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Claude Nobs, der Gründer des Montreux Jazz Festivals, liegt im Koma. Nach einem Sturz auf einer Langlauf-Tour nahe seines Wohnorts wurde der 76-Jährige im Universitätsspital CHUV in Lausanne operiert. Danach ist er nicht aus der Narkose erwacht.
Nobs' Zustand erfordere weitere Tests, teilt das Montreux Jazz Festival am Montag mit. Die Organisatoren versprechen weitere Informationen, sobald sie verfügbar sind. In der Zwischenzeit bitten sie darum, die Privatsphäre von Nobs und seiner Familie zu respektieren. «Das ganze Team wünscht dem Boss, dass er wieder ganz gesund wird», endet das Communiqué.
«Der Unfall ereignete sich an Heiligabend in Caux, auf der Langlaufpiste, die Claude Nobs kannte und schätzte», führt Mathieu Jaton, Generalsekretär des MJF, gegenüber der Nachrichtenagentur sda aus. «Im Rahmen einer langfristigen Vorausplanung sind alle Massnahmen getroffen worden, um eine einwandfreie Leitung des Festivals zu gewährleisten, namentlich der Ausgabe 2013.»
Nobs hatte bereits 2010 die operative Leitung des Montreux Jazz Festivals wegen gesundheitlicher Probleme mit dem Rücken an sein Team und seinen designierten Nachfolger Jaton abgegeben. Die strategische Leitung blieb aber weiterhin in seiner Verantwortung.
Als langjähriger Leiter des Festivals, das er vor fast 50 Jahren mitgegründet hat, ist Nobs Musikern in aller Welt ein Begriff. Deep Purple erwähnten ihn in «Smoke on the Water» namentlich als «Funky Claude»; der Song handelt von einem Brand im Casino Montreux, bei dessen Evakuierung Nobs mit Hand anlegte.