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Ursprung des Namens Gifthüttli
Herr S. / 03.Mai 2005:
Woher kommt der Name "Gifthüttli"? (Anm.d.Red. für weniger Eingeweihte: Das Gifthüttli ist eine urbasler Wirtschaft in der Altstadt)
Antwort von altbasel.ch:
Es war einmal eine Weinschenke im Haus "Zum St.Georg". Sie lag an der Schneidergasse und wurde 1842 von Innocenz Weiss gekauft der daraus ein Restaurant machte. Damals war es üblich, dass Bier in der eigenen Hausbrauerei gebraut und im eigenen Lokal ausgeschenkt wurde, derweil andere Gaststätten lediglich Wein anboten. Dann tat sich an der Ecke Sattelgasse/Schneidergasse etwas unerhörtes - Weiss begann ohne eigene Bauerei Bier in seinem Lokal zu verkaufen.
Erregt begann man in der Stadt über dieses Novum zu sprechen, und sogar die Zeitung nahm sich des Themas an. Das Intelligenzblatt des Stadt Basel vertrat in einem Artikel dazu den Standtpunkt, dass Bier welches nicht beim Bierbrauer getrunken werde das reinste Gift sei. Innocent Weiss griff diese Kritik humorvoll auf und nannte seine Wirtschaft ab dieser Zeit "Gifthüttli". Anno 1913 verkaufte Paul Weiss wegen der nahenden Korrektion der Schneidergasse das Lokal.
Er liess dafür auf der gegenüberliegenden Seite der Sattelgasse durch den Architekten Rudolf Sandreuter ein neues Gifthüttli im gotisch angehauchten Stil erbauen. Die Fassadenmalereien, etwa mit dem trinkfreudigen Krieger, stammen von Otto Plattner. Der Wasserspeier an der Dachtraufe wird übrigens vielfach als der schönste der Basler Lällekönige betrachtet und stammt von Emil Schnetzler.
Surftipp zum Thema:
> Website des Restaurants Gifthüttli
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