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Was unterscheidet den Vita Ableger mit dem Beinamen Liberation von seinen "grossen Brüdern"?
Die richtigere Frage würde lauten: Mit welchen Ausgaben für die Wohnzimmerkonsolen kann sich Liberation messen? Die Antwort darauf würde lauten: Mit allen, mit Teil 3 aber nur bedingt. Letzterer ist zugegebenermassen ein heftiger Vergleich, gehört "Assassin's Creed 3" doch zum Besten was es überhaupt auf der gegenwärtigen Konsolengeneration zu spielen gibt. Meine persönlichen Top 5 der letzten sechs Jahre hat "Assassin's Creed 3" auf jeden Fall erreicht.
Aber zurück zum Thema. Liberation greift die "Assassin's Creed"-Thematik auf eine eigene Art und Weise auf, und bringt mit Aveline de Grandpré eine interessante neue Hauptdarstellerin auf das Parkett der Attentäter. Die junge Frau ist als Tochter einer schwarzen Sklavin und eines weissen Handelsmannes in New Orleans Mitte des 18. Jahrhunderts geboren und setzt sich vehement für soziale Gerechtigkeit ein. Und natürlich ist sie heimlich ein Mitglied der Assassinen-Gilde. Das Spiel startet im Jahr 1765 und führt über mehrere Episoden und gute 16 Spielstunden zum Abspann. Der Umfang des Spiels ist also durchaus sehenswert.
Nicht nur die Hauptdarstellerin und ihre Geschichte und entsprechenden Schauplätze sind neu, es gibt auch ein paar technische Unterschiede zu verzeichnen. Da sind zum Beispiel die fehlenden unteren Schulterbuttons der «grossen» Konsolen zu kompensieren, was aber ohne grössere Schwierigkeiten gelingt. Man hat eigentlich nie das Gefühl, dass etwas fehlt oder zugunsten der Portabilität zurückbuchstabiert worden ist.