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Ein Abgeordneter der Republikaner im US-Repräsentantenhaus hat offenbar grosse Teile seines Lebenslaufes gefälscht. Ein Bericht der «New York Times» legt nahe, dass George Santos, der für seine Partei den Wahlbezirk Long Island gewonnen hatte und damit zur Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus beitrug, viele Stationen seines Werdegangs frei erfunden hat.
Wie die Zeitung berichtet, wollen ihn mehrere Firmen, bei denen Santos eigenen Angaben zufolge arbeitete, nie beschäftigt haben. Konkret geht es dabei um die Wall-Street-Investmenthäuser Goldman Sachs und Citigroup. Beide Unternehmen sagten der Zeitung, es gebe keine Aufzeichnungen darüber, dass Santos je bei ihnen angestellt gewesen sei.
Auch die Hochschule Baruch College, an der Santos angeblich 2010 einen Abschluss erwarb, teilte der «New York Times» auf Anfrage mit, keine Unterlagen zu dem 34-Jährigen zu haben. Seine wohltätige Tierschutzorganisation mit dem Namen «Friends of Pets United» soll demnach darüber hinaus nicht offiziell registriert sein.
Santos hatte sich im Wahlkampf als Aufsteiger inszeniert. Als einer, der für das steht, was in den USA als «American Dream» bekannt ist. Er stammt von brasilianischen Einwanderern ab und ist der erste offen schwul lebende Republikaner, der einen Sitz im Repräsentantenhaus gewonnen hat.
Auf Anfrage der «New York Times» wollte sich Santos bislang nicht im Detail äussern. Sein Anwalt teilte dem Blatt mit, es sei «wenig verwunderlich», dass sein Mandant Feinde bei der Zeitung habe. Auch Santos' Partei hat bislang noch nicht auf die Vorwürfe reagiert.
(t-online, fls)
Die russische Polizei hat in der Hauptstadt Moskau nach einem neuen «Extremismus»-Erlass laut Medien Nachtclubs unter anderem für Homosexuelle mit Razzien überzogen. In der Nacht zum Samstag drangen die Uniformierten unter dem Vorwand, Drogen zu suchen, in die grosse Moskauer Clubs ein, wie Medien und soziale Netzwerke berichteten. Es habe auch Festnahmen gegeben. Von der Polizei, die laut Augenzeugen auch Pässe, darunter von Ausländern, fotografiert haben soll, gab es zunächst keine Stellungnahme.