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Ein Leben wie aus einem Roman: 1927 in Wien geboren, ist Erika Freeman mit zwölf Jahren alleine vor den Nazis nach New York geflohen. Ihre Mutter – Vorbild für das Buch «Yentl» von Isaac Bashevis Singer, das später mit Barbra Streisand verfilmt wurde – hat den Krieg nicht überlebt. Ihr Vater glaubt, als Einziger der Familie überlebt zu haben, bis er eines Tages mitten auf dem Broadway seinen Bruder trifft. Freeman war eine Kämpferin, machte ihren Doktor in Psychologie und wurde Psychoanalytikerin in New York, viele ihrer Patient*innen waren Prominente aus Hollywood. Sie beriet die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir, ist befreundet mit Hillary Clinton und ging mit über 90 Jahren zurück nach Wien. Inzwischen wohnt sie seit Jahren im Hotel Imperial, wo einst Hitler nächtigte. Der Kabarettist und Autor Dirk Stermann erzählt in «Mir geht’s gut, wenn nicht heute, dann morgen» (Rowohlt 2023 ) von dem bewegenden Jahrhundertleben seiner Freundin.