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Angesichts der scheinbaren Leichtigkeit, mit der sich die Galaxis von einer fortgeschrittenen Zivilisation kolonisieren lassen sollte, ist es höchst erstaunlich, dass bisher keine Ausserirdischen bei uns aufgetaucht sind. Dies stellte der Physiker Enrico Fermi 1950 fest.
Unabhängig davon, wie lange es dauert, bis die notwendige Technologie entwickelt ist: Früher oder später sollte es für eine Zivilisation kein Problem mehr sein, zu benachbarten Sternsystemen zu fliegen und dort unabhängige Kolonien zu bilden, die ihrerseits prosperieren, wachsen und wieder Kolonieschiffe zu den jeweils nächstgelegenen Sternen ausschicken würden.
Innert vergleichsweise kurzer Zeit (einigen Millionen Jahren) würde auf diese Weise früher oder später die gesamte Galaxis besiedelt. Da die Galaxis deutlich älter ist (rund 12 bis 13 Milliarden Jahre), sollte die Galaxis längst von unzähligen Zivilisationen kreuz und quer besiedelt und verändert worden sein.
Galaktische Raumplanung
Nun kann man sich nicht einfach aus dem Paradoxon rauswinden, in dem man sagt, dass die Galaxis schon besiedelt sei, bloss dass wir das mit unseren heutigen Mitteln nicht feststellen könnten. Auch das Sonnensystem und seine Planeten wären in diesem Fall vor Urzeiten kolonisiert worden: Während rund acht Neuntel ihrer Zeit war die Erde ziemlich „wüst und leer“, einzig einige Bakterien schwammen im Weltozean herum. Die Erde wäre zu dieser Zeit ein höchst attraktiver Planet zur Besiedlung gewesen (niemand hätte zu diesem Zeitpunkt feststellen können, dass sich hier dereinst eine Zivilisation bilden würde), genauso wie der frühe, feuchtere Mars oder die Venus, als sie noch Ozeane hatte. Das Sonnensystem sieht aber so aus, als sei es nie gross verändert worden: Die Oberflächen der Planeten sind, gemessen mit Kraterzählungen oder im Fall von Mars und Mond, mit Radionukliddatierungen, uralt, meist rund vier Milliarden Jahre alt. Wir sehen keine Überreste von riesigen Habitaten um die Sonne kreisen, keine Spuren von alten Städten und Raumbahnhöfen auf den Monden, Planeten und Asteroiden des Sonnensystems. Schlicht und einfach: Keine Spur von „ihnen“.
Nun, wenn nicht die ganze Galaxis besiedelt ist, dann vielleicht nur Teile davon? Tatsächlich hängt die Besiedlung der Galaxis davon ab, wie sich die „Kolonien“ entwickeln. Wenn es eine bestimmte Wahrscheinlichkeit gibt, dass die Kolonien nie selber ein Kolonieschiff aussenden, und sei sie noch so klein, dann kann es geschehen, dass bei einer galaktischen Kolonisation einige Teile „vergessen gehen“, dass es Gebiete gibt, die von dieser einen Zivilisation nie besiedelt werden. Aber selbst das kann uns letztlich nicht helfen: Man würde erwarten, dass sich die „vergessenen“ Gebiete von verschiedenen Zivilisationen in der Regel nicht überschneiden: So dass ein Gebiet zwar von der einen Zivilisation vergessen werden kann, von der anderen jedoch nicht. Die Beobachtung, dass unser Sonnensystem seit Jahrmilliarden unberührt ist, zeigt uns, dass auch diese scheinbare Lösung unwahrscheinlich ist.
Viele kleine Von-Neumanns
Eine Lösung des Fermi-Paradoxons liegt darin, dass die Ausserirdischen, statt in 60er-Jahre-Science-Fiction-Manier „Kolonien“ auf fernen Planeten zu gründen, automatische Robotersonden ausgesandt haben (sogenannte „Von Neumann Sonden“), die in der Lage sind, Kopien ihrer selbst anzufertigen. Eine solche Sonde könnte sehr klein sein, vielleicht nur einige Meter gross, und zur Replikation würden ihr einzelne Asteroiden reichen (sie würde also selbst in unserem Sonnensystem keine Spuren hinterlassen). In diesem Fall wäre die Galaxis längst von diesen Maschinen, statt von Ausserirdischen aus „Fleisch und Blut“ (oder wie immer sie ihre biologische Körpersubstanz nennen mögen…) besiedelt worden, in einer äusserst unauffälligen und zudem effizienten Art. Über diese Möglichkeit der Auflösung des Fermi-Paradoxons habe ich schon mehrmals geschrieben, etwa hier, hier oder hier. Das Problem mit dieser Interpretation ist: Wenn sich in der Geschichte der Galaxis auch nur eine Zivilisation entscheidet, mit dem Bau von Kolonien zu beginnen, dann wird die Galaxis wiederum in kürzester Zeit besiedelt. Unabhängig davon, wieviele Von-Neumann-Sonden zwischen den Sternen herum fliegen.
Menschheit im Zoo
Eine weitere Lösung, die manchmal angeboten wird, ist die sogenannte „Zoo Hypothese“. Demnach bewahren uns „die Ausserirdischen“ vor Einflüssen von aussen, aus welchen Gründen auch immer, etwa so, wie wir Tiere in einem Zoo halten (mit dem Unterschied, dass wir uns in unserem eigenen Zoo entwickelt hätten). Diese Lösung hat mehrere Probleme: Erstens erklärt das nicht, warum unser Sonnensystem so unberührt und alt aussieht. Der Zoo würde erst mit der Entstehung der Biosphäre Sinn machen, vorher (etwa während des Archaikums, als es nur Bakterien gab) gab es keinen Grund, die Erde besonders zu schützen: Und trotzdem scheinen die „Zoo-Richtlinien“ seit Jahrmilliarden in Kraft zu sein. Zweitens wäre es äusserst erstaunlich, dass niemand da draussen gegen die Zoo-Richtlinien verstösst: Es gibt eine Menge Gründe, warum einzelne (Touristen, Exzentriker, Forscher…) ein Interesse haben könnten, Kontakt zu den Eingeschlossenen aufzunehmen – und die Chance, dass sie irgendwann Erfolg haben, ist sicher grösser als Null. UFO-Anhänger würden sagen, das geschieht ab und zu, nur weigern wir uns, das zu sehen – doch bis hier einmal überprüfbare Fakten vorliegen, muss man diese Lösung als reine Gedankenspielerei einordnen.
Eine Variante der Zoohypothese ist die Haltung, dass es da draussen Maschinen (vielleicht Nachkommen von Von-Neumann-Maschinen) oder andere übelgelaunte Intelligenzen gibt, die interstellare Raumfahrt behindern und alle gefundenen Zivilisationen zwingen, in ihrem eigenen System zu bleiben. Da wir bisher noch keine interstellare Reise unternommen haben (das wird sicher noch einige Zeit dauern), sind wir noch nicht auf sie aufmerksam geworden.
„Drin“ – statt irgendwo da draussen
Eine kreative Lösung der Fermi-Hypothese, die mit der oben genannten Lösung der Von-Neumann-Maschinen gut überein stimmen könnte, ist die Idee, ausserirdische Zivilisationen könnten irgendwann von der Erschaffung virtueller Weltenso angetan sein, dass sie die Besiedlung der Galaxis von vornherein als zu anstrengend und zu sinnlos aufgäben. Wer will schon in mühsamer Arbeit einzelne Kolonien bauen, wenn er zu Hause mit einem Federstreich fünftausend erdähnliche Welten erschaffen kann? Den einzigen Makel, den solche Welten haben, ist, dass sie nicht „real“ sind – aber wen stört das, wenn die Virtualität von der Realität nicht mehr zu unterscheiden ist? Die Ressourcen eines einzigen Sonnensystems könnten für die Simulation von Milliarden, Trilliarden von virtuellen Welten ausreichend sein: genug, um eine Zivilisation für alle Zeiten in ihrem eigenen System festzunageln. Doch auch hier gilt: es braucht nur eine einzige erfolgreiche Zivilisation, die nicht dieser Entwicklungsrichtung folgt, und schon ist die gesamte Galaxis besiedelt.
In 7500 Jahren zur galaktischen Zivilisation?
(Die Zahlen in diesem Abschnitt wurden auf Anregung von Leser UMa korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis!) Ich möchte hier auf eine weitere Möglichkeit aufmerksam machen, mit der man das Fermi-Paradoxon erklären kann. Sie gründet auf der Beobachtung, dass Zivilisationen, die mit genügend Energie ausgestattet sind, exponentiell (immer schneller) wachsen. Zivilisationen, die sich selbst nicht mit genügend Energie versorgen können, stagnieren und schrumpfen, kollabieren sogar manchmal. Gut möglich, dass auch der Menschheit diese Zukunft unmittelbar bevorsteht. Nun ist das Universum prinzipiell gefüllt mit nutzbarer Energie (Strahlung, aber auch Wasserstoff und Helium zur Fusion, etc.). Das heisst, eine Zivilisation, der es gelingt, sich selbst mit genügend Energie zu versorgen, um die ersten interstellaren Kolonien zu gründen (z.B. über die Kernfusion), wird danach fast unbegrenzt wachsen können. Und selbst kleinste Wachstumsraten führen innert kürzester Zeit zu einem sehr schnellen Wachstum. Beispiel: Eine Zivilisation wie die Menschheit verbraucht heute etwa 5 * 10^20 Joule Energie pro Jahr. Bei einem Wachstum des Verbrauchs von nur 1% (der Energieverbrauch der Menschheit wächst zurzeit viel schneller!) pro Jahr würde die Menschheit nach rund 930 Jahren 5.5 * 10^24 Joule verbrauchen, etwa die Menge an Energie, die die Sonne (ohne Reflexion) auf die Erde einstrahlt (eine sogenannte „Typ I Zivilisation“). Ab der Mitte des 30. Jahrhundert kämen wir also mit aller Sonnenenergie (Wind, Meeresströmungen, direkte Strahlung…) nicht mehr weiter. Wächst die Menschheit danach im gleichen Tempo weiter, dann wird sie bereits 2200 Jahre danach (also am Anfang des sechsten Jahrtausends) soviel Energie benötigen, die Sonne insgesammt abgibt („Typ II“). Und bereits 2400 Jahre später (in der Mitte des achten Jahrtausends) würde sie dann eigentlich so viel Energie verbrauchen, wie alle Sterne der Galaxis abgeben („Typ III“). Bloss würde ihr Wachstum längst vorher abgewürgt, denn da die Galaxis 100000 Lichtjahre im Durchmesser misst, kann ihre Energie nicht so schnell angezapft werden (die begrenzte Lichtgeschwindigkeit verhindert das) – die Zivilisation würde also schon früher an ihre Grenzen stossen und kollabieren. Oder aber, sie passt sich an, und erobert die Galaxis etwas später.
