Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03380.jsonl.gz/2073

Auf die Frage, welchen Kandidaten er bevorzuge, winkte Altmaier ab. "Es wäre der Anfängerfehler Nummer eins, öffentlich über Favoriten zu spekulieren." Von den vier Kandidaten seien alle qualifiziert. Er rechne "vielleicht mit einer zweiten Wahlrunde", sagte er vor der Sitzung der Eurogruppe am Montag in Brüssel.
Auch der französische Finanzminister Bruno Le Maire wollte sich nicht in die Karten schauen lassen "Wir haben vier gute Kandidaten, wir werden sie anhören und dann entscheiden." Für die Wahl des neuen Eurogruppenchefs reicht eine einfache Mehrheit. Diese wäre bei 19 Euro-Staaten mit zehn Stimmen gegeben.
Insgesamt haben sich vier Minister für den Posten beworben: der portugiesische Finanzminister Mario Centeno, der Slowake Peter Kazimir, der Luxemburger Pierre Gramegna und die Lettin Dana Reizniece-Ozola.
Der Luxemburger Finanzminister Gramegna kommt aus dem liberalen Lager, Centeno und Kazimir sind Sozialdemokraten. Reizniece-Ozola vertritt eine kleine Mitte-Rechts-Partei, die zur lettischen Regierungsallianz "Bündnis der Grünen und Bauern" gehört.
Als Favorit in Brüssel gilt der Portugiese Centeno. Dieser betonte die Wichtigkeit von Einheit innerhalb der Eurogruppe. Er und seine Kollegen hätten die letzten Jahre hart gearbeitet, "und ich hoffe diese Arbeit fortführen zu können".
Sein Herausforderer aus Luxemburg sagte seinerseits: "Ich gehe in einen Wettlauf, um das Rennen zu gewinnen." Er habe in seiner Funktion als Diplomat gelernt, Brücken zu bauen. Ausserdem sei er seit vier Jahren Mitglied der Eurogruppe und habe 2015 die luxemburgische Präsidentschaft gemacht, sagte Gramegna.
(SDA)