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Uber ist wie TaxidienstleisterInnen im Personentransport tätig, arbeitet aber mit nichtberuflichen und unterversicherten FahrerInnen. Dazu betreibt Uber die Smartphone-Apps UberX, UberBlack und UberPop. Sowohl Kunden, die eine Fahrt in Anspruch nehmen wollen, als auch Autobesitzer (mit oder ohne Zulassung für berufsmässigen Personentransport), welche Fahrdienstleistungen anbieten möchten, können sich auf diesen Plattformen registrieren.
Uber vermittelt über die eigene App Transportaufträge zwischen KundInnen und seinen FahrerInnen. Im Unterschied zu den Taxizentralen, die häufig die gleichen Technologien (Apps, Karten, etc.) verwenden, greift Uber aber nicht auf anerkannte und selbstständige TaxifahrerInnen zurück, sondern rekrutiert eigenes Personal.
Während sich UberX und UberBlack an FahrerInnen mit einer Zulassung für gewerbsmässigen Personentransport richten, kann UberPop auch von Personen ohne Zulassung genutzt werden.
«Uber ist der cleverste Weg, um von A nach B zu gelangen.» So wirbt der amerikanische Fahrtdienst Uber für sein Angebot. Zwar bietet der Dumping-Anbieter wie die Taxidienstleister den Transport von Personen von A nach B an, doch mit der Taxibranche will Uber nichts zu tun haben, im Gegenteil. Vielmehr bezeichnet sich das Unternehmen als Fahrdienstvermittler. Die Haltung gegenüber der Taxibranche formuliert der Uber-Gründer so: «Der Gegner ist ein Arschloch namens Taxi.» Uber und sein CEO werden auch unter den Venture-KapitalistInnen in Kalifornien als der «bad guy der bad guys» bezeichnet[1].
Uber pervertiert die Idee einer Wirtschaft des Teilens und nutzt diese als Deckmantel. Der Dumping-Anbieter will sich die Wertschöpfung in den historisch gewachsenen Taximärkten, die vielerorts als öffentliche Dienstleistung angesehen werden, aneignen. Dazu versucht Uber zuerst die Märkte mit eine Preis-Dumping Strategie zu erobern, um dann mit einer dominanten Position im Markt die Preise mit seinem System des Surge-Pricing, für Kunden und Fahrer zu erhöhen.
Die Firma Uber wurde 2009 in San Francisco gegründet und ist mittlerweile in über 70 Ländern aktiv. Der Börsenwert des Unternehmens wird auf 68 Milliarden Dollar geschätzt[2]. Marktkenner rechnen allerdings damit, dass es sich um Blasenkapital handelt, da der Widerstand in demokratischen Ländern aufgrund deren Rechtslage steigt.
Neue Schätzungen zeigen, dass Uber an 71 Orten im Konflikt mit den Gesetzen ist, dass es derzeit in 18 Gerichtsverfahren involviert ist, dass 41 Verbote und zwölfmal hohe Bussen ausgesprochen wurden[3]. Hinter dem Unternehmen stecken nach eigenen Angaben die Investoren Benchmark Capital, Goldman Sachs und Google Ventures, First Round Capital, Menlo Ventures und Lowercase Capital. Uber soll weltweit jedoch nur 900 Personen als reguläre ArbeitnehmerInnen beschäftigen.
[1] Vrgl. Hill Steven, 2015, Raw Deal – How the ‚Uber Economy‘ and runaway capitalism are screwing American workers. Siehe auf Deutsch auch: Slee Tom, 2016, Deins ist meins. Die unbequemen Wahrheiten der Sharing Economy.