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Inhaltsverzeichnis
Know How für PrintmedienverarbeiterInnen
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Informatik-Terminologie
Bei diesem Schriftstück handelt es sich um einen Zusammenzug aus diversen Seiten der freien Enzyklopädie Wikipedia http://de.wikipedia.org und des kommerziellen Internetservices Bullhost http://www.bullhost.de.
Aufgaben, Lernkärtchen etc herunterladen: unter Download
Booten
Als Booten [ˈbuːtən][engl.: to boot oder to bootstrap], Hochfahren oder auch einfach Starten bezeichnet man das Laden des Betriebssystems eines Computers, wie es beispielsweise nach dem Einschalten erforderlich sein kann.
Beim Booten eines PCs beginnt der Prozessor an einer festgelegten Adresse mit der Abarbeitung des im ROM1) abgelegten BIOS2); dieses führt einen Test der angeschlossenen Geräte durch und durchsucht diese in einer (heutzutage konfigurierbaren) Reihenfolge nach Bootsektoren (im Falle von Festplatten dem MBR)3). Der erste gefundene Bootsektor wird ausgeführt und lädt über einen meist mehrstufigen Boot-Loader das Betriebssystem. Dieses startet üblicherweise abschließend eine Grafische Benutzeroberfläche oder einen Kommandozeileninterpreter.
Nach einer verbreiteten Version geht die Bezeichnung auf die amerikanische Fassung der Geschichte vom Baron Münchhausen zurück, der sich dort nicht wie in der deutschen am eigenen Schopf, sondern an den Schlaufen der eigenen Stiefel (bootstraps) aus dem Sumpf zieht →Bootstrapping.
Bei frühen Computern war oftmals kein Festwertspeicher vorhanden, hier musste die erste Stufe des Bootprozesses mittels Maschinenkonsole von Hand in den Speicher geschrieben werden, damit das Betriebssystem dann von externen Speichern eingelesen werden konnte.
Quelle: Booten
Betriebssystem
Begriff
[englisch: Operating System; Abkürzung; BS, OS; ähnlich: Netzwerkbestriebssystem, Echtzeitbetriebssystem]
Bei dem EDV Begriff Betriebssystem oder kurz OS handelt es sich um eine Software, die eine Sammlung von Systemprogrammen enthält und im wesentlichen der Steuerung und der Verwaltung von Hardware und Anwendungsprogrammen dient.
Zweck
Das Betriebssystem ist zum Betrieb eines Computers zwingend erforderlich. Es wird beim Einschalten des Computers gestartet und in der Regel vor dem Ausschalten des Computers heruntergefahren, also beendet. Bei älteren Betriebssystemen die auf einer zeichen-, befehls- bzw. zeilenorientierten Benutzeroberfläche basieren, ist das herunterfahren des Betriebssystems vor dem Ausschalten des Computers nicht notwendig.
Aufgaben
Zu den wichtigsten Aufgaben des Betriebssystems gehören das Verfügbarmachen von installierter, sowie angeschlossener Hardware, die Zuteilung von sogenannten Betriebsmitteln4), die Steuerung des Datenflusses, die Bereitstellung von Hilfsprogrammen und Anwendungsprogrammen, Bereitstellung der API-Schnittstelle und Benutzerschnittstellen und die Organisation sowie Verwaltung des verwendeten Dateisystems.
Bezeichnungen
Die bekanntesten Betriebssysteme sind (umgangssprachlich) Windows, OS-X von Macintosh und Linux. Frühere Betriebssysteme: MS-DOS, Solaris, Unix, OS/2 oder System 7.5 von Macintosh.
Windows, Mac OS-X und Linux sind umgangssprachliche Bezeichnungen. Genau genommen müsste man die jeweilige Version angeben. Ausserdem wird Linux als Überbegriff für diverse Distributionen (Ubuntu, Debian, SuSe …) und Umgebungen (KDE, Gnome …) verwendet, bezeichnet aber eigentlich nur den Kernel, der Linus Torvalds aus dem bestehenden Betriebssystem Unix entwickelt hat. Der Linux-Kernel wird heute auch vom Betriebssystem Mac OS-X verwendet.
Der Kernel stellt sicher, dass die Voraussetzungen für Kommunikation und Dateiorganisation gegeben sind. Danach werden noch weitere Programme des eigentlichen Betriebssystem wie Audio- oder Druckertreiber geladen, und dann die Grafische Benutzeroberfläche gestartet. Auch diese wird nach der Abfrage von Benutzernamen und Passwort stufenweise hochgefahren.
Jedes moderne Betriebssystem stellt dem Benutzer eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) zur Verfügung, bei OS-X und Windows kann der Benutzer manchmal beim Kauf zwischen «Home-Edition» oder «Professional-Edition» wählen. Linux-Distributionen sind Sammlungen von Softwarepaketen mit Installationshilfen, sie stellen häufig mehrere Umgebungen (Softwarepakete) zur Verfügung, die häufigsten sind Gnome und KDE. Handhabung und Aussehen (look&feel) von Gnome sind ähnlich wie beim Mac, Windows-Benutzern könnte KDE bekannt vorkommen.
Mac OS-X und Windows-Betriebssysteme sind proprietär, Linux-Distributionen sind meistens quelloffen.
Unterscheidung
Unterschieden wird zu dem zwischen Einzelplatzbetriebssystemen, Netzwerkbetriebssystemen und Echtzeitbetriebssystemen bzw. Echtzeitsystemen.
Quelle: http://www.bullhost.de/b/betriebssystem.html
Einzelplatzbetriebssysteme sind heute im privaten Bereich kein Thema mehr, die heutigen Betriebssysteme wie «Windows 7» und alle «Mac OS-X» und Linux-Systeme sind Netzwerkbetriebssysteme.
Anwendungsprogramme
Begriff
[englisch: Application, User Program; auch: Anwendung; Anwenderprogramm, Applikation] Bei einem Anwendungsprogramm handelt es sich um ein Programm, das für einen bestimmten Anwendungsbereich konzipiert worden ist.
Betriebssysteme und Programmiersprachen werden einer eigenen Softwarekategorie zugeordnet.
Quelle: http://www.bullhost.de/a/anwendungsprogramm.html
Unterscheidung
Generell
Generelle Anwendungsprogramme sind Textprogramme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulationsprogramme für Tabellenkalkulationen oder Datenbankprogramme um Datenbanken zu verwalten.
Viele Anwendungsprogramme wurden für Anwendungsbereiche aus der Arbeitswelt geschaffen, die früher ohne Computerhilfe durchgeführt wurden.
Hilfsprogramme
Programme die Dateien sortieren oder kleinere Dienste erledigen werden als Hilfsprogramme bezeichnet.
Schnittstellen
Begriff
Die Schnittstelle oder das Interface [ˈɪntɚfeɪs] (englisch „Grenzfläche“) ist der Teil eines Systems, der der Kommunikation dient.
Der Begriff stammt ursprünglich aus der Naturwissenschaft und bezeichnet die physikalische Phasengrenze zweier Zustände eines Mediums.
Er beschreibt bildhaft die Eigenschaft eines Systems als Black Box, von der nur die „Oberfläche“ sichtbar ist, und daher auch nur darüber eine Kommunikation möglich ist. Zwei benachbarte black Boxes können nur miteinander kommunizieren, wenn ihre Oberflächen „zusammenpassen“.
Daneben bedeutet das Wort „Zwischenschicht“: Für die beiden beteiligten Boxes ist es ohne Belang, wie die jeweils andere intern mit den Botschaften umgeht, und wie die Antworten darauf zustande kommen.
Die Beschreibung der Grenze ist Teil ihrer selbst, und die black Boxes brauchen nur die ihnen zugewandte Seite zu kennen, um die Kommunikation zu gewährleisten. Das legt die lateinischen Wurzeln inter „zwischen“ und facies „Aussehen, Form“ (für englisch face) „Gesicht“ nahe.
API
[Abkürzung für Application Programming Interface; wörtlich: Schnittstelle für die Programmierung von Anwendungsprogrammen]
Bei der EDV Abkürzung API handelt es sich um eine genormte Schnittstelle, bei der es möglich ist von Anwendungsprogrammen auf Funktionen eines Betriebssystem zuzugreifen. Der wesentliche Vorteil einer API-Schnittstelle ist, das nicht der direkte Weg über die Hardware genommen werden muss, wodurch das Portieren von Programmen auf andere Systeme entscheidend erleichtert wird.
Benutzerschnittstellen
GUI grafische Benutzerschnittstellen
Eine grafische Benutzeroberfläche ist eine Softwarekomponente, die dem Benutzer eines Computers die Interaktion mit der Maschine über grafische Symbole erlaubt. Die Darstellungen und Elemente (Arbeitsplatz, Symbole, Papierkorb, Menü) können meist unter Verwendung eines Zeigegerätes wie einer Maus gesteuert werden.
