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Argentinien und China unterzeichnen Rahmenvertrag für Atucha-3
Der argentinische Planungsminister Julio de Vido und der Wirtschafts- und Finanzminister Axel Kicillof diskutierten an einem Treffen Anfang September 2014 in Peking mit den Behörden der Nationalen Entwicklungs-und Reformkommission Chinas sowie Unternehmens- und Bankenvertretern die Umsetzung der im letzten Jahr ratifizierten Kooperationsvereinbarung im Kernenergiebereich.
Danach wohnten sie der Unterzeichnung eines Handelsrahmenabkommens zur Bereitstellung von Ausrüstungen und Dienstleistungen für die geplante vierte Kernkraftwerkseinheit Argentiniens, Atucha-3, bei. Demnach steuert Argentinien für den Bau der geplanten Einheit Ausrüstung und Dienstleistungen im Wert von ARS 32 Mrd. (CHF 3,5 Mrd.) bei, während der Beitrag aus China und Drittstaaten USD 2 Mrd. (CHF 1,8 Mrd.) beträgt. Laut Abkommen verantwortet die NA-SA Vorprojekt, Auslegung, Bau, Inbetriebnahme und Betrieb von Atucha-3. Die CNNC unterstützt die NA-SA in technischen Belangen, dient doch die Auslegung der zwei Einheiten Qinshan-III-1 und -2 vom kanadischen Typ Candu-6 als Vorlage zum Bau von Atucha-3. Zudem liefert die CNNC Ausrüstung, Komponenten und Dienstleistungen, die Argentinien importieren muss, sowie Materialien, welche die argentinische Industrie zur Fertigung von Komponenten vor Ort benötigt.
Am 18. Juli hatten Argentinien und China das Zusammenarbeitsabkommen zum Bau einer Druckschwerwasserreaktoreinheit abgeschlossen. Die NA-SA, die CNNC und die Industrial and Commercial Bank of China Ltd. (ICBC) unterzeichneten gleichzeitig die Konvention zur Projektumsetzung.
Atucha-3 wird eine Leistung von 800 MW aufweisen. Der Standort befindet sich neben der bestehenden Druckschwerwassereinheit Atucha-2, offiziell Central Nuclear Presidente Dr. Néstor Carlos Kirchner genannt. Die Bauzeit wird voraussichtlich acht Jahre betragen.