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Von April bis September kletterte der Umsatz gegenüber der von Lockdowns und dem Einbruch im Tourismus-Geschäft stark belasteten Vorjahresperiode um 63 Prozent auf 8,91 Milliarden Euro, wie Richemont am Freitag mitteilte. Damit wurden die Analystenschätzungen klar übertroffen.
Richemont übersprang damit auch den Vergleichswert vom ersten Halbjahr 2019/20, als Marken wie Cartier, IWC, Jaeger LeCoultre usw. Schmuck und luxuriöse Uhren im Umfang von 7,4 Milliarden Euro abgesetzt hatten. Tragend bei der aktuell guten Entwicklung ist das Wachstum in China und in den USA.
Die guten Zahlen an der Verkaufsfront schlagen sich auch in den Ergebnissen der Gruppe nieder: Der operative Gewinn legte im Halbjahr um 331 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zu. Das ist im Vorkrisenvergleich ein Plus von 67 Prozent. Und unter dem Strich verblieb ein Reingewinn in Höhe von 1,25 Milliarden nach rund 160 Millionen im Vorjahr und knapp 700 Millionen Euro vor zwei Jahren.
Keine Erwähnung findet im Communiqué der mögliche Einstieg der aktivistischen Investmentgesellschaft Third Point bei Richemont, über den Anfang Woche in den Medien berichtet wurde. Den Berichten zufolge hat die Gesellschaft des US-Investors Dan Loeb eine «signifikante Beteiligung» erworben und er werde nun Veränderungen anstossen, die zur Steigerung des Börsenwerts führen sollen.