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Pflanzenkohle wurde früher in Europa häufig eingesetzt. Aufgrund des Einsatzes von Kunstdüngern hat man die sogenannte Terra Preta nicht mehr eingesetzt.
Forscher von Europa haben die Terra Preta in den 60er Jahren wiederentdeckt. Dabei konnten sie sich kaum erklären, wie auf dem eigentlich kargen Regenwaldboden eine so fruchtbare Erde entsteht. Die südamerikanischen Ureinwohner hatten den Boden mit einem kompostierten Gemisch aus Pflanzenresten und anderen Abfällen wie Knochen oder Gräten, Mist, menschlichen Fäkalien und Kohle angereichert. Damit haben sie auf eine natürliche Weise eine sehr fruchtbare Mischung für das Pflanzenwachstum hergestellt.
Die Pflanzenkohle unterscheidet sich von der herkömmlichen Holzkohle, welche beim Grillieren eingesetzt wird. Das Ausgangsmaterial der Pflanzenkohle sind unbehandelte Holzhackschnitzel.
Pflanzenkohle wird unter Luftabschluss bei Temperaturen zwischen 400°C und 600°C hergestellt. Unter diesen Prozessbedingungen wird vorwiegend Wasser abgespalten, wobei Pflanzenkohle, Synthesegas und Wärme entstehen. Die Mineralstoffe der ursprünglichen Biomasse werden in den Poren und an der Oberfläche der Pflanzenkohle gebunden. Die Holzverbrennung bei offenem Feuer führt im Gegensatz dazu zu Asche. Diese Asche besteht aus mineralischen Reststoffen, welche die positiven Eigenschaften von Pflanzenkohle nicht beinhaltet.
Die Nutzungs- und Verwendungsmöglichkeiten von Pflanzenkohle in der Landwirtschaft sind sehr vielfältig. Die Pflanzenkohle wirkt pH – alkalisch bei ca. pH 7,0 bis 8,0. Eine gute Pflanzenkohle besteht aus möglichst geringen PAK Werten. Das Produkt kann mehrfach genutzt werden: beim Tier als Nahrungsmittel, um Mykotoxine und andere giftige Stoffe im Magen zu binden. Durch die stabilisierende Wirkung in der Fütterung sind weniger Antibiotikaeinsätze notwendig.