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Die Manufaktur El Laguito war ursprünglich ein Herrschaftshaus. Im Zuge der Revolution wurde es «nationalisiert» und das neue Regime liess darin eine Zigarrenroller-Schule für Frauen einrichten. Aus der Schule wurde eine Manufaktur, welche Havannas von bester Qualität für Fidel Castro persönlich oder Diplomaten rollte. Jene Zigarren, die später den Namen «Cohiba» erhielten. Der Geist der sozialistischen Revolution ist in El Laguito immer noch präsent. Dafür sorgt der Vorleser, der mit Engagement über die Geschichte des Hauses referiert. Dafür sorgt auch das eindrückliche Gebäude, das für das 50-jährige Jubiläum von Cohiba schön herausgeputzt wurde und von den Festival-Besuchern heute besichtigt werden konnte.
Während des Besuchs lief die Produktion der Cohiba-Formate Robusto, Esplendido und Lancero. Zum Behike-Engpass gibt es hier in Kuba verschiedene Theorien. Je nach Quelle fehlen entweder die Deckblätter oder das würzige Medio-Tiempo-Blatt. Sicher ist, dass die Cohiba-Behike-Serie im Moment kaum produziert wird.
Der «Plan operative de Octubre 2015», der auf einer Informationstafel in der Manufaktur hängt, gibt einige interessante Einblicke in die Monatsproduktion. Die Zahlen sind allerdings interpretationsbedürftig. Die geplante Monatsproduktion der Behike-Formate könnte bei etwa 1000-1200 Stück pro Format liegen, wenn die Planzahlen in Stück angegeben sind. Interessant ist, dass El Laguito im Oktober auch bei der Produktion von «Massenware» wie der Montecristo No. 4 und No. 5 mithelfen musste.