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Sie ist gross, drall und wiegt 1,5 Millionen Tonnen: Im Norden Englands ist eine riesige Landschaftsskulptur in der Form einer nackten Frau eingeweiht worden.
Die „Lady of the North“ wurde auf einer Kohlemine errichtet. Die Behörden hoffen, dass sie jedes Jahr 200’000 Touristen in die Grafschaft Northumberland locken wird.
Zu übersehen ist die „Lady“ nicht: Die Skulptur der liegenden Dame ist von Kopf bis Fuss 400 Meter lang. Errichtet wurde sie innerhalb von zwei Jahren vom US-Architekten Charles Jencks aus Steinen, Lehm und Erde aus einer benachbarten Kohlemine.
Das drei Millionen Pfund (4,6 Millionen Franken) teure Kunstwerk besteht aus Rasenflächen, konzentrischen Kreisen und schmalen Pfaden, die sich zur Form eines Frauenkörpers zusammenfügen.
Finanziert wurde die „Lady of the North“ von den Betreibern der Kohlemine Shotton, der Banks Group und dem Landbesitzer Blagdon Estate.
Anstatt das Gestein zu künstlichen Hügeln aufzuschichten, habe sich der Betreiber ein ambitionierteres Projekt gewünscht, sagte Katie Perkin von der Banks Group. Mit hohem logistischen und technischen Aufwand seien 1,5 Millionen Tonnen Material aus der Tagebaugrube an den Ort des modernen Kunstwerks gebracht worden.
Einige der ersten Besucher äusserten sich begeistert über die Skulptur. „Ich denke, das ist absolut einzigartig“, sagte die Anwohnerin Valerie Douthwaite. „Wir in dieser Region können stolz darauf sein.“ Kritiker hingegen bezeichneten das Kunstwerk als frauenfeindlich.