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«Wir haben Kontakt mit interessierten und motivierten Investoren», sagte Verwaltungsratspräsident Claude Lattion am Donnerstag zur Nachrichtenagentur sda. Mehr wollte er zu den Investoren nicht sagen.
Man sei nun daran, ein Projekt auszuarbeiten, welches den Betrieb der Bahnen mit erneuerbarer Energie vorsehe. Der Neustart gehe jedoch nicht ohne den Bau von Immobilien, sagte er. «Nach der Annahme der Initiative Weber mussten wir das Konzept überarbeiten.» Eine Internetseite mit dem Logo «Super Saint-Bernard, Vision Clean life» ist jedenfalls im Aufbau.
Paradies für Freerider
Hoffnung schöpften die Walliser 2011, als britische Investoren ihr Interesse bekundeten. Doch diese wollten vor allem ein zweites Verbier mit Luxusunterkünften machen, was überhaupt nicht den Bedürfnissen des Gebiets entsprach. Schliesslich verzichteten die Verantwortlichen auf eine Zusammenarbeit.
Das Skigebiet, das als kleines Paradies für Freerider gilt, hat 27 Kilometer Pisten auf einer Höhe zwischen 2000 und 2800 Metern. Sein Hauptproblem ist seine Abgeschiedenheit – eine Fusion mit anderen Gebieten ist deshalb undenkbar. Bourg-St-Pierre ist die letzte Ortschaft vor dem Grossen Sankt Bernhard.
Erste finanzielle Probleme 1987
Die Bergbahnen des Skigebiets wurden 1963 erbaut. Bereits 1987 tauchten erste finanzielle Probleme auf, und die Gemeinde Bourg-St-Pierre erwarb die Anlage. Kauf und Renovation kosteten vier Millionen Franken.
Als das Bundesamt für Verkehr die Bahnen kontrollierte, schlug die letzte Stunde für das Gebiet: Die Anlagen wurden als ungenügend eingestuft, und die Bewilligung wurde im Dezember 2010 nicht erneuert. 13 Angestellte der Bergbahnen und des Restaurants verloren ihre Stelle. (npa/sda)