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Dieses Jahr tritt? die neue EU-Chemikalienverordnung REACH? in Kraft. Die Einführung erstreckt sich dann über mehrere Jahre. Die Kosten zur Prüfung von Rohstoffen werden enorm hoch sein. Dies wird einerseits dazu führen, dass sich in Europa die Rohstoffe massiv verteuern, denn diese Kosten müssen natürlich auf den Kunden überwälzt werden. Andererseits wird sich der Prüfaufwand aber für viele spezielle Rohstoffe nicht lohnen, sie werden also aus der Produktionsliste gestrichen.
Für die Lackindustrie heisst dies, dass gewisse Effekte in Europa nicht mehr erzielt werden können. Die heutige Globalisierung wird es den grösseren Firmen ermöglichen, diese Rohstoffe in Asien herzustellen und auch dort zu verarbeiten. Als fertig lackiertes Werkstück gilt dies dann nicht mehr als Chemikalie und kann nach Europa importiert werden. Für diejenigen Rohstoffe, deren verarbeitete Menge die teure Anmeldung lohnt, muss in Europa mit deutlich höheren Preisen gerechnet werden, was dann die Konkurrenzfähigkeit gegenüber Asien trotzdem noch weiter schmälert, als es bei den unterschiedlichen Lohnniveaus heute schon der Fall ist.
Die verschiedenen Brüsseler Gremien haben offenbar noch gar nicht begriffen, dass nicht nur ein paar Hundert oder Tausend Arbeitsplätze in der Lackindustrie überflüssig werden, sondern dass im grossen Stil Millionen Arbeitsplätze nach Asien exportiert werden. Dort freut man sich natürlich über die guten Zukunftsaussichten, die ihnen auf Kosten von Europa gewährt werden. Europa schaufelt sich sein Grab selber und auch die Schweiz steht da nicht abseits, da nicht geprüfte Chemikalien auch nicht über europäisches Land transportiert werden dürfen, also die Schweiz nicht erreichen.