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Sie waren von einer steigenden Unzufriedenheit bei Vergütungsthemen geprägt, wie die Schweizer Stimmrechtsberaterorganisation Swipra in einer Mitteilung vom Freitag berichtet.
Das hohe Niveau an kritischen Stimmen zur Vergütung sei teilweise ein schweizerisches Phänomen, heisst es in der Mitteilung weiter. Vergütungsberichte in der Schweiz würden deutlich kritischer beurteilt als im vergleichbaren Ausland. Das liege vor allem auch an einer stark verbreiteten, standardisierten Sichtweise zur Corporate Governance, wovon vor allem kleinere Unternehmen betroffen zu sein scheinen. In der Folge seien sie mit teilweise deutlich höheren Ablehnungsraten konfrontiert gewesen als grössere Unternehmen.
Eine Auswertung zu den bislang abgehaltenen Generalversammlungen 2017 der 100 grössten Unternehmen des SPI zeigt, dass die Aktionäre bei allen vergütungsbezogenen GV-Traktanden kritischer abgestimmt haben als im Vorjahr. So hätten im Schnitt 14,6% der Aktionäre gegen den Vergütungsbericht gestimmt. Im Vorjahr lag die Quote bei 12,3%.
Wie viel kritischer die Aktionäre hierzulande mit Blick auf die Vergütungsberichte sind, zeige auch ein Blick ins Ausland. In den USA oder Grossbritannien stimmten 2017 laut Swipra lediglich 4,7% respektive 3,2% der Aktionäre gegen den Bericht.
Die Auswertung zeige zudem, dass viele Stimmrechtsberater und die Öffentlichkeit mitunter viel kritischer gewesen seien als die Aktionäre an den Generalversammlungen. Einige Stimmrechtsberater hätten mehr als 20% aller Traktanden abgelehnt. Die effektive Ablehnungsrate habe aber lediglich knapp über 1% betragen.
Als weiteren Punkt hebt Swipra hervor, dass der Frauenanteil in den Verwaltungsräten von Schweizer Unternehmen stetig steigt. Durchschnittlich 30% der neu gewählten Verwaltungsräte der vergangenen beiden Jahre waren Frauen.
Die Auswertungen der GV wurde durch das Institut für Banking und Finance der Universität Zürich durchgeführt.
(AWP)