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Cotutelles de thèse
Ein «Cotutelle de thèse»-Projekt oder eine Promotionspartnerschaft basiert auf einer formalisierten Zusammenarbeit zwischen einer Schweizer und einer ausländischen Hochschule und beinhaltet:
- eine unter der Leitung von zwei Dissertationsbetreuenden durchgeführte Doktorarbeit
- eine gemeinsame Verteidigung o. Ä., in die beide beteiligten Hochschulen involviert sind
- die Verleihung eines gemeinsamen Diploms oder von zwei Diplomen, die erwähnen, dass die Dissertation entweder im Rahmen einer Cotutelle oder im Rahmen einer Promotionspartnerschaft erarbeitet wurde.
Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gewährt im Rahmen des Programms jährlich finanzielle Zuschüsse für «Cotutelle de thèse»-Projekte oder Promotionspartnerschaften, die auf einem Kooperationsvertrag zwischen einer Schweizer Hochschule und einer Partnerhochschule im Ausland (Europa und Israel) basieren. Der Unterstützungsbeitrag von maximal CHF 10'000.- dient insbesondere der Deckung von Reise- und Aufenthaltsspesen des/der Doktorierenden und des/der Dissertationsbetreuenden der Schweizer Hochschule. swissuniversities ist für die Verwaltung des Programms zuständig.
Teilnahmeberechtigt sind Doktorierende,
- die an einer Schweizer Hochschule immatrikuliert und/oder angestellt sind,
- die Schweizer Bürger/Bürgerinnen oder Inhaber/Inhaberinnen einer Aufenthaltsbewilligung B, C, oder G sind,
- die bis zum Stichdatum am 31. März des Eingabejahres mindestens zwei Semester auf Stufe Bachelor, Master oder Doktorat in der Schweiz studiert haben und,
- die bei Einreichung des Gesuchs (Stichdatum 31. März des Eingabejahres) höchstens 40 Jahre alt sind oder ein Überschreiten dieser Alterslimite ausreichend begründen können.
Definition
Cotutelles de thèse: Zusammenarbeit zwischen zwei Hochschulen mit Promotionsrecht
Promotionspartnerschaft: Zusammenarbeit zwischen zwei Hochschulen, von denen nur eine das Promotionsrecht besitzt.
Einreichung eines Gesuchs
Mehr in den Erläuterungen.
- Wer: die für „Cotutelle de thèse‟-Projekte und/oder Promotionspartnerschaften zuständige Stelle an der jeweiligen Schweizer Hochschule
- Wann: bis zum 31. März des Eingabejahres
- An wen: <email-pii>
- Wie: gesamtes Dossier in Form eines einzigen PDF-Dokuments, Gesuchsformular zusätzlich als Word-Dokument
Für die Genehmigung eines „Cotutelle de thèse‟-Projekts oder einer Promotionspartnerschaft sind beide involvierten Partnerhochschulen zuständig. Sie legen gemeinsam die Bedingungen (Fristen, Verantwortlichkeiten, etc.) für die Durchführung eines „Cotutelle de thèse‟-Projekts oder eine Promotionspartnerschaft in einem Kooperationsvertrag fest. Dieser regelt mindestens die in den Erläuterungen genannten obligatorischen Punkte. Die Schweizer Hochschule ist dafür verantwortlich, das Bewerbungsdossier im Generalsekretariat swissuniversities einzureichen.
Achtung! Die Hochschulen setzen teilweise interne Fristen. Informieren Sie sich bei der zuständigen Kontaktperson Ihrer Hochschule und stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Gesuchsunterlagen rechtzeitig übermitteln.
Die Auswahl der Gesuche durch die Expertenkommission findet jeweils im Mai des Eingabejahrs statt. Die zugesprochenen Beiträge werden anschliessend an die Schweizer Hochschulen ausbezahlt. Diese sind für die Verwaltung der Beiträge verantwortlich.
Unterlagen
Folgende Dokumente sind einzureichen:
- Beitragsgesuch
- Kooperationsvertrag zwischen den beiden Partnerhochschulen. Dieser regelt mindestens die in Kapitel 2.2 der Erläuterungen genannten obligatorischen Punkte. Den Hochschulen stehen Musterverträge zur Verfügung: deutsch/französisch, deutsch/englisch, französisch/englisch.
