Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/2633

Die armenischen Kirchenväter haben die Gedenktage für den Hl. Gregor den Erleuchter „Hinaufstieg aus Wirap“ und die Gründung der armenischen Mutterkirche unmittelbar nach dem Martyrium der Jungfrauen festgelegt, denn durch ihr Martyrium wurde der Beginn eines neuen und entscheidenden Zeitalters in der armenischen Geschichte festgelegt, in dem unser Volk das Christentum als „Hautfarbe“, wie uns der Geschichtsschreiber Yeghisché berichtet, annimmt und zum ersten christlichen Staatsvolk wird.
Über die Jahrhunderte entwickelt dieses Volk eine vom Christentum geprägte eingene Kultur und präsentiert sich der Welt heute mit seiner 1700-jährigen christlichen Identität, Geschichte und Kultur, wofür es sich oft selbst opfern musste, aber erneut auferstanden ist und 1991 eine unabhängige Armenische Republik aufgebaut hat.
Die Armenische Kirche nennt ihr geistiges Zentrum „von Christus gegründete Mutterkirche“ oder „Hl. Etschmiadzin“, denn nach einer Vision von Gregor dem Erleuchter, ist Christus selbst vom Himmel hinabgestiegen, hat den Ort gezeigt und genaue Anweisung über die zu erbauende Mutterkirche erteilt.
Das Wort „Etschmiadzin“ bedeutet „der Einziggeborene ist hinabgestiegen“, also der einziggeborene Sohn Gottes, Christus. Der Hl. Gregor der Erleuchter und der Hl. König Drtad haben sich für den Bau der Mutterkirche nach den Anweisungen Christi gerichtet. Der Historiker Agathankelos berichtet, dass König Drtad sich persönlich an dem Bau der Kirche beteiligt hat und dafür Steine vom Berg Ararat bringen liess.
Գրիգոր Լուսավորիչ www.encyclopedia.am/