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| Armenische Väter - Reden des (Katholikos) Johannes Mandakuni

Ein Brief über die Barmherzigkeit gegen die Armen.
4.
Die Vorfahren aber brachten den Zehnten, gaben auch Früchte und brachten Opfergaben, brachten Brandopfer und gaben wegen der Sünden die Erstgeburt von [S. 89] Mensch und Tier, die Erstlinge des Feldes und der Kelter und aller Früchte.
Auch viele Feste Gottes feierten sie jährlich, und feierten mit Opfergaben die Sabbate und die Neumonde. Außerdem linderten sie auch die Not der Armen, speisten zahllose Witwen und Waisen, trugen Sorge für die Scharen der Jungfrauen, heilten die Kranken, nahmen die Fremden auf, trösteten die Betrübten und suchten jegliche Not der Armen zu heben. Wenn aber Gott schon im Alten unvollkommenen Bunde all diese Wohltätigkeit und Gerechtigkeit forderte, um wieviel mehr wird er im Neuen und vollkommenen Bunde noch größere Werke der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit verlangen, als jene alle es waren; denn: „Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, dann geht ihr nicht ein in das Himmelreich1.“
1: Matth. 5, 20.