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Der neue Konzernchef Peter Lötscher, erst seit rund drei Monaten im Amt
, möchte die interne Organisation des Kontzerns drastisch verändern, wie er heute vor Journalisten erklärte. Löscher schwebt eine Aufteilung des Konzerns in drei grosse, relativ unabhängige Einheiten vor, Medizinaltechnik, Infrastruktur und Energie. Jede Einheit bekäme einen eigenen, weltweiten Geschäftsführer beziehungsweise CEO. Im Gegenzug würden die Befugnisse der heute relativ mächtigen Länderchefs eingeschränkt. "Der Weltunternehmer hat Vorfahrt gegenüber der Region", so ein Kommentar Löschers.
Die Geschäftsleitung von Siemens habe sich bereits grundsätzlich auf den Umbauplan geeinigt, so Löscher. Endgültig entscheiden muss aber der Aufsichtsrat, dem am 28. November der endgültige Vorschlag vorgelegt werden soll.
Welche der gegenwärtig 10 operativen Geschäftsgebiete von Siemens, darunter die uns besonders interessierenden "Siemens IT Solutions and Services", in welche der drei Hauptsparten integriert würde, ist gemäss Löscher noch nicht bestimmt.
Unzufriedenheit mit Fujitsu-Siemens und Nokie Siemens Networks
Darüber, ob neben dem Verkauf der Automobilzulieferersparte VDO an Contintal noch weitere Verkäufe angedacht sein könnten, äusserte er sich nicht, dementierte aber Gerüchte über einen bevorstehenden Verkauf von Osram.
Erstaunlich offen kommentierte Löscher den Geschäftsgang der beiden Joint-Ventures von Siemens, Fujitsu-Siemens und Nokia Siemens Networks. Mit Nokia Siemens Networks sei er "absolut nicht zufrieden", so Löscher und Fujitsu-Siemens bereite ihm zumindest "Sorgen". (hjm)