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Bei der 5b-Wetterlage zieht ein Zyklon vom Golf von Genua in einem Bogen über die Adria um die Alpenostseite herum und führt so «über die Hintertüre» zu Starkregen in Polen, Tschechien, Österreich, Deutschland und in der Ostschweiz.
Wassermenge, die pro Zeiteinheit an einer Messstelle durchfliesst (z.B. m3 pro Sekunde).
Das Abflussregime beschreibt die mittleren saisonalen Schwankungen des Abflusses eines Fliessgewässers, welche durch Niederschlag, Verdunstung, Abfluss (Versickerung, Oberflächenabfluss) und Zwischenspeicherung (Schnee, Eis, Grundwasser) verursacht werden.
Das Abflussregime wird mit dem Pardé-Koeffizienten der einzelnen Monate beschrieben. Der Pardé-Koeffizient wird bestimmt aus dem Verhältnis zwischen dem langjährigen mittleren Abfluss im betreffenden Monat und dem mittleren Jahresabfluss. Die Diagramme zu den Regimes erlauben einen Vergleich des saisonalen Verlaufs der Abflüsse verschiedener Fliessgewässer. In der Schweiz werden 16 Regimetypen unterschieden.
In Fliessgewässern findet die Ablagerung (Akkumulation) von transportiertem Material (Geröll, Schwemmholz, Sand, Ton, etc.) vorwiegend dort statt, wo die Fliessgeschwindigkeit niedrig ist.
Abwasserreinigungsanlagen (ARA, auch Kläranlagen) sind technische Anlagen, welche das Abwasser von Bevölkerung und Wirtschaft mit mechanischen, biologischen und chemischen Verfahren stufenweise reinigen.
Advektion (lat. «advectio» = Heranführung) bezeichnet in der Meteorologie das horizontale Heranführen von wärmeren bzw. kälteren oder feuchteren bzw. trockeneren Luftmassen.
Beispielsweise kommt es beim Heranführen von wärmeren Luftmassen zu deren Aufgleiten über kältere Luftmassen und dabei zur Bildung von Stratus- oder Schichtwolken.
Ein Aufwind ist eine örtlich begrenzte vertikale Luftbewegung, welche durch die Sonneneinstrahlung, die frei werdende Kondensationswärme in Wolken oder durch den Einfluss von Gebirgen (orographische Hebung) entstehen kann.
Das auslösende Ereignis setzt bei gegebener Disposition den gefährlichen Prozess in Gang, beispielsweise ein intensives Gewitter.
Baulich-technische Massnahmen vermindern die Naturgefahr indem sie den Ablauf eines Ereignisses beeinflussen (z.B. Hochwasserdamm, Schutzmauer).
Bei der Beschneiung erzeugen Schneekanonen mit Hilfe von Wasser technischen Schnee.
Mit der Beschneiung von Skipisten sollen die Schneesicherheit und damit die Wirtschaftlichkeit in Wintersportgebieten auch mit dem Klimawandel beibehalten oder erhöht werden.
Der Bewässerungsbedarf umfasst die Wassermenge ohne Niederschlag, die für einen optimalen Ernteertrag erforderlich ist.
Der Bewässerungsbedarf hängt von den klimatischen Verhältnissen (Niederschlag, Verdunstung), dem Bodenwasserhaushalt sowie vom Wasserbedarf der Nutzpflanzen ab. Allgemein ist Pflanzenanbau ohne zusätzliche Bewässerung in Gebieten möglich, wo der Jahresniederschlag grösser ist als die Verdunstung (Regenfeldbau). Aber auch in diesen humiden Regionen wird bewässert, einerseits bei wasserbedürftigen Pflanzen (z.B. Reis) und andererseits für die Überbrückung saisonaler Trockenphasen.
Bewässerung bezeichnet die künstliche Versorgung von Kulturland mit Wasser.
Biologische Massnahmen vermindern die Hochwassergefahr durch die Pflege von Schutzwald oder Bepflanzung von erosionsgeschädigten Steilhängen und Ufern.
Einerseits bleibt an der Vegetation ein kleiner Teil des Niederschlags hängen, ohne den Boden zu erreichen (Interzeption). Andererseits entziehen Pflanzen dem Boden Wasser, das direkt an die Atmosphäre verdunstet wird (Transpiration). Zudem kann das Niederschlagswasser im durchwurzelten Boden besser versickern und vorübergehend besser gespeichert werden. Mit den Wurzeln stabilisiert der Wald auch Lockermaterial und das Ufer, was die Erosion von Feinmaterial und Geschiebe verringert. Bei Dauerregen mit sehr grossen Niederschlagsmengen oder bei Starkniederschlag mit hoher Niederschlagsintensität kann der Wald ein Hochwasser aber nur unwesentlich abschwächen.
Ein Blitz ist ein Funkenüberschlag zwischen Wolken mit entgegengesetzter elektrischer Ladung oder zwischen Wolken und der Erdoberfläche.
Der Blitzvorgang beginnt mit Vorentladungen, die den Entladungskanal aufbauen. Innerhalb einiger Zehntelsekunden beginnt die Hauptentladung, die ihrerseits von weiteren Teilentladungen im Abstand von Hundertstel- bis Tausendstelsekunden gefolgt wird. Durch die explosionsartige Erhitzung der Luft im Blitzkanal (innerhalb von Mikrosekunden auf ca. 30 000 °C) entsteht der nachfolgende Donner.
Die Bodenfeuchte umfasst die Feuchtigkeit im Boden oberhalb des Grundwasserspiegels, einschliesslich des Wasserdampfes in den Poren.
Bodenversiegelung bezeichnet die Abdichtung einer Geländeoberfläche durch künstliche Eingriffe (z.B. Strassenbelag) sowie infolge natürlicher Vorgänge (z.B. Frost), wodurch die Versickerung von Niederschlagswasser vermindert oder unterbunden wird und so zu Oberflächenabfluss kommt.
Brauchwasser (auch als Betriebs- oder Nutzwasser bezeichnet) wird für spezifische technische, industrielle, gewerbliche, landwirtschaftliche oder hauswirtschaftliche Anwendungen eingesetzt. Es muss nicht Trinkwasserqualität aufweisen, sondern einer gewissen Mindesthygiene entsprechen, so dass es den Anforderungen des vorgesehenen Einsatzes genügt. Brauchwasser wird beispielsweise als Kühlwasser für Industrie und Gebäude, zur Reinigung oder zur Bewässerung eingesetzt.
Bei diffusem Stoffeintrag gelangen Substanzen via Atmosphäre oder durch Abwaschung von der Landoberfläche in Wasservorkommen (vgl. auch punktueller Stoffeintrag).
Drainage ist ein Entwässerungsverfahren bei vernässten Böden mit künstlichen Gräben, Leitungen, Rohren und Pumpwerken, um den Grundwasserspiegel abzusenken und damit die landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu ermöglichen.
Drainageleitungen dienen zur Absenkung des Grundwasserspiegels und damit zur Entwässerung des Bodens.
Bei dynamischen Überschwemmungen tritt rasch fliessendes Wasser über die Ufer.
Dürre (Trockenperiode) bezeichnet das anhaltende Fehlen oder einen deutlichen Mangel an Niederschlag.
Unter Einzugsgebiet versteht man ein abgegrenztes Gebiet, aus dem sämtliches Wasser einem bestimmten Ort zufliesst.
