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In erster Instanz war Habré im Mai 2016 unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Folter, Mordes und Zwangsprostitution zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Anwälte Habrés hatten Berufung gegen das Urteil eingelegt. Der inhaftierte Habré selbst war bei der Anhörung im Berufungsverfahren nicht anwesend.
Im Juli 2016 hatte das Sondertribunal zu Entschädigungszahlungen in Höhe von umgerechnet rund 86 Millionen Franken angeordnet. Dabei sollten Opfer von Vergewaltigungen und sexueller Sklaverei jeweils 20 Millionen CFA-Francs (rund 33’000 Franken) erhalten.
Menschenrechtler hatten das Urteil gegen Habré zuvor als Meilenstein der internationalen Justiz bezeichnet. Habré hatte im Tschad von 1982 bis 1990 ein totalitäres Regime angeführt.
Schätzungen zufolge soll der Tod von etwa 40’000 Menschen auf sein Konto gehen. Rund 200’000 Menschen sollen gefoltert worden sein. Nach 22-jährigem Exil im Senegal war Habré im Juli 2013 in Dakar festgenommen worden.
(SDA)