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Behandlung des Prozessabwassers aus hydrothermal karbonisiertem Klärschlamm vor der Einleitung in eine ARA
Baier, Urs; Kühni, Martin; Wanner, Rahel; Krebs, Rolf (2015). Behandlung des Prozessabwassers aus hydrothermal karbonisiertem Klärschlamm vor der Einleitung in eine ARA. gwf - Wasser Abwasser, 156, 10. 1004-1011.
Klärschlamm wird auf Grund problematischer Inhaltsstoffe zunehmend der Verbrennung zugeführt. Die dabei vorgängig notwendige Trocknung des Klärschlamms erfolgt bis heute thermisch und benötigt sehr viel Energie. Die hydrothermale Karbonisierung (HTC) wird als alternative Methode zur CO2-sparenden und kosteneffizienten Trocknung von Klärschlamm im industriellen Massstab angepriesen. Dabei ist die zusätzliche Behandlung des Prozesswassers eine kritische Grösse bezüglich Finanzen und Umweltverträglichkeit.
Bei der Prozesswasserbehandlung wurde das Prozesswasser und das mit einem Membranverfahren vorbehandelte Permeat bezüglich biologischer Abbaubarkeit untersucht. Sowohl aerob wie auch anaerob zeigt sich eine mittlere bis sehr gute biologische Abbaubarkeit der organischen Fracht des HTC-Prozesswassers und des HTC-Permeats im Batchversuch.
Sollen Prozesswasser oder Permeat als Rückläufe in die Abwasserstrasse einer nitrifizierenden Kläranlage eingeleitet werden, ist darauf zu achten, dass diese Rückläufe mindestens 100 mal verdünnt werden. Ansonsten kann die Nitrifikation durch Inhaltsstoffe des Prozesswassers resp. des Permeats blockiert werden.