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Zürichsee-Schifffahrt

|Beschreibung|
Kaum hatte 1823 der erste Dampfer auf dem Genfersee seinen Betrieb aufgenommen, setzte auch rund um den Zürichsee die Diskussion über die Vorzüge der Dampfschifffahrt ein. In Rapperswil projektierte man die Errichtung eines Passagierdampfbootes, musste aber mangels Kapital den Plan wieder fallenlassen. Der Rorschacher Bürger Franz Carl Caspar, Gründer der "Dampfschiffahrtsgesellschaft für den Bodensee und Rhein" und damit kapitalkräftig genug, war schliesslich auch daran interessiert, auf dem Zürichsee und dem Walensee die Dampfschifffahrt einzuführen. Als weiterer Initiant und gleichzeitig als Fachmann auf technischem Gebiet gesellte sich der Schaffhauser Johann Jakob Lämmlin dazu. Die beiden Pioniere traten am 19. März 1834 als "Caspar und Lämmlin, Unternehmer der Dampfschiffahrt auf dem Zürcher- und Walensee" in Erscheinung. Sie bestellten bei der Maschinenfabrik William Fairbairn in Manchester den ersten Zürichseedampfer "Minerva", der am 19. Juli 1835 seinen Betrieb aufnahm.
Im Intervall von jeweils zwei Jahren entstanden dann zwei weitere Unternehmungen: die "Linth-Escher AG" und die "Republik AG" mit ihren gleichnamigen Schiffen. In mehreren Übernahmen schlossen sich die drei Gesellschaften schliesslich unter dem Namen "Zürichsee- und Walensee-Gesellschaft AG" zusammen.
Dieses Konglomerat fusionierte 1869 mit einem weiteren Unternehmen, der "Dampfbootgesellschaft linkes Ufer", zur "Dampfbootgesellschaft für den Zürichsee". 1874 übernahm die Nordostbahngesellschaft, Gründerin der linksufrigen Eisenbahn, den gesamten Schiffspark auf dem Zürichsee. Im Jahr 1890 wurde in Zürich die "Zürcher Dampfbootgesellschaft" ins Leben gerufen, welche sich im Jahr 1900 mit der Übernahme der 1894 gegründeten "Dampfbootgesellschaft Wädenswil" stärken konnte. 1903 übernahm sie die Schiffe der "Nordostbahngesellschaft", nachdem diese in die Bundesbahn integriert worden war. 1957 kam die "Zürcher Dampfbootgesellschaft" aufgrund der technischen Entwicklungen zu ihrem heutigen Namen "Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft" (ZSG).
|zsg_Bordmagazin.pdf (1508.5 kB)|