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Als Besonderheit im Mittelland finden wir im Rottal bzw. im Hügelgebiet zwischen Langete und Wigger auffällig viele säureliebende Pflanzenarten. Die Gletscher der letzten grossen Eiszeit stiessen nicht mehr bis in dieses Gebiet vor und lagerten deshalb auch keine kalkreichen Geschiebe ab.
Eine dieser Pflanzengesellschaften wird als "Ginsterheide" bezeichnet, da sie von gelbblühenden Ginsterarten wie Besenginster und Färberginster geprägt wird. An sonnigen Orten
bestandsbildend ist meist auch die Besenheide (Heidekraut; Volksname: Brüsch), der Salbeiblättrige Gamander, der Kleine Sauerampfer, im Wald der Rippenfarn. Zu den hin und wieder im Gebiet
auftretende Raritäten zählen die gefährdete Schwarze Flockenblume, der Hasen-Klee, der Dreizahn, die Heide-Nelke oder der Genfer Günsel.
Da diese Pflanzen der Ginsterheide Düngung nicht ertragen, findet man sie heute meist nur noch zurückgedrängt an sandigen Böschungen und Waldrändern.
Bis ins 19. Jahrhundert war die Heide aber grossflächig auf den Molassehügeln und an deren Hängen anzutreffen, etwa auf den beweideten Allmenden. Viele Brüsch-Flurnamen belegen dies in der Region. Damals konnten auf diesen mageren mit Gebüschen und Bäumen durchsetzten Flächen noch Heidelerche oder Baumpieper brüten. Brombeerzipfelfalter und Heidegrashüpfer waren damals noch verbreitet.