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Künstler*innen
Die Harfenistin Alice Belugou wurde 1991 in Rouen geboren. Sie begann ihr Studium an der Pariser Sorbonne und der Pôle Supérieur de Paris Boulogne-Billancourt, wechselte dann für den Master in Music Performance an die Haute École de Musique Lausanne zu Letizia Belmondo, wo sie 2015 den Spezialpreis für ausgezeichnete Masterkonzerte erhielt, und absolvierte anschliessend an der Basler Hochschule für Musik den Masterstudiengang in Musikpädagogik sowie den Minor Zeitgenössische Musik.
Sie besuchte Meisterkurse bei Isabelle Moretti, Fabrice Pierre, Catherine Michel, Frédérique Cambreling und Marie-Pierre Langlamet und arbeitete mit Komponisten wie Georges Aperghis, Mark André, Heinz Holliger, William Blank, Jennifer Walshe, Simon Steen-Andersen.
Seit 2015 trat sie an verschiedenen Festivals Europas als Solistin, Kammermusikerin und Orchestermusikerin auf: Lucerne Festival, Zeiträume, Archipel (CH), Manifeste (FR), New direction (SW), ON Köln (DE), Mikrotonalität Basel, Darmstädter Ferienkurse, Tage für neue Musik
Zürich, Kontakte Berlin, festival Rümlingen (CH). 2017 gewann Alice ein Stipendium der Fritz Gerber Stiftung und 2018 den zweiten Preis beim DHF world harp competition.
Bekannt für ihre «herzergreifenden Auftritte» (Hamburger Abendblatt), gastiert Alina Pogostkina – Gewinnerin des Internationalen Sibelius Wettbewerbs 2005 in Helsinki – bei den grossen Orchestern und Festivals weltweit und arbeitet zusammen mit Dirigenten wie Michael Tilson Thomas, Gustavo Dudamel, David Zinman, Jonathan Nott, Paavo Järvi, Michael Sanderling, Sakari Oramo, David Afkham, Robin Ticciati, Thomas Hengelbrock und John Storgårds. Alina Pogostkina verbindet eine langjährige künstlerische Partnerschaft unter anderem mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France, NHK Symphony Orchestra und Yomiuri Nippon Symphony Orchestras sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, SWR Symphonieorchester und Mahler Chamber Orchestra.
Alina Pogostkina zeigt eine beeindruckende Vielseitigkeit im barocken und klassischen Repertoire – sie spielt regelmässig und mit grosser Leidenschaft auf Darmsaiten – bis hin zu den Meisterwerken der Moderne. Sie wurde in St. Petersburg geboren, wuchs in Deutschland auf und erhielt die ersten Jahre Geigenunterricht bei ihrem Vater Alexander Pogostkin. Später studierte sie bei Antje Weithaas an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» und vertiefte am Mozarteum Salzburg bei Reinhard Goebel das Studium der Barockgeige. Alina Pogostkina spielt auf einer Camillo Camilli von 1752.
Neben mehreren Erfolgen bei internationalen Kammermusik-Wettbewerben war das Azahar Ensemble 2014 Preisträger in der Kategorie «Bläserquintett» beim renommierten ARD-Wettbewerb. Seither hat das Quintett eine rege Konzerttätigkeit entwickelt und gastiert in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Spanien, Kanada und in der Dominikanischen Republik. Nach umjubelten Konzerten in Köln (WDR) und der Berliner Philharmonie (Debüt im Deutschlandradio), Wien (Musikverein), Baden-Baden, Salzburg, Innsbruck, in der Philharmonie Essen, beim Mozartfest Würzburg und dem Rheingau Musik Festival u.a. gastiert das Quintett weiterhin in ganz Europa und wird im Jahr 2022 ein neues Werk von Gija Kancheli in Georgien uraufführen.
Zahlreiche Konzerte des Azahar Ensembles wurden von Rundfunkanstalten in ganz Europa mitgeschnitten und gesendet, darunter der Bayerische Rundfunk, der Südwestrundfunk, das Deutschlandradio Kultur, Radio Clásica España, das Schweizer Radio, France Musique und Catalunya Música. Die Debüt-CD des Ensembles mit Werken von Joaquín Turina, die in Koproduktion mit dem Deutschlandradio bei Hänssler (2018) aufgenommen wurde, begeisterte die internationale Presse.
