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An die Rückseite der Kapelle ist die als Zelle bezeichnete Eremitenwohnung des Heiligen angelehnt. Sie ist in allen wesentlichen Teilen nach Form und Material Originalbestand aus der Zeit, ausgenommen sind der Dachstuhl, der Bretterboden und die Bretterverschalung. Beim Umbau der Kapelle wurde die Zelle nicht verändert.
Man betritt zu ebener Erde den Vorraum des aus Tannenbalken errichteten Baues. Die über eine Treppe erreichbare Wohnzelle liegt anderthalb Meter über dem Erdboden. Sie wurde erst 1920 mit einer alten Türe verschliessbar gemacht. Der Innenraum ist 3,10 m lang, 2,80 m breit und 1,8 m hoch. Nach Oswald Myconius (1510) berührte der Einsiedler mit dem Scheitel die Decke der Zelle. Zwei kleine Guckfenster erhellen das Gemach, sie sind nach aussen, also den Mitmenschen zugewandt. Ein drittes 1604 noch vergrössertes und neuestens wieder verglastes Fenster gibt den Blick in die Kapelle frei. Die Nische ist hier mit einem aus Blockwerk gebildeten Knieschemel versehen.
Albrecht von Bonstetten bezeugt 1478 kein Hausgeschirr, keinen Tisch und kein Bett gesehen zu haben. Die Armut der Zelle entsprach dem Geist des Herrn, der nichts hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte. Nach den alten Quellen schlief Bruder Klaus auf dem blossen Boden, wobei er einen Holzblock unter seinen Kopf legte. Im Winter bediente er sich einer alten Decke. Was heute in der Zelle zu sehen ist, eine Bank mit einem Stein, stammt aus neuerer Zeit.
Der untere Zellenraum ist erst 1920 bei Restaurierungsarbeiten wiederentdeckt worden, nachdem er vielleicht schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts unzugänglich geworden und dann vergessen worden war. Dieser heizbare Raum war der Winteraufenthalt des Einsiedlers. Albrecht von Bonstetten berichtet 1478 von diesem "gemechlin". Der Ofen ist eine Rekonstruktion nach hier gefundenen Kacheln.
Das zur Zelle und Kapelle gehörende Sigristenhaus war früher Pfrundhaus für Kaplan und Sigrist im Ranft. Bruder Klaus selber hatte diese Pfründe 1482 aus den Geschenken der Eidgenossen und Pilger gestiftet. Im Jahre 1619 übersiedelte der Ranft-Kaplan auf das Flüeli. Das Haus wurde 1986/87 restauriert.