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Einen wesentlichen Teil der Behandlung stellt auch die ausreichende Information über die Krankheit, das Leben mit der Krankheit, die Behandlungsmöglichkeiten und die Zukunftsaussichten dar. Diese Information ("Psychoedukation") wird heute meist in Gruppen gegeben, in denen Personen mit ähnlichen Problemen in Anwesenheit von Fachleuten miteinander über ihre Erfahrungen offen sprechen. Der Schwerpunkt hierbei ist mehr krankheitsbezogen, d.h. die Früherkennung von Warnsymptomen, der Umgang mit Medikamenten, das Erkennen von Nebenwirkungen, die Auswirkungen der Erkrankung auf Arbeit und Familie, usw. werden ausführlich besprochen. Häufige Frühwarnsymptome sind Nervosität, Spannung, Unruhe, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und Schlafstörungen.
Wichtig ist auch eine günstige Umgebung, die gute Zeitstruktur und übersichtliche, unkomplizierte Lebensabläufe bietet (z. B. therapeutische Wohngemeinschaft, Tageszentren oder -kliniken, Patientenclubs, etc.). Dabei sollte das Hauptaugenmerk auf Ausgewogenheit liegen. Man muss wissen, dass nicht nur Isolation, sondern auch Überbesorgtheit für Menschen mit Schizophrenie ungünstig sind.
Da sich Stress und Angst machende Einflüsse auf diese Erkrankung sehr ungünstig auswirken, arbeitet die heutige, moderne Milieutherapie darauf hin, dass der Betroffene so genannte "Coping-Strategien" erlernen kann. Ausgehend vom Vulnerabilitäts-Prinzip (Vulnerabilität - Stress - Coping) kann der Erkrankte lernen die Prodromal-Symptome rechtzeitig zu erkennen und unter Umständen eine wirksame Technik (z.B. "Stopp-Technik") einsetzen, die eine akute Krise verhindern oder zumindest verzögern kann. Manchmal ist es schon hilfreich, wenn die oder der Betroffene die stresserzeugende Situation meidet oder verlässt.