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Der Film beginnt. Was ist zu sehen? Links im Bild eine Tischlampe, rechts eine Reihe Bücher, dahinter ein Vorhang und Bilder an den Wänden. Die Lampe ist edel und schwer, mit einem Sockel in klassizistischem Stil. Die Glühbirnenfassung imitiert einen Kerzenstummel samt Wachstropfen, ein Streifen aus Brokat bildet den Saum des Lampenschirms. Was noch? Links neben der Lampe, leicht rückversetzt, sehe ich ein gekerbtes Wasserglas, darin einen Kugelschreiber oder Füllfederhalter, drei Blei- oder Farbstifte.
Rechts der Lampe eine Espressotasse, hinter der Lampe einen Stapel Bücher. Die beiden Bilder im Hintergrund an der Wand sind ein abstraktes Gemälde mit grossen Farbflecken, das andere die Zeichnung eines Pferdes mit Reiter, schematisch in wenigen Strichen. Bei den aufgereihten Büchern im Vordergrund sind manche der Titel zu entziffern. Lohnt es sich, dem nachzugehen?
Ist hier ein Hinweis versteckt? Die italienische Übersetzung von Georg Lukàcs’ «Die Zerstörung der Vernunft» erkenne ich da und den Sammelband «Cartesio: Nel terzo centenario, nel ‹Discorso del Metodo›» zum Philosophen René Descartes, daneben Bücher zur Ökonomie. Oben auf den Büchern liegt ein weisses Stück Stoff, eine Serviette vielleicht.
Das allererste Bild des Films ist mit Objekten angefüllt und doch merkwürdig nichtssagend zugleich. Es enthält keine offensichtlichen Rätsel, alles liegt offen zutage. Doch was wollen alle diese gut sichtbaren Details mir sagen, ausser dass wir uns in einem offenbar wohlhabenden, intellektuellen Haushalt befinden? Was gibt es hier zu sehen?
Erst auf den zweiten Blick fällt mir auf, dass jedes der Dinge, die das Bild versammelt – seien es Buch, Lampe, Gemälde oder Espressotasse – nie komplett, sondern immer nur angeschnitten zu sehen ist. Die Objekte ragen alle über den Bildrand hinaus ins Off. Und natürlich zeigt das Bild auch sonst nur einen begrenzten Ausschnitt eines grösseren Raumes. Darauf weist nicht zuletzt auf der Tonspur ein merkwürdiges Brummen hin, dessen Quelle wir nicht sehen. …
Der ganze Artikel ist in der Filmbulletin-Ausgabe N° 6 / 2020 zu lesen. Jetzt hier bestellen!
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