Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03141.jsonl.gz/3609

In Paarhaushalten ist neben der Haus- und Familienarbeit auch die Erwerbsarbeit ungleich aufgeteilt; dies trifft insbesondere auf Familienhaushalte zu. Meist reduziert die Frau ihr Erwerbspensum oder verzichtet (vorübergehend) ganz auf eine Erwerbstätigkeit, wenn Kinder im Haushalt leben. Am häufigsten wird in Familienhaushalten ein Modell mit vollzeiterwerbstätigem Vater und teilzeiterwerbstätiger Mutter gewählt, gefolgt vom Modell mit vollzeiterwerbstätigem Vater und nicht erwerbstätiger Mutter.
Mit zunehmendem Alter der Kinder zeigt sich einerseits eine Abnahme der Haushalte mit nicht erwerbstätiger Mutter und andererseits eine Zunahme der Haushalte mit Müttern, welche ein höheres Pensum (Teilzeit 50-89% oder Vollzeit) haben. Nur wenige Paarhaushalte wählen ein Modell, bei welchem beide Partner teilzeiterwerbstätig sind, am häufigsten ist dieses Model bei Familien mit jüngstem Kind unter 4 Jahren. In einem kleinen Anteil der Haushalte ist der Partner nicht oder Teilzeit (1-89%) und die Partnerin Vollzeit erwerbstätig. Dies ist häufiger der Fall, wenn keine Kinder im Haushalt leben.
Seit 1992 ist der Anteil Paarhaushalte mit vollzeiterwerbstätigem Partner und nicht erwerbstätiger Partnerin stark zurückgegangen, vorwiegend zu Gunsten des Modells mit vollzeiterwerbstätigem Partner und teilzeiterwerbstätiger Partnerin. Paare, in denen beide Partner teilzeiterwerbstätig sind, machen auch heute noch eine Minderheit aus, obwohl ihr Anteil seit 1992 deutlich zugenommen hat.
Weiterführende Informationen
Publikationen
Erwerbsmodelle bei Paaren mit Kindern, Kapitel 11, Seiten 35-36
Karten
Bilder