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Dschewad
Pascha,
Ahmed, türk.
General und Staatsmann, wurde 1850 in
Syrien geboren und besuchte 1860–64 die
Kadettenanstalt zu Kuleli am
Bosporus,
[* 2] 1864–69 die
Kriegsschule zu Pancaldi bei
Pera. Darauf wurde er zum
Adjutanten des
Sultans
Abd ul-Asis ernannt und schrieb in dieser Zeit eine «Geschichte des türk.
Militärwesens» (franz.
Übersetzung «État militaire ottoman depuis la fondation de l'Empire jusqu'à
nos jours», Par. 1882), durch die er seinen Ruf als Militärschriftsteller
begründete.
Bald darauf wurde er zum Bataillonschef befördert und dem in
Syrien stationierten 5.
Armeekorps zugeteilt.
In dem Russisch-Türkischen
Kriege 1877-78 wurde unter
Dschewad Paschas Leitung
Schumla neu befestigt und
Dschewad Pascha zum Generalstabschef der dortigen
Truppen ernannt
und zum
Oberstlieutenant befördert. Am Friedenskongreß beteiligte er sich als Mitglied der internationalen
Kommission zur Feststellung der Grenzen.
[* 3] 1884 wurde
Dschewad Pascha Brigadegeneral und türk.
Bevollmächtigter in
Montenegro,
[* 4] wo er 4 ½ Jahre blieb und viel dazu beitrug, die
Beziehungen beider
Staaten zu verbessern.
Nach seiner Rückkehr wurde
Dschewad Pascha zum
Inspecteur militaire ernannt. Bei
Ausbruch der
Unruhen in
Kreta (1889)
wurde er Generalstabschef der zur Unterdrückung derselben abgesandten
Truppen und interimistischer Gouverneur. Als solcher
stellte er die Ruhe wieder her und wurde 1890 zum Muschir erhoben. Sept. 1891 nach dem
Sturz Kiamil
Paschas ernannte ihn der
Sultan zum Großvezier.
Dschewad Pascha gilt als ein dem Fortschritt geneigter Mann und
ausgezeichneter
Diplomat.