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Dohnányi galt als Pianist und Komponist als eines der grossen Wunderkinder des Jahrhunderts. Bartók hingegen war noch Gymnasiast in Pressburg, als sie sich kennenlernten. Später setzt sich Dohnányi für seine Werke ein. Die Freundschaft kühlt nach dem 1. Weltkrieg ab, Bartók sieht die politische Entwicklung im Land zunehmend kritischer, Dohnányi bleibt hingegen das Aushängeschild der ungarischen Kulturpolitik. Die Freundschaft zu Kodály war ganz anders geartet: Sie beide verband die Liebe und Leidenschaft zur Volksmusik, die sie zu Tausenden sammelten und katalogisierten.
Marian Rosenfeld zieht die Zuhörer mit ihrer Intensität sofort in Bann: Ihr leidenschaftliches und persönliches Spiel lässt niemand unberührt. In eine Musikerfamilie in Luzern geboren, wurde sie schon als Dreizehnjährige in die Meisterklasse von Homero Francesch an der Musikhochschule Zürich aufgenommen und debütierte bereits mit 14 Jahren in der Tonhalle Zürich. Mit dem 2. Preis beim Eurovisionswettbewerb für junge Musiker in Kopenhagen 1986 ist sie bis heute die erfolgreichste Schweizerin in diesem Wettbewerb. Weitere Preise und Auszeichnungen als Solistin bzw. als Kammermusikerin folgten, z.B. national die mehrfache Verleihung des Studienpreises des Migros-Genossenschafts-Bundes oder ein namhafter Förderpreis der Stadt Zug, sowie dem Internationalen Wettbewerb der ARD (im Duo mit ihrem Bruder Rafael Rosenfeld) und dem Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau. Darauf aufbauend folgten Konzerte in führenden Häusern Europas, u.a. Wien, Salzburg, Lissabon, Berlin und London (Queen Elizabeth Hall, Wigmore Hall). (*Namensnennungen) Kammermusikalische Auftritte brachten sie zusammen mit vielen schweizerischen bzw. internationalen Künstlern (**Namensnennungen),und wiederholte Einladungen zu Aufnahmen für schweizerische, deutsche, ungarische und dänische Rundfunkanstalten rundeten diese Konzerttätigkeit ab. Aus persönlichen Gründen folgte trotz des fulminanten Karrierestarts eine Phase des bewussten Rückzugs, die es Marian Rosenfeld ermöglichte, sich ausserhalb des klassischen Konzertbetriebes weiterzuentwickeln. Diese Auseinandersetzungen lässt die Musikerin nun in ihre Interpretationen einfliessen. Durch die vielfältigen Erfahrungen bereichert, spricht sie mit ihrem Spiel die Hörenden mit Tiefgang und Verbindlichkeit an. Sie geht neue Wege des Konzerterlebens und sucht nach neuen Formaten. So verbindet sie zum Beispiel Musik mit der Forschung nach philosophischen Fragen oder öffnet ihre Welt für ein breites Publikum, dem sie es ermöglicht, sich ebenfalls auf die Tiefe und Universalität klassischer Klaviermusik einzulassen.
Fabio Di Càsola, aus Lugano stammend, gewinnt 1990, mit 23 Jahren, den ersten Preis beim ‚Concours de Genève’ (Prix international d’interprétation & de composition), einem der renommiertesten Musikwettbewerbe – es sind 18 Jahre verstrichen, seit das letzte Mal ein Klarinettist diese Auszeichnung erhielt. Darauf folgen Einladungen zu bedeutenden internationalen Festivals, so zum Beispiel den Berliner Festspielen unter Leitung von Claudio Abbado, dem Festival in Evian unter Leitung von Mstislav Rostropowitsch und nach Lockenhaus zu Gidon Kremer. Er gewinnt weitere Preise, wie den „Grand Prix Patek Philippe“, den „Prix Suisse“ für zeitgenössische Musik und den Internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Musik in Stresa. 1998 wird er in Genf von der Jury und vom Publikum zum „Schweizer Musiker des Jahres“ gewählt. Nach einer Aufführung von Mozarts Klarinettenkonzert in der Tonhalle Zürich, entscheidet sich SONY seine Einspielungen zu veröffentlichen. Auf zwei Kammermusik-CDs folgt 2009 eine Orchester-CD mit den Klarinettenkonzerten von C.M.v.Weber, die umgehend mit dem ‚Editor’s Choice’ des renommierten Gramophone Magazins ausgezeichnet wird. Die neueste CD heisst SERENADE: mit bekannten Liedern transkribiert für Klarinette und Streichensemble. Fabio Di Càsola tritt als Solist unter anderem mit Orchestern wie: Russisches Nationalorchester, Prager Kammerorchester, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestra delle Svizzera Italiana, Lucerne Festival Strings, Camerata Zürich u.v.a. auf. Er ist auch Mitglied verschiedener Kammermusikformationen (z.B. Zurich Ensemble, Ensemble Kandinsky, Ensemble Paul Klee). Er ist seit 1991 als Professor für Klarinette und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste tätig (www.zhdk.ch) und ist seit 2006 der künstlerische Leiter der Kammermusikreihe www.klang.chFabio di Casola im Web
ANTONIO LAGARES ABEAL / HORN
Antonio Lagares wurde 1986 in Betanzos (Galicien) geboren. Ab seinem elften Lebensjahr lernte er Horn in der städtischen Musikschule seiner Heimatstadt bei D. José Pita und Raúl Galán. Danach studierte er an der Musikhochschule von A Coruña (Galicien), an der er sein Musikdiplom in Horn und Kammermusik mit Auszeichnung erhielt.
