Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/89120

<h2>SubmittedText<h2><p>Welche Massnahmen wird der Bundesrat ergreifen, um den Schneeschuhläuferinnen und Schneeschuhläufern zu garantieren, dass sie diese Aktivität unter angemessenen Sicherheitsbedingungen ausüben können?</p><p>Wie wird der Bundesrat sicherstellen, dass sich diese Aktivität auf Zonen beschränkt, in denen sie sich im Einklang mit der Natur entwickeln kann und keine Belastung für die wildlebenden Tiere darstellt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der wachsenden Beliebtheit des Schneeschuhlaufens als Freizeitaktivität in den vergangenen Jahren hat auch die Anzahl der damit zusammenhängenden Unfälle zugenommen. Der Bund ist nicht unmittelbar für die Sicherheit der Schneeschuhläuferinnen und Schneeschuhläufer verantwortlich. Er ist aber seit vielen Jahren im Bereich der Unfallverhütung tätig, sei es durch Sensibilisierungskampagnen oder durch die Beratung der verschiedenen betroffenen Akteure. Diejenigen, die Schneeschuhwege markieren, müssen die Sicherheit der Schneeschuhläuferinnen und -läufer garantieren. Wer sich jedoch abseits der markierten Schneeschuhpfade bewegt, ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich.</p><p>Sportliche Aktivitäten im Freien wie das Schneeschuhlaufen haben stark zugenommen, gerade auch in Rückzugsräumen von Wildtieren, wodurch das Überleben dieser Tiere gefährdet sein kann. Artikel 7 Absatz 4 des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSG, SR 922.0) beauftragt die Kantone, für einen ausreichenden Schutz der wildlebenden Säugetiere und Vögel vor Störungen zu sorgen. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf das Postulat Allemann (07.3131) bestätigte, sind Wildruhezonen (oder -gebiete) ein taugliches Mittel, um den Freizeitsport in einem für die Wildtiere erträglichen Sinn zu lenken. In seiner Antwort erklärte er sich ebenfalls bereit, den betreffenden Artikel bei der nächsten Revision des Jagdrechtes zu präzisieren. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) arbeitet derzeit an einer entsprechenden Revision der Verordnung über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (JSV, SR 922.01). Die Kantone werden ihrerseits aufgefordert, die Ausscheidung von Wildruhezonen in Gebieten vorzunehmen, in denen die Störungen ein zumutbares Mass überschreiten.</p><p>Neben den gesetzlich vorgesehenen Massnahmen erlauben Mittel zur Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit eine Weiterentwicklung der Sport- und Erholungsaktivitäten im Freien, ohne dass Wildtiere, insbesondere in sensiblen Gebieten, zu sehr belastet werden. Das Bafu unterstützt ein Projekt, dessen Ziel genau darin besteht, die Wintersportlerinnen und -sportler auf die Problematik der Störung der Wildtiere aufmerksam zu machen.</p>  Antwort des Bundesrates.