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Abilis, Partner des Corona-Drive-in-Testzentrums in Bern
Die digitale Gesundheitsplattform Abilis spielt eine wichtige Rolle bei der Früherkennung von COVID-19. Für das in Bern (BEA) aufgebaute Testzentrum hat Abilis einen Online-Fragebogen (Coronacheck Abilis) eingerichtet und sorgt für den sicheren Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Beteiligten. Die Personen, die zum Test aufgeboten werden, erhalten ein E-Mail mit einem Identifikator, der im Testzentrum vorgewiesen werden muss. Die Testergebnisse werden dann via Benachrichtigungen über die Mobile App Abilis übermittelt.
Gesundheitsinfos
Datum : 07/09/2020 16:02
Das Coronavirus, das den Ausbruch von Covid-19 verursacht, wird hauptsächlich über Tröpfchen übertragen, die dann entstehen, wenn eine infizierte Person hustet, niest oder ausatmet. Diese Tröpfchen sind zu schwer, um in der Luft zu schweben und fallen deshalb rasch zu Boden oder auf eine Oberfläche in der unmittelbaren Umgebung.
Das Virus kann auch übertragen werden, wenn man mit den Händen das Gesicht berührt, um sich zu kratzen oder die Augen zu reiben, sich zu schnäuzen etc.
Zudem können Sie sich anstecken, wenn Sie sich in der Nähe einer erkrankten Person aufhalten und dabei das Virus einatmen, oder wenn Sie eine kontaminierte Oberfläche und anschliessend Ihre Augen, Ihre Nase oder Ihren Mund berühren. Das Virus gelangt in erster Linie über die Schleimhäute in den Körper. Die effizienteste Sofortmassnahme, um die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen und die Übertragungsketten zu durchbrechen, besteht in der Einhaltung verschiedener Verhaltens- und Hygieneregeln im Alltag.
Welche Verhaltens- und Hygieneregeln sollten Sie beachten?
Auch im Zusammenhang mit der saisonalen Grippe und anderen ansteckenden Krankheiten gilt es, gewisse Verhaltens- und Hygieneregeln einzuhalten, um eine Ansteckung zu vermeiden und die Übertragungskette zu stoppen. Dazu gehört unter anderem besondere Vorsicht beim Berühren von Haltestangen und -griffen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie von Türfallen, insbesondere im Winter, wenn viele Menschen erkältet sind (Virusinfektionen).
Durch das neue Coronavirus und die Covid-19-Pandemie sind die Verhaltens- und Hygieneregeln umso bedeutender geworden. Es ist sehr wichtig, dass Sie die nachstehend genannten Regeln genau befolgen, zumal sie grösstenteils äusserst einfach umzusetzen sind:
- Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände (siehe unten: „Hände waschen: So machen Sie es richtig“).
- Tragen Sie möglichst oft, aber auf jeden Fall immer dann, wenn Sie sich in einem geschlossenen Raum befinden, eine Einwegmaske oder eine waschbare Maske, auch wenn in Ihrem Kanton keine entsprechende gesetzliche Pflicht besteht. Das Tragen der Maske ist insbesondere an öffentlichen Orten, an denen das Abstandhalten erschwert ist, wichtig, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bussen, Trams und Zügen, aber zum Beispiel auch in Seilbahnen, auf Schiffen, in Einkaufszentren, Geschäften, Coiffeursalons und Kosmetikstudios.
- Halten Sie mindestens 1,5 m Abstand zu Ihren Mitmenschen (man spricht auch von „Social Distancing“). Verzichten Sie auf Umarmungen und Begrüssungsküsse und schütteln Sie anderen Menschen nicht die Hand.
- Husten oder niesen Sie in die Armbeuge.
- Verwenden Sie Einwegtaschentücher.
Durch das Tragen einer Maske schützen wir uns selbst und unsere Mitmenschen. Es bedeutet jedoch nicht, dass wir auf die anderen Hygieneregeln verzichten dürfen, denn das Virus kann sich auch über Berührungen übertragen. Alle hier genannten Hygiene- und Verhaltensregeln sind daher entscheidend, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, insbesondere, da nun die Einschränkungen schrittweise gelockert werden.
Befolgen Sie in der Schweiz auf jeden Fall die Vorgaben des Bundesrates, des BAG (Bundesamt für Gesundheit) und der Gesundheitsbehörden Ihres Kantons. Informieren Sie sich laufend, denn die Vorgaben können sich jederzeit ändern; sie sind abhängig von den neuesten Entwicklungen und dem Stand der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie.
Welche weiteren Verhaltens- und Hygieneregeln können Sie befolgen?
- Wenn Sie etwa an der Kasse in Geschäften, Einkaufszentren oder im Personalrestaurant Schlange stehen, halten Sie Abstand zu den Personen vor und hinter Ihnen.
- Lassen Sie bei Sitzungen, am Arbeitsplatz oder bei anderen Aktivitäten zwischen sich und den anderen Personen stets einen Platz frei.
- Achten Sie besonders auf das Einhalten des Abstandes zu gefährdeten oder besonders schutzbedürftigen Personen, etwa älteren Menschen oder solchen, die an Atemwegs- oder Herzerkrankungen leiden. Befolgen Sie die geltenden Regeln in den Alters- und Pflegeheimen und Spitälern genau und informieren Sie sich vor Ihrem Besuch bei der entsprechenden Einrichtung.
- Vermeiden Sie es, Nase, Mund und Augen zu berühren. Wenn eine Berührung unvermeidlich ist, waschen Sie sich anschliessend die Hände mit Wasser und Seife oder einer alkoholischen Händedesinfektionslösung bzw. einem Händedesinfektionsgel. Tragen Sie stets ein Fläschchen Händedesinfektionsmittel bei sich, wie es auch Gesundheitsfachpersonen tun.
Welche Verhaltens- und Hygieneregeln gelten für Kinder?
Für Kinder ab 12 Jahren ist das Tragen einer Maske empfohlen und teilweise gar obligatorisch. Kinder zum Maskentragen zu zwingen, ist schwierig. Die übrigen Empfehlungen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung der Covid-19-Epidemie können aber durchaus auch bereits Kindern jüngeren Alters erklärt werden. Dazu gehört insbesondere das gründliche Händewaschen mit Wasser und Seife, wenn sie nach Hause kommen, vor und nach dem Essen, nach dem Spielen oder dem Sport und nach dem Gang zur Toilette. Wesentlich ist auch, die Kinder darauf hinzuweisen, wie wichtig das Abstandhalten ist, insbesondere gegenüber besonders gefährdeten Personen, wie etwa ihren Grosseltern.
Hände waschen: So machen Sie es richtig
Mit Wasser und Seife: Benetzen Sie Ihre Hände und seifen Sie sie grosszügig ein. Reiben Sie die Hände wie nachfolgend beschrieben gegeneinander.
Mit einer alkoholischen Händedesinfektionslösung oder einem -gel: Geben Sie grosszügig Lösung oder Gel auf die Handfläche und reiben Sie alle Oberflächen wie nachfolgend beschrieben gründlich ein.
- Die Handflächen in kreisenden Bewegungen aneinander reiben.
- Die rechte Handfläche über den linken Handrücken mit Hin- und Herbewegungen reiben – und umgekehrt.
- Die Zwischenräume zwischen den Fingern durch Hin- und Herbewegungen der Handflächen mit ineinander geflochtenen Fingern reinigen.
- Bei geschlossener Hand die Fingerrücken über die Handfläche der jeweils anderen Hand reiben.
- Die Daumen rundum in der geschlossenen anderen Hand reiben.
- In kreisenden Bewegungen die Fingerspitzen der einen Hand an der anderen Handfläche abreiben.
Spülen Sie die Hände nach der Reinigung mit Wasser und Seife gut mit Wasser ab. Trocknen Sie sie gründlich, wenn möglich mit einem Einwegpapiertuch, und verwenden Sie das Papiertuch, um den Wasserhahn abzustellen, damit jeglicher direkter Kontakt mit der Haut vermieden wird.
Wann sollten Sie eine Maske tragen?
