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Kapitän und Stürmer der sambischen Frauen-Nationalmannschaft, Barbra Banda, sorgt für Aufsehen. Banda wird für Sambia bei der bevorstehenden Frauen-Fussballweltmeisterschaft, die vom 20. Juli bis 20. August in Neuseeland und Australien stattfindet, antreten. Letztes Jahr wurde Banda aufgrund hoher Testosteronwerte vom Afrika-Cup 2022 in Marokko ausgeschlossen, da man das Geschlecht aufgrund der Werte nicht eindeutig zuordnen konnte, der „Geschlechtseignungstest“ galt als nicht bestanden.
Banda spielte in ihrer Jugend Fussball mit Jungen. Einst war Banda Boxer, begann damit im Alter von 14 Jahren und gewann fünf Profikämpfe, bevor der Entscheid für den Fussball fiel. Sambia ist neben Marokko, Nigeria und Südafrika eines von vier qualifizierten afrikanischen Teams.
Uneinheitliche Regelungen bei der FIFA
Die FIFA hat keine einheitlichen Richtlinien zur Bestimmung des Geschlechts, was zu kontroversen Diskussionen führt. Obwohl Banda beim Afrika-Cup nicht spielen durfte, erfolgte nun die Qualifizierung für die Frauen-Weltmeisterschaft. Die Uneinheitlichkeit der Regeln und der Umgang mit dieser Thematik werden hier deutlich. Diese aktuelle Entscheidung zur Zulassung zur WM wird als grosser Erfolg für Sambia gefeiert, da Banda als beste Spielerin ihres Landes gilt und oft den entscheidenden Unterschied in ihrer Mannschaft zwischen Sieg und Niederlage ausmacht. Banda ist bekannt für die beeindruckenden Leistungen auf dem Spielfeld.
Die Gruppe C, in der sich Sambia befindet, stellt mit Gegnern wie Spanien, Costa Rica und dem Ex-Weltmeister Japan eine Herausforderung dar. Sambia hat sich zudem erstmals für eine Frauen-Weltmeisterschaft qualifiziert. Am 14. Juli testete die deutsche Frauen Nationalmannschaft ein letztes Mal vor der WM, wobei es eine 2:3-Niederlage gegen Sambia gab – nicht verwunderlich, da Banda mitspielte und Doppeltorschützin war.
In der Leichtathletik wurden bereits Regeln eingeführt, wonach Athletinnen nur mit nachgewiesener Senkung der Testosteronwerte teilnehmen dürfen, wie das Beispiel von der südafrikanischen Mittelstreckenläuferin und mehrfachen Olympiasiegerin sowie Weltmeisterin im 800-Meter-Lauf Mokgadi Caster Semenya zeigt. Eine solche einheitliche Regelung fehlt im Fussball derzeit noch, wie die WM-Qualifikation nun zeigt.