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Infos zu Tibet
Diese Reisehinweise
Diese Hinweise sind als Minireiseführer zu verstehen und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir haben aber einige Punkte angesprochen, welche für Tibetreisende spannend sein könnten oder welche gut zu wissen sind.
Allgemeine Infos zu Tibet
Früher erstreckte sich «Grosstibet» über die Regionen von Zentral- und Westtibet, Amdo im Nordosten und Kham im Osten. Alle Regionen gehören heute zu China. Zentral- und Westtibet bilden die Autonome Region Tibet (TAR – Tibet Automonous Region), Amdo und Kham sind auf verschiedene chinesischen Provinzen aufgeteilt.
Zur Gesamtzahl der Einwohner (tibetisch- und chinesischstämmig) in den verschiedenen Regionen gibt es keine verlässlichen Zahlen. Man geht davon aus, dass es heute ungefähr 6 Millionen Tibeter in China gibt. Unten ist die ungefähre Verteilung auf die verschiedenen Regionen.
Allgemeine Infos zur Autonomen Region Tibet (TAR)
Fläche: 1’228’000 km2
Tibetische Bevölkerung: 2.4 Millionen
40 % der tibetischen Bevölkerung in China
Allgemeine Infos zu Amdo
Fläche: 645’000 km2
Tibetische Bevölkerung: 1.5 Millionen
25 % der tibetischen Bevölkerung in China
Aufgeteilt auf die chinesischen Provinzen: Gansu, Qinghai und Sichuan
Allgemeine Infos zu Kham
Fläche: 600’000 km2 (der Teil von Kham, welcher ausserhalb der Autonomen Region Tibet liegt)
Tibetische Bevölkerung: 2.1 Millionen
35 % der tibetischen Bevölkerung in China
Aufgeteilt auf die chinesischen Provinzen: Qinghai, Sichuan, Yunnan und ein Drittel von Kham gehört heute
zur Autonomen Region Tibet (TAR)
Allgemeine Infos zu China
Fläche: 9’571’000 km2
Bevölkerung: 1.37 Milliarden
BIP pro Kopf: 8’120 US$
Rangierung im UN Human Development Index: 90 (von Total 187 Ländern)
Währung: Renminbi (RMB), aufgeteilt in Yuan und Jiao
Sprache: Chinesisch (Mandarin) und weitere Sprachen und Dialekte
Analphabeten: 3.5 %
Religion
Die Religion ist allgegenwärtig in Tibet. Die Mehrheit der tibetischen Bevölkerung sind Buddhisten, kleine Minderheiten sind Muslime oder folgen der alten animistischen Bön-Religion.
Kulturschock Tibet
Oliver Fülling, Autor vom Reiseführer Tibet vom Verlag Stefan Loose, umschreibt Tibet so:
Tibet existiert in der Vorstellung vieler Reisender in Form eines mystischen Shangri-La, eines spirituellen Zufluchtsorts in einer korrupten und materialistischen Welt. Für sie repräsentiert Tibet alles, wonach sich die Menschheit heute sehnt, weil sie es entweder verloren oder noch nicht erreicht hat oder weil es in Gefahr ist, aus dem menschlichen Umfeld zu verschwinden. Auch für Menschen ohne religiöse Bindung symbolisiert Tibet oft die noble Tradition, sich in einem zunehmend standardisierten, ideologisch ausgerichteten und materialistischen Zeitalter auf sich selbst und das Leben nach dem Tod zu konzentrieren. Für andere wiederum ist die Autonome Region Tibet ein Ort der Unterdrückung, in dem der Buddhismus ausgetrocknet und die Kultur zwischen den Mahlzähnen chinesischer Repression zermalmt wird. Viele Reisende empfinden daher die Begegnung mit dem realen Tibet als Kulturschock, weil sie nicht auf das «wahre» Tibet treffen, das sie aus der einschlägigen Literatur kennen. Oder weil Tibet doch ganz anders ist, als es die heimischen Medien vermitteln. Tatsächlich ist Tibet beides, geheimnisvoll und geschunden. Wer mit einer vorgefassten Meinung kommt, wird sie, wenn er nur will, bestätigt finden. Denn in Tibet gibt es eine Menge Unterdrückung, aber trotzdem ist religiöses und kulturelles Leben überall präsent, nicht nur für Touristen. Doch Vorsicht, Tibet ist kein Supermarkt der Spiritualität. Das Schneeland lässt sich nicht konsumieren, aber jeder, der mit offenen Augen und offenem Herzen durch das Land reist, wird sein ganz persönliches Tibet-Erlebnis mit nach Hause nehmen.
