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DaimlerChrysler hat sich nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" endgültig für den Verkauf der defizitären Bahntechniktochter Adtranz an die kanadische Bombardier-Gruppe entschieden. Der Verkauf soll heute Freitag (04.08.) bekannt gegeben werden.
Der Stuttgarter Automobilkonzern DaimlerChrysler wollte den Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zunächst nicht kommentieren. DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp hatte bislang nur Gespräche mit Bombardier bestätigt.
Aus Bombardier und Adtranz würde das weltweit grösste Bahntechnik-Unternehmen entstehen.
Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" werden nur die Adtranz- Bahnfahrzeug- Aktivitäten an Bombardier verkauft. Für die Adtranz- Aktivitäten in der Signal-/Elektrotechnik sei die französische Alstom ein Kandidat.
Der Bereich-Bahnfahrzeuge stellt den überwiegenden Teil des Gesamtumsatzes der Adtranz dar (1999: 3,6 Mrd. Euro, rund 5,6 Mrd. Franken). Nach dem defizitären Geschäftsjahr 19999 rechnet DaimlerChrysler für das Gesamtjahr 2000 damit, dass der Umsatz deutlich steigt und die Gewinnschwelle erreicht wird.
Adtranz beschäftigte nach eigenen Angaben Ende 1999 gut 23'000 Mitarbeiter, davon rund 7'000 in Deutschland. In der Schweiz will ADtranz die Werke in Pratteln BL und Zürich schliessen. Dabei sollen rund 700 Stellen abgebaut werden. Der Entscheid war auf grossen Protest gestossen.
Adtranz stellt Bahnen und Bahnkomponenten her und ist unter anderem am ICE-Hochgeschwindigkeitszuges beteiligt gewesen. In Branchenkreisen wird davon ausgegangen, dass Bombardier bei einer Übernahme der Bahnfahrzeug-Aktivitäten von Adtranz dort nochmals erheblich rationalisieren werden dürfte.
Für DaimlerChrysler gehört die Adtranz inzwischen nicht mehr zum Kerngeschäft des Konzerns, das wesentlich vom traditionellen Autogeschäft gebildet wird.
swissinfo und Agenturen
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