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Oberrhein, Basel (?), um 1200
Silber getrieben, ziseliert
H. 13 cm
Inv. 1882.82., 1916.516.
Die Verwendung von Weihrauch bei Gottesdiensten und Prozessionen führte zur Ausbildung des Rauchfasses. Es kann an den Tragketten geschwungen werden und birgt unter dem Deckel den Behälter für die glühenden Kohlen, welche mit den Harzkörnern für die wohlriechenden Weihrauchwolken bestreut werden. Rauchfässer in Bronzeguss sind seit dem 11. Jahrhundert recht verbreitet. Romanische Exemplare in Silbertreibarbeit und überdies in paarweiser Erhaltung sind hingegen eine Seltenheit. Unsere beiden Stücke stehen auf einem Fussring und haben eine kugelige Form. Der Deckelaufsatz ist architektonisch aufgefasst und zu einer Kreuzkuppelkirche mit Ecktürmen und Fenstern für den entweichenden Weihrauch ausgebildet. Es handelt sich um ein Sinnbild für das "Himmlische Jerusalem".