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Ian Bostridge (Gesang), Antonio Pappano (Klavier), Vilde Frang (Violine), Nicolas Altstaedt (Cello)
Bekannte unbekannte Beethoven-Lieder: IanBostridge mit Liedern und Volksliedern
Mit seinen Liedaufnahmen hat er großartige Schubert-und Schumann-Interpretationen vorgelegt, und es ist kaum verwunderlich, dass sich der englische Tenor IanBostridge im Beethovenjahr dem vokalen Schaffen des Jubilars widmet. Doch Bostridge, der stets auch das kulturelle Umfeld seines Repertoires und dessen geistige Grundlagen studiert, belässt es nicht bei den bekannten Werken. Vom berühmten Zyklus "An die ferne Geliebte" aus erkundet er weitere Einzellieder und das bisher wenig beachtete Repertoire von Beethovens Volksliedbearbeitungen, das sich als wahrer Schatz entpuppt. Angesichts der allgegenwärtigen Sinfonien, Konzerte, Streichquartette und Klaviersonaten steht Beethoven als Vokalkomponist im Schatten. Doch "An die ferne Geliebte" ist nicht nur der erste Liederzyklus der Musikgeschichte überhaupt, dessen dramaturgischer Aufbau Schubert, Schumann und viele andere inspirierte, er zeigt den nach außen hin oft so wütend-cholerischen Komponisten von einer sensiblen Seite. Der Zyklus "destilliert Beethovens Persönlichkeit als Liebender und seine Emotionen gegenüber einer Geliebten, die er niemals erreichen konnte", sagt Ian Bostridge, der mit diesem Album auch ein großes, fast unbekanntes Repertoire entdeckt: Beethovens Volksliedbearbeitungen, die die menschliche Stimme in das kammermusikalische Geflecht eines begleitenden Klaviertrios kleiden. Zu Antonio Pappano treten hier mit Vilde Frang und Nicolas Altstaedt zwei weitere international renommierte Kammermusiker.
CD: 25.-
Vö : 24.7.2020 ▴
Les Passions de l'Ame, Meret Lüthi
Geistlich-weltliche Barockraritäten von Schmelzer und Biber
Nach den hochgelobten Alben »Spicy« (jpc 1072640), »Schabernack« (jpc 6598872) und »Variety« (jpc 9267561) widmet sich das aus Bern stammende Alte Musik-Ensemble Les Passions de l’Ame mit der neuen CD »Divina« erneut dem Schaffen von Johann Heinrich Schmelzer (ca. 1623–1680) und Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704). Das Ensemble schließt außerdem die Gesamteinspielung aller auch als »Partien« bezeichneten Triosonaten aus Bibers Sammlung »Harmonia Artificiosa-Ariosa« ab.
Ausgewählt für »Divina« hat man Instrumental- und Vokalkompositionen, die für die Kirche sowie den Hof geschrieben wurden. Der Albumtitel spiegelt den Leitgedanken des Albums wider: Die Musik hat die Kraft, Irdisches mit Himmlischem zu verbinden. Und mit ihren Werken sollte Johann Heinrich Schmelzer und Heinrich Ignaz Franz Biber dieses Kunststück gelingen. Die beiden Barockkomponisten revolutionierten mit ihren höchst anspruchsvollen Violinwerken das Repertoire für dieses Streichinstrument. Zudem übten der Österreicher Schmelzer und der Böhme Biber einen großen Einfluss auf die Entwicklung der österreichisch-süddeutschen Musik aus.
Auf »Divina« klingt die Verbindung von Weltlichem und Geistlichem u. a. im Titel von Schmelzers für die Kirche als auch für den Hof gedachten Streicher-Sonaten »Sacro-Profanus Concentus Musicus« an. Schmelzer setzt in den beiden zu hörenden Sonaten die hellen Farben der Geigen den Klangfarben der tiefen Streicher entgegen und spielt in barocker Art mit rasch wechselnden Affekten. Ebenfalls zwei Sonaten erklingen aus Bibers Sammlung »Harmonia Artificiosa-Ariosa« (1696). Neben einer Passacaglia für die Solo-Violine, die den schönen Titel »Schutzengel« trägt, erklingen außerdem von Biber zwei selten zu hörende geistliche Vokalwerke: In den beiden Psalmvertonungen »Nisi Dominus« sowie »Lætatus sum« tritt erneut die Solo-Violine weltlich virtuos hervor.
CD: 19.90
Vö : 26.6.2020 ▴
Le Concert des Nations, Jordi Savall
Zwei Grundannahmen waren Jordi Savall und Le Concert des Nations für ihre Versionen der Beethoven-Sinfonien Nr. 1–5 wichtig: Das Orchester sollte so nah wie möglich Beethovens eigene Klangvorstellung erreichen, und die Tempi sollten den akribischen Angaben des Komponisten in den Partituren folgen. Die verwendeten Instrumente entsprechen in Bauweise und Klang jenen aus Beethovens Zeit, und das Orchester hat eine Stärke, wie sie dem Komponisten zur Verfügung stand, also etwa 55–60 Musiker. 35 davon gehören regelmäßig Savalls Ensemble Le Concert des Nations an, weitere Musiker wurden aus verschiedenen Ländern Europas und darüber hinaus eingeladen. Das Hauptziel besteht darin, den ganzen Reichtum und die Schönheit dieser Sinfonien mehr als 200 Jahre nach ihrer Entstehung widerzuspiegeln, ein echtes Gleichgewicht zu erzielen zwischen den Farben und dem natürlichen Klang des Orchesters.
