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Die Gattung der Hornissen beinhalten bei uns (Schweiz) nur 1 Art.
Größtes heimisches und Staatenbildendes Insekt
Lebensräume wie Parklandschaften, Streuobstwiesen, Mischwälder und morsche Baumbestände mit Hohlräumen. Die Hornissen nisten selten in unterirdischen Orten. Wird vielmals in Siedlungen bei Menschen angetroffen. Kästen, Gartenschuppen, Wandverkleidungen und vor allem in Vogelnistkasten werden sie angetroffen.
Nest suchende Hornissen Königinnen fliegen ab ca ende April, je nach Wetterbedingungen auch etwas später.
Die Farbe des Nestes ist bräunlich und besteht aus Holzfasern. Meistens von verschiedenen Bäumen wie der "Kriesi-Baum" und andere Arten, kann aber auch aus morschen Holzfasern bestehen. Die Nesthülle besteht meist aus dunklen und hellen Streifen gemustert und in der Regel mit verschiedenen Lufttaschen ausgestattet. Die Grösse der Hornissen Nester kann bei einem freihängenden Nest bis zu 60cm betragen mit einer Durchmessergrösse von ca 30cm. 5 - 8 Etagen, bei grossen Nestern auch bis zu 15 Etagen, werden angefertigt.
Der Einflug der Hornissen befindet sich in der Regel unten. von dort werden unter anderem auch die Ausscheidungen ausgeführt welche bei grossen Hornissen Staaten zu Geruchs- und Feuchtigkeitsproblemen führen kann.
Grosse Nester erreichen maximal eine Volksstärke von etwa 900 Arbeiterinnen. In der Regel liegt der Durchschnitt bei 500 - 700 Tieren.
Hornissen Arbeiterinnen ernähren sich hauptsächlich von der in Natur vorkommenden kohlehydrathaltigen Baumpflanzen, Obstsäften, Nektar von Blüten und dem Honigtau von Blattläusen. Die starken Kieferzangen benutzen Hornissen gerne um an Flieder oder Weiden und Obstgehölze die Rinde anzuknabbern, um den austretenden Saft, als Energiespender aufzulecken. Dieses typische Verhalten der Hornissen nennt man „Ringeln“.
Eiweiß wird zur Aufzucht der Larven benötigt. Insekten wie Fliegen, Stechmücken, Garten- und Forstschädlinge, Raupen, kleinere Wespenarten und viele andere Insektenarten werden erbeutet und machen deshalb Hornissen so nützlich. Etwa 500 Gramm Insekten täglich, erbeutet ein Hornissenvolk im Sommer, die als Nahrung für die Larven ins Nest getragen werden.
Hornissen gehören zur überaus friedfertigen Wespenart. Selbst wenn man sich in Nestnähe aufhaltet und ruhig bleibt, kann man sehr interessante Beobachtungen machen. Außerhalb des Nestbereichs sind Hornissen in keiner Weise angriffslustig. Hornissen die auf Nahrungssuche sind werden keine Menschen anfliegen oder sich an deren Speisen verkosten.
Kommt es zu einem Hornissen Stich, kann sich dieser aufgrund des längeren Stachel etwas schmerzhafter anfühlen, jedoch ist er nicht giftiger als jener einer Honigbiene. Eine Honigbiene hat eine ca 10x höhere Giftdosis als jene einer Hornisse. Allergiker sollten jedoch immer ihre Medikamente bei sich tragen,
Der Mensch verdrängt den natürlichen Lebensraum der Hornissen. So muss diese auf andere Nistmöglichkeiten ausweichen, wie zum Beispiel den Nistkasten der Vögel.
Im Verlauf der Hornissennestentwicklung kann der Vogelnistkasten allerdings zu klein werden oder bietet wenig Raum für eine volle Entwicklung des Hornissenstaates. Sobald ein Hornissenvolk auf etwa 30-60 Tiere angewachsen ist und aus drei bis vier Wabenetagen besteht, sind die Grenzen für ein weiteres Wachstum im Vogelnistkasten bereits erreicht.
Für das Hornissenvolk besteht nur die Möglichkeit, aussen am Nistkasten weiterzubauen oder einen neuen und geräumigeren Standort zu suchen. Auf Erkundungsflügen in der näheren Umgebung (Suchhornissen) werden neue Nistplätze gesucht. Nach erfolgreicher Nistplatzsuche werden am neuen und geräumigeren Nistplatz neue Waben gebaut.
Dieser Vorgang wird "Filialbildung" genannt. Zwischen dem neuen und dem alten Nest entsteht nun ein regelrechter Pendelverkehr. Die Brut im Stammnest schlüpft nach und nach aus und die fertig entwickelten Hornissen fliegen von hier zum neuen Standort ab. Dabei stirbt das "Stammnest" aus.
Eine Hornissen – Filiale entsteht innerhalb weniger Tage. Zu Beginn kann man unverhältnismässig viele Hornissen Arbeiterinnen beobachten. Die Königin Abwesenheit ist zudem ein weiterer Faktor einer Filialbildung. Diese bezieht in frühem Stadium das kleine Filialnest. Das Stammnest befindet sich nicht weit vom eigentlichen Hauptnest entfernt.
Lesen Sie hierzu den Artikel "Rechtliche Grundlagen in der Schweiz"
25 – 35mm gross
männliche Hornisse kann nicht stechen, sie besitzen keinen Stachel
21 – 28mm gross
18 – 25mm gross