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Géraldine Bugnon ist Spezialistin für Jugendstrafrechtspflege und Kinderschutz und tritt am 1. September 2023 als ordentliche Professorin ins Departement für Sozialarbeit, Sozialpolitik und globale Entwicklung ein.
Géraldine Bugnon ist Doktorin der Soziologie (Universität Genf und Universität
Lille 1). Sie absolvierte Forschungsaufenthalte als Doktorandin am "Centre de recherches sur le droit et les institutions pénales" in Paris, an der Bundesuniversität Rio de Janeiro und an der Bundesuniversität Minas Gerais in Brasilien. Anschliessend arbeitete sie als Forscherin und Dozentin an der Universität Neuchâtel, an der "Haute école de travail social" in Genf und an der Universität Genf.
Ihre Forschungsarbeiten zu den Themen Sexarbeit, Polizeigewalt, Jugendgerichtsbarkeit und Kinderschutzsysteme wurden in der Schweiz, in Frankreich und in Brasilien durchgeführt. Ihre Analysen basieren auf einem ethnografischen Ansatz des Staates und der Justiz. Sie betreffen zum einen die Mechanismen zur Regulierung von Abweichungen und zum anderen die Wege und Erfahrungen des Publikums, das dieser Regulierung unterworfen ist.
Ihr Buch "Governing delinquency through freedom" (Routledge 2020) befasst sich mit den Ambivalenzen und Widersprüchen, die der offenen strafrechtlichen Betreuung von Minderjährigen in den brasilianischen Metropolen innewohnen. Géraldine Bugnon analysiert darin die Formen der Hybridisierung zwischen Straf- und Sozialstaat in den Dispositiven zur Regulierung der "gefährlichen" und "gefährdeten" Kindheit und ihre Folgen für die betroffenen Zielgruppen.
Ihre laufenden Projekte befassen sich mit gewöhnlichen Erfahrungen mit der Justiz, mit der Verrechtlichung sozialer Probleme sowie mit alternativen Formen der Konfliktbewältigung.