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Ernst Meyer (1898–1975) stammte aus Pinneberg bei Hamburg. Er hatte in Göttingen bei Ulrich Kahrstedt promoviert. Die Habilitation erfolgte 1924 in Kiel, wo Felix Jacoby wirkte. Meyer hatte sich durch seine Arbeiten zu den Grenzen der hellenistischen Staaten und seine Kenntnisse der griechischen Topographie einen guten Ruf erworben.
In Zürich bestimmte Meyer gut vier Jahrzehnte Alte Geschichte. Seine Forschungen und ausserordentlich zahlreichen Publikationen galten dem Gesamtgebiet des Altertums. So behandelt seine Einführung in die antike Staatskunde auch die politischen Systeme des Alten Orients. Ein Schwerpunkt seines Werkes liegt in der Römischen Geschichte, vor allem der Kaiserzeit. Am bekanntesten ist wohl sein Werk Römischer Staat und Staatgedanke (1948).