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Die beiden Landeskirchen – die evangelisch-reformierte
wie die römisch-katholische
Kirchgemeinde – bilden eigene Gemeinden, die vielfältige kulturelle und soziale Dienstleistungen für Jung und Alt anbieten. Seit vielen Jahren legen sie grossen Wert auf eine gute ökumenische Zusammenarbeit. Manche Leute fühlen sich in einer der zahlreichen Glaubensgemeinschaften aufgehoben. Die grösste davon ist die Chrischona-Gemeinde,
die am Hirschenplatz beheimatet ist.
Wohl seit das Christentum in unserer Gegend richtig Fuss gefasst hat, versammelt sich die Gemeinde zum Gottesdienst am gleichen Ort, leicht erhöht über dem Dorf. Die heutige reformierte Kirche, ein grosser Querbau mit schöner Rokoko-Decke, steht seit 1786 dort. Sie hat aber verschiedene Vorläuferinnen, deren erste schon 750 urkundlich erwähnt wurde. Das heutige stattliche Geläut, das Menschen zum Gottesdienst, zu Ruhe, Besinnung und Gebet ruft, wurde 1953 eingeweiht. 1973 erfolgte der Einbau einer neuen Orgel.
Nach der Reformation gab es im Zürcher Oberland, also auch in Hinwil, keine Katholiken mehr. Sie siedelten sich hier erst nach und nach wieder an. Im Jahre 1918 feierten 40 Hinwiler Katholiken erstmals nach 400 Jahren wieder eine Messe. Die Volkszählung 1920 ergab 400 in Hinwil wohnhafte Katholiken, heute sind es rund 2500. Mit der Amtseinsetzung des ersten Pfarrers anno 1919 wurde die Pfarrei Hinwil offiziell begründet.