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Wir feiern unseren 30. Geburtstag!
Paul Schönholzer und Thomas Stauffer gründeten am 11. April 1988 das Atelier für Grünplanung in Riehen und legten damit die Basis für die erfolgreiche Bearbeitung von fast 1000 Projekten in 30. Jahren. Wir nahmen dies zum Anlass um mit unserem Team London zu besuchen.
Neben der Pflege unserer Bürokultur beschäftigten wir uns mit den städtebaulichen, kulturellen und landschaftsarchitektonischen Eigenschaften Londons.
Diana, Princess of Wales Memorial Fountain
Diana, Princess of Wales Memorial Fountain ist ein von Gustafson Porter + Bowmen im Jahr 2004 erstelltes Bauwerk zu Ehren der Prinzessin von Wales. Der konzeptionelle Ansatz der femininen Form, welche in die modellierte, beruhigte Rasenfläche gelegt ist, orientiert sich an den Eigenschaften Dianas und wiederspiegelt deren Lebensabschnitte. Offensichtlich ist die belebende, partizipative Wirkung des Wasserelementes, welches sogar bei kühlen 10 Grad gut auf die unempfindlichen britischen Kinder zugeschnitten zu sein scheint, sehr beliebt. Im Dialog mit Mary Bowman wird klar, dass Landschaftsarchitektur nicht als fertig gebautes Tätigkeitfeld verstanden werden kann, sondern sich stetig an die sich verändernden Anforderungen und im Erfolgsfall dem hohen Nutzungsdruck anpassen muss. So gesehen wurde Diana, Princess of Wales Memorial Fountain auf beeindruckende Weise Opfer Ihres eigenen Erfolges. Ursprünglich wurde die Form direkt in die weiche Rasenfläche eingebettet, heute jedoch finden sich Wege rund um den Brunnen und das Gelände ist eingezäunt.
Crossrail Place Roof Garden
Der Crossrail Place Roof Garden befindet sich im Herzen der Docklands, dem ehemaligen Hafengebiet und etabliert sich als weiteres Wirtschaftszentrum von London. Der Dachgarten, vom Studio Gillespies entwickelt, befindet sich auf der obersten Etage der Crossrail Station. Das Konzept orientiert sich am Grundsatz der Crossrail London von West nach Ost zu verbinden sowie an der Geschichte und Geographie der Canary Wharfs als früherer Handelsort. So zeigt die Bepflanzung viele Exemplare aus nativen Ländern, die die Handelsschiffe der West India Dock Company vor 200 Jahren besuchten und die Waren an diesem Ort abgeladen haben.
Crossrail Place befindet sich fast genau auf der Meridian Linie und so ist die Bepflanzung nach der Hemisphäre, aus der die Pflanzen kommen, ausgerichtet. Pflanzen aus Asien finden sich im Osten und Gräser und Stauden aus Amerika im Westen. Der konzeptionelle Bezug zum Ort ist ein überzeugender Beitrag dieser Arbeit.
Street Art und Brick Lane
London besitzt eine der dynamischsten Street Art Szenen der Welt. Besonders die Brick Lane ist weltberühmt für ihre Strassenkunst, welche Werke von Banksy, D*Face und Ben Eine zeigt. Künstler von überall auf der Welt kommen nach London um ihre Werke zu erstellen im Wissen, dass diese durch ein grosses Publikum besucht und betrachtet werden.
Selbstverständlich verändern sich die Kunstwerke laufend, Bilder verschwinden und neue Werke entstehen. Das berühmteste Street Art Objekt ist wohl das pinke Auto von Banksy. Früher war im Beifahrerfenster ein Skelett zu sehen, heute ist dieses durch Pappe abgedeckt und das Auto durch eine Plexiglas-Box geschützt. Die Street Art Szene rund um die Brick Lane leistet einen wertvollen künstlerischen und politisch kritischen Beitrag zu Entwicklungen in London und der Welt.
Queen Elizabeth Olympic Park
2012 entstand der 250 Hektar grosse Olympiapark auf einer Industriebrache im Osten der Stadt nahe des Flusses Lea. Seinen grossen Auftritt hatte der Olympic Park an den Olympischen Sommerspielen 2012. Gestaltet wurde der Masterplan von Hargreaves Associates. Er verhalf den Spielen zum Ruf die grünsten Spiele aller Zeiten zu sein. Die Gestaltung des Parks fokussierte sich rund um die Renaturierung des Flusses Lea – im Norden findet sich ein Naturpark und im Süden ein Festivalpark. Im nördlichen Park wurde der kanalisierte Fluss renaturiert und schlängelt sich neu durch Wiesen und Auengebiete, grosse Rasenflächen und Uferzonen. Im südlichen Park finden sich die Olympischen Gärten, die im Hinblick auf die partizipierenden Länder gestaltet wurden und eine farbige Auswahl an Pflanzen dieser Länder zeigen. Nach Austragung der Olympischen Spiele wurde der Park sorgfältig in eine Zeit nach den Spielen überführt. Temporäre Sportstätten und Hartbelag wurden durch Aufenthaltsflächen und einem Fahrrad Trail ausgetauscht. Olympic Park entwickelt sich laufend zu einem wichtigen Wohnort und Naherholungsgebiet vor den Toren Londons.