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Das Projekt
Humanistica Helvetica will einen vernachlässigten Teil der Schweizer Literatur ans Licht bringen: die lateinische humanistische Literatur des 16. Jahrhunderts, insbesondere aus der Zeit zwischen 1510 und 1580 im deutschsprachigen Raum (Basel, Bern, Zürich, St. Gallen).
Dies soll durch ein Internetportal mit dem Titel Humanistica Helvetica geschehen: Es präsentiert einerseits die lateinische Literatur des 16. Jahrhunderts in der Schweiz, fünf bedeutende repräsentative Autoren (Joachim Vadian, Heinrich Glareanus, Johannes Fabricius Montanus, Conrad Gessner und Rudolf Gwalther) sowie verschiedene literarische Themen und Gattungen (siehe unten) und enthält andererseits eine Datenbank mit edierten, übersetzten und kommentierten Texten. Ergänzt wird dies durch eine Liste von Hilfsmitteln für das Studium der lateinischen humanistischen Literatur (Online- und gedruckte Ressourcen), eine allgemeine Bibliographie sowie mehrere Indizes. Schliesslich wird das Portal die handschriftliche oder gedruckte Version (Erstausgabe) der vorgestellten Texte zugänglich machen.
Diese Literatur weist Berührungspunkte mit verschiedenen Disziplinen (Geschichte, andere Literaturen) auf, deren sie sich bedient und denen das Portal Humanistica Helvetica ebenfalls dienlich sein wird.
Humanistica Helvetica will auch einem breiteren Publikum und nicht nur Akademikern ermöglichen, mehr über die Vergangenheit der Schweiz zu erfahren.
Das Studium dieser Literatur führt auch zu verschiedenen literarischen Gattungen und Themen, von denen viele sehr aktuell sind. Die folgende Liste, die indes keineswegs vollständig ist, enthält eine Reihe von Themen, die behandelt werden sollen:
Religiöse Fragen
- Beziehung zwischen den Religionen (wir befinden uns in der Zeit der Spaltung und der Reformation), Toleranz, Polemik usw.
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insbesondere das Verhältnis zum Islam (die Türken stehen an den Grenzen Europas)
Bildungsfragen
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Welche Art von Bildung wollen wir?
- Rolle von Schule und Universität
- Rolle des Studiums alter Sprachen
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Die Wiederentdeckung der Antike: Welche Beziehung sollte unsere Gesellschaft zur Vergangenheit haben?
Gesellschaftliche Fragen
- Konzept der Ehe
- männliche Autorität
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Die Rolle der Frau
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aussergewöhnliche Mobilität von Wissenschaftlern und Verbreitung des Wissens (Buchdruck, Reisen; Programm "Erasmus": der Begriff stammt von Erasmus von Rotterdam, einem der wichtigsten Vorbilder der Schweizer Humanisten)
Die Identität der Schweiz und ihre Rolle in Europa
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Wilhelm Tell als Katalysator
- Die Schweiz, die sich als Sonderfall (Demokratie) in einer von Fürsten und Königen regierten Welt präsentiert
- Die Schweiz, ein gebirgiges Land, das mutige Männer und Frauen hervorbringt
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Besonderheiten der Schweizer Literatur?
Politische Fragen
- Demokratie
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die Rolle des Prinzen und des Königs
Wichtige philosophische Fragen
- Tod
- Rolle des Individuums
- der Mensch im Zentrum
Literarische Gattungen
- Biographie und Autobiographie
- Briefliteratur
- Theater
- Poesie in all ihren Facetten (Epik, didaktische Poesie, Elegie, Ekloge, lyrische Poesie, Epigramm...)
- Ausgaben, Übersetzungen, Kommentare
- wissenschaftliche Traktate
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