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Am 7. Februar 1971 wurde das Stimm- und Wahlrecht für Frauen auf eidgenössischer Ebene eingeführt. Damit erhielten die Frauen die gleichen politischen Rechte wie die Männer. Bis die Frauen aber auch in allen Kantonen abstimmen durften, dauert es noch bis 1991. Ein weiterer wichtiger Schritt erfolgte 1996 mit dem Gleichstellungsgesetz. Es sorgt seither dafür, dass Frauen gegen ungerechtfertigte Lohnunterschiede vorgehen können.
Mit dem Ja zum entsprechenden Bundesbeschluss erhielten die Frauen im Februar 1971 das Frauenstimm- und Wahlrecht auf eidgenössischer Ebene. Bei den im Oktober folgenden nationalen Parlamentswahlen wurden zehn Frauen in den Nationalrat und eine Frau in den Ständerat gewählt.
Die meisten Kantone führten mit dem eidgenössischen auch das kantonale Frauenstimmrecht ein. Da und dort dauerte es aber noch länger, bis die Frauen ganz mitbestimmen durften: Im Kanton Appenzell Ausserrhoden entschied die Landsgemeinde erst 1989 zugunsten des Frauenstimmrechts. Und im Kanton Appenzell Innerrhoden erhielten die Frauen ihre politische Rechte erst 1991 aufgrund eines Bundesgerichtsentscheids.
Gleichstellungsgesetz
Ein weiterer wichtiger Schritt erfolgte mit dem Gleichstellungsgesetz 1996. Darin ist der Grundsatz verankert, dass Frauen und Männer gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit zusteht. Um diesen Anspruch durchzusetzen, sind Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden seit Juli 2020 verpflichtet, Lohnanalysen durchzuführen und diese von einer unabhängigen Stelle überprüfen zu lassen.
Ab diesem Jahr gelten für grosse börsenkotierte Unternehmen mit Sitz in der Schweiz zudem Richtwerte für die Vertretung von Frauen in den Leitungsgremien: Im Verwaltungsrat soll ihr Anteil 30 Prozent und in der Geschäftsleitung 20 Prozent betragen.
Testimonial von Bundesrätin Simonetta Sommaruga
«Die Schweiz ist erst seit 50 Jahren eine richtige Demokratie – vorher war eine Mehrheit der Bevölkerung von den politischen Entscheiden ausgeschlossen. Dann aber ging es vorwärts: mit der allerersten Abstimmung nach Einführung des Frauenstimmrechts verankerte eine grosse Mehrheit der Frauen zusammen mit den Männern den neuen Umweltschutzartikel in der Bundesverfassung. Ich bin zuversichtlich, dass die Frauen auch beim Klimaschutz dafür sorgen, dass es vorwärts geht. Damit auch unsere Enkelinnen und Enkel dankbar zurückschauen auf unsere vorausschauende Politik.»
Veranstaltungen
Zum 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts finden das ganze Jahr hinweg Veranstaltungen statt. Die offizielle, durch den Bund organisierte Feier wird am 2. September 2021 im Bundeshaus stattfinden, unter der Verantwortung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements. Mehrere Frauenorganisationen organisierten zudem zusammen mit der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft zum Beispiel am 1. August eine Feier auf dem Rütli.
Medienberichte
Interviews
Statements
Beitrag von Radio Energy zum 50-Jahre-Jubiläum des Frauenstimmrechts mit Statements von Bundesrätin Simonetta Sommaruga, 01.02.2021
TV/Radio