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An der Tour de France siegte gestern erstmals ein Franzose: Alexis Vuillermoz gewann den Bergsprint an der Mûr-de-Bretagne. Als der Ire Dan Martin kurz vor dem Ziel zum Konter ansetzte, hätte allen sofort klar sein müssen, dass er es nicht schaffen würde. Denn er trägt dafür die falsche Startnummer.
Vor dem Beginn der Tour de France fahndeten die Statistiker der Website Pro Cycling Stats nach der Startnummer, mit welcher in den letzten 25 Jahren die wenigsten Erfolge an der Frankreich-Rundfahrt erreicht wurden. Bei der 167 wurden sie fündig. Wer diese Nummer trägt, hat statistisch betrachtet also die geringsten Aussichten auf Ruhm und Ehre im Gesamtklassement, von Etappensiegen ganz zu schweigen.
Deshalb war es nicht verwunderlich, dass gestern Alexis Vuillermoz gewann und nicht Dan Martin. Schliesslich trägt Vuillermoz die Startnummer 19, während an Martins Rücken diese verflixte 167 klebt.
Der Ire selber sieht die Sache allerdings eher nüchtern als mit Aberglauben. Er sei, als Vuillermoz einige 100 Meter vor dem Ziel angegriffen habe, einfach schlecht positioniert gewesen. Martin führt aus, dass er eingeklemmt war und es schlicht kein Vorbeikommen an seinem Konkurrenten gab. «Als ich sah, wie Vuillermoz weg kam, wusste ich sofort, dass er gewinnen würde. Das war schliesslich genau mein Plan: Dort anzugreifen und darauf zu setzen, dass sich die Anwärter aufs Gesamtklassement gegenseitig kontrollieren, anstatt mir nachzujagen.»
Der Plan geht hundertprozentig auf – aber nicht für Dan Martin, sondern für Alexis Vuillermoz. Der Franzose darf schliesslich auch mit einer unbelasteten Startnummer fahren …