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Grenzwissenschaften - Botanik
Frage ("Harte Nuss") der Redaktion an die Wegbegleiter-LeserInnen, erschienen in der Zeitschrift 'Wegbegleiter' Nr. 1/2001, S. 29.
LeserInnen-Reaktionen zum Thema, erschienen in der Zeitschrift 'Wegbegleiter' Nr. 3/2001, S. 100.
Anmerkungen des Erfassers stehen in [ ]-Klammern.
Haben Pflanzen ein Bewusstsein?
In einem Beitrag des Fernsehsenders VOX (ausgestrahlt am Sonntagnachmittag, 14.01.2001) ging ein Tierforscher der Frage nach, weshalb in einem riesigen Nationalpark (Südafrika) immer wieder verendete Giraffen ohne Verletzungen gefunden wurden. Der Forscher fand heraus, dass die Giraffen mit Vorliebe die Blätter von Akazienbäumen fressen. In diesen Blättern sitzt die für Giraffen giftige Substanz Tannin. Frisst nun ein Tier zu viele Akazienblätter, stirbt es. Das konnte über den Mageninhalt der Langhälse bestätigt werden.
Tatsächlich ist es aber so, dass Giraffen schon immer sehr gerne Akazienblätter frassen. Warum sind sie dann früher nicht verendet? Antwort: Als es noch keine Parks gab, war das natürliche Gleichgewicht zwischen Giraffen und Akazienbäumen hergestellt. Als die Parks umzäunt wurden, bemühten sich die Betreiber, als Touristenattraktion möglichst viele Giraffen in diesem Park zu halten. Damit war das Gleichgewicht gestört, und die Akazienbäume wären über kurz oder lang (im wahrsten Sinne des Wortes "weggefressen" worden, da ja die Blätter für den Baum lebenswichtig sind. Also begannen die Bäume, sich zu wehren, indem sie Tannin in überdurchschnittlichem Mass produzierten. Das führte dazu, dass die Giraffen den plötzlichen Tanninanstieg nicht mehr verarbeiten konnten und bei zuviel Aufnahme verendeten. Um nun das vom Menschen künstlich geschaffene Ungleichgewicht zumindest zu reduzieren, wurde im Film ein Teil des Giraffenbestandes in andere Gegenden gebracht. Fazit des Films: Besser als die Natur kann der Mensch kaum etwas regeln. Daher sollten wir äusserst achtsam mit unserer Erde umgehen. Ende des Films.
Bis hierher scheint alles klar. Aber nun die entscheidende Frage: Woher wussten die Akazienbäume, dass ihr Gesamtbestand in diesem Park gefährdet war? Denn anderswo produzierten sie ja stets etwa gleichviel Tannin, auch wenn Giraffen in der Nähe waren. Nur innerhalb des Parks fand sich in den Proben aller untersuchten Bäume der erhöhte Wert. Haben sich also die Bäume im Park irgendwie verständigt? Diese Frage stellte der Film leider nicht. Vielleicht kann einer unserer Leser hierfür eine einleuchtende Erklärung geben.
Wir sind gespannt auf Ihre Zuschriften.
[ Die WB-Redaktion ]
Leser-Reaktionen
[ Nachfolgend einige der Leserbriefe, die wir auf obigen Beitrag und die Frage nach dem Bewusstsein der Pflanzen erhielten: ]
...wo Sie die Erklärung auf die Frage "Haben Pflanzen ein Bewusstsein?" am besten finden werden. In dem Taschenbuch "Der Ruf der Rose - Was Pflanzen fühlen und wie sie mit uns kommunizieren" von Dagny und Imre Kerner aus dem Verlag Kiepenheuer u. W., Köln 1995, ISBN: 3462023918. Das ganze Buch gibt wunderbare Beispiele, wie sinnvoll die Natur arbeitet, wie alles Leben in innigem Zusammenhang steht, ja, wie Gottes Schöpfung ein Wunderwerk ist. - Ich las gestern stundenlang in dem Buch und vergass dabei Essen und Trinken. Schaffen Sie es sich baldmöglichst an. Sie werden begeistert sein. Ich habe noch ein zweites Buch: Bill Schul "Wunderbare Tier- und Pflanzengeheimnisse", Ansata Verlag, Interlaken 1995, ISBN 3715701919. Der Untertitel lautet: "Ein ewiger Gesang des Lebens, der die Beziehung aller Geschöpfe und ihre Kommunikation mit uns Menschen enthüllt." Mein Mann hatte früher schon Bücher über "Pflanzengeheimnisse", aber diese hier sind neueren Datums.
