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In der heutigen Online-Welt findet sich Design in der gesamten digitalen Landschaft – ob auf einer Unternehmenswebsite oder im Portfolio eines Designers. Während dies die Welt des Grafikdesigns zugänglicher als jemals zuvor gemacht hat, haben es nun auch Trittbrettfahrer einfacher, davon zu profitieren. Die traurige Wahrheit ist, dass ein Design oftmals nur einen Screenshot davon entfernt ist, in falschen Händen zu landen.
Gleichzeitig ist es möglich, dass dein Design zufällig einem anderen Design ähnelt – daher solltest du überprüfen, ob es nicht bereits eine zufällige Kopie davon gibt. Oder dein Kunde hat dich vielleicht gebeten, mit einem Bild zu arbeiten, und du musst sicherstellen, dass es in Ordnung ist, dieses in deinem Design zu verwenden.
Es gibt viele Gründe, weshalb du prüfen musst, wo ein Design im Internet auftaucht. Die gute Nachricht ist, dass dasselbe Internet, das das Kopieren möglich macht, Unternehmern auch die Tools zur Verfügung stellt, diese Kopien zu finden. Deshalb haben wir diese Anleitung zusammengestellt, wie du erfolgreich nach Kopien deines Designs suchst.
Weshalb sollte ich nach Kopien im Internet suchen?
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1. Professionelle Designer sollten als Teil der regelmäßigen Portfolio-Pflege überprüfen, ob ihr Design illegal verwendet wird. In der digitalen Welt musst du dich selbst vermarkten, indem du potenziellen Kunden deine Designs in einem Portfolio zeigst. Potenzielle Diebe werden dein Portfolio zwangsläufig ebenfalls sehen und deine Designs möglicherweise ohne deine Erlaubnis nutzen. Als Urheber deiner eigenen Arbeit (die nicht an Kunden verkauft wurde) ist es deine Verantwortung, gegen Urheberrechtsverstöße vorzugehen.
2. Du solltest den Lizenzierungsstatus von Stockbildern in deinen Designs überprüfen. Manche Designs wie Broschüren und Webdesigns enthalten Fotografien oder Bilder von Dritten, die von Anbietern von Stockbildern stammen. Es kommt häufig vor, dass Kunden Designer darum bitten, Stockbilder zu verwenden, deren Lizenzierung in einem Design unklar ist. Aber du willst kein Bild verwenden, das du nicht verwenden darfst. An dieser Stelle kann eine umgekehrte Bildersuche praktisch sein, um die Quelle des Bildes zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Lizenz es erlaubt, dieses Bild im Design zu verwenden, sowie herauszufinden, ob es gekauft werden muss.
3. Du solltest immer prüfen, ob dein Design zufällig einem bereits existierenden Design ähnlich sieht. Dies ist besonders für Logo-Designs wichtig, da diese so einzigartig wie möglich sein müssen, wenn sie geschützt werden sollen. Es ist absolut möglich, ein elegant simples, originelles Logo-Design zu kreieren, nur um später festzustellen, dass es dem eines Konkurrenten sehr ähnelt. So ein Logo wird einem Kunden in diesem Fall nicht viel nützen, daher solltest du dein Logo-Design immer überprüfen, bevor du es einem Kunden schickst.
Als Nächstes schauen wir uns die Tools und Techniken an, die jeder professionelle Designer regelmäßig nutzen sollte, um seine Designs zu überprüfen und zu schützen.
Welche Tools sollte ich nutzen?
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Die meisten Leute verwenden die umgekehrte Bildersuche auf Suchmaschinen, um nach Kopien zu suchen. Tineye, Pixsy und Bing sind Beispiele dafür, aber wir werden uns auf Tipps für die Google Bildersuche konzentrieren, da es die größte Suchmaschine mit der größten Datenbank ist.
Die Google Bildersuche zu verwenden ist ziemlich einfach: Du musst nur per Drag and Drop eine Bilddatei in die Suchbox ziehen. Als Nächstes siehst du folgende Abschnitte in den Suchergebnissen:
Andere Größen dieses Bildes: Dies erscheint nur, wenn es andere Größen gibt.
