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Der Kanton Appenzell Ausserrhoden führt auch noch eigene Prüfungen für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker durch.
Die Prüfung dauert zwei halbe Tage und umfasst einen schriflichen und einen mündlichen Teil. Sie soll dazu beitragen, dass die zukünftigen selbstständigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker:
- die Grenzen ihres Tuns erkennen
- Heilsysteme verstehen und anwenden können
- in Bezug auf die heilpraktischen Richtungen die entsprechenden Kenntnisse vorweisen und die Handlungskompetenzen absehen können
- bezüglich Heilsystemen vernetzt denken können (d.h. zu den eigen-favorisierten Therapie-Richtungen und zumindest Grundkenntnisse in weiteren Therapie-Richtungen besitzen)
- sich in Bezug auf die Ausübung eines Heilberufes ethisch verhalten.
Gemäss Art. 4 Abs. 3 des Prüfungsreglementes für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker legt die Prüfungskommission die Prüfungsanforderungen fest.
In Art. 4 Abs. 1 des Reglementes sind die einzelnen Prüfungsfächer umschrieben.
Infolge der Bedeutung zu den heilpraktischen Tätigkeiten beschliesst die Prüfungskommission, dass in den schriftlichen Prüfungen die Prüfungsfächer a) „Aufbau und Funktion der menschlichen Organe“ und f) „Therapiemöglichkeiten im Rahmen der heilpraktischen Verfahren“ als sog. Fallfächer gelten, d.h. in diesen Teilgebieten muss ein „genügend“ mindestens erreicht werden, gleichzeitig ist der gesamte schriftliche Prüfungsteil mit einem „genügend“ (= ausreichende Kenntnisse) abzuschliessen, damit der schriftliche Teil der Prüfung als bestanden gilt.
Ebenso ist die mündliche Prüfung mit einem „genügend“ abzuschliessen, damit die mündliche Prüfung als bestanden gilt.
Die Prüfung ist bestanden, wenn beide Teile mit «bestanden» bewertet worden sind.