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Aktuelle Forschungen am Nordosthang des Mont-Lassois (Burgund, F). Neue Aspekte zum Leben am Fürstensitz der Späthallstattzeit
Der Fürstensitz aus der frühen Eisenzeit erlangt 1953 internationalen Ruhm als das Grab der sogenannten „Fürstin von Vix“ entdeckt wurde. Die Grabkammer des Hügels enthält nebst einem Wagen, einem Torques, diversem Geschirr und Schmuck auch den grössten Krater aus Bronze Europas. Viele Jahre später, am Anfang des 21. Jh., wurde dann auch auf dem Plateau der Höhensiedlung ein zeitgleiches Apsidenhaus entdeckt, das der „Fürstin“ zugeschrieben wurde. Die Fragen nach der sozialen und wirtschaftlichen Gliederung sowie dem Verbleib der restlichen Bevölkerung blieben jedoch offen.
Die aktuellen Forschungen am Nordosthang des Mont-Lassois versuchen diesen Themen ein Stück näher zu kommen. Ein Team des Fachbereichs Prähistorische Archäologie der Universität hat über vier Feldkampagnen die Besiedlung dieses Hanges erforscht. Es wurde ein dicht besiedeltes Areal mit Spuren von handwerklichen Aktivitäten ausgegraben. Die Resultate dieser Forschung ermöglichen eine neue Perspektive zum Handwerk in der Späthallstattzeit sowie diverse Hypothesen zur sozialen und wirtschaftlichen Gliederung der Fundstelle.