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der einzige seiner Familie, der in Süßwasser
lebt;
er ist über ganz Europa und das mittlere
Asien verbreitet, kommt aber nicht in großer Menge vor und liebt nur tiefes
und klares Wasser.
Die A., Lota fluviatilis, erinnert nur infolge ihrer schlanken Gestalt einigermaßen
an den Aal; ihr Fleisch ist zart und weiß, die Leber gilt als Delikatesse. Die A. dürfen bei uns nicht unter 18 cm Länge
gefangen und verkauft werden; in den Monaten Dezember und Januar ist ihr Fang und Verkauf überhaupt verboten. - Zollsätze:
wie bei Aal.
Aalrutte, Aalquappe, Trüsche (Lota vulgarisCuv.), ein zur Familie der Schellfische (s. d.) gehörender Fisch
mit breitem, plattgedrücktem Kopfe, an dessen Kinn ein Bärtchen sitzt, braun und gelb marmoriertem Leibe, sehr kleinen Schuppen,
zwei Rückenflossen, Schwanz- und Afterflosse, großen Brustflossen und an der Kehle sitzenden kleinen
Bauchflossen. Der weite Rachen ist mit bürstenförmigen Zähnen besetzt. Die Aalraupe wird bis 1 m lang und 7,5 kg schwer.
Sie findet sich in ganz Mitteleuropa und Mittelasien in klaren Gewässern, in der Schweiz
[* 3] bis zu einer Höhe von 1850 m
über dem Meere (Engstlensee), und ist ein Raubfisch, der am Boden hinschleicht und gern den Laich anderer Fische
[* 4] frißt. Man
fängt sie meist in Netzen und Reusen, weniger mit der Grundangel. Im Mittelalter galt die Aalraupe ihres weißen, zarten und doch
festen Fleisches wegen für den besten Fisch der Schweizer Seen und wurde selbst der Forelle vorgezogen.
Die große, zarte Leber wird an einigen Orten ähnlich wie die Gänseleber (von Feinschmeckern wird sie dieser vorgezogen)
zu Pasteten verarbeitet, trotz der vielen Eingeweidewürmer, die als weiße, oft erbsengroße Punkte erscheinen. Das Leberfett,
Aalruttenöl, wurde früher als Heilmittel gebraucht. In Süßwasseraquarien hält sich die Aalraupe gut,
doch muß man sich hüten, sie mit kleinern Fischen zusammenzusetzen.