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11 Diversity management
In einer Organisation ist das „Management der Vielfältigkeit“ (diversity management) eine Strategie, die zum Ziele hat, die Berücksichtigung, die Anerkennung und das Zurückgreifen auf die Verschiedenartigkeit zu fördern. Die Menschen haben alle eigene Merkmale, sei es beispielsweise ihr Alter, ihre Herkunft (soziale und geografische), ihr Geschlecht, ihre sexuelle Neigung, ihre physischen und psychischen Fähigkeiten, ihre Religion oder ihre ideologischen Ansichten.
Bei der Planung und Umsetzung eines Projektes in einer Jugendorganisation kann die Berücksichtigung der Verschiedenartigkeit für den Erfolg des Projektes ein entscheidendes Element sein. Es ist also notwendig, sich während der Planung einige Fragen zu stellen, um zu überprüfen, dass sich ein Projekt an eine möglichst grosse Anzahl Teilnehmer – junge Männer und junge Frauen, Jugendliche ausländischer Herkunft (oder Mitglieder einer anderen Gemeinschaft), Jugendliche mit Behinderung usw. – richtet.
- Die persönlichen Möglichkeiten und Lebensbedingungen der verschiedenen vom Projekt betroffenen Jugendlichen spezifisch berücksichtigen.
- Früh genug die Frage betreffend Unterschiede behandeln, nicht zögern seine persönliche Meinung zur Frage zu äussern.
- Auf gezielte Weise auf die am Projekt interessierten Jugendlichen zugehen, damit sich diese vom Projekt angesprochen fühlen.
- Allen Teilnehmenden die gleichen Teilnahmemöglichkeiten anbieten, wenn nötig gewisse Anpassungen (Standorte, Programm) vornehmen.
- Bei der Evaluation des Projektes immer die Frage der Vielfältigkeit angehen.
Wie konkret vorgehen?
Anfänglich ist es sehr praktisch, eine Checkliste zu erstellen. Diese ermöglicht es, sich die richtigen Fragen in der richtigen Reihenfolge zu stellen und methodologisch zu arbeiten, damit bei der Berücksichtigung der Vielfältigkeit nichts vergessen geht. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) schlägt für die Berücksichtigung der Genderaspekte in den Jugendprojekten, wie auch für die Integration der Jugendlichen mit Behinderung in den Jugendaktivitäten spezifische Checklisten vor. Mit einigen einfachen Anpassungen können diese Checklisten ohne weiteres für die Berücksichtigung anderer Aspekte, mit dem Ziel ein Projekt zu erarbeiten und zu planen, unter Berücksichtigung aller Arten der Vielfältigkeit, angewendet werden.
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