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Ich spaziere am Schanzengraben entlang, der süsslich aufdringliche Geruch blühender Büsche dringt in die Nase, vom Wasser schwappt türkisfarbene Kühle auf den Gehweg hinauf. Unterarmlange Fische gleiten träge durchs Wasser wie stromlinienförmige, geschuppte Schatten. Von den umliegenden Strassen tönt das gleichmässige Brummen des Verkehrs heran, aus dem immer wieder das Aufheulen eines Motors heraussticht.
Bei einer der Türen der Kirche St. Peter liegt ein Obdachloser schlafend zwischen einem Durcheinander aus Decken und Taschen, über ihm ist ein Spruch in Latein in den Stein gemeisselt. Durch die dicken Holztüren dringt gedämpfte Barockmusik wie eine Erinnerung aus einer längst vergangenen Zeit.
Am Hintereingang des Bürogebäudes stehen sie bereit, mit blauen Gummihandschuhen und Masken und einem Gemisch fremder Sprachen. Um genau 18:30 öffnet sich die Tür, jetzt wo die Anzugträger*innen im Feierabend sind, um den Putztrupp seine Arbeit machen zu lassen.