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1970: Gründung als Familien-Unternehmen im Frankfurter Westend, in der Beethovenstraße. Konzentration des geplanten Tourprogramms auf den Fernstreckenbereich. Im Dezember die erste Tourdurchführung, ein Vollcharter mit 176 Passagieren nach Indien im Auftrag eines Charterflug-Unternehmens.
1971: Ausbau eines Kurzflugprogramms zu den Zielen Indien, Bangkok, Hongkong und Japan. Eine vollgebuchte DC8 (260 Passagiere) nach Indien musste kurzfristig durch den Ausbruch des indisch-pakistanischen Krieges abgesagt werden. Dennoch knapp 1.000 Teilnehmer.
1974: Bis zu diesem Jahr rekrutierte sich der Personalbestand ausschließlich aus den beiden Geschäftsführern. Die Geburt von Nicolas K. veranlasste Ursula Kitzki, sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen, was zur Einstellung einer ersten Mitarbeiterin führte. Das Tourprogramm in alle außereuropäischen Kontinente ausgeweitet. Bezug neuer Büroräume in Königstein.
1975: Durchführung der ersten China-Rundreise. Bis 1989 wird China zum dominierenden Zielgebiet.
1976: Herausgabe des ersten Expeditions-Prospekts.
1978: Bereits sieben Mitarbeiter, der Jahresprospekt auf 100 engbedruckte Schwarzweiß-Seiten angeschwollen, mit vielen alten Stichen und Karten. Bezug der neuen Büroräume im Fasanenweg.
1980: Das Volumen der Auftragsreisen, neben den Katalogtouren, wächst mächtig an. Entwicklung und Durchführung der ersten CAMEL TROPHY, der drei weitere folgen werden.
1981: Auszeichnung des IKARUS-Prospekts auf der Internationalen Tourismus-Börse Berlin mit der Begründung: „Optimale Information, objektgerechte Illustration und Vertrauenswerbung durch Personenbindung lassen den Prospekt zum Identifikations-Cicerone eines hochwertigen Produktes werden.“
1982: Das erste IKARUS-Passagiertreffen in der Burgruine von Königstein.
1985: Der erste Farbprospekt, immer noch sehr textlastig. Auch in Farbe der erste Prospekt für Individual Tours „Traumziele“. 14 Mitarbeiter, über DM 25 Mio Umsatz, knapp 3.000 Teilnehmer. Damit wird IKARUS TOURS einer der führenden deutschen Fernstrecken-Studienreise-Veranstalter.
1987: Zahlreiche Pionier-Projekte, insbesondere im Expeditionsbereich, führen dazu, dass IKARUS TOURS in eine Serie von „ideologischen“ Diskussionen hineingezogen wird. Erstmalig Herausgabe von fünf Destinations-Prospekten, die zusammen 408 (!) Seiten ergeben.
1989: Ausbau des Angebots eines umfangreichen Kurzflug-Tourprogramms weltweit, das mehr als 5.000 zusätzliche Teilnehmer erbringt. Der Tiananmen-Zwischenfall führt zum temporären Einbruch des China-Geschäfts, wobei fortan jede der fünf Haupt-Destinationen mit etwa gleichem Anteil am Gesamtaufkommen beteiligt ist, d.h. eine stabile Risiko-Streuung.
1990: Stetiger weiterer Ausbau des Tour-Programms, die Mitarbeiterzahl steigt auf 30, der Umsatz auf DM 60 Mio., der Prospektumfang auf 658 Seiten. Damit wird IKARUS Marktführer im Bereich von Fern-Studienreisen und -Expeditionen.
1991: Die Regalenge in den Reisebüros veranlasst IKARUS, zum Konzept eines Hauptprospekts (FERNE WELTEN, 516 Seiten) und Expeditionen & Trekking (164 Seiten) zurückzukehren.
1993: Neukonzeption der Prospekte, mit Einheits-„Raster“ pro Tour, dabei Reduzierung des Umfangs – bei gleichem Tourangebot – um ein Drittel.
1996: Herausgabe eines separaten Programms OPERN- UND FESTSPIELREISEN, und damit eine weitergehende Diversifikation des Tourangebots von IKARUS.
1997: Ende der DM-Stärke, eine zunehmende gesamtwirtschaftliche Verunsicherung mit der Folge hoher Arbeitslosenzahlen zwingen zu einer „bipolaren“ Programmkonzeption: neben hochklassigen Tourserien gewinnen Preiswert-Reisen, Kurztouren immer mehr an Bedeutung. – Erstmalig Vorstellung eines Programms von „Literat(o)uren“. Nicolas Kitzki tritt in die Firma ein.
