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Flurin Jecker, geboren 1990. Er studierte Biologie und Literarisches Schreiben und arbeitete währenddessen als freier Journalist. 2017 erschien sein Debütroman, wofür er mehrfach ausgezeichnet wurde. Er gibt Workshops in Kreativem Schreiben und lebt als Freier Schriftsteller.
Flurin Jecker hat eine Art Fortsetzung seines Debüts «Lanz» geschrieben: Der Ich-Erzähler ist Anfang 20 und flieht nach Berlin, um seinen Dämonen zu entkommen. Die Technoszene, in der sich der «Held», so der Name der Hauptfigur, bewegt, bildet nicht nur den thematischen Rahmen: Auch die Sprache hat einen mitreissenden Klang: schnell, direkt, witzig, leichtfüssig. Das Buch ist ein überzeugendes Porträt einer Jugend auf der Suche nach Antworten auf grosse Fragen: Liebe, Herkunft, Sinn des Lebens.
«Hier ist eigentlich alles in Butter. Ich wohne immer noch in unserer Wohnung, und die sieht eigentlich auch immer noch aus, wie du sie verlassen hast. Dave findet das lustig, dass es aussieht, als ob du immer noch da wohnen würdest. Er denkt, ich sei wie diese Eltern, deren Kind entführt wurde, und die das Zimmer jahrelang nicht anfassen, weil sie hoffen, dass es irgendwann wieder zurückkommt. Mit dem Unterschied, dass ich wirklich weiß, dass du irgendwann wieder da sein wirst.»
Lesung und Gespräch
Kurzlesung