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Unfähig, die Ehe zu schliessen, sind jene:
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die keinen hinreichenden Vernunftgebrauch haben. Hier kommen neben Schwachsinn vor allem schwere psychische Krankheitsbilder in Frage.
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die an einem schweren Mangel des Urteilsvermögens leiden und deshalb nicht in der Lage sind, zu erfassen, welche wesentlichen Rechte und Pflichten die Ehe umfasst. Eine solche Beeinträchtigung kann bei verschiedenen psychischen Krankheiten oder Anomalien vorkommen. Das Urteilsvermögen kann getrübt oder schwer beeinträchtigt sein, wenn ein Partner bei der Eheschliessung Alkoholiker war, oder regelmässig harte Drogen konsumierte. Auch mangelnde Verstandes- oder Willensreife kommt hier in Frage.
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die aus Gründen ihrer psychischen Beschaffenheit nicht in der Lage sind, wesentliche Verpflichtungen der Ehe zu übernehmen. Hier geht es nicht darum, dass jemand nicht erfasst, um was es in der Ehe geht. Hier geht es darum, dass jemand nicht fähig ist, das, was er verspricht -und sogar wohl auch versprechen will -, in der Tat zu leisten. Neben schwerwiegenden psychischen Krankheiten (Neurosen, Hysterie, usw.) kommen hier auch eine überstarke Elternabhängigkeit, psychosexuelle Anomalien oder etwa Homosexualität in Frage.
Im Ehenichtigkeitsverfahren geht es immer darum zu beweisen, dass einer der angeführten Ehenichtigkeitsgründe zum Zeitpunkt der Eheschliessung bereits vorhanden war. Bei psychischen Krankheiten wie etwa der Schizophrenie genügt schon der Nachweis, dass die Krankeit latent vorhanden war.
Bei solche Verfahren muss in den meisten Fällen ein Fachmann (Psychiater/Psychologe) für die Erstellung eines Gutachtens beigezogen werden.