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Nachdem Sun vor kurzem tief in die Verlustzone gerutscht ist, könnte der US-Konzern Sun Microsystems schon bald gezwungen sein, Geschäftsteile oder das gesamte Unternehmen zu verkaufen, sagen Analysten. Im Oktober wurde bekannt, dass die Investmentfirma Southeastern Asset Management inzwischen einen Fünftel der Sun-Aktien kontrolliert. Weitere Investoren wie Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) halten nicht nur Anteile an Sun, sondern sitzen sogar im Verwaltungsrat.
Der Konzern schlitterte mit einem Verlust von 1,7 Milliarden Dollar zuletzt tief in die roten Zahlen, nachdem es nicht gelungen war, die operativen Kosten massiv zu senken. Sollten die von Sun-Chef Jonathan Schwartz angekündigten Kostensenkungsmassnahmen nicht greifen, dürfte es zu einem Verkauf der Gesellschaft oder Geschäftsteilendavon kommen, glauben Analysten gemäss einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.
Hewlett-Packard, IBM und Dell sowie Cisco Systems werden bereits als potentielle Käufer gehandelt. Allerdings wird damit gerechnet, dass Sun vor einem Verkauf in eine Hardware- und Softwaresparte aufgeteilt würde. Als Alternative wird auch ein Verkauf von einzelnen Geschäftsbereichen gehandelt. Genannt wird hier beispielsweise der US-Speicherspezialist StorageTek, den Sun 2005 für 4,1 Milliarden Dollar übernommen hat, heute allerdings nur noch mit einem Wert zwischen 0,75 bis 1 Milliade Dollar gehandelt wird. Auch Datenbankspezialist MySQL, von Sun für 1 Milliarde Dollar gekauft, könnte so abgestossen werden. Aus Bankkreisen ist allerdings zu hören, dass MySQL heute nur noch mit einem Wert von 300 Millionen taxiert wird. Sun wollte sich zu den Gerüchten bislang nicht äussern. (bt)