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Heutzutage habe kaum noch jemand einen Trinkwasservorrat in Form von Wasserflaschen im Haushalt, sagte der Generalsekretär des Verbandes Schweizerischer Mineralquellen und Soft-Drink-Produzenten Marcel Kreber am Mittwoch an einem Medienanlass in Zürich. Daher kann es beispielsweise im Falle von Verunreinigungen im Leitungswasser zu Versorgungsengpässen in der Bevölkerung kommen.
Im Jahr 2015 passierte dies etwa in der Region Le Locle im Neuenburger Jura, als heftige Niederschläge die Trinkwasser-Reservoirs verunreinigt hatten und das Leitungswasser der Gemeinde ungeniessbar wurde. In solchen Notlagen wollen die Hersteller von Mineralwasser künftig schnell und unbürokratisch ihre Produkte an die Gemeinden beziehungsweise an den Bund in Sechserpackungen zu je 1,5 Liter-Flaschen liefern.
Einwohner, die also nicht mehr über einen Notvorrat für die ersten drei Tage nach einem Vorsorgungsunterbruch bei Leitungswasser verfügen, können in solchen Situationen auf die hiesigen Mineralwasser-Firmen zählen. Die Unternehmen verfügen normalerweise über grössere Lagermengen an ihren Produkten und wollen dann sofort einspringen.
Zwar sieht die Absichtserklärung keine konkreten Preise für diese Sonderlieferungen vor, allerdings würde laut Angaben des Verbandes kaum ein Hersteller von Mineralwasser auf die Idee kommen, so eine Notsituation auszunutzen und überzogene Preise aufgrund der gestiegenen Nachfrage zu fordern.