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Wasserknappheit und die damit verbundene Konflikte werden in den Alpenregionen zu einem besorgniserregenden Thema. Zudem leiden Tieflandregionen weit jenseits der Alpen unter fehlendem Wasser aus den Alpen. Daher sind die Länder aufgefordert, mit gemeinsamen Strategien auf dieses Thema zu reagieren. Um dies zu unterstützen, hat das Interreg-Projekt Alpine-Space, Alpine Drought Observatory (ADO), zum Ziel, ein virtuelles Observatorium für die Überwachung von Dürren im gesamten Alpenraum und darüber hinaus einzurichten, um Empfehlungen für eine verbesserte Risikovorsorge und ein effizienteres Dürremanagement abzuleiten.
ADO selbst wird ein transnationales alpenweites operationelles System mit einer Web-Schnittstelle (z.B. WebGIS, periodische Berichte) sein, um auf Daten und spezifische wirkungsorientierte Indizes zur Überwachung von Dürren und deren Auswirkungen zuzugreifen. Es wird optimierte Beobachtungen und Prognosen für Berggebiete liefern, die in bestehende Monitoringsysteme auf EU-Ebene (z.B. Europäisches Dürreobservatorium) integriert werden könnten. Die Überwachung wird auf einer Verschmelzung bestehender Ansätze (z.B. meteorologische Dürreindizes, hydrologische Dürreindizes) und neu verfügbarer Informationen (z.B. Fernerkundung von Schnee und Bodenfeuchtigkeit) beruhen, um einen optimierten Satz von Dürreindizes und eine gemeinsame Dürreklassifizierung zu liefern. Eine der weiteren Projektaktivitäten wird die Erfassung und Aufzeichnung spezifischer Dürreauswirkungen sein. Dieses Wissen wird dazu beitragen, meteo-hydrologische Indizes mit konkreten, realen Auswirkungen in Beziehung zu setzen und so ihre Anwendbarkeit für die Dürreüberwachung und -bewältigung erheblich zu verbessern.
ADO wird in sechs Fallstudien in allen Alpenländern mit lokalen Partnern getestet. Die Fallstudien befassen sich mit verschiedenen Dürreproblemen wie landwirtschaftliche Dürre, hydrologische Dürre oder Auswirkungen von Dürre auf Ökosysteme. Aus den Fallstudien werden Richtlinien für ein verbessertes Dürrerisikomanagement entwickelt. Die Ergebnisse werden zu Empfehlungen für eine Politik der Dürrerisikosteuerung für die Alpen weiterentwickelt. Hauptnutznießer der Projektergebnisse sind Institutionen mit Entscheidungskapazitäten in den Bereichen Wassermanagement, Energieproduktion und Landwirtschaft.