Worauf ich hinaus will: Exponentielle Prozesse haben die Eigenschaft, dass sie in kürzester Zeit zu extremen Ergebnissen führen: innert weniger Jahrtausende wäre die Energie der gesamten Galaxis von der einen, exponentiell wachsenden Zivilisation angezapft (wenn da nicht die Begrenzung durch die Lichtgeschwindigkeit einen kleinen Stich durch die Rechnung machen würde…). Wir sehen aber, dass die Galaxis nicht kolonisiert wurde – daraus alleine können wir schliessen, dass es da draussen wohl kaum exponentiell wachsende Zivilisationen gibt. Die destaströse Entwicklung lässt sich allerdings nur an einem einzigen Punkt in der Geschichte einer Zivilisation stoppen: Bevor die Zivilisation ihre ersten autarken „Kolonien“ auf anderen Planeten ihres Systems errichtet. Sobald dies geschieht, ist die Zivilisation annähernd „immun“ gegenüber Zerstörungen von aussen. Es gibt praktisch keine galaktischen Katastrophen, die eine Zivilisation, die über viele hundert Welten verbreitet ist, vollständig zerstören könnten – die Zivilisation wäre praktisch „unsterblich“ (ausser, Kolonien haben die Tendenz, irgendwann zerstört zu werden).
An einem einzigen Punkt in der Geschichte einer Zivilisation ist also die Selbstzerstörung möglich: In der Zeit zwischen dem Bau der ersten Atombombe (womit zum ersten Mal überhaupt die Zerstörung der Zivilisation möglich wird) und dem Bau der ersten, autarken Kolonie.
Interessanterweise ist das genau die Zeit, in der wir uns befinden.
Was bedeutet das? Da draussen gibt es keine exponentiell wachsenden Zivilisationen: dies hätten wir unterdessen bemerkt, wenn nicht in Beobachtungen, dann an Beobachtungen in unserem eigenen Sonnensystem. Wenn es keine solchen Zivilisationen gibt, dann kann das zwei Gründe haben: Entweder es gibt einfach viel zu wenige von ihnen, oder aber sie zerstören sich selbst an einem kritischen Zeitpunkt ihrer Geschichte. Der einzige Zeitpunkt, der in Frage kommt, ist eine Entwicklungsstufe, wie sie jener der gegenwärtigen Menschheit entspricht. Für uns Menschen heisst das: Die kommende Zeit, die nächsten 20, 50, vielleicht 100 Jahre (wie lange es auch dauern mag, eine autarke Kolonie im Sonnensystem zu gründen), ist eine der kritischsten in der gesamten Geschichte. Hier wird zwischen Besiedlung der Galaxis und Rückkehr in die Steinzeit entschieden werden.
Sehr wichtiger Gedanke – so sehe ich das auch. Siehe z.B. den Artikel \“Zivilisationsnester und Sternnomaden\“.
Es dürfte aber für eine solche Zivilisation ein Leichtes sein, interstellare Raumsonden zu bauen, die Kopien ihrer selbst erstellen und wiederum zu den nächsten Sternen schicken können. Auf diese Weise wäre die Galaxis in relativ kurzer Zeit erschlossen und erforscht. Selbst wenn man annimmt, die Raumsonden würden darauf verzichten, mit neu entstandenen Zivilisationen Kontakt aufzunehmen: Die Erde war sicher eine Milliarde Jahre lang bewohnbar, aber unbewohnt. Wenn wir uns vorstellen, wir würden einen anderen bewohnbaren (aber unbewohnten) Planeten wie die Erde entdecken, würden nicht zumindest einige der Menschen dorthin aufbrechen, wenn wir die technischen Möglichkeiten dazu hätten? Das heisst, es braucht nicht allzu viele Zivilisationen, um alle bewohnbaren Welten in der Galaxis zu besiedeln. Die Erde wurde jedoch nie besiedelt, und Anzeichen auf interstellare, selbstreplizierende Raumsonden haben wir bisher auch nicht gefunden.
Es ist doch wohl eine etwas zu einfache Annahme, dass sich die Menschheit, auch wenn sie die rämliche Möglichkeit hätte, wie Besiedelung außerirdischer Lebensräume, immer weiter so \“vermehrt\“ wie heutzutage. Es wird doch wohl eher so sein (und ist ja auch schon in den Industrieländern zu sehen), dass mit höerem Luxus, besseren technischen und medizinischen Möglichkeiten, mit steigender Lebenserwartung die Lust auf viele Nachkommen nachlässt. Irgendwie halte ich es für Unsinn unsere bisherige \“Vermehrungsrate\“ eals etwas ewiges anzusehen, einfach so anzunehmen, dass dies ein ewig universelles Gesetz sein sollte und anhand dieser Vermehrungsrate zu behaupten, dass das Universum eigentlich schon von Aliens übervölkert sein sollte. Ich kann mir eher vorstellen, dass es in einer fortschrittlichen Zivilisation relativ wenig Nachkommen geben wird (man muss sich ja nicht unbedingt mehr in vielen Nachkommen \“verewigen\“, wenn man selber sehr alt werden kann), es also auch wenig Grund gibt sich sehr weit auszubreiten
wenn du uns Menschen siehst magst du recht haben aber es lässt sich ausschließen das es nur solche gibt die uns unterdrücken oder gar zu \“Nahrungsquellen\“ züchten wollen ich denke wenn sie uns schon beobachten dann werden sie sich abwenden weil sie sehen das die Menschen noch nicht so weit sind das sie Kontakt oder so etwas in der Art auf nehmen weil wie du es schon sagst wir tun solche Sachen noch wie andere Menschen unterdrücken, aber die Zucht von Nutzvieh würde ich sagen ist normal, denn wie sollte sich eine Zivilisation sonst ernähren. @ bynauss ich muss mich entschuldigen wegen der Sache mit den statistischen Möglichkeiten. Ich habe ein bisschen im net gestöbert, gut man sollte dort nicht alles glauben, aber wie ist es mit der Möglichkeit das wir deshalb nichts empfangen ober besser gesagt entschlüsseln können weil ab einer bestimmten Entfernung zum Planeten das Signal einfach einfach zu schwach ist
Also ich denke, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, entweder sie sind uns technologisch weit voraus (Millionen Jahre) und wollen uns uns nicht kennenlernen (wir sind Ihnen zu primitiv) oder sie sind technologisch noch nicht so weit (so wie wir).
Desweiteren behagt mit die Vorstellung nicht, von Ausserirdischen Besuch zu bekommen, weil sie uns dann sehr weit voraus sein müssen (immerhin beherrschen sie das interstellare Reisen über Lichtjahren hinweg) und wir Menschen kennen ja selbst unser Verhalten unterpriviligierter Lebensformen gegenüber (wir unterdrücken sie, wir halten sie als niedliche Haustiere oder züchten sie als Nahrungsquelle). Also wenn sich eine höherentwickelte Lebensform die Mühe macht und uns auf unserem lebenstauglichen Planeten aufsucht, dann sicherlich nicht, um uns zu erforschen oder gar zu kommunizieren ! Wie soll denn überhaupt eine Kommunikation zwischen völlig unterschiedlichen Lebensformen aussehen ? Das wäre sicher so, als wenn ich mich mit einem Regenwurm unterhalte, nur wir sind dann dieser Regenwurm 😉 Wenn die Ausserirdischen kommen sollten, dann nur um uns kurz zu beobachten, ihre Fotos zu machen, dann wären wir Ihnen zu langweilig und sie würden dann den Planeten für sich zu beanspruchen – das wäre unser Ende !
Es ist keinesfalls so, dass ich \“nicht mal an eine statistische Möglichkeit glaube, dass wir nicht allein sind\“. Ich bin mir ziemlich sicher (ohne Beweise dafür vorlegen zu können – es erscheint mir bloss plausibel), dass es im sichtbaren Universum unzählige Zivilisationen gibt. Ich denke aber auch, dass die Zivilisationen im Universum sich typischerweise um einige zehn bis einige hundert Millionen Jahre (oder Lichtjahre) verpassen. Das heisst, selbst wenn es Besuche auf der Erde gab, dann liegen diese mit hoher Wahrscheinlichkeit in der tiefen Vergangenheit, als es definitiv noch keine Menschen gab (etwas anderes wäre es, wenn ebendiese Ausserirdischen die Menschen überhaupt erst irgendwie hervorgebracht hätten, natürlich – aber dafür gibt es keinerlei konkrete Hinweise).
Betreffend Bergbau: sicher kann man sich immer eine Erklärung zurecht legen, warum man jetzt nichts von irgendwelchen Bergbauaktivitäten sieht – oder aber, man bleibt dabei, dass keine Spuren wohl auch bedeuten, dass es keine solchen Aktivitäten gab. Ein Beispiel, um das zu veranchaulichen: Wenn es in einer Wohnung keine Anzeichen für das Wirken von, sagen wir mal, Heinzelmännchen gibt, dann liegt das nicht daran, dass diese Heinzelmännchen besonders vorsichtig sind in allem, was sie tun, sondern wohl eher daran, dass es eben keine Heinzelmännchen gibt. Es gibt keinen Grund, warum man ausgerechnet an Heinzelmännchen glauben sollte, wenn man keinen Anlass dazu hat. Genauso ist es mit dem Asteroidenbergbau im Sonnensystem.
Signale sind deshalb schmalbandig, weil sie eben nur so überhaupt erst Information tragen können, die von einem Empfänger ausgemacht und entschlüsselt werden könnte. Das gilt bei Radiosendern und -empfängern genauso wie bei interstellaren Funksendungen.
