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Die Nonne Ng Mui
Der nonne Ng Mui wird nachgesagt, sie soll eine der legendären Fünf Weisen Überlebenden der Zerstörung des Shaolin Tempels durch die Qing-Dynastie sein. Sie flüchtete in den Weisser-Kranich-Tempel am Tai-Leung-Berg.
Sie soll eine Meisterin verschiedener Kampfkünste (u.a. der Shaolin Kampfkunst, der Wudang Kampfkunst und des Yuejiaquan, des Familien Stils Yue Fei) gewesen sein. Sie wird auch als Begründerin mehrerer Kampfkünste geführt.
Der Legende nach hat die Nonne Ng Mui das Wing Chun System entwickelt.
Yim Wing Chun
Ng Mui traf im Weisser-Kranich-Tempel auf ein 15-jähriges ein Mädchen: Yim Wing Chun. Ein Bandit versuchte Sie gegen ihren Willen in die Ehe zu zwingen. Ng Mui nahm Yim Wing Chun als ihre Schülerin auf und entwickelte basierend auf ihrem Wissen über die Shaolin-Kampfkünste für Sie einen Kampfstil, der es ihr ermöglichte sich ohne grossen Kraftaufwand zu verteidigen. Dank diesem neuen Kampfstil, konnte sich Yim Wing Chun erfolgreich gegen die Zwangsehe wehren und besiegte den Banditen.
Yim heiratete später Leung Bok Chau, ein Salzhändler. Er nannte ihre Kampfkunst nach ihr nämlich "Wing Chun Kuen" (Wing Chun Boxen).
Yip Man
Yip Man (01.10.1893 - 02.12.1972) war ein chinesischer Kampfkünstler und Wing Chun Kämpfer. Er hatte mehrere Schüler, die später Wing Chun Lehrer wurden und massgeblich an der Verbreitung des Wing Chun beteiligt waren und sind. Yip Man wurde nach seinem Tod nachträglich als "Grossmeister" der (süd-)chinesischen Kampfkunst Wing Chun geehrt. Yip Man selbst verzichtete auf Titel wie "Meister" oder "Grossmeister". Auf seine Lehre berufen sich heute viele Varianten des Wing Chun.
Yip Chun
Yip Hok-Chun ist der älteste Sohn von Yip Man. 1924 wurde Hok in Fatshan geboren. Yip Chun lernte Wing Chun von klein an. Am Anfang widmete er seine Zeit seinem Studium als Buchhalter. Erst 1962 zog er nach Hong Kong, wo er Wing Chun zu studieren begann und schliesslich seinen Vater beim Training assistierte. Yip Chun hat eine grosse Anzahl Studenten wie Samuel Kwok, Shaun Rawcliffe, Michael Tse, Yip Pui (Terrence) und viele mehr.
Yip Ching
Yip Hok-Ching wurde 1936 als der zweite Sohn Yip Man's in Fatshan geboren. Yip Ching begann 1949 Wing Chun zu trainieren. 1962 nachdem er die Schule beendet hatte, zog er nach Hong Kong zu seinem Vater, wo er das Wing Chun Training wiederaufnahm und schliesslich seinen Vater beim Training assistierte. Yip Ching beendete sein Geschäftsleben vollständig und widmete sein Leben von da an dem Lehren des Wing Chun's. Yip Ching hat eine grosse Anzahl Studenten wie Eric Li, Ron Heimberger, Sam Chan, Gartner Train und viele mehr.
Samuel Kwok
Samuel Kwok ist der internationale Vertreter von Yip Chun und Yip Ching. Die Samuel Kwok Martial Arts Association hat mittlerweile Vertretungen in den USA, Australien, Südafrika, Brasilien, Russland. In Europa in Deutschland, Dänemark, Schweiz, Spanien und Portugal.
Er hat mehrere Bücher geschrieben und Videofilme produziert.
Lo Man Kam
Lo Man Kam ist ein chinesischer Wing-Chun-Kämpfer und Lehrer. Lo Man Kam ist der Neffe des verstorbenen Grossmeisters des Wing Chun, Yip Man.
Lo Man Kam sammelte in Foshan erste Erfahrungen mit verschiedenen Kampfkünsten und lernte auch von seinem Onkel Yip Man, mit dem er zusammen auf einem Hof lebte. Später ging er nach Hongkong, wo er weitere Jahre bei seinem Onkel trainierte. 1956 ermutigte ihn Yip Man, nach Taiwan zu gehen. Er repräsentierte dort das junge Volk Hongkongs und erhielt private Ratschläge von Präsident Chiang Kai-shek. Nach einer kurzen Rückkehr nach Hongkong ging er 1960 nach Taiwan zurück und besuchte dort eine Militärschule.
