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|Ausrüstungspflicht|
|Anzahl Liegestellen berechnen|
|Stapelbare Liegestellen für Personenschutzräume|
|Liegestellen für Schutzanlagen|
|Liegestellen für Sanitätsdienstliche Anlagen und Schutzräume|
|Abortkabinen|
|Trockenklosett|
Art. 46 BZG - Baupflicht
- Sind in einer Gemeinde zu wenig Schutzplätze vorhanden, so hat die Eigentümerin oder der Eigentümer eines Wohnhauses bei dessen Bau Schutzräume zu erstellen und auszurüsten. Muss sie oder er keine Schutzräume erstellen, so hat sie oder er einen Ersatzbeitrag zu entrichten.
- Die Eigentümerin oder der Eigentümer eines Heims oder Spitals hat bei dessen Bau Schutzräume zu erstellen und auszurüsten. Ist dies aus technischen Gründen nicht möglich, so hat sie oder er einen Ersatzbeitrag zu entrichten.
- Die Gemeinden sorgen in Gebieten mit zu wenig Schutzplätzen dafür, dass eine genügende Anzahl ausgerüsteter öffentlicher Schutzräume vorhanden ist.
- Die Kantone können die Eigentümerin oder den Eigentümer sowie die Besitzerin oder den Besitzer unbeweglicher und beweglicher Kulturgüter von nationaler Bedeutung verpflichten, bauliche Massnahmen zu deren Schutz zu treffen oder zu dulden.
Art. 26 ZSV - Ausrüstung der Schutzräume
- Die Eigentümer und Eigentümerinnen von Wohnhäusern haben ihre Schutzräume mit dem für einen längeren Schutzraumaufenthalt erforderlichen Material auszurüsten. Schutzräume, die vor dem 1. Januar 1987 erstellt worden sind und den Mindestanforderungen entsprechen, müssen erst auf Anordnung des Departements ausgerüstet werden.
- Die Eigentümer und Eigentümerinnen von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen haben ihre Schutzräume nach den Vorgaben des Bundesamtes auszurüsten.
- Das für einen längeren Schutzraumaufenthalt erforderliche Material ist im Gebäude oder auf dem Areal, in dem sich der Schutzraum befindet, zu lagern.
Die Ausrüstung der Pflichtschutzräume muss über eine Zulassung des Bundesamtes verfügen und umfasst folgende Artikel:
- stapelbaren Liegestellen
- Abortkabinen (Typ und Anzahl abhängig von der Schutzraumgrösse resp. Baupflicht)
- Trocken-Klosetts (Sortimente TC-8, TC-15, TC30)
Firmen mit einer BABS Zulassung sind der Liste der geprüften und zugelassenen Komponenten im Bereich Zivilschutz zu entnehmen.
Für die Anzahl der zu beschaffenden Liegestellen ist die Pflichtschutzplatzzahl massgebend, die mit der Baubewilligung festgelegt wird. Es ist die nächst tiefere Anzahl 3er-Einheiten zu beschaffen. (z. B. Pflicht 14 SP = 12 Liegestellen = 4 Stk 3er-Einheiten)
Bei privaten Sammelschutzräumen ist die Summe der Pflichtschutzplätze aller beteiligten Bauobjekte massgebend. Werden nachträgliche Bewilligungen für eine Beteiligung von Bauobjekten erteilt, so muss die Ausrüstung entsprechend ergänzt werden. Für die Beschaffung der Liegestellen hat das Bundesamt eine Wegleitung für die Nachrüstung vollwertiger Schutzräume (Ermittlung Anzahl und des Typs der zu beschaffenden Liegestellen und Trockenklosett) herausgegeben.
Anerkannt werden fest eingerichtete oder stapelbare Liegestellen, für welche eine Zulassungsbewilligung oder ein Schockattest des Bundesamtes für Zivilschutz vorliegt.