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unter diesem Namen wurde vor einigen Jahren ein Desinfektionsmittel in den Handel gebracht,
welches aus einer circa 16prozentigen wässerigen Lösung von
Chloraluminium mit etwas freier Salzsäure bestand.
Man hatte
auch festes Ch., welches außer
Chloraluminium noch Thon, schwefelsaures Natron etc. enthält.
Das Mittel hat bei uns keinen
Eingang gefunden. - Gemäß
Zollt. im Anh.
Nr. 5 e.
Aluminiumhydroxyd - Al
* 3 Seite 1.431.
(
Chloraluminium) Al 2Cl 6 , entsteht, wenn man fein verteiltes Aluminium in
Chlor erhitzt oder über ein erhitztes Gemisch von Aluminiumoxyd ( Thonerde) und Kohle einen Chlorstrom leitet. Das Aluminiumchlorid verflüchtigt
sich, ohne zu schmelzen, und bildet nach der Verdichtung eine weiße, durchscheinende
¶
mehr
kristallinische
Masse, welche an der Luft stark raucht, begierig Feuchtigkeit anzieht und sich in Wasser, Alkohol und Äther löst.
Die Lösung von Aluminiumhydroxyd in Salzsäure gibt beim Verdampfen zerfließliche Kristalle
[ * 4] von Aluminiumchlorid mit 12H 2O, welche beim
Erhitzen erst Wasser, dann Salzsäure verlieren und Aluminiumoxyd hinterlassen. Das Chloraluminium-Chlornatrium Al 2Cl 6+2NaCl
wird erhalten, wenn man über eine erhitzte Mischung von Aluminiumoxyd, Kohle und Chlornatrium Chlor leitet.
Es gleicht dem Aluminiumchlorid, ist aber weniger hygroskopisch und bildet jetzt den Ausgangspunkt zur Aluminiumfabrikation.
Eine unreine (blei- und arsenhaltige) Lösung von Aluminiumchlorid, aus schwefelsaurer Thonerde und Chlorcalcium dargestellt, kommt unter
dem Namen Choralum (Chloralium) als Desinfektionsmittel in den Handel, steht aber in ihrer desinfizierenden
und klärenden Kraft
[ * 5] dem Alaun
[ * 6] und Eisenvitriol nach und wird jetzt zum Karbonisieren (Entkletten) der Wolle benutzt.