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Der ägyptische Politiker Mohammed El Baradei hat die Streitkräfte, die derzeit die Übergangsregierung in Ägypten führen, scharf kritisiert. Viele Entscheidungen seien nicht ausreichend diskutiert, andere zu spät getroffen worden.
Ihm sei es "ein Rätsel", warum die Streitkräfte bisher nicht in der Lage gewesen seien, die Sicherheit wiederherzustellen, sagte El Baradei dem privaten Fernsehsender ONTV.
Ausserdem stellte er seine Kandidatur für die Präsidentschaft in Frage. Zur Begründung erklärte El Baradei, die Zukunft des Landes sei bisher nicht besprochen worden. "Ich will nicht Präsident werden, nur um Präsident zu sein". "Ich will das Land reformieren."
El Baradei setzt sich dafür ein, noch vor der für September geplanten Parlamentswahl eine neue Verfassung auszuarbeiten. Die Streitkräfte wollen dagegen die neuen Abgeordneten eine Verfassungsgebende Versammlung wählen lassen.
SDA-ATS