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französ. Mont Soleil (Kt. Bern,
Amtsbez. Courtelary).
1290 m. Oberkante des südwärts gegen St. Immer abfallenden Steilrandes
der Hochfläche der Freiberge. Das Gehänge gegen St. Immer ist mit schönem Tannen- und Buchenwald bestanden, während
das Gipfelplateau Sennberge trägt. Aufstieg von St. Immer aus über einen Weg, der sich oberhalb des Dorfes gabelt. Während
der W.-Arm, Sentier de la Brigade genannt, nach La Chaux d'Abel führt, beschreibt der breitere, besser unterhaltene und bequemere
O.-Arm zwei grosse Schlingen, um direkt den Mont Soleil zu erreichen. Trigonometrisches Signal. Sehr umfassende
Aussicht: nordwärts auf die Hochfläche der Freiberge und die Hügellandschaften der Freigrafschaft, süd- und südostwärts
auf den Rücken des Chasseral und die Weissensteinkette, sowie südwestwärts auf die Hochalpen, von deren Gipfeln der Grand Combin,
die Dent du Midi, das ganze Mont Blancmassiv und die Savoyer Alpen sichtbar sind. Reine und stärkende
Bergluft. Die Sennberge tragen einzelne alte Tannen, die kühlen Schatten spenden. 1900 begannen Behörden und Bewohner von
St. Immer, den Sonnenberg zu einem klimatischen Kurort umzugestalten. Zunächst erstellte man die 1903 dem Betrieb übergebene, 742 m
lange elektrische Drahtseilbahn St. Immer-Sonnenberg (Mont Soleil), worauf die Errichtung eines auf dem
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Sennberg Les Éloyes gelegenen grossen Reservoires folgte, das die Hotels mit Hochdruckwasser versorgt. Es wird mit dem Quellwasser
von St. Immer gespiesen, das durch Pumpwerke mit elektrischem Betrieb auf die Höhe hinauf gehoben wird. Neben einer Anzahl
alter Meierhöfe finden sich auf dem Sonnenberg seit 1904 ein grosses Kurhaus, ein unter der Aegide des
BlauenKreuzes erstelltes Temperenzhotel und die Bahnstation mit Gastwirtschaft. Ueberall ist auch die elektrische Beleuchtung
eingerichtet.
Eine malerische Klubhütte ist Eigentum der Gruppe Chasseral (St. Immer) der Sektion La Chaux de Fonds des S. A. C. Postablage,
Telephon. Neuestens hat sich der Sonnenberg auch zur Winterstation entwickelt, da er den Skifahrern weite
Hochflächen, den Schlittenfahrern günstige Pisten und den Schlittschuhläufern ein eigens dazu eingerichtetes Eisfeld bietet.
Abwechslungsreiche Flora. Der gegen St. Immer gewendete Berghang trägt den Namen Montagne du Droit (Sonnenberg), während
die Oberkante mit den Kuranstalten heute zumeist mit dem pompösern Namen Mont Soleil bezeichnet wird.
im südlichsten Teil der niedrigen Kette, die sich vom Unterkärpf
nordwärts zwischen das Niederenthal und das Thal des Auerenbaches hineinschiebt. Er besteht aus Melaphyr, der in Verrucano
eingelagert ist.
Der flache O.-Abhang ist mit Moränen und Felsblöcken besetzt, die der Gletscher, der
einst die N.-Flanke des Kärpfstock bedeckte, abgelagert hat.
Vollständig mit Wald bedeckt, aus dem an einigen Stellen Sequanfelsen hervorstechen.
Unter dem Namen des Sonnenberges
fasst man auch noch die nördl. des Sequankammes auf Argovien gelegenen Wiesen und WeidenWengi, Tannboden
und Grossrieden zusammen, die sich bis zum S.-Hang des Doggergewölbes des Sangetel (1173 m), zum Riedenberg w. vom Wengigraben
zum Karlisberg, zum Gross Riedenberg etc. hinziehen.
Nachdem im Jahr 1344 die SchlösserSchönenberg und Hohenlandenberg zerstört worden waren, erwarb 1357 Pfaff Hermann von Landenberg
neben Bichelsee auch den Sonnenberg. In der Folge wurde das Schloss zweimal zerstört: in den Appenzellerkriegen 1407 und
im alten Zürichkrieg 1444 (zusammen mit den benachbarten Burgen Griessenberg und Spiegelberg). Der Besitzer war damals Beringer
von Landenberg. Drei Tage lang hat bei diesem Anlass die Besatzung von Wil in den zum Schloss gehörenden Weinbergen Ernte gehalten.
Als sich 1460 die Eidgenossen des Thurgaues bemächtigten, übergab ihnen Hug Dietrich von Landenberg das
Schloss, um den Fischteich zu retten, den sie zu plündern im Begriffe waren. 1577 ging Sonnenberg an Jost Zollikofer
von St. Gallen
über, dessen Familie einige Jahre später auch Altenklingen erwarb. Sein Nachfolger war Thomas Gutersohn.
Als Zürich
1614 Pfin und Weinfelden ankaufte, fürchteten die fünf katholischen Orte für den katholischen Glauben im Thurgau,
weshalb sie
in den Abt von St. Blasien drangen, dass er die Herrschaft Sonnenberg kaufe. Als dieser dazu nicht imstande war, erwarb sie
das Stift Einsiedeln, das heute noch in deren Besitz ist. Es lässt sie durch einen Pater Statthalter verwalten,
der sich auf dem Gebiete der Landwirtschaft, namentlich des Rebbaues, um das Gedeihen des ausgedehnten Besitzes verdient
gemacht hat.