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Rolling Stone Magazine, April 1999
In the April edition of Rolling Stone magazine and
it's annual music poll they have a GREATEST LIVING BLUES GUITARIST section.
Johnny is on the short list!
Guitar World, June 1999
The latest issue of "Guitar World" (June 1999) features "1969, The Greatest Year In Rock". There's a nice little piece on page 94 discussing Johnny and his three-sided record album, "Second Winter". ( I still can't get over "Memory Pain", the playin' and the singing are equally phenomenal.....)
Der illustrierte Mann
Serious as a heart attack: Johnny Winter, der bleiche Bluespriester, ist zurück. Am 25. Juli läßt er im Tanzbrunnen die Eingeweide vibrieren. "Er ist der illustrierte Mann. Baby / Seine Tätowierungen sind überall", heißt es in einem Song, den Freunde der Texas-Blues-Legende Johnny Winter geradezu auf den Leib geschrieben haben. Der "guitar slinger" mit der schlohweißen Mähne hat sich jede einzelne seiner Tätowierungen hart verdient -als hätte sich der Blues in seinen schlaksigen KÖrper eingebrannt. Vierundvierzig lange Jahre, seit Winter, gerade mal elf, zusammen mit seinem Bruder in einer Radioshow, für Amateure auftrat. Denn einfach war es nicht, sich als weißer Bluesgitarrist Glaubwürdigkeit zu erspielen. Winter zog von Club zu Club, vom Lone-Star-Staat aus durch den tiefen Süden. Und auch als ihm 1968 sein Debütalbum "Johnny Winter" amerikaweiten Ruhm einbrachte, staunte noch der "Rolling Stone": "Stellen Sie sich vor, ein 48 Kilo leichter, schielender Albino mit langen flaumigen Haaren spielt eine der erdigsten Bluesgitarren, die Sie jemals gehört haben." John Lennon war begeistert, ebenso die Rolling Stones. Beide schrieben einen Song für den Bluesman. Eine stilsichere Serie klassischer Blues- und Hardrock-Platten folgte, immer wieder unterbrochen von Johnnys anschwellender Drogensucht und Schüben selbstmörderischer Depression. "Ein Dämon, schreiend, auf der Brust", singt er in der Körperbeschreibung von "Illustrated Man". John Dawson Winter III sammelte Tattoos: "Die Mona Lisa schmückt seine Wange / Auf der Nase prangt Van Gogh".
Der Blues ließ ihn nicht mehr los:' Bis sich 1977 ein Traum für Winter erfüllte. Er durfte das Comeback-Album seiner Ikone Muddy Waters produzieren. "Mit Muddy zu arbeiten", resümierte Winter, "ließ mich spüren. daß den Leuten endlich klar wurde, der täuscht nichts vor, der kann wirklich den Blues spielen." Das bewies der Texaner auf Grammy-gekrönten Alben bis heute. Nur hierzulande gab es lange, allzu lange, keine Gelegenheit mehr, den Bluesmeister zu hören. Jetzt kommt er -das erste Mal nach dreizehn Jahren -für ein einziges Konzert nach Deutschland, in den Kölner Tanzbrunnen. Im Vorprogramm die kaum minder verdiente englische Bluesband Dr.Feelgood. die jetzt mit Winter ihr 25jähriges Bühnenjubiläum feiern kann.
Kulturmagazin, Live! Köln