3 CDs: 49.-
Vö : 10.7.2020 ▴
Mirijam Contzen, Herbert Schuch, WDR Sinfonieorchester Köln, Reinhard Goebel
Drittes Album von Reinhard Goebels hoch gelobtem Aufnahmeprojekt »Beethovens Welt«
Die Einspielungen von Reinhard Goebels Aufnahmeprojekt »Beethovens Welt« erhalten große Beachtung und exzellente Rezensionen weltweit. Für das erste Album mit Violinkonzerten von Clement urteilte die Welt am Sonntag: »Wenn die Entdeckung Beethovens Zeitgenossen, die sich gerade Goebel fürs Beethoven-Jahr auf die Fahnen geschrieben hat, so weitergeht, wird es ein feines Jahr.« Für das zweite Album mit Doppelcellokonzerten von Reicha und Romberg schrieb sr2: »Musik für Cello und Orchester ist rar, Konzerte für zwei Celli und Orchester fast nicht existent (...) Der klassizistisch wohlproportionierte Klang fügt sich großartig in das aufmerksame Orchester ein.« Deutschlandfunk ergänzte: »Die Aufnahme (…) setzt Maßstäbe.«
Mit der dritten Einspielung der gefeierten Reihe setzt Reinhard Goebel mit außergewöhnlichen Raritäten von Zeitgenossen Beethovens den musikalischen Streifzug durch das Wien des frühen 19. Jahrhunderts fort. Eingespielt mit dem WDR Sinfonieorchester und Mirijam Contzen an der Violine sowie Herbert Schuch am Klavier, beweist die Aufnahme erneut, dass es für die Wiener Musikliebhaber weitaus mehr zu hören gab als Klavierkonzerte von Mozart oder Sinfonien von Beethoven. Auf dem Album erklingt von dem jungen Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) das Doppelkonzert für Violine und Klavier aus dem Jahre 1804, das noch ganz auf den Pfaden seines Lehrers Mozart wandelt. Von Beethovens Lehrer Antonio Salieri (1750–1825) stammen die großen Variationen über das barocke Follia-Thema, die Salieri 1815 als Einlage in Händels Alexanderfest komponiert hat. Und mit der Sinfonie in D-Dur des Böhmen Jan Vaclav Vorisek (1791-1825) rundet Goebel dieses musikalische Raritätenprogramm ab; die einzige Sinfonie des früh verstorbenen Komponisten weist bereits pionierhaft den Weg in die Romantik.
»Zum Beethoven-Jahr keine neuen Lesarten von Beethovens Werk zu bieten, sondern Raritäten aus seinem Umfeld, ist eine Idee, wie sie typisch ist für Reinhardt Goebel, den unermüdlichen Entdecker.« (Rondo)
CD: 25.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Paul Lewis (Klavier)
Geht es um Klaviermusik, so wird Beethoven im kollektiven Bewusstsein mit den monumentalen 32 Sonaten in Verbindung gebracht – man hat sie oft genug als eine Art Neues Testament bezeichnet als Gegenstück zum Alten Testament, dem Wohltemperierten Klavier von Bach. Doch der Komponist des Stücks »Für Elise« hat sich über Jahrzehnte auch den Bagatellen gewidmet, diesen »kleinen Nichtigkeiten«, die ihm in Wahrheit viel bedeuteten. Auch hier, in der Gattung der kleinen Form par excellence, hat Beethoven die Grundlagen der Klavierminiatur gelegt. Ob sie nun einige Minuten oder einige Sekunden dauern: Immer sind diese Bagatellen Meisterwerke!
CD: 27.-
Vö : 10.7.2020 ▴
Die Freitagsakademie
– Blasinstrumente revolutionieren die Barockmusik. Am Hofe Ludwigs XIV. erfindet Jean de Hotteterre die Oboe, die einen unvergleichlichen Siegeszug antritt
– Pfiffige Instrumentenbauer verhelfen dem Horn zu neuen, atemberaubenden Möglichkeiten
– Begeistert greifen Vivaldi, Zelenka, Händel, Fasch und Telemann diese klanglichen Neuerungen auf. Es ist eine wahre Bereicherung, diese Juwelen der Barockliteratur zu erleben.
CD: 25.-
Vö : 10.6.2020 ▴
Christiane Karg, Sophie Harmsen, Werner Güra, Florian Boesch, Kristian Bezuidenhout, Zürcher Sing-Akademie, Freiburger Barockorchester, Pablo Heras-Casado
Dieses Doppelalbum steht in erster Linie für die beispielhafte Arbeit eines Ensembles, dessen Bezeichnung Barockorchester nichts über die große Bandbreite seines Repertoires aussagt. Angeführt vom ebenso engagierten wie versierten Pablo Heras-Casado bieten die Freiburger (& Co.) eine tiefgreifend neue Sicht der Neunten, dieses legendären Werks, das Inbegriff einer Gattung ist, die nach dem Absoluten strebt, und in direkter Linie der fernen Chorfantasie nachfolgt. Bei deren Uraufführung 1808 in Wien saß Beethoven selbst am Klavier und improvisierte das einleitende Solo, das in der gedruckten Ausgabe 26 Takte umfasst. Kristian Bezuidenhout hat sich hier wieder mit seinen Konzertpartnern zusammengetan, um dieses wenig bekannte Werk so aufzuführen, als ob es gerade entstanden und dann von Beethoven selbst neu bearbeitet worden wäre.
2 CDs: 32.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Martin Fröst, Concerto Köln
Auf seinem neuen Album wendet sich Martin Fröst, der zu den führenden Klarinettisten unserer Zeit gehört, Antonio Vivaldi zu – in neuen Arrangements von Arien aus Opern und Oratorien des »roten Priesters«. Martin Fröst macht hier, gemeinsam mit dem renommierten Ensemble Concerto Köln, aus einer Not eine Tugend. Denn die heute gebräuchliche Klarinette gab es zu Vivaldis Zeiten noch nicht. Da aber dessen Musik einem so innovativen Geist wie dem Schweden Martin Fröst viel bedeutet, ließ er Musik aus »Juditha triumphans«, »Ottone in villa«, »L’Olimpiade«, »La fida ninfa« und »Giustino« eigens für sich arrangieren. Außerdem hören wir eine Transkription der Arie »Veni, veni, me sequere fida« aus »Juditha triumphans«.
Das Programm komplettieren zwei beliebte Sinfonien für Streichinstrumente, die Ouvertüren zu »Il Giustino« und »L’Olimpiade«: Diese gehören zu Vivaldis schönsten Opernouvertüren im italienischen Stil und sind fester Teil des Repertoires der Barockspezialisten von Concerto Köln. So verbindet Martin Fröst auf »Vivaldi« Alt und Neu und weist so dem Klarinettenrepertoire neue Perspektiven.
