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Hofstetten liegt in der Mulde von Hofstetten–Metzerlen, einem Malm-Korallenkalk-Plateau des Nordteils der Blauenfalte. Dieser Korallenkalk ist wieder als Schenkelberg im Hofstetter Chöpfli sowie in der Landskronkette sichtbar. Das Kalk-Plateau ist wegen zahlreicher Klüfte sehr wasserdurchlässig. Versickerndes Regenwasser tritt am Fuss der Kalke über den Oxford-Mergeln zwischen Mariastein und Hofstetten in verschiedenen Quellen zutage. Diese sind aber wegen fehlender Filterkraft der Kalke meist verunreinigt. In der Klus von Flüh gibt es weitere Quellen, welche teilweise aus dem Rogenstein aufsteigen. Über Jahrhunderte wurde eine solche Quelle für das Bad Flüh als 17 °C-warme Subterme genutzt. Die Mulde von Hofstetten selbst ist mit Löss- und Lehmböden bedeckt, welche eine recht intensive Landwirtschaft ermöglichen.
Das Gebiet der Bergmatten liegt in der Blauenfalte, deren Sattel abgetragen ist, weshalb der Faltenkern zum Vorschein kommt. Die Gesteinsschichten des Malm wurden erodiert und nun tritt der Dogger mit Hauptrogenstein und darunterliegendem Opalinuston hervor. Die untere Bergmatte dient seit Jahrzehnten als Spielmatte und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Im landschaftlich attraktiven Chälengraben (Kehlengraben) ist der Bach in den Malmkalk-Nordschenkel der Blauenfalte eingeschnitten. Der grösste Teil des Wassers aus dem Bach versickert im unteren Teil der Schlucht in den klüftigen Malmkalken. Mit Färbversuchen wurde nachgewiesen, dass das Wasser von hier unterirdisch in Richtung Ettingen fliesst und dort in neuen Quellen hervortritt. Der Geologe Peter Bitterli hielt 1988 fest, dass sogar früher Abwässer von Hofstetten über eine Kluft abgeleitet wurden, welche nachweisbar das Ettinger Quellwasser verunreinigten.
Die Gemeinde selbst umfasst zwei verschiedene Siedlungskerne, die sich getrennt entwickelt haben. Flüh in der Klus des Flühbaches ist dank der Verkehrserschliessung zu einem industriell-gewerblichen Arbeitsort geworden. In Hofstetten konnte sich das bäuerliche Element lange halten. Zusammen mit Metzerlen, Rodersdorf, Bättwil und Witterswil bilden die Gemeinden seit bald 500 Jahren die solothurnische Exklave Leimental.
Der Ortsteil Hofstetten ist als Strassendorf mit drei Zufahrtswegen entstanden. In Richtung Mariastein liegt das Oberdorf, gegen Flüh das Unterdorf und gegen Ettingen das Hinterdorf. Wo sich die drei Strassen treffen, entstand das Dorfzentrum mit dem Schulhaus und den stattlichsten Bauernhäusern.
Als etwa ab den 1960er-Jahren das Tal für eine weitere Entwicklung von Flüh zu eng wurde, bildeten sich neue Wohnquartiere zuerst am Fusse des Flüebergs und entlang der Strasse nach Rotläng am Landskronhang. Später zogen sich die Häuser hinauf zum Weiler Tannwald, der zur französischen Nachbarsgemeinde Leymen gehört. In der Folge begann auch die Siedlungsausweitung in Hofstetten am sonnenreichen Südhang zuerst im westlichen Wigärtli. Seit den 1980er-Jahren wurde dann der ganze Südhang bis zum Homel überbaut. In den letzten Jahren setzte die flächenhafte Überbauung westlich der Kirche zwischen den beiden Strassen nach Flüh und Mariastein fort.
An den sonnenxponierten Südhängen der Landskronkette wurde im 19. Jh. Rebbau betrieben (z.B. Wigärtli/Oberer Berg, Hommel, Landskronreben). 1880 umfassten die Rebberge eine Fläche von 12 Hektaren. Damit dürften Hofstetten und Flüh die grössten Rebdörfer im Leimental gewesen sein. Nach 1880 ging die Rebfläche stetig zurück. 100 Jahre später, im Jahr 1980, waren es gerade noch etwa 10 Aren. Im Hinterbuechentstanden jedoch neue Rebanlagen. Allein in Hofstetten-Flüh werden nun wieder circa 2.4 Hektaren bewirtschaftet.
HPM