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Island ist für die raue Natur, seine malerischen Landschaften, die freundlichen Einwohner und hervorragende Aussichten auf das Polarlicht bekannt. Doch dass die Republik 682 Jahre um ihre Unabhängigkeit gekämpft hat, das ist vielen unbekannt.
Die Entstehung von Island
Die Insel entstand als Resultat der Bewegungen der nordamerikanischen und eurasischen Kontinentalplatten, die hier aufeinander treffen und auseinander driften. Durch diese Bewegungen stieg Land aus dem Meer. Dies geschah vor circa 20 Millionen Jahren, was Island zu einem vergleichsweise jungen Land macht. Im Jahr 870 traf ein aus Norwegen vertriebener Stammesführer im Südwesten Islands ein. Er sah den aufsteigenden Rauch aus den Thermalquellen und nannte seine Siedlung Reykjavík, was so viel wie Rauch bedeutet. Er vertrieb einige irische Mönche, die vor ihm die Insel besiedelt hatten. Darauf folgte die Besiedlung durch die Nordmänner, die aufgrund der stark wachsenden Bevölkerung im Jahr 930 das isländische Parlament einberufen. Damit gilt es als das älteste Parlament der Welt.
Die Insel fiel 1262 nach jahrelangen Kämpfen der verfeindeten isländischen Clans an Norwegen, was das Ende des Freistaates bedeutete. Danach fiel Norwegen und somit auch Island im Jahr 1380 unter dänische Herrschaft. Die Pest brach aus und löschte fast zwei Drittel der isländischen Bevölkerung aus. Die isländische Bevölkerung war im Jahr 1783 bereits wieder bedroht. Durch einen Vulkanausbruch brach die Hungersnot aus und fast ein Fünftel der Isländer starb.
Der Kampf um die Unabhängigkeit
Im Jahr 1800 strebte Island wie der Rest Europas nach Unabhängigkeit. Doch das 1845 neu gegründete Parlament hatte keinerlei politische Macht, sondern nur eine beratende Funktion gegenüber dem dänischen König. Doch langsam setzte eine Unabhängigkeitsbewegung ein, die von Jón Sigurðsson angeführt wurde. Sie erreichten Freiheiten im Handel, was zu einem erkennbaren Wirtschaftswachstum führte. Zum 1’000-jährigen Jubiläum seiner Besiedlung erhielt Island 1874 vom dänischen König eine Verfassung und später sogar eine eigene Währung.
Motiviert durch diese Erfolge erreichte Island durch viel Verhandlungsgeschick am 1. Februar 1904 die Selbstverwaltung. Dadurch stieg das wirtschaftliche Wachstum, Eisenbahnen kamen in den Einsatz und die erste Universität wurde gegründet. Trotzdem blieb die vollständige Unabhängigkeit aus. Erst im Jahre 1944, als Dänemark unter deutscher Besatzung war, konnte das Land sich unabhängig machen und nach 682 Jahren Fremdherrschaft wurde am 17. Juni 1944 die Republik Island ausgerufen.
Island heute
Heutzutage leben rund zwei Drittel des zweitgrössten Inselstaates Europas im Grossraum Reykjavik. Die Landschaft ist durch Vulkane, Flüsse, Seen und Wasserfälle geprägt. Es gibt eine Vielzahl von Gletschern was viele Gebiete unbewohnbar macht. So ist Island das dünnst besiedelte Land Europas. Das Klima auf Island ist dank des Golfstroms milder als erwartet, so liegen die Temperaturen im Winter zwischen 0 und 3 Grad Celsius und im Sommer zwischen 12 und 15 Grad. Durch die angehende Klimaerwärmung wird sich die Insel in den nächsten Jahren stark verändern. So werden ganze Gletscher verschwinden und das Trinkwasser knapp werden. Denn die Trinkwasserversorgung sowie die Energieerzeugung in Island hängen vom Schmelzwasser ab. Schon ab 2050 könnten starke Folgen für das heute wunderschöne Island eintreten und das Land wird immer mehr einer Mondlandschaft ähneln.
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