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Für das Wohlbefinden im Allgemeinen und die Gesundheit im Speziellen ist neben der Lebenslage der schwulen Männer auch deren Sozialraum von zentraler Bedeutung. Der Sozialraum bildet neben den geografischen und baulichen Strukturen die sozialen Dimensionen der Menschen ab, die dort wohnen, dort arbeiten, sich dort aufhalten oder sich dort lieben. Der Sozialraum als solcher ist dynamisch, er reagiert auf strukturelle Merkmale und Kontextbedingungen sowie auf soziale Entwicklungen. Der Sozialraum mit den gegebenen sozialen Ungleichheiten ist aber nicht nur ein Risikoraum, sondern auch ein Raum mit vielfältigen Chancen und Ressourcen. Im Sozialraum stehen die Leute in Kontakt, kennen sich, sind vernetzt, unterstützen sich, es ist ein sozialkommunikativer Raum. Allerdings ist diesbezüglich nur wenig wissenschaftliches Wissen vorhanden. Das Projekt bereitete den state of the art auf und formulierte ein grundlagenorientiertes Forschungsgesuch. Im Zentrum stehen folgende Fragen: Welche Typen von Sozialräumen von schwulen Männern existieren (subjektive Sozialräume, aggregierte Sichtweise)? Wie können diese Sozialräume charakterisiert werden? Für wen sind sie zugänglich? Für wen nicht? Welche Netzwerke sind mit/in diesen Sozialräumen verbunden? Wozu dienen die Sozialräume? Welche Funktionen haben sie? Welche Bedeutungen? Wie haben sich die Sozialräume im Laufe der Zeit und in Bezug auf die oben genannten Fragen entwickelt?