Die Vorschriften hinsichtlich der Maskenpflicht werden von den Kantonen festgelegt. Es kann daher vorkommen, dass je nach Aufenthaltsort in der Schweiz unterschiedliche Regeln gelten. Wenn Sie ins Ausland reisen, sollten Sie sich vorher über die geltenden Vorschriften in der Region oder dem Land, in das Sie reisen möchten, informieren.
In der Schweiz empfiehlt das BAG (Bundesamt für Gesundheit), in folgenden Situationen auf jeden Fall eine Maske zu tragen:
- wenn der Abstand von 1,5 m zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann und keine Trennwand vorhanden ist;
- in den öffentlichen Verkehrsmitteln für alle Personen über 12 Jahre (Maskenpflicht). Die Gastronomiebereiche in den öffentlichen Verkehrsmitteln sind von der Maskenpflicht ausgenommen;
- bei einem Arzt- oder Spitalbesuch, beim Betreten einer Klinik oder eines Alters- oder Pflegeheims;
- am Arbeitsplatz, wenn der Arbeitgeber dies verlangt oder wenn der Abstand von 1,5 m zwischen den Personen nicht eingehalten werden kann.
Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Personen, die aus besonderen Gründen, etwa Gesichtsverletzungen, hohe Atemnot, Angstzustände beim Tragen einer Maske und allfällige Behinderungen, keine Maske tragen können.
In folgenden Situationen müssen Sie keine Maske tragen:
- wenn Sie einer Person nur kurz begegnen, zum Beispiel im Freien oder beim Einkaufen (kantonale Regelungen und Vorschriften in einzelnen Geschäften vorbehalten);
- in Bahnhöfen, auf Perrons oder beim Warten an einer Bushaltestelle, wenn der Abstand von 1,5 m eingehalten werden kann;
- bei privaten Veranstaltungen, Familienfesten oder Geburtstagsfeiern. Halten Sie dabei jedoch die Hygiene- und Verhaltensregeln ein.
Diese Vorgaben können sich jederzeit ändern, sie sind abhängig von den aktuellen Entwicklungen und dem Stand der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Informieren Sie sich laufend, um die neuesten Regelungen zu kennen.
Hygienemasken: So tragen Sie sie richtig
- Waschen Sie sich vor dem Anziehen der Maske gründlich die Hände (siehe „Hände waschen: So machen Sie es richtig“).
- Stellen Sie sicher, dass die Maske weder Risse noch Löcher aufweist.
- Achten Sie darauf, die Maske richtig aufzusetzen: Die farbige Seite muss nach aussen zeigen und der eingelassene Metallstreifen oben zu liegen kommen.
- Bedecken Sie Nase, Mund und Kinn mit der Maske (tragen Sie die Maske nicht unterhalb der Nase), drücken Sie den Metallstreifen auf dem Nasenbein zusammen, damit sich die Maske Ihrer Nase anpasst.
- Um zu verhindern, dass sich Ihre Brille beschlägt, tragen Sie die Brille über der Maske und waschen Sie die Brillengläser mit Geschirrspülmittel.
- Wenn die Maske zu gross ist (meist ist nur eine Einheitsgrösse erhältlich), kreuzen Sie die elastischen Schlaufen, bevor Sie sie über die Ohren stülpen, so dass das untere Band am oberen Ohrende zu liegen kommt und das obere Band am Ohrläppchen. So liegt die Maske enger an Ihrem Gesicht an. Dieses Vorgehen kann auch nützlich sein, wenn die Maske beim Tragen an den Ohren eine unangenehme Position einnimmt oder Sie schmerzt.
- Berühren Sie die Maske nach Möglichkeit nicht mehr, nachdem Sie sie angezogen haben. Sollten Sie sie dennoch berühren, waschen Sie sich erneut die Hände.
- Selbst wenn Sie eine Maske tragen, sollten Sie in die Armbeuge husten oder niesen.
- Entsorgen Sie Ihre Maske, wenn Sie feucht ist.
- Um die Maske auszuziehen, berühren Sie sie ausschliesslich an den elastischen Schlaufen.
- Verstauen Sie die Maske nach dem Ausziehen nicht in Ihrer Tasche, denn dort könnte sie weitere Gegenstände (Kleider, Schlüssel, Smartphone etc.) kontaminieren.
- Entsorgen Sie Ihre Maske unverzüglich im normalen Abfall. Berühren Sie sie auch beim Entsorgen nur an den Schlaufen. Unterwegs können Sie die Maske im öffentlichen Abfall entsorgen.
- Waschen Sie sich gründlich die Hände, nachdem Sie Ihre gebrauchte Maske entsorgt haben.
- Verwenden Sie eine bereits gebrauchte Maske nie ein zweites Mal.
So verwenden Sie eine Textilmaske richtig
Achten Sie beim Kauf einer Textilmaske darauf, dass die Maske dem empfohlenen Standard der Swiss National COVID-19 Science Task Force entspricht (siehe unten: „Welche Arten von Masken gibt es?“).
- Waschen Sie sich vor dem Anziehen der Maske gründlich die Hände (siehe „Hände waschen: So machen Sie es richtig“).
- Stellen Sie sicher, dass die Maske weder Risse noch Löcher aufweist.
- Achten Sie darauf, dass Sie die Maske richtig anziehen (oben/unten, Innen-/Aussenseite).
- Bedecken Sie Nase, Mund und Kinn mit der Maske (tragen Sie die Maske nicht unterhalb der Nase).
- Berühren Sie die Maske nach Möglichkeit nicht mehr, nachdem Sie sie angezogen haben. Sollten Sie sie dennoch berühren, waschen Sie sich erneut die Hände.
- Selbst wenn Sie eine Maske tragen, sollten Sie in die Armbeuge husten oder niesen.
- Um die Maske auszuziehen, berühren Sie sie ausschliesslich an den elastischen Schlaufen.
- Verstauen Sie die Maske nach dem Ausziehen nicht in Ihrer Tasche, denn dort könnte sie weitere Gegenstände (Kleider, Schlüssel, Smartphone etc.) kontaminieren.
- Waschen Sie sich gründlich die Hände, nachdem Sie Ihre Maske abgenommen haben.
Textilmasken können mehrmals verwendet werden. Waschen Sie Ihre Textilmaske regelmässig und je nach Häufigkeit der Verwendung. Befolgen Sie dabei die Angaben des Herstellers.
Bitte beachten Sie: Niemand sollte Ihre Maske aus Versehen berühren können.
Hängen Sie Ihre Maske im Büro oder zu Hause an einen Haken oder bewahren Sie sie in einer neuen, sauberen Papiertüte oder einem Umschlag auf.
Achten Sie darauf, dass die Aussenseite der Maske die Innenseite nicht kontaminiert und dass die Maske nicht mit anderen Gegenständen in Berührung kommt.
Wie lange dürfen Sie dieselbe Maske verwenden?
Eine Maske sollten Sie nicht länger als vier Stunden tragen. Hygienemasken bzw. medizinische Gesichtsmasken müssen anschliessend entsorgt werden. Textilmasken, welche den Standard der Swiss National COVID-19 Science Task Force erfüllen (siehe unten „Welche Arten von Masken gibt es?“) können mehrmals pro Tag verwendet werden, zum Beispiel morgens und abends in den öffentlichen Verkehrsmitteln. In diesem Fall sind jedoch die richtige Aufbewahrung der Maske und die Händehygiene entscheidend.
Achten Sie auf die Durchfeuchtung der Maske – je feuchter die Maske, desto geringer die Schutzwirkung.
Welche Arten von Masken gibt es?
Auf dem Markt sind verschiedene Arten von Masken erhältlich:
Atemschutzmaske (FFP2- oder FFP3-Maske)
Diese Masken schützen die Trägerin oder den Träger vor festen und flüssigen Partikeln und Aerosolen, welche das Virus übertragen könnten. Solche Masken werden insbesondere für medizinisches Personal empfohlen, das mit Covid-19-Infizierten in Kontakt ist. Für den privaten Gebrauch werden Atemschutzmasken nicht empfohlen.
Hygienemaske / medizinische Gesichtsmaske (mit CE-Kennzeichnung)
Solche Masken schützen bei korrekter Anwendung vor allem andere Personen vor einer Ansteckung. Wenn Sie Symptome einer akuten Atemwegserkrankung haben, sollten Sie eine Maske dieser Art verwenden.
