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te. Eric Weber, Chef der «Volksaktion» VA, führe auf seiner Liste eine Kandidatin, die bereits im Sommer ihre Kandidatur wieder rückgängig gemacht habe. Diesen Vorwurf erhebt die Neonazi-Partei PNOS in einer Medienmitteilung. Eric Weber hatte mit der PNOS eine gemeinsame Liste aufstellen wollen, erhielt aber eine Absage. Die 20-jährige Schülerin Melanie Kurt sei von Eric Weber überredet worden, die nötigen Unterlagen zu unterschreiben, schreibt die PNOS. Bald habe die junge Frau dies jedoch bereut und Eric Weber gebeten, sie von der Liste zu streichen, was dieser ihr auch versprochen habe. Dann habe Weber der Schülerin Geld angeboten, falls sie auf ihren Entschluss zurückkomme. Dies habe Kurt ausgeschlagen – und sie jetzt trotzdem auf der VA-Liste aufgeführt. Weder Melanie Kurt noch Eric Weber waren gestern für eine Stellungnahme zu erreichen.
«Wahlbetrug» wirft die PNOS Weber im Fall der verstorbenen VA-Kandidatin Alexandra Fux vor (BaZ vom Freitag). Weber meldete den Tod der 19-Jährigen erst am 25. September, obwohl die Kandidatin bereits am 21. August verstorben war. Er hätte also noch genügend Zeit gehabt, den Tod vor Ablauf der Frist vom 25. August bei der Abteilung Wahlen und Abstimmungen zu melden, mutmasst die PNOS. Allerdings ist nicht erwiesen, dass Weber vom Tod der Frau vor dem 25. August Kenntnis hatte. Erstaunlich ist, dass Weber einen Monat wartete und den Tod politisch auszuschlachten versuchte. Sollten die Vorwürfe der PNOS stimmen, figurieren auf der VA-Liste faktisch nur noch Eric Weber und sein Vater Rudolf – wenn auch ein Rückzieher von Melanie Kurt jetzt nicht mehr möglich ist. Ob die junge Frau Anzeige erstatten wird, ist laut PNOS noch offen.