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2002
Nachdem der Verkauf scheiterte, wurde Herrliberg Alleineigentümerin und gründete die Wirtschaft zur Kittenmühle AG. Diese sanierte das Gebäude denkmalschutzkonform und verpachtete es an die Familie Raschle bis 2013.
1978
Erst jetzt konnten sich die Bürger der beiden Gemeinden darauf einigen, dass das Haus als Restaurant und volkstümliche Ausflugswirtschaft wiedereröffnet werden sollte. Unter der Pacht der Brauerei Hürlimann und dem Ehepaar Sprenger-von der Flüe als Wirte herrschte in der Kittenmühle Hochbetrieb. Das Pächterpaar wollte das Haus kaufen.
1976
Als durchsickert, dass der Kanton die Liegenschaft erwerben will, um eine Drogenklinik einzurichten, forderten aufgebrachte Bürger die Gemeinden Herrliberg und Erlenbach auf, dem Kanton zuvorzukommen. Die Aktion gelang– löste aber einen wochenlangen entrüsteten Mediensturm aus.
1975
Guhl ist es allerdings auch, der dem ehrwürdigen Gebäude einen zeitweise zweifelhaften Ruf einbrachte: Hinter geschlossenen Fensterläden vermutete man in den 70er-Jahren ein «Voralpenpuff» oder eine illegale Spielhölle. Bei einer Razzia konnte die Polizei allerdings nur Nachweise für letzteres finden.
Gemälde von Künstler Karl Lukas Honegger
1955
Neu-Besitzer Hans Guhl versieht die Wirtschaft mit zwei Merkmalen, die sie heute noch trägt: den eisernen Hahn an der Fassade und die Werbebotschaft: «Ein Stück Romantik am Rande der Grossstadt.»
1910
Der neue Besitzer Johannes Graf-Frank intensivierte die Anstrengungen seines Vorgängers, die Kittenmühle in einen Publikumsmagnet zu verwandeln. Er richtete einen Spielplatz und andere Attraktionen ein.
1907
Die Kittenmühle wurde zu einem Ausflugsziel, nachdem Johann Weinmann-Müller das Gebäude renoviert und eine Wirtschaft eingerichtet hatte.
1868
Unter dem Besitzer Johannes Fierz wurde erstmals eine einfache Weinschenke betrieben.
1691
Die Herrliberger Gebrüder Weinmann übernahmen die Mühle und waren über zwei Jahrzehnte lang mit deren Abzahlung beschäftigt.
1688
Zu ihrem heutigen Namen kam die Mühle durch den vornehmen Städter Heinrich Kitt, der sie erwarb und vergrösserte.
1621
Der Untervogt Ulrich Fiertz investierte Geld und Kraft in das Gebäude. Davon zeugt die Jahreszahl am Rundbogenportal. Ob er die Mühle neu- oder umbaute, ist jedoch nicht bekannt.
Der Anfang
Wann die Kornmühle genau gebaut wurde, ist nicht bekannt. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals um die Mitte des 12. Jahrhunderts.