Oftmals wird auch das Akronym GUI verwendet (engl. „Graphical User Interface“), was wörtlich übersetzt „grafische Benutzerschnittstelle“ bedeutet, in der Softwareergonomie in der Regel treffender als „grafische Benutzungsschnittstelle“ oder „Mensch-Maschine-Schnittstelle“ bezeichnet. Der Begriff „grafische Benutzeroberfläche“ ist sprachlich gesehen etwas unglücklich. Dennoch hat sich der Begriff im deutschen Sprachraum neben der englischen Abkürzung GUI durchgesetzt. Ebenfalls synonym benutzt wird „grafische Bedienoberfläche“.
In der Breite haben GUIs die auf Zeichen basierenden Benutzerschnittstellen CLI (command line interface) abgelöst. Ein CLI ist vielen noch als Oberfläche von MS-DOS bekannt.
Geräte als Benutzerschnittstellen
Mit Benutzerschnittstelle wird das Untersystem in einem Mensch-Maschine-System bezeichnet, mit dem Menschen interagieren. Sie muss, um vom Menschen bedienbar zu sein, speziell auf die Bedürfnisse des Menschen angepasst sein.
Die Benutzerschnittstelle wird auch Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS) genannt und es erlaubt dem Bediener das Bedienen der Maschine, das Beobachten der Anlagenzustände und falls erforderlich das Eingreifen in den Prozess.
Der Austausch der Informationen vereinfacht dargestellt: Mensch ↔ Mensch-Maschine-Schnittstelle ↔ Maschine
Ein alltägliches Beispiel ist die Schnittstelle Auto/Fahrer: Das Armaturenbrett mit den verschiedenen Anzeigen gehört zur Informationsebene. Pedale, Lenkrad, Schalthebel usw. gehören zu den Befehlsgebern. Die gesamte Gestaltung ist übersichtlich und leicht (meist intuitiv) erlernbar.
Benutzerschnittstellen am PC sind:
- Eingabegeräte
- Tastatur
- Bildschirmzeiger Steuerung
- Maus
- Scrollball
- Joystick, einfache Version
-
-
- Ausgabegeräte
- Lautsprecher
- Bildausgabegeräte
- Beamer
- Röhrenbildschirm CRT, Cathode Ray Tube
- Flachbildschirme
- Flüssigkristall LCD, Liquid Crystal Display
- Plasma PLP, Plasma Display Panel
-
-
-
- Ein- und Ausgabegeräte
- Touchscreen
- Joystick mit Vibration
-
Hardwareschnittstellen
Hardwareschnittstellen sind Schnittstellen zwischen physikalischen Systemen in der Elektrotechnik und Elektronik.
Hardwareschnittstellen sind in der Computertechnik weit verbreitet. Industrienormen sorgen zum Beispiel dafür, dass ein PC ein offenes System ist, das aus Komponenten verschiedener Hersteller zusammengesetzt werden kann. Beispiele für Hardwareschnittstellen die in Computern eingesetzt werden sind der PCI-Bus, SCSI, USB, Firewire und die ältere EIA-232 (auch als RS-232 oder V24 bekannt).
Man unterscheidet zwischen paralleler und serieller (Hardware-)Schnittstelle, je nach dem, ob mehrere Bits gleichzeitig übertragen werden können (siehe Parallele Datenübertragung). Im Kontext von Peripheriegeräten für Computer ist mit paralleler Schnittstelle im allgemeinen der IEEE 1284-Anschluss gemeint, der meistens für den Drucker verwendet wird; als serielle Schnittstelle bezeichnet man in diesem Zusammenhang die veraltete EIA-232-Schnittstelle.
Hardware / Software
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CPU / Prozessor
Die CPU (engl. Central Processor Unit, Zentrale Recheneinheit) regelt wie ein Stellwerk im Bahnhof die Datenströme zu den Controlern (mit mehrgeleisigen Trasses zu den Vorortbahnhöfen) welche ihrerseits die Daten für ihre entsprechnede Reise vorbereiten und weitersenden (weitere Reisestrecke auf 2-4 spuriger Geleiseführung).
Für die Züge gelten je nach Bahnhof und Rollmaterial (Harware) gewisse Regeln (Software):
Wenn der Zug mit Kohle beladen ist, soll er nicht im Passagierbahnhof auf den Geleisen 1-4 einfahren, wenn er mit schweren Gütern beladen ist soll er die Geleise 4-6 meiden, weil diese über eine Brücke führen. Personenzüge schliesslich können Geleise 5 und 6 nicht benutzen.
So ein Stellwerk, oder ein Prozessor, kann man sich auch wie eine alte Rechenmaschine vorstellen, in welchem gewisse Regeln gelten.
Wenn die Einerstelle gefüllt ist, wird die Zehnerstelle um eines addiert, und die Einerstelle wird wieder auf Null gesetzt:
8 + 5 = (8+2) + 3 8 + 5 = 1x10er + 3x1er
Beispiel einer Zehnerübertagung in einer mechanischen Rechenmaschine: von Hr. Leibniz
Funktionsmodell 1623: Rechenmaschine von Schickard und grösseres Modell
Funktionsmodell um 1900: Arithmometer von Thomas (Charles Xavier Thomas de Colmar)
Übersicht: mechrech.info
Die Märklin-Eisenbahn von Zuse's Sohn zuse.de
Ein- und Ausgabegeräte
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Speichermedien
Der Unterschied zwischen kB und KiB aus wikipedia.org
Eine Übersicht über die möglichen Einheitenvorsätze und deren Bedeutungen bietet die folgende Tabelle:
|Dezimalpräfixe||Binärpräfixe|
|Name (Symbol)||Bedeutung analog zu SI-Präfixen5)||Unter-|
schied
|Name (Symbol)||Tradierte Bedeutungsauffassung|
|Kilobyte (kB)6)||10³ Byte = 1.'000 Byte||2,4 %||Kibibyte (KiB)||2 hoch 10 Byte = 1'024 Byte|
|Megabyte (MB)||10 hoch 6 Byte = 1'000'000 Byte||4,9 %||Mebibyte (MiB)||2 hoch 20 Byte = 1'048'576 Byte|
|Gigabyte (GB)||10 hoch 9 Byte = 1'000'000'000 Byte||7,4 %||Gibibyte (GiB)||2 hoch 30 Byte = 1'073'741'824 Byte|
|Terabyte (TB)||10 hoch 12 Byte = 1'000'000'000'000 Byte||10,0 %||Tebibyte (TiB)||2 hoch 40 Byte = 1'099'511'627'776 Byte|
|Petabyte (PB)||10 hoch 15 Byte = 1'000'000'000'000'000 Byte||12,6 %||Pebibyte (PiB)||2 hoch 50 Byte = 1'125'899'906'842'624 Byte|
|Exabyte (EB)||10 hoch 18 Byte = 1'000'000'000'000'000'000 Byte||15,3 %||Exbibyte (EiB)||2 hoch 60 Byte = 1'152'921'504'606'846'976 Byte|
|Zettabyte (ZB)||10 hoch 21 Byte = 1'000'000'000'000'000'000'000 Byte||18,1 %||Zebibyte (ZiB)||2 hoch 70 Byte = 1'180'591'620'717'411'303'424 Byte|
|Yottabyte (YB)||10 hoch 24 Byte = 1'000'000'000'000'000'000'000'000 Byte||20,9 %||Yobibyte (YiB)||2 hoch 80 Byte = 1'208'925'819'614'629'174'706'176 Byte|
Netzwerk
Server
- Ein Server (Software) ist ein Programm, das mit einem anderen Programm, dem Client (engl. = Kunde), kommuniziert, um ihm Zugang zu speziellen Dienstleistungen (genannt Dienste) zu verschaffen.
- Ein Server (Hardware) ist ein Computer, auf dem ein oder mehrere Server (Software) laufen.
Für die Server (Hardware) wird in der Fachsprache der Begriff Host benutzt. Für den Server als Software-Begriff gibt es keine weitere Bezeichnung. Ob es sich bei einem Server um einen Host oder um einen Server (Software) handelt, ist daher nur aus dem Kontext oder mit Hintergrundwissen erkennbar.
Quelle: Server
Topologie
bezeichnet bei einem Computernetz die Struktur der Verbindungen mehrerer Geräte untereinander, um einen gemeinsamen Datenaustausch zu gewährleisten.
Die Topologie eines Netzes ist entscheidend für seine Ausfallsicherheit: Nur wenn alternative Wege zwischen den Knoten existieren, bleibt bei Ausfällen einzelner Verbindungen die Funktionsfähigkeit erhalten. Es gibt dann neben dem Arbeitsweg einen oder mehrere Ersatzwege (oder auch Umleitungen).
Die Kenntnis der Topologie eines Netzes ist außerdem nützlich zur Bewertung seiner Performance, sowie der Investitionen und für die Auswahl geeigneter Hardware.
