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Nicht Sadio Mané oder Karim Benzema, sondern der Brasilianer Vinicius Junior entschied die Partie im Stade de France im Norden von Paris. Der 21-Jährige verwertete in der 59. Minute den Querpass von Federico Valverde und sorgte damit für die Entscheidung in einer intensiven und phasenweise spektakulären Partie.
Liverpool, das die Startphase dominiert hatte, versuchte im Rückstand zwar noch einmal alles, es schien allerdings, als hätten die intensiven letzten Wochen beim Team von Jürgen Klopp ihre Spuren hinterlassen. Real agierte in der Defensive praktisch fehlerlos und falls nötig, war Thibaut Courtois zur Stelle. Der belgische Keeper war neben Vinicius Junior der zweite Matchwinner bei den Königlichen. In der 83. Minute verhinderte er mit einer mirakulösen Parade gegen Mohamed Salah den Ausgleich. Den Schuss von Sadio Mané hatte Courtois brillant an den Pfosten gelenkt (21.).
Das Team von Carlo Ancelotti hingegen warf seine ganze Erfahrung in die Waagschale. Das Mittelfeld mit Luka Modric, Toni Kroos und Casemiro schaffte es nach der Pause, das Spiel besser zu kontrollieren. Das Trio, das bereits beim Titel-Hattrick von 2016 bis 2018 dabei gewesen war, wurde von vielen bereits abgeschrieben. Nun führte es Real Madrid zu altem Glanz zurück. Die drei haben ebenso wie auch Benzema oder Dani Carvajal bereits fünf Titel auf ihrem Konto und damit gleich viele wie ihr früherer Teamkollege Cristiano Ronaldo, was eine Bestmarke für die Champions League bedeutet.
Eine alleinige Rekordmarke setzte Trainer Ancelotti. Der bald 63-jährige Italiener gewann zum vierten Mal als Trainer die Champions League, nachdem er bereits als Spieler zweimal den Meistercup mit Milan gewonnen hatte. Mit seinem Stammverein holte er auch als Trainer zweimal den Henkelpott und nun zum zweiten Mal auch mit Real Madrid. Den einzigen Final verlor Ancelotti 2005, als Milan gegen Liverpool eine 3:0-Führung noch aus der Hand gab.
Die Partie hatte aus Sicherheitsgründen mit 37 Minuten Verspätung begonnen, weil englische Fans versucht hatten, ohne Tickets in Stadion zu gelangen, weswegen es vor dem Stadion zu teils chaotischen Szenen gekommen war. Von der Verzögerung nicht beeindrucken liess sich Liverpool, das in der Startphase das klar bessere Team war. Die «Reds» erspielten sich mehrere Chancen, einem Tor am nächsten kam Mané in der 21. Minute, als der Senegalese nur den Pfosten traf.
Real konnte sich erst nach einer halben Stunde aus der Umklammerung lösen. Und beinahe wäre die Madrilenen kurz vor der Pause entgegen dem Spielverlauf in Führung gegangen. Benzema traf zum vermeintlichen 1:0, stand dabei allerdings im Offside. Allerdings kam der Ball zum Franzosen von einem Gegenspieler, weswegen das Tor laut Regelwerk auch hätte gegeben werden können.
Am Ende spielte dies keine Rolle mehr. Real krönte mit seinem Sieg gegen den Tabellenzweiten der Premier League eine herausragende K.-o.-Phase, in der die Madrilenen mit Paris Saint-Germain, Titelverteidiger Chelsea und Manchester City drei Schwergewichte ausgeschaltet und dabei mehrmals mit dem Rücken zur Wand gestanden hatten.
Liverpool - Real Madrid 0:1 (0:0)
Stade de France, Paris. - SR Turpin (FRA).
Tor: 59. Vinicius Junior (Valverde) 0:1.
Liverpool: Alisson; Alexander-Arnold, Konaté, Van Dijk, Robertson; Henderson (77. Keita), Fabinho, Thiago Alcantara (77. Firmino); Salah, Mané, Luis Diaz (65. Diogo Jota).
Real Madrid: Courtois; Carvajal, Eder Militão, Alaba, Mendy; Modric (90. Ceballos), Casemiro, Kroos; Valverde (86. Camavinga), Benzema, Vinicius Junior (93. Rodrygo).
Bemerkungen: Beide Teams komplett. 21. Courtois lenkt Schuss von Mané an den Pfosten. 44. Tor von Benzema wegen Offside aberkannt. Die Partie begann aus Sicherheitsgründen mit 37 Minuten Verspätung. Verwarnungen: 62. Fabinho (Foul). (pre/sda)
Die Schweizer Nati steht nach einer tollen Vorrunde an der WM 2006 in Deutschland im Achtelfinal. Keinen einzigen Gegentreffer mussten die Eidgenossen ihren Gegnern bisher zugestehen und qualifizieren sich – nach einem 0:0 gegen Frankreich, einem 2:0 gegen Togo im Hexenkessel von Dortmund und einem 2:0 gegen Südkorea, in dem Philippe Senderos bei seinem 1:0 eine blutige Stirn einfing – sensationell als Gruppenerster für die Runde der besten 16.