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Zwei Australier werden in Indonesien zum Tod verurteilt. Die beiden sind in einem letzten Versuch gescheitert, ihre bevorstehende Hinrichtung zu verhindern. Ein Gericht in der Hauptstadt Jakarta wies einen erneuten Berufungsantrag von Andrew Chan und Myuran Sukumaran zurück.
Begründung des Richters Ujang Abdullah: Über Begnadigungen entscheide allein der Präsident. Das Gericht habe folglich keine Kompetenz über das Gesuch zu urteilen.
Gericht hat keine Kompetenz
Präsident Widodo hatte das erste Gnadengesuch der beiden zum Tode verurteilten Drogenhändler im Dezember 2014 ohne Begründung abgelehnt. Die Anwälte der beiden Männer legten daraufhin Beschwerde ein und forderten eine Begründung der Entscheidung. Die indonesische Justiz wies die Beschwerde im Februar aber ab.
Gegen diese Entscheidung legten die Anwälte Berufung ein, die nun jedoch ebenfalls zurückgewiesen wurde.
Die beiden Australier waren die Anführer der Drogenbande «Bali Neun», die wegen des Versuchs, Heroin aus Indonesien zu schmuggeln, 2006 zum Tode verurteilt wurden.
Australien und Indonesien im Streit
Es wird erwartet, dass die Australier gemeinsam mit weiteren Drogenhändlern, darunter Bürger Frankreichs, Brasiliens, Nigerias, Ghanas und der Philippinen, hingerichtet werden.
Der Fall hat zu einem heftigen diplomatischen Streit zwischen Jakarta und Canberra geführt. Auch Frankreich und Brasilien bemühen sich darum, ihre Bürger vor der Hinrichtung zu retten. Mehrere Berufungsanträge von Mitgliedern der Gruppe laufen noch.