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Eine Schluckstörung führt für die betroffenen Menschen häufig zu Frustration oder Rückzug: Sie leiden, weil sie ihre Lieblingsspeise nicht mehr essen können oder sie genieren sich, in Gesellschaft zu essen oder zu trinken, weil sie dauernd husten müssen. Eine Schluckstörung kann die Lebensqualität wesentlich beeinträchtigen.
Auch auf körperlicher Ebene kann eine Dysphagie schwerwiegende Folgen haben.
Fachleute bezeichnen eine Mangelernährung mit dem Begriff Malnutrition: Eine Dysphagie oder die damit verbundene Modifikation der Nahrungskonsistenz führen oft zu einer verminderten Nährstoffzufuhr, was zu einem Verlust an Körpergewicht und Muskelmasse führen kann. Durch den Verlust an Muskelmasse kommt es zu einer Verstärkung der Dysphagie, da die am Schluckakt beteiligte Muskulatur abgebaut wird. Die erschwerte Einnahme von Nahrungsmitteln kann möglicherweise zu einer unausgewogenen Ernährung und damit zu einer Schwächung des Immunsystems führen.
... weil nicht genügend Flüssigkeit aufgenommen wird. Die Trinkmenge wird beispielsweise aus Angst vor Verschlucken oder weil das Trinken sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, reduziert. Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr hat drastische Folgen für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Mit dem Begriff Aspiration bezeichnet man das landläufige "Verschlucken" oder eben das Eindringen von Nahrung, Flüssigkeit oder Speichel in die Luftröhre oder in die Lunge. Je nach Art des aspirierten Materials, nach der Menge des Aspirats oder weitereren Faktoren wie dem Allgemeinzustand oder der Mundhygiene kann Aspiration zu Lungenentzündungen, sogenannten Aspirations-Pneumonien, und damit zu einer ernsthaften Gesundheitsgefährdung oder zum Tod führen.