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Als Philippe Herreweghe 1991 das Orchestre des Champs-Élysées gründete, hatte ein auf Originalinstrumenten spielendes Ensemble in Frankreich noch gefehlt – wenigstens eines von derartiger Qualität. Umgekehrt fügte Herreweghe seiner Reihe von Spezialformationen für die Erkundung bestimmter Musikepochen ein weiteres hinzu. Das Orchestre des Champs-Élysées konzentriert sich auf sinfonische und oratorische Werke von Klassik, Romantik und klassischer Moderne, dargeboten mit dem jeweiligen Instrumentarium der Zeit. So entstanden preisgekrönte Aufnahmen von Mozart und Beethoven, aber auch von Berlioz, Bruckner und Mahler. Zu den Gastdirigenten zählten Daniel Harding, René Jacobs und Heinz Holliger; Tourneen führten das in Paris beheimatete Orchester nach Asien, Australien und in die USA, in die grossen Konzertsäle von London, Berlin, Wien und Amsterdam. Musikwissenschaftliche Forschungen und pädagogische Projekte runden die Arbeit des Orchestre des Champs-Élysées ab.