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BFS. In der Schweiz verringerte sich die Jahresarbeitszeit pro erwerbstätige Person zwischen 2010 und 2019 um 3,9%. Dieser Rückgang lässt sich mit der Zunahme der Teilzeitarbeit, der Ferien und bestimmter Abwesenheitsgründe sowie mit dem Rückgang der Überstunden erklären. Zwischen 2019 und 2020 nahm die Arbeitszeit in der Schweiz infolge der Covid-19-Pandemie um 3,4% ab. Dies sind einige der Ergebnisse der neuen Publikation «Entwicklung der Arbeitszeit 2010–2020».
BFS
Um möglichst rasch erste provisorische Werte der Pensionskassenstatistik 2020 publizieren zu können, ist eine nach Rechtsform und Risikodeckung geschichtete Zufallsstichprobe gezogen worden. Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf der Hochrechnung von 465 eingegangenen Fragebogen (August 2021).
Um möglichst rasch erste provisorische Werte der Pensionskassenstatistik 2020 publizieren zu können, ist eine nach Rechtsform und Risikodeckung geschichtete Zufallsstichprobe gezogen worden. Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf der Hochrechnung von 465 eingegangenen Fragebogen (August 2021).
Die neuen Ergebnisse zum jährlichen Brutto-Erwerbseinkommen der Erwerbstätigen nach Erwerbsstatus, Berufsgruppen, Beschäftigungsgrad und Geschlecht liegen vor.
BFS. 2020 verzeichnete die Schweiz 76 200 Todesfälle; das sind 12,4% mehr als 2019. In den Monaten März und April starben im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode rund 1700 mehr Menschen (+14%), von Oktober bis Dezember wurden sogar fast 7800 bzw. 45% mehr Todesfälle registriert als in den gleichen Monaten des Jahres 2019.
Unabhängig von der Staatsangehörigkeit nahm die Anzahl Todesfälle bei den Männern stärker zu als bei den Frauen. In der Schweizer Bevölkerung stieg sie um 13,7% bei den Männern und um 9,3% bei den Frauen, in der ausländischen Bevölkerung lagen diese Werte bei +22,8% bzw. +20,4%. Personen ab 80 Jahren waren zudem stärker betroffen (+15,5%) als die anderen Altersklassen. Ende 2019 hatten die Todesfälle von Betagten im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,5% zugenommen.
Mit mehr als zehn Todesfällen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnen die Kantone Tessin, Jura, Basel-Stadt, Glarus, Neuenburg und Schaffhausen die anteilsmässig meisten Todesfälle. Zug weist mit 7‰ die tiefste rohe Sterbeziffer auf. Der gesamtschweizerische Wert liegt bei 9‰.
BFS. Die Publikation zur Pensionskassenstatistik 2019 basiert auf den aggregierten Ergebnissen der für das Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Erhebung. Sie erläutert das Konzept der Erhebung und orientiert über die Struktur und die Entwicklung der Schweizer Vorsorgeeinrichtungen mit aktiven Versicherten und reglementarischen Leistungen. Die kommentierten Ergebnisse liefern Kennzahlen und Informationen zur Struktur der Vorsorgeeinrichtungen, zur Situation ihrer Versicherten und Leistungen sowie zur Bilanz, zur Betriebsrechnung und zu den technischen Angaben. Abgeschlossen wird die Publikation mit einem Glossar zu spezifischen, in der Publikation verwendeten Fachbegriffen.
BFS. Im Jahr 2020, das von der Covid-19-Pandemie geprägt war, wurden in der Schweiz insgesamt 7,608 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Dies entspricht einem Minus von 3,7% gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich fiel der Rückgang im Gastgewerbe aus (–29,0%). Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Absenzenvolumen deutlich von 368 auf 946 Millionen Stunden.
BFS. Die Situation im Jahr 2020 schlägt sich in der Erwerbslosenquote nieder. Männer im Alter von 15 bis 64 Jahren waren im Jahr 2020 in allen Altersgruppen stärker von Erwerbslosigkeit betroffen als im Jahr 2019. Der grösste Anstieg, von 3,7% auf 4,4% ist bei den 25- bis 39-Jährigen zu verzeichnen.
Bei den Frauen ist das Bild etwas differenzierter. Die jungen Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren hatten den höchsten Zuwachs zwischen 2019 und 2020; die Erwerbslosenquote stieg von 7,2% im Jahr 2019 auf 8,0% im Jahr 2020. Hingegen hat sich die Quote bei den 40- bis 54-jährigen und bei den 55- bis 64-jährigen Frauen im Vergleich zu 2019 weniger verändert. Bei Letzteren ist die Erwerbslosenquote sogar leicht zurückgegangen.
