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Anämie bedeutet Verminderung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) oder der Anzahl roter Blutkörperchen. Bisweilen ist auch die Zahl der weissen Blutzellen oder der Blutplättchen reduziert.
Die Aufgabe der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ist der Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport im Blut. Dazu wird der Sauerstoff in den roten Blutkörperchen an das eisenhaltige Hämoglobin gebunden und von dort ans Gewebe abgegeben. Gebildet werden die Erythrozyten im Knochenmark. Ihre Lebenszeit beträgt etwa 120 Tage; Auf- und Abbau stehen normalerweise im Gleichgewicht.
Die häufigsten Ursachen lassen sich in drei Hauptgruppen darstellen:
Die Beschwerden sind unterschiedlich – je nach Ursache und Verlauf.
Funktionseinbusse und Schädigungen innerer Organe, insbesondere von Herz und Lunge.
Bei Verdacht auf eine Anämie ist eine ärztliche Abklärung und gegebenenfalls Behandlung angezeigt. Es werden Blut- und nötigenfalls weitere Untersuchungen (Urin, Stuhl) veranlasst. Gelegentlich sind Knochenmarkspunktion (Entnahme von Knochenmark), Magen-Darmspiegelung oder verschiedene Röntgenverfahren nötig.
Die Therapie schliesst die Behandlung von Grundkrankheiten wie Infektionen, Tumore und Geschwüre mit ein.
Mangel an Eisen oder Vitaminen erfordert oft eine Ernährungsumstellung, eventuell auch eine Ergänzung durch Medikamente.
Ist die Anämie ausgeprägt oder besteht durch eine massive Blutung ein akuter Volumenmangel, können Bluttransfusionen nötig sein.