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Der bedrohte Pirol ist Vogel des Jahres 2013
Zu Jahresbeginn wurde der Pirol durch den Schweizer Vogelschutz zum Vogel des Jahres 2013 ernannt. Der Vogel wird durch Waldrodungen bedroht und ist deshalb zusätzlich als Botschafter für eine nachhaltige Wirtschaft in den Schweizer Wäldern.
Der Pirol bringt Farbe in den Wald
Das Pirolmännchen besticht durch seine goldgelbe Färbung und die kontrastierenden schwarzen Flügel. Jüngere Weibchen tragen an ihrer Oberseite olivgrüne Federn - mit steigendem Alter nehmen Pirolweibchen ebenfalls eine zunehmend gelbe Färbung an. Trotz seiner auffälligen Erscheinung bleibt der Pirol dem Betrachter häufig verborgen, denn der Singvogel hält sich mit Vorliebe in hohen Baumkronen auf. In seinem flötenden und exotisch anmutenden Gesang ist der amselgrosse Pirol meist eindeutig von anderen mitteleuropäischen Singvögeln zu unterscheiden.
Jedes Jahr geht der kleine Pirol auf eine 11'000 Kilometer lange Reise
Der Vogel des Jahres 2013 bevorzugt alte Laubwälder (wie bspw. Eichenwälder), die eine Vielzahl an Insekten beherbergen. Der Pirol hält sich während der Sommermonate (ca. Mai bis August) in Schweizer Wäldern auf, um hier zu brüten. Das restliche Jahr verbringt der Singvogel im ca. 11'000 Kilometer entfernten Südostafrika. Hier findet sich das grösste Winterquartier des Pirols - als Lebensraum dienen ihm vorzugsweise offene Galeriewälder oder Baumsavannen.
Zu der Hauptnahrung des Zugvogels zählen vor allem Raupen und Schmetterlinge. Darüber hinaus stehen unter anderem auch Heuschrecken, Spinnen, Käfer und Ameisen auf dem Speiseplan. Nicht zuletzt sind bei dem Singvogel auch Kirschen äusserst beliebt – als Nebeneffekt stärken die in den Früchten enthaltenen Karotinoide die Gelbfärbung des Federkleides.
Der bedrohte Pirol steht als Botschafter für den Schweizer Vogelschutz
Die Pirol-Population leidet sowohl in der Schweiz als auch in Afrika unter einer Abnahme geeigneten Lebensraumes. Gründe hierfür liegen unter anderem in schadstoffbedingten Baumauflichtungen, wirtschaftlicher Nutzung waldnaher Gebiete sowie Brandrodungen und Abholzungen. Ein Schutz des Pirolbestandes erfordert daher beispielsweise pestizidfreie Landwirtschaft, den Verzicht auf Tropenholznutzung sowie Erhaltung und Aufbau insektenreicher alter Wälder.