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In einem an die EU-Kommission, das Europaparlament und die Mitgliedstaaten gerichteten Schreiben betonen der Verband der Europäischen Zuckerindustrie (CEFS) und der Europäische Verband der Landwirtschafts-, Lebensmittel- und Tourismusgewerkschaften (EFFAT), dass man nicht länger bereit sei, die handelsverzerrende Zuckermarktpolitik von Drittstaaten wie Thailand, Indien und Pakistan hinzunehmen.
Deren Überproduktion sei für die drastischen Preiseinbrüche hauptverantwortlich, so CEFS und EFFAT vergangene Woche in Brüssel. Erklärungen der EU-Kommission, dass die europäische Zuckerwirtschaft allein verantwortlich für die derzeitigen Probleme sei, zeugten von „elender Ignoranz“, so die beiden Verbände. Sie werfen vielmehr Thailand vor, durch einen exzessiven Ausbau seiner Zuckerproduktion hauptverantwortlich für die derzeitige schlechte Lage auf dem Weltmarkt zu sein.
Indien und Pakistan würden die Situation durch Exportsubventionen weiter verschlimmern. Hinzu käme der Produktionsanstieg in der EU aufgrund des Wegfalls der EU-Quoten. Gegenwärtig sei der Zuckerpreis auf dem niedrigsten Niveau seit zwölf Jahren, also seit die entsprechende Berichterstattung begonnen habe. Dies führe dazu, dass sowohl die Zuckerrübenproduzenten als auch die Verarbeiter grosse Schwierigkeiten hätten, kostendeckend zu wirtschaften.
Aufgrund dessen würden auch langfristige Investitionen aufgeschoben. Sollte aufgrund der schlechten Preise eine Rübenzuckerfabrik geschlossen werden, sei es sehr unwahrscheinlich, dass die Zuckerproduktion in dem Einzugsgebiet zurückkehre,geben CEFS und EFFAT zu bedenken. Das hätte für die betroffenen ländlichen Gebiete verheerende Auswirkungen.