Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03330.jsonl.gz/1706

Mehr als zwei Stunden lang ist ein Militär-Zeppelin unkontrolliert über die US-Bundesstaaten Maryland und Pennsylvania geflogen. Ein herabhängendes Kabel sorgte für Stromausfälle in Tausenden Haushalten.
Ein Luftschiff des US-Militärs hat sich von seiner Verankerung im Bundesstaat Maryland gelöst und schwebte mehr als zwei Stunden unkontrolliert über dem Nordosten der USA. Inzwischen ist es im Nachbarbundesstaat Pennsylvania gelandet, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes mitteilte.
Nachdem der rund 70 Meter lange Zeppelin sich losgelöst hatte, waren zwei F16-Kampfjets gestartet, um das als JLENS bekannte Luftschiff zu beobachten. Das gemeinsam mit Kanada betriebene Verteidigungskommando für Luft und Weltraum (NORAD) sowie die Behörde für Flugsicherheit FAA wurden eingeschaltet, um Gefahren im Flugverkehr zu begrenzen. Wie sich das Luftschiff von der Verankerung lösen konnte, war zunächst unklar.
US-Medien zufolge hing das bis zu 3000 Meter lange Verankerungskabel von dem Zeppelin herab. CNN berichtete unter Berufung auf Vertreter des Militärs, dass die herabhängenden Kabel in Teilen Pennsylvanias zu Stromausfällen geführt hätten. Auch der Sprecher des Katastrophenschutzes bestätigte die Angaben.
Der Stromanbieter PPL teilte laut Nachrichtenagentur Reuters mit, dass am Nachmittag rund 26'800 Haushalte in Pennsylvania ohne Strom gewesen seien.
Das Luftschiff wird zur Überwachung eingesetzt und kann mittels Sensor- und Netzwerktechnik vor Drohnen und Marschflugkörpern warnen. Es kann bis zu 30 Tage am Stück in der Luft bleiben.
kry/Reuters/dpa