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Immer noch herrschen viele Vorurteile gegenüber der intravenösen Eisentherapie bei Blutarmut durch Eisenmangel.
Die folgenden Ergebnisse entstanden aus einer Studienanalyse, die alle bis heute verfügbaren publizierten und nicht publizierten Ergebnisse zur intravenösen Eisentherapie umfasst. Dabei wurde die intravenöse Eisengabe entweder mit Placebo oder anderen Eisentherapien verglichen.
In 14 Studien wurden insgesamt 2‘732 Patienten mit intravenösen Eisengaben behandelt; 832 erhielten Eisen-Tabletten und 762 Placebo.
Patienten mit verschiedenen Grunderkrankungen erhielten eine intravenöse Eisentherapie. Dazu zählten Patienten mit chronischen Nieren- oder Magendarmerkrankungen, Frauen mit Blutarmut nach Blutverlust bei Frauenleiden oder Patienten mit anderen chronischen Erkrankungen wie Herzschwäche. Die intravenöse Eisengabe erfolgte während einer Woche mit einer Gesamtdosis von bis zu 1000mg Eisen.
Und: In den meisten Studien waren die intravenöse Eisentherapie mit Eisentabletten verglichen worden.
Die nachfolgende Beobachtungszeit lag zwischen einer und 24 Wochen.
Patienten mit intravenösen Gaben erreichten im Vergleich am deutlichsten und am häufigsten gute Bluteisenwerte (Hämoglobin, Ferritin, Transferrin). Im Vergleich zur Behandlung mit Eisentabletten erhöhte die intravenöse Eisengabe deutlich häufiger das Hämoglobin und deutlich mehr Patienten erreichten die angestrebten Hämoglobin-Zielwerte.
Die intravenöse Eisengabe wurde allgemein gut vertragen. Magen-Darmbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen traten unter Eisentabletten öfters auf.
Die intravenöse Eisentherapie könne bei Blutarmut durch Eisenmangel hiermit gut empfohlen werden, so die Forscher. Sie sei effektiver und erzeuge bei den Patienten weniger häufig Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich als dieTherapie mit Eisentabletten.