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Alkohol wird in der Schweiz meist als Genuss- oder Rauschmittel oft in Form von Wein, Bier und seltener als Spirituosen getrunken (Quelle: EAV 2013). Dabei trinkt der überwiegende Anteil in der Schweiz unproblematisch. Gemäss den Richtlinien der WHO erhöht allerdings bereits ein durchschnittlicher Tageskonsum von mehr als 20 Gramm reinen Alkohols (was in etwa zwei Gläsern Wein entspricht) für eine Frau und von mehr als 40 Gramm für einen Mann schon deutlich die gesundheitlichen Risiken. Der Übergang von einem problematischen zu einem abhängigen Alkoholkonsum ist dabei fliessend. Inzwischen ist Alkoholkonsum der fünftwichtigste Faktor für die gesellschaftliche Krankheitsbelastung in Europa (GBD 2010), wobei in der Schweiz im Jahr 2011 etwa 1'600 Personen aufgrund ihres Alkoholkonsums verstorben sind (Marmet et al., 2013). Das entspricht einem von 10 vorzeitigen Todesfällen bei Männern und einem von 17 bei Frauen. Verletzungen und Unfälle, verschiedene Krebserkrankungen und Leberzirrhose sind die Ursache der meisten alkoholbedingten Todesfälle.
Das ISGF versucht gegenwärtig mit Hilfe von neuen Medien neue Wege gegen das in den letzten Jahren bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu genommene Rauschtrinken zu finden. Aber auch die Optimierung der Nachbetreuung nach ambulanter Alkoholbehandlung mittels neuen Medien scheint viel versprechend. Andererseits hat das ISGF die Bedarfsanalyse in der Behandlung von alkoholkranken Menschen für die Schweiz durchgeführt und erhebt die Zahlen zum Problematischen Trinken im Schweizer Nachtleben.