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Offizielle Stellungnahme des VST
Der Verband Schweizerischer Berufstätowierer VST nimmt wie folgt Stellung zu dem Artikel „Tätowierer sollen die Schulbank drücken“ vom 16.07.2015 in Blick am Abend.
Die in diesem Artikel gemachten Aussagen sind Anzuzweifeln, wenn ein 31 jähriger behauptet, er sei seit 15 Jahren Piercer! Sowie dieselbe Person sich erst am 1.09.2012 als selbständig angemeldet und ein Geschäft eröffnet hat welches bereits am 16.03.2015 in Konkurs ging. Und sich seinerzeit um jeden Preis profilieren wollte, mittels eines gesundheitlich sehr bedenklichen Weltrekordes, in dem er innerhalb von 3 Stunden einer Person 1530 Piercings einsetzte, so geschehen im November 2013. Dieselbe Person möchte nun „gegen schwarze Schafe“ vorgehen (so der Untertitel des Bildes im Bericht) in dem er eine „Berufsfachschule“ und einen „Internationalen Verband für Tätowierer und Piercer“ gründet. Die Anmerkung, dass er mit dem Bund in Kontakt steht, ist ebenfalls falsch. Er hatte mit dem Bund Kontakt. Das SBFI hat jedoch den Diskurs mit ihm aus verständlichen Gründen abgebrochen. An dieser Stelle müsste man die Definition „schwarze Schafe“ noch etwas genauer definieren, oder wie seht ihr das liebe Leser? Die Seriosität einer solchen Person ist unseres Erachtens sehr fragwürdig. Zumal es bereits seit Jahrzehnten für diese Berufe Internationale-, Europäische- und Landesverbände gibt! Auf Europäischer Ebene wird seit letztem Jahr eine EU Norm für den Beruf Tätowierer erarbeitet, welche für alle EU Länder ihre Gültigkeit haben wird. Diese neuen EU Normen werden auch auf die Schweiz Einfluss nehmen. Und zurzeit wird unser Gesetz in der Schweiz revidiert. Auch in diesem neuen Gesetz wird diesen Berufen Rechnung getragen. So wird unter anderem neu eine Meldepflicht für diese Arbeitsgebiete eingeführt. Der Verband Schweizerischer Berufstätowierer VST vertritt bei diesen Geschäften seine Berufssparte in den entsprechenden Kommissionen und Vernehmlassungen. Seit längerer Zeit wird an der Ausarbeitung der Grundlagen einer Ausbildung gearbeitet. Auch steht der Verband in den Verhandlungen für eine Berufsprüfung, welche vom Bund anerkannt sein wird. Dies alles braucht seriöse Vorarbeit und dauert wie alles Gute, seine Zeit. Das alles weiss scheinbar dieser Herr gar nicht! Was er jedoch vorhat, scheint eher einer Abzocker Masche gerecht zu werden als einer seriösen Ausbildung für einen dieser Berufe. Von solchen „Abzocker Angeboten“ gibt es jetzt schon viel zu viele und es erstaunt einem, dass immer noch viele auf solche Angebote
reinfallen. Den Beruf eines Tätowierers kann man nicht in Tages- oder Wochenkurse erlernen, es braucht viel Erfahrung und Wissen, oder würde jemand von Ihnen einer Coiffeuse seine Haar anvertrauen mit dem Wissen, dass sie ihren Beruf in einem Wochenkurs gelernt hat? Bei uns in der Schweiz ist es leider immer noch so, dass jeder der will, sich ein Anfänger Set kaufen kann und sich morgen Tätowierer nennen darf. All dies ohne jemals zuvor eine Tätowiermaschine in der Hand gehabt zu haben oder gar Kenntnisse über Hygiene am Arbeitsplatz hat, geschweige denn, das er über zeichnerische Fähigkeiten verfügt. Es geht kein Tag vorbei, ohne dass wir Berufstätowierer von solchen „Tätowierer“ Arbeiten überdecken oder retuschieren müssen. Soviel zu den schwarzen Schafen.
Der Verband Schweizerischer Berufstätowierer VST
Richtigstellung:
Medienberichte und Facebook Publikationen
In den Medien wurde des Öftern fälschlicherweise darüber berichtet, dass die Firma Eyeco.ch Zertifizierungen in Tattoo-, Piercing- und PMU Betrieben vornehme. Diese Darstellungen waren irreführend und entsprachen nicht der Wahrheit. Der Verband Schweizerischer Berufstätowierer nimmt wie folgt Stellung dazu:
Die Firma Eyeco.ch wurde als unabhängige Firma von den Fachverbänden beauftragt bei Betrieben, welche das Hygiene Quality Label beantragen möchten, eine Hygienekontrolle durchzuführen, dessen Grundlage die Richtlinie für eine „Gute Arbeitspraxis“ bildet.
Diese Hygienekontrolle entspricht jedoch nicht einer eigenständigen Zertifizierung, sondern ist ein geforderter Bestandteil zum Erlangen des Hygiene Quality Label, welches vom BAG/BLV empfohlen wird.
Die Medienberichte suggerierten jedoch, dass diese Hygienekontrolle eine Zertifizierung des Betriebes darstelle und nicht, dass diese Hygienekontrolle ein Bestandteil der Grundvoraus-setzungen für den Erhalt des Hygiene Quality Label ist.
Es gibt Betriebe, bei denen eine solche Hygienekontrolle durchgeführt wurde, die jedoch das Prädikat „alle Voraussetzungen zum Erhalt des Hygiene Quality Label erfüllt“ nicht erreichten und somit in keiner Weise „Zertifiziert“ sind, sprich – die „Zertifizierung“ Hygiene Quality Label nicht erlangt haben.
Das einzige, anerkannte und unverwechselbare „Zertifikat“
der Schweiz, für Tätowier-,Piercing- und Permanent Make-Up Betriebe
ist das
Hygiene Quality Label
welches vom Bundesamt für Gesundheit „BAG“ empfohlen wird.
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Stellungsnahme des Präsidenten vom VST
zum Thema Gefährliche Tattoo Farben
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Seit einiger Zeit Arbeiten wir mit der
"european society of tattoo and pigment research"
zusammen, für eine gesamt europäische Lösung.