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Die Geschichte der Calag Carrosserie Langenthal AG
1888
Gründung Wagnerwerkstatt durch Fritz Grogg, Haus mit Wagnerwerkstatt an der Spitalgasse in Langenthal.
1890
Umzug in das Haus des Landwirts und Fuhrhalters Aeberhard-Schneeberger an der Melchnaustrasse.
1894
Verlegung der Wagnerei in die von Fritz Grogg erworbene Schreinerei, welche über Landreserven bis an das „Aufhabengässchen“ (heute Herzogstrasse) bot.
1895
Baupublikation für ein Werkstattgebäude mit Magazin und Wohnung am „Aufhabengässchen“. Hergestellt werden Nutzfahrzeuge für Industrie und Landwirtschaft.
1896
Einzug in den ausgeschriebenen Neubau. Später gliederte sich zur Wagnerei eine Wagenschmiede an, zuerst durch Miete einer in der Nähe befindlichen Werkstatt, später auf eigenem Boden in anschliessendem Neubau.
1914
Eintritt des Sohnes Fritz Grogg jun. ins väterliche Geschäft. In den Kriegsjahren beschäftigte sich das Unternehmen mit der Fabrikation von Feldtragbaren, Gewehrschäften aus Nussbaumholz für die Waffenfabrik und Fleischblöcken aus Eschenholz für amerikanische Feldküche. Anpassung an die neuen Verhältnisse: die ersten Aufbauten auf Automobil-Fahrgestellen entstehen. Übergabe der Firma an Fritz Grogg jun.
Unerwarteter Hinschied des Firmengründers, Vater Grogg.
1926
Umwandlung der bisherigen Einzelfirma in eine Kollektivgesellschaft: aktive Beteiligung von Robert Sommer-Grogg geb. 1886, Kaufmann und Ernst Grogg, geb. 1890, Schlossermeister und Absolvent der Wagenbauschule Hamburg.
In der Folge wurde die Firmenbezeichnung vorerst in Grogg & Co., später in Grogg, Sommer & Cie. umgeändert.
1927
Die alte Liegenschaft wurde abgebrochen und musste einem zweistöckigen Werkstatt-gebäude weichen.
1929
Erwerb des Baulandes an der Aarwangenstrasse von 16’000m2 von der Burgergemeinde.
Umwandlung der bisherigen Kollektivgesellschaft in eine Familien-Aktiengesellschaft. Carrosserie Langenthal AG.
1930/31
Bau der unterkellerten Werkhalle (Halle 1) von 2’200m2 und 2 Zweifamilienhäuser.
Infolge allgemeiner Arbeitslosigkeit, beschloss der Bundesrat erhebliche Zollvergünstigungen für Automobil-Chassis (PW), die in der ganzen Schweiz carrossiert wurden. Das einheimische Carrosseriegewerbe erhielt dadurch einen willkommenen Auftrieb. Langenthal wurde führend und berühmt für solche Aufbauten, namentlich für das in der ganzen Schweiz bekannte „Langenthaler Cabriolet“.
1934
Werkhallenverlängerung in nördlicher Richtung, was zusätzliche 530 m2 Nutzfläche brachte (Halle1).
1937
Einmietung in der Carrosserie Geissberger an der Wiesenstrasse in Zürich.
Ersetzung des klassischen Carrosserie-Gerippes aus Eschenholz durch Leichtstahl oder Leichtmetall. Katastrophale Unterbrechung der Produktion durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Der Betrieb wurde durch Fabrikation und Einbau von Ersatztreibstoff-Anlagen (Holzgas) und Umbau von Motorfahrzeugen auf Elektro-Traktion aufrechterhalten. Erst nach Kriegsende boten Militäraufträge und die Konstruktion sowie Reparatur von Eisenbahnwagenkasten zusätzliche Arbeit.
1942
Übernahme von Ernst Grogg-Hiltbrunner des Zweiggeschäftes in Zürich auf eigene Kasse.
Erweiterung des Verwaltungsrates durch den Eintritt von Fräulein Dr.jur. Elfriede Grogg, als Mitglied. Die bisher wichtigste Produktion von Cabriolets musste wegen Ausland-Konkurrenz aufgegeben werden. Die entstandene Beschäftigungslücke wurde durch Herstellung von Car-Carrosserien und Reparaturen überbrückt.
