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Bildung
Bildungslandschaft im Kanton Aargau
Stabile Situation für die Abgängerinnen und Abgänger der Regelschule im Kanton Aargau
Von den 6'243 Abgängerinnen und Abgängern der Regelschule erreichen im Jahr 2021 5'213 Schülerinnen und Schüler, d.h. rund 84 Prozent, den Direkteinstieg in eine qualifizierende nachobligatorische Ausbildung auf Sekundarstufe II. Sie werden eine allgemeinbildende Schule oder eine berufliche Grundbildung absolvieren. 16 Prozent werden nach den Sommerferien ein Brückenangebot, eine Zwischenlösung oder ein Praktikum antreten und knapp 1 Prozent hat zum Zeitpunkt der Befragung noch keine Anschlusslösung gefunden. Mit 23,5 Prozent der Abgängerinnen und Abgänger zeigt sich der Anteil der angehenden Schülerinnen und Schüler einer allgemeinbildenden Schule konstant. Der Anteil der Jugendlichen, die nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung (Vollzeitschule oder duale Ausbildung) antreten, hat im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte zugenommen und stellt die grösste relative Zunahme dar. Einen leichten Rückgang erfährt die Gruppe derjenigen, die ein Brückenangebot, eine Zwischenlösungen oder ein Praktikum absolvieren (-1,1 Prozentpunkte). Absolut gesehen war die Zahl der Abgängerinnen und Abgänger ohne Anschlusslösung im Beobachtungszeitraum seit 2011 mit 52 noch nie so tief.
Die Hauptgründe für Lehrvertragsauflösungen ändern sich im Verlauf der Ausbildung
Im Zeitraum von 2015 bis 2020 wurden 13,8 Prozent der im 1. Lehrjahr laufenden Lehrverträge aufgelöst (5'083 von 36'778 Verträgen im 1. Lehrjahr in der betrachteten Zeitspanne von sechs Jahren). Der Anteil der Vertragsauflösungen nahm mit jedem zusätzlichen Lehrjahr ab. Im 4. Lehrjahr wurden 1,4 Prozent der Verträge abgebrochen (228 von 15'873 Verträgen im 4. Lehrjahr).
Im 1. Lehrjahr sind von 2015 bis 2020 knapp ein Drittel (32,8 Prozent) der Lehrvertragsauflösungen auf die Berufs- und Lehrstellenwahl zurückzuführen. Dieser Anteil nimmt im Verlauf der Ausbildungszeit ab. Ab dem 3. Lehrjahr steigt der Anteil der Vertragsauflösungen, die auf betriebsseitige Gründe zurückzuführen sind, insbesondere wirtschaftliche und strukturelle Gründe. In den ersten beiden Lehrjahren werden rund ein Viertel der Vertragsauflösungen mit der Leistung der Lernenden begründet. Dieser Anteil sinkt im 3. und 4. Lehrjahr auf rund 18 Prozent.
Lehrvertragsauflösungen sind nicht zwangsläufig mit einem Abbruch der Ausbildung verbunden. Sie können beispielsweise durch eine Veränderung der Lebenssituation der Lernenden (Privates Umfeld) gegeben oder rein technischer Natur sein (geänderte Vertragsbedingungen nach Fusion des Lehrbetriebs, Fachrichtungswechsel bei bestimmten Berufen usw.). Eine Person kann im Verlauf der Ausbildung mehrere Lehrverträge haben. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn der Lehrbetrieb gewechselt oder die Art der Ausbildung angepasst wird, wie beispielsweise bei der Umwandlung einer zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) in eine drei- oder vierjährige Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) im gleichen Berufsfeld.
Anstellungsverhältnisse mit tiefen Arbeitspensen sind in der Volksschule häufig befristet
Im Schuljahr 2020/21 arbeiten an der Aargauer Volksschule 8'947 Lehrpersonen in 5'758 Vollzeitstellen. Befristete Anstellungsverhältnisse sind häufig bei tiefen Arbeitspensen oder bei tiefem Dienstalter zu finden. 1‘030 der Lehrpersonen sind sowohl befristet als auch unbefristet angestellt und haben somit mindestens zwei Arbeitsverhältnisse.
An den Aargauer Mittelschulen sind 812 Personen angestellt, die insgesamt 493 Vollzeitäquivalente unterrichten und an den Aargauer Berufsfachschulen und berufsvorbereitenden Schulen arbeiten 956 Lehrpersonen in 576 Vollzeitstellen.
Bei Schuleintritt sind neun von zehn Lernenden im regulären Alter
Im Kanton Aargau besuchen im Schuljahr 2020/21 77'787 Lernende ein Angebot der öffentlichen Volksschule. 5'715 Lernende besuchen eine Mittelschule und 16'399 eine Berufsfachschule.
Lernende, die regulär in die Schule eintreten, sind zwischen vier und fünf Jahre alt (in der Grafik grau hinterlegter Bereich). 91,2 Prozent sind bei Schuleintritt im regulären Alter, rund 8 Prozent sind älter. Vorzeitige Eintritte kommen seit der Vorverschiebung des Einschulungszeitpunkts nur vereinzelt vor. Mit 10,0 Prozent verspäteten Eintritten sind Knaben bei Schuleintritt tendenziell älter als Mädchen (7,4 Prozent). Weiter fällt auf, dass deutschsprachige Kinder häufiger verspätet eingeschult werden als fremdsprachige (10,0 respektive 6,9 Prozent)
Konstante Entwicklung der Abschlüsse auf Sekundarstufe II im Kanton Aargau
Die Statistik der Bildungsabschlüsse umfasst die Zahl der jährlich verliehenen Fähigkeitszeugnisse, Berufsatteste, Diplome und Maturitätsabschlüsse auf der Sekundarstufe II. Im berufsbildenden Bereich konnten im Jahr 2020 insgesamt 5'392 Lernende ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder ein Eidgenössisches Berufsattest (EBA) in Empfang nehmen. Bei den allgemeinbildenden Schulen (inkl. Passerelle) waren es 1'559 Lernende, die einen Mittelschulabschluss machten: Bei 1'359 davon handelte es sich um (Fach-)Maturandinnen und (Fach-)Maturanden und bei 200 um Empfängerinnen und Empfänger eines Fachmittelschuldiploms. Eine Berufsmaturität (BM I oder BM II) wiederum erlangten 1'066 Absolventinnen und Absolventen.
Anzahl Studierende an universitären Hochschulen und Fachhochschulen
Weitere Daten und Veröffentlichungen
- Lernende
- Lehrkräfte
- Bildungsabschlüsse
- STEP I
- STEP II
- Schulprognose