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(Riemenpflanzen), dikotyle Familie von zweifelhafter systematischer Stellung, zunächst
mit den Santalaceen
verwandt, grüne, durch eigentümliche senkerartige Rindenwurzeln auf andern Holzpflanzen schmarotzende Sträucher mit dichotomischer
Verzweigung und meist gegenständigen, lederartigen, immergrünen Blättern. Die regelmäßigen, oberständigen Blüten sind
drei-, vier- oder fünfzählig und bei den verschiedenen Gattungen der Loranthaceen von variablem Bau.
Bei Loranthus stehen innerhalb eines schmalen Randsaums (Calyculus) sechs mehr oder weniger blumenblattartige Blätter, vor
denselben sechs Staubblätter mit zweifächerigen Antheren und in der Mitte ein einfacher Griffel mit kopfiger
Narbe. Das ungefächerte Ovar stellt einen soliden Gewebskörper dar, der in seinem Innern mehrere Embryosäcke ohne differenzierte
Samenknospen enthält. Bei der zweihäusigen Mistel (Viscum) tragen die Perigonblätter der vier- bis sechszähligen männlichen
Blüte
[* 3] auf ihrer Innenfläche je eine flache Anthere mit 6-20 Pollenbehältern, die sich mit Löchern öffnen.