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Katastrophe
(griech., »Umwendung«);
die unglückliche Folge einer entscheidenden Wendung (Peripetie) im menschlichen und gesellschaftlichen Leben;
auch unglückliches und folgenschweres Naturereignis;
insbesondere in der dramatischen Poesie die Entwickelung im Gegensatz zur Verwickelung, die Auflösung des im Vorhergehenden geschürzten Knotens, wodurch die Entscheidung eines vorher ungewissen Schicksals eintritt.
Diese Entscheidung darf aber nicht durch den bloßen Zufall oder das unmotivierte Eingreifen einer äußerlichen Macht herbeigeführt werden (vgl. Deus ex machina), sondern muß sich aus dem Charakter des Helden und der Verkettung der vorgeführten Begebenheiten und Situationen mit innerer Notwendigkeit ergeben. Vgl. Drama, S. 113.