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Myokard-Perfusions-Szintigraphie
Nuklearmedizinische Untersuchungsmethode der Herzmuskel-Durchblutung mit sich vorwiegend im Herzen anreichernder Substanz und spezieller Bildgebung.
Wie
Die Untersuchung besteht aus zwei Teilen (je einmal mit bzw. ohne vorherige Belastung des Herzens mittels Fahrrad oder Medikamenten). Eine radioaktive Substanz (Tetrofosmin-Tc) wird in die Armvene injiziert und verteilt sich auf Grund ihrer Eigenschaften vorwiegend im Herzmuskel.
Die indirekte Durchblutungs-Messung des Herzmuskels erlaubt Rückschlüsse auf die Herzkranzgefässe, ohne dass diese selbst dargestellt werden. Dazu fertigt eine sogenannte Gamma-Kamera nach ca. 1 Stunde computergesteuert ca. 30 Schichtaufnahmen des Herzens an.
Wann
Ähnlich wie die Stressechokardiographie; bei Verdacht auf oder bestehender koronarer Herzkrankheit.
Wozu
Zur Indikationsstellung zur weitergehenden Abklärung bzw. Therapie mittels Herzkatheter-Untersuchung, Ballondilatation oder Bypass-Operation.
Dauer
Ca. 8 Stunden (2-teilige Untersuchung mit längeren Pausen).
Risiken
Im Allgemeinen keine (äusserst selten im Rahmen der Grunderkrankung).
Besonderes
Vor der Untersuchung soll der Patient während 4 Stunden nüchtern sein, kleine Mengen Wasser (bei Diabetikern: leichtes Frühstück) sind allerdings erlaubt. Evt. ist eine Pausierung gewisser Medikamente am Untersuchungstag nötig, da diese das Untersuchungsergebnis beeinflussen könnten. Nach der Injektion der Substanz, aber vor der Kamera-Aufnahme, muss etwas Fettreiches (z.B. Brot mit Butter) gegessen werden (Trinken erlaubt, kein Kaffee, Tee oder Cola).
Unauffällige Szintigraphie: Die Anreicherung im kreisrund dargestellten Herzmuskel ist in Ruhe und unter Belastung etwa gleich
Nachweis einer Herzkranzgefäss-Verengung: In Ruhe unauffällige Durchblutung, unter Belastung (oben) fehlende Anreicherung («linke Hälfte» des Herzmuskels nur noch minim angefärbt)
Nachweis eines alten Herzinfarkts: Schon in Ruhe fehlende Durchblutung der «rechten Hälfte» des Herzmuskels, unter Belastung unverändert.