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«Die Schweiz ist vom Klimawandel aufgrund ihrer geografischen Lage weit stärker betroffen als der globale Durchschnitt», sagte Staatsratspräsident Jean-Pierre Siggen (CVP) gestern vor den Medien. Der Staatsrat präsentierte den Freiburger Klimaplan – just an dem Tag, an dem die neue EU-Kommisionspräsidentin Ursula von der Leyen ihren «Green Deal» vorstellte. Die Kantonsregierung will innerhalb eines Jahres einen Klimaplan verabschieden. Mit 132 Massnahmen, die sich über alle Direktionen hinziehen, sollen bis zum Jahr 2030 die Treibhausgasemissionen halbiert und bis 2050 die Klimaneutralität erreicht werden.
Die Klimapolitik stand nicht nur im Zeichen der diesjährigen Herbstklausur des Staatsrats, deren Ergebnisse gestern präsentiert wurden. Sie ist auch das Thema von vier parlamentarischen Vorstössen, die der Staatsrat gestern allesamt zustimmend beantwortet hat.
Wie Siggen weiter ausführte, hat der Staatsrat zwei Ziele als Pfeiler seiner Klimapolitik definiert: Die Befreiung von der Abhängigkeit von fossiler Energie sowie die Befähigung, sich den bereits vorhandenen und zu erwartenden Folgen des Klimawandels anzupassen, etwa mit der Stärkung des Sommertourismus in den Bergen. Generell wolle die Kantonsregierung auf die Einhaltung des vor zwei Jahren von der Schweiz ratifizierten Übereinkommens von Paris hinarbeiten. Darüber hinaus müsse aber auch ein entsprechender klimapolitischer Rechtsrahmen geschaffen werden, entweder durch ein neues Rahmengesetz oder durch die Änderung bestehender Gesetze. Die Kantonsregierung will ausserdem prüfen, ob die Einrichtung eines spezifischen Klimafonds sinnvoll sei. Dieser Fonds könnte sowohl die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Umsetzung des Klimaplans verstärken als auch Investitionen zur Reduzierung der CO2-Emissionen fördern.
Bericht Seite 3
«Die Schweiz ist vom Klimawandel weit stärker betroffen als der globale Durchschnitt.»
Jean-Pierre Siggen
Staatsratspräsident