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«Also, es fängt damit an, dass ich bei Fisch-Gosch in List auf Sylt stehe und ein Jever aus der Flasche trinke.»
Welche Geschichte wird uns die Person wohl erzählen? Der Buchtitel Faserland und die Kapitelüberschrift «Eins» helfen nicht weiter. Wir wissen einzig: «Es» fängt jetzt an. Die Frage ist was? Möglicherweise ist «es» die Anekdote, die man einem Kumpel erzählen würde. Vielleicht beginnt hier auch eine Reise. Die Person befindet sich ja auf Sylt und trinkt ein Bier.
Einen zusätzlichen Hinweis liefert eines der Referenzzitate vor Romanbeginn:
«Give me, give me – pronto – Amaretto»
(The Would-Be-Goods)
So viel soll verraten sein: Die Person ist ein steinreicher Schnösel mit grossem Durst. Zwischen Partys und Hoffnungslosigkeit reist er von Sylt bis nach Kilchberg an den Zürichsee. Beim Erscheinen des Buches 1995 erntete es von den Feuilletons 90 Verrisse und nur 2 lobende Rezensionen. Mittlerweile hat das Buch Kultstatus und wurde in acht Sprachen übersetzt. Zu seinen Verehrern gehören unter anderem Daniel Kehlmann und Harald Schmidt, der den Autor Christian Kracht auch mal in seine Late Night Show eingeladen hat.
Christian Kracht
Faserland.
Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1995. 166 Seiten.