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Die Anfänge der Kirchgemeinde Gächlingen liegen weit zurück. Als selbständige, evangelisch-reformierte Kirchgemeinde existiert seit 1806. Hier ein paar Informationen dazu:
Die erste Kirche wurde wahrscheinlich 1126 vom Bischof von Konstanz erbaut. Es war die sogenannte St.-Jakobs-Kapelle in der Hülle des heutigen Gemeindehauses. Der Bischof hob dann die Pfarreien von Gächlingen, Osterfingen, Hallau und Ergoltingen auf und wies sie der Pfarrkirche „unserer lieben Frauen“ in Neunkirch zu.
In der Stadt Schaffhausen wurde 1529 die Reformation eingeführt. Weil Gächlingen der Stadt untertänig war, geschah dies auch hier. Die bisherigen katholischen Priester wurden als reformierte Pfarrer weiterhin beschäftigt.
Am 19. November 1640 wurde die Helferei in Neunkirch aufgegeben und dafür Siblingen zu einer Pfarrgemeinde erhoben. Die Aufgaben in Gächlingen fielen nun dem Pfarrer und dessen Helfer daselbst zu, während Sakramente und Sonntagsgottesdienste in Neunkirch verblieben.
Als Ende des 18. Jahrhunderts mehrfach Hagelwetter in Neunkirch wüteten und die Kirchgemeinde Neunkirch aus den Kirchengütern Unterstützung auszahlte, fühlten sich die „Tochterkirchgemeinden“ von Siblingen, Gächlingen und Osterfingen benachteiligt und stellten an Neunkirch finanzielle Forderungen. Diese führten 1806 zur Ausscheidung der drei Filialgemeinden. Gächlingen wurde eine eigene Pfarrei. Sie erhielt von Neunkirch 18'000 Gulden ausbezahlt und den Weingarten am Schlemmweg übereignet, den bisher die Kirchenpflege Neunkirch ge-nutzt hatte. Am 28. Mai 1806 leisteten die Gächlinger Verzicht auf „Stuhlrecht und Armensäcklein“ in Neunkirch, und bereits am nächsten Tag beschlossen sie, ein Pfarrhaus zu bauen und einen Friedhof einzurichten.
Auch mussten sie einen Taufstein erstellen lassen, den sie in die alte St.-Jakobs-Kirche stellten. Später wurde er in der neuen, heute noch bestehenden Kirche aufgestellt.
Informationen zur Baugeschichte der Kirche finden Sie hier:
www.ref-gaechlingen.ch/kirche