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Der Hersteller der brasilianischen Havaiana-Flipflops, Alpargatas, ist verkauft worden. Neuer Besitzer ist die J&F-Holding, die grösste Fleischproduzentin der Welt.
Für umgerechnet rund 727 Millionen Franken übernimmt die J&F-Holding 66,99 Prozent der Stammaktien, wie der Havainas-Mutterkonzern Alpargatas am Montag in São Paulo mitteilte. Bisher wurde Alpargatas, der grösste Schuhhersteller Lateinamerikas, vom Camargo-Corrêa-Konzern kontrolliert.
Der bisherige Besitzer kämpft mit den Folgen eines Korruptionsskandals in der Baubranche.
Die J&F-Holding kontrolliert bereits den brasilianischen JBS-Konzern, in dessen Schlachthäusern weltweit täglich bis zu 80'000 Rinder und knapp 50'000 Schweine geschlachtet werden.
«Als die Marke in den 60ern gegründet wurde, war Brasilien ein Dritte-Welt-Land und Hawaii für viele Brasilianer ein Traumziel», sagte Europa-Chef Eno Polo im Sommer der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» mit Blick auf den ungewöhnlichen Namen. «Die Strände, die Surfer – diesen Spirit sollten die Schuhe haben. Heute hat Brasilien das natürlich alles selbst», so Eno Polo. (kad/sda/dpa)