Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03252.jsonl.gz/2000

Als in der Schweiz geborende Seconda, kroatischer und bosnischer Herkunft wuchs ich praktisch ohne Grosseltern auf. Sie waren nicht in der Schweiz, sondern blieben im Heimatland Kroatien und Bosnien, als meine Eltern als junge Menschen in die Schweiz auswanderten.
Meine Baba und Baka (Grossmutter), meinen Deda (Grossvater) sah ich immer in den Sommerferien, einmal im Jahr fuhren wir mit unserer Karawane nach Kroatien und Bosnien.
Als wir bei meinen Grosseltern ankamen wurden wir Schweizerlis herzlich willkommen geheissen, verwöhnt, getragen und besungen.
Meine Grossmütter küssten mich und alle anderen Enkelkinder so unglaublich schnell und schnusig ab…sie hatte alle Hände voll zu küssen, wenn ihre vier Kinder mit allen Enkelkindern aus der Schweiz anreisten.
Von meinen Urgrosseltern wusste ich praktisch nichts und sie waren auch nie sonderlich ein Thema.
Vor einigen Jahren erwachte in mir der Wunsch, mehr über meine Ahnen zu erfahren. Auch die, die ich nicht kannte, die schon lange verstorben waren.
Meine Eltern wussten mir einiges zu erzählen und meine Mutter fühlte sich sehr inspiriert und began mit der Ahnenforschung- das war für mich hochinteressant und sehr bereichernd.
Ich fing an, alle Namen meiner Grosseltern und Urgrosseltern herausfindig zu machen. Plötzlich wurde mir einiges klar, denn nur schon beim Namen lesen und aussprechen meiner Ahnen kam Verbundenheit hoch.
Ich gab mir die grösste Mühe, alle Namen mit Handschrift auf ein schönes Papier zu schreiben. Es hat nun einen Ehrenplatz in meiner Wohnung und immer wieder halte ich es an mein Herz.
Mit der Zeit wurden mir immer mehr Sachen bewusst. Zum Beispiel, wieso ich mein Leben lang beim Namen „Ivan“ Gänsehaut und etwas Wehmütiges spürte. Einer meiner Urgrossväter hiess so.
Oder wieso ich mein halbes Leben lang das Gefühl hatte, ich bekomme nicht genug zu essen. Einfach das Gefühl hatte, es hat nicht genug. Als ich erfuhr, das einer meiner Ahnen halbverhungert aus einem Arbeitslager durch halb Europa marschierte, bis er wieder zu Hause war. Seither hat sich das komische „ich hab nicht genug zu Essen“ gelöst, weil ich spürte, dass ich da etwas von ihm übernommen hatte.
Oder: Als ich mitten in der Ahnenforschung war, sagte ich meiner Tochter plötzlich „Jovanka“. Aus heiterem Himmel. Als ich erfuhr, dass eine meiner Urgrossmütter so hiess, musste ich lachen-es war wie „Hallo, ich bin noch da, meine Energie ist präsent“.
Sehr wahrscheinlich hat meine Tochter eine besondere Verbindung zu ihrer Ururgrossmutter.
Ich habe eine starke Verbindung zu meiner Urgrossmutter. Sie war eine sehr intuitive Frau. Und beschenkt mich mit ihrem Kräuterwissen und Wissen über die feinstoffliche Welt. Ich hab mich schon immer gewundert, wieso mir die Kräuter und Pflanzennamen so zufliegen-wahrscheinlich spickt Urgrossmutter Hedviga mir diese zu.
Wer weiss. Wir werden vieles nicht mit absoluter Sicherheit wissen. Gut so.
Wenn es mich ruft, mache ich ein Ritual für meine Ahnen. Meine kleine Tochter ist da gerne auch mit dabei. Ihre afrikanischen Grosseltern sind beide bereits gestorben, bevor sie auf die Welt kam. Trotzdem sind sie präsent und in unserem Herz.
Ich beginne ein Ritual gerne mit einem Lied, einem Summen. Ich singe mich Schicht für Schicht in meinen Herzraum, bis ich nicht mehr denke, nur noch fühle und bin.
Zwischendurch streue ich Räucherwerk auf die Kohle und singe für meine Ahnen. Ich rede mit ihnen. Bedanke mich. Ich sage liebevoll ihre Namen.
Spüre und weiss, dass sie ihr Bestes gegeben haben.
Fühle mich als kleine Biljana aufgehoben im Kreis meiner Grossen.
Und bin mir bewusst, dass ich auch einmal zum Kreis der Grossen gehören werde.
Wir tragen in unseren Zellen die Energie unserer Ahnen in uns. Jede Familie hat ihre Dramas und ihre Stärken und Gaben. So ist das Leben.
Wacholder ist die Räucherpflanze, die beim Räuchern den rituellen Raum öffnet für deine Ahnen. Es hilft dich gut zu erden und Kontakt mit deinen Ahnen aufzunehmen.
Weil mir die Ahnenarbeit sehr am Herzen liegt, habe ich dir eine Meditation aufgenommen, wo du in Kontakt treten kannst mit deinen Ahnen.
Manches tragen wir mit und es erscheint uns wie eine Bürde, etwas Schweres, das wir mitschleppen. Das darf in die Transformation gehen und leicht werden. Gleichzeitig hat jede Sippe, jede Familie ihre Gaben. Diese darfst du dir während der Meditation bewusst werden.
Wie stark fühlst du dich verbunden mit deinen Ahnen?
Was hast du für ein Gefühl, wenn du an deine Ahnen denkst?
Ist da ein Gefühl der Fülle oder eher der Leere? Welche Gefühle kommen hoch?
Möchtest du es füllen mit deiner Zuwendung und offen sein, was da entstehen und wie es dein Leben bereichern kann?
Mit energetischer Ahnenarbeit (Meditation) habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, weil die Antworten aus deiner Herzensweisheit kommen. Die bewusste liebevolle Aufmerksamkeit für deine Ahnengeschichte kann tiefen Frieden in dir auslösen.
Hier geht es zur Meditation "Kraft deiner Ahnen":
Wenn du noch tiefer gehen möchtest und bestimmte Themen aktuell sind, würde ich dir eine Räucherritual mit Familienaufstellung oder ein Naturritual bei mir persönlich empfehlen.
Alles Liebe und ich freue mich auf ein Zeichen von dir - jeden Kommentar erfreut mein Herz!
Herzlichst, Biljana