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Mit «Hauts Cris (miniature)» präsentiert der französische Schauspieler und Choreograf Vincent Dupont eine ebenso reduktionistische wie rabiate Inszenierung, welche durch ein extrem dichtes Zusammenspiel zwischen ausgeklügelter Lichtkomposition (Yves Godin) und Klangkulisse (Thierry Balasse) charakterisiert ist. Es entsteht eine bedrohliche Atmosphäre, eine surreale Welt – vergleichbar mit einem Film von David Lynch. Der Performancekünstler produziert alle Geräusche live auf der Bühne. Der Körper Duponts schafft in einem klaustrophobisch beengten Wohnraum eine elektrisierende Spannung. «Hauts Cris (miniature)» ist eine geheimnisvolle Miniatur, eine erschreckende Revolte im Puppenhaus, die die Möglichkeiten und Grenzen individueller Freiheit schmerzhaft körperlich vor Augen führt.Vincent Dupont absolvierte eine Schauspielausbildung. 1997 trifft er Boris Charmatz, mit dem ihn eine intensive Zusammenarbeit verbindet. Anlässlich «Hors séries» – organisiert von der Association Edna – entwickelt er seine erste eigene Choreografie. Seither realisiert er eigene Arbeiten, kooperiert aber immer wieder auch mit anderen Künstlern. Seine Arbeit konzentriert sich auf Ereignisse, die das sensorische Gleichgewicht des Zuschauers durcheinander bringen. Im Jahre 2007 erhält er von der SACD den Preis «Nouveau talent chorégraphie».Das Gastspiel in Bern wird von «France Danse Europe» unterstützt.