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Bereits vor hundert Jahren gab es in Weisslingen eine Zeitlang einen Musikverein und bis zur Jahrhundertwende in Theilingen einen Verein, der sich Musikgesellschaft nannte. Beide Vereine gingen zum Teil in der "Harmonie Kyburg" oder in der 1892 gegründeten Musikgesellschaft Fehraltorf auf.
1950
Der heutige Musikverein Weisslingen verdankt seine am 14. August 1950 erfolgte Gründung hauptsächlich zwei initiativen Musikfreunden. Nachdem im Mai 1950 ein Platzkonzert der Knabenmusik Wald unter der Leitung von Herrn Paul Nyffeler die Weisslinger Bevölkerung begeistert hatte, liessen Hermann Richter (Gründungspräsident) und der Sonnenwirt Ernst Jucker (Vizepräsident) allen Haushaltungen des Dorfes Flugblätter zugehen um Bläser für einen neuen Musikverein zu werben. Das Echo war erfreulich. Zur Gründungsversammlung am 14. August fanden sich 28 Musikanten als Aktivmitglieder ein. Innerhalb der Gemeinde konnten vorerst 10 Instrumente aufgetrieben werden. Als erster musikalischer Leiter konnte Paul Nyffeler Sen. aus Wald gewonnen werden. Bis zum Frühjahr 1954 sowie 1962 nochmals für einige Monate stellte Hermann Richter mit damals 62 Jahren dem jungen Musikverein seine Kräfte als Präsident und umsichtiger Vereinsvater zur Verfügung.
Nachstehend chronologisch die überaus erfreuliche Entwicklung unseres Musikvereins:
1951
Drei Monate nach erfolgter Gründung konnte am 10. Februar das erste Konzert mit Abendunterhaltung im Sonnensaal durchgeführt werden. Die noch fehlenden Instrumente wurden von der ortsansässigen Textilfirma Moos AG gestiftet. Nebst musikalischem Teil wurden die beiden Lustspiele "Ein Tag im Studio" und "Der verliebte Johann" von der Theatergruppe aufgeführt. Eine 2. und 3. Aufführung musste infolge Maul- und Klauenseuche auf den 7. und 14. April verschoben werden. Im Sommer nahm der Musikverein Weisslingen erstmals an einem Musikfest in Turbenthal teil.
1952
Musikfreund und grosser Gönner Ernst Bachofner (Fa. Moos AG) wurde an der GV einstimmig als Ehrenmitglied in den Musikverein aufgenommen.
1953
Als Vereinslokal wurde an der Generalversammlung neu das Rest. Rössli bestimmt.
Doppeleinsatz am 7. Juni. Um 13’30 Uhr Festempfang der Vereine für das bevorstehende Turnfest des Turnvereins Weisslingen. Anschliessend ging es nach Effretikon zur Fahnenweihe des Musikvereins Illnau-Effretikon. Am Abend wieder Mitwirkung am Rahmenprogramm der Fahnenweihe des Turnvereins.
Die erste Vereinsreise erfolgte am 5. Juli. Kombiniert mit einer Bodenseefahrt nach Bregenz gings hinauf auf den Pfänder.
1954
Neuer Präsident wurde am 27. März Hans Bonelli (bis 1962). Zugleich erfolgte der Beitritt zum ZürcherKantonalverband.
Am 13. Juni Teilnahme am Musikfest in Turbenthal. Erstmals in einheitlichen weissen Hemden und weissen Mützen.
Ein harter Verlust bedeutete für den Verein der frühzeitige und unerwartete Tod des erst 49 Jahre alten Dirigenten Paul Nyffeler am 13. Dezember.
1955
Sein Sohn Paul Nyffeler Junior übernahm das Dirigieren für die bevorstehende Abendunterhaltung im Januar und bis zur Wahl eines neuen Dirigenten. Im Auswahlverfahren bewarb er sich ebenfalls als neuer Dirigent für den Musikverein und wurde an der GV vom 12. März für das Amtsjahr 1955 gewählt.
Gründung einer Musikkomission. Erster Musiktag in Weisslingen am 25. / 26. Juni mit acht teilnehmenden Gastvereinen, darunter die Stadtmusik Winterthur. Der Reingewinn von Fr. 1640.-- floss in den Uniformenfond.
1957
Die erste Uniformweihe fand am 17. / 18. August statt. Den offiziellen Festakt am Samstag, bei dem die dunkelblauen Uniformen erstmals vorgestellt wurden, umrahmte der Musikverein Kyburg-Seen zusammen mit den Dorfvereinen. Am sonntäglichen Galakonzert nahmen 7 Gastvereine teil.
1958
An der GV im Februar wurde bei einer geheimen Abstimmung der Dirigent abgewählt. Den Taktstock übernahm neu Herr Fritz Grimm.
Zum 50-jährigen Jubiläum des TV Weisslingen, der ein grosses Turnfest durchführte, wurde der Verein zwar nicht mit körperlichen, jedoch mit musikalischen Leistungen gefordert.
Offensichtlich waren die Musiker eine reiselustige Gesellschaft, denn die diesjährige Reise führte nach Zermatt und auf den Gornergrat.
1959
Die Gemeindeversammlung bewilligte einen wiederkehrenden Beitrag (Subvention) von Fr. 1500.-, der vor allem für die Besoldung des Dirigenten notwendig wurde. Der Wunsch für eine eigene Fahne wurde immer grösser. Zur Einbringung des notwendigen Geldes führte der Verein zwei Altstoffsammlungen durch.
Auch in diesem Jahr wurde gereist und zwar auf den Bürgenstock.
1960
Erneuter Dirigentenwechsel. Nach nur anderthalb Jahren gab Fritz Grimm infolge beruflichen Veränderungen und Domizilwechsel nach Seon seinen Rücktritt bekannt. Ein schwerer Schlag für die Musiker, die unter seiner Leitung erstaunliche Fortschitte gemacht hatten. Im April wurde Herr Theo Bertschinger aus vier Kanditaten einstimmig als neuer Dirigent gewählt. Die Teilnahme am kantonalen Kreismusiktag in Bäretswil vom 22. Mai und der Musiktag vom 11. September in Seen zum 75-jährigen Bestehen des Musikvereins Kyburg-Seen waren somit gewährleistet. Erster Lorbeerkranz mit Goldeinlagen für 2. Rang "sehr gut" in der vierten Klasse in Bäretschwil.
1961
4. Juni: Teilnahme am Kreismusiktag in Schwerzenbach. Fahnenweihe am 15./16 Juli in Weisslingen. Zum ersten Fähnrich wurde Bertin Eigenmann bestimmt. Als Patensektion amtete wiederum die Harmonie Kyburg-Seen. Am Musiktag vom Sonntag nahmen 10 Gastvereine teil. Der Stoff der gelieferten Fahne entsprach nicht dem ausgewählten Muster, so dass mit dem Lieferanten eine Preisreduktion ausgehandelt werden konnte.
1962
Januar Unfalltod unseres Ehrenmitglied und grosszügigen Gönners Ernst Bachofner.
Im Juni musikalische Umrahmung beim Empfang der Verbandsfahne für das Turnfest in Weisslingen.
Eine 2-tägige Reise auf den Rocher de Naye bei Montreux wurde durchgeführt und im September nahm der Musikverein an der Uniformweihe in Kempthal teil.
Am 20. September wird Max Grando neuer Präsident (bis 1977). Demission des Dirigenten T. Bertschinger per 30. November. Aushilfsweise stand für die bevorstende Unterhaltung vom 1. und 8. Dezember sein Vorgänger Fritz Grimm zur Verfügung.
1963
Am 21. März wählte der Musikverein Hans Müller aus Oberrieden als Dirigent. Ein Glücksfall für den Verein, war Herr Müller gleichzeitig auch ausbildender Musiklehrer und Leiter der Knabenmusik Oberrieden und der Jugendmusik 11. Um der Besoldung des Dirigenten gerecht zu werden, musste ein weiteres Gesuch um Subventionserhöhung an die Gemeinde gestellt werden.
Unter der neuen Direktion nahm der Musikverein am 19. Mai am Kreismusiktag in Mönchaltorf und im Juni an der Uniformweihe des Musikverein Illnau-Effretikon teil.
1964
Um für den Musikverein ein Fundament legen zu können, beantragt der Präsident Max Grando an der GV die erneute Durchführung eines Jungbläserkurses.
An einer Versammlung vom 25. Juni wurde die Klarinettistin Heidi Bollmann als erstes weibliches Aktivmitglied des Vereins gewählt.
Konzert anlässlich der Einweihung der neuen Kirchenglocken in Weisslingen am 27. Juni. Mitwirkung beim Einweihungsakt der neuen Kirchenglocken in Weisslingen.
August Musikreise auf die Rigi.
Mitwirkung im Gesamtchor des Spiels "O mein Papa", komponiert und dirigiert von Paul Burkhard anlässlich der Brückeneinweihung in Kollbrunn am 6. und 13. September.
Je ein Kirchenkonzert in Weisslingen und Kollbrunn rundeten das Jahresprogramm ab.
1965
Die intensiven Anstrengungen mit der Ausbildung von Jungbläsern durch unseren Dirigenten Hans Müller trug Früchte. Am Sonntag den 29. März konnte das erste Jungbläserkonzert im Restaurant Rössli durchgeführt werden.
