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Jakob Bieri-Bieri
von Därstetten, in Därstetten, Nidfluh
geb. 10.4.1928;gest. 15.7.2019; best. 22.7.2019
Am 10. April 1928 wurde Jakob Bieri als Sohn des Jakob Bieri und der Elise Bieri, geborene Jutzeler, geboren. Zusammen mit seiner drei Jahre älteren Schwester Lisa wohnte die Familie auf Nidfluh, Därstetten.Der Vater handelte mit homöopathischen Mitteln für Tiere und Menschen. Es war selbstverständlich, dass der Knabe mithalf, Holz in die Küche tragen oder auch beim Abwasch. Bald schon nahm er den Weg in die Schule nach Därstetten unter die Füsse. In den Sommerferien war er „Statterbueb“ bei seinen Onkeln. Dazu half er seinem Vater bei den Bienen. Jakob war in der achten Klasse, als der gewohnte Gang jäh unterbrochen wurde: Der Vater erkrankteschwer und starb schliesslich. Sein Vater hätte gerne gesehen, dass sein Sohn in seine Fussstapfen getreten wäre, aber das war nach seinem Tod nicht mehr möglich. Jakob beendete die Schule in Därstetten. Am Palmsonntag, 1944, also noch während dem zweiten Weltkrieg, wurde er in der Kirche Därstetten konfirmiert. Darauf reiste er ins Welschland, wo er ein Jahr bei einem Bauern in Carouge verbringen wollte. An dieses Jahr erinnerte er sich auch später noch gerne. Wieder zu Hause arbeitete er viel im Wald. 1948 rückte er in die Rekrutenschule ein. Er wurde Mitrailleur. Nach den Wiederholungskursen pflegte er den Kontakt mit seinen Kameraden weiter. 1952 konnte Jakob auch die andere Haushälfte erwerben, dazu den Wolfsacker, was es ihm ermöglichte bis zu acht Kühen zu halten. Gesömmert wurde das Vieh im Holzacker. Auch die Technik hielt nach und nach Einzug. 1956konnte Jakob den ersten Mäher erwerben, was die Arbeit erleichterte. Später kam ein Schilter dazu. Auch in den Gemeinderat war Jakob gewählt worden und versah sein Amt acht Jahre lang. 1970 war er massgeblich daran beteiligt, dass es eine asphaltierte Strasse auf die Nidfluh gab.In den achziger Jahren musste die Mutter wiederholt ins Spital. Man schrieb den November 1977 als sie starb. Jakob selber war vor ihrem Tod selber im Spital gewesen, wo er Verena Bieri, eine Krankenschwester kennenlernte. Die Beziehung vertiefte sich. Am 8. März 1980 heirateten sie. Das Ehepaar entschloss sich, Kinder aus der Grossstadt aufzunehmen. Als erstes Kind kam Heiko aus Berlin. Andere Kinder folgten. Jakob und Verena erlebten manche erfreuliche und weniger erfreuliche Episoden. Sie wussten viele kleine Anekdoten zu erzählen. Schliesslich fand Elsbeth bei dem Ehepaar ein Zuhause. Damit, dass Jakob die AHV erhielt, erschloss sich Jakob sein Land in Pacht zu geben und das Vieh zu verkaufen. Wieder zogen einige Jahre ins Land. Im November 2011 zog sich Jakob Bieri einen Splitterbruch zu. Dieser Bruch behinderte Jakob fortan beim Gehen und das Ruhbett in der Stube des Bierihauses wurde sein bevorzugter Aufenthaltsort. Da auch Verena mit körperlichen Gebrechen zu kämpfen hatte, half sich das Ehepaar gegenseitig. Auch Elsbeth half ihnen dabei wacker. Und was sie nicht selber bewältigen konnten, halfen ihnen die Frauen der Spitex. Besuche waren herzlich willkommen. Elsbeth wurde krank. Nach einem kurzen Spitalaufenthalt zog sie in den Latterbachhof. Dreissig Jahre war sie beim Ehepaar Bieri gewesen. Das Gehen wurde für Jakob zusehends schwieriger. Es war ein schwerer Entscheid das Ruhbett in der Stube, auf dem Jakob so manche Stunde verbrungen hatte, durch ein Pflegebett zu ersetzen.Bald konnte er das Bett nicht mehr verlassen. Noch mehr als vorher, war er nun auf Verena und die Frauen der Spitex angewiesen. Aber auch über die Besuche und die Unterstützung der Nachbarsfamilie waren sie froh. Jakob wurde immer schwächer. Im letzten Jahr musste Jakob mit dem Tod seiner Schwester zurecht kommen. Er selbst wurde weiter schwächer. Und so verlosch sein Lebenslicht am 15.Juli 2019 im Beisein von seiner Ehefrau Verena.