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Pidcock bleibt in Nove Mesto ungeschlagen – Pieterse siegt erstmals
Evie Richards (Trek Factory Racing XC) ist es, die bei den Elite-Frauen früh in Führung geht und einen scheinbar sicheren Vorsprung herausfährt. Doch ein platter Reifen in der vierten Runde wirft sie zurück, so dass die Konkurrenz davonzieht.
Mit einer Attacke in der letzten Runde sichert sich die Niederländerin Puck Pieterse (Alpecin-Deceuninck) den Sieg in Nové Město. Notabene ist es ihr erster Elite-Weltcup-Sieg, in ihrem ersten Elite-Weltcup-Rennen. Die französische Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prévot (Ineos Grenadiers) muss sich mit Platz zwei begnügen, während ihre Landsfrau, Europameisterin Loana Lecomte (Canyon CLLCTV), als Dritte das Podium komplettiert.
«Ich weiss nicht, was passiert ist. Pauline und ich wechselten ständig die Positionen, und nach ein paar Runden hatte Evie einen Platten. Plötzlich war ich an der Spitze, und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Also habe ich versucht, ruhig zu bleiben, und es hat geklappt», sagt die verblüffte Puck Pieterse.
Evie Richards kann mit Platz vier den Schaden aus dem Plattfuss geringhalten und Alessandra Keller in Schach halten. Die Schweizermeisterin holt sich Platz fünf.
Pidcock fast überrascht von Dubau
Der Brite Tom Pidcock (Ineos Grenadiers) sagte, dass er in Nové Město na Moravě im Cross Country noch nie ein Rennen verloren habe – eine Ansage. Doch ganz so einfach will es für den Olympiasieger nicht werden. Der junge Franzose Joshua Dubau (Rockrider Ford Racing Team) hält Pidcock ordentlich dagegen und führt das Rennen an. Das teilweise solo, nachdem der Brite abermals ein Fahrfehler passiert und sogar stürzt. Doch Pidcock kann wieder aufschliessen, greift in der letzten Runde an und siegt abermals. Der amtierende Weltmeister Nino Schurter (Scott SRAM MTB Racing Team) setzt sich im Zielsprint gegen gegen BMC-Pilot Jordan Sarrou durch und wird Dritter.
«Das war heute ein hartes Rennen, ganz ehrlich. Die Bedingungen waren super knifflig und ich hatte auf den Wurzeln etwas zu kämpfen. Am Ende trotzdem zu gewinnen, ist sehr schön», freut sich Tom Pidcock über seinen hart erkämpften Sieg.
Der zweitplatzierte Joshua Dubau ist erst etwas enttäuscht: «Ich war so nah am Sieg dran, deshalb ist es ein bisschen schade, dass es nicht geklappt hat. Tom war aber im Finale sehr stark, deshalb bin ich trotzdem sehr glücklich. Meine beste Platzierung im Weltcup war bisher Platz zehn. Mit einem zweiten Platz kann ich nur zufrieden sein!»
Der zu Beginn führende Deutsche, Luca Schwarzbauer behauptet sich nach seinem kleinen Einbruch stark und belegt Rang sechs. Gleich dahinter klassiert sich Mathias Flückiger. Lars Forster belegt nach seinem zehnten Platz im Short Track Rang acht im Cross Country. Ebenfalls eine starke Leistung zeigt sein Team-Kollege Vital Albin.
Dänischer Doppelsieg, Schweizer Doppelsilber
Die beiden Dänen Fahrer Oliver Sølvhøj und Heby Sofie Pedersen gewinnen die erste Runde des UCI Mountainbike Cross-Country-Weltcups. Pedersen siegt vor der Schweizerin Ginia Caluori und Emily Johnston, Sølvhoj setzt sich gegen den Schweizer Dario Lillo durch. Der Holländer Tom Schellekens wird Dritter.
In einem spannenden Rennen bildet sich schon früh die Führungsgruppe, bevor sich Sølvhøj, Riley Amos und Dario Lillo (Scott Davos MTB Project) in der vierten Runde absetzen können. Nach mehreren Führungswechseln übernimmt der Däne Sølvhøj in der sechsten Runde die Führung und gibt diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Knapp dahinter wird Lillo Zweiter, Tom Schellekens Dritter.
«Ja, es war einfach unglaublich. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben. Als wir den Expert Climb hochgefahren sind, hat Riley in der Abfahrt einen Fehler gemacht. Daraufhin habe ich die Abfahrt etwas langsamer angegangen und in den Anstiegen etwas mehr Druck gemacht, um einen Fehler von Dario zu erzwingen», erklärt Oliver Sølvhøj seine Renntaktik.
Lillo sagt nach dem Rennen: «Es war ein gutes und hartes Rennen. Die Strecke hier ist sehr physisch. Zu Beginn waren wir eine ziemlich grosse Gruppe an der Spitze, dann haben wir drei Jungs es geschafft, eine Lücke zu öffnen. Von da an war es ein Vollsprint mit Oliver bis ins Ziel, wo er ein bisschen schneller war als ich.»
Im Rennen der U23-Frauen setzen sich Ronja Blöchlinger (LIV), Heby Sofie Pedersen (Wilier - Pirelli Factory Team XCO) und Ginia Caluori (Thömus Akros - Youngstars) früh vom Feld ab. Blöchlinger verabschiedet sich in der vierten Runde mit einem Defekt aus dem Kampf um den Sieg. Dann schlägt die Stunde von Pedersen, die den Rest des Rennens dominiert. Die Schweizerin Caluori überquert die Ziellinie als Zweite. Der dritte Platz geht an Emilly Johnston (Trek Future Racing) aus Kanada.
«Ich habe einfach versucht, von Anfang an Vollgas zu geben. Ich denke, dass ich in den Abfahrten stark war, so dass ich jeweils Zeit gewinnen konnte, um dann in den Anstiegen Vollgas zu geben. Es war aber auch schade, dass Ronja ein mechanisches Problem hatte, sie war sehr stark», sagt Pedersen.
Die zweitplatzierte Ginia Caluori: «Ich kann es nicht glauben, ich fühle mich wie in einem Film. Heute habe ich mich wirklich stark gefühlt, ich konnte die Abfahrten kontrolliert und konzentriert fahren und auch die Anstiege pushen.»