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Vaters Architekt des Justizministeriums und der Nationaldruckerei und 1852 des Hôtel des monnaies. Außer verschiedenen
Hotels in Paris erbaute er das Mutterhaus des Herz-Jesu-Ordens, das Grabmal der Familie Collard auf dem Kirchhof Montparnasse,
das Schloß und die Kirche in Mouchy, die
Schlösser Divonne, Mello, Courance, ein Hotel des
Barons Albert
v. Rothschild in Wien und ein Schloß für Ferdinand v. Rothschild
in England. Er restaurierte das Hôtel Pourtalès in Paris, das Schloß Vaux-Praslin sowie das Schloß Pleß in Schlesien
und gab heraus: «Recueil d'estampes relatives à l'ornementation des appartementsau XVI., XVII. et XVIII. siècles». 1878 wurde er
Ritter der Ehrenlegion.
(spr. dötáj),EdouardJeanBaptiste, einer der bedeutendsten der jüngern franz.
Schlachten- und Soldatenmaler, geb. zu Paris, zeigte schon in früher Kindheit eine
ungewöhnliche Lust an Soldatenbildern. Trotz seiner Leidenschaft für das Zeichnen machte er doch das
Lycée Bonaparte (jetzt Lycée Fontanes) durch und trat mit 17 Jahren ins Atelier
Meissoniers, der das bedeutende Talent dieses
Schülers zu leiten wußte und ihn in sehr strenge, heilsame Zucht nahm.
Nach zwei Jahren stellte er sein erstes Bild, das Atelier seines Lehrers, aus, das noch etwas schülerhaft
ausfiel. Einige Monate reiste er mit
Meissonier im südlichen Frankreich und brachte von dort das erste bedeutende Bild: Kürassiere
beschlagen ihre Pferde, dem dann 1868 der Halt der
Tamboure und 1869 die beim Manöver ruhenden Grenadiere folgten, die
ihm
zahlreiche Aufträge zuzogen;
z. B.: die Journallektüre in einem öffentlichen Garten, der Feldzugsplan, das Café unter
dem Direktorium, die Incroyables im Luxembourg und die Aquarelle: der General auf Vorposten und Ordonnanzkürassiere von 1797. Nur
ungern trennte er sich 1869 von
Meissonier und gründete sein eignes Atelier, worin er zunächst den Kampf
zwischen Kosaken und Ehrengarden im Jahr 1814 schuf, der, obgleich eins seiner besten Werke, doch von zu sorgfältiger Ausführung
der Details ist.
Als bald nach seiner Rückkehr von einer im Frühjahr 1870 angetretenen Reise durch Spanien nach Algier
der Krieg ausbrach, trat er in das achte Mobilgardebataillon der Seine und hatte als Sekretär des Generals
Appert Gelegenheit zu vielen
Skizzen, welche, da der Krieg einen tiefen Eindruck auf ihn machte, einen viel ernstern und strengern
Charakter zeigen als seine frühern Bilder. Ein treffliches Werk dieser Art ist die Begrüßung der verwundeten Feinde, die
vor einem französischen Stabsoffizier defilieren.
Viel besprochen wurde 1872 sein Bild: die Sieger als Plünderer, das, obwohl meisterhaft gemalt, doch
mit richtigem Takt von der Ausstellung in Paris ausgeschlossen wurde. 1873 folgte sein bestes Bild: auf dem Rückzug, das
ihm das Kreuz der Ehrenlegion einbrachte. Wenn die 1874 entstandenen Kürassiere bei Morsbronn nur geringen Beifall fanden,
so wurden dagegen die übrigen Bilder der Jahre 1874 und 1875, z. B.
das defilierende Regiment, mit um so größerm Beifall begrüßt. Ebenso bedeutend war 1876: auf Rekognoszierung. Bei der
Ausstellung von 1878 beteiligte er sich nicht, dagegen war 1879 das Schlachtenbild von Champigny im Dezember 1870, das wiederum
mit größter Virtuosität geschaffene Meisterstück der Ausstellung um so schätzenswerter, da es keine
Huldigung an Frankreich war.
(spr. dotúsch),LaurentDidier, franz. Historien-
und Genremaler, geb. zu Reims, vertauschte die Jurisprudenz mit der Malerei und wurde
Schüler von Delaroche und
Robert-Fleury (1837). Unter seinen zahlreichen
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Bildern sind aus der ersten Zeit die bedeutendern: die kleinen Liebhaber (Museum in Reims), der letzte Wunsch einer Mutter,
St. Paul der Eremit (1840, Kathedrale in Reims), Hinrichtung der Jeanne d'Arc (1841), Auferweckung des Lazarus (1843), Colbert
in Dünkirchen, Martyrium der heil. Eulalia und Katharina von Medici bei Ruggieri (1848),
und aus den letzten Jahren: der Frühling, die Stunde der Befreiung, die Ratschläge des Großvaters, Blaise Pascal und ein
jüdischer Juwelenhändler. Er gab 1852 eine Biographie Paul Veroneses heraus.