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BIOGRAPHIE / MUSIKALISCHE STATIONEN
1965
Geboren am 19. Februar 1965 wuchs Adolf Zobrist in Ringgenberg auf. Seine ersten Kontakte zur Musik erfuhr er im Elternhaus. Die Mutter als Jodlerin und der Vater als Alphornbläser legten ihm die musikalische Begabung in die Wiege. Mit 10 Jahren erlernte er das Klarinettenspiel in der Grundausbildung der Musikgesellschaft Ringgenberg, das Alphornspiel wurde vom Vater vermittelt. Zur Schulzeit übte er fleissig mit Kollegen, um in einer Tanzband zu spielen. Als 16-jähriger Jüngling durfte er dann endlich mit seinen beiden Freunden zusammen auftreten. Die Tanzband „The Nevadas“ spielte in der Region an vielen Dorf-, Familien- und Vereinsfesten auf.
1985
Die Trompeterprüfung bestand er mit der Klarinette und rückte 1985 zur Rekrutenschule in Bern ein. Bereits in der 2. Woche fehlte auf dem Alt-Saxophon ein Musikant. Adolf übernahm den fehlenden Platz und fand sein zukünftiges Hauptinstrument. Im Frühjahr 1986 absolvierte er die Unteroffiziers-Schule in Aarau und verdiente den Grad als Korporal im selben Sommer in Bern ab. Seine militärische Musikausbildung ging weiter. Wieder in Aarau verbrachte er 8 Wochen zur Ausbildung des Spielführers. Bis 1990 sammelte er viel Erfahrung in diversen Rekrutenspielen.
1987
Ab Herbst 1987 leitete er die Musikgesellschaft Därstetten i.S. Mit diesem Verein arbeitete er 11 Jahre intensiv und durfte manch schönen Erfolg erleben. Die Besetzung als Brass Band war für den ausgebildeten Klarinettisten und Saxophonisten Neuland. Trotzdem bereitete es ihm grosse Freude mit diesem kleinen aber sehr guten Verein.
1993
1993 wurde ihm die Leitung des Spiel Geb Inf Rgt 17 übertragen. Diese Aufgabe war das Ziel seiner musikalischen Ausbildung. Mit ausgezeichneten Musikanten zu arbeiten war für ihn eine grosse Herausforderung. Das ausgebaute Blasorchester mit seinen vielfältigen Klängen sorgte für viel Freude und Begeisterung an vielen Platz- und Saalkonzerten.
Das Alphornspiel wurde immer gepflegt. Mit Vater und Bruder machten sie sich als Alphorn-Trio Zobrist einen guten Namen. Viele unzählige kleinere und grössere Auftritte im In- und Ausland - sogar im fernen Japan - waren der Lohn für die vielen Probestunden.
1996
1996 zog es Adolf beruflich nach Brienz. Er gründete seine eigene Unternehmung und musste die Musik nun in das 2. Glied stellen. Die Musikgesellschaft Därstetten gab er 1998 ab und trat als Sänger in den Jodlerklub Brienz ein. Seine Fähigkeiten als Leiter wurden bald erkannt und er wirkte von 2000 bis 2003 als Dirigent des ältesten Brienzer-Jodlerklubs. Bis Ende 2003 leitete er noch das Militärspiel Geb Inf Rgt 17. Im Zuge der Armee XXI wurde dieses Spiel aufgelöst und für Adolf Zobrist endete somit die militärische Musikkarriere als letzter Spielführer des Berner Oberländer Regimentspiels.
Das Alphorn bleibt seine grosse Passion. Nebst den traditionellen Auftritten sorgen seine unkonventionellen Engagements für viel Abwechslung und zeitweise Experimentierstatus in seinem musikalischen Wirken. Auftritte mit der Cover-Band Kick Down, Hanery Amman, der Bigband „Blue Ties“, der MG Allmendingen, MG Brienzwiler, des MV Interlaken-Unterseen oder die etlichen Kirchenkonzerte mit den Ausnahmeorganisten Matteo Pastorello und Gabriela Moser Regli sind immer wieder besondere musikalische Höhepunkte.
2013
Ab 2013 leitete er die Alphorngruppe Jungfrau und brachte neue Ideen und Klänge in die alt eingesessene Formation.
Leider musste er diese Leitung Ende Januar 2016 abgeben, da seine berufliche Herausforderung als Project Manager bei der RUAG seine vollste Aufmerksamkeit fordert.
2015
Das Amt als Regionalkursleiter des BKJV übt er seit 2015 aus. Er vermittelt seine musikalischen Kenntnisse regelmässig an Alphornschüler, wirkt als Kursleiter für Alphorntreffen und -kurse. Ein grosses Highlight in den letzten Jahren ist das Engagement als Kursleiter des Alphorns in der bestbekannten und alle 3 Jahre stattfindenden Brauchtumswoche Fiesch im Jahre 2015.
Zusammen mit seinem Bruder Daniel bietet er seit einigen Jahren auf der Plattform alphorn.next vielen Interessierten eine spannende und nicht alltägliche Möglichkeit sich an den Grenzen des Alphornspiels zu bewegen und ein wenig auszutoben.
Mit dem Ausnahmejodler Sämi Zumbrunn verbindet ihn eine spannende musikalische Freundschaft. Immer wieder treten die beiden mit unterschiedlich besetzter Unterstützung als Kleinformation mit Jodel, Büchel, Alphorn, Handorgel, Schwyzerörgeli und Bassgeige auf.