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Aufpausen
(Aufpatronieren, Aufpudern), Verfahren, mittels dessen man Zeichnungen von als Vorlage dienenden Blättern auf andre Flächen übertragen kann. Man schwärzt die Rückseite des Vorlegeblattes mit Holzkohlenpulver, legt es auf die betreffende Fläche und fährt mit der stumpfen Spitze eines Griffels über die Konturen der Zeichnung hin, wodurch dieselben deutlich auf die andre Fläche übertragen werden. Anstatt das Original zu schwärzen, kann man unter dasselbe und auf die betreffende Fläche ein Blatt [* 2] Seidenpapier legen, welches auf der untern Seite mit einer leicht Farbe abgebenden Mischung (z. B. Berliner Blau, [* 3] mit Öl angerieben) bestrichen ist.
Beim Nachziehen der Konturen drückt sich dann die Farbe von dem Seidenpapier auf die Unterlage ab. Nach einer andern Methode schneidet man die Zeichnung, [* 1] Figur oder Schrift aus dünnem Blech, fester Pappe, steifem Papier aus, legt diese Schablone (Patrone) auf die betreffende Fläche und überstreicht sie mit einem in Farbe getauchten Pinsel. Bei mehrfarbigen Figuren muß man sich so vieler Schablonen bedienen, als es Farben sind. Man durchsticht auch wohl die Konturen des auf steifem Papier vorgezeichneten Gegenstandes mit einer starken Nadel und zwar so, daß die Stiche möglichst nahe aneinander liegen, legt das durchstochene Blatt auf die betreffende Fläche fest auf und überstreicht es mit einem Leinwandbeutelchen, welches mit gepulverter Holzkohle gefüllt ist. Nimmt man statt letzterer gefärbtes Harzpulver, so läßt sich das durch die Löcher gedrungene Pulver durch Wärme [* 4] auf der Fläche befestigen. Zum Einstechen des Musters hat man auch besondere Maschinen, die Stüpfel- oder Schablonenstechmaschinen.