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Effizienz Problematik
Die Energiewende ist ein gigantisches Vorhaben, das die Gesellschaft und den Umgang mit Ressourcen mehr beeinflussen wird als die meisten Entwicklungen der letzten hundert Jahre. In Zeiten steigender Preise und immer weiteren Gebühren und Abgaben kann sie nur gelingen, wenn geeignete Massnahmen und Techniken eingesetzt werden, um die Kosten möglichst gering zu halten.
Selbst auf den Jurahöhen hat es für effiziente Stromproduktion aus Windkraft deutlich zu wenig Wind. Die reinen Produktionskosten betragen hier mindestens 25 bis 30 Rp./kWh. Das ist fünfmal teurer als z.B. die Stromproduktion in Grosswasserkraftwerken. Selbst mit der absurd hohen Subvention von Windstrom (derzeit 21.5 - 24 Rp./kWh) ist das ökonomisch nicht vertretbar. Im Folgenden werden die Gründe aufgezeigt, warum das so ist.
Zu wenig Wind für Windenergieanlagen in der Schweiz
Die nebenstehende Windkarte zeigt eine typische Windverteilung in Europa. Die grossen Windsysteme entstehen auf den freien Wasserflächen z.B. im Atlantik. Treffen diese auf Landflächen werden sie immer mehr abgebremst.
Die für eine effiziente Stromproduktion aus Windenergie geeigneten Gebiete liegen aus diesem Grund hauptsächlich an den Küsten. Die Schweiz weist als Binnenland ein sehr geringes Windaufkommen auf und ist leider grösstenteils völlig ungeeignet für Windkraftanlagen.
Meteotest hat im Auftrag des Bundesamtes für Energie eine aktuelle Windkarte der Schweiz erstellt. Diese wird auf der Website von map.geo.admin.ch publiziert.
Der Mittelwind auf 100 m über Grund beträgt praktisch in der ganzen Schweiz deutlich weniger als 6.0 m/s. Bei so geringen Mittel-
winden ist keine effiziente und nennenswerte Stromproduktion möglich. Erst ab 8.5 m/s Mittelwind produzieren moderne
Grossanlagen wenigstens 50% ihrer vollen Kapazität (brutto) und erlauben einen einigermassen ökonomischen und sinnvollen Betrieb.
Im Konzept Windenergie des Bundes von 2004 wurde der Referenzwert für sogenannte "Potenzialgebiete" auf nur 4.5 m/s (50 m ü. Grund) festgelegt, obwohl sich die damaligen Anlagen mit so wenig Wind kaum gedreht haben.
Das Windkraftpotenzial ist dabei 2.4-mal geringer als beim Deutschen Referenzwert von 6.66 m/s! Dafür sind die KEV-Subventionen mit 21.5 bis 24.0 Rp./kWh auch dreimal so hoch wie in Deutschland (8.93 ct/kWh). Ökonomisch gesehen ist das nicht sehr sinnvoll! Mittlerweile wurde der Referenzwert immerhin auf 5 m/s (50 m ü. Grund) korrigiert.