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Wer Kantonsrat bzw. Kantonsrätin werden möchte, muss zunächst einmal folgende vier Voraussetzungen erfüllen: Volljährigkeit (mindestens 18 Jahre alt sein), Urteilsfähigkeit (nicht entmündigt sein), das Schweizer Bürgerrecht besitzen und Wohnsitz im Kanton Zürich haben. Danach muss man auf dem Weg in den Kantonsrat folgende beiden Stationen erfolgreich meistern:
1. Nomination (Wahlvorschlag) durch eine politische Partei
Weil sich die Bürgerinnen und Bürger bei der Wahl des Kantonsrates primär für eine bestimmte politische Partei entscheiden müssen (sog. Proporzwahlrecht/-system), kann man ohne Mitgliedschaft in einer Partei nur sehr schwer Kantonsrätin bzw. Kantonsrat werden. Deshalb ist die Nomination (= zur Wahl vorgeschlagen werden) durch eine Partei für eine Wahl in den Kantonsrat faktisch unerlässlich. Die Nomination durch ein Partei hat in einem demokratischen Verfahren zu erfolgen.
2. Wahl durch die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger
Zuletzt entscheiden aber eben nicht die verschiedenen Parteien, wer definitiv im Kantonsrat politisieren darf, sondern die Bürgerinnen und Bürger, welche die einleitend erwähnten vier Voraussetzungen ebenfalls erfüllen. Diese Bürgerinnen und Bürgern sind es nämlich, die den Kantonsrat alle vier Jahre komplett neu wählen, nächstmals im Frühjahr 2015. Dafür wird der Kanton in 18 Wahlkreise unterteilt. Ein Kantonsratsmitglied darf sich grundsätzlich unbeschränkt für jeweils weitere vier Jahre zur Wahl stellen – es sei denn, dass dessen eigene Partei eine Amtszeitbeschränkung (z.B. auf drei Amtsdauern bzw. 12 Jahre) vorsieht.