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Belinda Bencic erreicht beim Premier-Turnier in Peking mit viel Mühe die zweite Runde. Die Ostschweizerin schlägt die Amerikanerin Madison Brengle in drei Sätzen.
6:7 (4:7), 6:4, 6:3 lautete das Skore aus Sicht von Belinda Bencic. Es war das Fazit eines in 2 Stunden und 25 Minuten erkrampften Sieges gegen eine Kontrahentin, die im Ranking auf Platz 37 und damit 24 Ränge hinter der Schweizer Nummer 1 geführt wird. Die 18-jährige Ostschweizerin mit Wohnsitz in Wollerau im Kanton Schwyz hätte sich den Umweg über die volle Distanz ersparen können, zumal der Satzverlust unnötig war. Zweimal, beim Stand von 5:4 und 6:5, liess sie im ersten Durchgang bei eigenem Aufschlag die Chance zum Satzgewinn ungenutzt. Im zweiten Abschnitt lag sie mit Break in Rücklage, vermochte aber ihrerseits das 2:3 umgehend zu korrigieren.
Den Umschwung leitete Belinda Bencic mit dem Servicedurchbruch im letzten Game im zweiten Satz ein, im Finale schaffte sie es im zweiten Anlauf, den Break-Vorsprung zu verwalten. Der Weg zum zweiten Sieg in der zweiten Begegnung mit Madison Brengle war geebnet. Das erste Aufeinandertreffen mit der Amerikanerin hatte Belinda Bencic vor gut zweieinhalb Jahren bei einem ITF-Event in Kalifornien gewonnen. Einen Monat vor ihrem 16. Geburtstag hatte sie in Rancho Mirage in zwei Sätzen die Oberhand behalten.
In der zweiten Runde beim mit rund 4,8 Millionen Dollar dotierten Turnier in Peking bekommt es Belinda Bencic mit Mirjana Lucic-Baroni zu tun. Gegen die 15 Jahre ältere Kroatin, in der Weltrangliste auf Platz 80 liegend, hat sie die bislang einzige Partie Mitte Juni beim Wimbledon-Vorbereitungsturnier in Birmingham in zwei Sätzen gewonnen.
Dank dem Sieg gegen Madison Brengle hält sich Belinda Bencic die Hoffnung auf den erstmaligen Auftritt beim Masters in knapp drei Wochen in Singapur aufrecht. In der für das Starterfeld des traditionellen Saisonschlussturniers massgebenden Rangliste liegt der Teenager auf Platz 13. Teilnahmeberechtigt sind prinzipiell die besten acht Spielerinnen des Jahres. Nach dem gesundheitlich bedingten Rückzug der Weltranglisten-Ersten Serena Williams ist in diesem Jahr auch die Neuntklassierte zugelassen. Auf diese Position, die derzeit von der US-Open-Siegerin Flavia Pennetta aus Italien eingenommen wird, weist Belinda Bencic derzeit einen Rückstand von 169 Punkten auf. In Peking ist schon die Viertelfinal-Qualifikation 215 Punkte wert.