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Sie ist mit Bronzesaiten bespannt und ein Feuerwerk von Obertönen beginnt zu sprühen, wenn die erste Saite ertönt. Diese Harfe entstammt der fast untergegangennen keltischen Hochkultur Irlands, deren unerreichte Metallverarbeitungskunst die Herstellung von Saiten aus Gold, Silber und Bronze ermöglichte.
Eine besondere Spielweise, die ebenfalls aus dieser Epoche überliefert ist und nun wiederentdeckt wird, erlaubt ein zweistimmiges Spiel, bei dem sich beide Hände abwechseln. Eine Erlösung für diejenigen, die mit dem gleichzeitigen Spiel beider Hände zu kämpfen haben. Das abwechselnde Spiel der Hände führt bei wachsendem Können nach und nach in die moderne Spielweise der Harfe ein.
Das abwechselnde (statt gleichzeitige) Spielen der beiden Hände trainiert auch das Gehirn in besonderer Weise, weil beide Hemisphären oszillierend miteinander verbunden werden. Anders als beim heute üblichen klassischen Harfenstil (bei dem die rechte Hand als Melodiehand dominiert und die linke Hand sich unterordnend einfügen muss) sind beim alten keltischen Harfenstil beide Hände gleichberechtigt an der Erzeugung von Melodie und Begleitung beteiligt.
Diese Spielweise ist nicht nur auf die Metallsaiten beschränkt. Kleine Nylonsaitenharfen, oft werden sie auch liebevoll "Reiseharfen" genannt, haben einen ähnlich obertonreichen Klang wie die Bronzesaiten. Da die Hände sehr nah beieinander (oft sogar ineinander) spielen, wird für diese Spielweise nur ein kleiner Tonumfang benötigt, was für die kleinen Harfen ideal ist.