Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03289.jsonl.gz/463

Die Initianten argumentieren, es gäbe in der heutigen Lage keinerlei militärische Begründung, dass die Schweizer Armee die Ordonanzwaffe an die aktiven Soldaten abgibt.
Bei dieser Argumentation gehen einige wesentliche Punkte vergessen:
- Eine persönliche Armeewaffe wird vom Besitzer nach seinen Bedürfnissen eingeschossen, bei einer zentralen Lagerung müsste sichergestellt werden, dass für jeden WK (und natürlich auch im Ernstfall) jeder Soldat seine persönliche Waffe ausgefasst erhält – eine logistisch riesige und teure Aufgabe, die zudem wertvolle Ausbildungszeit im WK raubt!
- Die persönliche, eigene Armeewaffe wird auch für das Obligatorische benötigt, diesem kommt mit der Reduktion der Diensttage immer grössere Bedeutung zu um die Schiessfertigkeit zu bewahren.
- Armeewaffen spielen bei den Waffenmissbräuchen und den Suiziden eine extrem geringe Rolle (im einstelligen Prozentbereich). Zudem wurden bereits Massnahmen ergriffen, um diese weiter zu reduzieren (keine Heimabgabe der Munition mehr).
- In den vergangen Jahren wurde mit dem Abbau der Armee auch die Zahl der Armeewaffen auf etwa die Hälfte reduziert. Die Forderung der Initianten ist also bereits zum grössten Teil erfüllt, ohne dass sich deren Hoffnung auf Reduktion von Suizidversuchen und häuslicher Gewalt bewahrheitet hätte.
Dieses Hauptelement der Initiative ist also nicht dazu geeignet, den Schutz vor Waffengewalt zu verbessern!
Unser Fazit:
Die Initiative "Schutz vor Waffengewalt" taugt nichts, kostet Milliarden und fördert den Schwarzmarkt und damit die Waffenverfügbarkeit für Jugendliche und Kriminelle!