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Der Schweizer Henry Dunant war in geschäftlichen Angelegenheiten unterwegs, als er am 24. Juni 1859 im italienischen Solferino auf einen Kriegsschauplatz traf. 40 000 Soldaten und Offiziere wurden an diesem Tag bei Kämpfen der französisch-sardischen Koalition gegen Österreich getötet. Als Dunant sah, dass Tausende Verletzte ohne Hilfe zurückgelassen worden waren, organisierte er in den umliegenden Dörfern eine Hilfsaktion für alle Verwundeten, unbesehen welcher Nationalität. Frauen aus allen sozialen Schichten beteiligten sich. Später forderte Dunant ein internationales Abkommen zum Schutz der Kriegsopfer und schlug vor, in allen Ländern «Hilfsgesellschaften» zu gründen.
Am 17. Februar 1863 gründeten fünf Personen, darunter Henry Dunant und General Guillaume-Henri Dufour, in Genf ein Komitee: das spätere Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Schon im gleichen Jahr enstanden in 17 Ländern nationale Komitees zum Schutz verwundeter Soldaten. njb