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Der Unfall hatte sich in Luzern zwischen Gütsch und Kasernenplatz ereignet. Wie das Luzerner Kriminalgericht in seinem am Sonntag veröffentlichten Urteil erklärt, habe der Bus die Sicherheitslinie der Busspur überfahren. Der Mercedes- und der Busfahrer füllten danach, in Anwesenheit eines weiteren VBL-Mitarbeiters, das Unfallprotokoll aus. Ohne die Schuldfrage geregelt zu haben, unterschrieben sie es.
Unfallprotokoll geändert
Die Staatsanwaltschaft warf dem Busfahrer und dem anderen VBL-Mitarbeiter vor, sie hätten anschliessend das Unfallprotokoll geändert und dem Mercedesfahrer die Schuld am Unfall gegeben. Der Chauffeur, ein 33-jähriger Afghane, und sein Kollege, ein 59-jähriger Italiener akzeptierten den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft nicht. Dieser lautete auf eine bedingte Geldstrafe von je 4800 Franken und einer Busse.
Berufung angemeldet
Das Kriminalgericht folgte aber der Staatsanwaltschaft und sprach die beiden Männer der Urkundenfälschung schuldig, den Chauffeur zusätzlich der fahrlässigen Verkehrsregelverletzung. Mit bedingten Geldstrafen von 3600 respektive 2400 Franken fiel das Strafmass für den Chauffeur und seinen Kollegen etwas milder aus als beantragt. Zudem wurde nur der Chauffeur mit einer Busse belegt.
Das Kriminalgericht schreibt im Urteil, dass die Ausführungen des Mercedesfahrers im Gegensatz zu denen des Buschauffeurs überzeugend und stimmig seien. Es gebe keinen Zweifel, dass der VBL-Bus den Unfall verursacht habe, und der Chauffeur, wohl weil er Konsequenzen befürchtete, das Unfallprotokoll mit Hilfe seines Kollegen nachträglich änderte.
Die Verteidiger hatten gefordert, die Beschuldigten vom Vorwurf der Urkundenfälschung freizusprechen und den Chauffeur nur wegen des Verkehrsdelikts mit einer Busse zu bestrafen. Gegen das Urteil wurde Berufung angemeldet.
(red.)