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In den letzten beiden Jahren ereigneten sich in der Schweiz die beiden schweren Flugunfälle von Nassenwil und Bassersdorf. Bei Überlingen (Deutschland) kollidierten im Juli dieses Jahres zwei Grossflugzeuge in dem von Deutschland an die Schweizer Flugsicherung Skyguide delegierten grenznahen Luftraum. Die Diskussionen um die Ereignisse haben das UVEK bewogen, ein unabhängiges ausländisches Institut mit der Erstellung eines umfassenden Berichts über die Sicherheit in der schweizerischen Zivilluftfahrt zu beauftragen.
Der Bericht soll überprüfen. ob alle Protagonisten (Fluggesellschaften, Landesflughäfen, Flugsicherung, BAZL, BFU, UVEK) des schweizerischen Luftverkehrs ihre sicherheitsrelevanten Funktionen wahrnehmen. Insbesondere soll untersucht werden, ob die Rollenverteilung richtig ist, wie die verschiedenen Protagonisten ihre Aufgaben wahrnehmen, ob die Schnittstellen adäquat sind und ob der Informationsaustausch sichergestellt ist. Ebenfalls soll untersucht werden, ob die Unabhängigkeit sichergestellt ist und ob die Aufsichtsfunktionen korrekt wahrgenommen werden. Zudem sollen die Wahrung der Eignerinteressen des Bundes gegenüber Skyguide und die organisatorische Eingliederung des BFU überprüft werden.
Der Bericht soll mittels Empfehlungen aufzeigen, wie die Sicherheit, Effizienz und Effektivität in der schweizerischen Zivilluftfahrt gesteigert werden können. Der Bericht wird im Mai 2003 erwartet.Das seit über 80 Jahren existierende, 1937 aus dem niederländischen Staatswesen ausgegliederte NLR-Institut verfügt über grosse und anerkannte Erfahrung im Bereich der Luftfahrt. Ein internationales Netzwerk, vollständige Unabhängigkeit und Erfahrung bei der Erstellung von Expertisen im Luftfahrtwesen zeichnen NLR weiter aus. NLR wurde unter 30 für die Erstellung der Expertise angefragten Unternehmungen evaluiert.