Frau M. Kermann aus Murg (D)
Liebe Weg-Begleiter,
Sie haben um einleuchtende Erklärungen gebeten zu der gestellten Frage. Inwieweit meine Sicht der Dinge in diesem Falle für jedermann einleuchtend klingt, vermag ich nicht zu beurteilen. Nicht einmal ich selbst bin restlos überzeugt von dem, was ich hier als mögliche Erklärung anbiete.
In dem Buch Emanuel (aus Ihrem Bücher-Programm) wird von der Existenz von Elementargeistern berichtet. Ich vermute, es handelt sich dabei um dieselben Wesen, die in anderen Schriftquellen Naturgeister genannt werden. Laut Emanuel haben die Elementargeister Intelligenz und unterstehen einem geistigen Führer. Wissende erklären, deren Aufgabe sei es, für den geregelten Ablauf und das Gleichgewicht in der Natur zu sorgen. Könnte es sein, dass solche Wesen die Natur-Katastrophe, die über die Akazien-Bäume hereinzubrechen drohte, vorausgesehen und daraufhin die Akazien dazu inspiriert haben, mehr Tannin zu produzieren, um dadurch zu überleben?
J. Konrad, D-Behlingen
In dem Buch von Peter Tompkins und Christopher Bird Das geheime Leben der Pflanzen mit dem Untertitel Pflanzen als Lebewesen mit Charakter und Seele und ihre Reaktionen in den physischen und emotionalen Beziehungen zum Menschen wird in Experimenten nachgewiesen, dass Pflanzen Gefühle und Erinnerungsvermögen haben, sowie auch optische und akustische Eindrücke wahrnehmen können. Und wenn sie fühlen, dass etwas ihre Blätter (Akazien) zerstört, entwickeln sie aus Selbsterhaltungstrieb eine Substanz, die dem Angreifer schlecht bekommt. Und da in der lebendigen Natur nichts geschieht, was nicht in Verbindung mit dem Ganzen steht, wie Goethe sagt, stehen auch Pflanzen untereinander in Verbindung. In vielen Experimenten hat man schon vor längerer Zeit herausgefunden, dass eine Pflanze/Baum, die/der von einem Schädling befallen war, plötzlich einen Stoff ausschied, der vorher nie bei ihr/ihm festgestellt wurde. Und plötzlich schieden auch die in ihrer Umgebung befindlichen Pflanzen/Bäume, obwohl sie noch nicht von Schädlingen befallen waren, diesen Stoff aus. Sie haben also das Signal verstanden. Wie Pflanzen/Bäume untereinander korrespondieren, wissen wir noch nicht, wohl aber, dass sie es können. Ich denke, dass es durch einen Duft-Warnstoff geschieht.
U. Hoffmann, D-Hildesheim
[ Neueste Forschungen geben der Leserin recht bei ihrer Vermutung, dass die Kommunikation der Pflanzen über Duftstoffe geschieht. Zu vermuten ist auch, dass elektrische Felder von den Pflanzen wahrgenommen und erzeugt werden können. Es wurde beobachtet, dass Pflanzen mit Duftstoffen gezielt tierische Nützlinge anlockten, um einen Schädlingsbefall abzuwehren. Tiere und Pflanzen kommunizieren offenbar intelligenter, als bisher bekannt war.
(red.) ]
Ich beziehe mich auf das Taschenbuch Der Ruf der Rose Was Pflanzen fühlen und wie sie mit uns kommunizieren von Dagny und Imre Kerner (Verlag Kiepenheuer u. W., Köln 1995) Das ganze Buch gibt wunderbare Beispiele, wie sinnvoll die Natur arbeitet, wie alles Leben in innigem Zusammenhang steht, ja, wie Gottes Schöpfung ein Wunderwerk ist. Ich las gestern stundenlang in dem Buch und vergass dabei Essen und Trinken. Schaffen Sie es sich baldmöglichst an. Sie werden begeistert sein. Ich habe noch ein zweites Buch: Bill Schul: Wunderbare Tier- und Pflanzengeheimnisse (Ansata Verlag, Interlaken 1995). Der Untertitel lautet: Ein ewiger Gesang des Lebens, der die Beziehung aller Geschöpfe und ihre Kommunikation mit uns Menschen enthüllt. Mein Mann hatte früher schon Bücher über Pflanzengeheimnisse, aber diese hier sind neueren Datums.