1966
An der GV vom 15. Januar konnten erfreulicherweise 6 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen werden unter ihnen Heinz Osswald aus Weil a. Rhein, neu ansässig in Weisslingen. Durch seine Initiative entstand die musikalische Freundschaft zum deutschen Musikverein Weil a. Rhein. Als neues Probelokal wurde das Restaurant Sonne bestimmt.
Mit dem Wettspiel "Söldnertanz und Robin Hood" (Note: "sehr gut") sowie der Marschmusik mit dem Marsch "Volk und Heimat" von Hans Müller (Note: "vorzüglich") war die erste Teilnahme am Eidg. Musikfest vom 11./12. Juni in Aarau sehr erfolgreich. Es wurde ein Kranz mit drei Goldeinlagen und sieben Goldblättern erreicht.
1967
Hans Bosshard übernimmt neu das Amt des Fähnrich für den scheidenden Bertin Eigenmann.
1968
Der Einladung von Heinz Osswald zum Dreiländerecktreffen in Weil am Rhein vom 8./9. Juni wurde Folge geleistet. Es war ein gelungenes Fest, bei dem manch einer etwas zutief ins Glas schaute. Hervorzuheben ist das grossartige Konzert des deutschen Militärmusik-Korps aus Garmisch-Partenkirchen unter der Leitung Herrn Major Zimmermann, im Volksmunde bekannt als der Alpen-Karajan. Eine Gegeneinladung an den Musikverein Weil erfolgte.
Ende Juni Teilnahme am Kreismusiktag in Effretikon mit dem Bewertungsstück " Klingende Fahrt" von Albert Benz.
1969
7.-15 Juni: die erste grosse Wisliger Festwoche in der Vereinsgeschichte zu Gunsten einer Neuinstrumentierung. Sa. 7.6.: Weltstadt-Variété mit Moses LaMarr (Brodwaystar), internationalen Akrobaten und der Stadtmusik Weil am Rhein. So 8.6.: grosses Musiktreffen mit neun Gastvereinen. Mittwoch 11.6.: grosser bunter Abend mit Walter Roderer. Das zweite Wochenende stand unter dem Motto "Grosser Tiroler und Oberkreiner-Musikabend" sowie einem Jugendfest mit dem Circus Robinson. Ein Reingewinn von Fr. 14'000.-- floss in den Instrumentenfond. Die Restfinanzierung wurde durch die Gemeinde zugesichert. Die Instrumente konnten bestellt werden.
1970
Kreismusiktag 12.-14. Juni in Weisslingen, verbunden mit der Instrumentenweihe. Mit einem grossen Helferstab konnte dieser Anlass durchgeführt werden. Am Freitagabend wurden die Festteilnehmer durch keinen geringeren als Willi Millowitsch und seinem Ensemble mit einem Lustspiel unterhalten. Der Samstagabend war der Instrumentenweihe gewidmet. Nebst der Patensektion Harmonie Kyburg-Seen konzertierte die Stadtmusik Weil am Rhein. Am Sonntag fand der Kreismusiktag mit total 14 teilnehmenden Vereinen statt. Das Galakonzert eröffnete der Musikverein Weisslingen an dem der von unserem Dirigenten Hans Müller neu komponierte Marsch "Fanfaren-Klänge" uraufgeführt wurde. Es war das erste von mehreren Festen unter der Leitung von OK Präsident Albert Knill. An diesem Fest wurde ein Reingewinn von Fr. 52 605.- erwirtschaftet.
1971
Der Kreismusiktag in Maur vom 23. Mai war die Hauptprobe des Selbstwahlstücks "Konzert-Ouverture" für das Eidg. Musikfest in Luzern. Mit 38 Teilnehmern waren alle Register und Stimmen gut besetzt und so trat man am 20. Juni um 09’07 guten Mutes zum musikalischen Wettkampf an. Auszeichnung Marschmusik "sehr gut", noch besser ging es mit dem Selbstwahlstück "Konzert-Ouverture" und Aufgabenstück "Morgarten 1315". Hier reichte es zur Auszeichnung "Vorzüglich" und somit den verdienten angestrebten Gold-Lorbeerkranz.
1972
11. Juni: Kreismusiktag in Kempthal.
Die diesjährige Reise ging am 9./10. September via Luzern-Brünig-Brienz nach Interlaken, anschliessend mit der Schmalspurbahn via Lauterbrunnen nach Mürren und mit der Luftseilbahn hinauf aufs Schilthorn, wo eine sonnige, aber mit Neuschnee bedeckte Aussichtsterrasse wartete.
