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Miho Habel (57), die 1997 die Genfer Filiale von All Nippon Airways (ANA) gründete, baute 23 Jahre lang als Leiterin des Büros den Schweizer Markt der asiatischen Fluggesellschaft auf. Ohne die Unterstützung ihrer Familie wäre ihre Karriere nicht möglich gewesen.Dieser Inhalt wurde am 10. August 2020 - 09:49 publiziert
- Español Tras acostar a mi hijo, vuelvo a la oficina
- Português "O trabalho enriqueceu minha vida"
- 中文 把兒子送上床之後，我又回去工作”
- Français «Je retournais au bureau après avoir mis mon fils au lit»
- English ‘I could not do it without support’
- 日本語 日本人「女性であれば誰もが悩む」
- Italiano "Dopo aver messo a letto mio figlio, tornavo in ufficio"
Im japanischen Unternehmen mit Sitz in Genf muss Miho Habel natürlich auf japanische Art und Weise arbeiten. Überstunden sind gang und gäbe. Nachdem sie ihren Sohn um 20 Uhr ins Bett gebracht hatte, kehrte sie oft ins Büro zurück und arbeitete dort bis Mitternacht. Sie musste auch an vielen Geschäftsreisen und beruflichen Veranstaltungen zum Networking teilnehmen.
Ihr Schweizer Ehemann, ein Journalist, beschwerte sich nie über die Zeit, die sie ihrer Arbeit widmete. Ihre Schwiegereltern haben sich gerne um ihren Sohn gekümmert. "Ich kann ihnen nie genug für ihre Unterstützung danken. Ich glaube jedoch, dass jede Frau Schwierigkeiten hat, ein Gleichgewicht zwischen Heim und Arbeit zu finden", sagt Habel.
Die Genfer Niederlassung hat ihren Umsatz seit dem Start um das 16-fache gesteigert. "Die Überwindung von Schwierigkeiten bringt Freude und Kraft. Meine Arbeit hat mein Leben bereichert".
Obwohl die Präsenz von Frauen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt in den letzten 20 Jahren zugenommen hat, ist die Familie für viele Frauen wichtig, sagt Miho Habel. "Ich denke, es ist wahrscheinlich nicht nur die Teilzeitarbeit, sondern auch das Bildungsniveau, das die Frauenförderung beeinflusst." Die Japanerin zitiert einen Bericht des Bundes, der festhält, dass ausländische Frauen im Durchschnitt besser qualifiziert sind als Schweizerinnen.