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Über Kim Jong-uns Leben ist wenig bekannt, was zu vielen Spekulationen führte. Er soll 1983 oder 1984 geboren sein. Als sein Geburtsdatum wurde zunächst der 8. Januar 1983 angegeben, später, als er zum Nachfolger seines Vaters aufgebaut wurde, wurde das Geburtsjahr auf 1982 festgelegt, damit es mit demjenigen des 1912 geborenen Republikgründers Kim Il-sung in Einklang steht.
Schule in Bern
Nach japanischen Zeitungsberichten, soll Kim Jong-un in der Schweiz, in der Nähe von Bern, zur Schule gegangen sein. Zunächst wurde berichtet, Kim Jong-un habe unter dem Namen „Chol-pak“ oder „Pak-chol“ als angeblicher Sohn eines Angestellten der nordkoreanischen Botschaft von 1993 bis 1998 die private „International School“ besucht, die er 1998 ohne Abschluss abrupt verliess. Er sei schüchtern gewesen, mit allen gut ausgekommen und als Basketball-Fan und guter Schüler aufgefallen. Ausserdem habe ihn immer ein älterer Schüler begleitet, der für seinen Leibwächter gehalten wurde.
Später hiess es, Kim Jong-un habe unter dem Namen „Pak-un“ oder „Un-pak“ von 1998 bis 2000 als vermeintlicher Sohn eines nordkoreanischen Botschaftsangestellten die öffentliche Schule in Köniz besucht.
Rolle in Nordkorea
Kim Jong-un ist erster Vorsitzender der Nationalen Verteidigungs-kommission, Oberkommandierender der Koreanischen Volksarmee sowie seit 29. Dezember 2011 der oberste Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea. Er ist der dritte und jüngste Sohn seines am 17. Dezember 2011 verstorbenen Vorgängers Kim Jong-il und wurde bereits am 27. September 2010 zum General ernannt.
Kim Jong-un sprach in seiner Neujahrsrede von einem bevorstehenden „radikalen“ Wechsel für das Land, von einer möglichen Beendigung der „Konfrontation“ mit Südkorea und von einer Erhöhung des Lebensstandards der Bevölkerung. Im Widerspruch insbesondere zur Beendigung des Konflikts mit Südkorea steht seine Forderung, bessere Waffen zu entwickeln und die militärische Stärke Nordkoreas weiter auszubauen.
Nach westlichen Medienberichten werden Verletzungen von Menschenrechten, wie sie in Nordkorea unter der Herrschaft Kim Jong-ils begangen worden seien, unter der Führung von Kim Jong-un fortgesetzt: Flüchtlinge werden an der Grenze erschossen, Menschen öffentlich hingerichtet und andere in Internierungslagern gefangen gehalten.
News
Seit September hat sich Kim wegen Schmerzen im Bein beschwert. Er hinkte auch. Dann verschwand er von der Bildfläche. Mitte Oktober kam er wieder zum Vorschein, diesmal mit Gehstock. Die südkoreanische Nachrichten-agentur Yonhap hat herausgefunden, dass er eine Zyste aus dem Fussgelenk entfernen liess. Die letzten Bilder aus der Zeitung zeigen, dass er wieder gesund ist und militärische Aktionen unternimmt.
Quelle: Wikipedia und Tagesanzeiger
(Rahel Schönholzer)