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Was sagt das Gesetz?
Die Versicherung übernimmt die Kosten der zahnärztlichen Behandlungen, die durch eine der folgenden schweren, nicht vermeidbaren Erkrankungen des Kausystems bedingt sind (Artikel 31 Absatz 1 Buchstabe a KVG). Voraussetzung ist, dass das Leiden Krankheitswert erreicht; die Behandlung ist nur so weit von der Versicherung zu übernehmen, wie es der Krankheitswert des Leidens notwendig macht:
Art. 17 Erkrankungen des Kausystems (KLV)
litt. b. Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontopathien)
Ziff. 1. Präpubertäre Parodontitis
Ziff. 2. Juvenile, progressive Parodontitis
Ist meine Parodontitis eine "juvenile Parodontitis"?
Falls es sich um eine juvenile Parodontitis handelt, wird der Zahnarzt weitere nötige Abklärungen vornehmen und ein Zahnschadenformular an die Krankenkasse zustellen. Die Krankenkasse wird den Fall überprüfen und evtl. eine Kostengutsprache für die Behandlung erteilen.
Wie kann ich als Patient feststellen, ob ich an einer juvenilen Parodontitis leide?
Falls ich "jung" bin (Pubertät oder Postpubertät), auf den Röntgenaufnahmen eine Knochendestruktion sichtbar ist, ich eine gute Mundhygiene aufweise, ein nicht- oder schwacher Raucher bin, dann könnte es sich um eine juvenile Parodontitis handeln. Weitere Abklärungen (Taschenmessung, Aufnahme eines Parostatus, Röntgenstatus) müssen vom behandelnden Zahnarzt oder einem Fachzahnarzt ausgeführt werden.
Achtung:
- Es besteht keine Zahlungspflicht seitens der Versicherung, falls keine Kostengutsprache (schriftlich) erteilt wurde.
- Die Behandlungen müssen wirtschaftlich, zweckmässig und wirkungsvoll sein (Art.32 KVG).
Falls es sich um einen erwachsenen Patienten handelt, der an ein einer aggressiven Parodontitis (massive Knochendestruktion) leidet, muss es sich NICHT um eine ehemalige juvenile parodontitis handeln und die Versicherung kommt für die Behandlung nicht auf.