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Die Bevölkerung in der Schweiz wird immer dicker. Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) wurde bei den Männern die 50-Prozent-Grenze geknackt: Jeder zweite Mann ist übergewichtig oder gar adipös.
Die im November 2014 vom BFS veröffentliche Publikation basiert auf der alle fünf Jahre durchgeführten Schweizerischen Gesundheitsbefragung. Die nun ausgewerteten Daten aus dem Jahr 2012 zeigen: Fast ein Drittel aller Frauen und Männer ab 15 Jahren sind übergewichtig, zehn Prozent sind gar adipös, leiden also an starkem Übergewicht. Damit hat sich dieser Anteil in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Bezüglich Wachstumsrate zählt die Schweiz im internationalen Vergleich gemäss BFS zu den Spitzenreitern.
Übergewicht betrifft nicht alle Bevölkerungsgruppen im gleichen Masse
Während in der Schweiz jeder zweite Mann an Übergewicht oder Adipositas leidet, ist es bei den Frauen fast jede Dritte. Schlüsselt man die Zahlen auf sind 39 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen übergewichtig, weitere 11 respektive 9 Prozent adipös. Zudem sind Übergewicht und Adipositas verbreiteter, je tiefer das Bildungsniveau ist. Frauen zum Beispiel, die lediglich die obligatorische Schulzeit absolviert haben, haben ein 3,6 Mal höheres Risiko, adipös zu werden als Frauen mit einer Tertiärbildung. Schliesslich existiert auch ein Stadt-Land-Graben: Wer auf dem Land wohnt ist häufiger übergewichtig oder als adipös als Stadtbewohner. Erstaunlich: Gemäss BFS sind viele Übergewichtige und gar Adipöse mit ihrem Gewicht zufrieden. Dies, obwohl Adipositas zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten, Diabetes mellitus Typ II sowie bestimmte Krebsarten zählt.