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Kalzium: Kardiovaskuläres Risiko weiterhin unklar
|Autor(in): Etzel Gysling|
|Datum: 2. Juni 2012|
Mehrere Studien lassen annehmen, dass mit der Nahrung zugeführtes Kalzium das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen reduzieren kann. Für die vorliegende Studie wurden prospektiv erhobene Daten von 23‘980 Personen der Heidelberger EPIC-Kohorte verwertet. In der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) werden Zusammenhänge zwischen der Lebensweise und Krebs sowie anderen Krankheiten untersucht; 10 Länder sind daran beteiligt.
Aufgrund der mittels eines Fragebogens erhobenen Ernährungsdaten wurden die Teilnehmenden in vier Gruppen (von geringem bis zu hohem Kalziumgehalt der Nahrung) eingeteilt. Das ganze Kollektiv wurde ausserdem hinsichtlich der Einnahme von kalziumhaltigen Supplementen analysiert.
In dieser Kohorte wurden innert 11 Jahren 354 Herzinfarkte, 260 Schlaganfälle und 267 kardiovaskuläre Todesfälle registriert. Eine höhere Kalziumzufuhr mit der Nahrung ergab gesamthaft keinen signifikanten kardiovaskulären Vorteil; einzig in Bezug auf Herzinfarkte schnitten Leute, die mehr Kalzium aufnahmen, etwas besser ab; die Inzidenz von Schlaganfällen und von kardiovaskulären Todesfällen war mit mehr Kalziumzufuhr sogar etwas höher. Was kalziumhaltige Supplemente anbelangt, muss auf Grund dieser Studie bezüglich Herzinfarkte ein ungünstiger Einfluss von Kalzium vermutet werden. Dieser Schluss beruht allerdings auf einer kleinen Zahl von Fällen; nur 20 Herzinfarkte (von 354) sind in dieser Kohorte bei Personen aufgetreten, die eindeutig kalziumhaltige Supplemente einnahmen. Immerhin stimmt das Resultat mit demjenigen anderer Studien, über die wir früher berichtet haben, überein.
Link zur Studie (Zeitschrift Heart): http://fulltext1642.notlong.com/
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Kalziumpräparate: nicht ganz so harmlos?
Kalzium: Kardiovaskuläres Risiko weiterhin unklar (2. Juni 2012)
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