Das Azahar Ensemble gründete sich 2010 aus Musikern des Nationalen Jugendorchesters von Spanien. Die fünf jungen Musiker wurden mit einem Stipendium der «Fundación JONDE-BBVA» ausgezeichnet, das ihnen ein Kammermusikstudium bei dem Fagottisten Sergio Azzolini an der Hochschule für Musik Basel ermöglichte. Alle fünf Instrumentalisten des Ensembles werden regelmässig eingeladen, in renommierten Orchestern zu spielen, darunter das Mahler Chamber Orchestra, Concertgebouw-Orchester, Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchester des Liceu Barcelona, Philharmonische Orchester Lübeck, Münchener Kammerorchester, Sinfonieorchester Basel, die Camerata Bern, das Kammerorchester Basel und das Swiss Orchestra.
Miquel Ramos Salvadó und Antonio Lagares Abeal sind als freischaffende Musiker tätig. André Cebrian Garea ist Solo-Flötist im Scottish Chamber Orchestra, María José García Zamora Solo-Fagottistin an der Komischen Oper Berlin und Maria Alba Carmona Tobella Oboistin des Zürcher Opernorchesters und – wie auch Miquel Ramos Salvadó – Mitglied des Ensembles Spira Mirabilis.
André Cebrian Garea, Flöte
Maria Alba Carmona Tobella, Oboe
Miquel Ramos Salvadó, Klarinette
Antonio Lagares Abeal, Horn
María José García Zamora, Fagott
Bernhard Russi, geboren in Andermatt, ist ein ehemaliger Skirennfahrer und gehörte während seiner aktiven Zeit in den 1970er Jahren zu den weltweit besten Athleten in der Disziplin Abfahrt. Er gewann eine olympische Goldmedaille, zwei Weltmeistertitel und wurde mehrfach zum Schweizer Sportler des Jahres gekürt. 1969 fungierte der damals weitgehend unbekannte Bernhard Russi als Stuntman bei den Dreharbeiten zum James-Bond Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät».
Nach Beendigung seiner aktiven Skikarriere war Bernhard Russi unter anderem als Co-Kommentator und Rennanalyst beim Schweizer Fernsehen, als Werbebotschafter sowie als technischer Berater des Weltskiverbandes FIS tätig. Der gelernte Hochbauzeichner plante zahlreiche neue Abfahrtspisten – angefangen mit Olympia Calgary 1988 bis hin zu Olympia Peking 2022, sowie die Weltmeisterschafts-Strecken in Sestriere, Are, Beavercreek und in St. Moritz – und trug damit massgeblich zur Weiterentwicklung des alpinen Skisports bei. Aufgrund seines vielfältigen Engagements und seinen zahlreichen Auftritten in der Öffentlichkeit zählt er bis heute zu den prominentesten Persönlichkeiten des Landes.
Neuland betritt der berühmteste Sohn Andermatts als Erzähler in Sergei Prokofjew sinfonischem Märchen «Peter und der Wolf» – zum ersten Mal zu hören in der Konzerthalle.
Die Camerata RCO besteht aus Mitgliedern des Royal Concertgebouw Orchestra. Es ist die absolute Liebe zur Kammermusik, die die Musiker*innen antreibt, sich neben ihrer Orchestertätigkeit Zeit zu nehmen, um gemeinsam als Camerata RCO aufzutreten. Das Ensemble, das von der New York Times für seine “warme, glühende Darbietung” gelobt wurde, hat in den Niederlanden und im Ausland enorme Erfolge gefeiert und gibt inzwischen rund 50 Konzerte pro Saison in internationalen Musikmetropolen wie Amsterdam, Wien, Tokio, Seoul, Madrid, Rom und New York.
Die Camerata RCO ist in vielen Radio- und Fernsehsendungen aufgetreten und hat mehrere CD’s (Corelli, Mozart, Mendelssohn, Ravel) mit dem Label Gutman Records aufgenommen. Die neueste Aufnahme wurde 2021 veröffentlicht und beinhaltet die in Andermatt aufgeführte Bearbeitung von Bruckners «7. Sinfonie» für Kammerensemble.
