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2009/2010 untersuchte die Kantonsarchäologie Solothurn am Stadtrand von Olten neolithisches Silex-Bergwerk. Auf einer Fläche von 50 Quadratmetern konnten die Archäologen mehrere sich verzweigende und miteinander in Verbindung stehende Stollen und Gräben von zusammen über 24 Meter Länge feststellen. Das ausgebrochene Material beträgt ca. 80 Kubikmeter. Die Stollen waren mit dem Abraum aufgefüllt, der beim Graben von neuen Stollen angefallen war. An manchen Stellen ist auch die Decke eingebrochen und der Boden ist von den herabgefallenen Kalksteintrümmern bedeckt. Feuerstein oder Silex - oft auch als „Stahl der Steinzeit“ bezeichnet - wurde vor der Entdeckung des Metalls zur Herstellung von Messer-Klingen und anderen Werkzeugen (Bohrer, Schaber, Kratzer, Stichel, Spitzen) verwendet. Silex war deshalb in der Steinzeit ein begehrter Rohstoff. In der Gegend um Olten stösst eine Silex führende Gesteinsschicht an verschiedenen Stellen an die Oberfläche. Diese wurde von den Menschen der Steinzeit gezielt gesucht und abgebaut und der Rohstoff ins ganze Schweizer Mittelland exportiert.