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«Camera Arts Visual Essay» ist ein fortlaufendes Designprojekt, um die unfeste Beziehung zwischen Bildherstellung, Repräsentation und dem Dargestellten zu erforschen. Bilder und weitere Formen der visuellen Repräsentation hängen ab von den Kontexten, aus denen sie betrachtet, dekodiert und rezipiert werden.
Studierende und Fachpersonen aus fotografischen und visuellen Medien werden regelmässig an die Hochschule eingeladen. Aufgabe ist, visuelle Essays zu entwickeln, in denen sie Aspekte gegenwärtiger visueller Kultur aufgreifen, untersuchen und neu definieren.
Projektleitung: Evert Ypma
Dieses erste «Camera Arts Visual Essay» greift Ideen aus Umberto Ecos Buch «Opera Aperta» (Das offene Kunstwerk) auf. Dieses literarische Werk aus dem Jahr 1962 berücksichtigt die aktive Rolle, die den Lesenden in der Bedeutungskonstruktion einer Erzählung zukommt. Es geht aus von zwei Fragestellungen gegenwärtiger Literaturtheorie: dem Aspekt der Vielfalt und Pluralität in der Kunst sowie dem beharrlichen interaktiven Prozess zwischen den Lesenden und dem Text.
Dieser Aspekt lässt sich übertragen auf Diskurs und Praxis von Camera Arts: Das Essay besteht aus sieben Bildern, von denen jedes eine Geschichte in seiner grundsätzlichsten Art beinhaltet und zwei Bildern gegenübergestellt wird. Eines nach dem anderen wirft die Frage auf: Was passiert zwischen den Bildern, und wie sind wir vom einen zum anderem gelangt?
Quelle: Eco, Umberto (1989): Opera Aperta (The Open Work), Harvard University Press. Cambridge, Massachusetts: (Download PDF über monoskop.org)