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Aunt Annie aus den USA spricht nur Englisch. Und sie versteht auch nur Englisch. Dreimal im Jahr besucht sie Ihre Schulklasse und unternimmt etwas mit den Kindern. Sie platzt unangekündigt einfach in eine Stunde und fängt ganz ungezwungen an, mit den Kindern zu plaudern. Diese sind nicht verlegen und plaudern mit, quite naturally und ohne Scheu. Manchmal nimmt Aunt Annie die Klasse bei ihrem Besuch mit auf Weltreise. Und zwischen ihren Besuchen schreibt sie der Klasse Postkarten.
Tante Amélie aus Frankreich spricht und versteht nur Französisch. Auch sie begleitet ein Klasse ein Jahr lang und verschafft den Kindern so eine Gelegenheit, mit einer «echten» Französin zu sprechen, und zwar spontan und ohne sich auf den Besuch vorzubereiten. Tante Amélie lässt sich zum Beispiel von der Klasse durch ihren Wohnort führen, oder organisiert mit ihnen einen Kunstworkshop. En français, évidemment!
Während den Besuchen von Aunt Annie und Tante Amélie proben die Kinder den sprachlichen Ernstfall: Sie werden ermutigt, spontan in einer authentischen Situation in der Fremdsprache zu kommunizieren. Das Erfolgserlebnis motiviert sie, dasselbe auch ausserhalb der Schule und in neuen Situationen zu tun. Die Lehrperson hält sich während der Besuche im Hintergrund und erhält die Gelegenheit, die Fortschritte ihrer Schülerinnen und Schüler zu beobachten. Es braucht keinerlei Vorbereitung für die Lehrperson.