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Schlackenaufbereitung
Gemäss Anhang 5, Ziffer 4.1 der Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (VVEA) darf Kehrichtschlacke nur dann auf Reaktordeponien abgelagert werden, sofern vorgängig die Schlacke entschrottet und die enthaltenen Nicht-Eisenmetalle soweit abgetrennt wurden, dass ihr Anteil in der abgelagerten Schlacke 1 Gewichtsprozent nicht überschreitet.
Um diesen Anforderungen an eine Deponierung zu entsprechend, wird die Schlacke mit eigens dazu konstruierten Aufbereitungsanlagen in verschiedene Korngrössenfraktionen aufgetrennt, aus denen dann mit Metallabscheidern sowohl der Eisenschrott als auch die Nichteisenmetalle aussortiert werden. Grössere Anlagen verfügen sogar über Handlesestationen, um aus dem Eisenschrott Kupferspulen und aus der Grobschlacke Edelstähle auszusortieren. Ebenso sind Windsichter vorhanden zur Entfernung der unverbrannten Plastik-, Karton- und Holzanteile. Typische Metall-Rückgewinnungsraten dieser Aufbereitungsanlagen liegen je nach technischer Ausstattung zwischen 40-65% bei Nichteisenmetallen und zwischen 85-95% bei Eisenschrott.
Auch nach der Abtrennung der partikulären Metalle sind in der Restschlacke nach wie vor die als Oxide oder Carbonate chemisch gebundenen Metalle vorhanden. Die immer noch hohen Metallgehalte verhindern unter Berücksichtigung entsprechender Grenzwertsetzungen eine Verwendung der aufbereiteten Schlacke als Rohstoff oder Baumaterial und machen daher eine Deponierung erforderlich. Dennoch werden im Rahmen von abfallwirtschaftlichen Planungen ständig hohe Zielvorstellungen für die Verwertung von Kehrichtschlacken formuliert, die eine seit Jahrzehnten andauernde Forschungstätigkeit in Gang halten, um eine vollständige Nutzbarmachung der Verbrennungsschlacken für Bauzwecke irgendwann dennoch zu erreichen, obwohl die Chancen auf Realisierung äusserst gering sind. Andererseits sind grosse Mengen an wertvollen mineralischen Bauabfällen (Mischabbruch, Betonabbruch oder Asphaltbelag) vorhanden, die bzgl. ihres Schadstoffgehalts weit unproblematischer sind und daher mit weit weniger Aufwand als Recyclingbaustoffe im Bausektor eingesetzt werden können.