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Der bisher provisorisch als Ines-1 klassierte Zwischenfall geschah bei der Brennstoffbeladung des Reaktors: Wegen eines Verfahrensfehlers wurden 113 Brennelemente um einen Platz versetzt geladen. Mitarbeiter kamen dabei nicht zu Schaden, aber die nukleare Aufsichtsbehörde ASN verlangte von der EDF eine vertiefte Analyse der Ereignisursachen und möglichen Konsequenzen.
Die ersten Resultate dieser Analyse zeigen, dass die falsche Positionierung der Brennelemente im Reaktorkern von Dampierre-4 unter Umständen eine Kettenreaktion hätte auslösen können. Auch hätten die vorhandenen Messvorrichtungen einen Leistungsanstieg nicht frühzeitig gemeldet. Deshalb hat die EDF selbst eine Höherklassierung des Zwischenfalls beantragt.
Die Kraftwerksleitung hat sofort Massnahmen im Bereich Organisation und Kontrolle ergriffen, um eine Wiederholung dieses Zwischenfalls zu vermeiden. Der Erfahrungsrückfluss aus Dampierre hat gemäss ASN gezeigt, dass die gefundenen Verfahrensmängel alle Kernkraftwerke der EDF betreffen, und entsprechend wurden die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen im ganzen Park bereits umgesetzt.
Quelle
M.S. nach Medienmitteilungen ASN und EDF, 2. Oktober 2001