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Treibhausgasemissionen können natürlichen Ursprungs oder durch den Menschen verursacht sein. Steigt die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre, wird der natürliche Treibhauseffekt verstärkt und das globale Klima auf diese Weise beeinflusst.
2021 wurden in der Schweiz rund 48 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente an Treibhausgasen emittiert (inkl. internationaler Flugverkehr, exkl. CO2 der Biomasse). Zwischen 1990 und 2021 haben die Emissionen insgesamt um 18% abgenommen. Dabei ist Methan (CH4) um 21%, Lachgas (N2O) um 29% zurückgegangen. Diese beiden Treibhausgase stammen überwiegend aus der Landwirtschaft und im Fall von Methan insbesondere aus der Nutztierhaltung. Die Emissionen von Kohlendioxid (CO2), die in erster Linie bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas oder Kohle entstehen und 2021 rund 80% der Treibhausgasemissionen ausmachten, sind in derselben Zeitperiode um 19% zurückgegangen. Die aufgrund industrieller Prozesse emittierten synthetischen Treibhausgase hingegen haben sich seit 1990 mehr als verfünffacht.
Seit 1990 haben die Treibhausgasemissionen der Wirtschaft um etwa 4% und diejenigen der Haushalte um 20% abgenommen. Die heizungsbedingten Emissionen der Haushalte sind um 28% zurückgegangen, die transportbedingten Emissionen um 8%.
Zwischen 2000 und 2021 haben die fossilen CO2-Emissionen der Wirtschaft insgesamt um 20% abgenommen. Verschiedene Faktoren haben in unterschiedlichem Ausmass dazu beigetragen. Wird das Wirtschaftswachstum – gemessen an der Bruttowertschöpfung (BWS) – gesondert betrachtet, hätte dies zu einer Zunahme der Emissionen um 30% geführt. In geringerem Ausmass trifft dies auch auf die veränderte strukturelle Zusammensetzung der Wirtschaft zu, welche zu einer Zunahme von 5% führen würde. Die sinkende Energieintensität (verbrauchte Energie pro BWS-Einheit) und der veränderte CO2-Gehalt der genutzten Energie (z.B. infolge vermehrter Nutzung von Erdgas statt Erdöl) hätten hingegen eine Abnahme der Emissionen zur Folge gehabt (–43%, bzw. –12%).
Zwischen 2000 und 2021 haben die heizungsbedingten fossilen CO2-Emissionen der Haushalte um 31% abgenommen, wobei verschiedene Faktoren in unterschiedlichem Ausmass dazu beigetragen haben. Wird die abnehmende Energieintensität, die z.B. durch verbesserte Gebäudeisolierungen oder energiesparende Heizgewohnheiten zustande kommen kann, gesondert betrachtet, hätte dies zu einem Rückgang der CO2-Emissionen um 27% geführt. Allein das Umstellen auf CO2-ärmere Energieträger, wie zum Beispiel von Erdöl auf Erdgas oder von Erdgas auf Wärmepumpen, hätte einen Rückgang der CO2-Emissionen um 25% gebracht. Von den beiden anderen untersuchten Faktoren hätten das Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung und die Zunahme der Wohnfläche pro Kopf hingegen eine Zunahme der Emissionen um 15% bzw. 5% zur Folge gehabt.
Zwischen 2000 und 2021 nahmen die fossilen CO2-Emissionen durch den Privatverkehr um 19% ab. Wären alle übrigen Faktoren gleichgeblieben, hätte die Energieintensität der Fahrzeuge zu 50% tieferen Emissionen geführt. Das Umstellen auf CO2-ärmere Treibstoffe hätte um 4% tiefere Emissionen zur Folge gehabt. Mit 2% ebenfalls zu tieferen Emissionen geführt hätte der Rückgang der gefahrenen Kilometer. Das steigende Gewicht der Fahrzeuge wie auch das Bevölkerungswachstum hätte hingegen einen Anstieg der CO2-Emissionen um jeweils 18% bewirkt.
Werden neben den inländischen auch die importbedingten Emissionen berücksichtigt, spricht man vom Treibhausgas-Fussabdruck. Dieser entspricht der Gesamtmenge an Treibhausgasen, die im In- und Ausland verursacht wird, um die inländische Endnachfrage zu decken. 2021 belief sich der Treibhausgas-Fussabdruck der Schweiz auf 112 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, wobei 67% der Emissionen im Ausland entstanden. Seit 2000 hat der Treibhausgas-Fussabdruck insgesamt um 9% abgenommen. Dabei haben die inländischen Emissionen um 23% abgenommen, die importbedingten Emissionen um 1%.
Zusammengenommen machten die Bereiche Verkehr, Wohnen und Lebensmittelkonsum 2021 rund zwei Drittel des Treibhausgas-Fussabdrucks der Haushalte aus. Ausser beim Verkehr und beim Wohnen, wo rund die Hälfte des Fussabdrucks durch direkte Emissionen (Verbrennung von Treibstoffen, Heizöl usw.) verursacht wurden, machen die importbedingten Emissionen bei den anderen Ausgabeposten den grössten Teil des Fussabdrucks aus. Mit 92% besonders hoch waren die ausländischen Emissionen bei Kleidern und Schuhen; bei den Lebensmitteln betrugen sie 63%.
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