Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03323.jsonl.gz/1414

Stakeholder-Dialoge
Stakeholder-Dialoge sind strukturierte Kommunikationsprozesse, die darauf abzielen, Akteure zu unterstützen, um evidenzbasierte Lösungen für ein bestimmtes Problem zu implementieren. Basierend auf einem Policy Brief arbeitet eine Gruppe von 6-20 Stakeholdern an einem gemeinsamen Verständnis des Problems und der besten Vorgehensweise.
Die Dialoge werden von einem Moderator geleitet, der die Beratung beaufsichtigt, die Teilnehmer zur Auseinandersetzung mit ihren Ansichten anregt und die Konfrontation über Meinungsverschiedenheiten erleichtert.
Die Dialoge sind im Allgemeinen dann zu Ende, wenn es zu einer Einigung bezüglich einer Vorgehensweise gekommen ist. Wenn keine Einigung erzielt werden kann, stellt sich die Frage, ob i) ein zweiter Dialog stattfinden muss, um Einigung zu finden oder ii) ob mehr Forschung erforderlich ist, da es möglicherweise an ausreichender Evidenz fehlt, um sich auf die beste Vorgehensweise einigen zu können.
Wenn Situation i) eintritt, bindet das SLHS die Stakeholder in eine strukturierte Verhandlung ein, um Meinungsverschiedenheiten zu lösen.
Wenn Situation ii) eintritt, informiert das SLHS die Forschungsagenda der akademischen Partner, um die offenen Fragen zu behandeln.
Stakeholder-Dialoge sind vielversprechende Mechanismen, um politische Entscheidungsträger über evidenzbasierte Massnahmen zu identifizierten Problemen auf allen Ebenen des Gesundheitssystems zu informieren. Dies schliesst die Politik, Dienstleistungserbringung oder Finanzierung sowie die Erhebung von Gesundheitsinformationen ein. Darüber hinaus sind Stakeholder-Dialoge Mechanismen, welche die Identifizierung von Forschungsthemen unterstützen, die den aktuellen Bedürfnissen des Gesundheitssystems entsprechen und somit eine Kultur der geteilten Verantwortung schaffen.
In der Rubrik Themen finden Sie eine Liste von Stakeholder-Dialogen, die vom SLHS durchgeführt worden sind.