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Nichtraucher spielen seltener mit dem Feuer
Rauchen schadet
Die Auswirkungen des Rauchens sind vielseitig. Fünf Gründe, weshalb das Rauchen dem menschlichen Körper Schaden zufügen kann. Beispielsweise:
- Karzinogene im Tabakrauch: Tabakrauch enthält eine Vielzahl von karzinogenen (krebserregenden) Chemikalien, darunter Benzol, Formaldehyd, Arsen, und Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese Substanzen können die DNA in den Zellen schädigen und genetische Mutationen verursachen, die das Krebsrisiko erhöhen.
- Langfristige Exposition: Das Risiko von Krebs steigt mit der Dauer und der Menge des Tabakkonsums. Raucher, die über viele Jahre hinweg Zigaretten aktiv oder passiv rauchen, sind, unter anderem, einem höheren Risiko für die Entwicklung von Krebs ausgesetzt.
- Direkter Kontakt mit Schleimhäuten: Rauchen führt dazu, dass Schadstoffe direkt mit den Schleimhäuten in den Atemwegen, dem Mund, der Speiseröhre und anderen Organen in Kontakt kommen. Dies erhöht das Risiko von Krebs in diesen Geweben.
- Entzündungen und Gewebeschädigung: Tabakrauch kann Entzündungen und Schädigungen im Körper verursachen. Chronische Entzündungen können das Risiko für die Entstehung von Krebszellen und Gefässerkrankungen erhöhen.
- Beeinträchtigung des Immunsystems: Rauchen kann das Immunsystem beeinträchtigen, was dazu führen kann, dass der Körper weniger effektiv gegen die Entwicklung von Krebszellen vorgeht.
Rauchen ist ein Hauptrisikofaktor für verschiedene Krebsarten
Einige der Krebsarten, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen sind:
Lungenkrebs: Lungenkrebs ist eine der offensichtlichsten und tödlichsten Folgen des Rauchens. Die in Tabakrauch enthaltenen krebserregenden Stoffe verursachen Schäden in der Lunge. Rauchen ist für etwa 85% aller Lungenkrebsfälle verantwortlich.
Mund- und Rachenkrebs: Rauchen kann das Risiko von Mund- und Rachenkrebs erheblich erhöhen. Der Kontakt von Schleimhäuten im Mund und Rachen mit den schädlichen Chemikalien im Rauch kann Krebs in diesen Bereichen begünstigen.
Kehlkopfkrebs: Die schädlichen Substanzen im Rauch können den Kehlkopf erreichen, was das Risiko von Kehlkopfkrebs erhöhen kann.
Speiseröhrenkrebs: Rauchen ist ein bekannter Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs, da der Kontakt zwischen Tabak und der Speiseröhrenschleimhaut schädlich ist.
Blasenkrebs: Rauchen ist auch mit einem erhöhten Risiko für Blasenkrebs verbunden. Schädliche Substanzen aus dem Rauch können in den Urin gelangen und die Blasenwand angreifen.
Das Rauchen erhöht nicht nur das Krebsrisiko, sondern kann auch viele andere ernsthafte Gesundheitsprobleme wie Herzkrankheiten, Atemwegserkrankungen und Schlaganfälle verursachen. Das Aufgeben des Rauchens ist daher eine der besten Entscheidungen, die jemand für seine Gesundheit treffen kann.
Die Nikotinberatung, die von unserer Expertin Lydia Eisenmann geführt wird, steht allen Personen offen, die mit dem Rauchen aufhören wollen.
Unser Angebot:
- Ambulante Nikotinberatung (bei ärztlicher Überweisung werden die Kosten durch die Krankenkasse übernommen)
- Stationäre Nikotinberatung für Patientinnen und Patienten
- Kostenlose Nikotinberatung für alle Mitarbeitende der KSA-Gruppe
Ihre Vorteile:
- Sie erfahren professionelle individuelle Begleitung während dem gesamten Entwöhnungsprozess
- In der Nikotinberatung werden Ihre persönliche Behandlungsbedürfnisse berücksichtigt
- Ihre eigenen erarbeiteten Strategien werden in den Entwöhnungsprozess einbezogen
- Wir bieten Unterstützung zu einem nachhaltigen Erfolg
Sie können sich über den Hausarzt zuweisen lassen oder sich gerne auch direkt in der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin melden.
Vorteile eines Rauchstopps
Die gute Nachricht ist, dass es sich zu jedem Zeitpunkt lohnt, mit dem Rauchen aufzuhören. Auch wenn man schon viele Jahre geraucht hat, oder bereits eine Folgeerkrankung des Rauchens bekannt ist.
Die Vorteile eines Rauchstopps sind gross:
- Gesündere Lungen: Schon innerhalb weniger Wochen nach dem Rauchstopp beginnen sich die Lungen zu erholen. Die Atemfunktion verbessert sich, und das Risiko von Atemwegsinfektionen sinkt.
- Verringerung des Krebsrisikos: Mit jedem rauchfreien Tag verringert sich das Risiko, an Krebs zu erkranken. Die Zellen in Ihrem Körper haben die Möglichkeit, sich zu regenerieren.
- Verbesserte Herzgesundheit: Das Rauchen belastet das Herz und erhöht das Risiko von Herzkrankheiten. Ein Rauchstopp führt zu einer besseren Herzgesundheit.
- Bessere Lebensqualität: Rauchfrei zu leben, bedeutet eine bessere Lebensqualität. Sie werden mehr Energie haben, besser riechen und schmecken können und Ihr allgemeines Wohlbefinden steigern.
- Einfachere Genesung: Behandlungen von bereits bekannten Folgeerkrankungen sind besser verträglich, wirken besser und zeigen weniger Nebenwirkungen.
Es ist NIE zu spät, um aufzuhören
Die Gefahren des Rauchens für verschiedene Krebsarten sind alarmierend, aber die Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören, kann lebensverändernde Vorteile haben. Die Verbesserungen in Ihrer Gesundheit und Lebensqualität sind die Mühe wert. Überlegen Sie sich einen Plan, um mit dem Rauchen aufzuhören, und suchen Sie sich Unterstützung, um erfolgreich zu sein. Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.
Wünschen Sie einen Termin für eine Beratung in der Sprechstunde für Nikotinberatung, dann wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt oder direkt an das Sekretariat Pneumologie und Schlafmedizin des Kantonsspital Aarau.
Ihr Weg zu einem rauchfreien Leben beginnt heute.
Die Pneumologie und Schlafmedizin ist eine eigenständige Abteilung der Medizinischen Uniklinik und wird von Chefarzt Prof. Dr. med Hans-Joachim Kabitz geführt. Sie beschäftigt sich mit der Abklärung und Behandlung sämtlicher Erkrankungen der Atmungsorgane, des Brustfells sowie schlafassoziierter Erkrankungen.