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Trump soll in den kommenden Tagen seine Entscheidung bekanntgeben. Zwar würden "die meisten Leute" sagen, dass es auf Powell oder Taylor hinauslaufe, sagte Trump am Freitag dem US-Sender "Fox Business Network". Aber er schätze Yellen sehr und erwäge alle drei Kandidaten für das Amt.
Insgesamt gibt es fünf Bewerber für den Posten, darunter auch der frühere Fed-Direktor Kevin Warsh. Experten hatten in den vergangenen Tagen Powell als wahrscheinlichsten Kandidaten bezeichnet. Der Jurist und frühere Investmentbanker hat in dem Führungsgremium der Fed als einziger Vertreter ein republikanisches Parteibuch - ebenso wie Trump.
Mit dem 64-Jährigen würde ein Währungshüter an die Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt rücken, der bereits seit Jahren in deren Führungsetage sitzt. "Als Chef dürfte er wohl die Politik der schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik fortsetzen, die Amtsinhaberin Janet Yellen eingeleitet hat", prognostizieren die Chefökonomen der Grossbank UniCredit.
Aber auch Ökonomie-Professor John Taylor sprach bereits im Weissen Haus vor. Nach dem Stanford-Volkswirt ist eine Regel benannt zur Bestimmung eines je nach Konjunkturlage angemessenen Leitzinses.
Trump änderte Einstellung zu Yellen
Als letzte Kandidatin hatte Trump am Donnerstag Amtsinhaberin Janet Yellen empfangen, deren Amtszeit Anfang Februar 2018 abläuft. Das Treffen sei "gut gelaufen", sagte ein Insider. Dennoch gilt eine zweite vierjährige Amtszeit für Yellen als eher unwahrscheinlich. Trump hatte sie im Wahlkampf hart attackiert, bevor er ihre Leistung später in milderem Licht darstellte.
Yellen hat die Zügel nach einer jahrelange Nullzins-Phase angesichts des anhaltenden Aufschwungs in den USA stufenweise gestrafft - auf das aktuelle Leitzins-Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent. Sie will es bis zum Jahresende weiter erhöhen, falls die Konjunkturlage es zulässt.
Trump soll in den kommenden Tagen seine Entscheidung bekanntgeben. Es gilt als wahrscheinlich, dass er sich äussert, bevor er am 3. November zu einer Asien-Reise aufbricht.
(SDA)