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Wer schnappt sich die PC-Sparte von HP?
Branchenkenner vermuten, dass Samsung die PC-Produktion von HP übernehmen könnte, um die eigene Notebook-Produktpalette auszubauen. Angeblich ist aber auch Lenovo interessiert.
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Nachdem HP in der vergangenen Woche bekannt gegeben hat, dass sich der Konzern von seiner PC-Sparte trennen wolle, um sich in Zukunft stärker auf die Bereiche Software und Dienstleistung zu konzentrieren, taucht nun der erste Interessent auf. So mutmasst das taiwanesische Branchen-Magazin DigiTimes, dass der südkoreanische Elektronikjersteller Samsung Interesse an einem Kauf der HP-PC-Sparte haben könnte.
So hätten Zulieferer-quellen bestätigt, dass Samsung mehrere Auftragskunden wie Quanta Computer, Compal Electronics und Pegatron Technology kontaktiert habe. Mit diesen Unternehmen gebe es derzeit Diskussionen um eine mögliche Auslagerung der Samsung-Notebook-Produktion an die zusätzlichen Betriebsstätten. Ein Schritt, den Samsung bislang nur bei sehr hoher Nachfrage eingeleitet hat.
Den Gerüchten zufolge sei Samsung dabei sehr vorsichtig vorgegangen, um möglicherweise keine unnötige Aufmerksamkeit auf ein grösseres Vorhaben zu lenken. Samsung könnte den Quellen zufolge die HP-Produktionen an seine Auftragshersteller auslagern. Während Samsung bislang jährlich rund 10 Millionen Notebooks produzierte, liegen die HP-Kapazitäten bei etwa 40 Millionen Geräten. Eine Übernahme der PC-Sparte könnte Samsung also unmöglich stemmen, ohne einen Teil der Produktion an Quanta Computer, Compal Electronics oder Pegatron Technology abzugeben.
Wie Bloomberg ausserdem berichtet, könnte sich auch der chinesische Hersteller Lenovo für eine Übernahme interessieren. Lenovo ist aktuell der drittgrösste PC-Hersteller der Welt, mit einer Übernahme von HPs PC-Sparte würde der Konzern auf einen Schlag zum grössten Hersteller.