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Im Jahr 2013 konnten immer noch 493 Millionen Frauen weder lesen noch schreiben und 30,8 Millionen Mädchen hatten keinen Zugang zur Bildung. Laut dem UNESCO Weltbericht Bildung für Alle 2013-14 wird die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen nicht vor 2086 erreicht, und dies auch nur sofern die Regierungen ihre Anstrengungen zur Förderung der Einschulung von Mädchen weiterführen.
Zweifelsohne ist die Gefahr für eine Frau ohne Bildung grösser, frühzeitig schwanger und/oder verheiratet zu werden, von einem Mann abhängig zu sein, eine prekäre Beschäftigung ausüben zu müssen, wiederholt Gewalt über sich ergehen lassen zu müssen und ihre Menschenrechte verletzt zu sehen. Für Aide et Action ist die Bildung von Frauen und Mädchen eine Priorität, um so mehr, da sie ebenfalls dazu beiträgt, gegen die Armut von Familien, die Unterernährung und die Kindersterblichkeit zu kämpfen: die Chancen eines Kindes, dessen Mutter lesen kann, älter als 5-jährig zu werden, stehen nämlich doppelt so gut wie die eines Kindes, dessen Mutter Analphabetin ist.
“Frauenfreundliche Schulen”, Alphabetisierungskurse für Frauen, Sensibilisierung der Gemeinschaften für die Bildung von Mädchen… Aide et Action setzt auf verschiedene Ansätze, um die geschlechtlichen Ungleichheiten im Primar- und Sekundarunterricht zu eliminieren und die Gleichberechtigung zu fördern. Der Verein arbeitet insbesondere daran, das schulische Umfeld zu verbessern und Schulmaterial zu verbreiten, das die Gleichberechtigung und die Alphabetisierung von Frauen fördert, besonders deren, die in ländlichen Gebieten leben oder aus ausgegrenzten Gemeinschaften stammen. Dazu setzten wir uns dafür ein, Frauen den Zugang zu ihrer Entwicklung entsprechenden ökonomischen Gelegenheiten zu eröffnen, insbesondere durch Berufsbildung und Unterstützung von Jungunternehmen.
Quelle der Schlüsselzahlen: Unesco 2013