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Der Staatsrat hat am 8. Juni 2021 beschlossen, die gesamte Lehrpersonenausbildung unter einem institutionellen Dach zusammenzuführen. So wird die Ausbildung von Primarlehrpersonen, die derzeit an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (HEP|PH FR) erfolgt, in die Universität Freiburg (UniFR) integriert. Dies ermöglicht die Schaffung einer neuen Einheit für die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Kanton, die die Ausbildung für die Primarstufe, für die Sekundarstufe 1 und 2 sowie für die Sonderpädagogik umfasst.
Die Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten (BKAD) wurde mit der Umsetzung dieser Zusammenführung in enger Zusammenarbeit mit den beiden betroffenen Institutionen beauftragt und gibt nun den Gesetzesvorentwurf zur Änderung des Gesetzes über die Universität (UniG) und den Gesetzesvorentwurf zur Aufhebung des Gesetzes über die Pädagogische Hochschule Freiburg (PHFG) sowie den dazugehörigen Bericht in die Vernehmlassung.
Darüber hinaus stellen die Gesetzesvorentwürfe zur Änderung des UniG und zur Aufhebung des PHFG die Antwort auf die im Oktober 2021 vom Grossen Rat angenommene Motion dar, die verlangt, dass innerhalb eines Jahres ein Gesetz verfasst wird, das die institutionelle Zusammenführung der Lehrpersonenausbildung von der 1H bis 11H ermöglicht.
Die zukünftige Organisationseinheit wird die Form einer neuen Fakultät annehmen, die den Erziehungs- und Bildungswissenschaften gewidmet und in drei Abteilungen gegliedert ist: das Departement für Lehrpersonenbildung, das Departement für Sonderpädagogik und das Departement für Erziehungswissenschaften. Diese Organisationseinheit ist ein originelles Modell mit einem eigenständigen und attraktiven Profil in der Schweizer Hochschullandschaft. Diese Lösung ist in mehrfacher Hinsicht vielversprechend: Sie wird die Tätigkeit der Universität Freiburg in diesem Bereich auf nationaler Ebene verstärken, der Ausbildung im Kanton mehr Gewicht verleihen und die Besonderheit des Kantons Freiburg festigen, die Lehrkräfte in jeder der beiden Sprachen auszubilden, entweder ganz auf Französisch oder ganz auf Deutsch oder mit einer zweisprachigen Option.
Weitere Änderungen am UniG, darunter eine Aktualisierung der Bestimmungen zum Urheberrecht oder formale oder technische Fragen, wie die Anpassung des Gesetzes an die geschlechtergerechte Sprache, sind ebenfalls im Vorentwurf zur Änderung des UniG enthalten.