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|Sonntag, 24. April 2016, Sursee Klosterkirche 17.00 Uhr

KLAVIERTRIO
Ludwig van Beethoven:
Trio op. 11 in B-Dur "Gassenhauer"
Max Bruch:
Johannes Brahms:
aus 8 Stücke op. 83 für Klavier, Klarinette und Violoncello
Trio op. 114 in a-Moll
Benjamin Engeli, Klavier
Bernhard Röthlisberger, Klarinette
Maximilian Hornung, Violoncello
|Ticket-Reservation

Das Trio op. 11 B-Dur ("Gassenhauer-Trio") von Ludwig van Beethoven ist der Gräfin Maria Wilhelmine von Thun, einer Gönnerin Beethovens, gewidmet und entstand im Jahr 1797. Seinen Beinamen "Gassenhauer-Trio" erhielt es aufgrund seines dritten Satzes, dessen Thema aus der komischen Oper "L'amor marinaro" von Joseph Weigl stammt und in dieser Zeit in Wien ein richtiger Schlager war.
Max Bruch war über 70 Jahre, als er seine acht Stücke op. 83 für seinen Sohn Felix schrieb, der ein begnadeter Klarinettist war. Ihre herbstliche Natur widerspiegelt des Komponisten Alter, aber auch die Tatsache, dass seine der Romantik verpflichteten Musik nun immer mehr von innovativen Kompositionstechniken verdrängt wurde. Jedes dieser Kleinode ist ein Charakterstück, auch wenn Bruch ihnen nicht spezielle Titel gegeben hat.
1890 hatte Johannes Brahms beschlossen, nicht mehr zu komponieren. Einzig dem Meininger Klarinettisten Richard Mühlfeld ist es zu verdanken, dass er noch einmal zur Feder griff. Fasziniert vom "eigenartigen Zauber des Klarinettenklanges" (E. Hanslick) arbeitete er ganz im Stillen sein a-Moll-Trio für Klarinette, Cello und Klavier und sein Klarinettenquintett aus. Das Klarinettentrio gilt neben dem Klarinettenquintett als Prototyp des Brahmsschen Spätwerkes; die Musik erscheint wie in ein mildes Licht getaucht, es herrschen eine Abgeklärtheit und Stille, die wie ein sanftes Adieu an die Welt wirken. Trotz leidenschaftlicher Ausbrüche zieht sich eine gewisse Melancholie durch das ganze Werk, schon ganz zu Beginn mit der einsamen Cello-Melodie, ganz speziell aber im Adagio. Der dritte Satz mündet zwischendurch in einen fast Schubertschen Ländler, und das Finale zeigt, wie so oft bei Brahms, Einflüsse aus der ungarischen Volksmusik-Tradition.
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