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Wohl kein anderes Land der Welt steht so für aussergewöhnlichen Rotwein wie Frankreich. Die klimatischen Verhältnisse und die unterschiedlichen Böden Frankreichs garantieren nicht nur eine besondere Qualität des Weins, sondern stehen gleichzeitig für eine grosse Vielfalt von Rebsorten.
Seinen Wein hat Frankreich vor allem den römischen Eroberern zu verdanken. Sie brachten Rebstöcke mit nach Gallien. Ein wesentlicher Grund für das vermehrte Pflanzen von Wein war der Bedarf an Messwein, nachdem Kaiser Konstantin im vierten Jahrhundert das Christentum offiziell als Religionsgemeinschaft anerkannt hatte. So folgte der Weinanbau auch später der Neugründung von Klöstern. Bereits im zwölften nachchristlichen Jahrhundert war französischer Wein ein Exportprodukt, Weinstöcke bestimmten im Mittelalter das Landschaftsbild in Frankreich. In den folgenden Jahrhunderten waren es technische Innovationen, die den grössten Einfluss auf die weltweite Verbreitung französischen Weins hatten: die Erfindung von Glasflasche, Korken und der Eisenbahn als Transportmittel.
Die Invasion der Reblaus brachte 1864 fast den gesamten Weinanbau in Frankreich zum Erliegen. Viele Weinberge mussten völlig neu aufgebaut werden, nicht alle Weinanbauer nahmen ihre Tätigkeit wieder auf. So kam es unfreiwillig zu einer Konsolidierung des Weinanbaus, der erst lange nach dem Ersten Weltkrieg wieder zu Überschüssen für den Export führte. Heute geniessen Weinkenner aus aller Welt französischen Rotwein. Mehr als 70 % der Anbaufläche sind mit roten Rebsorten bepflanzt. Die am meisten verbreiteten Reben sind:
Alle französischen Weine unterliegen der Einteilung nach einem strengen Qualitätssystem. Dabei entfällt mehr als die Hälfte der Produktion auf die höchste Stufe, das sind Weine aus kontrolliertem Herkunftsgebiet (sogenannte AOC-Weine).
Das Problem eines zu warmen Rotweins ist die Abdampfrate, die angibt, wie schnell sich Alkohol und andere Inhaltsstoffe verflüchtigen. Eine zu hohe Temperatur führt dazu, dass die ausdünstenden Stoffe in der Nase als unangenehm empfunden werden. Trinken Sie deshalb einen gehaltvollen Rotwein bei rund 15 °C bis 18 °C. Dann entfaltet er sein Aroma am besten. Ein junger, fruchtiger Wein darf auch mit 12 °C bis 13 °C serviert werden. Was die Harmonie zwischen Wein und Gerichten angeht, ist mittlerweile alles erlaubt, was gefällt. Tendenziell gilt, dass zu einem würzigen Essen ein kräftiger Wein gehört. Rotes Fleisch und Braten sind deshalb eine gute Wahl zu einem französischen Rotwein. Deshalb können Sie einen Rotwein auch durchaus beim Grillieren reichen. Natürlich schliessen Sie ein französisches Essen mit einer Käseauswahl ab. Ein deftiger Käse verlangt nach einem kräftigen Wein, etwa einem Rotwein aus der französischen Appellation Côtes-du-Rhône. Wer süssen Rotwein nicht rundum ablehnt, kann auch diesen gut mit Käse kombinieren. Halten Sie Ausschau nach Vin Doux Naturel (VDN), deren beste Vertreter aus der Rebsorte Grenache Noir gewonnen werden.
Rotweine aus Frankreich sind Geschenkideen für Männer.