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Am Montag, 09. Januar 2023 beginnen wir wieder mit dem Kundalini Yoga. In den ersten Wochen werden wir den Zyklus durch die fünf Elemente mit dem Ätherelement abschliessen. Das ist der Raum, in dem sich alles manifestiert und schliesslich wieder auflöst.
Das fünfte Element – der Äther
Das Ätherelement ist im Gegensatz zu Erde, Wasser oder Feuer so beschaffen, dass es nicht von anderen Elementen getrennt in Erscheinung treten kann. Aus dem Äther tauchen die verschiedenen Teile als scheinbar getrennte Elemente auf und tauchen im Äther wieder ein. Das fünfte Element beinhaltet somit alle Elemente. Es gibt keinen Anfang und kein Ende, keine endgültige Grenzlinie in Raum und Zeit. Es gibt die Präsenz jeglicher Farben und Formen, ebenso wie die Abwesenheit aller Dinge.
Das Leben ist interessant, wenn wir alle Aktivitäten vollkommen aufgeben. Dazu gehören Gedanken, Körperempfindungen und schliesslich die Gefühle. Dies ist der Nullzustand, und das ermöglicht uns, wirklich zu hören. Wir treten in Shuniya – ins Nichts ein.
Das Nervensystem ist die kommunizierende Verbindung zwischen den inneren und äusseren Welten. Viele yogische Übungen stärken das Nervensystem, während sie gleichzeitig seine Sensibilität und die Kapazität für den Energiefluss verbessern. Ebenso gehören Schilddrüse und Nebenschilddrüse zum fünften Element. Sie befinden sich auf der Ebene der Kehle – des fünften Chakras – und nehmen eine wichtige Funktion beim Regulieren des Nervensystems ein.
Wenn wir einen Vergleich mit dem Aufbau der Pflanze heranziehen, so entspricht das fünfte Element der Frucht. Die Frucht trägt das Ende und den Neubeginn in sich; das Geschenk der Ernte wie den Samen für den Neubeginn. Der Tod steckt im Leben, und das Leben steckt im Tod. Die Meisterschaft des fünften Elements wird dann erreicht, wenn wir fähig sind, das Leben und den Tod gleichermassen zu zelebrieren.