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Die Milchproduzentinnen und Milchproduzenten von Uniterre haben sich in einem Brief an die Branchenorganisationen des Käsemarkts sowie an die verantwortlichen Regierungsrätinnen und Regierungsräte für Landwirtschaft gewendet und fordern ein Moratorium für das Schleppschlauchobligatorium. Sie befürchten unter anderem Folgen bei der Käseproduktion angesichts einer möglichen Vermehrung von Buttersäurebakterien. In einer Studie müssten deshalb zuerst die Konsequenzen eines Schleppschlauchobligatoriums untersucht werden, heisst es in einer Mitteilung.
Die Einführung des Schleppschlauchobligatoriums werfe Fragen auf, welche die Milchproduzentinnen und Milchproduzenten direkt betreffen würden: Es müsse beispielsweise zuerst abgeklärt werden, welcher finanzielle Mehraufwand den Produzentinnen und Produzenten entstünde und wie der Markt oder das Gemeinwesen in Zukunft gedenken würden, die Kosten zu decken, die ein Schleppschlauchobligatorium nach sich ziehen würde. Es müsse weiter untersucht werden, welche Einflüsse die Technik auf die Nahrungsqualität des Futters haben könnte und welche Folgen das Obligatorium auf die Bodenverdichtung und für die Biodiversität hätte.
Bis alle Fragen und Bedenken geklärt seien, sei ein Moratorium darum zwingend. Es dürfe nicht sein, dass die Kosten, die durch die Gesetzesänderung entstünden einmal mehr auf die Produzentinnen und Produzenten zurückfallen würden. Nicht zuletzt fehlten dem Entscheid auch die nötigen griffigen Begründungen, heisst es abschliessend.