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Das Löwendenkmal befindet sich in Luzern und erinnert in der Allegorie eines sterbenden Löwen an die am 10. August 1792 beim Tuileriensturm in Paris gefallenen Schweizergardisten.
Damals dienten rund 1100 Schweizer als Garde von König Ludwig XVI. Im Verlauf der Französischen Revolution stürmte die Bevölkerung den von der Königsfamilie bereits verlassenen Tuilerienpalast. Bei der Verteidigung des leeren Schlosses fanden etwa 760 Schweizer den Tod.
Das Denkmal entstand durch die Initiative des Offiziers Carl Pfyffer von Altishofen, der zu dieser Zeit den Urlaub in Luzern verbrachte. Er begann 1818 mit der Sammlung von Geld. Das Denkmal wurde schliesslich nach einem Entwurf des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen durch den Konstanzer Steinmetz Lukas Ahorn in den ehemaligen Sandsteinbruch bei Luzern gehauen. Am 10. August 1821 wurde es feierlich enthüllt.
Über dem Löwen steht HELVETIORUM FIDEI AC VIRTUTI (lateinisch: Der Treue und Tapferkeit der Schweizer), unter ihm sind die Namen der gefallenen und geretteten Offiziere der Schweizergarde sowie die ungefähre Zahl der gefallenen (DCCLX = 760) bzw. überlebenden (CCCL = 350) Soldaten angegeben.
Mark Twain bezeichnete das Denkmal als „traurigstes und bewegendstes Stück Stein der Welt“.
Eine weitgehende Kopie, die allerdings damals vom Künstler als eigenes Werk ausgegeben wurde, findet sich als Lion of the Confederacy auf dem Oakland Cemetery in Atlanta, Georgia.
Zur Bildquelle, Autor: Andrew Bossi 2007