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Um den Genfer Staatsrat Pierre Maudet wird es nicht ruhig: Der Regierungsvertreter soll einer Bar auf nicht ganz legale Weise zur Eröffnung verholfen haben.
Das Lokal mit Namen «L'Escobar» habe über ein unvollständiges Dossier verfügt. Die Genehmigung, seine Türen zu öffnen, habe es 2017 dennoch erhalten – nachdem Maudet eingegriffen habe, berichtet die Zeitung Tribune de Genève am Freitag. Maudet und seinem ehemaligen Mitarbeiter Patrick Baud-Lavigne drohe nun ein Verfahren wegen Amtsmissbrauch, schreibt die Zeitung weiter.
Die heute geschlossene Bar ist bereits mehrfach im Zuge des Skandals um die Abu-Dhabi-Reise von Maudet genannt worden. Finanziert wurde «L'Escobar» nämlich unter anderem vom Unternehmer Antoine Daher, der auch an der Organisation der Skandal-Reise beteiligt war. Daher soll ausserdem für einen Teil der Kosten für Maudets Geburtstagsparty in «L'Escobar » aufgekommen sein.
Der Anwalt von Patrick Baud-Lavigne bestreitet jede unrechtmässige Einmischung seines Mandanten. Die Anwälte von Pierre Maudet und Antoine Daher konnten nicht erreicht werden. (kün)
Dritter Tag, neuer Prozessort. Die Verhandlung gegen Pierin Vincenz, Beat Stocker und Co. fand gestern im Blauen Saal des Volkshauses in Zürich statt. Das Gericht musste den Theatersaal räumen, weil dort an zwei Abenden ein russisches Ballett auftritt. Ironischerweise werden die Ballettabende von Raiffeisen gesponsert, wie der «Blick» berichtete.