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Überblick
Unter einer Demenz versteht man den fortschreitenden Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit, insbesondere der Gedächtnisleistung und des Denkvermögens.
Häufige Fragen
Ursachen
Demenz tritt meist im höheren Erwachsenenalter auf und kann die Folge verschiedener Erkrankungen des Gehirns sein. Die häufigste Ursache von Demenz ist die Alzheimer-Krankheit, gefolgt von der durchblutungsbedingten (vaskulären) Demenz.
Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu einem fortschreitenden Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Damit einher geht ein Mangel an bestimmten Botenstoffen, die im gesunden Gehirn den Austausch von Informationen zwischen den Gehirnzellen sicherstellen. Die Ursachen für diese krankhaften Veränderungen sind bis heute nicht bekannt.
Die durchblutungsbedingte Demenz wird von Durchblutungsstörungen im Gehirn hervorgerufen, die lokal zu einem Absterben von Gehirnzellen führen. Die häufigste Ursache dafür sind Ablagerungen in den Blutgefässen (Arteriosklerose). Sie behindern den Blutfluss und fördern die Bildung von Blutgerinnseln, die zu Gefässverschlüssen führen können. Der wichtigste Risikofaktor ist der Bluthochdruck.
Daneben gibt es eine Vielzahl von weiteren Demenzformen, die aber nur selten vorkommen, beispielsweise Stoffwechselkrankheiten wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Vitamin-B12-Mangel.
In der Schweiz leiden rund drei Prozent der Sechzigjährigen an Alzheimer oder einer anderen Demenzkrankheit. Bei Menschen über 60 Jahren verdoppelt sich die Häufigkeit alle fünf Jahre. Frauen und Männer sind gleich häufig betroffen. Da Frauen im Durchschnitt aber eine höhere Lebenserwartung haben, gibt es mehr Demenzpatientinnen als -patienten
Symptome
- Auffällige Vergesslichkeit
- Konzentrationsstörungen
- Orientierungsschwierigkeiten
- Sprachstörungen
- Vermindertes Urteilsvermögen
- Schwierigkeiten bei der Verrichtung von Alltagstätigkeiten
- Verhaltens- oder Persönlichkeitsveränderungen
- Antriebs- oder Teilnahmslosigkeit
Diagnose
Die Memory Clinic Zentralschweiz ist spezialisiert auf ambulante Abklärungen von Gedächtnisstörungen und anderen Einbussen des geistigen Leistungsvermögens, insbesondere im höheren Lebensalter. Je früher eine Demenzerkrankung erkannt wird, desto besser kann die Behandlung und Betreuung der Betroffenen und ihrer Angehörigen durchgeführt werden. Eine frühzeitige und professionelle Abklärung ist deshalb von grosser Bedeutung.
In der Frühphase einer Demenz ist die Diagnosestellung oft schwierig, da auch normales Altern mit Einschränkungen der Hirnleistung einhergehen kann. Die Diagnose durch unsere Spezialisten erfolgt in der Regel nach einer ersten Abklärung durch den Hausarzt. Neben einer körperlichen Untersuchung kann er anhand einfacher Tests verschiedene geistige Funktionen überprüfen. Fallen die Resultate fraglich oder schlecht aus, erfolgt eine umfassende neuropsychologische Testung der verschiedenen Hirnleistungen und des Verhaltens. Damit lässt sich die Diagnose einer Demenz meist sichern oder ausschliessen.
Zur Diagnose von Alzheimer existiert allerdings kein Test, der einen eindeutigen Nachweis liefern würde. Die Diagnose ist deshalb immer eine Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, dass stets auch andere mögliche Krankheitsursachen gesucht werden müssen, die sich allenfalls behandeln lassen. Zu diesem Zweck gelangen mitunter auch bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.
Verlauf
Demenz ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Hirnleistungsfähigkeit und zunehmenden Problemen den Alltag zu bewältigen. Im Verlauf können auch Persönlichkeitsveränderungen und psychische Probleme entstehen. Im Spätstadium einer Demenz kommt es zum körperlichen Zerfall mit Verlust der Gehfunktion und der Kontrolle über die Harn- und Stuhlausscheidung. Im Endstadium sind die Patienten bettlägerig und gänzlich auf die Hilfe anderer angewiesen.
Behandlung
Die häufigen Demenzen wie die Alzheimer-Krankheit oder die durchblutungsbedingte Demenz können nicht geheilt werden. Selten kann eine Demenz ganz oder teilweise geheilt werden, wenn eine andere Erkrankung die Ursache für die Symptome ist.
Medikamente
Zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit setzen die Neurologen Medikamente ein, welche die Übertragung von Informationen zwischen den Gehirnzellen erleichtern. Dadurch lässt sich die Hirnleistung zumindest für eine gewisse Zeit verbessern und das Voranschreiten der Krankheit verzögern. Ausserdem lindern diese Medikamente verschiedene Symptome, die das Verhalten und die Stimmung betreffen. Besonders wirksam sind solche Medikamente, wenn sie zu einem frühen Zeitpunkt eingesetzt werden. Während des weiteren Krankheitsverlaufs passen die Spezialisten die medikamentöse Behandlung regelmässig an. Denn die Wirkungen und Nebenwirkungen der Medikamente können nicht nur von Patient zu Patient, sondern auch je nach Krankheitsphase unterschiedlich sein.
Vielfach lassen sich auch die Begleiterkrankungen und Begleitsymptome einer Demenz medikamentös behandeln. Sie sind für die Betroffenen und ihre Angehörigen häufig eine besonders grosse Belastung. Dazu zählen etwa Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen oder Aggressivität.
Vorsorge
- In jedem Alter geistig, körperlich und sozial aktiv sein
- Ausgewogene Ernährung
- Übergewicht vermeiden
- Ausreichend bewegen