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Ins Gebäude des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I fliesst immer noch viel Grundwasser und immer mehr Tanken, dessen Inhalt das Tritium enthaltene Wasser ist, reihen sich auf dem Gelände. Heute zählen sie rund 680 Stücke und das entspricht ca. 895,000 Tonnen Wasser. Maximal kann es bis zu 1,370,000 Tonnen werden. Diesen Platz braucht man aber in Zukunft für die Arbeit, das Herausnehmen der abgeschmolzenen Brennstoffe, und Lagerung der abgebrannten Brennstoffe. Deshalb hat ein Unterkomitee der Regierung fünf Entsorgungsverfahren des verseuchten Wassers vorgeschlagen: Injektion in die Erdschicht, unterirdische Verlegung, Freigabe ins Meer, Freigabe als Wasserdampf, Freigabe als Wasserstoff.
Ende August fanden drei öffentliche Anhörungen zu diesem Thema in den Präfekturen Fukushima und Tokyo statt. Die anwesenden Vertreter der Bürger und Organisationen äusserten sich mehrheitlich gegen die Freigabe ins Meer. Man soll warten, bis eine neue Technologie entwickelt wird oder bis die Strahlendosis des Wassers senkt.
Es gab auch Kritiken über die Zeit und Ort der öffentlichen Anhörungen. Für Fischer, die am Morgen arbeiten, ist es schwierig an die Anhörung zu kommen, wenn sie am Vormittag abgehalten wird. Gerade Fischer hegen ja wahrscheinlich am meisten Angst vor der Verseuchung des Meers oder der Fische. Und eine Frau aus Fukushima forderte, die Anhörung soll überall in Japan stattfinden, und zwar nicht nur mit ausgewählten Personen, sondern jeder muss dabei sein können. Denn das Problem betrifft nicht nur Fukushima.