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Warum braucht es eine neue Energieetikette?
Seit 2003 die ersten Energieetiketten eingeführt wurden, hat sich die Technologie gewaltig weiterentwickelt. Die Fortschritte führten dazu, dass die Produkte bald den ursprünglichen Rahmen der Skalen auf den Energieetiketten sprengten. Da es wenig Sinn macht, alle verfügbaren Produkte in der besten Klasse zu führen, wurden neue Top-Bewertungen eingeführt. Zuerst wurden A+ und A++ ergänzt und schliesslich kam für einzelne Gerätekategorien noch ein drittes Plus dazu.
Je nach Fortschritt im jeweiligen Produktsegment war also entweder A, A+, A++ oder A+++ die beste Auszeichnung. Für Konsumenten auf der Suche nach energiesparenden Geräten eine unübersichtliche Situation. Um Abhilfe zu schaffen, sind die Energieetiketten überarbeitet worden.
Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
Die ersten Kategorien sind fertig und gelten ab 1. März 2021. Weitere folgen ab September 2021. Als Grundlage für die neue Etikette gelten verschärfte Ökodesign-Anforderungen. Aspekte wie Ressourceneffizienz, Gerätereparierbarkeit, Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen sowie Recyclingmöglichkeiten werden neu mit einbezogen.
Merkmale der neuen Energieetikette 2021
- Die bekannten Regenbogenfarben der Effizienzklassen von Grün (beste Klasse) bis Rot (schlechteste Klasse) bleiben bestehen.
- Die sieben Stufen der Energieeffizienzklassen-Skala sind mit den Buchstaben A bis G bezeichnet. Die Klassen A+ und A++ sowie A+++ verschwinden.
- Die Anforderungen für alle Energieeffizienzklassen sind strenger geworden. Ein gutes Gerät, das bisher eine A++-Etikette trug, gehört nun in die neue Klasse B oder C. Es ist deswegen nicht schlechter geworden.
- Die Effizienzklassen wurden so definiert, dass es bei der Einführung der neuen Energieetikette noch keine Geräte in der besten Klasse A geben wird. Diese lässt Platz nach oben für künftige, noch bessere Geräte. Es ist aber absehbar, dass erste Geräte schon heute die A-Klassierung erreichen können (u.a. Waschmaschinen und Kühlschränke).
- Die Berechnungsmethode, die Richtlinien zur Deklaration und die Messmethoden wurden angepasst. Ein Vergleich oder ein direktes Umrechnen zwischen der alten und der neuen Energieetikette ist darum nicht möglich.
- Die Piktogramme mit Zusatzinformationen unter der Effizienzklasse wurden neu gestaltet und ergänzt.
- In der EU ist ein QR-Code Pflicht, welcher zu einer neuen EU-Produktdatenbank (EPREL) verlinkt. Dort finden sich weitere Informationen zum Produkt. Der QR- Code ist in der Schweiz nicht obligatorisch, darf aber gezeigt werden.
Neue Energieetikette für Waschmaschinen und Waschtrockner
Die Energieetikette für Waschmaschinen und Waschtrockner – Kombigeräte für Waschen und Trocknen, nicht zu verwechseln mit Wäschetrockner oder Tumbler – wurde neu abgestuft. Die Energieeffizienz des Geräts ist vom Energieverbrauch des Programms «Eco 40–60» und von der Grösse der Maschine (Kapazität) abhängig. Auf der Etikette finden sich zudem Informationen über die Dauer und den Wasserverbrauch des Eco-Programms, sowie das Niveau der Lärmemission in Klasse und Dezibel. Ausserdem wird die Schleuderwirkung deklariert, was einen Einfluss auf den Energieverbrauch der anschliessenden Wäschetrocknung hat. Je weniger nass die Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto weniger Energie benötigt man fürs Trocknen.
Anwendungstipps, um noch mehr Strom zu sparen
- Waschmaschine voll beladen gemäss der Anleitung, damit die Maschine bei jedem Waschgang voll ausgenutzt ist.
- Kalt waschen: Auch mit tiefen Temperaturen (20 °C) erreicht man schon eine gute Waschwirkung.
- Programm Eco 40–60: Mit diesem Programm kann man 40- und 60-Grad-Wäsche zusammen waschen und erreicht eine höhere Reinigungswirkung.
- Stärker schleudern, um die Wäsche anschliessend effizient im Tumbler oder im Trocknungsraum zu trocknen. Noch günstiger trocknet die Wäsche draussen – dort ist der Energieaufwand vernachlässigbar, aber die Wäsche trocknet schneller.