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Chronik
Der Musikverein Ramosch wurde 1886 unter der Federführung von Lehrer Curdin Duriet von Susch gegründet. Im Jahr 1900 übernahm der bekannte Musikant Men Janett die Direktion unseres Musikvereins. Aus Mangel an Dirigenten waren die Mitglieder des Vereins gezwungen, die Instrumente von 1907 bis 1919 ruhen zu lassen. 1920 übernahm Lehrer Nicola Nett den Dirigentenstab bis 1924. Von 1924 bis 1926 stellte sich Balser Mathieu als Dirigent zur Verfügung und von 1926 bis 1928 der Lehrer Simon Nogler. Nach einer fünfjährigen Pause übernahm Domenic Mathieu die musikalische Verantwortung. Er führte den Verein während 33 Jahren mit einer unermüdlichen Hingabe, dies bis 1966. Von 1966 bis 1970 war Lehrer Jachen Sarott Dirigent. Nach einer kurzen, zweijährigen Pause übernahm Jon Gottschalk die Direktion des Vereins bis 1974. Ab dem Jahr 1974 bis 1998 dirigierte Lehrer Mario Oswald die Musika Ramosch. Heute ist Mario Oswald Ehrendirigent des Vereins. Im 1998 übergab er den Dirigentenstab an Cla Luzzi. Cla Luzzi, heute ebenfalls Ehrendirigent, dirigierte die Musica Ramosch während 14 Jahren. Im Jahre 2012 übergab er den Dirigentenstab seinem Vizedirigenten und Nachfolger Plasch Oswald, der den Verein ein Jahr lang mit Erfolg leitete. Im 2013 übernahm Jon Flurin Kienz die Direktion der Musica Ramosch.
Die erste Neuinstrumentierung war 1972. Da es dem Verein an Geld fehlte, erfolgte diese über mehrere Jahre, Register nach Register. Die ersten neuen Uniformen konnte sich unser Verein 1979 leisten und dies nur dank dem grossen Einsatz der Musikanten. Es waren viele Waldfeste und andere Auftritte nötig, um diese Uniformen finanzieren zu können. Der Musikverein ist eine wichtige Stütze für das kulturelle Leben unseres Dorfes. Unser Verein spielt am ersten August, an der „Mastralia“, an „Cuvits“ und für die betagten Menschen. Ausserdem versucht unser Verein die Instrumentalmusik des Dorfes zu erhalten und zu fördern. Die „Società da musica Ramosch” hat seit 1974, mit einer Ausnahme, an alle Bezirksmusikfeste und kantonalen Musikfeste teilgenommen, einmal in der vierten und alle anderen Male in der dritten Kategorie. Im Jahr 1980 nahm unser Musikverein sogar an einem Musikfest in Fislisbach, im Kanton Aargau, teil. Bei diesem Anlass wurde, zur Überraschung aller, noch am gleichen Tag ein Rapport auf Tonband übergeben. Jedoch auch früher nahm unser Verein an Musikfesten teil. Eine Anekdote des Musikfests 1967 in Domat-Ems: Mit lediglich 12 Musikanten nahm unser Verein an diesem Musikfest teil und einer dieser Teilnehmer hatte vorher noch nie in einem Verein gespielt. Er war lediglich aufgenommen worden, damit die Reihen beim Marschieren vollständig wären. Der damalige Dirigent, Jachen Sarott, kündigte dem Experten unseren Verein mit folgenden Worten an: „Melde die Società da Musica Ramosch mit 12 Mann, traurig aber wahr!“
Die Musica Ramosch ist heute ein Dorfverein mit sehr langer Tradition. Bereits vor vielen Jahren entwickelte sich die Musica Ramosch zu einer typischen “Brass-Formation”, welche gegenwärtig 30 bis 35 Mitglieder zählt. Da in Ramosch seit 1972 auch eine Jugendmusik besteht sind weder die Rekrutierung von Jugendlichen noch die Verjüngung des Vereins ein Problem. Die Jugendförderung ist eines der Hauptziele der Musica Ramosch. Die aussergewöhnliche Geschichte der Musica Ramosch ist nicht nur in der Region bekannt. Bei Ereignissen und Treffen ausserhalb begegnet man der „Società da musica Ramosch“ immer wieder mit grosser Wertschätzung. Dies auch gegenüber der Art, wie Jugendliche angeworben und gefördert werden. In den letzten Jahrzenten haben die beiden Dirigenten und Ehrendirigenten Mario Oswald und Cla Luzzi die Musica Ramosch entscheidend beeinflusst, mit grossem Erfolg geformt und dem Verein ihren Stempel aufgedrückt. In der Folge dirigierte Plasch Oswald ein Jahr lang den Verein sehr erfolgreich.
Gegenwärtig wird die Musica Ramosch von Angelo Horber geleitet, zusammen mit dem Vizedirigenten Jon Flurin Kienz.
