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Ayurvedische Lehre
Marma- und Triggerpunkte
Was sind Marma- und Triggerpunkte?
Durch die Stimulation sogeannter Marma- und Triggerpunkte werden das Nervensystem, einzelne Organe, Teile des Bewegungsapparates und auch die Psyche positiv beeinflusst. Diese Stimulationspunkte werden auch Vitalpunkte genannt.
Die Entdeckung der Marmapunkte
Erstmals entdeckt wurden die Marmapunkte von einem ayurvedischen Arzt namens Sushruta vor etwa über 1’500 Jahren. Bei der Armee tätig, untersuchte er bei verwundeten Soldaten den Zusammenhang zwischen den Eintrittsstellen von Pfeilen und den daraus resultierenden Verletzungen und Erkrankungen.
In die Chirugie übertragend machte Sushruta jene Punkte des menschlichen Körpers ausfindig, die während chirurgischen Eingriffen nicht verletzt werden durften, um das Leben des Patienten nicht zu gefährden. In der ayurvedischen Lehre geht man davon aus, dass Krankheiten entstehen, wenn eben diese Marmapunkte blockiert sind. Die Lebensenergie kann dann nicht mehr ungehindert fliessen und die entsprechenden Organe ausreichend versorgen.
Anwendungsgebiete einer Marma-Therapie
Eine Marmatherapie kann im Prinzip bei jeder Art der körperlichen oder psychischen Erkrankung eingesetzt werden. Bei folgenden Erkrankungen kann die Marmatherapie unter anderem Erfolge zeigen:
- Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Verdauungsbeschwerden
- Kopfschmerzen und Migräne
- Mentalen Belastungen
Durch Massagen, gezielte Stimulation aber auch mit Yogaübungen können Marmapunkte stimuliert, und dadurch die Blockaden gelöst werden.
Unterschied von Marma- und Triggerpunkten
Marma- und Triggerpunkte werden oftmals verwechselt. Bei Triggerpunkten handelt es sich jedoch um Muskelverhärtungen, z. B. im Nackenbereich oder zwischen den Schulterblättern, die zu Verspannungen, Schmerzen und Steifheit führen können. Diese entstehen durch die ständige Anspannung im Muskel. Das Muskelgewebe wir dabei nicht ausreichend durchblutet und es kommt zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen, die für den Stoffwechsel benötigt werden.
Anwendungsgebiete einer Trigger-Theraphie
In der Triggerpunkt-Therapie werden die Körperstellen gezielt gedrückt und ausmassiert, um die Symptome zu lindern. Der Begriff «Trigger» stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie «Auslöser». Triggerpunkte können unsere Lebensqualität stark beeinträchtigen, sie entwickeln sich z. B. durch langjährige Fehlhaltungen, Traumata (wie bei einem Unfall), psychischem Stress oder andere Belastungen der Muskulatur.
Triggerpunkte bei Kopfschmerzen
Die beiden Grafiken zeigen Triggerpunkte auf, welche schnell und einfach manuell stimuliert werden können, um Kopfschmerzen zu lindern. Es ist darauf zu achten die Halsschlagader nicht zu drücken und auszusparen. Die Punkte sollten 1-3 Minuten sanft massiert oder gedehnt werden.
Quellennachweis: Clair&Amber Davies, Arbeitsbuch Triggerpunkt-Therapie, Junfermann Verlag
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