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Im Vorjahreszeitraum hatte es insgesamt Schäden von 59 Milliarden Dollar gegeben, wie Munich Re am Dienstag in München mitteilte. Die versicherten Schäden betrugen in diesem Jahr bislang 27 Milliarden Dollar, der langjährige Durchschnitt liegt bei 15 Milliarden Dollar.
Die Unwetterserie in Europa im Mai und Juni schlug mit insgesamt 6 Milliarden Dollar zu Buche, davon machten die Schäden durch die schweren Überschwemmungen in Deutschland fast die Hälfte aus. Starkniederschläge in einzelnen Regionen Europas seien in den vergangenen Jahrzehnten häufiger geworden, erklärte Munich-Re-Experte Peter Höppe. “Daran dürfte der Klimawandel einen Anteil haben.”
Die höchsten Schäden von insgesamt 25 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr verursachten im April zwei Erdbeben auf der südjapanischen Insel Kyushu nahe der Stadt Kumamoto. 69 Menschen starben, Zehntausende mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden. Weil in der Region nur relativ wenige Menschen gegen Erdbebenrisiken versichert sind, waren lediglich knapp 6 Milliarden Dollar der Schäden durch Versicherungen gedeckt.
Dagegen ist die Zahl der Todesopfer bei Naturkatastrophen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gesunken. Insgesamt starben bei Unwettern und Erdbeben 3800 Menschen und damit weitaus weniger als im Vorjahreszeitraum mit 21’000 Opfern.
Die meisten Todesopfer forderte im ersten Halbjahr ein Erdbeben an der Pazifikküste von Ecuador. Dabei kamen fast 700 Menschen ums Leben, zahlreiche Gebäude wurden zerstört, Dächer von Einkaufszentren stürzten ein.
(SDA)