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Vorstellen aber richtig - nutzen Sie die Selbstvorstellung für Eigenwerbung
Veröffentlicht am 02.08.2021
Tatsächlich bilden wir uns in den ersten Sekunden der Vorstellung eine Meinung über die jeweils andere Person, ohne dass wir das gedanklich reflektieren. Ein einmal erworbenes negatives Image wieder loszuwerden, ist vergleichsweise schwierig. Deshalb sollten Sie die Selbstvorstellung für die Eigenwerbung nutzen. In welchen Situationen sie unverzichtbar und wann sie überflüssig ist, und wie Sie sich originell vorstellen - wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.
Wann die Selbstvorstellung unverzichtbar ist
Es gibt Situationen, in denen eine Selbstvorstellung unverzichtbar ist. Das gilt für das Privatleben ebenso wie für das Berufsleben.
Unverzichtbar ist die Selbstvorstellung in diesen Situationen:
Eine dritte Person hat es versäumt, Sie vorzustellen.
Sie begleiten beispielsweise Ihren Chef oder einen Bekannten zu einem Empfang oder einer anderen öffentlichen Veranstaltung, bei der Ihre Begleitung es versehentlich versäumt, Sie vorzustellen, dann bleibt Ihnen nur die Selbstvorstellung. Nur dann haben Sie eine Chance, mit anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.
Sie möchten einen Kontakt herstellen.
Sie sind auf einer Messe, einem Kongress oder einer anderen Veranstaltung. Sofern Sie an Kontakten interessiert sind, bleibt Ihnen nur die Selbstvorstellung.
Sie haben mit Ihrem Gegenüber bereits telefoniert.
Sie kennen eine Person bereits von einem Telefonat oder aufgrund eines schriftlichen Kontaktes. Bei einem ersten persönlichen Treffen ist die Selbstvorstellung unabdingbar, um sich bekannt zu machen und weitere Gespräche führen zu können.
Es hängt also vom jeweiligen Anlass ab, ob eine Selbstvorstellung angebracht ist oder nicht. Ohnehin obliegt die Entscheidung Ihnen. Immer dann, wenn Sie einen intensiveren Kontakt wünschen, ist die Selbstvorstellung ein geeignetes Mittel, um ins Gespräch zu kommen.
Kreative Vorstellung der eigenen Person
Modern und zeitgemäss ist es, wenn Sie sich mit Vor- und Nachnamen vorstellen, wodurch ausserdem Verwechslungen bei Namensgleichheit vermieden werden. "Gestatten Sie ...", "erlauben Sie, dass ich mich vorstelle ...", "darf ich mich vorstellen ..." oder "angenehm" beziehungsweise "sehr erfreut" sind verstaubte Floskeln, die aus der Mode gekommen sind. Heute reicht ein einfaches "wie schön, Sie kennenzulernen" aus. Doch es gibt auch originellere Varianten, die Sie situationsbedingt einsetzen können.
1. Buchstabieren Sie Ihren Namen
Sofern Sie einen komplizierten Nachnamen haben, bietet es sich an, ihn im Rahmen der Vorstellung zu buchstabieren. Auch ein Vergleich mit einem ähnlichen, aber bekannteren Namen ist sinnvoll. Zum Beispiel: "Mein Name ist Schnyder, wie dressmaker, nur anstelle des "ei" ein "y", oder "mein Name ist Seematter, wie "See" und "Mutter", nur anstelle des "u" in Mutter ein "a".
2. Thematisieren Sie Ihre Herkunft
Möglicherweise steht Ihr Name in einer engen Verbindung zur französischen, deutschen oder italienischen Schweiz oder zu einem Kanton. Leben Sie beispielsweise in Zürich, kommen jedoch aus den Bergen, können Sie sich zum Beispiel so vorstellen: "Zürich ist meine Heimat geworden, doch geboren bin ich in Grindelwald, im Berner Oberland." Daran können Sie die Frage anschliessen: "Kennen Sie diese Region?" Ihr Gegenüber wird Ihnen antworten und vielleicht finden Sie Gemeinsamkeiten, die verbinden, sodass das Gespräch zu fliessen beginnt.
3. Spüren Sie Gemeinsamkeiten im Lifestyle auf
Diese Art der Selbstvorstellung eignet sich für Menschen etwa gleicher Altersstufen, bei denen mögliche Gemeinsamkeiten wahrscheinlich sind. Heissen Sie beispielsweise Martina, können Sie bei der Selbstvorstellung sagen, dass Ihr Name ähnlich dem Apéritif "Martini" klingt, nämlich Martina wie Martini. Gleichzeitig können Sie einflechten, dass Sie im Sommer bevorzugt leckere Cocktailrezepte mit Martini geniessen, sodass sich mehrere Optionen für die Fortführung des Gesprächs bieten.
4. Selbstvorstellung mit dem Spitznamen
Sich mit dem Spitznamen vorzustellen ist eine originelle Art der Selbstvorstellung in lockerer Atmosphäre. Nicht geeignet ist diese mit Selbstironie angereicherte Variante für einen geschäftlichen Rahmen, sondern ausschliesslich für den privaten Bereich. Grund ist auch, dass Sie sich bei dieser Vorstellungsvariante sehr persönlich geben und insoweit die Gesprächsbarriere deutlich senken.
5. Eine selbstbewusste Vorstellung mit Eigenwerbung
Ein mit Ihrem Namen bedrucktes T-Shirt ist eine originelle Variante der Vorstellung. Sie eignet sich jedoch nicht für formelle Anlässe, sondern für lockere Treffen. Vor allem in der Gründerszene ist das eine beliebte Eigenwerbung, die beispielsweise mit einem Logo oder einem flotten Spruch ergänzt werden kann. Das Ziel erreicht haben Sie, wenn andere Teilnehmer Sie von selbst ansprechen, weil die Neugierde durch das T-Shirt geweckt wurde.
Manche Varianten lassen sich auch miteinander kombinieren. Experimentieren Sie ein bisschen und finden Sie heraus, welche Variante authentisch ist und am besten zu dem gegebenen Anlass und zu Ihrer Persönlichkeit passt. Unabhängig davon, für welche Variante der Selbstvorstellung Sie sich entscheiden - lächeln Sie immer dazu. Erfahrungsgemäss sind es vor allem lächelnde Menschen, die in Erinnerung bleiben.