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Die Merowinger liessen den alamanische Herzöge eine gewisse Autonomie. Die Karolinger dagegen zogen ein straffere Regime auf. Im 8 Jh., als die Alemannen von den Franken im Norden unterworfen wurden, verlegte sich der Widerstand in den Süden, dies unter der Führung des Herzogs Gotfrid. Einer seine Söhne, Uatilo (Odilo), kam nach Ziurichi (Zürich) und stellte den römischen Wachturm auf dem Albisi (Albis) wieder auf. Der Berg trug seinen Namen, Uotilinberg (Uetliberg). Ein wenig abseits der alte keltische Strasse zwischen Rieden (Albisrieden) und der Festung auf dem Berg reorganisierte er einen alten römischer Gutshof, der die Burg versorgen sollte; es war Uotilkon (der Hof von Uatilo) (Uitikon). Weiter im Süden des Uetlibergs am Gratweg befand sich der Hof des Mato (Mätikon). Unten im Reppischtal war der Hof des Stallo (Stallikon).
Uatilo war ein Herzog der Bajuwaren, die Nachfolger der keltische Boier. Er heiratete Hiltrud, eine Tochter von Karl Martell. Nach dem Tod seines Vaters floh sie nach Regensburg; dort heiratete sie ihren Odilo, was für die Franken ein Skandal war. Sie hatten ein Sohn, Tassilo, der letzter Herzog der Bajuwaren (siehe links Briefmarke aus Österreich).
Nach dem Tod Gotfrids übernahm drei der Söhne den Kampf gegen die Franken. Landfried fiel schon 730. Herzog Teudebald war für die südliche Regionen von Alemannia zuständig. Uotilo und Teudebald erlitten 743 eine Niederlage im Vorarlberg gegen Karlmann und Pippin (III.). Der alemannische Adel wurde 746 vom Gefolge des Königs Karlmann zum grossen Teil hingerichtet. Zürich wurde frankisches Territorium.
Die Franken nahmen Geisel mit sich, um sicher zu stellen, dass die Alemannen nicht rebellieren. Eine dieser Geisel war Hildegard, eine Verwandte von Uotilo. Die alemannische Prinzessin wuchs auf dem frankischen Hof auf und wurde Karl der Grossen erste Ehefrau, ganz zum Ärger seines mitregierenden Bruder Karlmann, da Alamannien in seinem Herrschaftbereich lag.
Quelle u.a.: Louis Kägi, Uitikon, Gemeide Uitikon, 1975.
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(Bild links: Herzog Uotilo und Hiltrud; unten links, Hildegard; unten rechts, Tassilo; von Leora TheRed)