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Zürcher Forscher Adriano Aguzzi ausgezeichnet
Adriano Aguzzi, bekannt geworden als Forscher auf dem Gebiet der Prionenforschung, hat einen der wichtigsten italienischen Wissenschaftspreise gewonnen, wie die Universität Zürich am Donnerstag mitteilte.
Aguzzi ist als Professor für Neuropathologie an der Universität Zürich tätig. Mit seinen Prionenforschungen hat er wichtige Beiträge geleistet zur Erforschung des Rinderwahnsinns (BSE) und zur Behandlung der Alzheimerkrankheit. Aguzzi forscht laut Mitteilung heute vor allem auf dem Gebiet der Neurodegeneration und der Krebsentstehung im Nervensystem.
Der mit 65'000 Euro dotierte Antonio-Feltrinelli-Preis für italienische Bürger gelte als "italienischer Nobelpreis". Er wird abwechselnd für besondere Leistungen in Kunst, Musik, Geschichte, Philosospfhie, Naturwissenschaften und Medizin verliehen.
Die Accademia Nazionale dei Lincei übergibt den Preis 2009 am heutigen Donnerstag in Rom, wie es in der Mitteilung heisst. Es ist nicht die erste grosse Auszeichnung für den Wissenschaftler, der 1960 in der norditalienischen Stadt Pavia geboren wurde und seit 1993 an der Universität Zürich tätig ist.
Aguzzis bahnbrechende Forschungen wurden unter anderem geehrt mit dem Marcel-Beniost-Preis 2004, dem Robert-Koch-Preis 2003,dem Biotec Award 2000, dem Ernst-Jung-Preis 1999, dem Cloëtta-Preis 1998 und dem Pfizerpreis 1997.
sda
12.06.2009 - dzu