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Untertitel: Urteil im Fall der Millionenbetrüger
Autor: Von MARC-ROLAND ZOELLIG/
LA LIBERTE
Zwischen 1992 und 1995 hatten die zwei Verurteilten drei Mal gutgläubige Geschäftsleute unter dem Vorwand von lukrativen Devisenwechsel-Geschäften um Beträge in Millionenhöhe betrogen (FN vom 4. Dezember).
Das Wirtschaftsgericht Freiburg hat am Mittwoch den Hauptangeklagten zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er wird diese Zeit nicht mehr absitzen, da er seine Strafe bereits in der Untersuchungshaft abgesessen hat. Das Gericht befand zudem, dass der Hauptangeklagte entgegen seinen eigenen Behauptungen an allen drei Coups beteiligt war.
Das Urteil liegt somit unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die drei Jahre Gefängnis gefordert hatte. Gemäss Gerichtspräsident André Waeber fiel das Urteil milder aus, weil die Straftaten bereits zwölf beziehungsweise neun Jahre zurückliegen. «Wenn das Gericht früher hätte über den Fall befinden müssen, wäre das Strafmass höher ausgefallen», sagte Waeber.
Symbolische Strafe für Komplizen
Der Komplize des Hauptangeklagten wurde zu einer symbolischen Gefängnisstrafe verurteilt. Er war bereits von einem österreichischen Gericht zu fünf Jahren verurteilt worden und hätte lediglich zu einer zusätzlichen oder aber höheren Strafe verurteilt werden können.
Widersprüchliche Aussagen
Die Verhandlungen waren geprägt von widersprüchlichen Aussagen. Aus diesem Grunde konnten gemäss Waeber die genauen Hergänge nicht mehr rekonstruiert werden. Die ungarischen Kläger, die 1992 beim ersten Coup der Betrüger 2,2 Millionen Deutsche Mark verloren haben, können ihre Forderungen vor einem Zivilgericht geltend machen.
Die Betrüger haben ihren Kunden insgesamt um 6,6 Mio Franken, 2,2 Mio. Deutsche Mark und 3,9 Mio. österreichische Schilling abgenommen.