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Der weltberühmte Dirigent Claudio Abbado dirigierte die grössten Orchester der Welt. Seit seiner Krebserkrankung im Jahr 2000 machte er sich auf den Bühnen dieser Welt rar: Er gab nur noch wenige Konzerte pro Jahr, und konzentrierte sich auf einige wenige Komponisten: Auf Mahler vor allem, dann die deutsche Sinfonik von Beethoven und Schubert bis Bruckner und Brahms, dazu Werke von Debussy und der Wiener Schule.
Gründer des Lucerne Festival Orchestras
Abbado gründete mehrere Orchester, darunter das Lucerne Festival Orchestra, das er die «Erfüllung eines Traums» nannte. Im vergangenen Jahr konnte Abbado nicht nur seinen 80. Geburtstag feiern, sondern auch das 75-Jahr-Jubiläum des Lucerne Festivals und das zehnjährige Bestehen des Lucerne Festival Orchestras.
Abbado wurde 1933 in Mailand geboren, als Sohn eines Violinisten und einer Klavierlehrerin. 1966 hatte er zum ersten Mal mit den Berliner Philharmonikern zusammengearbeitet, und zwei Jahre später die Opern-Saison der Mailänder Scala eröffnet. Fast zwei Jahrzehnte leitete er die Mailänder Scala, bevor er das London Symphonic Orchestra, die Wiener Oper und auch die Berliner Philharmoniker dirigierte.
Abbado als Nachfolger Karajans
Im Oktober 1989 wurde Abbado von den Berliner Philharmonikern als Künstlerischer Leiter des Orchesters zum Nachfolger Herbert von Karajans gewählt, fünf Jahre später auch zum Leiter der Salzburger Festspiele. 2002 beendete er seine Zeit in Berlin, und ging später nach Italien zurück.
Im Dezember des vergangenen Jahres liess sich Abbado am Orchestra Mozart, dessen Chef-Dirigent er während der letzten Jahre war, bereits aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands vertreten. Die Nachricht über seinen Tod wurde Montagmorgen von den italienischen Medien übereinstimmend verbreitet.