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Laporte schlug dem Favoriten Wout van Aert in der Schlussphase hinauf ins Ziel auf dem Col du Vam, einer ehemaligen Abfalldeponie, mit einer frühen Attacke ein Schnippchen. Zwar wurde er auf den letzten Metern eingeholt. Es gelang ihm aber, sich im Bergaufsprint gegen seine beiden Teamkollegen bei Jumbo-Visma zu behaupten und sich als erster Franzose das seit 2016 vergebene Trikot des Europameisters zu holen.
Die Schweizer vermochten auf dem 200 km langen Rundkurs zwischen Assen und Wijster in Abwesenheit von Stefan Küng nicht in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Stefan Bissegger, EM-Zweiter im Zeitfahren im Mittwoch, versuchte sein Glück in einer frühen Ausreissergruppe. 30 km vor dem Ziel wurde er mit seinem letzten verbliebenen Begleiter, dem Tschechen Mathias Vacek, gestellt.
Als die Italiener mit einer Tempoverschärfung das Finale einläuteten, waren mit Mauro Schmid, Johan Jacobs und Fabian Lienhard drei Athleten von Swiss Cycling vorne dabei. Wegen der Auswirkungen eines Sturzes fiel das Trio aber unverschuldet aus der Entscheidung.
Der am besten klassierte Schweizer war schliesslich mit mehr als vier Minuten Rückstand der für den verletzten Küng nachnominierte Schmid im 41. Rang, gefolgt von Lienhard (48.). Bissegger erreichte das Ziel nach dem sechsten Aufstieg auf den Müllberg als 74. «Das Rennen fing gut an und hörte schlecht auf für uns», befand Nationalcoach Michael Albasini.
Laporte, der als Strassen-Europameister auf den Niederländer Fabio Jakobsen folgt, gelang der fünfte Saisonsieg. Dass drei Fahrer vom Team Jumbo-Visma das Podium bildeten, überraschte nach der erdrückenden Dominanz des Teams an der Vuelta (Gesamtsieg von Sepp Kuss vor Jonas Vingegaard und Primoz Roglic) sowie den Gesamtsiegen an der Tour de France (Vingegaard) und am Giro d'Italia (Roglic) auch nur bedingt.