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Die in der Provinz Westkap beheimatete Pflanze (biologischer Pflanzenname: Aspalathus linearis) gehört der Familie der Hülsenfrüchte an. Trotz unzähliger Versuche, Rooibos in anderen Regionen und auf anderen Kontinenten anzubauen, gedeiht Rooibos in dieser Region in Südafrika und sonst nirgends. Geschnitten und fermentiert verwandeln sich die Blätter der Rooibospflanze in eine kräftige orange-rote Farbe. Diese markant-rote Farbe ist für den Afrikaans-Namen “Rooibos”verantwortlich, was soviel wie “roter Busch” heißt.
Die Ur-Einwohner dieser bergigen Regionen, die “San”, waren die ersten, die wilden Rooibos sammelten und zubereiteten. Sie nutzten Rooibos bereits vor mehr als 300 Jahren als traditionelles Heilmittel. Durch das Schneiden, Rollen und Trocknen des Rooibos in der Sonne, entdeckten Sie, dass sie durch abschließendes Kochen, einen schmackhaften und wohltuenden Aufguss verwerten konnten.
Der spezielle Planzentyp aus der Pflanzenfamilie “asphalathus linearis” wächst in der Bergregion. Dieser Bergtyp wächst nördlich der Bergkette “Pakhuis” in den Zederbergen und wird bis zu 1,5 m hoch. Er hat einen einzigen Stamm, der sich kurz über der Bodenoberfläche in unzählige, winzige Äste teilt. Die hellgrünen, nadelähnlichen Blätter (ähnliches Aussehen wie Kiefernnadeln) sind ca. 10 – 40 mm lang. Sie tragen in Ihrer Blütezeit vom Frühjahr bis zum Frühsommer kleine, gelbe Blüten.
Rooibos ist eine robuste Pflanze und hat sich dem rauen Klima und dem nährstoffarmen Boden sowie an die nasskalten Winter angepasst. Der Wurzelstock reicht bis 2 m tief in den Boden, so dass die Pflanze während der Trockenheit im Sommer mit Feuchtigkeit versorgt wird.
Rooibos wird im Sommer geerntet (Januar bis März in Südafrika), gleich nach dem ersten Sommerregen. Die Pflanzen werden bei der Ernte ca. 30 cm über dem Boden abgeschnitten. Bis zum folgenden Frühjahr wird somit ein neuer Wachstumszyklus gewährleistet. Die Rooibos-Ernte efolgt auf zwei verschiedene Arten und bringt zwei verschiedene Typen mit sich. Die grünen Zweige und Blätter werden entweder gerollt, gequetscht und dadurch fermentiert oder die Fermentation wird durch sofortige Trocknung gestoppt (ähnlich wie bei grünem Tee). So erhalten wir zum einen den tradionellen, fermentierten roten Rooibos und zum anderen den nicht fermentierten Rooibos (Grüner Rooibos). Die heutige Verarbeitung des roten Rooibos entspricht fast nahezu der traditionellen Art und Weise der “San” vor hunderten von Jahren.