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Oft wird von Lehrpersonen die Bedeutung des Arbeitsauftrags im Rahmen des Gruppenunterrichts unterschätzt. Jedoch ergeben empirische Untersuchungen, dass er in seiner Wichtigkeit nicht hoch genug veranschlagt werden kann (vgl. Dann/Diegritz/Rosenbusch, 1999, Kap.4.1). Die geeignete Wahl und Formulierung des Arbeitsauftrags durch die Lehrperson trägt ganz entscheidend zum Gelingen der folgenden Gruppenarbeit bei. Durch ihn werden nicht nur die Handlungen und Ergebnisse der Schüler, sondern auch die weiter folgenden Handlungen der Lehrperson während der Gruppenarbeit und Auswertungsphase beeinflusst und vorstrukturiert. Vom Arbeitsauftrag hängt z.B. in hohem Masse ab, ob die Schüler dann aufgabenorientiert arbeiten oder desorientiert ins Nebenengagement abgleiten und ob die Lehrperson die Gruppen ungestört arbeiten lassen kann oder sich genötigt sieht zu intervenieren.
Nach einem einführenden Überblick folgt eine Checkliste zur Gestaltung von Arbeitsaufträgen. Danach werden weiterführende Anregungen zum Offenheitsgrad von Arbeitsaufträgen und zu differenzierenden Massnahmen gegeben.
(Nürnberger Projektgruppe, Erfolgreicher Gruppenunterricht. S. 30)