Hierarchien
In Tibet und China spielen Hierarchien eine wichtige Rolle. Besonders gegenüber Beamten und «Officials» ist Respekt und Geduld angebracht. Auch religiösen Würdenträgern sollten wir mit Respekt begegnen. Wenn Menschen gleichen Ranges unter sich sind, geht es hingegen sehr locker zu und her.
Als Gast in Tibet
Wir zeigen unseren Respekt vor den Sitten, Gebräuchen und Wertvorstellungen der Bewohner von Tibet, indem wir uns «richtig» benehmen und anziehen. In der Öffentlichkeit sollten keine Zärtlichkeiten ausgetauscht werden. Bei religiösen Stätten und und im Umgang mit religiösen Gegenständen gilt es, Respekt zu wahren.
Die Bewohner des Himalayas sind äusserst höflich und es ist einfach, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Es gilt als beschämend, die Kontrolle zu verlieren, wütend zu werden oder andere starke Emotionen zu zeigen. Respekt erfährt, wer höflich ist. Deshalb wird es auch selten zu kontroversen Gesprächen kommen. Es ist unangenehm für die Bewohner des Himalayas, «nein» sagen zu müssen.
Ein kleiner Sprachführer kann uns Türen öffnen! Auch wenige Brocken der Landessprache werden von den Einheimischen sehr geschätzt. Fotos aus der Schweiz oder der eigenen Familie überwinden schnell die Sprachbarriere. Die Tibeter sind sehr offen und gastfreundlich. Vielleicht haben wir Glück und werden in eine Familie eingeladen, hier kann ein kleines Gastgeschenk wie Schweizer Schokolade, ein Sackmesser, Postkarten aus der Schweiz oder ähnliches viel Freude bereiten.
Die Bewohner des Himalayas sind sehr tolerant. Wer also einmal ins Fettnäpfchen tritt, muss nicht befürchten, gleich den Göttern geopfert zu werden.
Einladungen
Es ist üblich und höflich, das Angebot für Getränke, Essen und Nachschöpfen mindestens einmal zu verneinen. Nach dem ersten formellen Ablehnen darf das Angebot angenommen werden. Umgekehrt ist es wichtig, zu insistieren, wenn man etwas anbietet und das Gegenüber erst einmal ablehnt. In der Regel wird Buttertee mehrmals nachgeschenkt. Wer wirklich satt ist, deckt die Tasse oder den Teller mit der Hand ab, wenn erneut nachgeschöpft wird.
Bei privaten Einladungen ist es üblich, ein Gespräch vor dem Essen zu führen. Die Mahlzeit wird oftmals schweigend eingenommen. Es ist üblich, dass in Tibet die Gastgeber nicht zusammen mit den Gästen essen. Eine Einladung ist eher ein «Bewirten» als eine gemütliches Zusammensitzen und zusammen essen.
Mimik und Gestik
Es gilt als sehr unhöflich, mit nur einem Finger auf jemanden zu zeigen. Dies wird hier als Drohgeste interpretiert. Besser ist es, mit der Handfläche nach oben auf eine Person oder auf religiöse Objekte zu zeigen. Gegenstände sollten mit der rechten Hand gegeben und entgegengenommen werden, die linke gilt als unrein.
Der Kopf gilt als heiliger Körperteil, die Füsse hingegen als sehr unrein. Daher berührt man eine andere Person nicht am Kopf und es schickt sich nicht, mit den Füssen auf eine Person oder einen heiligen Gegenstand zu zeigen.
Es ist nicht üblich, die Hände zu schütteln, bürgert sich aber in den grösseren Orten langsam ein. Wenn möglich, dem Gegenüber überlassen, wie gross Abstand und Nähe sind. Speziell als Frau ist es geschickt, etwas zurückhaltend zu sein.
Klosterbesuch
Als Besucher sind wir grundsätzlich in Tempelanlagen und Klöstern willkommen. Beim Betreten der Räume müssen eventuell die Schuhe ausgezogen werden. Unbedingt Hosen oder Röcke tragen, welche die Knie bedecken und T-Shirts, Hemden oder Blusen, welche die Schultern bedecken. Wenn kein Eintritt verlangt wird, dann ist eine kleine finanzielle Spende angebracht.
Das Fotografieren in den Räumen der Tempel und Klöster ist teilweise erlaubt und teilweise nicht. Ein Nein soll respektiert werden. Vielfach wird eine Gebühr fürs Fotografieren oder Filmen verlangt. Dies kann ein kleiner Betrag sein, aber auch einen stattlichen Preis von umgerechnet CHF 10, 20 oder mehr kosten.
Buddhistische Bauwerke wie Klöster, Chörten und Mani-Mauern sind immer im Uhrzeigersinn (das Monument zur rechten Seite) zu umgehen.
Kleidung
Die Kleidung sollte dem Klima angepasst sein, aber Knie und Schultern sollten bedeckt sein. Das gilt für Männer und Frauen. Frauen sollten darauf achten, nicht zu viel Haut zu zeigen. Die Sonneneinstrahlung im Himalaya kann sehr intensiv sein. So macht es Sinn, lange Hosen und evtl. auch langärmlige Shirts oder Hemden zu tragen.
Handeln und Feilschen
Handeln und Feilschen liegt den Tibetern im Blut. Viele Preise sind heutzutage zwar fix festgelegt, aber gerade in Touristenläden kann oftmals gehandelt werden. Bei Einheimischen können wir uns über das lokale Preisniveau erkundigen. Aufpassen bei Versprechungen wie 100 % Pure Pashmina, das muss nicht stimmen.
In Restaurants und Lebensmittelläden muss nicht gefeilscht werden, dort gelten die angeschriebenen Preise.
Tabak und Alkohol
Alkohol zu trinken ist in Tibet verbreitet. Die Dorfbewohner brennen einen Teil ihrer Getreideernte zu Schnaps und lokalem Bier, welches sowohl von Männern wie auch von Frauen getrunken wird. In einigen Bars, Restaurants und Hotels gibt es alkoholische Getränke. Während der Akklimatisation an die Höhe empfehlen wir, auf alkoholische Getränke möglichst zu verzichten.
Tabak ist verbreitet. Es rauchen mehrheitlich Männer, unter Frauen ist dies nicht allzu weit verbreitet.
Essen und Trinken
Tibet ist nicht gerade mit kulinarischen Höhepunkten gesegnet, aber in grösseren Städten und in den Touristenorten gibt es eine gewisse Auswahl an Restaurants, die tibetische, chinesische, muslimische und selten auch europäische Gerichte servieren. Einfache Restaurants sind günstig, in besseren bezahlt man CHF 10 oder mehr für ein Essen.
In Tibet findet man tibetische Speisen wie Momos (Teigtaschen), Thukpa (Suppe) und ähnliches. Weiter verbreitet ist in den Restaurant die chinesischen Küche aus Sichuan mit ihren vielen, teils scharfen Gewürzen. Auch die muslimische Küche findet man in den grösseren Orten mit Spezialitäten wie Kebabs, Pilaws und vielem mehr. Viele Speisen werden mit Fleisch zubereitet, die Auswahl an vegetarischen Speisen ist eher klein.
Westliches Frühstück wird nur an wenigen Orten serviert und besteht oftmals aus pappigem Toast mit übersüsser Konfitüre. Das Frühstück der Einheimischen besteht oftmals aus Suppe, Reis oder ähnlichem.
Alkoholfreie Getränke sind preiswert. Tee ist das Nationalgetränk in China und der salzige Buttertee ist dies in Tibet. Mineralwasser wird an den meisten Orten angeboten. Chinesische Softdrinks wie auch Cola, Sprite etc. sind verbreitet und werden an vielen Orten angeboten.
Im Gegensatz zum Tee findet man Kaffee nur an wenigen Orten – in der Regel handelt es sich «nur» um Nescafé.
Im Sommer werden in Tibet eine gewisse Auswahl an Früchten verkauft. Halten Sie sich aber mit Früchten und Gemüse an die Regel: Cook it, peel it or leave it.
Im Gegensatz zu Tibet finden wir im chinesischen Flachland eine sehr grosse Auswahl an verschiedensten Speisen und Gerichten. Ein Erlebnis sind die Teezeremonien in den vielfach gemütlichen Teehäusern.
