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Massenmedien, die ein unrealistisches Schönheits- und Schlankheitsideal vermitteln, tragen unter bestimmten Bedingungen zu Unzufriedenheit mit dem Körperbild und gestörtem Essverhalten insbesondere bei jungen Frauen bei. Im Forschungsprojekt wird der Einfluss der alltäglichen Exposition mit Schönheitsidealen in Modezeitschriften auf gesunde sowie an psychischen Störungen (Essstörungen, depressive Störungen, Angststörungen etc.) erkrankten junge Frauen untersucht. Dabei werden die Auswirkungen der Exposition auf das Körperbild, die Stimmung, das Essverhalten und die physiologische Stressreaktionen erfasst. Ein negatives Körperbild begünstigt nebst der Entwicklung von gestörtem Essverhalten auch die Entwicklung von Angst- und depressiven Störungen und ist deswegen von besonderer Relevanz. Im Forschungsprojekt stehen die Rolle kognitiver Verzerrungen, wie die Gleichsetzung von Vorstellungen und Gedanken an Nahrung und idealisierte Körper mit tatsächlichem Verhalten, und die Fähigkeit zur Emotionsregulation im Mittelpunkt des Interesses. Es wird erwartet, dass die resultierenden Ergebnisse zur Differenzierung bereits vorhandener Ätiologiemodelle bezüglich der Entstehung und Aufrechterhaltung eines negativen Körperbildes und dem damit verbundenen Risiko zur Entwicklung von psychischen Störungen, im Speziellen von Essstörungen, beitragen. Diese Erkenntnisse wiederum können in der Früherkennung und Prävention von psychischen Störungen eingesetzt werden. Weiter werden Befunde zu kognitiven und emotionalen Verarbeitungsstilen, welche die Ansprechbarkeit bezüglich der täglich in Massenmedien präsentierten und idealisierten Schönheitsideale beeinflussen, für die Verbesserung von Behandlungsmassnahmen bei Essstörungen eingesetzt.