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Geschichte
Schröpfen ist eine uralte Heilmethode aus der Naturheilkunde und gehört zu den Ausleitverfahren. Schon vor 5000 Jahren wurde in Mesopotamien mit Schröpfköpfen gearbeitet. Auch die alten Ägypter, Griechen und Chinesen kannten solche und ähnliche Hautreiztherapien. In der Antike glaubte man an die Säfte Lehre (Humoralpathologie). Krankheiten wurden auf ein Ungleichgewicht der Säfte (humores) im Körper zurückgeführt. Mit Schröpfköpfen oder auch beim Aderlass versuchte man die Säfte wieder auszugleichen. Im Mittelalter wurde anhand der überlieferten Theorien weiter geforscht und ausprobiert. Ganz unabhängig von Europa und Asien entwickelten die indianischen Schamanen ähnliche Krankheitstheorien, die heute noch angewendet werden, indem sie „die bösen Geister“ aus dem Körper saugen.
Was geschieht beim Schröpfen und was bewirkt es?
Es gibt verschiedene Arten von Schröpfen. Unterschieden wird zwischen trockenem, blutigem, heissem und kaltem Schröpfen. Beim Schröpfen wird davon ausgegangen, dass verschiedene Hautbereiche (Head Zonen) über Nervenbahnen reflektorisch mit bestimmten Organen verbunden sind. Die Schröpfgläser werden punktuell auf bestimmte Hautgebiete, meist am Rücken, gesetzt. Durch das Vakuum das erzeugt wird, entsteht ein Unterdruck in dieser Zone. So tritt Blut und Lymphflüssigkeit in das Gewebe unter der Haut.
Beim trockenen Schröpfen tritt kein Blut aus, die lokale Durchblutung des Gewebes wird gefördert, sowie die Durchblutung der zugeordneten Organe. Beim blutigen Schröpfen werden die Schad- und Schlackenstoffe über das Blut ausgeleitet.
Schröpfen lockert das Gewebe, regt den Stoffwechsel an, wirkt Muskelverspannungen entgegen, stärkt das Immunsystem, wirkt hautreinigend, regt den Blut- und Lymphfluss an, hat eine regulierende und schmerzlindernde Wirkung und beschleunigt den Heilungsprozess.
Was geschieht bei einer Schröpfmassage?
Eine Schröpfmassage ist vergleichbar mit einer Bindegewebsmassage. Gearbeitet wird meist am Rücken, bei Bindegewebsschwäche wie Cellulitis wird auch am Oberschenkel, Oberarm, Gesäss und Bauch gearbeitet.
Bevor ich mit einer Behandlung beginne, wird eine kurze Anamnese gemacht, gewünschte Ziele werden definiert sowie Kontraindikationen abgeklärt. Nach der Schröpfmassage wird mindestens 10 Minuten nachgeruht. Zum Abschluss wird noch Feedback ausgetauscht und bei Bedarf ein neuer Termin abgemacht.
Die zu behandelnde Stelle wird zuerst sanft mit Massageöl eingerieben, damit sich die Haut erwärmt und lockert. Anschliessend werden während einer halben Stunde die Schröpfgläser grossflächig, meist den Meridianen entlang, über eine bestimmte Stelle verschoben. Dabei kann der Unterdruck variiert werden, wobei sanft bis kräftig gearbeitet wird. Die Durchblutung wird bei einer Schröpfmassage stärker gefördert als bei einer klassischen Massage.
Bei einer Schröpfmassage werden die Kapillargefässe stimuliert und der Blutfluss und die Lymphflüssigkeit angeregt. So können die Schadstoffe abtransportiert werden, Verspannungen in der Muskulatur gelöst werden, Schmerzen gelindert werden und das Organsystem positiv beeinflusst werden.
Bei der Schröpfmassage treten keine Hämatome auf, wie es beim punktuellen Schröpfen vorkommt. Durch die gesteigerte Durchblutung wird die Haut leicht bis mässig errötet. Dieser Nebeneffekt verschwindet aber schnell wieder. Nach einer Schröpfmassage wird ein angenehmes Wärmegefühl und tiefe Entspannung empfunden.
Wann eignet sich eine Schröpfmassage?
Eine Schröpfmassage kann bei Arthritis und Arthrose, Atemwegserkrankungen, Gelenkschmerzen, Migräne, Muskelverspannungen, rheumatische Beschwerden, Schmerzen am Bewegungsapparat, Spannungskopfschmerzen und Stoffwechselstörungen Linderung bringen. Eine Schröpfmassage eignet sich auch als ganzheitliche Präventionsmassnahme für Jung und Alt. Die Körperarbeit wirkt sehr entspannend bei Stress, Unruhe, Erschöpfung, Nervosität, emotionalen Belastungen, psychosomatischen Beschwerden, unterschiedlichen Symptomen bis hin zu diversen Krankheitsbildern.
Wichtig: Die Schröpfmassage ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder Behandlung!
Wann darf nicht geschröpft werden?
Kontraindiziert sind Schwangerschaft, Rekonvaleszenz, geschwächte Personen, Herzschwäche, Personen mit einem Herzschrittmacher, Einnahme von Blutverdünner, Tuberkulose, Tumore, Sonnenbrand, Brandwunden und frische Hautverletzungen.
Was kostet eine Schröpfmassage?
Mein Stundenansatz beträgt CHF 90.00. Wenn die Behandlung bei Ihnen zuhause stattfinden soll, so verrechne ich zusätzlich CHF 0.75 pro Kilometer.
Terminvereinbarung: 079 742 91 29 oder <email-pii>
Links
Ich bedanke mich schon heute ganz herzlich bei Ihnen für Ihr persönliches Vertrauen in mich und ich freue mich Sie kennen zu lernen.
Herzlich
Ingrid Fillner