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Wiederholte Fehlgeburten
Das generelle Risiko einer Fehlgeburt beträgt ca. 15% pro Schwangerschaft. Diese sogenannten sporadischen Fehlgeburten beruhen im Wesentlichen auf Entwicklungsstörungen der Embryonen. Erfolgen jedoch mehrere, sogenannte wiederholte oder habituelle Fehlgeburten in Folge, so ist mit zunehmender Wahrscheinlichkeit von einer mütterlichen Ursache der Fehlgeburten auszugehen.
Ursächlich kommen Chromosomenstörungen der Eltern, Gebärmutterfehlbildungen, Störungen der Blutgerinnung, verstärkte Abstoßungsreaktionen der Mutter, hormonelle Störungen sowie Infektionen in Betracht. Bei ca. 50% der Betroffenen kann keine eindeutige Ursache festgestellt werden. Des Weiteren scheinen die Fehlgeburten häufig nicht durch eine einzelne Ursache ausgelöst zu werden, sondern es liegen mehrere Störungen vor, die in ihrer Summe zur Fehlgeburt führen.
Die Behandlung der Fehlgeburten kann u.a. die Korrektur einer hormonellen Störung, eine Hemmung der Blutgerinnung, eine antibiotische oder immunologische Behandlung oder eine operative Korrektur einer Gebärmutterfehlbildung umfassen. Mit einer individuell abgestimmten Therapie lässt sich das Risiko erneuter Fehlgeburten fast auf das Basisrisiko von 15% absenken.
Aus der Vielfältigkeit der möglichen Ursachen wiederholter Fehlgeburten leitet sich ab, dass eine Untersuchung nur sinnvoll ist, wenn alle wesentlichen Ursachen bei der Abklärung berücksichtigt werden.
Die Abklärung dauert ca. 2 Monate, währenddessen sich die Patientin ca. zwei- bis dreimal in unserer Klinik vorstellt. Bei der ersten Vorstellung sollten alle bisher erhobenen Befunde im Zusammenhang mit den Fehlgeburten mitgebracht werden. Es folgen eine gynäkologische Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung und die Entnahme von mehreren Blutproben. Zwischenzeitlich wird evtl. in unserer Frauenklinik eine Gebärmutterspiegelung durchgeführt. Abgeschlossen wird die Behandlung mit einem ausführlichem Abschlussgespräch.