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Themenstarter
- Beitritt
- 31.07.08
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Hi,
ich habe gerade diesen Text verfasst.Ich möchte ihn mehrfahch ausdrucken und Verwandten/Bekannten geben, um sie über Borreliose aufzuklären.
Ich wäre über Verbesserungsvorschläge, Hinweise auf Rechtschreibe-und Stilfehler sehr dankbar!
ich habe gerade diesen Text verfasst.Ich möchte ihn mehrfahch ausdrucken und Verwandten/Bekannten geben, um sie über Borreliose aufzuklären.
Ich wäre über Verbesserungsvorschläge, Hinweise auf Rechtschreibe-und Stilfehler sehr dankbar!
Borreliose-Aufklärung, Vorbeugungsmaßnahmen
Die Zeckenimpfung schützt nicht gegen Borreliose!
*Die Zeckenimpfung schützt nur gegen die Frühsommer-Meningitis-Erkrankung, eine von FSME-Viren hervorgerufene Infektion.
*Zecken können aber nicht nur FMSE Viren übertragen, sondern auch Bakterien wie Borrelien (Bakterien der Art Borrelia burgdorferi, B.garinii, B.afzeelii, usw.) und andere Bakterien wie Babesien, Bartonellen, Ehrlichien, Rikettsien, usw.(Co-Infektionen) , die ebenfalls zu schweren akuten und/oder chronischen Erkrankungen führen können.
*Eine Borreliose kann eine schwere chronische Infektion auslösen, die nahezu alle Organe des Körpers im Mitleidenschaft ziehen kann (Gehirn, Nerven, Muskel, Gelenke, Haut, Sehnen).
*Eine Borreliose mit Co-Infektion(en) verläuft nachweislich schwerer als eine Borreliose allein und ist auch schwerer zu behandeln.Manche Co-Erreger sprechen gar nicht auf die Antibiotika an, die gegen Borrelien verordnet werden, sondern erfordern andere Antibiotika (insbesondere die Babesien, aber auch die Bartonellen).
*Die Zeckenimpfung schützt nur gegen eine Infektion mit FSME-VIREN, nicht gegen bakterielle Infektionen wie Borreliose, Ehrlichiose, Bartonellose,Babebiose, usw.!
*Gegen Borrelien und Co-Infektionen gibt es KEINE IMPFUNG!
*Nur jede 100.Zecke hat FSME-Viren (im Stechapparat), ABER jede 3.Zecke enthält in manchen Gebieten Deutschlands (z.B. Bayern) Borrelien!!!In Dünen (Strand) aus Holland fand man bei 66% der Zecken Bartonellen!
*Borrelien werden meist erst nach einer Blutmahlzeit übertragen (sie sitzen meist im Darm der Zecke, also im "Bauch").Die Mahlzeit dauert ein paar Stunden, meist 6 bis 12 Stunden, manchmal länger.Deswegen ist es sinnvoll, die Zecke nach dem Stechen so schnell wie möglich zu entfernen.Damit wird das Risiko einer Infektion deutlich reduziert.Wird die Zecke dagegen erst nach 12-24 Stunden entdeckt, steigt das Risiko einer Infektion drastisch an.Nach 48 Stunden ist eine Infektion nahezu sicher (bei einer infizierten Zecke natürlich).
*Deswegen ist es empfehlenswert, in der warmen Saison -sprich ab 7-8 Grad Celsius, da ab dieser Temperatur Zecken aus dem Winterschlaf erwachen- den Körper JEDEN TAG sorfältig und gründlich nach krabbelnden und saugenden Zecken zu untersuchen und die Zecken rechtzeitig und richtig zu entfernen.
*die Zecke soll beim Entfernen weder betäubt noch gequetscht werden, denn sie würde im Todesangst den Darminhalt in die Wunde hinein würgen und damit auch die Borrelien. Betäuben Sie also die Zecke weder mit Öl noch Nagellack oder so was und benutzen Sie nicht ihre Finger, um sie zu entfernen.Nehmen Sie stattdessen eine feine Splitterpinzette -keine Zeckenstange aus Plastik, da die Enden zu groß sind- und entfernen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Wunde, ohne den Bauch zu quetschen.Danach genügt es, die Wunde mit Alkohol zu desinfizieren.
*Notieren Sie den Zeitpunkt des Zeckenstiches (Datum, Uhrzeit) im Kalender.
*Sie können evtl. die Zecke zur PCR-Untersuchung in ein Speziallabor schicken.Damit lässt sich sagen, ob die Zecke Borrelien enthält oder nicht.Die Zecke könnte allerdings trotz negatives Ergebnis Borrelien enthalten.Diese Tests sind also nicht 100% zuverlässig.
