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Wenn es dann einmal fertig ist, sieht es von Weitem tatsächlich aus wie ein Biotop. Die Rede ist von einer sogenannte SABA - einer Strassen-Abwasser-Behandlungs-Anlage. Eine solche Anlage wurde in Bern an der Bolligenstrasse gebaut. Schweizweit gibt es mehrere solcher Anlagen, die in mehrerer Hinsicht gut ist für die Umwelt.
Pflanzen am Rand, eine Kiesstrasse rings herum und im Innern des späteren Tümpels werden noch Schilfpflanzen eingesetzt. Die Ähnlichkeit mit einem Biotop wird nicht mehr von der Hand zu weisen sein. Trotzdem ist es viel mehr als ein Biotop, welches dann später Wasserläufern, Fröschen, Libellen und anderen Tieren eine Heimat bieten wird.
"Es ist ein ausgeklügeltes Reinigungssystem für Regenwasser, das von der Strasse kommt", sagt der zuständige Projektleiter von Emch&Berger, Christian Teuscher. "Wie der Name schon sagt, reinigt diese Anlage das Regenwasser, welches von der Strasse via Schachtsystem aufgefangen wird."
Gereinigt wird das Wasser dann mit einem mehrschichtigen Filtersystem aus Sand und Kies. "Ganz am Anfang steht ein sogenanntes Absetzbecken. Dort geschieht die erste Grobreinigung. Rein physikalisch. Sprich, leichte Sachen schwimmen oben auf und können abgeschöpft werden und schwerer Schmutz sinkt zu Boden und wird dann periodisch abgesaugt." Das saubere Wasser läuft dann über Rohre weiter in das grosse Becken, das "Biotop".
"Vor allem das Schwermetall ist für die normale Abwasserreinigung ein Problem", sagt Teuscher. "Dazu kommt, dass die Abwasserreinigung ARA auch das Siedlungsabwasser reinigen muss. Dieses Wasser kommt immer. Heisst, wenn es dann stark regnet, fliesst zusätzlich extrem viel Wasser von den Strasse in die ARA, die diesen Anstieg kaum bewältigen kann. So hilft die SABA eben auch, die ARAs zu entlasten."
Das Schwermetall ist natürlich auch in der SABA ein Problem. Dieses bleibt im Sand und im Kies hängen. "Alle 10 - 20 Jahre wird dann dieser Sand ausgetauscht und das kontaminierte Material wird sortiert und entsprechend entsorgt. So gelangt es nicht in die Umwelt."
So funktioniert eine SABA