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DIE DEUTSCHE FILMREGISSEURIN, AUTORIN UND DRAMATURGIN TAMARA TRAMPE IST GESTORBEN
08.11.2021 Die am 4. Dezember 1942 in Woronesch (Sowjetunion) geborene deutsche Filmregisseurin, Autorin, Dramaturgin, Journalistin und Dozentin Tamara Trampe (Bild) ist am 4. November 2021 in Berlin gestorben. Für mehr als 50 Filmprojekte arbeitete sie als dramaturgische Beraterin. 2007 wurde sie zusammen mit Johann Feindt für ihren Dokumentarfilm "Weisse Raben – Alptraum Tschetschenien" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ihre Familiengeschichte erzählte Trampe in ihrem persönlichsten Film "Meine Mutter, ein Krieg und ich", der 2014 im Rahmen der 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin in der Sektion "Panorama" Premiere feierte und den Heiner-Carow-Preis erhielt. Ab 2016 war Trampe Mitglied der Akademie der Künste Berlin. 2018 wurde sie von der DEFA-Stiftung für ihre "herausragenden Leistungen im deutschen Film" mit einem Preis bedacht.* Dieses Jahr erhielt Trampe von der Deutschen Filmkritik den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk.
Akademie der Künste trauert um Tamara Trampe
Mit Tamara Trampe verliert die Akademie der Künste eine der wichtigsten und künstlerisch interessantesten Stimmen im Bereich des Dokumentarfilms.
Ohne die Dramaturgin und Regisseurin Tamara Trampe wäre der deutsche Dokumentarfilm der letzten Jahrzehnte nicht möglich gewesen. Als viel gefragte und hoch geschätzte Beraterin stand sie vor allem jungen Dokumentarfilmschaffenden zur Seite. Zugleich drehte sie filmische Essays, die stets aus persönlicher Betroffenheit und Anteilnahme resultierten.
Über fünf Jahrzehnte gehörte Tamara Trampe zu den einflussreichsten Filmemacherinnen Deutschlands. Ihr gelangen herausragende Arbeiten zum Krieg und seinen Verwüstungen.
hpi
Menschen und ihre Gefühle
Tamara Trampe konnte Menschen zum Sprechen bringen. "Können Sie sich an ein Lied erinnern, das Ihre Mutter Ihnen zum Schlafengehen gesungen hat?" fragen sie und Feindt in ihrer Doku "Wiegenlieder" (2010) Menschen in den Strassen Berlins.
Martina Knoben
Eine Chronistin der Gefühle
Tamara Trampe war eine grosse Dokumentarfilmerin, auch als Dramaturgin wie als Lehrende hat sie den deutschen Film enorm beeinflusst.
Matthias Dell
Menschen öffnen
Auf einem Feld an der Wolga geboren, kam Tamara Trampe als Kind in die DDR, arbeitete bei der DEFA, machte Dokumentarfilme und lehrte. Ein reiches Leben.
Susanne Lenz
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Tamara Trampe
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