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Kategorie - Fortbewegung
Die Bewegungsentwicklung
Die Unterscheidung von stabilen und instabilen Bewegungsebenen im Körper vermittelt ein tieferes Verständnis der Bewegung und der auf ihr begründeten Funktion.
Stabile Bewegungsebenen
Ebenen mit Bewegungsmöglichkeiten auf einer Achse.
Instabile Bewegungsebenen
Ebenen mit Bewegungsmöglichkeiten auf vielen Achsen.
Die Assoziation zum Prinzip „Massen und Zwischenräume“ liegt nahe – die Betrachtung von stabilen und instabilen Bewegungsebenen ist eine differenziertere Analyse dieses Prinzips.
Diese Betrachtung erklärt die stabilen Bewegungsebenen in den Massen und die instabilen in den Zwischenräumen.
Durch Erfahrung der Bewegungsebenen mit leichten Bewegungen am eigenen Körper wird klarer, wie sich die Körperteile auf einer Achse oder auf mehreren Achsen bewegen können. Die Möglichkeiten der Bewegungen in den Gelenken wird spürbar. Welche Muskeln angespannt und welche entspannt sind, wird wahrgenommen.
Das Kniegelenk gehört zu den stabilen Ebenen. D.h. das Bein kann das Knie beugen und strecken. Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk und lässt Bewegungen auf verschiedenen Ebenen zu. D.h. das Bein kann sich nach oben und unten und nach rechts und links bewegen sowie kreisen.
Übung in Rückenlage
Kreisen Sie das gebeugte Bein vom Fuss aus und nehmen Sie wahr, was passiert.
Kreisen Sie das gestreckte Bein und beobachten Sie.
Was stellen Sie fest?
Die Fortbewegung basiert auf der Bewegungsentwicklung im Kindesalter. Sie kann nicht losgelöst vom Sinnzusammenhang der jeweiligen Handlung verstanden werden. Allein die Tatsache, dass z.B. ein Arm angebeugt wird, sagt nichts darüber aus, ob die Bewegung:
- sinnvoll eingesetzt werden kann
- variiert oder angehalten werden kann
- angemessen ist in Kraft, Ziel und Ausmass
Beeinflussende Faktoren bei der Bewegungsentwicklung:
- die Suche nach sicherer Lage
- Orientierung im Raum
- sichere Position auf dem Boden
Prinzipien der Bewegungsentwicklung:
- Die Aufrichtung gegen die Schwerkraft nimmt vom Liegen bis zum Stehen zu.
- Die Entwicklungsrichtungen gehen von oben nach unten und von unten nach oben, von der Mitte nach aussen und von aussen zur Mitte.
- Symmetrische und asymmetrische Haltung und Bewegungsphasen wechseln einander ab.
- Verschiedene Entwicklungsstufen bestehen gleichzeitig nebeneinander. (liegen, rollen, aufsitzen)
https://youtu.be/UbOhQdM-VI0
https://youtu.be/z3ybAAK8r5I
Was verstehen wir unter Bewegung?
- Bewegung bedeutet Veränderung / Bewegung ist Ausdruck von Leben.
- Bewegung verändert die Beziehung zur Umgebung.
- Bewegung wirkt nach aussen: sie ist sichtbar durch äussere Veränderung.
- Bewegung wirkt nach innen: sie ist spürbar durch innere Empfindungen.
- Alles Lebendige bewegt sich – immer! Auch wenn wir innehalten, stillstehen, wir balancieren ständig unser Gleichgewicht aus.
- Wie wir fortlaufend auf Impulse von aussen oder aus unserem Innern reagieren. Wie wir uns gegen die Schwerkraft behaupten.
- Wie sich unsere Haltung verändert und an die Situation anpasst.
- Wie unsere Atmung kommt und geht und sich bei allen Aktivitäten verändert.
- Selbst der Herzschlag schlägt solange wir leben.
