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Das beratende Gremium des Bundesrats verfasste Stellungnahmen zur Änderung der Bewilligung für das Bundeszwischenlager (BZL) für radioaktive Abfälle am Paul Scherrer Institut (PSI) und zum zusätzlichen Nasslagerfür abgebrannte Brennelemente auf dem Areal des Kernkraftwerks Gösgen (KKG) sowie zuhanden des Bundesamts für Gesundheit (BAG) eine Expertise zum geplanten Megawatt Pilot Experiment am PSI.
Zum Gesuch zur Änderung der Bewilligung für das BZL für radioaktive Abfälle am Paul Scherrer Institut (PSI) sah die KSA keine grundsätzlichen Einwände. Mit der Bewilligung sollte aber eine vollständige Erfassung, rasche Konditionierung und umfassende Dokumentierung aller Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung sichergestellt werden. Da ein grosseres Aktivitätsinventar über längere Zeit als ursprünglich angenommen zwischengelagert werden muss und die Lagerkapazitäten des BZL vor Ende 2010 erschöpft sein werden, soll das PSI rechtzeitig zusätzliche Lagerkapazität bereitstellen, welche auch ausreichenden Schutz gegen den Absturz von Grossraumflugzeugen bietet.
Den Betrieb der Kernanlagen im Jahr 2003 stuft die KSA als weitgehend störungsfrei ein, stellt aber eine Tendenz zur Verschiebung von Stillstandsarbeiten auf den Leistungsbetrieb fest. Bei der Entsorgung sind optimale Voraussetzungen für die Realisierung von geologischen Tiefenlagern für die radioaktiven Abfälle zu schaffen.
Neben den Stellungnahmen und der Expertise für das BAG bearbeitete die KSA u.a. folgende Themen: Betriebsdauer der Kernkraftwerke, Information der Öffentlichkeit durch die Behörden, Sicherheitsfragen bei Druckwasserreaktoren, Schutz gegen unbefugte Einwirkungen und Flugzeugabsturz, Notfallschutzplanung sowie Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Die KSA beteiligte sich auch an der Ausarbeitung der Verordnungen zum Kernenergiegesetz und nahm zu Richtlinienentwürfen der HSK Stellung.
Quelle
D.S. nach KSA, 16. Juli 2004