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Das am meisten bekannte und gebrauchte Vitamin E Antioxidans heisst Tocopherol. Tocopherol gibt es in synthetischer und natürlicher Form. Nun erhält Tocopherol Konkurrenz von "Tocotrienol", einem natürlichen Vitamin E mit vielversprechenden Eigenschaften.
"Tocotrienol" ist eine neue Form von Vitamin E, die noch im Schatten der bekannteren Form „Tocopherol“ steht. Insgesamt gibt es acht Formen von Vitamin E:
• 4 Tocopherole (alpha, beta, gamma, delta) und
• 4 Tocotrienole (alpha, beta, gamma, delta).
Alpha-Tocopherol ist die am weitesten verbreitete Form in Nahrungsergänzungsmitteln und in der europäischen Ernährung, während Gamma-Tocopherol die häufigste Form in der amerikanischen Diät ist. Tocotrienole (T3) sind kleine Pflanzenteile und es gibt mehrere Quellen mit einem relativ hohen Gehalt, wie in Palmöl, Getreide und Reiskleie. Während die meisten Forschungen über Vitamin E auf den alpha-Tocopherolen basieren, machen neue Studien über Tocotrienole weniger als ein Prozent aller Forschungsbemühungen mit Vitamin E aus.
Chemisch gesehen unterscheiden sich Tocotrienole von den Tocopherolen nur durch die Seitenkette. Während bei den Tocopherolen die Seitenketten vollständig gesättigt sind, weisen Tocotrienole eine dreifach ungesättigte Seitenkette auf. Diese ungesättigten Doppelbindungen führen zu einer wesentlich höheren Vitamin-Aktivität bei den Tocotrienolen. Tocotrienol ist agiler, dadurch kann es sich in der Zellmembrane drehen und bewegen und sich über eine Zellmembran hinaus in andere Zellmembranen bewegen. So entsteht ein erheblicher Nutzen für den menschlichen Körper, weil ein Tocotrienol den Raum verschiedener Membranen einer Zelle schützen kann, während ein Tocopherol stationär in einer Membrane bleibt. Es gibt 4 verschiedene Formen von Tocotrienol:
• α-Tocotrienol (alpha-Tocotrienol)
• β-Tocotrienol (beta-Tocotrienol)
• γ-Tocotrienol (gamma-Tocotrienol)
• δ-Tocotrienol (delta-Tocotrienol)
Alpha-Tocotrienol z.B. hat im Vergleich zu alpha-Tocopherol eine 40- bis 60-fach höhere Wirkung als Antioxidans. In den letzten 10 Jahren werden immer von mehr gesundheitsschützenden Eigenschaften von Tocotrienolen in wissenschaftlichen Studien berichtet, die bei Tocopherolen nicht zu finden sind. Dies sind antiproliferative, neuroprotektive, cholesterinsenkende, krebshemmende und entzündungshemmende Eigenschaften.
Tocotrienole wirken auf zwei wesentlichen Wegen bei Herz/Kreislauferkrankungen.
1. Als extrem gutes Antioxidans wirken sie der Oxidation von LDL und Nahrungsstoffen und damit der der Bildung von Plaques entgegen. In einer Studie (Bierenbaum et al. APJCN 1997) wurde sogar ein Rückgang der Plaques bei Carotid Stenosis durch Tocotrienole beobachtet.
2. Tocotrienole können den Cholesterinspiegel senken (durch Beeinflussung des Leberenzyms HMG Co-A). Dadurch wirken sie ähnlich wie die viel verschriebenen Cholesterinsenker, die Statine. Wobei Tocotrienole als Vitamin E zusätzliche Vorteile haben und Statine relativ stark giftig sind (viele Nebenwirkungen aufweisen). Ein aktueller Spiegel-Artikel geht auf Kritik an Statinen ein. Hier handelt es sich um ein wirklich heisses Eisen, denn Statine sind mit ca. 20 Milliarden USD das gegenwärtig umsatzstärkste Medikament weltweit. Kein Wunder, dass die Pharmariesen bislang die bessere aber nicht patentierbare Alternative ignoriert haben.
Aktuell bestätigten Forscher in Madrid die Cholesterin-senkenden Eigenschaften der Tocotrienole. Sie funktionieren allerdings nur bei einem Grossteil der Probanden. Aus noch zu klärenden Gründen reagierte ein kleiner Teil der Probanden nicht mit einer deutlichen Verbesserung aller Blutwerte.
Kollagen auch Collagen genannt, ist ein bei Menschen vorkommendes Strukturprotein des Bindegewebes - der sog. extrazellulären Matrix. Im menschlichen Körper ist Kollagen mit über 30% Anteil am Gesamtgewicht aller Proteine das am meisten verbreitete Eiweiss.
