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Verantwortlich dafür waren die rückläufigen Kurse für Butter und wasserfreies Milchfett, während die Notierungen für die anderen gehandelten Molkereiprodukte zulegen konnten. Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, gab um 0,5% nach. Der Index gilt als wichtiger Indikator für die Preisentw icklung am Weltmilchmarkt.
Konkret sank der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) gegenüber der vorigen Auktion um 5,1% auf 4.840 USD/t. Die mittlere Butternotierung verringerte sich um 4,9% auf 3.983 USD/t. Butter tendierte an der GlobalDairyTrade ab Anfang 2019 steil nach oben, erreichte im April mit 5.544 USD den höchsten Wert des Jahres und gab dann bis Ende August kontinuierlich nach. Seither ist die Notierung relativ stabil.
Cheddar-Käse verzeichnete mit 3.797 USD/t einen Anstieg von 2,7% und Kasein eine Zunahme um 4,9% auf 8.047 USD/t. Bei Magermilchpulver setzte sich der Aufwärtstrend weiter fort, der Index legte im Mittel um 1,9% auf 3.068 USD/t zu. Die Notierung für Vollmilchpulver - das Leitprodukt dieser Auktion - blieb mit 3.331 USD/t praktisch unverändert (+0,1%).
In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 36.258 t verkauft, damit fiel die Menge gegenüber der vorhergehenden Auktion etwas kleiner aus (37.968 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter verringerte sich von 187 auf 179.
Knappes Angebot sorgt weiter für stabile Situation
Der leichte Rückgang des GDT-Index ist nach Ansicht der Analysten auf die derzeit geringere Nachfrage nach Milchfettprodukten (Butter, Butteröl) zurückzuführen. Die positive Entwicklung der Notierung für Milchpulver habe dies jedoch annähernd kompensiert, wird betont. Der Agrarexperte der neuseeländischen ABS-Bank, Nathan Penny, weist darauf hin, dass die Kurse für Vollmilchpulver an der GlobalDairyTrade derzeit um 25% über dem Vorjahresniveau liegen. Bei Magermilchpulver macht das Plus sogar 55% aus.
Laut Westpac-Analyst Imre Speizer ist die chinesische Nachfrage am globalen Milchmarkt weiterhin stabil. Zusammen mit dem nicht drängenden Angebot gehe man weiterhin von einer stabilen Preissituation aus, so der Experte.