Nun wie kann ich dich überzeugen, wenn du nicht mal an eine statistische Möglichkeit glaubst, dass wir nicht allein sind? Zum Thema Bergbau in unserem System, wie du schon selbst sagst, wir wissen noch zu wenig von unserem Sonnensystem, als das wir sagen können das schon kosmische Bergbauer hier waren. Wir werden es auch vielleicht nie erfahren, denn da wir den Ursprungszustand nicht kennen wäre es doch sehr leicht zu sagen: \“ Hey diese Wesen haben ganze Asteroiden verschwinden lassen.\“ Zum Mond auch dort das selbe, wer sagt denn, dass alle sichtbaren Krater dort Meteoriteneinschläge sind, oder diese Wesen nicht eine Methode kennen die einen Bergbau in unserem Sinn überflüssig macht? Nun noch die Frequenzen mit denen bei Seti gesucht wird, du sprichst von einer gewissen Schmalbandigkeit bei extraterristischen Sendungen gut, aber ich würde gerade darauf verzichten, will dir auch erklären warum: Wenn du Radio hörst und dich durch eine Gegend bewegst in dem sehr viele berge sind, was passiert, die Sendung, die du hören willst beginnt zu rauschen oder wird sogar verstümmelt. Was sagt uns das in Bezug auf die seti Forschung, je schmaler das Band auf dem gesendet wird desto geringer ist die Chance das hier noch etwas Entschlüsselbares ankommt richtig? Also ich, der ich so etwas weiß, ich sage gleich das ich ein absoluter Laie bin, würde also, wenn ich schon was zu senden habe, es auf einem möglichst breitem Band tun. Nun das ist nur meine bescheidene Meinung. Zu denn Besuchern in der Erdgeschichte folgendes, wie du schon selbst sagtest, wir können es nur nicht beweisen. Aber es ist doch komisch das es so viele Legenden über \“Götter\“ gibt die mit \“Feuerwagen\“ vom Himmel herab gestiegen sind oder?
Bei SETI hofft man, künstliche Signale, die bewusst als solche ausgesandt wurden, erkennen zu können – zum Beispiel Primzahlfolgen. Du hast aber natürlich recht, dass eine, sagen wir, ausserirdische \“Fernsehsendung\“ ohne entsprechenden Schlüssel einfach als \“Rauschen\“ interpretiert werden könnte. Allerdings gilt auch die \“Schmalbandigkeit\“ eines Signals als Zeichen eines künstlichen Ursprungs (siehe den Artikel zum Wow!-Signal). Vielleicht gäbe es andere Hinweise, wie eine bestimmte Polarisation, oder sonst etwas.
Beim Bergbau geht es mir weniger um die Erde. Auf den Asteroiden sind die Rohstoffe viel häufiger und vor allem viel zugänglicher (wir haben zwar erst wenige Asteroiden aus der Nähe beobachtet – trotzdem, nirgends haben wir Bergbauspuren gesehen). Aber für einige spezielle Rohstoffe sind auch die Oberflächen von Planeten und Monden attraktiv, etwa der Mond für Helium-3. Auch hier: keine Bergbauspuren.
Wenn ich von Besuchen in der Erdgeschichte rede, meine ich nicht historische Zeiten. Ob die Ausserirdischen jetzt vor ein paar 1000 Jahren da waren oder heute, macht praktisch keinen Unterschied. Was ich meine ist folgendes: Selbst wenn es in der Geschichte der Erde, sagen wir, 20 Besuche von fremden Zivilisationen gegeben hätte und jede für einige 1000 Jahre geblieben wäre, hätten sie sich doch jedes Mal im Schnitt um etwa 220 Millionen Jahre verpasst! Nur zwei oder drei der Zivilisationen hätten überhaupt Tiere und Pflanzen auf der Erde vorgefunden, alle anderen hätten nur Bakterien gesehen. Wir finden keine Spuren von der Anwesenheit früherer Zivilisationen auf der Erde. Klar, wenn sie nur kurz da waren und kaum Infrastruktur gebaut haben, würden wir dies nicht feststellen können, weil die Chance klein wäre, dass irgendetwas in die heutige Zeit überdauert hätte. Aber wir könnne mit Sicherheit sagen, dass es auf der Erde nie eine mit der Menschheit vergleichbare, globale Zivilisation gab. Das wüssten wir mittlerweile, wir hätten bereits unzählige Artefakte dieser Zivilisation (wer jetzt sagt: da verwittert doch alles! sollte daran denken, dass wir ja auch versteinerte Skelette aus jener Zeit haben – und die sind sicher nicht prinzipiel haltbarer als gewisse Technische Rückstände).
Der Präastronautik stehe ich grundsätzlich skeptisch gegenüber – ich habe noch nie etwas gesehen, was mich davon überzeugt hat, dass da was dran sein soll. Sicher gibt es solche Darstellungen, aber man muss sehen, dass es viele faszinierende und unverständliche Darstellungen gibt und dass von Däniken und Co daraus jene herauspicken, die (in unseren Augen zumindest) so aussehen wie wenn sie Astronauten zeigen würden.
Sorry wenn ich ein wenig am Thema vorbeigeschossen bin.
Vielleicht werden Signale von außen ja auch nur überhört weil man sie als Rauschen missdeutet. Wer sagt den das alles Leben im Universum im selben Code sendet? Sicher du hast recht, dass der Mensch sich alles so hin dreht das es für ihn passt, aber das macht doch eine Diskussion erst interessant, bis das Gegenteil bewiesen ist. Was den Bergbau in unserem Sonnensystem angeht, Hmm mal ein Vorschlag, vielleicht ist unser kleiner blauer Ball (und nicht nur er) ja auch \“zu arm\“ an wichtigen Rohstoffen wobei kein Mensch wissen kann welche es sind? Ach so zu den Besuchern in der Erdgeschichte gibt es ein interessantes Bild, weiß nicht mehr aus welcher Frühkultur Amerikas es stammt, aber es zeigt ein Wesen in einer Kapsel die eindeutig nicht aus dieser zeit stammen kann. Wie erklärst du das?
Das Problem ist ja nicht nur allein der ausstehende \“Erste Kontakt\“. Das Problem ist auch, dass wir keinerlei Zeichen von Intelligenz bzw Ziviliation im All ausmachen können. Keine Signale (nicht einmal solche von vergleicsweise \“frühen\“ Zivilisationen wie uns), keine Megabauten wie Dysonspären, keine Spuren von Bergbau oder ähnlichem auf Himmelskörpern im Sonnensystem, keine Spuren von ausserirdischen Besuchern in der Erdgeschichte. Klar, man kann sich überall irgend eine passende Erklärung zurecht legen (jedes Mal eine andere…), aber man kann gleichzeitig nicht abstreiten, dass unsere Beobachtungen auch mit einem völlig leeren Universum verträglich sind.
Wir dürfen uns selbst nämlich auch nicht zu wichtig nehmen: wir waren nicht immer da, die Erde war 4.5 Milliarden Jahre lang bewohnbar, aber unbewohnt, und die intelligenten Zivilisationen da draussen (so es sie denn gibt) haben bestimmt nicht allesamt ihr ganzes Wirken daraufhin konzentriert, einer allenfalls einmal auf der Erde entstehenden Zivilisation ihre Existenz zu verbergen.
Ich sehe das so, das eine Zivilisation die sich weit genug entwickelt hat, es für richtig hält nicht mit uns Kontakt aufzunehmen um uns vor der Selbstvernichtung, b.z.w. einem Angriff auf sich selbst mit seiner eigenen Technologie zu schützen. Und das wir erst einmal eine gewissen moralischen Entwicklungsstand erreichen müssen, um dann selbst zu entdecken das wir nicht allein sind. Das bedeutet unter anderem: Das wir einen weg finden uns nicht mehr selbst und unsere Umwelt zerstören. Was dann aber, sollten wir Menschen das schaffen, immer noch nicht heißt das uns die Et`s die Bude einrennen. Denn ich glaube, so blöd sich das auch anhört, der erste Kontakt dann kommt, wenn wir einen Antrieb entdecken der uns über die Lichtgrenze bringt, denn alles andere ist -meiner bescheidenen Meinung nach- nicht rentabel. Welches Volk möchte schon seine zeit damit zubringen mit knapp licht durch das All zu dümpeln? Und dann gibt es auch kein Paradox. Denn das wir alleine sind bei x Mio. Sonnen glaubt doch heute keiner mehr und einen Kontakt per Funk halte ich für primitiv wenn man das auf unsre Radiofrequenzen bezieht denn er wäre ja auch nur einfach licht schnell und damit zu langsam, ich hätte auch keine Lust mich mit jemandem zu unterhalten wenn ich auf die Antwort je nach Entfernung zwischen 50 bis x Jahre warten müsste.
Hallo,
wir hatten das Thema in Physik und Philisophie und bin hell auf begeistert. Kann mir jemand sagen wie ich „noch mehr“ über das Thema erfahre? Also das Thema Galaxie und sowas 🙂
Was meinst du mit \“wir\“ genau? Homo Sapiens? Das Leben auf der Erde? Auf jeden Fall wäre es offensichtlich eine sehr ineffiziente (langsame) Reproduktionsart – es ist vergleichsweise einfach und sehr viel effizienter, eine Maschine zu bauen, die eine Kopie ihrer selbst herstellen und zum nächsten Stern schicken kann. Warum also sollte irgend jemand diesen Wäg wählen?
Evolution lässt sich im Übrigen nicht \“programmieren\“ – das Genom ist ja stets zufälligen Mutationen ausgesetzt, je komplexer der eingebaute \“Befehl\“, desto grösser die Chance, dass er durch zufällige Mutation zerstört wird. Wenn schon, wäre das ein nicht gesteuerter Prozess – das Verbreiten von Leben, mit der Hoffnung, dass es irgendwann Intelligenz, Zivilisation und schliesslich neue Lebensverbreitung bringt. Aber wie oben erwähnt: das ist ein sehr ineffizienter Weg, um dieses Ziel zu erreichen.
\“WIR\“ müßten natürlich auch Sonde der einzigen bzw. frühesten Kolonialmacht im Weltall sein.
an Bynaus
Was ist denn wenn wir die Von-Neumann-Sonde sind?
Wer könnte wissen wie so eine Sonde aussieht, wie sie sich fortentwickelt und wann sie fertig ist?
Vielleicht ist schon unsere DNA so angelegt, dass wir genau zu einem bestimmten Zeitpunkt (+ – bestimmte Zeit) reif genug sind die Besiedelung fortzusetzen und die nächste \“Von-Neumann-Sonde\“ zu konstruieren.
Damit wäre das Paradoxon gelöst, es bliebe allerdings die Frage was mit dem Rest der \“Maschine\“, also uns Menschen weiter passiert.
Da könnte ein wesentlicher Zug des menschlichen Seins, die Selbstzerstörung bis zu einem gewissen Grad, wieder zum Tragen kommen. Überleben können nur Wenige, speziell Ausgewählte, wertvolle Personen.