Das Royal Concertgebouw Orchestra mit Sitz in Amsterdam wurde 1888 gegründet. Anlässlich seines hundertjährigen Bestehens im Jahr 1988 erhielt es offiziell die Bezeichnung „königlich“. Königin Máxima der Niederlande ist Schirmherrin.
Das Royal Concertgebouw Orchestra gehört zu den besten Orchestern der Welt. Es hat stets mit den grössten Dirigenten und Solisten zusammengearbeitet. Komponisten wie Richard Strauss, Gustav Mahler und Igor Strawinsky haben das RCO mehr als einmal dirigiert. Auch heute noch pflegt das Orchester langfristige Beziehungen zu zeitgenössischen Komponisten.
Camerata RCO
Sjaan Oomen, Geige
Annebeth Webb, Geige
Santa Vižine, Bratsche
Maartje-Maria den Herder, Cello
Olivier Thiery, Kontrabas
Hein Wiedijk, Klarinette
Fons Verspaandonk, Horn
Marc Aixa Siurana, Pauken
Frank van de Laar, Klavier
Franka Herwig, Akkordeon
Der 1992 in Luzern geborene Christoph Pfändler hatte den renommierten Hackbrettspieler Töbi Tobler als Lehrer, was sich für den jungen Musiker als Glücksfall erwies: Der Pionier des Hackbrettspiels liess Pfändler auf traditionellen wie auch auf neuen, unkonventionellen Wegen gewähren und unterstützte ihn dabei. So begann sich Christoph Pfändler schnell für Heavy Metal zu interessieren und wollte diesen auf dem Hackbrett umsetzen. 2010 begann er sein Volksmusikstudium an der Musikhochschule Luzern. Im Januar 2012 spielte er sein erstes Konzert mit dem Dirigenten Howard Griffiths und dem Brandenburgischen Staatsorchester. Daraus resultierten diverse weitere Konzerte. 2013 schloss er an der Musikhochschule Luzern den Bachelor of Arts in Music im Bereich Volksmusik mit Bestnoten ab. Im selben Jahr holte ihn Marco Kunz in seine Band: Bis heute veröffentlichte er mit «Kunz» vier Alben, welche Goldstatus erreichten und grosse Tourneen durch die ganze Schweiz nach sich zogen. Mit seiner Band «Metal Kapelle» veröffentlichte er die Alben «Fuckbrett» und «Insomnia», mit Töbi Tobler betreibt er das Hackbrettduo «TOPF» (Tobler & Pfändler). Seine Band «Stalldrang» spezialisiert sich auf traditionelle Volksmusik.
Das EnsembLesAlpes wurde 2020 von Ola Sendecki, Samuel Justitz und Matthias Alexander Bruns mit dem Ziel gegründet, die Schweizer Kammermusik des 18., 19. und 20. Jahrhunderts zu fördern und zu pflegen. Das Ensemble, welches in verschiedenen Besetzungen auftritt, hat seinen Ursprung im Swiss Orchestra und entwickelte sich aus dem Wunsch heraus, Schweizer Komponisten der Klassik, Romantik und Moderne aus ihrem Schattendasein zu befreien und deren vergessene Werke wieder auf die Bühne zu bringen. So widmet sich das EnsembLesAlpes beispielsweise dem umfangreichen kammermusikalischen Oeuvre von Joachim Raff genauso wie den nachdenklichen Naturbetrachtungen «Landscapes» von Ernest Bloch. Einen grossen Stellenwert nehmen auch die Werke von Frank Martin und Hans Huber ein.
Das Ensemble besteht aus Instrumentalistinnen, die auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland weltweite Beachtung und Anerkennung finden. Die Mitglieder des Ensembles spielen als feste Mitglieder oder Gastmusikerinnen regelmässig in renommierten Orchestern und Kammermusikformationen, darunter das Orchester der Staatsoper Hamburg, das Rundfunksinfonieorchester Berlin, das Münchener Rundfunkorchester, das Funkhausorchester Köln, der Staatskapelle Weimar, das Orchestra of Europe, das Orchester der Bayreuther Festspiele, das London Symphony Orchestra, die Camerata Bern, die Kammerphilharmonie Graubünden, die Festival Strings Lucerne, die Camerata Schweiz und das Stradivari-Quartett.
