Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/149642

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu analysieren und in einem Bericht aufzuzeigen, ob in der Schweiz ausreichend der wichtigen Ereignisse gedacht wird, welche zur Erlangung unserer bürgerlichen Freiheiten führten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat in seiner Antwort auf die Interpellation Stöckli 13.3099 bezüglich der Erinnerungsfeiern zum Wiener Kongress von 1815 festgehalten, dass er sich der Bedeutung bestimmter historischer Ereignisse bewusst ist. Dies gilt selbstverständlich auch für diejenigen, die im vorliegenden Postulat angesprochen werden.</p><p>Gleichzeitig hält der Bundesrat aber auch fest, dass der Bund nur zurückhaltend und punktuell unterstützend aktiv sein soll, da eine obrigkeitliche Erinnerungskultur dem Wesen unseres freiheitlichen Staates nicht gerecht würde. Dies hat er in seinen Antworten auf die Interpellationen Stöckli 13.3099, Romano 13.3550 und Keller Peter 13.3778 ausgeführt.</p><p>Die Erinnerungskultur der föderalen Schweiz lebt vom Engagement der Privaten, der Wissenschaft, der Gemeinden, der Kantone und des Bundes. Der Bund kann bedeutende Projekte unterstützen, wie er es etwa im Rahmen des Historischen Lexikons der Schweiz macht. Bei Gedenkanlässen von nationaler Bedeutung ist der Bundesrat bereit zu prüfen, ob es angebracht ist, im Rahmen einer koordinierenden Tätigkeit des Bundes eine entsprechende Initiative zu unterstützen, wie er in seiner Antwort auf die Interpellationen Romano 13.3550 und Keller Peter 13.3778 festgehalten hat.</p><p>Die wissenschaftliche Aufarbeitung und Interpretation der Erinnerungskultur im Hinblick auf Grundwerte und die entsprechende Berichterstattung können hingegen in der Regel nicht die Aufgabe der politischen Instanzen eines liberalen Staates sein.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.