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Gut zu wissen!
Magenbrennen, auch Sodbrennen genannt, ist ein brennendes Gefühl im Brustbereich, das durch Magensäure verursacht wird. Vielfach kommt dabei Magensäure in die Speiseröhre. Die Speiseröhre ist der Muskel, der Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet. Sie ist nicht dafür ausgelegt, mit der starken Säure des Magens umzugehen.
Typische Symptome:
Brennen hinter dem Brustbein: Das Leitsymptom, oft mittig, kann bis in den Hals und Rachen ausstrahlen.
Saures Aufstoßen: Magensäure und Mageninhalt steigen in die Speiseröhre auf.
Druckgefühl im Oberbauch: Völlegefühl oder Magenschmerzen.
Schluckbeschwerden: Brennen oder Schmerzen beim Schlucken.
Heiserkeit und Husten: Reizung der Atemwege durch Magensäure.
Schlechter Geschmack im Mund: Saurer oder bitterer Geschmack.
Weniger häufige Symptome:
Übelkeit und Erbrechen
Magenschmerzen
Völlegefühl
Appetitlosigkeit
Brustschmerzen
Halsschmerzen
Schweregrade:
Leicht: Gelegentliches Magenbrennen, meist nach üppigen Mahlzeiten.
Mittelgradig: Häufigeres Magenbrennen, auch ohne offensichtlichen Auslöser.
Schwerwiegend: Tägliches Magenbrennen, mit nächtlichen Beschwerden und Komplikationen wie Speiseröhrenentzündung.
Wichtig: Magenbrennen kann auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Bei anhaltenden oder schweren Symptomen sollte ein Arzt konsultiert werden.
Zusammenfassend: Die häufigsten Symptome von Magenbrennen sind Brennen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen und Druckgefühl im Oberbauch. Weitere Symptome können Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Husten, saurer Geschmack im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Völlegefühl und Appetitlosigkeit sein.
Ursachen von Magenbrennen:
• Säurehaltige Lebensmittel: Bestimmte Lebensmittel, wie Zitrusfrüchte, Tomaten, und scharfes Essen, können den Magen reizen und die Produktion von Magensäure erhöhen.
• Fettiges Essen: Fettiges Essen kann die Verdauung verlangsamen, was dazu führt, dass die Magensäure länger in der Nähe der Speiseröhre verweilt.
• Übermäßiges Essen: Wenn Sie zu viel essen, kann Ihr Magen dehnen und Druck auf den unteren Schließmuskel der Speiseröhre ausüben, wodurch Magensäure leichter in die Speiseröhre gelangen kann.
• Alkohol und koffeinhaltige Getränke: Alkohol und koffeinhaltige Getränke können den unteren Schließmuskel der Speiseröhre schwächen und die Produktion von Magensäure erhöhen.
• Schokolade: Schokolade kann den unteren Schließmuskel der Speiseröhre entspannen und so den Rückfluss von Magensäure ermöglichen.
• Rauchen: Rauchen kann den unteren Schließmuskel der Speiseröhre schwächen und die Produktion von Magensäure erhöhen.
• Stress: Stress kann die Symptome von Sodbrennen verschlimmern.
• bestimmte Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie Aspirin und Ibuprofen, können Sodbrennen verursachen.
• Übergewicht: Übergewicht kann Druck auf den Magen ausüben und den unteren Schließmuskel der Speiseröhre schwächen.
• Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft kann der wachsende Fötus Druck auf den Magen ausüben und Sodbrennen verursachen.
Welche Medikamente wirken?
• Gaviscon
• Riopan
• Padma Aciben
• Ernährungsumstellung: Vermeiden Sie Lebensmittel, die bei Ihnen Magenbrennen auslösen.
• Kleine, häufige Mahlzeiten essen: Anstatt drei große Mahlzeiten pro Tag zu essen, versuchen Sie es mit fünf oder sechs kleineren Mahlzeiten.
• Aufrechte Haltung nach dem Essen: Bleiben Sie nach dem Essen mindestens 2-3 Stunden aufrecht sitzen oder stehen.
• Abnehmen: Wenn Sie übergewichtig sind, kann eine Gewichtsabnahme den Druck auf den Magen verringern und die Symptome von Magenbrennen lindern.
• Stressabbau: Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen und die Symptome von Magenbrennen zu lindern.
• Schlafen mit erhöhtem Oberkörper: Wenn Sie nachts Magenbrennen haben, versuchen Sie, mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen.
Magenbrennen: Wann zum Arzt?
In den meisten Fällen ist Magenbrennen harmlos und lässt sich mit Hausmitteln oder rezeptfreien Medikamenten lindern.
Sie sollten jedoch einen Arzt aufsuchen, wenn:
• Magenbrennen häufig auftritt (mehr als zweimal pro Woche)
• Magenbrennen länger als zwei Wochen anhält
• Sie starke Schmerzen haben
• Sie unter Schluckbeschwerden leiden
• Sie Blut erbrechen oder im Stuhlgang bemerken
• Sie ungewollt Gewicht verlieren
• Sie Heiserkeit oder Husten haben, der nicht durch eine Erkältung verursacht ist
• Sie andere Symptome haben, die Sie beunruhigen
Diese Symptome können auf eine ernstere Erkrankung hinweisen:
Es ist wichtig, die Ursache von Magenbrennen abzuklären, um eine angemessene Behandlung zu erhalten.