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Die durch die Panama Papers enthüllten Scheinfirmen bringen den isländischen Ministerpräsidenten Simundur David Gunnlaugsson arg in die Bredouille. Seine Ehefrau soll gemäss den brisanten Dokumenten eine Briefkastenfirma betrieben haben, die an den 2008 gecrashten isländischen Banken beteiligt gewesen sein soll.
Der Ministerpräsident höchstpersönlich habe Anteile an der Firma besessen, behauptet aber, seine Frau habe immer korrekt Steuern bezahlt, und möchte deshalb auch nicht von seinem Amt zurücktreten, wie die «Süddeutsche» berichtet.
Dann hat Gunnlaugsson die Auflösung des Parlaments beantragt, wie der isländische Präsident Olafur Ragnar Grimsson am Dienstag gegenüber den Medien sagte. Die Opposition hatte ein Misstrauensvotum angekündigt. Am Abend trat Gunnlaugsson zurück.
Die der «Süddeutschen Zeitung» zugespielten 11,5 Millionen Dokumente sollen die Existenz von 214 000 Briefkastenfirmen belegen, die im Offshore-Geschäft involviert waren.
Auch in der Schweiz haben einige Journalisten recherchiert. Allein beim «Tages-Anzeiger» haben sich drei Recherchejournalisten über ein halbes Jahr intensiv mit den Panama Papers beschäftigt.