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Die alte Deponie Gamsenried –
Das wichtigste in Kürze
Die alte Deponie Gamsenried ist in Gamsen bei Brig aufgrund ihrer Ausmasse und Komplexität einzigartig in der Schweiz. Die Deponie erstreckt sich über eine Länge von 1.3 km und eine maximale Breite von 450 m, die gesamte Fläche beträgt 290'000 m2 (sprich 29 Fussballfelder). Sie liegt im Gewässerschutzbereich für Grundwasser (Au). Zwischen 1918 und 1978 wurden auf der Deponie vor allem belastete Chemieabfälle aus der nahegelegenen Lonza gelagert. Das Volumen wird auf rund 3 Mio m3 (4-5 Mio. t) geschätzt.
Die Deponie, welche im Kataster der belasteten Standorte eingetragen ist, wurde im Jahr 2011 als sanierungsbedürftig eingestuft. Daraufhin folgten intensive Untersuchungen des Deponiekörpers, des umliegenden Grundwassers und des Abstroms. Die umfassenden Detailuntersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass das Grundwasser durch die Hauptschadstoffe Quecksilber, Amine (Anilin, Benzidin) und Benzol aus der Deponie gefährdet wird. Die seit den 1990ern bestehende Sicherungsbarriere im Abstrom der Deponie entfernt zwar einen Grossteil der Schadstoffe im Grundwasser, dennoch ist eine sogenannte Schadstofffahne aus belastetem Grundwasser bis rund 3 km flussabwärts der Deponie entstanden.
Für die DUW ist ein zeitnahes und effektives Eingreifen in weiten Bereichen der alten Deponie erforderlich. Die Sanierung wird in Etappen durchgeführt. Als erstes werden die Sicherungsmassnahmen verstärkt, die Schadstofffahne behandelt und die Bereiche mit den stärksten Auswirkungen auf das Grundwasser (Schutzgut) aus der Deponie entfernt. Danach folgt die Sanierung des restlichen Standorts. Die Sanierung wird mehrere Jahrzehnte dauern und ist damit ein Generationenprojekt. Einmal saniert, muss von der Deponie Gamsenried auch ohne die heutigen Sicherungsmassnahmen keine Gefahr mehr für das Grundwasser ausgehen.
Abbildung : Die Deponie Gamsenried zwischen Visp und Brig