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Als elektrosensibel bezeichnen sich Menschen, die in ihrer Gesundheit oder ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sind und dies auf elektromagnetische Felder in ihrem Alltag zurückführen. Anerkannte medizinische Diagnosekriterien existieren nicht. In diesem Zusammenhang werden auch andere Begriffe verwendet, unter anderen: Elektrosensibilität, Elektrohypersensibilität (EHS), elektromagnetische Hypersensibilität oder idiopathische Intoleranz, die elektromagnetischen Feldern zugeschrieben wird (IEI-EMF, englisches Akronym). Der Einfachheit halber verwenden wir in diesem Zusammenhang das Akronym EHS.
MedNIS: das schweizerische medizinische Beratungsnetz für nichtionisierende Strahlung
Damit Personen, die sich als elektrohypersensibel bezeichnen, eine bessere medizinische Unterstützung erhalten, hat das BAFU das Institut für Hausarztmedizin der Universität Freiburg mit dem Aufbau eines medizinischen Beratungsnetzes beauftragt. MedNIS hat seine Tätigkeit im September 2023 aufgenommen und dient in erster Linie der Verbesserung der medizinischen Versorgung von EHS-Patientinnen und -Patienten, aber auch der besseren Information der medizinischen Fachwelt und der Bevölkerung über Elektrohypersensibilität. Die Einrichtung dient zudem der wissenschaftlichen Forschung zu diesem Thema.
Personen, die unter Beschwerden leiden, die sie mit dem Vorhandensein eines elektromagnetischen Feldes (EMF) in Verbindung bringen, können sich für eine kompetente Auskunft an diese Stelle wenden.
Stand der Wissenschaft
Im vorliegenden Synthesebericht wird der wissenschaftliche Kenntnisstand per Ende 2011 über die elektromagnetische Hypersensibilität (EHS) von Menschen beschrieben. Berücksichtigt sind wissenschaftlich publizierte experimentelle und epidemiologische Untersuchungen sowie Einzelfallberichte, die die Anforderungen an eine umweltmedizinische Kasuistik erfüllen.
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 07.09.2023