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Unter der Leitung von Professor Jess Snedeker, Stv. Direktor Orthopädie (Forschung) an der Universitätsklinik Balgrist, entschlüsselten Forschende der ETH Zürich und der Universität Zürich die zellulären Mechanismen, dank denen sich Sehnen mechanischen Belastungen anpassen können. Kern des neuentdeckten Mechanismus ist ein molekularer Kraftsensor in den Zellen der Sehnen, welcher über eine Kaskade zur Vernetzung von Kollagenfasern führt und damit die Elastizität der Sehnen senkt bzw. die Sehnen «verstärkt». Die in «Nature Biomedical Engineering» publizierte Arbeit zeigt auf, dass Menschen, die eine bestimmte Variante eines Schlüsselgens dieses Mechanismus tragen, besser springen können als andere. So könne es sein, dass diese Genvariante teilweise erklärt, warum Athleten mit Abstammung aus Ländern, wo sie sehr häufig ist, bei sportlichen Wettkämpfen brillieren, etwa im Sprint, im Weitsprung oder beim Basketball. «Wir verstehen nun besser, wie Sehnen funktionieren. Das dürfte auch helfen, Sehnenverletzungen in Zukunft besser therapieren zu können», sagt Snedeker.
Quellen:
Nature Biomedical Engineering: https://www.nature.com/articles/s41551-021-00716-x