Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03120.jsonl.gz/908

Die Schweizer Bauernfamilien bauen verschiedene Brot- und Futtergetreide an. Zu den Brotgetreiden gehören Weizen, Roggen und Dinkel, zu den Futtergetreiden Futterweizen, Gerste, Hafer, Triticale (eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) und Mais.
Die Getreideflächen haben in der Schweiz wegen der mangelnden Rentabilität in den letzten Jahren stark abgenommen. Der Weizen ist mit einer Anbaufläche von 83'000 Hektaren Brot- und Futterweizen die klare Nummer eins der Getreidearten in der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgen Gerste, mit knapp 27'000 Hektaren das wichtigste Futtergetreide, und Körnermais. Die Erträge pro Fläche sind dank besserer Sorten und dem technischen Fortschritt gestiegen.
Die neu gezüchteten Sorten sind zudem resistenter gegen Krankheiten, weshalb der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden kann. Der Anbau ohne Pflanzenschutzmittel gegen Krankheiten oder Schädlinge macht in der Schweiz 32 Prozent des Futtergetreides und 64 Prozent des Brotgetreides aus. Dieses umweltschonend produzierte Getreide nennt man Extenso-Getreide.
Die Getreidekörner sind sowohl für Menschen wie für Tiere wichtige Nährstofflieferanten. Weichweizen, Dinkel und Roggen liefern das Mehl für die Herstellung von Broten und anderen Backwaren. Aus Gerste, Triticale und Mais werden hochwertige Futtermittel für die Tierernährung hergestellt. Hafer dient sowohl der menschlichen Ernährung (z.B. Haferflocken) wie auch als Futtermittel. Aus Hartweizen, der in der Schweiz kaum angebaut wird, werden Teigwaren hergestellt.