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R‘n‘B
Eine besondere Art des Pop ist R’n’B, auch R&B geschrieben. R’n’B steht für Rhythm and Blues, eine besondere Art der afroamerikanischen Popmusik die vor allem in den 1940er Jahren zunehmend populärer wurde. Spannend hier ist, wie sich der Begriff in den letzten 70 Jahren deutlich verändert hat.
Rhythm and Blues im Wandel der Zeit
Anfangs war R’n’B vor allem von Bigbands dominiert. Die Mischung aus ruhigem Blues mit zum Tanzen anregenden Rhytmen war ursprünglich vor allem bei der afroamerikanischen Bevölkerung beliebt und wurde schnell von weißen in den sogenannten Cotton Clubs angeeignet und gefeiert. In den 1960er Jahren war R’n’B ein wichtiger Teil der britischen Mod-Bewegung und wurde oft Synonym mit „schwarzem“ Ska, Reggea oder Soul benutzt. Da das Commonwealth vielen Jamaikaner ermöglichte, sich in England ein neues Leben aufzubauen, war vor allem der karibische Stil des Reggea sehr weit verbreitet und wurde zunehmend mit dem britischen Blues gepaart.
Heute spricht man von R’n’B vor allem, wenn man Künstler wie Rihanna, R.Kelly oder Mariah Carey meint. Oft wird der Musikstil heute auch als „Black“ bezeichnet, da die Künstler fast alle afroamerikanische Wurzeln haben. Weiße R’n’B-Musiker werden meist belächelt oder der kulturellen Aneignung beschuldigt.