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Verbale Tricks: So gehorchen Kinder besser
Ob beim Mithelfen im Haushalt, beim Einkaufen oder im Restaurant - für Eltern ist es oft eine "Zitterpartie", ob der Nachwuchs in solchen Situationen mit den Eltern kooperiert. Oft sind Eltern überfordert, wenn Kinder trotzen, brüllen oder die Anforderungen der Eltern schlichtweg ignorieren.
Wie erreiche ich, dass mein Kind besser auf mich hört?
Mit guter Kindererziehung verbinden viele Menschen eines: Nachwuchs, der auf seine Eltern hört. Diese Illusion zerplatzt dann wie eine Seifenblase, wenn Erwachsene zum ersten Mal Eltern werden und merken, dass das eigene Kind seinen eigenen Kopf hat und eine ganz andere Vorstellung, was in der besagten Situation gut ist. Szenen, in denen sich Kinder auf den Boden im Supermarkt werfen, oder die Teenie-Tochter die "Ansagen" ihrer Eltern schlichtweg ignoriert, kennen wohl alle Mütter und Väter.
Versuche zu verstehen, was oder warum dein Kind etwas unbedingt möchte oder dir nicht zuhört. Bestätige seine Gefühle. Wenn es sich verstanden fühlt, wird es auch eher bereit sein, mit dir zu kooperieren.
Positive Formulierungen, Dankbarkeit und Wertschätzung können positives Verhalten von Kindern fördern:
- Ich freue mich, wenn dein Zimmer aufgeräumt ist.
- Es ist eine grosse Hilfe für mich, wenn du den Abwasch machst. Dadurch habe ich mehr Zeit und wir können nachmittags ins Hallenbad gehen.
Welche Sätze sollte ich vermeiden?
Generell kannst du sicher beobachten, dass Androhungen von Konsequenzen in vielen Situationen noch mehr Widerstand erzeugen. Natürlich sollten auch verletzende Worte tabu sein. Vermeide in der Kindererziehung Befehle, Verbote und Drohungen. Sei vielmehr klar in deinen Aussagen und erkläre, warum du bestimmte Entscheidungen so getroffen hast oder noch besser: Treffen wirst. Alternativen zum Wort "nein" findest du hier.
Nicht: "Du darfst nicht über die Strasse rennen!" Besser: "Einfach über die Strasse zu rennen, ist gefährlich. Du kannst dich dabei verletzen. Daher müssen wir ein Stück weiter vorne bei der Ampel über die Strasse gehen."
Was ist zur Tonlage zu beachten?
Schimpfst du und wirst laut, ist das Kind sprichwörtlich bereits in den Brunnen gefallen. Ist Tadel angemessen, versuche trotzdem auf deine Tonlage zu achten. Auch hier gilt, deinem Kind den Sinn begreiflich zu machen. Sei daher freundlich oder neutral, aber bestimmt. Erkläre klar und kurz, was wichtig ist und warum das Verhalten des Kindes dich wütend oder traurig macht. Biete Alternativverhalten an und sei nicht nachtragend. Mache deinem Kind klar, dass du daran glaubst, dass er/sie es besser kann und bedanke dich bereits im Voraus dafür, dass es beim nächsten Mal besser wird.
- "Ich ärgere mich, weil du die Tapete angemalt hast! Ich will nicht, dass du das machst. Wenn du dein Malpapier benutzt, können wir dein Bild aufhängen."
Tipps, wie das Miteinander in der Familie besser funktioniert.
Eine Familie zu sein bedeutet, ein Team zu sein. Wie gut oder wie schlecht ihr miteinander im Alltag interagiert, liegt an euch. Mit gutem, konstantem Training könnt ihr gemeinsam immer besser werden und die Herausforderungen des Alltags meistern. Formulierungen wie "Wir werden das gemeinsam schaffen!" oder "Ich sehe genauso wie du, dass dein Zimmer aufgeräumt werden muss!" regen den Nachwuchs dazu an, genauer zuzuhören und somit die Erwachsenen besser zu verstehen.
Auch Wettbewerbe können dein Kind ermutigen:
- "Welches Zimmer ist in einer Stunde aufgeräumter? Dein Kinderzimmer oder Papas Büro?"
Wertschätzende, positive und klare Formulierungen können dir im Alltag dabei helfen, dass dein Kind deine Erwartungen nachvollziehen und einhalten kann. Wenn es doch nicht klappt, übe dich in Geduld und vertraue darauf, dass es beim nächsten Mal besser funktioniert. Eine grosse Portion Humor kann dir dabei helfen, die Welt aus dem Blickwinkel deines Kindes zu sehen. Lasse zu, dass Dinge auch mal nicht "glatt" laufen und erkläre, was du dir wünschst. Dein Teampartner(-in) wird es dir mit "Kooperation" danken.