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Rafael Fingerlos | Edith Mathis © Manuel Lopez
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Chamber music 1
Edith Mathis | Rafael Fingerlos | Sascha El Mouissi
Schumann | Heine
Sat, 18.08. | 16.00 | No. 18303
Vergangenes Konzert
Rafael Fingerlos | Edith Mathis © Manuel Lopez
18.
Aug
Saturday
16.00
Chamber music 1
Edith Mathis | Rafael Fingerlos | Sascha El Mouissi
Edith Mathis is one of Lucerne’s most famous “daughters.” In the middle of the 1960s, she rose to become an internationally acclaimed Mozart soprano. Mathis worked with all the great figures of her time, from Karl Böhm to Herbert von Karajan, and she inspired audiences in New York, London, Munich, Vienna, Paris, Glyndebourne, and Salzburg. But even those who never experienced her live and know only her recordings enjoy the charm of this lyrical, warm voice, laced with silver at the top of its range. Edith Mathis possessed the lofty art of sounding natural, and since she also knew how to sing in a way that made the texts clearly intelligible, she was predestined for the art of lieder singing, which she taught from 1992 to 2006 at the University of Music in Vienna. Edith Mathis celebrated her 80th birthday on 11 February – and LUCERNE FESTIVAL now pays homage with a chamber concert. Rafael Fingerlos, a baritone who was born in 1986 in Austria, will sing Schumann’s Dichterliebe, based on the poetry of Heinrich Heine, and Edith Mathis will recite the poet’s verses between each song.
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Edith Mathis
Edith Mathis
Im Februar 2018 feierte die Sopranistin Edith Mathis, eine gebürtige Luzernerin, ihren 80. Geburtstag. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt, wo sie 1957 auch als Zweiter Knabe in Mozarts Zauberflöte ihren Bühneneinstand gab. Ihr erstes Festengagement führte sie 1959 ans Opernhaus Köln, 1963 wechselte sie für einige Jahre ins Ensemble der Deutschen Oper Berlin, ehe sie sich für die freischaffende Tätigkeit entschied. Bald schon gastierte sie an der Hamburgischen Staatsoper, beim Glyndebourne Festival und vor allem bei den Salzburger Festspielen: Dort avancierte sie bei Opernproduktionen unter der Leitung von Karl Böhm und Herbert von Karajan zu einem Publikumsliebling. Edith Mathis war Stammgast der grossen internationalen Bühnen: am Londoner Royal Opera House, an der New Yorker Metropolitan Opera, der Opéra national de Paris, der Bayerischen und der Wiener Staatsoper. Lange Zeit galt sie als der lyrische Sopran schlechthin und ideale Interpretin der Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro, der Zerlina in Don Giovanni oder der Sophie im Strauss’schen Rosenkavalier. Sie wirkte an den Uraufführungen von Gottfried von Einems Der Zerrissene, Hans Werner Henzes Der junge Lord oder Gian Carlo Menottis Hilfe, Hilfe, die Globolinks mit. Ab den 1980er Jahren erweiterte sie ihr Repertoire erfolgreich um dramatischere Partien wie die Agathe in Webers Freischütz, die Figaro-Gräfin und die Rosenkavalier-Marschallin. Im Konzertsaal arbeitete Edith Mathis mit den berühmtesten Dirigenten zusammen, als Liedinterpretin gastierte sie in aller Welt und legte zahlreiche Aufnahmen vor. Von 1992 bis 2006 lehrte sie als Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien; danach gab sie Meisterkurse u. a. an der Sommerakademie des Salzburger Mozarteums, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei Ticino Musica in Lugano und an der Savonlinna Music Academy in Finnland. Seit 1979 trägt sie den Titel einer Bayerischen Kammersängerin.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 22. August 1965 mit zwei Mozart-Arien, begleitet vom Collegium Musicum unter Paul Sacher.
