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Etwa jeder zweite Patient, der den Augenarzt aufsucht, leidet unter trockenen Augen. Häuﬁger sind Frauen von der Augenerkrankung, die durch vielfältige Faktoren ausgelöst wird, betroffen. Dauerhaft trockene Augen bedürfen ärztlicher Abklärung und Behandlung, denn sie können nicht nur Anzeichen einer zugrundeliegenden Erkrankung sein, sondern auch selbst schwerwiegende Entzündungen verursachen. Die chronische Trockenheit kann die Augenoberfläche aufrauen und zu Schäden führen, die einen Entzündungsprozess auslösen. Im schlimmsten Fall droht eine schwere Hornhautentzündung.
Hornhautentzündung behandeln
Bei Augentrockenheit werden Tränenersatzpräparate eingesetzt, die das Auge befeuchten und zu einer Stabilisierung des Tränenfilms führen. Obwohl sie kurzfristig symptomlindernd wirken, bekämpfen sie nicht die Ursache: die Entzündung. Der schädigende Entzündungsprozess geht also weiter.
Abhängig vom Schweregrad der Entzündung kommen verschiedene Therapien zum Einsatz. Zunächst kombiniert man Augentropfen mit verstärkter Lidrandhygiene. Im weiteren Verlauf können steroidhaltige Augentropfen verabreicht werden. Wegen möglicher Nebenwirkungen sind diese aber nicht dauerhaft anwendbar.
Für die längerfristige Therapie einer schweren Hornhautentzündung eignen sich Eigenserum-Tropfen oder ciclosporinhaltige Augenmittel. Letztere gibt es in Form von Zubereitungen oder als Fertigtropfen in Einzeldosen.