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Anwendung eines feldtauglichen Kapillarelektrophorese-Geräts zur Analyse von Anionen und Kationen in kleinsten Probemengen
Kapillarelektrophorese ist eine etablierte Methode zur Trennung und Analyse von Ionen, die besonders in Labors der medizinischen und Lebensmittelforschung angewendet wird. Die analytisch-chemische Gruppe an der Universität Basel hat ein tragbares Gerät mit kapazitiv gekoppelter kontaktloser Leitfähigkeitsdetektion entwickelt, das nun in der Feldforschung für Umweltproben verwendet wird. Die Vorteile eines solchen Geräts sind seine Tragbarkeit und die Anwendung im Feld, was sofortige und schnelle Analysen von kleinsten Probemengen mit sehr tiefen Nachweisgrenzen erlaubt. Transport und Konservierung der oft sensiblen Proben kann damit vermieden werden.
Wir untersuchen damit die Zusammensetzung von Porenwasser von Sedimenten und die Verwitterbarkeit von Gesteinsoberflächen. Eine Methode zur Probenahme und Analyse wurde am Baldeggersee entwickelt und zur Aufklärung der Prozesse in den Eisen- und Manganschichten des Baikalsees eingesetzt (siehe Publikationsliste). Auf Gesteinsoberflächen und Flechten werden die unmittelbar verfügbaren Ionen bestimmt, welche bei der initialen Bodenbildung eine wichtige Rolle spielen. Eines unserer Testgebiete ist das Gletschervorfeld des Damma im Rahmen des BigLink-Projects.