Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/852

Die Orgelmusik zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist stark geprägt vom spätromantischen symphonischen Stil. In Frankreich werden die grossen Symphoniker Louis Vierne und Marcel Dupré abgelöst durch bedeutende Komponisten der Moderne: Jean Langlais, Olivier Messiaen und später Naji Hakim. In Deutschland setzen Sigfrid Karg-Elert und Gerard Bunk die Tradition Regers fort, der wohl wichtigste Vertreter der neueren Generation ist Johann Nepomuk David. Entdecken Sie hier auch weniger bekannte Orgelmusik aus dem 20. Jahrhundert.
Werner Hermann Minnig (1921–2015) wurde in Meiringen geboren und ist in Innertkirchen aufgewachsen. Mit zehn Jahren zog er nach Ostermundigen, blieb aber immer ein Heimweh-Haslitaler, da ihm diese Landschaft geografische und sprachliche Heimat bedeutete. Mit zwanzig Jahren beendete er seine Lehrerausbildung am Seminar Hofwil-Bern, welches damals eine ausgezeichnete Musikausbildung anbieten konnte. Er spielte in dieser Zeit Klavier, Orgel und Bratsche. Nach dem Seminarabschluss studierte er am Konservatorium Bern beim damaligen Münsterorganisten Kurt Wolfgang Senn Orgel, dazu Klavier und Theorie. Ab 1952 bis zu seiner Pensionierung war er Organist und Chorleiter an der Nydeggkirche und Lehrer am Konservatorium Bern und später am Seminar Hofwil. Weiterlesen
Friedrich Neumann (1915–1989) war ein österreichischer Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Violine und Klavier sowie Komposition am Mozarteum in Salzburg. Zum Kriegsdienst herangezogen, gelang es ihm doch das Musikstudium während Studienurlauben weiter zu führen. Im Jahr 1941 schloss er am Mozarteum das Fach Komposition ab. Danach gehörte er der Dirigentenklasse von Clemens Krauss an. Später besuchte Friedrich Neumann den Kapellmeisterkurs bei Hermann Abendroth und vertiefte seine Studien der Komposition bei Johann Nepomuk David.
Olivier Messiaen (1908–1992) gehört zweifellos zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Von 1919 bis 1930 studierte er am Pariser Conservatoire. Aufgrund seiner Fähigkeiten im Improvisieren wurde Messiaen schließlich in die Orgelklasse von Marcel Dupré geschickt. Dieser Lehrer war für ihn von großer Bedeutung und so machte sich Messiaen dessen Virtuosität zu eigen und entwickelte diese bis zur Vollkommenheit weiter. Hierfür wurde er 1929 mit einem doppelten ersten Preis in Orgelspiel und Orgelimprovisation belohnt. Weiterlesen
Gordon Young (1919–1998) war ein amerikanischer Organist und Komponist von Orgel- und Chorwerken. Er wurde in McPherson, Kansas geboren und studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Er doktorierte 1964 in Kirchenmusik.
Young publizierte über 800 Werke und gewann einige Kompositionswettbewerbe. Viele seiner Chorwerke und Orgelwerke, z. B. sein Prelude in Classic Style, gehören heute zum Standardrepertoire der amerikanischen Kirchenmusik. Weiterlesen
Alan Hovhaness (1911–2000) ist armenisch/amerikanischer Abstammung. Der junge Alan zeigte früh musikalisches Interesse und begann bereits als Siebenjähriger zu komponieren. Zu Beginn der 1930er-Jahre studierte er am New England Conservatory of Music. 1934 besuchte er Jean Sibelius in Finnland, der wenig später Taufpate seiner Tochter werden sollte.
Hans Studer (1911–1984) wurde in Muri bei Bern geboren. Im Hauptberuf war er Primarlehrer und später Musiklehrer an Mittelschulen. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Konservatorium Bern u. a. bei Hermann Scherchen, Willy Burkhard und Albert Moeschinger. Er wirkte als Organist und Kirchenchorleiter in seiner Wohngemeinde Muri-Gümligen und als Dirigent des mehrerer Gesangsvereine. Weiterlesen