Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03295.jsonl.gz/1195

Dieser von der EU empfohlene Indikator liefert Informationen über den Median und die Unterschiede der finanziellen Ressourcen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Ein niedriges Einkommen hat Auswirkungen auf die Wohnsituation, die Gesundheit, die Bildung, die materielle Entbehrung, die gesellschaftliche Teilhabe etc. Das verfügbare Äquivalenzeinkommen erlaubt, die finanziellen Ressourcen in Bezug auf die Einkommen von Personen, die in unterschiedlich grossen Haushalten leben, zu vergleichen.
Tabellen
Definitionen
Das verfügbare Einkommen wird berechnet, indem vom Bruttoeinkommen die obligatorischen Ausgaben abgezogen werden. Dazu gehören die Sozialversicherungsbeiträge, die Steuern, die Krankenkassenprämien für die Grundversicherung sowie bezahlte Alimente und andere Unterhaltsbeiträge, die an andere Haushalte überwiesen werden.
Das verfügbare Äquivalenzeinkommen ergibt sich aus dem verfügbaren Haushaltseinkommen unter Berücksichtigung der Zahl der im Haushalt lebenden Personen. Um den Skaleneffekten Rechnung zu tragen (eine vierköpfige Familie muss für denselben Lebensstandard nicht viermal mehr ausgeben als eine alleinlebende Person), wird die älteste Person im Haushalt mit 1 gewichtet, jede weitere Person im Alter von mindestens 14 Jahren mit 0,5, und jedes Kind unter 14 Jahren mit 0,3 (abgeänderte OECD-Skala). Somit ist das verfügbare Äquivalenzeinkommen ein monetärer Indikator zur Lebensqualität, mit dem sich die Situation von Personen aus unterschiedlichen Haushaltstypen vergleichen lässt.
Der Median teilt die nach Grösse geordneten Beobachtungswerte in zwei gleich grosse Hälften. Die eine Hälfte der Werte liegt über, die andere unter dem Median.
Dezile sind diejenigen Werte, die sämtliche nach Grösse geordneten Beobachtungsfälle in zehn gleich grosse Tranchen teilen: 10% der Beobachtungsfälle liegen unter dem 1. Dezil, 10% liegen über dem 9. Dezil.
Methodologie
Infolge des neuen Stichprobenrahmens und der Verbesserung des Gewichtungsmodells sind die Resultate ab 2014 nicht mehr direkt mit den Resultaten der Vorjahre vergleichbar (Bruch in der Zeitreihe). Mehr dazu im unten stehenden Dokument.