Beginn der Kooperation mit Martin Nencki. Fabrikation und Montage der Nencki-Kipper für Lastwagen und Anhänger.
Eintritt von Dr.jur. Emil Schnell, als Vertreter seiner Gattin in der Funktion eines VR-Delegierten.
1952
Ausbau der Werkhalle in nördlicher Richtung bis an die Grenze der Baulinie, damit wuchs die Bodenfläche auf insgesamt 3’520 m2 an (Halle1).
1962
Bau einer ebenfalls unterkellerten Montagehalle und Hofüberdeckung von 75m Länge in östlicher Richtung (Halle 2).
Übernahme des gesamten Aktienkapitals durch Fritz Grogg (1895-1974).
1968
Bau einer weiteren neuen, unterkellerten Montagehalle von 1’550 m2 (Halle 3).
1970
Bau des unterkellerten 2-Stöckigen Bürogebäudes von 420 m2 sowie diverse Modernisierungs- und Renovationsarbeiten.
Bau von hydraulisch kippbaren Lastwagenbrücken. Hinschied von Fritz Grogg. Übernahme der Gesamtleitung durch seinen Schwiegersohn Dr. Emil Schnell-Grogg.
Übernahme der Generalleitung für Grossaufträge sowie Generalvertretung für Drögmöller-Car-Ersatzteile.
Übergang der Aktien an Nencki AG und der Geschäftsleitung an Sepp Käppeli.
Umbau der Montagehalle 2 in eine zentrale Materialzuschneiderei.
Bau einer neuen Malerei, nach modernsten Grundsätzen von 18 m Länge mit Hebebühnen.
Modifikation des alten Magazins zu einem Ausstellungsraum mit Empfangshalle für die Werkstattkundschaft. Hofplatz und hintere Zufahrt wurden neu gestaltet und geteert.
1991
Übernahme eines Testbereiches der Ramseier Thermotech AG, Biel.
Anbau für Sandstrahlanlage, Waschraum und einer Lackierkabine.
Beginn der Auslieferungen der ersten Werkstatt-Anhänger-Aufbauten aus dem Übernahmeprogramm Ramseier.
1993
Konsequenter Ausbau der Reisebus-Service-Abteilung.
Umfangreiche Neubauplanung für die Errichtung einer neuen Richtanlage für Grossfahrzeuge, Spureinstellung, Bus-Service-Center.
Beginn der Neubaurealisierung, Platzsanierung.
1996
Fertigstellung der Halle Reparaturcenter.
2001
Einbau des Beschriftungs-Ateliers in die Gleishalle.
2001
Hallenbau für 2 Lackierkabinen und einen Bremsprüfstand.
2002
Teilweiser Abbruch der Halle 1 aufgrund des Tagbaues der Bahn 2000, Anbau einer Reparaturhalle von 1’310 m2, davon 800 m2 unterkellert (Tunnelhalle).
2004
Calag Carrosserie Langenthal AG kauft die Firma auf. Kurt Späti ist neuer Geschäftsleiter.
2008
Einmietung einer Werkhalle von 742 m2 in Oensingen an der Dünnernstrasse für Service-Arbeiten. Eröffnung der Servicestelle in Oensingen.
2008
Auslagerung des Beschriftungs-Ateliers in ein Mietobjekt von 625 m2 an die Gaswerkstrasse in Langenthal.
Erwerb des Baurechtes von der Burgergemeinde Langenthal für ein Grundstück an der Chasseralstrasse im Wolfhusenfeld von 27'755 m2.
2010/11
Neubau an der Chasseralstrasse mit einer Nutzfläche von 12’610m2.
Umzug im Dezember in die neue Liegenschaft an der Chasseralstrasse.
2013
125-jähriges Jubiläum
2015
Inbetriebnahme der 630.24 kWp starken und 3946.6 m² grossen Photovoltaikanlage auf den Werkhallendächern in Langenthal.
Kauf der Bernischen Carrosserie Gangloff AG.