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Es reiche nicht aus, Restaurants, Coiffeursalons und Kinos zu schliessen. Alle nicht sozial notwendigen und dringenden Produktions- und Dienstleistungstätigkeiten müssten eingestellt werden.
Dies fordern Dutzende Vertreter von VPOD, Unia, Syndicom und weiteren Gewerkschaften in der Romandie in einem schriftlichen Appell an den Bundesrat und die Arbeitgeber vom Mittwoch. Rund 50 Sektionspräsidenten, Vorstandsmitglieder und Sekretäre gehören zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs.
Arbeit im Büro mache keinen Sinn
Die Politik der Arbeitgeber und des Bundesrates untergrabe die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer. Es mache wenig Sinn, den Zugang zu öffentlichen Parks zu verbieten, wenn gleichzeitig Hunderttausende von Arbeitnehmern nebeneinander auf Baustellen, in Industriebetrieben oder sogar in Büros arbeiten müssten, kritisieren sie.
Nach Ansicht der Gewerkschafter sollen die Arbeitnehmer «nicht den Preis für das Coronavirus» zahlen müssen. Sie verlangen, dass allen von einer Betriebsschliessung betroffenen Mitarbeitenden ein ausserordentlicher bezahlter Urlaub bis zum Ende der gesundheitlichen Notlage gewährt wird.
Weiter fordern sie ein Verbot von Entlassungen aufgrund von Produktionsstopps oder Produktionsdrosselungen sowie die Verlängerung der Arbeitslosenunterstützung. Alle Mitarbeiter, die ganz oder teilweise entlassen wurden, sollen von der Beibehaltung ihres Gehalts profitieren, heisst es im Communiqué. Dazu gehörten auch Mitarbeiter mit befristeten Verträgen, Temporärarbeiter und nach Stundenlohn bezahlte Arbeitnehmer.