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Die Erwärmung kommt nicht von natürlichen Prozessen wie Schwankungen der Sonneneinstrahlung oder Strömungen in den Ozeanen, sondern vom zusätzlichen Ausstoss an CO2, den die Menschen erzeugen: Diese These der Klimaforscher lässt sich nur halten, wenn es in früheren Zeiten – bei einem geringeren CO2-Anteil in der Atmosphäre – nie so warm war wie heute. Auch Laien wissen aber, dass in der Römerzeit ein günstiges Klima herrschte oder dass im Hochmittelalter die Wikinger Grönland fanden und es „grünes Land“ nannten. Stimmt die These der Klimaforscher also tatsächlich?
In der Vorgeschichte gab es krasse Klimaschwankungen. So lag im Letzten Glazialen Maximum vor 21‘000 Jahren die Temperatur 5 bis 6 Grad niedriger und der Meeresspiegel um bis zu 130 Meter tiefer. Das Wasser stieg danach innert fünf Jahrtausenden auf das heutige Niveau an – also mit rund 2,5 Metern pro Jahrhundert zehnmal so schnell wie gegenwärtig. Die Berner Forscher um Hans Oeschger und später Thomas Stocker zeigten mit Eisbohrkernen, wie die Temperatur über die Jahrtausende schwankte. Allerdings stiessen sie dabei anfangs auf das Rätsel, dass die Temperatur manchmal vor dem CO2-Gehalt der Atmosphäre anstieg, was ihrer These widersprach...
Diese Schwankungen lassen sich damit erklären, auf welcher Bahn und mit welcher Neigung die Erde um die Sonne kreist, wie der Mathematiker Milutin Milankovic zeigte. Doch seine Erklärungen gelten für die letzten zwei Jahrtausende nicht, denn da herrschten weitgehend dieselben Bedingungen. In dieser Zeit war es aber mindestens im Hochmittelalter wärmer als heute, wie selbst der IPCC in seinem ersten Bericht noch wusste:
Deshalb wollte der Amerikaner Michael Mann die mittelalterliche Warmzeit loswerden. Da es erst seit dem 19. Jahrhundert Temperaturmessungen gibt, brauchen die Klimahistoriker Proxydaten, vor allem Jahrringe von Bäumen. Damit bastelte Michael Mann eine Grafik, die wie ein Hockeystock aussah: Die Temperatur blieb ein Jahrtausend lang gleich und schnellte im 20. Jahrhundert hoch – da hängte der Forscher statt der nicht passenden Proxydaten einfach die Temperaturmessungen an. Die Grafik kam prominent im IPCC-Bericht 2001 und im Film „An Unconvenient Truth“ von Al Gore vor; sie prägte so im Publikum das Bild von der angeblich aussergewöhnlichen Erwärmung.
Seither haben Kritiker das Machwerk demontiert. Und zahllose Studien zeigen, dass es früher mindestens ebenso warme Zeiten gab. 2012 fanden so Schweizer Forscher mit dem Mainzer Professor Jan Esper in einer wichtigen Studie eine 2000-jährige Abkühlung. „Diese Befunde sind von klimapolitischer Bedeutung“, stellte das Communiqué dazu fest. Die Schweizer Medien beachteten es nicht.