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Beckenbodentraining verhindert Blasenschwäche
Obwohl jede vierte Frau und jeder vierte Mann davon betroffen ist, ist kaum ein Thema so tabu-belastet wie die Blasenschwäche, auch Inkontinenz genannt. Dabei muss Inkontinenz gar kein Dauerzustand sein. Doch nur wer den Mut hat, zum Arzt zu gehen und das Problem anzusprechen, kann auch entsprechende Hilfe bekommen.
Schnelle Hilfe gegen Blasenschwäche
Für eine kurzfristig auftretende Blasenschwäche, zum Beispiel nach einer Harnwegsentzündung oder nach einem operativen Eingriff, sind spezielle Pflegeprodukte die beste Wahl. Frauen können zum Beispiel Tena Lady Inkontinenzprodukte nutzen, die genauso unsichtbar und leicht zu tragen sind wie herkömmliche Damenbinden, aber eine grössere Menge Flüssigkeit hygienisch und geruchlos absorbieren können. Für Männer gibt es vergleichbare Produkte, die ebenfalls nichts mit den gefürchteten "Windeln für alte Leute" zu tun haben.
Allerdings sollten solche Pflegeprodukte nur genutzt werden, wenn die Blasenschwäche zeitlich begrenzt auftritt. Hält sie über mehrere Wochen hinweg an, sollte ein Arzt hinzugezogen werden, um die Ursachen herauszufinden. Denn nur in wenigen Fällen müssen sich Betroffene mit einer dauerhaften Inkontinenz abfinden.
Beckenbodentraining hilft
Die Beckenbodenmuskulatur unterstützt den Schliessmuskel bei seiner wichtigen Aufgabe, unten herum alles "dicht" zu halten. Bei Frauen sind diese Muskeln jedoch vor allem nach Schwangerschaften stark beansprucht und erschlaffen ohne gezieltes Training leicht. Dies gilt sowohl für jüngere Frauen direkt nach der Schwangerschaft als auch für ältere Frauen, bei denen sich die Folgen erst in späteren Jahren bemerkbar machen, wenn die Muskulatur insgesamt zu erschlaffen beginnt.
Männer sind in der Regel weniger betroffen, da bei ihnen die Prostata zusätzliche Unterstützung des Harntraktes bietet. Wenn die Prostata jedoch erkrankt ist oder in einem operativen Eingriff entfernt wurde, kann es auch bei ihnen zu einer Beckenbodenschwäche kommen.
Bei beiden Geschlechtern ist Beckenbodentraining daher die beste Möglichkeit, die Muskulatur wieder zu stärken und somit die Inkontinenz zu bekämpfen. Das Beckenbodentraining kann unter Anleitung einer Krankengymnastin oder in speziellen Kursen geübt werden, doch auch im Internet gibt es gezielte Anleitungen. Die wichtigsten Übungen bestehen in der Regel nur darin, dass der Beckenboden angespannt und erst nach einigen Sekunden wieder gelockert wird. Wichtig ist dabei, dass nur der Beckenboden angespannt wird, während die Bauch- und Gesässmuskeln locker bleiben. Auch die richtige Atmung ist wichtig.
Im Notfall eine Operation
Wenn auch das Beckenbodentraining nicht hilft, kann sich der Arzt für eine Behandlung mit Botox oder sogar einen operativen Eingriff entscheiden. Auch wenn dieser Gedanke für viele Betroffene zunächst ein wenig beängstigend scheint, ist die Entscheidung für einen Eingriff generell die richtige, denn das Ende der Inkontinenz stellt einen grossen Gewinn an Lebensfreude dar.
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