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Nach Freigabe durch die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) am 19. Oktober wurde der Volllastbetrieb am 25. Oktober aufgenommen. Die Ergebnisse von minutiösen Ultraschall-Prüfungen am Reaktordruckgefäss und an den Hauptkühlmittelleitungen lassen den Schluss zu, dass das KKB-II ohne weiteres eine Betriebsdauer von 50 oder mehr Jahren erreichen kann. Während der Abstellung waren 20 der 121 Brennelemente durch neue ersetzt worden, wovon acht Mischoxid-Brennelemente sind. Die lange Abstelldauer war in erster Linie durch den Austausch der Dampferzeuger bedingt. Für den Austausch wurde eine Öffnung im Reaktorsicherheitsgebäude erstellt, die alten Dampferzeuger wurden ausgebracht und die beiden neuen - je rund 200 Tonnen schwer - im Sicherheitsgebäude platziert. Die diversen Zuleitungen aus rostfreiem Stahl wurden dabei ersetzt und anschliessend eingehend geprüft. Der Austausch der Dampferzeuger sowie die begleitenden Projekte haben einen verbesserten Wirkungsgrad zur Folge. Im Block 1, wo die Dampferzeuger bereits 1993 gewechselt worden waren, beträgt die Leistungssteigerung 8 MW netto. Auch Block 2 erreicht jetzt die erhöhte elektrische Leistung von 380 MW brutto. Aufgrund der Abnahmeprüfungen sowie der tatsächlichen Betriebsergebnisse wird die neue Nennleistung auf den 1. Januar 2000 festgelegt. Dank der neuen Dampferzeuger und der kontinuierlichen Nachrüstung entsprechen die wichtigsten Komponenten denen einer Neuanlage.
Quelle
M.E. nach Mitteilungen der NOK vom 14. Oktober und 4. November und der HSK vom 19. Oktober 1999