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Allgemeines: Die in Apotheken und Drogerien erhältlichen Senfpflaster kann man auch selbst bereiten, indem man den pulverisierten Samen mit lauwarmem Wasser zu einem dicken Brei anrührt. Man wendet die Senfpflaster an, um Geschwüre aufzuziehen, Schmerzen abzuleiten und zurückgetretene Hautausschläge wieder hervorzurufen. Sie leisten auch schmerzlindernde Dienste bei Gicht und verwandten Leiden, ebenso bei Lungenentzündung. Senf wirkt örtlich reizend. (Hausmütterchen 1901)
Das im Senf enthaltene Senföl ist ein Reizmittel und wirkt, wie die Reizstoffe aller scharfen Gewürze, schädigend, wenn nicht wirklich Mass angewandt. (Kochbuch 1932)
Rezept 1 Senfplaster (Haushaltbuch von 1901):
Den pulverisierten Samen mit lauwarmem Wasser zu einem dicken Brei anrühren und in einem Leinenpäcklein auf die betreffende Stelle auflegen, bis sich die Haut lebhaft gerötet hat.
Rezept 2 Senfmehlwickel (Zusammenzug aus mehreren erzählten Rezepten):
100-200 gr Senfsamen zermahlen und mit lauwarmem Wasser oder Kräutertee zu einer streichfähigen Paste anrühren. Diesen Brei gibt man zwischen zwei Gazestücke oder bestreicht damit ein Leinentüchlein und klappt dieses zu einem Päcklein; die Stelle, die auf der Haut aufliegt soll befeuchtet sein. Auf die betroffene Stelle legen und kurz einwirken lassen (1 – 10 Minuten). Sobald die betreffende Hautstelle Schmerz verursacht, die Auflage entfernen, die Haut mit lauwarmem Wasser reinigen, trocknen, mit einem Pflanzenöl (Johannisöl) einreiben und warm zudecken.
Tipp bei zu starker Wirkung: Die Senfsamen zur Hälfte mit Leinsamen mischen.