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<h2>SubmittedText<h2><p>Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) steht wie kaum ein anderes im Beobachtungsfokus, weil es wie kein anderes komplexe und für Nichtfachleute unübersichtliche Projekte behandelt. Umso mehr machen Berichte misstrauisch, welche aussagen, dass im BIT ein Wirrwarr an Anstellungsverhältnissen, verbunden mit räumlichen Schwierigkeiten, herrsche. Ich frage deshalb den Bundesrat an:</p><p>1. Wie viele Mitarbeitende sind im BIT intern und wie viele extern angestellt?</p><p>2. Zu welchen Arbeitsbedingungen und über welchen Kredit und über welche Dauer werden die externen Mitarbeitenden angestellt?</p><p>3. Wie lässt sich die Anzahl der externen Mitarbeitenden erklären?</p><p>4. Wie viele Mitarbeitende arbeiten per dato an den beiden Standorten Titanic (max. 650 Arbeitsplätze) und Black Pearl (max. 750 Arbeitsplätze)?</p><p>5. Falls eine höhere Auslastung der Arbeitsplätze gegeben ist, welche Gründe sind dafür verantwortlich, und welche Massnahmen werden dagegen unternommen?</p><p>6. Warum wurden die Räumlichkeiten nicht von Anfang an so konzipiert, dass sie über genügend Arbeitsplätze verfügen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Das BIT wies 2014 (bis August) einen Bestand von durchschnittlich 978 internen FTE (Full Time Equivalent) und 302 externen FTE auf. Der Bestand der Internen verteilte sich auf 1031 Mitarbeitende mit einem durchschnittlichen Beschäftigungsgrad von 95 Prozent und derjenige der Externen auf 420 Mitarbeitende mit einem durchschnittlichen Beschäftigungsgrad von 72 Prozent.</p><p>2. Zu dieser Frage kann keine pauschale Antwort gegeben werden. Je nach Einsatz, seien es z. B. Betriebsunterstützung, Migrationsprojekte oder Entwicklungsprojekte, unterscheiden sich die Vertragsverhältnisse. Die externen Mitarbeitenden arbeiten in der Mehrheit im Auftragsverhältnis. Daneben existieren jedoch auch Personalverleihverträge und Werkverträge. Das BIT wird als Flag-Amt über ein Globalbudget geführt. Die Einsatzdauer variiert von wenigen Tagen für fokussierte Beratungsmandate bis zu einigen Jahren, z. B. für ein Roll-out-Projekt wie die Ablösung der Telefonie durch UCC.</p><p>3. Grundsätzlich können Arbeiten intern oder extern vergeben werden, je nach Einsatz und Thema. Insbesondere für zeitlich befristete Einsätze ist es nicht immer sinnvoll und wirtschaftlich, interne Fachkräfte aufzubauen. Vor und während der organisatorischen Neuausrichtung des BIT wurde die interne Stellenbesetzung zurückhaltend behandelt, um zuerst ein klares Bild über die aufzubauenden internen Kompetenzen zu gewinnen. Seit diesem Jahr baut das BIT gezielt Personal auf, um, wo geeignet, die interne nachhaltige Wissenserhaltung an den strategisch wichtigen Stellen (z. B. für strategische Technologien oder sicherheitsrelevante Tätigkeiten) zu gewährleisten bzw. Arbeiten durch interne Fachkräfte auszuführen und zu steuern. Ausserdem soll an den geeigneten Stellen eine bessere Balance zwischen Internen und Externen erreicht bzw. in Schlüsselpositionen (wie in der Projektleitung oder Businessanalyse) die Abhängigkeit von Externen minimiert werden.</p><p>4./5. Zurzeit lässt sich keine Überbelegung der Gebäude feststellen. Eine genaue Anzahl der Personen in den Gebäuden kann jedoch nicht genannt werden, da nie sämtliche Mitarbeitenden gleichzeitig anwesend sind. Dies erklärt sich unter anderem durch Teilzeitbeschäftigung, Aktivitäten bei den Kunden sowie Beratungsaufträge, welche ausserhalb der Verwaltungsgebäude ausgeführt werden. Ferner haben externe Mitarbeitende keinen fest zugeteilten Arbeitsplatz, sondern bewegen sich in Flexdesk-Zonen, welche ebenfalls keine Überlastung aufweisen. Bei den Flexdesk-Zonen handelt es sich um Arbeitsplätze, die nicht fix einem Mitarbeitenden zugeordnet sind und die spontan und flexibel belegt werden können.</p><p>6. Dem BIT stehen gegenwärtig ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung. Aus diesem Grund kann die Aussage, wonach das BIT nicht über genügend Räumlichkeiten verfügt, nicht bestätigt werden. Allerdings verändern sich aufgrund IT-typischer Faktoren wie z. B. von Kundenprojekten oder der Konsolidierung der IT-Standarddienste die Rahmenbedingungen laufend, was zu Neubewertungen auch beim Raumbedarf führen kann. Sollte sich in Zukunft Mehrbedarf ergeben, kann dieser wie bis anhin in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem BBL zur Verfügung gestellt werden.</p>  Antwort des Bundesrates.