Es wird zwischen physikalischer und logischer Topologie unterschieden. Die physikalische Topologie beschreibt den Aufbau der Netzverkabelung; die logische Topologie den Datenfluss zwischen den Endgeräten.
Topologien werden grafisch (nach der Graphentheorie) mit Knoten und Kanten dargestellt.
In großen Netzen findet man oftmals eine Struktur, die sich aus mehreren verschiedenen Topologien zusammensetzt.
Übersetzung der Bildlegende: Ring-Topologie, Vermaschtes Netz, Stern-Topologie, Vollständig vermaschtes Netz Linien-, Baum-, Bus-Topologie.
Text vollständig aus Rechnernetz
Links
- Das Lexikon Wikipedia vermittelt viel Wissen über die Informatik
- Die Ratte Rudi Ratz erklärt den Computer
- Begriffslexikon von Bullhost (kommerzieller Internetanbieter)
- Begriffslexikon von Alltron (kommerzieller Internetanbieter)
- Unterschied zw. Analog ↔ Digital www.jenswelt.de
- Hintergründe:
- Frauen Informatik Geschichte Der andere Blickwinkel, Uni Bremen
- Geschichte der Informatik Humboldt Universität Berlin
- Roman über Konrad Zuse: Die Frau, für die ich den Computer erfand
- Animation eines Relais
- Historisches zu Relais
-
- Animation der Turing-Maschine
- Mensch ↔ Maschine: Alan Turing beabsichtigte, mit der Turingmaschine ein Modell des mathematisch arbeitenden Menschen zu schaffen.
-
- Simualtionen:
- Freie Software:
- anarchism-deutsch, Vorlesung über Freie Software von Professor Moglen von der Columbia University
-
Video-Clips
Download
Informatik - Begriffe Internet
- Zusammensetzung einer Intenet-Adresse am Beispiel von
http://www.printmedienverarbeitung.ch/wiki/doku.php
- Kosten eines Internetauftrittes
siehe auch → Informatik-Terminologie
Zusammensetzung einer Internet Adresse
- FQDN Fully Qualified Domain Name = vollständiger Name einer Domain
(wie http://www.printmedienverarbeitung.ch/index.php)
- URL Uniform Resource Locator = eindeutige www-adresse
(wie http://www.printmedienverarbeitung.ch)
- URL-Path = vollständiger Pfad unterhalb eines URL
(wie /unterordner/daten/index.htm oder /index.php)
- Domain Name = Domänen Bezeichnung
(wie printmedienverarbeitung.ch) →Domain
- Top-Level-Domain TLD = die Endung eines Domain-Namens
(wie .com oder ch) →Top-Level-Domain
- Hostnamen 2nd-level-label = Hostnamen
(wie printmedienverarbeitung)
- Subdomain 3nd-level-label = Subdomäne, ursprünglich ein Rechner einer Domäne
(wie wiki. oder www)
- URI Uniform Resource Identifier = ganzer Pfad inklusive #Anker (Stelle innerhalb des Dokuments)
(wie http://www.printmedienverarbeitung.ch/index.php?sact=4#richtziel_1.2)
____________________________ | Domänen Bezeichnung | http:// www . printmedienverarbeitung . ch /index.php | | | | URL-Pfad Schema Subdomain Hostname Top-Level-Domain
Kosten einer Homepage
Domainname
Was gemeinhin als Internetadresse bezeichnet wird, ist meist ein URL oder der FQDN.
Einen Domain-Namen kann man registrieren lassen, die Kosten variieren je nach Top-Level-Domain, hier ein paar Beispiele:
- .ch Schweiz Fr. 15.95/Jahr
- .com Commerz Fr. 19.95/Jahr
- .na Namibia 4'798 Fr./Jahr
- .cu Kuba 1'300 Fr./Jahr
- .ag Antigua und Barbuda 339.– Fr./Jahr
Hosting
Um eine Homepage zu betreiben, müssen zwei Rechner Tag und Nacht eingeschaltet und mit einer schnellen Datenleitung am Netz angeschlossen sein. Der eine dient als Web- und Mailserver, der andere dient als Sicherheit und enthält dieselben Daten. Dazu wird seine Harddisk dauernd 'gespiegelt'.
Diesen Dienst kann man sich auch einkaufen, weil sich dann mehrere Kunden einen Rechner teilen heisst das dann Shared-Hosting und kostet zwischen Fr. 15.–/Jahr und Fr. 80.–/Jahr
Gewicht eines Papieres in Gramm pro Quadratmeter. Masseinheit: g/m²
Andere Begriffe
Andere Begriffe die verwendet werden und auch stimmen:
- Grammatur
- Flächenbezogenes Gewicht
- Flächenbezogene Masse
- Massenbelegung
Berechnung
Gewicht in Gramm duch Fläche in Quadratmeter
Die Fläche in Quadratmeter ergibt sich aus: Blattbreite x Blatthöhe x Blattzahl
Beispiel
Angenommen, ein Blatt Papier im Format 20 cm x 25 cm wiege 5 Gramm.
Da sind also 5 Gramm je 0.05m², weil 0.2 m x 0.25 m = 0.05m². man kann das auch so aufschreiben: 5g / 0.05m² und das in den Taschenrechner eingeben: 5 : 0.05 daraus resultieren 100 g/m² (oder 100 Gramm je 1 m²)
Der gesamte Artikel wurde durch D. Rüegg kopiert von:
Quelle: wirtschaftskammer Österreich portal.wko.at 23.01.2012
Das Handwerk blickt auf eine Jahrhunderte währende Tradition zurück
Hermann der Buchbinder
In Klöstern wurden bereits lange Zeit vorher Bücher handwerklich hergestellt.
Zu den bekanntesten zählten das Kloster St. Theobald sowie die Schotten- und Dominikanerklöster.
Den ersten merklichen Aufschwung für das Handwerk der Buchbinder brachte die Gründung von Universitäten im deutschsprachigen Raum, wie z.B. die Universität Wien im Jahre 1365. Bis zur Erfindung des Buchdruckes durch Gutenberg 1455 gab es, da nur Handschriften in sehr geringer Zahl (enorme Kosten) hergestellt wurden, sehr wenige Buchbinder.
Erfindung des Buchdrucks führt zu erstem Boom
Erst die Erfindung des Buchdruckes ermöglichte die Massenherstellung und führte naturgemäß zum Erblühen des Handwerkes. Die Massenherstellung ermöglichte die Produktion von Büchern zu wesentlich günstigeren Preisen, machte allerdings auch die Entwicklung neuer Techniken notwendig. So entstand der Gebrauchseinband, der sich sowohl in Technik, als auch in der Gestaltung vom klösterlichen, mittelalterlichen Einband wesentlich unterschied.
Die wachsende Zahl der Buchbinder weckte das Bedürfnis, sich entsprechend zu organisieren.
Die Zunftordnung von 1548
1548 legten erstmals die Meister der Stadt Wien (die selbständige Gewerbesausübung war an den Besitz des Bürgerrechtes gebunden) eine von ihnen selbst ausgearbeitete Zunftordnung dem Stadtrat vor.
Der 30 jährige Krieg und die Türkenkriege bewirkten einen fast völligen Stillstand in der Buchkultur, die Produktion blieb allerdings beachtlich. So verzeichnete der Leipziger Messkatalog in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts jährlich zwischen 600 und 1.100 Neuerscheinungen.
Erst zum Ende des 17. Jahrhunderts mit seinen kunstsinnigen Kaisern gewann das Buch und dessen Form und Ausstattung wieder an Bedeutung.
Wiener Buchbinder gründen Österreichs erste Innung
Die älteste Innung Österreichs, die Buchbinderinnung Wien, legte 1689 das erste bekannte Meisterbuch an. Es bildet zusammen mit dem 2. Protokollbuch, 1774 angelegt sowie mit den Ordnungen 1549 und 1636 die Grundlagen, sozusagen die „Verfassung“ der Innung.
Im 18. Jahrhundert war das Buchbindergewerbe insofern rückläufig, als man auf das Äußere der Bücher weniger Wert zu legen begann. Zum Einbinden wurde billigeres Material (Papier) verwendet. Diese Papiereinbände haben zwar zur Verbilligung des Buches, nicht aber zur Veredelung der Buchbinderarbeit beigetragen.
Schulpflicht schafft neue Absatzmärkte
Durch die Einführung der Schulpflicht durch Maria Theresia wurden auch für die ärmeren Kinder Schulbücher notwendig. Zur Deckung des Bedarfs wurden Schulbücherverlage ins Leben gerufen. Dies bedeutete für viele gewerblichen Buchbinder jahrzehntelang ein wichtiges Betätigungsfeld. Heute wird dieser Zweig vorrangig von den industriellen Buchbindern abgedeckt.
