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Der Shugenji-Tempel der buddhistischen Nichiren-Schule und der grössere Hasedera-Tempel der Jodo-Schule strahlen mit den schwungvollen Dächern, eingebettet in die Wälder und mit Blick auf die Bucht eine grosse Harmonie aus (-> Hase Area).
Nachdenklich machen die vielen „mizuko jizo“, kleine Statuen für abgetriebene Föten, die hier überall stehen (-> New York Times 1996) und die sie ins Land der Toten begleiten. Die Pille war in Japan bis um die Jahrtausendwende verboten. Sie gilt auch heute als Mittel zur Regulierung des Hormonhaushaltes, nicht als Verhütungsmittel und ist sehr wenig verbreitet.
Der Shinto-Schrein Tsurugaoka Hachiman-gū (-> Wikipedia) ist neben dem Grossen Buddha die wichtigste Sehenswürdigkeit von Kamakura. Hier haben wir das Glück, eine Shinto-Trauung beobachten zu können (-> Erklärung des Rituals).
Die anschliessende Wanderung über den Nagoe Kiridoshe Pass müssen wir abbrechen, irgendwie verliert sich der Weg. Ein Japaner, der in San Diego studiert hat, findet, er würde unser Vorhaben nicht gerade gefährlich nennen, aber ein bisschen unvorsichtig sei es schon – und begleitet uns zum Bus, der zu einer JR-Station fährt.
Den Tag beschliessen wir mit viel Fisch und etwas Pachinko. Der Lärm der Spielautomaten ist ohrenbetäubend.