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Mikaela Shiffrin erringt ihren ersten grossen Titel im Riesenslalom. Die Amerikanerin, im Slalom die Dominatorin schlechthin, kann damit zur grossen Figur in Südkorea werden.
Die Amerikanerin siegt mit 39 Hundertsteln Vorsprung auf die Norwegerin Ragnhild Mowinckel und muss sich im Ziel erstmal hinknien. Sie weint Tränen des Glücks. Mowinckel und Federica Brignone, die mit 0,46 Sekunden Rückstand Platz 3 belegt, helfen ihr aber bald wieder auf die Beine.
Bitter: Die Italienerin Manuela Mölgg, die nach dem ersten Lauf noch geführt hatte, fiel auf Platz 8 zurück. Ohne Medaille blieb als Vierte auch die Deutsche Viktoria Rebensburg, die Leaderin im Riesenslalom-Weltcup.
Aber zurück zu Shiffrin: Im Slalom gewann die 22-Jährige an den letzten vier Grossanlässen viermal Gold in Serie. An den Weltmeisterschaften 2013, 2015 und 2017 triumphierte sie ebenso wie an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Nun aber schlug sie auch in ihrer zweitbesten Disziplin ein erstes Mal zu. 2017 in St.Moritz war sie in dieser Sparte hinter der Französin Tessa Worley noch Zweite geworden. Bereits am Freitag will sie in Pyeongchang nachdoppeln. Dann steht für die knapp 23-Jährige der Auftritt im Slalom an.
Die Überraschung des Rennens war Ragnhild Mowinckel, die es als erste Norwegerin auf das Olympia-Podest eines Riesenslaloms schaffte. Die 25-Jährige hatte es zuletzt als Zweite in Kronplatz erstmals im Riesenslalom aufs Weltcup-Podium gebracht. Dritte wurde die Italienerin Federica Brignone, die sieben Jahre nach dem WM-Silber von Garmisch ihre zweite Medaille errang.
Die drei Schweizerinnen hatten bereits zur Halbzeit keine realistischen Medaillenchancen mehr besessen. Wendy Holdener gelang indes im zweiten Lauf eine Steigerung. Die Innerschweizerin, die in diesem Winter als Vierte in Kranjska Gora ihr bestes Riesenslalom-Ergebnis erreicht hatte, verbesserte sich vom 13. auf den 9. Platz.
Die Zürcherin Simone Wild, die Ende Januar als Vierte in Lenzerheide bei letzter Gelegenheit die Olympia-Qualifikation sichergestellt hatte, verpatzte gleich beide Durchgänge und landete im enttäuschenden 28. Rang, Lara Gut schied im ersten Lauf mit einem Innenskifehler früh aus. (pre/sda)