Die beiden Unterhaltungsabende vom 11. und 18. November beendeten unser Vereinsjahr.
1973
25. Mai: Teilnahme an der Uniformweihe des Musikverein Kyburg-Seen. Am 3. Juni Kreismusiktag in Uster mit dem anspruchsvollen Stück "Thermidor".
24. Juni: unerwarteter Hinschied von Musikdirektor Hans Müller im 56. Altersjahr. Bei der Teilnahme am Musikfest in Uzwil erlitt der Dirigent auf der Bühne einen Herzinfakt, an dem er im Spital verstarb. Dieser unerwartete Abschied mitten aus seinem hingebungsvollen Wirken heraus wurde von allen Mitgliedern des Musikverein Weisslingen um so schmerzvoller empfunden, als der Verein innerhalb des letzten Jahrzehnt unter der Stabführung von Hans Müller eine ungeahnte Förderung und Entwicklung erfahren hatte. Zum Zeitpunkt des Hinschied konnte der Musikverein stolze 45 Aktivmitglieder und 25 Jungbläser/Innen ausweisen.
Im selben Jahr Wahl von Musikdirektor H.O. Eschke zum neuen Dirigenten.
1975
Das Jahr 1975 wurde zu einem der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte. Vom 7. bis zum 15. Juni ging unter der bereits bewährten Leitung des OK-Präsidenten Albert Knill der Oberländer Kreismusiktag, verbunden mit dem Jubiläum "25 Jahre Musikverein Weisslingen" über die Bühne und somit die zweite grosse Wisliger Festwoche. Am 7. Juni wurden die Festbesucher im Festzelt, welches für 1500 Personen Platz bot, unterhalten durch das Trio Eugster. So. 8. Juni: Musiktag mit 4 ausserkantonalen Gastvereinen und Unterhaltungsabend mit der Streichmusik Alder. Mittwoch 11. Juni: Kurt Felix mit Teleboy und der Harmonie Kyburg-Seen. Samstag 14. Juni: Jubiläumsfeier "25 Jahre Musikverein Weisslingen" unter Mitwirkung der Big Band Polizeimusik St. Gallen und am Sonntag 15. Juni der Kreismusiktag mit 13 teilnehmenden Gastvereinen. Das Abendprogramm wurde von den Dorfvereinen gestaltet. Als Reingewinn konnten dank der Mithilfe der Dorfbevölkerung Fr. 22000.-- erwirtschaftet werden. Ein respektabler Betrag in Anbetracht der Rezession. Mit dem Kirchenkonzert vom 30. November und dem Schlusshock der Festwoche vom 5. Dezember wurde ein erfolgreiches Vereinsjahr abgeschlossen.
1976
Tod unseres Gründers und Ehrenmitgliedes Hermann Richter.
32 Jungbläser sind in Ausbildung.
12./13. Juni Teilnahme am Eidg. Musikfest in Biel unter der Leitung von Herrn H.O. Eschke. Selbstwahl-und Aufgabenstück: Prädikat gut, Marschmusik ebenfalls gut. 5. September Kreismusiktag in Mönchaltorf.
1977
23. Januar Kirchenkonzert.
GV vom 29. Januar Rücktritt von Präsidet Max Grando. 15 Jahre hat er dem Musikverein Weisslingen vorbildlich vorgestanden und souverän und entprechendem Durchsetzungsvermögen mit Unterstützung seines langjährigen Vizepräsidenten Rudolf Bachmann das Vereinsschiff zu Ansehen und Erfolg gebracht. Als Nachfolger wurde Ernst Hildebrand (bis 1986) gewählt.
Ende März überraschende Kündigung von Dirigent Herrn H.O. Eschke. Verabschiedung von Herrn Eschke am Jungbläserkonzert vom 24. April. Uebernahme der Jungbläserausbildung durch die beiden Musiklehrer René Stucki (Dirigent Harmonie Wald) und K. Messikommer (Aktivmitglied im Verein). Herr Stucki übernahm auch den Taktstock des Musikvereins für die bevorstehenden Anlässe.
12. Juni Kreismusiktag in Fehraltorf und 11./12. Juli Einweihung des neuen Schulhauses und Turnhalle in Weisslingen.
Herr Stucki stand uns auch bis Herbst als Aushilfe zur Verfügung. Im September zeigte er auch die Bereitschaft den Verein bis zur GV 78 weiterzudirigieren und diesen evtl. fest zu übernehmen, dann jedoch ohne Jungbläserausbildung.
1978
11. Juni Kreismusiktag in Gossau. In der Kirche spielten wir die "Sinfonia Piccola". Am 2./3. September gings wieder einmal auf Reisen. Reiseziel das im Oestereichisch gelegeneEhrwald am Fuss der Zugspitze.
