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Grabhügel von LangenthalExkursion
Die Grabhügel von Unterhard bei Langenthal gehören zu den bedeutenden Bestattungsplätzen der älteren Eisenzeit im Schweizer Mittelland. Jüngere römische und frühmittelalterliche Gräber belegen, dass dieser Platz über einen Zeitraum von knapp 1500 Jahren benutzt wurde.
Römerstrasse bei Pierre PertuisExkursion
Der bis zu 827 m hohe Pierre-Pertuis-Pass verdankt seine Bekanntheit einem tunnelartigen, natürlichen Felsentor. Der Name leitet sich vom lateinischen petra pertusa (durchschlagener Fels) ab. Aufgrund der fehlenden Ausweichmöglichkeiten wurde dieser Durchgang von der Römerzeit bis zur Eröffnung des Autobahntunnels 1997 durchgehend benutzt. Archäologische Sondierungen des Trassees bei Tavannes datieren die Strasse in die 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr.
Römerbad von MünsingenExkursion
An der westlichen Hangkante des Dorfkerns von Münsingen, im Bereich der heutigen Kirche und der ehemaligen Tabakfabrik, befand sich ab Ende des 1. Jahrhundert n. Chr. ein herrschaftlicher und grossflächiger Gutshof, eine sogenannte villa rustica. Die genaue Ausdehnung und Struktur konnte bis heute noch nicht vollständig erfasst werden. Der Gutshof gehörte zu einer Reihe von ähnlichen römischen Landwirtschaftsbetrieben, die sich an der Strassenverbindung von der gallorömischen Siedlung Brenodurum auf der Berner Engehalbinsel nach Thun aneinanderreihten.
Theater auf der EngehalbinselExkursion
Das gallo-römische Theater auf der Engehalbinsel wurde 1956 beim Bau der Matthäuskirche gefunden. Dieses Theater hat eine Form, wie man sie sonst vor allem bei römischen Amphitheatern antrifft: Die Arena, der ebene Platz, ist fast oval. Auf der heutigen Böschung befand sich wahrscheinlich eine Holzkonstruktion mit acht Sitzreihen, die ungefähr 1500 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bot. Im Theater wurden lustige wie auch traurige Theaterstücke aufgeführt. Sehr gut möglich ist aber auch, dass Gladiatoren gegen gefangene Wildtiere der Gegend kämpften oder dass man Hähne aufeinander loshetzte.
Tempelbezirk in Studen-PetinescaExkursion
Auf dem Südostausläufer des Jäïssbergs bei Studen lag in der Römerzeit die Kleinstadt Petinesca. Darüber, von weither sichtbar und gleichzeitig mit weitem Ausblick, lag ein regional bedeutsamer Tempelbezirk. Wohl anstelle eines keltischen Heiligtums entstand im 1. Jahrhundert nach Christus die gallo-römische Tempelanlage mit Umgangstempeln, Kapellen und weiteren zugehörigen Bauten. Sie wurde von einer Umfassungsmauer begrenzt. Dieses religiöse Zentrum wurde bis ins späte 3. Jahrhundert von den Bewohnerinnen und Bewohnern aus der Kleinstadt Petinesca und ihrer Umgebung benutzt. Noch im 4. Jahrhundert sind Nutzungen nachgewiesen worden.