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Zu Lebzeiten sei S. boldi eines der grössten Raubtiere in der Fundregion gewesen, heisst es im «Journal of Paleontology». Schätzungsweise anderthalb Meter lang konnte das Tier demnach werden.
Den damaligen Lebensraum muss man sich als tropische Fluss- und Seenlandschaft vorstellen, wie das an der Untersuchung beteiligte Museum für Naturkunde Berlin mitteilte. «Im Bereich des heutigen Remigiusbergs mündete damals ein grosser Fluss in einen etwa 70 Kilometer langen See.» An dessen Ufer und im Delta des Flusses hätten die Tiere gelebt.
Grosse Zähne für glitschige Beute
Die Fossilien wurden schon 2013 und 2018 gefunden - jetzt aber erstmals wissenschaftlich beschrieben und damit offiziell nachgewiesen.
«Im Gaumen hatte Stenokranio drei Paare von grossen, nach hinten gebogenen Reisszähnen, die dazu dienten, glitschige Beute wie Fische festzuhalten», erläuterte das Museum. Die Beute sei dann vermutlich mehr oder weniger komplett heruntergeschlungen worden. Nach Körperform und Lebensweise habe der Fisch- und Fleischfresser eine ähnliche ökologische Nische wie die späteren Krokodile besetzt.
Der Begriff Ursaurier hat mit Dinosauriern nichts zu tun, wie es weiter hiess. Es handle sich um eine populäre Sammelbezeichnung für die Vierfüsser des Erdaltertums.