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Der Flugzeugbauer Boeing versucht das Flugverbot für seinen Hoffnungsträger 787 «Dreamliner» laut einem Pressebericht mit einer Übergangslösung für die brandgefährlichen Batterien abzukürzen.
Dabei gehe es um eine Trennung der Batteriezellen und einen besseren Schutz vor Feuchtigkeit, berichtet das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Vertreter von Behörden und der Luftfahrtbranche. Damit wolle Boeing die Gefahr von Kurzschlüssen und Bränden verringern. Eine endgültige Lösung der Probleme werde die Maschinen voraussichtlich mindestens bis April am Boden halten, schreibt die Zeitung.
Unklar ist dem Bericht zufolge, ob die US-Behörden bei einer solchen Zwischenlösung mitspielen würden. Die 50 bereits ausgelieferten «Dreamliner»-Jets dürfen seit Mitte Januar nicht mehr abheben, nachdem in einer Maschine von Japan Airlines (JAL) in Boston ein Feuer ausgebrochen und ein weiteres Flugzeug von All Nippon Airways (ANA) wegen einer schmorenden Batterie notlanden musste. Die US-Behörden hatten damals verfügt, dass die Maschinen erst wieder fliegen dürfen, wenn die Ursache der Brandgefahr bei den Batterien gefunden und zuverlässig beseitigt ist.
Ein Boeing-Sprecher wollte sich zu möglichen Lösungsansätzen auf Nachfrage der Zeitung nicht äussern. Das Unternehmen arbeite bei der Suche und der Behebung der Fehler mit Kunden und Behörden zusammen. Boeing hat inzwischen mehr als 50 nagelneue «Dreamliner» auf dem Werksgelände stehen, die wegen des Flugverbots nicht an Kunden ausgeliefert werden dürfen. Noch gebe es Platz, um neue Maschinen abzustellen, sagte der Boeing-Sprecher. Die Produktion läuft weiter. Allerdings müssen auch die neuen Maschinen später nachgerüstet werden.
(muv/sda)