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Wieso unterscheiden manche Menschen zwischen Sexualität und Romantizismus? Was genau versteht man darunter? Leonie, 21
Anziehung bezieht sich nicht nur auf sexuelle, sondern auch auf romantische Gefühle – dann, wenn Insekten im Gedärm schlüpfen und du ganz fest schwitzen musst, obwohl du’s nicht willst und dein Gekritzel auf Papierfötzeli sich nur um die eine Person dreht. Das Verlieben, die Liebe. Wenn mensch nun diese Gefühle in sich hat und keine Liebe von körperlicher Natur zu dieser Person begehrt, merkt mensch schnell, dass der altbekannte Labels für die sexuelle Orientierungen nicht ausreichen, um sich selbst zu betiteln. Deshalb sprechen manche Menschen von «Romantizismus» als eigenständiger Aspekt der sexuellen Identität. Beispiele dafür sind heteroromantisch-bisexuell (du verliebst dich vor allem in andere Geschlechter als dein eigenes, fühlst dich aber sexuell angezogen von zwei oder mehr genders), panromantisch-asexuell (du verliebst dich in alle Geschlechter, fühlst dich aber zu keinem gender sexuell angezogen). Wichtig ist, dass du Labels aussuchst, mit denen du dich identifizieren kannst und dich nicht in eine Schublade stecken lässt. Deshalb probier’s aus und schau, womit du dich am wohlsten fühlst! Natürlich gibt es noch weitere Ebenen, wie die Anziehung zu anderen Personen unterschieden wird. Zum Beispiel mit wem du gerne Zeit verbringst, mit wem du emotionale oder intellektuelle Verbindungen aufbauen kannst. Doch das schieben wir auf ein anderes Mal!