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Gendron
(spr. schandróng), Auguste, franz. Historienmaler, geb. 1818 zu Paris, Schüler Delaroches, hielt sich mehrmals in Italien auf, von wo er auch in der Mitte der 40er Jahre seine ersten Bilder einsandte, z. B. den von Boccaccio kommentierten Dante. Seine Willis und Sylphiden, Horen und Nereiden, die als duftige Traumgestalten in den Wäldern oder über dem Wasser schweben, sowie die Nymphen am Grab des Adonis (1864) waren recht anmutige Wesen von klarer, harmonischer Färbung.
Auch mit poetischen Scenen aus der Zeit der Renaissance machte er Glück, z. B. mit dem Sonntag in Florenz im 15. Jahrhundert (Museum des Luxembourg). Dazu brachte er einige Jahre später als Gegenstück die Bestattung einer jungen Venetianerin (1859), ansprechend durch die milde Trauer der begleitenden, in der Nacht verschwebenden Gestalten. Auch in einigen düstern Momenten aus der Geschichte weiß er das Unheimliche mit dem Anmutigen zu mischen, z. B. Tiberius auf Capri. Zu seinen letzten Bildern gehören die fünf thörichten Jungfrauen, Dankopfer an Äskulap, Tribut der Athener an den Minotaur. Er führte auch dekorative Arbeiten in der Kirche St. Gervais, im Louvre und namentlich im Palast des Staatsrats (die ¶
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Jahreszeiten) aus, die den monumentalen Stil mit einer naturalistischen Wärme der Erscheinung verbinden. Infolge der Ausstellung von 1855 erhielt er das Kreuz der Ehrenlegion.