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Über den Trauerfall (2)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Rosa Sophie Walliser-Schmitter, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Lebenslauf Rosa Sophie Walliser-Schmitter17.01.2016 um 17:26 Uhr von Roland
Am 26. September 1923 wurde Rosa Schmitter in Zürich geboren. Im Elternhaus von Hedwig und Eugen Schmitter-Schmitter an der Bleichmattstrasse in Olten verbrachte Rosa eine wohl behütete, fröhliche Kindheit. Als Einzelkind liebte Rosa die Gesellschaft anderer Kinder und konnte es jeweils kaum erwarten, sich mit ihren Klassenkameraden in den Grundlagen des gemeinsamen Lebens als heranwachsende Persönlichkeit weiter entfalten zu dürfen. Als Rosa einmal an einem Sonntag mit den Eltern auf den Säntis ausflog, weinte sie und sagte: „Wie gerne wäre ich doch heute mit meinen „Gspänli“ an der „Oltner Chilbi“. Besonders liebte und genoss Rosa die Besuche bei ihren Kusinen; Fannie, Vreni, Heidi und Lotti Schmitter am Pappelweg in Zofingen.
Als junges Mädchen erlebte Rosa nach der Handelsschule in Olten an der „École supérieure de commerce“ in Neuenburg „wie sie selbst sagte“ die schönste Zeit ihres Lebens. Untergebracht in einem Mädchenpensionat, genoss Rosa die Gesellschaft anderer netter Mädchen und schloss Freundschaften für das ganze Leben. In der Schule gefiel es Rosa so sehr, dass die Lehrer nach erfolgreichem Abschluss die Eltern baten, Rosa doch weiter bis zur Handels-Matura studieren zu lassen, was ihr leider nicht gewährt wurde. Der Vater sagte, sie werde eines Tages heiraten und konnte eine gute Ausbildung geniessen.
Am 1. Mai 1948 heiratete Rosa Schmitter Benno Marius Walliser von Dornach in Olten. Benno hatte 2 Brüder und drei Schwestern. Rosa freute sich sehr, auch auf ein schönes familiäres Miteinander in der neu gewonnenen, grossen Verwandtschaft, denn sie war ein Einzelkind.
Rosa und Benno lebten in Bern als sie am 26. August 1949 mit dem erste Kind Marius beschenkt wurden. Das Glück der jungen Familie erlebte jedoch schon bald einen harten Tiefschlag als Marius im Alter von 4 Jahren an einer sehr seltenen Stoffwechselkrankheit erkrankte und so jung bereits sterben musste.
Doch kurz darauf erfreute der heilige Schöpfer das Familien-Glück von Rosa und Benno noch 2 Mal, als am 23. Mai 1955 Sohn Roland und am 15. Januar 1957 Sohn Marcel in Bern gesund das Licht der Welt erblicken durften.
Die Familie erlebte 11 schöne Jahre in Bern. 1960 übernahm Benno Walliser die Stelle als Einkaufsleiter für Drucksachen bei der Swissair und die Familie zog ins „Züribiet“ zuerst nach Wallisellen und dann nach Bülach.
Rosa widmete sich liebevoll der Familie, den beiden Buben und fand nebenbei immer noch genügend Zeit um ihre geliebten Hobbies das Porzellan-Mahlen und Fotografieren zu pflegen. Auch beruflich war Rosa weiter aktiv. Sie arbeitete zeitweise halbtags im Ausbildungszentrum vom Schweiz. Maler- und Gipsermeister Verband in Wallisellen.
Die Familie profitierte rege vom Freiflug-Angebot der Swissair. Über die Wochenende besuchte man Europastädte und kam jeweils mit interessanten Erlebnissen zurück. Die Freundschaften mit Leuten der Swissair waren anregend, schön und belebten die Familie in der Freizeit.
Als die Söhne Roland und Marcel grösser waren, suchte sich Rosa wieder eine Halbtagsstelle und arbeitete mit Freude 13 Jahre bis zu ihrer Pensionierung beim Kanton Zürich, zuerst am Bezirksgericht Bülach und später bei der Finanzdirektion mitten in der Stadt Zürich. Rosa war gerne aktiv, besuchte Kurse an der Volkshochschule, malte Porzellan, fotografierte, reiste und pflegte die Freundschaften der Familie.
