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Frage: 580
Es interessiert mich, wie Sie folgende Bibelstellen interpretieren, resp. was Ihrer Meinung nach die Bedeutung derselben ist:
1. Mose 48,1 - Jakobs Segen über Josefs Söhne Ephraim und Manasse und
1. Mose 48,13-20 - Jakobs Vorzug des Jüngeren beim Segen über Ephraim und Manasse.
Zudem schien mir Ihre Reaktion auf die Frage 513 angespannt, wenn auch teilweise verständlich. Ich würde allerdings trotzdem gern den ausschliesslichen Bund zwischen dem Volke Juda und Gott über 1. Petrus 2,4-10 und Eph 2,11-13 hinterfragen und hierzu Ihre sachliche Meinung erfahren. Im erwähnten Bibelvers kommt ja zum Ausdruck, dass das neue Volk Gottes diejenigen sind, welche sich gläubig in Jesus Christus bekennen. Nach meinem Verständnis ist es ausserdem die Gesamtheit von zwölf Völkern, welche das Volk Israel ausmachen, abstammend von allen Söhnen Jakobs. Und in Röm 9,30-33 scheint mir Petrus’ Brief sogar begründet zu werden.
Beachten Sie bitte, dass es mir bei den gestellten Fragen ausschliesslich um die Klärung der bestehenden Sachverhalte geht.
Ich freue mich auf Ihre Antwort und grüsse Sie freundlich
Michael R.
Lieber Michael
Ich werde versuchen, ein entspannte und abschliessende
Antwort soweit ich dies überhaupt vermag zu verfassen. Brauche dazu aber etwas
Zeit. Eventuell hast Du Interesse an dem etwas längeren Artikel der
das Thema von der prophetischen Dimension her streift?:
Der Segen Jakobs, Übersetzung aus dem Holländischen
pdf
Liebe Grüsse
Hans Peter
25.06.02
Lieber Michael
ich bitte Dich um Entschuldigung, dass ich a) den Artikel von Werner vergessen habe hochzuladen und b) ich meine Arbeit betr. 580 noch nicht einmal anfangen konnte...
Liebe Grüsse
Hans Peter
25.06.02
Lieber Hans Peter,
Du hast geschrieben:
1Mo 48,6: "Aber dein Geschlecht, das du nach ihnen gezeugt hast, soll dein sein; nach dem Namen ihrer Brüder sollen sie genannt werden in ihrem Erbteil. Das will meinen, (Vers 5) dass Jakob die beiden erstgeborenen Josefs "adoptierte" aber hat den Josef noch weitere Söhne gehabt, oder war es einfach eine Vermutung Jakobs in dieser Richtung? "
Carl Friedrich Keil schreibt in "Genesis und Exodus" auf Seite 322 dazu Folgendes:
"´Deine Nachkommen, fährt Israel v. 6 fort, welche du nach ihnen gezeugt, sollen dein sein, nach dem Namen ihrer Brüder sollen sie heißen in deren Erbteile,´ d. h. sie sollen nicht eigene Stämme mit besonderem Erblande bilden, sondern zu Ephraim und Manasse gezählt werden und unter diesen Stämmen in deren Landeserbteilen ihre Besitzung erhalten. Diese nachgeborenen Söhne Josephs werden nirgends genant [sic!], ihre Nachkommen aber sind jedenfalls in den Num. 26,28-39. 1. Chr. 7,14-29 aufgezählten Geschlechtern Ephraim´s und Manasse´s mitenthalten."
Herzliche Grüße
Werner M.