Zelt-Trekking
Bei Zelt-Trekkings wird die gesamte Infrastruktur wie Schlaf-, Ess-, Koch- und Toilettenzelte sowie die gesamte Küchenausrüstung mitgetragen. Je nach Region werden auch alle Lebensmittel mitgeführt, da unterwegs teilweise nicht mehr viel zu kaufen ist.
Bei Zelt-Trekkings findet ein Grossteil des Lebens draussen statt. Bei guten Wetterverhältnissen gibt es nicht viel Schöneres als ein gemütliches Frühstück draussen an der Morgensonne oder den Anblick des unendlichen Sternenhimmels in klaren Nächten. Falls aber die Witterung kalt wird oder Niederschläge bringt, dann braucht ein Zelt-Trekking ein gutes Durchhaltevermögen und eine robuste Gesundheit. Wir können uns zwar in unsere Schlafzelte verziehen oder im Esszelt Schutz suchen, aber diese können nicht beheizt werden. In grossen Höhen oder bei kalter Witterung kann es darum kalt werden, es kann im Himalaya auch zu jeder Jahreszeit zu Schneefällen kommen.
Beschrieb eines typischen Trekkingtages: Morgens werden die Reiseteilnehmer mit einem warmen Tee oder Kaffee geweckt und alle bekommen eine Schüssel warmes Wasser für die Morgentoilette. Nach dem Räumen des Zeltes gibt es ein reichhaltiges Frühstück. In der Regel gibt es Toast, Fladenbrot oder «Tibetan Bread», Müesli oder Corn Flakes, Porridge, manchmal Eiergerichte in verschiedenen Variationen. Dazu gibt es Tee, vor allem Schwarz-, Grün- oder Gewürztee, evtl. einige Kräuter- oder Früchteteebeutel von zu Hause mitbringen. Es hat auch Kaffee (Nescafe) und Milch (in der Regel aus Milchpulver) oder heisse Schokolade.
Nach dem Frühstück laufen wir los. Ein Teil der Mannschaft wird das Lager fertig zusammenräumen und das Gepäck transportfertig machen. Während des Trekkings tragen wir nur unseren Tagesrucksack mit der Wasserflasche, Zusatzkleidern, Snacks, evtl. Lunch, Fotokamera und weiteren persönlichen Gegenständen. Das Hauptgepäck wird von Tragtieren oder Trägern transportiert, die wir aber oft erst am Abend wieder sehen. Gut überlegen, welche Dinge wir für die Tagesetappe benötigen und den Tagesrucksack dementsprechend packen. Unsere Reiseleitung kann uns über die bevorstehende Etappe Auskunft geben. Es macht Sinn, in der Höhe langsam und unser eigenes Tempo zu gehen. Man soll sich nicht zu einem zu hohen Tempo verleiten lassen, falls andere Gruppenmitglieder schneller unterwegs sind. Der Anspruch besteht nicht, dass die Gruppe möglichst kompakt läuft, sondern dass jeder in seinem passenden Tempo geht. Unterwegs wird dann bei Stopps und Pausen wieder aufeinander gewartet.
Das Mittagessen wird teilweise als kalter Lunch mitgenommen oder am Morgen bereits vorgekocht und in Thermosbehältern mitgeführt. Dies je nach Etappe und Witterung. Vielfach wird zum Essen eine Suppe serviert. Für die Reiseteilnehmer empfiehlt es sich, für die kleinen Pausen unterwegs selber zusätzlich einige Riegel, Trockenfrüchte, Traubenzucker etc. einzupacken. Für unterwegs haben wir einen Wasserfilter von Katadyn mit dabei und können so unsere Flaschen wieder auffüllen, falls wir an einem Bach oder einer Wasserstelle vorbeikommen und müssen so nicht Unmengen an Wasser mitschleppen.
