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Allgemeine Infos
Teegärten & Kolonialerbe
Den Namen Darjeeling verbindet man sofort mit dem ‚Champagner’ unter den Teesorten. Der etwa 2000m hoch gelegene Ort, der ursprünglich zum Königreich Sikkim gehörte, war einst die Sommerresidenz der britischen Kolonialherren, die in den schwülheissen Sommermonaten ihren Verwatungssitz von Kolkata (Calcutta) in die luftigen, kühlen Hügel im Norden Bengalens verlegten und die auch mit dem dortigen Teeanbau begannen.
Von den Höhenzügen rund um Darjeeling hat man nicht nur eine wunderbare Aussicht auf die weitläufigen Teeplantagen, sondern auch auf die Sieben- und Achttausender des Himalaya. Besonders vom nahegelegenen Tiger Hill geniesst man eine fantastische Panoramasicht auf das Kanchenjunga-Massiv im Norden Sikkims bis hin zu Mt. Everest, Lhotse und Makalu weiter westlich in Nepal.
Im lieblichen, 1250m hoch gelegenen Kalimpong werden in vielen kleinen Gärtnereien Orchideen, Kakteen und andere Zierpflanzen zum Export in die Städte Nordindiens gezüchtet.
Der heute wie Darjeeling zum indischen Westbengalen gehörende Ort war bis Anfang des 19. Jahrhunderts Teil des Himalaya-Königreichs Bhutan. An diese Zeit erinnert noch das bhutanesische Kloster Thongsa Gompa, das leider nicht mehr im Originalzustand erhalten ist. Grosse Teile des buddhistischen Klosters wurden während des Gorkha-Aufstandes zerstört.
Etwas weiter östlich von Kalimpong befindet sich eine Gegend namens Dooars, die einst das Tor (engl.door) zu Bhutan bildete. Neben vielen im Flachland angelegten Teegärten gibt es hier in einigen Naturreservaten die ursprüngliche Tier und Pflanzenwelt der Himalajavorberge zu bestaunen, zu der neben einem Paradies für Vogelfreunde auch die inzwischen seltenen Leoparden, Nashörner und Elefanten zählen. Dooars ist auch bekannt für die reiche Kultur, Handwerkskunst und die bunten Märkte ihrer eingeborenen Stammesbewohner.
Unsere Reisen in diesem Gebiet
Beste Reisezeit
Ab April werden auch die Felder an den Hängen und in den Tälern nach der winterlichen Trockenzeit wieder grün. Von Juli bis September erhält die Gegend mit dem Sommermonsun sehr viel Niederschlag. Die klare Luft nach dem Monsun sorgt dann von Oktober bis Dezember für eine exzellente Fernsicht auf die weissen Gipfel der Berge.