Keine sehr optimistische Vermutung 🙂
Nun ja, außerirdische Zivilisationen ?
lasst uns einmal einige Fakten zusammentragen:
1. die Erde ist seit ~80 Jahren \“sichtbar\“, seit diesen Zeitpunkt werden elektromagnetische Wellen (Rundfunk/Fernsehen) in das Weltall abgesendet.
2. d.h. alle intelligent Zivilisation im Umkreis von ~80Ly und mit einer Entwicklungsstufe > Mensch wissen das es uns gibt.
3. alle Ziviliationen im Umkreis von 40Ly können uns antworten (2x den Weg zur Erde)
4. jede intelligente Zivilisation die unseren Planeten besiedeln will wird das auch tun
5. die andere Intelligenz (Mensch) ist dann im weg
6. vom Standpunkt der außerirdischen gesehen ist der
einfachste weg dem Planeten zu besiedeln die andere dominante Spezies auszulöschen.
7. die einfachste Möglichkeit eine Spezies auszulöschen ist
die \“Reproduktion\“ zu behindern bzw zu erschweren.
8. das gleiche verfahren verwenden wir Menschen um z.B. Mücken oder andere Schädlinge zu bekämpfen. Man erzeugt eine
kritische Masse an unfruchtbaren Männchen und wartet ein paar Jahre und schon ist die Population ausgerottet.
9. in der Phase befinden wir uns gerade
kann das auch
Aufsteigende Zivilisationen werden im Lauf ihrer Geschichte immer mehr Erfindungen machen die sie selbst ausrotten könnte (Wie gesagt mit der Atombombe angefangen).
Vielleicht wird es ein Experiment wie am Cern sein das sie(oder auch wir) von schwarzen Löchern verschluckt werden.
Bald werden wir auch in der Lage sein Bakterien und Viren nach unseren Wünschen herzustellen. Spätestens dann ist das Ende eingeleuchtet denn definitiv wird diese Technologie irgendwann in die falschen Hände fallen (Wie auch immer).
Das selbe gilt mit der Erschaffung von Naniten wovon wir auch nichtmehr weit entfernt sind!
Ich lasse nun mal meine Phantasie mitspielen und mache mal ein Beispiel wie uns die \“kleinen\“ vernichten könnten. Ich bin jetzt ein Terrorist und will die Menschheit ausrotten;
Ich erstelle mir ein Virus oder einen Nanit mit einer eingebauten Uhr (Eventuell Funktuhr) und eine art Tarnvorrichtung. Ich lasse sie über Jahrzehnte auf der ganzen Welt und (eventuell) darüber hinaus ausbreiten bis sie in jedem Menschen sind! An einem bestimmten Datum lasse ich sie dann \“zuschlagen\“ und die Menscheit war einmal von eine Sekunde auf die andere.
Na, und wisst ihr jetzt warum uns vielleicht noch niemand besucht hat? 😉
Kommt eben drauf an, in welcher Einheit man rechnet. Ich rechne in Kilojoule, das verlinkte Dokument in Millionen Tonnen Rohöläquivalent. Die Erde ist in Meilen und Kilometern gleich gross, aber die Zahlen sind anders. So ist es auch hier.
Energieverbrauch der Menschheit ist nicht 4 * 10^23
2004 ca. 4,28 10^20 quelle=www.bpb.de/files/Q09KB7.pdf
1. Warum sucht ihr ausserirdische Zivilisationen?
Einzig weil ihr es bewiesen haben wollt, das es möglich sei und ihr da draussen in hilfreicher Gesellschaft euch wohler fühlen würdet!
2. Woran würdet ihr sie erkennen?
Daran das sie außerhalb unseres Planeten entdeckt werden? Ich zum bsp. behaupte ein Alien zu sein, keiner glaubt mir. Wie könnte ich es euch beweisen, und wenn ihr mir glauben würdet, was hättet ihr davon? Würdet ihr mir nur glauben wenn ihr davon etwas hättet? Und was? Grün oder nicht menschliches Aussehen? Keinen Sauerstoff atmen oder was? Ja, natürlich sie müssten spitze Ohren haben, nicht wahr? Ein Teleskop hilft da nicht weiter, wenn ihr sie nicht ERKENNT, da sie euch ja unbekannt sind.
Kurz: was nicht in eueren Lexikas steht, das gibt es nicht, für euch!!
Die Wahrheit lautet: Wir sind es!
Natürlich hast du recht das die Zivilisationsstufen viel weiter auseinander liegen müssten. Das kann man in meinem Beispiel ja auch strecken indem man die die nicht wissen das der Planet rund ist zu Einzellern degradieren und die anderen dann einfach dazwischen verteilen. Nun haben wir die Mrd. Jahren Unterschied.
\“warum wir gar nichts (z.B. Ringwelten / Orbitale, Dyson-Schwärme, oder auch nur Funksignale etc.) von ihnen sehen\“
Wir sehen ja nicht mal die in Alpha Centauri vermuteten Planeten.. wie wollen wir da wohl noch unscheinbarere Objekte wie ein Orbital sehen? Und ob Informationsaustausch bei einer interstelaren Zivilisation wirklich noch über Funksignale läuft wage ich mal zu bezweifeln.
Bleibt also nur noch die Von-Neumann-Sonde die man in unserem System finden müsste. Aber wie schon in einem anderen Artikel erwähnt würden die sich nicht unbedingt in der Nähe der Sonne aufhalten. Kann also durchaus sein dass eine in unserem System ist wir sie aber noch nicht entdeckt haben.
Ah.. doch da gibts noch was, die Kolonien.
1. Es gibt für mich genügend Gründe wieso sich eine Zivilisation enen nicht unendlich und überall ausbreitet.
– ewiges Leben, keine Geburten mehr (Brauchen also nicht mehr Platz als sie ohnehin schon haben)
– Evolution ist völlig anders abgelofen als bei uns und die sparsamen haben das Rennen gemacht, nicht die die sich möglichst stark vermehrten.
– Unser System ist uninteressant (falscher Stern, keinen taktischen Nutzen, keinen Hot Jupiter, usw)
– Alians brauchen eine gewisse Nähe zum Galaxiezentrum
– Etnische, Philosophische Gründe
– Haben sich weiter entwickelt, brauchen keine materielle Hülle mehr
ODER aber
– Es gab Krieg und die Ausbreitung wurde gestoppt
– Wissen ging mit der Zeit verlohren. Es reicht noch um alles zu unterhalten, aber nicht um weitere Kolonialschiffe zu bauen
– Es gab internen Krieg (z.B: zwischen den Zivilisationen)
– Kolonien wurden ineffizient und es werden lieber möglichst viele Habitate in einem (einigen nahegelegenen) System gebaut
usw usw
Das Fermi-Paradoxon ist interessant.. mehr aber auch nicht.
Ist in etwa so, als wenn zwei bei einer Oase in der Wüste sitzen und darüber diskutieren ob es da draussen echt noch weitere Menschen gibt oder nicht und dann zum Entschluss kommen dass es nicht sein kann, denn dann würde man entweder von dieses Besuch bekommen oder aber man würde ihre Spuren sehen.
Es ist – sorry, wenn ich das so sagen muss – extrem unwahrscheinlich, dass alle Zivilisationen in einer Galaxis auf ungefähr dem gleichen Stand sind, wenn sie erstmals in der Lage sind, Kontakt aufzunehmen. Ich meine damit nicht den Unterschied zwischen 2008 und dem Mittelalter, das ist praktisch das gleiche. Die Erde hat 4.5 Mrd Jahre gebraucht, bis sie eine Zivilisation hervorgebracht hat, war also nur einen winzigsten Bruchteil ihrer Existenzzeit von einer Zivilisation besiedelt. Typischerweise sollten also Millionen von Jahren zwischen zwei Zivilisationen liegen, die sich begegnen. Eine Situation, wie von dir in deinem Szenario beschrieben, kann nur dann Realität sein, wenn die überwiegende Mehrheit der Zivilisationen sehr viel älter als die Menschheit ist bzw. noch enorm viele Planeten später intelligentes Leben hervorbringen werden. Nur so ist es rein statistisch möglich, viele in etwa \“gleich alte\“ Zivilisationen parallel nebeneinander zu haben. Die Frage stellt sich dann eben, wo all die viele uralten Zivilisationen sind, warum wir gar nichts (z.B. Ringwelten / Orbitale, Dyson-Schwärme, oder auch nur Funksignale etc.) von ihnen sehen und auch das Sonnensystem trotz eines zur Kolonisation attraktiven Planeten (die Erde) für 4.5 Milliarden Jahre offenbar unberührt geblieben ist.
Die einfachste und mit allen Beobachtungen konforme \“Lösung\“ ist eben immer noch, dass Zivilisationen so selten sind, dass sie sich (zumindest durch den \“Normalraum\“ -> siehe Artikel über Wurmlöcher) niemals begegnen.
Auf der Heimfahrt ist mir noch folgendes durch den Kopf gegangen. Und, obwohl ich nicht direkt daran glaube, wäre es durchaus schlüssig.
Man stelle sich eine Galaxie mit hunderten von Zivilisationen vor. Die meisten von ihnen recht Jung.
Viele von ihnen wissen nicht das ihr Planet rund ist. Einige haben die ersten Teleskope aufgestellt. Ein paar haben die ersten Schritte in ihr Sonnensystem unternommen. Einige haben sogar schon die ersten Kolonien in ihrem Sonnensystem, vielleicht hat eine von ihnen sogar schon den nächsten Stern besucht (bemannt oder unbemannt).
– Nun, diese Zivilisationen würden uns nicht auffallen. Es wäre schon ein Zufall wenn wir von so einer Zivilisation eine TV-Soap entfängen. Nun kommen aber die interessanten Zivilisationen die es geschafft haben zu überlleben und so weit gekommen sind dass sie interstelare Reisen antreten können. Es werden sicher ganz wenige sein und ich versuche mal die suche nach anderen aus ihrer Sicht zu sehen:
\“Als das Programm zur Suche ausserirdischen Lebens neu gestartet wurde und über 1000 Sonden zu den vielversprechndsten Sonnen in der Umgebung geschickt wurden entdeckte man zur Überraschung aller nicht nur einen sondern duzende bewohnte Planeten. Viele von ihnen waren noch sehr jung (+7- Mittelalter) und man hat sich entschieden diese nicht zu besuchen. Allerdings gab es eine Zivilisation die vielversprechend aussah (technischer Stand etwa wie 2008 auf der Erde). Man beschloss eine bemannte Mission in das System zu starten und Kontakt aufzunehmen.
