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Die meisten Kinder beginnen etwa im Alter von einem Jahr mit dem Zeichnen. Die ersten Kritzeleien entstehen aus zufälligen Bewegungen mit einem Stift auf einer Unterlage. Zunächst durchläuft jedes Kind eine ähnliche zeichnerische Entwicklung. Punkt für Punkt, Linie für Linie probieren es die kleinen Zeichner und beginnen bald einmal, das entstandene Bild mit der sichtbaren Wirklichkeit zu vergleichen.
Kritzeln
Mit ca. einem Jahr können Kinder einen Stift halten. Von einzelnen wahllosen Strichen, über dichte Strichlagen bis hin zu knäuelartigem Kreiskritzeln entstehen in der Kritzelphase auch Gebilde, die voneinander getrennt sind. Mit ca. zweieinhalb Jahren beginnen die Kinder, ihr Gekritzel zu kommentieren und zu benennen. Erste Darstellungsabsichten lassen sich erkennen.
Kopffüssler
Die ersten Gebilde, die etwas Erkennbares darstellen, sind die sogenannten „Kopffüssler“ (ca. ab zwei Jahren). Sie bestehen aus einem Kreis mit fühlerartigen Gebilden, die nach allen Richtungen abstehen. Später beschränkt sich die Anzahl der angehängten Glieder auf zwei bis vier und in den Kreis wird ein schematisches Gesicht eingefügt. Warum bei diesen frühen Menschendarstellungen meist der Rumpf fehlt, obwohl Kinder wissen, dass es einen Bauch gibt, ist umstritten. Gegen Ende der Kopffüsslerphase entwickeln sich dann langsam die Strichmännchen.
Marie beschäftigt sich seit ca. drei Wochen sehr intensiv mit Malen und Zeichnen. Sie hält den Stift bereits im Pinzettengriff und führt ihn sicher übers Papier. Wenn man Marie fragt, was sie gerade zeichnet/malt gibt sie differenziert Antwort und benennt was auf dem Papier was darstellen soll.
Verfasserin: Olivia