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Die Reise mit Coffee Circle nach Äthiopien war mein erster Trip in das Land, oder überhaupt nach Afrika. Vor der Reise war es mir wichtig so unvoreingenommen und mit so wenig Vorstellung wie möglich an das Land und die Menschen heranzutreten.
Klar, dass sich auch bei mir Vorurteile eingeschlichen haben. So war mir absolut nicht klar, wie “grün” Äthiopien ist. Bereits auf der 5-stündigen Fahrt von der Hauptstadt Addis Abeba nach Jimma, wo wir die erste Woche verbrachten, war ich hin und weg von der Landschaft.
An kultivierten Feldern vorbei, auf denen Teff (äthiopisches Getreide, das als Grundlage für Injera dient, das Brot, das zu jeder Mahlzeit dazu gehört) angebaut wird, wurde es allmählich immer grüner und bergiger – satte Wälder, Bananen- und Eukalyptusbäume und andere Arten, die ich nur aus dem Fernsehen kenne. Immer wieder fahren wir an Hütten vorbei, vor denen die Menschen Chilischoten und Kaffeebohnen trocknen, oder an hohen Bäumen, in deren Wipfel wilder Honig produziert wird. Später wird mir (leider) erklärt, dass ich mich von meinem Eindruck nicht täuschen lassen darf. In Äthiopien sind derzeit nur noch 14% des Landes bewaldet. Besonders im Hochland, im Norden und Westen des Landes sieht es ganz anders aus. Dort ist von dichten Wäldern, wie in der Oromia Region, keine Spur.