Juli 2018
Rafael Fingerlos © Theresa Wey
Rafael Fingerlos
Der Bariton Rafael Fingerlos, Jahrgang 1986, stammt aus Mariapfarr im österreichischen Bundesland Salzburg. Er studierte an der Privatuniversität Konservatorium Wien, wo er seine Gesangsausbildung 2013 als Master mit Auszeichnung abschloss. Schon früh gewann er zahlreiche Gesangskonkurrenzen, darunter «Musica Juventutis» im Wiener Konzerthaus, den Brahms-Wettbewerb und den Internationalen Franz-Schubert-Wettbewerb, bei dem ihm auch der Publikumspreis zugesprochen wurde. 2015 war Fingerlos Teilnehmer des «Young Singers Project» bei den Salzburger Festspielen. Schon im Jahr darauf, im Februar 2016, gab er seinen Einstand an der Dresdner Semperoper, wo er als Harlekin in Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos auftrat und prompt als Papageno in Mozarts Zauberflöte sowie als Figaro in Rossinis Il barbiere di Siviglia wieder eingeladen wurde. Seit der Saison 2016/17 ist Rafael Fingerlos Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper: Dort stellte er sich als Dr. Falke in Johann Strauss’ Fledermaus vor. Als Moralès in Bizets Carmen debutierte er 2017 bei den Bregenzer Festspielen, als Haudy in Zimmermanns Soldaten folgte im Mai 2018 sein erster Auftritt am Teatro Real in Madrid. Eine wichtige Rolle in seiner künstlerischen Arbeit spielen der Konzert- und der Liedgesang. Beim Dresdner Kreuzchor etwa sang er die Bassarien in Bachs Matthäus-Passion, Liederabende führten ihn nach London, Mailand, Florenz und Nizza, ins Salzburger Mozarteum, ins Konzerthaus und in den Musikverein Wien, zu den Musiktagen Mondsee und zur Schubertiade nach Vorarlberg. Seine Aufnahme von Bachs Luther-Kantaten, die er mit Christoph Spering einspielte, wurde 2017 mit dem «Echo Klassik» ausgezeichnet, sein Liedalbum Stille und Nacht erhielt den Pasticcio-Preis des Österreichischen Rundfunks.
Juli 2018
Sascha El Mouissi © Chris Kister
Sascha El Mouissi
Der Pianist Sascha El Mouissi, geboren 1983 in Frankfurt am Main, studierte Klavier bei Heinz Zarbock und Burkhard Schaeffer an der Musikhochschule Mainz sowie Liedbegleitung an der Musikuniversität Wien bei Charles Spencer. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen wurde er mit dem Johannes-Gutenberg-Preis der Universität Mainz, dem Liedpreis des Ministeriums für Kultur in Schleswig-Holstein und dem Theodor-Storm-Klavierpreis in Husum ausgezeichnet. Sascha El Mouissi kann bereits auf eine rege internationale Konzerttätigkeit zurückblicken: Gastspiele führten ihn nach England, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich und Tschechien, in die Schweiz und die Türkei, nach China und Nordafrika. Er gab mehrere Rezitale im Rahmen des LondonArtsFestival und trat in der britischen Metropole auch in St Martin in the Fields, in der Reihe «Young Masters» sowie bei der Beethoven Society of Europe auf. Ausserdem war er am Arnold Schönberg Center in Wien, beim Istanbul Music Festival, beim Festival «Dialoge» der Salzburger Stiftung Mozarteum, bei den Salzburger Festspielen, bei der Schubertiade und beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu hören. Sascha El Mouissi konzertiert mit Sängern wie Wolfgang Brendel, Angelika Kirchschlager, Thomas Quasthoff, Ildikó Raimondi, Sophie Rennert und Wolfgang Resch. Gemeinsam mit dem Bassbariton Ulf Bästlein brachte er mehrere Lied-CDs heraus, mit Vertonungen verschiedener Komponisten auf Verse von Hebbel, Voss und Leitner. Mit Rafael Fingerlos legte er Lieder von Robert Fürstenthal und das Album Nacht und Stille vor; ausserdem spielte er den Klavierpart bei einer Aufnahme mit vokaler Kammermusik von Volker David Kirchner. Sascha El Mouissi unterrichtet mit Meisterkursen am Shanghai Music Conservatory.
Juli 2018