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Orale Blutverdünner zur Vorbeugung von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Personen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste Form einer Herzrhythmusstörung und tritt häufig als Folge von Bluthochdruck oder bestehenden Herzkrankheiten auf. Hierbei können sich Blutgerinnsel bilden, welche Blutgefässe verstopfen und einen Schlaganfall verursachen können. Als vorbeugende Massnahmen kommen blutverdünnende Medikamente zum Einsatz. Hierfür steht eine neuere Wirkstoffgruppe zur Verfügung, die bestimmte Blutgerinnungsfaktoren direkt blockiert. Diese neueren Wirkstoffe werden direkte orale Antikoagulantien (DOAK) genannt. Dieser HTA-Bericht untersucht die Wirksamkeit der DOAK gegenüber herkömmlichen Blutverdünnern wie Vitamin-K-Antagonisten (VKA), unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzenverhältnisses sowie rechtlicher, sozialer, ethischer und organisatorischer Aspekte.
Eine Literaturrecherche sowie der Vergleich verschiedener klinischer Studien zeigt, dass die DOAK in Bezug auf die Gesamtsterblichkeit leicht besser abschneiden als die herkömmlichen indirekt wirkenden Medikamente (VKA). Verbesserungen zeigten sich bei der Verhinderung von Blutungen, während in Bezug auf Schlaganfälle der Unterschied zwischen den Wirkstoffgruppen nur geringfügig ist. Positiv fiel das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die DOAK aus: Der Einsatz der neueren Wirkstoffgruppe (DOAK) ist zwar preislich teurer, er macht dafür aber regelmässige Folgeuntersuchungen überflüssig. Rechtliche, organisatorische, soziale oder ethische Probleme wurden nicht beobachtet.
Der HTA-Bericht kommt zum Schluss, dass der Einsatz der DOAK bei leicht verbesserter Wirksamkeit vor allem Kostenvorteile mit sich bringt.