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Die Fassaden der Bremer Landesbank beziehen sich auf die nordeuropäische Tradition expressiver Ziegelkonstruktionen mit dunklen, hartgebrannten Klinkern, die mittels Stützen, Pfeilern und ornamentalen Friesen das Gebäude mit einer dicken Ziegelhaut bekleiden. Die inneren Unterteilungen der Büros und ein dichtes Tragwerksraster innerhalb der Fassade verleihen der Ansicht einen vertikalen Ausdruck. Die senkrechten Pfeiler sind mit den horizontalen Fassadenelementen verwoben, die die Geschossebenen markieren und dem Fassadenraster mit geschwungenen Ausbuchtungen folgen. Die Pfeiler und die horizontalen Bänder werden nach oben hin feiner und flacher, sie folgen der aufsteigenden Fassade. Die gekrümmten Formziegel beziehen ein weiteres ornamentales Detail in die Fassade ein. Die oberen zwei Geschosse des Gebäudes sind zurückversetzt und mit feineren Lisenen aus unglasierter Keramik verkleidet. Dieser zugleich vertikale, gotische als auch monolithische, feingliedrige Charakter ist eine bekannte Eigenschaft vieler herausragender Gebäude in Norddeutschland und zeigt sich sowohl in der ‘Weserrenaissance’ des Bremer Rathauses und der Stadtwaage als auch im nordischen Expressionismus des Chilehauses in Hamburg.
Pablo Donet ist Mitinhaber von Donet Schäfer Reimer Architekten in Zürich und zusätzlich seit 2017 im Studio An Fonteyne an der ETH Zürich in der Lehre tätig. Von 2011 bis 2016 war er für Caruso St John Architects Projektleiter für die Planung und Ausführung der Bremer Landesbank in Bremen.
Davor betreute er bei Staufer & Hasler Architekten (2009-2011) verschiedene Wettbewerbe und Projekte. Er studierte an der TU Darmstadt (Diplom 2008) und der ETH Zürich.