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Blaubart
ERSTER AKT
Prinz Saphir lebt unerkannt seit längerer Zeit in einem Dorf, das Ritter Blaubart gehört. Er verehrt Fleurette, eine Schäferin, die ihn aber noch hinhält, da er nicht bereit ist, sie zu heiraten. Saphir wird auch von anderen Frauen begehrt, so von Boulotte, die ihm ständig nachläuft. Eines Tages kommen Popolani, ein Alchimist in Blaubarts Diensten, und Graf Oskar, der Minister des Königs, in das Dorf. Sie sollen im Auftrag ihrer Herren eine Rosenkönigin aussuchen und nebenbei ein Mädchen finden, das vor achtzehn Jahren in diesem Dorf ausgesetzt wurde und als verschwundene Prinzessin gilt. Alle Mädchen müssen sich vor dem Rathaus versammeln. Man wählt Boulotte zur Rosenkönigin; Fleurette. so glaubt man, ist die verschwundene Prinzessin. Doch will diese nur dann ins Schloss mitkommen, wenn Saphir, ihr Geliebter, sie begleiten dürfe. So geschieht es. Als die beiden Mädchen das Schloss betreten, werden sie von Ritter Blaubart begrüsst. Er ist vor einigen Tagen Witwer geworden und wirbt um Boulotte, die ihm sehr gut gefällt. Boulotte hat sich noch vor keinem Mann gefürchtet und ist trotz des nicht sehr guten Rufs des Ritters einverstanden.
ZWEITER AKT
Fleurette heisst jetzt wieder wie früher Hermia; jedermann im Reich ist glücklich, die Prinzessin wieder bei sich zu haben. Auch sie freut sich sehr, als sie erfährt, dass ihr »Schäfer« der Prinz Saphir ist. Als jedoch Blaubart und seine zukünftige Frau kommen, gibt es Schwierigkeiten. Boulotte erkennt in Saphir den Schäfer, den sie liebt. Sie macht ihm und allen Anwesenden eine Szene. Blaubart, dem es nicht gelingt, Boulotte zu beruhigen, hat nun genug von ihr. Er befiehlt Popolani, die zänkische Person umzubringen, er selbst werde Hermia, die Tochter des Königs, heiraten. Boulotte wird gezwungen, Gift zu trinken.
und fällt leblos zu Boden. Kaum aber ist Blaubart fort, steht Boulotte wieder auf. Popolani hat ihr - wie auch den früheren Frauen Blaubarts - nur ein Betäubungsmittel gegeben. Er befreit Boulotte und die früheren fünf Frauen aus ihrem Gefängnis und lässt sie laufen.
DRITTER AKT
Der Hochzeitstag Hermias ist gekommen. Als sie gemeinsam mit Prinz Saphir zur Vermählung gehen will, tritt Blaubart dazwischen. Mächtiger als der König, fordert er Hermia für sich. Prinz Saphir widerspricht und wird niedergestossen.
Wieder gibt es einen Hochzeitszug, dieses Mal mit Blaubart statt Saphir. Nicht lange jedoch kann sich Blaubart freuen. Unter der Führung des bald wieder genesenen Saphir und Popolanis eilt die treue Bevölkerung der Prinzessin Hermia zu Hilfe. Man entdeckt die Untaten Blaubarts und bringt seine früheren sechs Frauen gleich mit.
Glücklich fallen sich Prinz Saphir und Hermia in die Arme. Blaubart wird verjagt und ist zufrieden, mit dem Leben und der zänkischen Boulotte davongekommen zu sein.