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Die Schmerzbehandlung bei Krebspatienten hat grosse Fortschritte gemacht. Es gibt aber immer noch Situationen, in denen bei Krebs Schmerzen eine Behandlung schwieriger ist. Eine Europäische Forschungsgruppe wollte wissen, wann bei Tumorschmerzen solche Schwierigkeiten auftreten. (European Palliative Care Research Collaborative (EPCRC) und European Pharmacogenetic Study (EPOS) in Eur J Pain 15 (2011) 320-327).
Bei 2278 Patienten wurden rückblickend die Unterlagen ausgewertet. Ziel war es Daten zu erheben für eine zukünftige Klassifikation von Tumorschmerzen.
Der Erfolg einer Schmerztherapie wurde an der Stärke der Schmerzen beim Befragen, an der Intensität der schlimmsten Schmerzen und an der Schmerz-Erleichterung nach Therapie beurteilt.
Beeinflusst wurde dies am eindeutigsten durch
- Vorhandensein von Durchbruchschmerzen (plötzlich auftretende starke Schmerzen)
- Psychologischem Distress
wichtige weitere Variablen waren
- guter Schlaf
- Opiat Dosis
- Schmerz Mechanismus
- Einsatz von Nicht-Opiaten
- Schmerz Lokalisierung
- Tumor Diagnose
- Metastasen-Lokalisation
- Medikamenten Abhängigkeit
Abschliessend
Das Wissen um eine gute Schmerztherapie hat in den letzten Jahren zugenommen. Das Problem ist oft mehr wie diese Behandlung auch wirklich eingesetzt wird. Daneben gibt es aber Gruppen von Patienten, bei denen die Schmerztherapie schwieriger ist.
Krebs Schmerzen, die sich innert kurzer Zeit stark verschlimmern können (Durchbruchschmerzen) sind immer noch oft eine Herausforderung.
Eine grosse psychische Belastung kann auch die Schmerzen zusätzlich verschlimmern und die Behandlung erschweren.
Eine frühzeitige Erfassung der Krebs Schmerzen und eine vermehrte Betreuung der Patienten mit Risikofaktoren ist wichtig.