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Läuse sind sogenannte hämatophage Insekten, was bedeutet, dass sie sich von Blut ernähren Die Übertragung erfolgt ausschliesslich von Mensch zu Mensch.
MAN UNTERSCHEIDET DREI ARTEN VON LÄUSEN:
– Körperläuse (Pediculus humanus corporis), die in den Nähten und Falten von Kleidungsstücken leben. Läuse dieser Art verursachen einen starken Juckreiz (Pruritus), der durch das Kratzen zu Hautverletzungen führt. Die Kleiderlaus tritt nur bei Menschen auf, die unter schlechten hygienischen Bedingungen leben (beispielsweise Obdachlose).
– Filzläuse (Phthirus pubis) klammern sich am Schamhaar fest und werden meistens bei Sexualkontakten übertragen, in der Regel bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auch hier tritt ein Juckreiz (Pruritus) auf.
– Kopfläuse (Pediculus humanus capitis): Das auf der Kopfhaut lebende Weibchen legt seine Eier (Nissen) ab, die dann am Haaransatz festkleben und hier reifen. Der Entwicklungszyklus der Läuse dauert 21 Tage, und die weibliche Kopflaus legt 7 bis 10 Eier (Nissen) pro Tag. Übertragen werden Kopfläuse durch direkten Kontakt von Kopf zu Kopf, und zwar unabhängig davon, ob die Haare sauber oder schmutzig sind. Springen können Kopfläuse übrigens nicht. Sie sind licht- und wasserscheu und sterben innerhalb von 48 Stunden ab, wenn Sie keinen Kontakt mehr zur Kopfhaut haben. Die Grösse der Kopflaus beträgt ungefähr 3-4 mm. Durch das Kratzen aufgrund des Juckreizes kann es auf der Kopfhaut, an den Schläfen und im Nacken zu Hautverletzungen kommen. Obwohl sich die Läuse von Blut ernähren, übertragen sie keine Krankheiten.
Im Folgenden widmen wir uns ausschliesslich den Kopfläusen, die bei unseren Kleinen, vor allem aber bei deren Eltern, sehr gefürchtet sind!
DIE SUCHE NACH KOPFLÄUSEN
Um zu klären, ob man es wirklich mit Läusen zu tun hat, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
1) Die Haare nicht anfeuchten.
2) Die Schultern mit einem hellen Tuch abdecken.
3) Die trockenen Haare mit einer grosszügigen Portion Haarspülung einreiben und diese nicht ausspülen.
4) Die Haare mit einem normalen Kamm durchkämmen.
5) Die Haare mit dem Nissen-kamm Strähne für Strähne von der Haarwurzel bis zur Haarspitze auskämmen.
6) Den Nissenkamm nach jedem Auskämmen am Tuch abstreifen.
7) Die Haare ausspülen.
Wenn weder Läuse noch Nissen vorhanden sind, besteht kein Handlungsbedarf. Vorbeugende Behandlungen sind nicht erforderlich.
Sind Nissen vorhanden, muss man nach der Behandlung (siehe unten) eine Woche warten und die Suche wie oben beschrieben wiederholen. Lebende Nissen sind gräulich und kleben an der Haarwurzel, während tote Nissen weiss sind und nicht festkleben – bitte nicht mit Schuppen verwechseln.
Wenn Läuse und Nissen vorhanden sind, muss das Umfeld des Kindes (Schule, Hort usw.) verständigt und eine Behandlung durchgeführt werden.
DIE BEHANDLUNG VON KOPFLÄUSEN
Halten Sie sich an die Gebrauchsanweisung des Kopflausmittels, das Sie in Ihrer Apotheke gekauft haben.
In der Regel muss die Behandlung 8 bis 10 Tage nach der ersten Anwendung wiederholt werden.
Parallel zu dieser Behandlung sollten folgende Massnahmen ergriffen werden:
– Alle Gegenstände, die mit den Haaren in Berührung waren (Kopfkissenbezug, Mütze, Haarbürste, Kuscheltier usw.), in eine Plastiktüte stecken. Eine spezielle Reinigung des Betts, des Spielzeugs, der Teppiche usw. ist nicht erforderlich.
– Die übrigen Familienmitglieder kontrollieren und, falls Läuse entdeckt werden, ebenfalls behandeln.
Nach Abschluss der zweiten Behandlung ist es ratsam, einen Monat lang jede Woche einmal nachzukontrollieren.
VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN!
Wenn Sie bislang von Läusen verschont geblieben sind, haben wir nachfolgend ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie ihnen weiterhin erfolgreich entkommen:
– Ein einfaches Mittel, um Läuse zu vermeiden: die Haare kurz tragen oder zusammenbinden und hochstecken. Tatsächlich kommen lange und nicht zusammengebundene Haare eher mit den Haaren anderer Kinder und somit auch mit den Parasiten in Kontakt! Darüber hinaus ist es für die Läuse wesentlich schwieriger, sich an hochgesteckten Haaren festzusetzen.
– Obwohl seine Wirksamkeit nicht wissenschaftlich erwiesen ist, gilt ätherisches Öl aus echtem Lavendel als sehr effiziente Läuseabwehr. Auch ätherisches Teebaum- und Niaouli-Öl leisten gute Dienste. Vermischen Sie eines dieser ätherischen Öle mit einer geringen Menge Pflanzenöl, wie zum Beispiel Kokosnuss- oder Süssmandelöl, und tupfen Sie jeden Morgen einige Tropfen dieser Mischung hinter die Ohren Ihres Kindes, bis der Läusealarm aufgehoben wurde. Verwenden Sie ätherische Öle nur für die Dauer der Läuse-Epidemie und tragen Sie das Öl niemals unverdünnt auf die Haut auf.
– Sich gegenseitig Dinge auszuleihen, ist eine nette Geste, die aber bei bestimmten Gegenständen unterlassen werden sollte! Erklären Sie Ihrem Kind, dass es zur Vermeidung von Läusebefall für einige Zeit keine Kleidungsstücke, Schirmmützen, Schals, Haargummis oder Mützen von SchulkamaradInnen ausborgen oder seine eigenen Sachen leihen soll. Auch zu Hause sollten Sie nicht dieselben Haarbürsten oder Kämme benutzen und regelmässig die Köpfe Ihrer Kinder inspizieren.
Quellen: www.passeportsante.net, www.doctissimo.fr