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BESCHREIBUNG
Die violett-blütige Kuhschelle ist eine geschützte und teilweise vom Aussterben bedrohte Art. Sie ist sehr beliebt bei Wildbienen und Hummeln. Eine Anzucht im Topf wird empfohlen. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von ca. 5-40 cm.
Aber Achtung, alle Pflanzenteile der Kuhschelle sind sehr giftig! Sie enthält unter anderem Protoanemonin, ein ausserordentlich heftig wirkendes Reizmittel für Haut und Schleimhäute. Bei Verzehr von Pflanzenteilen kann es zu Nierenentzündungen, Magen- und Darmbeschwerden und Lähmungen des Zentralnervensystems kommen.
Kuhschellen fanden bereits in der Antike Verwendung als Heilmittel. Hippokrates setzte sie gegen hysterische Angstzustände und zur Menstruationsförderung ein. In der Volksmedizin hat die Kuhschelle nie viel Verwendung gefunden, was bestimmt auch auf ihre Eigenschaften als starkes Hautreizmittel zurückzuführen ist. Lediglich aus der russischen Volksmedizin kennt man eine Verwendung bei Kopfschmerzen und Erkältung, dort wurden die frisch zerquetschten Blätter auf den Hinterkopf gelegt. Als homöopathisches Mittel wird Pulsatilla für viele und vor allem wechselnde Symptome genutzt.
Der natürliche Lebensraum der Kuhschelle (auch Küchenschelle genannt) sind lichte Kiefernwälder und Magerrasen, meist in sonniger Hanglage auf kalkreichem Boden. Sie stellt relativ hohe Temperaturansprüche und fehlt deshalb in sommerkühlen Landschaften. Sie ist ausserdem sehr lichtliebend und verschwindet bei Überdüngung unter dem Konkurrenzdruck anderer Pflanzen sehr schnell.
Texte unter anderem auch von Wikipedia