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in: OBST Osnabrücker Beiträge zur Sprachtheorie, Bd 50: Neue Medien, S. 165-176, Oldenburg 1995
Die Hypertext-Maschine ist ein Medium, das auf verschiedenen Ebenen nachhaltige Veränderungen unseres sprachlichen Verhaltens verlangt.(1) Anhand der Erfahrungen, die ich im Zusammenhang mit dem Versuch, ein kybernetisch-konstruktives Begriffslexikon als Hypertext zu schreiben, mache, will ich eine grammatikalische Ebene unseres sprachlichen Verhaltens fokusieren und zeigen, daß und weshalb ein Hyper-Lexikon eine Sprache impliziert, in welcher dem Verb wesentlich weniger Bedeutung zukommt als in der Sprache, die wir für konventionelle Texte verwenden. Natürlich werden auch konventionelle Lexika in einer etwas eigenen Sprache geschrieben. Hypertext bewirkt aber, daß die Lexikonsprache erstens spezifischer wird und zweitens weit über Lexika im engeren Sinne hinaus Anwendung findet.
Die hier vorgetragenen Hypertext-Erfahrungen sind Anfängererfahrungen, die überdies einem spezifischen Zusammenhang entstammen. Das Potential von Hypertext ist damit nur angekratzt, und entsprechend sind die sprachlichen Befunde doppelt unsicher. Zum einen mögen andere Lexikonarbeiter mit Hypertext ganz andere Erfahrungen machen - worauf ich sehr gespannt wäre -, und zum andern kann man vielleicht auf Hypertext sinnvoll nicht nur lexikalische Texte produzieren.
Ich erläutere im folgenden das Prinzip "Hypertext", diskutiere dann Probleme, die dieses Medium bezüglich Lexika löst und solche, die es neu erzeugt, und versuche schließlich zu zeigen, was sich mit Hypertext gewinnen läßt.
Wer beim Schreiben bestimmt (oder zu bestimmen versucht), was sein Adressat in welcher Reihenfolge liest, erzeugt normalgeordneten Text. Daran ändert auch das modernste der konventionellen Textverarbeitungssysteme nichts. Die Ordnung des Textes ist bei diesen Texten die Ordnung des Autors. Der Autor kann aber - wenn er über einen entsprechenden Computer verfügt - hypergeordnete Texte oder kürzer Hypertext (3) herstellen und damit dem Leser mehr Freiheit und Verantwortung zugestehen.
Hypertexte sind nichtlineare Texte, die auf speziellen Textverarbeitungssystemen, auf Hypertext-Maschinen geschrieben und gelesen werden. Hypertexte enthalten markierte Wörter und Textstellen, die man mit der Computer-Maus anklicken kann, um an eine andere Stelle im Text zu springen. (4) Solche Texte werden also nicht unbedingt der Reihe nach, sondern nach praktischen Bedürfnissen gelesen. (5) Natürlich kann man dabei nicht ganz beliebig springen, auch Hypertexte beruhen auf kleinsten Aussageeinheiten. Die Sprungziele heißen konventionellerweise "Karten" und bestehen aus einem oder mehreren Sätzen, die zusammen einen abgegrenzten Sinn stiften. Ein Hyper- Buch besteht aus mehreren solchen Karten, ist also so etwas wie eine Kartei.
Es gibt zwei Arten von hier interessierenden Textproblemen. Die erste Art bilden jene Probleme, die man mit Hypertext zu lösen hofft, die zweite Art bilden jene, die man sich mit Hypertext einbrockt.
Der Witz von Hypertexten läßt sich am besten anhand der Lexikonproblematik schildern. (6)
Viele Leser ertappen sich öfters dabei, im Lexikon sequentiell über den gesuchten Abschnitt hinaus weitergelesen zu haben, obwohl die zusätzlich gelesenen Einträge inhaltlich mit dem gesuchten Eintrag gar nichts zu tun hatten. Jedesmal wenn man im Lexikon unter der Macht der Gewohnheit noch etliches Wissenswertes, das man gar nicht wissen wollte, gelesen hat, wird man sich der möglichen Textordnungen - und ihrer Mängel - bewußt.
Die lexikalische Textordnung ist durch das Alphabet und die Anfangsbuchstaben der Stichwörter gegeben. Die alphabetische Ordnung ist ein - wenn auch halbwegs praktikabler, so doch - völlig willkürlich aufgesetzter Index, durch welchen sachlich zusammengehörige Einträge beliebig über das ganze Lexikon verstreut werden. Wenn man etwa in einem linguistischen Lexikon "S"emantik nachschlägt, wird man auf "B"edeutung verwiesen, dort auf "P"ragmatik usw. Deshalb blättert man sich die Finger wund, wenn man einen halbwegs komplizierten Zusammenhang aufgeklärt haben möchte, und muß schließlich wieder zu seinem inhaltlich geordneten Sachbuch greifen, auch wenn man im Lexikon gerade Ausdrücke aus diesem nachschlagen wollte.
