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Wildkatzenmonitoring Schweiz
Wie fit sind die Hybriden?
Im Artenschutz wird die Mischung des Erbguts der Wildkatzen mit Hauskatzengenen als potenziell gefährlich angesehen. Bei Haustieren sind durch die Domestizierung gewisse Eigenschaften anders ausgeprägt als in der wilden Art und eignen sich möglicherweise weniger gut für ein Leben in der Wildnis. Solche Eigenschaften sind beispielsweise auffallende Fellfarben oder geringe Scheu vor potenziellen Feinden wie Hundeartigen oder Menschen, aber auch viele weitere, weniger offensichtliche Eigenschaften, die auf den Genen verankert sind, wie etwa Varianten des Immunsystems.
Die natürliche Selektion wirkt gegen die ungeeigneten Ausprägungen von Eigenschaften (Genvarianten). Wenn die Hauskatzen in grosser Überzahl sind und wenn es wenig Barrieren im Fortpflanzungsverhalten der beiden Arten gibt, kann es trotzdem zu vermehrten Hybridisierungen und zu negativen Konsequenzen für die Wildkatze kommen.
Im Rahmen einer Pilotstudie (2022-2024) im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt wollen wir abklären, wie es um die Gesundheit der Wildkatzenhybriden steht. Wir erforschen, wie sich das Erbgut von Katzen mit unterschiedlichem Hybridisierungsgrad unterscheidet. Auch Aspekte der Pathologie, des Überlebens und nach Möglichkeit auch der Reproduktion sollen künftig untersucht werden. Dafür arbeiten wir zusammen mit der Universitäten Zürich und Bristol, sowie mit der Eidg. Forschungsanstalt WSL und ggf. weiteren Organisationen.