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Sam Bankman-Fried hat eine seiner bisher detailliertesten Beschreibungen des FTX-Debakels gegeben. In einem Blogpost schrieb der ehemalige Krypto-Finanzier: «Ich habe keine Gelder gestohlen und schon gar nicht Milliarden versteckt». Er ergänzt: «Ich war leider zu langsam, um auf öffentliche Fehlwahrnehmungen und wesentliche Falschaussagen zu reagieren.»
Die jüngste Version der Ereignisse, die sich auf Bankman-Frieds Erinnerungen an die Bilanzen von FTX und dem Schwesterunternehmen Alameda Research stützt, geht nicht auf Buchhaltungsprobleme ein, die er früher als einen der Gründe für den Untergang seines Imperiums im November angeführt hatte. Er geht auch nicht auf die Vorwürfe ein, er habe Alameda erlaubt, Kundengelder von FTX für hochriskante Geschäfte abzuschöpfen.
Anwälte raten ihm von öffentlichen Beiträgen
Wieder einmal hat Bankman-Fried den weit verbreiteten Ratschlag ignoriert, angesichts von Strafanzeigen öffentlich zu sprechen. Als FTX Ende letzten Jahres zusammenbrach und Konkurs anmeldete, begab sich Bankman-Fried auf eine Entschuldigungstour, nahm an mehreren Medieninterviews teil und nutzte Twitter, um seine Version der Ereignisse zu erklären. Rechtsexperten haben davor gewarnt, dass seine öffentlichen Äusserungen von der Staatsanwaltschaft eingehend geprüft und möglicherweise in dem Verfahren gegen ihn verwendet werden könnten.
(bloomberg/rul)