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In Normalfall sehen deine beiden Augen in die gleiche Richtung und sind so in der Lage, ein Objekt zu fixieren. Dabei fängt jedes Auge ein einzelnes Bild ein, während das Gehirn über mehrere Prozesse, die vom Sehnerv ausgehen, das Bild zusammensetzt. Du siehst entsprechend mit deinem Sehzentrum im Gehirn. Die Augen sind nur dazu da, beide Bilder zu erfassen und zu transportieren.
Der Augapfel weist sechs Muskeln auf, die dafür sorgen, dass er in verschiedene Blickrichtungen gezogen wird: vier gerade und zwei schräge Augenmuskeln. Ohne diese wäre eine Bewegung nicht möglich und damit auch nicht das optimale Sehen. Sie sorgen für schnelle synchrone Augenbewegungen und ermöglichen die Krümmung der Augenlinse, damit du nahe und ferne Objekte erkennen und unterscheiden kannst. Entsteht bei diesem Vorgang ein Ungleichgewicht der Muskelgruppen, wird das betroffene Auge anders ausgerichtet. Das kann beispielsweise bei einer Lähmung des Muskels der Fall sein. Je nachdem, welcher der sechs Muskeln betroffen ist, kommt es dann zum
Per Definition ist das Schielen eine Bezeichnung für eine Fehlstellung der Augen, wenn ein oder beide Augen von der typischen Sehachse und Richtung abweichen. Es gibt verschiedene Formen des Schielens, das ein isolierter und primärer Vorgang sein oder als Begleiterscheinung von Krankheiten auftreten kann. Es kommt bei Kindern und Erwachsenen vor. Wenn es bereits im Kindesalter auftritt, ist häufig eine fehlende Ausbildung des beidäugigen Sehens die Folge.
Die Formen des Schielens sind durch die Richtung des abweichenden Auges bestimmt sowie durch den Zeitpunkt, an dem das Schielen auftritt. Unterschieden wird in angeborenes und erworbenes Schielen und in das Aussen-, Innen- und Höhenschielen. Wichtiger für die Behandlung ist jedoch die Unterscheidung, ob es sich um ein isoliertes Schielen oder um eine Begleiterscheinung handelt. Die Formen differenzieren sich dann in:
Der Silberblick ist ein leichtes Schielen und hat bei manchen Menschen optisch eine verführerische Wirkung. Sogar in der Malerei gibt es den Silberblick, wenn mit bestimmter Maltechnik Personen in der Frontalansicht dargestellt werden, so beispielsweise die berühmte „Mona Lisa“ von Leonardo da Vinci. Die Wirkung dieser Maltechnik ist, dass der Betrachter des Bildes das Gefühl hat, der Blick der dargestellten Figur würde ihn verfolgen. Als Schönheitsfehler gehört der Silberblick in den Bereich des Mikrostrabismus, eines im Ausmass überschaubaren, einseitigen und geringfügigen Schielens, das oft als Innenschielen auftritt. Er kann jedoch, wenn er nicht behandelt wird, auch ein zunehmendes Problem darstellen, besonders im Kindesalter. Zwar wird die fehlerhafte Signalübermittlung an das Gehirn ausgeglichen, die Seheindrücke des betroffenen Auges werden jedoch mehr und mehr unterdrückt. Das verursacht eine immer stärker werdende Sehschwäche. Ein Erwachsener wiederum gleicht den Silberblick durch seine Körperhaltung aus. Der Kopf wird geneigt oder gedreht, um die Doppelbilder zu verhindern. Weit verbreitet sind Formen des Silberblicks als Begleitschielen. Ein Lähmungsschielen dagegen ist oft Hinweis auf eine Erkrankung, bei der ein Auge nicht mehr korrekt funktioniert. Das kann auf eine Entzündung, ein Aneurysma oder einen Tumor hindeuten.
Das frühkindliche Schielen als Form des Begleitschielens ist durch genetische Prozesse bedingt, meistens wenn bereits innerhalb der Familie Schielerkrankungen vorkamen. Wenn eine Weitsicht nicht rechtzeitig korrigiert wird, besteht auch hier die Gefahr, dass ein Baby schielt. Andere Risiken und Ursachen sind Sauerstoffmangel während der Geburt oder eine Frühgeburt. Wie ein Aussenschielen entsteht, konnte in der Forschung noch nicht herausgefunden werden. Das Lähmungsschielen dagegen hat viele mögliche Ursachen und kann in allen Lebensjahren auftreten. Bei einer Nervenlähmung sind einer oder mehrere Augenmuskeln betroffen und die damit verbundene Funktion für das Auge ist gestört oder beeinträchtigt. Auslöser sind häufig auch Infekte und Entzündungen oder ernsthafte Krankheiten wie ein Aneurysma oder ein Tumor. Kommt es zu Durchblutungsstörungen der Augenmuskelnerven, kann ein Schielen eine Folge von Bluthochdruck oder Diabetes sein.
