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Um Eizellen und Spermien umzuwandeln, mussten Forscher der Universität Freiburg lediglich zwei bestimmte Eiweisse blockieren. Diese Eiweisse hätten eine Art «Barrierefunktion», die Geschlechtszellen auf ihrem Entwicklungskurs behalten, schrieb die Universität in einer Mitteilung. «Fallen diese Barrieren, hin- dert die Zellen nichts mehr daran, sich zu verwandeln», erklärt Erstautorin Stéphanie Käser-Pébernard.
Das Forscherteam hat diesen Effekt beim Fadenwurm entdeckt. Die Forschenden haben dort zwei Eiweisse blockiert, die für die Struktur der Eiweisspolster verantwortlich sind. Ohne diese Proteine nehmen die Polster eine abnormale Form ein. Die Folge: Aus den ursprünglichen Geschlechtszellen bildeten sich nicht Spermien und Eizellen, sondern Hirnzellen und auch Haut- oder Muskelzellen, wie die Forscher im Fachjournal «Stem Cell Reports» berichten. Die Würmer lebten zwar weiter, wurden aber steril.
Die Resultate belegten erstmals, dass Zellen auch nur mithilfe solcher Veränderungen umprogrammiert werden können. Bislang sei man davon ausgegangen, dass dies ohne Einwirkung auf den genetischen Code nicht funktioniert.
Die Forscher halten es für denkbar, dass beim Menschen in Zukunft so eine gezielte Steuerung der Zellentwicklung therapeutisch eingesetzt werden könnte. Es sei vorstellbar, Krebs am Wachstum zu hindern, indem man die Krebszellen zwinge, sich in normale Körperzellen umzuformen. Diese könnten sich nicht mehr teilen und vermehren. Auch Ersatzorgane könnten allenfalls so hergestellt werden sda