Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03321.jsonl.gz/2028

|Als erstes ein paar einleitende Gedanken. Ich bin immer ein wenig Richtung Biologie interessiert. Der Mensch ist ein Säugetier. Unter den Säugetieren ist der Mensch ein sekundärer Nesthocker. Im Gegensatz zu den Huftieren, die weiterentwickelt sind. Die kommen auf die Welt und in der ersten Stunde können sie schon aufstehen und trinken. Also sich selber versorgen. Der Mensch ist ein Nesthocker. Das heisst, das Baby muss lange unterstützt werden. Wir haben hier einen kleinen Nesthocker. Die Mutter kann nicht gleichzeitig für das Kind sorgen und Nahrung einbringen. Sie ist darauf angewiesen, dass noch jemand anderes hilft. Wenn man in einer Kleinfamilie lebt, muss das der Vater sein. Wenn man in einer Grossfamilie lebt, kann es die ganze Grossfamilie sein. Das bringt natürlich gewisse Dinge mit sich. Das Kind ist auf mütterliche Hilfe angewiesen, damit es gut gedeihen kann. Sie kann nicht gleichzeitig Geld verdienen und Nahrung heimbringen etc. Früher wuchs man eher in Grossfamilien auf, also in Bauernfamilien. Da waren immer noch die Grosseltern auf dem Hof, manchmal noch ledige Tanten und Onkel. Alle haben ein wenig mitgeholfen. In Indien wächst man auch eher in Grossfamilien auf.