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Das waren 78'232 t oder rund ein Viertel weniger als in der Vorjahresperiode. Gegenüber den ersten drei Quartalen 2013 schrumpfte das Handelsvolumen sogar um 486'413 t oder 68 %.
Brasilien neue Nummer 1
Wesentliche Faktoren für den starken Importeinbruch dürften neben der Einfuhrsperre für westliche Länder aus politischen oder veterinärrechtlichen Gründen auch der schwache Rubel und die steigende Eigenerzeugung gewesen sein. Führten vor zwei Jahren noch Deutschland und Dänemark die Liste der Lieferländer an, hat diesen Platz nun unangefochten Brasilien eingenommen. Insgesamt 162'102 t verschifften südamerikanischen Anbieter von Januar bis September 2015 nach Russland. Das waren gut 33 % mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der Marktanteil der Brasilianer stieg damit von 39 % auf fast 70 %. Zum zweitwichtigsten Beschicker des russischen Marktes entwickelte sich trotz der politischen Spannungen überraschenderweise die Ukraine. Fast 26'000 t Schweinefleisch wurden in den ersten drei Quartalen aus dem Nachbarland bezogen. Für Anfang 2016 hat Moskau jedoch angekündigt, die landwirtschaftlichen Einfuhren aus der Ukraine zu sperren, falls das Freihandelsabkommen mit der EU in Kraft treten sollte.
Schweiz Nummer 6
Vom russischen Importverbot für westliche Länder, darunter die EU, USA oder Kanada, hat offenbar auch Chile profitiert. Dessen Ausfuhren nahmen gegenüber den ersten drei Quartalen 2014 um mehr als ein Drittel auf 22 267 t zu. Ersatzlieferant China konnte sein Liefermenge nach Russland im Vorjahresvergleich zwar um das Achtfache steigern. Allerdings blieb das Handelsvolumen mit insgesamt 4'635 t aber überschaubar.
Aufgrund fehlender Wettbewerber rückte die Schweiz, bisher nicht als bedeutender Schweinefleischexporteur bekannt, mit 2'901 verkauften Tonnen auf den sechsten Platz der wichtigsten Auslandsanbieter in Russland vor. Die Eidgenossen lieferten dabei vor allem Speck.