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Das letzte Rennen der Saison begann zunächst relativ unspektakulär. Pole-Setter und Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) zog vorne weg – dicht gefolgt von seinem australischen Teamkollegen Mark Webber.
Die Sauber-Piloten Kamui Kobayashi und Sergio Perez, welche von den eher schlechten Plätzen 16 und 17 ins Rennen gingen, starteten relativ gut und konnten gleich mehrere Positionen gutmachen.
Ferrari-Pilot Fernando Alonso setzte sich schon früh gegen die beiden McLaren-Mercedes von Jenson Button und Lewis Hamilton durch und positionierte sich hinter den beiden Red Bull-Piloten an dritter Stelle.
Als es Michael Schumacher (Mercedes) schaffte, an Bruno Senna (Renault) vorbeizukommen, zog der Brasilianer das Steuer nach rechts und berührte den Mercedes des Rekordweltmeisters mit dem Frontflügel. Schumacher musste sich mit einem Platten am linken Hinterreifen an die Box retten; er konnte das Rennen danach jedoch an letzter Stelle liegend fortsetzen.
Noch etwas schlechter erging es Schumachers Landsmann Timo Glock (Marussia-Virgin); die Boxencrew des Deutschen montierte beim Boxenstopp seinen Hinterreifen nicht richtig und so verlor er ein Rad und musste das Rennen in der Nähe der Boxenausfahrt aufgeben.
Wenig später drehte sich Williams-Pilot Pastor Maldonado in einer Kurve und musste danach sein Auto ebenfalls abstellen. Der prominenteste Ausfall war jedoch der Gewinner des letzten Rennens, McLaren-Fahrer Lewis Hamilton, der wegen Getriebeproblemen aufgeben musste.
Lange sah es danach aus, als würde Vettel auch das Saisonfinale in Sao Paulo für sich entscheiden. Doch es kam anders: Angeblich hatte der Deutsche – wie schon Hamilton – Probleme mit dem Getriebe und so überholte ihn Teamkollege Webber.
Vettels Getriebeprobleme verschlimmerten sich zwar nicht, der Heppenheimer fuhr konstante Rundenzeiten. Doch Webber nutzte die Gunst der Stunde und feierte seinen ersten Saisonsieg. Vettel musste seine WM-Party als Zweiter feiern, was nicht gerade ein schöner Abschluss für eine solch erfolgreiche Saison ist. Button schnappte sich noch Alonso und wurde Dritter.
Hinter Alonso überquerte sein Teamkollege Felipe Massa auf dem fast schon gewohnten fünften Platz die Ziellinie.
In insgesamt 19 Rennen schaffte es Massa nicht ein einziges Mal auf das Podest, beendete die Rennen jedoch sage und schreibe sechs Mal als Fünfter.
Einen grossartigen Grand Prix zeigte erneut Force India-Mercedes mit Adrian Sutil, welcher starker Sechster wurde. Das indische Formel 1-Team zeigte damit, dass sie Sauber nicht unverdient vom sechsten WM-Platz in der Konstrukteurs-WM verdrängt haben.
Dahinter reihte sich Nico Rosberg (Mercedes) sowie Sutils Teamkollege Paul di Resta ein.
Neunter wurde Kamui Kobayashi im Sauber. Der Japaner sicherte dem Team aus Hinwil somit endgültig den siebten WM-Rang in der Teamwertung, denn das Toro Rosso-Team punktete diesmal nicht. Zehnter wurde Witali Petrow im Renault vor den beiden Toro Rosso-Lenker Jaime Alguersuari und Sebastién Buemi. Leider schaffte es der zweite Sauber-Pilot Sergio Perez nicht in die Punkte; er beendete das letzte Rennen seines Debüt-Jahrs auf dem 13. Platz.
In seinem vielleicht letzten Formel 1-Rennen schaffte es „Renn-Opa“ Rubens Barrichello (Williams) zwar nicht in die Punkte, doch wenigstens kam der Routinier vor seinem langjährigen Ferrari-Teamkollegen Michael Schumacher ins Ziel, was sicher eine Genugtuung für ihn sein wird.
Zugegeben, es war eine etwas einseitige Saison. Schliesslich hat Red Bull mit Sebastian Vettel das Feld fast nach Belieben dominiert. Doch dank des verstellbaren Heckflügels und dem Bremsenergierückgewinnungssystem KERS gab es so viele packende Überholmanöver wie noch nie zuvor in der Geschichte der Formel 1.
Ich möchte mich bei allen Leserinnen und Lesern bedanken, welche die Rennsaison bei mir im Blog verfolgt haben und hoffe, dass die nächste Saison genauso spannend wird.
Alle meine Blogeinträge zur Formel 1-Saison 2011 könnt ihr hier nachlesen.
Schon jetzt freue ich mich auf den Saisonstart 2012. Zwar werde ich nicht mehr regelmässig über die News aus der Königsklasse des Motorsports berichten, doch verfolgen werde ich die Rennen genauso wie bisher.
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