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Val Vegornèss
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Langes, eher häufig besuchtes Quelltal des Val Verzasca. Eine mit Fahrverbot belegte Strasse führt bis Cabiói.
Val Vegornèss, 10.November 2011
Von der Fahrstrasse im Talgrund des Val Vegornèss zweigt unmittelbar nach der Brücke über die Verzasca in Secada rechts ein anfänglich kaum mehr erkennbarer, später undeutlicher, aber blau-gelb markierter Pfad ab, der auf die Alpe di Trecc führt: Um ihn aufzuspüren traversiert man die Hänge schräg aufwärts bis unter eine Felswand, unter der man Kunstbauten wahrnimmt. Auf der Abbruchkante zum Vallone Trecc angelangt wird er allmählich etwas deutlicher. Nach einer wilden Passage über Platten und Treppenreste erreicht man die spärlichen Ruinen von Corte di fondo (ca 1400m) und kurz darauf die Hütten von Corte di mezzo (P.1509). Der Pfad setzt sich bis zum oberen Stafel bei P.2080 fort. Man kann ohne nennenswerte Probleme bis in die Bocchetta di Cramosino weitersteigen, wo man die Via alta Verzasca erreicht.
Sentiero Alpe Trecc, 4.Mai 2009
Zwischen Vald und Cabiói zweigt rechts der sehr gute Weg ab, der zum Rifugio Cognora auf der gleichnamigen Alp führt. Von hier leitet eine praktisch durchgehende Wegspur als Teilstück der Via alta Verzasca bis auf den Gipfel des Pizzo di Mezzodì, der als leichter Übergang ins Val Cramosino benutzt werden kann. Im Aufstieg zweigt bei 2450m eine Trittspur zur Bassa di Cognora ab, die den Übergang ins Valle d'Usèdi erlaubt. Auf gutem, gesichertem Pfad lässt sich von der Alpe di Cognora der Passo di Piatto erreichen, der ins Val Chironico leitet.
Val Vegornèss gegen Bocchetta di Campala, 25.Sept. 2004
Foto: Manuel Haas
Zurück nach Cabiói: Links zweigte einst ein Weg ab, der über die Ruinen von Cascina zur Jägerhütte in Pendoréira und weiter auf die Alpe della Porchierina führt, er ist heutzutage nur oberhalb der Höhenkurve 1300m erhalten, dort aber ausgeastet und (verblassend) gelb markiert. Um den Beginn des Weges aufzuspüren, bemühe man die aktuelle Landeskarte, wo er noch (eher unverständlich) verzeichnet ist. Dabei ist auf ca 1280m eine Felsstufe (II) mit den eingestürzten Resten von Kunstbauten zu überwinden (Cabiói - Pendoréira 2:00, T4+). Von Pendoréira führte früher ein Pfad über Larsèd und Pianca nach Monte. Während der Abschnitt Pendoréira - Larsèd durch die Jäger - entlang einer Wasserleitung - freigehalten wird, wird die übrige Strecke nicht mehr begangen. Indessen wurde durch die Autoren 2011 der Teil von Monte bis Pianca freigeräumt, so dass der alte, noch erkennbare Pfad nun wieder auffindbar ist; man orientiere sich an den angebrachten Schnittspuren, Ausgangspunkt ist die Häusergruppe ca 1260m in Monte (Monte - Pianca 1:30, T4-). Der dazwischenliegende Abschnitt von Pianca bis Larsèd ist praktisch verschwunden und nicht einfach zu begehen; zwei plattige Rinnen erschweren den Durchgang, sind aber mit etwas Reibungskletterei an verschiedenen Stellen überwindbar (Pianca - Larsèd - Pendoréira 1:30, T5+/II). Larsèd wurde früher auch von Secada erreicht, Details fehlen. Vom Verbindungspfad von Pianca nach Alpe di Cagnòi scheinen keine Reste erhalten zu sein, man kann stattdessen über den über Pianca stehenden Rücken direkt zum Schafpfad auf 2020m hinaufsteigen (T6). Die noch bestossene Alpe di Cagnòi ist auf gutem Alpweg von Sonogno über Barm erreichbar. Querungen ins Val Redòrta sind von Cagnói aus möglich. Entlang der Höhenkurve 2000m traversiert der gute und auf der aktuellen Landeskarte eingezeichnete Schafpfad von der Alpe di Cagnòi zur Alpe Porchierina.
Der einstige Alpweg nach Porchierina führt indessen von der Ruine bei P.1461 herauf; er wird nur noch selten von den Älplern auf der Suche nach den Ziegen begangen: Vom P.1461 steigt man südsüdwestlich entlang einer Bachrinne bis zum Beginn des steileren Geländes. Man überquert die Bachrinne nach Osten und begibt sich zum Beginn der Erlenvegetation, ca 1580m. Sporadischen Schnittspuren entlang des einstigen Wegtrassees folgend, passiert man unter anderem eine alte Treppe. Es ist empfehlenswert die alte LK vorgängig zu studieren, um dem Trassee treu zu bleiben. Im oberen Teil traversierte der alte Weg allmählich gegen die Alpe Porchierina. Heutzutage ist es - wegen Erosionsschäden in den Rinnen und der erligen Vegetation dazwischen - sehr viel besser, erst bis zur Höhenkurve 1900m anzusteigen, um dort eine waagrechte Traverse zur Alp durchzuführen. Vom Beginn der Traverse ist es auch möglich auf der im SAC-Clubführer beschriebenen Route zum Lago dei Porchiéirsc zu gelangen. (Corte di Fondo/P.1461 - Alpe Porchierina 2:00, T4-)
Der Talweg steigt über Corte della Pianca, von wo ein heute verfallener Pfad in die Weiden zwischen P.2190 und P.2308 abzweigte, auf die Alpe Piodoo. Von hier kann man auf einem eher gutem Pfad auf die Alpe di Porchier gelangen und weiter zum Lago dei Porchiéirsc. Eine schwache Trittspur leitet auch in die Bocchetta di Larecc, die den Übergang nach Larecc, einem Arm des Valle di Pertüs ermöglicht. Die ins Val di Prato führende Bocchetta della Campala kann zwar sehr steil direkt von Piodoo erreicht werden, es ist jedoch ratsamer zuerst dem guten Weg bis zum Rifugio Barone zu folgen, um von dort auf neu markierter Trittspur in den Übergang zu gelangen.
Der Hauptweg setzt sich von der Hütte zum Lago Barone fort, wo er sich Richtung Bassa del Barone - Val Chironico und zum Pizzo Barone verzweigt.
|Cabiói,
10.November 2011