Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/261494

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Helsana hat kürzlich einen Verlust von rund 500 Millionen Franken für 2022 gemeldet. Der Krankenkassenverband santésuisse liess zudem verlauten, dass es in der Grundversicherung 2022 einen Verlust von 1,5 Milliarden Franken gibt.</p><p>- Wie stark hat sich aufgrund dieses Defizits der Zustand der Reserven seit 1. Januar 2022 entwickelt?</p><p>- Gibt es Versicherer, die die Mindestanforderungen nicht mehr erfüllen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie bereits anlässlich der Prämienkommunikation 2023 erwartet, lagen die Kosten 2022 deutlich über den Prämien. Damit entstand im 2022 ein versicherungstechnischer Verlust. Gleichzeitig haben sich die Kapitalmärkte im Jahr 2022 u. a. in Folge des Kriegs in der Ukraine sowie der Zinserhöhungen diverser Zentralbanken negativ entwickelt, so dass die Versicherer an den Kapitalmärkten Verluste erlitten haben. Alle Verluste werden vollumfänglich aus den Reserven bezahlt und reduzieren daher den Reservestand. Die Reserven in der Krankenversicherung sind gemäss den provisorischen aufsichtsrechtlichen Jahresabschlüssen der Versicherer von über 12 zu Beginn des Jahres auf unter 9 Milliarden Franken per 31. Dezember 2022 gesunken; Die definitiven Abschlüsse liegen der Aufsichtsbehörde allerdings noch nicht vor. Die Solvenzberechnungen für das laufende Jahr werden dem Bundesamt für Gesundheit bis Ende April von den Versicherern eingereicht und anschliessend geprüft. Darin werden auch die starken Bestandesänderungen bei den Versicherern einfliessen. Daher lassen sich im Moment noch keine Aussagen zur Solvenzquote der Versicherer machen.</p>