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<h2>SubmittedText<h2><p>Bezugnehmend auf meine Interpellation 20.3016, welche vom Bundesrat am 13. Mai 2020 beantwortet wurde, soll nun der Betrieb einer zweiten Spur zwischen Grellingen und Duggingen im Dezember 2025 aufgenommen werden. Im Frühling 2023 ist der Baustart geplant. Gemäss Ihrer Antwort kann eine Totalsperre offensichtlich nicht verhindert werden, aber zeitlich möglichst kurz gehalten werden. Aufgrund des vorgesehenen Baustarts bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Welche Massnahmen seitens der SBB sind vorgesehen, damit die Fahrgäste in der Zeit der Totalsperrung ohne grössere Einschränkungen und Belastungen befördert werden können?</p><p>2. Ist die SBB in Kontakt mit der Regierung um die Gegebenheiten der Region aufnehmen zu können, damit eine optimale und effiziente, kurze Totalsperrungs-Zeit angegangen werden kann? </p><p>3. Welche Massnahmen sind von der SBB unternommen worden, um die Totalsperrungszeit zu minimieren?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die SBB ist daran, in enger Abstimmung mit den Kantonen ein möglichst kundenfreundliches Bahnersatzangebot für die Reisenden zu erarbeiten und umzusetzen. Planerische Grundlage für das Bahnersatzangebot sind insbesondere das Konzept und die Erfahrungen aus der dreiwöchigen Totalsperre zwischen Laufen und Aesch im Sommer 2014. Diese nahm die SBB damals aufgrund von gebündelten Instandhaltungsarbeiten vor. Das Konzept umfasste einen dichten Takt mit Bahnersatzbussen zwischen Laufen und Aesch sowie einen ebenso dichten Shuttlezug-Takt zwischen Aesch und Basel.</p><p>2. Die betroffenen Kantone werden bei der Erarbeitung von Sperrkonzepten gemäss bewährten Prozessen der SBB einbezogen. Im Falle der Totalsperre hat die SBB die Erarbeitung des Konzepts wegen des grossen regionalen Interesses vorgezogen. Das detaillierte Konzept wird im Laufe des Jahres 2023 zusammen mit betroffenen Kantonen und Transportunternehmen abgestimmt. Das ist deutlich früher als üblich.</p><p>3. Die SBB kann die Totalsperre nicht verkürzen. Die Totalsperrungs-Zeit ist bereits das Resultat von diesbezüglichen Optimierungen. Grund für die Totalsperrung und die dafür erforderliche Zeit ist, dass die SBB in dieser Zeit nicht nur ein zusätzliches Gleis baut. Sie baut gleichzeitig das bestehende Gleis grösstenteils zurück und erstellt es ebenfalls neu. All diese Arbeiten finden in den engen Platzverhältnissen zwischen dem Hang und der Birs statt. Unter laufendem Bahnbetrieb wäre dies nicht möglich. Weiter nutzt die SBB die Totalsperre parallel für andere bauliche Massnahmen, wie beispielsweise Felsabtrag in Grellingen und Arbeiten an den Bahnübergängen.</p><p>Die SBB ist sich bewusst, dass die Fahrplaneinschränkungen ihren Kundinnen und Kunden viel Geduld abverlangen werden. Wäre es bautechnisch möglich, diese Gleisbauarbeiten ohne durchgehende Totalsperre umzusetzen, wären anstelle der fünf Monate neu Nacht- und Wochenendarbeiten über rund zwölf Monate nötig mit entsprechenden Gleissperren. Die Totalsperre erspart somit den Anwohnenden rund sieben Monate mit dauernden Nacht- und Wochenendarbeiten. Dank der Totalsperre entfallen zudem störungsanfällige Provisorien und das stete Risiko, dass frühmorgens die Strecke nicht rechtzeitig für den Bahnbetrieb freigegeben werden kann, zum Beispiel wegen eines Maschinendefekts.</p>  Antwort des Bundesrates.