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Die Schwyzerin wurde Zweite hinter der Italienerin Federica Brignone, die mit mehr als anderthalb Sekunden Vorsprung triumphierte. Bronze ging überraschend an die österreichische Speed-Spezialistin Ricarda Haaser.
Brignone, Holdener und Haaser profitierten vom Ausfall von Mikaela Shiffrin. Die amerikanische Topfavoritin, die am letzten Grossanlass, den Olympischen Spielen 2022 in Peking ohne Medaille geblieben war, verpasste im Slalom auf Goldkurs liegend das drittletzte Tor. Petra Vlhova, die starke Allrounderin aus der Slowakei, verzichtete auf einen Start.
Durch Shiffrins Patzer hätte sich auch Michelle Gisin ein Türchen zu einer Medaille aufgetan. Die Olympiasiegerin aus Engelberg kam im Slalom jedoch nicht auf Touren und verpasste die Top 3 als Sechste um mehr als eine Sekunde. Nach dem Super-G war Gisin im 14. Rang gelegen, einen Platz vor Holdener.
Für die 29-jährige Holdener, die auch am 18. Februar im WM-Slalom zu den Mitfavoritinnen gehört, war es bereits die zehnte Medaille an Grossanlässen. Fünf davon errang sie an Weltmeisterschaften, davon zweimal Gold in der Kombination (2017 und 2019).
Brignone, die Dritte in der Olympiakombination 2022 und Gesamtweltcupsiegerin 2020, legte den Grundstein zu ihrer ersten Goldmedaille an einem Grossanlass mit der klaren Bestzeit im Super-G. Im Slalom, den sie eröffnen konnte, verblüffte die 32-Jährige mit der zweitbesten Zeit. Einzig Holdener war um einige Hundertstel schneller.
(sda)