Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03262.jsonl.gz/1583

Im kommenden Jahr wird die «Obstetrica» in dieser Rubrik Neuigkeiten rund um die Berufspolitik der Pflegenden und Hebammen beleuchten und so verschiedene Formen der Unterstützung ihrer Arbeit, insbesondere in der Schweiz, vermitteln.
Zum ersten Mal deklariert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Jahr 2020 zum Jahr der Pflegenden und Hebammen. Anlass ist der 200. Geburtstag von Florence Nightingale, einer Ikone der Krankenhilfe, die im Krimkrieg Soldaten pflegte und die Pflege als eine ehrenhafte berufliche Tätigkeit für Frauen etablierte. Darin spiegelt sich heute noch die Hoffnung der Pflegenden und Hebammen, der Säulen der primären Gesundheitsversorgung, dass sie endlich die Anerkennung, Unterstützung und Entwicklung erhalten, die sie verdienen.
Denn ihre Arbeit ist von unschätzbarem Wert. Die etwa 20 Mio. Pflegenden und 2 Mio. Hebammen machen fast die Hälfte der weltweit im Gesundheitsbereich Arbeitenden aus. Und sie spielen eine Schlüsselrolle bei der globalen Gesundheitsversorgung («universal health coverage»).
Die 2018 lancierte Kampagne «Nursing Now» zur Verbesserung der Gesundheit auf der ganzen Welt durch Aufwertung des Status der Pflegenden und Hebammen hat wesentlich zur Weiterentwicklung der Pflegeprogramme beigetragen. Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April wird die WHO in Zusammenarbeit mit «Nursing Now» und dem International Council of Nurses ihren ersten Bericht über den Stand der Pflegeleistungen weltweit veröffentlichen. Er soll eine Analyse dieser Leistungen in den Mitgliedstaaten sowie Beispiele für bewährte Verfahren enthalten, die hoffentlich zu einer weltumfassenden Pflegestrategie führen werden. Das Jahr der Pflegenden und Hebammen wird 2021 mit der Publikation eines Berichts über den Stand des Hebammenberufs weltweit weitergeführt. Die nächsten zwei Jahre bieten die Gelegenheit, die evidenzbasierten Daten und die Auswirkungen dessen, was die Pflegenden und Hebammen leisten, hervorzuheben und sicherzustellen, dass sie die Mittel, Ressourcen und Unterstützung erhalten, um die Bedürfnissen der Gesundheitsversorgung weltweit erfüllen zu können.
Quelle: «The Lancet», 23. November 2019