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«Es ist klar, dass das Rennen hier läuft», sagt Stojanović. Die Bundesratswahlen im Dezember zeichneten sich bereits ab im Hintergrund des Wahlkampfes. Die Ankündigung von SP-Bundesrat Alain Berset, nicht zur Wiederwahl anzutreten, verpasste dem Wahlkampf einen zusätzlichen Dreh. Bleibe die SP zweitstärkste Partei, werde die Argumentation schwierig, dass die SP in der Regierung übervertreten sei und der FDP zwei der sieben Sitze zustünden, sagt Stojanovic. In diese Richtung weist die jüngste Umfrage im Auftrag der SRG: Die FDP liegt bei unter 15 Prozent, während sich die SP 18 Prozent nähert.
Würde die FDP die SP allerdings überholen, würde der Appetit auf den SP-Sitz wachsen, und jene Grünen, die einen Angriff auf die SP mit einer eigenen Kandidatur nicht ausschliessen, würden darin bestärkt. Zumindest Fraktionschefin Aline Trede hat es vor kurzem nicht ausgeschlossen, auf Kosten der SP in die Regierung einzuziehen.
Für Stojanovic ist es noch zu früh, zu sagen, wie sich darob der Wahlkampf entwickelt. Die Kampagne werde erst nach den Sommerferien den Höhepunkt erreichen, sagt er. Es sei aber sehr gut vorstellbar, dass die SP die Gelegenheit nutze, um neben Sachthemen auch ihre Präsenz in der Landesregierung zu verteidigen.