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Der linksliberale Moon Jae In ist am Mittwoch von der Wahlkommission in Seoul offiziell als Sieger der Präsidentenwahl bestätigt worden. Wie die Agentur Yonhap berichtete, erhielt Moon 41.08 Prozent der Stimmen.
Der Konservative Hong Joon Pyo von der Regierungspartei der abgesetzten Staatschefin Park Geun Hye kam demnach auf 24.03 Prozent der Wählerstimmen, der Mitte-Politiker Ahn Cheol Soo auf 21.4 Prozent. Moon soll noch am Mittag (Ortszeit) als neuer Staatschef Südkoreas vereidigt werden.
Die Wahl stand unter dem Eindruck des Korruptionsskandals um eine enge Vertraute seiner abgesetzten Vorgängerin Park Geun Hye sowie der wachsenden Spannungen im Atomstreit mit der kommunistischen Führung in Nordkorea. Moon will wieder an die Politik der aktiven Annäherung an Pjöngjang unter Südkoreas früheren liberalen Präsidenten anknüpfen.
Moon ist der Sohn nordkoreanischer Flüchtlinge und ein ehemaliger Menschenrechtsanwalt, der einst wegen Protests gegen die Diktatur von Parks Vater Park Chung Hee in Haft sass.
Gratulation aus Washington und Tokio
Die Regierungen in Washington und Japan gratulierten Moon zu seinem Wahlsieg. Die US-Regierung freue sich darauf, «die Allianz zwischen den USA und der Republik Korea zu stärken und die anhaltende Freundschaft und Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern zu vertiefen», erklärte der Sprecher des Weissen Hauses, Sean Spicer.
Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe erklärte, Japan und Südkorea stünden in Ostasien vor gemeinsamen Herausforderungen, allen voran der Konflikt mit Nordkorea. Beide Länder könnten durch ihre Zusammenarbeit «weiter beitragen zu Frieden und Wohlstand in der Region».
Die Beziehungen von Japan und Südkorea sind gespannt wegen Territorialstreitigkeiten und der Zwangsrekrutierung von Frauen während des Zweiten Weltkriegs in von Japan besetzten Gebieten. (sda/dpa/afp)