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2011
2011
Chun Yan Zhang Schmid
Mentorat: Andrea Wolfensberger und Urs Gehbauer
Chun Yan Zhang Schmid
Mentorat: Andrea Wolfensberger und Urs Gehbauer
Experimentalproject, majorproject, HKB, 28.02.2011
Performance, Event Palaver, HKB, 06.05.2011
Installation: Das ursprüngliche Ziel des Projekts war, Geräusche in etwas Sichtbares umzuwandeln. Es handelt sich um eine interaktive Installation, die aus 3 Teilen besteht:
1. transparentes Plastikrohr (H 136 cm, Ø circa30 cm) mit einem Verschluss.
2. Holzsockel (40 cm x 40 cm x 22.5 cm) mit einem Propeller (L 25 cm), Fahrtregler, Arduino, Batterie, Transformator.
3. Computermit dem Programm Max 5, Mikrofon (Sennheisere855).
Je lauter man in das Mikrofonspricht, desto schneller dreht der Propeller und somit wird mehr Aufwind erzeugt, der die Pingpongbälle im Rohr nach oben befördert. Desweiteren kann man die ganze Installation auch als Stimmen-Skulptur bezeichnen.
Alles materialisiert sich: Geräusche, Sichtbares, Bewegung, Transparenz, Strom, Elektrizität, Daten, Schnittstelle, etc.
Material: Aluminiumblech, Plastikrohr, Kabel, System eines Modelhelikopters, Batterie, Arduino, Computer, Mikrofon, Schrauben.
Experimentalproject, majorproject, HKB, 28.02.2011
Performance, Event Palaver, HKB, 06.05.2011
Installation: The original initiation of this project is to transform the sound to view, invisibility to be visible. It’s an interactive installation and basically formed by 3 main parts:
1. Plasticandtransparent tube (H136 cm, Ø around 30 cm) with a closure.
2. Woodenbase (40 cm x 40 cm x 22.5 cm) with Propeller(L 25 cm), Motor, Motercontroler, Arduino, Battery, Transformator.
3. Computer with the program Max 5, Microphone (Sennheisere855).
Therefore, when we talk louder to the microphone, the propeller turns farther and brings more air to flow ping-pong balls higher. Moreover, we can also consider the entire installation as a voice sculpture.
All materialize: sound, view, mouvement, transparency, power, air, electricity, data, interface, etc.
Material: aluminum iron, plastic tube, cables, model helicopter system, battery, arduino, computer, microphone, screws.
2011
Angela Melody Kummer
Mentorat: Ingo Giezendanner und Simon Tschachtli
Thematisch beschäftigt sich die Arbeit mit Menschen in der Stadt, spezifischer mit dem Gegensatz von Masse und Individuum. Kurzanimationen mit Tusche zeigen Silhouetten von Menschen in Form der Masse und die mit Minenhalter gezeichneten Zeichnungssequenzen stehen für die Alltagsgeschichten der Individuen. Durch die fragmentarischen Zeichnungen wird der beobachtende und schweifende Blick der Zeichnerin für die Betrachterin, den Betrachter nachvollziehbar.
In der Videoinstallation werden jeweils gleichzeitig zwei Clips aus einem Pool von 50 Kurzanimationen an eine Wand projiziert. Mit dem Programmierungsprogramm Isadora wählt der Computer selber aus und mit diesem Zufallsaspekt entstehen ständig neue Bilder. Ähnlich einem Kaleidoskop mit vorgegebenen Elementen und einer sich ändernden Kombination dieser begegnen wir in der Stadt Menschen, die wir schon einmal oder mehrmals gesehen haben, die aber immer wieder in einem neuen Gesamtbild erscheinen.
Ausstellungsansicht: Vorraum Medialab an der Hochschule der Künste Bern, Fellerstrasse 11
2011
Lukas Veraguth
Mentor: Reto Boller
2011
Stéphanie Winkler
Mentorat: Ursula Jakob und Andreas Gefe
Der Schrebergarten nur wenigen wirklich bekannt, befindet sich vornehmlich am Rande der Stadt, eingezwängt zwischen Hochhäusern oder Autobahnen. Kommt man an einem solchen vorbei, stechen einem meist als erstes die säuberlich gereihten Gartenhäuser zwischen denen die Landesflaggen verschiedenster Nationen wehen und die lieblich arrangierten Gartenzwerge ins Auge. Oft schenkt man dem Schrebergarten kaum Beachtung oder man schmunzelt über die Leute die ihr Gärtlein wie ein kleines Paradies hegen und pflegen.
