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Der Unterschied zwischen Qualitätsklassen und Qualitätslabels ist, dass letztere aufgrund von Produktionsverfahren vergeben werden, erste aufgrund des tatsächlichen Produktionsergebnisses. Da Labels stets auch mit Ideologien verknüpft sind – Bio richtet sich z. B. gegen den Produktivismus – und diese in der Gesellschaft immer weniger Gewicht haben, könnte angenommen werden, dass die Preisunterschiede zwischen Qualitätsklassen immer grösser werden, während jene zwischen Qualitätslabels eher schrumpfen. Regressionen zum Kälbermarkt einerseits und von 4180 Datensätzen des Rindermarktes andererseits bestätigten dieses Muster im Zeitraum 2000 bis 2014 weitgehend. Zwischen den einzelnen Klassen des schweizerischen Qualitätssystems CH-TAX findet im Betrachtungszeitraum eine Preisspreizung statt, während der Aufschlag für Bioprodukte schrumpft. Für die Labels TerraSuisse und QM Schweizer Fleisch wird von vornherein keine Preisdiskriminierung identifiziert.
Die Beschäftigung im Agrarsektor ist in vielen europäischen Ländern besonders in der Nutztierhaltung rückläufig. Direktzahlungen können diesem Trend entgegenwirken und zu mehr – vor allem weiblichen – Familienarbeitskräften auf dem Betrieb führen.
Trotz der aktuellen Herausforderungen wie des Kriegs in der Ukraine oder des Klimawandels ist der Schweizer Ernährungssektor relativ resilient. Zu diesem Schluss kommt der Bericht von Agroscope im Auftrag des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung.
Die Pandemie hat nicht nur unseren Alltag, sondern auch unser Handeln beeinflusst. Agroscope untersuchte, bei welchen Bevölkerungsgruppen und Verhaltensweisen die Veränderungen besonders gross waren und was das für unsere Gesundheit bedeutet.