Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03538.jsonl.gz/2177

Erdbeben stellen gemäss einer Studie des Bundesamts für Bevölkerungsschutz das grösste Risikopotenzial für die Schweiz dar, noch beträchtlicher als Überschwemmungen oder Epidemien (KATARISK, 2003: Katastrophen und Notlagen in der Schweiz).
Das Schadenspotenzial von Bauten und Infrastrukturanlagen bei Erdbeben ist abhängig von der regionalen Erdbebengefährdung, den lokalen Baugrundverhältnissen sowie konzeptionellen und konstruktiven Massnahmen an Bauwerken.
Die regionale Erdbebengefährdung ist in der Karte der Erdbeben-Gefährdungszonen dargestellt (vgl. Anhang 1 oder Norm SIA 261/2003). Die höchste Gefährdung (Zonen 3a und 3b) besteht in den Kantonen Wallis und Basel. Der nördliche Teil des Kantons Solothurn liegt in der Gefährdungszone 2, die restlichen Gebiete in der Gefährdungszone 1.
Die Unterschiede bei den lokalen Baugrundverhältnissen (z.B. Felsuntergrund vs. mächtige feinkörnige Ablagerungen) sind bei einem Erdbeben in gleichem Masse schadensrelevant wie die unterschiedlichen Erdbeben-Gefährdungszonen. Die Karte der Baugrundklassen stellt diese lokalen Baugrundverhältnisse als Übersichtskarte (Massstab 1:25'000) gemäss Norm SIA 261 in sechs Baugrundklassen A bis F dar.
Die Karte der Baugrundklassen richtet sich an Fachleute im Bereich Projektierung bei Erstellung und Unterhalt von Bauten und Infrastrukturanlagen, insbesondere Bauingenieure in Verwaltung und privaten Institutionen.