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Gegenstand dieses Buches ist die Auseinandersetzung mit den Thematiken des Lernens, der Organisation und des Nonprofit-Sektors. Es...
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Kartonierter Einband
Beschreibung
Gegenstand dieses Buches ist die Auseinandersetzung mit den Thematiken des Lernens, der Organisation und des Nonprofit-Sektors. Es werden die gängigsten Begrifflichkeiten, Definitionen und Theorien dieser drei Bereiche dargestellt. Ein Fokus der Arbeit richtet sich auf die Verbindung der Begriffe Lernen und Organisation zum organisationalen Lernen. Auch hierzu werden neben dem Begriff des organisationalen Lernens die populärsten theoretischen Ansätze und Sichtweisen vorgestellt. Der zweite Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Nonprofit-Organisation, ihrer Begrifflichkeit, Typologie, Erscheinungsformen und den vorherrschenden Theorien ihrer Existenz. Ergänzend werden Daten und Fakten zu diesem sog. Dritten Sektor geliefert. Abschließend wird das Konzept der lernenden Organisation auf die Nonprofit-Organisation angewendet, es werden Besonderheiten, Gestaltungsprinzipien und Rahmenbedingungen herausgearbeitet. Das Buch endet mit einem beispielhaften Modellansatz einer lernenden Nonprofit-Organisation. Leseprobe Textprobe: Kapitel 2, Die Theorie einer lernenden Organisation: Nach der Klärung der Begriffe Organisation und Lernen, sowie der vorherrschenden Theorien zu ihnen, gilt es außerdem in diesem Kapitel die Begriffe zu verschmelzen und den dadurch entstandenen Begriff der lernenden Organisation mit seinen wichtigsten Theorien zu beleuchten. 2.1, Organisationsbegriff: Der Begriff Organisation wird im täglichen Umgang mit unserer Sprache völlig selbstverständlich und intuitiv eingesetzt, auch wenn teilweise sehr unterschiedliche Dinge zum Ausdruck gebracht werden sollen. Hauptsächlich gilt es zwischen zwei primären Ausprägungen zu unterscheiden, dem instrumentellen Organisationsbegriff (Organisation als Tätigkeit und Struktur) und dem institutionellen Organisationsbegriff (Organisation als Produkt obiger Tätigkeit), z.B. ein Unternehmen, die Kirche oder ein Verein. Analog haben diese Konstrukte eine Organisation und sie sind eine Organisation. Des Weiteren existiert jedoch noch ein dritter Organisationsbegriff, der entweder als eigenständig oder dem instrumentellen Begriff untergeordnet gewürdigt werden kann. Die Rede ist vom funktionalen, also tätigkeitsorientierten Organisationsbegriff (Organisation als Prozess und Strukturierung). Hier wird die Nähe und Zugehörigkeit zum instrumentellen Begriff deutlich, der mehr das Ziel als der Weg ist. Wird der funktionale Organisationsbegriff dem instrumentellen untergeordnet, so kann dieser Unterschied durch eine Aufteilung des instrumentellen Begriffs in ein funktionales und konfiguratives Konzept verdeutlicht werden. Instrumenteller Organisationsbegriff: Organisation ist das dauerhafte Regelsystem, das ein Unternehmen hat und welches zielorientiert als Führungsinstrument eingesetzt wird. Sieht man den instrumentellen Organisationsbegriff als Ziel einer Anstrengung, also konfigurativ, an, so handelt es sich bei der Organisation um das Ergebnis eines Organisationsprozesses, um eine Ordnung, die in einer Unternehmung einer institutionellen Organisation vorherrscht bzw. eingeführt wurde. Zweck ist die Erreichung der Unternehmensziele durch Hierarchie, Delegation, Koordination und Spezialisierung mittels eines dauerhaften Regelsystems. Funktionaler oder tätigkeitsorientierter Organisationsbegriff: Organisation ist eine Tätigkeit bzw. ein Prozess, durch welche(n) Ordnung entsteht. Der funktionale Organisationsbegriff kann als Weg zu einer konfigurativen instrumentellen Organisation angesehen werden, eben als Prozess des Entstehens einer Ordnung. Es handelt sich um die wahrzunehmende Aufgabe der Sicherstellung, einen Organisationszweck zu erfüllen. Von bestimmten Personen, sog. Organisatoren, z.B. Führungskräften, im Vorfeld erdachte Ordnungsstrukturen werden den Organisationsmitgliedern vorgegeben. Durch verbindliche Regeln wer, wann, was zu erledigen hat und der Hoffnung, dass dies richtig und vollständig geschieht, lassen sich die Organisationsmitglieder (fremd-) organisieren. Hinzuweisen ist hier auf die Tatsache, dass schon früh Schwächen dieses Ansatzes erkannt wurden und daher heute auch Wert auf die Motivation der Organisationsmitglieder, eine bestimmte Aufgabe auszuführen, gelegt wird. Diese Entstehung einer Ordnung umfasst deshalb nicht nur die obige traditionelle Fremdorganisation, sondern auch die Selbstorganisation in autonomer und autogener Weise, also die Selbstorganisation durch die Organisationsmitglieder und die Selbstorganisation durch selbsttätige Ordnungsentstehung. Institutioneller Organisationsbegriff: Eine Organisation ist eine bestimmte Art von Institution. Der institutionelle Organisationsbegriff sagt aus, dass die Unternehmung als Ganzes eine Organisation, eine Art Institution, ist und als solche angesehen wird. Um sich dem Begriff der Institution zu nähern kann North zu Rate gezogen werden, der jegliche Art von Beschränkungen, die Menschen zur Gestaltung menschlicher Interaktion ersinnen als Definition anführt. Es handelt sich um
Produktinformationen
Titel:
Learning by knowing: Organisationales Lernen im Dritten Sektor