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Die Sparte Lawinenhund verlangt vom Hundeführer eine gute körperliche Kondition. Er muss sich auf Tourenskis gut bewegen könne und hat im Idealfall gute Geländekenntnisse. Der Hund benötigt grossen Sucheifer, Führigkeit sowie einen guten Appell.
Die Prüfungsarbeit besteht aus zwei Bereichen:
Der Hund hat innerhalb einer bestimmten Zeit auf einem natürlichen oder künstlich präparierten Lawinenfeld nach zwei verschütteten Personen zu suchen und diese anzuzeigen.
Die beiden Versuchspersonen liegen in einem zugeschütteten Schneeloch. Der HF meldet sich mit Tourenausrüstung (Skis, Tourenbindung, Felle), Rucksack sowie Lawinenschaufel beim Richter an. Zu Beginn hat der HF aus einem Fragenkatalog fünf Fragen zu beantworten.
Anschliessend stellt der Prüfungsrichter dem HF eine taktische Aufgabe, das heisst, er
schildert die "Unfallsituation". Durch geschicktes Fragen erhält der HF allenfalls noch zusätzliche nützliche Informationen, welche ihm eventuell erlauben, den Suchbereich noch etwas einzuschränken. Der HF gibt dem Prüfungsrichter seinen ermittelten primären Suchbereich bekannt und setzt daraufhin seinen Hund an einem frei wählbaren Punkt auf der vorgegebenen Grundlinie ein. Die Zeitrechnung beginnt mit dem Betreten des Lawinenfeldes durch HF oder Hund.
Der Hund muss sich auf grosse Distanzen lösen, selbständig und intensiv suchen, ohne sich am HF zu orientieren, und sich auch auf weite Distanzen mit möglichst wenigen Kommandos gut führen lassen. Hat der Hund eine Person gefunden, hat er dies in unmittelbarer Nähe der Vergrabestelle durch intensives, ununterbrochenes Scharren anzuzeigen. Der HF begibt sich möglichst rasch zum Hund und meldet dem Prüfungsrichter die Anzeige. Der Hund muss bis zum Eintreffen des HF beim Fundort ohne Unterbruch scharren. Nach der ersten Anzeige setzt der HF seine Suche in unmittelbarer Nähe der Fundstelle fort. Die Suche ist mit der zweiten Anzeige oder nach Ablauf der vollen Suchzeit (20 Minuten) beendet.
Die Feinsuche findet unmittelbar nach der Grobsuche statt. Der Hund hat innerhalb von zehn
Minuten eine durch Fähnchen an den 4 Eckpunkten markierte Schneefläche (Revier) systematisch, das heisst in Querschlägen, nach einem vergrabenen Rucksack abzusuchen. Die Suchrichtung wird durch den Prüfungsrichter vorgegeben und ist für alle Teilnehmer gleich. Der HF darf seine Skier während der ganzen Arbeit nicht abschnallen und hat in der Feinsuche eine Sondierstange und eine Schaufel mitzuführen.
Die Sparte Lawinenhund (LawH) umfasst drei Schwierigkeitsstufen, die Klassen LawH1, LawH2 und LawH3. Bevor eine Prüfung in der Sparte Lawinenhund gemacht werden kann, muss der Hund bereits eine bestandene Prüfung mit Unterordnung aus der nationalen PO oder IPO I absolviert haben.