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So 12.9.2021
17 Uhr
Julia Kirchner Sopran | Benno Schachtner Altus | Raphael Höhn Tenor | Benoît Capt Bass | Die Freitagsakademie
Johann Sebastian Bach Kantate «Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir», BWV 131 | Kantate «Himmelskönig, sei willkommen», BWV 182
Die Kantaten BWV 131 und 182 von Johann Sebastian Bach signalisieren je einen Neuanfang des Komponisten: Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu dir (131) komponierte er mit einiger Sicherheit 1707 zu Beginn seiner Tätigkeit als Organist in Mühlhausen (Thüringen). Deren Text entstammt dem Busspsalm 130 und einem lutherischen Choral aus dem späten 16. Jahrhundert. Man vermutet, dass die Thematik der Reue eine Reaktion Bachs war auf den grossen Stadtbrand Mühlhausens, der nur wenige Tage vor seinem Amtsantritt gewütet hatte, der aber seine Amtskirche glücklicherweise unbeschadet liess.
Die Kantate Himmelskönig, sei willkommen (182) hingegen war die erste, die Bach sieben Jahre später in seiner neuen Position als Konzertmeister am Weimarer Hof komponierte. Uraufgeführt wurde sie am Palmsonntag 1714; sie thematisiert passenderweise den Einzug Jesu in Jerusalem. Neu hier ist die Partie eines «Violino concertante» im Begleitensemble: vermutlich wollte Bach am Beginn seiner neuen Tätigkeit nicht nur als Komponist und Konzertmeister, sondern auch als Sologeiger brillieren.
«Ein Ensemble von Spitzenmusikern der Schweizer Barockszene» Kultur-Online