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Die Welt steht nach Überzeugung des legendären Rohstoffinvestors Jim Rogers vor einem neuerlichen und heftigen Anstieg des Reispreises.
Derzeit sinken die Lagerbestände und die Ernte in Indien ist aufgrund geringer Niederschläge in der Monsunsaison besonders niedrig ausgefallen, so Rogers, der den Beginn der Rohstoffhausse 1999 korrekt vorausgesagt hatte.
Wetterkapriolen mit Folgen
«Die Welt ist sehr anfällig gegenüber Produktionsproblemen geworden», sagte Rogers: «Wir sehen die Folgen bereits jetzt in Indien - irgendwann werden sich die Probleme beim Preis auswirken.» Die Lagerbestände der fünf wichtigsten Reisexporteure der Welt werden nach einer Prognose von Concepcion Calpe von der United Nations Food and Agriculture Organization in diesem Jahr auf ein Fünfjahrestief sinken.
Zuletzt im April 2008 hatte eine vergleichbare Entwicklung den Reispreis am Weltmarkt stark steigen lassen. Bei 25.07 Dollar je 100 Pfund war ein Rekordpreis zu zahlen. Zum Vergleich: An der Rohstoffbörse Chicago Board of Trade war für Reis im April 2002 der bislang niedrigste Preis zu zahlen, er fiel bis auf 3.52 Dollar.
Nun wird nach Angaben von Calpe der schwächste Monsunregen in Indien seit 1972 in diesem Jahr eine Reduzierung der Reisproduktion von 18% nach sich ziehen. Zugleich leidet der Süden Indiens unter massiven Überflutungen, was die Reisproduktion ebenfalls beeinträchtigen wird. In Vietnam und anderen Ländern Südostasiens haben die jüngsten Wetterkapriolen ihre Spuren an der Reisproduktion und an den Lagerbeständen hinterlassen.
Investor Jim Rogers sieht in jedem Fall eine sinkende Produktion, wofür es verschiedene Gründe gebe, erläuterte der Rohstoffexperte. Die Probleme hingen nicht immer mit dem Wetter zusammen: «Viele Reisbauern bekommen auch wegen der Finanzkrise inzwischen kaum noch Kredite.»