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der unbetonte Taktteil des deutschen Verses. Im altdeutschen Verse durfte, wohl infolge der deutschen Auslautgesetze,
die S. fehlen, konnte aber auch aufgelöst werden, also zweisilbig sein, namentlich im ersten
Takte. (S.
auch
Hebung.)
[* 2]
Über S. bei der Gebirgsbildung
[* 3] s.
Hebungen und Senkungen.
Weit häufiger aber vollziehen sie sich äußerst langsam und für kurze Beobachtungsperioden unmerklich
(säkulare Hebungen und Senkungen). Aus dem Umstand, daß die letztern fast ausschließlich nur für Küstengegenden nachweisbar
sind, ist nicht zu schließen, daß das Innere der Kontinente solchen Bewegungen überhaupt nicht unterworfen ist, sondern nur,
daß an den Küsten der Meeresspiegel als ein sicherer Indikator
[* 8] wirkt. AlteStrandlinien, oft mit den Gehäusen
verstorbener Meerestiere (so namentlich Balanen) besetzt, hoch über dem heutigen Meeres-
niveau zeigen Hebungen, Ausdehnung
[* 11] des Meers über früher kartographisch als Festland fixierte Teile der Erdoberfläche Senkungen
an. Daß derartige Bewegungen auf das Festland entfallen und nicht auf Niveauänderungen des Meeresspiegels im entgegengesetzten
Sinn zurückzuführen sind, beweist das Ungleichförmige der Bewegung an benachbarten Punkten. Wo mehrere alte Strandlinien übereinander
beobachtet werden können, da konvergieren und divergieren sie meist untereinander und bilden nur selten
Parallellinien, wie sie doch allein entstehen könnten, wenn ein Zurücktreten des Meers die Erscheinung bedingte.
Das Niveau, in welchem heute der Tempel
[* 13] liegt, ist sicher tiefer als das ursprüngliche, denn bei anhaltendem Meerwind wird
der Fußboden von den Wellen
[* 14] bespült. Daß aber das Niveau vorübergehend ein noch tieferes, im Maximum
6,3 m unter der heutigen Meeresoberfläche war, beweisen die Einwirkungen der Bohrmuscheln, so daß also der Erbauung des Tempels
eine Periode der Senkung und später wieder eine solche der Hebung gefolgt sein muß. Über die Zeit der Erbauung
weiß man nur, daß der Tempel 105 v. Chr. schon stand; bald nachher haben sich aber Senkungserscheinungen, jedenfalls noch
während der heidnischen Zeit, eingestellt, das beweist ein unterhalb des die Säulen tragenden Fußbodens aufgefundenes Mosaikpflaster,
offenbar das ursprüngliche, später wegen Überschwemmung durch die Meereswogen verlassene und durch einen höher gelegenen
Fußboden ersetzte.
Als Beweis säkularer Senkungen werden gewöhnlich die mitunter mehrere Hunderte von Metern mächtigen Korallenriffe
[* 16] angeführt. Da diese riffbauenden Polypen nur bis 30 m Tiefe unter dem Meeresspiegel lebensfähig sind, so müssen sich einst
auch die tiefern, jetzt ausgestorbenen Teile des Stockes in dieser Lebenszone befunden haben, später aber der Senkung unterlegen
sein, und zwar muß der Prozeß auch hier sehr langsam und stetig verlaufen sein, da die Polypengenerationen
Zeit fanden, den Abgang nach unten durch Weiterbau nach oben zu ersetzen: eine plötzliche Senkung würde das Absterben des ganzen
Stockes zur Folge gehabt haben. Über wichtige Einwände gegen diese von Darwin herrührende Theorie vgl.
Koralleninseln.
Die Ursache aller dieser Niveauänderungen fand die ältere Geologie (Elie de Beaumont, L. v. Buch etc.) ganz ausnahmslos im Vulkanismus.
Während Senkungen, angeblich viel seltener als Hebungen, gewissermaßen nur die Kehrseite der Hebungen darstellen sollten,
wurden diese durch Volumvergrößerung der
vorhandenen Gesteinsmassen infolge von unterirdischen Eruptionen und von Lavainjektionen erklärt. Von andrer Seite (Volger,
Vogt) wurde die Volumvermehrung und ihre Konsequenz, die Hebung, auf Wasseraufnahme hydratisierungsfähiger Gesteinsgemengteile
(Umwandlung von Anhydrit in Gips,
[* 18] Zeolithisierung von Feldspaten) zurückgeführt. Auch das bewegliche Element nicht im Festland,
sondern im Meer zu finden, hat man versucht (Adhémar, Schmitz) und von säkularen Meeresverschiebungen
mit lokal wechselnden Kumulierungen gesprochen.