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Windschutz
Der Büttenberg und der Jurahang kanalisieren den Westwind und die Bise. Zum Schutz der landwirtschaftlichen Kulturen wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts quer durch das Tal der Leugene mehrere Windschutzstreifen angelegt. Die vielfältigen Bestockungen haben einen günstigen Einfluss auf das Mikroklima und bereichern das Landschaftsbild. Nicht zuletzt sind die Windschutzstreifen auch Lebensraum für zahlreiche Tierarten und ein wichtiges Element des Wildtierkorridors. Sie sollten deshalb möglichst wenigen Störungen unterworfen werden.
Idealaufbau
«Unten dicht und oben licht!» So lautet die Formel für einen optimal aufgebauten Windschutzstreifen. Am Boden muss die Bestockung möglichst geschlossen bleiben, damit keine Windbeschleunigung durch Düsenwirkung entstehen kann. Der obere Teil hingegen sollte aufgelockert werden um Luftwirbel zu verhindern.
Der Windschutz der Gehölzstreifen wirkt sich bis in eine Entfernung aus, die ungefähr der zehn- bis fünfzehnfachen Baumhöhe entspricht. Die Schutzstreifen müssen daher in bestimmten Abständen hintereinander angelegt werden. Sie sollten ausserdem im rechten Winkel zur Hauptwindrichtung stehen.
Pappel
Pappeln wachsen schnell und bilden ein weiches Holz. Sie wachsen auch dann weiter, wenn der Baum abbricht oder in einiger Höhe abgesägt wird. Aufgrund ihrer Raschwüchsigkeit und Anspruchslosigkeit wurden vor rund 100 Jahren bei der Anlage der Windschutzstreifen vorwiegend Pappeln verwendet. Daneben wurden auch Fichten, Eichen und Eschen gepflanzt.
Im Laufe der Jahre mussten die Pappeln bei der Pflege der Gehölze immer wieder den wertvolleren Baumarten weichen. Heute sind sie nur noch vereinzelt zu finden.
Dachs
Der Dachs (Meles meles) ist ein kurzbeiniges, plump wirkendes Raubtier. Da er den Tag meist in seinem Bau verschläft und erst in der Dämmerung oder nachts aktiv wird, lässt sich der Dachs nur schwer in freier Wildbahn beobachten.
Seine Höhle, den Dachsbau, gräbt er selbst. Nur selten erweitert er die Höhlen anderer Tiere (z. B. Fuchs) auf seine eigene Körpergrösse. Dachse halten oft über mehrere Generationen an ihrem Bau fest, so dass mit der Zeit weitläufige Röhrensysteme mit mehreren Eingängen und Kesseln entstehen.
Wirkung von Windschutzstreifen
In der Umgebung der Windschutzstreifen wird das Mikroklima entscheidend verbessert: Auf der windgeschützten Seite (Leeseite) nehmen Taubildung, Niederschlag und Bodenfeuchte zu, Verdunstung und Winderosion hingegen ab. Dadurch kann die landwirtschaftliche Produktion (je nach Kultur) um 5 % - 50 % erhöht werden.
Die Windschutzstreifen – insbesondere die Gehölzränder – sind ideale Lebensräume für zahlreiche Kleintiere wie Igel, Spinnen, Raubmilben oder Marienkäfer, welche sich von Schadorganismen der landwirtschaftlichen Kulturen ernähren. Diese räuberisch lebenden Tiere wirken somit als natürliche Schädlingsbekämpfer.