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Kanada: NuScale reicht VDR-Unterlagen der Phasen 1 und 2 für SMR ein
Der VDR ist ein freiwilliges Verfahren, das auf Anfrage eines Anbieters von der CNSC zur Verfügung gestellt wird. Ziel des VDR ist es, die Eignung einer Kernkraftwerksauslegung in Bezug auf die kanadischen nuklearrechtlichen Anforderungen und Erwartungen zu untersuchen. Das Verfahren dient zudem zur Ermittlung potenzieller Lizenzierungshemmnisse. Es stellt weiter sicher, dass ein Lösungsweg für alle in der Überprüfung aufgezeigten Auslegungsprobleme gefunden wird. Ein VDR-Antrag beinhaltet jedoch keine Genehmigung zur Vorbereitung eines Standorts oder zum Bau oder Betrieb eines Kernkraftwerks und ist auch kein Hinweis auf die Absicht, mit einem Projekt fortzufahren, schreibt die CNSC auf ihrer Website.
Das VDR-Verfahren der NuScale umfasst vier Eingaben. Die nun am 10. Dezember 2019 erfolgte erste Eingabe thematisierte folgende 4 von insgesamt 19 Themen des VDR: (1) genereller Kernkraftwerksbeschrieb, (2) Sicherheitsklassifizierung von Anlagenteilen, Systemen und Komponenten (SSC), (16) Forschungs- und Entwicklungsprogramm des Anbieters und (17) Auslegungsverfahren und Qualitätssicherung. Die fehlenden drei Eingaben sollen im Abstand von je rund sechs Monaten eingereicht werden.
Die NuScale hatte zuvor ein Zertifizierungsgesuch für ihren SMR bei der amerikanischen Nuclear Regulatory Commission (NRC) eingereicht. Die formelle Überprüfung durch diese Behörde ist seit Frühjahr 2017 am Laufen. Das Zertifizierungsverfahren in den USA dauert voraussichtlich 40 Monate. Das Unternehmen rechnet damit, dass das Verfahren planmässig im September 2020 abgeschlossen wird.
«Das Interesse am Bau von NuScale-Einheiten in Kanada wächst weiter. Durch dieses Vorab-Lizenzierungsverfahren kann unsere Auslegung von einer anderen, hoch angesehenen Aufsichtsbehörde, der Canadian Nuclear Safety Commission, überprüft werden. Wir freuen uns auf eine gründliche Bewertung unserer innovativen Sicherheitsfunktionen», erklärte John Hopkins, Vorsitzender und CEO der NuScale.