Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/1525

Im Schlussgang auf der Rigi standen sich die beiden Innerschweizer Verbandskollegen Pirmin Reichmuth und Joel Wicki gegenüber. Joel Wicki, der vor Wochenfrist bereits das Innerschweizer Schwing- und Älplerfest gewonnen hat, stand in dieser Saison noch in jedem Schwingfest, das er bestritten hat, im Schlussgang. Bei einem Gestellten im Schlussgang hätte der von seiner Verletzung wieder genesene Samuel Giger den Sieg auf der Rigi geerbt.
Nach etwas mehr als einer Minute im Schlussgang befreite sich Joel Wicki ein erstes Mal in extremis aus einer beinahe aussichtslos scheinenden Situation am Boden. Beim nächsten Zug musste sich Joel Wicki dann aber Pirmin Reichmuth endgültig geschlagen geben. Der Sieg auf der Rigi ist gleichbedeutend mit dem fünften Bergkranz von Pirmin Reichmuth. Für Joel Wicki war es erst die zweite Niederlage in diesem Jahr.
Pirmin Reichmuth startete mit einer Niederlage gegen Werner Schlegel in den Wettkampf, ehe er dann eine fulminante Aufholjagd begann. Er liess sich viermal die Maximalnote 10 auf dem Notenblatt notieren, darunter waren auch zwei Siege gegen die beiden Eidgenossen Matthias Herger und Jonas Burch. Joel Wicki eröffnete seinen Wettkampf mit einem Gestellten gegen Samuel Giger. Danach folgten vier gewonnene Gänge darunter, drei mit der Maximalnote zehn. Im fünften Gang legte er den bis dahin führenden Ostschweizer, Werner Schlegel, im ersten Zug auf den Rücken.
Pirmin Reichmuth zeigte sich nach seinem Sieg auf der Rigi sehr zufrieden und meinte im abschliessenden TV-Interview, dass er immer gewusst habe, dass er ein solches Fest gewinnen kann. Bei der Niederlage im Anschwingen gegen Werner Schlegel könne er sich nicht viel vorwerfen. Dieser hätte sich sehr gut auf seine Schwingweise eingestellt. Danach fand er aber immer besser in den Wettkampf. «Mein Vater und mein Bruder haben bereits einen Rigi-Kranz, entsprechend motiviert war ich heute, ebenfalls einen solchen Kranz zu holen. Vor neun Jahren war ich das erste Mal auf der Rigi, ich habe mir damals das erste Mal das Kreuzband gerissen. Entsprechend war es heute auch eine Art Versöhnung mit damals.» Er hätte gewusst, dass er konditionell noch nicht auf der Höhe von Joel Wicki sei, entsprechend hätte er früh die Entscheidung gesucht, was letztlich dann auch gelungen ist.
(Foto: freshfocus)