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Projektleiter - Bauingenieur
Roter Fussgängersteg von La Venoge
- Gutachten
- Projektierung
- Ausführung
- Realisation
Die Fussgängerbrücke über die Venoge verbindet die Gemeinden Ecublens und Denges. Die erste Brücke aus dem Jahr 1865 wurde 2006 durch eine Holzbrücke ersetzt, die 2022 nach 16 Jahren aufgrund ihrer verfaulten Träger ersetzt werden musste.
Das für die neue Fussgängerbrücke entwickelte Konzept besteht in einem gebogenen Einfeldträger für eine langlebige Überbrückung der Venoge mit einem Querprofil in Form eines Trogs, damit jede Überquerung ein Ereignis ist.
Die Brücke mit einem Einfeldträger mit einer Spannweite von 24,6 m ist zwei Meter breit, wodurch sie ähnlich gross ist wie die alte Holzbrücke und so die alten Widerlager verwendet werden konnten. Dank der Trogform konnte die Steigung von 28 % auf 12 % gesenkt werden.
Die Fussgängerbrücke besteht aus UHFB mit einem Querschnitt in Trogform mit unterschiedlichen Höhen, um den Werkstoff einzig an jenen Stellen zu verdichten, an denen es sich als notwendig erwies. Aufgrund der Verwendung von UHFB konnte der Querschnitt verfeinert und das Gewicht reduziert werden, um den Träger vorzufertigen und mit einem mobilen Kran zu montieren. Der UHFB wurde rot durchgefärbt, da die Brücke aufgrund ihrer rot angemalten Geländer ursprünglich «rote Brücke» genannt wurde.
Die Brückenplatte ist längs vorgespannt, um den Zug im UHFB während des Betriebs zu beschränken. Sie ist starr mit den Widerlagern verbunden, wodurch keine Fahrbahnübergänge und Brückenlager notwendig sind, was den Unterhalt vereinfacht und die Lebensdauer verlängert.
Damit jede Querung der Fussgängerbrücke zusätzlich zum Erlebnis der Schwerkraft aufgrund der Rampen zu einem Ereignis wird, ist der Blick auf die Venoge dank einem Geländer frei, das einzig aus vertikalen Stützen besteht. So durchdringt die Natur die Brücke und die Stämme vermischen sich visuell mit den vertikalen, in die Brücke eingelassenen Stützen. Desgleichen sind in den Stegen des Trogs Perforationen eingeplant, um Einblicke zu schaffen und die Überquerung auf allen Ebenen vibrieren zu lassen. Für ein denkwürdiges Erlebnis kann die Brücke zum Singen gebracht werden. Die vertikalen Stützen bilden eine riesige Harfe, die mit Schlägen zum Leben erweckt wird. Einige Anwohnerinnen und Anwohner haben bereits Melodien komponiert…