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Im Rahmen botanischer Bestandsaufnahmen, die von der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW in allen Weinbaugebieten der Schweiz durchgeführt wurden, wurde ein neues Unkraut in einer Parzelle des Bezirks Lavaux erfasst: das Südamerikanische Berufkraut (Conyza bonariensis). Diese Pflanze stammt, wie der Name schon sagt, aus Südamerika und verdient besondere Aufmerksamkeit seitens der Winzer, da es sich bei ihr um die erste Art handelt, die in Europa eine Resistenz gegen Glyphosat entwickelt hat.
Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW führt regelmässig botanische Erhebungen in allen Schweizer Weinbaugebieten durch. Einerseits um die Entwicklung unerwünschter Arten zu verfolgen und schnell neue und potentiell gefährliche Unkräuter ausfindig zu machen, andererseits um seltene oder bedrohte, für die Biodiversität interessante Pflanzen zu erfassen. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Art von Berufkraut, das ursprünglich aus Südamerika stammt, entdeckt: das Südamerikanische Berufkraut. Vereinzelt wurde diese Pflanze bereits in den letzten Jahren von einigen besonders scharfsichtigen Botanikern entdeckt. Heute wird befürchtet, dass sie sich in unserer ländlichen Umgebung immer weiter ausbreitet. Es handelt sich eindeutig um eine in Weinbaugebieten unerwünschte Pflanze; vor allem, da es die erste Art ist, die in Europa eine Resistenz gegen Glyphosat entwickelt hat (Spanien, 2004). Die Winzer müssen im Hinblick auf dieses Unkraut also besonders wachsam sein. Botanisch gesehen steht es dem kanadischen Berufkraut (Conyza canadensis), sehr nah, eine Art, die in der Schweiz bereits sehr häufig zu finden ist. Das Südamerikaische Berufkraut unterscheidet sich durch weniger Blüten und etwas mehr Volumen. Durch die botanischen Erhebungen konnte ausserdem festgestellt werden, dass sich auch das schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) in einigen Weinbaugebieten etabliert hat. Dabei handelt es sich um eine andere exotische Art, die es seit einigen Jahren in der Schweiz gibt, die bis jetzt aber hauptsächlich in Kiesgruben und entlang der Verkehrwege vorkam.