Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/72548

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht zu prüfen, wie im Rahmen der neuen Jugendarbeitsschutzverordnung (Verordnung 5 zum Arbeitsgesetz) dafür gesorgt werden kann, dass eine fachgerechte Ausbildung im Betrieb nicht durch übertriebene Schutzbestimmungen behindert wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Auch der Bundesrat ist der Ansicht, dass eine fachgerechte Ausbildung im Betrieb sicherzustellen ist. Das Parlament hat im Juni 2006 die Herabsetzung des arbeitsgesetzlichen Schutzalters für jugendliche Arbeitnehmende auf 18 Jahre beschlossen. Somit können Jugendliche nach vollendetem 18. Altersjahr insbesondere nachts und sonntags wie Erwachsene eingesetzt werden. </p><p>Die neue Jugendarbeitsschutzverordnung bezweckt den Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Jugendlichen bei der Arbeit bis zum 18. Altersjahr. Jugendliche haben wenig Erfahrung, ihr Bewusstsein für Gefahren ist noch nicht vollständig und sie sind noch weniger leistungsfähig als Erwachsene. Deshalb dürfen Jugendliche nur dann gefährliche Arbeiten ausführen und in der Nacht oder am Sonntag beschäftigt werden, wenn dies für das Erreichen der Ziele der beruflichen Grundbildung nötig ist. Somit werden beispielsweise Lernende der Bäckereibranche auch in Zukunft in der Nacht eingesetzt werden können. </p><p>Berufsbildungs- und Arbeitnehmerschutzbehörden auf Bundesebene arbeiten bei der Zulassung von gefährlichen Arbeiten seit jeher zusammen. Das Seco konsultiert das BBT bei der Festlegung der Sonntags- und Nachtarbeit für diejenigen Berufsbildungen, für welche die Notwendigkeit von Nacht- und Sonntagsarbeit anerkannt ist. Das BBT nimmt seinerseits Rücksprache mit den Organisationen der Arbeitswelt im Sinn des Berufsbildungsgesetzes, sodass der Praxisbezug garantiert ist. </p><p>Die enge Zusammenarbeit von Seco, BBT und Sozialpartnern stellt somit sicher, dass der Schutz der jugendlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Gefährdung einer fachgerechten Ausbildung gewährleistet ist. Zudem wird der Bundesrat die Jugendarbeitsschutzverordnung im ersten Quartal 2007 einem breiten Kreis zur Vernehmlassung unterbreiten. </p><p>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat in diesem Sinne anzunehmen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.