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Genolier (awp) - Im Führungsstreit um die Genolier Swiss Medical Network SA scheint sich eine Lösung anzubahnen. Gemäss einem Bericht der SonntagsZeitung haben sich die Aktionäre Antoine Hubert und die US-amerikanische Investmentgesellschaft Lincoln Vale geeinigt und die Bildung einer Gruppe beschlossen. Ausserdem scheint es einen ausländischen Investor zu geben, der an einer strategischen Beteiligung interessiert ist.
Genolier schreibt in einer Mitteilung vom Sonntagabend, der Verwaltungsrat "begrüsst sämtliche Entwicklungen, die zu einer Beruhigung innerhalb des Aktionariates beitragen und es der Gesellschaft erlauben, sich auf das operationelle Geschäft zu konzentrieren". Da der Verwaltungsrat die Einzelheiten der zwischen Hubert und Lincoln Vale gebildeten Gruppe und deren Absichten aber nicht kenne, könne er sich dazu aber derzeit nicht weiter äussern.
Der Verwaltungsrat hat laut der Mitteilung am Samstag ausserdem eine Absichtserklärung (Letter of Intent) einer ausländischen Spitalgruppe erhalten, wonach diese an einer strategischen Beteiligung an Genolier interessiert sei. Der Verwaltungsrat begrüsse diese Interessensbekundung und werde eine mögliche Partnerschaft mit dieser Spitalgruppe im Interesse der Aktionäre weiterverfolgen, heisst es dazu.
Das Interesse der ausländischen Spitalgruppe sei allerdings an verschiedene Bedingungen geknüpft, einschliesslich derer, dass alle offenen Corporate-Governance-Fragen innerhalb der Genolier-Gruppe zuvor geregelt würden. Der Genolier-Verwaltungsrat, heisst es weiter, teile die Meinung, dass diesbezüglich im Interesse aller Aktionäre Klarheit geschaffen werden müsse.
Der Verwaltungsrat sei zudem der Ansicht, dass die von PricewaterhouseCoopers (PWC) derzeit durchgeführte interne Untersuchung "auch in diesem Zusammenhang von grosser Wichtigkeit" sei. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 16. August 2010 zusammen mit PwC präsentiert werden.
Weiter heisst es in der Mitteilung, Genolier befinde sich "seit einigen Monaten in einer angespannten Liquiditätslage, die sich in den letzten Wochen zugespitzt" habe. Das Interesse der ausländischen Spitalgruppe sei auch vor diesem Hintergrund vom Verwaltungsrat "mit grossem Interesse aufgenommen worden".
Gleichzeitig treibe der Verwaltungsrat seine Bemühungen zur Sicherung der Finanzierung der Gruppe "intensiv voran", wobei sämtliche Finanzierungsmöglichkeiten geprüft würden und auch offenzuhalten seien. Der Verwaltungsrat gibt sich zuversichtlich, dass die Situation gelöst werden kann, werde sich dafür aber "vehement gegen das von Aktionär Antoine Hubert gerichtlich anbegehrte Verbot einer Verwendung des bedingten und genehmigten Kapitals der Gesellschaft zur Wehr setzen müssen".
uh
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