Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/209

Geschichte
3000 v.Chr.
Ägypten: Nachweislich erste Faustkämpfe.
900 v.Chr.
Weitere Verbreitung des Faustkampfes im ägäischen Raum.
688 v.Chr.
Spiele der 23. Olympiade: erstmals Faustkampf in Olympia. Das Boxen
wurde bereits in Homers "Ilias" beschrieben und bei Olympischen Spielen
des Altertums ausgetragen.
Boxen war auch Bestandteil des Pankration (Mischung aus Faustkampf und Ringkampf bei griechischen Olympiaden).
16. - 18. Jh.
1512 - Albrecht Dürer gibt ein Fechthandbuch heraus, in dem auch entsprechende Faustkampftechniken dargestellt werden
1719 - London: James Figg erringt den Faustkampftitel eines "Meisters von England"
1720 - James Figg begründet die erste Boxschule
1743 - Jack Broughton veröffentlicht die ersten Regeln (London Prize Rules).
Wichtigste Neuerung ist die Einführung von Boxhandschuhen, die Verletzungen mindern sollen
19. Jh.
1810 - Copthall Common, Essex: Erster Kampf um eine Weltmeisterschaft. Sieger ist der farbige Amerikaner Tom Molineaux
1867 - Vorstellung eines neuen Regelwerks von John Sholto Douglas zusammen mit John Graham Chambers.
Es handelt sich dabei um die "Queensberry Rules". Diese Regeln sind bis heute die Basis des Boxsports.
Festgelegt wurden unter anderem das Tragen von Boxhandschuhen, die
Rundendauer (3 Minuten) und das Auszählen bis zehn bei Niederschlägen.
20. Jh.
1904 - St. Louis: Olympisches Debüt
1920 - Antwerpen: Gründung der Fédération Internationale de Boxe Amateur (FIBA)
1926 - Einführung einheitlicher Rundenzeiten (3 x 3 Minuten)
1931 - Erstmals neutrale Kampfrichter
1950 - Einführung neuer Klassen und des Abbruchs beim dritten Niederschlag innerhalb einer Runde
1972 - München: Trefferfläche der Boxhandschuhe ist zum ersten Mal weiß abgesetzt
1984 - Los Angeles: Erstmals Kämpfe mit dem obligatorischen Kopfschutz
1994 - Einführung des Frauenboxens.
Boxclub Paratte
Um die Geschichte und den Werdegang unserer Boxgruppe verstehen zu können, muss man etliche Jahre zurückblicken.
In den fünfziger Jahren war die Nachwuchsausbildung der angehenden
Polizisten nicht nur auf Berufskenntnisse, sondern auch auf körperliche
Fitness ausgerichtet.
So bekam im Jahre 1955 die Hälfte des 'Personals in Ausbildung' eine Stunde Boxunterricht pro Woche während 10 Monaten.
Instruktoren waren der bekannte Profi-Boxtrainer Charly Bühler und sein Assistent Alphonse Bütler.
So vergingen die Jahre, bis der Verband einen eigenen Trainer und eigene Ausbildungsräumlichkeiten erhielt.
Ein zweiter Trainer, Namensgeber des heutigen Teams und Mitglied des
Sportvereins, hatte im Jahre 1970 die Idee, eine Boxgruppe zu gründen.
Diese ist bis heute aktiv.
In den darauffolgenden Jahren war viel los. Leider wurde Ende der
Achtzigerjahre der Boxunterricht in der Polizeiausbildung gestrichen.
Dies hatte einen Mitgliederschwund zur Folge.
Das Ziel der Boxgruppe ist, korrekt Boxen zu lernen, Freude am
Boxtraining zu haben und die Kameradschaft zu pflegen. Ambitionierte
Boxer finden in konventionellen Klubs Anschluss.
Die meisten unserer Mitglieder können wegen ihrer beruflichen Aktivität
nicht regelmässig, geschweige denn mindestens drei Mal wöchentlich
trainieren. Ausserdem fehlen dazu die nötigen Räumlichkeiten.
Wir üben uns im Boxen als Ergänzung zum Fitnesstraining. Unsere Trainer
achten darauf, dass im Sparring keine unnötige Härte und Gewalt
angewendet wird. Unser Ausbildungskonzept beruht auf Light Contact Boxing.
Immer wieder nehmen
unsere Trainer an Weiterbildungskursen von SwissBoxing teil.
Jeder Interessierte ist willkommen.
Marcel Paratte