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Das Bad ist ein typisches schlichtes Zürichseehaus und über 200-jährig.
1817 wurde es von dem Adlerwirt Wenk gekauft. Auf der Suche nach Wasser stiess er schon bald auf eine Quelle welche zum Backen und für die Wäsche verwendet wurde. Die Qualität war allerdings nicht sehr befriedigend, der Chronist schildert das folgendermassen:
„Nun trug es sich zu, dass das Brod davon einen ganz besondern Geschmack bekam und die Weisswaesche nie mehr gerathen wollte.“
Lange musste der Bäcker und die Wäscherin daran schuld sein, bis endlich das Wasser analysiert wurde und Mediziner und Apotheker kohlensauren Kalk und Schwefel fanden; sie attestierten dem Wasser eine heilsame Kraft.
1823 wurde eine Badeanstalt in der heutigen Fischerstube mit 14 Wannen und 8 Badezimmern eingerichtet. Dazu kamen 10 Zimmer und ein grosser Speisesaal, das Haus wurde standesgemäss in Hôtel les Bains umgetauft. Die Baderei florierte und erlebte ihre Hochblüte gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Im Zuge eines grösseren Umbaus 1947 wurde die Quelle zugemauert und seither kündet nur noch der Name von den alten Badezeiten.