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Warum sind die Gebühren in der Schweiz viel höher als im Ausland?
In der Schweiz erlauben 451.10 Franken pro Jahr, rund um die Uhr auf 17 Radio- und 7 TV-Programme sowie ein umfangreiches Onlineangebot zuzugreifen. Wäre die Schweiz ein einsprachiges Land mit Radio- und Fernsehprogrammen nur auf Deutsch oder nur auf Französisch, würde eine Gebühr von knapp 270 Franken reichen. Die SRG hat jedoch den Auftrag, in allen vier Sprachregionen einen gleichwertigen Service public zu erbringen. Entsprechend werden auch die Kosten gemeinschaftlich von allen getragen. Ohne Finanzausgleich müssten Haushalte in der italienischsprachigen Schweiz rund 2300 Franken pro Jahr bezahlen. Aber dank der Solidarität unter den vier Sprachregionen ist die Gebühr in allen Schweizer Haushalten gleich hoch.
Die Deutschschweiz (inklusive Graubünden) finanziert mit ihren Gebührengeldern 70 Prozent des viersprachigen SRG-Gesamtangebots. Sie erhält für sich und ihre SRF-Programme allerdings nur knapp 45 Prozent aus dem nationalen «Gebührentopf» zugewiesen.
Warum sendet SRF (so viel) Werbung?
Die kleine Schweiz hat vergleichsweise wenig Gebührenzahlende. Deshalb finanzieren sich Radio und Fernsehen in der Schweiz zu etwa 75 Prozent aus Gebühren und zu etwa 25 Prozent aus Werbung und anderen kommerziellen Erträgen. Das heisst in der Konsequenz: Würden die Werbeeinnahmen fehlen, hätte dies negative Auswirkungen auf die Programmvielfalt – oder die Gebühren wären höher.
Warum sendet SRF so viele Trailer/Eigenwerbung?
Vor zwei Jahren hat SRF die Anzahl der Trailer massiv reduziert und den Fokus stärker auf ausserordentliche Sendungen gelegt. Das Ziel von Trailern und Einblendern ist es, das Publikum auf kommende Sendungen aufmerksam zu machen oder darüber zu informieren.
Wieso verschenkt SRF in Quizshows so viel Geld?
Gewinnsummen gehören zum Genre Quiz – das liegt in der Natur der Sache. Die Preisgelder sind Bestandteil des Gesamtbudgets, das sich zusammensetzt aus Sendungs- und Produktionskosten sowie kommerziellen Einnahmen. In der Regel decken die kommerziellen Einnahmen die Gewinnkosten.