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Der Präsident des Bauernverbandes (FNSEA), Xavier Beulin, bedauerte im Anschluss an die Sitzung, dass beispielsweise auf die Forderungen seitens der französischen Landwirtschaft zum Russlandembargo nicht reagiert worden sei. Dies sei eine „Form der Verachtung“ seitens der Kommission.
Zudem kritisierte Beulin die Fokussierung der Brüsseler Politik auf eine stärkere Marktausrichtung der Landwirtschaft. Dagegen seien wichtige Themen, etwa die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft, die Vereinfachung von Massnahmen oder die Angleichung von Steuern sowie Sozial- und Umweltauflagen, noch immer nicht angesprochen worden.
Als „unzureichend“ wertete der Präsident der genossenschaftliche Dachorganisation Coop de France, Philippe Mangin, das Brüsseler Massnahmenbündel, ebenso die Hilfen der Pariser Regierung aus der Woche zuvor. Er sieht darin nur eine kurzfristige Antwort, aber keine strukturelle Entscheidung, die den landwirtschaftlichen Unternehmen dabei helfe, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Die Junglandwirteorganisation (JA) bemängelte, dass „niemand uns in Brüssel gehört hat“. Der Berufsnachwuchs stellte klar, nicht zum Agrarrat gefahren zu sein, um einen Scheck zu erhalten. Vielmehr habe man langfristige strukturelle Massnahmen einfordern wollen. Während sich die Dachverbände der Milcherzeuger (FNPL) und der Rinderhalter (FNB) nicht äusserten, bewertete der Dachverband der Genossenschaftsmolkereien (FNCL) die in Brüssel vorgelegten Maßnahmen als „inadäquat“.
FNCL-Präsident Dominique Chargé monierte, dass es die Kommission weiterhin ablehne, den Milchbauern Geld aus der Superabgabe zur Verfügung zu stellen und die Interventionspreise anzuheben. Die Confédération paysanne sprach von einer „Verachtung“ seitens der EU für die Landwirte, die Coordination rurale (CR) von einer „Provokation“.