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Ist der Patient in der Gletscherspalte nicht oder nur wenig verletzt und nicht eingeklemmt, kommt die herkömmliche Bergsteigerausrüstung zum Einsatz; Hilfsmittel wie zum Beispiel Bergseil, Karabiner, Eispickel und Eisschrauben. Mit dieser Ausrüstung richtet der Retter einen improvisierten Flaschenzug ein. Der Patient kann sich selbst an den Flaschenzug einhängen und wird aus der Gletscherspalte gezogen.
Ist der Patient verletzt oder gar bewusstlos, muss ein Retter in die Gletscherspalte hinein, um den Patienten zu versorgen und anzuhängen. Manchmal ist der Patient sogar eingeklemmt und rutscht immer tiefer in die sehr enge Spalte, denn durch seine eigene Körperwärme schmilzt das Eis um ihn herum langsam. Die Retter können in diesem Fall nur bis zum Patienten vorstossen, indem sie einen Schacht ins Eis hauen und so die Spalte ausweiten.
Um solche Rettungen durchzuführen, benötigen die Rega und der SAC (Schweizer Alpen-Club) eine Spezialausrüstung, den sogenannten Spaltenrettungscontainer. Nachfolgend die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände im Container:
1.) Das Dreibein mit zwei von Hand angetriebenen Winden: Das Dreibein mit der Winde wird direkt über der Spalte aufgestellt. So kann der Retter mit dem Patienten direkt am Seil hochgezogen werden.
2.) Ein elektrisch oder mittels Kompressor angetriebener Abbauhammer: Mit diesem Werkzeug wird der oben beschriebene Zugangsschacht aus dem Eis gehauen.