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Was in der aktuellen Rangliste sehr einfach ausgesehen hatte, wenn der Erste gegen den Zweitletzten spielt, wurde zu einem Krimi! Die Interclubbegegnung dauerte fast 3 Stunden…
Das Heimteam aus Bern verstärkte sich mit Spielern aus der 1. Liga. So wurde aus dem vermeintlich schwächeren Gegner plötzlich ein mindestens ebenbürtiger. So war das bisher ungeschlagene Team Solothurn nur auf drei Positionen besser klassiert als die Berner. Die Herreneinzel auf Position 1 + 2 und das Herrendoppel waren dem Matchblatt entsprechend sogar stärker einzustufen als das Team Solothurn. Im Dameneinzel waren die Gegnerinnen beide gleich stark klassiert. Beim dritten Herreneinzel, dem Damendoppel und dem Mixeddoppel waren die Vorteile eher bei den TESO-Spieler/-innen.
Schon die ersten beiden Spiele, das Damen- und Herrendoppel, mussten beide über die volle Distanz gehen. Die TESO-Herren starteten fulminant und spielten sehr druckvoll. Immer wieder konnten die Punkte am Netz abgeschlossen (getötet) werden. Die Berner standen meistens in der Defensive und wurden so zu Fehlern gezwungen. Doch mit Beginn des zweiten Satzes war die Partie ausgeglichen. Schlussendlich verlor man das Herrendoppel sehr knapp mit 21:19 im dritten Satz. Bei den Damen war es fast umgekehrt. Im ersten Satz dominierten die Bernerinnen und gewannen diesen auch klar. Mit geänderter Taktik/Spielweise konnten Fabienne und Lena dann aber langsam das Blatt wenden. Schlussendlich gewannen sie mit 21:16 im Dritten und stellten das Score auf 1:1 nach den beiden Doppeln.
Das dritte Spiel war dann das Herreneinzel 2. Gegen den B1 klassierten Dänen hatte Raphael schon vor Jahren einmal gespielt mit positivem Ausgang. Eigentlich immer ein paar Punkte im Vorsprung konnte er dieses Spiel schlussendlich sicher in 2 Sätzen gewinnen. Auf dem Platz daneben wurde dann das erste Herreneinzel gestartet. Stéphane (Godat) gegen Stefan (Wälti) oder B1 gegen A3 hiess es auf dem Matchblatt. Steph startet gut in den Match und konnte mit seinem druckvollen, angriffigen Spiel den Gegner dominieren. Der Gegner schien sich dann aber besser auf das Spiel einzustellen und Steph konnte seine Pace nicht ganz durchziehen. So wurde er immer wieder in sehr lange Rallies gezwungen die sehr kräfteraubend waren. Schliesslich musste er sich im dritten Satz mit 21:15 dem “berner” Stefan geschlagen geben. Nach 4 gespielten Matches stand es 2:2.
Es war also weiterhin sehr spannend in dieser umkämpften Partie. Cedric im Herreneinzel 3 und Fabienne im Dameneinzel waren die nächsten Spiele. Auch Cedric legte los wie die Feuerwehr und war schnell mit einem konfortablen Polster in Führung. Ein paar unkonzentrierte Minuten und der Berner war plötzlich wieder dran. Cedric machte dann aber den Sack zu und entschied den ersten Satz zu seinen Gunsten. Mit dem Wissen, dass er sein Spiel zu 100% durchziehen musste gelang im wieder ein guter Start. Diesmal sollte er aber wirklich Ernst machen. Mit einem 12:21 im zweiten Satz gewann er sicher sein Spiel und es stand nun 3:2 für das TESO. Fabienne hat da viel mehr Mühe mit dem Spiel der Bernerin. Die Bernerin war sehr laufstark und zwang so Fabienne immer wieder zu langen Ballwechseln. Fabienne, die ansonsten gewohnt ist mit ihren Angriffsbällen schnell zu punkten musste hart kämpfen. Es sollte einfach nicht sein. Das Dameneinzel war eine sichere Beute der Gegnerin und es stand vor dem abschliessenden Mixed 3:3.
Ja, es war eine Zitterpartie dieses entscheidende Spiel. Im ersten Satz mussten Lena/Raphael nicht weniger als drei Satzbälle abwehren, notabene beim Stand von 20:18 für die Berner. Kaltblütig konnten sie ihreseits den ersten Ball zum Satzgewinn von 23:21 verwerten. Im Gleichschritt ging der zweite Satz weiter bis zum 19:19 und da sollten es die Berner besser machen. Sie konnten zum 1:1 nach Sätzen ausgleichen. Es kam somit zum Showdown im Entscheidungssatz. So ausgeglichen wie das Spiel verlief, konnten 1-2 Fehler das schnelle Ende bedeuten. Bis zum 11:10 war auch der dritte Satz wieder auf Messers Schneide. Dann konnten sich die TESO’ler aber plötzlich ein bisschen absetzen und brachten am Ende den Match und den Sieg nach Hause.
Ein wirklich harter Gegner diese Berner. Es war ein guter Prüfstein für die beiden IC-Matches vor Weihnachten. Bereits am nächsten Freitag geht es auswärts nach Thun zum momentanen Zweitplatzierten.