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Wenn Theresa May (60) etwas angeht, dann zieht sie es durch. Weniger aus Überzeugung, sondern eher aus Pflichtgefühl und Ehrgeiz. «Brexit heisst Brexit» – wie oft die Briten diesen Satz wohl schon gehört haben? Als konservative Premierministerin hat sie die Entscheidung des Landes, aus der EU auszutreten, geerbt.
Für Brüssel werden die Verhandlungen hart. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werde sehen, dass sie eine «verdammt schwierige Frau» sei, warnte May. Sie wurde nach dem Brexit-Votum und David Camerons Rückzug 2016 Parteichefin und Premierministerin.
Schon als Innenministerin in den Jahren davor wollte May die Einwanderung begrenzen. Damit macht sie jetzt weiter. Im Wahlkampf preist May ihre Politik als «strong and stable» – stark und stabil wirkte sie auch nach den Terroranschlägen von Westminster und Manchester.Der «Economist» attestierte in Sachen Brexit jedoch Wankelmut und nannte sie «Theresa Maybe» – «Theresa Vielleicht».
Nach dem Studium in Oxford arbeitete May im Finanzwesen. Vor 20 Jahren zog sie als Abgeordnete ins Unterhaus ein. Immer wieder wird sie mit Margaret Thatcher verglichen, der Eisernen Lady.
Jüngstes Beispiel: Thatcher hatte den Spottnamen «milk snatcher», so viel wie «Milch-Diebin», weil sie noch vor ihrer Zeit als Premier an Schulen kostenlose Milch strich. Theresa May wurde wegen der Sparpläne im Wahlprogramm als «Lunch-Diebin» gegeisselt. May polarisiert das Land aber längst nicht so wie einst Thatcher.