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Der Glühwein - Herkunft, Zutaten und Wirkung
Diesen Sommer wurde ich in Afrika gefragt, ob es wirklich war sei, dass die Europäer im Winter den Wein erwärmen und so trinken würden. Darum möchte ich heute dem Glühwein etwas auf den Grund gehen...
Die ersten die den Wein zu würzen begannen waren wohl die Griechen. Trotzdem finden Historiker den Ursprung des Glühweins in der römischen Kultur. Die Römer versetzten den Wein mit Gewürzen, um dessen Haltbarkeit zu verlängern und den Geschmack des Weines, welcher oft sehr sauer war, zu verbessern. Zum ersten Mal in einem Kochbuch erwähnt wurde der Glühwein vom Römer Apicius vor etwa 2000 zweitausend Jahren. Das Rezept "Conditum Paradoxum" beschreibt die Veredelung von Wein mit Gewürzen wie Zimt, Nelke, Lorbeer, Koriander, Muskat, Thymian, Macis und Piment. Da Gewürze bei den Römern sehr teuer waren war auch der Genuss von Glühwein der Oberschicht vorbehalten.
Im Mittelalter wurden die Gewürzweine dann auch kalt getrunken. Und später wurde dem Wein Honig zugesetzt um ihm den sauren Geschmack zu nehmen. Es entstand der Met - mein Lieblingswein. Der Zucker des Honigs verlängert auch die Haltbarkeit des Weines.
Da die Menschen im Mittelalter noch keine anderen Arzneimittel kannten als ihre Gewürze wurde der Glühwein auch als Allheilmittel verwendet. Heute kann man nachweisen, dass die ätherischen Öle der Gewürze tatsächlich eine positive Wirkung haben. So sind zum Beispiel die Nelken verdauungsfördern und wirken antibakteriell während der Zimt die Verdauung ankurbelt und das Völlegefühl verdrängt und unser Immunsystem stärkt. Ausserdem soll der Zimt ja auch eine nicht zu verachtende aphrodisierende Wirkung haben.
Der Glühwein stellt man nicht nur aus Rotwein, sondern auch aus trockenen und fruchtigen Weissweinen her.
Damit er offiziell als Glühwein gilt muss der fertige Wein einen Mindestalkoholgehalt von 7%Vol aufweisen.
Wenn man zum Glühwein noch etwas Likör, Rum oder Weinbrand hinzufügt hat man einen Punsch.
Na dann, Prost und einen schönen Adventtag!