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Mr. Peabody & Sherman (2014)
Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman
Mr. Peabody & Sherman (2014) Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman
Oder: I don't get it...
Er hat in seinem Leben einiges erreicht: Nicht nur ist Mr. Peabody ein genialer Erfinder, berät verschiedene Staatsmänner, wurde mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, kocht sensationell und ist sportlich auf der Höhe, er hat ausserdem einen Jungen namens Sherman adoptiert. Das wäre an sich schon toll, wird aber noch bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Mr. Peabody ein Hund ist! Und dieser Hund wird nun mit etwas konfrontiert, das er schlichtweg nicht kennt - Sohnemann Sherman hat nämlich am ersten Schultag bereits ein Mädchen namens Penny in den Arm gebissen. Und bevor ihm die Sozialbehörde den kleinen Jungen wieder wegnimmt, organisiert Peabody ein Treffen mit Penny und deren Eltern.
In seiner Wohnung sollen die Wogen geglättet werden und die Kinder Frieden schliessen. Als der kleine Sherman dann auf die Zeitmaschine aufmerksam macht, die im Keller steht, ist es um Penny geschehen. Gemeinsam machen sie sich auf die grosse Abenteuer-Tour, von der nur noch Sherman zurückkommt. Penny hat sich im alten Ägypten einen Pharao angelacht und will dort bleiben. Peabody und Sohn starten zur grossen Rettungsaktion, die sie vom Nil über Florenz, Frankreich bis ins antike Griechenland bringt. Selbstverständlich immer gerade dorthin, wo die grossen geschichtlichen Ereignisse passieren. Das ist nicht ganz ungefährlich...
Film-Rating
Die Abenteuer des zeitreisenden Hundes mit seinem Adoptivsohn wurden bereits in den Fünfzigerjahren als Zeichentrickfilm bekannt. Damals noch als Teil einer Unterhaltungsshow, machten sich die Verantwortlichen bereits 2003 daran, einen "abendfüllenden" Film zu produzieren. Das klappte technisch nicht so recht (man wollte reale Figuren und einen animierten Hund), weshalb Dreamworks übernahm und nun ihr Resultat präsentiert: Mr. Peabody and Sherman.
Bereits in den ersten Minuten wird klar, dass die Geschichte zwar familiengerecht erzählt wird, aber trotzdem leise sarkastische Untertöne hat. Das zeigt sich vor allem bei den Kommentaren des Hundes und der nicht immer überzeugenden Intelligenz der besuchten Figuren in der Weltgeschichte. Vor allem Agamemnon aus Griechenland ist in Sachen Humor und Witz ganz vorne anzusiedeln. Aber auch der im Original von Stanley Tucci gesprochene Leonardo Da Vinci, der sich mit seiner Mona Lisa (gesprochen von Lake Bell) rumärgert, ist lustig geworden. Dagegen fallen die Franzosen etwas ab...
Die Story von Mr. Peabody and Sherman ist praktisch durchgehend unterhaltsam, bringt Slapstick und Wortwitz an die Zuschauer, vergisst dabei aber nicht, dass trotz all dem Spass auch ein gewisser Lerneffekt vorhanden sein sollte. Vor allem Hund Peabody ist diesbezüglich sehr darauf bedacht, immer wieder etwas Ernsthaftigkeit ins Spiel zu bringen.
Fazit: Mr. Peabody and Sherman kommt in sehr gelungenem 3D ins Kino (es hat ein paar schöne und typische Effekte) und macht fast durchgehend Spass. Mitunter ist die Sache etwas gar auf die Kleinen gezielt, aber das kann man bei einem sprechenden Hund und dem vorwitzigen Bub sicher verdauen. Ausserdem machen das Ende und die Auflösung der Problematik den Eindruck, als hätte man etwas unter Zeitdruck gestanden. Da wäre sicher mehr möglich gewesen. Trotzdem, knapp 90 Minuten lang solide animierter und unterhaltender Zeitvertreib.
Bei Mr. Peabody and Sherman wurde auch eine schöne Tradition wieder aufgenommen. Man zeigt nämlich einen Animations-Kurzfilm vor dem eigentlichen Filmstart. Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf Home, in dem Steve Martin (stimmlich) als "Captain Smek" auf Planetensuche geht.
OutNow.CH:
20.02.2014 / muri
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