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Wie wir den Marxismus im Zeitalter der Massenkommunikation überwinden
Der Königsberger Philosoph Immanuel Kant beschrieb eine geistige Seite, die für die menschliche Vernunft steht, da in seinen Augen die Wirklichkeit in radikaler Weise durch Erkenntnis und Denken bestimmt ist. Das ist es auch, was der französische Kollege René Descartes meinte, als er sprach: „Ich denke, also bin ich.“ Kant glaubte, dass der Mensch von Natur aus ein bewusstes und denkendes Wesen ist. Der menschliche Verstand und Geist sind die Mittel, mit denen das Individuum zur vernünftigen Schlussfolgerung gelangt. Die Fähigkeit, sich seines eigenen Verstandes, der eigenen geistigen Vernunft, zu bedienen, ist es, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Jeder Vater und jede Mutter kann bezeugen, dass das eigene Kind von Geburt an grundsätzlich zwischen Gut und Böse, richtig und falsch zu unterscheiden vermag, ohne dass man es ihm vorher beibringen musste. Empathie und Mitgefühl ist ein Wesensteil des Kindes von Anbeginn. Es ist die individuelle menschliche Vernunft, die uns Menschen in unserer Vielfalt eint. Deshalb lautet das Fazit für Kant, dass der Mensch im Wesentlichen ein mit Vernunft ausgestattetes Wesen ist und daher auf natürliche Art und Weise dem Guten zustrebt. Dass er aus freien Stücken versteht, nach der „Goldenen Regel“ zu streben, und es deshalb sinnvoll ist, sein Handeln danach auszurichten.
Dies bedingt allerdings auch, dass der Mensch das unverhandelbare Eigentum an seinem Körper und Geist besitzt. Denn wenn ihm der Selbstbesitz nicht gestattet ist, gibt es in den Worten des Sozialphilosophen Hans-Hermann Hoppe lediglich zwei weitere Möglichkeiten: entweder die kommunistische eines universellen und gleichen Eigentums am anderen oder die mit Eigentum einer Gruppe an einer anderen, somit ein System der Herrschaft einer Klasse über eine andere. Einfach ausgedrückt steht diese Möglichkeit für die Herrschaft des Menschen über den Menschen. Weitere Alternativen gibt es nicht.
Naturrecht und Privateigentum
Die Idealisten und darauf aufbauende Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie definieren Freiheit als die Abwesenheit von Verletzungen der Person oder des Eigentums eines Menschen durch einen anderen. Damit wird auch die fatale Verwechslung von Freiheit und Macht zu Grabe getragen.
Der Ökonom Guido Hülsmann beschrieb dieses Phänomen wie folgt: „Was recht und unrecht ist, hängt nicht von der menschlichen Willkür ab, sondern bestimmt sich nach objektiven (natürlichen) Sachverhalten, die die menschliche Vernunft ergründen kann. Wenn ich beispielsweise einen Menschen, der mir nichts getan hat, ohne sein Einverständnis töte, so ist diese Handlung unrecht, und zwar völlig unabhängig davon, ob ich gerne hätte, dass sie recht sei. Ich mag alle anderen Menschen von der Richtigkeit meines Tuns überzeugen. Ich mag eine Abstimmung organisieren, in der mir alle beipflichten. Dennoch ist meine Tat unrecht. Sie ist unrecht, auch wenn alle Menschen meinen oder phantasieren, sie sei recht.“