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Die folgende Zusammenfassung basiert auf IAEO-Informationen.
IAEO zeigt auf, dass Mission nach Saporoschje notwendig ist
Die IAEO hat am Donnerstag, 9. Juni 2022 bekanntgegeben, dass «Generaldirektor Grossi aktiv an der Vereinbarung und Organisation einer internationalen Mission unter Leitung der IAEO in das Saporoschje-Werk arbeitet, um dort wesentliche Arbeiten zur nuklearen Sicherheit und Sicherung sowie Sicherungsmassnahmen durchzuführen.» Sowohl das State Nuclear Regulatory Inspectorate of Ukraine (SNRIU) als auch der staatliche ukrainische Kernkraftwerksbetreiber Energoatom NNEGC wehren sich entschieden gegen eine solche Mission, da das grösste ukrainische Kernkraftwerk unter russischer Kontrolle stehe und eine Mission als Legitimation der Besetzung angesehen werden könne.
Der IAEO-Generaldirektor Grossi äusserte am Donnerstag seine «grosse Besorgnis über die äusserst stressigen und schwierigen Arbeitsbedingungen», unter denen die ukrainische Leitung und das Personal die Anlage betreibe. Er zeigte auf, dass die IAEO-Mission notwendig ist und erwähnte, dass die IAEO seit über einer Woche aus Saporoschje keine Daten aus der Fernüberwachung mehr erhalte. Mindestens fünf der sieben unverzichtbaren Grundsätze der nuklearen Sicherheit und Sicherung der IAEO seien beim Kernkraftwerk Saporoschje gefährdet, weshalb die Sicherheits- und Sicherungsexperten der IAEO vor Ort sein müssten, so Grossi.
«Diese Mission ist keine Frage des Wollens oder des Wünschens, sondern eine Verpflichtung seitens der Ukraine und der IAEO. Die IAEO wird das Kernkraftwerk Saporoschje im Rahmen des rechtsverbindlichen Sicherungsabkommens besuchen, das die Ukraine mit der IAEO geschlossen hat», legte Grossi die rechtliche Situation dar und erklärte, dass «die ukrainische Regierung auf höchster Ebene darum gebeten hat, dass die IAEO eine Mission nach Saporoschje entsendet». Die Bedeutung des umfassenden Sicherungsabkommens und des Zusatzprotokolls – beides hat die Ukraine mit der IAEO unterzeichnet – hat das Nuklearforum unlängst in einem Artikel dargelegt.
Messsystem in Tschernobyl-Sperrzone funktioniert wieder
Am 7. Juni gab die IAEO bekannt, dass das automatische Strahlenüberwachungssystem in der Sperrzone, die sich über einen Umkreis von 30 Kilometern um das stillgelegte Kernkraftwerk Tschernobyl erstreckt, wieder seit dem 6. Juni funktioniert: «Dutzende von Strahlungsdetektoren übermitteln wieder Daten aus dem Gebiet um das Kernkraftwerk Tschernobyl, nachdem es der Ukraine mit technischer Unterstützung der IAEO gelungen ist, eine wichtige Datenverbindung wiederherzustellen, die zu Beginn des Konflikts vor mehr als 100 Tagen unterbrochen worden war.»
«Die meisten der 39 Detektoren, die Daten aus der Sperrzone … senden, sind nun auf der Karte des internationalen Strahlungsüberwachungs-Informationssystem der IAEO (IRIMIS) sichtbar und werden, wie vor der Unterbrechung, aktualisiert», sagte Generaldirektor Grossi und fügte hinzu: «Die bisher eingegangenen Messungen zeigen Strahlungswerte an, die denen vor dem Konflikt entsprechen.»
Quelle
B.G. nach IAEO, Medienmitteilungen, 7. und 9. Juni 2022; WNN, 9. Juni 2022