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In einer Reihe von Filzexperimenten, welche ich im Winter 2008 für meine Arbeiten für die Ausstellung „Fashioning Felt“ im National Design Museum New York machte, suchte ich nach verschieden gestalteten Strukturen in Filzoberflächen zum Thema ‚Licht und Schatten‘.
Ich benützte die gleiche Technik auf verschiedene Arten um neue Oberflächenstrukturen sichtbar machen. Dabei entstand ein kleines Arbeitsmuster, welches nicht in die Reihe der Experimente passte. Ein kleiner „Kiesplatz“ für eine Hand.
Dieses Muster wurde zum Ausgangspunkt für das Teppichobjekt. Währen eines Jahres band ich locker aufgewickelte Wollfasern in einen dünnen Vorfilz ein. Eine sehr meditative Arbeit. Mit der zunehmenden Grösse wurde der Arbeitsrhythmus sichtbar. Diese Rhythmen formten sich zu Bildern. Linien wurden zu Mustern, Muster zu Figuren.
Das Teppichobjekt wuchs aus der Mitte heraus. Vorerst entstand eine organische, der Natur nahe Aussenform. Ganz bewusst wählte ich aber das Rechteck als Endform. Der klare Rand lenkt die Aufmerksamkeit in die Mitte, zum eigentlichen Bild.
Der optische Reiz von kühlen und harten Steinen kontrastiert mit der taktilen Empfindung von warmer und weicher Wolle und weckt den Impuls zu spüren, sich darauf auszuruhen.
Material: Merinowolle, Seide
Masse: ca. 180 cm / 120 cm