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Tristan da Cunha, nun wirklich nicht der Nabel der Welt und mit aktuell 246 Einwohnern weit entfernt vom Stadtrecht, kann aber trotz seiner Abgeschiedenheit viel für die Natur tun. James Glass, der Chief Islander von Tristan da Cunha, verkündete diesen Monat stolz, dass 754'000 Quadratkilometer ( = 18 x die Schweiz!) rund um das Tristan da Cunha Archipel im Rahmen des Blue Belt Programms der britischen Regierung als Meeresschutzzone ausgewiesen werden.
Das von der britischen Regierung initierte Projekt "Blue Belt" umfasst insgesamt mehr als 4 Millionen Quadratkilometer Schutzzone in Gebieten, die unter britischem Einfluss stehen: Ascension Island (440'000 km2), British India Territory (640'000 km2), Pitcairn (830'000 km2), St. Helena (440'000 km2), Südgeorgien und Südliche Sandwich Islands (1,2 Mio km2) wie auch das British Antarctic Territory. Speziell an der Schutzzone um Tristan da Cunha ist, dass 80 % des Einkommens der Insel durch das Fischen von Langusten und St. Pauls Five-Fingers generiert wird und die Schutzzone deshalb einen markanten Einfluss auf die Einkünfte der Insel hat.
Chief Islander Glass und die Insulaner begrüssen die Marineschutzzone ausdrücklich, da es auch dem langfristigen Schutz ihres Einkommens dient. Glass weist jedoch darauf hin, dass der Insel durch den Verlust von Einnahmen durch die Fischerei weniger Geld für die öffentlichen Dienste zur Verfügung stehen: weniger Geld für die Infrastruktur, Bildung oder Gesundheit. Auch die Verbindungen der Insel nach/von Kapstadt können tangiert sein, wenn weniger Fischerboote Tristan da Cunha mit Südafrika verbinden. Er bedankt sich deshalb beim britischen Naturschutzbund RSPB, der verschiedene Spenden von Organisationen als Ausgleich für den Einkommensverlust vermitteln konnte.
Reiseinformationen für nach Tristan da Cunha finden Sie hier

Author
Urs Steiner
Archives
Oktober 2021
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