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1.2 km
Der Monte Verità ist ein mythischer Ort und stolz auf seine Vergangenheit, die anfangs des 20. Jahrhundert mit den "nackten Naturmenschen" begann. Um 1900 siedelte auf diesem Hügel eine Vegetarianer-Kolonie. Die Leute um den Holländer Henri Oedenkoven tauften den Monte Monescia, wie er bis dahin hiess, kurzerhand in Monte Verità um. Eine Art privat-besitzfreie urchristlich-kommunistische Gemeinde entstand auf dem "Berg der Wahrheit". Die Intensität der zwar nicht in der Gemeinschaft, aber von Einzelnen verwirklichten Ideale zieht rasch Aussenseiter der Gesellschaft aus ganz Europa und aus Übersee auf den Monte Verità, der allerdings mit den Jahren immer mehr zum Sanatoriumsbetrieb wird: Theosophen, Lebensreformer, Anarchisten, Kommunisten, Sozialdemokraten, Psychoanalytiker, dann Literaten, Schriftsteller, Dichter und Künstler und schliesslich die Emigranten der beiden Weltkriege. Auch der Luxus folgte: Der steinreiche und nicht über jeden Zweifel erhabene Baron von der Heydt kaufte den Berg und liess darauf das heute noch bestehende Hotel im Bauhausstil errichten. Mit ihm kam neben dem Geld auch die Kunst, vorab die fernöstliche, nach Ascona. Heute gehört der Monte Verità dem Kanton Tessin und ist ein modernes Kongress- und Kulturzentrum.