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2011
Zofingen
Eingeladener Projektwettbewerb
Diese Kirche entspricht dem archetypischen Konzept des Bonstettener Kirchenentwurfs, wird aber in einer Leichtkonstruktion gedacht, um die Konstruktion kostengünstiger zu gestalten. Dies erklärt auch unsere Idee des Archetypus und des modernen Monuments: Es ist möglich, ähnliche Entwurfsansätze weiterzuverfolgen, zu verdichten, ja sogar in einem gewissen Sinne von ihrem Ort zu befreien. Wenn wir in Bonstetten eine Prototypologie entwickelt haben, kann sie im nächsten Projekt verdichtet, transformiert, verfeinert, umgedeutet werden. Gerade hier liegt aber die Notwendigkeit, dass der Typus gleichzeitig verallgemeinerbar und individuell ist, um den spezifischen Kontexten, die durch Kosten, Ort oder Programm bestimmt sind, angepasst zu werden.
Auf einer massiven zweischaligen und verputzten Wand liegt eine Dachkonstruktion aus gekrümmten Brettschichtholzträgern. Die Schubkräfte werden entschärft, weil sowohl die beiden Oblichtträger in Längsrichtung sowie die auf Zugbänder befestigte Dachhaut das Dach als schräg aufgelagerte Scheibe konzipieren lässt. Wir haben gelernt, dass heute Hybridkonstruktionen, sei es Holz und Metall oder Holz und Beton statisch und konstruktiv durchaus Sinn ergeben können.