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Fällt es Ihnen immer schwerer zu gehen, von einem Stuhl aufzustehen oder Treppen hochzusteigen? Der Grund dafür könnte eine Sarkopenie sein.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen: sarx (Fleisch) und penia (Verlust) bedeutete ursprünglich Muskelabbau. Daraus entstand später die Bezeichnung für eine altersbedingte Krankheit, wenn Muskelmasse, -kraft und -funktionen nach und nach schwinden.
Dieses Phänomen beginnt zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr, ab 70 Jahren beschleunigt sich der Abbau. Im Alter von 80 Jahren ist jede zweite Person von Sarkopenie betroffen. Das Alter ist der wichtigste Risikofaktor. Veränderungen in der Körperzusammensetzung führen unter anderem zum Rückgang von Muskelmasse und zu einer Zunahme von Fettzellen. Daneben gibt es weitere Risikofaktoren: Mangelernährung, Bewegungsmangel, chronische Entzündungen in Zusammenhang mit einer anderen Krankheit.
Mit der Sarkopenie gehen der Verlust an Mobilität, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit einher, was wiederum die Lebensqualität betagter Menschen beeinträchtigt. Zudem wirkt sich die Krankheit auf das Gleichgewicht aus, und die Sturzgefahr mit möglichen Knochenbrüchen steigt erheblich.
Zwar gibt es zurzeit noch keine medikamentöse Behandlung, doch wurde nachgewiesen, dass eine proteinreiche Ernährung und regelmässige Übungen zum Muskelaufbau einen positiven Einfluss auf die Auswirkungen der Sarkopenie haben.
Eine ausreichende Proteinaufnahme würde für den Erhalt der Muskelmasse genügen. Proteine sind unter anderem in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, Sojabohnen und Sojaprodukten sowie Hülsenfrüchten enthalten. Noch interessanter scheint für den Muskelaufbau jedoch das Milcheiweiss zu sein. Von den Vitaminen ist es das Vitamin D, das die Kalziumaufnahme in die Knochen verbessert und das Risiko von Knochenbrüchen – und damit verbundene Immobilität – senkt.