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Das amerikanische Verteidigungsministerium hat im Rahmen des sogenannten Project Pele, einer Initiative des Strategic Capabilities Office (SCO), die BWX Technologies Inc., die Westinghouse Government Services und die X-energy LLC beauftragt, mit der Auslegung eines mobil einsetzbaren Mikroreaktor-Konzepts zu beginnen. Die BWX Technologies erhielt USD 13,5 Mio., die Westinghouse Government Services knapp USD 12 Mio. und die X-Energy rund USD 14,3 Mio. Das aussichtsreichste Konzept wird nach einer zweijährigen Entwicklungsphase ausgewählt. In der darauffolgenden Phase ist der Bau eines Prototyps mit einer elektrischen Blockleistung von 1 bis 5 MW vorgesehen. Das SCO hatte die Industrie im Januar 2019 zur Entwicklungsteilnahme eingeladen. Die drei zuvor genannten Unternehmen wurden aus dem darauffolgenden Wettbewerb ausgewählt.
Das Pele-Projekt umfasst die Entwicklung eines sicheren, mobileinsetzbaren fortgeschrittenen Mikroreaktors, der beispielsweise zur Stromversorgung abgelegener Betriebsstützpunkte eingesetzt werden kann. Für das DOD ist die zeitnahe Entwicklung von Bedeutung. Das Ministerium legt deshalb grossen Wert auf die Koordination mit dem Department of Energy, der Nuclear Regulatory Commission, der National Nuclear Security Administration und Industriepartnern.
Das DOD benötigt nach eigenen Angaben pro Jahr etwa 30 TWh elektrische Energie. Mikroreaktoren würden eine Ausweitung und Aufrechterhaltung der DOD-Missionen über längere Zeiträume überall auf der Erde ermöglichen. Mit ihnen könnten Investitionen in eine kostspielige Strominfrastruktur erheblich verringert werden. Mikroreaktoren könnten aber auch im zivilen Bereich eingesetzt werden: z.B. bei der Katastrophenhilfe zur Unterstützung kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäusern oder abgelegene zivilen Standorten.
Quelle
M.B. nach DOD, Medienmitteilung, 9. März 2020