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Als die Basler Strassenbahnen (B.St.B.) am 14. April 1897 die Strecke in Richtung Kleinhüningen in Betrieb nahmen, konnten die Wagen der neu eingerichteten Tramlinie vom Claraplatz her zunächst nur bis zum Klybeckschloss verkehren. Der Streckenabschnitt bis ins eigenständige Fischerdorf Kleinhüningen konnte erst sechs Monate später fertiggestellt werden.
Um 1900 fährt ein Wagen der Kleinhüninger-Linie vom Claraplatz her kommend in die Klybeckstrasse ein.
© Ansichtskarte Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen
Als vierte Linie neben der Stammlinie, der Wettstein-Linie und der Birsfelder-Linie wurden die nach Kleinhüningen fahrenden Wagen ab 1907 mit der Nummer 4 gekennzeichnet.
Dieses Bild des alleinfahrenden Grossraum-Motorwagens Be 4/4 415 erinnert daran, dass die Linie 4 bis 1960 in Kleinhüningen die Wiese überquerte. Seit dem Neubau der Stecke nach Weil am Rhein ist dies wieder möglich.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen
Fast 70 Jahre lang blieb die Linie 4 der Strecke ins 1908 von der Stadt Basel eingemeindete Kleinhüningen treu. Allerdings konnten bis 1921 keine Anhänger mitgeführt werden. Einerseits fehlte am Claraplatz eine direkte Gleisverbindung zur Mittleren Brücke, obwohl die Linie 1903 zum Barfüsserplatz verlängert worden war (die stadtseitige Endhaltestelle sollte im Laufe der Jahre übrigens noch mehrfach ändern). Andererseits bestand in Kleinhüningen kein Umfahrgleis. Anhängerzüge waren anfänglich auch nicht nötig, beklagte die Strassenbahnverwaltung doch schon 1897, dass sie ein Einnahme-Ergebnis erzielte, welches knapp zur Deckung der Betriebsausgaben ausreichte. Heute ist die durch Kleinhüningen führende Linie 8 die rentabelste der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB)…
Ab 1951 war der 4er mit der Linie 1 verknüpft: Die vom Kannenfeldplatz her kommenden Kurse der Linie 1 wechselten am Bahnhof SBB das Nummernschild auf «4» und fuhren weiter durch die Innenstadt nach Kleinhüningen. Allerdings war es ihnen ab 1960 nicht mehr vergönnt, in Kleinhüningen den Fluss Wiese zu queren. Als Tribut an den Autoverkehr wurde der letzte Streckenabschnitt etwas verkürzt und die Endhaltestelle auf das südliche Wieseufer zurückgenommen.
1972 verabschiedete sich der 4er aus Kleinhüningen und überliess den Verkehr ab Claraplatz den Linien 12 und 14. Bis zur Abschaffung der Liniennummer anno 1984 befuhren die Wagen mit dem Kopfschild «4» den äusseren Ring: Mustermesse–Schifflände–Bahnhof SBB–Kannenfeldplatz–Dreirosenbrücke–Mustermesse. Die Kurse in der Gegenrichtung trugen die Nummer 1.
Zwischen 1972 und 1984 trugen die Kurse des inneren Rings der kombinierten Linie 1/4 das Kopfschild «4». Mitte der Siebzigerjahre verlässt der Be 4/4 409 den Centralbahnplatz in Richtung Kannenfeldplatz.
© Sammlung Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 1.2131)
2001 erlebte die Liniennummer 4 ein kurzes Revival: Während der Fasnacht waren umgeleitete, zwischen Riehen und Kleinhüningen pendelnde Kurse der Linien 6 und 8 als Linie 4 gekennzeichnet. Leider blieb es bei diesem einen Versuch, bei geplanten Umleitungen von der gewohnten Strecke abweichende Linien mit anderen Nummern deutlich zu kennzeichnen.
2001 erlebte die Liniennummer 4 ein kurzes Revival: Während der Fasnacht waren die zwischen Riehen und Kleinhüningen pendelnden Kurse der Linien 6 bzw. 8 als Linie 4 gekennzeichnet.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 14.46)