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Beim Vorlesen der Weihnachtsgeschichte das Mikrofon ausgeschaltet
Stadtbeamten in Kitchener im kanadischen Ontario kritisiert. Sie hatten bei einem Weihnachtsfest das Mikrofon abgeschaltet, als eine Seniorin anfing, die Weihnachtsgeschichte aus Matthäus, Kapitel 1 vorzulesen. Dabei war ihre Gemeinde wie im Vorjahr zu der Feier eingeladen gewesen.Zunächst sang das Team der «Trintiy Bible Chapel» mehrere Lieder. Anschliessend begann die Seniorin, die Bibelstelle aus Matthäus, Kapitel 1, Verse 18-25 in deutscher Sprache zu lesen – es handelte sich um einen «German Christkindl Market» (Deutscher Christkindlmarkt). Wie im Vorjahr war die Gemeinde eingeladen gewesen, am Christkindlmarkt vor dem Rathaus teilzunehmen.
«Die Hintergrundmusik wurde durch die Lautsprecher gespielt, um ihre Stimme scheinbar zu übertönen und sie in Verlegenheit zu bringen», schrieb «Trinity Bible Chapel»-Mitarbeiter Will Schuurman auf dem Blog der Gemeinde. Ihm Vorjahr hatte die Gemeinde das gleiche Programm durchgeführt. «Die Stadt freute sich, dass wir wieder dabei waren», sagte auch Pastor Jacob Reaume.
Androhung folgte
Die Stadt habe keine Parameter für das, was gesagt werden könne, festgelegt, fügte die Kirche hinzu. Gegenüber einem lokalen TV-Sender sagten Beamte, dass sie beim «Christkindlmarkt» in dessen 22-jähriger Geschichte noch nie Bibelstellen oder Predigten zum Programm gehört hätten.
Tatsächlich hatte die Lesung und ein dreiminütiger Input bereits zum Vorjahres-Auftritt der Gemeinde gehört, damals wurde die Darbietung noch gelobt. «Wir dachten, dass wenn wir genau das Gleiche tun würden wie letztes Jahr, wir den Vorgaben der Stadt folgen», erklärte Reaume.
Gleich nach dem erneuten Anschalten sei gedroht worden, die Mikrofone wieder stumm zu schalten, wenn aus der Bibel gelesen oder gepredigt würde.
Wie ein Rippenfest ohne Rippchen
Wenige Meter von der Hauptbühne entfernt stand zumindest noch die Krippe, die auf Jesu Geburt hinwies. «Anscheinend ist es beleidigend, auf einem Christkindlmarkt neben einer Krippe von der Geburt Christi zu sprechen», so Schuurman.
Als die Seniorin die Bühne verlassen hatte, konnten wieder Lieder gesungen werden. Doch als Pastor Jacob Reaume erneut auf der Bühne war, wurde das Mikrophon wieder ausgeschaltet. Also sprach er ohne weiter – die Leute kamen näher, um ihm zuzuhören. Als er die Bühne verliess, applaudierte die Menge.
Reaume danach auf Twitter: «Zu sagen, dass man die Weihnachtsgeschichte auf einem Weihnachtsmarkt nicht lesen kann, ist wie zu sagen, dass man beim Rippenfest keine Rippchen kochen darf.»
Reaume weiter: «Was diejenigen betrifft, die Christus von Weihnachten fernhalten wollen, so ist 'der Geist des Herodes' immer noch anwesend. Ich verstehe die Motive dieser Menschen nicht.»
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Datum: 16.12.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Christian Headlines / LifeSiteNews