Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/375

276 m. 8
Häuser, mit einer Reihe von Felsenkellern, 4 km
sö. u. gegenüber
Lugano, am
Luganersee u. am Fusse des
Monte Camoè. 40 kathol. Ew. Die Keller sind zum
grossen Teil Eigentum von Luganeser Bürgerfamilien, die hier ihre Sonntagnachmittage zu verleben pflegen.
Schon de Saussure
fand 1777 bei einer Aussentemperatur von 21 °R im Innern einer der
Höhlen eine Temperatur von nur 2,5
°R.
Die gleiche Erscheinung ist von Lavizzari an allen ähnlichen Felsenkellern des Kantons Tessin
beobachtet worden.
(La) (Kt. Bern,
Amtsbez. Pruntrut).
Strassen- und Gebirgsknoten von grosser strategischer Bedeutung, auf der Grenze zwischen den
Amtsbezirken
Pruntrut und
Delsberg, zwischen diesen beiden Ortschaften und 6 km nö. der Station
Saint Ursanne der Linie
Delsberg-Delle.
Bildet zusammen mit den
Malettes und
Rangiers den orographischen Knoten des n. Kettenjura und gleichsam
eine Wiederholung en miniature des St.
Gotthards. Das von der
Caquerelle, den
Malettes und
Rangiers umschlossene Dreieck ist
ein 800-836 m hohes Hochplateau, über das sich die Gipfel der
Ordons (999 m), des
Montgremay (944 m), der
Roche au Vilain (867
m) u. a. erheben, die alle eine weitumfassende Rundsicht auf das Elsass, Thal des
Doubs, die Vogesen und
den Schwarzwald, auf s.
Jura und
Alpen gestatten.
3. nach
rechts oder SW. steigt ein Feldweg über Bergweiden nach
Montmelon und zum
Doubs ab.
Zur Zeit der Postwagen, d. h. vor dem
Bau der Eisenbahnen war die Strasse der Caquerelle eine der belebtesten der
Schweiz, heute ist sie verödet, und das ehemals
so geräuschvolle Wirtshaus ist 1901 einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen. Vor kurzem ist durch einige
fromme Familien neben dem einstigen Gasthaus eine grosse und prächtige, dem h. Joseph geweihte
Kapelle erbaut worden, wo
jedes Frühjahr die ehemaligen und heutigen katholischen Studierenden des
Jura, Zöglinge der Jesuiten, ihre Jahresversammlung
abhalten.
Diese
Kapelle steht an Stelle der ursprünglichen Kirche
Saint Martin de
Repais, eines der ersten, von den
Christen noch unter der römischen
Herrschaft erbauten Gotteshäuser, dessen Pfarrer vom Liber Marrarum 1441 erwähnt wird
und das Jahrhunderte lang als Pfarrkirche für
Montavon und die auf dem Hochplateau zerstreuten
Höfe diente. Im 30jährigen
Krieg 1635 von den Kaiserlichen ausgeplündert und zerstört, worauf die einstige Kirchgemeinde unter
Boécourt,
Asuel und
Saint Ursanne aufgeteilt wurde.
Steinerne Statuen aus dieser uralten Kirche werden heute noch in der neuen
Kapelle aufbewahrt. ^[Note:] Ganz nahe steht die
Pierre de l'Autel (der Altarstein), ein isolierter Felsblock von 5,4 m
Höhe und 2,1 m Breite, auf dessen
einer
Seite die Verwitterung ein einem Menschenantlitz ähnliches Gebilde herausmodelliert hat. Der Block ist ein ehemaliger
Opferstein der Druiden, nicht behauen und oben abgeflacht, auf dem die Spuren zahlreicher den Göttern dargebrachter Opfer
noch wohl erkennbar sind.
Auf der Caquerelle Schulhaus für die umliegenden
Höfe. Der weisse Korallenkalk wird ausgebeutet und
vielfach als Baustein verwendet. ^[Ergänzung: Der
Schluss des Artikels ist ungenau und wird im
Supplement neu gefasst werden.]