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Hervé arbeitet seit Jahrzehnten in einer nordfranzösischen Schuhfabrik; seine Frau Véronique ist im örtlichen Hallenbad angestellt. Als die Fabrik nach Tunesien verlegt wird, verliert Hervé seine Stelle, kauft aber mit der Abfindung ein Boot, um seiner Leidenschaft, dem Angeln, nachzugehen. Er gewinnt sogar seinen desinteressierten jugendlichen Sohn Vince dafür, zumal dieser erkennt, dass der Fischfang lukrativ sein kann. Doch dann wird Hervé mit gesetzlichen Hürden konfrontiert, die sein neues Kleingewerbe behindern. Gleichzeitig tritt in Tunesien der junge Foued in der Schuhfabrik Hervés ehemalige Stelle an. Er ist verliebt in die Kollegin Karima, die es mit ihm aber nicht so ernst meint. Als Foued erkennt, dass er mit dem Verdienst in der Fabrik seine kranke Mutter und sich selbst kaum durchbringen kann und Karima mit einem andern liebäugelt, gibt er seinem Leben eine ganz andere Wendung.
Walid Mattar gelingt in Vent du nord eine geschickte und elegante Verflechtung von Schicksalen an beiden Enden wirtschaftlicher und demografischer Bewegungen zwischen Europa und Nordafrika. Als Vince ist mit Kacey Mottet Klein ein Schweizer Jungstar mit von der Partie; Foued wird gespielt vom tunesischen Rapper Mohamed Amine Hamzaoui.
Drehbuch: Leyla Bouzid, Claude Le Pape, Walid Mattar
Kamera: Martin Rit
Mit: Philippe Rebbot (Hervé Lepoutre), Mohamed Amine Hamzaoui (Foued Benslimane), Kacey Mottet Klein (Vincent Lepoutre), Corinne Masiero (Véronique Lepoutre), Abir Bennani (Karima), Khaled Brahmi (Chiheb), Thierry Hancisse (Bernard)
89 Min., Farbe, DCP, F+Arab/e