Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/3615

Abstraktion
Dargestellte Dinge zu abstrahieren bedeutet, dass die Dinge auf das Wesentliche reduziert werden. Für diesen Prozess gibt es keine Regeln. Was wesentlich ist, bestimmt die Künstlerin oder der Künstler und es liegt auch im Auge des Betrachters.
Der Begriff Abstraktion kommt aus dem Lateinischen (abstractus, abs-trahere) und bedeutet abziehen, entfernen. Streng genommen bedeutet dies, dass Werke der Abstrakten Kunst immer von "Etwas Realem" ausgehen. Heute wird der Begriff aber auch im Sinne von "gegenstandslos" verwendet.
Wichtige Wegbereiter der Abstrakten Malerei waren unter vielen anderen: Wassily Kandinskys, Piet Mondrian, Robert Delaunay.
Acrylmalerei
Acrylmalerei bezeichnet Malerei, die mittels Acrylfarben gemalt wurde. Acrylfarben für den künstlerischen Gebrauch sind im Vergleich zu Ölfarben jung. Ende der 1940er wurden in den Vereinigten Staaten die ersten Acrylfarben hergestellt.
Acrylfarben bestehen aus einem milchigen Bindemittel (Leim) und Pigmenten (Farbpulver). Das Bindemittel trocknet transparent aus. Nach der Trocknung ist die Acrylfarbe wasserfest. Normale Acrylfarbe trocknet relativ schnell. Im Handel sind langsam-trocknende Farben erhältlich und Malmittel, die den Trocknungsprozess verzögern.
Akt
Unter einem Akt versteht man die Abbildung des nackten menschlichen Körpers. Das Abbilden kann in diversen Medien erfolgen: Zeichnen, malen, modellieren usw.
Aquarellmalerei
Aquarellfarben sind nicht deckende Wasserfarben, die aus extrem feinen Pigmenten und mit einem in Wasser löslichen Bindemittel leicht gebunden sind. Der Name stammt vom lateinischen Aqua (Wasser) ab. Um weisse Stellen im Bild zu erhalten muss der Malgrund ausgespart werden. Das übereinander malen mit Aquarellfarben und anderen wässerigen Techniken (z.B. Tusche) nennt man lavieren.
Bild: Julia Kuster
Hochdruck
Zu den Techniken des Hochdruckes zählen der Holzschnitt, der Linolschnitt oder der Buchdruck. Man schneidet aus einem Stück Holz diejenigen Stellen aus, die später nicht gedruckt werden sollen. So entsteht eine Art Stempel. Die stehen gebliebenen Stellen werden eingefärbt und auf einen Bildträger gedruckt. Meister dieser Technik war Albrecht Dürer. Auch heute arbeiten wieder viele mit dieser alten Drucktechnik. Ein bekannter Vertreter ist Georg Baselitz. In der Schweiz existiert der Verein der Holzschneider, die Xylon seit 1944.
Monotypie
Die Monotypie (griechisch: mónos; einzig, allein) ist ein Druckverfahren, bei dem nur ein einziger Abzug entsteht: Eine Druckplatte, meist Metall oder Kunststoff, wird mittels Farbe eingefärbt. D.h. man malt direkt auf die Platte. Bevor die Farbe getrocknet ist, wird sie gedruckt. Dies erfolgt meistens mit einer Tiefdruckpresse. Zeitgenössische Künstler sind: Per Kirkeby (click for Video), Rosina Kuhn (Monotypien), Eric Fischl.
Ölmalerei
Ölfarbe besteht aus Pigmenten und Öl (Leinöl) als Bindemittel. Daher auch der Name Ölfarbe oder Ölmalerei. Die Technik wurde vor allem von Jan van Eyck (1390-1441) weiterentwickelt und verfeinert. Die Erfindung der Farbtube um 1850 ermöglichte den Impressionisten die Malerei vor Ort (-> Plein-Air). „Die Farbtuben haben es uns ermöglicht, in freier Natur zu malen. Ohne sie hätte es weder einen Cézanne noch einen Manet gegeben, auch nicht den Impressionismus.“ (Auguste Renoir) Zitat aus: wikipedia
Die Ölmalerei bietet die Möglichkeit verschiedene Farbtöne fliessend ineinander zu malen und hebt sich so vor ihren vorgängigen Techniken wie Tempera- oder Freskomalerei ab.
Plastik / Skulptur
Eine Plastik ist wie auch eine Skulptur ein dreidimensionales Objekt. Der Unterschied zwischen Plastik und Skulptur besteht darin, dass Plastik ursprünglich ein Objekt bezeichnet, das durch auftragen oder modellieren von Material entsteht. Eine Skulptur hingegen durch abtragen, wegmeisseln (plastique (franz.), formbar – sculpere (lat.), schnitzen, meisseln).
Plein-Air-Malerei
Plein-Air-Malerei (en plein air (franz.), im Freien) oder Freilichtmalerei bezeichnet eine Malerei, die im Freien stattfindet. Künstler setzen sich in die Landschaft und geben ein Stück Natur wider. Im Gegensatz zur Ateliermalerei herrschen bei der Plein-Air-Malerei natürliche Licht- und Schattenverhältnisse. Erst durch die Erfindung der Tubenfarbe (siehe Ölfarbe) wurde es möglich im Freien zu arbeiten. Davor mussten die Künstler ihre Farbe stets frisch im Atelier anrühren.
Tiefdruck
Der Tiefdruck ist ein Druckverfahren bei dem das abzubildende Sujet in eine Metallplatte, meist Kupfer oder Zink, in Form einer Vertiefung geritzt oder geätzt wird. Der Tiefdruck wird auch als Radierung bezeichnet. Wobei die Radierung ein bestimmtes Tiefdruckverfahren ist, bei dem mittels Ätzung die Vertiefungen entstehen.
Spezifische Techniken des Tiefdrucks sind: Radierung, Kaltnadel, Aquatinta, Mezzotinto, Kaltnadel, Roulette.
Nach der Ätzung oder der mechanischen Bearbeitung (Kaltnadel, Mezzotintomesser, Roulette) wird die Platte eingefärbt und so lange sauber gewischt, bis sich die Farbe nur noch in den Vertiefungen befindet.
Danach wird die Metallplatte auf die Presse gelegt, auf die Platte ein feuchtes Büttenpapier. Der hohe Druck der Presse sorgt dafür, dass das Papier die Druckfarbe aus den Vertiefungen "ziehen"
kann. (click for Video)
Diese Technik bietet faszinierende künstlerische Möglichkeiten; es ist möglich, die Platte immer wieder und von neuem zu bearbeiten. So kann spontan auf den vorgehenden Druck reagiert werden.
Rembrandt van Rijn (1606 - 1669) hat ein unglaubliches druckgrafisches Werk hinterlassen. Heute arbeiten immer noch zahlreiche Künstler mit diesem Verfahren: Mamma Andersson, Tal R, Peter Doig, Richard Tuttle u.v.a.m.