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China hat die Vereinigten Staaten gewarnt, dass Regeln zur Abschaffung chinesischer Unternehmen, die an US-Börsen notiert sind, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ernsthaft schädigen könnten. Laut Washington wenden chinesische Unternehmen betrügerische Rechnungslegungspraktiken an.
Der US-Senat hat kürzlich neue Gesetze verabschiedet, nach denen chinesische Unternehmen, die in den USA notiert sind, strengere Rechnungslegungsvorschriften einhalten müssen, da sie sonst ihre Listings in New York verlieren würden. Dazu gehören die großen chinesischen Technologieunternehmen Alibaba, Baidu und JD.com, die jetzt an der Wall Street notiert sind. Derzeit haben die US-Behörden nur eingeschränkten Zugang zu den Büchern chinesischer Unternehmen.
In den USA notierte chinesische Unternehmen suchen bereits nach Alternativen. Zum Beispiel möchte der Webshop JD.com Aktien in Hongkong ausgeben. Baidu würde eine Notierung an der US-amerikanischen Technologiebörse Nasdaq in Betracht ziehen.
Das Problem erhöht die Spannungen zwischen China und den USA. Diese Spannungen haben in letzter Zeit aufgrund der chinesischen Einmischung in Hongkong und der Koronakrise stark zugenommen. Das vorläufige Handelsabkommen zwischen den beiden wirtschaftlichen Supermächten gerät zunehmend unter Druck.