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Venue: ZOOM
Die Zoom-Zugangsdaten werden am Tag vorher mitgeteilt.
Moderation: Prof. Dr. Rolf Verleger
Die Israelin Ilana Hammerman wird in ihrem Gespräch mit dem BIP-Vorsitzenden Rolf Verleger über ihre Reisen durch das besetzte Westjordanland berichten, über den schleichenden, fortwährenden Landraub („ongoing Nakba“), über das diskriminierende zivile und militärische Rechtssystem.
Sie wird auch auf die Rolle Deutschlands bei der Unterstützung der israelischen Besatzungspolitik eingehen.
Darüber hinaus wird Frau Hammerman über den internen Kampf innerhalb der israelischen Gesellschaft zur Beendigung der Besatzung und der Apartheid sprechen.
Ilana Hammerman wurde 1944 in Haifa, geboren und lebt heute in Jerusalem. Sie studierte französische Philologie, französische Literatur, englische Literatur und Geschichte an der Sorbonne und erhielt einen Master in vergleichender und französischer Literatur an der Hebräischen Universität Jerusalem, wo sie später arabische Sprache und Literatur studierte. Sie promovierte in Linguistik und Literaturtheorie an der Universität Bielefeld. Hammerman lehrte Literatur, Übersetzung und Lektorat an verschiedenen akademischen Institutionen, darunter an der Universität Bielefeld, an der Hebräischen Universität Jerusalem, an der Freien Universität Berlin und an der Universität Tel Aviv.
Von 1985 bis 2012 war sie Chefredakteurin des Verlages Am Oved. Von 2014 bis 2018 war sie Herausgeberin einer Belletristik-Reihe beim Achuzat Bayit Verlag. Derzeit arbeitet sie vor allem an Übersetzung und Lektorat literarischer arabisch sprachiger Werke.
Hammerman hat dokumentarische Bücher, literarische Studien sowie zahlreiche Essays und Artikel über Literatur und politische Themen veröffentlicht. Sie ist eine renommierte Übersetzerin aus dem Französischen und Deutschen ins Hebräische. Ihr letztes Buch aus dem Jahr 2016 (in Hebräische) erschien in englischer Übersetzung mit dem Titel „A Small Door Set in Concrete: One Woman’s Story of Challenging Borders in Israel/Palestine“, The University of Chicago Press, Chicago and London 2019).
In Deutschland erregte ihr Artikel in der Wochenzeitung „der Freitag“ unter dem Titel „Deutschland macht mich ratlos“ Aufsehen: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/deutschland-macht-mich-ratlos
Als politische Aktivistin kämpft Hammerman seit Jahrzehnten gegen die Besatzung, sowohl individuell als auch mit verschiedenen Gruppen. Sie war Vorstandsmitglied der Menschenrechtsorganisation B’Tselem und der Association for Civil Rights in Israel. Im Jahr 2010 gründete sie eine Gruppe für zivilen Ungehorsam von Frauen.
Hammerman wurde für ihre literarische Arbeit mit dem Preis des Bildungsministeriums für Übersetzung (1990), der Andersen Honor Citation (1994), dem Tchernichovsky Translation Prize for Lifetime Achievement (2006) geehrt. Für ihr öffentliches Engagement wurde sie mit dem Yeshayahu Leibowitz Prize (2015) ausgezeichnet.