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Leasingkosten
Leasingkosten zu verstehen kann sehr kompliziert sein, eigentlich ist es jedoch relativ einfach, die wichtigsten Faktoren zu kennen. Wichtig ist, dass der Leasingnehmer weiss, was er mit seinem Geld bezahlt. Man muss nicht die gesamte Leasingkalkulation verstehen, um diesen Aspekt zu beleuchten. Jede Leasingrate (spezielle Vertragskonstrukte ausgeschlossen) setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:
- Amortisation am Fahrzeugpreis
- Zins auf dem Kapital
Für die Finanzierungsgesellschaft ist ein möglichst hoher Anteil an Zins auf dem Kapital interessant. Für den Leasingnehmer ist ein möglichst hoher Anteil an Amortisation am Fahrzeugpreis interessant, wenn er beabsichtigt am Ende des Leasingvertrages ein Kaufangebot für das Fahrzeug von der finanzierenden Bank einzuholen.
Landläufig herrscht der Trugschluss “Tiefe Rate = Günstiges Leasing”. Wenn die Rate tief ist, dafür aber einen sehr hohen Zinsanteil enthält, sind die Kosten des Leasings dadurch höher, als wenn die Rate höher ist und einen sehr hohen Amortisationsanteil enthält. Der Unterschied liegt letztlich darin, dass der Leasingnehmer in einem Fall primär der Finanzierungsgesellschaft Zinsen zahlt, im anderen Fall jedoch primär den Kaufpreis des Fahrzeuges amortisiert.
Randnotiz: Als Leasingkosten werden in diesem Artikel die klassischen Finanzierungskosten bezeichnet. Abhängig der Art des Vertrages kann es bei einem sogenannten Full-Leasing (Leasing mit Einschluss von Versicherung sowie Fahrzeugunterhalt) zu Abweichungen gegenüber dieser Betrachtungsweise kommen.