Jetzt ca 50Jahre später hat sich dieser Kontakt als sehr verantwortungslos herausgestellt. Man teilte Wissen, Technik und viele Erungenschaften mit ihnen ohne dabei an die Nebenwirkungen zu denken. Denn dieses Wissen ist Macht, so grosse Macht dass es zu einem grossen Ungleichgewicht uf dem Planeten kam, dies zu Krieg führte um diese Zivilisation sogar versuchte eines von unseren Schiffen anzugreiffen. Nun, in der zwischenzeit hat man durch weitere Sonden hunderte von bewohnten Planeten gefunden, ausserirdisches Leben ist also gar nichts spezielles mehr. Die meisten primitiv, einige von ihnen auch wieder auf dem Stand der Erde. Wobei man beschloss erst gar keinen Kontakt mehr mit solchen Welten aufzubauen. Allerdings war eine Zivilisation dabei, die auch fähig war interstelare Reisen zu unternehmen. Heute regen wir grossen Kotakt mit dieser Zivilisation. Die Suche nach anderen wurde stark eingeschränkt. Natürlich gibt es noch Zivilisationsforscher die die primitiven Welten beobachten und auch neue Welten versuchen zu finden, allerdings mit sehr beschränkten Mitteln. Man weiss eine für uns interessante Zivilisation hätte man entteckt.\“
Ich hoffe dass ich nun ein dem Fermi-Paradoxon ebenwürdigen Gegenargument liefern konnte 😀
Gruss
Hi
Also dazu hab ich auch ein paar Gedanken. Aber erstmal will ich auf ein paar Kommentare eingehen.
Ich denke, dass Alians auch Kontakt mit uns aufnehmen würden, wenn sie davon keinen direkten Nutzen sehen. Denn ich setze der Inteligenz eine gewisse Portion von Neugier voraus. Es ist also wahrscheindlich, dass raumfarende Nationen neugierig sind. Ob sie direkten Kontakt aufnehmen würden oder uns nur beobachten ist eine andere Frage (und erst recht ob wir es überhaupt merken würden wenn wir beobachtet werden).
Das Paradoxon das gar keines sein muss:
Mal angenommen da drausen ist eine fortschrittliche Spezies die wirklich fähig wäre zu einem anderen Stern zu reisen. So denke ich werden sicher die benarchbarten Sterne besucht und auch Kolonien aufgebaut. Doch angesichts der Entfernung (angenommen Überlichtgeschwindigkeit ist nicht möglich) ist es sicher schon schwierig diese Kolonien zu \“unterhalten\“ (Auch wenn sie autark sind wollen die sicher mit ihrer Heimat in Kontakt stehen). Nimmt man zudem noch an, dass hochintelligente Alians wenige Nachkommen dafür ein sehr langes Leben haben gibt es ihrgendwann einfach keinen Grund mehr sich ständig weiter auszudehnen. Es wäre anzunehmen dass lieber versucht wird die eigenen paar Sonnensysteme (die alle vielleicht noch unter 100Lichtjahre voneinander ernfernt sind – also im annehmbaren Ramen) weiter auszubauen und sich auf ineres Wachstum konsentriert anstatt immer mehr expandieren zu wollen.
Wieso findet man dann keine Sonde?
– Vielleicht wurde es den Alians zu blöde nachdem 1mio. Sterne untersucht wurden und nichts gefunden wurde (Budget wurde gestrichen ^^)
– Vielleicht war schon eine Sonde hier.. vor x mio Jahren. Die ist aber in die Sonne gefallen.. oder wohin auch immer.
– Vielleicht ist die Sonde getarnt (Was gar nicht so unrealistisch ist, immerhin weiss man ja nicht wer diese Sonde zu gesicht bekommt)
– Vielleicht hat so eine Zivilisation schon lange aufgegeben sich materiell zu bewegen
Und wie im Artikel ja selbst erwähnt ist, der Energieverbrauch einer solchen Nation würde immer stärker anwachsen. Gut möglich dass sie schon ein paar mal soweit waren uns zu besuchen.. aber durch ihre grösse und gleichzeitigen Energiemangel einfach wieder zurück in das dunkle Mittelalter als nur planetare Reisen möglich waren gefallen sind.
Greez
Auch wenn NX7-2 das offensichtlich anders gemeint hat, würde ich gern auf \“Wir sind es selbst!\“ zurückkommen:
Es gibt eine triviale Lösung des Fermi-Paradoxons:
Wir _sind_ die galaktische Zivilisation (in ihrer vorgalaktischen Entwicklungsstufe).
Es braucht eine Zeit, bis genügend Sternengenerationen verglüht sind und das interstellare Medium mit schweren Elementen angereichert haben, die offenbar Vorraussetzung für erdähnliche Planeten > komplexe Biochemie > Tech.Zivilisation sind. Und diese brauchen offenbar mehrere Milliarden Jahre von der ersten Lipid-Doppelmembran bis zum Aufbruch von ihrem Heimat-Steinchen. So alt ist nach aktuellem Stand das Universum halt noch nicht, es könnte also sein, dass die Bewohner des Planeten Erde ganz einfach die ersten sind, welche zur Kolonisierung der Galaxis ansetzen (wir sind fast soweit!). Es deuten alle Überlegungen darauf hin, dass es in jeder Galaxis nur genau eine galaktische Zivilisation geben kann. Der Sprung zu eine Nachbargalaxis ist genauso groß, wie der Sprung von der Erde zum nächsten Stern; es kann gut sein, dass selbst galaktische Zivilisationen dies niemals tun werden/können.
Ach ja, selbst sehr exotische Formen von \“Lebewesen\“ würden uns sofort auffallen, zumindest solange sie materieller Natur sind 😉 Allein schon der unumgängliche \“Energiestoffwechsel\“ verrät sie immer.
@Bynaus: Klasse Seite!!!
Also ich denke, dass es in unserer Galaxie(Milchstraße)
Auserirdische geben kann. Sie sind eben nicht so intelligent
wie wir Menschen. Es könnten unbekannte Bakterien oder ähnliches sein. Auf unsere Erde gab es ja eine Evolution.
Vielleicht passiert das ebenfalls auf einem anderen Planeten.
Ich bin mir sicher, dass sich die Menschen immer noch weiterentwickeln. Sie werden warscheinlich intelligenter sein als wir heute, und vielleicht auch in der Lage diese Außerirdischen aufzuspüren.
🙂
Wir Menschen z.B sind in unserem Handeln nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich limitiert. Viele Dinge, die technisch machbar wären scheitern schlicht und einfach am fehlenden Geld.
Warum sollte das bei außerirdischen Zivilisationen anders sein?
Vielleicht ist dies auch eine Erklärung für fehlenden Besuch der ETs.
Was machen denn die Amerikaner bitte schön..und wer behauptet das Bush kein Alien ist ist selber eins..wir sind schon längst unterwandert..ihr versucht viel zuviel mit den Augen zugucken die längst schon geblendet sind und auch überhaupt nicht in der lage sind bestimmte Dinge zu sehen oder zu erkennen!!!
Ist eine Spur (bsp.Sonde) eine Kolonisierung?
Deuten den Spuren darauf hin, das eine Kolonisierung grundsätzlich, so wie Fermi fragt, stattfinden kann? Ich meine für eine andere Species ist eine unserer Sonden vielleicht Indiz auf eine andere Species (Mensch) aber sagt nichts darüber aus das eine Kollonisierung für die Menschen möglich ist?
Selbst wenn eine andere Species woanders lebt und vielleicht auch kolonisiert, heißt dass das deren Fähigkeit mit unserer kompatibel ist? Also wir deshalb die Möglichkeit hätten es ihnen gleich tun könnten?
Die benötigen vielleicht eine Umgebungtemparatur von -60 Grad und brauchen hohe Dosen kosmischer Strahlung, die es auf der Erde so nicht gibt und würden auf der Erde einfach unter ihrem Eigengewicht zerquetscht werden!
Ich weiß das ich nichts weiß!
Ja, natürlich wird es Lebewesen / Zivilisationen geben, die völlig glücklich damit sind, auf ihrem Heimatplaneten zu bleiben. Aber kann man denn wirklich annehmen, das ausnahmslos ALLE anderen Lebewesen / Zivilisationen so handeln? Es braucht nur EINE einzige Zivilisation, die nicht so handelt und sich doch ausbreitet, und \“schon\“ ist die Galaxis besiedelt. 😉 Das ist so wie mit den Geheimnissen: wenn jemand sie ausplaudert, spielt es keine Rolle mehr, dass alle anderen Mitwisser eisern geschwiegen haben…
Zum zweiten Punkt: auch hier hast du erst mal recht. Wir können nicht ausschliessen, das irgendwann jemand da war. Das werden wir wohl auch nie können. Aber wir haben keinen einzigen soliden Hinweis dafür, DASS jemand da war. Als Beispiel, stell dir vor, du kommst vom Urlaub zurück und findest deine Wohnung exakt so vor, wie du sie verlassen hast. Kannst du ausschliessen, dass ein sehr professioneller Einbrecher drin war, der nichts verändert oder gestohlen hat und danach ohne Schäden zu hinterlassen wieder gegangen ist? Nein, natürlich nicht. Trotzdem wirst du dich fortan nicht auf den Standpunkt stellen, dass da möglicherweise ein Einbrecher in der Wohnung war, wenn dich z.B. nach den Ferien fragt. Wir bauen unser Weltbild auf Fakten auf, nicht darauf, was wir nicht \“mit absoluter Sicherheit\“ ausschliessen können. Genauso ist es mit den Ausserirdischen Besuchern auf der Erde: so lange wir keine soliden Hinweise, \“Spuren\“ haben, gibt es einfach keinen Grund ernsthaft zu vermuten, dass sie wirklich da waren.
guten tag.
ich hab zwar noch nicht alle kommentare gelesen würd aber gern trotzdem was loswerden.
wegen den besiedelungen. wir gehen immer im grunde vom verhalten des menschen aus. was würden wir tun. die menschheit ist bestrebt, sich weiterzuentwickeln. neue gebiete zu erforschen. in den weltraum vorzudringen…
wäre es nicht rein theorethisch möglich, dass es lebewesen gibt, die nicht menschlich handeln? das heisst dass sie einen planeten bewohnen und auch nicht vorhaben von da weg zu kommen… die einfach so handeln wie wir uns das auf keinste weise vorstellen könnten.
zu den \“besuchern\“. niemand kann mit bestimmtheit sagen, ob nicht mal schon wer bei uns war. man nehme die vergangenheit. lt. geschichte gibts den \“mensch\“ ca 3 millionen jahren. was sich in der zeit, in der es noch keine schrift oder sprache im herkömmlichen sinn gab, abspielte, kann niemand sagen. vielleicht würden wir entdeckt. vielleicht wurden wir wirklich wie im zoo gehalten oder gezüchtet. warum dann niemand gekommen ist, wie sogenannte \“touristen\“ liegt vielleicht an der möglichkeit, dass manche wesen nicht leben um zu zerstören, so wie der mensch. der mensch ist grundsäzlich darauf aus, sich und seiner umgebung schaden zuzufügen. könnte man bis jetzt überall in erfahrung bringen. seit der mensch aufzeichnete was er tat, konnte man die grausamkeit erkennen, die der mensch in sich trägt. vielleicht gibt es aber wirklich intelligente wesen, die erkannt haben, dass es besser ist zu erschaffen als zu zerstören.
also das wären nur so kleine denkanstösse von mir.