Es ist ein wesentlicher organischer Bestandteil der Bindegewebe von Knochen, Zähnen, Knorpel, Sehnen, Bändern und Haut. Kollagenfasern besitzen eine enorme Zugfestigkeit und sind kaum dehnbar. Wenn Kollagen als Bestandteil der Haut fehlt, bildet die Haut Falten. Wenn die Haut genügen Kollagen enthält, gehen die Falten weg und die Haut wird glatt. Ein wirksames Mittel gegen die Hautalterung, am besten bevor der Bildung von Falten, ist das Antioxidans Tocotrienol, welches die freien Radikale neutralisieren kann. Hier zeigt das besondere Vitamin E in Form von Tocotrienol sehr starke Wirkung. Tocotrienole sind in den Hautzellen besonders aktiv und ködringen zudem sehr gut in die Haut ein, das bestätigen die folgenden Studien:
1. Yamada u. a.: Dietary tocotrienol reduces UVB-induced skin damage and sesamin enhances tocotrienol effects in hairless mice. In: J Nutr Sci Vitaminol (Tokyo) 54, 2008, S. 117–123. PMID 18490840
2. L. Packer, S. U. Weber und G. Rimbach: Molecular aspects of alpha-tocotrienol antioxidant action and cell signalling. In: J Nutr 131, 2001, S. 369S–373S. PMID 11160563
Die Einnahme von Vitamin E Tocotrienolen kann zur Verbesserung der Symptome der nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD) beitragen. Das wurde am bekannten Lebertumor Meeting der American Association for Study of Liver Diseases (ASSLD) 2010 bekannt gegeben. Daten aus einer klinischen Studie haben gezeigt, dass die tägliche Einnahme von Tocotrienol die Gesundheit der Leber bei 66,7% der Teilnehmer verbesserte. Diese Ergebnisse sind statistisch signifikant im Vergleich zur Kontrollgruppe. Das ist die erste Forschungsstudie, welche gezeigt hat, dass Tocotrienolkomplexe wirksam gegen die Nicht-alkoholische Fettleber sind, eine Krankheit, die bis anhin kein nachweislich medikamentöse Behandlung kannte.
(Quelle www.vitamin-e-fakten.org)
Krebsprävention - Brustkrebs
Induction of apoptosis in human breast cancer cells by tocopherols and tocotrienols (Herbeiführung der Apoptose bei menschlichen Brustkrebszellen durch Tocopherole und Tocotrienole)
Kline K, Yu w, Sander BG, et al. (1999), Nutr Cancer, 33 : S. 26 – 32
Tocotrienols inhibit growth of ZR-75-1 human breast cancer cells (Tocotrienole behindern das Wachstum von menschlichen ZR-75-1 Brustkrebszellen)
Nesaretnam K, Darbre P, et al. (1999), Präsentiert bei der Internationalen Palmölkongress Ernährungskonferenz, 1.-6. Februar 1999, Kuala Lumpur, Malaysia
Krebsprävention – Leberkrebs
Palmvitee supplementation of chronic hepatitis B patients and invitro studies on cancer cell lines (Palmvitee-Nahrungsergänzung chronischer Hepatitis B-Patienten und in-vitro Studien an Krebszelllinien)
Wan Ngah WZ, et al. (1999), Präsentiert bei der Internationalen Palmölkongress Ernährungskonferenz, 1.-6. Februar 1999, Kuala Lumpur, Malaysia
Bekämpfung von Krebs - allgemein
The effect of vitamin E and beta-carotene on natural killer cells (Die Wirkung von Vitamin E und beta-Karotin auf natürliche Killerzellen)
Ashfaq MK, et al. (1999), Präsentiert bei der Internationalen Palmölkongress Ernährungskonferenz, 1.-6. Februar 1999, Kuala Lumpur, Malaysia
Effect of palm oil in the regression of BALB/C epithelial tumours (Wirkung von Palmöl beim Rückgang von BALB/C Epithelialtumoren)
Devi S, Sundram K, et al. (1999), Präsentiert bei der Internationalen Palmölkongress Ernährungskonferenz, 1.-6. Februar 1999, Kuala Lumpur, Malaysia
Apoptosis and cell-cycle arrest in human and murine tumor cells initiated by isoprenoids (Apoptose und Anhalten des Zellzyklus bei Tumorzellen von Menschen und Mäusen, die durch Isoprenoide ausgelöst wurden)
Elson, C et al. (1999), The Journal of Nutrition, 129 : S. 804 – 813
Potent cancer chemo-preventive action of palm fruit carotene and palm fruit tocotrienol against mouse carcinogenesis models (Potente chemopräventive Wirkung gegen Krebs durch Palmfrucht-Karotin und Palmöl-Tocotrienol bei Karzinogesemodellen von Mäusen)
Murakoshi M, Nishino H., (1999), Präsentiert bei der Internationalen Palmölkongress Ernährungskonferenz, 1.-6. Februar 1999, Kuala Lumpur, Malaysia
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