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Simbabwes langjähriger Machthaber Robert Mugabe hatte tausende weisse Farmer enteignen lassen und sie so ausser Landes getrieben. Nach Mugabes Darstellung sollte dieser Schritt das Unrecht aus der britischen Kolonialzeit wiedergutmachen.
Der einstmals wichtige Agrarsektor brach aber in Folge der Landreform zusammen. Simbabwes Volkswirtschaft stürzte in eine Krise, von der sie sich bis heute nicht erholt hat. Die frühere Kornkammer des südlichen Afrika ist inzwischen auf Nahrungsimporte angewiesen, um die verarmte Bevölkerung zu ernähren.
Mnangagwa löste Mugabe im November nach einem Machtkampf ab und versprach, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Im Dezember gab die neue Regierung in einem symbolisch bedeutsamen Akt dem weissen Farmer Robert Smart Land zurück, von dem er Monate zuvor rechtswidrig vertrieben worden war. Im Januar kündigte die Regierung in Harare an, weissen Farmern Pachtverträge über 99 statt wie bislang über fünf Jahre anzubieten.