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Ein bisher grösseren Kreisen unbekannter Künstler Ali Wak Wak aus Bengasi „fühlt sich frei“ seit Muammar Ghadhafi dort nicht mehr regiert. Dass dort weiterhin Bürgerkrieg herrscht, interessiert ihn so wenig wie Bernard-Henri Lévy, den französischen Grossdenker, der zum höheren Wahlkampfruhm seines Herrn Sarko den Bürgerkrieg per Handy ausgelöst hat.
Grosses Vorbild solcher Künstler ist Ai Wei Wie, jener sagenhafte Chinese, der mit Hilfe eines Schweizer China-Botschafters, Oswald Sigg, global Karriere gemacht hat. Wo Diplomaten nicht weiter kommen, meldet sich Rafik Schami, Filmer und Buchautor, über seine syrische Heimat zu Wort. In Aegypten waren es die Schriftsteller, die den Samen der Volkswut legten.
In der Schweiz sind alle Künstler sehr zufrieden mit Staat und Regierung, denn dieser giesst ein Füllhorn von Wohltaten über seiner „classe intellectuelle“ aus. Wir haben, nur ein Beispiel, derart viele Künstler-Wohnungen, dass nicht immer alle besetzt werden können. Ob das immer Schriftsteller und Maler sind, ist eine andere Frage.
Die Künstler-Revolutionen haben die Arbeiter-Revolutionen abgelöst, wobei es in Athen und Lissabon ganz so aussieht, als hätten die Menschen wirklich wenig zum Leben.