Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/226

Darf ich Geld verschenken, um nicht für die Pflege zahlen zu müssen?
Das dürfte meist eine schlechte Idee sein, da die Stelle für die Ergänzungsleistungen (EL) diese Schenkungen überprüfen wird.
Wenn Sie im Alter nicht in der Lage sind, für die Pflegeheimkosten aufzukommen, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL). Bei der Berechnung der EL berücksichtigt die zuständige Stelle namentlich, ob Sie auf Einkünfte oder Vermögenswerte verzichtet haben – so auch, ob Sie Geldbeträge verschenkt haben. Ist dies der Fall, wird sie Ihnen die Ergänzungsleistungen entsprechend kürzen oder gar streichen.
Jährliche Ergänzungsleistung
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Als anerkannte Ausgaben gelten für den Fall, dass Sie in einem Heim oder einem Spital leben werden, die Tagestaxen des Heimes sowie ein vom jeweiligen Kanton zu bestimmenden Betrag für die persönlichen Auslagen. Zusätzlich anerkannt als Ausgaben sind unter anderem bis zu einer bestimmten Höhe Hypothekarzinsen einer Liegenschaft, ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung und geleistete familienrechtliche Unterhaltsbeiträge. Als Einnahmen anzurechnen sind unter anderem die AHV-Rente, Einkünfte aus Vermögen, Familienzulagen, familienrechtliche Unterhaltsbeiträge und eben Einkünfte und Vermögenswerte, auf die Sie verzichtet haben.