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O. lindheimeri und O. engelmannii – Salm-Dyck ex Engelmann, Boston Journal of Natural History in p 207-8, 1850
O. gregoriana wird als Synonym von O. engelmannii behandelt. “Typische” O. engelmannii sind sehr unterschiedlich im Vergleich zu den grossen O. gregoriana Pflanzen die im Südosten von New Mexico gefunden werden. Die sehr variable Form, welche über ein grosses Verbreitungsgebiet verstreut ist scheint doch eine eigene Form zu sein.
Opuntia engelmannii wird mit vielen aufrecht wachsenden, holzig grossen Opuntien verwechselt. Siehe den Artikel von Britton und Rose (in der Cactaceae, 1919). Zum Beispiel wurde O. engelmannii als Synonym für Arten angesehen, wie O. confusa, O. dillei, O. lindheimeri, O. arizonica, O wootonii, O. cyclodes, O. valida und andere…
Hier wird O. lindheimeri als Spezies von O. engelmannii getrennt behandelt. Die Pflanzen werden leicht unterschieden, wenn sie Seite an Seite wachsen. Ausserdem überlappt sich ihr Verbreitungsgebiet in der Regel nicht. O. lindheimeri ist eine Pflanze die auf tieferen Böden in feuchteren Gebieten gedeiht, während O. engelmannii steinige Böden besiedelt. Powell und Weedin (2004) haben berichtet, dass O. lindheimeri hexaploid ist. In Texas können jedoch auch diploide oder tetraploide Pflanzen gefunden werden. Vielleicht gibt es noch viel über O. lindheimeri zu lernen.
Lesen Sie mehr über O. lindheimeri in The Cactaceae, Volume 1 (der Carnegie Institution of Washington, 1919, Britton, NL und Rose JN). Im Vergleich zu der Behandlung der hier bereitgestellten Betrachtung von Powell und Weedin (Kakteen des Trans-Pecos und angrenzende Gebiete, 2004, Seiten 172-181) in welcher dieser Taxon eine Varietät von O. engelmannii sein kann.
Eine Checkliste der Unterschiede zwischen O. lindheimeri und O. engelmannii
1. Die jüngeren Triebe typischer O. lindheimeri neigen dazu, ein bisschen weniger holzig und “weicher” oder “grüner” in der Erscheinung zu sein.
2. O. lindheimeri haben in der Regel gelbe, orange-gelbe oder rötliche Dornen. Die Dornen von O. engelmannii reichen von weiss zu beige bis bräunlich. O. engelmannii Dornen können (selten) gelb sein, sie sind aber nicht richtig goldgelb oder glänzend gelb.
3. Die Dornen von O. lindheimeri sind leicht transparent, während O. engelmannii mehr undurchsichtig Dornen besitzt; O. lindheimeri Dornen erscheinen glänzend und wirken etwas wie aus Kunststoff, während O. engelmannii kalkhaltige matte Dornen aufweist.
4. O. engelmannii Dornen sind in der Regel dunkler an den Basen als jene von O. lindheimeri. Die Grundlage der O. engelmannii Dornen können dunkel bis rot-braun, braun oder fast schwarz sein. Während O. lindheimeri an den Basen nur selten braun sind, sie können aber rot-braun, dunkel rost-braun, oder sogar in Richtung rosa Farbtönen tendieren.
5. In einigen Populationen von O. lindheimeri sind die längsten Dornen am Stamm zu finden. Die einzelnen Triebe haben meistens mehr Dornen im unteren Bereich des Triebs. Im Vertraglich hat O. engelmannii die längsten Dornen typischerweise an den jüngsten Trieben der Pflanze. Wenn sie zu wenigen Dornen neigt, dann sind diese eher im oberen Bereich der einzelnen Triebe angesiedelt.
6. Die ringförmigen Markierungen der O. lindheimeri Dornen sind stärker zu sehen, als jene bei O. engelmannii.
7. O. lindheimeri Früchte sind allgemein birnenförmig mit abgerundetem Versorgungsnabel. Sie neigen zu einer glatten Oberfläche und sind typischerweise rot wenn sie gereift sind. O. engelmannii Früchte sind kugelförmig oder walzenförmig, dunkler und tendieren weniger in echtes rot und haben eine mehr filzige Oberfläche. Der Nabel ist in der Regel mehr integriert in das Ende der Frucht.
8. Pflanzen mit orangen oder roten Blüten sind bei O. lindheimeri nicht ungewöhnlich, aber bei O. engelmannii eher selten. Allerdings können gelben Blüten von beiden Spezies sich zu orange Farbtönen ändern, vor allem am Tag nach der Blüte.
9. O. engelmannii Früchte sind süss und angenehm im Geschmack, während diejenigen von O. lindheimeri sauer und nicht sehr süss sind. Manchmal können sie sogar leicht giftig sein.
10. O. lindheimeri ist vor allem eine Pflanze aus Texas, östlich des Pecos River. Im Gegensatz wird O. engelmannii typischerweise meist westlich des Pecos River gefunden.
Technische Beschreibung zu O. lindheimeri
Nomenklatur: O. lindheimeri wird oft als eine Synonym von O. engelmannii behandelt und manchmal als O. texana bezeichnet. Powell und Weedin (2004) berichten über eine Ansammlung von Namen, die für O. lindheimeri lange Zeit angewendet wurden, vielleicht wegen einer Verwechslung. Fast jeder grosse Kaktus in Texas, New Mexico oder Arizona wurde vermutlich fälschlicherweise oder im Laufe der Jahre missverstanden und hier ist O. lindheimeri keine Ausnahme.
