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Besonders stark ist die Bindung bei Einwanderern, welche nahe Verwandte im Ursprungsland haben: Hier sind es sogar drei Viertel, welche die Verwandten im Minimum einmal jährlich besuchen, 20 Prozent schicken Geld. Wohneigentum im Ursprungsland ist nur selten Grund für regelmässige «Heimreisen». Nur zwei Prozent der Befragten gaben an, ein Haus oder eine Wohnung im Ausland zu besitzen.
Ausländer der zweiten Generation, die also in der Schweiz geboren sind, haben eine etwas geringere Sehnsucht nach dem Land, in dem sie ihre Wurzeln haben, als ihre Eltern. Sie äussern auch häufiger die Absicht, sich um die Schweizer Staatsbürgerschaft zu bewerben, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.
87 Prozent der ausländischen oder staatenlosen ständigen Wohnbevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren mit einem B- oder C-Ausweis haben aber gemäss BFS kein Gesuch um den Erwerb der Schweizer Staatsbürgerschaft gestellt. Mehr als die Hälfte der Einwohner mit Migrationshintergrund erwägen aber laut Befragung, ein Gesuch zu stellen.
Als Hauptgrund wird angegeben, sie fühlten sich in der Schweiz etabliert und gut integriert. Diejenigen, welche nicht Schweizer werden wollen, führen als Motive an, es bringe ihnen keinen Nutzen, sie wollten nicht im Land bleiben, sie wollten ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit nicht aufgeben oder das Einbürgerungsverfahren sei zu kostspielig, zu kompliziert und zu langwierig.
Im Jahr 2017 hatten 37 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren - 2,6 von 7 Millionen Personen - einen Migrationshintergrund. Mehr als ein Drittel davon - fast eine Million - besitzt die Schweizer Staatsbürgerschaft