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Exostose
(griech.), s. Knochenauswuchs. ¶
Knochenauswuchs
(Knochengeschwulst, Exostose), eine in der Hauptsache aus Knochensubstanz bestehende krankhafte Neubildung, welche sich am äußern Umfang eines Knochens entwickelt. Der Knochenauswuchs wird am häufigsten im jugendlichen Alter und zwar am Unterkiefer, an den großen Röhrenknochen der Extremitäten, am Schädeldach, Becken und nicht selten an den Wirbelkörpern beobachtet. In Bezug auf Form und Umfang der Knochenauswüchse kommen die größten Unterschiede vor.
Sie können von der Größe einer Linse [* 3] bis zum Umfang einer Faust und darüber anwachsen, manchmal sind sie glatt, manchmal uneben oder wie Blumenkohl höckerig zerklüftet. Die Ursache der Bildung eines Knochenauswuchses liegt in einem Reiz der knochenbildenden Gewebe, [* 4] der Beinhaut oder des Gelenkknorpels oder des Knochenmarks. Derselbe ist meist unbekannter Natur, zuweilen liegt eine Verletzung, Stoß oder Fall zu Grunde, zuweilen entsteht der auf dem Boden einer allgemeinen Syphilis. Am besten gekannt sind die mitunter am ganzen Skelett [* 5] zahlreich auftretenden Knochenauswüchse, die Exostoses supracartilagineae, welche nach Virchow ihre Entstehung einer unregelmäßigen Verknöcherung im jugendlichen Alter verdanken, wobei kleine abgesprengte Knorpelinseln zuerst zu Knorpelgeschwülsten auswachsen, die später verknöchern. Der Knochenauswuchs ist eine an sich gutartige Neubildung, die nur durch ihren Sitz, z. B. durch Druck auf Nervenstämme, Gelenke etc., lästig, ja sogar gefährlich werden kann. Nur im letztern Fall erfordert ein Knochenauswuchs die operative Entfernung.