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Der 38-jährige, in Genf geborene Vital Julian Frey ist einer der gefragtesten Cembalisten, Kammermusiker und Ensemble-Leiter der Gegenwart. Am heutigen Lilienberg-Rezital tritt er als Solist auf. Auf dem Programm stehen drei einsätzige Sonaten des italienischen Komponisten Domenico Scarlatti, spanische Tänze von Isaac Albéniz, Felix Maximo López und Padre Antonio Soler sowie ein Flamencostück des deutschen Flamencogitarristen und Komponisten Michio Woirgardt.
Vital Julian Frey begann seine musikalische Ausbildung im Alter von acht Jahren. Seine Studien führten ihn an die Musikhochschulen von Freiburg im Breisgau und München, wo er von Robert Hill und Christine Schornsheim unterrichtet wurde. Regelmässig arbeitete er auch mit Christophe Rousset und Gustav Leonhardt zusammen, Meisterkurse absolvierte er bei Kenneth Gilbert, Christiane Jaccottet, Jesper Christensen und Andreas Staier. Der Thuner Kulturförderpreis (2000), der Förderpreis der Orpheus-Konzerte (2003), das Diploma di Merito der Accademia Musicale Chigiana in Siena (2002) und der Zweite Preis beim Internationalen Wettbewerb «New Talent» in Bratislava (2006) standen am Beginn seiner Karriere.
Mittlerweile gastierte Vital Julian Frey bei vielen Veranstaltern und Festspielen – erwähnt seien nur das Lucerne Festival, das Menuhin Festival in Gstaad, das Bachfest Leipzig, die Bachwoche Ansbach, «Les Muséiques» in Basel, das Mozartfest Würzburg oder der MDR Musiksommer. Seit 2016 leitet er selbst als Intendant ein Festival: die Bachwochen Thun. Kammermusikalische Partner bei seinen Konzerten waren die Cellistin Kristin von der Goltz, der Oboist Albrecht Mayer, die Flötisten Sabrina Frey, Maurice Steger und Kaspar Zehnder, der Fagottist Sergio Azzolini und die Geiger Fiorenza De Donatis und Reinhard Goebel. Vital Julian Frey arbeitete mit Orchestern und Ensembles wie den Bamberger Symphonikern, dem Kammerorchester St. Gallen oder dem Capriccio Basel; er ist festes Mitglied der Lucerne Festival Strings, der Camerata Bern und der Freitagsakademie Bern.
Immer wieder gibt Frey Gesprächs- und Kinderkonzerte: Mit seinen Workshops, die er bei Konzerten anbietet, hat er bereits vielen Kindern einen neuen Zugang zum Cembalo erschlossen. Überdies sucht er den Brückenschlag zu anderen Künsten, etwa bei seinem Auftritt zur Eröffnung des Zentrums Paul Klee in Bern. Vital Julian Frey hat Rundfunkaufnahmen eingespielt bei Radio SRF 2 Kultur, dem Südwestrundfunk, der BBC, France Musique und dem Bayerischen Rundfunk. 2008 erschien seine Debut-CD «The Italian Connection» mit italienischen Instrumentalkonzerten in der Transkription für Cembalo solo von Johann Sebastian Bach; 2012 folgte seine Aufnahme der Brandenburgischen Konzerte mit der Freitagsakademie beim Münchner Label Winter & Winter. Sein aktuelles Projekt «Experiencia Flamenca» umfasst spanische Musik für Cembalo im Zusammenspiel mit einer Flamenco-Tänzerin; dazu gehört auch eine eigens für ihn komponierte Suite Flamenca.
Frey spielt ein zweimanualiges französisches Cembalo nach Jean-Claude Goujon (1749), das vom englischen Cembalobauer Andrew Garlick nachgebaut worden ist.
Das detaillierte Programm am heutigen Rezital:
Isaac Albéniz (1860 - 1909):
Aus Asturias (Bearbeitung Vital Julian Frey)
Allegro
Domenico Scarlatti (1685 - 1757):
Sonate in a-Moll K 175
Allegro
Félix Máximo López (1743 - 1821):
Variaciones del Fandango Español
Domenico Scarlatti (1685 - 1757):
Sonate in E-Dur K 380
Andante commodo
Padre Antonio Soler (1729 - 1783):
Fandango
Domenico Scarlatti (1685 - 1757):
Sonate in E-Dur K 380
Andante commodo
Michio Woirgardt (geb. 1971):
Sonate in A-Dur K 208
Adagio e cantabile
Aus der Suite Flamenca (2011)
A la luz de la vela (Taranta-Taranto-Tango)
Pregones (Bulería)
Das Rezital richtet sich exklusiv an Lilienberg Freunde und Lilienberg Förderer. Diese werden persönlich eingeladen.
Sind Sie interessiert an klassischer Musik? Beantragen Sie noch heute eine Mitgliedschaft, und Sie erhalten künftig ebenfalls eine Einladung zu den viermal jährlich stattfindenden Konzerten im Lilienberg Zentrum.< Zurück zur Übersicht