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Die Debatte um die richtige Regulierung der Banken nimmt Fahrt auf. Am 1. September hat die Expertengruppe «Bankenstabilität» unter Leitung von Volkswirtschaftsprofessor Yvan Lengwiler ihren Bericht abgeliefert – die Ergebnisse werden «in die laufenden Arbeiten des Eidgenössischen Finanzdepartements zuhanden des Bundesrats einfliessen». Und eine Parlamentarische Untersuchungskommission ist daran, die Vorgänge um die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS auszuleuchten.
Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) bemüht sich um Schadensbegrenzung und hat Anfang September Informationen zu ihrer Rolle als Kreditgeberin der letzten Instanz publiziert. Sie betont, dass das Darlehen von 100 Milliarden Franken im Rahmen der neugeschaffenen Kreditlinie ELA+ «einzig für die konkrete Krise bei der Credit Suisse notfallmässig geschaffen» wurde.
Offensichtlich versucht die SNB dadurch, Begehrlichkeiten einzudämmen, die sie mit ELA+ (in den Worten des Ökonomen Aymo Brunetti «ein extremes Ärgernis») geweckt hat. Zugleich hält sie nämlich fest, dass das Nationalbankgesetz sie dazu verpflichte, bei Liquiditätshilfe von einer Bank ausreichende Sicherheiten zu verlangen, was internationalen Standards entspricht – und bei ELA+ klarerweise nicht der Fall war. (pk)