1998: Unser Büro im Fasanenweg platzt aus allen Nähten. Der langfristig geplante Neubau wird im Mai begonnen.
1999: Rasant fortschreitende Konzentration des deutschen Touristikmarktes - die Großveranstalter zusammen mit ihren Reisebüro-Ketten strukturieren sich mehr und mehr zu einem Oligopol mit einer Produktpalette als Vollsortimenter. Im Oktober Bezug unserer neuen Büroräume AM KALTENBORN 49 - 51, immer noch inmitten dichter grüner Vegetation im schönen Königstein.
2000: Das Millennium-Fieber ohne Probleme überstanden. Übernahme des IKARUS-Tourprogramms ins Internet mit Buchungsmöglichkeit. Fortsetzung der Konzentrationsprozesse in der deutschen und europäischen Touristik, mit entsprechenden Kaufofferten auch an die IKARUS-Eigner, die jedoch alle abgewiesen werden.
2001: Das Jahr kündigt sich als das bisher mit Abstand beste hinsichtlich Passagier-, Umsatz- und Deckungsbeitragszahlen an. Der 11. September bedeutet einen tiefen Einschnitt, dennoch das Gesamtjahr mit leichtem Plus.
2002: Ein schwieriges Jahr, die weltweite Unsicherheit (Irak, Nachwirkungen des 11. Sept., weltweite Rezession) wirken sich auch auf die touristische Nachfrage aus. Dennoch liegt IKARUS im soliden Bereich einer „schwarzen“ Null.
2003: Ein Katastrophenjahr. Das monatelange Warten auf den Irak-Krieg, der Krieg selber, SARS, die weltweite und insbesondere nationale wirtschaftliche Rezession und die düsteren Zukunftsaussichten haben zu einem Rückgang der Buchungen geführt. Dennoch hat IKARUS TOURS keinen Mitarbeiter entlassen. Das Jahr wurde mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis abgeschlossen.
2004: Das Ziel, die Zahlen von 2001 – unserem bis dahin besten Jahresergebnis – zu erreichen, ist fast gelungen. Nicolas Kitzki wird Geschäftsführer.
2005: In Begleitung von Bundeskanzler Dr. Gerhard Schröder (Anfang Mai) im Jemen. Das Jahr läuft recht gut an, leichter Zuwachs bei Passagieren, Erlösen und Erträgen. Nach 35 Jahren scheiden die IKARUS-Gründer Ursula und Horst Kitzki aus der aktiven Geschäftsführung aus, bleiben dem Unternehmen aber als Mehrheitsgesellschafter und Berater verbunden.
2006: Die instabile Lage in Nahost (Iran, Irak, Libanon, Israel, Türkei) wirkt sich auch auf die touristische Nachfrage aus. Doch werden dafür andere Ziele bevorzugt gebucht, so dass die Gesamtnachfrage in etwa gleich bleibt.
2007: Entgegen dem Buchungstrend in der deutschen Pauschaltouristik entwickelt sich das Geschäftsjahr bei IKARUS deutlich positiv. Zum Jahresende erwarten wir ein gutes Ergebnis. Im Herbst erscheinen erstmals die Spezialkataloge PRIVATE SELECTIONsowie EXPEDITIONS-KREUZFAHRTEN.
2008: Schon zu Jahresbeginn zeigt sich, dass die Olympischen Sommerspiele in Peking eine deutlich geringere Nachfrage nach China-Reisen mit sich bringen. Diese Schwäche kann auch durch die verstärkte Nachfrage nach Touren in den Nahen Osten, Südostasien und Lateinamerika nicht ganz ausgeglichen werden.
2009: Die weltweite wirtschaftliche Rezession macht auch vor der Touristikbranche nicht halt. Buchungszurückhaltung und Kurzfristbuchungen sind charakteristisch für dieses Jahr, das für IKARUS TOURS dank einer steigenden Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte deutlich besser verläuft, als zu Jahresbeginn befürchtet.
2010: Mitte April bringt der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den weltweiten Flugverkehr teilweise zum Erliegen. Glücklicherweise müssen nur wenige IKARUS-Reisen abgesagt werden, für rund 100 IKARUS-Kunden, deren Rückflüge aus den Zielgebieten gestrichen wurden, werden alternative Rückreisemöglichkeiten organisiert. Unser 40-jähriges Firmenjubiläum feiern wir mit Kunden und Partnern beim Reise- & Infotag im November in Oberursel.