In einem Hypertext-Lexikon müssen die einzelnen Einträge nicht nach einer sichtbaren Ordnung sortiert sein, sie sind unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze des Benutzers indexiert. Zu den gewünschten Einträgen springt man, indem man die entsprechenden Stichworte irgendwo im Lexikon, also insbesondere auch innerhalb anderer Einträge anklickt, wobei selbstverständlich auch alphabetische Stichwortverzeichnisse existieren.
Gerade weil so bei den Einträgen keine (Such-)ordnung eingehalten werden muß, kann bezüglich der Reihenfolge der Einträge eine Sachordnung eingehalten werden, in welcher zusammengehörige Einträge wie in einem Lehr- oder Sachbuch sequentiell nacheinander stehen. In einem linguistischen Lexikon könnte also nach dem Eintrag "S"emantik ohne weiteres der Eintrag "B"edeutung und anschließend "P"ragmatik usw. folgen, so daß sequentielles Weiterlesen durchaus sinnvoll ist oder sein kann. Man kann ein derartiges Lexikon tatsächlich unkonventionell im Sinne eines gewöhnlichen Buches lesen.
In Sachbüchern mit Registern ist diese Qualität der Hypertexte in bescheidenem Umfang vorweggenommen, weil man solche Bücher auch nicht sequentiell lesen muß. Im entwickelten Hypertext sind aber Lexikon und Sachbuch nicht mehr unterscheidbar. Deshalb ist Hypertext - im Prinzip - ein großartiges Lernmittel und wurde in der noch euphorischen Einführungsphase auch als solches verkauft.
Obwohl ich mich im folgenden immer noch auf das Lexikon beziehe, spreche ich generell vom Textproblem, weil ja beim Hyper-Lexikon mindestens das Sachbuch immer auch mitgemeint ist. Zu anderer Prosa mache ich später noch eine Anmerkung.
Ein Lexikon ist eine Ansammlung von prägnanten Erläuterungen. Natürlich müssen die zur Erläuterung anderer Begriffe eingeführten Begriffe ihrerseits definiert oder erläutert sein. Die Definition, daß ein Tiger eine Katze mit gestreiftem Fell ist, macht nur Sinn, wenn der Leser weiß - oder im Lexikon nachschlagen kann -, was die Wörter Katze, Streifen und Fell bedeuten. Wenn in einem Lexikon (wie es in meinem eigenen Hyper-Lexikon der Fall ist) steht, "Syntax" stehe für die Menge der Ausdrücke, die mit einer gegebenen Grammatik generiert werden kann, muß der Leser wissen oder nachschlagen können, was "Grammatik" heißt.
Die Kunst des Lexikons besteht darin, daß die einzelnen Einträge einerseits genügend ausführlich sind, um individuell Sinn zu stiften, und andererseits untereinander gleichzeitig möglichst wenig redundant. Wenn ich ein konventionelles Lexikon schreiben würde, müßte ich mir bei meinem Syntax-Eintrag also überlegen, ob ich "Grammatik" genauer spezifizieren oder den Leser unter dem entsprechenden Stichwort nachschlagen lassen soll. Für einen ausführlicheren Eintrag würde u.a. sprechen, daß ich eine etwas eigenwillige Definition unterstelle; dagegen, daß ich dann Grammatik auch unter andern Stichwörtern und unter "Grammatik" selbst nochmals definieren müßte.(7)
Je länger überdies die einzelnen Einträge sind, umso redundanter wird das Lexikon, und umso schwerer wird die Prüfung derer Konsistenz. Und umgekehrt. Durch die Möglichkeit, per Anklicken von Begriff zu Begriff zu springen, kann im Hypertext Redundanz weitgehend vermieden werden. Pro Eintrag sind wesentlich weniger Erläuterungen nötig, weil diese je einen eigenen Eintrag bilden können, der im Bedarfsfall sehr effizient erreicht werden kann. Daß sich das Hyper-Lexikon nicht nur quantitativ vom konventionellen Lexikon unterscheidet, obwohl letzteres auch knapp und konsistent sein sollte, ergibt sich gerade daraus, daß im Hypertext wirklich gesprungen wird, während man sich in konventionellen Lexika erfahrungsgemäß sehr rasch, also noch lange bevor die Finger wund sind, zufrieden gibt. Daran ändern auch die als "elektronisch" angepriesenen Lexika, die seit einiger Zeit auf Compact Disks angeboten werden, nichts. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Medium Computer, sondern im Medium Hypertext. Herkömmliche CD-Lexika ersparen zwar gegenüber Büchern Platz und Zeit beim Blättern, sie sind aber ihrer Struktur nach konventionell, was sich eben darin zeigt, daß sie bezüglich Querverbindungen ähnlich anspruchslos konstruiert und benützt werden wie ihre Varianten in Büchern.
