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Zehn an schwerem Augenkrebs erkrankte russische Kinder sind Anfang Mai im Rahmen eines vom EDA organisierten humanitären Transports in Genf gelandet. Die Kinder mussten ins Augenspital Jules-Gonin in Lausanne gebracht werden, das auf die Behandlung dieser Krankheit spezialisiert ist. Das VBS und die Schweizer Armee haben mit dem Transport der Kinder und ihrer Mütter vom Flughafen nach Lausanne ihren Beitrag für die Gesundheit der Kinder geleistet.
Dringliche Situation
Die eingeflogenen Kinder leiden an Retinoblastom, einer aggressiven Form von Augenkrebs, von der hauptsächlich Kinder im Alter zwischen zwei und fünf Jahren betroffen sind. Da sich die Krankheit sehr schnell entwickelt, ist eine sofortige Behandlung entscheidend, um die Bildung von Metastasen zu verhindern, die das Gehirn befallen und zum Tod führen können. Aus diesem Grund müssen die betroffenen Kinder regelmässig das Augenspital Jules-Gonin in Lausanne besuchen, das auf die Behandlung dieser Krankheit spezialisiert ist.
Solidarität als Antwort auf die Krise
Aufgrund von Reisebeschränkungen im Zusammenhang mit COVID-19 wurden jedoch die kommerziellen Flüge aus Russland ausgesetzt, was das Leben dieser Kinder gefährdet hat. Die betroffenen Familien wandten sich darauf an die Schweizer Botschaft in Moskau. Dort konnten sie auf die Unterstützung des EDA zählen, das Sonderflüge organisierte, die von einem Sponsor finanziert wurden. Das VBS und die Schweizer Armee haben über Oberst Bruno Russi, Verteidigungsattaché in Russland, ebenfalls Unterstützung geleistet, indem sie sich um den Transport dieser Kinder und ihrer Eltern vom Flughafen nach Lausanne kümmerten. Weitere solcher Reisen sind für die kommenden Monate geplant, bis die kommerziellen Flüge wiederaufgenommen werden.
Quelle: Schweizer Armee
15.5.2020