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«Wenigstens müssen wir den Löffel nicht begraben»
Obwohl in Madagaskar jedes sechste Kind vor dem 5. Lebensjahr stirbt, machen die unter 15-Jährigen 45 Prozent der Bevölkerung aus. 34 Prozent der Kinder sind unterernährt, da das durchschnittliche Jahreseinkommen nur 350 Franken beträgt. Madagaskar gehört somit zu den 10 ärmsten Ländern der Welt. Zudem gehen heute nur 31 Prozent der Kinder in die Schule; vor dreissig Jahren waren es noch 60 Prozent. Mit einem Dia-Vortrag und einer Ausstellung wurden alle Schülerinnen und Schüler über die Probleme und die Lebensweise der madagassischen Bevölkerung informiert.
Die Menschen in Madagaskar ernähren sich hauptsächlich von Reis. Fast jährlich aber werden die kunstvoll in den Hügeln des Hochlandes angelegten Reisterrassen von Wirbelstürmen zerstört. Der Zyklon «Eline» wütete im Februar dieses Jahres besonders heftig und hat drei Viertel der lebensnotwendigen Reisernte zerstört. Vor zwei Wochen raste ein weiterer Wirbelsturm «Hudah» über die Insel. Hinzu kommen noch Cholera- und Malaria-Epidemien. (Quelle: Franz Stadelmann; www.priori.ch/Berichte)
Madagaskar liegt noch weiter von uns entfernt als Mosambik. Ist dies vielleicht der Grund, warum in den europäischen Medien von diesem Land sehr wenig berichtet wird? Diese Insel, die 14-mal grösser ist als die Schweiz, kennt man vor allem wegen der Vanille, dem Pfeffer und den Gewürznelken, den Lemuren und den Baobabs.
Die Klassen 10, 13 und 15 der OS Tafers haben beschlossen, für das Kinderdorf «La Carrière» (Steinbruch) in Analamahitsy, einem Vorort der Hauptstadt Antananarivo, Geld zu sammeln. Im Kinderdorf hat es auch eine Schule. Bevor der Unterricht beginnt, erhalten die Kinder ein Glas Milch, das zur Stärkung dient. Ohne diese Stärkung wäre es nicht möglich zu unterrichten. An schulfreien Tagen leisten die Kinder im Kinderdorf Schwerstarbeit, um neben der Schale Reis ein Stück Brot zu erhalten.
Wenn man Madagassen nach ihrem Befinden fragt, antworten sie mit: «Wenigsten müssen wir den Löffel nicht begraben», was soviel bedeutet wie: «Wenigstens haben wir etwas zu essen.» Daher wollen die drei Klassen der OS Tafers dazu beitragen, den Kindern der «Carrière» zu helfen und würden sich freuen, wenn man sie dabei unterstützt.
Spenden sind zu richten an: Congr. des Soeurs de St-Joseph, Antananarivo/Madagaskar, Raiffeisenbank, 3185 Schmitten, Konto-Nr.: 14383.01.