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Neuer VR-Präsident für LafargeHolcim
LafargeHolcims Co-Verwaltungsratspräsident Wolfgang Reitzle steht bei der Generalversammlung im Mai nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Dies teilte der Zementriese mit. Den Aktionären wird der gegenwärtige Vizepräsident des Verwaltungsrates, Beat Hess, als neuer Präsident vorgeschlagen.
Am Montagmorgen war bekannt geworden, dass Reitzle beim deutschen Konzern Linde die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden übernehmen wird. An der Hauptversammlung vom 3. Mai wird der Deutsche zur Wahl vorgeschlagen. Er soll dort den jetzigen Vorsitzenden Manfred Schneider per 21. Mai ablösen, wie Linde am Montag mitteilte. Zunächst war unklar, ob Reitzle sein Amt als LafargeHolcim-Verwaltungsratspräsident aufgeben wird. Doch nun teilte LafargeHolcim schliesslich mit, dass Reitzle für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung steht. Der Verwaltungsrat bedauere den Entscheid. Reitzle sei entscheidend für die erfolgreiche Fusion von Lafarge und Holcim im vergangenen Jahr verantwortlich gewesen, heisst es weiter.
Den Aktionären wird nun Beat Hess als neuer Präsident vorgeschlagen. Der Schweizer wurde 2010 in den Verwaltungsrat der damaligen Holcim gewählt. Zuvor war er unter anderem Chefjurist von ABB und Shell. Bei Shell war er auch Mitglied der Konzernleitung. Im April 2014 hatte Reitzle den Posten des Holcim-Verwaltungsratspräsidenten von Rolf Soiron übernommen, nur kurz nach der Bekanntgabe der Fusionspläne mit Lafarge. Seit der Fusion der beiden Zementkonzerne amtet er als Co- Verwaltungsratspräsident gemeinsam mit dem früheren Lafarge-CEO Bruno Lafont.
Die Generalversammlung von LafargeHolcim ist für den 12. Mai geplant. (mai/sda)