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Vorstand SEV
Zukunft für die rollende Landstrasse?
Der Vorstand SEV hat am 18. März die ausgeglichene Jahresrechnung für 2021 genehmigt. Zudem hat er sich mit der Vernehmlassungsantwort zur Finanzierung der Rollenden Landstrasse beschäftigt.
Die verkehrspolitische Koordinatorin des SEV, Daniela Lehmann, hat die Haltung des SEV zum Bundesbeschluss über die Rollende Landstrasse vorgestellt. Rollende Landstrasse? Diese transportiert jährlich rund 105 000 Lastwagen und Sattelaufleger durch die Alpen. Sie eignet sich besonders für den alpenquerenden Verkehr von Transporten, die aus logistischen Gründen schlecht im unbegleiteten kombinierten Verkehr befördert werden können, wie es auf der Seite des Bundesamts für Verkehr heisst. «Die Rollende Landstrasse war bisher ein wesentlicher Bestandteil der Verlagerungspolitik», erläuterte Daniela Lehmann im Vorstand SEV. «Um den Betrieb der Rollenden Landstrasse für die Jahre 2024 bis 2028 abzusichern, ist eine Mitfinanzierung des Angebots bis 2028 vorgesehen.»
Die Umsetzung der Weiterführung und der Übergangsplanung der Rollenden Landstrasse erfordert gleichzeitig eine Anpassung des Bundesgesetzes über die Verlagerung des alpenquerenden Güterschwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene (GVVG). Der SEV unterstützt selbstverständlich den Weiterbetrieb der Rollenden Landstrasse, zumal die Zahl der alpenquerenden Lastwagen auf der Strasse immer noch viel zu hoch ist in Bezug auf den Auftrag der Alpeninitiative, die das Volk vor bald 30 Jahren angenommen hat.
Die eidgenössische Finanzkontrolle hat 2018 in einem Bericht zur Rollende Landstrasse festgestellt, dass es sich um ein effizientes Instrument der Verkehrsverlagerung in den Alpen handelt. Der Bericht weist darauf hin, dass bei einer Einstellung der Rollenden Landstrasse 75 Prozent dieser Transporte innert weniger als vier Jahren wieder auf der Strasse geführt würden. Das macht dem SEV Sorgen. In seiner Stellungnahme schreibt er: «Falls nach 2028 der Betrieb der Rollenden Landstrasse eingestellt würde, müsste ein zweckmässiges Paket von Begleitmassnahmen vorgesehen werden, um die Rückverlagerung der Transporte auf die Strasse zu verhindern. Wir verweisen deshalb auf die Stellungnahme der Alpeninitiative, welche die möglichen Elemente eines solchen Massnahmenpakets detailliert erläutert.»
Lobender Bericht der Geschäftsprüfungskommission
Der Vorstand hat weiter den Bericht der Geschäftsprüfungskommission entgegengenommen. Deren Präsident Urs Frank erläuterte, dass das Corona-Jahr 2021 für den SEV eine grosse Herausforderung war. «Ungeachtet der schwierigen Umstände war der SEV immer für seine Mitglieder erreichbar und hat ihnen beistehen können.»
Trotz des lobenden Berichts hat die Kommission auch Verbesserungsvorschläge eingebracht. Sie hält fest, dass in der Jugendkommission mehr Diversität erwünscht wäre. «Tatsächlich kommen 2021 sehr viele Mitglieder aus ZPV und LPV.»
Zudem hat der Vorstand eine erste Lesung des «Positionspapiers Digitalisierung» vorgenommen (siehe unten). Auch hat er eine Spende des SEV von 10 000 Franken ans Rote Kreuz zugunsten der Ukraine zur Kenntnis genommen.
Vivian Bologna / Übers. Peter Moor
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Ausgeglichene Rechnung
Der Vorstand hat die Rechnung 2021 des SEV genehmigt. Diese schliesst vor allem dank der guten Mitgliederwerbung und rückläufiger Austritte ausgeglichen ab.
Wie schon früher in dieser Zeitung berichtet, haben die Werbeaktionen vor Ort Früchte getragen. «Damit konnten wir den Rückgang der Mitgliederbeiträge in Grenzen halten», erläuterte Finanzchef Aroldo Cambi. Gleichzeitig haben die Kapitalanlagen über 1,8 Millionen Franken eingebracht. «Aber 2022 könnte es ganz anders aussehen, denn die Teuerung steigt, was einen Einfluss auf die Zinssätze haben könnte», stellte Cambi klar. «Das Finanzergebnis ermöglicht es uns, auf eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge zu verzichten.»