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Der im Frühjahr 2010 zum Zweck der Projektwahl bestellte Expertenausschuss (1) hat am 23. Februar 2011 die multidisziplinäre Gruppe von Unternehmen bestimmt (2), die mit dem Bau des speziell auf Grossflugzeuge ausgerichteten Ostflügels beauftragt werden soll. Die Preisträger wurden auf Grundlage eines Ad-hoc-Verfahrens ausgewählt, um den Anforderungen der kantonalen und internationalen Gesetze im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens Rechnung zu tragen. Es handelt sich um folgende Gruppe von Unternehmen: Das Architekturbüro Rogers Stirk Harbour & Partners, das Architekturbüro Jacques Bugna, die Gesellschaft Ingérop Conseil & Ingénierie sowie ihre Partner Babel, Géos, EGC Chuard, Perrin & Spaeth, BA Consulting und Assysytem.
Nach dem Selektionsverfahren zur Auswahl der Kandidaten und der Prüfung der von diesen unterbreiteten Vorschlägen hat der im Frühjahr 2010 vom Genfer Flughafen bestellte Expertenausschuss am 23. Februar 2011 den Preisträger bestimmt, der mit dem Bau der neuen Abflughallen des Ostflügels beauftragt werden soll.
Dieses Gebäude soll die aktuellen Installationen ersetzen, die in den 1970er Jahren "provisorisch" erstellt worden waren, um vor allem Grossraumflugzeuge aufnehmen zu können.
Der neue Ostflügel wird den Passagieren beim Abflug und bei der Ankunft erstklassige Bedingungen im Rahmen einer Philosophie bieten, die bereits bei den jüngsten Bauarbeiten am Flughafen wegweisend war.
Er wird den verschiedenen Flughafenpartnern ermöglichen, ihre Effizienz zu steigern und ihre Ergonomie zu verbessern.
Das auf rund 350 Millionen Franken veranschlagte Grossprojekt wird dem Internationalen Flughafen Genf ermöglichen, sich an die neuen Anforderungen im Zusammenhang mit dem Aufschwung des Flughafens in den vergangenen Jahren und den Erwartungen der Kunden anzupassen.
Rogers Stirk Harbour + Partners ist ein internationales Architekturbüro mit Sitz in London, das 2007 mit dem Pritzker-Preis ("Architektur-Nobelpreis") ausgezeichnet wurde. Zu den zahlreichen international bekannten Bauwerken des Büros gehören das Centre Georges Pompidou in Paris (in Zusammenarbeit mit Renzo Piano), das Lloyd’s Building in London, der Terminal 4 des Flughafens Madrid-Barajas und der Terminal 5 des Flughafens London-Heathrow.
Das Architekturbüro Jacques Bugna ist ein Schweizer Atelier, das seinen Ruf vor allem mit der Konzeption und Realisierung von Prestigegebäuden in Genf begründet hat. Zu diesen gehören das Gebäude der Télévision Suisse Romande, das Hôtel de Police, der Sitz der Europäischen Rundfunkorganisation, der Sitz des World Economic Forum sowie spezielle Gebäude (Industrie- und Verwaltungsgebäude, Sportzentren, Schulen usw.).
Ingérop Conseil et Ingénierie ist eine französische Gesellschaft, die sich auf komplexe Grossprojekte spezialisiert hat. Sie war unter anderem an der Realisierung des Musée des Arts Premiers (Musée du Quai Branly) in Paris sowie an den TGV-Bahnhöfen von Aix-en-Provence und Orléans beteiligt. Ingérop ist in der Schweiz über ihre Tochtergesellschaft Geos Ingénieurs conseils SA präsent. Für das Flughafenprojekt hat sie sich mit verschiedenen lokalen Partnern zusammengeschlossen, zu denen auch das Genfer Architekturbüro Babel Ingénieurs Civils SA gehört.
(1) Der aus flughafeninternen und -externen Mitgliedern zusammengesetzte Expertenausschuss wurde von Prof. Harry Gugger, Architekt und Direktor des Architekturlabors an der EPFL, präsidiert. Vizepräsident war Prof. Aurelio Muttoni, Bauingenieur und Direktor des Betonlabors an der EPFL. Mitglieder des Expertenausschusses waren: Sully-Paul Vuille, Architekt und Mitglied des Verwaltungsrats, Robert Deillon, Generaldirektor, Pierre Germain, Geschäfts- und Finanzdirektor, Nicolas Gaspoz, Direktor Infrastruktur und Planung, Xavier Wohlschlag, Direktor Operations, Vincent Jolliat, Architekt und Leiter Gebäudedienst, Eric Brändli, Bauingenieur und Leiter Bauwesen, Emmanuel Christ, Architekt, Basel, Charles Pictet, Architekt, Genf, Pierre Renaud, Ingenieur Energie- und Gebäudetechnik (CVSE), La Sagne.
Stellvertreter waren Philippe Péclard, Architekt, Rolle, und Jean-Luc Portier, Leiter des Airport Steering am Internationalen Flughafen Genf.
Das Sekretariat des Verfahrens wurde von Jean-Marc Bovet, Architekt, Freiburg, organisiert.
Als externer Spezialist wurde vor allem Prof. Jean-Baptiste Zufferey, Rechtsberater, Freiburg, beigezogen.
2) Der internationale Flughafen Genf hat beschlossen, ein selektives Auswahlverfahren mit Bewerbern durchzuführen, die aus multidisziplinär zusammengesetzten Gruppen von Architekten, Bauingenieuren sowie Gebäude- und Energietechnikern (CVSE) bestehen. Die Auswahl der ersten fünf Gruppen – auf Grundlage der Dossiers und Referenzen – führte zur Vergabe eines Mandat d’Études Parallèles (MEP), auf dessen Grundlage die fünf selektionierten Konkurrenten einen architektonisch, strukturell, technisch und funktional überzeugenden Vorschlag ausarbeiten konnten.