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LONDON (awp international) - Eine britische Einheit des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS steht Medienberichten zufolge unter Verdacht, Schmiergeld nach Saudi Arabien gezahlt haben. Die Londoner Betrugsbekämpfungsbehörde SFO habe eine Untersuchung gestartet, berichteten mehrere britische Medien am Dienstag. Dabei gehe es um einen 2 Milliarden Pfund (2,3 Milliarden Euro) schweren Auftrag über die Bereitstellung von Kommunikationsdiensten für die Leibwächter der königlichen Familie in Saudi Arabien, hiess es in der "Financial Times (FT)". Der Auftrag sei an die Firma GPT Special Project Management gegangen, die über mehrere Ecken Tochter von EADS ist.
EADS sagte dem Blatt, man habe von gewissen Anschuldigungen gehört und untersuche diese. SFO wollte sich zu den Berichten zunächst nicht äussern. Die Zeitung "Daily Telegraph" zitierte jedoch eine nicht näher genannte Quelle in der Behörde, derzufolge eine Untersuchung im Gange ist.
Die Vorwürfe waren im Rahmen eines Arbeitsrechtsprozesses ans Tageslicht gekommen. Ein früherer Mitarbeiter verklagte die Firma wegen unrechtmässiger Kündigung. Laut "Daily Telegraph" und "Sunday Times" seien dem Mann einige Methoden, die er persönlich gesehen habe, nicht geheuer gewesen. So seien saudischen Beamten Luxusautos, teurer Schmuck und Geld in Cash gegeben worden, hiess es. Der Mann behaupte, er sei gekündigt worden, weil er davon gewusst habe.
Der Fall ruft Erinnerungen an Anschuldigungen gegen den britischen Rüstungskonzern BAE Systems hervor, in Saudi-Arabien Schmiergeld gezahlt zu haben. Unter anderem war dem Unternehmen vorgeworfen worden, einen saudi-arabischen Prinzen geschmiert zu haben, um sich ein Milliardenschweres Waffengeschäft zu sichern./gür /nmu/mne/wiz/DP/nmu
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