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An den kargen trockenen Kalkschutthängen der Rheinschlucht wächst der Erika-Föhrenwald, eine Pflanzengesellschaft, wie es sie in der Schweiz nur selten gibt. Tanne und Buche ist es hier viel zu trocken. Fichten bilden höchstens kümmerliche Exemplare. Die Waldföhre hingegen ist sehr genügsam und anpassungsfähig. Sie gedeiht auch auf äusserst trockenen Standorten mit wenig Bodensubstrat oder sehr nassen Böden, wo andere Baumarten nicht mehr existieren können. Auf solchen Extremstandorten bildet sie offene Wälder mit einer lockeren Baumschicht, durch welche genügend Licht für das Wachstum von Kräutern und Sträuchern dringt. Auch die Erika ist weit verbreitet. Die Erika – auch Schneeheide genannt - ist ein immergrüner Zwergstrauch, der von Januar bis April rosafarbig blüht. Die Schneeheide ist deshalb eine wichtige Bienenweide. Sie wächst auch auf nährsalzarmen Böden.
Im Erika – Föhrenwald finden sich Horste der Niedrigen Segge, einer Grasart mit langen, schlaff ausgebreiteten Blättern. Auch Felsenmispeln kommen vor, die im Frühling feine, weisse Blüten machen, ebenso die dornige Berberitze und der Gemeine Wacholder. Besonders attraktiv machen der Erika – Föhrenwald aber die zahlreichen Orchideenarten, die in ihm gedeihen.