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Keinen Platz für die deutsche Sprache
Die geplante Zweisprachigkeit bei der Fusion von Freiburg sei laut der Organisation "Communauté Romande" verfassungswidrig.
Die geplante Fusion von Grossfreiburg könnte zu einem neuen Sprachenstreit führen. Die Vereinigung "Communauté Romande du Pays de Fribourg" ist nicht damit einverstanden, dass das fusionierte Freiburg offiziell als zweisprachig gelten soll, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Ihr Argument: Es würden nur französischsprachige Gemeinden fusionieren, daher verstosse eine offizielle Zweisprachigkeit gegen die Verfassung. Das Projekt würde die Sprachgrenze zudem willkürlich verschieben und damit das Recht eines jeden Bürgers untergraben.
Anderer Meinung war die Fusionsversammlung, die grossmehrheitlich aus französischsprachigen Mitgliedern besteht. Sie hat entschieden, die Zweisprachigkeit in Grossfreiburg offiziell zu verankern. Der Grund dafür ist das Minderheitenrecht. Dieses wird zum Beispiel auf Bundesebene angewendet, sodass die französischsprachigen Beamten in ihrer Muttersprache mit den Bundesbehörden korrespondieren können. Und das würden die französischsprachigen Beamten sehr schätzen, sagt der Syndic der Stadt Freiburg, Thierry Steiert, der auch ein Vorstandsmitglied des Fusionsprojekts ist. "Diese Anerkennung als Amtssprache ist genau das, was sich auch die sprachliche Minderheit in der Stadt Freiburg wünscht."
Die "Communauté Romande" hatte in der Vergangenheit immer wieder Vorstösse für die Zweisprachigkeit bekämpft, unter dem Vorwand, es drohe eine Germanisierung. In den letzten 15 Jahren war es um die Organisation allerdings ruhiger geworden.