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Die Bayard Familie sowie viele ihrer Nachkommen gehören schon seit 350 Jahren zur Elite der USA. Bereits vor der Gründung der USA 1776 war die Familie Teil der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas.
Die Bayards waren ursprünglich eine Hugenottenfamilie in Frankreich. Aufgrund der Verfolgung der Protestanten flüchteten sie in die Niederlande, wie viele hugenottische Flüchtlinge. Dort lernte die Bayard Familie im 17. Jahrhundert Peter Stuyvesant kennen, ein einflussreicher Niederländer. Peter war Gouverneur der niederländischen Kolonie Curaçao, eine Insel in der Karibik. Curaçao gehört bis heute zum Niederländischen Königreich. Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande eine führende Kolonialmacht und das Finanzzentrum der Welt (Goldenes Zeitalter). Peter Stuyvesant war von 1647 bis 1664 Chef der niederländischen Kolonie New Netherland an der Ostküste Nordamerikas. Weitere Mitglieder der Familien Stuyvesant und Bayard zogen in die Kolonie. Samuel Bayard heiratete eine Schwester von Peter Stuyvesant, während Peter eine Schwester von Samuel heiratete. Die Nachkommen der beiden Männer, die nun seit 350 Jahren zur Elite der USA gehören, haben also Blut beider Familien in sich.
Bayard und Stuyvesant wurden zwei der einflussreichsten Kolonialfamilien an der Ostküste. Nicolaes Stuyvesant, ein Sohn von Peter Stuyvesant und seiner Frau Judith Bayard, heiratete eine Tochter des niederländischen Einwanderers Wilhelmus Beekman. Wilhelmus war Schatzmeister der Niederländischen Westindien-Kompanie, welche die Kolonie New Netherland gegründet hatte und verwaltete.
1667 wurde die Kolonie New Netherland aufgelöst und von den Engländern übernommen, die sie in New York umbenannten. Trotzdem konnten die niederländischen Kolonialfamilien ihren Status beibehalten und erhielten Einbürgerungspapiere von der englischen Kolonialregierung. Aus ihrer Kolonie entwickelte sich der heutige US-Bundesstaat New York.
Der Sklavenhändler Nicholas Bayard, ein Neffe von Peter Stuyvesant, war von 1685 bis 1686 Bürgermeister der Stadt New York. Sein Enkel Stephen Bayard diente von 1744 bis 1747 als New Yorker Bürgermeister. Stephens Mutter kam aus den Familien Van Cortlandt und Schuyler, ebenfalls zwei einflussreiche niederländische Kolonialfamilien, deren Nachkommen bis heute zur US-Elite gehören. Stephen Bayards Schwiegervater war der Schotte Samuel Vetch, ein Gouverneur der britischen Kolonie Nova Scotia in Kanada. Stephens Schwiegermutter war eine Tochter des schottischen Einwanderers Robert Livingston und seiner Frau Alida Schuyler, die in erster Ehe in die Van Rensselaer Familie geheiratet hatte. Die Familien Livingston und Van Rensselaer waren zwei der führenden Familien der Kolonie New York. Die Livingstons gehörten zu den Gründervätern der USA. Ihre Nachkommen sind bis heute in der US-Elite vertreten.
Bayard Familie bei der Gründung der USA
Die treibende Kraft hinter dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg war der Kontinentalkongress. Dieser bestand aus der Elite der 13 Kolonien an der Ostküste Nordamerikas, die sich ab dem Jahr 1774 von Grossbritannien unabhängig machen wollten, worauf der Unabhängigkeitskrieg begann. Die vom Kontinentalkongress gesteuerte Armee gewann mit der Hilfe von Frankreich den Krieg. Mitglieder des Kontinentalkongresses gründeten daraufhin die USA.
