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«Kontrolle macht Jagd professioneller» – FN vom 4. Februar
Da bin ich mit dem Kantonstierarzt gar nicht einig. Wir Jäger sind sehr wohl in der Lage, das Fleisch von unserem erlegten Wild zu kontrollieren.
Beim Ausweiden kontrollieren wir die Organe wie Herz, Leber, Niere, Lunge und Milz auf Veränderungen, und wenn wir etwas Aussergewöhnliches feststellen, bringen wir das Wild zur Kontrolle zur Wildhut. Meine Frage: Wie will ein Wildhüter die Fleischkontrolle durchführen, wenn er die Organe nicht sieht? Oder müssen die Jäger die Organe zur Kontrolle mitbringen? Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand? Jeder Koch schaut seine Produkte an, bevor er sie verarbeitet, so kommt mit Sicherheit nichts Verdorbenes auf den Teller.
Letzten Herbst hat ein Jäger sein Wild zur Kontrolle dem Wildhüter vorgewiesen, weil etwas mit dem Fleisch nicht stimmte; der Wildhüter hat das Fleisch als absolut geniessbar erachtet. Der Jäger, der übrigens von Beruf Metzger ist, war mit der Antwort nicht zufrieden und zeigte das Wildbret einer Fachperson, die das Fleisch als nicht geniessbar einstufte. Die Professionalität der vorgesehenen Kontrollorgane lässt grüssen.
Auch die Anschuldigung, dass die Jäger das gute Fleisch für sich behielten und das schlechte verkauften, ist eine bösartige Unterstellung, die einmal mehr nicht von Professionalität zeugt.
«Wie will ein Wildhüter die Fleischkontrolle durchführen, wenn er die Organe nicht sieht?»