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Bei einer Brustvergrösserung wird die Brust vergrössert und gestrafft. Dieser Effekt kann mit unterschiedlichen Techniken, meist durch Einbringen von Brustimplantaten, erzielt werden. Der Einsatz von Brustimplantaten ist derzeit das populärste Verfahren, um Volumen und Form der Brust zu verbessern und wurde in den vergangenen Jahren intensiv überprüft, wodurch sich die Sicherheit und das Wissen über die Auswirkungen von Brustimplantaten erheblich verbessert haben. Andere Verfahren, wie die Brustvergrösserung mit körpereigenem Fettgewebe (Lipofilling, Lipomodeling), müssen Ihren Stellenwert noch behaupten. Lassen Sie sich daher umfassend beraten, bevor Sie sich für eines dieser Verfahren entscheiden.
Eine Brustvergrösserung mit Implantaten kann bei Ihnen sinnvoll sein, wenn die folgenden Voraussetzungen vorliegen:
- Sie empfinden Ihre Brust als zu klein.
- Sie fühlen sich aufgrund Ihrer Brustgrösse unwohl in Badebekleidung oder eng sitzenden Oberteilen.
- Ihre Brust hat nach der Schwangerschaft an Volumen und Straffheit verloren.
- Ihre Brust ist im Laufe der Zeit kleiner geworden oder hat ihre Festigkeit verloren.
- Ihre Brust ist nach einem Gewichtsverlust zu klein oder erschlafft.
- Eine Brust ist auffallend kleiner als die andere.
- Eine oder beide Brüste sind nicht normal geformt und klein.
Frauen entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für eine Brustvergrösserung mit Implantaten. Viele Frauen leiden nach Schwangerschaft und Stillzeit unter einer Abnahme des Brustvolumens (Involutionsatrophie) oder einer Erschlaffung der Brust und möchten Ihre ehemalige Brustgrösse und Form wiedererlangen. Der natürliche Alterungsprozess oder Gewichtsverluste können zu ähnlichen Veränderungen der Brust führen. Einige Frauen empfinden ihre Brüste als zu gering entwickelt (Mammahypoplasie) und wüschen sich einfach vollere Brüste. Manchmal sind die Brüste sehr ungleich entwickelt (Mammaasymmetrie) und können durch unterschiedlich grosse Implantate einander angeglichen werden. Auch bestimmte Brustfehlbildungen lassen sich mit Hilfe von Implantaten korrigieren. Zwar führt eine zu kleine oder erschlaffte Brust in der Regel nicht zu körperlichen Beschwerden, hingegen kann sie erhebliche psychische Probleme und ein vermindertes Selbstwertgefühl auslösen und somit das Privat- und Berufsleben sowie die Sexualität negativ beeinflussen. In diesen Fällen kann durch eine Brustvergrösserung das Wohlbefinden und Selbstwertgefühl gesteigert werden.
Bei einer starken Erschlaffung der Brust (Mastoptose) kann im Einzelfall zusätzlich zu einer Vergrösserung auch eine Bruststraffung sinnvoll sein, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Operation ist eine sorgfältige Planung. Diese beginnt mit Ihrem persönlichen Beratungsgespräch in der AARE KLINIK. Für Ihren Operateur ist es hilfreich, Ihre Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen an die Operation zu erfahren, um Ihnen eine realistische Vorstellung von den Möglichkeiten und Grenzen des Eingriffes vermitteln zu können.
Während der körperlichen Untersuchung werden Messungen durchgeführt und digitale Fotografien erstellt, die anschliessend der objektiven Analyse Ihrer Brust am Bildschirm und der Operationsplanung dienen. Wichtig für die Planung sind neben der Brustgrösse und Form auch die Position und Grösse der Brustwarzen, vorbestehende Asymmetrien der Brust oder Brustwand sowie die Hautqualität und evtl. vorhandene Narben. Diese individuellen Faktoren und Ihre persönlichen Wünsche helfen bei der gemeinsamen Entscheidung über die zu Ihnen passende Brustgrösse und bei der Wahl des geeigneten Implantates, seiner Lage vor oder hinter dem Brustmuskel und der Position der Hautschnitte und daraus resultierenden Narben. Gemeinsam mit Ihnen wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Sämtliche Risiken und Komplikationsmöglichkeiten des Eingriffs werden mit Ihnen besprochen und die vereinbarte Operation auf einem Planungsbogen dokumentiert.
