Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03500.jsonl.gz/1061

Der Schweizerische Eishockeyverband beteiligt sich an einem Antrag mehrerer Landesverbände. Eingefordert werden vom internationalen Verband IIHF weitreichende Konsequenzen gegen Russland und Belarus.
Swiss Ice Hockey verurteilt das Vorgehen Russlands in der Ukraine aufs Schärfste. In ihrem Vorstoss fordern die Landesverbände, Russland und Belarus (welches Russland unterstützt) aus der IIHF auszuschliessen. Die nächste U20-WM (im Dezember 2022 in Nowosibirsk) und die A-WM 2023 in St. Petersburg sollen entzogen werden. Alle russischen und belarussischen Funktionäre sollen aus allen Ämtern und Kommissionen ausgeschlossen werden.
Über Konsequenzen der Russland-Ukraine-Krise wird die IIHF am Montag in einer Krisensitzung beraten. Anpassungen sind nötig. So befindet sich die WM-Arena in Helsinki, in der die Schweiz ihre Vorrundenpartien hätte bestreiten sollen, im Besitz russischer Oligarchen. Jokerit Helsinki hat sich bereits aus der KHL-Meisterschaft zurückgezogen; die Spieler Jokerits suchen neue Arbeitgeber. Zur Diskussion steht am Montag, ob die zweite WM-Arena allenfalls nach Turku verlegt werden soll.
Zur Diskussion steht auch, ob Russland (in der Gruppe A mit der Schweiz) und Belarus (in der WM-Gruppe B) bei der WM im Mai in Finnland zugelassen werden sollen. Für einen Ausschluss bedarf es wohl eines IIHF-Kongresses; diesen weitreichenden Entscheid kann der Council (das Führungsgremium der IIHF) kaum in Eigenregie fällen.
Klar ist, dass das Schweizer Nationalteam der Männer seine Vorbereitung auf die WM in Finnland anpassen wird. Ursprünglich war vor der WM ein Testspiel in Russland geplant. Diese Reise wurde storniert.
sda