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Aktuell sind 19’957 oder 41 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz in der Bergregion tätig. Sie bewirtschaften 405’440 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in den Bergzonen 1 bis 4. Im Jahr 2021 produzierten 4355 Bauernbetriebe im Berggebiet oder 22 % nach den Richtlinien des biologischen Landbaus. Da sich die Berggebiete nicht für Ackerbau oder Spezialkulturen eignen, haben die meisten Bergbetriebe ihren Produktionsschwerpunkt in der Tierhaltung. Wichtig für die Berglandwirtschaft sind die Grünlandbewirtschaftung mit Milchproduktion, Mutterkuhhaltung sowie die Rindviehzucht und -mast aber auch Kleinwiederkäuer. In einigen Regionen ist der Anbau von Gewürz- und Heilpflanzen ein relevanter Wirtschaftszweig. Die Alpwirtschaft ist eng mit der Berglandwirtschaft verbunden. Es sind die Betriebe im Berggebiet, welche die meisten Sömmerungstiere stellen und Betrieb, Unterhalt und Pflege der alpinen Sömmerungsbetriebe sicherstellen. Die Zahl der gesömmerten Tiere aller Arten ging 2021 im Vergleich zu 2020 um 4.3 % zurück. Das ist hauptsächlich auf die klimatischen Veränderungen sowie auf die stark wachsenden Wolfsbestände zurückzuführen.
Die Bergbauernfamilien bewirtschaften ihre Höfe unter erschwerten natürlichen Bedingungen. Lange Winterfütterungszeiten, Hang- und Steillagen, schwierige, z.T. fehlende Erschliessung sowie kleinräumige Strukturen machen die Produktion im Berggebiet arbeitsaufwändig und teurer. Trotz der vielen und harten Arbeit ist die Einkommenssituation der Bergbetriebe unbefriedigend. Der durchschnittliche Arbeitsverdienst einer landwirtschaftlichen Familienarbeitskraft in der Bergregion betrug 2022 lediglich 43’100 Fr. pro Jahr. Das entspricht 58 Prozent des Vergleichslohns eines Angestellten ausserhalb der Landwirtschaft. Es ist auch deutlich unter dem durchschnittlichen Verdienst auf landwirtschaftlichen Talbetrieben.
Ein nicht unerheblicher Teil der Bergbetriebe wird deshalb im Nebenerwerb geführt. Diese Nebenerwerbsbetriebe sind wichtig für die Aufrechterhaltung der Berglandwirtschaft. Sie tragen zur Produktion von Lebensmitteln mit hoher Wertschöpfung und damit zum Fortbestand der regionalen Verarbeitungsinfrastrukturen (Käserei, Schlachthof, ...) bei.
32 Prozent oder 899.6 Mio. Fr. plus 80.1 Mio. Fr. Investitionskredite und 61.1 Mio. Fr. aus Beiträgen für die Strukturverbesserung sollten helfen, die Situation der Bergbauernfamilien zu verbessern.
Viele Konsumenten schätzen die authentischen Produkte aus dem Schweizer Alp- und Berggebiet. Diese sind mit dem Berg- oder Alpzeichen gekennzeichnet und geschützt.