Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/1979

Auch in
Rom, wohin er sich 1634 begab, hatte er anfangs mit großer
Not zu kämpfen. Nachdem er aber seinTalent
durch unermüdlichen Fleiß und sorgsames
Studium der
Natur noch mehr ausgebildet, fanden seine Gemälde immer mehr Beifall,
und da er schnell arbeitete, so erwarb er sich bald ein ansehnliches
Vermögen.
SeinHaus ward zu einem beliebten Versammlungsort
der
SchöngeisterRoms. Während er sich aber durch seine liebenswürdigen
EigenschaftenFreunde und
Gönner
erwarb, machte er sich durch seinen beißenden
Witz ebenso viele Feinde. 1642 wurde er vom
HerzogGiovanni Carlo de'
Medici nach
Florenz
[* 7] berufen, wo er sich etwa zehn Jahre lang aufhielt. Dann kehrte er nach
Rom zurück, wo er starb.
Rosas eigentümliche
Richtung spricht sich besonders in seinen
¶
mehr
landschaftlichen Darstellungen, in gewaltig aufgetürmten Felsmassen, in starken, zackigen Baumstämmen, in Sturmwolken und
Schlaglichter aus, womit er eine großartige Gesamtwirkung erzielt, aber im einzelnen oft flüchtig und unwahr wird.
Staffiert sind sie mit Banditen, Soldaten, Hexenszenen etc. In seinen historischen Werken ist er weniger anziehend, obgleich
er auch hierin zum Teil Ausgezeichnetes geliefert hat, wie ein großes Schlachtbild im Louvre und die
Verschwörung des Catilina im PalastPitti zu Florenz.