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Jukes kommt aus England, genauer gesagt aus London, und ist eine gesunde, alkoholfreie und valable Alternative zu Wein. Kein Soft Drink, kein Saft, kein Tee. Jukes sind essigbasierte Drinks aus rein natürlichen Zutaten, die eine solche Komplexität aufweisen, dass sie als ernstzunehmender Essensbegleiter funktionieren.
Der britische Weinredaktor Matthew Jukes hatte irgendwann genug davon. Genug davon, dass es für ihn keine valable, alkoholfreie Alternative gab für die «Days-off». Nach 35 Jahren mit rund 40’000 degustierten Flaschen Wein im Jahr, in denen der Weinredaktor etliche Weinkritiken, u.a. für die «Daily Mail», und 14 Bücher schrieb, entschied sich Matthew, einen eigenen alkoholfreien Drink zu kreieren. Einen Drink, der mit der Komplexität eines guten Weines konkurrenzieren kann – zumindest an den alkoholfreien Tagen.
Er erzählte seine Idee Jack Hollihan, seinem jetzigen Geschäftspartner, der ihn zunächst etwas belächelte, und begann zu experimentieren. Mit Haymakers Punch. Einem uralten Getränk aus dem 17. Jahrhundert, das die Farmer auf der Basis von Apfelessig mit Obst- und Gemüseresten sowie Honig zubereiteten und auch auf See mal anstelle von Rum getrunken wurde.
Die Grundidee gefiel Matthew, doch war ihm das Ergebnis durch den Honig zunächst zu süss und zu wenig komplex. Also arbeitete er ein Jahr lang daran, mit 200 verschiedenen Zutaten eine Formel zu finden, die im Resultat einen langen Abgang gewährleistet – ganz wie ein guter Wein.
Die Jukes unterscheiden sich in Farbe, Textur und Zusammensetzung
In der Zwischenzeit hat er 5 verschiedene Jukes mit den Bezeichnungen der Nummern «1», «2», «5», «6» und «8» auf den Markt gebracht, wobei die Nummerierung nicht die Reihenfolge der Lancierung reflektiert. Die Jukes unterscheiden sich grundsätzlich in der Farbe, Textur und natürlich Zusammensetzung – ganz wie bei Weinen. Der «Jukes 1» mit seinen Zitrus-, Pfirsich- und Kräuternoten steht für einen klaren, trockenen und erwachsenen «Weissen» mit langem Abgang. Ideal zum Apéro oder mit Geflügel und Kalb.
Ganz anders dagegen der «Jukes 8», den Matthew als Antwort auf den Lockdown herausbrachte. Nach dem Motto, «wir können jetzt nicht fliegen, also bringen wir die Provence zu uns nach Hause» kreierte er einen Quasi-Rosé, der mit seiner Fenchelnote und salzigen Aromen ideal zur provenzalische Küche und Krustentieren passt.
Bleibt nur noch die Frage nach den «Roten» offen, bei der Matthew zwei Alternativen bietet: Zum einen den «Jukes 2», der mit seinen intensiven Aromen von roten Früchten und einer leicht bitteren «amaro»-Note gern polarisiert. «Die einen mögen ihn, die anderen nicht», sagt er. «Spannend wird es jedenfalls, wenn er zu herzhaften Gerichten wie einer Tagine oder einem roten Thai Curry serviert wird.» Und last but not least bietet sich immer noch der geschmeidige «Jukes 6» mit viel Pfeffer, rote Beete und langem Abgang als «Everbodys Darling».
In der Schweiz sind die Jukes ab Ende Oktober in der Weinauslese in Kilchberg zu haben. Einfach vorbeikommen, probieren und mit dem Auto nach Hause fahren.