2011: Das großartig angelaufene Jahr erhält durch die Entwicklung im Nahen Osten einen erheblichen Dämpfer. Zahlreiche Reisen nach Ägypten und Libyen, im Laufe des Jahres dann auch nach Syrien, müssen aus Sicherheitsgründen von uns abgesagt werden. Die Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan im März führt zu einer zusätzlichen Buchungszurückhaltung bei unseren Fernreisezielen. Erfreulich, dass Amerika stabil bleibt und die Nachfrage nach europäischen Zielen stark wächst.
2012-2013: Die Hoffnung auf Frieden und Stabilität im Nahen Osten trägt keine Früchte. In Syrien tobt ein blutiger Bürgerkrieg, die Buchungszahlen für Nahost sind zwangsläufig stark rückläufig. Nordafrika beruhigt sich nur allmählich, Marokko und Tunesien werden aber wieder gut nachgefragt. Der Trend zu europäischen Zielen setzt sich fort, Lateinamerika und Südostasien bleiben auf gutem Niveau gebucht. Die EURO-Krise erfasst immer mehr Länder Südeuropas und lässt die Bürger Europas den Verfall ihrer Währung fürchten. Herausgabe des Sonderkatalogs AKTIVREISEN & EXPEDITIONEN.
2014: Die außenpolitische Öffnung des Irans führt zu einem deutlichen Buchungsanstieg bei Persien-Reisen. Ebenso trägt die Stabilisierung der politischen Lage in Myanmar, dem ehemaligen Burma, zu einer erhöhten Nachfrage bei. Auch europäische Ziele werden weiterhin gut gebucht. Ein Grund, das Europa-Programm auszubauen und in einem eigenen Katalog vorzustellen. Südafrika liegt dank des günstigen Wechselkurses im Trend. Die weiterhin schwelenden Krisen im Nahen Osten führen zu einigen Reiseabsagen. Die neue Ikarus-Webseite geht an den Start, die durch Nutzerfreundlichkeit und neuestem technischen Stand das Online-Buchungsverhalten fördern soll.
2015: Die stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland führt auch bei uns zu einem leichten Zuwachs des Buchungsaufkommens, trotz störender Einflussfaktoren wie Piloten- und Lokführerstreiks, Zika-Virus, Terror-Gefahr und Anschläge sowie Naturkatastrophen. Auch die negativen Nachrichten aus der Türkei beeinträchtigen das Tourismusgeschäft.
2016: Gründung der IKARUS TOURS AG in Zürich im Frühjahr. Neugestaltung und Modernisierung des IKARUS-Logos sowie der FERNE WELTEN-Kataloge 2017, auch für eine bessere Lesbarkeit und Übersichtlichkeit. Das Zielgebiet Pazifik erhält erstmals seit den frühen 1990er-Jahren wieder einen eigenen Katalog. Auch für den Schweizer Markt wird ein separater Katalog, der die Preise in Schweizer Franken ausweist und die An- und Abreise ins Zielgebiet ab/bis Zürich bzw. Basel anbietet, gedruckt. Die Buchungslage wird weiterhin durch Anschlagsgefahren in einigen Zielgebieten beinträchtigt.
2017: Verstärkte Marketingmaßnahmen, wie zusätzliche Messeauftritte und Roadshows, führen zu einem erfreulichen Anstieg der Buchungszahlen. Erstmals erfolgt die Herausgabe eines Individualreisen-Katalogs „AUF MEINE TOUR“, um der verstärkten Nachfrage nach maßgeschneiderten Privatreisen gerecht zu werden.
2018: Anhaltendes leichtes Wachstum bei den Buchungszahlen, der weiterhin guten wirtschaftlichen Lage des Landes und unseren Werbeaktivitäten, wie Roadshows, geschuldet. Ein zunehmend angespanntes Verhältnis zwischen den Weltgroßmächten führt zu einem Rückgang im Iran-Reisegeschäft. Erstmals Herausgabe von GANZ NAH DRAN, dem Programm für Reisen mit Bewegungs-, Begegnungs- und Genusselementen.
2019: IKARUS TOURS präsentiert sich auf zahlreichen Touristikmessen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Relaunch der Internetseite im 3. Quartal,
2020: Die Vorbereitungen für unser 50-jähriges Firmenjubiläum laufen auf Hochtouren, doch ab März führt die unsägliche CoVid-19-Pandemie zu einer nie dagewesenen Einstellung des touristischen Reisegeschäfts weltweit und zum Stopp unserer Feier-Aktivitäten. Die Reisemessen für den Herbst und Winter müssen zudem abgesagt werden. Im August verstirbt unerwartet unsere allzeit geschätzte Firmengründerin Ursula Kitzki. Anfang November erscheint das neue Reiseprogramm FERNE WELTEN 2021 als 540 Seiten starker Gesamtkatalog.