Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03182.jsonl.gz/491

Der Luzerner Künstler und Musiker Angy Burri ist tot. Er sei im Alter von 74 Jahren im Spital Wolhusen an Herzversagen gestorben, bestätigte seine Familie auf Anfrage von Radio Pilatus. Burri sei schon seit längerer Zeit im Spital gewesen. Er soll im engsten Familienkreis beigesetzt werden.
Der Stadtindianer mit seiner Harley
Burri war neben seinen Film- und Musikprojekten bekannt als Freund der Indianer. Er bewegte sich sowohl auf der Bühne als auch im Privatleben meist in der traditionellen Kleidung der Indianer. Seine geschmückte Harley mit Pferdesattel und er, der in Indianer- und Westernkleidung mit einem Fuchskopf und Adlerfedern auf dem Helm durch die Region fährt, sind eine bekannte Erscheinung.
Burri drehte den ersten Schweizer Western
Angy Burri war am 4. April 1939 als Angelo Burri in Cham geboren. Angy Burri fühlte sich schon als Kind zu den Ureinwohnern Amerikas hingezogen. Er bewegt sich sowohl auf der Bühne als auch im Privaten meist in der traditionellen Kleidung der Indianer oder dem Wilden Westen. Mithilfe seiner grossen Utensiliensammlung aus diesen Kulturen drehte Angy Burri zwischen 1975 und 1979 den Film The Wolfer, der als erster Schweizer Western gilt. Der Film entstand im Kernwald oberhalb Kerns und im Gebiet des Glaubenbergs im Kanton Obwalden. Angy Burri, der als Regisseur und Hauptdarsteller fungierte, entwarf zusammen mit seiner Frau Sonja die Kostüme, baute die Kulissen und schrieb den Titelsong.
Musiker mit Herzblut
In den 1960ern gründete Angy Burri die Band «The Thunderbeats». Die Band wurde später unter dem Namen Angy Burri & The Apaches bekannt. Zu Beginn der 1980er wurde er mit seiner Band in der ganzen Schweiz bekannt. Sein grösster Hit war «Hokahe». Im Februar hätte Burri mit seiner Band noch einen Auftritt am Country Festival in Zürich gehabt. 1978 lancierte Angy Burri den ersten Westernball Luzern, der sich bis in die 2000er-Jahre halten konnte.