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Werkkommentare & Biografien Sonic Matter
WERKKOMMENTARE
Dieter Ammann: «Turn»
Der Titel «Turn» bezeichnet ein formales Konzept, was für Dieter Ammann alleine schon einen singulären Vorgang bei der Komposition seines neuen Orchesterstücks darstellt, denn normalerweise entwickelt der Komponist seine Werke ohne eine vorher abgesteckte Formidee. Die Auftragskomposition für das Lucerne Festival, «Turn» für Orchester, bildet das Mittelstück zu Ammanns Orchesterwerken «Boost» (2000/2001) und «Core» (2002) und ist als Adagio konzipiert. «Ich habe ein formales Konzept entwickelt, das eine bewusste Überfrachtung des Orchestersatzes exponiert, um so eine musikalische Aura zu schaffen, die in der Folge dann einer grundlegenden Veränderung unterzogen bzw. völlig gebrochen wird. Gleichzeitig habe ich der Vertikalen eine starke Bedeutung zugemessen.» Ein Adagio also, das im ruhigen Tempo ein dichtes Geschehen organisiert und tonal auf Zentraltöne fixiert ist, die oft als Basstöne auch den Satz grundieren. Nach und nach verdichtet sich die Musik zu einem Pulsieren, sie mündet in eine heftige, homorhythmische Pendelbewegung. «Genau dort, wo die Musik für den Hörer ganz eindeutig, leicht fasslich wird, passiert der Turn, ein Wendepunkt, an dem die vorherige Klanglichkeit völlig implodiert und abrupt in ein anderes Klangbild umschlägt. Das ist vergleichbar mit einer Szenerie auf einer Bühne, wo Beleuchtung und Technik schlagartig eine neue Atmosphäre schaffen.» Statisch, wie aus der Ferne grundieren zeitlupenartig Leersaitenklänge, die mikrointervallisch verzerrt sind, eine stoisch aufsteigende Skalenbewegung der Bläser. «Von dort aus will sich die Musik noch einmal befreien und möchte zurück. Fragmentarisch taucht frühere Akkordik noch einmal auf, aber der Bruch bleibt bis zum Schluss wirksam.»
«Turn» steht als Einzelkomposition für sich, ist in ihrem Adagio-Charakter jedoch für eine Aufführung zusammen mit «Boost» und «Core» konzipiert. Die beiden früheren Orchesterkompositionen ihrerseits haben jene Ammann eigene federnde Spannkraft und explodierende Klanglichkeit, die einen spannungsreichen Rahmen um den »Wendepunkt» in der Mitte legen. Dabei ist «Core», wie der Komponist erläutert, «etwas klangmassiver, robuster gegenüber dem grazileren, beweglicheren «Boost». Die Gelegenheit für eine erstmalige, gemeinsame Aufführung der drei Orchesterwerke ergriff Dieter Ammann, als das Lucerne Festival ihn um Vorschläge für eine Komponistenresidenz und das Konzert mit Pierre Boulez und dem Lucerne Festival Academy Orchestra fragte.
Text: Marie Luise Maintz
Sarah Nemtsov: «dropped.drowned»
Im Sommer 2017 sollte ich meiner Mutter, die Malerin war, dabei helfen, Farben für ein neues Bild auf die Palette zu bringen. Ich kramte in ihren Kisten mit Tuben, holte Ölfarben hervor. «Nein, nicht diese Farbe, nein – für dieses Bild nur Grüntöne, Schwarz und etwas Braun, Van Dyke Braun, Ocker, ja und ganz viel Weiss, Titanweiss.» Als ich über die Besetzung für das neue Orchesterstück nachdachte, hatte ich so ein Gefühl: Nein, keine Oboen und keine Trompeten. Kein Gold-Gelb (dabei bin ich keine Synästhetikerin!). Ich wollte der Hierarchie überhaupt etwas entgegenwirken. Wenn nicht als Soloinstrument, ist das Klavier im Orchester oft nur eine Farbe am Rande, ich selbst empfinde es oft als Fremdkörper. In meinem Stück rückt es in den Mittelpunkt (ohne Solist zu sein), wie auch die Harfe, verstärkt und leicht präpariert. Ausgehend von Harfe und Klavier entwickeln sich Texturen im Orchester. Die Streicher sind zum Teil verknüpft mit Perkussion, in gegenseitigen Spiegelungen, Bläser als Schatten dahinter.
«People dread silence because it is transparent; like clear water, which reveals every obstacle – the used, the dead, the drowned, silence reveals the cast-off words and thoughts dropped in to obscure its clear stream. And when people stare too close to silence they sometimes face their own reflections, their magnified shadows in the depths, and that frightens them. I know; I know.» (aus: Janet Frame «Scented Gardens for the Blind»)
Es gibt fast keine wirkliche Stille in dem Stück (vielleicht fürchte ich sie selbst sogar – allgemein bin ich oft mehr an dichten Texturen, polyphonen Strukturen interessiert) (die wirkliche Stille kann selbst in der Wüste ein Zufall sein – eine Drehung des Kopfes und der Wind ist nicht mehr zu hören). Es gibt aber Fenster: senza misura Momente, in denen ein anderer Raum aufgemacht wird. Plötzlich tauchen die verschmähten Farben auf: drei Oboen und drei Trompeten, die ein paar Einwürfe von woanders bringen, Akkorde, gedoppelt mit Zuspiel, gedämpft, brüchig, eine Lichtänderung oder ein Perspektivwechsel. In meinem Stück geht es aber auch darum, einen gewissen «Flow» zu finden, ein Fliessen (und Ineinander-Fliessen), eine dunkle Grundfarbe und einen gemeinsamen Puls. Das Orchester findet diesen Puls und wird zugleich darin gefangen. Am Ende gibt es die Befreiung vom Takt – was vorher fest war, wird losgelassen.
Das Loslassen ist eine der schwierigsten Übungen nicht nur in der Kunst.
Sarah Nemtsov
Eric Montalbetti: «Eclair physionomique»
Die grosse symphonische Phantasie «Eclair physionomique» ist inspiriert von Paul Klees Werk «Physiognomischer Blitz». Als Klee seine Schüler aufruft, ausgehend von einem Kreis und einem Strich, ein Bild zu komponieren, ist er enttäuscht von ihren sterilen Juxtapositionen. Er erklärt ihnen, dass die Begegnung von Kreis und Strich keine der beiden Formen unverändert hinterlassen könne: Der Kreis werde zwingend deformiert durch den Einbruch des Striches, der wiederum in ein Zickzack zerfällt. Auf diese Art komponiert Klee auch von Gewitterlicht durchzogenes Gesicht.
Diese Bauhaus-Lektion war für mich der Ausgangspunkt einer Art Freundschaftsallegorie. Man kann die Partitur im Wesentlichen bi-thematisch lesen: eine eher modale, etwas in sich geschlossene Kreisfigur, die einer sehr dynamischen, eher chromatischen oder sogar seriellen Linie gegenübersteht - um schlussendlich in einer reicheren und komplexeren Figur aufzugehen.
Die Form soll etwas über den Reichtum aussagen, der durch die Begegnung zweier Menschen entsteht, die nicht verschmelzen, wie in meinem Stück «Vaste champ temporel à vivre joyeusement», in dem es um die Liebe ging, sondern immer klar voneinander getrennt sind und durch ihre jeweiligen Begegnungen und Lebenswege gewachsen sind.
«Eclair physionomique» ist, wie ich es auch in Paul Klees «Physiognomischer Blitz» zu sehen glaube, ein Selbstporträt mit universeller Aussagekraft und eine Metapher für die schöpferische Arbeit, die oszilliert zwischen den beiden Seiten unseres Wesens, das betrachtet und begehrt, akzeptiert und ablehnt, aufbaut und zerstört, erduldet und handelt, schläft und lebt: Beide sind sie hin und her gerissen zwischen dem Wunsch nach Vervollkommnung in der perfekten Form des Kreises und dem Bedürfnis nach Handlung, nach lebendiger Unruhe in der fulminanten Linie, wobei beide ihr eigenes Leben riskieren. Das heisst es herrscht zugleich das Bedürfnis nach Gleichgewicht als auch das Bedürfnis nach Kontrast. Der egozentrische, in sich geschlossene Kreis braucht das Gefühl, von dem durchdrungen zu werden, was die Striche ihm geben können, ebenso wie der Strich die Stärke, den Widerstand oder gar den Widerspruch der Kreise braucht, um letztendlich ebenfalls voll zur Entfaltung zu kommen.
Bruno Serrou schrieb in La Croix zu «Eclair physionomique»: «eine funkelnde Partitur mit Farben, deren Leuchten von Messiaen und Dutilleux geerbt wurde.» Das Werk wurde vom Monte Carlo Spring Arts Festival in Auftrag gegeben und 2018 vom Monte Carlo Philharmonic Orchestra unter der Leitung seines Musikalischen Leiters Kazuki Yamada uraufgeführt.
BIOGRAFIEN
Dieter Ammann
Dieter Ammann wurde 1962 in Aarau geboren. Er wuchs in einem sehr musikalischen Elternhaus auf. Nach der Matura studierte er Schulmusik/Dirigieren (Luzern) und absolvierte parallel dazu eine Ausbildung an der Swiss Jazz School Bern. Die 1980er und frühen 1990er-Jahre waren geprägt von europaweiter Konzerttätigkeit und Aufnahmen im Bereich Jazz/improvisierte Musik, mit so unterschiedlichen Künstlern wie Eddie Harris (CD Yeah, you right) oder Udo Lindenberg.
Es folgte ein Studium in Theorie/Komposition an der Musikakademie Basel (Roland Moser, Detlev Müller-Siemens) mit Kursen bei Witold Lutoslawski, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel und Niccolo Castiglioni.
Im Alter von 30 Jahren erfolgte die Hinwendung zur Komposition. Bedingt durch seine skrupulöse, sich langsam vortastende Arbeitsweise kann die Entstehungszeit eines Auftragswerks zwei Jahre und länger betragen. Für seine Kammermusik- und Orchesterwerke erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter Werkbeiträge des Aargauer Kuratoriums, des Kantons Luzern, das Franz Liszt-Stipendium der «Weimar Kulturhauptstadt Europas»-Stiftung, den Hauptpreis der IBLA-Foundation New York (in honor of L. Berio) und des «Young composers in Europe»-Wettbewerbs (Leipzig), den Ernst von Siemens Förderpreis für Komposition oder den Schweizer Musikpreis sowie den AZ-Medienpreis für Kultur.
Masterclasses führten ihn unter anderem an die Hochschulen Köln, Weimar, Karlsruhe, St. Petersburg, New York University, Rosario oder La Plata. Als gefragter Dozent ist er etwa an der Internationalen Impuls Academy Graz oder, zusammen mit Wolfgang Rihm, am Composers Seminar der Lucerne Festival Academy tätig und leitet eine Kompositionsklasse an der Hochschule Luzern-Musik.
Einladungen als Composer-in-Residence erhielt Ammann an Festivals wie Young artists in Concert Davos, Festival Les Muséiques, an das Lucerne Festival, an die Wittener Tage für neue Kammermusik, die Sommerlichen Musiktage Hitzacker und das ReMusik Festival in St. Petersburg. Unter den Interpreten seiner Werke befinden sich nebst den renommierten Schweizer Orchestern (u.a. Tonhalle-Orchester und Philharmonia Zürich) Klangkörper wie das BBC Symphony Orchestra, Mariinsky Symphony, Boston Symphony Orchestra, Philharmonia London, Münchner Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Helsinki Philharmonic, die Orchester des WDR, der Lucerne Festival Academy, das Ensemble Intercontemporain, das Klangforum Wien, das Quatuor Diotima, das Mondrian Ensemble u.a.
