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Magerweiden gelten als arbeitsextensiv. Tatsächlich benötigen sie jedoch, v.a. ins Verhältnis gesetzt zum Ertrag, trotzdem einen beachtlichen Pflegeaufwand. Dies gilt umsomehr, wenn mit ökologischen Zielen gepflegt werden soll, was oft bedeutet, Aufwuchs von Waldbäumen und Gebüsch zwar zu entfernen, aber nicht rationell und vollständig, sondern indem man Dornsträucher, Birken, Eichen, Zitterpappeln, Föhren usw. schont. Auch das teilweise Säubern von Brombeeren und Adlerfarn kann sinnvoll sein, wenn sie zu dominant auftreten.
Bedingungen für die Unterstützung solcher Aufwertungsmassnahmen auf Weiden durch das Landschaftskonzept sind: Die Massnahme ist im Prinzip einmalig, d.h. sie betrifft nur aussergewöhnliche Aufwände und nicht das normale wiederkehrende Säubern. Zudem muss die Magerweide Qualitätsbedingungen erfüllen, und die Massnahme muss sich nach den Richtlinien des Landschaftskonzepts richten.
Selbstverständlich erhöhen Büsche und einzelne Bäume den ökologischen Wert des Grünlandes; bei ungedüngten Weiden besteht jedoch die latente Gefahr, dass auf die unrationelle und aufwändige Pflege zunehmend verzichtet wird, sodass sie allmählich zu stark verbuschen und schliesslich mit dominanten Waldbäumen überwachsen werden.