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Es war der wohl skandalösteste Prozess des Jahres. Nun liegt das Urteil im Gerichtsfall Johnny Depp, 57, gegen die englische Boulevardzeitung «The Sun» vor. Und gemäss diesem darf der amerikanische Schauspieler offiziell als «Frauenschläger» bezeichnet werden.
Der Prozess am Gericht in London artete danach in einer wochenlangen Schlammschlacht aus. Während Heard erzählte, sie habe Todesangst vor Johnny gehabt, er habe sie mehrfach geschlagen und gewürgt, sagte Depp, er sei in der Beziehung selber Opfer von psychischer und physischer Gewalt seitens Amber geworden.
Aussagen entsprechen im Wesentlichen der Wahrheit
Das Gericht glaubte Amber und geht davon aus, dass 12 der 14 von ihr geschilderten Gewalttaten sich entsprechend ihren Erzählungen ereignet haben. Damit hat sich «The Sun» keiner Straftat schuldig gemacht. «Es wurde bewiesen, dass die Aussagen in dem Artikel im Wesentlichen der Wahrheit entsprachen», sagt Richter Sir Andrew Nicol, 69.
Die beiden beteiligten Parteien dürfen sich nun noch schriftlich zum Urteil äussern. Aufgrund der Corona-Pandemie fand zur Verkündung des Entscheides kein Termin statt, sondern der Gerichtsbeschluss wurde virtuell überliefert.
Doch der Rosenkrieg zwischen Depp und Heard dürfte damit allerdings noch nicht vorbei sein. In den USA hat Johnny seine Ex-Frau nämlich wegen Verleumdung angeklagt. Ihr Anwaltsteam zeigt sich bereits siegessicher. So sei schon der Ausgang im Prozess gegen «The Sun» «keine Überraschung» gewesen, wie es in einem Statement verkündet.
Zum nun anstehenden Prozess sagen sie: «Bald werden wir in den USA vor Gericht noch mehr Beweise vorlegen, um Gerechtigkeit für Amber zu erlangen.»