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Lausanne - Harter Schlag für Lausanne: Die Sammlung Planque geht für mindestens 15 Jahre ins Museum Granet in Aix-en-Provence (F). Nachdem die Waadtländer Stimmberechtigten das neue Kunstmuseum abgelehnt hätten und das neuste Projekt noch sehr unsicher sei, habe man eine Lösung suchen müssen, hiess es seitens der Stiftung.
Die Werke hätten nicht mehr dauernd quer durch ganz Europa transportiert werden können, sagte Michel Pflug, Präsident der Stiftung Jean und Suzanne Planque, am Freitag zur Nachrichtenagentur SDA. Nach dem Nein der Waadtländer Stimmbevölkerung zum neuen Kunstmuseum habe die Stiftung gegen 15 Angebote erhalten, um ihre Werke unterzubringen.
Die Sammlung Planque beinhaltet rund 300 wertvolle Bilder, Zeichnungen und Skulpturen von Künstlern aus dem 20. Jahrhundert. Darunter sind etwa Werke von Picasso, Van Gogh, Klee, Degas, Léger, Nicolas de Staël, Monnet, Dubuffet, Aloïse und Soutter. Die Kunstwerke zusammengetragen hatte der Waadtländer Jean Planque (1910-1998).
Nicht für immer kehrt jedoch die Stiftung der Schweiz den Rücken. Man habe alle Vorkehrungen getroffen, um sich nach 15 Jahren frei entscheiden zu können, sagte Pflug.
Maryse Joissains Masini, Mitglied der Exekutive von Aix-en-Provence, freut sich und bezeichnete die Sammlung als "unschätzbare Bereicherung" für das Museum Granet.
Die Waadtländer Regierung ihrerseits nimmt den Entscheid "zur Kenntnis", wie sie in einem Communiqué schreibt. Nachdem das Kunstmuseum 2008 an der Urne abgelehnt worden war, habe man der Stiftung finanzielle Unterstützung angeboten.
Zudem habe man diese über das neue Projekt laufend informiert. Zurzeit wird in Lausanne über ein neues Kunstmuseum in den alten Hallen der SBB diskutiert.
SDA-ATS