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Die Provinz Misiones beherbergt die Feucht- und Regenwälder Argentiniens. Die beiden grossen Flüsse Rio Uruguay und Rio Paraná begrenzen die Provinz. Die grösste Sehenswürdigkeit in Provinz Misiones sind die Wasserfälle von Iguazu. Unsere Tipps für die Besichtigung von Iguazu haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengestellt. Daneben gibt es aber weitere Sehenswürdigkeiten und Naturwunder in der Provinz Misiones zu bestaunen. Neben interessanten Parks solltest du auch keinesfalls die Ruinen der Jesuiten Missionen verpassen, nach denen die Provinz Misiones ihren Namen erhalten hat.
Santa Ana Parque de la Cruz – ein Park in der Provinz Misiones
Der Park von Santa Ana ist eine sehr schöne Parkanlage mitten im Regenwald mit Aussichtsturm in Form eines Kreuzes, Theatern, Restaurants, Kirche, Schmetterlings-Aufzuchtstation und kleinen Wanderwegen. Vor allem die Schmetterlings-Aufzuchtstation solltest du keinesfalls verpassen. Ebenso solltest du mutig sein und mit dem Aufzug im Kreuz nach oben fahren. Die Aussicht auf die Umgebung ist fantastisch.
Nähere Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Veranstaltungen findest du auf der offiziellen Website. In unserem Reisebericht «Obera und Umgebung oder Wasser, Schmetterlinge und Ruinen» berichten wir über unsere Erlebnisse in Misiones.
Jesuiten Missionen, die der Provinz Misiones ihren Namen gaben
In der Provinz Misiones liegen inmitten des tropischen Regenwaldes die Überreste von fünf Jesuiten Missionen, die im 17. und 18. Jahrhundert im Land der Guaranis errichtet wurden. Jede von ihnen zeichnet sich durch eine besondere Gestaltung und einen unterschiedlichen Erhaltungszustand aus.
Ziel der Missionen war es, die Arbeitskraft der Ureinwohner zu organisieren und und ihnen gleichzeitig das Christentum zu vermitteln. Die Jesuiten Missionen, waren in einem Gebiet an der Grenze zwischen dem heutigen Paraguay, Brasilien und Argentinien am erfolgreichsten. Ein wichtiger Grund, der die Guarani in die Jesuiten Missionen lockte, war der Schutz vor Versklavung und Zwangsarbeit. Im Jahr 1767 wurden die Jesuiten jedoch auf Anordnung des spanischen Königs Karl III. aus Südamerika vertrieben. Damit ging die Ära der Jesuiten Missionen zu Ende.
Die zu besichtigenden Jesuiten Missionen liegen alle rechts und links neben der RN 12 nördlich von Posadas. Sie sind unterschiedlich gut an der Hauptstrasse ausgeschildert. Für den letzten Rest des Weges musst du dich aber durchfragen.
Mission Santa Ana
Santa Ana ist eine sehr fotogene Ruinenstadt. Wurde sie doch vom Dschungel zurückerobert und nur teilweise freigelegt. Leider darf diese Jesuiten Mission in der Provinz Misiones nur mit Führer besichtigt werden. Einer der Herren, die vor dem Fernseher sitzen, muss die Gäste begleiten. Er gibt nach Lust und Fernsehprogramm das Tempo der Besichtigung vor.
Mission San Ignacio
Dagegen darfst du die Mission San Ignacio allein besichtigen. Diese Mission ist sehr viel grösser als Santa Ana. Abends gibt es Shows. Leider haben die Jesuiten Missionen in der Provinz Misiones keine Website mit Informationen zu Öffnungszeiten und Events.
Parque Provinicial Moconá – Saltos del Moconá
Der Gran Salto del Moconá ist ein 3 km langer Canyon mit Wasserfällen parallel zu seinem Bett. Sein Name bedeutet in der Sprache der Guaraní: «Der alles verschluckt». Das Schauspiel ist jedoch abhängig vom Wasserstand. Darüber, ob Bootsfahrten überhaupt möglich sind, informiert das Centro de Información Turística in El Soberbio nur telefonisch unter Tel. (03755) 495206. Auf der Website findet ihr alle weiteren Angaben zu Öffnungszeiten, Preisen und sonstigen Aktivitäten.
Da wegen der starken Regenfälle keine Bootstouren angeboten wurden, haben wir diesen Park in der Provinz Misiones nicht besucht.
Parque Provincial Salto Encantado
Ein weiterer Park in der Provinz Misiones ist der Parque Provincial Salto Encantado. Um seinen Wasserfall rankt sich eine Legende. Der Gott Tupú ist der Gott der Natur. Er schuf diesen Wasserfall aus den Tränen von Yate-í. Diese weinte um den Tod ihres Vaters, der im Kampf gegen die Familie ihres Geliebten gefallen war. Ihr Geliebter wollte sie deshalb trösten und eilte zu ihr. Dabei wurde er jedoch ebenfalls von vielen Pfeilen getötet. Daraufhin bildete Tupú aus den Tränen von Yate-í einen Strom, und mit Donner und Blitz öffnete sich die Erde und schützte die Toten. An dieser Stelle befindet sich der Wasserfall.
Der Wasserfall ist nach den Wasserfällen von Iguazu sicher nicht besonders spektakulär. Dennoch lohnt sich ein Spaziergang durch den Park im Dschungel der Provinz Misiones. Die Wege sind sehr schön. Ebenso begeistern die zahlreichen Schmetterlinge. Weitere Informationen zu Preisen und Öffnungszeiten findest du auf der Parkwebsite.