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Das Shoppyland Schönbühl ist seit 1975 mit aktuell über 80 Geschäften in den Bereichen Mode, Sport und Freizeit, Restaurants und Cafés das grösste Shoppingcenter der Region Bern-Mittelland. Das Shoppyland hat eine eigene RBS-Haltestelle mit Anschluss alle 15 Minuten in Richtung Solothurn und Richtung Stadt Bern.
1972: Der Bau
Das Shoppyland wurde auf Pfähle gebaut. Der Baubeginn war im Dezember 1972. Beinahe wäre das Shoppyland nicht gebaut worden, denn der entscheidende Kredit wurde infolge der in den 1970er-Jahren vorherrschenden Rezession (Stichwort Ölkrise, autofreie Sonntage) nicht bewilligt. Jules Kyburz, geb. 21. Februar 1932, zu jener Zeit Geschäftsleiter der Migros Bern und späterer Konzernchef, liess sich nicht beirren und ersuchte den Bankverein Bern um 30 Millionen Franken. Auch dort erntete er nur Kopfschütteln – innert einer Woche änderte sich die Meinung der Bank. Danach folgte gleich die nächste Herausforderung: ein genereller Baustopp für Grossprojekte stand unmittelbar bevor, welcher den Start zum Bau um Jahre hinausgezögert hätte. Ausgenommen vom Baustopp waren Projekte, bei welchen bereits der Aushub stattgefunden hatte. Somit liess Kyburz übers Wochenende rund um die Uhr mit allen verfügbaren Baumaschinen den Aushub vorantreiben, mit dem Resultat, dass der Bau nur Tage später nicht mehr unter jene Vorhaben fiel, deren Realisation aufgeschoben werden musste.
Besonders spektakulär war der Bau der zwei Rondellen (Auffahrt und Abfahrt zum Dachparking).
Der Legende nach soll die « Shoppy-Ente » im Logo des Shoppylands platziert worden sein aufgrund der Luftansicht des Moossees (welcher praktisch den Umriss der Shoppy-Ente aufweist) oder weil ein Stockentenpärchen während des Baus seine Eier auf der Baustelle fertig ausgebrütet hat und später mit den kleinen Entchen immer wieder die Baustelle besucht.
Bis heute gibt es ein Stockentenpaar, welches sich immer wieder beim Eingang auf der Seite des RBS-Bahnhofes aufhält – vielleicht sind das Nachkommen dieser Enten.
1975: Die Eröffnung
Am 6. März 1975 brach in der Region Moossee eine neue Zeitrechnung an: Das Shoppyland eröffnete als eines der ersten Einkaufscenter auf grüner Wiese. Bauherr war Jules Kyburz, damaliger Geschäftsführer der Genossenschaft Migros Bern.
Im Shoppylandanzeiger wird kommuniziert: « Allwöchentlicher Abendverkauf, von Dienstag bis Freitag bis einundzwanzig Uhr ».
Vielen, die früher das Shoppyland besuchten, ist der grosse Brunnen mit dem schrägen Wasserfall (das Wasser wurde an durchsichtigen Fäden entlanggeleitet) noch gut in Erinnerung.
Ebenfalls prägend für das Shoppyland sind die Fabeltiere des Berner Künstlers Peter von Wattenwyl, welche zur Eröffnung geschaffen wurden. Seit der Neueröffnung nach dem Gesamtumbau im Jahr 2010 sind die Fabeltiere in der Galerie im 3. OG im Shoppyland wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
Der Lozziwurm (Tatzelwurm-Röhre von Yvan « Lozzi » Pestalozzi), welcher bis zum Gesamtumbau im Aussenbereich vor dem alten Standort des Migros-Restaurants war, ist heute beim Schulhaus Zuzwil.
1985: Bau der Betriebszentrale der Migros Aare mit der Autobahnzufahrt
Bald war der Erfolg des Shoppylands so gross, dass ein Anschluss an die Autobahn erfolgen musste. Die Gemeindeversammlung Moosseedorf und das Bundesamt für Verkehr gaben grünes Licht, und kurz darauf wurde die Verkehrsentlastung mit eigener RBS-Haltestelle sowie Velo- und Fusswegen realisiert. Das neue Gebäude der Betriebszentrale wurde am 13. Oktober 1985 eröffnet.
