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Das Wort Adoption kommt vom lateinischen adoptio und bedeutet Annahme an Kindes statt. Mit der Adoption entsteht eine neue rechtliche Kind-Eltern-Beziehung zwischen nichtverwandten Personen. Das Adoptivkind erhält die gleichen Rechte wie ein leibliches Kind der Adoptivmutter oder des Adoptivvaters. Alle bisherigen Rechte und Pflichten zur angestammten Familie gehen unter. Die meisten Adoptionen in der Schweiz betreffen Kinder aus dem Ausland. Werden Kinder aus dem Inland adoptiert, handelt es sich meist um eine Stiefkindadoption.
Seit dem 1. Januar 2018 steht diese nicht mehr nur Ehegatten, sondern auch gleichgeschlechtlichen Paaren in einer eingetragenen Partnerschaft oder Konkubinatspaaren offen. Auch diese können also bei gegebenen Voraussetzungen das Kind ihres eingetragenen Partners oder Konkubinatspartners adoptieren. Weiterhin nicht möglich ist jedoch die gemeinschaftliche Adoption fremder Kinder in solchen Beziehungen.
Bevor ein Kind adoptiert werden kann, muss ihm unter anderem zuerst während mindestens eines Jahres Pflege und Erziehung gewährt worden sein und das Paar muss seit mindestens drei Jahren einen gemeinsamen Haushalt führen. Weiter muss das Kind mindestens 16 Jahre jünger als die Adoptiveltern sein. Ist es urteilsfähig, muss das Kind der Adoption zustimmen.
Mitglieder von Guider erhalten mit dem Merkblatt «Adoption» eine umfassende Übersicht zur rechtlichen Situation und zeigt auf, mit welchen Fragen sich Eheleute, Konkubinatspaare und eingetragene Partner bei einer Adoption beschäftigen sollten.