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Die F. Preisig AG wurde beauftragt, einer materialtechnischen Studie inklusive Projektierung der Innensanierung der schadhaften begehbaren Kanalisationsleitungen des öffentlichen Kanalisationsnetzes der Stadt Zürich auszuarbeiten.
Der ungenügende bauliche Zustand des begehbaren Mischabwasserkanals in der Drahtzugstrasse zwischen dem Hegibachplatz und der Hammerstrasse löste im Jahr 2009 eine materialtechnische Studie aus. Der Kanal besteht aus einem in Ortbeton hergestellten Eiformprofil 7500/1200mm (Baujahr 1970) mit einer Länge von 154m und einer 20m langen Haltung aus 1m langen Fertigelementen 800/1200mm. Der Ortbetonkanal wies lokale Betonausbrüche, eine erodierte Sohle sowie Längs- und Radialrisse auf. Der früher aufgetragene Reprofiliermörtel haftete nur noch ungenügend. Bei den Fertigelementen war die Sohle im Fliessbereich ausgewaschen und die Fugen (Bitumenmasse) zerstört.
Als werterhaltende Massnahmen, die ein Nutzungsziel von 50 Jahren erreichen müssen, wurden folgende Arbeiten ausgeführt:
‒ Abtragen des Mörtelüberzuges und des geschädigten Betons
‒ Auftragen eines flächigen Reprofilierungsspritzmörtels
‒ Wände und Decke wurden zusätzlich mit einem abriebfesten Flächenspachtel von 3 bis 4mm Stärke geschützt
‒ Dilatationsfugen wurden mit einem Fugenband ab-gedichtet sowie mit einem verschleissfesten Mörtel überdeckt
‒ Trockenwetterabfluss wurde mit einer KeraLine-Platten ausgekleidet
Damit die Instandsetzungsmassnahmen ausgeführt werden konnten, waren umfangreiche Abwasserumleitungen und Provisorien sowie rigorose Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der im Untergrund tätigen Arbeiten zwingend erforderlich.