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von der Taverne zum Gasthof St.Urs
Urkundlich wird im Jahre 1462 eine Taverne (Wirtshaus) in Biberist durch Schmidlin erwähnt. Die Bezeichnung des Wirtshauses war Änderungen unterworfen. Der Namen änderte von "zum weissen Kreuz", zum "St. Urs und Viktor" und dann zum "St. Urs". - Bis Ende des 18. Jahrhundert war das Wirtshaus St. Urs die einzige Wirtschaft in Biberist.
Taverne oder Taferne ist eine alte Bezeichnung für ein Gasthaus. Der Wirt einer Taverne hatte in früheren Zeiten das Bannrecht inne. Dieses Recht, in etwa mit der heutigen Gaststättenkonzession vergleichbar, beinhaltete für den Wirt verschie-dene Privilegien. So durfte innerhalb desselben Gemeindebezirkes keine zweite Wirtschaft errichtet werden.
1791 war das mehr als 300 Jahre alte Wirtshaus derart baufällig, dass es neu erbaut wurde. Zum damaligen Wirtshaus St. Urs gehörte auch eine Scheune.
Über dem Haupteingang zum Wirtshaus sind die Jahrzahlen 1791 und die Buchstaben D.K. (Durs Keyser) in Stein gehauen. Urs Keyser war der Wirt und Besitzer der Wirtschaft in den Jahren 1785 - 1809.
Laut Schmidlin wurde der Gasthof im Jahr 1879 mit einem Festsaal zwischen der Scheune und dem Wohnhaus vervollständigt.
Die Wirtsleute Begert
Der Name Begert taucht im Zusammenhang mit dem St. Urs erstmals im Jahr 1906 auf. Urkundlich belegt ist, dass am 26.10.1906 Herr Jakob Begert die Liegenschaft St. Urs mit Scheune und Brennerei käuflich erworben hat.
Der Sohn von Jakob Begert, Willi Begert, übernahm 1933 den elterlichen Gasthof. Danach war unser Hauptinitiant zur Gründung der Biberister Dorffasnacht, während 45 Jahren Wirt auf dem Gasthof St. Urs, nämlich von 1933 bis 1978.
Hintereingang St. Urs und St. Ursenkeller 1969
Kinogebäude St. Urs
Nachstehende Bilder entstanden im Herbst 2008, also kurz vor der Brandkatastrophe. Sie zeigen das ehemalige Kinogebäude St. Urs. Dessen Eingang war einst auf der Vorderseite des Gasthofes St. Urs.