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Vor Kurzem ist im Menschenaffenhaus ein kleines Kappengibbon-Weibchen auf die Welt gekommen. Die Tochter von Khmer und Willow trägt den Namen «Srey».
Alle Gibbon-Arten werden von der Welt-Naturschutzunion IUCN in ihrem Bestand als «gefährdet», «stark gefährdet» oder «vom Aussterben bedroht» eingestuft. Die Gefährdungsursachen sind vielfältig. Mit der Zerstörung und Fragmentierung der Regenwälder verlieren die Gibbons ihren Lebensraum. Sie werden zur Fleischgewinnung gejagt und finden Verwendung in der traditionellen Medizin. Zudem besteht ein Markt für Jungtiere, die als Haustiere gehalten werden, was aber jeweils bedeutet, dass dafür die Mütter getötet werden.
In Europa werden für sechs Gibbon-Arten Zuchtprogramme geführt. Die beiden grössten sind jene für Weisshandgibbon und Siamang mit gegen 300 und 150 Individuen. Etwa 50 bis 100 Individuen zählen die Programme für Silbergibbon, Kappengibbon, Südlicher Gelbwangen-Schopfgibbon und Nördlicher Weisswangen-Schopfgibbon.
Das Programm für den Kappengibbon wird zurzeit vom Zoo Zürich aus koordiniert. Es umfasst 51 Tiere in 17 Institutionen. Ziel des Programmes ist es, eine genetisch möglichst vielfältige Zoopopulation über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten zu können.
Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz hat die Gibbons zum «Zootier des Jahres 2019» ernannt, unterstützt vom Verband der Zoologischen Gärten, der Deutschen Tierpark-Gesellschaft und der Gemeinschaft der Zooförderer. Die Kampagne hat unter anderem auch die auch die Unterstützung von zwei Schutzprojekten zum Ziel.
In verschiedenen Regionen des ursprünglichen Verbreitungsgebietes ist der Gesang der Gibbons bereits verstummt. Diese Stille darf sich nicht ausweiten!
Gibbons verständigen sich unter anderem mit ausgefeilten, zum Teil mehrstimmigen Paargesängen:
Kappengibbons sind stark gefährdet. Hauptgründe dafür sind nach Einschätzung der Welt-Naturschutzunion IUCN der Verlust des natürlichen Lebensraums und die Jagd. Mehr über die Bedrohung der Gibbons erfahren Sie im Zoo Zürich auch in der Ausstellung «Gibbons in Gefahr» im Menschenaffenhaus.
Die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums bedroht aber nicht nur die kleinen Menschaffen. Auch Gorilla und Orang-Utan sind in Gefahr. In der zweiten Ausstellung im Menschenaffenhaus, «Shopping für den Regenwald», geben wir Tipps, wie Sie als Konsumenten selber aktiv Einfluss auf die Zukunft der Regenwälder und ihrer Bewohner nehmen können.