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Geschichtliches
Das Dependenzgebäude, angeblich ehem. Schwesternhaus zum alten Spital Wattenwil. Erbaut wurde das Schwesternhaus wohl um 1890, das heutige Erscheinungsbild ist jedoch aus den 1910-1920 Jahren. Das Kerngebäude, ist eine Riegelkonstruktion unter einem Satteldach. Massives Erdgeschoss mit Zementgliederung und südseitig Eingangsloggia mit schlanker Säule aus Kunststein. Hohes Mansardendach, beidseitig mit hufeisenförmiger “Ründi und Ründilaube”. Das Dachgeschoss, ist eine Riegelkonstruktion, vom Bau um 1890 übernommen. Charakteristische Details aus der Umbauzeit: Eingangstür, an der Ostfassade Blumenschale, wohl ehem. Brunnenbecken. Das Gebäude steht nordöstlich des ehemaligen Krankenhauses. Zwischen den beiden Gebäuden ist ein dreiseitig geschlossener, zur Blumensteinstrasse offener und von einer grossen Linde beschatteter Hof. Die Gebäudegruppe (mit altem Spital) befindet sich am südlichen Ortsrand.¹
Vorwort
Nach 1920 wurden mehrfach Anbauten ans Schwesternhaus erstellt welche die Symmetrie des Satteldachs zerstörten.
Umbau
Die Anbauten ans Schwesternhaus aus Garagen und Schweinetränke wurden komplett abgebrochen. Die Lukarne die als Treppenhaus für den Dachboden diente wurde ebenfalls entfernt.
Die darunter zum vorschein kommende Dachkonstruktion wurde ergänzt und die Symmetrie des Schwesternhauses wieder hergestellt.
Die drei Hauseingänge auf der Hauptfassade dienen heute jeweils als Eingang zu einer Wohnung. Im Erdgeschoss befinden eine Studiowohnung und eine 1.5 Zimmer Wohnung. Die dritte Tür führt am Technikraum vorbei zum Treppenhaus, das ins Obergeschoss zur 4.5 Zimmer Wohnung führt.
Die Raumaufteilung wurde weitgehend nicht beeinflusst. Im Erdgeschoss wurde durch den Einbau zusätzlicher Wände, zwei neue Nasszellen erstellt die über die bestehenden Türöffnungen erreichbar sind.
Es wurden drei vollwertige Küchen eingebaut und alle Oberflächen wurden neu erstellt.
Die Gebäudehülle, die Fenster werden durch dreifach- Isolierverglasungen in Holz ersetzt. (farblos naturbelassen) Die Fassade wurde durch innenseitige Wärmedämmung den heutigen energetischen Normen und Vorschriften angepasst.
Farbgebung, in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wurden die einzelnen Farbtypen definiert.
Technisches, Das Schwesternhaus wurde an die Fernwärme des Dorfs Wattenwil angeschossen. Die bestehende Heizverteilung zu den Gussradiatoren konnte weitgehend wiederverwendet werden. Die elektrischen und sanitären Installationen wurden komplett neu installiert.
Quellen | ¹Kantonale Denkmalpflege