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Frederick Matthias Alexander (1869 -1955 ) war Schauspieler und begeisterter Shakespeare Rezitator. Aufgrund schwerwiegender Stimmprobleme, mit zeitweise völligem Stimmverlust, sah er seine Karriere und Existenz bedroht. Ärztlicher Rat brachte ihm keine nachhaltige Besserung. So nahm er sein Schicksal selbst in die Hand und wurde zum empirischen Forscher an sich selbst.
Die offensichtliche Wirksamkeit seiner Methode weckte das Interesse seiner Zeitgenossen und bestärkte ihn, seine Erkenntnisse an andere weiterzugeben. Er unterrichtete seine Technik und bildete darin die ersten Lehrer/innen aus. Seither wurde die Methode kontinuierlich verfeinert und unseren modernen Lebensverhältnissen angepasst. Die universell gültigen Prinzipien bleiben bis heute gültig und bestehen. Sie basieren auf der Überzeugung F.M. Alexanders, dass der Mensch als einheitlicher Organismus funktioniert, d.h. alle geistigen, seelischen und körperlichen Prozesse sind untrennbar miteinander verbunden. Diese Annahmen wurden durch neuere neuro-biologische Forschungsergebnisse bestätigt.
Zahlreiche Theaterleute und Patient/innen, die ihm von aufgeschlossenen Ärzten überwiesen wurden, nahmen bei F.M. Alexander Unterricht. Zu seinem grossen Klient/innen- und Förderkreis gehörten u.a. Schriftsteller wie Bernhard Shaw, Aldous Huxley und der amerikanische Philosoph und Pädagoge John Dewey. In seinem langen Leben unterrichtete F.M. Alexander zahlreiche Musiker/innen, Politiker und Staatsmänner.
Die Ergebnisse seiner empirischen Forschungen sind von Wissenschaftern wie R. Magnus, C.H. Sherrington und R.A. Dart bestätigt worden. 1973 hat N. Tinbergen anlässlich seiner Nobelpreisverleihung für Medizin und Physiologie die Hälfte seiner Dankensrede der AlexanderTechnik gewidmet und auf deren Bedeutung für die Menschheit hingewiesen.