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Phelsuma klemmeri beruht auf einen sehr kleinen Zuchtstamm aus drei sehr kleinen Verbreitungsgebieten. Ob die Farbvariation in den Terrarien auf diese Verbreitungsgebiete rückschliessen lassen, ist unklar.
Es gibt jedoch Tiere mit komplett braunem Rücken, Tiere mit blau-grauem Rücken und Tiere mit grünem Rücken mit schwarzen Punkten drin. Auch die Lateralstreifen variieren. Bei gewissen Tieren tief schwarz, bei anderen Tieren grau mit einem sehr schmalen schwarzen Streifen drin. Die Farbformen sind auf jeden Fall so sehr vermischt, dass man selten homogene Jungtiere bezüglich Färbung hat. Einzig bei der "blauen" Farbform ist mir eine reine Linie bekannt.
Interessant ist, dass Phelsuma klemmeri auf so einem kleinen Zuchtstamm beruhend, zur meist gezüchteten Art geworden ist und mir trotzdem keine Inzuchterscheinungen bekannt sind. Dies ist eine sehr erfreuliche Bilanz, gerade weil Phelsuma klemmeri in ihrem natürlichen Habitat bedroht ist.
Man könnte meinen, dass klemmeri eine sehr einfach zu haltende Art ist und das ist sie in der Tat auch, wenn man zwei drei grundlegende Dinge beachtet.
Mir wurde jedoch damals gesagt, ich könne die problemlos mit Fröschen zusammen halten, was leider nicht geklappt hatte und das Weibchen ging mir sehr schnell ein. Die Art scheint also durchaus für Einsteiger geeignet zu sein, verkraftet Anfängerfehler jedoch trotzdem nicht ganz so gut wie Phelsuma laticauda.
Zu empfehlen ist das Buch aus der Art für Art Reihe.
Bilder meiner Tiere sind in der Galerie zu finden.
Ich halte ein Pärchen in einem Terrarium von 45x40x80. Das Terrarium ist bestückt mit Bambusrohren und schlicht bepflanzt, damit ich die Übersicht bewahre und sehe, ob beide Tiere in Ordnung sind. Das Terrarium steht als Schauterrarium im doch recht frequentierten Wohnzimmer.
Als Beleuchtung verwende ich eine T-5 Röhre mit Tageslichtspektrum und einen Wärmespot, der täglich sechs Stunden zugeschaltet wird.
Die Art behält unter diesen Bedingungen ihre leuchtenden Farben und der Farbverlust ist nahezu gleich null. Tiere können jedoch gräulich werden, vor allem bei alten Tieren konnte ich dies öfters beobachten.
Ich habe als Anfänger den Fehler gemacht und sie in ein Terrarium mit schlechter Lüftung gesetzt. Bei Staunässe und Stickluft verblasst sogar diese Art leicht, vor allem der schwarze Lateralstreifen.
Ich füttere die Tiere mit Heimchen, Wachsmottenlarven, Stubenfliegen, verschiedenen kleinen Schabenarten, Bohnenkäfern, Getreidekäfern und Wiesenplankton. Ich versuche so viel Abwechslung wie möglich zu bieten. Die Futtertiere bestäube ich bei jeder Fütterung (ich füttere jeweils zwei Mal die Woche) mit einem entsprechenden Vitaminpräparat.
Zudem steht immer ein Schälchen bereit, welches mit einem Gemisch aus zwei Drittel zu Pulver verarbeiteten Blütenpollen und zu einem Drittel aus Vitaminpulver besteht. Während der Eiablage wird dies vermehrt angenommen.
Zusätzlich Wasser biete ich nur im Winter, wo lediglich jeden zweiten Tag gesprüht wird. Es ist wichtig, dass das Wassergefäss regelmässig gereinigt wird, da ansonsten Bakterien überhand nehmen. Den Wasserbedarf decken die Tiere in der Regel via Sprühwasser.
Diese Form scheint bezüglich Feuchtigkeit keine besondere Ansprüche zu stellen. Ich sprühe jeweils am Abend und halte sie dem ursprünglichen Habitat nach eher etwas feuchter.
Die Luftfeuchtigkeit halte ich bei Phelsuma klemmeri das ganze Jahr über gleich. Sie beträgt nach dem Sprühen ca. 70-80% und vorher ca. 50%.
Im Sommer halte ich die Art tagsüber bei 27 Grad und in der Nacht fällt die Temperatur auf ca. 22-23 Grad. Im Winter erreicht die Temperatur lediglich 25 Grad am Tag und fällt in der Nacht auf 18-20 Grad ab.
Die Beleuchtungsdauer halte ich wie bei allen Arten bei 14 Stunden im Sommer und bei 8 Stunden im Winter.
Den Jahreszyklus halte ich bei dieser Art jedoch für nebensächlich. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Weibchen hinfällig wurde, weil es zu viel gelegt hat, genauso wenig wie, dass sie nicht legen, wenn der Zyklus wegfällt.
Wenn man die Temperatur- und Beleuchtungsdauer zurückfährt, stellen sie jedoch die Eiablage ein, bis man die Temperatur und Beleuchtungsdauer wieder etwas hoch fährt. Simuliert man keinen Winter, mache sie trotzdem ab und zu eine ca. drei monatige Legepause.
Diese Art ist leicht zur Fortpflanzung zu bewegen. Es sind sehr dankbare und nicht sehr anfällige Pfleglinge, welche mit ihrer Farbe bezaubern.
Sie legen sehr kleine Eier, in möglichst dünne Bambusrohre oder Blattachsen ab. Interessant ist, dass die meisten Elterntiere ihren Kleinen nicht nachstellen. Auch die Adulttiere sind untereinander sehr friedlich. Ich habe sogar mal eine 3.1 Vergesellschaftung problemlos über längere Zeit betrieben, wobei ich dies ausdrücklich nicht empfehle, da dies auch bei dieser Art zu Streit führen kann.
Ist meistens sehr zutraulich und ist leicht an die Pinzette zu gewöhnen. Nicht zuletzt die ruhige und zeigefreudige Art hat Phelsuma klemmeri wohl ihre Beliebtheit eingebracht. Achtung, Phelsuma klemmeri entkommt durch kleinste Ritzen, da sie sich enorm abflachen können. Der Silikonstreifen zwischen den Scheiben, welchen ich bei allen Terrarien habe, macht bei dieser Art also doppelt Sinn. Einerseits, damit die Tiere nicht entwischen und anderseits, damit die Futtertiere nicht entweichen.