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Rassistische Äußerungen müssen als gesellschaftliches Phänomen wahrgenommen werden. Ausgehend von dieser Prämisse versucht die Arbeit, rassistisch aufgeladene Rede und deren angemessene Behandlung aus der strafrechtlichen Verengung zu befreien und innerhalb eines gesamtgesellschaftlichen Konzepts aufzulösen. Der eigene Ansatz ruht hierbei auf drei Säulen: zum einen einer theoretisch-empirischen Grundlegung, zum anderen einer Darstellung der widerstreitenden verfassungsrechtlichen Güter Würde, Gleichheit, Meinungsfreiheit und Demokratie und schließlich einer Kritik der strafrechtlichen Erfassung von Rassenhetze. Die Verfasserin plädiert dafür, rassistische Äußerungen statt mit Hilfe des Strafrechts zivilgesellschaftlich zu verarbeiten.
Autorentext
Die Autorin: Claudia Schubert, geboren 1972. 1992-1997 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Frankfurt am Main, 1997 Erstes juristisches Staatsexamen. 1997-1998 LL.M.-Studium an der juristischen Fakultät der University of Connecticut, Zweites juristisches Staatsexamen 2001 in München. Seit 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie der Universität Frankfurt am Main. Promotion 2004.
Aus dem Inhalt: Rassistische Äußerungen als gesellschaftliches Problem - Rassistische Äußerungen und ihre Folgen im Recht - Verfassungsrechtsgüter im Konflikt - Strafrechtliche Erfassung rassistischer Äußerungen - Rassistische Äußerungen und ein zivilgesellschaftliches Partizipationsmodell.