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Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Dienstag zuletzt um 0,55 Prozent auf 2975,47 Punkte nach unten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 litt besonders unter der wieder gestiegenen Nervosität der Anleger und knickte um 0,97 Prozent auf 7742,93 Punkte ein.
Die Debatte unter den Demokraten über ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump nahm deutlich an Fahrt auf. Die Frontfrau der Demokraten, die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, kündigte für Dienstagabend (MESZ) eine Stellungnahme zum weiteren Vorgehen an, wie mehrere US-Medien berichteten. Mit Spannung wurde erwartet, ob sich Pelosi für ein solches Verfahren aussprechen und womöglich konkrete Schritte ankündigen könnte.
Im Kern geht es um folgenden Vorwurf: Trump soll den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat im Juli mehrfach aufgefordert haben, Ermittlungen einzuleiten, die dem demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden schaden könnten. Im Gegenzug soll Trump dem Ukrainer auch ein unangemessenes "Versprechen" gegeben haben - zu dessen Inhalt ist indes nichts bekannt. Nachdem Trump angekündigt hatte, eine komplette Mitschrift des Telefonats offen zulegen, reduzierten die wichtigsten Indizes ihre Verluste.
Ein sogenanntes Impeachment könnte zwar mit der Mehrheit der Demokraten im Abgeordnetenhaus angestrengt werden. Die Entscheidung über eine tatsächliche Amtsenthebung liegt aber im Senat, wo Trumps Republikaner die Mehrheit haben. Die Erfolgsaussichten eines solchen Verfahrens sind also begrenzt.
Auf Unternehmensseite standen die Aktien von Blackberry im Fokus. Der einstige Smartphone-Pionier und jetzige Software-Anbieter verfehlte die Erwartungen an das zweite Quartal und revidierte zudem die Umsatzprognose für das Gesamtjahr nach unten. Die Anteilscheine knickten um rund 21 Prozent ein und bewegten sich damit auf dem Niveau von September 2015.
An der Dow-Spitze setzten die Aktien des Einzelhandelsriesen Walmart ihre wochenlange Rally fort und gewannen knapp 1 Prozent. Bei 119,86 Dollar hatten sie im Verlauf den höchsten Stand ihrer Geschichte erreicht.
Die Anteilscheine von Sprint büssten rund 3 Prozent ein. Die US-Aufsichtsbehörde FCC ermittelt gegen den Mobilfunker wegen des Verdachts der missbräuchlichen Annahme von Zuschüssen für einkommensschwache Amerikaner, die gar keine Dienste von Sprint genutzt haben sollen.
Nach Börsenschluss öffnet der Sportartikelhersteller Nike die Bücher. Überrascht der Dow-Konzern positiv, könnten die Papiere einen neuerlichen Versuch unternehmen, das im April erreichte Rekordhoch bei 90 US-Dollar zu überspringen. Am Vortag war Nike mit 87,69 Dollar und einem Plus von mehr als 1 Prozent bereits als zweitbester Dow-Wert aus dem Handel gegangen. Am Dienstag nun gaben die Papiere um mehr als 0,5 Prozent nach./la/he
(AWP)