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Da in der Schweiz im Durchschnitt nur 45% der Stimmberechtigten abstimmen, ist es naheliegend, dass die Parteien mit einfachen, eingängigen Argumenten versuchen, einen Teil der Stimmabstinenten, die sich meist nur am Rande oder punktuell für politische Anliegen interessieren, für ihre Standpunkte zu gewinnen. So betrug zum Beispiel die Stimmbeteiligung bei der Minarett-Abstimmung überdurchschnittliche 54%. Mit der Emotionalisierung eines Themas lassen sich neue Partei-Anhänger und Abstimmende gewinnen. Nur mit der politischen Bildung der breiten Bevölkerung (Staatskunde-Unterricht), die zu einer insgesamt höheren politischen Beteiligung führen sollte, lassen sich in Zukunft überraschende Abstimmungsergebnisse vermeiden. Oder brauchen wir etwa wieder den Stimmzwang?