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FAQ zur Strategie des Zen Investor
Hier werden die häufigsten Fragen zur Strategie des Zen Investor gesammelt und beantwortet.
Allgemeine Fragen
Kannst du eine einfache Einführung in deine Strategie geben?
Ja, siehe die Seite Einführung in meine Strategie.
Auf welche Kennzahlen setzt deine Strategie?
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Was machst du besser als andere Investoren?
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Was macht dich so sicher, dass du erfolgreich damit sein wirst?
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Fragen zu Einzelaktien oder Aktienempfehlungen
Welche Aktien soll ich heute kaufen?
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Fragen zum Marktgeschehen
Hat ein neuer Bullenmarkt begonnen?
Zum aktuellen Marktgeschehen siehe Kommentar zum aktuellen Marktgeschehen.
Fragen zur Rendite
Wenn deine Strategie so gut ist, wieso bist du nicht Millionär?
Wer 10 oder 15% p.a. langfristig schafft, muss deswegen noch nicht reich sein.
Wer beispielsweise seit 20 Jahren jährlich 15% geschafft hat, und mit 10'000 begonnen hat, hätte heute 10'000*(1.15^20)=163'366,54 und wäre damit in CHF, EUR oder USD nicht reich. Dies, obwohl die Person seit 20 Jahren eine extrem hohe Rendite geschafft hätte.
Es braucht zum Reichwerden mit Aktien 3 Faktoren: Zeit, Kapital und Rendite.
Wer behauptet, Zen Investor wäre mit einer Rendite von 10% p.a. oder mehr reich, hat nichts von der Mathematik dahinter verstanden.
Hätte jemand seit 20 Jahren jährlich 10% geschafft, ebenfalls mit 10'000 begonnen, so hätte diese Person heute 10'000*(1.1^20)=67'275 und wäre damit alles Andere als reich.
Die Antwort ist also einfach: Ich bin nicht Millionär, weil ich mit wenig Geld anfangen musste.
Wieso und wie sind dann andere Investoren reich geworden mit Aktien?
Diese haben entweder schon viel länger investiert oder konnten mit grösseren Summen starten. Warren Buffett beispielsweise begann mit 100'000 Dollar vor fast 80 Jahren. Zen Investor hat leider keine 100'000 Dollar und ist noch nicht seit 80 Jahren dabei.
Andere grosse Investoren hatten meist auch das Glück, bereits mit einer oder mehreren Millionen USD oder EUR anfangen zu können.
Wieso denkst du, du kommst auf 10-15% p.a., obwohl die meisten Privatanleger den Markt nicht schlagen?
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Detail-Fragen zur Strategie
Wenn ein Unternehmen plötzlich nur noch halbes Eigenkapital hat, steigt doch die Eigenkapitalrendite auf das Doppelte. Kaufst du die Aktie dann teurer?
Beispiel: Ein Unternehmen hat einen Gewinn pro Aktie von 10 bei einem Eigenkapital (EK) von 100. Das entspricht 10% Eigenkapitalrendite (EKR). Verliert das Unternehmen nun durch eine Strafzahlung, einen einmaligen Verlust, durch eine Neubwertung oÄ die Hälfte ihres Eigenkapitals, so ist das EK pro Aktie nur noch 50. Bei einem Gewinn von 10 ist somit die EKR plötzlich 20% (10 von 50).
Ein Unternehmen, dass im Schnitt pro Jahr 10% EKR gemacht hat, würde ich zu einem KBV von maximal 0,7 kaufen und zu einem KBV von 1,5 verkaufen. In diesem Beispiel also für maximal 70 kaufen und bei 150 verkaufen.
Verliert das Unternehmen nun die Hälfte des EK wie oben beschrieben, verdoppelkt sich die EKR und halbiert sich das EK. Das führt also zu 20% EKR und nur noch 50 EK pro Aktie.
Unter diesen Umständen würde ich die Aktie kaufen bei einem KBV von maximal 1,4 (20 mal 0,07 gemäss Regeln). Bei einem EK von 50 wären das also ein Kaufpreis von max. 70 pro Aktie. Verkauf wäre bei 150. Es wäre also alles gleich wie oben.
Mit einem Unterschied: Zur Sicherheit (weil hohe EKR nicht lange halten) beschränken meine Regeln die EKR auf maximal 15%, so dass in obigem Beispiel das maximale Kauf-KBV auf 1,05 (15 mal 0,07) und damit auf einen Kaufpreis pro Aktie von 52,50 sinkt. Verkaufspreis entsprechend auf KBV 2,25 (15 mal 0,15), dh auf 125.
Hinzu kommt: Hat ein Unternehmen diesen Schritt in den letzten 4 Jahren gemacht, so werte ich das als Verlust, weil ich ja die EKR anhand der Buchwert-Differenz berechne. Daher würde ich dieses Unternehmen gar nicht mehr kaufen.
Das zeigt also: Auch in so einem extremen Fall, dass sich die EKR verdoppelt, weil sich das EK halbiert hat, würde ich nur zum gleichen Preis (nach der normalen Formel) bzw. sogar günstiger (EKR auf 15% begrenzt) bzw. gar nicht (weniger EK wird als Verlust gesehen) kaufen.
Ist diese Neubewertung bekannt gemacht worden, aber noch nicht im Geschäftsbericht, so ziehe ich gemäss Regeln vom EK vorsorglich pauschal 1/3 ab, als Sicherheit, was dann auch zu einem durchschnittlichen Verlust über die berücksichtigten 4 Jahre führen würde.
Wenn ein Unternehmen einen Kredit aufnimmt, und dadurch plötzlich mehr Geld einsetzen und verdienen kann, welchen Effekt hat das auf deine Strategie?
Bei einem Eigenkapital (EK) von 100 pro Aktie und einem Gewinn von 10 pro Aktie (EKR = 10%) nimmt das Unternehmen so viel Geld auf, dass der Gewinn sich verdoppelt.
Also steigt der Gewinn von 10 auf 20 pro Aktie, bzw. nach Abzug der Zinsen auf 19 pro Aktie. Tatsächlich steigt so der Gewinn pro Aktie für den Aktionär, was ja auch richtig ist. Wenn unter Berücksichtigung der Zinsen und der Kreditrückzahlung tatsächlich der Gewinn pro Aktie von 10 auf 19 steigt, wächst auch das Eigenkapital entsprechend schneller. Und die Kreditaufnahme hat sich gelohnt.
Ohne Kreditaufnahme wäre das Unternehmen ein KBV von 0,7 als Kaufpreis bzw. KBV 1,5 beim Verkauf Wert bei einer EKR von 10%, was einem Kaufkurs von maximal 70 und einem Verkaufskurs von 150 entspräche.
Hat so ein Unternehmen aber einen Kredit aufgenommen, und kann mit dem zusätzlichen Geld 19 (statt 10) Gewinn pro Aktie erwirtschaften, so ist die EKR von 10% auf 19% gestiegen. Durch die Deckelung gemäss meinen Regeln wird das auf 15% begrenzt, ich kaufe die Aktie damit für maximal 15 mal 0,07 KBV = 1,05 und Verkauf bei KBV 2,25. Ich würde für die Aktie also bis 105 (statt 70) zahlen und erst bei 225 (statt 150) verkaufen.
Fragen zum Value-Investing
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