Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03351.jsonl.gz/1725

Trudi Schoop war eine komödiantische Tänzerin, die mit der Tanztherapie Pionierarbeit bei der Behandlung psychischer Erkrankungen leistete.
Trudi Schoop wurde in der Schweiz als Tochter des Herausgebers der Neuen Zürcher Zeitung geboren. Schoop war grösstenteils Autodidaktin. Nachdem sie sich als Tänzerin etabliert hatte studierte sie aber auch Ballett und moderner Tanz. Sie trat in den 1930er Jahren auf und unternahm mehrere Tourneen durch die Vereinigten Staaten. Die Künstlerin Schoop wurde oft als weiblicher Charlie Chaplin bezeichnet und tourte oft unter dem Namen "Trudi Schoop and her Dancing Comedians".
Während des Zweiten Weltkriegs blieb Schoop in der Schweiz und trat oft in antifaschistischen Kabaretts auf. Nach dem Krieg nahm sie ihre Tourneen wieder auf. 1947 löste sie ihre Tanztruppe schliesslich auf und zog nach Los Angeles, Kalifornien, um sich mit Tanz als Therapie für schizophrene Patienten zu beschäftigen.
Zu den verschiedenen medizinischen Einrichtungen in Kalifornien, in denen Schoop arbeitete, gehörte das Camarillo State Mental Hospital, wo sie von Neuropsychiatern der UCLA als Therapeutin empfohlen wurde. Schoop entwickelte die von ihr so genannte Körper-Ich-Technik, bei der Bewegung eingesetzt wird, um die Patienten aus ihrer Isolation herauszuholen und ihnen zu helfen, auf menschliche Kontakte zu reagieren, anstatt sie zu scheuen.
Schoop hat unzählige Menschen beeinflusst und gilt als eine der Begründerinnen der Tanz-/Bewegungstherapie, die auf der von C.G. Jung 1916 entwickelten Tanz-/Bewegungstherapie basiert. In Los Angeles arbeitete sie mit Tina Keller-Jenny zusammen. Viele Menschen, die bei ihr lernten, erwähnten ihren Sinn für Humor, ihre Wärme und ihre Liebe.
Trudi Schoop starb in Van Nuys, Kalifornien. Ihre Asche wurde vor der Küste von Orange County, Kalifornien, im Meer verstreut.