Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/201074

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, ob statt wie bisher erst ab dem Alter von 25 Jahren neu bereits ab 18 Jahren oder gegebenenfalls nach Abschluss der Erstausbildung (Abschluss der Berufslehre, Studium) in die Altersvorsorge der zweiten Säule eingezahlt werden soll.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen der Reform der Altersvorsorge 2020 hat der Bundesrat eine Vorverlegung des Beginns des Sparprozesses in der obligatorischen beruflichen Vorsorge geprüft. Allerdings wurde sie nicht in die Botschaft vom 19. November 2014 aufgenommen, da sich die Massnahme als wenig sinnvoll erwies. Denn viele Jugendliche unter 25 Jahren befinden sich noch in Ausbildung oder üben eine Erwerbstätigkeit aus, bei der sie kein BVG-pflichtiges Einkommen erzielen. Somit könnten nur wenige Jugendliche früher mit der Bildung ihres Altersguthabens beginnen, und das zusätzliche Guthaben würde bescheiden ausfallen.</p><p>Das Parlament hat diese Option anschliessend eingehend geprüft und verworfen. Da sich die Situation seither nicht signifikant geändert hat, sieht der Bundesrat keinen Handlungsbedarf in diesem Bereich und keinen Mehrwert in einer erneuten Prüfung.</p><p>Nachdem die Reform der Altersvorsorge 2020 in der Volksabstimmung vom 24. September 2017 gescheitert ist, hat der Bundesrat die Sozialpartner auf ihren Wunsch hin damit beauftragt, Vorschläge für eine Reform der beruflichen Vorsorge zu formulieren. Das erarbeitete Massnahmenpaket wurde am 2. Juli 2019 vorgestellt. Eine Vorverlegung des Beginns des Sparprozesses ist nicht vorgesehen. Auf dieser Grundlage geht der Vorentwurf zur Reform der beruflichen Vorsorge spätestens im November 2019 in die Vernehmlassung.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.