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Höhen und Tiefen der Erde im 90-Meter-Raster
Manche Aufnahmen des 3D-Höhenmodells des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) scheinen auf den ersten Blick abstrakte Kunstwerke zu sein. Das gilt für die nördlichen Appalachen im US-Bundesstaat Pennsylvania: Ihr gefaltetes Gestein erinnert an eilig hingeworfene, rote Pinselstriche.
Quelle: DLR
Das 3D-Höhenmodell bildet die gesamte Erdoberfläche ab.
Quelle: DLR
Die nördlichen Appalaschen in Pennsylvania.
Quelle: DLR
Palmerland auf der antarktischen Halbinsel.
Quelle: DLR
Sahara.
Quelle: DLR
Tibet.
Quelle: DLR
Die Satellitenzwillinge "TerraSAR_X" und "TanDEM-X" haben die Bilder für das Höhenmodell aufgenommen.
Die Farben sind im Nachhinein verfremdet worden, um unterschiedliche Höhen anzuzeigen. Das Modell deckt die gesamte Erdoberfläche ab und setzt sich aus unzähligen Fotos zusammen, die zwischen 2011 und Ende 2015 im Rahmen der Tandem-X-Mission von zwei Radarsatelliten geschossen worden sind. Sie
nahmen parallel denselben Geländeabschnitt auf, jedoch aus leicht unterschiedlicher Perspektive. Daraus berechneten die Wissenschaftler des DLR ein exaktes Höhenmodell der Erde, mit einer absoluten Höhengenauigkeit von einem Meter.
Während der Zugang zu den so erstellten Modellen im 12- respektive im 30-Meter-Raster wegen kommerziellen Verwertungen eingeschränkt ist, steht hingegen das 90-Meter-Modell auf dem DLR-Server (https://geoservice.dlr.de) gratis zur Verfügung. Man erwarte mehrere Hundertausende Downloads, heisst es beim DLR. Die Modelle dienen nicht nur der Erstellung topographischer Karten.
Sie zeigen auch Landnutzung oder Vegetation an. Zudem werden daraus auch Entwässerungswege ersichtlich, und es kann zur Beobachtung von Gletschern genutzt werden. (mai)