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Bei der WUST konnten die steuerpflichtigen Personen die Waren für den Wiederverkauf steuerfrei beziehen. Betriebsmittel wie Werkzeuge oder Liegenschaften mussten aber mit WUST belastet eingekauft werden, was zu einer Schattensteuer (sogenannte «taxe occulte») führte. Diese zusätzliche Steuer verteuerte die Schweizer Produkte im internationalen Markt und schmälerte die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft.
Der ersten Versuch die WUST durch ein MWST-System zu ersetzten, wurde in der Volksabstimmung vom 12. Juni 1977 mit 59.5 % der Stimmen abgelehnt. Die Gründe für die Ablehnung waren unterschiedlich. Neben generellen Bedenken gegenüber einer allgemeinen Verbrauchsteuer gab es auch Befürchtungen, dass der Bund einen zu grossen Überschuss erwirtschaften würde oder dass die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen einbrechen könnte.
Bereits zwei Jahre später, 1979 unternahmen die Behörden den zweiten Versuch, die Mehrwertsteuer einzuführen. Im Grundsatz entsprach die Vorlage, derjenigen von 1977, lediglich der Steuersatz wurde von 10 % auf 8 % gesenkt. Die Vorlage wurde aufgrund derselben Bedenken mit 65 % der Stimmen abgelehnt.
In der Folge wurden zur Steigerung der Einkünfte Produkte von der Freiliste gestrichen und durch einen Volksentscheid der Erhöhung der Steuersätze und der Verlängerung der befristeten Erhebung der WUST bis 1994 zugestimmt.
Im Rahmen der Neuordnung der Bundesfinanzen hatten sich die Bundesratsparteien 1990 auf ein Kompromisspaket geeinigt, welches unter anderem wiederum den Systemwechsel von der WUST zur MWST vorsah. Auch dieses Paket wurde am 2. Juni 1991 mit 54 % Neinstimmen sowie von 18 Kantonen und fünf Halbkantonen abgelehnt.