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Verstopfung gilt als Frühsymptom von Parkinson. Viele Betroffene litten schon lange vor der Parkinsondiagnose unter Verdauungsproblemen. Nun haben Forscher in einer Studie mit Mäusen herausgefunden, das gewisse Darmbakterien bei der Entstehung von Morbus Parkinson mitwirken könnten. Das Team um Sarkis Mazmanian vom California Institute of Technology (USA) hat entsprechende Studienergebnisse veröffentlicht.
Es wird vermutet, dass Darmbakterien Fettsäuren produzieren, die im Gehirn eine Entzündung auslösen und schliesslich zum Absterben von Nervenzellen führen. So konnte die Studie zeigen, dass Mäuse mit Gendefekt für Parkinson, deren Darm mit Antibiotika keimfrei gemacht wurde, deutlich verzögert Symptome entwickelten. Umgekehrt führte in keimfreien Mäusen die Verabreichung von Fettsäuren oder die Verpflanzung der Darmbakterien von Parkinsbetroffenen zu einer Verschlechterung der motorischen Funktion. Die Expertengruppe um Mazmanian sieht daher in der Zusammensetzung der Darmflora und der davon bestimmten Fettsäuremischung einen Auslöser von Parkinson.
Mit diesen Ergebnissen stützen die Forscher die zurzeit laufende Debatte, ob der Darm bei der Entstehung von Parkinson mitwirk.t Die Zusammensetzung der Darmflora mit ihren verschiedenen Bakterienstämmen scheint bei Parkinson eine entscheidende rolle zu spielen.
Quelle: Cell (167) vom 1.12.2016
Artikel aus Parkinson Zeitschrift Dezember 2016