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Holzfässer Studien zu den Holzfässern und ihren Inschriften im römischen Reich mit Neufunden und Neulesungen der Fassinschriften aus Oberwinterthur/Vitudurum
Die vorliegende Monographie ist in die Arbeiten zum Instrumentum domesticum einzureihen, da sie sich mit den auf Holzfässern gefundenen Stempeln und Ritzinschriften befasst. Die Inschriften auf Gegenständen des täglichen Gebrauchs werden heute immer stärker beachtet. Da die Holzfässer ein Handelsprodukt darstellen, deren Produktionsstätten und Handelswege interessieren, bilden sie einen Teil der «Inscribed Economy». Die Monographie geht über eine rein epigraphische Arbeit hinaus, da nach einer ausführlichen Darstellung der Forschungsgeschichte (Kapitel 2) auch weitere Quellen einbezogen und untersucht werden, nämlich die literarischen Quellen zum Begriff des Holzfasses (Kapitel 3) sowie die bildlichen Darstellungen des Holzfasses auf den Grabsteinreliefs (Kapitel 4). In Kapitel 5 werden die bisherigen Holzfassfunde in der Schweiz vorgestellt, wobei die gestempelten Dauben – drei aus Nyon und zwei aus Bussy (Pré de Fond) – ausführlich erörtert und die mit Oberwinterthur engverwandten Funde von Eschenz ebenfalls einbezogen werden. Das Kapitel 6 ist ganz den Holzfässern aus Oberwinterthur und der Edition der Holzfassinschriften gewidmet; unter Einbezug der inschriftlichen Zeugnisse von Eschenz wird es mit den Resultaten der epigraphischen und namenkundlichen Untersuchungen, mit einem Überblick über die Spuren der Küfereien und über die Wieder- und Letztverwendungen beschlossen. Kap. 7 bietet eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse und liefert einen Ausblick für die weitere Forschung. Entgegen den Gepflogenheiten bei dieser Heftreihe wurde die Zusammenfassung ausnahmsweise auch ins Französische und Englische übersetzt. In die Anhänge sind sodann zwei kleinere Beiträge eingefügt worden, die in einem losen Zusammenhang zu den Holzfassinschriften aus der Schweiz stehen. Zudem finden sich dort die ausführlichen tabellarischen Zusammenstellungen zu den einzelnen Stempeln und Ritzinschriften sowie eine umfassende Bibliographie.
Autorin: Regula Frei-Stolba
Zürcher Archäologie, Heft 34 (2017) 232 S., 158 Abb., tabellarischer Anhang Format 210 × 297 mm