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Ende des 9. Jahrhunderts gelangte Osterfingen in den Besitz des Klosters Rheinau und wurde 912 erstmals urkundlich erwähnt.
In der damaligen Zeit war der Tisch der Osterfinger Bevölkerung wohl noch nicht so üppig gedeckt wie heute. Damit neben dem üblichen Haferbrei auch noch Gemüse auf den Tisch kam, sorgte die 812 - also genau 100 Jahre zuvor - von Karl dem Grossen (747 – 814) erlassene Landgüterverordnung "Capitulare de villis vel curtis imperII". Mit diesem Erlass wurde zugleich der Grundstein der Agrar- und Gartenbau-geschichte gelegt. In der detaillierten und verbindlichen Verordnung wurde vorgeschrieben, welche Gemüse und Kräuter bzw. Heilkräuter in den Klostergärten und auf den Krongütern anzupflanzen seien. Damit wurde die Versorgung des kaiserlichen Hofes verbessert und sichergestellt.
Um zugleich auch die Ernährungsgrundlage der übrigen Bevölkerung zu verbessern, galt dieser Erlass auch bei der Bewirtschaftung der Bauerngärten.
Etwa zur gleichen Zeit beschrieb Walahfried Strabo (808 – 847), Abt des Klosters Reichenau, im Jahre 827 im "Liber de cultura hortorum" (Von der Pflege der Gärten), auch Hortulus genannt, in Versform 23 ausgewählte Pflanzen. U.a. werden der Fenchel, der Flaschenkürbis oder die Sellerie beschrieben, welche auch auf der Liste der Landgüterverordnung zu finden sind.
Viele dieser "alten" Gemüsesorten haben Jahrhunderte überdauert und werden auch heute noch in unseren Gärten angepflanzt.
Hier einige Beispiele:
Andere alte Gemüse sind etwas in Vergessenheit geraten oder man findet sie nur noch als Dekoration in den Gärten:
Mit der Entdeckung Amerikas gelangten im 16.Jahrhundert "neue" Gemüse nach Mitteleuropa und bereicherten den "heimischen" Speisezettel.
So stammen die Tomate und die Kartoffel – beide gehören zur Familie der Nacht-schattengewächse – aus Südamerika. Sie wurden hier weiterkultiviert und es entstanden immer mehr Sorten, welche für unser Klima besser geeignet sind.
Der Gartenpfad nimmt das 1100 Jahr-Jubiläum zum Anlass, sich mit alten Gemüsesorten, welche schon im Mittelalter angebaut wurden, zu beschäftigen. Es werden entlang des Pfades verschiedene, vor allem etwas "vergessene" Gemüse vorgestellt.
Kommen Sie vorbei und entdecken Sie, was unsere Vorfahren in ihren Gärten angepflanzt haben!
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Dieser eher kleine Garten beherbergt eine Vielzahl an Stauden und Blumen. Ob es sich ursprünglich um eine Mistlegi handelte, welche nach Osterfinger Manier zu einem kleinen Blumenparadies umgewandelt wurde, ist unbekannt.
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Auszug aus dem Schreiben vom Bundesamt für Kultur BAK anfangs September 2012:
"Am 10. September 2012 veröffentlicht das Bundesamt für Kultur zusammen mit den kantonalen Kulturstellen die <Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz> und stellt sie den Medien vor. Das beeindruckende Panorama überlieferter Traditionen und handwerklicher Fertigkeiten zeigt auch Ihr Engagement für die lebendige und vielefältige Pflege unseres immateriellen Kulturerbes. Wir möchten Sie einladen, ab dem 10. September 2012 unter www.lebendige-traditionen.ch die Liste zu besuchen."
Die Seite Bauerngärten in Osterfingen findet sich wie folgt:
www.lebendige-tradionen.ch > Traditionen > Kantone > Schaffhausen > Bauerngärten in Osterfingen
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