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Johann Nepomuk Hummel *14. November 1778 Pressburg [heute Bratislava] † 17. Oktober 1837 Weimar
Johann Nepomuk Hummels Beziehung zu Mozarts Lebenswerk ist biographisch bedingt. Nach erstem Musikunterricht beim eigenen Vater nahm ihn Mozart als Schüler für zwei Jahre in sein Haus auf. Mit nur 9 Jahren trat er das erste Mal unter Mozarts Leitung als Pianist auf. 1788 unternahm der Zehnjährige in Begleitung seines Vaters eine grosse Konzertreise. Vor allem in London – teilweise von Haydn betreut – wurde er gefeiert. Es folgten weitere Studien in Wien, bei Albrechtsberger und Salieri, vorübergehend auch bei Haydn. 1799 wurde er bereits den vorzüglichsten Klavierspielern Wiens zugerechnet. 1804 kam er – auf Haydns Empfehlung – nach Eisenstadt, um die Esterházysche Kapelle zu leiten. Wegen häufiger Vernachlässigung des Dienstes wurde ihm am 1811 gekündigt.
Nach fünf Jahren Aufenthalt in Wien als Musiklehrer wurde er als Hofkapellmeister nach Stuttgart berufen. An der Stuttgarter Oper setzte er sich für die Musik von Mozart, Beethoven, Cherubini und Salieri ein. Er fühlte sich von der Intendanz sehr wenig verstanden, weswegen er 1818 die Stelle kündigte. 1819 wurde er nach Weimar eingeladen, um die Stelle des Grossherzoglichen Kapellmeisters zu übernehmen. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tode.
Die hier vorgelegten Bearbeitungen der grossen Symphonien Mozarts sind eine hervorragende Reduktion der Originale – in der Instrumentierung durchaus mit Mozarts Kammermusik vergleichbar.
Der Notentext gibt die Erstveröffentlichung wieder (Chappell, ohne Jahreszahl, Anfang 19. Jahrhundert), nur offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert, der Gebrauch der Versetzungszeichen modernisiert, Taktzahlen hinzugefügt, jedoch wurde die alte Notationsweise der Balken, der Legatobögen sowie der Doppelgriffe in den Streicherstimmen unverändert übernommen.