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Nur viermal ging in der olympischen Geschichte ein Männerturnier ohne amerikanischen Sieg zu Ende – letztmals 2004 in Athen, als die US-Stars im Halbfinal gegen Argentinien verloren. Etwa sieben Minuten lang konnte der Überraschungsfinalist Serbien, der sich erst im letzten Gruppenspiel gegen China für die Viertelfinals qualifiziert hatte, die Illusion auf eine Sensation aufrecht erhalten. Im ersten Viertel führten sie die kurzzeitig 14:11, doch dann zündeten die Amerikaner den Turbo.
Unter der Führung von Superstar Kevin Durant (30 Punkte) gingen sie in den 13 Minuten bis zur Pause mit 52:29 bereits mehr als vorentscheidend in Führung. Im Gegensatz zu den Spaniern in Peking 2008 und London 2012 konnten die Serbien die Amerikaner im Final nicht wirklich fordern. Die zweite Hälfte verkam zu einem Schaulaufen. Mit 30 Punkten Differenz resultierte am Ende der grösste Vorsprung in einem Olympiafinal seit dem 117:85 des ersten amerikanischen “Dream Teams” 1992 in Barcelona gegen Kroatien.
Zwei Minuten vor dem Ende verliess Carmelo Anthony, der zweite grosse Star, unter grossem Applaus das Spielfeld. Mit nun drei Goldmedaillen – neben der bronzenen von 2004 – ist der 32-Jährige der erfolgreichste Basketballer in der Olympia-Geschichte.
Mit Bronze sicherte sich Spanien bei den dritten Spielen in Folge eine Medaille. Die Iberer gewannen die äusserst umstrittene Partie um den 3. Platz gegen Australien mit 89:88.
(SDA)