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Die Bundesanwaltschaft (BA) verfügte am Freitag die Freigabe der gesperrten Gelder, wie BA-Sprecher André Marty auf Anfrage der Nachrichtenagentur erklärte. Mit den Freisprüchen in Italien sei auch das Rechtshilfeverfahren abgeschlossen. Marty bestätigte Berichte der «Zentralschweiz am Sonntag» und der «Ostschweiz am Sonntag".
Letzte Woche waren Berlusconis Sohn Piersilvio und der Verwaltungsratspräsident von Mediaset, Fedele Confalonieri, vom Obersten Gericht in Rom vom Vorwurf des Steuerbetrugs freigesprochen worden.
Die Mediaset-Gruppe des ehemaligen italienischen Premiers Silvio Berlusconi soll Filmrechte zu überhöhten Preisen gekauft haben, um Schwarzgeld auf geheimen Bankkonten hinterlegen zu können. Um die Transaktionen zu verschleiern, soll Mediaset ein komplexes Netzwerk von Offshore-Gesellschaften geschaffen haben. Berlusconi Junior und Confalonieri hatten die Vorwürfe zurückgewiesen. Laut dem Obersten Gericht sind die Vorwürfe haltlos.
Spuren in die Schweiz
In der Mediaset-Affäre führten auch Spuren in die Schweiz. Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte die Schweiz erstmals 1996 um Rechtshilfe ersucht. In den Jahren darauf folgten rund zwanzig weitere Rechtshilfegesuche an die Schweiz. Darauf sperrte die Bundesanwaltschaft mehrere Bankkonten.
Im Oktober 2005 eröffnete die Bundesanwaltschaft eine eigene Untersuchung wegen Geldwäscherei. Das Verfahren wurde aber im September 2011 eingestellt. Ein grosser Teil der Anklagepunkte sei verjährt gewesen, erklärte eine BA-Sprecherin damals. Die übrigen Teile seien Gegenstand der Untersuchungen in Italien gewesen. (SDA)Publiziert am 23.10.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016