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Bahá'í-Gemeinde Reinach
Kontakt
Telefon 031 352 10 20 (nationales Bahá‘í-Sekretariat Bern)
Mail: <email-pii>
Geschichte
Nachdem einige Bahá’í in Reinach Wohnsitz nahmen, wurde 1978 der erste lokale Geistige Rat gebildet.
In Basel leben zurzeit etwa 25-30 Bahá’í (Stand 2015); in Basel-Land und den angrenzenden Kantonen ca. 45, in der Schweiz ungefähr 1’100 und weltweit rund 6 Millionen. Die Altersstruktur ist durchmischt. Bahá’í-Literatur ist in über 800 Sprachen erhältlich und an ca. 132’000 Orten der Welt wohnen Bahá’í.
Die Gemeinden sind altersmässig durchmischt. Die Mitgliederzahl ist stagnierend.
Lehre und Ziele
Selbstdarstellung:
«Im Mittelpunkt der Bahá‘í-Lehren stehen die Einheit Gottes, die Einheit der Religionen und die Einheit der Menschheit. In allen Religionen wird eine gemeinsame Grundlage gesehen, die das Fundament der Einheit der Menschheit bildet. (Deshalb wird in den Häusern der Andacht nebst der Lesung aus den Bahá‘í-Schriften auch z.B. aus der Bibel, der Thora, dem Koran oder anderen Heiligen Schriften gelesen.) Die moralischen und sozialethischen Forderungen nach Gleichwertigkeit aller Menschen und nach Weltfrieden sind zusammengefasst in Grundsätzen und Zielen:
• Einheit in der Mannigfaltigkeit
• Eigenständige Suche nach geistiger Wahrheit
• Alle Religionen basieren auf einer gemeinsamen Grundlage
• Religion soll zu Einigkeit und Eintracht unter den Menschen führen
• Einklang von Religion und Wissenschaft
• Gleichwertigkeit von Frau und Mann
• Überwindung von Vorurteilen jeglicher Art gegen Rassen, Klassen, Religionen und Minderheiten
• Verwirklichung des Weltfriedens
• Ermöglichung von Erziehung und Bildung für alle Menschen
• Streben nach weltweiter sozialer Gerechtigkeit
• Einführung einer Welthilfssprache
• Einsetzung eines Weltschiedsgerichtshofs
Folgende geistigen Aktivitäten bilden die wesentlichen Elemente des Bahá’í-Lebens:
- das tägliche Sprechen eines Pflichtgebetes,
- das regelmässige Lesen in den Heiligen Schriften,
- die meditative Besinnung über die Lehren im Geiste des Gebets,
- das tägliche Bemühen, unser Verhalten mehr in Übereinstimmung mit den hohen Massstäben zu bringen, die in den Lehren dargelegt sind.
- das Lehren der Sache Gottes.
- selbstloser Dienst für den Glauben und in der Ausübung unseres Gewerbes oder Berufes.
Ferner wird während des Fastenmonats (2. – 20. März)19 Tage lang gefastet (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird nicht gegessen und nicht getrunken). Narkotika, Alkohol und alle Substanzen, die den Verstand beeinflussen, müssen gemieden werden.»
→ Glaubensinhalte
Zusammenarbeit
Die Bahá’í sind Mitglied beim Runden Tisch der Religionen, der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft der Schweiz (IRAS COTIS) und nehmen sporadisch bei interreligiösen Veranstaltungen teil.
Organisation, Finanzen
Der Geistige Rat, zu dem der Vorsitzende, der Vizevorsitzende, der Kassier und weitere Mitglieder gehören, besteht aus neun jährlich neu gewählten Mitgliedern. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Mitgliedschaftsinteressierte werden über Glaubensgrundlagen informiert und unterschreiben anschliessend eine Karte, mit der sie folgende Punkte erklären:
- Anerkennung Bahá’u’lláhs als Manifestation Gottes für unser Zeitalter
- Anerkennung der Gebote
- Anerkennung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit
Die Bahá’í-Gemeinde Reinach finanziert sich, wie jede Bahá’í-Gemeinde weltweit, über Spenden, die anonym und auch nur von Bahá’í selbst geleistet werden dürfen. Der Geistige Rat verwaltet das Geld. Die Einnahmen dienen zur gegenwärtigen Zeit hauptsächlich der Miete und der Finanzierung der Angebote. Des weiteren wird der Nationale Rat mit den Spenden unterstützt.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Die Gemeinde verfügt über kein eigenes Lokal, Zusammenkünfte finden in Privatwohnungen statt. Für grössere, öffentliche Feste werden Räumlichkeiten gemietet.
- Gottesdienste
Es finden ein bis zwei Mal pro Monat verschiedene Andachten in Privatwohnungen statt.
- Erwachsene
Es werden Studienkreise angeboten. Ausserdem finden alle 3 Monate regionale Bereichstreffen statt. Auf nationaler Ebene treffen sich Bahá’í und Interessierte an der jährlichen Winterschule.
- Kinder und Jugendliche
Die Bahá’í legen grossen Wert darauf, Kinderklassen abzuhalten. Auf spielerische Weise werden Bahá’í-Lehren vermittelt. Gegenwärtig (2015) gibt es in Reinach eine Kinderklasse.
In den Juniorengruppen gibt es Unterweisungen über Bahá‘í und andere Religionen. Sie werden auf Anfrage angeboten und stehen allen offen.
- Weitere Angebote
Jeweils am ersten Tag jedes Bahá‘í-Monats findet das 19-Tage-Fest statt. Es hat einen geistigen, einen administrativen und einen sozialen Teil und ist nur für erklärte Bahá‘í (=Mitglieder) offen.
Für Interessierte werden die Neunzehntagefeste als Einigkeitsfest gestaltet, d.h. im beratenden Teil werden keine Fragen besprochen, die die Gemeindeführung betreffen.
Zu den neun jährlichen Festtagen werden wie zu allen übrigen Anlässen auch Aussenstehende eingeladen.
- Diakonie
Diakonische Tätigkeiten übernehmen die einzelnen Gläubigen je nach Bedarf. Auch die Junioren betätigen sich innerhalb ihrer Juniorenklassen diakonisch.
- Seelsorge
Der geistige Rat ist für die Seelsorge zuständig.
Die Gemeinde macht vorwiegend durch persönliche Gespräche auf sich aufmerksam.
Sie lädt zu den oben genannten Aktivitäten (Andachten und Studienkreisen, Kinderklassen und Juniorengruppen) ein. Sporadisch werden öffentliche Vorträge mit Fragebeantwortung veranstaltet.
Literatur, Zeitschrift
Der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland (Hrsg.), Sechs Schritte zum geistigen Wachstum, Hofheim-Langenhain 1991.
Manfred Hutter: Handbuch Bahá’í. Geschichte - Theologie - Gesellschaftsbezug. 2009.
Stephan A Towfigh: Die Bahá’í-Religion: Ein Überblick. 2007.
Weitere Links
(Für die Inhalte der verlinkten Seiten übernehmen wir keinerlei Verantwortung!)
www.bahai.ch
www.bahai-verlag.de