Industriell gefertigte Textilmaske
Solche Masken schützen bei korrekter Anwendung vor allem andere Personen vor einer Ansteckung. Die Swiss National COVID-19 Science Task Force hat einen Standard hinsichtlich Luftdurchlässigkeit, Spritzwiderstand und Filtrationseffizienz ausgearbeitet, dem solche Textilmasken entsprechen müssen. Vergewissern Sie sich, dass dieser Standard eingehalten wird, wenn Sie eine Textilmaske kaufen.
Selbstgenähte Textilmasken und weitere Do-it-yourself-Masken
Solche Masken werden nicht empfohlen, da ihre Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden kann. Auch ein Schal oder ein Tuch schützt nicht ausreichend vor einer Ansteckung und hat nur eine beschränkte Fremdschutzwirkung.
Visiere
Visiere können Sie nicht als Ersatz für eine Maske nutzen. Sie schützen zwar die Augen vor einer möglichen Infektion durch Tröpfchen, jedoch ist eine Ansteckung über Mund und Nase nicht auszuschliessen. Visiere dienen daher nur als ergänzende Schutzmassnahme zu einer Maske.
Ihre Abilis-Partnerapotheke erteilt Ihnen gerne weitere Auskünfte über die verfügbaren Lösungen und hilft Ihnen, die beste Wahl für Ihre Aktivitäten und Ihr familiäres und berufliches Umfeld zu treffen.
Sollten Sie beim Sport eine Maske tragen?
Wenn Sie Sport treiben, sollten Sie keine Maske tragen, denn diese kann das Atmen erschweren. Zudem kann Schwitzen die Maske durchfeuchten, wodurch sich ihre Wirksamkeit verringert und die Vermehrung von Mikroorganismen begünstigt wird.
Beim Sport ist daher das Abstandhalten weiterhin die beste Art, sich und andere vor einer Virusübertragung zu schützen. Wenn Sie, etwa im Fitness-Studio, mit Sportgeräten oder Zubehör in Berührung kommen, ist es wichtig, diese zu desinfizieren und sich vor und nach ihrer Benutzung die Hände mit Wasser und Seife oder mit einer alkoholischen Händedesinfektionslösung gründlich zu reinigen.
Erstattet Ihnen die Krankenkasse die gekauften Masken?
Die Kosten für Masken werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Wenn Sie diese zusätzlichen Ausgaben nicht tragen können, aber Masken benötigen, können Sie sich an die örtlichen Sozialdienste wenden.
Können Sie sich durch das Tragen von Handschuhen schützen?
Das Coronavirus überträgt sich nicht über die Haut sondern über die Schleimhäute. Handschuhe vermitteln eine falsche Sicherheit, denn eine Übertragung kann beispielsweise stattfinden, wenn ansteckende Tröpfchen über die Handschuhe an die Schleimhäute gelangen. Deshalb raten wir davon ab, im Alltag Handschuhe zu benutzen.
Hinweis:
Die vorstehenden Informationen sind nicht abschliessend und nur zu Informationszwecken bestimmt. Sollten Sie Fragen oder Zweifel haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Quellen:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Weltgesundheitsorganisation WHO
Swiss National COVID-19 Science Task Force
Swissmedic
Datum : 07/08/2020 16:02
Was sind Probiotika?
Probiotika (wörtlich: "für das Leben") sind nicht krankheitserregende lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge eingenommen, dem Körper einen gesundheitlichen Nutzen bringen und eine gesunde Ernährung ergänzen. Es handelt sich dabei um Bakterien und Hefen, die durch die Absonderung von Enzymen in den Darm das Immunsystem stärken und die Verdauung fördern. Sie kommen in manchen fermentierten Lebensmitteln (wie Joghurt oder Sauerkraut) natürlich vor, können aber auch in Form von Lebensmitteln mit probiotischen Zusätzen, als mit bestimmten Produkten im Zusammenhang stehende Nahrungsergänzungsmittel, als Kapseln, als Tabletten oder in flüssiger Form eingenommen werden. Es gibt verschiedene Probiotika-Stämme, wobei die bekanntesten Milchsäurebakterien sind, die natürlich oder als Nahrungsergänzungsmittel in Joghurt und bestimmten anderen fermentierten Milchprodukten enthalten sind, und Saccharomyces cerevisiae, die im Brot und in bestimmten fermentierten Gemüsesorten vorkommen. Probiotika in Form von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln regulieren die Darmflora und die Darmtätigkeit. Da es nicht immer einfach ist, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel voneinander zu unterscheiden, ist es empfehlenswert, sich vor der Einnahme von Probiotika zur Prävention oder zur Behandlung bei Ihrer Abilis-Partnerapotheke über die geeignetste Behandlung zu informieren, da Probiotika unter bestimmten Umständen unerwünschte Nebenwirkungen haben können (siehe unten).
Welches sind die Nutzen von Probiotika?
Probiotika bringen dem Körper einen gesundheitlichen Nutzen und fördern die Verdauung indem sie die Darmflora wiederherstellen. Sie können bei Reizdarm, Durchfall, Verstopfung, Blähungen oder Flatulenz Abhilfe schaffen. Sie helfen, z. B. in der Folge einer medikamentösen Behandlung (mit Antibiotika oder anderen Medikamenten oder Impfstoffen) das Gleichgewicht im Darm wiederherzustellen, stärken das Immunsystem und schützen die Verdauung vor anderen schädlichen und krankheitserregenden Mikroorganismen. Probiotika werden auch zur Bekämpfung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen eingesetzt. Studien belegen zudem ihre nachgewiesene Wirksamkeit zur Verbesserung von Symptomen der Morbus Crohn. Es wurde ebenfalls nachgewiesen, dass probiotische Mikroorganismen bestimmten Krebserkrankungen vorbeugen oder das Risiko einer solchen Erkrankung verringern können. Bei Frauen können Probiotika bei häufigen Blasenentzündungen und Scheideninfektionen positive Auswirkungen haben. Sie können auch bestimmte Beschwerden im Zusammenhang mit Übermengen an Zucker oder Fett lindern, jedoch sind in dieser Hinsicht eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und regelmässige körperliche Betätigung nach wie vor die beste Medizin.
Was ist bei der Einnahme von Probiotika zu beachten?
Um wirksam zu sein, müssen Probiotika gegen die Magensäure resistent sein. So müssen in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommene Probiotika darmlöslich sein, damit sie sich erst im Darm auflösen und an die Darmwand anhaften können. Probiotika in fermentierten Milchprodukten fördern die Verdauung von Laktose bei Menschen, die eine Intoleranz haben.
Welches sind die besten Probiotika?
Die Wirksamkeit eines Probiotikums hängt von seinem Stamm, der verschriebenen Dosis und der Dauer der Behandlung ab. Jeder Stamm weist spezifische Eigenschaften auf, es gibt also kein universelles Probiotikum. Nehmen Sie mit Ihrem Apotheker Rücksprache und schildern Sie Ihre Beschwerden und Beweggründe, um herauszufinden, welches Probiotikum zu Ihnen passt.
Welche Probiotika helfen beim Abnehmen?
Studien haben gezeigt, dass übergewichtige Personen und schlanke Personen eine unterschiedliche Darmflora haben. Wenn also Probiotika die Darmflora regulieren, kann man daraus schliessen, dass bestimmte Stämme auch einen Einfluss auf das Gewicht und den BMI haben können. Dennoch ist eine Darmflora im Gleichgewicht die wichtigste Voraussetzung für eine optimale Darmtätigkeit. Der Schlüssel zum Abnehmen, falls nötig, bleibt also eine gesunde Ernährung mit wenig Zucker und Fett und vielen Nahrungsmitteln, die natürlich Probiotika und Ballaststoffe enthalten, sowie regelmässige körperliche Betätigung. Ihre Abilis-Partnerapotheke kann Sie aber auch über andere Lösungen informieren.
Können Probiotika Nebenwirkungen haben?
