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Okay, okay, vielleicht sind es nicht die zwölf besten Soundtracks aller Zeiten, aber sicher etwas vom Besten, was unsere Filmgeschichte musikalisch jemals hervorgebracht hat.
Erscheinungsjahr: 1968
Komponist: Ennio Morricone
Wenn du diesen Film gesehen hast, weisst du, warum die Musik dazu hier an erster Stelle kommt. Für alle anderen: Was der italienische Komponist Ennio Morricone hier erschaffen hat, wird höchstens noch durch die wundervollen Bilder des Films übertroffen. Ja, ich weiss, klingt pathetisch, aber schaut euch den Film an! Ihr werdet eine Mundharmonika nie wieder auf gleiche Art und Weise betrachten.
Trivia: Ennio Morricone hatte bereits vor Drehbeginn die gesamte Filmmusik fertig geschrieben. Regisseur Sergio Leone inszenierte sogar ganze Passagen nach dem Rythmus der Musik.
Erscheinungsjahr: 1962
Komponist: Monty Norman
Gleich die erste filmische Umsetzung von «James Bond» hat es geschafft, ein unverkennbares und bis heute populäres Musikthema zu erschaffen. Wer dieses Stück Filmmusik hört, weiss: Jetzt geht's um technische Spielereien, schöne Frauen, und die Martinis werden nur noch geschüttelt, nicht gerührt. Ursprünglich nur als Titelmelodie für den ersten Film gedacht, wurde es danach zum Leitmotiv der Figur in weiteren James-Bond-Filmen.
Trivia: 1997 entbrannte um das James-Bond-Theme ein Urheberrechtsstreit. Auslöser war ein Zeitungsinterview, in welchem John Barry, der das Musikstück ursprünglich arrangiert hatte, behauptete, er habe das Thema auch komponiert. Monty Norman verklagte ihn daraufhin wegen Verleumdung und gewann den Prozess vier Jahre später.
Erscheinungsdatum: 1978
Komponist: John Williams
Entweder du magst Superman oder du ignorierst ihn. Was du aber nicht ignorieren kannst, ist sein Leitmotiv. Dieses entstand im Rahmen des Soundtracks zu «Superman» aus dem Jahre 1978. Bis heute ist es die Erkennungsmelodie von Superman. Zu verdanken haben wir das Mastermind John Williams, einem der einflussreichsten Komponisten der Filmgeschichte.
Trivia: John Williams sollte eigentlich gar nicht den Soundtrack zu «Superman» komponieren. Er sprang nur ein, weil der ursprüngliche Komponist Jerry Goldsmith, keine Zeit mehr hatte.
Erscheinungsdatum: 1972
Komponist: Nino Rota
Setz dich, mein Junge. Setz dich, hör dir diese Musik an und sag mir, dass sie nicht wunderbar ist.
Trivia: Paramount Pictures wollte den Soundtrack ursprünglich massiv abändern, weil sie fanden, dass er zu «hochgestochen» sei. Regisseur Francis Ford Coppola konnte die Verantwortlichen des Studios dann glücklicherweise von ihrem Vorhaben abbringen.
Erscheinungsdatum: 2007
Komponisten: John Murphy, Underworld (Band)
Du fragst dich jetzt wahrscheinlich, was dieser Film hier zu suchen hat. Vielleicht kennst du ihn nicht einmal. Was du aber sicher kennst, ist das Musikthema dieses Films. Und wenn ein Film es schafft, hauptsächlich durch seine Musik bekannt zu sein, hat er es verdient, hier drin zu stehen.
P.s.: Der Film ist übrigens auch nicht schlecht. Nur so.
Trivia: Obwohl der Soundtrack des Filmes von Fans und Kritikern hoch gelobt wurde, erschien er erst über ein Jahr nach dem Filmstart. Grund waren Streitigkeiten zwischen der Band Underworld und dem Filmverleih.
Erscheinungsjahr: 1993
Komponist: John Williams
Mit «Jurassic Park» hat Regisseur Steven Spielberg ein unvergessliches Meisterwerk geschaffen. (Ja, ich mag Dinos. Sehr sogar). Massgeblich dazu beigetragen hat aber John Williams, der mit seiner Musik viele der Szenen geprägt hat. Man erinnere sich nur zurück, als Dr. Grant und Dr. Sattler das erste Mal die Dinosaurier sehen. Ihr Blick wandert über die Landschaft, die Musik setzt ein, und wir kriegen alle Gänsehaut.
Trivia: John Williams sagte über den Soundtrack, dass er Stücke schreiben wollte, welche die Ehrfurcht und Faszination in Kombination mit der überwältigenden Freude und Aufregung, echten Dinosauriern zu begegnen, widerspiegeln.