2009 zog er in die Schweiz. An der Musikhochschule von Lausanne legte er bei Prof. Olivier Darbellay den Abschluss „Masters in Music Performance“ mit der Spezialität Orchester ab. Danach wechselte er in den Studiengang „Master in Advanced Studies“ (MAD) an der Hochschule für Musik Luzern. Für sein dortiges Abschluss-Konzertexamen spielte er im KKL das 2. Hornkonzert von Richard Strauss, begleitet vom Sinfonieorchester Luzern. Seine Studien in der Schweiz wurden durch ein Stipendium der Stiftung JONDE/BBVA ermöglicht.
Antonio Lagares war Mitglied verschiedener Jugendorchester, wie des Jungen Sinfonieorchesters Galiciens, des spanischen Jugendnationalorchesters JONDE, des Verbier Festival Orchestra und der Lucerne Festival Academy.
Er erhielt den 1. Preis bei den Wettbewerben: „Concours d’Interpretation Musicale“ in Riddes/CH, Spanischer Nationalwettbewerb Junger Hornisten in Alba de Tormes, Kammermusikwettbewerb „Sonidos del Arlanza“ in Burgos (als Mitglied des „Trio Opus 40“), Wettbewerb „Novos Intérpretes“ in Ortigueira (Galicien).
Als Solist hat er Hornkonzerte von R. Strauss, Haydn, Mozart und Saint-Saëns gespielt, sowie das Hornkonzert von Reinhold Glière mit dem Jungen Sinfonieorchester Galicien.Antonio Lagares wird regelmäßig von Orchestern wie dem Kammerorchester Basel, dem Philharmonia Zürich, den Festival Strings Lucerne, der Camerata Bern, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Berner Sinfonieorchester, dem Sinfonieorchester Galiciens, dem Orchestre de Chambre de Paris und dem Orchester Spira Mirabilis eingeladen zu spielen.
Das Vokalensemble Luzern wurde 1983 gegründet. Hansjakob Egli sammelte damals eine Handvoll Enthusiasten um sich, auf der Suche nach einem homogenen vokalen Ensemble, mit dem sich hohe musikalische Gestaltung verwirklichen lässt. Das Ensemble beabsichtigt, durch Idealismus und individuelles Verantwortungsbewusstsein ein möglichst hohes künstlerisches Niveau zu erreichen. Die dreissig Jahre des Bestehens sind durch eine intensive Konzerttätigkeit im In- und Ausland geprägt. Für die über neunzig Konzerte wurde ein weiter stilistischer Bogen erarbeitet. Es ist das Anliegen des dynamischen Leiters, die musikalische Idee der Werke ins Zentrum der Interpretation zu rücken. So gelingt es dem Chor, durch musikalische Vitalität und Ausstrahlung zu beeindrucken.Vokalensemble Luzern im Web
Hansjakob Egli wurde in Luzern geboren. Am Konservatorium Luzern erwarb er das Klavierdiplom und gab als Pianist zahlreiche Konzerte. An Kammermusikkursen, u.a. bei Sandor Végh, vervollständigte er sein musikalisches Können. Danach folgte die Ausbildung an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik, wo er mit dem Diplom für Gymnasiallehrer abschloss. Die aktive Teilnahme an verschiedenen Meisterkursen für Dirigieren in Belgien und Ungarn und an Gesangskursen im In- und Ausland rundeten seine musikalische Ausbildung ab. Neben seiner pädagogischen Lehrtätigkeit am Gymnasium entwickelte er als Leiter verschiedener Chöre und Orchester eine rege Konzerttätigkeit.