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von Florian Brauchli //
Boyd Exell bleibt der «König von Genf» bei den Vierspännerfahrern. Der Australier gewann – bei seinem zehnten Start in Genf zum zehnten Mal – im Stechen der besten Drei vor dem Deutschen Georg von Stein und dem Niederländer Bram Chardon. Jérôme Voutaz, das «Schweizer Eisen» wurde Vierter.
Es herrschte viel Verwirrung und Unsicherheit. Boyd Exell hatte im ersten Umgang einen Pylonen überfahren, der erst später im Kurs an der Reihe gewesen wäre. Beim nächsten Tor wurde er abgeläutet, damit der Pylon wieder aufgebaut werden konnte. Als er wieder ins Geschehen eingriff, startete er nicht von der gleichen Stelle und «sparte» damit wertvolle Zeit. Damit schaffte er es drei Sekunden vor Voutaz in das Stechen. Dieser legte sogleich Protest ein und durfte zum Stechen starten. Dort zeigte er eindrücklich seine Klasse in der Halle. Er blieb fehlerfrei in 156.85 Sekunden. Doch inzwischen wurde der Gegenprotest von Exell gutgeheissen und Voutaz' Fahrt im Stechen wurde annulliert. Stattdessen fuhr Exell zur neuen Bestzeit, die bist zum Schluss Bestand hatte. «Die Regeln sind klar. Der Neustart erfolgt vor dem nächsten Hindernis», erklärte Jurypräsident Hanspeter Rüschlin. «Es ist also alles mit rechten Dingen zugegangen.» Im Sinne des Sports liess man Voutaz zum Stechen antreten, falls die Entscheidung der Jury falsch gewesen und Exell ausgeschlossen worden wäre. Trotz eines Ballabwurfes blieb der Australier fünf Sekunden vor dem fehlerlosen Georg von Stein, der sich den zweiten Platz sicherte. Rang drei ging an Bram Chardon, dem Sohn des zehnfachehn Weltmeisters IJsbrand Chardon. Er musste drei Ballabwürfe in Kauf nehmen und realisierte so die Zeit von 165.73 Sekunden. Fehlerlos hätte es gar für den Sieg gereicht.
Quelle: Pferdewoche