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Der mit 50 000 Franken dotierte Kulturpreis des Kantons Zürich geht 2021 an Christian Herdeg. Damit zeichnet der Regierungsrat gemäss einer Mitteilung einen Künstler aus, der als Pionier der Lichtplastik gilt und mit seiner künstlerischen Arbeit Generationen von Künstlerinnen und Künstlern im In- und Ausland geprägt hat.
Herdeg (78) wuchs in Zürich auf, besuchte an der Zürcher Kunstgewerbeschule den Vorkurs und arbeitete als Reportagefotograf und Dokumentarfilmer. 1968 wanderte er nach Kanada aus und schuf ab 1969 erste lichtkinetische Objekte, die er in Montreal, Toronto und Chicago ausstellte. Nach seiner Rückkehr nach Zürich 1971 fanden seine Lichtskulpturen Beachtung, Ausstellungen im In- und Ausland folgten. Zwischen 1974 und 1979 erhielt Herdeg sechs Auszeichnungen von Stadt und Kanton Zürich – darunter den kantonalen Werkbeitrag in den Jahren 1974 bis 1976 – sowie dreimal das Eidgenössische Kunststipendium.
Herdeg arbeitete als erster Künstler in der Schweiz mit Neonlicht. Nach Installationen mit Edelgasröhren wurden seine Arbeiten reduzierter. In den 1980er-Jahren entwickelte Herdeg wandübergreifende Installationen aus raumformenden Materialien wie Plexiglas und Argon-Lichtröhren. Seit Beginn der 2000er-Jahre kommen häufiger Leuchtdioden zum Einsatz, deren Farbe und Intensität via Computer gesteuert werden.
Die beiden Förderpreise von je 30 000 Franken gehen an das Experi Theater und an das Musikertrio «#workoutjazz». (pd.)