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Kapelle
Im „Dörfli“ steht eine Kapelle von 1765, die dem heiligen Bernhard von Clairvaux geweiht ist und heute eine Filiale der Kirchgemeinde Quarten ist. Ursprünglich stand die Kapelle näher am Wasser, was aus einem Visitationsbericht von 1639 zu entnehmen ist. Ebenso steht dort auch, dass das Kirchlein stark baufällig und gänzlich ruinös sei. Quarten schenkte daraufhin einen neuen Bauplatz mitten im Dorf. 1919 wurde es umfassend renoviert und mit Holzplastiken, Relieffiguren und einem Deckengemälde ausgestattet. Die Fehler dieser Renovation wurden 1985 korrigiert und im vermutlich ursprünglichen Zustand wieder hergestellt.
Haus Alte Post (Haus Gilly)
Früher Wirtshaus „zur Sonne“. Der damalige Denkmalpfleger des Kt. St. Gallen schreibt zum Abschluss der Renovation: Die Alte Post in Quinten stellt im Sarganserland einen Sonderfall dar. Dies betrifft sowohl die Geschichte des Hauses als auch die in dieser Historie wurzelnde Bausubstanz. Der stattliche Bau entstand in der derzeitigen Form um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Das für diese Gegend ungewohnte reichgestaltete Fachwerk der Südfassade wie auch die hohen getäferten Wohnräume mit schönen Kassetten-Decken im ersten Obergeschoss lassen unzweifelhaft fremde Einflüsse erkennen. Eine Erklärung gibt das in Stein gehauene Allianzwappen am Torbogen. Dort steht: „Jo. Georg Gilly Müntz.Meister / Maria Cecillia Wilhelmin“. Gilli war Münzmeister in Chur und Luzern, seine Frau Cecillia die Tochter des Untervogtes Diethelm Wilhelm in Schänis. Ob er der Erbauer war steht nicht fest. Möglicherweise nahm er nur einen umfangreichen Umbau vor, und der Ursprung des Gebäudes könnte weiter zurückreichen.
Kubli-Haus in der Laui
Dieses gut zehn Meter über dem Seespiegel thronende fünfstöckige Glarner Herrenhaus geht wohl ins 17. Jahrhundert zurück, hat 12 Zimmer und vier Keller und schlichte, tannene Getäfel und Zimmerdecken sowie ein bankförmiger, grüner Kachelofen mit der Inschrift „M.M. Ano 1754“. Es wurde 1999 nach Kriterien der Denkmalpflege renoviert. Benannt wurde das Haus nach seinem Käufer, dem Glarner Gerichtschreiber Johann Melchior Kubli (1750-1835).