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Varlin
Ein neues Leben im Bergell
Varlin (Willy Guggenheim, 1900-1977) wohnte ab 1963, nach der Hochzeit mit der gebürtigen Bergellerin Franca Giovanoli, in Bondo.
Der Umzug von Zürich ins Bergell scheint seinem Leben und seiner Arbeit eine neue Richtung gegeben zu haben. Auch wenn die Art seiner künstlerischen Arbeit unverändert blieb, so ist es doch offensichtlich, dass der Aufenthalt im Tal von einer wahren „Verpuffung“ seiner Technik gekennzeichnet ist.
Varlin lebte gern in Bondo, in einem Interview erklärte er dazu: „Ich lebe gern in diesem Dorf, ...Die Bewohner von Bondo sind einfache Leute, Bauern, denen ich sehr zugetan bin ... Aber für mich, das hängt vielleicht auch mit dem Alter zusammen, zählt auch die gute Luft und von normalen Leuten umgeben zu sein.” Die Zuneigung, die er für die Bewohner von Bondo fühlte, drückte er auch in dem monumentalen Gemälde mit dem Titel “Leute meines Dorfes” aus, das er 1975 malte. Heute ist das Werk im Talmuseum, in der Ciäsa Granda ausgestellt. Sein Grab befindet sich im kleinen Friedhof von Bondo.
Varlin malte ausser Landschaften wie “Winter in Bondo” oder “Maloja - Bergrennen” zahlreiche Portraits, auch von berühmten Personen wie den Schriftstellern Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Seine Bilder, die manchmal fast Karikaturen zu sein scheinen, zeigen Personen mit verzerrten Gesichtern und Gesichtsausdrücken, wie verwandelt, in denen man aber mit sicherer und guter Hand ausgeführte Gesichtszüge erkennt, markante Konturen und majestätische Figuren.