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Das Klimaphänomen El Niño wirft das weltweite Wetter regelmässig aus den Fugen. Dürre, Stürme, Hochwasser: 2015 und 2016 hat El Niño so stark gewütet wie selten zuvor. Besonders stark betroffen waren das südliche und östliche Afrika, zum Beispiel Mosambik. Tausende Kinder, wie die dreizehnjährige Crisalda, leiden noch heute unter den Folgen von El Niño.
«Wir müssen unsere Massnahmen verstärken und die Last des Klimawandels gerechter verteilen, um so mehr Solidarität mit den Menschen in Not zu zeigen.»
Ban Ki-Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen
Quelle: www.un.org
Das Klimaphänomen zwang Tausende Menschen weltweit, ihre Dörfer wegen Dürren oder Überschwemmungen zu verlassen. Ernten fielen zu grossen Teilen aus und die Lebensmittel wurden massiv teurer. Familien, die bisher schon von der Hand in den Mund lebten, lassen nun Mahlzeiten aus oder verkaufen Wertgegenstände, um zu überleben. Weltweit leiden Millionen von Kindern an Hunger und haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Anzahl mangelernährter Kinder steigt alarmierend. In den durch Dürre geplagten Regionen gehen Kinder nicht mehr zur Schule, weil sie über weite Distanzen Wasser holen müssen oder mit ihren Familien weggezogen sind. Nicht in der Schule zu sein vergrössert oft das Risiko von Missbrauch, Ausbeutung und in einigen Fällen auch Kinderheirat.
Zusätzlich beeinflusste in den letzten Wochen und Monaten nun die Kehrseite von El Niño – La Niña – einige Regionen mit den umgekehrten Wetterverhältnissen: Wo El Niño Dürren verursacht hat, brachte La Niña nun heftige Regenfälle und Überschwemmungen.
Der Bericht von World Vision, Plan International und Unicef zeigt im Detail die Auswirkungen von El Niño auf die Kinder im südlichen Afrika und macht Handlungsempfehlungen.
Das südostafrikanische Land leidet unter der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren. 1.5 Millionen Menschen in 7 Provinzen haben unzureichende Lebensmittelversorgung und brauchen dringend Hilfe. Es wird erwartet, dass bis Ende März 136'539 Kinder akut mangelernährt sein werden. World Vision hilft den Menschen vor Ort beispielsweise beim Anlegen von Gemeinschaftsgärten und dem Anbau von Süsskartoffeln. Im Gegensatz zu Mais gedeihen Süsskartoffeln einfacher und können in weniger als drei Monaten geerntet werden. Bis zum 21. Januar 2017 konnten wir 150'710 Menschen unterstützen.
Quelle: OCHA, «El Niño in East Africa», December 2016
In Simbabwe ist die Zahl der Menschen, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, von 2,2 Millionen im August 2016 auf 4,1 Millionen in diesem Januar angestiegen. Fast 42 % der Landbevölkerung braucht bis Ende März 2017 Hilfe. World Vision hat über 1 Million Menschen vor Ort unterstützt. Massnahmen sind beispielsweise die Verteilung von Lebensmittelpaketen für besonders bedürftige Familien.
Anfangs Januar führten ungewöhnlich starke Regenfälle zu Überschwemmungen in weiten Teilen des Landes. Dämme brachen und viele Felder, die gerade bestellt wurden, sind zerstört.
Quelle: OCHA, «El Niño in East Africa», December 2016
Das kleine Malawi erlebt die schlimmste Nahrungsmittelkrise seit über einem Jahrzehnt. 6,7 Millionen Menschen brauchen bis zur nächsten Ernte Lebensmittelhilfe. Die Anzahl Kinder, welche unter Mangelernährung leiden, hat sich seit September 2016 verdoppelt. Ebenfalls ist eine Zunahme an Fälle von Kinderarbeit, Schulabsenzen und Frühheirat festzustellen.
Gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm (WFP) und der Regierung lanciert World Vision das bisher grösste humanitäre Hilfsprojekt im Land. Mehr als 80 % erhalten Hilfe in Form von Lebensmittelverteilung, der Rest in Form von Zahlungsmitteln. Es konnten bereits 758'288 Menschen direkt unterstützt werden.
Quelle: OCHA, «El Niño in East Africa», December 2016
Das südostasiatische Land kämpft mit einer schweren Dürre, die rund 2 Millionen Menschen betrifft. Mehr als ein Viertel davon sind Kinder. Durch das Sinken des Grundwasserpegels im Mekongdelta versalzte das Wasser. Dies hat den Zugang zu sauberem Trinkwasser stark beeinträchtigt und zu vermehrten Fällen von Durchfall- und Hauterkrankungen geführt.
Zusammen mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) verteilt World Vision der betroffenen Bevölkerung Wasserflaschen und Wassertanks.
Quelle: Unicef, "It's not over", El Niños impact on children, July 2016
Damit die 13-jährige Crisalda und ihre Mutter auch bei Dürre ihren Gemüsegärten giessen können, wurde in Ukane ein Regenwassertank installiert. Dadurch können sie vitaminreiche Salate, Papayas und Mais ernten und sich gesund ernähren.
Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal lernte bei einem Besuch in Mosambik Crisalda kennen und überzeugte sich von der Arbeit vor Ort. Der World Vision Schweiz Familytrail-Botschafter war von der Reise sichtlich berührt: «Ich bin dankbar für diese Erlebnisse und ich bin sehr beeindruckt von der Arbeit, die World Vision Schweiz hier leistet.»
Dank dem Regenwassertank von World Vision Schweiz kann Crisalda und ihre Familie Boden bepflanzen
Crisalda und ihre Familie ernten regelmässig gesunde Nahrung
Die Lebensmittel dienen dem eigenen Verzehr und werden auch auf dem Markt verkauft.
Das Einkommen und die ausgewogene Ernährung sorgen für eine gesunde und selbstbestimmte Zukunft.
Crisalda beim Spielen mit einer Freundin.
Crisalda zeigt ihr Haus.
Ermöglichen Sie notleidenden Kindern ein gesundes Leben. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie weltweit Projekte von World Vision Schweiz im Themenbereich Gesundheit + Ernährung.
Ja, Crisalda ist 13-jährig und lebt mit ihrer Mutter und ihrer Grossmutter (aber ohne Vater) im von einer grossen Dürre heimgesuchten Mosambik. Sie ist im Patenschaftsprogramm von World Vision, besucht die Schule und möchte später Lehrerin werden.
Das ist leider nicht möglich. Von den Massnahmen, die im Rahmen unserer Projektarbeit durchgeführt werden, profitieren alle Kinder, deren Eltern sowie das gesamte Umfeld innerhalb eines Projektgebiets.
Dank finanzieller Beteiligungen von starken Partnern wie UN-Organisationen (z. B. WFP), öffentlichen und privaten Institutionen und Firmen sowie Regierungsagenturen (wie bspw. die DEZA) können die von World Vision eingesetzten Spendenmittel vervielfacht werden.
Dieser Spendenaufruf gilt für World Vision Schweiz-Projekte im Bereich Gesundheit + Ernährung weltweit. Das bedeutet, dass die eingehenden Spendengelder dahin fliessen, wo sie am nötigsten sind. Beispielsweise auch ins Projektgebiet Ukane, Mosambik, wo Crisalda und ihre Familie leben.
Das Wetterphänomen El Niño verschärft die klimatischen Bedingungen vor allem in zahlreichen Ländern Afrikas (darunter in Äthiopien, Somalia, Südsudan, Malawi, Mosambik, Simbabwe), Südamerikas und im Pazifikraum und bringt verheerende Dürren in diese Regionen.