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Königsdisziplin Marathon – Beim RAJACUP2012 "mitlaufen" und gewinnen!
Der „Vater“ aller Marathonläufer ist der Grieche Pheidippides. Im Jahre 490 vor Christus lief er innerhalb von nur zwei Tagen von Athen nach Sparta (245 Kilometer), um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen. Er kehrte jedoch unverrichteter Dinge zurück. Als die Athener überraschend siegten, kam er wieder zum Einsatz: Abermals nahm der Bote seine Beine in die Hand und spurtete 40 Kilometer von Marathon nach Athen. Dort angekommen soll er noch „Wir haben gesiegt!“ gerufen haben, worauf er auf dem Marktplatz tot zusammenbrach. Diese Geschichte ist vom Geschichtsschreiber Herodot überliefert worden – nur den letzten Lauf mit der Siegesbotschaft hat er nicht erwähnt. Der tauchte erst rund 600 Jahre nach dem Ereignis in Schriftstücken auf.
Bei den ersten Langstreckenläufen der Neuzeit dachte zunächst niemand an diese Historie. Eher aus Vergnügen wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert Langstreckenläufe als Wettkämpfe ausgetragen. Die Strecken variierten dabei zwischen 20 und 30 Meilen (ca. 32,18 km und 48,27 km). Erst als Ausgrabungen an der historischen Stelle in Marathon unternommen wurden, kam die Legende wieder in Erinnerung. Der Sprachwissenschaftler Michel Bréal hatte die Idee, den legendären Lauf des Pheidippides im Rahmen der für 1896 geplanten Olympischen Spiele von Athen als Wettkampf aufleben zu lassen. Der Olympische Marathon 1896 von Athen ist damit der erste organisierte Marathonlauf – zumindest für Männer. Denn erst seit 1984 ist der Marathonlauf auch für die Frauen eine olympische Disziplin.
„Pi mal Daumen“ gemessen
Die heute obligatorische Marathonlänge von 42,195 Kilometer galt nicht von Anfang an, vielmehr wurde sie immer „Pi mal Daumen“ gemessen. Beim olympischen Marathonlauf 1896 wurde die Laufstrecke von Marathon nach Athen noch mit exakt 40 Kilometer ausgeschrieben. In den Jahren danach konnten die Veranstalter die Distanz den örtlichen Verhältnissen anpassen. Erst bei den Olympischen Sommerspielen 1908 entsprach die gelaufene Strecke der heute gültigen Entfernung von 42,195 Kilometern.
Wie es zu dieser krummen Entfernung kam? Ganz einfach: Bei den olympischen Spielen 1908 in London sollte der Marathon auf Wunsch des Königshauses am Schloss Windsor starten und vor der königlichen Loge im Stadion enden – Königin Alexandra wollte das Ereignis hautnah erleben. Kurzerhand wurde die Marathon-Strecke deshalb auf die bis heute gültigen 42,195 Kilometer verlängert. Es heisst übrigens, dass aus diesem Grund auch heute noch die englischen Marathonläufer auf dem letzten Kilometer ein „God Save the Queen!“ ausstossen – für die zusätzlichen harten Meter.
Wenn es Ihnen jetzt auch in den Beinen kribbelt, dann laufen Sie doch auch einfach mal los – es muss ja nicht gleich ein Marathon sein. Sie können aber auch den Olympia-Marathon live im Fernsehen verfolgen oder an unserem Gewinnspiel, dem Rajacup, teilnehmen und dort Ihre Laufqualitäten messen…