Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03345.jsonl.gz/1294

Krebs als relevanter Endpunkt von RF-Strahlung ist seit 29 Jahren untersucht worden und sowohl Tierexperimente als auch Untersuchungen am Menschen weisen auf einen Zusammenhang zwischen bestimmten Formen der Exposition und Krebs hin. Die grösste Sorge bezüglich der Mobilfunk-Technologie besteht in der raschen weltweiten Verbreitung, wodurch binnen kürzester Zeit Millionen Anwender einer potentiellen Gefahr ausgesetzt werden, wobei sich Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Hirntumore verdichten.
Dode AC et al. (2011) In Brasilien in der Stadt Belo Horizonte untersuchten Wissenschaftler, ob es in der Nähe von Mobilfunkmasten eine erhöhte Anzahl von Krebstodesfällen gibt. Es wurden Leukämie, Lymphome, Hirntumore, Brustkrebs, Melanome und andere Krebsarten miteinbezogen. Aus insgesamt 22493 Krebstodesfällen zwischen 1996 und 2006 wählten die Wissenschaftler 7191 Todesfälle für die Studie aus. Im Abstand von bis zu 100 Metern zu einer Basisstation traten 3569 Todesfälle auf (49,6%). Die Autoren schlussfolgern, dass es eine rämliche Beziehung zwischen den Todesfällen aufgrund von Krebs und den Aufstellungsorten von Mobilfunk-Basisstationen gibt.
Hardell (1999) berichtete über ein erhöhtes Risiko für Hirntumore bei Benutzern von Mobiltelefonen.
Das nationale Institut für Umweltgesundheitswissenschaften (1999) hat nach sechsjähriger Forschung im Auftrag des US-Kongresses festgestellt, dass die Ergebnisse der Studien mit Menschen schwach darauf hindeuten, dass niederfrequente elektromagnetische Felder zu einer erhöhten Blutkrebsrate führen. Elektromagnetische Felder sollen demnach als möglicherweise krebserzeugend beim Menschen betrachtet werden.
Repacholi et al. (1997) fanden bei transgenen Mäusen unter 900 MHz GSM-Frequenz eine signifikante 2,4-fache Erhöhung der Lymphomindizenz. Dabei wurden normale GSM-Signale über nur zweimal täglich je eine halbe Stunde verwendet (Geschäftsreisende telefonieren derzeit oft mehr als drei Stunden täglich).
Guy et al. (1984) führten im Auftrag der US Air Force über zwei Jahre eine Studie mit Ratten durch. Ziel der Studie war, die Tiere während ihres gesamten natürlichen Lebens einer FR- Strahlung von 450 MHz auszusetzen und somit die kumulativen Effekte auf Lebensdauer und allgemeine Gesundheitsindikatoren zu untersuchen. Das Ergebnis zeigte eine vierfache, statistisch signifikante Zunahme von Krebserkrankungen.