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Bei einer Beobachtung von Lara war ein wichtiges Thema beim Rollenspiel mit Caterina die Emotionen. Damit Lara und die anderen Kinder sich noch intensiver mit ihren und den Emotionen von ihrem Gegenüber auseinander setzen können, habe ich ein Angebot dazu durchgeführt. Wir schauten uns ein Bilderbuch zum Thema „Emotionen“ an und diskutierten über den Inhalt des Buches. Z.B. wann werde ich wütend? Was mache ich dann? Wann geht es mir gut? Und so weiter. Danach fotografierte ich die verschiedenen Gesichtsausdrücke der Kinder, mit ihren gewünschten Gefühlslagen. Zum Beispiel: Ich bin wütend, glücklich oder ängstlich. Am Schluss druckten wir die Fotos aus und klebten sie auf ein grosses Plakat.
Verstehen von Gefühlen
Durch das Miterleben der Gefühle anderer Personen wird der emotionale Wissenskatalog der Kinder immer grösser. Im Laufe der Jahre bilden sie emotionale Schemata für die verschiedenen Gefühle aus. Diese Schemata umfassen neben dem Wissen über mimische und gestische Signale die Kenntnis weiterer situativer Hinweisreize, die es ihnen erlauben, Emotionen und ihre Ursachen zu erkennen. Dabei fällt es ihnen leichter, die situativen Gründe negativer Gefühle zu verstehen, als die für positive Gefühle – vermutlich weil Erwachsene mit ihnen häufiger über unerwünschtes Verhalten reden.
Die Kinder verstehen immer besser, welche Emotionen akzeptabel sind. Der emotionale Lernprozess beinhaltet auch, dass manchmal zwei Gefühle gleichzeitig auftreten, die im Wiederspruch miteinander sein können. Das Verständnis hierfür wächst entscheidend zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr heran. Eine gute Sprachentwicklung wirkt sich förderlich auf das Emotionsverständnis aus. ( Buc: Grundlage der Entwicklungspsychologie )
Verfasserin: Claudia