Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03163.jsonl.gz/1001

Die Baudichte war begrenzt. Bei maximaler Ausnutzung und Einhaltung der Vorgabe, zweigeschossig und mit Satteldach zu bauen, war es jedoch möglich drei weitere Gebäude zu planen. Diese konnten nun das Ensemble um den Innenhof ergänzen und stärken. Die Parkplätze wurden aus der Mitte ferngehalten und in zweiter Reihe platziert.
Nun drängten sich die Fragen auf: Was vermitteln die Neubauten nach Aussen? Wie schafft man es, die Identität des Ortes zu stärken, ihm ein Gesicht zu geben, und den Mietparteien gleichzeitig das Gefühl zu vermitteln, sie betreten beim Öffnen der Tür Ihren eigenen Aussenraum.
Die Strategie besteht in der Anwendung von doppelcodierten Elementen und der Vermengung von formalen und funktionalen Typologien.
Nach Aussen formal den Archetyp eines Hangars beschreibend, verbergen die Häuser die Typologie eines Geschosswohnhauses mit privaten Hauszugängen.
Das Bild des Einfamilienhauses wird durch das Zusammenfassen der Fenster, und damit nach Aussen durch die formale Reduktion der Wandunterbrechungen, gestützt. Der eigentlich grosse Massstab verschwimmt und suggeriert die Einheit eines einfachen Wohnhauses mit Satteldach.
Die Materialität und Farbigkeit leistet einen weiteren atmosphärischen Beitrag. Das spektrale Licht und die Weite des Himmels dienen als Grundlage für die Gestaltung der Fassadenhaut. Durch die Überlagerung der farbigen Holzschichten ergibt sich ein flimmerndes Bild. Die schattigen Zonen werden farblich entsprechend subtil verändert.
Die Häuser ergeben in der Kombination ihrer inneren und äusseren Vielschichtigkeit eine Kollage, die gängige Muster zitiert aber Ihnen eine zeitgenössische, neue Bedeutung gibt.
Architektur: Bachelard Geser Architekten, Basel