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Erwin Ballabio
|Erwin Ballabio|
|* 1918 in Bettlach|
|† 2008|
|Torhüterlegende, Unternehmer|
Text Ehrentreppe[Bearbeiten]
Erwin Ballabio wurde 1918 in Bettlach geboren und verbrachte den grössten Teil seiner Kindheit dort. Auf den Wiesen ums Dorf lieferten sich er und andere Kinder schon früh Kämpfe ums runde Leder. Als Ballabio in die Bezirksschule in Grenchen übertrat, entschied er sich auch für eine Mitgliedschaft beim FC Grenchen(FCG). Dort wurde er zu Beginn noch als Verteidiger eingesetzt, doch schon bald erkannte man sein Talent im Tor. Mit sechzehn Jahren gehörte Ballabio bereits zum Aufgebot der ersten Mannschaft und entwickelte sich von da zu einem der populärsten Schweizer Fussballspieler der 1940er und -50er Jahre. Zwischen 1939 und 1947 absolvierte er 27 Spiele für die Schweizer Nationalmannschaft. Seinem Heimatklub, dem FCG blieb er trotzdem all die Jahre treu. Ballabio, der von den Sportjournalisten gerne als der schwarze Panther bezeichnet wurde, feierte einen seiner grössten Triumphe allerdings erst nach seiner Aktivkarriere. Er hatte seine Position als Torhüter schon vier Jahre zuvor aufgegeben und hatte in den Trainerstand gewechselt, als er 1959 im Schweizer Cup-Final nochmals für den FCG das Tor hütete. Der eigentliche Torhüter (Carlo Campoleoni) hatte sich kurz zuvor verletzt. Tatsächlich gewann der FCG das Cup-Finale mit 1:0 gegen Servette-Genf und die Leistung Ballabios wurde von allen Seiten gelobt. In den letzten Minuten hatte er Grenchen mit einigen big saves vor dem Ausgleich bewahrt. Später trainierte Ballabio von 1967-1969 die Schweizer Nationalmannschaft. Neben dem Fussball war er aber auch unternehmerisch tätig: 1953 wurde er Direktor des grössten Grenchner Kinotheaters, dem Kino Palace. Dank Ballabios gutem Ruf und seinem Einsatz in diversen Funktionen für den FCG auch nach seiner Aktivzeit vermochte der Uhrencup Grenchen namhafte internationale Teams in die Stadt zu ziehen. 2008 verstarb Erwin Ballabio.
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Erwin Ballabio war zudem der erste Gemeindepolizist, der zum Korporal befördert wurde.
Quellen[Bearbeiten]
- KAUZ, Daniel et al., Stadt Grenchen (Hrsg.), Vom Bauerndorf zur Uhrenmetropole. Grenchen im 19. und 20. Jahrhundert, Grenchen 2018, S. 64f. und 199f.
- BIELER Tagblatt 8.3.2008.
- GRENCHNER Tagblatt 20.10.1988, Nr 246, S. 19.
- SOLOTHURNER Tagblatt 16.2.2006, S. 21.