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Geschichte
Funde aus der Neusteinzeit und der Bronzezeit bezeugen, dass die Landschaft Sigriswil schon vor etwa 5000 Jahren von Menschen bewohnt war. Die Ortsnamen Merligen und Ralligen sind alemannischen Ursprungs, so dass die ersten Dorfgemeinschaften etwa im 5. Jahrhundert n. Chr. am See entstanden sein dürften, die Siedlungen in der oberen Gemeinde zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert.
Im Jahre 1347 konnten sich die Sigriswiler für 300 Pfund Thuner Pfennige vom Kyburger Grafen Eberhard im Schloss Thun loskaufen, da der Graf in Geldnot geraten war. Dieser "Freiheitsbrief" ist noch heute im Original im Archiv der Verwaltung aufbewahrt. Früher war er wohl im Gemeindegewölbe untergebracht; dieses Gewölbe wurde im Jahre 1564 erstellt und 1896 und 2003 renoviert. Sinnvoll ist der Spruch der damaligen Pfarrfrau von Steiger angebracht: "Der Sigriswiler alte Freiheitsbriefe ich bewach', die Freiheit selber zu erhalten, das ist eure Sach'."
Bald nach Abschluss dieses Kaufvertrages übernahm die Stadt Bern die Oberhoheit über weite Teile des Oberlandes. Sie machte aus der Landschaft Sigriswil mit ihren elf Dörfern ein Freigericht, das bis 1798 Bestand hatte und als Vorläufer der heutigen Einwohnergemeinde bezeichnet werden kann.
Im Jahre 1871 wurde die damalige Burgergemeinde aufgehoben, und mit Ausnahme der Alpen mit etwas Wald wurde das allgemeine Burgergut mit den darauf haftenden Schulden und Lasten an die heutige Einwohnergemeinde abgetreten.