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Der US-Autokonzern General Motors steht laut einem Insider kurz vor einer Einigung mit den US-Justizbehörden im Zusammenhang mit tödlichen Unfällen wegen defekter Zündschlösser. Im Raum steht, dass sich GM mit einer Zahlung von fast einer Milliarde Dollar freikauft.
GM wolle eine Vereinbarung über die Aussetzung der Strafverfolgung unterzeichnen, um eine Untersuchung durch die US-Regierung zu beenden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters.
(Nur) 900 Millionen Dollar
Der grösste US-Autohersteller werde einen Betrag von weniger als 1,2 Milliarden Dollar zahlen, die der Konkurrent Toyota in einem ähnlichen Fall berappen musste.
Die Wirtschaftszeitung «Wall Street Journal» will von eingeweihten Quellen von einer Strafzahlung von 900 Millionen Dollar erfahren haben. Zudem sei die Einrichtung eines beträchtlichen Entschädigungsfonds für Opfer und Hinterbliebene im Gespräch.
GM müsse im Rahmen der Einigung zudem zugeben, dass das Unternehmen den Defekt vor den Aufsichtsbehörden verheimlicht und Kunden getäuscht habe, sagte der Insider gegenüber Reuters. Der Fall werde jedoch ausgesetzt, wenn sich GM an die Bedingungen der Vereinbarungen halte. Eine gerichtliche Zustimmung zu dem Deal stehe aber noch aus.
124 Todesfälle wegen Zündschlössern?
GM wollte sich nicht dazu äussern. Auch die Staatsanwaltschaft lehnte eine Stellungnahme ab. 124 Todesfälle werden mit dem Zündschlossskandal in Verbindung gebracht. Der Autobauer hatte erst im Februar 2014 damit begonnen, etwa 2,6 Millionen Fahrzeuge wegen der defekten Zündschlösser zurückzurufen, obwohl das Problem seit Jahren intern bekannt war. Bei den Wagen bestand die Gefahr, dass der Zündschlüssel unbeabsichtigt in die Aus-Position springt.
Dadurch könnte während der Fahrt der Motor ausgehen und elektronische Systeme wie Servolenkung, Bremskraftverstärker und Airbags abschalten.
(sda/gku/mbü)