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Untypischer November
Normalerweise ist der November als «Nebel-Monat» bekannt. Nebel oder Hochnebel, der über mehrere Tage als graue Decke über dem Flachland zäh liegen bleibt und dabei das sonnige und milde Wetter, das darüber herrscht, fernhält.
In diesem Jahr präsentierte sich der November eher untypisch. Auch wenn sich teilweise Nebel bilden konnte, hielt sich dieser nicht lange. Besonders in der zweiten Monatshälfte brachten Tiefdruckgebiete und Fronten viel Dynamik in unser Wetter. Dabei gab es auf der Alpennordseite 50 % mehr Regentage als in der Norm (1991 – 2020). Trotzdem blieben die Niederschlagsmengen in der Deutschschweiz unterdurchschnittlich. Auf der Alpensüdseite fielen nur 20 bis 40 % des normalen Novemberregens. Das meiste fiel dort innerhalb von zwei Tagen.
Martinisommer
Der November begann nach einem sehr milden Oktober bis in grosser Höhe schneefrei. Das änderte sich in der ersten Novemberwoche, in der es bis 1200 m hinab Neuschnee gab. Doch dieses «Wintermezzo» hielt nicht lange. Um den Martinstag am 11. November brachte ein kräftiges Hoch den sogenannten Martinisommer mit aussergewöhnlich milder Luft. Die Nullgradgrenze stieg auf bis zu 3800 m hinauf und auf dem rund 2100 m hohen Pilatus kletterte die Temperatur auf knapp 12 Grad.