Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/8076

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit einigen Jahr scheint man festzustellen, dass Personen, die in Militärunfälle verwickelt sind, Drogen konsumiert haben. Ich stelle darum dem Bundesrat die folgenden Fragen:</p><p>1. Wird bei Militärunfällen wie Fensterstürzen, Verkehrsunfällen, Schiessunfällen usw. systematisch untersucht, ob Drogen eingenommen worden sind (LSD, Ecstasy, Alkohol)?</p><p>2. Wenn ja, zu welchen Ergebnissen haben die Kontrollen in den letzten fünf Jahren, in denen das Drogenproblem besonders akut geworden ist, geführt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Weder bei zivilen noch bei Militärunfällen werden systematisch Betäubungsmittel-Analysen durchgeführt. Werden bei einem Unfall Personen verletzt, oder entsteht grosser Sachschaden, so ist nach den Vorschriften des Militärstrafprozesses (Artikel 102 und 103) eine militärgerichtliche Untersuchung anzuordnen. In diesem Rahmen ordnet der Untersuchungsrichter Blut- und Urinanalysen an, sofern Verdachtsmomente dafür bestehen, dass Drogen oder Alkohol beim Unfallgeschehen eine Rolle spielten.</p><p></p><p>2. Weil bei Unfällen keine systematischen Betäubungsmittel-Analysen durchgeführt werden, gibt es auch keine verlässlichen Zahlen über Militärunfälle unter Drogeneinfluss. Die Militärversicherung und die Militärische Unfallverhütungskommission führen Statistiken über den Alkoholkonsum bei Motorfahrzeugunfällen. Danach ist im Mittel bei 0,5 bis 1,5 Prozent der Unfälle Alkohol im Spiel. Rund ein Fünftel dieser Unfälle ereigneten sich im Urlaub.</p>  Antwort des Bundesrates.