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Am 1. November 1921 wurden Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester Helga in Wien als Töchter eines Lehrers und einer jüdischen Ärztin geboren. Ihre Großmutter und weitere Familienangehörige fielen dem Nationalsozialismus zum Opfer. 1948 erschien ihr Roman [i]Die größere Hoffnung [/i]. Ilse Aichinger arbeitete als Lektorin im S. Fischer-Verlag und als Assistentin an der Ulmer Hochschule für Gestaltung. Die Autorin wurde 1951 in die Wiener Gruppe 47 eingeladen, wo sie ihren Mann, den Schriftsteller Günter Eich, kennenlernte. 1952 erhielt sie den Literaturpreis der Gruppe 47 für die Kurzgeschichte Spiegelgeschichte. Nach mehrjähriger Schreibpause begann sie ab den 1990er Jahren wieder literarisch zu arbeiten, sie verfasste regelmäßig Texte für die Tageszeitung Der Standard. Ilse Aichinger war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Akademie der Künste in Berlin. Sie verfasste sowohl Prosa als auch Gedichte, Hörspiele und Kurzfeuilletons. Die Autorin wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt: Literaturpreis der Stadt Wien (1974), Franz-Kafka-Preis (1983), Österreichischer Staatspreis für Literatur (1995), Erich-Fried-Preis (1997) und Großer Kunstpreis des Landes Salzburg (2015). Ilse Aichinger starb am 11. November 2016 in Wien.