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White Paper fasst die Argumente der Open-Source-Befürworter zusammen.
Open-Source-Software, deren Quellcode öffentlich ist und die frei weiterentwickelt werden kann, findet sich wohl in jedem Unternehmen und in jedem Betrieb der öffentlichen Hand, auch wenn sich Anwender dessen nicht unbedingt bewusst sind. Doch noch haben viele Bedenken, Open-Source-Lösungen auch in Kernbereichen einer Behörde einzusetzen oder eigene Fachanwendungen auf quelloffenen Applikationen aufzubauen.
Ein heute erschienenes "White Paper" der Open-Source-Lobby ch/open fasst die fünf wichtigsten Argumente, die für den Einsatz von quelloffener Software als strategischer Ressource gerade in Behörden sprechen, zusammen. Zudem gibt es eine Reihe von "Testimonials" bekannter Leute, die zeigen, dass es sich bei der Open-Source-Bewegung schon lange nicht mehr um eine Sache von ein paar Einzelgängern handelt. Weiter geht das Papier auf eine Reihe von Vorurteilen ein, die gegenüber quelloffener Software ins Feld geführt werden können.
Das Papier eignet sich ausgezeichnet als Argumentarium in grundsätzlichen Diskussionen um den Einsatz von Open-Source-Lösungen oder -Komponenten in Organisationen der öffentlichen Hand. Berücksichtigt werden insbesondere auch "politische" Argumente, wie etwa die Rolle, die Open-Source für den Software-Werkplatz Schweiz spielen könnte.
Ein wichtiges Argument, das für den Einsatz von quelloffenen Software-Lösungen bei Schweizer Behörden sprechen könnte, fehlt. Ein schweizweites Verzeichnis von Open-Source-Lösungen bei der öffentlichen Hand würde Mehrfachentwicklungen und -Aufwände verhindern und zudem für einfach zu findende Referenzen sorgen. Ein solches Verzeichnis gibt es aber nicht. Warum eigentlich? (Christoph Hugenschmidt)