Für die Planung der Operation benötigen wir von Ihnen Angaben über Ihre medizinische Vorgeschichte (Vorerkrankungen und Voroperationen), aktuelle Krankheiten (hoher Blutdruck, Diabetes, Schilddrüsenfunktionsstörungen), Allergien oder Unverträglichkeiten sowie mögliche Medikamenteneinnahmen. Diese dienen der Einschätzung des Operations- und Narkoserisikos. Bitte bringen Sie alle aktuellen und wichtigen medizinischen Befunde zur Besprechung mit, insbesondere solche, die die Brust betreffen (z.B. Mammografie). Weiterhin werden Sie speziell nach Erkrankungen und Voroperationen im Bereich der Brust (z.B. Brustbiopsien) sowie einer familiären Belastung durch Brustkrebs gefragt.
Wenn Sie in absehbarer Zeit eine wesentliche Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft planen, sollte dies bei der Planung einer Brustvergrösserung berücksichtigt werden, da sich die Brust sowohl durch Gewichtsschwankungen als auch eine Schwangerschaft und das Stillen in unvorhersehbarer Weise verändern kann. Es gibt keinen wissenschaftlich begründeten Hinweis darauf, dass ein Brustimplantat die Schwangerschaft oder Stillfähigkeit beeinträchtigen könnte. Allerdings kann das langfristige Ergebnis einer Brustvergrösserung durch eine Schwangerschaft leiden.
Es gibt keinen wissenschaftlich begründeten Hinweis darauf, dass Brustimplantate das Risiko an Brustkrebs zu erkranken erhöhen. Ein Brustimplantat kann aber die Durchführung einer Mammographie erschweren, weshalb die Entscheidung für eine Brustvergrösserung bei Frauen mit familiär erhöhtem Brustkrebsrisiko sorgfältig abgewogen werden muss. Implantate, die unter dem Brustmuskel liegen beeinträchtigen die Durchführung einer Mammographie meist weniger als Implantate, die auf dem Muskel liegen. Allerdings müssen andere Faktoren, die Einfluss auf die optimale Implantatlage haben, berücksichtigt werden.
Das operative Vorgehen bei einer Brustvergrösserung mit Implantaten hängt vorwiegend von drei Faktoren ab: 1. dem Brustimplantat, 2. dem Zugangsweg für die Implantation und 3. der Implantatposition.
1. Das Brustimplantat
Derzeit sind Brustimplantate erhältlich, die entweder mit Kochsalz oder Silikongel gefüllt sind. Die Implantathülle besteht in beiden Fällen aus Silikon und kann entweder glattwandig oder aufgerauht (texturiert) sein, wobei texturierte Implantate weniger zur Verkapselung neigen als glattwandige Implantate. Brustimplantate können rund oder tropfenartig (anatomisch) geformt sein und sind je nach Hersteller in unterschiedlichsten Grössen und Formen erhältlich. Bei Kochsalzimplantaten besteht die Möglichkeit die Implantathülle in leerem Zustand einzubringen und erst nach der Implantation mit steriler Kochsalzlösung zu füllen. Hierbei sind kleinere Anpassungen des Implantatvolumens bei Bedarf noch während der Operation möglich. Silikonimplantate werden hingegen bereits mit einem weichen Silikongel gefüllt in fertigem Zustand geliefert. Für ihre Einbringung sind daher teilweise etwas längere Schnitte nötig als bei Kochsalzimplantaten. Der Vorteil von Silikonimplantaten liegt in der natürlicheren Konsistenz gegenüber Kochsalzimplantaten und der Verfügbarkeit einer grossen Formenvielfalt. Zudem ist durch die Entwicklung des kohäsiven Silikongels und von Implantathüllen mit höherer Dichtigkeit die Gefahr eines Silikonaustritts bzw. „Auslaufens“ minimal. Bei der Wahl der Implantatgrösse und Form sollten neben Ihren persönlichen Wünschen auch Ihre Körperproportionen, das vorhandene Brustgewebe und individuelle Besonderheiten sowie Erfahrungswerte Ihres Operateurs berücksichtigt werden.
