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nördlichsten Teile der Landschaft besteht aus 2 kleinen Dörfchen. Ober und Unter Laret (1530 m), in der Mitte zwischen beiden befindet sich die kleine Kirche mit dem Friedhof. Bei Unter Laret liegt der kleine Davoser Schwarzsee oder der Laretersee, in dessen dunkelgrünen Fluten finstere Tannen sich spiegeln. Auch Laret besitzt eine Eisenbahnstation und eine eigene Postablage.
Thalauswärts liegt 2 km von Davos Dorf Davos-Platz, der Hauptort der Landschaft, auf einer Terrasse der rechten Thalseite (1560 m). Hier steht die Hauptkirche zu St. Johann mit ihrem hochragenden Turm, neben derselben das alte Rathaus mit der sehr sehenswerten, altertümlichen Ratsstube, deren kunstvolles Getäfel 1899/1900 stilvoll renoviert worden ist. Die gegen Davos-Dorf hin sich erstreckende Hauptstrasse des Ortes macht durch ihre schönen Gebäude und Verkaufsmagazine einen wahrhaft grossstädtischen Eindruck. Davos-Platz ist der Endpunkt der Eisenbahnlinie Landquart-Davos, hat zwei Postbureaus, ein Telegraphen- und Telephonbureau, ein sehr schönes neues Schulhaus; hier befinden sich das Diakonissenhaus, die beiden katholischen Kirchen, die englische Kirche und, ungefähr 1 km thalabwärts, das Krankenhaus. 359 Häuser, 5852 Ew.
Ganz andere Verhältnisse als
Davos-Platz und
Davos-Dorf, die den sogenannten Oberschnitt bilden, weisen die den Unterschnitt
bildenden Ortschaften der Landschaft auf. Auch hier dienen einzelne Hotels der Fremdenindustrie, aber das Hauptelement
der Bevölkerung ist das bäuerliche. Die erste Ortschaft, welche man vom
Platz abwärts gehend in einer Entfernung von 7 km
erreicht, ist
Davos-Frauenkirch (1542 m), das auf einer sanftgeneigten Wiesenfläche auf der rechten
Seite der Landschaft liegt;
es bildet keine geschlossene Ortschaft. Die zum
Schutze gegen Lawinen mit einer sog. Spaltecke versehene
Kirche zählt in nächster Nähe nur sehr wenige
Häuser, die Ansiedelungen liegen alle sehr zerstreut, jeweilen in der Mitte
eines Bauerngutes. Gegenüber
Davos-Frauenkirch öffnet sich das
Sertig, das schönste der Nebenthäler von
Davos.
Davos-Frauenkirch
besitzt ebenfalls ein Post- und Telegraphenbureau.
4 km weiter thalabwärts liegt auf einer Terrasse auf der rechten Thalseite am Ausgang des Bärenthals Davos-Glaris (1459 m). Unweit davon befindet sich am linken Ufer des Landwassers das Spinabad, dessen Schwefelquelle früher zu Bädern benützt wurde, das heute aber nur noch als Luftkurort besucht wird.
Ungefähr 1 km unterhalb
Davos-Glaris zweigt von der Landwasserstrasse die
nach
Davos-Monstein führende
Strasse links ab; derselben folgend erreicht man nach ungefähr 1 Stunde die an einem ganz nach S. gewendeten und gegen den
Monsteiner Bach abfallenden Hang in einer
Höhe von 1620 m gelegene Ortschaft, die ein ziemlich enggeschlossenes Dörfchen
bildet. Während sonst in ganz
Davos die
Alpen,
Weiden und Wälder verteilt und Privateigentum geworden
sind, hat
Monstein dieselben als Korporationsgut unverteilt gelassen.
Monstein hat eine schöne neue Kirche und steht durch
tägliche Postfahrten mit dem übrigen
Davos in Verbindung. Die ausserordentlich sonnige Lage sichert auch diesem Orte eine
Zukunft als Luftkurort.
Bibliographie.
Die Litteratur über
Davos ist sehr reichhaltig, besonders in medizinischer und naturwissenschaftlicher
Richtung; erwähnt seien hier nur folgende Schriften: Hauri. Die Landschaft
Davos.
Davos 1890. - Liebermeister. Ueber Lungenschwindsucht
und Höhenkurorte. Leipzig 1898. Peters und Hauri.
Davos; zur Orientierung für Aerzte und Kranke. Davos 1893. - Führer
durch den Kurort Davos; herausgegeben vom Verkehrsverein Davos. 2. Aufl. Davos 1901.