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Im Central Park wird eine Leiche eines holländischen Versandbuchhändlers gefunden. Die New Yorker Polizei vermutet, dass der Tote einen Herzanfall erlitten hat und von Waschbären halb aufgefressen wurde. Doch Johan Termeer, der Neffe des Toten, glaubt an ein Verbrechen und bittet den Commissaris um Hilfe. Während eines internationalen Polizeikongresses in der amerikanischen Metropole hat der ‹kleine alte Herr› Gelegenheit, eigene Nachforschungen anzustellen. Er findet viele Spuren, die ins Nichts führen, und steht sehr bald vor einem hochphilosophischen Rätsel. «Der holländische Krimiautor Janwillem van de Wetering, der mitten in den einsamen Wäldern des US-Bundesstaates Maine lebt, schreibt Romane als philosophische Traktate.» (ZEITmagazin) «In den ersten elf Büchern haben meine drei Helden als Polizisten im Rahmen staatlicher Moralvorgaben gehandelt. Jetzt müssen sie selber über Gut und Böse nachdenken und ihren Weg finden.» (Janwillem van de Wetering) «Van de Wetering gelingt es, seine metaphysischen Ideen unaufdringlich und oft humorvoll und spielerisch mit den Strukturen des Kriminalromans in Einklang zu bringen.» (Radio Bremen)
Rezension
Der holländische Krimiautor Janwillem van de Wetering, der mitten in den einsamen Wäldern des US-Bundesstaates Maine lebt, schreibt Romane als philosophische Traktate.
Portrait
Janwillem van de Wetering, geboren am 12.02.1931 in Rotterdam als Sohn eines wohlhabenden Gewürzkaufmanns. 1952-1957 lebte er in Südafrika, wo er Chemikalienhändler und Immobilienmakler und Mitglied einer Motorradgang war. 1958 studierte er kurze Zeit Philosophie im City College of London und schrieb im Fischerdorf St. Ives, Cornwall, einen ersten «langatmigen und unlesbaren Roman» (van de Wetering). Im selben Jahr ging er für 18 Monate in das zen-buddhistische Kloster Daitoku-ji in Kyoto (Japan), wo er sich unter der Leitung des Zen-Meisters Oda Sesso der Zen-Lehre und Meditation widmete. Ab 1960 arbeitete er wieder als Grosshändler in Kolumbien und Peru, später mit seiner zweiten Frau Juanita, die er in Kolumbien kennengelernt hatte, in Australien. 1966 kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er die Firma seines Vaters übernahm., setzte seine Zen-Studien fort und war eine bekannte Kontaktadresse für Zen-Adepten. In seiner Freizeit arbeitete er sieben Jahre lang abends und an den Wochenenden als Aushilfspolizist, wobei er die Prüfungen zum Seargent und Lieutenant ablegte. In Amerika setzte er bei dem bekannten Zen-Meister Walter Nowick und in Schottland bei dem Tibeter Chögyam Trungpa Rinpoche seine spirituelle Suche fort. 1974 begann er mit seine Krimireihe um die Polizeibeamten Grijpstra, de Gier und den namenlosen Commissaris, die in Amsterdam, teilweise auch in Amerika, Japan und Übersee spielen. Van de Wetering siedelte 1975 mit seiner Frau nach Amerika über, wo er seitdem in Surry an der Küste von Maine, in der Nähe der kanadischen Grenze, als Schriftsteller, Skulpturenkünstler und Übersetzer lebte. Sein Werk erschien bisher in 23 Sprachen. Auszeichnungen: Boekenweekgeschenk (1980); Grand Prix de la Litérature Policière (1984). Janwillem van de Wetering verstarb am 4. Juli 2008.