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CO2-Abgabe
Seit 1.1.2008 wrid auf allen fossilen Brennstoffen die CO2-Abgabe erhoben. Für Erdgas beträgt die Belastung derzeit 1.496 Rp./kWh (Stand: 1.1.2017). Heizöl wird aufgrund der höheren CO2-Emissionen stärker belastet. Die Abgabe ist eine Lenkungsabgabe mit dem Ziel, die fossil verursachten CO2-Emissionen insgesamt um 10 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Die Abgabe wird an die Bevölkerung (via Krankenkassenprämien) und an die Wirtschaft (aufgrund der AHV-Lohnsumme) zurückerstattet. Von der Abgabe befreit werden können Betriebe, welche sich zu freiwilligen Zielvereinbarungen verpflichtet haben.
Wie kommt der Erdgaspreis zustande?
Die Gasversorgungen beziehen das Erdgas von der für ihre Region zuständigen Regionalgesellschaft und diese wiederum hauptsächlich von der Swissgas AG, die ihrerseits das Gas im Rahmen von langfristigen Bezugsverträgen im Ausland einkauft. Vereinfacht gesagt kommt dabei der Endpreis folgendermassen zustande:
Einkaufspreis im Ausland
+ Transportkosten bis zum Endverteiler
+ Kosten des lokalen Gasversorgers für die Endverteilung
= Preis für den Endverbraucher
Stimmt es, dass der Erdgaspreis nach wie vor an den Ölpreis gebunden ist?
Ja, aber nur noch teilweise: Der so genannte Arbeitspreis, der rund zwei Drittel des Gesamtpreises ausmacht, ist auf der Beschaffungsseite (v.a. bei Langfristverträgen) an die Entwicklung der internationalen Heizölpreis-Notierungen gebunden. Sinkt oder steigt der Oelpreis auf dem europäischen Markt, hat dies auch entsprechende Auswirkungen auf den Arbeitspreis - allerdings erst im Nachhinein und auf der Basis eines Mittelwertes über eine bestimmte Periode. Das heisst: Der Gaspreis bewegt sich langsamer und mit wesentlich weniger grossen Ausschlägen als der Heizölpreis. Heute wird jedoch ein zunehmender Anteil des importierten Erdgases auf der Basis von Spot-Geschäften beschafft. Damit kann von kurzfristigen Marktentwicklungen profitiert werden. Die entsprechenden Beschaffungspreise richten sich nach den relevanten Spotmärkten.