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Moribana

in der flachen Schale angeordnete Pflanzen

In einem Blumenigel (Kenzan) werden Zweige und Blumen
in bestimmten Längen und Winkeln fixiert. Das fertige
Arrangement bildet eine Harmonie des Gefässes mit den
verwendeten Pflanzen und dem Ort, wo das Ikebana steht.
Im charateristischen Moribana (Kosei-Moribana) wird
die natürliche Gestalt der Zweige respektiert. So
können je nach Art der Zweige aufrechte, geneigte
oder horizontale Formen entstehen. Ergänzt wird die
Grundstruktur der Zweige mit passenden Blumen und
"Begleitern" (kleinere Blumen oder Blätter).
Das bunte Moribana (Shikisai-Moribana) verwendet
Blumen der Saison. Die mannigfaltige Schönheit
der Wiesenblumen und die Farben sind bei dieser
Form ausschlaggebend.
Für beide Arten des Moribana gelten die Regeln
des Prinzips Himmel-Erde-Mensch (ten-chi-jin),
nach dem die drei Hauptlinien die Form des
Arrangements bestimmen. Das Anordnen im Kenzan
ist vorgeschrieben, so dass keine gekreuzten
Stengel und keine zu grossen Abstände entstehen.
In der Schale wird der Kenzan so positioniert,
dass die übrige Wasserfläche richtig zur Geltung
kommt und das Arragement in der richtigen Balance
steht.