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CS-Chef Brady Dougan beteuert im Interview mit dem "Sonntagsblick", keine illegalen Steuerdeals toleriert zu haben. Dass diese Aussage auch angezweifelt wird, frustriere ihn.
"Ehrlich gesagt, darüber bin ich frustriert", so Dougan. "Die Untersuchungen dauerten dreieinhalb Jahre. Es ist alles bekannt. Sehr viele Anwälte haben sehr genau hingeschaut, dazu etliche untersuchende Behörden", sagt Brady Dougan.
Es habe bei der Credit Suisse (CS) klare Regeln gegeben und Vorschriften, wie die grenzüberschreitenden Geschäfte zu führen seien. "Leider fanden wir zu spät heraus, dass es Leute gab, die diese Vorschriften missachteten", so Dougan weiter.
Mit seinem Vorgänger, Oswald Grübel, habe er nicht über die US-Kunden geredet. "Er hat sich nie mit mir zusammengesetzt, um darüber zu reden". Brady Dougan übernahm 2007 die Konzernleitung der CS und führte die Linie seines Vorgängers Grübel vorerst fort. "Ich habe nie etwas Illegales toleriert. Nie. Bei jeder Gelegenheit betone ich: Wir halten uns an die Gesetze", so Dougan.
Er denke nicht dran, die Bank zu verlassen. "Ich fühle mich der Credit Suisse und den Menschen, mit denen ich arbeite, absolut verpflichtet", so Dougan. Dies auch auch nach dem Vergleich und der Rekordbusse.
Die CS zog in der vergangenen Wochen einen Schlussstrich unter das Geschäft mit den US-amerikanischen Steuerhinterziehern. Die Bank bekannte sich schuldig und bezahlte 2,6 Mrd. Dollar Busse. Dies ist die höchste je verhängte Strafe in einem Steuerverfahren in den USA und die höchste Strafe, die eine Schweizer Bank je bezahlen musste.
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