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Boeing liefert keine Dreamliner mehr
- Samstag, 19. Januar 2013, 3:37 Uhr
Nach einem Flugverbot für seinen Parade-Jet setzt Boeing die Auslieferung neuer Maschinen aus. Gebaut werden sie aber weiterhin.
Nach einer Pannenserie bei den Dreamliner-Maschinen setzt Boeing alle geplanten Auslieferungen seines Vorzeigeflugzeugs aus. Die Maschinen würden aber weiterhin produziert, teilte der US-Flugzeugbauer mit.
Behörden in den USA, Europa und anderen Ländern zogen am 16. Januar alle Dreamliner-Maschinen aus dem Verkehr, nachdem es wegen der neuartigen Batterien zu Zwischenfällen gekommen war.
Der Dreamliner von Boeing ist aus Leichtmaterial gebaut und braucht daher weniger Treibstoff als andere Flugzeuge. Er ist der erste seiner Art und wurde als Meilenstein in der Luftfahrt gefeiert. Die Lithium-Ionen-Batterien, die Boeing in der Maschine verwendet, sind leichter und leistungsfähiger als herkömmliche Nickel-Cadmium-Batterien. Sie erhitzen sich aber leichter und fangen dadurch schneller Feuer.
Boeing bedauert, stellt sich aber hinter Dreamliner
Wegen der Pannen erwägen erste Fluggesellschaften bereits Schadensersatzforderungen. Boeing bedauerte die Ereignisse, steht aber weiterhin zu seinem jüngsten Flugzeugmodell. «Wir sind überzeugt, dass die 787 sicher ist», sagte Boeing-Chef Jim McNerney. Das Unternehmen arbeite mit den Behörden daran, so schnell wie möglich Antworten auf die drängenden Fragen zu finden.
Den japanischen Gesellschaften JAL und ANA gehören mit 24 Maschinen fast die Hälfte der bisher 50 ausgelieferten Dreamliner-Jets.