Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03551.jsonl.gz/195

-
Wieso braucht es eine Umfahrung?
Das historische Zentrum soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Die Umfahrung soll die Situation für die Anwohner des Fleckens sowie für die Verkehrsteilnehmenden verbessern und zu mehr Verkehrssicherheit für Schulkinder führen. Zudem kann mit einer Umfahrung der Schutz des denkmalgeschützten Ortsbildes stark verbessert werden.
-
Wieso wird die Umfahrung nicht in zwei separaten Projekten realisiert, wie ursprünglich geplant?
Die optimale Entlastungswirkung für den Flecken wird nur mit der Realisierung der gesamten Umfahrung erreicht. Durch die Realisierung der Umfahrung als Gesamtprojekt entstehen Synergien bezüglich der Kosten. Diese ergeben sich beispielsweise durch die Erstellung einer zentralen Strassenabwasserbehandlungsanlage (SABA), die Optimierung der Bauabläufe und des Materialmanagements sowie der Vergabe als Gesamtprojekt.
-
Wieso sind die Kosten für das Gesamtprojekt höher als zu der Zeit, als die Projekte separat geplant wurden?
Die ursprünglichen Zahlen von 9 Millionen Franken (Westumfahrung) und 16 Millionen Franken (Ostumfahrung) sind teilweise über 15 Jahre alt und nicht mehr aktuell. Sie basierten auf approximativen Schätzungen auf Basis von Vorstudien. In der Zwischenzeit wurde das Vorhaben weiter entwickelt, der Detaillierungsgrad erhöht und es kam zu kostenrelevanten Projektänderungen, wie etwa dem durchgehenden Trottoir, den durchgehenden beidseitigen Radstreifen, neue Erschliessungen von Wohngebieten, Erweiterungen des Projektperimeters für Radverkehrsanlagen und die Strassenabwasserbehandlungsanlage (SABA). Weiter ist die allgemeine Bauteuerung zu berücksichtigen.
-
Wieso dauert es so lange bis die Umfahrung gebaut werden kann?
Der Auftrag der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur (vif) wird jeweils durch das Bauprogramm für Kantonsstrassen definiert, welches alle vier Jahre vom Kantonsrat beschlossen wird. Die Umfahrungsstrasse war in dieser Form erstmals im Bauprogramm 2003-2006 enthalten. Seit diesem Zeitpunkt ist die vif involviert.
Mittels eines Variantenstudiums und eines Strassenplanverfahrens wurde der Korridor für die West- und die Ostumfahrung bestimmt. In diesem Verfahren wurde die grobe Linienführung festgelegt und die Baulinien rechtlich gesichert. Im Anschluss daran wurden die Vorprojekte für die West- und Ostumfahrung erarbeitet.
Aktuell wird für das Gesamtprojekt der Umfahrung Beromünster die nächste Planungsphase; das Bau- und Auflageprojekt erarbeitet, welches öffentlich aufgelegt werden wird. Nach Abschluss der Einspracheverhandlungen wir das bereinigte Gesamtprojekt dem Regierungsrat zur Bewilligung vorgelegt. Anschliessend wird der Kantonsrat den Baukredit dem Volk zur Abstimmung vorlegen. Gegen die Projektbewilligung des Regierungsrates ist der Rechtsweg möglich.
-
Wieso braucht es eine kantonale Abstimmung?
Die Umfahrung Beromünster ist auf 60 Millionen Franken veranschlagt. Für Projekte mit Kosten von über 25 Millionen Franken ist eine kantonale Abstimmung nötig. Würde man die Ost- und Westumfahrung getrennt behandeln, würde dies zu zwei kantonalen Abstimmungen führen, da beide Abschnitte der Umfahrung mit über 25 Millionen Franken budgetiert sind.
-
Wann wird die Umfahrung gebaut?
Die Realisierungsphase startet sobald die Planungs- und Bewilligungsphase abgeschlossen sind und die Umfahrung Beromünster in der kantonalen Abstimmung angenommen wurde. Nach Ausarbeitung des Ausführungsprojektes und der Beschaffung der Bauunternehmung ist der Baustart für Ende 2023 geplant.
-
Generiert die neue Umfahrung mehr Verkehr?
Die Umfahrung Beromünster ist als Entlastung des Fleckens Beromünster konzipiert. Durch die Realisation der Umfahrung findet primär eine Verlagerung des Verkehrs statt. Als Grundlage für die Ermittlung des zukünftigen Verkehrs das kantonale Verkehrsmodell. Dieses berücksichtigt das Mobilitätsangebot (u.a. Fahrzeiten und Frequenzen), Siedlungsdaten (Einwohner und Beschäftigte) sowie das individuelle Mobilitätsverhalten. Letzteres wird aus dem Mikrozensus Mobilität und Verkehr des Bundesamts für Statistik abgeleitet. Das verwendete Verkehrsmodell für den Kanton Luzern hält den Zustand 2015 fest und liefert eine Prognose für 2030.