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Der bekannte Schweizer Theologe Hans Küng ist am Dienstag, 6. April 2021, im Alter von 93 Jahren in Tübingen verstorben. Hans Küng wurde 1928 in Sursee geboren. 1948 bis 1955 studierte er Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom; 1954 wurde er zum Priester geweiht. 1955 folgte ein Studium an der Sorbonne und am Institut Catholique in Paris, das er 1957 mit dem Doktorat der Theologie abschloss. 1960 erhielt Hans Küng den Ruf als Professor für Fundamentaltheologie an die Katholisch-Theologische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Weil Hans Küng die Strukturen der Katholischen Kirche kritisierte, und unter anderem auch die päpstliche Unfehlbarkeit in Frage stellte, entzog ihm die Deutsche Bischofskonferenz Ende 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis. Um ihm weiterhin die universitäre Lehre zu ermöglichen, gliederte die Universität Tübingen sein damaliges Institut für Ökumenische Forschung aus der Katholisch-Theologischen Fakultät aus. 1980 wurde Hans Küng fakultätsunabhängiger Professor für Ökumenische Theologie und Direktor des Instituts für ökumenische Forschung. Hans Küng erhielt zahlreiche Auszeichnungen sowie Ehrendoktorate von Universitäten weltweit.
Das katholische Medienzentrum kath.ch hat zum Gedenken an Hans Küng ein Dossier unter dem Titel «Ein Liebhaber der Kirche» zusammengestellt.