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Deutsch: Anaconda
Spezies: Eunectes murinus
Familie: BOIDAE
Die grösste Schlange des Amazonas erreicht 8 Meter und mehr. Sie ist häufig in sumpfigen Arealen, Lagunen, Flüssen und überfluteten Ebenen anzutreffen. Der Rücken ist von olivgrüner bis kastanienbrauner Färbung – mit schwarzen Flecken – damit ist sie innerhalb der aquatischen Vegetation und im flachen Wasser fast unsichtbar. Sie ist ungiftig und tötet ihr Opfer durch Erdrosseln, indem sie es umschlingt – oder, im Fall von kleineren Beutetieren, indem sie es in einer Schlinge ihres Körpers festhält und erdrückt.
Der Volksmund behauptet, dass die Sucuri einen Ochsen verschlingen kann – und das ist eine offensichtliche Übertreibung. Es kann einmal vorkommen, dass eine Sucuri einen ausgewachsenen Kaiman angreift, aber in der Regel ist dieser bereits ein zu grosses Beutetier für die Anaconda.
Diese Riesenschlange bevorzugt in Wahrheit Beutetiere, die wesentlich kleiner sind, wie zum Beispiel Vögel, kleinere Nagetiere, Echsen, Frösche und Fische – sogar tote Fische scheint sie nicht zu verschmähen. Wasservögel stehen bei ihr ebenfalls hoch im Kurs. Sie fängt zum Beispiel mit Vorliebe Vögel, die sich auf einem vorstehenden Ast, dicht über dem Wasserspiegel, niederlassen. Sie ist lebendgebärend und bringt zwischen 15 bis 36 Junge zur Welt.
Kuriositäten: Im Pantanal hat man 1985 eine Anaconda zur Strecke gebracht, die den Hühnern der Fazenda nachstellte. Sie hatte 36 Junge in ihrem Bauch verteilt auf drei Taschen mit je 12 Jungen. Die kleinen Schlangen flüchteten alle, sowie die Taschen geöffnet wurden. Bei verschiedenen Gelegenheiten kann man eine Sucuri im Kampf mit einem Kaiman beobachten. Gelingt es dem Kaiman, die Schlange mit dem Maul zu packen, dann kann er sie verletzen und die Schlange ergreift, in der Regel, die Flucht. Anaconda-Junge sind in ihren ersten Lebensmonaten eine leichte Beute für Reiher, Störche und Kaimane.