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PFLANZKOPF
Die ersten Persönlichkeiten aus Ton hatten die Grösse eines menschlichen Kopfes, die Nachfolgenden erreichten eine Höhe von ca. sechzig Zentimetern. Unterdessen sind sie bis zu einem Meter herangewachsen.
Der Entstehungsprozess der keramischen Portraits ist langsam. Wie ein Baum Jahr für Jahr um einen Ring wächst, wird bei der Aufbautechnik Ton-Rolle um Ton-Rolle angesetzt und verstrichen. Es bleiben sanfte Unebenheiten bestehen, welche die Lebendigkeit der Oberflächenstruktur ausmachen. Diese Lebendigkeit wird bei den Farbigen durch unregelmässigen Pinselstrich noch verstärkt. Die verwendeten Steinzeug-Tone sind winterfest.
GESICHTER
Als ich Kind war, fertigte ich unzählige Buntstiftzeichnungen von Indianerinnen im Profil an. Als Jugendliche und junge Erwachsene reizte mich die Mutprobe, an öffentlichen Plätzen Portraitzeichnen anzubieten. Am häufigsten jedoch portraitierte ich Freundinnen und Freunde oder setzte mich mit mir selbst hin um mein Spiegelbild abzuzeichnen oder abzumalen. Im Fokus ist heute wie damals nicht das perfekte Abbild sondern das Rüberbringen eines bestimmten Gesichtsausdruckes.
GEWÄCHSE
Es sind spezifische Auffälligkeiten, welche bei mir auf Resonanz stossen, mich nicht mehr loslassen und zu einer gestalterischen Umsetzung drängen. Das Gewirr einer zirpenden Sommerwiese, die Vergänglichkeit eines blühenden Kirschbaums, der knorrige, von Schmarotzerpflanzen gewürgte Baum, die plastifiziert anmutende Ufo-Pflanze oder das riesige, samtige Blatt der indischen Lotusblume mit dem blauen Schimmer.