Am 31. Dezember 1974 verstarb Sohn Marcel an einem Unfall.
Nach der Pension und 25 Jahren im Kanton Zürich (1985) zogen Rosa und Benno in das Elternhaus von Rosa an der Bleichmattstrasse in Olten. Nun hatten Beide viel Zeit für ihre Hobbies. Rosa liebte Blumen und pflegte schon bald einen wunderschönen Blumen-Garten rund um ihr Zuhause. Benno malte und zeichnete. Die von ihm mit grossem Talent geschaffen Werke schmückten nach und nach das ganze Haus vom Dachgeschoss bis in den Keller. Gemeinsam genossen Sie viele schöne und erfüllte Stunden.
In der Vereinigung der Jahrgänger 1923 traf sich Rosa regelmässig mit ehemaligen Schulkameraden und erfreute sich sehr an der Gemeinschaft mit ihren Jahrgängern.
Am 3. September 1995 verstarb Benno im Alter von 73 Jahren.
1999 kehrte Sohn Roland zurück ins Elternhaus von Rosa. Dies passte ausgezeichnet, da er von Olten aus in nur einer halben Stunde mit dem Zug nach Bern pendeln konnte, zu seinem neuen Arbeitgeber dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO.
Roland und Rosa verstanden sich wunderbar und erlebten viele sehr schöne gemeinsame Jahre bis zum heutigen Tag. An Wochenenden genossen sie gerne den Vierwaldstättersee und reisten mit dem Dampfschiff nach Weggis, vorbei an den historischen Städten Rütli und Tellsplatte bis nach Brunnen. Sie erfreuten sich am schönen Blumen-Garten. Die Lieblingsblumen von Rosa, die Rosen, blühten überall wunderbar und zeigten jeden Sommer wieder ihre volle Pracht. Die Ferien verbrachten Rosa und Roland oft zusammen an sonnigen Orten in der Schweiz oder reisten nach Venedig und dem toten Meer in Sharp El Sheikh zum Baden.
Mit fortschreitendem Alter schlich sich bei Rosa allmähliche Vergesslichkeit bis zu einer späteren Hilfebedürftigkeit in allen Lebensbereichen ein. Sohn Roland scheute keinen Aufwand für seine liebe Mutter und setzte all seine Kraft und Freizeit ein, um Rosa liebevoll zu begleiten und zu unterstützen. Rosa’s immer liebliche und friedliche Gemüt liess Roland viel warme Dankbarkeit spüren, trotz der sich immer weiter verringenderen Möglichkeit miteinander zu kommunizieren.
Ich (Roland) danke Rosa, auch im Namer der Familie, für ihre wunderbare Liebe, Fröhlichkeit und Fürsorge, die sie uns und mir loyal das ganze Leben lang schenkte.
Es ging mir gut bei ihr, sie hat mir in meinem Leben viel geholfen. Wir hatten es sehr schön miteinander. Sie ist der kostbarste Mensch, den ich habe.
Ich bitte Gott den heiligen Schöpfer und Jesus Christus, mein Liebstes was ich auf Erden dankbar haben durfte, in Liebe und Güte zu übernehmen und Ihren Namen in das Buch des ewigen Lebens einzutragen, damit Rosa die wunderschöne Gemeinschaft in Gottes Liebe erleben darf.
Einen ganz besonderen Dank richte ich (Roland) an dieser Stelle auch an:
Heidi Masetta, die Rosa mit viel Liebe, Geduld und Freundschaft mit betreuen half. Ab Ende Januar bis Dezember 2015 spielte Heidi mit Rosa an vielen Nachmittagen, löste mit ihr sogar Kreuzworträtsel, badete ihre Füsse, cremte sie ein, trank Tee mit ihr, brachte ihr Leckerbissen und schenkte Rosa schöne Sachen.
Therese, dem Gotteskind von Rosa, für Ihren netten letzten Besuch,
Unseren Hausarzt Herrn Dr. Cyrill Jeger, der meine liebe Mutter und mich in der letzten Lebensphase wunderbar begleitete und Rosa wöchentlich im Pflegeheim besuchte.
Dein Sohn Roland
Rosa Walliser-Schmitter17.01.2016 um 17:25 Uhr von Roland