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Basel, um 1520
Anna Selbdritt meint nach der mittelalterlichen Bedeutung "zu dritt", nämlich Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind. Unsere Gruppe unterscheidet sich durch die Wahrung der realistischen Grössenverhältnisse der Personen zueinander von jenen älteren Darstellungen mit der massstäblich kleineren, attributhaften Darstellung Mariens. Das Bildwerk stammt aus einer Wallfahrtskapelle beim Bad Burg im oberen Birsigtal, jedoch wird seine Verschleppung aus Basel dorthin in der Folge der Reformation 1529 vermutet. Mit zwei zugehörigen Figuren der Heiligen Agnes und Barbara, ebenfalls im Museum, wird die Gruppe einem Basler Bildschnitzer zugewiesen. Dieser verbindet in seinen Werken, die noch im weiteren Umkreis auch im Elsass, in Südbaden und in der Schweiz verstreut sind, Anregungen des oberrheinischen Meisters H.L. mit der älteren Basler Tradition.