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Das Staatsarchiv ist das Archiv der Verwaltung und der Behörden des Kantons Graubünden sowie seiner Rechtsvorgänger, zu denen in erster Linie der Freistaat der Drei Bünde (1524-1803) gehört.
Eine wertvolle Ergänzung der amtlichen Unterlagen bilden die zahlreichen Bestände privater Herkunft: Nachlässe einzelner Personen, Familien-, Firmen-, Verbands- und Vereinsarchive. Das im Staatsarchiv aufbewahrte Archivgut ist vielfältig: Es umfasst neben Textdokumenten auf Papier oder Pergament auch Pläne und Karten, Fotografie und audiovisuelles Material. Seit einigen Jahren gelangen auch digitale Unterlagen ins Staatsarchiv und ältere Bestände werden digital aufbereitet bzw. «retrodigitalisiert». Das Staatsarchiv kann rund 800 Jahre Geschichte mit authentischem Quellenmaterial dokumentieren. Das älteste Dokument, ein Testament aus Piuro, stammt aus dem Jahr 1209. Einige Fragmente sind noch älteren Datums.
Die Bestände des Staatsarchivs umfassen zur Zeit rund 7.5 Laufkilometer und ca. 5 Terabyte. Jahr für Jahr wachsen sie um ungefähr hundert bis zweihundert Laufmeter und etwa zehn Gigabyte. Das Staatsarchiv Graubünden gibt auch eigene Publikationen heraus; insbesondere die Reihe Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte. Hier werden wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte Graubündens veröffentlicht.
Organisatorisch ist das Staatsarchiv eine Abteilung des Amtes für Kultur und gehört zum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement (EKUD) des Kantons Graubünden.