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Geschichte
Das Dampfzeitalter war bei der Mittelthurgaubahn über 50 Jahre. Zur Betriebseröffnung hatte die Mittelthurgau Bahn noch keine eigenen Lokomotiven, ihre bei der SLM in Winterthur bestellten Dampflokomotiven wurden erst 1912 abgeliefert. Damit die Mittel –Thurgau-Bahn trotz fehlenden Lokomotiven, ihren Betrieb aufnehmen konnte musste das junge Unternehmen bei der Schweizerischen Bundesbahnen Dampflokomotiven Mieten. Das Mieten von Dampflokomotiven bei den SBB oder der Deutschen Bundesbahn regelmässig vor, den der Rollmaterialpark war mit vier Lokomotiven nicht gerade üppig ausgestattet.
Die MThB hatte von den SBB die Dampflokomotiven Ec ¾ (Nr. 7495-7499) die bereits 1878 für die Schweizerische Centralbahn gebaut wurden sowie die Mallet Dampflokomotive Ed 2x 2/2 (7691) gemietet. Die Mallet-Lok blieb bis 1914 im Dienst der Mittel-Thurgau-Bahn, bis sie wieder an Ihr Eigentümer zurückkehrte.
Der Erste offizielle Fahrplan der MThB sah 6 durchgehende Zugpaare, sowie ein in Weinfelden gebrochenes Zugpaar vor. Der erste Zug verlies Weinfelden, in Richtung Konstanz, bereits um 05:05 und traf um 5:58 in Konstanz ein. Der letzte Zug von Konstanz nach Weinfelden fuhr in Konstanz um 20:45 ab und traf eine Stunde später in Weinfelden ein.
Nach nur gerade drei Jahren brach der erste Weltkrieg aus, was der grenzüberschreitende verkehr erheblich erschwerte. Die enorme Teuerung, mit der anschliessenden Kohle Not, musste der Fahrplan massiv zusammen gestrichen werden. So verkehrte 1917 legentlich,noch drei Gemischte Personen und Güterzugspaare. Im Winter 1918/19 wurde die Lage noch angespannter, das am Sontag der Verkehr, bis auf den Milch-Zug eingestellt werden musste.
In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erholte sich der verkehr wieder, der Anstieg war so gross das nicht nur alle vier Dampflokomotiven im Einsatz Standen, sondern Sie mussten noch durch eine erworbene Güterzugslokomotive Ed 4/5 entlastet werden. Die erworbene Lok blieb bei der MThB bis sie von den neugeschaffen, Dieseltriebwagen ersetzt wurde.
In den dreissiger Jahren als die Weltwirtschaftskriese ausbrach sank das Verkehrsaufkommen und somit die Verkehrserträge. Der Verwaltungsrat war zur dieser Zeit äusserst Zurückhaltend bei Neuinvestitionen. Um die Kosten und die Konkurrenz von der Strasse besser im Griff zu haben wurden diverse Versuchsfahrten mit Verbrennungsmotoren durchgeführt. Anfangs der 40er Jahren wurden zwei Dieseltriebwagen beschafft, um die Beiden Triebwagen fachgerecht zuwarten musste in Weinfelden eine Triebwagenhalle errichtet werden.
Dampflokomotiven der Mittelthurgaubahn von 1912
Betriebsnummer 1 bis 4
Typ Ec 3/5
Baujahr 1912
Länge der Lok 10.4 Meter
Dienstgewicht 52.4 Tonnen
Wasservorrat 5.5 m
Kohlenvorrat 2.5 m Max.
Geschwindigkeit 60 km/h
Bildquellen
- Dampflok MThB: Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel
- Dampflokomotive MThB: Peter Sutter, Archiv Tramclub Basel