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Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu ist von den chinesischen Behörden an der Reise zu einem Literaturfestival in Australien gehindert worden. Wie die Organisatoren des Sydney Writers' Festival am Montag mitteilten, sei der kritische Autor auch davor gewarnt worden, seine Werke im Ausland zu veröffentlichen.
Das Festival sei enttäuscht und erstaunt über die Entscheidung, sagte der künstlerische Leiter Chip Rolley. Liao hatte auf dem Festival unter anderem zu dem wachsenden Einfluss Chinas sprechen und seine Werke vortragen sollen.
Der Autor des epischen Gedichts "Massaker", in dem er die Niederschlagung der Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz 1989 thematisiert, war im September die Ausreise zum Berliner Internationale Literaturfestival erlaubt worden. Zuvor hatten die Behörden ihm jedoch 14 Mal die Ausreise aus China verwehrt.
Liao, der auch als Lao Wei bekannt ist und in Sichuan lebt, wurde wegen seiner Kritik an der chinesischen Regierung mehrfach verhaftet. Seine Bücher, die sich kritisch mit der Lage der unteren Schichten der chinesischen Gesellschaft befassen und in mehrere Sprachen übersetzt wurden, sind in China verboten.
SDA-ATS