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Mogambo
Regie: John Ford
Darst.: Clark Gable, Ava Gardner, Grace Kelly, Donald Sinden, Philip Stainton, Eric Pohlmann, Laurence Naismith, Denis O’Dea, Samburu, Wagenia, Bahaya u.a.
Die Tänzerin Eloise Kelly reist auf Einladung eines Maharadschas nach Afrika, doch kaum in Kenia eingetroffen, wird sie von ihrem Gastgeber sitzengelassen. Ohne einen Cent in der Tasche erreicht sie eine Tierfängerstation, die von Grosswildjäger Victor Marswell geleitet wird, der die Tiere an Zoos rund um die Welt verkauft. Widerwillig nimmt sich der wortkarge Einzelgänger ihrer an. Wenig später treffen der Anthropologe Donald Nordley und seine Frau Linda auf der Station ein. Sie planen eine Expedition in den Dschungel, um dort das Verhalten der Berggorillas zu studieren. Es gelingt ihnen, Victor als Begleiter zu gewinnen, und so bricht die Gruppe zu einer abenteuerlichen Safari auf, auf der es zwischen den Teilnehmern zu Spannungen kommt. Denn Victor hat ein Auge auf Nordleys Frau geworfen, was der eifersüchtigen Eloise missfällt, die in Victor verliebt ist. In den 1950er- und frühen 1960er-Jahren erfreuten sich Filme über Afrika grosser Beliebtheit. «Mogambo» ist ein Remake des Films «Red Dust» aus dem Jahre 1932, in dem Gable bereits den gleichen Charakter neben Stars wie Jean Harlow und Mary Astor gespielt hatte. Westernregisseur John Ford drehte sein farbenfrohes Afrika-Abenteuer, eine Art heitere Hemingway-Geschichte mit exotischen Schauplätzen, abenteuerlichen Safaris und einer gehörigen Portion Erotik, an Originalschauplätzen in Kenia, Uganda und Tanganjika. Dank der publikumswirksamen Besetzung mit Clark Gable, Ava Garner und Grace Kelly kam der Film beim Publikum sehr gut an; er war einer von Fords erfolgreichsten Filmen. Grace Kelly spielt die vernachlässigte Frau des Anthropologen, Ava Gardner die leidenschaftliche Tänzerin. Beide Frauen wurden für einen Oscar nominiert, Kelly erhielt für ihre Rolle den Golden Globe als beste Nebendarstellerin, während Gardner leer ausging, obwohl sie in einer ihrer stärksten Rollen zu sehen ist. In «Mogambo» wird Kelly erstmals als sexuell doppelbödige Figur inszeniert. Dass sie trotz ihrer Reserviertheit Clark Gables Interesse weckt, des Verführers par excellence, und er sie der temperamentvollen Ava Gardner vorzieht, zeigt dem Publikum, über welch erotisches Potenzial die Schauspielerin verfügt. «Mogambo» gilt als untypisches, aber faszinierendes Werk John Fords.