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Stan Wawrinka scheidet auch beim Masters-1000-Turnier in Schanghai früh aus. Der Waadtländer unterliegt in der 2. Runde dem Franzosen Gilles Simon nach zweieinhalb Stunden Spielzeit 7:5, 5:7, 4:6.
Nach der Enttäuschung zuletzt in Tokio, wo er als topgesetzter Spieler gleich in der 1. Runde dem Japaner Tatsuma Ito (ATP 103) unterlag, präsentierte sich Wawrinka auch beim hochdotierten Event in Schanghai nicht von seiner besten Seite.
Zwar gewann der 29-jährige Waadtländer gegen Simon (ATP 29) den ersten Satz nach 52 Minuten 7:5. Im zweiten Durchgang jedoch gelang dem im Kanton Neuenburg wohnhaften Franzosen ein frühes Break (zum 1:0). In der Folge konnte Wawrinka zwar nochmals ausgleichen (4:4). Doch wenige Minuten später gab der Weltranglistenvierte seinen Aufschlag erneut ab und Simon kam zum Satzausgleich.
Noch ärgerlicher verlief aus Wawrinkas Sicht der Entscheidungssatz. Der Romand ging 3:0 in Führung. Aber der gleichaltrige Franzose blieb hartnäckig und glich wieder auf 3:3 aus. Beim Stand von 4:4 folgte dann ein katastrophales Game von Wawrinka, der seinen Aufschlag zu null abgab. Simon seinerseits servierte danach souverän zum Sieg und trifft im Achtelfinal auf den tunesischen Qualifikanten Malek Jaziri (ATP 87).
Wawrinka war am Mittwoch nicht der einzige Top-Ten-Star, der die Segel streichen musste. Die Niederlage von Rafael Nadal gegen seinen guten Kumpel Feliciano Lopez (ATP 21) kam jedoch nicht völlig überraschend. Nadal, der erst vor einer Woche in Peking nach drei Monaten Pause wegen einer Handgelenkverletzung zurückgekehrt war, litt in den vergangenen Tagen unter einer Blinddarmentzündung.
Der Weltranglistenzweite entschied sich jedoch gegen eine Operation und trat nach einem Freilos zur zweiten Runde gegen Lopez an. Im Duell zweier Linkshänder behielt er jedoch in eindreiviertel Stunden mit 3:6, 6:7 das Nachsehen.
Trotz der Beschwerden will Nadal seine Saison nicht vorzeitig beenden und sich einer notwendige Operation erst nach der WM im November in London unterziehen. "Ich muss operiert werden. Ich habe mit einem Arzt in Spanien gesprochen", erklärte der 28-Jährige. "Auch wenn es jetzt unter Kontrolle ist, wird es wiederkommen." Er sei derzeit längst nicht zu 100 Prozent fit, wolle im Oktober aber auch in Basel und Paris noch antreten.
SDA-ATS