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Frankreich kommt noch immer an frisches Geld, obwohl die Rating-Agentur Standard & Poor's das Land herabgestuft hatte.
Frankreich kommt auch nach der Herabstufung durch S&P noch sehr günstig an frisches Geld. Die Emission von mehreren Anleihen mit kurzer Laufzeit spülte am Dienstag rund 6,8 Milliarden Euro in die Staatskasse. Dabei blieben die Renditen, mit denen Frankreich Anleger köderte, wie in der Vergangenheit äusserst niedrig.
Die Durchschnittsrendite für ein Papier mit drei Monaten Laufzeit sank minimal auf 0,051 von 0,056 Prozent bei einer vorigen Auktion. Die Rendite bei Papieren mit fünf Monaten Laufzeit stieg kaum merklich auf 0,078 von 0,077 Prozent. Bei einem Geldmarktpapier mit zehn Monaten Laufzeit ging es leicht nach unten - auf 0,133 von 0,153 Prozent.
Sicherer Hafen für Anleger
Damit bleibt Frankreich ein sicherer Hafen für Anleger. Denn in der Schuldenkrise hatten Investoren auf Risiko verzichtet und in sichere Papiere etwa aus Frankreich und Deutschland investiert, die jedoch nicht viel Rendite abwerfen.
Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hatte die Wirtschaftspolitik von Präsident Francois Hollande vorige Woche scharf angegriffen und die Bonität des Landes erneut heruntergestuft. Die eingeleiteten Reformen seien nicht ausreichend, um mittelfristig für deutlich mehr Wachstum in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone zu sorgen, erklärte die Agentur. Die hohe Arbeitslosenquote von elf Prozent schwäche den Willen für umfassendere Reformen.
(sda/chb)