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Eigentlich hat der «Djoker» Nerven aus Stahl, bleibt auch in heikelsten Situationen cool. Und nach gewonnenen Matches schreit er gerne mal alles raus. Die Weltnummer 1, Novak Djokovic, hat sich ans Siegen schon beinahe gewöhnt. Umso seltener sind die Momente der Niederlage. Dass auch der Serbe sie erleben muss, zeigen die Olympischen Spiele in Tokio. Djokovic reiste mit dem Ziel an, Gold zu gewinnen und am Ende der Saison möglicherweise gar den «Golden Slam» zu holen: alle vier Grand-Slam-Titel und die olympische Goldmedaille.
Am Ende verspielte Djokovic aber innert zwei Tagen drei Medaillen. Am Freitag zuerst die Halbfinal-Niederlage gegen Alexander Zverev und am Samstag dann das verlorene Spiel um Bronze gegen Pablo Carreño Busta. Vor allem im zweiten Match wollte dem 34-Jährigen Vieles nicht gelingen. Zu Beginn des vierten und schliesslich entscheidenden Satzes zeigte Djokovic Nerven und warf sein Racket kurzerhand im hohen Bogen auf die Tribüne.
Nach einem weiteren verlorenen Ballwechsel rastete er endgültig aus und zertrümmerte das Racket am Pfosten des Netzes. Das Spiel war gelaufen – und Djokovic fährt ohne Olympia-Medaille nach Hause. Wegen einer Schulterverletzung gab er für das anschliessende Spiel um Bronze im Mixed-Doppel mit Nina Stojanovic Forfait.