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Eine weitere Bearbeitung von Andersens Märchen, das ich - zusammen mit Grimms Jorinde und Joringel - in den Grenzbereich des Kitschs einzustufen wage und deshalb für eine Einstudierung kaum in Betracht ziehen würde. Kurz nochmals der Inhalt: Zwei Geschwister - hier sind es zwei Nachbarskinder, Mädchen und Knabe - leben in Zuneigung und ungetrübtem kindlichem Glück, bis der Knabe Splitter eines zerbrochenen Zauberspiegels abbekommt und von diesem Moment an seelisch in Kälte erstarrt. Die Freundschaft geht in die Brüche, die Schneekönigin lockt den Knaben in ihr Eisreich. Das Mädchen aber macht sich auf, ihren Freund zu zu suchen, um ihn zu erlösen. Märchenüblich geschieht dies auf gefährlichen Umwegen (die je nach Bearbeitung ausgeschmückt sind). Natürlich erkennt der Knabe seine ehemalige Freundin nicht, erst als sich ihre Tränen in seine Augen und sinnbildlich in sein Herz ergiessen, wacht er aus seiner Verzauberung auf, und gemeinsam kehren die beiden glücklich wieder in ihre Heimat zurück.
Die vorliegende Bearbeitung präsentiert sich als Ezähltheater: Eine erwachsene Person oder mind. ein älteres, lesebegabtes Kind erzählt das Märchen, d.h. sie/es führt in das Geschehen ein und erklärt, was sich auf der Bühne abspielt. Als SpielerInnen kommen durchaus schon Kinder ab dem 3. Schuljahr in Frage. Trotzdem ordne ich den Text als "Kindertheater" ein, d.h. es wird für ein Kinderpubiikum gespielt, das ich dann aus Unterstufenklassen zusammengesetzt sähe.