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Rebsorte «Canaiolo Nero» - Hintergrund & Geschichte
Lange Zeit nahm die Rebsorte Canaiolo eine grosse Bedeutung für den
italienischen Weinbau ein. Sie wurde im Jahr 1303 erstmals erwähnt und war bis
zum 19. Jahrhundert noch höher angesehen als der Sangiovese. Als Barone Bettino
Ricasoli im Jahr 1872 die Formel für den perfekten Chianti Classico
formulierte, war der Canaiolo immerhin zu zwei Zehnteln vertreten. Bis heute
ist die Rotweinsorte in der Toskana und in anderen Regionen Mittelitaliens
sowie auf Sardinien präsent. Zugelassen ist sie z.B. in den
herkunftsgeschützten Weinen Carmignano, Chianti, Maremma Toscana und Rosso di
Montepulciano.
Da die Rebpflanzen jedoch relativ schwachwüchsig sind und geringe
Erträge liefern, ist die Anbaufläche auf knapp 1000 Hektar zurückgegangen. In
den 1990er Jahren war die Fläche noch viermal so gross!
Canaiolo ergibt farbintensive, körperreiche und samtige Rotweine mit
einem leichten Bitterton, die fast ausschliesslich als Verschnittpartner für
den Sangiovese verwendet werden.
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