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Russland kann die geplante Erdgas-Pipeline South Stream nach eigenen Angaben derzeit nicht verwirklichen. Bulgarien blockiere die Bauarbeiten am Meeresgrund, weshalb das Projekt «unter den jetzigen Bedingungen» nicht weiterverfolgt werden könne, sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Montag bei einem Besuch in Ankara.
Die umstrittene South-Stream-Pipeline soll Gas an der Ukraine vorbei von Russland nach Europa bringen. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise ist das Milliardenprojekt zum umkämpften Faustpfand zwischen Moskau und der EU geworden.
Nach erheblichem Druck aus Brüssel und Washington hatte das Transitland Bulgarien im Juni die Vorarbeiten an dem Pipeline-Projekt unterbrochen. Die USA hatten insbesondere kritisiert, dass Bulgarien ein russisches Konsortium ausgewählt hatte, um den Teilabschnitt der Leitung durch das Land zu bauen.
Das South-Stream-Projekt wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Die rund 2400 Kilometer lange Pipeline soll unter Führung des russischen Energieriesen Gazprom gebaut werden und jährlich bis zu 63 Milliarden Kubikmeter Gas über das Schwarze Meer nach Westeuropa transportieren. Das Projektvolumen wird mit etwa 16 Milliarden Euro veranschlagt. (sda/afp)
Inmitten der angespannten Lage im Ukraine-Konflikt hat Russland vor Zwischenfällen im Luftraum gewarnt. Eine Passagiermaschine der staatlichen Fluggesellschaft Aeroflot habe auf dem Weg von Tel Aviv nach Moskau über dem Schwarzen Meer ihre Flughöhe wegen eines Aufklärungsflugzeugs der Nato ändern müssen, teilte die russische Luftfahrtbehörde am Sonntag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Die Maschine mit 142 Menschen an Bord sei 1800 Meter nach unten gegangen, um eine Kollision zu verhindern.