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Holpert der Titel? Hoffentlich. Denn das Wort Mitgliederinnen gibt es nicht. Eigentlich.
Im Zuge der politischen Korrektheit versuchen wir heutzutage, alles genderneutral zu formulieren. Also so, dass kein Geschlecht benachteiligt wird. Dazu gehören die hübschen Konstruktionen wie z. B. Teilnehmer/innen, LehrerInnen oder Kolleg(inn)en. Dass dies die Lesbarkeit verschlechtert oder die Texte komplizierter macht, ist ein anderes Thema.
Sexismus in der Sprache
Es ist aber eine Tatsache, dass in vielen Texten das generische Maskulinum verwendet und die Frauen damit aussen vor gelassen wurden. Mitgemeint waren sie immer, explizit erwähnt wurden sie jedoch nicht. Und dies führte berechtigterweise zu Fragen und Kritik.
Zu weit getrieben
Mitglieder und Mitgliederinnen passen auf den ersten Blick ins gewohnte Schema. Aber irgendwie auch nicht. Das Wort Mitglied ist eine Personenbezeichnung mit festem Genus und keine typische Personenbezeichnung auf -er; es lässt sich darum auch kein -in für die weibliche Form anhängen. Das Wort Mitglied ist ein Neutrum und bezeichnet sowohl Frauen als auch Männer.
Waisenkinder
Sehr ähnlich verhält es sich mit dem Wort Gast: Es gibt keine Gästin. Oder bei der Waise. Da gibt es nur die Waise. Auch wenn es ein Junge ist, der keine Eltern hat. Und um die Geschlechterverwirrung perfekt zu machen, stellen wir Ihnen noch den Vamp vor. Ein maskulines Substantiv, das nur für Frauen verwendet werden kann.
Also passen Sie auf, wenn Sie das nächste Mal einem Vamp über den Weg laufen. Vielleicht heisst er Julia und ist Mitglied einer Sekte, die von einer Waise gegründet wurde, deren Name Robert ist.