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Entwicklung kann als kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Verlauf betrachtet werden. Welche Aussagen sind richtig?
Im Bereich des körperlichen Wachstums gibt es ausschließlich kontinuierliche, also quantitative Veränderungen.
Am Beispiel eines altersmäßig unterschiedlichen Umgangs mit Piagets Invarianzaufgabe zur Einschätzung von Flüssigkeiten (auch Umschütt-Aufgabe genannt) lässt sich eine diskontinuierliche Sicht auf Entwicklung gut illustrieren.
Erik Eriksons Theorie der psychosozialen Entwicklung ist einer diskontinuierlichen Entwicklungsperspektive verpflichtet.
Stufentheorien, nach denen Entwicklung als Abfolge unterscheidbarer Stadien oder Phasen verläuft, betonen die Diskontinuität der Entwicklung.
Bei vielen Gegenstandsbereichen gilt: Ob man von kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Entwicklung ausgeht, ist oftmals eine Frage der Sichtweise / Perspektive.
7 Grundbegriffe, Theorien, Methoden / Theorien der kognitiven Entwicklung, Kapitel 4, Siegler et al.
Welche Aussagen sind im Kontext der Piaget’schen Begriffe Assimilation, Akkommodation und Äquilibration falsch?
Wenn Pippi Langstrumpf singt: "Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt", dann ist dies ein Beispiel für Äquilibration.
Ein Beispiel für Assimilation ist das kindliche Symbolspiel, in dem die Realität an die eigenen Schemata angepasst werden.
Ohne Akkommodation gelingt keine Umweltanpassung des Organismus.
Äquilibration meint den Prozess, bei dem Menschen Assimilation und Akkommodation ausbalancieren, um ein stabiles Verstehen zu schaffen.
Ein Beispiel für Akkommodation ist die Nachahmung.
8 Grundbegriffe, Theorien, Methoden / Theorien der kognitiven Entwicklung, Kapitel 4, Siegler et al.
Zentrale Kennzeichen des Denkens von Kindern während des präoperationalen Stadiums sind nach Jean Piaget …
… das eingeschränkte Verständnis, dass das Verändern der Erscheinung oder Anordnung von Objekten nicht notwendigerweise ihre zentralen Eigenschaften verändert.
… Schwierigkeiten, sich auf ein einzelnes, perzeptuell auffälliges Merkmal eines Objekts oder Ereignisses zu konzentrieren.
… die eingeschränkte Fähigkeit zur symbolischen Repräsentation.
… die Fähigkeit zum abstrakten Denken und zum hypothetischen Schlussfolgern.
… die Fähigkeit sich in die Perspektive einer anderen Person hineinzuversetzen.