Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03234.jsonl.gz/1934

Der Traumfinal am Australian Open ist perfekt: Roger Federer spielt am Sonntag (9.30 Uhr Schweizer Zeit) gegen Rafael Nadal um seinen 18. Grand-Slam-Titel.
24 Stunden, nachdem der Basler das Schweizer Duell gegen Stan Wawrinka in fünf Sätzen gewonnen hatte, zog Nadal gegen Dimitrov ebenfalls über die Maximaldistanz nach. Der Spanier gewann gegen den Bulgaren in 4:56 Stunden 6:3, 5:7, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:4. damit gingen erstmals seit 2002 beide Männer-Halbfinals über fünf Sätze.
Nadal hatte bärenstark begonnen und im ersten Satz so gut gespielt wie noch nie an diesem Turnier, doch Dimitrov liess sich nie abschütteln. Nadal dominierte zunächst mit druckvollen Grundschlägen und einem effizienten Aufschlag. Der 30-jährige Mallorquiner, der seinen zweiten Australian-Open-Titel nach 2009 anstrebt, konnte das hohe Niveau jedoch nicht ganz halten. Dimitrov kam ab dem zweiten Satz besser ins Spiel. Die ersten beiden Breaks konnte er noch nicht bestätigen, nachdem er die ersten vier Satzbälle vergeben hatte, nutzte er aber seine Chance zum 7:5-Satzausgleich.
In dieser Phase war Nadal wie bereits zuvor im Turnier oft zu kurz mit der Vorhand und beging auch einige Fehler zu viel. Dafür funktionierte die Rückhand über weite Strecken hervorragend. Allerdings machte es ihm Dimitrov auch ungemein schwer. Der 25-jährige Bulgare agierte druckvoll und punktete je länger je mehr mit seiner einhändigen Rückhand entlang der Linie.
In den Sätzen drei und vier hatten beide Spieler ihre Chancen, folgerichtig teilten sie sich auch die beiden Tiebreaks. Im fünften Durchgang - inzwischen weit nach Mitternacht Lokalzeit - konnten Nadal und Dimitrov ihr Niveau noch einmal erhöhen. Beide hatten Breakmöglichkeiten, doch der Spanier nutzte seine dritte zum 5:4 mit einem Rückhand-Winner. Im folgenden Game wehrte der grandios kämpfende Bulgare noch zwei Matchbälle ab, ehe ihm beim dritten eine Rückhand zu lang geriet. Nadal liess sich bäuchlings auf den Boden fallen und genoss seine erste Finalqualifikation an einem Grand-Slam-Turnier seit dem French Open 2014.
Federer und Nadal sind nach Verletzungspausen zwar nur noch die Nummer 17 respektive 9 der Welt, sind sich aber schon in acht Grand-Slam-Finals gegenübergestanden. Federer gewann zwei davon (Wimbledon 2006 und 2007), Nadal sechs (French Open 2006, 2007, 2008 und 2011, Wimbledon 2008 und Australian Open 2009). Nur einer der acht Finals wurde in drei Sätzen entschieden, drei gingen sogar über die Maximaldistanz von fünf Sätzen.
Beim Turnier der Oldies ist Nadal mit seinen 30 Jahren hinter Venus (36) und Serena Williams (35) sowie Federer (35) mit Abstand der Benjamin der vier Finalisten.
SDA-ATS