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Ein Industrieunternehmen hat die Aufgabe, Produkte mit minimalem Aufwand, aber maximalem Erfolg herzustellen. Durch zahlreiche Rationalisierungsmaßnahmen ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen, die Produktivität der Industrie wesentlich zu steigern. Das betrifft nicht nur Rationalisierungsmaßnahmen in der Arbeit, sondern auch im Material- und Energiebereich sowie in der Bereitstellung effizienter Produktionsmittel.
Instrumente der Fertigung
In der industriellen Produktion setzt man unterschiedliche Instrumente ein, um eine effiziente Produktion zu gewährleisten. Diese Instrumente haben sich im Laufe der Jahrhunderte allmählich herauskristallisiert. Zu den drei wichtigsten Instrumenten der industriellen Produktion gehören die Arbeitsteilung, die Standardisierung sowie die Automatisierung oder Technisierung. Diese Faktoren werden eingesetzt, um die technische und ökonomische Effizienz der Produktion zu steigern. Die ökonomische Effizienz wird dabei durch die Kostenfunktion ausgedrückt.
Die Arbeitsteilung in der Produktion
Unter der Arbeitsteilung versteht man die Vorgehensweise, dass die Herstellung eines Produkts in verschiedenen Schritten erfolgt, die auf verschiedene Mitarbeiter aufgeteilt werden. Die Aufteilung der Arbeit auf einzelne Mitarbeiter hat den Vorteil, dass bestimmte Fertigungstechniken durch Übung und Erfahrung von den Mitarbeitern entsprechend schneller erledigt werden können. Der Ökonom Adam Smith hat 1776 die Arbeitsteilung in seinem Werk „The Wealth of Nations“ eingehend beschrieben. Durch die Arbeitsteilung werden die einzelnen Tätigkeitsbereiche sehr eng gestaltet. Oft sind nur wenige Handgriffe erforderlich, um einen speziellen Arbeitsschritt im Zuge der Arbeitsteilung auszuführen. Dafür bedarf es auch mehrerer dieser Arbeitsplätze.
Die Rolle der Standardisierung
Mithilfe von Standardisierungen und Normen werden einheitliche Richtlinien für die Erzeugung eines Produkts aufgestellt. Dadurch sollen Produkte oder die Herstellung der Produkte vereinheitlicht werden. Die Standardisierung in der Industrie trägt auch wesentlich dazu bei, vorhandenes Wissen an neue Mitarbeiter weiterzugeben. Außerdem sichert ein Standard eine bestimmte Qualität. Heute ist die Standardisierung für die Industrie von enormer Bedeutung, da in der industriellen Fertigung Prozesse, Systeme, Maschinen sowie Rohstoffe und die menschliche Arbeit ineinanderfließen. Um die Kommunikation der einzelnen Faktoren zu gewährleisten, ist es notwendig, dass eine Verständigung zwischen ihnen möglich ist. Das geschieht mithilfe von Schnittstellen, die nur dann funktionieren, wenn eine Standardisierung erfolgt.
Die Bedeutung der Automatisierung
Die Automatisierung sorgt heute für eine effiziente Produktion von Gütern, erhöht die Arbeitssicherheit und sichert den Fortschritt. Vor allem für die Industrie im Rahmen der Digitalisierung
hat die Automatisierung eine besondere Bedeutung erfahren. Die Automatisierung nahm ihren Ausgang bereits mit der Erfindung des mechanischen Webstuhls und gipfelt heute in der Industrie 4.0. Die digitale Produktion hat bereits in den frühen 1970er-Jahren begonnen und setzt sich heute durch die Nutzung von Computern und dem „Internet of things“ fort. In der Automatisierung werden heute vor allem intelligente Maschinen eingesetzt, welche den Produktionsprozess noch effizienter und rascher gestalten.
Die industrielle Fertigung genießt heute eine vorrangige Bedeutung. Der Trend geht allerdings nicht unbedingt in Richtung einer vermehrten Massenproduktion, sondern wieder zur Individualisierung von Produkten.