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Mit dem Prozess der Dekolonisation in Asien und Afrika in den 1950er Jahren, wurden auch für die Schweiz die Beziehungen zu diesen neuen Staaten immer wichtiger. Die Schaffung des Amtes eines Delegierten des Bundesrates für technische Zusammenarbeit – der heutigen DEZA – durch den Bundesrat vor 50 Jahren, am 17. März 1961, gilt als die Geburtsstunde der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Sie ist seither ein fester Bestandteil der schweizerischen Aussenpolitik.
Vorbild für die Entwicklungsländer
Die Schweiz sah sich «mit ihrem durch Arbeit erwirkten Reichtum, mit ihrer auf Disziplin gründenden Unabhängigkeit und ihrem durch den Föderalismus erreichten Frieden der Religions- und Sprachgruppen» als wirtschaftliches und politisches Vorbild für die Entwicklungsländer (dodis.ch/15105, S. 11, Original französisch). Das Land betrachtete die Zusammenarbeit auch als Versuch, seine während des Zweiten Weltkriegs international in Misskredit geratene Neutralitätspolitik aufzuwerten. Die «technische Zusammenarbeit» war auch eine Möglichkeit für die Schweiz, ihre Absenz von der UNO zu kompensieren.
Schwerpunktländer
Zu Beginn bestand die schweizerische Entwicklungshilfe v. a. aus Materiallieferungen (z. B. Milchpulver), der Entsendung von Experten und der Gewährung von Stipendien. Schwerpunktländer wie Nepal oder Ruanda wurden auf Grund ihrer günstigen geografischen Lage, ihrer Kleinstaatlichkeit und einer schon bestehenden engen Verbindungen zur Schweiz ausgewählt.
Dokumente zur Entwicklungszusammenarbeit
Zu den Anfängen der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit können Sie z. B. folgende Dokumente als pdfs herunterladen:
o Richtlinien, Motive und Grundsätze für die Entwicklungszusammenarbeit: dodis.ch/30144 und dodis.ch/30148;
o Zur Wahl von Ruanda (dodis.ch/30255) und Nepal (dodis.ch/18986) als Schwerpunktländer der schweizerischen Entwicklungshilfe.