Margot Kermann, D-Murg
Wer sich einige Jahrzehnte intensiv mit den geistigen Wissenschaften befasste und auch hinter den Schleier zu blicken vermochte, wird erkannt haben, dass in den drei Reichen Mineral, Pflanzen und Tier (sogar innerhalb dieser Reiche) ein bestimmtes Bewusstsein existiert, ganz abgesehen davon, dass es auch im Menschenreich unterschiedliche Bewusstseinsstufen gibt. Vor längerer Zeit habe ich einmal in einem esoterischen Magazin gelesen, dass ein Blumenliebhaber in seinem Garten mit einer Rose gesprochen hat und ihr sagte, sie solle doch ihre Dornen ablegen, denn er werde ihr kein Leid zufügen und sie auch ohne Dornen pflegen. Durch fortgesetztes Besprechen soll die Rose nach einiger Zeit tatsächlich ihre Dornen abgeworfen haben.
Dr. B. Kressierer, D-Erding
Dass Pflanzen ein Bewusstsein haben, ist längst keine Frage mehr. Wer mit ihnen umgeht, erfährt immer wieder, wie sie reagieren auf liebevolle Pflege, ja auf das Gespräch mit ihnen. Ebenso gedeihen sie nicht so bei grober und liebloser Behandlung, empfinden wissenschaftlich nachweisbar sogar Schmerz. (Backster etc. machten da hoch interessante Versuche.) Es gibt eine Menge Literatur zu diesem Thema.
Speziell nun zu dem, was mit den Akazien bzw. Giraffen da passiert ist durch das giftige Tannin. Es kam mir spontan der Satz von Teilhard de Chardin in den Sinn: "Es ist eine Gnade, die Welt als Einheit zu erkennen." Es gehören hierher sicher theologische Begriffe wie "Pantheismus" bzw. besser "Pan-en-theismus". Also: Göttliches spielt da herein! Ich stelle mir vor, so wie die sogenannte niedere Tierwelt jeweils eine Gruppenseele hat, könnte die Kommunikation der Akazien ja den empfangenen (überbewussten) Befehl geleistet haben: "Produziert mehr Tannin, wenn euch euer Leben lieb ist!" (Selbstverständlich hat das nichts zu tun mit dem, was wir unsere Verstandesbewusstheit nennen.)
Mir ist passiert, als ich vor Jahren einmal gezwungen war, mit Rücksicht auf eine Familie mit kleinen Kindern ein Wespennest unter dem Dach auszuräuchern, dass ich nachts darauf vorwurfsvoll bedrängt wurde vom "Gruppengeist" dieser Wespen! Obwohl ich doch nicht anders konnte!
Frau E. Marx aus Raisting (D)
[ Zwei Artikel, zugesandt von Frau R. Hölle aus Wangen (D) ]
Sprechende Bäume?
Dr. Ed Wagner, 59, Physiker, Tennessee USA, behauptet: Bäume sprechen miteinander! Sie erzeugen so etwas wie elektrische Wellen! Mit Hilfe dieser Wellen' können sie sich miteinander verständigen, etwa um sich gegenseitig vor Parasiten zu warnen. Dr. Wagner, der wöchentlich bis zu 80 Stunden Bäumen mit modernster Elektronik zu Leibe rückt: Wenn ein Baum gefällt wird, reagieren die anderen Bäume, als ob sie den Schmerz ihres Kollegen' mitempfinden würden.
Pflanzen haben Lieblingsfarben
Wahrscheinlich hat jede Pflanze eine ganz bestimmte "Lieblingsfarbe", die sie aus dem Gesamtspektrum des Sonnenlichtes herausfiltert. Zu diesem Ergebnis kam Professor Viktor Injuschin, Leiter des Lehrstuhls für Biophysik an der Kasachischen Universität in Alma Ata. Zwiebeln bevorzugen Orangenrot, Radieschen Blau, Sonnenblumen dagegen Violett, Tomaten haben es am liebsten Himbeerrot. Möglicher Nutzwert dieser Erkenntnis: Gemüse und Obst gedeihen geradezu märchenhaft schnell, wenn man sie ausschliesslich mit ihrem jeweiligen Lieblingslicht bestrahlt.