Der Gewässerabfluss eines Einzugsgebietes wird durch folgende Eigenschaften beeinflusst: Klima, Höhenlage, Vergletscherung, Topographie, Boden, Vegetation, Geologie und Form. Diese Eigenschaften bestimmen auch die charakteristische saisonale Abflussverteilung eines Fliessgewässers, das sogenannte Abflussregime.
Eiskörner in Wolken sind gefrorene Regentropfen von ca. 1 – 4 Millimeter Durchmesser, die aus einem trüben Eiskristallkern und mehreren gefrorenen Schalen bestehen.
Die Energiestrategie 2050 ist ein Massnahmenpaket der Schweiz, welches den geplanten Atomausstieg durch eine langfristig sichere Versorgung mit elektrischer Energie gewährleisten soll. Sie umfasst unter anderem Massnahmen zur Energieeffizienzerhöhung, zur Senkung von CO2-Emissionen und zur Förderung erneuerbarer Energien.
Bei der Eutrophierung gelangen übermässig viele Nährstoffe (oft Nitrat oder Phosphat aus Düngemitteln und Abwasser) in Gewässer und erhöhen das Algenwachstum. Das Absterben der Algen senkt den Sauerstoffgehalt des Wassers, was die biologische Vielfalt (v. a. Fischarten) beeinträchtigt und in Seen auch zu Fischsterben führen kann.
Die Evaporation ist der Übergang des Wassers vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über einer Wasserfläche oder einer vegetationslosen Erdoberfläche.
Sind bei der Verdunstung von Wasser Pflanzen beteiligt, spricht man von Transpiration.
Bei Flachdrucklagen sind die Luftdruckgegensätze so gering, dass keine klaren Druckzentren (Hoch- und Tiefdruck) auszumachen sind.
Ein (Wärme-)Gewitter ist eine meteorologische Erscheinung, die mit elektrischen Entladungen (Blitze) und Donner einhergeht und in der Regel von kurzem und kräftigem Niederschlag bis hin zu Hagel begleitet ist.
Fliessgewässer bezeichnen oberirdisch fliessende Gewässer, wobei natürliche Fliessgewässer (Bache und Fluss) und künstlich angelegte Fliessgewässer (Kanäle) unterschieden werden (vgl. auch See).
Flussbegradigung bezeichnet die Verkürzung der Fliessstrecke eines Flusslaufes durch bauliche Massnahmen.
Häufig werden Flussbegradigungen mit Uferverbauungen kombiniert.
Förderbrunnen pumpen meist aktiv Grundwasser aus Lockergesteins-Grundwasserleitern der Talböden in Wasserreservoire oder zur direkten Nutzung (z.B. bei Landwirtschaft oder Kühlung).
Unter Gebirgsfluss versteht man ein grösseres natürliches Fliessgewässer im Gebirge mit streckenweise grossem Sohlgefälle, rasch und stark wechselnder Fliessgeschwindigkeit, Turbulenz sowie schwankender Abfluss- und Feststoffmenge.
Gebirgsflüsse und Wildbäche weisen streckenweise ein hohes Sohlgefälle auf, welches bei Starkniederschlägen einen rasch ansteigenden Abfluss hervorruft. Die hohen Fliessgeschwindigkeiten erhöhen die Seiten- und Tiefenerosion.
Das Gefahrenpotential sagt aus, wie intensiv und wie häufig eine Naturgefahr in einem bestimmten Gebiet eintreten kann.
Mit Gerinneaufweitungen wird bei verbauten Fliessgewässern das Flussbett und der Uferbereich vergrössert, um das Fassungsvermögen des Gerinnes zu erhöhen, die Hochwassergefahr zu reduzieren sowie unterschiedliche Lebensräume und Bereiche zu bilden, in denen Fliessgeschwindigkeit und Wassertiefe so variieren, dass Geschiebe erodiert und abgelagert wird.
Der Geschiebehaushalt eines Fliessgewässers wird durch Erosion und Ablagerung von Gesteinsmaterial beeinflusst. Der Geschiebehaushalt ist dann in einem dynamischen Gleichgewicht, wenn sich Erosion und Ablagerung in etwa ausgleichen und dadurch die Flusssohle ihre Höhenlage dauerhaft beibehält.
Durch die je nach Bedarf hohe oder niedrige Stromproduktion von Speicherkraftwerken kommt es im Fliessgewässer unterhalb des Werkes zu künstlich erhöhtem Abfluss (Schwall) bzw. einer Niedrigwasserphase (Sunk, oft in der Nacht und am Wochenende). Diese starken Schwankungen des Abflusses stellen ein Problem für die Lebewesen und das Ökosystem der betroffenen Fliessgewässer dar.
Unter Gewerbe werden produzierende und verarbeitende kleinere und mittlere Betriebe in Bereichen der Industrie, Handwerk sowie Dienstleistung verstanden, d.h. vorwiegend in folgenden Branchen: Produktion und Handwerk (z.B. Schreinerei, Malergeschäft), Reparatur und Instandhaltung (z.B. Garage), Detailhandel und Grosshandel, Gastronomie, quartierbezogene Dienstleistungen (z.B. Coiffeursalon, Schuhmacherei, Optikergeschäft) (vgl. auch Industrie).
Natürliche und künstliche Bäche, Flüsse, Seen und Grundwasservorkommen.
Gewässer haben viele Funktionen für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Sie gestalten Landschaften, liefern Energie und Trinkwasser, bieten Freizeit- und Erholungsräume, schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere, gleichen Temperaturextreme in Wasser und Luft aus, dienen als Transportweg, verdünnen Abfallstoffe und transportieren sie ab, liefern Bewässerungswasser in Trockenzeiten und erneuern Grundwasserreserven.
Gewässerkorrektion bezeichnet die Umgestaltung von Fliessgewässern und Seen mit wasserbaulich-technischen Massnahmen für den Hochwasserschutz, die Nutzung des Gewässers (z.B. für die Schifffahrt), die Landgewinnung und die Melioration der angrenzenden Aue.
Der Gewässerraum von oberirdischen Gewässern umfasst das Gerinne und den Uferbereich. Der Raumbedarf der oberirdischen Gewässer (= Gewässerraum) ist bei Fliessgewässern und Seen nach den Bestimmungen im Gewässerschutzgesetz von 2011 festzulegen.
Der Gewässerschutzbereich AU umfasst alle nutzbaren Grundwasservorkommen im Randgebiet der Grundwasserschutzzonen (vgl. auch planerischer Grundwasserschutz).
Das Gewässerschutzgesetz der Schweiz verlangt seit 1971 einen flächendeckenden Schutz der ober- und unterirdischen Gewässer, seit 1991 angemessene Restwassermengen und seit 2011 eine Wiederherstellung der ökologischen Funktionen.
Das glaziale Abflussregime ist geprägt von der Eisschmelze und weist typischerweise eine eingipflige Abflusskurve mit einem Maximum in Juli und August auf.
Das glazio-nivale Abflussregime ist geprägt von der Schnee- und Eisschmelze und weist typischerweise eine Abflusskurve mit einem Maximum in Juni und Juli auf.
Als globale Erwärmung bezeichnet man den seit 150 Jahren festgestellten Anstieg der Durchschnittstemperatur in der Troposphäre und den Meeren.
Die Grunddisposition umfasst die über längere Zeit gleich bleibenden Voraussetzungen für gefährliche Prozesse, beispielsweise Relief, Geologie, Boden und Klima.
