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Verbreitung
Von den weltweit ca. 850 Zeckenarten ist in der Schweiz vor allem die Schildzecke (Ixodes ricinus, in der Schweiz häufig auch Holzbock genannt) für die Übertragung der Borreliose und anderer Krankheiten verantwortlich. Zecken werden v. a. von Vögeln und Säugetieren verbreitet, die nicht an ein bestimmtes Territorium gebunden sind. Entsprechend gibt es diese Zeckenart – entgegen landläufiger Meinung – überall in der Schweiz.
In tieferen Lagen der ganzen Schweiz sind Zecken viel häufiger als in höheren Lagen, es gibt aber keine scharfe Grenze der Verbreitung nach Höhenlage. Die Anzahl Zecken pro Quadratkilometer schwankt von Jahr zu Jahr je nach Verlauf der Wetterbedingungen. Im Frühjahr und im Herbst ist oft eine Häufung des Vorkommens zu beobachten, aber auch im Winter – sobald die Tagestemperatur auf über 8 Grad Celsius ansteigt – können vereinzelt Zecken auftreten.
Zecken sind zu 25 bis 50% Träger von Borrelien; in gewissen Gebieten ist die Durchseuchungsrate mit Borrelien noch höher. Im Gegensatz dazu ist der FSME-Virus (FSME = Frühsommermeningoenzephalitis) weit weniger häufig. Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) publizierte Karte zeigt die Gebiete in welchen häufiger FSME Krankheitsfälle vorkommen. In diesen Gebieten sind 2–3% der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert; ausserhalb dieser so genannten Endemiegebiete sind aber auch 0.2–0,5% der Zecken Träger des FSME-Virus.