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CV
Doris Bacalzo studierte Biologie bevor sie sich nach dem Bachelor dem Studium der Ethnologie zuwandte. Ihren M.A. in Ethnologie erwarb sie an der University of the Philippines mit einer ethnographischen Studie über eine Mangyan-Gemeinschaft auf der philippinischen Insel Mindoro. Der Schwerpunkt dieser Untersuchung lag auf traditionellem Recht, indigenen Frauen und Geschlechterbeziehungen. Sie promovierte 2016 in Ethnologie an der Universität Luzern, und ist gegenwärtig Post-Doc im SNF-Forschungsprojekt "International Capital and Local Inequality: A Longitudinal Ethnography of the Wampar (Papua New Guinea) under the Impact of two Large Projects (a Copper‐Gold Mine and a Timber Biomass Energy Plant)".
Für ihr Dissertationsprojekt, führte sie von 2009 bis 2010 eine Forschung bei den Wampar im Markham Tal in Papua-Neuguinea durch. Dabei untersuchte sie die Sozialisation von Kindern aus interethnischen Ehen im Kontext transkultureller Verwandtschaft. Diese Forschung beschäftigt sich schwerpunktmässig mit den Vorstellungen, die Kinder von Verwandtschaft und Zugehörigkeit haben, sowie mit deren aktiver Rolle bei der Identitätsbildung angesichts von Tendenzen, soziale Grenzen und die mit verwandtschaftlichen Gruppierungen verbundenen Rechte strenger zu überwachen. Im Jahr 2006 führte sie ausserdem eine Feldforschung im östlichen Hochland von Papua Neuguinea durch, bei der sie sich mit der Sichtweise von Frauen im Kontext von Stammeskriegen und gewaltsamen Konflikten auseinandersetzte.
Auf den Philippinen arbeitete sie zu sozialen und Entwicklungsfragen als engagierte Ethnologin. In den USA war sie in internationalen gemeinnützigen Organisationen tätig, die sich durch öffentliche Bildungsprogramme mit Umweltfragen, Menschenrechten, Frauenrechten, Armut und Konflikten befassen. Um die Bedeutung der Ethnologie in der heutigen Welt zu stärken, war sie Mitbegründerin von Anthropology Watch, einer auf den Philippinen eingetragenen Organisation. In Forschung und Lehre setzt sie sich fortdauernd dafür ein, die Wichtigkeit ethnologischer Ansätze für das Verständnis gegenwärtiger Probleme herauszustreichen.
Forschung
Forschungsprojekte
Forschungsschwerpunkte
Thematische Interessen: Ressourcenabbau und lokale Ungleichheit, Gender, Frauen und Kinder, Indigenität, Gewohnheitsrecht, Ethnizität, Sprachgebrauch, Transkulturelle Prozesse, Konflikt, Politische Ökonomie von Sozialbeziehungen, Entwicklungsmassnahmen und -Politik
Regionale Schwerpunkte: Papua-Neuguinea (Ozeanien); Philippinen (Südostasien)
Laufende Projekte: "International Capital and Local Inequality: A Longitudinal Ethnography of the Wampar (Papua New Guinea) under the Impact of two Large Projects (a Copper‐Gold Mine and a Timber Biomass Energy Plant)"
Publikationen
- Bacalzo, D., Beer, B., & Schwoerer, T. (2014). Mining narratives, the revival of «clans» and other changes in Wampar social imaginaries: A case study from Papua New Guinea. Le Journal de la Société des Océanistes, 138, 63–76. https://doi.org/https://orcid.org/0000-0001-7065-8359
- Bacalzo Schwörer, D. L., Beer, B., & Schwörer, T. (2014). Mining narratives, the revival of „clans“ and other changes in Wampar social imaginaries: A case study from Papua New Guinea. Le Journal de la Société des Océanistes, (138–139), 63–76.