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Bern (ots) - Bern, 2. April 2005. Die Unia-Jugendkommission wird
sich bei den Gremien der Gewerkschaft Unia und des Schweizerischen
Gewerkschaftsbundes SGB für die Unterstützung eines Referendums
gegen die Senkung des Lehrlingsschutzalters auf 18 einsetzen. Sie
freut sich darüber, dass der Dachverband der Jugendverbände, die
SAJV, das Referendum ebenfalls unterstützt. Da diese
Gesetzesrevision auch die Sonntagsarbeit betrifft, fordert die
Unia-Jugend, dass der Parlamentsentscheid verschoben wird.
Die Unia-Jugendkommission bekämpft vehement die Senkung des Jugendschutzalters, weil dies eine gefährliche und unnötige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen von Lehrlingen ist. Diese Flexibilisierung des Arbeitsrechts ist gefährlich, weil sie die Lehrlinge zwingen würde, nachts und sonntags zu arbeiten, auch wenn dies ihre Gesundheit und ihre Ausbildung gefährdet. Sie ist ausserdem unnötig, weil schon das geltende Gesetz Ausnahmen für diejenigen Berufe vorsieht, wo Nacht- und Sonntagsarbeit unerlässlich sind. Die Unia-Jugend wird sich in den zuständigen Gremien einsetzen, damit die gesamten Unia und der SGB sich an einem Referendum beteiligen, falls das Parlament den Minderheitsantrag Berset trotzdem nicht annimmt und somit beschliesst, das Jugendschutzalter auch für Lehrlinge zu senken. Die Unia-Jugendkommission begrüsst auch den Entscheid der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV), welche ebenfalls beschlossen hat, ein allfälliges Referendum zu unterstützen.
Die Senkung des Jugendschutzalters betrifft auch die Sonntagsarbeit. Deswegen fordert die Unia-Jugend das Parlament auf, seinen Entscheid erst nach der Abstimmung über die Sonntagsarbeit zu fällen, wie der Nationalrat es bereits zur Motion über die Liberalisierung der Sonntagsarbeit beschlossen hat.
Weitere Auskünfte : - Niels Pianzola, Kopräsident der Unia-Jugendkommission, Tel. 079 424 93 31 - Jean Christophe Schwaab, Zentraler Jugendsekretär Unia, Tel. 078 690 35 09