Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03278.jsonl.gz/559

als Zeichen der Würde hoher militärischer Befehlshaber schon im Altertum gebräuchlich. Die Lanze, die
Hauptwaffe, wurde als Sinnbild der Macht auch Vorbild für den Kommandostab und das Zepter, das Zeichen königlicher
Macht. Bei den Römern war die hasta pura, auch die vitis, der Stab
[* 3] der Centurionen, eine Art Kommandostab. Später wurde er auf die höchste
militärische Würde, die des Marschalls, beschränkt. In Frankreich führte der Marschall ursprünglich die Streitaxt, seit dem 18. Jahrh.
den samtüberzogenen bâton fleurdelisé, etwa 50 cm lang, 4 cm dick, reich bestickt, in dem einen der
goldenen Endringe die Devise: »Terror belli decus pacis«, in dem andern den Namen des Inhabers eingraviert. Der Marschallsstab
der preußischen Generalfeldmarschälle zeigt auf himmelblauem Samt abwechselnd goldene Königskronen und heraldische Adler,
[* 4] an den Endflächen schwarze Adler auf weißem Grund und goldene Endringe. Auch in den Höhlenfunden aus
der Steinzeit
[* 5] finden sich eigentümlich bearbeitete, zum Teil verzierte Geweihstücke, die als Kommandostäbe gedeutet worden
sind.