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Nach 204,7 hügeligen Kilometern von Lugo nach Ourense war es eine taktische Meisterleistung, die dem 29-jährigen Wellens den Sieg brachte. Er hatte offensichtlich die ziemlich spezielle Zielankunft am Ende eines kurzen Anstiegs und vor allem wenige Meter nach einer scharfen Linkskurve genau angeschaut. Er setzte sich energisch an die Spitze einer Sechser-Fluchtgruppe und liess in der letzten Kurve seinem letzten Konkurrenten Michael Woods auf der «Innenbahn» keine Chance.
Der Belgier und der Kanadier gehören neben den Anwärtern auf den Gesamtsieg zu den auffälligsten Fahrern an der 75. Spanien-Rundfahrt. Wellens, der auch schon zwei Etappen des Giro d'Italia gewonnen hat, triumphierte bereits im 5. Teilstück, Woods setzte sich in der 7. Etappe durch.
Das Feld erreichte das Ziel mit knapp vier Minuten Rückstand. An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Verschiebungen. Vorjahressieger Primoz Roglic führt weiterhin 39 Sekunden vor Richard Carapaz und 47 von Hugh Carthy. Die Schweizer waren wie bisher meist an dieser Vuelta diskret. Gino Mäder bleibt als 24. mit 46 Minuten Rückstand der Beste in der Gesamtwertung.
Die viertletzte Etappe am Donnerstag ist mit gut 230 km die längste der diesjährigen Rundfahrt und könnte mit seinem hügeligen Terrain erneut eine Chance für eine Ausreissergruppe darstellen.