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Ist mein Dach für eine Solaranlage geeignet?
Bitte klären Sie vor der Offertenanfrage zu Ihrer Solaranlage ab, wie alt Ihr Dach ist und ob eine Sanierung nötig wird.
Die erwartete Lebensdauer von Dächern ist je nach Bedachungsvariante unterschiedlich. Als Durchschnittswerte gelten:
- Flachdach: 30 bis 40 Jahre
- Schrägdach (Ziegeldach): 50 bis 70 Jahre
- Eternit-Dach: 40 bis 60 Jahre
Berücksichtigen Sie die maximale Lebensdauer Ihres Daches und verrechnen Sie diese mit der Lebensdauer Ihrer geplanten Solaranlage. Bei einem 20-jährigen Flachdach (mit erwarteter Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren) kann vor dem Bau einer Solaranlage beispielsweise eine Sanierung nötig werden, weil die erwartete Lebensdauer einer Solaranlage mindestens 25 bis 30 Jahre beträgt.
Wurde Ihr Dach vor 1990 gebaut? Prüfen Sie es rechtzeitig auf Asbest. Dächer mit Asbest-Rückständen werden von Installateuren nicht bearbeitet, da bei der Installation der Unterkonstruktion ein Gesundheitsrisiko für Monteure und Kunden besteht.
Stellen Sie sich auch bei einem modernen Dach folgende Frage: Gibt es Objekte auf meiner Immobilie, die den Bau einer Solaranlage einschränken? Objekte wie Türme, Kamine, Dachfenster oder Entlüftungsrohre können die verfügbare Dachfläche und die damit verbundene Leistung Ihrer Anlage beeinträchtigen.
Beachten Sie auch, dass Hindernisse auf dem Dach zu einer höheren Komplexität bei der Installation der Module führen. Eine mögliche Folge ist, dass nicht die in der Richtofferte genannte Leistung auf dem Dach installiert werden kann. Denn Module weisen eine fixe Grösse auf und Sicherheitsabstände zu den Dachrändern müssen eingehalten werden.
Zusätzlich kann ihr Schattenwurf zur Minderung vom Ertrag führen.
Schränkt ein Schattenwurf die Leistung meiner Solaranlage ein?
Schatten kann die Leistungsfähigkeit einer Solaranlage stark beeinträchtigen.
Prüfen und berücksichtigen Sie in Ihrer Planung folgendes:
- Gibt es in kurzer oder mittlerer Entfernung Objekte, die Schatten auf mein Dach oder meine Fassade werfen? (Bäume, hohe Häuser, Berge)
Kleinere Teilverschattungen können mit technischen Lösungen teilweise optimiert werden. Grössere oder über den ganzen Tag anhaltende Verschattungen mindern den Ertrag aber erheblich.
Bin ich Eigentümer oder muss ich mit meinem Vermieter reden?
Wenn die Immobilie, auf der die Solaranlage installiert werden soll, Ihnen gehört, können Sie zum nächsten Punkt springen.
Sind Sie Mieter eines Einfamilienhauses, führt der Weg zur Solaranlage immer über den Eigentümer. Ihr Vermieter muss mit uns Kontakt aufnehmen, da er am Ende der rechtliche Besitzer der Anlage ist. Eine Solaranlage wird zunehmend als eine Wertsteigerung am Objekt anerkannt – und kann für Ihren Vermieter durchaus lukrativ sein.
Verfüge ich über den nötigen Netzanschluss?
Informieren Sie sich bei Ihrem Netzbetreiber, ob die Leistung Ihrer geplanten Solaranlage mit der aktuell verbauten Leitung ins Netz gespeist werden kann.
Die Netzbetreiber haben grundsätzlich eine Pflicht jede Anlage anzuschliessen. Aber Achtung: Aufgrund des Anschlusses Ihrer Anlage kann es notwendig werden, dass Ihre Anschlussleitung und/oder das vorgelagerte Verteilnetz verstärkt werden muss. Die Einspeisung der vollen Anlagenleistung ist erst nach Umsetzung dieser Arbeiten möglich.
Wichtig: Wenn die Anschlussleitung (Anschluss vom Verteilnetz zum Haus) ausgebaut werden muss, geht das zu Lasten des Hauseigentümers.
Wie steht es um Ihren Anschluss?
Kunden im BKW-Netz können komfortabel über das Portal my.bkw herausfinden, wie es um ihren Anschluss steht.