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Das Amt für Informatik und Telekommunikation hat im Jahr 2014 seinen 50
Das Amt für Informatik und Telekommunikation feierte im Jahr 2014 seinen 50. Geburtstag. Während all diesen Jahren hat das ITA einen eindrücklichen Wandel durchgemacht und sich fortlaufend den rasanten Entwicklungen im IT-Bereich angepasst.
Am 2. November 1964 wurde in Zusammenarbeit mit der Universität und den Freiburgischen Elektrizitätswerken der erste Computer des Staates Freiburg in Betrieb genommen: es ist der Beginn des Centre électronique Fribourg (CEF), das in von der Universität speziell dafür geschaffenen Räumlichkeiten eingerichtet wurde. Das Personal setzte sich damals aus einem Betriebsleiter, einem Betriebsoperator und einer Angestellten für die Lochkartenverarbeitung zusammen.
Fünfzig Jahre Amt für Informatik und Telekommunikation, das heisst auch vier verschiedene Bezeichnungen, sechs Staatsräte und vier Amtsleiter. 1973 wurde unter dem Namen «Rechenzentrum Freiburg» Centre de calcul Fribourg (CCF) eine einfache Gesellschaft gegründet, deren Teilhaber der Staat und die Universität sowie die Freiburger Kantonalbank waren. 1981 entschied sich die Kantonalbank für eine eigene Infrastruktur und trat aus der Gesellschaft aus. Die Gesellschaft wurde aufgelöst, der Name CCF aber blieb, bis das Amt 1985 in «Informatikzentrum des Staates Freiburg» Centre Informatique de l’Etat de Fribourg (CIEF) umbenannt wurde. 2003 erhielt es schliesslich seinen heutigen Namen «Amt für Informatik und Telekommunikation (ITA)» Service de l’informatique et des télécommunications (SITel).
Beeindruckende Entwicklung
Der erste Computer, ein Univac III mit für die damalige Zeit aussergewöhnlichem Leistungsvermögen, wurde mehrmals ersetzt. Eine Studie aus den Anfangszeiten rechnete für 1980 mit einem Terminal für 25 Angestellte, für 1986 mit einem Terminal für 6 Angestellte und für 1990 mit einem Terminal für 2 Angestellte. 1985 gab es in der Kantonsverwaltung insgesamt 222 Bildschirme, 12 PCs und 27 Drucker. 2011 wurde der Zentralcomputer (Mainframe) endgültig abgeschaltet und durch zahlreiche Server ersetzt, auf denen die Basis-Infrastrukturen laufen sowie über 350 Anwendungen betrieben werden.
Ab dem Jahr 2000 hat das ITA seine Strategie neu definiert und bietet seither seine Dienstleistungen auch anderen öffentlichen Verwaltungen an. Es arbeitet gegenwärtig für zahlreiche interne und externe Kunden, die über 10 000 Nutzerinnen und Nutzer und 9000 Desktop-PC umfassen, und über die IT-Infrastruktur des ITA laufen täglich über 500 000 E-Mails. Gegenwärtig hostet und wartet das ITA die Informatikinfrastruktur und die Anwendungen von über 90 Gemeinden und anderer Anstalten mit eigener Rechtspersönlichkeit.
Vom Papier zur Glasfaser
Die Ausgaben der ersten Informatikprogramme erfolgten ausschliesslich auf Papier, es brauchte somit kein Netzwerk. Mit dem Aufkommen der Datenfernverarbeitung musste der Kanton in seine Telekommunikationsinfrastruktur investieren. Zu Beginn gab es nur einige Verbindungen für die Datenübertragung zwischen dem Amt für Informatik und gewissen grossen Dienststellen (Kantonale Steuerverwaltung, Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt, Staatsbuchhaltung usw.). Heute umfasst das sichere Netzwerk des Staates Freiburg über 10 000 km Glasfasern, 1500 aktive Elemente und 1000 WLAN-Antennen.
Diese Zahlen zeigen die spektakuläre Entwicklung der Informatik und der Technik in den letzten 50 Jahren und die immer höheren Erwartungen, die erfüllt werden müssen. So werden etwa pro Jahr über 50 Projekte durchgeführt, die sehr unterschiedlich sind und für die ab und zu für besondere Bedürfnisse intern spezifische Anwendungen selber entwickelt werden müssen.
Zukunfts- und kundenorientiert
Der Personalbestand des ITA musste natürlich auch mit dem gesamten Wachstumsprozess Schritt halten. Beim ITA, das in seiner Anfangszeit 3 Mitarbeiter zählte, arbeiten heute über 150 Angestellte in über 25 Referenzfunktionen der Informatik.
Die Bedürfnisse der Kunden erfüllen heisst, mit der technologischen Enwicklung Schritt zu halten und immer komplexere Systeme zu betreiben, für die es ständige Weiterbildung und manchmal eine Standortbestimmung braucht. Dies macht die Aufgabe des ITA nicht einfach, aber spannend und faszinierend. An künftigen Herausforderungen wird es nicht fehlen. Die professionellen und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ITA werden sich ihnen zu stellen wissen.