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6. November 2018
Koenig Hammurabi
Mesopotamien – Die Wiege der Zivilisation
Mesopotamien: griechisch, Bedeutung Zweistromland. Der Assyrische Begriff für Mesopotamien ist „Bethnahrin“.
Das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris gilt als die Wiege der Zivilisation. Der Garten Eden soll sich dort befunden haben, ebenso die Geburtsstätte Abrahams.
Die Anfänge
Um das Jahr 10 000 v. Chr. geben die Menschen im Zweistromland das Nomadenleben auf, werden Bauern und fangen an, sich zu spezialisieren. Jeder kann seine Fähigkeiten gezielt einsetzen – zum Wohl der Gemeinschaft wie zu seinem eigenen Nutzen. Erfindungen und Errungenschaften bringen die Menschheit in dieser Zeit weit voran. Statt sich nur von der Jagd und von gesammelten Früchten zu ernähren, zähmen sie Büffel und Pferde und bestellen den Boden.
Vor dem 4. Jahrtausend verwendeten die Bewohner des Zweistromlandes so genannte Zählsteine für die Rechenaufgaben des Alltags.
Der sich ausweitende Handel führte im 3. Jahrtausend zur Entwicklung der Schrift. Mit Griffeln wurden die ersten Zeichen auf Tontafeln geritzt.
Der Schreiber wurde zu einer angesehenen Person in der Gesellschaft. Da viele Menschen nicht schreiben konnten, benötigten sie die Dienste der Schreiber für ihre Privatschreiben.
Zunächst bestand die Schrift aus Bildsymbolen, später wurde sie abstrakter.
Zuerst zog man auf der Tontafel senkrechte und waagerechte Linien und trug die Symbole in die entstandenden Kästchen.
Gelesen wurde von links nach rechts. Die Zeichen wurden jetzt in die weiche Tontafel eingedrückt. Die so genannte Keilschrift erreichte um 2700 v. Chr. ihre Vollendung.
Bei den Sumerern standen die einzelnen Zeichen für ganze Worte, die auch mehrere Bedeutungen haben konnten. Man kombinierte auch Zeichen, um z.B. Handlungen darzustellen. So wurde der Begriff “Essen” durch die Symbole “Mund” und “Brot” dargestellt.
Die Bilderschrift erlaubte es den Menschen, das Alltagsleben zu verwalten. Die Schrift wurde komplexer, Symbole konnten jetzt auch Laute bzw. ganze Sätze darstellen. Das war die Geburt der geschriebenen Literatur.
Die Keilschrift wurde über 2500 Jahre in Mesopotamien angewandt, auch in Syrien und bei den Hethitern.
Vor dem 2. Jahrtausend herrschte im Zweistromland keine Sprache vor. Es wurde gleichberechtigt das Sumerische und das Akkadische gesprochen.
Mit der Einwanderung der Amurriter wurde im Süden Mesopotamiens hauptsächlich Akkadisch gesprochen.
Die sumerische Sprache blieb aber bis zur Zeitenwende die Sprache der Gebildeten, ähnlich wie es Latein im Mittelalter war.
Obwohl immer wieder neue Völker einwanderten, blieb die akkadische Sprache die Umgangsprache.
Mit den Aramäern erschien die Silbenschrift, die von den Phöniziern übernommen wurde. Hier wurden nur die Konsonanten geschrieben, die Vokale fehlten. Geschrieben wurde jetzt auf Papyrus und Pergament.
Der Codex des Königs Hammurabi ist eine der ältesten Gesetzessammlungen der Welt.
Mesopotanien