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Am 1. April solltest du besonders vorsichtig sein, denn an diesem Tag wird man nicht nur bei uns hereingelegt. Diese merkwürdige Tradition gibt es schon länger, als du denkst und jedes Land hat unterschiedliche Vorstellungen und Bräuche. Wir verraten dir in diesem Artikel, wie und wo alles begann.
Woher kommt der Aprilscherz?
Da es keine hundertprozentigen Beweise dafür gibt, woher der Aprilscherz tatsächlich kommt können wir nur davon ausgehen, dass sich die Tradition wie folgt, ereignet hat.
Eine erste Theorie ist, dass sich um 1580 während der Überarbeitung des Kalenders in Frankreich Folgendes passiert ist. In ganz Europa wurde im Mittelalter am 25. März Silvester gefeiert. Das Fest verlief acht Tage lang bis zum ersten April. Doch schon bald wurden Änderungen im Kalender vorgenommen und die Feier wurde auf den 1. Januar verschoben. Da es zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte noch kein Internet und Telefon gab, kam die Nachricht bei einigen erst Jahre später an. So feierten jährlich viele Menschen unwissend weiterhin Ende März Silvester. Es verging sehr viel Zeit und bald fing man an, sich lustig über diejenige zu machen, bei denen die Nachrichten noch immer nicht angekommen war. Dieses Schikanieren entwickelte sich schnell zu einer Tradition, die sich über viele Länder verbreitete.
Eine zweite Variante der Entstehung des Aprilscherzes ist, dass Geoffrey Chaucer schon in der Canterbury Tales von 1392 darauf hinwies, dass es im Monat April zu Albereien kommt. Bis dieser Brauch bei den umliegenden Ländern angekommen war, dauerte es jedoch ein paar Jahrhunderte.
Tradition des Aprilscherzes
In jedem Land gibt es unterschiedliche Traditionen, was den Aprilscherz betrifft. Aber eins haben sie alle gemeinsam, das lustig machen und ärgern anderer Leute.
In romanischen Ländern wie Frankreich ist das Bild des Narren ein Fisch. Dir wird dann, versucht eine Fischzeichnung auf den Rücken zu kleben, ohne dass du es merkst. Denn der Fisch erscheint den Franzosen ein dummes Tier zu sein, dass nur nach dem Köder schnappt und leicht reinzulegen ist.
In Deutschland ruft man „April, April!“, um einen Scherz aufzulösen.
In Portugal werfen sie Mehl auf dich und in England darfst du als traditionsbewusster Bürger nur Scherze bis mittags machen. Wenn du einen Aprilscherz am Nachmittag reisst bist du der „Depp“ und nicht die anderen.
Einer der berühmtesten Scherze ist aus dem Jahr 1957. BBC veröffentlichte damals folgende Schlagzeile: „Schweizer Bauern bei der Spaghetti-Ernte". Spaghetti waren zu jener Zeit in England kaum bekannt. Aber auch bekannte Zeitschriften wie "The Guardian" erlauben sich gerne den ein oder anderen Witz am ersten April.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts war das Scherzen und Reinlegen am ersten Apriltag sehr üblich. Allerdings nimmt dieser Brauch langsam ab. Das gegenseitige Necken ist vor allem bei Jugendlichen sehr unüblich. Diese Tradition schweift eher zu den sozialen Medien über und wird unabhängig vom Tag durchgeführt.
In Spanien werden am ersten April keine Scherze gemacht, aber es gibt etwas Ähnliches. Am 28. Dezember darfst du jemandem einen Streich spielen und dann "Inocente, inocente" sagen. Was bedeutet das du „unschuldig“ bist. In den USA gibt es sogar Grusskarten mit „Happy April Fool’s Day“.
Der Aprilscherz hat einen historischen Hintergrund. Bevor diese Tradition ausstirbt, überlege dir am besten jetzt schon, wem du einen Streich spielen willst.