1) Das Fermi-Paradoxon fragt ausdrücklich nach einem Beweis und nicht nach einem Verbleib von Ausserirdischen! Es ist so nichts weiter als das Erschlagen jeder Spekulation durch die Feststellung fehlender Beweise.
2) Das Fermi-Paradoxon belächelt durch eine \“ scheinbare Leichtigkeit, … kolonisieren lassen\“ die naive vorstellung einer für selbstverständlich gehaltene Konolonisierung.
3) \“die Galaxis in wenigen Millionen Jahren vollständig besucht oder gar besiedelt wäre\“
Eine expondenzielle Entwicklung weiterhin anzunehmen, halte ich gerade aufgrund einer zuvor beobachteten, eher f. unwahrscheinlich. Je weiter eine solche voranschreitet um so näher kommt man dem Stillstand, den Grenzen bzw. d. Rückentwicklung. Siehe deine Ausführung zum Energiebedarf einer anwachsenden Gesellschaft. Zusätzl. muss man den Fakt berücksichtigen, das sich die Geschwindigkeitsberechnungen unserer Ausbreitung ausschließl. auf unseren natürlichen Lebensraum bezieht. Diese nun auf Lebensfeindliche Bereiche anzuwenden ist reine Spekulation. Bis eine Species tatsächlich sich fremde ihr feindliche Lebensräume erschließen kann, muss sich diese Species einem evolutionären Sprung unterziehen. Ein techn. Sprung reicht nur aus um sich in seinem \“Reagenzglas\“ weiter auszubreiten. Und nur dieses Ausbreiten können wir als unsere bisherige Entwicklung heranziehen. Die Theorie der Uploads in Maschinen könnte jedoch durchaus ein solcher evolutionärer Sprung sein, er würde alle Probleme also auch die der Energie lösen können… und wir würden wahrscheinlich auch keine wesentlichen Spuren auf fremden Planeten hinterlassen. Es wäre eine überaus-virtuelle und nur sehr eingeschränkte physische Existenz! Deine eigene Theorie widerlegt hier also die Schlussfolgerung das eine Kolonisierung durch das sichtbarwerden beweisbar wäre.
3. \“nach dem Verbleib von Ausserirdischen fragt.\“
Falls, die uns erkennbare Galaxis nur ein winziger Teil eines noch größeren Ganzen ist, ist auch die Möglichkeit einer vor vielleicht wenigen Millionen Jahren neu entstandenen Konstellation aus bereits vorhanden Teilchen möglich. Falls wir nur in dem Tropfen eines Ozeans leben, kann die berechnete Annahme, das es keine fremde Intelligenz oder auch Kolonisation ausserhalb dieses Tropfens gäbe weil wir keine sichbar erkennen vielleicht richtig sein. Dies ist jedoch dann nur eine Momentaufnahme. Die Altersbestimmung von Wassermolekülen, genauso wenig die Erkenntnis das die entdeckten Sandkörner um uns herum sich im Kreis bewegen und unbewohnt sind, würde hier keine Aussagekraft auf das Vorhandensein oder den Verbleib Ausserirdischer haben. Und aus den Berechnungen aus unserem Wassertropfen herraus, können wir niemals errechnen, ob eine Species auf einem uns unbekannten Land lebt, selbst wenn wir die Grenzen des Ozeans aus unserem Wassertropfen herraus erkennen könnten! Der -Verbleib von Ausserirdischen- bezieht sich auf unseren momentanen Erkenntnisstand. Es kann nämlich sein das unser Wassertropfen in einer Millionen Jahre an Land gespült wird, ohne dabei wesentlich Schaden zu nehmen und da sieht unsere Umgebung dann durchaus Kolonisiert aus. Dies sind natürlich alles unwissenschaftliche Beobachtungen (Beweise?)!
Und ich stimme dir voll und ganz zu, es gibt gemessen am Raum \“der von uns erkannten\“ Galaxis verhältnismässig wenige Ausserirdische. Deshalb habe ich auch die VERSCHWÖRUNGSTHEORIE ;), dass falls eine Kolonisation stattfindet, dies immer nur einer einzigen Species vorbestimmt ist. Nämlich der Species die zuerst dies in Angriff nimmt und das scheinen wir zu sein.
Um dich zu erlösen: Ich bewundere Leute die sich mathematisch so gut auskennen wie du, bin aber auch an dem Punkt angelangt zu erkennen, wann zwar Berechnungen in sich stimmig aber mit einer falschen Übertragung auf andere Dinge einhergehen können. Also letztendlich die richtigen Berechnungen zu einem falschen Schluss führen. Und das angeführte Paradoxon ist dafür ein vortrefflicher BEWEIS! ;), da es unwissenschaftlich ist oder um ein Dogma zu beweisen: Es stellt für mich mittlerweile schon fast eine sarkastische Anmerkung eines Wissenschaftlers dar, der seine Kollegen oder auch die Art der Wissenschaftsgläubigkeit seiner Zeit mit ihrer eigenen plakativen Denkweise konfrontiert! Auch wenn dies von vielen seiner Zeitgenossen für ernst genommen wurde, weil es eben der \“Leichtigkeit\“ des \“zivilisierten\“ Denkens entspricht. ..Kann natürlich auch sein das er das wirklich ernst gemeint hat und nur als Stellvertreter dieser Denkart gelten kann.
Entschuldige, aber ich habe das Gefühl, du hast nicht genau verstanden, worum es beim Fermi-Paradoxon geht. \“Wir sind es selbst\“ kann schon deshalb nicht die Antwort sein, weil das Fermi-Paradoxon nach dem Verbleib von Ausserirdischen fragt. Im Prinzip geht es darum, dass die Entwicklung der Menschheit vom Faustkeil zur ISS in extrem kurzer Zeit verlaufen ist (gemessen am Alter etwa unserer Galaxis), und dass, selbst wenn man konservative Annahmen sowie die Lichtgeschwindigkeit als Maximum zu Grunde legt, die Galaxis in wenigen Millionen Jahren vollständig besucht oder gar besiedelt wäre. Dass die Erde hingegen trotzdem NIE nachweislich besucht oder gar kolonisiert wurde, würde somit darauf hindeuten, dass kolonisierende / besuchende Ausserirdische extrem selten sind. Dies wiederspricht zumindest unserem ersten Eindruck, dass der Weg zur Zivilisation nicht so extrem unwahrscheinlich ist.
Fermi wollte keinesfalls zu einer intensiveren \“Suche\“ aufrufen (zumal SETI in seiner modernen Form damals gar nicht existierte), sondern machte bloss auf den oben erwähnten Widerspruch aufmerksam.
Was den Rest angeht, da erkenne ich höchstens eine kurde und für mich anhand der Faktenlage völlig abwegige Verschwörungstheorie.
1. Intelligenz bedingt nicht Reiselust oder Kolonisierung! Dies entspringt nur dem menschlichen Not zu wissen, dass wir auf einem kleinen Planeten sitzen den wir z.Zt. noch glauben nicht verlassen zu können. Kurz: Wir sind neidisch auf die Sterne !
2. Spuren von ausserirdischer Intelligenz: Gerade derjenige, welcher keine Spuren hinterlässt, kann zumindest diesbezüglich als wirklich Intelligent gelten! Eine höhere Intelligenz kennt das Pfadfindertum, so wie ein intelligenter Scout seinem Pferd einen Ast an den Schwanz bindet.
3. Provokativ könnte man auch Enrico Fermi mitteilen:
\“Wissen zu haben, bedeutet nicht intelligent zu sein, aber wärst du intelligent, würdest du das wissen !\“ Zitat von Adrian E. Streit… soll heißen das Fermi einfach unterstellt, das unser Wissen (Kennnisnahme) zwingend wäre, für die objektivität der Annahme einer (außerirdischen) Intelligenz. Zugegeben das Zitat spricht ihm etwas davon ab ;O, denn es geht ja gerade darum die Wahrscheinlichkeit von ausserirdischen Intelligenzen zu betrachten, und nicht ob es bereits bewiesen ist. Anderseits glaube ich das Fermi damit eher die tatsächliche praktische Suche beführwortet, als darüber spekulieren zu wollen.
4. Falls Wissenschaftler Spuren fänden oder gar Kontakt aufnehmen würden, ist anzunehmen das dieses Wissen nicht der Allgemeinheit zugänglich gemacht würde. Auch wenn die Technologien zur Raumfahrt soweit entwickelt werden das Leben auf anderen Sternen möglich ist, (upps… natürlich heißt es wäre!)
Aufgrund der obigen Punkte kann weder Fermi oder ein neuzeitlicher Forscher Spuren feststellen.
In Verbindung mit der Frage \“Welche Zukunft hat die Menschheit\“ und die wahrscheinliche Entwicklung der Menschheit will ich folgende Hypothese aufstellen:
Da wir Menschen alle erfolgreichen Prinzipien unserer bisherigen Entwicklungsstufen beibehalten, verfeinern sowie ausgebauen, wird es so sein, dass ein Teil (Wissenschaftler und obere Klasse) der Menschen dieses Wissen nutzen und auch eventuell den Weltraum kolonisieren können oder dies bereits tun? Sie werden dieses jedoch nicht mit der Mehrzahl der Menschen auf der Erde teilen, sondern diese möglichst lange in den nun schon tausenden von Jahren bewährten Oligarchien belassen, und dazu gehört einfach auch sie uninformiert bzw. desinformiert zu lassen. (nicht politisch gemeint.) Einer muss ja die Resourcen brauchbar aufbereiten.
