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Wenn du von morgens bis abends von einem Termin zum nächsten rennst und keine Zeit für dich selber hast, dann ist das auch ganz schön stressig. Denn um sich wohl zu fühlen, brauchen Menschen gleichermassen aktive wie ruhige Phasen.
Eigentlich wäre die Lösung für dieses Problem einfach: weniger arbeiten. Aber es klappt oft nicht. Warum nicht?
- Du fühlst dich gerne nützlichund tust deshalb oft Dinge für andere. Es ist eine gute Eigenschaft, hilfsbereit zu sein. Pass aber auf, dass diese Seite an dir nicht ausgenutzt wird.
- Du würdest dich langweilen.Versuch mindestens Ruhepausen und kleine Entspannungsübungn in deinen Alltag zu integrieren.
Auch eine Phase, in der du nichts tust oder dich sogar langweilst, kann Gutes bewirken, z.B. können sich aus einem Langeweilegefühl Ideen für neue Vorhaben oder interessante Projekte ergeben.
- Du würdest Menschen im Stich lassen.Menschen zu helfen ist eine sehr schöne Eigenschaft. Aber immer hilfsbereit zu sein und unterstützen zu müssen, kann auch sehr belastend werden.
Sind die anderen Personen ohne deine Hilfe wirklich so hilflos? Können sie nicht auch von anderen Menschen geholfen werden?
Versuch ein sinnvolles Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der anderen und deinen eigenen zu finden, so dass auch du nicht zu kurz kommst und dein Leben geniessen kannst.
Und wenn du merkst, dass du sogar emotional erpresst wirst, das heisst, die anderen sorgen dafür, dass du dich schuldig fühlst, wenn du nicht hilfst, dann wehre dich dagegen. Niemand hat das Recht, dich mit Schuldgefühlen zu manipulieren.
- Du könntest nicht mehr alle Aufgaben bewältigen.Nehmen wir an: Deine Eltern erwarten von dir, z.B. dass du im Sport tolle Ergebnisse erbringst, in der Schule gute Noten hast, regelmässig im Haushalt mithilfst und dein kleiner Bruder will, dass du ihm bei den Hausaufgaben hilfst.
Da bleibt wenig Zeit, um Freunde zu treffen oder um sich zu erholen.
In diesem Fall könntest du einen Zeitplan aufstellen, der zeigt, wie viel Zeit du zum Erfüllen deiner Pflichten brauchst, wie viel Zeit für dich selbst und um dich zu erholen. Wenn du gut argumentieren kannst, verstehen deine Eltern, dass du mit der momentanen Situation überfordert bist und wahrscheinlich helfen sie dir, dich so zu organisieren, dass du noch ein bisschen Zeit für dich hast.
Wenn man viel zu tun hat, ist es schwierig, Zeit zu finden, um sich zu erholen. Wenn man es aber schlau macht, kann man es schaffen.
Ist-Analyse
- Schreibe während einer Woche alles auf, was du tust, und wie viel Zeit du dafür benötigst.
- Sieh dir das Resultat an. Überlege, welche Aufgaben wie wichtig für dich sind.
- Auf welche Aufgaben kannst du verzichten?
- Welche Tätigkeiten lassen sich effizienter erledigen?
- Welche könntest du delegieren?
- Versuche nun deinen Zeitplan so zu ändern, dass du ein bisschen mehr Zeit für dich hast.
Bewährte Ideen
Was kannst du sonst noch tun, um Zeit zu sparen:
- Teile grosse unübersichtliche Arbeiten in kleine, überschaubare Schritte ein (Salami-Taktik).
- Nutze Wartezeiten, z.B. im Zug/Bus... Lerne Wörter, lies einen Text, oder blättere in deiner Agenda und plane die nächsten Tage.
- Triff Entscheidungen! Besser, du musst eine falsch getroffene Entscheidung korrigieren, als nicht weiterkommen, da du mit Entscheidungen zögerst.
- Wenn du viel zu tun hast, dir die Arbeit über den Kopf wächst, setze Prioritäten. Du kannst nur eine Arbeit auf einmal erledigen, also tue Eines nach dem Anderen.
- Berücksichtige deine persönliche Leistungsfähigkeit und deinen Rhythmus. Arbeiten, bei denen du dich konzentrieren musst, verlegst du am besten auf die Tageszeit, in der du wach und aufnahmefähig bist. In Phasen/Tageszeiten, in denen du weniger fit bist, kannst du dich Dingen zuwenden, die nicht die volle Konzentration verlangen.
- Und... plane:
- Was musst du erreichen? Was ist weniger wichtig? Wie viel Zeit hast du zur Verfügung? Was ist in dieser Zeit überhaupt machbar? Was brauchst du dazu und wo findest du, was du brauchst?
- Erstelle einen Plan. Notiere, was du zu welchem Zeitpunkt erledigen willst, welches Material du für dein Vorhaben brauchst usw.
- Wichtig: Plane Pufferzeiten für Pausen und Unvorhergesehenes ein!