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Der US-Notenbanker Jeffrey Lacker hat sich für eine Zinserhöhung im Juni ausgesprochen. Die US-Wirtschaft gewinne an Stärke und die Inflation bewege sich auf die von der Fed angepeilte Marke zu, sagte der Präsident der Zentralbank von Richmond am Dienstag vor Journalisten in Raleigh. Juni biete sich daher als «eine attraktive Option» für eine Zinserhöhung an. Seine Einschätzung könne sich ändern, je nachdem wie künftige Konjunkturdaten ausfielen. «Aber das müssten für mich überraschende Daten sein.»
Es ist das erste Mal, dass Lacker einen konkrete Monat als Datum für eine Zinserhöhung genannt hat. Er ist bekannt dafür, besonders streng auf die Wahrung des Inflationsziels von 2,0 Prozent zu achten und ein Gegner der sehr lockeren Geldpolitik der Fed zu sein. Die US-Notenbank hält den Leitzins seit 2008 nahe Null, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Wirtschaftliche Bedingungen besser
Parallel zu Lacker sagte der Chef der Zentralbank von San Francisco, John Williams, der «Financial Times», dass die wirtschaftlichen Bedingungen immer mehr jenen annäherten, unter denen es Sinn mache, «wirklich ernsthaft darüber nachzudenken, diesen Prozess der Normalisierung zu beginnen». Es sei besser, die Zinsen allmählich und bedacht anzuheben, als «viel dramatischer», wenn man zu lange damit warte.
(reuters/moh)