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Ein optimal global diversifiziertes Small-Cap-Portfolio dürfte eine ähnliche Performance erzielen wie ein regionales Portfolio, allerdings mit niedrigerem Risiko. Zudem senken Diversifikation und Auswahlkompetenzen die Volatilität.
In einer im Mai 2015 in Zusammenarbeit von Unigestion und Professor Oliver Gottschalg (ausserordentlicher Professor für Strategie und Geschäftspolitik der HEC Business School Paris mit Forschungsschwerpunkt auf Private Equity) durchgeführten Studie wurden Erkenntnisse über den optimalen Aufbau von Private Equity–Portfolios auf den Prüfstand gestellt. 2017 wurde sie um die Analyse optimaler globaler Small–Cap-Portfolios europäischer, nordamerikanischer und asiatischer Fonds erweitert und untersuchte die Performance derartiger Portfolios während der gesamten Laufzeit.
In der Studie wurden unter anderem Optionen hinsichtlich der Anzahl der Fonds, ihrer Grösse und ihrer geografischen Anlageschwerpunkte überprüft. Die Studie untermauert die Vorteile einer breiten Diversifikation: das optimale globale Private Equity–Portfolio besteht aus rund 30 Fonds und sollte eine begrenzte Anzahl asiatischer Fonds enthalten.
Small-Cap-Portfolios übertreffen Large-Cap-Fonds
Ein globales Portfolio aus 30 Small-Cap-Fonds gemessen an der Spitzen- und Durchschnittsperformance schneidet besser ab als globale Portfolios aus grösseren Fonds. Im Hinblick auf das Risiko ergab unsere Studie, dass kein globales Portfolio – ungeachtet der Fondsgrösse – Verluste verzeichnet hat und die Vorteile einer breiten Diversifikation damit klar auf der Hand liegen.
In der Praxis ist für den Aufbau eines globalen Small–Cap-Portfolios auch die Analyse des geografischen Anlageschwerpunkts relevant. Da der Entwicklungsstand der Private Equity–Märkte in den einzelnen Regionen unterschiedlich ist, empfiehlt sich ausserdem eine Klassifizierung der Fondsgrössen nach Anlagezonen. Ein global diversifiziertes Small–Cap-Portfolio schneidet im Hinblick auf Spitzen- und Durchschnittsperformance besser ab als ein konzentriertes Large-Cap-Portfolio. Es wies ferner weniger Risiken auf, da die Diversifikation eine effiziente Verlustabsicherung ermöglichte.
Ein globales Portfolio minimiert Renditeschwankungen
Die Studie zeigte, dass die Volatilität der Renditen mit steigender Anzahl der Fonds in einem Portfolio zurückging – was erneut die Vorteile einer breiten Diversifikation beweist. Ein Portfolio aus 30 Fonds wies die niedrigste Volatilität auf, die Wertentwicklung bei globalen Portfolios ist gleichmässiger als bei regionalen Portfolios. Diese Portfoliogrösse wurde eingehend betrachtet, um die Verteilung der vierteljährlichen Wertschwankungen für regionale und globale Portfolios zu vergleichen. Dank der Analyse vierteljährlicher Wertveränderungen lässt sich zeigen, dass die Wertentwicklung bei globalen gleichmässiger ist als bei regionalen Portfolios (d.h. die vierteljährliche Wertveränderung eines globalen Portfolios ist in der Regel geringer, und zwar unabhängig davon, ob sie positiv oder negativ ausfällt). Diese Regelmässigkeit lässt jedoch noch keinen Rückschluss auf das letztendliche Performanceniveau des Portfolios zu. Die Volatilität im Verhältnis zur Performance verglichen zeigt, dass ein Portfolio aus Fonds im oberen Median nicht nur eine höhere Rendite erreichen, sondern diese zudem mit einer im zeitlichen Verlauf niedrigeren Volatilität erzielen. Mit anderen Worten: Die Qualität der Fonds bewirkt eine geringere Volatilität.