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Vor rund fünf Jahren wurde das Schloss Courgevaux aus altersbedingten Gründen des Besitzers zum Verkauf ausgeschrieben. Jann Fahrni, Architekt aus Murten, war fasziniert vom riesigen Schlosspark und den verschiedenen Gebäuden und erarbeitete in verschiedenen Workshops Wohnkonzepte aus – eine nicht ganz einfache Herausforderung, da die Gebäude unter Denkmalschutz stehen.
Der magische Ort erzählt eine lange Geschichte bis in Jahr 1684 zurück, wo Madeleine de Diessbach, geborene Marquard, Witwe von Gérard de Diessbach das Manoir oder Herrenhaus (Schloss) bauen liess. Bauern aus der Umgebung leisteten grosse Hilfe beim Aufstellen des Gebälks. Es war damals üblich, dass Bauern für einen Gutsherrn rund ums Schloss arbeiteten, in Form einer grossen Gemeinschaft mit gegenseitigem Nutzen.
Dieser Plan von 1730 wurde zur damaligen Zeit, als es noch keine Geometer gab, im Auftrag der Kirche, welche Ländereien als Schenkungen erhielt, und mit damals üblichen Vermessungstechniken erstellt. Die eingetragenen Strassen entsprechen denen von heute, mit minimalen Abweichungen. Das Manoir wurde fast zur gleichen Zeit gebaut wie die Ziegelei und die Scheune. Zu einem späteren Zeitpunkt, im Jahr 1792, wurde das Herrenhaus im Auftrag von Francois Pierre de Diessbach vom Freiburger Architekten de Castella vergrössert.
Auf dem vom freiburgischen Maler Joseph von Landerset gemalten Bild sieht man links vom Manoir die grosse Scheune, die 1935 abbrannte, vorne links ist die Ziegelei mit Trocknungshalle zu sehen.
Der nächste Artikel aus der Reihe «Schloss Courgevaux» erzählt von der alten Ziegelei und dem Fasanenhaus.