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Eisenerz-Boom in Westafrika.
Die Nachfrage nach Eisen ist gross, die Eisenpreise sind konstant hoch. Damit wird der kostspielige Abbau von Erz wieder interessant in Gebieten, in denen seit Jahren kein Eisenerz mehr geschürft worden ist. Etwa in Westafrika in den Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea.
Der internationale Stahlkonzern ArcelorMittal hat Ende September (natürlich kurz vor den Wahlen) offiziell die erste Ladung Eisenerz aus Liberia verschifft. Dafür wurde etwa eine Eisenbahnstrecke quer durchs ganze Land wiederaufgebaut.
Das Minendorf Yekepa liegt mitten im hügeligen Dschungel, an der Grenze zu Guinea und der Elfenbeinküste. Für 25 Jahre gehört es praktisch vollständig ArcelorMittal. In Yekepa versuchte ich herauszufinden, was das Eisenerz den Menschen und dem Land bringen kann.
Dieser Beitrag lief am 16. Oktober 2011 im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS.
Meine Besuchs-Anfrage wurde von der Stahlfirma ArcelorMittal nicht so rasch beantwortet, wie ich mir erhofft hatte. Mein Zeitkorsett war eng, also machte ich mich einfach auf den Weg Richtung Yekepa. Drei Taxis, zwei Töffs, eine zerstörte Brücke und eine überfahrene Schlange später war ich da. In Yekepa wurde ich dann doch noch von den Minenmännern empfangen.