Das enge, netzartige Verknüpfen aller Begriffe führt - im Prinzip - aus zwei Gründen zu einer Verbesserung der Konsistenz des Lexikons. Erstens sind die knapp gehaltenen Einträge für den Autor überschaubarer als konventionelle Lexikoneinträge, und zweitens fällt es dem Autor leichter, alle möglichen Sprungziele zu prüfen, da er sie quasi verbindlicher als nur mit Stichworthinweisen angeboten hat.
Damit sind aber auch gleichzeitig einige Probleme bezeichnet, die man beim Hyper- Schreiben hat. Eine Schwierigkeit, die Hypertext bereits auf dieser primitiven, noch relativ buchnahen Verwendung - auf komplexere Verwendungen werde ich später hinweisen - erzeugt, liegt eben gerade darin, daß begriffliche Inkonsistenzen auch für den Leser viel leichter erkenn- und kritisierbar werden. Weil der Hypertext-Leser dadurch andere Ansprüche stellt und die Qualität des Hypertextes nicht an konventionellen Texten mißt, schneiden Hypertexte in der Praxis ähnlich schlecht ab wie Kunstturner oder Eisläufer, die ein zu anspruchsvolles Programm gewählt haben und dieses nicht perfekt erfüllen können.
Ich demonstriere die Haltung eines typischen Hyper-Lesers anhand eines Eintrages im Informatik-Duden, einem konventionellen Lexikon mit einem der Sache nach einfach beschreibbaren Gegenstand. (8) Der Leser will wissen, was ein "Interpreter" ist. Er liest im Duden: Ein Interpreter ist "Ein Programm, welches ein Programm einer anderen Programmiersprache nach den notwendigen syntaktischen Überprüfungen sofort ausführt" (Duden 1988:279). Duden gibt anschließend noch eine halbseitige Erläuterung über verwandte Prinzipien, Einsatzorte, Vor- und Nachteile usw. des Interpreters. Der Hyper-Leser läßt sich aber dadurch vom wesentlichen nicht ablenken, er hat die gewünschte Definition im ersten Satz gefunden und kümmert sich nur noch darum, ob er sie konsistent in sein Wissen oder in jenes von Duden integrieren kann. Frage: Wenn Programme ausgeführt werden müssen (was immer das heißt), wer führt dann den Interpreter aus, der ja auch ein Programm ist? Vermutung: Es gibt Programme, die nicht ausgeführt werden müssen (Interpreter), oder nicht nur Interpreter können Pro- gramme ausführen, so daß der Interpreter von einem anderen Programm ausgeführt werden kann. Diese Vermutungen lassen sich aufgrund der nun doch ganz gelesenen Erläuterung im Duden weder eindeutig verwerfen noch bestätigen, da dort zur Sache nur noch steht, daß interpretierte Programme nicht zuerst übersetzt werden müssen. Der Leser kann daraus nur folgern, daß nicht zu interpretierende Programme existieren und diese jeweils übersetzt werden müssen (was immer das heißt). Aber wer führt diese Programme wie aus?
Der "Interpreter"-Eintrag im Duden ist zwar ausführlich, er taugt aber für Hyper-Leser nichts. Wer in einem konstruktiven Sinn wissen will, was ein Interpreter ist, wird vom Lexikon auf ein Sachbuch zurückgeworfen, und wer in einem begrifflichen Sinn wissen will, was ein Interpreter ist, wird mit einer Pseudo-Definition abgespeist. Die Buchform und deren relative Nichthandhabbarkeit verdecken Schwachstellen, die Hypertext unerbittlich zutage fördert, weil dort wirklich streng gelesen wird.(9)
Das Textproblem liegt aber offensichtlich unabhängig von Text und Hypertext in der Durchdringung des referierten Stoffes, die sich zunächst einfach als sprachliche Durchdringung zeigt. Hypertext selbst trägt dazu unmittelbar natürlich nichts bei. Hypertext zeigt aber, wo und inwiefern diese sprachliche Durchdringung noch nicht geleistet wurde, weil der Leser "elegant überleitende" Manipulationen, die Leerstellen überbrücken, gar nicht liest, sondern die Textzusammenhänge noch unabhängiger als beim Lesen im konventionellen Lexikon selbst rekonstruiert.
Das eigentliche Textproblem wird im Hypertext durch ein damit zusammenhängendes Problem überlagert. Der Hyper-Leser verliert beim planlosen Umherspringen im Text leicht jegliche Orientierung, er befindet sich dann in einem Zustand, der als "Lost in Hyperspace" bezeichnet wird. D.B. Meyerhoff (1993) erläutert die entsprechenden Problematik und versucht ihr mit einer Hybridisierung von Hypertext und traditionellem, stark strukturierten "Computerunterstütztem Unterricht" (CUU) beizukommen. Diese in verschiedenen Formen verbreitete Strategie mag in bestimmten Zusammenhängen, etwa in der Meyerhoff beschriebenen tutoriellen Lernumgebung sinnvoll sein, die damit eingeführte explizite Benutzerführung widerspricht aber natürlich der eigentlichen Hyperidee.
