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Blau leuchtender Radweg in Polen
Ingenieure des polnischen Büros der Wiener Gesellschaft für Qualitätssicherung und Innovation (TPAQI) wollten ein Material finden, das die Sicherheit auf Radwegen in der Nacht erhöht und zudem auch optisch etwas her macht. Sie experimentierten mit verschiedenen Werkstoffen. Das Ergebnis ist ein anorganisches Material, das während des Tages UV-Licht einfängt und zwischenspeichert, wie die Newsplattform ingenieur.de schreibt. Bricht die Nacht herein, regt die gespeicherte Energie die Partikel an, sodass sie blau leuchten – und zwar ganz ohne Strom.
Schablone für Rad- und Fussweg
Die Behörden der polnischen Kreisstadt Lidzbark Warminski asphaltierten ein Teilstück eines Velowegs mit dem Material. Um ihn als solchen kenntlich zu machen, legten sie vor der Präparierung eine Schablone in Form eines Fahrrads auf den Weg, das sich nun schwarz vom blauen Radweg abhebt. Bei einem parallel verlaufenden Fussweg wandten sie das Verfahren umgekehrt an. Ein Fussgänger-Verkehrszeichen leuchtet blau in der Dunkelheit.
Inspiriert wurden die Ingenieure und die Behörden vom «Starpath» in der britischen Universitätsstadt Cambridge und einem ähnlichen Experiment des Studios Roosegaarde im niederländischen Eindhoven. Der «Starpath» ist ein Gehweg, der mit ähnlichem Material wie in Polen imprägniert wurde. Das Projekt in Holland besteht unter anderem aus einem Radweg, der aus tausenden funkelnden Kieselsteinen besteht. (mgt/mt/nsi)