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Die Band Metallica stand einst für Thrash Metal und war für einige Jahre ziemlich gross darin. Danach folgte der Millionenbestseller “Black Album”, das den endgültigen kommerziellen Durchbruch im Mainstream ebnete und den Anfang von ziemlich schlechten Alben (in diesem Falle “Load”, “Reload” und “St. Anger”) markierte. Irgendwann hörten die Jungs dann doch auf die Proteste der Fans, die sich ein Metallica Album im Stil der 80er Jahre wünschten und brachten 2008 das gelungene “Death Magnetic” auf den Markt.
Das letzte Album mit Cliff Burton
Die ersten drei Alben beeinflussen auch heute noch unzählige Bands. “Master Of Puppets” ist das letzte und dritte Album mit dem Bassisten Cliff Burton. Dieser starb nach einem Tourbus-Unfall am 27. September 1986. Mit dem acht-minütigen Instrumentalstück “Orion” hat sich Cliff Burton ein letztes Denkmal vor seinem Tod erschaffen. Es ist eine der grössten Kompositionen von Cliff Burton und zeigt sein herausragendes Talent am Bass.
Die Songs
Das Album fängt ruhig an. “Battery”, der erste Song des Albums, wird wie beim Vorgänger “Ride The Lightning” von einem beeindruckenden Akkustikgitarrenintro eingeleitet und danach geht es direkt los. Die Stimme, der Sound und das Schlagzeugspiel fräsen sich ins Gehirn rein. Eine gelungene Eröffnung. Apropos Sound: Die ganze Platte wurde sorgfältig produziert. Der Bass-Sound, die Gitarren und das Schlagzeug sind perfekt eingefangen. Jeder der acht Songs ist länger als vier Minuten. Die Platte ist sowohl vom textlichen Inhalt wie auch von der Abfolge der Songs (kein einziger Durchhänger, ein Highlight nach dem anderen) überzeugend.
Das Titelstück folgt als zweiter Song und überflügelt den Opener sogar mit Leichtigkeit. “Master Of Puppets” wurde im Übrigen erst kürzlich vom deutschen Musikmagazin RockHard zum besten Rock und Metal Song vor AC/DC und Iron Maiden gewählt. Er wurde unzählige Male gecovert (unter Anderem von Bands wie Apocalyptica oder Trivium) und die Prog-Metal Band Dream Theater haben das gesamte Album sogar live gespielt.
Pure Magie
Bis der Gesang einsetzt dauert es eine Minute. Was an diesem Song ebenfalls bemerkenswert ist, ist dieser schöne, clean gespielte Teil, der nach etwa 3:30 Minuten einsetzt. Pure Magie, und auch live ein Höhepunkt. Danach folgt “The Thing That Should Not Be” (nach “The Call Of Ktulu” vom “Ride The Lightning” Album der dritte Song von Metallica), der auf dem Cthulhu-Mythos der Geschichten von H.P. Lovecraft basiert. “Welcome Home (Sanitarium)” ist eine Ballade, die ein wenig an den Film “Einer flog über’s Kukucksnest” angelehnt ist und sich, wie der Name schon sagt, um eine Psychiatrie dreht.
Mit “Disposable Heroes” folgt eine achtminütige reine Thrash-Attacke über Soldaten, die als “Kanonenfutter” im Krieg benutzt werden. “Leper Messiah” hingegen setzt sich kritisch mit Religionen, insbesondere dem Christentum, auseinander. “Orion” ist wie oben beschrieben ein Instrumental, das mit Burton’s Bass beginnt. 8:27 Minuten lang mit rasanten Wechseln, die schliesslich zu einem weiteren Höhepunkt führen. Was nach 4:16 Minuten kommt, ist ebenfalls schwer zu beschreiben und neben dem cleanen Teil (Wortwiederholung nachher) im Titelstück der zweite denkwürdige Part.
Danach folgt mit “Damage, Inc.” der Abschluss des Albums. Acht Minuten Schnelligkeit zum Schluss. Mission Metallica erfüllt, wegtreten.