Brustimplantate und neue Füllmaterialien werden kontinuierlich weiterentwickelt. Über die aktuellen wissenschaftlichen Daten informieren wir Sie gerne im Rahmen des Beratungsgespräches.
2. Der Zugangsweg
Silikongel Brustimplantate können über einen Hautschnitt in der Brustumschlagfalte, am Rand der Brustwarze oder in der Achselhöhle eingebracht werden. Welcher Zugangsweg bei Ihnen empfehlenswert ist hängt von der Art und Grösse des Implantates, anatomischen Besonderheiten, wie der Grösse der Warzenhöfe und der Position der Unterbrustfalten, und Ihren persönlichen Wünschen ab.
3. Die Implantatposition
Von einem der oben genannten Zugangswege wird eine Tasche im Gewebe gebildet, in die das Brustimplantat eingelegt wird. Die Tasche kann entweder unter der Brustdrüse (subglandulär) und auf dem Brustmuskel (präpektoral) oder unter dem Brustmuskel (submuskulär) und auf der Brustwand (retropektoral) geschaffen werden. Welche Lage des Implantates vorteilhaft ist hängt von der lokalen Gewebebeschaffenheit, der Gewebedicke, der gewünschten Brustform und der Art des Brustimplantates ab. Beispielsweise werden anatomisch geformte Brustimplantate bei dünnem Weichteilmantel im Decolleté meist unter dem Muskel eingebracht, runde Implantate hingegen und anatomische Implantate bei ausreichender Weichteilbedeckung häufig über dem Muskel. Die Vor- und Nachteile der jeweiligen Implantatposition müssen im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden. Eine kombinierte Implantatposition („Dual plane“ Technik), bei der das Implantat am oberen Brustpol (Decolleté) unter dem Muskel und am unteren Brustpol unter der Brustdrüse zu liegen kommt, vereint die Vorteile beider Techniken und bietet daher in vielen Fällen ideale Voraussetzungen für ein optimales und dauerhaftes Ergebnis.
Bei erschlaffter Brust und tief stehender Brustwarze ist in manchen Fällen die Kombination der Brustvergrösserung mit einer Bruststraffung (Mastopexie) sinnvoll, wobei dann zusätzliche Narben für eine bessere Brustform in Kauf genommen werden müssen.
Eine Brustvergrösserung erfolgt in der Regel in Vollnarkose ambulant in der Praxis oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes. Die Operation dauert meist 1-2 Stunden. Gelegentlich werden Drainageschläuche am Ende der Operation eingebracht, die Blut und Wundsekret aus der Wunde ableiten und nach wenigen Tagen entfernt werden.
Welche Risiken hat die Brustvergrösserung mit Implantaten?
Brustvergrösserungen mit Implantaten gehören zu den häufigsten Operationen die von plastischen Chirurgen durchgeführt werden. Bei korrekter Indikationsstellung und Durchführung sind schwere Komplikationen, wie die Infektion oder Perforation eines Brustimplantate sehr selten. Im Einzelfall können Sie jedoch die vorübergehende Entfernung des Implantates erfordern. Deshalb sollte jede Frau vor einer Brustvergrösserung über sämtliche Risiken und möglichen Komplikationen informiert werden, am besten im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs.
Zu den leichteren Komplikationen, die meist folgenlos ausheilen, zählen Blutergüsse (Hämatome), Wundflüssigkeitsansammlungen (Serome) und Schwellungen. Ausgeprägte Blutergüsse können die operative Entfernung erforderlich machen. Gefühlsstörungen der Brusthaut und Brustwarzen treten gelegentlich auf, sind aber meist nur vorübergehend.