John Bayard (1738-1807) vertrat die Kolonie Pennsylvania als Delegierter beim Konföderationskongress, welche der dritte Kontinentalkongress war. In der Kontinentalarmee, die den Unabhängigkeitskrieg führte, erreichte John Bayard den Rang eines Colonel. Obwohl er extreme Massnahmen und einen vorzeitigen Bruch mit Grossbritannien ablehnte, war er von Anfang an aktiv an der Revolution beteiligt gewesen. 1766 wurde er Mitglied der Sons of Liberty, eine Gruppe, die sich bereits vor dem Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges 1775 dafür einsetzte, dass die Kolonien in Nordamerika unabhängig von der britischen Regierung werden. John Bayard leitete viele Versammlungen, in denen es um die neue Verfassung der Kolonie Pennsylvania ging. Nach der Gründung der USA wurde die Kolonie zum heutigen US-Bundesstaat Pennsylvania umgestaltet. John Bayard gehörte zusammen mit Benjamin Franklin (war Freimaurer und ein Gründervater der USA) zum obersten Exekutivrat von Pennsylvania. Der Rat leitete den Bundesstaat Pennsylvania in seiner Anfangszeit. John Bayard hatte auch zivile und politische Ämter im Bundesstaat New Jersey inne. Er war zudem Treuhänder der University of Pennsylvania, eine der ältesten Universitäten der USA. John Bayards dritte Ehefrau, Johannah White, war mit Lewis Morris verwandt und mit William Paterson verschwägert. (Quelle: 1 und 2) Die beiden Männer gehörten zu den Gründervätern der USA. Paterson, ein irischer Einwanderer, war einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaates New Jersey. Er war Freimaurer, wie weitere Gründerväter (Quelle).
John Bayards Kinder heirateten in die Elite der gerade gegründeten USA:
- Andrew Bayard (1762-1833) heiratete eine Tochter von Charles Pettit, der wie John Bayard die Kolonie Pennsylvania als Delegierter beim Konföderationskongress vertrat. Pettit heiratete eine Halbschwester von Joseph Reed, ebenfalls ein Delegierter für Pennsylvania beim Kontinentalkongress. Da Reed zu den Unterzeichnern des Konföderationsartikels gehörte, wird er manchmal zu den Gründervätern gezählt. Er war Freimaurer[1]. Er hatte am Middle Temple in London studiert. Zu Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war er ein Adjutant von George Washington. Dieser war Freimaurer, gehörte zu den Gründervätern und wurde der erste Präsident der USA[2]. Die US-Hauptstadt Washington, wo die Regierung ihren Sitz hat, wurde nach George Washington benannt.
- Samuel Bayard (1766-1840) heiratete Martha Pintard. Sie kam aus einer hugenottischen Einwandererfamilie und war mit dem Freimaurer John Pintard verwandt. Marthas Mutter war eine Schwester von Richard Stockton, der zu den Gründervätern gehörte. Stockton war Freimaurer[3]. Er hatte eine der grössten Anwaltskanzleien in den Kolonien der Ostküste besessen. Bevor er sich der Unabhängigkeitsbewegung anschloss, war er beim britischen König George III. (aus dem Haus Hannover) hoch angesehen gewesen.[4]
- Margaret Bayard (1778-1844) heiratete Samuel Harrison Smith. Der Zeitungsverleger gehörte zur Führung der Second Bank of the United States, die damals als Zentralbank der USA fungierte. Er war auch Präsident der Bank of Washington.[5] Diese war die erste Bank in Washington und wurde 1809 von Daniel Carroll gegründet. Carroll war Freimaurer, gehörte zu den Gründervätern und kam aus einer einflussreichen Kolonialfamilie[6]. Margarets Schwiegervater war Jonathan Bayard Smith (1742-1812). Dem Namen nach bestand womöglich eine Verwandtschaft zur Bayard Familie. Jonathan war ein Unterzeichner des Konföderationsartikels und wird daher manchmal zu den Gründervätern gezählt. Als hochrangiger Freimaurer war er fast zehn Jahre lang Grossmeister der Freimaurergrossloge von Pennsylvania[7] sowie Freimaurer-Hohepriester des Grand Chapter von Pennsylvania[1].