Zeitungen, Zeitschriften und Lexika
Die Aufhebung der Zensur durch Josef II. führte zu einer bedeutenden Steigerung der Produktion von Druckwerken und damit auch zu einem Aufschwung für das Buchbindergewerbe. Zu der Zeit entstanden auch 3 neue Arten von Druckwerken, nämlich Zeitung, Zeitschrift und Lexikon.
Verpasste Chance: Die Erfindung der Klebebindung
1811 wurde Johann von Kronberg von der niederösterreichischen Landesregierung ein Patent auf Klebebindung erteilt. Der Klebebindung war durch die Ungunst der damaligen Zeit kein Erfolg beschieden. Das Buchbinderhandwerk dieser Tage war zu sehr mit deren althergebrachten Arbeitsweisen verbunden, um in dem Neuen einen Fortschritt zu sehen. Erst Emil Lumbeck (1886-1979) führte mit einer völlig neuen Methode die Klebebindung 1936 zu einem durchschlagenden Erfolg. Dieses Verfahren ist im wesentlichen bis in die Gegenwart erhalten geblieben.
Erfindung der Fotografie
Die Erfindung der Fotografie 1839 eröffnete dem Buchbinderhandwerk ein neues weitreichendes Betätigungsfeld. Hier wurden Fotos auf Karton aufgezogen und mit schrägem Goldschnitt und runden Ecken versehen.
Der geprägte, englische, vertiefte Karton wurde ursprünglich „Wiener Carton“ genannt und nur hier hergestellt.
Gewerbeordnung und Befähigungsnachweis
1859 trat die Gewerbeordnung mit dem Grundsatz der freien Gewerbeausübung, es genügte in der Regel die bloße Anmeldung, in Kraft. Im Zuge der Einführung der Gewerbefreiheit und Auflösung der Zünfte konnten nun auch Berufsfremde Buchbindereien gründen. Ein Leistungsverfall war die Folge. Der Gesetzgeber reagierte mit der Gewerberechtsnovelle 1883. Diese brachte die Wiedereinführung des Befähigungsnachweises in der Form einer Gesellenprüfung und praktischer Verwendungszeit. In den 60. und 70. Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Österreich eine neue Bibliotheksform, die Volksbibliothek. Diese Bibliotheken „für die breiten Bevölkerungskreise“ hatten ihre eigenen Einbände und zumeist wurden die Werke in mehrere Teile zerlegt, was den Buchbindern Beschäftigung bot.
Mitte der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts setzte auch im Buchbindergewerbe die Technisierung ein.
In Österreich war das Buch immer noch ein Luxusartikel für eine verhältnismäßig kleine Leserschaft. Die österreichischen Verlage ließen bestenfalls 2.000 Exemplare ihrer Werke herstellen, sodass die Buchdruckereien und Buchbindereien bei weitem nicht genügend beschäftigt waren.
Das Buchbinderhandwerk der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zeichnete sich durch großen Ideenreichtum und Üppigkeit bei den verwendeten Materialien aus.
Als über Österreich hinaus bekannte Vertreter des Handwerks sind Franz Wunder, Ferdinand Bakala und Anton Kierger zu nennen.
Erste Republik und Ständestaat
Nach dem 1. Weltkrieg stellten die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Konkurrenzierung der Buchbinder durch Buchdrucker, die selbst Buchbinderarbeiten durchführten sowie die Arbeiten in den Strafanstalten und anderen staatlichen Anstalten, die Betriebe vor sehr große wirtschaftliche Schwierigkeiten.
Einen bedeutsamen Eingriff in das Wirtschaftsleben bedeutete das 1933 erlassene Untersagungsgesetz. Dieses machte die Errichtung eines Betriebes von der Bewilligung des Handelsministeriums, der eine Prüfung der bestehenden Wettbewerbssituationen vorausging, abhängig. Mit März 1935 trat das Gewerbebundgesetz in Kraft, welches einen organisatorischen Neuaufbau des Gewerbes brachte. Als alleinige Interessenvertretung wurde der Gewerbebund errichtet. Dieser gliederte sich in fachlicher Hinsicht in Innungen (früher Zünfte).Die Buchbinderzunft wurde zur Buchbinderinnung.
2. Weltkrieg und Neubeginn nach 1945
Der 2. Weltkrieg brachte den Buchbindern auch schwere geschäftliche Sorgen. Es kam zu zahlreichen Herstellungsverboten, wodurch die wirtschaftliche Lage der Betriebe sich derart verschlechterte, dass für eine entsprechende Schulung des Nachwuchs nicht mehr Sorge getragen werden konnte. Ein geregelter Berufsschulunterricht konnte erst wieder 1948 aufgenommen werden. Ab 1979 fungierten nicht mehr die Landesinnungen als Lehrlingsstellen, sondern es wurde eine einzige zentrale Lehrlingsstelle für jede Landeskammer errichtet. Dies bedeutete, dass Lehrvertragsanmeldungen, Auflösungen und Lehrlingsevidenz nicht mehr von den Landesinnungen geführt werden.
Innung der Buchbinder verzeichnet Mitgliederschwund
Die Innung der Buchbinder vertritt derzeit die Berufsgruppen der Buchbinder, der Kartonagewarenerzeuger, der Etui- und Kassettenerzeuger (diese 3 sind sogenannte verbundene Handwerke für deren Gewerbeantritt wird die Meisterprüfung in einem der 3 Gewerbe verlangt), der Papierwaren- und Papiersäckeerzeuger, der Präger sowie Rastrierer (dies sind sogenannte freie Gewerbe, an keinen Befähigungsnachweis gebunden). In den letzten Jahrzehnten musste ein großer Mitgliederschwund verzeichnet werden.
Das Auftragsvolumen der traditionellen Tätigkeiten des Sortimentbuchbinders wird durch den Vormarsch neuer Medien, wenn auch derzeit nicht bedeutend, verringert.
Eine Erweiterung des Leistungsangebotes wird sich als notwendig erweisen, um die Defizite auszugleichen. Ein zukunftsträchtiger Bereich liegt in der Erhaltung des Kulturgutes Buch, von Millionen kulturell wertvoller Bücher der österreichischen Bibliotheken.
Kulturgüter schützen: Buchbinder als Restauratoren
In Österreichs Bibliotheken lagern rund 24 Mill. Bände, von denen 20 % reparatur bzw. konservierungsbedürftig sind. Die Ursachen dafür sind nicht nur der Säurefraß, sondern ebenso Insekten, Pilze oder auch Würmer.
Die Wiederherstellung alter Bände nach der Bindetechnik vergangener Jahrhundert erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten, wie sie jeder Buchbindermeister erlernt. Eine sinnvolle Arbeit kann nur dann stattfinden, wenn sich die Spezialkenntnisse des Konservarators bzw. Restaurators mit den handwerklichen Kenntnissen des Buchbinders verbinden. Deshalb wurde seitens der Bundesinnung die Zusammenarbeit mit der Nationalbibliothek gesucht. Hierbei sollten beide Seiten voneinander profitieren.
Die Restaurierung von Büchern ist sehr kostenintensiv und überschreitet selbstverständlich die Budgetmittel der Bibliotheken bei weitem. Es wird daher erforderlich sein, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um entsprechende Geldmittel, sei es aus EU-Förderungen oder staatlicherseits, zu erhalten. Es bedarf der Anstrengung aller am Kulturgut Buch Interessierten, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen.
~~TOC~~
häufigste Falzprinzipien der Bogenverarbeitung
Quelle: http://www.conzella.de
weitere Falzprinzipien der Bogenverarbeitung
Innentrichterfalzung
Das Produkt durchläuft einen Trichter, welcher das Produkt in die gewünschte Form zwingt.
Verwendung: Bei offen fadengesiegelten Bogen den letzten Bruch anbringen - den Rückenfalz
Pflugfalz
Auf Versandanlagen → Herzog-Heymann.com - Mailinganlagen
Bänderfalzung
z.B. Falzanleger am Sammelhefter
Falzprinzipien der Bahnverarbeitung
→ mehr Bilder und Clips zum Thema Hygienetücher: wie werden Taschentücher gefalzt?
Aussentrichterfalz
Die Bahn wird über ein Trichtergestell (zwei Trichterstangen, verbunden mit der Trichternase) gezogen und dabei längs gefalzt.
Aussentrichterfalz (längsfalzen von Bahnen)
- ['Zeitungsdruck' Ausschnitt Min. 0:30-0:34]
- ['Servietten' Ausschnitt Min. 0:30-0:50]
Klappenfalz
Klappenfalz (Bahn wird quer geschnitten, der so entstandene Bogen wird dann quer gefalzt)
- ['Zeitungsdruck' Film-Ausschnitt Min. 0:53-1:01]
- ['Servietten' Ausschnitt Min. 0:50-1:20]
weitere Quellen zur Bahnverarbeitung
- Beschrieb des Trichterfalzes.
