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Wir befinden uns im 20. Jahrhundert und die 80er Jahre neigen sich ihrem Ende zu. Alois Nebel arbeitet als Zugüberwacher auf einem Bahnhof in Bílý Potok, einer kleinen Stadt an der tschechisch-polnischen Grenze. Er ist ein Einzelgänger, einer der das Studieren alter Fahrpläne dem Kontakt mit Menschen vorzieht. Die Einsamkeit auf dem Bahnhof findet er beruhigend – ausser wenn sich der Nebel ausbreitet. Dann beginnt er zu halluzinieren, sieht hundert Jahre alte Züge durch den Bahnhof rollen, die Geister und Schatten aus den dunklen Zeiten von Zentraleuropa als Passagiere mit sich führen. Alois kann sich diesem Albtraum nicht entziehen und endet in einer Nervenklinik… Dort trifft er auf “The Mute” (Den Stillen?!), ein Mann, der stets eine alte Fotografie mit sich trägt und von der Polizei verhaftet wurde, als er die Grenze überquerte. Niemand weiss warum er nach Bílý Potok kam oder wen er sucht, aber die Vergangenheit von “The Mute” lässt auch Alois nicht in Ruhe. (Eigene Übersetzung der offiziellen Inhaltsbeschreibung.)
Alois Nebel ist die Adaption der gleichnamigen Graphic Novel von Jaroslav Rudiš und Jaromír 99, umgesetzt mittels Rotoscoping. Jede Szene wird mit echten Schauspielern und in realer Umgebung (oder am Set) gedreht. Erst anschliessend werden diese Bilder “übermalt”. Die Macher erklären die Wahl für diese Technik damit, dass sie so möglichst nahe am originalen Comic sein können. Alois Nebel ist damit der erste tschechische Film, der Rotoscoping anwendet.
Regie führt Tomáš Luňák. Ein Kinostart in Tschechien ist für Oktober 2011 geplant. Produziert wird der Film von Negativ (Tschechien), Tobogang (Slowakei) und Pallas Film (Deutschland). Die offizielle Website findet ihr hier.