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„Warum schweigen gute Menschen zum 11. September?“
Teil 7: Gruppendenken
von Frances T. Shure
Übersetzung Andreas Bertram-Weiss
Es ist natürlich, sich an Bräuche und Sitten anzupassen. Dies kann einer Gesellschaft helfen, zusammenzuhalten und reibungslos zu funktionieren.
Es gibt jedoch eine Schwelle, jenseits deren die Anpassung fehlerhaft (maladaptiv) ist und zu dürftigen Entscheidungen führt. Das Überschreiten dieser Schwelle führt uns zu dem Phänomen des „Gruppendenkens“, das zuerst von dem Sozialpsychologen Irving L. Janis untersucht wurde.
Gruppendenken ist eine schlecht angepasste Erscheinungsform von Konformität, bei der der Wunsch nach Einheit durch die Gruppenmitglieder zu einer missbräuchlichen oder abweichenden Entscheidungsfindung führt. Gruppendenken bezeichnet die Tendenz von Mitgliedern einer „In-Gruppe“, sich der vorherrschenden Sicht innerhalb dieser speziellen Gruppe anzupassen wie auch Gruppendruck auszuüben, der deutlich zu verhindern sucht, dass alternative Sichtweisen ausgesprochen und bewertet werden. Diese dysfunktionalen (gestörten) Dynamiken bewirken ein aufgeblähtes Gefühl von Sicherheit bei den Gruppenentscheidungen. Und oft resultieren aus ihnen irrationale und entmenschlichende Handlungen durch die „In-Gruppe“ gegenüber einer „Aussen-Gruppe“.[1]
Die Dynamik des Gruppendenkens ist ein kontroverses Gebiet der psychologischen Forschung.
In dieser Serie haben wir gleichwohl verschiedene Beispiele des Gruppendenkens gesehen. Bedenken wir den Kult, den Festinger und andere untersuchten (in Teil 5). Es ist höchstwahrscheinlich, dass der Gruppendruck innerhalb dieser Gruppe ernsthafte Rückfragen zu ihrem heiligen Mythos der Apokalypse und der Rettung durch Aliens verbot. Wir sehen deutlich die dürftigen Entscheidungen, die letztlich getroffen wurden: Sie hingen unhinterfragbar an Marion Keechs automatischem Schreiben, als die Aliens nicht eintrafen, und sie entwickelten eine sekundäre Vorstellung, als die kognitive Dissonanz wuchs. Wir beobachteten auch das aufgeblasene Gefühl von Sicherheit bei den Mitgliedern (in Wirklichkeit eine Verteidigung gegen die kognitive Dissonanz), als sie zu missionieren anfingen.
Teil 3 führte in die Untersuchungen von Philip Zimbardo und Jane Elliott ein, in denen wir sahen, wie mangelhafte Entscheidungen getroffen wurden, als Subjekte gegenüber einer „Aussen-Gruppe“ Machtmissbrauch verübten.
Schliesslich zeigten Solomon Aschs Experimente über die Konformität (in Teil 6) die dürftigen Entscheidungen von 38.6% der Subjekte, wie diese sich den falschen Antworten der Mehrheit fügten.
Solomon Asch glaubte, dass unabhängiges Denken, Meinungsverschiedenheit zwischen Gruppenmitgliedern und das Abklären dieser Unterschiede durch Diskussion die Ecksteine einer gesunden Gruppendynamik sind, aus deren Beherzigung bessere Ergebnisse resultieren.[2]
Nimmt man dies als Standard eines gesunden Funktionierens der Gruppendynamik, dann stellen wir uns vor, wir hätten eine Gesellschaft mit einem Kongress, dessen Mitglieder aufgeschlossen genug sind, um mit ihren besorgten Wähler/inne/n den Beweis zu diskutieren, der aufzeigt, dass die Bush-Regierung über die Ereignisse von 9/11 gelogen hat - einen Beweis wie den der wechselnden Auskünfte von NORAD an die 9/11-Kommission über die Fehler der Luftverteidigung.
Und stellen wir uns vor, ein National Institute of Standards and Technology (NIST) würde in eine intensive und andauernde Diskussion mit Dr. Niels Harrit, Dr. Steven Jones und David Chandler über ihre Forschung eintreten - einer Forschung, die NISTs Analysen über die Zerstörung der drei Gebäude des World Trade Centers (WTC) widerspricht.
