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Weitere Opfer aus kalifornischer Schlammlawine geborgen - 17 Tote
Bei mehreren Schlammlawinen in Kalifornien sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden im Bezirk Santa Barbara bekanntgaben, waren am Mittwoch (Ortszeit) mehr als 500 Helfer in den überfluteten Gebieten im Einsatz.
«Wir sind traurig mitzuteilen, dass die Bilanz der Todesopfer auf 17 Personen gestiegen ist», sagte der Sheriff von Santa Barbara, Bill Brown, bei einer Medienkonferenz. Drei Menschen seien am Mittwoch aus den Wasser- und Geröllmassen gerettet worden, weitere zwei Opfer konnten nur tot geborgen werden.
13 Personen wurden demnach noch vermisst. Für 30'000 Menschen galten Anordnungen, sich in Sicherheit zu bringen. Brown hatte dem Sender CBS zuvor gesagt, einige Bewohner hätten die Anweisungen ignoriert. Die meisten der Toten wurden bereits am Dienstag in der Ortschaft Montecito gefunden, rund 150 Kilometer nordwestlich von Los Angeles.
Zahlreiche Häuser in Montecito wurden zerstört oder beschädigt. Betroffen von der Schlammlawine waren auch Prominente. US-Moderatorin und Schauspielerin Oprah Winfrey veröffentlichte im Onlinedienst Instagram ein Video ihres Gartens in Montecito, der voller Schlamm und Trümmer war.
Moderatorin Ellen DeGenere meldete sich im Kurzbotschaftendienst Twitter zu Wort. «Ich weiss noch nicht, was mit unserem Haus ist», schrieb sie. «Ich bin untröstlich für unsere Gemeinde Montecito.» Sie veröffentlichte dazu ein Foto von sich selbst im Schlamm neben einem umgestürzten Baum in der Nähe ihres Hauses.
Aufräumarbeiten in vollem Gange
Die Sprecherin der Feuerwehr von Santa Barbara, Amber Anderson, sagte örtlichen Medien zufolge, insgesamt seien etwa hundert Häuser zerstört und 300 weitere beschädigt worden. 320 weitere Bauten seien beschädigt worden.
Gelbe Bulldozer befreiten die Strassen in Montecito und andernorts von Tonnen an zähem braunen Matsch. Arbeiter der Versorgungsbetriebe waren im Einsatz, um umgeknickte Strommasten wieder zum Laufen zu bringen. Die Küstenwache veröffentlichte ein Video von einem Paar mit zwei kleinen Kindern und zwei Hunden, die von einem Dach gerettet und per Korb zu einem Helikopter hochgezogen wurden.
Mehr als 500 Einsatzkräfte seien vor Ort, führte der Sheriff aus. Es werde nun deutlich, «dass das ein langer und schwieriger Weg für uns und unsere Gemeinde wird».
Von Evakuierungsanweisungen betroffen war auch Burbank, ein Vorort von Los Angeles, wo eine Schlammlawine Autos aus Auffahrten riss und bergabwärts trieb. Durch den Erdrutsch entstand auch ein «erhebliches» Gasleck. Während der Reparaturarbeiten blieben Häuser ohne Gas, Strom und Wasser.
Waldbrand zerstörte schützende Bäume
Durch den vom «Thomas»-Feuer verursachten Kahlschlag hatte der Boden die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können. «Hätten wir noch all die Vegetation auf den Hügeln gehabt, wäre das jetzt nicht so ein Problem gewesen», sagte ein Bewohner des Ortes Carpinteria, Richard Targonia.
Die Schlammlawinen waren durch kräftige Niederschläge ausgelöst worden und hatten die Gemeinden am frühen Dienstagmorgen heimgesucht. Die Region war im Dezember bereits vom grössten Waldbrand in Kaliforniens Geschichte erfasst worden. Das Feuer zerstörte mehr als 1000 Gebäude.