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Die Bill and Melinda Gates Foundation hat dem französischen Unternehmen MedinCell weitere 4 Millionen Dollar gezahlt, um die nächsten Schritte des Biotech-Programms mdc-WWM zu finanzieren, damit die erste klinische Studie bis Ende 2023 beginnen kann. Die große gesundheitsorientierte Stiftung hat bereits 25,7 Millionen Dollar für das sechs Monate aktive, injizierbare, bioresorbierbare, subkutane Verhütungsmittel ausgegeben, um das Produkt bis zum Abschluss der Phase 1 voranzubringen. Die Bill and Melinda Gates Foundation (Gates Foundation) hat sich die Zugangsrechte für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gesichert.
Als Gegenleistung für das Kapital hat sich die Gates-Stiftung eine nicht-exklusive Lizenz für das Produkt gesichert, um den globalen Zugang in den LMIC-Zielländern zu erreichen, während MedinCell die Vermarktungsrechte für den Rest der Welt besitzt.
Um welches Gesundheitsproblem geht es?
Laut Helen Martin, Head of Alliances bei MedinCell, werden weltweit etwa 111 Millionen Frauen ungewollt schwanger, was zu 35 Millionen unsicheren Abtreibungen und 299.000 Todesfällen bei Müttern in LMICs führt, berichtet das Guttmacher Institute.
Was ist der Vorteil von MedinCell?
Wie bereits erwähnt, besitzt MedinCell alle Vermarktungsrechte für das Produkt weltweit, einschließlich der Vereinigten Staaten, wo der Markt für Verhütungsmittel im Jahr 2021 insgesamt 4,9 Milliarden US-Dollar betrug. LARCs allein machen 26 % dieses Marktes aus, d. h. mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar. Das mdc-WWM-Produkt könnte einen bedeutenden Anteil dieses Marktes erobern und ihn sogar ausweiten, indem es die Akzeptanz dieser Art der Verhütung erleichtert.
Was ist das Ziel dieses von Gates finanzierten Programms?
Die an dieser Zusammenarbeit beteiligten Parteien wollen „Frauen auf der ganzen Welt den uneingeschränkten Zugang zu einer erschwinglichen und nachhaltigen Verhütungslösung erleichtern. Günstige Ergebnisse präklinischer Studien haben das Potenzial des Prüfpräparats bestätigt.
Was ist ein bevorstehender, wichtiger Meilenstein?
Der Beginn der ersten klinischen Studie, die in den Vereinigten Staaten durchgeführt wird.
Worum handelt es sich bei diesem neuartigen Verhütungsmittel für die LMICs?
Dieses subkutan injizierbare empfängnisverhütende Medizinprodukt befindet sich derzeit in der Entwicklung und basiert auf der MedinCell BEPO-Technologieplattform – und mdc-WWM könnte nach Angaben des Unternehmens das erste derartige empfängnisverhütende Produkt sein, das die folgenden Merkmale kombiniert, um das Endprodukt zum „Klassenbesten“ zu machen:
- Progestin-Molekül
- 6-monatige Wirkungsdauer
- Subkutan und selbst injizierbar
- Vollständige Bioresorption
- Kostengünstig
Wie funktioniert dieses Prüfpräparat?
Im Gegensatz zu langwirksamen umkehrbaren Verhütungsmitteln (LARCs: Implantate und Intrauterinpessare) ist bei diesem Versuchsprodukt kein chirurgischer oder fachärztlicher Eingriff erforderlich. Nach einer einfachen subkutanen Injektion bildet sich ein Depot, das bis zu sechs Monate lang als virtuelle Pumpe fungiert und dann vollständig verschwindet.
Studien haben gezeigt, dass das Risiko eines Verhütungsversagens bei Frauen, die ein orales Kontrazeptivum oder andere Methoden anwenden, 17- bis 20-mal höher ist als bei Frauen, die ein langwirksames reversibles Kontrazeptivum (LARC) verwenden, vorwiegend wegen der mangelnden Compliance
Welche Aktivitäten sollen mit den jüngsten 4 Millionen Dollar finanziert werden?
Das Unternehmen teilt mit, dass es die Mittel der Bill and Melinda Gates Foundation zur Finanzierung der anstehenden technischen und regulatorischen Aktivitäten verwenden wird. Die Förderung begann bereits am 28. November 2019.
Seltsamerweise hat MedinCell sein Ivermectin-Produkt, das sich noch in der präklinischen Phase seines Portfolios befindet, nicht weiterentwickelt.