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Die «Total-Wealth-Analyse» untersucht die Wertentwicklung von Unternehmen. Dabei wird die Veränderung des Wertes in insgesamt fünf Komponenten unterteilt: Aktienrückkäufe, Dividendenzahlungen, Veränderungen der liquiden Mittel, Veränderungen der Einschätzung künftiger Gewinnentwicklung durch die Aktionäre sowie die Veränderung des Betriebskapitals und den Wert des damit erwirtschafteten Value Added (VA). Value Added, bisweilen auch Economic Value Added genannt, beschreibt, welchen Ertrag ein Unternehmen über die zu erwartende Rendite hinaus erzielt. Ein einfaches Beispiel: Wer mit einer halben Million Franken ein Sonnenstudio eröffnet und damit 55 000 Franken Ertrag erzielt, hat einen Return on Investment von 11 Prozent. Hätte man die halbe Million in eine vom Risiko her ähnliche Kapitalanlage gesteckt (zum Beispiel zu 10 Prozent), wären 50 000 Franken der Ertrag. Der «Mehrwert» von 5000 Franken ist der Value Added, das ergibt einen «Value Spread» von 1 Prozent. Vergleicht man diesen Spread mit einer Referenzgruppe, also anderen Sonnenstudios, dann lässt sich erkennen, wie erfolgreich, also wie verantwortungsvoll und mit welcher Verzinsung, das Unternehmen mit dem Geld der Investoren umgeht. Als Referenzgruppe dient (pro analysiertes Unternehmen) ein Firmenset aus 20 so genannten Peers, die in ähnlichen Geschäftsfeldern arbeiten und deshalb bei Risikobewertung und Kapitalkosten vergleichbar sind das verhindert, dass Äpfel mit Birnen, also etwa Banken mit Chemiefirmen, verglichen werden. Das SMI-Rating arbeitet mit insgesamt elf Peer-Gruppen. Das je nach Branche unterschiedliche Risikomass für das Eigenkapital («Beta») errechnet die Beratungsfirma Hostettler & Partner, indem sie für jedes Peer-Unternehmen auf Basis eines «rollenden 60-Monate-Durchschnitts» die Aktienkursschwankungen mit den jeweiligen Indexschwankungen bis zu zehn Jahre zurück vergleicht. Die Ermittlung des Risikomasses, also des Kapitalkostensatzes für die jeweilige Branche, erfolgt nach dem Ansatz «Weighted Average Cost of Capital» (WACC), übersetzt: gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten. Dieser Satz gibt eine betriebswirtschaftliche Mindestrendite für ein Unternehmen an. Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe werden bis zum Ende der Messperiode anhand dieses Kapitalkostensatzes aufgezinst. Der Value Added gibt darüber Auskunft, wie effizient das Management das investierte Kapital bewirtschaftete was er nicht aufzeigt, ist, wie sich jeweils das VA-Potenzial für die Zukunft verändert hat. Dieses Potenzial misst man ausgehend vom gesamten Marktwert eines Unternehmens: der Summe aus der Börsenkapitalisierung und dem Fremdkapital, also den Finanzschulden. Bei Banken und Versicherungen basiert die Analyse nur auf der Börsenkapitalisierung des Eigenkapitals. Zieht man vom Marktwert die liquiden Mittel und den «Current Operations Value» (COV) ab, also den aktuellen Ertragswert der Firma ohne weiteres VA-Wachstum, dann erhält man den «Future Growth Value» ( FGV ). Der FGV gibt an, wie viel Hoffnung im Börsenkurs enthalten ist oder wie viel VA-Wachstum die Aktionäre in Zukunft erwarten. Ein im Branchenvergleich hoher FGV zeigt einen Vertrauensvorschuss des Marktes in Management und Firma an. Typisch ist ein Verhältnis zwischen COV und FGV von 50 zu 50, je nach Branche und Zyklus verschiebt sich dieses Verhältnis. Bei der Beurteilung der Wertschaffung von einzelnen CEO wird, je nach Datum der Amtsübernahme oder des Austritts des CEO, auf Ende des Vorjahres oder Ende des laufenden Jahres abgestellt. Legt man den genannten Kapitalkostensatz am Startwert an, dann ergibt sich der Mindestwert zum Ende der Analyseperiode (zum Beispiel Ende 2007). Daraus lässt sich ableiten, ob ein Unternehmen oder ein CEO «Überschuss-Wert» geschaffen, also die Erwartungen der Investoren übertroffen hat oder nicht. Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel.
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