Allgemeine Risiken des operativen Eingriffs sind:
- Hämatom (Bluterguss), Blutung und Schwellung
- Serom (Ansammlung von Wundsekret)
- Wundheilungsstörung oder -infektion
- Nahtdehiszenz (Auseinanderweichen der Nähte)
- Verletzung von Nerven oder Gefässen
- Taubheitsgefühl (vorübergehend oder permanent)l im Operationsgebiet
- Durchblutungsstörung der Brusthaut oder Brustwarze
- Narben
- Leichte Asymmetrie
- Korrekturoperationen
- Thrombose, ggf. Embolie
Der Körper erkennt jedes Brustimplantat, unabhängig von seinem Inhaltsstoff, als fremdes Material und bildet als Teil der normalen Wundheilung eine Kapsel aus Bindegewebe um diesen Fremdkörper. In der Regel ist diese Bindegewebskapsel so dünn, dass sie nicht zu tasten ist. Im Einzelfall kann sie im Laufe der Jahre jedoch dicker werden und schrumpfen, wodurch sich die Brust dann fester anfühlt. In diesem Fall spricht man von einer Kapselfibrose, die in unterschiedlichen Schweregraden auftreten kann. Schwere Kapselfibrosen können die Brustform verändern oder Missempfindungen auslösen. In solchen Fällen kann eine Operation erforderlich sein, um die Bindegewebskapsel zu behandeln oder zu entfernen und ggf. das Brustimplantat zu wechseln.
Brustimplantate unterliegen im Laufe der Zeit einer Materialalterung und halten möglicherweise nicht ein Leben lang. Eine defekte Implantathülle führt bei einem mit Kochsalz gefüllten Implantat zur Resorption der harmlosen Kochsalzlösung, was sich in einem Verlust des Brustvolumens innerhalb weniger Stunden äussert. Bei einem Silikonimplantat hingegen ist ein Implantatdefekt oft weder sichtbar noch tastbar und kann nur mit speziellen Untersuchungsmethoden, wie der Sonografie oder Kernspintomografie (MRT) nachgewiesen werden. Obwohl das stark vernetzte (köhäsive) Silikongel moderner Brustimplantate nicht ins Gewebe auslaufen kann, sollte ein defektes Implantat entfernt bzw. ausgetauscht werden. Einige Hersteller von hochwertigen Markenimplantaten gewähren inzwischen eine lebenslange Qualitätsgarantie für ihre Produkte. Im Falle eines nicht durch äusserliche Gewalt verursachten Implantatdefektes übernehmen diese Hersteller dann einen Teil der Kosten für einen Implantatwechsel. Wir verwenden deshalb ausschliesslich Markenimplantate mit entsprechender Qualitätsgarantie und empfehlen jährliche Kontrollen der Brustimplantate, wenn erforderlich mit modernen bildgebenden Verfahren.
Wenn Sie in einem Alter sind, in dem eine Mammografie in regelmässigen Abständen empfohlen wird, sollten Sie einen Radiologen wählen, der in der Untersuchung von Brustimplantate erfahren ist. Mit speziellen Untersuchungstechniken und ggf. zusätzlichen bildgebende Verfahren, wie Ultraschall oder Kernspintomografie, ist die Brustkrebsvorsorge auch bei Trägerinnen von Brustimplantaten möglich. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass die Rate an Brustkrebserkrankungen als auch das Risiko für bestimmte Erkrankungen des Bindegewebes und Immunsystems (z.B. Rheuma) bei Frauen mit Brustimplantaten nicht erhöht ist. Auch die Stillfähigkeit wird durch Brustimplantate nicht beeinträchtigt.
Wie verhalte ich mich vor der Brust-OP?
Unser Ziel ist es Ihnen die Operation selbst als auch die Zeit davor und danach so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch einige Verhaltensregeln können Sie uns und sich hierbei unterstützen.
