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Vortrag von Dr. Sacha Zala,
Geschäftsführer Diplomatische Dokumente, Gewinnder des Bündner Kulturpreises 2019
Die wissenschaftliche Akteneditionen zur Aussenpolitik sind eine Folge des Ersten Weltkriegs. Im Zuge der sogenannten «Kriegsschuldkontroverse» wurden die Grossmächte gezwungen, ihre Archive zu öffnen um ihre Politik zu legitimieren. Obschon der Inhalt dieser Editionen die internationalen Beziehungen betraf, blieben diese Unternehmen stets national geprägt. Durch die Gründung des «International Committee of Editors of Diplomatic Documents» im Jahre 2013 versucht sich die weltweite Community von Editorinnen und Editoren von diplomatischen Dokumenten auch organisatorisch zu vernetzen. Dabei ist die Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis) führend. Mit verschiedenen bilateralen Projekten und mit einer multilateralen Edition zum Fall der Berliner Mauer 1989 wurden erstmals diplomatische Dokumente aus verschiedenen Ländern in einer Datenbank publiziert.