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Die britische Oscar-Preisträgerin Julie Christie hat am Freitagabend auf dem Münchner Filmfest den Cine-Merit-Award für ihr Lebenswerk erhalten. Die Geehrte reagierte sichtlich gerührt und sagte: «Ich bin nicht ganz sicher, was ich getan habe, um das zu verdienen.» Sie habe sich während ihres Besuchs in München «wie eine Königin» gefühlt. Der mit ihr befreundete Regisseur Hal Hartley hatte zuvor in seiner Laudatio die Neugier, den Humor, die Anständigkeit und den gesunden Menschenverstand der 67-jährigen Oscar-Preisträgerin gewürdigt, die mit Filmen wie «Darling» oder «Doktor Schiwago» zur Ikone der 60er-Jahre geworden war.
Beim Festakt wurden auch die besten internationalen Produktionen ausgezeichnet. Der italienische Mafia-Streifen «Gomorrha» von Matteo Garrone erhielt als bester internationaler Film den Arri-Zeiss-Preis, der mit einem Preisgeld von 50 000 Euro verbunden ist und in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wurde. Garrones Film über die Mafia in Süditalien sei ein beängstigendes Porträt der heutigen Gesellschaft, heisst es in der Jury-Begründung. Er zeige das kriminelle Leben als harte, realistische Abbildung eines modernen Sündenpfuhls.
Der russische Film «Everybody Dies but Me» von Valeria Gaia Germanica erhielt den Nachwuchspreis Cinevision-Award. Der Film beleuchtet die Sorgen und Nöte von Jugendlichen. Drei 14-Jährige Mädchen aus Moskau kämpfen darin um eine Schulparty. Es geht um Liebe, Freundschaft und Erwachsenwerden.