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Die Ukraine erhebt Vorwürfe gegen die Schweiz. (Bild: RZS)
Bschiss?
Die gesamte ukrainische Delegation wurde am Dienstag wegen mehrerer Corona-Fälle vom Luzerner Kantonsarzt unter Quarantäne gestellt. Das letzte Nations League Qualifikationsspiel zwischen der Ukraine und der Schweiz konnte nicht stattfinden. Zuhause wurden laut dem ukrainischen Verband nun alle negativ getestet.
Die Schweizer Fussballfans hatten sich auf die letzte Partie in der Nations League Quali gefreut. Schliesslich hatte man nach dem Spanien-Matsch etwas Rückenwind. So konnte man mit positiven Gefühlen in das Spiel gegen die Ukraine gehen. Positiv auf Corona wurden dann jedoch einige ukrainische Spieler getestet. Der Luzerner Kantonsarzt schicke alle in Quarantäne. Zurück in ihrer Heimat wurde jetzt die gesamte ukraninische Delegation negativ getestet.
Das negative Testergebnis nehmen die Ukrainer zum Anlass, schon mal juristische Schritte zu lancieren. «Man muss daran erinnern, dass das Spiel zwischen der Schweiz und der Ukraine abgesagt wurde, weil der Arzt des Schweizer Kantons Luzern das Nationalteam der Ukraine wegen drei positiv getesteten Spielern unter Quarantäne stellte. Danach verweigerte die Schweiz weitere Tests von Spielern und Mitgliedern der Delegation, die negative Ergebnisse erzielt hatten. Gemäss dem UEFA-Protokoll genügt es, um ein Spiel austragen zu können, wenn 13 Spieler eines Teams, inklusive ein Torhüter, zur Verfügung stehen», schrieb der Verband.
Die Strategie der Ukrainer liegt damit offen. Sie werden versuchen, gegenüber der UEFA-Disziplinarkommission klar zu stellen, das sie bereit gewesen wären, zum Spiel vom letzten Dienstag in Luzern anzutreten. Sollte die UEFA den Ukrainern nicht die Schuld an der Absage geben, könnte es einen Losentscheid geben - ausser es lässt sich doch noch einen Termin finden, um das Spiel nachzuholen. Andernfalls würde die Schweiz 3:0 forfait gewinnen.
Die Wertung der Partie ist deshalb wichtig, weil davon abhängt, ob die Schweiz oder die Ukraine in die Liga B der Nations League absteigen muss. Die Schweiz braucht einen 3:0-Forfaitsieg oder einen 1:0-Sieg per Losentscheid. (sda/md)
Erstellt am: 19. November 2020