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Probenameverfahren für Kulturen
Die Probenahme von Urin muss vor Beginn der Antibiotikatherapie stattfinden. Dabei ist eine Technik anzuwenden, welche die Kontamination minimiert.
Patienten ohne Katheter
- – Desinfizieren Sie sich die Hände, reinigen Sie die Vulva oder die Harnröhrenmündung mit Wasser und Seife. Entsorgen Sie die erste Urinportion und entnehmen Sie die Probe vom Mittelstrahl in ein für diesen Zweck vorgesehenes steriles Gefäss.
- – Bei Männern mit Harninkontinenz kann ein Kondom verwendet werden, um den Urin zu sammeln. Ist die Zusammenarbeit zur Entnahme der Urinprobe bei einer Patientin schwierig (schwere Harninkontinenz oder mässige bis schwere kognitive Störungen) ist die Entnahme über einen Einmalkatheter empfohlen. Bei bettlägerigen Bewohnerinnen muss der Urin in einem sterilen Becher in der Bettschüssel, bei Bewohnern direkt in einem dafür vorgesehenen Becher gesammelt werden.
Patienten mit Katheter
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- – Aseptische Urinentnahme durch die dafür vorgesehene Entnahmeöffnung ; Entnahme nicht in den Urinbeutel vornehmen.
- – Wenn möglich muss der Blasenkatheter bei einem Harnwegsinfekt nach 48 Stunden der wirksamen Behandlung ausgetauscht werden (Katheter mit Entnahmeöffnung legen).
Als letzte Lösung kann mit frischem Urin in Einweg-Einlagen (eine frische Einlage anlegen und alle 20 Minuten kontrollieren) oder im Urinbeutel ein Test mit einem Urinstix (Teststäbchen) vorgenommen werden. Veränderungen der Optik (flockiger oder trüber Urin) und / oder des Geruchs des Urins sind bei asymptomatischen Patienten keine ausreichende Indikation für einen Test mit Urinstix oder eine Urinkultur, wenn keine klinischen Anzeichen für eine Infektion vorliegen.