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Das Mandat der Delegierten des Bundes für Mehrsprachigkeit umfasst die Evaluation, das Monitoring und die Koordination der Umsetzung der strategischen Zielsetzungen für die Förderung der Mehrsprachigkeit durch die Departemente, die Bundeskanzlei und ihre administrativen Einheiten.
« Förderung der Mehrsprachigkeit »: Evaluationsbericht und Empfehlungen vom 13. März 2015
Am 13. März 2015 verabschiedete der Bundesrat den «Evaluationsbericht an den Bundesrat und Empfehlungen zur Mehrsprachigkeitspolitik (Art. 8d Abs. 4 SpV) – Entwicklung von 2008 bis 2014 und Perspektiven von 2015 bis 2019». Der Bericht beinhaltet unter anderem einen Katalog der bisher umgesetzten Massnahmen sowie Daten zur Vertretung der Sprachgruppen in den einzelnen Departementen und Verwaltungseinheiten. Fortan dient der Bericht als Bezugsrahmen für die Umsetzung der Mehrsprachigkeitspolitik gemäss SpV und den bundesrätlichen Weisungen. Die Umsetzung der Mehrsprachigkeitspolitik wurde als Priorität in die Legislaturplanung 2015–2019 aufgenommen.
In Anhang 1 zum Bericht stehen erstmals aufgeteilt nach Departementen und Lohnklassengruppen Daten zur Vertretung der Sprachgemeinschaften für die gesamte Bundesverwaltung, einschliesslich der Bundeskanzlei, zur Verfügung.
2014 wurden die Ziele der sprachlichen Vertretung in der Bundesverwaltung insgesamt erreicht, obwohl die Zahl der rätoromanischen Mitarbeitenden weiter unter dem Zielwert lag. Insbesondere in den höheren Lohnklassen sind die verschiedenen Sprachgruppen nicht ausgewogen vertreten. 2014 lag die französischsprachige Gemeinschaft innerhalb der gesamten Bundesverwaltung leicht über dem Mindestniveau (21,9 %), während die deutschsprachige Gemeinschaft (72,5 %) zulasten der unterrepräsentierten italienischsprachigen Gemeinschaft (4,8 %) übervertreten war.
Anhang 2 des Berichts stellt die Massnahmen der Bundeskanzlei und der Departemente sowie die Entwicklung der Situation zwischen 2012 und 2014 dar.
Anhang 3 des Berichts zeigt Perspektiven für die Bundeskanzlei und die Departemente auf.
Evaluation der Sprachkompetenzen (ECL)
Bei der Verabschiedung der Änderungen zur SpV durch den Bundesrat wurde gemäss den neuen Anforderungen der «Strategie der gegenseitigen Verständigung» (Art. 8 SpV) entschieden, die Sprachkompetenzen des Bundespersonals zu evaluieren, um künftige Prioritäten festlegen zu können.
Zu diesem Zweck hat die Delegiertes des Bundes für Mehrsprachigkeit mithilfe externer Fachpersonen das Projekt «Evaluation der Sprachkompetenzen (ESK)» initiiert, koordiniert und umgesetzt. Aus diesem Projekt leiten sich die Vorgaben zuhanden des EPA und des BIT ab. Beide Stellen sind für die technische Entwicklung und Umsetzung der für die Evaluation der Sprachkompetenzen des Bundespersonals notwendigen Lösung zuständig.
Mit dem neuen ESK-System lassen sich die Sprachkompetenzen des Bundespersonals mit den gesetzlichen (Art. 8 SpV) und den Anforderungen in der jeweiligen Stellenbeschreibung vergleichen. Unter anderem definiert die ESK-Lösung die Erstsprache, was eine Zuordnung zur Sprachgemeinschaft ermöglicht.
Die angewandte Methode gründet auf dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) sowie auf den Prüflisten für das Europäische Sprachenportfolio (ESP III), das von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) als Referenzinstrument für die Sekundarstufe II und den Beruf anerkannt wird.
Letzte Änderung 09.02.2018