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Das rätselhafte Bibelwort «Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern» (Joh 6,35) gab den Anlass, eine Blütenlese von Motetten der Renaissance zu diesem Thema zusammenzustellen. Textlich am bekanntesten dürfte «Ave verum corpus» sein, welches hier nicht in Mozarts Vertonung, dafür gerade zweimal anders vertreten ist, in einer Fassung von Francisco de Peñalosa und in einer von William Byrd. Von der Melodie her am bekanntesten ist wohl «O heilge Seelenspeise» von Heinrich Isaak, der die Musik allerdings auf den Text «Innnsbruck, ich muss dich lassen» vertont hatte. (Zu dieser Melodie wird auch der Text «O Welt, ich muss dich lassen» gesungen – ein ergiebiges Beispiel von Kontrafaktur, bei welcher ein weltliches Lied geistlich untertextet wird).
Im Dialog mit den vokalen Sätzen erklingen Tänze und instrumental dargebotene Motetten aus dieser Epoche.
Die Instrumentalistin und Instrumentalisten spielen Barockinstrumente und treffen sich in lockerer Formation immer wieder ad hoc. Das Vokalensemble «Voce uamana» nennt sich nach einem Register der von Marco Fratti vor 10 Jahren erbauten Chororgel in italienischem Stil in der Berner Dreifaltigkeitskirche, wo es seinen Sitz hat und ebenfalls ad hoc zusammenkommt, um Gottesdienste mitzugestalten, hie und da auch konzertant auswärts aufzutreten.
Vokalensemble «Voce umana»
Christina Stäubli, Violine
Christian Lange, Viola
Peter Schuler, Viola da Gamba
Ueli Lange, Violoncello
Daniel de Morais, Theorbe
Kurt Meier, Leitung