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Wertschöpfung von CO₂ dank «Defekten»
Ist es möglich, CO₂ wieder in Treibstoffe oder andere nützliche Chemikalien umzuwandeln? Es ist möglich – vorausgesetzt, man findet die dazu notwendigen «Defekte». Ein Forscher an der Empa hat sich auf die Suche gemacht.
Ziel des Projekts von Empa-Forscher Alessandro Senocrate ist die Entwicklung neuartiger Katalysatoren für die CO₂-Umwandlung. Dabei setzt er nicht beim Material selbst an, sondern bei sogenannten Defekten. Ein Defekt bildet sich in einem kristallinen Material zum Beispiel dann, wenn in dessen Kristallgitter ein Atom fehlt oder durch ein Fremdatom ersetzt wird. Diese Stellen verleihen dem ursprünglichen Material andere Eigenschaften und können somit als aktive Zentren fungieren, an denen die chemische Katalyse stattfindet. «Im Idealfall können wir mit diesen Erkenntnissen Katalysatoren designen, die bei der Konversion von CO₂ spezifische Moleküle liefern anstatt eines Gemischs», erklärt Senocrate. Einige mögliche Zielmoleküle sind für die Industrie von besonderem Interesse. Dazu gehören etwa Kohlenmonoxid und Ethylen.
(Bild: Empa)