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Zwar weiss man, wann wieder Tennis gespielt wird. Unklar ist aber, welches Ranglisten-System zum Einsatz kommt.
Andy Murray hat am Wochenende beim Charity-Event «Battle of the Brits» teilgenommen. Daneben gab die ehemalige Weltnummer 1 eine Einschätzung bezüglich der Problematik mit der Weltrangliste: «Ich denke, die ATP wird lange und gründlich darüber nachdenken müssen, was sie mit den Punkten der Weltranglisten machen werden», sagte der dreifache Grand-Slam-Sieger gegenüber der britischen Presse.
Die Männer sollten gemäss Planung am 14. August in Washington die Tour wieder aufnehmen. Danach sind Cincinnati, US Open, Madrid, Rom und die French Open an der Reihe.
Die Spieler werden sich entscheiden müssen, bei welchen Turnieren sie überhaupt antreten wollen, hält Murray fest. Bei einigen Wettkämpfen sind andere Daten als 2019 fixiert, weshalb unklar ist, wann Punkte hinzukommen oder wegfallen.
«Für Spieler, welche in New York das Halbfinal oder das Final erreichen, sogar das Viertelfinal, – ist es gesundheitlich problematisch, wenn sie nur kurz darauf in Madrid in grösserer Höhe auf Sand spielen müssen», so Murray.
Die Konsequenz sei klar, viele der Top Shots werden bei den Turnieren nicht antreten. «Keiner der Spitzenspieler wird eine Woche vor einem Slam ein Match gespielt haben. Die Ranglisten könnten also verzerrt werden», warnt der Schotte.
Dazu werden einige Spieler unter Reisebeschränkungen leiden. Die Wettkämpfe auf Stufe Challenger- und ITF-Ebene werden ebenfalls nicht im gewohnten Rahmen stattfinden können, auch dort sind also die vergebenen ATP-Punkte heikel.
Murray schlägt deshalb vor, die jährlichen Ranglisten auf eine längere Spanne auszudehnen. «Es könnte sich lohnen, für diese Zeit möglicherweise eine zweijährige Rangliste in Betracht zu ziehen. Es gibt jede Woche grosse Turniere, und es wird für Spieler, die konstant gewinnen, sehr schwierig sein, sich für viele Turniere zu verpflichten. Ich glaube einfach, dass wir mit den Ranglisten etwas vorsichtig sein müssen», so Murray.
Sowohl ATP wie WTA suchen die möglichst faire Lösung. Es ist nicht damit zu rechnen, dass ab August umgehend Punkte aus der Wertung fallen.