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Garderobengebäude
«Badende» (Raffael Raffaelli)Download
Garderobengebäude
Adresse
6373 Ennetbürgen
NW
Architektur
Kunst am Bau
Der Kleinbau besticht durch seine markante Form. Otto Dreyers Entwurf für das Garderobengebäude auf dem Bürgenstock ist elegant und leicht – ein Hauptwerk der 1950er-Jahre-Architektur in der Innerschweiz. Er wurde schon als schönstes Garderobengebäude der Schweiz bezeichnet und ist seit dem Jahr 2013 ebenso wie vier andere Kleinbauten auf dem Bürgenstock denkmalgeschützt.
Chronologie
Die Übernahme des Bürgenstockressorts durch Fritz Frey läutete in den 1950er-Jahren eine neue Epoche ein: Frey liess das historistische Bauensemble um mehrere moderne Gebäude erweitern, unter anderem um ein Garderobengebäude. 1955 ersetzte der Luzerner Architekt Otto Dreyer das Provisorium, das Frey im Jahr zuvor neben seinem selbstentworfenen Aussenschwimmbad errichtet hatte.
Lage
Das Garderobengebäude liegt östlich der ab 1872 auf dem Berggipfel über dem Vierwaldstätterseeerrichteten Hotelanlage in einer Parkanlage, exponiert auf einer künstlich ausgeformten Kuppe. Die Erschliessung erfolgt von Osten, über einen mit Steinen gepflasterten Weg inmitten der Wiese. Des Weiteren ist das Garderobengebäude mit dem nierenförmigen Aussenschwimmbecken verbunden.
Beschreibung
Das Garderobengebäude beschreibt einen Ring, der über die gemauerte Kuppe hinausragt. Feine, geschosshohe Holzlamellen in Weiss umschliessen das rotbraun grundierte Gebäude ringsum und unterstützen damit den leichten Charakter des eingeschossigen, knapp zweieinhalb Meter hohen Baukörpers, der von aussen nicht zu erkennen gibt, was er beschützt. Das Flachdach schwebt 30 Zentimeter über der Wand, lediglich verbunden durch die filigranen Holzlamellen.
Der um drei Stufen erhöhte Eingang ist heutemit einem Gittertor verschlossen. Der konische Durchgang ist in einem dunklen Pastellgrün gestrichen.Der Blick ins Innere zeigt die radial angeordneten 48 Umkleidekabinen und zwei Toiletten. Das auskragende Flachdach lagert hier auf schlanken Stahlsäulen, die einen um zwei Stufen erhöhten Wandelgang fassen. Der Innenhof ist mit der Skulptur «Badende» von Raffael Raffaelli und einem kleinen Wasserbassin geschmückt.
Literatur