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Primarschule - Erhöhung der Lektionenzahl für die Schülerinnen und Schüler der 1H
Das Departement für Volkswirtschaft und Bildung organisierte im Herbst 2018 eine Vernehmlassung zur Erhöhung der wöchentlichen Lektionenzahl für die Schülerinnen und Schüler der ersten beiden Grundschuljahre (1H und 2H). Im Anschluss an diese Konsultation beschloss der Staatsrat auf Vorschlag des Departements, die Unterrichtszeit der Kinder in der 1H von 12 auf 16 Lektionen ab dem Schuljahr 2020/2021 zu erhöhen. In der 2H bleibt die Unterrichtszeit unverändert. Ausserdem werden Massnahmen eingeführt, um den wachsenden Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler in den ersten Schuljahren zu begegnen.
Die Zeit des grundlegenden Lernens und der Sozialisation ist ein wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung in den ersten Jahren der Primarschule. Im interkantonalen Vergleich haben die Walliser Schülerinnen und Schüler im ersten Jahr der Grundschule (1H) jedoch eine der niedrigsten Schulzeiten in der Schweiz.
Ausgehend von dieser Feststellung und auf der Grundlage von Analysen der Dienststelle für Unterrichtswesen führte das Departement für Volkswirtschaft und Bildung (DVB) eine umfassende Vernehmlassung bei den Gemeinden, Schulbehörden, Schuldirektionen, Elternvereinigungen sowie Lehrpersonen durch. Es wurde vorgeschlagen, die wöchentliche Schulzeit für die Klassen 1H und 2H um vier Lektionen pro Woche zu erhöhen.
Am Ende dieser Vernehmlassung unterstützte der Staatsrat den Vorschlag des DVB, die Unterrichtszeit der Schülerinnen und Schüler der 1H zu erhöhen und die Lektionenzahl für die 2H unverändert zu halten.
Die Anzahl der Lektionen der 1H wird von 12 auf 16 Lektionen erhöht. Je nach Organisation vor Ort kann diese Erhöhung zu einer zusätzlichen täglichen Lektion führen. Neben mehr Zeit für das grundlegende Lernen, die Sozialisation, die Integration und die Unterstützung der Erziehungsaufgaben der Eltern wird diese angemessene Erhöhung eine vereinfachte Familienorganisation ermöglichen.
Diese neue Unterrichtszeit für die 1H wird es ermöglichen, dass der unterrichtsfreie Mittwochmorgen aufrechterhalten werden kann. Da die Unterrichtszeit für die 2H-Schülerinnen und Schüler unverändert bleibt (24 Lektionen), werden alle Schülerinnen und Schüler den Unterricht zur gleichen Zeit beginnen können. Damit an einem halben Tag nur mit der 1H gearbeitet werden kann, werden die Lehrpersonen dieser Stufen vier zusätzliche Lektionen (28 Wochenlektionen) haben.
Aus finanzieller Sicht werden die Auswirkungen auf 2 Millionen Franken für den gesamten Kanton berechnet, wovon 70 Prozent vom Kanton und 30 Prozent von den Gemeinden getragen werden. Dies wird dazu beitragen, dass die Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler und die Arbeitsbedingungen für die Lehrpersonen verbessert werden.
Um diesen Veränderungen Zeit zu geben, wird die Erhöhung ab dem Schuljahr 2020/2021 wirksam.
In Anbetracht der wachsenden Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler in den ersten Schuljahren wird das für die Bildung zuständige Departement den schulischen Mediatorinnen und Mediatoren Ressourcen zur Verfügung stellen, damit sie ihre Fähigkeiten und ihr Fachwissen ab Beginn des nächsten Schuljahres 2019/2020 auch in den Klassen der 1H bis 4H einbringen können. Das Departement wird auch die Dotation der Direktionen der Primarschule verstärken, um die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen, insbesondere diejenigen im Zyklus 1, zu unterstützen.