Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/2345

Es wurde beobachtet, dass in Estland die mit Birken gemischten Fichten nicht vom Borkenkäfer befallen werden, ein Zeichen dafür, dass der Wald gesund und widerstandsfähig ist.
Leider ist die Birke in der Schweiz in den letzten 50 Jahren fast ausgerottet worden.
Laut Waldinventar gibt es Regionen mit einem Birkenanteil von Null, z.B. im Jura. Die Ausrottung von Betula Pendula hat die Widerstandsfähigkeit des Waldes geschwächt und den Borkenkäferbefall begünstigt.
Es überrascht nicht, dass die Regionen mit hohem Betula-Anteil (z. B. Alpensüdseite) am wenigsten betroffen sind (Nach Angaben der WSL)
“Der Anbau von Birken Bäumen ist eine sehr gute Option auf Kulturflächen, entlang von Rückengassen oder Wegen, in Bereichen mit unzureichender Naturverjüngung, in bepflanzten Kulturbereichen mit hoher Ausfallrate und zwischen Eichentrupps” (Stahl und Gauckler 2009).
Diese Betula-Art ist wegen anderen Gründen auch sehr interessant:
-Eine seltene nicht-invasive Art in der Schweiz / Bietet gute Gelegenheit, die biologische Vielfalt zu unterstützen.
Man muss daher präzisieren, dass diese Art in Mitteleuropa, also auch in der Schweiz, vorkommt. “Betula pendula var. carelica (Karelische Birke) ist ein einheimischer Vertreter der Wälder Nord-, Ost- und teilweise auch Mitteleuropas” (Vetchinnikova et al. 2013, 13)
Monokulturen lassen sich leicht vermeiden, indem Karelische Birke zusammen mit Fichten oder Tanne gepflanzt wird (Mischkultur)
Wussten Sie, dass über 500 Insektenarten auf der Birke nachgewiesen wurden, vor allem Käfer und Schmetterlinge? 133 Arten von Insekten ernähren sich fast ausschliesslich von der Birke (Brändle & Brandl 2001)
Indem wann wir Birken in Regionen pflanzen, in denen es nicht viele gibt, wir ermöglichen Tier- und Vogelarten, von einem vielfältigen Lebensraum zu profitieren.
– Hat eine wichtige Rolle der Verbesserung des Bodens / Regenerative Landwirtschaft
– Man kann es in degradierten Böden von Monokulturen und zur Beschattung von Nutzpflanzen.
– Birken helfen Feuchtigkeit und Wasser mikroklimatisch zurückzuhalten. Das ist insbesondere bei zunehmender Trockenheit in der Landwirtschaft ein grosser Vorteil
-Bietet Schutzlebensraum für Sämlinge anderer Baumarten, zBsp. frostempfindliche Gemeine Fichte (Picea abies)
– Sehr effektiv im Erosionsschutz und Bodenstabilisierung
– Man braucht keine Bewilligung für Anpflanzung (Eidgenössischer Pflanzenschutzdienst EPSD)