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7 Fragen an Sascha Gojkovic.
Der 30-jährige Hombrechtiker spielte bis vor zwei Jahren als Linksverteidiger für die 1. Mannschaft des SC Zollikon. Dann machte er sich auf, in einer noch unbekannten Sportart die Weltspitze zu erobern.
Mit Sascha Gojkovic sprach Dennis Bühler
Du spielst seit zwei Jahren nicht mehr beim SC Zollikon, zuvor warst du unter den Trainern Graziano Cocchiarella und Ferry Hermida einige Jahre Teil der 1. Mannschaft. Welche Erinnerungen verbinden dich mit dem SCZ?
Die schönen Erinnerungen sind noch präsent, jedoch mehrheitlich von den intensiven Trainings und Trainingslagern. An die Matches habe ich meist keine guten Erinnerungen, zumal ich ohne Torerfolg meine Aktivlaufbahn beendet habe.
Als du noch beim SCZ spieltest, wurde der angestrebte Aufstieg in die 3. Liga jeweils knapp verpasst. Kaum warst du weg, gelang die Promotion. Besteht da ein direkter Zusammenhang?
Definitiv (schmunzelt). Der Bau des neuen Kunstrasenspielfeldes hatte da aber ebenfalls einen Einfluss.
Du hast zwar deine Fussballschuhe an den Nagel gehängt, sportlich untätig aber bist du nicht geworden. Was fasziniert dich so an der Sportart Speedbadminton?
Diese Sportart ist schnell, fast überall spielbar, und man kann sich innerhalb einer Stunde voll auspowern.
Du hast im Speedminton in kurzer Zeit sehr viel erreicht: nach gerade mal zwei Jahren bist du bereits die Nummer 1 der Schweiz und weltweit die Nummer 18. Welches waren deine bis anhin grössten Erfolge und welche Ziele setzt du dir für die Zukunft?
Im Juni habe ich an der Europameisterschaft den damaligen Weltranglistenersten geschlagen. Auch zwei, drei weitere Topspieler konnte ich bereits besiegen. Internationale Turniere spiele ich aber nur selten, weil diese oft nicht gleich um die Ecke stattfinden. Und leider kann ich solch grosse Turniere noch nicht gewinnen. Falls ich aber in den nächsten Monaten noch stärker werden sollte, würde ich dann wohl einige Male die lange Anreise in Kauf nehmen und mein Glück versuchen.
Dein Trainingsgegner ist häufig dein Vater. Wer entscheidet die Testspiele für gewöhnlich für sich – und ist Speedbadminton in der Schweiz momentan eine Familienshow der Gojkovics?
Bis vor kurzem war mein Vater der einzige starke Trainingspartner, der mir in der Nähe zur Verfügung stand. Mittlerweile sind die Vereinsmitglieder der speederszurich.ch aber ebenfalls herangereift, und so kann ich auch mit anderen Spielern trainieren. Die Duelle entscheide ich aber meist noch zu meinen Gunsten. Im Doppel war es am vergangenen Weekend wirklich eine Familienshow: Mit meinem Vater gewann ich die Doppel-Schweizermeisterschaften.
In der Öffentlichkeit wird der Sport je länger, je mehr wahrgenommen – oft in Verbindung mit dem verwandten Blackminton, das im Dunkeln gespielt wird. Olympisch wird unsere Sportart allerdings wohl noch lange nicht. Wenn überhaupt mal.
Wenn du die Fähigkeiten vergleichst, die man im Fussball und im Speedbadminton braucht: Hätte auch einer deiner früheren SCZ-Mitspielern das Potenzial, um in deiner neuen Sportart mitzuhalten? Und kannst du dir vorstellen, dereinst wieder zum SCZ zurückzukehren – oder hast du definitiv mit dem Fussball abgeschlossen?
Die Fähigkeit, gutes Speedbadminton zu spielen, hätten wohl einige meiner früheren Mitspieler. Viele von ihnen spielten zu Juniorenzeiten wie ich auch Tennis, was für diesen Sport die wohl beste Voraussetzung ist. Leider sind meine physischen Voraussetzungen nicht mehr die besten, um wieder mit Fussball zu beginnen. Speedbadminton schont da meine Fussgelenke und die Knie doch etwas besser.
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Was überhaupt ist Speedminton?
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Steckbrief
* Geburtsdatum: 14.07.1982
* Beruf: Schreiner
* Bevorzugte Spielfeldposition früher als Fussballer: linker Verteidiger
* Lieblingsverein: FCZ
* Vorbild (als Spieler – egal ob im Fussball oder im Speedbadminton): Fussballtechnisch die Gebrüder Hermida
* Bisherige Vereine (sportartenübergreifend): TC Frohberg, TC Sonnenfeld, SC Zollikon, TC Bülach, TC Bührle
* Auf diesem Rang klassiere ich mich bei meinem nächsten grossen Speedbadminton-Turnier, dem Swiss Open: Rang 1
* Auf diesem Tabellenrang klassiert sich die 1. Mannschaft des SCZ zum Ende dieser Saison: Rang 3
* Da steht der SCZ in fünf Jahren: in der 3. Liga