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Ein Schocktrauma entsteht, wenn ein Mensch ein Ereignis als "zu viel, zu schnell, zu heftig" erlebt. Dabei spielen die objektiven Begebenheiten nicht die wichtigste Rolle, es geht vor allem um das subjektive Empfinden. Menschen geraten während eines solchen Erlebnisses in einen Zustand höchster Alarmbereitschaft. Jede Zelle ist auf Überleben programmiert. Alles andere ist unwichtig. Dadurch verlieren die Betroffenen auch ihre Ressourcen und ihre Fähigkeiten, das Ereignis körperlich und seelisch zu bewältigen.
Meist "funktioniert" diese "Strategie", das heisst, das Ziel zu Überleben wird erreicht. Alle Körperreaktionen und Gefühle, die während des Ereignisses unterdrückt werden, bleiben aber "unverdaut" zurück. Sie können jederzeit, zum Beispiel durch ein Geräusch, einen Geruch oder eine Person, die ähnlich aussieht, wie die Person, die mit dem seinerzeitigen Erlebnis in Verbindung gebracht wird, wieder aktiviert werden. Die Folge ist, dass der Betroffene reflexartig wieder in höchste Alarmbereitschaft gerät. Es stehen ihm dann nur noch wenige Verhaltensmuster zur Verfügung, nämlich kämpfen, flüchten oder erstarren. Es geht, so ist das autonome (und unbewusste) Nervensystem überzeugt, wieder ums "nackte Überleben".
Beim Entwicklungstrauma entsteht das Trauma nicht aufgrund eines einzelnen Ereignisses, sondern aufgrund es entwickelt sich über eine längere Zeit, zum Beispiel während der Kindheit, während der Schulzeit oder in einer Beziehung. Der betroffene Mensch hat Strategien entwickelt, um mit den Belastungen umzugehen, zum Beispiel indem er den emotionalen Schmerz abspaltet, um ihn nicht wahrzunehmen. Meist wirken sich diese Strategien auf die Beziehungsfähigkeit des Einzelnen aus. Es fällt ihm beispielsweise schwer, sich auf jemanden emotional einzulassen, jemandem zu vertrauen, die Kontrolle ganz aufzugeben.
Während der craniosacraltherapeutischen Behandlung können Menschen mit einem Trauma in Berührung kommen. Sie erinnern sich plötzlich an bis dahin vergessen geglaubte Puzzleteile aus der damals so überwältigenden Situation. Oft sind die Erinnerungen aber "neblig", sie sehen nicht das ganze Bild, die ganze Situation. Es kann aber auch sein, dass durch das Vertrauen, das zwischen Klient und Therapeut entsteht, Ängste geweckt werden. Durch fein- und mitfühlende Begleitung des Therapeuten kann der Betroffene wieder die Ruhe finden, um das Puzzle zu vervollständigen und die damals unterbrochenen Gefühlsprozesse abzuschliessen. So geschieht Heilung.
Jean-Michel Plattner ist mit Traumata sozusagen "bestens vertraut" (natürlich weil er selbst viel Erfahrung damit hat) und kann durch verbale Begleitung sowie durch Körper- und Wahrnehmungsübungen ein Feld zur Verfügung stellen, mit dessen Hilfe der betroffene Mensch die Verletzung der Seele, die damals entstanden ist, wieder in Frieden bringen kann.
Sprechen Sie mich an, wenn Sie glauben, Sie könnten selbst von einem Trauma betroffen sind oder wenn Sie an einem "posttraumatischen Belastungssyndrom" (PTBS) oder an einem Entwicklungstraume leiden.
Jean-Michel Plattner
Wilgis
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