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Steinmarder
Der Steinmarder Martes foina, manchmal Hausmarder genannt, trägt ein graubraunes Fell mit einem charakteristischen weissen, zu den Vorderläufen hin gegabelten Kehlfleck. Breitester Körperteil ist mit ca. 5cm sein Kopf und wo dieser hindurch passt folgt der ganze Marder. Seine Nase ist rosa im Gegensatz zu der schwarzbraunen Nase des Baummarders, mit dem er im Feld leicht verwechselt werden kann. Auch ist der Steinmarder etwas grösser und schwerer als der Baummarder. Bezüglich Nahrung und Unterschlupf sind sie opportunistisch und sehr anpassungsfähig. Die Art ist erst nacheiszeitlich von Osten her nach Europa vorgedrungen. In jüngster Zeit zeigt der Steinmarder das Verhalten eines Kulturfolgers. Gerne haust er in Gebäuden, wo er wahrscheinlich ähnliche klimatische Verhältnisse vorfindet wie in seinem natürlichen Lebensraum, Geröllhalden und Steinhängen. Der gute Kletterer überwindet auch Mauern. Seit Ende der 1970er Jahre fällt der Steinmarder auch durch ein eigenartiges Verhalten auf: Er zerbeisst aus Gummi oder Plastik bestehende Gegenstände, Kabel oder Isolationen, oft Bestandteile von Autos. Ein Forscherteam des Arbeitskreises Wildbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen in Deutschland hat nun herausgefunden, dass Steinmarder, wie alle Marderartigen, ihre Ruheplätze markieren. Wird nun das Auto „in einem anderen Revier“ parkiert und der dort ansässige Marder inspiziert die potenzielle Schlafhöhle, so trifft er auf die Markierung eines „Eindringlings“. Dieser ist aber nicht zu finden. Die „Duftprovokation“ löst jedoch beim ansässigen Steinmarder ein Abwehrverhalten aus und er zerbeisst was ihm vor die Nase kommt.