CD: 25.-
Vö : 15.5.2020 ▴
Regula Mühlemann, Marie-Claude Chappuis, Maximilian Schmitt, Thomas E. Bauer, Wroclaw Philharmonic Choir, Kammerorchester Basel, Giovanni Antonini
»Antonini gelingt nichts weniger als ein Brückenschlag zwischen der historischen, musikalischen Aufführungspraxis und der geistesgeschichtlichen Tradition dieses Werks, die während der Romantik ausgeprägt wurde. Starke Solo-Sänger stehen ihm dabei zur Seite, alles voran der fein und klangschön deklamierende Bariton Thomas E. Bauer.« (Fono Forum)
6 CDs: 49.-
Vö : 17.7.2020 ▴
Alina Ibragimova, State Academic Symphony Orchestra "Evgeny Svetlanov", Vladimir Jurowski
Schostakowitschs Violinkonzerte zählen zu den bedeutendsten Gattungsbeiträgen im Repertoire des 20. Jahrhunderts. Die herausragende Alina Ibragimova hat sie für HYPERION eingespielt und wartet dabei mit einer hochinteressanten Besonderheit auf: Sie hat sich nämlich dazu entschieden, erstmals den Beginn des Finales im ersten Konzert so zu spielen, wie es vom Komponisten ursprünglich konzipiert war, aber auf Wunsch von David Oistrach vor der Uraufführung geändert wurde. Dieser hatte den Komponisten nach der expressiven Passacaglia mit ihrer ausgedehnten Solokadenz, die attacca ins rasende Finale mündet um eine kurze Verschnaufpause angefleht.
CD: 27.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Leonidas Kavakos (Violine), Enrico Pace (Klavier)
Die zehn Sonaten für Klavier und Violine von Ludwig van Beethoven wurden lange Zeit nicht für vollwertig genommen – mit Ausnahme der A-Dur Sonate op. 47, der sogenannten »Kreutzersonate«, die dann beispielsweise in Leo Tolstois gleichnamiger Erzählung eine wichtige Rolle spielte. Doch umjubelte zyklische Aufführungen, wie die von Stargeiger Leonidas Kavakos und dem exzellenten Pianisten Enrico Pace 2012 bei den Salzburger Festspielen, bezeugten die zentrale Bedeutung der Violinsonaten für Beethovens Schaffen. Die Gesamtaufnahme, die nach diesen Konzerten entstand, wurde vielfach gelobt. So hieß es beispielsweise bei Concerti: »Hinreißend ist Kavakos’ Ton, frisch und wandlungsfähig die Gestaltung, ja, so gefühlvoll hat man vor allem die langsamen Sätze lange nicht mehr gehört.«
3 CD: 29.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Sara Jakubiak, Bergen Philharmonic Orchestra, Edward Gardner
Obwohl die Sinfonische Dichtung Pelléas und Mélisande und das Monodram Erwartung nur sechs Jahre auseinanderliegen und beispielsweise das Konzept des Waldes als Metapher für das Unterbewusstsein gemeinsam haben, sind sie musikalisch doch völlig unterschiedlich. Während die sinfonische Dichtung aus den Jahren 1902/03 exemplarisch für die spätromantische Phase Schönbergs steht, hat sich im expressionistisch anmutenden Mondram von 1909 die Tonalität weitestgehend aufgelöst. Die hervorragende Aufnahmetechnik von CHANDOS macht diese Einspielung mit dem Bergen Philharmonic Orchestra unter Edward Gardner zu einem opulenten, klangsinnlichen Genuss.
CD: 25.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Lisa Batiashvili, Katie Melua, Till Brönner, Milos Karadaglic, Maximilian Hornung, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Georgia Philharmonic, Nikoloz Rachveli
City Lights ist eine Reise durch die Welt. Elf Stücke setzt die Geigerin Lisa Batiashvili in Beziehung zu wichtigen Orten ihres Lebens. Das autobiografische Konzept für City Lights geht aus von den Städten, die in Batiashvilis Leben besondere persönliche, musikalische oder violinistische Bedeutung haben.
»Egal, wohin du gehst oder wie weit entfernt du schließlich bist, du behältst immer eine besondere Beziehung zu Orten, die einmal ein Teil von dir waren«, sagt die Geigerin. »Es sind alles Städte, die ich nicht nur durch ihre Bauwerke und Museen kenne, sondern von Grund auf. Ich wollte meine Liebe zur Musik, zur Kultur und zu den Menschen dieser Orte zum Ausdruck bringen und dem nachgehen, was so besonders an ihnen ist, in einem positiven, individuellen Sinn.«
Lisa Batiashvili spielt auch eine Suite, die auf Charlie Chaplins Musik zu Lichter der Großstadt und anderen seiner Filme basiert. »Chaplin war ein Multitalent – Filmschauspieler, Drehbuchautor, Produzent, aber auch ein Komponist von herrlicher Musik. Für mich steht sein Können für die Schönheit und kreative Fantasie des 20. Jahrhunderts.«
Zu Batiashvilis musikalischen Partnern zählen Nikoloz Rachveli, Katie Melua, Miloš Karadaglić, Till Brönner und Maximilian Hornung. Alle Tracks wurden eigens für die Aufnahme arrangiert und sind Ersteinspielungen, ihr musikalisches Spektrum reicht von J. S. Bach und Johann Strauss bis zu Michel Legrand und Astor Piazzolla. Das Album vereint unterschiedlichste Genres, darunter Klassik, Filmmusik, Jazz und Tango.
CD: 25.-
Vö : 12.6.2020 ▴
Daniel Barenboim / Staatskapelle Berlin
Mit dieser großartigen Einspielung von Elgars „Sea Pictures“ und des „Falstaff“ setzt Daniel Barenboim in Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Berlin seine langjährige und bejubelte Auseinandersetzung mit dem britischen Komponisten Edward Elgar fort. 40 Jahre nach seiner ersten Aufnahme des Werkes dirigierte Maestro Barenboim „seine“ Staatskapelle Berlin in diesem Live Konzert in der Philarmonie Berlin. Als Solistin glänzt wieder einmal Elīna Garanča. Nach den Symphonien Nr. 1 und Nr. 2, dem Cellokonzert mit Alisa Weilerstein sowie dem Chorwerk „The dream of Gerontius“ ist dies die 5 Einspielung von Elgars Werken durch Daniel Barenboim gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin.
CD: 25.-
Vö : 24.7.2020 ▴
Piers Lane, The Orchestra Now, Leon Botstein
Zwei völlig unterschiedliche Realisierungen des romantischen Klavierkonzerts, beide gleichermaßen erfolgreich. Der Bliss—komponiert für die Weltausstellung in New York 1939—ist extravertiert, überschwänglich und virtuos, während der Rubbra eine tiefgründige Reflektion und Fortsetzung der englischen Pastoraltradition ist.
