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Ezgjan Alioski
Geburtsdatum: 12. Februar 1992.
Beruf: Fussballprofi.
Wohnort: Dschidda, Saudi-Arabien.
Verein: Al-Ahli.
Erfolge 2021: Teilnahme an der Europameisterschaft mit Nordmazedonien, EM-Torschütze und Stammspieler in der Premier League.
2021 war ein unglaubliches Jahr für die Fussball-Nationalmannschaft von Nordmazedonien. Höhepunkt für die Equipe des Staates mit nur gerade zwei Millionen Einwohnern war zweifellos die erstmalige Teilnahme an einer Europameisterschaft. Mittendrin: Ezgjan «Gjanni» Alioski, ein 29-jähriger Sensler, der in Flamatt aufgewachsen ist.
Zwar verlor Alioski mit Nordmazedonien an der Euro alle drei Gruppenspiele, schrieb die Geschichte seines Heimatlands aber dennoch aktiv mit. Er darf sich bis auf weiteres damit rühmen, einer von nur zwei EM-Torschützen in der Geschichte des kleinen Balkanstaats zu sein. Bei der 1:2-Niederlage im Gruppenspiel gegen die Ukraine erzielte er den Anschlusstreffer.
Dass Alioski auf der Weltbühne kickt, kommt einem Märchen gleich. Keine neun Jahre ist es her, da war er zwei Monate lang arbeitslos und musste aufs RAV. Nachdem er bei YB sämtliche Juniorenstufen durchlaufen hatte, erhielt er bei den Bernern keine Chance bei den Profis. 2013 wurde Alioski im Verlauf der Saison nach Schaffhausen ausgeliehen und stieg mit dem Team von der Promotion League in die Challenge League auf. Einen Vertrag für die darauffolgende Saison erhielt er fürs Erste trotzdem nicht; Schaffhausen mochte keine Ausbildungsentschädigung bezahlen. So stand Alioski als 21-Jähriger ohne Club und ohne Perspektive da.
Nach den zwei schwierigen Monaten meldete sich der FC Schaffhausen dann aber doch noch. Von da an ging es bergauf. Via Super-League-Club Lugano ging es 2017 nach England zu Leeds United, dem Club, mit dem Alioski 2020 in die Premier League aufstieg. Im ersten Halbjahr 2021 spielte Alioski mit Leeds in der besten Liga der Welt weiter gross auf, gehörte zu den Stammspielern und Publikumslieblingen.
Noch im Rennen um die WM
Im zweiten Halbjahr ist er auf Clubebene hingegen ein wenig von der Bildfläche verschwunden. Denn zumindest sportlich entschied er sich nach Ablauf seines Vertrags bei Leeds für einen Abstieg. Obwohl der Club mit ihm verlängern wollte, entschied sich Alioski für einen Wechsel nach Saudi-Arabien zu Al-Ahli. Mit dem Team aus der Hafenstadt Dschidda belegt er derzeit den siebten Rang. Nach zwölf Spielen hält der Aussenläufer bei drei Toren und drei Torvorlagen.
Auf Ebene Nationalmannschaft spielt Alioski indes weiter auf der Weltbühne. Er war im November entscheidend daran beteiligt, dass es Nordmazedonien in die Playoffs der WM-Qualifikation für Katar 2022 schaffte. Beim entscheidenden 3:1-Sieg gegen Island erzielte er früh das wegweisende 1:0. Im Playoff-Halbfinal trifft Alioski mit Nordmazedonien im März auf Europameister Italien. Bei einem Sieg würde ein Duell mit Cristiano Ronaldos Portugal um eines der letzten WM-Tickets winken.
Freiburger Nachrichten