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Genf - Die Hungerkrise im Niger spitzt sich zu. Laut Angaben der UNO könnte sie schlimmer werden als im Jahr 2005. Damals waren 3,6 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. "Wir müssen schnell handeln; die Monate Juni und Juli werden kritisch sein", sagte eine UNO-Sprecherin in Genf.
Über die Hälfte der Bevölkerung, sprich 7,8 Millionen Personen, seien im Niger wegen der schlechten Ernte infolge der Dürre im letzten Herbst von der Nahrungsmittelknappheit betroffen.
Die UNO hat bisher erst 30 Prozent ihres Spendenaufrufs über 190 Millionen Dollar erhalten. "Wenn wir die Finanzhilfe nicht aufbringen können, droht eine schlimme humanitäre Krise", warnte die UNO-Sprecherin. Bei der letzten Hungerkrise vor fünf Jahren hatte die mangelnde Spendenbereitschaft in den Augen der UNO zum Ausbruch der Hungersnot geführt.
Laut Angaben des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF, sind zurzeit bis zu 1,5 Millionen Kinder in dem afrikanischen Land in der Sahelzone gefährdet, 340'000 davon sind einer extremen Unterernährung ausgesetzt.
Das Welternährungsprogramm der UNO hat am Montag beschlossen, seine Nahrungsmittelhilfe für Niger zu verdoppeln, um 2,3 Millionen Menschen direkt helfen zu können. Der Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten, John Homes, ist seit Sonntag vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
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