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Der Schweizer Tierschutz STS ist enttäuscht vom Entwurf zur Revision der Jagdverordnung (JSV) vom Bundesamt für Umwelt BAFU. Anstatt wildlebende Tiere mit einem zeitgemässen Gesetz besser zu schützen und unnötiges Tierleid bei der Jagd zu verhindern, stehen die Nutzungsansprüche der Jägerschaft im Vordergrund und tierquälerische Jagdpraktiken sollen weiterhin erlaubt sein, so der STS. Er lanciert die Petition „Mehr Tierschutz auf der Jagd!“ Innerhalb kurzer Zeit haben rund 10’000 Personen die STS-Petition unterzeichnet. Die Unterschriften wurden gestern in Bern dem zuständigen Departement übergeben.
Die Petition fordert deutliche Nachbesserungen im Revisionsentwurf, insbesondere die Aufnahme eines allgemeinen Tierschutzartikels, eine minimale Schonzeit für alle Wildtiere sowie das landesweite Verbot der Baujagd. Gemäss STS basiert das Jagdgesetz auf einem veralteten Naturverständnis, welches die Wildtiere in schädlich und nützlich einteilt. Das natürliche Jagdverhalten z.B. von Luchs oder Wolf wird als „Schaden“ definiert und die geschützten Tiere als „Schädlinge“ diskreditiert, deren Bestand reguliert werden kann, wenn sie nach Ansicht der Jäger zu viel Beute machen.
Wird der Revisionsentwurf in der vorliegenden Form umgesetzt, sind die Wildtiere die grossen Verlierer dieser Revision.
Bild: Hilberts 25. Problem (Wikimedia Commons)