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Daniel Vasella, ex-Konzernchef von Novartis, vergrössert seinen Landsitz am Zugersee. Weil Novartis das Gut Aabach nicht mehr benötigte, hat Vasella von seinem Vorverkaufsrecht Gebrauch gemacht.
Es handelt sich um 50'000 Quadratmeter Boden an bester Lage in Risch. Vasella sicherte sich ein Vorkaufsrecht für das Land, für das der Pharmakonzern nach dem Projekt-Aus keine Verwendung mehr hatte. Von diesem Vorkaufsrecht machte der ehemalige Novartis-Verwaltungsratspräsident nun Gebrauch.
«Herr Vasella hat sein Kaufrecht für das Gut Aabach gegenüber Novartis fristgerecht und gemäss Vertrag ausgeübt», teilte die Novartis-Pressestelle am Samstag auf Anfrage der sda mit. Über den Kaufpreis machte der Konzern keine Angaben.
Was Vasella mit dem Gut plant, ist ebenfalls nicht bekannt. Das Gebiet gehört - nach dem Aus für das Ausbildungsprojekt - wieder zur Landwirtschaftszone. Es gilt als Landschaft von nationaler Bedeutung und gehört teilweise auch zur Seeuferschutzzone.
Pfahlbauersiedlung in der Uferlandschaft
Ursprünglich war vorgesehen, gleich neben Vasellas Villa ein Ausbildungszentrum für Novartis-Angestellte in die Uferlandschaft zu bauen. Der renommierte Architekt Peter Zumthor plante eine Art Pfahlbauersiedlung für rund 100 Millionen Franken.
Mitte Dezember 2013 brach Novartis das Grossprojekt nach jahrelanger Planung überraschend ab. Man ziehe ein Ausbildungszentrum vor, das näher an Basel liege und günstiger sei, begründete der Konzern damals den Entscheid.
Das Gut Aabach wurde 1929 angelegt und umfasst Herrschaftshaus sowie mehrere Gebäude für Angestellte, einen Bauernhof und eine grosszügige Parkanlage.
(sda/gku)