Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/3690

Beim Glasschneiden wird zuerst mit dem Metallrädchen des Glasschneiders die Oberfläche des Glases angeritzt.
Damit das Glas keinen Spannungen ausgesetzt ist, ist eine plane, nicht zu harte Unterlage (z.B. Papkarton) wichtig.
Zuerst markiert man sich mit einem Stift den Schnittverlauf. Danach legt man das Lineal so auf die Platte, dass das Glasschneiderrädchen auf der angezeichneten Markierungslinie liegt. Der Glasschneider muss senkrecht am Lineal gehalten werden.
Leicht zu einem hingeneigt zieht man dann das Werkzeug am Lineal entlang. Auf der Glasplatte muss sich eine durchgehende Ritzlinie von der einen Glaskante zur anderen abzeichnen.
Vor dem Brechen der Glasscheibe wird vorsichtig von der Gegenseite, entlang der geritzten Linie, mit dem Glasschneider geklopft. Dadurch vertieft sich der Schnitt nach unten. Im Anschluss wird die Platte über eine Tischkante abgebrochen. Sollte nicht gleichmäßig gearbeitet worden sein, können kleine Überstände an der Kante auftreten, die vorsichtig durch die Aussparungen am Glasschneider oder mit einer Flachzange abgenommen werden.
Für Kurvenschnitte gibt es einen sogenannten Rundschneider oder Zirkel, die eine Maßschiene mit Gummisaugkopf am einen und einem verstellbaren Glasschneider am anderen Ende. Man kann sich aber auch behelfen, indem man eine geeignete Schablone benutzt.
Nachdem die runde Form in das Glas eingeritzt wurde, müssen Hilfsschnitte vom Kurvenverlauf weg zu den Glasaussenkanten angelegt werden, damit man das Glas in der gewünschten Form brechen kann.