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Zitate über die Kunst der Traumdeutung
Bibel
Genesis 41.13: Wie er uns gedeutet hatte, so geschah es.
Talmud
Träume, die nicht gedeutet werden, sind wie Briefe, die nicht geöffnet wurden.
Baudelaire
Das Träumen ist nur eine Hieroglyphensprache, zu der mir der Schlüssel fehlt.
Freud
Der Traum hat wirklich eine Bedeutung, und ein wissenschaftliches Verfahren der Traumdeutung ist möglich. Es gibt eine psychologische Technik, welche gestattet, Träume zu deuten, und bei Anwendung dieses Verfahrens stellt sich jeder Traum als ein sinnvolles psychisches Gebilde heraus. Die Traumdeutung ist der Königsweg zur Kenntnis des Unbewußten im Seelenleben. Die Traumsymbole sind oft viel- und mehrdeutig, so daß, wie in der chinesischen Schrift, erst der Zusammenhang die jedesmal richtige Auffassung ermöglicht. Mit dieser Vieldeutigkeit der Symbole verbindet sich dann die Eignung des Traumes, Überdeutungen zuzulassen, in einem Inhalt verschiedene, oft ihrer Natur nach sehr abweichende Gedankenbildungen und Wunschregungen darzustellen. In der Traumdeutung empfiehlt er ein sorgfältiges Studium der Symbole in besonders durchsichtigen Träumen, in denen die Bedeutung des Symbols festgestellt werden kann.
SchernerEinen Traum deuten, heißt, seinen Sinn angeben, ihn durch etwas ersetzen, was sich als vollwichtiges, gleichwertiges Glied in die Verkettung unserer seelischen Aktionen einfügt.
Jung
Der Traum ist für das Verständnis eine zu spärliche Andeutung, welche deshalb durch assoziatives und analoges Material angereichert und bis zur Verständlichkeit verstärkt werden muss. In der Analytischen Psychologie wird der Traum wie eine unbekannte Inschrift oder ein unverständlicher Text gesehen. Dieser Text hat nicht wie das Bilderrätsel eine Fassade, hinter der bestimmte, ganz anders lautende Abstraktionen zu suchen sind, sondern er kann zunächst einfach nicht gelesen werden.
Aristoteles
Die Traumbilder sind wie Spiegelbilder im Wasser durch die Bewegung verzerrt und man müsse daher verstehen, in dem verzerrten Bilde das Wahre zu erkennen.
Artemidoros
Er sagt: Bei der Auslegung von Traumgesichten muß man sie einmal vom Anfange gegen das Ende, das andere Mal vom Ende gegen den Anfang hin ins Auge fassen.