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Nun stellt sich der US-Open-Titelverteidiger der Weltpresse. Den
englischen Teil hat er hinter sich, da passiert das Unglaubliche.
Plötzlich verzieht der 25-jährige Spanier das
Gesicht. Offensichtlich mit grossen Schmerzen sitzt er auf seinem
Stuhl. Nach scheinbar endlos langen Minuten lässt er sich hinter
dem Pult zu Boden gleiten. Fassungslos schauen ihm die Reporter zu.
Dann werden die Medienvertreter aus dem Interviewraum gewiesen. Das
Video läuft aber weiter. Nadal - unsichtbar hinter dem Pult -
wird behandelt. Gerüchte von einem Kreislaufkollaps machen die Runde.
Dann steht der Titelverteidiger langsam wieder auf. Spricht kurz mit
einem Arzt, dann mit seinem PR-Agenten Benito Perez-Barbadillo. Eine
Viertelstunde später die Ansage: Nadal wird seine PK fortsetzen
und ein Statement abgeben.
Der Mallorquiner lächelt. Es sieht leicht gequält aus. "Es
waren nur Krämpfe", sagt er. "Vorne und hinten an den Beinen. Sehr
schmerzhaft." Erstmals Entwarnung also.
Nadal gibt danach auch weitere TV-Interviews. Immer im Stehen. "Sitzen
kann ich im Moment nicht", sagt er. Wird er am Dienstag bereit sein
für seinen Achtelfinal gegen Gilles Muller? "Bestimmt", versichert
er.
"Solche Krämpfe sind nichts Aussergewöhnliches. Normalerweise
passiert es in der Garderobe, diesmal eben im Interview-Raum." Und das
Mittel, um wieder auf die Beine zu kommen? "Eine gute Massage, viel
Trinken und Erholung. Am Montag werde ich aber ganz normal trainieren."