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Trotz Ablehnung der Motion Aebischer zur Titeläquivalenz sieht die Bildungskommission Handlungsbedarf und verlangt eine Lagebeurteilung zu den Abschlüssen in der höheren Berufsbildung.
12.3511 n Mo. Nationalrat (Aebischer Matthias). Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung
Die Bildungskommission hat an ihrer Sitzung die Motion von Nationalrat Aebischer zur Titeläquivalenz für die höhere Berufsbildung behandelt und dazu verschiedene Institutionen und Organisationen zu einer Anhörung eingeladen. Angehört wurde die Vize-Präsidentin der EDK, Regierungsrätin Regine Aeppli; Franziska Lang-Schmid, Präsidentin der Konferenz der Höheren Fachschulen; Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes und Véronique Polito, Zentralsekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes.
Die Kommission anerkennt die Wichtigkeit der höheren Berufsbildung und versteht die Schwierigkeiten der Personen, die sich im Ausland mit ihren Abschlüssen bewerben wollen. Die Kommission war jedoch nicht überzeugt, dass die Motion der richtige Weg sei, um die höhere Berufsbildung zu stärken. Der “Professional Bachelor“ oder „Professional Master“ würde eher Verwirrung mit den akademischen Abschlüssen stiften und die Hochschullandschaft verunsichern. Deshalb hat die Kommission mit 8 gegen 1 Stimmen und 4 Enthaltungen die Motion abgelehnt. Sie überwies jedoch einstimmig ein Kommissionspostulat (14.4000 s), welches den Bundesrat beauftragt, einen Bericht zur höheren Berufsbildung vorzulegen. Der Bericht sollte Lösungen aufzeigen, wie die schweizerischen Titelabschlüsse aufgewertet und eine bessere internationale Anerkennung erreicht werden kann. Ausserdem sollte auch ein Baukasten mit klaren Titel-Übersetzungen in den „Diploma Supplements“ erarbeitet werden, der eine grösstmögliche Vergleichbarkeit zu den akademischen Abschlüssen herstellt.
14.068 s Beteiligung der Schweiz an «Europäische Spallationsquelle ESS». Kredit 2013–2016. Änderung
Die Kommission spricht sich für den Antrag des Bundesrates aus, die Beteiligung der Schweiz an der Europäischen Spallationsquelle (ESS) fortzusetzen. Diese Forschungsinfrastruktur mit Sitz in Schweden soll die weltweit leistungsfähigste Neutronenquelle werden. Mit deren Hilfe wird die Forschung Einblicke in verschiedene Materialien oder biologische Strukturen gewinnen und so Grundlagen für neue technische Geräte oder Medikamente schaffen.
Die Kommission stimmt dem Verpflichtungskredit von 97,2 Millionen Franken mit 12 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung zu. Mit diesem leistet die Schweiz bis 2026 einen finanziellen Beitrag an den Bau und den Betrieb der Forschungsinfrastruktur. Die Schweiz ist als assoziierter Staat an diesem Projekt beteiligt.
Die Kommission hat am 20. und 21. Oktober 2014 unter dem Vorsitz von Ständerätin Géraldine Savary (SP/VD) in Bern getagt.
Bern, 21. Oktober 2014 Parlamentsdienste