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Die Villa an der Obergrundstrasse, welche von der Gruppe «Gundula» besetzt wurde, soll nun doch nicht abgerissen werden. Das sagte ein Vertreter von Jørgen Bodum der Wochenzeitung WOZ. Ein Anwalt bestätigt dies gegenüber Radio SRF.
Debatte über leere Häuser
«Gundula» hatte im letzten Jahr ein erstes Haus an der Obergrundstrasse besetzt, diesen Frühling folgte die Besetzung des Nachbarhauses. Daraufhin wurde öffentlich debattiert, ob der Eigentümer seine geschützten Häuser absichtlich verwahrlosen lasse, um so den Schutzmechanismus des Kantons auszuhebeln und ein Haus abreissen zu können.
Luzern hat nach der Besetzung höhere Bedigungen gestellt, welche wir nicht als gerechtfertigt sehen
Mathis Berger, Anwalt von Jørgen Bodum, sagt, der Haltungswechsel seines Mandanten habe auch mit der Position der Stadt Luzern zu tun: «Die zweite Besetzung hat auf Seiten der Stadt gewisse Veränderungen mit sich gebracht. Die Stadt hat danach höhere Bedigungen gestellt, welche wir nicht als gerechtfertigt sehen.»
Jürg Rehsteiner, Stadtarchitekt von Luzern kann diese Aussagen nicht nachvollziehen. Die Stadt habe die Abbruchbewilligung zwar in Aussicht gestellt, habe aber auch die Bedingungen kommuniziert: «Die Bedingungen wurden nicht verschärft, sondern laufend konkretisiert.»
Die Bedingungen wurden nicht verschärft, sondern laufend konkretisiert.
Zum einen brauche es ein Konkurrenzverfahren um einen Neubau in einer Schutzzone zu realisieren. Andererseits gehe es um die Frage, wie gross ein solcher Neubau sein dürfe.
Firmensitz kommt nicht an Obergrundstrasse
Auch vorerst sistiert sei der Plan, den Hauptsitz der Firma Bodum an die Obergrundstrasse zu verlegen. Einzig klar ist bisher nur, dass eines der Häuser renoviert werden soll. Auf einen Zeitpunkt wollte sich der Anwalt von Bodum jedoch nicht festlegen.
Regionaljournal Zentralschweiz, 12:03 Uhr.