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Traumatisiert und platziert!
Der Platzierungsprozess von in der Herkunftsfamilie traumatisierten Kindern in Pflegefamilien - eine Herausforderung
Wenn ein Kind von seinen Herkunftseltern misshandelt oder vernachlässigt wird, hat dies häufig ein Trauma zur Folge. Oftmals ist das Wohl des Kindes derart gefährdet, dass es fremdplatziert werden muss. Wird eine Pflegefamilie als passender Platzierungsort ausgewählt, muss die Platzierung des traumatisierten Kindes sorgfältig gestaltet werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Sozialarbeitenden im Pflegekinderwesen eine Orientierungsgrundlage zu bieten, damit der Platzierungsprozess von in der Herkunftsfamilie traumatisierten Kindern in Pflegefamilien so gestaltet werden kann, dass eine gelingende Pflegebeziehung unterstützt wird. Grundsätzlich sollen bei der Fremdplatzierung die Prozessschritte Indikation, Planung, Passung und Platzierung berücksichtigt werden. Dabei sind die Erstellung des Bedürfnisprofils des Kindes und die Entscheidung über die Dauer der Platzierung wichtige Aspekte. Bei Kindern wirken sich traumatische Erfahrungen auf das Bindungsverhalten, das Selbstwertgefühl, das Aggressionsverhalten und die Gefühlswelt des Kindes aus. Bei der Gestaltung des Platzierungsprozesses von traumatisierten Kindern in Pflegefamilien gilt es somit genügend Zeit einzuplanen. Weiter soll eine Übergangsplatzierung in einer Institution in Betracht gezogen werden. Besondere Bedürfnisse des Kindes gilt es in einem Bedürfnisprofil festzuhalten, und die Pflegeeltern sollen über die Vorgeschichte des Kindes und die daraus resultierenden Herausforderungen informiert werden.