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Die Schweiz wendet das Dublin-Verfahren sehr strikt an. Dieser übertriebene Formalismus gefährdet nicht nur die psychische und die physische Gesundheit der Betroffenen, sie führt auch zu einer Verletzung der Grundrechte und der Rechte der Kinder.
Im Namen der Dubliner Abkommen werden zum Beispiel Familien getrennt, Kranke in ein Land abgeschoben, in dem keine medizinische Versorgung garantiert ist, Kinder mitten im Jahr aus ihrer Schulklasse gerissen, Mütter von Kleinkindern nach Italien ausgeschafft, während der Vater der Kinder in der Schweiz bleibt.
Der Appell der Organisation "Solidarité Tattes" verlangt unter anderem vom Bundesrat, dass er alle Möglichkeiten ausreizt, die ihm die Dublin- Verordnung gibt, um keine Grundrechte und internationale Konventionen über die Rechte der Kinder zu verletzen.