- Nicholas Serl Bayard (1774-1821) heiratete Anna Livingston Bayard. Wie ihr Name schon sagt, kam sie aus den Kolonialfamilien Bayard und Livingston. Letztere gehörte zu den Gründervätern, brachte Freimaurer hervor und stammte aus dem schottischen Livingstone Clan. Nicholas heiratete in zweiter Ehe eine Tochter von Lachlan McIntosh. Der schottische Einwanderer war ein militärischer und politischer Führer während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs auf der Seite der Kolonien. Er stammte aus dem schottischen McIntosh Clan[8]. Bekannt wurde er vor allem, weil er bei einem Duell seinen politischen Gegner Button Gwinnett erschoss. Gwinnett, ein Einwanderer aus England, gehörte zu den Gründervätern.
- Jane Bayard (1772-1851) heiratete Andrew Kirkpatrick, ein Politiker und hoher Richter in New Jersey. Andrews Vater war ein schottischer Einwanderer aus dem schottischen Kirkpatrick Clan[9].
Quellen:
- http://www.phoenixmasonry.org/10,000_famous_freemasons/Volume_4_Q_to_Z.htm
- https://www.freimaurer-wiki.de/index.php/George_Washington
- https://www.laporteyorkrite.com/famous-masons/name/richard-stockton
- https://www.businessinsider.com/life-of-richard-stockton-2016-6?r=US&IR=T
- https://founders.archives.gov/documents/Jefferson/03-01-02-0017-0001
- https://www.laporteyorkrite.com/famous-masons/name/daniel-carroll
- https://pagrandlodge.org/past-grand-masters
- https://www.wikitree.com/wiki/McIntosh-1501
- https://kirkpatrick.scot/family-tree
Mary Bayard (1760-1806) heiratete den Juristen William Houstoun (wurde auch Houston genannt), der die britische Kolonie Georgia als Delegierter beim Konföderationskongress vertrat. Houstoun hatte eine juristische Ausbildung beim Inner Temple in London erhalten. Sein Vater, ein schottischer Baron, war Ratsmitglied der königlichen Regierung der britischen Kolonie Georgia. Die Kolonie wurde nach der Unabhängigkeit zum US-Bundesstaat Georgia. Viele Jahre lang waren Mitglieder der Houstoun Familie hohe Beamte in der Kolonie gewesen. (Quelle) Williams Bruder John Houstoun vertrat ebenfalls Georgia im Kontinentalkongress. Nach der Gründung der USA wurde John einer der ersten Gouverneure des Bundesstaates Georgia. Die Brüder stammten aus dem schottischen Houston Clan (Quelle: 1 und 2). Die beiden waren Mitglied derselben Freimaurerloge, nämlich der Solomon’s Lodge in Savannah. Die Loge war 1734 vom britischen General James Oglethorpe gegründet worden. (Quelle: 1 und 2) Oglethorpe hatte die britische Kolonie Georgia gegründet, die nach dem britischen König Georg II. (aus dem Haus Hannover) benannt wurde.
Samuel Vetch Bayard (1757-1832) und seine Familie blieben im Gegensatz zu anderen Verwandten während der Revolution der britischen Krone treu. Sein Vater war Mitgründer der King’s Orange Rangers, ein loyalistisches Bataillon, bei dem auch Samuel und sein Bruder John Bayard dienten. Obwohl die Familie gegen die Unabhängigkeit vom britischen Königreich war, freundete sich der Bruder William Bayard Jr. (1761-1826), ein Unternehmer in New York, mit Alexander Hamilton an, der einer der wichtigsten Gründerväter war. Hamilton starb nach seinem berühmten Duell im Haus von William Bayard. Die Nachkommen von Hamilton gehören bis heute zur Elite der USA. Er stammte aus dem schottischen Hamilton Clan. Zwei von William Bayards Töchter heirateten Duncan Pearsall Campbell. Wikipedia und Genealogieseiten geben an, dass er aus dem schottischen Campbell Clan stammt.
