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Wenn das Essverhalten schwer gestört ist, indem sich die Betroffenen überdurchschnittlich häufig Gedanken über das Essen machen und auch emotional ständig damit beschäftigt sind, spricht man von Essstörungen.
Formen von Essstörungen
Die sogenannten Essstörungen haben nicht direkt mit falschem, ungesundem oder überreichlichem Essen in unserer Gesellschaft zu tun. Als Krankheit bezieht sich eine Essstörung ausschliesslich auf das individuell gestörte Essverhalten, zum Beispiel Missbrauch von Nahrung.
Zu den psychisch bedingten Essstörungen gehören:
Bulimia nervosa, auch Ess-Brech-Sucht genannt
Magersucht (Anorexia nervosa)
Binge-Eating-Störung (Essattacken mit Kontrollverlust)
Starkes Übergewicht, Fettsucht (Adipositas)
Frauen mit Anorexie oder Bulimie haben oft Schwierigkeiten, schwanger zu werden. Sind sie es aber, gefährden sie mit ihrer Ernährungsweise die Gesundheit ihres Kindes. Diese sind bei der Geburt meist untergewichtig und weisen schwere Entwicklungsdefizite auf. Später haben sie ein erhöhtes Risiko, ein chronisches Leiden zu entwickeln. Das hat eine Studie an holländischen Kindern gezeigt, die nach dem zweiten Weltkrieg von stark untergewichtigen Frauen geboren wurden und als Erwachsene in hohem Masse anfällig für Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Herzerkrankungen waren.