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Wir haben am 12.05.2022 mit der alt Bundesrätin Simonetta Sommaruga und 28 weiteren Lebensmittelindustrie-Unternehmen eine Vereinbarung zur Bekämpfung von Food Waste unterzeichnet. Damit verpflichten wir uns, konkrete Massnahmen zur Verminderung der Lebensmittelabfälle zu treffen und über die jährlich erzielten Fortschritte zu berichten. Diese Vereinbarung ist Teil des Aktionsplans gegen die Lebensmittelverschwendung, den der Bundesrat am 06. April 2022 verabschiedet hat.
Die branchenübergreifende Vereinbarung zur Reduktion von Lebensmittelverlusten wurde von der Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) sowie von Vertreterinnen und Vertretern von insgesamt 28 Unternehmen und Verbänden aus dem Gross- und Detailhandelsbereich, der verarbeitenden Industrie, dem Gastgewerbe und der Landwirtschaft unterzeichnet. Die Unterzeichnenden verpflichten sich, entsprechend den Zielen des Aktionsplans des Bundesrates, ihre Lebensmittelabfälle bis 2030 im Vergleich zu 2017 um die Hälfte zu verringern.
Während die weltweite Versorgung mit Lebensmitteln an seine Grenzen stösst, geht gleichzeitig ein Drittel der produzierten Lebensmittel verloren oder wird verschwendet. In der Schweiz entspricht das durchschnittlich 330 Kilogramm Abfall pro Kopf und Jahr. Zusätzlich zu den Folgen für die Lebensmittelversorgung macht Food Waste einen Viertel der durch die Ernährung verursachten Umweltbelastung aus.
«Um Fortschritte zu erzielen, müssen alle Akteurinnen und Akteure am selben Strang ziehen. Die Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Lebensmittelverschwendung schrittweise zu reduzieren und die gesetzten Ziele zu erreichen», erklärte UVEK-Vorsteherin Simonetta Sommaruga anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Die Massnahmen sind freiwillig, wobei die Unternehmen und Verbände jeweils branchenspezifische Reduktionsziele festlegen. Dazu gehören, je nach Bereich, zum Beispiel die verbesserte Angabe der Haltbarkeitsdauer für bestimmte Produkte, das vermehrte Spenden von unverkauften Lebensmitteln an gemeinnützige Organisationen, das Entwickeln von Verpackungen, die eine längere Haltbarkeit ermöglichen, das Angebot für Restaurantgäste, die Speiseresten mitzunehmen, oder die Optimierung der Anbauplanung in Zusammenarbeit mit den Verteilern, um eine Überproduktion zu vermeiden.
Meldung der Fortschritte
Wir verpflichten uns, jährlich Daten über die Menge an verloren gegangenen Lebensmitteln und die erzielten Fortschritte zu erheben und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) weiterzuleiten. Dank der Auswertung der Fortschritte können die Unternehmen ihre Lebensmittelverluste berechnen und das ökologische und finanzielle Einsparpotenzial ermitteln. Das BAFU informiert über die gesamthaft erzielte Verringerung sowie die allgemeine Entwicklung.
Wir ergreifen ausserdem Massnahmen, um bei unseren Angestellten sowie den Konsumentinnen und Konsumenten das Bewusstsein für das Problem «Food Waste» zu schärfen.