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Prof. Dr. Stefan C. Wolter
Stefan C. Wolter - Die Bedeutung von Kompetenzmessungen für die Bildungsökonomie
Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung der Messung von Kompetenzen für die bildungsökonomische Forschung. Die Bedeutung von Kompetenzmessungen ergibt sich vor allem aus der (Makro-)Beobachtung, dass Kompetenzen als „Output“ des Bildungssystem verschiedenste „Outcomes“, d.h. Wirkungen von Bildung, besser zu erklären vermögen, als alternative Messungen der Leistungen eines Bildungssystems, wie Schuljahre oder erreichte Bildungsstufen. Aus dieser Beobachtung ergibt sich wiederum die Notwendigkeit, auch den Einfluss von Bildungsprozessen, Inputs und Rahmenbedingungen direkt auf die Kompetenzen und nicht lediglich auf die Bildungsabschlüsse zu messen. Der Vortrag erläutert exemplarisch die Hauptbefunde zu diesen Zusammenhängen anhand ausgewählter bildungsökonomischer Forschungsarbeiten. Schliesslich geht der Vortrag spezifisch auf zwei Probleme mit Kompetenzmessungen und deren Konsequenzen für die empirische Forschung ein. Dazu gehört erstens der Umstand, dass immer nur ein Ausschnitt der relevanten Kompetenzen gemessen wird und zweitens, dass gerade die internationalen Vergleichstests i.d.R. Querschnittserhebungen sind, was bezüglich kausaler Erklärungsmuster mit nicht unerheblichen Problemen behaftet sein kann.