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Der als Nummer 23 gesetzte Waadtländer führte 6:4, 7:5 und mit einem Break 2:1 im dritten Satz, als Djokovic aufgab. Er hatte sich nach zwei Sätzen an der linken Schulter behandeln lassen, die ihm bereits in den Spielen zuvor Probleme bereitet hatte. Das Publikum buhte beim Abgang des Serben.
Wawrinka verdiente sich den Sieg aber mit einer enorm starken Leistung, während der Serbe, der vier der letzten fünf Grand-Slam-Turniere gewonnen hat, nicht auf sein gewohntes Level kam. Im ersten Satz reichte dem 34-jährigen Lausanner ein Break zum 3:2, im zweiten konterte er einen 0:3-Rückstand mit einem starken Phase vom 1:4 zum 7:5.
Wawrinka bezwang Djokovic nach dem Viertelfinal am Australian Open 2014 und den Finals in Paris 2015 und New York 2016 bereits zum vierten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier. Bei all seinen drei Major-Triumphen gewann er also auf dem Weg gegen den Serben.
«Ich spürte schon im Training, dass mein Niveau wieder sehr gut ist», erklärte der Schweizer. «Manchmal habe ich etwas Mühe in den ersten Runden, aber jetzt bin ich super glücklich mit meinem Level.» Er habe zwar kleine Anzeichen gesehen, dass Djokovic Mühe habe. «Aber ich war vor allem auf mich fokussiert. Und man weiss ja, was für ein Fighter Novak ist. Da muss man immer damit rechnen, dass er nochmals zurückkommt.» Insofern konnte Wawrinka auch die Buh-Rufe des Publikums nicht nachvollziehen.
Im Viertelfinal trifft Wawrinka auf den als Nummer 5 gesetzten Russen Daniil Medwedew. Die bislang einzige Begegnung verlor der Schweizer vor zwei Jahren in der 1. Runde von Wimbledon. Beide sind aber deutlich stärker einzustufen als 2017. Medwedew gewann in diesem Sommer das Masters-1000-Turnier in Cincinnati und stand in Montreal und Washington im Final.
Nun rückt auch ein rein Schweizer Halbfinal in Reichweite. Gewinnen am Dienstag Wawrinka gegen Medwedew und Roger Federer gegen Grigor Dimitrov treffen die beiden Doppel-Olympiasieger von Peking 2008 aufeinander. Das gab es bei Grand-Slam-Turnieren bereits zweimal, am US Open 2015 und am Australian Open 2017. Beide Male gewann Federer.
Djokovic hingegen schied erstmals seit dem Australian Open 2018 (Achtelfinal gegen Chung Hyeon) bei einem der grossen Turniere vor dem Viertelfinal aus. Wie lange er nun pausieren muss, konnte er noch nicht sagen. Er wird nach dem US Open aber unabhängig von den weiteren Resultaten die Nummer 1 bleiben. Allerdings könnten Federer (aktuell 20 Grand-Slam-Titel) oder Rafael Nadal (18) ihren Vorsprung auf Djokovic (16) wieder ausbauen.