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Als Verhalten bezeichne ich Orts- und/oder Zustandsänderungen eines Systems, die ich als strukturelle Koppelung zwischen diesem System und seinem Milieu auffasse.
- Ich spreche von spontanem Verhalten, wenn ich den Bezug zum Milieu vermute/unterstelle, aber nicht benennen kann.
- Ich spreche von Handlungen, wenn ich dem System Autonomie gegeüber dem Milieu unterstelle.
Beispiel:
Bestimmte Einzeller bewegen sich in ihrem Milieu in Richtung zunehmender Zuckerkonzentrationen (Maturana: Baum der Erkenntnis: 150).
"Verhalten" resultiert aus einer Beobachterperspektive, die idealtypisch von behavioristischen Wissenschafter eingenommen wird. Der Systemtheoretiker Wiliam Powers bezeichnet Verhalten als Kontrolle der Wahrnehmung.
offen:
noch verbinden mit relativen Bewegung zur Bestimmung der speziellen Objekte (Gestalten)
Verhalten, i.w.S. die Gesamtheit aller beobachtbaren (feststellbaren oder meßbaren) Reaktionsweisen oder Zustandsänderungen von Materie, insbesondere das Reagieren lebender Strukturen auf Reize;
Verhalten i.e.S. die Gesamtheit aller Körperbewegungen, Körperhaltungen und des Ausdrucksverhaltens eines lebenden tier. Organismus in seiner Umwelt. Dieses letztere Verhalten ist der Untersuchungsgegenstand der vergleichenden Verhaltensforschung (Behaviorismus). Unter autochthonem Verhalten versteht man die Gesamtheit der Reaktionen, die auf einem spezifischen Antrieb beruhen und durch einen passenden Schlüsselreiz ausgelöst werden. Im Unterschied dazu wird Verhalten, dem auch individuelle Lernvorgänge zugrunde liegen, als allochthones Verhalten bezeichnet. Des weiteren wird etwa zwischen spontanem Verhalten, agonistischem Verhalten (Verhalten im Zusammenhang mit [kämpferischen] Auseinandersetzungen) und appetitivem Verhalten. (Appetenzverhalten) unterschieden. Beonderes Interesse wird dem insgesamt artspezifischen Verhalten in seiner Angepaßtheit (Funktion) und stammesgeschichtlichen Entwicklung (Evolution) entgegengebracht, das bei der Mehrzahl der einer bestimmten Tierart zugehörigen Individuen in relativ ähnlichen Situationen und unter relativ ähnlichen Begleitumständen regelmäßig auftritt. Bei kybernetischen Modellen der Verhaltenorganisation ist der Organismus weniger ein Wesen, das auf seine (inneren) Bedürfnisse und (äußeren) Verhältnisse oder Situationen nach einer durch Vererbung und Erfahrung entstandenen Vorprogrammierung reagiert, als vielmehr ein in hohem Grade aktives System, das sich Reizen zuwendet, sie aufnimmt, umformt, koordiniert und verarbeitet und die Verarbeitungsergebnisse in neue Aktivitäten umsetzt.
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