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Sonntag, 4. August 2013 by Christoph
Die Geschichte des Panzer 87 Leopard Werterhaltung (WE) begann mit dem Rüstungsprogramm 1984. Damals bewilligte das Parlament 380 Leopard 2A4 (Panzer 87) und im Jahre 1987 wurden sie bei der Truppe eingeführt. Der Grundstein zur Leopard-Familie wurde mit dem Rüstungsprogramm 2001 gelegt; 25 Bergepanzer ergänzten die Flotte der Kampfpanzer. Überlegungen für eine Kampfwertsteigerung des Panzer 87 wurden bereits gegen Ende der Lizenzproduktion initiiert. Nach der Studienphase begannen im Jahr 2004 die Erprobungen mit zwei Prototypen. Das Werterhaltungsprogramm war von Beginn an modular ausgelegt und stellte zu diesem Zeitpunkt einen Meilenstein der Weiterentwicklung der bisherigen Kampfpanzertechnik dar. Das multifunktionale Waffensystem kann auch für den Kampf im überbauten Gebiet und bei asymmetrischen Bedrohungen eingesetzt werden.
Im Sommer 2005 entschied der damalige Chef der Armee, Korpskommandant Keckeis, dass für das Rüstungsprogramm 06 nur die Massnahmen, welche zur Aufrechterhaltung der Kernkompetenz für Raumsicherungs- und Verteidigungsoperationen zwingend erforderlich sind, umgesetzt werden. Gleichzeitig wurden die Fahrzeuge für den Einbau von FIS HE vorbereitet. Störungen und Ausfälle verzögerten die Einführung. Die Lehrverbände Panzer/Artillerie und Logistik sowie Spezialisten der Logistikbasis der Armee konnten bei intensiven Einsatzüberprüfungen Schwachstellen und Mängel aufdecken. Die Truppentauglichkeit wurde nach der erfolgreichen Nachverifikation im Sommer 2010 durch den Armeestab bestätigt. Insgesamt haben 134 Panzer die Modernisierung durchlaufen.
Im Frühjahr 2000 wurde die armasuisse mit der Evaluation und Beschaffung eines Geniepanzers beauftragt. Die Firmen Rheinmetall-Landsysteme und RUAG entwickelten in einer zweiten Phase ein entsprechendes System, das in der Schweizer Armee eingesetzt werden kann. Die Beschaffung von zwölf Genie- und Minenräumpanzern war keine komplette Neubeschaffung: als Basis dienen die Chassis von überzähligen Panzer 87. Der Genie- und Minenräumpanzer schliesst Lücken in den Bereichen Aufrechterhaltung der Mobilität beziehungsweise das Erstellen und Räumen von Hindernissen. Er erfüllt damit die genietechnischen Aufgaben und Einsätze zu Gunsten der Panzerbrigaden. Nachdem das Projekt des Genie- und Minenräumpanzers 2004 vom Parlament zurückgestellt und aus dem Rüstungsprogramm gestrichen wurde, konnte zwei Jahre später der Vertrag mit der Industrie unterzeichnet werden. Nach intensiven Phasen mit mehreren Mängelbehebungen konnte Ende 2011 die Seriefreigabe erteilt und die Produktion der Fahrzeuge konnte fortgesetzt werden.
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