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Veranstaltung ausser Haus! Kunstmuseum, Neubau, St. Alban-Graben 20
Susan Neiman ist erklärte Linke. Doch seit wann ist die Linke woke? In ihrer Streitschrift kritisiert sie, zeitgenössische linke Stimmen hätten ausgerechnet die Überzeugungen aufgegeben, die Neiman für den linken Standpunkt als entscheidend ansieht: ein Bekenntnis zum Universalismus, der Glaube an die Möglichkeit des Fortschritts und die klare Unterscheidung zwischen Macht und Gerechtigkeit. Damit stiess Neiman auf viel Zustimmung, aber auch auf Widerspruch.
Die Kulturwissenschaftlerin und Geschlechterforscherin Patricia Purtschert kritisiert das «Zerrbild einer Identitätspolitik» (in: Geschichte der Gegenwart), das seit Jahren von westlichen Medien gezeichnet wird, und plädiert für eine Rückbesinnung auf die «ursprünglichen Ziele von Identitätspolitik», wie sie u.a. 1977 in der Erklärung des Combahee River Collectives, einer Gruppe Schwarzer, lesbischer Feministinnen, formuliert wurde.
Im Gespräch mit Susan Neiman und Patrica Purtschert geht es um die Frage, welche Positionen und Argumente solidarische, feministische und demokratiestärkende Anliegen gerade befördern oder schwächen.
Eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel