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Schabbatgottesdienste
Freitag 18:00 Uhr
Samstag 9:15 Uhr
Über die Berner Gemeinde
Die Jüdische Gemeinde Bern (JGB) ist die als öffentlich-rechtlich anerkannter Verein organisierte Religionsgemeinschaft der Jüdinnen und Juden von Bern und Umgebung.
Sie wurde unter dem Namen Corporation der Israeliten in Bern 1848 von Juden aus dem Elsass gegründet, konstituierte sich 1867 neu als Cultusverein der Israeliten in Bern und nannte sich seit 1908 Israelitische Kultusgemeinde Bern. Da die Aufgaben der Gemeinde bald weit über den Kultus hinausgingen, fiel 1973 der Ausdruck "Kultus" und 1982 wurde "israelitisch", das oft mit "israelisch" verwechselt wird, durch "jüdisch" ersetzt.
Mittelpunkt der Gemeinde ist die 1906 eingeweihte, 1971 durch ein Gemeindehaus erweiterte Berner Synagoge an der Kapellenstrasse 2. Das Amt des Rabbiners hat seit April 2007 David Polnauer, geboren 1954 in Ungarn, inne.
Die Gemeinde besitzt einen eigenen Friedhof, den 1871 eingeweihten Jüdischen Friedhof Bern an der Papiermühlestrasse.
Eine jüdische Gemeinde gab es in Bern bereits im Mittelalter. Nach diversen Pogromen wurden die Juden bis 1427 jedoch vollständig aus Bern vertrieben. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Ritualmordlegende um den 1294 verstorbenen Knaben Rudolf von Bern, der im Berner Münster als Märtyrer verehrt wurde. Die auf Karl Howald zurückgehende Theorie, dass die Brunnenfigur der Kindlifresserbrunnens wegen ihres an einen Judenhut erinnernden spitzen Hutes einen Juden darstellen solle, ist jedoch höchstwahrscheinlich falsch.
Die erste Frau, die an der Universität Bern habilitiert wurde, war 1898 die russisch-jüdische Philosophin Anna Tumarkin (1875-1951). 1906 wurde sie Honorarprofessorin und 1908 Extraordinaria und damit die erste Professorin Europas, welche das Recht hatte, Doktoranden und Habilitanden zu prüfen und im Senat Einsitz zu nehmen. 1911 erhielt sie das Schweizer Bürgerrecht.
In einem Gerichtsprozess (Berner Prozess), der zwischen 1933 und 1935 in Bern stattfand, wurden die antisemitischen Protokolle der Weisen von Zion zur Schundliteratur erklärt und deren Herausgeber zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Urteil vom Mai 1935 wurde jedoch im November 1937 aus formaljuristischen Gründen kassiert. Als Gerichtssachverständiger war am damaligen Prozess Carl Albert Loosli beteiligt, der den Antisemitismus bereits 1927 in der Schrift Die schlimmen Juden! bekämpft hatte.
Quelle: Wikipedia
Die Synagoge
Die Synagoge von Bern wurde ab 1905 im sogenannten maurischen Stil erbaut und am 10. September 1906 in Anwesenheit von Delegationen der grösseren Schwestergemeinden, der Behörden, der Stadtgeistlichkeit, des Burgerrates und der Universität Bern vom Rabbiner Dr. Littmann feierlich eingeweiht. Sie entstand nach Plänen von Eduard Rybi, der, zusammen mit Ernst Salchli, auch die St. Ursula’s Church entworfen hatte. Der Bundespräsident Ludwig Forrer drückte anderntags in einem handschriftlichen Brief sein Bedauern aus, dass er verhindert war, der Einweihung beizuwohnen.
Nachdem die Juden im Spätmittelalter aus Bern vertrieben worden waren, wurde die erste Synagoge der Neuzeit um 1812 in der Zeughausgasse eingerichtet, zog später an die Aarbergergasse 22 und 1855 an die Genfergasse 11 um.
1971 wurde der Bau durch ein an die Synagoge angebautes Gemeindehaus erweitert.
Bilder der Berner Synagoge: http://synagogues360.org/synagogues.php?ident=switzerland_003
Quelle: Wikipedia