Das Grundwasser bezeichnet das zusammenhängende unterirdische Wasser in festem Gestein und Lockermaterial unterhalb der Bodenschicht. Das Grundwasser bewegt sich ausschliesslich durch Schwerkraft.
Das erneuerbare Grundwasser ist der Anteil des Grundwassers, der nachhaltig genutzt werden kann, d.h. ohne dessen Menge oder Qualität zu beeinträchtigen. Dieser Anteil ist je nach Region unterschiedlich (im Mittel 10 % des verfügbaren Grundwassers) und hängt vor allem von der Geologie des Untergrundes und von der Anwesenheit von Fliessgewässern ab.
An Grundwasserfassungen wird Grundwasser mit Hilfe von Förderbrunnen aus Lockergesteins-Grundwasserleitern der Talböden gewonnen.
Durchlässige, wasserführende Gesteinsformationen mit nutzbaren Wassermengen.
Mit Grundwasserschutzarealen werden für die zukünftige Grundwassernutzung vorsorglich Flächen ausgeschieden mit Bauverbot für Gebäude und Anlagen (vgl. auch planerischer Grundwasserschutz).
Grundwasserschutzzonen dienen dazu, das von der Trinkwasserversorgung genutzte Grundwasser vor Verschmutzung zu schützen und den Grundwasserdurchfluss zu sichern. Schutzzonen müssen um alle Grundwasserfassungen herum ausgeschieden werden, die im öffentlichen Interesse liegen, und stellen das wichtigste Instrument des planerischen Grundwasserschutzes dar.
Der Grundwasserstand definiert die Höhe der Grundwasseroberfläche oder -druckfläche an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit.
Der Grundwasserstand wird durch die Wasserhöhe in einem fest installierten Beobachtungsrohr (Piezometer) bestimmt. Während der Grundwasserstand ein Mass für den Füllstand des hydrogeologischen Systems ist, gibt die Quellschüttung den natürlichen Abfluss aus diesem System an. Grundwasserstand und Quellschüttung hängen von Niederschlags- und Flussinfiltration, Geologie, Neigung und Mächtigkeit von Grundwasserleitern sowie menschlicher Nutzung ab.
Schlecht wasserdurchlässige Gesteinsschicht, entlang welcher Grundwasser häufig an die Erdoberfläche fliesst und dort als Quelle austritt.
Hagel bezeichnet festen Niederschlag in Form von kugelschichtig aufgebauten, durchscheinenden Eiskörnern (Hagelkörner) mit einem Durchmesser von über 5 Millimetern.
Hochwasser bezeichnet den Zustand in einem Fliessgewässer oder einem See, bei dem der Abfluss oder der Wasserstand einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder überschritten hat.
Hochwasserdamm ist ein künstlich errichteter Damm entlang eines Fliessgewässers zum Schutz des Umlandes vor Überschwemmungen.
Die Industrie umfasst die Gewinnung, Bearbeitung und Weiterverarbeitung von Rohstoffen oder Zwischenprodukten zu Sachgütern. Industriebetriebe produzieren vorwiegend materielle Konsum- und Produktionsgüter mit Maschinen, nach dem Prinzip der Arbeitsteilung für grosse Absatzmärkte (vgl. auch Gewerbe).
Inneralpine Trockentäler sind von hohen Bergen umschlossene Täler im Inneren der Alpen.
Sie sind vergleichsweise trocken und warm, weil die feuchten Luftmassen am umliegenden Gebirge aufsteigen, sich dort abregnen und als trockene Luftmassen in die Täler absinken.
Integrales Risikomanagement ist ein ganzheitliches Konzept für den nachhaltigen Umgang mit Naturgefahren, das alle Naturgefahren und Risiken einbezieht, alle möglichen Massnahmen prüft, alle Beteiligten in den Planungsprozess einschliesst, alle künftigen Entwicklungen (z.B. Raumnutzung, Klimawandel) berücksichtigt und alle Aspekte der Nachhaltigkeit integral miteinbezieht.
Das integrale Wasserressourcen-Management (IWM) hat das Ziel, die Wasserressourcen einer Region nachhaltig zu bewirtschaften. Es sichert das natürliche Wasserdargebot bezüglich Quantität und Qualität und deckt den wasserbezogenen Bedarf von Gesellschaft und Wirtschaft langfristig und krisensicher unter Einbezug des klimabedingten und sozioökonomischen Wandels aus den verfügbaren Ressourcen.
Interzeption bezeichnet den Vorgang, bei dem Niederschlag durch die Pflanzendecke aufgefangen wird und dann verdunstet, ohne den Boden zu erreichen.
Grösse und damit Wirkung der Interzeption ist vom Pflanzenbewuchs, der Dauer und der Intensität des Niederschlags, dem Wind sowie den Bedingungen bei der Verdunstung abhängig.
Isobaren sind Linien gleichen Luftdrucks auf der Wetterkarte.
Der Jahresniederschlag ist die gemessene Niederschlagshöhe innerhalb eines Jahres in Millimetern.
Für den durchschnittlichen Jahresniederschlag wird die Niederschlagshöhe einer bestimmten Anzahl Jahre gemittelt (Standardperiode 30 Jahre, z.B. 1961 – 1990).
Kaltfront ist eine Luftmassengrenze, hinter der eine kalte Luftmasse nachfolgt.
An der Kaltfront schiebt sich die kalte Luftmasse unter eine wärmere Luftmasse und verdrängt diese rasch in die Höhe. Mit der Abkühlung kondensiert der Wasserdampf und es bilden sich mächtige Cumuluswolken, welche zu heftigen Schauern führen können.
Durchlässiges, wasserführendes Kalkgestein mit nutzbaren Wassermengen entlang von Hohlräumen (z.B. Höhlensysteme).
Karstgebiete bestehen aus Kalkstein und weisen typische Verwitterungsformen wie Höhlen, Dolinen und Karrenfelder auf.
In Karstgebieten herrscht an der Oberfläche meist Wasserarmut, da das Oberflächenwasser durch die zahlreichen Klüfte und Hohlräume rasch versickert, in unterirdischen Wasserläufen abfliesst und über Karstquellen andernorts wieder austritt. Solche Systeme reagieren hochempfindlich auf Verunreinigungen.
Ihre Quellschüttung kann stark variieren, da in Karstgebieten das Niederschlags- und Schmelzwasser über die zahlreichen Klüfte und Hohlräume im Kalk schnell versickert, abfliesst und an der Karstquelle wieder an die Oberfläche gelangt.
Die Klimaszenarien CH2011 sind mit wissenschaftlichen Modellen errechnete Prognosen für diezu erwartenden Klimaveränderungen in der Schweiz im 21. Jahrhundert.
Der Begriff Klimawandel bezeichnet die langfristige Veränderung des Klimas, aufgrund natürlicher oder anthropogener Ursachen.
Für die seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachtbare globale Erwärmung ist es äusserst wahrscheinlich (95 – 100 %), dass der anthropogene Einfluss der Hauptgrund ist (nach IPCC, 2014).
Durchlässige, wasserführende kristalline Gesteine mit nutzbaren Wassermengen entlang von Klüften.
Konvektion (lat. «convectum» = mitgetragen) bezeichnet in der Meteorologie das Aufsteigen von warmen Luftmassen in kältere Umgebungsluft.
