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Geschichte
Inhalt
Mathilde Escher gründete 1864 an der Bahnhofstrasse in Zürich das St. Anna-Asyl für arme, körperbehinderte Mädchen. Die Mathilde Escher Stiftung wurde 1865 ins Leben gerufen. 1911 fand der Umzug in die Villa an der Lenggstrasse statt, in der das Mathilde Escher Heim auch heute noch untergebracht ist. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurden auch Kinder mit Kinderlähmung aufgenommen.
In den siebziger Jahren wandelte sich das MEH zum modernen Schul- und Ausbildungsheim für normal- und schwächer begabte Kinder und Jugendliche mit Muskelerkrankungen. Im Laufe der Zeit ergab sich eine Spezialisierung auf Knaben und Jugendliche mit einer Muskelerkrankung.
In den 80er Jahren spezialisierte sich das MEH auf Knaben mit Muskeldystrophie vom Typ Duchenne. 1988-1990 wurde das Heim saniert und erweitert.
Seit 1997 werden vermehrt wieder Klientinnen und Klienten mit einer anderen Körperbehinderung aufgenommen.
Im Zusammenhang mit der deutlich gestiegenen Lebenserwartung der Menschen mit Muskeldystrophie Duchenne, die von 20–25 Jahre auf heute 35 Jahre gestiegen ist, wurde das MEH um einen Neubau mit 22 Wohnplätzen und ca. 40 Arbeitsplätzen erweitert. Dieser Neubau konnte im Februar 2011 in Betrieb genommen werden. Da die Verwaltung ebenfalls im Neubau untergebracht ist, erhielt das MEH die heutige Adresse (früher: Lenggstrasse 60, 8008 Zürich).
Im März 2007 konnte für den Erwachsenenbereich die Pflegeheimanerkennung erlangt werden. Aufgrund eines Rekurses der Santésuisse aus versicherungsrechtlichen Gründen, der schlussendlich vom Bundesverwaltungsgericht im Winter 2011 abgewiesen wurde, wurde die Pflegeheimanerkennung erst auf den 6. Januar 2011 rechtskräftig. Dies bedeutet, dass die Pflegeleistungen für die erwachsenen Bewohner/-innen den Krankenkassen verrechnet werden können.
Beachten Sie hierzu auch die Festschrift zum 150 Jahre Jubiläum der Mathilde Escher Stiftung.