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Am 12. Januar 1873 wurde in Düdingen gemäss Gemeindegesetz vom 7. Mai 1864 erstmals ein Generalrat gewählt – 50 Generalräte und acht Ersatzmänner. Unter ihnen waren auch zwei Protestanten; «ein Zeichen, dass man bei uns in Wirklichkeit tolerant ist», bemerkte die Freiburger Zeitung dazu.
Offensichtlich wählte Düdingen den Generalrat nicht ganz freiwillig. Denn noch am 1. Januar 1873 hatte der Gemeinderat beschlossen, eine Delegation zum Staatsrat zu entsenden, um diesen zu ersuchen, die Wahl zu verhindern. Im Verlauf des Jahres 1875 verschwand der Generalrat wieder sang- und klanglos. Weder in den Gemeinde- noch Generalratsprotokollen werden Gründe dafür erwähnt.
Gemäss Gemeindegesetz von 1980 musste Düdingen als Gemeinde mit über 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern den Generalrat einführen. Von 1982 bis 1991 hatte sie einen Generalrat mit 50 Mitgliedern. Nach der Revision des Gesetzes wurde der Generalrat in einer Abstimmung vom 10. Juni 1990 abgeschafft. 1318 oder 29,8 Prozent der Bürger gingen zur Urne. 701 oder 53,4 Prozent stimmten für die Rückkehr zur Gemeindeversammlung. Auf den 1. Januar 1991 wurde die Gemeindeversammlung wieder eingeführt. ja