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Was wird gegen mögliche Hochwasser getan? Die Kantone regulieren den Wasserstand in Seen und Flüssen, um Hochwasser zu verhindern. Aber nicht nur deshalb, sagt Bernhard Wehren. Er leitet die Seeregulierung beim Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern. Der Hochwasserschutz habe zwar die höchste Priorität. «Daneben sind aber auch andere Interessen zu berücksichtigen.» Die Seen würden genutzt für die Schifffahrt, das Wasser für die Energieproduktion, und die Gewässer seien ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Welche Berner Seen stehen im Fokus? Wehren hat derzeit besonders die Seen im Berner Oberland im Auge. Wenn es mit der Schneeschmelze losgehe, allenfalls kombiniert mit starkem Regen, müsse man besonders auf den Thunersee schauen und «weitere Massnahmen prüfen».
Wo hat der Kanton Bern investiert? Im Bereich der Seeregulierung habe der Kanton Bern in den letzten Jahren grosse Anstrengungen unternommen, erklärt Wehren. «Ich denke an den Hochwasser-Entlastungsstollen in Thun.» Dieser habe spürbare Verbesserungen gebracht. Daneben seien auch organisatorische Massnahmen getroffen worden, und an den Jurarandseen werde der Pegel vorab abgesenkt.
Wo liegen die Grenzen des Hochwasserschutzes? «Die Natur hat ihre eigenen Gesetze», sagt Wehren. Es sei durchaus möglich, dass das System an seine Grenzen stosse. «Die Menschen, die in diesen Gefahrenräumen wohnen, müssen einen Notfallplan haben, der dieses Restrisiko berücksichtigt.»