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Die Thurgauer Kantonalbank wird 150
VOM STARTUP ZUM ÜBERREGIONALEN WIRTSCHAFTSMOTOR
Vor genau 150 Jahren, am 1. Mai 1871 eröffnete die neu gegründete «Thurgauische Kantonalbank» im Parterre des Rathauses Weinfelden ihr erstes provisorisches Geschäftslokal. Über die Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einem wesentlichen Stützpfeiler der Wirtschaft und für unsere Stadt Weinfelden zu einem wichtigen Aushängeschild als positiver Standortfaktor und grosse Arbeitgeberin.
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Der Thurgau gründet eine Kantonalbank
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts regte die Thurgauische Gemeinnützige Gesellschaft die Gründung einer kantonalen Hypothekenbank an, um die vielen Geldbedürftigen
unseres Landes von den Blutsaugern und Geldmäklern unabhängig zu machen. Diese Frage wurde dann bei der Revision des thurgauisch Grundgesetzes geprüft und es kam ein entsprechender Artikel in die
Kantonsverfassung von 1849.
Die in der Folge gegründete Hypothekenbank entsprach aber nicht den in sie gesetzten Erwartungen. Eine im Juli 1864 im Thurrain abgehaltene Versammlung wünschte in einer Eingabe an die Regierung, dass sich der Staat mit einer Subvention von 1-2 Millionen Franken bei der Gründung einer Staatsbank, einer «Volksbank» beteilige, um den thurgauischen Schuldenbauern bei der herrschenden Krisis Geld zu 4 ½ % zu verschaffen.
Die «Thurgauer Zeitung» suchte die Bestrebungen für die Errichtung einer thurgauischen Volksbank ins Lächerliche zu ziehen und meinte unter anderem etwas hämisch:
«Des Pudels Kern scheint darin zu liegen, dass diese Konkurrenzbank nirgends anders als am moralischen Vororte des Thurgaus, in Weinfelden ihren Sitz haben soll!» Im «Wächter» vom 19. August 1864
kann man als Antwort zu dieser Äusserung und zu andern Aussprüchen der «Thurgauer Zeitung», der «ehrwürdigen Hofdame», wie sie genannt wurde, lesen: «Lache die «Thurgauer Zeitung» so viel sie
wolle, zitiere sie noch mehr Autoritäten in Banksachen. Die Idee einer Volksbank ist durchaus keine Chimäre.»
Selbst aus Weinfelden waren scharfe Töne gegen die Gründung einer Kantonalbank zu vernehmen! Die Mahner sahen noch nicht voraus, dass die Bank einst sehr beachtenswerte Steuerbeträge in die Gemeindekasse abliefern würde und wirtschaftlich gesehen von grösster Bedeutung für das Dorf werden sollte - in der Verfassung von 1869 (übrigens von Weinfelden wuchtig verworfen) wurde dann die Kantonalbank gesetzlich verankert.
Der erste Bankstandort befand sich während etwas mehr als einem Jahr im Rathaus Weinfelden
Eröffnungsinserat der Kantonalbank auf den 1. Mai 1871
In den 1860er-Jahren war es keineswegs selbstverständlich, dass im Kanton Thurgau eine neue Bank geschaffen würde. Die Thurgauer Zeitung schrieb: «Was wäre für die Bauern von einer Staatsbank zu erwarten? Das, dass sie mehr und richtiger zinsen müssten!» Viele hielten die beabsichtigte Gründung für ein leichtsinniges Risiko, und sie rechneten damit, dass es bald zu einer Liquidation kommen würde. Trotzdem wurde in einer Volksabstimmung am 28. Februar 1869 mit einem Thurgauer Verfassungsartikel die Gründung einer Kantonalbank beschlossen. Als dann der Grosse Rat am 22. November 1969 auch noch Weinfelden mit einer einzigen Stimme Mehrheit gegenüber Romanshorn als Hauptsitz vorzog, jubelten die Hiesigen: «Mit Böllerschüssen, Feuerwerk und Musik durch die Gassen des Ortes und lebhaften Hochs auf das Gedeihen der Bank wurde die Wahl gefeiert.» Die Bodensee-Zeitung vermutete allerdings in ihrem Ärger über die für Romanshorn verlorene Wahl, dass die Bank «nach dem ihr angewiesenen Umfeld in Weinfelden ein kurzes Leben fristen werde, da diese unmöglich zur Wohlfahrt des Kantons arbeiten» könne. Auch in Weinfelden selber traute man der Sache nicht ganz und die Behörde verlangte vom Regierungsrate gewisse Sicherheiten und schützende Bestimmungen «für die Eventualität einer frühzeitigen Auflösung der Bankanstalt»; die sie allerdings nicht erhielt.
