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Im Zuge der Restaurierung des Pavillons am Schlossberg, der 1830 inmitten der Biedermeierzeit erbaut worden ist, erhält der Thuner Kunstmaler Roman Tschabold 1959 den Auftrag für ein Kuppelgemälde. Das fortan als «Thuner Himmel» bekannte Bild befindet sich auf halber Höhe zwischen Kirche und städtischem Treiben und zeigt eine allegorische Darstellung eben jener himmlischen und irdischen Mächte: Auf hellem Grund sind unter anderem Engel, auf der dunklen Seite der Graf von Kyburg und seine Kriegsleute zu erkennen. Von der Seite aus beobachtet der Fuhlehung die Szenerie. Die erste Restauration des Gemäldes um 1982 übernimmt der damals über 80-jährige Künstler selbst und verbessert dessen Wirkung durch einige wenige Änderungen. Rund eine Dekade später sorgt der Himmel bei einem Putzversuch für Besorgnis, da sich die Farbe abzulösen scheint. Schliesslich wird es 2020 erneut aufgefrischt und mit einem Lichtkonzept ergänzt, das es den Passantinnen und Passanten noch sichtbarer macht.
Katrin Sperry
Viele laufen unter diesem Gemälde durch.
Es ist der Himmel in einem Pavillon
auf einer Treppe.
Er liegt auf halber Strecke zwischen Stadt und Kirche.
Das ist auch das Thema auf dem Bild,
nämlich der Kampf von himmlischen und irdischen Mächten.
Auf der dunklen Seite kämpfen Krieger.
Auf der hellen Seite sehen wir Engel.
Sara Smidt