Um zu verhindern, daß der Hyper-Leser verloren geht, muß sich der Hyper-Autor bewußt in den springenden Leser versetzen, also antizipieren, wo und wie der Leser im Text springen wird. Ein aktiver Lexikonleser konzentriert sich auf Definitionen und Fakten. Fakten sind für das Verständnis normalerweise unproblematisch. Wenn ich im Duden lese, daß der Interpreter vor allem bei Programmiersprachen wie BASIC und PROLOG eingesetzt wird, muß ich das einfach zur Kenntnis nehmen. Die Definitionen dagegen muß ich als Leser nachvollziehen - und als Autor nachvollziehbar konstruieren. Im Lexikon verlangt Hypertext eine konstruktive Sprache, die mit strengen Definitionen arbeitet, weil eigentlich nur bei Definitionen das Leserverhalten vorhersehbar ist. (10)
Definitionen sind Beschreibungen, welche einen Oberbegriff und ein Kriterium einführen. (11) Der Leser prüft entsprechend der Reihe nach, ob er mit beidem einverstanden ist oder es mindestens erwägend sein könnte. Daß ein Interpreter ein Programm ist, kann man beispielsweise als begriffliches Faktum akzeptieren, auch wenn man noch nichts über Interpreter weiß. Wer aber schon daran zweifelt, wird prüfen, was ein Programm ist, und damit am wohlbestimmten Ort aus dem Text springen. Wer den Oberbegriff noch akzeptiert, wird das Kriterium bedenken und allenfalls dort, also - wie ich noch erläutern werde - wieder an einem wohlbestimmten Ort aus dem Text springen. In beiden Fällen weiß der Leser rekonstruierbar, weshalb er den fortlaufenden Text wo verlassen hat, und wonach er sucht.
Definitionen prägen die Sprache im Hyper-Lexikon. Deshalb untersuchen wir, inwiefern Definitionen sprachlich speziell sind. Bevor wir uns die Kriterien anschauen, betrachten wir, welche sprachlichen Konsequenzen aus dem Ober-/Unterbegriffs-Verhältnis folgen. Begriffe im strengsten Sinn stehen ausschließlich für Gegenstände. Grammatikalisch verwenden wir für Gegenstände Substantive. Deshalb ist ein Hypertext, auch wenn er als Sachbuch dienen soll, zwangsläufig wie konventionelle Lexika sehr stark an Substantiven orientiert. Im Definitionssatz ist die Satzaussage durch das Definitionsschema geprägt, die Verben werden relativ bedeutungslos. Wo sie dennoch etwas bedeuten, werden sie als abgeleitete Substantive interpretiert. Im Informatik- Duden steht typischerweise anstelle des Stichwortes "programmieren" das Stichwort "Programmierung", was das "Machen" eines "Programmes" bedeutet. Prozesse werden nicht als solche referenziert, sondern nur diskursiv: sie laufen unbeschriebenerweise zwischen zwei beschriebenen Gegenstands-Zuständen ab. Anstelle des Herstellungsprozesses wird etwa das hergestellte Produkt beschrieben. Wenn wir Produkte statt Prozesse beschreiben, ist unsere Sprache sowohl über- als auch unterfordert. Überfordert ist sie im Vergleich mit (Konstruktions-)zeichnungen, die über statische Dinge viel effizienter informieren, unterfordert ist sie, weil Prozesse so nur implizit dargestellt werden, so daß auch auf dieser Ebene für Tätigkeitswörter, die eine inhaltliche Funktion haben, kein Bedarf mehr besteht.
Damit ist das Verb auf eine Satzschemafunktion reduziert, was im konventionellen Sprachunterricht ein typisches Merkmal eines restringierten Codes ist. (12) Damit wird die Sprache an traditionellen Werten gemessen zweifelsohne eingeschränkt. Wer sich aber solchen Restriktionen nicht unterzieht, verliert sich sehr rasch im Hyperspace.(13)
In Definitionen "passieren" Inhalte schlußendlich über Substantive. Wer gestreifte Katzen meint, spricht von Tigern. Die inhaltlichen Aspekte der Verben verschwinden aber zunächst in Adjektiven, die erst später in Substantiven aufgehen. Adjektive werden als "Er-Satz"-Wörter für Aussagen eingeführt, die noch mittels Verben Handlungen oder Prozesse beschreiben. Adjektive binden Prozeßresultate als Kriterien an mit Substantiven bezeichnete Gegenstände.
