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Als Frédéric S. (Name der Redaktion bekannt) 1942 zur Welt kam, war sein Vater bereits zum dritten Mal verheiratet. Die erste Frau war unter nie geklärten Umständen ums Leben gekommen. Die zweite Ehe scheiterte nach einem Jahr, die Frau verschwand spurlos, sie war schwanger. Der Vater wurde zweimal psychiatrisch begutachtet; das Fazit: Er habe «eine krankhafte Fantasie» und sei ein «infantil-geltungssüchtiger Psychopath […] mit einem Hang zum Lügen und Übertreiben und sollte eigentlich entmündigt werden».
Die dritte Ehe hätte es gar nicht geben dürfen. Das zuständige Bezirksgericht untersagte dem Paar die Heirat – der Mann sei zur «Eingehung» einer neuen Ehe unfähig. Das Obergericht hob aber das Verbot wieder auf.
Für die Frau wird das Leben bald zur Hölle. Sie bringt drei Mädchen und schliesslich 1942 Frédéric zur Welt. Da herrscht in der Familie, die im Thurgau lebt, längst ein eisiges Klima.