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Viele Menschen in Nord-Kivu (Dem. Rep. Kongo) halten Hunde. Allerdings sind Hunde auch die Hauptüberträger der Tollwut auf den Menschen. Wird ein Mensch von einem infizierten Hund gebissen, muss umgehend eine fachkundige medizinische Versorgung erfolgen. Dies ist in den abgelegenen Dörfern schwierig. Dazu kommt, dass sich die meisten Menschen in der Region die Behandlungskosten nicht leisten können. Einfacher und kostengünstiger ist es, die Hunde vorbeugend gegen Tollwut zu impfen. Die Hunde in dieser Region des Kongos sind in ihre Familien integriert und werden von ihren Haltern gut behandelt. Geld für Tollwutimpfungen ist bei diesen Tierhaltern allerdings keines vorhanden und fehlende Tollwutimpfungen hätten die Tötung dieser Tiere zur Folge. Die SUST übernimmt aus diesem Grund seit 2012 die Kosten für viele tausende Tollwutimpfungen für Hunde und Katzen in Nord-Kivu. Wir stehen in regem Kontakt mit der Organisation IDPE, die die Impfaktion und die Tierschutzaktivitäten auch in diesem Jahr vor Ort wieder durchführt und koordiniert und erhalten laufend Informationen und Bilder über den Verlauf dieser Aktion. Mit den von uns gelieferten Schulungsunterlagen ist es den afrikanischen Tierschutzhelfern zudem möglich, die Bevölkerung in Bezug auf Endo- und Ektoparasiten aufzuklären und somit weitere Zoonosen zu verhindern (und natürlich die Gesundheit der Tiere und ihrer Halter zu steigern).