Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03204.jsonl.gz/1353

Gemälde eines weinenden Mädchens von Giovanni Bragolin (1911-1981), eigentlich Bruno Amadio.
Obschon das Bildnis nicht antik ist, sondern aus dem späten 20. Jahrhundert stammt, erhält es im Antiquarium seinen Platz, handelt es sich doch um klassische Porträtmalerei nach altem Handwerk.
Die Bragolin-Gemälde von weinenden Kindern finden sich millionenfach rund um den Globus. Sie sind massenweise reproduziert worden, umso seltener sind Originale erhältlich, so wie das hier.
Es zeigt ein weinendes Mädchen mit zerschlissener Kleidung. Demnach stammt das südeuropäisch anmutende Kind aus der sozialen Unterschicht, wo der italienische Maler seine Modelle vornehmlich fand. Der Zustand des oben rechts signierten Gemäldes wie auch derjenige des Rahmens ist so gut wie perfekt. Das Lichtmass umfasst die von Bragolin häufig verwendeten 50x70cm (mit Rahmen 73x93cm). Es handelt sich um sehr feine, lasierende Malerei.
Weltbekannt geworden sind «Die weinenden Kinder von Bragolin» insbesondere durch eine so genannte Urban Legend. Im Jahre 1985 sollen sich vor allem in England verheerende Hausbrände gehäuft haben, bei denen als einziges Objekt ein Bild von Bragolin die Feuersbrunst unbeschadet überstanden hat. Abergläubische sahen einen Fluch auf den Bildern liegen. Sie glaubten, dass Häuser und Wohnungen, in denen ein Bild von Bragolin hängt, früher oder später ein Raub der Flammen werden.
Die weinenden Kinder von Bragolin sind im Zuge dieser unerklärlichen Vorkommnisse als «verfluchte Bilder» in die Geschichte eingegangen. Freilich handelt es sich nur um Hirngespinste, welche durch einen Artikel in «The Sun"» in die Welt gesetzt und anschliessend befeuert worden sind.
CHF 0.00Preis