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Wenn Trinkwasserverteilsysteme über mehrere Wochen stillliegen, erhöht sich das Risiko für einen Legionellenbefall sowie für einen übermässigen Aufwuchs anderer Mikroorganismen. Wenn möglich sollte daher die Stagnation von Trinkwasser vermieden werden und der bestimmungsgemässe Betrieb von Trinkwasserinstallationen aufrechterhalten werden.
Werden durch Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Einrichtungen geschlossen oder deren Nutzung stark eingeschränkt, sollten Entnahmearmaturen weiterhin regelmässig geöffnet werden. Damit das in den Leitungen befindliche Kalt- und Warmwasser gut abfliessen kann, sollten die Armaturen rund 30 Sekunden ganz geöffnet werden. Die Zirkulationspumpe sollte die gesamte Zeit über in Betrieb sein. Bei der Wiederinbetriebnahme von Entnahmearmaturen sollte eine Untersuchung auf Legionellen in Erwägung gezogen werden.
Das Coronavirus ist nicht über das Trinkwasser übertragbar. Lediglich die Massnahmen, die aufgrund des Virus getroffen werden, können die Trinkwasserqualität beeinflussen.