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Je tiefer das Gebrüll, desto attraktiver das Männchen. Koalas können Laute erzeugen, die so klingen, als ob sie von viel grösseren Tieren stammen würden.
Während der Paarungszeit locken Koala-Männchen die Weibchen mit grunzendem Gebrüll. Gleichzeitig versuchen sie damit auch ihre männlichen Rivalen einzuschüchtern. Indirekt prahlen die Tiere so auch mit ihrer Grösse, denn je grösser ein Männchen, desto tiefer seine Stimmlage. Interessant ist dabei, dass die Tiere akustisch ziemlich über die Stränge hauen. Die Töne, die die Koalas erzeugen können, sind so tief, als ob es sich dabei um ein weit grösseres Tier handelte. Ein Koala kann Laute produzieren, die einem 50 Zentimeter grossen Vokaltrakt entsprechen würden, was beinahe der gesamten Grösse eines ausgewachsenen Tieres entspricht.
Das Phänomen erklärt sich durch die spezielle Anatomie, wie wissenschaftakutell.de berichtet. Unter anderem ist der Kehlkopf der Koalas extrem tief abgesenkt, was den Vokaltrakt verlängert. «Individuen, die ihren Vokaltrakt durch einen abgesenkten Kehlkopf verlängern konnten, haben möglicherweise Vorteile im Paarungswettbewerb erlangt, indem sie grösser klangen», erklärt Benjamin d. Charlton von der Universität Wien. Der Biologe vermutet, dass die Tiere gleichzeitig die Hohlräume im Halsbereich und in der Nase als Resonanzkörper nutzen, um dadurch viel grösser zu klingen, als sie es tatsächlich sind. Zudem stellte der Forscher fest, dass Koalamännchen tatsächlich in der Lage sind, über ihre Rufe Informationen zu ihrer Grösse zu kommunizieren.
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