CD: 27.-
Vö : 2.6.2020 ▴
Musica Aeterna, Teodor Currentzis
Auch wenn diese Aufnahme den Geist des Live-Konzerts atmet, entsteht sie doch in vielen Stunden akribischer Arbeit. Der in Griechenland geborene und in Russland lebende Dirigent wird für sein perfektionistisches Gespür für Details gerühmt, und seine handverlesenen Musiker folgen ihm in wochenlangen gemeinsamen Proben auf Schritt und Tritt. MusicAeterna und Teodor Currentzis kennen keine Grenzen, wenn es darum geht, den Ausdrucksgehalt eines Meisterwerks zu vermitteln. Jeder Hörer möge diese neue Fünfte von Beethoven mit eigenen Ohren hören und sie am allgemeinen Hype, an den großen Aufnahmen der Vergangenheit und an seinen eigenen Erwartungen messen. „Currentzis nimmt Beethovens umstrittene Metronomangaben einfach nur beim Wort. In den langsamen Sätzen atmet er mit der Musik und phrasiert melodische Bögen organisch aus.“ (BR Klassik) Beethovens Metronomangaben werden heutzutage zwar schon häufiger befolgt als früher, doch die immensen Kontraste der Fünften Symphonie – gesangliches Fließen und Marschrhythmen, harte und sanfte Bogenführung, helle und dunkle Klangfarben, männliche und weibliche Endungen – sind auf diesem neuen Album in einer Weise eingebrannt, die von beispiellos tiefem Verständnis und klarer Einsicht zeugen. Auf unvergleichliche Weise bringt Currentzis die messerscharfen Akzente, die pulsierenden Rhythmen, die plötzlichen Attacken und den dynamischen Puls des Werks heraus. „Ein unglaublicher Erfolg. So hatten sich vielleicht die ersten Zuhörer gefühlt – verblüfft und begeistert von einer Musik, die nie das tut, was das Ohr erwartet.“ (The Times)
CD: 19.90
Vö : 12.6.2020 ▴
Anne-Sophie Mutter, Wiener Philharmoniker, John Williams
Der legendäre amerikanische Filmkomponist John Williams dirigiert erstmals die Wiener Philharmoniker – „Besuch vom lieben Gott“ titelte der Standard, „stehend dargebrachte Jubelchöre schon beim ersten Auftritt: als wenn Gott von irdischen Jüngern empfangen wird.“
John Williams in Vienna dokumentiert den historischen Auftritt – „eine ganz besondere Ehre“ im Leben des Komponisten
Symphonische Hollywood-Klänge auf der Bühne des Wiener Musikvereins – das weltbekannte Orchester spielt Kultthemen aus Star Wars, Harry Potter, Indiana Jones, Jurassic Park und anderen Meilensteinen der Filmgeschichte.
Als Stargast Anne-Sophie Mutter mit eigens von Williams für sie arrangierten Adaptionen für Geige.
Star Wars, Harry Potter, Indiana Jones, Jurassic Park - die Soundtracks des Meisters der Kinomagie John Williams gehören zu den beliebtesten der Filmgeschichte und wurden mit zahllosen renommierten Auszeichnungen bedacht, darunter fünf Oscars, fünf Emmys, vier Golden Globes sowie fünfundzwanzig Grammys. Jetzt hat der legendäre amerikanische Filmkomponist die berühmtesten, schönsten und berührendsten Kultthemen erstmals mit den Wiener Philharmonikern eingespielt. „Sternstunden der Filmmusik“ titelte die Wiener Zeitung, „Hollywoods Großmeister begeisterte mit Ausschnitten aus seinem Lebenswerk am Pult der Wiener Philharmoniker.“
Williams’ zwei Konzerte im Wiener Musikverein am 18. und 19. Januar 2020 waren die ersten Aufführungen, die der Komponist je in Kontinentaleuropa dirigiert hat. Mit den Wiener Philharmonikern zu arbeiten sei »eine ganz besondere Ehre« in seinem Leben. Neben Williams und dem Orchester stand in der ersten Hälfte des Konzerts eine weitere Ausnahmekünstlerin auf der Bühne: Anne-Sophie Mutter. So setzten der Dirigent und die Geigerin ihre künstlerische Partnerschaft nach ihrem gemeinsamen Album Across the Stars fort.
Das neue Album „John Williams in Vienna“ vereint Kultthemen aus E. T., Der Weisse Hai, Star Wars, Harry Potter, Jurassic Park, Indiana Jones und anderen Meilensteinen der Filmgeschichte sowie zwei bis jetzt unveröffentlichte, eigens von Williams für Mutter arrangierte Adaptionen für Geige des »Devil’s Dance« aus Die Hexen von Eastwick sowie dem »Raider’s March« aus Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes. Natürlich darf auch der weltberühmte »Imperial March« aus Star Wars nicht fehlen. »Eine der besten Darbietungen dieses Marsches, die ich je gehört habe«, stellte Williams fest.
CD : 27.-
2 LPs : 45.-
Blu-Ray: 35.-
Vö : 14.8.2020 ▴
Stephanie d'Oustrac, Ensemble Amarillis, Heloise Gaillard
Nachdem das Mittelalter dem Wahnsinn mit Angst und Ausgrenzung begegnete, wurde er in der Folge zu einem bedeutenden gesellschaftlichen Phänomen: Unter Kontrolle gebracht und als »Folie« personifiziert, bot er im 17. und 18. Jahrhundert Raum für soziale und moralische Kritik und veranlasste Librettisten und Komponisten, ihm einen prominenten Platz auf der Opernbühne einzuräumen. Zwischen Verführung und leidenschaftlicher Liebe, Verzweiflung und Rausch präsentieren Stéphanie d’Oustrac und das Ensemble Amarillis die vielfältigen Facetten des Wahnsinns und enthüllen dabei verborgene Seiten der menschlichen Seele im Barockzeitalter.
