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Was ist eine Einpersonen-AG
Seit dem Inkrafttreten des neuen Aktienrechts ist die Gründung einer Einpersonen-AG problemlos möglich. Allerdings gilt es dabei einige Dinge zu beachten.
Einpersonen-AG
Artikel 625 des Obligationenrechts sieht vor, dass eine Aktiengesellschaft „durch eine oder mehrere natürliche oder juristische Personen“ gegründet werden kann. Dabei ist auch die Gründung durch eine einzelne Person zulässig. Allerdings ist eine Unterscheidung zu machen zwischen einer Einpersonen-AG und einem Alleinaktionär. Ausschliesslich die Einpersonen-AG haftet für die Schulden der Gesellschaft, nicht aber der Alleinaktionär. Damit kann der Alleinaktionär sein Risiko beschränken.
Rechtlicher Vorteil darf nicht ausgenutzt werden
Allerdings darf dieser rechtliche Vorteil nicht durch den Alleinaktionär missbraucht werden. Widerspricht die Berufung auf die rechtliche Selbständigkeit der Einpersonen-AG dem Prinzip von Treu und Glauben, so kann auch direkt auf den Alleinaktionär und dessen Vermögen Bezug genommen werden (Durchgriff). Deshalb hat der Alleinaktionär strikt darauf zu achten, dass er sein Geschäfts- und Privatvermögen sauber voneinander trennt. Als rechtsmissbräuchlich wird die Konstellation angesehen, bei der die Gründung einer AG den ausschliesslichen Zweck hat, die Vermögenswerte vom Zugriff der Gläubiger zu entziehen. Die Selbständigkeit wird auch dann nicht beachtet, wenn die AG nur zu Umgehung von Grundstückgewinnsteuern errichtet worden ist.
Aktienrechtliche Vorschriften sind zu beachten
Grundsätzlich kann sich eine Einpersonen-AG auf ihre juristische Selbständigkeit berufen. Wichtig ist aber, dass die aktienrechtlichen Vorschriften eingehalten werden und deshalb auch beispielsweise jährlich eine Generalversammlung abgehalten und auch ein Verwaltungsrat gewählt wird.