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Das entscheidende Tor fiel nach einem Eckball in der siebten Minute der Nachspielzeit durch Verteidigerin Manuela Vanegas. Zuvor hatte Alexandra Popp in der 89. Minute für Deutschland per Foulpenalty ausgeglichen. Das schönste Tor der Partie erzielte das 18-jährige Supertalent Linda Caicedo in der 52. Minute. Erst liess die Stürmerin von Real Madrid an der Strafraumkante zwei Gegenspielerinnen stehen, ehe sie den Ball in die rechte obere Torecke schlenzte.
In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel waren es die Deutschen, die eigentlich die besseren Chancen zu verzeichnen hatten. Doch dem EM-Finalist ging für einmal die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ab.
Ein Sieg für die Geschichtsbücher
Marokko rehabilitierte sich im zweiten Spiel der Gruppe H für die 0:6-Auftaktniederlage gegen Deutschland. In einer ereignislosen Partie setzten sich die Nordafrikanerinnen gegen Südkorea 1:0 durch. Das entscheidende Tor fiel bereits in der 6. Minute durch Ibtissam Jraidi.
Auch wenn die Partie nicht sonderlich viel Spektakel bot, geht sie gleich doppelt in die Geschichte ein: Es war der erste Sieg der Marokkanerinnen an einer WM. Und: Als erste Fussballerin bei einem WM-Turnier der Frauen lief Marokkos Verteidigerin Nouhaila Benzina mit einem Hidschab auf dem Kopf auf.
Die entscheidenden Spiele in der Gruppe H stehen am Donnerstag an. Kolumbien hat mit dem Punktemaximum die besten Chancen aufs Weiterkommen, Deutschland und Marokko stehen bei je drei Punkten, wobei die Europäerinnen das deutlich bessere Torverhältnis aufweisen als die Nordafrikanerinnen.
Norwegen zieht Kopf aus der Schlinge
Norwegen zieht dank eines 6:0-Kantersiegs über die Philippinen doch noch in die Achtelfinals ein. Die Favoritinnen aus der Schweizer Gruppe rückten durch die drei Punkte vom letzten auf den 2. Platz vor und liessen Neuseeland und die Philippinen hinter sich.
Auf den die Skandinavierinnen und die Schweizerinnen im Achtelfinal treffen, entscheidet sich am Montag, wenn Spanien und Japan den Sieg in der Gruppe C unter sich ausmachen.