Eine Bemerkung zum Artikel "Die harte Nuss". Vor vielen Jahren habe ich ein Buch über das Verhalten von Pflanzen von einem Schriftsteller Cleve Backster gelesen. Da las ich das Verhalten und Kommunizieren von Bäumen, die nebeneinander standen, Pflanzen, die auf Stimmen reagierten usw. Vielleicht finden Sie das Buch in einer Bibliothek oder im Internet. Das Buch wurde mir seinerzeit geliehen.
Frau D. Lüthi aus Locarno (CH)
[ Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der Forschungen von Cleve Backster. Die NGFG - Natur- und Grenzwissenschaftliche Forschungsgemeinschaft hat im Internet einen Kurzbericht veröffentlicht, der ursprünglich in der Zeitschrift Damokles 1/94 erschien. Er ist leicht gekürzt. - Red. ]
Man sagt oft, wenn Menschen bei der Pflege von Pflanzen besonderen Erfolg haben, der oder die habe einen "grünen Daumen". Ist dass nur eine volkstümliche Erklärung für etwas, was sich sonst nicht erklären lässt oder ist da doch mehr daran? Kurzum, haben Pflanzen so etwas wie Bewusstsein? Ein orthodoxer Wissenschaftler wird diese Frage wahrscheinlich ohne lange Überlegung verneinen. Pflanzen brauchen Nährstoffe und Sonnenlicht und dann werden sie ihrer Natur gemäss schon wachsen. Und wie ist es mit dem alten Mütterchen in dem Hinterhof-Stübchen, in das kein Sonnenstrahl fällt, das zu arm ist um Dünger sprich Nährstoffe zu kaufen, dafür aber liebevoll mit ihren Pflanzen spricht. Diese blühen und gedeihen, dass einem professionellen Gärtner der blasse Neid ankommt. Purer Zufall, sagt der Fachmann. Dr. Clive Backster ist anderer Meinung. Er meint: Da ist was dran, für mich ist der Fall klar, Pflanzen haben ein Bewusstsein und reagieren auf ihre Umwelt. Er hätte es untersucht und wissenschaftlich dokumentiert.
Dr. Backster ist eigentlich per Zufall an die etwas ungewöhnliche Untersuchung von Pflanzen geraten. Er hatte beruflich mit den sogenannten Lügendetektoren zu tun. Eines Tages stand so ein Gerät zufällig neben einer Zimmerpflanze, die Elektroden berührten die Pflanze und durch irgendeinen Umstand war das Gerät nicht ausgeschaltet worden. Und das Gerät registrierte irgend etwas. Das war der Anfang einer aussergewöhnlichen und bis heute umstrittenen Untersuchungsreihe. Backster ging jetzt systematisch vor. Er arbeitete mit mehreren Detektoren, die er an verschiedene Pflanzen anschloss. Dann liess er, über längere Zeiträume, verschiedene Personen an die Pflanzen herantreten. Solche, die den Pflanzen wohlwollend gegenübertraten und sie pflegten. Und andere die ihnen feindlich entgegneten und die Pflanzen beschädigten, ihnen Blätter und Stengel abrissen. Und die Geräten registrierten die Reaktionen der Pflanzen. Bei freundlicher Behandlung waren sanfte Kurven auf den Registrierstreifen zu sehen, bei feindlicher Behandlung Ausschläge bei denen der Schreibstift fast über die Papierrolle schlug dass es aussah wie ein schriller Schrei. Es war zuletzt so, berichtet Backster, dass die betreffenden Personen nur den Raum zu betreten brauchten, ohne irgend etwas zu tun, um bei den Pflanzen bereits eine entsprechende Reaktion auszulösen. Sie erkannten die Personen wieder! Und das Verblüffende, die nicht direkt betroffenen Pflanzen zeigten die gleiche Reaktion, sie verständigten sich also untereinander. Soweit Backster.
