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Nach einem ersten Arbeitstag am Freitag in Singapur ist Bundesrat Pascal Couchepin am Samstag (10.02.) nach Brunei weitergereist. Beim zweitägigen Besuch im Sultanat geht es in erster Linie um Bemühungen zur Diversifizierung der einseitig auf das Erdöl ausgerichtete Wirtschaft.
Grosse Hoffnungen setzt die Regierung von Brunei auf die Schaffung eines internationalen Finanzplatzes für die islamische Welt. "Das ist ein Traum, den wir realisieren wollen", sagte Industrie- und Rohstoffminister Abdul Rahman am Samstagmittag nach einem Treffen mit Bundesrat Couchepin und Vertretern der Schweizer Wirtschafts-Delegation.
Zur Erreichung dieses Vorhabens bot Bundesrat Couchepin der Regierung von Brunei die Unterstützung der Schweiz in Form eines Know-how-Transfers an. Im Anschluss eines Höflichkeitsbesuches bei Sultan Haji Hassanal Boltiah lud Couchepin den Herrscher von Brunei zu einem offiziellen Besuch der Schweiz ein.
Mässiger Erfolg mit Fünfjahres-Plänen
Die Bemühungen um Diversifizierung der Wirtschaft wurde eingeleitet, da der Reichtum des Sultanats im Norden Borneos seit Jahrzenten vor allem auf Erdöl und, seit 1977, auch auf Erdgas basiert.
Diese Vorkommen bescheren den gut 300'000 Einwohneren von Brunei zwar ein jährliches Bruttosozialprodukt von über 5 Mrd. Dollar, machen die Wirtschaft aber extrem anfällig auf äussere Einflüsse wie es etwa die Erdölkrise von 1985/86 gezeigt hat.
swissinfo und Agenturen