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Am Dienstagabend wurden die Hauptpreise der Filmtage aus Solothurn über einen Stream vergeben. Der «Prix de Soleure» geht an den Spielfilm «Mare» von Andrea Štaka. Stefanie Klemm gewinnt mit «Von Fischen und Menschen» die Auszeichnung «Opera Prima». «Beyto» von Gitta Gsell wird mit dem «Prix du public» prämiert.
«Die Jurys und das Publikum haben ihre Wahl getroffen: Unsere drei Hauptpreise gehen 2021 an drei Schweizer Regisseurinnen. Ein Novum!», freut sich Anita Hugi, Direktorin der Solothurner Filmtage.
Die Jury – zusammengesetzt aus der Theaterdirektorin Anne Bisang, dem Regisseur Markus Imhoof und der Schriftstellerin Meral Kureyshi – würdigt «Mare» als einen «Spielfilm, der aussieht wie ein Dokumentarfilm oder die Realität selbst, aber überhöht zu einer existentiellen Wahrheit.»
Andrea Štaka erzählt in ihrem dritten Spielfilm von der Gefühls- und Lebenswelt einer Frau zwischen Familie und Freiheit.
Der Film feierte an der letztjährigen Berlinale Uraufführung. Der Schweizer Kinostart wurde vom Lockdown unterbrochen. Die Jury wünscht dem Film denn auch «eine neue Chance auf den grossen Leinwänden». Der Jurypreis ist mit 60‘000 Franken dotiert und wird getragen vom Fonds «Prix de Soleure» sowie dem Kanton und der Stadt Solothurn.
«Mare» ist auch für den Schweizer Filmpreis 2021 in den Kategorien «Bester Spielfilm», «Bestes Drehbuch» und «Bester Ton» nominiert.
Im neu geschaffenen Wettbewerb «Opera Prima» gewinnt Stefanie Klemm den Preis für ihr Kinodebüt «Von Fischen und Menschen». Der Film handelt von der alleinerziehenden Mutter Judith, gespielt von Sarah Spale, die in einem abgelegenen Jura-Tal eine kleine Forellenzucht betreibt und durch ein tragisches Ereignis jäh aus der Bahn geworfen wird. Der Preis ist mit 20‘000 Franken dotiert.
Der vom Festival-Sponsor Swiss Life gestiftete «Prix du public» mit 20‘000 Franken geht an «Beyto» von Gitta Gsell. Die Regisseurin gewinnt mit der Liebesgeschichte von drei jungen Menschen den Publikumspreis der Solothurner Filmtage zum zweiten Mal, nachdem «Bödälä – Dance The Rhythm» im Jahr 2010 ausgezeichnet wurde.
Dimitri Stapfer ist für seine Nebenrolle in «Beyto» für den Schweizer Filmpreis 2021 in der Kategorie «Bester Nebendarsteller» nominiert.