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Um eine Epidemie zu vermeiden, will Brasilien in den kommenden Wochen knapp 20 Millionen Menschen gegen Gelbfieber impfen. Geschehen soll dies unter anderem in der Großraumregion São Paulos.
Dort sind nach einem gehäuften Auftreten von Gelbfieber bei Affen bereits 26 Parkanlagen geschlossen worden, um ein Übergreifen der Tropenkrankheit auf die Menschen zu vermeiden.
Seit September sind in etlichen Parkanlagen des Bundesstaates São Paulos an Gelbfieber verendete Primaten gefunden worden. Betroffen sind auch andere Bundesstaaten.
Insgesamt haben die Gesundheitsbehörden bereits 358 tote Tiere mit Gelbfieber registriert. Bei den Menschen sind offiziell bisher elf Todesfälle in São Paulo (8), Minas Gerais, Rio de Janeiro und im Hauptstadtdestrikt bestätigt worden.
Im vergangenen Jahr hat Brasilien indes eine Epidemie erlebt. Zwischen Dezember 2016 und Juni 2017 sind 777 Gelbfieberfälle bei Menschen nachgewiesen worden sowie 261 Todesopfer. Dem will das südamerikanische Land nun mit einer groß angelegten Impfaktion vorbeugen.
Die bezieht sich auf vor allem auf die ländlichen Regionen der Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro und Bahia.
Übertragen wird das Silvestre-Gelbfieber durch die Mücken Haemagogus und Sabethes, die vor allem in bewaldeten Regionen vorkommen. Wird ein mit dem Virus befallener Affe von den Mücken gestochen, kann das Insekt diesen auf Menschen übertragen.
Tote Primaten gelten deshalb als wichtiges Warnsignal. In städtischen Gebieten ist der Überträger die Tigermücke (Aedes aegypti). Allerdings ist die urbane Form der Krankheit in Brasilien seit 1942 nicht mehr aufgetreten.