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Konjunktūr
(mittellat., v. conjungere, »verbinden«),
Verknüpfung, Zusammentreffen gewisser Umstände, insbesondere gesellschaftliche Zusammenhänge und die durch deren wechselnde
Gestaltung (Änderung von
Nachfrage,
Angebot,
Preis) hervorgerufene
Gunst oder Ungunst geschäftlicher
Lage.
Konjunkturengewinn,
der aus einer günstigen Gestaltung der
Konjunktur ohne eignes Zuthun gezogene
Gewinn. Man hat vorgeschlagen,
denselben, weil nicht verdient und darum belastungsfähig, einer eignen
Steuer zu unterwerfen.
Eine folgerichtige Durchführung einer solchen Steuer stößt aber auf große Schwierigkeiten. Denn einmal steht der Möglichkeit des Gewinns diejenige des Verlustes gegenüber, dann ist eine Trennung unverschuldeten Gewinns von dem Einnahmeteil, welcher als Ergebnis persönlicher Thätigkeit zu betrachten wäre, meist gar nicht möglich. Im wesentlichen müßte man sich auf Erfassung von Rentensteigerungen bei Grundstücken und Häusern begnügen, ohne daß auch hier immer eine richtige Besteuerung möglich wäre.