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Mark Varshavsky war acht Jahre alt, als die Deutsche Wehrmacht 1941 im ukrainischen Charkiw einmarschierte. Der sowjetische Staat organisierte eine grosse Evakuation, mit welcher Jüdinnen und Juden in Güterzügen nach Kasachstan gebracht wurden, um sie vor dem sicheren Tod zu retten. Heute lebt der 89-jährige Cellist in Basel.
In fünf Teilen erzählt Mark Varshavsky diese Woche im «Tagesgespräch» von seiner Flucht, zuerst nach Kasachstan, später von Moskau in den Westen. Er ist einer von fünfzehn Überlebenden des Holocaust, welche Simone Müller in ihrem eben erschienen Buch «Bevor Erinnerung Geschichte wird» porträtiert hat. Die Autorin nimmt am Gespräch ebenfalls teil. Mit dem Cello-Spiel von Mark Varshavsky, seinen Erzählungen, aus den Fragen an Simone Müller und Textausschnitten des Buches hat Karoline Arn eine Hör-Collage gemacht.