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Gornergrat-Bahn
|Kürzel||GGB|
|Bahntyp||Zahnradbahn|
|Betriebseröffnung||1898-08-20|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1898 eröffnete, von Beginn an mit Drehstrom betriebene GGB war eine Aktiengesellschaft und die erste elektrifizierte Zahnradbahn der Schweiz. Die mit dem System Abt ausgerüstete GGB überwand eine maximale Steigung von 200 Promille und führte vom aufstrebenden Fremdenort Zermatt auf den über 3000 Meter über Meer gelegenen Gornergrat. Die Betriebszeiten orientierten sich angesichts der Höhenlage stark an den jeweiligen Klima- respektive Wetterbedingungen. In den Wintermonaten verkehrte die GGB erst ab 1928. Auch in der Hochsaison von Juli bis Ende August war das Transportangebot sehr limitiert. 1910 verkehrten 6 Zugpaare pro Tag.
In der Baurechnung und in der Bilanz der GGB ist auch das ihr gehörende Elektrizitätswerk Findelenbach enthalten, welches die Statistik von 1920 mit einem Buchwert von 354'000 Franken aufführte. Nach der geringfügigen Verlängerung um 300 Meter im Jahr 1909 wurden bis 1920 kaum mehr weitere Investitionen in die GGB getätigt. Finanziell war sie indes recht erfolgreich. Von 1901 bis 1913 konnte sie alljährlich eine Dividende ausrichten, die sich zwischen 4 bis 5 Prozent des eingesetzten Aktienkapitals bewegte und im Spitzenjahr 1906 gar 6 Prozent erreichte. Die ansprechenden Betriebsüberschüsse basierten auf Fahrtaxen, die angesichts der damaligen Einkommen in fast schon astronomischer Höhe lagen. 1910 kostete gemäss dem offiziellen Fahrplan eine Bergfahrt 12 Franken, eine Talfahrt 18 Franken. Die GGB war damit gemessen am Fahrpreis pro Kilometer nicht nur eine der teuersten (Berg-) Bahnen des Landes, sondern auch die einzige, bei welcher talwärts höhere Preise verlangt wurden als bergwärts.
Mit aller Härte traf die GGB der völlige Zusammenbruch des Tourismus mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs. Wurden 1913 noch 41'600 Passagiere befördert, waren es 1918 gerade noch 3700. Von 1915 bis 1919 war der Betrieb der Bahn defizitär. Die schwebenden Schulden – vermutlich zu einem Grossteil Zinsausstände für die Anleihen – stiegen bis 1920 auf über 1 Mio. Franken an. Nicht viel anders verhielt es sich mit dem Passivsaldo, wobei die Rechnungen von 1914 und 1915 durch Entnahmen aus den Rückstellungsfonds noch geschönt wurden.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: