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Sonnenenergie und Abwasserwärme
Für die aktive Sonnenenergiegewinnung sorgt zunächst eine Fensterfläche von 3 x 5,5 Metern auf der Südseite, die viel Wärme ins Innere eindringen lässt. Unterstützt wird dies durch einen Boden mit dunklen Schieferplatten. Damit die Wärme optimal gespeichert wird, wurde das Gebäude in der so genannten Holztafelbauweise erstellt, einer massiven Holzkonstruktion. Kaufmann schätzt, dass damit bereits 60 % der Wärme erzeugt wird. Der Rest wird je zur Hälfte über einen grossen Stückholz-Kachelofen sowie mit dem Wohnen verbundene Tätigkeiten gewonnen, wie Kochen, die Benutzung eines Computers oder menschliche Abwärme.
Was im Winter so viel Wärme generiert, kann im Sommer schnell zum Problem werden. Nebst einer guten Beschattung ist eine Nachtauskühlung erforderlich, sagt Kaufmann. Diese erfolgt nicht durch die Komfortlüftung, sondern durch ein Öffnen der Fenster, weil dadurch der Luftaustausch verstärkt werden kann. Weil sich das Gebäude in einem ruhigen Quartier befindet, entsteht dabei im Vergleich zur Komfortlüftung, bei der die Fenster geschlossen bleiben, kein Nachteil.
Die Warmwassergewinnung erfolgt durch eine Wärmepumpe. Das Ungewöhnliche daran: Als Wärmequelle kommt Abwasser zum Zuge, wobei ein Erdreichverdampfer dem Abwasser die Wärme entzieht. Dazu hat Kaufmann rund ums Haus Leitungen verlegen lassen, die parallel zum Abwasser verlaufen.