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Minergie-P
Der Standard MINERGIE-P bezeichnet und qualifiziert Bauten, die einen noch tieferen Energieverbrauch als MINERGIE anstreben. MINERGIE-P bedingt ein eigenständiges, am niedrigen Energieverbrauch orientiertes Gebäudekonzept. Als ungenügend erweist sich insbesondere, das Projekt eines MINERGIE-Hauses lediglich mit einer zusätzlichen Wärmedämmschicht einzupacken. Ein Haus, das den sehr strengen Anforderungen von MINERGIE-P genügen soll, ist als Gesamtsystem und in allen seinen Teilen konsequent auf dieses Ziel hin geplant, gebaut und im Betrieb optimiert.
Der Standard MINERGIE-P stellt hohe Anforderungen an das Komfortangebot und an die Wirtschaftlichkeit. Zum erforderlichen Komfort gehört namentlich auch eine gute und einfache Bedienbarkeit des Gebäudes, bzw. der technischen Einrichtungen.
Die folgenden Anforderungen müssen eingehalten werden:
- Primäranforderung an die Gebäudehülle
- spezifischer Wärmeleistungsbedarf
- Lufterneuerung mittels einer Komfortlüftung
- MINERGIE-P-Grenzwert (gewichtete Energiekennzahl)
- Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer
- Zusatzanforderungen, je nach Gebäudekategorie betreffend Beleuchtung, gewerbliche Kälte und Wärmeerzeugung
- Luftdichtigkeit der Gebäudehülle
- Haushaltgeräte
- Begrenzung der Mehrkosten gegenüber konventionellen Vergleichsobjekten auf maximal 15%
MINERGIE-P ist definiert für alle Gebäudekategorien, Ausnahme: Hallenbäder sind nicht zertifizierbar.