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Am 15. März 1884 hat Heinrich Schumacher, Metzger und Wirt in Holligen bei Bern einen Brief an die damals knapp ein Jahr alte SKG gerichtet und darin versucht, die Geschichte des Bernhardiners darzustellen, soweit sie ihm bekannt war.
Schumacher war der erste, der Bernhardiner zuchtbuchmässig züchtete; er legte 1867 ein eigenes Zuchtbuch an, numerierte die von ihm gezüchteten Hunde und stellte ihnen Stammbäume aus.
Ist es Zufall oder nicht, Tatsache ist jedoch, dass am selben Tag, da Schumacher seinen Brief an die SKG schrieb, also am 15. März 1884, in der Veltliner Halle in Basel ein Schweizerischer St.-Bernhards-Club gegründet wurde. Zur Gründungsversammlung einberufen hatten Dr. B. Siegmund, Schlachthofverwalter in Basel, und Dr. Th. Künzli, St.Gallen. Das Gründungsprotokoll ist nicht mehr vorhanden, wohl aber ein kurzer Bericht in der «Tierbörse».
Schon ein Jahr darauf, nämlich vom 29. Mai bis 1. Juni 1885 fand in Basel eine internationale Hundeausstellung statt, an der die stattliche Zahl von 81 Bernhardinern ausgestellt wurde.
Im Februar 1884 wurde das Schweizerische Hundestammbuch eröffnet. Nr. 1 der eingetragenen Hunde war der Bernhardiner «Léon», ein Hund unbekannter Herkunft, von B. Siegmund von «fahrenden Comödianten» abgekauft und vermutlich von «Eggerscher Race», wie Siegmund auf ein Bild des Hundes schrieb.