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FORS leistet einen wichtigen Beitrag zur Beurteilung der Auswirkungen von COVID-19 auf die Bevölkerung in der Schweiz.
Die Forschenden bei FORS haben schnell auf die aussergewöhnliche Situation reagiert und Fragen zu COVID-19 in verschiedene von FORS durchgeführte Befragungen aufgenommen.
Nachstehend eine Auswahl der Befragungen mit Forschungsergebnissen und Daten rund um COVID-19.
Der kumulierte MOSAiCH COVID-19-Datensatz, einschließlich der drei COVID-19-Panelwellen, die von Frühjahr 2020 bis Frühjahr 2021 durchgeführt wurden, ist jetzt auf SWISSUbase verfügbar.
Die wichtigsten Resultate der COVID-19 MOSAiCH Erhebung, zusammengefasst in Faktenblättern.
Wohlbefinden und Sorgen während dem Lockdown
Autoren: Franziska Ehrler, Gian-Andrea Monsch, Stephanie Steinmetz.
Das vorliegende Faktenblatt präsentiert die Ergebnisse des Themenbereichs Wohlbefinden der FORS Covid-19 MOSAiCH Erhebung, die zwischen Ende April und Mai 2020 bei 1’937 Personen in der Schweiz durchgeführt wurde. In diesem Bereich wurde das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit im Allgemeinen erhoben. Zudem wurde gefragt, wie zufrieden die Leute mit den verschiedenen Bereichen ihres Lebens (wie z.B. Familie oder finanzielle Situation) sind und inwiefern sie sich Sorgen machen um die Auswirkungen von Covid-19. Ein letzter Teil widmete sich Fragen zu sozialer und emotionaler Unterstützung sowie der sozialen Isolation.
Hauptresultate
- Rund ein Fünftel der Befragten ist von einer Covid-19-Erkrankung im näheren Umfeld betroffen, sechs Prozent im eigenen Haushalt.
- Das allgemeine Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit sind während dem Lockdown im Durchschnitt auf demselben Niveau wie vor der Covid-19 Pandemie.
- Ein wesentlicher Teil der Bevölkerung macht sich grosse Sorgen um die Auswirkungen von Covid-19 auf ihr Umfeld und ihr Leben.
- Die Sorgen um die Auswirkungen von Covid-19 auf die Gesundheit, das Sozial- und Familienleben sowie auf die Arbeit sind in der lateinischen Schweiz stärker verbreitet als in der Deutschschweiz.
- Rund zwei Dritteln der Befragten hat die Gesellschaft von anderen Menschen während dem Lockdown gefehlt. Die grosse Mehrheit konnte aber dennoch auf emotionale Unterstützung aus dem Umfeld zählen.
Politik, Grundrechte und Umweltsorgen während dem Lockdown
Autoren: Gian-Andrea Monsch, Franziska Ehrler und Stephanie Steinmetz
Das vorliegende Faktenblatt präsentiert die Ergebnisse des Themenbereichs Politik der FORS Covid-19 MOSAiCH Erhebung, die zwischen Ende April und Mai 2020 bei 1’937 Personen in Schweizer Privathaushalten durchgeführt wurde. In diesem Bereich evaluieren wir zum einen, wie die Bevölkerung die Einschränkungen der Grundrechte während Covid-19 erlebt hat und inwiefern sie diese legitimiert. Zum anderen widmet sich dieses Faktenblatt dem Einfluss, welcher Covid-19 auf die Umweltdebatte haben könnte.
Hauptresultate
- Die teils drastischen Einschränkungen der Grundrechte im Frühjahr 2020 wurden von einem grossen Teil der Bevölkerung toleriert und sogar befür-wortet. Mit ein Grund für diese Akzeptanz ist die Überzeugung, dass das politische System hierzulande Lö-sungen für solche Krisen hervorzu-bringen vermag.
- Die Bevölkerung vertraut der Politik und den wissenschaftlichen Fachleuten sowohl vor wie auch während Covid-19. Skeptischer ist sie den Nachrichten-medien und der Wirtschaft gegenüber.