Probiotika mit Bakterien und Hefen, die im Darm bereits vorhanden sind, stellen für den Körper keine Gefahr dar. Beachten Sie jedoch die empfohlene Dosierung, wenn Sie sie in Form von Kapseln oder Tabletten einnehmen, und achten Sie auf das Verfalldatum, denn diese Produkte haben keine lange Lebensdauer. Wir sind nicht alle gleich und so reagieren auch unsere Körper unterschiedlich: Individuelle Nebenwirkungen wie Darmbeschwerden oder Rötungen oder Akne bei Patienten, die bereits mit Hautproblemen zu kämpfen haben, sind daher nicht auszuschliessen. Einige Probiotika sind bei Immunschwäche kontraindiziert. Personen, bei denen eine solche vorhanden ist, ist es empfohlen, vor jeder Behandlung mit ihrem Apotheker Rücksprache zu nehmen, um Beschwerden im Zusammenhang mit einer Unverträglichkeit zu vermeiden.
Wo kommen Probiotika natürlich vor?
Probiotika kommen in vielen Lebensmitteln wie z. B. in fermentierten Milchprodukten oder in bestimmten fermentierten Gemüsen natürlich vor. Milchsäurebakterien sind ein typisches Beispiel dafür und sind in Joghurt sowie in anderen Milchprodukten wie Quark oder Milchkefir vorhanden. Saccharomyces cerevisiae ist eine Hefe, die insbesondere zur Herstellung von Brot und bestimmten fermentierten Getränken verwendet wird. Sauerkraut enthält seinerseits Lactobacillus plantarum und L. cucumeris, die für eine gesunde Darmflora wichtig sind. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ermöglicht die natürliche Aufnahme von verschiedenen Probiotika-Stämmen. In pasteurisierten oder sterilisierten Produkten oder in Produkten mit Konservierungsstoffen sind jedoch keine Probiotika vorhanden.
Wie und wann sollten Probiotika eingenommen werden?
Eine präventive Behandlung kann vor jeder Situation in Betracht gezogen werden, in der die Darmflora aus dem Gleichgewicht gebracht werden könnte, z. B. vor einer Behandlung mit Antibiotika, vor einer Anpassung der Essgewohnheiten aufgrund einer Reise oder vor einem Aufenthalt an einem Ort mit schlechten Hygieneverhältnissen. Da Probiotika teilweise durch die Magensäure zerstört werden, ist es am besten, sie morgens auf nüchternen Magen einzunehmen. Nehmen Sie Rücksprache mit Ihrem Apotheker, um die für Sie geeignetsten Probiotika zu finden und um die Dosierung und die Dauer der Behandlung festzulegen. Es ist auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass Probiotika nicht nur zur Prävention sondern auch zur Behandlung eingesetzt werden können.
Sollten Kinder auch Probiotika nehmen?
Probiotika können in jedem Alter eingenommen werden. Bei Kleinkindern können sie Durchfall vorbeugen oder behandeln, das Immunsystem stärken und zudem z.B. Bei Allergien oder Darmentzündungen eine Überfunktion des Immunsystems verhindern. Zwar haben Probiotika, die in Nahrungsmitteln natürlich vorkommen, keine schädlichen Nebenwirkungen, dennoch empfiehlt es sich, sich vor einer Behandlung mit Kapseln oder Tabletten in Ihrer Abilis-Partnerapotheke in Bezug auf die Probiotika-Stämme und die richtige Dosierung beraten zu lassen. Dies ist umso wichtiger, weil die Auswahl an probiotischen Nahrungsergänzungspräparaten sehr groß ist und manche auf dem Markt erhältlichen Produkte von den offiziellen Gesundheitsschutzbehörden nicht unbedingt befürwortet werden.
Was ist der Unterschied zwischen Probiotika und Präbiotika?
Probiotika sind die Mikroorganismen, die in unseren Darm leben und das Gleichgewicht der Darmflora gewährleisten. Präbiotika sind die Nährstoffe, die den Probiotika als Substrat dienen (symbiotische Beziehung). Sie sind in unserer Nahrung enthalten, im Wesentlichen in Form von Fasern, und sind daher zur Förderung der Verdauung und zur Stärkung des Immunsystems ebenso wichtig wie die Probiotika. Viele Nahrungsergänzungsmittel enthalten zugleich Probiotika und Präbiotika.
Lassen Sie sich in Ihrer Abilis-Partnerapotheke beraten.
Hinweis:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.
Quellen:
Weltgesundheitsorganisation WHO
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO
Bundesamt für Gesundheit BAG
Swissmedic
Revue Médicale Suisse
Inserm
Datum : 07/04/2020 16:02
Welches sind die Symptome einer Pollenallergie?
Fliessschnupfen, Niesen, rote und tränende Augen und Atembeschwerden: Die Symptome der Pollenallergie – allgemein auch als Heuschnupfen bekannt – sind vielfältig und von Person zu Person unterschiedlich. Bei Menschen mit Asthma kann sie zu einer Verschlechterung ihres Zustands führen. Ihre Abilis-Partnerapotheke wird Ihnen aufgrund Ihrer Beschwerden die Medikamente empfehlen, die für Sie am besten geeignet sind.
Bei stärkeren Symptomen wie Kopfschmerzen, gelbliches Nasensekret oder Sehstörungen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da diese zu anderen ernsthafteren Erkrankungen wie z.B. einer Stirn- oder Nasennebenhöhlenentzündung führen oder daraus hervorgehen könnten.
Anhand des Zeitraums, in dem die Symptome auftreten, lässt sich im Allgemeinen feststellen, auf welche Pollen die betroffene Person reagiert. Längere Pollenflugzeiten im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung können jedoch zu nahezu anhaltenden Symptomen (ganzjährige Rhinitis) führen, bei denen eine genauere Abklärung empfohlen wird.
Wie wird eine Pollenallergie behandelt?
Ihre Abilis-Partnerapotheke ist am besten in der Lage, Ihnen bei Pollenallergie oder Heuschnupfen die wirksamste Behandlung bereitzustellen, unter Berücksichtigung Ihrer allfälligen anderen laufenden Behandlungen. An Tagen mit besonders starkem Pollenflug, können Sie stärkeren allergischen Reaktionen vorbeugen, indem Sie wann immer möglich bei geschlossenen Fenstern in der Wohnung bleiben und vor allem nachts lüften. Durch das Tragen einer Sonnenbrille können die Augen teilweise vor Pollen geschützt werden. Im Auto können Pollenfilter montiert werden.
Besonders empfindliche Personen können bereits vor Beginn der Saison eine präventive Behandlung mit Antihistaminika durchlaufen. Dabei können jedoch Nebenwirkungen auftreten, insbesondere starke Müdigkeit, wodurch sich das Führen eines Fahrzeugs oder das Arbeiten an Maschinen als gefährlich erweisen kann. Manche Arzneimittel, insbesondere Kortisonpräparate, sind rezeptpflichtig, daher muss vor der Einnahme ein Arzt aufgesucht werden. Bei Asthma kann die Inhalation von kortisonhaltigen Sprays die Bronchien erweitern und bei allfälligen akuten Anfällen Linderung bringen.
Bei weniger starken allergischen Reaktionen können bestimmte Augentropfen und Nasensprays, die Beschwerden der betroffenen Person mildern. Es gibt auch komplementärmedizinische Methoden (Vitamine, Akupunktur, Homöopathie, Phytotherapie, traditionelle chinesische Medizin TCM), welche die Symptome einer Pollenallergie verringern und mit der klassischen Medizin kombiniert werden können.
Kann eine Desensibilisierung in Betracht gezogen werden?
Eine Desensibilisierung (spezifische Immuntherapie, Hyposensibilisierung) kann in Absprache mit einem Allergologen in Erwägung gezogen werden. Dieser stellt vor allem sicher, dass die Beschwerden tatsächlich durch eine Allergie verursacht werden. Mit Hauttests können innerhalb weniger Minuten die wichtigsten Ursachen einer Pollenallergie identifiziert werden. Die wirksamste Form der Desensibilisierung besteht darin, eine therapeutische Lösung mit einer Schritt für Schritt erhöhten Konzentration unter die Haut zu spritzen, damit das Immunsystem lernt, bei Kontakt mit dem betreffenden Allergen nicht mehr übermässig zu reagieren.
