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Havanna - Die kubanische Führung setzt nach Angaben von Oppositionellen ihre harte Politik gegenüber ihren Kritikern fort. Zwar halte sich Havanna an die Vereinbarungen mit Spanien und der katholischen Kirche und lasse nach und nach 52 politische Häftlinge frei.
Gleichzeitig jedoch seien seit Mitte August erneut acht Dissidenten festgenommen worden, berichteten Oppositionelle. Drei von ihnen seien inzwischen in eine Haftanstalt von Havanna, die anderen in das Gefängnis von Guantanamo gebracht worden, sagten Sarah Marta Fonseca und Elizardo Sanchez der Nachrichtenagentur AFP.
Demnach wurden die Dissidenten am 16. August während einer Protestkundgebung vor der Universität von Havanna und während eines politischen Treffens am 12. August in einem Privathaus von Guantanamo festgenommen. Die Behörden bestätigten die Angaben zunächst nicht.
Die politische Führung des Landes hatte im Juli nach Verhandlungen mit Spanien und der katholischen Kirche überraschend verkündet, bis November schrittweise 52 politischen Häftlinge freizulassen. Diese waren 2003 festgenommen und zu Haftstrafen zwischen sechs und 28 Jahren verurteilt worden.
Bislang wurden bereits 26 der Häftlinge freigelassen. 25 von ihnen reisten mit ihren Familien nach Spanien aus, einer nach Chile. Nach Angaben kubanischer Menschenrechtler wird es auf der Karibikinsel danach noch immer mehr als 100 politische Häftlinge geben. Die kubanische Führung um Staatschef Raúl Castro betrachtete diese als "Söldner" der USA.
SDA-ATS