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Wegen Korruptionsvorwürfen darf Albaniens ehemaliger Präsident Berisha bis zur Gerichtsverhandlung das Land nicht verlassen.
Albaniens Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Präsidenten des Landes, Sali Berisha, Korruption im Zusammenhang mit einem Privatisierungsakt vor. Der 79-jährige darf bis zum Prozess das Land nicht verlassen und muss sich regelmässig bei der Polizei melden. Der mitangeklagte Schwiegersohn von Berisha wurde am Samstag am Flughafen von Tirana festgenommen, berichteten albanische Medien am Sonntag. Schon im Jahr 2021 hatten die USA gegen Berisha wegen Korruptionsvorwürfen eine Einreisesperre verhängt.
Der Anklageschrift zufolge, die albanische Medien am Sonntag als Faksimile veröffentlichten, soll Berisha während seiner Amtszeit als Ministerpräsident (2005-2013) im Zusammenhang mit der Privatisierung eines Sportkomplexes Gesetze und Verordnungen geändert haben. Davon habe sein Schwiegersohn profitiert.
Berisha war zur Zeit der demokratischen Wende und in den darauffolgenden 20 Jahren der dominierende Politiker in Albanien, auch als Chef und Mitgründer der konservativen Partei PD. Seine Kritiker warfen ihm grossangelegte Korruption und Vetternwirtschaft vor. Auch offene Wahlfälschungen sollen auf sein Konto gegangen sein. Als Staatspräsident (1992-1997) wurde ihm Mitschuld an den bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in dem Land gegeben.
Das ria-Land Albanien ist Mitglied der Nato und strebt einen EU-Beitritt an.