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Die Anzahl Ausländer wird an die Liga-Grösse gekoppelt, die «Lizenz-Schweizer» behalten ihren Status und nach einem verheerenden Bescheid der Wettbewerbskommission ist der «Salary Cap» für alle Zeiten vom Tisch. ZSC-Präsident Walter Frey sei Dank.
Die Reformnarren um Marc Lüthi (SC Bern) und Patrick Lengwiler (EV Zug) hatten Grosses vor: Eine Lohnober- und Untergrenze (10 bzw. 5 Millionen Franken), 12 Ausländer bei einer 12er-Liga, sofortige Abschaffung der Lizenz-Schweizer (ausländische Spieler, die schon als Junioren in der Schweiz gespielt haben) und die Schliessung der Liga (kein Auf- und Abstieg mehr). Davon geblieben ist: praktisch nichts.
Die Ausländerregelung bleibt, wie sie ist: vier Ausländer, wenn die höchste Liga 12 Teams umfasst. Bei 13 Teams sind es ab übernächster Saison (2022/23) fünf Ausländer, bei 14 Teams sechs. Da es nächste Saison keinen Absteiger gibt, aber ein Team aufsteigen kann, wird die National League voraussichtlich ab der übernächsten Saison (2022/23) 14 Mannschaften umfassen und dann sind sechs Ausländer erlaubt.
Diese Erhöhung ist durch die höhere Anzahl der Mannschaften bzw. der Schaffung von rund 50 neuen Arbeitsplätzen in der höchsten Liga gerechtfertigt und bleibt ohne nennenswerten sportlichen Einfluss. Die Erhöhung auf 14 Teams hat nichts mit der Reform zu tun: Wegen der Virus-Krise haben die Klubs beschlossen, in der vergangenen und in der nächsten Saison auf einen Abstieg zu verzichten und einen Aufstieg zu erlauben. Nach der nächsten Saison (ab 2022/23) gibt es wieder eine Liga-Qualifikation mit Auf- und Abstieg.
Die Idee, den Status des Lizenzschweizers sofort aufzuheben, war alleine aus juristischen Gründen so absurd, dass sie bald einmal nicht mehr weiterfolgt worden ist. Wer diese Saison den Status eines Lizenz-Schweizers hat, behält ihn lebenslänglich. Eine moderate Korrektur macht Sinn: Wer ab übernächster Saison (2022/23) Lizenz-Schweizer wird, behält den Status nur noch bis zum 23. Lebensjahr – dann wird er Ausländer.
Vollständig vom Tisch ist die von «Oberreformnarr» Marc Lüthi forcierte Einführung einer Lohnobergrenze. Um das schmähliche Scheitern ein wenig abzufedern, ist offiziell verkündet worden, das «Salary Fairplay» werde ab nächster Saison eingeführt – aber ohne Sanktionen. Und die Teilnahme am «Salary Fairplay» ist erst noch ... freiwillig. Damit ist die Sache vom Tisch.
Der Grund für das Scheitern: Eine sogenannte Beratungsanfrage ist von der WEKO (Wettbewerbskommission) geradezu vernichtend beantwortet worden: Ein «Salary Fairplay» so wie es die famosen Liga-Juristen um Liga-Manager Denis Vaucher ausgedacht hatten, sei wörtlich u.a. «Wettbewerbsmissbrauch», «Marktabsprache», «Marktmissbrauch» und «Machtmissbrauch».
Die von Marc Lüthi und Patrick Lengwiler orchestrierten Reformideen hätten unserem Hockey schweren Schaden zugefügt. Drei Gründe haben die Reformen zum Scheitern gebracht.
Die «Reformnarren» haben ganz einfach die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Sie waren so arrogant, dass sie glaubten, eine «Reform» an den Bedürfnissen der Basis – an den Zuschauerinnen und Zuschauern, den Spielern, den Sponsoren – vorbei machen zu können.
Die «Reformnarren» sind also auf der ganzen Linie gescheitert. Zum Wohle unseres Hockeys. Nun kehrt endlich wieder Ruhe ein. Und als wichtigste Erkenntnis bleibt: Unsere Hockeykultur ist so vital und stark, dass das närrische Treiben von ein paar Funktionären gut verkraftet werden kann.