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Die Entscheidung für ein bestimmtes Lautsprechersystem ist von vielen Faktoren abhängig, die erst im Zusammenspiel für ein ausgewogenes und harmonisches Klangbild in den eigenen vier Wänden sorgen. Nur dann erleben Sie die Atmosphäre eines Konzertsaals mit filigranen Höhen oder das Feeling in einer Hardrock-Kneipe mit satten Bässen. Grundsätzlich gilt: Die Lautsprecher sollten immer zu Ihrer HiFi-Anlage und zum gewünschten Aufstellort passen. Mit den folgenden Hinweisen finden Sie die für Sie passenden Lautsprecher.
Lautsprechboxen gleich welcher Grösse bestehen aus einem Gehäuse, das meist aus Holz, Metall oder Kunststoff gefertigt ist. In diesem Gehäuse gibt es Aussparungen für die einzelnen Lautsprechermodule, die auch als Chassis, Treiber oder Schallwandler bezeichnet werden. Jeder einzelne Lautsprecher verfügt über eine Membran aus einer speziellen Pappe, aus Kunststoff oder aus dünnem Metall. Bei Mehrweg-Lautsprechersystemen mit Tieftöner, Hochtöner und Mitteltöner übernimmt eine Frequenzweiche die Aufgabe, die Tonfrequenzen in verschiedene Bereiche aufzuteilen. Ist der Lautsprecher mit einer Hifi-Anlage oder einem Verstärker verbunden, wird die Membran beim Abspielen eines Soundtracks über eine Spule und einen Magneten durch ein elektrisches Signal in Schwingung versetzt. Diese Schwingungen gibt der Lautsprecher dann als akustisches Signal in Form von Schallwellen an die Umgebung ab – das ist also der Ton, den Sie hören und gegebenenfalls als Druckwelle spüren.
Bevor Sie einen Lautsprecher nach Grösse und Design auswählen, sollten Sie die technischen Angaben prüfen und mit Ihrem HiFi-Verstärker abgleichen. Die Dauerbelastbarkeit des Lautsprechers wird in Watt angegeben. Sie sollte nicht kleiner sein, als die Ausgangsleistung eines Verstärkers. Empfehlenswert ist es, wenn der Verstärker mindestens die Hälfte der Leistung aufbringt, die der Lautsprecher verträgt. Liefert der Verstärker zu viel Leistung, kann er zu schwache Lautsprecher beschädigen. Kleinere Verstärker schaden dem Lautsprecher hingegen nicht. Kleine Regalboxen vertragen oft nur 100 bis 150 Watt, während Standlautsprecher bis zu 400 Watt verkraften.
Ebenfalls wichtig ist die Impedanz der Speaker, die in Ohm (Ω) angegeben wird. Ein Verstärker mit einem Widerstand von vier Ohm verträgt sich mit einem Lautsprecher mit einer Nennimpedanz von vier bis acht Ohm. Umgekehrt funktioniert das nicht. Im schlimmsten Fall trägt der Verstärker dann einen Schaden davon.
Lautsprecher gibt es in verschiedenen Grössen und aus unterschiedlichen Materialien. Je nach Grösse des Aufstellorts haben Sie die Wahl zwischen vergleichsweise grossen Standlautsprechern und kompakten Modellen fürs Regal. Beide Typen liefern einen ausgewogenen Klang, wobei die grossen Standboxen aufgrund ihres üppigeren Resonanzraums druckvollere Bässe produzieren.
Der klassische Standlautsprecher beherbergt mehrere übereinander angeordnete Lautsprecherchassis. Sie sind für tiefe Frequenzen (Tieftöner), mittlere Frequenzen (Mitteltöner) und hohe Frequenzen (Hochtöner) zuständig. Standlautsprecher messen in der Höhe meist zwischen 50 und 150 cm. Im Unterschied dazu sind Regallautsprecher mit einer Höhe von 15 bis 30 cm und einer Tiefe von 10 bis 15 cm deutlich kompakter. Regallautsprecher sind meist ebenfalls mit Zwei- oder Dreiwegesystemen ausgestattet. Eine Besonderheit sind Center-Lautsprecher. Sie erweitern ein Stereo-System für die Mehrkanal-Soundwiedergabe (2.1). Voraussetzung ist allerdings ein geeigneter AV-Verstärker.