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Hier ist ein origineller Essay, der die heutige Debatte in der Schweiz über die Reichweite des Begriffs "christlich" innerhalb der CVP anheizen soll. Der Autor nähert sich der Frage, indem er den historischen Beitrag der Christdemokratie wieder aufgreift und zeigt, wie die Christdemokratie durch starke Werte in der Lage ist, auf aktuelle Herausforderungen mit einem ausgeprägten Konsens über die volle Achtung des Einzelnen im Dienste des Gemeinwohls zu reagieren.
Die christliche Demokratie wurde in einem unterirdischen, friedlichen und geduldigen Widerstand gegen die revolutionären Bewegungen und Totalitarismen der Zwischenkriegszeit aufgebaut. In diesen dunklen Momenten konnte sie einen alternativen Weg vorschlagen, auf dem Frauen und Männer die Rechtsstaatlichkeit in einem in Trümmern liegenden Europa aufgebaut haben.
Wie sieht es heute aus? In einer Zeit des neuen Populismus und der politischen Polarisierung ist dieses Erbe kostbar. Sie muss in eine Politik eingebettet sein, die ihr kulturelles und spirituelles Erbe kennt, um den heutigen Herausforderungen gerecht zu werden.
Nach einem ersten Teil, in dem der Autor auf den Kontext der Geburt der christlichen Demokratie zurückkommt, indem er zeigt, dass sie von Anfang an sozial und in einem grundlegenderen Sinne liberal ist als der Liberalismus, hebt er dann die Originalitäten dieses Ansatzes hervor: Respekt vor dem Individuum, Bezug auf Gott, Entwicklung einer nachhaltigen Politik durch den Schutz der Natur der Verfassung. Chrétien bedeutet also "demokratisch" und "egalitär". Während die hervorstechendsten Fakten dieser Fortschrittspolitik in einem dritten Teil festgehalten werden, befasst sich ein letztes, gehaltvolleres Kapitel mit den aktuellen Herausforderungen, vor denen die Christdemokratie steht: Verwirrung zwischen Repräsentativität und Demokratie, Diktatur der Minderheiten, Unbehagen im Leben, neue Utopien wie Transhumanismus, Gender oder Animalismus.
Dieser anregende Essay endet mit dem Aufruf, "die Christdemokratie nicht von ihrem Verhältnis zur Transzendenz abzuschneiden", begleitet von Schlüsselprinzipien des christdemokratischen Vokabulars und einer Synthese dessen, was die DNA der christdemokratischen Partei ausmacht.
"Ich habe diesen Aufsatz in aller Eile geschrieben, weil ich mich an der aktuellen Debatte über den Sinn und die Rolle der Christdemokratie in der Schweiz beteiligen wollte. Ich wollte mich nicht mit ein paar Kommentaren zu sozialen Netzwerken zufrieden geben. Ich wollte zunächst verstehen, woher diese politische Vision kommt und was ihre Originalität ausmacht.
Eine politische Partei muss starke Wurzeln haben. Je größer die Wurzeln, desto mehr Feuer breitet sich aus. Das ist es, was ihr Flügel verleiht. Wenn wir die Christdemokratie von ihrem Verhältnis zur Transzendenz, zu diesem von Gott geschaffenen Menschen, abschneiden, entleeren wir sie ihrer Substanz. »
DamienClerc,geboren 1981, stammt aus Nendaz in der Schweiz. Er ist Professor für Philosophie, politischer Berater und gewähltes Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung des Kantons Wallis. Im Jahr 2018 schloss er eine einjährige Ausbildung in Friedensführung und ganzheitlichem Coaching bei der Vereinigung IBAKWE in Ruanda ab.
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Kleines Manifest für die Christdemokratie
60 Seiten, September 2020, Selbstveröffentlichung
Preis :15 CHF
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