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Für die ausländischen Firmen sei der starke Franken "ein untergeordnetes Problem". Sie könnten damit umgehen, weil die Situation berechenbar sei. Aber Unsicherheit und Unberechenbarkeit hätten das Standortmarketing in letzter Zeit zu einer Gratwanderung werden lassen. "Die Verlässlichkeit der Schweiz ist beschädigt worden", sagt Hösly. Die Schweiz haben den Ruf, ein "Hort der Rechtssicherheit" zu sein, verloren.
Es sei "Gift", wenn den interessierten Firmen gesagt werden müsse, man könne ihnen nicht sagen, wie die Rahmenbedingungen bezüglich EU in fünf Jahren aussehen.
Zugang zu Talenten zentral
Für die Schweiz und die "Greater Zurich Area" ist laut Hösly der Zugang zu Talenten zentral. Der Wirtschaftsraum Zürich sei zu einem der drei grossen Innovations-Hotspots der Welt im Bereich Life Sciences und Informationstechnologie geworden, zusammen mit dem Silicon Vally und Singapur. Diese Position sei nur zu halten, wenn die weltweit Besten eine Arbeitserlaubnis bekämen. Diese Fachleute kämen aus Europa, Asien, den USA und immer wieder auch aus Afrika.
Die Kürzung der Kontingente für Drittstaaten nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative bezeichnet Hösly als opportunistischen Fehlentscheid des Bundesrats und "eigentliche Panikreaktion". Die 250 Weltkonzerne, die in Zürich gesiedelt sind, erwarteten, "dass erstklassige Mitarbeiter innerhalb eines Monats auf der Matte stehen können, wenn sie sie anstellen wollen".
Heute sei aber beispielsweise das vom Bund dem Kanton Zürich zugeteilte Kontingent regelmässig im April bereits erschöpft. Es sei ein komplizierter und lange dauernder Kampf um Sonderbewilligungen nötig.
(AWP)