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Der (ausgewiesene) Vorsteuergewinn der grössten Schweizer Bank wird mit 1'502 Mio beziffert, dies nach 1'690 Mio im Vorquartal bzw. 1'489 Mio im zweiten Quartal 2016. Unter dem Strich verblieb gemäss Mitteilung vom Freitag ein Reingewinn (nach Minderheiten) von 1'174 Mio CHF, nach 1'269 Mio bzw. 1'034 Mio.
Etwas tiefer als im Vorjahr fielen die gesamten Erträge aus. So sank der Geschäftsertrag auf 7,3 Mrd CHF von 7,4 Mrd. Der Geschäftsaufwand erreichte 5,8 Mrd CHF nach 5,9 Mrd, womit sich eine Cost-Income-Ratio von 78,8% nach 79,8% ergibt.
"In Anbetracht der Marktbedingungen haben wir im zweiten Quartal ein sehr gutes Ergebnis erzielt", kommentiert CEO Sergio Ermotti die Leistung.
Wie meistens sind im Ergebnis auch einige Sonderposten enthalten. Im neuesten Quartalsergebnis wurden etwa Restrukturierungskosten in Höhe von 258 Mio CHF (VQ 243 Mio) sowie zusätzliche Rückstellungen für Rechtsfälle und ähnliches von 42 Mio CHF (33 Mio) verbucht, wie die Bank in der Mitteilung schreibt.
Mit den Zahlen des ersten Quartals wurden die Prognosen der Analysten auf der Ebene des Konzerns übertroffen. Gemäss AWP-Konsens prognostizierten die Experten ein Konzernergebnis von 938 Mio, einen Vorsteuergewinn von 1'343 Mio sowie Erträge von 7'237 Mio CHF. Hinter den Erwartungen blieb die Bank dagegen in den beiden Wealth-Management-Divisionen.
Den globalen Vermögensverwaltungseinheiten flossen in der Periode von April bis Juni Nettoneugelder in Höhe von 7,5 Mrd CHF (VQ 20,5 Mrd CHF) zu, davon +13,7, Mrd CHF im Wealth Management und -6,4 Mrd USD im Bereich Wealth Management Americas. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Mitte Jahr auf 2'922 Mrd CHF und lagen damit leicht unter den 2'934 Mrd von Ende März.
Etwas schwächer präsentiert sich zum Ende des Halbjahres als Folge der höheren risikogewichteten Aktiven die Kapitalposition der Bank. Die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt) verminderte sich per Mitte Jahr auf 13,5% von 14,1% per Ende erstes Quartal. Demgegenüber verbesserte sich aber die CET1-Leverage Ratio weiter auf 3,7% von 3,6%.
Weiterhin auf Kurs sieht sich die Bank bezüglich ihrer Bemühungen zur Reduktion der Kosten. So wurden im zweiten Quartal weitere rund 100 Mio eingespart, womit sich die annualisierten Kosteneinsparungen gegenüber dem Jahr 2013 nun auf 1,8 Mrd belaufen. Bis Ende Jahr will die UBS bekanntlich 2,1 Mrd erreichen.
Mit Blick nach vorne gibt sich die Grossbank etwas weniger vorsichtig als auch schon. Die Stimmung und das Vertrauen der Anleger hätten sich verbessert, was zu einer erhöhten Kundenaktivität im Wealth Management geführt habe. Die weiter tiefen Volatilität sowie saisonale Effekte könnten die Kundenaktivität insgesamt jedoch weiterhin beeinträchtigen, warnt das Management gleichzeitig.
Geopolitische Spannungen und die makroökonomische Unsicherheit würden nach wie vor ein Risiko für die Anlegerstimmung darstellen. Allerdings geht die Bank davon aus, dass sich die globale wirtschaftliche Erholung verstärken wird. Tiefe und negative Zinsen, insbesondere in der Schweiz und der Eurozone, setzen die Nettozinsmarge unter Druck, wobei eine weitere Normalisierung der US-Geldpolitik teilweise kompensierend wirken könnte.
Die Umsetzung der neuen schweizerischen Kapitalstandards sowie weitere Anpassungen des nationalen und internationalen regulatorischen Rahmens für Banken werden steigende Kapitalanforderungen sowie höhere Zins- und Betriebskosten zur Folge haben. UBS sieht sich gut aufgestellt, um diesen Herausforderungen zu begegnen und von einer weiteren Erholung des Marktumfelds zu profitieren, wiederholt die Mitteilung frühere Aussagen.
uh/gab/ra
(AWP)