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Während in der Anfangszeit und bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts auf dem Jungfraujoch Forschungsgebiete wie kosmische Strahlung, Astronomie und Untersuchungen über Höhenphysiologie im Vordergrund standen, dominiert heute, angesichts des Klimawandels, die Atmosphäre als Forschungsobjekt. So begannen in den 1970er Jahren auch in-situ Messungen von Luftschadstoffen, später kam die Untersuchung des Einflusses von Aerosolen auf die Erdatmosphäre hinzu. Das Archiv der Messungen, das z.T weit ins 20. Jahrhundert zurückreicht, ist heute eine unverzichtbare Grundlage für das Erfassen und das Verständnis des Klimawandels. Die Forschungsstation auf dem Jungfraujoch ist heute Teil von nationalen (z.B. Nationales Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe, NABEL) wie auch internationalen (z.B. Global Atmosphere Watch, GAW) Messnetzen, die verschiedene Parameter zu Luftfremdstoffen oder der kosmischen Strahlung langfristig verfolgen.
Die Schweizerische Kommission für die hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch setzt sich dafür ein, die Bedeutung dieser Forschungstätigkeit auch einem breiteren Publikum nahezubringen.
Gründungsjahr: 1922