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Mittelalter-Sackpfeifen
Die Sackpfeife oder der Dudelsack ist ein Rohrblattinstrument (Aerophon), dessen Luftzufuhr aus einem Luftsack über ein Anblasrohr erfolgt. Das Ursprungsland der Sackpfeife ist vermutlich Indien und wurde von den Römern und Griechen nach Europa eingeführt.
Wie die meisten von uns habe ich den Dudelsack durch ihre schottische und irische Version zuerst kennengelernt. Als ich aber die verschiedenen mitteleuropäischen und skandinavischen Sackpfeifen zum ersten mal lauschte, gefiel mir das Instrument erst wirklich. Ich entschloss mich im 2005 einen billigen deutschen Dudelsack zu kaufen (Hümmelchen) und fing an sie auf meiner Drehbank nachzumachen. Die ersten Versionen waren vom Ton her nicht sehr überzeugend aber ab 2010 erreichte ich mittlerweile quasi professionelle Instrumente. Die grösste Herausforderung war zwar immer das Rohrblatt, das sehr genau sein muss, um eine richtige Tonlage zu erreichen. Bis jetzt habe ich Hümmelchen, Schäferpfeifen, Pivas, Marktpfeifen und Säckpipor gebaut. Diese letzte Sorte bleibt definitiv mein Favorit.
Säckpipa
Die schwedische Sackpfeife (schwedischer Dudelsack), auf schwedisch säckpipa, ist die Art Sackpfeife, die man traditionell in Schweden in der Volksmusik benutzt wird. Die schwedische Sackpfeife ist klein, verglichen mit der schottischen Hochlandsackpfeife, und wird mit dem Mund geblasen. Die schwedische Sackpfeifentradition war fast völlig ausgestorben, als in den 1930er-Jahren einige alte Instrumente in einem Museum gefunden wurden, und der letzte schwedische Traditionsträger in Westdalarna ausfindig gemacht wurde. Während der letzten Jahrzehnte wurden erweiterte Varianten zur schwedischen Sackpfeife hergestellt, mit mehr Pfeifen und mehr möglichen Tonarten als bei den traditionellen.
Schalmei
Die Schalmei, auch Schalmey, Ciaramella, ist ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt und konisch gebohrter Röhre. Sie besitzt meist sieben vorderständige Grifflöcher. Eigentlich ist es ein Dudelsack ohne Sack, ein Art Volksoboe.
Duduk
Die armenische Duduk gehört zu den zylindrischen Doppelrohrblattinstrumenten (Kurzoboen), die vom Balkan bis nach Ostasien verbreitet sind. Die Ursprünge dieser Blasinstrumente können bis in die vorchristliche Zeit zurückverfolgt werden. Die Duduk ist ein Holzblasinstrument mit einem extrem großen Doppelrohrblatt, das bis zu zehn Zentimeter lang und bis zu drei Zentimeter breit ist. Sie gilt als armenisches Nationalinstrument und ist auch als „armenische Flöte“ bekannt. Das Mundstück besteht aus einen Schilfrohrabschnitt und wurde nicht von mir gemacht, sondern aus Armenien bestellt, da ich weder die Baukunst beherrsche, noch das Material in unseren Breitengraden zu finden ist. Für mich gilt der Ton der Duduk als einer der bezauberndsten die es gibt.