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Hauseigentümer erachten Erdbebengefahr in der Schweiz als gering / Ergebnisse der von den Kantonalen Gebäudeversicherungen in Auftrag gegebenen GfK-Studie liegen vor
Bern (ots) - In der Schweiz ist die Erdbebenversicherung nicht obligatorisch, da der politische Rückhalt für die Einführung einer gesamtschweizerischen flächendeckenden Erdbebenversicherung bislang fehlt. Eine Weiterverfolgung des Projekts rechtfertigt sich nur, wenn ein Bedürfnis seitens der Bevölkerung und der Politik besteht. Dies veranlasste die Kantonalen Gebäudeversicherungen, anfangs 2011 eine repräsentative Umfrage bei der GfK, Hergiswil, in Auftrag zu geben. Das wichtigste Ergebnis zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten die Erdbebengefahr in der Schweiz als klein einschätzt.
Das Interesse, die eigenen Immobilien gegen Erdbeben zu versichern, ist bei 77% der Befragten gering und bei 9% hoch. Im Vergleich der Zielgruppen ist das Bedürfnis einer Erdbebenversicherung bei Institutionen/Industrie mit 13% am höchsten gefolgt von Privaten (9%) und Gewerbe/Landwirtschaft (5 %). Über 60% der Befragten würden eine obligatorische Erdbebenversicherung "eher nicht" respektive "überhaupt nicht" begrüssen.
Die Umfrage hat ebenfalls gezeigt, dass die Mehrheit der Hauseigentümer in einem Kanton mit einer Kantonalen Gebäudeversicherung davon ausgehen, dass sie automatisch gegen Erdbeben versichert sind. Zudem denken viele Eigentümer, dass ihr Gebäude erdbebensicher gebaut ist. Obwohl beides nicht zutrifft, glaubt trotzdem ein bedeutender Bevölkerungsanteil, dass bei einem Erdbeben in der Schweiz jemand für die Gebäudeschäden aufkommen wird.
Dies ist u.a. ein Grund, weshalb die am 24. Mai 2011 durchgeführte Konferenz der Direktoren der Kantonalen Gebäudeversicherungen beschlossen hat, den Schweizerischen Pool für Erdbebendeckung im Dienste ihrer Kunden aufrecht zu erhalten. Die Leistungen des Pools sollen überprüft und kundenorientiert weiterentwickelt werden.
Momentan vergüten die Gebäudeversicherungen bei einem Erdbeben zwei Milliarden Franken. Bei einem zweiten schweren Ereignis innerhalb desselben Jahres wird der Pool weitere zwei Milliarden Franken zur Verfügung stellen. Insgesamt stehen somit pro Kalenderjahr für zwei Ereignisse in den Kantonen mit einer Kantonalen Gebäudeversicherung vier Milliarden Franken bereit.
Kontakt:
Peter W. Schneider, Direktor
IRV/VKF/Pool:
Tel.: +41/31/320'22'55
E-Mail: <email-pii>