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Crans (awp) - Die heftigen Querelen innerhalb der Genolier Swiss Medical Network SA sind offenbar beendet. Der Beendigung des Zwists vorausgegangen waren Kontakte zwischen Vertretern von Genolier, Lincoln Vale und Antoine Hubert mit der an einer strategischen Kooperation interessierten französischen Privatklinikengruppe Vitalia, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von Antoine Hubert und Lincoln Vale vom Montag hiess.
Vitalia wolle dieses Engagement bestätigen unter der Voraussetzung der friedlichen Beilegung der Aktionärsdispute und nachdem eine Neuformierung des Verwaltungsrats gewährleistet sei, wie es weiter heisst. Es bestünden beachtliche Synergiepotenziale zwischen der zweitgrössten französischen Privatklinikengruppe und Genolier.
Antoine Hubert und Lincoln Vale, die gemeinsam 30% der Aktien an Genolier halten, haben sich den Angaben zufolge auf ein gemeinsames Vorgehen zur "Restabilisierung und zur Sicherstellung der erfolgreichen Fortsetzung der Wachstumsstrategie" geeinigt. Sie werden an der bevorstehenden ausserordentlichen Generalversammlung gemeinsam für die Zuwahl von neuen Verwaltungsräten stimmen. Zu diesem Zweck haben sie sich zur einer Ad-hoc-Gruppe zusammengeschlossen, die am heutigen Montag der SIX Swiss Exchange gemeldet werden soll.
Die Gruppe Hubert/Lincoln Vale werde dann neben den bestehenden Verwaltungsräten Schröder und Zerkowski die Zuwahl von Antoine Hubert, Raymond Loretan, Antoine Kohler (ehemalige Verwaltungsräte), Cedric George (Klinik zur Pyramide), Christian Le Dorze (Président Vitalia), Hank Boot (Lincoln Vale) und zwei weiterer, unabhängiger Industriespezialisten unterstützen. Die Gruppe soll am Tag nach der ausserordentlichen Generalversammlung vom kommenden 16. August wieder aufgelöst werden.
Der Verwaltungsrat von Genolier hatte sich bereits am Sonntagabend zustimmend geäussert: Er begrüsse "sämtliche Entwicklungen, die zu einer Beruhigung innerhalb des Aktionariates beitragen und es der Gesellschaft erlauben, sich auf das operationelle Geschäft zu konzentrieren", hiess es. Der Verwaltungsrat sei zudem der Ansicht, dass die von PricewaterhouseCoopers (PWC) derzeit durchgeführte interne Untersuchung "von grosser Wichtigkeit" sei. Huberts Sprecher Edwin van der Geest sagte dazu gegenüber AWP, Hubert und Lincoln Vale unterstützten den Abschluss der PwC Studie. Sie werde die Aktionäre überzeugen, dass die Firma gut geführt werde.
Der Genolier-Verwaltungsrat schrieb in der Mitteilung vom Sonntagabend ausserdem, die Gruppe befinde sich "seit einigen Monaten in einer angespannten Liquiditätslage, die sich in den letzten Wochen zugespitzt" habe. Das Interesse der ausländischen Spitalgruppe sei auch vor diesem Hintergrund vom Verwaltungsrat "mit grossem Interesse aufgenommen worden". Dass die Banken ihre Kredite blockierten oder einfrören sei verständlich angesichts des führunglosen Zustandes der Firma, sagte seinerseits van der Geest. Hubert wehre sich ausserdem gerichtlich nur gegen eine Kapitalerhöhung oder eine Wandelanleihe OHNE Begzugsrecht für die Aktionäre vor der ausserordentlichen Generalversammlung.
ps/uh
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