CD: 27.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Jean Rondeau, Thomas Dunford, Lea Desandre, Marc Mauillon, Myriam Rignol
Wie eine sich öffnende Blüte entfalten sich die Töne, und dann setzt ein beharrlicher Rhythmus ein, der jeden in seinen hypnotischen Bann zieht: Les Barricades Mystérieuses (deutsch etwa geheimnisvolle Sperren) nannte der französische Komponist François Couperin eines seiner rätselhaftesten Cembalostücke. Niemand weiß, was sein Titel bedeutet. So mancher wundert sich über die Klänge, die moderne Minimal Music vorwegzunehmen scheinen. Für den Cembalisten Jean Rondeau ist das Werk Ausgangspunkt für ein französisches Barockalbum, für das er eine Reihe von Kollegen um sich versammelt hat – den Lautenisten Thomas Dunford, die Mezzosopranistin Lea Desandre, den Bariton Marc Mauillon und die Gambistin Myriam Rignol. Gemeinsam entführen sie das Publikum in die Salons der französischen Könige der Barockzeit, die in der legendären verschwenderischen Pracht von Versailles im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert genau diesen Komponisten lauschten: neben Couperin und seinen »Barrikaden« etwa weiteren Cembalomeistern wie Robert de Visée, Antoine Forqueray oder Jean-Henri d’Anglebert, dem Gambisten Marin Marais oder den mitreißenden Vokalkompositionen von Marc-Antoine Charpentier und Jean-Philippe Rameau. Es ist eine ganze Epoche, die in dem abwechslungsreichen Programm in nur 20 Tracks wiederaufersteht und deren Werke Rondeau und seinen Kollegen Thomas Dunford schon lange beschäftigen: »Diese Musik wurde uns in die Wiege gelegt, sie machte uns zu den Musikern, die wir heute sind. Wenn wir sie gemeinsam aufführen, dann ist der Austausch zwischen uns weit mehr als ein Dialog, es ist wie eine gemeinsame Entdeckungsreise, zu der wir unsere Zuhörer einladen – und dabei finden wir kein Ziel, keine Antworten.«
CD: 25.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Eric Le Sage, Les Vents Francais
Obwohl die Romantiker die Blasinstrumente nicht alsechte Soloinstrumente einsetzten, verwendeten sie wegen ihrer ausdrucksstarken Klangfarben öfter, als man vermeint; letztere eigneten sich nämlich hervorragend dazu, einer Vielzahl von Stimmungen in kunstvollster Kammermusik musikalischen Ausdruck zu verleihen. Die vorliegende Einspielung belegt dies höchst eindrucksvoll.
CD: 25.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Sandrine Piau, Jodie Devos, Lea Desandre, Loic Felix, Stanislas De Barbeyrac, Florian Sempey, Insula Orchestra, Laurence Equilbey
Seit drei Jahren schlägt das Herz der klassischen Musik in Frankreich auch auf einer Seine-Insel: La Seine Musicale, im Westen von Paris, war seit der Eröffnung 2017 Schauplatz bedeutender Konzerte und CD-Produktionen. So auch im Januar dieses Jahres, als sich hier eine ganze Reihe der größten französischen Mozart-Sänger und Sängerinnen traf. Begleitet vom hauseigenen Insula Orchestra unter Laurence Equilbey sorgten Sandrine Piau, Jodie Devos, Lea Desandre, Loïc Félix, Florian Sempey, Stanislas de Barbeyrac für eine einzigartige Mozart-Gala – mit Ausschnitten aus den berühmtesten Opern wie Die Zauberflöte, Le Nozze di Figaro, Don Giovanni oder die Entführung aus dem Serail, aber auch einigen Raritäten wie einem Mozart-Beitrag zu dem von mehreren Komponisten in Teamwork geschaffenen Singspiel Der Stein der Weisen.
CD: 25.-
Vö : 18.9.2020 ▴
Capella Amsterdam, Daniel Reuss
Orlando di Lasso stellte in seiner weltlichen Musik eine überbordende Vitalität unter Beweis, doch mit seinen geistlichen Werken verhält es sich ganz anders: Die zwölf Motetten dieser Aufnahme (entstanden zumeist in seinen letzten Lebensjahren) sind Ausdruck einer tiefen Melancholie und zeigen, dass der Komponist nicht nur alle möglichen stilistischen Verfahren beherrschte, sondern auch die Kunst der Rhetorik auf höchstem Niveau. Meisterhaft wissen Daniel Reuss und die Cappella Amsterdam diese breite Ausdruckspalette zu vermitteln.
CD: 25.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Stephen Hough, Finnish Radio Symphony Orchestra, Hannu Lintu
Das Beethoven-Jahr 2020 bringt zwangsläufig auch zahlreiche Neueinspielungen seiner Klavierkonzerte mit sich. Lässt sich hier noch etwas Substantielles oder gar Neues sagen, wenn deren Diskographie mittlerweile schon fast ein Jahrhundert umfasst? Wenn Pianisten vom Kaliber eines Stephen Hough von der Partie sind, kann die Antwort nur ein nachdrückliches »Ja!« lauten. Es ist dabei nicht nur die erstaunliche Kapazität solcher Werke, immer wieder frisch und neu zu klingen, besonders Houghs intelligentes, stets forschendes Spiel trägt seinen Teil dazu bei. Er wird hier von Hannu Lintu und dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester hellwach und weitab jeglicher Routine begleitet.
3 CDs: 49.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Camille Thomas, Brussels Philharmonic Orchestra, Stephane Deneve, Mathieu Herzog
Das zweite Album von Camille Thomas, der ersten exklusiv von Deutsche Grammophon unter Vertrag genommenen Cellistin seit Jahren. Die junge Französin setzt sich mit der Macht der Zuversicht auseinander – neben einer persönlichen Auswahl bezaubernder Arien-Transkriptionen von Gluck, Dvorák, Verdi, Bellini, Ravel, Wagner und anderen findet sich die Weltpremiere des von Fazil Say für Camille Thomas komponierten Konzerts für Cello und Orchester. Begleitet wird sie vom Brussels Philharmonic Orchestra unter Stéphane Denève und Mathieu Herzog.