Als Backster sein Buch über diese Untersuchungen veröffentlichte, stiess er bei den Esoterikern auf helle Begeisterung und bei den Botanikern auf krasse Ablehnung. Humbug, Scharlatanerie und Schwindel hiess es. Einige wollen sogar die Experimente wiederholt haben, mit negativem Ergebnis angeblich. Nun kann man einwenden, wer einen Negativbeweis führen will, der findet auch einen. Das gilt andersherum natürlich auch für die Experimentatoren, die Backsters Versuche bestätigen wollten. Die Kontroverse ist nicht beigelegt.
[ Nachfolgend ein Auszug aus dem Buch: "Reisen in die Ewigkeit" von Johannes v. Buttlar: ]
Erst als Cleve Backster, einer der führenden Lügendetektorexperten, im Februar 1966 die psychogalvanischen Reaktionen von Pflanzen entdeckte, die während des Wässerns an einen Polygraph (Lügendetektor) angeschlossen waren, widmete man sich der Ausstrahlung von Pflanzen intensiver. Backster wollte an seinem Galvanometer nur verfolgen, wie lange es dauert, bis die Feuchtigkeit zu den Blättern aufgestiegen ist. Zwei an jeder Seite eines Blattes befestigte Elektroden werden mit Schwachstrom beschickt und setzen durch einen Galvanometer einen Schreiber auf einer Papierrolle in Bewegung. Emotionelle Impulse beeinflussen die elektrischen Eigenschaften des Organismus und verursachen eine direkte, sofortige Reaktion des Schreibers. Backsters Überraschung war gross, als der Polygraph Aufzeichnungen festhielt, die denen von Menschen glichen, die starken Gemütsbewegungen ausgesetzt sind. Einem Impuls folgend, wollte Backster ein Blatt verbrennen. Doch noch bevor er das Streichholz anreissen konnte - praktisch als er den Gedanken fasste - schlug die Nadel des Polygraphen wie wild aus. Als erstaunlichste Tatsache zeigte sich jedoch, dass keine Reaktionen verzeichnet wurden, sobald er ohne die ernste Absicht zu haben, nur vorgab, die Pflanzen zu verbrennen. Nur bei echten Bedrohungen des Lebens der Pflanzen wurden Reaktionen registriert. Bei einer Reihe sorgfältig kontrollierter Versuche stellte Backster anschliessend fest, dass bei Pflanzen und Tieren ähnliche Reaktionen aufgezeichnet wurden. Philodendronpflanzen z. B. reagierten auf den Tod von Krabben in kochendem Wasser noch hinter verschiedenen geschlossenen Türen und in unterschiedlichen Räumen in einer Art, die im botanischen Bereich wohl dem "Grauen" gleichkommt. Auch bei der Vernichtung anderen organischen Lebens schlug der Polygraph exzentrisch aus. Ein Vorgang, der Backster Überlegen liess, ob sterbende Zellen etwa an andere lebende Zellen eine Art Warnsignal ausstrahlen. In einer Reihe von Experimenten, die sich mit der Vernichtung anderer Lebensformen befassten, wurden im Zusammenhang mit dem Tod von Zellen immer wieder die gleichen Reaktionen registriert. Es spielte dabei keine Rolle, ob es sich um Obst, Gemüse, Amöben, Hefe oder Samenzellen handelte. Je öfter allerdings das Krabbenexperiment wiederholt wurde, um so mehr liessen hier die Reaktionen nach. Backster zog daraus den Schluss einer Art "anpassungsfähigen Logik" oder sogar Erinnerungsvermögen. Die Pflanzen waren zu der "Erkenntnis" gelangt, dass der wiederholte Tod von Krabben zu ihrem eigenen Wohlbefinden keine Beziehung hatte und für sie daher keine Bedrohung war. Wenn Pflanzen übermächtiger Bedrohung oder Schädigung ausgesetzt werden, "fallen sie in Ohnmacht". Zu dieser Erkenntnis kam Backster durch einen Zufall. Eine kanadische Physiologin wollte bei einem Besuch die Reaktionen des Galvanometers auf pflanzliche Ausstrahlungen mit eigenen Augen verfolgen. Schon bei der ersten Pflanze blieb jede Reaktion aus, der