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| Athanasius (295-373) - Des hl. Athanasius Schutzschrift gegen die Arianer (Apologia contra Arianos [seu Apologia secunda])

69.
Damit aber noch mehr die Schlechtigkeit der Verleumder ans Licht komme, sieh da, so schrieb auch Arsenius, nachdem er in seinem Verstecke aufgefunden worden war. Wie nämlich Ischyras schriftlich die Verleumdung eingestand, so überführt auch Arsenius durch sein Schreiben sie noch mehr ihrer Bösartigkeit.
Arsenius, Bischof der einst unter Melitius stehenden Bewohner der Stadt Hypsele, mit den Priestern und Diakonen dem seligen Vater Athanasius herzlichen Gruß im Herrn.
„Auch wir lieben den Frieden und die Vereinigung mit der katholischen Kirche, über die du mit der Gnade Gottes gesetzt bist, und indem wir entschlossen sind, dem Kirchengesetze in der alten Weise uns unterzuordnen, schreiben wir dir, geliebter Vater, und erklären uns im Namen des Herrn bereit, nicht mehr mit denen in Gemeinschaft stehen zu wollen, die noch in der Spaltung beharren und mit der katholischen Kirche noch nicht in Frieden leben, Bischöfen, [S. 142] Priestern und Diakonen, und es nicht mit ihnen zu halten, wenn sie in einer Synode Etwas erreichen wollen, weder Friedensbriefe zu senden, noch von ihnen anzunehmen, noch ohne Rücksicht auf deine Ansicht, da du der Bischof der Metropole bist, irgend eine Bestimmung über Bischöfe oder sonst über ein gemeinsames kirchliches Gesetz zu erlassen, sondern uns in alle früher aufgestellten Gesetze zu fügen wie die Bischöfe Ammonianus, Tyrannus, Plusianus und die übrigen Bischöfe. Ausserdem bitten wir deine Güte, du möchtest bald an uns schreiben, so wie auch an die Amtsgenossen in Betreff unserer Person, daß wir bereits auf dem angegebenen Punkte angelangt sind, und in Frieden mit der katholischen Kirche leben und mit den Amtsgenossen unserer Gegend in Verbindung stehen. Wir glauben aber, daß dein Gebet, da es leicht Erhörung findet, bewirken wird, daß dieser Friede fest und unauflöslich bis an das Ende dauern werde nach dem Willen Gottes des Herrn aller Dinge, durch Jesus Christus unsern Herrn. Die gesammte dir untergeordnete Priesterschaft grüßen wir mit den Unsrigen. Bald werden wir, wenn es Gott gefällt, mit deiner Güte zusammentreffen. Ich Arsenius wünsche dir Wohlergehen im Herrn für viele Jahre, seligster Vater!“