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Flutamid plus orale Kontrazeptiva bei ausgeprägtem Hirsutismus
Ungewollte Behaarung, vor allem im Gesicht, kann die Lebensqualität von Frauen ungemein einschränken. Orale Kontrazeptiva sind eine effektive Therapie gegen Hirsutismus. Folgende Studie ist der Frage nachgegangen, ob die zusätzliche Einnahme von Flutamid die Wirksamkeit noch verbessert.
131 prämenopausale Frauen mit moderatem bis schwerem Hirsutismus – idiopathisch oder im Zusammenhang mit polyzystischen Ovarien – nahmen an der randomisierten, placebokontrollierten Studie teil. Zur Therapie mit einem triphasischen oralen Kontrazeptivum (Ethynylöstradiol/Levonorgestrel) erhielten die Frauen zusätzlich während einem Jahr täglich 125, 250 oder 375 mg Flutamid oder Placebo. Endpunkte waren Ausprägungen von Hirsutismus (Ferriman-Gallwey), Akne und Seborrhoe (Cremoncini) nach 3, 6 und 12 Monaten, sowie allfällige Nebenwirkungen.
Die Daten von 119 Frauen flossen in die intention-to-treat Analyse ein. Alle drei Flutamidregimes führten innerhalb von einem Jahr zu einer signifikanten Senkung der Hirsutismus-, Akne- und Seborrhoe-Scores im Vergleich zu Placebo. Signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Dosierungen waren keine nachweisbar. Nebenwirkungen traten unter Placebo und 125 mg Flutamid vergleichbar häufig auf (12.5%) und waren in den Gruppen mit 250 und 375 mg Flutamid (17.3% und 21.2%) etwas öfter vorhanden.
Konklusion der Autoren: 125 mg Flutamid, täglich während einem Jahr eingenommen, vermindert die Ausprägung des Hirsutismus in Kombination mit oralen Kontrazeptiva signifikant.