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Mittelohrentzündung kommt vor allem bei Kindern vor, am häufigsten sind Kinder bis zum Schulalter betroffen. Die häufigsten Ursachen sind Erkältungen und bei Kindern vergrösserte und entzündete Rachenmandeln.
Das Mittelohr ist ein luftgefüllter Hohlraum, der zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr liegt. Die so genannte Ohrtrompete verbindet das Mittelohr mit dem Nasenrachenraum. Häufig gelangen Infektionen aus dem Nasen- und Nasenrachenbereich über die Ohrtrompete ins Mittelohr. Die Schleimhaut in der Ohrtrompete schwillt an und verschliesst sie. Dadurch können sich die Erreger im Mittelohr vermehren.
Der Arzt kann mittels eines Ohrtrichters mit Lichtquelle und Lupe oder eines Stirnreflektors mit Ohrtrichter ins Ohr hineinblicken. Eine Wölbung des Trommelfells deutet darauf hin, dass sich Flüssigkeit angesammelt hat und der Druck im Ohr erhöht ist. Für den Arzt ist auch interessant zu wissen, ob die Patienten häufig unter Ohrinfektionen leiden oder ob sie erkältet sind. In der Regel wird er einen Hörtest machen. Er kann auch die Trommelfellbeweglichkeit überprüfen, um einen so genannten Paukenerguss zu erkennen.
Als allererste Massnahme sollten Nasentropfen gegeben werden. Sie bewirken, dass die Schwellung der Schleimhäute zurückgeht und sich die Ohrtrompete wieder öffnet. Die Patienten sollten zudem möglichst auf der Seite schlafen, mit dem kranken Ohr nach oben, damit Eiter und Flüssigkeit besser abfliessen können. Wenn sich allerdings eine bakterielle Infektion entwickelt hat, sind manchmal sogar Antibiotika notwendig.
Wenn die Mittelohrentzündung immer wiederkehrt, wird ein kleines Röhrchen in das Trommelfell eingesetzt. Die Flüssigkeit kann dadurch abfliessen und das Mittelohr wird ausreichend belüftet. Manchmal kann es notwendig sein, die Rachenmandeln zu entfernen. Wenn das Ohr entsprechend behandelt wird, sind die Heilungschancen sehr gut.
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