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Roger Federer krönt eine emotionale Woche in Rotterdam mit dem 97. Turniersieg seiner Karriere. Im Final setzt sich die neue Weltranglisten-Nummer 1 problemlos in weniger als einer Stunde gegen Grigor Dimitrov durch.
6:2, 6:2 heisst es im Duell zwischen Roger Federer und Grigor Dimitrov – nach bloss 54 Minuten. Während der Bulgare nur ganz zu Beginn mithalten kann, agiert der Maestro auf konstant hohem Niveau. So gerät der Sieg nie in Gefahr.
Etwas mehr als 400'000 Euro bringt Federer der Turniersieg in Rotterdam ein, wobei in der holländischen Hafenstadt die Weltranglistenpunkte für ihn von weitaus grösserer Bedeutung waren. Er erspielte sich dank den 500 Punkten für den Turniersieg einen Vorsprung von 345 Zählern auf Rafael Nadal. Das bedeutet, dass der Schweizer auch dann die Nummer 1 bleibt, wenn sein erster Verfolger Ende Monat bei der geplanten Rückkehr auf die Tour das Turnier im mexikanischen Acapulco gewinnen würde.
Mindestens bis nach dem Masters 1000 von Indian Wells, also bis am 18. März, wird Federer die Nummer 1 der Welt sein. In der kalifornischen Wüstenstadt, wo er im letzten Jahr das Turnier dank dem Finalsieg gegen Stan Wawrinka für sich entschieden hat, wird er seinen nächsten Auftritt auf der ATP-Tour haben. Auf eine Teilnahme am Turnier in Dubai verzichtet er.
Mit seinen mittlerweile 97 Turniersiegen nähert sich Federer der 100er-Marke, die er sich (vorerst) als Ziel gesetzt hat. Und der Rekord von Jimmy Connors, der in seiner Karriere 109 ATP-Titel gewinnen konnte, scheint ebenfalls nicht unerreichbar, zumindest wenn sich der 36-Jährige weiterhin in der Form der letzten Monate präsentiert. Federer steht nach zwei Turnieren und zwölf Siegen in diesem Jahr immer noch makellos da.
«Es war eine grossartige Woche», resümierte Federer bei der Siegerehrung. «Ich werde diese Woche nie mehr vergessen.» Am Mittwoch hatte er seinen ersten Match bestritten, sich mit drei Erfolgen den Vorstoss an die Weltranglistenspitze gesichert, und am Wochenende zeigte er seine zwei besten Leistungen, um den Trip nach Rotterdam auf bestmögliche Weise zu beenden. Er gewann das Turnier zum dritten Mal nach 2005 und 2012. (ram/sda)