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Schon mein Grossvater war Motocross Fahrer und Besitzer einer 50ccm, die er uns Enkeln zur verfügung stellte. Mit 7 Jahren durfte ich die Maschine das erste mal testen und war sofort hell-begeistert. Schnell war mir bewusst geworden, dies ist mein Sport. Da mein Vater ebenfalls Motocross fuhr, wurde nicht lange überlegt und ich bekam eine Occasion 50ccm. Im Jahr 2007 startete ich meine allererste Saison. Ich sammelte fortlaufend Erfahrungen und fand mich immer besser zurecht. In der Meisterschaft belegte ich, für meine erste Saison, den super 13. Rang der SJMCC (Schweizerischer Jugend Motocross Club).
Für die Saison 2008 wechselte ich auf eine 65ccm, mit welcher ich bis in das Jahr 2010 Rennen bestritt. Im selben Jahr zeigte ich mich dann auch auf dem 3. Meisterschaftsrang der SJMCC. Für die Jungs was es am Anfang nicht leicht, ein Mädchen auf dem Podest zu sehen. Doch sie lernten mich mit der Zeit näher kennen,begannen mich in ihrer Welt zu akzeptieren und meine Leistungen anzunehmen, worüber ich mich sehr freute.
2011 – 2013 fuhr ich in der nächst grösseren Kategorie mit einer KTM 85ccm. Auch in dieser Kategorie war ich praktisch das einzige Mädchen. Konnte aber die Saison 2012 ebenfalls mit dem 3. Meisterschaftsrang beenden. 2013 wechselte ich dann zur SAM (Schweizerisches Auto- und Motorradfahrer- Verband) und fuhr in der Kategorie Ladies mit. Am ersten Sommerferientag im Training brach ich mit dann leider mein linkes Schlüsselbein und musste somit meine Führung abgeben. Ende Saison reichte es mir dann noch auf den 7. Rang.
Im Jahr 2014 hatte ich viele Tiefs sowie auch Hochs. Ich entschied mich nochmals für die SAM Ladies Klasse, fuhr aber noch zusätzlich in der IMBA und der Swiss Women Cup Klasse mit. Leider hatte ich beim Women Cup viele Termin-Überschneidungen und so reichte es mir nur auf Platz 10. in der IMBA kämpfte ich um den 3./4. Rang. Schlussendlich reichte es mir, dann knapp nicht mehr für den 3 Rang. Bei der SAM lag ich vor dem letzten Rennen auf dem 2. Zwischenrang. Da ich mich jedoch seit Beginn der Saison nicht gut fühlte, liess ich mich immer wieder ärztlich untersuchen. Vor dem letzten Rennen stellte sich dann heraus, dass ich das Pfeiffersche Drüsenfieber hatte und somit nicht mehr fahren durfte, da es einfach zu gefährlich gewesen wäre. Deshalb rutschte ich dann leider in der Meisterschaft auf den 4. Rang.
Im Winter 2014/2015 trainierte ich weiterhin fleissig um eine erfolgreiche Meisterschaft 2015 zu fahren. Im Februar 2015 verstarb mein Vater an Krebs, was mich schwer getroffen hat. Ihm zu liebe versuchte ich das Motocross nicht aufzugeben, da es ihm sowie mir viel bedeutet. So fuhr ich die Saison so gut es ging zu Ende. Es war nicht immer einfach für mich, doch ich gab mein bestes und kämpfte weiter. Ich gab nicht auf und konnte so den 2. Rang bei den Ladies im SAM erreichen.
2016 trainierte ich weiter um meine Ziele zu erreichen. Mitte Saison zog ich mir ein Kreuzbandriss zu, was ich aber erst Ende Saison Operierte. Dies machte ich um die Saison auch mit dem gerissenen Kreuzband zu beenden. Ich Beendete die SAM Meisterschaft auf dem 1. Rang und auf dem 2. Rang bei der Women Cup Meisterschaft.
Da ich durch das gerissene Kreuzband den ganzen Winter nicht Trainiren konnte, war der einstieg in die Saison 2017 sehr schwer. Ich wollte aber kämpfen und versuchte immer mein bestes zu geben und aus mienen Fehlern zu lernen. Mein Ziel mit der WMX war für 2017 eindeutig zu hoch, was wir schnell erkannten. Ich konzentrierte mich somit auf die SAM und Women Cup Meisterschaft. Ich Beendete die SAM und die Women Cup Meisterschaft wie im volge Jahr auf dem 1. Rang in der SAM und auf dem 2. Rang in der Women Cup.
2018 war im Grossen und Ganzen ein Erfolgreiches Jahr. Ich konnte die ganze Saison ohne Ausfälle und Verletzungen bestreiten und mein bestes geben. Anfangs Saison bis Mitte Saison war es nicht immer ganz einfach für mich. Ich steckte mitten in den Vorbereitungen der Lehrabschlussprüfung. Ich musste viel lernen und war somit auf dem Motorrad nicht immer ganz fit und nicht immer frei im Kopf. Als ich im Juni die Prüfung erfolgreich mit einer Note von 5.3 bestanden habe, ging es für mich wieder Bergauf und konnte mich mehr auf das Fahren und Trainieren konzentrieren. Ich zeigte einige starke und fehlerfreie Rennen, was mich mehr und mehr motivierte. Leider musste ich mich im Swiss Women Cup mit 1.4 Sekunden und 4 Punkten an Virginie Germond der WM-Pilotin geschlagen geben. Bin jedoch sehr zufrieden mit meiner Leistung, die ich nebst der Abschlussprüfung zeigte. In der SAM Ladies Meisterschaft konnte ich mir ein weiteres Jahr den Titel einfahren. Nebst diesen zwei Meisterschaften bestritt ich die IMBA Amateur Europameisterschaft. In dieser Meisterschaft konnte ich mir den 3. Rang in der Meisterschaft sichern, was mich ebenso glücklich macht.