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Von einem Tag auf den anderen fehlten in Hundertausenden von Haushalten Väter, Ehemänner oder Söhne. Frauen leisteten zu Hause doppelte Arbeit, sprangen in Männerberufen ein, übernahmen an allen Fronten Verantwortung. Aufgemuntert und aufgefordert von Frauenorganisationen leisteten Tausende Aktivdienst im FHD (Frauenhilfsdienst), der im April 1940 gegründet wurde.
Frauen wurden aktiv und vernetzten sich. Und viele hofften dadurch auf ein neues Rollenbild, einige auch auf die Einführung des Frauenstimmrechts. Doch Letzteres sollte noch lange auf sich warten lassen.
Der «Doppelpunkt» spricht mit Zeitzeuginnen und der Historikerin Elisabeth Joris über die Erwartungen, die im Zweiten Weltkrieg an die Frauen gestellt wurden, über neue Verantwortungen und enttäuschte Hoffnungen.