Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/1191

Die palliative Versorgung dient nicht der Heilung des Lungenkarzinoms. Sie richtet sich gegen Schmerzen und andere Begleiterscheinungen mit dem Ziel, die Lebensqualität bei fortgeschrittenem Lungenkrebs zu erhöhen. Sie sollen trotz der Erkrankung weiterhin ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen können. Denn trotz aller Therapiemöglichkeiten ist Lungenkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium nicht heilbar, zum Beispiel wenn sich ein Tumor nicht mehr vollständig operativ entfernen lässt oder sich Metastasen gebildet haben. In diesen Fällen steht die palliative Behandlung im Vordergrund. Hierbei kommen beispielsweise Tyrosinkinase-Inhibitoren oder eine Chemotherapie infrage.
Sprechen die Patientinnen und Patienten auch auf diese Therapiemöglichkeiten nicht mehr an und haben einen sehr schlechten Allgemeinzustand, dann erhalten sie eine bestmögliche unterstützende Versorgung (best supportive care). Auch hierbei ist das Ziel, Schmerzen zu lindern und eine möglichst gute Lebensqualität zu gewährleisten.
Im Gegensatz zur palliativen Therapie zielt die kurative Therapie auf Heilung ab.
Eine Palliativtherapie umfasst verschiedene Behandlungsmethoden. Dazu gehören sowohl medikamentöse Ansätze wie Schmerzmittel als auch nicht-medikamentöse Optionen wie Atem- und Physiotherapie zur Atemerleichterung. Ausserdem können Sie auch Angebote von Pflegediensten in Anspruch nehmen und sich beispielweise bei der Körperpflege oder dem Haushalt unterstützen lassen. Eine weitere Möglichkeit sind eine psychoonkologische Begleitung oder psychosoziale Beratungsangebote.