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JON BRYANT
Cult Classic
Nettwerk
Als der in Halifax, Nova Scotia, geborene Jon Bryant nach Vancouver umzog, erging es ihm wie vielen anderen: Er musste sich ein neues Beziehungsnetzwerk aufbauen. Ein enger Freund riet ihm, sich der mutmasslichen Sekte NXIVM von Keith Raniere anzuschliessen. Dies stellte sich als Fehler heraus. Statt neuer Freundschaften geriet er in eine Abhängigkeit. Zum Glück gelang dem 33-jährigen nach gut einem Jahr der Absprung. Sein neues, viertes Werk «Cult Classic» handelt grösstenteils von dieser Erfahrung aber auch von seiner deswegen erwachten Faszination für Kulte. Der Auftakt «Paradise», musikalisch irgendwo zwischen Blue-Eyed-Sould, Indiepop und Easy Listening, handelt davon nicht blind jemanden zu folgen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen: «Well, I Don’t Wanna Take The Road Of Another.» Etwas weiter thematisiert «Cultivated» seinen Zeit in NXIVM: « The Secret’s In The Silence. How Could I Have Been So Unaware?» Im ebenso Blue Eyed-souligen «The Fall» besingt Bryant Zweifel und Suche. Im zuweilen verspielt klingenden «Ya Ya Ya Ya» wünscht er sich, in der Fiktion zu leben. Und zum Abschluss, im an Chris Isaak mahnenden «Out Of The Blue» kehrt er von der Abhängigkeit zur Liebe zurück. Glücklicherweise!