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SMR in der Ukraine: Energoatom und Holtec unterzeichnen Absichtserklärung
Die Energoatom und die Holtec hatten bereits im Sommer 2017 mittgeteilt, dass sie Gespräche zur gemeinsamen Einführung der SMR-160-Technologie in der Ukraine führen. Am 28. Februar 2018 unterzeichneten nun der Präsidenten der Energoatom, Juri Nedaschkowski, und der Präsident und CEO der Holtec International, Kris Singh, am Holtec-Standort in Camden im US-Bundesstaat New Jersey eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit für dieses Unterfangen.
Die Holtec und die Ukraine wollen mit der Absichtserklärung die Lizenzierung des SMR-160 in der Ukraine vorantreiben, mit dem Ziel, an einem bestehenden Kernkraftwerksstandort dereinst SMRs bauen zu können. Ein Teil der Komponenten soll dabei von Unternehmen in der Ukraine hergestellt werden. Die Ukraine soll damit zu einem weltweiten Anbieter für SMR-Komponenten und -systemen aufgestellt werden.
Um die Ziele der Absichtserklärung umsetzten zu können, werden die Holtec und die Energoatom als nächstes ein Koordinierungskomitee bilden. Dieses Gremium hat unter anderem zum Ziel, die Rechtsvorschriften der Ukraine zu erfassen. Es wird zudem nach einer von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) vorgegebenen Methodik überprüfen, inwieweit die Auslegung des SMR-160 den Anforderungen der Western European Nuclear Regulators Association (Wenra) entspricht. Dabei sollen in Kanada bereits durchgeführte Lizenzierungsfortschritte berücksichtigt werden. Das Komitee wird in einem weiteren Schritt die Infrastruktur der ukrainischen Nuklearindustrie bewerten und Vorschläge für die Komponentenherstellung im Land machen.