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Ablauf einer Kremation
Unser Krematorium, das im Jahr 2017 als Ersatzbau in Betrieb genommen wurde, umfasst drei Öfen. Im gleichen Gebäude befinden sich Kühlräume und Tiefkühlzellen. Rund 20 Einäscherungen werden hier täglich durchgeführt.
Eine Kremation dauert insgesamt rund drei Stunden und verläuft in drei Stufen. Vor dem Einfahren des hölzernen Sargs in den Ofen werden allfällig vorhandene metallene Handgriffe entfernt. Dann wird ein tönernes Plättchen mit der Kremationsnummer der verstorbenen Person auf den Sargdeckel gelegt, das den gesamten Verbrennungsvorgang mitmacht und am Schluss der Urne beigelegt wird.
Über eine Schiene fährt der Sarg in den rund 800°C heissen Ofen ein. Der Boden des Ofens besteht aus einem quer liegenden Gitter aus Schamottsteinen. Nach der ersten halben Stunde ist die Sarghülle verbrannt. Die Mitarbeiter des Krematoriums können durch ein Guckloch kontrollieren, wie weit der Verbrennungsvorgang des Leichnams vorangeschritten ist.
Die Reste des ersten Verbrennungsvorgangs fallen durch die Zwischenräume hinunter zur so genannten Nachverbrennung. Anschliessend wird die Asche während rund 45 Minuten in einem Auffangbehälter im Ofen ausgekühlt. Metallene Teile wie Sargnägel oder künstliche Gelenke werden mit einem Magneten entfernt. Die noch recht groben Aschenteile werden hinterher in einer Mühle zerrieben. Als Letztes leert der Mitarbeiter des Krematoriums die rund ein bis zwei Kilogramm Asche in die mit dem Namen der verstorbenen Person versehenen Urne, legt das Tonplättchen oben drauf und plombiert den Deckel.
Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Leiter Betrieb, Herr B. Meister, auf.