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Der Brauch des Samichlaus geht auf die historische Person "Nikolaus von Myra", einen Bischof, zurück. Er wurde etwa im Jahr 280 in der Stadt Patara (heutige Türkei) geboren. Historisch erwiesen ist, dass er als Sohn wohlhabender Eltern sein Erbe an die Armen und Hilfsbedürftigen verschenkte. Bis heute gilt er als Schutzpatron, besonders für die Kinder. Am 6. Dezember, seinem Todestag, wird das Andenken an seine guten Taten gefeiert.
In Frankreich kommt Saint Nicolas
In Frankreich wird der Samichlaus-Tag in mehreren Regionen Ost- und Nordfrankreichs gefeiert. In Lothringen, im Wallfahrtsort Saint-Nicolas-de-Port, wird eine Reliquie in der Basilika von Saint-Nicolas-de-Port aufbewahrt und der Heilige Saint Nicolas mit einer grossen Messe geehrt. Den Kindern bringt er eine kleine Aufmerksamkeit und Süssigkeiten. Saint Nicolas wird in Lothringen von „Père Fouettard“ begleitet. Im Elsass nennt man den Helfer des Samichlaus auch „Hans Trapp“.
In Rumänien kommt "Mos Nicolae"
In Rumänien stellen die Kinder ihre Schuhe in freudiger Erwartung vor die Haustüre und sind gespannt, ob "Moş Nicolae" vorbeikommt. Wenn ein Kind nicht brav war, steckt der Mos Nicolae eine Apfelbaum-Rute in den Schuh. Man stellt sie ins Wasser und beobachtet, ob sie bis Weihnachten blüht. Falls ja, vergibt der rumänische Samichlaus den unartigen Kindern. In Rumäniens Norden erzählt man sich, dass sich der Himmel in der Neujahrsnacht öffnet und man den berühmten Moş Nicolae kurz sehen kann.
In Brasilien kommt "Papa Noel"
Der spektakulärste Samichlaus-Brauch der Welt findet in Brasilien statt. Dort gibt es eigentlich keinen Samichlaus, sondern den "Papa Noel", den Weihnachtsmann, der die Arbeit gleich für beide erledigt. Er wird am 6. Dezember per Helikopter in Rio de Janeiro ins Maracana-Stadion in eingeflogen, wo er vor rund 200.000 grossen und kleinen Zuschauern den Beginn der Weihnachtszeit einläutet. Auf dieser schwungvollen Samichlaus-Party werden nicht nur Geschenke verteilt, sondern es gibt auch ein Showprogramm zur Unterhaltung.
In Luxemburg kommt "Kleeschen"
Ebenso wie in den Niederlanden ist in Luxemburg der 6. Dezember wichtiger als Weihnachten. Es gibt bereits am Samichlaus-Tag eine grosse Bescherung. Die Geschenke werden von „Kleeschen“ gebracht. Er bekommt dafür im Gegenzug eine kleine Belohnung: Die Kinder stellen ihm einen Teller mit Guetzli auf den Tisch. Für seinen Esel wird etwas Heu vorbereitet. Wie in den Niederlanden tritt Kleeschen öffentlich auf und wird häufig vom Stadt- oder Gemeindepräsidenten und den Medien begrüsst.
Einen schönen Samichlaus-Tag wünscht Dir Conny von V-Kitchen!