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Malediven Ferien lassen sich auch auf einer einsamen Insel verbringen. Viele der Malediven Inseln sind zu Resorts umgebaut bzw. auf ihnen befinden sich einige oder auch mehrere kleine Resorts. Auch auf der Insel Gan im Atoll Addu befinden sich Übernachtungsmöglichkeiten für die Touristen. Diese Insel hat eine Fläche von 2,2561 km² und gerade einmal 1100 Bewohner. Die Insel liegt rund 77 km (40 Seemeilen) südlich des Äquators an der Lakkadivensee. An der Südostküste berührt die Insel das Arabische Meer und im Osten den Indischen Ozean. Die Insel Gan war früher ein Stützpunkt der englischen Luftstreitkräfte, der Royal Air Force. Sie diente Flugzeugen auch als Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Singapur. In der Zeit von 1969 bis 1972 wurden von der Insel aus Höhenforschungsraketen des Typs Kookaburra und Skua gestartet.
Über Land zu den Inseln
Die Insel Gan auf dem Addu Atoll stellt schon eine Besonderheit unter den Malediven Inseln dar. Wie zwischen anderen Inseln von diesem Atoll ebenfalls möglich, kann man von der Insel aus über Landwege über Dämme die anderen Inseln des Atolls erreichen. Die Menschen auf Gan arbeiten vornehmlich in der Textilindustrie oder auf den anderen Atollen im Tourismusbereich. Die Frauen arbeiten dabei meist zuhause in Gan in den Fabriken und die Männer sind Hausmeister oder Hotelboy auf den Touristenatollen. Wer Glück hat, der hat in der ehemaligen Offiziersunterkunft der Royal Air Force Arbeit gefunden. Denn hier wurde eine moderne Ferienanlage errichtet. Die ehemalige Anlage selbst ist dort Teil der Bebauung. Es gibt auf der Insel eine Reihe von Läden und eine kleine Moschee sowie ein Postamt.
Keine landestypische Siedlung
Auf Gan herrscht so etwas wie eine Besonderheit vor. Denn hier leben Touristen und auch Einheimische fast unter einem Dach. Denn die ehemaligen Gebäude der britischen Kaserne sind von Einheimischen bewohnt und gleich nebenan wohnen die Touristen vorübergehend für die Dauer ihres Urlaubs. Dies ist schon besonders, da die Regierung der Malediven von Beginn an darauf geachtet hat, dass die Einheimischen strikt von den Touristen getrennt sind – damit sie nicht mit deren Traditionen und Kultur in Kontakt kommt und ihren Glauben ungehindert ausüben können.