1974 eröffnete Lo Man Kam nach Absprache mit seinem Cousin Yip Chun eine Wing-Chun-Schule in Taipeh. Zu dieser Zeit war Lo Man Kam der einzige Wing-Chun-Trainer in Taiwan. Dort unterrichtet er die SWAT-Teams als Nahkampfausbilder seit mehreren Jahren im waffenlosen Kampf. Im Auftrag der Regierung Taiwans ist er aktuell immer noch der zuständige Trainer im Ausbildungszentrum in Taipeh.
In seiner Schule werden heute Schüler aus der ganzen Welt unterrichtet, und Lo Man Kam besucht seine associations in den verschiedenen Nationen, so oft er Gelegenheit dazu hat. Auch die heutige Lo Man Kam Wing Chun Association Germany wird von Lo seit 1996 besucht. Bei seinen Aufenthalten gibt Lo Man Kam Unterricht für seine Schulleiter und trainiert auch die Gruppen in den einzelnen Schulen persönlich. Ebenso werden in Zusammenarbeit mit den deutschen Schulleitern auch verbandsoffene Seminare durchgeführt, die von jedem an Wing Chun Interessierten besucht werden können.
Wong Shun Leung
Wong Shun Leung war ein chinesischer Kampfkünstler aus Hong Kong, der Wing Chun Kung Fu unter Yip Man erlernt hat. Ihm wird die Ausbildung von Bruce Lee in Wing Chun zugeschrieben. Wong Shun Leung gewann angeblich mindestens 60, vielleicht auch mehr als 100 Strassenkämpfe gegen Kampfkünstler verschiedener Stile. Durch seinen Ruf war er auch unter dem Namen "Gong Sau Wong" bekannt ("King of Talking Hands"). Wong Shun Leung produzierte einen Lehrfilm mit dem Titel "Wing Chun: The science of in-fighting" ("Wing Chun: Die Wissenschaft des infights"). Zu seinen Schülern gehörten zum Beispiel Philipp Bayer, Gary Lam und Barry Lee.
Leung Ting
Leung Ting ist Oberhaupt der von ihm gegründeten, in Hongkong ansässigen International WingTsun Association (IWTA). Seine Person ist in Kampfkunstkreisen umstritten, insbesondere, was seine Beziehung zu Yip Man betrifft. Im von ihm eingeführten Graduierungssystem hat er den höchsten Rang inne. Leung Ting hat und hatte zahlreiche Schüler auf der ganzen Welt, von denen viele selbst später eigene Schulen und Verbände nach Vorbild der IWTA gründeten. Einige dieser Verbände treten inzwischen als Konkurrenz zur IWTA auf und verwenden eigene, von ihnen als Marke geschützte Schreibweisen der Kampfkunst. Der kommerziell erfolgreichste seiner Schüler ist der Deutsche Keith Kernspecht, welcher seinerseits die EWTO (Europäische Wing Tsun Organisation) als Zweig der IWTA gründete und leitet.
Pan Nam
Das Pan Nam Wing Chun gehört nicht zur Linie des Yip Man Wing Chun.
Pan Nam wurde 1911 geboren. Mit 13 begann er Siu Lam Kuen (Shaolinquan) und Hung Ga Kuen zu lernen. 1947 begann er Wing Chun von Jiu Chao, ein Schüler von Chan Yiu-Min, zu lernen.1957 lernte er Lai Hip-Chi kennen und trainierte Wing Chun unter Ihm. Pan Nam unterrichtete Wing Chun in Foshan bis zu seinem Ableben 1995. Unter seinen Schülern waren unter anderen: Seine zwei Söhne, Pan Siu-Cho und Pan Siu-Lam. Wong Jee-Keung, Lee Dak-Sing, Lun Fao, Leung Chong-Ting, Rolli Krauer (Suny Kamay) und Eddie Chong.
Lee Shing
Lee Shing begann Wing Chun in Foshan zu lernen. Er lernte unter anderem von Fung Sang und Fung Chu das "Leung Jan" Gulao Wing Chun und von Ng Jung-So in Foshan. Er trainierte auch mit Lok Yiu und mit Jiu Wan. Später wurde er selbst Schüler von Yip Man. 1956 emigrierte er nach England und unterrichtet unter anderen Austin Goh, Joseph Cheng, Simon Lao, Joseph Lee. Somit war er der erste, der Wing Chun nach Europa brachte.
Lee Shings Wing Chun Stil ist unter dem Namen "Pin San Kuen Wing Chun" bekannt.