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Lausanne: 131 Gewaltopfer
Die Kantonspolizei Lausanne teilt mit, dass im vergangenen Jahr 131 Gewaltopfer aufgenommen und betreut wurden.
Dank des Aufbaus der Sondereinheit für Opferbetreuung konnten im ersten Jahr des Bestehens 131 Opfer von Gewalt aufgenommen und beraten werden. Alle erhielten eine Nachbetreuung, die auch eine Risikoanalyse umfasste. Es wurden zwei Präventionsaktionen durchgeführt, die sich an Jugendliche aus der Region Lausanne und an Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich richteten. Parallel dazu übernahm die Sondereinheit die Verwaltung der Plattform für Straßenbelästigung und wurde durch die Einstellung einer Kriminologin verstärkt.
Zwischen dem 1. Juni 2022 und dem 31. Mai 2023 wurden 131 Personen, die Opfer von Gewalt geworden waren, von den Fachleuten der Sondereinheit für Opferbetreuung empfangen, unterstützt und beraten. Bei diesen Treffen schätzten die Beamten die noch bestehenden Risiken ein und setzten die erforderlichen Schutzmaßnahmen um. Als Grundlage diente ein von Spezialisten der Kriminalpolizei entwickeltes Raster zur Beurteilung der Situation von Gewaltopfern. Etwa 20% der Opfer wurden anschließend weiter betreut, um eine langfristige Unterstützung zu erhalten.
Im vergangenen Jahr engagierte sich das Personal der Sondereinheit auch in zwei Präventionsaktionen. Die erste, die im Winter 2022 in Zusammenarbeit mit dem Waadtländer Büro für die Gleichstellung von Frauen und Männern und der CCLVD (kantonale Kommission zur Bekämpfung häuslicher Gewalt) durchgeführt wurde, sensibilisierte 1’120 Jugendliche für die Probleme der häuslichen Gewalt. Die zweite erfolgte im ersten Quartal 2023 durch einen Informationsflyer «Brisons le silence» (Brechen wir das Schweigen), der an 700 Fachkräfte der Lausanner Gesundheitsberufe versandt wurde.
Um die Betreuung und Nachverfolgung aller Gewalt- und Belästigungsphänomene in Lausanne zu gewährleisten, fällt die Verwaltung der Plattform «Straßenbelästigung» nun in den Zuständigkeitsbereich der Sondereinheit für die Betreuung von Opfern (Unité spéciale pour la prise en charge des victimes). In diesem Rahmen wurde das Personal der Einheit durch die Einstellung einer Kriminologin verstärkt, deren Kompetenzen es ermöglichen werden, das eingerichtete System zu verfeinern und Gewalt und Belästigung so effektiv wie möglich zu bekämpfen.
Die Schulungen für die 25 Mitglieder der Einheit werden im Laufe der Monate fortgesetzt, insbesondere in der Stiftung Malley Prairie und durch Praktika bei der LAVI. Die Verbindungen und die Zusammenarbeit mit Partnern werden in der kommenden Zeit weiter ausgebaut, z. B. mit LGBTIQ+-Vereinigungen. Auch die Zusammenarbeit mit Nils Kapferer, der Person, die für die Umsetzung der Politik der Stadt in diesem Bereich zuständig ist, wird verstärkt werden.
Im Bereich der Prävention wird eine Kampagne für Personen, die häusliche Gewalt ausüben, entwickelt und die Stadt Lausanne wird weiterhin alle Initiativen zum Schutz der Opfer häuslicher Gewalt unterstützen, wie z.B. das Pilotprojekt zur elektronischen Überwachung von Straftätern und potenziellen Opfern.
In Notfällen sollte in jedem Fall die Nummer 117 angerufen werden. Die Polizei von Lausanne wird eingreifen, um Gewalttäter festzunehmen und sie der Justiz zuzuführen.
Polizeikorps Lausanne