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Farbmühle
Bei der Farbmühle handelt es sich um einen gestreckten Mühlenkomplex mit zwei Gebäudeteilen. Der alte Mühlenkanal fliesst zwischen diesen Gebäuden hindurch.
Im 15. Jahrhundert kam das Leinwandgewerbe auf, doch erst 1736 wurde am Ort der späteren Farbmühle eine erste Maschine dazu erstellt. Diese Maschine war eine Walke, mit welcher das Gewebe oberflächlich verdichtet und verfilzt wurde. Kurz darauf brannte sie allerdings ab. Erst 1819 wurde wieder eine Walke erstellt. Der spätere Eigentümer baute diese aus und erstellte nebenan ein Wohnhaus. Als die Baumwolle immer mehr aufkam, wurde die Walke stillgelegt und fand verschiedene andere Verwendungen. Zuerst als Färberei, woher auch der Name «Farbmüli» entstand, danach als Maismühle, Presshefefabrik, Säge und Drechslerei.
Heute wird die Farbmühle nicht mehr genutzt und dient als Wohnhaus und Werkstatt. Trotz all der Änderungen hat sich das Gebäudeäussere kaum verändert.
Aachmühle
Im 15. Jahrhundert entstand an der Goldach in Tübach eine Mahlmühle für Getreide – die Aachmühle. Sie gehörte zu einer Gruppe ähnlicher Betriebe, die entlang der Goldach, der Steinach oder anderer Fliessgewässer in der Rorschacher Bucht der Produktion von Mehl dienten. Aufgrund eines Brandes im Jahr 1878 musste die Mühle samt Nebengebäude neu erbaut werden. Die damaligen Besitzer Josef Ignaz und Anton Lehner erstellten zeitgleich einen Kanal bei der Bruggmühle, der die neue Mühle jederzeit mit genügend Wasser versorgt. 1910 wurde der Betrieb als Mahlmühle eingestellt. Seither wird mit dem Laufwasserkraftwerk elektrischer Strom erzeugt. Heute steht die Aachmühle unter Denkmalschutz und kann dank sanfter Renovierungsarbeiten als modernes Wohnhaus genutzt werden.
Bruggmühle
An etwa demselben Standort wie heute liess der Abt des Klosters St. Gallen 1670 eine Mühle errichten, die bereits den Namen «Bruggmühle» trug. Von der Goldach führt bis heute ein Kanal zur Mühleanlage. 1850 liess Josef Anton Hättenschwiler die «neue Bruggmühle» erbauen und die «alte Bruggmühle Goldach» wurde stillgelegt. Durch einen scharfen Konkurrenzkampf kam es 1889 zu einer Fusion der «Neumühle Goldach» mit der «Bruggmühle Goldach» in die «Vereinigte Mühlen AG, Goldach». Nach einem Vollbrand der «Neumühle Goldach» konnte das gesamte Produktionsvolumen von der «Bruggmühle Goldach» übernommen werden, die eine halb automatische Mühle installieren liessen. Die grosse Konkurrenz der Mehlimporte aus Deutschland führte dazu, dass 27 privat betriebene Mühlen zusammen die «Ostschweizerischen Mühlen AG» in St.Gallen als zentrale Mehlverkaufstelle gründeten. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde dem Bund jedoch klar, dass die Landesversorgung nicht allein durch Importe sichergestellt werden konnte. Das Industriegeleise, das 1914 gebaut wurde, war bis 2017 im Betrieb. Zehn Jahre später wurde die Mühlenanlage durch die Gebrüder Bühler AG vollständig erneuert. Ab 1937 hiess die Firma dann wieder schlicht «Bruggmühle Goldach». Das erste Hochhaus und weitere Silos wurden 1962/63 erbaut. 1974 kam dann die Inbetriebnahme der neuen Mühlenanlage hinzu und 1986 folgte der Neubau des Mehlsilos mit Verladestation. Neben Leistungserhöhungen kam es auch zu mehreren Fusionen. 2016 wurde noch eine neue Lagerhalle erbaut.
Wie der Geschichte zu entnehmen ist, hat sich die Bruggmühle seit ihrer Entstehung 1670 oft verändert und ist immer weitergewachsen. So kam es, dass die Bruggmühle heute die drittgrösste Getreidemühle der Schweiz ist.
Haldenmühle
Die etwa in der Mitte des Laufes der Goldach situierte Haldenmühle wurde im Jahr 1492 erbaut durch den damaligen Besitzer Hans Müller. Mit den Jahren wurden am Gebäude mehrfach Umbauten vorgenommen. Lediglich das Untergeschoss blieb in ihrer alten Bausubstanz vorhanden. 1925 wurde das Wasserrad ersetzt, welches heute noch vorhanden und betriebsfähig ist. Zu Beginn wurde die Mühle zur Verarbeitung von Getreide genutzt. In den letzten Jahren vor der Einstellung des Mühlenbetriebes diente sie ausschliesslich als Futtermühle. Seit 1980 wird das Objekt nur noch als Wohnhaus genutzt. Gleichzeitig mit dieser Umnutzung wurde der Abzweiger von der Goldach, der die Haldenmühle versorgte, trockengelegt.