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Berner Rapper und Filmer für New York
Der Rap-Musiker Thierry Gnahoré und der Film- und Videoschaffende Tim Dürig werden von Februar bis Juli 2017 das Atelier der Stadt Bern in New York bewohnen. Das Stipendium ist mit 15‘000 Franken dotiert.
Um die beiden Stipendien für einen Aufenthalt in New York vom Februar bis Juli 2017, dotiert mit je 15'000 Franken, bewarben sich 21 Berner Kulturschaffende. Die Jury, bestehend aus Kultur Stadt Bern und Delegierten der städtischen Kulturkommissionen, wählte den Rapper Thierry Gnahoré und den Filmemacher Tim Dürig als Stipendiaten aus. Beide Kulturschaffenden stehen am Anfang ihrer künstlerischen Karriere, haben sich jedoch bereits profiliert und auch schon gemeinsam Projekte realisiert.
Thierry Gnahoré, 22-jährig, vertritt eine neue Berner Rap-Generation; unter dem Alias Nativ ist er auch ausserhalb der Berner Rap-Szene zum Begriff geworden. Anfang 2016 wurde er mit dem LYRICS-Award für das beste Gratisalbum ausgezeichnet; sein letztes, im Netz veröffentlichtes Projekt «Candomblé» wurde innerhalb von 48 Stunden über 2000 mal heruntergeladen. Seinen Stil bezeichnet Thierry Gnahoré als «eine Mi-schung zwischen Funk, Soul, Jazz und geradlinigem HipHop, schwer beeinflusst durch den Ostküsten-Rap der 90er Jahre». Nach New York will er «ausgerüstet mit einem Laptop und einem Drumcomputer reisen, sich musikalisch weiterentwickeln, sich mit lokalen Musikern austauschen, an Jams oder Cyphers teilnehmen und herausfinden, welchen Einfluss die Umgebung auf die Musik hat».
Tim Dürig, 24-jährig, erarbeitete sich sein Know-how als Film- und Videoschaffender autodidaktisch während seiner Ausbildung zum Mediamatiker. In den letzten Jahren konzentrierte er sich in seiner filmischen Tätigkeit auf die Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern, vorwiegend aus der einheimischen aber auch aus der internationalen HipHop-Szene. Neben Auftragsarbeiten für Firmen und Organisationen und eigenen Projekten realisierte er in den letzten Jahren Videoclips für Musiker und Bands verschiedener Sparten wie Bryant Dope, Masta Ace, Pearl Gates, Manillio, La Base, SOS und andere. In New York plant er verschiedene Projekte: eine Porträtserie lokaler «unbekannter Helden», die Weiterentwicklung eines Spielfilm-Drehbuchs und, in Zusammenarbeit mit dem Ko-Stipendiaten Thierry Gnahoré, eine künstlerische, filmisch-musikalische Dokumentation des Umfelds und der Erfahrungen.