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2010 ist die Säuglingssterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren leicht zurückgegangen, im längerfristigen Vergleich ist sie aber relativ stabil. Sie liegt bei 3,8 Todesfällen auf tausend Lebendgeburten. Besonders betroffen sind untergewichtige Säuglinge und "Frühchen".
In der Schweiz werden gegenwärtig jedes Jahr zwischen 340 und 350 Totgeburten und 300 bis 330 Todesfälle von Säuglingen unter einem Jahr registriert, teilte das Bundesamt für Statistik am Dienstag mit. Im Jahr 2010 betrug die Totgeburtenrate 4,3 pro 1000 Geburten und die Säuglingssterblichkeitsrate 3,8 pro 1000 Lebendgeburten.
Die meisten Säuglings-Todesfälle gibt es unmittelbar nach der Geburt. Von den verstorbenen Säuglingen starben 2010 fast 60 Prozent in den ersten 24 Stunden nach der Geburt. 1990 betrug dieser Anteil lediglich 27 Prozent.
Tiefes Geburtsgewicht als Risiko
Säuglinge mit tiefem Geburtsgewicht sowie deutlich zu früh Geborene sind besonders stark betroffen. Der Anteil der Kinder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1000 Gramm hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Er ist von 0,2 Prozent der Lebendgeburten im Jahr 1990 auf 0,4 Prozent im Jahr 2010 angestiegen.
Für diese untergewichtigen Neugeborenen ist das Sterblichkeitsrisiko sehr hoch. Ein Drittel von ihnen stirbt im ersten Lebensjahr, was mehr als zwei von fünf Säuglingstodesfällen entspricht.
Ausserdem liegt das Sterblichkeitsrisiko für sehr frühe Frühgeburten (vor der 28. Schwangerschaftswoche) bei rund 50 Prozent. Diese stellen weniger als 0,4 Prozent der Lebendgeburten dar, machen jedoch die Hälfte der Säuglingstodesfälle aus.
Mehr Mehrlingsgeburten
Das Bundesamt für Statistik verweist in diesem Zusammenhang auf eine Zunahme der Mehrlingsschwangerschaften. Zwischen 1990 und 2010 hat sich der Anteil der Mehrlingsgeburten um 56 Prozent vergrössert, er ist von 23 auf 37 pro 1000 Kinder gestiegen.
Mehrlinge kommen 3 bis 4 Wochen früher zur Welt und sind bei der Geburt durchschnittlich 1 Kilo leichter als Einlinge (2328 Gramm gegenüber 3329 Gramm im Jahr 2010). Dies führt zu einer 5 bis 6 Mal höheren Säuglingssterblichkeit bei Zwillingsgeburten.