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Es dauert noch geschlagene zweieinhalb Jahre bis zu den nächsten US-Präsidentschaftswahlen. Das hindert Donald Trump nicht daran, bereits jetzt seinen neuen Spruch für die Wahlkampagne 2020 zu präsentieren.
Statt wie bisher «Make America great again» (Macht Amerika wieder grossartig) heisst es fortan «Keep America great» (Lasst Amerika grossartig bleiben).
Aber warum braucht es überhaupt einen neuen Slogan?
Er könne sein bisheriges Motto «Macht Amerika wieder grossartig» künftig nicht mehr beibehalten, denn dieses Ziel habe er bereits erreicht, sagte der Republikaner am Samstagabend (Ortszeit) auf einer Kundgebung vor mehreren Tausend Anhängern in Moon Township im Bundesstaat Pennsylvania. Trump hielt eine seiner aggressivsten Reden seit längerem – unter anderem mit massiven Rundumschlägen gegen die Medien und seine politischen Gegner.
Die Ankündigung machte er bei einer 75-minütigen Rede vor mehreren tausend Anhängern in Pennsylvania. Bei seinem Auftritt wich er immer wieder vom Script ab. Er setzte erneut zu einem Rundumschlag gegen Medien an und beleidigte politische Gegner. So bescheinigte er etwa einer – schwarzen – demokratischen Kongressabgeordneten einen niedrigen Intelligenzquotienten, was mit Jubel quittiert wurde.
Weiter sprach sich Trump dafür aus, die Todesstrafe für Drogen-Dealer einzuführen. Der US-Präsident sagte, die Idee sei ihm nach einem Gespräch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gekommen. Kleiner Hinweis: Kein Land der Welt richtet mehr Menschen hin – auch Drogenhändler. «Ich weiss nicht, ob unser Land bereit dafür ist», so Trump.
Die Mauer zu Mexiko, die illegale Einwanderer fernhalten soll, werde «hundertprozentig» kommen, versprach Trump – obwohl er die nötigen Finanzmittel dafür nicht zusammen hat.
Trump hielt seine Rede im Wahlbezirk 18 bei Pittsburgh: Dort findet am Dienstag eine wichtige Nachwahl zum Washingtoner Abgeordnetenhaus statt. Trump hatte diesen Distrikt 2016 mit 20 Prozent Vorsprung für sich gewonnen – was ihm letztendlich den Sieg in Pennsylvania über seine demokratische Rivalin Hillary Clinton sicherte. Bei der Nachwahl liefert sich nun aber der republikanische Kandidat Rick Saccone Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Demokraten Conor Lamb.
(amü/sa)