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Die Fähigkeit des Bibers, seinen Lebensraum aktiv nach seinen eigenen Bedürfnissen zu verändern, ist einzigartig im Tierreich. Seine Aktivitäten führen zu einer grossen strukturellen Vielfalt und einer verbesserten Dynamik sowohl im als auch um das Wasser herum. Der Biber ist eine Schlüsselart für aquatische Landschaften und Lebensräume: Das Überleben vieler anderer Arten hängt von ihm ab. In der Tat beeinflusst und reguliert er ein ganzes Ökosystem.
Mithilfe von Dämmen schafft er Wasserflächen und Feuchtgebiete, hebt den Grundwasserspiegel an und bewirkt eine Veränderung der Vegetation auf den betroffenen Flächen. Durch das Fällen von Bäumen im Herbst und Winter lässt er das Sonnenlicht bis zum Boden vordringen, wodurch ein Mosaik aus aufeinanderfolgenden Flächen entsteht. Er produziert Totholz mit gefällten und entrindeten Bäumen oder solchen, die in einem von ihm gebildeten Teich ertränkt wurden. Mit den Bauen und Gängen, die er in die Ufer gräbt, schafft er Bereiche, in die das Wasser eindringen kann, und erhöht so die strukturelle Vielfalt der aquatischen Ökosysteme.
In Zukunft kann der Biber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Wassergebiete wieder in ihren natürlichen Zustand zurückversetzt werden. Bei der Planung von Projekten zur Revitalisierung von Wasserflächen sollte der Biber immer von Anfang an mit einbezogen werden. Wenn man seine Bedürfnisse für seinen Lebensraum berücksichtigt, erfüllt man meist auch die Anforderungen an den Gewässerraum gemäss Gewässerschutzgesetz. Der Biber kann als Indikator für gute Revitalisierungsprojekte dienen: Wenn es nach der Revitalisierung eines Gewässers keine oder praktisch keine Konflikte mit dem Biber gibt, wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen gut umgesetzt.