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«CINEMAsuisse» gibt Einblick in seltene Archivdokumente und lässt Schweizer Filmemacher zu Wort kommen, die mit ihren Filmen Kontroversen auslösten oder ganze Filmepochen prägten.
Radio Télévision Suisse (RTS) beginnt die Reihe am 21. Juni mit Alain Tanner auf RTS Un um 23.20 Uhr. Radiotelevisione svizzera (RSI) startet am 23. Juni mit Marc Forster auf RSI LA 1 um 22.15 Uhr, und Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) startet seine Reihe am 7. Juli mit einem Film über Fredi M. Murer auf SF 1 um 17.00 Uhr. Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) bringt am 2. Dezember einen Film mit Daniel Schmid auf SF 1 um 17.25 Uhr (rätoromanisch mit deutschen Untertiteln).
«CINEMAsuisse» zeigt Porträtfilme über folgende zehn Schweizer Regisseure:
Marc Forster hat sich mit Ausdauer und Talent in Hollywood etabliert. Mit seinem Werk «Monster’s Ball» zum Thema Rassismus schaffte der Schweizer den Durchbruch in Hollywood. Forster ist der einzige Schweizer Bond-Regisseur und durfte mit dem Film «Quantum of Solace» einen grossen Publikumserfolg feiern.
Xavier Koller wurde für «Reise der Hoffnung» mit einem Oscar geehrt. Er ist der bisher einzige Schweizer Regisseur, der diese Auszeichnung entgegennehmen durfte. Seine Werke «Das gefrorene Herz» und «Der schwarze Tanner» haben Schweizer Filmgeschichte geschrieben.
Fredi M. Murers «Höhenfeuer» hat Kultstatus erreicht und den Filmemacher weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt gemacht.
Daniel Schmid erhielt 1999 in Locarno den Goldenen Ehrenleoparden für sein Gesamtwerk. «Il bacio di Tosca», «Zwischensaison» und «Beresina» gehören zu seinen filmischen Höhepunkten.
Silvio Soldini, ein italienisch-schweizerischer Filmemacher, schaffte den internationalen Durchbruch mit seiner ersten Komödie «Pane e Tulipani».
Alain Tanner ist ein Anhänger des Nouveau Cinéma. Er setzte seine Utopien von einem freieren Leben in anarchistischen und rebellischen Filmen wie «Jonas qui aura 25 ans en l’an 2000» und «La Salamandre» um.
Richard Dindo stört sich an der Ungerechtigkeit der Welt und unterstützt Menschen, die sich dagegen auflehnen. Dindo hat sich mit Dokumentarfilmen über Rebellen wie «Dani, Michi, Renato und Max» und «Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S.» einen Namen gemacht.
Claude Goretta gilt als Gründervater des neuen Schweizer Kinos («Les petites gens»). Goretta wurde mehrmals in Cannes ausgezeichnet und erhielt 2011 in Locarno den Leoparden für sein Lebenswerk.
Michel Soutter gilt als rebellischer Poet, dessen Filme oft sperrig und politisch sind. 1972 war er mit «Les arpenteurs» für die Goldene Palme in Cannes nominiert.
Jean-Luc Godard ist schon zu Lebzeiten eine cineastische Legende. In seinem Film «A bout de souffle» lehnte er sich gegen Normen und Gewohnheiten auf. Für «CINEMAsuisse» hat er ein filmisches Selbstporträt geschaffen.