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Nachtaktiv. Sucht von April bis Sommer stets neue Pionierlebensräume mit als Laichplatz geeigneten, flachen Tümpeln. Entwicklungszeit der Larven beträgt im Extremfall nur 3-4 Wochen. Konkurrenzschwach, tritt häufig zusammen mit der Gelbbauchunke auf. Kreuzkröten suchen offene, trockenwarme, sandige oder kiesige Lebensräume mit möglichst wenig Pflanzenbewuchs. Zur Laichzeit (April-Mai) können Rufe (metallisch lautes Rätschen "ärr ärr ärr") mehrere Kilometer weit gehört werden. Am Gewässerboden abgelegte Laichschnüre von mehr als 1m Länge enthalten mehrere Tausend Eier, welche meist eher einreihig angeordnet sind. Intensivierung der Landwirtschaft, Drainagen, Rekultivierung von Brachland, Zerstörung von Auenlandschaften und fehlende Dynamik ursprünglicher Flussauen sind Gründe für starken Rückgang.
Die Erdkröte ist größer als die Kreuzkröte und besitzt längere Hinterbeine. Die Kreuzkröte besitzt im Gegensatz zur Erdkröte eine typische, helle Rückenlinie und eine Fleckenzeichnung auf der Körperoberseite.
5-7 cm
Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch
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Die Kreuzkröte ist eine Pionierart, die schnell neue Lebensräume besiedelt. Beliebte Gewässerstandorte für Kreuzkröten befinden sich heutzutage vor allem in Kies-, Sand- oder Lehmgruben, auf Steinbrüchen, Militärgelände, Baustellen und Deponien. An diesen Standorten kann man die Kreuzkröten-Männchen von April bis Juli (Höhepunkt Ende April/Mai) rufen hören; die lauten Rufe sind bis hunderte Meter entfernt hörbar.
Während der Paarung werden die Laichschnüre am Boden des Tümpels abgelegt. Da die Laichgewässer seicht sind und daher schnell aufwärmen, kann man schon bald die pechschwarzen, sehr kleinen Kaulquappen beobachten. Bei Austrocknungsgefahr formen die Kaulquappen um sich eine kleine Delle in den Sand, in denen das Wasser länger stehen bleibt um noch einige wertvolle Tage gewinnen zu können.
Die Kreuzkröten sind stark an seichte, temporäre Gewässer gebunden, welche leider selten geworden sind. Die größten Bestände leben heutzutage in Kies-, Sand- und Lehmgruben. Daher ist es sehr wichtig, dass stillgelegte Kiesgruben nicht zugeschüttet werden. Böden und Hänge von Kiesgruben müssen wieder aufgerissen werden, damit sie nicht einwachsen. Um diese Laichgewässer zu schützen, können Sie sich an lokalen Projekten zur Anlage von neuen Laichgewässern beteiligen oder Projekte finanziell unterstützen.
Im Siedlungsraum können Kreuzkröten durch die Anlage von flachen Betonteichen in der Nähe von naturnahen befestigten Parkplätzen gefördert werden. Setzen Sie sich in Ihrer Gemeinde dafür ein, dass Kreuzkröten Vorkommen entsprechend geschützt werden und die Lebensräume geeignet gestaltet werden.
Herbizide und Pestizide: Aufgrund ihrer dünnen und sehr durchlässigen Haut sind Amphibien besonders empfindlich auf Pestizide und Herbizide.