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Schimmel in Gebäuden und Gesundheit!
Die WHO-Arbeitsgruppentagung kam am 17. / 18. Oktober 2007 in Bonn nach einer Diskussionen der Faktenlage zu folgenden Schlüssen:
Eine hinreichende Zahl epidemiologischer Studien, die in unterschiedlichen Ländern und unter verschiedenen klimatischen Bedingungen durchgeführt wurden, belegt, dass die Nutzer feuchter und von Schimmel befallener Gebäude, gleich ob in Wohnungen oder in öffentlichen Einrichtungen, einem erhöhten Risiko einer Erkrankung der Atmungsorgane, einer Atemwegsinfektion und der Verstärkung einer vorhandenen Asthmaerkrankung ausgesetzt sind. Es gibt auch einige Anzeichen dafür, dass ein erhöhtes Risiko besteht, an allergischer Rhinitis und Asthma zu erkranken. Zwar gibt es nur wenige Interventionsstudien, doch zeigen deren Ergebnisse, dass eine Feuchtigkeitssanierung negative gesundheitliche Folgen mindern kann.
Es gibt klinische Belege dafür, dass eine Belastung durch Schimmel und andere feuchtigkeitsbedingte mikrobiologische Schadstoffe das Risiko für seltene Erkrankungen wie hypersensitive Pneumonitis, allergische Alveolitis, chronische Rhinosinusitis und AFS-Syndrom erhöht.
Toxikologische Befunde in vivo und in vitro stützen diese Erkenntnisse und zeigen das Auftreten verschiedener Entzündungs-und Toxizitätsreaktionen nach einer Exposition gegenüber Mikroorganismen (bzw. deren Sporen, Metabolite und Bestandteile), die aus feuchten Gebäuden isoliert wurden. Atopische und allergische Menschen sind besonders empfänglich für biologische und chemische Wirkstoffe in feuchten Innenräumen, die negativen gesundheitlichen Auswirkungen wurden jedoch auch in nicht atopischen Bevölkerungsgruppen nachgewiesen.
Durch die in vielen Ländern steigende Prävalenz von Asthma und Allergien erhöht sich auch die Zahl der Menschen, die für die Auswirkungen von Feuchtigkeit und Schimmel in Gebäuden empfänglich sind.