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| Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

22.
Da er also auf diese Weise geschrieben und ihn durch viele Worte aufgefordert hatte, (denn auch seine Comes ließ er an ihn schreiben, den Polemius, Datianus, Bardion, Thalassus, Taurus und Florentius, welchen man auch mehr glauben konnte,) stellte Athanasius die ganze Sache Gott anheim, welcher das Herz des Constantius hiezu gelenkt hatte, und ging mit den Seinen zu demselben, der ihm einen freundlichen Blick gewährte, und ihn entließ, damit er heimkehrte in sein Vaterland, und zu seinen Kirchen; auch schrieb er an die dortigen Richter, denen er zuvor die Eingänge zu bewachen befohlen hatte, daß sie ihn ungehindert dahin gelangen lassen sollten. Als sich hierauf der Bischof über die erlittenen Unbilden beklagte, so wie über das von dem Könige gegen ihn erlassene Schreiben, und beisetzte, er möchte nach seiner Abreise den Verleumdungen seiner Feinde kein Gehör schenken, und sagte: Laß sie kommen, wenn du willst; denn von uns aus dürfen sie zugegen seyn, und wir überführen sie; that er dieses zwar nicht, befahl aber Alles, was zuvor aus Verleumdung gegen denselben geschrieben worden war, zu vertilgen und auszulöschen, mit der Versicherung, er wolle in Zukunft die Verleumdungen nicht mehr anhören, sondern dieser sein Vorsatz sey fest und unerschütterlich. Und dieses sagte er nicht so geradeweg, sondern er versiegelte seine Worte durch Eide, indem er Gott dabei zum Zeugen anrief. Ueberdieß ermunterte er denselben auch durch viele andere Worte, hieß ihn Vertrauen hegen, und schrieb an die Bischöfe und Richter Folgendes.