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Im Frühling paaren sich die braunen Eiderentenweibchen mit den schwarzweissen Männchen. Das Weibchen legt die Eier in ein Nest am Boden, oft im Gras oder im Seetang. Um den Eiern grösstmöglichen Schutz zu bieten, rupft sich das Weibchen selbst seinen weichsten Flaum aus und belegt damit das Nest. Bei den Daunen, welche sich das Weibchen rupft, handelt es sich nicht um Flaum, der die Ente vor der Kälte schützt, sondern der für die Brut bestimmt ist. Deshalb ist die bräunlich Eiderdaune auch von einer hervorragenden Qualität und im Vergleich zu anderen Daunen grösser, feiner und dichter verästelt. Sie weist eine klettartige Struktur auf. Die einzelnen Daunen fixieren sich automatisch zusammen und so wird verhindert, dass die Daunen bei Wind weggeweht werden. Eiderentenweibchen und -männchen teilen sich beim Brüten der Eier. Manchmal sitzt das Männchen auf dem Nest, während das Weibchen nach Futter sucht. In den isländischen Gewässern entdeckt man sehr viele Eiderenten. Sie bilden teilweise ganze „Teppiche“ auf dem Meer. Der Mensch braucht ebenfalls Wärme und hat Qualität und Wert der Eiderdaunen schon früh erkannt. In den Nestern der Eiderenten wurden sie ihm angeboten, ohne dass er ein Tier rupfen musste. So haben die Leute entlang der Küsten und auf den Inseln begonnen, Eiderentenfarmen anzulegen. Diese erkennt man gut an herumliegenden Autoreifen und senkrechten Stäben. welche mit einer kleinen Fahne versehen sind. Die Eiderenten schätzen diese Angebote, wird ihnen doch damit sowohl Schutz vor stürmischem Wind als auch vor Feinden aus der Luft geboten, wie den Raubmöwen oder dem Seeadler, welche sich beide gerne von den Eiern und den Jungvögeln ernähren. In der freien Natur sind die Eiderenten schutzlos ausgeliefert. Wird die Eiderentenfarm auf einer Insel angelegt, hat auch der Polarfuchs keine Chance sich zu bedienen. Wie man im Buch „Das gefrorene Licht von Yrsa Sigurdardottir lesen kann, haben es die Eiderenten nicht immer einfach erfolgreich zu brüten: „Bergur entdeckte ein Nest und langsam darauf zu. Zwei winzige Jungvögel lagen tot in der Mitte. Die Eiderente war nirdends zu sehen, vielleicht hatte die Kälte sie dahingerafft. In der Bucht war die Lage ähnlich. Er sah nur wenige Jungvögel in den Nestern auf den Felsvorsprüngen. Vielleicht war es ein Trost. Den Füchsen würde es dieses Jahr genau so ergehen wie den Eiderenten.“ Der Eiderentenfarmer hat im Mai und Juni Erntesaison. Er sammelt die Daunen in verlassenen Nestern ein oder schubst die Ente während dem Brüten von ihrem Nest und entnimmt die feinen, weichen Daunen. Pro Nest ergeben sich ungefähr 18 Gramm Daunen. Für eine Decke braucht es zwischen 600 und 800 Gramm Eiderdaunen. Dadurch erklärt sich der teure Kilogrammpreis von 1000 Euro und mehr. Eine Bettdecke kostet je nach Grösse und Füllgewicht ab 2500 Euro. Beim Daunensammeln liest der Farmer auch Gras und Schmutz auf und die Ernte wird später sorgfältig erlesen. Alles Pflanzenmaterial muss aussortiert werden und falls an den Daunen noch harte Teilchen aus Horn sind, werden diese in Handarbeit entfernt. Danach wird das wertvolle Gut gewaschen und getrocknet und je nach Unternehmen gleich in eigene vorgenähte Bettdecken eingefüllt oder als Füllmaterial exportiert. Es gibt heutzutage nicht mehr viele, die sich dieser Fabrikation annehmen. Eine Familienbetrieb mit Sitz in Borgarnes ist Stellan. Zum Besitz der Familie gehört die Insel Knarranes, welche Borgarnes vorgelagert ist und diese kann man auf einem Bootsausflug mit der Familie auch besuchen. Dies ist etwas, was Best of Iceland bestimmt tun wird in absehbarer Zukunft. Und in einer kalten Nacht bleibt der Wunsch nach der besten, wärmsten, leichtesten und tierfreundlichsten Bettdecke gefüllt mit Eiderdaunen.