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WM Val di Sole
Sina Frei ist die erste Short Track-Weltmeisterin
Sina Frei ist der Einstand in die Mountainbike-WM wunschgemäss geglückt. Die Olympia-Zweite kürte sich im Short Race zur ersten Weltmeisterin in der jungen Disziplin. Im Cross-Country-Rennen der Junioren sicherte sich Nils Aebersold die Bronzemedaille.
Sina Frei reüssierte im Kurzformat vor dem Cross-Country-Rennen am Samstag im Sprint hauchdünn vor der Britin Evie Richards und der Französin Pauline Ferrand-Prévot. „Es war bis zur Ziellinie extrem eng. Umso glücklicher bin ich, als erste Short-Race-Weltmeisterin Geschichte geschrieben zu haben“, erklärte die 24-Jährige im Ziel-Interview.
Linda Indergand und Jolanda Neff, die an den Olympischen Spielen in Tokio mit Frei ein reines Schweizer Podest gebildet hatten, folgten auf den Plätzen 4 und 5. Alessandra Keller wurde Zehnte. Neff befand, womöglich habe sie zu Beginn des Rennens, als sie an der Spitze lag, etwas gar viel Energie verbraucht. Einen Monat nach dem historischen Dreifachsieg an den Olympischen Spielen in Tokio hat das Schweizer Frauenteam neuerlich eine Glanzleistung geboten
Bei den Männern feierte der 23-jährige Amerikaner Christopher Blevins einen Überraschungssieg vor dem Brasilianer Henrique Avancini und dem Deutschen Maximilian Brandl. Der Tessiner Filippo Colombo kämpfte sich nach missglücktem Start auf den 8. Platz. Mathias Flückiger und Nino Schurter, die Aushängeschilder des Schweizer Männerteams, verzichteten auf die Teilnahme; die beiden konzentrieren sich wie Europameister Lars Forster auf das Cross-Country-Rennen.
Aebersold gewinnt Bronze, Huber wird Fünfte
In den Cross-Country-Rennen der U19-Kategorie vermochten sich die Talente von Swiss Cycling ausgezeichnet in Szene zu setzen. Nils Aebersold belegte hinter dem Franzosen Adrien Boichis und dem Kolumbianer Camilo Gomez den dritten Rang; für den Berner Oberländer handelt es sich um den ersten internationalen Medaillengewinn auf der Juniorenstufe. «Ich hätte nicht gedacht, dass es möglich ist, fühlte mich jedoch von Beginn weg gut und bin nach dem bitteren EM-Rennen einfach glücklich, dass es so aufgegangen ist», sagt Aebersold. An erwähnter EM vor zwei Wochen in Novi Sad war der 18-Jährige Vierter geworden. «Nils hat das auf dieser wirklich schwierigen Strecke souverän gemacht; er ist technisch sehr sauber gefahren», hielt Nationaltrainer Martin Gujan fest.
Im Wettkampf der Juniorinnen reihte sich die Aargauerin Lea Huber als Fünfte ein; es dominierten die Französinnen. Im Unterschied zu den Medaillengewinnerinnen gehören die stärksten Schweizerinnen um Huber und Monique Halter (10.) dem jüngeren Juniorinnen-Jahrgang an. Huber, an der EM in Novi Sad Bronze-Gewinnerin, liess denn auch durchblicken, dass sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden sei. Nationaltrainerin Kathrin Stirnemann sprach von einem «sehr harten Rennen» und ergänzte, Lea Huber habe «das Maximum herausgeholt». sda/SC