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Festival KlusClassics
Samstag, 3. Juli 2021
19:30 Uhr
Grosser Konzertsaal
Musikzentrum Florhofgasse MKZ
Florhofgasse 6, Zürich
Matthias Racz, Fagott
Christoph Hartmann, Oboe
Anna Kirichenko, Klavier
Programm
Kenichi Nishizawa
Trio für Oboe, Fagott und Klavier op. 108
Welturaufführung
Arno Figg
«Tre sguardi MMXVII» für Klavier
Fernando Deddos
Trio (2019) für Oboe, Fagott und Klavier
Daniel Schnyder
Dúo Fantastique für Oboe und Fagott
Jean Francaix
Trio für Oboe, Fagott und Klavier
Fernando Deddos
2 Chorros, Lamentos – 1X0 – für Oboe, Fagott und Klavier
Matthias Racz
Matthias Rácz wurde 1980 in Berlin geboren und begann im Alter von 6 Jahren seine musikalische Ausbildung zunächst auf dem Klavier und mit 10 Jahren auch auf dem Fagott. In seiner Schulzeit am musischen Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasium in Berlin wurde er von Prof. Fritz Finsch unterrichtet. Während des Studiums war er Schüler von Prof. Dag Jensen an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
Schon früh begann er sehr erfolgreich an Wettbewerben teilzunehmen. Er erspielte sich zahlreiche erste Bundespreise beim Wettbewerb «Jugend musiziert» in Solo- sowie Kammermusik-Wertungen. Während seiner musikalischen Ausbildung wurde er mit verschiedenen Förderungen ausgezeichnet, so als Stipendiat der Jürgen Ponto Stiftung, der Villa Musica, des PE-Förderkreises für Studierende der Musik und der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Beim Internationalen Bayreuther Musikwettbewerb «Pacem in terris» 2000 erhielt er den 3. Preis in der Gesamtwertung aller Holzblasinstrumente. Im Jahr 2002 folgte der 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb «Prager Frühling», und noch im selben Jahr gewann er den Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.
Schon im Alter von 15 Jahren gab er sein Debüt als Solist mit dem Kölner Kammerorchester in der Fernsehproduktion «Junge Künstler auf dem Podium». Weitere Konzerte folgten mit dem Interlochen-World-Youth-Symphony Orchestra (Michigan/USA), dem Ensemble Resonanz, der Norddeutschen Philharmonie, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Tonhalle Orchester Zürich um nur einige zu nennen. Er war Gastsolist bei vielen Musikfestivals wie dem Mozartfest Schwetzingen, dem Rheingau Musikfestival, dem Schleswig Holstein Musikfestival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
Seine CD Produktionen – unter anderem zuletzt mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und den vier Grossen-Fagottkonzerten, seine Konzertmitschnitte verschiedener Rundfunkanstalten sowie Fernseh- und Radioproduktionen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen.
Ungeachtet seines jungen Alters wurde Matthias Rácz 2003 von Seiji Ozawa als Dozent zum Ongaku-juku Opera Project nach Japan eingeladen. Im jungen Alter von 24 Jahren gab er seinen ersten internationalen Meisterkurs für Fagott und seither führen ihn viele Meisterkurse rund um den Globus. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter für Fagott vom «The Muri Competition» in Muri AG/Schweiz.
Mit 21 Jahren war er bereits Solofagottist im Gürzenich Orchester Kölner Philharmoniker und seit 2003 ist er in gleicher Position im Tonhalle-Orchester Zürich tätig. Ausserdem ist er Solofagottist im Lucerne Festival Orchestra unter Riccardo Chailly. An der Zürcher Hochschule der Künste hat er die Professur für Fagott inne.
Anna Kirichenko
Anna Kirichenko studierte zunächst an der Hochschule Neshdanova ihrer Heimatstadt Odessa Klavier und Komposition. Ihre Studien im Fach Klavier setzte sie bei Prof. Hans Leygraf am Mozarteum Salzburg fort.
Seit ihrem Debüt im Alter von 6 Jahren mit dem Philharmonischen Orchester Odessa verbindet sie eine intensive Zusammenarbeit mit Orchestern in Russland und der Ukraine. Anna Kirichenko spielte unter dem Dirigat von Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Pierre Boulez, Georges Prêtres und Gennady Rozhdestvensky und war Klavierpartnerin von Reiner Goldberg, Kurt Rydl, Roberto Scandiuzzi, Klaus Thunemann, Karl Leister, Christopher Corbett, Silvia Careddu und Reinhold Friedrich.
Die Preisträgerin des Prokofjeff-Wettbewerbs ist Gast bei vielen internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, Summerwinds, Landsberger Musiksommer, TwoDays/TwoNights Odessa; beim Bayerischen Rundfunk, bei der BBC, bei Radio France und beim Deutschlandradio liegen zahlreiche Aufnahmen vor.
Anna Kirichenko ist Dozentin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.
Christoph Hartmann
Für Christoph Hartmann ist die Oboe das perfekte Instrument zum Ausleben seiner Leidenschaft zur Musik. 1965 in Landberg am Lech geboren, studierte er in Augsburg bei Georg Fischer, bevor er bei Prof. Günther Passin an der Musikhochschule in München sein Studium fortsetzte und mit dem Meisterklassendiplom in den Fächern Oboe und Kammermusik abschloss. Christoph Hartmann errang Preise bei den internationalen Wettbewerben in Toulon, Genf und Tokio.
Nach einem ersten Engagement bei den Stuttgarter Philharmonikern, kam er 1992 zu den Berliner Philharmonikern. Zudem unterrichtet er seither dort an der Herbert-vonKarajan-Akademie. Solistisch tritt Christoph Hartmann regelmässig in Europa, Asien und Amerika auf. Seiner Liebe zur Kammermusik folgend, gründete er 1999 mit Orchesterkollegen das Festival Landsberger Sommermusiken, aus dem das im Inund Ausland konzertierende Ensemble Berlin hervorging.
Eine weitere Leidenschaft des Oboisten ist der Sport. Hartmann ist passionierter Marathonläufer und Rennradfahrer. Zusammen mit seinen Partnern des Berliner Fahrradladens Bikeline entwickelte er eine eigene Fahrradmarke: Pasculli. Hier schliesst sich der Kreis zur Musik, denn es waren Manuskripte des italienischen Oboenvirtuosen, Antonio Pasculli, die Christoph Hartmann in einer italienischen Bibliothek aufstöberte und ihn veranlassten, der in Vergessenheit geratenen Musik wieder Gehör zu verschaffen. Die CD «Fantasia Italiana» mit Opernparaphrasen von Antonio Pasculli, die 2007 als Welt-Ersteinspielung bei EMI erschien, wurde zum grossen Erfolg bei Kritikern und Publikum. Im April 2008 erscheint, ebenfalls bei EMI Classics, Christoph Hartmanns zweite Solo-CD, «Bella Napoli», die er gemeinsam mit seinen Kollegen vom Ensemble Berlin eingespielt hat.
Christoph Hartmann spielt eine Oboe der Firma Roland Dupin.