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Ein Meinungsbeitrag zum Artikel «Massive Preiserhöhung bei Groupe E», FN vom 31. August
Einige Gedanken zu den Preiserhöhungen der Groupe E: Erstens ist Strom– wie Luft und Wasser – ein Allgemeingut. Das ging offenbar vergessen und wurde «vergewinnpolitisiert». Weiter brüstete sich die Groupe E letztes Jahr noch mit einer moderaten Preiserhöhung, wegen hoher Eigenproduktion. Auf die letztjährige moderate Erhöhung kommen nun nochmals 30 Prozent hinzu. Drittens: Es wird verschwiegen, dass während des Sommers die Stromkonzerne Geld aus dem internationalen Strommarkt für ihren Bezug erhielten und das nicht an die Konsumentinnen und Konsumenten weitergeben. Und schliesslich: Wie lange laufen die Verträge noch, wo sauberer Strom ins Ausland verschachert wird?
Wie soll man ein Stromsparziel erreichen, wenn jährlich rund 90’000 Einwohnerinnen und Einwohner hinzukommen? Unsere Infrastruktur ist auf eine Bevölkerung von rund acht Millionen ausgelegt. Wie soll ein Stromsparziel erreicht werden, mit täglich neuen E-Autos?
Übrigens, man könnte mit den heutigen Autos bereits klimaneutral unterwegs sein, wenn aus überschüssigem Sommerstrom synthetischer Kraftstoff (E-Fuels) produziert würde! Die Stromkonzerne, da meist in öffentlicher Hand, haben aber ein grösseres Interesse an E-Autos, da man damit direkt Kasse machen kann.
Und zum Schluss, wer erinnert sich noch an den Wochenend-Niedertarif (ab Samstagnachmittag bis Montagmorgen)? Dies war eine gute und konsumentenfreundliche Idee der Groupe E.