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Die Verbindung zwischen dem Trinken von Milch und der Entstehung von Akne ist in verschiedenen Studien untersucht worden. Die Ergebnisse waren bisher widersprüchlich. Um diese Frage zu klären, analysierten chinesische Wissenschaftler die Daten von mehreren grossen Studien. Resultat: Im Vergleich zu Personen, die keine Milch konsumierten, waren Milchtrinker häufiger an Akne erkrankt.
Die höchsten Zunahmen gab es bei Magermilchkonsumenten, vor jenen Personen, die fettarme Milch tranken. Auch die Milchmenge fiel ins Gewicht. Wer mehr als ein Glas Milch am Tag trank, dessen Risiko stieg um 12 Prozent, wer nur bis zu einem Glas konsumierte, erkrankte um 8 Prozent häufiger.
Eine Verbindung zwischen Milchkonsum und Akne bestand besonders bei jenen Patienten, die an mässiger bis schwerer Akne litten. Das Verhältnis zwischen Milchtrinkern und Nicht-Milchtrinkern war in dieser Gruppe signifikant, nämlich um 18 Prozent erhöht. Hingegen fand sich kein statistisch relevanter Zusammenhang zwischen dem Milchkonsum und dem Risiko, eine leichte Akne zu bekommen. Der Zusammenhang zwischen Akne und Milchkonsum liess sich nur in Europa und Amerika nachweisen, also dort, wo die Ernährungsgewohnheiten seit Langem dem westlichen Stil folgen.
Da Magermilch das Akne-Risiko am deutlichsten steigert und auch fettarme Milch für das Hautbild offenbar gefährlicher ist als Vollmilch, ist es unwahrscheinlich, dass Milchfett der auslösende Faktor ist. Die Forscher vermuten den Verursacher vielmehr im Milcheiweiss. Weil magere Milch weniger sättigt, so die Hypothese, wird sie in grösseren Mengen getrunken als Vollmilch. Und das wiederum erhöht die Aufnahme von Milcheiweiss. Milch enthält zudem Hormone und weitere Wachstumsfaktoren. Diese Substanzen fördern die Fettsynthese im Talg. Schlussfolgerung der Studienautoren: Weniger Milch zu trinken, könnte helfen, Akne zu verhüten.