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Letzte Woche in Stuttgart hatte Federer seinen 1100. Sieg noch überraschend verpasst. In Halle benötigte er dafür gegen den Lucky Loser Sugita dafür lediglich 52 Minuten. Der Japaner war meistens vom Tempo des Favoriten überfordert und geriet in beiden Sätzen jeweils früh entscheidend in Rücklage. Erst beim Stand von 5:0, 40:0 liess die Konzentration bei Federer nach, und er musste seinen Service doch noch einmal abgeben.
Eigentlich hätte Federer seine 61. Partie in Halle gegen Lu Yen-Hsun bestreiten sollen. Doch der Taiwanese musste kurzfristig verletzt absagen und so kam Sugita zum Zug. Für den 28-Jährigen folgte das erste Duell gegen Federer auf den verlorenen Marathonmatch in der letzten Qualifikationsrunde. Dort war er dem Russen Michail Juschni nach drei Tiebreaks und dreieinhalb Stunden unterlegen.
Dass der Weltrangliste-66. aus Tokio gegen Federer nicht annähernd so lange auf dem Platz stehen würde, war vorauszusehen. In diesem Jahr war eine Viertelfinal-Qualifikation in Barcelona sein einsamer Höhepunkt auf der ATP-Tour. In seine Karriere hat er gerademal 20 Partien auf höchstem Level gewonnen. 1100 sind es nun bei Federer. Zu mehr Siegen ist nur Jimmy Connors (1256) gekommen. Von den noch aktiven Spielern ist Rafael Nadal der erste Verfolger mit 849 Erfolgen.
Am Donnerstag steht Federer in Halle wieder im Einsatz. Mischa Zverev, sein nächster Gegner, verlor die bisher drei Begegnungen gegen den 18-fachen Grand-Slam-Sieger, jene vor vier Jahren in Halle in 40 Minuten mit 0:6, 0:6 besonders brutal. "Dieses Mal gehe ich die Sache fokussierter und seriöser an", versprach der 29-jährige Linkshänder, der im Windschatten seines jüngeren Bruders Alexander in den letzten Monaten starke Resultate verzeichnet hat.