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Kirchen und Baugeschichte
Am Anfang dieser Geschichte steht eine romanische Kirche, die dem Heiligen Georg geweiht war. Sie ist im Jahr 1227 durch einen Leutpriester bezeugt und durch den Fund ihrer Fundamente innerhalb der heutigen Kirche im Jahr 1947 bestätigt worden. Diese Kirche war mit ihrer Breite von 9 Metern und ihrer Länge von 20 Metern von bescheidenen Ausmassen.
In gotischer Zeit gab es erste bauliche Erweiterungen wie den Turm im Osten, der damals noch um ein Geschoss niedriger war. 1429 sind bauliche Eingriffe durch eine Glocke und im Jahr 1432 durch einen Beitrag der Stadt Baden belegt.
1650 liess Margareta von Erlach für ihren verstorbenen Ehemann General Hans Ludwig von Erlach eine Ruhe- und Gedächtniskapelle an der Südflanke des Turms errichten, die heutige Erlachkapelle. In derselben Zeit wurde der Turm um die heutige barocke Bekrönung erweitert.
Bis zum Jahr 1779 wuchs die Kirchgemeinde stetig an, sodass das Kirchenschiff zu wenig Platz für alle Gemeindemitglieder bot. Zudem war es baufällig geworden. Man beschloss, das Schiff abzureissen und ein neues mit den heutigen Dimensionen zu bauen. Ein erster von der Gemeinde eingegebener Plan von Hans Ulrich Spillmann wurde vom bernischen Werkmeister Emanuel Zehnder bearbeitet, um eine bessere Symmetrie zu schaffen. Die neue Kirche wurde mit einer Kanzel, einem Taufstein und Stukkaturen von Antoni Schwarz aus Baden sowie einer Empore ausgestattet.
Nun folgt die Ära der Renovationen. Innen wie aussen erfolgten 1859 und 1898 erste Renovationen. Ein erster grosser Eingriff wurde im Rahmen der Renovation von 1930 vorgenommen. Dabei wurde die Kanzel, die bis anhin aus Symmetrie- und auch theologischen Gründen an der Ostwand des Schiffs hing, an die Südwand versetzt, die Orgel an die Stelle der Kanzel in den Chor gestellt und wurden die Bodenplatten erneuert. 1947 wurde das Schiff neu bestuhlt.
Die Renovation von 2006 brachte weitere Neuerungen: im Eingangsbereich wurden die Einbauten von 1947 entfernt, wodurch neu ein Begegnungsraum entstand. An Empore, Kanzel und Balustraden wurden die Marmorierungen renoviert. An das Scheintor links im Chor wurde symmetrisch zum Metallgitter der Erlachkapelle das schon einmal vorhandene Gitter aufgemalt, um die Symmetrie wieder zu vervollständigen. Zudem wurden neue feingliedrige Leuchten eingefügt.