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Über Schwermetallbelastung wird zunehmend gesprochen. Im Vordergrund steht dabei häufig das Amalgam (Quecksilber). Zunehmend an Bedeutung gewinnen heute aber Aluminium, Platin (Automobil-Katalysatoren) und Cadmium, während die Gefahr einer Bleibelastung langsam abnimmt. Diese toxischen Mineralien werden dank des sauren Regens im Boden löslicher, sofern dem Boden der Basenpuffer fehlt, und somit von den Pflanzen besser aufgenommen.
Die Gefahr der Schwermetallbelastung besteht darin, dass im Zentrum der verschiedenen Enzyme, welche alle Stoffwechselvorgänge erst möglich machen, immer ein Metallion sitzt. Schwermetalle haben die Tendenz, die richtigen Metallionen in diesen Enzymen zu verdrängen.
Dann funktionieren diese Enzyme nicht mehr richtig, und die ganze Stoffwechseltätigkeit ist somit eingeschränkt.
Da in sehr vielen Enzymen Zink das zentrale Metallion darstellt, fördert ein Zinkmangel natürlich die Gefahr einer Schwermetallvergiftung. Bei Zinkmangel versucht der Körper sich teilweise dadurch zu schützen, dass er das ebenfalls zweiwertige Kupfer anstelle von Zink in die Enzyme einbaut.
Mehr als achtzig Prozent aller Erwachsenen haben Amalgamfüllungen im Mund. Amalgam besteht je zur Hälfte aus Quecksilber und einer Mischung aus Silber, Zinn, Kupfer und geringen Mengen anderer Metalle. Da Quecksilber das einzige Metall ist, das bei Zimmertemperatur flüssig ist, lässt es sich mit den anderen, pulverisierten Metallen zu einer knetbaren Masse vermischen und so in das Zahnloch füllen.
In Amalgam ist Quecksilber normalerweise in metallischer Form fest eingebunden. Bricht eine Ecke der Füllung ab und wird verschluckt, so wird das darin enthaltene Quecksilber nicht vom Körper aufgenommen, sondern als Metallkügelchen über den Magen-Darm-Trakt ausgeschieden.
Anders sieht es bei der täglichen Belastung des Amalgams durch das Kauen aus. Hier entsteht ein sehr feiner Abrieb. Daraus wird Quecksilber frei, welches entweder verschluckt oder inhaliert und damit aufgenommen wird. Zusätzlich gefördert wird die Quecksilberfreisetzung durch den Verzehr saurer Nahrungsmittel wie zum Beispiel Zitrusfrüchte.
Einmal vom Körper aufgenommen, wird Quecksilber nur sehr langsam wieder abgegeben: es dauert ungefähr 18 Jahre bis die Hälfte des aufgenommenen Quecksilbers vom Körper wieder eliminiert wird.
Wir weisen die Schwerbelastung des Körpers mit einer Urinuntersuchung nach. Die häufig gefundene Ausscheidung von Kupfer ist dabei eben nicht das Zeichen einer Kupferüberlastung, sondern das Zeichen eines Zinkmangels und zeigt somit die Gefahr einer Schwermetallbelastung.
Werden toxische Metalle wie Quecksilber, Aluminium, Platin, Cadmium oder Blei gefunden, ist die Situation klar, und eine Ausleitung dieser Metalle hat höchste Priorität.
Wenn wir im Spontanurintest keine Metallausscheidung finden, heisst das nicht, dass keine Belastung besteht, sondern nur, dass keine Schwermetalle ausgeschieden werden. Es könnte ja sein, dass Ihr Grundsystem die toxischen Metalle speichert.
Aus einem negativen Spontanurintest dürfen wir also nicht den Schluss ziehen, dass alles normal sei. In diesem Falle ist es nötig, dass wir mit einem Chelatbildner (Mercuval 300 mg) wie mit einem Magnet versuchen, allfällig gespeicherte Schwermetalldepots aus dem Grundsystem zu mobilisieren. Erst wenn wir dann keine toxischen Metalle finden, sind wir sicher, dass keine Belastung durch giftige Metalle besteht.
Ich verzichte auf die intravenöse Gabe von Mercuval, obwohl dies quantitativ exaktere Resultate ergibt. Für mich ist nämlich nicht wichtig, ob viel oder sehr viel Schwermetall gespeichert wird. Für das weitere Vorgehen reicht mir zu wissen, dass eine Schwermetallbelastung besteht.
Wenn die Schwermetalle auch nicht an allen ihnen zugeschriebenen Folgen wirklich schuld sind, ist es doch sehr wichtig, dass sie ausgeleitet werden. So lange sie nämlich im Körper verbleiben, können sie jeden Behandlungsversuch blockieren.
Um die Aussagekraft der Untersuchung zu optimieren, ist es notwendig, dass Sie drei Tage vor der Testdurchführung auf die Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten verzichten.
Am Tag des Testes und an den zwei darauf folgenden Tagen sollten Sie die Ausscheidung über die Nieren unterstützen und 2 bis 3 Liter Wasser trinken.
Hier stehen uns verschiedene Testverfahren zur Verfügung: RAC (Testmethode der Störfelddiagnostik), Biotensor und Kinesiologie.
Sollte Ihr Schwermetalltest positiv ausfallen, so steht nicht die Überweisung zu einem Zahnarzt an erster Stelle, denn wir haben ja die Speicherung des Schwermetalls in Ihrem Körper nachweisen können. Somit muss als erstes das Schwermetall aus dem Körper eliminiert werden, wodurch die Blockaden beseitigt und die Regulationsfähigkeit des Organismus wieder hergestellt werden. Selbstverständlich ist zu einem späteren Zeitpunkt die Zahnsanierung empfehlenswert.