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Weniger Kaiserschnitte dank gewichtsbezogener Interventionen
Individuelle Teilnehmerdaten aus 36 randomisierten Studien zum Nutzen gewichtsbezogener Interventionen (Ernährung und/oder körperliche Aktivität) in der Schwangerschaft wurden kürzlich für eine Metaanalyse herangezogen. Tatsächlich haben die getesteten Interventionen den Gewichtsanstieg in der Schwangerschaft abgebremst. Dabei gab es jedoch keine Unterschiede zwischen verschiedenen Subgruppen (Alter, BMI, Schwangerschaftszahl etc.).
Im Mittel nahmen die Frauen der Interventionsgruppen um 14 % weniger zu als die der Kontrollgruppen. Doch auf das kombinierte mütterliche und kindliche Outcome scheint dies weder insgesamt noch in Subgruppen einen signifikanten Einfluss zu haben – keinen positiven, aber auch keinen negativen.
Ein sehr günstiger Einzeleffekt ist dennoch hervorzuheben. Die Häufigkeit von Kaiserschnitt-Entbindungen war in den Interventionsgruppen signifikant geringer. Beim Auftreten anderer Komplikationen gab es dagegen keine Unterschiede: Dies galt für Gestationsdiabetes, Schwangerschaftshochdruck und Frühgeburtlichkeit ebenso wie für die Totgeburtenrate, zu geringes oder zu hohes Geburtsgewicht und die Neugeborenen-Intensivtherapie.
Fazit: Man sollte nicht nur die übergewichtigen, sondern alle schwangeren Frauen beraten, wie sie eine übermässige Gewichtszunahme vermeiden können. Dass damit keine Nachteile verbunden sind und sich auch der Kaiserschnittbedarf senken lässt, dürfte Frauen motivieren, an gewichtsbezogenen Interventionsprogrammen teilzunehmen.
Khan KS et al. BMJ 2017; 358: j3991.