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Bildersammlung
Geschichte und Umfang
Nach der Einrichtung einer eigenständigen Bildersammlung durch den Staatsarchivar Rudolf Wackernagel im Jahr 1899 wuchs das Bildmaterial im Staatsarchiv stetig an. Heute befinden sich weit über eine Million Fotopositive und Negative in der Bildersammlung des Staatsarchivs.
Die Bildersammlung umfasst Bildmaterial aus dem Zeitraum vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart in fast allen bildgebenden Verfahren: Von den verschiedenen grafischen und druckgrafischen Techniken (Zeichnung, Holzschnitt, Kupferstich, Radierung, etc.) bis hin zur Fotografie. Der weitaus grösste Bestand, namentlich Fotos und Negative, stammt aber aus dem späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Inhalt und Bildproduzenten
Inhaltlich hat sich das ursprünglich vorwiegend auf die Bau- und Architekturgeschichte Basels bezogene Bildmaterial beträchtlich erweitert. Dokumentiert sind heute in unterschiedlicher Dichte und Vielfalt die gewerblich-industrielle Entwicklung der Stadt, das Basler Gewerbe, die städtische Kultur mit ihren unterschiedlichen Anlässen, Festen und Feiern, die städtischen Institutionen und die Verwaltung (die Basler Polizei, die ehemaligen industriellen Werke (IWB), die BVB und der Zoologische Garten bis zu den Schulen) sowie historische Ereignisse (beispielsweise Basel zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs). Zudem ist in zahlreichen Beständen das soziale Leben und das Familienleben durch Familienfotos und Reisefotografien vielfältig dokumentiert.
Die Liste der verschiedenen Bildproduzenten ist gross und reicht vom anonymen Stecher bis zu bekannten Künstlernamen, vom privaten Knipser bis zum Berufsfotografen. Ebenso umfangreich ist das Spektrum der Auftraggeber. Neben dem Staat finden sich diverse öffentliche Institutionen, Vereine, Privatpersonen sowie Betriebe aller Art vom Lebensmittelladen bis zum Grosskonzern.