Seine Orchester- und Ensemblestücke werden unter anderem dirigiert von Pierre Boulez, Teodor Currentzis, Sylvain Cambreling, James Gaffigan, Valery Gergiev, Pablo Heras-Casado, Susanna Mälkki, Jonathan Nott, Sakari Oramo, Matthias Pintscher, Emilio Pomarico, Peter Rundel, Markus Stenz, Bas Wigers, Mario Venzago u.a.
Ammanns Musik wird verlegt beim Bärenreiter-Verlag und der Swiss Music Edition SME/musinfo. Neben der Professur in Luzern doziert er an der Hochschule der Künste Bern.
Eric Montalbetti
Eric Montalbetti wurde 1968 geboren. Er lebt und arbeitet in Paris. Hielt er seine Musik lange Zeit geheim, freut er sich nun, dass seine Partituren dank wunderbarer Interpret:innen zum Leben erwachen und das Publikum erreichen. 2019 brachten Emmanuel Pahud und Jonathan Nott das Konzert «Memento vivere» und das Streichquartett «Les Dissonances» zur Uraufführung, und Lars Vogt lud ihn als Composer-in-Residence zum Spannungen Festival ein, wo Christian Tetzlaff ein neues Duo mit Alexander Vorontsov und die deutsche Erstaufführung einer Sonate für Violine solo aufführte. Im selben Jahr wurden Montalbettis «Studies after Kandinsky» in Korea von François-Frédéric Guy gespielt (nach der Uraufführung 2018 im Amsterdamer Muziekgebouw), und ein Orchesterstück wurde beim Bukarester Enescu Festival aufgeführt. Weitere Auftragsarbeiten sind mit dem Lemanic Modern Ensemble, der Tokyo Sinfonietta, dem Orchestre Philharmonique de Radio France / Mikko Franck und dem Gürzenich Orchester / François-Xavier Roth geplant.
Montalbetti begann im Alter von 11 Jahren zu komponieren, während er Klavier und Orgel studierte. Er besuchte Kurse bei Pierre Boulez am IRCAM und am Collège de France und studierte bei den Komponisten A. Bancquart, G. Benjamin, M. Levinas, M. Lindberg, Ph. Manoury, P. Méfano und T. Murail. Von 1996 bis 2014 war er künstlerischer Leiter des Orchestre Philharmonique de Radio France und wählte das Komponieren für sich selbst als eine Art persönliches Tagebuch. Nach einem ersten CD-Album, «Solos - ein persönliches Tagebuch in Musik», veröffentlichte Alpha Classics im April 2020 eine neue Kammermusik-CD. Seine Musik wird von Durand / Universal Classical Music veröffentlicht.
www.ericmontalbetti.com/
Sarah Nemtsov
Sarah Nemtsov wurde 1980 in Oldenburg geboren. Ihre Musik ist häufig von der Auseinandersetzung mit Literatur geprägt. Immer wieder versucht sie, die Schwelle zwischen Konzert und Musiktheater auszuloten. Urbanität, Gleichzeitigkeit und chaotische Formen beschäftigen sie in ihren neuesten Kompositionen, in denen auch Elektronik eine wichtige Rolle spielt, wichtiger wird auch das Politische. Nemtsovs Musik besticht durch sensibel ausgehorchte Setups, durch komplexe und energetische Texturen, wobei ihr Interesse in den letzten Jahren speziell in musikalischen Schichtungen und „konstruktivem Chaos“ als Ausdruck unserer Wirklichkeit liegt, wie auch in den Wechselwirkungen zwischen akustischen Instrumenten und Elektronik.
Ihr Werkverzeichnis umfasst über 100 Kompositionen in nahezu allen Gattungen. Ihre Oper «SACRIFICE» hatte im März 2017 an der Oper Halle Premiere und erhielt grosse Resonanz – «Klang wird Raum wird Zeit wird Wirklichkeit», schrieb DIE ZEIT. Nemtsov studierte Komposition in Hannover und Berlin bei Nigel Osborne, Johannes Schöllhorn und Walter Zimmermann. Ausserdem absolvierte sie ein Oboen-Studium bei Klaus Becker und Burkhard Glaetzner.
