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Die Epilepsie gehört mit einer Prävalenz von ca. 0.5–1 % zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Ein epileptischer Anfall wird definiert als transientes Auftreten von Zeichen und/oder Symptomen, welche auf eine abnorme exzessive oder synchrone neuronale Aktivität des Gehirns zurückzuführen sind. Unter Epilepsie jedoch wird eine Störung des Gehirnes verstanden, die durch eine dauerhafte Prädisposition, epileptische Anfälle zu generieren, und die dazugehörigen neurobiologischen, kognitiven, psychologischen und sozialen Konsequenzen gekennzeichnet ist. Somit reicht unter gegebenen Umständen im Gegensatz zu früheren Definitionen ein Anfall, um die Diagnose Epilepsie zu stellen46). Eine antiepileptische Therapie kommt eigentlich erst bei wiederholten Anfällen zum Einsatz. Dabei handelt es sich im Kindes- wie auch im Erwachsenalter meist um eine medikamentöse Therapie; zur antiepileptischen Therapie zählen aber auch Diäten (speziell die ketogene Diät), Neurostimulationsverfahren (z. B. Nervus vagus Stimulator) und die Epilepsiechirurgie.
Antiepileptische Therapie im Kindesalter