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Der Abstieg liess sich nicht abwenden
Nachdem die vom Schachklub Aadorf gestellte Mannschaft an der 5.Runde ein Freispiel hatte, kehrte das 4-köpfige Raiffeisen-Team in St.Gallen wieder ins Schweizer Mannschaftsmeisterschafts-Geschehen zurück. Doch leider nach dieser Pause nicht mit mehr Erfolg als von dieser Saison gewöhnt. Dramatisch verlor zum Schluss Karl Brunner seine totsichere Remis-Partie, im mutigen, solidarischen Bestreben mit einem Sieg doch noch einen Punkt für die Mannschaft zu holen.
Hoffnungs-Schimmer nach glanzvollem Sieg von Paul, nach der vernichtenden Niederlage des Team-Kapteins Raphael.
Nachdem Raphael Golder nach dem Damen-Gambit sich in einer abgeklärten Variante des ihm unbekannten König-Indischen Variante befand, war der Untergang der weissen Steinen Seitens Aadorf beschlossene Sache und eine Frage der Zeit. Paul
Frischknecht wählte hingegen, wie so oft, eine eher selten gespielte, aber doch vollwertige Eröffnungsvariante. In diesem Falle die Abtausch-Variante der Spanischen Eröffnung. Der Gegner fand nicht alle allzu lästigen Gegenzüge, so dass Frischknecht seinen angestrebten Stellungsaufbau ungehindert realisieren konnte. Im Mittelspiel entstand eine Stellung, in der der Gegner zu einem naheliegenden Verteidigungszug zur Rettung seiner Dame animiert wurde. Jedoch hatte Frischknecht weitergerechnet und gesehen, dass nach der Abwehr des Damenverlustes, und sogar noch mit dem Gewinn einer ganzen Figur für den Gegner, eine Stellung entstehen würde, in der es kein Entrinnen für den gegnerischen König mehr geben wird. Nach Annahme des Figurenopfers (wenn nicht, wäre die stärkste Figur, die Dame, gefallen) und einigen wenigen verzweifelten Abwehrzügen, musste der Gegner die Sinnlosigkeit seines Unterfangens einsehen und wenige Züge vor dem Matt aufgeben.
Nach der Niederlage von Fritz, entschied nun die Partie von Karl über Unentschieden oder Niederlage der Mannschaft!
Die Partie von Karl Brunner gestaltete sich von Anfang an ausgeglichen. Nachdem St. Gallen bereits 2:1 in Führung lag, musste der Aadorfer das ihm angebotene Unentschieden im Interesse der Mannschaft ablehnen. Dies zahlte sich leider nicht aus; der risikobehaftete Gewinnversuch scheiterte und stattdessen resultierte auch an diesem Brett eine Niederlage.
St.Gallen – Aadorf 3:1