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Fremo-Haus
Innenraum (Erdgeschoss)
Fremo-Haus
Innenraum (Glasbausteinwand)
Fremo-Haus
Adresse
6004 Luzern
LU
Architektur
Weitere Bauphasen
Kunst am Bau
Das in den 1950er-Jahren von Roger Baudère erbaute Fremo-Haus passt sich mit seinem differenzierten Bauvolumen dem Altstadt-Kontext sehr gut an. Es spricht die Formensprache der Nachkriegsmoderne in seiner soliden Gestaltung: Die Steinfassade und das Fensterraster formen einen ebenso repräsentativen, wie ruhigen Baukomplex. Die Bronzefigur von Roland Duss erinnert an die ursprüngliche Nutzung.
Chronologie
Der Kaufmann Joseph Fremersdorf, Besitzer der Schuhgeschäfte Fremo AG, reichte 1954 ein Baugesuch für ein Geschäftshaus an der Weggisgasse 1 in Luzern ein. Das Gesuch wurde bewilligt, 1955 wurde das bestehende Haus abgebrochen und der Neubau nach einem Entwurf von Roger Baudère in Zusammenarbeit mit dem Baugeschäft Gebrüder Wüest im Folgejahr realisiert. Seit der Fertigstellung gab es nur wenige bauliche Veränderungen. Eine davon wurde 1990, nach einem Besitzerwechsel, vom Architekturbüro Tüfer Grüter Schmid durchgeführt.
Lage
Das Eckhaus steht auf dem Grendel am Falkenplatz, einem belebten Platz mit zentralem Brunnen in der Luzerner Altstadt. Drei stark frequentierte Fussgänger-Verkehrsachsen treffen hier zusammen: die Weggisgasse, sowie die Hertenstein- und die Grendelstrasse.
Beschreibung
Das Fremo-Haus ist in zwei Teile, deren Höhe sich an der Traufkante der Nachbargebäude orientiert, gegliedert. Der östliche Teil, der in Richtung Weggisgasse ausgerichtet ist, ist leicht zurückversetzt und lediglich viergeschossig. Er markiert die Ecksituation, die zusätzlich mit einem umlaufenden Balkon im ersten Obergeschoss und der Skulptur «Sandalenbinderin» von Roland Duss betont wird. Der Eckbau wird vom fünfgeschossigen Hauptbau, der sich an das westliche Nachbargebäude anschmiegt, überragt. Dem Baukomplex ist eine helle Fassade aus Naturstein vorgesetzt, die von regelmässig angeordneten, hochrechteckigen Fensteröffnungen gegliedert wird. Die Brüstungselemente sind mit einer feinen Linie kassettiert. Ein deutlich auskragendes Gesims mit Schattenfuge bildet den vertikalen Gebäudeabschluss. Die Satteldächer werden an den beiden Strassenseiten von einer Gaube durchschnitten. Das Terrain steigt gegen Westen leicht an, wodurch die Ladeneingänge mit Stufen erschlossen sind. Die Obergeschosse werden über einen zurückhaltenden, eingezogenen Eingangsbereich an der Weggisgasse erschlossen.
Das Erdgeschoss beherbergt inzwischen andere Geschäfte, die Obergeschosse Büros, das Dachgeschoss Wohnungen. Alle Etagen sind von einem Treppenhaus am Gebäudeende an der Weggisgasse erschlossen. Glasbausteine erhellen den mit Terrazzo und grünen Marmorplatten gestalteten Erschliessungskern.
Literatur