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Der Hof der Khediven von Ägypten. Herrscherhaushalt, Hofgesellschaft und Hofhaltung. 1840–1880
|Verantwortlicher||Dr. Felix Konrad|
|Trägerschaft||Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Phililogie|
|Betreuung||Prof. Dr. Reinhard Schulze|
|Finanzierung||Schweizerischer Nationalfonds|
Die Dissertation von Felix Konrad untersuchte die höfische Gesellschaft Ägyptens und den Hof der osmanischen Vizekönige von Ägypten in der Zeit ‘Abbās Paşas (1848–1854), Sa‘īd Paşas (1854–1863) und Ismā‘īl Paşas (1863–1879). Das Projekt erforschte einerseits unter sozialgeschichtlichen Gesichtspunkten die Struktur der an den Hof gebundenen Elite (höfische Gesellschaft), deren Formen und Prozesse der Vergesellschaftung und damit die politische, gesellschaftliche und kulturelle Rolle des Hofes und der höfischen Gesellschaft als Machtelite. Andererseits wird unter kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten der Symbolrahmen, der diese höfische Struktur repräsentiert, analysiert. Um den kulturellen Code, mit dem die interne Organisation der höfischen Elite nach innen und nach aussen kommuniziert wurde, zu entschlüsseln, wurde das Verhalten und Handeln der Eliteangehörigen anlässlich von Feierlichkeiten, Ritualen und Zeremonien am Hofe und in der Öffentlichkeit nach ihrem symbolischen Gehalt befragt und interpretiert. Methodisch folgte das Projekt dem Ansatz einer ‚kultur- geschichtlich erweiterten Gesellschaftsgeschichte‘, der es erlaubte, Symbole und Rituale in die sozialgeschichtliche Betrachtung mit einzubeziehen. Als Quellen wurden arabisch und osmanisch-türkisch verfasste Archivbestände in Kairo, ägyptische Zeitungen, Memoirenliteratur und europäische Reiseberichte verarbeitet.