Erscheinungsjahr: 2001 bis 2003
Komponist: Howard Shore
Du magst kein Fantasy? Okay. Aber wenn du Filmmusik magst, verpasst du wirklich was. Hör in die Titel rein, denn die Bandbreite an Emotionen, welche dieser Soundtrack vermittelt, ist einfach unglaublich. Für alle, die «Der Herr der Ringe»-Trilogie kennen: Ihr wisst, was ich meine.
Trivia: Ein Komponist arbeitet etwa sechs bis acht Wochen an einem Filmsoundtrack. Als der erste Teil, «Der Herr der Ringe – Die Gefährten», erschienen ist, arbeitete Howard Shore bereits seit zwei Jahren an der Filmmusik für die Trilogie.
Erscheinungsjahr: 1985
Komponist: Alan Silvestri
Wir alle lieben Zurück in die Zukunft. Das hat man vor allem 2015 wieder gemerkt, als wir endlich das Jahr hatten, in welches Marty McFly in der Fortsetzung reiste. Dank Komponist Alan Silvestri haben wir auch einen Soundtrack mit dazugehörigem Musikthema, dass sich in deine Hirnrinde einbrennt, wie die Reifenspuren des Zeitreisenden DeLorean in den Asphalt.
Trivia: Steven Spielberg, der als Produzent für den Film tätig war, hatte zuerst Einwände gegen Komponist Alan Silvestri. Als Spielberg dann einen ersten Filmausschnitt sah, in welchem ein provisorisches Musikstück verwendet wurde, sagte er, dass das genau die Art von Musik sei, die der Film brauche. Es war ein Stück von Alan Silvestri gewesen.
Erscheinungsjahr: 1981
Komponist: John Williams
Wenn das Filmthema von «Indiana Jones» loslegt, werden wir alle zu peitschenschwingenden Archäologen mit Fedora. Nichts weckt die Abenteuerlust in einem so sehr wie der «Raider's March» aus Indiana Jones.
Trivia: John Williams schrieb eigentlich zwei Leitmotive für die Figur des Indiana Jones. Regisseur Steven Spielberg fand aber beide so toll, dass Williams sie zu einem einzigen Thema verschmolz. Der «Raider's March» war geboren.
Erscheinungsjahr: 2001
Komponist: Joe Hisaishi
Ja, Chihiro ist ein Anime, das ist mir klar. Aber ein so wunderbarer, dass er mich einfach jedes Mal wieder verzaubert, ja fast zu Tränen rührt. Und ja, es ist mir klar, wie das jetzt klingt. Ein grosser Teil davon hat der Film auch der wundervollen Musik zu verdanken, die einen auch ohne den Film in ein Zauberland zu entführen vermag. (Und auch ein bisschen melancholisch macht).
Trivia: Joe Hisaishi komponiert nicht nur Musik, sondern ist auch als Regisseur und Drehbuchautor tätig. Für seinen Debüt-Film «Quartet» (2001) schrieb er nicht nur das Drehbuch selbst und komponierte die Musik, sondern erhielt auch noch exzellente Kritiken.
Erscheinungsjahr: 1977
Komponist: John Williams
Keine Angst, ich hab «Star Wars» natürlich nicht vergessen. «Krieg der Sterne», wie der erste Teil auf Deutsch noch hiess, gehört natürlich in diese Liste. Mit dem «Imperial March» hat Komponist John Williams einen der wohl bekanntesten Filmthemen aller Zeiten abgeliefert. Mein Vater hat nicht einen «Star Wars»-Film gesehen und weiss dennoch, welches Stündchen geschlagen hat, wenn der «Imperal March» aus den Boxen dröhnt.
Trivia: Eine «Star Wars»-Trivia, die ihr noch nicht kennt? Schwierig! Ich versuch's mal: George Lucas wollte für den Film zuerst bereits existierende, klassische Musik verwenden, so wie Stanley Kubrick dies bei «2001: Odyssee im Weltraum» getan hatte. Glücklicherweise lernte er dann durch Steven Spielberg den Komponisten John Williams kennen.
Erscheinungsjahr: 1966
Komponist: Ennio Morricone
Schliessen wir die Liste mit einem Spaghettiwestern und Ennio Moriccone ab. Auch wenn ihr den Film nicht kennt, oder euch nur noch dunkel erinnert – die Musik kennt ihr. Der Charakter des harten, schweigsamen Cowboys, widergespiegelt in einem Stück Musik. Ein Werk, dass so schnell nicht aus dem kollektiven Gedächtnis der Populärkultur verschwinden wird.
Vermisst du was? «Ghostbusters»? «Gladiator»? «Der weisse Hai»? Schreib es in die Kommentare. Ich bin gespannt, wie deine Liste aussieht.