Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03650.jsonl.gz/2859

In Brasilien gibt es mehr Hunde als Kinder. Wie beliebt die vierbeinigen Haustiere sind, zeigt die Studie PNAD, die vom brasilianischen Statistikamt IBGE veröffentlicht worden ist. Nach dieser sind 2013 etwa 52,2 Millionen Hunde gezählt worden. Die Zahl der unter 14-Jährigen Jungen und Mädchen ist indes mit 44,9 Millionen angegeben.
Ähnlich wie in den sogenannten Erste-Welt-Ländern nimmt auch in Brasilien die Zahl der Kinder stetig ab. Anders sieht es bei den Haustieren aus. In 44,3 Prozent der Haushalte gibt es mindestens einen Hund. Weniger beliebt sind indes die Katzen. Sie sind nur in 11,5 Millionen Haushalten vertreten, was 17,7 Prozent entspricht.
Ihre Zahl wird jedoch auf 22,1 Millionen geschätzt. Die Brasilianer beschränken sich allerdings nicht auf nur ein Tier. Laut der Studie haben die Herrchen und Frauchen im Durchschnitt 1,8 Hunde oder 1,9 Katzen.
Die geliebten Vierbeiner verteilen sich allerdings nicht gleichmäßig auf das riesige Land. Während im Süden 58,6 Prozent der Familien einen Hund haben, sind es im ärmeren Nordosten lediglich 36,5 Prozent. Bei den Katzen ist es genau umgekehrt. Im Nordosten sind sie bei 23,6 Prozent der Familien präsent, im Südosten jedoch lediglich bei 13,5 Prozent.
Über so viel Tierliebe freuen können sich die Futtermittelindustrie und die Pet-Shops. Die Pet-Shops oder “aviários“ sind in fast jedem noch so kleinen Dorf vertreten. Im vergangenen Jahr haben sie die stolze Summe von umgerechnet etwa fünf Milliarden Euro bewegt. Die Umsätze sind dabei seit Jahren steigend.
Ausgegeben haben die Brasilianer die Summe nicht nur für Futter, Vitamine und Medikamente, sondern auch für Betten, Spielzeug und Kleidung für Hunde und Katzen. Beliebt sind zudem die “Tosa e Banho”-Läden, kleine Schönheitssalons für die Vierbeiner.