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Frische Mistdüngung ist ihm nicht zuträglich, aber
Kalk-,
Mergel- oder Aschedüngung soll zur
Vermehrung des Farbstoffs beitragen.
Er gedeiht gut nach
Klee, Raps und
Hackfrüchten. Man baut
Sommer- und Winterwau. Ersterer hat mehr
Farbstoff
als der wilde. Man erntet von 1
hl 50-65 Ztr.
Stengel und 4-8 Ztr.
Samen,
[* 14] aus welchem auch
Öl gepreßt wird.
Wau gibt ein schönes,
dauerhaftes
Gelb, ist aber durch
Gelbholz und namentlich durch
Quercitron stark zurückgedrängt worden.Reseda odorataL. (wohlriechende Resede), von Reseda PhyteumaL., in den Mittelmeerländern, fast nur durch den
Geruch unterschieden, wird seit
der ersten Hälfte des vorigen
Jahrhunderts, zuerst in
Frankreich, als
Zierpflanze kultiviert und ist im wilden Zustand nicht
bekannt. Sie soll aus
Ägypten
[* 15] stammen, ist aber vielleicht durch
Kultur aus Reseda Phyteuma entstanden. Eine
groß blühende Form mit etwas holzig werdendem Hauptstengel, der bei gehöriger
Pflege mehrere Jahre dauern kann, kommt als
Reseda grandiflora und Reseda arborea in den
Handel.
Die 2-6 Karpiden verwachsen in der Art miteinander, daß sie am Gipfel frei bleiben, in ihrem untern
Teil aber ein einfächeriges
Ovarium mit wandständigen
Samenleisten bilden.
Vgl. J.
Müller, Resedaceae, in
DeCandolles »Prodromus«,
Bd. 16. Man zählt ungefähr 40
Arten, welche meist den Mittelmeerländern,
besonders Nordafrika, angehören; wenige wachsen
im mittlern und nördlichen
Europa, und einige sind über die außertropischen
Länder andrer
Erdteile verstreut.
Sofern es gelingt, das Knochenstück so zu entfernen, daß die
Beinhaut
(Periost) erhalten bleibt, wird später ein
Ersatz gebildet,
so daß nach der
Heilung gesunder
Knochen die
Stelle des weggenommenen kranken
Stückes ausfüllt. Die Resektion wird namentlich bei
Gelenkkrankheiten aller Art, z. B. Vereiterungen des
Hüft- und Kniegelenks, Ellbogensteifigkeit, ausgeführt.
Nach der Resektion wird ein
Verband
[* 21] angelegt, der aber, wenn man nicht ein unbewegliches
Gelenk behalten will, früh abgenommen wird,
worauf mit dem
Arm oder
Bein fleißig passive
Bewegungen ausgeführt werden müssen. Häufig sind die Erfolge der Resektion so vollkommen,
daß der Kranke das
Gelenk wie ein gesundes gebrauchen kann; beim
Knie bleibt immer ein hoher
Grad von Steifheit zurück. Besonders
verdient um die
Ausbildung der ist B. v.
Langenbeck.
(franz.), allgemein s. v. w. das Vorbehaltene,
dann aber auch s. v. w. Zurückhaltung, z. B.
¶
mehr
eine Nachricht mit aller Reserve mitteilen. In taktischem Sinn bezeichnet man mit Reserve die rückwärts zur Verfügung des Höchstkommandierenden
für die Wechselfälle des Kampfes zur Unterstützung der kämpfenden Truppen sowie zur Ausführung oder Abwehr des letzten
Entscheidungsstoßes bereit gehaltenen Truppen. Es gilt heute als Grundsatz, die Truppen in Marschkolonne auf
das Gefechtsfeld zu führen und erst nach Erkennen der Sachlage eine dieser angemessene Reserve abzuscheiden.
Wie groß dieselbe sein muß, richtet sich nach den Umständen, in der Schlacht bei Gravelotte waren es das 2., 3. und 10. preußische
Armeekorps. Spezialreserven werden beim Gefecht um Örtlichkeiten als Rückhalt für die Verteidigung bereit
gehalten. Spezialgeschützreserven dienen in den Forts von Festungen zum Armieren der Anschlußbatterien, während die Generalgeschützreserve
der Festung
[* 26] zur Besetzung der Zwischenbatterien dient (s. Festungskrieg, S. 190 f.). Unter strategischer Reserve versteht man Truppenkorps,
welche noch außerhalb des Bereichs der Operationen zur Verstärkung
[* 27] der Armeen auf dem einen oder andern
Kriegsschauplatz bereit gestellt werden. Reservedivisionen, aus Landwehrtruppen aller Waffen
[* 28] formiert, dienen zur Besetzung
der Etappenlinien und zu Belagerungen, um eine Schwächung der eigentlichen Operationsarmee durch Abgeben für solche Nebenzwecke
zu vermeiden. Über die Bedeutung der in der Heeresergänzung und bei Ableistung der Dienstpflicht s. Ersatzwesen. - In der
Forsttechnik heißen Reserven Deckungsmittel für unvorhergesehene Ertragsausfälle durch Waldunfälle
oder Überschätzung gegenüber den Ansätzen des Forstabschätzungswerks.
Reserven werden eingerichtet unter anderm durch Ausschluß einer Waldfläche von der Forsteinrichtung (stehende Reserven),
durch Erhöhung der Umtriebszeit über die an sich zweckmäßige Zeit, durch ansteigende Regulierung der periodischen Erträge,
durch niedrige Schätzung, durch Ausschluß gewisser Bestände, z. B. der im Verjüngungsbetrieb
liegenden Bestände, von der Ermittelung des Abnutzungssatzes (s. d.), auch Einsparungen
gegen den Abnutzungssatz. Seit Einführung der Taxationsrevisionen sind die Reserven bei der Forsteinrichtung außer Gebrauch
gekommen.