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Gynäkologische Endokrinologie
Zyklus- und Hormonstörungen
In der Regel dauert ein Zyklus zwischen 24 und 38 Tagen, wobei der Durchschnitt bei 28 Tagen liegt. Zyklusstörungen treten relativ häufig auf und können sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome bemerkbar machen. Weiter unten sehen Sie eine Liste der häufigsten Symptome.
In jedem Fall empfehlen wir Ihnen, sich bei Zyklusstörungen von einer/einem unserer spezialisierten Gynäkologinnen und Gynäkologen beraten zu lassen, um die Ursachen der Störung abzuklären und Ihnen eine passende Betreuung und Behandlung anbieten zu können. Denn Zyklusstörungen können sich negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken und die Lebensqualität beeinträchtigen.
Kurzer Zyklus, zu häufige Menstruation (< 24 Tage)
Begleiterscheinungen
- Unbehagen
- Eisenmangel oder Anämie
- Möglicherweise geringere Chancen auf eine Schwangerschaft
Langer Zyklus, Menstruation, die in einem zu langen Intervall (> 38 Tage bis mehrere Monate) auftritt
Begleiterscheinungen
- Stress (Unsicherheit über eine mögliche Schwangerschaft, Ungewissheit über den Zeitpunkt der nächsten Menstruation)
- Langfristige Auswirkungen auf die Knochen (Abnahme der Knochenmasse)
- Geringere Chancen auf eine Schwangerschaft, da der Eisprung seltener stattfindet
- Manchmal übermässiger Haarwuchs (Körper, Beine, Arme, Leistenbeuge, Gesicht, Brust, um den Bauchnabel herum oder auf dem Bauch oder Rücken), Akne oder Haarausfall (polyzystisches Ovarialsyndrom) sowie zusätzlich Übergewicht und/oder Stoffwechselstörungen (Zucker, Cholesterin)
Die Binde oder der Tampon muss mindestens einmal pro Stunde gewechselt werden, es bilden sich Blutklumpen, die Menstruation dauert länger als 8 Tage.
Begleiterscheinungen
- Eisenmangel oder Anämie
- Müdigkeit
- Stress (Angst vor Blutflecken auf der Kleidung)
- Schlafstörungen (Angst, dass der Schutz nicht ausreicht)
Schwache Blutung oder Schmierblutung (brauner oder schwarzer Ausfluss von altem Blut) ausserhalb der Menstruation. Die Blutung kann während des Eisprungs auftreten (normalerweise in der Zyklusmitte, ca. an Tag 14) oder in der Zeit nach der Menstruation und vor dem Eisprung (zwischen Tag 8/9 und Tag 12 des Zyklus) oder in der zweiten Phase des Zyklus (nach dem Eisprung, oft einige Tage vor dem Einsetzen der Menstruation).
Begleiterscheinungen
- Unbehagen aufgrund der häufigen, unvorhersehbaren Blutungen
- Häufig negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
- Sorge, dass sich hinter den Symptomen eine Krankheit verbirgt
Fehlendes Auftreten der ersten Menstruation im Leben (spätestens am 16. Geburtstag) oder Ausbleiben der Menstruation während sechs Monaten oder länger.
Erste Untersuchung: Ausschluss einer Schwangerschaft, vorzugsweise durch einen Bluttest (zuverlässiger als Urintest)
Begleiterscheinungen
- Langfristige Erkrankungen infolge des chronischen Mangels an weiblichen Hormonen (sofern keine Schwangerschaft vorliegt).
Kann ab der ersten Menstruation oder erst später auftreten und auf verschiedene Erkrankungen zurückzuführen sein (z. B. Endometriose)
Begleiterscheinungen
- Die Schmerzen verhindern die Teilnahme an Alltagstätigkeiten
- Die Lebensqualität ist oft stark beeinträchtigt
- Häufig schreitet die zugrunde liegende Erkrankung fort
- Häufig negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
Ursachen
- Kann durch eine übermässige Aktivität der männlichen Hormone verursacht werden.
- Es gibt aber eine ganze Reihe anderer Hormone, die sich ebenfalls negativ auf den Zyklus auswirken können.
- Häufig bei zu langen Zyklen
- Mögliche Ursache: polyzystisches Ovarialsyndrom
Negative Auswirkungen einer übermässigen Aktivität der männlichen Hormone
- Übermässige Behaarung am Körper und im Gesicht, Akne oder Haarausfall, manchmal auch eine Kombination dieser Beschwerden
- Psychologische Probleme
Das prämenstruelle Syndrom findet in der zweiten Zyklusphase statt, d. h. nach dem Eisprung. Die Symptome sind glücklicherweise in der Regel (sehr) mild und bedürfen keiner Behandlung. Etwa 8 Prozent der Frauen leiden an Symptomen, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, und zwar für einen Zeitraum von bis zu 2 Wochen. Bei 2 Prozent der Frauen sind die PMS-Symptome sogar sehr ausgeprägt.
Bei einem Zyklus von 4 Wochen leiden die Betroffenen also fast die Hälfte der Zeit. Bei einem kurzen Zyklus (3 Wochen) fühlen sich die Frauen nach dem Einsetzen der Menstruation etwa eine Woche lang besser, dann setzen die Symptome für zwei Wochen erneut ein.
Symptome von PMS
- Reizbarkeit
- Wut
- Launenhaftigkeit
- Anspannung
- Depressive Stimmung
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Antriebslosigkeit
- Blähungen
- Schmerzen und Spannungsgefühl in den Brüsten
- Andere Beschwerden