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Kommentierte und erweiterte Ausgabe des Buches von 1918. Ergänzt durch eine umfangreiche Biografie und Bibliografie des Autors Georg Streng. Georg Streng schreibt in seiner Einleitung zu „Das Rosettenmotiv“, dass es in den Standardwerken seiner Zeit keinerlei befriedigende Erklärung für die Herkunft des Motivs gebe, während der Ausdruck auch auf ähnlich erscheinende Ornamente früherer Gesellschaften, namentlich der altägyptischen und der hellenischen Kultur angewendet wurde. Wenn heutige Leser nach der Herkunft des Begriffs „Rosette“ suchen, finden sie in den meisten Fällen nur Verweise auf das Erscheinen des Ornaments Rosette in der Architektur der Gotik. Eine Erklärung, weshalb ein Begriff des Mittelalters auf Gegenstände des Altertums angewendet wird, findet sich nicht. Aus diesem Grunde ist Georg Strengs Buch auch fast hundert Jahre nach seinem Erscheinen informativ und bietet einen anschaulichen Einstieg in die Thematik. Mit diesem E-Book liegt eine seitengetreue Wiedergabe des 1918 im Verlag Müller und Fröhlich, München erschienen Buches vor. Die Herausgeber haben sich bewusst für den Erhalt des ursprünglichen Schriftbildes entschieden. Die Frakturschrift macht einen nicht geringen Teil des Reizes alter Bücher aus. Von diesem Reiz sollen sich heutige Leser überzeugen können. Auch werden viele Leser die für sie unerwartete Erfahrung machen, dass Frakturschrift entgegen aller Vorurteile eine gut lesbare Schrift ist.
Portrait
Als 1914 Deutschland Frankreich den Krieg erklärte, wurden alle Deutschen aus Frankreich ausgewiesen. Auch Georg Streng, Auslandspfarrer in der Christusgemeinde in Paris, musste mit seiner Familie das Land verlassen. Er erhielt eine Pfarrstelle in Reutin bei Lindau. Dort hat er aufgrund früherer Studien zwei Bücher zu Gorthes Faust und zum Motiv der Rosette in der Architektur verfasst. 1918 verstarb Georg Streng.