Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03303.jsonl.gz/2294

John Williams ist in Hollywood sehr beliebt. So beliebt, dass er auch als Superstar der Filmmusikkomponisten gelten kann. Er schrieb unter anderem die berühmten Melodien von “Star Wars”, “Harry Potter”, “Jaws”, “Indiana Jones”, und “Superman”. Wer sich weiter mit dem Namen John Williams auseinandersetzt stellt aber bald fest, dass er nicht nur zu Filmen Musik schrieb, sondern auch zu anderen Ereignissen.
Williams komponierte zwei Sinfonien, mehrere Solokonzerte und Stücke für Orchester und Ensembles. Sogar für die Vereidigung des US-Präsidenten Barack Obama im Jahr 2009 schrieb er ein Quartett und für die Olympischen Spiele vier Fanfahren. Dafür wurde er 2003 mit dem Olympischen Orden ausgezeichnet. Auch im Filmmusiksektor wurde er mit unzähligen Auszeichnungen geehrt, was nicht zuletzt auf seine ganz eigene Art, Musik zu schreiben zurückzuführen ist. Denn Williams hat sich nie auf einen bestimmten Musikstil festgelegt, sondern schreibt je nach Thema in verschiedenen Stilen. Bekannt wurde er mit der Musik zum Film “The Poseidon Adventure”, später schrieb er die Musik zu “Jaws” und “Star Wars”, für welche er beide Male einen Oskar bekam.
Durch die Musik mitten im Geschehen
Das Konzert in Luzern wurde mit der weltbekannten Ouverture des Films “The Cowboys” eröffnet und gab dem Zuhörer die Gelegenheit, musikalisch in die ferne Welt der Cowboys einzutauchen. Im ersten Konzertteil überdeckten die Perkussionisten oder die Blechbläser teils die Streicher, was die Überleitung in neue Melodien für den Zuhörer erschwerte.
Das Solo zur Musik von “Schindler’s List” führte mit einem zarten, weichen Klang durch das ganze Stück. Wer den Film “Schindler’s List” kennt, fühlte sich nach dem ersten Ton bereits mitten im Film. Das Leid und die Angst der Menschen damals waren in der Musik spürbar. So konnte man während diesem Stück einige Leute mit geschlossenen Augen im Publikum sitzen sehen. Mit der Filmmusik von “Star Wars” öffneten sich diese aber schnell wieder, um das Geschehen auf der Bühne und der Leinwand mitverfolgen zu können. Nach dem füllenden Schlusston des “Main Theme” aus Star Wars, auch bekannt unter dem deutschen Titel “Krieg der Sterne” spielte das Orchester als erste Zugabe die Hauptmelodie von “Indiana Jones”.
Viele der gespielten Melodien blieben den Zuhörenden in den Ohren, sodass nach dem Konzert und in den Pausen hier und da eine zuvor gehörte Melodie gepfiffen wurde. Das anspruchsvolle Konzertprogramm des vergangenen Samstags wurde CD-reif mit sehr klarer Dynamik und präzise vom 21st Century Symphony Orchestra & Chorus mit Unterstützung des Boys Choir Lucerne gespielt.