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Mexiko besitzt ein Kernkraftwerk, das im Bundesstaat Veracruz an der Ostküste am Standort Laguna Verde liegt und aus zwei Siedewasserblöcken besteht. Block 1 hat den kommerziellen Betrieb 1990 und Block 2 1995 aufgenommen. Das mexikanische Energieministerium (SENER) hat im Juli 2020 für Block 1 eine Verlängerung der Betriebszeit von 30 auf 60 Jahre genehmigt.
Am 25. August 2022 hat nun die staatliche Anlagenbetreiberin Comisión Federal de Electricidad (CFE) die Genehmigung zur Betriebsverlängerung für Block 2 von SENER erhalten. Laguna Verde-2 kann somit bis am 10. April 2055 betrieben werden. Gemäss CFE wurde der Antrag auf Genehmigung zur Betriebsverlängerung von der Aufsichtsbehörde Comisión Nacional de Seguridad Nuclear y Salvaguardias (CNSNS) überprüft und von technischer Seite her gutgeheissen. «Mit dieser Verlängerung bleibt CFE an der Spitze der sauberen Energieerzeugung im Land und ist weiterhin der Garant für die Zuverlässigkeit des nationalen Elektrizitätssystems», schreibt CFE.
IAEO überprüfte Laguna Verde hinsichtlich Langzeitbetrieb
Im Juni 2022 überprüfte die IAEO in einer viertägigen Safety Aspects of Long Term Operation-Mission (Salto-Mission) die Betriebssicherheit des Kernkraftwerks Laguna Verde hinsichtlich des Langzeitbetriebs auf Ersuchen von CFE. «Das Team stellte fest, dass die Betreiberin die Anlage rechtzeitig auf den sicheren Langzeitbetrieb vorbereitet», sagte der IAEO-Beauftragte für nukleare Sicherheit, Martin Marchena.
Seit der letzten Überprüfung in 2019 seien bei der Anlage erhebliche Verbesserungen des Alterungsmanagements von mechanischen Komponenten, Bauwerken und Gebäuden erzielt worden und habe man sich bei der kontinuierlichen Vorbereitung des Langzeitbetriebs engagiert. Regelmässige Sicherheitsüberprüfungen zum Ermitteln von Verbesserungspotenzialen bezüglich Langzeitbetrieb, sowie ein vollständiges Programm zur Bestätigung der Widerstandsfähigkeit elektrischer Komponenten gegenüber rauen Bedingungen müssten allerdings noch umgesetzt werden, so die IAEO.
Quelle
B.G. nach CFE, Medienmitteilung 25. August 2022 und IAEO, Medienmitteilung, 27. Juni 2022