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Es ist Sonntag. 8.2.15 und wir haben 950 km hinter uns. Eine gute Strecke, die wir in drei Wochen zurueck gelegt haben. Heute ist Pause, fuer uns und die Pferde. Diese stehen auf der Weide, waehrend ich im Haus des Gauchos Mate schlürfe und Blog schreibe. Es ist 20 Uhr und Alberto ist mit den beiden Maedchen 6 und 8 im Schlachthaus, um eines der zu diesem Zweck beim Haus gehaltenen Schafe zu schlachten.
Mate ist nicht nur das Argentinische National-getraenk, sondern eine Zeremonie. Erstens darf das Wasser keinesfalls gekocht haben, dann darf nur der Gastgeber das Wasser im Kuerbis nachfüllen, und es der Reihe nach den Garsten reichen. Wenn man sich wie in Europa ueblich fuer das Reichen des Tees bedankt, heisst dass man will keinen Tee mehr. Der Tee selber wird Jerba genannt, getrunken wird es aus einem Kuerbis, der Mate genannt wird, und das Trinkrohr, die Bombilla, ist am unteren Ende mit einem Sieb versehen.
Auf der Estanzia macht eine Französin, mit Ihren Kindern Ferien, deren Vater der verstorbene Gaucho auf der Melinek war. Sie erzählt, dass die Kinder 3 Monate im Jahr hier den Sommer verbringen und dabei von der Mutter unterrichtet werden. Wenn sie nach Frankreich zurück kehren, können sie jedoch nicht erzählen, was sie alles erlebt haben. Es wird ihnen einfach nicht geglaubt.