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Novak Djokovic hat gestern auf dem Court einen leichten Arbeitstag. Gegen den US-Amerikaner Denis Kudla (ATP 111) setzte sich die serbische Weltnummer 1 in der 2. Runde von Wimbledon souverän mit 6:3, 6:2, 6:2 durch. Kurz aus der Fassung brachten ihn nur zwei Dinge:
Etwas unangenehmer als auf dem «heiligen Rasen» von Wimbledon wurde es für Djokovic an der anschliessenden Pressekonferenz. Dort musste er erneut unzählige Fragen zum Chaos im ATP-Spielerrat und zu seinem streitbaren Freund Justin Gimelstob, den er als ATP-Präsidenten installieren wollte, beantworten.
Als Djokovic den Amerikaner, der im April wegen schwerer Körperverletzung zu drei Jahren Haft auf Bewährung, 60 Tagen gemeinnütziger Arbeit und einer Therapie zur Aggressionsbewältigung verurteilt worden war, einmal mehr verteidigte, nahmen die Journalisten Djokovic so richtig in die Mangel.
Ob er die Zeugenaussagen gelesen habe, wurde der Präsident des ATP-Spielerrats gefragt. «Ich habe sie nicht gelesen, aber ich werde sie lesen», entgegnete Djokovic. «Aber es gibt keinen Grund, mich zu attackieren. Ich habe das Gefühl, ihr wollt mich für etwas verantwortlich machen, das ich nicht getan habe.»