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Weil die Nitratwerte im Grundwasser nicht so rasch wie ursprünglich erwartet auf die seit dem Jahr 2000 im Nitratprojekt umgesetzten Massnahmen reagierten, hatte das Amt für Umwelt im Jahr 2011 die Universitäten Neuenburg und Bern beauftragt, das Alter sowie die Herkunft des Grundwassers in der Region Gäu-Olten zu untersuchen. Denn je länger Wasser im Untergrund unterwegs ist, bis es gefördert wird, desto länger dauert es, bis sich die Umstellung der Bewirtschaftung in den Nitratgehalten bemerkbar macht. Je weniger sich zudem nitratreiches Sickerwasser im Untergrund mit nitratärmeren Zuflüssen vermischt, umso schwieriger ist es, niedrige Nitratgehalte zu erreichen.
Die 2015 abgeschlossene Studie brachte neue und überraschende Erkenntnisse. Das in den Pumpwerken geförderte Wasser ist wesentlich älter als bisher angenommen. Deshalb kann es auch bis zu 20 Jahren dauern, bis sich die landwirtschaftlichen Massnahmen in den Trinkwasserfassungen abzeichnen. Zudem wird das landwirtschaftlich geprägte Grundwasser nur wenig durch nitratarme Zuflüsse aus der Dünnern oder den seitlichen Talflanken verdünnt. Die hydrogeologischen Gegebenheiten verunmöglichen daher eine rasche Zielerreichung.