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Wo zwischen grünen Bergen munter
Des Bergbachs wilde woge rauscht,
Wo in das stille Tal hinunter
Der greise Titlis sinnend lauscht,
Wo du von Kummer musst genesen,
Wie tief er auch im Herzen brennt;
Da bin auch ich einst jung gewesen:
Ich bin/war zu Engelberg Student!
Die Gründungssage Engelbergs
Der Name «Engelberg» ist zurückzuführen auf die Gründungssage des Klosters.
Der aus Zürich stammende Konrad von Sellenbüren gründete das Kloster 1120 in einem von Bergen umgebenen Tal, obwohl dieses ursprünglich am See entstehen sollte.
Warum also machte er sich auf den beschwerlichen Weg in die Berge?
Auch das erklärt die Gründungssage. Nachdem Konrad von Sellenbüren
mit den Grundmauern für das Kloster begonnen hatte, erschienen ihm im Traum Engel,
die die eben errichteten Mauern einrissen. Am Tag darauf waren diese tatsächlich zusammengebrochen. Doch Konrad baute Sie wieder auf. Erneut erschienen ihm Engel und forderten ihn dazu auf, einen Ochsen vorzuspannen und dort, wo er stehen bleiben würde, soll er das Kloster errichten. Konrad soll den Anweisungen der Engel gefolgt sein und folgte seinem Ochsen bis ins Engelbergertal, wo der Ochse stehenblieb. Im Andenken daran wird die Weide neben dem Kloster bis heute Ochsenmatte genannt. Konrad von Sellenbüren errichtete das Kloster und als es fertig war, sollen Engel um den Hausberg
des Dorfs, dem Hahnen, getanzt haben. Dieser Anblick soll Konrad von Sellenbüren zu dem Namen des Dorfes inspiriert haben. Es sollte «Engelberg» heissen.
Soweit erzählt es die Gründungssage.
Geschichte und Wirtschaft des Klosters
In dem 900-jährigen Bestehen des Klosters Engelberg ging auch die Geschichte nicht am Klosterbetrieb vorbei.
Im Mittelalter machte auch die Pest vor den Klostermauern keinen Halt und historische Zeugnisse belegen die Betroffenheit der Klostergemeinschaft an der Epidemie. Drei Klosterbände des Männerklosters haben das Gebäude verändert und der heutige im barocken Stil errichtete Bau besteht seit dem dritten und letzten grossen Klosterbrand 1729. Das zunächst existierende sogenannte Doppelkloster, das aus einem Frauen- und einem Männerkloster bestand, existierte bis 1615. In diesem Jahr wurde das Frauenkloster nach Sarnen umgesiedelt, wo es heute das Benediktinerinnenkloster St. Andreas ist.
Doch nicht nur historisch hat das Kloster viel zu bieten. Auch im betriebswirtschaftlichen Bereich hat die Klostergemeinschaft Engelberg einiges zu bieten.
Es verfügt über eine hauseigene Gärtnerei im Innenhof des Klosters, hat ein selbstgebautes Hochdruck-Wasserkraftwerk im Dagenstal und zu guter Letzt betreibt es auch die Klosterschreinerei, welche sich direkt an den Klostermauern befindet.
Was uns als Mitglieder des schweizerischen Studentenvereins besonders stolz macht:
Zur Feier des 900-jährigen Bestehens des Klosters Engelberg, wurde der Weinberg am Bielersee, der dem Kloster zwischen 1200 bis 1433 gehörte, zurückgekauft und der erste hauseigene Wein nach 600 Jahren konnte serviert werden. Der Wein kann in der Klostergärtnerei erstanden werden.
Möchtest du noch mehr Infos?
Dann schau doch mal beim Kloster Engelberg vorbei!
In unserem Cantus "Wer wandert da" wird ein rotes Dach und eine Wetterfahne erwähnt. Dabei ist das Dach des Klosters doch schwarz? Falsch! Bei der Renovierung des Dachs wurden einige wenige rote Schieferplatten nicht erneuert, damit sich die Wetterfahne noch immer auf dem roten Dach "nach Ost und West" winden kann!