Meist wird Konvektion durch Sonneneinstrahlung erzeugt, welche zur Erwärmung des Bodens und der bodennahen Luftmassen führt. Erreicht die aufsteigende Luft durch Abkühlung den Taupunkt, beginnen sich Wolken zu bilden. Die Bildung von Quellwolken und Gewittern durch Konvektion ist vor allem im Sommer zu beobachten.
Für die Nutzung von öffentlichem Wasser ist in der Schweiz eine Konzession (lateinisch «concessio» = Zugeständnis) von der Gemeinde oder vom Kanton erforderlich.
Bei künstlichen Grundwasseranreicherungen wird (meist vorgereinigtes) Flusswasser in Grundwasserleiter (Aquifere) infiltriert. Durch die erzwungene Versickerung im Boden wird das Flusswasser von Schwebstoffen, Keimen und teilweise auch Chemikalien befreit und kann als Trinkwasser verwendet werden.
Landregen ist ein mehrere Stunden oder Tage andauernder, schwacher Niederschlag an der Warmfront.
Der Landregen ist lang andauernd und wenig intensiv, weil die leichte Warmluft über die dichte Kaltluft nur langsam und flach ansteigend aufgleiten kann (Advektion). In der Warmluft kondensiert der Wasserdampf daher langsam, aber kontinuierlich zu Schichtwolken.
Landschaftswandel bezeichnet Veränderungen der Landschaft als Folge natürlicher Prozesse oder menschlicher Aktivitäten und Einflüsse. Dadurch können neue landschaftliche Qualitäten entstehen oder bestehende verloren gehen.
Die Landwirtschaft betreibt Ackerbau und Viehhaltung auf einer bewirtschafteten Fläche, um pflanzliche und tierische Produkte zu erzeugen.
Lang andauerndes Niederschlagsereignis (mehrere Stunden bis Tage) mit meist geringer, sich wenig ändernder Niederschlagsintensität und grosser räumlicher Ausdehnung.
Dauerniederschlag wird auch advektiver Niederschlag genannt, da er durch überwiegend horizontale Luftbewegung (Advektion) entsteht.
Laufwasserkraftwerke nutzen die Strömung eines Fliessgewässers, indem sie das Flusswasser mit einem Wehr um wenige Meter aufstauen und die Bewegungsenergie beim Gefälle direkt auf eine Turbine übertragen. Der Zufluss oberhalb des Wehrs und der Abfluss unterhalb des Kraftwerks bleibt im Gegensatz zu einem Speicherkraftwerk unverändert.
Durchlässige, wasserführende Lockergesteinsschichten mit nutzbaren Wassermengen, in der Schweiz vor allem im Mittelland und den Tälern der grossen Alpenflüsse.
Mit Massnahmen der Anpassung (engl. Adaptation) passt man sich an (unvermeidbare) negative Auswirkungen von Veränderungen an (vgl. auch Massnahmen der Minderung).
Mit Massnahmen der Minderung (engl. Mitigation) werden Ursachen negativer Veränderungen auf Wasserressourcen und Gewässer vermindert oder ganz vermieden (vgl. auch Massnahmen der Anpassung).
Mehrzweckspeicher lagern zwischenzeitlich Wasser, um mehrere Ziele zu erreichen, z.B. Hochwasserschutz, Wasserkraft, Schiffahrt, Bewässerung, Fischerei, Wasserversorgung, Erholung.
In der Schweiz werden Stauseen zunehmend als Mehrzweckspeicher eingesetzt, um die fehlenden Gletscher und abnehmenden Schneemengen zu kompensieren und die verschiedenen Nutzungsansprüche (z.B. Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung) aufeinander abzustimmen.
Mikroorganismen sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die in Stoffkreisläufen (z.B. Zersetzung) und als Krankheitserreger vorkommen.
Mikroverunreinigungen stammen aus Aktivitäten des Menschen im täglichen Leben und können Wasser in kleinsten Konzentrationen (Milliardstel- bis Millionstel-Gramm pro Liter) verunreinigen und dessen Nutzbarkeit beeinträchtigen.
Die Mineralisierungsfunktion im Wasserkreislauf übernehmen vorwiegend der Boden und das Gestein. Im Wasser reichern sich dabei Mineralien an, durch die Wechselwirkung des Sickerwassers mit Bodenpartikeln und des Grundwassers mit Gestein.
Beim Mineralisierungsprozess reichert sich das Wasser mit Mineralien an. Dies erfolgt hauptsächlich durch Wechselwirkungen des Sickerwassers mit Bodenpartikeln und des Grundwassers mit Gestein.
In Siedlungen mit Mischsystem wird Abwasser aus Haushaltungen, Produktions- und Reinigungsprozessen und Regenwasser von Dächern, Plätzen und Strassen im gleichen Kanalsystem gesammelt und der Abwasserreinigungsanlage (ARA) zugeleitet (vgl. auch Trennsystem). Bei Starkregen können Mischsysteme nicht alles Wasser fassen, so dass ein Teil davon ungereinigt in die Gewässer eingeleitet wird (Mischwasserentlastung).
Monitoring bezeichnet in der Hydrologie die Überwachung, systematische Erfassung, Messung und Beobachtung von hydrologischen Grössen und Prozessen. Es dient der Gewinnung von Daten und Wissen zu Wasserdargebot, -abfluss, -speicherung, -qualität, -nutzung und -bedarf, um ein besseres hydrologisches Verständnis und Wissen zu erlangen, Hypothesen zu überprüfen sowie Massnahmen zu evaluieren.
Murgang (Mure, Rüfe, Laui) ist ein Gemisch von Wasser und Feststoffen mit einem Feststoffanteil (Sand, Steine, Blöcke, Holz usw.) von 30 bis 60 Prozent, das in einem Wildbachgerinne mit bis zu 60 Kilometern pro Stunde hinunterfliesst.
Starkniederschlag und Dauerniederschlag sowie intensive Schneeschmelze können vorhandenes Lockermaterial im Einzugsgebiet eines Wildbaches mobilisieren und als wassergetränktes Gemenge im Wildbachgerinne oder in alten Hangfurchen zu Tale fliessen. Ein Murgang führt zu beträchtlichen Schäden mit mächtigen Ablagerungen von Blöcken, Schutt und Holz.
Eine nachhaltige Wassernutzung und -bewirtschaftung berücksichtigt die heutigen und zukünftigen Wasseransprüche von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf lokaler, regionaler und globaler Ebene. Dabei ist eine optimale Abstimmung zwischen Wasserdargebot und Wassernutzung sowie Wasserverbrauch leitend.
Eine nachhaltige Wassernutzung berücksichtigt die heutigen und zukünftigen Wasseransprüche von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf lokaler, regionaler und globaler Ebene.
Nachhaltigkeit ist ein Konzept, um die heutigen und zukünftigen Ansprüche von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt auf lokaler, regionaler und globaler Ebene zu sichern.
Naturgefahren umfassen sämtliche Vorgänge in der Natur, die für Mensch, Umwelt und Sachwerte schädlich sein können.
Niederschlag umfasst aus der Atmosphäre ausgeschiedenes Wasser im flüssigen und festen Aggregatzustand, das man an der Erdoberfläche messen oder beobachten kann. Dabei wird unterschieden zwischen fallenden (z.B. Regen), aufgewirbelten (z.B. Schneetreiben), abgelagerten (z.B. Schneedecke) und abgesetzten (z.B. Reif, Tau) Niederschlägen.
