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Sollten die Waffen eine Woche lang schweigen, würden die USA mit dem russischen Militär kooperieren, kündigte Kerry in Genf an der Seite seines russischen Kollegen Sergej Lawrow nach dem zweiten Syrien-Gespräch zwischen den beiden Chefdiplomaten binnen weniger Tage an. Zugleich zeigte sich der US-Aussenminister zuversichtlich, dass der Plan für die Waffenruhe zu Gesprächen führen könne, die den «Konflikt beenden».
Lawrow sagte, Russland habe die syrische Regierung über die Vereinbarung informiert. Das Regime sei bereits, sich an die Pläne zu halten.
Sofern die getroffenen Vereinbarungen eingehalten werden, ermögliche die Einigung die humanitäre Versorgung notleidender Menschen durch Hilfsorganisationen. Zudem könnte sie den Weg zu neuen Gesprächen über eine Friedensvereinbarung ebnen, sagte Kerry.
Auch werde ein gemeinsames Vorgehen der USA und Russlands gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) möglich. Der russische Minister sagte, man habe sich auf Gebiete geeinigt, in denen beide Länder gegen Terroristen vorgehen.
Der UNO-Sonderbeauftragte für Syrien, Staffan de Mistura, begrüsste die Einigung. Den USA und Russland sei es gelungen, einen klaren Plan für eine Waffenruhe auszuarbeiten. UNO-Organisationen stünden bereit, sofort Hilfsgüter für Hunderttausende Syrer in belagerten Regionen zu liefern, sobald die Waffenruhe beginne.
Kerry und Lawrow hatten ihre Beratungen über einen Ausweg aus dem syrischen Bürgerkrieg am Freitag fortgesetzt, nachdem Beratungen am Rande des G20-Gipfels in China am Montag ohne greifbares Ergebnis geblieben waren. Bei den Verhandlungen ging es um eine Waffenruhe, die humanitäre Hilfe für die syrische Bevölkerung sowie die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen.
Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die USA unterstützen hingegen verschiedene bewaffnete Gruppen von Assad-Gegnern.
(SDA)