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54. Ignatius Staub von Menzingen
Ignatius Staub von Menzingen (1923-). Josef Thomas Staub erblickte am 19. Dezember 1872 in Baar, Kt. Zug, das Licht der Welt. Seine Eltern, Karl Josef Staub und Anna Maria Trinkler stammen zwar von Menzingen; später siedelte die Familie nach Steinhausen über. Im Herbst 1886 trat Josef, nachdem er die Schulen in Baar besucht hatte, in die Stiftsschule Einsiedeln ein. Nach Beendigung der sechsten Klasse bat er um Aufnahme ins Kloster und empfing den 8. September 1892 das Ordenskleid. Ein Jahr später legte er am gleichen Tage als Fr. Ignatius die hl. Gelübde ab. Nachdem er am 1. September 1895 die feierliche Profeß abgelegt hatte, wurde er am 15. September zum Subdiakon geweiht. Am 29. Juni 1896 erhielt er das Diakonat. Von 1898-99 weilte er ein Jahr an der Ordenshochschule S. Anselmo in Rom. Heimgekehrt, wurde er den 16. Juli 1899 zum Priester geweiht. Am 23. Juli feierte er seine Primiz.
Zur Erlernung der französischen Sprache kam P. Ignaz zunächst für ein Jahr als Vikar nach Vevey, 1899-1900, dann bis 1902 nach Montreux. Im Herbste 1902 sandte ihn Abt Columban zum Studium der Geschichte an die Universität in Freiburg i. Ue. Im Sommer 1906 kehrte er in das Stift zurück, um zunächst die Lehrstelle für Geschichte am Gymnasium zu übernehmen und gleichzeitig an seiner Doktorarbeit, über Dr. Johann Fabri, Generalvikar von Konstanz (1518-23) zu arbeiten. Auf Grund dieser Arbeit verlieh ihm die Universität Freiburg am 10. Mai 1910 den Doktorgrad. Von da an wirkte P. Ignaz bis 1915 als Lehrer der Syntax, dann der Rhetorik. Im April 1916 bestellte ihn Abt Thomas zum Stiftsbibliothekar; doch behielt er daneben die Geschichtsprofessur bei. Um an seinem Lehrbuch der Weltgeschichte ungestörter arbeiten zu können, zog er sich als Beichtiger in das Frauenkloster in der Au zurück. Im Jahre 1922 erschien in der Theodosiusdruckerei in Ingenbohl die «Geschichte des Mittelalters». Mitten aus den großen Arbeiten, die die Neuordnung der Stiftsbibliothek und die Fortsetzung des genannten Lehrbuches mit sich brachten, rieß ihn am 19. Dezember 1923 die Wahl zum Abte. Am 28. Januar 1924 nahm der päpstliche Nuntius Maglione die feierliche Benediktion in Gegenwart einer Reihe kirchlicher und weltlicher Würdenträger vor1026.
Abt Ignatius ist Mitglied des Historischen Vereins der fünf Orte, des Historischen Vereins des Kantons Schwyz, sowie der Allgemeinen Geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz, deren Vorstandsmitglied er seit 1931 ist.