Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/2482

Vor dem Wochenende gaben die Ölpreise am Freitag deutlich nach. Dahinter steckten Spekulationen auf mögliche Freigaben von Öl aus Strategischen Reserven.
US-Präsident Biden soll auch andere Länder dazu aufgefordert haben, Mengen aus ihren Reserven freizugeben. China und Japan sollen einen solchen Schritt in Betracht ziehen, andere Länder könnten folgen. Ausserdem werden in einigen Ländern Europas wieder restriktivere Massnahmen aufgrund der Pandemieentwicklung verhängt, welche das wirtschaftliche Wachstum und somit auch die Ölnachfrage bremsen dürften. Im internationalen Flugverkehr sind die Auswirkungen bereits spürbar. Gestützt werden die Ölnotierungen momentan noch durch die konsequente Einhaltung der OPEC+-Kürzungsquoten. Die Förder-Allianz konnte ihre geplanten monatlichen Erhöhungen nicht vollumfänglich umsetzen, da in einigen Ländern Probleme mit der Infrastruktur eine Steigerung nicht zuliessen. Dass die Preise in der Schweiz nicht stark sinken hat vor allem mit den weiter steigenden Rheinfrachten zu tun. Diese haben inzwischen die Marke von 100 Franken pro Tonne überschritten. Aufgrund des tiefen Wasserstands und der saisonalen Nachfrage dürften die Kosten für den Rheintransport noch weiter steigen.