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Fettleibigkeit fördert die Entwicklung von Brustkrebs. Die Forscherteams von Albert Santamaria-Martinez und Curzio Rüegg von der Universität Freiburg haben einen neuen Mechanismus aufgezeigt, der in diesem Prozess zum Tragen kommt. Diese Forschungsergebnisse sind bedeutungsvoll, da die Fettleibigkeit in der Schweiz ständig zunimmt, wie die Universität in einem Communiqué mitteilt. Klinische Studien hatten bereits gezeigt, dass Frauen mit Fettleibigkeit ein erhöhtes Brustkrebsrisiko aufweisen, insbesondere nach der Menopause. Auch das Risiko eines Rückfalls erhöht sich. Bis anhin hatte man dies darauf zurückgeführt, dass Adipositas in den Organen entzündungsfördernde Auswirkungen hat.
Neues Versuchsmodell
Im Bestreben, die Auswirkungen von Adipositas auf die Brustkrebsentwicklung besser zu verstehen, haben die Freiburger Forschenden mit Giovanni Salinas von der Universität Göteborg zusammengearbeitet. Gemeinsam haben sie ein neues Versuchsmodell entwickelt, um zu untersuchen, wie die Entwicklung dieser Krebsart durch Fettleibigkeit beeinflusst wird. Sie stellten fest, dass die Tumore von fettleibigen Mäusen unter Sauerstoffmangel litten und invasiver wurden.
Zurückzuführen ist dieser Effekt auf mangelnde Tumorgefässe und die Aktivierung eines biologischen Prozesses, der zur Entstehung von Krebsstammzellen führt, die für die Bildung von Rückfällen und Therapieresistenzen verantwortlich sind.
Mangel an Sauerstoff
Diese grundlegenden Forschungsergebnisse belegen, dass sich Tumore, die anfänglich relativ wenig aggressiv sind, aufgrund des Mangels an Sauerstoff, der durch Fettleibigkeit hervorgebracht wird, zu offensiveren Krebsarten weiterentwickeln.