Bei Patienten, bei denen eine Behandlung mit Spritzen nicht möglich ist (z.B. bei Kindern), kann auch eine sublinguale Immuntherapie (Tropfen und Tabletten) durchgeführt werden, diese ist jedoch noch nicht für alle Allergene verfügbar. Der Desensibilisierungsprozess ist langwierig. Die Behandlung muss in regelmässigen Abständen wiederholt werden und kann drei bis fünf Jahre dauern.
Ist eine Desensibilisierung bei allen möglich?
Eine allergene Immuntherapie ist nicht immer möglich und sollte in bestimmten Fällen sorgfältig erwägt werden, insbesondere bei:
- schwerem oder schlecht kontrolliertem Asthma
- Krebs
- Herz- oder Lungenerkrankung
- unbehandeltem Bluthochdruck
- Einnahme bestimmter Medikamente
- ernsten Autoimmunkrankheiten oder unbehandelten Immundefekten
- mangelnder Mitarbeit des Patienten (ungenügende Achtsamkeit)
In der Schweiz ist die allergene Immuntherapie bei Kindern erst ab 5 Jahren erlaubt. Bei schwangeren Frauen wird bis nach der Geburt des Kindes gewartet, bevor mit einer allergenen Immuntherapie begonnen wird.
Was sind Gräserpollen?
Gräser sind Pflanzen, die in Feldern, auf Wiesen oder Rasen zu finden sind. In der Schweiz gibt es mehr als 200 Arten, und ihre Pollen, die fast alle Allergien auslösen können, sind schwer voneinander zu unterscheiden. Durch ihre weite Verbreitung, die grosse Menge abgegebener Pollen und die lange Blütezeit zählen sie zu den wichtigsten allergieauslösenden Pollen unseres Landes. Fast ein Viertel der Bevölkerung reagiert darauf. Sie blühen je nach Region im Wesentlichen zwischen Mitte April und August, am intensivsten von Mitte Mai bis Juli. Einige Bäume und Kräuter (die «Unkräuter») geben auch allergieauslösende Pollen ab.
Wie sieht der Pollenallergie-Kalender aus?
In der Schweiz können die ersten Pollen schon im Februar fliegen, wenn die Haseln und Erlen blühen, und die Pollenflugzeit dauert bis September an. MeteoSchweiz veröffentlicht jedes Jahr auf ihrer Website eine Pollenprognose, gestützt auf die Wetterbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Pollenflugzeit. Diese Prognose ist von Region zu Region unterschiedlich. Von dieser Website kann auch die Broschüre «Regionaler Pollenkalender» heruntergeladen werden, in der die durchschnittlichen jährlichen Daten aus den einzelnen Regionen der Schweiz präsentiert werden. Die Broschüre ist ein wertvolles Hilfsmittel bei der Diagnose und Prävention von Pollenallergien.
Steigende Temperaturen aufgrund des Klimawandels dürften dazu führen, dass die Pollenflugzeit früher beginnt oder gar nicht mehr aufhört und bei bestimmten Pollenarten viel intensiver ausfällt.
www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klima-der-schweiz/polleninformationen.html
Das Allergiezentrum Schweiz veröffentlicht täglich Informationen zu den Pollenprognosen für die verschiedenen Regionen der Schweiz. Auf der Website finden Sie auch detaillierte Informationen zu den allergenen Pflanzen und ihren Allergiestufen sowie zu Luftschadstoffen und Mikropartikel, welche die allergischen Symptome noch verschlimmern könnten.
Die «Pollen-News» App, die im iTunes Store und im Google Play Store erhältlich ist, stellt Ihnen ausserdem eine Menge nützliche Informationen und Hinweise zur Prävention und Behandlung von allergischen Reaktionen zur Verfügung.
https://www.pollenundallergie.ch/infos-zu-pollen-und-allergien/polleninformationen/pollenprognose/?oid=1828&lang=de
Ihre Abilis-Partnerapotheke steht Ihnen mit wertvollen Ratschlägen zur Seite und berücksichtigt dabei die Region, in der Sie leben, die Jahreszeit, in der die Symptome auftreten, aber auch Ihre persönliche Situation und mögliche Behandlungen, die Sie bereits erhalten.
Welche allergieauslösenden Pollen kommen in der Schweiz am häufigsten vor?
Das hängt stark von der Region und der Jahreszeit ab. Im Allgemeinen zählen jedoch folgende Bäume und Pflanzen zu den wichtigsten Auslösern einer Pollenallergie:
- Hasel
- Erle
- Esche
- Birke
- Eiche
- Gräser
- Kastanie
- Beifuss
- Ambrosia
Kann eine Pollenallergie zu Müdigkeit führen?
Die Pollenallergie aktiviert das Immunsystem. Dieses reagiert auf die Eiweisse der Pollen, und schüttet Antikörper aus, um die Substanzen anzugreifen, die eigentlich harmlos sind. Diese übermässige Reaktion des Immunsystems (Hyperaktivität) kann zu Müdigkeit, in manchen Fällen sogar zu starker Müdigkeit führen, dies ist jedoch von Person zu Person unterschiedlich. Da die Einnahme von Antihistaminika ebenfalls zu Müdigkeit, Schläfrigkeit und verminderter Konzentrationsfähigkeit führt, wird empfohlen, zu diesen Zeiten nicht zu fahren und nicht an Geräten oder Maschinen zu arbeiten, die eine Gefahr darstellen könnten.
Hinweis:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.
Quellen:
Allergiezentrum Schweiz
Weltgesundheitsorganisation WHO
Bundesamt für Gesundheit BAG
Swissmedic
Revue Médicale Suisse
MeteoSchweiz
Datum : 06/03/2020 16:02
Was sind Vitamine?
Vitamine sind Mikronährstoffe, die dem Körper zwar keine Energie liefern, jedoch für lebenswichtige Funktionen unverzichtbar sind. Mit Ausnahme von Vitamin D, werden sie durch die Nahrung aufgenommen, da sie vom Körper selbst nicht in ausreichender Menge hergestellt werden. Eine vielseitige und ausgewogene Ernährung - vorzugsweise aus Frischprodukten - ist unerlässlich, um eine ausreichende Vitaminzufuhr zu garantieren. Es gibt im Ganzen 13 Vitamine:
- Vitamin A (Retinol)
Nur in tierischen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: Sicht, Haut, Schleimhäute, Bronchien, Fortpflanzungsprozess, Wachstum, Zelldifferenzierung, Immunsystem
- Vitamin B1 (Thiamin)
In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: Energie- und Kohlenhydratstoffwechsel, Nervensystem
- Vitamin B2 (Riboflavin)
In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: Reaktionen des Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsels, Energieproduktion
- Vitamin B3 (PP oder Niacin)
In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden, kann vom Körper hergestellt werden.
Unterstützt: für die Oxidation und Reduktion im Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Fette und Aminosäuren verantwortlichen Enzyme, Energieproduktion
- Vitamin B5 (Pantothensäure)
In Lebensmitteln im Allgemeinen vorhanden, sehr weit verbreitet.
Unterstützt: Energiestoffwechsel der Zellen, Auf- und Abbau von Kohlenhydraten, Eiweissen und Fetten, Synthese von Steroiden (Cholesterin und Gallensäuren)
- Vitamin B6 (Pyridoxin)
In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: Aminosäurestoffwechsel, Bildung von Vorstufen der roten Blutkörperchen (Hämoglobin), Funktion des Nervensystems und der Immunabwehr
- Vitamin B8 (H oder Biotin)
In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: Protein-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel
- Vitamin B9 (Folsäure)
In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: RNA- und DNA-Synthese, Zellteilung, -differenzierung und -regeneration
- Vitamin B12 (Cobalamin)
In tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: Blutbildung, Zellteilung, Schleimhautregeneration, Gesundheit der Nervenzellen, Schutz vor Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Vitamin C (Ascorbinsäure)
Nur in pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: antioxidative Prozesse, Aufbau von Bindegewebe und Knochen, Immunsystem, Eisenaufnahme
- Vitamin D (Calciferol)
Wird unter Einwirkung der Sonne gebildet (UVB-Strahlen).
