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Eine hochkarätige Sammlung überwiegend mittelalterlicher Handschriften wurde im Februar 2022 als Depositum an das Historische Museum Basel übergeben. Ausgewählte Kostbarkeiten werden somit in Basel zum ersten Mal öffentlich bis zum 5. März 2023 in der Barfüsserkirche gezeigt. Die kleine Präsentation entstand in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Basel.
In den 1960er Jahren begann der italienische Autor Sion Segre Amar (1910–2003) Handschriften bei Sotheby’s in London zu erwerben. Über die Jahre entstand die Sammlung, die heute als «Comites Latentes» bekannt ist. Der Sammler nannte seine Erwerbungen «versteckte Begleiter», weil er gewisse Exemplare immer mit sich trug, auch auf seinen Reisen. Die Privatsammlung umfasst über 200 Handschriften, die einen Zeitraum vom 6. bis ins 20. Jahrhundert abdecken. Gemeinsam mit der Universitätsbibliothek Basel, wo sie aufbewahrt werden, sollen die wertvollen Stücke nun erforscht und zugänglich gemacht werden.
In der kleinen Präsentation wird mit rund 12 ausgewählten Objekten ein Querschnitt durch die Sammlung gezeigt. Neben einem hebräischen Gebetbuch in Silbereinband, einer Pergamentrolle mit der biblischen Geschichte der Jüdin Esther sowie französischsprachigen Heiligenviten ist auch ein Fragment aus der sogenannten Burckhardt-Wildt Apokalypse zu bestaunen: einer Handschrift, die nach ihrem späteren Basler Besitzer Daniel Burckhardt-Wildt (1752–1819) benannt wurde.