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Ein neues Business Class-Konzept verspricht zweierlei: Vorteile für die Passagiere und die Fluggesellschaften, ganz ohne aufwendige Technik.
Business Class-Sitze werden immer luxuriöser, aber auch immer komplexer. Sitze lassen sich schieben und „falten“, neigen und strecken, um dem Passagier immer mehr Möglichkeiten zu geben, bequem zu fliegen. Aber all diese Komplexität hat ihren Preis, sowohl in Bezug auf die Wartung als auch auf das Gewicht des Sitzes. Ein Konzept von Safran versucht nun, all das zu ändern, indem es optimalen Komfort bei leichter Einfachheit bietet. Dieses Konzept nennt sich „Essential“, das vom Unternehmen präsentiert wurde.
Viele Vorteile für Passagiere und Airlines
Die moderne Business Class-Kabine hat so viel mehr zu bieten als die von früher. Die Passagiere verlangen heute direkten Zugang zum Gang, einen Sitz, der sich in ein Bett verwandeln lässt und zunehmend alle Arten von Bildschirmen, Abschirmungen und Türen, um den Grad der Privatsphäre vom Sitz zu erhöhen. Mit all diesen Merkmalen kommt zusätzliches Gewicht. Einige Business Class-Sitze können bis zu 100 Kilogramm wiegen. Wenn die Fluggesellschaften die Bordmagazine und Duty-Free-Produkte aus dem Flugzeug entfernen, um Gewicht zu sparen und damit den Kohlendioxidausstoss zu verringern, hat die Reduzierung dieses Gewichts einen massiven Einfluss auf den ökologischen Fussabdruck der Fluggesellschaft.
Aber nicht nur das Gewicht der modernen Business Class-Sitze ist ein Problem. Die vielen beweglichen Teile machen eine regelmässige Wartung der Einheiten erforderlich. Wenn ein Business Class-Sitz kurz vor einem Flug ausfällt, kann das in einer ausverkauften Premium-Kabine eine Katastrophe sein. Es besteht die Gefahr, dass sich der Flug verzögert, während die Wartung durchgeführt wird, oder dass ein sehr verärgerter Kunde mit einem Sitz fliegt, der sich nicht flach stellen lässt. Beide Probleme haben einen entscheidenden Einfluss auf die Fluggesellschaften – die Kosten. Weniger Gewicht bedeutet weniger Treibstoffverbrauch und damit geringere Betriebskosten. Geringere Wartung bedeutet dasselbe. In einer Zeit, in der Fluggesellschaften alles tun, um Geld zu sparen, wird eine Lösung, die die Kosten senkt, in Zukunft wahrscheinlich zu einer Priorität werden. Safran hat eine solche Lösung vor ein paar Jahren mit seinem „Essential“-Konzept in die Branche gebracht.
15 Prozent grösser – 25 Prozent leichter
Essential ist ein wartungsfreier, leichter Sitz, der alle ausgefallenen Funktionalitäten der Premium-Kabine auf das Wesentliche reduziert. Der Sitz hat keine beweglichen Teile, das bedeutet keine teure Wartung und eine deutlich leichtere Konstruktion. Er funktioniert, indem er einfach einen gepolsterten Abschnitt zur aufrechten Sitzposition hinzufügt, um die Schaffung einer grosszügigen Schlafoberfläche zu ermöglichen.
Durch den Wegfall der komplexen Mechanik des Sitzes wird auch der verfügbare Raum für die Passagiere vergrössert. Das bedeutet, dass das Bett 15 Prozent grösser wird als der typische äquivalente Business Class-Sitz, wie wir ihn heute an Bord vieler Flugzeuge finden. Safran erklärte dazu, dass das Bett nicht nur die Komplexität reduziert, sondern auch komfortabler wird, da keine Lücken für die Bewegung des Bettes gelassen werden müssen und die resultierende Schlafoberfläche stabiler sei.
Da keine Mechanik verbaut ist, ist der Sitz auch deutlich leichter. Im Vergleich zu einem typischen Business Class-Sitz würde er eine Gewichtsreduzierung von 25 Prozent erreichen. Multipliziert auf eine Kabine mit 30 oder 40 Sitzen würde dies zu einer Gewichtseinsparung von bis zu zwei Tonnen führen. Schon vor einiger Zeit wurde ein ebenso als effizient betiteltes Konzept vorgestellt. Ebenso gibt es Konzepte, die sich auf die Kurz- und Mittelstrecke beziehen.
Fazit zum effizienten Business Class-Konzept
Obwohl der Safran Essential-Sitz im Moment nur ein Konzept ist – da die Fluggesellschaften sowohl Kosten als auch Kohlenstoff einsparen wollen, wo immer es möglich ist –, ist es eine interessante Lösung, die in mehrfacher Hinsicht erhebliche Vorteile bieten könnte. Es ist eine Lösung, die in den kommenden Jahren durchaus das Interesse der Fluggesellschaften finden könnte.