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...und verschärft die Regeln für den Mac App Store.
Apple droht in einem Statement auf seiner Entwickler-Website App-Herstellern, die versuchen, mit unerlaubten Mitteln den Rang ihrer Apps in Download-Charts zu verbessern, mit dem Rauswurf aus dem Entwicklerprogramm. Die Drohung gilt auch für den Fall, dass ein Entwickler jemand anders anstellt, um die Manipulation vorzunehmen.
Ein hoher Rang in der App-Store-Chart ist eines der sichersten Mittel, um die Aufmerksamkeit von Usern zu erregen und damit die Nachfrage nach einer App weiter zu steigern. Darüber, dass manche App-Entwickler deshalb versuchen, das Ranking ihrer Apps durch künstliche Downloads beziehungsweise Käufe aufzubessern - ganz ähnlich wie Ränge in Musik-Hitlisten manipuliert werden - wurde schon oft spekuliert.
Der unmittelbare Anlass für die Drohung Apples könnte ein Bericht eines App-Entwicklers
auf 'Touch Arcade' gewesen sein. Dieser Entwickler stiess auf ein Unternehmen, das für 5000 Dollar einen Platz in den Top-25 "garantiert". Der Entwickler wurde neugierig und nahm Kontakt auf. Der Betreiber dieses "Services" erklärte ihm daraufhin, dass er seinerseits jemanden angestellt habe, der für seine Kunden Botnetze baue, welche die für die Erhöhung der Rankings notwendigen Downloads automatisch durchführen. Schockiert war der Entwickler vor allem, als der gute Mann ihm offenherzig erklärte, dass er nicht weniger als acht der aktuellen Top-25-Apps zu ihrem tollen Rang verholfen habe.
Regeln für Mac App Store verschärft
Über die Drohung Apples an Chart-Schummler dürften sich die meisten App-Entwickler freuen. Mit einer anderen Aktion sorgt Apple aber auch für Unruhe und Ärger in einem Teil der Entwicklergemeinde, wie das 'Wall Street Journal' berichtet. Der Anlass: Apple verschärft die Regeln für Apps für Mac-Computer, die im Mac App Store vertrieben werden. Apple führt nun auch für diese Apps, ähnlich wie schon bei iPhone und iPad-Apps, per Anfang März das sogenannte "Sandboxing" ein. Konkret bedeute dies, dass Entwickler für gewisse Funktionen ihrer Apps von Apple eine Erlaubnis einholen müssen. Dabei geht es insbesondere um Funktionen, für die Apps Daten mit anderen Apps austauschen oder auf das Internet zugreifen müssen. Apple möchte so die Sichereit der im App Store verkauften Apps erhöhen.
Einige Entwickler müssen deshalb laut 'WSJ' ihre Apps umschreiben und möglicherweise sogar gewisse zentrale Funktionen entfernen. Für Verunsicherung sorge dabei vor allem auch die Tatsache, dass Apple nur einige Funktionen wie Zugriffe auf die Kamera oder das Adressbuch permament genehmigen wolle. Für andere Funktionen werde die Erlaubnis nur "temporär" erteilt, wobei Apple nicht genau erklärt, wie lange eine solche temporäre Erlaubnis gültig sein könnte. Dies könnte die Planungs- und Zukunftssicherheit für Entwickler von Mac-Apps stark einschränken.
Microsoft plant übrigens laut 'WSJ', in seinem kommenden Online-Store für "Metro"-Apps für Windows 8 ähnliche Sandboxing-Regeln einzuführen. (hjm)