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Das interdisziplinäre ETH-Forschungsprojekt "Risiko und Sicherheit technischer Systeme"
hatte zum Ziel, fachübergreifende und praktisch anwendbare Methoden für die
Risikoanalyse, die Risikobewertung und das Risikomanagement technischer Systeme
im Rahmen einer regionalen Sicherheitsplanung zu entwickeln.
Eine Anzahl von Teilprojekten befasste sich mit der Risikoanalysetechnik in den
Bereichen Chemie, Deponien, Transport gefährlicher Güter, Kernenergie, Biotechnologie
(geschlossene Systeme) sowie mit der Durchführung einer regionalen Risikoanalyse.
Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe widmete
sich der Bedeutung der Wahrscheinlichkeit
beim Umgang mit technischen Risiken. Ein Teilprojekt erstellte eine Anleitung zur
Datenhandhabung in Zuverlässigkeitsanalysen.
Im Bereich der Risikobewertung wurden die Bewertungsmethoden und -ansätze aus
ingenieurwissenschaftlicher, soziologischer, ökonomischer, philosophischer, juristischer
und naturwissenschaftlicher Sicht behandelt. Ein soziologisches Projekt zeigte auf, wie
Akademiker die Rolle von Experten in Entscheidungsprozessen sehen. Eine inter-
disziplinäre Arbeitsgruppe untersuchte die für die Risikobewertung zentrale Frage,
welche negativen Auswirkungen überhaupt als "Schaden" erfasst und der Bewertung
zugrunde gelegt werden sollen. Ein Teilprojekt befasste sich aus arbeitspsychologischer
Sicht mit der Sicherheitskultur in verschiedenen Betrieben.
Ein diskursives Mitwirkungsmodell für die Mitsprache der betroffenen Bevölkerung bei
Risikoentscheidungen wurde anhand eines konkreten Fallbeispiels erprobt und
wissenschaftlich ausgewertet. Weitere Teilprojekte befassten sich mit dem Einbezug
von Störfallrisiken in die Raumplanung, mit den Möglichkeiten eines computer-
gesteuerten Risikomanagements und insbesondere mit der Notfallplanung.
Leider sind alle Publikationen des Polyprojekts vergriffen.