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So heissen eine Reihe von Alpenseen, die schon ihres Namens wegen von Fremden und Touristen oft besucht werden
und dadurch Anlass zur Entstehung von Gasthäusern gegeben haben. Am bekanntesten das
Blauseeli von
Kandergrund
und der
Lac Bleu d'Arolla.
Blau erscheint nur ein
See mit ganz reinem
Wasser, während die geringste Mischung mit torfigem oder schlammigem
Wasser die
Farbe
nach
Grün, Braun oder endlich
Schwarz hinüberspielen lässt. So sind denn auch die
«BlauenSeen» durch ihre Durchsichtigkeit
ausgezeichnet. Im Garda- und
Genfersee liegt die Grenze der Sichtbarkeit eines hellen Gegenstandes (z. B.
eines weissen
Tellers) in senkrechter Richtung gemessen, 21,5 m unter dem Wasserspiegel;
sie beträgt 34 m in horizontaler
Richtung im
Blauseeli von
Kandergrund und übersteigt 60 m im
Lac Bleu d'Arolla. Diese beträchtliche Durchsichtigkeit rührt
davon her, dass das Licht auf eine grosse Distanz durchgeht, wobei die blauen Strahlen am wenigsten absorbiert
werden und so die
Farbe des klaren Wassers zum herrlich glänzenden Azurblau umwandeln. Prachtvoll ist in einem solchem
Wasser
das Spiel der Farben, indem die Dispersion das weisse Licht zerlegt und es bei jedem Wellenschlag in allen Farben des Regenbogens
aufleuchten lässt.
(Kt. Bern,
Amtsbez. Frutigen).
900 m. Schöner kleiner
See, zwischen der Strasse
Frutigen-Kandersteg und dem rechten Ufer der
Kander, 2 km sö.
Kandergrund und 6,6 km s.
Frutigen. Malerische Lage; Ueberreste eines prähistorischenBergsturzes,
der den
See gestaut hat. Bemerkenswert klar und durchsichtig, sodass trotz der
Tiefe von 9,1 m die am
Seeboden liegenden Tannenstämme
und mächtigen Felsblöcke deutlich sichtbar sind. Fauna und Flora arm; blos Diatomeen finden sich in grösserer Artenzahl
(von J.
Brun u. E. Pittard beschrieben).
Der See ist Privateigentum, von gut unterhaltenen Spazierwegen
umgeben und nur gegen Entrichtung einer Zutrittsgebühr zugänglich.
783 m. Bäckerei und
Säge, am rechten Ufer der
Sitter, 1 km ö. des
FleckensAppenzell.
Eigentum der
Familie
Rüsch,
^[Supplement:
Rusch] die dem Kanton verschiedene Landammänner gegeben und deren bekanntestes Glied der
Schriftsteller und Staatsmann J.
B. E.
Rüsch gewesen ist.