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Es geht für Damian von Euw zielgerichtet weiter. Er absolvierte ein weiteres strenges Trainings- und Wettkampfprogramm. Er holte sensationell WM-Silber und noch zwei Schweizermeistertitel innerhalb von nur drei Wochen.
Von Gerhard Remus
Junioren Schweizermeister
Die Schweizer Meisterschaft der Junioren sicherte er für seinen Verein, die Ringerriege Brunnen. Er gewann die Kategorie bis 96 kg.
Als Militärangehöriger genoss er die Spitzensportförderung des Militärs. Eine Teilnahme als Junior (!) bei den Militärweltmeisterschaften war damit einbegriffen. Eine Woche vor Abreise traf er sich noch mit seinem deutschen Freund und optimalen Trainingspartner Oliver Hassler, Vizeweltmeister von 2014, in der Trainingsstätte der RG Hausen Zell. Sie absolvierten eine ideale Trainingseinheit und verabschiedeten sich für eine Woche später in Moskau: Beide Teilnehmer an der WM der CISM.
Militär-Vizeweltmeister
Hassler traf dabei auf den zweifachen Titelverteidiger Melnikov (RUS) und verlor 1 zu 1. Von Euw loste sich den Kasachen Syrlybay zu. Beobachter wussten nicht, welches Selbstbewusstsein der Schweizer entwickeln kann. Aber eine risikovolle Aktion leitete die Technische Überlegenheit ein. Die Auslosung ergab danach das Halbfinale gegen den Iraner Ali Akbar Heidari. Dieser erwies als kompakter Ringer und zelebrierte die iranische Taktik. Von Euw lag in der letzten Minute mit zwei Zählern im Rückstand. Er behielt aber die Ruhe, was Heidari nicht gelang. Dieser versuchte sich aus einer zwingenden Fassart über die Finger zu befreien. Die Kampfrichter bestraften diese verbotene Aktion mit zwei Punkten. Es stand 5 zu 5 nach dem Abpfiff zugunsten des Schweizers. Das bedeutete den Finaleinzug.
Was für ein Erfolg: Juniorenringer Damian von Euw im Endkampf einer Weltmeisterschaft. Diese Weltmeisterschaften der Streitkräfte ihrer Länder werden von den Nationen sehr ernst genommen. Viele der stärksten Athleten in den Ländern fördert das Militär aktiv, und das wünscht sich die Bestätigung durch internationale Erfolge.
Der Finne Elias Kuosmanen eliminierte den favorisierten Russen und traf im Finale auf Damian von Euw. Der Nordeuropäer nutzte eine Unaufmerksamkeit des Schweizers und punktete sehr schnell zur Technischen Überlegenheit. Schade, dieser Kampf kam zu schnell zur Entscheidung. Beide Athleten sind noch jung und haben die Zukunft vor sich.
Von Moskau ging es direkt in das schwedische Västeras. In diesem Ort ca. eine Autostunde nördlich von Stockholm traf man sich zu einem internationalen Trainingslehrgang. Er diente dem Schweizer Team als Vorbereitung auf die U23 Europameisterschaften in Istanbul (Türkei).
Elite-Schweizermeister
Kaum in die Heimat zurückgekehrt, ging es im Rheintal um die Schweizer Meisterschaft bei den Aktiven. Bis 98 kg gab es wenige, die gegen den Vizeweltmeister antraten. Aber es musste gerungen und gewonnen werden. Damian von Euw errang erstmals als Junior den Titel bei den Aktiven. Das gelang übrigens noch anderen Ringern im Juniorenalter. Eine hoffnungsvolle Generation für die Swiss Wrestling Federation.
Doch das müssen die Athleten ständig unter Beweis stellen, so an den kommenden Europameisterschaften der Athleten unter 23 Jahre.
Auf dem Bild sieht man das Podium der Militär-WM: v.l. von Euw (2.), Kuosmanen (1.), Heidari (3.) und Melnikov (3.)