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Im Fall von Flugannullierungen durch die Fluggesellschaft, grossen Verspätungen oder Nichtbeförderung ist das BAZL zuständige Durchsetzungsstelle in der Schweiz für die Fluggastrechteverordnung (EG) Nr .261/2004.
Wird ein Flug annulliert, sind die Fluggesellschaften verpflichtet, den Flugpassagieren folgendes anzubieten:
Nach Wahl des Passagiers entweder:
- einen vergleichbaren Alternativflug zum frühestmöglichen Zeitpunkt (Umbuchung)
oder
- nach Wunsch des Passagiers zu einem späteren Zeitpunkt, vorbehaltlich verfügbarer Plätze
oder
- wenn Sie auf den (Weiter)Flug verzichten, die vollständige Rückerstattung der Ticketkosten
Die Luftfahrtunternehmen müssen betroffene Fluggäste außerdem in angemessenem Verhältnis zur Wartezeit betreuen. Dies kann auch eine Hotelunterbringung mit einschliessen, wenn eine solche notwendig ist. Die Betreuungsleistungen entfallen, wenn sich die Fluggäste mit der vollständigen Rückerstattung der Flugscheinkosten einverstanden erklärt haben. Gleiches gilt auch, wenn sich die Fluggäste auf eigenen Wunsch für eine Ersatzbeförderung zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
Passgiere, die über die Annullierung mindestens zwei Wochen vor der planmässigen Abflugzeit unterrichtet werden, haben keinen Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Ein Ausgleichsanspruch besteht auch nicht, wenn die Annullierung aufgrund aussergewöhnlicher Umstände erfolgt ist, welche sich nicht hätten vermeiden lassen.
Die Europäische Kommission hat Auslegungsleitlinien zu den EU-Verordnungen über Passagierrechte vor dem Hintergrund der Situation im Zusammenhang mit Covid-19 veröffentlicht, die auch Aussagen zur Bewertung der aktuellen Ereignisse mit Bezug auf den Anspruch auf Ausgleichszahlung enthalten.
Falls Sie glauben, einen Anspruch zu haben, und die Fluggesellschaft Ihnen diesen verweigert, können Sie das Formular auf unserer Webseite ausfüllen:
Onlineformular