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Wer fragt eher mal bei den Kollegen nach?
- Eine Studie 2008 hatte ergeben, dass Ärztinnen bei der Behandlung von Diabetes-2-Patienten bessere Resultate erzielten (oder anders formuliert: dass die Patienten von Ärztinnen bei den entscheidenden Werten besser eingestellt waren als die Patienten, welche von Männern betreut wurden). Offenbar – so vermuteten die Autoren damals – seien die Frauen begabter in Betreuung und im Risikomanagement.
- Ein Jahr später, 2009, zeigte eine andere Untersuchung, dass sich Ärztinnen bei der Behandlung von Herzpatienten viel enger an die Richtlinien für den Medikamenteneinsatz hielten – sie waren also, wenn man so sagen will, disziplinierter.
- Auf eine weitere Ebene verwies eine ältere Studie, erschienen bereits 1996: Sie deutete an, dass Ärztinnen ihren Patienten engagierter präventive Massnahmen ans Herz legten als die männlichen Kollegen.
- Die Autoren einer amerikanischen Beobachtungsstudie fanden ferner im Jahr 2002, dass Ärztinnen in der Grundversorgung «patientenzentrierter» kommunizierten – und sie massen aus, dass sie sich für die Konsultationen 10 Prozent mehr Zeit nahmen als Ärzte. «Weibliche Ärzte engagieren sich signifikant mehr in aktivem partnerschaftlichem Verhalten, in positiver Rede, in psychosozialer Beratung, psychosozialer Befragung und emotionalem Gespräch», so ein Eindruck der getätigten Beobachtungen.
- Dass Ärztinnen allgemein «patientenzentrierter» arbeiteten und dass die Patienten wiederum zufriedener waren mit ihnen, besagte auch eine Umfrage aus der Boston University 2000. Denkbar wäre, dass sich dies ebenfalls in den jetzt gemessenen Qualitätswerten ausdrückt – etwa weil sich dieser Stil positiv auf die Adhärenz auswirkt.
«Wahrscheinlich multi-faktoriell»
Was würden wir tun, wenn wir so eine neue Therapie hätten?
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