Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03150.jsonl.gz/1127

Barrieremethoden
So nennt man die mechanischen und chemischen Methoden, die verhindern, dass Spermien den Weg in die Gebärmutter finden und im Eileiter eine Eizelle befruchten.
Sie können die symptothermale Methode ergänzen. Weil sie nicht in den hormonellen Zyklus eingreifen, bleiben unangenehme Nebenwirkungen erspart.
Der normale Zyklus
In der Regel reift Monat für Monat in einem der beiden Eierstöcke eine Eizelle heran.
Die symptothermale Methode
Diese Methode ist vor allem für Frauen mit einem regelmässigem Zyklus geeignet und dann auch sehr sicher.
Vor- und Nachteile von Barrieremethoden
Vorteile:
- Zum Einsetzen oder Gebrauch ist kein gynäkologischer Eingriff notwendig. Bei manchen muss jedoch vor dem ersten Gebrauch die passende Grösse ausgesucht werden.
- Es ist kein Rezept erforderlich.
- Barrieremethoden müssen nur bei Bedarf unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr angewendet werden und belasten den Körper nicht ununterbrochen wie zum Beispiel die Pille oder die Hormonspirale.
- Sie ermöglichen dem Paar die Entscheidung, ob zum jeweiligen Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs verhütet werden soll oder nicht.
- Sie eignen sich gut, wenn nur selten sexuelle Kontakte bestehen oder als zusätzliche Absicherung, wenn die Einnahme der Pille vergessen wurde.
Nachteile:
- Die sichere Anwendung von Barrieremethoden verlangt etwas Übung.
- Viele Paare fühlen sich dadurch in ihrer Spontaneität beim Sex beeinträchtigt.
- Alle Barrieremethoden erfordern mehr oder weniger kurz vor dem Geschlechtsverkehr eine Manipulation am eigenen Körper.
Mechanische Barrieremethoden
Durch ein mechanisches Hindernis werden die Spermien aktiv daran gehindert, in die Gebärmutter zu gelangen und dort eventuell auf eine reife Eizelle zu treffen.
Das Diaphragma oder Pessar
Der Begriff Diaphragma kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Zwischenwand.
Das Frauenkondom
Das Frauenkondom ist die einzige Verhütungsmethode, mit der sich eine Frau selbst vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann.
Die Intrauterin- oder Kupfer-Spirale
Die Kupferspirale ist eine langfristige Verhütungsmethode und vor allem bei Frauen beliebt, deren Familienplanung vorläufig abgeschlossen ist.
Chemische Barrieremethoden
Um eine grössere Zuverlässigkeit zu gewährleisten, müssen manche mechanische Verhütungsmittel mit einem chemischen Verhütungsmittel – meist einem Spermizid – kombiniert werden. Die chemischen Mittel gibt es als Salben, Cremes, Gels, Schaumsprays, Zäpfchen oder als Vaginalfilm. Die gängigen Wirkstoffe wie Nonoxynol-9, Milch- und Zitronensäure töten die Spermien ab oder machen sie bewegungsunfähig.
Chemische Verhütungsmethoden
Diese Zäpfchen, Gels oder Tabletten müssen vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt werden.
Letzte Aktualisierung : 08-01-21, BH