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Ottikers Auflage
Vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand das herrschaftliche Haus in der Feldegg. Seit dem Kauf durch den Webereibesitzer Huldreich Ottiker heisst es Lindengut. Heute beherbergt es das Flawiler Ortsmuseum. Ottiker gab seine Zustimmung zum Bau der evangelischen Kirche gegenüber unter der Auflage, dass zwischen seinem Wohnhaus und der Kirche ein nicht bebaubarer Abstand von 100 Metern bestehen bleibt.
Das Lindengut besitzt eine Parkanlage aus der Zeit um 1898 mit zwei Wasserbecken, einer Tuffsteingrotte, einem Gartenchalet und einem Pavillon. Auf der Nordseite stehen die Remise und das sogenannte Gesindehaus. In der Remise war der Pferdestall untergebracht. Die übrigen Räume dienten als Wagenschopf, Abstellräume für Kutschen und Fahrzeuge. Da die Remise heute für gesellschaftliche Anlässe vermietet wird, enthält sie auch ein Office für Geschirr, Koch- und Abwaschgelegenheit. In den oberen Stockwerken zeigt das Museum eine Sammlung an landwirtschaftlich-gewerblichen Geräten. Das Gesindehaus diente einst als Wohngebäude für Bedienstete, aber auch Hühnerstall und Gartengeräte waren dort untergebracht.
Das Wohnhaus dürfte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Sitz einer Fuhrhalterfamilie erbaut worden sein. Schon die erste Ansicht von 1844 zeigt das Haus eingebettet in einem vornehmen Park.
Früheste Ansicht des Lindengutes.
Die früher "Feldegg" geheissene Liegenschaft in der Lithograhie "Flawyl" von Johannes Lüthi von 1844
Das Lindengut und die Weberei Ottiker um 1890 (einziges Bild ohne Balkone auf der Westseite des Hauses)
Der stolze Besitzer Huldreich Ottiker auf seinem Balkon, unten auf der Strasse sein Kutscher mit Pferden und Wagen.
Der Park mit Tuffsteingrotte, Weiher, Brunnen und Gartenchalet wohl kurz nach seiner Anlage um 1898 mit farbiger Detailansicht der Chaletfenster)
In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die Liegenschaften Munz (links, St.Gallerstrasse 91) und gegenüber die Akazie (St.Gallerstrasse 94), beide Aufnahmen wohl um 1900.
Spektakulär: Militärpilot Hansruedi Schiesser überfliegt mit seiner Mirage auf einem Übungsflug im Jahre 1969 sein Heimatdorf, fotografiert von seinem hinter ihm fliegenden Kameraden. Links vom Haus Akazie steht noch das Alters- und Pflegeheim im Feld.