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Die EU-Kommission droht Microsoft schon wieder mit einer saftigen Geldstrafe. Die Exekutive der EU teilte heute mit, dass der Redmonder Softwarehersteller die von den europäischen Wettbewerbshütern im März 2004 verhängten Auflagen nur unzureichend erfüllt habe. Microsoft weist diese Vorwürfe zurück.
Vor drei Jahren verhängte die EU eine Strafe über 497 Millionen Euro gegen Microsoft mit der Begründung, der Softwareriese missbrauche seine marktbeherrschende Stellung. Microsoft solle den Konkurrenten Informationen zu den Software-Schnittstellen geben, damit diese ihre Produkte auf das Betriebssystems Windows anpassen können. Microsoft war jedoch bisher nicht bereit, die Informationen kostenlos weiterzugeben. Der Preis, den Microsoft verlangt, sei überhöht, sagt die EU-Kommission.
Vergangenen Sommer erhielt Microsoft eine zweite Busse
in der Höhe von 280,5 Millionen Euro wegen Nichteinhaltung der Auflagen, obwohl gegen den Entscheid vom März 2004 noch ein Verfahren in erster Instanz läuft. Wie hoch die neue Busse sein wird, ist noch nicht klar. Es ist die Rede von einer rückwirkenden Busse zum 1. August von 3 Millionen Euro täglich. Demnach könnte eine Strafe von gut 600 Millionen Euro herauskommen. Microsoft hat nun vier Wochen Zeit, auf die neuen Vorwürfe zu reagieren. (mim)