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1981machte die Psychologin Ellen Langer von der Harvard Universität ein Experiment: Sie richtete ein altes Kloster so ein, dass alles - die Möbel, herumliegende Zeitungen, die Fernseh- und Radiosendungen - wie im Jahr 1959 waren. Die alten Männer, die dort eine Woche verbrachten, waren alle um die 80, nicht sehr beweglich und teilweise abhängig von ihren Betreuern. Sie hatten eine Foto von sich, wie sie vor 22 Jahren aussahen und ihren Lebenslauf. Ihre Aufgabe war, so zu tun, wie wenn sie etwa 50 waren. Es gab keine Spiegel und niemanden, der ihnen kochte und das Essen servierte.
Schon nach 2 Tagen veränderte sich ihr Verhalten. Sie servierten selbständig das Essen, spülten ab und nahmen an Diskussionen teil. Und als sie nach dieser Woche auf ihren Bus warteten, begannen sie spontan, Fussball zu spielen.
Die nachfolgenden Tests zeigten, dass viele von ihnen besser hörten und sahen und ihr Gedächtnis und ihre Motorik hatten sich verbessert. Ausserdem erzielte die Hälfte von ihnen mehr Punkte in einem Intelligenztest. Und sie sahen jünger aus.
Ellen Langer entdeckte etwas Bedeutsames: Die Kraft des Denkens auf unseren Körper.
Nicht unser Körper ist das Limit, sondern unser Denken über seine Grenzen.
Deshalb: Es ist immer der richtige Zeitpunkt, mit Yoga oder Pilates anzufangen, oder zu joggen, zu klettern, eine neue Sprache zu lernen, alleine in die Ferien zu reisen.
Egal, wie alt du bist. 40 oder 60 oder 80.
Ellen Langer hat Jahre später die Positive Psychologie mit gegründet.