Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/138275

<h2>SubmittedText<h2><p>In seiner Antwort auf die Frage Geissbühler 13.5285 führte die Vorsteherin des UVEK aus, dass das Bafu eine "Doktorarbeit" der Universität Zürich bisher mit 477 000 Franken unterstützt habe.</p><p>Es handelt sich dabei um eine Studie mit Rehkitzen im Berner Oberland. Im Laufe der Forschungsarbeiten mussten 18 Tiere erlegt werden, weil fehlerhaftes Material verwendet wurde.</p><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zukunft bei der Vergabe und Mitfinanzierung solcher Studien zusätzliche Vorsicht walten zu lassen. Im Zweifelsfall ist auf umstrittene Studien gänzlich zu verzichten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ein renommiertes Forschungsteam der Universität Zürich untersucht unter der Leitung von Professor Dr. Lukas Keller im Berner Oberland, wie sich eine Rehpopulation bei einer hohen Luchsdichte entwickelt. Der Bund ist an dieser Forschung interessiert und unterstützt die Studie, weil verschiedene Kantone wegen des politischen Drucks der Jägerschaft die Luchsbestände regulieren wollen und der Bund dereinst bei der Prüfung entsprechender Gesuche sachliche Grundlagen benötigt. Bei den im Forschungsprojekt diesen Sommer verwendeten Senderhalsbändern ist leider ein Materialfehler aufgetreten. Damit kein Tierleid entstand, haben professionelle Wildhüter 22 Rehkitze erlegt. Die Jäger in der Schweiz erlegen jedes Jahr rund 10 000 Rehkitze.</p><p>Der Bundesrat bedauert den Vorfall und teilt die Meinung des Motionärs, dass bei der Unterstützung von Forschungsprojekten grundsätzlich Vorsicht angebracht ist. Der Bundesrat ist aber auch der Meinung, dass wegen des erlebten Einzelfalls kein Anlass besteht, weiter gehende Massnahmen zu ergreifen. Die Studie wurde sorgfältig geplant. Dass die Halsbänder nicht korrekt funktionierten, ist ein bedauernswertes Ereignis, konnte aber nicht vorausgesehen werden. Der Vorfall ist auf einen Materialfehler zurückzuführen; dieser wird derzeit in der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt untersucht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.