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Ein betrunkener Fahrer erwischte sie mit seinem Wagen so heftig, dass die Frau heute mit bleibenden Schäden leben muss. Im Rahmen ihrer Autoversicherungspolice bei der «Zürich» verfügte die Verunfallte unter anderem über eine Insassenunfallversicherung. Doch die Versicherung lehnte jegliche Leistung ab, insbesondere mit dem Argument, die Frau sei zum Zeitpunkt des Unfalls nicht Insassin im Sinn der allgemeinen Versicherungsbedingungen gewesen. Gemäss den darin festgelegten Voraussetzungen seien Personen nur versichert, «während sie sich im Fahrzeug selbst befinden sowie beim Besteigen oder Verlassen desselben».
Das Bundesgericht war anderer Meinung und erkannte, dass der Begriff «Insasse» nicht zu eng ausgelegt werden dürfe. Das Gericht hält es für unangemessen, die Deckung lediglich auf die Risiken bei einem derart restriktiv verstandenen Ein- und Aussteigen zu beschränken. Die «Zürich» musste der Verunfallten deshalb die entsprechenden Leistungen ausrichten.
Bundesgericht, Urteil vom 29. Oktober 2007 (4A_206/2007)