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Die Schweizerin Ursula Suter fertigt nach diesem Verfahren hochdimensionale Stücke im Rahmen des echten Filzens. Ihre Technik ist auch eng mit den in Japan und Westafrika praktizierten Formen des „Stitched-Resists“ verwandt (Abb. 12a-d). Suter beginnt mit hauchdünn ausgelegter Wollfläche. Sie faltet, stülpt oder rafft die Flächen sanft in Reihen zu paralleler Falten. Jede Falte ist mit einem dünnen Plastikstreifen bedeckt und wird mit Nadel und Faden leicht vernäht. Wenn sie zur Bearbeitung übergeht, bleibt kein Bereich vor dem Schrumpfen verschont. Der abgedeckte Bereich mit dem Kunststoffstreifen filzt nur für sich selbst, und bleibt mehr oder weniger erhaben. Wenn das Filzen abgeschlossen ist, stehen die Rippen in verschiedenen Formen von der Oberfläche ab (Abb. 13-15).
In einigen Fällen wird vor dem Filzen eine spinnennetzartige Schicht aus Seidenfasern auf die Oberfläche gelegt, was einen ähnlichen Effekt wie bei persischem Lamm erzeugt.
Nuno ist das japanische Wort für Stoff, und Nuno-Filzen bezieht sich auf die Technik des Filzens gemeinsam mit einem vorhandenenGewebesubstrat. In den frühen 1990er Jahren experimentierten mehrere Künstler, darunter Patricia Sparks und Polly Stirling, mit diesem Konzept. Der Begriff, der von Stirlings Assistent Sachiko Kotaka geprägt wurde, blieb stecken. Beim Versuch, transparente, leichte Filze herzustellen, verwendeten sie Wolle sparsam und lockten die Fasern durch ein transparentes Gewebe wie Seidenchiffon. Sie stellten fest, dass die Wollfasern bei einer ausreichend offenen Bindung durch das Gewebe wandern und eine neue Art von Material erzeugen würden. Diese Innovation wirkte sich nicht nur auf das Filzhandwerk aus, sondern auch auf die Verwendung von Filz. So konnten reine Textilien hergestellt werden, die für Fensterbehandlungen oder weiche, drapierende Stoffe für die Mode geeignet waren.
Ort: New York (USA)
Museum: Cooper-Hewitt National Design Museum
Datum Opening Party: 5. März 2009
Ausstellungsdauer: 5. März 2009 bis September 2009
Ich arbeitete unter dem Titel „Licht und Schatten“, experimentierte mit veschiedenen Materialien und meiner eigenen Technik zur Oberflächengestaltung.