Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/425

Leza Dosch hat ein Buch zum Architekturwettbewerb in Graubünden geschrieben. Ich fand darin meine Kindheit.
Ich lebte im Engadin, in Samedan, bis ich sieben Jahre alt war. Also ging ich dort in den Kindergarten zu Tanta Cilgia. Er war in einem Rücksäcklein am Gemeindehaus in einem nicht mehr gebrauchten Stall eingerichtet. Ihm gegenüber steht die Chesa Planta. Deren Garten waren meine Jagdgründe, denn ich wohnte gleich unten dran an der Bahnhofstrasse. Durch eine Lücke im Zaun schlüpfte ich durchs Dickicht zu meinem Stamm, zu dem Mario «Rote Feder» und Silvali «Kleine Maus» gehörten. Ich hiess Hiawata. Im Park stand ein Pavillon, gemauerter Sockel, hölzerner Aufbau mit einer Veranda. Dieses Gartenhaus war unser Wigwam.
Prägekraft der Architektur
Seit ich Leza Doschs Buch «Entwurf im Wettbewerb. Zur Architekturgeschichte Graubündens 1850 –1930» gelesen habe, habe ich eine These: Es gibt auch für die späteren kulturellen Vorlieben und beruflichen Neigungen eine frühkindliche Prägung. Sie muss meinen Lebensfaden als Feuilletonist mit besonderer Neugierde für Landschaft und Architektur be...
Mein Wigwam ist Graubündens schönste Architektur
Leza Dosch hat ein Buch zum Architekturwettbewerb in Graubünden geschrieben. Ich fand darin meine Kindheit.