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Am 10. Februar 2019 stimmen wir über die Zersiedelungsinitiative ab. Diese Vorlage würde die Berggebiete und die Randregionen der Schweiz empfindlich schwächen. Die undifferenzierte und unbefristete Einfrierung der Gesamtfläche der Bauzonen würde in diesen Teilen unseres Landes zu einer sofortigen Verknappung des Baulandes führen. Die Immobilienpreise würden schlagartig in die Höhe schiessen, was den Zuzug neuer Einwohner und neuer Unternehmen behindern würde. Umgekehrt würde sich die Landflucht verstärken, da die Einwohner und besonders die Familien gezwungen wären, in die Agglomerationen zu ziehen, um den hohen Mietpreisen und dem Mangel an Arbeitsplätzen auszuweichen.
Das sind schlimme Folgen für eine Volksinitiative, die eigentlich gar nicht nötig ist. Bund und Kantone haben seit 2012 das Problem der Zersiedelung in die Hand genommen. Das neue Raumplanungsgesetz bremst die Zersiedelung, indem die Siedlungsentwicklung nach innen gefördert und das Kulturland besser geschützt wird. Die Lösung ist im Gang. Die Massnahmen des neuen Gesetzes müssen nun ihre volle Wirkung entfalten. Sie zeigen bereits positive Auswirkungen: So sank die Bauzonenfläche pro Person zwischen 2012 und 2019 um rund 6 Prozent von 309 auf 291 Quadratmeter. Es wäre nun kontraproduktiv, in diesen wirksamen Prozess einzugreifen. Am 10. Februar stimme ich gegen die Zersiedelungsinitiative.