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Selbsttest. Frage 0 von 12Hinweise
Sie trinken laut Ihren Angaben niemals Alkohol. Insofern kann mit Sicherheit auch keine Alkoholabhängigkeit vorliegen. Wollten Sie vielleicht den Co-Abhängigkeitstest machen?zurück zur Übersicht
Wer Alkohol problemlos geniessen will, trinkt mit Mass! Für gesunde Erwachsene sind zwei Drinks pro Tag unbedenklich, ausnahmsweise auch vier Drinks. Genussvoll trinken bedeutet langsam zu trinken! Ganz auf Alkohol verzichten sollten Autofahrende, schwangere und stillende Frauen, Kinder sowie Personen, die Medikamente zu sich nehmen oder denen Ärzte davon abraten.
Sechs oder mehr Drinks entsprechen ca. 70g reinen Alkohols. Ein 84 kg schwerer Mann, der in dreieinhalb Stunden sechs Drinks konsumiert, hätte ca. 1.2 Promille Alkohol im Blut. Eine Frau, die 65 kg wiegt, käme im selben Zeitraum bei gleichem Konsum auf 1.95 Promille.
Die Häufigkeit kann ein Hinweis auf den sogenannten Kontrollverlust (siehe Frage 4) sein. Betroffene Personen beschreiben dieses Abhängigkeitsphänomen: Du trinkst ein Glas und noch eins und dann noch eins und eigentlich wolltest du jetzt aufhören. Plötzlich ist es dir einfach egal und du trinkst bist du wieder besoffen bist.
Kontrollverlust: Dieses Symptom ist Teil der Abhängigkeit und bezeichnet die Unfähigkeit den Eigenkonsum noch willentlich bestimmen zu können. Als Kontrollverlust gelten wiederholte Handlungen ohne vernünftige Motivation, die im Algemeinen die Interessen der betroffenen Person oder anderer Menschen schädigen. Das impulsive Verhalten wird zwar bewusst erlebt, kann aber willentlich kaum verhindert werden.
Alkohol beeinträchtigt die Hirnleistungsfunktionen. Die Koordination zwischen Denken und Handeln funktioniert nur mit Verzögerungen. Feinmotorische Fähigkeiten und die Konzentrationsfähigkeit sind eingeschränkt.
Am Morgen schon das Bedürfnis nach Alkohol zu haben, kann auf eine körperliche Abhängigkeit hindeuten. Leichtere oder schwere Entzugserscheinungen wären Unruhe, zittern, schwitzen, Anspannung, Angstgefühle, Magenschmerzen oder Schlafstörungen.
Schuldgefühle oder Gewissensbisse zu haben nach übermässigen Trinken ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Alkoholkonsum problematisch geworden ist. Meist haben diese Schuldgefühle damit zu tun, dass man sich selber oder jemand anderem gegenüber versprochen hatte, beim nächsten Anlass nichts mehr oder viel weniger zu trinken, dieses Versprechen aber nicht einhalten konnte.
Diese Gedächtnislücken sind Ausdruck einer akuten Vergiftung des Gehirns. Durch Alkohol wird auch das sogenannte Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt: kann sich z.B. nicht mehr erinnern, in welchem Lokal sie war, was sie gesagt und getan hat oder wie sie nach Hause gelangt ist.
Alkohol wirkt enthemmend und erschwert die Selbstwahrnehmung. Die betroffene Person wird nicht nur fröhlicher und entspannter, sondern oft auch aggressiver. Eine durch Alkohol ausgelöste Enthemmung erhöht das Risiko, als Täter oder Opfer mit Gewalt (häusliche, öffentliche und Unfälle) konfrontiert zu werden.
Wenn Ihr Umfeld Ihnen Fragen zu Ihrem Alkholkonsum stellt, ist das ein deutliches Warnsignal! Unsere gesellschaftlichen Gepflogenheiten tolerieren auch einen relativ starken Alkoholkonsum. Sorgt man sich dennoch um Sie, dann selten unbegründet.
Während Sie Ihren eigenen Alkoholkonsum noch verharmlosen, bemerkt Ihr Umfeld oft viel früher, dass etwas nicht mehr stimmt. Schön, wenn Sie Menschen um sich haben, die sich um Sie sorgen und Fragen direkt aussprechen. Versuchen Sie, auf diese Fragen ebenso ehrlich einzugehen, auch wenn es Ihnen schwer fallen mag.