Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/152980

<h2>SubmittedText<h2><p>- Sieht der Bundesrat eine Möglichkeit, die vielen störenden Juxbremsungen von Fussballfans zu unterbinden, indem die Notbremse-Vorschriften angepasst werden und man den ordentlichen Zugverkehr nicht mehr behindert vor und nach Spielen?</p><p>- Kann man die Notbremse übersteuern und den Fahrgästen mitteilen, dass man im Notfall die Zugbegleiter kontaktieren soll, und dadurch wesentlich zu Sicherheit beitragen und somit verhindern, dass Fangruppen sich treffen und Gleise nicht betreten werden können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat grundsätzlich kein Verständnis für diese Sorte von Jux. Jedes Eisenbahnfahrzeug, das von Reisenden benutzt werden darf, ist mit einer Notbremseinrichtung ausgerüstet. Wird diese durch einen Fahrgast betätigt, tritt die Notbremsung unmittelbar ein. Bei den meisten heute zum Einsatz kommenden Fahrzeugen kann der Lokführer den Eintritt der Bremswirkung übersteuern. Der Lokführer soll die Notbremsung nur dann übersteuern, wenn er einen Halt an einer ungeeigneten Stelle vermeiden kann.</p><p>Die bei Fanzügen eingesetzten Wagen und Lokomotiven von SBB Personenverkehr wurden im Rahmen einer Erneuerung so ausgerüstet, dass eine Übersteuerung möglich ist. Der Bundesrat ist aber der Ansicht, dass Notbremsungen bei Fanzügen nicht generell übersteuert werden sollen, da dies zu einer Routine und zu Fehlverhalten in Gefahrensituationen bei allen anderen Zügen führen kann.</p>