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<h2>SubmittedText<h2><p>Bei den Olympischen Spielen in Tokio gewann die Schweizer Delegation 13&nbsp;Medaillen. Wenn man schaut, in welchen Regionen die Leistungssportlerinnen und Leistungssportler sowie die Medaillengewinnerinnen und -gewinner gefördert wurden, so zeigt sich, dass die überwiegende Mehrheit ihren Sport in der Deutschschweiz, insbesondere in Zürich, in Bern sowie in der Ost- und der Zentralschweiz, ausübt.</p><p>Sport ist für unser Land von entscheidender Bedeutung, sowohl der Breitensport als auch der Leistungssport. Die öffentliche Hand investiert grosse Summen, die jedoch manchmal nicht für künftige Generationen und für das Formen neuer Champions reichen. Unser Land hat auch das Glück, auf zahlreiche internationale Sportverbände mit Sitz in verschiedenen Kantonen zählen zu können.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>– Welche Regionen investieren in der Schweiz am meisten in eine hochwertige Sportinfrastruktur für den Breitensport und den Leistungssport?</p><p>– Welche Regionen der Schweiz sind für Leistungssportlerinnen und Leistungssportler am förderlichsten?</p><p>– Pflegt der Bundesrat einen engen Kontakt zu den Sportverbänden, um neue Champions heranzuziehen?</p><p>– Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Sitz eines internationalen Sportverbands in bestimmten Regionen oder Kantonen und dem Erfolg von Spitzenathletinnen und Spitzenathleten?</p><p>– Setzt sich der Bundesrat genug dafür ein, dass die internationalen Sportverbände in unserem Land bleiben und ihren Sitz nicht verlegen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Schweiz ist aktuell in zahlreichen Sportarten auf höchstem internationalem Niveau erfolgreich. Dies spricht für die gute Arbeit der Sportverbände und -vereine sowie die guten Voraussetzungen zur Förderung der Athletinnen und Athleten. Entsprechend den föderalen Strukturen und dem primär privatrechtlich organisierten Schweizer Sport unterstützt der Bund den Sport subsidiär.&nbsp;</p><p>- Hauptsächlich sind die Gemeinden und Kantone für die Erstellung und den Unterhalt von Sportinfrastrukturen für den Breiten- und den Spitzensport zuständig. Genaue, gesamtheitliche Daten zu den Investitionsvolumen in einzelnen Regionen liegen nicht vor. Beschränkt man sich auf die Daten des Konzepts der Sportanlagen von nationaler Bedeutung NASAK, sind seit Beginn im Jahr 2000 und nach Abschluss von NASAK5 in diesem Rahmen schätzungsweise rund 2.7 Mia. Schweizer Franken durch Kantone, Gemeinden und Private in den Sportanlagenbau investiert worden. Es zeigt sich schweizweit eine verhältnismässige, ausgeglichene Verteilung. Für die Standorte der NASAK-Anlagen entscheidend sind die nationalen Sportverbände, welche ihre nationalen Zentren für Trainings- und Wettkampfaktivitäten festlegen und entsprechende Nutzungsvereinbarungen mit den Betreibern abschliessen.</p><p>- Es besteht keine gesamtheitliche Übersicht, welche Gemeinden, Regionen und Kantone wie viele Mittel in die Förderung des Leistungssports investieren. Aus allen Regionen der Schweiz gehen regelmässig erfolgreiche Athletinnen und Athleten hervor. Die Qualität und der Zugang zu den Sportanlagen sowie die Nachwuchsförderung durch Vereine und Sportverbände sind massgebender für den internationalen Erfolg als geographische Aspekte.</p><p>- Der Bund schliesst mit Swiss Olympic als Dachverband des Schweizer Sports jährlich eine Leistungsvereinbarung ab, u.a. zur Unterstützung der nationalen Sportverbände. Diese sind für die Nachwuchsförderung zuständig. Seit 2016 wird das Rahmenkonzept zur Sport- und Athletinnen- und Athletenentwicklung «FTEM Schweiz» umgesetzt. Es bildet den Idealverlauf einer sportlichen Karriere bis hin zur Weltspitze ab.&nbsp;</p><p>- Es ist keine Korrelation zwischen der Ansiedlung von internationalen Sportverbänden in bestimmten Regionen oder Kantonen und dem Erfolg von Spitzensportlerinnen und -sportlern erkennbar.&nbsp;</p><p>- Die internationalen Sportverbände profitieren wie andere Organisationen und Unternehmen von den attraktiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz, darunter gut ausgebildete Arbeitskräfte, ein stabiles und effizientes Staatswesen und eine moderate Steuerbelastung. Der Bundesrat hat einzig mit dem Internationalen Olympischen Komitee ein spezielles Abkommen vereinbart. Dieses regelt u.a. die Steuerbefreiung, die Zollbehandlung oder Ein-/Ausreise- und Aufenthaltsbestimmungen.</p>