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Der Landsitz Blumenstein in Solothurn
Als Lorenz Gibelin am 11. Juni 1624 zwei Hektaren nördlich der Stadt Solothurn gelegenes Wiesland an Leutnant Wolfgang I. Greder verkaufte, begann die wechselvolle Entstehungsgeschichte des barocken Blumensteinguts. An der Stelle ehemaliger Steinbrüche und eines einfachen Gutsbetriebs sollte ein prachtvolles Palais mit dazu achsensymmetrischem Park entstehen. Teile dieses Ideals wurden um 1700 in der Fegetzallee und im terrassierten Garten realisiert. Beim Neubau des Sommerhauses 1726–1728 entschied man sich jedoch für den weniger ambitiösen, aber zeitgemässen Régencestil. Das herrschaftliche Landgut erreichte um 1800 seine grösste Ausdehnung. Es bestand in dieser Form bis in die 1920er Jahre, als es aus wirtschaftlichen Gründen parzelliert, verkauft und überbaut wurde. Diese Publikation ist kein Museumsführer. Vielmehr zeichnet sie anhand von Quellentexten sowie Bild- und Plandokumenten die Baugeschichte des Blumensteinguts nach, erzählt von den Eigentümern aus den Familien Greder, von Stäffis, Wallier und Glutz-Ruchti und führt in einem Rundgang durch Palais und Garten.