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Unsere Umwelt wird immer lauter, privater und öffentlicher Verkehr nehmen ständig zu. Vor Lärm ist niemand sicher. Selbst ruhige Lagen können von heute auf morgen starken Lärmbelastungen ausgesetzt sein. Aber: Was ist Lärm? Lärm wird als jede Art von Schall definiert, der als störend, lästig oder als schmerzhaft empfunden wird. Umgebungsgeräusche bestehen aus einer Vielzahl von Tönen verschiedener Frequenz und Intensität. Bei der Bestimmung der Lärmintensität wird die spezifische Wahrnehmung durch das menschliche Ohr berücksichtigt. Dabei werden hellere Töne subjektiv lauter empfunden als dunklere. Der lauteste Ton, den ein Mensch schmerzfrei hören kann, hat eine zehn Billionen Mal höhere Schallintensität als der leiseste. Das Gehör bewältigt die Wahrnehmung, indem es eine Verzehnfachung der Schallintensität etwa als Verdoppelung der Lautstärke empfindet.
Funktion und Aufbau von Schalldämm-Isoliergläsern
Die Schalldämmung von Isoliergläsern kann mit verschiedenen Massnahmen verbessert werden.
- Erhöhung der Glasmasse: Die Verbesserung der Schalldämmung allein durch dickere Scheiben im symmetrischen Aufbau ist nicht sehr gross.
- Asymmetrischer Aufbau: Kombination von dünnen und dicken Gläsern. Bei Isoliergläsern mit asymmetrischem Aufbau verringert sich der Einfluss der Eigenfrequenz. Da auch die Koinzidenzeinbrüche bei verschiedenen Frequenzen liegen, wird eine deutliche Verbesserung der Schalldämmung erreicht.
- Elemente aus Verbundsicherheitsglas: Zwischenschichten aus einer oder mehreren Folien bewirken biegeweichere Schalen und damit weniger markante Koinzidenzeinbrüche.
- Elemente mit Schalldämmfolien im Verbundsicherheitsglas
- Gasfüllung im Scheibenzwischenraum: Je nach spezifischem Aufbau wird mit der Verwendung von Krypton-Wärmedämmgas und Mischgasen aus Argon/Krypton eine Verbesserung der Schalldämmung erzielt. Auf die Verwendung von SF6 wird bei Glas Trösch verzichtet (Empfehlung BUWAL).
- Grösserer Scheibenzwischenraum: Mit grösserem Scheibenzwischenraum erreicht man bessere Schalldämmwerte. Isolierglastechnisch sind jedoch Scheibenzwischenräume über 20 mm problematisch.
Zusammenhänge Isolierglas – Fenster – Fassade
Die Schalldämmung des Fensters wird nicht allein durch das Isolierglas bestimmt, obwohl es mit 70 – 80 % den grössten Flächenanteil besitzt. Eine gute Schalldämmung lässt sich nur dann erreichen, wenn alle Komponenten, neben dem Isolierglas auch der Fensterrahmen, die Beschläge, die Dichtung zwischen Rahmen und Flügel und der Anschluss zum Baukörper stimmen.
Einflüsse auf das bewertete Schalldämmmass eines Fensters am Bau
Die schwächste Komponente bestimmt die Schalldämmung des ganzen Fensters. Ein mangelhaft dämmender Rahmen oder eine undichte Fuge lassen sich nicht oder nur in einem geringen Masse durch ein hochdämmendes Isolierglas aufwerten. Eine sorgfältige Abstimmung von Fenster und Isolierglas sowie eine fachgerechte Montage sind immer notwendig. Das Isolierglas ist, trotz der erwähnten zusätzlichen Einflüsse, einer der wichtigsten Faktoren für eine optimale Schalldämmung.