Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03574.jsonl.gz/1530

Für seinen Beitrag “Einspruch Kollege Kalberer – der Projektunterricht ist eine Königsdisziplin” (6.9.20) hat Condorcet-Autor Alain Pichard einige Kritik einstecken müssen. Im folgenden Beitrag begründet Hanspeter Amstutz, weshalb er die aktuelle Projekt-Euphorie nicht teilt.
Die Teile und das Ganze! In welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Und wie ergeben die zusammengefügten Teile eben dieses gewollte Ganze? Der Wagenlenker von Delphi erinnere an diese bedeutsame Frage, meint Condorcet-Autor Carl Bossard.
“Cramer krämert weiter”, so der Kommentar eines Lehrers in Basel. Regierungsrat Cramer und seine Crew können nicht über ihren Schatten springen. Mit Haken und Ösen halten sie am Passepartout-Projekt für die Stadt Basel fest. Basel-Stadt hat seit Jahren die schlechtesten Leistungen in der Schweiz in allen Vergleichstesten. Und diesen Platz möchte die Stadt offensichtlich verteidigen. Die Starke Schule beider Basel kommentiert dies im nachfolgenden Beitrag.
Hans Joss, ehemaliger Leiter der bernischen Lehrerfortbildung, Sozialdemokrat und Kämpfer gegen Illetrismus und die immer noch praktizierte Selektion in zwei Schubladen (Sek und Real), kritisiert in seinem Beitrag die neu eingeführten Kontrollprüfungen. Anlass war eine von der bernischen Erziehungsdirektion in Auftrag gegebene Untersuchung über den Effekt der Kontrollprüfungen. Diese zeichnete ein positives Bild dieser behördlichen Massnahme.
Die Debatte unter den Condorcet-Autoren bezüglich des Projektunterrichts geht weiter. Felix Schmutz mahnt zu einer klareren Trennung zwischen Gruppen- und Projektarbeit. Und er widerspricht Alain Pichards Aussage, wonach man sich mit dem Projektunterricht eine bessere Selbstorganisation erwerben könne.
In den Jahren 1992 bis 1994 besuchten britische Schulexperten und Schulpraktiker über 50 Schullektionen in einem Dutzend Schulen in der Schweiz, um das Schweizer Schulsystem zu studieren und mit dem britischen zu vergleichen. Weil die britischen Schulreformen zu einem Desaster geführt hatten, begannen 1995 in London Versuche mit der Einführung des Klassenunterrichts nach dem Vorbild der besuchten Zürcher Schulklassen. Die wissenschaftliche Auswertung wurde 1997 von der Universität Cambridge als Buch veröffentlicht. Lesen Sie heute den 2. Teil dieser spannenden Historie, die Peter Aebersold ausgegraben hat.
Die Ostschweiz überrascht uns immer wieder. In einem Interview mit der Thurgauer Zeitung dokumentiert der Oberste Schulleiter der Schweiz, Thomas Minder, ungeahnte intellektuelle Brillanz.
In seinem Beitrag «Gruppenarbeit und Projekte: Schwere Last auf jungen Schultern» mahnt Condorcet-Autor Urs Kalberer, die überzogenen Erwartungen an diese Unterrichtsmethode zu überdenken. Dem widerspricht nun Condorcet-Autor Alain Pichard energisch.
In der Reihe parteipolitischer Stellungnahmen zum Thema der Bildung ist heute der Ausbildungsoffizier Mathias Müller aus Orvin (BE) an der Reihe. Der bernische SVP-Grossrat gibt eine Übersicht über die konkreten Streitfragen aktueller Bildungspolitik und positioniert dabei sich und seine Partei.
“Dem Schulverlag plus sind die Bedürfnisse der Praxis wichtig,” schreibt der Lehrmittelverlag in seiner Stellenausschreibung. Gesucht werden Leute, welche das Schiff wieder auf Kurs bringen sollen. Im Jargon der Bildungsbürokratie heisst es “weiterentwickeln”. Die Situation erinnert an einen Bahnhofvorstand, dem man vergessen hat zu sagen, dass die Strecke stillgelegt wurde. Die Redaktion schlägt unseren Condorcet-Autor Felix Schmutz vor. Da die Arbeitsgruppensitzungen im Corona-Zeitalter vermutlich auf Teams oder Zoom stattfinden, besteht auch keine Verletzungsgefahr.