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Diesen Sieg brauchen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz im Final der Weltmeisterschaft im kanadischen Prince George, den sie ab 1 Uhr in der Nacht auf Montag Schweizer Zeit gegen die Südkoreanerinnen austragen.
Am Ausgang des Finals hängt auch ein Rekord. Die Curlerinnen des CC Aarau haben die Chance, auch das 14. von 14 WM-Spielen zu gewinnen und auf diese Weise in der 43-jährigen WM-Geschichte den absoluten Rekord zu egalisieren, den das kanadische Team um Skip Jennifer Jones als Weltmeister 2018 etablierte.
Der WM-Titel und der kaum für möglich gehaltene Rekord wären für die Schweizerinnen mehr als nur eine Genugtuung für die Enttäuschung, die sie im Februar an den Olympischen Spielen in Peking erlebt hatten. Wie jetzt an der WM waren sie auch im Olympia-Turnier das klar beste Team der Round Robin, bevor sie sowohl den Halbfinal (gegen Japan) als auch das Spiel um Bronze (gegen Schweden) verloren.
Die Erzrivalinnen aus Schweden um Skip Anna Hasselborg, die Olympiasiegerinnen 2018, waren auch im Halbfinal der WM die denkbar höchste Hürde. Der Match lief, wie es zu erwarten war, auf des Messers Schneide. Hasselborg hätte im 10. End zum 6:6 ausgleichen und ein Zusatz-End erzwingen können. Aber ihr letzter Versuch geriet zu lang, sodass die Schweizerinnen einen Stein zum 7:5 stahlen. Nachdem alle den jeweiligen Gegnerinnen gratuliert hatten, brachen die Schweizerinnen auf dem Eisrink in einen riesigen, wohlverdienten Jubel aus.
Jetzt gegen die Garlic Girls
Im zweiten Halbfinal waren die Kanadierinnen um Skip Kerri Einarson eindeutig favorisiert. Aber die Curlerinnen aus der Provinz Manitoba unterlagen den von Kim Eun-Jung angeführten Südkoreanerinnen nach einer 6:4-Führung mit 6:9. So treffen die Schweizerinnen im letzten Match auf die Südkoreanerinnen, die am Olympia-Turnier 2018 in Pyeongchang als Silbermedaillengewinnerinnen und als «Garlic Girls» bekannt wurden. Alle vier Spielerinnen wie auch die Ersatzspielerin tragen den Familiennamen Kim und kommen aus einem Ort, der für den Knoblauch bekannt ist.
In der Round Robin in Prince George siegten die Schweizerinnen gegen Südkorea 8:5, obwohl sie ohne den Vorteil des letzten Steins in die Partie gestartet waren. Im Final konnten die Schweizerinnen als Gewinnerinnen der Round Robin auf diesen nicht zu unterschätzenden Vorteil abstützen.