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Wer sich fragt, was die Interessenorganisation der Schweizer Fleischindustrie, Proviande, mit den Millionen an Staatsgeldern, die sie jährlich kassiert, eigentlich alles anstellt, dem haben wir hier ein Beispiel:
Die neuste von Proviande gesponserte Publireportage auf Schweizer Medienportalen, die fast schon satirisch anmutet. Darin wird verkündet, dass Muskelfleisch männlich mache: „Ein Stück Fleisch auf dem Teller bedeutet, aus dem Kampf mit der Natur als Sieger hervorgegangen zu sein.“ Experimente hätten gezeigt, dass Fleisch als männlicher betrachtet werde als Gemüse.
Aus der symbolischen Verknüpfung von Fleisch und Männlichkeit zu schliessen, dass Fleisch tatsächlich männlicher macht, ist völliger Irrsinn.
Weiter werden in dem bezahlten Artikel vermeintliche Horrornachrichten verbreitet wie: „Für die gleiche Menge Eiweiss [wie in 100 Gramm magerem Rindfleisch enthalten] müsstest du rund ein Viertel Kilogramm Joghurt essen. Oder 300 Gramm Tofu.“ Es liegt wohl kaum im öffentlichen Interesse, daß der Staat die Verbreitung solchen Unsinns finanziert.