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Geschichte und Erfinder des Autoreifens
Entdecken Sie die Geschichte des Autoreifens, von der Entdeckung der Kautschukvulkanisation bis hin zur Erfindung des schlauchlosen Autoreifens.
Das Unternehmen Goodyear entdeckte die Kautschukvulkanisation im Jahre 1839.
John Boyd Dunlop, ein in Irland lebender schottischer Tierarzt, entwickelte einen von einem Tuch aus gewebter Baumwolle umhüllten „Schlauch“, den er auf eine Holzfelge klebte und nagelte. Das Ergebnis war ebenso rustikal wie effizient. Damit war er im Jahre 1887 der Erfinder des ersten Luftreifens.
Am 23. Juli 1888 meldete J. B. Dunlop das entsprechende Patent an, das das Rad revolutionieren sollte.
Im Jahre 1891 erfanden die Gebrüder André und Edouard Michelin den ersten demontierbaren Reifen, der eine weitere Revolution in diesem Bereich darstellte und von der Automobilwelt übernommen wurde.
Michelin-Fabrik
Um 1910 wurden die Autoreifen mit einem Metallkern im Wulst zur Verbesserung der Steifigkeit ausgestattet. Der Reifenaufbau wurde immer komplexer. Kohlenstoff wurde der Gummimischung hinzugefügt, um die Abriebfestigkeit zu erhöhen.
Im Jahre 1915 ging die Geschichte des Autoreifens weiter mit der Entwicklung eines synthetischen Kautschuks.
In den 20er Jahren wurde das gewebte Tuch durch ein Drahtgewebe ohne Schuss ersetzt.
Im Jahre 1937 erfand Michelin die Stahlkarkasse.
Am 4. Juni 1946 erfand Michelin den ersten Reifen mit Radialkarkasse, den er patentieren ließ und der seitdem von allen Herstellern übernommen wurde. Das erste mit diesem Reifen ausgestattete Auto war der berühmte Citroën Traction Avant.
Michelin ist der Erfinder des schlauchlosen Autoreifens (den sog. Tubeless). D im Jahre 1955.
Im Jahre 1962 entwickelte das japanische Unternehmen Bridgestone seine ersten Reifen mit Radialstruktur aus Stahl für LKW und Busse. Seine ersten Reifen mit Radialstruktur für PKW wurden im Jahre 1964 entwickelt.
Im Jahre 1971 landeten die Goodyear-Reifen auf dem Mond.
Die Goodyear-Reifen auf dem Mond
Im Jahre 1972 führte Continental den Winterreifen ohne Spikes ein: ContiContact.
Im Jahre 1977 wurde die Raumfähre Columbia mit BFGoodrich-Reifen ausgestattet.
In den 80er Jahren erfand Pirelli Reifen mit geringer Profiltiefe. Es war eine bedeutende technologische Innovation, die eine reduzierte Flankenhöhe ermöglichte.
Im Jahre 1981 war der Michelin Air X der erste Radialreifen für Flugzeuge.
Im Jahre 1992 entwickelte Goodyear den ersten Notlaufreifen oder auch Runflat-Reifen in der Geschichte des Autoreifens, mit dem man nach einer Reifenpanne noch bei verringerter Geschwindigkeit eine begrenzte Kilometerzahl zurücklegen kann.
Im Jahre 1992 kombinierte Michelin erstmals Silicat (Kieselsäure) mit einem synthetischen Elastomer. Dieses Gemisch ermöglichte die Herstellung von Reifen mit einem niedrigen Rollwiderstand und einer guten Haftung auf kalten Untergründen ohne Verlust der Verschleißbeständigkeit. Diese Innovation führte zur Entstehung von Reifentypen „mit niedrigem Rollwiderstand“, die zu einem verringerten Fahrzeugkraftstoffverbrauch beitragen.
Im Jahre 1999 stellte Dunlop ein Reifendruck-Warnsystem vor: WARNAIR. Es stellt einen Druckverlust automatisch fest und informiert den Fahrer durch eine akustische oder optische Warnung.
Im Jahre 2001 entwickelte Michelin eine neue Technologie für Flugzeugreifen, die der Concorde erneut zum Start verhalf: Die Michelin-Radialreifen verfügen über die so genannte NZG-Technologie, die eine Reifenverformung bei einem Aufprall oder einer großen Druckänderung verhindert.
Auf dem Genfer Autosalon 2002 kündigten Bridgestone und Continental eine technische Zusammenarbeit für die gemeinsame Entwicklung eines Runflat-Reifens als Konkurrenz zu den Runflat-Reifen von Goodyear an.