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Das Parlament gewährt der Armee zwar noch ganze acht Jahre, bis sie ihre Streumunition vernichten muss. Aber immerhin kann endlich auch die Schweiz den internationalen Vertrag von 2008 über das Verbot von Streumunition ratifizieren.
145 Nationalräte stimmten am Montag für ein Verbot, 26 Nationalräte dagegen, die meisten von der SVP.
Die bürgerlichen Parteien haben dafür gesorgt, dass sich Schweizer auch in Zukunft an Unternehmen beteiligen dürfen, d.h. Aktien und Obligationen von Firmen kaufen, die mit solcher Munition arbeiten.
Der Genfer Zeichner und Cartoonist Patrick Chappatte war im Jahr 2009 im Libanon und hat mit Fotos und Zeichnungen einige Folgen der Streumunition dokumentiert. Eindrücklich.
Offiziersgesellschaften waren gegen Verbot
«Die Artillerie-Streumunition ist eine wichtige Waffe im Verteidigungssystem!», schrieb zum Beispiel die St. Galler Offiziersgesellschaft. Ein Verbot von Streumunition «schwächt die Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee spürbar», erklärte Offiziersgesellschafts-Präsident und Armee-Oberst Jörg Velinsky. Mit einem Verbot würde der Erwerb und Besitz von Streumunition untersagt, jammerte er. Dies wäre «ein herber Verlust». Die Schweizer Streumunition würde ja nur im Verteidigungsfall eingesetzt.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
keine