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Sie kennen Marcus Miller, auch wenn Sie das Gefühl haben, ihn nicht zu kennen. Der 58-jährige Musiker aus Brooklyn, New York, ist schwer zu kategorisieren.
Denn ja, er ist einer der begnadetsten Bassisten der Welt, aber er spielt auch noch Keyboard, Bassklarinette und Saxophon. Unter anderem. Ja, er war mit der grossen Jazz-Legende Miles Davis auf der Bühne. Aber er hat auch mit folgenden Musikern zusammengearbeitet: George Benson, Mariah Carey, Aretha Franklin, Jay Z, Billy Idol und Al Jarreau. Die Liste ist nicht abschliessend. Man kann es nicht anders sagen: Miller ist einer der einflussreichsten Studio- und Live-Musiker unserer Zeit. Und das, obwohl er durch eine Masern-Erkrankung seit seinem fünften Lebensjahr auf einem Ohr taub ist. Trotzdem hat er unter anderem die Slap-Technik beim Bassspiel revolutioniert, bei der die Saiten mit dem Daumen angeschlagen werden und sich der Bass zu einem Perkussionsinstrument wandelt.
Tragische Erinnerungen an die Schweiz
Nun kehrt Miller, der selbstverständlich schon am Montreux Jazz Festival gespielt hat, in die Schweiz zurück. Mit dem Land verbinden ihn nicht nur gute Erinnerungen, sondern auch eine tragische Geschichte: 2012 fuhr er auf Tour mit seiner Band von Monaco mit dem Bus nach Holland. Auf der A2 bei Schattdorf im Kanton Uri verunfallte der Bus mit zwölf Insassen. Der Fahrer kam dabei ums Leben. Miller überlebte verletzt.
Dieser Beitrag erschien zuerst im SonntagsBlick
Eines seiner berühmten Bass-Soli.