Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03330.jsonl.gz/2327

|Dienstag, 19. April 5:07 | 2107 x gelesen | 0 Kommentare|
|2. Streich - Souquet gewinnt 9-Ball Eurotour Italien|

Bericht 9-Ball Eurotour in Treviso 2011 von Thomas Ramseyer - swissbillard.ch
Der Kaiser gewinnt die zweite Eurotour in Folge
Das Jahr hat gut angefangen für Ralf Souquet. Zuerst gewann er in Paris die erste Eurotour 2011, dann wurde er zweiter am US-10-Ball Open, kurz darauf sicherte er sich, ebenfalls in den USA, den Titel der Professional Players 10-Ball Championship und nun hohle er sich schon wieder Gold an der 9-Ball Eurotour im italienischen Treviso. Dazwischen liegt eine etwas verpatzte Europameisterschaft, bei der Souquet die meiste Zeit nicht auf der Höhe seines Könnens schien aber immerhin Silber im 8-er Ball heraus holte.
In der Siegerqualifikation musste Souquet gegen Dimitri Jungo antreten, der in einem Kopf-an-Kopf Match schliesslich die Nase vorn hatte und Souquet mit 9:8 auf eine Extrarunde schickte, die er problemlos überstand. Im Achtelfinal entschied der Kaiser in einem erneut ausgeglichenen Kampf die Partie gegen den Schweden Marcus Chamat mit nur einem Spiel Vorsprung, während Jungo das Turnier eine Runde früher nach einer 9:7 Niederlage gegen den Kroaten Ivica Putnik beenden musste.
In den Viertelfinals kam es zu drei eindeutigen Resultaten. Souquet gewann klar gegen den griechischen Ex-Junioren Europameister Alexander Kazakis (der in der ersten Runde gegen Pascal Nydegger gewonnen hatte). Der Finne Petri Makkonen, (der in seinem Erstrundenspiel Sascha Specchia erfolgreich begegnet war), musste die Waffen gegen Niels Feijen strecken und der bis dahin perfekt aufspielende Britte Chris Melling fertigte Oliver Ortmann mit 9:1 ab.
Einzig die Partie zwischen dem Russen Konstantin Stepanov und dem Schotten Jayson Shaw endete mit der knappstmöglichen Marge. Zunächst hatte freilich nichts danach ausgesehen. 7:3 lag Stepanov in Führung ehe Shaw einen Gang höher schaltete und das Blatt zu einem 9:8 Sieg wenden konnte.
Es kam zu den Paarungen Feijen - Souquet und Melling - Shaw. Die erste Partie verlief erst aussichtsreich für Feijen, der sich 4:1 absetzte. Souquet zeigte sich wie immer kämpferisch und schaffte den Ausgleich. Danach ging es in kleinen Schritten weiter bis zum 7:7, darauf gelang es dem deutsche Rekordmeister mit 9:7 den Sieg zu buchen.
Shaw lag 8:3 im Rückstand und gewann 9:8!
Im zweiten Halbfinal startete Chris Melling so furios wie er die vorangegangenen drei Begegnungen entschieden hatte (in dieser Reihenfolge 9:3 gegen den deutschen Jakob Belka, 9:2 gegen den österreichischen Jungstar Mario He und 9:1 gegen Ortmann). Jayson Shaw schien nach seinem langen Gefecht mit Stepanov ausgepowert, machte viele Fehler und geriet Spiel um Spiel ins Hintertreff bis zum hoffnungslos scheinenden 8:3 für Chris Melling.
"Ich glaube immer, dass ich noch eine Chance habe" kommentierte Shaw im Nachhinein seine erstaunliche Aufholjagd. Beim 8:8 konnte Melling anstossen, liess jedoch sämtlich Kugeln auf dem Tisch. Shaw versenkte die Eins und die Zwei, dann spielte er eine Kombination auf die Sieben und hinterliess seinem Gegner ein Snooker. Zwar traf Melling die Drei aber der Tisch lag offen, der Schotte bedankte sich und entschied den Match 9:8.
Im Finale das selbe Lied. 5:0 war Souquet bereits vor, dann kam Jayson Shaw zurück - zumindest bis zum 6:6. Nach einem missglückten Save erhöhte Souquet auf 7:6. Shaw spielte an, hatte eine aussichtsreiche Ausgangslage, verfehlte jedoch die Zwei und kehrte kein weiteres Mal an den Tisch zurück. Der Kaiser krönte sich nach Paris erneut mit einem verdienten 9:6.
Da Ralf Souquet an den kommenden Eurotour-Stops nur noch 17. Ränge zu verteidigen hat (in Spanien hatte er ein Null-Resultat), wird er sich wohl schon in Brandenburg weiter in der Rangliste verbessern können. Der vor ihm liegenden Karl Boyes, der nicht in Treviso war, muss dort einen 2. Rang bestätigen oder verbessern, der zweitplazierte Chris Melling immerhin einen fünften und nur Tourleader Nick van den Berg, der in Treviso kein gutes Turnier erwischt hatte (49.) war in Deutschland vor einem Jahr "lediglich" auf den 33. Platz gekommen.
Von den aus der Schweiz angereisten Spielern vermochte sich ausser Jungo keiner in Szene zu setzen. Jonni Fulcher hatte gleich in der ersten Partie das Nachsehen gegen Sascha Specchia und verlor auch die darauffolgende Begegnung. Specchia seinerseits konnte nach dem Sieg über Fulcher keinen Match mehr für sich entscheiden. Pascal Nydegger wusste sich gegen den Griechen Kazakis beim 9:3 nicht zu wehren. Danach gelang ihm mit Wut im Bauch ein 9:1 gegen den Schwedischen Senioren Bo Peterson ehe er relativ knapp am Deutschen Dominic Jentsch scheiterte. Sieglos blieben Euginio Noto und Fabrizio Burato während Elvis Ambord immerhin zu zwei Erfolgen und einem 97. Rang kam (wie Nydegger).

Kommentare

keine Kommentare