Die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt lassen sich jedoch anhand dieser, auf Jahreszahlen basierenden Indikatoren nur andeutungsweise ablesen.
BFS. Im 4. Quartal 2020 ist die Gesamtbeschäftigung (Anzahl Stellen) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4% gefallen (+0,1% zum Vorquartal). Bei den Frauen betrug der Rückgang 0,6%, während die Beschäftigung bei den Männern um 0,3% zurückging. In Vollzeitäquivalenten sank die Beschäftigung im selben Zeitraum ebenfalls um 0,4%. In der gesamten Wirtschaft wurden 12’600 offene Stellen weniger gezählt als im entsprechenden Vorjahresquartal (–16,1%) und der Indikator der Beschäftigungsaussichten zeigt nach unten (–2,4%).
BFS. In über einem Drittel der 3,8 Millionen Privathaushalte in der Schweiz (36,0%) lebt nur eine Person. 27,2% der Haushalte sind Paare ohne Kinder. Bei 1,1 Millionen (29,3%) handelt es sich um Familienhaushalte mit Kindern unter 25 Jahren.
Von diesen Familienhaushalten sind 16,2% Einelternhaushalte – 83,2% Mütter mit Kindern –, drei Viertel verheiratete Paare und 9,4% Konsensualpaare unterschiedlichen Geschlechts. Der Anteil der Fortsetzungsfamilien, d.h. Paarhaushalte, in denen mindestens ein Kind aus einer früheren Beziehung stammt, ist bei Konsensualpaaren deutlich höher (28,3%) als bei verheirateten Paaren (4,5%). 0,1% der Haushalte bestehen aus gleichgeschlechtlichen Paaren mit mindestens einem Kind unter 25 Jahren.
Das Bundesamt für Statistik hat noch vor Ende 2020 die definitiven Resultate der Pensionskassenstatistik 2019 publiziert. Soweit wir sehen, ist es dem Amt damit erstmals gelungen, noch im Jahr der Erhebung die Daten herauszugeben. Auch unter Berücksichtigung des Aktualitätsdrucks, unter dem zunehmend auch das BFS steht, eine bemerkenswerte Leistung.
Es hat sich gegen diverse “Konkurrenz” zu erwehren. Da wäre die OAK, welche jeweils im Mai und stets kurz vor Publikation der Swisscanto-Studie die Daten ihrer Erhebung bereitstellt und welche fast alle Vorsorgeeinrichtungen erfasst, allerdings mit einem anderen Fokus als die BFS-Statistik. Noch in der ersten Jahreshälfte sind neben den Zahlen der Swisscanto auch jene der Complementa verfügbar, die aber beide auf Umfragen mit freiwilliger Teilnahme beruhen. Sie weisen zwar bemerkenswert hohe Teilnehmerzahlen auf – gemessen an den erfassten Versicherten kommt Swisscanto auf 70 und beim verwalteten Kapital auf 80 Prozent des Totals – es werden aber vor allem die mittleren und grossen Kassen erfasst. Schliesslich publiziert PPCmetrics in Herbst selbst erhobene Zahlen aufgrund von Jahresberichten, aber dann ist das Publikumsinteresse an den Resultaten vermutlich schon etwas erlahmt. Und wenn dann später noch die offizielle BFS-Statistik kommt, wird es für die Herausgeber schwierig, die gebührende Aufmerksamkeit für ihre Resultate zu finden.
Aber die Pensionskassen-Statistik ist unentbehrlich und stellt aufgrund ihrer Vollständigkeit noch immer den Goldstandard in der BVG-Vorsorgestatistik dar. Auf keiner anderen Erhebungsplattform lassen sich die Entwicklung der Gesamtzahl der Vorsorgeeinrichtungen, der aktiven Versicherten und der Pensionierten oder die Höhe der Beiträge und Leistungen und vieles mehr verfolgen. Es sind diese volkswirtschaftlich bedeutenden Grössen, für welche man auf die BFS-Zahlen zurückgreifen muss. Aus den zahlreichen, als XLS-Tabellen aufbereiteten Daten, lassen sich wichtige Einsichten in Stand und Entwicklung der beruflichen Vorsorge gewinnen. Wir werden uns in einer der nächsten Ausgabe damit befassen.
Festzustellen bleibt, dass aufgrund der Vielfalt der ermittelten statistischen Daten wir heute über die berufliche Vorsorge umfassend und aktuell informiert sind. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Erhebungen zeigen die zahlreichen Aspekte der 2. Säule in ihrer ganzen Breite auf. Jetzt gilt es nur noch, aus den Daten die entsprechenden Schlüsse zu ziehen und die sich aufdrängenden Massnahmen zu ergreifen. Statistik ist nicht als als l’art pour l’art gedacht.
