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Mit der gebauten Kiwi kam gleichzeitig der Wunsch einen ähnlichen Lautsprecher aber mit anderem Design zu entwickeln. Auf dem Lautsprechermarkt haben sich in den letzten Jahren zwei Standardformen etabliert: die eher geradlinige Form mit klaren Strukturen und die eher rundliche, wassertropfen- oder flügelähnliche Form. Letzteres als Gehäuse zu bauen ist aufwändig und benötigt viel Zeit. Nach den Simulationsberechnungen und erstellten Zeichnungen bestellte ich nach Absprache mit einem Hersteller einen kompletten Gehäusebausatz. Die Elemente wurden mit Geduld schrittweise in Führungsgestängen aufgeleimt, die Schallwände mit den gefrästen Schallöffnungen hinzugefügt und am Schluss bündig gefräst sowie sauber geschliffen, so dass ein komplettes Gehäuse entstand. Das Lackieren ist bei einem solchen Gehäuse mit den feinen horizontalen Strukturfräsungen, wie ich es gewünscht habe, aufwändiger als üblich.
Trotz den gleichen Lautsprecherchassis wurden gegenüber dem Kiwi Lautsprecher eine komplett neue Frequenzweiche entwickelt. Dies ist begründet durch das etwas grössere Gehäusevolumen und die breitere Front, welche die Schallreflexion und hervorgerufenen Interferenzen verändert. Schlussendlich konnte neben einem sehr lineraren Frequenzgang auch ein sehr ausgeglichener Klang erreicht werden. Was besonders an der Kiwi Wave auffällt, ist die Tiefe im Bassbereich. 30 Hertz hört man nicht aber sie klingen tief und wenn man mit der Lautstärke mass hält, dann klingt der Bass fein und strukturiert. Auch die leisen Töne hört man differenziert und die Musik löst sich ausgezeichnet von den Lautsprechern und das Stereobild wird räumlich abgebildet. Kiwi Wave ist ein Lautsprecher, den man durch seine besondere Struktur und besondere Form gerne ansieht und durch sein natürliches Klangbild auszeichnet.