Bewegungsimpulse / Richtungen
Wollen wir einem Säugling einen Bewegungsimpuls geben, z.B. damit wir das Becken rollen können, so ist es körpergerecht, wenn der Impuls der Körperlängsachse entlang gegeben wird. Die Wirbelsäule verläuft so und auch die Richtung der Muskulatur ist in dieser Richtung.
Die Muskulatur versteht Impulse, die der Längsachse entsprechen: ganz sanfter Druck oder Zug. Entlang der Längsachse werden die Massen (Kopf, Brustkorb, Becken) automatisch differenziert: die Muskulatur wird auf der einen Seite verlängert, auf der anderen verkürzt sie sich, d.h. das Becken kommt in eine Drehung. Das Organsystem wird leicht angeregt.
Aufstehen und nach unten gehen sind Überlebensfähigkeiten, die den Körper in Reaktion auf Bedrohungen in der Umwelt schützen.
Aufstehen ist eine Handlung, die dadurch charakterisiert ist, dass das Zentrum der Schwerkraft aus seiner ursprünglichen Position gehoben wird – in einer harmonischen Bewegung, die aus einem bestimmten Grund veranlasst wird: Unterschiedliche Ausgangspositionen können die Anfangshandlung bestimmen, die zum Aufstehen und/oder durch verschiedene Positionen führt.
Zum Beispiel: Liegend auf dem Boden, sitzend, kniend, auf allen Vieren oder vornüber gebeugt. Nach oben zum Stehen kommen, ist eine unerlässliche tägliche Handlung, die mit dem Alter schwieriger wird.
Einige wesentliche Punkte, die entscheidend für das Erlernen und Ausführen vom Sitzen zum Stehen sind:
Zweckmässige Aufstellung der Füsse, bevor man aufsteht
Die Füsse sollten in einer ähnlichen Position auf der Fläche (Boden) sein wie im Stehen. Die Aufmerksamkeit muss auf die Stellung der Füsse in Relation zueinander gerichtet sein wie auf den Abstand beider Füsse im Verhältnis zum Zentrum der Schwerkraft.
Die Blickrichtung und die Absicht, die zum Aufstehen führt
Mit einer Rotation aufzustehen bringt den Vorteil, dass dabei ein grösserer Raum beobachtet werden kann. Die Augen müssen Veränderungen in der Umgebung während des Handlungsablaufs wahrnehmen.
Das Aufstehen beenden und weiterführen
Es ist wichtig, die Geschwindigkeit der Aktion sowie die Vorbereitungen für ihren Abschluss zu berücksichtigen. Falls man das Gleichgewicht verliert, muss man sich erneut abstützen, indem man die Füsse an einen besseren Platz bringt. Es ist häufig nötig, einen schritt zu machen, um das Gleichgewicht wieder zu erlangen. Effiziente Organisation führt zu eine schnelleren, weniger anstrengenden Aktion.
Umkehrbarkeit
Ein wichtiger Aspekt um zu lernen, wie man aufsteht, ist das Bewusstsein von der Umkehrbarkeit der Handlung. Man sollte sich darüber bewusst werden wie man vom Stehen ins Sitzen kommt.
Die Kampfkünste haben eine wichtige Rolle im leben von Moshe Feldenkrais gespielt, der als junger Mann gekämpft hat, um zu überleben. Er hat die Überlebenskonzepte in seine Methode eingebaut.
In einer persönlichen Beratung / Einzelstunde erlernen Sie diese leichte Methode vom Sitzen zum Stehen und zurück.
Der Wintersport für Körper und Wohlbefinden
Langlaufen ist eine Sportart für alle Altersgruppen. Das Verletzungsrisiko ist im Vergleich zu anderen Wintersportarten sehr gering. Die Gleitbewegungen im Schnee verhindern übermäßige Belastungen der Gelenke. Langlaufen schont Gelenke und Wirbelsäule.
Ein gesunder Sport für alle
Wichtig dabei ist die richtige Technik, denn falsche Technik kann zu Problemen führen. Die korrekte Technik lernt man am besten bei einem Langlauftrainer/einer Langlauftrainerin. Der Sport kann bedenkenlos bis ins hohe Alter ausgeübt werden. Langlaufen stärkt das Immunsystem und wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus.
