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Die Immunmodulations-Heilmittel mit dem Markennamen Spenglersan® enthalten Antigene und Antikörper in den Potenzen D9 und D13, die nach einem speziellen Verfahren aus verschiedenen Bakterien und einem Virusstamm gewonnen werden. Die mikrobiologischen Immunstimulanzien wurden vom Davoser Arzt Carl Spengler entwickelt und unterstützen bei zahlreichen Leiden.
Als Dr. med. Carl Spengler 1860 in Davos zur Welt kam, grassierte in Europa die Lungentuberkulose. Spenglers Vater war Arzt und führte in Davos erstmals für Tuberkulose-Patienten Liegekuren im Freien ein. Ab 1865 kamen Kurgäste zu Tausenden in das damalige Bergdorf. Carl Spengler bildete sich ebenfalls zum Arzt aus und widmete sich neben seiner praktischen Tätigkeit intensiv der Erforschung der Tuberkulose.
So fand er heraus, dass der Tuberkulosekeim den Körper so sehr schwächt, dass sich andere Keime vermehren und zu Infektionen führen können. Aus diesem Grund verwendete er bei der Entwicklung seiner Immuntherapie gegen Tuberkulose neben dem Erregerkeim auch Bakterien, die die Immunabwehr stimulieren, und kombinierte Antigene und Antitoxine dieser Bakterien. Dadurch stellte er sicher, dass das Arzneimittel zu einer aktiven und passiven Immunisierung im Körper führt, also einerseits den Organismus stärkt, indem das Immunsystem Abwehrstoffe bildet. Anderseits werden dem geschwächten Körper fertige Abwehrstoffe zur Verfügung gestellt.
Die von Dr. med. Carl Spengler entwickelten Arzneimittel, die heute unter dem Markennamen Spenglersan® erhältlich sind, werden auf der Haut eingerieben oder via Nasen- bzw. Rachenspray verabreicht. Diese Anwendung basiert auf der Erkenntnis, dass das Immunsystem an den Körperbarrieren Haut und Schleimhaut am besten geschult wird.
Während über 30 Jahren betrieb Dr. med. Carl Spengler in Davos neben seiner Tätigkeit als Arzt bakteriologische Forschung und konzentrierte sich auf die Mischinfektion, also das Zusammenspiel zeitgleich auftretender Keime bei verschiedenen Erkrankungen. Auf Basis seiner Forschungsergebnisse entwickelte er weitere Präparate, zum Beispiel zur Behandlung grippaler Infekte, von Allergien und der Arteriosklerose.
Zu den Patienten von Dr. med. Carl Spengler gehörte auch Paul Meckel, der mit 24 Jahren an Tuberkulose erkrankte und 1906 nach Davos reiste, wo er von Dr. med. Carl Spengler innerhalb eines halben Jahres geheilt wurde. Die beiden Männer verband eine lebenslange Freundschaft, und Dr. med. Carl Spengler engagierte Paul Meckel als wissenschaftlichen Mitarbeiter.
Am 15. September 1937 starb Dr. med. Carl Spengler, und Paul Meckel erwarb dessen gesammelten wissenschaftlichen Nachlass, die Herstellungs- und Vertriebsrechte der Original Spenglersan® Präparate, die Rezepturen und alle persönlichen Tagebücher. Paul Meckel machte es sich zu seiner Lebensaufgabe, das Werk Dr. med. Carl Spenglers in seinem pharmazeutischen Betrieb fortzuführen und zu wahren.
Ursprünglich waren die Spenglersan®-Präparate in einer schwarz-weissen Verpackung erhältlich. In den 30er-Jahren ordneten Dr. med. Carl Spengler und Paul Meckel jedem einzelnen der acht Spenglersan-Kolloide eine Farbe zu. Dabei verwendeten sie das von Johann Wolfgang von Goethe entwickelte Farbsystem.
Spengler Cup
Heute ist Carl Spengler vielen Sportbegeisterten vor allem wegen dem von ihm 1923 gestifteten Spengler Cup ein Begriff. Das Ziel dieses ältesten internationalen Eishockey-Mannschaftsturniers war es, verfeindeten Nationen die Gelegenheit zu geben, ihre Kräfte im fairen und freundschaftlichen Kampf zu messen und sich kameradschaftlich die Hand zu reichen. Der Anlass findet jedes Jahr zwischen Stephanstag und Silvester in Davos statt.