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Ein neu entdecktes Prostatakarziom muss oft nicht direkt behandelt werden. Regelmässige Kontrollen sind beim Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko eine oft eingesetzte Behandlungs Option.
Sima Porten aus San Francisco wollte wissen ob und wie sich der Gleason Score während dieser Kontrollen verändert. (J. Clin. Oncol. 2011). Der Gleason Score ist ein wichtiger Parameter für die Risikoeinteilung und damit für die Therapieentscheidung.
Bis jetzt war nicht viel bekannt über Änderungen des Gleason Scores während den Kontrollen eines Prostatakarzinoms. In der Studie wurden 377 Männer eingeschlossen und median während 54 Monaten nach der Erstbiopsie nachkontrolliert.
Bei der ersten Kontrollbiopsie hatten 21% der Männer einen höheren Gleason Score, 24% kein Karzinomnachweis, 53% einen unveränderten Gleason Score und 2% einen tieferen Score.
- Patienten ohne Karzinomnachweis in der Zweitbiopsie: 21% davon hatten wieder einen Karzinomnachweis in der dritten, 30% in der vierten Biopsie.
- Patienten mit einem unverändertem Gleason Score in der Zweitbiopsie: Diese Patienten hatten später nur selten einen upgrade des Gleason Score. Wenn auch selten, traten jedoch auch später Verschlechterungen im Gleason Score auf.
- Patienten mit einem höherem Gleason Score in der Zweitbiopsie: 59% der Männer wählten in der Folge eine aktive Therapie. Die Prognose scheint auch bei verzögerter Therapie gleich gut zu sein, wie bei Therapie nach Erstdiagnose.
Abschliessend
Beim individuellen Patienten scheint eine rechte Variation des Gleason Score bei wiederholten Biopsien aufzutreten. Männer die erst nach einer Verschlechterung des Gleason Score eine aktive Therapie bekommen scheinen aber ein gleich gutes Outcome zu haben, wie Patienten, die bereits initial eine aktive Therapie wählen.