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„Maschinenfabrik Oerlikon, Stator-Hälfte 90 Tonnen, für den grössten Einphasen-Bahn-Generator der Welt für SBB-Kraftwerk Göschenen“ mit dieser Tafel reiste das erste Kraftwerks-Grossteil von Zürich nach Göschenen. Die auf Spezialstransporte spezialisierte Firma Welti-Furrer hat auch diese „spektakulären“ Grosstransporte durchgeführt. Die Statorenhälfte 1959, den Rotor der Maschinenfabrik Oerlikon im Jahr 1960 und den Transformator der Firma Sécheron aus Genf dann im Jahr 1959.
Eugen Rippstein und Anton Heer ist es zu verdanken, dass die einzelnen Bilder einen aussagekräftigen Titel bekommen haben und dass die Bilder nun in einer logischen Reihenfolge sortiert sind. Die alten Bildcodes liefen von Ans_11610 bis 11627. Neu finden Sie die Bilder gebündelt mit dem Bildcode-String Ans_11610 wie gewohnt auf unserer Bilddatenbank E-Pics Bildarchiv Online.
Exemplarisch seien die Transporte mit der Statorenhäfte nachgezeichnet.
Eugen Rippstein hat folgendes Bild nochmals genauer angeschaut und kommt zu folgendem Schluss:
„Das verwirrende Gleis im Vordergrund ist kein Bahngleis, das ist das Gleis für den Baustellenkran. Diese niedrigen Puffer wären untauglich für einen Bahnwagen (siehe auch den Puffer für den Portalkran auf Bild Ans_11610-01). Dieses Gleis muss immer absolut eben verlegt werden, darum diese provisorische Konstruktion. Damit bin ich sicher dass das Tor die damalige Einfahrt ins Kraftwerksgebäude ist. Das Bild zeigt also die Einfahrt der Statorhälfte ins Kraftwerksgebäude.
Eugen Rippstein liefert zum obigen Bild weitere Kontextinformationen: „Der grösste Einphasen-Bahnstromgenerator. Wo liegen die Unterschiede zum üblichen dreiphasigen Drehstrom-Netz?
- Die Schweiz hat sich schon sehr früh um die Elektrifizierung der Bahnen gekümmert. Es musste Wechselstrom sein, denn nur dieser kann mit hoher Spannung über lange Leitungen transportiert und dann in der Lokomotive wieder auf eine tiefere Spannung transformiert werden, für diese sich Motoren bauen lassen.
- Schon zwischen 1906 und 1909 wurden Versuche mit elektrischen Lokomotiven auf der Strecke Seebach – Wettingen gemacht, das führte dann auch schon früh zur Festlegung des heutigen Bahnstromsystems.
- Das Drehstromsystem kam für die Bahnen nicht infrage, sonst hätte man zwei Fahrdrähte (+ Schiene als dritter Leiter) aufhängen müssen, siehe Bahn aufs Jungfraujoch. So wurde das Einphasensystem (Fahrleitung + Schiene als zweiter Leiter) festgelegt.
- Die Wechselfrequenz 50 Hz (= 50 Polwechsel pro Sekunde) war für die damals (ohne Elektronik) mögliche Konstruktion starker Elektromotoren nicht brauchbar. So hat man damals diese Wechselfrequenz auf 16 2/3 Hz ( 1/3 von 50 Hz) reduziert. Dies wäre für heutige Lokomotiven nicht mehr nötig, aber ein Umbau wäre viel zu kostspielig.“
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Vollständige Bildinformationen
Unbekannt: Göschenen, Strassentransport des Transformators auf der Strasse vom Bahnhof Göschenen zum Kraftwerk, 1961. Transporte der Firma A. Welti-Furrer AG für das Kraftwerk Göschenen, 1959-1961. Sammlung mit 18 Bildern (alle digitalisiert) (Ans_11610-17, http://doi.org/10.3932/ethz-a-000992170)