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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Bericht zu einem Wettbetrug im Spitzen-Tennis sorgt für Aufregung.
- Die beiden Top-50-Spieler Aslan Karatsev und Nikoloz Basilashvili stehen unter Verdacht.
- Die beiden sollen über einen Ex-Trainer an Geld für eine Spielmanipulation gekommen sein.
Im Spitzen-Tennis gab es schon mehr als einmal Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit Sportwetten. Meistens werden dabei Spieler ausserhalb der Top 100 beschuldigt, die finanziell grosse Probleme haben. Gegen zwei aktuelle Top-Spieler der Association of Tennis Professionals werden jetzt konkrete Vorwürfe erhoben.
Weissrussischer Coach als grosser Betrugsinitiator?
Aslan Karatsev (ATP 40) und Nikoloz Basilashvili (ATP 25) sind gemäss Recherchen von «ZDF» in einen Tennis-Beschiss verwickelt. Beide sollen dabei mit Yahor Yatsik zusammengearbeitet haben. Der Belarusse war zwischen 2013 und 2014 Trainer von Basilashvili und betreute Karatsev von 2018 bis 2021.
Er soll der Mittelsmann gewesen sein, der den Spielern Zusatzgeld verschafft habe. Gegenüber dem «ZDF» erklärt ein Insider: «Er ist seit Jahren in Wettbetrug involviert.» Yatsik habe in Osteuropa ein grosses Netzwerk, um Spiele zu schieben.
Der Trainer reise stets mit viel Bargeld herum und halte nach Spielern mit finanziellen Problemen Ausschau. Diesen biete er dann gute Deals an. Eine ITF-Ermittlung habe bereits ergeben, dass der Trainer zweimal Geld an Profis bot, um Spiele zu manipulieren.
Welche Konsequenzen fänden Sie für Wettbetrüger im Spitzensport angebracht?
Unter anderem sollen von dieser Strategie eben auch Basilashvili und Karatsev Gebrauch gemacht haben. Der Insider erklärt: «Sie hatten am Anfang auch Geldprobleme und rutschten im Ranking zwischenzeitlich weit ab.»
ATP: Spiele aus jüngerer Vergangenheit unter Verdacht
Auch aktuelle Partien der beiden stehen unter akutem Manipulations-Verdacht. 2021 verlor Basilashvili in Wimbledon die Doppel-Startrunde deutlich, Karatsev scheiterte im Juni in der ersten Doppel-Runde von Stuttgart. Für beide Spielen waren bei Wettanbietern massiv hohe Beträge auf ebenjene Niederlagen gesetzt worden.
Schon im letzten Jahr berichtete «L'Equipe», dass die Polizei den Georgier und den Russen verhört habe. Seither ist aber nichts geschehen. Übrigens: Sofia Dmitrieva, die Ex-Freundin von Karatsev, wurde wegen Wettbetrugs lebenslang gesperrt.