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Kanton Freiburg verbietet Tabakwerbung für Jugendliche
Der Grosse Rat will keine Zigarettenwerbung mehr für Minderjährige - unabhängig vom Ausgang der eidgenössischen Abstimmung.
Das Kantonsparlament hat einen entsprechenden Vorstoss angenommen. Die Motion wurde mit grosser Mehrheit angenommen - 67 Ja, 28 Nein, 3 Enthaltungen.
Die Motion zielt nicht nur auf die Werbung von Tabak im öffentlichen Raum, sondern auch auf Getränke mit 15 oder mehr Prozent Alkohol - also Schnaps oder Alcopops.
Die Kantonsregierung hat ein Jahr Zeit, einen entsprechenden Gesetzesentwurf auszuarbeiten. Dieser könnte restriktiver ausfallen als die Anti-Tabakwerbung-Initiative, die den Schweizerinnen und Schweizern am 13. Februar zur Abstimmung vorgelegt wird - und die gemäss den letzten Umfragen wohl angenommen wird.
Ziel dieser Massnahme ist es, den Tabakkonsum von Jugendlichen zu bekämpfen, da 80 Prozent der Raucher heute vor dem 21. Lebensjahr mit dem Rauchen begonnen haben. Die Mitglieder des Grossen Rates haben in der Parlamentsdebatte darauf hingewiesen, dass Tabak in der Schweiz jedes Jahr für 9500 Todesfälle verantwortlich ist.