Peter Wirth, E-Mail
Frauen und Männer haben eine unterschiedlich hohe Lebenserwartung bei Geburt. Frauen leben im Durchschnitt vier Jahre länger, ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität ist jedoch weniger gut. Zahlreiche Ergebnisse der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) deuten auf Unterschiede in der Gesundheit von Frauen und Männern hin. Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten weitgehend durch gesellschaftliche Normen wie Geschlechterrollen und -beziehungen geprägt und beeinflusst werden. Eine geschlechtsspezifische Analyse der Gesundheit fördert das Verständnis der gesundheitlichen Unterschiede zwischen Frauen und Männern und ermöglicht es, auf dieser Basis spezifische Präventions- und Gesundheitsförderungsstrategien zu entwickeln, die der Gesellschaft als Ganzes zugutekommen.
Eine Billion Schweizer Franken betrug 2019 die Bilanzsumme aller Pensionskassen der Schweiz. Die Wertschwankungsreserven nahmen um fast 43 Milliarden Franken zu. Die Vorsorgekapitalien der aktiven Versicherten und der Rentner wuchsen um 68 Milliarden Franken an.
Resultate zur künftigen Bevölkerungsentwicklung werden in den «Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz und der Kantone 2020-2050» des BFS präsentiert. Die Publikation enthält unter anderem Informationen zu den Szenarien der Bevölkerungsstruktur, der Fruchtbarkeit, zur Sterblichkeit und zur Migration.
Ein interaktive Tool ermöglicht, die Ergebnisse zwischen den Kantonen und der Schweiz zu vergleichen. Die Bevölkerungsszenarien werden durch Szenarien zur Erwerbsbevölkerung und zum Bildungsniveau der Bevölkerung vervollständigt.
Das Indikatorensystem Wohlfahrtsmessung wurde aktualisiert. Es zeigt sich, dass die Situation im Bereich Wohlfahrt in den letzten Jahren stabil geblieben ist. Dabei ist die Situation nach Ausbruch der Corona-Pandemie allerdings noch nicht berücksichtigt. Diese Effekte werden sich aufgrund des Jährlichkeitsprinzips der meisten Basisstatistiken erst später in den Zahlen niederschlagen.
Einige Resultate: Das verfügbare Einkommen ist von 2000 bis 2017 preisbereinigt um rund 14% gestiegen. Die Lebenserwartung betrug 2019 81,9 Jahre für Männer und 85,6 Jahre für Frauen. Die Treibhausgasemissionen der Schweiz haben gemäss Umweltgesamtrechnung des BFS zwischen 1990 und 2018 um 8% abgenommen. 2018 erreichte die durchschnittliche Lebenszufriedenheit der Bevölkerung einen Wert von 8,0 auf einer Skala von 0 bis 10.
Diese Zahlen und weitere Ergebnisse des Indikatorensystems Wohlfahrtsmessung sind auf dem Statistikportal Schweiz verfügbar.
In der Schweiz haben zwischen 2018 und 2019 insgesamt 19,2% der erwerbstätigen Personen ihren Arbeitsplatz verlassen. Besonders ausgeprägt ist die Mobilität bei den Jungen, bei Personen mit einem befristeten Arbeitsvertrag sowie im Gastgewerbe. Durch den Stellenwechsel erhöht sich bei jeder fünften Person der Beschäftigungsgrad und bei jeder dritten vollzeitarbeitnehmenden Person der Lohn. In der Publikation zur beruflichen Mobilität in der Schweiz 2019 des BFS wird ausgeführt:
Zu den wichtigsten Gründen für einen Stellenwechsel gehörten 2019, in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit, unbefriedigende Arbeitsbedingungen (3,0% der Erwerbstätigen im Jahr 2018), der Wunsch nach Veränderung (2,2%), Entlassung (2,1%), das Ende eines befristeten Arbeitsvertrags (2,0%), andere Gründe (1,9%), Pensionierung (ordentliche, Früh-, Zwangspensionierung; 1,5%) sowie Kinderbetreuung und andere persönliche oder familiäre Gründe (0,7%).
Nahezu jede vierte erwerbstätige Person im Alter von 15 bis 24 Jahren hat zwischen 2018 und 2019 die Stelle gewechselt (22,9%). Die Nettorotationsquote sinkt anschliessend mit dem Alter schrittweise bis auf 4,7% bei den 55- bis 64-Jährigen. Je länger jemand eine Stelle besetzt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Wechsels. Bei Personen, die seit einem oder zwei Jahren im Betrieb arbeiten, beläuft sich die Nettorotationsquote auf 18,6%, bei Personen mit einem Dienstalter von sieben bis acht Jahren auf 11,1%.