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Der 1980 in Moskau geborene Geiger, Dirigent und Countertenor Dmitry Sinkovsky studierte zunächst das klassische Violinspiel bei Alexander Kirov am Konservatorium seiner Heimatstadt und bildete sich anschliessend bei Marie Leonhardt in der Spezialdisziplin der Barockvioline fort. 2008 gewann er die Konkurrenz der «Musica Antiqua» in Brügge, 2009 den Romanus-Weichlein-Preis beim Biber-Wettbewerb und 2011 den Ersten Preis beim Telemann-Wettbewerb. Als Konzertmeister leitete er bald Ensembles wie das Concerto Köln, Il Pomo d’Oro, das Helsinki Baroque Orchestra, Il Giardino Armonico, die Accademia Bizantina und das Australian Brandenburg Orchestra. 2011 gründete Sinkovsky seine eigene Formation La Voce Strumentale, von 2012 bis 2015 war er ständiger Gastdirigent bei Il Complesso Barocco und leitete dort u. a. eine grosse Tournee mit Joyce DiDonato durch Europa, die USA und Asien. 2017/18 arbeitet er eng mit dem belgischen Ensemble B’Rock zusammen, mit dem er das Projekt Sounding Stories durchführt und Vivaldis Vier Jahreszeiten interpretiert: bei Auftritten in der Elbphilharmonie Hamburg, in Brügge, Hongkong und bei einer Russland-Tournee. Parallel zu seiner internationalen Karriere als Violinvirtuose liess Dmitry Sinkovsky auch seine Stimme als Countertenor ausbilden: durch Unterricht bei Michael Chance, Marie Daveluy und Jana Ivanilova. Mittlerweile hat er sich in diesem Fach ein breites Repertoire mit Händel-Opern, Bach-Passionen sowie Kantaten von Vivaldi, Leonardo Leo und Alessandro Scarlatti aufgebaut. 2012 legte Sinkovsky seine Deutung von Bibers Rosenkranzsonaten auf CD vor, 2013 folgten Vivaldi-Violinkonzerte, für die er mit dem «Diapason d’Or» ausgezeichnet wurde. 2015 und 2017 schliesslich erschienen zwei Aufnahmen mit Werken von Vivaldi und Bach, die ihn als Geiger und Countertenor präsentieren. Dmitry Sinkovsky spielt eine Violine von Francesco Ruggeri aus dem Jahr 1675.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 1. April 2017 mit seinem Ensemble La Voce Strumentale sowie Julia Lezhneva und Werken von Porpora, Vivaldi und Händel.
Februar 2018