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2001 riefen Kleinbauern und -bäuerinnen die Kooperative Nam Om ins Leben, um sich diesem Trend gemeinschaftlich entgegenzustellen und durch die Einhaltung der Fairtrade-Standards die Einkünfte der Mitglieder wieder langfristig zu erhöhen. Ebenso förderte die Kooperative von Anfang an die Abkehr vom konventionellen Reisanbau, der nur mithilfe teurer Düngemittel möglich ist und zudem langfristig zur Auslaugung der Erde beiträgt. Die Kooperative bietet ihren Mitgliedern außerdem Schulungen und technische Beratung und stärkt die gemeinschaftliche Entwicklung sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern erhalten finanzielle Unterstützung bei medizinischen Notfällen und Krankenhausaufenthalten sowie Zuschüsse bei Begräbnissen.
Die Kleinbauernfamilien der Nam Om Gruppe leben verteilt auf 12 Dorfgemeinschaften der Bezirke Nam Om und Puehe in der Provinz Yasothon. Die Aussaat erfolgt in den Monaten August und September, die Ernte im Dezember und Jänner. Während die Familien die wertvollen Reissorten (z.B. Hom Mali) für den Verkauf am lokalen und nationalen Markt produzieren, werden für den Eigenbedarf vor allem Klebereissorten, roter und brauner Reis angebaut. Das Land (im Durchschnitt 3 ha pro Familie) wird im Familienverband bebaut. Neben Reis gedeiht auf den kleinen Parzellen auch Gemüse. In kleinen Teichen wird Fisch für den Eigenbedarf gezüchtet und dient als wichtige Proteinquelle.
Daneben legt die Fairtrade-Prämie den Grundstein für weitere Investitionen. So wurde der Bau einer Lagerhalle verwirklicht. Die Halle garantiert eine längere und hygienischere Lagerung, sodass die Ausfälle durch Verderb stark verringert werden können. Währenddessen trägt eine Reismühle, die von einem Mitglied der Kooperative eingebracht wurde, zu einer effektiveren Wertschöpfung bei. In der Reismühle kann der Reis nach der Ernte geschält werden. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze für 12 Personen.
Ein Teil der Prämien wird in einen Sozialfonds investiert, der sich für die Schulbildung der Kinder in den beteiligten Dörfern einsetzt. Den Mitgliedern der Kooperative werden zudem vergünstigte Kredite angeboten, mit deren Hilfe andere wirtschaftliche Zweige wie die Fischzucht und die Herstellung von Süßwaren oder Kunsthandwerk gefördert werden. Vor allem für Frauen soll so der Weg zu einem zusätzlichen Einkommen eröffnet werden. So trägt der Faire Handel maßgeblich dazu bei, die Abwanderung in die Städte zu stoppen und den Menschen langfristig wieder eine Perspektive zu geben.
Informationen zur Verfügung stellt von:
Max Havelaar Schweiz
EZA Fairer Handel GmbH