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Im deutschsprachigen Kantonsteil besuchen die Schülerinnen und Schüler im 7. bis 9. Schuljahr entweder eine Realschule, eine Sekundarschule oder eine Schule, in der Real- und Sekundarschülerinnen und -schüler gemeinsam unterrichtet werden.
Die Schulen können in den Fachbereichen Deutsch, Französisch und Mathematik Niveauunterricht anbieten. Die Organisation obliegt den Gemeinden und erfolgt in Real-, Sekundar- oder in gemischten Klassen. In den letzten Jahren haben sich im Kanton Bern an den Schulen der Sekundarstufe I verschiedene Modelle etabliert.
Häufige Modelle der Sekundarstufe I PDF, 165 KB, 3 Seiten
Für Real- und Sekundarschulen gelten weitgehend die gleichen Lehrpläne. In der Sekundarschule werden schulisch höhere Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler gestellt als in der Realschule. Den Gemeinden steht es frei, an ihren Sekundarschulen „spezielle Sekundarklassen“ (spez. Sek.) mit erhöhten Ansprüchen zu führen.
Der gymnasiale Unterricht (GYM1) beginnt für die empfohlenen Schülerinnen und Schüler im 9. Schuljahr an einer Maturitätsschule.
Im französischsprachigen Kantonsteil werden die 7., 8. und 9. Schuljahre (la 9e, la 10e et la 11e années scolaire) in Sekundarschulzentren geführt. Die Schülerinnen und Schüler besuchen entweder die "section générale“, die "section moderne“ oder die "section préparant aux écoles de maturité“.
Von den Schülerinnen und Schülern wird auf der Sekundarstufe I zunehmend selbständiges Arbeiten, alleine oder in Gruppen, erwartet. Die Allgemeinbildung wird erweitert und vertieft. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler auf die Wahl einer Berufsausbildung oder einer weiterführenden Schule vorbereitet.
Die Berufswahl der Jugendlichen basiert auf den persönlichen Interessen, Stärken und schulischen Leistungen. Die Schule unterstützt diesen wichtigen Prozess, indem sie entsprechende Themen im Unterricht behandelt. Gemeinsam begleiten die Eltern, die Klassenlehrperson und die Berufsberatungsstelle die Jugendlichen in ihrem Entscheidungsprozess.
Nach der obligatorischen Schule treten die Jugendlichen in die Sekundarstufe II über. Unterteilen lässt sich die Sekundarstufe II in allgemeinbildende und in berufsbildende Ausbildungsgänge.
Zu den allgemeinbildenden Ausbildungsgängen gehören die gymnasialen Maturitätsschulen und die Fachmittelschulen. Sie sind nicht berufsqualifizierend und bereiten auf Ausbildungsgänge auf der Tertiärstufe vor.
In der beruflichen Grundbildung erlernen die Jugendlichen einen Beruf. Sie wird mehrheitlich in Lehrbetrieben mit ergänzendem schulischem Unterricht absolviert. Sie kann auch in schulischen Vollzeitangeboten stattfinden.
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