Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/83386

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 9. Mai 2008 hat das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) seine neueste Version der Transportkostenrechnung veröffentlicht. Dabei weist das ARE für den Strassenverkehr erneut höhere Kosten aus, wobei ein erheblicher Teil der Kostensteigerung auf die Teuerung zurückzuführen sei. Im Detail zeigt sich aber, dass die Berechnungen des ARE für das Jahr 2005 - gerade für den Schwerverkehr - u. a. zu einer tieferen Kostendeckung kommen als für 2003, weil auch einzelne Kostenstellen neu bewertet worden sind.</p><p>Trifft es zu, dass diese Neubewertung der einzelnen Kostenstellen (insbesondere der Lärmkosten beispielsweise) auch innerhalb der Bundesverwaltung umstritten sind?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zunächst ist zu erwähnen, dass das Bundesamt für Raumentwicklung am 9. Mai 2008 keine neue Transportkostenrechnung (Zusammenstellung aller Kosten und Erträge der einzelnen Verkehrsträger, der Infrastruktur, Sicherheit und ökologischen Kosten) veröffentlicht hat, sondern lediglich die Ergebnisse der Aktualisierung der externen Transportkosten für das Jahr 2005.</p><p>Der Vergleich mit den Resultaten von 2000 zeigt deutlich, dass die Zunahme beim Strassenverkehr um 25 Prozent auf zwei Gründe zurückzuführen ist:</p><p>- tatsächliche Schwankungen (Preisniveau, Zunahme der Bevölkerung);</p><p>- methodologische Anpassungen (Einbezug der neuen Lärmdatenbank, Anpassung des Preises einer Tonne CO2 angesichts der Erkenntnisse aus neuen wissenschaftlichen Forschungen).</p><p>Die Teuerung von 2000 bis 2005 führt zu einer Zunahme der externen Kosten um 8 Prozent und erklärt damit die beobachtete Zunahme von 25 Prozent nur zum Teil. Die restlichen 17 Prozent sind auf die vielen anderen obenerwähnten Faktoren zurückzuführen.</p><p>Die Aktualisierung der externen Kosten für das Jahr 2005 betraf die wichtigsten Bereiche (d. h. Bereiche, deren Betrag sich 2000 auf über 50 Millionen Franken belief). Bei der Berechnung wurde gemäss Artikel 7 Absatz 3 des Bundesgesetzes über eine leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (SR 641.81) der Stand der jeweiligen wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt.</p><p>Die externen Kosten für die Kategorie Schwerverkehr sind gemäss der neuen Studie von 1308 Millionen Franken im Jahr 2000 auf 1350 Millionen Franken im Jahr 2005 angestiegen. Dies entspricht einer Zunahme um etwas über 3 Prozent, d. h. weniger als allein der Preisanstieg (8 Prozent) im gleichen Zeitraum.</p><p>Die Neubewertung war innerhalb der Bundesverwaltung nicht umstritten. Die Berechnungen wurden von Anfang an von einer Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Bundesämter begleitet. Die Bundesämter wurden regelmässig aufgefordert, ihre Standpunkte zu den verwendeten Bewertungsmethoden und zu den erzielten Ergebnissen zu äussern. Dies gilt auch für den Bereich Lärm.</p>  Antwort des Bundesrates.