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Eine Gebäudeversicherung in der Schweiz bietet Schutz gegen Schäden an Immobilien, die durch verschiedene Ereignisse wie Feuer, Hochwasser, Sturm oder Erdbeben verursacht werden könnten. In den meisten Schweizer Kantonen ist die Gebäudeversicherung gesetzlich vorgeschrieben, um die finanziellen Auswirkungen solcher Schadensfälle für Eigentümer zu minimieren.
Was ist eine Gebäudeversicherung?
In der Schweiz ist eine Gebäudeversicherung ein unverzichtbarer Bestandteil der Verwaltung einer Immobilie, da sie in den meisten Kantonen gesetzlich erforderlich ist. Doch was genau bedeutet eine Gebäudeversicherung und wie funktioniert sie im Kontext des Schweizer Versicherungssystems? Lassen Sie uns das näher betrachten.
In der Schweiz wird das Gebäudeversicherungssystem weitgehend von den Kantonen geregelt, wobei jeder Kanton seine eigenen Regeln und Vorschriften festlegt. Die meisten Kantone haben obligatorische Gebäudeversicherungen, was bedeutet, dass alle Gebäudeeigentümer verpflichtet sind, eine solche Versicherung abzuschliessen. Es gibt jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel, und einige Kantone ermöglichen auch private Gebäudeversicherungen.
Was genau deckt eine Gebäudeversicherung ab?
Basisdeckung
Gebäudeversicherungen typischerweise Schäden, die durch eine Vielzahl von Risiken verursacht werden, darunter Naturgewalten wie Feuer, Sturm, Hagel, Hochwasser und Erdbeben. Auch Schäden durch menschliche Ereignisse wie Vandalismus, Diebstahl oder sogar Terroranschläge sind oft abgedeckt.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die genaue Deckung je nach der konkreten Versicherungspolice variiert. So können beispielsweise Schäden durch Überschwemmungen oder Erdbeben in einigen Policen ausgeschlossen sein, es sei denn, sie werden als zusätzliche Deckung hinzugefügt.
Kantonal vs. Privat: Unterschiede in der Deckung
In der Schweiz gibt es sowohl kantonale als auch private Gebäudeversicherungen, und diese können in Bezug auf ihre Deckung variieren.
Die meisten Kantone haben obligatorische Gebäudeversicherungen, die eine breite Palette von Risiken abdecken. Sie bieten in der Regel eine umfangreiche Deckung, die nicht nur Schäden durch Naturgewalten, sondern auch durch menschliche Aktivitäten umfasst.
Private Gebäudeversicherungen auf der anderen Seite bieten in der Regel eine etwas spezifischere Deckung. Sie können zusätzliche Deckungen für bestimmte Risiken anbieten, die von der obligatorischen kantonalen Gebäudeversicherung nicht abgedeckt sind. Beispielsweise können sie zusätzliche Deckungen für Gebäude mit besonderem historischem oder architektonischem Wert, Versicherungen gegen Mietausfall oder Versicherungen für Nebengebäude wie Garagen oder Schuppen anbieten.
Ein Beispiel für die Deckung
Betrachten wir ein konkretes Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie besitzen ein Haus in einem Kanton mit obligatorischer Gebäudeversicherung und dieses Haus wird durch einen Sturm stark beschädigt.
In diesem Fall würde die Gebäudeversicherung in der Regel die Kosten für die Reparatur oder den Wiederaufbau des beschädigten Gebäudes decken. Sie würde auch für vorbeugende Massnahmen bezahlen, um weiteren Schaden zu verhindern, wie etwa das Entfernen von gefährdeten Bäumen oder das Abdecken von beschädigten Bereichen, um sie vor Wettereinflüssen zu schützen.
Wenn Sie eine private Gebäudeversicherung mit einer Deckung für Mietausfall hätten und das Haus vermietet war, würde die Versicherung auch den entgangenen Mietzins während der Reparatur- oder Wiederaufbauphase decken.
Kosten & Prämien
Gebäudeversicherungen sind ein wesentlicher Bestandteil des finanziellen Plans eines Hausbesitzers in der Schweiz. Aber wie viel kostet eine solche Versicherung? Schauen wir uns das einmal genauer an.
Kosten der kantonalen Gebäudeversicherungen
In den meisten Schweizer Kantonen ist die Gebäudeversicherung gesetzlich vorgeschrieben und wird von kantonalen Versicherungsanstalten angeboten. Die Kosten für diese Versicherung können je nach Kanton variieren und sind abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Versicherungswert, der Bauart, der Gebäudekategorie und dem Gebäudezustand.
Zum Beispiel berechnet die GVB Gebäudeversicherung im Kanton Bern verschiedene Grundprämien sowie Zuschläge, die sich nach dem Versicherungswert, der Bauart, der Gebäudekategorie und dem Gebäudezustand richten. Im Gegensatz dazu berechnet die GVZ Gebäudeversicherung im Kanton Zürich eine einheitliche Prämie von 32 Rappen pro CHF 1’000 Versicherungswert, die ausschliesslich vom Versicherungswert des Gebäudes abhängt.
Im Allgemeinen liegt die Jahresprämie für ein massives Haus mit einem Wiederherstellungswert von CHF 1’200’000 bei den kantonalen Gebäudeversicherungen in der Regel zwischen CHF 390 und CHF 855.
Kosten der privaten Gebäudeversicherungen
In den sogenannten Gustavo-Kantonen ist die Gebäudeversicherung nicht obligatorisch und kann daher von privaten Anbietern abgeschlossen werden. Diese privaten Versicherungen können flexiblere Deckungsoptionen bieten, neigen aber dazu, höhere Prämien zu verlangen. Für ein massives Haus mit einem Wiederherstellungswert von 1’200’000 Franken beträgt die Prämie bei privaten Anbietern in der Regel zwischen CHF 510 und CHF 1’200 pro Jahr.
Einige private Versicherer bieten die Möglichkeit, die Gebäudeversicherung als Zusatzleistung innerhalb der Hausratversicherung zu wählen, was eine umfassendere Deckung ermöglicht.