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Die Regierung verzichtet darauf, das Projekt eines Quartierparkings Landhof weiter zu verfolgen, wie sie am Dienstag mitteilte. Dieser Entscheid hatte sich abgezeichnet, nachdem die Investoren des Quartierparkings Mitte Mai ihren Rückzug bekanntgegeben hatten.
Gegen das geplante Quartierparking unter dem Landhofareal hatten über 90 Anwohnerinnen und Anwohner Rekurs eingelegt. Die Regierung hatte im Juni 2017 der Investorengruppe «Zum Greifen AG» den Zuschlag erteilt für ein einstöckiges Parking mit rund 200 Parkplätzen und ihr für den Bau bereits einen Beitrag von maximal 1,7 Millionen Franken aus dem Pendlerfonds in Aussicht gestellt.
Zudem gab die Regierung am Dienstag bekannt, dass sie für die Sanierung und Öffnung des Landhofs rund 2,1 Millionen Franken mehr benötigt als sie dem Grossen Rat ursprünglich beantragt hatte. Gründe seien gestiegene Entsorgungs- und Holzbaukosten während der langen politischen Beratung. Zudem würden zwischenzeitlich neue gesetzliche Anforderungen im Rahmen des Energiegesetzes für den Neubau von Gebäuden zu Mehrkosten führen.
Somit steigen die Kosten für die geplante Umgestaltung des Landhofs auf rund 10,73 Millionen Franken. Die Regierung hatte in ihrem Ratschlag «Landhof für alle» Anfang 2018 ursprünglich rund 8,63 Millionen Franken beantragt.
Die Umgestaltung sieht unter anderem den Abbruch des Tribünengebäudes, die Sanierung und Öffnung des Grün-und Freiraumes sowie den Neubau eines Pavillon mit öffentlicher WC-Anlage vor. Der Grosse Rat hat noch nicht über das Projekt entschieden.
Auf dem Landhof war ab 1893 der FC Basel beheimatet; seit den 1960er-Jahren spielt dieser im St. Jakob. 2001 endete dessen Baurecht im Landhof. Die Grünerhaltung des Landhofs war im März 2010 vom Volk mit der Annahme der Initiative «Für die Umzonung des Landhofs. Der Landhof bleibt grün» beschlossen worden. Regierung und Parlament hatten auf Teilen des Geländes Wohnbauten ermöglichen wollen. Nach dem Ja zur Initiative wies der Grosse Rat das Areal 2011 der Grünzone zu.