Galvanometer verzeichnete einen fast geraden Strich. Backster war sprachlos. Dann kam ihm ein Gedanke, und er fragte die Besucherin, ob ihre Forschungsarbeit auch die Beschädigung pflanzlichen Lebens mit sich bringe. Es stellte sich heraus, dass sie alle Pflanzen, mit denen sie arbeitete, in einem Ofen röstete, um ihr Trockengewicht festzustellen. Die Pflanzen erholten sich erst eine dreiviertel Stunde später - nachdem die Besucherin gegangen war - von dem Schock und reagierten wieder normal. Weitere Forschungsergebnisse zeigen, dass Pflanzen und ihre Betreuer in engem Verhältnis zueinander stehen, das auch durch Entfernungen nicht beeinflusst wird. Das ergab sich aus einer automatischen Vermessungsanlage mit exakt synchronisierten Stoppuhren. Backster konnte daran feststellen, dass seine Pflanzen, ganz gleichgültig wo er sich befand, auf die Ausstrahlungen seiner Gedanken reagierten. So registrierte er auf einen Spontanentschluss hin, von dem etwa 15 Meilen entfernten New Jersey nach New York zurückzufahren, eine sofortige positive Reaktion seiner Pflanzen. Die Überprüfung pflanzlicher Ausstrahlung über eine Entfernung von über 1000 Meter gelang ihm mit Hilfe der Pflanzen einer Bekannten auf die gleiche Weise. Sie befand sich auf einer 3000 Meilen-Rundreise durch Amerika, und bei jeder neuen Landung oder jedem Start des Flugzeuges reagierten ihre Pflanzen auf die Angstgefühle ihrer Betreuerin. Welche Energiequelle die Gedanken oder Emotionen eines Menschen auf Pflanzen überträgt, ist noch unbekannt. Backster hat jedenfalls versucht, Pflanzen sowohl in einem Faradayschen Käfig als auch in einem Bleibehälter zu isolieren. Doch keinerlei Abschirmung war in der Lage, die Verbindung zwischen Mensch und Pflanze zu unterbrechen. Backster schliesst draus, dass diese Strahlung ausserhalb des elektromagnetischen Spektrums liegt, viel schneller als das Licht ist und unberührt bleibt von Zeit und Raum. Ein geradezu sensationelles Experiment auf diesem Gebiet gelang dem Elektro-Ingenieur und Erfinder Paul Sauvin. Durch ein von ihm entwickeltes Spezialgerät konzentrierte er einen geistigen Befehl auf eine Philodendronpflanze, die etwa 5 Kilometer von seiner Wohnung entfernt auf der Fensterbank des Laboratoriums plaziert war. Als die Philodendron den Befehl Sauvins empfing, sandte sie ein Signal aus, das den Zündschlüssel eines Wagens auf dem Parkplatz des Laboratoriums in Bewegung setzte und den Motor startete. Der Moment von Sauvins Gedankenübertragung und deren Empfang von der Pflanze wurden durch die 2 000 Meilen entfernte Kurzwellen-Radio-Station Boulder, Colorado, gleichzeitig gemessen. Alle Ergebnisse dieser Experimente, die in vielen Forschungsanstalten der Welt unabhängig bestätigt wurden, beweisen, dass biologische Energieübertragung für Kommunikationszwecke, den konventionellen elektromagnetischen Wellen in vieler Hinsicht überlegen sind.
Literatur
Peter Tompkins und Christopher Bird, Das geheime Leben der Pflanzen, 188 S., Fischer-TB.-Vlg, ISBN: 3596219779
Dagny und Imre Kerner, Der Ruf der Rose. Was Pflanzen fühlen und wie sie mit uns kommunizieren., 211 S. 1994, Kiepenheuer u. W., Köln, ISBN: 3462023918
Bill Schul, Wunderbare Tier- und Pflanzengeheimnisse, Ansata Verlag, Interlaken 1995, ISBN 3715701919
Rupert Sheldrake, Das Gedächtnis der Natur, 447 S. 1992, Scherz, München, ISBN: 3502196613
Rupert Sheldrake, Das schöpferische Universum. Die Theorie des morphogenetischen Feldes, 229 S. 1993, Ullstein TB-Vlg., Berlin, ISBN: 3548353592
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Letzte Änderung am 31. Januar 2004