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Carlos Ruiz Zafon
Kalkutta, 1932. Sieben Waisenkinder werden sechzehn Jahre alt. Dies ist die Altersgrenze, bei welcher sie ihr geschütztes Leben im St. Patricks Waisenhaus aufgeben und ihren eigenen Weg ins Leben finden müssen. Die sieben Jugendlichen halten zusammen wie Pech und Schwefel, sie bilden den Geheimbund der „Chowbar Society“. Ben ist der Anführer und Isobel ist als einziges Mädchen zwar etwas kratzbürstig, aber der Liebling aller. Um Mitternacht trifft sich die „Chowbar Society“ in einem verfallenen Haus in der Nähe des Heims, dem Mitternachtspalast, um sich gegen den Rest der Welt zu verbünden.
In der Nacht des Abschiedsfestes tauchen eine alte Frau und ein Mädchen im Waisenheim auf. Ben erfährt, dass er eine Schwester hat, die jahrelang vor ihm verborgen aufgezogen wurde. Dies weil ein unheimliches Phantom Rache an der Familie üben wolle und es jetzt auch auf die beiden Geschwister abgesehen habe.
Die „Chowbar Society“ macht sich daran, das mysteriöse Geheimnis aus Kalkuttas Unterwelt zu lüften.
Zafon schrieb diese frühe Werk als Jugendbuch. Die Spannung, die morbide Umgebung und den Hang zum mystischen, die wir aus seinen Erwachsenenbüchern „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ kennen, lassen sich bereits erahnen.
Peter Maibach (2011)
Buchinformation
Carlos Ruiz Zafon: Mitternachtspalast
Fischer- Verlag, gebundene Ausgabe, 392 Seiten
ISBN 978-3-8414-4002-0