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DIE UNGARISCHE AUTORIN ZSOFIA BAN ERHÄLT DEN SPYCHER: LITERATURPREIS LEUK 2021
20.07.2021 Der Spycher: Literaturpreis Leuk geht dieses Jahr an die Ungarin Zsófia Bán (Bild). Ihre Texte seien "grundiert mit einem empathischen Blick auf Aussenseiter, die wir aus der jüdischen Literatur Mitteleuropas kennen", so die Jury. Zsófia Bán (* 23. September 1957 in Rio de Janeiro) ist Schriftstellerin, Essayistin, Literatur- und Kunstkritikerin sowie ausserordentliche Professorin der Amerikanistik an der Loránd-Eötvös-Universität .*
Foto: Dirk Skiba, 2017 - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zs%C3%B3fia_B%C3%A1n.jpg
Zsófia Bán wuchs als Kind jüdischer Eltern in Brasilien auf. 1969 kehrte die Familie nach Ungarn zurück. Zsófia Bán studierte von 1976 bis 1981 Anglistik und Romanistik in Budapest, Lissabon, Minneapolis und New Brunswick. Sie arbeitete in Filmstudios, als Ausstellungskuratorin und war als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ungarischen Akademie der Wissenschaften am John-F.-Kennedy-Institut in Berlin und an der Harvard-Universität tätig. Im Jahr 2014 war sie Stadtschreiberin in der Stadt Zug. Von August 2015 bis Juli 2016 nahm Bán am Berliner Künstlerprogramm des DAAD teil.
Zsófia Bán lebt und arbeitet in Budapest, wo sie als ausserordentliche Professorin der Amerikanistik an der Loránd-Eötvös-Universität lehrt.
Zsófia Báns Schreiben thematisiert Visualität, visuelle Künste, Fotografie, Gedächtniskultur, historisches Trauma sowie Gender. Sie hat eine Vielzahl von Essays über Literatur und Visualität geschrieben, beispielsweise über W.G. Sebald, Susan Sontag, Imre Kertész und Péter Nádas. Ihre Kurzgeschichten und Essays erfuhren grosse Beachtung und wurden in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Tschechisch, Slowakisch und Slowenisch.
Der Spycher: Literaturpreis Leuk
Seit 2001 vergibt die Stiftung Schloss Leuk in Leuk-Stadt alljährlich den Spycher: Literaturpreis Leuk. Er gewährt seinen PreisträgerInnen während drei bis fünf Jahren ein Aufenthaltsrecht von jährlich zwei Monaten im mittelalterlichen Schweizer Städtchen Leuk-Stadt im deutschsprachigen Wallis. Die Stiftung stellt den PreisträgerInnen eine Wohnung zur Verfügung, übernimmt die Reisekosten und zahlt ein monatliches Stipendium von 1'600 Schweizer Franken.
Der Spycher: Literaturpreis Leuk verpflichtet SchriftstellerInnen und einen Ort für eine längere Zeit aufeinander. Wer für drei bis fünf Jahre immer wieder nach Leuk-Stadt kommen will, ist bereit, diesen Ort zu einem Teil seines Lebens zu machen. So hat sich bereits eine Gruppe von Literaturschaffenden gebildet, die nicht nur für eine kurze Weile Gastrecht, sondern sozusagen "virtuelles Heimrecht" in Leuk-Stadt geniesst.https://spycher-literaturpreis.ch/spycher/
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