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Der Bodenwassergehalt ist eine bedeutende Klimavariable. Er beeinflusst den Austausch von Wasser und Energie zwischen Boden, Vegetation und Atmosphäre. Bei vollständiger Sättigung ist das gesamte Porenvolumen des Bodens mit Wasser gefüllt.
Der Bodenwassergehalt wird entweder über das Volumen oder Gewicht des Wassers bestimmt und jeweils auf das gesamte Volumen bzw. Gewicht des Bodens bezogen.
Die Verteilung der Porengrössen im Boden (Textur) beeinflusst die Wasserverfügbarkeit für die Pflanzen. Um über die Wasserverfügbarkeit Aussagen machen zu können, müssen der Bodenwassergehalt und die Bodensaugspannung gleichzeitig gemessen werden. Die gewonnenen Daten sind eine wichtige Basis, um Wasser- und Stoffkreisläufe besser modellieren sowie Trockenperioden erfassen zu können.
Der volumetrische Wassergehalt wird mit Sensoren basierend auf Time Domain Reflectometry oder kapazitativen Messungen (ECH2O EC-5, Decagon) erfasst. Die Sensoren müssen mit Feinerde aus den entsprechenden Bodenschichten im Labor kalibriert werden. Die automatischen Messungen finden stündlich auf 9 LWF-Flächen in drei Bodentiefen statt (15, 50 und 80 cm). Der mit Wasser gefüllte Porenanteil variiert stark, sowohl innerhalb eines Jahres wie auch zwischen den Jahren.