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Neue Hinweise auf Auto-Teststrecke von Apple in Arizona
Das amerikanische Auto-Magazin «Car and Driver» hat neue Hinweise dafür gefunden, dass Apple eine Teststrecke für autonome Autos in der Nähe von Phoenix im US-Bundesstaat Arizona betreibt. Die Fotos und Recherchen des Magazins lassen darauf schliessen, dass ein Apple Car weiterhin Realität werden könnte.
In der Wüste von Arizona, keine Stunde von Phoenix entfernt, soll Apple eine Auto-Teststrecke betreiben. Diese Vermutung wurde bereits im Jahr 2017 geäussert.
Die beim Dorf Wittmann (Karte) gelegene Teststrecke wurde früher von Fiat Chrysler betrieben, ehe sie ab etwa 2016 zuerst an die Firma «Route 14 Investment Partners LLC» vermietet und anschliessend für 125 Millionen US-Dollar an ebendiese verkauft wurde.
Bei «Route 14 Investment Partners LLC» soll es sich um eine der Strohfirmen von Apple handeln, welche seit Jahren verwendet werden, um das angeblich «Titan» genannte Auto-Projekt des IT-Giganten voranzutreiben.
Neue Recherchen des Auto-Magazins Car and Driver scheinen nun genau dies zu bestätigen.
So hat das Magazin in den Veröffentlichungen des «Arizona Department of Environmental Quality», der lokalen Behörde für Umweltschutz, einen Eintrag zur Teststrecke gefunden, dessen Telefonnummer auf eine für die Teststrecke zuständige Kontaktperson im Silicon Valley hinweist. Weitere Recherchen der Journalisten führten zum Schluss, dass es sich dabei um eine Person handeln könnte, die lange Zeit auch als Umweltbeauftragter für Apple tätig war.
Noch aussagekräftiger sind jedoch die Fotos, welche das Recherche-Team in Arizona schiessen konnte. Sie zeigen ein Fahrzeug mit einer mit Sensoren ausgerüsteten Dachbox. Genau solche Fahrzeuge sind auch in Kalifornien anzutreffen. Aufgrund des Zeitpunkts, wann diese Fahrzeuge erstmals aufgetaucht sind, wie sie sich weiterentwickelt haben und der Tatsache, dass offizielle Papiere Marke und Modell bestätigen, wird davon ausgegangen, dass dies die Autos sind, mit welchen Apple ganz offiziell Tests fürs autonome Fahren durchführt. Über diese Testfahrten an der Westküste erstattet der Konzern den zuständigen Behörden auch regelmässig detailliert Bericht.
All diese Beobachtungen des Automagazins werden gestützt vom meist gut informierten Apple-Insider Mark Gurman. Bereits letzten Dezember berichtete er in einem Bloomberg-Artikel, dass Apple unter dem Decknamen «Sahara» eine Teststrecke in der Nähe von Phoenix betreibe.
Gemäss aktuellsten Zahlen hat Apple kürzlich die Anzahl seiner offiziellen Testfahrer in Kalifornien zwar stark verkleinert, die Anzahl eingesetzter Fahrzeuge blieb jedoch nahezu unverändert. Doch diese Zahlen sind ohnehin nur ein kleines Puzzlestück im Auto-Projekt von Apple, welches zu grossen Teilen hinter verschlossenen Türen stattfindet.
Gemäss dem bereits erwähnten Artikel von Bloomberg seien rund 1000 Mitarbeitende in das «Project Titan» involviert. Der Bericht bestätigt, dass auch in Zürich Entwicklungen fürs Auto laufen würden. Dort arbeite man an einem System namens «Rocket Score», welches die Leistung des autonomen Fahrsystems bewerte.
Apple ziele auf eine Veröffentlichung des ersten eigenen Fahrzeugs im Jahr 2026, heisst es weiter. Das Gefährt soll zuerst nur in Nordamerika auf den Markt kommen und auf dortigen Autobahnen völlig autonom unterwegs sein können. Angestrebt werde ein Verkaufspreis von unter 100’000 US-Dollar.