Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03297.jsonl.gz/2044

Er war einer der Letzten, die aus eigener Anschauung über das Rote Wien der zwanziger Jahre und den bewaffneten Widerstand gegen den Austrofaschismus im Februar 1934 berichten konnten. Und er erzählte gern von seinen Erfahrungen, wie es die TeilnehmerInnen der WOZ-Reise in die österreichische Hauptstadt 2011 erleben konnten, von der damaligen Solidarität in den Arbeiterquartieren, vom Terror des bürgerlichen Lagers, von den Lehren, die er aus der desaströsen Hinhaltepolitik der Sozialdemokratie zog, von seinen Inhaftierungen, der Flucht 1938, seinem Kampf in der britischen Armee gegen die Nazis und seiner Mitgliedschaft in der KPÖ (siehe WOZ Nr. 15/2012 ).
Bis zum Schluss blieb Fritz Propst aktiv. Er engagierte sich für die Rehabilitierung des Widerstands, schrieb autobiografische Bücher und warnte vor dem Faschismus. Am Freitag ist der grosse Kämpfer im Alter von 98 Jahren gestorben.