Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/132264

<h2>SubmittedText<h2><p>Im vergangenen Sommer führte die Schweizer Armee in der Türkei Schiessübungen mit Stinger-Raketen durch. Diese Zusammenarbeit mit der Türkei ist überraschend und wirft erneut die Frage nach der militärischen Beziehung der Schweiz mit Staaten auf, die andere Auffassungen vertreten, beispielsweise in Bezug auf die Respektierung von Minderheiten.</p><p>- Handelte es sich bei diesen militärischen Übungen um eine einmalige Sache, oder sind weitere geplant?</p><p>- Will die Armee ähnliche Übungen auch in anderen Ländern durchführen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die mit dem Rüstungsprogramm 1989 beschafften Fliegerabwehrlenkwaffen Stinger müssen aus Gründen der Sicherheit regelmässig im scharfen Schuss überprüft werden. Diese technische Munitionsüberwachung erfolgt alle vier Jahre unter der Leitung der Armasuisse. Mit den Tests erfüllt das VBS die geforderten Auflagen bezüglich Lager-, Transport-, Handhabung- und Funktionssicherheit des Lenkwaffensystems Stinger.</p><p>In der Schweiz sind solche Lenkwaffen-Munitionsüberwachungsschiessen nicht erlaubt und auch nicht möglich. Deshalb hat das VBS frühzeitig nach einer Lösung ausserhalb der Schweiz gesucht. Auf dem speziell für Stinger-Tests ausgerichteten Versuchsgelände bei Sile in der Türkei hat die Armasuisse einen geeigneten Schiessplatz gefunden. Dieses Testgelände wird durch die Nato Support Agency (NSPA) betrieben. Die NSPA ist eine logistische Dienstleistungsorganisation für Nato-Staaten, die über gleiche Waffensysteme verfügen, wie z. B. Stinger. Seit dem Bundesratsentscheid vom Mai 2003, das Munitionsüberwachungsschiessen mit dem Partner NSPA bzw. mit der Vorgängerorganisation Nato Maintenance Supply Agency (Namsa) durchzuführen, haben solche 2004, 2008 und 2012 stattgefunden. Bei diesen technischen Munitionsüberwachungsschiessen handelt es sich nicht um eine Übung oder militärische Zusammenarbeit mit der Türkei.</p>