CD: 25.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Olivier Latry, La Maitrise Notre-Dame de Paris, Les Sacqueboutiers
Im April 2019 wurde die Welt Zeuge eines riesigen kulturellen Verlustes: Das Feuer in der Pariser Kirche Notre Dame zerstörte Teile des Dachstuhls, den hölzernen Vierungsturm und das Gewölbe des Hauptschiffes. Eine besondere Form der Unterstützung zum Wiederaufbau kommt nun aus der berühmten Kathedrale selbst. Der Chor La Maîtrise Notre-Dame de Paris, dessen Wurzeln bis ins 12. Jahrhundert zurückgehen, erinnert zusammen mit Sängerinnen und Sänger des Ensemble vocal de Notre-Dame de Paris an die große Musikgeschichte des Gotteshauses.
CD: 25.-
LP : 35.-
Vö : 22.5.2020 ▴
Anna Patalong, Benedict Nelson, Rosie Aldridge, Samuel Sakker, BBC Symphony Orchestra, Sakari Oramo
»Warum wurde dieses intensive, brillant orchestrierte, klaustrophobisch packende Meisterwerk seit seiner Uraufführung im Jahr 1977 so vernachlässigt?«, fragte 2019 der Kritiker der Times nach einer konzertanten Aufführung der Oper Miss Julie von Willam Alwyn. Das heute vergessene Alterswerk des Spätromantikers profitiert hörbar von seinen Erfahrungen als gefragter Filmkomponist und dürfte dank der musikalischen und dramatischen Qualitäten sicherlich auch bei uns ähnlich begeisterte Reaktionen hervorrufen. Mit Sakari Oramo, dem BBC Symphony Orchestra sowie Anna Patalong in der Titelrolle hat das Stück hier auch exzellente Fürsprecher.
2 CDs: 45.-
Vö : 3.7.2020 ▴
Jonas Kaufmann, Carlos Alvarez, Federica Lombardi, Virginie Verrez, Coro dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Antonio Pappano
Jonas Kaufmanns neues Album ist eine Gesamteinspielung von Verdis spätem Meisterwerk Otello. In der langjährigen Partnerschaft, die den deutschen Tenor und Sony Classical verbindet, stellt das Album die erste Operngesamtaufnahme dar. Die Aufnahme fand im letzten Sommer unter idealen Studiobedingungen in zwei intensiven Wochen in Rom statt und ist ein weiteres Beispiel für die gefeierte Partnerschaft des Tenors mit Antonio Pappano, der bereits Kaufmanns Rollendebüt an Covent Garden dirigiert hatte. Auf dem neuen Album leitet Pappano Orchester und Chor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia; die Sopranistin Federica Lombardi singt erstmals die Desdemona und der Bariton Carlos Álvarez die Rolle des Jago. Dabei handelt es sich um den ersten römischen Otello seit der legendären Living-Stereo-Aufnahme von 1960 mit Jon Vickers, Leonie Rysanek und Tito Gobbi unter Leitung von Tullio Serafin. Die Partie des Otello gilt als singulärer Höhepunkt aller italienischen Tenorrollen: Sowohl in stimmlicher als auch in expressiver Hinsicht verlangt sie dem Sänger alles ab. Jonas Kaufmann bemerkte dazu: „Diese Farben, dieses Feuer, diese Leidenschaft, mit der sich Otello in seinen Verdacht hineinsteigert bis zur Weißglut. Es ist halt von Anfang bis Ende ein Stück, das einen emotional sehr fordert. Doch sobald man Stimme und Emotionen unter Kontrolle hat, ist es fantastisch zu singen.“ Diese Aufnahme ist ein Meilenstein in Jonas Kaufmanns langjähriger Auseinandersetzung mit der Rolle, die 2001 begann, als er den Cassio, die zweite Tenorrolle in Otello, in Chicago sang, an der Seite von Ben Heppner, Renée Fleming und Lucio Gallo. Für sein erfolgreiches Verdi Album nahm Kaufmann 2013 erstmals zwei Szenen aus der Oper auf. „Seitdem hatte ich Blut geleckt und wollte nichts mehr, als die ganze Rolle zu singen“. Nicht aber bevor er die anderen wichtigen italienischen Rollen beherrschte: Manrico, Alvaro, Des Grieux, Canio und Andrea Chenier, die er in den folgenden Jahren sang.
( Text von JPC )
2 CDs: 39.-
Vö : 12.6.2020
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Max Emanuel Cencic, Yuriy Mynenko, Sophie Junker, Aleksandra Kubas-Kruk, Dilyara Idrisova, Nicholas Tamagna, Jake Arditti, (oh!) Orkiestra Historyczna, Marcin Swiatkiewicz, Martyna Pastuszka
Anders als man heute denkt war im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts weder Georg Friedrich Händel noch Antonio Vivaldi der bekannteste und meistgespielte Opernkomponist, sondern Leonardo Vinci. Ausgebildet in Neapel reüssierte er dort ab 1719 zunächst mit mehreren Opere buffe ehe er sich 1722 mit unmittelbarem Erfolg auch der angeseheneren Opera seria zuwandte. Hier prägte er als einer der bedeutendsten Vertreter der Neapolitanischen Schule die italienische und bald auch die europäische Opernszene.
Vincis 1727 am römischen Teatro delle Dame uraufgeführte Opera seria Gismondo, Re di Polonia ist ein Meisterwerk des Komponisten, das nach Artaserse und Catone in Utica auch auf Tonträger der unverdienten Vergessenheit entrissen wird. Vincis Oper feierte 2018 konzertant in Wien, Moskau und Warschau sensationelle Triumphe vor einem hingerissenen Publikum. Kein Wunder, begeistert doch auch in der vorliegenden CD-Einspielung eine handverlesene Sängertruppe um den Star-Countertenor Max Emanuel Cencic.
3 CDs: 59.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Joshua Hopkins, Andrew Staples, Nathan Berg, Neil Aronoff, Erin Wall, Toronto Mendelssohn Choir, Toronto Symphony Orchestra, Andrew Davis
Außerhalb Frankreichs nur wenig gelitten, war Jules Massenets 1894 uraufgeführte Oper Thaïs über die Bekehrung einer spätantiken Hetäre Musikfreunden lange nur wegen der Meditation ein Begriff. Zu einer unvoreingenommenen Sichtweise auf eine der sinnlichsten Partituren des Komponisten haben herausragende Darstellungen der Titelrolle durch bedeutende Sängerinnen wie Beverly Sills oder Renée Fleming geführt. In diese Phalanx reiht sich Erin Wall, die man nur als Traumbesetzung bezeichnen kann, hier nahtlos ein. Die Einspielung von Andrew Davis aus Toronto ist eine willkommene Bereicherung der schmalen Diskografie des unverändert unterschätzten Werks.