Wuchs: Die Triebe wachsen von einem zentralen Stamm. Aufrecht oder kriechend. Die Pflanzen werden meist ca. 90 cm hoch und erreichen einen Durchmesser von ca. 130 cm. Grosse Pflanzen können an mehreren Orten wurzeln und bis zu 180 cm hoch werden. Aussergewöhnlich grosse Pflanzen können sogar eine Höhe bis über 3 m Höhe erreichen. Vor allem jene im Süden von Texas oder solche, die im Garten zusätzlich bewässert werden. Solch grosse Pflanzen brechen jedoch meistens nach einer gewissen Zeit durch ihr eigenes Gewicht zusammen.
Kladodien: verkehrt eiförmig, fast kreisförmig, oval, oder manchmal auch elliptisch. Typischerweise 10-15 cm in der Breite x 20-25 cm in der Länge, 2-4 (5) cm dick, grün oder manchmal blau-grün.
Glochiden: braun oder gelb-braun oder honigfarben, 3-8 mm, häufig rundherum um die Areole oder ungleichmässig über die Areole (nicht getufft) positioniert.
Dornen: typisch klare gelbe, insbesondere über die Hälfte der Dornen, oft verdunkelt an der Basis bis rosa-braun (oder braun, braun-rosa oder braun-gelb), Dornen matt oder glänzende (nicht kalkhaltig), können ringförmige Streifen aufweisen, 2.5-5 (7) cm lang, oft Nadelförmig an den Spitzen, höchstens 1-4 (6) Areolen.
Blüten: Gross, bis zu 6-8 cm breit, klare gelbe oder oft auch gelbe welche zu orange im Laufe der Zeit tendieren, manchmal öffnen sie sich auch in orange (selten auch rot), Stigmas grasgrün oder dunkelgrün, Staubgefässe gelb.
Früchte: ohne Dornen, manchmal birnenförmig oder manchmal tonnenförmig, mit flachem Nabel, rot oder violett, in der Regel 4-5cm lang und 3.2cm breit. Es können kleinere oder grössere Früchte ausgebildet werden.
www.opuntiads.com (22.03.2013) eigene Übersetzung
Das natürliche Verbreitungsgebiet von O. engelmannii:
Das natürliche Verbreitungsgebiet von O. lindheimeri:
www.bonap.org - Kartenlegende
Opuntia lindheimeri var. subarmata
(Griffiths) Elizondo & Wehbe, Cact. Suc. Mex. 32: 17, 1987
Opuntia lindheimeri var. subarmata ist oft mit O. engelmannii verwechselt worden. Auch wurde die Pflanze als eigenständiges Taxon (O. subarmata) von Griffith beschrieben. Zudem ist sie auch teilweise als O. tardospina beschrieben worden. Weder O. subarmata noch O. tardospina werden hier als “echte” Arten akzeptiert. Auch wurde O. lindheimeri var. subarmata oft für O. aciculata gehalten. Vor allem wenn jene Pflanzen stark mit Glochidien besetzt waren. Ein möglicher Grund der Verwirrung über diese Pflanzen ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass sie mit anderen grossen, dornenlosen, gelb blühende Pflanzen verwechselt wurde die wohl nicht der echten Art (z.B. O. dillei) entsprechen. O. lindheimeri var. subarmata kann sehr wenige aber auch viele Glochiden aufweisen. In der Regel haben sie wenige Dornen oder im Wesentlichen keine Dornen. Die Pflanzen unterscheidet sich deutlich von der von Weinger (1988) beschriebenen O. engelmannii var. subarmata. O. lindheimeri var. subarmata müsste wie der Mutter-Taxon hexaploiden sein.
O. lindheimeri var. subarmata integriert sich regelmässigen mit O. lindheimeri, ist aber eine deutliche Varietät, die vor allem an den Westgrenzen des O. lindheimeri Verbreitungsgebiet auftritt. Die Triebe sind fleischiger, dicker, schwerer im Erscheinungsbild und sie stehen dichter zueinander als die von typischen O. lindheimeri. O. lindheimeri var. subarmata Pflanzen machen dichtere Sträucher als die Pflanzen des Mutter-Taxons. Die Dornen sind typisch wie bei O. lindheimeri gelb und flach, allerdings können sie an der Basis dunkelbraun werden. Eine Eigenschaft die für O. lindheimeri ungewöhnlich ist. Die Autoren haben Pflanzen in der Nähe der Amistad National Recreation Area beim Eagle Pass, TX; in der Nähe von Del Rio, TX; in den McKittrick Hills westlich von Carlsbad, NM; und auf dem Edwards Plateau von Texas beobachtet. O. linheimeri var. subarmata tritt gemeinsam mit O. lindheimeri auf.
www.opuntiads.com (30.12.2013) eigene Übersetzung
Opuntia cyclodes
Opuntia cyclodes ist eine wenig bekannte Pflanze aus New Mexico und dem westlichen Texas. Sie wurde als eine Varietät von O. engelmannii beschrieben. Die beiden Arten sind aber visuell zu unterschiedlich und dort wo sie koexistieren wurden keine Zwischenformen gefunden. Siehe das Originalzitat von O. cyclodes und die Fussnote von Joseph Rose die erklärt, dass sie den Artstatus verdient.
Die Hälfte oder fast alle Areolen können Dornen haben. Sehr oft gibt es einen einzelnen langen Mitteldorn welcher schräg nach unten läuft. Manchmal wird dieser von 1 oder 2 kleinen Dornen begleitet. Die frisch gewachsenen Dornen sind im Wesentlichen immer gelb. Die Autoren haben O. cyclodes in felsigen, bergigen Standorten beobachtet (z.B. Villanueva State Park, NM) und in weniger felsigen Gebieten (z.B. Conchas Lake State Park, NM). Die Typlokalität lieget über dem Pecos River von New Mexico.
www.opuntiads.com (10.12.2014) eigene Übersetzung