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Die Stadt Sitten und der Kanton haben die neue Strategie für den Flughafen Sitten entwickelt
Nach dem Rückzug der Luftwaffe wollen die Stadt und der Kanton den Flughafen Sitten als Instrument für die kantonale Wirtschafts- und Tourismusförderung einsetzen. Der Flughafen bleibt grösstenteils in öffentlicher Hand und der Betrieb wird einem privaten Partner anver-traut. Ziel ist es, bis am 1. Januar 2023 über eine operative Struktur zu verfügen.
Seit dem 1. Januar 2018 und dem Rückzug der Luftwaffe ist der Flughafen Sitten ein ziviler Flughafen, der eine eingeschränkte militärische Nutzung garantieren muss. Dieser neue Kontext verlangt nach einem Überdenken der Entwicklungsstrategie. So wurde im März 2017 unter der gemeinsamen Füh-rung von Philippe Varone, Stadtpräsident von Sitten, und Christophe Darbellay, Staatsrat und Vorste-her des Departements für Volkswirtschaft und Bildung, eine Arbeitsgruppe (COPIL) zusammengestellt, um die Fragen in Zusammenhang mit der Entwicklungs- und Betriebsstrategie des Flughafens sowie seinem Führungssystem abzuklären.
Die Behörden bestätigen die regionale Grösse des Flughafens Sitten. Dieser soll als Instrument für die Wirtschafts- und Tourismusförderung des ganzen Wallis eingesetzt werden. Dies geht über eine Wei-terentwicklung des Fluggeschäfts und die Erhöhung kommerzieller Flüge. Die Helikopterflüge für die im Berggebiet unerlässlichen Sicherheitsdienstleistungen werden selbstverständlich aufrechterhalten. Das Gleiche gilt für den Freizeitflugverkehr. Und schliesslich sieht sich der Flughafen Sitten als Part-ner der Luftwaffe im Sinne eines Ausweichflugplatzes. Des Weiteren setzt er auf die Ausbildung in den Berufen der Luftfahrt und profiliert sich in der Entwicklung neuer Technologien in diesem Bereich.
Diese neue Strategie bedarf einer Änderung des Führungssystems, die in zwei Etappen erfolgt. Am 1. Januar 2020 wird eine Projektgesellschaft Stadt-Kanton die Betriebskonzession des Flughafens übernehmen. Sie wird den neuen Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) sowie die Gründung einer institutionellen öffentlich-privaten Partnergesellschaft (i-ÖPP) vorbereiten. Ziel ist es, dass diese Ge-sellschaft am 1. Januar 2023 operativ ist. Die Stadt Sitten und der Kanton halten 51 % der Anteile der künftigen i-ÖPP. 19 % sind in der Hand anderer öffentlich-rechtlicher Körperschaften (Gemeinden, Tourismusdestinationen) und 30 % in jener eines privaten Operators, der mit dem Flughafenbetrieb betraut wird.