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Verordnungen, welche die in wirtschaftl., soz. und polit. Not- oder Kriegszeiten
auftretenden Erschütterungen oder Zerfallserscheinungen zu beheben oder wenigstens zu lindern trachten. A.
zeichnen sich dadurch aus, daß sie ohne vorherige Befragung des Volkes in kürzester Frist ausgearbeitet
und eingeführt werden.
Periode innerer sozialer oder polit. Unruhen, welche die Regierung ermächtigen, Maßnahmen
zur Wiederherstellung der Ordnung zu ergreifen und Verordnungen zu erlassen, die den Bürger in seiner Freiheit einschränken.
Wird gern von Diktaturen ausgenützt, indem sie eine (in Wahrheit nicht vorhandene) Gefahr proklamieren
zur Deckung ihrer Autoritätsgelüste.
Gesetzl. anerkannte Gewalt, die zumeist einen Anspruch in sich trägt, von den Menschen anerkannt zu
werden. Autoritär: im Bewußtsein einer höheren soz. oder polit. Stellung Geltendmachung und rücksichtslose Ausnutzung
dieser Vorzugsstellung.
of Power. Engl. Ausdruck für das polit. Gleichgewicht einer Mehrzahl von Staaten. Das übermäßige
Anwachsen der Machtfülle eines best. Staates wird durch Bündnisse schwächerer Staaten neutralisiert.
Typisch für die engl. Politik gegenüber Kontinentaleuropa.
Als erster Balkankrieg wird der Befreiungskampf der B.-Völker 1912/13 gegen das zerfallende ⟶
osmanische Reich bezeichnet. Im zweiten Balkankrieg (1913) stritten sich die Sieger um die eroberten Gebiete. Im 1. und 2. Weltkrieg
wurde der Balkan ebenfalls zum Kriegsschauplatz zwischen den Armeen der ⟶ Mittelmächte und der ⟶
Entente, bzw. der ⟶ Achsenmächte und der ⟶ Alliierten.