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Die grosse Pizza-Restaurantkette Domino's kündigte an, dass noch in dieser Woche ein autonomes Auto seinen Job als Pizzakurier antreten wird.
Zum Einsatz kommt ein völlig autonomes Gefährt des Startups Nuro, das auf normalen Strassen verkehrt. Das Pilotprojekt wurde 2019 angekündigt und findet nun mit Kunden eines Pizza-Restaurants in Houston/Texas statt. An bestimmten Tagen und in definierten Zeiträumen können Kunden via App ihre im voraus bezahlte Pizza zur Lieferung über einen Nuro R2 bestellen. Domino's wählt einen Kunden nach dem Zufallsprinzip aus, um dessen Bestellung auszuliefern, und dieser erhält eine SMS-Benachrichtigung, in der steht, wo sich das Robo-Auto befindet. Ausserdem erhält er eine PIN, mit der er seine Bestellung entnehmen kann.
"Es gibt noch so viel über den Bereich der autonomen Zustellung zu lernen", sagte Dennis Maloney, Senior Vice President und Chief Innovation Officer von Domino's in einer Mitteilung. "Dieses Programm wird es uns ermöglichen, besser zu verstehen, wie die Kunden auf die Lieferungen reagieren, wie sie mit dem Roboter interagieren und wie sich das auf den Betrieb der Filialen auswirkt."
Domino's sagt von sich, das grösste Pizzaunternehmen der Welt zu sein, gemessen am Einzelhandelsumsatz, und zählt mehr als 17'600 Filialen weltweit.
Die Pizza-Lieferpartnerschaft von Nuro mit Domino's folgt auf frühere Pilotprojekte. Nuro wurde von zwei ehemaligen Mitgliedern des Google-Projekts für selbstfahrende Autos gegründet und gehört zu den am besten finanzierten Entwicklern autonomer Technologien. In einer im März bekannt gegebenen Finanzierungsrunde sicherte sich das Unternehmen 500 Millionen US-Dollar, zusätzlich zu einer von Softbank und Greylock Management geführten Finanzierungsrunde über 940 Millionen US-Dollar.
Im Gegensatz zu den konkurrierenden selbstfahrenden Tech-Programmen konzentriert sich das kalifornische Startup ausschliesslich auf Lieferungen und Logistik und nicht auf Robo-Taxis. Ausserdem fährt es nicht auf Trottoirs oder Velowegen wie andere Lieferroboter – beispielsweise in Pennsylvania
– sondern auf normalen Strassen.
Dieses Modell ähnelt einem Toaster auf Rädern und ist halb so gross wie ein Auto. Das E-Mobil fährt vergleichsweise langsam und besitzt laut dem Hersteller eine "fussgängerschützende Frontpartie und eine vorsichtige Fahrweise".