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Es herrscht Wetter wie im tiefsten Winter, aber eigentlich ist schon längst Frühling – zumindest für uns Meteorologinnen. Denn in der Klimatologie und demnach auch in der Meteorologie hat der Frühling bereits am 1. März begonnen. Astronomisch gesehen ist der Frühlingsanfang jedoch erst am Samstag, 20 März. Warum gibt es diesen Unterschied?
Meteorologischer Frühlingsbeginn
Für die Berechnung der Klimadaten hat die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) das Jahr in 4 gleich lange Zeiträume geteilt. Der Frühling beginnt am 1. März, der Sommer am 1. Juni und so weiter... Diese Unterteilung erleichtert einerseits das Erstellen von Statistiken und Klimavergleichen, andererseits passt diese Aufteilung meistens besser zum Temperaturverlauf innerhalb eines Jahres. Der Frühling dauert auf der Nordhalbkugel bis zum 31. Mai. Für die meisten Leute ist der Juni wahrscheinlich schon klar ein Sommermonat, obwohl gemäss astronomischem Sommerbeginn dann noch Frühling ist.
Astronomischer Frühlingsbeginn
Der jährliche Lauf der Erde um die Sonne ist die Grundlage für den astronomischen Kalender. Beim astronomischen Kalender werden die Jahreszeiten anhand der Tagundnachtgleiche und der Sonnenwende definiert. Tagundnachtgleiche (Äquinox) ist dann, wenn die Sonne direkt über dem Äquator steht, in diesem Jahr am Samstag, 20. März um 10.37 Uhr. Der astronomische Frühling beginnt genau dann und dauert bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni.
Äquinox
Äquinox oder Äquinoktium bedeutet «gleiche Nacht», umgangssprachlich Tagundnachtgleiche. Dies gilt allerdings rein geometrisch. Optisch dauert der Tag an Äquinox länger als die Nacht. Äquinox ist der Tag des astronomischen Frühlings- resp. Herbstanfanges. Die Sonne steht genau über dem Äquator.