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Chamäleons haben in einer Hautschicht winzige Kristalle. Wenn Licht auf die Kristalle fällt, entstehen unterschiedliche Farben. Je nachdem, ob das Chamäleon entspannt oder aufgeregt ist, wechseln die Abstände zwischen den Kristallen. Und je nachdem, wie gross der Abstand zwischen den Kristallen ist, bekommt das Chamäleon eine andere Farbe. Nicht alle Chamäleons können aber die Farbe wechseln.
Es gibt rund 200 Chamäleonarten.
Die meisten Chamäleons leben in Wäldern, auf Bäumen und in Sträuchern. Einige sind auch in Parks und Gärten oder in trockenen Berggebieten zuhause.
Chamäleons ernähren sich vor allem von Fleisch. Heuschrecken, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten gehören zu ihren Beutetieren. Grössere Chamäleons schnappen sich schon mal kleinere Vögel oder Echsen. Allerdings jagen Chamäleons ihre Beute nicht. Sie streifen entweder langsam umher oder warten still und unbeweglich.
Chamäleons haben eine sehr lange Zunge, sie ist etwa so lang wie das Tier selbst oder sogar noch länger. In der Zeit, wo du einmal mit den Augen zwinkerst, schnellt die Chamäleonzunge nach vorn, greift sich die Beute und zieht sie zurück ins Maul.
Chamäleons sind meist als Einzelgänger unterwegs. Normalerweise wirken sie friedlich und fast etwas faul. Doch wenn sich zwei Männchen begegnen, kann es wild zu und her gehen, gerade, wenn es um ein Weibchen geht.
Lange glaubte man, dass Chamäleons die Farbe wechseln, um sich zu tarnen. Viele können das zwar, aber die meisten wechseln ihre Farbe wegen der Temperatur oder um ihre Stimmung anzuzeigen. Chamäleons nutzen die Farben zum Beispiel, um sich miteinander zu verständigen: Weibchen zeigen Männchen, dass sie sich bereits gepaart haben oder dass sie einen Partner suchen.
Nicht alle Chamäleons können die Farbe wechseln.
Die meisten Chamäleons legen Eier, manche Arten gebären die Jungen auch direkt.
Die Schale von Chamäleoneiern ist weich und kann schnell austrocknen. Deshalb sucht sich das Weibchen feuchten Sand oder feuchte Erde, in die es seine Eier legen kann. Sobald das Weibchen die Eier gelegt hat, schaufelt es Erde und Sand darüber und bedeckt das Nest mit Zweigen und Blättern. Danach geht es weg und kümmert sich nicht mehr um die Jungen.
Je nach Chamäleonart schlüpfen die Jungen nach Tagen, Wochen oder Monaten. Die Jungen sind voll entwickelt und sehen aus wie erwachsene Chamäleons in Mini-Grösse. Sofort beginnen sie, auf die Bäume zu klettern.
Die Lebensräume vieler Chamäleons sind bedroht. Von den grossen Waldflächen ist nur ein kleiner Teil erhalten geblieben.
Obwohl es verboten ist, holzen Leute die Wälder ab. Sie bekommen viel Geld, wenn sie das wertvolle Tropenholz in andere Länder verkaufen. Daraus entstehen zum Beispiel Möbel oder Musikinstrumente.
Andere Menschen sind gezwungen, Bäume zu fällen, damit sie überleben können. Sie brauchen das Holz, um Feuer zu machen, denn auf Madagaskar kocht man auf einer offenen Feuerstelle. Ausserdem brennen sie Waldflächen ab; so können sie zum Beispiel Reisfelder anlegen.
Der WWF setzt sich dafür ein, dass neue Nationalparks und Schutzgebiete entstehen. Gleichzeitig informieren und unterstützen die Leute vom WWF die Bevölkerung. Sie stellen den Menschen zum Beispiel neue Herde zur Verfügung. Es gibt Sparöfen, die nur halb so viel Holz oder Holzkohle verbrauchen oder Solarkocher, die ganz ohne Brennstoff funktionieren.