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Johann Rudolf Mayer Sohn (1768-1825) war Seidenbandfabrikant mit Spezialisierung auf das Färben. Für sich und seinen Lieblingsbruder liess er eine Villa ausserhalb der Heimatstadt Aarau bauen. Wie seine ganze Familie beteiligte er sich an der Helvetischen Revolution. Im Anschluss leitete er die Seidenbandfabrik seines gleichnamigen Vaters. Er war die treibende Kraft hinter der Gründung der ältesten Kantonsschule der Schweiz. Beim Untergang der Helvetischen Republik verlegten er und sein Bruder besagte Fabrik nach Bayern, wo sie auch mit Erfolg Schweizer Vieh züchteten. Weiter widmete er dem bayerischen König eine Enzyklopädie der Chemie, die er in Aarau drucken liess, aber aus finanziellen Gründen nicht fertigstellen konnte. In die Vaterstadt zurückgekehrt, errichtete er hinter seiner Villa eine neue Fabrik. Was 200 Jahre lang geheim gehalten wurde: Der Bauherr der Meyerschen Stollen endete als Falschmünzer in einem badischen Zuchthaus.