Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/196111

<h2>SubmittedText<h2><p>In der Vernehmlassung zur Agrarpolitik 22 plus (S. 42) hat der Bundesrat das Ziel, die Produzentenpreise im Inland, im Verhältnis zum Ausland, zu senken und somit das Einkommen der Landwirtschaft zu senken.</p><p>- Warum will der Bundesrat das Einkommen der Landwirte mit solchen Zielen kaputt machen?</p><p>- Ist er sich bewusst, dass beispielsweise Schweinefleisch vom Produzenten gratis abgegeben werden könnte und trotzdem im Laden teurer wäre als im Ausland?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat schlägt in seiner Vernehmlassungsvorlage zur Agrarpolitik ab 2022 zahlreiche Massnahmen vor und zeigt deren erwartete Wirkung auf. Er verfolgt das Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft zu steigern, um die Position der Schweizer Landwirtschaftsprodukte auf den in- und ausländischen Märkten weiter zu verbessern. Eine wichtige Zielsetzung der Agrarpolitik ab 2022 ist daher die Steigerung der Wertschöpfung am Markt. Gemäss der Vernehmlassungsvorlage zur Agrarpolitik ab 2022 sollen die Finanzhilfen für die Landwirtschaft konstant gehalten werden. Dies führt dazu, dass die Agrarausgaben des Bundes pro Betrieb mit der weiteren Strukturentwicklung von heute 67 200 auf 79 100 Franken ansteigen, also um rund 17 Prozent. Modellrechnungen von Agroscope zeigen zudem, dass das Einkommen je Betrieb mit der Agrarpolitik 22 plus leicht höher zu liegen kommt als mit der Fortführung der aktuellen Agrarpolitik.</p>