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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat vom britischen Parlament rasche Klarheit über die Pläne des Landes zum EU-Austritt gefordert. «Eine Sphinx ist ein offenes Buch im Vergleich zum britischen Parlament», sagte er am Montag. Das Unterhaus wollte am Montagabend erneut über Brexit-Pläne abstimmen.
«Und wir müssen diese Sphinx jetzt zum Reden bringen. Es reicht jetzt mit dem langen Schweigen», sagte der EU-Kommissionschef bei einer Sondersitzung des saarländischen Landtags in Saarbrücken.
Juncker beklagte, dass in Sachen Brexit «niemand weiss, wo es lang geht». Die EU wisse, was das britische Parlament nicht wolle: «Was es aber will, haben wir bislang noch nicht in Erfahrung gebracht.»
Er bedauerte, dass die EU vor dem britischen Brexit-Referendum vom Juni 2016 nicht in Grossbritannien ihre Argumente für Europa habe vortragen dürfen. Dies sei der EU-Kommission vom damaligen Premierminister David Cameron verboten worden: «Von Herrn Cameron, der zu den grössten Zerstörern der neuzeitlichen Geschichte gehört.» (aeg/sda/dpa)
In Guatemala sind fünf frühere Paramilitärs wegen der systematischen Vergewaltigung von 36 indigenen Frauen während des Bürgerkriegs zu jeweils 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Guatemala-Stadt sah es in dem Urteil vom Montag nach zwei Wochen langen Verhandlungen als erwiesen an, dass die Männer Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hätten. Demnach hatten sie als Kriegstaktik ihre Opfer zwischen den Jahren 1981 und 1985 versklavt und fortdauernd vergewaltigt.