Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03548.jsonl.gz/1116

EUROPRACTICE – MCM
EU-Kommission, 4. Forschungsrahmenprogramm (FP4)v
Der sich rasch verändernde Markt für eingebettete und tragbare Computer resultiert aus der stetig wachsenden Nachfrage nach verbesserter Zuverlässigkeit und zunehmender Verarbeitungsleistung in immer kleineren Formfaktoren. Ein Pentium®-basiertes Multi-Chip-Modul (MCM) wurde während des 4. europäischen Forschungsprojekts «EUROPRACTICE-MCM» entworfen und hergestellt. Die wichtigste wissenschaftliche und technische Herausforderung des Projektes war, einen Technologie-Demonstrator zu entwickeln, um das Potenzial der High Density Packaging (HDP) Technologien zu zeigen.
Vorteile der MCM-basierten Lösungen

Resultate
Das Pentium® MCM wurde am thermisch optimierten Kunststoff-Stud-Grid-Array (PSGA) montiert, eine Verpackungstechnik mit Kunststoffbolzen auf dem Körper der Verpackung anstelle von grossen Lötkugeln, was eine zuverlässige und kostengünstige Verpackung hoher Pin-Count-Geräte bietet. Ein vorhandener Pentium® Modul-Chipsatz mit Level 2-Cache (9 Chips und SMD-Bauteile), DRAM-Interface und PCI-Host-Brücke wurde mit Dünnschicht auf Silizium in einem PSGA Gehäuse verwendet, das wesentlich kleiner als das Original war, d.h. 25% des ursprünglich verpackten Pentium® Prozessors.
Das SP5MX1 ist eine miniaturisierte Version des Kerns eines Pentium® Prozessor Multichip-Moduls (MCM), das als Prozessor-Subsystem für den Einsatz in mobilen und Embedded-Systemen bestimmt ist. Erste Tests wurden erfolgreich mit Windows NT ausgeführt und einige Benchmark-Programme mit einer Taktfrequenz von 100 MHz durchgeführt.
Großflächenplattenbearbeitung «LAP»
EU-Kommission, 4. Forschungsrahmenprogramm (FP4)
Dünnschicht-High-Density-Integration (HDI) bietet die ultimative Lösung für viele bestehende und neue Anwendungen, die eine hohe elektrische Leistung oder kleinere Größe oder beides benötigen. Jedoch sind die Kosten für diese Arten von Substraten bisher unerschwinglich gewesen. Das EU-Konsortium wurde gebildet, um die Kosten für die Dünnschichtsubstraten zu reduzieren; das Hauptziel des Projektes war die Entwicklung und Demonstration der kostengünstigen, hochdichten Substratfertigungstechnologie für die erste Ebene von Chip-Bestückungen, d.h.

Die Eignung der LAP-Technologie wurde mit der kommerziellen Realisierung einer Direktübertragung-Satellitenschalter gezeigt, die bis zu 2.4 GHz arbeitet.
Vorteile der LAP-Technologie
Die entwickelten Substrat-Technologien erlauben eine Vielzahl von Verpackungsoptionen von in Transfer-Modulen eingefügten Substraten bis zu integrierten MCM-L/D und MCM-M/D (M = Metall) Area-Array-Packages. Der anhaltende Trend zur Miniaturisierung, höherer Funktionalität und höheren Frequenzen bringt mehrere Herausforderungen mit sich, z.B.

Gürtel-integrierter Computer «QBIC»
Kunde: ETH Zürich (IfE)
Entwickelt um komfortabel zu tragen zu sein, ohne dass dabei seine Zuverlässigkeit beeinträchtigt wird, ist der «QBIC» nicht nur ein tragbarer Computer – er dient auch seiner klassischen Funktion… er hält die Hose oben! Das Herz des «QBIC» ist ein Intel Xscale-CPU (Intel PXA263B1C400), der mit einer variablen Geschwindigkeit von bis zu 400 MHz läuft. Das Band enthält eine Batterie, eine Echtzeituhr und eine Systembus-Erweiterung für Peripheriegeräte. Darüber hinaus bietet der Gurt Stecker für USB und serielle (RS-232) Geräte, einen VGA-Anschluss und einen Stromanschluss, der entweder für den Anschluss an das Stromnetz oder für eine zusätzliche am Gürtel montierbare Batterie verwendet werden kann.
Die Schnalle, die vom Riemen entfernt und auf ein Entwickler-Board für komfortable Programmierung gesteckt werden kann, enthält zwei Leiterplatten:

Architektur
|Eigenschaften|

Entwickelt um zu tragen
Obwohl der QBIC ursprünglich als Forschungsplattform zur Sammlung und Auswertung von Sensordaten zur medizinischen Überwachung und Kontexterkennung entwickelt wurde, kann er für eine Vielzahl von Anwendungen verwendet werden, z.B.:
|Typische Anwendungen||Projekte und Gruppen, die QBIC verwenden|

Für Werbezwecke im Rahmen vom iMpuls (der Gesundheitsinitiative der Migros) wurde ein Gerät gesucht, welches in einen Laufschuh integriert werden kann und einen Alarm ausgibt, sobald der Träger den Schuh nicht mehr bewegt.
Das 62 x 35 x 9.5 mm grosse Modul ist komplett in den Schuh eingebaut und beinhaltet Controller, Bewegungssensor, Akku, drahtlose Ladeelektronik und einen Piezo-Buzzer. Durch entsprechendes Auflegen des Ladepads kann das Gerät von aussen ein- und ausgeschaltet werden. Das Gehäuse wurde mittels 3D-Kunststoffdruck realisiert.
Lötbares Speichermodul «SMM»
Art of Technology AG (internes Projekt)
Eine elegante Lösung für industrielle und medizinische Anwendungen, ist dieses kompakte Speichermodul mit einer elektrischen SD / MMC-Schnittstelle, welches direkt auf eine Leiterplatte gelötet wird. Mit einer Grösse von 24 x 20 mm und einem Abstand von nur 1.27 mm, ist es deutlich kleiner als eine Standard-SD / MMC-Karte, hat weniger Anforderungen an das Board-Design und kann eingesetzt werden, wo immer Platz kritisch ist. Zudem durch seine kontrollierte Stückliste (BOM) sind Probleme aufgrund von Hardware- und Firmware-Änderungen am NAND-Flash-Controller eine Sache der Vergangenheit.
Zusätzliche kundenspezifische Funktionen wie Passwortschutz und Notfallstornierung können ebenfalls realisiert werden. Mit seinem kleinen Formfaktor ist das SMM die ideale Wahl für eingebettete Systeme in extrem anspruchsvollen Anwendungen.