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28. Oktober bis 14. November 2019
Ausstellung
HKB, Fellerstrasse 11, Direktionsgang, Bern
Stabilität oder Reaktionsfreudigkeit – beides kann die Erscheinung einer Metalloberfläche auszeichnen. Bei Edelstahl ist der beständige Metallglanz namensgebend, bei der Edelpatina die malachitgrüne Farbe, die sich natürlich oder mittels eines Färbeverfahrens auf Kupfer ausbilden kann. Die Gründe und Kulturen, wie und weshalb Metalle veredelt werden, gehen weit auseinander. Während zurzeit das Thema der Hygiene und Effizienz den Umgang mit Oberflächen prägt, war in anderen Zeiträumen unter anderem die Fälschung und Imitation ein wichtiger Antrieb für metallurgische Weiterentwicklungen. Aus solchen ging auch eine Vielzahl von Färbe- und Beschichtungsverfahren hervor, mit denen sich das begrenzte Farbspektrum der Metalle und deren Oberflächenqualitäten erweitern lassen.
In der Ausstellung wird anhand einer Auslage von Musterplatten, die in verschiedenen Werkstätten gefertigt wurden, eine breit gefasste Auswahl dieser Techniken vorgestellt. Die Anordnung der Muster basiert auf der Unterscheidung zwischen schicht- und nicht schichtbildenden Verfahren, also der Art und Stärke des Schichtaufbaus, wobei sich solche Kategorien - wie so oft - nicht klar voneinander abgrenzen lassen. Zu den Beschichtungen zählen beispielsweise galvanische, lackierte oder emaillierte Überzüge, die neben der Färbung und dem Korrosionsschutz auch zwecks der Verbesserung von technischen Eigenschaften, wie beispielsweise der Erhöhung der Leitfähigkeit oder der mechanischen Abriebfestigkeit, eingesetzt werden. Bei den nicht schichtbildenden Verfahren sind die Metallfärbungen zugeordnet, die über das Legieren, dem Zusammenschmelzen von zwei oder mehreren Metallen erfolgen oder über die Behandlung mit Färbelösungen. Letzteres, die sogenannte chemische Metallfärbung, umfasst Methoden wie das Brünieren, Schwarzbrennen oder das Grünfärben von Kupfer.
Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Sitterwerk St. Gallen statt.