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Die Entwicklung der Kernenergie sei zu einem sehr wichtigen wirtschaftlichen und politischen Thema geworden, sagte Tokajew. «Kasachstan ist der weltweit grösste Uranproduzent. Deshalb haben wir jedes Recht, in unserem Land ein Kernkraftwerk zu bauen», ergänzte er. Einige Experten seien der Meinung, dass kleine Kernkraftwerke gebaut werden sollten. Es sei ihm aber bewusst, dass viele Bürger und einige Experten Sicherheitsbedenken hätten.
Tokajew erklärte, dass er während der Wahlkampagne 2019 versprochen habe, dass Entscheidungen über die wichtigsten Fragen durch Volksabstimmungen getroffen würden. Der geplante Bau des ersten kasachischen Kernkraftwerks, das wahrscheinlich im Südosten des Landes errichtet werden soll, sei eine solche «äusserst wichtige» Frage, die ein Referendum rechtfertige. Ein Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Im August 2023 hatten die kasachischen Behörden eine Runde öffentlicher Anhörungen im Dorf Ülken am Westufer des Balqasch-Sees in der südöstlichen Provinz Almaty abgehalten, das als Standort für ein Kernkraftwerk im Jahr 2022 ausgewählt wurde. Reaktorlieferanten aus China, Frankreich, Russland und Südkorea sind in die engere Wahl gekommen. Der kasachische Energieminister Almasadam Satkalijew erklärte kürzlich gegenüber lokalen Medien, dass das Land auch Gespräche mit den USA als potenziellem Lieferanten geführt habe.
Quelle
M.A. nach NucNet, 1. September 2023 und Website des Präsidenten der Republik Kasachstan, Medienmitteilung, 1. September 2023