Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03489.jsonl.gz/1704

A contemporary take on prints: From woodcut to inkjet
"A contemporary take on prints" versammelt eine heterogene Gruppe von Künstler:innen, die in verschiedenen Medien arbeiten und ihre Praxis in neuen, besonderen Art in der Druckgrafik zusammenführen. Julian Charrière hat speziell für diese Präsentation eine Gruppe von drei Holzschnitten produziert, die auf seinen Holzskulpturen und Installationen "To Observe Is To Influence" basieren. Begleitet werden die Arbeiten vom dem Druckstock, einem verbrannten und gelaserten Holzblock, der an die Skulpturen erinnert, sowie von der Videoarbeit "Ever since we crawled out", die die verheerenden Schäden zeigt, die die Menschheit und die Industrialisierung mit der massiven Abholzung der Wälder anrichten. Stefan Burger schuf seine erste Glasskulptur, die von einem Künstlerbuch und einer Siebdruckbox mit verschiedenen Fotogrammen begleitet wird. Außerdem hat der Künstler eine besondere Installation mit mehreren Skulpturen konzipiert, die auf einem Sockel mit einem großformatigen Fotogramm thronen. Emil Michael Klein, der für seine abstrakte malerische Praxis bekannt ist, hat einen Siebdruck in 25 einzigartigen Varianten entwickelt, der die Schichten des Raumes in flachem Druck, wo Schichtung schwieriger als in der Malerei ist, erforscht. Die vielschichtige Grundierung, deren inhärente graue Präsenz aus sich überlagernden Schwarz- und Weißtönen besteht, wird durch das Monogramm des Künstlers EMK in der unteren rechten Ecke ergänzt. Keren Cytters erste Serie von Siebdrucken, mit Themen aus ihrer Umgebung, behält die Charakteristik ihrer Zeichnungen bei. Die Künstlerin zeigt vertraute Menschen und Gegenstände - Roger Federer und Rafael Nadal, die sich nach dem Spiel umarmen, brennende Nike-Schuhe (Kaepernick-Debatte) -, die leicht dekonstruiert und verzerrt sind, aber gleichzeitig den Blick für die Situationskomik schärfen. Die Künstlerin ist bekannt für ihre intensiven Videoarbeiten, in denen die überwiegend artifizielle Natur der dargestellten Situationen durch die Mittel ihrer Inszenierung dargestellt wird. Die Arbeit von Ian Anüll lädt dazu ein, über aktuelle gesellschaftliche Phänomene wie die sozialen Medien zu reflektieren. Die Komposition mischt Fragmente von Bildern, die wir aus dem Alltag kennen: aus der Presse einerseits und aus der Buchhaltung andererseits. Die goldenen Künstlerrahmen und die weißen Ränder um das Bild, die in ihrer Größe an eine Vinyl-LP erinnern, illustrieren ein Wechselspiel zwischen ikonischen und kitschigen Darstellungen der Populärkultur.