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„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“,
schrieb der chinesische Philosoph Konfuzius 500 Jahre vor Christi Geburt. Ohne mir dieser Aussage bewusst zu sein, habe ich mein Leben immer danach ausgerichtet.
Wenn man tut, was man liebt, zählen die Stunden, Tage oder Jahre nicht. Dann bedeutet die Arbeit Erfüllung und macht glücklich. Wenn man das, was man macht, gut macht, macht man es auch gerne. Glücklich macht nicht der Konsum materieller Güter, sondern die gewissenhafte Erfüllung seiner Aufgaben. Auf diese Weise bilden für mich Arbeit, Hobbys, Sport und Privatleben ein Ganzes.
Seit meiner Kindheit gehe ich immer noch den zwei gleichen Hobbies nach: Musik und Technologie, sowie die Kombination der beiden. Das entspannt mich und bringt mir Erholung.
Musik
Die ersten Erfahrungen mit Musik machte ich dort, wo ich aufgewachsen bin: mit der Banda Concordia von Sessa und Monteggio. Mit 10 Jahren begann ich Flügelhorn, mit 13 Jahren Trompete zu spielen. Maestro Marco Piazzini, ein heute noch sehr geschätzter Trompeter, Musikdirektor und Freund unterwies mich darin. Ich besuchte den Kurs des Tessiner Verbandes der Musikspieler (FEBATI). Mit 18 Jahren habe ich die Aufnahmeprüfung für das Schweizer Armeespiel bestanden. Als Soldat war ich dort Trompeter. Nach der RS im Sommer 1980 auf dem Exerzierplatz der alpinen Militärfestung Savatan in Saint-Maurice (VS) wurde ich ins Schützenbataillon Bat car mont 9 aufgenommen, wo ich drei WKs als Trompeter absolvierte. Danach wurde ich in die Sanitätstruppen umgeteilt.
Dank meiner Kenntnisse im Trompetenspielen durfte ich mit verschiedenen Bands auftreten. Oft gab es aber auch Auftrittsmöglichkeiten in Kirchen, zusammen mit meinem Jugendfreund Diego Brenni, einem ausgezeichneten Keyboarder, Organist und heute noch Koralist bei The Harmonics. Leider war das Trompetenspielen später nicht mehr vereinbar mit meiner damaligen 70 bis 80 Stunden-Woche als Assistenzarzt. Ich habe deshalb mit 30 Jahren aufgehört, Trompete zu spielen.
Mit 17 Jahren begann ich aber auch, Folk-Gitarre zu spielen. Dies ermöglichte mir Gesangsbegleitung. Seit dann und während meiner ganzen Assistenzzeit in Spitälern verbrachte ich unzählige Abende mit Freunden am Spielen, Singen, Reden, Lachen und Trinken! Wenn ich müde bin, nehme ich noch heute meine Gitarre hervor und spiele einige Stücke aus dem klassischen Repertoire der italienischen und englischsprachigen Songwriter aus dem Ende des 20. Jahrhunderts.
Technologie
Die Leidenschaft für Technologie entstand aus der Leidenschaft für Musik. Im Alter von 15 bis 17 Jahren arbeitete ich während den Sommerferien für die EPA-Warenhäuser in Lugano. Ich verdiente damit genug Geld, um mir eine Stereo-Anlage mit Schallplatten und Magnetbandkassetten zu leisten. Damals gab es keine MP3s, digitale Musik oder sogar CDs und DVDs! Damals gab es Vinyl-Schallplatten. Ich schätze mich als glücklicher Besitzer einer Sammlung von über 1.000 Stück dieser Platten. Die künftigen Technologien dienten dazu, die Musik zu verbessern, sie zu ändern und den vielen und wechselnden emotionalen Bedürfnisse anzupassen. Daraus entstand meine bis heute andauernde Liebe zur Technik und zur außergewöhnlichen digitalen Revolution der 90er Jahre.