Im November Druck der überarbeiteten Vereinsstatuten.
1979
Zugunsten der Neuuniformierung wurde die Wisliger Festwoche vom 23. Juni bis 1. Juli geplant und durchgeführt unter der bewährten Leitung. Galabend mit der Starsängerin Paola, Bauchredner Kliby mit Caroline und der Stadtmusik Weil am Rhein. Frühschoppenkonzert der Stadtmusik Weil a. Rhein und der Grenadiermusik Zürich und Musikfest mit sechs Gastvereinen waren der Unterhaltungsblock vom ersten Wochenende. Am Mittwoch wurde das Festzelt der Landw. Genossenschaft Weisslingen-Zell für das Jubiläumsfest zur Verfügung gestellt. Der Showteil wurde durch Benny Rehmann zum vollen Erfolg. Stimmungsabend mit der Big Band der Stadtmusik Zürich und ihren Majoretten. Tag der Jugend mit dem Kinderzirkus Robinson und Festausklang mit den Dorfvereinen am zweiten Wochenende.
Reingewinn der Festwoche Fr. 19000.-- in den Uniformenfond.
1980
Jahreskonzerte vom 20. Januar in Weisslingen und 29. März in Geroldswil.
Zur Finanzierung der Uniformen musste zusätzlich mittels Bettelbrief und einer Haussammlung weiteres Geld aufgetrieben werden. Für die Restfinanzierung sollte an einer Gemeindeversammlung über den vom Gemeinderat zugesprochenen Kredit abgestimmt werden.
Teilnahme am Musikfest am 1. Juni in Seen. Am 8. Juni Kreismusiktag in Pfäffikon ZH, wo die anspruchsvolle Ouverture der Oper "Peter Schmoll" v. C.M. von Weber vom Musikverein vorgetragen wurde. Im Zürcher Oberländer war zu lesen, dass Soloklarinette und Oboe, Gestaltung und Ausführung der bekannten Ouverture sehr gefallen haben und der Musikverein Weisslingen unter René Stucki ein beachtliches Niveau erreicht habe.
13. September: Auswahl der neuen Uniform.
Am 12. Oktober gings zu den Musikfreunden nach Weil am Rhein ans Winzerfest.
An der Delegiertenversammlung des ZKMV (Zürcher Kantonal Musikverband) wurde Hermann Scheuber in den Vorstand gewählt. Von 1980 bis 1996 war er im Vorstand tätig und amtete als Präsident während 10 Jahren bis zu seinem Rücktritt 1996. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn letztendlich 1995 vom Aktiv- zum Passivmitglied zu wechseln. Als Ehrenmitglied bleibt er dem Verein erhalten und besucht die Anlässe regelmässig.
Vereinschronik von 1981 - 1990
1981
Der Kreismusiktag und die Uniformenweihe vom 28.-30. August wurde zu einem grossen Fest. Die Uniformeneinweihung am Freitag wurde mit den Original Schwarzwälder Dorfmusikanten, der Stadtmusik Uster und unserem Fahnengötti, dem Musikverein Seen umrahmt. Gespannt war man auf die neue Uniform. 58 Aktive traten mit marinblauen Hosen, madisonroten Jacken und Mützen, weisse Hemden mit blauen Patten sowie blau-roten Kravatten auf die Bühne. Die Festbesucher hatten sichtlich Freude an den neu Eingekleideten. Am Sonntag waren 18 Musikvereine zu Gast und das Marschmusikdefilee wurde zu einem Grosserlebnis. Nach diesem Fest demissionierte der OK Präsident Albert Knill, der mit viel Engagement die grossen Feste führte. Solche Feste führten viele Neuzuzüger zusammen und es sind gute Freundschaften entstanden.
1982
Kantonaler Kreismusiktag in Hinwil vom 27. Juni. Durch ein Missgeschick erhielten die Experten nicht die richtige Direktionsstimme (Lustspiel-Ouverture anstatt "Ungarische Lustspiel-Ouverture" desselben Komponisten ) zugewiesen. Die Tatsache, dass aber beiden Experten die gespielte Komposition gut vertraut war, hat die Folgen dieses Missgeschickes erleichtert.
Das Jahreskonzert vom 18./19 Dezember 1982 bestritten über 50 Mitglieder.
Rücktritt von Dirigent Réne Stucki per Ende Dezember.
