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Walter Hagen (21. Dezember 1892 – 6. Oktober 1962)
Der in Rochester, New York, geborene US-Amerikaner Walter Hagen war Sohn eines deutschstämmigen Mühlen-Arbeiters und kam als Caddy im örtlichen Country Club in Berührung mit dem Golfsport. Hagen nutzte jede Gelegenheit, um Golf zu spielen. Bald war er so gut, dass er als Golflehrer arbeiten konnte. Mit 19 Jahren wurde er einer der weltersten Berufs-Golfer. Zwischen 1914 und 1929 gewann er elf Majors und war damit der erfolgreichste Turnier-Spieler seiner Zeit. Hagen trug wesentlich dazu bei, dem bis in die 1920er Jahre von nicht selten dünkelhaften Amateuren aus so genanntem „Guten Hause“ abgewerteten Profi-Golfsport gesellschaftliche Anerkennung zu verschaffen. Hagen war zwei Mal verheiratet und Vater eines Sohnes.
Hagen wird unbestritten als bester Spieler aller Zeiten im Matchplay (Lochwettspiel) angesehen. Er verlor zwischen 1921 und 1928 von 33 Wettspielen in diesem
Modus nur ein einziges. Hagen besiegte Bobby Jones 1926 in einem 72-Loch-Wettkampf, der damals den besten Spieler der Golfgeschichte ermitteln sollte, bereits nach dem 61. Loch. Der fassungslose Bobby Jones meinte nachher: “Wenn ein Mann seinen Drive verschlägt und danach
seinen zweiten Schlag verschlägt und dann das Loch mit einem Birdie gewinnt, bringt mich das auf die Palme“. In der Tat war Walter Hagen in der Lage, seine oft mäßigen Abschläge und
Fairway-Schläge mit seinem herausragenden kurzen Spiel rund ums Grün auszubessern und im Putten gehörte er ohnehin zu den Allerbesten.
Einige Mitglieder des SHGC spielen heute noch mit Original Schlägern von Walter Hagen.
Bobby Jones (17. März 1902 – 18. Dezember 1971)
Der in Atlanta, Georgia, geborene Juristensohn Robert „Bobby“ Tyre Jones jr. war ein Jahrhundertgolfer, der in den 1920er Jahren mehr als die Hälfte aller US-amerikanischen Meisterschaften für
sich entscheiden konnte. 1930 gewann er bei allen vier Major-Turnieren und wurde damit der erste und bisher einzige allgemein anerkannte „Grand Slam“-Sieger der Golfgeschichte.
Harvard-Absolvent Jones, der 1930 den aktiven Golfsport aufgab und in Folge als Golflehrer und Rechtsanwalt arbeitete, war nie Profi, sondern hatte stets seinen Amateur-Status beibehalten.
1933 entwarf Jones zusammen mit Alister MacKenzie den Augusta National Course und rief wenige später das Masters ins Leben.
1974 war Bobby Jones unter den ersten Golfern, die in die neugeschaffene World Golf Hall of Fame aufgenommen wurden.
Der von 1924 bis zu seinem Tod mit Mary Rice Malone verheiratete Jones hatte drei Kinder.
Alvin Clarence Thomas (Titanic Thompson); Der König der Zocker
Der kleine Alvin kam in Arkansas zur Welt, sein Vater verließ die Familie, als er fünf Monate alt war. Sein gottesfürchtiger Stiefvater erzog ihn mit harter Hand und sah in dem aufsässigen Bengel
vor allem eine billige Arbeitskraft. Mit 14 kehrte er der Schule und mit 16 dem Elternhaus den Rücken, um sein Glück beim Glücksspiel zu versuchen.
Nach seiner Armeezeit Anfang der Zwanzigerjahre kam Titanic mit Golf in Berührung. Er stellte sofort fest, dass er mit rechts
und links gleich gut spielen konnte. Thompson lernte schnell und 1922 beging er seine erste Golfgaunerei. Der Unglücksrabe war ein Golflehrer namens Buddy Brainer, den Titanic zu einem Match um
zehn Dollar pro Loch herausforderte, bei dem er absichtlich totale Golfinkompetenz demonstrierte.
Brainer ließ sich auf eine Revanche ein, bei der Titanic drei Schläge pro Loch mehr machen durfte. Doch nun standen 1.000 Dollar pro Loch auf dem Spiel. Titanics erster Ball flog schon etliche Meter weiter und gerader als im gesamten Match zuvor und Buddy wurde dank diverser Zusatzwetten und Nebenabsprachen um satte 56.000 Dollar erleichtert. Als der geprellte Golfprofi versuchte, sein Geld mit Gewalt zurückzubekommen, musste Titanic aus San Francisco flüchten.
Mit seiner zweiten Frau Alice zog er nach Beverly Hills und ließ sich vom renommierten Golflehrer Ed Dudley trainieren. In den folgenden Jahren zog Titanic immer die gleiche Masche ab: Erst gab er vor, kaum Golf spielen zu können und verlor ein wenig. Dann forderte er Revanche und gewann gewaltig.
Thompson war ein Meister der Täuschung. Er sorgte dafür, dass er jedes Match nur äußerst knapp gewann, egal ob es galt, 100 oder 65 Schläge zu unterbieten.
Er spielte mit einem Arm in der Schlinge oder mit verbundenen Augen – wenn es um Golf ging, war Titanic eine Klasse für sich. Einmal wettete er mit den Mitgliedern eines Country Clubs um 50.000 Dollar, dass er im Winter weiter schlagen könnte als der Clubrekord. Er drosch seinen Ball auf einen zugefrorenen See, auf dem er über eine Meile weit schlitterte und strich das Geld ein.
Weitere Legenden folgen....
Zum Beispiel (von rechts nach links:
- Costa, der griechische Hickory-Figaro
der den Schläger links hält aber rechts spielt
- Göran, der schwedische Genuss-Golfer,
der alles unternimmt, um eine Runde Hickory zu spielen - auch wenn
er dazu den Event selbst organisieren muss
- Joe, der
Single-Handicaper,
der alles selbst macht, inklusive seiner Hickory-Schläger