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Im Liebesspiel fühlt Daniela sich wohl, auch wenn sie keinen Orgasmus hat. Sie freut sich, wenn sie einem Mann geben kann, was er gern hat, und findet auch nichts dabei, manchmal ein bisschen was vorzuspielen.
Herauszufinden, was der andere mag, ist nicht immer leicht.
Daniela hat sich den Körper verbrüht, als sie klein war. Sie hat Narben auf den Armen und auf der Brust. Das hat sie unsicher gemacht. Ob Jungen sich davor ekeln?
Daniela lässt sich keinen Klaps auf den Arsch geben und verschafft sich Respekt bei den Jungs. Daniela wollte nicht so sein wie die anderen, wie ihre brave Schwester. Da hat sie angefangen zu rauchen. Es gab eine Zeit, da hat Daniela sich selbst gehasst.
Sie ging zu Konzerten und hat getrunken wie die anderen. Das war lässig. Erst später hat sie gemerkt, dass sie mit Alkohol ihre Unsicherheit überspielt.
Ein Austauschjahr in Lausanne. Am Anfang war Daniela viel allein. Sie hat getan, worauf sie Lust hatte und von der Einsamkeit profitiert. Sie fand Freunde, wurde akzepziert, und das hat sie gestärkt.
Daniela spielt gern Theater, und sie führt auch Regie. Sie findet es toll, dass man im Spiel verschiedene Rollen annehmen kann. Sie kann sich ausleben, kann versinken, sich hingeben, eine Auszeit vom Alltag nehmen.