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Yellen verwies auf Studien, wonach das Wirtschaftswachstum durch die Regulierung des Finanzsektors nicht belastet worden sei. Gleiches gelte für die Verfügbarkeit von Krediten oder die Liquidität an den Finanzmärkten. Vielmehr sei das Finanzsystem durch die Regulierung robuster geworden, etwa gegen Turbulenzen an den Finanzmärkten. Yellen warnte davor, die Lehren aus der jüngsten Finanzkrise zu vergessen.
DOLLAR UND US-ZINSEN SINKEN
Derzeit denkt die US-Regierung darüber nach, einen Teil der nach der Krise ergriffenen Vorschriften für das amerikanische Finanzsystem wieder zu kassieren. Dabei geht es etwa um Teile des "Dodd Frank Act", der den US-Banken unter anderem viele Handelsgeschäfte verboten oder stark eingeschränkt hat. Stabilitätsorientierte Ökonomen üben scharfe Kritik an den Bemühungen, weil sie befürchten, dass damit der Boden für die nächste Finanzkrise bereitet werden könnte.
Dass Yellen sich nicht zur aktuellen Geldpolitik äusserte, kam an den Finanzmärkten nicht gut an. Der amerikanische Dollar gab zu vielen wichtigen Währungen nach, die Zinsen am US-Kapitalmarkt sanken. Fachleute hatten sich erhofft, dass Yellen etwas zur kurzfristigen Zinspolitik oder zum Startzeitpunkt des angepeilten Fed-Bilanzabbaus sagt. Damit bleib unklar, ob die Fed ihren Leitzins in diesem Jahr noch einmal anhebt und wann der Abbau der auf 4,5 Billionen Dollar angeschwollenen Fed-Bilanz beginnen wird. Experten rechnen derzeit mit einem Startschuss auf der nächsten Zinssitzung der Notenbank im September./bgf/jkr/he
(AWP)