Wer den Oberbegriff einer Definition teilt, prüft das Kriterium und verläßt damit den Text an der Stelle, an der eine Eigenschaft eingeführt wird, denn das Kriterium beschreibt eine Eigenschaft, die dem zu definierenden Gegenstand im Unterschied zu anderen Gegenständen, die unter denselben Oberbegriff fallen, zukommt. Der Mensch ist beispielsweise der einzige ungefiederte Zweibeiner und der Tiger die einzige gestreifte Katze. Wer ein gegebenes Kriterium prüft, wird sich also jeweils fragen, ob die umschriebene Eigenschaft wirklich allen definierten und nur den definierten Vertretern unter dem entsprechenden Oberbegriff zukomme. Dazu muß man aber verstehen - oder im Lexikon nachschlagen können -, was mit der entsprechenden Eigenschaftsbezeichnung gemeint ist. Adjektive sind praktikable Sprungziele, weil sie sich als spezifizierende Teile von Substantiven lesen lassen. Unter den Menschen gibt es große Menschen (Riesen), kleine Menschen (Zwerge), reiche Menschen (Kapitalisten, Lottomilionäre) usw.
Wenn in einer strengen Definition steht, daß ein Interpreter "ein Programm (ist), welches ein Programm (...) ausführt", ist damit eine Eigenschaft beschrieben, die man mit "programmausführend" umschreiben könnte. Ab einer bestimmten Komplexität wird die Adjektivfunktion nicht mehr durch Adjektive, sondern - wie in unserem Beispiel - durch umschreibende Sätze erfüllt. (14) Diese Umschreibungen sind aber gleichwohl einfach Eigenschaftsbestimmungen, die noch nicht durch Adjektive ersetzt wurden. In den gängigen Hyper-Applikationen kann man mehrere Wörter zu einem anklickbaren Key-Wort zusammenfassen, also aus einem Nebensatz, der das Kriterium umschreibt, einen Ausdruck machen, ohne daß man dafür eigens ein neues Adjektiv kreiert. Diese Möglichkeit verdeutlicht, wie aus Kriteriensätzen Adjektive werden, womit die Verben verschwinden. Hypertext braucht und schafft Adjektive, respektive eine Adjektivauffassung.
Auch in Stichwortverzeichnissen von konventionellen Lexika stehen neben Substantiven praktisch nur Adjektive, während in Handbüchern mit Anleitungscharakter, wie man sie zu technischen Geräten wie Computern erhält, sehr viele Verben stehen, weil es dort nicht darum geht, daß man die Geräte versteht, sondern lediglich darum, daß man das Gerät bedienen kann. Natürlich ist die Grenze zwischen Verstehen und Bedienenkönnen nicht scharf, so daß Lexika mit einem etwas praktischen Anspruch bei für wichtig erachteten Aspekten immer auch in Handbuchformulierungen abgleiten. Im hier exemplarisch verwendete Informatik-Lexikon von Duden etwa erscheinen "suchen" und "sortieren" als Handlungen, die man nicht wissen, sondern können muß. Und eigentliches Handlungswissen wird an Verben aufgehängt. Weil ein Informatiker im konventionellen Verständnis formale Sprachen verwendet und deshalb nicht interpretieren (können) muß, steht im Informatik-Duden wohl das Stichwort "Interpreter" (als ob eine Maschine interpretieren könnte!), nicht aber das Stichwort "interpretieren". Es ist sinnenklar, daß die Stichwörter "suchen" und "sortieren" durch Wörter wie "Suchbaum", "Suchverfahren" oder "Sortierordnungen" usw. ersetzt werden könnten; die entsprechenden Einträge im Duden repräsentieren denn auch viel mehr Wissen als Handlungsanweisungen.
Sprache repräsentiert Wissen, nicht Können. Natürlich kann man in Handlungsanweisungen (Rezepten) ausdrücken, was getan werden muß, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Was in Handlungsanweisungen jedoch vermittelt wird, ist kein Können. Der Ski- oder Tanzlehrer kann noch so genau erklären, was man tun muß, können muß man es schließlich selbst.
Effizient stellt man Wissen mit Definitionen dar. Hypertext - auf dem hier behandelten Niveau - ist eine Sprachform, die den Wissensaspekt der Sprache zutage fördert und entsprechende Formulierungen verlangt. Adäquate Hypertextformulierungen unterstellen einen aktiven Leser, der sich sein Wissen selbst organisiert. Der aktive Leser weiß vor dem Lesen nicht nichts, er hat Fragen, für die er im Hyper-Buch (wie in einem Interview oder in einem Experiment) Antworten sucht. Dabei werden ihm der eigene Wissensstand und dessen Veränderung während des Lesens bewußt. Lernen bedeutet dann nicht vor allem, neue Daten zu akkumulieren, sondern das bereits vorhandene Wissen zu modifizieren. Beim aktiven Lesen lernt man nicht nur, man merkt auch, daß und was man lernt. Vor allem entscheidet man aber selbst und in Abhängigkeit davon, was man bereits weiß, was man lernen will. Genau diese Leseauffassung wird durch Hypertext sehr gut unterstützt und begünstigt.
