Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/97185

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zur Regulierung der geschützten Raubtierbestände - insbesondere des Wolfsbestandes - die Jagdverordnung vom 29. Februar 1988 wie folgt zu ändern: </p><p>Artikel 4 Absatz 1 Regulierung von Beständen geschützter Arten</p><p>Mit vorheriger Zustimmung des Bafu können die Kantone befristete Massnahmen zur Regulierung geschützter Tierarten treffen, wenn diese: </p><p>a. ihren Lebensraum beeinträchtigen;</p><p>b. die Artenvielfalt gefährden; </p><p>c. grosse Schäden an Wald und Kulturen verursachen;</p><p>d. Menschen erheblich gefährden;</p><p>e. Tierseuchen verbreiten; </p><p>f. grosse Schäden an Haus- und Nutztieren verursachen; </p><p>g. eine angemessene jagdliche Nutzung der Wildbestände verunmöglichen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Grossraubtiere Luchs und Wolf haben in den vergangenen Jahren in der Schweiz immer mehr Lebensraum gefunden und bereichern die Artenvielfalt. Die zunehmenden Bestände führen aber aufgrund der Schäden an Nutztieren und regional sinkender Wildbestände auch zu Konflikten mit Landwirten und Jägern. Das vom Motionär erwähnte Gleichgewicht der Wildtierbestände hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nichtsdestotrotz muss in einer Kulturlandschaft wie der Schweiz ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Nutzung gesucht werden. Aus diesen Gründen hat das UVEK dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) im Dezember 2008 den Auftrag erteilt, im Rahmen des Handlungsspielraums der Berner Konvention eine Teilrevision der Jagdverordnung (JSV; SR 922.01) zu unterbreiten. Die Anliegen der Motion können in der geplanten JSV-Teilrevision weitgehend berücksichtigt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.