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Headhunting war früher die Jagd nach Köpfen, eines der ältesten Rituale des Menschen. Es diente der Abschreckung der Feinde und sollte das eigene Ansehen steigern. Heute ist damit die Suche nach Führungskräften gemeint, und ein Headhunter ist die Person, die diese Suche ausführt.
Die Aufgaben eines Headhunters unterscheiden sich von denen eines Personalvermittlers. Ein Personalvermittler vermittelt z.B. Fachpersonal und Führungskräfte, ein Headhunter hingegen vermittelt nur Führungskräfte. Man bezeichnet die Arbeitsweise deshalb auch mit dem Begriff Executive Search.
Für viele Headhunter ist es wichtig, dass nur sie selbst den Kandidaten für eine zu besetzende Position suchen. Sie arbeiten deshalb häufig exklusiv für einen Auftraggeber und bekommen dafür ein festes Honorar. Sie meiden das Massengeschäft schon deshalb, weil die Suche mühsam und zeitaufwändig sein kann.
Ein Headhunter geht selektiv vor. Er überlegt sich genau, wen er als Kunden annimmt. Dies liegt auch daran, dass es einem Headhunter nicht erlaubt ist, einen Mitarbeiter seines Kunden an einen anderen zu vermitteln. Besser als der Begriff vermitteln beschreibt möglicherweise der Begriff abwerben die Arbeitsweise.
Leute, die nicht auf Stellenanzeigen reagieren
Ein Mensch, den der Headhunter abwerben möchte, würde vermutlich nicht auf eine Stellenanzeige reagieren. Schon deshalb muss sich der Headhunter anderer Methoden bedienen als der Personalvermittler. Er muss die Leute direkt ansprechen und kann dann den Kontakt zum neuen Arbeitgeber herstellen.
Falsch wäre es zu glauben, dass Headhunter diejenigen Leute sind, die einer Führungskraft ein Angebot machen, das diese nicht ablehnen kann. Das Unterbreiten von Angeboten ist allein Sache des Unternehmens, das den Headhunter beauftragt hat. Der Headhunter bahnt lediglich den Kontakt an.
Schon cool: Er macht weniger als ein Personalvermittler und bekommt dafür mehr Geld.