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„Ein neuer Megatrend wird in den internationalen Aktienmärkten wirksam: Im Osten warten in sogenannten Staatsfonds (Sovereign Funds) tausende von Milliarden Dollars an Investitionsmitteln, um Beteiligungen an westlichen Unternehmen oder ganze Firmenübernahmen zu finanzieren. Erdölexportierende Scheichtümer und Exportüberschussländer Asiens, wie China und Singapur, haben aus ihren Exporterlösen staatliche Investmentfonds angehäuft, die Firmenkäufe und Unternehmensbeteiligungen in westlichen Industrieländern zum Ziel haben. Mit ihren derzeit 3100 Milliarden Dollar (achtmal das BIP der Schweiz) könnten sie zum Beispiel alle 230 börsenkotierten Konzerne der Schweiz zweimal aufkaufen. Japan, Deutschland und Frankreich haben schon Schutzregeln erlassen.“ (Rudolf H. Strahm: „Warum wir so reich sind“, Seiten 218 und 230, 2008).
Neben neuen Rechtsvorschriften gegen beherrschende Beteiligungen solcher Staatsfonds an unseren Aktiengesellschaften gibt es ein weiteres Mittel zur Abwehr solcher Aufkäufe: Der Aktienwert muss gesteigert werden durch Käufe unserer institutionellen und privaten Anleger. Unsere Anlegerschaft ist zu risikoscheu! Allenfalls sollte die Idee von Investivlöhnen (Lohn in Form von Mitarbeiteraktien) wieder aufgegriffen werden.