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DMZ – POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦
Im IG-L-Bericht 2018-2020 (III-747 d.B.) gibt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler einen Überblick über die Entwicklung der Emissionen und Immissionen von Luftschadstoffen in Österreich sowie über den Erfolg getroffener Gegenmaßnahmen. Die Feinstaubbelastung ist demnach weiter zurück gegangen. Ein weiterer Rückgang wird durch die Umsetzung einer EU-Richtlinie erwartet. Die Emissionen von Stickstoffoxiden haben sich seit 2006 deutlich verringert.
Der Tagesmittelwert der Feinstaub PM10-Konzentration wurde 2018 an drei Messstellen in Graz überschritten, 2019 und 2020 österreichweit eingehalten. Der Jahresmittelwert wurde 2018 bis 2020 an keiner Messstelle überschritten und nahm von 2004 bis 2020 im Nordosten Österreichs um 37% und im übrigen Österreich um 45% ab. Der Rückgang der Belastung sei auf die Abnahme der Emissionen primärer Partikel sowie der Vorläufersubstanzen sekundärer Partikel zurückzuführen, wird im Bericht angeführt. Die Feinstaub PM10-Emissionen sind zwischen 1990 und 2020 um 38% gesunken. Durch die EU-Richtlinie über die Reduktion der nationalen Emissionen bestimmter Luftschadstoffe wird eine weitere Verringerung der Emissionen erwartet. Hauptverursacher der Feinstaub PM10-Emissionen sind Industrie, Kleinverbrauch, Landwirtschaft und Verkehr. Die Feinstaub PM2,5-Belastung zeigt einen ähnlichen Verlauf. An den meisten Messstellen nahm die Belastung sogar etwas stärker ab. Der Jahresmittelwert wurde 2018 bis 2020 nicht überschritten. Hauptverursacher sind Kleinverbrauch, Industrie und Verkehr. Die Emissionen sind zwischen 1990 und 2020 um 51% gesunken.
An 1 bis 8% der Messstellen traten 2018 bis 2020 bei Stickstoffdioxid (NO2) Überschreitungen auf, die sich ausschließlich an stark befahrenen Straßen befanden. Der Alarmwert wurde an keiner Messstelle überschritten. Überschreitungen des Zielwertes zum Schutz der menschlichen Gesundheit traten 2018 an 6%, 2019 an 10% und 2020 an 3% der Messstellen auf. Hauptverursacher für die hohe NO2-Belastung ist der Straßenverkehr, dieser ist für knapp die Hälfte der Stickstoffoxide-Gesamtemissionen (NOx) verantwortlich. Die Emissionen sind zwischen 1990 und 2020 um 44% gesunken und verringerten sich seit 2006 deutlich. Die hohen NOx-Emissionen und die Überschreitungen des NO2-Grenzwertes sind vor allem auf den hohen Bestand dieselbetriebener Pkw zurückzuführen.
Überschreitungen des Grenzwerts für Schwefeldioxid (SO2) traten an einzelnen industrienahen Messstellen auf. Die Grenzwerte zum Schutz der Ökosysteme wurden eingehalten. Die Belastung zeigt seit den 1990ern bis etwa 2010 einen deutlich rückläufigen Trend und liegt seitdem unverändert auf niedrigem Niveau. Die Emissionen sind 1990 bis 2020 um 86% gesunken. Hauptverursacher ist die Industrie.
Der Grenzwert für Benzo(a)pyren wurde 2018 bis 2020 an einer Messstelle in Kärnten überschritten. Insgesamt ist die Belastung tendenziell abnehmend und von 1990 bis 2020 um zwei Drittel zurückgegangen. Hauptverursacher sind Heizungsanlagen. Die Grenzwerte für Kohlenstoffmonoxid, Blei, Arsen, Kadmium, Nickel sowie Benzol wurden in den Jahren 2018 bis 2020 an allen Messstellen eingehalten. Seit 1990 gingen deren Emissionen deutlich zurück.
Grenzwertverletzungen bei Staubniederschlag traten 2018 bis 2020 in Kapfenberg und Leoben auf. Der Grenzwert für Blei im Staubniederschlag wurde in Arnoldstein und Brixlegg überschritten. Der Grenzwert für Kadmium im Staubniederschlag wurde an allen Messstellen eingehalten.
Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦
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