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Andreas Kofler
Lebensbeschreibung
P. Andreas wurde in Marling als Sohn des dortigen Fuchsbauern am 7. Mai 1820 geboren. Er stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Er besuchte das Gymnasium in Meran 1832-1838, absolvierte danach das Studium der Philosophie in Innsbruck, der Theologie in Trient. Er empfing am 23. Dezember 1843 die Priesterweihe und primizierte am 27. Dezember desselben Jahres in Marling. Nach vollendetem Studien diente er als Kooperator in Tisens, Tirol, Algund und Mölten, wirkte dann 6 Jahre als Kurat in Andrian. 1862 trat er in das Stift Gries ein und legte am 7. Dezember 1863 die Gelübde ab.
Er fand einige Zeit Verwendung als Lektor und Katechet in Gries (für P. Basil Tschofen). Im Frühjahr 1865 wurde er Kellerar und bald darauf auch Küchenmeister, machte zugleich von Ende der 60ger Jahre bis zum Jahre 1887 das Direktorium. Zudem half er nebenbei viel in der Seelsorge in den Exposituren und anderwärts aus, schrieb die Predigten fleißig, numerierte jede und hinterließ über 1000 geschriebene Predigten. 1870 war er zur Aushilfe beim kranken P. Leodegar Kretz in Bünzen und wurde bei diesem Anlass Bürger von Besenbüren. Es wurden ihm aber dessen ungeachtet von der aargauischen Regierung die Funktionen eingestellt, und er musste wieder ins Kloster zurückkehren. Als Kellermeister ließ er viele Fässer mit eisernen Reifen belegen und machte über alles fleißig Aufzeichnungen. Auch als Küchenmeister legte er einige Notizen an. P. Andreas war sehr ordnungsliebend, doch vermochte er den Weltpriester im Kloster nicht ganz abzustreifen. Schon längere Zeit am Magen leidend, hatte er sich in Kastelrut, wo er im Juni 1888 mit dem Prälaten bei der Glockenweihe gewesen war, verkühlt und von dieser Zeit an verschlimmerte sich sein Magen immer mehr und machte am 29. November 1888 seinem Leben ein Ende.[1]
Lebensdaten
Benediktinergymnasium Meran: 1832-1838
Innsbruck, Universität: Studium der Philosophie
Primiz: 27. Dezember 1843 in Marling
Lektor in Gries: 1863–1865?
Kellerar in Gries: 1865–1888
Küchenmeister in Gries: 186?–1888
Direktorist in Gries: 1869?–1887
Gastpater in Gries: 1888–1890
Verwandtschaft
Eltern: Michael Kofler, Fuchsbauer, und Maria Jennewein, Marling
Werke
- Chronologica, StiAMG Gries, IT P3.6.6.* M.Cod. chart. 254.
Bibliographie
- Plazidus Hungerbühler: Notizen zum soziokulturellen Beitrag des Benediktinerklosters Muri-Gries in Südtirol von 1848 bis 1980. In: Der Schlern. Band 54, 1984, S. 390.
- Professbuch: Nr. 681.
- Nachlass P. Andreas Kofler, StiAMG Gries N.681.
Einzelnachweise
|Personendaten|
|NAME||Kofler, Andreas|
|ALTERNATIVNAMEN||Kofler, Anton|
|KURZBESCHREIBUNG||Mönch des Klosters Muri-Gries|
|GEBURTSDATUM||7. Mai 1820|
|GEBURTSORT||Marling|
|STERBEDATUM||29. November 1888|
|STERBEORT||Gries|