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21 Dinge, die du vielleicht nicht über Tauben wusstest
- Tauben sind die ersten Vögel, die vom Menschen domestiziert wurden. Tontafeln, die über 5000 Jahre alt sind, zeigen zahme Felsentauben.
- Tauben machen Saltos in der Luft - scheinbar grundlos. Während andere Vögel hauptsächlich beim Jagen oder Flüchten erstaunliche Verhaltensweisen zeigen, scheinen Tauben einfach aus Spass oder Angeberei ihre Saltos vorzuführen.
- Tauben fahren regelmäßig U-Bahn. Zwar scheint es auf den ersten Blick wie ein kurioses Einzelphänomen, in das die Tiere versehentlich hineinstolpern, doch Bahnfahrer aus Stockholm berichten, dass sie seit den 90ern regelmäßig Tauben mit der U-Bahn fahren sehen.
- Tauben merken sich nette und gemeine Menschen am Gesicht. Sie sind laut einer Studie in der Lage, trotz wechselnder Kleidung und ähnlichem Aussehen Menschen zu unterscheiden, die sich ihnen gegenüber in der Vergangenheit wohlwollend oder feindselig verhalten haben.
- Tauben haben ein erstaunliches Farbsehvermögen. Sie können Farbnuancen unterscheiden, deren Wellenlänge nur ein paar Millionstel eines Meters unterschiedlich ist.
- Tauben sind die einzigen Vögel, die beim Trinken das Wasser aufsaugen können.
- Tauben können das Alphabet lernen. Forscher brachten den Tieren bei, alle Buchstaben zuverlässig voneinander zu unterscheiden. Interessanterweise machen Tauben dieselben Verwechslung-Fehler wie Menschen.
- Tauben können so gut Mathematik wie Affen. Sie sind in der Lage, komplexe und abstrakte mathematische Konzepte zu verstehen und präzise zu zählen.
- Tauben können Pingpong spielen lernen. Der Psychologe B.F. Skinner brachte in einem berühmten Experiment, von dem es auch ein Video gibt, 2 Tauben das Pingpong spielen bei.
- Eine Taube rettete im 1. Weltkrieg knapp 200 Soldaten das Leben. Sie wurde mit 2 anderen als letzte Hoffnung einer Gruppe eingekesselter Soldaten losgeschickt und schaffte es als einzige schwer verletzt mit der lebensrettenden Botschaft zurück. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Orden.
- Tauben können bis zu 120 km/h schnell fliegen.
- Tauben können schneller als das Internet sein. Eine Taube lieferte einen USB-Stick mit Daten nach einer Stunde an einem knapp 100 Kilometer entfernten Ziel ab. Die ADSL-Leitung eines konkurrierenden Internetproviders brauchte doppelt so lange.
- Tauben waren an der Gründung von Reuters beteiligt. Paul Julius Reuter, Gründer der grossen Nachrichtenagentur, versuchte anfangs seine Nachrichten per Brieftaube schnell überall hin zu verbreiten, bevor der Telegraf die Tauben ablöste.
- Tauben sind Pioniere der Luftfotografie. Mit speziellen Kameras an der Brust ausgestattet brachten Tauben um 1900 einige der ersten und spektakulärsten Luftaufnahmen wieder, die ohne Ballon oder Seildrachen möglich waren. Bis in die 1970 benutzte die CIA diese Technik, um Aufnahmen von hohem taktischem Wert anzufertigen.
- Tauben sind monogam. Die meisten Taubenpaare bleiben ein Leben lang zusammen. Doch auch im Tierreich gibt es Ausnahmen, Untreue kommt auch bei Tauben vor.
- Tauben teilen elterliche Pflichten. Bei Tauben wechseln sich, wie auch bei manchen anderen Vögeln, beide Eltern mit dem Bebrüten des Geleges und der Futtersuche ab.
- Taubenküken sieht man nur selten. Sie verlassen das Nest erst nach einer vergleichsweise langen Periode in 40 Tagen. Dann sind sie schon nahezu ausgewachsen und unterscheiden sich optisch kaum noch von erwachsenen Tieren.
- Nikola Tesla war ein grosser Taubenfan. Er fütterte regelmäßig die Tauben in Parks und brachte verletzte Tauben nach Hause, um sie gesundzupflegen. Eine weisse Taube hatte es ihm besonders angetan und blieb bis zu ihrem Tode bei ihm. "Solange ich sie hatte, hatte mein Leben Sinn."
- Picasso liebte Tauben ebenfalls. Viele seiner Motive haben Tauben zum Thema, und sogar seine Tochter Paloma ist nach dem spanischen Wort für Taube benannt.
- Dodos waren quasi grosse Tauben. DNA-Vergleiche haben gezeigt, dass die Taube wahrscheinlich der nächsten lebenden Verwandte des ausgestorbenen, flugunfähigen Vogels war.
- Tauben gibt es überall. Schätzungen belaufen sich auf bis zu 260 Millionen Exemplare, die nahezu alle Grossstädte der Erde bevölkern. Sie leben und interagieren höchstwahrscheinlich mehr mit Menschen als jede andere verwilderte Tierart.
"Vielleicht ist das ein Grund, warum die Menschen so häufig übersehen, was für bemerkenswerte kleine Kreaturen sie doch sind."
- Stephen Messenger