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In den südamerikanischen Ländern Bolivien und Brasilien liegen grosse Flächen des Amazonasgebietes in Flammen. Für die Feuerwehr ist der Kampf gegen die vielen Feuer der Graus – das Gebiet ist sehr schlecht zugänglich. Aus diesem Grund wird die Hoffnung auf Löschflugzeuge und -helikopter gesetzt. Das grösste seiner Gattung, eine Boeing 747-400, ist nicht nur aufgrund der Grösse spektakulär.
Das ehemalige Passierflugzeug, das für die Japan Airlines im Einsatz war, wurde später auch als Frachter für Evergreen International genutzt. Danach folgte der Umbau in der Höhe von 40 Millionen für den Einsatz in der Feuerbekämpfung. Eigentümer ist die amerikanische Firma «Global Supertanker».
Das Flugzeug hat ein Fassungsvermögen von mehr als 72'000 Liter Wasser oder Löschflüssigkeit. Der rasche Abwurf dieser gigantischen Wassermenge könnte den Schwerpunkt des Fliegers verändern – eine Gefahr für die Stabilität des Flugzeugs und für die Besatzung. Aus diesem Grund verfügt die Boeing 747-400 über ein ausgeklügeltes Boardcomputersystem mit dessen Hilfe das Wasser aus den sechs Tanks auch in Intervallen abgeworfen werden kann. So wird verhindert, dass das Flugzeug das Gleichgewicht verliert.
Die Technik erlaubt es ausserdem, dass der Tankinhalt auf zwei Warten abgeworfen werden kann: Zentral als grosse Wassermenge oder über eine grössere Fläche als Sprühnebel. Um die Treffgenauigkeit zu erhöhen, muss die Boeing sehr tief über den Brand fliegen – das bei einer Geschwindigkeit von ca. 300 km/h. Kritiker sagen, dass dieses hohe Tempo den Wasserabwurf sehr ungenau macht.
Das Löschflugzeug, das den Namen «Spirit of John Muir» trägt, kann mit einem Flug soviel Wasser abwerfen, wie ein sechs normale Löschflugzeuge. Dennoch können die Brände nicht mit Löschflugzeugen alleine unter Kontrolle gebracht werden – es braucht Bodeneinsätze. Die Flugzeuge dämpfen das Feuer und danach braucht es Bodenarbeiten, um die Brände endgültig zu löschen. Genau hier liegt das Problem im Amazonasgebiet, da die Löschmannschaften am Boden keinen Zugang haben.
Alexander Held vom European Forrest Institute in Bonn dazu gegenüber Spiegel Online: «Wenn es drei Wochen brennt und man erst dann Flugzeuge in den Himmel schickt, dann ist das reine Symbolpolitik.» (mim)
Es ist eines der grössten Aufforstungsprojekte der Welt: Das Ehepaar Salgado pflanzte in 20 Jahren einen 68 Millionen Quadratmeter grossen Wald. Sie haben bewiesen, dass der Klimawandel nicht nur gestoppt, sondern auch rückgängig gemacht werden kann.
Anfang der 90er-Jahre wurde der brasilianische Fotografjournalist Sebastiao Ribeiro Salgado nach Ruanda geschickt, um über den schrecklichen Völkermord zu berichten. Das vor Ort Erlebte traumatisierte ihn schwer. 1994 kehrte Salgado in seine Heimat zurück. Er hoffte zu Hause in Minas Gerais, wo er von einem üppigen Wald umgeben aufgewachsen war, Ruhe und Erholung zu finden.
Statt des Waldes aber fand er kilometerweit staubiges und karges Land vor. In wenigen Jahren fand in seiner Heimatstadt …