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Erbrecht: Einige Prinzipien
Identität von Todesfall und Erbgang
Die Rechtsstellung des Erblassers geht nahtlos in diejenige der Erben über. Die Einsetzung als Erbe geschieht somit mit dem Tod des Erblassers. Mit anderen Worten: Die Einsetzung des Erben erfolgt «automatisch», ohne Dazutun des Erben oder der Erbin.
Universalsukzession
Das ganze Vermögen und die Schulden des Erblassers gehen auf die Erben über. Das führt dazu, dass die Erben nur Anspruch auf Teile (sog. Quoten), nicht aber auf bestimmte Objekte der Erbschaft haben. Erst mit der Teilung der Erbschaft verwandelt sich dieser Anspruch auf einzelne Gegenstände aus der Erbschaft.
Keine Erbenlosigkeit
Erben hat jedermann. Soweit sie nicht vom Erblasser selber bestimmt werden, bestimmt das Gesetz die gesetzliche Erbfolge. Es sind dies die Familienmitglieder, abgestuft nach der Nähe zum Erblasser. Sind keine solchen Personen vorhanden, fällt die Erbschaft an das Gemeinwesen (Kanton und/oder Gemeinde).
Verfangenheit
Das Schicksal des Vermögens nach dem Tod ist dem Einflussbereich des Erblassers entzogen. Der Erblasser kann also nur eingeschränkt darüber befinden. Gewisse Erben sind vom Gesetz vorgegeben, daran kann der Erblasser nichts ändern. Die Folge davon ist der Pflichtteilsschutz gewisser Familienmitglieder. Dieser kann vom Erblasser grundsätzlich nicht angetastet werden. Pflichtteilsberechtigt sind die Ehepartner und die eingetragenen Partner, die Nachkommen und die Eltern (bei Fehlen der Nachkommen).
Eingeschränkte Verfügungsfreiheit
Der Erblasser kann verschiedene Anordnungen über den Tod hinaus treffen. Mittels Testament oder Erbvertrag zum Beispiel. Diese werden jedoch in verschiedener Hinsicht eingeschränkt (Pflichtteile, Formerfordernisse).
Zusätzliche Informationen
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