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Xaver wohnt seit kurzem wieder in Zürich. Die letzten Jahre hat er in Afrika verbracht, wo er in Guinea-Bissau, Angola und Sierra Leone im Bereich der Entwicklungsökonomie gearbeitet hat. Viele seiner dort gesammelten Erfahrungen machen ihn zu dem, was er heute ist: einen selbstbestimmten Menschen. Was er alles bewegt hat, warum er sich jetzt selbstständig macht und wie das seine Vorsorgeplanung beeinflusst, erfahren Sie im Video-Interview.
Was Xaver erlebt und bewegt hat
In seinem Master in Lissabon belegte Xaver das Fach Entwicklungsökonomie. «Ein Augenöffner», wie er sagt. Denn es kombinierte alles, was ihm wichtig ist: seine Faszination für die Ferne, Psychologie für die Verhaltensökonomie, Lebensmitteltechnologie für Ernährungsfragen und BWL bzw. VWL als Basis.
«Die Entwicklungsökonomie hat sich für mich wie daheim ankommen angefühlt, ich dachte: Wow! Das ist es für mich.»
Während des Masters startete Xavers erstes Abenteuer in Afrika. Er reiste nach Guinea-Bissau, ein Land südlich von Senegal, für ein Forschungspraktikum im Bereich «Non Monetary Incentives for Community Health Agents». Er forschte, welche Anreize die «Health Agents» am besten motivieren, damit sie das schwache Gesundheitssystem mit ihrer Arbeit unterstützen können.
Die grösste Schwierigkeit war anfangs die Sprache. In Guinea-Bissau spricht man Portugiesisch, Kreolisch und verschiedene ethnische Sprachen. Xaver konnte damals nur Spanisch, musste aber ein Team auf Portugiesisch leiten. Das war in den ersten Wochen alles andere als einfach, aber nach dreieinhalb Monaten sprach Xaver fliessend portugiesisch.
Nach dem absolvierten Master ging es für Xaver nochmals zurück nach Guinea-Bissau. Sein Auftrag war, eine Bevölkerungszählung in zwei Regionen nördlich der Hauptstadt zu koordinieren. Als Vorbereitung für dieses Projekt war es Xavers Aufgabe, eine detaillierte Landkarte für diese beiden Regionen zu entwerfen, da eine solche noch nicht existierte. Gemeinsam mit einem Team entwickelte er umfängliche Landkarten dieser beiden Regionen, welche die Basis für die Bevölkerungszählung und die anschliessende Organisation der Arbeit für die «Community Health Agents» bildete.
Nach Guinea-Bissau ging es nach Angola, nördlich von Namibia. Dort übernahm Xaver die Leitung eines Forschungsprojekts, welches untersuchte, wie mit einem technologischen Ansatz das Lernerlebnis in Primarschulen potenziell verbessert werden könnte.
Xaver implementierte ein neues Steuersystem
2019 erhielt Xaver dann ein Angebot für ein spannendes Projekt in Sierra Leone. Ursprünglich auf vier Monate angesetzt, wurden daraus durch diverse Verzögerungen und die sich anbahnende Corona-Pandemie mehrere Jahre. Im Sommer 2020 übernahm Xaver die Leitung des gesamten Projekts: Gemeinsam mit der Bürgermeisterin von Sierra Leones Hauptstadt Freetown koordinierte er in einem Team die Implementierung eines Grundstücksteuersystems. Dieses sollte flächendeckend, fair und progressiv sein – eine Herausforderung in sich, nicht nur wegen des Widerstands von verschiedenen Seiten. Doch Xaver liess sich von all dem nicht aufhalten.
Mit einem 220-köpfigen Team implementierte er ein Steuersystem, welches den Steuerfuss anhand der Qualität eines Gebäudes fair und transparent ermittelt.
Es wurde ein Plan erstellt, wie man in einer Stadt ohne richtiges Adresssystem Steuerrechnungen zustellen und die Bewohner zum Zahlen bewegen kann. Nach zweieinhalb Jahren hat Xaver das System an ortsansässige Nachfolger übergeben, um die vollständige Übergabe an die Lokalregierung weiterzuführen.
