgangssituation für Claude Lanzmanns Film Shoah: Es gibt kaum historische Bilddokumente von der Vernichtung der europäischen Juden. Die wenigen, die es gibt, wurden zu antisemitischen Propagandazwecken hergestellt.
Wer dieses Material verwendet, übernimmt automatisch den Blick der Täter. Claude Lanzmann etwa schreibt: "Wer Auschwitz ins Bild setzt, (...) macht sich der schlimmsten Übertretung schuldig." Eine Analyse des Werkes von Lanzmann hören wir im Folgenden.