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1951–1956: Internationaler Unternehmer und Mäzen des Kunsthauses Zürich
Emil Bührles Unternehmen wuchs jetzt zu einem weitgefächerten Konzern mit Beteiligungen an Gesellschaften in Deutschland, Italien, Liechtenstein, Indien und Chile. In Italien und Schweden hergestellte Fliegerabwehrsysteme der Tochterfirma Contraves standen bei verschiedenen Mitgliedern der Nato im Einsatz. Die Pilatus Flugzeugwerke in Stans entwickelten eine Reihe von Schulflugzeugen für die Schweizer Armee. Im zivilen Bereich gelangen Erfolge mit Bremssystemen, Büromaschinen, Textilmaschinen und Kunststoffen. In Asheville (North Carolina) wurden 1953 weitläufige Anlagen für die Oerlikon Tools and Arms Corporation of America errichtet. Im Oktober 1956 feierte Emil Bührle mit den Mitarbeitern des Stammhauses das 50-jährige Bestehen der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon.
1951–1952 malte Oskar Kokoschka ein Porträt von Emil Bührle. 1952 und 1953 wurde der "Preis für Schweizer Malerei" in Paris als Wettbewerb um den "Prix Buhrle" fortgesetzt. Anders als für die eigene Sammlung traf Bührle die Auswahl dabei nicht selbst, sondern beauftragte eine Jury aus Vertretern des Pariser Kunstlebens. Preisträger waren typische Exponenten der damals bekannten "Ecole de Paris".
1951 schenkte Emil Bührle dem Kunsthaus Zürich zwei grosse Seerosen-Bilder von Claude Monet, die er bei einem Besuch in Giverny ausgesucht hatte. Bezahlen liess er die Bilder aus dem Baufonds für den geplanten Erweiterungsbau, aus dem er bereits zuvor eine Fassung des Höllentors von Auguste Rodin für das Kunsthaus finanziert hatte. Nach einer Volksabstimmung begann Ende 1954 der Bau des Ausstellungssaals am Heimplatz. Zur Eröffnung sollte Emil Bührles Sammlung dort gezeigt werden, weshalb er Entscheidungen für eine dauerhafte Präsentation seiner eigenen Sammlung hinausschob.
28. November 1956: Tod von Emil Georg Bührle in Zürich. Bührle hinterliess keinerlei Anweisungen, was mit seiner Kunstsammlung zu geschehen hatte.