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Die UNESCO veröffentlicht am 9. April 2015 eine weitere Ausgabe ihres Weltbildungsberichts. Der von der DEZA mitfinanzierte Bericht enthält eine eingehende Überprüfung der Erreichung der sechs Ziele, welche der im Jahr 2000 verabschiedete Aktionsrahmen von Dakar auflistet. Zentrales Fazit: Die erwähnten Ziele wurden nur zum Teil erreicht. Im Vorfeld der Verabschiedung neuer Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDG) zeigt der Bericht die weiterhin bestehenden Herausforderungen auf.
Die am stärksten Benachteiligten ausgeschlossen
Unter den erfreulichen Entwicklungen nennt der Weltbildungsbericht 2015 etwa die Fortschritte in der Grundbildung, eine der Prioritäten der Millenniumsziele: Heute gehen neun von zehn Kinder zur Schule.
Doch er legt den Finger auch auf negative Aspekte, die das Gesamtbild trüben: Die am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen (arme Familien, Mädchen und Frauen, ethnische Minderheiten, Opfer von Konflikten) werden allzu oft noch immer von Schul- und Berufsbildung ausgeschlossen. Die Bildungsprogramme für die breite Masse sind oft von geringer Qualität. Dazu kommt, dass in 32 Ländern eines von fünf Schulkindern die Primarschule abbricht. Die Folge: In Südasien und in Westafrika verlassen über 60% der Kinder die Schule, ohne lesen und schreiben zu können.
Bedarfsgerechte Ausbildungen entwickeln
Die am stärksten Benachteiligten einbeziehen ist eine Sache, wirklich lehrreichen und nützlichen Unterricht in den Schulen anbieten die andere. Daher setzt sich die DEZA in ihrem Bemühen um gleichberechtigten Zugang zu Bildung auch dafür ein, dass die Qualität der Bildungsprogramme verbessert wird. Das geschieht insbesondere durch die Entwicklung von Grund- und Berufsbildungsgängen, die optimal auf die Bedürfnisse der Lernenden abgestimmt sind. Gute Bildung ist eine zentrale Voraussetzung für Entwicklung.
Die DEZA unterstützt nicht nur Pilotversuche in verschiedenen Partnerländern, sie steht auch im Dialog mit den nationalen Bildungsbehörden. Die DEZA unterstützt verschiedene Initiativen im Bereich der nicht formalen Bildung. Sie nutzt auch Erfahrungen aus der Schweiz, wie etwa jene zum 10. Schuljahr, das es manchen Jugendlichen ermöglicht, ihre Grundbildung zu ergänzen und so die Chancen auf eine Lehrstelle zu erhöhen. Schliesslich leistet die DEZA einen jährlichen Beitrag von 13 Millionen Franken an Programme, die von verschiedenen internationalen Partnerorganisationen durchgeführt werden.