Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03418.jsonl.gz/2866

Parfait-Tuben und Omoflaschen
Heute sind die Düdinger Möser geschützt, dem war aber nicht immer so. Früher dienten sie der Gemeinde als Abfalldeponie.
Vor circa 5000 Jahren waren die Düdinger Möser ein Hochmoor, führt der Biologe Jacques Studer bei unserem Rundgang aus. Und ungefähr zu diesem Zeitpunkt fing der Mensch an, in die Natur einzugreifen. Er baute Torf ab, um Brennmaterial zu gewinnen.
Währen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde der Torfabbau intensiviert, aber effektiv wurde bis in die 70er-Jahre in den Düdinger Möser Torf gestochen. Parallel dazu entstanden kleinere Weiher, die von der Gemeinde Düdingen als Abfalldeponie genutzt wurden oder zur Fischzucht. Würde man heute graben, so würde man immer noch Parfait-Tuben und Omoflaschen aus den 60er-Jahren finden, so Jacques Studer. Eine weitere Herausforderung für den Lebensraum "Düdinger Möser" war der Bau der Autobahn 1971, der den Moorkomplex, bestehend aus sechs Weihern, zweiteilte.
Seit 1975 sind die Düdinger Möser geschützt. Ein grosser Teil gehört der Gemeinde Düdingen, der Rest dem Kanton.