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(sb) Unsere Weltmeere, die circa 71 Prozent der Erdoberfläche bedecken, haben vielfältige Funktionen: Sie sind Nahrungsquelle für Mensch und Tier, sie regulieren den Klima-, Temperatur-, Kohlendioxid- und Sauerstoffhaushalt der Erde, sie bergen Energieressourcen (wie Öl, Gas oder Wellen und Strömung), sie sind Rohstoffquelle (zum Beispiel Sand oder Kies), Lieferanten für Naturheilstoffe und Grundstoffe für Arzneimittel sowie Kosmetika. Die Meere sind Transportweg für die Seeschifffahrt und wichtig als Erholungsräume für den Menschen. Die intensive Nutzung durch den Menschen birgt grosse Gefahren für die Meeresökosysteme: Überfischung, Einträge gefährlicher Stoffe, Überdüngung und Einschleppung fremder Arten führen zu Verlusten empfindlicher Arten und Lebensräume. Zunehmend leiden die Meere auch unter den Folgen des Klimawandels.
Unsere Ozeane nehmen Wärme aus der Atmosphäre auf. Die laufenden Messungen zeigen, dass sich die Ozeanerwärmung der letzten Jahrzehnte auf Bereiche weit unter der Meeresoberfläche ausgewirkt hat. Durch die Auswirkung der Ozeanerwärmung auf marines Leben ist und die Artenvielfalt mit hohen Risiken konfrontiert.
Neben der Wärmespeicherung dienen die Ozeane zusätzlich als dynamische Speicher von Kohlendioxid. Je mehr CO 2 in die Atmosphäre eintritt, umso mehr wird es von den Ozeanen aufgenommen, wo das Kohlendioxid mit Wasser reagiert und zu Kohlensäure wird die Folge ist die Versauerung der Meere. Heute läuft die Versauerung 100 Mal schneller ab als in jedem anderen Zeitraum während der letzten 55 Mio. Jahre und viele Tiere und Pflanzen sind möglicherweise nicht in der Lage, sich schnell genug anzupassen. Die Versauerung ist ein zusätzlicher Stressfaktor für Tiere, die ausserhalb des für sie optimalen Temperaturbereichs leben. Denn sie müssen im nicht optimalen Temperaturbereich mehr Energie für die Atmung aufwenden. Das schwächt sie und macht sie anfälliger auf Krankheiten.
Wie äussern sich die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz 2015 zum Schutz der Ozeane? In einem kleinem Nebensatz im Anhang zum Abkommen des Klimagipfels vom Dezember 2015 in Paris wurden die Ozeane ein einziges Mal erwähnt. Zitat: «Unter Beachtung, wie wichtig es ist, die Unversehrtheit aller Ökosysteme, einschließlich der Ozeane, zu sichern und die Biodiversität zu schützen, ...»