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"Einen ganz neuen Haushalt im Umfang von vielen hundert Milliarden zu schaffen, innerhalb oder ausserhalb des Budgets der Europäischen Union, ist mutig", sagte Dijsselbloem am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Regierungen der Euro-Zone beraten derzeit, wie sie die Integration der 19 Mitgliedsstaaten vorantreiben können, um eine erneute Staatsschulden-Krise zu verhindern und mehr von der gemeinsamen Währung zu profitieren. Praktikabler als ein milliardenschweres eigenes Budget seien möglicherweise günstige Kredite des Euro-Rettungsschirms ESM, deutete Dijsselbloem an. So könnte es den Staaten ermöglicht werden, Reformen zu finanzieren und gleichzeitig zu investieren. Eine Alternative sei der Transfer von Mitteln aus dem bestehenden EU-Budget an Länder, die Reformen vorantreiben wollten.
Dijsselbloem äusserte sich am Rande des Herbsttreffens von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington.
Insbesondere der französische Präsident Emmanuel Macron macht sich für ein gesondertes Euro-Zonen-Budget stark, stösst damit aber nicht in allen Ländern auf Zustimmung. Kritiker sorgen sich etwa, dass der gemeinsame Haushalt zu einer Vergemeinschaftung der Schulden führt.
(AWP)