Bayard Familie im 19. Jahrhundert
Harriet Bayards (1799-1875) Ehemann kam aus den Familien Van Rensselaer und Schuyler, zwei der bedeutendsten niederländischen Kolonialfamilien. Harriets Schwiegervater war der Politiker Stephen Van Rensselaer, der als führender Grossgrundbesitzer und Geschäftsmann eine Zeit lang als der reichste Amerikaner galt. Stephen war Grossmeister der Freimaurergrossloge in New York (Quelle: 1 und 2). Er heiratete in zweiter Ehe eine Tochter des irischen Einwanderers William Paterson. Dieser war ebenfalls Freimaurer und gehörte zu den Gründervätern der USA (Quelle).
James Bayard (1767-1815) vertrat den US-Bundesstaat Delaware im Repräsentantenhaus und im Senat. Er war ein prominenter Führer der Föderalistischen Partei (wurde von Alexander Hamilton gegründet). 1797 leitete James Bayard das Amtsenthebungsverfahren gegen Senator William Blount* mit, der beschuldigt wurde, sich mit den Briten gegen die USA verschworen zu haben. Zusammen mit seinen föderalistischen Kollegen widersetzte sich James Bayard 1812 im Senat dem Antrag von Präsident James Madison auf eine Kriegserklärung an Grossbritannien. Dennoch erklärten die USA unter der Führung von James Madison den Briten den Krieg. Darauf trat James Bayard der Kommission bei, die den Frieden mit Grossbritannien aushandelte, was 1814 zum Vertrag von Gent führte. Von James Bayards Nachkommen dienten zwei Söhne, ein Enkel und ein Urenkel als Senatoren für Delaware. (Quelle) James Schwiegervater Richard Bassett gehörte zu den Gründervätern und war einer der frühen Gouverneure von Delaware.
* William Blount gehörte zu den Gründervätern. Sein Halbbruder Willie Blount war Freimaurer und einer der ersten Gouverneure des US-Bundesstaats Tennessee.
James Bayard jr. (1799-1880) war wie sein Vater Senator für Delaware und besetzte Vorstandsposten bei mehreren Eisenbahnunternehmen. Er war ein Verdächtigter im Crédit-Mobilier-Skandal. Im Amerikanischen Bürgerkrieg zeigte er Verständnis für die Südstaaten und war ein Befürworter der Sklaverei. Obwohl Delaware zu den Nordstaaten gehörte, gab es dort grossen Widerstand der Sklavenhalter gegen die Abschaffung der Sklaverei. Im Bürgerkrieg mussten alle Senatoren einen Treueid auf die Union (Nordstaaten) ablegen. James Bayard weigerte sich, den Treueid zu leisten, und verliess den Senat. Er heiratete Anne Francis, die viele Verwandte hatte, die zur Elite der USA gehörten, darunter Thomas Willing und sein Schwiegersohn William Bingham. Die beiden Männer galten eine Zeit lang als die reichsten Amerikaner (Quelle). Willing hatte übrigens am Inner Temple in London studiert. Er war Präsident der „Bank of North America“ und der „First Bank of the United States“, die in der Gründungszeit der USA die Funktionen einer Zentralbank übernahmen. Binghams Tochter Ann heiratete 1798 einen Baron aus der britischen Bankiersfamilie Baring. Die Barings gehören schon seit über 250 Jahren zu den mächtigsten Familien der britischen Elite.
Die Ehefrau von James Bayard jr. hatte eine Schwester, die John Brown Francis heiratete. Dieser war Gouverneur des Bundesstaates Rhode Island. Sein Grossvater John Brown, ein Politiker und Sklavenhändler, war zusammen mit weiteren Mitgliedern der Brown Familie massgeblich an der Gründung der bis heute bestehenden Brown University beteiligt gewesen. John Brown hatte 1772 die Gruppe angeführt, die das britische Segelschiff Gaspée kenterte und in Brand steckte. Dies war eine Provokation für die Briten und eines von mehreren Ereignissen, die zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führten. Die Kolonialfamilie Brown gehört bis heute zur Elite der USA und hat 1971 in die Milliardärsfamilie Mellon (eine der mächtigsten Wirtschaftsdynastien) geheiratet.
