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Der Ursprung und die frühe Produktion von Absinth sind ebenso faszinierend wie mysteriös. Absinth, oft als «Die Grüne Fee» bezeichnet, hat eine reiche und vielschichtige Geschichte, die eng mit den kulturellen und sozialen Strömungen Europas, insbesondere Frankreichs und der Schweiz, verbunden ist. Im heutigen Beitrag geht es um den Absinth Ursprung.
Ursprung
Die Ursprünge von Absinth reichen bis in das antike Ägypten zurück, wo bereits ähnliche Kräuter Tränke für medizinische Zwecke verwendet wurden. Die moderne Form von Absinth, wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung jedoch vermutlich im 18. Jahrhundert in der Schweiz. Es wird angenommen, dass Absinth ursprünglich von Pierre Ordinaire, einem französischen Arzt, entwickelt wurde, der in der Schweiz im Exil lebte.
Frühe Produktion
Die eigentliche kommerzielle Produktion von Absinth begann mit der Familie Henriod im Val-de-Travers, einer Region im Schweizer Jura. Später, um das Jahr 1797 herum, begannen Major Dubied und sein Schwiegersohn Henri-Louis Pernod, die Produktion und den Verkauf von Absinth unter der Firma Pernod Fils zu industrialisieren, was die Popularität des Getränks erheblich steigerte.
Verbreitung
Im 19. Jahrhundert erlangte Absinth zunehmend an Beliebtheit, insbesondere in Frankreich. Diese Beliebtheit wurde teilweise durch die französische Präsenz in Algerien gefördert, wo Soldaten Absinth als Malaria-Prophylaxe erhielten. Als diese Soldaten nach Frankreich zurückkehrten, brachten sie ihre Vorliebe für Absinth mit, was zu einem Boom in der Absinth-Kultur führte. Bars und Cafés in ganz Paris begannen, das Getränk zu servieren, und es wurde ein fester Bestandteil der Bohème-Kultur.
Produktionstechniken
Die traditionelle Herstellung von Absinth war sowohl ein kunsthandwerklicher als auch ein technischer Prozess. Die Produzenten verwendeten hochwertige Kräuter, die in Alkohol mazeriert und dann destilliert wurden, um eine klare, aromatische Essenz zu erzeugen. Anschliessend wurde diese Essenz oft mit einer weiteren Kräutermischung versetzt, um den charakteristischen Geschmack und die grüne Farbe zu erzielen.
Thujon und Kontroversen
Ein Schlüsselaspekt von Absinth ist das Vorhandensein von Thujon, einer chemischen Komponente, die vor allem im Wermutkraut vorkommt. Thujon wurde (oft irrtümlich) mit psychoaktiven und halluzinogenen Eigenschaften in Verbindung gebracht, was im frühen 20. Jahrhundert zu einem Verbot in vielen Ländern, einschliesslich der USA und vieler europäischer Staaten, führte.
Die Geschichte des Absinths ist eng verknüpft mit kulturellen Strömungen, gesellschaftlichen Ängsten und künstlerischen Bewegungen. Seine frühe Produktion und Verbreitung spiegeln nicht nur den Zeitgeist einer Epoche wider, sondern auch den komplexen Charakter eines Getränks, das heute wieder eine Renaissance erlebt und dessen Produktion und Genuss eine Hommage an seine reiche und vielseitige Vergangenheit darstellen.
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