Matthias Alexander Bruns, Violine
Ola Sendecki, Violine
Lech Uszynski, Viola
Cristian Andris, Viola
Samuel Justitz, Violoncello
Joachim Müller-Crépon, Violoncello
Das gekonnte Spiel im Grenzbereich von Volksmusiktradition und innovativen Ideen ist das Markenzeichen der Formation «Gläuffig». Ähnlich wie Artisten, bei denen die Schwerkraft nicht zu existieren scheint, jongliert die Band «Gläuffig» mit der alpenländischen Volksmusik, mit bekannten Mustern und gängigen Klischees. Das klingt mal leichtfüssig und verspielt, mal bodenständig und fast derb, jedoch immer gepaart mit einem hohen Mass an Musikalität und Spielfreude.
Als «Gläuffig» haben sich Mathias Landtwing (Klarinette), Fränggi Gehrig (Akkordeon), Lukas Gernet (Klavier) und Pirmin Huber (Bass) im Jahr 2008 zusammengefunden. Bei ihnen allen gründen die musikalischen Wurzeln in der Volksmusik, obwohl sie die Ausbildung an der Hochschule Luzern in unterschiedlichen Studienrichtungen abgeschlossen (Volksmusik, Jazz, Klassik, Komposition) und sich zu virtuosen Instrumentalisten entwickelt haben. Sich der eigenen Herkunft bewusst, wollen sie traditionelle Musik interpretatorisch und substanziell in ein neues Kleid fassen, dem Kulturgut Volksmusik jedoch die gebotene Sorgfalt erweisen. Das Repertoire der Formation reicht von traditioneller Ländlermusik im Stile der legendären Kapelle «Heirassa» bis zu moderner, weiterentwickelter Volksmusik.
«Gläuffig» tritt regelmässig bei Konzerten und im Rahmen von renommierten Festivals auf. So war die Formation unter anderem Gast am Tonhalle-Festival für neue Volksmusik «Stubete am See», an der Jazz Night und am Akkordeonfestival Zug, am Alpenklang-Festival im Zentrum Paul Klee Bern, am Festival «Alpentöne» in Altdorf, am Suisse Diagonales Jazz Festival in Luzern.
Gläuffig
Mathias Landtwing, Klarinette
Fränggi Gehrig, Akkordeon
Pirmin Huber, Kontrabass
Lukas V. Gernet, Klavier
Friends
Andi Gabriel, Geige
Christoph Pfändler, Hackbrett
Dominik Flückiger, Schwyzerörgeli
Fredy Reichmuth, Akkordeon, Schwyzerörgeli, Klavier
Heinz Holliger gehört zu den vielseitigsten und aussergewöhnlichsten Schweizer Musikerpersönlichkeiten. Er gilt nicht nur als einer der weltweit wichtigsten Oboenvirtuosen, sondern ist auch einer der berühmtesten zeitgenössischen Schweizer Komponisten und
gefeierter Dirigent.
Geboren im bernischen Langenthal absolvierte Holliger seine Oboenstudien in Bern bei Emile Castagnaud und in Paris bei Pierre Pierlot. Seit 1963 tritt er freiberuflich als Solist auf und hat auf seinem Instrument neue Massstäbe gesetzt. Zeitgenössische Komponisten wie Hans Werner Henze, Krzysztof Penderecki, György Ligeti, Elliott Carter, Witold Lutoslawski, Karlheinz Stockhausen und Luciano Berio schrieben eigens Werke für ihn. So widmete ihm etwa auch der Genfer Frank Martin seine 1970 uraufgeführten «Trois Danses».
Heinz Holliger tritt zusammen mit den führenden Orchestern auf, darunter die Berliner Philharmoniker, das Cleveland Orchestra, das Concertgebouw Orchestra Amsterdam, das London Philharmonia Orchestra, die Wiener Symphoniker, die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Frankfurter Symphoniker und das Tonhalle-Orchester Zürich.
Ein wahres Multitalent unserer Zeit: Hélène Grimaud ist nicht nur eine leidenschaftliche Pianistin, die ihr Instrument mit starkem poetischem Ausdruck und unvergleichlichem technischen Können spielt. Sie zeichnet sich ebenso aus als engagierte Naturschützerin, als mitfühlende Menschenrechtlerin und als Buchautorin.
