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Place des Augustins
Genève, Schweiz
Öffentlicher Platz
Wettbewerb 1. Rang
Prix Evariste-Mertens 2014
Bauherr: Ville de Genève, Service de l'aménagement urbain et de la mobilité (SAM),
Département des constructions et de l'aménagement
Der Place des Augustins befindet sich im lebendigen und urbanen Quartier de Plainpalais. Das Quartier zeichnet sich durch eine hohe Durchmischung, belebte Strassen und einem hohem Angebot an Versorgungseinrichtungen aus. Die Blockrandstruktur schafft klare Zonierungen in Strassen-, Trottoir- und Innenhofräume. Die durchgängigen Trottoirstrukturen gewährleisten bis heute die hohe Durchlässigkeit der Stadtstruktur und tragen massgeblich zum lebhaften Charakter des Quartiers bei. Der Place des Augustins übernimmt in dieser Struktur die Funktion eines kleinen Stadtplatzes.
Der Platz war in seiner ursprünglichen Form eine mit Trottoirs eingefasste Rasenfläche, welche mit Bäumen umrandet war. In den 70er Jahren fand durch den Bau der Ifage südlich des Platzes und der Aufhebung der Rue John-Grasset eine städtebauliche Verunklärung der sonst stringenten Blockrand- und Strassenraumstruktur im Quartier statt.
Das Konzept orientiert sich an der ursprünglichen Struktur und gibt dem Platz seine Eigenständigkeit zurück. Die Flucht der Rue John-Grasset definiert die südliche Kante des Platzes. Die Ifage erhält dadurch einen eigenständigen Vorplatz welcher die wichtige Verbindung zwischen der Rue de Carouge und der Rue John-Grasset stärkt. Die umlaufenden Trottoirs rahmen den Platz ein und klären den Übergang zwischen den Strassenräumen und dem Platz.
Der Place des Augustins wird zu einem kleinen Stadtplatz mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Durch eine ruhige und zurückhaltende Gestaltung mit einem Brunnen und der zentralen Kiesfläche bildet er das Gegenstück zu den stark frequentierten Strassenräumen, welche den Platz umgeben. Auf den heutigen Baumbestand wird Rücksicht genommen und mehrere der grossen und identitätsbildenden Bäume werden erhalten. Heckenkörper fassen den Platz ein und bilden einen räumlichen Rand des Platzes. Es entsteht ein innerer Raum welcher in eine grössere, sonnige und eine kleineren, schattige Zone gegliedert ist. Die ehemalige Tramwartehäuschen wird zum Platz hin als Buvette organisiert und belebt das Innere des Platzes.