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Walross
Walross
Lebenserwartung: 20-30 Jahre
Grösse: Bullen ca. 3 ½ Meter / Kühe ca. 3 Meter
Gewicht: Bulle ca. 1200 kg / Kuh ca. 600-800 kg / bei der Geburt: ca. 50-85 kg
Lebensraum: Beringmeer, Hudson Bay, Grönland, Spitzbergen, Sibirien
Fakten die uns zum Staunen bringen
- Das auffälligste Merkmal des Walrosses sind seine langen Stosszähne, die auch als Hauer bezeichnet werden. Sie sind bei beiden Geschlechtern vorhanden, bei den Männchen aber in der Regel länger. Die wichtigste Funktion der Hauer besteht darin, Geschlecht, Alter und sozialen Status ihrer Träger zu demonstrieren. Aber neben zahlreichen anderen Funktionen dienen sie auch zum Aufbrechen von Atemlöchern im Eis oder als Hilfsmittel beim Verlassen des Wassers. Daher kommt der lateinische Name Odobenus rosmarus - übersetzt etwa: „Zahn-gehendes Seepferd“.
- Walrosse erreichen schwimmend und tauchend eine Geschwindigkeit von bis zu 35 Kilometern pro Stunde.
- Walrosse ernähren sich unter Wasser und können bis zu 30 Minuten lang tauchen.
- Ein Walross verwendet seine Vibrissen (Barthaare) um Nahrung aufzuspüren. Es ist in der Lage während eines Tauchgangs zwischen 3000 bis 6000 Sandklaffmuscheln zu vertilgen.
- Die Hälfte ihres Lebens halten sich Walrosse an Küsten arktischer Inseln oder am Packeisrand auf, wo sie sich in grossen Herden versammeln. Ausserhalb der Paarungszeit sind diese Herden meist nach Geschlechtern getrennt; Ausnahmen von dieser Regel existieren in einigen nordkanadischen Populationen, in denen Männchen und Weibchen das ganze Jahr über zusammenbleiben.
- Die Paarung findet zwischen Januar und Februar wahrscheinlich im Wasser statt. Nach der Befruchtung bleibt das Ei zuerst über vier bis fünf Monate dormant (Eiruhe, d. h., es entwickelt sich nicht weiter), bevor die elfmonatige eigentliche Tragzeit beginnt. Die Geburt findet in der Regel also im Mai des übernächsten Jahres statt, so dass sich ein zweijähriger Fortpflanzungsrhythmus ergibt, der sich bei älteren Kühen zunehmend verlängern kann. Jede trächtige Kuh bringt nur ein Kalb zur Welt; Zwillingsgeburten sind extrem selten. Die geringe Geburten- und Nachkommenzahl führt dazu, dass Walrosse eine selbst für Säugetiere extrem niedrige Fortpflanzungsrate haben und daher Populationsrückgänge nur über lange Zeiträume hinweg wieder ausgleichen können.
- Eine ursprünglich auf Island vorkommende Walross-Population wurde durch die Wikinger ausgerottet.
- Walrosse kommunizieren mit verschiedenen Lauten. Ein untergetauchtes Walross kann pfeifend und grunzend bis in einer Entfernung von 1,5 Kilometer zu hören sein.