1983
Dirigentenwahl vom 28. April. Zur Auswahl standen drei Dirigenten und eine Dirigentin. Zuerst gab es Opposition gegen eine weibliche Stabführung, doch war allen klar, dass sie die besten Proben gemacht hatte. Von den 42 Stimmberechtigten stimmten im ersten Wahlgang 37 für Frau Yvonne Weder. Somit hatte der Musikverein Weisslingen auch dieses Tabu gebrochen und stellte im Musikkreis Zürcher Oberland erstmals eine Frau als Dirigentin ein. Im Einverständnis der neuen Dirigentin nahm man dann am 12. Juni in Bubikon am Kreismusiktag teil, jedoch ohne Bewertung der Marschmusik und Teilnahme im Festzelt. Ihren ersten öffentlichen Auftritt mit dem Musikverein hatte Frau Weder an der Juiläumsfeier 100 Jahre Schützenverein Kollbrunn. Er wurde ein voller Erfolg.
24./25 September Musikreise ins Elsass.
1984
Mit der Teilnahme am Kantonalen Musikfest in Dietikon vom 2./3. Juni unter der Leitung von Frau Yvonne Weder wurde der Höhepunkt im Jahresprogramm absolviert. Für das Aufgabenstück " Danza Paesana" von Hans Möckel wurden 138 von möglichen 150 Punkten erreicht und dem Selbstwahlstück "Zitadelle" von Albert Benz 132. Mit einer Gesamtnote von 270 Punkten erreichte der Musikverein Weisslingen den überraschenden 4. Platz in der gespielten 3. Stärkeklasse. Die Marschmusik ging leider total daneben.
An der Wisliger Dorfete wurde das Bierzelt geführt.
1985
Jahreskonzert am 13. Januar. Teilnahme am Musikfest in Seen zum 100-jährigen Bestehen.
Kreismusiktag in Bäretswil.
Im Dezember Ankündigung des Rücktritts der Dirigentin Yvonne Weder nach dem Eidenössischen Musikfest in Winterthur 1986.
1986
Präsidiumswechsel, Ernst Hildebrand übergibt nach neun Jahren sein Amt an Walter Schenkel.
Obwohl mit dem Rücktritt der Dirigentin belastet, nahm der Musikverein Weisslingen am 15. Juni am Eidgenössischen Musikfest in Winterthur teil. Es konnte eine sehr gute Benotung erreicht werden. Sicher auch ein Verdienst der Musikkommission und der Dirigentin, die jeweils die entsprechenden Stücke auswählt.
Die Suche nach einem neuen Dirigenten ging nur harzend vorwärts. Mit einer knappen Wahl wurde Herr Fussenegger als neuer Dirigent gewählt. Nach wenigen Monaten der Unzufriedenheit trennte man sich wieder vom ihm. Glücklicherweise konnte man auf die im Wahlgang unterlegene Frau Elisabeth Näf zurückgreifen, die sich bereit erklärte, den Musikverein zu dirigieren. Sie blieb dem Verein neun Jahre treu.
1987
Frühlings- und Muttertagskonzert vom 9. Mai. Teilnahme Kreismusiktag 28. Juni in Fischenthal.
Mitwirkung am 29./30. August an der Wisliger Dorfete.
13. September sportliche Vereinsreise mit dem Velo.
14. November Mitwirkung am Altersnachmittag.
1988
Januar: Winterkonzert in der Turnhalle.
27./28. August Durchführung des Kreismusiktages in Weisslingen. Programm 27. August: grosser Gala-Abend mit der First Harmonic Brass Band und den Dorfvereinen. 28. August: Kreismusiktag mit Bewertungskonzerte in der Turnhalle mit 14 Gastvereinen. Total nahmen 18 Musikvereine aus dem Zürcher Oberland teil.
Am 2. Oktober fand eine Musikreise statt und am 19. November der Altersnachmittag mit anschliessendem Helferessen des Kreismusiktages.
1989
Das kantonale Musikfest in Pfäffikon vom 24. Juni konnte bei schönstem Wetter durchgeführt werden. Erstmals wurde mit der neuen Dirigentin Elisabeth Näf zu einer Bewertung angetreten. Mit der "Free World Fantasy" erreichte man 131 Punkte und dem gefälligen Aufgabenstück "Bündner Suite ", welches allen Bläsern zusagte, 135 Punkte. Nach 25 Jahren Aktivmitgliedschaft im Musikverein Weisslingen wurde Heidi Bollmann an diesem Anlass zur kantonalen Veteranin geehrt.
Dorfete /Schulhauseinweihung 26./27. August. Auch an dieser Dorfete wurde ein Beizli geführt.
1990
Unser langjähriges Aktiv-und Gönnermitglied Heinrich Schindler verstarb am 12. Januar.
Zur Unkostendeckung der erfreulicherweise ansteigenden Zahl an Jungbläsern musste leider der Jahresbeitrag von Fr. 600.- auf Fr. 800.- erhöht werden.