Xavers Weg in die Selbstständigkeit
Für Xaver bedeutete das kürzlich abgeschlossene Projekt aber kein Ende, sondern – ganz im Gegenteil – einen Startschuss: «Mit meinen Erfahrungen habe ich mich entschieden, mich selbstständig zu machen und hoffentlich andere Städte oder Länder bei der Implementierung dieses innovativen und progressiven Steuersystems zu unterstützen.»
1. Xaver, erzähl uns, was macht dich als Mensch aus?
Meine Reisen haben mich sehr geprägt. Ich nehme gerne Risiko und Unsicherheit in Kauf, denn damit entwickle ich mich immer weiter. Ausserdem gebe ich nie auf, was auch immer passiert. Egal welche Hindernisse mir in den Weg kommen, sie treiben mich vielmehr weiter an.
Vielleicht ist das einer der Gründe, warum meine Freunde sagen, ich sei ein bisschen verrückt (lacht). Zum Beispiel kommt mir die Rush Hour an der Zürcher Bahnhofstrasse jetzt ruhig vor, denn ich bin anderes Gewusel mit anderen Geräuschpegeln gewohnt.
2. Was verbindest du mit Afrika?
Absolute Faszination! Afrika ist ein unglaublich schöner Kontinent und verfügt über so viel Potenzial. Ich bin dankbar, dass ich so grossartige Zeiten dort verbringen durfte und so unglaublich viel vom afrikanischen Kontinent lernen konnte – ich freue mich, auch weiterhin in verschiedenen Ländern Afrikas aktiv zu sein und dazuzulernen.
3. Nachhaltigkeit, spielt das eine Rolle in deinem Leben?
Nachhaltigkeit hat sehr viele Facetten und kann in verschiedenster Weise eine Rolle im Leben spielen. Für mich soll die Welt zu keinem schlechteren Ort werden, bloss weil ich hier bin.
Deshalb fängt Nachhaltigkeit für mich mit den kleinsten alltäglichen Dingen an. Ich versuche mich lokal und saisonal zu ernähren, wenn immer möglich den Zug zu nehmen, relativ wenig zu konsumieren, nur das Nötigste zu kaufen und kaputte Sachen nicht zu entsorgen, sondern zu reparieren.
4. Mit der Selbstständigkeit ändert sich deine Vorsorge. Was ist dein Plan?
Ich bin kein Pro, ehrlich gesagt, verstehe ich das Dreisäulensystem der Schweiz nicht komplett. Aber ich weiss, dass ich jetzt etwas auf die Seite legen muss, um für mein Alter vorzusorgen. Deshalb habe ich mich entschieden, eine 3. Säule einzurichten und regelmässig in diese einzuzahlen.
Auch wenn ich systemtechnisch nicht dahinterschaue, ein Punkt ist mir wichtig: Meine Finanzlösung soll nachhaltig sein. Denn nur so stimmt es mit meinen Werten überein.
«Für mich ist meine 3. Säule ein Investment, das langfristig und nachhaltig sein soll.»
5. Warum hattest du bis jetzt keine 3. Säule?
Weil ich sehr oft sehr wenig verdient habe und es mir nicht wirklich möglich war, viel zu sparen.
Mit meiner Selbstständigkeit bin ich aber jetzt an einem Punkt, an dem ich für meine Arbeit einen angemessenen Preis verlangen kann. Und somit kann ich endlich Geld für meine Vorsorge auf die Seite legen.
6. Warum hast du deine 3. Säule bei Pando?
Die 3. Säule von Pando hat mich von Anfang an überzeugt. Sie ist effizient, transparent und nachhaltig. Was will ich mehr?
Ausserdem ist Pando unglaublich einfach. Das Finanzierungskonzept ist verständlich. Ich kann einzahlen, wann immer ich Lust habe, und auch jederzeit nachschauen, wie mein Geld performt. Ich nehme mein Handy in die Hand, öffne die App und schon weiss ich über alles Bescheid.
Pando by Swiss Life
Ganz einfach digital und in wenigen Schritten eine nachhaltige Säule 3a eröffnen? Dank Pando by Swiss Life geht das supereinfach. Mit der neuen Vorsorge-App können Anlegerinnen und Anleger via Smartphone in ökologische Fonds investieren. Sie sorgen damit für ihre eigene Zukunft vor und unterstützen aktiv die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Dabei haben die Nutzerinnen und Nutzer jederzeit die volle Kontrolle über die Performance und die nachhaltige Wirkung der eigenen Investition.
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Bilder: Philip Brand; Musik von R.A.E.