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Erdgas entsteht ähnlich wie Erdöl. Vor etwa 300 Millionen Jahren lagen weite Teile Nordwesteuropas unter einem flachen Meer. Das Meer verlandete. Meerespflanzen und Kleinstlebewesen starben, sanken auf den Grund, verrotteten und wurden mit Schlamm und Geschiebe überdeckt. Die Umwandlung in Erdgas erfolgte über Jahrmillionen im tiefen Gestein. War dieses Muttergestein locker und porös, suchte sich das Gas einen Weg nach oben bis ihm eine undurchlässige Schicht den Weg versperrte. Dort sitzt das Gas wie in einem Hut in der Falle und kann nicht entweichen.
Diese konventionelle Lagerstätte lässt sich mit senkrechten Bohrungen leicht erschliessen. Da das Gestein locker ist und über winzige Hohlräume verfügt, strömt das Gas von selbst zum Bohrloch.
Gas und Öl sammeln sich unter einer undurchlässigen Schicht. Die Kohlenwasserstoffe sind wie in einem Hut gefangen. Neben den verschiedenen Barriereschichten wirken die 2500 Meter dicken Gesteinsformationen über dem Gas respektive Öl als weitere Sicherheitsbarrieren.
Ein grossporiger Schwamm symbolisiert poröse Sand- und Kalksteine, in denen das Gas oder Öl gefangen ist.
Konventionelle Lagerstätten werden in der Schweiz im ganzen Mittelland vermutet. Schätzungen gehen von einem Potenzial von rund 50 Milliarden Kubikmetern aus. Damit liesse sich der heutige Gasverbrauch der Schweiz für über 14 Jahre decken.
Vermutetete Vorkommen in unserem Land.