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Ein Klient kam wegen einer diagnostizierten Pollenallergie zu mir, die ihn den gesamten Sommer heftig plagte.
Die klassischen Symptome, wie tränende Augen, verstopfte Nase und verschlossener Hals hatten bei ihm eine Stärke zwischen 8 und 10 (auf Skala von 1 bis 10).
In der gemeinsamen Arbeit kam er bei der Ursachenfindung als erstes an ein Ereignis im Alter von 6 Jahren: Er fuhr mit einem Fahrrad über eine Wiese und litt währenddessen unter ähnlichen Symptomen wie den oben beschriebenen.
„Bist Du sicher, dass Du beim allerersten Ereignis bist?“, fragte ich ihn. Er antwortete mit einem Nein.
Also begleitete ich ihn weiter zurück in die Vergangenheit: Er sah sich plötzlich als Zweijähriger mit seinem Vater in einer Kirche. Auf meine Frage, was er dort wahrnahm, sagte er nur: Blumen auf dem Altar!
Es stellte sich schnell heraus, dass er mit dem Vater in der Kirche war. Beide wollten für die Mutter beten, die mit einer schweren Krankheit im Krankenhaus lag.
„Gibt es etwas, das Du mit dieser Situation und den Blumen vor Augen assoziierst?“, fragte ich ihn.
„TOD“, antwortete er, wie aus der Pistole geschossen. Genau darin lag die Lösung.
Die Gedanken an einen möglichen Tod der Mutter stimmten ihn als Kind traurig und erzeugten die typischen Reaktionen, wie Weinen, Schluchzen und verstopfte Nase. Verknüpft mit dem visuellen Schlüsselreiz „Blumen auf dem Altar“ führte dies zu der massiven allergischen Reaktion, die ihm über 30 Jahre lang das Leben schwer machte.
Da wir nun den Kern seiner Beschwerden erkannt hatten, konnten wir die Situation punktgenau klären und die dysfunktionale Verknüpfung lösen. Anschließend waren alle Symptome dauerhaft verschwunden.
Symptome, mit denen sich dieser Mensch, im Laufe von mehr als 30 Jahren, fast immer zur selben Zeit konfrontiert sah.