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Britney Spears hat Angst vor ihrem Vater
dpa
11.11.2020 - 08:16
Auch wenn Britney Spears aussagt, Angst vor ihrem Vater zu haben: James Spears wird auch ihr Vormund bleiben. Zumindest wird ihm aber auf Antrag der Sängerin eine Treuhandfirma zur Seite gestellt.
Popsängerin Britney Spears hat nach Aussage ihres Anwalts Angst vor ihrem Vater, der auch ihr Vormund ist. «Meine Klientin hat mich informiert, dass sie sich vor ihrem Vater fürchtet», sagte Anwalt Samuel D. Ingham III am Dienstag vor dem Kammergericht Los Angeles. «Sie wird nicht wieder auftreten, wenn ihr Vater verantwortlich für ihre Karriere ist.» Der Popstar («Oops! … I Did It Again», «… Baby One More Time») arbeitet seit Anfang 2019 nicht. James Spears hat die Vormundschaft und damit die Kontrolle über das Leben und die Karriere seiner Tochter vor zwölf Jahren übernommen.
Richterin Brenda Penny lehnte den Antrag von Ingham am Dienstag ab, James Spears von der Vormundschaft seiner Tochter zeitweilig auszuschliessen. Die Richterin entschied jedoch, dass eine Treuhandfirma gemeinsam mit dem Vater die Vormundschaft über Britney Spears' Vermögen hat, was die Sängerin verlangt hatte. Die Richterin gab auch zu verstehen, dass sie künftige Anträge auf zeitweiligen oder gänzlichen Ausschluss in Betracht ziehen würde.
Schwierige Beziehung
Die Anwältin von James Spears, Vivian Lee Thoreen, verteidigte die Arbeit ihres Klienten. Ihr zufolge brachte er seine Tochter aus ihren Schulden heraus und ist als Vormund mitverantwortlich dafür, dass seine Tochter nun mehr als 60 Millionen US-Dollar Vermögen hat. Seine Entfernung würde ein Bruch sein, der bei seiner Tochter genau den Schaden auslösen würde, den die Vormundschaft verhindern solle, so die Anwältin.
Thoreen widersprach auch der Darstellung von Ingham einer schwierigen Beziehung zwischen Vater und Tochter. Ingham sagte, die beiden hätten seit Langem nicht miteinander gesprochen. Thoreen sagte, dies liege daran, dass der Anwalt dies verhindert hätte. Auch Britney Spears' Mutter und Ex-Frau von James Spears, Lynne Spears, beschrieb die Beziehung von Vater und Tochter als «toxisch».
Vormundschaft seit 2008
Die Vormundschaft hatte 2008 begonnen, nachdem Spears eine Reihe psychischer Zusammenbrüche hatte, auch in der Öffentlichkeit. Derartige Arrangements sind in der Regel auf Menschen mit deutlich eingeschränkten Möglichkeiten, Entscheidungen für sich zu treffen, beschränkt und sollten temporär sein. Die 38-Jährige ist jedoch deutlich länger als erwartet unter Kontrolle des Gerichts geblieben.
Dutzende Fans protestierten am Dienstag vor dem Gerichtsgebäude in Los Angeles, wie bei Anhörung von Spears üblich. Einige trugen «#FreeBritney-Masken. Ihre Fans fordern zunehmend ein Ende der Vormundschaft.Zurück zur Startseite
dpa