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Thermische Solaranlagen können eine konventionelle Heizung mit Solar-Energie ergänzen und so dazu beitragen, Heizkosten zu sparen. Laut Schweizerischer Vereinigung für Sonnenenergie (ssES) kann solch eine Anlage immerhin 25 bis 50% der zur Raumheizung benötigten Wärme liefern.
Ziele rund um Solarthermie in der Schweiz formuliert der „Masterplan Solarwärme Schweiz 2035“. Laut dieses Masterplans soll Solarthermie bis 2035 insgesamt 10% des gesamten Wärmebedarfs von Wohnimmobilien, Firmengebäuden etc. decken. 2011 gab es in der Schweiz rund 1,1 Millionen Quadratmeter installierte Kollektoren. Mit ihnen wurden innerhalb eines Jahres rund 460 Gigawattstunden Wärme produziert. Eine Gigawattstunde sind eine Milliarde Watt pro Stunde. Zum Vergleich: Laut Aargauer Zeitung lag der jährliche Wärmeverbrauch in der Stadt Aarau mit ihren 20.130 Einwohnern bei 390 Gigawattstunden.
Für Heizungen mit Solar Unterstützung kommen die beiden Kollektoren-Typen Flach- und Röhrenkollektoren in Betracht. Daneben gibt es noch sogenannte Mattenabsorber, die allerdings zumeist nur für Zwecke wie die Erwärmung von Schwimmbadwasser nutzbar sind. Tendenziell sind Röhrenkollektoren pro Quadratmeter installierter Kollektorfläche teurer als Flachkollektoren. Das bedeutet auch: Die Zeit bis zur Amortisierung (wenn die Einsparungen durch die Solarthermie die Kosten übersteigen) ist länger. Die ssES gibt als möglichen Wirkungsgrad bei Flachkollektoren 40 bis 80% und bei Röhrenkollektoren 60 bis 80% an. Der Wirkungsgrad beschreibt, wie viel der auf den Kollektor auftreffenden Sonnenenergie in Wärmeenergie umgewandelt wird.
Weitere Daten zum möglichen Ertrag durch Solarthermie liefert der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Der Verband gibt eine Kollektorfläche von 0,6 m² bis 1 m² an, die pro „1000 kWh jährlicher Wärmebedarf für Warmwasser und Raumheizung“ fällig wird. „1000 kWh Wärmebedarf entsprechen 100 Liter Heizöl“, berichtet der Verband weiter.
Ob und wie gut eine Immobilie für eine Heizung mit Solar geeignet ist, ist nicht zuletzt vom Dach der Immobilie abhängig. Ideal ist eine Südausrichtung des Dachs, das maximal 45° von der Südachse nach Ost oder West abweichen sollte, schreibt der Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie. Die Dachneigung sollte zudem zwischen 30 und 60 Grad liegen.