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Die Schweizerische Botschaft in Singapur befindet sich auf dem Gelände des Swiss Clubs, inmitten einer Grünlandschaft. Das Gebäude grenzt an das Bukit Timah Naturreservat, rund 10km nördlich vom Central Business District von Singapur.
Der Swiss Club wurde 1871 als Swiss Rifle Shooting Club of Singapore von drei Schweizern gegründet. Sie haben dieses Gelände ausgesucht, weil es topographisch ein ideales Gebiet zum Luftgewehrschiessen darstellt.
Ab 1920 trat das Schiessen in den Hintergrund und der Swiss Club verstand sich als Freizeitklub und bat die Möglichkeit sich zu treffen, das Netzwerk auch mit der Familie zu pflegen und sich als Gemeinschaft zu fühlen.
Heute ist der Swiss Club ein privater Membership-Club mit zwei Restaurants und zahlreichen Sportangeboten. Er zählt Mitglieder aus der ganzen Welt.
Neben der Schweizer Botschaft und den vier dazugehörigen Dienstwohnungen für Schweizer Diplomaten befinden sich auf dem grossen Gelände des Clubs die Schweizer, die Deutsche, die Koreanische und die Niederländische Schule, wie auch der «British Club» und das «Institute of Engineers».
Das Gelände der Botschaft wurde 1984 vom Swiss Club im Baurecht erworben. Da die Kanzlei seit der Errichtung 1985 keine wesentlichen baulichen Erneuerungen erfahren hat, sind viele Bauteile aufgrund der überdurchschnittlichen Beanspruchung durch das tropische Klima am Ende ihres Lebenszyklus angelangt. Die Arbeitsplatzsituation muss optimiert und den heutigen Standards für Bauten im Ausland angepasst werden. Daraufhin wurde ein international offener Wettbewerb für die Gesamtsanierung und Erweiterung der Kanzlei ausgeschrieben. Das Projekt Flamingo der Architekten Berrel Berrel Kräutler AG aus Zürich wurde im Januar 2019 unter 54 eingereichten Arbeiten von der Jury einstimmig zur Weiterbearbeitung empfohlen. Im Anschluss wurden auch die Fachplaner für das Projekt in der Schweiz und in Singapur beschaffen. Das Projektteam hat anschliessend sämtliche behördlichen Auflagen in die Weiterbearbeitung einfliessen lassen und momentan wird die Phase Vorprojekt abgeschlossen.
Das bestehende Kanzleigebäude integriert sich pavillonartig in die Parkumgebung und reagiert mit seiner Architektur perfekt auf das lokale Klima. Der Pavillon wird mit einem kompakten Volumen, das ein Sitzungszimmer und den Vorbereich beinhaltet, erweitert ohne die Qualität des Aussenbereichs zu beeinträchtigen. Durch die nach oben abgeknickte Ecke der Erweiterung werden die Gebäudeeingänge klar definiert.
Die Anordnung aller relevanten Räume auf einem Geschoss erlaubt einen effizienten betrieblichen Ablauf. Neue transparente Trennwände verleihen dem Innenraum eine grosszügige Atmosphäre und dadurch wird der weitläufige Garten auch von innen wahrgenommen.
Letzte Änderung 28.04.2020