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Beschreibung
Die Empfindung der Schönheit liegt hingegen nicht in allzu deutlichen und allzu dunklen Vorstellungen, wie Mendelssohn dies innerhalb seiner ,,Briefe über die Empfindungen" durch die fiktive Person "Euphranor" (der vermutlich die Gefühlsästhetik Shaftsbury verkörpern soll) hat ausdrücken wollen. Euphranor hatte den unmittelbaren Konnex von undeutlicher Perzeption und der Empfindung der Schönheit exemplifiziert und dabei die Ursache der Glückseligkeit in der dunklen Vorstellung ausgemacht. In diesem Gedankengang wurde schließlich folgende Kausalkette entwickelt:
Dunkle Vorstellung - Empfindung der Schönheit - Glückseligkeit
Euphranors Argumentation zufolge vertreibt die rationale Perzeption den Affekt der Glückseligkeit; damit entsteht ein Dissens zwischen Wahrheit und Schönheit, h. e. Vernunfterkenntnis und Empfindung.