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Beantwortet durch Dr. med. Christina Schnopp
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TU München
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TU München
Generelle Empfehlungen zum Eincremen von Babys sind schwierig, bei den meisten Kindern ist regelmässiges Eincremen nicht notwendig. Bei Kindern, die trockene Haut haben, kann regelmässiges Eincremen jedoch die Hautbarrierefunktion verbessern. Eine amerikanische Pilotstudie deutet sogar darauf hin, dass sich dadurch bei genetisch besonders vorbelasteten Kindern das Neurodermitisrisiko reduzieren lässt9.
Daneben kann die Verwendung einer Hautpflegecreme bei sehr trockener Luft (Heizungsluft im Winter), häufigem Baden oder an besonders belasteten Stellen (um den Schnullermund, Hände,...) sinnvoll sein.
Unabhängig vom Hauttyp sollte das Gesicht bei niedrigen Temperaturen mit einer sehr fetthaltigen Creme vor der Kälte geschützt werden.
Wenn andere Schutzmassnahmen (Sonne vermeiden, Schutz durch Kleidung) nicht möglich oder nicht ausreichend sind, sind Sonnencremes sinnvoll.
Wundschutzcemes für den Windelbereich helfen in vielen Fällen Schlimmeres zu verhindern, wenn sie bei den ersten Anzeichen einer Irritation aufgetragen werden. Manche Eltern schwören auf eine regelmässige Anwendung von Wundschutzcremes, um Entzündungen im Windelbereich gar nicht entstehen zu lassen.
9) Simpson EL, Berry TM, Brown PA et al. A pilot study of emollient therapy for the primary prevention of atopic dermatitis. J Am Acad Dermatol 2010; 63: 587-93.