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Die Turnhalle Lind Nord liegt an der St. Georgenstr. 69 wurde 1869 liegt nördlich der Altstadt in direkter
Nachbarschaft zu Stadthaus und Kunsthaus. Zusammen mit der bereits sanierten Turnhalle Lind Süd spannt
sie einen Aussenraum mit Spielwiese und Hartplatz auf. Im Westen schliesst die Villa Achtnich mit ihrem
umgebenden Park an und auf der genüberliegenden Seite der St. Georgenstrasse beginnt die grosszügige
Gartenanlage der Villa Bühler.
Die Turnhalle Lind Nord wurde 1869 vom Stadtbaumeister Carl Friedrich Wilhelm Bareiss erbaut. Das Gebäude
weist eine exakte Ost-West Ausrichtung auf. Ursprünglich streng symmetrisch, bestehend aus einer durch–
gehenden Halle mit zwei Annexbauten im Norden und Süden war das Gebäude über Eingänge im Norden
(wahrscheinlich in die Garderoben) und im Süden neben dem Geräteraum (o.ä.) mit direktem Ausgängen aus
der Halle erschlossen.
1910 wurde der südliche Annexbau abgebrochen und die Halle im Westen verkleinert. Die Garderbe im Norden
wurde offenbar bereits etwas früher (Baueingabe 1908) umgebaut. Der abgetrennte westliche Teil wird
unterkellert, ein Zwischenboden wird eingefügt und mit einer schmalen Treppe erschlossen. Die Turnhalle wird
nun neu über einen als griechischen Portikus gestalteten Vorbau mit kleinen Rundfenstern im Westen
erschlossen.
Mit dem Umbau von 1950 wurde die Turnhalle mehr oder weniger in den heutigen Zustand übergeführt. Die
Turnhalle wurde im Westen nochmals etwas verkleinert. Die Garderoben im Norden wurden in einen
Geräteraum und eine Lehrergarderobe umgewandelt. Der westliche Teil wurde vollständig umgebaut, mit neuer
Treppe und neuem Zwischenboden. Im Erdgeschoss wurden die Toiletten und der neue Geräteraum eingebaut
und im Obergeschoss die neuen Garderoben und Duschen. Der Portikus wurde offenbar nicht wie hier
eingezeichnet abgebrochen aber wohl zumindest mit einem neuen Dach ausgerüstet und die Rundfenster in
den Seitenwänden zugemauert.
Mit der neuen Sanierung 2020/21 sollen unter anderem die heutigen energetischen, sicherheitstechnischen und
die Anforderungen bezüglich Hindernisfreiheit erfüllt werden. Dazu wird der Vorbereich im Westen leicht
angepasst. Die Geräteräume werden abermals angepasst, um eine IV-Garderobe einbauen und die eingebauten
Geräte fl.chenbündig einbauen und so das Verletzungsrisiko vermindern zu können. Der Portikus wird geöffnet,
um mittels einer hindernisfreien Rampe erschlossen werden zu können. Dieser Eingriff am Portikus wird auch
von der Denkmalpflege Winterthur unterstützt.
Im Obergeschoss wird der Duschen-/Garderobenbereich umgebaut, um die heutigen Anforderungen bezüglich
sexueller Prävention erfüllen zu können und es wird im Abstellraum eine neue Lüftungsanlage mit
W.rmerückgewinnung installiert.
Der als schutzwürdig eingestufte, optisch stimmige Umbau von 1950 wird in seiner Bausubstanz und in seinem
Ausdruck ansonsten grösstmöglich beibehalten. Die mindestens seit 1910 bestehenden Türen in der Südfassade
werden mit einigem Aufwand beibehalten und mit zusätzlichen Massnahmen soweit aufgerüstet bzw. ergänzt,
dass sie die heutigen energetischen und sicherheitstechnischen Anforderungen bestmöglich erfüllen können.
Die übrigen Fenster, welche wahrscheinlich aus den 80er-Jahren stammen, werden mit gleicher Einteilung und
Sprossung und möglichst ähnlichem Ausdruck erneuert.