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Effekt von Glucosamin und Chondroitin bei Arthrose
Die sogenannten Knorpelaufbaupräparate finden in der Therapie der Arthrose breite Anwendung, obwohl deren Wirksamkeit kontrovers diskutiert wird. Die Autoren einer im BMJ publizierten Metaanalyse haben den Effekt von Glucosamin und Chondroitin gegen denjenigen von Placebo verglichen.
Elektronische medizinische Datenbanken sowie Konferenzabstracts und relevante Websites wurden nach randomisierten Studien durchsucht, welche Glukosamin, Chondroitin oder die Kombination der beiden Substanzen bei mindestens 200 Personen mit einer Hüft- oder Kniearthrose gegeneinander oder gegen Placebo verglichen. Primärer Endpunkt der Metaanalyse war die Schmerzintensität auf einer visualisierten, analogen 10 cm Skala.
Sekundärer Endpunkt war die Veränderung der Weite des Gelenkspalts.
In die Metaanalyse eingeschlossen wurden 10 Studien mit 3803 Patienten. Die Schmerzintensität reduzierte sich im Vergleich zu Placebo um 0.4 cm unter Glucosamin, um 0.5 cm unter Chondroitin und um 0.5 cm unter der Kombination von Glucosamin und Chondroitin. Die Unterschiede erreichten die zuvor definierte minimal klinisch relevante Differenz nicht. Die Effekte von Glukosamin und Chondroitin auf die Gelenkspaltweite waren nicht signifikant.
Konklusion der Autoren: Der schmerzlinderne Effekt von Glukosmain und Chondroitin ist im Vergleich zu Placebo minim und klinisch nicht relevant. Die Autoren sind der Meinung, dass diese Präparate von der Grundversicherung nicht vergütet werden sollten.
Link zur Studie
BMJ 2010;341:c4675 - Wandel S et al
04.10.2010 - dde