Ein Abstecher ins Geldwesen
Münzen aus dem Brandschutt von 1838
Zum Vergleich: Nassauer Gulden von 1825
In Europa und natürlich auch im Thurgau zirkulierten bis weit ins 19. Jahrhundert Münzen aus aller Herren Länder. Das Bild links zeigt drei zusammengeschmolzene Geldstücke aus dem Brandschutt des Zündel'schen Hauses (1838 abgebrannt dort, wo heute hinter dem Rathaus die grosse Blutbuche steht). Es handelt sich um einen badischen Kronentaler von 1829 (links), einen Gulden aus dem Fürstentum Nassau von 1825 (Mitte) und einen nicht mehr erkennbaren «Totalschaden» (rechts). Der damalige Wert dieser Münzen entsprach je etwa dem Wochenlohn eines Handwerkers.
1795 führte Frankreich nach dem Vorbild des US-Dollars als zweites Land eine dezimale Währung, den Franc zu 100 Centimes, ein. Während der französischen
Besetzungszeit der Helvetischen Republik 1798 bis 1803 verfügte Frankreich auch hier den Franken als einheitliche Währung. 1803 ging die Münzhoheit als Folge der napoleonischen
Mediationsverfassung wieder an die Kantone zurück. Nachdem 1848 die Schweiz ein Bundesstaat geworden war, sah sich der Bund für die Währung zuständig. 1850 wurde - gegen den erklärten
Widerstand des mittleren Thurgaus, der an deutschen Gulden festhalten wollte - der Schweizer Franken als Währung festgelegt.
Franken der Helvetischen Republik (1798-1803)
5 Franken-Münze der ersten eidgenössischen Frankenwährung
Banknoten sind «Wertpapiere»
Ein «Zedel» kann als Vorläufer der Banknote gesehen werden. Es handelte sich um eine vor allem im Appenzellerland gebräuchliche Form der privaten Finanzierung mit fixem Zinssatz durch Einzelpersonen durch Besicherung mit Grundstücken. Zedel stammen noch aus einer Zeit, als Banken für solche Finanzierungen nicht oder kaum zur Verfügung standen. Bei den Zedeln haftet der Schuldner mit dem verpfändeten Grundstück (Unterpfand) und nicht, wie bei der moderneren Grundpfandverschreibung, persönlich. Die Zedel gelten ferner als «ewiges Geld», d. h., sie können vom Gläubiger in der Regel nicht gekündigt werden. Ihr Zinssatz ist von Gesetzes wegen auf 4½ % begrenzt und bleibt unverändert.
Die Thurgauische Kantonalbank gab schon früh eigene Banknoten heraus. Das waren eigentliche Wertpapiere. Mit diesen verpflichtete sich die Bank, dem Überbringer in
diesem Beispiel von 1873 «Zwanzig Franken» zu zahlen.
Fünfzig Franken der Thurgauischen Kantonalbank von 1883. Es zirkulierten zu dieser Zeit zahlreiche verschiedene Banknoten. Wenn jemand eine besass, tauschte er sie in der Regel möglichst schnell in «richtiges» Geld (Münzen = «gesetzliche Baarschaft») um. Der aufgedruckte Text ist ein klarer Hinweis dafür.
100 Franken der Luzerner Kantonalbank 1895
Ansichtskarte der Thurgauischen Kantonalbank mit verschiedenen kantonalen Banknoten
(um 1906)
Allerdings wurde die Bonität der über vierzig zur Herausgabe konzessionierten Bankinstitute vielfach (und manchmal zu Recht!) angezweifelt. Auch deshalb kamen
ab 1907 die ersten «nationalen» Geldscheine der neu gegründeten Schweizerischen Nationalbank in Umlauf. Sie lösten den Notenwirrwar definitiv ab.
100 Franken der Serie 1 von 1907
40 Franken der Serie 2 von 1911
Als «richtiges» Geld galten seit jeher Münzen mit geringem oder grossem Wert - ursprünglich einfach nach Gewicht bewertet, ab 1795 zunehmend aber auch mit standardisierter Erscheinung und Wertprägung versehen.
Münze 10 Rappen 1871
Goldstück 20 Franken 1871
Die Bilanz der Bank unterscheidet 1871 noch deutlich zwischen «Baarschaft» und «Verschiedene Banknoten».
