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Das übergreifende Thema, das in der Hauptstadt von Burkina Faso diskutiert werden soll, lautet: «Förderung des Wissens und der Kompetenzen und Qualifikationen, die für die nachhaltige Entwicklung in Afrika grundlegend sind: Konzeption und Umsetzung effizienter Bildungs- und Berufsbildungslösungen.» Die Diskussion konzentriert sich auf drei Hauptthemen:
- eine realistische Vision der Zukunft Afrikas
- die Verwirklichung dieser Vision durch die Förderung einer neuen Bildungs- und Berufsbildungspolitik und neuer Strategien, die darauf ausgerichtet sind, die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen effizient anzugehen
- die Umsetzung vielfältiger und integrierter Bildungs- und Berufsbildungswege und ‑programme, die geeignet sind, die Kompetenzen zu wecken und weiterzuentwickeln, die für lebenslanges Lernen grundlegend sind
Viel Raum für Diskussionen
Die Triennale (früher Biennale) ist das grösste afrikanische Forum für den Erfahrungsaustausch im Bildungssektor. Sie wird von der ADEA organisiert, einer langjährigen Partnerin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), die einen wesentlichen Einfluss auf die Bildungspolitik und ‑praxis in Afrika ausübt. Die DEZA leistet einen allgemeinen Beitrag an die ADEA, damit sie ihren strategischen Aktionsplan (2008–2012) umsetzen kann, der auf fünf Zielen beruht: politischer Dialog, subregionale/kontinentale Zusammenarbeit, analytische Arbeit, Wissensvermittlung, Stärkung der Organisation.
In den letzten Jahren wurden in Afrika im Bildungsbereich beachtliche Fortschritte erzielt. Seit 1995 sind die Bruttoeinschulungsraten auf allen Unterrichtsniveaus merklich gestiegen. Diese Zunahme verläuft parallel zu einem relativ starken und stabilen Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 5,6%.
Die Herausforderungen sind aber immer noch gross. Die Qualität des Bildungswesens ist mässig, der Zugang zur Berufsbildung beschränkt und das Angebot nicht auf die sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung ausgerichtet. Die afrikanischen Bildungssysteme sind immer noch durch grosse Ungleichheiten geprägt, zum Beispiel aufgrund der Frauendiskriminierung (Frauen stellen 60% der Analphabeten), des Wohnorts und des Lebensstandards. So hat im Niger ein Junge aus einer wohlhabenden Familie in der Stadt 19Mal mehr Chancen, in die Sekundarschule zu kommen, als ein Mädchen aus einer benachteiligten Familie auf dem Land.
Beiträge der DEZA und ihrer Partner
Die DEZA hat anlässlich dieser Triennale mehrere Studien sowie zwei längerfristige Prozesse zur Abstimmung der Aktivitäten mit Akteuren der Zivilgesellschaft unterstützt. Es handelt sich um DEZA-Partner mit spezifischen Bildungs-/Berufsbildungsansätzen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im ländlichen Raum, die von der formellen Bildung ausgeschlossen sind. Für die DEZA-Partner bildet das Treffen in Ouagadougou eine gute Gelegenheit, um ihre Bildungsalternativen und ihre Überlegungen zu Bildung und Berufsbildung sichtbarer zu machen und weiterzuverbreiten.