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Im Januar hatte sogar die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg auf Twitter einen dringenden Appell veröffentlicht, auf das Projekt zu verzichten. Es erscheine so, dass Siemens die Macht besitze, den Bau zu stoppen, zu verzögern oder zumindest zu unterbrechen, schrieb die 17 Jahre alte Schwedin auf ihrem Twitter-Account.
Doch wie Kaeser damals mitgeteilt hatte, wird der Konzern den Auftrag im Rahmen des umstrittenen Kohleminen-Projekts in Australien trotz heftiger Kritik von Umweltverbänden ausführen.
Die Adani Group mit Hauptsitz in Indien will in Australien eines der größten Kohlebergwerke der Welt aufbauen, das aus fünf Untertageminen und sechs Tagebaustätten bis zu 60 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr fördern soll. Das Projekt wird von Umweltschützern seit Jahren bekämpft. Neben dem Klimaaspekt geht es dabei auch um den Verbrauch von Wasser, die Zerstörung von Lebensraum und den Transport der Kohle über das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt.
om/sb