Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03170.jsonl.gz/1550

Corona – Segen oder Fluch für die Kirche/Gemeinde?
Stein durchs Fenster (Auszug aus dem neuen Buch)
Im Jahre 1953 wurde in der Provinz Zeeland/Niederlande eine Unwetterwarnung herausgegeben. Es nahte ein schwerer Sturm aus Nordwesten. Zusammen mit der kommenden Springflut drohte er zu einer großen Gefahr in Form von Überflutungen zu werden. Die Umstände verschlechterten sich zusehends. Das Unheil nahm zu. Wie reagierten die verantwortlichen Bürgermeister auf diese ernstzunehmende Situation?
Der Bürgermeister von Oude-Tonge war am Abend zuvor an einer Feier gewesen und früh zu Bett gegangen. Der Bürgermeister von Dreischor war nicht zu Hause. Er hatte seinen festen Bridge-Abend. Als er um 01.00 Uhr endlich nach Hause kam, war er zu keiner Aktion mehr zu bewegen. Der Bürgermeister von Kruiningen war der Meinung, dass sie ruhig bleiben sollten: „Es wird Panik geben, wenn wir zu dieser Stunde das ganze Dorf wecken.“
Cor van der Hooft, Bürgermeister von Willemstad (Zuid-Holland), hatte eine ganz andere Meinung. Er war sich bewusst, dass keine Zeit zu verlieren ist, und gab den Auftrag, den ganzen Polder zu evakuieren. Auch als die anderen die Bemerkung fallen ließen: „Morgen wird dich jeder auslachen!“, ließ er sich nicht von seinem Plan abbringen. „Das kann sein“, antwortete er, „aber ich will nicht verantworten, dass Menschen ertrinken, weil wir sie nicht gewarnt haben.“
Die Grenzschutzbeamten bekamen den Auftrag, die Bewohner des Polders zu warnen. Keine Stunde später kamen sie wieder beim Gemeindehaus an und riefen verzweifelt: „Herr Bürgermeister, niemand will das Haus verlassen. Sie bleiben einfach im Bett liegen. Sie sind davon überzeugt, dass es schon nicht so schlimm werden wird mit der Überflutung!“
Bürgermeister van der Hooft wurde rasend: „Geht zurück, werft, wenn es nicht anders geht, Steine durchs Fenster und ruft: ‚Flieht …! Das Wasser steigt, schnell, die Deiche halten es nicht mehr… flieht!’ Macht viel Radau, damit sie merken, dass es ernst gemeint ist.“
In Zeeland sind in der Nacht mehr als 1.800 Menschen ertrunken. In Willemstad, dem Ort von Bürgermeister Cor van der Hooft, kein einziger. (Originaltitel: Steen door de ruit, Bart Repko 2011 Jerusalem).
Diese wahre Geschichte ist meines Erachtens ein sehr starkes Beispiel für die Situation, in der sich die Welt im Allgemeinen und die Kirche/Gemeinde im Besonderen befindet. Deshalb sind die folgenden Zeilen als eine Art „Unwetterwarnung“ zu verstehen. Es kommen schwere bis allerschwerste Stürme auf uns zu. Es geht dabei um nicht mehr oder weniger als um unser Leben, nicht nur um das hier auf der Erde, sondern auch um das in der Ewigkeit. Und so wie Bürgermeister van der Hooft, werfen wir Steine in die Wohnzimmer, Kirchen und Gemeinden, damit wir endlich aufwachen, erschrecken und unsere Situation ehrlich und realistisch einschätzen und dementsprechend handeln.
Mögen wir begreifen, dass es in diesen Tagen nicht nur um eine kleine Gruppe von Menschen geht, die in Gefahr ist, sondern um alle Menschen. Wir warten allerdings nicht in erster Linie auf eine „Flut“, sondern wir erwarten letztendlich in tiefster Sehnsucht und Vorfreude das Kommen unseres Herrn Jesus Christus. So einzigartig und unbeschreiblich dieses Ereignis auch sein wird, so eindeutig und unwiderruflich wird es dann aber auch zu spät sein, um noch umkehren zu können. Deshalb ruft Jesus uns jetzt zur Busse, Umkehr und Errettung. Hören wir doch bitte auf Seine Stimme und folgen wir heute Seiner erlösenden Einladung:
Offenbarung 3,19-20: „So mache ich es mit allen, die ich liebe: Ich decke auf, was bei ihnen verkehrt ist, und weise sie zurecht. Darum mach Schluss mit deiner Gleichgültigkeit und kehre um! Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer meine Stimme hört und mir öffnet, zu dem werde ich hineingehen, und wir werden miteinander essen – ich mit ihm und er mit mir.“