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Generell unterscheiden die Befragten dieser Studie zwei Arten von intra-organisationalen Wissensflüssen: Wissenstransmission und Wissenstransformation. Aufbauend auf dieser Unterteilung, ergeben sich vier mögliche Orientierungen logischer Interaktionen: System-nach-System-Wissenstransmission, System-nach-Human-Wissenstransformation, Human-nach-System-Wissenstransformation und Human-nach-Human-Wissenstransmission. Diesen kann man verschiedene Wissensmanagement-Methoden zuordnen. Beispiele sind E-Learning, Story-Telling, Yellow-Pages und Dokumentenmanagement.
Aus dieser Unterscheidung lassen sich vier Ansätze für das Management von Wissen ableiten: System-Orientierung zur Effektivitäts-Ausrichtung, Human-Orientierung zur Effektivitäts-Ausrichtung, Human-Orientierung zur Effizienz-Ausrichtung sowie System-Orientierung zur Effizienz-Ausrichtung.
Das entwickelte Vorgehensmodell basiert auf vier Bereichen eines integrativen Wissensmanagements: Exploration, Innovation, Dissemination und Automation. In der Explorationsphase zeichnet die lernende Organisation eine Landkarte des bestehenden impliziten sowie expliziten Wissens. Laut der Befragung greifen Praktiker hier unter anderem auf Yellow-Pages, Skills-Inventories, Dokumenten-Management-Systeme und Intranet-Portale zurück. In der Innovationsphase befasst sich die lernende Organisation insbesondere mit der Entwicklung und Schaffung von neuem Wissen. Dabei helfen unter anderem Methoden wie Community-Building, Mentoring und Story-Telling. In der Disseminationsphase überlegt sich die lernende Organisation, welche Wissensinnovationsprozesse und Wissensobjekte sie ausweiten soll – und wie sie dabei vorgeht. In der Automationsphase versucht das lernende Unternehmen, Wissensprozesse zu automatisieren und so die Initiativen der ersten drei Phasen zu unterstützen. Dabei wiederum stehen geeignete Wissenstransmissions- und Wissenstransformationsmethoden im Vordergrund, etwa Experten-Systeme, E-Learning und Data-Warehouse-Lösungen.
Die Studie hat ergeben, dass vor allem die fehlende strategische Abstimmung verschiedener Initiativen und die nicht aufeinander abgestimmte Implementierung unterschiedlicher Wissensmanagement-Methoden die Umsetzung eines integrativen Wissensmanagements behindern. Mit anderen Worten: Beruht das Vorhaben nicht auf Vorgaben derjenigen Kolleginnen, welche die Unternehmensstrategie definiert haben, besteht das Risiko, dass die verschiedenen Wissensmanagement-Projekte zwar für sich erfolgreich durchgeführt werden, das Produkt jedoch keine Akzeptanz findet.
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Clemente Minonne-Jenny, Autor der Studie «Towards An Integrative Approach For Managing Implicit And Explicit Knowledge» (im Rahmen seiner Promotion), Luzern.