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Sie spielte in «Venus im Pelz» und «Das nackte Cello», aber auch in Viscontis letztem Film: Laura Antonelli galt im Italien der Siebziger als neue Loren. Dann kamen Drogen, Haftstrafe und Botox. Nun ist die Schauspielerin tot, sie wurde 73 Jahre alt.
Laura Antonelli war ein typischer Star ihrer Zeit, und diese Zeit waren die Siebzigerjahre, als sich ernste Themen und erotische Aufladung, Frivoles und Seriöses im Kino eng verschränkten. Die 1941 im heute zu Kroatien gehörenden Pula geborene Schauspielerin war bereit, ihre Schönheit einzusetzen für die dazu passenden Rollen, in denen sie von Männer angehimmelt wurde.
Antonelli wurde bekannt durch ihre Rollen in Erotik-Komödien Ende der Sechziger- und in den Siebzigerjahren, wie etwa in dem Film «Malizia» aus dem Jahr 1973. Manche trugen sprechende Titel wie «Venus im Pelz», «Das nackte Cello» oder «Ein göttliches Geschöpf».
Anschliessend arbeitete sie mit den grossen Namen des italienischen Kinos wie Dino Risi, Ettore Scola und Luigi Comencini. Luchino Visconti vertraute ihr die weibliche Hauptrolle in seinem letzten Spielfilm an, «Die Unschuld» aus dem Jahre 1976.
Von 1972 bis 1980 war Laura Antonelli die Lebensgefährtin des französischen Schauspielstars Jean-Paul Belmondo, den sie bei den Dreharbeiten zu «Musketier mit Hieb und Stich» kennengelernt hatte. Sie lebte lange Jahre in Paris und drehte mehrere Filme mit französischen Regisseuren.
In den Achtzigerjahren ging ihre Karriere nach mehreren misslungenen Schönheitsoperationen und juristischen Problemen wegen Drogenbesitzes zu Ende. Anschliessend lebte sie zurückgezogen in Ladispoli bei Rom. Wie italienische Medien berichteten, wurde sie dort am Montag tot aufgefunden. Laura Antonelli wurde 73 Jahre alt. Italienische Medien nennen einen Herzinfarkt als Todesursache.
feb/afp