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Corviniello,
Bezeichnung für Metallarbeiten, welche mit eingelegter Perlmutter, Steinen, Schildpatt oder andern Metallen verziert sind und nach einem von O. v. Corvin erfundenen Verfahren auf galvanoplastischem Weg dargestellt werden. Die einzulegenden Stücke werden, der Zeichnung entsprechend, auf einem Modell des darzustellenden Stücks mit Firnis befestigt, wobei die Seite, welche später die Oberfläche bildet, dem Modell zugekehrt, also aufgeklebt wird.
Hierauf macht man das Ganze mit der Graphitbürste leitend, bringt es in eine Metallsalzlösung und schaltet es in den galvanischen Strom ein. Das aus der Lösung sich abscheidende Metall schlägt sich sogleich auf die freie Fläche des Modells nieder und hüllt allmählich die angeklebten Stücke vollständig ein, so daß sie auf das innigste in das Metall eingefügt sind. Hat der galvanische Niederschlag die gewünschte Stärke [* 2] erlangt, so löst man ihn ab und sieht nun auf der dem Modell zugekehrten Seite die eingelegten Stücke in der saubersten Weise in Metall eingebettet. Man reinigt dann die Oberfläche und verziert sie durch Vergolden, Versilbern, Gravieren etc. Man fertigt nach diesem Verfahren Schalen mit ornamentiertem flachen Rand und Mittelstück, Tischplatten, Präsentierteller, Möbeleinlagen, Buchdeckel und Platten zur Verzierung von allerlei Gegenständen.