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Vereinschronik
Saison 1985/86
|Saison 1985/86 3. Liga||2. Rang (von 11)||20 Spiele 26 Punkte|
Auch in der neuen Saison blieb man der Devise treu, auf einheimische Spieler zu bauen und Junioren in das Team zu integrieren. Man hoffte, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten, denn von elf Teams sollten gleich deren drei relegiert werden. Zur Überraschung vieler sammelte der FCR fleissig Punkte. Er übernahm nach der vierten Runde die Tabellenspitze, nachdem er in Thayngen dank dem herrlichen Freistosstreffer von Joachim Ruh gleich beide Zähler geholt hatte. Das war eine Novität, Ramsen als 3.-Liga-Leader! Erst im neunten Spiel, gegen Oberwinterthur b, musste die erste Niederlage eingesteckt werden. Auch die folgende Partie gegen Beringen Radniks ging verloren, da Oldie Kurt Kilgus einen direkten Freistoss verwandelte. Nach Abschluss der Herbstrunde waren acht (!) Mannschaften um einen Verlustpunkt getrennt. Die Abwehr der Ramser hatte nur sieben Treffer einstecken müssen; eine solche Leistung konnte keine andere 3.-Liga-Mannschaft der Region Zürich vorweisen. In der Presse („Bock“) wurde der FCR bereits als 2.-Liga-Aspirant betitelt.
Er übernahm wieder die Spitze, als er im April den bisherigen Leader Beringen Radniks gleich mit 4:1-Toren besiegte und sich so für die Herbstniederlage revanchierte. Aber die Freude dauerte nicht lange: Am 1. Mai heimste auf dem „Härdli“ der FC Thayngen gleich beide Punkte ein, und die Führung musste man SV Schaffhausen überlassen. Eine Woche später trennten sich SVS und Ramsen unentschieden. Zwei Runden vor Schluss lagen diese beiden Mannschaften gleich auf. Der Spielplan wollte es, dass Ramsen sein Spiel jeweils einige Tage vor den Schaffhausern austragen musste. Die zweitletzte Runde brachte keine Entscheidung. Nun hatte der FCR noch gegen den Absteiger Flurlingen auf dem „Härdli“ anzutreten, und man war ziemlich überzeugt, dass die beiden Punkte in Ramsen bleiben würden. Der Match begann nach Plan. Michael Höherer erzielte mit einem Hechtköpfler den Führungstreffer. Aber die Flurlinger taten den Einheimischen nicht den Gefallen, nachzugeben. Sie hielten wacker dagegen und glichen in der zweiten Halbzeit aus - 1:1! Und prompt benützten die Spielvianer die Gelegenheit, siegten - und der FC Ramsen hatte das Nachsehen. Allerdings schafften auch die Schaffhauser den Aufstieg nicht. Sie verloren beide Promotionsspiele, und in der Poule um den 7. Aufsteiger zogen sie erneut den kürzeren.