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Anfrage über das Aktionsprogramm gegen Food-Waste und die Folgeaktivitäten
Archiv: 17. Juni 2019
Rahel Estermann und Mitunterzeichnende erkundigen sich mit einer Anfrage beim Regierungsrat nach dem Aktionsprogramm Food-Waste, das 2018 abgeschlossen wurde, sowie zu den Folgeaktivitäten.
Lebensmittelverschwendung, heute besser bekannt unter dem Begriff Food-Waste, ist ethisch wie ökologisch ein grosses Problem. Die für die Lebensmittelproduktion aufgewendeten Ressourcen werden vergeudet. Die Problematik tritt sowohl in der Produktion wie auch im Handel mit Lebensmitteln, in Restaurants, aber auch zuhause auf. Je nachdem stehen der Politik direkte oder indirekte Massnahmen zur Verfügung, um Food-Waste zu vermindern.
Aufgrund der teilweisen Erheblicherklärung von Postulat P 458-2013 von Monique Frey hat der Kanton Luzern ein dreijähriges Aktionsprogramm gegen Food-Waste durchgeführt, das 2018 abgeschlossen wurde. Es baute hauptsächlich auf einer Wanderausstellung zur Sensibilisierung der Bevölkerung auf. Nach Abschluss des Programms stellen sich Fragen zu dessen Evaluation sowie zu Folgeaktivitäten.
Wir bitten den Regierungsrat um Beantwortung der folgenden Fragen:
- Wurde das Aktionsprogramm Food-Waste evaluiert? Wenn ja, wie sind die Resultate? Wurden die gesteckten Ziele erreicht?
- Welche Schlüsse zieht der Kanton Luzern aus der Durchführung des Programms?
- Die Zentralschweizer Umweltdirektoren haben das Folge-Programm «E chliine Schritt» (www.e-chline-schritt.ch) lanciert. Welchen Stellenwert geniesst darin das Thema Food-Waste? Was sind die Erfahrungen aus der Plattform?
- Wie sind die weiteren Pläne für die Plattform?
- Konnten in den letzten Jahren nicht nur die Bevölkerung, sondern auch kantonseigene Betriebe für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert werden? Konnte die Verschwendung in diesen Betrieben in den letzten Jahren vermindert werden?
- Kann sich der Kanton vorstellen, Verteilnetze für Lebensmittel für bedürftige Personen zu unterstützen? Wenn ja, in welcher Form?
- Wurden weitere Aktionsmöglichkeiten und Öffentlichkeitsarbeit gegen Food-Waste in Betracht gezogen, aber dann nicht durchgeführt? Wenn ja, welche? Und wieso wurden sie nicht durchgeführt?
- Hat der Kanton evaluiert, ob ein anderes Gebührensystem (höhere Gebühren, allenfalls Gebühren auch für Grünabfälle) bei den verschiedenen Food-Waste-Erzeugerinnen und -Erzeugern das Problem verringert?