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Gründung / Historisches über die "Basler Stiftung für Ferienkolonien"
Die heutige Basler Stiftung für Ferienkolonien kann in diesem Jahr bereits ins 125. Jahr ihres Wirkens blicken und dabei feststellen, dass sich zwar der Name vier mal geändert, der Sinn der Idee aber auch nach über einem Jahrhundert noch nicht geändert hat. 1878 gründeten Männer verschiedener politischer Richtungen ein Komitee mit dem Zweck, bedürftigen Kindern, welche sich sittlich wohlverhalten, heilsame Ferien zu vermitteln. Sie gaben ihrer Tätigkeit den Namen
Kommission für Ferienversorgung armer Schulkinder.
In jenen Zielvorstellungen lesen wir:
"Wir trachten danach, im Baselbiet einige Ortschaften zu finden, wo eine Anzahl unserer armen und kränklichen Schulkinder unter guter Aufsicht, bei gesunder Nahrung und passender Bewegung im Freien, zwei bis drei Wochen eine Leib und Geist stärkende Ferienfreude gewinnen können".
Die Kolonien wurden durch freiwillige Spenden der Bevölkerung, durch Konzerte und Haussammlungen finanziert. Legate bildeten den Grundstock eines kleinen Vermögens, das Grundlage der
"Stiftung Ferienversorgung armer, erholungsbedürftiger Schulkinder"
wurde, wie die Institution sich ab 1900 nannte.
Mitten im zweiten Weltkrieg, anno 1942 wurde das Wort "armer" gestrichen und vor 36 Jahren, 1967 gab sich die Stiftung ihren heutigen Namen.
Ursprünglich erhielten die Kinder ihre Ferien von der Stiftung geschenkt. Erst 1926 erwog man erstmals, freiwillige Beiträge der Eltern zu erbitten und ab 1935 finanzierten diese dann, ihrem Einkommen gemäss, die Ferien ihrer Kinder mit.
Just in jener Zeit begann auch das damalige Schulfürsorgeamt, Kolonien zu organisieren und durchzuführen. Nach rund 50 Jahren privatem Werk taten sich Stiftung und Kanton zusammen, um die vielseitiger gewordene Aufgabe gemeinsam zu meistern. Letzterer übernahm gewisse Aufgaben der Organisation für beide Institutionen, was bis heute durch ein beidseitig abgestimmtes Konzept erhalten blieb. Der gemeinsame LAGERKALENDER unterstrich das Ziehen am gleichen Strick, und ergab den Beweis, dass sich Staat und Private nicht gegenseitig im Wege stehen müssen.
Die Basler Stiftung für Ferienkolonien organisiert ihre Kolonien nicht nur während den sechs Sommerferienwochen, sondern organisiert im Frühling jeweilen ein zehntägiges Osterlager und während den Herbstferien ein zweiwöchiges Lager.
Seit 1983 besitzt die Stiftung ein eigenes Koloniehaus in Prêles in welchem während den Ferienwochen unsere Kolonien gastieren, ansonsten kann es von jedermann gemietet werden.