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19. November 2000
Ordentliche Versammlung der Kirchgemeinde Gerzensee,
Sonntag, 19. November 2000, 10.30 Uhr, in der Kirche Gerzensee
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Anwesend: Vorsitz: Lehmann Verena (Präsidentin)
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30 stimmberechtigte Frauen und Männer
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Protokoll: Zaugg Erna
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Entschuldigungen: Hans und Margrit Dietrich
Die Präsidentin begrüsst die Anwesenden und stellt fest, dass die Versammlung ordnungsgemäss publiziert wurde und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer stimmberechtigt sind.
Der von der Präsidentin vorgeschlagene Stimmenzähler Hans Bienz, Simmlernstrasse 6, wird gewählt.
Es verlangt niemand eine Abänderung oder das Verlesen der Traktandenliste.
Verhandlungen
1. Protokoll
Die Sekretärin verliest das Protokoll der Versammlung vom 2. Juli 2000.
Abstimmung: Die Genehmigung des Protokolls erfolgt einstimmig.
2. Finanzplan 2001 - 2005
Orientierung
Nelli Eggimann orientiert anhand des Investitionsprogramms, welches zusammengestellt wurde. Der Hauptzweck des Finanzplanes liegt darin, der Kirchgemeinde mittelfristig einen ausgeglichenen Haushalt zu sichern. Er wird jährlich angepasst. Die Kassierin erläutert die einzelnen Posten des Investitionsprogramms. Das Gesamttotal der geplanten Aufwendungen in den nächsten fünf Jahren beträgt Fr. 52,000.--
Walter Ritz erkundigt sich, welches Material für die Dachrinnen verwendet werden soll.
Man bevorzugt Kupfer. Offerten liegen noch keine vor. Sie werden zu gegebener Zeit eingeholt. Lediglich für den Parkplatz sind die Kosten in etwa bekannt.
Erika Jakob gibt zu bedenken, dass die Heizung auch mit dem Kirchenschiff zusammenhängt. Man sollte sich überlegen, ob nicht die gesamte Heizung saniert werden müsste.
Die Kosten fallen wahrscheinlich höher aus. Der Boden im Kirchenschiff ist auch nicht mehr gut. Er musste bereits verschiedentlich geflickt werden.
Ein Vergleich des Eigenkapitals der letzten fünf Jahre zeigt eine stetige Abnahme. Am 1.1.2000 betrug es Fr. 23,043.95.
Der Kirchgemeinderat plante die Investitionen vorsichtig. Doch auch so scheint eine Erhöhung
des Steuersatzes von 0,184 auf 0,207, was 8 bzw. neu 9 % der Staatssteuer entspricht, unumgänglich. Gerzensee umfasst 743 reformierte Kirchenmitglieder. Die Steuererhöhung bedeutet pro Kopf eine Mehrbelastung von ca. Fr. 25.--. Auch nach dieser Erhöhung liegt unsere Kirchgemeinde mit ihrem Steuersatz noch unter dem kantonalen Mittel. Es gilt auch zu bedenken, dass Gerzensee stark von Steuerteilungen betroffen ist, was einen geringeren Steuereingang bedeutet.
Wir müssen die Investitionen in kleinen Schritten angehen.
Es gehen keine weiteren Fragen ein.
3. Voranschlag 2001
3.1 Orientierung, Beratung
Die Kassierin erläutert das Budget 2001 anhand einer Prokifolie.
Details zu einzelnen Konten:
Konto-Nummer Erläuterung
311 Rückstellung von Fr. 500.-- für Taufsteindecke
314 Minimalbetrag für ordentlichen Unterhalt, Orgel analog 2000, Rückstellun-
gen Fr. 5,000.--, Amortisation Darlehen SLM Fr. 10,000.--.
322 Der momentane Schuldbetrag des Darlehens SLM beträgt Fr. 110,000.--, der Zinssatz 4,5 %.
400 Mit einer Steuererhöhung sind gemäss Steuerverwaltung Fr. 174,000.-- zu erwarten, ohne Steuererhöhung Fr. 155,000.--.