Die ersten eigenen Bankgebäude
Auslöser für die gewonnene Standortwahl war unter anderem auch der Umstand, dass sich die Weinfelder bereit erklärt hatten, für die Bank auf eigene Kosten einen repräsentativen Hauptsitz zu erstellen und diesen während zehn Jahren unentgeltlich zur Miete zu überlassen. So kam es, dass die Bank bereits im November 1872 das neu errichtete Gebäude gegenüber der «Krone» und an der Stelle des ehemaligen «Schäfli» und «Rössli» beziehen konnten. Darüber wurde zwar heftig geschimpft, weil «die reichen Bankmenschen sich nun im herrlichen Palast am Giessen» breit machen konnten.
Natürlich lagen noch andere Angebote für Bauplätze vor. Einer in der Gegend des Bahnhofs wurde gar als zu abgelegen vom Dorfe bezeichnet. Am 15. Mai 1870 machte ein Bürger im «Thurgauer Anzeiger» seinem Unmut wie folgt Luft: «Wir sind auch für Verschönerung unseres Ortes, aber dem Zwecke sollen die Mittel entsprechen. Ein passender Platz, zur Verschönerung des Ortes nicht minder geeignet, ist die Schulwiese… und hier können wir mit «Centimen» bauen, was uns dort (auf dem Schäfliplatz) «Franken» kostet, und wahrlich mit gleichem Erfolge.»
Obwohl der vorgeschlagene Bauplatz der teuerste war, stimmte auch die Gemeindeversammlung, am eben genannten Datum, mit grosser Mehrheit dem Erwerb dieser beiden Häuser zu und wieder wurde betont, wie sich das Dorfbild dadurch verschönern werde und sich durch das Verschwinden der engen Passage bei der «Krone» der Verkehr sich flüssiger gestalten könne. Gleichzeitig mit dem Neubau der Kantonalbank sollte auch das «Rössli», das an die vorgenannten Objekte anschloss, verschwinden und der Giessen korrigiert werden.
Der Giessen mit «Schifflände», rechts die Krone, links die abzubrechenden Wirtschaften «Rössli» und «Schäfli»
Im November 1872 wurde der erste Hauptsitz der Kantonalbank im Gebäude der heutigen CS in Betrieb genommen.
Die «Thurgauische Kantonalbank» auf einer Ansichtskarte um 1900
Der Neubau von 1905
Nach rund 30 Jahren war aber klar, dass die Bank unter der Aufsicht ihres Präsidenten Heinrich Haffter auf der Erfolgsspur war und bleiben würde. Das Gebäude an der
Strasse, die man nun Bankgasse nannte, wurde zu klein, und die TKB errichtete ihr eigenes Haus für rund 440'000 Franken in der Nähe der Bahn am Platz des «Sternen» und damit auch an dem Platz,
den sie noch wenige Jahre vorher als «zu weit vom Dorf entfernt» rundweg abgelehnt hatte.
Das «Gasthaus zum Sternen» am Bahnübergang. Aufnahme um 1903
«Besten Dank für die schöne Karte
Sende Euch hier Hotel Sternen welcher jetzt abgebrochen ist
als Bauplatz für die neue Kantonalbank. Die Geläute
der beiden Kirchen sind ausgezeichnet, es ist ganz städtisch hier.
Die Katholiken beziehen die ihrige im Oktober und wir
vielleicht auf Weihnachten.
Viele Grüsse Jak. u. Kath. Keller»
Während der Bauzeit der TKB um 1904 (links ist Baumaterial sichtbar)
Das neue Bankgebäude konnte am 2. Oktober 1905 bezogen werden, und der Berichterstatter erwähnte ehrfürchtig die Schatzkammern im vollständig isolierten Keller. 25
Zentner schwere Panzertüren schlossen einen gewaltigen Kassenschrank. Unter dem Tresor bestand der Boden einen Meter dick aus zwei Schichten Beton, zwischen denen eine Schicht Granitplatten
lag.
Diese Ansichtskarte, aufgenommen im Hofacker, zeigt den im Bau befindlichen eingerüsteten Neubau der Kantonalbank.
