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Um die Fokussierung auf den nordamerikanischen Kernmarkt fortzusetzen, hat der britische Baukonzern Ferguson seine Beteiligung an Meier Tobler im Umfang von 28,8 Prozent an Silvan G.-R. Meier verkauft. Der Kaufpreis beträgt CHF 8,75 pro Aktie. Silvan G.-R. Meier wird neu direkt und indirekt via Meier Capital AG 72,7 Prozent des Kapitals von Meier Tobler halten. Er beabsichtigt aber, seinen Mitaktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, damit diese zu vergleichbaren Konditionen die Möglichkeit erhalten, ihre Beteiligung an Meier Tobler zu erhöhen.
Es ist geplant, dass alle Publikumsaktionäre von Meier Tobler, die am 22. Mai im Besitz von Meier Tobler Aktien sind, Bezugsrechte zum Erwerb weiterer Aktien erhalten. Dabei würde je Aktie ein Bezugsrecht für eine zusätzliche Aktie zum Preis von voraussichtlich CHF 8,90 gewährt und automatisch ins Depot eingebucht, sofern die jeweilige Zuteilung aufgrund ausländischer Rechtsordnungen zulässig ist. Die Differenz von CHF 0,15 erklärt sich mit einer Auflage der Steuerbehörden.
Coronavirus-bedingte Massnahmen belasten auch Meier Tobler
Die Coronavirus-Situation in der Schweiz und die damit einhergehenden behördlichen Anordnungen und Schutzmassnahmen sind auch in der Bau- und Installationsbranche deutlich spürbar. In mehreren Regionen der Schweiz wurden Baustellen geschlossen, Installateure verordnen Kurzarbeit und für Servicetechniker ist der Zugang zu Gebäuden stark eingeschränkt.
Nach einem zufriedenstellenden Start ins erste Quartal 2020 verzeichnete Meier Tobler ab der zweiten Märzhälfte einen bedeutenden Nachfragerückgang von über zwanzig Prozent. Obwohl sich die Situation nach Ostern ein wenig stabilisierte, musste Meier Tobler für einen Teil der Mitarbeitenden im Service, im Verkauf und in der Verwaltung Kurzarbeit einführen. Diese ist Teil eines Massnahmenpakets zur Sicherstellung der Rentabilität und Liquidität des Unternehmens.
Warenverfügbarkeit bleibt aufrechterhalten
Parallel dazu unternimmt Meier Tobler intensive Anstrengungen, um die Kunden weiterhin mit ihren Dienstleistungen und Produkten zu versorgen. Das Unternehmen steht im laufenden Austausch mit den Lieferanten und konnte mit zusätzlichen Massnahmen die Warenverfügbarkeit bis jetzt aufrechterhalten. Die Marchés bleiben unter den Auflagen des BAG für die Bedarfsabdeckung der Installations-Kunden offen. Ebenfalls in der ganzen Schweiz verfügbar ist der Marché-Lieferservice, mit dem Artikel innerhalb von zwei Stunden auf die Baustelle oder in die Werkstatt geliefert werden.
EBITDA trotz Krise nicht negativ
Dank der Kurzarbeit und weiteren stringenten kostensenkenden Massnahmen kann Meier Tobler in den Krisenmonaten April und Mai einen negativen operativen Cash Flow voraussichtlich abwenden und auf Stufe EBITDA ein knapp positives Resultat erzielen. Fürs Gesamtjahr ist ein Ausblick zum heutigen Zeitpunkt nicht abschätzbar.