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Der «Second Gentleman» vertritt die Regierung von Joe Biden und Kamala Harris bei Holocaust-Gedenkveranstaltungen.
Bereits seit einigen Monaten tritt Douglas Emhoff zunehmend in der amerikanischen Öffentlichkeit auf. Der Jurist und Gatte von Vize-Präsidentin Kamala Harris ist jüdischer Herkunft und engagiert sich im Kampf gegen den Antisemitismus. Diese Woche will der «Second Gentleman» an Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945 teilnehmen. Wie das Weisse Haus mitteilt, soll er damit die Biden-Harris-Regierung bei der Bekämpfung des Judenhasses und der Förderung des Holocaust-Gedenkens weltweit unterstützen. Emhoff will am Donnerstag in Krakau eintreffen, am 27. Januar an der Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau teilnehmen und am dortigen Mahnmal einen Kranz niederlegen. Dabei wird er die Antisemitismus-Beauftragte Washingtons begleiten, Botschafterin Deborah Lipstadt.
Beide werden anschliessend nach Berlin reisen und dort am 30. und 31. Januar jüdische Exponenten und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen treffen, sowie kulturelle und historische Stätten besuchen (Link).
Emhoffs erhöhte Visibilität hat neben einer aussenpolitischen auch innenpolitische Aspekte: Die Affäre um nicht ordnungsgemäss behandelte Geheim-Dokumente bringt Joe Biden zunehmend Kritik aus den eigenen Reihen ein (Link). Von daher nehmen Spekulationen über seine Wiederwahl – und mögliche Aspirationen von Harris auf das Weisse Haus zu. Emhoff könnte dann zum «First Gentleman» avancieren.