Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03276.jsonl.gz/290

Kenntnisse über die momentane und langfristige hydrologische Situation haben Auswirkungen auf verschiedene Bereiche der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens. Zu diesen Bereichen gehören die Gewässernutzung, der Hochwasserschutz, die Landwirtschaft oder die Gewässerökologie. Grundlage dazu bilden Messdaten und lange Messreihen.
Aus Sicht der Bilanzierung ergibt sich der Abfluss aus der Differenz von Niederschlag und Verdunstung (zu- oder abzüglich Speicherelementen wie Grundwasser) und sie ist eine zentrale Grösse in der Hydrologie. Für die Messung ist derjenige Teil des Abflusses relevant, welcher sich in Oberflächengewässern sammelt und ist als Wasservolumen, welches pro Zeiteinheit eine Gewässerquerschnittsfläche durchquert, definiert. Der Abfluss ergibt sich aus verschiedenen gemessenen Grössen: Gerinnebreite, mittlerer Wasserstand und Fliessgeschwindigkeit.
Aus den Abflussmessungen gehen verschiedene statistische Grössen für die Wassermenge in einem Gewässer hervor. Sie lassen sich im Abflussspektrum auch auf die drei Zustände Niedrigwasser, Mittelwasser und Hochwasser zuteilen.
- Mittelwasser
- Niedrigwasser
- Hochwasser
Mittelwasser
Definition
Als Mittelwasser bezeichnet man die über längere Zeit gemittelte Höhe des Wasserspiegels (Wasserstand) an einem ausgewählten Punkt eines Gewässers. Für eine verlässliche Aussage über das Mittelwasser muss der Pegelstand dieses Messpunktes über einige Jahre bis Jahrzehnte zeitlich möglichst hoch aufgelöst beobachtet und registriert werden.
Abflussmenge Q182
Aus statistischer Sicht gilt derjenige Abfluss, welcher durchschnittlich an 182 Tagen im Jahr erreicht oder überschritten wird als mittlerer Abfluss (sog. Q182 Abflussmenge). Diese Werte können leicht aus den Jahrbuchblättern für ein jeweiliges Jahr, bzw. für eine gewisse Zeitperiode ermittelt werden.