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Drei europäische Volkswirtschaften stehen den aktuellen Turbulenzen auf sehr unterschiedliche Weise gegenüber, wie aus ihren am Dienstag veröffentlichten BIP-Wachstumszahlen für 2022 hervorgeht.
Die Eurozone verzeichnete für das erste Quartal 2022 eine Gesamtinflationsrate von 8,1 Prozent, die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997. Frankreich, Italien und die Schweiz verzeichneten zu diesem Zeitpunkt jedoch ein negatives, neutrales bzw. positives Wirtschaftswachstum.
In einer von AFP als „Sturmwarnung“ bezeichneten Situation schrumpfte die französische Wirtschaft in den ersten vier Monaten des Jahres um 0,2 Prozent, so das nationale Statistikinstitut des Landes.
Italien verzeichnete zwischen Januar und April 2022 unerwartet einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,1 Prozent, nachdem vorläufige Daten einen Rückgang um 0,2 Prozent zeigten. Dank einer starken industriellen Erholung und einer erhöhten Nachfrage nach ihren Exporten wuchs die Schweizer Wirtschaft um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Das Bruttoinlandsprodukt misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einem Land in einem bestimmten Jahr produziert werden. Die ideale Wachstumsrate in einer fortgeschrittenen Volkswirtschaft beträgt 2 bis 3 Prozent pro Jahr.
Derzeit werden die Volkswirtschaften in ganz Europa jedoch von der Krise der Lebenshaltungskosten, den Auswirkungen des anhaltenden russischen Krieges in der Ukraine und den darauf folgenden Sanktionen sowie den anhaltenden Auswirkungen des Coronavirus heimgesucht.
Frankreichs Wirtschaftsdüsternis resultierte aus einem offensichtlichen Rückgang des Haushaltsverbrauchs, dem traditionellen Wachstumstreiber des Landes, um etwa 1,5 Prozent. In Zeiten hoher Inflation, die im gleichen Zeitraum auf 4,5 Prozent sprunghaft angestiegen ist, geben Familien weniger aus.
Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire warnte am Montag, dass die Preise aufgrund der Situation auf dem Energiemarkt sowie aufgrund der Situation auf dem Lebensmittelmarkt steigen. Er fügte hinzu: „Wir werden in eine neue Periode eintreten, in der die Inflation nicht mehr so niedrig sein wird wie in den vergangenen Jahren.“
Das nationale Statistikinstitut des Landes sagte, dass das Wachstum in Italien auf eine starke Binnennachfrage und jüngste Investitionen zurückzuführen ist, die den Rückgang der Exporte ausgeglichen haben.
Im Gegensatz dazu habe sich die Schweizer Wirtschaft aufgrund der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Maschinen, Metallen, Präzisionsinstrumenten, Uhren und Schmuck beschleunigt.
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