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Text in German
Der Maskentanz erlebt einen neuen Aufschwung
Zu Beginn wurden Tsam-Zeremonien abgehalten, um das Böse auszutreiben. In Tibet (cham = Maskentanz) wies das Tsam einen erzählerischen Inhalt auf, und es wurde in Tibet, Ladakh, Nepal, Sikkim, Bhutan, China und der Mongolei aufgeführt. Aber nur in Ladakh und im Bhutan sowie in einigen schwer erreichbaren Klöstern war das Tsam vor den zerstörerischen Politiken und den Einflüssen der westlichen Zivilisation geschützt. Die Feierlichkeiten fielen skrupellosen Regierungen zum Opfer.
Die Darbietung mit Masken und Tanz begann ihren erneuten Aufschwung als ein Ergebnis von Touristenattraktionen und nicht religiöser Tradition und deren Ritualen.
1990 gaben mongolische Museen neue Ausstellungen mit Masken und Kostümen auf der Basis alter Dokumente frei (die streng der buddhistischen Ikonographie folgen).
Seit 1989 wurden im Auftrag der Juulchinn Firma D. Batbold, N. Gankhuyag, Ulaankhuu und Kh. Buuveibaatar auf Grundlage der Lehren von Lama Danzan, Lama Sereeter und mithilfe von Künstlern wie Chamban Darambarar und Tsend neue Masken und Tsam-Kostüme erzeugt. Sie alle hatten an solchen Zeremonien teilgenommen und Tsam-Tänze im Kloster von Bogdo Gegen ("Living Buddha") aufgeführt. In derselben Zeit wurde auch das "Ensemble Tumen Erkh" gegründet, das damit begann, Maskentänze in der Mongolei und im Ausland aufzuführen. Später wurden das Ensemble Temuzhin, das Mongolian State Folk Song and Dance Ensemble und das Jamukha Ensemble gegründet. Die Mönche aus dem Mandshir Kloster im Tuv aimag haben damit begonnen, Masken und Kostüme zu erzeugen, weiters haben sie neue Darbietungen initiiert.
Zu Beginn der 1990-er wurde das Tsam auch wieder in Klöstern aufgeführt. Das Ikh Khuree Tsam wurde erstmals am 15. April 1999 aufgeführt. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Khuree Tsam jedes Jahr in religiösen und traditionellen Ritualen dargeboten. Um die Masken und Kostüme herzustellen und für die Choreographie nahmen Khamba Danzan, Gesgui Sereeter und einige andere Lamas und auch einige Künstler des Duinkhar Datsan Klosters an dieser Produktion teil. Heute gibt es in der Mongolei Bemühungen, die Tradition wieder aufleben zu lassen, wobei ältere Mönche, die der Verfolgung entfliehen konnten, junge Mönche die Rituale und Choreographie des Tsams lehrten. Nunmehr nimmt das mongolische Tsam erneut seinen Platz in der buddhistischen Religion und in den traditionellen Ritualen ein. Tsam-Masken dieser mongolischen Produktion sind z.B. aussergewöhnlich gross und besitzen eine künstlerische Ausdruckskraft, die sich nur sehr selten in anderen Ländern wiederfindet.
2002 begann das Kloster Amarbayasgalant erneut mit Aufführungen seines berühmten Tsams: dem Tanz "Dharmaraja" oder "Kalarupa" (Lord of Death, King of the Dharma).
- mehr Information siehe kurze Geschichte des Tsams in der Mongolei