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Umsatz der EWG-Partner (Also, Copaco, Esprinet) wuchs 2006 um 24 Prozent.
Die "European Wholesale Group" (EWG), eine Allianz von unabhängigen europäischen Distributoren, die gegenüber grossen Herstellern wie HP oder Canon als ein Verhandlungspartner auftreten, ist letztes Jahr sprunghaft gewachsen. Europaweit setzten die EWG-Partner 5,7 Milliarden Euro um - ein Viertel mehr als 2005. Partner in der EWG sind heute Also, samt GNT (Skandinavien, Baltikum, Polen), Esprinet (Italien und Spanien) und Copaco (Holland und Belgien).
Das rasante Wachstum ist vor allem, aber nicht nur, auf Akquisitionen zurückzuführen. So übernahm die italienische Esprinet die spanische UMD und ist nun auch in Spanien die Nr. 1 und schluckte zudem auch noch Actebis Italien. Die holländische Copaco übernahm den belgischen Disti WestCase. Auch ohne diese Übernahmen wäre der Umsatz der Allianz aber um immerhin acht Prozent gewachsen.
Etliche multinationale Hersteller wie HP, Cisco oder Xerox versuchen, Kosten aus dem Distributions-Kanal zu pressen, indem sie die Anzahl der Grosshändler reduzieren. Deshalb ist es für Distributoren wichtig, in möglichst vielen Ländern als Nr. 1 oder Nr. 2 dazustehen. Die EWG ist nun nach eigenen Angaben in sieben der 14 Länder, wo man präsent ist, die Nr. 1. Alleine Also ist in fünf von neun Ländern der Marktführer.
Im laufenden Jahr will die EWG rund 6,5 Milliarden Euro (etwa 10,5 Milliarden Franken) umsetzen. Sie rückt damit nahe an die beiden US Distributionskonzerne Ingram Micro und Tech Data. Ingram setzte 2006 in Europa etwa 13 Milliarden Franken um, Tech Data knapp 14 Milliarden Franken. (hc)
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