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Was für ein Saisonauftakt! 12 Jahre nach dem letzten Sieg von Didier Cuche hier in Sölden konnte ich als erster Schweizer dieses Rennen auf dem Rettenbachgletscher zum Saisonauftakt wieder gewinnen. Letztes Jahr fehlten mir hier in Sölden noch 5 Hundertstel zum Sieg, nun lag ich 7 Hundertstel vorne.
Das Glück war in diesem Jahr auf meiner Seite. Wie bei den beiden ersten Riesenslalom-Siegen in Santa Caterina und in Kranjska Gora hat mein Trainer Helmut Krug den Kurs des zweiten Laufs gesteckt. Dieser war im Gegensatz zum ersten Lauf flüssiger, mit weniger Toren und grösseren Abständen zwischen den Toren. Dies kam mir sicherlich entgegen, aber auch den beiden anderen Fahrern auf dem Podest.
Im zweiten Lauf war es im Steilhang dunkler, dieser lag bei den letzten Fahrern im Schatten, auch gab es doch einige Rippen in der Piste, was den Lauf zu einem einzigen Kampf machte. Auch im ersten Lauf hatte ich nicht ein besonders gutes Gefühl. Es waren sehr spezielle Schneeverhältnisse und entsprechend schwierig war es, die optimale Abstimmung zu finden. Es hat ziemlich gerattert auf der Piste. Nach dem ersten Lauf war ich im Ziel überrascht, dass ich nur zwei Hundertstel verloren hatte.
Am Schluss bin ich nach diesem Sieg – meinem dritten Riesenslalom- und fünften Weltcup-Sieg – überglücklich und werde sicherlich noch ein wenig feiern. In knapp einem Monat geht es dann mit den Speed-Disziplinen in Übersee mit den Rennen in Lake Louise und Beaver Creek weiter. Das Parallelrennen in Lech werde ich nicht fahren. In Beaver Creek konnte ich meinen ersten Weltcup-Sieg im Super-G feiern, entsprechend gross ist meine Vorfreude auf diese Rennen. Zumal diese im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie ausgefallen sind.