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Brasilien hat dem Internationalen Währungsfonds (IWF) bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise finanzielle Hilfe angeboten. Sein Land und die restlichen BRICS-Staaten Russland, Indien, China und Südafrika seien dazu bereit, den IWF zu unterstützen, sagte der brasilianische Finanzminister Guido Mantega.
Gleichzeitig nahm er die in die Schuldenkrise geratenen Länder in die Pflicht. Diese müssten selbst grössere Anstrengungen unternehmen, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Dazu gehören laut Mantega eine Schaffung eines europäischen Fonds als Massnahme gegen die Schuldenkrise und eine stärkere Nutzung der Europäischen Zentralbank (EZB).
Einzelheiten zum Umfang möglicher Finanzhilfen nannte der Minister nicht. Er wies Berichte zurück, wonach Brasilien dem IWF während des jüngsten G20-Gipfels in Cannes zehn Milliarden Dollar angeboten habe.
Das Hilfsangebot Brasilias sei ein Zeichen für dessen wachsenden Einfluss auf der Weltbühne, erklärte Alexandre Barros vom politischen Forschungsinstitut Early Warning. Im Gegenzug werde das Land eine wichtigere Rolle beim IWF und anderen multilateralen Institutionen bekommen wollen, sagte er.
Über Jahrzehnte galt Brasilien als Entwicklungsland. Mittlerweile verfügt das Land jedoch über eine der weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften.
(laf/vst/awp)