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Das Wetterphänomen El Niño brachte 2015 eine grosse Dürre über weite Teile Afrikas, auch über Äthiopien. Gemäss der äthiopischen Regierung waren 2016 10 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Es ist nicht unwahrscheinlich, das solche Krisen sich zu weiteren sozialen Problemen ausweiten können und insbesondere Frauen und Mädchen schwer treffen können. Aus diesem Grund hat Oxfam nach einer Studie zum Thema Gender und staatliche Notfallsituationen aufgerufen. Es wurde herausgefunden, dass ob Mann oder Frau, Mädchen oder Knabe alle von der Dürre geschädigt sind, jedoch unterschiedlich stark. Die Gruppe der am stärksten von Mangelernährung Betroffenen in Äthiopien beinhaltet insbesondere schwangere, stillende Frauen, Kinder und alte Menschen. Neben der generellen beeinträchtigten Verträglichkeit der Nahrung bei Kindern, sind Frauen stärker betroffen als Männer, was auf soziale Strukturen zurückzuführen ist, da sogar schwangere Frauen in der Nahrungsverteilung im Haushalt gegenüber den Männern benachteiligt sind. Um dieser Benachteiligungen entgegenzuwirken empfiehlt die Studie, dass die humanitäre Hilfe diese Ungleichheit wahrnimmt und genderspezifische Güter verteilt wie zum Beispiel Babynahrung oder komplementäre Nahrung für Schwangere und Alte.