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Auctōris
nominatio oder laudatio
(lat.), ein eigentümliches
Rechtsmittel für denjenigen, welcher eine
Sache in fremdem
Namen besitzt und in Ansehung dieser
Sache mit einer dinglichen
Klage belangt wird. Es ist die
Erklärung des also Verklagten,
daß er nicht in eignem
Namen besitze, sondern in dem eines Dritten, der zugleich namhaft gemacht wird.
Nach der deutschen
Zivilprozeßordnung (§ 73) hat der Beklagte in einem solchen
Fall dem Dritten
(Benannten) gleichzeitig den
Streit zu verkündigen und ihn zur
Erklärung aufzufordern, ob er in den
Rechtsstreit eintreten wolle.
Der Beklagte kann bis zu dieser Erklärung oder bis zum Schluß des Termins, in welchem sich der Benannte zu erklären hat, die Verhandlung zur Hauptsache verweigern. Bestreitet der Benannte die Behauptung des Beklagten, oder erklärt er sich nicht, so ist der Verklagte berechtigt, dem Klagantrag zu genügen. Wird dagegen die Behauptung des Beklagten von dem Benannten als richtig anerkannt, so ist der letztere berechtigt, mit Zustimmung des Beklagten an dessen Stelle den Prozeß zu übernehmen.
Des Klägers Zustimmung ist hierzu nur insoweit erforderlich, als dieser gegen den ursprünglichen Beklagten Ansprüche geltend macht, welche dieser selbst zu vertreten hat, und welche unabhängig davon sind, daß der Beklagte im Namen eines Dritten besitzt, also z. B. der gegen den Pachter eines fremden Grundstücks erhobene Anspruch auf Schadenersatz, auf Erstattung von Früchten u. dgl. Hat der Benannte den Prozeß übernommen, so ist der Beklagte auf seinen Antrag von der Klage zu entbinden. Die Entscheidung ist in Ansehung der Sache selbst auch gegen den ursprünglichen Beklagten wirksam und vollstreckbar.