Unterstützt: Calcium- und Phosphataufnahme im Darm sowie deren Einbau in die Knochen. Wichtig für die Gesundheit von Knochen und Zähnen. Bewegungsapparat, Muskeln.
- Vitamin E (Tocopherol)
In pflanzlichen (oder durch die Nahrungskette auch in tierischen) Lebensmitteln vorhanden.
Unterstützt: antioxidative Prozesse, Schutz von Fetten im Blut und Zellmembranen
- Vitamin K (Phyllochinon - K1 und Menachinon - K2)
Vitamin K1 stammt aus pflanzlichen Lebensmitteln, Vitamin K2 aus Bakterien im Darmtrakt.
Unterstützt: Blutgerinnung, Aufbau und Erhalt der Knochen
Dazu kommt noch Beta-Carotin, ein Vitamin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden kann und in nahezu allen Pflanzen vorhanden ist, besonders in grünem Gemüse (Spinat, Nüssler, Rosenkohl, Chinakohl) oder in gelben Früchten und Gemüse (Karotten, Kürbis, Aprikosen, Mangos). Unterstützt: antioxidative Prozesse, vermindert mit zunehmender Wahrscheinlichkeit das Risiko einer Lungen-, Speiseröhre- oder Magenkrebserkrankung
Woher kommen Vitamine?
Vitamine kommen in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln im natürlichen Zustand vor. Jedes Lebensmittel enthält ein charakteristisches Spektrum an Vitaminen, und eine vielseitige und ausgewogene Ernährung – vorzugsweise aus frischen Produkten – ist erforderlich, damit alle Vitamine aufgenommen werden können, die für die lebenswichtigen Funktionen des Körpers nötig sind. Vitamine können auch synthetisch hergestellt oder aus Mikroorganismen wie Bakterien gewonnen werden. Ob sie nun natürlich oder synthetisch sind, ihre chemische Struktur ist dieselbe und sie haben die gleiche Wirkung im Körper.
In den Industrieländern, in denen eine gesunde und ausgewogene Ernährung im Prinzip gewährleistet ist, ist der Vitaminbedarf durch die Ernährung ausreichend gedeckt. Dennoch empfiehlt sich die Einnahme zusätzlicher Vitamine, wenn bestimmte Mängel festgestellt werden oder vorhersehbar sind (Schwangerschaft), oder einfach um das Immunsystem zu stärken.
Was bringen Vitamine?
Vitamine spielen in allen Stoffwechselfunktionen des Körpers eine wesentliche Rolle. Dank ihnen kann sich der Körper entwickeln, am Leben erhalten, fortpflanzen und sich vor einer Vielzahl von äusseren Einwirkungen schützen. Ein Mangel an bestimmten Vitaminen kann zu schweren Stoffwechselstörungen, oder körperlichen und psychischen Problemen führen.
Kann die übermässige Einnahme von Vitaminen gefährlich sein?
Bei manchen Vitaminen kann ein Überschuss ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Es ist daher empfehlenswert, sich vor der Einnahme von Vitaminpräparaten mit seinem Apotheker zu beraten.
Bekannte negative Auswirkungen bei übermässiger Einnahme:
- Vitamin A: Kopfschmerzen, Hautveränderungen, Gelbsucht, Zirrhose, schmerzhafte Knochenveränderungen, frühe Schliessung der Fontanelle bei Neugeborenen.
- Vitamin B1: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
- Vitamin B2: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
- Vitamin B3: Erweiterung der Blutgefässe, Wärmegefühl, Entzündung der Magenschleimhaut, Leberschäden.
- Vitamin B5: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
- Vitamin B6: Periphere neurologische Störungen.
- Vitamin B8: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
- Vitamin B9: Keine negativen Auswirkungen bekannt bei bis zu 5mg/Tag.
- Vitamin B12: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
- Vitamin C: Umkehrung der antioxidativen Wirkung in eine prooxidative Wirkung.
- Vitamin D: Zu hohe Calcium-Konzentration im Blut, Übelkeit, Erbrechen, Nierensteine, Nierenversagen. Nur bei Konsum von zu hoch dosierten Nahrungsergänzungsmitteln.
- Vitamin E: Bis zu 300 mg/Tag ohne negative Auswirkungen.
- Vitamin K: Keine negativen Auswirkungen bekannt.
- Beta-Carotin: Erhöht das Risiko einer Lungenkrebserkrankung bei Rauchern und ex-Rauchern.
In welchen Fällen sollten Vitaminpräparate eingenommen werden?
Personen, deren Gesundheitszustand oder Tätigkeiten zu einem Mangel führen könnten, können sich mit ihrem Apotheker darüber beraten, welche Art von Nahrungsergänzung für sie geeignet ist, und was mögliche negative Auswirkungen sein könnten. Dazu gehören:
- Frauen mit Kinderwunsch oder solche, die bereits Schwanger sind, sowie Kinder
- Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren
- Menschen, die eine strenge kalorienarme Diät einhalten
- Menschen, die in Gebieten mit wenig Sonne leben oder deren Haut weitgehend bedeckt ist
- Spitzensportler oder Personen, die sich sehr intensiv körperlich betätigen
- ältere Menschen
- Menschen mit Krankheiten, die zu längeren Spitalaufenthalten mit verminderter Ernährung führen
Was passiert, wenn man nicht genug Vitamine hat?
Ein Vitaminmangel kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
Bekannte negative Auswirkungen bei Mängel (nicht-erschöpfende Aufzählung):
- Vitamin A: Schlechte Nachtsicht, verminderte Sehschärfe, erhöhte Infektionsanfälligkeit.
- Vitamin B1: Muskelschwund, Herzmuskelschwäche, Ödeme, periphere Neuropathien, Gedächtnisverlust, Verwirrungszustände.
- Vitamin B2: Hautausschlag um die Nase, Mundwinkelrisse, Entzündung der Mundschleimhaut und der Zunge, Wachstumsstörungen, Anämie.
- Vitamin B3: Hauterkrankungen, Durchfall, depressive Psychosen, Verwirrungszustände.
- Vitamin B5: Müdigkeit, Gefühl von Brennen in den Füßen, Muskelschwäche, Kribbeln.
- Vitamin B6: Entzündungen und Verletzungen der Haut und Schleimhäute im Mund- und Augenbereich, Anämie, neurologische Störungen.
- Vitamin B8: Hautverletzungen, Haarausfall, Depressionen, neurologische Beschwerden.
- Vitamin B9: Änderung des Blutbildes, Anämie. Erhöhtes Risiko für Frauen während der Schwangerschaft, mit möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung des Embryos und auf das Neugeborene.
- Vitamin B12: Anämie, Nervenschädigungen.
- Vitamin C: Skorbut, Blutungen in Haut, Schleimhäuten, Muskeln und inneren Organen. Schlechte Wundheilung, erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Infektionen, Schwächung.
- Vitamin D: Muskelschwäche, Muskel- und Knochenschmerzen, Rachitis bei Kindern, Erweichung der Knochen bei Erwachsenen.
- Vitamin E: Auswirkungen auf die Funktion von Zellmembranen, den Muskelstoffwechsel und das Nervensystem.
- Vitamin K: Verzögerte Blutgerinnung.
- Beta-Carotin: Veränderungen in der Nachtsicht, Erblindung, trockene Haut, erhöhte Infektionsanfälligkeit.
Kann man während der Schwangerschaft Vitamine einnehmen?
Die Mehrheit der Vitamine sind in ihrem natürlichen Zustand in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ausreichend vorhanden. Doch gewisse Vitaminmängel können sowohl für schwangere Frauen als auch für die Föten sehr schädlich sein. Es wird daher empfohlen, bereits mehrere Wochen vor der Schwangerschaft mit dem Einnehmen von Vitaminpräparaten (insbesondere mit Vitamin B9) zu beginnen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich vorher mit Ihrem Apotheker oder Arzt beraten. So können Ihre Bedürfnisse genau identifiziert und eine mögliche Überdosierung, die zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann, vermieden werden.
Welche Arten von Vitaminpräparaten gibt es?