Natürlich lesen wir auch in normalen Büchern mit aktiver Selektion, die mittlerweile durch Register unterstützt wird. In diesem Sinne kann man auch sagen, daß der aktive Leser Hypertext erfunden hat.(15)
Als Medium unterstützt Hypertext den von Heinz von Foerster (1993:49) formulierten ethischen Imperativ: Du sollst die Anzahl der Möglichkeiten der andern vergrößern! In diesem Sinne ist Hypertext demokratisches Medium, das den Lesern Selbstverantwortung zumutet und zutraut. Hyper-Kommunikation ist relativ hierarchiefrei, weil sie nicht einmal einseitig festgelegt wird, wenn die Leser am Text nicht mitarbeiten. Selbst dann läßt sich mit Hypertext kein vom Autor festgelegter Lehrplan durchsetzen. Die eigentliche Qualität des Mediums liegt aber darin, daß im Unterschied zur herkömmlichen Textproduktion wirklich mehrere Autoren relativ kompromißlos an einem Text arbeiten können.
Da Hypertext-Maschinen Computer sind, bieten sie alle Textmutationsvorteile konventioneller Textverarbeitungen, das heißt, jeder Text kann leicht ergänzt und umgebaut werden. Im Gegensatz zu linearen Texten braucht Hypertext keine vorgefaßten Textordnungen, sondern kann aus relativ kleinen und geschlossen Texteinheiten organisch wachsen. Lokale Korrekturen können sich - wenn sie tragen - im verknüpften Netz evolutionär durchsetzen. Ergänzungen können zu Seitensträngen auswachsen, ohne das Gesamtwerk zu gefährden. Sie können, wenn sie sich stark genug entwickelt haben - was ihnen eben nicht verwehrt wird -, aus dem Kontext herausgelöst werden und ein eigenes Buch bilden, das gleichwohl Verknüpfungen zum eigenen Ursprung behält.
Die Ko-Autoren arbeiten relativ unabhängig voneinander, da sie einzelne Textstellen (Karten) bearbeiten. Sie sind aber sehr abhängig vom bestehenden Text, den sie stimmig halten müssen, da Veränderungen einer Textstelle durch die Verknüpfung der Texte meistens weitere Veränderungen - auch in Textstellen von Ko-Autoren - nach sich ziehen. Die Erfahrung, daß ein anderer den zunächst eigenen Text an verschiedensten Stellen fortlaufend mutiert, ist heilsam und befruchtend. Am Hypertext wird einem erst recht klar, was Teamarbeit beim Schreiben heißt. Die Formulierungen gehören schließlich niemandem mehr, sie vergesellschaften die Autoren im wahrsten Sinne des Wortes.(16)
Natürlich wird durch das kollektive Schreiben der Druck auf die Sprache noch grösser, weil jeder individuelle Stil verloren geht. Die Sprache wird äußerlich strenger, fast formalistisch. Das Definitionsschema setzt sich durch. Die Aufhebung des individuell elaborierten Stils fördert die Verständlichkeit des Textes mindestens für die Autorengemeinschaft, da schließlich jeder die Sprache liest, in die er beim Fortschreiben selbst gedrängt wird.
Ich habe anhand der Lexikonproblematik eine sehr rigide Auffassung von Hypertext vertreten, in welcher die Kommunikationsordnung, obwohl sie nicht linear ist, im Text selbst vorgegeben ist. In dieser Auffassung von Hypertext müssen die Autoren begrifflich streng und konsistent argumentieren, während die Leser ein klar geordnetes Netz mit wohldefinierten Sprungzielen vorfindet. Ich fasse die daraus folgenden Konsequenzen bezüglich der Auswirkungen des Mediums Hypertext auf die Sprache zusammen und zeige abschließend, inwiefern eine weichere Auffassung von Hypertext die Resultate relativiert.
In der vorgestellten Auffassung von Hypertext wird die Sprache dadurch eingeschränkt, daß erstens definitionsmäßige Formulierungen überhand nehmen, was die Satzsyntax begrenzt. Damit verbunden gewinnt vor allem das Substantiv auf Kosten des Verbes an Bedeutung, wobei das Adjektiv eine Vermittlerrolle spielt, indem es Prädikate, die ein Kriterium umschreiben, zunächst gedanklich und dann wirklich ersetzt, um schließlich in einem neuen Substantiv aufzugehen. Zweitens verwischt das Hyper-Lexikon den Unterschied zwischen Sachbuch und Lexikon, wodurch sich die Hyper-Sprache auch auf umfassendere Texte ausweitet, also nicht mehr nur eine spezielle Sprache des Lexikons betroffen ist. Drittens schließlich vereinheitlicht Hypertext die Sprache, wo verschiedene Autoren denselben Text bearbeiten, weil sich der einzelne Autor per Modifikation häufig fremde Texte angeeignet, die er alleine so nicht geschrieben hätte.
