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Das zeigt eine Studie der Forschungsstelle Sotomo, die vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG in Auftrag gegeben wurde, wie es in einer Mitteilung der Bundesbehörden vom Donnerstag heisst.
Ob man in einem Haushalt mit Kindern lebt oder nicht, hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Arbeitsbelastung während der Covid-19-Pandemie. Dabei ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern deutlich: Berufstätige Frauen waren stärker betroffen als berufstätige Männer.
Rund ein Viertel bis knapp ein Drittel der Befragten, die mit Kindern unter 16 Jahren zusammenleben, gaben an, wegen Homeschooling, des Unterrichts zu Hause, und Kinderbetreuung weniger Kapazitäten für die Erwerbstätigkeit zu haben.
Auch das soziale Milieu spielt eine grosse Rolle: Je besser gebildet, desto grösser die empfundene Einschränkung der Arbeitskapazität. Eltern mit weniger hohem Bildungsstand üben häufiger Tätigkeiten aus, die nicht vom Homeoffice aus erledigt werden können und haben entsprechend weniger Möglichkeiten, zu Hause Homeschooling und Kinderbetreuung zu leisten.
Spannungen und Konflikte
Die Krise hatte auch Auswirkungen auf die Stimmung in den Haushalten, wie die Umfrage ergab. Ungefähr jede fünfte befragte Person gab an, zu Hause mehr Spannungen und Konflikte zu erleben als vor der Coronavirus-Pandemie. Über die Zeit betrachtet, stieg der Anteil der Männer, die zu Hause mehr Spannungen und Konflikte wahrnahmen, etwas an, während er bei den Frauen mit der Zeit etwas abnahm.
Die Analyse der Forschungsstelle Sotomo basiert auf den Daten des SRG-Corona-Monitors. Die Umfrage erfolgte in vier Befragungswellen zwischen dem 22. März und 8. Juni 2020. Im Durchschnitt beteiligten sich jeweils rund 30'000 Personen an einer Befragung. Sotomo wird vom Geografen und Politikwissenschaftler Michael Hermann geleitet, der an der Universität Zürich lehrt.
(sda/tdr)