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Betroffene
Ältere Frauen sind am häufigsten von einer Medikamentenabhängigkeit betroffen.
Ältere Menschen nehmen etwa doppelt so häufig Medikamente ein, wie Menschen unter 65 Jahren, da viele Krankheiten im fortschreitenden Alter häufiger vorkommen. Auch nehmen bei den meisten Menschen belastende Ereignisse mit dem Älterwerden zu. Beispielsweise sind Krankheiten oder der Tod von nahestehenden Personen zu verkraften. Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmittel werden zahlreich verschrieben. Am häufigsten betroffen von einer Medikamentenabhängigkeit ist die Gruppe der älteren Frauen.
Insbesondere ältere Menschen sind von Nebenwirkungen von Medikamenten häufiger betroffen als jüngere, da sie mehr Medikamente einnehmen. Zudem wirken Medikamente bei älteren Menschen langsamer und länger, da sie einen verlangsamten Stoffwechsel haben. Wird die Dosis zu hoch angesetzt, kann es zur Anhäufung der Wirkstoffe im Körper kommen, wodurch Nebenwirkungen verstärkt werden. Dies sollte bei der Verschreibung oder Einnahme beachtet werden.
In Deutschland erhalten Frauen deutlich mehr Arzneimittel als Männer. Schlaf- und Beruhigungsmitteln sowie andere Psychopharmaka werden Frauen ungefähr doppelt so häufig verordnet wie Männern. Zwar bekommen Männer und Frauen pro Arztbesuch gleich häufig Arzneimittel verordnet; Frauen gehen jedoch häufiger zu Ärzten als Männer und sie heben psychische Aspekte ihres Befindens stärker hervor.
(Quelle: Broschüre "Substanzbezogene Störungen im Alter", DHS)
Für die Schweiz sind keine Angaben zu den ärztlichen Verschreibungen erhältlich. Es ist jedoch davon auszugehen, dass in der Schweiz ähnliche Verhältnisse vorliegen.
Hinweise auf eine schädliche Medikamenteneinnahme im Alter können sein:
- Wiederholte Stürze
- Gangunsicherheit
- Schwindel
- Zittern
- oder sogenannte paradoxe Reaktionen (gegenteilige Wirkung des Medikamentes wie z.B. Unruhe, Erregungszustände).