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Hakamada erklärte später im Gerichtsverfahren, dass er von der Polizei jeden Tag mehr als 12 Stunden verhört und dabei immer wieder geschlagen und misshandelt worden sei. Auch die übrigen, von der Anklage beigebrachten Schuldindizien enthalten erhebliche Unstimmigkeiten.
Nichtsdestotrotz verurteilte ihn das zuständige Gericht 1968 zum Tode durch den Strang. Der letzte Rekurs an den Obersten Gerichtshof Japans wurde 1980 ebenfalls abgewiesen. Einer der beteiligten Richter erklärte später, dass er glaube, Hakamada sei unschuldig. Dennoch wurden sämtliche Anträge um eine Wiederaufnahme des Verfahrens abgelehnt - zuletzt am 24. März 2008 vom Obersten Gericht.
28 Jahre in Einzelhaft
Hakamada Iwao ist psychisch schwer krank, nachdem er seit 28 Jahren in Einzelhaft ohne jede Kontaktmöglichkeiten mit Mithäftlingen gehalten wird und jederzeit mit seiner Hinrichtung rechnen muss.
In Japan zum Tode Verurteilte verbringen oftmals Jahrzehnte in der Todeszelle. Die Haftbedingungen der Einzelhaft sind grausam, haben doch die Todeskandidaten weder die Möglichkeit, mit anderen Gefangenen zu sprechen, noch anderen Tätigkeiten wie persönlichen Interessen oder Fernsehen nachzugehen. Die Hinrichtungen erfolgen im Geheimen und werden erst am Morgen desselben Tages bekannt gegeben. So müssen die Häftlinge und ihre Angehörigen jederzeit mit einer Hinrichtung rechnen.
Wenden Sie sich an den japanischen Justizminister Yasuoka und fordern Sie ihn auf, Hakamada Iwao aufgrund seines Alters die Todesstrafe zu erlassen und ihm einen neuen Prozess zu gewähren.