Würden wirklich auf anderen Sternen menschliche Ressourcen benötigt, kann man diese ohne weiteres von der Erde holen. Für die meisten vormaligen Erdenbewohner die ich kenne, wäre dies sogar ein Privileg! Wäre wahrscheinlich jedoch gar nicht notwendig, denn das meiste könnte die (ahnungslose) auf der Erde zurückgebliebene Mehrheit der Menschen produzieren. Deshalb komme ich zu der Schlussfolgerung: Solltet ihr irgendwann einmal diese raumfahrenden ET\’s in euer Okular bekommen, vielleicht durch einen Hobbyfotographen, werden diese erst gar nicht als solche erkannt, wenn sie sich nicht körperlich stark verändert haben sollten. (..ich würde sie natürlich sofort erkennen, da ich selbst auch meine Hülle nicht mehr als wesentlich betrachten kann…;O) Also falls man sie erkennt wird man ausrufen: \“Verdammt die sind ja wie wir!!!\“ Aber logischer weise wird man sie nicht als Menschen erkennen!
Dies ist aus den weltlichen Umständen ohne weiteres als bereits gegeben abzuleiten. Zumindest würde ich, als Person, niemals den Versuch unternehmen den normalen Bürger davon überzeugen zu wollen, dass ich bereits in der Lage bin fast kostenlos Strom zu produzieren, einmal im Monat am Mond vorbeifliege und auf dem Astoroiden NX7-2 eine autonome Produktionsanlage für Titaniumstäbe unterhalte, solange diese Bürger mir dafür hohen Aufwand bereit sind zu zahlen. Und die Frage, ob die meisten Mitglieder unserer Menschheit, also d. Otto-Normal-Verbraucher, mit einer höherentwickelten Lebensweise zurecht käme, brauche ich mir auch nicht zu stellen. Da reicht für die meisten ein Faß Bier und die Bildzeitung schon aus. (…die gibt es doch noch, oder?) \“Der Mensch kann nicht gut genug über den Menschen denken\“ hat mal jemand gesagt. Recht doppeldeutig aber wahr. \“Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.\“ Aldous Huxley … Daran muss sich eigentlich jeder halten!
Kurz: Das was wir wirklich entdecken können wird hauptsächlich von den Faktoren die uns von der wirklich regierenden Minderheit auferlegt wird, definiert. Verschwörungstheorie hin oder her … Aliens mal da oder da 😉 … ich glaube nicht das was ich sehe, schon gar nicht das was die Allgemein zugängliche Meinung als Beweis darstellt, sondern nur was ich mir erklären und auch ableiten kann. Es reicht mir da die objektive Wahrscheinlichkeit für eine Sache, (selbst wenn es gegenteilige Beweisführungen gibt. Im umgekehrten Fall ist es mittlerweile schon fast verdächtig wenn Beweismittel (bsp: Fotos von Mondlandung) angepriesen werden.
Diese Antwort konnte ich erst auf einem als Zwischenstop assimilierten Rechner absetzten, so hoffe ich das trotz meiner weiten Reise die zeitliche Verzögerung nicht allzu groß ist 😉 \“Die beste Tarnung ist und bleibt die nackte Wahrheit – die glaubt einem sowieso keiner\“
übrigens:
\“Berechnungen haben ergeben, daß eine Hummel aufgrund des Verhältnisses zwischen Flügelfläche und Schlagfrequenz einerseits und Ihrem Körpergewicht andererseits, gar nicht fliegen kann. Die Hummel weiß jedoch nichts von diesen Berechnungen und fliegt wahrscheinlich irrtümlicher Weise.\“
zitat von Alexander Sikorsky
Mein Kommentar unten war an Estein gerichtet… (nur, dass keine Missverständnisse aufkommen)
@NX7-2: \“Wir sind es selbst\“???
Deine Seite ist toll und die Berichte super!
Es gibt aber eine alles erschlagende Einsicht, die die Frage das Fermi-Paradoxon beantwortet.
Es ist die Möglichkeit die einzig übrigbleibt, wenn man alles unwahrscheinliche bzw. falsche ausgegrenzt hat!
Wir sind es selbst!
Interessante Gedanken, auch wenn ich nicht überall zustimmen kann. Ich denke, dass es schlicht zu wenig Ausserirdische gibt (bzw. dass sie zu weit weg sind), als dass wir mit ihnen jemals direkt \“Kontakt\“ aufnehmen könnten. Aber man soll nie Dinge ausschliessen, von denen man nicht sicher ist, dass sie falsch sind… 😉
Stimme aus dem All:
Wir haben schon in den letzten Jahrmillionen den blauen Planeten öfters mit Steinen beschmissen. Da war erst mal Ruhe. Was danach aufblühte hat sich dann die Theorie von Asterioiden gebastelt, weil es sich nicht traut daran zu glauben, das es Wesen gibt die Prössel im Weltall einfach umlenken können und einfach bloss weil ihr nur die Steine kennt und wahrnehmt die da geflogen kamen.
Das machen wir auch wieder und solange bis auf dem blauen Planeten mal was vernünftiges gedeiht.
Ihr werdet erst die Erde hinter euch lassen können, wenn ihr mit euch selbst keine Probleme mehr habt. Ihr werdet erst neue Welten erobern, wenn ihr gelernt habt als eine Einheit zu funktionieren und euch nicht gegenseitig mit Steinen beschmeißt! Und falls ihr es vorher versucht, mit unverhältnismässig großem Einsatz zu euren doch bescheidenen Ressourcen, dann werdet ihr so scheitern wie eure Vorgänger mit den Pyramiden, die sich nur selbst zugrunde gerichtet haben.
Ich such schon mal einen Krümmel aus, denn es wird mal wieder Zeit den in eure Richtung zu schubsen!
grins 😉
Wir Menschen kennen andere Lebensformen und wir wissen auch ungefähr das es sich um eine gewisse Intelligenz handelt. Delphine z.B.! Respektieren wir deshalb deren Lebensraum oder gar deren Intelligenz und deren Leben. Nein, nur in Ausnahmefällen. Ein Ausserirdischer müsste also verdammtes Glück haben, wenn er sich unserem Planeten nähert, das er auch ja an die richten Menschen gerät, sonst wird er schneller als es irgendjemand mitkriegt nicht mehr sein. Es können also nur Wehrhafte Ausserirdische mit uns Kontakt aufbauen bzw. dabei überleben! Und dazu gehört Intelligenz. Und wenn sie uns überlegen sind, also intelligenter, dann werden sie sich entweder nehmen was sie brauchen, den wehrhaften Teil von Uns mit einem Schlag wegwischen, dass merken wir dann gar nicht oder den Kontakt meiden! Was hätten die von unserer Gesellschaft.
Die einzige Möglichkeit wäre, das es eine uns ähnl. Lebensform gäbe. Die nicht viel intelligerter als wir selbst und auch nicht wesentlich dümmer ist. Sie müsste ähnl. Interessen haben und gleichgeartete Probleme, und daher einen Nutzen aus einem Kontakt, einer Symbiose, mit uns ziehen. Und die wahrscheinlichkeit das ähnl. Wesen wie wir entwickelt haben, trotz der unzählig möglichen Entwicklungstufen im All und dann gerade auf unseren Planeten kommen ist weit aus unwahrscheinlicher, als das es überhaupt fremde andersartige Intelligenz da draussen gibt.
Wir wünschen uns einen Kontakt damit wir davon einen Vorteil haben! Ausserirdiische, uns überlegene Wesen werden wahrscheinlich nach noch überlegenderen Wesen Ausschau halten, aber nicht nach uns. Und wenn dann nur um einen Nutzen aus uns zu ziehen, so wie wir auf andere Planeten nur unseren Fuss setzten werden, wenn wir ihn ausbeuten, einnehmen können oder von ihm lernen können.
Wir werden in den nächsten Jahrhunderten große Verluste da draußen haben. Und wir werden irgendwann feststellen, daß es sehr gefährlich war uns wie eine Fliege auf einen Tellerrand zu setzten. Und die Menschheit als Ganzes wird erstmal gar nicht mitkriegen, warum so viele nicht zurück kommen werden. Und wir können nur beten, dass es eine außerirdische Intelligenz gibt die einen Nutzen in der Existenz der Menschen entdeckt, ansonsten gibt es uns nämlich genauso lange wie eine Fliege.
Ich hoffe nur das eine Vorraussetzung für höhere Intelligenz eine durchweg friedliche Eigenschaft mit einschließt! Diese Wahrscheinlichkeit sehe ich teoretisch als gegeben, wenn ich mir die derzeitige Menschheit anschaue. Dies ist jedoch nicht zwingend.
Die phys. Grenzen d. Menschen sind Grund für seine begrenzten Möglickkeiten. Und nicht nur der Fortbewegung sondern auch der Wahrnehmung. Woran will man denn den Ausserirdischen erkennen. Daher wird, falls vorhanden, eine ausserird. Species ganz anders beschaffen sein müssen als wir um die Entfernungen zurücklegen zu können! Bei Kontaktaufnahme, wird dies mit unserer Regierung oder wissenschaftlern möglich sein, eine Hausfrau wird wahrscheinlich nur im Horoskop nachschauen ob ihr diese Phänomene erklärt werden. Wir werden dies nicht erfahren und wenn doch dann wird dies niemandem weitergegeben werden, das ist mal sicher! Es würde keiner glauben wollen, denn was noch nicht im Fernsehen war glauben 95% d. Menschen nicht. Klarer Fall von Halluzination!
Aufgrund einer andersartigen Species werden wir auch nicht in d. Lage sein diese augenscheinlich als solche wahrzunehmen. unsere Erwartungen und somit unser Fassungsvermögen ist zu determiniert. Falls ihr im Cafe sitzt und einen Mann auf der Strasse verschwinden seht, der sich in Luft auflöst, werdet ihr allerhöchstens euch die Augen reiben, weniger Alkohol trinken oder an euch selbst zweifeln. Anders beschaffen heißt vielleicht auch, flüssig oder gasförmige Erscheinung und nicht 1.80m groß sondern vielleicht vom Volumen eines Sees, einer Wolke oder temporären Erscheinung eines Erdkluppens. Da ja auch intelligenter (höh.KnowHow) heißt nicht das diese uns wahrnehmen oder uns gar als wichtig erachten. Unsere Interessen liegen ja auch nicht darin Ameisen etwas über Moses beizubringen oder Bakterien zum Kaffetrinken einzuladen.
ich halte jedoch trotzdem die Augen auf 😉
Ausgegangen davon, dass Naturgesetze Allgemaingültigkeit besitzen, erfordert also die \“Reise\“ tatsächlich viel Rohstoffe (bis jetzt).