Die Niederschlagsmenge wird in Liter pro Quadratmeter oder in Millimeter (Niederschlagshöhe) gegeben. 1 l/m2 entspricht dabei 1 mm Niederschlag.
Die Niederschlagsmenge ist ein Volumen, das in einer bestimmten Zeit auf eine bestimmte Fläche fällt. Wenn 1 mm Niederschlag auf 1 m2 fällt, entspricht dies einem Volumen von 1 mm x 1 m x 1 m Niederschlag oder in Zentimeter 0.1 cm x 100 cm x 100 cm = 1000 cm3 (= 1 dm3), was genau 1 l entspricht.
Niedrigwasser bezeichnet den niedrigsten Wasserstand oder Abfluss in einem Fliessgewässer oder einem See für einen bestimmten Zeitabschnitt.
Ursache ist eine Periode ungewöhnlich trockenen Wetters, die sich in den Wasserständen von Flüssen und Seen unterhalb der Normalhöhe und/oder im Rückgang der Bodenfeuchtigkeit sowie in einer Absenkung der Grundwasserstände bemerkbar macht.
Das nivale Abflussregime ist geprägt von der Schneeschmelze und weist typischerweise eine eingipflige Abflusskurve mit einem Maximum in Mai und Juni auf.
Ein Nutzungskonflikt um Flächen und Ressourcen liegt vor, wenn politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche oder ökologische Interessen sich behindern oder einander entgegenstehen (vgl. auch Raumplanung).
Ein übermässiger Nährstoffeintrag (Eutrophierung) in Gewässer und Grundwasser kann durch Düngung (z.B. Nitrat, Phosphat), Viehhaltung (z.B. Fäkalien) oder zu wenig gereinigte Abwasser verursacht sein.
In eutrophierten Gewässern vermehren sich Algen übermässig und der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt, so dass die biologische Vielfalt (v.a. der Fischpopulation) abnimmt.
Einige kleinere Schweizerseen in landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten (z.B. Hallwilersee) müssen durch eine künstliche «Seebelüftung» am Leben erhalten werden.
Oberflächenabfluss ist der Anteil des Niederschlags, der über die Geländeoberfläche fliesst, bevor er ein Gewässer erreicht.
Oberflächenabfluss tritt auf, wenn der Niederschlag wegen der Beschaffenheit des Untergrunds (z.B. felsige Flächen, verdichteter Boden) kaum infiltrieren kann (Hortonscher Oberflächenabfluss) oder nach Sättigung des Bodens, wenn also Wasser nicht mehr eindringen kann (gesättigter Oberflächenabfluss).
Organisatorische Massnahmen sind Massnahmen, die zur Vorbereitung auf allfällige Ereignisse ergriffen werden (z.B. Notfallpläne, Überwachungsanlagen, Frühwarnsysteme, mobiler Hochwasserschutz).
Orographische Hebung (griech. «oros» = Berg) bezeichnet das Aufgleiten von Luftmassen an einem Gebirge.
Pflanzenschutzmittel (PSM) sind Pestizide, die überwiegend eingesetzt werden, um den Ertrag von Monokulturen zu erhöhen und zu erhalten und Krankheiten und Schädlingsbefall zu bekämpfen. Hierzu zählen Herbizide, Fungizide, Insektizide, Akarizide, Pflanzenwachstumsregulatoren und Repellentien (Abwehr- oder Vergrämungsmittel). Biologische Anbausysteme kommen ohne synthetische Pflanzenschutzmittel aus.
Der planerische Grundwasserschutz sieht bezüglich Grundwasser eine allgemeine Sorgfaltspflicht, ein Verunreinigungsverbot und ein Gebot zur mengenmässigen Erhaltung vor. Ziel dieses flächendeckenden Grundwasserschutzes ist es, die Grundwasservorkommen in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Als rechtliche Instrumente dienen Grundwasserschutzzonen und -areale sowie Gewässerschutz- und Zuströmbereiche.
Im pluvialen Abflussregime zeigt sich der wechselnde Einfluss von Schnee, Regen und Verdunstung in einer mehrgipfligen Abflusskurve.
Politik bezeichnet die aktive Einflussnahme und Durchsetzung von Forderungen und Zielen in privaten und öffentlichen Bereichen zur Gestaltung und Regelung menschlicher Gemeinwesen (z.B. Bund, Kanton, Gemeinde).
Bei punktuellem Stoffeintrag gelangen Substanzen an bestimmten Austrittsstellen (z.B. ARA-Ausläufe, undichte Leitungen, Altlasten) in Wasservorkommen (vgl. auch diffuser Stoffeintrag).
Eine Quelle ist der Ort, an dem Wasser auf natürlichem Weg aus Gestein oder Boden an die Oberfläche tritt.
Quellfassungen leiten frei austretendes Grundwasser in Wasserreservoire.
Die Quellschüttung beschreibt den Abfluss einer Quelle und wird meistens in Liter pro Minute gemessen.
Die Quellschüttung wird möglichst nahe beim Quellaustritt an einem natürlichen Querschnitt oder mit Hilfe eines künstlichen Überlaufs gemessen. Während die Quellschüttung den natürlichen Abfluss aus einem hydrogeologischen System angibt, ist der Grundwasserstand ein Mass für den Füllstand dieses Systems. Grundwasserstand und Quellschüttung hängen von Niederschlags- und Flussinfiltration, Geologie, Neigung und Mächtigkeit von Grundwasserleiter und menschlicher Nutzung ab.
Mit raumplanerischen Massnahmen wird die Raumnutzung den bestehenden Naturgefahren angepasst, um das Schadenpotential zu vermindern.
Die Gefahrenkarte ist eine wichtige Grundlage für die Planung von angemessenen Massnahmen zur Verminderung des Risikos und des Schadenpotentials durch Hochwasser.
Die Raumplanung in der Schweiz umfasst alle räumlichen Planungen der öffentlichen Hand (Bund, Kantone, Gemeinden) – vom Verkehr über Umwelt und Wirtschaft bis zur Gesellschaft. Die Raumplanung hat die Aufgabe, unterschiedliche Interessen der Raumnutzung aufzunehmen (Nutzungskonflikte) und die verschiedenen Funktionen im Raum sowie die raumwirksamen Aktivitäten aufeinander abzustimmen.
Die Reinigungsfunktion im Wasserkreislauf übernimmt vorwiegend der Boden, indem er Keime und Schadstoffe aus Sickerwasser filtert.
Natürliche Reinigungsprozesse finden im Wasserkreislauf vorwiegend im Boden (natürlicher Filter) bei der Versickerung des Wassers statt. Auch in natürlichen Fliessgewässern finden reinigende Abbauprozesse statt.
Als Renaturierung wird die Rückführung eines Fliessgewässers in den ursprünglich unverbauten Zustand verstanden.
Weil jedoch fraglich ist, ob sich der ursprüngliche Zustand überhaupt wiederherstellen lässt und ob ein menschlicher Eingriff zu ursprünglicher Natur führen kann, werden in der aktuellen Gewässerschutzpolitik Revitalisierungsmassnahmen umgesetzt.
