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ELIZA ist ein 1966 von Joseph Weizenbaum entwickeltes Computerprogramm, das die Möglichkeiten der Kommunikation zwischen einem Menschen und einem Computer über natürliche Sprache aufzeigen sollte. Weizenbaum schrieb das Programm 1966 in MAD-SLIP für eine IBM 7094, die das Time-Sharing-System CTSS des Massachusetts Institute of Technology verwendete.
Weizenbaum benannte sein Programm nach der Figur aus Bernhard Shaws Pygmalion ein Stück in dem ein Sprachwissenschaftler versucht einem Mädchen den feinen englischen Akzent beizubringen. In der Ausstellung gehen wir diesem Hinweis Weizenbaums nach.
Challenge
Nerds: Eliza auf einem C64, Skulptur Galatea und Film Plug&Pray von Jens Schanze. ELIZA kann als frühe Umsetzung des Turing-Tests gesehen werden. Diesen hätte es jedoch nicht bestanden. Versuche eine Verbindung zwischen Ovid, Pygmalion, B. Shaw, Eliza und heutigen KI-Modellen herzustellen, quer durch die Jahrhunderte.
Weizenbaum war erschüttert über die Reaktionen auf sein Programm, vor allem, dass praktizierende Psychotherapeuten ernsthaft daran glaubten, damit zu einer automatisierten Form der Psychotherapie gelangen zu können. Er entwickelte sich nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrungen zu einem Gesellschaftskritiker. Diese Entwicklung Weizenbaums ist Thema Dokumentarfilms Plug & Pray von Jens Schanze, der 2010 veröffentlicht wurde. Der Film wird am Festival gescreent.