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Bienne–Evilard
|Kürzel||BE|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1898-01-20|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1898 eröffnete, in der Statistik auf Deutsch als «Biel–Leubringen» bezeichnete Bahn war eine Aktiengesellschaft und von Anfang an elektrifiziert (Drehstrom; ab 1960 Gleichstrom). 528 Meter oder 57 Prozent der schiefen Länge der zweischienigen BE verliefen in Tunnels. Das war in absoluten Zahlen der höchste Wert aller Schweizer Seilbahnen. Evilard, wo sich unter anderem ein Kurhaus und ein Restaurant befanden, war ein beliebtes Ausflugsziel insbesondere auch für Wintersportaktivitäten. Die Zwischenstation Beaumont wurde 1905 ausgebaut.
Die ganzjährig verkehrende BE war finanziell sehr erfolgreich. Ihre Betriebsergebnisse lagen von Beginn an stets im positiven Bereich. Fast jedes Jahr konnten Dividenden ausbezahlt werden, die in den besten Jahren – und das waren die Kriegsjahre nach 1914! – bis zu 10 Prozent des Aktienkapitalwerts erreichten. Die BE war eine der wenigen Standseilbahnen, die von den Kriegsereignissen profitierten. Die Zahl der Reisenden stieg 1914 bis 1919 von 57'700 auf 119'400 Personen an. Die schwebenden Schulden betrugen 1920 erträgliche 23'800 Franken. Auf dem Reservekonto lagen insgesamt 65'300 Franken.
1910 stockte die BE ihr Fremdkapital markant auf. Dies stand unter anderem in Zusammenhang mit Umbauten des Antriebs, dessen Leistung von 40 auf 90 PS mehr als verdoppelt wurde. Die BE erreichte damit eine Geschwindigkeit von beachtlichen 2.5 Metern pro Sekunde. Gleichzeitig erweiterte sie ihre Platzkapazitäten durch neues Rollmaterial. Die Realisierung dieser Neuerungen oblag wie schon der Bau 1898 der Firma Von Roll AG Bern.
Die Baukosten der BE bezifferten sich auf 438'400 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1920). Das war angesichts der umfangreichen Tunnelführung sehr moderat. Mit Abstand grösster Kostenfaktor war denn auch der Unterbau, der knapp über die Hälfte des Totalaufwands auf sich vereinigte. Die Rollmaterialkosten berechnete die BE ab 1911 anders als zuvor, indem von nun an die Aufwendungen für das Drahtseil, die Seiltragrollen sowie für die mechanischen und elektrischen Einrichtungen im Gesamtbetrag von rund 28'000 Franken separat ausgewiesen wurden.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.