3. Februar Jahreskonzert.
Reisefreudig wie immer ging die 2-tägige Musikreise nach Murten und ins Gruyerzerland. Sie diente vor allem der Kamaradschaftspflege.
Im November Kirchenkonzert in Weisslingen und Pfungen.
1991
Präsidiumswechsel. Walter Trüb löst Walter Schenkel nach 6 Jahren ab. Wiederwahl unserer Dirigentin an der GV nach heftigen Diskussionen über Motivation und Stimmung innerhalb des Vereins.
19 Jungbläser in Ausbildung. Erstes Subventionsgesuch an die Gemeinde für einen Beitrag um die Negativbilanz der Jungbläserausbildung auszugleichen.
Musikalische Umrahmungen an der 700-Jahrfeier in Madetswil und Rikon. Da kein Musiktag im Kreis Zürcher Oberland durchgeführt wurde, nahm der Musikverein am 8. September am Seeländerkreismusiktag in Büren a.d.Aare teil. Mit der Leistung konnten man sehr zufrieden sein.
1992
Zweites Subventionsgesuch für Jungbläser wurde abgelehnt. Ab 1994 könne jedoch pro Semester und Jungbläser Fr. 100.- vergütet werden. Der Beitrag müsse jährlich vom Gemeinderat bewilligt werden.
Der Probenbeginn wurde neu auf 20 Uhr vorgeschoben.
Musikalisch wurde der Verein gefordert duch das Jahreskonzert vom 1./2. Februar in Weisslingen und Rikon, dem Empfang der Ehrengäste und dem Konzert am Verbandsturnfest in Rikon.
Am 13. September Teilnahme am Kreismusiktag in Fehraltorf mit Bewertungsstück.
Am 23. November Kirchenkonzert und am 13. Dezember Adventskonzert der Jungbläser.
1993
Am 13. April verstarb unser Gründungs- und langjähriges Aktiv/Ehrenmitglied Hans Bonelli.
5. September: Teilnahme am Kreismusiktag in Effretikon.
Wanderung auf die Kreuzegg zur Förderung der Kameradschaft.
Das Kirchenkonzert vom 21. November wurde auf den 30. Januar 1994 verschoben.
Adventskonzert der Jungbläser in der Kirche.
Ankündigung des Rücktritts unserer Dirigentin nach sieben Jahren auf die GV im Februar 1994.
1994
Das Jahr war geprägt nach der Suche eines neuen Dirigenten und eines neuen Probelokales, da der Saal in der Restaurant Sonne nicht mehr zusagte. Verdankenswerterweise erklärte sich Frau E. Näf bereit, den Verein bis zur Wahl eines geeigneten Dirigenten weiterzudirigieren. Unter Ihrer Leitung durften die beiden Kirchenkonzerte im November zusammen mit dem Frauen und Töchterchor Kollbrunn als vollen Erfolg verbucht werden. Beim letzten gemeinsamen Konzert in Kollbrunn wurde unter den Zuhörern auch der mögliche Nachfolger Michael Hottinger gesichtet.
Auch dieses Jahr durfte
eine 2-tägige Reise nicht fehlen. Sie führte ins Engadin nach Pontresina und einer Wanderung über die Berninapasshöhe auf die Alp Grüm.
Am 15. Dezember Wahl des neuen Dirigenten Michael Hottinger.
1995
Präsidiumswechsel. Walter Trüb übergibt nach vier Jahren sein Amt an Hermann Schenkel. 1995 war ein herausforderungreiches Jahr für den neuen Präsidenten, Dirigenten und die Musiker. Den ersten öffentlichen Auftritt am Muttertag unter der neuen Leitung Michael Hottinger war hervorragend und überzeugte auch den Letzten, dass die richtige Wahl getroffen war. Im Sommer wurde das von den Vereinen langersehnte Mehrzweckgebäude "Widum" eingeweiht. Für den Musikverein ging leider der Wunsch und angestrebte Ziel, ein eigenes Probelokal innerhalb dieses Gebäudes zu erhalten, nicht in Erfüllung. Zur Verfügung steht ein Raum für Notenmaterial und Lageruniformen, sowie dessen Benützung für notwendig Zusatzproben jeweils Dienstags auf engem Raum und unter begleitendem Lärmpegel der Sportvereine.
Der musikalische Ausflug anlässlich der Feier "zum Weg der Schweiz" führte nach Seelisberg und Brunnen. Es zeigte einmal mehr, dass der Verein sehr reisefreudig war.
Die grösste Herausforderung nach vielen Jahren Unterbruchs war die Unterhaltung im November im Mehrzweckgebäude Widum. Es war ein gelungener Anlass, wenn auch das Publikum etwas spärlich war. Sicher war auch der einsetzende Eisregen an diesem Abend etwas schuld daran.
