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Die Hoffmann-Werke in Lintorf bei Hannover waren ein Fahrzeughersteller.1„Die Quecke“ Ratinger und Angerländer Heimatblätter Nr. 66 (1996) S. 179–192 Des Weiteren waren sie Lizenznehmer Piaggios für die Fertigung der Vespa in Deutschland. Der Unternehmer Jakob Oswald Hoffmann produzierte zunächst Fahrräder auf dem 19452 „Die Quecke“ Ratinger und Angerländer Heimatblätter Nr. 66 (1996) S. 179–192 erworbenen Werksareal in Lintorf, ab ca. 1948/1949 auch Motorräder, und nahm ab März 1950 die Serienproduktion der Vespa auf.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte der Firma Hoffmann & der Hoffmann-Werke
Der Gründer der Hoffmann-Werke war Jakob Oswald Hoffmann. Er wurde am 13. März 1896 in Düsseldorf geboren. Ob Hoffmann weitere Geschwister hatte, ist nicht bekannt.
Die Eltern betrieben in Düsseldorf eine Konditorei. 3Mika Hahn auf der Webseite des SIP Scootershop – Das vergessene Ende der Hoffmann Werke (Abgerufen am 16.08.2019)Jakob absolvierte nach der Volksschule eine Ausbildung zum Bankkaufmann in Düsseldorf. Im Jahr 1919, ein Jahr nach Ende des 1. Weltkrieges, begann seine Unternehmerische Tätigkeit.
Der zu diesem Zeitpunkt 23-jährige war Teilhaber an der Tabakwarengroßhandlung „Rehl & Co“ in Düsseldorf. Nach anfänglichem Erfolg und auf Grund der Wirtschaftskriese endete diese Station 1924. Von 1924 bis 1929 versuchte sich der inzwischen 33-jährige erneut als Rauchwarenhändler in Düsseldorf. Er scheitert aber erneut.
Unternehmungen im Zweiradbereich ab 1932
1932 beginnt Hoffmann erstmals seine unternehmerischen Tätigkeiten auf dem Feld der Zweiräder. Er gründet in der Kölner Innenstadt eine Verkaufsgesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf von „Opel“ Fahrrädern. Auch hier währt das Glück nicht lange. Im August 1934 wurde das Konkursverfahren eröffnet. Jakob Oswald Hoffmann war zu diesem Zeitpunkt schon in einer andern Firma involviert: Die Fahrradfabrik von Franz Schaaf in Solingen.
Solinger Fahrrad Fabrik
Schon im Juni 19344Hoffmann Freunde Siebengebirge: Historie: „… Bereits im Juni 1934 (zwei Monate! vor seinem Konkurs in Köln) wurde Jakob Oswald Hoffmann persönlich haftender Gesellschafter der erst Anfang 1934 gegründeten Firma „Fahrradbau Franz Schaaf“ …“(Abgerufen am 16.08.2019)(Also 2 Monate, bevor seine GMBH in Köln in Konkurs ging), eine andere Quelle gibt als Datum 1938 an5Mika Hahn auf der Webseite des SIP Scootershop – Das vergessene Ende der Hoffmann Werke: “ … 1938 beteiligte sich der Düsseldorfer Konditorsohn zunächst als persönlich haftender Gesellschafter an der 1934 von Franz Schaaf gegründeten Solinger Fahrrad Fabrik …“(Abgerufen am 16.08.2019), wurde er persönlich haftender Gesellschafter der erst Anfang 1934 gegründeten Firma „Fahrradbau Franz Schaaf“ in Solingen6Mika Hahn auf der Webseite des SIP Scootershop – Das vergessene Ende der Hoffmann Werke (Abgerufen am 16.08.2019)7Hoffmann Freunde Siebengebirge: Historie: (Abgerufen am 16.08.2019), die später in „Solinger Fahrradfabrik“ Franz Herbert Schaaf umbenannt wurde.
Dem Firmeninhaber Franz Herbert Schaaf wurde gleichzeitig die Prokura entzogen und seine Tätigkeit auf die Funktion eines „Expedienten“ beschränkt.
In Solingen wurden erfolgreich Fahrräder hergestellt und vertrieben. Das änderte sich ab 1939. Ab dieser Zeit wurde wie in vielen anderen Betrieben die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt, so wurden unter anderem Mienen, Zünder, Hülsen und Panzer-Granaten hergestellt. Grund hierfür waren die politischen Verhältnisse in Europa. Deutschland war im Krieg mit Polen. Und England hatte Deutschland den Krieg erklärt. Die Solinger Fahrradfabrik wurde immer wichtiger für das Reichsministerium für Rüstung, so wurde das Werk 1942 mit der Entwicklung und Fertigung der neuen 3,7 cm Stielgranate beauftragt. Hierzu wurde in Solingen Gräfrath im stillgelegtem Werk der Vereinigten Seidenwebereien eigens einen Betrieb für Entwicklungsaufträge aufgebaut .
Aufgrund seiner Verdienste im Rahmen der Wehrbeschaffung soll Jakob Oswald Hoffmann im September 1943 von Adolf Hitler persönlich das Kriegsverdienstkreuz erster Klasse verliehen worden sein.
Jakob Oswald Hoffmann soll in der Solinger Fahrradfabrik jüdische Zwangsarbeiter eingesetzt haben, um dem geforderten Produktions-Soll an Granaten und Sprengköpfen gerecht zu werden. Mehrfach wurden die katastrophalen Arbeitsbedingungen, Unterbringung und die Verpflegung der Zwangsarbeiter von den zuständigen Behörden beanstandet. Jakob Oswald Hoffmann nahm jedoch die ständigen Kontrollen in seinem Betrieb nicht mehr hin und lies seine Kontakte spielen als „kriegswichtiger Rüstungskonzern“.
Mit dem Ende des 2. Weltkrieges endet auch die Produktion in der Solinger Fahrradfabrik; ein Großteil der Produktionsflächen liegt nach alliierten Bombenangriffen in Schutt und Asche.
Verlegung der Fabrik nach Lintdorf
Kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 verlegte Hoffmann die Fahrrad Fabrik von Sodingen nach Lintdorf.8 „Die Quecke“ Ratinger und Angerländer Heimatblätter Nr. 66 (1996) S. 179–192 Platz fand die Unternehmung auf einem ehemaligen Gelände der Mannesmann Röhrenwerke. Als viele Unternehmen in Deutschland noch Ruinen räumten, belieferte Hoffmann bereits das deutsche Volk wieder mit zivilen Gütern: Dazu zählten Kochtöpfe, Ölpressen, Bohrmaschinen und natürlich auch natürlich auch die Fahrräder. Ab 1948 wurden auch Motorräder produziert. Produziert wurde, was gebraucht wurde und womit sich Geld verdienen ließ.
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