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Der 22-jährige Bieler Fechter Marcel Fischer hat im Degenturnier mit viel Pech eine Medaille verpasst und belegte nur den undankbaren 4. Platz. Das ist gleichwohl das beste Schweizer Fechtresultat in einem olympischen Einzelturnier seit 52 Jahren.
Nach einer 13:15-Niederlage gegen den Franzosen Hugues Obry im Halbfinal unterlag Fischer schliesslich im Kampf um Bronze gegen den Südkoreaner Lee Sang-Ki mit 14:15.
Zuvor hatte Fischer den südkoreanischen Heidenheim-Sieger Roy- Sun Yang mit 13:12, den Weltmeister und ehemaligen Olympiasieger Arnd Schmitt aus Deutschland mit 15:10 und den Chinesen Zhao Gang ebenfalls mit 15:10 bezwungen.
Die Krönung des hervorragenden Turniers blieb Fischer wegen einer krassen Fehlleistung des argentinischen Schiedsrichters vergönnt. Dieser verwarnte den Schweizer gleich dreimal und gab ihm zwei Strafpunkte zum 12:14 und 13:15, womit der Kampf beendet war.
Es ist schon bitter, einen Olympia-Halbfinal auf diese Weise ohne Gegentreffer zu verlieren, meinte Fischer. Und der deutsche Weltmeister Arnd Schmitt sprach sogar offen von einem Skandal. Der Olympiasieg ging schliesslich an den Russen Pawel Kolobkow, der den Franzosen Obry mit 15:12 besiegte.
swissinfo und Agenturen