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Frage:
Meine Pensionskasse hat einen (Renten-)Umwandlungssatz von 6.1%. Ist das nicht gegen das Gesetz, das schreibt doch einen solchen von 6.8% vor?
Antwort:
Wie praktisch überall… es kommt drauf an! Der Umwandlungssatz von 6.8% gilt nur für das obligatorische Altersguthaben. Dieses ist im Vorsorgeausweis zu finden, den man jährlich von seiner Pensionskasse zugestellt bekommt (meist als „Altersguthaben gemäss BVG“ oder ähnlich bezeichnet). Es zu berechnen, ist schon einiges schwieriger. Das Gesetz definiert eine minimale Versicherungspflicht (so schreibt es zum Beispiel einen minimalen Sparbeitrag vor, abgestuft nach Alter), welche die Pensionskassen bzw. die Arbeitgeber zwar überschreiten (was sie übrigens in vielen Fällen tun) aber nicht unterschreiten dürfen. Mit diesen Sparbeiträgen spart man sein Altersguthaben an. Derjenige Teil davon, der genau diesem Minimum entspricht, nennt man obligatorisches Altersguthaben und dieses wiederum muss im Zeitpunkt der Pensionierung mit mindestens 6.8% in eine Rente umgewandelt werden (sofern man eine Rente beziehen will). Spart man aber mehr an, als das Gesetz verlangt, dann hat man auch ein überobligatorisches Altersguthaben, also mehr, als wenn man nur das Minimum gemäss Gesetz angespart hätte. Das gesamte Altersguthaben besteht also aus einem obligatorischen und einem überobligatorischen Teil. Im überobligatorischen Bereich ist die Pensionskasse mehr oder weniger frei, mit welchem Satz sie dieses in eine Rente umwandelt.
Gewisse Vorsorgeeinrichtungen haben zwei Umwandlungssätze, einen für das obligatorische Altersguthaben (und dieser muss eben mindestens 6.8% sein) und einen für das überobligatorische Altersguthaben (meist einiges tiefer). Andere Einrichtungen wiederum haben einen einzigen Satz für das ganze Guthaben des Versicherten (zum Beispiel 6.1%). Solange in der Gesamtrechnung das obligatorische Guthaben nicht mit weniger als 6.8% umgewandelt würde, kann darum durchaus ein tieferer Umwandlungssatz als 6.8% für das gesamte Guthaben angewendet werden.
Siehe auch in unserer Rubrik Fachliches, Altersleistungen.