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Valeria Podoprigora,
geb. 1996
Die junge Frau ist Studentin an der Nikolajewer Universität. Sie bekommt eine Ausbildung im Bereich Finanzen. Neulich bekam Valeria starke Bauchschmerzen. Die Ärzte diagnostizierten bei ihr eine Eileiterentzündung. Sie war auf eine kostspielige Antibiotika-Therapie angewiesen. Am fünften Tag der Behandlung bekam Valeria Fieber und die Bauchschmerzen waren nicht mehr zu ertragen. Im Laufe der diagnostischen Operation fanden die Ärzte den echten Grund des schlimmen Zustandes von Valeria heraus. Wegen einer angeborenen Organverschiebung befand sich der Appendix am falschen Platz (hinter der Gebärmutter) und war schon völlig abgefault. Dies führte zu einer Blutvergiftung, zu Eiterbildung im Bauchraum und Peritonitis.
Der Appendix wurde herausoperiert, die junge Frau liegt auf der Intensivstation in lebensgefährlichem Zustand mit Schläuchen im Bauch und in der Nase. Sie braucht zahlreiche entzündungshemmende Medikamente, Antibiotika, Probiotika und Fermente. Ohne diese kann ihr Körper den Überlebenskampf nicht gewinnen.
Das Budget der Familie bilden die Löhne von Valerias Mutter Elena (geb. 1972, Chemielehrerin) und ihres Vaters Wadim (geb. 1973, Traktorfahrer). Die Behandlung der jungen Frau kostet viel zu viel für eine durchschnittliche Familie aus einem kleinen Dorf in der Ukraine. Valeria Podoprigora hat keine andere Lösung, als Schweizer Spender via SOS GERASJUTA Stiftung um die Rettung zu bitten. Das ist ihre letzte Hoffnung.
„Hoffnung ist alles, was mir noch übrig bleibt“
Diese Worte kommen Elena Podoprigora über die Lippen. Sie und ihre Tochter sind die Protagonistinnen unseres heutigen Artikels. Sehr geehrte Leserinnen und Leser, wem von uns ist das Gefühl der Angst um die Gesundheit und das Leben des eigenen Kindes nicht bekannt? "Wenn nur nichts passiert" - dieser Gedanke verfolgt Mütter und Väter, unabhängig davon, wie alt ihre Kinder sind. Gleichzeitig sind die meisten Sorgen wenn auch nicht grundlos, so doch letztlich nichtig - das Kind kommt in der Schule nicht immer gut mit, zieht nicht genug warme Kleidung an oder macht eine lange Reise, ohne das Mittagessen mitzunehmen. Solche Gedanken gehen vorbei und können bezwungen werden. Wenn aber echte Schwierigkeiten an die Tür klopfen, wirken keine Beruhigungen, krampft sich das mütterliche Herz reflexartig zusammen und entspannt sich erst dann, wenn sich ihre Tochter oder ihr Sohn ausser Gefahr befinden. Heute bieten wir Ihnen an, mit der Geschichte von Frau Podoprigora, deren Leben auf dem Spiel steht, mitzufühlen. Bleiben Sie bitte dem Schicksal der armen Frau gegenüber nicht gleichgültig!
Valeria Podoprigora im Alter von 3 Jahren, 1999
Mit den Eltern an der Schulabschlussfeier, 2013
Alltag eines zielgerichteten ukrainischen Mädchens
„Dieser Wildfang bereitet mir seit früher Kindheit immer wieder Überraschungen“, teilte Elena mit. Einmal musste die Frau kalten Schweiss von ihrer Stirn abwischen, als sie nach Hause kam und sah, wie sich ihre vierjährige Tochter Valeria mit einer Nagelschere einen Spielzeug-Pony schnitt! Das Mädchen schaute mit grosser Verwunderung auf ihre Mutter, die es ihr erlaubt hatte, die Frisur zu beenden und ihr dann das scharfe Objekt weggenommen hatte.
Valeria wuchs als einziges Kind in der Familie auf, sie zeigte immer eine aussergewöhnliche Unabhängigkeit und Entschlossenheit. Was das Kochen angeht, mochteValeria es, ihrer Mutter von früh auf zu helfen, und im Alter von 10 Jahren konnte sie schon verschiedene Suppen und andere Gerichte selber zubereiten. Besondere Sorgen um die Tochter hatte Frau Podoprigora nicht, weil sie schon immer sehr fleissig und zielstrebig war.
In der Schule war das Mädchen Mitglied der Volleyballmannschaft, die wiederholt Preise bei Wettbewerben auf verschiedenen Ebenen gewann - von lokalen bis regionalen. Auch beim Erlernen von Fächern wie der ukrainischen Sprache, Mathematik oder Chemie erbrachte sie gute Leistungen, was nicht verwunderlich ist, da ihre Mutter Chemielehrerin in der Dorfschule ist. So lebte die kleine Familie – Mutter Elena, Vater Wadim, der als Traktorfahrer arbeitet und die Felder beackert, und Valeria – zusammen, bis die Tochter die Schule beendete.
