Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/130666

<h2>SubmittedText<h2><p>Die EU diskutiert den Entwurf einer Richtlinie zur Energieeffizienz. Dieser enthält ein Anreizsystem für Energieeffizienz. Energieverteiler sollen jährlich Energieeinsparungen in Höhe von 1,5 Prozent ihres im Vorjahr realisierten Energieabsatzvolumens nachweisen. Verkäufer profitieren, wenn sie Energieeinsparungen erzielen.</p><p>- Prüft der Bundesrat dieses Instrument im Rahmen seiner Energiestrategie?</p><p>- Welche Voraussetzungen müssten geschaffen werden, um ein solches System in der Schweiz einzuführen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die EU hat am 22. Juni 2011 den Entwurf einer neuen Energieeffizienzrichtlinie vorgelegt. Danach hat jeder Mitgliedsstaat ein verpflichtendes System zur Erhöhung der Energieeffizienz umzusetzen. Dieses System muss sicherstellen, dass entweder alle Energieverteiler oder alle Energielieferanten jährliche Energieeinsparungen in der Höhe von 1,5 Prozent ihres Energieabsatzes (in Kilowattstunde) tätigen. Die Energieeinsparung soll dabei bei den Endkonsumenten erfolgen. Die Mitgliedsstaaten entscheiden selbst über die konkrete Ausgestaltung des Systems.</p><p>Der Bundesrat prüft in den Arbeiten zur Energiestrategie 2050 verschiedene Modelle zur Erhöhung der Energieeffizienz und Einbindung der Energieversorgungsunternehmen. Diese müssen sowohl in einem teilweise als auch vollständig liberalisierten Markt anwendbar sein. Zudem müssen sie der Schweizer Branchenstruktur von rund 800 Energieversorgungsunternehmen entsprechen. Geprüft werden u. a. verbindliche Effizienzziele für Energieversorgungsunternehmen (inklusive Sanktion und Bonus) und die Entkopplung des Gewinns von der abgesetzten Menge, progressive Stromtarife und weisse Zertifikate (handelbare Einsparungen). Der Bundesrat wird geeignete Modelle zur Erhöhung der Energieeffizienz mit der Energiestrategie 2050 im Herbst 2012 in die Vernehmlassung schicken.</p>