- Bahnen übereinander führen
- Beschrieb des Klappenfalzes, mit fixem und variablem Format.
- Bogen rotativ sammeln
-
Falzprinzipien Links
Querstücktaschen beim Schwert
Sinn der Querstücktaschen
Kombifalzmaschinen weisen üblicherweise ein Taschenfalzwerk mit 4-6 Taschen und mindestens ein, üblicherweise zwei bis drei Schwertfalzwerke auf.
Soll das Produkt nach dem 1. Schwert einen parallel dazu verlaufenden 2.ten Falz aufweisen, muss ein Taschenfalzwerk (T-Werk) hinzugezogen werden. Wenn das T-Falzwerk hauptsächlich für diese Falzart verwendet wird, ist stattdessen der Einsatz von Kombilfalzmaschinen mit eingebauter Quertasche sinnvoll.
Bilder Querstücktaschen
Anordnung
Die Quertasche ist dem 1. Schwert nachgelagert, es verläuft parallel dazu. Falzmaschinen können mit einer oder mit zwei Quertaschen versehen sein. Im ersten Fall ist die Tasche auf der rechten Seite des Schwertes positioniert (von der Laufrichtung aus gesehen).
Bogen wenden
Falzmaschine mit einer Quertasche und 2 Schwertfalzwerken: Die rechte Quertasche verdrängt das rechts liegende Schwertfalzwerk, welches zB für den Zeitungsfalz (16er) benötigt wird. Will man auf so einer Maschine einen Zeitungsfalz herstellen, so kann die Quertasche als „Wendewerk“ eingesetzt werden.
Dazu müssen am Taschenanschlag speziele Wendefedern angebracht werden. Das Taschenmass wird nun so eingestellt, dass der Bogen vollständig in die Tasche läuft, um an den Wendefedern zurückzuprallen. Der so gewendete Bogen wird mit dann mit dem linken Schwert gefalz.
Bei diesem Vorgehen wechselt man von der üblichen Kopfanlage zur Fussanlage: Der Schnittrand auf den Seiten 1-4 und 13-16 muss grösser sein als jener auf den Seiten 5-12, weil die Anlage sich an dieser Bogenkante befindet (Anlage für die ersten 2 Brüche wir üblich an der Ecke der Seiten 3/4, Anlage für 3. Bruch an der Ecke der Seiten 13/14). Auch der Bogenabstand muss vergrössert werden, damit der in die Tasche eintretende Bogen nicht mit dem soeben gewendeten kollidiert.
Falzschema Symbol
Für die Quertasche (oder Querstücktasche) wird manchmal eine Strichpunkt-Linie eingesetzt, und manchmal einfach eine Linie wie bei der oberen Tasche. Die Quertasche wird parallel zum ersten Schwert gezeichnet.
Für Wendefedern ist kein Symbol vorgesehen. Wenn eine Wendefeder eingesetzt wird, muss das Symbol der Quertasche mit dem Text Wendefeder ergänzt werden.
Fensterfalz auf Falzmaschine
Der Fensterfalz wird auch Altarfalz genannt. Ein offener Fensterfalz kann ohne weitere Zusatzaggregate auf einer Taschenfalzmaschine gefalzt werden.
Fensterfalztasche
Für den geschlossenen Fensterfalz wird eine besondere Tasche benötigt, welche beim dritten Bruch angebracht wird. Dies ist an sich eine normale Tasche, welche mit einem optischen Sensor (zB. Lichtschranke) und einem mechanisch oder pneumatisch betriebenen Umlenkprofil versehen ist, welches die Klappe des Fensterfalzes umlenkt, so dass sie beim Austreten aus der dritten Tasche keine Ecken bilden.
Umfalzen
Für kleinere Auflagen empfiehlt es sich, eine einfachere Falzart zu wählen, und den Bogen nach dem maschinellen falzen von Hand umzufalzen.
Beispiel einer einfachen Falzart:
|1. Tasche:||¼||3. Tasche:||¼||4. Tasche:||¼||Letzter Bruch:||manuell umfalzen|
Ionisation (Elektrostatik)
Vorkommen
Statische Ladung ensteht durch Friktion (Reibung) der Bogen aneinander oder der Bogen an Maschinenteilen. Das Papier kann sich auch statisch aufladen, wenn es durch die warme Kompressorenluft ausgetrocknet wird.
Dieses Problem taucht nicht jedem Betrieb auf. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, ob sich die Falzbogen in der Maschine elektrostatisch aufladen.
Einige Faktoren können vom Bediener beeinflusst werden. Mit zusätzlichen Einrichtungen kann die statische Ladung von Maschinenteile abgeleitet werden.
Gründe
Beteiligte Faktoren,
beeinflussbar durch:
- Papierqualität (Papierfeuchte, Stabilität, Oberfläche etc.)
- Relative Luftfeuchtigkeit
Abteilungsleiter
- Raumtemperatur
Abteilungsleiter
- Temperatur und Feuchte der Blasluft am Anleger
Abteilungsleiter
- Verweildauer der Falzbogen im Blasbereich am Anleger
Bediener - mit Einschränkung
- Montieren von Ionisationsanlagen
Bediener
- Einstellung des Falzwerkdruckes
Bediener
- Maschinengeschwindigkeit
Bediener
- Anzahl der Falztaschenstäbe
Bediener
- Leitfähigkeit der Falzwalzenoberfläche
Werksmonteur
- Leitfähigkeit der Falztaschenstäbe
Werksmonteur
Abhilfe
Ausprobieren:
- Falzwalzendruck auf Minimalpressung reduzieren
- Geschwindigkeit reduzieren
- jeden zweiten der oberen Taschenstäbe ausbauen
- Silikon-Spray
- Ränder des Papierstapels besprühen
- Alle Maschinenteile besprühen, welche mit den Bogen in Berührung kommen
- Nachteil von Silikon-Spray: muss wiederholt angewendet werden.
-
- Handgefertigte Ionisationsanlagen
- Maschinenteile zusätzlich erden (Falzmaschnie mittels einem Metalldraht mit einer Wasserleitung verbinden)
- Lametta (Christbaumschmuck aus Metall) so über dem Ausrichtetisch anbringen, dass es das Falzgut streift. Lametta an einer Wasserleitung erden!
-
Quellen
D. Rüegg, HAUG Ionistation www.haug.de
Einrichtbeschriebe
Quelle: P. Rotzetter / MBO, Heidelberg
MBO mit Falzartenkatalog
Heidelberg mit manueller Tascheneinstellung
Übersicht
Dieser Artikel befasst sich mit der Unterscheidung von Falzarten. Dies ist ein Versuch, die verschiedenen Kombinationen von Parallel- und Kreuzfalzungen zu kategorisieren.
Kategorien
In der Druckweiterverarbeitung wird zwischen 4 symmetrischen Falzarten unterschieden:
- Einbruchfalzung
- Parallelbruchfalzungen
- Kreuzbruchfalzungen
- Kombifalzungen (Diese könnten auch als Unterkategorie von Parallelbruch- und Kreuzbruchfalzung betrachtet werden)
Unterscheidung
Grundsätzlich könnte man zwischen symmetrischen und asymmetrischen Falzarten unterscheiden. Die folgende Einteilung bezieht sich nur auf symmetrische Falzungen.
- Die Parallelbruchfalzungen werden in 5 Kategorien unterteilt, abhängig davon, auf welche Weise die parallel zueinander liegenden Falzungen vorgenommen wurden:
- Zickzackfalz
- Wickelfalz
- Parallelmittenfalz
- Fensterfalzungen.
Fensterfalz offen
Fensterfalz geschlossen.
- gemischte Parallelfalzung zB. 3x Zickzack- und 1x Wickelfalz.
-
- Die Kreuzbruchfalzungen werden der Anzahl Falzungen entsprechend in 3 Kategorien unterteilt:
- 2-facher Kreuzbruch
- 3-fache Kreuzbrüche:
Werkbruch und Zeitungsbruch
- 4-fache Kreuzbrüche:
deutscher, englischer und internationaler Kreuzbruch
-
- Kombifalzungen zB. 3x Zickzack- und 1x Kreuzfalz
Sprachgebrauch
- Natürlich kann man alle Falzarten als Hoch- oder Querformate darstellen. Bei den Übungen im Grundlagen-Buch ist das teilweise der Fall.7)
Der Ausdruck Hochformat oder Querformat wird für den fertig gefalzten Bogen verwendet:
Wenn die Kante, welche durch die letzte Falzung entstanden ist (der Bund) länger als die rechtwinklig daran stossende Kante (Kopf oder Fuss) ist, spricht man von Hochformat.
- Die Einbruchfalzung nennt man üblicherweise auch 4-er oder Viertelbogen.
- Parallelfalzungen
- Bei Wickel-, Zickzack- und den Parallelmittenfalz sind mehrere Falzungen möglich (mindestens 2), das nennt man dann 3-facher Zickzackfalz, 7-facher Wickelfalz etc.
