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Die Oxalsäure
Ihren Namen verdankt die Oxalsäure dem Sauerklee, oder Oxalis acetosella. Darin wurde die Oxalsäure erstmals entdeckt.
Gesunde Personen müssen sich über die Oxalsäure in Lebensmitteln keine Gedanken machen. Die Säure wird über den Urin oder den Stuhl ausgeschieden. Personen, die einmal Nierensteine hatten, haben bei einer oxalsäurereichen Ernährung ein erhöhtes Risiko, wieder Nierensteine zu bilden. Der Grund dafür ist, dass sich Oxalsäure und Kalzium zu Calciumoxalat zusammenbauen, was der dritthäufigste Bestandteil von Nierensteinen ist.
Nun heisst es aber nicht, dass jeder der viel Oxalsäure zu sich nimmt, auch an Nierensteinen erkrankt. Es muss schon eine Anfälligkeit dafür vorhanden sein. Eine Neigung für Nierensteine kann sein, dass die Oxalsäure nicht vollständig ausgeschieden werden kann. Diese überschüssige Säure bindet sich dann mit Kalzium und bildet die erwähnten Calciumoxalat-Komplexe, die sich zu Nierensteinen zusammen ballen können.
Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass das Kalzium, das sich an die Oxalsäure bindet, dem Körper nicht mehr zu Verfügung steht. Wer sich also kalziumreich ernähren möchte oder muss, sollte darauf achten dass:
- Milchprodukte nicht zusammen mit oxalsäurehaltigen Lebensmitteln genossen werden oder
- dass zusätzliches Kalzium aufgenommen wird. Zum Beispiel durch zusätzliche Milchprodukte oder kalziumreiche Mineralwasser.
Oxalsäure im Körper
- Oxalsäure wird im Körper selber gebildet oder mit der Nahrung aufgenommen und mit dem Urin ausgeschieden.
- Unsere Darmflora besitzt ein Bakterium, das Oxalobacter formgenes, das die Oxalsäure abbaut.
- Oxalsäure bindet Kalzium und Eisen aus der Nahrung. Der Körper kann diese Stoffe nicht mehr verwerten und scheidet allesamt unverbraucht aus.
- Wer anfällig für Nierensteine ist und höhere Konzentrationen von Oxalsäure aufnimmt, hat ein erhöhtes Risiko erneut Nierensteine zu bilden.
- 700mg Oxalsäure pro Tag kann der Körper ohne Probleme verarbeiten. Unterstützend ist hier eine Ernährung, die den Kalzium- und Vitamin D-Bedarf abdeckt.
Lebensmittel mit sehr hohem Gehalt an Oxalsäure
- Mangold (650mg Oxalsäure/100g)
- Spinat (571mg Oxalsäure/100g)
- Kakao (623mg Oxalsäure/100g)
- Rhabarber (537mg Oxalsäure/100g)
- Randen (109mg Oxalsäure/100g)
Wie können Sie den Oxalsäuregehalt verringern:
- Wenn Sie darauf achten müssen, sollten Sie oxalsäurehaltige Lebensmittel nur reduziert geniessen oder ganz weg lassen.
- Blanchieren (kurz in kochendem Wasser wellen) Sie die oxalhaltigen Gemüse kurz. So wird ein Teil der Säure ausgeschwemmt. Das Kochwasser immer weg giessen. Darin befindet sich die ausgeschwemmte Oxalsäure.
- Wärmen Sie Gerichte oder Lebensmittel die Oxalsäure enthalten nicht wieder auf.
- In Rhabarbern ist der Oxalsäuregehalt in den Blättern und in den Randschichten am höchsten. Deshalb sollten nur die Stengel des Rhabarbers verzehrt werden. Ziehen Sie den Stengeln zusätzlich die Haut ab, wird der Gehalt noch einmal verringert.