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Jacques Schedler war ein in der Ostschweiz bekannter Maler und Zeichner. Er wurde am 1927 in Bürglen / TG geboren. Trotz der Herkunft aus einfachen Verhältnissen konnte er während der Wintermonate in seiner Lehrlingszeit als Flachmaler die Kunstgewerbeschule in St. Gallen besuchen. In den Jahren 1949 / 50 hielt er sich in Paris auf, wo er die Kunstschulen der Académie Julienne und der Grande Chaumière besuchte. Fernand Léger und Johnny Friedländer waren seine Lehrer und Orientierungspunkte. Einen nachhaltigen Eindruck auf den jungen Künstler machte eine grosse Ausstellung mit Werken von Georges Braque, die damals in Paris gezeigt wurde.
Zurück in der Schweiz, liess er sich in Zürich nieder, wo er erst in einem Warenhaus als Dekorateur arbeitete, bevor er sich als Maler und Grafiker selbständig machte und eine Familie gründete.
1961 übersiedelte die junge Familie von Zürich nach Warth im Thurgau.
In den sechziger und siebziger Jahren lag der Schwerpunkt seines Schaffens im Zeichnerischen und Illustrativen. 1974 – 1976 wirkte er als Karikaturist und Illustrator beim Nebelspalter. Es erschienen diverse Kinderbücher, sowie die erfolgreichen Bücher mit Landschaftszeichnungen der Ostschweiz.
Mit zunehmendem Alter fand er mehr Zeit und Ruhe, sich der Malerei zu widmen, die mit einem einzigen abstrakten Unterbruch anfangs der siebziger Jahre in ständiger Wandlung dem Figürlichen und Gegenständlichen verschrieben blieb.
Wandbilder schmücken verschiedene öffentliche Gebäude der Ostschweiz. Etliche Glasfenster finden sich in mancher Kirche der Region.
Jacques Schedler starb im Frühling 1989.
Der Werkkatalog
Der Kunsthistoriker Florian Hürlimann erforscht das Werk und Wirken von Jacques Schedler.
Kontakt: florianhuerlimann(at)hotmail.com