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Die viereinhalb Meter hohe und eine halbe Tonne schwere Statue, die auf der Spitze der Klosterkirche thront, schwebte am Donnerstagmorgen über die Köpfe von mehreren Dutzend applaudierenden Touristen zurück auf ihren 160 Meter hohen Platz.
"Es ist eine Erleichterung für uns, ein Sieg", sagte Klosterverwalter Xavier Bailly nach der heiklen Aktion. "Alles ist gut verlaufen", pflichtete François Jeanneau, Chefarchitekt für historische Bauten, zu. Der Transport der Statue von den umliegenden Poldern, wo sie seit Dienstag auf ihren Rückflug wartete, auf die Kirchspitze erfolgte bei strahlendem Sonnenschein und Windstille.
Die vergoldete Kupferstatue des Erzengels Michael wurde im südwestfranzösischen Marsac-sur-l'Isle restauriert. Für die neue Goldlackschicht wurde doppelt soviel Gold verwendet wie beim vorigen Mal, um der Witterung "mindestens 50 Jahre" lang zu trotzen, wie der Chef der nationalen Denkmalbehörde, Philippe Belaval, sagte. Weil der Erzengel mit seinen Flügeln und seinem Schwert dem Kloster auch als Blitzableiter dienen, musste er ausserdem den aktuellen Sicherheitsnormen angepasst werden.
Die Statue, die in der gleichen Metallgiesserei hergestellt wurde wie die Freiheitsstatue von New York, thront seit 1897 auf der Spitze des weltberühmten Klosters am Ärmelkanal, einem der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs. Sie wurde seitdem nur zwei Mal restauriert, zuletzt 1987. Die Restaurierung nun kostete 450.000 Euro. Die neuerliche Generalüberholung stand unter Zeitdruck: Am 2. Juli startet die diesjährige Tour de France am Mont-Saint-Michel.
(SDA)