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Opuntia cacanapa Griffiths & Hare, New Mexico Agricultural Experiment Station: Bulletin 60: 47, 1906
Isotyp (O. cacanapa); Holotypus (O. cacanapa ‘Ellisiana’)
Opuntia cacanapa tritt im Südwesten von Texas in Zapata, Web Counties und im angrenzenden Mexiko auf. Ausserdem gibt es Vorkommen in Brewster County. Die Treibe sind blau-grün und oft auch grau-blau, die Stacheln sind bis zu 3 cm lang und sind meist gelb, manchmal auch an der Basis braun. Hier das Original Zitat. Opuntia cacanapa ist diploid.
O. cacanapa ‘Ellisiana’ ist eine Garten-Variante, die keine Stacheln oder Glochiden oder zumindest im Wesentlichen keine hat. O. ‘Ellisiana ist eine Varietät von O. cacanapa . Viele Merkmale sprechen dafür: 1) stark Blätter auf Kladodien und Blüten, 2) grüne Narben mit weissem Stiel, 3) weisse Filamente mit gelben Staubbeuteln, 4) allgemeine Form und Grösse der Früchte, und die identische Blütenperiode. Mangelnde Stacheln und Glochiden sind ein sehr ungewöhnliches Merkmal bei jeder Opuntie.
Ich denke die Pflanze muss schlecht schmecken, da sie als Futtermaterial unbekannt zu sein scheint.
Ich habe versucht, Opuntia cacanapa oder O. ‘Ellisiana’ wild wachsenden zu lokalisieren, allerdings war ich nie erfolgreich. Ich bezweifle, dass sie wild in den USA zu finden ist. Ich kenne keine Lokalität der Art und denke, dass sie aus Nord-Mexiko stammt.
Ich vermute, dass O. ‘Ellisiana locker -15°C verträgt und vielleicht auch noch kältere Temperaturen. Ich stütze diese Vermutung auf die Tatsache, da ich in Seymour, TX grosse Bepflanzungen gesehen habe. Ein Bereich der gelegentlich -12°C oder noch kälter ist. O. cacanapa (auch die bedornte Version) überlebt auch problemlos am Rio Grande Botanic Garden in Albuquerque, NM.
www.opuntiads.com (5.03.2013) eigene Übersetzung
Meine Erfahrungen decken sich soweit mit diesen Informationen. Die Pflanzen, welche ich von Kulturpflanzen aus Sedona, AZ mitgebracht habe, überstanden problemlos -16°C. Die Pflanzen “schmecken” jedoch keines falls schlecht. Der Grund, dass diese Pflanzen nicht allzu häufig als Futter Verwendung finden liegt daran, dass Sie im Vergleich zu O. ficus-indica und deren Hybriden mit O. lindheimeri nicht in Bezug auf Masse (Reproduktion) mit jenen Pflanzen mithalten kann. Sprich, sie wächst für diese Zwecke schlicht zu langsam. Darum hat sie nur in trockenen und sehr kalten Gebieten (USDA-Zone 7) in Argentinien und im Atlasgebirge in Marokko eine kleine industrielle Bedeutung. In den USA wird sie manchmal als Burbank’s Spineless Cactus angeboten. Hierbei handelt es sich jedoch um Züchtungen von O. ficus-indica.
In erster Linie ist sie einfach eine fantastische akzentgebende Pflanze, welche in vielen Gärten im mittleren Westen der USA zu finden ist. Selbst im Hausgarten, wo Kleinkinder spielen, kann sie auf Grund ihrer fehlenden Dornen und den nur wenig vorhandenen Glochiden problemlos gedeihen. Ein Regenschutz über die Wintermonate ist für eine erfolgreiche Kultur hier in Mitteleuropa leider unerlässlich.
Die Vermehrung läuft. Wir hoffen, dass wir bald einige Stecklinge anbieten können. Zudem laufen auch Experimente mit anderen dornenlosen grosswüchsigen Opuntien aus der Gruppe von O. engelmannii, lindheimeri und orbiculata (dillei).