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Schielen (Strabismus) gehört zu den häufigsten Sehstörungen bei Kindern, etwa 7% aller Kinder sind betroffen. Es ist keinesfalls nur ein kosmetisches Problem - und in der Hälfte der Fälle ist es schon im Laufe des ersten Lebensjahres erkenn- und behandelbar!
Ein schielendes Kind kann die Sehachsen der beiden Augen nicht auf denselben Punkt richten. Die Augen stehen also „über Kreuz“. Dabei kann es sein, dass nur ein Auge schielt, aber auch dass beide Augen abwechselnd schielen. Ursache kann eine Fehlfunktion der Augenmuskulatur oder eine Anomalie des Sehnervs sein. Viele schielende Kinder sind auch weitsichtig oder haben auf den beiden Augen eine stark unterschiedliche Brechkraft, die sie durch Schielen auszugleichen versuchen.
Babys unter drei Monaten können ihre Augen noch nicht gleichzeitig als Paar, also synchron, bewegen. Dieses „physiologische Schielen“ ist also erst einmal ganz normal.
Später entdecken Sie das Schielen so: Wenn man dem Kind in die Augen schaut, spiegelt sich darin immer irgendein heller Punkt (Fenster, Lampe o.ä.). Wenn dies bei beiden Augen am gleichen Ort spiegelt (z. B. mitten in der Pupille), kann man davon ausgehen, dass das Kind nicht schielt, auch wenn es evtl. den Eindruck macht.
Schielen kann stärker werden nach einer Kinderkrankheit wie Scharlach, Masern oder Keuchhusten und bei Müdigkeit.