So ist es für Raucherinnen ratsam das Rauchen 2 Wochen vor und nach der Operation einzustellen, da Rauchen die Wundheilung beeinträchtigen kann. Bestimmte Medikamente, die das Risiko von Blutungen erhöhen, wie Aspirin, nicht-steroidale Entzündungshemmer sowie einige Vitaminpräparate und homöopathische Mittel sollten ebenfalls 2 Wochen vor der Operation abgesetzt werden. Sie erhalten hierzu von uns vor der Operation genaue Instruktionen.
In Abhängigkeit von Ihrem Alter und zusätzlichen Risikofaktoren empfiehlt sich im Einzelfall vor und ggf. einige Monate nach einer Brustvergrösserung eine Basis-Mammographie. Diese kann hilfreich sein, um zukünftige Veränderungen des Brustgewebes besser beurteilen zu können. Allerdings kann die Durchführbarkeit einer Mammographie nach einer Brustvergrösserung eingeschränkt sein. Hingegen ist die Selbst-Untersuchung der Brust als auch Utraschall- und kernspintomographische Untersuchungen nach einer Brustvergrösserung weiterhin möglich.
Brustvergrösserungen mit Implantaten können meist ambulant in Narkose durchgeführt werden. Wenn dies der Fall ist sollten Sie sicherstellen, dass Sie nach der Operation abgeholt und zuhause über die nächsten 24 Stunden betreut werden können. Bei bestimmten Vorerkrankungen kann im Einzelfall die stationäre Behandlung im Spital mit Übernachtung sinnvoll sein.
Wie verläuft der Operationstag?
Die Brustvergrösserung mit Implantaten wird meist ambulant oder kurzstationär in der AARE KLINIK durchgeführt. Im Einzelfall, z.B. bei bestimmten Vorerkrankungen oder aus persönlichen Gründen, kann eine stationäre Behandlung im Privatspital sinnvoll sein.
Während der Operation erhalten Sie zu Ihrem Wohlbefinden verschiedene Medikamente. In der Regel wird eine Brustvergrösserung in Narkose durchgeführt. Zu Ihrer Sicherheit werden während der Operation u.a. Blutdruck, Puls und Sauerstoffgehalt im Blut auf Monitoren überwacht.
Am Ende der Operation wird ein spezieller Brustverband oder BH angelegt und Sie werden in den Aufwachraum gebracht und dort weiterhin überwacht, bis Sie vollständig wach sind und aufstehen können. Bereits nach wenigen Stunden dürfen Sie wieder nachhause. Sollten Sie stationär im Spital operiert werden, so bringt man Sie vom Aufwachraum auf die Bettenstation, wo Sie bis zum nächsten Tag bleiben. Bereits am Operationstag sollten Sie in der Lage sein regelmässig aufzustehen und einige Minuten zu gehen, um das Risiko einer Thrombose zu minimieren. Die Schmerzen nach einer Brustvergrösserung sind meist gering und mit einem starken Muskelkater zu vergleichen. Sie sind mit leichten abschwellend wirkenden Schmerzmitteln gut zu behandeln, die Sie in den ersten Tagen zuhause weiter einnehmen können.
Nach ambulanten Narkosen sollten Sie von einer Person nachhause gebracht und dort in den ersten 24 Stunden kontinuierlich betreut werden. Diese Person erhält von uns alle notwendigen Instruktionen für Ihre Nachbetreuung sowie Verhaltensregeln im Falle von Komplikationen oder unerwarteten Ereignissen. Auf Wunsch bieten wir Ihnen in der AARE KLINIK eine kurzstationäre Nachbetreuung durch eine examinierte Pflegekraft im Einzelzimmer an.
Was passiert nach der Brust-Operation?
