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Mayweather bleibt ungeschlagen
07.05.2012 - “Bad Boy” Floyd Mayweather (43-0, 26 K.o.’s, rechts im Bild) bleibt auch im 43. Profikampf ungeschlagen. Beim Kampf in Las Vegas gegen WBA-Halbmittelgewichts-Superchampion Miguel Cotto (37-3, 30 K.o.’s) wurde der 35-jährige Amerikaner aber zum ersten Mal seit Jahren wieder richtig gefordert, auch wenn es am Ende am klaren Punktsieg Mayweathers nichts zu rütteln gab.
Die erste Runde war recht ausgeglichen, dürfte auf Grund der höheren Aktivität aber an Mayweather gegangen sein. Cotto versuchte in der zweiten Runde, seinen Gegner in die Seile zu drängen, es gelang ihm aber nicht, viele nennenswerte Treffer ins Ziel zu bringen. In der dritten Runde kam Cotto jedoch einige Male gut mit der linken Führhand durch, Mayweather blutete fortan sichtbar aus der Nase.
Mayweather konnte in der vierten Runde einige Male mit der um Cottos Deckung herumgeschlagenen Rechten treffen, Cotto kam gegen Ende der Runde mit eigenen Treffern zurück. In der fünften Runde konterte Mayweather recht effektiv von den Seilen, lediglich ein linker Haken von Cotto war voll im Ziel.
In der sechten Runde jagte Mayweather, für ihn eigentlich untypisch seinen Gegner durch den Ring. Auch die siebte Runde war relativ ausgeglichen. In der achten Runde hatte Cotto an den Seilen einige gute Momente, Mayweather musste ungewöhnlich viele Treffer einstecken. Auch die neunte Runde ging an den Puerto Ricaner, der auf den Punktezetteln wieder näher an Mayweather heranzurücken schien.
Mayweather entdeckte jedoch im Schlussviertel den Uppercut, der sich gegen den nach vorne gehenden Cotto als wirksames Mittel erwies. In der elften Runde lief Cotto voll in einen “Check-Hook” von Mayweather hinein, anders als Ricky Hatton, der 2007 durch einen solchen Schlag K.o. gegangen war, steckte Cotto den Treffer aber recht gut weg.
Die klaren Treffer von Mayweather häuften sich aber, Cotto war in der letzten Runde nach einem rechten Haken und einem Uppercut zum ersten Mal auch sichtbar angeschlagen, Mayweather ging aber kein volles Risiko mehr und brachte am Ende einen relativ deutlichen Punktsieg (117-111, 117-111, 118-110) nach Hause. Cotto hatte sich trotzdem recht teuer verkauft, die Enttäuschung beim Puerto Ricaner war nach dem Kampf aber trotzdem so groß, dass er für keine Interviews zur Verfügung stand.
“Das ist ein Pay-per-View-Kampf. Ich will den Fans Spannung bieten”, sagte Mayweather im Interview mit Larry Merchant, mit dem er sich am Vortag wieder versöhnt hatte. “Cotto war ein zäher Gegner. Ich wusste, dass es kein einfacher Fight wird. Ich musste alles geben. Ich habe gegen ihn in seiner Gewichtsklasse gekämpft. Er kam nicht zum Überleben, sondern um zu gewinnen.”
Auf Mayweather kommt am 1. Juni aber nun eine 90-tätige Haftstrafe zu, was den potentiellen Mega-Fight gegen Manny Pacquiao weiter verzögern dürfte. Mayweather gab sich dennoch optimistisch, dass es noch heuer zu dem Showdown kommen könnte. “Ich wollte eigentlich schon heute gegen Pacquiao kämpfen. Bob Arum steht dem Kampf aber im Weg. Die Fans wollen Mayweather vs. Pacquiao sehen, lasst uns den Fans geben, was sie sehen wollen.” Auf die Frage, ob Mayweather bereit sei, von seiner 60-Prozent-Forderung wieder abzurücken, antwortete der 35-Jährige jedoch ausweichend.
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