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Bis Mitte Januar war es eine erfolgreiche Saison für mich, nach den guten Testrennen in Finnland, dem Podestplatz zum Saisonbeginn im Goms über 15km Klassisch, den beiden Weltcupeinsätzen in Davos und Asiago und dem 4. Platz an der Schweizermeisterschaft konnte ich zufrieden sein. Dann erwischte mich jedoch wiederum ein Virus, der mich mehrere Wochen flach legte. Ende Januar an der U23 WM, als der Virus schon in mir war, ich es aber noch nicht wusste, lief es für mich überhaupt nicht. Ich hatte ein schlechtes Gefühl und fühlte mich Energielos. Im Sprint sprang dennoch der 25. Platz raus, was allerdings das einzige akzeptable Resultat war. Im 30km Skiathlon musste ich mich schon nach 8km 2 Mal übergeben und fühlte mich extrem kraftlos. Am nächsten Tag, bei einer Blutkontrolle kam dann heraus, dass ein Virus in meinem Körper ist. Dieser zwang mich, bis ende Februar zu pausieren. Ende Februar stieg ich dann wieder mit dem Volkslauf St.Cassian ins Wettkampfgeschehen ein und konnte dieses auch gleich gewinnen. Das Gefühl war wieder besser. Eine Woche später beim Swiss Cup in Silvaplana fühlte ich mich wieder ein wenig schlechter, dennoch war ich beim Klassisch Rennen als 4. nah am Podest dran. Dann stand auch schon der Engadin Skimarathon an, auf dieses Rennen freute ich mich riesig, weil ich zum ersten Mal seit 3 Jahren wieder am Start stehen konnte. Bei herrlichem Wetter und perfekten Schneebedingungen konnten fast 13000 Teilnehmer den diesjährigen Engadiner geniessen. Ich fühlte mich gut und konnte immer mit der Spitze mithalten. In Zuoz, kurz bevor die Golanhöhen begannen befand ich mich unter den ersten 15 Läufern. Beim ersten Anstieg in Zuoz drängte mich leider ein anderer Athlet von der Strecke und ich verlor 10-15 Plätze. Bis ins Ziel konnte ich mich wieder etwas nach vorne schieben und beendete das Rennen auf dem 21. Platz mit nur 20 Sekunden Rückstand auf den Sieger Anders Gloersen. Letztes Wochenende fand das Europacup Finale im Valdidentro statt, dieses war eine sogenannte Mini-Tour welche aus 3 Rennen bestand. Am Freitag ein Skating Prolog über 3.3km, Samstag ein 15km Klassisch und am Sonntag ein 15km Skating Rennen mit Verfolgungsstart mit den Rückständen der zwei vorhergehenden Wettkämpfe. Der Skating Prolog war in Ordnung, die Zeitabstände waren eng. Am Samstag wollte ich dann angreifen, doch für mich war es vorbei bevor es überhaupt begonnen hatte. Beim einlaufen krachte ich mit einem Österreicher frontal zusammen. Das Einlaufareal war klein und stark frequentiert, zudem standen noch viele Athleten herum. Als ich zu einem Steigerungslauf ansetzte kam der Österreicher die Steigung hinunter, wir sahen uns im letzten Moment und wichen beide auf die gleiche Seite aus wobei es ordentlich krachte. 3 Stöcke gingen direkt zu Bruch und beide blieben für längere Zeit am Boden liegen. Der Österreicher musste sogar vor Ort abtransportiert werden und landete direkt im Spital. Ich konnte alleine aufstehen, war allerdings ziemlich verwirrt. Trotzdem wollte ich versuchen das Rennen in Angriff zu nehmen, ich merkte allerdings von Anfang an einen Druck in meinem Kopf, der immer stärker wurde. Nach 8km musste ich leider aufgeben, weil ich nur noch verschwommen sah und der Druck im Kopf einfach zu gross war. Zur Sicherheit wurde ich dann auch noch ins Spital transportiert, wo Bilder von meinem Nacken/Hals und von meinem Gehirn gemacht wurden. Dabei kam nichts auffälliges ans Licht und es ist davon auszugehen, dass ich eine leichte Hirnerschütterung erlitten habe, die aber nicht weiter schlimm ist. Leider war das Wochenende für mich damit beendet.
Nächstes Wochenende findet nun noch der zweite Teil der Schweizermeisterschaft mit einem Skating Sprint und dem 50km Skating statt. Ich hoffe auf einen guten Abschluss.