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Nach dem 1:1 in Rom gegen Italien ist die Ausgangslage in der «Schweizer» Gruppe C im Rennen um das direkte WM-Ticket äusserst spannend. Die Mannschaft von Murat Yakin liegt zwar nach wie vor nur auf dem zweiten Platz, kann sich aber noch immer auf direktem Weg qualifizieren.
Dabei hat die Nati allerdings nicht mehr alles selbst in der Hand, wenn sie am Montag zuhause Bulgarien empfängt. Vieles wird vom Spiel in Belfast abhängen, bei welchem zur selben Zeit Italien auf Nordirland trifft. Dabei gibt es diverse Szenarien, wie sich die Schweiz noch für die WM in Katar qualifizieren kann – auch wenn sie in der Gruppe doch noch hinter Italien bleibt.
Nach sieben Spieltagen hat die Schweiz wie Italien 15 Punkte auf dem Konto. Trotzdem liegt das Team von Murat Yakin nur auf Platz zwei – dies, weil man derzeit noch die schlechtere Tordifferenz hat als die «Azzurri». Die Tordifferenz ist das erste Kriterium, welches bei Punktgleichheit entscheidet. Ist diese am Ende bei der Schweiz und Italien gleich, kommt dasjenige Team weiter, welches mehr Tore erzielt hat. Herrscht in diesem Kriterium ebenfalls gleichstand, qualifiziert sich die Schweiz, da sie die Direktbegegnung mit Italien aufgrund des erzielten Auswärtstores gewonnen hat.
Bleibt die Schweiz am letzten Spieltag hinter Italien, muss sie im kommenden Frühling die Playoffs bestreiten. Für diese qualifizieren sich die zehn Gruppenzweiten der WM-Quali in Europa sowie die zwei besten Gruppensieger aus der Nations League, welche sich nicht bereits über die reguläre Quali ein direktes WM- oder Playoff-Ticket sichern konnten.
Diese zwölf Teams werden dann in drei Vierergruppen gelost. In diesen bestreiten sie ein Mini-Turnier mit Halbfinal und Final. Die drei Teams, welche ihr Turnier gewinnen, fliegen im nächsten November ebenfalls an die Weltmeisterschaft.
Mittlerweile sind auch bereits die ersten Gegner klar, auf welche die Schweiz in den Playoffs treffen könnte. Bereits sicher dabei ist Schottland, das die Gruppe F auf dem zweiten Platz beendet, sowie Österreich, welches sich eines der beiden Nations-League-Tickets schnappt. Ebenfalls dabei sein wird Tschechien, wobei noch nicht klar ist, ob als Zweiter der Gruppe E oder ebenfalls über die Nations League. In den weiteren Gruppen steht hingegen noch eine Entscheidung an:
Hier kommt es im letzten Spiel zur Finalissima zwischen Portugal und Serbien. Die Ausgangslage ist simpel: Gewinnt Serbien, muss der Europameister von 2016 in die Playoffs, ansonsten die Südosteuropäer.
Auch hier steht ein Entscheidungsspiel an – Leader Spanien empfängt Verfolger Schweden, welches sich die Ausgangslage zuletzt mit einer Pleite gegen Georgien verkomplizierte. Auch hier ist die Ausgangslage einfach: Will Schweden direkt an die WM und Spanien noch überholen, braucht es einen Sieg, ansonsten warten die Playoffs.
Die Ausgangslage verspricht Spannung: Rein mathematisch könnte sogar Frankreich noch auf einen Playoff-Platz abrutschen, realistischerweise gibt es aber einen Dreikampf zwischen der Ukraine, Finnland und Bosnien. Dabei warten mit Bosnien – Finnland und Bosnien – Ukraine gleich noch zwei heisse Direktduelle um das Playoff-Ticket. Finnland spielt zudem noch gegen Frankreich.
Theoretisch kann Belgien noch überholt werden, realistisch ist aber wohl, dass der zweite Platz an Tschechien oder Wales gehen wird. Dabei ist nicht besonders wichtig, wer sich diesen am Ende holen wird – das zweite Team kommt über die Nations League ebenfalls in die Playoffs.
Theoretisch haben noch vier Teams Chancen auf den zweiten Platz, wobei diejenigen von Montenegro verschwindend klein sind. Damit wird sich ein Land aus dem Trio Niederlande, Norwegen und Türkei direkt qualifizieren, ein zweites wird es in die Playoffs schaffen.
Auch in dieser Gruppe kommt es am letzten Spieltag zur Finalissima. Will Kroatien Russland noch das direkte Ticket wegschnappen und in die Playoffs verbannen, muss es im Direktduell gewinnen. Ansonsten muss der Finalist von 2018 selbst den Umweg nehmen.
Deutschland ist durch, dahinter haben noch drei Teams Chancen auf die Playoffs, wobei diejenigen von Armenien nur noch theoretischer Natur sind. Realistischerweise werden Nordmazedonien und Rumänien um den zweiten Platz kämpfen. Dabei hat Nordmazedonien zwar einen Punkt mehr auf dem Konto, mit einem Heimspiel gegen Island aber die etwas schwierigere Schlussaufgabe als die Rumänen, welche in Liechtenstein spielen.