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In Graubünden büsste die BDP 6,0 Prozentpunkte ein, während die SVP 5,2 Prozentpunkte zulegen konnte.. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Kanton Bern: Die BDP verliert 3,1 Prozentpunkte, die SVP gewinnt 4,1 Prozentpunkte.
Ob einstige BDP-Wähler bei diesen Wahlen der SVP ihre Stimme gaben, liesse sich nur mit einer Wählerflussanalyse klären, wie Seitz sagte. Anhand der Resultate könne aber vermutet werden, dass die BDP Stimmen an die SVP verlor – an jene Partei also, von der die BDP sich 2008 abgespaltet hatte.
Auch innerhalb des linken Lagers kam es in mehreren Kantonen zu Verschiebungen. Verlierer sind dabei die Grünen, profitieren konnte die SP. In Zürich beispielsweise legte die SP um 2,1 Prozentpunkte zu, während die Grünen 1,5 Prozentpunkte einbüssten. Auch in Luzern, Zug, Solothurn, Basel-Stadt und Thurgau gehörte die SP zu den Gewinnern und die Grünen mussten Verluste hinnehmen.
In acht Kantonen (SZ, SG, AG, TI, VD, VS, NE, JU) stehen Grüne und SP allerdings gemeinsam auf der Verliererseite. Deutlich geschwächt wurde das linke Lager beispielsweise im Aargau, wo SP und Grüne zusammen 3,7 Prozentpunkte einbüssten. Im Kanton Jura sackten SP und Grüne sogar um 10,8 Prozentpunkte ab.
Die Verschiebungen von den Grünen zur SP und von der BDP zur SVP zeigen sich auch in einer Nachwahlbefragung, die das Forschungsinstitut sotomo auf den Websites der Medien von Tamedia durchführte. Diese macht vor allem eines deutlich: Die Wahlsiegerin SVP erhielt von allen Seiten Stimmen. Selbst von jenen, die vor vier Jahren SP oder Grüne gewählt hatten, gaben dieses Mal einige der SVP ihre Stimme.
(SDA)