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Seit etwa zweieinhalb Jahren veröffentlicht Nicola Liebi mit Andreas Zurbuchen Artikel zur Glaubwürdigkeit des christlichen Glaubens auf ihrer Webseite «Glaubwürdig.ch». Auf dem gleichnamigen Youtube-Kanal erörtern sie zudem in Kurzvideos wichtige Argumente und Einwände zum Glauben.
Nicola Liebi ist verheiratet und hat zwei Söhne. Als Teenager interessierte er sich nicht für den Glauben, bis sein Cousin durch einen Sportunfall ums Leben kam. Er begann, nach einem Sinn und Ziel für sein Leben zu suchen und setzte sich mit verschiedenen Weltanschauungen auseinander. Das Buch «Die Tatsache der Auferstehung» von Josh McDowell überzeugte ihn schliesslich. «Als ich im Gebet den Auferstandenen ansprach: ‚Herr Jesus, bitte übernimm die Herrschaft in meinem Leben und verändere mich so, wie du mich haben willst‘, wurde ich tief bewegt.» Er studierte Wirtschaft und hängte danach noch ein Masterstudium in christlicher Apologetik an.
Der zweite Gründer, Andreas Zurbuchen, ist der Schwiegervater und Mentor von Liebi. Er kam schon im Kindesalter zum Glauben und zur Überzeugung, dass die Bibel glaubwürdig ist. Zurbuchen studierte Medizin und ist seit Jahren in christlichen Gemeinden aktiv. Eines seiner Hauptanliegen ist es, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Neben Liebi und Zurbuchen sind auch weitere Gastautoren aus unterschiedlichen Fachgebieten auf der Webseite tätig.
Ein Wiederspruch zur Vernunft?
«Wenn Menschen mit dem christlichen Glauben konfrontiert werden, dann werden die Aussagen bewusst oder unbewusst bezüglich ihrer Plausibilität bewertet», erklärt Nicola Liebi. Diese Plausibilitätsstruktur sei von der Gesellschaft und den individuellen Erfahrungen geprägt. Mit der Webseite möchte Liebi einen Teil «der unnötigen Hindernisse, die aufgrund von falschen Schlussfolgerungen und Überlegungen aufgetaucht sind, aus dem Weg räumen».
Diese Idee entstand während seines Apologetikstudiums in den USA, als er feststellte, dass dieses Wissen im deutschsprachigen Raum noch nicht oder nur schwer zugänglich ist. «Das fand ich schade, weil die meisten Leute heutzutage erst einmal die Google-Suche benutzen, wenn sie eine Frage haben.»
Der «sensus divinitatis»
Braucht der christliche Glaube überhaupt eine sinnvolle Erklärung? Nicola Liebi ist überzeugt davon, «dass Menschen auch ohne Argumente zur Überzeugung kommen können, dass der christliche Glaube wahr ist». Nicht jeder Christ müsse sich im gleichen Masse mit Apologetik auseinandersetzen. Trotzdem sei es ihm ein Anliegen, dass Antworten auf solche Fragen im Internet für alle zugänglich sind. Jedoch schliessen sich für ihn die rationale Begründung und die emotionale Erfahrung gegenseitig nicht aus.
Die Webseite sei für alle, die sich für Apologetik interessieren oder schwierige Fragen an den christlichen Glauben haben. Liebi glaubt, dass sie vor allem jungen Erwachsenen am Gymnasium oder an der Uni helfen kann, da man gerade dort mit Fragen zum Glauben konfrontiert werde.
Reichhaltig und verständlich
Auf der Webseite werden verschiedene Themen diskutiert, etwa Argumente für die Existenz Gottes, Überlegungen zum Problem des Leidens oder ob der christliche Glaube nicht der Vernunft widerspreche. Die beiden Initianten sind überzeugt davon, dass «der christliche Glaube bei genauer Prüfung und sorgfältigem Überdenken eine solide Basis darstellt, damit Menschen zu zufriedenstellenden Antworten auf wichtige Fragen des Lebens kommen können». Die Artikel vermitteln reichhaltiges Wissen in einer verständlichen Sprache. Auf dem Youtube-Kanal wird Wissen in Form von Kurzvideos einfach vermittelt, beispielsweise über den kosmologischen, teleologischen und moralischen Gottesbeweis.
Sehen Sie sich hier das Video zum kosmologischen Gottesbeweis an:
Autor: Hanna Krückels
Quelle: Livenet