1969 in Aix-en-Provence geboren, studierte sie bei Jacqueline Courtin am dortigen Konservatorium und anschliessend bei Pierre Barbizet in Marseille. Im Alter von nur 13 Jahren wurde sie am Pariser Conservatoire angenommen, wo sie schon drei Jahre später 1985 den ersten Preis im Fach Klavier erhielt. Weiteren Unterricht nahm sie bei György Sándor und Leon Fleisher. 1987 gab sie ihr erfolgreiches erstes Recital in Tokio, und noch im selben Jahr lud sie der angesehene Dirigent Daniel Barenboim ein, mit dem Orchestre de Paris aufzutreten. Dies war der Beginn von Grimauds glanzvoller Karriere, die gekennzeichnet ist durch Konzerte mit internationalen Spitzenorchestern und berühmten Dirigenten.
Zwischen Grimauds Debüt mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado im Jahr 1995 und ihrem ersten Auftritt mit den New Yorker Philharmonikern unter Kurt Masur 1999 – zwei der vielen gefeierten Meilensteine ihrer Laufbahn – debütierte die Pianistin noch in einem völlig anderen Fach: Sie gründete das Wolf Conservation Center in Upper New York State.
Dank ihrer ausgedehnten Tourneen als Konzertsolistin haben Hörer auf der ganzen Welt die Möglichkeit, sich an ihrer Arbeit zu erfreuen. Auch als engagierte Kammermusikerin tritt Grimaud bei den renommiertesten Festivals und kulturellen Veranstaltungen auf. Zu ihren musikalischen Partnerinnen zählen so unterschiedliche Musikerinnen wie Sol Gabetta, Rolando Villazón, Jan Vogler, Truls Mørk, Clemens Hagen, Gidon Kremer, Gil Shaham und die Gebrüder Capuçon. Ihr ausserordentlicher und wegweisender Beitrag zur Welt der klassischen Musik wurde von der französischen Regierung gewürdigt, als sie im Rang eines Ritters in die Ehrenlegion aufgenommen wurde und damit den höchsten Verdienstorden Frankreichs erhielt.
Hélène Grimaud ist seit 2002 Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon. Ihre Aufnahmen erhielten begeisterte Kritiken und zahlreiche Auszeichnungen wie unter anderem den Cannes Classical Recording of the Year, Choc du Monde de la musique, Diapason d’or, Grand Prix du disque, Record Academy Prize (Tokio), Midem Classic Award und ECHO Klassik.
Lena-Lisa Wüstendörfer ist Music Director des Swiss Orchestra. Als Pionier der Schweizer Sinfonik präsentiert das Swiss Orchestra gemeinsam mit renommierten Solisti*nnen wie Oliver Schnyder, Heinz Holliger oder Marie-Claude Chappuis Trouvaillen des Schweizer Musikschaffens und kombiniert sie mit Highlights des Standardrepertoires. Als Gastdirigentin ist Lena-Lisa Wüstendörfer international gefragt. Engagements führten sie zu renommierten Klangkörpern wie dem Luzerner Sinfonieorchester, Zürcher Kammerorchester, Thailand Philharmonic Orchestra, Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Musikkollegium Winterthur, zur Filharmonia Pomorska, Camerata Schweiz, Basel Sinfonietta oder der Sinfonietta Bern, dem Orchestre Symphonique du Jura oder dem Zakhar Bron Festival Orchestra. Seit 2022 ist Lena-Lisa Wüstendörfer Intendantin von Andermatt Music.
1983 in Zürich geboren, studierte Lena-Lisa Wüstendörfer an der Hochschule für Musik der Stadt Basel Violine und Dirigieren sowie an der Universität Basel Musikwissenschaft und Volkswirtschaft. Ihre Dirigierstudien vertiefte sie bei Sylvia Caduff und Sir Roger Norrington und war Assistenzdirigentin von Claudio Abbado. Ergänzend zu ihrer Konzerttätigkeit publiziert die promovierte Musikwissenschaftlerin auf dem Gebiet der Rezeptions- und Interpretationsgeschichte und forscht zur Schweizer Musikgeschichte.
Streicher, Holzbläser und eine Rhythm Section: So aussergewöhnlich die Besetzung dieses zehnköpfigen Ensembles, so aussergewöhnlich die Musik dessen Bandleaderin Luzia von Wyl.
