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(Diensteid), Eid, der von einem Beamten bei Übernahme des ihm übertragenen Amtes geleistet wird und die gewissenhafte
Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen von seiten des Schwörenden verbürgen soll. Gewöhnlich
werden in die Formel des Amtseides die wichtigsten Amtspflichten des Schwörenden aufgenommen, und ein Beamter muß daher beim
Eintritt in ein neues Amt entweder nochmals schwören, oder doch, wie dies auch häufig geschieht, erklären, daß er sich
bei Übernahme des neuen Amtes durch den zuvor abgeleisteten Amtseid für alle seine neuen Amtsverhältnisse
eidlich verpflichtet erachte. Der Amtseid ist ein auf pflichtmäßiges Verhalten gerichteter promissorischer Eid; daher wird auch
die von dem Beamten nach geleistetem Amtseid verschuldete Pflichtverletzung nicht als Meineid oder Eidesbruch, sondern nur hinsichtlich
des dadurch begangenen Amtsverbrechens bestraft, wobei die Rücksicht auf den geleisteten Eid straferhöhend
wirkt.
Vgl. Deutsches Strafgesetzbuch, § 359.