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„Wirtschaftswunder“ Südkorea
Samsung, Hyundai, Kia – wahrscheinlich ist dir auch schon ein Handy oder Auto mit diesem Namen begegnet. Die Firmen hinter diesen Namen kommen alle aus Südkorea. Sie sind typische Beispiele für die starke Wirtschaft des Landes. Diese wird auch als „Wunder am Hangang“ bezeichnet – benannt nach dem Fluss der durch die Hauptstadt Seoul fliesst.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Südkorea gehört zu den grössten Exportländern weltweit. Exportländer sind Länder, die viele Produkte in andere Länder verkaufen.
- Es werden vor allem Mikrochips für elektronische Geräte wie Handys oder Waschmaschinen sowie Autos und Erdölprodukte in andere Länder verkauft.
- Südkorea investiert viel Geld in die Bildung, Forschung und Entwicklung, zum Beispiel in den Bereichen Künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien.
Im Koreakrieg von 1950-53 wurde in Südkorea fast alles zerstört. Das Land war sehr arm. Da kam Anfang der 1960er Jahre ein General des Militärs an die Macht. Dieser wollte so schnell wie möglich die Wirtschaft ankurbeln. Dafür machte er einen Plan. Er unterstützte die Firmen mit günstigen Krediten. Das heisst, er gab ihnen Geld vom Staat, damit sie ihr Geschäft vorantreiben konnten. Die Produkte sollten vor allem ins Ausland verkauft, also exportiert werden. Am Anfang wurden mehrheitlich günstige Produkte wie Elektro-Haushaltsgeräte oder Textilien, die in kleinen Firmen hergestellt wurden, exportiert. Dann wurde in die sogenannte Schwerindustrie investiert. Dazu gehören Eisen, Stahl oder auch der Schiffsbau.
Stark in der Elektronik
Ab dem Jahr 2000 entwickelte sich die Wirtschaft von Südkorea Richtung hochwertige Elektronikprodukte wie Videorekorder und Autos. Später kamen dann die Mikrochips und Displays für Handys, Fernseher und Computer dazu. In diesen Bereichen gehört die Wirtschaft von Südkorea heute zu den wichtigsten der Welt. Beim weltweiten Verkauf von Handys lag die Firma Samsung Ende 2022 an zweiter Stelle hinter Apple (iPhones).
Mit Forschung und Entwicklung am Ball bleiben
Damit Südkorea seinen starken Platz in der Weltwirtschaft halten kann, gibt das Land viel Geld aus für die Bildung seiner Bevölkerung, für die Forschung und Entwicklung. Das Land hat einen Plan gemacht, in welchen Bereichen sie in den nächsten Jahren forschen und entwickeln wollen. Dazu gehören unter anderem die Künstliche Intelligenz, die Biotechnologie oder erneuerbare Energien. Bei der künstlichen Intelligenz geht es zum Beispiel um selbstfahrende Autos, um Roboter oder Computerprogramme, die selbst ein Problem lösen können. Bei den erneuerbaren Energien hat sich Südkorea zum Ziel gesetzt, weniger Kohle und Atomkraft zu nutzen, dafür mehr Wasserstoff, Wind und Solarkraft (Sonnenenergie).
Fachleute ausbilden
Um mit all dem an der Weltspitze zu bleiben, braucht Südkorea viele sehr gut ausgebildete Fachleute. Das Land hat daher zusammen mit den grossen Firmen und den Universitäten Programme entwickelt, um talentierte Student*innen und junge Fachleute mit attraktiven Angeboten im Land zu halten und an sich zu binden.
Arbeitsmaterial
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