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Früher wurden Weine den Staatsgästen serviert, heute versteigert. Mit dieser Premiere in der Geschichte des Elysée-Palastes sollen die Weinbestände erneuert werden.
250'000 Euro als Ziel
Es sollen preiswertere Weine nachgekauft werden, der mit der Versteigerung erzielte Überschuss soll in die klamme französische Staatskasse fliessen. Der Weinkeller des Elysée-Palasts zählt rund 12'000 Flaschen, darunter zahlreiche Spitzenweine.
Bei der Versteigerung sollen die einzelnen Flaschen zwischen 20 und 2500 Euro einbringen. Das Höchstgebot wird für einen 1990er Petrus erwartet. Ein Highlight ist zudem eine Box mit sechs Flaschen Cognac mit der Inschrift «Präsident der französischen Republik».
Angeboten werden Tropfen vor allem aus den Regionen Bordeaux und Burgund, es gibt aber auch Weine aus dem Elsass, dem Loire-Tal und dem Rhône-Tal. Insgesamt will Präsident François Hollande 250'000 Euro einnehmen.
Die älteste Flasche ist ein Château Latour aus dem Jahr 1936. Die Versteigerung beginnt am Donnerstag um 19.30 Uhr und wird am Freitag ab 14.00 Uhr fortgesetzt.
Britisches Vorbild
Staatliche Weinauktionen liegen im Trend. Im März hatte Grossbritannien 50 Flaschen aus dem Regierungskeller versteigern lassen. Die Einnahmen beliefen sich auf 75'000 Pfund.