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Beschreibung In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden in der Schweiz Tausende Opfer von «Fürsorgerischen Zwangsmassnahmen». Betroffen waren insbesondere Kinder, Jugendliche und unverheiratete Frauen. «Verdingkinder», «Kinder der Landstrasse», «Heimkinder», «psychiatrische Zwangseinweisungen», «Zwangssterilisationen», «Administrativ Versorgte» sind Stichworte, welche diese gravierenden Verletzungen der Grundrechte umschreiben.
Seit geraumer Zeit treten die Opfer an die Öffentlichkeit und appellieren an die politischen Behörden, sich der Vergangenheit zu stellen. Die Betroffenen verlangen einen «Runden Tisch» zur Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels schweizerischer Sozialgeschichte.
Ergänzend dazu bietet die Parlamentarische Gruppe «Fürsorgerische Zwangsmassnahmen» den Betroffenen einen politischen Raum im Parlament. Die Parlamentarische Gruppe trifft sich zweimal pro Jahr zu aktuellen Fragen. Zudem nimmt sie zu laufenden Geschäften des Parlaments Stellung und begleitet die entsprechenden Kommissionsarbeiten. Die Parlamentarische Gruppe ist zudem am Runden Tisch vertreten, der vom Delegierten für fürsorgerische Zwangsmassnahmen einberufen wird.