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Patchwork-Familie
Familien mit Stiefeltern und Stiefkindern, gegebenenfalls auch Stiefgeschwistern, werden umgangssprachlich als Patchwork-, Stief- oder Fortsetzungsfamilien bezeichnet. Diese Familienformen kommen durch Scheidung bzw. Trennung (oder auch Verwitwung) und darauf folgende Wiederverheiratung bzw. Bindung mit einem neuen Lebensgefährten (einer neuen Lebensgefährtin) zustande.
Familienrechtlich ist der Stiefelternteil verpflichtet, den leiblichen und sorgeberechtigten Elternteil in der Erfüllung seiner erzieherischen Aufgaben zu unterstützen, gegebenenfalls auch subsidiär aus eigenen Mitteln zum materiellen Unterhalt des Stiefkindes bzw. der Stiefkinder beizutragen.
In den Väterseiten: Der Stiefvater
Newsticker
Meine Eltern sind schwul | 31.05.2016
Der Nationalrat hat zur Stiefkindadoption entschieden: Homosexuelle und unverheiratet zusammenlebende Paare (sog. Konkubinat) sollen bald die leiblichen Kinder des Partners adoptieren dürfen - ein Trauschein ist nicht mehr Voraussetzung. Sie sollten allerdings länger als drei Jahre zusammengelebt haben und älter als 28 Jahre sein. Damit werden vor allem Kinder in den immer häufigeren Patchworkfamilien einen umfassenden rechtlichen Schutz geniessen, falls dem leiblichen Elternteil etwas zustösst. Die Adoption nicht-leiblicher Kinder (Fremdadoption) durch gleichgeschlechtliche Paare stand dabei nicht zur Diskussion.
Letzte Aktualisierung : 15-08-16, PvE / BH