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Die Schweiz will bis 2050 Netto-Null Emissionen erreichen. Dazu muss die Versorgung mit Komfortwärme (Raumwärme und Warmwasser) bis 2050 zu 100 Prozent CO2-neutral werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der rasche Ausbau der thermischen Netze und der saisonalen Wärmespeicherung.
Wärmespeicher werden in der Schweiz zurzeit vor allem verwendet, um Lastspitzen zu brechen, die Regelung zu vereinfachen (hydraulische Entkoppelung) und den Tagesgang auszugleichen. Ab einer ausreichenden Grösse des thermischen Speichers kann Wärme auch saisonal gespeichert werden.
Nicht vermeidbare Abwärme aus der Kehrichtverbrennung, aus Kälteanwendungen oder anderen industriellen Prozessen oder auch sommerliche Überschusswärme aus Sonnenenergie oder der Tiefengeothermie können Dank der saisonalen Wärmespeicherung für den Winter gespeichert werden. So kann der Verbrauch von anderen Energien (Biogas, Erdgas, Heizöl oder Strom) im Winterhalbjahr gesenkt werden. Im Falle einer Wärmepumpen-Heizung kann die saisonale Wärmespeicherung auch zur Effizienzsteigerung verwendet werden.
Heute sind saisonale Wärmespeicher nur in wenigen Fällen wirtschaftlich interessant, weil fossile Energieträger für die Spitzenlastabdeckung in thermischen Netzen nach wie vor günstiger sind. (Aktuelle Preisentwicklungen aufgrund der geopolitischen Lage sind bei dieser Betrachtung nicht berücksichtigt). Hohe Energiepreise im Winter erhöhen die wirtschaftliche Attraktivität der saisonalen Wärmespeicher.