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Touristen kommen mit der Kultur und damit auch mit der Geschichte der Malediven kaum in Kontakt. Auch das 2009 von den Terroristen des Islamischen Staats teilweise zerstörte Nationalmuseum wird von Touristen kaum besucht. Dies hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass derzeit den Touristen vom Auswärtigen Amt in Berlin dazu geraten wird, dass sie die Hauptstadt Malé meiden sollen. Hier finden hin und wieder große Demonstrationen statt und hier gibt es auch ansonsten nur wenig zu sehen. Denn koloniale Profanbauten sucht man auf den Malediven vergeblich. Auch die Briten haben keine während ihrer Herrschaft über die Malediven bis 1965 keine nennenswerten Bauten hinterlassen.
Frühzeit bis heute
Und da wären wir auch schon mitten in der Geschichte drinnen. Dabei ist über die Frühgeschichte der Malediven nur wenig bekannt. Festgehalten sind eigentlich nur Ereignisse ab 1153, als das Archipel zum Islam übertrat. Zuvor waren die Einwohner Buddhisten oder Hindus. Als sicher gilt allerdings, dass die Einwohner der Malediven schon sehr früh Handelskontakte mit China und dem Mittelmeerraum pflegten. Der Islam letztlich wird auf den Malediven als Religion angesehen und konservativ betrieben. Doch ein Einmischen in die Kultur des Landes durch die westlich orientierten Touristen wünscht man sich dennoch nicht. Muslimische Frauen in den Dörfern tragen meist kein Kopftuch. Wenn sie in den Resorts arbeiten sind sie meist verhüllt. Dabei sitzen auch in der Regierung Frauen, was man in anderen muslimischen Ländern wie dem Iran etc. nicht findet. Das Jahr 1988 war ein schwarzes Kapital für die Demokratie im Land: 160 Söldner wollten die Regierung stürzen. Indische Fallschirmspringer stellten die Ordnung im Land wieder her.