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Die subjektive Beurteilung des Umgangs mit Geld unterscheidet sich je nachdem, ob der Haushalt über Kredite verfügt oder nicht. Nur 52,2 Prozent der Personen ab 16 Jahren, die mindestens einen Kredit im Haushalt haben, sind der Ansicht, es sei einfach, ihr Budget im Griff zu behalten, während es in Haushalten ohne Kredit 69,8 Prozent sind.
Personen ab 65 Jahren geben am häufigsten an, ihr Budget im Griff zu haben (74,8%). Für diese Altersgruppe erweist es sich zudem als am wenigsten wichtig, «so viel wie möglich zu sparen». So erklären sich zwar 21,2 Prozent der Personen ab 65 Jahren überhaupt nicht mit der Aussage einverstanden, sie würden versuchen, so viel wie möglich zu sparen, während es bei den 18- bis 64-Jährigen 10,5 Prozent sind. Dennoch sind Personen ab 65 Jahren die sparsamsten, denn 64,4 Prozent unter ihnen sagen, sie würden sich nie spontan etwas von einem gewissen Wert kaufen, gegenüber 46,0 Prozent bei den 18- bis 64-Jährigen.
Personen ausländischer Nationalität, Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und Personen in Haushalten mit einem tiefen Einkommen geben am seltensten an, ihr Budget im Griff zu haben. Dies scheint sich nicht in erster Linie auf ihr Kaufverhalten zurückführen zu lassen. Personen mit einem niedrigen Bildungsniveau oder einem tiefen Einkommen sowie solche, die von materieller Entbehrung betroffen sind oder armutsgefährdet sind, erklären nämlich deutlich häufiger, nie spontan etwas von einem gewissen Wert zu kaufen. Weiter ist zu beobachten, dass die Befragten ihr Budget einfacher im Griff behalten, weniger stark versuchen, möglichst viel zu sparen, und sich häufiger spontan etwas von einem gewissen Wert (ab 100 Franken) leisten, je mehr sie verdienen. Personen mit einem tiefen Einkommen ist es tendenziell eher unangenehm, Schulden zu haben, als solchen mit einem hohen Einkommen. Dies lässt sich vielleicht teilweise dadurch erklären, dass Personen mit tiefem Einkommen stärker mit der Schuldenproblematik konfrontiert sind. So leben 25,3 Prozent von ihnen in einem Haushalt mit mindestens zwei Schuldenarten, während es bei Personen mit den höchsten Einkommen nur gerade 8,5 Prozent sind.
43,2 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren geben an, nicht zu wissen, wie hoch der Zinssatz von Kleinkrediten ist. Jede zweite Personen (51,9%) kennt zudem den Zinssatz für unbezahlte Kreditkartenrechnungen nicht. 30 Prozent aller Befragten (einschliesslich derjenigen, die es nicht wissen) schätzen den Zinssatz zu tief ein, nämlich unter 9 Prozent, was dem Zinssatz der Kreditkarten von Grossverteilern entspricht. Zur Erinnerung: Die klassischen Kreditkarten werden mit einem Zinssatz nahe am gesetzlich erlaubten Maximum von 15,0 Prozent angeboten. Der Anteil der Befragten, der den Zinssatz von Kleinkrediten oder Kreditkarten ihren eigenen Angaben zufolge nicht kennt, ist am höchsten bei den Jüngsten (16 bis 17 Jahre) und Ältesten (ab 65 Jahren, insbesondere alleinstehende Personen), bei Personen mit einem niedrigen Bildungsniveau, Personen, die in einem Haushalt mit einem tiefen Einkommen leben (unterstes Quintil) oder die von materieller Entbehrung betroffen sind. Ebenfalls besonders hoch ist dieser Anteil in der italienischen und französischen Schweiz. Bezüglich der Kenntnisse des Zinssatzes für unbezahlte Kreditkartenrechnungen zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Frauen geben häufiger an, diesen Zinssatz nicht zu kennen, während Männer mehr dazu neigen, ihn zu unterschätzen.