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Ich habe mich am Sonntag sehr für Peter Sauber gefreut, als ich gesehen habe, dass seine beiden Fahrer ingesamt 10 Punkt nach Hause gebracht haben. Und als ich später im Teletext gelesen habe, dass die Sauber Fahrer aus der Wertung geflogen sind, weil die Heckflügel ein paar Millimeter zu klein waren, machte sich auch bei mir Enttäuschung breit.
Nun, das ist wieder einmal so eine Entscheidung eines Verbandes, mit der ich grosse Mühe habe zu leben. Die Sachlage ist klar, die Heckflügel entsprechen nicht genau den Vorschriften. Doch haben diese 2-3 Millimeter wohl kaum den Rennausgang beeinflusst. Deswegen kann ich es nicht verstehen, weshalb die beiden Piloten gleich aus der Wertung fliegen. Der Sport sollte meines Erachtens im Vordergrund stehen. Natürlich soll sich jeder an das Reglement halten, keine Frage, doch in solch einem Fall würde doch auch eine andere Strafe ausreichen.
Dieser Fall erinnert mich an die Forfait-Niederlage des FC Aarau im Jahre 2006. Damals gewann Aarau gegen den FC St.Gallen klar und diskussionslos mit 4:0. Die Freude war noch nicht abgeklungen, als die Nachricht die Runde machte, dass Aarau das Spiel forfait verlieren werde, weil der Ersatztorhüter Astrit Rrustemaj nur für den Verein, nicht aber für die AG spielberechtigt war. Dieser musste damals für Massimo Colomba eingewechselt werden, nachdem dieser, ironischerweise von einem Spieler des FC St.Gallen, gefoult worden war.
Dass dieser Ersatztorhüter keinerlei Auswirkungen auf das Resultat hatte, wurde natürlich nicht mit einbezogen. Auch in diesem Fall sollte meiner Meinung nach der FC Aarau, der tatsächlich gegen das Reglement verstossen hat, bestraft werden. Aber einen Sieg in eine Niederlage umzuwandeln, wegen eines Formfehlers, der keinen Einfluss auf das Resultat hatte, ist der absolut falsche Weg.
Der Sport soll im Vordergrund stehen!