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Furmint ist eine alte ungarische Weissweinsorte, die erstmals 1623 in Ungarn erwähnt wurde. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war sie die vorherrschende Sorte in Tokaj, wurde aber auch in anderen Regionen angebaut. Heute gilt der Somló Furmint neben dem Tokajer als die beliebteste Sorte. Die Anbaufläche in Ungarn beträgt etwa 3600 ha. Die Furmint reift Mitte Oktober. Die Traube ist mittelgross, locker, zylindrisch und der Wein hat im Allgemeinen einen hohen Säuregehalt, der jedoch durch sorgfältige Weinbauarbeit elegant gemildert wird. Der trocken vergorene Furmint hat wegen seiner guten Zuckerspeicherfähigkeit auch einen hohen Alkoholgehalt, der in besseren Jahrgängen in Tokaj 14-15 % Alkohol erreichen kann. Das Aroma ist auch bei niedrigeren Konzentrationen ausgeprägt und sortenrein. Sehr oft ist es eine Mischung aus Birne, Quitte und Nelke. Furmint aus reif geernteten Trauben kann sowohl trocken als auch süss eine elegante, vollmundige und unverwechselbare Qualität ergeben. Die Aromen und Geschmacksnoten der in Somló angebauten Furmint-Trauben sind zurückhaltender, lassen sich schwerer öffnen und erfordern eine Belüftung. Er erreicht seinen Höhepunkt im Alter von 4-6 Jahren, danach kann er 10-15 Jahre lang genossen werden. Seine Grösse liegt in der Reinheit des Geschmacks, seine Eleganz ist nur mit den trockenen Rieslingen vom Rhein und den grossen Burgundern vergleichbar. Neben der Mineralität der vulkanischen Böden ist die schöne Säure des Weins, die sein Wesen ausmacht, für diejenigen attraktiver, die in der Lage sind, die höheren Empfindungen des Weins zu verarbeiten.
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