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Nach dem enttäuschenden 19. Rang im ersten Super-G von Cortina am Donnerstag und einer einmonatigen Durststrecke ohne Podestplatz fand Gut heute zum Siegen zurück. Die Tessinerin setzte sich mit einer überzeugenden Fahrt 0,12 Sekunden vor der Liechtensteinerin Tina Weirather und der Deutschen Maria Höfl-Riesch durch.
Das letzte von vier aufeinanderfolgenden Speed-Rennen in den Dolomiten wurde von starkem Wind beeinflusst. Gut, die bei ihrer Fahrt von relativ guten Verhältnissen profitieren konnte, zeigte sich im Ziel erleichtert: «Ich bin endlich wieder gefahren wie zu Beginn der Saison in Amerika», analysierte sie ihre Leistung nach dem Rennen.
Sie sei sich vor dem Start bewusst gewesen, dass der Wind heute eine entscheidende Rolle spielen könne. «Aber ich habe einfach gehofft, dass das Glück für einmal auf meine Seite kippt», erklärte die sichtlich erleichterte Tessinerin.
Kleine Kristallkugel winkt
Für Gut ist es der dritte Super-G-Sieg und der 5. Sieg insgesamt in dieser Weltcup-Saison. Im Super-G hatte sie auch in Lake Louise (Ka) und Beaver Creek (USA) triumphiert. Weirather und Höfl-Riesch schafften in Cortina im vierten Rennen zum vierten Mal den Sprung unter die Top 4.
Im Super-G-Weltcup hat die 22-jährige Schweizerin ihren Vorsprung wieder auf 38 Punkte ausgebaut, nachdem Weirather bis auf 18 Punkte an Gut herangekommen war. Die definitive Entscheidung um die kleine Kristallkugel wird somit beim Weltcup-Finale auf der Lenzerheide fallen.
Gisin scheidet aus
Die übrigen Swiss-Ski-Fahrerinnen hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Nadja Jnglin-Kamer zeigte eine gute Leistung und fuhr mit Startnummer 53 auf den guten 24. Rang (+2,64). Fränzi Aufdenblatten verlor viel Zeit und belegte am Schluss den 27. Rang (+2,93), Fabienne Suter wurde 28. (+2,96). Dominique Gisin und Marianne Kaufmann-Abderhalden schieden aus.