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Der Waldstätterbund stellte nach eigenen Angaben ein Sammelbecken für die «vielen kleinen, unorganisierten nationalistischen Gruppierungen der Zentralschweiz» dar. Hinter dem propagierten losen Sammelbecken befand sich jedoch ein – zumindest auf dem Papier – straff strukturiertes, vereinsähnliches Gebilde.
Ihre Aktivitäten waren zu Beginn stark auf die Schaffung einer nationalistischen Jugendkultur ausgerichtet. Die Teilnahme an öffentlichen Aufmärschen gehörte genauso dazu wie interne Bildungs- und Kameradschaftsabende. Jahr für Jahr organisierte der Bund zudem die Gedenkfeier zur Schlacht bei Morgarten, welche er meist mit einem an die Blütezeit der Nazis erinnernden Fackelmarsch beging. Wie die Helvetische Jugend im Oberaargau und Berner Oberland war auch der Waldstätterbund eng mit der PNOS verknüpft. Sein einstiges Aushängeschild und ehemaliges JSVP-Mitglied, Daniel Herger aus Küssnacht SZ, präsidierte auch die mittlerweile aufgelöste Schwyzer Kantonalsektion der PNOS.
Nach einer ersten Blütezeit und den alljährlichen Umzügen zur Schlacht bei Morgarten, versuchte der Waldstätterbund – wahrscheinlich aus Mangel an Mitgliedern – im Jahr 2011 zunehmend, ursprünglich interne Veranstaltungen wie Ausflüge und Kameradschaftsabende öffentlich durchzuführen; allerdings mit nur mässigem Erfolg: So wurden im Frühjahr 2011 die insgesamt sechs (!) Teilnehmer (inkl. einer Teilnehmerin) eines «Kameradschafts- und Kulturwochenendes» in Luzern von Antifaschistinnen und Antifaschisten vertrieben. Kurz darauf wurde auch der monatliche Stammtisch aufgehoben und die Aktivitäten versiegten, bis auf den Aufruf zur Teilnahme an der Rütlifeier 2012, gänzlich.
Als Eingeständnis der nicht mehr existierenden oder funktionierenden Organisationsform kann der im November 2012 publizierte Schritt gewertet werden, sich der «Europäischen Aktion» anzuschliessen. Kurze Zeit später löste sich der Waldstätterbund definitiv auf.