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Erdöl ein Naturprodukt: Das Erdöl ist eine wertvolle Wundertüte der Natur, bestehend aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Seit Urzeiten wird es geschätzt. Noah brauchte es zum Abdichten der Arche, die Indianer zur Wundpflege.. Erdöl in der Raffinerie: Rohöl besteht vor allem aus Kohlewasserstoffen mit verschiedenen Siedepunkten. In der Raffinerie werden Schmieröl, Diesel, Kerosin und Gase daraus gewonnen. Das passiert im Destillationsturm: Das Öl wird auf 400 Grad erhitzt. Es verdampft und strömt in die Destillationskolonne mit Trennböden. An denen kondensieren die Erdölprodukte. Je höher der Dampf steigt, umso kühler ist er.. Wenn Erdöl knapp wird gibts zu wenig Treibstoff. Darum versuchten Chemiker jahrelang, Kohlenwasserstoffe aus Kohle herzustellen. In deutschen Labors gelang es. Bei dieser sogenannten Kohleverflüssigung entstehen künstliche Treibstoffe und Öle. Friedrich Bergius erhielt dafür 1931 den Nobelpreis. Künstliche Treibstoffe: Im 2. Weltkrieg war Deutschland von den grossen Erdölvor-kommen abgeschnitten. Eilig baute man Werke zur Kohlever-flüssigung. Sie wurden zum Hauptangriffsziel feindlicher Bomber. Und heute? Wir können zwar Treibstoffe und Öle künst-lich herstellen, aber teurer als aus dem Erdöl. Dieses besteht aus Hunderten chemischen Verbindungen. Auch Erdöl könnte man künstlich herstellen, aber es würde zu viel kosten.