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September 2020
Alberto Barrera Tyszka: Die letzten Tage des Comandante
«In ‹Die letzten Tage des Comandante› erfahren wir, wie sehr die Krise den Alltag durchdringt und sich in Körper, Denken und Fühlen der Venezolanerinnen und Venezolaner eingeprägt hat.» (Martina Läubli, NZZ)
Inhalt
Für die einen ist Hugo Chávez ein populistischer Diktator, der Venezuela ins Chaos geführt hat, für die anderen ein Befreier, der den Armen und Unterdrückten wieder zu Würde verhilft. Ein tiefer Graben, der auch durch die Familie von Miguel Sanabrias verläuft: Während seine Frau den Lider máximo und dessen Politik verabscheut, ist sein Bruder vom «Sozialismus des 21. Jahrhunderts» begeistert. Als die Meldung von Chávez‘ prekärem Gesundheitszustand die Runde macht, kehren die Reichen nach Caracas zurück. Doch ihre Wohnungen sind mittlerweile besetzt – und das ganze Land steht kurz vor der Apokalypse. Als Miguel geheime Aufzeichnungen des kranken Führers zugespielt werden, sieht er sich gezwungen, Stellung zu beziehen.
Der Autor
Alberto Barrera Tyszka, geboren 1960 in Caracas, studierte Literatur an der University of Venezuela, wo er heute als Professor lehrt. Er veröffentlicht Lyrik, Kurzgeschichten und Romane, schreibt Drehbücher und arbeitet als Journalist für renommierte Zeitungen. Zusammen mit der Journalistin Christina Marcano publizierte er die erste dokumentierte Biografie über den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez (Hugo Chávez sin uniforme. Una historia personal, 2005). 2006 erhielt er den Preis Premio Heralde für seinen Roman La enfermedad. Für seinen Roman Die letzten Tage des Comandante erhielt er 2015 den Premio Tusquets de Novela.
Der Übersetzer
Matthias Strobel, 1967 in Gernsbach geboren, hat in Tübingen, Hamburg und Madrid Neuere deutsche Literatur und Spanisch studiert. Er lebt heute in Berlin. Matthias Strobel arbeitet als Übersetzer und Rolfer, eine Methode der manuellen Körperarbeit. Er übersetzte unter anderem Werke des peruanischen Schriftstellers Alfredo Bryce Echenique, des argentinischen Autors Federico Axat und des mexikanischen Drehbuchschreibers und Autors Guillermo Arriaga. 2014 erhielt er den europäischen Übersetzerpreis Offenburg.
Angaben zum Buch
Hinweis
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Dieses Buch stand zudem ebenfalls zur Auswahl:
– Karina Sainz Borgo: Nacht in Caracas
Hinweis:
Die Buchclub-Mitglieder entschieden sich für das Buch. Die Abstimmung erfolgte im Mai 2020.