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Bachmann Arthur, Dr. iur., Regierungsrat, 1922-1983
Arthur Bachmann war einer der wenigen Winterthurer im Regierungsrat des Kantons Zürich. Bachmann war vorerst Primarlehrer und studiert als Werkstudent Jura. Nach verschiedenen Stellen in Justiz- und Schulwesen amtete er von 1953 als Bezirksanwalt und Staatsanwalt. Der Sozialdemokrat war Gemeinderat, Kantonsrat, Nationalrat und schliesslich von 1967 bis 1983 Regierungsrat.
Die politische Laufbahn des Tössemers begann 1950 als Vertreter der SP im Grossen Gemeinderat von Winterthur. Von 1955-1963 gehörte der dem Kantonsrat und 1963 für eine Amtsdauer dem Nationalrat an. 1967 erfolgte seine Wahl in den Regierungsrat, den er 1972 und 1978 präsidierte. Seit 1970 war er Mitglied des Verwaltungsrates bei den NOK und bekleidete seit 1977 das Amt des Vizepräsidenten. 1966 kandidierte er erfolglos für das Stadtpräsidium in Winterthur. Er unterlag Urs Widmer klar.
Als Vorsteher der Justiz und des Innern galt er als beharrlichen Pragmatiker und setzte sich unter anderem für einen humanen Strafvollzug ein, bei dem nicht die Strafe, sondern die Wiedereingliederung in die Gesellschaft im Vordergrund stand. Daneben nahm er unter anderem grössere Gesetzesrevisionen an die Hand, führte Neuerungen ein wie das Mietgericht oder zeichnete für diverse Bauprojekte verantwortlich. Das grösste davon, der Neubau der Strafanstalt Regensdorf, wurde allerdings nicht mehr unter seiner Ägide vollendet. Als Direktor des Innern trat er mit Erfolg als Förderer des Frauenstimm- und -wahlrechts in Erscheinung.
Arthur Bachmann konnte seinen Ruhestand nicht lange geniessen. Noch im Jahr seiner Demission, 1983, versagte ihm plötzlich das Herz seinen Dienst. Er starb im Alter von 62 Jahren.