*Wenn Sie ein paar Tage oder Wochen nach dem Zeckenstich eine rote Stelle (Erythema migrans) um die Wunde beobachten (eine Rötung unmittelbar nach dem Stich weist eher auf eine allergische Reaktion hin) und/oder wenn Sie Symptome einer Grippe entwickeln (Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen, Fieber, usw.), dann sollten Sie SOFORT einen Arzt aufsuchen, der Ihnen ein Antibiotikum verschreiben wird.
*Bitten Sie den Arzt darum, sie nach den Vorgaben der Deutschen Borreliose Gesellschaft zu behandeln.Nur eine ausreichend hoch dosierte, lange Antibiose kann die vollständige Eliminierung der Borrelien gewährleisten.
* Borrelien vermehren sich alle 12-24 Stunden, also deutlich langsamer als andere Bakterien (Streptokokken z.B. vermehren sich alle 20-30 Min) und erfordern deswegen eine längere Antibiose-Dauer als übliche bakterielle Infekte.Die Deutsche Borreliose Gesellschaft empfiehlt deswegen im Frühstadium mindestens 4 Wochen lang zu therapieren (statt 2-3 Wochen, wie üblich), evtl. länger, wenn die Symptome länger bestehen.
*Untersuchungen zufolge (Dr.Berghoff, Rheinbach) sind die Heilungsschancen mit Antibiotika im Frühstadium bei ca.90%.Allerdings werden 80% der Kranken, die in den 4 ersten Wochen nach dem Stich nicht ordentlich oder gar nicht behandelt wurden, chronisch krank.Um so früher Sie ein Antibiotikum bekommen, um so höher sind also ihre Heilungsschancen!
*Antikörper gegen Borrelien bildet das Immunsystem erst 3-4 Wochen nach dem Stich.Ein negativer ELISA Test vor dieser Frist schliesst also keinesfalls eine aktive Borreliose aus!!!
*Ein Erythema migrans (Wanderröte = rote Stelle um die Stichwunde) bildet sich wissentschaftlichen Untersuchungen zufolge nur bei ca. 50% der Kranken!!! Symptome nach einem Zeckenstich wie "Grippe", Schmerzen, Müdigkeit können also auf eine aktive Borreliose hinweisen, auch wenn kein Erythema migrans vorliegt!!!
*Ein Erythema migrans ist ein spezifisches Symptom für eine aktive Borreliose. Ein ELISA Test (Serologie= Antikörper) ist in diesem Fall überflüssig, vor Allem wenn der Zeckenstich nicht länger als 3-4 Wochen zurückliegt! Ein EM erfordert eine sofortige Antibiose!
*Eine seronegative Borreliose ist möglich. Borrelien können sich vor dem Immunsystem verstecken (intrazellulärer Aufenthalt, Faktor H: Bindung von menschlichen Proteinen auf die Oberfläche der Bakterien), es so schwächen, daß es keine Antikörper bilden kann.Ein negativer Antikörpertest (ELISA/WESTERBLOT) schliesst deswegen keine aktive Borreliose aus!!!
*Im Frühstadium zeigt ein LTT (Lymphozytentransformationstest) laut Untersuchungen von Prof.von Baehr eine aktive Borreliose in ca. 90% der Infektionsfälle an.Ein LTT zeigt eine aktive Borreliose in der Regel 10 Tage nach dem Zeckenstich (Dr.Hopf-Seidel, Ansbach).Der LTT ist eine IGEL-Leistungen (100-150 €).
*Borrelien können sich überall im Körper verbreiten, alle Organe befallen (Gehirn, Nerven, Muskel, Haut, Gelenke, Sehnen).Dort rufen sie starke Entzündungen hervor, die sich u.a.durch sehr starke Schmerzen (Kopf, Gelenke, Nerven, Muskel), kognitiven Störungen ( Konzentrationsschwäche, Schwindel, Gedächtnisschwäche, usw.), neurologischen Störungen (Taubheitsgefühle, Lähmungen, Kribbeln, usw.) äussern und/oder eine starke Müdigkeit, die oft zur Arbeitsunfähigkeit führt.
*Im chronischen Stadium sind laut Deutsche Borreliose Gesellschaft ca. 50% der Patienten unheilbar.Gründe dafür sind mehrfache Persistermechanismen der Borrelien wie Zystenformen, Leben im Biofilmen, Schwächung des Immunsystems, usw. Aus diesem Grund sind aktive Vorbeugungsmaßnahmen bzw. die rechtzeitige und ausreichende Behandlung einer Frühborreliose äußerst sinnvoll.
