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Emil Strickler, ein begeisterter Schweizer Weinliebhaber, wohnhaft in Singapur, kaufte die Weinberge der Quinta do Zambujeiro im Jahr 1998. Der erste Wein wurde noch in einem provisorisch hergerichteten Weinkeller unter improvisierten Bedingungen gekeltert. Heute ist das längst Geschichte: Das Weingut ist perfekt eingerichtet, das Team hoch motiviert und die Arbeitsbedingungen hervorragend. Der Wein wird nach wie vor komplett in Handarbeit hergestellt, jede Traube wird von Hand geerntet und auf Förderbändern streng selektioniert. Die Bedingungen für den Weinbau im Alentejo sind nicht einfach. Zwar bieten die Schieberböden ein gutes Terroir, doch die hohen Temperaturen im Sommer sind ein Problem, das sich häufig nur mit Bewässerung lösen lässt.
Das Alentejo, das sich westlich von Lissabon zur spanischen Grenze hin erstreckt, war lange vor allem bekannt für seine weitläufigen Wälder mit Korkeichen (mitunter die grössten weltweit), seine Olivenhaine und sein Getreide. Ab den 1980er Jahren entwickelte sich der Weinbau immer mehr und mittlerweile zählt die Region auch zu den besten Weinbaugebieten Portugals. In den Höhenlagen von Portalegre, wo die Reben bis 1000 Meter über Meer wachsen, aber auch in der Nähe des kühl-feuchten Atlantiks reifen elegante Weine. Im südlichen Landesinnern dagegen herrscht kontinentales Klima, wo voll konzentrierte Gewächse entstehen. Die Böden sind vielfältig: Kalkhaltiger Lehm herrscht vor, es gibt aber auch Terroirs, die von verwittertem Schiefer geprägt werden.