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Le défi Trump
[Deutsche Version unten]
Voilà à peine trois jours que la COP22 avait débuté et le plus célèbre des climato-sceptique, Donald Trump était élu à la tête des Etats-Unis d’Amérique. Ce fut l’effet d’une douche froide pour les centaines d’organisations engagées dans la lutte climatique mais également pour les délégations. Les plus dépités semblaient être les membres de la délégation même des Etats-Unis. Après la surprise, c’est un vent de panique qui s’est emparé de la COP22 : « Que va devenir l’Accord de Paris avec Trump président ? ». Il est maintenant nécessaire de mener une analyse juridique et politique avec la tête froide. C’est ce qu’ont fait les organisations de la société civile engagées dans la lutte contre les changements climatiques. Une fois rationalisée, la situation semble surmontable. Swiss Youth for Climate tente de vous donner quelques éléments de cette analyse.
LES FAITS JURIDIQUES
Si les USA décident effectivement d'abandonner l’action climatique, ils peuvent le faire de trois façons différentes:
1) Ne rien faire
L’Accord de Paris est juridiquement contraignant. Il est donc obligatoire pour les pays de
soumettre des objectifs de réduction d’émissions de gaz à effet de serre. En revanche, atteindre ces objectifs n’est pas contraignant. Par conséquent, Donald Trump peut conserver l’actuel objectif des USA (-26%-28% en 2025 par rapport au niveau de 2005) tout en décidant de ne pas le respecter.
2) Dénoncer l’Accord de Paris
Selon l’article 28 de l’Accord de Paris, il n’est possible de dénoncer l’Accord que trois ans après sa ratification. Comme il y a encore un an de préavis, si Trump décide de sortir de l’Accord de Paris, il ne peut donc le faire qu’en septembre 2020 au plus tôt.
3) Sortir de la Convention Cadre des Nations Unies sur les Changements Climatiques (CCNUCC)
En quittant la CCNUCC, les USA dénoncent automatiquement l’Accord de Paris. Ce procédé prendrait un an. En sortant de la CCNUCC, les Etats-Unis se priveraient cependant de l’accès à tout un pan de la politique internationale. La CCNUCC est en effet, au cours du temps, devenue une institution fondamentale du monde politique international. S’en priver, ne serait certainement pas stratégique.
Cependant, ces trois possibilités se basent toutes sur des principes juridiques. Politiquement, l’affaire a toute autre allure.
LES FAITS POLITIQUES
La politique internationale est un fragile équilibre qui s’étend au delà des barrières thématiques. Ainsi, les Etats-Unis ne pourront probablement pas abandonner les négociations climatiques sans que cela ait un impact négatif pour eux dans un autre domaine de la politique internationale. Par ailleurs, le plus gros émetteur de la planète, la Chine, a déjà annoncé qu’il ne changera pas ses engagements. On pourrait donc se retrouver dans une configuration où la Chine et l’Union Européenne prennent les devants. Cela demanderait néanmoins une augmentation drastique de la volonté politique de cette dernière.
L’esprit de Paris est encore très présent. Une élection de l’importance de celle du président des Etats-Unis peut le déstabiliser mais pas le détruire. La grande majorité des pays est toujours convaincue de la nécessité absolue de l’action climatique.
Par ailleurs, en dehors des états-nations, les régions, les villes, les entreprises et les citoyens s’engagent de plus en plus pour l’action climatique. Certainement en partie pour protéger l’environnement mais également pour des raisons économiques. L’économie verte ça paye. John Kerry, l’actuel Secrétaire d’Etat de l’administration Obama, qui a donné une conférence de presse ici à la COP22, l’a rappelé : même un Trump ne peut pas s’opposer à la révolution énergétique. Le marché de l’énergie renouvelable s’envole, la compétition augmente et les prix baissent. Le 100% renouvelable est non seulement techniquement possible, aujourd’hui, il l’est aussi politiquement. Et ça, même Trump ne peut pas nous le voler !
------------------------------------------- Deutsche Version ------------------------------------ Übersetzung: Sandro Benz Die Herausforderung Trump Drei Tage nach Beginn des zweiwöchigen COP22 in Marrakesch wurde der berühmte Immobilen-Mogul und Klimaskeptiker Donald Trump für viele völlig überraschend zum neuen Präsident der USA gewählt. Dieser Ausgang der Wahl war nicht nur für die meisten der Organisatoren und Teilnehmenden, die sich für den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen, wie ein kalte Dusche mit der niemand gerechnet hatte, sondern auch für die offiziellen Delegierten vieler Länder. Am meisten frustriert schienen verständlicherweise die Mitglieder der US-Delegation zu sein. Nachdem sich der erste Schock etwas gelegt hatte, machte sich jedoch schnell Panik breit: «was passiert jetzt mit dem Pariser Klimaabkommen unter Präsident Trump?». Trump hatte während der Wahlkampagne angedeutet, dass er das Paris Abkommen aufkünden werde.Die Panik hat sich nun mittlerweile wieder etwas gelegt und eine nüchterne politische und rechtliche Analyse dieser Präsidentschaftswahl bezüglich den möglichen Auswirkungen auf das Pariser Klimaabkommen scheint deshalb angebracht und notwendig. Die meisten Organisationen und Zivilgesellschaften, die sich für den Kampf gegen den Klimawandel einsetzen, haben sich daher nun mit den möglichen Konsequenzen befasst. Genauer betrachtet, so scheint die Situation nicht ganz so ausweglos und düster wie auf den ersten Blick. Swiss Youth for Climate (SYFC) hat nun versucht, die wichtigsten Aspekte zu den Auswirkungen der amerikanischen Präsidentschaftswahl mit Bezug auf den Kampf gegen den Klimawandel hier zusammenzutragen und zu analysieren.
