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Kapitel aus OcCC-Bericht: Trockenheit
OcCC Bericht: Extremereignisse und Klimaänderung
Trockenheit wirkt sich nachteilig auf Menschen, Tiere und Pflanzen aus. In den verschiedenen Klimaregionen der Schweiz treten Trockenperioden oft unterschiedlich ausgeprägt und zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf. Im 20. Jahrhundert ist bei der Trockenheit im Mittelland kein Trend feststellbar. Das Wissen über zukünftige Veränderungen als Folge der Klimaänderung ist beschränkt.
In Trockenperioden bleiben die Niederschläge längere Zeit aus, der Boden trocknet aus, der Grundwasserspiegel sinkt ab und Fliessgewässer sowie kleinere stehende Gewässer führen wenig Wasser oder trocknen aus. Die Auswirkungen der Trockenheit auf die Landwirtschaft und andere wirtschaftliche Sektoren hängen wesentlich von der Jahreszeit ihres Auftretens ab (Wachstumsperiode bei der Landwirtschaft, Beginn der Skisaison für den Wintertourismus etc.). Zudem wird Trockenheit im Vergleich mit den durchschnittlichen klimatischen Bedingungen einer Region beurteilt.
In der Schweiz ist zumindest im Mittelland der Wasserstand bzw. der Abfluss in kleineren und mittleren Bächen und Flüssen ein gutes Mass für die Trockenheit. Er zeigt die Wasserbilanz eines ganzen Einzugsgebiets. Einzelne Regentage, die eine längere Trockenperiode unterbrechen, fallen dabei kaum ins Gewicht. Das betrachtete Fliessgewässer darf aber nicht von einem See gespeist werden oder künstliche Zu- oder Ableitungen haben. Im Gebirge ist der Abfluss wegen dem Abschmelzen von Schnee und Eis kein gutes Mass für die Trockenheit. Niedrige Abflüsse werden dort in den Wintermonaten beobachtet.
Quelle: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Kapitel 2.3 Trockenheit. Bern.