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“Andrea Fraser ist eine Künstlerin von wegweisender Bedeutung, die ein beeindruckend konzises Werk aufweist und dennoch völlig unberechenbar geblieben ist”, heisst es in der Jury-Begründung. Aufbauend auf der feministischen und institutionskritischen Kunst der 1960er und 1970er Jahre habe sie beide Ansätze radikal aufeinander bezogen und eine Position entwickelt, die ihre eigene Situation als Künstlerin mit einbeziehe.
Die 1965 in Billings im US-Bundesstaat Montana geborene und in New York und Los Angeles lebende Künstlerin wurde in den 1990er Jahren einem breiteren Publikum durch ihre Gallery Talk-Performances “Museum Highlights” bekannt, in denen sie die Verbindung von Kunst und Kapital offenlegte.
2003 stellte sie sich über Vermittlung ihrer Galerie einem Kunstsammler zum Geschlechtsverkehr zur Verfügung. Die daraus entstandene Videodokumentation “Untitled” wurde und wird im Rahmen von Ausstellungen gezeigt und rief höchst kontroverse Reaktionen hervor. 2014 setze sich Fraser in der auf Verhandlungsdokumenten der Stadtregierung New York basierenden Performance “Not just a few of us” mit institutionellem Rassismus auseinander.
(SDA)