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«Es gibt Situationen, wo das Blut mit Medikamenten künstlich verdünnt werden muss», sagt Hausarzt Christoph Stirnimann. Beispielsweise nach einer Thrombose (Blutgerinnsel in einer Vene) oder Embolie (wenn dieses Blutgerinnsel sich löst und ein anderes Gefäss verschliesst), nach Eingriffen am Herz (wie einer künstlichen Herzklappe), aber auch bei gewissen Herzrhythmusstörungen, die mit einem erhöhten Risiko zur Gerinnselbildung im Herzen vergesellschaftet sind.
Aber auch in anderen Situationen wird gelegentlich eine Blutverdünnung empfohlen, beispielsweise vor einer längeren Flugreise, wenn man eine Blutverdünnung zur Prophylaxe, also als Vorbeugung vor Beinvenenthrombosen durchführt.
Als wesentliche Nebenwirkung von Blutverdünnern ist eindeutig die vermehrte Blutungsgefahr zu nennen. In komplexen Situationen ist es wie eine Gratwanderung zwischen zu dünnem Blut und erhöhter Thrombosegefahr. Ist der Patient zum Beispiel sturzgefährdet, spricht dies gegen eine Blutverdünnung. Das Risiko für einen Patienten muss individuell besprochen werden.