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Im Gemeinderatsprotokoll vom 17.10.1933, Seite 306 liest man, dass die Privatstrasse von der Felsenrainstrasse, beginnend bei der Neunbrunnenquelle bis zur Birchstrasse als Rohwiesenstrasse benannt werde. Bisher habe diese Strasse noch keinen Namen gehabt. Die Strassenbennennung durch den Gemeinderat wurde dem Strassen- sowie dem Polizeiwesen der Stadt Zürich mitgeteilt.
Im Ã?bersichtsplan der Stadt Zürich von 1934 wird die Rohwiesenstrasse aber Rickenstrasse genannt. Auch im Ã?bersichtsplan der Stadt Zürich, Blatt 7 von 1942 wird der Strassenname mit Rickenstrasse bestätigt. Die Umbenennung der Rohwiesen- in Rickenstrasse geschah zwischen dem 17.10. und dem 31.12.1933, denn Dr. Paul Guyer schreibt in seinem Buch der Strassennamen Zürich, dass sie ihren Namen 1933 erhalten habe. Beim Durchsuchen der Gemeinderatsprotokolle konnte dazu kein Hinweis entdeckt werden. Wie und warum es zur Umbenennung von Rohwiesenstrasse auf Rickenstrasse kam, ist bis jetzt nicht bekannt.
Im Strassennamenbuch der Stadt Zürich steht lediglich, dass die Rickenstrasse einen Bezug zum Rickenpass im Kanton St. Gallen hätte. Welcher Art dieser Bezug ist, steht nicht. Dieser Punkt ist daher noch ungeklärt. Der Rickenpass ist von keinem Ort in Seebach einsehbar, weil er durch Berge verdeckt ist, daher ist diese Begründung nur sehr schwer verständlich. Schon eher könnte mit dem Ricken = Geländeeinschnitt jener Einschnitt gemeint sein, welcher früher noch als Gletschermoräne bei der Himmeribrücke existierte und auf dem Zehntenplan von 1810 noch erkennbar ist. Doch fragt man sich, wie die Strassenbennenungskommission in der Eile zu solchen historischen Erkenntnissen kam. Eile deshalb, weil Dr. Paul Guyer schreibt, der Name wäre noch 1933 zugeteilt worden.
Quellen: - Stadtarchiv, Gemeinderatsprotokolle - Stadtpläne von Zürich 1934, 1942 - Strassennamenbuch der Stadt Zürich, 1970, 2. Auflage