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Inhalt und Ziele des Forschungsprojekts
Was 1975 ein Durchbruch war, die Herstellung monoklonaler Antikörper aus Mäusen, kann heute mit der Entwicklung der biomedizinischen Wissenschaften nicht mehr Schritt halten. Die Zahl der Proteine, für die ein Detektionsreagenz benötigt wird, steigt rasant an, insbesondere durch Genom-Projekte und das Studium vieler Krankheiten auf molekularem Niveau. Die äusserst umständliche Herstellung von traditionellen Antikörpern aus Mäusen ist teuer, dauert lange, und erfordert eine rigorose Qualitätskontrolle, die viele Hersteller und akademische Labors aus Kostengründen minimieren oder gar ganz einsparen, mit dem Resultat, dass sich Berichte von völlig falschen Resultaten in der Literatur häufen, denen schlechte Antikörper-Reagenzien zugrunde liegen.
Ein Neustart soll in diesem Projekt mit einem völlig neuartigen Ansatz untersucht werden, der erstmals die Möglichkeiten des Computer-Designs von Proteinen mit einbezieht, und mit den Methoden der gerichteten Evolution kombiniert. Dadurch kann der gesamte Prozess auf eine neue Grundlage gestellt werden, und in Zukunft neue Reagenzien durch diese modernen Methoden entwickelt werden.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Das Projekt befasst sich zwar mit Grundlagenforschung des Protein-Designs, aber mit dem Ziel, die selektive Bindung von Proteinen auf rationale Art zu erzeugen, mit potentiell weitreichenden Möglichkeiten der Umsetzung.