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- Inmitten der Debatte über Rassismus haben die beiden Kammern von Mississippi mit grosser Mehrheit die Änderung der Flagge des US-Bundesstaats beschlossen.
- Mississippi ist der letzte verbliebene Staat im Süden der USA, der noch offiziell die Symbolik der Südstaaten-Konföderation des 19. Jahrhunderts verwendet.
- Eine Kommission soll eine neue Flagge vorschlagen. Sie soll am 3. November parallel zur Präsidentenwahl den Wählern zur Abstimmung vorgelegt werden.
Nach dem Repräsentantenhaus des Bundesstaats Mississippi stimmte auch der Senat für eine Abschaffung der derzeitigen Flagge. Die Senatoren votierten mit einer Mehrheit von 91 zu 23 Stimmen für die Änderung, wie zahlreiche US-Medien übereinstimmend berichteten. Der republikanische Gouverneur Tate Reeves hatte zuvor bereits angekündigt, dass er das entsprechende Gesetz unterschreiben werde, sobald es ihm vorliege.
Die seit 1894 gültige Fahne erinnert an die einstigen Sklavenhalter im amerikanischen Süden, die sogenannten Konföderierten. Der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai und die darauffolgenden Proteste gegen Rassismus hatten Gegnern der Flagge neuen Rückenwind verliehen.