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Die Kirche Safenwil folgt dem Grundbauplan eines protestantischen Predigtsaales. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit durchgehendem Satteldach. An die Ostseite ist zentriert ein Turm mit quadratischem Grundriss angefügt. An diesen ist nördlich und südlich je ein Annexbau angefügt. Diese beiden Anbauten dienen als Sakristei und Lagerräume. Der Nordannex bietet einen Nebeneingang zur Kirche.
Die Kirche
ist weiss verputzt. Die Längswände im Norden und im Süden sind durch sechs
leicht graue Pilaster in fünf Abschnitte gegliedert, von denen jedes ein
grosses rundbogiges Fenster aufweist. An der Westseite befindet sich das
Hauptportal, eine grosse Eichentüre. Ihr ist das grosse Vordach vorgelagert,
das zusammen mit den Frontsäulen Richtung Westen eine Art Vorhalle bildet.
Das Vordach
Turm
Der Turm überragt nicht nur die Kirche, sondern das ganze Dorf. Dank ihm ist das Kirchengebäude weitherum erkennbar. Vom Boden bis zur Höhe des Dachristes hat er eine Quaderform. Dann fährt der Bau leicht eingezogen mit abgeschnittenen Ecken fort, bis das Dach mit einem Gesims beginnt, das wiederum bis zu den anfänglichen Dimensionen hinausreicht. Im eingezogenen Abschnitt zwischen Kirchenrist und Turmdach sind zu allen Seiten jeweils ein rundbogiges Fenster mit Jalousien sowie ein Zifferblatt angebracht. Das Turmdach ist ein hoher metallener Helm, der zu allen vier Seiten einen Giebel bildet und letztlich in eine Spitze mit darauf thronendem, goldenem Hahn verläuft.
Blick auf die Zifferblätter, das spitze Turmdach und den vergoldeten Turmhahn
Der Turm kann durch die Sakristei betreten werden. Eine schmale Holztreppe windet sich der Wand entlang Stufe für Stufe nach oben. Dabei sind immer wieder Bohrlöcher in der Treppe bemerkbar. Durch sie führten dereinst die Seile für das Glockengeläut, als dieses noch manuell bedient werden musste. Nach einigen Windungen erreicht man eine Tür. Dahinter befindet sich der Dachstock. Steigt man weiter hinauf gelangt man zum Uhrwerk. Der weitere Aufstieg zur Glockenstube ist nur unter Zuhilfenahme von Leitern möglich.
Dachstock
Der Dachstock ist ein grösserer Raum mit Holzboden direkt unter den Dachziegeln. Er dient vor allem als Lagerraum. Wegen der durch den Raum reichenden Dachverstrebungen ist er kaum als Aufenthaltsraum geeignet. Speziell ist das Kreuzlicht im Giebel auf der Westseite. Es ist mit Glas verkleidet und schaut über den Friedhof. Über Toten wacht ihre einzige Hoffnung, das Kreuz. Im Jahr 1996 wurde dieser Raum als Fledermausquartier und im Speziellen für die Art «braunes Langohr» ins kantonale Inventar aufgenommen. In der letzten Zeit wurden jedoch keine Tiere mehr gesichtet.
Der Dachstock mit Kreuzlicht im Giebel
Kirchturmuhr
Das erste
Uhrwerk erhielt die Kirche Safenwil im Jahr 1870 aus der Uhrmacherei Berner in
Kulm. Dieses mechanische Uhrwerk war sehr unzuverlässig und musste mehrere Male
repariert werden, bis es 1934 schliesslich durch ein elektrisches von Sumiswald
ersetzt wurde. Die Kirchenuhr wurde 1980 renoviert. Seit 1998 ist das Geläut
voll automatisiert.
Das Uhrwerk im Turm