Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03317.jsonl.gz/1884

DIE WIEGE DES REBETIKO
Café Aman, das waren eine Art musikalische Volkscafés der Vorkriegszeit des griechisch-türkischen Krieges (1919 – 1922). Sie waren in den urbanen und vorwiegend griechisch geprägten Zentren Kleinasiens sehr beliebt und darum stark vertreten. Der vorherrschende Musikstil waren asiatisch geprägte freie Rhytmen und Melodien als Grundlage für einen grösstenteils improvierten Gesang, der meist vom Leid und der Mühsal des Lebens handelte. Hier entstand die intensive griechische Musiktradition anatolischer Prägung, die nach dem Krieg und der im Vertrag von Lausanne vereinbarten Zwangsumsiedlung der kleinasiatisch-griechischen Bevölkerung auf die andere Seite der Ägäis, in der Entstehung des klassischen Rebetiko mündete.
Die Café Aman wurden im Jahr 1937 vom griechischen Diktator Metaxas offiziell verboten, aber die Musik, die in ihnen entstand war, lebte mit den “Rebetes”, die mittlerweile eine eigene künstlerische und soziale Subkultur entwickelt hatten, weiter. Die Rhythmen, der Gesangsstil und die Melodien der Café Aman waren tief in ihr verwurzelt. Vor allem die kleinasiatischen Flüchtlinge, die zum Grossteil in den Hafenstädten angesiedelt worden waren und dort ein neue Präkariat bildeten, fanden darin ein Ventil, dem tristen Alltag zu entfliehen.
Das Musikensemble Aman – Rebetiko widmet sich den Liedern jener Zeit, als die magischen Klänge der Rebetiko-Melodien, von Kleinasien aus den Hafen von Piräus erreichten.
Chrysa Papadopoulou Gesang, Percussion Marina Liontou Mochament Oud, Gesang Daniel Barbas
Gitarre, Gesang Alkis Zopoglou Kanun, Gesang