Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03413.jsonl.gz/552

Richard Bühler – Fabrikant und Kunstaktivist
Der Schweizer Textilfabrikant, Kunstsammler und MäzenRichard Bühler wurde 1879 in Winterthur geboren, wo er 1967 auch verstarb. Über seinen Künstlerfreund Carl Montag kam er mit der modernen französischen Kunst in Berührung. Nach ausgedehnten Bildungsreisen übernahm er das Familienunternehmen, widmete sich aber zugleich leidenschaftlich der modernen, vorab französischen Kunst. In seiner Cousine Hedy Hahnloser-Bühler fand er eine Geistesverwandte. Beide erwarben umfangreiche Werkgruppen französischer Meister wie Odilon Redon (1840 – 1916), Pierre Bonnard (1867 – 1947) und Félix Vallotton (1865 – 1925). Bühler war von 1913 bis 1938 Präsident des Winterthurer Kunstvereins. Er gehörte der Eidgenössischen Kunstkommission an und war von 1935 bis 1941 Präsident des Schweizerischen Kunstvereins und von 1925 bis 1946 des Schweizerischen Werkbundes. Aufgrund seines Wirkens erwarb der Winterthurer Kunstverein als einer der ersten moderne Kunst. 1916 förderte Bühler die Eröffnung des Kunstmuseums Winterthur. Privat betätigte er sich als Gartenarchitekt und Designer.
In den 1930er Jahren veräusserte er aus finanziellen Gründen seine Sammlung mit Schwerpunkt französische Kunst. Teile davon sind jetzt in Winterthur zu sehen.
Kunstverein Winterthur
Als langjähriger Präsident des Kunstvereins war er massgeblich am Bau des von Robert Rittmeyer entworfenen Kunstmuseums beteiligt. Mit seinem Wirken prägte er das «gloriose Jahrzehnt» (Rudolf Koella) der weltberühmten Winterthurer Kunstsammlungen. Die Ausstellung «Der Sammler Richard Bühler» im Kunst Museum Winterthur versucht anhand ausgesuchter Meisterwerke die Hauptlinien seiner Sammlungstätigkeit nachzuzeichnen – und bietet neben feiner Geistigkeit wahre Sinnenfreuden.