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Ein Politiker, der die Seite wechselte: Naoto Kan war als japanischer Premierminister ein Atombefürworter. Nach der Katastrophe von Fukushima und seinem Rücktritt ist er jetzt ein verhementer Atomgegner.
In Japan stand der Tag heute ganz im Zeichen der dreifachen Katastrophe vor einem Jahr. Am Nachmittag des 11. März 2011 erschütterte zuerst ein schweres Erdbeben den Nordosten Japans. Eine halbe Stunde später zerstörten die haushohen Wellen eines Tsunamis ganze Städte und rissen 19'000 Menschen in den Tod. Und schliesslich kam es im AKW Fukushima zu einer Kernschmelze.
Punkt 14:46 Uhr Ortszeit ertönten heute in vielen Teilen Japans die Alarmsirenen - zum Gedenken an die Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe vor einem Jahr. Auch in der Kleinstadt Riku-zen-takata, die der Tsunami besonders stark verwüstet hatte, erinnerte man an die Katastrophe. Der Wiederaufbau hat noch nicht begonnen. Auch die seelischen Wunden der Überlebenden sind längst nicht verheilt.
Der japanische Sozialphilosoph Keni'chi Mishima lehrt an der Wirtschaftsuniversität Tokio. Er hat viele Jahre in Deutschland geforscht und übersetzt deutsche Philosophen ins Japanische. Im «Echo der Zeit» schildert er, wie die Katastrophe den Alltag der Menschen in Japan verändert hat.
Am 11. März 2011 löste ein Beben der Stärke 9,0 vor der Ostküste Japans einen Tsunami aus, der weite Küstenstriche und ganze Städte zerstörte. Er beschädigte auch ein AKW und löste damit den atomaren Notstand aus.
Ein Zwischenbericht zur Reaktorkatastrophe in Fukushima erhebt Vorwürfe gegen die Betreiberfirma Tepco und die japanische Regierung. Diese seien völlig unvorbereitet gewesen und hätten fehlerhaft auf das Unglück reagiert, heisst es. Mehr
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