- Der Fensterfalz ist in 2 Unterarten aufgeteilt, den offenen Fensterfalz (oder 2-facher Fensterfalz) und den geschlossenen Fensterfalz (3-fach).
- Zur näheren Bezeichnung von Parallelfalzungen werden die Anzahl Falzungen genannt, und nicht die daraus resultierenden Anzahl Teile.
Zum Beispiel: Der 3-fache Zickzackfalz hat 4 Teile, der 3-fache Parallelmittenfalz hat 8 Teile.
-
- Bei Kreuzbruchfalzungen ist es auch üblich, die Seitenanzahl anzugeben, anstelle der Bezeichnung:
- Die 2-fache Kreuzbruchfalzung wird auch als 8-er im Kreuszbruch bezeichnet.
- Eine 3-fache Kreuzbruchfalzung wird als 16-er Werkbruch oder 16-er Zeitungsfalz bezeichnet.
- Eine 4-fache Kreuzbruchfalzung wird auch als internationaler, deutscher oder englischer 32-er bezeichnet.
- Eigentlich würden Bezeichnungen wie „Zeitungsfalz“ oder „internationaler Kreuzbruch“ bereits alle Angaben umfassen.
-
- Oft werden die Ausdrücke „-bruch“ und „-falz“ synonym verwenden, das heisst, sie sind austaschbar (Werkbruch oder Werkfalz - beides ist richtig)
— D. Rüegg, diverse Quellen und eigene Überlegungen. Bild: D. Rüegg
Rillmaschine einrichten
Rillmaschine einrichten, Werkzeugwechsel, Rill-Lehre herstellen.
Siehe → Rillmaschine
Falzmaschinen einrichten
Quelle: P. Rotzetter / MBO, Heidelberg
MBO mit Falzartenkatalog
Heidelberg mit manueller Tascheneinstellung
Drahtheftmaschine einrichten
Quelle: P. Rotzetter / Müller Martini
Drahtrückstichheftung
Querheftung
© bei C. Felix
Andere Durchstoss-Stanze, von der Firma Heidelberg → Easymatrix 106 C/CS Stanze für die Faltschachtelproduktion.
Übersicht
Vollbilder
Siehe auch Druck - Fragen zur Geschichte
Druckprinzipien
- Die 4 klassischen Hauptdruckverfahren sind Hoch- Flach- Tief- und Durchdruck.
Ihnen lassen sich alle herkömmlichen Druckverfahren wie zB. Offsetdruck, Buchdruck, Siebdruck, Kupferstich etc. zuordnen.
- Prinzipien: Letztlich spielt es eine Rolle, ob Druckform und Gegendruck flach aufeinander anliegen, oder ob eines der beiden oder beide Elemente eine zylindrische Form haben. Dabei wird zwischen dem Zylinder gegen Zylinder-Prinzip10), dem Zylinder gegen Fläche-Prinzip11) und Fläche gegen Fläche-Prinzip12) unterschieden.
direkte / indirekte Verfahren
Welches Druckverfahren hat welche Druckform?
|Druckform||Verfahren||Beispiel|
|erhöhte Stellen drucken||seitenrichtig||indirekter Hochdruck||Letterset|
|erhöhte Stellen drucken||seitenverkehrt||direkter Hochdruck||Flexodruck, Buchdruck, Linoldruck, Holzschnitt: Stempeldruck|
|flache Stellen drucken||seitenrichtig||indirekter Flachdruck||Offsetdruck|
|flache Stellen drucken||seitenverkehrt||direkter Flachdruck||Lithografie (Steindruck)|
|vertiefte Stellen drucken||seitenrichtig||indirekter Tiefdruck||Tampondruck|
|vertiefte Stellen drucken||seitenverkehrt||direkter Tiefdruck||Rakeltiefdruck (Rotationstiefdruck), Stahl- Kupferstich, Radierung, Aquatinta|
|Ausgesparte Stellen drucken||Seitenrichtig||Durchdruck||Siebdruck (Kunstdrucke=Serigrafie), andere Schablonentechniken zB. Stencil|
|unbeständige Druckform||mit Selentrommel, Farbe pastös oder pulverförmig||Digitaldruck mit Lasertechnik|
|unbeständige Druckform||mit Spritzdüsen, Farbe flüssig||Inkjet, Bubblejet|
flache / zylindrische Druckform
Druckformen-Bilder zuordnen
- Haupt-Druckverfahren: Hoch- Tief- Flach- oder Durchdruck?
- Direkte oder indirekter Druck?
- Bezeichnung der Unterdruckverfahren
einige Druckverfahren
Offset / Tiefdruck
http://www.mediengestalter.info/forum/58/offset-und-tiefdruck-137877-1.html
Bogenoffset: günstige Druckform (Aluplatten), niedrige Stundensätze, niedrige Geschwindigkeit ca. 15.000, sehr gute Qualität
Rollenoffset: günstige Druckform (Aluplatten), hohe Stundensätze, hohe Geschwindigkeiten ca- 50.000 - 70.000, mittlere bis gute Qualität
Tiefdruck: sehr teure Druckform (gravierter Zylinder), sehr hohe Stundensätze, hohe Geschwindigkeiten, sehr gute Qualität, sehr große Maschinenbreite möglich
… (Rollen-) Tiefdruck:
- Vorteil: Echter nahtloser Endlosdruck möglich, weil Zylinderoberfläche kein Anfang und Ende hat. Wichtig für z.B. Tapeten und Dekorfolie (Holzimitat der Möbelindustrie)
- Vortei: einziges industrielles Druckverfahren, dass echte Halbtöne drucken kann, gesteuert durch die Näpfchentiefe
- Nachteil: auch Schrift, Grafik und Linien werden gerastert, durch die Stege zwischen den Näpfchen. Dadurch kein besonders gutes Schriftbild. Treppeneffekt dient als Erkennungshilfe des Druckverfahrens.(Nimm' mal eine Lupe und schau' dir die Schrift in einem Tiefdruck-Magazin an …)
Tampondruck
|Quelle: http://www.tampondruck.hm/:

Welche Typen von Klischees gibt es bei uns ?
|1. Vollstahlklischee sind aus gehärteten Präzisionsflachstahl mit einer Stärke von 10 mm.

Das Vollstahlklischee wird vorwiegend bei größeren Druckserien verwendet,
da das Vollstahlklischee bis zu 4 Millionen Drucke hält.
|2. Photo-Polymerklischees habe eine Stärke von ca. 0,5 mm und bestehen aus Stahlblech,

die mit Photo-Polymer beschichtet sind. Diese Polymer-Klischees sind für Kleinserien bis
ca. 20.000 Stck. verwendbar und sinnvoll, da sie günstiger als die Vollstahlklischees sind
und schneller gefertigt werden können. Hier haben Sie die Möglichkeit mit einer
kleinen Belichtungseinheit und einem Auswaschset, diese Klischees bei sich selber
herzustellen. Damit haben Sie eine höhere Flexibilität in der Produktion.
|3. Dünnstahlklischees sind ähnlich dick wie die Kunststoffklischees, sind aber aus

gehärtetem Stahlband, und ohne Polymer. Die Dünnstahlklischees können
bis zu 200.000 Drucke bestehen.
|4. Rotations-Klischees werden mit Rotationsdruckwerken verwendet und bestehen aus

gehärtetem Vollstahl. Einsatzgebiete sind z.B. Flaschenverschluß-Druckmaschinen
Letterset
Der Letterset, ein indirektes Hochdruckverfahren, wird (fälschlicherweise) auch Trockenoffset genannt. Der Unterschied zum konventionellen Hochdruck besteht darin, daß hier nicht direkt von der Druckform auf das Papier gedruckt wird. Die Hochdruck-Platte druckt auf einen mit einem Gummituch bespannten Zylinder. Von dort wird das Druckmotiv auf das Papier übertragen. Das Schriftbild der Druckplatte muss seitenrichtig sein. Dieser Übertragungsvorgang ist auch im Offsetverfahren üblich. Erkennungsmerkmale: wie bei Offsetdruck. Raster: nur grobe Raster wie beim Flexodruck
Siebdruck
Siebdruck Beschrieb mit Bildern http://www.industrielackierungen.de/de/druck-schrift/siebdruck/
|gelernter Buchbinder||bekannt für/wegen||Quellen|
|Johann Carolus *1575||erste Wochenzeitung um 1605||NZZ Archiv / Johann Carolus|
|Michael Faraday *1791||Faraday-Käfig||Website eines Elektrotechnikers / de.wikipedia.org|
|Joseph-Marie Jacquard *1752||Jacquard Webstuhl||deutsches-museum.de / de.wikipedia.org|
|William Wallace *1768||Schottischer Mathematiker||st-andrews.ac.uk / de.wikipedia.org|
- Bei Falzmaschinen bezeichnet die Einlauflänge die Länge des offenen Falzbogens, in Laufrichtung der Falzmaschine.
