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Bei Korruptionsermittlungen in der Ukraine ist der Name von Donald Trumps Wahlkampfmanager aufgetaucht. Laut «New York Times» steht er auf einer Liste von Begünstigten der prorussischen Janukowytsch-Partei.
Donald Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort war jahrelang Berater von Ukraines Ex-Präsident Wiktor Janukowytsch. 2010 half er dem Putin-Freund, die Wahl zu gewinnen. So viel war bereits bekannt.
Nun berichtet die New York Times, Manaforts Name stehe auf einer Liste von Schwarzgeldempfängern der prorussischen Janukowytsch-Partei. Er tauche auf handgeschriebenen Kontozetteln auf, schreibt die Zeitung und beruft sich auf ukrainische Korruptionsermittler.
Diesen Quellen zufolge sollen zwischen 2007 und 2012 insgesamt 12.7 Millionen Dollar an Barzahlungen für Manafort vorgesehen gewesen sein. Ob der Trump-Berater das Geld wirklich kassierte und wenn ja wofür, ist unklar. Die ukrainische Antikorruptionsbehörde hat seinen Fall laut «New York Times» aber zu einem Schwerpunkt ihrer Untersuchungen gemacht.
Für Trump sind die Verstrickungen seines Mitarbeiters mit Russland heikel. Immer wieder äusserte sich der Kandidat der Republikaner im Wahlkampf positiv über Wladimir Putin und die Annexion der Krim. Ende Juli sorgte Trump zudem für Empörung, als er Russland dazu aufforderte, das E-Mail-Konto seiner demokratischen Kontrahentin Hillary Clinton zu hacken.
Fragen der «New York Times» hat Manafort der Zeitung zufolge bislang nicht beantwortet. Sein Anwalt Richard A. Hibey habe aber mitgeteilt, sein Klient habe «derartige Barzahlungen» nicht erhalten.
Die «New York Times» zitiert Vitaliy Kasko, einen ehemaligen hochrangigen Regierungsbeamten der Ukraine, mit den Worten, Manafort habe genau Bescheid gewusst: «Jeder vernünftige Mensch wusste, dass der Janukowytsch-Klan korrupt war.»
Manaforts Anwalt Hibey weist auch diesen Vorwurf zurück. Es handle sich um «politisch gefärbte Verdächtigungen», und es gebe keine Beweise für eine Beteiligung Manaforts an Korruption.
Zu Trumps Stab gehört auch Carter Page, ein Finanzfachmann, der früher Geschäfte im Umfeld des russischen Gazprom-Konzerns gemacht hat. Nach der Maidan-Revolution 2014 warb Page für Verständnis für Russlands Vorgehen auf der Krim und in der Ostukraine. Für ihn ist die Ukraine eine Art abtrünnige Provinz Russlands.
cte