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Steingallen,
blaue Mäler, Krappenmäler, Krankheit, die bei Pferden häufig bei fehlerhaften Fußstellungen und gewissen Beschlagfehlern vorkommt. Pferde [* 2] mit S. gehen gewöhnlich lahm, und man bemerkt bei dem Ausschneiden des Hufes dunkelrote Stellen (Mäler) am Sohlenhorne, namentlich in der Gegend der Eckstreben. Die Krankheit besteht in einem durch eine Quetschung bedingten Bluterguß zwischen Huflederhaut und Hornschuh, der in der Regel nach kurzer Zeit auf erweichende Umschläge wieder verschwindet.
Unvorsichtiges Ausschneiden (bis zum Blutabfluß) und Verunreinigung der Wunde kann die
Krankheit durch
Herbeiführung einer eiterigen
Entzündung (eiternde S.) sehr verschlimmern. Daher ist den Schmieden das Ausschneiden der
S., das im günstigsten Falle keinen Nutzen hat, zu verbieten. Bei der eiternden
Steingalle ist umfangreiches Entfernen des
umgebenden Hufhorns und die Anwendung desinfizierender
Bäder (mit
Carbolsäure-,
Chlorkalk- und Sublimatzusatz)
angezeigt.