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Die APD-Quote von 0,44% des BNE liegt unter dem für die Laufzeit der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017–2020 veranschlagten Durchschnittswert von 0,48% und unter dem 2011 vom Parlament festgesetzten Ziel von 0,5%. Grund dafür sind die tiefer als erwarteten Asylkosten, die der APD angerechnet werden können, und die von Bundesrat und Parlament 2016 und 2017 beschlossenen Kürzungen bei den Krediten der internationalen Zusammenarbeit.
Die der APD anrechenbaren Kosten für die Unterstützung von Flüchtlingen, Asylsuchenden und vorläufig aufgenommenen Personen in der Schweiz beliefen sich 2019 auf 284 Millionen Franken. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtbetrag der APD von 9%. Ohne Berücksichtigung der Asylkosten betrug das Verhältnis APD/BNE 0,40% und lag damit auf dem Niveau von 2018.
Die internationale Zusammenarbeit des Bundes wird hauptsächlich von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA, dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) des WBF und der Abteilung Menschliche Sicherheit (AMS) des EDA umgesetzt. Die Rahmenkredite dieser drei Verwaltungseinheiten (ohne Eigenaufwand) decken 70 bis 75% der Schweizer APD ab. Zu diesen Ausgaben für die internationale Zusammenarbeit hinzu kommen die der APD anrechenbaren Ausgaben der übrigen Bundesstellen (einschliesslich Asylkosten) sowie die Beiträge der Schweizer Kantone und Gemeinden.
Mit ihrer internationalen Zusammenarbeit trägt die Schweiz zur Bekämpfung der Armut und zur Bewältigung von globalen Herausforderungen wie Pandemien und Klimawandel, zur Förderung des Friedens und der Menschenrechte sowie zur Beseitigung der Ursachen von Flucht und irregulärer Migration bei. Sie setzt sich für eine umweltverträgliche Entwicklung auf der ganzen Welt und insbesondere für eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen ein. Die neue Botschaft zur Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2021–2024 wurde am 19. Februar 2020 vom Bundesrat verabschiedet. Den aktuellen Schätzungen zufolge wird sich die APD der Schweiz im Zeitraum 2021–2024 auf rund 0,46% des BNE belaufen.
Die Berechnung der APD erfolgt gemäss den Richtlinien des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Dies ermöglicht einen internationalen Vergleich des Anteils des BNE, den die 29 Mitgliedstaaten des DAC für die APD verwenden.
Gemäss Medienmitteilung der OECD erhöhten 2019 18 Mitgliedstaaten ihre Beiträge, darunter die Schweiz, und 11 senkten sie. Dänemark, Grossbritannien, Luxemburg, Norwegen und Schweden erreichten den von der UNO geforderten Anteil von 0,7% des BNE. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz 2019 wiederum auf dem 8. Platz der DAC-Rangliste.
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