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Verfahren
Das Verfahren vor dem Gericht für fürsorgerische Unterbringungen richtet sich nach dem Gesetz über die Verfassungs- und Verwaltungsrechtspflege (VRPG), soweit durch Bundesrecht oder das kantonale Kindes- und Erwachsenenschutzgesetz nichts anderes bestimmt wird.
Für die einzelnen Verfahren werden aus den Mitgliedern des Gerichts für fürsorgerische Unterbringungen interdisziplinär zusammengesetzte Spruchkammern gebildet. Der/die Vorsitzende trifft die erforderlichen Entscheide für die Durchführung des Beschwerdeverfahrens und legt den Termin für die Verhandlung fest. Besteht beim Beschwerdeführer/bei der Beschwerdeführerin Verdacht auf eine psychische Störung, muss gemäss Art.450e Abs.3 des Zivilgesetzbuches gestützt auf ein Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden. Liegt in den Akten kein Gutachten vor, das den Anforderungen entspricht, muss ein fachärztliches Gutachten eingeholt werden.
Die Verhandlungen bei Beschwerden gegen Verfügungen der Medizinischen Dienste des Gesundheitsdepartements und anfechtbare Entscheide der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) werden in der Regel in den UPK durchgeführt, Beschwerden gegen Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde in der Regel im Verhandlungssaal des Appellationsgerichts.
Die Verhandlung vor dem Gericht für fürsorgerische Unterbringungen, in der der Beschwerdeführer/die Beschwerdeführerin in der Regel persönlich angehört wird, ist nicht öffentlich. Die Urteile der Spruchkammer werden durch Mehrheitsbeschluss gefällt. Das Urteil wird im Anschluss an die Beratung in der Regel mündlich eröffnet und dem Beschwerdeführer/der Beschwerdeführerin ein Dispositiv ausgehändigt. Die Urteile werden schriftlich begründet.