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Die Verlegung ist in allen Ländern genehmigt - bis auf Dänemark, das sicherheitspolitische Bedenken erhoben hatte und bislang nicht über den Antrag von Nord Stream 2 entschied. Im August beantragte Nord Stream 2 deshalb als "Vorsichtsmassnahme" zusätzlich eine Alternativroute, die nicht durch die dänischen Küstengewässer, sondern durch die Ausschliessliche Wirtschaftszone Dänemarks führt. Diese Route nordwestlich Bornholms sei zwar länger, bedürfe aber nicht der Zustimmung durch das dänische Aussenministerium, sagte Ebert. "Wir sind aber weiterhin davon überzeugt, dass die erste Route die beste und auch genehmigungsfähig ist."
Sollte Nord Stream 2 die längere Alternativroute bauen müssen, werde das den Zeitplan nicht beeinflussen, zeigte sich der Pipelinebauer überzeugt. Die Alternativtrasse werde an den Grenzen zu Deutschland und Schweden auf dieselben Kreuzungspunkte treffen wie die kürzere Route, sagte Ebert. Damit müssten die Genehmigungen in Deutschland und Schweden nicht erneut angefasst werden. Ein Sprecher des dänischen Ministeriums für Energie, Forschung und Klima sagte lediglich, dass beide Anträge in Bearbeitung seien.
Im deutschen Anlandebereich, wo die Pipeline bereits landseitig durch einen 700 Meter langen unterirdischen Tunnel gezogen wurde, wurden am Montag die ersten von insgesamt acht grossen Ventilen installiert. Die 112 Tonnen schweren Sicherheitsventile dienten dazu, den Gasfluss für eine planmässige Wartung oder im Falle einer Notabschaltung zu unterbrechen. Auch das Betriebsgebäude wird gerade errichtet.
Seit Samstag ist vor der deutschen Küste mit der "Audacia" ein zweites Verlegeschiff im Einsatz. Das 225 Meter lange Spezialschiff wird ausserhalb des Greifswalder Boddens auf einer Länge von etwa 38 Kilometer die Rohre verlegen. Im Greifswalder Bodden, wo der Pipelinebauer im Mai mit der Aushebung des Grabens begonnen hatte, nähern sich die Arbeiten dem Ende. Dort seien inzwischen rund 20 Kilometer der Doppelstranges in einem Unterwassergraben verlegt. Nord Stream 2 will die Verlegung dort im Herbst abschliessen. Bis Ende des Jahres soll der Graben in diesem sensiblen Ostseerandgewässer wieder verfüllt sein.
Ein Teil des ausgehobenen Sediments werde an den Hafen Sassnitz-Mukran geliefert. Dort wird derzeit ein weiterer Liegeplatz gebaut. Das Sediment wird als Füllmaterial für den Spuntwandkasten genutzt - eine Win-Win-Situation, wie Ebert sagte. In den finnischen Gewässern sind etwa 60 Kiloemter Pipelinerohr verlegt. In den schwedischen und russischen Gewässern hätten bauvorbereitende Massnahmen wie Gesteinsaufschüttungen und Kabelkreuzungen begonnen./mrt/DP/fba
(AWP)