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Kurkuma ist eine exotische Wurzel, die ursprünglich entweder aus Indien oder Malaysia stammt. Dieses Gewürz wird in seiner Herkunftsregion seit fast 4000 Jahren angebaut. In China wurde es bereits um das 7. Jahrhundert v. Chr. verwendet, bevor es in der Antike in den Westen gelangte. Seitdem kursieren viele Geschichten und Legenden über diese vermeintliche Wunderwurzel.
Die Anfänge von Kurkuma
Zu Beginn wurde Kurkuma aufgrund seiner hellen und lebendigen Farbe zum Färben von Stoffen verwendet. Es wurde dann als Gewürz benutzt, um den Geschmack von Gerichten zu verfeinern, sowie als Heilpflanze. Auch bei religiösen Feiertagen in Indien spielt die Wurzel eine Rolle. Kurkuma wird in der Legende über den Hochzeitstag von Ganesh als Liebesfilter beschrieben und dient als Symbol der Fruchtbarkeit und Treue. China und die arabischen Länder nutzten es auch gerne wegen seines starken Geschmacks und seinen vielen positiven Eigenschaften.
In Europa war die bei uns auch unter dem Namen Gelbwurz bekannte Kurkumawurzel zu dieser Zeit allerdings noch lange kein Thema. Es war Spanien, das unter dem Einfluss und der Besetzung durch die Araber begann, die Wurzel für bestimmte traditionelle Gerichte zu nutzen. Aber warum wurde sie in Europa nicht mit der gleichen Begeisterung aufgenommen wie in Asien und dem Nahen Osten? War ihr Geschmack für das Mittelalter zu exotisch? War es zu schwierig, sie zu finden? War es eine besondere Abneigung gegen gelbfarbener Gewürze? Der Grund ist nicht bekannt.
Die Magie von Kurkuma
Neue Entdeckungen zwingen uns, unser westliches Urteil über diese Wurzel zu überdenken. Kurkuma, auch als indischer Safran oder siamesische Tulpe bekannt, hat laut verschiedenen Gesundheits-Portalen viele Eigenschaften.
Die damit verbundenen Vorteile waren nach wissenschaftlichen Tests so erstaunlich, dass die Vereinigten Staaten bestimmte Verwendungen patentieren wollten. Dies führte natürlich zu grossen Meinungsverschiedenheiten mit Indien. Die USA erhielt das Patent 1995, aber es wurde ihnen schnell wieder abgesprochen. Der indische Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung konnte nicht akzeptieren, dass die USA die Entdeckung der Eigenschaften von Kurkuma für sich in Anspruch nehmen wollte. Sie waren bereits weithin bekannt und in den Ayurveda-Schriften beschrieben – Texte, die vor Tausenden von Jahren in Indien verfasst wurden.
Die Vorteile von Kurkuma
Seit 4000 Jahren bezeichnet die ayurvedische Medizin Kurkuma als Wundermittel für viele Krankheiten. Es hilft zum Beispiel bei Darmproblemen sowie bei kleinen Wunden. Die Wurzel nimmt einen wichtigen Platz in der asiatischen Ernährung ein und die Bevölkerung dieses Kontinents leidet weit weniger an Krebs als in europäischen Ländern. Zufall? Vielleicht, vielleicht auch nicht.
In einigen Krankenhäusern und Gesundheitszentren in Indien, Kanada und Amerika werden Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, Geschwüre und andere Entzündungen tatsächlich unter Zuhilfenahme von Kurkuma behandelt. Eine klinische Studie zeigte, dass Raucher, die 30 Tage lang 1,5 g Kurkuma konsumierten, die in ihrem Körper vorhandenen krebserzeugenden Verbindungen reduzierten. Aber Vorsicht: Dies bedeutet nicht, dass sie abgetötet werden. Kurkuma oder keine Kurkuma … Rauchen ist nicht gesundheitsfördernd!
Aber was ist in Kurkuma enthalten, um so effektiv zu sein? Curcumin. Diese Substanz ist für die meisten Vorteile der Wurzel verantwortlich. Curcumin ist ein starkes Antioxidans und entzündungshemmend.
Kurkumawurzeln
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die klassische Kurkuma (Curcuma longa) mehr als 600 bekannte Krankheiten positiv beeinflusst. Ja richtig, 600! Laut dem kalifornischen Ayurveda-College sorgen Kurkuma und sein untrennbares Curcumin dafür, dass wir gesund bleiben. Um Curcumin in vollen Zügen zu geniessen, muss man es mit dem natürlich in Pfeffer enthalten Piperin kombinieren. Dabei sollte hervorgehoben werden, dass Curcumin schwarzen Pfeffer leicht bevorzugt. Piperin macht Curcumin leichter verdaulich.
Kurkuma konsumieren
Kurkuma kann auch das Aussehen der Haut verbessern. Die Gelbwurz belebt stumpfe Haut, reduziert Rötungen, Schwellungen unter den Augen und wirkt dem Auftreten von Akne-Pickeln entgegen. Hier sind 8 einfache Kurkuma-Masken, die zu Hause hergestellt werden können. Vor dem Auftragen auf das Gesicht empfehle ich dringend, die Kleidung zu schützen und Plastikhandschuhe zu tragen! Man sollte nicht vergessen, dass Kurkuma noch heute zum Färben von Stoffen verwendet wird.
Dieser Artikel wird sicher dazu beitragen, die vielen Vorteile von Kurkuma ins richtige Licht zu rücken. Natürlich ist es jedermanns eigene Sache, zu entscheiden, ob man diese Wurzel in die täglichen Gepflogenheiten integrieren will.
Um den Kurkuma-Konsum zu steigern, sollte man wissen, dass die Wurzel Teil einer bekannten Gewürzmischung ist: Curry. Sie ist aber auch in der Komposition von Colombo und Ras-El-Hanout vorhanden. Es ist auch möglich, sie in ätherischen Ölen und Kapseln zu konsumieren. Letztere können ohne Risiko konsumiert werden, wenn keine anderen Medikamente eingenommen werden. Ansonsten sollte ein Arzt konsultiert werden, auch bei Schwangerschaft oder Stillen.
Rezepte mit Kurkuma
Kurkuma lässt sich auch als Saft konsumieren. Einige Produzenten stellen Säfte und andere Erzeugnisse aus der Wurzel her, die von organischem Anbau mit Fairtrade stammen. Einige dieser Produkte sind über Farmy.ch erhältlich.