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Kapitel aus OcCC-Bericht: Der Nachweis von Trends stösst an Grenzen
OcCC Bericht: Extremereignisse und Klimaänderung
Der Nachweis von Trends bei Extremereignissen stösst wegen ihrer Seltenheit an grundsätzliche Grenzen. Je seltener nämlich die Ereignisse sind, umso schwieriger ist es, einen Trend nachzuweisen. Kleinere Häufigkeitsänderungen sehr seltener Ereignisse gehen in den natürlichen Klimavariationen unter. Die scheinbare Häufung von Extremereignissen in den letzten Jahren könnte durch einen wirklichen Trend oder durch Zufall verursacht sein. Extremereignisse sind deshalb ungeeignete Indikatoren für die globale Klimaänderung.
Trotz komfortabler Datengrundlage stösst der Nachweis von Trends für Extremereignisse an prinzipielle Grenzen. Diese sind durch die Seltenheit der Ereignisse und eine damit verbundene statistische Unsicherheit bedingt: Der Nachweis eines Trends enthält eine Beurteilung darüber, ob die in den Beobachtungen vorgefundene Abfolge von Ereignissen das Ergebnis einer systematischen Veränderung (das Signal eines Trends) oder aber einfach das Resultat des Zufalls (das Rauschen des Klimas) ist. Die Unterscheidung zwischen Signal und Rauschen wird umso unsicherer, je seltener (extremer) die Ereignisse sind. Die Situation ist vergleichbar mit derjenigen eines Würfelspielers, der mit wenigen Würfen nachweisen sollte, ob sein Würfel gezinkt ist.
Quelle: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Kapitel 1.4 Der Nachweis von Trends stösst an Grenzen. Bern.