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Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Substanz in der Schweiz. 30% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren haben schon mindestens einmal Cannabis konsumiert und 3% geben Cannabiskonsum während des vergangenen Monats an (Suchtmonitoring 2012: Gmel et al. 2013). Mehr Männern als Frauen konsumieren Cannabis und die stärkste Verbreitung von Cannabiskonsum findet sich in der Altersgruppe der 20- bis 34-Jährigen (Suchtmonitoring 2012). Die meisten Cannabiskonsumierenden in der Schweiz rauchen Cannabis gemischt mit Tabak in Form von Joints (Baggio et al. 2013). Mögliche Folgen von regelmässigem Cannabiskonsum sind unter anderem Atemwegserkrankungen (wie chronischer Husten) sowie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsprobleme, die sich aber meist wieder legen, wenn der Cannabiskonsum eingestellt wird. Weiterhin kann Cannabiskonsum das Risiko von psychotischen Symptomen und Störungen erhöhen sowie körperlich und psychisch abhängig machen, wobei zwischen 9 und 16% aller Cannabiskonsumierenden eine Cannabisabhängigkeit entwickeln (Hall & Degenhardt 2009). Im Vergleich zu Substanzen wie Tabak und Alkohol trägt Cannabis deutlich geringer zur gesellschaftlichen Krankheitsbelastung bei (Degenhardt et al. 2013), wobei gerade Jugendliche das Risiko für die Entwicklung einer Tabakabhängigkeit, durch das Rauchen von Cannabis zusammen mit Tabak unterschätzen, die dann wiederum deutlich stärker für die gesellschaftliche Krankheitsbelastung zählt (siehe Tabak).
Das ISGF entwickelt und untersucht gegenwärtig Möglichkeiten, wie jugendliche und erwachsene Cannabiskonsumierende mit Hilfe von Internet-basierten Interventionen oder neuen familien- und gruppentherapeutische Verfahren ihren Cannabiskonsum stoppen oder besser in den Griff bekommen können. Daneben erhebt das ISGF Konsumzahlen zu Cannabis im Rahmen des Schweizer Suchtmonitorings und der Evaluation Safer Nightlife Swiss.