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Die Flughafen Zürich AG erhält im Rahmen einer 40-jährigen Konzession den Auftrag für den Bau sowie den Betrieb des neuen Flughafens Noida in Jewar. Der neue Flughafen liegt ungefähr 80 Kilometer südlich von Delhi und soll eine entscheidende Rolle spielen, um das erwartete Luftverkehrswachstum in der Grossregion der indischen Hauptstadt mit ihren über 20 Millionen Einwohnern bewältigen zu können.
Die mit der ersten Ausbauphase verbundenen Investitionen betragen rund 650 Millionen Franken für die Bauzeit von ungefähr vier Jahren. Nach Inbetriebnahme der ersten Bauphase wird der neue Flughafen über eine Kapazität von jährlich 12 Millionen Passagieren verfügen. Neben den notwendigen Investitionen für den Bau und Betrieb des Flughafens wird ab dem sechsten Jahrestag nach Inbetriebnahme eine fixe Passagiergebühr an die staatliche Behörde fällig. Die Flughafen Zürich AG besitzt aktuell 100% des Projektes.
Für dei Flughafen Zürich AG ist es eine Rückkehr nach Indien. 2017 hatte man die Anteile am Flughafen in Bangalore (Kempegowda International Airport) verkauft und war damit vollständig aus dem indischen Markt ausgestiegen. Im Rahmen der internationalen Strategie der Flughafen Zürich AG zählt Indien jedoch nach wie vor zu den Fokusmärkten der Gesellschaft. Mit der Akquisition des neuen Flughafens in Jewar will die Flughafen Zürich AG am zukünftigen Wachstum des indischen Luftverkehrsmarkts partizipieren und im Betrieb des Flughafens «die in der Schweiz entwickelten Standards unter Beibehaltung der lokalen indischen Werte anwenden», wie es in einer Mitteilung heisst. Damit kann den Passagieren, Fluggesellschaften und anderen Anspruchsgruppen höchstmögliche Servicequalität geboten werden.
Die Flughafen Zürich AG ist derzeit ausserhalb der Schweiz an acht Flughäfen in Lateinamerika beteiligt. Nebst vier Flughäfen in Brasilien und zweien in Chile ist die Zürcher Flughafenbetreiberin auch in Bogotá (Kolumbien) und Curaçao (Niederländische Antillen) involviert. Neben Indien gehören vor allem Indonesien und die Philippinen zu den zukünftigen Fokusmärkten.