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L'OFFICIEL: Du hast gerade Dein erstes Album veröffentlicht. Erzähl!
Dimphy Janse: Ja! Vor zwei Jahren begann ich mit verschiedenen Musiksoftwares zu experimentieren und fand bald heraus, dass dies für mich eine besondere Ausdrucksform war. Ich konnte meine physisch empfundenen Rhythmen mit meinen eigenen Worten vereinen. Die Gefühle der letzten Jahre haben in der Musik und später auch visuell eine Art greifbaren Ausdruck erhalten. Mein erstes Album "Blu" ist gerade erschienen, so auch mein erster Videoclip zum Song "Dark Nights".
Du hast in den Jahren davor als Model gearbeitet ...
Ja, das ist richtig. Aber 2014 erlitt ich ein Burn-out davon. Ich zog als noch sehr junges Mädchen von Paris nach London und lebte anschliessend für ein paar Jahre in New York. Dort wurde ich überhäuft mit Arbeiten und dem dazugehörenden Reisen. Die Reize wurden mir zu viel und ich fiel in ein tiefes Loch, weshalb ich für eine Weile aufhören musste zu arbeiten, um wieder zu mir selbst zu finden.
Etwas heftig.
Total, ich habe mich so stark von mir selbst entfernt, dass ich mich am Ende kaum wieder erkannte. Ich habe dann die zweijährige Pause unter anderem dazu genutzt, verschiedene Ausdrucksformen auszuprobieren. Schauspielerei, Tanz, Gesang, Musik, Schreiben, Malen. Am Ende fühlte ich mich in der Musik am wohlsten, dort konnte ich dem Gefühl des Burn-outs am meisten Raum geben.
Und jetzt hast du Deine erste LP in der Hand. Wie bist Du vorgegangen?
Ich fing an, elektronisch Beats zusammen zu basteln, woraufhin eine Art roter Faden entstand, an dem ich mich orientieren konnte. Es entstanden verschiedene Ambient-Tracks und ich begann, mit meiner eigenen Stimmlage zu experimentieren. Durch die Verwendung bestimmter Vokal-Effekte bekamen die Wörter ein anderes Gefühl. Ich spielte damit, bis das Lied mir eine Geschichte erzählen konnte.
Wer sind Deine musikalischen Vorbilder?
Oh, da gibt es viele. Von Burial, Kode9, Agar Agar und William Basinsky über FKA Twigs, Grimes, Poliça und Bonobo.
Und was sind Deine Pläne für die Zukunft?
Im Moment fühlt es sich sehr gut an, ein tiefes Gefühl durch Klang und Bild zum Ausdruck zu bringen. Während ich an neuer Musik arbeite, habe ich auch angefangen, einen Kurzfilm zu schreiben, den ich in diesem Jahr gerne verwirklichen möchte.
Schön!
In der Tat. Es ist toll, dass alle meine bevorzugten Ausdrucksformen zusammenfliessen. Ich schreibe Filme, in denen ich vielleicht selbst spiele, und mache Musik. Zudem denke ich, dass es viel Spass machen würde, mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten, um gemeinsam eine einzigartige Welt zu schaffen.