Dieser Ort zwischen Ordnungssystem und paradiesischer Idylle bildete den Ausgangspunkt meiner zeichnerischen Arbeit. In meiner Arbeit versuchte ich die Viel- schichtigkeit der kleinen städtischen Paradiesgärten zu untersuchen und ihre verschiedenen Seiten in mehreren Bildern zu illustrieren. Die Illustrationen wurden auf Tiefdruckplatten gezeichnet und mit der Technik Aquatinta ausgearbeitet. Als Endprodukt entstand ein bewegliches Fries, das dem Betrachter eine offene Geschichte erzählt. Grundlage meiner Arbeit bildeten neben der eigenen Recherche (Ortserkundung, Skizzen, Gespräche), die Garten- und Bauordnung der Stadt Bern sowie das Gedicht von Ludwig Fulda aus dem Jahre 1889. Diese Gegenüberstellung soll das Gefühl zwischen Ordnungssystem und städtischer Idylle verdeutlichen.
2011
Lea Fröhlicher
Mentorin: Daniela Keiser
Videoinstallation | Projektion, Video HD 16:9, Stereoton | im Loop 18' 33'' | ca. 638 x 110 cm | 2011
Alltägliche Handlungen wahrnehmen und sichtbar machen. Ein Aufdecken der vielen unterschiedlichen, aber doch immer wieder ähnlichen Vorgehensweisen. Eigentlich ist 'Tisch decken' eine persönliche Sache, die kulturell stark geprägt ist. Durch die Gegenüberstellung von Öffentlichem und Persönlichem wird unser Bewusstsein geschärft.
Videoinstallation | Video HD 16:9, Ton über Kopfhörer | 2 Monitore auf Stahlrohrgestellen, 2 Holzbänke | im Loop 53' 01'' und 51' 14'' | ca. 260 x 280 x 130 cm | 2011
In der Arbeit Eigenarten zeigen verschiedene Personen etwas vor. Sie geben etwas weiter - ihr eigenes Wissen, ihre Vorgehensweise, Erfahrung, aber auch ihre Ansichten. Handlungen, die, wenn man sie selber macht oder wenn sie andere machen, meist nicht sonderlich beachtet werden, rücken nun in den Vordergrund. Sei es Schuhe eincremen, Ski wachsen, Zopf zöpfeln oder ein Sandwich machen. Der Betrachter wird zum Teil zurückgeworfen auf die eigenen Handlungsweisen.
2011
Undine Lang
Mentoren: Daniela Kaiser, Urs Gehbauer
Eigenheim, das Haus als Wohnhaus und als Besitz.
Es gehört, man gehört zu ihm.
Es festigt Strukturen, ist Stillstand. Ist Erinnerung an Ort.
Ist eine Festung mit einer Fassade aus einem glücklichen und sorgenfreien Leben.
Ist ein Zuhause. Ist ein Ziel. Ist eine Einräumung.
Aussen und Innen als Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem.
2011
Isabel Fernández
Mentorin: Ursula Jakob
Aquatinta: 26 cm x 73 cm
Das im Major angestrebte Projekt ist eine Vertiefung in die Themenbereiche Fassade und Oberfläche, die bereits in den vergangenen Jahren Gegenstand meines Interesses waren. In der noch verbleibenden Zeit, die ich hier an der HKB im Master studiere, möchte ich mir ein weiteres Medium aneignen. Mein Ziel ist es, ausgehend von einer Fotografie, verwitterte Oberflächen mit dem Medium des Tiefdrucks umzusetzen. Dies setzt eine Vereinfachung des Sujets voraus. Die Möglichkeiten des Tiefdrucks und die Techniken, mit welchen ich Verwitterungsspuren erzeugen kann, interessieren mich dabei besonders.
Als Ausgangslage dient eine von mir angefertigte Fotografie. Sie zeigt eine verwitterte Fassade der Stadt Gijón. Das etwas trostlose Gebäude ist dem Zerfall geweiht und seine Verwitterungsspuren erzählen vom vergangenen Leben, welches sich darin abgespielt hat.
2011
Gabriela Freiburghaus
Mentorat: Anna Albisetti und Beat Frank
8 Bilder, 88cmx66cm
Wie beim Wandern. Ich wähle mit Bedacht den Ort, das Gebiet und plane meine ungefähre Route. Vor Ort ist dann aber doch alles ungesehen und neu für meinen Blick. Ich lasse mich nicht entmutigen, nehme die erste Anhöhe in Angriff. Den Pfad muss ich suchen, oft verlier ich ihn, muss mich orientieren. Ein Blick zurück, woher ich gekommen bin. Der Blick nach vorne zur nächsten Gabelung. Da bin ich. Die Landschaft ist mir nicht bekannt, fühlt sich nicht vertraut an. Die Wege der Linien überraschen mich, sind Fremde, die ich nun erlaufe. Beharrlich arbeite ich mich weiter durch unbekannte Gefilde.