Thomas Bayard (1828-1898) diente wie bereits sein Vater und Grossvater als Senator für Delaware. Er war zudem für drei Tage Präsident des Senats und somit ranghöchster Senator. In seiner Funktion als Ausseminister und Botschafter im Vereinigten Königreich vertrat er die USA bei Streitigkeiten mit Grossbritannien und bemühte sich dabei sehr für ein gutes Verhältnis zwischen den USA und Grossbritannien. Er ärgerte sich über die vielen antibritischen Politiker in den USA. Seine probritischen Aussagen und seine Aufgeschlossenheit für das britische Königreich, das damals noch grösstenteils unbeliebt bei den US-Amerikanern war, führte sogar dazu, dass das Repräsentantenhaus ein Misstrauensvotum gegen Bayard verabschiedete.
Edward Bayards (1806-1889) Ehefrau kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Livingston und war eine Schwester von Elizabeth Cady Stanton, eine führende Figur der frühen Frauenrechtsbewegung.
Mary Bayards (1827-1845) Ehemann kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Cortland und hatte eine Schwester, die in die Astor Familie heiratete. Die Astors waren damals eine der reichsten Familien der USA.
Martha Bayard Dod (1831-1899) kam mütterlicherseits aus der Bayard Familie. Ihr Mann war der Unternehmer Edwin Augustus Stevens. Nach Stevens Tod wurde mit seinem Vermögen das Stevens Institute of Technology gegründet, eine bis heute bestehende technische Universität. Sein Bruder John Cox Stevens war 1844 Mitgründer des New Yorker Yachtclub. Der Club besteht bis heute und viele superreiche Amerikaner waren und sind Mitglied. Die Stevens-Brüder kannten noch weitere einflussreiche Kolonialfamilien. Edwin Augustus Stevens jr. (1858-1918), ein Sohn von Martha Bayard Dod, heiratete in die Lewis Familie. Seine Frau stammte von Lawrence Lewis ab, dem Neffen des ersten US-Präsidenten George Washington (Freimaurer). Caroline Bayard Stevens (1859-1932), eine Tochter von Martha, heiratete Henry Otto Wittpenn, der Bürgermeister von Jersey City war. Marthas Schwester Caroline Bayard Dod (1832-1859) heiratete in die Stockton Familie. Ihr Mann war ein Enkel des Gründervaters Richard Stockton (Freimaurer).
Mabel Bayards (1838-1897) Schwiegervater John Kane war Generalstaatsanwalt von Pennsylvania und kam mütterlicherseits aus der Kolonialfamilie Van Rensselaer. John Kane war Grossmeister einer Freimaurerloge und sein Sohn Elisha trat ebenfalls den Freimaurern bei (Quelle).
Die Brüder Robert (1852-1934) und William Bayard Cutting (1850-1912) kamen mütterlicherseits aus der Bayard Familie. Die beiden waren führende Geschäftsmänner und gelten als die Pioniere der Zuckerrübenindustrie in den USA. Sie gehörten zu den Four Hundred, die Ende des 19. Jahrhunderts die New Yorker Elite ausmachten. Zu den 400 gehörten einflussreiche Kolonialfamilien. Die Brüder verkehrten auch im Jekyll Island Club. Der nicht mehr existierende Club bestand aus Millionären, wie Rockefeller, Morgan, Vanderbilt und Gould. 1910 fand ein geheimes Treffen im Club statt, bei dem die Gründung der US-amerikanischen Zentralbank FED geplant wurde. Robert Cutting war zudem Mitglied der Pilgrims Society, eine britisch-amerikanische Elitengesellschaft. William Cutting, ein Cousin der Brüder, gehörte 1871 zusammen mit August Belmont, John Jacob Astor III, Philip Schuyler und weiteren zu den Gründern des Knickerbocker Club, der bis heute einer der elitärsten Clubs in New York ist.
