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Als bedeutendste adelige Grundbesitzer und Inhaber der hohen Gerichtsbarkeit sind die Freiherren von Regensberg zu nennen, denen die Grafen von Habsburg und die Herzöge von Österreich nachfolgten.
Unter den letzteren, d. h. im 14. Jahrhundert, gehörte diese Gemeinde noch zum Amt Siggenthal.
Wahrscheinlich hatte Dänikon auch ein eigenes Adelsgeschlecht, von dem aber nur ein Vertreter urkundlich bezeugt wurde, nämlich der 1130 erwähnte Ministeriale Egelolf.
Dessen Wohnsitz ist unbekannt.
Wie kompliziert die mittelalterlichen Rechtsverhältnisse waren, geht u. a. daraus hervor, dass der entfernte Aargauer Ritter Ludwig von Liebegg hier einst die «advocacia apud Taenincon», also die niedrige Gerichtsvogtei und die Dorfpolizei zu besorgen hatte, was er aber teilweise einem hiesigen Meier übertrug.
Mit der Zeit gingen auch hier etliche Liegenschaften an wohlhabende Zürcher Stadtbürger über, z. B. an die Gorgheit, Schwend, Trembelli und Wolfleibsch.
Ein Dorfbewohner zog schon früh nach Zürich und begründete dort das bekannte Geschlecht der Däniker.
Der Ort war einst weniger abgelegen als heute; denn mittendurch führte die wichtige Handelsstrasse Stein am Rhein-Kloten-Dällikon-Wettingen-Welschland.
Die meisten Hoheitsrechte kamen später an die Herren von Landenberg, und von diesen an die Stadt Zürich.
Anno 1469 wurde das Dörfchen der Obervogtei Regensdorf zugeteilt, unter der es bis 1798 die allgemeine Entwicklung unserer Landgemeinden mitmachte, so die Reformation und eine verbesserte, von selbstgewählten Behörden betreute Verwaltung.
Eine hiesige Offnung ist nicht bekannt, wohl aber ein Einzugbrief von 1634, der den Einkauf neuer Bürger regelte.
Wiederholt mussten sich die Däniker für den Bestand ihrer Gemeindegrenze wehren, und viele Streitigkeiten hatten sie auch bei dem mit den Bewohnern der Nachbardörfer gemeinsam betriebenen Weidgang im grossen Ried.
Aus einem diesbezüglichen Aktenstück erfährt man nebenbei, dass der Furtbach noch 1652 Aa oder Aabach hiess. –
In kirchlicher Beziehung gehörte diese Siedlung von jeher zu Dällikon, wohin sie früher auch sonst zugeteilt war und wo eine Zeitlang eine gemeinsame Schule bestand.
Erst im 18. Jahrhundert wurden die Kinder im Dorfe selbst unterrichtet.
Anno 1788 erstellte man hier einen schönen Dorfbrunnen, und auch sonst leisteten die Behörden mit ihren knappen Mitteln was sie konnten.
Die Staatsumwälzung von 1798 brachte auch dieser Gemeinde nicht die erhofften paradiesischen Zustände, sondern wegen der nachfolgenden Einquartierung französischer, österreichischer und russischer Truppen einen grossen Schaden. Bis 1803 gehörte sie zum Distrikt Regensdorf bis 1814 zum Bezirk Bülach, bis 1831 zum Oberamt Regensberg und dann zum gleichnamigen Bezirk, welche Gegend seit 1871 als Bezirk Dielsdorf bezeichnet wird.
Im Jahre 1821 erbaute man in Dänikon ein neues Schul- und Gemeindehaus und brachte daran ein vorher nie geführtes Ortswappen an. Dieses enthält auf weissem Grund als Ehrenzeichen des Bauernstandes eine schwarze Pflugschar.
Die neue Kantonsverfassung von 1831 nahmen die Aktivbürger einstimmig an und brachten es mit ihren Autonomiebestrebungen fertig, dass ihre Siedlung 1843 verwaltungstechnisch von Dällikon abgetrennt und zur selbständigen politischen Gemeinde erhoben wurde. Dann kauften sie sich von den mittelalterlichen Bauernlasten des Zehnten und der Grundzinse los, welches die grösste finanzielle Leistung der alten Däniker war. –
Anno 1863 erhielt der Ort eine eigene Poststelle, und 1877 brachte die «berühmte» Nationalbahn etwas mehr Verkehr ins Tal.
Im Jahre 1866 wurde die Schule mit derjenigen von Hüttikon vereinigt und in einem neuen, zwischen beiden Dörfern gelegenen Schulhaus untergebracht.
Dort wirkte 1913 bis 1953 Arnold Lüscher als ideal gesinnter Lehrer und weit herum geschätzter Schriftsteller.
Aus der neueren Zeit ist noch die grosse, 1923 beendete Melioration des Furttals zu erwähnen, woran Dänikon auch beteiligt war.