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Unsere Zähne werden am Zahnhalteapparat im Knochen verankert. Die Zahnwurzeln stimulieren den Knochen und erhalten so die natürliche Form.
Ein Implantat ist heute meist wie eine Schraube und übernimmt die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel. Diese Art der Knochenverankerung wird "Osseointegration" bezeichnet
Implantate können zur Verankerung eines einzelenen Zahnes (=Einzelzahnkrone) oder mehrerer Zähne (=Hybridprothese ) eingesetzt werden.
Nach Zahnverlust wird der Knochen nicht mehr stimuliert und beginnt sich zurückzubilden (resorbieren). Über die Zeit kann der Knochenverlust so gross sein, dass nicht genügend Knochen vorhanden ist um ein Implantat einzusetzten.
Die Ära zur modernen Implantologie begann Ende der 60er an der Universität Göteborg unter Prof. P.I. Brånemark und an der Universität Bern unter Prof. André Schroeder. Prof. André Schroeder publizierte 1976 die bahnbrechende Studie, welche das erste Mal das Phänomen der direkten Knochenverankerung (=Osseointegration) eines Zahnimplantates nachweist.
Die Implantattherapie hat sich in den letzten 45 Jahren stark verändert. Augenfällig ist das unterschiedliche Design der früheren und heutigen Implantate.
Der Knochen, welcher die Zähne verankert, heisst “Alveolarknochen”. Nach einer Zahnextraktion bildet sich der Knochen zurück, da er nicht mehr als Zahnstütze gebraucht wird. Für einen guten Zahnersatz wie Implantate, Spangen oder Brücken braucht es ein gutes Knochenfundament. Knochenschwund sollte möglichst vermieden oder muss neu aufgebaut werden.
Materialien für einen Knochenaufbau:
Der aktuelle Goldstandard ist autologer Knochen, d.h. vom eigenen Körper. Vorteile des autologen Knochens:
Wenn ein Zahn im hinteren Bereich des Oberkiefers entfernt wird, dehnt sich der Sinus maxillaris in den zahnlosen Bereich nach unten aus. Die Ausdehnung des Sinus maxillaris führt dazu, dass man oft eine ungenügende Knochenhöhe an der Implantationsstelle hat und so das Implantat nicht ausreichend im Knochen verankert werden kann.
Patienten mit einem zahnlosen Oberkiefer sind meistens mit einer Totalprothese versorgt. Die moderne Implantologie bietet Patienten zwei weitere Optionen an: Zahnloser Oberkiefer mit 4 Implantaten und Steg bzw. Einzelankern. Die abnehmbare, implantatverankerte Prothese oder die fest verschraubte Brücke. Zahnloser Oberkiefer mit genügend Knochen, festsitzend auf 6 Implantaten versorgt.
Zahnloser Oberkiefer mit 4 Implantaten und Steg bzw. Einzelankern und zahnloser Oberkiefer mit genügend Knochen, festsitzend auf 6 Implantaten versorgt.
Zahnimplantate aus Titan oder Titanlegierungen bieten heute eine sehr gut dokumentierte Therapieoption für die Befestigung künstlicher Zähne im Kieferknochen. In den letzten Jahren wurden Implantate aus Hochleistungskeramik als eine metallfreie Alternative zu Titan entwickelt.
Computerunterstützte Implantattherapien eröffnen in ausgewählten Fällen neue Möglichkeiten
Die digitale Transformation in der Zahnmedizin bietet vielversprechende Perspektiven für patientenzentrierte und minimalinvasive Therapiekonzepte.
Das Prinzip einer computergestützten Implantation beruht auf einer Planung des operativen Eingriffs in einer Computersoftware. Dabei kann die anatomische Situation genau dargestellt und der dazu passende zukünftige Zahnersatz modelliert werden. Anhand dieser virtuellen Planung ist es möglich, eine ideale Implantatposition unter dem Zahnersatz zu wählen. Anschliessend werden individuelle Positionierungshilfen für die Operation angefertigt, um das Planungsziel zu erreichen.
Vor allem bei umfangreichen und komplexen Behandlungen zeigen sich die Vorteile für unsere PatientInnen:
Die Behandlungen können in einer Planungssoftware genauer geplant und von den BehandlerInnen besprochen werden. Je nach Situation können bei computergestützten Eingriffen auch schonendere Operationstechniken angewendet werden. Eine Schablonenführung der Implanatoperation kann in schwierigen Situationen auch dabei helfen, die Operationszeit deutlich zu verkürzen.
An unserer Klinik wird aktiv Forschung im verschiedenen Bereichen der computerunterstützten Implantationen betrieben, um diese Technik in der Zukunft noch weiterzuentwickeln.