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Das Gebäude an der Adresse 1, Rue Puits-Saint-Pierre befindet sich im Zentrum der Genfer Altstadt, in unmittelbarer Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Es sind die Kathedrale St. Peter, das Rathaus, das Zeughaus, das Maison Dusquesne, das Maison Tavel, in dem das Museum vom Alten Genf eröffnet wurde, das Barbier- Müller-Museum, das Reformationsmuseum sowie das Kunst- und Geschichtsmuseum.
Letzteres besteht aus vier verschiedenen Gebäuden, die an das Kapitelhaus am Caralèses-Tor aus dem 13. Jahrhundert angebaut wurden. Die in den Kellergewölben vom kantonalen Archäologen Charles Bonnet unternommenen Sondierungsarbeiten führten an zahlreichen Stellen für das Mittelalter charakteristisches Mauerwerk zutage. Dieses aus dem 13. Jahrhundert stammende Landhaus wurde mehrmals verändert. In seinem jetzigen Zustand gehen seine verschiedenen Gebäudeteile zum größten Teil auf das 16. Jahrhundert zurück. Nach dem Widerruf des Toleranzedikts von Nantes durch Ludwig XVI. am 18. Oktober 1685 suchten viele Protestanten Zuflucht in Genf. Um sie unterzubringen, erhielten viele Stadthäuser ein zusätzliches Stockwerk. Dies könnte auch auf die 1, Rue Puits-Saint-Pierre mit den kleinen Fenstern unter den Dachüberhängen des Gebäudes zutreffen.
Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert gehörte das Gebäude nachfolgend zum Besitz der Grafen und Bischöfe von Genf (die Verliese vom Café des Armures dienten dem Bischof Wilhelm von Marcossay als Weinkeller), Joseph der Normandie (aus der Genfer Syndikusfamilie 1636), zum Teil dem Bäcker Pierre Mauger 1640 sowie der Familie von Samuel Chouet de la Rive, die im 17. Jahrhundert die verschiedenen Gebäudekörper im Stil von italienischen Wohnhäusern miteinander verband.
Die Nachfolger von Samuel Chouet waren: Léonard Chouet, Stadtrat im Jahr 1683, sodann Generalschatzmeister der Republik Genf, dessen Sohn Jean-Louis, Magistrat, Autor des Journal de la Guerre von 1712 über den Toggenburgerkrieg (Zweiter Villmergerkrieg), an dem sich ein Genfer Kontingent an der Seite der Berner Truppen hervortat, im Jahr 1822 die Konsortiumsmitglieder Bertrand und Mallet, 1863 Daniel Benjamin Roux, 1895 die mit Roux durch Heirat verbundenen Damen Mestrezat und von Mandrot und später, ab dem 20. Jahrhundert, die Erbengemeinschaft der Brüder von Madrot d'Echichens, Besitzer bis 1977.
Amédée Granges, Mieter ab 1957, restaurierte das älteste Café in Genf, bevor er 1977dessen Inhaber wurde und alsbald Schritte für die Umwandlung dieses ehrwürdigen, jedoch schon verfallenen Gebäudes in ein Erstklasshotel einleitete. Dies ermöglichte die Restaurierung der mit eleganten, farbigen Rankenornamenten bemalten Gebäudedecken, schöne Fassadenanstriche, Innenraumfresken sowie den Einbau von Kaminen und weiteren Annehmlichkeiten, wie auch die Aufwertung von vielen in den verschiedenen Gebäudekörpern verborgenen Schätzen. Die Restaurierung der Kunstgegenstände wurde von Anne-Marie Pellot und Claude Rossier ausgeführt, unter Leitung von E. Nierle, dem Beauftragten der Kommission für Denkmalpflege und Ausgrabungsstätten und unter der Ägide des Architekten F. Schenk, der für die gesamte Sanierung von April 1979 bis September 1980 verantwortlich zeichnete. Im Laufe der Jahre haben Renovierungen und Erweiterungen das Luxushotel und sein Restaurant zu einer Top-Adresse und beliebten Begegnungsstätte der Stadt werden lassen.
Das Hotel-Restaurant „Les Armures“ wird heute von der Familie Borgeat-Granges persönlich geleitet. Es ist ideal gelegen für die Erkundung der Genfer Altstadt.