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Geschichtliches
Das Gemeindegesetz von 1881 führte zu einer Ausscheidung zwischen Bürger- und Einwohnergemeinden und bestimmte, welche öffentlichen Lasten Beide zu tragen hatten.
Gestützt auf dieses Gemeindegesetz reichten am 21. Februar 1903 46 Oberwiler Bürger ein Gesuch um Einführung eines Bürgerrates ein. Die Bürgergemeindeversammlung entsprach diesem Gesuch mit 33 gegen 17 Stimmen und bereits am 29. März wurden der erste Bürgerrat und der Bürgerratsschreiber gewählt.
Die Bürgergemeinde ist noch heute eine öffentlich rechtliche Körperschaft.
Die Aufgaben der Bürgergemeinde
Die Uraufgaben der Bürgergemeinden waren die Pflege und Verwaltung des Waldes und der Verleih des Bürgerrechts. Ebenso waren die Bürgergemeinden verpflichtet, für die Leute, welche armengenössig wurden, gemäss dem damals geltenden Armengesetz zu sorgen.
Von dieser Aufgabe wurden die Bürgergemeinden mit dem Einrichten der kantonalen resp. gemeindeeigenen Sozialhilfe entbunden.
Zu den ursprünglichen Aufgaben sind im Laufe der Jahre weitere Aufgaben dazugekommen.
So betreibt die Bürgergemeinde das Kunst- und Kulturforum im Sprützehüsli und verwaltet die bürgergemeindeeigenen Liegenschaften und das Kulturland.
Ausserdem hat die Bürgergemeinde die Möglichkeit, Verpflichtungen zu übernehmen, welche der politischen Gemeinde schwer fallen würden.
Die Aktivitäten der Bürgergemeinde
Zweimal im Jahr finden die Bürgergemeindeversammlungen statt, in der Regel am Dienstag vor Auffahrt und in der zweiten oder dritten Dezemberwoche.
Am Auffahrtstag findet der Oberwiler Waldgang statt, zu welchem alle Bürger eingeladen sind.
In der Woche vor Weihnachten organisiert die Bürgergemeinde den traditionellen Tannenbäumliverkauf im Forsthaus.
Des weiteren finden immer wieder Aktivitäten im Zusammenhang mit der Partnergemeinde Aschau im Zillertal statt und natürlich diverse Anlässe im Sprützehüsli.