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Kunst auf LSD
Mark McCloud hat in der Hippie-Zeit Tausende LSD-Blotter gesammelt und musste dafür beinahe lebenslänglich ins Gefängnis.
Am 6. Oktober 1966 (was für ein teuflisches Datum) wurde LSD in Kalifornien verboten, zwei Jahre später war der Besitz der psychoaktiven Substanz im ganzen Land nicht mehr erlaubt. Mark McCloud hielt das nicht davon ab, auch für den Eigenkonsum, sogenannte Blotter zu kaufen und zu archivieren. Diese in regelmässige, kleine Quadrate unterteilten und mit LSD-Tropfen getränkten Fliessblätter wurden meist in der Grösse von LPs hergestellt und dann auch als solche getarnt verschickt. Anfangs waren die Filzbögen meist einfarbig gehalten, die künstlerische Gestaltung kam erst in den 70er-Jahren in Mode.
Heute umfasst McClouds Archiv über 33’000 Exemplare und ist damit die weltweit umfassendste Sammlung dieser Art.
Dass jemand, der solche Unmengen Drogen hortet, irgendwann auch mit der Justiz Probleme bekommt, ist klar. Seinen Angaben zufolge wollte man ihn lebenslänglich in den Knast stecken. Sein Glück: Die verbotene Substanz auf den kunstvollen Filzen war über die Jahre verdunstet.