Bayard Familie im 20. Jahrhundert
Der Diplomat William Bayard Cutting Jr. (1878-1910) heiratete Sybil Cuffe. Sie war die Tochter des irischen Grafen Hamilton Cuffe, der mütterlicherseits aus dem schottischen Campbell Clan kam. Der Graf wurde in den Privy Council (Geheimrat der britischen Königsfamilie) aufgenommen. Sein Bruder heiratete in die deutsch-jüdische Bankiersfamilie Bischoffsheim. Sybil Cuffe heiratete in dritter Ehe Percy Lubbock, der mütterlicherseits aus der britischen Bankiersfamilie Gurney kam.
Williams Schwester Justine Bayard Cutting (1879-1975) wurde vom Malteserorden und vom Papst mit einem Orden geehrt (Quelle). Der Bruder Bronson Cutting war Senator für New Mexico. Die Schwester Olivia Cutting heiratete den Pulitzer-Preisträger Henry James. Dessen Vater William James gilt als Begründer der Psychologie in den USA.
Thomas Bayard Jr. (1868-1942) war wie bereits sein Vater, Grossvater und Urgrossvater Senator für Delaware. Er heiratete in die Du Pont Familie, die ebenfalls zur Elite von Delaware gehört. Die Du Ponts sind schon seit über 150 Jahren eine der reichsten Familien der USA und gelten als eine der mächtigsten Wirtschaftsdynastien. Aus dieser Ehe ging der Sohn Alexis du Pont Bayard (1918-1985) hervor, der als Vizegouverneur von Delaware diente.
Senator Thomas Bayard Jr. war Mitglied bei Skull and Bones. Diese elitäre Studentenverbindung an der Yale Universität besteht seit 1832 und rekrutiert Studenten für die US-Elite. Skull and Bones ist eine Mischung aus Studentenverbindung, Geheimbund und Ritterorden. Viele Verschwörungstheorien ranken sich um die Verbindung. Bei Skull and Bones waren noch weitere bekannte Familien der US-Elite vertreten, wie Rockefeller, Bush, Vanderbilt, Harriman, Whitney, Taft und Jay (Quelle).
Der Entdecker Charles Suydam Cutting (1889-1972) hatte eine Grossmutter, die aus der Bayard Familie kam. Bekannt ist er vor allem dafür, dass er der erste weisse Christ war, der jemals die verbotene Stadt Lhasa in Tibet betreten hatte. Er war mit Mitgliedern der britischen Königsfamilie befreundet. Bei einem Tennisturnier trat er gegen Jay Gould II. an. Dessen gleichnamiger Grossvater gilt als einer der reichsten Amerikaner aller Zeiten. Die New York Times bezeichnete Charles Suydam Cutting als Freund und Vertrauter der Roosevelt Familie. (Quelle) Die Roosevelts sind ebenfalls eine Kolonialfamilie, die bereits vor der Gründung der USA zur Elite der 13 Kolonien gehört hatte. Im 20. Jahrhundert brachte die Roosevelt Familie zwei US-Präsidenten hervor.
Charles Suydam Cutting heiratete Mary Percy Pyne. Marys Bruder Herbert heiratete in die Blair Familie, die mit der Hamilton Familie und der führenden Bankiersfamilie Morgan verschwägert war. Das erste Mitglied der Blair Familie, das Anschluss an die US-Elite fand, war John Insley Blair, einer der reichsten Amerikaner des 19. Jahrhunderts. Er war der Sohn eines schottischen Einwanderers. Marys Grossvater Percy Rivington Pyne war Präsident der City Bank of New York, die damals eine der grössten Banken der USA war. Percys Schwiegervater Moses Taylor, einer der reichsten Amerikaner, war ebenfalls Präsident der City Bank of New York sowie Schwiegervater des Bankiers Robert Winthrop (kam aus einer der bedeutendsten Kolonialfamilien). Aus der City Bank of New York entwickelte sich die heutige Citigroup. Im Jahr 2022 war sie die drittgrösste US-amerikanische Bank und die elftgrösste der Welt.
Die Nachkommen des New Yorker Bürgermeisters Nicholas Bayard (lebte im 17. Jahrhundert) haben Anspruch auf eine Mitgliedschaft beim Order of colonial Lords of Manors in America. Der Orden besteht seit 1911. Nur Nachfahren von bedeutenden Kolonialfamilien können beitreten.
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.
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