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Wie es mit ihnen weitergeht ist offen. Ein Personalabbauplan und Begleitmassnahmen müssen noch mit der Betriebskommission diskutiert werden.
"Die Glasfabrik ist seit Jahren chronisch defizitär und Hoffnung auf Besserung besteht nicht", schreibt AGC am Freitag zu einer Meldung der regionalen Radiosender "RJB" und "RFJ". Der Konzern will immerhin mit einem kleinen Handelsgeschäft in Moutier bleiben.
Die AGC VIM gehört zur AGC Glass Europe in Belgien. Diese wiederum ist Teil des japanischen Glasherstellers AGC. Das Unternehmen produziert und verarbeitet Glas für die Bau- und Transportbranche.
Das Geschäft von AGC VIM leidet unter einem Überangebot an Doppelverglasungen und dem daraus resultierenden Preisdruck. Neben diesem strukturellen Problem gebe es zudem einen starken Nachfragerückgang und grössere Konkurrenz, so AGC Glass Europe.
Das Unternehmen leide seit der Finanzkrise 2008. "Wir haben viel gemacht und sind besser geworden, aber wir verlieren immer noch zu viel Geld", sagte Direktor Jean Maushart am Freitag gegenüber Radio "RJB". Maushart führte ausserdem die hohen Schweizer Lohnkosten und der starke Franken ins Feld.
Der Konzern hat nach eigenen Angaben nach Möglichkeiten gesucht, um die Schliessung des Standorts Moutier zu verhindern. Doch weder Kostensenkungsprogramme noch Investitionen hätten den Betrieb wettbewerbsfähig gemacht, betont der Konzern.
"Das ist eine Katastrophe, eine menschliche Tragödie", zeigte sich der Stadtpräsident von Moutier, Marcel Winistörfer, am Freitag auf Anfrage bestürzt. Mit der Glasfabrik verschwinde ein Stück Stadtgeschichte.
Die Angestellten wurden am Freitag kurz vor Mittag über die geplante Schliessung des Unternehmens informiert. Moutier zählt rund 7700 Einwohner. Moutiers Industrialisierung begann in der Zeit um 1840 mit einer Glashütte, bald danach kam die Uhrenindustrie dazu.
(SDA)