Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03364.jsonl.gz/140

Russland
Die einstige Supermacht verfügt einerseits noch über ein Sowjet-Arsenal an Atomwaffen und Handlungsspielräume im Bereich der asymmetrischen und digitalen Kriegsführung. Andererseits ist das Riesenreich ökonomisch ein Zwerg. So exportierte Deutschland 2016 beispielsweise mehr als doppelt so viele Güter in die Schweiz (8 Millionen Einwohner) als nach Russland (140 Millionen Einwohner). Ist die ökonomische Schwäche einer der Hauptgründe dafür, dass sich Russland derzeit genötigt sieht, eine Art von Guerilla-Diplomatie zu betreiben? Kann die fehlende Wirtschaftskraft (auch) historisch erklärt werden? Und wie liesse sich das politische Verhältnis zwischen der EU und Russland nach der Bundestagswahl wieder kitten?
Einleitungsreferat von Michail Schischkin
Teilnehmende
Moderation
Teilen
Eine Veranstaltung von
Jahressponsor
Das könnte Sie auch noch interessieren:
Der Staat braucht Einnahmen, damit er Krankenhäuser, Universitäten, die Polizei, die Gerichte, die Strassen oder Kitas und Schulen finanzieren kann. Die Gretchenfrage ist allerdings, wie viel Geld der Fiskus von den Bürgern und Unternehmern haben will.
Der Staat ist über Nacht wieder zum Heilsbringer geworden. Er soll Unternehmen, ja ganze Bevölkerungsschichten, retten, schützen und versorgen. In Deutschland, das sich lange als Sparweltmeister gebärdet hatte, kommt dies, so die gängige Meinung, einem Paradigmenwechsel gleich.