Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03495.jsonl.gz/3308

Der Milch- und der Fleischmarkt sind angebotsseitig eng miteinander verknüpft. Veränderungen bei den Rahmenbedingungen im Milchmarkt beeinflussen damit nicht nur den Milch- sondern auch den Fleischmarkt. Ein verändertes Angebot führt im Zusammenspiel mit der Konsumnachfrage zu neuen Marktgleichgewichten und Preisen, wobei allfällige Anpassungen im Aussenhandel und beim Grenzschutz ebenfalls einen Einfluss haben.Die Entwicklung des Milch- sowie des Rind- und Kalbfleischmarktes bis 2011 wird mit einem dynamischen Simulationsmodell prognostiziert. Kombiniert mit der Marktstützung bestimmt die Entwicklung des Milchpreises die Konkurrenzkraft der Milchprodukte, wobei die unterschiedlichen Präferenzen der in- und ausländischen Nachfrage einen grossen Einfluss haben. Demgegenüber sind im Fleischmarkt neben der Inlandproduktion vor allem Anpassungen beim Marktzutritt für die Preisentwicklung entscheidend.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.