Es ist wichtig zu wissen, dass die Erholungszeit nach jeder Operation individuell variiert. In den ersten Tagen nach der Brustvergrösserung sollten Sie sich körperlich schonen und die Arme nicht über Schulterhöhe anheben, sowie nicht schwer heben. Nehmen Sie nur die Ihnen verordneten Schmerzmittel ein und keine Medikamente, die Aspirin oder andere gerinnungshemmende Substanzen enthalten. Tragen Sie den Ihnen angepassten Spezial-BH kontinuierlich über insgesamt 4-6 Wochen und halten Sie sich an unsere Empfehlungen. Körperlich anstrengende und sportliche Aktivitäten sollten Sie über einige Wochen vermeiden.
In den ersten 2-5 Tagen nach dem Eingriff kann ein Spannungsgefühl und leichter Wundschmerz in der Brustregion auftreten. Brusthaut und Brustwarzen können vorübergehend ein Taubheitsgefühl als auch eine Überempfindlichkeit aufweisen. Leichte Schwellungen und Blutergüsse im Bereich der Brust bilden sich meist innerhalb von 2-3 Wochen zurück. In der Regel sind Sie ein bis zwei Tage nach der Operation auf den Beinen und können die meisten Ihrer täglichen Aktivitäten wieder ausüben. Die Verbände und ggf. Wunddrainagen werden in den ersten Tagen nach der Operation entfernt, wonach Sie wieder normal Duschen können. Auf Vollbäder wie auch übermässige Wärme (z.B. Sauna) sollten Sie hingegen mehrere Wochen verzichten, bis sich alle Schwellungen zurückgebildet haben. Die Hautnähte sind meist resorbierbar und müssen nicht gezogen werden. Andernfalls werden Hautnähte nach einer Woche entfernt. Häufig können Sie bereits einige Tage bis eine Woche nach der Brustvergrösserung abhängig von den in Ihrem Beruf erforderlichen Tätigkeiten wieder arbeiten.
Nach Entfernung der Hautnähte empfehlen wir den Beginn einer intensiven Haut- und Narbenpflege mit rückfettenden Hautsalben und leichter Massage. Im Einzelfall kann eine spezielle Nachbehandlung mit Silikongel oder Silikonpflastern über 2-3 Monate sinnvoll sein. Die frischen Narben sollten über mindestens 6 Monate keiner UV-Strahlung ausgesetzt werden, um eine verstärkte Pigmentierung zu verhindern.
Wann sieht man das endgültige Operationsergebnis?
Der Heilungsprozess verläuft allmählich und es braucht mehrere Monate bevor das Operationsergebnis abschliessend beurteilt werden kann. Die Narben an der Brust können über einige Monate gerötet sein oder dunkler pigmentiert erscheinen, verblassen aber mit der Zeit und sind dann meist kaum sichtbar.
Eine Brustvergrösserung mit Implantaten lässt die Brust voller und straffer erscheinen und verbessert ihre Form. Häufig erfahren Frauen nach einer Brustvergrösserung ein gesteigertes Selbstvertrauen und empfinden es einfacher bestimmte Kleidung zu tragen.
Das Ergebnis einer Brustvergrösserung mit Implantaten ist in der Regel lang anhaltend. Jedoch wirken die Schwerkraft und der Alterungsprozess kontinuierlich auf die Brust jeder Frau ein und verändern mit den Jahren allmählich deren Form und Grösse. Auch Gewichtsschwankungen, Schwangerschaft und Lebensstil können das Ergebnis beeinflussen. Sollten Sie nach einigen Jahren mit der veränderten Brustform unzufrieden sein, kann durch eine Bruststraffung wieder eine jugendlichere Brustform wieder hergestellt werden.
Die Reaktion des Brustgewebes auf das Fremdmaterial kann mit der Zeit zu einer Verkapselung des Implantates führen, wodurch sich die Brustform verändern oder auch ein Spannungsgefühl oder Schmerzen in der Brust auftreten kann.
Was kostet eine Brustvergrösserung mit Implantaten?
