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Das einzige Exemplar der Béke; im Hintergrund ein "Ifjúság" Doppelsitzer
1954 bekam der ungarische Konstrukteur Ferenc Zsebö den Auftrag, einen Nachfolger für den Luňák zu entwickeln. Entwurfsziele waren Wendigkeit, niedrige Steuerdrücke, hohe Sturzfluggeschwindigkeit und geringer Höhenverlust beim Kunstflug. Zsebö hatte bereits den Schulungsdoppelsitzer Z-03 Ifjúság für die staatliche Flugsportorganisation MRSz konstruiert. Für seinen neuen Kunstflugsegler Z-04 Béke übernahm er die etwas eigenartige Bauweise des Ifjúság. Das heisst, Rumpf aus Metall, Flächen aus Holz. Die Flächen waren komplett mit Sperrholz beplankt, lediglich die geteilten Frise-Querruder waren stoffbespannt. Für eine mögliche Serienversion war allerdings vorgesehen, auch die Flächen aus Metall zu fertigen. Ansonsten orientierte sich die Auslegung der Béke bewusst am bewährten Luňák. Auf die Wölbklappen verzichtete Zsebö allerdings. Dafür waren die Querruder mit 4 m pro Flügelhälfte reichlich bemessen. Als Landehilfen und Sturzflugbremsen bekam die Béke Schempp-Hirth Bremsklappen. Wie der Luňák hatte die Béke ein festes Rad hinter dem Schwerpunkt und eine kleine Kufe unter dem Vorderumpf. Das Cockpit war mit einer im Vergleich zum Luňák recht zierlichen "Bubble" Haube abgedeckt.
Aus Sicherheitsgründen legte man die Béke für eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h aus.
Die Béke flog erstmals 1955 und wurde danach auf vielen Airshows, u.a. 1958 in Tushino bei Moskau, vorgeführt. Obwohl sich die Béke ausgezeichnet bewährte, wurde letztlich nur ein Exemplar gebaut. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Lage Ungarns nach dem Aufstand von 1956 ist das auch kaum verwunderlich.
Technische Daten
|Spannweite||14,0 m|
|Flügelfläche||13,7 m²|
|Flügelprofil||NACA 23015/23012|
|Länge||6,7 m|
|max. Flugmasse||370 kg|
|Lastvielfache||+6,0/-3,0|
|Entwurfsgeschwindigkeit VD||400 km/h|
|beste Gleitzahl||23 bei 90 km/h|
Quellen:
Website "Hungarian Gliders 1933-2000"
The Worlds Sailplanes, Vol.1; 1958
Stand, 12-2012