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Nach 15 Jahren war Schluss: Für Gaël de Boissard fand sich unter CS-Chef Tidjane Thiam kein Platz mehr im Top-Management. Der Franzose scheint den Karrieresturz sehr gut zu verarbeiten.
Gaël de Boissard war als Banker ein sogenannter «Highflyer». Sein Aufstieg bei J.P. Morgan war steil, schon im Alter von 30 Jahren leitete er das Fixed-Income-Geschäft der US-Investmentbank in Europa. Im Jahr 2001 wechselte er zur Credit Suisse, wo er das hektische Leben zwischen Sitzungsräumen, Handelsdesks und Flughäfen weiterhin smart meisterte.
Dafür wurde der Franzose von Brady Dougan 2012 mit der Berufung in die Konzernleitung belohnt. Zuletzt war de Boissard Co-Chef der Investmentbank, stand den EMEA-Märkten vor und leitete das Fixed-Income-Geschäft.
Abschied zum Skifahren
Seine CS-Laufbahn beendete Dougans Nachfolger Tidjane Thiam abrupt. Ende Oktober setzte der neue CS-Chef sein Managementteam ohne den Investmentbanker zusammen. De Boissard blieb noch einige Übergangswochen und verabschiedete sich dann.
Das Timing schien perfekt, denn im französischen Chamonix startete gerade die Wintersaison. Wie seinem Youtube-Kanal und dem Facebook-Profil de Boissards zu entnehmen ist, verdaut er den vermeintlichen Karriereknick ausgezeichnet mit Hilfe von Ski- und Klettertouren im Mont-Blanc-Massiv.
Nachdem die vier Wintermonate in Europa vorüber waren, hängte de Boissard noch einen Skimonat in Grönland an.