Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/611

Am Dienstagabend (09.01.) konnten in der Schweiz nur wenige Privilegierte die totale Mondfinsternis beobachten. Um 20.50 Uhr begann die totale Verfinsterung des Vollmondes durch den Erdschatten. Nebel und Wolken behinderten aber die Sicht.
Das insgesamt rund fünf Stunden dauernde Ereignis liess sich von ganz Europa, Afrika und grossen Teilen Asiens aus betrachten. In der Schweiz liessen aber laut Meteo Schweiz Nebel im Flachland und hohe Schleierwolken nur getrübte Sicht auf den verdunkelten Mond zu.
Bessere Sicht ab 600 Metern
Wer über dem Nebel mit einer Obergrenze von 500 bis 600 Metern über Meer war, konnte aber zumindest zwischendurch die Mondfinsternis beobachten. In der Sternwarte Uecht in Niedermuhlern BE - auf 1000 Metern ideal gelegen - verfolgten rund 100 Interessierte das Spektakel.
Eine Stunde lang verdunkelt
Die Finsternis begann um 18.44 Uhr mit dem Eintauchen des Mondes in den Halbschatten der Erde, was von Auge noch nicht zu sehen war. Ab 19.42 Uhr breitet sich der Kernschatten der Erde vom unteren Rand über die ganze Mondscheibe aus. Um 20.50 Uhr begann die totale Verfinsterung, die bis 21.52 dauerte. Um 21.24 Uhr herrschte Vollmond.
Um 22.59 Uhr trat der Mond aus dem Kernschatten der Erde. Die Mondfinsternis endete um 23.38 Uhr mit dem Austritt aus dem Halbschatten.
Die letzte totale Mondfinsternis fand am 21. Januar 2000 statt, damals aber in den frühen Morgenstunden. Eine zeitlich ebenso günstig gelegene Finsternis wie am Dienstagabend ist zum nächsten Mal erst am 4. Mai 2004 zu sehen.
swissinfo und Agenturen