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Verzicht auf Endlagerstandort in Zentralaustralien
Die 2012 revidierte National Radioactive Waste Management Act Australiens verlangt, dass ein Standort zum Bau eines nationalen Endlagers für radioaktiven Abfall freiwillig nominiert wird. Zudem muss eine Nominierungsvereinbarung mit denjenigen Personen oder Gruppen abgeschlossen werden, die bedeutende Rechte und Interessen am Projekt haben.
Nun hat die Regierung einem Antrag des Northern Land Council (NLC) zugestimmt, den Standort Muckaty Station, der 2007 nominiert wurde, nicht weiterzuverfolgen. Die Nominierung sei damals mit der Einwilligung der betroffenen Eigentümer und weiterer Interessensgruppen erfolgt, betonte Joe Morrison, CEO des NLC. Aber einige hätten seither unter dem «Druck von aussen» ihre Einstellung geändert. Angesichts der nun bestehenden Spaltung innerhalb der Gemeinschaft der Aborigines ist es laut NLC besser, auf den Standort zu verzichten. Muckaty Station befindet sich rund 600 km nördlich von Alice Springs in Zentralaustralien.
Die Regierung werde jetzt Gespräche führen, um einen geeigneten Ersatzstandort zu finden, erklärte das zuständige Industrieministerium. Sollte dies nicht gelingen, werde die Regierung – in Übereinstimmung mit dem Gesetz – eine neue Ausschreibung für die Nominierung eines anderen Standorts lancieren.
Der radioaktive Abfall stammt mehrheitlich aus der Erzeugung radioaktiver Isotope und deren Einsatz in Spitälern, Labors und Industrie. Derzeit wird der radioaktive Abfall Australiens dezentral gelagert. Die Regierung strebt eine nationale Lösung an.