Der Gewässerschutz der Schweiz legt seit 1991 Restwassermengen fest, damit unterhalb von Wasserentnahmen ausreichend Wasser in Fluss- und Bachbetten bleibt. Dies soll die vielfältigen natürlichen Funktionen der Gewässer sichern (z.B. Lebensraum der Tiere und Pflanzen, Abbau von Schadstoffen).
Für Wasserentnahmen, die vor 1991 bewilligt wurden, gelten die Restwasserbestimmungen erst, sobald die Konzession zur Nutzung des Wassers erneuert werden muss.
Restwassermengen werden seit 1991 im Gewässerschutzgesetz der Schweiz festgelegt, damit unterhalb von Wasserentnahmen ausreichend Wasser in Fluss- und Bachbetten bleibt. Die Restwassermengen sollen die vielfältigen natürlichen Funktionen der Gewässer sichern (z.B. Lebensraum der Tiere und Pflanzen, Abbau von Schadstoffen).
Für Wasserentnahmen, die vor 1991 bewilligt wurden, gelten die Restwasserbestimmungen erst, sobald die Konzession zur Nutzung des Wassers erneuert werden muss. Teils ist dies erst in den 2060er Jahren der Fall.
Massnahmen der Revitalisierung sollen natürliche Prozesse in und an verbauten Gewässern mit baulichen Massnahmen (z.B. Gerinneaufweitung, Wiederherstellung von Auen) wieder so in Gang bringen, dass sich das Ökosystem eigenständig regulieren und seine vielfältigen Funktionen wieder übernehmen kann (vgl. auch Renaturierung).
Bei Naturgefahren bezeichnet der Begriff Risiko das Ausmass und die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Schadens.
Bei der Risikominimierung versucht man das Schadenpotential vorwiegend mit raumplanerischen Massnahmen zu verkleinern, also die gegenwärtige und geplante Raumnutzung den drohenden Naturgefahren anzupassen.
Das Schadenpotential beschreibt den Schaden, der an Personen und an Sachwerten bei einem möglichen Ereignis eintreten könnte.
Schauer ist kurzer und heftiger Niederschlag aus Cumuluswolken an der Kaltfront.
An der Kaltfront entstehen intensive Schauer, da die dichte Kaltluft die davorliegende leichte Warmluft rasch in die Höhe verdrängt (Advektion). In der Warmluft kondensiert in kurzer Zeit viel Wasserdampf zu mächtigen Cumuluswolken, wobei die frei werdende Kondensationswärme das Aufsteigen der feuchten Warmluft noch verstärkt (Konvektion).
Schwall- und Sunkabfluss bezeichnet künstliche Abflussschwankungen in einem Fliessgewässer, welche durch Wasserkraftwerke entstehen.
Schwellen sind quer zur Strömungsrichtung eines Flusses verlaufende Bauwerke, welche die Fliessgeschwindigkeit und damit auch die Tiefenerosion vermindern.
See ist ein grösseres oberirdisches Gewässer mit stehendem oder nahezu stehendem Wasser, das von einer Landfläche umgeben ist (Binnengewässer).
In der Schweiz sind die meisten grossen Seen reguliert, wodurch die aus einem See ausfliessende Wassermenge und somit der Seestand festgelegt werden können. Grössere nichtregulierte Seen sind beispielsweise der Boden- und Walensee.
Wasser in einem nahezu stehenden oberirdischen Gewässer, das von einer Landfläche umgeben ist (See).
In Fliessgewässern wird bei der Seitenerosion am Ufer Material abgetragen, was zur Übersteilung und zum Nachbrechen der Uferbereiche führen kann.
Die Intensität der Seitenerosion wird von der Fliessgeschwindigkeit, dem Sohlgefälle sowie dem Material des Flussbettes und der Ufer bestimmt. Bei Talflüssen überwiegt die Seitenerosion gegenüber der Tiefenerosion, da hier das Gefälle geringer ist und die Fliessgeschwindigkeit nachlässt.
Siedlungen sind Ansammlungen von Wohn- und Gewerbegebäuden.
Speicherkraftwerke können das Wasser in einem Stausee zurückhalten und je nach Energiebedarf zur Turbine leiten. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Speicherung der aus erneuerbaren Quellen gewonnenen Energie. Ihr Betrieb löst aber starke Wasserstandsschwankungen im unterliegenden Gewässer (Schwall-Sunk) aus, die den Lebensraum von Wasserlebewesen sowie den Geschiebetransport beeinträchtigen (vgl. auch Laufwasserkraftwerke).
Starkniederschlag weist im Verhältnis zu seiner Dauer eine hohe Intensität auf und kommt selten vor, im Mittel höchstens zweimal jährlich.
Bei statischen Überschwemmungen tritt langsam oder nicht fliessendes Wasser in flachem Gelände oder entlang von Seen über die Ufer.
Durch den Staueffekt von Gebirgen bilden sich beim Anströmen von Luftmassen Wolken und Stauniederschlag.
Stauniederschlag (oder Steigungsniederschlag) entsteht, wenn feuchte Luftmassen an Gebirgen gehoben werden und die Abkühlung zur Kondensation und damit zur Wolken- und Niederschlagsbildung führt.
Feuchtgebiet mit zeitweise stark wasserhaltigem Boden und hohem Grundwasserstand, häufig in Flussniederungen und an Seeufern.
Die Suone (französisch «bisse») ist ein offener Kanal, welcher Bewässerungswasser von Bergbächen oder aus Seen auf Wiesen, Äcker, Obstplantagen und Weinberge bringt.
Das Systemwissen erfasst die entscheidenden Prozesse in einem System heute und unter veränderten Bedingungen (klimatischer, sozioökonomischer Wandel).
In der transdisziplinären (fächerübergreifenden) Forschung wird zur Untersuchung von lebensweltlichen Problemen das wissenschaftliche und praktische Wissen verbunden. Dabei werden drei Arten von Wissen unterschieden: Zielwissen, Systemwissen und Transformationswissen.
Ein Talfluss weist gegenüber einem Gebirgsfluss durch das geringere Sohlgefälle eine tiefere Fliessgeschwindigkeit auf.
Der Taupunkt bezeichnet die Temperatur, auf die ein Luftpaket abgekühlt werden muss, damit Kondensation eintritt. Am Taupunkt herrscht damit eine Luftfeuchtigkeit von 100 %.
In Fliessgewässern wird bei der Tiefenerosion an der Gewässersohle Material abgetragen, was deren Tieferlegung bewirkt und zu einer Übersteilung und zum Nachbrechen der Uferbereiche (Seitenerosion) führen kann.
Die Tiefenerosion ist von der Wassermenge, dem Sohlgefälle, der Fliessgeschwindigkeit, dem Gesteinsuntergrund und der Art und Menge des transportierten Materials abhängig. Einem Fluss auf festem Gestein ohne Transportgut (z.B. Kies) fehlt das Schleifmaterial zur Erosionsarbeit. In Wildbächen und Gebirgsflüssen mit starkem Gefälle und damit hoher Fliessgeschwindigkeit dominiert die Tiefenerosion.
Das Transformationswissen zeigt, wie bestehende Verhältnisse veränderbar sind und mit welchen Massnahmen die Ziele realisierbar sind.
In der transdisziplinären (fächerübergreifende) Forschung wird zur Untersuchung von lebensweltlichen Problemen das wissenschaftliche und praktische Wissen verbunden. Dabei werden drei Arten von Wissen unterschieden: Zielwissen, Systemwissen und Transformationswissen.
