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Leonard von Matt (1909 – 1988) wurde bekannt durch seine Arbeiten über die Kunst in der Antike und Bildbände über Italien in den fünfziger Jahren. Das fotografische Handwerk erprobte er in seiner Heimat Nidwalden.
Seine frühen Arbeiten entstanden zwischen 1936 und 1946. Er porträtierte mit feinem Gespür seine Mitmenschen und die Nidwaldner Volkskultur. Seine Arbeit gilt als Zeitdokument einer längst untergegangenen, fast vergessenen Welt. Er selber bezeichnete die entstandenen Bilder als „Minder-Waar“ (minderwertige Ware) oder „Trainingsarbeiten“.
Von Matt war Buchhändler im familieneigenen Unternehmen. 1937 trat er aus dem Antiquariat aus, heiratete und begann seine autodidaktische Ausbildung zum Fotografen. Er studierte Bücher über fotografische Technik und verfolgte das Schaffen von Kollegen wie Paul Senn, Jakob Tuggener, Gotthard Schuh und Man Ray.
Prägend für sein Werk war ein kurzes Volontariat in einem Basler Grafik- und Fotoatelier, das sich der modernen Typographie und Bildsprache verpflichtete. Dieses musste er abbrechen, weil er 1939 - 1945 in den Aktivdienst eingezogen wurde. Unermüdlich fotografierte er während dieser Zeit seine Umgebung und feilte an Qualität und Technik, schärfte sein Auge, um das Wesen von Land und Leuten zu erfassen.
Leonard von Matt liebte das Einzelbild, so war er mehr ein sorgfältiger Beobachter als Geschichtenerzähler. Die hier gezeigten frühen Fotografien sind im einem Bildbandexterner Link erschienen und werden an einer Ausstellung im Nidwaldner Museum Winkelriedhausexterner Link gezeigt. Die Ausstellung wandert anschliessend nach Arles, Paris, Berlin und Engelberg weiter.
(Fotografien: © Madeleine Kaiser-von Matt, Buochs)