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Verbreitungsgebiet: verbreitet in Teilen Südeuropas, Zentralasiens, Nordafrikas, Australiens und Südamerikas; auch auf Hawaii und in den USA
Lebensraum: Sümpfe, Teiche und andere seichte Gewässer
Nahrung: Insekten und Weichtiere
Größe: 35 bis 40 cm
Ordnung: Charadriiformes (Regenpfeiferartige)
Familie: Recurvirostridae (Säbelschnäbler)
Gattung und Art: Himantopus himantopus
Der Stelzenläufer trägt seinen deutschen Namen völlig zurecht, denn seine langen rosafarbenen Beine machen 60% der Körpergrösse aus. Zudem besitzt er einen langen, dünnen, geraden Schnabel, der schwarz gefärbt ist. Die Färbung des Gefieders variiert leicht je nach Verbreitung - so tragen zum Beispiel Stelzenläufer in Südamerika eine leicht andere Färbung als solche in Südeuropa. Im Wesentlichen ist das Gefieder weiss und schwarz gefärbt. Der Bauch ist weiss, Rücken, Flügel und Scheitel sind schwarz. Während beim Männchen Rücken und Flügel schwarz sind, tragen Weibchen dort eine braunschwarze Färbung.
Durch die langen Stelzenbeine haben Stelzenläufer den Vorteil, dass sie Stellen in seichten Gewässern und Sümpfen erreichen, wo andere Watvögel nicht mehr
hinkommen. Bei der Nahrungssuche besitzen sie daher so gut wie keine Nahrungskonkurrenten.
Stelzenläufer müssen in ihrem Lebensraum flexibel sein. Sie führen meist ein Nomadenleben, zu welchem sie der Wechsel von Trockenheit und niederschlagsreichen Zeiten zwingt. Bei der Nahrungssuche sind sie meist in kleineren Verbänden anzutreffen. Sie stehen, oft auch bis zum Bauchgefieder, im seichten Wasser und stochern mit ihrem langen Schnabel nach Würmern und Insekten, manchmal erbeuten sie auch Kaulquappen und Wasserkäfer.
Stelzenläufer sind sehr gesellig, ruffreudig und brüten häufig in Kolonien, manchmal auch in Verbänden mit anderen Watvögeln. Das Nest wird dicht beim seichten
Wasser gebaut. Es ist eine flache, mit Gras ausgelegte Mulde. Das Weibchen legt bis zu 4 Eier, die sie 22 bis 24 Tage brütet. Die Jungen sind nach etwa 30 Tagen flugfähig.