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Im Jahr 1748 als einstige Pferdehaar-Spinnerei gegründet, gehört das Unternehmen Roviva Roth & Cie AG heute zu den ältesten Familienbetrieben der Schweiz. Mit Peter Patrik Roth als Geschäftsführer verschreibt sich das Unternehmen bereits in neunter Generation der hohen Bettmacherkunst. Neben Matratzen und Betten zählen auch Bettwaren zum Sortiment.
Vor 270 Jahren gründete Johannes Roth in Wangen an der Aare eine Pferdehaar-Spinnerei, um unter einfachsten Bedingungen Polstermaterial für Matratzen, Liegekissen und Sitzgelegenheiten zu fertigen. Erst in der dritten Generation, im Jahr 1820, wurde mithilfe der ersten Dampfmaschine der mechanische Betrieb aufgenommen. Nach dem Wechsel von einer Einzelfirma zu einer Kollektivgesellschaft wurde Jahre später ein neuer Betriebszweig eröffnet, der das Rosshaar für die Bürstenindustrie und Schweineborsten für die Pinselfabrikation zurichtete. Unter der achten Generation erfolgte die Angliederung einer eigenen Polyurethan-Schäumerei sowie einer Konfektionsabteilung für Schaumstoffe. Dies war ein einschneidendes Ereignis in der Entwicklung des Unternehmens und brachte viele Änderungen mit sich: Die industrielle Fertigung von Matratzen, die Herstellung der ersten Latexmatratze der Schweiz und einen neuen Namen. Dieser setzt sich aus dem Gründernamen und dem Produktionsort zusammen und wurde letztlich zu Roviva, was «gesund leben» beziehungsweise «gesund schlafen» bedeutet.
Bis heute folgten weitere Meilensteine in der Firmengeschichte, die
allesamt auf den drei Werten Innovation, Tradition und Nachhaltigkeit
basieren. Darunter die Produktion von Einlegerahmen im Jahr 1970 oder
die Entwicklung von «Dream-Away», einem Schlafsystem mit Belüftung und
hochflexibler Federung im Jahr 2000. Das neuste Schlafsystem im Programm
ist «Activa», es verfügt über eine spezielle Schulterentlastungszone
und wurde erst dieses Jahr lanciert. Seit 2001 leitet Peter Patrik Roth
als Geschäftsführer in neunter Generation das erfolgreiche Unternehmen.
Den Bezug zu Roviva hatte er von Kindheit an, jedoch verbrachte er
zunächst Lehr- und Wanderjahre ausserhalb, bis er 2001 sukzessive die
Aufgaben und Verantwortung seines Vaters im Betrieb übernahm. Als Teil
einer kleinen Geschäftsleitung, die sich aus Verkaufs- und
Marketingleiter, technischem Leiter und Peter Patrik Roth als
Geschäftsführer zusammensetzt, ist er stets in alle Prozesse involviert.
So auch in die Produktentwicklung, die in einem kleinen Team
vorangetrieben wird.
Alle Produkte, für die vorwiegend Naturmaterialien verwendet werden, fokussieren sich der Gesundheit zuliebe auf die Kernprinzipien Stützen, Entlasten und Lüften. Sie werden intern entworfen und produziert, wobei die Designsprache als wichtiger Bestandteil der hochwertigen Produkte gilt. «Ich darf behaupten, dass ich hohe Ansprüche ans Design habe; was mir nicht gefällt, kommt nicht auf den Markt», sagt Peter Patrik Roth. So wurde 2016 mit der Fachhochschule für Technik und Gestaltung in Zug ein Wettbewerb um «das Roviva Bett» lanciert, welches das bisherige Bettenangebot ersetzen sollte. Daraus ging das neue Massivholzbett «Aura» von Jungdesigner Sandro Halter hervor. Es zeichnet sich durch ein modernes, zeitloses Design aus. Neben Matratzen und Betten zählen auch Bettwaren zum Sortiment des Unternehmens – damit bietet Roviva alle Produkte aus einer Hand, die uns einen tiefen Murmeltierschlaf bescheren.
Text: Silja Cammarata
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 11/18
Bezugsquelle:
Roviva Roth & Cie AG
roviva.ch