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Fische | Krebse
Weiterführende Informationen zum Thema «Fische | Krebse»
Biologie & Lebensweise
Artenvielfalt
- Standortbestimmung der Schweizer Fische(rei)
- FIBER – Die Biodiversität der Schweizer Fische
- WWF – Das stille Sterben unter Wasser
Muscheln
Grossmuscheln
Die Grossmuscheln gehören zu den Weichtieren (Mollusca). Fünf der sechs einheimischen Grossmuschelarten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten in der Schweiz. Die vielen Gewässerverbauungen, Gewässerverschmutzungen, aber auch die Überdüngung der Gewässer (z. B. durch Jauche), haben den Beständen der Grossmuscheln arg zugesetzt.
Man teilt sie nach ihrem Vorkommen in zwei Untergruppen ein:
- Flussmuscheln: Maler-, Aufgeblasene Fluss- und Bachmuschel.
- Teichmuscheln: Gemeine Teichmuschel (Schwanenmuschel) und Flache Teichmuschel (Entenmuschel).
Kleinmuscheln
Nebst den Grossmuscheln gibt es noch eine Vielzahl von Kleinmuscheln (z.B. Erbsenmuschel, Körbchenmuschel), welche vielen Fischarten als Nahrung dienen. Die Kleinmuscheln werden zwischen 5 und 15 mm gross. Erstaunlicherweise findet man sie von den grössten Seetiefen von Boden- und Genfersee bis zu den Bergseen auf über 2800 m ü. M.
Die eingeschleppte Dreikantmuschel (auch Zebra- oder Wandermuschel genannt) gibt es in allen grösseren Gewässern des Mittellands und im Tessin in grossen Mengen. Sie hat sich in einigen Gewässern zu einer richtigen Plage entwickelt. Oftmals kleben sich die Dreikantmuscheln auch auf den Grossmuscheln fest und behindern ihre Atmung und Ernährung. Bei zu starkem Befall stirbt die Grossmuschel.
Lebensweise und Fortpflanzung
Grossmuscheln leben am Gewässergrund, in Tiefen bis zu 10 m. Sie sind zu zwei Drittel im Boden eingegraben und nur der Teil, der aus dem Gewässerboden herausschaut, ist mit Kalk und Algen besetzt. Mit Hilfe eines zungenartigen Fusses kann sich die Muschel im Zeitlupentempo fortbewegen. Muscheln können über 100 Jahre alt werden.
Die Grossmuscheln ernähren sich von sich zersetzenden Stoffen wie Blätter und Kleinstplankton. Dieses wird genau gleich wie der lebenswichtige Sauerstoff aus dem Wasser gefiltert. Eine Teichmuschel zum Beispiel ist in der Lage, über 100 Liter Wasser pro Tag zu filtern. Dabei nimmt sie auch nicht verwertbare Schwebstoffe auf und spuckt diese als kleine Klümpchen wieder aus. Durch ihre Filtertätigkeit tragen die Muscheln viel zur Reinigung des Wassers bei.
Für die Fortpflanzung beginnt die weibliche Muschel im Spätwinter Eizellen vom Eierstock in ihre blattartigen Kiemen (Kiementaschen) zu transportieren. Die männliche Muschel, die in der Umgebung lebt, gibt nun ihre Spermien einfach ins Wasser ab, welche von der weiblichen Muschel mit dem eingesaugten Wasser aufgenommen werden. Bei diesem Vorgang werden die Eizellen befruchtet. Das Ei entwickelt sich in den Kiemen innert weniger Tage zu einer Larve. Die Muschel gibt nun die Larven in die Umgebung ab, und diese fallen auf den Gewässergrund. Nun warten die Larven auf einen Fisch, der am Gewässergrund auf Futtersuche ist. Blitzschnell heften sie sich am Körper oder an den Kiemen der Fische fest, wo sie gut geschützt den ersten Lebensmonat bleiben. Während dieser Zeit entwickelt sich die Larve zu einer winzigen Muschel und lässt sich dann fallen. Somit werden die Fische auch zur Verbreitung gebraucht.
Monitoring
Krebse
Laichplätze
- FIBER Laichzeit-App – erste Erfahrungen
- Laichhilfe für das Egli
- Eglibaumprojekt Thunersee
- Eglibaumprojekt Thunersee – Erste Erfolgskontrolle
- Laichplatz der Nasen nicht betreten
Rekordfänge