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Ziele der Agglomerationsprogramme
Die ganzheitliche Betrachtung von Verkehr, Siedlungsentwicklung und Umweltauswirkungen sowie deren Koordination untereinander im Agglomerationsprogramm bezweckt eine nachhaltige Entwicklung. Nach den Vorstellungen des Bundes werden im Rahmen einer nachhaltigen Gesamtsicht folgende Ziele verfolgt:
- Sicherstellen, dass der Verkehr ganzheitlich betrachtet wird und dass die einzelnen Verkehrsträger aufeinander abgestimmt und miteinander verknüpft werden
- Sicherstellen einer mit der Siedlungsentwicklung koordinierten Mobilität
- Verbessern der Siedlungsqualität, Lenken der Siedlungsentwicklung nach innen sowie Strukturierung und Begrenzen der räumlichen Ausdehnung der Siedlungsgebiete
- Fördern der Standortattraktivität für die Wirtschaft
- Reduzieren der Umweltbelastungen (zum Beispiel Luft- und Lärmbelastungen) und des Energieverbrauchs
- Verbessern der Zugänglichkeit des Verkehrssystems für Menschen, die einen erschwerten Zugang haben
- Stärken der Agglomeration in einem partizipativen und partnerschaftlichen Prozess
Grundsätze
Die Agglomerationsprogramme
- werden vom Kanton aufgegleist und geführt
- werden zusammen mit den Gemeinden und Regionalplanungsverbänden erarbeitet
- werden in den Regionen und Gemeinden umgesetzt
Die Erarbeitung der Agglomerationsprogramme wird breit abgestützt. Sie basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Kanton, den in den Agglomerationen tätigen Regionalplanungsverbänden und den Agglomerationsgemeinden.
Agglomerationsprogramme 3. Generation
Die Agglomerationsprogramme der dritten Generation (Finanzierungsperiode 2019–2022) sind per 31. Dezember 2016 beim Bund eingereicht, Mitte 2019 folgt der Bundesbeschluss zur Freigabe der Mittel. Anschliessend werden die Leistungsvereinbarungen allseitig unterschrieben, so dass danach die Umsetzung der Projekte beginnen kann. Das Ziel der dritten Generation ist die Konsolidierung der ersten und zweiten Generation. Der Kanton Aargau ist an der Erarbeitung eines eigenständigen und dreier grenzüberschreitender Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung beteiligt:
- Aargau-Ost
- AareLand (zusammen mit dem Kanton Solothurn)
- Basel (zusammen mit den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn sowie Gebietskörperschaften aus Frankreich und Deutschland)
- Limmattal (zusammen mit dem Kanton Zürich)
Im Dezember 2014 veröffentlichte das Bundesamt für Statistik BfS eine neue Definition der Agglomerationen (neu: Raum mit städtischem Charakter). Für die Agglomerationsprogramme der 3. Generation gilt allerdings die bisherige Definition vom Jahr 2000. An welcher Definition der Agglomerationen sich die 4. Generation orientiert, ist noch offen.
Agglomerationsprogramme 2. Generation
Die Agglomerationsprogramme der zweiten Generation (Finanzierungsperiode 2015–2018) wurden per Ende Juni 2012 beim Bund eingereicht und im Februar 2014 folgte der Bundesbeschluss. Die Leistungsvereinbarungen sind allseitig unterschrieben. Die Umsetzung der Projekte hat begonnen.
Agglomerationsprogramme 1. Generation
Die Agglomerationsprogramme der ersten Generation (Finanzierungsperiode 2011–2014) wurden per Ende 2007 beim Bund eingereicht. Eine Vielzahl der mit Beschluss des Bundesparlaments unterstützten Projekten zur Verbesserung der Infrastruktur des Agglomerationsverkehrs sind bereits fertig umgesetzt oder aktuell in der Umsetzung.