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Vladimir
Arsenijevic
schreibt auf serbisch
lebt in Belgrad (RS)
*1965 in Pula (HR)
Vladimir Arsenijevic ist eine der bedeutendsten Stimmen der alternativen serbischen Literaturszene. Bekannt wurde er bereits zu Beginn der 80er Jahre als Mitglied einer der ersten Belgrader Punkbands «Urbana Gerila». In seinem 1994 veröffentlichter Erstling«U potpalublju» (dt. «Cloaca maxima. Eine Seifenoper») beschrieb er die beklemmende Atmosphäre in Belgrad zu Beginn der 90er Jahre und traf damit den Nerv der Zeit. Sein neuester Roman «Predator» verknüpft die Geschichten zahlreicher Figuren, die alle durch ihre Wurzellosigkeit geprägt sind: ein irakischer Kurde, der vom Pogromopfer zum Kannibalen wird, ein bosnischer Junkie in Dänemark oder eine serbische Schriftstellerin in Berlin. Dabei führt Arsenijevic die LeserInnen durch ein meisterhaftes Spiel mit verschiedenen Erzählperspektiven kompromisslos nahe an die Protagonisten heran.
Vladimir Arsenijevic wird in Thun auch sein noch unveröffentlichtes Buch «Minut: put oko sveta za 60 sekundi» (dt. «Eine Minute: In 60 Sekunden um die Welt») vorstellen.