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Eine Reise in ein anderes Leben
Die Neumondin in den Fischen (am 20.02.23 )
Mit der Neumondin trafen sich Sonne und Mond, die Zeichen stehen für Neubeginn. Das Zeichen Fische ist das letzte Zeichen des Tierkreises. Mit ihm endet der Tierkreis und eine neue, weitere Runde beginnt. Eine weitere Runde durch den Tierkreis. Die Fische sind dem Wasserelement zugeordnet. Ihre Energie steht für Spiritualität, Verbundenheit, Gefühle.
Meine Reiseabsicht
Ich gehe auf eine schamanische Reise mit der Absicht: was will Neues mit dem Fischeneumond in mein Leben kommen?
Meine schamanische Reise
Ich bin mit meinem Krafttier, dem Tiger zusammen. Ich springe rückwärts ins Wasser, lasse mich fallen. Ich sinke in die Tiefe des Wassers, sinke tiefer und tiefer. Ich sinke durch das Wasser hindurch und komme an.
Als erstes nehme ich Farbtöne wahr, verschiedene Grautöne und diverse rotbraune Töne. Ich bin verwirrt, bis mir klar wird: Ich sehe eine Landschaft aus der Ferne, eine steinige Landschaft, gewisse Farbtöne erinnern mich an den Grand Cannon.
Dann sehe ich eine nähere Einstellung, wie wenn näher herangezoomt. Jetzt kann ich Genaueres erkennen. Ich sehe einen See in karger, steiniger Landschaft. Der See ist von einem Ufer mit Sand und Fels in verschiedenen grau- und rotbraunen Tönen umgeben.
Eine Frau läuft am See entlang, sie trägt ein schlichtes, weissgraues Kleid. Ich weiss, sie heisst Wisna.
Sie geht langsam und bedächtig auf das Wasser zu, das sich in kleinen Wellen bewegt. Sie beugt sich hinunter, schöpft mit beiden Händen Wasser und lässt es langsam über ihren Kopf und ihre Stirn fliessen. Sie tut es so achtsam und behutsam, dass mir beim Zusehen klar wird, dass sie eine rituelle Handlung aus führt. Denn Wasser ist heilig.
Anschliessend läuft sie langsam am See entlang und singt. Sie singt für die Elemente. Für das Wasser, für die Sonne, für den Wind und für die Erde.
Plötzlich bin ich sie und spüre die Kraft der Elemente. Ich bin barfuss und spüre die Kraft der Erde in mir aufsteigen. Es prickelt in meinen Zellen, in meinem ganzen Körper und ich fühle, wie die Erdkraft mich auflädt. Ich spüre den Wind, der sanft und zärtlich durch mein Haar weht. Ich spüre die Strahlen der Sonne, die mein Gesicht wärmen. Ich bin mit den Elementen in Einklang und verbunden. Vor allem mit der Erde.
Ich bin in einem anderen Leben und ich bin Wisna.
Jetzt fragst du dich vielleicht, warum ich weiss, dass ich in einem anderen Leben bin?
Die Vorgeschichte – Die Reise zu meinem 50. Geburtstag in die Mongolei
Zu meinem 50. Geburtstag bin ich im Jahr 2014 mit einer schamanischen Gruppe in die Mongolei gereist, weil es mich plötzlich gerufen hat. Als wir in dem Gercamp ankamen, das unser Basislager sein sollte (Ger werden in der Mongolei die Jurten genannt), bereiteten wir dort als Reinigungszeremonie eine Schwitzhütte vor.
Wir liessen unser altes Leben hinter uns und öffneten uns für Neues. Vielleicht käme in der Schwitzhütte sogar ein neuer Name zu uns, hiess es.
In der Schwitzhütte kam der Name Wisna zu mir. Ich hatte ihn noch nie gehört. Als ich unserer mongolischen Begleitung davon berichtete, erzählte sie mir, Wisna wäre ein Name russischen Ursprungs, der Frühling bedeute.
Das gefiel mir und durch spätere schamanische Reisen wurde mir klar, dass ich eine lange und tiefe Herzensverbindung zur Mongolei hatte. – Meine spirituelle Ahnin ist Mongolin.
Autorin: Karin Hangartner
Fotos fürs Schichtbild: Karin Hangartner
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