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inkl. Mehrwertsteuer
- Artikel-Nr.: BP10429
|Technik:||kolorierter Druck|
|Bildträger/Material:||Papier|
|Rahmen:||Holz|
|Grösse mit Rahmen:||24 x 20cm|
|Grösse ohne Rahmen:||20 x 15cm|
|Datierung:||1951|
|Zustand:||gut|
Ludwig Bürgel
Ludwig Bürgel (* 27. August 1901 in Wien; † 20. Mai 1980 in Salzburg) war ein österreichischer Maler.
Leben
Ludwig Bürgel wurde als Sohn eines Magistratsbeamten und einer Arzttochter in Wien geboren. Nach Volks- und Bürgerschule startete er, bedingt durch den Vater, der die Familie verlassen hatte, eine kaufmännische Ausbildung und trat in ein Speditionsunternehmen ein. Seine im Kindesalter gewonnene Vorliebe fürs Zeichnen ließ ihn aber nicht mehr los, und selbst sein Chef in der Spedition riet ihm, Kunstmaler zu werden.
Ludwig Bürgel wechselte in die Wiener Kupferdruckerei Aust, erlernte dort das Handwerk und begann selbst Kunstwerke auf Kupferplatten herzustellen. In seiner Freizeit studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Professor Maßmann. 1922 entschloss er sich zur Selbstständigkeit und lebte fortan als freischaffender Künstler.
1926 nahm er den Mädchennamen seiner Mutter an und lernte seine spätere Frau Leopoldine Glock kennen. Die beiden sollten 1928 heiraten. Mit Radierungen österreichischer Landschaften machte er sich schnell einen Ruf als naturalistischer Maler. Der materielle Erfolg ermöglichte den Bürgels den Bau eines Hauses nahe Baden bei Wien.
In dieser Zeit nahm das Paar seine Halbschwester Helene zu sich. Ein Jahr später folgte der eigene Sohn Peter und 1940 noch Tochter Victoria.
Bürgel war während des Zweiten Weltkrieges von Herbst 1944 für die kurze Zeit bis Ende März 1945 als Bürgermeister und Ortsgruppenleiter von Heiligenkreuz eingesetzt. Nach dem Krieg floh Bürgel vor den russischen Besatzern von Wien ins Innviertel und musste dabei sein Haus aufgeben. Erste Ausstellungen nach dem Krieg ermöglichten Ludwig Bürgel aber schnell dort anzuschließen, wo er vor dem Krieg aufgehört hatte. 1949 übersiedelte die Familie nach Seekirchen am Wallersee, wo sich Bürgel nach drei Jahren ein Grundstück an der Bahnhofstraße kaufte und erneut zu bauen begann. 1959 konnte das Haus und Atelier bezogen werden.
Während seiner Zeit in Seekirchen konnte Bürgel den Ruf als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler seiner Zeit untermauern. Zahlreiche Ausstellungen, vor allem in Salzburg und Linz, aber auch international, ermöglichten ihm gut von der Malerei zu leben.
Ludwig Bürgel schuf bis zu seinem Tod am 20. Mai 1980 einige Ölbilder, die bis heute in Sammlerkreisen sehr begehrt sind. Die Verkaufstätigkeit in seinem Atelier führte seine Witwe bis 1997 fort.
Nach Bürgel ist der Ludwig-Bürgel-Weg in Seekirchen benannt.