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Der Fall der 35-jährigen Niederländerin ist der Nachrichtenplattform zufolge die erste bekannte Ausweisung eines ausländischen Journalisten aus Moskau seit dem russischen Überfall auf die Ukraine vor mehr als 17 Monaten. In den Jahren davor hat Russland mehrfach ausländische Pressevertreter des Landes verwiesen. Nach dem Einmarsch verhaftete Russland den US-Journalisten vom «Wall Street Journal», Evan Gershkovich, wegen angeblicher Spionage, ohne bis heute Beweise für die Vorwürfe vorzulegen. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft.
Schon vor Gershkovichs Verhaftung kündigte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, das Ende der «maximalen Begünstigung» ausländischer Pressevertreter in Russland an. «Ab jetzt ist alles vorbei. Sie werden auf eine neue Art und Weise leben und Dokumente beantragen müssen», sagte sie bei einer Pressekonferenz im Februar.
Die Lage der russischen unabhängigen Presse ist desolat. Das russische Justizministerium hatte zuletzt eine Vielzahl von Bürgerrechtlern, unabhängigen Journalisten und Bloggern sowie Nichtregierungsorganisationen zu «ausländischen Agenten» erklärt. Laut Medienberichten haben rund 1000 russische Journalisten das Land seit Kriegsbeginn verlassen.