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Cavaliers sur la plage (II) ist zwar auf Hiva Oa, Gauguins letzter Lebensstation, entstanden, doch distanziert sich der Künstler darin deutlich von der eigentlich felsigen Gebirgslandschaft und den schwarzen Sandküsten der Marquesasinsel. Diese sind einem weiten rosa Korallenstrand gewichen, an dem sich Reiter vor der Brandung des Meeres begegnen. Für diese vermeintlich exotische Szene stützt sich Gauguin allerdings vornehmlich auf Edgar Degas’ Jahrzehnte zuvor geschaffene Darstellungen von Pferderennen und lässt auf diese Weise Polynesisches und Europäisches aufeinandertreffen.
Während die vier Reiter im Bildvorder- und -mittelgrund wie auch die stehende Person als Einheimische der Marquesas gelesen werden dürfen, erinnern die beiden dahinter auf grauen Pferden sitzenden Gestalten in Kapuzengewändern an jene dämonischen Figuren, die schon in früheren Bildern Gauguins die Geister der Toten verkörpern. Tatsächlich sollte Gauguin 1903, im Jahr nach der Entstehung des Gemäldes, selber mit dem Tod konfrontiert werden. Er starb am 8. Mai im Alter von 54 Jahren in seinem Haus in Atuona.
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