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Das sagt Wilson zu seiner Dopingsperre
Alex Wilson ist positiv auf ein androgenes Steroid aus der Gruppe der Anabolika getestet worden. Der Sprinter fühlt sich benachteiligt, wie er im Interview mit Radio Südostschweiz erzählt.
Es ist definitiv. Alex Wilson wird provisorisch gesperrt. Der Internationale Sportgerichtshof hat dies entschieden. Damit sind auch die Olympischen Spiele in Tokio Geschichte. Wilson spricht von einem unfairen Prozess und will weiterkämpfen.
Radio Südostschweiz: Alex Wilson, bald beginnen die Leichtathletik-Wettkämpfe an den Olympischen Spielen. Wie bitter ist es für Sie, nicht dabei sein zu können?
Alex Wilson: Klar, es ist schon verrückt, nicht am Start zu stehen. Sie können mir glauben, es hat mir im ersten Moment sehr weh getan. Die letzten Tage waren nicht sehr schön, ich bin jetzt fast schon froh, dass eine Entscheidung gekommen ist. Nun weiss ich, wo ich stehe.
Wie haben Sie selber auf den Entscheid reagiert?
Ich bin zwar grundsätzlich ein positiver Mensch, aber nach den Gerichtsverhandlungen am Sonntag habe ich es kommen sehen. Ich habe damit gerechnet.
Zum Fall: Sie haben gesagt, dass der positive Dopingbefund mit dem Rindfleischkonsum in den USA zusammenhängen soll. Gleichzeitig betonten Sie in einem Interview vor zwei Jahren, dass Sie Angst hätten, verunreinigtes Fleisch zu essen. Weshalb haben Sie nicht einfach darauf verzichtet?
Schauen Sie, ich war in Las Vegas in einem jamaikanischen Restaurant und habe gedacht, dass ich hier noch einmal essen möchte, bevor ich zurückfliege. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass in diesem Restaurant verunreinigtes Fleisch serviert wird.
Was sind Ihre nächsten Schritte?
Kämpfen und Grosses gewinnen.
Auch wenn aktuell die Unschuldsvermutung gilt, haben Sie Angst, dass Ihr Ruf für immer ruiniert ist?
Nein, ich habe keine Angst. Die Leute werden sich eine Meinung bilden, das kann ich nicht ändern. Viele Menschen ticken da gleich, das kann ich nicht beeinflussen.
Lange hat es danach ausgesehen, dass Sie an die Olympischen Spiele gehen können, bevor der internationale Leichtathletikverband Ihren Fall nochmals aufgenommen hat. Was halten Sie davon?
Swiss Olympic hat uns recht gegeben, ich finde es nicht fair, dass der internationale Verband das nochmals aufgegriffen hat, vor allem, weil der Prozess nicht fair abgelaufen ist. Aber wir können das wieder geradebiegen.
Trotzdem dürfen Sie nicht nach Tokio reisen. Werden Sie die Leichtathletik-Wettkämpfe dennoch schauen?
Ja, sicher. Ich habe eine positive Probe gehabt, aber ich kann erklären, weshalb. Die andere Partei hat das anders gesehen, jetzt muss ich einfach weiterkämpfen und hoffen, dass ich bald wieder am Start stehen kann.
Sport- und spezialisierter Dopingarzt Beat Villiger schätzt gegenüber Radio Südostschweiz die Lage rund um Alex Wilson ein:
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