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Seelisch verkrüppelt
Madeline Lütschg-Lorimer, im Mai 1943 als Tochter eine Schweizerin und eines Kanadiers in England geboren, verbringt ihre ersten Lebensjahre auf einem schottischen Landgut in der Geborgenheit vieler Menschen. Nach dem Krieg zieht ihre Mutter mit ihren beiden Kindern in die Schweiz. Madeline wird nur noch herumgestoßen. Sie durchleidet die Kinderheime in Schaffhausen und Wädenswil, in denen in den 1950er-Jahren Kinder als billige und willige Arbeitskräfte galten. Ihre Seele wurde immer wieder verletzt und trug schließlich tiefe Narben davon. Jakob Lieberherr hat ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben und war Zeuge Madelines erster Öffnung anderen Menschen gegenüber. Madelines Kinder erfuhren erst aus Lieberherrs Aufzeichnungen vom harten Leben ihrer Mutter. Der Autor schenkt uns einen Einblick in ein Stück Schweizer Geschichte, das nicht verloren gehen darf!