Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03455.jsonl.gz/240

Die Stratigraphie: Lehre der Schichten
Während langer Zeit mussten sich Geologen damit begnügen, Gesteinen ein relatives Alter zuzuweisen, d. h., man war zwar in der Lage, eine Aussage darüber zu machen, welches Gestein älter war, konnte ihnen jedoch kein Alter in Zahlen zuschreiben. Mit einfachen Mitteln und dank dem Studium der Stratigraphie waren die Geologen trotzdem zu sehr schlüssigen Aussagen fähig. Hier einige Regeln, auf die sich ein Geologe bei der Erforschung einer Felswand beruft:
- Eine Schicht, die unter einer anderen liegt, ist zuerst abgelagert worden.
- Im Augenblick der Ablagerung weisen die Gesteinsschichten eine horizontale Ausrichtung auf. Sind sie heute nicht mehr horizontal, haben Drücke zu ihrer Deformation und Lageveränderung geführt.
- Anfangs sind die Schichten grosse, kontinuierliche Gesteinsbanden. Auch wenn sie heute nicht mehr verbunden sind (Unterbrechung durch eine Schlucht oder eine Verwerfung), rühren die Schichten ursprünglich aus derselben Ablagerung her und sind folglich auch gleich alt.