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Dazu hielt er am Pult des Plenarsaals eine Karte mit dem angeblichen Standort des Lagerhauses sowie ein Foto von dessen mutmasslichem Eingang in die Höhe. Die Atomenergiebehörde IAEA rief er auf, die Stätte zu untersuchen. "Was der Iran versteckt, wird Israel finden", sagte Netanjahu.
Ende April hatte Netanjahu dem Iran bereits vorgeworfen, umfangreiche Forschungen zum Bau einer Atombombe für einen möglichen künftigen Gebrauch heimlich aufbewahrt zu haben. Seinerzeit hiess es, der israelische Geheimdienst habe Zehntausende Dokumente aus einem "geheimen Atomarchiv" sichergestellt. Der Iran wehrte sich gegen die Vorwürfe und sprach von alten Anschuldigungen, mit denen sich die IAEA bereits befasst habe. Auch die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hatte sich skeptisch geäussert.
Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Netanjahu als weiteren Schritt auf dem Weg zum Krieg. "Dieser Deal hat den Krieg nicht verdrängt, sondern noch näher an unsere Grenzen gebracht." Den am Deal beteiligten EU-Staaten - Deutschland, Frankreich und Grossbritannien - warf er Beschwichtigungspolitik gegenüber dem Iran vor. "Haben diese europäischen Anführer nichts aus der Geschichte gelernt? Werden sie jemals aufwachen?"/le/cah/jot/DP/he
(AWP)