- Bei Buch- oder Broschurblockanlegern wird damit die Blockhöhe bezeichnet, welche parallel zum Bund vereinzelt weitertransportiert werden.
Alle Beiträge wurden von der Klasse PBB3-2007 erstellt. (BuchbinderInnen und BintetechnologInnen 2006-2010)
Rillmaschine - Einrichten
In diesem Artikel erklären Lernende, wie die Rillmaschine eingerichtet wird.
Einrichten
|Rillmaschine|| Zuerst zeichnet man auf einer|
Makulatur ein, wo der Rill
hinkommen soll
|Anschlag einstellen|
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Rillmaschine - Schablone
In diesem Artikel erklären Lernende, wie eine Schablone (oft auch Rillehre genannt) zum rationellen rillen hergestellt wird.
Herstellung einer Rillschablone
- Darauf folgende Kartons um den Rillabstand verringern. (Blau 9.5cm, Grün 8.7cm, Gelb 8.2cm)
- Den Anschlag einstellen, das kürzeste Rilllmass plus das Maß des orangen Kartons.
- Schablone an den Anschlag legen und eventuell befestigen.
- Proberillen
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Wichtig
Die Maschine ohne Perforierkamm Fr. 300.-.
Die Stäbchen dürfen auf keinen Fall aus der Fassung heraus fallen:!:
Es besteht die Gefahr, dass man die Stäbchen krümmt und sie nicht mehr in die Löcher des Perforierkamms einrasten.
Rillmaschine - Perforieren
In diesem Artikel erklären Lernende, wie auf der Rillmaschine der Perfokamm eingesetzt und entfernt wird.
Perforieren
- Um den Kamm einführen zu können drückt man das Pedal der Maschine langsam runter bis die Schiene den Kamm oben „greift“. Das macht man am besten nur alleine. Man muss sich breitbeinig hinstellen (zum Drücken) und das Pedal rauf und runter bewegen bis die Schiene den Kamm greift. Wenn der Kamm zu weit unten gedrückt ist hebt man die Patrize (oberer Teil des Kamms) ein bisschen mit dem Schraubenzieher nach oben.
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Erstellmaterial
Papierwerkstatt Klapphaus
- Die Bastelbogen ausschneiden: Um Papier zu sparen, sind 4 identische Häuser abgebildet. Nur eines ausschneiden.
- Vom Hintergrund ist 1 Exemplar abgebildet - diesen ausschneiden.
- Das Haus falten und Kleben, das Dach am Gegenstück der Rinne an der Mauer entlang einfahren.
- Das Haus so auf dem Hintergrund plazieren, dass die Diagonale des Hauses auf die Faltstelle des Hintergrundes zu liegen kommt
- Am Ende kann die kleine Quadratische Kloschüssel im Hausinnern auf die Faltstelle des Hintergrundes geklebt werden - auch hier muss die Diagonale der Kloschüssel auf die Faltstelle zu liegen kommen, damit sie zuklappt
Das Klapphaus könnte auch als Klappkarte oder Buchseite verwendet werden
Es sind 4 identische Häuser abgebildet - für eine Klappkarte braucht es nur eines
Origami
Papierflieger
Möbel aus Papier
|Rohstoff||Altpapier||Holz||Holz Stroh||Lumpen Baumwollkämmlinge||Erdöl|
|Halbstoff||Altpapierstoff||Holzstoff||Zellstoff||Hadernhalbstoff||synth. Fasern|
|Enthält|
Zellulose
|Ja||Ja||Ja||Ja||Nein|
|Hoher|
Ligninanteil
|Ja||Ja||Nein||Nein||Nein|
|Produkte||Recyclingpapier, Karton, Zeitung||Grafische Papiere|
Hygienepapiere
|Wertschriften||Spezialpapiere,

Wasserfeste Landkarten
Herstellung
Artikel in Know-How
Artikel mit Stichwort 'Papier'
Lehrmittel
Lernmaterial
Dem ersten Anschein nach ist die Bezeichnung 'Holzfrei' für ein Papier, welches nur die Fasern eines Baumes enthält, verwirrend.
Die Inkruste eines grünen Zweiges enthält noch sehr wenig Lignin.
Mit zunehmendem Ligningehalt wird der Zweig immer steifer, er 'verholzt'. Erst duch das Lignin wird der Spross zu Holz.
Holzfrei bedeutet also Ligninfrei.
Die Inkrusten14) sind Einlagerungen in den Zellwänden von Pflanzen. Man spricht üblicherweise nicht in der Einzahl von ihnen, weil mit diesem Überbegriff immer verschiedene Stoffe gemeint sind. Bei verholzten Pflanzen hat das Lignin den grössten Anteil daran. Weitere Bestandteile sind Harze und Hemizellulose15)
Im Holz bindet das Lignin die Zellwände, im Papier bewirkt seine Anwesenheit rasches Vergilben, ein Vorgang, welcher von der Sonneneinstrahlung noch beschleunigt wird. Andererseits macht das Lignin das Papier auch steif und opak16), beides je nach Verwendungszeck gewünschte Eigenschaften.
Quelle, vollständig übernommmen von: http://www.holzwurm-page.de | © 2008 | Michael Finger
Das Leben mit dem Baum
Der Wald, das grüne Drittel der Bundesrepublik, besteht aus schätzungsweise 30 Milliarden Bäumen. Jeder einzelne stellt ein einzigartiges Wunderwerk der Natur dar. Der Baum produziert seine Biomasse, wie alle grünen Pflanzen, praktisch aus dem „Nichts“, nämlich vor allem aus Kohlendioxid, Wasser und Sonnenenergie. Tagsüber nehmen die Blätter das Kohlendioxid aus der Luft auf und produzieren daraus mit Hilfe des Chlorophylls Traubenzucker, der als Energiequelle und Baustoff für weitere chemische Prozesse benötigt wird. Durch Verkettung der Zuckermoleküle entsteht beispielsweise Zellulose, der Hauptbestandteil von Holz. Als „Abfallprodukt“ wird dabei noch Sauerstoff freigesetzt. Eine 100jährige Eiche mit 130.000 Blättern, ihren biologischen Solarzellen, bindet jährlich rd. 5.000 Kilogramm Kohlendioxid zu organischen Substanzen wie Holz, Blätter und Rinde und gibt dabei bis zu 4.500 Kilogramm Sauerstoff ab; das ist der Jahresbedarf von elf Menschen. Gleichzeitig arbeitet der Baum wie eine Klimaanlage. Die Wurzeln der genannten Eiche saugen jährlich etwa 40.000 Liter Wasser aus dem Boden, das die Blätter wieder „ausschwitzen“. Die dabei erzeugte Verdunstungskälte sorgt dafür, dass es im Wald selbst an heißen Sommertagen angenehm kühl ist. Außerdem filtert sie im Jahr etwa eine Tonne Staub und Schadstoffe aus der Luft, wirkt also wie ein überdimensionaler Staubsauger. Diese an sich positive Klimawirkung stellt bei zu hohem Stoffeintrag jedoch ein erhebliches Problem für das Waldökosystem dar.
Fibrillen und Micellen
Fibrillen
Hoftüpfel
Die Hoftüpfel sind für den Transport der Nährstoffe von Zelle zu Zelle verantwortlich, während durch die größeren Fenstertüpfel die Nährstoffe von Holzstrahlen zu den Tracheiden geleitet werden. Die Tüpfel sichern somit die Verbindung von Zelle zu Zelle. Man kann sie auch als kleine Ventile betrachten, die durch Membranen bei Bedarf geöffnet oder geschlossen werden. Die Funktionsfähigkeit der Tüpfel spielt später beim Austrocknen des Holzes sowie beim Eindringen der Holzschutzlösung eine große Rolle. Nicht umsonst lässt sich Fichtenholz schwer tränken, weil die meisten Tüpfel verstopft sind. Die Bilder unten erklären die Funktionsweise. Die Darstellung ist etwa300fach vergrößert.
Holzfaser
Links im Bild sieht man eine Holzfaser, die aus Übereinanderlagerung von Zellgefäßen besteht. In der Mitte ist ein Faserbündel zu sehen, diese besteht aus mehreren Fasern. Mehrere Faserbündel ergeben das Holzgewebe.
Zusammenfassend ist zu sagen, das Holzfasern durch die Überlagerung von langgestreckten Zellen gebildet, die miteinander in Verbindung stehen, und die wiederum Ausgangspunkt für Faserbündel und Gewebe sind. Die Fasern bestimmen die Holzmaserung und somit die besondere Charakteristiken eines Baumes.
Holzgefäß
Rechts in der schematischen Darstellung sieht man ein Holzgefäß (Leitgefäß) das die Aufgabe hat, den Pflanzensaft mit den für die Ernährung der Zellen wichtigen Substanzen zu transportieren.
