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Still und leise hat HP auf den 1. September seine Itanium-Workstations aus dem Produkteprogramm gekippt. Die internationale IT-Presse hat das am letzten Freitag mitgekriegt und schnell entstanden einige Spekulationen. Unter anderem wurde die Frage gestellt, ob HP vielleicht seine fernere Zukunft sogar ganz ohne Intels Highend-Chip planen könnte.
HP, neben Intel ursprünglich eine der Hauptkräfte hinter der Itanium-Entwicklung, übte sich schnell in "Spin Control": "Während Gesprächen und unserer allgemeinen Arbeit mit Workstation-Partnern und -Kunden haben wir realisiert, dass der der Trend auf diesem Gebiet zur "64-Bit-Extension"-Technologie hinläuft." (Damit sind AMDs Opterons und die 64-Bit Xeons gemeint, die neben neuen 64-Bit-Anwendungen auch traditionelle 32-Bit-Anwendungen ohne Anpassungen unterstützen). "Die Entscheidung, die Investitionen in die Entwicklung von Itanium-Workstations aufzugeben, hat keinen Einfluss auf unseren Erfolg mit Itanium-servern", so HP weiter.
Anwender von HP-UX-Workstations werden sich aber die Frage stellen müssen, wie ihre Zukunft aussieht. Gegenwärtig gibt es für sie noch HP-Workstations mit PA-RISC-Prozessoren, aber der aktuelle PA-8800 ist – das ist noch nicht ganz klar – das letzte oder vorletzte Modell dieser Prozessorfamilie. Sie werden also entweder kleine HP-UX/Itanium-Server kaufen oder auf Linux oder Windows umstellen müssen. Oder HP lässt sich erweichen und portiert HP-UX auf 64-Bit-Xeons oder Opterons. Das wäre dann aber eine ziemlich aufwendige Sache. (hjm)