Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/129896

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Grundlagen für eine zentrale unabhängige Verwaltungs- und Koordinationsstelle für Bodeninformationen zu schaffen. Diese soll als Bodenkompetenzzentrum sowohl quantitative als auch qualitative Bodeninformationen verwalten und zudem Standards zur Datenerhebung und zur Interpretation verbindlich festsetzen und aktualisieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass der Schutz des Bodens in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat und in der Schweiz zu einer prioritären Aufgabe werden muss. Wertvolles Kulturland und die für Mensch und Natur unverzichtbaren Bodenfunktionen sind zu erhalten. Umfassende Informationen über den Zustand der Böden in der Schweiz sind für eine nachhaltige Nutzung der Böden unbedingt notwendig.</p><p>Daten für den quantitativen Bodenschutz stellt der Bund im Rahmen der Arealstatistik, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) erstellt wird, zur Verfügung. Diese enthält Informationen zur Bodennutzung und Bodenbedeckung und somit auch zum Landschaftswandel in den letzten drei Jahrzehnten. Ende 2013 werden die Resultate der dritten Erhebungsrunde für die ganze Schweiz vorliegen. Daten zur Bodenbelastung erhebt der Bund regelmässig im Rahmen der nationalen Bodenbeobachtung (Nabo) an etwa 100 Standorten. Derzeit werden vorhandene Bodeninformationen von früheren Bodenkartierungen in Zusammenarbeit mit den Kantonen zusammengeführt: Seit Herbst 2012 steht dazu die nationale Bodendatenbank (Nabodat) bereit. Letztlich werden damit für etwa ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Böden der Schweiz Bodeninformationen vorliegen. Die Koordination der Erhebungen weiterer Bodeninformationen, um das Potenzial der Schweizer Böden und ihrer Funktionen bezüglich Ernährungssicherheit, Raumplanung, Biodiversität, Klimawandel und Hochwasserschutz zu beurteilen, würde wesentliche zusätzliche Ressourcen benötigen.</p><p>Neue Aufgaben für den Bund sind untrennbar mit der Ressourcenfrage verbunden. Deshalb und angesichts der bereits bestehenden Instrumente im Bereich Bodenbeobachtung erachtet der Bundesrat die Schaffung eines Kompetenzzentrums Boden als nicht prioritär.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.