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old town san diego state historic park
Nun war der Old Town San Diego State Historic Park an der Reihe. Es ist vielmehr ein Museum, in dem die Geschichte des früheren San Diego erlebt werden kann, als eine wirkliche Altstadt. Der Kern der restaurierten originalen historischen Gebäude aus der Interpretationszeit wurde durch rekonstruierte Stätten ergänzt, zusammen mit Gebäuden aus dem frühen 20. Jahrhundert, die im gleichen Stil entworfen worden waren. Fünf originale Adobe-Gebäude sind Teil des historischen Parks, der Museen, einzigartige Läden und mehrere Restaurants umfasst. Der Historic Plaza bietet Platz für Versammlungen und historische Aktivitäten. Wir drehten eine Runde, gönnten uns in einer Bar ein kühles Getränk, dann hatten wir genug von Old Town gesehen und fuhren mit dem Trolley zum Santa Fe Depot, von wo wir zum Hafen gingen und die USS Midway anschauten.
kriegsschiff, ein küssender matrose und seafood vom feinsten
Der historische Flugzeugträger USS Midway ist ein Museumsschiff am Navy Pier. Er wurde bereits im Jahr 1945 kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs offiziell in Betrieb genommen und war bis 1992 nach dem Einsatz im ersten Irak-Krieg im Einsatz. Mit seinen 305 Metern Länge und 73 Metern Breite war er lange Zeit das grösste Schiff der Welt. Wir begnügten uns mit der Aussenansicht, wo wir beobachten konnten, wie ein Helikopter vom Schiff aus startete und wieder dahin zurückkehrte.
Daneben im Tuna Harbor Park steht die berühmte Statue "Kissing Sailor Statue" alias "Unconditional Surrender" oder "Embracing Peace". 1945 hatte Alfred Eisenstaedt einen Matrosen fotografiert, der eine Krankenschwester auf dem Times Square geküsst hatte und dies nur Minuten nachdem sie von der Kapitulation Japans vor den USA gehört hatten. Dieses Bild wurde im Magazin "LIFE" veröffentlicht und wurde zur berühmtesten Fotografie des Zweiten Weltkriegs. Es symbolisierte das Gefühl, das das Ende des Krieges ausgelöst hatte. Dieses Foto diente J. Seward Johnson als Grundlage für die Erschaffung der mehr als 7.5 Meter grosse Statue. Ich hatte schon viele Bilder davon gesehen, aber vor der riesigen Statue des küssenden Matrosen zu stehen, war schon beeindruckend.
Ebenfalls im Tuna Harbor Park befindet sich "National Salute to Bob Hope and the Military". Das sind fünfzehn Bronzestatuen, die so angeordnet sind, als würden sie einer Bob Hope-Show beiwohnen. Unser Hauptaugenmerk galt dem Restaurant ein paar Schritte davon entfernt. Wir fragten nach einem Platz im "The Fish Market" und konnten uns in die Warteliste eintragen lassen. Nur ein paar Minuten später bekam ich ein SMS, dass der Tisch für uns parat sei.
Ich bestellte "Crab Cioppino". Was mir da serviert wurde, war der absolute Wahnsinn! Ich bekam butterzarten Fisch, saftige Scampis, verschiedene Muscheln, darunter perfekt gebratene Jakobsmuscheln und Krabbenbeine kombiniert mit einer aromatischen hausgemachten Marinara-Sauce und Linguine. Auch Reiners Mahi Mahi kombiniert mit Blumenkohl mit Granatapfellack und seinem Lieblingssalat, den Cole Slaw, war auf den Punkt. Ein bisschen wenig vielleicht, aber er bekam von meinem Gericht eine ordentliche Portion ab.
Schräg gegenüber sass eine Familie mit zwei kleinen Kindern. Das halbe Essen landete auf dem Boden und dem kleineren der beiden kippte der Milchshake über Stuhl und Boden. Wäre uns das passiert, als wir noch klein gewesen waren, hätte meine Mutter alles dafür getan, das Malheur zu beheben und hätte sich tausend Mal bei der Belegschaft entschuldigt. Nicht so diese Mutter. Sie wischte mehr schlecht als recht den grössten Dreck mit der roten Stoffserviette vom Tisch und vom Kind. Als sie, ohne mit der Wimper zu zucken und ohne den Kellner informiert zu haben, das Restaurant verliessen, sah es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Der Kellner kam, wischte Tisch, Stühle und Boden, deckte den Tisch neu ein und innert kürzester Zeit sah es so aus, als wäre nie was gewesen.
Zum Abschluss eines gelungenen Tages gab es noch einen wunderschönen Sonnenuntergang, dann war's das so langsam für heute.