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Am 11. Februar 1900 wurde die Bartligesellschaft gegründet und gehört zu den ältesten Fasnachtsvereinen in der Zentralschweiz. Doch als Brauchtum deutet die Bartlitradition auf das 17. Jahrhundert.
Bereits seit dem Mittelalter scheint das Dorf Brunnen ein bekannter Fasnachtsort zu sein. So ist in der Luzerner Chronik von Diebold Schilling dem Jüngeren nachzulesen, dass sich zur Fasnachtszeit am 08. Februar 1508 die «drei Länder» in Brunnen zur Besprechung trafen.
Der Name «Bartli» deutet auf das 17. Jahrhundert hin und bezieht sich auf den Apostel St. Bartholomäus, der als Schutzpatron der Pfarrkirchen den Ehrenplatz auf dem rechten Seitenaltar hatte. 1659 ist der Bartli beim Bau der neuen Pfarrkirche verdrängt worden, woraufhin die Brunner ein profanes Bildnis des beliebten Bartli bei der Sust errichteten und ihm jeweils an der Fasnacht die Ehre gegeben haben. Die Bartligesellschaft feiert seit 1900 jeweils den Schmutzigen Donnerstag mit einem Umzug und der bekannten Kinderbescherung. Dem Vorstand der Gesellschaft steht ein «Bartlivater» tatkräftig zur Seite und wird jedes Jahr neu gewählt.
Seit 1989 gehören Strudeli und Strätteli sowie die Weisse Frau als typische Figuren zur Brunner Fasnacht. Mit dem Einzug der beiden Waldfrauen oder Hexen Strudeli und Strätteli beginnt die Fasnacht in Brunnen. Sie treiben mit Narrentum, Vermummung und Turbulenz ihr wildes und unberechenbares Unwesen und stecken so das ganze Dorf an. Am Abend des Güdelmontags treibt die Weisses Frau die beiden Waldfrauen mit ihrer magischen Kraft zurück in den Wasiwald und beendet somit das fasnächtliche Treiben.