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Die Europäische Kommission hat am 13. Februar 2024 ihre Zustimmung zum Zusammenschluss von Korean Air und Asiana Airlines bekannt gegeben. Die Genehmigung erfolgt in Form einer bedingten Einwilligung, die an die Einhaltung bestimmter Verpflichtungen gebunden ist, die die Fluggesellschaft mit der Europäischen Kommission vereinbart hat.
Damit hat Korean Air von 13 der 14 Aufsichtsbehörden die Genehmigung zum Zusammenschluss erhalten oder das Prüfverfahren abgeschlossen.
Wettbewerbsrechtliche Bedenken ausgeräumt
Nach dem Korean Air im Januar 2021 das Konsultationsverfahren mit der Europäischen Kommission einleitete und im Januar 2023 die formelle Anmeldung des Zusammenschluss einreichte, meldete die Kommission im Mai 2023 wettbewerbsrechtliche Bedenken sowohl im Passagier- als auch im Frachtmarkt an.
Um die festgestellten Wettbewerbsbedenken auszuräumen, wurden Abhilfemassnahmen angeboten, die im Wesentlichen aus zwei Elementen bestehen: Zum einen aus der Veräusserung des Frachtfluggeschäfts von Asiana Airlines und zum anderen aus der Unterstützung für den Markteintritt einer neuen Fluggesellschaft auf den vier sich überschneidenden Passagierstrecken zwischen Korea und der Europäischen Union. Mit diesen Massnahmen soll ein wettbewerbsfähiges Umfeld auf den betreffenden Märkten aufrechterhalten werden.
Ein neuer Player kommt auf den Markt
Im Frachtbereich müssen die beiden Airlines mehrere Schritte unternehmen, darunter die Ernennung einer Beratergesellschaft, welche den Verkauf des Frachtgeschäfts von Asiana beaufsichtigt und das Bieterverfahren einleitet. Eine Genehmigung des Käufers durch die Europäische Kommission ist Voraussetzung für den Zusammenschluss der beiden Airlines.
Der Markteinstieg von T’way Air ist als Abhilfemassnahme im Passagierbereich vorgesehen. Ab der zweiten Jahreshälfte wird T’way Air sukzessive den Flugbetrieb auf den bis anhin sowohl von Korean Air als auch von Asiana Airlines bedienten Strecken Seoul – Paris, Seoul – Rom, Seoul – Barcelona und Seoul – Frankfurt aufnehmen. Korean Air wird T’way beim Markteintritt umfassend unterstützen müssen.
Die Wettbewerbsbehörde der USA ist die letzte der 14 für den Zusammenschluss der beiden Airlines angefragten Behörden. Mit Vorlage der Genehmigung der Europäischen Kommission konzentriert sich Korean Air nun auf die Gespräche mit der US-Wettbewerbsbehörde, um das Merger-Genehmigungsverfahren baldmöglichst abzuschliessen. (TI)