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In diesem Projekt untersuchen wir, wie sich verschiedene Formen der interaktiven Beteiligung von Anwohnern an Flussrenaturierungsprojekten auf ihr Verständnis von Biodiversität und ihr psychologisches Besitzgefühl auswirken und ob dies die Akzeptanz solcher Projekte erhöht. Wir werden dies auf der Grundlage eines quasi-experimentellen Ansatzes tun. Das heißt, wir werden eine Vor- und Nachbefragung in mehreren Fallregionen in der Schweiz durchführen, um a) die mentalen Modelle der Anwohner zur Biodiversität, b) ihr Gefühl des psychologischen Besitzes der lokalen Flusslandschaft und c) ihre Akzeptanz von Flussrenaturierungsprojekten zu messen. Zwischen den Messungen werden wir verschiedene interaktive Interventionen durchführen. Unser Projekt umfasst die folgenden Schritte:
- Schritt 1: Auf der Grundlage von qualitativen Interviews werden die mentalen Modelle von Experten und der Anwohner zur Biodiversität ermittelt und verglichen.
- Schritt 2: In jeder Fallregion (N = 8'000) wird eine Vorbefragung durchgeführt, um das Verständnis der Anwohner über Biodiversität, ihr Gefühl des psychologischen Besitzes der lokalen Flusslandschaft und die Akzeptanz eines lokalen Flussrenaturierungsprojekts zu ermitteln.
- Schritt 3: Die Befragten werden verschiedenen Interventionen zur Planung und Durchführung von Flussrenaturierungen zugewiesen. Die Interventionen umfassen Citizen Science Projekte und verschiedene Arten von interaktiven Workshops.
- Schritt 4: Anhand einer Nachbefragung werden wir die Auswirkungen der Interventionen auf die mentalen Modelle der Anwohner, ihr Gefühl des psychologischen Besitzes und ihre Akzeptanz von Flussrenaturierungen ermitteln.
Die wichtigsten Projektoutputs sind erstens ein Praxisleitfaden, der Planer über den Mehrwert einer interaktiven Einbeziehung von Anwohnern in die Flussrenaturierung informiert und die Vorteile verschiedener Einbeziehungsmethoden bewertet, und zweitens die Veröffentlichung eines wissenschaftlichen Artikels.
Das Projekt wird von Mitgliedern der Gruppe Sozialwissenschaftliche Landschaftsforschung der WSL und der Gruppe Environmental Health Psychology der Eawag durchgeführt.