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Der Funkwetterbericht vom 7. September, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
Quelle: DARC (Deutschlandrundspruch )
Headline: Solarer Flux anfangs September erstmals wieder über 100!
Rückblick vom 30. August bis 6. September:
Mit dem meteorologischen Herbstanfang ändern sich die ionosphärischen Bedingungen ziemlich schnell. Die lauten Europasignale auf den oberen Kurzwellenbändern fehlten beim SSB-Fieldday, da sich die sporadische E-Schicht nicht mehr richtig ausbildete. Die F-Region, die sich im Sommer in F1 und F2 aufspaltet, bildet sich nun als die höher liegende F2-Schicht zurück. Die Sonnenaktivität stieg, auch wenn bei fünf sichtbaren Sonnenflecken nur drei C-Flares registriert wurden. Die Messwerte der solaren Radiostrahlung - des solaren Fluxes - entwickelten sich in den letzten vier Wochen von 74 auf nunmehr 101 Fluxeinheiten. Das 15-m-Band öffnete morgens regulär in Richtung Fernost, zumal das Erdmagnetfeld an allen Tagen ruhig war. Die von der NASA vorhergesagte Plasmawolke verfehlte die Erde. Deshalb gab es keine nennenswerten geomagnetischen Störungen. Die für 3000 km geltende MuF2 erreichte mittags 23 MHz [4]. Auch alle unteren Kurzwelle nbänder waren DX-trächtig.
Vorhersage bis 14. September:
Die günstige herbstliche Funkwetterlage setzt sich fort. Sie ist gekennzeichnet durch gute DX-Bedingungen in Nord-Südrichtung mit lauten Signalen aus dem pazifischen Raum. VK und ZL sind morgens bis 08:00 UTC und abends nach 18:30 UTC auf 40, 30 und 20 m gut zu arbeiten. Das geomagnetische Feld bleibt überwiegend ruhig. Auf der Sonne entwickeln sich die Regionen 2866 und 2868, sodass wir mit weiteren C-Flares und Fluxwerten von über 90 Einheiten rechnen können. Die vor zwei Wochen aktiven Regionen 2860, 2862 und 2867 sind auf der Sonnenrückseite weiter präsent und erscheinen in fünf bis zwölf Tagen erneut am östlichen Sonnenrand [5]. Die Funkwetterlage bleibt interessant!
Rückblick vom 19. bis 26. Juli:
Sechs aktive Regionen, die zwar nicht sehr komplex und groß waren, sorgten dennoch dafür, dass der solare Fluxindex von 87 auf 94 stieg. Das war am Donnerstag der letzten Woche der Fall, als die Sonnenfleckenzahl 86 betrug. Auch wenn diese Highlights im Funkwettergeschehen nur schwallweise erfolgen, ist die positive Entwicklung im 25. Sonnenfleckenzyklus erkennbar. Die Region 2835 war der "Flaremacher" und sehr aktiv. Die sporadische E-Schicht prägte wiederum die Ausbreitungsbedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern. Für den IOTA-Contest war das sehr willkommen. Fernausbreitung über die F-Schicht funktionierte nur bis 17 m. Das 15-m-Band öffnete nur kurz und selten am späten Abend nach der Karibik. Da nachts die für 3000 km Sprungentfernung geltende MuF2 bei 10 MHz lag, fanden wir auf 40 und 30 m gute DX-Bedingungen vor.
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