Leider kann ich vorerst nur Bezug zu Menschen herstellen, weil keine Aliens da sind (bei mir). Jede Gesellschaftsstruktur (z.B. Ameisen) folgt Regeln, Zielen und Interessen, wobei sich die jeweils vorherrschende Größe durchsetzt. So also auch bei \“uns\“…Ist denn der Großteil der Machthabenden wirklich daran interessiert andere Planeten zu besiedeln? Hier ist das Geld, hier sind die Maschinen, hier sind Unterschichten…
Auf anderen Planeten ist einfach die Gefahr der Machtabnahme zu groß. Kostet ja auch Geld- klar.
Daraus erlaube ich mir den Schluß zu ziehen, daß Außerirdische ebenso desinteressiert sind, ihre Rohstoffe \“ins All\“ zu blasen, um irgendwo bei Null wieder zu beginnen. Außer, die Intelligenz zerstört(e) den Planeten und Reisezwang entsteht, dann nutz ein neuer Planet aber auch nichts, denn Blödheit geht von einem neuen Planeten nicht weg…
Auch wenn man das natürlich nicht direkt ausschliessen kann – die Frage wäre, weshalb man dies (mal abgesehen vom Reiz, den der Gedanke an sich hat) überhaupt vermuten sollte. Gibt es konkrete Hinweise darauf, dass dies der Fall sein könnte? Ich würde sagen, nein…
Und wie wäre es, wenn wir das Produkt! von Ausserirdischen sind? So schlecht geht es uns doch eigentlich gar nicht. Keine Gesellschaft ist perfekt. Deshalb haben wir keinen Kontakt mit anderen Ausserirdischen, weil unsere Schöpfer dies nicht zulassen? ;-))
Das Problem ist halt, dass wir nichts über die Motivationen intelligenter Ausserirdischer wissen. Es wäre also keineswegs zu erwarten, dass sich alle ETIs \“neuen\“ Zivilisationen gegenüber zurückhaltend verhalten: für einige wären wir primitiv und uninteressant, für andere eine gute Geschäftsgelegenheit, wieder für andere eine nette Zwischenverpflegung… 😉 Insofern sind \“Lösungen\“ für das Fermi-Paradoxon, die auf \“inneren Motivationen\“ der ETIs beruhen (z.B., \“sie wollen nicht Kontakt herstellen\“, \“sie wollen keine Raumfahrt betreiben\“, etc.) statt auf \“äusseren Zwängen\“ (z.B. \“es gibt einfach zu wenige von ihnen\“) prinzipiell instabiler (weil es eine einzige ETI braucht, die nicht so handelt, und schon fällt die Erklärung in sich zusammen) und weniger berechenbar. Das heisst nicht, dass es nicht so sein könnte.
Und was ist, wenn sich weit entwickelte Lebewesen nicht mit solchen Trolos wie uns abgeben können, wollen oder dürfen? Ich pers. tippe ja auf wollen. Haben wir hier (Erde) irgend etwas im Griff? Und der Rest, der nicht so weit entwickelt ist, ist wahrscheinlich genauso blöd wie wir (oder schlimmer)! Da kann das schon mal mil. Jahre dauern oder?
Zu der gesamten Thematik \“zu weit weg / Rohstoffaufwand\“ etc. kann ich nur folgendes schreiben:
video.google.com/videoplay?docid=-5070476612863849446&q=evidence+nasa&hl=en
video.google.com/videoplay?docid=8524267568796529301&q=evidence+nasa&hl=en
@bynaus: Bleibt die Frage ob eine Zivilisation die anstrengung macht sich über mehrere Galaxien auszubreiten!
Selbst bei annähernt Lichtgeschwindigkeit würde ein Sollcher Flug einfach noch zu lange dauern. Udn sogar wenn sie Noch Schneller sind als C würde es sehr lange dauern.
Wie ich schon sagte: Wenn es nur um andere Intelligenzen geht macht Radioastronomie da vielleicht mehr sinn von Rohstoffaufwand u.s.w.
Ausserdem werden auch ein Paar Zivis nicht Raumfahren weil sie z.b. Alle verfügbraren Rohstoffe verbraucht haben.
Und wir sind durch Zufall Grade von sollchen Umgeben 😉
Ausserdem: Vielleicht sind wir einige der \“Allersten\“ Zivilisationen die sich aufmachen das Weltall zu besiedeln.
Das andere Früher da waren ist zwar eine Haltbare, aber keine Zwingende annahme.
@Jan: Du hast recht, wir wissen nichts – aber wir können versuchen, über Gesetzmässigkeiten, von denen wir vermuten könnten, dass sie auch für andere Zivilisationen gelten, auf deren Verhalten zu schliessen.
@D.: Von-Neumanns könnten eben sehr klein sein. Eine Sonde, die gerade mal 1 m gross ist, findest du nicht in einem Sonnensystem von mehreren Milliarden Kilometern Durchmesser. Das Paradox würde sich auf jeden Fall trotzdem ergeben, wenn man davon ausgeht, dass eine Zivilisation, wenn sie mal weit genug verbreitet ist, nicht mehr ausstirbt. In diesem Fall wäre die Galaxis schon von früheren Zivilisationen besiedelt worden – oder von Zivilisationen aus benachbarten Galaxien, wenn du so willst…
@blueflash: Die Von-Neumanns müsste man halt darauf hin programmieren, dass sie eben aufhören, sich zu teilen, wenn sie eine bestimmte Anzahl Verbindungen zu Nachbarsonden geknüpft haben, so dass das Wachstum stoppt. Sonst wäre wohl unterdessen die ganze Galaxis in Von-Neumann-Sonden umgebaut worden… Und du hast natürlich recht, dass Kolonien zunächst (oder auch länger…) von der Heimatwelt abhängig sind – deshalb schrieb ich auch von autarken Kolonien. Eine ganz andere Frage wäre natürlich, ob es überhaupt möglich ist, wirklich autarke Kolonien zu erstellen.
Hallo,
du hast mal wieder deine Lieblingsidee propagiert ;).
Das Problem: auch von Neumann sonden breiten sich exponentiell aus, würden also bemerkbar sein.
Dann deine Annahme von der \“unverwüstbarkeit\“ einer Zivilisation mit mehreren Kolonien: Eine Kolonie ist der Mutterwelt industriell weit unterlegen und ohne angemessenes Terraforming langfristig von ihr abhängig. Wenn interstellare Antriebe zwar möglich aber extrem aufwendig sind, ist eine \’Vernichtung\‘ (also eher eine Rückstufung) der Zivilisation viel länger möglich, als du annimmst. Koloniekriege und ähnliches würden dazu nichteinmal eine andere Zivilisation vorraussetzen.
Sorry wenn es unzusammenhängend ist:
-Selbst eine Von-Neumann-Sonde müsste man aufspüren können.
Und ein Ganzes Netz auch. Wenn auch nicht so Deutlich wie kolonien. Und wieso sollte so ein Netz allen Potenzielen Raumfahrern den Zugang ins All Verwehren?
-Wie gesagt. die Frage bei den Virteullen Realitäten ist:\“ Wären diese Wesen Bereit in einer Illusion zu leben?\“
Und ob ihnen eine Solche Existens Bekommen Würde.
-Ausserdem: gehen wir mal davon aus, das PRO GALAXIE Nur eine Zivilisation entsteht die eine Stufe erreicht in der sie Raumfahren und besiedeln!
Und eine Intergalaktische reise dauert lange und wäre sehr
Rohstoffintensiv. Da würden sich wohl die Meisten Zivis erstmal auf eine Besiedlung der galaxis Konzentieren. Wenn überhaupt.
In dieser Situation würde sich das Paradox nicht ergeben.
Sie Würden eher Radiosignale Senden…Die Frage ist ob man das Entfangen.
Ohne Beweise kann man in alle richtunegn Speckulieren.
Ich glaube, wir wissen viel zu wenig oder anders gesagt
-nichts- über ausserirdische Zivilisationen, um Prognosen über deren Expansion in der Galaxis aufzustellen.
Möglichweise werden wir irgendwann mehr wissen.
Aber sollte sich im Laufe der Verfeinerung unseres physikalischen Weltbildes herausstellen, dass Interstellare Reisen nur mit Unterlichtgeschw. möglich sind (z.B. Fusion, Sonnensegel), dann zweifel ich persönlich auch daran, dass wir, die Menschheit, jemals bemannte Reisen zu anderen Sternsystemen zwecks Besiedlung (wozu ja mindst. einige 1000 Individuen nötig wären) antreten werden, egal welchen technischen Stand wir erreichen. Denn die Reisezeiten sind bei Unterlichtreisen meiner Meinung nach einfach zu hoch und lohnen sich nicht. Insbesondere dann nicht, wenn wir in nahen Systemen, wie A Cen, ebenfalls nur ungeeignete, trockene Gesteinsplaneten wie Mars und Venus vorfänden. Und die nächste Erde-Kopie, die ohne großes Terraforming zu besiedeln wäre, ist aller Wahrscheinlichkeit nach so weit entfernt, dass wir sie nie erreichen bzw. niemand Lust auf eine Jahrhunderte lange Reise hätte.
Also zum Schluss nocheinmal: Sollte sich herausstellen, dass interstellare Reisen physikalisch nur mit Unterlicht möglich sind und die erhofften \“exotischen Antriebe\“ niemals existieren werden, dann wird auch der Menschheit nichts anderes übrigbleiben, als von Neumann – Sonden auszusenden und von denen alle paar Jahrzehnte neue Bilder aus unerreichbaren Systemen zu empfangen.
Mit einer Antwort auf die alles entscheidende Frage (Reisegschw. / Exotische Antriebe etc.) rechne ich eigentlich noch in diesem Jahrhundert 🙂
Man kann also noch hoffen… zu wünschen wäre es jedenfals
Gruß
Jan
(\’inert\‘ scheint eines deiner Lieblingswörter zu sein 😉 )