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Eveline Hasler liest aus Tochter des Geldes.
Ein verwunschenes Schloss um 1900 am Zürichsee, eine einsame Kindheit, in der nur die Natur und manchmal die ältere Schwester Zuflucht boten. Der Vater, Heinrich Moser, legendärer Uhrenfabrikant und Erbauer des Schaffhauser Staudamm starb, als Mentona erst vier Tage alt war; die Mutter, die zu Freuds ersten Hysterie-Patientinnen zählte, war kalt, gewaltsam und herrschsüchtig.
Mentona jedoch, deren Weg sie nach London, Berlin und Moskau führte, widersetzte sich: erst den Erwartungen der Mutter, später den vorgezeichneten Rollenbidern und den Zumutungen der Zeit. Als Gründungsmitglied der kommunistischen Partei in der Schweiz wurde sie zur bedeutenden Sozialrevolutionärin und Feministin: eine Unbeugsame, die das zwanzigste Jahrhundert prägte – und vergessen wurde.