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Nierentumoren sind meist bösartige Tumoren des Nierengewebes. Sie haben einen Anteil von 3% aller Tumoren des Erwachsenen und sind damit vergleichsweise selten. Der Altersgipfel liegt dabei zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr. Der häufigste Nierentumor ist das Nierenzellkarzinom. Nierentumore befallen in der Regel nur eine Niere, es besteht jedoch die Möglichkeit, in beiden Nieren einen Tumorbefall zu erleiden.
Symptome
Das wichtigste Symptom stellt Blut im Urin dar. Zusätzlich kann eine Blutarmut sowie Bluthochdruck entstehen. Es gibt keine Frühzeichen der Erkrankung, weshalb viele Nierentumoren zufällig bei einer radiologischen Untersuchung (Ultraschall, Computertomographie) entdeckt werden. Symptome treten meist erst auf, wenn der Tumor bereits sehr gross ist oder Ableger (Metastasen) gebildet hat. Dann können unspezifische Symptome wie Fieber, Nachtschweiss, ungewollter Gewichtsverlust, Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Appetitlosigkeit oder Rückenschmerzen auftreten.
Diagnose
Nierentumoren werden durch bildgebende Verfahren diagnostiziert. Hier kommen der Ultraschall (Sonographie), die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz. Weitere Untersuchungen zur Erfassung möglicher Ableger (Metastasen) können sich anschliessen. Gegebenenfalls ist die Untersuchung der Knochen mit radioaktiv markierten Substanzen notwendig.
Therapie
Nierentumoren werden in der Regel operativ behandelt. Je nach Ausprägungsgrad des Nierentumors ist eine nierenerhaltende Operation (sog. Nierenteilresektion) möglich oder die komplette Entfernung der Niere (sog. Nephrektomie) notwendig. Wenn der Tumor bereits in anderen Organen Ableger (Metastasen) gebildet hat, kann eine Chemotherapie oder allenfalls Bestrahlung im Anschluss an die Operation notwendig sein.