In einer weicheren Auffassung von Hypertext, wie sie etwa von J.D. Bolter vertreten wird, müssen sich die Autoren gerade nicht um Ordnung und Konsistenz bemühen. Dem Leser werden Texte zugemutet, die voneinander unabhängige Erklärungen eines Phänomens enthalten.(17) Der Leser muß die Verantwortung für das, was er liest, teilen (Bolter 1991:117). Es bleibt seine Aufgabe zu einem für ihn vernünftigen Resultat zu kommen, der Text fungiert lediglich als Anlaß, resp. als nicht von vornherein negativ besetzte Störungen (Perturbationen). Die althergebrachte Aufgabenteilung zwischen Autor und Leser wird auf den Kopf gestellt, der Leser muß bei jedem Sprung riskieren, in einen neuen Argumentationsstrang zu fallen. Der Leser darf oder soll sich im Hyperspace verlieren. Es ist klar, daß die Sprache unter dieser Perspektive keinerlei Beschränkungen erfährt, im Gegenteil: Der nicht ganz leicht lesbare James Joyce läßt grüßen.(18)
Die Hypertext-Maschine ist ein Medium, das auf verschiedenen Ebenen nachhaltige Veränderungen unseres sprachlichen Verhaltens verlangt. Wie wir die Maschine nutzen, ist uns anheim gestellt, aber wir werden unsere Sprache und damit unser Mensch-Sein in jedem Fall qualitativ weiterentwickelt haben, wenn wir Hypertext begriffen und angeeignet haben.
Barrett, Edward (Hg.1988) Text, Context und Hypertext, MIT Press, Cambridge MA
Barrett, Edward (1989): The Society of Text: Hypertext, Hypermedia, and the Social Construction of Information, Cambridge MA
Barrett, Edward (1992): Sociomedia - Multimedia, Hypermedia, and the Social Con- struction of Knowledge, MIT Press, Cambridge MA
Bolter, J. David (1991): Writing Space, The Computer, Hypertext, and the History of Writing, University of North Carolina Press and Lawrence Erlbaum, Hilsdale
Duden (1988): Informatik, ein Sachlexikon für Studium und Praxis, Mannheim
Meyerhoff, D.B. (1993): Hypertext und tutorielle Lernumgebungen: Ein Ansatz zur Integration, GMD Bericht 223, München
Schnupp, Peter (1992): Hypertext, Oldenbourg, München
Todesco, Rolf (1992): Technische Intelligenz oder Wie Ingenieure über Computer sprechen, frommann-holzboog, Stuttgart
von Foerster, Heinz: (1993) Wissen und Gewissen, Suhrkamp, stw 876, Frankfurt
1. Hypertext hat viele Väter: Vannevar Bush hat bereits in den 40er Jahren eine Art Hypersystem mit Mikrofilmen vorgeschlagen. In den 60er Jahren realisierte der Computer-Maus-Erfinder Douglas Engelbart fast naheliegenderweise Hyperapplikationen, da man mit der Maus eben Bildschirmfelder anklicken kann. Der Begriff "Hypertext" wurde von Ted Nelson geprägt, der auch in den 60er Jahren begonnen hat, ein Literatur-Archivierungssystem zu entwickeln. Allgemein bekannt wurde Hypertext, nachdem Apple 1987 ihre Hypercard-Software auf den Markt gebracht hatte.
2 Mit "Text" ist hier natürlich gerade die Einheit gemeint, innerhalb welcher man die Wörter aus semantischen Gründen nicht vertauschen kann. Lexika und Telefonbüchern sind in diesem Sinne wie Bücher mit mehreren Erzählungen Sammlungen von individuellen Texten, die man nur aus praktischen Gründen nicht so bindet, daá jeder Eintrag ein Buch ergibt.
3. Das Präfix "Hyper" steht für "über das Ziel hinaus schieáen" und ist dementsprechend sehr ambivalent. Es wurde zuvor vor allem in der Medizin gepflegt, wo es auf nichtnormale, krankhafte bersteigerungen hinweist: Hyperakusie etwa heiát krankhaft verfeinertes Gehör.
4. Da Hypertext etwa gleichzeitig auf den Markt gekommen und damit bekannt geworden ist wie die Computergraphikpakette und die ikonengestützten Benutzerschnittstellen, wird Hypertext häufig mit Graphik und neuerdings mit Multimedia gleichgesetzt, so etwa in den bekannten Aufsatzsammlungen von E. Barrett (1988, 1989, 1992). Im vorliegenden Aufsatz ist aber ausdrücklich vom Text im engeren Sinne die Rede.
