Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/152086

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss Medien hat die Schweiz bei der Ernährung einen Selbstversorgungsgrad von rund 60 Prozent. Es stellt sich die Frage, wie der Versorgungsgrad berechnet wird.</p><p>- Gilt z. B. Salat, der in der Schweiz gezogen wird, dessenSetzlinge aber aus Afrika stammen, als einheimisch oder ausländisch?</p><p>- Wie ist es mit Fleisch von Tieren, welche mit Soja aus China gefüttert und aufgezogen werden?</p><p>- Anders gesagt, wäre die Schweiz eine Insel und kein Import möglich, wie hoch wäre dann der Selbstversorgungsgrad?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Selbstversorgungsgrad ist definiert als die Inlandproduktion in Prozent des inländischen Verbrauchs. Dabei wird zwischen dem Bruttoselbstversorgungsgrad und dem Nettoselbstversorgungsgrad unterschieden. Während beim Bruttoselbstversorgungsgrad auch die Inlandproduktion auf Basis importierter Futtermittel berücksichtigt wird, ist dies beim Nettoselbstversorgungsgrad nicht der Fall. 2012 betrug der Bruttoselbstversorgungsgrad 62 Prozent, der Nettoselbstversorgungsgrad 55 Prozent.</p><p>Die Importe anderer Produktionsmittel wie Dieseltreibstoff, Saatgut oder Setzlinge, Pflanzenschutzmittel und Maschinen finden keinen Eingang in die Berechnung des Selbstversorgungsgrades. Mit Ausnahme von Dieseltreibstoff setzen sich diese Produktionsmittel aus Importen und Inlandproduktion zusammen. Dabei werden wie in der übrigen Wirtschaft die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung genutzt.</p>