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Janet Yellen hatte in der vergangenen Woche möglicherweise ihren letzten Auftritt beim Symposium der Notenbanker in Jackson Hole. Investoren beginnen nach vorne zu blicken auf ihre Nachfolge. Der klare Favorit ist Gary Cohn, derzeit Wirtschaftsberater im Weissen Haus. Es gab Turbulenzen an den Märkten in diesem Monat als Gerüchte umgingen, Cohn werde sein Amt aufgeben, als Reaktion auf den Umgang von Donald Trump mit den gewalttätigen Ausschreitungen rassistischer Weisser in Charlottesville. Sobald klar wurde, dass Cohn nicht geht, beruhigten sich die Märkte.
Ob Trump nun den früheren Präsidenten der Goldman Sachs Group Inc. nominiert oder Yellen erneut beruft - für Investoren, die für mehr als 1 Billion in festverzinslichen Anlagen verantwortlich sind, wird die Federal Reserve ihren Kurs nicht wesentlichen ändern: es bleibt bei einem in die Länge gezogenen Prozess der Verringerung der Bilanz und steigender Zinsen. Und sie setzen auf dem Treasuries-Markt im Volumen von 14,1 Billionen Dollar Geld auf diese Ansicht, mit einer Positionierung die zumindest neutral ist - wenn nicht gar richtig bullish ist.
Kaum Unterschiede
"Für mich machen eine Cohn-Fed oder eine Yellen-Fed keinen so grossen Unterscheid", sagt Steve Bartolini, Portfoliomanager inflationsorientierte Strategien bei der T. Rowe Price Group. Deshalb und wegen des Ausblicks für Wachstum und Inflation, "sind unsere Portfolios mit Blick auf das dritte Quartal viel mehr auf eine längere Duration ausgerichtet."
Trump hatte im vergangenen Monat geäussert, er hätte es gern, wenn die Zinsen niedrig blieben. Weiter sagte er, er könne Yellen wiederberufen, aber Cohn wäre ein Top-Anwärter.
(Bloomberg)