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Sie war die Klatschreporterin par excellence, die Königin der amerikanischen Boulevardpresse: Hedda Hopper (1890-1966). In Hollywood ungeschminkt berichtet sie aus dem Hollywood vergangener Jahrzehnte.
Der steinreiche Presse-Magnat William Randolph Hearst konnte die Schauspielerin Marion Davies nicht heiraten, weil seine angetraute Ehefrau Milicent ihm hartnäckig die Scheidung verweigerte. Dafür überschüttete Hearst seine Marion mit Geschenken und wollte sie unbedingt zum Star machen. Was sie wollte, war eine ganz andere Frage… Die Eltern von Kinderstars wie Jackie Coogan oder Judy Garland werden von Hedda mit ätzendem Spott bedacht. Auch der tyrannische Film-Alleinherrscher Louis B. Mayer kommt bei ihr gar nicht gut weg (das muss ein grässlicher Mensch gewesen sein; wehe, wenn ein Filmstar von MGM ohne Mayers Erlaubnis heiratete!). Elizabeth Taylor und ihre diversen Ehemänner gehörten ebenso zum Bekanntenkreis der Journalistin wie Marilyn Monroe. Hedda weiss zu erzählen, dass Samuel Goldwyn und Shirley MacLaine eines Abends gemütlich zusammen etwas trinken gingen – und leider zu spät feststellten, dass keiner von ihnen Geld bei sich hatte. Oder dass sie, wenn sie neue Ideen brauchte und ihr nichts einfiel, nur das Fenster öffnete und zuhörte, wie sich im Haus nebenan Errol Flynn mit seiner Frau zankte. Joan Crawford lebte zwar auf grossem Fuss, putzte jedoch eigenhändig den Fussboden im Badezimmer. Als Hedda Elvis Presley kennen lernte, war sie von ihm sehr positiv überrascht. Clark Gable war einer ihrer besten Freunde, mit Orson Welles hingegen kam sie nicht gut aus.
Hedda Hopper ermöglicht es dem Leser, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen – einen sehr aufschlussreichen Blick!