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Eigentlich hätte Hillary Clintons privater E-Mail-Server im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen sollen. Angeklagt wird sie zwar nicht, doch FBI-Chef Comeys Worte («unglaubliche Sorglosigkeit») müssten ein gefundenes Fressen für die Gegner Clintons sein. Donald Trump sieht es offenbar anders. Er lobte lieber Saddam Hussein. Und hauchte einer anderen Kontroverse neues Leben ein, die ihm mehr schadet als Clinton.
Am vergangenen Wochenende hatte der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner via Twitter ein Bild verbreitet, das allerlei problematische Assoziationen weckte. Zu sehen waren Clinton, eine Menge 100-Dollar-Scheine sowie ein roter Stern, der von den Umrissen her an einen Davidstern erinnerte. Darin der Text: «Korrupteste Kandidatin aller Zeiten.»
Dass die Kombination Geld, Korruption und Davidstern antisemitisch ist, bestritt Trump zwar. Dennoch liess er den betreffenden Tweet löschen und durch einen neuen ersetzen. Dort steht statt des sechszackigen Sterns ein Kreis. Inzwischen liess er verlauten, er bereue diese Korrektur.
Gestern Abend legte Trump nach. «Wo ist die Empörung für dieses Disneybuch?», fragte er in einem Tweet mit einem Bild eines «Frozen»-Ausmalbuchs, auf dem ein sechszackiger Stern zu sehen ist. «Ist das auch ein Davidstern? Unehrliche Presse!»
(kri)