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Verurteilter Kardinal Pell gelangt an oberstes Gericht Australiens
Der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Kardinal George Pell legt vor dem höchsten australischen Gericht Berufung ein. Am 21. August hatte das Oberste Strafgericht des Bundesstaates Victoria die sechsjährige Haftstrafe gegen den Kardinal bestätigt. Die deutsche Wochenzeitung «Die Tagespost» meldet dies auf ihrem Onlineportal gestützt auf einen Bericht der «Catholic News Agency» (CNA) vom 26. August. Der 78-jährige Pell war im Dezember 2018 von einem Geschworenengericht einstimmig für schuldig befunden worden, während seiner Amtszeit als Erzbischof von Melbourne einen 13-jährigen Chorknaben sexuell missbraucht und einen weiteren belästigt zu haben. Der Kardinal hat stets seine Unschuld beteuert. Seine Berufung wies das Gericht des Bundesstaats Victoria mit 2:1 Stimmen ab. Papst Franziskus hatte George Pell im Juni 2017, als die Vorwürfe gegen den Kardinal an die Öffentlichkeit kamen, von seinem Amt beurlaubt und später aus dem Kardinalsrat für die Kirchenreform ausgeschlossen. Pell ist der ranghöchste Vertreter der katholischen Kirche, der wegen eines Missbrauchsdelikts verurteilt wurde.
kath.ch