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Die Vogelgrippe ist auch unter dem Namen aviäre Influenza oder Geflügelpest bekannt. Sie befällt, wie der Name schon sagt, vor allem Vögel, seien es Enten, Zugvögel oder Nutzgeflügel. Besonders betroffen sind Hühner und Truten.
Der Erreger der Vogelgrippe ist ein Influenzavirus. Da die Geflügelpest also nicht durch ein Bakterium verursacht wird, kann sie nicht mit Antibiotika behandelt werden. Erkranktes Nutzgeflügel stirbt meistens an der Vogelgrippe, während Wasservögel in der Regel kaum Symptome zeigen. Enten oder Gänse gelten aber als Reservoirs für den Vogelgrippe-Erreger und können durch Kot oder direkten Kontakt Hühner oder Truten anstecken.
Es kommt zwar selten vor, die aviäre Influenza kann aber auch Schweine oder Menschen infizieren. Bekannt ist der Fall des Subtyps H5N1, der im Jahr 2004 in verschiedenen Ländern Osteuropas, Asiens und Afrikas Menschen krank machte. Meist ähneln die Symptome der Vogelgrippe bei Personen jenen einer normalen Grippe, sie kann aber auch zu einer tödlichen Lungenentzündung führen.
Der rege internationale Handel mit Geflügel und Hühnerprodukten wie Fleisch und Eiern bringt ein grosses Risiko der Verbreitung der Vogelgrippe über Ländergrenzen hinweg mit sich. Daher verbietet der Bund bei Bedarf den Import gewisser Waren aus Ländern, in denen Fälle von Geflügelpest nachgewiesen worden sind. Schwieriger zu kontrollieren ist die Gefahr einer Ansteckung von Nutzgeflügel durch Zugvögel, die auf ihrer Reise vom Sommer- ins Wintergebiet und zurück weite Strecken zurücklegen.