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Die Studie entstand im Rahmen des Analyseprogramms zur Eidgenössischen Volkszählung von 1990 und untersucht den Einfluss der sozialen Herkunft auf die Bildungsbeteiligung in der Schweiz.
Die Aufgabe des Bildungssystems beschränkt sich nicht auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten. Über seine Zuteilungsfunktion werden im Bildungssystem auch Weichenstellungen für die spätere Berufslaufbahn und die zukünftigen Lebens- und Konsumchancen vorgenommen. Chancengleichheit und Leistungsgerechtigkeit sind die zentralen Postulate, an denen sich diese Zuteilung zu orientieren hat. Schulische Leistung allein soll über den Auf- oder Abstieg im Bildungssystem entscheiden. Zugeschriebene Merkmale wie soziale Herkunft, Geschlecht, Wohnort oder religiöse und ethnischeZugehörigkeit dürfen demgegenüber keine Auswahlkritierien sein.
Ausgehend von allgemeineren Überlegungen zu den Möglichkeiten und Grenzen des Chancengleichheitsprinzips wurde auf der Grundlage von Daten der Volkszählungen 1970-1990 untersucht, welchen Einfluss die soziale Herkunft und das Geschlecht auf die Bildungsbeteiligung haben und wie sich dieser Einfluss im Verlaufe der Bildungsexpansion verändert hat:
Eine Aktualisierung dieser Studie findet sich im Projekt "Entwicklung der Sozialstruktur", das die Volkszählung 2000 als Ausgangspunkt der Analyse verwendete.