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32 425 Anmeldungen, 600 mehr als im Vorjahr und nur knapp weniger als im Rekordjahr 2017 (33 618): Der Grand-Prix von Bern mobilisiert die Massen. Zwei Läufer dürften am Samstag aus der Masse herausstechen. Halbmarathon-Weltmeister Geoffrey Kamworor (26) und der zehn Jahre ältere Halbmarathon-Europameister Tadesse Abraham (36) werden den Sieg wohl unter sich ausmachen. Ein Duell auf höchstem Niveau.
Kamworors Selbstvertrauen
Der Kenianer Geoffrey Kamworor ist seit neun Jahren Trainingspartner seines Landsmanns und Marathon-Weltrekordhalters Eliud Kipchoge. «Ich habe viel von ihm gelernt», sagt Kamworor, der von Fachleuten bereits als nächster Kipchoge gehandelt wird. Von seinem Mentor weiss er auch, dass nichts unmöglich ist. Kipchoge wird im Herbst einen weiteren Versuch unternehmen, die Marathonstrecke unter zwei Stunden zu absolvieren. An Selbstvertrauen scheint es dem dreifachen Halbmarathon Weltmeister nicht zu mangeln. Auf den seit 2004 in Stein gemeisselten GPStreckenrekord von Zersenay Tadesse (46:05 Minuten) angesprochen, meint Kamworor: «Es ist gut möglich, dass ich diesen Rekord brechen werde.»
Abrahams Heimvorteil
Während Kamworor seinen ersten GP-Sieg vor Augen hat, möchte Tadesse Abraham den Heimvorteil zu seinem vierten Triumph in Bern nutzen. Auch der Neo-Schweizer strotzt vor Zuversicht und hat mit seinem zweiten Rang beim Wien-Marathon vor knapp fünf Wochen viel Mut getankt. Den bisher einzigen Vergleich der beiden entschied Kamworor 2017 beim New-York-Marathon für sich: Er gewann das Rennen, Abraham lief als bester Europäer auf Rang 5. «Damals war er schneller. Am Samstag werde ich versuchen, den Spiess umzudrehen», sagte Abraham an der Medienkonferenz mit einem breiten Lachen.
Spannung beim Altstadt-GP
Grosse Spannung verspricht das Frauen-Rennen beim Altstadt-GP (4,7 km). Fabienne Schlumpf, Schweizer Rekordhalterin über 10 km und im Halbmarathon, und die mehrfache Duathlon-Juniorinnen-Weltmeisterin Delia Scablas gehören zu den ersten Sieganwärterinnen.
Die grossen Abwesenden über 10 Meilen sind Vorjahressiegerin Martina Strähl (verletzt) und Maja Neuenschwander.
Der GP im Livestream und im Schweizer Fernsehen
Vom Grand-Prix von Bern wird es dieses Jahr erstmals Livebilder zu sehen geben. Ab 15.45 Uhr wird das 10-Meilen-Rennen im Festzelt und im Ziel auf dem BernexpoGelände auf Grossleinwänden gezeigt. Für alle unterwegs oder zu Hause gibt’s den Livestream auf www.gpbern.ch. Das Schweizer Fernsehen zeigt am Samstagvorabend auf SRF2 ausserdem erstmals eine 20-minütige Zusammenfassung.