Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/3282

Anwendungsbereich
Man unterscheidet Kleinfilterbrunnen (ø < 250 mm) und Grossfilterbrunnen (ø > 250 mm). Die Reichweite eines Brunnens ist dabei von der Durchlässigkeit des Bodenmaterials (k-Wert) und vom Durchmesser des Brunnens abhängig. Diese Reichweite bestimmt massgeblich den Abstand von Brunnen zu Brunnen. Der Durchmesser der Brunnen muss basierend auf der voraussichtlichen Pumpwassermenge berechnet werden. Im Anschluss daran ergibt sich der Bohrdurchmesser aus Brunnendurchmesser plus Kies-Sand-Filteraufbau. Der Filteraufbau ist dabei so zu wählen, dass das gepumpte Wasser so sandfrei wie möglich gefördert wird. Zugleich sollen die feinsten Bodenbestandteile den Filter mit geringem Widerstand passieren können, damit der Brunnen nicht verstopft. Bei Transport, Versetzen oder durch Erddruck sind die Brunnenrohre starken Belastungen ausgesetzt. Die Wandstärke der Brunnenrohre darf daher nicht zu gering gewählt werden.
Filterbrunnen werden auch zur permanenten Gewinnung von Trinkwasser aus Grundwasservorkommen erfolgreich eingesetzt. Für solche Brunnen verwendet man rostfreie Materialien und richtet die Filterdimensionierung auf einen langfristigen Betrieb aus.
Verfahren – vom Bohren bis zur Piezometermessung
Filterbrunnenbohrungen können sowohl im Spülbohr- und Drehbohrverfahren als auch im Greiferaushubverfahren erstellt werden. Nach dem Abteufen der verrohrten Bohrung wird das Filterrohr versetzt, wobei dieses im Bereich der Filterstrecke gelocht oder geschlitzt ist (Schlitzbrückenfilter). Im nächsten Schritt kann der Filterkies, je nach Bodenaufbau, eingefüllt werden. Mit dem Einbau des Filterkieses wird die Verrohrung Stück für Stück zurückgezogen.