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Neuweltkameliden
Wie der Name schon sagt, gehören auch diese Tierarten zur Familie der Kamele. Während die Altweltkameliden (mit Höckern) in Afrika und Asien (Alte Welt) verbreitet sind, erstreckt sich das Vorkommen der Neuweltkameliden oder Kleinkamele (ohne Höcker) auf Südamerika (Neue Welt). Hier leben vorallem im Westen und Süden des Kontinents (Anden, Patagonien) zwei Wildformen, das grössere Guanako und die kleinste Kamelart, das Vikunja. Vom Guanako stammen die beiden Haustierformen Lama und Alpaka ab. Im Falle des Alpakas gehören zumindest teilweise die Vikunjas zu den Ahnen.
Lamas wurden schon seit Jahrtausenden als Lasttiere und Fleischlieferanten gehalten. Das kleinere Alpaka war eher der «Schafersatz» (Wolle) der südamerikanischen Ureinwohner. Andere Huftiere (Schaf, Ziege, Esel) wurden erst nach der Entdeckung Amerikas durch die Europäer eingeführt. Mittlerweile leben auch in der Schweiz vier- bis fünftausend Neuweltkameliden als Nutz- und Hobbytiere.
Der Kamelhof hält derzeit drei Lamas und drei Alpakas. Neben Trekking und Streichelzoo haben wir unsere Kleinkamele in erster Linie, um den Gästen alle Haustierformen der Kamelfamilie nebeneinander zeigen zu können.
Auf die Haltung der Wildformen Guanako und Vikunja verzichten wir bewusst, da ihre Haltung vorallem im Hinblick auf Gehegebau/Platzbedarf etwas aufwändiger ist.
Abgesehen von den Höckern (die Lamas usw. bekanntlich fehlen) sind Neuweltkamele typische Vertreter ihrer Familie. Viele Verhaltensweisen wie Paarung, Kampf oder das gefürchtete Spucken – aber auch die Anatomie – sind bei Klein- und Grosskamelen identisch oder zumindest ähnlich ausgeprägt.