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Definition
Bei einer Pacht überlässt der Verpächter dem Pächter eine nutzbare Sache oder ein nutzbares Recht zum Gebrauch und zum Bezug des entsprechenden Ertrages. Der Pächter zahlt ihm dafür einen Zins. Erfolgt die Nutzung unentgeltlich, handelt es sich um eine sog. Gebrauchsleihe.
Gesetzliche Grundlagen
Die gesetzlichen Bestimmungen zur Pacht finden sich im Obligationenrecht OR und, wenn es sich um ein landwirtschaftliches Pachtobjekt handelt, vor allem im Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht LPG. Kleinparzellen unter 25 Aren (Reben unter 15 Aren) fallen nicht unter das LPG. Dasselbe gilt auch für Grundstücke, die in einer Bauzone liegen.
Das Pachtrecht schreibt für die Gültigkeit eines Pachtverhältnisses nicht zwingend einen schriftlicher Vertrag vor. Die pachtrechtlichen Bestimmungen gelten deshalb auch für mündlich oder still-schweigend zustande gekommene Pachtverhältnisse.
Bei den pachtrechtlichen Bestimmungen des LPG und des OR handelt es sich fast ausschliesslich um Privatrecht. Das heisst, die gesetzlichen Vorschriften kommen nur dann zum Zug, wenn sich die Parteien nicht anderweitig einigen können.