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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Anteil Home-Office-Arbeit in der Bundesverwaltung innert fünf Jahren auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der Personalstrategie Bundesverwaltung 2011-2015 werden Kriterien im Sinne bundesweiter Richtwerte und Standards definiert, die ein ortsunabhängiger Arbeitsplatz aus der Sicht der Arbeitgeberin Bundesverwaltung erfüllen muss. Dabei geht es nicht nur um Home-Office, sondern auch um mobiles Arbeiten unterwegs, während Sitzungen oder bei der Kundschaft.</p><p>Home-Office ist mit der aktuellen Infrastruktur bereits möglich und wird heute schon praktiziert. Mit dem Programm UCC (Unified Communication &amp; Collaboration) wird ab 2013 der Wechsel von der konventionellen Telefonie zu einer funktional stark erweiterten Kommunikation mit Integration der Büroautomation umgesetzt. Technisch verfügt die Bundesverwaltung dann über modernste Kommunikationsmöglichkeiten, die auch Home-Office unterstützen.</p><p>Home-Office und mobiles Arbeiten beeinflussen die Führungskultur wesentlich. Die Vorgesetzten müssen auf den Umgang mit diesen Arbeitsformen vorbereitet und ausgebildet werden. Vermehrtes Arbeiten zu Hause und unterwegs wirkt sich auch auf das ganze Immobilienmanagement der Bundesverwaltung aus.</p><p>Der Bund ist zudem daran, ein Mobilitätskonzept für die gesamte Bundesverwaltung zu entwickeln, das als Basis für die Detailkonzeption und Umsetzung eines Pakets geeigneter Massnahmen im Mobilitätsbereich dienen soll. Das UVEK prüfte im Rahmen seines Engagements im Programm Rumba (Ressourcen- und Umweltmanagement in der Bundesverwaltung) im Jahr 2012 in Absprache mit dem Eidgenössischen Personalamt (EPA) die Machbarkeit eines Mobilitätskonzepts für die gesamte Bundesverwaltung. Diese Machbarkeitsstudie liegt vor und wird im ersten Quartal 2013 vorgestellt.</p><p>Aus ökologischen, sozialpolitischen und wirtschaftlichen Überlegungen unterstützt der Bundesrat flexible Arbeitsformen. Home-Office und mobiles Arbeiten sind wichtige Voraussetzungen, um die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Lebensphasen optimal zu berücksichtigen. Eine flexible Arbeitsorganisation ermöglicht den Mitarbeitenden eine hohe Selbstständigkeit bei ihrer Arbeitserledigung. Sie ist gleichzeitig eine ideale Rahmenbedingung für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.</p><p>Die Bundesverwaltung übernimmt mit der Umsetzung der erwähnten Vorhaben bereits heute eine Vorreiterrolle beim Einsatz von modernen Arbeitsformen und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Vernetzung aller Einflussfaktoren (Führung, Mitarbeitende, Informatik, Immobilienmanagement).</p><p>Mit einer gezielten Sensibilisierung der Vorgesetzten und Mitarbeitenden für die neuen technischen Möglichkeiten und deren Auswirkungen sowie der Definition von geeigneten Funktionen für Home-Office und/oder mobiles Arbeiten wird sich deren Anteil nachhaltig erhöhen. Ob, wo und in welchem Umfang diese neuen Arbeitsformen eingesetzt werden sollen, muss aber in jeder Verwaltungseinheit sorgfältig geprüft und jeweils unter Einbezug der Führung und der Mitarbeitenden entschieden werden. Mobiles Arbeiten verändert und beeinflusst die Arbeitsorganisation sehr und kann sich auf die Zusammen- und Teamarbeit auch negativ auswirken, da nicht alle Funktionen und Aufgaben dafür geeignet sind. Home-Office ist in definierten Funktionen möglich und entspricht einem allgemeinen Interesse sowie einem Bedürfnis. Der Bundesrat erachtet die Festsetzung einer rein quantitativen Quote zur Erhöhung des Anteils an Home-Office-Arbeit als nicht zielführend.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.