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Wenn die Europäerin und der Europäer mehr Getreide, Obst und Gemüse, Eiweisspflanzen und weniger Fleisch, Eier, Fisch und Milchprodukte essen würden, wäre Europa im Jahr 2050 in der Lage, alle ihre EinwohnerInnen zu ernähren. Und dies durch eine nachhaltige, ökologische und klimafreundliche Landwirtschaft.
Gleichzeitig könnte Europa ihre Treibhausgasemissionen um 40 Prozent reduzieren und die Biodiversität erhalten. Dies sind die Ergebnisse einer Studie des französischen «Institut für Nachhaltige Entwicklung und Internationale Beziehungen» (Iddri). Um dies zu erreichen, müsste der Einsatz von Pestiziden und anderen landwirtschaftlichen Inputs gestoppt, und stattdessen grüne landwirtschaftliche Methoden wie Fruchtfolge, Sortenwahl, minimale Bodenbearbeitung, Nützlingseinsatz u.a. praktiziert werden. Ausserdem müssten Strukturen zur Förderung der Biodiversität wieder erstellt oder erhalten werden: Hecken, Teiche, Bäume, Blumenstreifen u.a.. Die französischen WissenschaftlerInnen betonen, dieses agroökologische Szenario würde es dem europäischen Agrarsektor nicht nur ermöglichen, die europäischen VerbraucherInnen zu ernähren, sondern auch, die aktuellen Exporte für Getreide, Milchprodukte und Wein beizubehalten. Darüber hinaus würde die europäische Abhängigkeit von Agrarimporten stark reduziert. Hier geht es zur Studie vom Iddri (auf Französisch).