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Malta wird voraussichtlich in wenigen Tagen sein neues Gesetz in Kraft setzen und damit Luxemburg den Wind aus den Segeln nehmen, das sich ebenfalls anschickt, den Cannabiskonsum grundlegend zu deregulieren.
Wie die Times of Malta berichtet, betrifft diese Gesetzesänderung nicht nur den Freizeitkonsum von Cannabis, sondern auch den Besitz, den Transport und den Anbau der Pflanze in der Wohnung.
So werden keine Strafverfahren oder Geldstrafen gegen Konsumenten verhängt, solange sie im Falle einer Kontrolle nicht mehr als 7 Gramm getrocknete Blüten oder Harz (Haschisch) bei sich haben. Das Rauchen von Cannabis in der Öffentlichkeit bleibt jedoch verboten.
Das Gesetz fand mit 36 Ja-Stimmen und 27 Nein-Stimmen breite Unterstützung. Malta ist in Bezug auf Cannabis nicht schüchtern, da die Insel bereits 2018 Cannabis für medizinische Zwecke zugelassen hat. Die Opposition scheint von diesen neuen Entwicklungen frustriert zu sein und befürchtet, dass große Konzerne einen 'corporate takeover' in dieser aufstrebenden Industrie durchführen werden, ähnlich wie bei Tabak oder Alkohol.
Wie man sieht, folgen immer mehr europäische Länder den USA, wenn es um Cannabis geht, und zwar unabhängig von seiner endgültigen Verwendung. Es bleibt nun abzuwarten, wie Europa die verschiedenen Gesetzgebungen harmonisieren wird, ohne dabei auf die mittlerweile grünen Blätter der Länder zu treten, die in diesem Bereich am pragmatischsten sind.