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Am 24. März 1980 wurde Bischof Romero während einer Messe von der Kugel eines Auftragsmörders getötet. Sein Engagement gegen die Verbrechen der Militärs und Paramilitärs sowie für soziale und politische Rechte der Bevölkerung kostete ihn das Leben. In fast allen Ländern Lateinamerikas hat Romeros Beispiel in den vergangenen Jahrzehnten soziale, politische und religiöse Bewegungen ins Leben gerufen und die Menschen ermutigt, sich für die Veränderung ihres Alltags und für gerechte Verhältnisse einzusetzen. Auch wenn viele dieser Aufbrüche zum Teil gewaltsam unterdrückt worden sind, beweisen sie, dass die Menschen die Hoffnung auf ein besseres und menschenwürdiges Leben nicht verloren haben.
Was die Bevölkerung in Lateinamerika lange herbei gesehnt hat, geschah zu Beginn des Jahres 2015: Der Vatikan hat das Martyrium von Romero anerkannt und Romero am 23. Mai 2015 in San Salvador seliggesprochen. Über 200'000 Gläubige versammelten sich zur Zeremonie in San Salvador.
Im folgenden Interview erzählt Josef Estermann, Bereichsleiter Bildung & Grundlagen von COMUNDO, welche Auswirkungen die Seligsprechung von Oscar Romero für die Bevölkerung in Lateinamerika und das nach ihm benannte RomeroHaus Luzern hat, und wieso dieses Ereignis so lange auf sich warten liess.