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Melodiöse Naturjodel ohne Wortbedeutung
In Gebirgsregionen wie im Muotatal (Kanton Schwyz), im Appenzellerland oder im österreichischen Bezirk von Scheibbs werden ein- bis fünfstimmige Jodelgesänge ohne Worte gesungen.
Das «Muotatal Jüüzli» hat zwei bis drei Stimmen. Das sogenannte "Zäuerli" oder das "Ruggusserli" von Appenzell sind mehrstimmige Naturjodel, die häufig spontan improvisiert werden. Ein Solojodler beginnt eine langsame Tonfolge, während die anderen Jodler den entsprechenden Ton suchen und mit summen oder singen in die Melodie einstimmen. Bei speziellen Anlässen wie Alpfesten oder Konzerten für Touristen werden mehrstimmige Naturjodel häufig mit Talerschwingen oder Schellenschütteln (Läuten mehrerer kleiner Alpglocken) begleitet.
Am letzten Tag des Jahres oder am «alten Silvester» (13. Januar) werden verzerrte mehrstimmige Naturjodel hinter Masken gesungen, ein mythischer Brauch, der auch in modernen Zeiten gepflegt wird.