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Roger Federer wurde zum vierten Mal nach 2003, 2004 und 2006 zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt. Der weltbeste Tennisspieler war der grosse Sieger der Credit Suisse Sports Awards 2007 in Bern.
Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder erhielt die Auszeichnung bei den Frauen zum dritten Mal, und Alinghi wurde zum Team des Jahres erkoren.
Arno Del Curto (Hockey Club Davos) als Trainer, Basketball-Spieler Thabo Sefolosha als Newcomer, Edith Hunkeler als Behindertensportlerin sowie Adolf Ogi als Träger des Ehrenpreises waren die weiteren Sieger der Fernseh-Gala vom Sanstag in Bern.
Mit seiner vierten Wahl zog Roger Federer mit Rekordhalter Tony Rominger gleich, derweil Simone Niggli-Luder noch zweimal die Gunst der Wahlgremien gewinnen muss, um die Bestmarke der fünffachen Wahlsiegerin Vreni Schneider zu egalisieren.
Weltweite Dimension
Schweizer Sportlerwahlen mit Roger Federer haben eine weltumspannende Dimension. Wie letztes Jahr liess er sich live und in festlichem Anzug von seinem Trainingscamp in Dubai nach Bern zuschalten.
"Diese Wahl bedeutet mir unheimlich viel, und ich bin dabei immer auch nervös", sagte der Weltstar.
Mit besten Wünschen von Borg, Emerson und Sampras
Geradezu überschwänglich waren die Worte, welche die legendären Tennisgrössen Björn Borg, Roy Emerson und Pete Sampras in eingespielten Grussbotschaften und Glückwünschen fanden: Alle drei sind überzeugt, dass Roger Federer noch viele Grand-Slam-Turniere gewinnen und als bester Tennisspieler in die Geschichte eingehen wird.
Am witzigsten sagte es Pete Sampras: "Roger, geniesse es, meine Rekorde zu brechen!"
Knapper Entscheid bei den Frauen
In einem "Fotofinish" wurde die Wahl unter den besten Sportlerinnen entschieden. Simone Niggli-Luder setzte sich mit einem Vorsprung von nur 2,22 Stimmenprozenten vor Sarah Meier durch. Auch die drittklassierte Manuela Pesko war nicht weit distanziert.
"Zum dritten Mal hier vorne zu stehen, ist keinesfalls einfach nur Routine", sagte die Berner OL-Weltmeisterin zu ihrer neuerlichen Wahl nach 2003 und 2005. Sie bedeute für sie einen grossen Ansporn für die nächste Saison. Niggli-Luder nahm den Preis von Sonja Nef entgegen, der Schweizer Sportlerin des Jahres 2001.
Alinghi hilft dem Image der Schweiz
Die zweite Wahl von America's Cup-Gewinner Alinghi zum Team des Jahres nach 2003 war keine Überraschung. "Ich nehme den Preis mit viel Stolz im Namen von Alinghi entgegen", sagte der gerührte Besitzer Ernesto Bertarelli. In der Zeit des America's Cup, dank der erstklassigen TV-Übertragungen, sei es Alinghi gelungen, "die Schweizer in ein Volk von Seefahrern zu verwandeln".
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, die Laudatorin, zeigte sich überzeugt davon, dass die Leistungen der multikulturellen Alinghi-Crew dem Image der Schweiz in der ganzen Welt zuträglich sind. Vielerorts habe man gemerkt, dass die Schweiz nicht nur aus Uhren, Schokolade, Käse und Kühen bestehe, sagte die Magistratin.
Alinghi gewann die Wahl klar vor Eishockeymeister Davos und Fussballmeister Zürich.
Ehrenpreis für Adolf Ogi
Nur Persönlichkeiten, die sich um den Schweizer Sport in besonderer Weise verdient machen, können an den Sports Awards den Ehrenpreis erhalten. Bernhard Russi, einer der Skihelden von Sapporo 1972 unter der Ägide des damaligen Skiverbands-Direktors Ogi, hielt die Lobrede.
Unter anderem lobte Russi Alt-Bundesrat Ogis Einsatz in den letzten Jahren als Sport-Sonderberater der UNO. In bescheidener Art bedankte sich Ogi mit einer Kürzest-Ansprache für den Preis: "Freude herrscht, herzlichen Dank."
Schliesslich fand auch der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan in einer Video-Einspielung lobende Worte für seinen langjährigen Sport-Botschafter. Annan wünschte Ogi viel Kraft für das weitere Engagement für den Sport.
swissinfo und Agenturen
Die Wahl
Die Sportlerin, der Sportler und das Team des Jahres wurden von den Zuschauern der am Samstag ausgestrahlten TV-Gala gewählt.
Die Schweizer Sportelite und die Sportpresse hatten eine Vorselektion vorgenommen. Die beiden Vorselektionen und die Direktwahl zählen je ein Drittel.
Der Newcomer des Jahres wurde vom Publikum vor der Sendung via Internet oder SMS gewählt, die Behindertensportlerin durch die Sportpresse und der Trainer des Jahres durch die Vereinigung der diplomierten Trainer.