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Tilcotil Filmtabletten 20mg 30 Stück
34.00 Fr.
Was ist Tilcotil und wann wird es angewendet?
Tilcotil ist ein Arzneimittel, das auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zur Behandlung von schmerzhaften und entzündlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie Krankheiten des rheumatischen Formenkreises und akute Gicht, verwendet wird. Davon befallen werden beispielsweise Gelenke an Gliedmassen und Wirbelsäule, Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden und Bänder.
Nach einmaliger Einnahme wirkt Tilcotil normalerweise stark und nachhaltig auf Schmerzen und Entzündungen. Es kann jedoch, wie andere Rheumamittel, die Ursachen dieser Erkrankungen des Bewegungsapparates nicht heilen, sondern nur die damit verbundenen Schmerzen sowie die Entzündung lindern.
Tilcotil darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Die Behandlung mit Tilcotil kann durch zusätzliche Heilmassnahmen, wie warme Bäder, Gymnastik oder Massagen, wirkungsvoll ergänzt werden.
Wann darf Tilcotil nicht angewendet werden?
Tilcotil darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln, Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten.
- im letzten Drittel der Schwangerschaft.
- bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen.
- bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).
- bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion.
- bei schwerer Herzleistungsschwäche.
- zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine).
Grundsätzlich sollten Sie neben Tilcotil ohne Einwilligung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin keine anderen Rheumamittel einnehmen, da es sonst vermehrt zu Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich kommen kann.
Falls bei Ihnen eine Operation geplant ist, sollten Sie den behandelnden Arzt bzw. die Ärztin über Ihre Rheumabehandlung informieren und eine Woche vor dem Eingriff mit der Einnahme von Tilcotil aufhören.
Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin auch mit, ob Sie Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckers (bei Diabetes), zur «Blutverdünnung», harntreibende Arzneimittel oder Kortikosteroide einnehmen, ob Ihre Leber- oder Nierenfunktion gestört ist oder Sie an Herz-Kreislauf-Beschwerden leiden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird in diesen Fällen entscheiden, ob für Sie eine Behandlung mit Tilcotil angebracht ist. Er/Sie wird für Sie die Einnahmevorschriften und gegebenenfalls auch Kontrolluntersuchungen festlegen.
Wann ist bei der Einnahme von Tilcotil Vorsicht geboten?
Während der Behandlung mit Tilcotil können im oberen Magen-Darm-Trakt Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-, Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.
Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Ob dieses erhöhte Risiko auch für Tilcotil zutrifft, ist noch nicht bekannt. Falls Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes [Zuckerkrankheit], hohe Blutfettwerte, Rauchen), wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Tilcotil trotzdem anwenden können. Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber.
Die Einnahme von Tilcotil kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen.
Tilcotil wird von den meisten Menschen gut vertragen. Nur selten wurde eine Überempfindlichkeit beobachtet. Diese wird sichtbar an stark geschwollenen Knöcheln oder Händen, Hautausschlägen oder einer erhöhten Sonnenempfindlichkeit. Wenn Sie dies feststellen, hören Sie mit der Einnahme des Arzneimittels unverzüglich auf und teilen Sie die Beobachtungen Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit.
Vorsicht ist geboten,
- wenn die Patientinnen oder Patienten schon älter oder geschwächt sind;
- bei bestehenden oder durchgemachten Leber-, Nieren- oder Herzkrankheiten wie z.B. hohem Blutdruck;
- bei Magen- oder Darmerkrankungen;
- bei Störungen der Blutgerinnung;
- wenn folgende Arzneimittel im gleichen Zeitraum eingenommen werden: orale Kortikosteroide, Blutverdünnungsmittel, moderne Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) sowie Aspirin.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Insbesondere bei Auftreten von Schwindel, Sehstörungen oder anderen zentralnervösen Störungen sollten Sie auf das Führen eines Motorfahrzeuges oder das Bedienen von Maschinen verzichten.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Darf Tilcotil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?
Schwangerschaft
Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Tilcotil nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Tilcotil nicht eingenommen werden.
Stillzeit
Tilcotil sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihre Arzt bzw. Ihre Ärztin hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.
Wie verwenden Sie Tilcotil?
Tilcotil muss gemäss den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin eingenommen werden.
Die vorschriftsgemässe und regelmässige Einnahme ist bei Rheumamitteln oft entscheidend für den Erfolg der Behandlung. Halten Sie sich deshalb bei der Anwendung von Tilcotil genau an die Anordnungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Er/Sie hat Dosierung und Kontrolluntersuchungen auf Sie persönlich abgestimmt.
Die übliche Dosierung für Erwachsene beträgt 1 Filmtablette zu 20 mg täglich. Nehmen Sie Tilcotil regelmässig zur gleichen Tageszeit, am besten während oder nach einer Mahlzeit. Die Filmtabletten sollten Sie unzerkaut mit reichlich Wasser oder einem anderen alkoholfreien Getränk einnehmen.
Für Patienten unter 18 Jahren kann keine Dosisempfehlung gegeben werden, da entsprechende klinische Studien nicht vorliegen.
Sollten Sie die Einnahme der Filmtabletten einmal vergessen, dürfen Sie nicht am folgenden Tag die doppelte Menge einnehmen oder anwenden.
Die lindernde Wirkung von Tilcotil ist bald nach Behandlungsbeginn spürbar und nimmt während der nächsten Tage stetig zu. Im Verlauf einer länger dauernden Behandlung kann Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin auch eine niedrigere tägliche Dosis zur Erhaltung der Wirkung verschreiben.
Beim Gichtanfall hat sich folgende Dosierung bewährt: Während der ersten zwei Tage einmal täglich 2 Filmtabletten und während der folgenden fünf Tage 1 Filmtablette täglich. Halten Sie sich auch in diesem Fall an die Anordnungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Tilcotil haben?
Am häufigsten werden während einer Behandlung mit Tilcotil Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt beobachtet (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Tilcotil Vorsicht geboten?»).
Sehr häufig (11%) können Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung auftreten.
Häufig (1–10%) können Schwindel, Kopfschmerzen, Schmerzen im Oberbauch und Bauchbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Juckreiz, Hautauschläge, Hautrötung, Nesselfieber, eine Erhöhung der Leberenzyme im Blut oder eine Einschränkung der Nierenfunktion auftreten. Diese Nebenwirkungen sind meist nur vorübergehend und erfordern selten einen Abbruch der Behandlung.
Gelegentlich (0,1–1%) können Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Drehschwindel, Herzklopfen, Entzündung der Mundschleimhaut oder der Magenschleimhaut, Erbrechen, trockener Mund, Ermüdungserscheinungen auftreten.
Selten können Veränderung der Blutwerte, leichte Ödeme (Wasseransammlungen im Gewebe) und Sonnenempfindlichkeit der Haut, Blutungen im Magen-Darm-Trakt (einschliesslich Erbrechen von Blut und schwarzer Stuhl), Magen-Darm-Geschwüre, schwere Hautreaktionen mit Blasenbildung auf der Haut auftreten.
Sehr selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut- und Atmungsorgane, Sehstörungen, Blutgefässentzündung, Durchbruch im Magen-Darm-Trakt, Leberentzündung, Lichtempfindlichkeit der Haut, Blutdruckerhöhung kommen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Tilcotil nicht über 30 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Tilcotil enthalten?
Die gelbe Tablette enthält als Wirkstoff 20 mg Tenoxicam und weitere Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
46929 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Tilcotil? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Filmtabletten zu 20 mg: Packungen mit 10 und 30 Filmtabletten.
Zulassungsinhaberin
MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.
Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
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