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Bei der Plättchenspende oder Thrombozytenspende werden dem Spender gezielt Blutplättchen (=Thrombozyten) entnommen.
Mittels eines Zellseparators, des sogenannten Apheresegeräts, wird gezielt ein Teil der Thrombozyten (Blutplättchen) aus dem Blut separiert, während die anderen Bestandteile dem Körper wieder zugeführt werden.
Dazu wird dem Spender wie bei einer normalen Blutspende eine Nadel in die Armvene gelegt. Ein kleiner Teil des Blutvolumens wird in ein steriles, geschlossenes Schlauchsystem geleitet und mit einer Substanz (Zitrat), welches das Blut kurzfristig ungerinnbar macht, gemischt. Das Blut gelangt so in das Apheresegerät und wird durch Zentrifugation in Blutplasma und Blutzellen aufgetrennt. Aus diesen Blutzellen werden spezifisch die Thrombozyten gesammelt, während die restlichen Blutzellen dem Körper wieder zugeführt werden.
Bild: Im Apheresegerät werden die Blutplättchen aus dem Blut separiert.
Bis genügend Blutplättchen gesammelt sind, dauert es etwa 60 bis 90 Minuten. Das Gesamtvolumen, das dabei entnommen wird, ist ungefähr 500 ml. Die Plättchenspende kann in der Regel nach einer Pause von 14 Tagen wieder durchgeführt werden, da Blutplättchen innerhalb weniger Tage vollständig nachgebildet werden.
Blutplättchen werden vor allem von Krebspatienten, bei grossen Blutverlusten und für Patienten mit Störungen bei der Blutgerinnung benötigt und sind für diese überlebenswichtig.
Die Anforderungen an die Spendetauglichkeit sind umfangreicher als bei der Vollblutspende. Nicht alle Vollblutspender eignen sich als Plättchenspender.
Wenden Sie sich für weitere Informationen und bei Fragen direkt an Ihren regionalen Blutspendedienst.