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Irland hat sein Haushaltsdefizit in der ersten Hälfte des Jahres reduziert. Jetzt will das Land erstmals seit 2010 Geldmarktpapiere mit kurzer Laufzeit platzieren.
Irland, das seit Ende 2010 vom europäischen Rettungsschirm finanziert wird, unternimmt einen weiteren Test zur Rückkehr an die Finanzmärkte. Am Donnerstag will das Land erstmals seit September 2010 Geldmarktpapiere mit einer kurzen Laufzeit von drei Monaten platzieren, wie die nationale Schuldenagentur NTMA mitteilte.
Insgesamt sollen Papiere über 500 Millionen Euro an private Investoren versteigert werden. Bereits die Ankündigung sorgte am Dienstag für Entspannung bei den Zinssätzen irischer Staatsanleihen. Erstmals seit Oktober 2010 fiel die Rendite zehnjähriger Papiere wieder unter die Marke von 6 Prozent.
Bereits im Januar hatte die NTMA ältere Anleihen erfolgreich gegen Anleihen mit längerer Laufzeit getauscht und damit das Vertrauen der Anleger getestet. Zuletzt waren die fiktiven Zinsen für irische Anleihen mit einer Laufzeit von neun Jahren auf 6,35 Prozent gefallen. Das ist niedriger als vor dem Sprung unter den Rettungsschirm im Herbst 2010.
Das steigende Vertrauen der Investoren geht einher mit einer Verbesserung des Finanzsituation Irlands. Das hoch verschuldete Land nahm bis Ende Juni 3,1 Prozent mehr an Steuern ein als geplant, wie die Regierung mitteilte. Zugleich gab die Regierung 2,3 Prozent mehr aus als eingeplant. Das Haushaltsdefizit fiel so in der ersten Jahreshälfte von 10,8 im Jahr 2011 auf 9,4 Milliarden Euro in diesem Jahr.
(tno/sda)