5 Allgemein bekannt geworden - wenn auch nicht dem Namen, sondern nur dem Prinzip nach - sind Hypertexte (im Sinne des erwähnten Engelbart) vor allem durch die Hilfesysteme in neueren Computerapplikationen. Diese Hilfesysteme sind so konstruiert, daá man sich nicht durch ein Menü von Suchbegriffen durcharbeiten muá, sondern automatisch die Erläuterungen angezeigt bekommt, die zum aktuell gewählten Programmablauf passen. Die Hilfetaste bewirkt abhängig vom Programmzustand einen Sprung an die entsprechende Textstelle des Hilfetextes.
6 Die erwähnten Hilfesysteme in Computerapplikationen sind im Prinzip natürlich auch nichts anderes als Lexika.
7 In meinem Hyper-Lexikon ist "Grammatik" vorderhand als "Beschreibung eines Automaten, mit welchem wir sprachliche Zeichen produzieren, rsp: Menge der Regeln, die der Automat verkörpert" definiert (vgl. Todesco 1992:163). Sprungziele wie "Syntax", die in der Definition nicht vorkommen und trotzdem relevant sind, können natürlich überall im Hypertext beliebig aufgenommen werden.
8 Soweit der Informatik-Duden bei seinem einfach beschreibbaren Gegenstand, nämlich bei automatischen Maschinen bleibt, ist er auáerordentlich präzis und anschaulich. Nur wo vermeintlich "geistige" Dinge wie "Information" oder "Programme" behandelt werden, ist weder Prägnanz noch Evidenz vorhanden.
9 Gemäá meinem Hyper-Lexikon ist "Interpreter" der Name eines Programmes, mittels welchem der Konstrukteur des Programmes die Eingaben der Computerbenutzer "interpretiert". Dadurch wird zunächst die Suggestion vermieden, daá Maschinen interpretieren können. Das Interpreter-Programm selbst wird dann in Analogie zum Antiblockiersystem (ABS) als Werkzeug des Interpretierens erläutert (vgl. Todesco 1992:210).
10 Diese Formulierung vernachlässigt formale Begriffe, die nicht über Definitionen, sondern über Abstraktionsprozesse eingeführt werden, weil sich der anschlieáende Text auf Definitionen beschränkt.
11 Diese Definition ist ein Beispiel für das, was sie fordert: in dieser Definition von "Definition" ist "Beschreibung" der Oberbegriff und "welche einen Oberbegriff und ein Kriterium einführen" das entscheidende Kriterium.
12 Daá der restringierte Code nicht zwangsläufig banal ist, liegt daran, daá er nicht nur zur Beschreibung von Produkten, sondern auch zur Beschreibung von Prozessoren taugt (Todesco 1992).
13 Zwar stellt die Maschine sicher, daá man den eingeschlagenen Weg jederzeit wieder rückwärts durchlaufen kann, doch die Motivation zum zuvor eingeschlagenen Weg wird in der Maschine nicht gespeichert Bei schlecht strukturierten Texten ist bereits das Navigieren keine einfache Sache, geschweige denn die Rekonstruktion der Navigation (vgl. Meyerhoff 1993:19).
14 Eigenschaften werden auch häufig mit Substantiven bezeichnet, etwa im Falle der Stoffnamen. "Metall" steht für metallenes Ding, wobei "metallen" für die Kombination von "glänzend" und "leitend" steht.
15 Das Hypersystem mit Mikrofilmen, das Bush in den 40er Jahren vorgeschlagen hatte, entsprach offensichtlich einem Leserbedürfnis, das vom Computer unabhängig war. Bolter(1991:116f) argumentiert, daá viele Texte, u.a. jene von Platon, Joyce und Barthes, die älter sind als Hypertext, Hypertext vorweggenommen haben oder gar förmlich für Hypertext geschrieben sind. Glas von Derrida habe die Buchform gesprengt, obwohl das Werk noch als Buch erschienen sei.
16 Darum schreibe ich gleichwohl von "meinem" Lexikon? Mein Lexikon gehört mir, auch wenn viele Autoren Beiträge geleistet haben. Wer will, kann gerne eine Kopie haben, das tut "meinem" Lexikon keinen Abbruch, sondern erhöht die Chance auf Korrekturen. Wem das Lexikon "wirklich" gehört, kann den Besitzern erst wichtig werden, wenn es in irgend einer Form am Markt, der die Besitzer in Tauschende trennt, verwertet wird. Hypertext wird unter Marktverhältnissen auch rechtliche Probleme (u.a. Copyright) schaffen.
17 "A hypertext on the fall of the Roman empire might include several explanations without seeking either to combine or to reconcile them" (Bolter 1991:117)
18 J.D. Bolter (1991:136ff) erläutert die Lesbarkeit seiner Hypertexte u.a. mit Ulysses und Finnegans Wake.