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Musik- und Gesangvereine; Unterstützungskassen.
Stark besuchte Messen und Märkte. Die Kirche von Biasca, 1213 zum erstenmale als Pfarrkirche für das Val Blenio, die Leventina
und das untere Tessinthal genannt, ist ein schöner Bau antiken Stiles und weist Malereien des 15. und 16. Jahrhunderts,
sowie romanische Skulpturen auf. Es stehen ihr vor ein Präfekt und zwei Priester. Eine zweite römisch-katholische Kirche,
die Rotonda de Santo Carlo, ist ein prachtvoller, vom Milaneser Architekten Macciacchini erstellter moderner Bau.
Seit einigen Jahren besitzt auch die reformierte Kirchgemeinde ein schönes Gotteshaus.
Kleines Theater;
Kindergarten; geräumiges Schulhaus. Das Dorf hat elektrisches Licht. Funde von römischen Münzen. 3 km ö. Biasca liegt
auf einer Terrasse des Pizzo Magno der liebliche kleine See von Carigiolo, dem der gegenüber dem Bahnhofe in schönen Fällen
(bis 80 m hoch) abstürzende Bach entfliesst. Die Rebe wird hier an Lauben gezogen, deren Bogen auf Gneissmauern
ruhen; der hier einst stark verbreitete Maulbeerbaum und mit ihm die Seidenraupenzucht sind stark im Rückgange begriffen.
Durch einen vom MonteCrenone (heute Pizzo Magno) niedergegangenen Bergsturz wurden 1512 viele Häuser zerstört und Hunderte
von Bewohnern getötet; der durch die Schuttmasse gestaute Brenno bildete damals einen mehrere km langen See,
der erst 14 Monate später durchbrach und bei seiner plötzlichen Entleerung von Biasca bis zum Langensee grosse Verheerungen
anrichtete.
(Buzzadi) (Kt. Tessin,
Bez. Blenio).
Grosser Schuttkegel im untern Val Blenio, etwas oberhalb Biasca; Ueberrest des mächtigen Bergsturzes
von 1512, der den Brenno an die rechte Thalseite hinübergedrängt hat. Der Bergsturz, einer der bedeutendsten
aus historischer Zeit, löste sich in grosser Höhe am Pizzo Magno ab, an der Stelle, die heute noch als trichterförmige Nische
sichtbar ist. Der zurückgestaute Brenno bildete einen grossen See, der 14 Monate später (an Pfingsten
1514) durchbrach und das untere Tessinthal bis zum Langensee verwüstete. In grossem Bogen umgeht heute die Strasse den mit
mächtigen Felsblöcken durchsetzten Schutthaufen.