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Spieler wie Kevin Durant, Stephen Curry und Klay Thompson sind die klingenden Namen des NBA-Champions Golden State Warriors. Doch den Ton gibt ein anderer an.
Seit 4 Jahren schafft es Coach Steven Kerr, dass sich auch die grössten Stars dem Team unterordnen. Mit Erfolg: Seit Kerr Coach ist, haben die Warriors jedes Jahr den Final erreicht und dreimal den Titel gewonnen.
Trump-Kritiker
Es ist eine besondere Aura, die den 52-Jährigen umgibt. Wenn er spricht, dann hören nicht nur die besten Basketballspieler der Welt zu. Auch in politischen Kreisen findet er interessierte Zuhörer. Kerr ist ein lautstarker Kritiker von US-Präsident Donald Trump. Er spricht offen und differenziert über Themen wie illegale Einwanderung, Rassismus und Waffengewalt.
Die Wurzeln seines Engagements liegen in seiner Familie. Kerr wuchs im Nahen Osten auf. Sein Vater arbeitete als Politologe im Libanon, bis er 1984 von Dschihadisten hingerichtet wurde.
Titelsammler
Kerr lebte zu dieser Zeit bereits in den USA, um seine Basketballkarriere zu verfolgen. Der Sport half ihm, um über den tragischen Verlust seines Vaters hinwegzukommen. An der Seite von Michael Jordan gewann er 1996 zum ersten Mal die NBA.
Insgesamt 5 NBA-Titel sammelte Kerr als Spieler. Gut möglich, dass er diese Marke bald auch als Trainer erreicht. Denn was Kerr anfasst, wird zu Gold.
Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 09.06.18, 07:30 Uhr