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Nach den EU-Verträgen sind alle Mitgliedsstaaten bis auf Dänemark zum Beitritt zur Gemeinschaftswährung verpflichtet, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen. Mehrere Staaten verfolgen dies aber nicht mit Nachdruck - zu ihnen zählen zum Beispiel Schweden, Polen und Ungarn. Kroatien bemüht sich allerdings seit Jahren, die Kriterien für eine Aufnahme in den Euro-Club zu erfüllen. Den förmlichen Beschluss über die Euro-Einführung in Kroatien soll der Rat der 27 EU-Mitgliedsstaaten in der ersten Juli-Hälfte fassen. Schwierigkeiten werden nach der eindeutigen Bewertung der EU-Kommission allerdings nicht erwartet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kommentierte: «Weniger als ein Jahrzehnt nach seinem EU-Beitritt ist Kroatien nun bereit, dem Euro-Währungsgebiet am 1. Januar beizutreten.»
Die Kursmünzen
Alle kroatischen Euro-Kursmünzen werden als zentrales Motiv ein Schachbrett haben, welches zugleich das nationale Symbol ist, und in stilisierter Form das kroatische Wappen darstellt.
Die von der Architektin Maja Škripelj entworfenen motivgleichen Kursmünzen zu 1, 2 und 5 Cent zeigen zwei Buchstaben aus dem glagolitischen Alphabet, die zusammengesetzt „HR" ergeben - den Landesnamen „HRVATSKA REPUBLIKA". Die Kursmünzen zu 10, 20 und 50 Cent zeigen Nikola Tesla. Die von Stjepan Pranjkovic ursprünglich entworfene 1-Euro-Kursmünze mit dem „Kuna" (dt. Marder) wurde wegen nicht erlaubter Nutzung des Bildes wieder zurückgezogen. Ein neuer Münzentwurf soll nun kurzfristig in einem Wettbewerb ermittelt werden.
Die von dem Künstler Ivan Šivak entworfene 2-Euro-Kursmünze zeigt den Umriss der kroatischen Landkarte mit den besonderen landschaftlichen Merkmalen des Balkanstaates: eine buchtenreiche Küste mit zahlreichen vorgelagerten Inseln. Die Randinschrift lautet: „O LIJEPA O DRAGA O SLATKA SLOBODO" (dt. Oh schöne, oh liebe, oh süße Freiheit), welches die erste Zeile aus der „Dubravka", der Hymne an die Freiheit, die von Ivan Gundulic aus Dubrovnik im 17. Jahrhundert verfasst wurde, darstellt.