DIE RECHTLICHEN ASPEKTE Falls die zukünftige US-Regierung die Drohungen wahrmachen will und sich tatsächlich vom Pariser Klimaabkommen verabschieden sollte, bestehen grundsätzlich drei Möglichkeiten: 1) Nichts tunDas Paris Abkommen ist zwar rechtlich verbindlich und alle Länder sind aufgefordert, individuelle Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen einzureichen. Allerdings ist das Erreichen dieser Ziele nicht rechtlich bindend (sofern ein Staat kein entsprechendes Gesetz dafür verabschiedet). Aus diesem Grund bestünde die wohl einfachste Möglichkeit für Donald Trump das aktuelle Reduktionsziel der USA (minus 26 % - 28 % bis 2025 im Vergleich zum Niveau von 2005) zwar aufrecht zu erhalten, jedoch diese Ziel einfach zu ignorieren. 2) Kündigung des Pariser KlimaabkommenGemäss Artikel 28 des Pariser Abkommens ist es möglich, das Klimaabkommen frühestens drei Jahre nach der Ratifizierung wieder aufzukündigen (die USA hat das Abkommen durch Barak Obama bereits ratifiziert). Da jedoch vom Zeitpunkt der offiziellen Bekanntmachung der Kündigung bis zur Aktivierung dieser drei-jährigen Kündigungsfrist zusätzlich eine Wartefrist von einem Jahr besteht, könnte Trump das Abkommen frühestens im September 2020 formell verlassen. 3) Austritt aus der Konvention zum Klimawandel der Vereinigten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC)Entscheiden sich die USA, ihre Mitgliedschaft bei der UNFCCC aufzukündigen und auszutreten, dann kündigen sie automatisch auch das Pariser Klimaabkommen. Der Austrittsprozess aus der UNFCC dauert nur ein Jahr. Beschliessen die USA unter der Trump-Regierung diesem relativ radikalen Schritt, hätte dies aber mit grösster Wahrscheinlichkeit weitreichende politische Konsequenzen auf der international Bühne. Es ist anzunehmen, dass dieser Schritt die USA wohl auch ganz allgemein in der internationalen Politik und Zusammenarbeit schaden würde. Denn die UNFCCC hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer bedeutenden Institution in der internationalen Zusammenarbeit entwickelt und ein Austritt der USA wäre strategisch gesehen nicht sehr geschickt. Dazu jedoch mehr im nachfolgenden Abschnitt.
DIE POLITISCHEN ASPEKTE Die internationale Politik beruht auf einem empfindlichen Gleichgewicht, das sich über verschiedene thematische Bereiche erstreckt (die internationale Klimapolitik ist nur einer von vielen weiteren). Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass ein Austritt aus der internationalen Klimapolitik nicht ohne negative Konsequenzen für die USA in anderen Bereichen der internationalen Politik und Zusammenarbeit einhergeht. Des Weiteren hat der weltweit grösste Emitter von Treibhausgasemissionen, China, bereits angekündigt, dass es seinen Verpflichtungen gegenüber dem Pariser Klimaabkommen nachkommen wird und diese erfüllen will – auch ohne die USA. Dies könnte dazu führen, dass China zusammen mit der Europäischen Union (EU) die Führung im Klimaschutz übernehmen werden, wobei dieses Szenario eine signifikante Erhöhung des politischen Willens und der Ambitionen der EU erfordern würde.
Der positive Spirit des Pariser Klimaabkommens ist jedoch weiterhin vorhanden. Eine so einflussreiche Wahl wie diejenige des EU-Präsidenten kann diesen Spirit vielleicht destabilisieren, aber keinesfalls ganz zerstören. Denn die überwiegende Mehrheit der Staaten ist weiterhin fest von der Notwendigkeit des Klimaschutzes überzeugt. Zudem ist auch vermehrt zu beobachten, dass neben den Nationalstaaten auch ganze Regionen, Städte, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger sich konkret zum Klimaschutz bekennen und verpflichten. Denn immer mehr und mehr Akteure beginnen zu realisieren, dass sich der Klimaschutz nicht nur positiv auf unserer Umwelt und Lebensgrundlagen auswirkt, sondern sich eben auch aus wirtschaftlichen Gründen bezahlt macht und sich eine grüne Wirtschaft lohnt. John Kerry, der scheidende Aussenminister der Obama-Regierung, rief auf einer Pressekonferenz an der COP22 in Marrakesch in Erinnerung: selbst ein Donald Trump kann sich der anhaltenden Revolution im Energiebereich nicht entgegenstellen. Der Markt für erneuerbare Energien ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, die Kosten für Sonnen- und Windenergie sind drastisch gesunken so dass diese mittlerweile längst konkurrenzfähig sind und es ist davon auszugehen, dass die Preise noch weiter fallen werden. Eine Wirtschaft basierend auf 100 % erneuerbaren Energien ist heute nicht nur technisch möglich, sondern auch politisch. Und diesen Fortschritt kann uns auch ein Donald Trump nicht mehr nehmen!