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Wikileaks-Gründer Julian Assange ist gemäss der Londoner Polizei in Gewahrsam genommen worden. Er verbrachte die letzten Jahre auf der Flucht vor den Behörden in der ecuadorianischen Botschaft.
Assange wurde von der Metropolitan Police London in der ecuadorianischen Botschaft verhaftet. Er wurde danach in eine zentrale Polizeistation in London gebracht, bevor er einem Londoner Amtsgericht zugeführt werden wird. Die Polizei war von ecuadorianischen Botschafter in die Botschaft eingeladen worden, wie diese in einer Mitteilung schreibt. Zuvor hatte die Regierung in Quito ihr diplomatisches Asyl für Assange zurückgezogen.
Rechtliche Grundlage der Verhaftung ist ein Haftbefehl des Amtsgerichts Westminster aus dem Jahr 2012. Assange hat sich damals geweigert, vor Gericht zu erscheinen, weil er eine Auslieferung an die USA befürchtete. Dort wird gegen ihn ermittelt, weil WikiLeaks zahlreiche geheime US-Dokumente veröffentlicht hat.
In einer Video-Botschaft hat Ecuadors Präsident Lenin Moreno den Schritt seiner Regierung erklärt. Man habe der Verhaftung Assanges nur zugestimmt, wenn dieser nicht in ein Land ausgeliefert werde, in dem ihm Folter oder die Todesstrafe drohen. Die britischen Behörden hätten dies schriftlich bestätigt.
Und auch aus Russland gibt es eine erste Reaktion. Grossbritannien habe mit der Verhaftung «die Freiheit erwürgt». Assange hatte im Russia-Gate in den US-Wahlen eine Rolle gespielt. Hillary Clintons gehackte Emails gelangten via Russland und Wikileaks an die Öffentlichkeit.
(mlu/aeg)