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Eigentlich sollten die Hunderassen «schöner» gemacht werden. Aber diese Bilder zeigen, was ihnen in den letzten Jahrzehnten angetan wurde.
In seinem Blog «Dogs and Science» vergleicht Cean Elegans Hunderassen von 1915 mit ihren modernen Nachfahren – und stellt Erschreckendes fest.
«Die Englische Bulldogge gilt als Symbolbild für alles, was in der Hundezucht schief gelaufen ist», schreibt Elegans. Sie leidet unter allen möglichen Gesundheitsproblemen und ihre Lebenserwartung liegt nur zwischen acht und zehn Jahren. Die grossen Köpfe der Tiere machen es oft unmöglich, dass sie auf natürlichem Weg zur Welt kommen können. Meistens wird der Nachwuchs deshalb per Kaiserschnitt geholt.
Auch die Französische Bulldogge leidet unter ihrer Überzüchtung. Die Beine wurden kürzer, die Köpfe massiver, die Schnauze immer mehr weggezüchtet. Das Atmen fällt den frazösischen «Bullys» darum sehr schwer.
Auch die Schweizer Hunderasse Bernhardiner hat sich in den letzten 100 Jahren stark verändert. Früher wurden die Tiere in den Schweizer Bergen als Begleit- und Rettungshunde eingesetzt. Der bekannteste und sagenumwobendste von ihnen, Barry, soll über 40 Menschen das Leben gerettet haben. Heute sieht man kaum noch einen Bernhardiner arbeiten, weil sie wahnsinnig schnell überhitzen. Sie wurden viel zu gross und mit zu viel Haut herangezüchtet. Auch das Gesicht wurde ihnen im Laufe jahrelanger Zucht eingedrückt. Die Hunde sind anfällig auf diverse Krankheiten.
Beim Züchten von Hunden werden jeweils zwei Tiere miteinander verpaart, die das gleiche Erscheinungsbild aufweisen. Diese geben dann ihr Erbgut weiter.
Nachkommen, die aus einem bestimmten Muster herausfallen, werden nicht weiter zur Zucht eingesetzt. So kann mit der Zeit das Erscheinungsbild einer Hunderasse verändert werden.
Dank der Zucht haben Boxer heute ein viel kürzeres Gesicht und eine Schnauze, die nach oben gerichtet ist. Das führt zu Atemnot und dazu, dass die Hunde ihre Körpertemperatur schwieriger regulieren können, wenn es draussen heiss ist. Ausserdem ist das Risiko, an Krebs zu erkranken, für Boxer sehr hoch.
Früher waren deutsche Schäferhunde majestätische und flinke Tiere. Moderne Schäferhunde sind deutlich wuchtiger, schwerer und haben einen abgerundeten Rücken. Darum entwickeln sie häufig Hüftprobleme.
Im Jahr 1915 wog ein Chow Chow 22 Kilogram. Heute bringt die beliebte Hunderasse bis zu 32 Kilogramm auf die Waage, obwohl sie sich in ihrer Körpergrösse kaum verändert hat.
Der Bullterrier war früher mal ein richtig athletischer Hund. Mittlerweile hat er einen verformten Kopf, einen rundlichen Unterleib, oft Gelenkbeschwerden und Probleme mit den Augen.
Der Mops ist ein weiteres Beispiel einer Hunderasse, die unter ihrem zu kurzen Hals leidet. Die Tiere bekommen zu wenig Luft, leiden unter zu hohem Blutdruck, Herzproblemen, überhitzen schnell und sind anfällig für Entzündungen ihrer faltigen Haut.
Früher hatten Dackel Beine und Rücken, die Sinn für ihre Körpergrösse machten. Heute haben sie so kurze Beine, dass ihr Körper beinahe den Boden berührt. Zusätzlich wurde der Rücken und der Nacken immer länger. Dackel leben dank ihrer langen Halswirbelsäule mit einem grossen Risiko, einen Bandscheibenvorfall zu erleiden. Dieser kann schlimmstenfalls sogar in einer dauerhaften Lähmung enden.
Der Basset Hound ist in den letzten Jahren noch flacher geworden und hat mittlerweile viel überschüssige Haut. Die Haut und die grossen Ohren kommen ihm beim Rennen oft in die Quere. Basset Hounds haben ausserdem oft Rückenprobleme.