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SANTA CLARA (awp international) - Der weltgrösste Chiphersteller Intel hat seine Umsatzerwartungen sowohl für das Jahr 2010 als auch das erste Quartal 2011 reduziert. Grund dafür ist ein Konstruktionsfehler bei einem Chip. Der Chip mit dem Namen 6 Serie werde nicht mehr ausgeliefert und der Fehler derzeit behoben, teilte das Unternehmen am Montag in Santa Clara (US-Staat Kalifornien) mit. Die Gesamtkosten für die Panne schätzt Intel auf rund 700 Millionen US-Dollar (510 Millionen Euro).
Im vierten Quartals 2010, als die Chips geliefert wurden, werde die Bruttomarge nicht mehr bei den gemeldeten 67,5 Prozent liegen, sondern etwa vier Prozentpunkte darunter. Im ersten Quartal 2011 verringert die Panne die Marge um drei Prozentpunkte. Bei 63 Prozent sieht Intel die Bruttomarge für das laufende Jahr, verglichen mit der bisherigen Prognose von 65 Prozent.
In die Bilanz des letzten Quartals und des Gesamtjahres 2010 fliesse ausserdem der Abschluss der Übernahmen des Antivirus-Herstellers McAfee und der Infineon-Mobilfunksparte Wireless Solutions mit ein. Daher schraubte Intel die Umsatzprognose für das erste Quartal von 11,5 auf 11,7 Milliarden Dollar herauf. Die Bruttomarge soll bei etwa 61 Prozent liegen.
Ab Ende Februar soll der überarbeitete Chip ausgeliefert werden. Kurz nach der Veröffentlichung der Nachricht verlor die Intel-Aktie an der New Yorker Börse am Morgen (Ortszeit) rund 1,58 Prozent. Analysten schätzten die Auswirkungen der Chip-Panne jedoch als nicht allzu gravierend ein und erwarteten keine anhaltend massiven Kursrückgänge./alg/fn/he
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