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© Kristin Hoebermann
Gesamt
CHF 440.50
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05.
Sep
Sonntag
11.00
Rezital Juan Diego Flórez
Juan Diego Flórez | Vincenzo Scalera
Als gefeierter Tenor steht Juan Diego Flórez im Zenit seiner Kunst. Wer ausser ihm verfügt über eine derart souveräne und bestechend klangschöne Höhenlage? Wer könnte die Koloraturen besser perlen lassen, die Melodiephrasen delikater ausgestalten? Und wer ist auch nur annähernd so vielseitig wie er, der Mozart und den Belcanto, Verdi, französische Partien und Volksmusik mit derselben Überzeugungskraft vorträgt? Seitdem er vor 25 Jahren beim Rossini-Festival von Pesaro spektakulär debutierte, ist der gebürtige Peruaner Stammgast auf den bedeutenden Bühnen der Welt. Dabei hat er sein Repertoire behutsam erweitert. «Ich beobachte meine Stimme, kenne sie sehr genau, kontrolliere sie», erklärt der 48-Jährige sein Geheimnis. «Auf der Bühne bin ich ziemlich angstfrei. Und ich führe ein balanciertes Leben, hauptsächlich in Europa.» Da passt sein Auftritt bei Lucerne Festival mit einem bunten Strauss von Arien und Liedern gut ins Konzept. Und vielleicht wird er am Ende auch wieder die Gitarre zur Hand nehmen, um sich selbst bei einem südamerikanischen Volkslied zu begleiten.
Juan Diego Flórez © Kristin Hoebermann
Juan Diego Flórez
Der Tenor Juan Diego Flórez, geboren 1973 in Lima, stammt aus einer musikbegeisterten peruanischen Familie und trat schon in frühen Jahren als Sänger von Volks- und Popmusik hervor. Später liess er seine Stimme am Conservatorio Nacional in seiner Heimatstadt professionell ausbilden; von 1993 bis 1996 studierte er dann am Curtis Institute in Philadelphia. Als 23-Jähriger feierte Flórez im Sommer 1996 sein Debut beim Rossini-Festival in Pesaro, wo er in Matilde di Shabran auftrat und als spektakuläre Neuentdeckung gefeiert wurde. Riccardo Muti verpflichtete ihn daraufhin für die Saisoneröffnung der Mailänder Scala mit Glucks Armide sowie alsbald auch für Verdis Falstaff und Rossinis Il barbiere di Siviglia. Seither ist Juan Diego Flórez vor allem als Belcanto-Interpret regelmässig an den grossen Opernbühnen der Welt zu Gast: darunter das Londoner Royal Opera House, die Wiener Staatsoper, die Metropolitan Opera New York und die Salzburger Festspiele. Flórez verfügt über eine exzellente Höhenlage, die ihn für die Werke Rossinis, Donizettis und Bellinis prädestiniert. Doch hat er mittlerweile sein Repertoire erweitert und widmet sich auch dem französischen Fach mit Opern von Bizet, Massenet und Gounod sowie ausgewählten Partien von Verdi und Puccini. So wird er in der Saison 2021/22 an der Wiener Staatsoper nicht nur bei einer Neuproduktion von Rossinis Barbier mitwirken, sondern auch als Massenets Werther auftreten; beim Maggio Musicale in Florenz ist er dann als Gounods Roméo zu Gast. Juan Diego Flórez engagiert sich auch im sozialen Bereich: 2011 gründete er die «Sinfonía por el Perú», ein Bildungsprojekt für benachteiligte Kinder und Jugendliche nach dem Vorbild von Venezuelas «El Sistema». 2012 wurde er zum «UNESCO Goodwill Ambassador» berufen. Die Wiener Staatsoper ernannte den mit zahlreichen Plattenpreisen ausgezeichneten Flórez zum Kammersänger; 2014 erhielt er den «Crystal Award» beim World Economic Forum in Davos, 2018 den Opus Klassik als «Sänger des Jahres».
Debut bei Lucerne Festival am 7. September 2017 mit einem Lied- und Arien-Rezital, begleitet von Vincenzo Scalera am Klavier.
Juli 2021Weitere Termine
Vincenzo Scalera
Vincenzo Scalera
Der Pianist Vincenzo Scalera wurde als Kind italo-amerikanischer Eltern in New Jersey (USA) geboren und erhielt im Alter von fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Sein Studium absolvierte er an der Manhattan School of Music und begann seine Berufslaufbahn als Korrepetitor und Assistant Conductor an der New Jersey State Opera. Nach einer Fortsetzung seiner Studien in Italien wurde er 1980 als Studienleiter und Pianist an die Mailänder Scala verpflichtet, wo er für Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Gianandrea Gavazzeni und Carlos Kleiber die Einstudierungen vornahm. Vincenzo Scalera gastierte bei den Salzburger Festspielen, beim Edinburgh Festival, in Martina Franca, bei Les Chorégies d’Orange, beim Carinthinschen Sommer und beim Rossini Festival in Pesaro. Als Liedbegleiter hat er mit Sänger*innen wie Carlo Bergonzi, Montserrat Caballé, José Carreras, Vittorio Grigolo, Sumi Jo, Raina Kabaivanska, Katia Ricciarelli, Renata Scotto, Cesare Siepi und Lucia Valentini Terrani zusammengearbeitet. Mit diesen Interpret*innen trat er weltweit in den grossen Kulturmetropolen auf. Auch mit Juan Diego Flórez verbindet ihn bereits eine langjährige künstlerische Partnerschaft: In der Spielzeit 2021/22 gestalten sie gemeinsam Rezitale bei den Salzburger Festspielen, im Wiener Konzerthaus, am Teatro Real in Madrid, in der Philharmonie de Paris, an der Staatsoper Berlin, im finnischen Turku und an der Mailänder Scala. Scaleras Diskographie umfasst u. a. eine Gesamteinspielung des Liedschaffens von Giuseppe Verdi, die er mit Ricciarelli vorlegte, die Anthologie Art of Belcanto Canzone mit Bergonzi und das Album Comeback Concerts mit Carreras. Als Cembalist ist Vincenzo Scalera unter der Leitung von Claudio Abbado auf DVD-Mitschnitten von Rossinis La cenerentola und Il viaggio a Reims zu erleben. Er lehrt an der Accademia d’Arti e Mestieri der Scala di Milano.
Debut bei Lucerne Festival am 7. September 2017 in einem Rezital mit Juan Diego Flórez.
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