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Leon Spencer
geboren am 1.11.1945 in Houston, TX, USA
gestorben am 11.3.2012
Leon Spencer
Biografie
Leon Spencer begann bereits als Kind Klavier zu spielen und hatte über zehn Jahre Unterricht. Zu Beginn seiner Karriere trat er in Texas mit David Fathead Newman auf, um dann ein Ingenieursstudium an der Texas Southern University aufzunehmen, das er an der University of Houston fortsetzte. Nach Ende seines Militärdienstes besuchte er ein Jimmy Smith-Konzert und entschied sich, als Organist zu arbeiten. Zunächst begleitete er in Houston gastierende Künstler wie Peggy lee oder Lou Rawls. Außerdem trat er im Raum Texas mit seinem Schulfreund Melvin Sparks auf. 1969 zog Spencer für ein vierteljahr nach Los Angeles, wo er seine ersten Aufnahmen mit Gitarristen Wilbert Longmire einspielte. 1970 kam er nach New York und arbeitete sogleich mit Melvin Sparks.[3] 1970 wirkte er bei Lou Donaldsons Blue Note Album Pretty Things mit.
Schon bald wurde er durch seine eigenen Soul Jazz-Alben bekannt, die er Anfang der 1970er Jahre für Prestige Records einspielte, wie Sneak Preview (1970) Louisiana Slim (1971), Bad Walking Woman (1972) und in Nonettbesetzung Where I'm Coming From (1973). Zu den mitwirkenden Musikern gehörten neben Sparks u.a. Grover Washington, Jr., Idris Muhammad, Hubert Laws, Sonny Fortune, Jon Faddis, Seldon Powell, Frank Wess, Joe Beck, George Duvivier, Grady Tate und Virgil Jones. Nach diesen Aufnahmen verließ Spencer das Musikgeschäft.[4]
Würdigung
Spencer war als Organist auf der Hammond-Orgel B 3 stark von Jimmy Smith beeinflusst. Die ersten beiden Prestige-LPs Sneak Preview und Louisiana Slim wurden unter dem Titel Roots of Acid Jazz 1997 wiederveröffentlicht. Bob Porter erwähnte dabei in den Liner Notes den ungewöhnlichen Gebrauch Spencers vom unteren Manual der Orgel, mit dem er neue Basslinien entwickelte. Payne sieht ihn nicht als einfachen Jimmy Smith-Imitator; bei ihm mische sich der kosmische Funk von Larry Young und Dr. Lonnie Smith mit dem exzentrischen Soul von Rockmusikern wie Gregg Rolie, Brian Auger, Steve Winwood oder Ray Manzarek.[3]
- Biographie bei Doug Payne Whatever Happened to Leon Spencer?
- Scott Yanow: Portrait bei Allmusic (englisch)
- Spencer, Jr. Leon Spencer bei Discogs (englisch)
- Jazz Discography Project: Prestige Records 1971-1972
- Jazz Discography Project: Prestige Records ab 1973
Einzelnachweise/Anmerkungen
- Obituary News: Leon Spencer Jr. (1945-2012), Quelle: JazzWax by Marc Myers vom 29. März 2012, auf allaboutjazz.com (englisch)
- Todesmitteilung auf organissimo
- 3,0 3,1 Biographie bei Doug Payne Whatever Happened to Leon Spencer?
- Scott Yanow: Portrait bei Allmusic