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Nielsen, Norm
(Norman Dale Nielsen)
Norm Nielsen wurde in Kenosha als einer von drei Söhnen eines Bäckers in Wisconsin geboren.
Sein Interesse für die Zauberkunst wurde schon in jungen Jahren geweckt, als er seinen Friseur ein paar Zaubertricks vorführen sah. Nachdem er mit 18 Jahren bei einem Zauberkongress Neil Foster gesehen hatte, schrieb er sich an der Chavez School of Magic in Los Angeles ein und machte dort 1953 seinen Abschluss. Bevor er Auftrittsmöglichkeiten als Zauberkünstler fand, wurde er in die Armee eingezogen und war bei den amerikanischen Truppen in Japan stationiert. Als er Mitte der 1950er-Jahre zurückkehrte gründete er 1956 die Firma Nielsen Magic. In den ersten Jahren erlernte er die Holzbearbeitung und stellte selber Zaubergeräte her. Neben seiner Arbeit in der Firma trat er jeweils in Chicago und Milwaukee zweimal pro Abend in Playboy Clubs auf.
1961 traf er Theo Bamberg (Okito), der ihm die Erlaubnis zur Herstellung aller Geräte gab, die er je hergestellt hatte. Die von Norm Nielsen hergestellten, kunstvoll lackierten Requisiten wurden zu gesuchten Sammlerstücken. Daneben stelle Nielsen Magic auch Requisiten produzierte Nielsen Magic auch verschwindende Flaschen, Gummitauben und Manipulationskarten her.
Mitte der 1960er -Jahre entwickelte er sein Paradekunststück mit der schwebenden Geige. Die Entwicklung des Prototyps dauerte fast zwei Jahre, und bis die Illusion vorführreif war, dauerte es noch einige weitere Jahre. Die schwebende Geige wurde zu Norm Nielsens Markenzeichen. Dazu kam eine Flöte, die sich in Silberstaub auflöste und Münzen, die mit melodischen Klängen eine Münzenleiter hinunterfielen.
Mit der Nummer wurde er für neun Monate nach Paris verpflichtet. Er zog mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern nach Frankreich. Engagements in Nachtclubs und Theatern in Italien, England, Spanien, Deutschland, Finnland, der Türkei, Spanien, Mexiko, Südamerika, Griechenland, Australien, Mexiko und Südamerika folgten. Seiner Frau wurde das viele Herumreisen zu viel. Sie trennte sich von Norm und kehrte nach Amerika zurück.
In den1980er-Jahren trat Norm Nielsen währen sieben Jahren im Crazy Horse in Paris auf mit einer Nummer, in der er vier verschiedene Figuren spielte. Als japanischer Kabuki-Tänzer produzierte er ein Mädchen in einem Schmetterlingskostüm. Nach einem Kleiderwechsel führte er als Schweizer Jodler Tuch zu Ei mit Vortrag vor, nach einem weiteren Kostümwechsel erforschte er als Toulouse Lautrec die Auswirkungen von Sprengstoff und nach einem letzten Kostümwechsel liess er als Ludwig van Beethoven einen Flügel schweben.
1990 kehrte er nach Amerika zurück und plante, nicht mehr so viel herumzureisen. Er besuchte als Händler Zauberkongresse und begann Poster von Zauberkünstlern zu sammeln.
1995 zog er nach Las Vegas, 1998 heiratete er seine zweite Frau Lupe Ah Chu Dusek. Sie kümmerte sich während der Engagements von Norm um das Geschäft, das zu jener Zeit insbesondere in der Herstellung und den Vertrieb von Reproduktionen von Zauberplakaten berühmter Künstler bestand.
1995 und 1996 wurde seine Sammlung von Originalplakate durch das Auktionshaus Potter und Potter versteigert.
Norm Nielsen erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so u. a. 1970 und 1978 "Stage Magician of the Year" der Academy of Magical Arts, 1977 und 1988den "Jack Gwynne Award", 1991den "Chavez Award", 1991den "Golden Mandrake Award in Paris, 1994den "Performign Fellowship" der Academy of Magical Arts,1995 die Auszeichnung als "Magician's Favorite Magician" von CBS-TV sowie 2005den D.R.A.G.O.N. Award .
Die letzten fünf Jahre seines Lebens kämpfte Norm Nielsen mit der Alzheimer-Krankheit.