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Definition
Die Ultraviolettbestrahlung des Blutes (UVB, auch fotobiologische Therapie oder UV-aktivierte Eigenbluttherapie) gehört als alternativmedizinische Behandlungsmethode zu den Eigenbluttherapien. Das sind verschiedene Verfahren, bei denen Patienten Blut entnommen, meistens anschließend behandelt (im hier behandelten Fall mit UV-Licht) und danach wieder injiziert wird. Das körpereigene Blut dient dabei als Fremdkörperreiz.
Herkunft
Entwickelt hat diese Therapieform der tschechische Chirurg Hans Havlicek (1891 – 1949). In Deutschland wurde sie erstmals 1934 publiziert. Havlicek kombinierte damit die Eigenbluttherapie mit der antimikrobiellen Wirkung von UV-Strahlung. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wandte man diese Therapieform in der DDR und der Sowjetunion weiter an.
Spätestens ab 1990 setzte sie sich auch in ganz Deutschland durch. Sie kann gegen Infektionen, Durchblutungsstörungen, chronische Entzündungen, Altersbeschwerden, Stoffwechselstörungen sowie möglicherweise gegen Krebs und AIDS helfen.
Grundlagen
Der Arzt entnimmt dem Patienten 50 ml Venenblut und führt dieses danach in einer Apparatur zweimal an einer UV-Lichtquelle vorbei. Dabei entstehen aktivierte, biologisch wirksame Sauerstoffstufen. Damit das Blut nicht gerinnt, erfolgt eine Zugabe von Natriumcitrat.
Das Gefäß für die Aufnahme ist ein dünnwandiges Quarzglas, welches UV-Strahlung ungehindert durchlässt. Nach der UV-C-Bestrahlung erhält der Patient das Blut wieder per Infusion in die Vene. Das bestrahlte Blut verbessert die Sauerstoffaufnahme und die Verteilung von Sauerstoff im Körper.
Die UVB-Therapie lässt sich mit einer Oxigenisationstherapie therapieren, bei der das Blut zusätzlich mit Sauerstoff aufgeschäumt wird. Sämtliche Organe werden besser durchblutet, wovon vor allem die kleinsten Blutgefäße profitieren. Indikationen für die UVB sind:
- Durchblutungsstörungen
- Migräne
- Konzentrationsschwäche
- Schlafstörungen
- Gefühlsstörungen
- diabetische Polyneuropathie
- Nervenschädigungen
- Nebenwirkungen von Chemotherapien
- Nebenwirkungen einer Bestrahlung bei der Krebstherapie
Nebenwirkungen der UVB sind nicht bekannt. Sie lässt sich auch während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden. Die Behandlungen finden anfangs zweimal, später einmal wöchentlich statt. Empfohlen werden insgesamt zehn Behandlungen, die einen Langzeiteffekt aufbauen.
Gegebenenfalls sind Auffrischungsbehandlungen sinnvoll. Die Menge des behandelten Blutes kann allerdings zwischen vier und 20 Injektionen variieren. Der Therapeut wird je nach vorliegender Indikation eine optimale Menge empfehlen. Einige Krankenkassen übernehmen die Therapiekosten.