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Seit Beginn des Vorhabens wurde und wird am Rande der Diskussion wiederholt die Frage aufge-worfen, wer das Betagtenheim bauen und in welcher Rechtsform und durch wen es betrieben werden soll. In der offenen und öffentlichen Diskussion zeigten sich mehrere Aussagen zum Thema, welche es bei der Entscheidfindung zu berücksichtigen gilt: Wenn die Gemeinde das Heim betreibt, soll es auch durch die Gemeinde finanziert werden. / Eine Trennung mit unterschiedlichem Betreiber und Finanzierer sei schwierig zu handhaben. / Bei der Durchführung eines Investorenwettbewerbs ist der Entscheid für eine Fremdfinanzierung bereits vorweggenommen. / Gleiches gilt bei einem Architekturwettbewerb; damit ist die Selbstfinanzierung präjudiziert. / Der Bau kann vollumfänglich durch Dritte geplant und realisiert werden. Die Gemeinde kann anschliessend mieten, kaufen oder das Heim durch Dritte führen lassen.
Nach der Abstimmung über den Standort wurde im November 2015 eine Begleitgruppe zum Betagtenheim gebildet. Sie befasste sich in der Folge auch mit der Frage der Rechts- und Betriebsform sowie der Art der Finanzierung. Die Begleitgruppe favorisierte eindeutig die Variante, dass die Gemeinde als Bauherrin auftritt und das Betagtenheim auch selber betreibt. Als einzige Alternative kann allenfalls eine Stiftung in Betracht gezogen werden. Diese ist jedoch nur sinnvoll, wenn mehrere Gemeinden am Bau beteiligt sind.
Das bisherige Altersheim Gärbi wird von der Gemeinde betrieben. Das Knowhow und die nötigen Kompetenzen sind vorhanden. Die Finanzlage der Gemeinde ist ausgezeichnet. Gemäss den aktu-ellen Finanzierungsmodellen und mit den heute tiefen Zinsen könnte sich das Betagtenheim voll-ständig selber finanzieren (Spezialfinanzierung).
Da die Gemeinde Sevelen das Betagtenheim allein, ohne weitere Partner erstellt und betreibt, macht die Rechtsform einer Stiftung keinen Sinn. Die Verantwortung verbleibt sowieso zu 100 Prozent bei der Gemeinde.
Der Gemeinderat hat entschieden, dass das Betagtenheim „Büelriet“ als Gemeindeliegenschaft im Verwaltungsvermögen zu planen, zu bauen, zu finanzieren und zu betreiben ist. Die Gemeinde tritt selber als Bauherrin auf. Das Finanzierungsmodell wird der Bürgerschaft mit dem Gutachten für die Urnenabstimmung mit den dann bekannten Konditionen vorgelegt. Weitere Informationen erfolgen auch an der Informationsveranstaltung vom 20. Juni 2017.
Gemeindeseite vom 13.05.2017