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Die schöne Reba

(Fortsetzung von Rebas Leidensgeschichte)
Diejenigen, die Rebas Leidensgeschichte gelesen haben, haben sich vielleicht gefragt, wie es wohl weiterging, nachdem sie zu ihren Pflegeeltern George und Nancy Stephens gekommen war, die für Rebas Gewichtsverlust sorgten und sie erzogen, bis sie in ein bleibendes Zuhause ziehen konnte. Lesen Sie hier den liebevollen Nachruf von Rebas späterer Besitzerin.
Honeyfox Reba Welsh Lass
3. Juli 1996 - 2. April 2010
Die Worte fallen mir unglaublich schwer. Meine liebste Reba ging heute über die Regenbogenbrücke.
Als Reba bereit war für ein neues Zuhause, teilte man mir mit, dass ich zu weit weg wohnte, aber das Schicksal wollte es anders. Absage folgte auf Absage, bis ihre Züchterin Susan Strickland mich im Februar 1999 anrief und fragte, ob ich immer noch an Reba interessiert sei. Drei Tage später war Reba bei mir in Maine.
Die schöne Reba
Reba war immer glücklich und zufrieden. Sie war ein völlig problemloser Hund. Neue Umgebung, neue Leute, Menschenmengen, fremde Hunde - nichts brachte sie aus der Fassung. Sie war sehr gesellig, begrüsste Freunde und Fremde mit dem gleichen Corgi-Grinsen und riesigem Selbstvertrauen.
Reba hatte nichts dagegen, wenn Kinder sie gewaltsam knutschten. Sie rollte sich zuvorkommend auf den Rücken, damit die Leute ihre überschüssige Haut sehen konnten, die nach ihrem enormen Gewichtsverlust (von 32 auf 12 kg!) nie mehr verschwand. Sie verhielt sich ruhig, wenn ihre Krallen geschnitten wurden. Sie schlief bei Gewittern. Sie war zu allem bereit, gleichgültig was man mit ihr vorhatte. Nur, dass man sie ausschloss, vertrug sie nicht. Sie wollte einfach überall dabei sein.
Reba liebte es zu reisen und begleitete mich zu Hundeausstellungen und Corgi-Picknicks entlang der Ostküste von Maine bis Virginia, auf der Trans Canada-Schnellstrasse nach Michigan, durch Kentucky nach Tennessee im Süden und wieder zurück. Sie genoss es, wenn sie an einem Strand rennen konnte oder an einem heissen Tag im Carrabassett Fluss zu plantschen.
Reba als Schneepflüger
Es machte ihr genau so grossen Spass sich durch 60 cm Schnee zu pflügen, was sie in den Wintermonaten in Maine oft tat, oder bei 32°C Schafe zu hüten wie an jenem Tag, als sie den Hüteinstinkt-Test bestand.
Reba wurde zur konstanten Gefährtin meiner Mutter, wenn ich auf der Arbeit war. Meine Mutter nannte sie "Herzenshund". Als meine Mutter langsam ins Schattenreich von Alzheimer glitt, war Reba immer an ihrer Seite. Und als meine Mutter ins Pflegeheim kam, besuchte Reba sie.
Reba war nicht perfekt. Sie war der intelligenteste Hund, den ich je kannte und eine wahre Ausbrecherkünstlerin. Türen und Zäune waren kein Hindernis. Sie fand heraus, dass wenn es ihr gelang, ihre Nase zwischen die Stäbe des Babygitters zu stecken und den Vorleger auf der anderen Seite mit den Zähnen zu ergreifen, konnte sie den Teppich nach und nach durch die Stäbe ziehen, bis das Türchen dem Druck nicht länger widerstehen konnte und aufsprang. Und einmal klettere sie sogar über den Maschendrahtzaun.
Sie wollte einfach überall dabei sein. An einem Corgi-Plauschtag in Connecticut wollte ich sie in ihrer Box unterbringen, um mein Mittagessen in Ruhe geniessen zu können. (Sie war versessen auf Futter, ihr eigenes wie auch das aller anderen!) Als ich sie zu ihrer Box führte, wandte sie einen Trick aus ihrer 32 kg Zeit an; sie legte sich hin und rollte auf den Rücken. Ich ging zu ihr zurück (und damit auch in Richtung des Raums, wo das Mittagessen war) und sie stand sofort auf. Aber sobald wir uns der Box zuwandten, legte sie sich wieder auf den Rücken. Das ging weiter so, bis sich alle im Raum vor Lachen nicht mehr halten konnten. Schliesslich musste ich Reba aufheben und zu ihrer Box tragen.
Sie antwortete frech, wenn sie nicht einverstanden war, und kommentierte oft ihre Lebensbedingungen in einer Art und Weise, dass es nicht nur sehr menschlich sondern auch enorm lustig war. Sie war Madame Queen, mein goldenes Mädchen.
Sie war gesund und munter bis zum Schluss. Letzte Woche hatte sie einen Anfall, der als Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) diagnostiziert wurde. Sie verbrachte mehrere Tage beim Tierarzt und kam dann nach Hause. Es ging ihr gut und ich dachte, dass alles wieder normal war, bis sie gestern Morgen einen neuen Anfall hatte. Es ging auf und ab mit ihr und so stieg und sank auch meine Hoffnung, aber heute früh brach sie zusammen. Ich sass mit ihr beim Tierarzt und wusste, dass die Zeit gekommen war. Ihre Organe waren anscheinend zu stark angegriffen. Ich sass Kopf an Kopf mit ihr und sprach zu ihr und während ich ihr immer wieder über das weiche Fell ihres Kopfes strich, ging sie fort.
Es wird nie mehr einen Corgi wie sie geben.
Mein Dank geht an Susan Strickland, die ein so schlaues und freches Corgi-Mädchen züchtete, und an George und Nancy Stephens, die mit unglaublichem Einsatz Rebas Gewicht reduzierten, sie erzogen und ihr Selbstsicherheit gaben.
Jan Reynolds,
getröstet von Owain, Heart, Olivia und Pandee, die ihre grosse Schwester vermissen.
In den schönen North Woods von Maine
Übersetzung ANo mit freundlicher Genehmigung