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Vladimir Petkovic hat erstmals seit dem WM-Aus gegen Schweden öffentlich gesprochen. Der Nationaltrainer beantwortete gemeinsam mit Verbandspräsident Peter Gilliéron und dem Nationalmannschafts-Delegierten Claudio Sulser die brennendsten Fragen zur Nati und zum Schweizer Fussballverband.
Mit Spannung war die erste Pressekonferenz von Vladimir Petkovic (lange) nach dem WM-Aus gegen Schweden erwartet worden. Bevor der Schweizer Nationaltrainer aber zu Wort kam, nahmen Verbandspräsident Peter Gilliéron und der Nationalmannschafts-Delegierte Claudio Sulser Stellung zum Zustand des Nationalteams und des schweizerischen Fussballverbandes generell.
Die Funktionäre übten Selbstkritik und räumten Fehler ein. Vladimir Petkovic selbst wollte vor allem über die sportlichen Aspekte sprechen. Wir haben die wichtigsten Punkte kompakt zusammengefasst.
Petkovic sagt, er sei insgesamt zufrieden mit der Leistung. Die Gruppenspiele waren gut, der Achtelfinal dann schwach. Aber eine Achtelfinal-Qualifikation an einer Weltmeisterschaft sei nicht selbstverständlich. Noch habe der Exploit gefehlt. Dieser sei aber auch in Zukunft das Ziel.
Der Nationaltrainer bedauert, wie sich die Sache mit Behrami entwickelt hat. Er habe an diesem Tag mehrere Spieler darüber informiert, dass er im Rahmen der Nations League teilweise auch neue, junge Spieler einsetzen will. Bis auf Valon Behrami hätten auch alle Akteure dieses Vorhaben gut aufgenommen. Petkovic betont, dass er keinen Spieler zum Rücktritt zwingen wollte und ergänzt: «Valon hat das nicht verdient.» Der Trainer sagte zudem auch, dass das Team gesund sei.
Gilliéron bestätigte, dass er seine Amtszeit bis Mai 2019 erfüllen wird. Danach wird er nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen. Seine Nachfolge ist noch nicht geregelt. Ob Bernhard Heusler einer der Kandidaten dafür sein könnte, liess Gilliéron offen.
Der Nationalmannschafts-Delegierte Claudio Sulser erklärte, dass man die Affäre nach dem Serbien-Spiel mit den Athleten besprochen habe. Er gibt aber auch zu, dass man dieses Thema im Vorfeld noch besser hätte ansprechen sollen und dass man den Wellengang nach der Partie unterschätzt habe. Petkovic ergänzt, dass er auch versucht habe, die Situation zu steuern und mit Xhaka und Shaqiri das Gespräch gesucht hätte.
Der SFV hat der Firma HWH von Bernhard Heusler und Georg Heitz den Auftrag gegeben, die Strukturen des SFV und der Nationalmannschaft zu evaluieren. Der Verband gibt zu, dass die Strukturen im Bereich der Nati ungenügend sind. Von Heusler und Heitz erhofft man sich konkrete Vorschläge zur Verbesserung ebendieser.
Präsident Peter Gilliéron sagt zudem: Ich habe Fehler gemacht. Und als Präsident übernehme ich auch die Verantwortung dafür. Ich entschuldige mich auch bei den Spielern für allfällige Missverständnisse. Letztlich haben wir jetzt die Möglichkeit, daraus zu lernen.»
Ticker: 24.08.18: Pressekonferenz SFV
8. Oktober 2010: Dass die Schweiz in Montenegro mit 0:1 verliert, gerät beinahe zur Nebensache. Für Aufsehen sorgt vielmehr der unkonventionelle Jubel des einzigen Torschützen Mirko Vucinic.
Nach dem enttäuschenden Ausscheiden in der Gruppenphase an der WM 2010 will es die Schweizer Nati am nächsten Turnier besser machen. Doch die EM 2012 verpasst sie – weil der Start völlig in die Hose geht.
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