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«Wir haben sie als eine Waffe deutscher Produktion identifiziert, die vermutlich im Ersten Weltkrieg benutzt wurde», sagte Polizeipräsident Wilfred Wong Ho-hon zu Journalisten. Sie sei etwa acht Zentimer dick und ein Kilo schwer gewesen. Mehr als hundert Jahre nach dem Kriegsende sei die Granate nicht mehr besonders stabil gewesen. Sie sei im Krieg zwar gezündet worden, aber nicht explodiert.
Der Militärhistoriker Dave Macri von der Universität Hongkong ging davon aus, dass die Granate während des Kriegs in den Schützengräben Frankreichs zurückgeblieben war, entweder versehentlich oder nach der Zündung. «Der Graben wurde dann aufgefüllt und als Acker genutzt», sagte er der Zeitung «South China Morning Post». Der Sprengsatz sei nun zusammen mit der Kartoffelernte wieder ans Tageslicht gekommen und nach Hongkong verschifft worden.
In Hongkong müssen Sprengstoffexperten immer wieder historische Geschosse entschärfen. Meistens handelt es sich dabei jedoch um Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, welche die US-Armee über der japanisch besetzten Stadt abwarf.