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J. Hersch und M. Sperber
Der Vortrag unter dem Titel «Anpassung und Widerstand. Politik und Pädagogik bei Jeanne Hersch und Manès Sperber.» wurde am 15. Juni 2010 am Symposium «Ideal, Macht, Utopie» gehalten, das zum 100. Geburtstag von Jeanne Hersch an der Universität Zürich stattfand. Hersch und Sperber verband eine intellektuelle Freundschaft. Biographische Gemeinsamkeiten und Differenzen halten sich die Waage. Einig waren sich beide in der dezidierten Ablehnung der 68er Bewegung.
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Beide wachsen in jüdischen Familien auf und beide leben ein atheistisches Bekenntnis zur jüdischen Tradition. Jeanne Hersch übernimmt diese Form jüdischer Identität von ihren Eltern und wächst offenbar ohne grössere Konflikte in sie hinein. Ganz anders Sperber. Seine ersten Jahre erlebt er in einem ostjüdischen Schtetl, wie es Joseph Roth im Hiob oder Sperber selbst in Die Wasserträger Gottes beschreiben. Seine Umgebung ist chassidisch, seine Familie gläubig. Erst die Toten und das Elend des Ersten Weltkriegs lassen ihn an der Existenz Gottes zweifeln, und sein Atheismus führt ihn in einen nie wieder heilenden Bruch mit seinen Eltern.
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