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Die renommierte deutsche Rechtswissenschaftlerin Katharina Pistor hat ein Buch zu einem heißen Thema geschrieben: „The Code of Capital“ (deutsch: das Regelwerk des Kapitals), trägt den Untertitel „Wie das Recht Vermögen und Ungleichheit produziert“. Der Verleger verspricht „eine machtvolle neue Art, über die schlimmsten Probleme unserer Zeit nachzudenken.“
Pistor ist Professorin an der Columbia University in New York. Sie bietet tatsächlich eine neue Perspektive für alle, die Sätze glauben wie: „Freie Märkte und Eigentumsrechts sind Grundlage für die wohlstandsschaffende Wirkung des Kapitalismus.“ Pistor macht überdeutlich: frei Märkte sind gar nichts, ohne einen Rechtsrahmen, der die (Vor-)Rechte und Pflichten aller Beteiligten genau definiert und einen Staat, der sie durchsetzt. Der Verweis auf Eigentumsrechte ist viel zu pauschal, um zu erfassen, wie die genaue Ausgestaltung dieser Rechte und Pflichten Privilegien für manche und Benachteiligung anderer schafft, und wie sie damit das Marktergebnis vorherbestimmt.
Das Kapital regiert per Gesetz.
„Das Kapital regiert, und es regiert per Gesetz“, lautet…..