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1898 bis 1900 erfolgte die Bauvollendung und die Errichtung des Betriebes aus einer Hand. Die Firma «Haag & Greulich» stellte somit auch den Betriebsleiter. Im Jahr 1900 stand der Veraltungsrat der Gornergrat Bahn vor einer der wichtigsten Entscheidungen für die Zukunft.
Selbst- oder Fremdbetrieb?
In der ausserordentlichen Generalversammlung vom 28. Dezember 1900 entschieden die Aktionäre auf Antrag des Verwaltungsrates, die Bahn per Mitte 1901 in Selbstbetrieb zu nehmen. Der Betriebsvertrag mit der Baufirma wurde gekündigt und entschieden, die Stelle eines Betriebsdirektors auszuschreiben.
Der erste Betriebsdirektor wird angestellt
Mit grossem Interesse las der in Oerlikon geborene Theodor Ammann in der Neuen Zürcher Zeitung die Stellenausschreibung der Gornergrat Bahn. Gesucht wurde ein Elektrotechniker mit Erfahrungen im Eisenbahnbetrieb. Als ausgebildeter Ingenieur und mit seiner Erfahrung als Mitarbeiter der Elektrizitätsgesellschaft Alioth & Cie. würde er die Voraussetzung erfüllen. Sein Arbeitgeber in Basel war ein wichtiger Lieferant von elektrischen Anlagen und Fahrzeugen für zahlreiche Meterspurbahnen. Er entschied, sich für die interessante und herausfordernde Stelle in der Zermatter Bergwelt zu bewerben. Riesig war seine Freude, als ihn der Verwaltungsrat wenige Wochen später informierte, dass er sich gegen 19 Mitbewerber durchgesetzt hatte und als Betriebsdirektor angestellt wird.
Vielfältige Berufsbilder
Kurz nach seinem Stellenantritt im April 1901 hat er sich intensiv mit seinen Mitarbeitenden vertraut gemacht und über die verschiedenen Berufsbilder gestaunt. Zusammen mit ihm waren bei der Gornergrat Bahn 33 Personen beschäftigt.
Theodor Ammann führte die Gornergrat Bahn erfolgreich während 19 Jahren. Er verstarb im Mai 1920 nach langer Krankheit. Seine Stelle übernahm interimistisch Ingenieur Briedel, Direktor der anatolischen Bahnen.