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Als Student des Eidgenössischen Polytechnikums an der Abteilung für mathematische und naturwissenschaftliche Fachlehrer war Albert Einstein der Professorenschaft durch Respektlosigkeit aufgefallen, vom Rektor mit einem Verweis wegen Unfleiss ausgezeichnet worden und hatte mit der zweitschlechtesten Abschlussprüfung seines Jahrgangs geglänzt, gerade noch ausreichend für das schlechteste Diplom, unterboten einzig von den Leistungen seiner künftigen Frau Mileva Maric.
Abschrift des Briefs von Marie Curie an Pierre Weiss, Physikprofessor an der ETH, Paris, 17. November 1911.
Erst ein paar Jahre später verblüffte er die Fachwelt mit einer Folge spektakulärer Arbeiten zur theoretischen Physik, darunter die spezielle Relativitätstheorie. 1911 wurde er daher nach Brüssel an die erste internationale Physik-Konferenz des belgischen Industriellen Solvay eingeladen, wo er die polnisch französische Nobelpreisträgerin Marie Curie kennenlernte. Auf seinem holprigen akademischen Weg war der flatterhafte Querkopf inzwischen mit der stetigen Hilfe treuer Freunde bis auf einen Physiklehrstuhl an der deutschen Universität Prag gelangt. Hier gefiel es ihm allerdings nur kurz. Es traf sich somit günstig, dass die ETH sich gerade neu organisierte und den Unterricht der Grundlagenfächer ausbaute. Einmal mehr konnte Einstein auf seine verlässlichen Zürcher Freunde zählen, die nun mit Umsicht die Rückkehr des verlorenen Sohnes an die ETH einfädelten.
Dafür wurde unter anderem Marie Curie um ihre Einschätzung von Einstein gebeten. Am 17. November 1911 schrieb sie aus Paris, dass man in den noch jungen Forscher grösste Hoffnungen setzen und in ihm einen der führenden Theoretiker der Zukunft sehen könne. Das freundliche Urteil der zweifachen Nobelpreisträgerin trug schliesslich dazu bei, dass der gehörig beeindruckte Schweizer Bundesrat der Berufung Einsteins an die ETH zum ordentlichen Professor für theoretische Physik zustimmte.
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Weitere Dokumente der ETH-Bibliothek von und zu Einstein sind zu sehen in Einstein-online.
Lektüre zu Einsteins Werdegang bietet Albrecht Fölsing, Albert Einstein. Eine Biographie, 1993. Darin steht auf Seite S. 332 eine deutsche Teilübersetzung von Marie Curies Empfehlung.