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Im Jahr 2011 wurden die Leistungen der Arbeitslosenversicherung verschlechtert. Arbeitslose mit einer Beitragszeit zwischen 12 und 17 Monaten erhielten neu nur noch 260 statt 400 Taggelder. Das führte dazu, dass zahlreiche Arbeitslose früher ausgesteuert werden. Viele von ihnen landen bei der Sozialhilfe – und haben weniger Einkommen. Arbeitslos sind sie aber weiterhin.
Die Berner Fachhochschule hat nun analysiert, wie sich dies finanziell ausgewirkt hat. Die Zahlen sind besorgniserregend. Wegen den Leistungsverschlechterungen verloren fast die Hälfte der Arbeitslosen mit der Beitragszeit von 12 bis 17 Monaten ihren Leistungsanspruch. Die ALV „sparte“ dadurch 150 Mio. Fr.
Wegen der Aussteuerung hatten die zuvor Arbeitslosen aber noch keine Stelle. Zahlreiche von ihnen mussten zur Sozialhilfe, wo sie geringere finanzielle Leistungen erhalten. Gemäss der Untersuchung der Berner Fachhochschule stiegen die Kosten der Sozialhilfe um 19 Mio. Fr. Die Studie kommt zum Schluss, dass „rund 13% der Kostenersparnis in der ALV auf die Sozialhilfe überwälzt [wurden]. Das heisst aber auch: 87% der weggefallenen Taggelder mussten von den Betroffenen selbst durch sonstige Einkommen, Vermögensverzehr oder reduzierte Konsumausgaben kompensiert werden.“