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Sophos hat 5600 Unternehmen mit 100 bis 5000 Mitarbeitenden in 31 Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, Asien-Pazifik und Zentralasien, dem Nahen Osten und Afrika zu Ransomware-Angriffen befragt. In der Schweiz gaben laut Sophos 60% der befragten Unternehmen an, dass sie im Jahr 2021 mit Ransomware-Angriffen konfrontiert wurden. Weltweit waren es 66%.
Für die Umfrage wurde "von Ransomware betroffen" definiert als eines oder mehrere Geräte, die von einem Ransomware-Angriff betroffen waren, aber nicht unbedingt verschlüsselt wurden.
Bei der Beurteilung der folgenden Zahlen muss man aber berücksichtigen, dass die Zahl der Unternehmen aus der Schweiz, die an dieser Umfrage teilgenommen haben, wohl sehr gering war. Zwar wird im Bericht leider nicht erwähnt, wie viele es waren, aber in einem Nebensatz heisst es, dass sich nur 7 konkret zu Lösegeldzahlungen geäussert haben. Angesichts dieser dünnen Datenlage sollte man die Sophos-Zahlen nicht als repräsentative Statistik werten, sondern als Hinweis darauf betrachten, was Unternehmen hierzulande bei einem Angriff blühen kann.
Wenn Daten verschlüsselt wurden, haben 35% der befragten Schweizer Unternehmen ein Lösegeld bezahlt. Durchschnittlich waren dies gemäss Sophos 84'000 Franken. Drei Viertel der Betroffenen bezahlten Summen zwischen 48'000 und 239'000 Franken. Über eine Million zahlt keines der befragten Schweizer Unternehmen.
Lösegelder nur die Spitze des Eisbergs
Lösegelder machen aber nur einen kleinen Teil der Kosten aus. Die durchschnittlichen Kosten für die Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff im Jahr 2021 betrugen für Schweizer Unternehmen laut dieser Umfrage 1,5 Millionen Franken. Es dauerte laut Sophos im Durchschnitt einen Monat, um den Schaden und die Geschäftsunterbrechung zu beheben. 93% der Schweizer Unternehmen gaben an, dass der Angriff ihre Betriebsfähigkeit beeinträchtigt hat, und 87% der Opfer in der Privatwirtschaft gaben an, dass sie aufgrund des Angriffs Geschäfts- und / oder Umsatzeinbussen erlitten haben.