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Blogger und einige Medienkanäle behaupten, dass der Vater des gnadenlosen Todesschützen in Connecticut in den Libor-Skandal verwickelt war.
Auf der Plattform Twitter sowie auf alternativen Medienkanälen und Blogs zirkulieren derzeitig kuriose Zusammenhänge: Dabei werden zwei tragische Fälle in den USA mit dem Libor-Skandal in Verbindung gebracht.
So soll gemäss der Darstellung der Vater des Verursachers des Massakers an einer Primarschule in Connecticut in den Libor-Skandal verwickelt sein. Der Tax Director und Vice President von General Electric und frühere Partner der Prüf- und Beratungsfirma Ernst & Young soll offenbar als Zeuge im Libor-Skandal vor Gericht eingeplant worden sein.
Verblüffender Zufall
Zudem wird behauptet, dass auch der Vater des Kino-Amokläufers von Colorado eine Verbindung zur Libor-Affäre hat. Auch er soll als leitender Mitarbeiter des amerikanischen Kreditanalyse-Unternehmen Fico im Zeugenstand gewesen sein. Seine Rolle war es angeblich als Prognose-Experte von Kredit- und Betrugsmodellen seine Einschätzung abzugeben. Laut Angaben der Tageszeitung «San Diego Reader» ist der Vater des Colorado-Schützen ein hochintelligenter Mann, er verfügt über mehrere Studienabschlüsse.
Aufgegriffen wurde die Geschichte offenbar ohne konkrete Quellenangabe vom Blogger «Fabian4liberty». Er behauptet zugleich, dass die Mutter des Mörders keine Lehrerin gewesen sei, sondern auch ein Teil der Finanzindustrie. Sie hätte als Broker für Morgan Stanley gearbeitet.
Alles Desinformation?
Die Behauptung erweist sich aber gemäss der Darstellung des alternativen News-Blog «OccupyCorporatism» als unrichtig. Der Vater des Mörders von Connecticut habe keine Verbindungen zum Libor-Debakel, noch gebe es dokumentarische Beweise dafür. Es sei zudem auch nicht offensichtlich, dass er bei der Zeugen-Anhörung überhaupt eingeplant gewesen sei.