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Man nimmt an, dass Diego Ortiz in Toledo geboren wurde und in Neapel starb. Von 1553 an wirkte er am vizeköniglichen Hof in Neapel. Fernando Álvarez de Toledo, 3. Herzog von Alba ernannte ihn zu seinem Kapellmeister (Maestro de Capilla). Auch unter dessen Nachfolger Pedro Afán de Ribera ist er 1565 auf diesem Posten nachweisbar.
Seine Publikationen bestehen aus der Sammlung sakraler Musik, dem Musices liber primus (Venedig 1565), und einer Abhandlung von besonderem Wert über das Spielen der Viola da gamba, dem Tratado de Glosas sobre cláusulas y Otros Géneros de Puntos en La Música de Violones (Rom 1553). Dieses ist eine bemerkenswerte Quelle der Renaissance-Ornamentik und der Improvisationspraxis
(siehe Wikipedia). Etwas ausführlichere biografische Angaben in englischer Sprache online bei der University of Hartford.
Zusammen mit Jenkins, Lawes, Locke und Hume gehört Christopher Simpson (ca 1605-1669) zu den prominentesten Komponisten des goldenen Zeitalters der englischen Gambenmusik.
Neben Solo- und Duostücken gibt es von Simpson auch reizvolle Consortmusik für Gambe. So schrieb er mehrere Sammlungen von „Divisions“ für Diskantinstrument, zwei Bassgamben und Generalbass, sowie eine Sammlung von „22 Airs“ für zwei Diskantinstrumente, Bass und Generalbass in der Form von Triosonaten.
„Dieser bescheidene Mensch ist der Verfasser des einzigen Lehrbuches für unser Instrument, das je im Gambenland England verfasst wurde und dazu noch die brillanteste Technik der Gambe, die Improvisation, betrifft.“ (Otterstedt, Die Gambe, S. 54)
Titel dieses Werks: « The Division Viol or, the Art of Playing Ex tempore upon a Ground“ – Die Kunst, aus dem Stegreif auf einen ostinaten Bass zu improvisieren.
> Auszüge aus „The Divsion“
Literatur: Annette Otterstedt, Die Gambe, Kulturgeschichte und praktischer Ratgeber (vergriffen)