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Ich fühlte mich vor dem Rennen in Lostorf sehr gut. ausser dass ich leichte Rückenschmerzen hatte. Nach einem Besuch beim Chiropraktiker waren diese aber wieder weg. Die Strecke in Lostorf lag mir auch sehr, denn schon im letzten Jahr fuhr ich auf dieser Strecke ein Rennen und damals fuhr ich auf den 2. Rang. Für die Schweizermeisterschaft haben die Veranstalter noch zwei grosse Holzsprünge gebaut und vor dem Ziel einen coolen Pumptrack. So stieg ich voller Freude und Selbstvertrauen in dieses wichtige Rennen!
Beim Start konnte ich in der ersten Startreihe einstehen, denn ich hatte die Startnummer drei. Der Start gelang mir dann auch sehr gut und ich kam am besten weg. Alle Fahrer preschten in Richtung des sehr langen Startaufstieges, welchen wir im Rennen noch weitere fünf mal bewältigen mussten. Schon an diesem Aufstieg konnten sich etwa sechs Fahrer von den restlichen Fahrern absetzen. Ich fühlte mich sehr gut und machte Tempo, um als erster in die Abfahrt zu stechen, welches mir auch gelang. Noch in der gleichen Runde griffen zwei Fahrer an, an welchen ich daran zu bleiben versuchte, was mir jedoch nicht gelang. Einige von uns versuchten in den nächsten zwei Runden diese Fahrer wieder zu stellen. Leider gelang es uns aber nur einen Fahrer wieder einzuholen, der andere fuhr alleine seine Runden und wurde verdienter Schweizermeister.
Kurz vor der vierten Runde konnte ich plötzlich dem Tempo der Fahrer, welche um Platz zwei und drei kämpften, nicht mehr folgen und mein Rücken meldete sich wieder. Ich konnte einfach keine Kraft mehr auf die Pedale bringen, obwohl ich in den vorherigen Runden selten am Limit fahren musste. Die vierte und fünfte Runde war für mich katastrophal und mich überholten noch einige Fahrer. Kurz vor der letzten Runde wollte ich einem Fahrer, der mich überholte, anhängen und ich schaltete in einen grösseren Gang und drückte voll auf die Pedale, genau in diesem Moment sprang mir die Kette vom Zahnkranz, obwohl ich eine Kettenführung hatte. Genau wegen dieser Kettenführung hatte ich danach sehr grosse Mühe, die Kette wieder auf den Zahnkranz zu bekommen und ich verlor noch einmal drei Plätze. Dies war echt ärgerlich!
In der sechsten und letzten Runde hatte ich plötzlich wieder Kraft und ich konnte noch einen Fahrer einholen. Zusammen versuchten wir dann noch weitere Fahrer einzuholen, aber da diese zu weit weg waren, gelang es uns nicht. Den Zielsprint verlor ich leider gegen den Fahrer, welchen ich in dieser letzten Runde noch eingeholt hatte.
Dieser Renntag ist für mich einer zum Vergessen, denn mein Maximalziel war es, eine Medaille zu holen und mein Minimalziel ein Top-10 Resultat zu erzielen, denn bei den vorherigen Rennen war ich von den Schweizern meistens auch in den Top-10. Leider gelang es mir nicht mein Ziel zu erreichen und deshalb war ich enttäuscht. Ein 13. Rang an der Schweizermeisterschaft war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.
Das einzig Positive an diesem Rennen war, dass ich sah, dass ich eigentlich wieder vorne mitfahren kann. Jetzt gilt es, mich von den letzten drei harten Rennwochen vollkommen zu erholen und mich optimal auf das Schlussrennen des BMC-Racing-Cups vorzubereiten, welches in vier Wochen in Muttenz stattfinden wird.