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Das Wichtigste in Kürze
- Milos Zeman ist erneut ins Krankenhaus eingeliefert worden.
- Der 77-Jährige leidet an Diabetes und ist auf einen Rollstuhl angewiesen.
- Kurz vor seiner Einlieferung fanden in Tschechien die Parlamentswahlen statt.
Der tschechische Präsident Milos Zeman ist kurz nach der Parlamentswahl in Tschechien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das berichtete die Agentur CTK am Sonntag unter Berufung auf eine Sprecherin des Zentralen Militärkrankenhauses in Prag. Zuvor hatte der 77-Jährige den Regierungschef Andrej Babis zu einem 45-minütigen Gespräch empfangen.
Zeman auf der Intensivstation wegen Komplikationen
Jetzt werde Zeman auf der Intensivstation behandelt, berichtete der Direktor des Zentralen Militärkrankenhauses, Miroslav Zavoral, am Nachmittag. Gegenüber dem Sender CT erklärte er: «Wir kennen die Diagnose, sodass wir die Behandlung gezielt darauf ausrichten können». Die Komplikationen hingen mit den chronischen Erkrankungen des Präsidenten zusammen.
Bei der Parlamentswahl am Freitag und Samstag erzielte die liberal-konservative Opposition eine deutliche Mehrheit. Der Präsident spielt eine entscheidende Rolle nach der Wahl, weil er den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt. Sollte das Staatsoberhaupt unpässlich sein, geht diese Aufgabe auf den Präsidenten des Abgeordnetenhauses über.
Zeman war erst im September nach einem achttägigen Krankenhausaufenthalt aus einer Klinik entlassen worden. Er steht seit 2013 an der Spitze seines Landes. Zuvor war er von 1998 bis 2002 tschechischer Ministerpräsident.
Er leidet nach früheren Angaben an Diabetes und ist wegen einer Nervenerkrankung auf einen Rollstuhl angewiesen. Er ist der erste tschechische Präsident, der nach einer Verfassungsänderung zweimal direkt vom Volk gewählt wurde.