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Schleimhautkrebs von Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Nasen- und Nasennebenhöhlen
Bei den bösartigen Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs handelt es sich in 9 von 10 Fällen um von der Schleimhaut ausgehende sogenannte Plattenepithel-Karzinome. Diese manifestieren sich typischerweise in Mundhöhle, Rachen oder im Kehlkopf, seltener auch in den Nasen- und Nasennebenhöhlen. Bösartig bedeutet, dass der Krebs im Unterschied zu den gutartigen Tumoren Ableger (Metastasen) im Körper bilden kann
Anzeichen
Die Anzeichen (Symptome) hängen vom Ort des Tumors ab. Häufige Zeichen und Beschwerden sind rote und weisse Geschwüre im Mund, Schmerzen beim Kauen und Schlucken, Stimmveränderung (z.B. Heiserkeit), einseitige Hals-, Ohren- oder Gesichtsschmerzen, Schwellung im Gesicht, Mund oder Hals und einseitig verstopfte Nase oder Nasenbluten.
Ursachen und Verteilung in der Bevölkerung
Als Hauptursache ist in erster Linie das Tabakrauchen anzusehen. Erhöht wird das Karzinom-Risiko durch den gemeinsamen Konsum mit Alkohol. Eine Ansteckung mit einem humanen Papillomavirus gilt heute ebenfalls als Risikofaktor. Bei einzelnen Krebsarten kommen weitere mögliche Ursachen hinzu wie schlechte Mundhygiene bei Mundhöhlenkrebs oder Staub von gewissen Hölzern bei Schleimhautkrebs der Nasen- und Nasennebenhöhlen.
Abklärungen und Möglichkeiten der Behandlung
Bei Verdacht auf Schleimhautkrebs von Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf muss zur Bestätigung, respektive zum Ausschluss der Diagnose eine Gewebeprobe entnommen werden. Zur Abschätzung der Ausdehnung und zum Ausschluss von weiteren Krebsherden ist eine Spiegelung der Luft- und Speisewege in Vollnarkose nötig. Die Ausdehnung der Erkrankung wird zudem mit bildgebenden Verfahren wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRI) und Positronen Emissions-Tomografie (PET/CT) untersucht.
Die Behandlung von Kopf-Hals-Karzinomen soll die Erkrankung dauerhaft heilen. Die Behandlung wird durch mehrere Fachdisziplinen durchgeführt. Deshalb sollte sie an einer Klinik erfolgen, die auf die Behandlung von Schleimhautkrebs spezialisiert ist. Bei wenig fortgeschrittenen Tumoren kann eine alleinige Operation oder Bestrahlung (Radiotherapie) zur Heilung führen. Bei weiter fortgeschrittenem Schleimhautkrebs muss eine kombinierte Therapie erfolgen, welche ausgedehnte Operationen, Bestrahlung (Radiotherapie) und medikamentöse Therapie (Chemotherapie) beinhaltet. Bei Nicht-Behandeln breitet sich der Tumor aus, streut im Körper und führt früher oder später zum Tod.
Betreuung und Nachsorge
Betreuung, Rehabilitation und Nachsorge sind wesentliche Elemente in der Behandlung von Schleimhautkrebs von Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf. Die Nachsorge hat einerseits zur Aufgabe, ein eventuelles Wiederkehren des Schleimhautkrebs frühzeitig zu erkennen. Andererseits müssen aber auch therapiebedingte Folgeerscheinungen festgestellt und behandelt werden, beispielsweise Schluck- oder Sprechstörungen. Im Rahmen der Nachsorge bieten wir auch Hilfe bei Tabak- und Alkohol-Entwöhnung und beraten bei körperlichen, seelischen und sozialen Problemen.
Diese Kontrollen erfolgen mittels ärztlichen und bildgebenden Untersuchungen in der Poliklinik der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie, Poliklinik der Universitätsklinik für Schädel-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, respektive im Falle einer Bestrahlung zusätzlich in der Universitätsklinik für Radio-Onkologie, Inselspital, Universitätsspital Bern.
Wohin kann man sich wenden?
Wenn die weiter oben genannten Anzeichen und Symptome länger als 3 Wochen bestehen, sollte eine Untersuchung beim Hausarzt, bei einem Hals-, Nasen-, Ohrenspezialisten oder direkt in der Poliklinik der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie, Inselspital, Universitätsspital Bern, erfolgen.
Wohin kann man sich wenden?
Wenn die weiter oben genannten Anzeichen und Symptome länger als 3 Wochen bestehen, sollte eine Untersuchung beim Hausarzt, bei einem Hals-, Nasen-, Ohrenspezialisten oder direkt in der Poliklinik der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie, Inselspital, Universitätsspital Bern, erfolgen.