Krafttraining und Ausdauersport
Langlauf ist keine einseitige Sportart, bei der man nur einzelne Muskeln beansprucht. Durch die gleitende Bewegung der Füße und den Einsatz der Arme und Hände werden beim Langlaufen viele unterschiedliche Muskelgruppen trainiert. Muskeln in Beinen, Po, Rücken, Bauch, Armen, Nacken und Schulter sind dabei im Einsatz. Wenn man dabei noch lacht, gibt es kaum noch Muskelgruppen, die nicht im Einsatz wären. Ein weiterer Aspekt ist die Ausdauer. Gerade diese wird beim Langlaufen optimal gefördert und die Sauerstoffaufnahmekapazität erhöht. Somit werden auch die Organe besser mit Sauerstoff versorgt. Wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, beugt langfristig einem rapiden Leistungsabfall im Alter vor. Langlaufen ist also eine der wenigen Sportarten bei denen Kraft und Ausdauer im gleichen Maße wichtig sind.
Entspannung für Geist und Seele
Die Gesundheit hört nicht beim Körper auf. Jeder weiß, dass die Psyche und die seelische Verfassung großen Einfluss auf unseren Körper haben und umgekehrt. Dieser ganzheitliche Ansatz verwirklicht sich auf angenehme Weise beim Langlaufen. Langlaufen eignet sich hervorragend um Stress abzubauen. Die frische Luft, die schöne Umgebung, die Ruhe und Natur sorgen für Entspannung auf allen Ebenen. Der Kopf wird frei, die Lunge durchgepustet und man beginnt sich wieder so richtig zu spüren und lebendig zu fühlen. Langläufer werden es Ihnen bestätigen: „So bleiben Sie gesund!“
Die Feldenkrais Methode hilft, sich auf die Langlaufsaison vorzubereiten.
Gruppenkurse „Bewusstheit durch Bewegung“
Einzelstunden nach individuellen Bedürfnissen
Im Alter nehmen unsere Sinnesorgane ab. Die Muskulatur wird schwächer, das Sehen und Hören nimmt ab, die Angst vor Stürzen nimmt zu.
Die visuelle Wahrnehmung spielt bei der Steuerung der Fortbewegung eine wesentliche Rolle. Damit auf Störfaktoren beim Gehen reagiert und ein möglicher Sturz vermieden werden kann, muss die Gefahr rechtzeitig wahrgenommen und erkannt werden. Ältere Menschen benötigen mehr Zeit, um das Ziel beim Gehen zu fixieren und die Schritte zu planen. (Studie von Sparrow 2002). Wahrnehmungsdefizite haben grosse Auswirkungen auf die Mobilität und Fortbewegung, insbesondere auch die im Alter auftretenden Augenkrankheiten und Veränderungen des Sehvermögens.
Beim Treppensteigen sind Sehbeeinträchtigungen ein wichtiger Risikofaktor für Sturzunfälle. Eine häufige Ursache bei Stürzen ist der Gleichgewichtsverlust, der vor dem Ausrutschen erfolgt. Dieses Phänomen wird dann häufig mit instabilen Hüftbewegungen versucht, auszugleichen.
Die Feldenkrais Methode verbessert Ihr Gleichgewicht. In Gruppen- oder Einzellektionen lernen Sie wie Sie sich im Falle eines Sturzes verhalten können. Sie lernen anhand von Übungen leichte Bewegungsabläufe vom Stehen ins Sitzen und Liegen zu gelangen und wieder aufzustehen.
Bei einem Hausbesuch können Sie mittels einer persönlichen Beratung die nötigen Vorkehrungen treffen lassen, damit sich das Sturzrisiko reduziert und Sie sich im Alltag leichter und weniger ängstlich bewegen können.
Geplante Workshops zu diesem Thema
Vorbeugen ist besser als heilen!