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Daniel Ammann, der in Wetzikon wohnt und Mitglied des Ringer-Club Rapperswil-Jona ist, hat sich nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre als Käser einen speziellen Traum verwirklicht. Schon länger geplant war ein Sprachaufenthalt, am liebsten verbunden mit seiner Leidenschaft – dem olympischen Ringen. Dass er zur Krönung mit dem US-Nationalteam, gespickt mit Weltmeistern und Olympiasiegern auf der Matte trainieren konnte, hätte er sich anfangs nicht träumen lassen.
Am Heimkampf vom kommenden Samstag in Jona wird er seinen Teil zum guten Saisonstart in die Mannschaftsmeisterschaft 1. Liga beitragen können.
In den Vereinigten Staaten wird das Ringen an Colleges intensiv und professionell gefördert. Nach Football, Basketball, Baseball und Ice-Hockey ist das Ringen als fünftgrösste Sportart in den Schulbetrieb integriert. Durch Verbindungen seines Vaters, selber Spitzenringer in jungen Jahren, konnte Ammann drei Monate verschiedene Schulen besuchen, wo neben normalem Schulunterricht 6-7 Trainings pro Woche anstanden.
Den USA-Trip startete er in Missouri bei Coach Stephen Barrett, früher selber Amerikanischer Meister. Ausserhalb der Meisterschaft wurde in diesen Trainings sehr viel Wert auf Drill, Geschwindigkeit und Positionserarbeitung gelegt, ergänzt mit intensivem Krafttraining.
Im Anschluss gelangte Ammann nach Colorado Springs, wo ihm ermöglicht wurde, 12 Tage im Olympia-Stützpunkt zusammen mit dem US-Nationalteam zu trainieren. Die Mehrfachen Weltmeister und Olympiasieger wie Jordan Borroughs und Kyle Snyder bereiteten sich auf die Pan-American-Championships vor.
Täglich wurden von Montag bis Samstag zwei Trainingseinheiten bestritten. Während den Trainings herrschte eine zwar eine lockere aber immer stark fokussierte Stimmung. Für die meisten der US-Athleten sind die Pan-Amerikanischen Meisterschaften kein grosser Deal, da sie nicht wirklich starke Konkurrenz erwarteten. Strenger zu und her geht es vor Turnieren mit Gegnern aus den Ostländern, Kaukasus und Russland.
Für Ammann waren die Kämpfe sehr lehrreich, aber manchmal auch hartes Brot, mit z.B. Daton Fix, Junioren-Weltmeister oder Joe Colon, dritter der Weltmeisterschaft mitzuhalten.
Beeindrucken für den Schweizer war auch die Grösse der zur Verfügung stehenden Infrastruktur. Der Trainingsraum für das Ringen ist eine der weitläufigsten Anlagen im Olympia Stützpunkt mit neun grossen Ringermatten.
Training mit Kasachen und Mongolen
Die nächste Station war Ohio, wo ein Trainingscamp mit Ringern aus Kasachstan und der Mongolei stattfand.
Auch wenn die Kommunikation untereinander nicht leicht war, verstanden sich die Ringer prächtig. Interessant zu beobachten war auch, dass die Kasachen den Trainingsaufbau anders gestalten. Das Aufwärmen wurde intensiver betrieben und im Gegensatz zu den Amerikanern war der Trainingsschwerpunkt mehr auf Technik denn auf Kraft fokussiert.
Zum Abschluss durfte Ammann zusammen mit den Kasachen und Mongolen als Mannschaft gegen ein ,,All-Star-Ohio-West-Team“ antreten. Erfreulicherweise gewannen Ammann und seine Kampfgefährten sämtliche Begegnungen.
Start zur Mannschaftsmeisterschaft in Jona am Samstag 7. September
Derzeit weilt Ammann in der Grenadier-Rekrutenschule, darf aber dank der Grosszügigkeit seines Kommandanten ein Ringertraining besuchen. Am kommenden Samstag tritt er zusammen mit seinen Vereinskollegen für Rapperswil-Jona am ersten Heimkampf der Saison auf die Matte. Um 16 Uhr wird in der joner Bollwies-Turnhalle die 1-Liga Saison gestartet. Ammanns Verein wird gegen Kriessern 2, Winterthur und Oberriet-Grabs 2 gleich dreimal geprüft werden und Ammann ist zuversichtlich, dass er seinen Betrag für ein gutes Gelingen auf der Matte beitragen wird.