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Das Wichtigste in Kürze
- Dem Schweizer Pharmakonzern Novartis wird vom griechischen Staat Korruption vorgeworfen.
- Dieser bezieht sich auf den «moralischen Schaden» angesichts ähnlicher Fälle in den USA.
- Der Konzern soll zwischen 2006 und 2015 griechische Beamte und Ärzte bestochen haben.
Der griechische Staat fordert 218 Millionen Franken Schadenersatz von Novartis. Dabei geht es um einen mutmasslichen Korruptionsskandal. In diesem soll der Schweizer Pharmariese seine Medikamente zu überhöhten Preisen verkauft haben. Das gab der griechische Gesundheitsminister am Freitag bekannt.
Thanos Plevris erklärte, dass sich die Forderung auf den «moralischen Schaden für den griechischen Staat» beziehe. Dies «aufgrund der Handlungen, die das Unternehmen bereits in den USA in Bezug auf die Bestechung von Ärzten gestanden hat».
Griechenland behalte sich das Recht vor, weitere Ansprüche geltend zu machen. Der Minister fügte hinzu, dass «alle (verfügbaren) Sanktionen gegen Novartis wegen der illegalen Praktiken» verhängt würden.
Novartis soll griechische Beamte und Ärzte bestochen haben
Der Pharmahersteller wird verdächtigt, zwischen 2006 und 2015 griechische Beamte und Ärzte bestochen zu haben. Dies, um seine Produkte auch dann zu hohen Preisen absetzen zu können, wenn billigere Alternativen verfügbar waren.
In den USA erklärte sich das Unternehmen bereit, rund 336 Millionen US-Dollar zu zahlen, um die Strafverfolgung einzustellen. Demnach hatte eine griechische Tochtergesellschaft von Novartis zugegeben, zwischen 2021 und 2015 Bestechungsgelder an Mitarbeiter öffentlicher Spitäler gezahlt zu haben. Dies, um ihre Verkäufe anzukurbeln.