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Interreligiöser «Nobelpreis» für menschliche Geschwisterlichkeit
Das interreligiöse Hohe Komitee für menschliche Geschwisterlichkeit (HCHF) lanciert einen Preis – eine Fortwirkung der historischen Papstreise in die Vereinten Arabischen Emirate vom letzten Jahr. Der nach Scheich Zayed bin Sultan al-Nahyan (1918–2004), Gründungsfigur und erster Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, benannte «Zayed-Preis für menschliche Geschwisterlichkeit» ist mit einer Million Dollar dotiert. Er soll ab 2021 für «signifikante Beiträge zum menschlichen Fortschritt und zur Erleichterung friedlichen Zusammenlebens» vergeben werden, wie das HCHF am 19. Oktober in Abu Dhabi bekanntgab. Papst Franziskus hatte im Februar 2019 in Abu Dhabi mit dem ägyptischen Grossimam Ahmed el-Tayyeb die interreligiöse «Erklärung zur universellen Geschwisterlichkeit der Menschen» unterzeichnet. Um sie zu verbreiten, wurde das Hohe Komitee für menschliche Geschwisterlichkeit gegründet. Die Erklärung von Abu Dhabi ist auch die wesentliche Inspiration für Franziskus‘ neue Enzyklika «Fratelli tutti».
Dem für die Vergabe des Preises eingesetzten unabhängigen Expertengremium gehören die frühere Präsidentin der Zentralafrikanischen Republik, Catherine Samba-Panza, die frühere kanadische Generalgouverneurin Michaelle Jean, Indonesiens früherer Vizepräsident Muhammad Jusuf Kalla, der senegalesische UNO-Sonderberater für die Verhütung von Völkermord Adama Dieng und der französische Kurienkardinal Dominique Mamberti an. Am 4. Februar 2021 – dem zweiten Jahrestag der Erklärung von Abu Dhabi – wird erstmals der Name des Gewinners oder der Gewinner bekanntgegeben.
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