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Mit ihren Beobachtungen in einem natürlichen Umfeld erweitern die Forscherinnen bisherige Studienergebnisse die zeigen, dass Menschen in Gesellschaft von Freunden – oder vor dem Fernseher – mehr essen als alleine. Dies trifft sogar schon für Kinder zu, die mehr Pizza essen, wenn sie mit anderen Kindern zusammen sind.
«Essen ist eine soziale Aktivität», erklärt Young die Befunde. «Was und wie viel jemand isst beeinflusst, wie man von anderen wahrgenommen wird.» Und da sich Werbung für Lebensmittel typischerweise an weibliche Konsumentinnen richte und nur schlanke Frauen gezeigt werden, könnten auch «schlanke Portionen» Weiblichkeit und somit Attraktivität signalisieren – zumindest aus Sicht der Frauen. In einer Studentenmensa sei so genanntes Impression Management ausserdem vermutlich besonders relevant, also bei Gleichaltrigen und potentiellen Partnern einen guten Eindruck zu machen. Ob diese «Weiblichkeitssignale» durch die Essenswahl bei den männlichen Studierenden auch ankommen, kann die Studie jedoch leider nicht beantworten.
Quelle: Young, M. E., Mizzau, M., Mai, N.T., Sirisegaram, A. & Wilson, M. (2009). Food for thought. What you eat depends on your sex and eating companions. Appetite, 53, 268–271.