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Eine Frau bricht aufvon Helen Lagger Regisseur Simon Burkhalter inszeniert im Rahmen der Freilichtspiele Moosegg «Katharina Knie», Carl Zuckmayers Stück über eine Zirkusfrau im Zwiespalt zwischen Liebe und Unterwegssein. Der deutsche Autor Carl Zuckmayer bezeichnete sein Volksstück «Katharina Knie» als «Seiltänzerstück». Schauplatz ist der Schweizer Nationalzirkus Knie. Bei der Uraufführung von 1928 sassen die Gebrüder Knie skeptisch im Publikum. Wollten sie nicht, dass man ihren Namen in einer fiktiven Story benutzte? Schliesslich begeisterte das Stück die Zirkusleute und die Familie, es folgte sogar eine Freundschaft. Erzählt wird ein Generationenkonflikt, in dem die titelgebende junge Frau im Mittelpunkt steht.
Die Natur als Bühnenbild
Regisseur Simon Burkhalter inszeniert das Stück nun für die Freilichtspiele Moosegg auf der Waldbühne, die auf 1000 Metern über Meer liegt. «Es geht im Stück darum, ob man das tun soll, was man will, oder das, was die Vorfahren vorgeben», so Burkhalter. Katharina Knie sei eine starke Frau und setze sich durch. «Sie heiratet gegen den Willen ihrer Familie einen Sesshaften und führt zuletzt den Zirkus in ihrem Sinne weiter.»
Das Schöne an den Freilichtspielen sei, dass man die Natur miteinbeziehen könne. «Die reduzierte Bühne besteht nur aus vier in der Landschaft stehenden Buchstaben, die das Wort ‹Knie› ergeben», verrät er.