Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03515.jsonl.gz/1695

Wir erwähnen das vorliegende Projekt gerne um die technischen Aspekte unsere Arbeitsweise zu illustrieren. Saubere Eingriffe an der bestehenden Bausubstanz setzen ein tiefes Verständnis bauphysikalischer und konstruktiver Abhängigkeiten voraus.
Das Einfamilienhaus war 2007 renoviert und um ein Geschoss aufgestockt worden. Die Fassade wies bald Feuchtigkeitsschäden am Übergang auf, unter anderem unter der Terrassenverkleidung und der grossen Festverglasung. Die Mängelbehebung mit dem Architekten stockte, die Schadensursache hatte nicht eindeutig ermittelt werden können. Die Vermutungen des Bauphysikers lagen bei aufsteigender Feuchtigkeit aus dem bestehenden Mauerwerk.
Der Schaden unter der Terrassenverkleidung konnte mittels Sondierungen auf einen Planungs- und einen Ausführungsfehler zurückgeführt werden. Die seitlichen Abschluss waren nicht entwässert ausgeführt worden, der Bauleiter hatte zudem angeordnet, die Metallkonstruktion durch die Abdichtungsbahn hindurch auf der Mauerkrone zu befestigen. Wir begleiteten unseren Mandanten hin zu einer gütlichen Lösung mit seiner Versicherung. Die dahinter liegende Fassade wies keinen äusseren Sonnenschutz auf. In Kombination führte dies dazu, dass mit Bauherrschaft und Architekt eine räumliche Alternative in Form einer Loggia entwickelt wurde.