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Corythornis madagascariensis – der Eisvogel Madagaskars
Der Madagaskarfischer Corythornis madagascariensis – teils auch als Madagaskarzwergfischer oder Pygmäen-Eisvogel bezeichnet – ist eine sehr kleine besondere Eisvogelart, die in Madagaskar vorkommt. Mit seinen nur 13 Zentimetern Länge sowie maximal 22 Gramm Gewicht ist der Madagaskarfischer kleiner als der gewöhnliche blaugrüne Eisvogel, den man auch aus den heimischen Bachläufen kennt.
Die Oberfedern des madagassischen Vogels sind leuchtend orange-rot, an Schwanz und Hinterkopf violett. Brust sowie Bauch sind weiss gefärbt, ebenso wie ein Flecken im Nacken.
Der Madagaskarfischer ist in grossen Teilen Madagaskar heimisch. Er braucht kein Wasser, um Beute zu finden, denn er ernährt sich neben Fröschen auch von Insekten. Ameisen, Heuschrecken und Spinnen gehören zu seinem Speiseplan, aber auch kleine Plattschwanzgeckos oder Chamäleons fängt er. Bis auf den heissen, trockenen Inselsüden ist der madagassische Eisvogel sehr anpassungsfähig und in verschiedenen Landschaftsformen zu finden: von Savannengebieten über Regen- und Trockenwälder bis ins Hochland.
Eine Unterart des Madagaskarfischers ist ausschliesslich im Zombitse-Vohibasia Nationalpark angesiedelt. Sie wird Corythornis madagascariensis dilutus genannt und gilt bereits als ausgestorben.
Über den Eisvogel aus Madagaskar gibt es bis heute wenige wissenschaftliche Erkenntnisse. Seine Verwandschaft zu anderen Eisvogelarten ist ebenso kaum erforscht wie sein Paarungs- und Brutverhalten.