Optisch ähnliche Bilder: Sie ähneln deinem Bild optisch, aber passen nicht immer. Kümmer dich nicht um diesen Abschnitt, wenn es darum geht, Kopien zu finden.
Seiten, die passende Bilder enthalten: Dies ist der wichtigste Abschnitt. Er zeigt exakte Treffer zu deinem Bild und ist meistens sehr genau. Selbst wenn das Bild in deinem Design verändert wurde, wird es dennoch als abgeleitete Arbeit betrachtet und Google wird es erkennen und hier zeigen. Wenn dieser Abschnitt leer ist, gibt es wahrscheinlich keine passenden Bilder online (oder zumindest nicht in Googles Datenbank).
Da du nun verstehst, was der jeweilige Abschnitt der Suchergebnisse bedeutet, haben wir hier 10 essenzielle Techniken zur Bildersuche, die du auf der Suche nach potenziellen Urheberrechtsverletzungen anwenden kannst.
Nutze diese Techniken, um bessere Suchergebnisse zu erhalten
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1. Suche mit der originalen Bilddatei
Sagen wir, du arbeitest daran, ein Broschüren-Design für einen Kunden zu erstellen, und dieser hat dir eine originale Bilddatei im Raw-Format bereitgestellt, die du im Design verwenden sollst. Du solltest sicherheitshalber den Urheberrechtsstatus dieser Bilddateien überprüfen. Bilddateien sind mehr als nur Pixel. Sie enthalten oftmals Informationen über den Namen, die Quelle und das Urheberrecht dieser Bilder, genannt Metadaten.
Es gibt viele verschiedene Wege, um nach Metadaten zu suchen, und je mehr Metadaten ein Bild enthält, umso mehr Informationen wird Google haben, mit denen es arbeiten kann, um dir bessere Ergebnisse zu liefern.
Allerdings werden nicht alle Bilddateien Metadaten enthalten und man kann sie zudem leicht entfernen, indem man sie bearbeitet oder einen Screenshot des Bildes macht. Deshalb ist es wichtig, nach Möglichkeit mit der originalen Datei zu suchen.
2. Suche mit Bildern in hoher Auflösung
Die Google Bildersuche akzeptiert nur diese Dateiformate: .jpg, .gif, .png, .bmp, .tif oder .webp. Bilder in geringer Auflösung werden dir keine genauen Ergebnisse liefern. Exportiere wenn möglich eine hochauflösende .jpg-Datei aus den Quelldateien des Designs oder mache einen großen Screenshot des Bildes. Es wird auch einfacher sein, auf einem Desktop-Computer zu suchen statt auf einem Mobilgerät, da du eventuell ein bisschen photoshoppen musst, wie du im nächsten Schritt sehen wirst.
3. Isoliere das Hauptbild
Wenn das gesuchte Bild Teil eines größeren Designs wie einem Werbebanner oder Poster ist, suche nicht nach dem gesamten Design. Text und andere Designelemente werden die Suchmaschine nur verwirren und zu ungenauen Ergebnissen führen. Schneide stattdessen alles bis auf das Hauptbild heraus und ziehe es in die Suchbox.
4. Konvertiere das Bild in Schwarz-Weiß/Graustufen
Farben können die Suchmaschine ebenfalls täuschen, besonders wenn der Farbton im kopierten Design verändert wurde. Wenn du also mit deinen Suchergebnissen bisher nicht so weit gekommen bist, versuche, das Bild in Graustufen zu konvertieren. Wenn du nach Grafiken statt Fotos suchst, erhöhe den Kontrast, damit du schärfere Linien und ein rein schwarzes Bild auf weißem Hintergrund hast.
