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Architektur hat nicht immer nur mit Form zu tun. Nicht dass der japanische Architekt Kengo Kuma dies ausser Acht lässt, aber er durchbricht Form und Inhalt mit interessanten, architektonischen Verkleidungen. Da wachsen Pflanzen aus Fassaden, bestehende Gebäude werden mit gemusterten Leuchtelementen umhüllt oder Kaffeebars in eine Skulptur verwandelt.
Das Gebäude Green Cast in Odawara-shi in Japan bekam eine lebendige Fassade. Verschiedene kleiner Panele mit Pflanzenkübeln umhüllen reliefartig die ganze Fassade. Aus den verschiedenen Töpfen wachsen Grünpflanzen, dazwischen sind die Fenster.
Die verschiedenen Strukturen und Texturen der Panele und Pflanzen geben der Hausfassade viel Leben und verändern sie ständig. Wasserschläuche und Ventilation sind hinter den Panelen angebracht und vereinfachen so die Bewirtschaftung der grünen Fassade.
Hier wurde ein bestehendes Haus mit einem Eingangsgebäude umhüllt. Dieses wiederum bekam eine Verkleidung mit Platten, die mit dickem, gemustertem Papier überzogen und mit einer Glasschicht versehen wurden. Nachts leuchtet die Fassade einladend. Das Marubeni Building in Kyoto war ursprünglich eine Kimonomanufaktur und wurde zu einem Einkaufszentrum mit Kino und Restaurants umgebaut.
Die dekorativen Platten im Eingangsbereich zeigen ein traditionelles, japanisches Muster, das oft auf Kimonos zu sehen war.
Diese Starbucks-Fililiale wurde innen mit Holzelementen verkleidet. Das Café befindet sich auf einer Strasse, die zu einem vielbesuchten japanischen Schrein führt. Durch die diagonale Verflechtung von Holzstäben hat der Architekt eine Wirkung erreicht, die modern ist und doch zu den traditionellen japanischen Häusern passt.
Die Architektur, die Kengo Kuma für die amerikanischen Fastfoodkette Starbucks kreiert hat, wirkt fast wie eine Skulptur. Mit einfachen Holzstäben, die sich in einander verflechten, ist eine Art Höhle entstanden, in der Bewegung und Rhythmus spürbar werden.
Das neuste Projekt von Kengo Kuma ist das Asakusa Culture Information Center in Tokyo. Das Gebäude erhebt sich achtstöckig im lebendigen Asakusa Quartier in Tokyo. Jedes Stockwerk bietet interessante, diagonal verschachtelte Räume, die von aussen aussehen, als wären sie locker aufeinandergestapelt. Auch hier ist das Gebäude mit Holzelementen eingekleidet