Eine Brustvergrösserung mit Implantaten dient der Verbesserung des Aussehens und ist somit eine ästhetisch indizierte Operation. Die Kosten müssen daher von der Patientin selber getragen werden. Seltene Ausnahmen sind schwerwiegende Fehlbildungen der Brust, wie z.B. das angeborene Fehlen einer oder beider Brüste (Amastie) oder auch schwere Brustasymmetrien, bei denen die Brustvergrösserung medizinisch indiziert ist. In diesen Fällen können die Kosten für das Einbringen von Brustimplantaten von den Krankenkassen übernommen werden. Allerdings besteht auch in diesen Fällen keine automatische Kostenübernahmepflicht, so dass vor dem Eingriff eine Kostengutsprache gestellt werden muss. Die Entscheidung, ob eine Brustvergrösserung als Pflichtleistung von der Krankenkasse anerkannt und bezahlt wird obliegt auch nach Empfehlung des Vertrauensarztes im Einzelfall der Krankenkasse. Die Entfernung von Brustimplantaten bei Komplikationen, wie Kapselfibrosen oder Implantatinfekten werden derzeit von den Krankenkassen getragen, nicht hingegen das erneute Einbringen von Brustimplantaten oder eine Straffung der Brust zur Formverbesserung.
Die Kosten für eine Brustvergrösserung mit Implantaten sind variabel und vor allem abhängig vom Ausmass der Operation, den verwendeten Brustimplantaten und der Einrichtung in der die Operation durchgeführt wird (AARE KLINIK oder Spital). Ein genauer Kostenvoranschlag kann daher erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch erstellt werden.
Die Kosten setzen sich zusammen aus:
- Operationshonorar (inkl. Vorbesprechung und Nachsorge)
- Anästhesiehonorar
- Brustimplantate
- Technische Leistung (AARE KLINIK/Spital)
- Ggf. Spitalaufenthalt
- Spezial-BH und Brustgurt
- Medikamente
- Ggf. Diagnostik (Labor, EKG, etc.)
Brustimplantate und ALCL
Im Janaur 2016 gab die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA ein Update der 2011 veröffentlichten Stellungnahme über den möglichen Zusammenhang von Brustimplantaten und dem Auftreten von anaplastischen Grosszell-Lymphomen (ALCL), einer seltenen Form des Non-Hodgkin Lymphoms.
Entsprechend der World Health Organization (WHO) ist das brustimplantat-assoziierte ALCL (BI-ALCL) kein Brustkrebs bzw. Krebs des Brustgewebes sondern ein Lymhom, d.h. ein Krebs von Zellen des Immunsystems. Frauen mit Brustimplantaten haben demnach ein sehr niedriges, aber gegenüber der Normalbevölkerung erhöhtes Risiko an einem ALCL im Bereich der Brustimplantate zu erkranken.
Frauen mit Brustimplantaten wird empfohlen ihren plastischen Chirurgen zu kontaktieren, wenn Schwellungen, Flüssigkeitsansammlungen oder unerwartete Veränderung der Brustform auftreten.
Bei Patientinnen mit auf ein BI-ALCL verdächtigen Brustveränderungen sollte das Implantat umgehend entfernt werden.
Das brustimplantat-assoziierte ALCL ist sehr selten mit einer Häufigkeit von ca. 1:30‘000 Implanaten in Europa und den USA. Wenn es auftritt, ist es in der Mehrzahl der Fälle gut behandelbar und in 85% der Fälle heilbar durch die Entfernung des Implantates. Eine Chemotherapie kann in Fällen durchgeführt werden, bei denen der Tumor gestreut hat. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA und die Fachgesellschaften der Plastischen und Ästhetisch-plastischen Chirurgen (ASPS und ASAPS) empfehlen allen Frauen, einschliesslich denjenigen mit Brustimplantaten, ihre normalen Routineuntersuchungen und Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen, einschliesslich einer Mammographie, wenn nötig.
Die FDA und das amerikanische Institute of Medicine (IOM) stellten fest, dass Brustimplantate nicht die Gesundheit gefährden und die wissenschaftliche Datenlage belegt die derzeitige Annahme, nach der FDA-certifizierte Brustimplantate als sicher und effektiv gelten.