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Risperidon und Domperidon beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Beide Arzneistoffe wirken als Antagonisten an Dopamin-Rezeptoren. Es kann zu vestärkten zentralnervösen Effekten kommen.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Gemäss der europäischen Arzneimittelbehörde EMA bestand unter Domperidon insbesondere bei Patienten im Alter ab 60 Jahren, oralen Dosen von mehr als 30mg [Marzi M, 2015] und unter Komedikation mit QT-verlängernden Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für kardiale UAWs incl. QT-Verlängerung.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie. Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium) sollten überwacht werden. Zudem sorgfältiges Monitoring bezüglich unerwünschten ZNS-Effekten. Es sollten möglichst niedrige Dosierungen (unter 30mg Domperidon pro Tag) eingesetzt werden. Kommt es unter der Therapie zu z.B. Schwindel, Palpitationen, Synkopen oder Krampfanfällen sollte Domperidon abgesetzt werden.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018