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Posted by admin | Posted in Ziegenzucht | Posted on 08-04-2010
Schlagwörter: Fleischziegenböcken, Milchziegen, Rassen, Ziegen, Ziegenzucht, Zielrasse
Dieser Artikel wurde von unserem Gastautor Markus verfasst. Markus schreibt normalerweise über Design Couchtisch und andere Themen.
Die wohl geläufigste Form der Ziegenzucht bildet die Rein- bzw. Rassenzucht. Sie zielt primär auf den Erhalt und die Förderung einer Rasse. Dabei werden jeweils die besten Tiere für die Nachwuchserzeugung an gepaart. Wichtig ist hierbei, das die Beurteilung der Tiere nach einheitlichen spezifischen Kriterien erfolgt.
Bei einer sogenannten Gebrauchskreuzung hingegen, werden gezielte Kreuzungen unter Rassentieren vorgenommen um bestimmte Eigenschaften der Tiere zu kombinieren (Milchleistung, Muskelmasse usw.) Sehr häufig werden zum Beispiel Milchziegen mit Fleischziegenböcken gekreuzt, wenn der die Schlachtung des Nachwuchses vorgesehen ist. Es ergeben sich im Regelfall schnell wachsende und muskulöse Schlachtlämmer.
Bei der sogenannten Veredelungs-Kreuzung werden von der Leistung her stärker beurteilten Rassen, vorübergehend in einen Bestand ein gekreuzt. Zum Beispiel zur gezielten Steigerung der Milchleistung.
Schlussendlich bliebe noch die Verdrängungskreuzung zu nennen. Sie dient dem Aufbau einer Rasse, vor allem wenn zu wenige reinrassige Tiere vorhanden sind. Dabei vertreten die Böcke die sogenannte Zielrasse. Sie dürfen sich mit den weiblichen Tieren anderer Rassen paaren. Die daraus entstandene Lämmer-Generation muss allerdings wiederum von reinrassigen Böcken begattet werden. Man kann als groben Richtwert eine Anzahl von 4 Generationen annehmen, um einen Zielrassenanteil von 7/8 zu erreichen.
Beurteilung von Zuchttieren
Die Zuchttierbeurteilung wird üblicherweise während regelmäßigen Ziegenschauen vorgenommen.
Die Gesamtbewertung wird nach fünf verschiedenen Merkmals arten vorgenommen:
Merkmal 1: Rasse-Eigenschaften (insbesondere Farbe und Haarkleid)
Merkmal 2: Format (Masse, Gewicht und Körperbau)
Merkmal 3: Fundament (Glieder und Stellung dieser)
Merkmal 4: Euter (Form, Größe und Aufhängung)
Merkmal 5: Zitzen (Größe, Länge, Ausrichtung mit Schwerpunkt auf die Melkeigenschaften)
Es werden Noten vergeben um am Ende ein einheitliches und vor allem gewichtetes Bewertungsprofil zu erhalten. Die Notengebung erfolgt dabei Absteigend von 1 bis 6. Das heißt Note Sechs bedeutet „Ausgezeichnet“ und die Note Eins bedeutet „Ungenügend“ (einer Gesamtbewertung „Ungenügend“ folgt der Ausschluss des Tieres oder Rasse aus dem Zuchtkatalog.