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Ziel des Forschungsprojekts ist es, rechtsvergleichend für die Schweizer Rechtsordnung zu untersuchen, wie die medizinisch-experimentelle Mensch-Tier-Mischwesenforschung an Primaten geregelt ist und ob aufgrund von Regelungslücken oder aufgrund neuer ethischer Überlegungen weiterer Regelungsbedarf besteht. Die Arbeit wird dazu erstens Grundsatzüberlegungen der Biologie, der Philosophie, der Religionswissenschaft und der Rechtswissenschaft zur Unterscheidung zwischen Mensch und Tier herausarbeiten. Zweitens sollen frühere, aktuelle und potenziell mögliche Experimente mit Primaten zur Herstellung von gemischten Lebensformen beschrieben und die neuen Lebensformen definiert werden. In einem dritten Forschungsschritt sollen Regelungen der Schweiz und des Vereinigten Königreichs, welche die experimentelle Mischwesenforschung mit Primaten direkt adressieren, rechtsvergleichend gegenübergestellt werden. Viertens wird die Dissertation diskutieren, wie die Mischwesenforschung ethisch zu beurteilen ist. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung sollen einzelne ethische Aspekte direkt in ein Rechtsgut „übersetzt“ werden, indem sie rechtlichen Schutzgütern zugeordnet werden. Letztlich sollen fünftens berührte Rechtspositionen auf der Grundlage der ethischen Auseinandersetzung gegeneinander abgewogen und Differenzierungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden.
Das Projekt wird eine Grundlagenarbeit auf dem juristisch kaum untersuchten Gebiet der Mischwesenforschung mit Primaten anfertigen. Indem das Forschungsprojekt die ethisch brisante Thematik juristisch anwendungsorientiert aufarbeitet, soll es zudem politische Institutionen bei zukünftiger Entscheidungsfindung unterstützen können.