Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/137079

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit den Kantonen eine Mehrjahresstrategie zur Stärkung der psychischen Gesundheit und zur Reduktion der hohen Suizidrate in der Schweiz vorzulegen und dabei zu prüfen, wie diese mit messbaren Zielen zu verbinden ist.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Für eine Stärkung der psychischen Gesundheit sowie zur Reduktion der Suizidrate ist es von grosser Bedeutung, dass seitens des Bundes und der Kantone eine mittel- und langfristige Planung von Massnahmen vorgenommen wird. In zwei Vorhaben, die stark miteinander verbunden sind, werden demnächst erste Resultate vorgestellt werden können:</p><p>Erstens wird in Erfüllung des Postulates der SGK-S 13.3370, "Beabsichtigte Massnahmen zur psychischen Gesundheit in der Schweiz", ein Bericht verfasst, in welchem klare Handlungsziele gesetzt werden. Auch die Forderung nach der Messbarkeit der Ziele soll in die Überlegungen einfliessen.</p><p>Zweitens hat im Herbst 2013 die Erarbeitung einer zukünftigen Strategie "Nichtübertragbare Krankheiten 2020" begonnen. Dies geschah im Rahmen der bundesrätlichen Gesamtschau Gesundheit 2020. In einem ersten Schritt wird dabei im Rahmen eines Teilprojekts das Thema psychische Gesundheit bearbeitet. Ziel ist es, die Strukturen, die Formen der Zusammenarbeit sowie die Koordination der Aktivitäten der zentralen Akteure im Bereich der psychischen Gesundheit nachhaltig zu optimieren bzw. weiterzuentwickeln. Auch sollen kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen formuliert werden. Die Ergebnisse sollen bis Mitte 2014 in einem gemeinsamen Bericht des Bundesamtes für Gesundheit, der Gesundheitsdirektorenkonferenz und der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz zuhanden des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik festgehalten werden. Diese Ergebnisse sollen im Bericht zum Postulat 13.3370 ebenfalls Eingang finden. Deshalb ist es sinnvoll, den erwähnten Bericht abzuwarten, bevor konkrete Schlüsse gezogen werden können.</p><p>Die Schweiz engagiert sich im Bereich der psychischen Gesundheit auch international und beobachtet Strategien und Massnahmen im Ausland. Sie beteiligt sich an der Erarbeitung einer "Fallstudie zur Schweiz" im Rahmen des ersten Global Suicide Report der WHO. Die Erkenntnisse aus dem internationalen Kontext werden in beide obenbeschriebene Vorhaben einfliessen können.</p><p>Im Rahmen der laufenden Vorhaben wird auch geklärt, inwiefern eine Mehrjahresstrategie im Bereich der psychischen Gesundheit und der Suizidprävention - über ein Bündel an Massnahmen hinaus - sinnvoll, realisierbar und erfolgversprechend wäre. Vor diesem Hintergrund ist ein Entscheid zur Erarbeitung einer Mehrjahresstrategie heute verfrüht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.