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Gemäss deutschen Regierungskreisen in Berlin ist die Veröffentlichung von drei verschiedenen Listen mit unkooperativen Steueroasen geplant.
Deutschland will sich beim G-20-Gipfel in London für die Veröffentlichung von Schwarzen Listen einsetzen, meldet das Liechtensteiner Vaterland. Offenbar geht Liechtenstein davon aus, dass es auf einer Schwarzen Liste vertreten ist. Erstellt werden die drei Listen von den zuständigen internationalen Institutionen.
Für die Geldwäsche und die Finanzierung des Terrorismus ist das die bei der OECD angesiedelte FATF (Financial Action Task Force on Money Laundering). Für die Steuerflucht ist die OECD selbst zuständig und für Aufsichtsfragen das Forum für Finanzstabilität (FSF).
Die FATF, OECD und FSF sollen neben den Listen weitere Sanktionsinstrumente entwickeln, mit denen man gegen die unkooperativen Länder vorgehen kann, zitiert die Zeitung deutsche Regierungskreise. Dazu könnten besondere Auflagen für Banken zählen, die in diesen Gebieten Geschäfte betreiben. «Sie können im Extremfall so weit gehen, dass sie den Zahlungsverkehr mit diesen Gebieten deutlich erschweren.»