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Das Wichtigste in Kürze
- Das Missbrauchs-Opfer Virginia Giuffre hat Prinz Andrew in den USA angeklagt.
- Die Immunität, die Staatsoberhäupter wie die Queen schützen, geniesst ihr Sohn nicht.
- Zwischen Grossbritannien und England existiert ein Auslieferungs-Abkommen.
Die Vorwürfe gab es schon lange. Erste, leichte Konsequenzen ebenfalls. Vor wenigen Tagen reichte Virginia Giuffre (38) nun eine Klage gegen Prinz Andrew (61) ein. Und diese könnte für den Herzogen von York grosse Folgen haben.
Sie sei erst 17 gewesen, als Giuffre, damals noch Virginia Roberts, «für sexuelle Zwecke an Prinz Andrew ausgeliehen» worden sei. Der Royal habe ihr Alter gekannt und gewusst, dass sie ein Opfer des Menschenhandels von Jeffrey Epstein war. So steht es in der Klage, die sie in den USA eingereicht hat und mit der sie Schadenersatz fordert.
Nicht wirklich lautet das Fazit mehrere Rechtsexperten, die der britischen «Sun» Auskunft gegeben haben. Denn zwischen den USA und Grossbritannien existiert eine Auslieferungsabkommen. Und auch in den Genuss staatlicher Immunität dürfte Prinz Andrew kaum kommen.
Prinz Andrew: Bruder Charles genoss Immunität
1978 wurde mit Andrews älterem Bruder Prinz Charles bereits ein Royal in den USA angeklagt. Er soll bei einem Besuch an der Uni in Ohio die Verfassungsrechte eines Studenten unterdrückt haben. Ihm wurde dann aber Immunität gewährt, weil er in seiner offiziellen Funktion dort war. Andrew dürfte aber kaum Epsteins Insel in einer offiziellen Funktion besucht haben.
Soll Prinz Andrew ausgeliefert werden?
Wie einer der Experten zur «Sun» sagte, betreffe die staatliche Immunität nur Staatsoberhäupter und nicht deren Familienmitglieder. Andrew sei in derselben Position wie jeder andere britische Staatsangehörige. «Prinz Andrew hat keine besondere, persönliche Immunität.»