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Eine Inversion entsteht, wenn sich kalte Luft, die schwerer ist als wärmere Luft, ansammelt. Das geschieht z.B. bei einer klaren Nacht, durch sogenannte Abstrahlung. Dabei kühlt die bodennahe Luft ab. Für Inversionen genügt es bereits, wenn das Gelände eben ist, und die kalte Luft nicht abfliessen kann. Kommen Hänge hinzu, so fliesst die kalte Luft von diesen in die tieferen Lagen. Es entstehen sehr stabile, abgeschlossene Luftvolumen und die darüberliegende etwas wärmere Luft wirkt wie eine Barriere und verhindert den Austausch von Luftschadstoffen. Luftschadstoffe, die unterhalb der Inversionsschicht in dieses abgeschlossene Luftvolumen emittiert werden, zeigen die Tendenz zur Akkumulation und zur Homogenisierung der Schadstoffbelastung.
Normalerweise ist die bodennahe Luft wärmer als die darüberliegende. Deshalb nennt man diese Umkehrung der normalen Bedingungen "Inversion". Wenn die Temperaturumkehr innert 100 Meter Höhendifferenz 0.5 Grad und mehr erreicht, so spricht man von Inversionen. Im der Geländemulde von Wettswil/Bonstetten sind Temperaturdifferenzen von 5 Grad und mehr keine Seltenheit!
Will man Inversionen nachweisen, so muss man die Temperaturen in verschiedenen Höhen messen. Seit dem 1. September 2006 werden in der Geländekammer Wettswil die vertikalen Temperaturprofile an zwei 50-m-Masten gemessen und sind online auf der Website von Ostluft abrufbar.
Inversionen sind wichtige Parameter dafür, ob die Abluftkamine Eichholz und Islisberg in Betrieb genommen werden oder nicht.
Der Kanton präsentiert und diskutiert diese Messungen (zusammen mit Schadstoffmessungen und Verkehrszählungen) in der Gruppe "Immissionsüberwachung Knonauer Amt) im Zusammenhang mit der Eröffnung der Autobahnen. Eine Vertreterin des Umwelt Forums ist nebst Gemeindevertretern Mitglied dieser Gruppe.