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Das Jahr 2016 war für Aktien der Schwellenmärkte eine Achterbahnfahrt. Es begann zunächst mit einer starken Outperformance, da die Wirtschaftsindikatoren im Verbund mit einer nachlassenden Inflation auf eine Verbesserung hindeuteten. Diese Entwicklung hielt bis Ende Oktober an. Danach kam es aber im Zuge der US-Wahlen zu einer deutlichen Trendwende. Nach Trumps Wahlsieg schienen die Schwellenmärkte von den Anlegern wahllos abgestraft zu werden, egal ob es sich um exportorientierte oder auf die Binnenwirtschaft ausgerichtete Volkswirtschaften handelte. Der MSCI Emerging Markets Index beendete das Jahr gegenüber den Märkten der Industrieländer mit einer flachen Performance.
Die Einbussen zum Jahresende setzten die Performance unserer Strategie zusätzlich unter Druck, insbesondere vor dem Hintergrund der beträchtlichen Outperformance von Value- gegenüber Growth-Indizes. In vielerlei Hinsicht werden daran die Chancen an den Schwellenmärkten für T. Rowe Price als langfristige, aktienspezifisch vorgehende Anleger ersichtlich, insbesondere in Phasen, in denen der Markt den kurzfristigen makroökonomischen Gesichtspunkten unverhältnismässig viel Aufmerksamkeit schenkt.
Positive Absichten – negative Wirkungen
Ironischerweise war ein Teil der negativen Performance an den Schwellenmärkten gegen Ende des Jahres auch selbstverschuldet, letztlich aber auf "gute" Absichten zurückzuführen. Insbesondere Indien kündigte an, sein ehrgeiziges Programm der strukturellen Reformen weiterhin verfolgen zu wollen, indem Geldscheine mit hohen Beträgen durch neue ersetzt werden, um Geldfälschern und Korruption das Wasser abzugraben, welche die Integrität der Geldbasis zu unterminieren drohten. Während diese Reformen und das Gesamtvorhaben von Premierminister Minister Narendra Modi für Indien langfristig gesehen positiv sind, dürften die praktischen Auswirkungen dieser Geldentwertung für legitime Besitzer eine Abschwächung des Wachstums und der Konsumausgaben nach sich ziehen. All das hat sich auf indische Aktien, insbesondere auf Finanzwerte, die Scott Berg in seinem Portfolio übergewichtet, negativ ausgewirkt.
T. Rowe Prices Bestände in den Philippinen gerieten aufgrund verschiedener politischer Bedenken rund um den äusserst kontroversen Präsidenten Rodrigo Duterte, der durch seine Rhetorik und seine rücksichtslose Kampagne gegen Korruption und Verbrechen aneckt, ebenfalls unter Druck. Darüber hinaus hat Duterte eine offenere Haltung gegenüber anderen asiatischen Ländern wie China und eine Distanzierung von den historisch engen Banden mit den USA angekündigt. Dieser Ansatz könnte mit der Zeit durchaus der Wirtschaft entgegenkommen, aber die Märkte bewerten diesen Bruch mit bisherigen Allianzen, durch den sich das politische Risiko noch um einiges erhöhte, negativ. Scott Berg hat den Philippinen im Schlussquartal 2016 einen Besuch abgestattet und bleibt in Anbetracht der von T. Rowe Price gehaltenen Aktien und des wirtschaftlichen Ausblicks zuversichtlich, denn das Land ist nach wie vor eines der wachstumsstärksten und – vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung – vorteilhaftesten weltweit.
Die Wirtschaft wächst
Trotz der jüngsten Underperformance bleibt die Zukunft für die besten unter den Schwellenländern generell rosig. Das steigende Wirtschaftswachstum und anhaltend überlegene Zuwachsraten bei den Unternehmensgewinnen können als günstiges Zeichen für das kommende Jahr gedeutet werden. Nach einigen Jahren der Flaute konnte man bei T. Rowe Price bei den Gewinnen insgesamt bereits eine Trendwende beobachten. Ein Teil dieser Verbesserung ist der Erholung der Rohstoffpreise zu verdanken, was unseren Beständen in Peru 2016 gemessen in US-Dollar einen Auftrieb von mehr als 50% verlieh. Dabei konnte man aber auch zunehmend Beispiele für Unternehmen finden, die dazu in der Lage sind, sich selbst zu helfen. Eine wachsende Anzahl konzentriert sich intensiver auf die Kostenkontrolle, effiziente Investitionsausgaben und eine Steigerung der Aktionärsrenditen. Ferner bleiben die Bewertungen attraktiv und weisen gegenüber den Industriemärkten auf Basis der kurzfristigen KGVs Abschläge auf. So liegt der Fokus unterdessen weiterhin auf der langfristigen Ertragskraft bestimmter Aktien, bei denen dieser Abschlag noch attraktiver erscheint.