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Wenn die
Nahrung zu wenig Vitamin C enthält, werden die Zähne unmittelbar
davon betroffen. Die Zellen, die die Zähne wachsen lassen, verkümmern,
die Produktion neuen Dentins
hört auf, und das Dentin wird porös. Für die Gesunderhaltung
der Zähne sind reichliche Dosen an Vitamin C und Calcium notwendig.
Ein Vitamin-C-Mangel führt zur Kapillarfragilität.
Wenn die Kapillaren im Zahnfleisch geschädigt werden und bluten,
wird die Versorgung des Zahnfleischgewebes mit Blut unterbrochen,
und das Gewebe zersetzt sich. Das Zahnfleisch schwillt an, färbt
sich violett, wird weich und leicht verletzlich. Es folgen Infektionen
und Gangräne.
Dabei besteht die Gefahr, daß die Zähne ausfallen. Die
Entzündung des Zahnfleisches bezeichnet man als Gingivitis, aus
der sich, wenn sie sich verschlimmert, eine Pyorrhö
entwickeln kann.
Fullmer et
al.und andere Forscher kommen zu dem Schluß, daß
das Vitamin C für die Bildung und Gesunderhaltung des normalen
Dentins, der Knochen, des Zahnfleisches und anderer Bindegewebe des
Parodontiums
lebenswichtig ist (73).
Die gewöhnliche
Behandlung parodontaler Erkrankungen sind die Entfernung von Plaques
und manchmal das Abschleifen einzelner Zähne, die Erneuerung
von Füllungen und Prothesen und die chirurgische Entfernung eines
Teils des Zahnfleischgewebes. Eine solche Behandlung ist schmerzhaft
und teuer. Sie kann oft durch die Einnahme erhöhter Dosen Vitamin
C vermieden werden.
Bei der Verhinderung
bzw. Behandlung der Parodontose ist auch darauf zu achten, daß
der Gehalt der Aminosäuren Hydroxyprolin und Prolin im Gewebe
ausreichend hoch ist. Zu einem statistisch signifikanten Anstieg kommt
es dann, wenn der Plasma-Ascorbat-Spiegel die Grenze von 0,9 mg% überschreitet.
Der optimale
Plasma-Vitamin-C-Spiegel, der zugleich mit dem höchsten Hydroxyprolin-
und Prolin-Gehalt im parodontalen Gewebe verbunden ist, liegt zwischen
1,0 und 1,3 mg%. So die Ergebnisse einer Studie von Buzina et al.(35).