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Zuerst Französisch
Französisch soll weiterhin als erste Fremdsprache an den Volksschulen unterrichtet werden. Dafür haben sich die Kantone an der Sprachgrenze zwischen der Deutschschweiz und der Romandie ausgesprochen.
Die Kantone Bern, Freiburg, Solothurn, Wallis, Basel-Landschaft und Basel-Stadt wollen weiterhin eine Brücke zwischen den Sprachkulturen bilden, schreiben sie am Samstag in einem gemeinsamen Communiqué. Sie stellen sich damit hinter die Sprachen-Strategie der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) und wählen als erste Fremdsprache, die unterrichtet werden soll, Französisch.
Die Erziehungsdirektorenkonferenz hatte sich im März 2004 für zwei Fremdsprachen ab dem 3. beziehungsweise 5. Schuljahr ausgesprochen: eine zweite Landessprache und Englisch. Die Reihenfolge wurde den einzelnen Kantonen überlassen. Die EDK ging damals davon aus, dass in zweisprachigen Kantonen die zweite Kantonssprache als erste Fremdsprache unterrichtet werde.
Der Entscheid einiger deutschsprachiger Kantone, Französisch als erste Fremdsprache durch Englisch zu ersetzen, belaste das Verhältnis zwischen den Sprachregionen, heisst es in der Mitteilung der sechs Erziehungsdirektionen.
Schliesslich hätten sich alle Kantone der Romandie für die Beibehaltung des Deutschen als erste Fremdsprache entschieden. Ausserdem fordere der Europarat, dass die erste Fremdsprache in der Schule die Sprache der Nachbarn sein soll. (sda) Der Bund,20.Sept.2004