Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/199250

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Waadt schlägt vor, mit einem geänderten Fahrplan vier tägliche Verbindungen Lausanne-Paris via Vallorbe beizubehalten, dies trotz einer Verkleinerung der Zugflotte. Ist der Bundesrat bereit, diesen Vorschlag in den nächsten Verhandlungen mit Lyria und Frankreich zu unterstützen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Einschätzung des Interpellanten, dass die Bahnverbindungen zwischen der Schweiz und Paris den Flugverbindungen in ökologischer Hinsicht überlegen sind.</p><p>Der Bund hat in den vergangenen Jahren im Umfang von 60 Millionen Franken Investitionen in die Strecke Lausanne-Vallorbe-Frasne-Dijon mitfinanziert, um weiterhin TGV-Züge nach Paris verkehren zu lassen. Insbesondere die Stromversorgung und die Streckenprofile galt es für die ab Dezember 2019 verkehrenden neuen Doppelstock-TGV-Züge anzupassen. Die Investition des Bundes dient dem internationalen Bahnverkehr. Es lässt sich daraus jedoch keine Besitzstandgarantie für den Angebotsumfang ableiten. Lyria muss das Angebot der grenzüberschreitenden TGV-Züge insgesamt kostendeckend erbringen.</p><p>Der Bundesrat führt keine Verhandlungen mit der Betreibergesellschaft Lyria oder mit dem Nachbarstaat Frankreich über das Fahrplanangebot der TGV-Linie Lausanne-Vallorbe-Paris. Der Bundesrat nimmt Kenntnis davon, dass Lyria ab Dezember 2019 nur noch täglich drei statt vier TGV-Verbindungen zwischen Lausanne und Paris über Vallorbe anbieten wird, da eine weitere tägliche Verbindung neu via Genf geführt wird. Das Platzangebot pro Zug wird jedoch erhöht, da die neuen Doppelstockzüge 510 anstelle der bisherigen 360 Sitzplätze aufweisen.</p><p>Mit dem Projekt "Lyria 2020" geht die Umstellung von 21 älteren, einstöckigen Zugskompositionen auf 15 neue Doppelstock-Kompositionen einher.</p>  Antwort des Bundesrates.