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Von der Expo zum „Silicon Valley“
Wenn es nach Italiens Regierungschef Matteo Renzi geht, entsteht auf dem Expo-Gelände in Mailand ein Hightech-Quartier. Das entsprechende Projekt hierzu heisst „Italy 2040 Vision“ und wurde kürzlich vorgestellt.
Kaum ist die Expo zu Ende, stellt sich die Frage nach der Zukunft des gut erschlossenen Geländes in Mailand. Italiens Regierungschef Matteo Renzi hat diese Frage kürzlich beantwortet, wie die österreichische Zeitung „der Standard“ berichtet. Demnach soll auf einer Fläche von 70‘000 Quadratmetern ein Hightech-Quartier entstehen. Das entsprechende Projekt „Italy 2040 Vision“ beinhaltet Teilprojekte auf den Gebieten der Robotik, der Nanomedizin, der intelligenten Materialien und der Genetik.
Insgesamt ist das Expo-Gelände 1,1 Millionen Quadratmeter gross. 500‘000 Quadratmeter sollen in eine Grünfläche verwandelt werden, 200‘000 Quadratmeter möchte die Mailänder Universität Statale für ein neues, 400 Millionen Euro teures Universitätszentrum übernehmen. Geplant ist, die naturwissenschaftlichen Fakultäten dorthin zu transferieren. Ausserdem sollen Privatunternehmen in neue Firmen mit einem vom lombardischen Unternehmerverband geschätzten Investitionsaufwand von 400 bis 600 Millionen Euro investieren.
Insgesamt sollen laut der Zeitung 1600 Wissenschaftler im neuen Hightech-Quartier beschäftigt werden. Die Regie soll dem Istituto Italiano di Tecnologia aus Genua übertragen werden. Dabei soll es mit der technischen Hochschule aus Mailand, dem Institute for International Exchange aus Turin und dem Agrarforschungsinstitut Edmund Mach Foundation aus Trient zusammenarbeiten.
Als Sponsoren für das Mega-Projekt werden unter anderem Bayer und Novartis, IBM, Ferrero, Barilla und GlaxoSmithKline genannt. Die Regierung selbst will für zehn Jahre insgesamt 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen.