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Regie: Farhan Akthar
Produzentin: Gauri Khan
Cast: Sha Rukh Khan (Charlie), Deepika Padukone (Mohini Joshi), Boman Irani (Tammy), Abhishek Bachchan (Nandu Bhide, Vicky Grover), Sonu Sood (Jag), Vivaan Shah (Rohan Singh), Jackie Shroff (Charan Grover)
Dauer: 187 Minuten
Musik: Vishal Shekhar
Handlung:
Charlie aka Chandromahan Sharma will seinen Vater rächen, der aufgrund eines Verrats von Charlie Grover seit 8 Jahren unschuldig im Gefängnis sitzt. Charan Grover soll die teuersten Diamanten der Welt auf ihrem Transport bewachen. Charlie will die Diamanten stehlen und den Coup seinem Erzfeind in die Schuhe schieben. Zu diesem Zweck rekrutiert Charlie die Verliertypen Tammy (Boman Irani), Jag (Sonu Sood), Rohan (Vivaan Shah), Nandu Bhide (Abhishek Bachchan), die er als Bombenexperte, Panzerknacker und Profihacker sowie Doppelgänger für Charan Grovers Sohn für den Diamantenraub benötigt.
Wie es der Zufall will, liegt der schwer bewachte Tresorraum, in dem die Diamanten für eine Nacht aufbewahrt werden, in dem Hotel, in dem zu diesem Zeitpunkt die Tanzweltmeisterschaften stattfinden. Dies bedeutet – Charlies Truppe muss an diesen Meisterschaften als Team India teilnehmen. Zu diesem Zweck heuert Charlie die Nachtklubtänzerin Mohini Joshi (Deepika Padukone) an, um ihm und seiner Truppe das Tanzen beizubringen.
Kritik:
Farhan Akthar hat in diesen Film so ziemlich alles hineingepackt, was man hineinpacken kann: Vom Melodrama über Actiontrash bis zum Musical kommt fast jedes Genre vor. Daneben wird exzessiv das bisherige filmische Schaffen von Sha Rukh Khan rekapituliert, beispielsweise „Om Shanti Om“, der letzte Film, in dem Farhan Akthar und Sha Rukh Khan zusammengearbeitet haben.
Parallel zur Planung für den Diamantenraub müssen die Losertypen zu einer Tanztruppe geformt werden, was einige witzige Szenen ergibt – die Szene mit Boman Irani im rosa Tutu ist zum Schreien komisch. Mit der Verpflichtung von Mohini Joshi (Deepika Padukone) entspinnt sich, man ahnt es, die obligate Liebesgeschichte zwischen ihr und Sha Rukh Khan. Was aber in „Chennai Express“ funktioniert hat, ist in „Happy New Year“ komplett überflüssig – Sha Rukh Khans Charme alleine kann das fehlende Herzblut nicht wettmachen. Einmal mehr zeigt sich, dass Deepika Padukones zwar wunderschön anzusehen und eine grossartige Tänzerin ist, ihr schauspielerisches Talent aber eher begrenzt ist, oder wie es Charlie aka Sha Rukh Khan recht ungalant ausdrückt: „Mohini ist der personifizierte Item-Song“.
Neben Sha Rukh Khan als Hauptfigur des Films können einzig Boman Irani als Panzerknacker und Abhishek Bachchan mithalten. Die Doppelrolle von Abhishek Bachchan als Nandu Bhide und Vicky Grover ist echt komisch, wobei er aber stellenweise ins Overacting abdriftet.
Der Film ist durchgestylt – die Bilder sind superschön, die Choreographie perfekt – aber schlussendlich völlig überdreht. Vor allem der Schluss ist schwer verdaulich – dann nämlich, wenn sich das „Team India“ zum Botschafter Indiens ernennt und Charlie (Sha Rukh Khan) den Gewinn des Tanzwettbewerbs als Sieg Indiens über die anderen Teilnehmerländer darstellt.
Alles in allem ist „Happy New Year“ ein knallbunter, glitzernder Film, der glänzend unterhält, aber den man auch getrost schnell wieder vergessen kann. Seit „Om Shanti Om“ ist Sha Rukh Khan kein Film mehr wirklich gelungen – seine Filme versinken seit Om Shanti Om in einem Meer von Platitüden. Schade eigentlich um diesen grossartigen Schauspieler.
Trailer
Songs
Kino
Gesehen im Kino riff-raff in Zürich
Copyright Corinne Mathieu