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Nächste Woche berädt die ISO (International Organization for Standardization) einmal mehr über Microsofts Dokumentenstandard ooXML. Denn im Gegensatz zur Open-Source-Alternative "ODF" (Open Document Format) ist dieser von der ISO nicht als Standard veröffentlicht. Dies ist wichtig, weil Behörden vermehrt nur noch Büro-Software einsetzen wollen, die Dokumente in einem anerkannten Standard schreiben und lesen können. Seit Microsoft ooXML in den Anerkennungsprozess geschickt hat, läuft das Dokumentenformat unter dem Titel ISO/IEC DIS 29500.
An dem Meeting nächste Woche wird aber noch nicht definitiv entschieden werden. Microsoft hat noch einen langen Weg vor sich. Denn die Delegationen aus 37 Ländern werden erst versuchen, einen Konsens über die bei der letzten Abstimmung innerhalb der ISO, die Microsoft verlor
, eingebrachten Änderungsvorschläge zu erreichen. Die Versammlung nächste Woche wird einiges zu tun haben, denn man wird über 1'100 "Kommentare" diskutieren müssen.
Danach wird der nun überarbeitete ISO/IEC DIS 29500 bis längstens am 29. März den nationalen ISO-Gremien zur erneuten Abstimmung vorgelegt. Nur wenn einige der lokalen ISO-Gremien ihre Haltung verändern und dem Standard zustimmen, hat Microsoft eine Chance auf die nötigen zwei Drittel positiven Stimmen. Dann könnte der Standard in einem Schnellverfahren ("Fast Track") anerkannt werden. Scheitert Microsoft erneut, so kann die ECMA, die den Standard einreichte, immer noch den normalen Weg gehen und ISO/IEC DIS 29500 erneut zur Publikation vorschlagen. Bis zur Anerkennung durch die ISO würden dann aber Jahre ins Land gehen. (hc)