- Unterstützungsbrief des/der Dissertationsbetreuenden an der Schweizer Hochschule
- Unterstützungsbrief des/der Dissertationsbetreuenden an der ausländischen Hochschule
- Falls zutreffend: Motivationsschreiben (BewerberInnen über 40), Kopie der Aufenthaltsbewilligung (BewerberInnen mit ausländischer Staatsbürgerschaft), Einschreibebestätigung oder Studierendenausweis der Schweizer Hochschule (BewerberInnen, die kein Diplom einer Schweizer Hochschule besitzen)
Erläuterungen
- zum Beitragsgesuch
- zur Ausarbeitung eines Kooperationsvertrags
- zur Evaluation der Gesuche
- zur Gültigkeit des Kooperationsvertrags und zum Abschluss der Arbeiten
Schlussbericht
Der Schlussbericht ist bei swissuniversities nach erfolgreichem Abschluss oder Abbruch der Dissertation einzureichen.
Ansprechpersonen in den teilnehmenden Hochschulen
Universitäre Hochschulen
- Universität Basel : Thomas Gerber Mail
- Universität Bern : Lenka Fehrenbach Mail
- Université de Fribourg : Nathalie Rappo Mail
- Université de Genève : Dina Wahba Portocarrero Mail
- Université de Lausanne : Gregor Janick et Matthias Buess Mail
- Universität Luzern : Catrin Scheiber Mail
- Université de Neuchâtel : Marie-France Farine Mail
- Università della Svizzera italiana : Martina Pestoni Mail
- Universität Zürich : Leslie Reinhard Mail
- EPFL : Caroline Ferguson Mail
- ETHZ : Christoph Niedermann Mail
Fachhochschulen
- Berner Fachhochschule : Frédéric Pichelin Mail
- Fachhochschule Nordwestschweiz : Anja Huovinen Mail
- Fachhochschule OST : Tatiana Pinto Cardoso Mail
- Hochschule Luzern : Francesco Spöring Mail
- Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften : Martin Jaekel Mail
- Zürcher Hochschule der Künste : Beate Böckem Mail
- Haute école spécialisée de Suisse occidentale : Isabelle Skakni Mail
- Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana : Susanne Walheim Mail
Pädagogische Hochschulen
- Haute école pédagogique BEJUNE (Berne, Jura, Neuchâtel) : Maud Lebreton Reinhard Mail
- Haute école pédagogique Fribourg : Bertrand Forclaz Mail
- Haute école pédagogique Vaud : Camille Eggs Mail
- Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung EHB_HEFP : Carmen Baumeler Mail
- Pädagogische Hochschule Bern : Doris Edelmann Mail
- Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik : Peter Klaver Mail
- Pädagogische Hochschule Luzern : Dorothee Brovelli Mail
- Pädagogische Hochschule St.Gallen : Christine Poupa Mail
- Pädagogische Hochschule Schwyz : Lennart Schalk Mail
- Pädagogische Hochschule Thurgau : Christoph Suter Mail
- Pädagogische Hochschule Wallis : Kevin Andrey Mail
- Pädagogische Hochschule Zug : Stefan Hauser Mail
- Pädagogische Hochschule Zürich : Roberto Sala Mai
Rechtliche Grundlagen
Rechtliche Grundlage für «Cotutelles de thèse»-Projekte mit französischen und italienischen Partneruniversitäten ist das jeweilige auf Ebene der Rektorenkonferenzen abgeschlossenen Rahmenabkommen sowie der für jedes einzelne Projekt ausgearbeitete Kooperationsvertrag.
- Für Frankreich: Französisch-Schweizerisches Rahmenabkommen vom 10. September 2008 zwischen der Conférence des Présidents d'Université (CPU) und der Conférence des Recteurs des Universités suisses (CRUS) über die Anerkennung von Diplomen und Studienleistungen;
- Für Italien: Es gelten das Rahmenabkommen vom 26. Februar 2003 zwischen der Conferenza dei Rettori delle Università Italiane (CRUI) und der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) betreffend ein Cotutelle-Programm für Angebote im Bereich des Forschungsdoktorates und das zugehörige Reglement (Reglement zum Rahmenabkommen)
Für die übrigen Länder gibt es keine entsprechenden Abkommen auf Ebene der Rektorinnen- und Rektorenkonferenzen. Grundlage ist hier der für jedes einzelne Projekt ausgearbeitete Kooperationsvertrag.
Ursprünglich für «Cotutelle de thèse»-Projekte zwischen zwei Hochschulen mit Promotionsrecht konzipiert, steht das Programm seit 2018 auch Promotionspartnerschaften zwischen zwei Hochschulen offen, von denen nur eine das Promotionsrecht besitzt.