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Das Ausmass und Anhalten von sozialen Ungleichheiten im Bereich der Gesundheit lässt aufhorchen, insbesondere in Ländern mit hohem Einkommen. Auch wenn die Gesundheit der Bevölkerung in solchen Ländern sich stetig bessert, was unter anderem die immer längere Lebenserwartung bezeugt, bestehen weiterhin grosse Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. In diesem 26. Heft der Akademievorträge zeigt Claudine Burton-Jeangros, Professorin und Leiterin des Departementes für Soziologie der Universität Genf, zuerst auf, wie mit diesen Ungleichheiten im Laufe der Zeit und in verschiedenen Kontexten umgegangen wurde. In einem weiteren Schritt beschreibt sie die verschiedenen Analysen, welche sie im schweizerischen Rahmen über diese Thematik durchgeführt und aufmerksam verfolgt hat: Einerseits hat sie das Zusammenspiel zwischen Gender- und gesundheitlichen Ungleichheiten analysiert, um zu beschreiben, wie sich die beruflichen und familialen Einbettungen der Frauen und Männer verschiedener sozialer Schichten auf ihren Gesundheitszustand auswirken; andererseits hat sie die Thematik auf dynamische Art und Weise betrachtet, indem sie die Lebenslaufperspektive in die Analyse integriert und somit aufgezeigt hat, wie die Ereignisse des sozialen Lebens die Gesundheitsverläufe beeinflussen können.