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Das Wichtigste in Kürze
- Autor Hans Magnus Enzensberger ist gestorben.
- 93 Jahre alt wurde der deutsche Lyriker.
- Er war einer der prägenden Autoren der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur.
Am Donnerstag verstarb der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger. Der Suhrkamp Verlag gab bekannt, dass er in einem Alter von 93 Jahren in München gestorben ist.
Er war einer der wichtigsten deutschen Lyrikern und Intellektuellen. Ausserdem war er neben Günter Grass, Martin Walser, Uwe Johnson und Heinrich Böll ein prägender Autor der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur.
Er mischte im legendären Literaturclub «Gruppe 47» oder bei den rebellischen 1968ern mit. Über seine Zeit in der damaligen Ausserparlamentarischen Opposition (APO) gibt eines seiner Erinnerungsbücher mit dem vielsagenden Titel «Tumult» Auskunft.
In dieser Zeit gründete er auch 1965 das Kulturmagazin «Kursbuch». Hans Magnus Enzensberger probierte vieles aus: Er war Verlagslektor bei Suhrkamp in Frankfurt und verbrachte einige Zeit im sozialistischen Kuba. Danach lebte er in Norwegen, Italien, Mexiko, den USA und West-Berlin und kam schliesslich 1979 nach München.
2019 schrieb Hans Magnus Enzensberger sein letztes Buch
Enzensberger schrieb Romane, Essays, Anekdoten und Erinnerungen sowie Dramen, etwa «Untergang der Titanic», 1980 von George Tabori inszeniert. Auch Jugendlichen widmete er Bücher wie «Immer das Geld: Ein kleiner Wirtschaftsroman» oder «Lyrik nervt». Schon mit seinem ersten Lyrikband «Verteidigung der Wölfe» von 1957 hatte er Aufsehen erregt.
Dass Hans Magnus Enzensberger auch im Alter nicht müde wurde, zeigte sein Buch «Fallobst» (2019). Darin machte er sich Gedanken auf der Höhe der Zeit, etwa zum Thema Migration.