Je nach Etappenlänge und Marschtempo steht unser Zeltlager bereits, wenn wir ankommen. Je nach Etappe kommt die Mannschaft aber vielleicht auch erst nach uns an und das Lager wird dann aufgestellt. Wir dürfen gerne Hand anlegen beim Aufstellen der Zelte, aber dies ist absolut keine Verpflichtung. Es sind immer genügend einheimische Helfer mit dabei, unsere Reiseteilnehmer sind nicht zum Helfen im Lager eingerechnet. Gerade während den ersten Tagen in grösseren Höhen kann es Sinn machen, sich zu schonen und solche Anstrengungen zu vermeiden. Je nach Zeltplatz hat es einen Bach, Fluss, Quelle oder Brunnen in der Nähe. So haben wir die Gelegenheit, uns und auch unsere Kleider zu waschen. Bitte biologisch abbaubare Waschmittel verwenden. Je nach Ankunftszeit gibt es ein «Zvieri» und wir haben anschliessend Zeit für uns, um ein Buch zu lesen, die Umgebung oder ein Dorf in der Nähe zu erkunden oder dem «Dolce far niente» zu frönen.
Am Abend gibt es eine warme Mahlzeit, welche in der Regel aus mehreren Gerichten besteht. Viele Köche können neben den traditionellen tibetischen Gerichten auch chinesische, muslimische und westliche Gerichte zubereiten. Wir legen hier Wert auf Abwechslung. Vielfach füllen wir am Abend bereits unsere Trinkflaschen auf. Es hat sich in der Vergangenheit sehr bewährt, Wasserbeutel (Platypus) oder -flaschen mitzunehmen, welche heiss abgefüllt werden können (und wirklich dicht sind!). So können wir diese gleich als Bettflasche im Schlafsack gebrauchen und am nächsten Morgen hat das Wasser eine gute Trinktemperatur.
Lodge-Trekking
Lodge-Trekking wie in Nepal gibt es in Tibet nur auf sehr wenigen Routen wie zum Beispiel rund um den Kailash. Hier wird in sehr, sehr einfachen (auch von der hygienischen Seite her) Gasthäusern übernachtet. Diese sind eher auf einheimische Pilger ausgerichtet, übernachtet wird teils in Massenlagern und man darf keine Ansprüche an Komfort, Privatsphäre und Sauberkeit stellen. Die Trekking-Gruppenreisen von Himalaya Tours in Tibet sind alle mit Zeltüber-nachtungen, ausgenommen die Reise «Klassische Route zum Kailash». Der Gebrauch von Gasthäusern am Kailash wirkt sich positiv auf die Kosten aus und diese Reise kann darum günstiger angeboten werden als «normale» Kailash-Reisen.
Umwelt
Uns von Himalaya Tours liegt die Umwelt am Herzen. Wir wollen die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Der anfallende Abfall auf den Trekkings wird mitgetragen und die Gewässer werden nicht unnötig belastet. Auch als Reisender sollte man seine Verantwortung für die Umwelt wahrnehmen, aktiv mitdenken und die Reise- und Trekkingrouten sauber halten.
Unsere Reisen führen oft in Regionen, die nicht über die bei uns zur Verfügung stehende Infrastruktur verfügen. Daher sehen wir uns hier besonders in der Verantwortung. Die Bergwelt des Himalaya ist einmalig und so soll es auch bleiben.
An-/Rückreise
Die Reiseteilnehmer fliegen mit der Gruppe oder individuell nach China und Tibet. Bei Reisen mit Schweizer Reiseleitung wird die Gruppe begleitet, aber eventuell ist der Reiseleiter auch schon in China oder Tibet und die Teilnehmer fliegen ohne Begleitung hin oder zurück. Viele unserer Reiseleiter verbringen gleich einige Monate im Himalaya und so macht es für diese wenig Sinn, x-Mal von der Schweiz in den Himalaya und zurück zu fliegen. Bei lokal begleiteten Reisen fliegen die Teilnehmer immer ohne Begleitung nach China und Tibet und zurück. Unser lokaler Partner empfängt uns am Zielflughafen am Ausgang mit einem Schild beschriftet mit Himalaya Tours.
Die Flugsituation für Flüge nach China und Tibet ist sehr «dynamisch». Eventuell werden Flugverbindungen kurzfristig geändert, vielleicht fliegen wir über eine andere Destination als im Reiseprogramm geplant (z.B. über Peking anstelle von Chengdu etc.). Solch nötige Änderungen werden durch uns vorgenommen und wir werden Sie dementsprechend informieren.
Details zur An- und Rückreise stehen im Reiseprogramm oder in einem separaten Flugprogramm.
