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Das Impfschema beim Frettchen bleibt vorläufig unverändert. Bedeutung hat eigentlich nur die sog. Kombi-Impfung, die in gleicher Weise zusammengesetzt ist wie beim Hund (Staupe- Hepatitis- Parvovirose- Leptospirose- Parainfluenza)
Grundimmunisierung
1. Impfung: im Alter von 8-9 Wochen
2. Impfung: im Alter von 12 Wochen
Wiederholungsimpfung:
jährlich.
Frettchen gehören zu Gruppe der Marderartigen und sind somit verwandt mit dem Iltis, dem Wiesel, dem Stein- und Baummarder, dem Nerz, dem Otter und sogar dem Dachs, dem grössten und kräftigsten Vertreter dieser Gruppe.
Der Stammvater der Frettchen ist vermutlich der Iltis. Der einzige noch heute in der freien Wildbahn lebende Vertreter ist das Schwarzfuss- Frettchen, welches in kleiner Zahl auf einem begrenzten Gebiet in Amerika überlebt hat.
Früher wurden Frettchen vorwiegend zur Jagd auf Kaninchen oder Kleinnager eingesetzt, heute werden sie zusätzlich in grosser Zahl als Versuchstiere für wissenschaftliche Untersuchungen auf den Gebieten der Virologie, Endokinologie oder Toxikologie gehalten.
Entscheidend für die derzeit hohe Popularität der Frettchen war Ihre Entdeckung als beliebtes Heimtier. Dies zuerst sehr ausgeprägt in Amerika, inzwischen aber auch sehr weit verbreitet in Europa. Frettchen sind kleine und sehr intelligente Tiere, die sich leicht zur Sauberkeit und Benutzung einer Toilette, wie für Katzen gemacht, erziehen lassen. Sie entwickeln eine ausgeprägte Beziehung zu ihrem Betreuer oder Besitzer und suchen selbst schon allein wegen ihres grossen Spieltriebes aktiv den Kontakt zum Menschen.
Frettchen zeichnen sich auch durch einen eigenen, oft intensiven Geruch aus, der nicht jedermanns Geschmack ist. Wer sich aber ein Frettchen anschaffen und in der Wohnung halten möchte, sollte sich zuvor gründlich prüfen, ob er diesen Frettchengeruch langfristig akzeptieren kann.
Durch Kreuzungen sind Frettchen in vier Farbvarianten entstanden. Diese vier Hauptfarben sind Albinos, Iltis, Zimt und Harlekin. Während die Männchen ein Gewicht von 1-2 kg erreichen können, sind die Weibchen mit 0,6-1 kg wesentlich leichter und feiner gebaut. Frettchen machen im Frühjahr und wieder im Herbst einen Haarwechsel durch und ändern zur gleichen Zeit auch ihr Gewicht. Im Frühling wird "abgespeckt", im Herbst mehr Winterspeck aufgebaut. Frettchen besitzen ein gut entwickeltes Sehvermögen und legen über ihren Geruchssinn in den ersten drei Lebensmonaten ihre Vorliebe für ein bestimmtest Futter fest. Es empfiehlt sich also junge Frettchen breitgefächert zu ernähren, damit später keine einseitige Ernährung resultiert.
Während der Iltis in der Wildnis ein Einzelgänger ist, leben Frettchen gerne in Rudel oder in der Gruppen. Sie sollten also nie alleine, sondern mindestens paarweise gehalten werden.
Viele Frettchen- Liebhaber halten die Tiere in der Wohnung in grossen und den Bedürfnissen der Frettchen entsprechend eingerichteten Käfigen ( Schlafhaus, Toilettenkistchen, Bretter zum Springen und Turnen, Kletterröhren, Hängematten etc.) und geben ihnen genügend freien Auslauf in der Wohnung. Aber auch Balkonhaltung mit Rückzugsmöglichkeiten in ein kleines Wohnungsgehege oder Volierenhaltung mit Freilauf in einem Gehege sind alternative Möglichkeiten.
Frettchen haben eine Lebenserwartung von 8-10 Jahren. Im ersten Winter nach der Geburt, d.h. im Alter von 6-9 Monaten, erreichen die Tiere ihren gewichtsmässigen Höhepunkt. Die natürliche Fortpflanzungsperiode der Frettchen liegt zwischen März und August und ist stark abhängig von der Lichtintensität und der Tageslänge.
Weibliche Frettchen sind "sog. saisonal polyöstrisch", Trächtigkeit dauert 41-43 Tage. Die Welpen werden blind und taub geboren, die Säugeperiode beträgt 6-8 Wochen. Frettchen sind ausgesprochenen Carnivore, also Fleischfresser. Sie besitzen einen sehr kurzen Magen-Darm Trakt mit einer wenig entwickelten Darmflora und einen spärlichen Enzymsaum auf der Darmschleimheit- Oberfläche. Dies bedeutet, dass die Tiere Kohlenhydrate und Rohfaser- Material kaum verdauen und abbauen können.
In der Wildnis ernähren sich Iltis und Frettchen von am Boden lebenden Kleinsäugern, vereinzelt auch von Amphibien und kleinen Reptilien, fangen aber auch Vögel oder plündern deren Gehege. Zwischendurch naschen sie auch gerne von süssen Beeren oder Früchten.
Frettchen als Heimtiere kann man einerseits mit Frischfleisch (roh oder gekocht) oder Innereien anderseits auch mit sämtlichen, der auf dem Markt befindlichen Katzendosenfutter- Varianten ernähren. Auch kleine Mengen von Trockenfutter dürfen dazugegeben werden. Für manche Frettchen sind ebenso gekochter Süsswasser- oder roher Seefisch eine gern genommene Delikatesse. Wichtig und entscheidend ist, dass das Futter fett- und somit energiereich ist, Eiweiss von hoher Qualität enthält und bezüglich Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ausgewogen ist. Inzwischen gibt es auch speziell für Frettchen hergestellte Fertigfutter, sowohl als Nass- als auch als Trockenfutter- Variante; die die Nährstoff- Bedürfnisse dieser Tierart adequant abdecken sollen.