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Gemäss Reinhard Ochsner früher auch Tannholzfussweg genannt. Alter Fussweg von der Kapelle zum Felsenrain. Dieser Weg ist heute auf völlig verschiedene Strassen- und Wegnamen verteilt. Von der alten Kirche bis zum Höhenring heisst er Buhnrain. Vom Höhenring bis zur ehemaligen Bahnhof-Passerelle heisst er seit 1934 Bahnhaldenstrasse. Von da an ist er unterbrochen. Da die Bahnhofpasserelle durch die Unterführung etwas weiter östlich ersetzt wurde, wäre folglich der inoffiziell Bahnhaldenweg genannte Abzweiger von der Bahnhaldenstrasse zum Bahnhofgebäude die natürliche Fortsetzung zusammen mit der Unterführung. Auf der Südseite des Bahnhofs lebt der Weg neben dem Restaurant Felsenberg unter dem Namen Felsenrainweg weiter, wobei jener Weg gemeint ist, der zum Felsenrainplatz hinunterführt und nicht derjenige entlang dem Bahngleis. Dann gibt es eine kleine Unterbrechung und dann folgt der letzte Rest mit dem inoffiziellen Namen Gemeindeparkweg.
Der Turnverein Seebach zitiert in seiner Festschrift zum 125-Jahr-Jubiläum auf Seite 3 den früheren Zürcher Stadtarchivar Eugen Hermann, welcher in der Zürcher Quartierchronik schrieb: "Man kann sagen, dass wohl kaum irgendwo in unserem Lande das äussere Landschaftsbild eine so radikale Veränderung erfahren hat, wie in Seebach." Dem kann man nur zustimmen, wenn man an den zerhackten Buhnweg denkt. Heute erscheint das irgendwie respektlos gegenüber diesem historischen Weg. Er fusst auf einem alten Wegrecht aus ziemlich frühen Zeiten, denn der Buhnweg kann bis etwa 1550 zurückverfogt werden! Nicht direkt, aber indirekt durch die dort erstellten Bauten (Bauernwohnhaus Buhnrain 4,8,10). Ein solcher Weg hätte schon eine durchgehende Bezeichnung verdient.
Unter dem Buhnweg verstand man seit etwa 1750 den Weg von der Niklauskapelle über die Buhn und durch das Tannholz zum späteren Felsenrainplatz. Dieser Weg ist im Zehntenplan von 1820 deutlich eingezeichnet und 30 Jahre später auch in der Wildkarte vermerkt. Es gibt auch einen Hinweis in Ernst Benningers Buch «Seebach und seine Flurnamen», wo er unter Sonnenberg schreibt: "1838 Buhnweg nach Zürich". Der Buhnweg darf nicht mit dem Buhnwegli verwechselt werden, siehe dort! Der Buhnweg basierte auf einem uralten Wegrecht, welches vom höchsten Punkt der Buhn zum heutigen Felsenrainplatz führt. Als das Tannholz abgeholzt wurde, blieb das Wegrecht bestehen, teilweise in der Form der Sonnenbergstrasse und in der Fortsetzung des Sonnebergwegs. Beim Bau des Bahnhofs Seebach um 1876-77 wurde dem Wegrecht Rechnung gezollt durch den Bau des Bahnüberganges Felsenstrasse, später Felsenrainstrasse. Weil aber die Schranken immer länger geschlossen blieben, wurde nach einer Passerelle gerufen, welche dann um 1898 in Angriff genommen wurde. Das Wegrecht wird auch heute durch das bahnhaldenwegli, die Unterführung, den vorderen Felsenrainweg und den Gemeindeparkweg immer noch wahrgenommen.
Quellen: - Reinhard Ochsner - Ernst Benninger - OGS-eigene