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Der lateinische Name des Kastells ist nicht gesichert. Es wird vermutet, dass es sich beim östlichsten Lager in Noricum, um das in der Notitia Dignitatum erwähnte Cannabiaca handelt.
Ein erstes Holz-Erde-Kastell wurde in den letzten Jahrzehnten des 1. Jahrhunderts n. Chr. erstellt. Der Umbau in Stein wurde um die Mitte des 2. Jahrhunderts abgeschlossen.
Alle heute sichtbaren Bauten stammen aus Umbauten des späten 3., bzw. des 4. Jahrhunderts n. Chr. Dabei wurden zuerst die Ecktürme in Fächertürme und die Seitentürme in Hufeisentürme umgebaut.
Nach der Mitte des 4. Jahrhunderts wurde in der Nordwestecke ein turmartiges Restkastell erstellt. Der Rest der Kastellfläche wurde von der Zivilbevölkerung benutzt.
Der Vicus (Lagerdorf) befand sich westlich und südlich des Kastells.
Am Ende des 5. Jahrhunderts wurde der Ort verlassen und vermutlich um 790 n. Chr. wieder besiedelt.
Das Restkastell ist zum Teil noch meterhoch erhalten. Mauerreste des nordöstlichen Fächerturms sind ebenfalls zu sehen. Beim Körnerkasten handelt es sich um die ehemalige Porta Principalis Dextra (rechtes Lagertor). Unter dem Schulhaus sind zudem die Überreste eines Hufeisenturms der Südmauer konserviert worden.
Unter der Pfarrkirche wurden Teile der Principia gefunden. Diese Ausgrabung scheint jedoch noch nicht zugänglich zu sein.