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Kurz vor dem Jahr 12. v. Chr. wurde auf dem Hunerberg ein Lager erstellt. Dieses umfasste 42 ha und bot 2 Legionen Platz. Ein Teil der Truppen diente eventuell als Quartiermacher und bereitete die Offensive des Nero Claudius Drusus Germanicus gegen Germanien vor.
Dieses Lager wurde grösstenteils um 10 v. Chr. verlassen. Dafür wurde auf dem Kops Plateau eine neue Anlage erstellt. Die Grundfläche betrug maximal 4,5 ha. Das luxuriöse Praetorium und zahlreiche Offizierswohnungen lassen hier das Hauptquartier eines wichtigen Kommandeurs, ev. des Drusus Germanicus selbst, vermuten. Hier waren Legionssoldaten stationiert.
Das Lager wurde um das Jahr 10 n. Chr. umgebaut. Zwischen den Jahren 10 und 20 wurden rund um das Lager und an anderer Stelle kleine Auxiliarlager angelegt. Die Truppeneinheiten könnten zur Armee des Julius Caesar Germanicus gehört haben, welcher zwischen den Jahren 14 und 16 Feldzüge ins germanische Gebiet unternahm.
Ab den Jahren 30/40, als die die Feldzüge durch diplomatische Missionen ersetzt wurden, lag hier eventuell die Basis der Ala Batavorum.
Während dem Bataveraufstand von 69/70 wurde das Lager geräumt, jedoch nicht zerstört. Das Oppidum Batavorum (Batavodurum), Zentralort der Bataver, ging unter. Im Jahr 70 wurde auf dem Hunerberg ein neues Legionslager erstellt. Dieses war ungefähr 17 ha gross. Die Holzbauten wurden um das Jahr 89 durch Steinbauten ersetzt.
Um dieses Lager entwickelte sich das Canabae (Lagerdorf). Dieses reichte im Osten bis zum Kops Plateau. Später wurden ein Amphitheater, ein Magazin oder Rathaus und ein grosser steinerner Marktbau (das Forum) erstellt.
Folgende Legionen waren im Lager stationiert:
Zusätzlich war gegen Ende des 1. Jahrhunderts bis ins Jahr 104 eine Vexillatio Britannica einquartiert. Diese hatte mehrere Bauaufträge. Unter anderem ein Horreum und das Forum wurden durch sie erstellt.
Zu dieser Zeit wurde auch die Hauptstadt der Bataver - Ulpia Noviomagus - erstellt. Diese wurde später zum Municipium Batavorum.
Um die Jahre 325 bis 330 wurde auf dem Valkhof ein Lager mit einer Fläche von 2,6 ha gebaut und um 350 auf ca. 4 ha erweitert. Dabei wurden einige Bauten durch Steinbauten ersetzt. Die jüngste Festung stammt aus dem letzten Viertel des 4. Jahrhunderts und wurde möglicherweise bis 410 benutzt.
Heute ist noch ein Hypokaust aus der Siedlung Waalkade zu sehen. Zudem sollen mehrere Mauerverläufe des Legionslagers markiert sein.