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Ab 2021 ist endlich Schluss mit Sommerzeit: EU-Parlament stimmt für Beendigung - auch Schweiz wird Zeitumstellung abschaffen
Die EU-Abgeordneten stimmten heute am 26.03.2019 dafür, dass ab 2021 die Uhren im Frühling und Herbst nicht mehr um eine Stunde vor- oder zurückzudreht werden. Den Ländern soll es aber freigestellt sein, zukünftig nur noch die Sommerzeit oder nur die Winterzeit zu behalten. EU-Länder, die beschließen, ihre Sommerzeit dauerhaft beizubehalten, sollten die Uhren am letzten Sonntag im März 2021 zum letzten Mal umstellen. Länder, die es vorziehen, die Normalzeit (Winterzeit) beizubehalten, können die Uhren am letzten Oktobertag 2021 letztmalig umstellen, heisst es im verabschiedeten Entwurf des Parlamentes. Angenommen wurde er mit 410 Stimmen, bei 192 Gegenstimmen und 51 Enthaltungen.
4,6 Millionen BürgerInnen wurden zur Sommerzeit befragt - 84% wünschten eine Abschaffung
Als Reaktion auf Bürgerinitiativen forderte das Parlament die EU-Kommission im Februar 2018 auf, die Sommerzeitrichtlinie zu bewerten und gegebenenfalls einen Vorschlag für deren Überarbeitung vorzulegen. Dies brachte eine öffentliche Konsultation zur Sommerzeitregelung auf den Weg, an der sich 4,6 Millionen Bürger beteiligten, von denen 84 % gegen die jahreszeitlich bedingten Zeitumstellungen waren. Daraufhin stellte die Kommission den vorliegenden Vorschlag vor, über den sich Parlament und Rat nun einigen müssen.
Schutz des Binnenmarktes
Die EU-Abgeordneten unterstützten den Vorschlag der Kommission, die jahreszeitbedingten Zeitumstellungen zu beenden, jedoch mit Verschiebung des Datums von 2019 auf 2021.Zudem fordert das Parlament die EU-Staaten und die Kommission auf, Entscheidungen untereinander abzustimmen, um sicherzustellen, dass die Anwendung der Sommerzeit in einigen Ländern und der Winterzeit in anderen keine Störungen des Binnenmarktes hervorruft. Sollte die Kommission feststellen, dass die voraussichtlichen Zeitplanungen das reibungslose Funktionieren des Binnenmarktes erheblich und dauerhaft behindern könnten, so kann sie einen Vorschlag einreichen, um das Anwendungsdatum der Richtlinie um höchstens 12 Monate zu verschieben, gemäss dem verabschiedeten Text.
Die nächsten Schritte
Der verabschiedete Text legt die Position des Parlamentes für Verhandlungen mit den EU-Ministern über den endgültigen Wortlaut der Verordnung fest.
Schweiz wird sich der EU anschliessen und die Sommerzeit 2021 abschaffen
Die Schweiz hatte in mehreren Mitteilungen des Eidgenössischen Instituts für Metrologie METAS angekündigt, die EU-Regelungen zur Sommerzeit zu übernehmen. Wenn die Schweiz eine andere Zeitzone hätte als die umliegenden EU-Länder, würde das für grossen Aufwand und Schwierigkeiten sorgen. Das METAS hatte stets betont, dass eine Abschaffung der Sommerzeit nur gemeinsam mit den umliegenden Ländern erfolgen könnte.
Quelle: Europäisches Parlament
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