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Im Rahmen der Totalrevision des Bundesgesetzes über die Förderung von Turnen und Sport haben wir zwei gesetzliche Grundlagen angeregt, die eine Basis für Dopingkontrollen schaffen und den Datenaustausch zwischen verschiedenen Dopingbekämpfungsstellen erleichtern sollen. Unsere Vorschläge wurden gutgeheissen und in das Gesetz integriert. Das revidierte Gesetz erhöht die Rechtssicherheit für Sportlerinnen und Sportler im Bereich der Dopingbekämpfung.
Bis jetzt erfolgten Dopingkontrollen bei Sportlern auf einer mehr oder weniger freiwilligen Basis. Sportveranstalter und Dopingbekämpfungsstellen konnten nur Kontrollen durchführen, wenn der Athlet vorgängig zugestimmt hatte. Da allerdings ein Sportler von einem Wettbewerb ausgeschlossen werden kann, wenn er vorab keine Antidopingerklärung abgibt, konnte in diesem Zusammenhang kaum von einer freiwilligen Einwilligung im Sinne des DSG die Rede sein. Aus diesem Grund haben wir die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage angeregt, welche es anerkannten Antidopingstellen erlaubt, Dopingkontrollen durchzuführen.
Da Dopingkontrollen im Spitzensport international koordiniert und, insbesondere im Falle von Missbräuchen, Daten international ausgetauscht werden müssen, bedurfte es einer gesetzlichen Regelung, die auch einen solchen Datentransfer reguliert. Vor diesem Hintergrund haben wir ein Gesetz vorgeschlagen, das einen internationalen Datenaustausch mit anerkannten Dopingbekämpfungsstellen (wie z.B. der World Anti-Doping Agency) unter Berücksichtigung der Bestimmungen des DSG ermöglicht.