2011
Selina Lauener
Mentor: Fachhochschule Düsseldorf, Master in Exhibition Design, Prof. Harry Vetter
Düsseldorf, Januar 2010
Souvenirshops verkaufen Erinnerungen an Reisende aus aller Welt. Die Andenken und Erinnerungen eines Ortes werden so um die ganze Welt verteilt.
Der Souvenirshop Verkehrt ist anders. Anstatt Souvenirs zu verkaufen und zu verteilen, sammelt er Souvenirs aus aller Welt und vereinigt sie an einem Ort. Erinnerungsobjekte von vielen verschiedenen Menschen, die jeweils mit einer kleinen Geschichte einer Reise versehen sind.
Reisesouvenirs sind oft lustige Kuriositäten. Bereits im 16. Jahrhundert wurden von Reise mitgebrachte Kuriositäten in Kurionsitätenkabinetts gezeigt. Der Souvenirshop Verkehrt ist eine moderne Form des Kuriositätenkabinetts.
Der Souvenirshop Verkehrt ermöglicht eine Reise um die Welt anhand der Reisesouvenirs von anderen. Nimmt man heute die Bewohner einer kleinen Stadt, so haben diese – alle zusammengerechnet – bereits die gesamte Welt bereist.
Auch die Kunden können ihre Erinnerungen in Textform im Souvenirshop Verkehrt abgeben. Sie schreiben ihr Souvenir auf die Vorderseite einer Ansichtskarte. Am Ende des Projekts erhält jeder der eine Souvenirkarte geschrieben hat, die Karte einer anderen Person zugeschickt und hält anschliessend ein Souvenir aus dem Souvenirshopverkehrt in den Händen.
Der Laden existiert nur wenige Tage. Er soll die Passanten irritieren und fordert sie auf, in einen Raum des Reisens einzutreten.
Wohin sind Sie zuletzt gereist? Warum reisen Sie? Was bringen Sie von Reisen nach Hause? Was sind ihre Erinnerungen an die letzte Reise, die Sie gemacht haben? Wohin wollen Sie noch reisen? Ist Reisen ein Trieb? Was ist ein guter Tourist? Ist es ethisch richtig, fremde Kulturen zu besichtigen?
Der Souvenirshop Verkehrt wirft viele Fragen zum Thema Reisen, Sammeln und Erinnern auf.
2011
Simone Nyffeler
Mentorin: Karoline Schreiber
Bei Strichwort geht es darum, zeichnerisch mit Schreibenden in einen offenen Dialog zu treten. Die erste Zeichnung wird verschiedenen Schreibenden als Anregung für einen Text vorgelegt. Jeder Text gibt wiederum Anregung für eine weitere, individuell gestaltete Zeichnung. Auf diese Weise entsteht eine Interaktion zwischen zwei unterschiedlichen Sprachsystemen. Der herausfordernden Aspekte in dieser Arbeit ist das genaue Lesen, das Wahrnehmen der Wirkung, die Interpretationen und das Schaffen von Bezügen und inneren Bilder, um den Dialog anzuregen und ihn weiterzuentwickeln. Der Austausch gestaltet sich als Prozess und es bleibt offen, wo die einzelnen Dialogstränge hinführen werden.
Zeichnungen:
Simone Nyffeler
Texte:
Sarah Tenthorey,
Olivia Weibel,
Sabine Gisin,
Kathrin Affentranger,
Joel Weibel,
Muriel Schwärzler,
2011
Dominique Ruppen
Austauschjahr - Universidad Complutense de Madrid
Jede Woche wurde ein Foto aus Zeitungen ausgewählt und in’s Medium der Malerei übersetzt. Kriterium war nicht der Inhalt der jeweiligen Bilder, sondern eine spannende Komposition der Bildelemente, die zum Malen einlud. Dabei wollte jedes Foto auf seine eigene Weise gemalt werden. So kam es zum Einsatz von verschiedenen Medien und Malweisen. Die begrenzte Zeit (1 Bild pro Woche) liess keine bis ins Detail ausgearbeiteten, fotorealistischen Bilder zu. Vielmehr musste bereits bei der Planung entschieden werden, welche Stellen nur angedeutet und welche detailliert dargestellt würden.
Da vor allem Fotos von Ausschreitungen, Kriegen und politischen Veränderungen von den Medien gedruckt wurden, fanden folglich auch diese Themen in die gemalte Serie.
Weekly Paintings 2011 wurde im Januar 2011 begonnen und ab März während dem Ausstauschjahr an der Universidad Complutense de Madrid weitergeführt. Im Oktober wurde ein Teil der Serie an der Jungkunst.ch in Winterthur ausgestellt und im Dezember die ganze Serie im Landhaus Solothurn.