Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03433.jsonl.gz/2267

Die Schweiz und Niger pflegen ausgezeichnete bilaterale Beziehungen, die auf eine über 35-jährige Partnerschaft im Entwicklungsbereich zurückgehen und die seit Kurzem auch die Friedensförderung und die Stärkung der subregionalen Stabilität umfassen.
Die Schweiz ist in Niger namentlich in der ländlichen Entwicklung, der Bildung und Berufsbildung sowie der lokalen Gouvernanz tätig. Der für 2013 verpflichtete Beitrag beläuft sich auf 15 Millionen Franken. Die Schweizer Delegation sicherte dem nigrischen Staatsminister ihre Unterstützung zur Linderung von Notsituationen zu, um langfristig die Entwicklungsbemühungen des Landes mitzutragen.
Niger wird immer wieder von Nahrungsmittelkrisen heimgesucht. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt den nationalen Aktionsplan zur Prävention und Bewältigung von Nahrungsmittelkrisen, der es dem Land erlauben soll, sich wirksam und nachhaltig für solche Krisen zu wappnen. Der Beitrag der Schweiz umfasst die Finanzierung des Kapazitätsaufbaus des Personals und der Managementtools, die Einrichtung eines Frühwarnsystems und die Aufstockung der Getreidevorräte. Die DEZA fördert dadurch auch Aktivitäten, die zu einer Erhöhung der Produktivität der Land- und Viehwirtschaft beitragen, was sich wiederum positiv auf die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber Nahrungsmittelkrisen auswirkt. Seit Anfang 2012 hat die Schweiz 8 Millionen Franken zur Linderung der Nahrungsmittelkrise in Niger beigesteuert, die für die Regierung eine der Hauptsorgen darstellt.
Seit 2010 engagiert sich die Schweiz auch für die Wiederversöhnung und Friedenskonsolidierung im Land. Bis 2011 unterstützte sie die Arbeit der nationalen Kommission für die Kontrolle und Einsammlung von illegalen Waffen. Heute steht sie der Hohen Behörde für die Friedenskonsolidierung (HACP) bei der Durchführung von Foren und der Ausarbeitung einer Strategie zur Seite, die es dieser Behörde erlauben soll, ihren Auftrag für einen nachhaltigen Frieden in Niger wirksam umzusetzen.
Aus regionaler Sicht begrüsst die Schweiz den wichtigen Beitrag des Niger zur Beilegung der Krise in Mali. Die beiden Delegationen, deren beide Länder aktiv im internationalen Ausschuss zur Überwachung und Evaluation des Abkommens von Ouagadougou vom 18. Juni 2013 mitwirken, waren sich einig über die Bedeutung des Engagements und der Entschlossenheit der neuen malischen Behörden, die Mali-Krise nachhaltig und mit der Unterstützung der internationalen und der regionalen Gemeinschaft zu lösen.
Bei diesem Treffen kamen auch die innenpolitische und wirtschaftliche Lage sowie sicherheitsrelevante Aspekte in Niger zur Sprache. Die beiden Parteien begrüssten zwar die erzielten Fortschritte im Gouvernanzbereich, äusserten sich aber auch besorgt über die Entwicklung der Sicherheitslage in der Sahara-Sahel-Region. In diesem Zusammenhang unterstrich die Schweiz ihre internationalen Bemühungen zur Abwehr von terroristischen Bedrohungen.
Am Ende seines offiziellen Besuchs dankte Staatsminister Mohamed Bazoum für den Empfang und sprach Staatssekretär Yves Rossier und dem Bundesrat den Dank seiner Regierung und des nigrischen Volks aus für die vielfältige Hilfe, die die Schweiz Niger bisher gewährte. Er setzt grosses Vertrauen in diese wertvolle Partnerschaft, die Niger bei der Erreichung seiner Entwicklungsziele auf wirtschaftlicher und sozialer Ebene begleitet und die einen substanziellen Beitrag an die Umsetzung der Politik für eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Niger 2012–2015 bildet.
Weiterführende Informationen
Adresse für Rückfragen:
Information EDA
Bundeshaus West
CH-3003 Bern
Tel.: +41 58 462 31 53
Fax: +41 58 464 90 47
E-Mail: <email-pii>