Sie erhielt zahlreiche Preise, arbeitet mit namhaften Ensembles und Orchestern zusammen und ihre Werke werden bei international renommierten Festivals aufgeführt. Sie unterrrichtete Komposition an der Hochschule für Musik Köln und an der Universität Haifa. Mehrere ihrer Werke sind bei Peer Music Classical (Hamburg) und ab 2016 bei Ricordi verlegt.
www.sarah-nemtsov.de
Pierre-André Valade
Pierre-André Valade wurde in Corrèze, Frankreich, geboren. 1991 gründete er das Pariser Ensemble Court-Circuit mit, dessen Musikalischer Leiter er bis 2008 war. Von 2009 bis 2014 war er Chefdirigent der Athelas Sinfonietta Kopenhagen, zu der er als regelmässiger Gastdirigent noch immer eine enge Beziehung pflegt. Ausserdem wurde er 2013 zum Ersten Gastdirigenten des Ensemble Orchestral Contemporain in Lyon ernannt und ist seit 2014 Conductor-in-Residence beim Meitar Ensemble in Tel Aviv.
Pierre-André Valade ist ein gefeierter Dirigent des Repertoires des 20. und 21. Jahrhunderts, insbesondere für seine Interpretationen von Komponisten der französischen Spektralmusik,
wie Hugues Dufourt, Gérard Grisey, Philippe Hurel, Philippe Leroux und Tristan Murail. Valides Repertoire reicht von Berlioz, Wagner, Verdi, Mahler, Ravel, Debussy und Strawinsky bis hin zu Berio, Birtwistle, Carter, Lachenmann und Stockhausen, aber auch Werken von Nachwuchskomponist:innen.
Als Gastdirigent wird Valade regelmässig von grossen Festivals in aller Welt eingeladen. Er dirigierte die Uraufführung von Marc Monnets Oper «Pan» an der Opéra National du Rhin. Anlässlich des 100. Geburtstags von Messiaen dirigierte er Werke in London, Wellington, Basel und Hanoi und präsentierte die japanische Erstaufführung von «Les Espaces Acoustiques» mit dem Tokyo Philharmonic und Boulez’ «Pli selon pli» mit dem Tokyo Symphony, beide in der Suntory Hall. Er hat Knut Vaages «Khairos» an Den Norske Opera und «Importance of Being Earnest» an der NI Opera dirigiert.
Von seinen zahlreichen Einspielungen wurde Griseys «Les Espaces Acoustiques» besonders gelobt und erhielt 1999 den Diapason d'or sowie den Grand Prix de l'Académie Charles Cros. Zu Valades jüngsten Einspielungen gehören Werke von Hugues Dufourt (ausgezeichnet mit dem Diapason d'Or und dem Choc du Monde de la Musique) und Harrison Birtwistles «Theseus Game» für die Deutsche Grammophon – ein Stück, das er in Duisburg uraufgeführt und im South Bank Centre, bei den BBC Proms, beim Huddersfield Festival, beim Lucerne International Festival und in Berlin dirigiert hat. Im Jahr 2001 wurde Valade vom französischen Kulturminister zum Chevalier dans l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt.
Zu seinen jüngeren Engagements zählen die Premiere der Oper «Proserpina» von Silvia Colosanti beim Festival von Spoleto. Im Vereinigten Königreich kehrte er zur Philharmonia zurück, um Charlotte Brays Tripelkonzert «Germinate» (Uraufführung), Hans Zenders «Cabaret Voltaire» und Philippe Manourys «Blackout» (britische Erstaufführungen) zu dirigieren. Ausserdem leitete einen Abend mit zeitgenössischen französischen Werken mit dem BBC Symphony Orchestra in Maida Vale.