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Ein Graben zieht sich durch Deutschland: Warum, fragen sich Motorsport-Enthusiasten, wird die temporäre Exilvilla des Schriftstellers Thomas Mann in Kalifornien mit deutschen Steuermillionen aufgekauft und renoviert, aber kein Cent lockergemacht, um die Kartbahn im rheinischen Kerpen zu retten, auf deren Parcours neben zahllosen anonymen Asphaltcowboys auch die beiden erfolgreichsten Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher (47) und Sebastian Vettel (29) das Rennfahren gelernt haben? Der Rundkurs wird bald weggebaggert und muss dem Braunkohlentagebau weichen.
Quasi als Trostpflaster stellt Corinna Schumacher (47) aus dem Fundus ihres noch immer an den verheerenden Sturzfolgen seines Skiunfalls in den französischen Alpen vor fast drei Jahren leidenden Gatten etliche Devotionalien zur Verfügung: Boliden, Trophäen und auch Karts sollen in einem Museum namens Motorworld in Köln präsentiert werden. Die Amazone selbst erntete im August Applaus als Ausrichterin (und Teilnehmerin) der Weltmeisterschaften im Westernreiten, genannt Reining. Auf ihrer eigenen Anlage in Givrins VD griffen Mutter Corinna und Tochter Gina-Maria (19) kräftig in die Zügel – allerdings nicht für die Schweizer Wahlheimat, sondern für Deutschland.
(Stand: Dezember 2016)