Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03263.jsonl.gz/2587

Das Wichtigste in Kürze
- Silvio Berlusconi lancierte eine Kampagne gegen den Abriss des San Siro.
- AC und Inter Mailand wollen das Stadio Giuseppe Meazza durch ein neues Stadion ersetzen.
Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi (82) will gegen den Abriss des Mailänder San-Siro-Stadions kämpfen. Es sei «absurd und sinnlos», einen solchen Fussballtempel aufzugeben, sagte der frühere Eigentümer des AC Mailand. Das Stadion sei «im Herzen aller Mailänder verankert» und könne für viele Veranstaltungen genutzt werden.
Silvio Berlusconi hatte sich 2017 vom AC Mailand getrennt, derzeit ist er Eigentümer des Drittligisten Monza Calcio. Seiner Initiative gegen die Pläne der Mailänder Klubs AC und Inter Mailand schlossen sich mehrere prominente Mailänder an. Auch der italienische Innenminister und Vizepremier Matteo Salvini wehrt sich gegen das Projekt. Inter und AC wollen anstelle des San Siro ein neues Stadion errichten.
«Als Italiener, als Mailänder und als Milan-Fan bin ich absolut gegen den Abriss des glorreichen San-Siro-Stadions», sagte Salvini. Milan und Inter Mailand hatten vergangene Woche dem Mailänder Gemeinderat einen Plan für die Errichtung einer neuen Fussball-Arena mit 60.000 Plätzen vorgelegt. Diese soll schätzungsweise 1,2 Milliarden Euro kosten.
Auch Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala sieht die Pläne kritisch. Es sei jedoch «seine Pflicht», die Überlegungen zu prüfen. Die mögliche Realisierung ist indes noch Jahre entfernt, da sie von den lokalen Behörden genehmigt werden muss. Ein Abriss vor 2026 gilt als unwahrscheinlich: In San Siro ist die Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina geplant.