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Der Europäische Verband der Hersteller von Holzpaletten und Holzverpackungen (FEFPEB) betont in einer Stellungnahme die entscheidende Bedeutung von Holzverpackungsmaterial (Wooden Packaging Material – WPM) für einen reibungslosen Warenverkehr zwischen den Ländern. Dies habe sich während der jüngsten COVID 19-Sperrfristen Anfang dieses Jahres gezeigt, als die Regierungen mehrerer Länder in Europa die Herstellung und Reparatur von Paletten und Verpackungen als „wesentliche“ Sektoren bezeichneten, die während der gesamten Dauer der Pandemieeinschränkungen weiter betrieben werden durften, um die Versorgung mit Gütern wie Lebensmitteln, Getränken und pharmazeutischen Produkten sicherzustellen.
Würden die Produktion, die Reparatur oder der Transport von WPM gestört wird, würden damit auch lebenswichtige internationale Lieferketten unterbrochen.
Wenn Grossbritannien die Europäische Union am 1. Januar 2021 vollständig verlässt, werde es eine wichtige Änderung des Gesetzes über den Verkehr von Holzverpackungsmaterial zwischen diesen nun getrennten Märkten geben. Ab diesem Datum müssen alle WPM, die vom Vereinigten Königreich in die EU und umgekehrt verbracht werden, den Vorschriften des Internationalen Standards für phytosanitäre Maßnahmen Nr. 15 (ISPM15) entsprechen. Dies bedeute, dass das Holzverpackungsmaterial einer Hitzebehandlung – oder einer anderen gleichwertigen Behandlung – unterzogen worden sein und deutlich als solche gekennzeichnet sein muss. Das derzeitige Durchsetzungsregime für ISPM 15 zwischen den EU-Ländern basiert auf der Tatsache, dass das pflanzengesundheitliche Risiko von WPM-Bewegungen in diesen Gebieten der Welt vernachlässigbar gering ist. Wenn die Brexit-Übergangsperiode Ende 2020 endet, wird sich dieses Risiko für die Pflanzengesundheit nicht ändern. Die Holzverpackungsindustrie erklärt daher, dass es keine wissenschaftliche oder faktenbasierte Rechtfertigung für eine Änderung der an den Grenzen der EU und Großbritanniens ab 1. Januar 2021 geltenden Vorschriften oder Durchsetzungsregelungen gibt.
Der Verband fordert die europäischen Behörden deshalb dazu auf, weiterhin einen risikobasierten Ansatz zur Durchsetzung von ISPM 15 zu fahren und so eine weitere Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu ermöglichen.
(Quelle: FEFPEB e.V.)