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- Oxfam-Analyse deckt alle Finanzierungsmöglichkeiten für die COVID-19-Impfung auf
- Argentinien erhebt den Superreichen eine einmalige Corona-Steuer
- Experte Niejahr hält das Leeren von Steueroasen für einen wichtigen Schritt
Die Superreichen sollen 99% Steuern auf Pandemie-Gewinne zahlen – zumindest wenn Organisationen wie Oxfam, „Elimination of Inequality“, „Policy Research Institute“ und „Patriotic Millionaires“ Erfolg haben. In einer Pressemitteilung von Oxfam wurde dies gefordert: «Organisationen fordern die Regierung auf, den Superreichen, die von der Pandemiekrise profitiert haben, mehr Steuern aufzuerlegen, um die Kosten der Krise zu decken.»
Experte: «[Jeff Bezos] ist eher bereit, Geld für spannende Weltraumflüge auszugeben.»
Oxfam schrieb weiter: „Eine Vermögenssteuer von 99% auf die Gewinne von Milliardären während der Pandemie kann jedermann die Finanzierung der COVID-19-Impfung ermöglichen.“ Mittel, um mindestens 1% der Menschen mit der ersten Impfung zu versorgen.
Tobias Hausschild, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei Oxfam in Deutschland, erklärte: «Milliardär Jeff Bezos kann mit seinem Vermögen persönlich dafür sorgen, dass jeder auf der Welt genügend Impfstoffe hat. Aber er gibt sein Geld lieber für aufregende Weltraumflüge aus.»
Selbst mit einer 99%igen Steuer wären die Superreichen immer noch 55 Milliarden Dollar mehr als vor der Pandemie
Nach Angaben der Organisation werden laut Oxfams Daten, wenn alle 2.690 Milliardäre der Welt derzeit existieren, 99% ihres Pandemieeinkommens die 5,4 Billionen Dollar Staatskasse aufgeben – und die betroffenen Superreichen, wenn Sie mehr als 13,5 Billionen Dollar haben bis Ende Juli 2021 werden das immer noch 55 Milliarden Dollar mehr sein als vor der Pandemie. Seit Beginn der Pandemie ist das Vermögen von Jeff Bezos, dem ehemaligen Besitzer von Amazon, um 79,4 Milliarden Dollar gestiegen. In den vergangenen Monaten – insbesondere nachdem Argentinien im Dezember 2020 eine einmalige Corona-Steuer von den Superreichen gefordert und Medienberichten zufolge rund 2,4 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Pandemie erhalten hatte – gab es viele Diskussionen über die mögliche Corona Steuer in Deutschland. Die Meinungen sind jedoch geteilt: Nach den Parlamentswahlen im September kann es in diesem Bereich zu weiteren Entwicklungen kommen.
Experte: Umverteilung reicht nicht – Steueroasen müssen trocken gelegt werden
Elisabeth Niejahr, Ökonomin und Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, sagte gegenüber Deutschlandfunk Kultur, die Umverteilungsmethode sei nicht schlecht – aber nicht genug. Im Gegenteil, Steueroasen müssen geleert werden, was ihrer Ansicht nach nur durch ein internationales Abkommen zu erreichen ist. Eine Erhöhung der Erbschaftssteuer in Deutschland wäre laut Nijar eine gute Möglichkeit, Vermögende zu besteuern. Derzeit habe beispielsweise Deutschland bei der Krankenversicherung viele Steuern, die «vollständig vom Mittelstand getragen werden».
Quelle: finanzen.ch