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Zuvor war der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde über die Kleinen Antillen im Südosten der Karibik hinweggezogen. Besonders heftig wurden die französischen Überseegebiete getroffen. In Saint-Martin wurde das Gebäude der Präfektur teilweise zerstört, wie das Innenministerium mitteilte. Die Präfektin und ihre Mitarbeiter seien in einen Schutzraum geflohen. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und der Strom fiel aus.
"Die Schäden auf den beiden Inseln sind beträchtlich", sagte Macron. Es gehe zunächst darum, Verletzte zu versorgen und Menschen Unterkunft und Verpflegung zu geben. Macron mahnte "nationale Solidarität" an und kündigte finanzielle Mittel sowie einen Wiederaufbau-Plan an. Überseeministerin Annick Girardin wollte demnach noch am Abend nach Guadeloupe aufbrechen.
Aus dem Staat Antigua und Barbuda wurden zunächst keine schweren Schäden gemeldet. Am Mittwoch wurden die Hauptstrassen von umgestürzten Bäumen und Schutt geräumt, wie die Zeitung "Antigua Chronicle" berichtete. Der Flughafen wurde am Nachmittag wieder geöffnet. "Die Infrastruktur hat standgehalten und wir können wieder zur Normalität zurückkehren", sagte Wirtschaftsminister Asot Michael.
"Irma" ist ein Hurrikan der höchsten Stufe fünf und einer der schwersten jemals in der Region registrierten Tropenstürme. Es sei mit hohen Wellen, Starkregen und heftigem Wind zu rechnen, teilte das Nationale Hurrikanzentrum der USA mit. Der Sturm bewegte sich mit 26 Kilometern pro Stunde Richtung West-Nordwest. Laut Prognose sollte er zunächst über Teile der Jungferninseln hinwegziehen, am Mittwochabend (Ortszeit) Puerto Rico streifen und am Donnerstag die Nordküste der Dominikanischen Republik passieren.
"Alle sollten zu Hause Schutz suchen oder die Notunterkünfte aufsuchen", sagte Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló am Mittwoch. "Niemand hat einen Grund, auf der Strasse zu sein, ausser im Notfall oder wenn er auf dem Weg zu einer Herberge ist." Bereits vor der Ankunft von "Irma" fiel starker Regen und Bäume knickten um. Rund 300 000 Menschen waren ohne Strom.
Ein Hilfsteam der Vereinten Nationen reiste bereits auf die Karibikinsel Barbados, weitere Teams stehen bereit, wie in New York UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte.
Die Regierung der Bahamas ordnete die Evakuierung mehrerer Inseln im Süden der Inselkette an. Als immer wahrscheinlicher gilt zudem, dass "Irma" auf den US-Staat Florida treffen könnte.
Der Sturm könne der schlimmste werden, dem Florida je ausgesetzt gewesen sei, sagte Gouverneur Rick Scott am Mittwoch dem Sender ABC. "Ich möchte, dass jeder versteht, um was es hier geht", sagte Scott. Alle Einwohner sollte sich für drei Tage mit Wasser und Nahrungsmitteln eindecken. "Nehmt was ihr braucht, aber nehmt nicht mehr", sagte Scott mit Hinweis auf mögliche Versorgungsengpässe./aae/cb/im/ki/dde/ab/reu/amu/DP/jha
(AWP)