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Die erste Fotografie rechts entstand im Zusammenhang mit den Probearbeiten im Hinblick auf die Aufführung von 1918, im zentral platzierten Marionettentheater der ersten Schweizerischen Werkbundausstellung auf der Bellevuewiese in Zürich. Just in der Zeit aber, in der diese Aufführungen hätten stattfinden sollen, wurden in Zürich wegen der damals grassierenden sogenannten «Spanischen Grippe» sämtlichen öffentlichen Aufführungen und Versammlungen verboten und die Ausstellung musste demzufolge geschlossen werden. So konnte diese Inszenierung nie öffentlich gezeigt werden und die innovativen Figuren vom Kunstmaler Otto Morach, geschnitzt vom Bildhauer Carl Fischer, machten ihre Karriere später in Kunstausstellungen und entsprechenden Publikationen! Der Clou: Es wäre gleichzeitig die Welturaufführung von Claude Debussys Komposition von 1913 geworden...
Das zweite Bild zeigt die Gruppe des «Schweizerischen Marionettentheaters», viele Mitwirkende der Inszenierung von 1918 sind hier abgebildet (entstanden ca. 1923; oben links Carl Fischer, oben rechts Otto Morach, neben ihm die Kunststudentin und spätere Textilkünstlerin Elsie Giauque, die die Premiere 1988 im Kunstmuseum Solothurn noch erleben konnte).
Die weiteren Bilder stammen von den Vorbereitungsarbeiten der Theaterrekonstruktion, für die zwei Teams von Puppenspielerinnen und zwei Pianistinnen – Petra Ronner und Sabine Albin – trainierten. Die Premiere bzw. eigentliche Uraufführung fand am 27. Mai 1988 im Kunstmuseum Solothurn statt, weitere Aufführungen im selben Haus wie auch an andern Orten des Kantons Solothurn erlebt hat. Die Theaterinszenierung wurde vom Solothurner Filmschaffenden Ivo Kummer aufgezeichnet und steht so als Videodokumentation zur Verfügung. Zusammen mit den Kopien der Figuren trat diese Aufzeichnung denn auch in die Fussstapfen der Originale von Otto Morach: Sie dürfen immer mal wieder an einer Ausstellung über den damaligen Aufbruch in die Moderne teilnehmen.
Die gleichzeitig erschienene Publikation ist inzwischen leider vergriffen, wird aber demnächst an dieser Stelle in geeigneter Form hinterlegt werden.