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Mit Wirkung zum Dienstag hat Mark Gonzalez, Vice President of Americas Enterprise Storage and Server Sales, seinen Schreibtisch geräumt und wurde durch Christopher Riley ersetzt. Hinter der Floskel, Gonzalez wolle "andere Interessen verfolgen", dürfte sich allerdings ein erstklassiger Rausschmiss wegen Problemen im Storage-Business verbergen. Dem aktuellen Quartalsbericht
von HP kann man entnehmen, dass die Storage Works Devision (SWD) lediglich einen Anteil von 20 Prozent am Bereich Enterprise Storage and Servers (ESS) ausmacht. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs der Umsatz im Bereich SWD um 10 Prozent, wobei die HP Mid-Range Storage Arrays, besser bekannt als EVAs (Enterprise Virtual Array), mit 14 Prozent überproportional zulegten. Und hier dürfte auch der Hund begraben liegen, denn dass grosse Geschäft und das grosse Geld wird nicht mit mittelgrossen Anlagen gemacht.
Das Ausscheiden von Gonzalez sorgt nach Informationen von 'ChannelWeb' für grössere Unruhe in der Amerikanischen VAR-Szene, da auch HPs Channel-Chef Jack Novia in den Ruhestand geht. Besonders die Frage, wie hoch die Nachfolger den Wert eines funktionierenden Channels schätzen, steht unbeantwortet im Raum. Offen werden Befürchtungen geäussert, HP könnte Storage als Massenware betrachten und behandeln.
Gleichzeitig überarbeitet HP derzeit seine Storage-Produktlinie und geht dabei "Kompromisse" bei zuvor gemachten Versprechen ein. Die Entry-Level-Linie MSA2000 (Modular Smart Array) kann entgegen getätigten Zusagen die Universal Disk Carrier (UDC), wie sie auch in EVA-Arrays und ProLiant-Servern zum Einsatz kommen, nicht verwenden. Erst die für Ende 2008 angekündigten MSA70-Reihe wird wieder über den UDC verfügen. Solche Aktionen, zusammen mit dem Verlust vertrauter Ansprechpartner, lassen so manchen Amerikanischen VAR sich vorsorglich nach Alternativen umsehen. (Thomas Mironiuk)