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Porto
Stadtarchitektur
Die hüglige Topographie mit steil abfallenden Hängen entlang des Douro kontrastiert mit der flachen, steinigen und harschen Geographie der Atlantikküste. Das historisch flussaufwärts gegründete Porto ist ein exemplarisches Beispiel eines Dialogs zwischen Stadt und Natur. Die über Jahrhunderte entwickelte Infrastruktur überwindet die existierenden Höhendifferenzen, schützt die Stadt vor Hochwasser und kontrolliert die Gezeiten.
Mit dem Ende der Kolonialzeit entwickelte sich Porto, dank Güterexport und Tourismus, zum wirtschaftlichen und industriellen Zentrum Portugals. Während der Douro für den landwirtschaftlichen Anbau eine historisch wichtige Rolle einnimmt, beherbergt die Küste den Überseehafen Leixões sowie eine Ölraffinerie.
Der aus einem heterogenen Konglomerat von Städten und Dörfern bestehende Metropolitanraum Portos umfasst ca. 1.76 Mio. Einwohner und erstreckt sich sowohl entlang des Atlantiks als auch des Douros. Entlang der Küste, welche die Grenze von Salz- und Süsswasser verschwimmen lässt, findet sich eine einzigartige Überlagerung und Koexistenz geschichtlicher und städtebaulicher Proben. Diese reichen von Wasserkraftwerk, Industriegebiet, Lagerhallen, Brücke, Promenade, Befestigungsanlage, Wohnquartier, Strand, Parkhaus, Autobahn, Hochseehafen bis hin zur Ölraffinerie.
An dieser Küste, zwischen Fluss, Meer und gebauter Stadtstruktur, soll eine ausdrucksstarke und eigenständige Architektur entwickelt werden, welche in ihrem städtischen Kontext, räumlichen Organisation als auch in ihrer ästhetischen Verantwortung eine klare Haltung aufweist.
Die Teilnahme an der Seminarreise ist nicht obligatorisch, wird jedoch empfohlen.
Einführungsveranstaltung:
Dienstag 20.02.2017, 10.30 Uhr
im Studio (ONA, Neunbrunnenstrasse 50, 8050 Zürich-Oerlikon)
Professur Marc Angélil