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Die Schweizer Landwirtschaft war zwischen 1939 und 1990 im Durchschnitt einem schwachen Strukturwandel ausgesetzt. Die Konstellation von schwachem Anpassungsdruck und starkem Abwanderungssog ermöglichte einen sozialverträglichen Strukturwandel. Die alte Agrarpolitik (bis 1992) verminderte nicht nur erfolgreich den Anpassungsdruck auf die Landwirtschaft, sondern neutralisierte mit progressiv steigendem Mittelaufwand die Sogwirkung der übrigen Wirtschaft in einem bedeutenden Ausmass. Dieser Befund widerspricht der weit verbreiteten Wahrnehmung eines ungebremsten “Bauernsterbens”. Die Abwanderung aus der Landwirtschaft wurde aktiv gebremst. Die damit verbundene stetige Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit vor allem seit Ende der 60er Jahre ist eine schwere Hypothek für die Zukunft.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.