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Zudem würden ausstehende Anleihen in Papiere umgeschuldet, die erst 2026 fällig würden. Im Gegenzug werde die hohe Verschuldung der Firma deutlich verringert. Hauptaktionär KKR, alle Banken und ein substanzieller Anteil der Anleihen-Eigner hätten der Rekapitalisierung von Selecta zugestimmt.
"Diese Massnahmen stellen sicher, dass wir jetzt auf einer sehr stabilen Grundlage stehen und ermöglichen es uns, unseren strategischen Geschäftsplan umzusetzen", erklärte Verwaltungsrats-Präsident Joe Plumeri. Selecta sei in den vergangenen sechs Monaten von der Coronavirus-Krise beträchtlich getroffen worden.
Selecta betreibt europaweit Verkaufsautomaten für Schokoriegel, kalte Getränke, Snacks und Kaffee in Büros, an Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen. Weil viele Menschen während des Lockdown zu Hause blieben, brach der Absatz der Firma mit über 10'000 Mitarbeitern ein.
Die Automatenbetreiberin Selecta ist im zweiten Quartal wegen der Coronakrise noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Reinverlust vergrösserte sich auf 50,5 Millionen Euro. Das sind 30 Millionen mehr Verlust als vor einem Jahr.
Der Umsatz halbierte sich von April bis Juni beinahe auf 212,8 Millionen Euro nach 403,6 Millionen im Vorjahresquartal. Operativ fiel ein Verlust vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von 9,1 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 46,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der EBIT stürzte auf ein Defizit von 64,8 Millionen Euro ab nach einem Minus von 2,3 Millionen vor einem Jahr.
(SDA)