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Massiv mehr Privatkonkurse in den Städten als auf dem Land Grosse kantonale Unterschiede: Westschweiz mit sehr hoher Zahl an Privatkonkursen, Innerschweiz mit wenig Privatkonkursen
Baar, 24. Februar 2011 – Bei der Eröffnung von Privatkonkursen in der Schweiz bestehen grosse Unterschiede: In der Westschweiz wie auch in den Städten gibt es eine deutliche Häufung. Neben psychologischen Faktoren beeinflusst auch die Praxis der zuständigen Gerichte die Anzahl der Konkurse.
Credita untersuchte die Häufigkeit von Privatkonkursen in der Schweiz. Dabei wurden die Konkurseröffnungen des Jahres 2010 in Verhältnis zur Bevölkerung des jeweiligen Kantons gesetzt. In der Zentralschweiz wie auch in der Süd- und Ostschweiz gibt es vergleichsweise wenig Privatkonkurse. In den nördlicheren Kantonen nehmen die Privatkonkurse tendenziell zu, sind aber meist noch unter dem Schweizer Durchschnitt. In den meisten Kantonen der Westschweiz hingegen gibt es überdurschnittlich viele Privatkonkurse. Es besteht auch ein grosses Gefälle zwischen Stadt und Land: So haben die Kantonshauptstädte einen deutlich höheren Konkursindikator als der Rest der jeweiligen Kantone. Weniger Anonymität und eine stärkere Einbindung in bestehende soziale Gefüge wie auch eine restriktive Bewilligungspraxis der Gerichte verringert die Häufigkeit von Privatkonkursen.