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Optimierung der Therapie bei chronischer Sinusitis
Die chronische Sinusitis, meist begleitet von einer Nasenpolypose, ist ein häufiger Grund für eine Störung des Geruchssinnes, was für den Betroffenen einschneidende Konsequenzen haben kann. Die Autoren einer kleinen randomisierten Studie haben den therapeutischen Nutzen einer sequentiellen, systemisch-topischen Steroidbehandlung bei chronischer Sinusitis untersucht.
An der randomisierten, doppelblinden Studie nahmen 60 Patienten mit einer Nasenpolypose und einer chronischen Sinusitis teil. Als initiale Behandlung erhielten die Teilnehmer während 2 Wochen täglich entweder 25 mg Prednisolon oder Placebo. Danach wurden alle Patienten angehalten, während 8 Wochen täglich zweimal 400 µg und anschliessend noch während 18 Wochen zweimal täglich 200 µg Fluticason-Propionat Nasentropfen zu schnupfen. Studienendpunkte waren das Polypenausmass (polyp grade), Verbesserung der Hyposmie, Lebensqualität und Nebenwirkungen.
Das Ausmass der Polypen reduzierte sich in der Prednisolongruppe innerhalb von 2 Wochen um 2.1 Einheiten und in der Placebogruppe um 0.1 Einheiten (p<0.001). Der Hyposmie-Score verbesserte sich unter Prednisolon um 31.1 mm und unter Placebo um 1.4 mm (p=0.002). Die Unterschiede zwischen den Gruppen waren auch nach 10 Wochen noch signifikant; nach 28 Wochen war immer noch eine Differenz nachweisbar, welche jedoch statistisch nicht mehr signifikant war. Die Prednisolontherapie resultierte nach 2 Wochen in einer transienten Suppression der Nebennierenfunktion und einer Erhöhung des Knochenstoffwechsels; nach 10 und 28 Wochen waren die Werte wieder im Normbereich.
Konklusion der Autoren: Die initale orale Therapie mit Steroiden, gefolgt von einer topischen Folgetherapie, scheint zur Reduktion der Polypose und Verbesserung des Geruchssinnes effektiver zu sein als die alleinige topische Behandlung mit Steroid-Nasentropfen.
Link zur Studie
Ann Intern Med 2011;154:293-302 - Vaidyanathan S et al
11.03.2011 - dde