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Erstmals wird im Rahmen der Wahlen zum Schweizer Sportler des Jahres in einer eigenen Kategorie der oder die beste MannschaftssportlerIn ausgezeichnet. Ein Drittel der Stimmen kommen mittels Online-Voting von den Fans.
Sechs Mannschaftssportler und -sportlerinnen aus vier Sportarten sind nominiert. Bis am 3. Dezember können Sportfans ihre Stimme abgeben, ausgezeichnet wird der oder die «MVP des Jahres» anlässlich der «Sports Awards» am 15. Dezember.
Die Stimmen aus dem Online-Voting (hier) zählen in der MVP-Wahl zu einem Drittel. Die restlichen Stimmen stammen von den Vertretern der Schweizer Sportmedien sowie den Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern. Und das sind die sechs Nominierten:
In der letzten Saison verzeichnete Capela die fünftbeste Feldwurfquote aller NBA-Spieler. Durchschnittlich kam er auf 16,6 Punkte und 12,7 Rebounds pro Match, was Schweizer Rekord bedeutet. Sein im Sommer 2018 bei den Rockets unterschriebener Fünfjahresvertrag über 90 Millionen Dollar liess den 25-Jährigen ausserdem zum mit Abstand bestbezahlten Schweizer Mannschaftssportler aufsteigen.
Seit seinem Debüt im November 2014 hat sich der in Genf aufgewachsene Sohn eines Angolaners und einer Kongolesin in der besten Basketball-Liga der Welt einen Namen gemacht – als erst zweiter Schweizer überhaupt. Der Second Most Improved Player der NBA-Saison 2017/18 ist bekannt für seinen spektakulären Spielstil. An der Seite von Megastar James Harden ist der 2,08 Meter grosse Center bei den Houston Rockets zur unverzichtbaren Stammkraft aufgestiegen.
Der Berner gilt seit Jahren als einer der besten Verteidiger in der NHL. 2019 nahm er bereits zum zweiten Mal am All-Star-Game der besten Eishockeyliga der Welt teil. Der 29-jährige Josi geniesst in Nordamerika nicht nur wegen seiner spielerischen Fähigkeiten einen ausgezeichneten Ruf. Seit der Saison 2017/18 führt er die Nashville Predators als Captain an. Mittlerweile ist er in der Organisation nicht mehr wegzudenken.
Josi übernimmt auf und neben dem Eis Verantwortung. Er gilt als exzellenter Schlittschuhläufer mit hoher Spielintelligenz, dessen Offensivqualitäten (60 Skorerpunkte in 88 Spielen in der letzten Saison) für einen Verteidiger aussergewöhnlich sind. Seine Bodenständigkeit hat der Publikumsliebling nie verloren. Mit seinem kürzlich bis 2028 verlängerten Vertrag, der ihm jährlich gut 9 Millionen Dollar brutto einbringt, ist Josi zum am drittbesten verdienenden Verteidiger in der NHL aufgestiegen. Sein grosses Ziel bleibt, mit Nashville den Stanley Cup zu gewinnen.
Der Goalie hatte an der Unihockey-WM im Dezember 2018 in Tschechien massgeblichen Anteil am Bronzemedaillen-Gewinn der Schweiz. Auch dank zahlreichen starken Paraden Meiers hätten die Schweizer im Halbfinal beinahe Rekordweltmeister Schweden ausgeschaltet; die Entscheidung zugunsten der Nordländer fiel erst im Penaltyschiessen.
Nebst WM-Bronze durfte sich Meier, der in der NLA seit 2015 das Tor der Grasshoppers hütet, über zwei weitere Auszeichnungen freuen. Als erster Torhüter, als erster Schweizer und als erster Spieler, der nicht im Final stand, wurde er zum MVP des Turniers gewählt. Dazu schaffte es der 29-Jährige als bester Goalie ins All-Star-Team der WM.
Seit einem Jahr spielt Müller College-Eishockey für die Northeastern University in Boston. Sie studiert dort Biopsychologie. In ihrer ersten Saison in Nordamerika übertraf Alina Müller ihre eigenen Erwartungen, sammelte als Topskorerin ihres Teams fast 1,5 Punkte pro Spiel und wurde nach Saisonende ins All-Star-Team Hockey East und ins All-Star-Rookie-Team gewählt. Obendrein erhielt sie an den Swiss Ice Hockey Awards 2019 zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung Spielerin des Jahres.
Bereits 2014 in Sotschi gewann Alina Müller im Alter von 15 Jahren mit dem Schweizer Frauen-Nationalteam Olympia-Bronze. Im Spiel um Bronze gegen Schweden gelang ihr das siegbringende Tor. Vier Jahre später wurde sie in Südkorea Topskorerin und als beste Stürmerin des olympischen Turniers ins All-Star-Team gewählt. Mittlerweile gehört die 21-jährige Winterthurerin zu den besten Eishockeyspielerinnen der Welt.
«Der Mann aus Sursee» blickt auf eine herausragende Saison 2018/19 zurück. 23 Tore steuerte der 27-jährige Stürmer zum Meistertitel mit Benfica Lissabon bei, 19 davon im Kalenderjahr 2019. Damit war er der Torschützenkönig der portugiesischen Primeira Liga. Dazu lieferte Seferovic, der die letzten Jahre immer wieder um die Gunst des Schweizer Publikums gekämpft hat, auch im Nationalteam starke Leistungen ab.
Fünf Tore erzielte der Luzerner in den vier Spielen gegen Island und Belgien und ebnete der Schweiz damit den Weg zum Einzug ins Finalturnier der neu geschaffenen Nations League. Als Anerkennung für seine starken Auftritte wurde der U17-Weltmeister von 2009 zum Schweizer Fussballer des Jahres gewählt.
Nach fünf Saisons bei Turbine Potsdam in der deutschen Bundesliga wagte Wälti im Sommer 2018 den Schritt nach England. Gleich in ihrer ersten Saison mit Arsenal wurde die Berner Mittelfeldspielerin englischer Meister. Dazu wurde Wälti von der Professional Footballer's Association ins Team des Jahres in der englischen Women's Super League gewählt. Sie hatte die Fachjury mit ihrer Spielübersicht und der Ruhe am Ball überzeugt.
Auch im Schweizer Nationalteam gehört die 84-fache Internationale zu den Teamstützen. Nach einer im April erfolgten Knieoperation gab die 26-Jährige im Oktober ihr Comeback. Nach der Nicht-Qualifikation für die Frauen-WM 2019 strebt Wälti als Captain mit der Schweiz die Teilnahme an der EM-Endrunde 2021 in England an. (ram/sda)