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Liverpool-Coach Jürgen Klopp ist nach dem Gewinn der Premier League sauer auf die Veranstalter. Der Grund ist eine Regel bezüglich der Medaillenverteilung. Seine eigene Münze will er deshalb verschenken.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Ligen, erhält in der englischen Premier League nicht jeder Spieler der Meistermannschaft eine Medaille. Fünf Einsätze muss ein Spieler während der Kampagne nämlich mindestens gemacht haben, damit er Anrecht auf eine Gedenkmünze hat.
Für Jürgen Klopp, Trainer der «Champions», völlig unverständlich. «Was ist das? Was ist das für eine Regel? Ich habe keine Ahnung, wem diese Idee eingefallen ist», wettert der Liverpooler Meistermacher im englischen «Mirror». «Wenn diese Leute nicht verstehen, wie wichtig das gesamte Kader ist, um die Meisterschaft zu gewinnen, dann kann ich ihnen auch nicht helfen.»
Dank Klopp gewann der FC Liverpool vor einer Woche den ersten englischen Meistertitel seit 30 Jahren. Die Freude im Team und in der Stadt kannte keine Grenzen. Der deutsche Trainer kann deshalb nicht verstehen, wieso nicht einfach jeder eine Medaille erhält und will sich nun persönlich dafür einsetzen. Selbst wenn das bedeutet, dass er am Schluss der ist, der keine hat.
«Sie können meine Medaille haben»
«Diese Jungs werden eine Medaille kriegen. 100 Prozent. Wenn nicht von der Premier League, dann von mir. Ich werde sie selber herstellen. 100 Prozent – sie können meine Medaille haben. Wenn du Teil des Kaders bist, solltest du eine Medaille haben. Die trainieren fünf Millionen Mal während des ganzen Jahres und wenn nicht jeder Einzelne auf dem höchsten Level trainiert, dann hast du keine Chance, die Meisterschaft zu gewinnen», so Klopp weiter.
Eigentlich blieben dem Coach der «Reds» noch sieben Spiele, in denen er seinen Ersatzspielern die nötige Einsatzzeit geben könnte. Aber Klopp will sich nicht unter Druck setzen lassen. «Wir wollen gewinnen und wir geben keine Premier-League-Spiele her, als wären es Süssigkeiten. Die jungen Spieler sind super und haben eine grosse Zukunft. Aber bei uns sind Einsätze keine Weihnachtsgeschenke.»
Xherdan Shaqiri ist sich seiner Medaille derweil sicher. Der Schweizer Nationalspieler stand in dieser Saison bereits in sechs Spielen der Premier League auf dem Platz. Zusammengerechnet bringt es der 28-Jährige aber trotzdem nur auf 174 Spielminuten.