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Bunraku ist eine traditionelle, japanische Form des Figurentheaters. Inhaltlich werden ähnliche Themen wie im Kabuki Theater aufgegriffen. Beiden Theaterformen entstammen der gleichen gesellschaftlichen Schicht.
Bunraku wurde im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen und 2008 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit übernommen.
Diese Form des Theaters entstand 1684 in Ōsaka, als damals Takemoto Gidayū hier sein Theater gründete. Der Name leitet sich vom Puppenspieler Uemura Bunrakuken ab.
Die Puppenspieler bedienen die Puppen unter Zuhilfenahme von Griffen die sich an den Puppen befinden. Zur Bedienung eines der Hauptcharakter benötigt es insgesamt 3 Puppenspieler. Der angesehenste Spieler bedient den Kopf und den rechten Arm der Puppe, ein Zweiter bewegt den linken Arm und ein Dritter die Beine.
Die Grösse der Puppen bewegt sich von mindestens halber bis ca. 4/5 Lebensgrösse. Der mechanische Aufbau der ca. 1,5 m hohen Puppen ist sehr kompliziert. Wir ein Stück gespielt, in dem die Puppe in einem übernatürlichen Thema zum Einsatz kommt ist z.B. das Gesicht so konstruiert, dass es sich schnell in jenes eines Monsters verwandeln kann.