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| Makarius, ps./ Symeon von Mesopotamien (4. Jhd.) - Fünfzig geistliche Homilien

15. Homilie.
46.
Wenn in dieser sichtbaren Welt ein [königlicher] Vater Vermögen besitzt, Diademe und kostbare Edelsteine hat, so verbirgt er diese [Schätze] in geheimen Gemächern und bewahrt sie für seinen geliebten Sohn [seinen Thronfolger] auf. Ihm gibt er sie dann. So vertraut auch Gott sein eigenes Besitztum und seine eigenen Kostbarkeiten der Seele an. Gibt es in dieser Welt einen Krieg und zieht ein König mit seinen [S. 148] Heerscharen zum Kampfe aus und ist seine Streitmacht geringer oder schwächer, so sendet er sogleich eine Gesandtschaft ab, um um Friedensunterhandlungen zu bitten1. Steht aber ein sehr mächtiges Volk einem gleichen und der König einem König gegenüber, z. B. der König der Perser dem Kaiser der Römer, so müssen notwendig die beiden Könige mit ihrer gesamten Heeresmacht anrücken. Nun sieh, welches deine Würde ist! Gott selbst ist mit seinen Heerscharen, nämlich den Engeln und Geistern, zum Kampfe gegen den Feind aufgebrochen, um dich vom Tode zu erretten. Deinetwegen also ist Gott gekommen.
1: Vgl. Luk. 14, 32.