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Prof. Dr. Rudolf Stichweh deutet die Autonomie von Hochschulen vor dem Hintergrund einer Theorie funktionaler Differenzierung. Hochschulen sind dabei autonome Organisationen, die als Organisationen an der Realisierung der Autonomie des Erziehungssystems und der Autonomie des Wissenschaftssystems beteiligt sind. Zugleich sind (Hochschul-)Erziehung und Wissenschaft immens einflussreiche Makrosysteme einer Gesellschaft, die aus einer grossen Zahl anderer Funktionssysteme besteht. Die Relevanzsicherung eines jeden dieser Funktionssysteme ist ausser auf Autonomie in gleichem Masse auf die Responsivität der Funktionssysteme und ihrer Organisationen angewiesen. Hochschule, Erziehung und Wissenschaft beobachten ihre gesellschaftliche Umwelt. Sie identifizieren und analysieren Probleme der gesellschaftlichen Umwelt und formen sie selektiv zu eigenen Problemen um, für die sie sich dann auf der Basis ihrer Autonomie als zuständig sehen. Im Vortrag werden die Hochschulsysteme der gegenwärtigen Welt hinsichtlich der Frage analysiert, ob und wie sie diese Leistungen erbringen. Prof. Dr. Katja Rost moderiert.