- Die Bevölkerung glaubt nicht daran, dass Covid-19 sich positiv auf die Umwelt auswirken wird. Vielmehr werden die wirtschaftlichen Schäden den Umweltschutz in den Hintergrund rücken.
- Die Rangliste der wichtigsten Problem-bereiche für die Schweiz bleibt die Gleiche. Jedoch hat die Umwelt, nach der Gesundheitsversorgung an zweiter Stelle, an Bedeutung verloren. Die Wirtschaft hingegen hat an Wichtigkeit zugelegt.
Arbeitssituation im Lockdown und Erwartungen für die Zukunft
Autoren: Franziska Ehrler, Gian-Andrea Monsch und Stephanie Steinmetz
Das vorliegende Faktenblatt präsentiert die Ergebnisse des Themenbereichs Arbeit der FORS Covid-19 MOSAiCH Erhebung, die zwischen Ende April und Mai 2020 in der Schweiz durchgeführt wurde. In diesem Bereich wurde erhoben, wie sich die Arbeitssituation der Haushalte während dem Lockdown verändert hat und welche Veränderungen die Befragten in der Zukunft erwarten. Zusätzlich wurde gefragt, wie es um die Zufriedenheit mit der Arbeit und der finanziellen Situation steht. Die Fragen zum Themenbereich Arbeit deckten einerseits die Arbeitssituation der befragten Person ab, fragten andererseits aber auch nach der Arbeitssituation des Partners oder der Partnerin. Von den 1’937 befragten Personen, waren 1’298 (67%) erwerbstätig, 1’006 (52%) waren in einer Partnerschaft mit einer erwerbstätigen Person.
Hauptresultate
- Bei vier von fünf Erwerbstätigen hat der Lockdown die Arbeitssituation verändert.
- Jeder sechste Erwerbstätigenhaushalt war von Kurzarbeit betroffen. Geschlecht und Alter hat keine Rolle gespielt, Kurzarbeit hat alle getroffen.
- Dennoch sind drei Viertel der Erwerbstätigen grundsätzlich zufrieden mit ihrer Arbeit und ebenso viele sind zufrieden mit ihrer finanziellen Situation.
- Angestellte im öffentlichen Sektor sind zufriedener mit der Arbeit und der finanziellen Situation und machen sich weniger Sorgen um ihre finanzielle Situation als Personen, die von der Privatwirtschaft angestellt sind.
- Selbständig Erwerbende sorgen sich sehr um die Auswirkungen von Covid-19 auf ihre finanzielle Situation.
- Zwei Drittel der Befragten gehen von einer raschen Normalisierung der Erwerbssituation aus.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf während des Lockdowns
Autoren: Stephanie Steinmetz und Gian-Andrea Monsch
Der Lockdown hat das soziale und ökonomische Leben in der Schweiz innerhalb weniger Tage fast komplett lahm gelegt. Das Schliessen vieler Geschäfte und das Herunterfahren der Produktion von Waren, die nicht als systemrelevant eingestuft wurden, hat viele Beschäftigte sehr hart getroffen. Hinzu kommt, dass viele Beschäftigte aufgrund der Schliessung von Kitas und Schulen dazu gezwungen waren, ihre Erwerbstätigkeit zu reduzieren beziehungsweise komplett aufzugeben, um ihre Kinder betreuen zu können. Die Last der verminderten Erwerbstätigkeit einerseits und der verstärkten Kinderbetreuung andererseits trifft Frauen oftmals stärker als Männer, was vor allem auf lange Sicht schwerwiegende Folgen haben kann. Das vorliegende Faktenblatt präsentiert die Ergebnisse des Themenbereichs Familie und Beruf der FORS Covid-19 MOSAiCH Erhebung, die zwischen Ende April und Mai 2020 bei 1939 Personen in Schweizer Privathaushalten durchgeführt wurde. Im Rahmen der Erhebung wurden verschiedene Fragen zu Kinderbetreuung und Hausarbeit gestellt. Des Weiteren wurden Fragen zur Zufriedenheit in verschiedenen Bereichen des Familienlebens sowie Fragen zu Konflikten in der Partnerschaft erhoben.
Hauptresultate
- Fast drei Viertel der befragten Haushalte mit Kindern hatte keine externe Betreuung.
