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Diskriminierung geflüchteter Frauen beim Zugang zum Arbeitsmarkt
Eine qualitative Fallanalyse aus intersektionaler Perspektive
Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist von grosser Bedeutung. Denn er ermöglicht nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch Teilhabe an der Gesellschaft und soziale Anerkennung. Gewisse Personengruppen haben es besonders schwer, sich zu integrieren. Geflüchtete Frauen sind eine wachsende und speziell schutzbedürftige Gruppe, die in politischen Diskussionen und der Forschung oft unbeachtet bleibt. Sie sind beim Zugang zum Arbeitsmarkt besonderen Herausforderungen gegenübergestellt, da sie gegenüber geflüchteten Männern wie auch inländischen Frauen, die ihrerseits gegenüber inländischen Männern schlechter gestellt sind, benachteiligt sind. In diesem Zusammenhang kann von Intersektionalität gesprochen werden. Daher geht die vorliegende Bachelor-Arbeit der Forschungsfrage nach, aufgrund welcher Merkmale geflüchtete Frauen beim Zugang zum Arbeitsmarkt diskriminiert werden und wie diese zusammenhängen. Die qualitative Untersuchung wurde mittels narrativer Interviews mit sechs geflüchteten Frauen und drei Expert*innen-Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass geflüchtete Frauen aufgrund diverser Merkmale wie Religion und in diesem Zusammenhang das Kopftuch, Hautfarbe oder Geschlecht und die damit verbundene Betreuungspflicht diskriminiert werden. Dabei wurde ersichtlich, dass viele dieser Merkmale interagieren und dadurch die Möglichkeit auf eine Anstellung noch verringert wird. Die Ergebnisse werden mit Interventionen zur Prävention von Diskriminierung und Vorschlägen für die Verbesserung der Gleichstellung ergänzt. Dabei wurden die Massnahmen auf der gesellschaftlichen und politischen, betrieblichen sowie institutionellen Ebene angesetzt.