Vitaminpräparate gibt es in diversen Formen und Ausführungen, wobei die Zusammensetzung und das Spektrum der enthaltenen Vitamine jeweils sehr unterschiedlich sind. Es ist daher wichtig, dass Sie sich an Ihren Apotheker wenden, um Ihre spezifischen Bedürfnisse an Zusätzen ausfindig zu machen, um mögliche Mängel zu beheben oder ihnen vorzubeugen, und um das Risiko einer Überdosierung zu minimieren.
Enthalten Konserven auch Vitamine?
Je frischer ein Nahrungsmittel, desto höher sein Vitamingehalt. Es gibt auch Lebensmittel, die mit Vitaminen angereichert sind. Da beim Kochen je nach Temperatur und Zubereitungsart ein bestimmter Anteil der in den Lebensmitteln enthaltenen Vitamine zerstört werden kann, hängt die Menge an Vitaminen, die in Konserven erhalten werden können, stark vom Herstellungsprozess ab. Gut hergestellte Konserven können eine hohe Vitaminkonservierung aufweisen.
Was ist der Unterschied zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen?
Fettlösliche Vitamine (A, Beta-Carotin, D, E, K) werden vom Körper gespeichert.
Wasserlösliche Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B8, B9, B12, C) hingegen kaum, mit Ausnahme von Vitamin B12, das in der Leber gespeichert und daher nur langsam abgebaut wird.
Werden Vitamine beim Kochen zerstört?
Durch Kochen, aber auch durch Einfrieren und Trocknen von Lebensmitteln kann bis zu 60% ihres Vitamingehalts zerstört werden. Manche Vitamine sind Hitze- und Lichtbeständiger als andere. Wasserlösliche Vitamine gehen weitgehend ins Wasser über, das zum Kochen verwendet wurde. Durch Dampfgaren (wobei die Lebensmittel nicht im Wasser gekocht werden) oder das Kochen in Form von Suppen (wobei auch das zum Kochen verwendete «Wasser» konsumiert wird) lassen sich die vorhandenen Vitamine daher besser konservieren. Mit einer gesunden, vielseitigen und ausgewogenen Ernährung, die vor allem aus Frischprodukten besteht, sollte eine ausreichende Versorgung mit dem gesamten Spektrum an Vitaminen grundsätzlich gewährleistet sein.
Anmerkung:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.
Quellen:
Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE
Weltgesundheitsorganisation WHO
Bundesamt für Gesundheit BAG
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
Spital Wallis
Datum : 24/02/2020 16:02
Welches sind die Symptome der saisonalen Grippe?
Hohes Fieber (Temperatur über 38°C), Schauder, trockener Husten, Kopfschmerzen (Kopfweh), Muskel- und Gelenkschmerzen (Muskelkater), allgemeines Unwohlsein, Halsschmerzen und Nasenlaufen. Es kann vorkommen, dass ältere Menschen kein Fieber haben. Bei Kindern können auch Durchfall und Abdominalschmerzen auftreten. Einige dieser Symptome sind denen der Erkältung und des Schnupfens ähnlich, weshalb diese beiden Krankheiten manchmal verwechselt werden.
Was ist der Unterschied zwischen der Grippe und dem Schnupfen?
Grippe und Schnupfen sind zwei virale Erkrankungen, wobei die Grippe eine akute Infektion ist, die durch das Influenzavirus verursacht wird. Schnupfen ist in der Regel die Folge einer Erkältung. Die Grippesymptome treten plötzlicher auf. Sie kann ein bis zwei Wochen oder sogar länger dauern. Der Schnupfen, wenn er nicht zu anderen Komplikationen führt (Bronchitis, Sinusitis, Otitis, Pneumonie, Krupp bei Kleinkindern), dauert nur wenige Tage und führt vor allem zur Entzündung der Atemwege: Nasensekrete, Niesen, Halsschmerzen. Diese Symptome treten im Gegensatz zur Grippe schrittweise auf.
Ist die Grippe gefährlich?
Schwangere Frauen, ältere Menschen (ab 65 Jahre), Frühgeborene, Kinder von 6 Monaten bis 5 Jahre sowie Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Herz, Atemwege oder Diabetes) gelten als gefährdete Bevölkerungsgruppen, da bei ihnen eher schwere Komplikationen möglich sind, die sogar zum Tod führen können. Gesundheitsfachpersonen und Personen, die sich um ältere Menschen oder Säuglinge kümmern, müssen ihrerseits besondere Schutzmassnahmen ergreifen, um die Krankheit nicht an ihre Umgebung weiterzugeben.
Sollte man bei einer Grippe einen Arzt aufsuchen?
Es ist nicht immer notwendig, zum Arzt zu gehen. Wenn sich die Symptome jedoch verschlechtern – insbesondere wenn die Temperatur bei Erwachsenen 40°C oder bei Kindern 39°C übersteigt – oder länger als eine Woche andauern, ist es besser, sich an den Arzt zu wenden. Im Zweifelsfall kann man immer noch online den Rat eines Arztes einholen (jener Ihrer Versicherung oder einer Online-Plattform wie DrNow.ch), der Sie auf die richtigen Massnahmen hinweist. Besonders gefährdete Menschen müssen den Krankheitsverlauf aufmerksam beobachten und bei Problemen sofort einen Arzt konsultieren.
Ist die Grippe ansteckend?
Infizierte Personen sind bereits einen Tag vor dem Auftreten der Symptome ansteckend und bleiben es während drei bis fünf Tagen (bis zu zehn Tage bei Kindern). Dieser Zeitraum kann jedoch je nach Person variieren. Am Anfang der Krankheit ist das Ansteckungsrisiko am höchsten. Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Symptomen zuhause zu bleiben.
Wie wird die Grippe übertragen?
Das Grippevirus wird leicht durch direkten Kontakt (Niesen, Tröpfchen, Husten oder Hände) übertragen, insbesondere in geschlossenen Räumen, aber auch durch indirekten Kontakt (Türgriffe, Touchscreens, verschiedene Gegenstände).
Wie kann das Risiko einer Grippeübertragung minimiert werden?
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass infizierte Personen sich regelmässig mit Wasser und Seife die Hände waschen, sich beim Niesen mit der Hand oder dem Ellenbogen den Mund bedecken, zum Schnäuzen ein Papiertaschentuch verwenden und es sofort danach wegwerfen. Geschlossene Räume sollten regelmässig gelüftet und Körperkontakt mit den betroffenen Personen vermieden werden.
Wie kann ich eine Grippe behandeln?
Meistens werden die Symptome mit einem Medikament auf Basis von Paracetamol gemildert. Vermeiden Sie Aspirin, da es bei einigen Menschen zu Komplikationen führen kann. Während der gesamten Dauer der Symptome sollte man zuhause bleiben, sich warm halten, viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch Fieber auszugleichen und sich ausruhen. Gefährdeten Personen können antivirale Behandlungen verschrieben werden.
Muss man sich gegen die Grippe impfen lassen?
Ohne Zweifel und es ist ganz einfach: Die meisten Apotheken bieten Grippeschutzimpfungen für gesunde Menschen ab 16 Jahren an (siehe Liste der Apotheken, welche Impfungen anbieten auf www.impfapotheke.ch). Diese Impfung wird jenen Personen dringend empfohlen, die zu sogenannten Risikogruppen gehören (Schwangere zum Schutz von Mutter und Kind, Personen über 65 Jahre, Frühgeborenen ab sechs Monaten in den ersten beiden Grippe-Saisons sowie Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen: Herz, Atemwege oder Diabetes), jedoch ist eine vorherige Arztkonsultation unerlässlich. Pflegepersonal oder Personen, die mit gefährdeten Personen, Säuglingen oder Kleinkindern in Kontakt sind, müssen ebenfalls geimpft werden, da der Impfstoff die Übertragung des Grippevirus an Personen in ihrem Umfeld verhindert. Die Grippeimpfung ist die wirkungsvollste, einfachste und sicherste Weise, um eine Ansteckung im Winter zu vermeiden.
Ist die Grippeimpfung wirksam?
