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Aufgewachsen ist der 1968 geborene Künstler in Ajusco, einer Vulkanlandschaft südlich der mexikanischen Hauptstadt. Dort entstanden im Zuge einer Landflucht in den 1960er Jahren prekäre Eigenbauten, bestehend aus Materialien aus der Gegend. Gebaut wurden sie als Gemeinschaftsprojekte von den Leuten selbst.
Dieses prozesshafte Arbeiten spielt auch im Werk von Abraham Cruzvillegas eine wichtige Rolle. Es ist "von der Idee des ständigen Werdens" geprägt, wie das Kunsthaus schreibt. Die Grundlage bilden vorgefundene Materialien, die der Künstler mit Hilfe anderer zu Skulpturen und raumgreifenden Installationen zusammenfügt. Aktion und Improvisation gehen Hand in Hand.
Das zeigt sich auch im grossen Ausstellungssaal des Kunsthauses. Cruzvillegas verwandelt den Raum in eine Werkstatt, in der nach und nach neue Arbeiten entstehen und verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Erst am Schluss fügen sich die Werke zu einer Gesamtinstallation zusammen.
(SDA)