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Geschichte, Religion und Politik
Auferstehung. Warum?
Aus: Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841
Der Mensch hat den Wunsch, nicht zu sterben. Das hängt eng zusammen mit seinem Selbsterhaltungstrieb. Daraus entwickelt sich der Wunsch zum Leben nach dem Tod, und zwar zu einem besseren Leben im Jenseits. Der Mensch möchte hiefür eine Sicherheit, Gewissheit haben, nicht nur eine abstrakte Hoffnung. Dieses Bedürfnis kann befriedigt werden, wenn ein Toter, dessen Tod gewiss und nicht vorgespiegelt ist, wieder aus dem Grab aufersteht. Die Auferstehung Christi vermag das Verlangen des Menschen nach unmittelbarer Gewissheit von seiner persönlichen Fortdauer nach dem Tod zu befriedigen, die persönliche Unsterblichkeit wird damit zur sinnlichen, unbezweifelbaren Tatsache.
07.08.2007