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- Februar 1999: Die Verordnung des Schweizerischen Bundesrats "über die Unterstützung des Beratungs- und Gesundheitsdienstes für Kleinwiederkäuer" (BGKV) 916.405.4 tritt in Kraft. Dies ist die Geburtsstunde des BGK.
- Zur gleichen Zeit wird die Verordnung vom 16. Oktober 1991 "über die Unterstützung des Gesundheitsdienstes in der Ziegenhaltung" aufgehoben.
- Die Vorbereitungen für den BGK wurden in der Geschäftsstelle des Ziegengesundheitsdiensts (ZGD) in den Jahren 1998 und 1999 geleistet, dies im Sinne einer Erweiterung des ZGD zu einem Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer. Ausarbeitung der zukünftigen Tätigkeiten und Programme in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Schafzuchtverband (SSZV), der Schweizerischen Vereinigung der Hirschhalter (SVH) und der Schweizerischen Milchschafzuchtgenossenschaft (SMG).
- Der ZGD wurde als Sektion Ziegen in den BGK überführt.
- Der Gesundheits- und Beratungsdienst des SSZV wurde als Sektion Schafe in den BGK überführt.
- 11. Dezember 1998: Gründungsversammlung der Sektion Schafe
- 13. März 1999: Gründungsversammlung der Sektion Hirsche. Alle Teilnehmenden waren sowohl Mitglieder des BGK als auch der SVH.
- 24. April 1999: 1. Delegiertenversammlung des neu gegründeten BGK
- 5. Februar 2000: Am Vormittag die letzte Generalversammlung des ZGD und am Nachmittag die erste Versammlung der Sektion Ziegen.
- 8. April 2000: Erste Versammlung der Sektion Milchschafe
- Zu Beginn gab es somit: die Sektion Hirsche (19 Mitglieder), Milchschafe
(123 Mitglieder), Schafe (60 Mitglieder) und Ziegen (7 085 Mitglieder)
- 24. Januar 2005: Gründungsversammlung der Sektion Neuweltkameliden. Nach gut 2-jährigen Vorarbeiten beschliesst der damalige Verein der Lama- und Alpakahalter beim BGK eine eigene Sektion zu gründen.
- 16. April 2005: Aufnahme der Sektion Neuweltkameliden an der Delegiertenversammlung des BGK.
- März 2008: Veröffentlichung des "Neuweltkameliden-Leitfaden" mit praktischen Informationen zur Haltung von Neuweltkameliden.
- März 2010: Veröffentlichung des BGK-Buches "Krankheiten von Schafen, Ziegen und Hirschen. Erkennen, Behandeln, Vorbeugen" auf Deutsch.
- Dezember 2013: Veröffentlichung des BGK-Buches auf Französisch
- Januar 2015: Der Kanton Tessin beschliesst als letzter Kanton, den BGK finanziell zu unterstützen. Der Bund sowie nun alle Kantone und das Fürstentum Liechtenstein unterstützen den BGK finanziell. Somit können nun auch die Kleinwiederkäuerhaltenden im Kanton Tessin Aktivmitglied werden.
- Der BGK führt seit seinem Beginn zahlreiche Projekte zu verschiedenen Fragestellungen durch. Stellvertretend soll das Projekt "Bockweide der Milchschafe" erwähnt werden. Dabei sollen Milchschafwidder mit reduzierter Anfälligkeit auf Innere Parasiten zur Zucht selektioniert werden. Seit 2010 ist das Projekt im Gange, ins Leben gerufen durch die SMG zusammen mit dem BGK, ab 2012 mit der fachlichen Mitarbeit des FiBL.
- Der BGK führt Gesundheitsprogramme
zur Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten durch, diese sind im Reglement und den jeweiligen Technischen Weisungen geregelt.
Parasiten-Überwachungsprogramm
- Wird für alle Sektionen seit Beginn des BGK angeboten.
- Seit dem 1. Januar 2001 besteht eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) für die Durchführung der parasitologischen Untersuchungen.
- Die starke und schnelle Entwicklung von Resistenzen gegen Entwurmungsmittel machen dieses Programm auch in Zukunft unabdingbar.
