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DAS FRAUENKONDOM
Der Klassiker, aber anders.
FÜR MEHR FRAUENPOWER
Das Frauenkondom oder Femidom funktioniert im Prinzip wie das Kondom für den Mann – nur dass es von der Frau getragen wird. Das Kondom für den Mann wird über den erigierten Penis des Mannes abgerollt. Das Frauenkondom wird in die Scheide eingeführt. Dort hindert die dünne, gleitfähige Polyurethanbarriere die Samenzellen daran, den Muttermund zu erreichen. Es schützt auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Mit dem Frauenkondom müssen weder Hormone noch eine zusätzliche Verhütung angewendet werden.
Wie bei jedem Kondom muss für jeden Geschlechtsverkehr ein neues verwendet werden. Das Frauenkondom hat am geschlossenen Ende einen Ring, der in der Scheide für Halt sorgt. Zum Einsetzen einfach den flexiblen Ring zusammendrücken und das Frauenkondom wie einen Tampon einführen. Schiebe es so weit wie möglich ein – das geschlossene Ende muss den Muttermund bedecken und das offene Ende sollte einige Zentimeter aus deiner Scheide hängen.
Nach dem Sex vorsichtig das offene Ende greifen, durch Drehen verschliessen und sauber herausziehen. Wirf es weg und stell sicher, dass du für das nächste Mal ein neues Frauenkondom hast.
ZUVERLÄSSIGKEIT
Kann ich während meiner Monatsblutung ein Frauenkondom verwenden?
Das Frauenkondom kann während der Monatsblutung verwendet werden.
Können wir gleichzeitig ein Frauenkondom und ein Kondom für den Mann verwenden?
Nein. Es sollten nie zwei Kondome gleichzeitig verwendet werden. Sie können reissen, wenn sie beim Sex aneinander reiben. Ein Kondom (für den Mann oder die Frau) schützt beide Partner.
Kann das Frauenkondom nach dem Geschlechtsverkehr wiederverwendet werden?
Nein. Für jeden Geschlechtsverkehr muss ein neues Frauenkondom verwendet werden.
Warum sieht das Frauenkondom so gross aus?
Das Frauenkondom ist ähnlich lang wie das Kondom für den Mann. Es ist aber breiter, da es die Scheidenwände bedeckt und die Bewegung des Penis im Frauenkondom erlauben soll.
Kann das Frauenkondom in mir verlorengehen?
Das Frauenkondom deckt den Muttermund ab. Der Muttermund ist sehr klein, sodass es höchst unwahrscheinlich ist, dass das Kondom im Körper verlorengeht. Wende dich an deinen Arzt, wenn du nicht sicher bist, wie das Frauenkondom eingesetzt wird.
Hat das Frauenkondom Nebenwirkungen?
Allergische Reaktionen auf das Frauenkondom sind selten, obwohl es bei manchen Frauen zu einer leichten Reizung kommt. Lies dir die Materialien auf dem Etikett genau auf etwaige Allergene durch, bevor du das Frauenkondom verwendest.
Wie sieht das Frauenkondom aus?
Das Frauenkondom sieht ähnlich wie das Kondom für den Mann aus, ist jedoch breiter.
Wie setzt man das Frauenkondom ein?
Zum Einsetzen einfach den flexiblen Ring zusammendrücken und das Frauenkondom wie einen Tampon einführen. Schiebe es so weit wie möglich ein – das geschlossene Ende muss den Muttermund bedecken und das offene Ende sollte einige Zentimeter aus deiner Scheide hängen.
Weitere Fragen? Vereinbare gleich einen Termin mit deinem Arzt!
WISSENSWERTES
1-3
Millimeter
ist der Muttermund klein – so kann das Frauenkondom nicht in deinem Körper verschwinden.
25,8
Millionen
Frauenkondome wurden 2009 von internationalen und Nichtregierungsorganisationen bereitgestellt.
