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Das Quartett vergab eine bessere Klassierung primär beim letzten Wechsel, der völlig missriet. Die Schweiz mit Schlussläuferin Ajla Del Ponte entging nur knapp einer Disqualifikation. Die Tessinerin musste stark abbremsen, um von Salomé Kora den Stab noch innerhalb der Wechselzone zu kriegen. Der Beginn hingegen mit Géraldine Frey und Mujinga Kambundji hatte gut geklappt.
Das Schweizer Quartett war an den letzten drei Grossanlässen mit jeweils einem 4. Rang «the best of the rest». Ausgerechnet in Eugene, wo es schon im Vorlauf nicht überzeugend lief und als Konsequenz die unbeliebte Innenbahn 1 resultierte, bot sich die Chance auf eine Medaille. Auch die Britinnen gerieten beim letzten Wechsel in Schwierigkeiten und fielen aus der Medaillenentscheidung. Profit schlugen die Sprinterinnen aus Deutschland. Sie kamen hinter den USA und Jamaika, das Gold ebenfalls in der Wechselzone vergab, in 42,03 Sekunden zu Bronze. Dieser Wert liegt nur 2 Hundertstel unter dem Schweizer Rekord.
Coup über 4x400 m
Die Schweizer Frauenstaffel über 4x400 m hingegen steht völlig überraschend im Endlauf, der in der Nacht auf Montag stattfindet. Der Finaleinzug übertrifft die kühnsten Erwartungen von Silke Lemmens, Julia Niederberger, Annina Fahr und Yasmin Giger. «Auf der Skala von 1 bis 10 ist es eine 12», ordnete die Yasmine Giger den Exploit ein.
Das Schweizer Quartett lief in 3:29,11 Minuten keine überragende Zeit, trat aber sehr kompakt auf. Die vier Abschnittszeiten lagen alle innerhalb von 37 Hundertstel (52,09 bis 52,46). Wie am Vormittag Lokalzeit bei Ditaji Kambundji (Halbfinal-Teilnahme dank einem Tausendstel) nahm die Schweiz auch über 4x400 m eine Portion Glück in Anspruch. Die hoch eingestuften Niederländerinnen wurden wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert, die starken Polinnen scheiterten mit dem B-Team und die Ukraine wurde um 14 Hundertstel auf Platz 9 verwiesen.