469.04 Man erwartet einen Ertrag von Fr. 4,500.--.
Der Voranschlag der Jugendarbeit schliesst ausgeglichen ab. Der Kirchgemeinderat macht sich Gedanken, ob man mit dem Jordi-Legat so weiterfahren will. Die Rechnungsrevisorin möchte einen Beschluss, wie viel man dem Legat jährlich zu entnehmen gedenkt. Eventuell soll ein Teil der Aufwendungen aus der ordentlichen Rechnung bezahlt werden.
Voraussichtlicher Aufwandüberschuss: Mit Steuererhöhung: Fr. 645.--
Ohne Steuererhöhung: Fr. 9,645.--
Fragen zum Budget:
Die Fragen von Walter Ritz werden wie folgt beantwortet:
Konto 390.367.01: Fr. 4,500.-- sollen aus der Haussammlung resultieren. Diese findet alle zwei Jahre statt. Das Konto basiert auf dem Brutto-Netto-Prinzip.
Konto 399.318: Die Kosten für die Konfreise sind höher, weil im Jahr 2001 deutlich mehr Jugendliche konfirmiert werden (13 gegenüber 7 im Jahr 2000).
3.2 Genehmigung des Voranschlages und Festsetzung der Steueranlage
(Erhöhung des Ansatzes von 0,184 auf 0,207, d.h. von 8 auf 9 % der Staatssteuer)
Es gehen keine weiteren Fragen ein.
Abstimmung: Dem Budget 2001 wird einstimmig die Genehmigung erteilt. Somit gilt ab 1.1.2001 der neue Kirchensteuersatz von 0,207.
Die Präsidentin dankt den Anwesenden für ihr Verständnis.
4. Wahlen
Wahl eines Mitgliedes des Kirchgemeinderates (Demission Veronika Keusen)
Die Präsidentin hält Rückblick auf das vielseitige Wirken von Vroni Keusen und würdigt ihre Arbeit im Rat und an den zahlreichen Anlässen. Ihr Dank geht ebenfalls an den Ehemann, der auch oft Hand anlegte. Vreni Lehmann überreicht dem scheidenden Ratsmitglied einen Rosenstrauss und einen Gutschein für Ruhetage in Adelboden.
Vroni Keusen dankt dem Pfarrerehepaar, den Ratsmitgliedern und allen, die sie während der vergangenen Jahre begleitet haben.
Die Präsidentin stellt Kurt Wegmüller, Schützenfahrstrasse 6, welcher vom Kirchgemeinderat für die Nachfolge von Vroni Keusen vorgeschlagen wird, vor.
Es gehen keine Fragen oder andere Vorschläge ein.
Abstimmung: Kurt Wegmüller wird einstimmig gewählt. Er dankt für das Vertrauen, gesteht, dass er sich mit dem Entscheid schwer tat und versichert, sein bestes zu geben.
Vreni Lehmann dankt dem neuen Mitglied für seine Bereitschaft, im Rat mitzuwirken.
5. Verschiedenes
Bezirkssynode
Kirchgemeinden mit weniger als 2000 Mitgliedern sind in der Bezirkssynode mit drei Abgeordneten vertreten. Liselotte Lang und Marianne Freiburghaus wurden wiedergewählt. Für die demissionierende Marianne Winkler hat sich Johanna Riem zur Verfügung gestellt. Die Bezirkssynode hat Frau Riem aufgrund des Ratsvorschlages gewählt.
Saemann
Hans Schneider teilt mit, dass die Länggassdruckerei Bern, welche den Saemann druckt, über kein gelbes Papier mehr für die Gemeindeseite verfügt. Neu wird der Einlagebogen lachsfarbig erscheinen.
Internet
Hans Schneider hat die Homepage der Kirchgemeinde sehr gut und interessant aufgebaut. Sie ist nun unter einer neuen Adresse abrufbar: www.kirchegerzensee.ch.
Die Präsidentin dankt den vielen Freiwilligen, die in der Kirchgemeinde viel möglich machen. Sie dankt allen, besonders auch Hans und Mechthild Schneider für ihre aufbauende Arbeit. Zum Schluss wünscht sie den Anwesenden eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.
Schluss der Versammlung: 11.25 Uhr.
NAMENS DES KIRCHGEMEINDEVERSAMMLUNG
Die Präsidentin: Die Sekretärin: