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Beschreibung
Verkostung
Der Brunello Pian delle Vigne 2007 prasentiert sich in intensivem Rubinrot mit granatroten Reflexen. Duftbouquet von roter Frucht und Gewürz in Liaison mit harmonischen Tabak- und Schokoladennoten. Am Gaumen ein eindrucksvoller Wein von grosser Ausgewogenheit. Lebhafte Mineralitat stützt die vibrierenden Tannine, deren Eleganz wahrend der gesammten Verkostung prasent ist.
Weinbereitung
Die sorgfalltige Selektion der besten Trauben für den Brunello erfolgte in zwei Etappen. Die erste Mitte Juli (die so genannte "grüne Selektion") und die zweite kurz vor dem Leszeitpunkt, so dass nur gesunde und perfekt ausgereifte Trauben in die Kellerei gebracht wurden. Nach dem Entrappen und Pressen begann die Gahrung bei einer Temeratur von unter 28°C, durchlief der Wein die malolaktische Gahrung und danach die Ausbauphase in Eichenfassern mit einem Fassungsvermögen zwischen 30 und 80hl. Nach mer als zwei Jahren des Ausbaus wurde der Wein im Frühling 2011 in Flaschen abgefüllt.
Klima
Der ungewöhnlich milde Winter, in dem die Temperaturen fast immer über null Grad bleiben, in Verbindung mit einem ebenso milden und wenig regnerischen Frühjahr führten zu einem früheren Wiedereinsetzen des Vegetationzyklus der Reben. Warme, regelmassig von Niederschlagen skandierte Tage förderten das Wachstum der Triebe, und die Reife der Trauben wurde von den kraftigen Tag-Nacht-Temperaturunterschieden im August begünstigt. Der September prasentierte sich mit warmen und sonnigen Tagen, die die Lese unserer Sangiovese-Trauben in perfektem Reifezustand ermöglichen.
Geschichte
Die Tenuta Pian delle Vigne liegt etwa 6km südlich von Motalcino über dem Val d`Orcia. Ihr Name leitet sich aus einer typischen Eisenbahnstation des 19. jahrhunderts her, die auf dem Anwesen der Tenuta liegt. Das Gut umfasst ca. 184 Hektar, von denen 65ha überwiegend südöstlicher Ausrichrung und in Quoten von 130 bis 200m mit Reben bestockt sind. Die Rebflachen haben tendenziell Kalk-Lehmböden, die reich an kleinteiligem Skelette sind. Der Brunello die Montalcino wird aussschliesslich aus der Varietat Sangiovese erzeugt (in Montalcino "Brunello" genannt), nach den Vorschriften eines sehr detaillierten Produktionsdisziplinars.
Merkmale
Land
Italien – Das „Land des Weines"
Amarone, Barolo, Brunello, Ripasso und Prosecco sind Weine, die heute überall auf der Welt grosses Ansehen geniessen. Dass es Italien soweit nach oben geschafft hat, verdankt das „Land des Weines“ nicht nur Frankreich und den Römern, sondern auch seiner eigenen Opferbereitschaft für den edlen Tropfen. Bereits die alten Griechen erkannten das Potential von Italien als zukünftiges Weinland und nannten es deshalb Ointria – das Land des Weines. Doch das Potential genutzt haben erst die Römer so richtig. Parallel zum Aufbau des römischen Reiches errichteten sie auch ein „Weinimperium“ in Italien - mit Pompeji als Weinhandelszentrum und Hauptproduzent. Denn Wein war für die Römer ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Sie verstanden sich ausgezeichnet auf die Kunst der Weinzubereitung und würzten ihn mit Harz, Honig und Gewürzen, um ihn geschmacksvoller und länger haltbar zu machen. Auch literarisch wagten sich grosse römische Schriftsteller wie Cato an den Weinbau heran. So schrieb er unter anderem ein Buch darüber, wie man Wein gewinnbringend produzieren kann. Doch diese Unverzichtbarkeit auf Wein wurde den Römern etwa 79 v.Chr. , nach dem Ausbruch des Vesus, zum Verhängnis. Der Vulkanausbruch zerstörte dem Hauptlieferanten Pompeji jegliche Anbauflächen für Reben. Weinreserven wurden knapp, neue Lösungen mussten auf den Tisch. Statt auf Wein zu verzichten, gaben die Römer ganze Getreidefelder auf, um mehr Anbaufläche für Reben zu haben. So war zwar kurzfristig ihr geliebtes Getränk wieder verfügbar, dafür aber litten sie bald darauf unter einem Getreidemangel, der eine Hungersnot auslöste... Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches ging dann auch die Weinkultur in Italien für eine Weile „unter“. Erst Papst Paul III brachte im 14. Jahrhundert neuen Aufschwung in den italienischen Weinbau. Er verbannte französische Weine und führte die erste Katalogisierung eigener Weingüter durch. Doch so ganz konnte man nicht auf Frankreich verzichten. Im 19. Jahrhundert halfen die Franzosen beim Anbau einiger berühmten Sorten in Italien – unter anderem Nebbiolo, Brunello oder Sangiovese – und verhalfen so Italiens Weinlandschaft zum internationalen Durchbruch. Heute werden in Italien rund 2’000 Rebsorten auf zirka 850'000 Hektar kultiviert – die meisten Rebsorten der Welt. Davon sind viele autochthon, stammen also ursprünglich von Italien selber. Der Anbau so vieler verschiedener Sorten hat Italien vor allem der grossen Boden- und Klimavielfalt zu verdanken. Nützlich sind auch die Alpen, welche als Schutzschild vor schlechtem Wetter fungieren. Von den rund 60 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr wird etwa ein Drittel exportiert – so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt. Italien ist Weinexportweltmeister, was vielleicht auch ein wenig mit der Geschichte und der heutigen Trinkkultur in Italien zu tun hat. Wein war und ist in Italien ein „Alltagsgetränk“ und wird in kleinen Mengen zu Mahlzeiten getrunken. Grossartige Weingeniesser sind die Italiener nicht – aber dafür grossartige Weinmacher.
Region
Toskana – Sonne, Supertoskaner und Sangiovese
Die Region der Lebensfreude weckte mit ihrer Experimentierfreudigkeit ein Phänomen sondergleichen – die Supertoskaner. Doch die eigentliche Produktion konzentriert sich auf den Rotwein Chianti. Den guten Ruf in der ganzen Welt hat die Toskana unter anderem einer reichen Familien zu verdanken – den Medici. In Mittelitalien stehen neben vielen Palmen und Zypressen auch noch andere, sehr produktive Pflanzen: Rebstöcke. Mit 63'000 Hektar Rebfläche ist die Toskana eines der grössten Weingebiete Italiens und neben dem Piemont eines der Berühmtesten. Schon weit vor Christi Geburt und vor den Römern bewirtschafteten die Etrusker das Gebiet mit Wein. Damit zählt die Toskana zu einem der ältesten Weingebiete Europas. Die heutige Berühmtheit toskanischer Weine begann schon im Mittelalter: Der „Wein von Florenz“ war so gut, dass er sich sogar nach Russland und England verkaufen liess und sich so schon früh einen guten Ruf aufbauen konnte. Wesentlich trug dazu die Adelsfamilie Medici bei, die den Weinbau seit Machtantritt förderte. Einen weiteren Aufschwung brachte der Grossherzog Cosimo III Anfang des 17. Jahrhunderts. Er führte 150 neue Rebsorten ein und liess erstmal die Grenzen der Weinanbaubereiche kartographisch festhalten. Das wird heute auch als erste amtliche Ursprungsbezeichnung von Weinen gehandelt. Das Phänomen der „Super-Toskaner“ macht die Toskana für Weinhändler und Weingeniesser der ganzen Welt attraktiv. Aus Spass experimentierten einige italienische Weinbauern in den 1970er Jahren mit Cabarnet-Trauben herum, aus denen nachher die Supertoskaner entstanden. Das sind Tafelweine, die auf dem Weltmarkt Spitzenpreise erzielen, aber keine DOC-Qualitätsauszeichnung bekommen. Ein berühmtes Beispiel ist der Sassicaia. Er war lange einer der teuersten Weine der Welt, bekam aber erst nach etlichen Jahren ein Qualitätssiegel. Doch der Grossteil des toskanischen Weinbaus konzentriert sich auf die Produktion von Chianti aus der Sangiovese-Traube. Auch Dessertweine wie Vin Santo geniessen einen guten Ruf in der Welt der Weine. Mit einem guten Cantucci (typisches Mandelgebläck) dazu lassen sie alle Frauenherzen höher schlagen...