2 CDs: 39.-
Vö : 5.6.2020 ▴
Isaac Stern
Isaac Stern (1920 – 2001) gehört zweifelsohne zu den ganz großen Geigern des vergangenen Jahrhunderts und damit in eine Reihe mit Jascha Heifetz, David Oistrach, Yehudi Menuhin, Nathan Milstein und Fritz Kreisler.
Im Alter von nicht ganz einem Jahr zog der in der Ukraine geborene Stern mit seinen Eltern in die USA, wo er bis zu seinem Tod blieb. Seine Aufnahmetätigkeit – ausschließlich für Columbia – begann 1947 und endete erst in den Neunziger Jahren. In dieser Zeit wurde er zu einer der zentralen Figuren der klassischen Musik in den USA, nicht zuletzt durch seinen unermüdlichen Einsatz für den Erhalt der Carnegie Hall. In Deutschland konzertierte er nie.
Auf 75 CDs sind jetzt seine gesamten analogen, neu remasterten Aufnahmen zusammengefasst, darunter viele bis heute gültige Referenzeinspielungen. Dazu gehören das legendäre Schubert-Quintett mit Pablo Casals, die Beethoven-, Brahms- und Schubert-Zyklen des vielgepriesenen Trios mit Eugene Istomin (Klavier) und Leonard Rose (Cello) und meisterliche Konzerteinspielungen u. a. von Mendelssohn, Tschaikowsky, Sibelius, Brahms, Beethoven, Prokofiev, Bartók und Hindemith. Zur Creme der Dirigenten mit denen Stern zusammenarbeitete, zählen Leonard Bernstein, Eugene Ormandy, George Szell, Zubin Mehta und Daniel Barenboim und die führenden Orchester wie das New York Philharmonic, das Philadelphia und das Cleveland Orchestra.
75 CDs: 319.-
Vö : 3.7.2020 ▴
Div. Interpreten / Div. Komponisten
Die offizielle Jubiläumsedition zum 100-jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele 1920 – 2020 auf 58 CDs
Eine breite Retrospektive und umfassendes Portrait des größten Festivals für klassische Musik weltweit.
Unvergessliche Aufnahmen von 1947–2016, ergänzt mit einem 164-seitigen Booklet mit aufschlussreichen Essays von Karajan-Experte Richard Osborne und der Salzburger Dramaturgin Margarete Lasinger, Dokumentationsmaterial und originale Bühnen- und Konzertphotos der Aufführungen aus dem Archiv der Salzburger Festspiele.
Alle Festivalsparten sind vertreten, und die Aufnahmen jeweils in chronologischer Reihenfolge geordnet: Oper, Konzert, Recital, Schauspiel (hier als Hörspiel).
Mit den größten Dirigenten: Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Karl Böhm, Herbert von Karajan, Riccardo Muti, Georg Solti, Zubin Mehta und vielen anderen. Mit unvergesslichen Sängern: Lisa della Casa, Plácido Domingo, Christa Ludwig, Anna Netrebko, Jessye Norman, Hermann Prey, Lisa della Casa, Hans Hotter, Cheryl Studer, Rolando Villazón, Fritz Wunderlich.
Seltene, gesuchte Aufnahmen und Raritäten: Mozart Symphonien 26 & 30 dirigiert von Bernhard Paumgartner (CD-Erstveröffentlichung), Studioaufnahme mit der Besetzung des „Jedermann“ von 1958 mit legendären Stimmen (Will Quadflieg, Martha Wallner, Mozarteum-Orchester), Gluck Orfeo ed Euridice von 1959 unter Herbert von Karajan.
58 CDs: 149.-
Vö : 31.7.2020 ▴
John Barbirolli
Als der englische Dirigent Sir John Barbirolli vor 50 Jahren starb, hatte er gerade seinen bahnbrechenden Sibelius-Zyklus vollendet – als Schlusspunkt einer Diskografie, deren Umfang noch heute erstaunt: Auf 109 CDs erscheinen nun die gesamten Warner-Aufnahmen aus dem alten EMI-Archiv. Hier zeigt sich nicht nur Barbirollis extreme Repertoire¬vielseitigkeit, sondern auch eine biografische Besonderheit: Der britische Maestro erlebte in den über 40 Jahren seiner Aufnahmetätigkeit alle Phasen der Fonografie. Als junger Zeitgenosse von Elgar, Mahler, Fauré, Saint-Saëns, Ravel oder Puccini steht er für immense Authentizität. Die Einspielungen, die zwischen 1928 und 1970 entstanden, erscheinen in dieser Box in modernstem Remastering. Eine Bonus-CD mit dokumentarischem Material rundet die Veröffentlichung ab. Dass Barbirolli hierzulande auch künstlerisch vor allem als britischer Dirigent gilt, der sich besonders auf das Repertoire seines Heimatlandes verstand, ist eine Verkürzung, die diese Box mit enzyklopädischer Wucht beseitigt. Sicher: Die Einspielung des Elgar-Cellokonzerts mit Jaqueline du Pré ist ein Meilenstein der Schallplattengeschichte, ebenso wie Barbirollis Interpretationen weiterer englischer Spätromantiker wie Vaughan Williams, Bax, Ireland oder Delius. Doch der 1899 geborene Nachfahre italienischer England-Einwanderer setzte auch Maßstäbe bei Beethoven, Haydn, Mozart, Tschaikowsky oder Dvořák. Schon in den 30er Jahren wirkte er sieben Spielzeiten in New York, wo er die Nachfolge von Arturo Toscanini angetreten hatte. Danach kehrte er als Chef des Hallé Orchestra nach England zurück, wo er für den größten Teil seiner Diskografie sorgte – mit Solisten wie Fritz Kreisler, Jascha Heifetz, Yehudi Menuhin oder Artur Rubinstein, um nur einige zu nennen. Ein besonderes Kapitel seiner riesigen Diskografie bilden auch seine Opernaufnahmen von Purcell bis Puccini.