Transpiration bezeichnet den Vorgang, bei dem Wasser von Pflanzen als Wasserdampf an die Atmosphäre abgegeben wird.
Die Transpiration ist eine aktive Verdunstung, da die Pflanzen unter Energiebereitstellung das Wasser über Wurzeln, Stamm oder Stengel und Blätter transportieren müssen, bevor es durch die Spaltöffnungen der Blätter an die Atmosphäre abgegeben wird.
In Siedlungen mit Trennsystem existieren zwei Kanalsysteme. Eines davon leitet das Abwasser aus Haushaltungen, Produktions- und Reinigungsprozessen der ARA zu. Das zweite Kanalsystem sammelt das Regenwasser von Dächern, Plätzen und Strassen und leitet es ohne Behandlung direkt in ein Gewässer (vgl. auch Mischsystem).
Trinkwasser ist gesundheitlich unbedenkliches Wasser, welches nach Bedarf aufbereitet wird, und durch öffentliche Leitungen zu Haushaltungen geleitet wird.
Rund 80 % des Trinkwassers stammt aus dem Grundwasser, bei der Hälfte davon handelt es sich um Quellwasser. Die restlichen 20 % werden aus Seen gefördert.
Für den Trinkwasserverbrauch wird im allgemeinen der Verbrauch von Trinkwasser pro Person pro Tag oder Jahr berechnet.
Der gesamte Trinkwasserverbrauch pro Kopf in der Schweiz hat sich in den letzten 30 Jahren um über 100 Liter pro Person und Tag verringert und beträgt heute noch gut 300 Liter (inkl. Gewerbe und Industrie).
Direkt im Haushalt werden aktuell lediglich 142 Liter pro Person benötigt. Werden der Wasserverbrauch am Arbeitsplatz, in der Freizeit und in den Ferien dazugerechnet, ergeben sich rund 162 Liter pro Person und Tag.
Der Trinkwasserverbrauch pro Kopf ist aus verschiedenen Gründen rückläufig. Die Bevölkerung ist sensibilisierter und Haushaltsgeräte (z.B. Geschirrspüler) sind effizienter geworden. Ein wesentlicher Teil der Einsparungen ist aber durch die Verlagerung der wasserintensiven Industrie ins Ausland erreicht worden (z.B. Textilindustrie).
(nach Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches SVGW)
Die Tröpfchenbewässerung ist eine sparsame Bewässerungstechnik, bei welcher nur die von den Pflanzen benötige Wassermenge tröpfchenweise über Schläuche nahe der Wurzeln an den Boden abgegeben wird.
Vorteile der Tröpfchenbewässerung sind Wassereinsparungen, dosierte Düngung (d.h. weniger Nährstoffeintrag in Gewässer und Grundwasser) und in ariden Gebieten geringere Bodenversalzung. Die hohen Kosten bei der Anschaffung und Installation stehen Wassereinsparungen und verbessertem Pflanzenwachstum gegenüber.
Übersarung bezeichnet die Ablagerung von vorwiegend groben Feststoffen, die bei einer dynamischen Überschwemmung aus dem Bett des Fliessgewässers ausgetreten sind.
Tritt bei einem Hochwasser das Wasser über die Ufer und bedeckt vorübergehend eine Landfläche, bezeichnet man dies als Überschwemmung oder Überflutung.
Die variable Disposition umfasst die zeitlich variablen, von Tages- und Jahreszeit abhängigen Grössen, beispielsweise die vorherrschende Wetterlage oder der Zustand von Boden und Vegetation.
Verdunstung bezeichnet den Übergang des Wassers vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand (Wasserdampf) unterhalb des Siedepunktes. Es werden drei Verdunstungsarten unterscheiden: Evaporation, Transpiration und Evapotranspiration.
Verkehrsflächen umfassen Landflächen für Strassen-, Schienen- und Luftverkehr.
Verklausung bezeichnet die Verstopfung eines Gerinnes durch Schwemmholz, Geschiebe oder anderem Material, so dass es zu einem Aufstau von Wasser und Geschiebe kommt und schliesslich eine Überschwemmung zur Folge haben kann.
Häufig verkeilen sich mitgeführte Bäume in einer Verengung oder bei einer Brücke und weiteres Material bleibt hängen.
Unter Versorgungssicherheit wird bei der Wasserversorgung verstanden, dass auch bei längerer oder wiederkehrender Trockenheit, bei qualitativen Problemen mit einer Ressource sowie bei periodischem oder plötzlich auftretendem Spitzenbedarf die Versorgung gewährleistet ist.
Die zur Herstellung eines Produktes nötige Wassermenge (z.B. landwirtschaftliche Produkte, Weiterverarbeitung von Rohstoffen). Sie erlaubt es, die Wasserverantwortung den jeweiligen Konsumenten zuzuordnen. So wird der Wasserverbrauch im Ausland hergestellter, aber in der Schweiz konsumierter Produkte der Schweiz fassbar.
Ein (Wärme-)Gewitter ist eine meteorologische Erscheinung, die mit elektrischen Entladungen (Blitze) und Donner einhergeht und in der Regel von kurzem und kräftigem Niederschlag bis hin zu Hagel begleitet ist.
Typisch für Gewitter sind Wolken mit einer grossen vertikalen Ausdehnung von bis zu 12 Kilometer (Cumulonimbus). Gewitter treten vorwiegend im Sommer auf. Wärmegewitter werden durch die Sonneneinstrahlung ausgelöst und können durch orographische Hebung oder herangeführte Kaltluftmassen (Advektion) verstärkt werden.
Mit Wahrnehmungsdefiziten zur Flächennutzung wird ausgedrückt, dass die Öffentlichkeit kaum wahrnimmt, dass Siedlungs-, Verkehrs- und Industrieflächen in Gebieten wachsen, die als Grundwasserschutzzonen für eine qualitativ einwandfreie Trinkwasserversorgung notwendig sind. Ein zweiter kaum wahrgenommener Flächenkonflikt besteht zwischen dem Flächenbedarf für Revitalisierungen und der landwirtschaftlichen Nutzung.
Warmfront ist eine Luftmassengrenze, hinter der eine wärmere Luftmasse folgt.
An einer Warmfront gleitet eine wärmere Luftmasse flach ansteigend und langsam auf die Kaltluft auf. Der Wasserdampf in der Warmluft kondensiert dabei nur langsam und es bilden sich Schichtwolken (Stratuswolken) begleitet von einem mehrere Stunden oder Tage andauernden, schwachen Landregen mit kleinen Tropfen.
Als Wasserbau werden Massnahmen, technische Eingriffe und Bauten im Bereich des Grundwassers und der Oberflächengewässer bezeichnet, die das Ziel haben, deren Nutzung zu ermöglichen oder zu verbessern, ökologische Bedingungen zu beeinflussen sowie Siedlungs- und Nutzflächen zu schützen.
Mit wasserbaulich-technischen Massnahmen werden Gewässer vom Menschen zielgerichtet umgestaltet. Mögliche Zwecke können der Hochwasserschutz, die Nutzung des Gewässers (z.B. für Schifffahrt), die Landgewinnung, landwirtschaftliche Melioration der angrenzenden Aue sowie die Revitalisierung und Gerinneaufweitung sein (vgl. auch Gewässerkorrektion).
Der Wasserbedarf umfasst die Wassermenge, welche von einer Gesellschaft für ihre verschiedenen Bedürfnisse benötigt wird.
