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Der Ertragsfortschritt der Zuckerrübe mache diese zu einer sehr interessanten Kultur, erklärte die Kammer. Aufgrund ihrer stofflichen Zusammensetzung biete sich die Zuckerrübe als Biogassubstrat an.
In den Anlagen zeigten sich verbreitet höhere Gasausbeuten bei der Hinzunahme der Zuckerrübe als Substrat. Hinzu komme, dass neue technische Entwicklungen in den Bereichen Rübenwäsche, Entsteinung und Aufbereitung die Integration der Kultur in die Biogas-Prozesskette zunehmend lukrativ machten.
Wiederaufnahme von Fruchtfolgen
Als weitere Vorteile der Kultur nannte die Kammer eine geringere Abhängigkeit der Biogasproduktion vom Substrat Mais sowie die Einhaltung beziehungsweise Wiederaufnahme von Fruchtfolgen. Bei der Sortenwahl habe der Trockenmasseertrag als zentrale Kenngrösse weiterhin Bestand. Bedingt durch die enge Korrelation zwischen dem Zucker- und dem Trockenmassegehalt stünden die zuckerertragsstarken Zuckerrübensorten auch für die Verwendung als Biogassubstrat an oberster Stelle, so die Kammer.
Ferner würden Sorten speziell für die Verwendung in Biogasanlagen angeboten. Bei diesen liege der Fokus auf dem Trockenmasseertrag, den Abreinigungseigenschaften und der Überwinterungseignung. Die Inhaltsstoffe, die in der Zuckerproduktion Bedeutung hätten, seien dagegen weniger wichtig. Das sei auch der Grund dafür, weshalb diese Sorten nicht an die Zuckerfabriken geliefert werden könnten.