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An Silvester 1939, einem Sonntag, hielt Pfarrer Sigrist wie üblich seine Predigt. Am Ende seiner Ausführungen forderte er die Pfarrei auf, in dieser Zeit von grösster Anspannung und Angst etwas Aussergewöhnliches zu wagen. Er forderte die Gläubigen auf aufzustehen und im Namen der ganzen Pfarrei ein Gelöbnis abzulegen.
„Seliger Bruder Klaus. Wir geloben, wenn unser Land auf Deine Fürbitte hin vom Krieg verschont bleibt, Dir zu Ehren eine Kapelle zu bauen. Bitte für uns am Throne Gottes! Schütze uns mit Deiner mächtigen Fürbitte! Segne unser ganzes, liebes Schweizerland!“
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges sollte das Gelöbnis der Pfarrei Mettau eingelöst werden. Dazu wurde im Oktober 1947, wenige Monate nach der Heiligsprechung von Bruder Klaus der Kapellenverein gegründet. Am 28. August 1949 konnte die Kapelle feierlich eingeweiht werden. Dieser 28. August war genau der 10. Jahrestag, an dem die Glocken der Kirchen der Grenzgemeinden die Grenzschutz-Truppen alarmierten, die zum Schutz der Nordgrenze aufgeboten wurden.