Die Wirksamkeit der Impfung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Alter, Immunkompetenz der geimpften Person und Grad der Übereinstimmung zwischen dem Grippeimpfstoff und den Viren im Umlauf. Bei älteren Menschen mit chronischen Krankheiten oder mit einem schwachen Immunsystem ist die Wirksamkeit geringer. Dennoch trägt der Impfstoff dazu bei, die Schwere der Erkrankung sowie das Risiko von Komplikationen zu verringern. Der Grippeimpfstoff wird jedes Jahr an die sich im Umlauf befindlichen Virusstämme angepasst und schützt in der Regel 6 Monate. Nach der Injektion des Impfstoffs dauert es ein bis zwei Wochen, bis der Körper die optimalen Abwehrkräfte entwickelt hat. Wenn man in diesen zwei Wochen angesteckt wird, kann man dennoch an der Grippe erkranken.
Wo und wann kann man sich gegen die Grippe impfen lassen?
In der Apotheke (Liste der Apotheken, welche Impfungen anbieten auf www.impfapotheke.ch), bei Ihrem Arzt oder in einem Impfzentrum. Idealerweise sollte die Impfung zwischen Mitte Oktober und Mitte November durchgeführt werden, damit das Immunsystem Zeit hat, seine Abwehrkräfte aufzubauen, bevor die Grippe eintrifft. Grippeviren entwickeln sich ständig weiter, und die Zusammensetzung des Impfstoffs wird zweimal jährlich angepasst: Daher wird empfohlen, sich jedes Jahr gegen die Grippe zu impfen.
Hat die Grippeimpfung Nebenwirkungen?
Reaktionen wie Fieber, Muskelschmerzen oder Unwohlsein können bei 5% bis 10% der geimpften Personen auftreten, weil ihre Abwehrkräfte stimuliert wurden. Diese Reaktion ist ungefährlich und klingt innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Eine Rötung, eine leichte Schwellung oder Schmerzen an der Injektionsstelle können manchmal bis zu zwei Tage anhalten. Im Allgemeinen ist das Risiko schwerer Grippekomplikationen viel höher als die Gefahr schwerwiegender Nebenwirkungen infolge der Impfung.
Anmerkung:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.
Quellen:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Weltgesundheitsorganisation
Datum : 24/02/2020 16:02
Was ist Gelée Royale?
Gelée Royale wird im Bienenstock produziert und auch «Bienenmilch» genannt. Es handelt sich um ein weissliches, gelatinöses Sekret, das von den Arbeiterbienen erzeugt wird, und zur Fütterung der Larven in den ersten Tagen ihres Lebens bestimmt ist. Königinnenlarven profitieren länger vom Gelée Royale, dieser Futtersaft stellt zudem die einzige Nahrungsquelle für die Königinnen während ihres gesamten Lebens dar. Gelée Royale ist reich an Kohlenhydraten, Aminosäuren und Vitaminen (insbesondere an Vitaminen der Gruppe B) und ist ein natürliches Nahrungsergänzungsmittel, mit dem viele immunfördernde, energetische und beruhigende Eigenschaften assoziiert werden (siehe unten). Dank von Imkern entwickelter wissenschaftlicher Methoden kann Gelée Royale industriell hergestellt werden.
Wie wird Gelée Royale hergestellt?
Für gewerbliche Zwecke genutztes Gelée Royale wird in spezialisierten Imkereibetrieben hergestellt. Es ist ein Lebensmittel, und seine Herstellung muss daher allen gesetzlichen Vorschriften des Lebensmittelgesetzes und der Lebensmittelverordnung tierischer Herkunft entsprechen. So ist der Ursprung des Gelée Royale, das man einnimmt, von entscheidender Bedeutung, und es ist wichtig, sich beim Kauf vom Apotheker beraten zu lassen.
Welche Vorteile werden dem Gelée Royale zugeschrieben?
Obwohl es derzeit keine Studien gibt, welche die therapeutischen Vorzüge von Gelée Royale wissenschaftlich belegen, werden ihm seit der Antike viele Vorteile zugeschrieben, wie beispielsweise die Verringerung der körperlichen und geistigen Müdigkeit (revitalisierende Wirkung), die Stärkung der Abwehrkräfte, die Erhöhung der Langlebigkeit und die Stressreduktion. Es übe eine ausgleichende Wirkung auf eine Reihe von Organen und physiologischen Funktionen aus. Ohne dass dies wissenschaftlich nachgewiesen wurde, könnte es sich positiv auf das Hormongleichgewicht von Frauen nach der Menopause auswirken. Auch gegen Bluthochdruck und Cholesterin soll es schützen, obwohl der Zusammenhang nie eindeutig nachgewiesen wurde. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Gelée Royale als Tonikum bei einem Yin-Mangel.
Gelée Royale ist ein Gemisch aus den Sekreten der Arbeiterbienen und besteht aus:
- 15 % Kohlenhydrate (hauptsächlich Fruktose, Glukose)
- 13 % bis 18 % Proteine (Aminosäuren)
- 3 % bis 6 % Lipide
- 1,5 % Mineralien
- Vitamine, vor allem jene der Gruppe B, insbesondere B1 und B5 (Gelée Royale ist das vitaminreichste Lebensmittel B5)
- Spurenelemente
- 50 % bis 65 % Wasser
Gelée Royale beinhaltet so eine Reihe von natürlichen Vitalstoffen in konzentrierter Form, welche die ihm zugeschriebenen Vorzüge erklären.
In welcher Form kann Gelée Royale eingenommen werden?
Gelée Royale kann in verschiedenen Formen gekauft werden:
- frisch, in Töpfchen, in natürlicher Form (diese müssen unbedingt kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden, und dürfen keine Metalldeckel haben, da Gelée Royale sauer ist und das Metall angreift);
- als trinkbare Lösung in Form von Ampullen (diese enthalten häufig weitere Stoffe wie Honig, Ginseng, Propolis, Probiotika usw.);
- als Kapseln, in lyophilisierter Form;
- als Pastillen zur Linderung von Halsschmerzen.
Wie wird Gelée Royale eingenommen?
Anhänger empfehlen zweimal im Jahr, im Herbst und am Ende des Winters, eine Kur mit Gelée Royale zu machen. Es muss vor dem Frühstück nüchtern eingenommen werden und zwar 0,5 g frisches Gelée pro Tag während 40 Tagen. Da der Verzehr von Gelée Royale Nebenwirkungen verursachen kann (siehe Kontraindikationen unten), ist es nicht empfohlen, einem Kind unter 6 Jahren Gelée Royale zu geben.
Die Dosierung kann je nach Darreichungsform variieren. Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Apotheker.
Da Gelée Royale bei einigen Personen allergische Reaktionen hervorrufen kann (siehe Kontraindikationen unten), sollte die Kur mit kleinen Dosen begonnen werden, um die Verträglichkeit zu prüfen und sie dann schrittweise erhöhen.
Wie muss Gelée Royale aufbewahrt werden?
Frisches Gelée Royale muss vor Licht und Feuchtigkeit geschützt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Für Ampullen, Kapseln oder Pastillen genügt ein kühler Ort, ohne Licht und Feuchtigkeit. Das Ablaufdatum ist auf der Verpackung vermerkt.
Hat Gelée Royale einen schlechten Geschmack?
Einige Leute mögen den leicht säuerlichen und adstringierenden Geschmack von frischem Gelée Royale als störend empfinden. Falls dies auf Sie zutrifft, bietet Ihnen Ihre Apotheke auch andere Darreichungsformen an, wie etwa die trinkbare Lösung (Ampullen) oder die lyophilisierten Kapseln.
Gibt es Kontraindikationen für den Verzehr von Gelée Royale?
Schwangere Frauen dürfen kein Gelée Royale konsumieren, da ihre allergenen Wirkungen noch nicht ausreichend untersucht worden sind. Ebenso werden Personen mit Unverträglichkeiten oder Allergien, insbesondere gegen Pollen und/oder Insektenstiche, gebeten, sich vor der Einnahme von Gelée Royale an ihren Arzt oder Apotheker zu wenden.
Da der Verzehr von Gelée Royale zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln führen kann (z. B. Blutdruck-, Cholesterinsenker), empfiehlt es sich, vor einer Kur Ihren Apotheker zu konsultieren.
Anmerkung:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.