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Dies ist ein Auszug eines Artikels aus der Ausgabe 2.16 des Wissensmagazins «GDI Impuls».
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Herr Khanna, die Schweiz schneidet bei Ihnen als einer der am besten für das 21. Jahrhundert gerüsteten Staaten ab. Was haben beziehungsweise was machen wir denn, was andere nicht machen?
Offenheit und Sicherheit lassen sich allerdings nicht gleichermassen maximieren, wie sich bei praktisch jedem politischen Konflikt erneut zeigt.
Wer liegt denn ausser der Schweiz noch vorn in Ihrem Ranking?
«Small is successful?» Wenn es das Erfolgsrezept im 21. Jahrhundert ist, klein zu sein, was passiert dann mit den grossen Ländern? Jenen Ländern, die 200 Millionen Einwohner haben, wie Brasilien, oder 300 Millionen, wie die USA, oder gar mehr als eine Milliarde wie China oder Indien? Werden sie alle zerfallen?
Auf Landkarten sieht die Schweiz eher wie ein Berge-Staat aus ...
Also die jetzige Gliederung in fünfzig Bundesstaaten abzuschaffen ...
Eine solche neue Struktur würde in den USA die Machtfrage stellen. Herrschen dann die Bürgermeister dieser Megastädte über deren Einwohner? Oder doch weiterhin der Präsident des Landes? Oder eine erst noch zu gründende neue Institution? Und wie findet die Machtverschiebung statt? Doch wohl nicht mit einem Bürgerkrieg zwischen dem Bürgermeister von Boswash und dem Präsidenten der USA?
Der Versuch des Bürgermeisters von Los Angeles, mehr Geld in der Stadtkasse zu haben, ist so etwas Ähnliches wie die Unabhängigkeitsbewegung der Katalanen?
Dennoch stellt sich jedes Mal, wenn der Zentrale Macht oder Geld genommen wird, die Frage, wofür man die Zentrale überhaupt noch braucht. Könnten so im Laufe der Zeit Ihre Städte-Staaten das Konzept des Nationalstaates überflüssig machen?
Parag Khanna: Was die Welt von der Schweiz lernen kann
Obamas ehemaliger Strategieberater Parag Khanna hat die Erfolgsfaktoren für Staaten im 21. Jahrhundert untersucht – und ist beim Vorbild Schweiz gelandet. Was Grossnationen wie die USA oder China von uns lernen können, erklärt Khanna im aktuellen «GDI Impuls».
7 Juli, 2016 durch
GDI Gottlieb Duttweiler Institute