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Maggi, Moritz
Gestorben: 1920
Ausbildung zum Buchhändler im Geschäft seines Vaters in Ilanz. Musisch begabt, spielte Maggi Orgel in der Kirche, sang im Kirchenchor, komponierte Motetten und wirkte als Juror bei Sängerfesten. Daneben malte und zeichnete er. In den 1890er Jahren kaufte Maggi eine Holzkamera und richtete im Keller seiner Buchhandlung eine Dunkelkammer ein. Er begann mit Porträts und Landschaftsaufnahmen, die er zu Postkarten verarbeiten liess. Dass er zu diesem Zeitpunkt der einzige Fotograf in der Gegend war, erleichterte ihm den Start. Nach Maggis frühem Tod führte seine Frau Maria Antonia Baselgia, mit der er dreizehn Kinder hatte, das Geschäft weiter. 1925 wurde eine Buchdruckerei angegliedert, die bis 1990 bestand. Die Töchter arbeiteten alle bis zu ihrer Heirat mehr oder weniger im elterlichen Geschäft. Nach dem Tod der Witwe 1935 führte ein Sohn das Geschäft bis 1947 weiter. Dann übernahmen die Schwestern. Anfangs 60er Jahre schliessllich wurde die Buchhandlung und Papeterie Maggi & Co. von Anton Dosch übernommen.
SAMMELPUBLIKATIONEN
Paul Hugger (Hg.), «Bündner Fotografen» (Kat.), Offizin, Zürich 1992.
GRUPPENAUSSTELLUNGEN
Bündner Kunstmuseum, Chur 1992 («Bündner Landschaftsfotografen»).