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Vor dem Salzburger Dom das EM-Ticket gelöst
Zum ersten Weltcup des Jahres ging es für die Velotrialisten nach Österreich. Mitten in Salzburg, direkt neben dem Dom auf dem Residenzplatz, waren die anspruchsvollen Sektionen aufgebaut, auf denen zum ersten Mal das neue Weltcup-Reglement zur Anwendung kam. Erstmals bekamen die Fahrerinnen und Fahrer für die passierten Hindernisse Bonuspunkte. Eine sogenannte Passage bestand im Viertelfinal aus einem oder zwei Hindernissen. Beendete man eine Passage, erhielt der Fahrer 10 Bonuspunkte. Wurde ein Fuss zur Sicherung oder zur Bewältigung des Hindernisses gesetzt, erhielt der Athlet keine Bonuspunkte.
Den Start machten am Freitag die Fahrer mit den 26-Zoll-Bikes. Im Viertelfinal galt es fünf Sektionen mit Baumstämmen, Holzbobinen (grosse Kabelrollen), Betonelementen und Felssteinen auf zwei Runden zu meistern. Für den Strengelbacher Jonas König war es ein Punkterennen, maximal gab es 600 Zähler zu holen. Insgesamt erzielten drei Fahrer die maximale Punktzahl. Jonas König beendete das Viertelfinal mit 550 Zählern und qualifizierte sich, wie 14 andere der total 41 gestarteten Eliteathleten, mit dem dritten Rang in seiner Gruppe für das Halbfinale am Sonntag.
Bei der Premiere flatterten die Nerven
Für den Vordemwalder Noel Wipf war der Weltcup in Salzburg der erste in seiner Karriere. Er mass sich mit 50 weiteren Trialisten in der 20-Zoll-Wertung. Trotz gelungenem Start spielten seine Nerven bei der Premiere nicht so ganz mit. Lediglich zwei Fahrer holten sich im Viertelfinal die maximale Punktzahl. Noel Wipf konnte sich auf der zweiten Runde nicht verbessern und schied mit 240 Punkten aus. Der Anlass in Salzburg war eine interessante Erfahrung für ihn und Noel Wipf und seine Trainer und Coaches sind überzeugt, dass er sich in den nächsten Weltcups besser zurechtfinden wird.
In der Nacht auf Sonntag regnete es sehr stark und kurz vor dem Start des 26-Zoll-Halbfinals lag ein Gewitter mit starkem Regen über den Sektionen. Bereits nach ihren Runden in der Warm-up-Sektion waren die Fahrer durch und durch nass, so auch Jonas König, der sich dort auf dem Mozartplatz auf seinen Start vorbereitete.
Zur Sicherheit der Fahrer wurden die Baumstämme in den Sektionen zum Teil rutschfest abgedeckt. Die erste Runde lief für Jonas König gut, er lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Berner Tom Blaser. Beide beendeten den ersten Umgang mit 210 Punkten. Während der zweiten Runde liessen die Regenfälle etwas nach und die Wetterlage schien sich zu beruhigen. Jonas König stürzte, was ihn zwar nicht an der Weiterfahrt hinderte, ihm aber auch keine Punkte einbringen konnte. Mit total 360 Bonuspunkten beendete Jonas König den ersten Weltcup der Saison, was nicht für die Finalteilnahme reichte. Der Strengelbacher konnte sich aber mit dem guten Ergebnis für die Europameisterschaft in Italien vom 4. bis 6. Oktober qualifizieren.
Insgesamt waren in Salzburg 151 Athleten aus 20 Nationen am Start. Die Schweizer mussten alle vor dem Finale die Segel streichen. Die Tagessiege holten sich mit dem 26-Zoll-Bike der Brite Jack Carthy und mit dem 20-Zoll-Velo der Spanier Alejandro Montalvo sowie dessen Landsfrau Vera Baron.
Hier gibt es Videos vom Finalwettbewerb des Weltcups.