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Unter Narbenbrüchen, auch Narbenhernien genannt, versteht man Weichteilbrüche, die nach Operationen im Bereich des Bauchraumes aufgetreten sind.
Dabei hält die Narbe, entstanden durch Zusammennähen der Bauchwandmuskulatur und der darüberliegenden Haut, dem Druck im Bauchraum nicht mehr stand.
Es bildet sich eine Bruchlücke im Bereich der Narbe, durch die sich Baucheingeweide vorwölben können.
Auch bei beschwerdefreien Patienten empfiehlt sich eine operative Sanierung, um die Einklemmung und Minderdurchblutung von Darmschlingen zu verhindern.
|Anästhesie:||Vollnarkose|
|OP- Dauer:||

60 min
|OP-Setting:||ambulant|
|Arbeitsunfähigkeit:||ca. 7 Tage|
|Sportverbot:||4-6 Wochen|
Die Sanierung eines Narbenbruches ist prinzipiell immer empfohlen. Das Risiko einer Inkarzeration, also Einklemmung, ist bei kleinen Narbenhernien größer als bei großen. Große Narbenhernien sind jedoch häufig ein großes kosmetisches Problem.
Die chirurgische Versorgung erfolgt in der Regel durch Einbringen eines synthetischen Netzes zum Verschluss der Bruchpforte.
Bei kleinen Narbenhernien kann der Verschluss der Bruchlücke ohne Einbringen von Fremdmaterialien, also mittels einer Direktnaht, erfolgen.