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«Die Unterzeichnenden haben das Gefühl, dass das Blue-Factory-Projekt ins Stocken geraten ist und dass seine Leitung in jeglicher Hinsicht relativ undurchsichtig ist.» Aus diesem Grund haben die Grossräte Pierre Mauron (SP, Bulle) und Benoît Piller (SP, Avry-sur-Matran) in einer Anfrage an den Staatsrat genauere Auskünfte über den Fortschritt des Projekts verlangt.
Der Staatsrat teilt in seiner Antwort nun mit, dass er die negative Einschätzung der beiden Grossräte nicht teile. «Heute befinden sich auf dem Gelände mehr Arbeitsplätze als zum Zeitpunkt, als die Cardinal-Brauerei geschlossen wurde, und es entwickelt sich eine reiche und intensive Tätigkeit», so die Regierung.
Einverstanden ist der Staatsrat damit, dass gewisse Elemente einen rascheren Projektfortschritt verhindert haben. «Dies ist hauptsächlich auf die politischen Entscheidungsprozesse zurückzuführen, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Gründung der Bluefactory Fribourg-Freiburg AG», heisst es.
Ein Direktor für 2014
Der Staatsrat listet in seiner Antwort auf, was rund um die ehemalige Cardinal-Brauerei bereits alles organisiert wurde: so der Kauf des Geländes am 6. Juni 2012 und der Städtebauwettbewerb bis März 2013. Derzeit würden die Studien zum Masterplan mit dem Gewinner des Städtebauwettbewerbs laufen; im Sommer 2014 sei die öffentliche Auflage des neuen Quartierplans zu erwarten, so der Staatsrat.
Ein letzter Meilenstein bestand gemäss Staatsrat in der Gründung der Gesellschaft Bluefactory Fribourg-Freiburg AG am 12. Februar 2014.
Die Anfrage der beiden Grossräte hatte auch die Rolle der Wirtschaftsförderung in diesem Projekt in Zweifel gezogen. Gemäss Staatsrat war aber genau die Wirtschaftsförderung in den letzten drei Jahren das Zugpferd dieses Projekts. Während der Direktor der Wirtschaftsförderung als Projektleiter amtierte, sei eine Person speziell für die Blue Factory eingestellt worden. Nun aber seien ein Verwaltungsrat und ein Beirat ernannt, und eine der nächsten Aufgaben 2014 werde es sein, einen Direktor einzustellen, der im Verlauf des Jahres 2014 seine Arbeit aufnimmt. Die Wirtschaftsförderung werde somit ihre Tätigkeit bezüglich Infrastruktur und Betrieb des Geländes abschliessen.