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Wechsler beschreibt Intelligenz als die „zusammengesetzte oder globale Fähigkeit des Individuums, zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken und sich mit seiner Umgebung wirkungsvoll auseinander zu setzen.“ Damit grenzt er den Intelligenzbegriff deutlich von anderen Personenmerkmalen wie bereichsspezifischem Vorwissen, Lern- und Arbeitsverhalten, Motivation, Prüfungsangst und Konzentrationsproblemen ab. Heller bezeichnet die kognitiven Fähigkeiten als zentralen Prädiktor von Schulleistung und verweist darauf, dass zwischen den Größen Schulleistung und Intelligenz Korrelationen zwischen r = 0.5 und r = 0.7, gelegentlich sogar von bis zu r = 0.8 errechnet werden konnten. Der Korrelationskoeffizient „r“ gilt als Maß für den Zusammenhang von Variablen. Dabei gilt: r > 0,1 = kleiner Effekt, r > 0,3 mittlerer Effekt, r > 0,5 starker Effekt.
Raymond Cattell unterscheidet in seinem Intelligenzmodell zwischen fluider und kristalliner Intelligenz unterscheidet. Unter fluider Intelligenz versteht Cattell angeborene Befähigungen, wie z. B. die allgemeine Auffassungsgabe oder das generelle Verarbeitungsniveau, die nicht durch die Umwelt verändert werden können. Gleichwohl bilden diese fluiden Anlagen die Grundlage für die Ausbildung aller durch Umwelteinflüsse angestoßenen Fähigkeiten, die Cattell kristalline Intelligenz nennt. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung fluider Intelligenz ab, während die kristalline Intelligenz immer wichtiger wird.
Im Intelligenzkonzept nach Thurstone wird zwischen sieben grundlegenden Primärfaktoren von Intelligenz unterschieden, die bei jeder intellektuellen Leistung mit unterschiedlicher Gewichtung zusammenwirken: spatial ability (räumliches Vorstellungsvermögen), perceptual speed (perzeptive Auffassungsgeschwindigkeit), numerical ability (Umgang mit Zahlen), verbal comprehension (Wortverständnis), word fluency (Wortflüssigkeit), memory (Gedächtnis) und reasoning (schlussfolgerndes Denken).
Der WISC-IV (2011) baut auf dem renommierten und empirisch geprüften CHC-Modell, nach Cattell-Horn-Carroll auf, nach dem die allgemein messbare Intelligenz (Intelligenzquotient) als Ergebnis mehrerer Faktoren verstanden wird, die sich gegenseitig positiv verstärken.