Chronik Jugendmusik
Neben der Erziehung, der Schule, dem Sport etc. sind die Schulung und der Unterricht eines Instruments ebenfalls wichtig für die Grundausbildung eines Kindes. Diese Überzeugung, aber auch das Ziel, unseren Dorfkindern eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, waren die Hauptargumente für Mario Oswald, im Jahr 1972 die Jugendmusik zu gründen.
Grosse Instrumente für die Grossen, kleine Instrumente für die Kleinen, nach diesem Motto verlief die erste Instrumentenverteilung bei den Schülern, dies mit grossem Stolz, und so wurde der Grundstein für den Verein gelegt. Noch im alten Sitzungssaall begann man mit Schwung Musik zu machen, dies mit Trompeten, Euphonium und Posaunen, zum Teil mit Grünspan und von schlechter Qualität, wurde gespielt, was das Zeug hielt. Bereits nach kurzer Zeit hatte der Verein seinen ersten öffentlichen Auftritt. Anlass dazu gab ein Fest der Uniun dals Grischs, 1972 im Saal des Restaurants „La Posta“ an der Hauptstrasse. Gespielt wurden die Stücke: “Ännchen von Tharau”, “A Trun sut igl Ischi” und der Marsch “San Carlo”. Dieses kurze Konzert war ein voller Erfolg und motivierte weiter zu machen.
Bereits im Dezember 1973 konnte ein Choral fürs Fernsehen aufgezeichnet werden. Ein weiteres wichtiges Ereignis war das Bezirksmusikfest im Münstertal, an dem die „Musica da giuvenils Ramosch“ als einzige Jugendmusik teilnahm. Der Höhepunkt in der Geschichte der Jugendmusik wird die Teilnahme am eidgenössischen Musikfest in Chur sein. In all den Jahren nahm der Verein immer wieder an verschiedenen Ereignissen für Jugendmusikvereine teil. Neben all diesen Auftritten hat die Jugendmusik stets Anlässe und Feste innerhalb und ausserhalb des Dorfes mit ihren Beiträgen verschönert und somit einen wichtigen Beitrag zum Wohle der Gemeinschaft geleistet.
Dank dem ausdauernden und vorbildlichen Einsatz des Gründers und Dirigenten Mario Oswald besteht die Jugendmusik Ramosch ohne Unterbruch seit dem Jahr 1972. Während dieser vier Jahrzehnte gab sie Duzenden von Kindern die Möglichkeit, ein Instrument zu lernen, und hat ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten. Während der letzten Jahre hat sich die Jugendmusik in solchem Masse entwickelt, dass sie regelmässig 15 bis 35 Mitglieder verzeichnet. Nach der Fusion der Schulen Ramosch und Tschlin, nehmen auch einzelne Kinder aus Tschlin, Strada und Martina und sogar aus Sent an der Jugendmusik Ramosch teil.
Seit mehreren Jahren arbeitet die Jugendmusik Ramosch eng mit der Musikschule Unterengadin/Münstertal zusammen. Einmal die Woche finden Lektionen in den verschiedenen Kategorien mit professionellen Lehrern der Musikschule statt. Die gemeinsamen Proben, die einmal die Woche stattfinden, wie auch die Konzerte, die Musikfeste und die öffentlichen Auftritte stehen nach wie vor unter der Leitung des unermüdlichen Gründers Mario Oswald.
Ab dem Musikjahr 2011/2012 übernahm Jon Flurin Kienz den Posten des Vizedirigenten. Jon Flurin Kienz, aktiver Musikant der Musica Ramosch leitete ein Jahr lang zusammen mit Mario Oswald die Jugendmusik. Am 22. Juni 2012 fand dann das grosse Jubiläums- und Abschiedsfest für den Gründer und Dirigenten der Jugendmusik Ramosch statt. 40 Jahre Jugendmusik Ramosch, 40 Jahre unter der Direktion von Mario Oswald. Mario Oswald wurde vom Graubündner Kantonalen Musikverband für seine ausserordendlichen Verdienste geehrt und von der Jugendmusik Ramosch zum Ehrendirigenten ernannt. Am 22. Juni 2012 um 21.30 Uhr dirigierte Mario Oswald sein letztes Stück mit der Jugendmusik Ramosch und übergab den Dirigentenstab seinem Vizedirigenten und Nachfolger Jon Flurin Kienz.
Seit dem Musikjahr 2012/2013 steht die Jugendmusik Ramosch unter kompetenter Leitung des neuen Dirigenten Jon Flurin Kienz zusammen mit dem Vizedirigenten Nicolo Bass.
Im Jahre 2013 haben sich die beiden Gemeinden Ramosch und Tschlin zur Gemeinde Valsot vereinigt. Grund genug auch für die Jugendmusik Ramosch sich eine neue, gemeinsame Identität zu geben. An der Generalversammlung 2014 wurde beschlossen den Vereinsnamen und das „Outfit“ dem neuen Zeitgeist anzupassen. Nach über 40 erfolgreichen Jahren erklingen nun die Töne der Jugendmusik Ramosch unter dem neuen Namen „Jugendmusik Valsot“ und in neuer jugendlich gehaltener Uniform.