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Mike Kurt hat sich auch deshalb fürs Weitermachen entschieden, weil in diesem Jahr die Weltmeisterschaften in Prag stattfinden. In der tschechischen Hauptstadt hat er seine grössten Erfolge gefeiert. Er erreichte dort 2006 als Siebter sein bisher bestes WM-Resultat im Einzel sowie mehrere Podestplätze im Weltcup.
Rio noch ungewiss
Auf die WM sei nun die Planung ausgerichtet. Im Anschluss an die nächste Saison wolle er wieder Bilanz ziehen. Er werde sich dann die Frage stellen, ob es Sinn mache, eine vierte Olympia-Teilnahme anzupeilen. «Ich muss jetzt schauen, ob das Feuer noch so stark in mir lodert, dass ich eine Chance habe, bis Rio de Janeiro 2016 an der Spitze zu bleiben», so Kurt.
London gut verdaut
Die Olympischen Spiele haben dem Athleten vom Klub der Solothurner Kajakfahrer noch kein Glück gebracht. Im vergangenen August in London scheiterte er ebenso vorzeitig wie 2008 in Peking und 2004 in Athen. Die erwünschte Medaille ist ihm bisher verwehrt geblieben. In London wurde ihm ein Material-Defekt zum Verhängnis. Kurt hatte sich auf Final-Kurs befunden, als er wegen eines gebrochenen Paddelblatts aus dem Gleichgewicht geriet und ein Tor verpasste.
Kurt berichtet heute, dass er das jüngste Olympia-Out gut verkraftet habe. Er habe kein schlechtes Gefühl, weil er denke, in London nicht versagt zu haben. In technischer, physischer und mentaler Hinsicht wäre er bereit gewesen, glaubt Kurt.
Wie künftig sein Betreuerstab aussehe, sei noch Gegenstand von Abklärungen, sagt Kurt. Der Wiedlisbacher wird nun in ein Trainingslager nach Abu Dhabi (VAE) reisen.