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Der Bundesrat verbietet sämtliche kulturellen und sportlichen Veranstaltungen bis weit in den Januar hinein und verhängt faktisch eine Kontaktbeschränkung und eine Ausgangsperre ab 19 Uhr.
Offen bleibt die Frage, ob die mittlerweile ritualisierten Medienkonferenzen des Bundesrates nicht schon längst komödiantische Veranstaltungen, deshalb Volkskultur sind und ebenfalls verboten werden müssten. Zumindest ähnelt die immer gleiche, lächerliche Begrüssung, «sehr geehrte Frau Bundespräsidentin, sehr geehrte Bundesräte, sehr geehrter Herr Vizekanzler und sehr geehrte Damen und Herren», verdächtig dem Singen von Mantras und verstösst alleine deshalb schon gegen das elfte Gebot: «Du sollst Gott kein Ständchen singen». Doch im Bundeshaus herrschen andere Gebote. Da darf schon mal eine Blaskapelle aufspielen oder ein fröhliches «Happy Birthday Ueli» gesungen werden.
Die ganze verschissene Situation, man möge diesen Ausdruck hier entschuldigen, aber die Situation ist nun mal so, erinnert mich an meine Kindheit. Wenn ich nicht brav war, bekam ich Stubenarrest. Dabei kann ich mich an keinen Fall erinnern, bei dem ich die Massnahme als gerecht empfand oder deren Sinn verstand. Aber wehren konnte ich mich auch nicht. Genau wie in der Pandemie.