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Pantouflement in der Welthandelspolitik
In den letzten Monaten hat es in entscheidenden Positionen der Welthandelspolitik personelle Veränderungen gegeben, die den französischen Begriff des „pantouflement“ eindrücklich illustrieren. „Pantouflement“ bezieht sich auf das Tauschen der „Stiefel“ von Großunternehmen mit denen des Staatsdienstes, ein im Kapitalismus à la française häufig zu beobachtendes Phänomen. Unter Führungseliten ist eine rege Rotation zwischen Staatsverwaltung, den Vorstandsetagen der Banken und Unternehmen und zurück in den Staatsdienst zu beobachten. Die Anhänger dieses System behaupten, dass es brilliante Manager hervorbringe, die den Führungsetagen von Wirtschaft und Politik ein hohes Intelligenzniveau verliehen. Kritiker dieses Systems sehen eher die Privilegien dieser „geschlossenen Gesellschaft“ und führen die Häufung von Korruptionsfällen bei den weltweit ablaufenden lukrativen Privatisierungsgeschäften auf den speziellen „esprit de corps“ der Führungsmannschaften zurück.
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