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Deutschland will ab Mitte Dezember mit der Impfung gegen das Coronavirus beginnen, während die Einführung in der Schweiz erst für Ende Januar erwartet wird. Werden die Menschen über die Grenze gehen können, um die Impfung zu bekommen? Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, er plane, die ersten Impfungen in seinem Land ab dem 15. Dezember zu beginnen, etwa sechs Wochen vor den ersten Impfungen in der Schweiz.
Können also diejenigen, die in der Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze leben, einfach nach Deutschland fahren und sich impfen lassen? Die Antwort lautet „nein“. Claudia Krüger, Sprecherin des Sozialministeriums in Baden-Württemberg, dem deutschen Bundesland nahe der Schweizer Grenze, sagte, dass „der Wohnort ein entscheidender Faktor für die Impfung ist“. Einzige Ausnahme seien alle Schweizerinnen und Schweizer, die in Krankenhäusern und Pflegeheimen in Baden-Württemberg arbeiten, fügte sie hinzu.
Die Tatsache, dass ein Coronavirus-Impfstoff in Deutschland früher als in der Schweiz zur Verfügung stehen wird, bedeute jedoch nicht, dass Horden von Schweizer Bürgern an der Grenze Schlange stehen werden, um die Impfung zu erhalten. Laut einer neuen Umfrage des öffentlich-rechtlichen Schweizer Rundfunks SRF unter 16.727 Personen gaben nur 21 Prozent der Befragten an, dass sie sich in einem anderen Land impfen lassen würden.
Mehr als die Hälfte – 56 Prozent – gaben an, dass sie die Grenze nicht überschreiten würden, während 23 Prozent angaben, dass sie sich überhaupt nicht impfen lassen würden. Ursprünglich sollte der Impfstoff für Covid im Frühjahr 2021 in der Schweiz eingeführt werden, aber der Impfstoff für Covid wird wahrscheinlich Ende Januar fertig sein, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Donnerstag.
Ältere Menschen und Menschen, die an schweren chronischen Krankheiten leiden, werden die ersten sein, die geimpft werden, während der breiten Öffentlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt Impfungen angeboten werden sollen, sagte er. Der Gesundheitsminister wies auch darauf hin, dass die Regierung plant, den Impfstoff kostenlos jedem anzubieten, der ihn wünscht, und dass es kein allgemeines Mandat für Impfungen geben wird, mit der möglichen Ausnahme derjenigen, die im Gesundheitswesen und in Altenpflegeheimen arbeiten.