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Das Langzeit-Trockenzwischenlager (Interim Spent Fuel Storage Facility 2, ISF-2) für ausgediente Brennelemente aus dem Kernkraftwerk Tschernobyl ist bereits im Bau. Es soll das bestehende Nasslager ISF-1 ersetzen. Die neue Bewilligung ersetzt die bestehende und ermöglicht es, die Arbeiten der zweiten Phase zu beginnen, die Installationen und die Inbetriebnahme-Vorbereitungen umfasst. Zudem dient sie der Unterstützung des abschliessenden Genehmigungsverfahrens.
Ein kleiner Teil der Brennelemente befindet sich noch in den Abklingbecken der endgültig abgeschalteten Blöcke Tschernobyl-1 bis -3. Die überwiegende Mehrheit – über 18’000 – ist sich im Nasslager ISF-1, dessen Genehmigung 2016 ausläuft und das bis dahin geräumt sein muss. Sobald sich aller Brennstoff im ISF-2 befindet, kann der Rückbau der Reaktorblöcke beginnen.
Der Bau des Trockenzwischenlagers wird aus dem Nuclear Safety Account (NSA) finanziert, einem der Fonds bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), der unter anderem Finanzmittel für wichtige Infrastrukturmassnahmen zur Stilllegung der Tschernobyl-Einheiten verwaltet. Die amerikanische Holtec International Company hatte im Herbst 2007 den Bauauftrag zur Fertigstellung der ISF-2 erhalten. Die Inbetriebnahme ist für 2015 geplant. Es wird dannzumal die langfristige Trockenlagerung von mehr als 20’000 Brennelementen erlauben.
Quelle
M.A. nach Chernobyl NPP, Medienmitteilung, 26. März 2013