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Nephroprotektion
Jede chronische Nierenerkrankung führt im Verlauf der Jahre zu einem zunehmenden Funktionsverlust der Nieren. Dies bedeutet, dass die Hauptfunktion der Nieren, das Blut von aus dem Stoffwechsel anfallenden „Abfallprodukten“ zu reinigen, mehr und mehr abnimmt. In der Praxis wird dies durch regelmässige Messungen der Clearance, d.h. der Menge des pro Minute durch die Nieren gereinigten („geclearten“) Bluts, dokumentiert.
Eines der wichtigsten Ziele einer nephrologischen Therapie ist es, den Fortschritt des Nierenfunktionsverlusts über die Zeit zu verlangsamen oder zu stoppen. Dies geschieht durch die Minimierung schädigender Einflüsse auf die Nieren, insbesondere auf die Glomeruli („Gefässknäuelchen“). Letztere sind die Mikrofilter, welche die Blutreinigung gewährleisten.
Der Begriff „Nephroprotektion“ („Nierenschutz“) bedeutet, langfristig die Nierenfunktion durch Reduktion der Arbeitsbelastung der Nieren besser aufrechtzuerhalten, in erster Linie durch Senkung des Drucks in den Glomeruli. Dies kann durch Drosselung der Blutzufuhr in die Glomeruli hinein (afferente Arteriole, siehe Abbildung) und durch Erhöhung des Blutabflusses aus den Glomeruli heraus (efferente Arteriole) geschehen. Konkret kommen dafür ernährungstechnische und medikamentöse Massnahmen in Frage, wie in der Abbildung dargestellt.
NEPHROPROTECTION
Neophroprotection = improving renal longevity by reducing renal workload through lowering intraglomerular pressure