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Seit ich bei postcrossing.com aktiv bin und und viele „altmodische“ Briefe und Postkarten versende, interessiere ich mich auch für Briefmarken. Briefmarken sind Minikunstwerke. Es ist so spannend zu welchen Anlässen Sonderbriefmarken herausgegeben worden und welche Künstler sie gestalten durften.
Vor mir liegt nun das Buch „Johannes Paul II. Reisen der Hoffnung“, das Buch befasst sich mit den 104 Auslandsreisen, die der Papst während seines langen Pontifikats auf sich genommen hat. Jeder Reise ist in chronologischer Reihenfolge ein Kapitel gewidmet, das die anlässlich dieses Ereignisses erschienen Briefmarken detailliert. Es werden sowohl die Ausgaben wiedergegeben und beschrieben, die von den Gastländern herausgegeben wurden als auch am Ende des jeweiligen Kapitels die des Vatikans.
Was ich aus diesem Buch gelernt habe: Wann gibt das Gastland die Sondermarke zu Ehren des Papstbesuchs heraus? „Verschiedene Länder bevorzugen es eher, den Besuch im Nachhinein zu würdigen, als diesen im Vorhinein anzukündigen. In einigen Fällen wird der Besuch sowohl vor als auch nach dem Besuch geehrt. Der Vatikan verfolgt eine andere Tradition, die sich im Übrigen stets bewährt hat: er wartet eine gewisse Zeit – ein bis zwei Jahre – und bringt dann einen Gedenksatz heraus, in dem jeder Reise normalerweise eine Briefmarke gewidmet ist. Die 1999 unternommenen fünf Reisen (Mexiko, Vereinigte Staaten, Rumänien, Polen, Slowenien, Indien und Georgien) wurden z.B. am 1. September 2000 mit Stücken gleicher Zahl zelebriert.“
Ein ausserordentlich spannendes Buch, in dem man nicht nur viel über Briefmarken, sondern auch über Papst Johannes Paul II. lernt.