Elektrizität/Adapter
Die Stromspannung beträgt 230-240 Volt. Die Steckdosen passen in etwa für unsere Stecker mit zwei runden Stiften. Es passt zwar nicht zu 100 %, funktioniert aber im Normalfall. Ein Adapter ist aber grundsätzlich zu empfehlen und muss unbedingt mitgeführt werden bei dreipoligen Steckern. Elektrizität ist in den meisten grösseren Ortschaften vorhanden – allerdings muss man mit Stromausfällen rechnen. Die Stromversorgung ist aber in der Regel zuverlässiger als in den meisten anderen Himalayaregionen. Bei Zelt-Trekkings hat man in der Regel keine Möglichkeit, die Akkus aufzuladen. Durch die Kälte können sich die Akkus schneller entladen als gewohnt, evtl. diese in kalten Nächten in den Schlafsack nehmen. Wir empfehlen unbedingt die Mitnahme von Reserveakkus oder evtl. eines Solarladegerätes.
Telefon und Internet
Telefongespräche vom Hotel sind oftmals möglich. Günstiger sind Gespräche via Skype oder ähnlich, welche in einigen Internetcafes möglich sind. Während dem Trekking haben wir oftmals keine Telefonmöglichkeit. Mit Schweizer Mobiltelefonen ist in vielen grösseren Orten (aber nicht in ganz Tibet!) ein Roaming möglich, aber in der Regel teuer. In einigen grösseren Ortschaften finden sich Internetcafes, wo man Mails abrufen kann. Etliche Restaurants und Hotels bieten Wlan an, gegen eine Gebühr oder vielfach sogar gratis. Das Internet funktioniert erstaunlich gut, oftmals auch in entlegenen Regionen. Einige Websites (Google, Facebook, Youtube und andere) werden in China blockiert.
Fotografieren / Video
Wir haben das Privileg zu fotografieren, aber nicht automatisch das Recht dazu! Es gehört sich, zu fotografierende Personen um Erlaubnis zu fragen und ein allfälliges Nein auch zu respektieren. Das Fotografieren von Flughäfen, Brücken und militärischen Einrichtungen ist grundsätzlich verboten. In Klöstern und Tempeln ist das Fotografieren teils erlaubt und teils nicht. Der lokale Führer kann hier Auskunft geben. Bei etlichen monumentalen Sehenswürdigkeiten wird eine Gebühr für das Fotografieren oder Filmen erhoben, dies vor allem für die Innenbereiche. Dies kann von weniger als CHF 1 bis CHF 10, 20 oder mehr betragen. Es macht Sinn, die Fotoausrüstung in einer wasser- und staubdichten Hülle zu verpacken. Das Aufladen der Akkus ist während dem Trekking oftmals nicht möglich.
Trinkgelder
Bei einer Reise mit Schweizer Reiseleitung, wird sich diese um die Trinkgeldverteilung kümmern.
Bei Reisen mit lokaler Reiseleitung geben wir eine Empfehlung für die Trinkgeldverteilung ab.
Kleine Geschenke
Süssigkeiten etc. sollten an Kinder eher nicht verteilt werden, besonders nicht wenn sie darum «betteln», um dies nicht noch zu fördern. In den vergangenen Jahren hat es sich aber bewährt, evtl. einige kleine Spiele oder Seifenblasen mitzunehmen und falls möglich, ein bisschen Zeit mit Spielen zu verbringen.
Die einheimische Begleitmannschaft oder lokale Bewohner am Weg freuen sich über kleine Geschenke als Dank für ihr Engagement oder eine Einladung, z.B. Regenjacken, Fleece und andere Trekkingkleider, Taschenmesser, Sonnenbrillen, Stirnlampen, Thermosflaschen etc. Sehr beliebt sind Wander- oder Trekkingschuhe (gebraucht aber gut erhalten). Aber auch Postkarten aus der Schweiz, Fotos der eigenen Familie etc. sind gute Mitbringsel (im Fall einer Einladung o.ä.).
Bei Schulbesuchen und ähnlichem kann es eine gute Idee sein, wenn die Gruppe vor Ort einige Dutzend Schreibstifte, einige Kilo Früchte o.ä. kauft, um dies als Geschenk mitzubringen. Bei vor Ort gekauften Geschenken profitiert auch die lokale Wirtschaft davon. Dies mit dem lokalen Führer besprechen, er kann beim Organisieren behilflich sein.