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Das Wichtigste in Kürze
- Katharina Zimmermann ist am 14. Mai mit 88 Jahren verstorben.
- Die Berner Autorin war bekannt für ihre intensiven Recherchen.
- Aus ihrer Feder stammen die Werke «Damek» und der Täuferroman «Die Furgge».
Die Berner Autorin Katharina Zimmermann ist am 14. Mai 88-jährig gestorben. Das teilte ihre Familie am Samstag mit. Für ihr Jugendbuch «Damek» erhielt Zimmermann 1983 den Schweizer Jugendbuchpreis.
Die diplomierte Violinlehrerin lebte 15 Jahre lang in Indonesien und schrieb dort ihre ersten Bücher. Im südostasiatischen Land arbeitete sie auch für eine Frauenzeitschrift und für Radio Kalimantan. Nach ihrer Rückkehr nach Bern veröffentlichte sie zahlreiche Werke.
Buchpreis für «Indonesische Albumblätter»
Dazu gehört beispielsweise der historische Täuferroman «Die Furgge», der 1989 beim Zytglogge-Verlag erschien. Auch «Kein Zurück für Sophie W.», und der im Solothurnischen spielende Roman «Die Carmen vom Weissenstein» schrieb Zimmermann. Die Stadt Bern verlieh ihr 1998 einen Buchpreis für «Indonesische Albumblätter».
Nach Indonesien zog Zimmermann, weil ihr Mann 1964 das Angebot erhielt, als Dozent nach Indonesien zu gehen. Er war damals Pfarrer in Schangnau im Emmental.
Für alle Bücher betrieb Zimmermann intensive Recherchen vor Ort. «Kein Zurück für Sophie W.» aus dem Jahr 2000 brachte sie unter anderem in die USA, wohin im frühen 20. Jahrhundert eine Grosstante von ihr «ausgeschafft» worden war, weil sie angeblich Ehebruch begangen hatte.
Und für «Das Freudenkind» (2003), in dem eine Frau der Geschichte einer verbotenen Beziehung zwischen einer Emmentaler Lehrerin und einem Kriegs-Internierten nachspürt, reiste sie - wie ihre Protagonistin - nach Polen.