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Alpbrunnen
Bildbeschreibung und Interpretation
Eine Szene auf einer Schweizer Alp: Zwei Holstein-Rinder stehen an einem Beton-Trog, dessen Überlauf in einen nächsten läuft. Aus seinem Zulauf fliesst frisches Wasser. Ein Wanderer mit schwarzem Hund an der Leine läuft an der Tränkestelle entlang. Zwei weitere Rinder betrachten die beiden neugierig. Ein Schild am Brunnen weist daraufhin, dass Hunde nicht im Brunnenwasser baden dürfen. So sollen Verschmutzungen des Tränkewassers vermieden werden.
Ursachen
Der Alpbrunnen dient der Herde als Tränke. Die Tröge, die ineinander übergehen, bieten den Tieren viel Platz zum Trinken. Augenscheinlich liegt diese Alp an einer Wanderroute, auf welcher öfters Spaziergänger mit und ohne Hunde entlangkommen.
Ziel
Gesunde Tiere brauchen sauberes Wasser.
Massnahme
Auch Brunnen auf Alpen, die als Viehtränke genutzt werden, müssen hygienisch einwandfrei sein, damit die Tiere gesund bleiben. Dies ist leider auch «weit ab von der Zivilisation» nicht immer so selbstverständlich, wie man annehmen könnte. Zum einen können Passanten das Wasser verunreinigen, indem sie ihre Schuhe waschen oder ihre Hunde baden lassen. Ein Hinweisschild kann Wanderer aufklären. Es verhindert aber nicht, dass eine regelmässige Reinigung der Brunnen mit einer Bürste auch auf dem Berg notwendig ist. Quellwasser kann aber auch durch Fäkalien von Menschen oder Tieren auf der Alp verunreinigt werden, wenn Abwasser- oder Gülleentsorgung mangelhaft sind. Vor allem nach starkem Regen (Einträge über Obeflächenwasser) oder anhaltender Hitze und Trockenheit (Biofilme im Leitungssystem) kann verunreinigtes Wasser leicht in ein Brunnensystem eindringen. Gibt es Probleme mit der Tiergesundheit oder Fruchtbarkeit, sind Wasserproben und -analysen aus dem Brunnen zu ihrer Aufklärung hilfreich.