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Sechsfamilienhaus
Innenraum (Treppenhaus)
Sechsfamilienhaus
Innenraum (Treppenhaus)
Sechsfamilienhaus
Adresse
6015 Luzern
LU
Architektur
Das Sechsfamilienhaus ist ein Spätwerk des Luzerner Architekten Heinrich auf der Maur. Es besticht vor allem durch seine innovative Grundrissgestaltung, die Maisonette-Anordnung kombiniert mit Freiflächen für Kinder – in den 1960er-Jahren keine Selbstverständlichkeit. Die Fassaden folgen der strukturellen Logik und besitzen einen modernen, sachlichen Ausdruck.
Chronologie
Im Jahr 1960 konnte Heinrich auf der Maur ein Sechsfamilienhaus in Luzern-Reussbühl errichten. Die Fassaden wurden 1990 erstmals renoviert und 2020 weitgehend in den ursprünglichen Zustand rückgebaut. 2009 wurde der Bau in das kommunale, 2017 dann auch in das kantonale Bauinventar aufgenommen.
Lage
Das Sechsfamilienhaus liegt im Heiterweidquartier. Das Gebäude steht parallel zum Hang, unmittelbar an einem bewaldeten Abhang, der zur Reuss hin circa 50 Meter steil abfällt. Die Heiterweidstrasse liegt im Westen, der Aussenbereich und die Balkone sind nach Osten, zum Wald hin, orientiert.
Beschreibung
Der prägnante Baukörper in Massivbauweise gründet auf einem längsrechteckigen Grundriss und umfasst vier Geschosse. Das Gebäude ist ein Putzbau, das Erdgeschoss ist als Sockel in den Hang gefügt und dunkelgrau gestrichen, der Rest des Gebäudes ist hellgrau gehalten. Das Erdgeschoss verfügt strassenseitig über drei Garagen. Schauseite ist die Westfassade, die von einem gleichmässigen Raster hochrechteckiger Fenster geprägt ist. Die Mittelachse wird durch den über acht Stufen erreichbaren Eingang sowie durch das Treppenhaus markiert. Die Podeste sind mit einem Band schmaler Fensterschlitze akzentuiert. Die Ostfassade besticht durch sechs Balkone. Die südliche Giebelseite ist mit hochangesetzten Fenstern liegenden Formats versehen. Das Dachgeschoss besitzt ebenfalls hochrechteckige Fenster. Das Satteldach ist ohne Vorsprung ausgeführt.
Das Haus ist ein Zweispänner. Im ersten und zweiten Geschoss sind je zwei 4,5-Zimmerwohnungen. Das dritte Geschoss und das Dachgeschoss sind zu Maisonette-Wohnungen zusammengefasst und umfassen 6,5 respektive 7,5 Zimmer. Den Kinderzimmern im Dachgeschoss sind grosse Spielflächen vorgelagert.