Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/1822

Geographie
Walliswil bei Wangen liegt auf 456 m ü. M., 2.5 km östlich des Bezirkshauptortes Wangen an der Aare und 12 km östlich der Stadt Solothurn (Luftlinie). Das langgestreckte Dorf erstreckt sich auf einem Geländevorsprung südlich der Aare gegenüber von Walliswil bei Niederbipp, im Oberaargau.
Die Fläche des 3.1 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des nördlichen Berner Mittellandes. Die nördliche Grenze bildet auf einer Länge von rund 2 km die Aare, die hier in ein Tal eingetieft ist. Vom Fluss erstreckt sich der Gemeindeboden südwärts über eine schmale Talaue und den Steilhang auf das Hochplateau von Walliswil, eigentlich ein Moränenwall, der durch den eiszeitlichen Rhonegletscher geformt wurde. Östlich an das Dorf schliesst der Humpergwald an. Nach Süden reicht der Gemeindebann über die waldbedeckte Höhe Langimoos (491 m ü. M.) bis in den Bergwald. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 10 % auf Siedlungen, 34 % auf Wald und Gehölze, 52 % auf Landwirtschaft und etwas mehr als 4 % war unproduktives Land.
Nachbargemeinden von Walliswil bei Wangen sind Berken, Heimenhausen, Röthenbach bei Herzogenbuchsee, Wangenried, Wangen an der Aare, Wiedlisbach und Walliswil bei Niederbipp.
Bevölkerung
Mit 579 Einwohnern (Ende 2006) gehört Walliswil bei Wangen zu den kleineren Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 98.7 % deutschsprachig, 0.5 % französischsprachig und 0.4 % sprechen Albanisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Walliswil bei Wangen belief sich 1850 auf 567 Einwohner, 1900 auf 599 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl stets im Bereich zwischen 520 und 620 Personen. Der Höchststand wurde 1970 mit 623 Einwohnern verzeichnet.
Wirtschaft
Walliswil bei Wangen war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau und Obstbau sowie die Viehzucht und die Forstwirtschaft einen gewissen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden, unter anderem in Betrieben des Baugewerbes, der Elektrobranche und in einer Firma für Sicherheitsanlagen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Langenthal-Herzogenbuchsee, im Raum Solothurn und in den grösseren Orten entlang des Jurasüdfusses arbeiten.