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Weg-Wort vom 7. Oktober 2020
Charlotte (geboren April 1816, gestorben März 1855) war das dritte Kind eines irischen Pfarrerehepaars. Ihre älteren Geschwister starben beide an Tuberkulose. Mit ihren drei jüngeren Geschwistern begann sie früh Gedichte und Geschichten zu schreiben. Sie war als Lehrerin und Gouvernante tätig, heiratete 1854 den Hilfspfarrer ihres Vaters und starb nur ein Jahr später.
Zu ihrer Zeit Bücher schreiben? Als Frau? Sie rechnete sich keine Chancen aus. Bücherschreiben war Männersache. Daher hat sie ihre Bücher unter dem Pseudonym Currer Bell herausgegeben. Ihr bekanntestes Buch ist ‘Jane Eyre’.
Dieses Buch habe ich mehrmals gelesen, und natürlich kenne ich auch einige Verfilmungen.
Frauenpower kommt mir entgegen, wenn ich ihr Buch lese. Auch ihre Biografie ist ungewöhnlich und zeugt von einer mutigen Frau. Schreiben ist ihr wichtig. Sie lässt sich von nichts davon abbringen. Auch nicht vom mässigen Erfolg mit ihrem ersten Gedichtband, den sie mit den Geschwistern herausgegeben hat. Sie hält an ihren Träumen fest. Ein Zitat von ihr, das ich kürzlich gefunden habe, sagt einiges aus über ihre Einstellung zum Leben:
„Das Leben ist zu kurz, um Animositäten zu pflegen und sich auf das Schlechte zu konzentrieren.“
Eine positive Grundhaltung, die auch uns heute noch ermutigen kann, das zu tun, was wir tun müssen, egal ob Frau oder Mann.
„Da ist nicht jüdisch noch griechisch, da ist nicht versklavt noch frei, da ist nicht männlich und weiblich: denn alle seid ihr einzig-einig im Messias Jesus.“ (Gal 3,28)