Das Wasserdargebot ist derjenige Anteil des Niederschlags, der nicht verdunstet und daher in Bächen und Flüssen abfliesst sowie in Seen, Grundwasser und Gletschern zwischengespeichert ist.
Wasserinfrastrukturen umfassen sämtliche Versorgungsysteme für die Wassernutzung und den Wasserverbrauch (z.B. Wasserkraft, Bewässerung, Trinkwasserversorgung, Abwasserbehandlung, Beschneiung).
Für die Nutzung von Wasser zur Energiegewinnung und für andere Nutzungen ist in der Schweiz eine Konzession (lateinisch «concessio» = Zugeständnis) von der Gemeinde oder vom Kanton erforderlich.
Bei der Wasserkraftproduktion strömt das fliessende Wasser durch eine Turbine, die einen Generator antreibt und so Strom erzeugt.
Wasserkraftwerke werden unterschieden nach Lauf-, Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken.
In einem Wasserkraftwerk (Wasserkraftanlage) strömt Wasser durch eine oder mehrere Turbinen, die einen Generator antreiben und so Strom erzeugen. Wasserkraft ist eine erneuerbare Energiequelle.
Wasserkraftwerke werden unterschieden in Lauf-, Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke:
– Laufkraftwerke nutzen die Strömung eines Flusses zur Stromerzeugung.
– Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke können ihre Produktion der Stromnachfrage anpassen, indem das Wasser in Stauseen gespeichert wird. Pumpspeicherkraftwerke pumpen bei geringer Stromnachfrage Wasser in die Speicherbecken, um bei hoher Nachfrage oder hohen Strompreisen Strom zu produzieren.
Ein Wassermanagement umfasst die Zusammenarbeit bei der Wasserbewirtschaftung zwischen allen Beteiligten in einer Region.
Ein integriertes Wassermanagement IWM umfasst eine enge und langfristige Zusammenarbeit bei der Wasserbewirtschaftung zwischen allen Beteiligten einer Region.
Bei der Wassernutzung wird das Wasser beispielsweise zur Energiegewinnung oder Kühlung verwendet und nach Gebrauch sauber und vollständig zurückgeführt.
Wasserqualität umfasst die physikalischen (z.B. Temperatur), chemischen (z.B. gelöste Stoffe), biologischen (z.B. Mikroorganismen) und organoleptischen (z.B. Geschmack) Eigenschaften von Wasser.
Wasserrechte regeln in der Schweiz die Wasserbewirtschaftung, beispielsweise bezüglich Wasserverteilung, Schutz der Gewässer, Abwasser, Wasserbau, Hochwasserschutz, Bewässerung, Energieerzeugung, Grundwasserschutz.
Wasserreservoire sind natürliche oder künstliche Speicher für Trinkwasser oder Brauchwasser und dienen der Sicherung der Wasserversorgung.
Wasserspeicher sind im hydrologischen System Orte, an denen Wasser temporär (Schneedecke, Bodenfeuchte, Grundwasser) oder während längerer Zeit (Seen, Grundwasser, Gletscher) dem Wasserkreislauf zurückgehalten wird. Da die Wasserspeicher das Wasser verzögert abgeben, verstetigen sie den Wasserkreislauf.
Beim Wasserverbrauch versickert oder verdunstet das Wasser oder es wird verbraucht oder verschmutzt (z.B. Bewässerung, Trinkwasser).
Öffentliche Wasserversorgungen beliefern die Bevölkerung mit Trinkwasser in guter Qualität und ausreichender Menge, mit Brauchwasser für industrielle, gewerbliche, landwirtschaftliche oder hauswirtschaftliche Anwendungen und sorgen mit Reservoiren und einem weitläufigen Hydrantennetz für Löschwasser.
Die Wasserverteilung an Nutzerinnen und Nutzer in einer Region verlangt ein koordiniertes Wassermanagement und umfasst die Grundwasserförderung, Wasseraufbereitung sowie die Abgabe in das Trinkwassernetz.
Die schweizerische Wasserwirtschaft umfasst – neben dem Schutz – die Gesamtheit der menschlichen Nutzungen der Gewässer und des Raumes in drei Bereichen: Gewässerschutz, Nutzung des Wassers und Schutz vor den Gefahren des Wassers.
– Nutzung des Wassers: Erschliessung und Nutzung der ober- und unterirdischen Wasservorkommen (z.B. Wasserversorgung, Stromproduktion).
– Gewässerschutz: Erhaltung und Wiederherstellung der ökologischen Funktionen der Gewässer sowie Massnahmen gegen die Beeinträchtigung der Wasser- und Gewässerqualität (z.B. Abwasserreinigung, Renaturierung).
–Schutz vor den Gefahren des Wassers: Schutz des Landes, dessen Bevölkerung und der Tier- und Pflanzenwelt gegen schädliche Einwirkungen des Wassers (z.B. Gewässerregulierung, Hochwasserschutz).
Typisch für die Westwindlage ist eine unbeständige Witterung mit starkem Wind und einem Wechsel von teils kräftigen Niederschlägen und kurzen Aufhellungen.
Unter Wildbach versteht man ein kleineres natürliches Fliessgewässer mit streckenweise grossem Sohlgefälle, rasch und stark wechselnder Fliessgeschwindigkeit, Turbulenz sowie schwankender Abfluss- und Feststoffmenge.
Das streckenweise hohe Sohlgefälle von Wildbächen und Gebirgsflüssen führt bei Starkniederschlägen zu einem rasch ansteigenden Abfluss. Die hohen Fliessgeschwindigkeiten erhöhen die Seiten- und Tiefenerosion.
Das Zielwissen zeigt Werte, Normen und Visionen von Betroffenen auf und stellt Argumente für und gegen mögliche Szenarien und Ziele zusammen.
In der transdisziplinären (fächerübergreifende) Forschung wird zur Untersuchung von lebensweltlichen Problemen das wissenschaftliche und praktische Wissen verbunden. Dabei werden drei Arten von Wissen unterschieden: Zielwissen, Systemwissen und Transformationswissen.
Der Zuströmbereich wird bei ungenügender Grundwasserqualität oder Gefahr einer Verunreinigung zusätzlich zu Grundwasserschutzzonen festgelegt. Im Zuströmbereich ist der Einsatz bestimmter Stoffe (z.B. Mineraldünger, Gülle, Pflanzenschutzmittel) eingeschränkt (vgl. auch planerischer Grundwasserschutz).
In Mitteleuropa entstehen Zyklone durch das Aufeinandertreffen von subtropischer Warmluft und polarer Kaltluft. In der Folge bilden sich eine Warm- und Kaltfront aus mit typischer Bewölkungsentwicklung und Niederschlagsbildung. Die Zyklone wandern mit der Westwindströmung ostwärts.
Strukturelle Ausprägung eines Gewässers und seines Uferbereichs sowie dessen Wechselwirkungen mit Pflanzen und Tieren bzw. der biologischen Vielfalt (Biodiversität).
Überdüngung bezeichnet bei Böden eine übermässige Anreicherung mit Nährstoffen. Eine Überdüngung kann sowohl mit Mineraldünger (vorwiegend Stickstoff, Phosphor, Kalium und Calcium enthaltend), als auch mit organischem, stickstoff- und phosphorhaltigem Dünger (z.B. Gülle, Stallmist, Kompost, Klärschlamm) erfolgen.