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Grundsätzlich sollten nur Kürbisse eingelagert werden, deren Schale unversehrt ist und deren Stiel verkorkt ist. Bei gutem Wetter können Kürbisse zur besseren Abtrocknung der Auflagestelle zweiphasig geerntet werden. Beim ersten Durchgang werden die Früchte geschnitten und zusammengelegt. Wichtig: Die Auflagestelle der Früchte nach oben richten oder die Kürbisse auf die Schmalseite stellen wie in Südfrankreich. Nach einigen trockenen Tagen werden die Kürbisse, im zweiten Arbeitsgang, eingesammelt und sorgfältig in Grosskisten gelegt, zum Beispiel in halbhohe Kunststoffpaloxen.
Zur Abtrocknung des Stiels und Aushärtung der Schale sollten die Früchte die nächsten zwei Wochen unter trockenen und warmen Bedingungen verbringen. Geeignet sind vor Regen geschützte, luftige Orte oder Gewächshäuser. In einer geschlossenen Halle sollten Ventilatoren Luft durch die Kisten blasen oder saugen.
Nach der Aushärtungsphase sollten die Kürbisse bei 10 bis 14 Grad Celsius und möglichst trockenen Bedingungen (relative Luftfeuchte von zirka 60 Prozent) aufbewahrt werden. Grundsätzlich gilt: je länger die Lagerung sein soll, desto besser müssen die Lagerbedingungen sein. Jede Kondenswasserbildung auf der Kürbisoberfläche ist zu vermeiden, indem keine warme, feuchte Luft an abgekühlte Kürbisse gelangt. Eine Luftumwälzung ist in geschlossenen Lagern nötig, um eine punktuell zu hohe Luftfeuchte zu vermeiden.
Folgende Punkte sind bei der Kürbisernte zu beachten:
- Stiele zirka auf einen Zentimeter Länge kürzen.
- Kürbisse keinesfalls fallen lassen und nicht werfen.
- In gut durchlüftete Kisten einstapeln; Schichthöhe der Kürbisse nicht mehr als 80 Zentimeter.
- Früchte vor der Lagerung nicht waschen.
- Nur gesunde Kürbisse und nur solche ohne Verletzung einlagern.
Martin Lichtenhahn
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 05.11.2012