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Die frühere und auch heutige Eigentümerin der Katze hatte ihr Tier im Dezember 2013 einem Bekannten zur Pflege übergeben, weil sie fünf Wochen in die Ferien fuhr. Nach ihrer Rückkehr holte sie die Katze nicht sogleich wieder ab. Sie wartete bis zu einem Besuch beim Bekannten im Oktober 2014 und nahm die Katze mitten in der Nacht mit nach Hause.
Im Oktober 2018 entschied das Bundesgericht definitiv über das Eigentum an der Katze – und so durfte das Tier bei der Frau bleiben. Im ersten Anlauf vor Bundesgericht hatten die Lausanner Richter den Fall ans Waadtländer Kantonsgericht zurückgeschickt. Unklar war, ob der Bekannte die Katze nach zehn Monaten nicht allenfalls besessen hatte.
Es ging längst nicht mehr um die Katze
Es ging in diesem Fall aber längst nicht nur um die Katze. Die Eigentümerin hatte ihren Bekannten im Herbst 2014 angezeigt, weil dieser ihr eine Ohrfeige verpasst, die Katzenutensilien nicht zurückgegeben und einen Drohbrief geschrieben haben soll.
Die Waadtländer Staatsanwaltschaft stellte die Untersuchung gegen den Mann im April 2019 ein. Das Bundesgericht hat in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil die Einstellung bestätigt. Die Vorinstanz habe aufgrund des Sachverhalts davon ausgehen dürfen, dass kein Straftatbestand erfüllt sei.
Die von der Frau geltend gemachten psychischen Folgen aufgrund der Ohrfeige lässt das Bundesgericht nicht gelten. Vielmehr seien die geäusserten Probleme eine Folge der Auseinandersetzung um die Katze und der instabilen psychischen Konstitution der Frau.