*Bei Borreliose ist Vorbeugen deswegen besser als Heilen, denn Heilen ist nicht immer möglich und das Leid kann immens sein.Jeder kann selbst auf einfache Weise dazu beitragen, dass er das Risiko einer Infektion bei sich und seinen Kindern so gering wie möglich hält.Eltern können dafür sorgen, dass ihre Kinder vor dieser Infektion verschont bleiben.Dafür ist die sorgfältige Untersuchung des Körpers nach einem Aufenthalt im Grünen (auch Garten, Freibad!) bei Temperatur über 7-8 Grad und die rechtzeitige und fachgerechte Entfernung der Zecke eine einfache, billige und schnelle Möglichkeit.Ohne diese Maßnahme ist das Risiko einer Infektion deutlich grösser und somit auch einer schweren, chronischen Infektion.Nehmen Sie sich jeden Tag diese Zeit in der warmen Saison gehen Sie nicht abends ins Bett ohne vorherige Untersuchung des Körpers!!!
*Zecken können überall am Körper stechen (Zecken beissen nicht, sie haben keine Zähne), auch an versteckten Stellen wie Kniekehlen, Hals, Ohren, Augenlider, Kopfhaut, Genitalien, usw.
Sie stechen aber auch gerne an gut sichtbaren Stellen wie Beine, Bauch, Arm, Rücken.
*Die Untersuchung des Körpers soll deswegen sehr sorgfältig sein, keine Stelle auslassen.
*In Haaren von Kindern können Zecken mit einer LED-Lampe und einem Kamm, der gegen die Haarwachsrichtung gebürstet wird, gut sichtbar gemacht werden.Auf dunklen Haaren sind schwarze/graue/braunen Zecken sonst kaum zu sehen.
*Nymphen, die kaum mehr als 1-2 mm (millimeter) groß sind, sind laut Dr.Hopf-Seidel für ca. 70% der Infektionen zuständig.Eine kleine Zecke bedeutet also nicht ein kleineres Risiko, im Gegenteil.Große, erwachsene Zecken (1/2-1 cm groß) stechen sehr selten .
*Trotz dieser Maßnahmen kann ein Zeckenstich unbemerkt bleiben und eine Infektion kann erfolgen.Gehen Sie dann sofort zum Arzt, wenn Sie eine verdächtige rote Stelle am Körper im Frühjahr/Sommer/Herbst entdecken oder eine Grippe zu einer ungewöhnlichen Zeit (z.B. im Sommer) entwickeln. Eine Antibiose im Frühstadium ist in diesem Fall der beste Schutz vor einer schweren, chronischen Borreliose.
*Der Wissenstand über die Borreliose ist unter Ärzten leider dramatisch niedrig.Es könnte für Sie von Vorteil sein, wenn sie Informationsmaterial zur Borreliose zur Beratung mitnehmen würden und sie dem Arzt zeigen würden.Die Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft, die leider nicht den aktuellen Leitlinien der anderen Fachgesellschaften entsprechen, sind auf jeden Fall zu empfehlen.Für weitere Informationen sind die Internetseiten von Dr.Walter Berghoff, von Dr.Wolfgang Klemann und Dr.Hopf-Seidel auch sehr empfehlenswert.
Empfehlenswerte Literatur:
Dr.Hopf-Seidel
Krank nach Zeckenstich
Jutta Zacharias
Lyme Borreliose: Medizinische Kontroversen - Fakten, Mythen und Verwirrungen
Leitlinien der Deutschen Borreliose Gesellschaft:
https://www.borreliose-gesellschaft.de/Texte/Leitlinien.pdf
Deutscher Borreliose Bund:
Startseite
Haftungsausschluss: Ich bin selbst seit 2008 an Borreliose chronisch erkrankt und leide infolgedessen unter täglichen Kopf-und Gelenkschmerzen.Ich bin nur medizinischer Laie ohne jegliche medizinische Ausbildung und kann deswegen weder für die Richtigkeit der oben gemachten Angaben noch für die Folgen, die aus der Lektüre dieser Angaben resultieren würden (Vorbeugungsmaßnahmen, Antibiosen) haften.Die oben genannten Aussagen dienen nur der allgemeinen Aufklärung und können deswegen keineswegs die Beratung und Behandlung durch einen Arzt ersetzen.Falls Sie bei sich oder ihren Kindern Symptome einer Borreliose beobachten bzw. eine aktive Borreliose vermuten sollen Sie so schnell wie möglich einen Arzt ihres Vertrauen aufsuchen!Für die Folgen einer Zeckenentfernung oder Antibiose nach den oben genannten Angaben kann ich nicht haften.
Mit freundlichen Grüssen