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- Die Credit Suisse muss ihre Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten erhöhen und startet deshalb mit einem Quartalsverlust in das Jahr.
- Bereits bekannte Rechtsfälle beeinträchtigen das Ergebnis um etwa 600 Millionen Franken.
Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hat nach dem Milliardenverlust 2021 auch das neue Jahr mit roten Zahlen begonnen. Neue Rückstellungen für alte Rechtsstreitigkeiten, der Krieg in der Ukraine und die Wertminderung einer Beteiligung dürften im ersten Quartal zu einem Verlust führen, wie die Credit Suisse mitteilt. Die grösste Belastung kommt von Rechtsstreitigkeiten, die mehr als ein Jahrzehnt zurückliegen. Dafür stockt die Bank ihre Rückstellungen um etwa 600 Millionen Schweizer Franken auf.
Rückstellung von insgesamt 700 Millionen
Insgesamt dürften sich die Rückstellungen für Rechtsfälle im ersten Quartal damit auf rund 700 Millionen Franken belaufen, wie es heisst. Hinzu kämen negative Erträge und Kreditverluste infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine von rund 200 Millionen Franken. Ausserdem rechnet die Bank wegen einer Abschreibung auf seine Beteiligung an der Allfunds Group mit einer Belastung von etwa 350 Millionen Franken.
Diese Verluste würden teilweise durch Auflösung von Rückstellungen für den Kollaps des Hedgefonds Archegos im vergangenen Jahr und durch Immobiliengewinne ausgeglichen. Die endgültigen Quartalszahlen sollen wie geplant am 27. April veröffentlicht werden.
Wegen Archegos und der Pleite des Finanzkonglomerats Greensill hatte die Credit Suisse 2021 einen Verlust von fast 1.6 Milliarden Franken ausgewiesen.