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Von der ALE abzuziehende Altersleistungen
- Leistungen der obligatorischen und weitergehenden beruflichen Vorsorge;
- reglementarisch vorgesehene AHV-Überbrückungsrenten / AHV-Ersatzrenten
- bzw. Überbrückungsrenten;
- Kinderrenten, die zusammen mit den Altersrenten ausgerichtet werden;
- Altersleistungen einer ausländischen obligatorischen oder freiwilligen Altersversicherung, unabhängig davon, ob es sich um eine ordentliche Altersleistung oder um eine Vorruhestandsleistung handelt.
Nicht als Altersleistungen gelten:
- Austritts-/Freizügigkeitsleistungen nach Art. 2, 4 und 5 des Freizügigkeitsgesetzes, da diese Leistungen noch keinen vorzeitigen Altersfall begründen;
- freiwillige vom Arbeitgeber bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses bezahlte Leistungen innerhalb oder ausserhalb eines Sozialplanes wie z.B. Härtefallleistungen, Abgangsentschädigungen, Treueprämien, AHV-Übergangsrenten bzw. AHV-Überbrückungszuschüsse, welche nicht reglementarisch vorgesehen sind sowie freiwillige Leistungen an die berufliche Vorsorge.
Beispiel: Eine unfreiwillig vorzeitig pensionierte Person bezieht eine monatliche Altersrente von CHF 3'000 sowie eine reglementarisch vorgesehene AHV-Überbrückungsrente von CHF 900. Beide Alterleistungen müssen vollumfänglich von der ALE abgezogen werden.
Zusammentreffen von Altersleistungen und freiwilligen Leistungen
Gelangen sowohl Altersleistungen im Rahmen einer vorzeitigen Pensionierung als auch freiwillige Leistungen vom Arbeitgebenden zur Auszahlung, sind beide Leistungsarten getrennt zu berücksichtigen:
- in einem ersten Schritt ist die Frist, während welcher der Arbeitsausfall nicht anrechenbar ist, zu ermitteln
- ab Anspruchsbeginn sind die Altersleistungen von der ALE in Abzug zu bringen
Beispiel: Eine versicherte Person wird aus wirtschaftlichen Gründen entlassen. Unter Würdigung des langjährigen Arbeitsverhältnisses ist ihm eine vorzeitige Pensionierung ohne Rentenkürzung zugesichert worden. Zu diesem Zweck hat die Arbeitgeberin einen einmaligen, freiwilligen Betrag in der Höhe von CHF 320'000 in die Pensionskasse einbezahlt, d. h. einen sogenannten Rentenauskauf finanziert. Für die Berechnung der ALE der unfreiwillig vorzeitig pensionierten Person ist wie folgt vorzugehen:
Berechnung des nicht anrechenbaren Arbeitsausfalls:
CHF 320 000.- ./. CHF 126 000.- ./. CHF 83 520.- = Fr. 110 480.-: Fr. 9'000.- (Monatslohn) = CHF 12.28.
Umrechnung in Werktage = 0.28 x 30 : 1,4 = 6. Die versicherte Person hat 12 Monate und 6 Werktage nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses keinen anrechenbaren Arbeitsausfall und damit keinen Anspruch auf ALE.
Nach Ablauf dieser Frist hat die versicherte Person Anspruch auf ALE, sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die ungekürzte Rente ist von der ALE abzuziehen.