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Die im Rahmen des Probenahmeplans zur Überwachung der Umweltradioaktivität vorgesehenen Boden- und Grasproben stammen sowohl aus der näheren Umgebung der Kernkraftwerke, als auch von Referenzstandorten, welche ausserhalb des Einflusses von eventuellen Abgaben der KKW liegen. Die langfristigen Auswirkungen der 137Cs-Ablagerungen nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl, vor allem im Tessin, sollen durch die Messungen ebenfalls verfolgt werden. Für die Bodenproben wird die Schicht von 0-5 cm beprobt, denn darin wurzelt ein Grossteil der Futterpflanzen. Das untersuchte Gras wuchs in der Regel direkt auf dem beprobten Boden, was es erlaubt sogenannte Transfer-Faktoren zwischen Boden und Gras zu ermitteln. Die gegenwärtig im Boden und im Gras gemessenen künstlichen Radioisotope stammen aus den Ablagerungen nach den oberirdischen Atomwaffentests der frühen 1960er Jahren (z.B. 90Sr, 137Cs, Pu, Am) sowie aus den erwähnten Ablagerungen nach dem Unfall in Tschernobyl.
Die auf Radenviro.ch angegeben Aktivitätskonzentrationen für Boden- und Grasproben beziehen sich auf das Trockengewicht.
Weiterführende Informationen finden sich im Kapitel 4, Abschnitt „Radioactivité du sol et de l’herbe“ des Jahresberichtes Umweltradioaktivität und Strahlendosen in der Schweiz“.