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Um die langfristige potenzielle Gefahr von Phosphorverlusten zu beurteilen, die, bedingt durch die Landwirtschaft, von hohen Phosphorgehalten im Boden ausgeht, wurde die Speicherkapazität und die Verfügbarkeit von Phosphor (P) im Einzugsgebiet Lippenrütibach (LU) untersucht. Die im Boden unterschiedlich verfügbaren P-Anteile wurden mit sechs verschiedenen P-Bestimmungsmethoden charakterisiert. Die Böden im Untersuchungsgebiet wiesen in der Regel eine hohe P-Speicherkapazität und mittlere bis hohe P-Gehalte auf. Diese betrugen in den oberen fünf Zentimetern ein Mehrfaches der Gehalte in der Bodenschicht in 5 bis 20 cm Tiefe. Der P-Sättigungsindex, welcher das Verhältnis vom P-Gehalt zur P-Speicherkapazität im Boden ausdrückt, erreichte in 0 bis 5 cm Tiefe durchschnittlich einen Wert von 0,48 und in 5 bis 20 cm Tiefe von 0,36. Der Index zeigte einen engen Zusammenhang sowohl mit den leicht löslichen als auch mit den langfristig pflanzenverfügbaren P-Gehalten. Der P-Sättigungsindex variierte nicht nur stark zwischen Parzellen der landwirtschaftlichen Betriebe, sondern auch zwischen den Parzellen innerhalb eines Betriebes. Aufgrund der hohen P-Speicherkapazität und -Sättigung der untersuchten Böden wird vermutet, dass die langfristige potenzielle Gefahr von P-Verlusten im Untersuchungsgebiet durch eine reduzierte P-Düngung nur langsam, das heisst in der Grössenordnung von zehn bis 20 Jahren, substantiell vermindert werden kann.
Beim Weizenanbau lassen sich Pestizide einsparen, ohne dass die Wirtschaftlichkeit leidet. Bei Raps ist dies schwieriger, da die Ertragsreduktion nicht durch höhere Einnahmen kompensiert wird. Dies hat die Auswertung der ersten beiden Erntejahre des Projekts PestiRed ergeben.
Bodenproben können mittels Spektroskopie direkt auf dem Feld gemessen werden. Forschende von Agroscope haben mobile Geräte im Feld geprüft und zeigen auf, wie man am besten dabei vorgeht.
Der Praxis sowie der Aus- und Weiterbildung stehen drei weit verbreitete und neu überarbeitete Methoden zur Bodenbeobachtung zur Verfügung, die sich optimal ergänzen. Videos und Apps sollen die Arbeit erleichtern.