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Das 8:7 gegen die vom fünffachen Weltmeister und frischen Olympiasieger Niklas Edin angeführten Schweden ist mehr als eine Überraschung. Die Skandinavier sind in ihrer aktuellen Form, die sie schon im Olympia-Turnier in Peking ausspielten, kaum zu schlagen. Die letzten drei WM-Turniere gewannen sie mit der Gesamtbilanz von 39:4 Siegen. Also ist jeder Erfolg gegen die Schweden eine Ausnahme.
Die WM-Debütanten Marcel Käufeler, Romano Meier, Michael Brunner und Skip Yannick Schwaller vom CC Bern Zähringer schlugen sich tatsächlich hervorragend. Im 5. End fingen sie ein Viererhaus ein, das sie mit 2:6 in Rückstand brachte. Noch dem 8. End deutete überhaupt nichts auf einen Sieg der Schweizer hin, denn sie lagen ohne Vorteil des letzten Steins 5:7 zurück. Aber mit einem gestohlenen Punkt im 9. und einem gestohlenen Zweier im 10. End erzwangen sie die spektakuläre Wende.
Umso bitterer war aus Schweizer Sicht die 4:6-Auftaktniederlage gegen die Finnen. Finnlands Skip Kalle Kiiskinen ist zum achten Mal an einer WM dabei, aber er und sein Team sind leistungsmässig weit von den Besten entfernt. Im Match gegen die Schweiz brachten es die finnischen Spieler auf den Positionen 2 bis 4 auf durchschnittlich 63 Prozent an geglückten Versuchen. Das ist ein sehr niederer Wert, mit dem man auf Weltniveau normalerweise jede Partie verliert. Dennoch siegten die Finnen, denn die Schweizer Gegenspieler auf den entsprechenden Positionen waren kein bisschen besser.