Über die «Züglete» vom «herrlichen Palast am Giessen» hinunter ins neue Gebäude auf dem Sternenplatz berichtete das «Thurgauer Tagblatt» damals: «Erst haben sie elend schwere Kasten mit Ach und Krach aus der alten Bude hinausbugsiert, feuer- und diebessichere Kolosse. Die Goldbätzler und Silberrollen wurden in Säcken verführerisch hübsch verpackt, ganz wie mein Grossmütterchen in kalter Winterszeit die ausgehülsten Bohnen sortierte. Maggi-Würze, Kaffee Franck u. Söhne, Etter-Egloffs Eiernudeln, Oberhofer Schuhwichse, Schulers Goldseife und noch anderes waren die rohen Kisten überschwärzt, welche da mühsam auf den Wagen gehoben wurden. Ein Uneingeweihter hätte glauben mögen, es wäre ein Spezereiladen im Auszug begriffen.»
Das alte Kantonalbankgebäude, der «Krone» vis-à-vis wurde zum Verkauf ausgeschrieben. Schon am 1. Januar 1906 eröffnete die Thurgauische Hypothekenbank darin ihren Betrieb, nachdem sie das Gebäude für 100’000 Franken übernommen hatte. Schon damals war heute: Je älter ein Haus wird, umso mehr steigt sein Wert!
Infolge grosser Verluste, welche die Thurgauische Hypothekenbank vor allem in deutschen Geschäften erlitt, suchte sie Anschluss bei der Schweizerischen Bodenkreditanstalt und diese übernahm auf 1. Januar 1914 das Gebäude am Giessen. Die erwartete Beruhigung trat nicht ein, weitere Bankkatastrophen im Thurgau folgten. Dazu kamen die Kriegsjahre. Auf 1. Januar 1917 erwarb die Schweizerische Kreditanstalt in Zürich das Geschäft. Diesem Institut gelang es, das Vertrauen in jeder Richtung wieder herzustellen.
«Weinfelden – Neues Kantonalbankgebäude» - Ansichtskarte von 1905
Rathausstrasse mit Kantonalbank 1957
Die «neue Bank» von 1969
In den 1950er-Jahren bedurfte der Hauptsitz der TKB einer gründlichen Renovation. Schon 1957 kam man jedoch zum Schluss, dass
eigentlich nur ein Neubau die gestellten Anforderungen erfüllen könnte. Obwohl sich gegen den Abbruch sowohl aus der Bevölkerung als auch aus der Politik energische Stimmen wehrten, berichtete
die grossrätliche Kommission in der Geschäftsprüfung: «Ich gestehe offen, dass ich bei der Besichtigung des Gebäudes erschüttert war über dessen Zustand und
die Arbeitsbedingungen, die dem Personal zugemutet werden. Das Haus, das durch seine Fassade etwas vorstellt, das es nicht ist, ist abbruchreif.»
Die Kantonalbank in der Mitte der 1960er-Jahre
Leserbrief / Thurgauer Volkszeitung, 26. Januar 1966
Da staunt der Laie
Schon seit geraumer Zeit geht ein mehr oder weniger stilles Flüstern durch die Bevölkerung von Weinfeldens Umgebung. Das «alte» Kantonalbankgebäude soll «abgebaut» werden, um einem neuen zweckentsprechenderen und moderneren Platz zu machen. Wer in letzter Zeit in Weinfelden zu tun hatte, konnte feststellen, dass nördlich des Kantonalbankgebäudes Visiere aufgestellt waren, konnte aber auch feststellen, dass sich Männer vor dem Gebäude aufhielten und mit den Fingern auf die Jahreszahl 1905 über dem Eingang deuteten, sich hernach an den Kopf griffen und sagten: Und dieser verhältnismässig neue und massive Bau soll abgerissen werden? Er soll abgerissen werden, weil er der sogenannten «Rationalisierung» nicht mehr entspräche und vielleicht auch, weil er der heutigen Baukunst ein Dorn im Auge ist. Zugegeben, viele Einrichtungen in diesem Gebäude mögen den Erfordernissen der heutigen Zeit nicht mehr entsprechen und da und dort vermehrte Arbeit, vielleicht sogar Leerlauf hervorrufen. Aber, so fragt man sich, ist ein solcher X-Millionen-Bau, dessen Kosten der gewöhnliche Bürger nicht einmal kennt, gegenüber dem heute vermeintlichen unrationellen Bau zu verantworten? Warum wird die Öffentlichkeit, d. h. der Steuer- und Zinszahler nicht zumindest über die vermeintliche Notwendigkeit orientiert und aufgeklärt? Wie mancher Bauer, Handwerker und Gewerbetreibender, Arbeiter oder Angestellter sollte und möchte gerne seine Gebäulichkeiten und Einrichtungen vorteilhafter und rationeller gestalten, aber es fehlen ihm die Mittel, und gerade um dieser Mittel wegen braucht es in letzter Zeit oft namhafter Anstrengungen, um sie zu erhalten, auch für öffentliche Belange. Umso mehr ist man heute erstaunt, dass die Thurgauische Kantonalbank es sich leistet, ein so kostspieliges Bauvorhaben auszuführen. Ich bin der Auffassung, dass die Räume und vor allem auch die Heizung im jetzigen Gebäude der Hauptbank auch bei 20 Grad unter Null noch derart gut funktionieren, dass einem Hypothekarschuldner anlässlich seiner Zinszahlung Schweisstropfen auf der Stirne sichtbar werden. Mit einem Verzicht auf die Erhöhung des Hypothekarzinsfusses hätte sich die Thurgauische Kantonalbank mehr Sympathien erworben als mit dem geplanten Neubau, der vielerorts nicht verstanden wird. Es gab vor zirka Jahresfrist viele erhitzte Gemüter wegen der sogenannten Konjunkturdämpfung und der damit verbundenen Aufschiebung nicht absolut notwendiger Bauten; auch in Rücksicht auf den gespannten Kapitalmarkt; diese geplante Baute aber passt hiezu wie eine Faust aufs Auge.