- Bei einem Grossteil der Befragten hat sich recht wenig hinsichtlich der Kinderbetreuung und Hausarbeit verändert. In Haushalten, in denen Veränderung zu beobachten war, gab es zwei Trends. Zum einen waren vor allem Väter tendenziell mehr in die Hausarbeit und die Kinderbetreuung involviert. Zum anderen hat der Lockdown aber auch jeder fünften Mutter Mehrarbeit gebracht.
- Über die Hälfte der Befragten berichtet von einer Mehrbelastung durch ausserhäusliche Pflege- und Sorgeverpflichtungen während des Lockdowns. Diese werden vor allem von Frauen erfüllt.
- Vor allem Alleinerziehende und Haushalte mit niedrigem Einkommen konnten wenig auf emotionale und praktische Unterstützung zählen.
- Frauen reduzieren ihre Arbeitsstunden mehr als Männer während des Lockdowns.
- Bei der Mehrzahl der Haushalte ist der Umfang von Partnerschaftskonflikten während des Lockdowns gleich geblieben. Eine Zunahme ist vor allem bei Familien und Alleinerziehenden zu verzeichnen.
- Generell zeichnet sich eine sehr hohe Zufriedenheit mit der Partnerschaft und dem Familienleben während der Lockdown-Periode ab.
https://forsbase.unil.ch/project/study-public-overview/17243/0/
Basierend auf der FORS COVID-19 MOSAiCH Erhebung wurde kürzlich folgender Beitrag auf DeFacto publiziert (Autoren: Gian-Andrea Monsch, Karin Nisple, Stephanie Steinmetz)
https://www.defacto.expert/2020/12/30/coronagraben-ist-das-wort-des-jahres-doch-wir-brauchen-nicht-noch-mehr-graeben-in-der-schweiz/
https://www.defacto.expert/2021/07/08/die-impfbereitschaft-in-der-schweiz-wer-will-wer-nicht-will-und-aus-welchen-gruenden/
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Lamprecht & Stamm hat im Auftrag des M-Kulturprozents und mit Daten der COVID19-MOSAiCH Erhebung eine Studie zu den Auswirkungen der Pandemie auf das freiwillige Engagement durchgeführt.
Personen, die sich freiwillig engagieren, sind in verschiedenerlei Hinsicht besser durch die Pandemie gekommen als Personen, die keine Freiwilligenarbeit leisten. Freiwillig tätige Personen haben zwar nicht durchgängig mehr Vertrauen in die politischen und gesellschaftlichen Institutionen, sie sind aber zufriedener mit ihrem Leben, erhalten mehr soziale Unterstützung, sind weniger sozial isoliert und leiden weniger an depressiven Verstimmungen.
- Wohlbefinden und Gesundheit
- Veränderungen der Arbeits- und Finanzsituation
- Zeiteinteilung
- Home schooling
- Familien- und Sozialleben und der
- Beurteilung der Massnahmen des Bundesrates.
Erste Resultate der Schweizer Haushalt-Panel COVID-19 Erhebung
Jan-Erik Refle, Marieke Voorpostel, Florence Lebert, Ursina Kuhn, Hannah S. Klaas, Valérie-Anne Ryser, Nora Dasoki, Gian-Andrea Monsch, Erika Antal and Robin Tillmann
Erschienen in : FORS Working Paper Series
Die Daten der SHP COVID-19 Studie sind jauf SWISSUbase verfügbar.
Wissenschaftliche Beiträge zu COVID-19 vom Schweizer Haushalt-Panel
Large loss in studying time during the closure of schools in Switzerland in 2020
Michael Grätz (UNIL) and Oliver Lipps (FORS)
Zum Beitrag
Klaas, H. S., Kuhn U., Refle, J.-E., Voorpostel, M., Ryser V.-A., Dasoki, N., & Tillmann, R. (2021). Social Change in Switzerland, N°26. doi: 10.22019/SC-2021-00004
Effets de la pandémie de coronavirus et du semiconfinement sur les conditions de vie : une analyse de l’enquête « COVID-19 » du Panel suisse de ménages selon les catégories de revenu
For more information download the report here or contact Philipp Dubach by email: <email-pii>.
