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Der Backwarenhersteller Aryzta kommt nicht aus der Krise. Jetzt haben die Banken das Zepter übernommen.
Die im August angekündigte Kapitalerhöhung beim Backwarenhersteller Aryzta ist auf Druck der kreditgebenden Banken zustande gekommen, wie BILANZ-Recherchen zeigen. Der 2008 aus der Fusion der Schweizer Hiestand Holding und der irischen IAWS-Gruppe entstandene Konzern ist nach einer Akquisitionswelle hoch verschuldet.
Druckmittel der Banken ist eine Passage in den Verträgen, die es erlaubt, die Kredite per sofort zu kündigen, wenn das Verhältnis zwischen Verschuldung und Ebidta (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) einen gewissen Quotienten überschreitet.
Die Aryzta-Führung hatte sich bisher stets vehement gegen eine Kapitalerhöhung ausgesprochen, weil diese den Aktienwert für die bisherigen Aktionäre verwässert. Als Gegenleistung für die Kapitalerhöhung in Höhe von 800 Millionen Euro geben die Banken der Führung Luft – der Quotient wurde deutlich nach oben angepasst: Per Januar 2019 dürfen die Schulden das 5,75 statt das Vierfache des Gewinns ausmachen.