Als es an der Zeit war, einen zukünftigen Beruf für Valeria zu wählen, gab es keinen Zweifel, weder bei ihr noch bei den Eltern – sie entschied sich für die Fachrichtung Finanzen. Der einzige Nachteil waren die Studiengebühren. Die Familie musste den Gürtel enger schnallen, um den Traum ihrer Tochter zu verwirklichen. Die echte Erlösung war die Tatsache, dass es die Möglichkeit gab, in einem Studentenwohnheim zu wohnen, so dass es nicht notwendig war, untragbare Summen für die Miete zu zahlen. Um etwas dazuzuverdienen, nahm Valeria Teilzeitjobs an. Obwohl es viel Zeit und Mühe kostete, hinderte es sie nicht daran, in allen Fächern die höchsten Noten zu bekommen.
Im neunten Semester sah siesich mit der Tatsache konfrontiert, dass Masterstudenten nicht mehrim Wohnheim wohnen dürfen, weshalb sie nach einer Wohngemeinschaft suchen musste. Um weiter studieren zu können, verliess Valeria die Arbeit. Es war unmöglich, das Erlernen der grossen Menge des Lernstoffes und anstrengende Abendschichten zu kombinieren. Unvorstellbar hohe Summenmüssen von Valerias Familie bezahlt werden. Aber momentan ist das nicht das Hauptproblem dieser Familie.
Plötzliche folgenschwere Krankheit
Eines Morgens fühlte sich Valeria unwohl und kriegte starke Schmerzen im Unterbauch. Als der Krankenwagen ankam, krümmte sie sich bereits. Sie wurde sofort ins Spital eingeliefert. Weder die Blutuntersuchung noch der Ultraschall wiesen auf die wahre Ursache der Beschwerden hin, sondern führten die Ärzte nur in die Irre. So wurde bei Valeria eine Eierstockentzündung diagnostiziert und sofort mit starken Antibiotika begonnen. Ausserdem wurde der Eiter aus der Beckenhöhle herausgepumpt. Fast eine Woche lang klebte Elena Podoprigora am Krankenbett ihrer Tochter und hielt sie an der Hand. Sie versuchte auf jede Art und Weise, ihre Tochter davon zu überzeugen, dass alles gut wird.
Als die junge Frau am fünften Tag in der gynäkologischen Abteilung Fieber kriegte und die Wellen der Schmerzen immer stärker schlugen, beschlossen die Ärzte, einen Eingriff durchzuführen, um die Ursache der Verschlechterung von Valerias Zustand festzustellen. Die diagnostische Operation erwies sich als lebensrettend. Die Ärzte waren erstaunt und entsetzt darüber, was sie sahen - die inneren Organe Valerias waren verschoben (dies ist eine sehr seltene Pathologie), aber die Ursache für den Schmerz war der völlig verfaulte Appendix, der sich in der Bauchhöhle hinter der Gebärmutter versteckte! Die Entzündung hätte ohne diesen Eingriff nie diagnostiziert werden können.
Bereits auf der Intensivstation wurde das abgestorbene Organ entfernt, der Eiter abgepumpt und eine Aspirationsdrainage installiert. Jetzt befindet sich die Studentin in ernstem Zustand mit hohem Fieber immer noch auf der Intensivstation, und ihre Mutter bricht vor Hilflosigkeit beinahe zusammen. Leider sind Valerias Eltern nicht imstande, ihr irgendwie zu helfen. Die einzige Überlebenschance besteht im Kauf teurer Antibiotika, eines Tropfenzählers, intravenöser Ernährung, einer grossen Menge von Enzymen und Antimykotika. Das Leben der jungen Seele ist ernsthaft gefährdet, und jede Verzögerung verringert die Heilungschancen.
Die junge Sportlerin freut sich über den Sieg im Volleyball-Wettbewerb, 2012
Foto von Valeria auf der Intensivstation, heute
Das Schicksal stellt uns ständig auf den Prüfstand, indem es mit neuen Proben aufwartet. Und oft müssen wir im Laufe des Lebens auf solche Schwierigkeiten stossen, die nicht von alleine gelöst werden können. Die 22-jährige Valeria Podoprigora kämpft seit über einer Woche ums Überleben, und ihre Eltern haben nicht die geringste Gelegenheit behilflich zu sein - ihre finanziellen Möglichkeiten sind seit langem erschöpft. In unserer Macht, liebe Wohltäterinnen und Wohltäter, ist es heute, nicht nur einer Person zu helfen, sondern mehrere gleichzeitig zu retten. Ihre Spende wird der unglücklichen, kranken Studentin eine Chance zur Genesung schenken, und den Eltern die stark benötigte Hoffnung darauf, dass ihr einziges Kind, ihre geliebte Tochter, überlebt und vollständig genesen wird.