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Chemische Erfindungen, welche die moderne Welt ermöglichten
Die Chemie ist die Basis für zahlreiche Dinge, die unseren modernen Alltag vereinfachen, auch wenn es nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist. Grundstoffe wie Plastik, Glas oder diverse Metalle sind auf der Basis von chemischen Experimenten entstanden und werden auch heute noch mit Methoden hergestellt, welche chemische Vorgänge beinhalten. Wenn du dich für Chemie interessierst, sieh dir außerdem auch gern unseren Beitrag über das Chemie-Studium an.
Penicilin
Eine absolut bahnbrechende Entdeckung im Bereich der Heilkunde waren die Penicilline, eine Gruppe von antibiotisch wirkenden Substanzen, welche die Basis von Heilmitteln bilden. Alexander Fleming entdeckte diese Substanzen 1928 und erkannte dabei ihre Wirksamkeit gegen Bakterien. Daraufhin wurden Penicilline als Wirkstoff gegen entsprechende Erkrankungen eingesetzt. Dazu gehören Staphylokokken, Streptokokken oder auch Pneumokokken. Heute kann es durchaus vorkommen, dass ein Bakterienstamm gegen Penicilline immun ist, da auch Bakterien gegenüber ihren Widersachern Resistenzen entwickeln.
Vulkanisiation
Goodyear ist nicht nur ein Ort in der Wüste von Arizona. Goodyear steht vor allem für Gummi, der zu Reifen verarbeitet worden ist. Charles Goodyear entwickelte 1839 ein Verfahren, mit dem Naturkautschuk, so wie er aus den Pflanzen gewonnen worden war, zu einem resistenteren Stoff, der landläufig als Gummi bekannt geworden ist. Um die gewünschte Reaktion zu erreichen, wird dabei Schwefel verwendet. Die Vulkanisation hat die heutigen Autoreifen mit langer Haltbarkeit und hoher Verlässlichkeit ermöglicht und so einen großen Fortschritt bei der Fortbewegung gebracht. Der Name Goodyear lebt immer noch in der gleichnamigen Reifenfirma weiter.
Periodensystem der Elemente
Zugegeben, das Periodensystem ist nicht jedermanns liebste Lektüre. Diese Ansammlung von Zahlen und Abkürzungen ist jedoch die Basis für etliche Zusammenhänge in der Chemie und hilft dabei, den Überblick über die Elemente zu behalten. Derzeit umfasst das System 118 Elemente, die alle ihre eigene Abkürzung haben und teilweise nach nahmhaften Chemikern benannt sind. Das Periodensystem geht auf die beiden Chemiker Dmitri Mendelejev und Lothar Meyer zurück, welche innert weniger Monate unabhängig voneinander zu denselben Ergebnissen gekommen waren.
Batterien
Strom kommt aus der Steckdose. Sind wir davon nicht alle überzeugt und wollen es irgendwie doch nicht wahrhaben? Bereits im 18. Jahrhundert arbeitete allerdings der Italiener Alessandro Volta an einer Methode, mit der er den Strom transportieren konnte, ohne dass die Energiequelle am gewöhnlichen Stromnetzwerk angeschlossen werden musste. Das Konzept wurde später mit verschiedenen Elektrolyten verfeinert, bis hin zu den heute gebräuchlichen Akkus, welche sich bei nur geringer Abnutzung unzählige Male auf- und entladen lassen.
Thermometer
Wohl kaum ein Instrument hat den Übergang von der Alchemie zur Chemie als exakte und durch Zahlen untermauerte Wissenschaft gleichermaßen versinnbildlicht wie das Thermometer. Spätestens als der Holländer Daniel Gabriel Fahrenheit 1714 erstmals Quecksilber für die Messung von Temperaturen verwendete, war damit ein präzises Instrument geschaffen, mit dem die Wärme stets genau ermittelt werden konnte. Zuvor wurden für die Temperaturmessung Mischungen aus Wasser und Alkoholverwendet, die zwar auch eine Einschätzung der Temperaturen geeignet waren, allerdings nicht mit derselben Genauigkeit wie die Quecksilber-Thermometer, welche auch heute noch einsetzt werden.