Null
Hormone enthält das Frauenkondom – genau wie das Kondom für den Mann.
- Wird bei Bedarf eigenständig angewendet.
- Kann während der Stillzeit angewendet werden.
- Ist hormonfrei und eine Option, wenn Frauen Hormone nicht vertragen.
- Schützt vor HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
- Kann für mehr Verhütungsschutz mit Spermiziden angewendet werden.
- Die Anwendung des Frauenkondoms erfordert etwas Übung.
- Es kann reissen, wenn es nicht richtig eingesetzt wird.
- Manche Menschen reagieren allergisch auf Latexkondome.
NOCH FRAGEN? SPRICH MIT DEINEM ARZT
Vereinbare einen Termin mit deinem Arzt, um dich beraten zu lassen.
IST DAS OK?
ÜBERLEGE DIR
Beim Coitus interruptus ist die Gefahr menschlicher Fehler besonders gross. Schon vor dem Orgasmus können Samenzellen austreten. Daher sollte der Coitus interruptus für dich nur infrage kommen, wenn eine etwaige Schwangerschaft kein Problem ist.
DEINE OPTIONEN
Hormonspirale
Die kleine, weiche, «T»-förmige Hormonspirale gibt über 3–6 Jahre ein niedrigdosiertes Gestagen ab. Sie wird vom Arzt verschrieben und in die Gebärmutter eingesetzt.
Verhütung mit Kupfer
Die Verhütung mit Kupfer (bspw. Kupferspirale, -kette, ball) wird vom Arzt verschrieben und in die Gebärmutter eingesetzt. Dort schützt sie 3-5 max. 10 Jahre vor einer Schwangerschaft.
Hormonimplantat
Das kleine, flexible Silikonstäbchen gibt 3 Jahre Hormone ab. Es wird vom Arzt verschrieben und unter die Haut am Oberarm eingesetzt.
Pille
Diese Tablette enthält ein Hormon oder als kombinierte Pille zwei Hormone. Sie wird auf Rezept eigenständig eingenommen – immer zur gleichen Tageszeit.
Hormonspritze
Die Injektion mit einem Hormon wird vom Arzt verschrieben und alle drei Monate verabreicht.
Hormonpflaster
Das kleine, dünne Pflaster gibt über die Haut Hormone ab. Es wird vom Arzt verschrieben und einmal pro Woche eigenständig aufgeklebt.
Diaphragma
Die Silikonkappe wird in die Scheide eingeführt, damit Samenzellen die Gebärmutter nicht erreichen. Die Anpassung kann durch den Arzt erfolgen. Dann wird das Diaphragma meist eigenständig eingesetzt vor dem Sex.
Vaginalring
Der kleine, weiche Ring wird auf Rezept selbst in die Scheide eingeführt. Dort gibt er drei Wochen lang Hormone ab.
Frauenkondom
Das Frauenkondom funktioniert genau wie das Kondom für den Mann, wobei es in die Scheide eingeführt wird. Es wird eigenständig verwendet und ist rezeptfrei.
Kondom
Die über den erigierten Penis abgerollte Hülle verhindert, dass Samenzellen in die Scheide gelangen. Das Kondom senkt zudem als einzige Verhütungsmethode das Risiko sexuell übertragener Krankheiten. Es wird eigenständig verwendet und ist rezeptfrei.
Natürliche Planung
Hierbei werden die fruchtbaren Tage anhand des Menstruationszyklus und der Messung der Körpertemperatur sowie allenfalls der Beschaffenheit des Zervixschleims eigenständig ermittelt.
Spermizid
Cremes, Folien, Schaum, Gel und Zäpfchen mit Chemikalien, welche Samenzellen aufhalten oder abtöten. Sie sind rezeptfrei und werden eigenständig angewendet.
Sterilisation des Mannes
Bei diesem medizinischen Eingriff verschliesst der Arzt die Samenleiter, so dass keine Befruchtung mehr möglich ist.