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- Am Anfang möchte ich die SuS kurz (ca. 2–3 Min.) frei über einen oft gehörten Begriff nachdenken lassen: „Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort Romantik hören? Notieren Sie drei Stichwörter, die Ihnen dazu in den Sinn kommen!“ Dieser Auftrag kann in Einzel- oder in Kleingruppenarbeit erledigt werden.
- Ich erwarte, dass neben Assoziationen zum Thema Liebe („Gefühle“, „Valentinstag“) auch die mögliche pejorative Verwendung des Begriffs genannt wird („Sentimentalität“, „rosarote Brille“).
- Nach einer kurzen Besprechung der Beiträge in der Klasse würde ich ankündigen, dass wir uns gleich ein ganz berühmtes Gedicht aus der Epoche der Romantik ansehen werden.
- Es folgt die Präsentation des Gedichts Mondnacht von Eichendorff, eventuell professionell vorgelesen. Dazu würde ich erste Eindrücke sammeln lassen.
- Bevor wir zu einer näheren Beschäftigung mit dem Text übergehen, würde ich noch ein zweites Gedicht zeigen, und zwar eines von Carl Busse (vgl. Handout). Ich würde verraten, dass der Literaturwissenschaftler Gelfert dieses Gedicht als Paradebeispiel für Kitsch bezeichnet hat (vgl. Kapitel aus Was ist ein gutes Gedicht?).
- Den Hauptteil der Lektion nimmt dann ein möglichst genauer Vergleich der beiden Gedichte ein. Dabei steht immer die Frage im Vordergrund: „Was kennzeichnet das Gedicht aus der Epoche der Romantik?“ Ich habe mir überlegt, dass sich diese Frage besser vor der Folie eines anderen (in diesem Fall: ‚schlechten‘) Gedichts beantworten liesse. Bevor wir uns in der Klasse besprechen, arbeiten die SuS in kleinen Gruppen an konkreten Fragen zu den Gedichten, wobei sich alle Gruppen mit beiden Texten beschäftigen. (Mögliche Fragen: „Welche Stimmung erzeugen die Gedichte?“ „Welche Form haben die Texte?“)
- Abschliessen möchte ich die Lektion mit einem Blick auf die Malerei: Ich würde das Bild Wanderer über dem Nebelmeer von Friedrich zeigen und dabei versuchen, Beobachtungen aufzugreifen, die wir zuvor bei der Interpretation der Mondnacht gemacht haben.
(Kaspar)