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Eine weite Reise zu sich selber
Michael Stierlin sagt heute, er habe neues Selbstvertrauen gewonnen und wolle Verantwortung übernehmen. Davor musste er Schicksalsschläge und Alkoholsucht überwinden.
von Sabine Tschudi
Mit der Nabelschnur um den Hals startet Michael Stierlin seine Reise in diese Welt. Sein erster Zufluchtsort ist nicht die Brust der Mutter, sondern der Brutkasten, doch die kurze Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr zum Gehirn hinterlässt Spuren. Nach dem Kindergarten folgt die Einführungsklasse. In der zweiten Klasse müsste er dann jedes Wochenende durchbüffeln, um mithalten zu können. Darum beendet er die Schulzeit in Braunwald, wo umfassend auf sein Lerntempo eingegangen werden kann.