Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03448.jsonl.gz/1199

Kontext
Mit einer Fläche von 2’344’858 km2 ist der Kongo etwa 57 mal so gross wir die Schweiz oder etwas mehr als 6 Mal so gross wie Deutschland. Schätzungsweise 82 Mio. Einwohner, welche ca. 214 verschiedene Sprachen sprechen, wohnen in dem Land. Die Amtssprachen sind Französisch, Lingala, Kikongo, Tschiluba und Suaheli.
Der Kongo ist eine ehemalige belgische Kolonie und war zeitweise Privatbesitz von König Leopold II.
Die grösste Fläche des afrikanischen Regenwaldes befindet sich hier.
Das Land ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Diamanten, Coltan, Kupfer, Zinn, Öl, und vielem mehr.
Gleichzeitig leben mehr als 75% der Bevölkerung in absoluter Armut mit weniger als $1.90 täglichem Einkommen. Die Kindersterblichkeitsrate ist eine der höchsten weltweit. Über 4.5 Mio Menschen sind auf der Flucht.
Der Kongo wird geprägt von einer langen Geschichte an Ausbeutung und Krieg.
Bunia ist eine Stadt im Nordosten des Kongos mit etwa einer Million Einwohner. In den Jahren 2002 und 2003 war sie Schauplatz einer Rebellion und brutalen ethnischen Säuberungen. Mehrere Rebellengruppen, welche von Uganda und Ruanda unterstützt wurden, eroberten die Stadt und verloren sie wieder. Heute noch machen mehr als 120 Rebellengruppen den Ostkongo unsicher. Viele Leute sind vor solchen Konﬂikten nach Bunia geflohen, da diese Stadt unter dem Schutz der UN-Blauhelmtruppen steht.
Diese Konflikte führte zu einem explosionsartigen Wachstum der Stadt. Strassenkinder und ehemalige Kindersoldaten erhoffen sich in dieser Stadt ein gesichertes Leben. Etliche von ihnen sind Waisen. Um zu überleben betteln sie auf der Strasse und in Märkten, erledigen Arbeiten vom Schuhputzen bis zum Flaschensammeln und stehlen Geld und Lebensmittel.