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Die Handfeste ist eine Urkunde aus dem Jahr 1273. Ausgestellt wurde sie vom Grafen Eberhard von Habsburg-Laufenburg und Anna von Kyburg, seiner Frau.
Die Handfeste besteht aus drei Pergamentbögen, die am unteren Ende mit einem Falz zusammengehalten werden.
Unten an der Handfeste befindet sich das Wachssiegel, auf dem das Wappen von Eberhard von Habsburg-Laufenburg eingeprägt ist.
Die Handfeste ist in lateinischer Sprache geschrieben.
Die Freiheiten, wie sie die Handfeste von 1273 enthält, sind
der Stadt nicht alle auf einmal erteilt worden, vielmehr im
Verlaufe von vielen Jahrzehnten und von mehreren Ausstellern (Grafen; Adligen). Die Handfeste von 1273 ist also nicht die älteste schriftliche Verleihung von Rechten an die Burger der Stadt Burgdorf. Sie ist aber die ältest erhaltene.
Die Handfeste wird im Burgerarchiv Burgdorf aufbewahrt.
Die Burgdorfer Handfeste setzt sich aus drei grossen Pergamentbögen zusammensetzt. Jedes Blatt misst 65 cm in der Höhe und 50 cm in der Breite. Am unteren Ende sind alle drei Pergamente mit einem Falzrand (Umbug) zusammengehalten.
Das Siegel ist mit einer roten Seidenschnur an der Handfeste befestigt. Es ist am rechten Rand leider leicht beschädigt. Trotzdem sind die folgenden Wörter deutlich zu erkennen: EBERhARdI. COMITIS. dE. hABESPVRCh. (Eberhard I. von Habsburg; der Ehemann von Anna von Kyburg).
Das Schriftbild der Urkunde zeigt über das ganze Blatt zwei gleiche, 21 cm breite und 56 cm hohe Textspalten. Der dritte Bogen ist nur noch auf der linken Hälfte beschrieben. Die Zeilen sind regelmässig 8 mm weit voneinander entfernt.
Die erste Zeile der Handfeste ist in gotischen Grossbuchstaben (Majuskeln), abwechselnd mit roter und schwarzer Tinte geschrieben und lautet in nomine patris et filii et spiritus sancti. Die Aussteller der Handfeste (Eberhard von Habsburg-Laufenburg und Anna von Kiburg) geloben "im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes ihre geliebten Burger von Burgdorf ohne List und Trug mit gutem Glauben und unter dem Schutze des angehängten Siegels in alle Zukunft bei ihren Rechten unverletzlich zu lassen".
Als Satzzeichen finden sich von Zeit zu Zeit kleine schräge Strichlein, Punkte und paragraphenartige Schnörkel, die, wie alle Satzanfänge, rot ausgefüllt (rubriziert) sind.
Die Schrift zeugt von grösster Sorgfalt, und die ganze Urkunde stellt der Kiburger Kanzlei ein gutes Zeugnis aus. Der Schreiber, dessen Namen wir leider nicht kennen, muss ein Künstler in seinem Fach gewesen sein.