Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/1475

Produzenten erzeugen Güter und bieten diese an Gütermärkten den Konsumenten und andern Produzenten an. Organisatorisch erfolgt die Gütererzeugung in Betrieben. Betriebe sind Wirtschaftseinheiten, die Güter für Dritte herstellen.
Aufgrund der Eigentumsverhältnisse werden
unterschieden.
Produktion vollzieht sich durch den Einsatz eines oder mehrerer Produktionsfaktoren. Das Ergebnis der Produktion ist der Ertrag. Bewertet man den Ertrag mit den am Markt geltenden Preisen, so erhält man den Erlös oder Umsatz. In gleicher Weise gelangt man von den realen Produktionsfaktoren durch Multiplikation der Faktorenmengen mit ihren Preisen zum monetären Begriff der Kosten.
Ein Landwirt erzeugt z.B. eine bestimmte Menge an Getreide (= Ertrag) unter Einsatz einer bestimmten Ackerfläche (= Produktionsfaktor Boden), einer bestimmten Menge an Arbeitsstunden (=Produktionsfaktor Arbeit) und einer bestimmten Menge an Saatgut, Dünger sowie Maschinenstunden (= Produktionsfaktor Realkapital). Dem Erlös aus dem Verkauf des Getreides stehen die Kosten für die eingesetzten Produktionsfaktoren gegenüber.
Die Ertragshöhe hängt von der relativen und von der absoluten Menge der eingesetzten Produktionsfaktoren ab.
Die Produktionsfunktionen,
befassen sich mit dem Zusammenhang zwischen dem In- und Output der Produktion. Als Minimalkostenkombination bezeichnet man jene Kombinationen von Produktionsfaktoren, mit denen entweder eine gegebene Produktionsmenge mit geringstmöglichen Kosten oder bei vorgegebenen Kosten die grösstmögliche Menge hergestellt werden kann. Eine Minimalkostenkombination ist die Umsetzung des oekonomischen Prinzips im Produktionsbereich einer Unternehmung: ein gegebenes Ziel mit geringstem Aufwand realisieren (Minimumversion) oder mit gegebenem Aufwand möglichst viel zu erreichen (Maximumversion). Ein Produzent realisiert die Minimalkostenkombination, wenn sich die Grenzproduktivitäten je zweier Faktoren zueinander verhalten wie deren Preise.
Beispiel:
Eine Mengeneinheit (ME) des Produktionsfaktors 1 (z.B.
Material) kostet 20 Geldeinheiten (GE)
Produktionskosten
Eine gleichmässige Verteuerung aller Produktionsfaktoren ändert die Minimalkostenkombination nicht. Eine ungleichmässige Verteuerung der Produktionsfaktoren führt zu einer anderen Minimalkostenkombination. Die Steigerung der Gesamtkosten wird dadurch abgeschwächt.