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Iquitos ist mit über 400.000 Einwohnern die größte Stadt in Perus tropischem Regenwald und die Hauptstadt der Region Loreto sowie der Provinz Maynas. Die Stadt ist nur per Flugzeug oder mit dem Boot über den Amazonas zu erreichen. Die Stadt liegt 125 km unterhalb des Zusammenflusses der beiden Hauptquellflüsse des Amazonas, Río Ucayali und Río Marañón.
Die Stadt wurde um 1750 als Mission der Jesuiten gegründet. Ursprünglich war sie eine Verteidigungsbastion gegen Indios, die sich nicht bekehren lassen wollten. Die kleine Siedlung mit 1500 Einwohnern überlebte bis zum Ausbruch des Kautschuk-Booms, der zwischen 1870 und 1880 einsetzte. In den nächsten 30 Jahren entwickelte sich die Stadt zum Zentrum der Kautschukgewinnung und des -handels. Die Indios wurden wie Sklaven behandelt, während die Kautschukbarone immer reicher wurden. Der Boom endete genauso schnell wie er begonnen hatte, als es einem Briten gelang Samen der Kautschukpflanze aus Brasilien zu schmuggeln. In Malaysia wurden daraufhin Plantagen errichtet, deren Kautschuk wesentlich billiger und leichter zu ernten war. Jahrzehntelang rang Iquitos ums Überleben. Die Versuche, die Wirtschaft über den Anbau von Tabak und Bananen anzukurbeln, scheiterten, wie auch die Ideen, den Barbasco (ein giftiges Gebräu, das die Indios zum Fischfang verwendeten) als Insektizid einzusetzen oder exotische Tiere an Zoos in aller Welt zu verkaufen.
Anfang der 1960er Jahre änderte sich die Lage. Die Entdeckung von Erdöl und dessen Förderung ließ Iquitos zur modernen Stadt werden. Seit einigen Jahren entwickelt sich der Tourismus ebenfalls zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Iquitos ist heute für Touristen der Ausgangspunkt für ausgedehnte Dschungeltouren. Die gesamte Umgebung von Iquitos ist kommerzialisiert und echter Dschungel ist im Umkreis von fast 100 Kilometern nicht mehr zu erleben. Das nationale Naturschutzgebiet Pacaya-Samiria ist aktuell für den Eco-Tourismus in der Region eine wichtige Einnahmequelle.
Da Iquitios nahe am Äquator liegt, herrscht dort ein tropisch-regnerisches Klima, mit Temperaturen von 20 °C (68 °F) bis 36 °C (97 °F). Die Durchschnittstemperatur beträgt 28 °C.
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