Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03106.jsonl.gz/1075

Der Grosse und der Kleine Mythen
10 March 2020
Mythos, Legende, historische Tatsache oder eine Kombination aus beidem, Wilhelm Tell und das Jahr 1291 sind eng mit den Ursprüngen der heutigen Schweiz verbunden, so wie Romulus und Remus in Rom verehrt werden und Griechenland die Göttin Athen als Gründerin der Stadt verehrt.
Der Grosse und der Kleine Mythen, sind jedoch harte Fakten. Der Grosse Mythen (1899 M.) wird auch als Matterhorn für Bergwanderer bezeichnet. Diese beiden Gipfel in der Nähe von Schwyz sind auch auf dem berühmten Panorama von Charles Giron im Bundeshaus abgebildet.
Sie nehmen auf dem Panorama einen prominenten Platz ein, als Symbol für den Beginn der Eidgenossenschaft. Der Kleine Mythen (1811 M.) wird vom Haggenspitz (1761 M.) flankiert.
Die beiden Mythen bilden nicht nur ein schönes Berg- und Wandergebiet, sondern sind auch die stummen Zeugen der Konflikte im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert zwischen Schwyz und dem nahe gelegenen, von den Habsburgern unterstützten Kloster Einsiedeln.
Bei diesem Konflikt ging es nicht um Souveränität oder Nationenbildung, sondern um lokale Interessen: die Nutzung von Wasser, Weiden, Vieh und Wald. Er führte zur legendären Schlacht von Morgarten im Jahr 1315.
Die Geographie (isolierte Lage wegen der Berge), die unzugängliche Natur (schwieriger Zugang für Ritter zu Pferden) und die Nutzung der natürlichen Ressourcen sind die eigentlichen Gründe für die langsame Entstehung der Eidgenossenschaft in der Urschweiz im 13. und 14. Jahrhundert.
Der Grosse und der Kleine Mythen gelten als e Kronzeugen dieser Entwicklung.