5. Spiegele das Bild
Wenn dein Design gestohlen wurde, könnte der Übeltäter die Ausrichtung des Bildes modifiziert oder verändert haben. In diesem Fall wird Google Probleme haben, Ergebnisse zu liefern, selbst wenn es das exakt gleiche Bild ist. Dein Bild horizontal oder vertikal zu spiegeln, kann dies ausgleichen.
Bilder von Menschen oder Lebewesen neigen dazu, nach rechts zu schauen, also spiegele das Bild in diese Richtung.
6. Drehe das Bild
Ein Bild leicht zu drehen kann einen riesigen Unterschied in den Suchergebnissen machen. Es ist wichtig zu überlegen, wie ein Stockbild ursprünglich auf der Stockseite dargestellt wurde, da du mit einem Bild suchen musst, das so nah wie möglich am Original ist. Wenn ein Bild in deinem Design aussieht, als wäre es gedreht worden, importiere es in Photoshop, um es zu begradigen, bevor du es in die Suchmaschine ziehst.
7. Invertiere das Bild
Wenn das gesuchte Design eine Vektorgrafik ist, ist das ideale Bild zum Suchen ein schwarzes Bild auf einem weißen Hintergrund, nicht andersherum. Um ein Bild zu invertieren, importiere es in Photoshop und klicke dann auf Bild > Anpassen > Umkehren.
8. Füge einen Suchbegriff bei
Suchbegriffe beizufügen, die einen Bezug zum Bild haben, können Google helfen, die gesuchte Quelle zu finden, besondern wenn du versuchst, ein Stockbild zu finden, das man kaufen kann.
Versuche es mit Wörtern wie „Stock“, „Vektor“, „Clip Art“, „Fotografie“, „Shutterstock“ und Namen anderer Stockbilder-Seiten.
9. Nutze mehr als nur eine umgekehrte Bildersuchmaschine
Wenn alles fehlschlägt, lohnt es sich definitiv, ein paar andere Suchmaschine zu probieren. Tineye mag eine kleinere Bilddatenbank haben als Google, aber wird einen anderen Algorithmus verwenden, der vielleicht zu besseren Ergebnissen führt. Andere Suchmaschinen wie Bing und Yandex können ebenfalls hilfreich sein.
10. Nutze Suchergebnisse, um mehr Suchergebnisse zu finden
Manchmal wirst du mit einem kleinen Bild in geringer Auflösung suchen, das dir nicht sonderlich viele Informationen über die Originalquelle gibt. Aber manche dieser Ergebnisse werden größere Versionen deines Bildes sein, daher solltest du diese nutzen, um weiterzusuchen, indem du rechtsklickst und „Mit Google nach Bild suchen“ auswählst (funktioniert nur in Chrome).
Wenn du nach Lizenzinformationen zu einem Stockfoto in deinem Design suchst, findest du möglicherweise heraus, dass das Stockbild auf einer Website verwendet wird, die nicht die Originalquelle des Bildes ist. Wenn das Bild nur auf einer einzigen Website verwendet wird, könnte es urheberrechtlich geschützt und nicht zum Kauf verfügbar sein. Aber wenn du auf das Suchergebnis rechtsklickst, könnte es dich zu mehr Suchergebnissen führen, die dir Informationen über das Bild liefern oder ob es auf einer Stockseite zum Kauf angeboten wird.
Die Bildersuche ist dein Freund
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Es ist wichtig zu erwähnen, dass Google hin und wieder seinen Algorithmus optimiert, daher wird deine Suche an manchen Tagen nicht viel bringen. Du solltest einfach abwarten und es an einem anderen Tag versuchen. Es kann immer sein, dass ein Design irgendwo kopiert wurde, selbst wenn du es mit der Google Bildersuche überprüft hast.
Wenn du all diese Tipps bei deiner Suche beherzigst, kannst du einigermaßen sicher sein, dass dein Design nicht kopiert wurde und du deine Pflicht getan hast. Erfahre hier mehr über intellektuelles Eigentum und Urheberrechtsverletzung.
Hast du Tipps zu Bildersuchen? Verrate sie uns in den Kommentaren!