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Batāte,
Bezeichnung für die wahrscheinlich im tropischen Amerika, vielleicht aber auch in Asien einheimische und jetzt in allen Tropenländern und bisweilen auch in der warmen gemäßigten Zone (z. B. um Malaga) angebaute Knollenwinde (Ipomoca batatas Poir.) sowie deren Knollen. Die zu der Familie der Convolvulaceen (s. d.) gehörende Pflanze ist perennierend und entwickelt aus ihrem an und unter dem Boden hinkriechenden und wurzelnden Stengel langgestielte, pfeilförmige oder herzförmige Blätter und auf langen Stielen einzeln oder in Trugdolden stehende Blüten mit großen, purpurfarbenen oder auswendig weißen Trichterblumen und unter der Erde hängende, rübenförmige Knollen, die oft bis zu 30 cm lang und bis zu ½ kg schwer werden, bald weiß, bald gelb, rosenrot oder rot gefärbt, inwendig sehr mehlreich sind und einen angenehm süßen Geschmack besitzen. Am besten schmecken sie in heißer Asche gebraten.
Man kennt eine große Anzahl im Laufe der Zeit durch die Kultur entstandener Spielarten. In den Tropen dienen die Knollen auch als Viehfutter, die Blätter als Gemüse. Auch läßt sich aus dem Mehle der Batate Brot backen und Spiritus bereiten. Dennoch vermag die Batate die Kartoffel nicht zu ersetzen. Auch würde sie sich in Deutschland nicht zum Anbau eignen, weil zur Erzeugung mehlreicher Knollen durchaus ein warmes Klima notwendig ist. – Batate nennt man auch die Knollen der Topinamburpflanze (s. Helianthus).