Präsentation
Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften
„Sie wollen ihr Vor-Corona-Leben nicht zurück: Warum rekordviele Menschen eine Firma gründen“, Luzerner Zeitung, 10.07.2021
L’évolution du stress en Suisse – la première vague de la pandémie, une pause pour les personnes stressées / Die Entwicklung von Stress in der Schweiz – die erste Welle der Pandemie verschafft gestressten Menschen eine Pause
12.07.2021 Neue Zürcher Zeitung (NZZ) “Die Pandemie bedeutete nicht für alle mehr Stress”
07.07.2021 Le Temps “Le semi-confinement a déstressé les plus aisés”
06.07.2021 Der Bund “Der Lockdown ist auch ein Stresskiller”
06.07.2021 La Côte “Coronavirus: la première vague a été une pause pour les personnes stressées”
06.07.2021 Le Nouvelliste “Coronavirus: la première vague a été une pause pour les personnes stressées”
06.07.2021 RTS info “La pandémie, une pause pour les personnes stressées”
06.07.2021 World in 24 “The first wave was a break for…”
Eine erste Covid CATI-Umfrage wurde im Juni und Juli 2020 durchgeführt und eine Folgeumfrage wird im Mai und Juni 2021 durchgeführt. Die beiden Covid CATI-Umfragen untersuchen die Auswirkungen der Epidemie auf die körperliche Gesundheit, die psychische Gesundheit, die medizinische Betreuung und die Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Ein zweiter Aspekt betrifft die Auswirkungen der Epidemie auf Beschäftigung, Arbeitsbedingungen und die finanzielle Situation. Und eine letzte Komponente untersucht die Auswirkungen der Epidemie auf soziale Kontakte und soziale Unterstützung.
Diese Daten können mit anderen im Rahmen von SHARE erhobenen Daten verknüpft werden. Die Daten der ersten Covid CATI-Umfrage wurden im Dezember 2020 veröffentlicht. Die Daten der zweiten Covid CATI-Umfrage werden im Jahr 2022 veröffentlicht.
Die Daten des ersten COVID-19 Studie (SHARE Wave 8 COVID-19 Daten) wurden bereits im Dezember 2020 veröffentlicht und sind bereits in verschiedenen >> Forschungspublikationen aus aller Welt verwendet worden.
(10.10.2021) Eine neue Studie auf der Grundlage von SHARE-Daten zeigt, welche Faktoren die Impfbereitschaft in Europa beeinflussen.
February 2022: Release 8.0.0 is now available!
Data from the second SHARE Corona Survey are now available. The second SHARE Corona Survey re-interviewed respondents of the first SHARE Corona Survey enabling to study changes between the start of the pandemic and the situation one year later in a cross-national perspective. The questions covered physical and mental health, Corona-related infections in the personal social circle, quality of healthcare, changes in work and economic situation, social networks and internet use during the pandemic.
Further, Release 8.0.0 comes with some major data improvements: It comprises the latest state of data cleaning and harmonisation across waves, offers new Accelerometry data, including epoch-data, and covers updated special datasets like easySHARE and the Job Episodes Panel.
Researchers can download the data free of charge after registration.
Schweizer Covid-19-Datensymposium März 23, 2021
Das von FORS organisierte Schweizer Covid-19-Datensymposium gab sozialwissenschaftlichen Forschenden einen Überblick über verschiedene Schweizer Datensätze, die analysiert werden können, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf zahlreiche Aspekte des Alltagslebens der Menschen zu untersuchen.
COVID-19-Daten aus den folgenden Erhebungen und Studien wurden online präsentiert: MOSAiCH, Schweizer Corona Stress Studie, Selects, Schweizer Haushaltspanel, COVID-19-Sozialmonitor ZHAW, SHARE und die COVID-19-Edition des Wissenschaftsbarometers Schweiz. Die Forscher hatten auch Gelegenheit, mit den Verantwortlichen der Studien zu sprechen und detaillierte Fragen zu stellen.
Alle Präsentationsfolien sind auf der COVID-19-Datensymposium-Website hochgeladen.