1996
Die Teilnahme am Kreismusiktag in Mönchaltorf galt gleichzeitig als Hauptprobe für das zwei Wochen später stattfindende Eidgenössische Musikfest in Interlaken, an welchem der Verein ebenfalls wieder einmal teilnahm. Obwohl einige Aushilfen beigezogen werden mussten, konnte man mit dem erreichten Resultat sehr zufrieden sein. Das Jahreskonzert im November rundete das musikalische Programm ab.
1997
Erneuter Präsidentenwechsel. Für den scheidenden Hermann Schenkel (95-97), wird Norbert Breitler für das Amt gewählt. Um gegen die rückläufige Mitgliederzahl anzukämpfen führte der Musikverein zum ersten Male ein "Tag der offenen Probe" durch.
An der Wisliger Dorfete Ende August, welche nun alle drei Jahre durchgeführt wird, beteiligte sich der Verein mit einer Spaghetteria. Ein ansehnlicher Reingewinn floss in die Vereinskasse.
Im September wurde eine sportliche Musikreise ohne Instrumente und Uniform durchgeführt. Mit Velofahren und Wandern im Tessin.
Die zweite Unterhaltung fand unter dem Motto "America* statt. Sie wurde ein voller Erfolg. Sicher hat auch die frühzeitige Werbung dazubeigetragen. Leider verabschiedeten sich an diesem Anlass auch die langjährige Tambourengruppe "The black Drummers", welche die beiden Musikvereine Fehraltorf und Weisslingen oft an Musikfeste begleitete, von der öffentlichen Musikbühne und löste sich auf.
1998
Das Jungbläserreglement wurde geändert. Mit einem Bonussystem wird dem Schüler das aktive Mitspielen im Verein schmackhaft gemacht.
Im Juni Mitwirkung am Altersnachmittag in Fehraltorf und ein Frühschoppenkonzert in Kyburg.
Ende August fand die Musikreise auf den Ballenberg statt, wieder mit Instrumenten, aber nur Teiluniform (weisse Hemden und Kravatten).
September: musikalische Umrahmung des Schützenverein-Jubiläums sowie Teilnahme an der Gewerbeausstellung im Widum mit einem eigenen Stand und dem Motto Aktivwerbung für neue Vereinsmitglieder.
Das Jahreskonzert Ende November wurde ein Erfolg, denn das Vorstellen der Jungbläser und Ihren Lehrern, die für dieses Konzert im Verein mitspielten, hat die Wirkung nicht verfehlt.
1999
Februar: musikalische Umrahmung an der Delegierten-Versammlung des Zürcher Kantonalen Armbrustschützenverband in Rikon.
Muttertagskonzert am 9. Mai mit der offiziellen Verabschiedung unseres langjährigen Flötisten Bruno Schmid. Als Ehrenmitglied und Jasskollege bleibt er mit dem Verein weiterhin verbunden.
Neue T-Shirts mit Signet wurden angeschafft.
An der Wisliger Dorfete wurde wieder ein Beizli geführt und ein ansehnlicher Batzen in die Vereinskasse erwirtschaftet. Im Oktober ging im zweiten Anlauf das Apéro-Konzert für den Vortrag von Bundesrat Ogi über die Bühne, nachdem er 1998 kurzfristig abgesagt hatte.
Der musikalische Höhepunkt war wiederum die Unterhaltung im November. Unter dem Motto"Strandparty" wurde eine tolle Vorstellung geboten. Leider blieb der Publikumsaufmarsch unter den Erwartungen. Ein Gewinn konnte aber trotzdem erwirtschaftet werden.
2000
50 Jahre Musikverein Weisslingen steht im Blickpunkt des Geschehens am Jubiläumswochenende des 23./24. September. Zuvor ging das Muttertagskonzert und nach langer Zeit wieder einmal eine Hochzeit eines Aktivmitgliedes über die Bühne.
Im Juni wurde am Kreismusiktag in Wald teilgenommen.
Am 13. August fand die Jubiläumsreise zusammen mit Gründungs- und Ehrenmitgliedern statt. Das Ziel der Reise war wie vor 50 Jahren der Pfänder.
An der Jubiläumsfeier vom 23. September haben uns die Musikfreunde aus Weil am Rhein mit einem Galakonzert beehrt und uns einen 2-tägigen Besuch abgestattet. Der oekomenische Gottesdienst und anschliessende Musikantenbrunch mit Frühschoppenkonzert der Patensektion Musikverein Seen, unserem nachbarlich und freundschaftlich verbundenen Musikverein Fehraltorf wie den Züri-Oberländer-Musikannten (ehemalige Schlossbergmusikanten) rundeten die Jubiläumsfeier ab.