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Eine heute vom Seco veröffentlichte Studie zeigt auf, dass die Anzahl Personen, die sich über Stress bei der Arbeit beklagen, stark zugenommen hat (von 27% im Jahr 2000 auf 34% im 2010). Das ist beunruhigend – genauso wie die bedeutende Zahl der Menschen, die, um den hohen Arbeitsrhythmus zu bestehen, zur Pille, sei es zur Beruhigung oder zur Stimulierung, greifen müssen.
Der SGB verlangt Massnahmen, um die Auswirkungen des Arbeitsstresses zu begrenzen. Dessen Kosten betragen einer früheren Studie zufolge 10 Mia. Franken pro Jahr. Insbesondere gilt es, Arbeitszeitmodelle zu unterbinden, die direkt Stress verursachen, etwa Arbeit auf Abruf, Vertrauensarbeitszeit und andere Modelle, die (insbesondere wegen smartphones) auf dauernde Verfügbarkeit setzen. Da wo Prekarisierung der Arbeit und zu tiefe Löhne den Stress verursachen, sind faire Mindestlöhne verlangt.
Der SGB engagiert sich in diesem Sinn auch für kürzere Arbeitszeiten (mehr Ferien, kürzere Wochenarbeitszeiten). Die Seco-Studie hat unterstrichen, dass zu hohe Arbeitszeiten Stress verursachen. Dieser Befund unterstreicht, dass die Unternehmen, die wegen dem Franken-Euro-Kurs längere Arbeitszeiten durchsetzen wollen, mit der Gesundheit der Arbeitnehmer/innen spielen.
Der SGB verlangt zudem mehr Mitsprache der Arbeitnehmenden. Die Beteiligung an Entscheiden hat sich als stressverkleinernd erwiesen.