Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03325.jsonl.gz/1424

Alle F1 sehen gleich aus (sind uniform)
Wir zeigen die erste Mendelsche Regel an einer Kreuzung von Mäusen (obwohl wir uns bewusst sind, dass Mendel nicht mit Mäusen, sondern mit Erbsen gearbeitet hat).
Reinerbige Mäuserassen
Nehmen wir zwei Mäuserassen derselben Art. Die einen Mäuse sind alle grau und alle ihre Nachkommen bleiben grau, wenn sie unter einander gekreuzt werden. Die anderen sind alle weiss und alle ihre Nachkommen bleiben weiss, wenn man sie unter sich kreuzt. Man nennt sie deswegen reinerbige Rassen.
Wir kreuzen (x) nun reinerbige graue Mäuse mit weissen reinerbigen Mäusen. In anderen Worten: Wir lassen eine graue männliche Maus mit einer weissen weiblichen maus (oder umgekehrt) Junge kriegen.
|P||X|
|Phänotyp||grau||weiss|
|Genotyp||GG||WW|
|Keimzellen||G||W|
Schreibweise mit doppelten Erbanlagen
Phänotyp ist das für das Auge sichtbare Ergebnis.
Genotyp ist das, was genetisch in der Maus als Anlage vorhanden ist.
Mendel hat aus seinen Ergebnissen versucht, eine sinnvolle Schreibweise für die Anlagen zu finden. Er erwartete, dass die Anlagen in jedem Tier doppelt vorliegen, also GG oder WW, und dass diese bei der Kreuzung zuerst getrennt werden und sich dann daraus kombinieren. Auch wenn er noch keine richtige Ahnung von den Keimzellen und den Chromosomen hatte, nahm er an, dass in den Keimzellen die Anlagen nur einzeln vorliegen.
Alle F1-Mäuse sind grau – Uniformitätsregel
Das Ergebnis dieser Kreuzung waren lauter graue Mäuse.
|F1

Erste Filialgeneration
|Genotyp||GW|
Mendel nannte dieses Ergebnis aus diesem Grunde Uniformitätsregel.
Die Anlage G der grauen Maus vereinigt sich mit der Anlage W der weissen Maus. Daraus resultiert eine GW-Maus, welche grau aussieht.
Dominante und rezessive Merkmale bei Mischerbigkeit
Die grauen Mäuse der F1 sind offensichtlich mischerbig, denn sie enthalten Anlagen von beiden reinerbigen Eltern (G und W). Wenn diese nun aber im Phänotyp grau sind, dann muss die Anlage G stärker als die Anlage W sein. Man spricht von Dominanz. Die Anlage G sei dominant über die Anlage W.
Rund um die Versuche von Johann Gregor Mendel
- Einleitung zu den Mendelschen Experimenten
- Biografie von Johann Gregor Mendel
- Die Uniformitätsregel (Kreuzung von Mäusen)
- Die Spaltungsregel (Kreuzung von Mäusen)
- Intermediärer Erbgang (Kreuzung von Mirabilis jalapa)
- Dihybrider Erbgang (Kreuzung mit mehr als einem Merkmalspaar)
- Die Unabhängigkeitsregel (Kreuzung von Erbsen)
- Die drei mendelschen Regeln
- Methode der Rückkreuzung
- Hat Mendel seine Daten manipuliert?