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Madagaskar ist ein Land voller Mythen und Märchen. Für Naturliebhaber ist es eine Perle am Indischen Ozean, gelegen vor der Ostküste Mozambiques mit traumhaften Stränden, malerischen Dörfern und einer eindrucksvollen Tier- und Pflanzenwelt. Es ist das intensive Grün der Reisfelder, die das Auge beglückt. In den Wäldern hangeln sich die Lemuren von Ast zu Ast, in den Naturparks rauschen die Wasserfälle, und die Menschen auf Madagaskar sind gegenüber ihren Gästen freundlich und unvoreingenommen.
Zur Einreise nach Madagaskar ist ein Reisepass erforderlich. Bei der Ankunft wird ein Visa erteilt, das 100 Schweizer Franken (einmalige Einreise) und 150 Schweizer Franken (mehrmalige Einreise) kostet. Kinderausweise mit einem Lichtbild werden von den Behörden anerkannt. Alle Einreisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate gültig sein. Es empfiehlt sich, vor der Anreise Kopien der Pässe zu erstellen. Ein Visum ist auch vor der Abreise beim Generalkonsulat in Zürich erhältlich und sollte rechtzeitig beantragt werden. > EDA Hinweise Madagaskar
Es gibt keine Direktflüge zwischen der Schweiz und Madagaskar. Verbindungen werden - mit Zwischenstopps - von Zürich angeboten durch Air Seychelles, Swiss International Airlines, Deutsche Lufthansa, Air France, Air Madagascar und Kenya Airways. Die Flugzeit von Zürich mit einem Stopp in Paris dauert bis Antananarivo 13 Stunden und 35 Minuten.
Die grosse Insel liegt in einer tropischen Zone. Südlich des Äquators dauert der kalendarische Winter von April bis Oktober. Die Temperaturen bewegen sich in den Küstenregionen während dieser Zeit zwischen 22 und 25 Grad. Im Hochland ist es dann wesentlich kühler - an manchen Tagen muss sogar mit Frost gerechnet werden. Sommer ist von November bis März. Dies ist auch gleichzeitig die feuchtere Jahreszeit. Die Temperaturen schwanken dann an der Küste zwischen 26 und 29 Grad und im Hochland zwischen 20 und 22 Grad.
Wer von einer Telefonzelle anrufen möchte, benötigt dazu eine Telefonkarte, die entweder in den Postämtern erhältlich ist oder direkt in den Büros der Telekom Malagasy (Telma). In den Städten Madagaskars gibt es häufig die sogenannten Taxi-Phone. Dabei handelt es sich um mobile Anbieter von Telefonen in den Strassen. Von den entlegenen Gebieten einmal abgesehen, funktioniert in Madagaskar auch das Handynetz. Es gibt drei Mobilfunkanbieter: Orange, Airtel und Telma. Alle offerieren ihre preisgünstigen SIM-Karten.
In den grösseren Städten gibt es inzwischen zahlreiche Cybercafés. Auch in einigen Postämtern wird der Internetzugang angeboten. Die Tarife sind relativ günstig - bei der Schnelligkeit des Verbindungsaufbaus ist hingegen Geduld gefragt.
Da dies eine Region mit einem gewissen Malaria-Risiko ist, sollte man sich vor der Abreise um eine entsprechende Prophylaxe bemühen und dies mit dem Hausarzt besprechen. Eine medizinische Versorgung in Krankenhäusern ist in Madagaskar nur in den Städten möglich. Durch die hohen Temperaturen im Lande sollte jeder um seinen Flüssigkeitshaushalt besorgt sein und Hygienevorschriften beachten.
Für eine Madagaskar Reise sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Jedoch ist ein Schutz gegen Hepatitis A und B und eventuell Wundstarrkrampf zu empfehlen.
Ariarys sind die Zahlungsmittel in Madagaskar und nur in offiziellen Wechselstuben (Flughafen, Hotel) erhältlich. Ausserdem wird der bereits im Jahre 2003 abgelöste madagasische France noch oft als Zahlungsmittel gebraucht. Alle gängigen Kreditkarten werden in den Städten und Hotels akzeptiert. Von einer Mitnahme von Reiseschecks sollte man absehen, da sie weitgehend unbekannt sind. In den Metropolen gibt es Geldautomaten.
Trinkgeld ist im Lande üblich. Viele Menschen in Madagaskar leben von einem Zubrot, denn die Gehälter in den Hotels sind häufig sehr gering. Es empfiehlt sich, etwa fünf Prozent auf die Rechnung eines Restaurants aufzuschlagen. Fahrer/Guides bei Rundreisen erhoffen sich etwa vier Schweizer Franken pro Tag - allerdings in der Landeswährung, da ein Umtausch von Franken, Dollar oder Euro in Madagaskar kaum möglich ist.
In Madagaskar müssen die Uhren um zwei Stunden vorgestellt werden. Während der Sommerzeit beträgt die Zeitdifferenz lediglich eine Stunde.
Die Netzspannung liegt bei etwa 220 Volt. Das muss allerdings nicht für jede Region des Landes gelten. Verwendet werden in aller Regel zweipolige Steckdosen des französischen Typs. Schweizer Stecker ohne den dritten Erdkontakt sind meist kompatibel.
Die Amtssprachen auf Madagaskar sind Malagasy und Französisch. Malagasy hat einige Wurzeln in der indonesischen Sprache. Urlauber haben vor allem in ländlichen Gebieten bei der Verständigung Probleme, wenn sie es mit der englischen Sprache versuchen. Die wird nur von jungen Leuten verstanden.
Das Strassennetz umfasst 50'000 Kilometer. Von denen sind allerdings lediglich 5800 Kilometer asphaltiert. Viele Pisten sind in der Regenzeit kaum befahrbar und später dann fast immer ausgewaschen und nur mit Geländewagen passierbar. Im Reisegepäck von Urlaubern, die sich mit einem Auto im Lande bewegen, muss sich ein Internationaler Führerschein befinden.
Wer in den Abendstunden ein Restaurant oder eine Bar besucht, der sollte seinen Pass bei sich tragen. Das wird von den Behörden in Madagaskar verlangt.