Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03609.jsonl.gz/383

Die Benediktiner-Abtei Cluny wurde im Jahre 909 oder 910 im Burgund gegründet. Rund hundert Jahre später gehörten ihr bereits viele Klöster mit tausenden von Mönchen an. Die heute noch bestehenden Kirchen, die Cluny angeschlossen waren, sind über ganz Westeuropa verteilt. Die Äbte von Cluny berieten Könige, Fürste und auch Päpste. Im Mittelalter wurde die Abtei zu einem der einflussreichsten Zentren Europas.
Das Kloster war Ausgangsort der cluniazensischen Reform, deren Ziel eine getreue Wiederbelebung der benediktinischen Mönchsregel aus dem 6. Jahrhundert war. Die Cluniazenser legten den Schwerpunkt auf die Liturgie und die Memoria (Totengedenken), auf die Armenfürsorge und das Pilgerwesen. Diese Ziele prägten auch die Architektur. Der fünfschiffige, dritte Bau der Klosterkirche aus dem 11. Jahrhundert war während Jahrhunderten die grösste Kirche der Christen. Sie stand unter direkter Schirmherrschaft des Papstes und genoss viele Privilegien.
Während der Französischen Revolution wurde die Abtei fast vollständig zerstört und diente als Steinbruch.
Mit den verschiedenen Veranstaltungen zum Cluny-Jubiläum soll das cluniazensische Kulturgut besser bekannt gemacht und touristisch erschlossen werden. at