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Mehr Wasser für die „Perle von Flims“
Gefäss:
Das Projekt für die Wasserzuführung in den Flimser Caumasee kann realisiert werden. Wie das Bündner Tiefbauamt mitteilte, konnten sich der Kanton und die Umweltschutzorganisationen einigen: Der WWF und die Pro Natura haben ihre Einsprache zurückgezogen.
egen der Einsprache der WWF und der Pro Natura hatte man einen unabhängigen Experten eingesetzt. Dieser sollte das Projekt zur Sanierung des Caumasees zusätzlich überprüfen. Wie das Bündner Tiefbauamt nun mitteilt, kommt Simon Löw von der Zürcher ETH in seiner Untersuchung zum Schluss, dass die geplante Lösung zur Wasserbeschaffung für den Caumasee eine zweckmässig und geeignet ist. Gleichzeitig gab Löw Empfehlungen ab, die bei der Umsetzung des Projektes berücksichtigt werden: Damit die Wasserqualität gewährleistet werden kann, braucht es Untersuchungen über mögliche Nährstoffquellen (Phosphat) im Einzugsgebiet der Bäche Platt Alva und Flem. Zudem wird empfohlen, die Einleitung des Wassers so zu konzipieren, dass auf Veränderungen der Wasserqualität des Caumasees sofort reagiert werden kann.
Die Sanierung des Sees kostet laut dem Bündner Oberingenieur Heinz Dicht zwischen vier und fünf Millionen Franken. Belastet werden die Aufwendungen dem Kredit für die Umfahrung Flims.
Beim Bau des inzwischen fertig gestellten Flimser Umfahrungstunnels war im Oktober 2002 eine Karströhre angeschnitten worden. In der Folge wurde ein Rückgang des unterirdischen Wasserzuflusses am Caumasee und an weiteren Gewässern festgestellt. Spezialisten stelltem mittels umfangreicher Untersuchungen fest, dass der Tunnel den Wasserstand des Caumasees erheblich beeinflusst. Darauf liess der Kanton Graubünden liess ein Projekt zur Wasserbeschaffung für den Caumasee ausarbeiten. Dieses sieht vor, dem Platt Alva Bach und zum Teil dem Flembach während sechs bis acht Wochen pro Jahr Wasser zu entnehmen und es dem Pultébach zuzuführen, der indirekt den Caumasee speist. (sda/mai)