Die Holzgefäße sind im Leitgewebe des Holzes äußerst wichtig, denn Sie transportieren Mineralstoffe und weitere Elemente mit denen das Wasser angereichert ist von der Wurzel aus dem Boden zu den Blättern. Wo es durch die Photosynthese mit Nährstoffen angereichert wird. Dieser Kreislauf schließt sich wenn der so aufbereitete absteigende Saft über die Siebzellen im Bast nach unten transportiert wird und im ganzen Baum verteilt wird, um in zu speichern oder neues Gewebe zu bilden.
Nadelholz
Die Nadelholzarten haben schon vor langer Zeit ihren heutigen Entwicklungstand erreicht und ihn trotz der starken veränderten Lebensbedingungen beibehalten. So ist Holz aus Braunkohlenlagern von solchem der gleichen heute lebenden Art kaum zu unterscheiden. Nadelholz19). Bei ihnen fehlen die für Laubholz typischen Gefäße (Poren).Quelle www.holzwurm-page.de)) besteht aus nur zwei Zellarten, nähmlich aus Tracheiden20) und Parenchymzellen21)
Tracheiden
Die größte Bedeutung haben die Tracheiden, die im Durchschnitt zu 90% am Aufbau des Nadelholzes beteiligt sind. Man kann sie als Urform der Holzzellen bezeichnen. Die Tracheiden sind röhren- oder faserförmige, stets geschlossene Zellen. Sie verlieren sehr bald nach ihrer Bildung die Merkmale lebender Zellen. Ihre Länge beträgt 0,5…5 mm und schwankt innerhalb des einzelnen Baumes. So nimmt sie z.B. bei Fichte22) und Kiefer vom 1. bis zum 50. Jahrring23) und darüber zu, um dann mehr oder weniger konstant zu bleiben. Gleichzeitig ist die Länge der Tracheiden von der Höhe abhängig, und zwar derart, daß sie vom Stammfuß zur Stammitte zu- und zur Krone hin wieder abnimmt. Die Tracheiden sind infolge Spitzenwachstums etwas länger als die Kambiummutterzellen. Außerdem ermöglichen die Spitzen ein gegenseitiges Verkeilen der Zellen. Bei verschiedenen Exemplaren der gleichen Holzart weisen die langsamer gewachsenen Tracheiden eine größere, die schneller gewachsenen eine kleinere Faserlänge auf, Der größeren Faserlänge entspricht im allgemeinen ein größerer Durchmesser. Er ist bei Früh- und Spätholztracheiden verschieden. Das Verhältnis von Länge und Durchmesser schwankt im Intervall von 25:1 bis 1000:1, am häufigstem liegt es bei etwa 100:1. Der tangentiale Durchmesser, d.h. der in Richtung der Jahrringe liegende Durchmesser, verändert sich gegenüber den Kambiummutterzellen wenig, der radiale wird mehr oder weniger erweitert. Die Tracheiden erscheinen im Nadelholz als zwei unterschiedliche Zellformen.
Frühholztracheiden
Die Frühholztracheiden sind der guten Wasserleitung wegen dünnwandig und weitlumig. Ihre Spitzen sind tangential24) meißelförmig zugespitzt, radial25) aber im allgemeinen abgerundet. Ihre Länge liegt in dem oben angegebenen Bereich, ihr tangentialer Durchmesser beträgt etwa 40 µm, der radiale 35..55µ (1µm=1/1000mm). Der Querschnitt26) ist vier- bis sechseckig. Die radialen Seiten der Entflächen haben im Verhältnis zur Fasermitte sehr viele kreisförmige Durchlaßstellen zur nächsten Zelle27), sogenannte Tüpfel28), die einen intensiven Stoffaustausch von Zelle zu Zelle ermöglichen. Die Tüpfel sind im allgemeinen nur in einer Reihe, selten - besonders bei Gebirgshölzern - in zwei Reihen angeordnet. Durchschnittlich kommen etwa 100 Tüpfel je Seite vor.
Spätholztracheiden
Die Spätholztracheiden sind dickwandig, englumig und ebenso lang wie die Frühholztracheiden. Ihre Enden sind allseitig zugespitzt und greifen keilartig ineinander, wodurch sich die Festigkeit29) erhöht. Der tangentiale Durchmesser der Spätholztracheiden beträgt 30 µm, der radiale 20…25 µm. Damit hat der Querschnitt einer Spätholztracheide im allgemeinen die Form eines Rechtecks, dessen Längsseite parallel zur Richtung des Jahrrings verlaufen. Aus diesen Maßen ergibt sich, daß die Spätholztracheiden radial abgeplattet sind. Tüpfel sind nur spärlich, etwa 10…50 Sück, und nur verkümmert als schräge Spalten vorhanden, da ihre Funktion in den Spätholztracheiden von untergeordneter Bedeutung ist.
Parenchymzellen
Die Parenchymzellen sind lebende Zellen, die in den horizontal vom der Stammmitte nach außen laufenden Markstrahlen30) konzentriert sind. Der Querschnitt dieser Zellen ist hinsichtlich ihrer Höhe und Breite mehr oder weniger gleich (isodiametrisch). Die Aufgabe der Markstrahlen besteht in der Querleitung und Speicherung der Nährstoffe31)
Poren
Am Beispiel des Eichenholzes zeigt sich unter der Lupe, daß der Jahrring am Anfang mit vielen Röhrchen beginnt. Die Erklärung ist einfach: Der für die Laubbildung im Frühjahr besonders starke Safttrieb führt im Splintholz durch diese Röhrchen, die man als Tracheen oder Poren bezeichnet. Im Laufe des Sommers genügen dann wenige Tracheen. Bei Eichenholz und anderen Hölzern sind verhältnismäßig große Poren ringförmig angeordnet (ringporig), während sich bei der Buche und anderen Laubhölzern kleine Poren über die ganze Zuwachszone zerstreut befinden (zerstreutporig). Es wird bei der Holzbestimmung außerdem noch „grobporig“ und „feinporig“ unterschieden.
Schnitt am Laubholz und Nadelholz
Laubholz
Nadelholz
Die Jahrringe der Kiefer nicht durch einen Ring von Poren32) voneinander getrennt wie der Eiche, sondern hier zeigt sich das im Frühjahr bis in den Sommer hinein gewachsene Holz33) -das Frühholz34) - farblich heller. Zudem ist es weicher und lockerer im Aufbau. Das im Spätsommer bis in den Herbst hinein gewachsene Holz -das Spätholz35) - ist wesentlich härter36), fester und von dunklerer Farbe37) .
Aufbau des Stammes
Der Stamm38) eines Baumes wird gebildet von lebenden und nicht lebenden Rinden- und Holzbereichen. Die äußerste Schicht ist Kork39), der den Baum vor Beschädigung schützt, Wasserverlust verhütet und gegen Hitze und Kälte abschirmt. Neue Korkschichten bildet das Korkkambium. kork und Korkkambium umfassen die Außenrinde. Unter der Außenrinde liegt das Phloem (Innenrinde oder Bast40)). Diese Schicht verteilt die Assimilationsprodukte der Blätter im Baum. Die absterbenden Teile verstärken die Außenrinde. Das Gefäßkambium ist meist nur eine Zelle41) dick, aber es ist die lebensspendende Schicht des Stammes. Durch Teilung bildet es neue Bastzellen nach außen und neue Holzzellen nach innen. Die Masse des Baumes besteht aus Holz42) und Xylem43) . In seiner äußeren Schicht (Splint44)) befinden sich röhrenförmige Zellen, die Wasser und gelöste Nährstoffe45) aus dem Boden von der Wurzel zu den Blättern leiten. Jedes Jahr wird ein neuer Ring von Splintzellen (der Jahrring46)) durch das Kambium47) hinzugefügt. In entsprechendem Ausmaß verlieren innere Splintschichten ihre wasserführende Aufgabe und werden sozusagen „ Mülleimer“ der Pflanze. Verschiedene Abfallprodukte des Stoffwechsels werden in den Zellen und Zellwänden abgelagert. So bildet sich eine zentrale Säule von Kernholz48), die dem Baum wie ein Rückgrat halt gibt und bei vielen Holzarten auch anders gefärbt ist als der Splint.
Zellenaufbau
Zellwandschichten
Ein Gerüst vorwiegend aus Pektin verbindet die Zellwände gleitend miteinander: Der Baum kann sich biegen. Die Fäserchen, aus denen die Zellwände zusammengesetzt sind, Fibrillen genannt, haben in jeder dieser Schichten eine andere Lage: In der Primär schicht liegen sie ungeordnet durcheinander, in der äußeren und inneren Sekundär schicht sehr flachliegend und in der mittleren Sekundär schicht steil aufgerichtet. Die unterschiedliche Faserrichtung im Feinbau der Zellen gibt dem Holz die Festigkeit.