Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03533.jsonl.gz/1405

Seit alters her versuchten die Verteidiger mit ausgebauten Stellungen und Festungen, feindliche Angriffe abzuwehren und so ihr Land zu verteidigen. In der Schweiz zeugte eine Vielfalt von Burgen, Festungen und Letzinen vom Abwehrwillen unserer Väter. Eindrückliche Zeitzeugen für den Abwehrwillen im Zweiten Weltkrief sind die allerorts anzutreffenden Panzersperren und Festungswerke.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges befahl der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, General Henri Guisan, bei einem Angriff von Norden her, die Linie Sargans-Walensee-Linth-Zürichsee-Limmat-Hauenstein-Gempenplateau "sans esprit des retour" zu verteidigen. Er sorgte persönlich für den Ausbau der Linthstellung mit den Brückenköpfen Grynau und Benkner Büchel und die Vorbereitung zur Überschwemmung der Linthebene.
Mit der Schlacht um Frankreich näherte sich der Krieg der Schweizer Westgrenze. Mit dem Kriegseintritt von Italien war die Schweiz von den Achsenmächten umschlossen. Deshalb befahl General Guisan das Gros der Armee mit dem Operationsbefehl Nr. 12 vom 17. Juli 1940 ins Reduit. Er nahm dabei seine Truppen aus dem Vorgelände zurück und setzte sie als geballte Kraft im Alpenraum ein. Die Nordfront dieser Zentralstellung zog sich dabei entlang der Nordgrenze des Kantons Schwyz und deckte eine der möglichen Angriffsachsen (Sihl-Schwyz-Gotthard). Mit diesem Befehl verstärkte der General überdies die Stellungen der 7. mit der 6. Division. Gleichzeitig verlieh er der gesamten Verteidigungsstellung mit der Errichtung von weiteren Sperren im Raum Wägital, Sihlsee, Etzel und Schindellegi sowie Biberbrugg, Altmatt und Oberarth die nötige Tiefe. Der Kampf der Infanterie wurde mit dem Feuer der Artillerie aus dem Raum Sihlsee (7. Division) und dem Raum Rothenthurm-Sattel-Arth (6. Division) unterstützt.
Wer sich genauer für diesen wichtigen Teil der Schweizer Geschichte im Zweiten Weltkrieg interessiert, kann dies in der umfassenden Publikation von lic. phil. Valentin Kessler nachlesen. Sie ist als Sonderdruck aus den Mitteiliungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz "Die Festungswerke im Kanton Schwyz" erhältlich und kann für CHF 10.- bei der Stiftung Schwyzer Festungswerke bezogen werden.