Die Schweizer Pianistin und Komponistin machte sich mit ihrem zehnköpfigen Contemporary Jazz Orchestra, dem Luzia von Wyl Ensemble, international einen Namen. Sämtliche Kompositionen des Orchesters stammen aus ihrer Feder, und auf der Bühne sitzt sie selbst am Klavier. Zusätzlich schreibt Luzia von Wyl regelmässig Auftragswerke für verschiedenste Musiker, Ensembles und Orchester, aktuell für das Zürcher Kammerorchester mit Till Brönner und Bösendorfer Wien.
«Die Schweizerin besitzt als Komponistin ihre ganz eigene Handschrift – so überzeugend, mitreissend und beglückend, dass Vergleiche überflüssig sind», schreibt das deutsche Magazin Jazzthetik, und die Luzerner Zeitung berichtet nach dem Debut des Ensembles am Lucerne Festival: «Luftiger Sound, brillante Virtuosität, minimalistische Elemente und ein ganz besonderer Groove: Durch alle Stücke hindurch pulsiert Luzia von Wyls schier unerschöpflicher Einfallsreichtum. Das ist grosse Kunst.»
Tatsächlich ist es ein Erlebnis, sich die raffiniert kreierten Kompositionen live anzuhören – nicht zuletzt auch aufgrund der neun charakterstarken Musiker, denen Luzia von Wyl ihre Stücke auf den Leib komponiert. Interaktion, Emotionen und Spielfreude werden hautnah erlebbar und zeichnen die Konzerte des Luzia von Wyl Ensembles aus.
Vor 10 Jahren als Kompositionswerkstatt gegründet, spielt das Ensemble inzwischen an Festivals in ganz Europa, so z.B. schon an den Swiss Days Dubai (UAE), dem Lucerne Festival (CH), dem Schaffhauser Jazz Festival (CH), dem Mosel Festival Trier (DE) oder dem London New Wind Festival (UK). Bis anhin veröffentlichte das Ensemble ausserdem zwei Studioalben, die beide international für grosse Anerkennung sorgten: «Frost» im Jahr 2014 und «Throwing Coins» im Jahr 2018, beide erschienen bei HatHut Records.
Line-Up:
Luzia von Wyl, Klavier & Kompositionen
Roman Glaser, Flöte
Nicola Katz, Klarinette
Marcel Lüscher, Bassklarinette
Maurus Conte, Fagott
Vincent Millioud, Violine
Karolina Öhman, Violoncello
Jeremias Keller, Bass
Luca Staffelbach, Marimba
Lionel Friedli, Schlagzeug
Die Schweiz ist für vieles berühmt, aber kaum für ihre Sinfonik. Schweizer Komponisten der Klassik und Romantik fristen ein Schattendasein – und das im eigenen Land wie auch weltweit. Das Swiss Orchestra will diese unbekannten Facetten der Schweizer Geschichte für ein breites Publikum wieder erlebbar machen und kombiniert Schweizer Trouvaillen mit bekannten Meisterwerken der Weltliteratur. Mit seiner schweizweiten Präsenz und seinem programmatischen Schwerpunkt «Schweizer Sinfonik» besitzt das Swiss Orchestra ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Orchesterlandschaft.
Das Swiss Orchestra setzt sich aus erstklassigen Instrumentalisten angesehener Sinfonie- und Kammerformationen im Alter zwischen ca. 25 und 45 Jahren zusammen. Der dynamische Klangkörper versteht sich als Orchester für die ganze Schweiz. Von Basel bis Graubünden und Genf baut es musikalische Brücken. Hierbei sollen jedoch nicht nur Sprachbarrieren, sondern auch Vorurteile gegenüber klassischer Musik überwunden werden. In Andermatt – dem berühmten Knotenpunkt am Gotthard und damit prädestiniertem Ort für den Kulturaustausch inmitten der Schweizer Alpen – hat das Swiss Orchestra 2022 als Residenzorchester der Andermatt Concert Hall seine Heimstätte bezogen. Die mitreissenden und innovativen Konzertprogramme des Swiss Orchestra wollen bei einer breiten Öffentlichkeit Begeisterung für Orchestermusik in ihrer Vielfalt wecken.