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Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten werden häufig inklusiv geschult. Dabei stellt sich die Frage, über welche Kompetenzen Lehrkräfte verfügen müssen, um diese Lernenden angemessen fördern zu können.
Im Projekt wird untersucht, über welche professionelle Kompetenz bezüglich der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen im Lesen und Rechnen Regellehrkräfte (RLK) und ausgebildete Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen (SHP) verfügen. Es interessiert, ob und wie sich diese Kompetenzen auf die Leistungen (Lesen und Mathematik) und das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler auswirken. Zudem wird der Zusammenhang zwischen der professionellen Kompetenz der Lehrkräfte, der Einstellung der Lehrkräfte zur Inklusion von Kindern mit Lernbeeinträchtigungen sowie der Haltung der Lehrkräfte zum Thema Lernen und Beeinträchtigung analysiert.
Geplant ist eine Längsschnittstudie in 70 inklusiven Klassen im dritten Schuljahr in der Deutschschweiz, in denen Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen beim Lesen und in Mathematik geschult werden. Bei den Kindern werden Leistungsdaten (Lesen und Mathematik) und Daten zur Lernmotivation und zur Wahrnehmung der Beziehung Schüler*in – Lehrkraft erhoben. Zudem schätzen die Kinder die Klassenführung der Lehrkräfte und deren Unterstützungsverhalten ein. Seitens der Lehrkräfte (SHP und RLK) werden folgende Variablen erhoben: die professionelle Kompetenz hinsichtlich der Förderung bei Lernbeeinträchtigungen im Lesen und in Mathematik, die Klassenführung, das Unterstützungsverhalten, die Einstellung zur Inklusion von Lernenden mit Lernbeeinträchtigungen, die Haltung zum Thema Lernen und Beeinträchtigung sowie Kontrollvariablen (Ausbildung, Berufserfahrung).
Die Ergebnisse der Studie können zu wichtigen Erkenntnissen für die Ausbildung von Lehrkräften für den inklusiven Unterricht führen.