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Anders als in seinen Jugendjahren ist Roger Federer, 31, inzwischen auf dem Court die Ruhe in Person. Niederlagen oder Gegner bringen ihn nicht mehr aus dem Konzept. In der Regel. 2006 verlor das Schweizer Tennis-Ass am Davis Cup in Genf aber nochmal kurz die Fassung. Auslöser war Novak Djokovic.
Der damals 19-Jährige nervte ihn beim Spiel Schweiz gegen Serbien mit seinen Behandlungspausen dermassen, dass sich Federer öffentlich über ihn echauffierte: «Ich glaube nicht, dass er verletzt ist. Ich meine es ernst. Er ist ein Witz, wenn es um seine Verletzungen geht.»
Djokovics Vater wiederum scheint sich noch heute, sieben Jahre danach, über diese Aussage aufzuregen. «Federer griff Novak am Davis Cup in Genf an, weil er realisierte, dass er sein Nachfolger ist. Er versuchte, ihn in jeder Hinsicht zu diskreditieren», sagt er in einem Interview mit der serbischen Zeitung «Kurir» vom Sonntag. Und setzt noch einen oben drauf: «Federer ist vielleicht immer noch der grösste Tennisspieler aller Zeiten, aber als Mensch ist er das Gegenteil.»
Aber nicht nur Federer kriegt im Gespräch sein Fett weg. Srjdan Djokovic setzt zu einem Rundumschlag an und kritisiert einen weiteren starken Kontrahenten seines Sohnes: Rafael Nadal. «Als Rafa alles gewonnen hat, waren sie die besten Freunde. Seit Novak gewinnt, ist das nicht mehr so.»
Nur Andy Murray bleibt verschont. Obwohl sie zurzeit nicht die besten Freunde, sondern Rivalen seien, sei Murray ein Vorbild - als Sportler und als Mensch.