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Die Idee für die Entlastungsstrasse Stans West geht auf eine Motion zurück, die der Landrat 2015 gegen den Willen der Regierung überwiesen hatte. Das Parlament beschloss 2016 für die Planung der rund ein Kilometer langen Strasse einen Kredit von 560'000 Franken. Es legte auch die Linienführung entlang des Bahngleises Richtung Stansstad NW fest.
Nun beantragt der Regierungsrat dem Parlament, das generelle Projekt nicht zu genehmigen und das Vorhaben zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter zu verfolgen. Das Anliegen einer Entlastungsstrasse solle im Rahmen des anstehenden und vom Landrat geforderten Gesamtverkehrskonzepts wieder aufgenommen werden. Dabei werde sich zeigen, ob eine Umfahrungsstrasse notwendig sei.
Noch im Februar 2020 hatte der Nidwaldner Baudirektor Josef Niederberger (CVP) gegenüber der «Nidwaldner Zeitung» erklärt, dass er für eine rasche Realisierung der Entlastungsstrasse sei. Diese solle unabhängig von der geplanten Gesamtverkehrskonzeption realisiert werden.
Nutzen ist zu gering
Der Regierungsrat begründete nun den Abbruch der weiteren Planungsarbeiten an der Strasse mit deren zu geringen Nutzen. Der Verkehr im Zentrum von Stans würde gemäss Verkehrsmodell nur um 5 Prozent abnehmen, auf der Ennetmooser- und Stansstaderstrasse um 10 bis 25 Prozent.
Der Landverbrauch für die Realisierung der Strasse - fast 17'500 Quadratmeter - wurde vom Regierungsrat als gross bezeichnet. Die Gesamtkosten dürften sich auf 14,7 Millionen Franken belaufen. Die zu erwartende Verkehrsentlastung rechtfertigt nach Ansicht des Regierungsrat einen solchen Aufwand nicht.
Der vom Landrat gesprochene Planungskredit von 560'000 Franken enthält auch die Kosten für die Ausarbeitung des Bauprojekts. Für die bisherigen Arbeiten wurden 220'000 Franken ausgegeben.