- Moderhinke-Bekämpfungsprogramm
- Beginn des Sanierungsprogrammes im Jahr 1999, zu Beginn vor allem mit Teilnehmenden aus der Ostschweiz.
- Aufbau eines Netzwerks mit ausgebildeten Moderhinke-Kontrolleuren und Bestandestierärzten für die Sanierung mittels klinischer Kontrolle der Schafklauen.
- Jahrelange intensive Zusammenarbeit mit dem Kanton Graubünden im Rahmen seiner kantonalen Bekämpfung der Moderhinke.
- Seit 2016 aktive Beteiligung an der Ausarbeitung für ein Nationales Konzept zur schweizweiten Moderhinke-Bekämpfung des Bundes und der Kantone.
- 2017 Aktualisierung der Technischen Weisungen mit Änderung des Namens in Moderhinke-Bekämpfungsprogramm, der Einbindung des Erregernachweises mittels PCR zusätzlich zur klinischen Kontrolle der Schafklauen und der Gliederung des Programms in eine Sanierungs- gefolgt von einer Überwachungsphase.
Maedi-Visna-Sanierungsprogramm
- In den 90er Jahren gab es grosse Probleme mit der Krankheit Maedi-Visna, vor allem bei den Milchschafen und bei den Walliser Schwarznasenschafen. Eine Sanierung wurde als nötig betrachtet. Die SMG hat dieses Gesundheitsprogramm ins Leben gerufen und brachte dies in den BGK ein.
- Das Maedi-Visna-Sanierungsprogramm stand somit von Anfang an allen Milchschafhaltenden offen. Seit dem 1. Januar 2017 wurde dieses Programm auch für Fleischschafe geöffnet.
- Pseudotuberkulose-Programme der Ziegen
- 1998: Durchführung des Pilotprojekts über die Pseudotuberkulose, dieses sollte genauere Angaben liefern über die Verbreitung der Krankheit in der Schweiz.
- 2000: Beginn des Pseudotuberkulose-Überwachungsprogramms mit dem Aufbau eines Netzwerks mit ausgebildeten Pseudotuberkulose-Kontrolleuren zur klinischen Überwachung der Betriebe.
- 2010: Beginn des Pseudotuberkulose-Sanierungsprogramms mit der zusätzlichen Anwendung des Antikörpernachweises im Blut.
- 2016: Das Überwachungsprogramm erfährt eine Namensänderung und lautet fortan Pseudotuberkulose-Bekämpfung.
CAE-Sanierung
- Schon lange vor dem BGK stand die CAE-Bekämpfung im Fokus der Ziegenhaltenden. Im Jahr 1984 begann die Schweizerische Arbeitsgruppe für Ziegenarthritis mit der freiwilligen CAE-Bekämpfung, dies auf Initiative der Ziegenzüchter.
- 1991 war die Geburtsstunde des Ziegengesundheitsdiensts (ZGD) mit der Ausdehnung der Sanierung über die ganze Schweiz. Ab 1998 galt CAE als Tierseuche und wurde national bekämpft.
- Der BGK führte ab 1999 die Aufgaben und die Rolle des ZGD weiter. Registrierung aller Ergebnisse der jährlichen Untersuchungen und Ausstellen der Betriebsblätter. Die Geschäftsstelle führte die "CAE-Datenbank" sowohl für Mitglieder als auch für Nicht-Mitglieder und war so die zentrale Auskunftsstelle für die Züchter und die Kantone. Die CAE-Sanierung war zudem für Ziegenzüchter und Mitglieder der Sektion Ziegen ein obligatorisches Gesundheitsprogramm.
- Mit der Änderung der Tierseuchenverordnung im 2011 wurden die vom BGK erstellten Betriebsblätter überflüssig. Die administrative Übersicht, welche Ziegenbestände wegen CAE gesperrt sind, übernahmen die Kantone.
- Ende 2018 teilte das BLV mit, dass nach über 30 Jahren Einsatz die Schweizer Ziegenpopulation frei von CAE ist. Die CAE-Sanierung war ein grosser Erfolg. Dies ist an erster Stelle allen Ziegenhaltern mit ihrem grossen Einsatz und Willen zu verdanken.
Die französischsprachige Version finden Sie im unten verlinkten PDF.