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Die Russen beim FC Basel
In unser Vitrine zeigen wir anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft in Russland eine kleine Ausstellung zu den Russen beim FC Basel.
Der FC Basel beschäftigte in seiner 125-jährigen Geschichte zwei russische Spieler: Sergej Derkach (1966) und Sascha Rytschkow (1974).
Sergej Derkach
Derkach war der Wunschspieler von Trainer Didi Andrey für die Saison 1993/94. Sein Transfer verzögerte sich, da die externe Finanzierung lange nicht gesichert war. Derkach, gebürtiger Moldawier und bei Dinamo Moskau zum Russen eingebürgert, kam als Mittelfeldspieler und sollte die linke Offensivseite verstärken. Als Referenz brachte er 220 Spiele und 30 Tore in der höchsten russischen Liga mit. Ausserdem absolvierte er zwei Spiele für die russische Nationalmannschaft. Derkachs Zeit beim FCB war vom Pech verfolgt. Im ersten Saisonspiel im Juli 1993 verletzte er sich bei der 1:2-Heimniederlage gegen die Old Boys in der 38. Minute. Die Muskelverletzung im linken Leistenbereich setzte Derkach für Monate ausser Gefecht. Als er wieder fit war, hatte sich beim FCB ein Team gefunden, das den Aufstieg in die NLA mit Vehemenz anstrebte. Derkach kam noch zu weiteren 13 Einsätzen, einen Stammplatz konnte er sich aber nicht mehr erkämpfen. Nach einer trotz Aufstieg für Derkach bitteren Saison endete seine Zeit beim FCB nach einem Jahr.
Sascha Rytschkow
Sascha Rytschkow wurde 1998 von Präsident René C. Jäggi als das «Projekt Sascha» vorgestellt. Seine Verpflichtung war von Anfang an ein Risiko. Nicht sportlich. Aber Rytschkow war bei Standard Lüttich zuvor wegen zu viel Alkoholkonsum durchgefallen. Beim RC Lens wurde er entlassen, da er nach dem Konsum von Cannabis in einer Dopingkontrolle hängen blieb. Beim 1. FC Köln scheiterte er, weil er in einer Polizeikontrolle mit 2 Promille hängen blieb. Rytschkow, der trinkfeste Mann aus Sibirien, war ein grandioser Fussballer und wurde in Basel schnell zum Publikumsliebling. Er schoss in 25 Spielen immerhin 6 Tore. Kult ist in Basel die Geschichte, dass er sich einen Kater zulegte, dem er den Namen «Wodka» gab. Als er im Sommer 1999 viel zu spät aus den Ferien zurückkam, fiel er beim neuen Trainer Christian Gross aus Rang und Traktanden und wurde nach Delémont ausgeliehen. Als er anfangs 2000 erneut nicht rechtzeitig in Basel erschien, löste der FCB seinen Vertrag auf. Für Rytschkow folgten Stationen erneut bei Standard Lüttich, beim SC Paderborn, der seinen Vertrag nach einer roten Karten in seinem ersten Spiel gleich wieder auflöste, und der AC Bellinzona. Ryschtkow war ein begnadeter Fussballer, der sein Talent leider im Alkohol ertränkte.