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«Wo ist eigentlich der Präsi?», fragen sie sich in der SVP. In der «Arena» jedenfalls nicht. Dort wechseln sich Roger Köppel und Thomas Aeschi ab. Alles in Ordnung, versichert Marco Chiesa. Doch will die Partei wirklich mit einem schwachen Präsidenten in den Wahlkampf ziehen?
Verschwommener Präsident vor gestochen scharfer Schweizer Fahne.
Anthony Anex / Keystone
Albert Rösti musste gehen und blieb noch acht Monate. Marco Chiesa musste übernehmen und blieb von Anfang an weg. Rösti trat kurz vor Weihnachten 2019 unter Druck ab und hielt bis Ende August 2020 durch. Die Suche nach einem Nachfolger war weniger einfach, als die Partei-Granden gedacht hatten. Die beiden Favoriten, Esther Friedli und Marcel Dettling, wollten nicht, und die, die wollten, wollte die Parteileitung nicht. Marco Chiesa wollte eigentlich auch nicht, aber irgendwann hiess es: Du willst. Im Tessin, wo er herkommt, und in der Westschweiz, wo er studiert hat, konnte er als Parteipräsident Tritt fassen. In der Deutschschweiz blieb er der grosse Unbekannte. In den Sektionen hiess es schon bald: «Wo ist eigentlich der Präsi?»