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In der Standard-Grundversicherung stellt der Arzt dem Versicherten jede einzelne der von ihm erbrachten Leistungen in Rechnung. Wir sprechen deshalb von der Einzelleistungsvergütung. Im Englischen existiert dafür der Begriff Fee-For-Service (Abkürzung: FFS).
Die FFS Entschädigung des Arztes hat zur Folge, dass sein Einkommen um so höher ist, je mehr Leistungen er für den Patienten erbringt. Auch wenn der Arzt Leistungen erbringt, die vom Patienten nicht zwingend gebraucht werden, werden ihm diese vergütet. Es ist im Nachhinein fast unmöglich, die Nicht-Notwendigkeit einer erbrachten medizinischen Leistung nachzuweisen.
Es gibt in der Schweiz heute noch keine als verbindlich verabschiedeten Richtlinien für die medizinische Behandlung, die bei einer bestimmten Erkrankung aufzeigen würden, welche Leistungen notwendig und angebracht und welche als nicht mehr angebracht einzustufen wären.
Die Ärzte können somit ein Stück weit ihr Einkommen selbst bestimmen. Das ist einer der Gründe für die Zunahme der erbrachten medizinischen Leistungen im schweizerischen Gesundheitswesen. Die Zunahme der Leistungen führt zu höheren Kosten. Damit die Krankenkassen diese Kosten finanzieren können, müssen sie von Jahr zu Jahr ihre Prämien erhöhen.