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Frankreichs Premierminister Manuel Valls sieht die rechtsextreme Front National (FN) nach den innenpolitischen Turbulenzen der vergangenen Wochen vor den «Toren der Macht» angekommen. «Als Mann der Linken werde ich mich niemals damit abfinden können, weil die Schwächsten als erste darunter leiden», sagte der Sozialist am Sonntag beim jährlichen Sommertreffen der europäischen Sozialdemokraten im italienischen Bologna.
In ganz Europa müsse die Linke «anders handeln und anders reden», um bei den Wählern anzukommen. Frankreich sei da ein warnendes Beispiel für den ganzen Kontinent. Valls erwähnte eine Umfrage, derzufolge FN-Chefin Marine Le Pen bei der französischen Präsidentschaftswahl 2017 nach jetzigem Stand 32 Prozent der Stimmen in der ersten Runde erhalten würde. In der zweiten Runde könnte sie demnach sogar die Stichwahl für sich entscheiden.
Valls' Äusserungen in Bologna dürften deshalb auch als Warnschuss für Kritiker aus dem linken Sozialisten-Flügel zu verstehen sein. Wegen des innerparteilichen Widerstands gegen seinen Sparkurs, der schliesslich in eine Regierungskrise mündete, hatte Präsident François Hollande zuletzt sein Kabinett umgebildet. (sza/sda/afp)