2005: 30 Jahre Jubiläum
Zum 30. Geburtstag wirkte das Shoppyland etwas düster und in die Jahre gekommen. Zahlreichen Shoppy-Besucherinnen und -Besuchern ist das legendäre Restaurant « Stettlers Hyde-Park » bis heute in Erinnerung geblieben.
2006 – 2010: Gesamtumbau
Im Jahr 2006 startete der 4 Jahre dauernde Gesamtumbau, welcher viel Licht und moderne Farben ins Center brachte. Praktisch jedes einzelne Geschäft zog einmal oder mehrmals um. Das Shoppyland war jedoch in der vierjährigen intensiven Bauzeit keinen einzigen Tag geschlossen. Am 16. Oktober 2006 wurden das Wasserspiel und die Fabeltiere-Figuren abtransportiert. Am 1.November 2007 eröffnete Manor, am 1. Oktober 2009 der neue Supermarkt mit dem neuen Ladenkonzept 2010 und am 29. April 2010 Saturn (heute: Media Markt). Die Kosten des Gesamtumbaus beliefen sich auf rund 200 Millionen Franken, und die Migros Aare ist der weitaus grösste Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor der Region.
2010: Neueröffnung nach dem Gesamtumbau
Am 29. April 2010 wurde das Shoppyland mit einem grossen Fest wiedereröffnet und das neue Shoppyland-Logo vorgestellt. Durch die Erweiterungen im Rahmen des Umbaus konnten 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Seit der Neueröffnung wurde die Shoppy-Ente wieder neu belebt: Seither ist die Ente auf allen Werbemitteln zu sehen und es gibt sie sogar als Plüschenteli. Zur Neueröffnung gab es eine « Ente » (einen orangen Citroën-2CV) zu gewinnen.
Am 4. Oktober 2010 sahen sich Shoppyland und OBI-Fachmarktcenter gezwungen, nach einer Einsprache des Verkehrsclubs der Schweiz VCS, eine Parkplatzbewirtschaftung einzuführen.
2015: 40-Jahre-Jubiläum
2015 wurde das 40-Jahre-Jubiläum gefeiert und das « 3D-Shoppy-Enteli » wurde zum Leben erweckt. Das Wiedereröffnungsfest dauerte vom 29. April bis am 6. Juni 2015 und bot ein reiches Eventprogramm: Gratis-Riesenrad, Bullriding, Karussells, Konzerte von Polo Hofer, Luca Hänni, FraktionsZwang, Nick Howard, Florian Ast, Nazareth, die TV-Aufzeichnung von « Paul Stucki’s Musig Stubete » und ein grosses Grillfest.
Seit 2010 gibt es im Shoppyland immer wieder Highlights: das Nek-Konzert, das Spätsommer-Festival, das grösste Public-Viewing bei allen Fussball-Europa- oder -Weltmeisterschaften, Try-Store-Erlebnisshopping, DJ BoBo-Auftritt und vieles mehr!
2016: Erste Disco-Eisbahn
2016 wieder eine Neuheit: die grösste Disco-Eisbahn der Schweiz mit Themenabenden und Glühwein/Fondue-Winterzauber.
2017: Heute
Heute ist das Shoppyland das grösste Shoppingcenter des ganzen Espace Mittelland und bekannt als « das Familien-Einkaufscenter ». Die « Shoppy-Ente » kann heute jede Familie in die Ferien mitnehmen – wenn als Gegenleistung ein paar Fotos von den Ferien mit dem « Shoppy » eingereicht werden.
Ab dem 1. Dezember 2017 kann die Disco-Eisbahn wieder besucht werden und im Winterzauber kann für Fondue und Glühwein reserviert werden.
Alle weiteren Infos und das aktuelle Programm finden Sie unter: www.shoppyland.ch und unter www.facebook.com/Shoppyland.
Text: Rahel Wälti, Shoppyland Schönbühl | im Juli 2017