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Regenwassermanagement
Inhaltsverzeichnis
1. Der Wandel des Regenwassermanagements
2. Definition Regenwassermanagement
3. Planung
4. Regenwasserableitung
5. Regenwasserspeicherung
6. Regenwasserbehandlung
7. Regenwassernutzung
8. Die Rolle des Regenwassermanagements in der Stadtplanung
9. Umweltnutzen des Regenwassermanagements
10. Naturähnliche Regenwasserversickerung an Ort und Stelle
Niederschlagswasser ist ein bedeutendes Element für den Erhalt eines gewissen Grundwasserniveaus und des weltweiten Wasserkreislaufes. Sowohl in besiedelten als auch in unbesiedelten Gebieten stellen eine extreme Menge oder ein ausserordentlich hoher Mangel an Regenwasser ein enormes Problem dar. Die Aufnahmekapazitäten des Bodens wie auch der Regenauffangsysteme sind begrenzt, sodass zu viel Niederschlag Hochwasser und Überschwemmungen verursacht und zu wenig Regenmenge den Grundwasserspiegel absinken lässt, was auch in besiedelten Gebieten spürbar wird.
Der Wandel des Regenwassermanagements
Besonders das Regenwassermanagement für bewohnte sowie gewerblich und industriell genutzte Gebiete glich je nach Region bis zum Beginn der 2000er-Jahre eher einem Ableite-Management, d. h. Niederschlagswasser wurde von den Verkehrsflächen entweder ins Grundwasser zurückgeleitet oder in die Kanalisation eingeleitet. Die Wege des Regenwassers in der Kanalisation waren bzw. sind unterschiedlich, zum einen wird es bei getrennter Kanalisation zum Teil gereinigt, zum Teil ungereinigt in Gewässer eingebracht, in der Mischkanalisation wird es mit den üblichen Abwässern vermischt und in die Klärwerke geleitet. In der Zwischenzeit sind die negativen Folgen dieses Umgangs mit Regenwasser erkenn- und spürbar geworden und neben der Ableitung werden nun auch Versickerung, Speicherung und Nutzung von Niederschlagswasser in Bebauungsplanungen einbezogen.
Definition Regenwassermanagement
Regenwassermanagement zielt darauf ab, Regenwasser als Wasserquelle in die Wassernutzung einzubeziehen. Es umfasst das Planen, Speichern, Behandeln, Nutzen und Ableiten von Regenwasser.
Planung
Vor der Bebauung bestimmter Areale ist es mit Durchschnittswerten möglich, die Wasserbilanz für das betreffende Gebiet vor und nach der Bebauung zu simulieren. Gleiches gilt auch für die Rückführung von Flächenversiegelungen. Abhängig vom genutzten Simulationsprogramme können sowohl Veränderungen im Oberflächenwasser als auch im Grundwasser sichtbar gemacht werden.
Regenwasserableitung
In städtischen Gebieten wird Regenwasser oft von Dächern, Strassen und anderen versiegelten Flächen über Mulden abgeleitet. Insbesondere bei Starkregen kann dieser Abfluss zu Überschwemmungen und zur Verschmutzung von Flüssen und Seen führen. Regenwassermanagement umfasst die Implementierung von Massnahmen zur Steuerung und Reduzierung des Abflusses wie Dachbegrünung, Entsiegelung von Flächen, Regenrückhaltebecken und Abflussversickerungssysteme.
Regenwasserspeicherung
Das Sammeln und Speichern von Niederschlagswasser in Regenwassertanks oder Zisternen ist eine Möglichkeit, das Wasser für spätere Verwendung zur Verfügung zu halten. Dies kann auf privaten Grundstücken, in landwirtschaftlichen Betrieben oder in städtischen Umgebungen durchgeführt werden. Kontaktieren Sie uns! Wir bieten die passen Speicherlösungen für Regenwasser auf Ihrem Grundstück.
Regenwasserbehandlung
In einigen Fällen ist es erforderlich, Regenwasser zu behandeln, um es für bestimmte Zwecke wie Trinkwasser oder industrielle Prozesse geeignet zu machen. Zum Teil wird Niederschlagswasser auch aufbereitet, bevor es in natürliche Gewässer eingeleitet wird. Die Behandlung kann durch Filtration, Desinfektion und andere Verfahren erfolgen.
Regenwassernutzung
Regenwasser kann für verschiedene Zwecke genutzt werden, wie Bewässerung von Gärten und Landschaften, Toilettenspülung, Waschen von Fahrzeugen und sogar als Trinkwasserquelle nach entsprechender Aufbereitung. So kann die Abhängigkeit von Trinkwasserressourcen reduziert werden.
Die Rolle des Regenwassermanagements in der Stadtplanung
Städte können Regenwassermanagement in ihre Stadtplanung integrieren, um nachhaltige städtische Wasserressourcen zu entwickeln. Dies kann in Schaffung von Grünflächen, Versickerungssystemen, Teichanlagen und Regenwasserauffanganlagen umgesetzt werden. Mit Hilfe von Muldenversickerung, Rohr- oder Rigolenversickerung und die Mulden-Rigolenversickerung lässt sich Oberflächenwasser aus Niederschlägen gezielt ableiten und so an eigens dafür angelegten Bereichen der Stadt nutzbar machen. Über Bauauflagen, welche Gründächer für bestimmte Immobilien vorschreiben, ist es über die Stadtplanung möglich, Dritte in das Regenwassermanagement zu involvieren. Ein positiver Nebeneffekt dieser Massnahmen ist die Verbesserung der Luft- und Lebensqualität in den Städten.
Umweltnutzen des Regenwassermanagements
Ein effektives Niederschlagswassermanagement kann dazu beitragen, die negativen Umweltauswirkungen von Regenwasserabfluss wie eine unnatürliche Grundwasserneubildung zu minimieren. Zusätzlich kann es zur Reduzierung von Verschmutzung und Erosion führen und somit zum Erhalt von Ökosystemen beitragen. Des Weiteren kann Regenwassermanagement dazu beitragen, die Auswirkungen von Starkregenereignissen oder Dürren abzumildern.
Naturähnliche Regenwasserversickerung an Ort und Stelle
Über die verschiedenen Möglichkeiten der Flächenversickerung am Ort des Niederschlags bleibt auch nach der Versiegelung von Flächen das Wasser im natürlichen Kreislauf. Es bieten sich verschiedene Optionen wie die Dach- und Fassadenbegrünung, die Flächenversickerung, Muldenversickerung sowie die Retentionsraumversickerung an. Die Flächenversickerung stellt die naturähnlichste Form der künstlichen Versickerung dar. Dabei wird über begrünte oder offene Flächen das Versickern des Regenwassers gewährleistet. Auch Oberflächengewässer wie Teiche bieten die Versickerung des Wassers aus Niederschlägen wie Regen und Schnee in der Fläche an. Ähnliches gilt für Feuchtbiotope und Böschungsflächen. Auf bebauten Flächen lassen sich die naturnahen Möglichkeiten durch Fassaden- und Dachbegrünung verwirklichen. Auch die Verdunstung ist eine natürliche Form des Regenwassermanagements. Dies gelingt durch Grünanlagen auf dem Boden und auf Dächern, aber auch durch Teiche und künstlich angelegt Bäche.
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