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Pressemitteilung FIFF
27. März 2022
«Klondike», das schockierende Werk der Ukrainerin Maryna Er Gorbach, gewann den Großen Preis der Internationalen Jury für Spielfilme.
Die Langfilm-Jury des FIFF, bestehend aus der albanisch-schweizerischen Sängerin Elina Duni, der afghanischen Filmemacherin Sahra Mani, dem angolanischen Produzenten Jorge Cohen und dem künstlerischen Leiter des Locarno Film Festivals Giona A. Nazzaro, verlieh den Grand Prix einstimmig an Klondike, den fünften Film der Ukrainerin Maryna Er Gorbach. Das im Jahr 2014 angesiedelte und auf einer wahren Geschichte beruhende Porträt einer schwangeren Frau, die sich weigert, ihr Haus im Donbass zu verlassen, während russische Truppen anrücken, wird als Schockmoment der Ausgabe 2022 in Erinnerung bleiben. Der Film über einen Krieg, der kurz vor dem Ausbruch steht, hat auch zwei weitere Jurys überzeugt: die Kritikerjury, die ihm ihren Preis verlieh, und die Jugendjury, die ihm eine besondere Erwähnung zukommen ließ. Die Comundo-Jugendjury vergab ihren Hauptpreis an den Film Amira des Ägypters Mohamed Diab, der die harte Realität in israelischen Gefängnissen und die heimlichen künstlichen Befruchtungen, die palästinensischen Gefangenen das Kinderkriegen ermöglichen, beschreibt. Broken Keys von Jimmy Keyrouz aus dem Libanon, in dem ein Pianist seine Musik dem Islamischen Staat entgegenstellt, ist ein weiterer erschütternder Film, der den Publikumspreis gewann. Zwei weitere Spielfilme wurden ausgezeichnet: Brighton 4th des Georgiers Levan Koguashvili gewann den Sonderpreis der Internationalen Jury für Spielfilme, während der mexikanische Film La Civil von Teodora Ana Mihai den Preis der Ökumenischen Jury gewann.
Bei den Kurzfilmen schaffte es die Brasilianerin Nina Kopko auf die höchste Stufe und gewann den Preis für den besten internationalen Kurzfilm für Lunch Break, ein politischer Brennpunkt über eine Arbeitswelt, die Frauen nicht schont. Der Preis Netzwerk Cinema CH, der von einer Jury aus Schweizer Filmhochschulen vergeben wird, geht an Party Poster, einen skurrilen Dokumentarfilm des Inders Rishi Chandna, und der Preis Röstigraben an Esther von Ana Scheu Amigo von der Hochschule Luzern. Dieses Jahr wählten die angolanischen Filmschaffenden A bassa voce von Matilde Casari und Alessandro Perillo, Schülerinnen und Schüler des CISA Locarno, für den Preis Visa étranger.
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