109 CDs: 269.-
Vö : 19.6.2020 ▴
Alban Berg Quartett, Philippe Entremont, Elisabeth Leonskaja, Amadeus Ensemble, Alois Posch, Rudolf Buchbinder, Sabine Meyer, Alfred Brendel, Per Arne Glorvigen
Wer zwischen 1970 und 2008 irgendwo auf der Welt gerne Kammerkonzerte besuchte, durfte sich einen Auftritt des Alban Berg Quartetts nicht entgehen lassen. Während der gesamten Zeit seines fast vier Jahrzehnte währenden Bestehens galt es als beste Formation seiner Art überhaupt. Seine Diskografie zeichnet die komplette Geschichte der edlen Gattung Streichquartett nach – von den Anfängen des klassischen Übervaters Haydn bis zur Moderne. Als eines der wenigen Kammermusikensembles brachte es das »ABQ«, das auch pädagogisch wichtige Impulse für Jüngere gab, zum Bestsellerstatus.
Zum 50. Geburtstag erscheinen nun dessen sämtliche Aufnahmen inklusive der DVD-Produktionen in einer umfangreichen Box. Es hat schon fast symbolische Bedeutung, dass dieser runde Geburtstag ins Beethovenjahr fällt, denn im Zentrum der ABQ-Aufnahmen stehen gleich zwei Beethoven-Gesamtaufnahmen, die nach wie vor Referenzstatus besitzen – eine aus dem Studio (1978–1983) und eine live aus dem Wiener Konzerthaus (1986–1990), die auch als Video aufgezeichnet wurde. Auch Mozart hat sich das Quartett mehrmals gewidmet, beide Aufnahmen (Teldec und EMI) sind in der Jubiläumsbox erstmals vereint. Dazu dokumentiert sie die gesamte Quartettgeschichte mit Haydn, Schubert, Schumann, Mendelssohn, Brahms, Dvořák, Debussy, Strawinsky bis hin zu Zeitgenossen des Ensembles wie Wolfgang Rihm oder Roman Haubenstock-Ramati, von dem eine CD-Premiere dabei ist.
Die Aufnahmen mit mehr als 100 Werken aus der Feder von 28 Komponisten beinhalten auch die fruchtbare Zusammenarbeit des Quartetts mit anderen Kammermusikern wie Rudolf Buchbinder, Alfred Brendel oder Elisabeth Leonskaja. Besondere »Schmankerl« sind eine Produktion mit Wiener Walzern in Bearbeitungen des Schönberg-Kreises, aber auch ein Album mit Tangos von Astor Piazzolla, das zur Katalog-Legende wurde.
62 CDs & 8 DVDs: 199.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Gundula Janowitz, Gerhard Stolze, Dietrich Fischer-Dieskau, Arleen Auger, Wieslaw Ochman, Annelies Kupper, Elisabeth Lindermeier, Elisabeth Wiese-Lange, Richard Holm, Ratko Delorko, Kurt Böhme, Inge Borkh, Claudia Hellmann, Carlos Alexander, Kieth Engen,
Carmina burana ( Gundula Janowitz, Gerhard Stolze, Dietrich Fischer-Dieskau, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Eugen Jochum / 1968)
+Catulli carmina (Arleen Auger, Wieslaw Ochman, Chor der Deutschen Oper Berlin, Orchester der Deutschen Oper Berlin, Eugen Jochum / 1971)
+Trionfo di Afrodite ( Annelies Kupper, Elisabeth Lindermeier, Elisabeth Wiese-Lange, Richard Holm, Ratko Delorko, Kurt Böhme, Chor des Bayerischen Rundfunks, und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Eugen Jochum / 1964)
+Die Bernauerin (Auszüge / Otto Gerdes, Josef Kugler, Richard Holm, Chor des
Bayerischen Rundfunks, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Ferdinand Leitner / 1958)
+Antigonae ( Inge Borkh, Claudia Hellmann, Carlos Alexander, Kieth Engen, Ernst Haefliger, Chor des Bayerischen Rundfunks, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Ferdinand Leitner / 1961)
+Oedipus der Tyrann (Gerhard Stolze, Kieth Engen, James Harper, Astrid Varnay, Karl Christian Kohn, Rolf Boysen, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Rafael Kubelik / 1966)
+De Temporum fine Comoedia (Christa Ludwig, Peter Schreier, Josef Greindl, Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Herbert von Karajan / 1973)
+Die Kluge (Auszüge / Gottlob Frick, Dietrich Fischer-Dieskau, Anny Schlemm, Orchester der Staatsoper Dresden, RIAS Symphonie-Orchester Berlin, Ferenc Fricsay, Kurt Striegler)
+Monteverdi / Orff: Lamento d'Arianna SV 22 für Gesang, 2 Cembali, Kontrabass (Elisabeth Höngen, Ferdinand Leitner, Rolf Reinhardt)
+Carl Orff über die Aufnahme der Carmina burana
11 CD: 69.-
Vö : 26.6.2020 ▴
Alicia de Larrocha, Anita Priest, Yvonne Minton, Vladimir Ashkenazy, Maureen Forrester, Marilyn Horne, Gregory Peck, Thomas Stevens, Miles Zentner, Michele Zukovsky, Los Angeles Master Chorale, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta
Die neue Gesamtausgabe »Zubin Mehta and the Los Angeles Philharmonic: Complete DECCA Recordings« umfasst insgesamt 38 CDs und bildet die mehr als 16 Jahre umfassende musikalische Ära Mehtas als musikalischer Direktor des ›LA Phil‹ ab. Diese Box enthält die großen Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, Verdi, Tschaikowsky u. v.m.
38 CDs: 139.-
Vö : 29.5.2020 ▴
Peter Serkin
Der amerikanische Pianist Peter Serkin verstarb 72jährig am 1. Februar diesen Jahres. Zur Würdigung dieses höchst individuellen Pianisten erscheint diese Edition mit sämtlichen Einspielungen für das Label RCA auf 35 CDs. Darin enthalten sind u. a. eine Reihe von Mozart-Klavierkonzerten mit dem Dirigenten Alexander Schneider sowie Aufnahmen mit dem in den frühen Siebziger Jahren gegründeten Kammermusikensemble Tashi, inklusive der bis heute Referenzstatus besitzenden Version von Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du Temps. Aber auch seine Interpretationen von Werken Beethovens, Schumanns, Schönbergs und einer ganzen Reihe zeitgenössischer US-amerikanischer Komponisten zeigen seine Könnerschaft.
35 CDs: 139.-
Vö : 29.5.2020 ▴