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Geschichte
Die Küste und die Berge von Mac Robertson Land wurden zuerst vom Australier Douglas Mawson bei einer Schiffsfahrt während der britischen, australischen, neuseeländischen antarktischen Forschungsexpedition von 1929-31 gesehen. Einer Wasserflugzeugaufklärung am 1. Januar 1930 folgend, nannte Mawson das neuentdeckte Gebiet «Mac Robertson Land» nach Macpherson Robertson.
Die Küste von «Mac Robertson Land» wurde während der zweiten Kreuzfahrt der Expedition im Jahr 1931 ausgewertet und am 18. Februar landete Mawson am «Kap Bruce» - der ersten bekannten Landung in diesem Teil von Ostantarktis.
Die Küste von «Mac Robertson Land» wurde während der der amerikanischen Expedition «Operation Highjump» 1946-1947 aus Flugzeugen fotografiert. Auf der Suche nach einer geeigneten Stelle zur Errichtung einer Forschungsstation nahm Dr. Phillip Law 1953 die Fotos zur Hilfe und empfand die hufeisenförmige Bucht mit der felsigen Küste als geeignet.

Am 13. Februar 1954 hisste Law die australische Flagge auf der neuen Station. Sie erhielt zu Ehre des grössten Australischen Polarforscher Douglas Mawson dessen Namen. Es wurden Hütten für den Wohnbereich, eine Arbeitshütte und diverse Unterstände errichtet.
Bis 1966 ist Anzahl von Gebäuden und Einrichtungen auf mehr als 50 angestiegen. Die Mawson-Station war die Basis zur Erkundung der Küsten, für grössere Durchquerungen im antarktischen Hinterland, zum «Lambert Glacier» und die «Prince Charles Mountains», sowie für Luftaufklärung geworden. Eine grössere Weiterentwicklung der Station war der Bau des ersten in der Antarktis erbauten Flugzeughangars im Jahr 1956.
Die heutige Mawson-Station besteht grösstenteils aus Gebäuden die in der Zeit von 1980 bis heute errichtet wurden. Die Mawson-Station ist eine der am längsten ununterbrochen besetzten Stationen in der Antarktis und die älteste südlich des Polarkreises.

Information
Aufgrund der geografischen Nähe zur Antarktis konzentriert Australien nahezu ihre gesamten Polarforschungsaktivitäten auf diese Regionen des Südpols. Die drei australischen Stationen dienen gewissermassen als Zugangstor, von dem aus zahlreiche andere nationale Polarprogramme ihre logistischen Operationen in der Antarktis starten. Australien zeigt darüber hinaus sehr viel Eigeninitiative und spielt eine bedeutende Rolle in der Grundlagenforschung, sowohl im Rahmen nationaler als auch internationaler Projekte. Obwohl die australischen Stationen «Casey», «Davis» und «Mawson» geografisch isoliert sind, werden sie von der «Australian Antarctic Division» genutzt, um Forschungsvorhaben ganz unterschiedlicher Art zu unterstützen, wobei Klima-, Meeres- und Umweltfragen besonders im Vordergrund stehen. Im Sommer arbeiten in der Station ca. 60 Forscher, im Winter noch max. 20 Personen. Seit dem 13.Feb.1954 bis heute ist die Station ununterbrochen besetzt.
Wissenschaft
Die australische antarktische wissenschaftliche Forschung ist ein Programm das unter dem antarktischen Vertrag geführten Nationen koordiniert wird. Etwa 250 Wissenschaftler von australischen und überseeischen Universitäten reisen jährlich südwärts, um ihrer Forschung nachzugehen Auf den drei permanenten kontinentalen Forschungsstationen «Casey», «Davis» und «Mawson» und auf «Macquarie Island» werden jährlich an etwa 160 Projekten gearbeitet. Andere grössere kontinentale Forschungsstandorte befinden sich bei der «Law Basis», den «Prince Charles Mountains» und der «Commonwealth Bay». Die Australische antarktische wissenschaftliche Forschung ist in vier Prioritätsprogramme eingeteilt:
● Eis, Ozean, Atmosphäre und Klima
● Südozeanökosysteme
● Anpassung an Umweltveränderungen
● Wirkungen von menschlichen Aktivitäten in der Antarktis
Jede dieser Prioritätsprogramme ist verantwortlich für einen Teil einer fünfjährigen Wissenschaftsstrategie die durch das antarktische Wissenschaft beratende Komitee (ASAC) genehmigt wird. Sie wird vom Ministerium für Umgebung und Erbe unterstützt.

Plan der Mawson-Station
Umgebungsplan
Detailplan der Station
Webcam:
http://www.aad.gov.au/default.asp?casid=6909
Tierwelt:
Adelie Pinguine, Kaiserpinguine, Seevögel, Robben