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Egon Bahr wurde am 18. März 1922 im thüringischen Treffurt geboren. Nach einer Ausbildung zum Industriekaufmann in Berlin und zwei Jahren in der Wehrmacht, war er nach dem Krieg Journalist. Seit 1956 Mitglied der SPD, wirkte er von 1960 bis 1966 als Leiter des Presse- und Informationsamtes des Landes Berlin und somit als Sprecher des Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt. Als Brandt Außenminister wurde, folgte ihm Bahr als Leiter des Planungsstabes ins Auswärtige Amt. Er gilt als Vordenker der von der Regierung Willy Brandt 1969 eingeleiteten Ostpolitik «Wandel durch Annäherung», die Bahr ab 1969 als Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Unterhändler in Moskau, Warschau und Ostberlin in die Realität umsetzte. Ab 1972 bis zum Rücktritt von Willy Brandt 1974 war Bahr Bundesminister für besondere Aufgaben. Dann, unter Helmut Schmidt, bis 1976 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mitglied des Deutschen Bundestages von 1972 bis 1990 und wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik der Universität Hamburg von 1984 bis 1994. Bahr war in zweiter Ehe verheiratet und Vater von drei Kindern. In der Nacht zum 20. August 2015 verstarb er im Alter von 93 Jahren in Berlin. 2013 veröffentlichte er noch das Buch «Erinnerungen an Willy Brandt».
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