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Dornfelder -
Die rote Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen
Helfensteiner x Heroldrebe. Der deutsche Diplomlandwirt und Rebenzüchter
August Herold (1902-1973) kreierte 1955 die neue Rebsorte.
Herold absolvierte in Hohenheim ein Agrarstudium. Nach Tätigkeiten an der
Staatlichen Weinbau-Verwaltung und an der Biologischen Reichsanstalt für
Land- und Forstwirtschaft in Naumburg-Saale übernahm er im Jahre 1928 die
Leitung der Württembergischen Anstalt für Rebenzüchtung und Rebenpfropfung
in Weinsberg. Er schuf zahlreiche Zuchtstämme und neue Rebsorten wie zum
Beispiel die Neuzüchtungen Dornfelder, Hegel, Helfensteiner, die nach ihm
benannte Heroldrebe, Hölder, Juwel, Kerner, Ruling, Silcher und Sulmer.
Der Name geht auf Immanuel A. L. Dornfeld
(1796-1869) zurück, nach dessen Plänen und Initiative die Weinbauschule in
Weinsberg gegründet wurde.
Die Erfolgsstory der Rebsorte startete in
Deutschland mit 124 ha 1979 und verzeichnete im Jahr 2001 über 5.530
ha bestockter Rebfläche. Der Dornfelder ist längst seiner ursprünglichen
Rolle als "Deckrotwein" entwachsen und hat sich zu einem eigenständigen,
charaktervollen Weintyp mit häufig südländisch anmutendem Flair entwickelt.
Der dunkelrote und farbkräftige Wein ist körper- und tanninreich, das
fruchtige Bouquet erinnert an Sauerkirschen, Holunder und Brombeeren. Der
Dornfelder ist für Barrique-Ausbau geeignet und wird auch für Sekt
eingesetzt.
Hauptanbaugebiete sind die Pfalz und Rheinhessen
(Deutschland).