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Der Finanzdienstleistungs-Konzern Zurich Financial Services (ZFS) beziffert die Nettoschäden der Terroranschläge in den USA auf 700 bis 900 Mio. Dollar (beinahe 1,5 Mrd. Franken). Das entspricht rund 2 Prozent des jährlichen Prämienvolumens.Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2001 - 08:42 publiziert
Die Anschläge in New York und Washington vom 11. September stellen den grössten Versicherungs-Schaden dar, den die Zurich je verkraften musste, wie der Konzern am Montag in einem Communiqué mitteilte. In einer ersten Schätzung kurz nach den Anschlägen war die ZFS noch von Nettoschäden von 400 Mio. Dollar ausgegangen.
Die Bruttoschäden, also inklusive jener Schäden, der von den Rückversicherungen übernommen werden, sind laut ZFS "wesentlich höher". Über 98 Prozent dieser Rückversicherungsdeckung sei jedoch mit Gesellschaften abgeschlossen worden, die von Standard & Poor's mit einem Rating der Kategorie "A" oder besser bewertet sind.
Die erwarteten Schäden stammten vor allem aus dem amerikanischen Nichtlebens- und dem Rückversicherungsgeschäft. Die Farmers-Gruppe und das Lebensversicherungsgeschäft seien nur in geringem Umfang betroffen. Die ZFS war selber von den Anschlägen betroffen, musste rund 600 Angestellte evakuieren und den Betrieb darauf in neuen Büros wieder aufnehmen.
Die ausserordentlichen Schäden belasten den Gewinn der Gruppe. Dieser kommt aber auch wegen rückläufigen Kapitalgewinnen und geringeren Anlageerträgen unter Druck. Belastet wird er überdies wegen den verminderten Erträgen aus Geschäftsbereichen, die stark von der Entwicklung der Aktienmärkte abhängig sind.
Trotz allem bleibe die Gruppe unverändert gut kapitalisiert, teilte die ZFS weiter mit. Das Eigenkapital sei mit rund 19 Mrd. Dollar gegenüber dem Stand von Ende Juni praktisch gleich geblieben. Der aktuelle geschätzte Buchwert pro Aktie beläuft sich auf rund 340 Mio. Franken.
Die Aktien von ZFS sind am Montag im frühen Handel eingebrochen. Kurz nach der Eröffnung notierten die Titel Börse um 12,9 Prozent tiefer auf 305 Franken, danach erholten sie sich leicht.
swissinfo und Agenturen
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