Th.Sch.
Schalterhalle
Büroräume
Das Büro von Direktor Werner Althaus
1966 wird das Bankgebäude abgebrochen.
Abbruchimpression
So wurde denn das Neubauprojekt energisch vorangetrieben. 1966 verliess die TKB provisorisch ihr eigenes Haus und quartierte sich für drei Jahre im «Volkshaus» ein.
Und schon am 25. August 1969 erfolgte die offizielle Betriebsaufnahme am heutigen Standort.
Das Modell für den Bankneubau von 1969
Das «Pensioniertenkino» an der Felsenstrasse
Das heutige Bankgebäude wächst aus dem Boden
Der Neubau der TKB im Einweihungsjahr 1969
Die neue Schalterhalle 1969
Büroarbeit im Einweihungsjahr 1969
Die neue Informatikabteilung 1969
Nun hat dieser Hauptsitz der TKB in den gut fünfzig Jahren seines Bestehens auch bereits zahlreiche innere und äussere Veränderungen erfahren. Die Fassade wurde
aufwändig saniert, und der östliche verglaste Neubau ist zum wohl städtischsten Gebäudebild Weinfeldens geworden. Trotzdem hört man derzeit Stimmen, die sich ernsthaft Gedanken machen, ob der
Hauptsitz von 1969 noch zu erhalten sei oder in den nächsten Jahren wiederum einem Neubau zu weichen habe. Wir werden ja sehen…
Das Hauptgebäude um 1990, noch mit originaler Betonfassade
Aufnahme mit «rotem Platz», 2003, vor Baubeginn der Unterführung Wilerstrasse
Das Hauptgebäude im Jubiläumsjahr 2021
Bei alledem: Veränderungen sind unausweichlich und der Lauf der Zeit. Dass der Erfolg der TKB über all die Jahre stabil erhalten bleiben konnte, ist toll – wir haben allen Grund, «unserer» Bank diesen auch für die Zukunft zu wünschen!
Entlang der Freiestrasse im Wandel der Bankjahre
In den letzten Jahren hat sich die Bank auch entlang der Freiestrasse neuen Raum geschaffen. Nachdem sie bereits während einigen Jahren den ehemaligen Garagenbetrieb Krapf als Bürohaus genutzt hatte, wurde der Altbau 2015 durch einen attraktiven Neubau ersetzt, der einen für Weinfelden einzigartigen städtebaulichen Akzent setzt.
Hauptsitz der Kantonalbank, noch ohne den ersten östlichen Büroanbau, Aufnahme um 1910
Büros auf der Ostseite des Hauptgebäudes, angebaut um 1930 (?), Aufnahme 1960er-Jahre.
Hier steht der östliche Büroanbau, vermutlich 1940er-Jahre, die Garage Krapf fehlt noch.
TKB von der Ostseite, 1960er-Jahre, links Bauteile der Garage Krapf
Opel-Garage Krapf mit BP-Tankstelle, 1960er-Jahre
Das ehemalige Garagengebäude Krapf wird von der TKB als Bürohaus genutzt. Aufnahme Dezember 2013
Aufnahme Dezember 2013
Aufnahme April 2016
Aufnahme Dezember 2016
Aufnahme Dezember 2016
Text und Bildsammlung Martin Sax