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Charakterdarsteller Ralph Fiennes schlüpft so mühelos wie nur wenige in Rollen, die ein gewisses Mass an Finsternis verlangen. Als Ober-Nazi Amon Göth in «Schindlers Liste» überzeugte er ebenso wie in der Rolle des Lord Voldemort mit bleicher Fratze und tiefen Rachegelüsten. Dabei wäre es dazu fast gar nicht gekommen. Anlässlich seines 60. Geburtstags gibt es hier sechs ungewöhnliche Fakten zu dem britischen Darsteller.
Ralph Fiennes ist mir einem Royal verwandt
Da haken wir doch gleich mal ein: Ralph Nathaniel Twisleton-Wykeham-Fiennes ist britischer Staatsbürger und sogar um einige Ecken mit den Royals verwandt. Die Familie Twisleton-Wykeham-Fiennes gehört dem britischen Adel an. Sowohl König Charles III. (74) als auch Ralph Fiennes zählen zu den Nachfahren von König James II. von Schottland (1633-1701). Wie verschiedene britische Medien übereinstimmend schreiben, ist Fiennes ein Cousin achten Grades des Monarchen.
Den Neffen im Potter-Universum untergebracht
Wir bleiben bei der Familie des Schauspielers: Wer hätte gedacht, dass noch ein Fiennes das filmische Zauberuniversum verhext? Der junge Voldemort in «Harry Potter und der Halbblutprinz» wird von Hero Fiennes-Tiffin (25) verkörpert. Ihn dürften viele Fans der «After»-Buchreihe als Badboy Hardin Scott kennen. Was die Wenigsten wissen: Sein Onkel Ralph überzeugte die Potter-Produzenten davon, ihn als jungen Tom Riddle zu besetzen. Der Grundstein für seine weitere Karriere? Vielleicht...
Bösewicht-Rolle fast abgelehnt
Dabei wäre es fast gar nicht so weit gekommen. Denn in einem Interview gab Ralph Fiennes zu, dass er die Rolle des «Harry Potter»-Bösewichts «Lord Voldemort» beinahe abgelehnt hätte. Er habe schlichtweg nicht gewusst, wie beliebt die Bücher seien, zitiert die «Daily Mail» aus der «Jonathan Ross Show». «Aus Unwissenheit dachte ich einfach, das wäre nichts für mich», so der Schauspieler. Die Produktion kam demnach für den vierten Teil der Reihe «Harry Potter und der Feuerkelch» auf ihn zu. Er sei der Wunschkandidat von Regisseur Mike Newell (80) für die Figur von Harry Potters Nemesis gewesen. Doch Fiennes lehnte ab: «Dummerweise weigerte ich mich, ich war zögerlich.»
Schwester überredete ihn
Dann kam glücklicherweise seine Schwester Martha ins Spiel, wie Fiennes weiter ausführt. Als Mutter von drei «Harry Potter»-begeisterten Kindern redete sie ihm ins Gewissen. «Sie sagte: ‹Was meinst du damit? Du musst es unbedingt machen!›, also habe ich meine Meinung geändert.»
Bei «Sakrileg» den Kürzeren gezogen
Bei anderen Engagements wollte es nicht so recht flutschen. So verlor der 60-Jährige die Rolle des Robert Langdon in «The Da Vinci Code» an Tom Hanks (66). Für den Symbologen mit Detektiv-Ambitionen waren unter anderem Bill Paxton (61), Russell Crowe (58), Hugh Jackman (54) und George Clooney (61) im Gespräch. Regisseur Ron Howard (68) entschied sich letztlich für seinen alten Freund Tom Hanks.
Filmisches Schwergewicht
Körperlich Extreme kennen wir eigentlich eher von Christian Bale (48), der für so manchen Film viel an Körperfülle verlor oder zulegte. Doch auch Ralph Fiennes kann in dieser Hinsicht mithalten: Für seine ikonische Rolle des KZ-Kommandanten Amon Göt in «Schindlers Liste» futterte sich der damals 31-Jährige satte 13 Kilogramm an. Die Mühen haben sich gelohnt: Für seine Rolle sprangen Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe als bester Nebendarsteller heraus.