Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03641.jsonl.gz/2060

- Trennung zwischen strukturiertem Inhalt und Layout
- Kürzere Ladezeiten
- Offene Standards
- Zugänglich für alle Geräte
- Drucklayout
- Bessere Indizierung durch Suchmaschinen
- Einfache Sprache
- Gesetzliche Rahmenbedingungen
- Positives Image
- Qualität und Nachhaltigkeit
- Quellen
Trennung zwischen strukturiertem Inhalt und Layout
(X)HTML ((EXtensible) Hyper Text Markup Language)) ist keine Programmier- sondern eine Seitenbeschreibungssprache. In einem HTML-Dokument wird zum Beispiel die Information, dass ein Wort oder ein Satz wichtig ist, durch den "Tag" <strong> gekennzeichnet. Wie das HTML-Dokument dargestellt wird, steht in der Cascading Style Sheets) (Cascading Style Sheets)-Datei. In dieser Datei steht die Information, dass alle Texte, die zwischen dem <strong> und dem </strong> Tag stehen, fett und mit einer grösseren Schrift dargestellt werden. Die Grösse der Schrift richtet sich nach der Standardschriftgrösse aus, die der Benutzer eingestellt hat. Das heisst, dass Besucher die nicht mehr so gut sehen oder einen Computer mit einer hohen Bildschirmauflösung verwenden, die Seite mit einer grösseren Schrift sehen können und das Layout sieht immer noch wie vorgesehen aus; oder dass die Breite und die Position der Texte sich an die Grösse des Browserfensters anpasst. Diese strikte Trennung von strukturiertem Inhalt (X)HTML und den Informationen wie das Layout dargestellt werden soll durch das CSS ist der Grundstein für jede barrierefreie Website. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Quellcode sauber und valide, das heisst nach den Normen der HTML-Spezifikation, ist.
Kürzere Ladezeiten
Bei einer barrierefreien Webseite sind die Ladezeiten meist kürzer da, der HTML-Code in der Regel kompakter ist und weniger Bilder verwendet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die CSS-Datei, die in der Regel für alle Seiten einer Website gültig ist, nur einmal übertragen werden muss. Aus diesen Gründen muss der Browser des Besuchers/der Besucherin weniger arbeiten. Und der Besucher oder die Besucherin kann schneller die Webpage ansehen. Wenn Sie einen eigenen Server betreiben, können Sie so "Traffic-Kosten" ,Kosten für die übertragung der Daten Ihrer Webpage, sparen.
Offene Standards
Da alle verwendeten Technologien von herstellerübergreifenden Organisationen normiert sind, können barrierenfreie Websites auch in Zukunft genutzt werden.
Zugänglich für alle Geräte
Barrierefreiheit bedeutet, dass Internetseiten sowohl plattform- als auch browserübergreifend problemlos dargestellt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Seite mit Handy's, PDA's, Braillezeile - das ist ein Hilfsmittel mit dem die Ausgaben des Computers in Blindenschrift (Brailezeichen) umgesetzt werden -, Sprachausgabe oder einem "normalen" Computer besucht wird. Wenn mit einem Computer auf die Site zugegriffen wird, ist es völlig gleichgültig, welches Betriebssystem oder welcher Browser verwendet wird, ob Javascript läuft oder welche Plugins - das sind kleine Hilfsprogramme - installiert sind. Damit können alle Besucher Ihre Website optimal nutzen.
Um die individuellen Fähigkeiten der verschiedenen Geräte wie Computer, Handy's oder Braillzeile optimal zu nutzen, können die verschiedenen Geräte mit einzelnen Stylesheets angesprochen werde, dadurch kann das Potenzial optimal ausgeschöpft werden.
Drucklayout
Durch eine separate CSS-Print Datei werden nur die für das Lesen auf Papier relevanten Teile ausgedruckt, die unwichtigen, z.B Navigation, Werbebanner, erscheinen nicht.
Bessere Indizierung durch Suchmaschinen
Da Google und Co. die gleichen Schwierigkeiten haben wie Menschen mit einer Behinderung, werden barrierenfreie Websites in der Regel besser indiziert und bewertet.
Einfache Sprache
Da barrierenfreie Sites in einer möglichst einfachen Sprache (nötige Fach- und Fremdwörter werden erklärt) geschrieben sind, können auch fremdsprachige Menschen die Texte gut lesen.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Seit dem 1.1.2004 ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) im Zusammenhang mit der Behindertengleichstellungsverordnung (BehiV) in Kraft. Nach Art. 10 BehiV müssen Internetangebote des Bundes explizit so gestaltet sein, dass behinderte Menschen diese barrierefrei nutzen können. Kantone, Gemeinden und Organisationen, die von der öffentlichen Hand finanziert werden, müssen das auch früher oder später umsetzen.
Positives Image
Barrierefreiheit ist gegenwärtig auch ein emotionaler Faktor, der für Unternehmen, Vereine und Verbände eine Rolle spielt. Barrierefreiheit bedeutet für Unternehmen Image-Gewinn, da sie zeigen können, dass soziales Engagement gross geschrieben und praktisch gelebt wird. Dieser Effekt lässt sich in der Kommunikation positiv auswerten, da Barrierefreiheit ein hohes PR-Potential mitbringt.
Qualität und Nachhaltigkeit
Barrierefreiheit ist letztendlich eine Frage der Qualitätssicherung und der Nachhaltigkeit, denn barrierefreie Webseiten sind in allen Browsern zugänglich, das bedeutet: sie sind rückwärts und vorwärts kompatibel und somit schon heute für die Zukunft gerüstet. Durch den Einsatz von CSS und die Trennung von Inhalt und Design, wird ein zukünftiger Pflegeaufwand der Inhalte deutlich geringer, da der Inhalt getrennt vom Design gepflegt und verwaltet werden kann. Das betrifft natürlich auch eine zukünftige änderung des Designs, das ebenfalls getrennt vom Inhalt angepasst werden kann. Das bietet Ihnen heute deutlich mehr Investitionssicherheit, da Ihre Kosten transparent bleiben und nachhaltig reduziert werden.