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Was ist eine Erektion?
Wenn du deinen Penis oder andere Körperstellen so berührst, dass es dich erregt, oder wenn du etwas Erregendes siehst, hörst, riechst oder dir vorstellst, wird der sogenannte Erregungsreflex ausgelöst. Der bewirkt, dass Nervenimpulse vom Gehirn über das Rückenmark zum Penis geleitet werden. Die gleichen Nervenimpulse können auch bei Angst, Anspannung und Aufregung auftreten.
Zusätzlich gibt es im Rückenmark noch Nervenzellen, die auch direkt, ohne den Weg über das Gehirn, Nervenimpulse zum Penis leiten können. Sind diese Nervenimpulse im Penis angekommen, werden dort bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet.
Diese Botenstoffe veranlassen die glatten Muskelzellen in den Schwellkörpern (das Bälkchengerüst), sich zu entspannen. Dadurch ist zwischen den Muskelzellen mehr Platz für das einströmende Blut. Gleichzeitig werden die zuführenden Blutgefässe (Arterien) im Penis weiter, so dass durch sie mehr Blut in die Schwellkörper des Penis einströmen kann.
Durch die zunehmende Blutfüllung kommt es zuerst zur Verlängerung und Verbreiterung des Penis, und erst wenn die mögliche Grösse erreicht ist, wird er hart. Dadurch, dass die Schwellkörper von einer derben Hülle umgeben sind, ist die Ausdehnung auf die Grösse dieser Hülle beschränkt.
Mit zunehmender Ausdehnung entsteht auch mehr Druck in den Schwellkörpern, so dass die abführenden Blutgefässe (Venen) komprimiert (zusammen gedrückt) werden. Es kann weniger Blut abfliessen.
Wenn du die sexuelle Erregung bis zu einem bestimmten Punkt steigerst, kommt es zur Ejakulation und je nachdem auch zum Orgasmus. Danach ziehen sich die glatten Muskelzellen im Penis wieder zusammen, der Zufluss über die Arterien ist sehr niedrig, und der Abstrom des Blutes über die Venen wird erhöht. Der Penis erschlafft wieder.
Der untere Schwellkörper, der um die Harnröhre liegt und die Eichel bildet, vergrössert sich während der Erektion nur. Er wird nicht so hart wie die beiden oberen Schwellkörper. Es wäre sonst auch nicht mehr möglich, dass das Ejakulat herausfliessen oder spritzen kann.
Nach einer Erektion braucht der Penis eine gewisse Erholungsphase, bis sich wieder eine Erektion einstellen kann. Man nennt das die Refraktärzeit. Die Refraktärzeit kann bei jungen Männern sehr kurz sein und wird normalerweise im Laufe des Lebens länger. Das ist aber bei jedem einzelnen ziemlich unterschiedlich.