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29. Juni 2016: „Operation Driftnet“, eine Kampagne, die im Februar 2016 von Sea Shepherd ins Leben
gerufen wurde, beendete nun erfolgreich den Betrieb einer Flotte von sechs illegalen Fischereifahrzeugen.
In einer E-Mail an den Geschäftsführer von Sea Shepherd Global, Captain Alex Cornelissen,
hat das chinesische Landwirtschaftsministerium die Ergebnisse seiner Untersuchungen mitgeteilt.
Die chinesische Regierung hat vorübergehend die Fanglizenzen aller Schiffe, die im Besitz der Firma
Dong Xing Long Ocean Fishing Company sind, entzogen. Die sechs Schiffe der Fu Yuan Yu-Flotte wurden angewiesen,
bis auf unbestimmte Zeit im Hafen zu verbleiben. Darüber hinaus wurden den Kapitänen der Fischereifahrzeuge die Patente
dauerhaft entzogen und jedes Schiff wurde mit einem Bussgeld von etwa 300.000 US-Dollar (etwa 271.000 Euro) belegt.
Captain Paul Watson, Gründer von Sea Shepherd sagte: „Dies war eine gewagte Kampagne, angeführt von einem mutigen Sea Shepherd-Kapitän und seiner Crew. Diese Massnahme hat sechs sehr zerstörerische Wildererschiffe aus dem Indischen Ozean entfernt und eine starke Botschaft an Schiffe rund um den Globus gesendet, die unter chinesischer Flagge fahren, dass China internationale Fischereigesetze und die Durchsetzung ernst nimmt.“
Sea Shepherd griff erstmals ein, als Captain Sid Chakravarty und seine Crew an Bord der STEVE IRWIN im Indischen Ozean eine illegal tätige, chinesische Treibnetz-Flotte entdeckten, dokumentierten, aufdeckten und verfolgten.
Sea Shepherd meldete die Aktivitäten und lieferte Beweise an die Volksrepublik China. Die Verfolgung, die im Indischen Ozean begann, endete in chinesischen Gewässern, in denen die chinesische Marine der STEVE IRWIN die weitere Verfolgung durch das Südchinesische Meer bis zur Küste von China gestattete.
Mit den sechs Schiffen in chinesischen Häfen, übernahm die chinesische Regierung die Ermittlungen. Als Reaktion auf Sea Shepherds ursprünglicher Entdeckung und Dokumentation der illegalen Verwendung von Treibnetzen (weltweit seit 1992 verboten), befahl die chinesische Regierung den sechs Schiffen zum chinesischen Festland für weitere Untersuchungen und Überprüfungen zurückzukehren.
Nach Ankunft im Hafen fanden die staatlichen Ermittlungen heraus, dass die FU YUAN YU 071, die FU YUAN YU 073 und die FU YUAN YU 076 tatsächlich in illegale Aktivitäten durch Benutzung von Treibnetzen im Indischen Ozean verwickelt waren. Die Untersuchung der anderen drei Schiffe dauert noch an.
Kampagnenleiter Captain Sid Chakravarty sagte: „Dies sind harte Strafen und die Aktionen der chinesischen Regierung zeigen deutlich, dass sie Fischereiverbrechen sehr ernst nehmen. Sea Shepherd möchte der chinesischen Regierung für ihre Zusammenarbeit bei der Ermittlung danken. Wir wissen die Anerkennung des Erfolges durch Regierung von China zu schätzen.“
Sea Shepherd folgte erneut der vorgegebenen Struktur zur Koordinierung von internationalen Bemühungen, um internationale Fischereiverbrechen zu bekämpfen und möchte den Erfolg dieser Kampagne der gemeinsamen Leistung von der chinesischen Regierung, INTERPOL, der Crew der STEVE IRWIN, Sea Shepherd Legal und Sea Shepherd Global gutschreiben.
Hier die E-Mail, die wir vom chinesischen Landwirtschaftsministerium erhalten haben:
Sehr geehrter Herr Kapitän Cornelissen,
zuerst möchte ich Ihnen im Namen der zuständigen Behörde für Fischerei in China unsere aufrichtige Wertschätzung für Ihre und Sea Shepherd Globals rechtzeitige Benachrichtigung und stete Aufmerksamkeit in Bezug auf den Fall der illegalen Treibnetzfischerei von einigen chinesischen Fischereifahrzeugen im Indischen Ozean zum Ausdruck bringen. Sobald wir Ihre E-Mail erhalten hatten, legten wir grossen Wert auf diesen Fall und führten sofort eine detaillierte und umfassende Untersuchung durch. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen die Ergebnisse und Resultate der Untersuchung wie folgt mitzuteilen.
Wir forderten die betreffenden Fischereifahrzeuge auf, unverzüglich in ihren Heimathafen zurückzukommen, um die Untersuchung aufzunehmen, führten eine Hafenkontrolle durch und überprüften an Bord der Fischereifahrzeuge sorgfältig alle damit verbundenen Dokumente, einschliesslich Zollanmeldung, Logbuch, Bordbescheinigung, Ladungsverzeichnis sowie alle Informationen, die von Ihrer Seite zur Verfügung gestellt wurden. Zudem führten wir persönliche Gespräche mit einigen der Besatzungsmitglieder der betroffenen Fischereifahrzeuge. Ausserdem haben wir den VMS (Vessel Monitoring System) Streckennachweis von unserer Plattform ausgewertet und bewiesen, dass diese Schiffe keinen anderen Hafen während ihrer Rückfahrt nach China anliefen. Aus allen Beweisen und Informationen, die wir gesammelt haben, konnten wir die Schlussfolgerung ziehen, dass die drei Fischereifahrzeuge namentlich FU YUAN YU 071, FU YUAN YU 073 und FU YUAN 076 in illegale Fischereiaktivitäten wie der Treibnetzfischerei im Südindischen Ozean involviert waren. Jedoch fanden wir keine weit wandernden Arten an Bord dieser Fischereifahrzeuge.
Nach chinesischem Fischereigesetz verhängen wir den involvierten Fischereifahrzeugen die folgenden Strafen:
Erstens werden die Fischereilizenzen von allen Fischereifahrzeugen (nicht nur der drei beteiligten Fischereifahrzeuge) des gleichen Unternehmens vorläufig aufgehoben. Derzeit wurden die drei Fischereifahrzeuge aufgefordert, für weitere Berichtigungen auf unbestimmte Zeit im Hafen zu verbleiben.
Zweitens wird den Kapitänen der drei Fischereifahrzeuge das Patent dauerhaft entzogen und eine Strafe für jeden Kapitän verhängt.
Drittens wird das höchstmögliche Bussgeld an jedes der drei Fischereifahrzeuge verhängt, jeweils rund 300.000 US-Dollar (etwa 271.000 Euro).
Wir werden diese Ergebnisse, wenn nötig, auch an die zuständigen Regionalen Organisationen des Fischereimanagements (RFMO) weitergeben.
Ich möchte Ihnen für Ihre Unterstützung und Zusammenarbeit in diesem Fall danken.
Mit freundlichen Grüssen
Liling ZHAO
Direktor
Abteilung für Tiefseefischerei
Fischereiamt
Landwirtschaftsministerium, China