Ist eine offene Diskussion ein Zeichen für eine gesunde Entscheidungsfindung und eine gesunde Gesellschaft, dann wird deutlich, dass unsere gegenwärtige Gesellschaft zutiefst dysfunktional, d. h. gestört ist.
Ob wir nun innerhalb oder ausserhalb einer Gemeinschaft sind, die sich für die Wahrheit des 11. Septembers einsetzt, es ist lehrreich für alle von uns, dass wir uns dieser Anzeichen des Gruppendenkens bewusst sind, als da sind die Versuche, andere alternative Meinungen oder Gedanken zu zensieren, Selbstzensur zu üben, und die Dämonisierungen oder Stereotypisierung einer äusseren Gruppe. Je bewusster wir uns dieser möglichen Reaktionsweisen sind, desto mehr können wir uns dagegen schützen, menschlicher Schwäche zu unterliegen.
Eine schwache Ich-Struktur macht uns anfälliger für das Gruppendenken und schlechtangepasste Konformität, wie sie in obigen Studien beschrieben wurde. Hingegen hilft ein hoher Grad an genuiner Autonomie und Individuation, um uns vor diesen Tendenzen zu schützen.[3]
Eine aufrichtiges Engagement für die Wahrheit und für die Entwicklung einer starken Observanz gegenüber unseren eigenen Reaktionen kann uns dazu verhelfen, unsere menschlichen Neigungen zum Doppeldenk, zur schlechtangepassten Auflösung einer kognitiven Dissonanz und zu schlechtangepasster Konformität aufzuheben.
Sowohl Meditation wie auch Psychotherapie können dabei helfen, unsere Selbstbeobachtung zu entwickeln.
Ein weitere wichtiger Schlüssel zur Wahrheit ist Wissenschaft. Denn Wissenschaft verfügt über eingebaute Schutzvorrichtungen, wie das Testen von Hypothesen mittels Experimenten und die gängige Praxis, die eigene Methode und die eigenen Messungen mitzuteilen, so dass diese einer Prüfung durch andere Wissenschaftler unterzogen werden können. NIST hat mit seiner Analyse der Zerstörung von WTC 7 den wissenschaftlichen Standard der Mitteilung von Methodologie und Messungsergebnissen noch nicht erfüllt.
Die Antwort des Direktors von NIST auf Anfragen durch das Gesetz zur Informationsfreiheit (FOIA) war ironischer Weise, dass er mit ernster Miene behauptete, die Veröffentlichung von solchen Daten könne die „öffentliche Sicherheit gefährden“.[4]
Wissenschaft stösst beim Verstehen der Realität auf Grenzen.
Aber ohne Wissenschaft würden wir noch immer in der Welt des Aberglaubens und der früheren Kirchendogmen leben, dass die Sonne die Erde kreise. Eine Wurfschaufel, um die Spreu windigen Aberglauben und der Dogmen und Täuschungen des Gruppendenkens vom Weizen der harten Realität zu trennen, ist das wissenschaftliche Experiment, das mitgeteilt und von anderen Wissenschaftlern wiederholt wird.
Dem wissenschaftlichen Prozess war es dabei sogar möglich, Licht in die Arbeitsweise unserer eigenen Gehirne zu bringen. Faszinierende Studien zeigen, dass viele unserer menschlichen Neigungen, uns neuen und herausfordernden Informationen zu widersetzen, tatsächlich in unserem Nervensystem angelegt sind. Diese Forschung gibt uns eine weitere Möglichkeit, die Reaktionen zu verstehen, die wir alle bis zu einem bestimmten Grad zeigen, wenn wir mit einem Beweis konfrontiert werden, der unsere augenblickliche Weltsicht in Frage stellt.
Weiter mit Teil 8: Gehirnforschung 1
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Anmerkungen:
[1] Irving L. Janis, Groupthink: Psychological Studies of Policy Decisions and Fiascoes, 2nd ed. (New York: Houghton Mifflin, 1982).
[3] Alice Miller, Drama of the Gifted Child: The Search for the True Self (New York: Basic Books, 1997).
Stephen M. Johnson, Characterological Transformation: The Hard Work Miracle (W.E. Norton & Company, 1985); vgl. Kapitel 1, Object Relations and Character Analysis" (10–53). Diese Bücher von Alice Miller und Stephen M. Johnson beschreiben, wie Individuation oder genuine Autonomie in den Entwicklungsstufen der Kindheit erworben werden.
[4] Vgl. http://cryptome.org/wtc-nist-wtc7-no.pdf;
Die Klippe des Gruppendenkens - mit aufgeblähtem Sicherheitsgefühl