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Der Plaz da las trais linguas (Platz der drei Sprachen) befindet sich vor dem Eingang des Museums 14/18. Drei senkrecht stehende Gneisblöcke werden von drei, in rostigem Stahl dargestellten Figuren flankiert. Allen zu Füssen liegt ein sechsstrahliger, mit schroffen Steinen ausgefüllter Stern.
Symbolisch widerspiegelt dieses Arrangement die während des Ersten Weltkriegs herrschende, lokale Situation. Die Strahlen des Sterns spiegeln die geographische und politische Lage.
Den Kanton Graubünden mit der Val Müstair; das damals österreichische Südtirol mit dem Vinschgau und die italienische Lombardei mit der Valtellina (Veltlin). Die zwischen den Strahlen liegenden – mit örtlich fälschlicherweise als mit “Tuffsteinen” belegten – Flächen symbolisieren die bis 2009 eigenständigen und heutigen Fraktionen der Talgemeinde (Tschierv, Fuldera, Lü, Valchava, Sta. Maria und Müstair). Die lebensgrossen, in Stahl wiedergegebenen Figuren repräsentieren die damals am Konflikt beteiligten Soldaten; der italienische Alpino mit der charakterisierenden Adlerfeder steht dem österreichischen Kaiserjäger gegenüber, der auf seiner Kopfbedeckung den Federstoss eines Auerhahns trägt. Der schweizerische Infanterist mit dem bescheidenen Pompon auf seinem Tschakko sorgt dazwischenstehend dafür, dass sich die beiden nicht in die Haare geraten.
Inventarnummer: –
Bezeichnung: Platz da las trais Linguas
Standort: Museumsvorplatz
Datierung: Sommer 2007/ 2014
Erfassung: März 2018 / ACC
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Objektgeschichte
Der Museumsvorplatz wurde in zwei Etappen gestaltet. Anlässlich der Eröffnung des Museums im Jahr 2007 wurde der Stern sowie die drei Gneis-Blöcke errichtet. Alle Steine stammen von der Dreisprachenspitze (2800 m ü. M.) und wurden im Spätherbst 1999 aus dem einstigen Frontgebiet nach Sta. Maria überführt. Dieser Transport erfolgte auch mit Unterstützung der Luftwaffe der Schweizer Armee. Die Stahlfiguren komplettieren das Ensemble seit dem Sommer 2014. Anlässlich des 100. Jahrestages der Mobilmachung der Schweizer Armee wurde der Platz inmitten des Dorfes ergänzt.
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Ersteller
Duri Fasser, Müstair, mit Unterstützung des Club Liuns (Lions-Club) Val Müstair und vieler helfenden Hände.