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Für Mathilde Gremaud und Sarah Höfflin endete am Samstag eine im Weltcup glücklos verlaufene Saison beim Saisonfinale in Silvaplana versöhnlich. Die beiden Westschweizerinnen landeten auf dem Podest. Gremaud wurde Dritte, Höfflin Zweite.
Das Saisonfinale in Silvaplana passte zur gesamten Saison der Freiburgerin Mathilde Gremaud. Wieder einmal sah sich die 21-jährige Olympia-Zweite von Pyeonchang auf dem Slopestyle-Kurs mit wechselnden Wetterbedingungen konfrontiert. Meist veränderten sich die Gegebenheiten in diesen Situationen heuer nicht zugunsten der Schweizerin, wie etwa an den Weltmeisterschaften in Aspen, als Gremaud vom Winde verweht mit Slopestyle-Silber Vorlieb nehmen musste.
Auf dem Corvatsch drohte sich dieses Schicksal zu wiederholen. Der Wettkampf-Start wurde dreimal nach hinten verschoben, ehe die Athleten um 13.00 Uhr doch noch auf den Kurs geschickt wurden – bei rasch änderndem Wind und Sicht.
Der Qualifikations-Ersten Gremaud war dies beim ersten Versuch zum Verhängnis geworden, im zweiten hielt sie dem Druck stand und sprang mit 83,75 Punkten auf den 3. Platz. «Ich hatte nach meinem Run zwar mit dem 2. Platz geliebäugelt, aber auch der 3. Platz ist sehr gut», sagte Gremaud im Ziel.
Dominatorin Ledeux gewinnt
Geschlagen wurde Gremaud von der französischen Dominatorin Tess Ledeux, die alle drei Weltcup-Slopestyles der kurzen Saison für sich entschied und damit auch die Disziplinen-Wertung, sowie von Teamkollegin Sarah Höfflin. «Es ist unglaublich», sagte die Olympiasiegerin von Pyeongchang zu dem versöhnlichen Abschluss einer für sie enorm schwierigen Saison.
Im Weltcup hatte Höfflin bis Silvaplana kein Top-5-Resultat auszuweisen, zudem verliefen für sie auch die X-Games und die Weltmeisterschaften in Aspen enttäuschend und nach Stürzen schmerzhaft. Dass es der 30-Jährigen beim Saisonfinale trotz Knieproblemen aufs Podest reichte, spenden Motivation für die Olympischen Spiele in Peking im kommenden Winter.
Auch Kim Gubser, der das Slopestyle-Saisonfinale im 13. Rang beendete, gab sich mit seinem letzten Wettkampf zufrieden. «Es war meine bisher mit Abstand beste Saison», sagte der 20-jährige Bündner. Für Gubser war das Jahr 2021 weitaus erfreulicher verlaufen, als etwa für Höfflin. Mitte Monat sprang er als Aussenseiter zu WM-Bronze im Big Air.
Eins jedoch einte das Schweizer Trio, das es beim Saisonfinale im Slopestyle in die Finals geschafft hatte: Die Freude, die Saison einigermassen gesund überstanden zu haben.