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Im Gegensatz zu einigen Nachbarländern befindet sich der Energiesektor in der Schweiz noch stark im Einflussbereich der öffentlichen Hand. Während die im Jahr 2007 vom Parlament beschlossene Liberalisierung des Elektrizitätsmarkts noch nicht abgeschlossen ist, stellt die nach dem Reaktorunglück in Fukushima beschlossene Energiewende bereits eine weitere grosse Herausforderung dar. Die Auswirkungen auf die Wertschöpfung der Akteure im Energiesektor sind mannigfaltig. Aufgrund der zunehmenden Verflechtung zählen wir neben den klassischen Energiegesellschaften auch die Unternehmen im Bereich Entsorgung (Abwasseraufbereitung & Kehrichtverbrennung) zum Energiesektor.
In einigen EU-Ländern, vor allem in Deutschland, ist der Kapazitätsausbau bei den erneuerbaren Energien dank grosszügiger Subventionen schon stark fortgeschritten. Der dadurch ausgelöste Preiszerfall am Strommarkt stellt viele Kraftwerkbetreiber in der Schweiz unter wirtschaftlichen Druck, der auch in den kommenden Jahren anhalten wird. Zahlreiche entsprechende Projekte werden daher gegenwärtig aufgeschoben. Bei den bereits bestehenden Wasserkraftwerken führt der Rückgang des Strompreises zudem zu einem Verteilkampf zwischen den Energieversorgern und den Bergkantonen. Im Mittelpunkt steht dabei der Wasserzins, also der Preis, den die Versorger den Standortkantonen der Wasserkraft für die Nutzung des Wassers bezahlen müssen.