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Melissa Kayser hatte die Hoffnung bereits aufgegeben, jemals Mutter zu werden. Drei Jahre lang hatte sie versucht schwanger zu werden und neun Fehlgeburten erlitten. Doch dann machte ihre Schwester ein Angebot, das Kaysers Leben verändern sollte.
Die 35-jährige Lisa Auten bot an, ihr Kind auszutragen. «Ich konnte es kaum ertragen, dass meine Schwester einen Verlust nach dem anderen durchmachen musste», erzählt sie. Sie beschloss, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihrer Schwester eine Familie zu geben, die sie sich so sehr wünschte.
Im ersten Moment zögerte Kayser, das Angebot ihrer Schwester anzunehmen. «Erst war ich verzweifelt. Ich dachte mir: Als Frau sind wir doch dazu gemacht, Kinder auszutragen. Wenn du das dann nicht kannst, fühlst du dich als Versager», sagte Kayser. «Ich wusste nicht, ob ich es emotional aushalten könnte, dass eine andere Frau mein Kind austrägt». Dann aber beschlossen die beiden, den Versuch zu wagen.
Zwillinge trotz schlechten Prognosen
Die behandelnden Ärzte empfahlen, zwei Embryos zu implantieren, um die Chancen zu erhöhen, dass ein Kind überlebte. Allerdings sagten die Ärzte auch, dass man sich keine zu grossen Hoffnungen machen dürfe, da die befruchteten Zellen keine allzu gute Qualität aufwiesen. Umso mehr erstaunte die Nachricht: Die Implantation hatte geklappt und Auten war mit Zwillingen schwanger!
Die Schwangerschaft verlief gut und die beiden Mädchen, Tierney und Ashlynn, sind nun 6 Wochen alt. Aufgrund der Gesetze in Nebraska gilt Auten als Kindsmutter, obwohl die Kinder biologisch gesehen diejenigen von Kayser sind. Diese will davon aber nichts wissen: «Ich habe mich nie als Mama gesehen. Ich habe es zwa genossen, schwanger zu sein, aber die Erfahrung hat mich dennoch nicht verändert», sagt sie. Auten wird deshalb ihre Rechte an Kayser abtreten, die ihre Kinder dann adoptiert, wenn sie 6 Monate alt sind.