Das Schielen beeinträchtigt nicht immer die Gesundheit, vor allem, wenn die Ursachen harmlos sind. Ein Silberblick kann in jedem Lebensalter beim Augenarzt behandelt werden. Sinnvoll ist das bei Babys und im Kindesalter, um die Folgen der Fehlsichtigkeit auszugleichen, beispielsweise durch eine Brille. Eine Trainingsmethode für die Augen ist die Okklusionsbehandlung. Das gesunde Auge wird abgeklebt, um das schielende Auge zu trainieren. Die Behandlung ergänzt der Augenarzt um Tropfen und Salben. Wenn bestimmte Massnahmen nicht anschlagen, wird der Augenmuskel operativ verändert. Das ist jedoch nur der Fall, wenn es sich um ein ausgeprägtes Schielen oder bestimmte Schielformen handelt.
Sehstörungen schränken uns im Alltag ein. Bei der Hemianopsie handelt es sich sogar um eine besonders schwerwiegende Einschränkung: Sie ist auch bekannt als die Halbseitenblindheit und bereitet Betroffenen oft grössere Probleme beim Sehen – wobei diese jedoch nicht unter einer Erblindung leiden. Lies hier nach, was genau hinter der Hemianopsie steckt, welche Behandlung möglich ist und wie du die Halbseitenblindheit etwa von einem Skotom über die Symptome unterscheidest.
Der Begriff Exophthalmus beschreibt das Hervortreten des Augapfels aus der Augenhöhle. Abhängig von der Ursache, kann ein Exophthalmus einseitig oder beidseitig auftreten. Auch der Schweregrad und die damit verbundenen Symptome variieren. Leidest du an einer Vorwölbung der Augen, solltest du die zugrunde liegende Erkrankung durch einen Augenarzt ermitteln lassen. Mit der richtigen Therapie kann sich ein Exophthalmus zurückbilden. Hier erfährst du mehr zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Therapie.
Die Optometrie ist die Wissenschaft der Messung und Auswertung von Sehfunktionen. Spezialisten für Messungen rund um Sehprobleme, Sehhilfen und Auffälligkeiten des Auges findest du beim Augenoptiker. Aber auch der Augenarzt kann Störungen feststellen und Sehfehler analysieren. Oft stecken Augenkrankheiten dahinter, wenn du eine Brille oder Kontaktlinsen benötigst. Aber nicht alle Fehlsichtigkeiten sind durch Krankheiten bedingt. Noch nicht alles klar? Dann lies weiter! Wir haben die wichtigsten Fragen rund um die Optometrie gesammelt und für dich beantwortet!
Sammellinse, Kollimatorlinse, Konvexlinse oder Positivlinse: Die konvexe Linse hat viele Bezeichnungen. Abhängig davon, in welchem Bereich sie angewandt wird, variiert der Name der sphärisch geschliffenen Linse mit ihrer positiven Brechkraft. Aber welche Eigenschaften hat eine konvexe Linse? Die Linse sammelt einfallende Lichtstrahlen in ihrer Brennebene. Bei einer konvexen Linse ist die Oberfläche nach aussen gewölbt. Sie bündelt das Licht, sodass weitsichtige Menschen die als Plusgläser bezeichnete konvexe Linse als Brillenglas verwenden. Aber das ist noch nicht alles …
Stellen sich die ersten Alterserscheinungen ein, benötigen viele Menschen eine Lesebrille, um Dinge im Nahbereich zu erkennen. Wer bereits vorher eine Fehlsichtigkeit hatte, für den reichen dann weder seine bisherigen Einstärkengläser noch eine Lesebrille aus. Mit einer Bifokalbrille lassen sich gleich zwei Fehlsichtigkeiten korrigieren. Wie die Bifokalbrille funktioniert und für wen sie geeignet ist, erklären wir dir in unserem Ratgeber. Ausserdem erfährst du, warum Bifokalbrillen heute zunehmend von Gleitsichtbrillen verdrängt werden.
Als Synechien werden Verbindungen unterschiedlicher Gewebe bezeichne, die normalerweise voneinander abgegrenzt sind. Das betrifft besonders dünne bindegewebige Schichten, die die Organe auskleiden und einhüllen. Sie dienen gleichzeitig als Befestigung und gewährleisten, dass Organe und Geweben gegeneinander verschiebbar bleiben. Bei starken Vernarbungen, zum Beispiel nach Operationen, können die Verwachsungen auch relative dicke Bindegewebsstränge entwickeln. Die Gründe für die Bildung von Synechien sind vielfältig, ebenso die betroffenen Organe. Ob jemand darunter leidet und wie stark sich Einschränkungen durch die Symptome auswirken, ist nicht generell zu beantworten. Manche Probleme verschwinden von selbst, andere erfordern medizinische Eingriffe wie die Durchtrennung der Stränge.