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Erich Kästner, geboren am 23. Februar 1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie. Neben satirischen und zeitkritischen Gedichten und Romanen schrieb er Kabarett-Texte, Kinderbücher, Feuilletons, Drehbücher und Theaterstücke. Seine Bücher wurden mit vielen anderen 1933 verbrannt. Der Georg-Büchner-Preisträger (1957) war nach dem Krieg u. a. Redakteur der "Neuen Zeitung" in München, gab die Jugendzeitschrift "Pinguin" heraus und wurde Mitglied beim Kabarett "Schaubühne". Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München.
"Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkender Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug." Marcel Reich-Ranicki
|Wenn der Mensch aufrichtig bedächte:

dass sich die Erde atemlos dreht;
dass er die Tage, dass er die Nächte
auf einer tanzenden Kugel steht;
dass er die Hälfte des Lebens gar
mit dem Kopf nach unten im Weltall hängt,
indes sich der Globus, berechenbar,
in den ewigen Reigen der Sterne mengt -
wenn das der Mensch von Herzen bedächte,
dann würde er so, wie Kästner werden möchte.