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Schießhütte,
eine Hütte, aus welcher man Füchse oder Wölfe erlegt. Man gräbt an einem von Wegen entfernten freien und ruhigen Ort eine etwa 2½ m im Quadrat große und tiefe Grube, schalt solche mit Holz [* 2] aus und errichtet darüber ein Dach, [* 3] welchem man durch Plaggen und Moos das Ansehen eines natürlichen Hügels gibt. Nach der Mittagsseite hin bringt man ein Schießloch, an der Mitternachtsseite eine Treppe [* 4] nebst Thür an. In einer Entfernung von 25-30 Schritt vom Schießloch wird der Kadaver eines gefallenen Stückes Vieh so hingelegt, daß der Bauch [* 5] der Hütte zugekehrt ist, weil die Füchse gern in das Luder hineinkriechen und dann nicht gegen den Schuß durch den Rücken desselben gedeckt sind.
Sobald der
Balg des
Raubzeugs gut geworden ist, besucht man die
Hütte bei hellem Mondschein und erlegt aus derselben die das
Luder aufsuchenden
Raubtiere.
[* 6] Auf
Bäumen angelegte
Schießhütten sind unbequemer, auch hat darin der
Jäger mehr von der
Kälte
zu leiden. Zur Erlegung von
Raubvögeln errichtet man die S.
(Krähenhütte) auf einem hoch gelegenen
Punkt
im freien
Feld, setzt an den Seiten auf etwa 30
Schritt
Entfernung einige mit
Ästen versehene trockne
Bäume
(Fallbäume) und
bringt
vor der
Hütte auf einem etwa 1 m hohen
Ständer, welcher
oben mit einem
Teller versehen ist, einen
Uhu an, den man mit
Lang- und Kurzfessel an diesen ankettet.
Sobald vorüberziehende Krähen und Raubvögel [* 7] den Uhu gewahren, stoßen sie auf denselben oder hacken auf den Fallbäumen ein, von denen sie durch die in den Wänden der Hütte angebrachten Schießlöcher herabgeschossen werden. Um auch im Flug die auf den Uhu stoßenden Vögel [* 8] erlegen zu können, bringt man auf der nach diesem gerichteten Seite ein größeres Schießloch an. Der Besuch der Krähenhütte ist besonders in der Zeit lohnend, in welcher im Frühjahr und Herbst die Raubvögel ziehen.