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Bei den Siegen gegen Norwegen (5:2) und Österreich (5:0) hatte das russische Starensemble keinen unwiderstehlichen Eindruck hinterlassen, es wurde allerdings auch nicht wirklich gefordert. Insofern war die Partie gegen Tschechien, das im ersten Spiel Titelverteidiger Schweden 5:2 bezwungen hatte, der erste "richtige" Test für die Sbojarna. Diesen bestanden die Russen nicht etwa wegen ihrer offensiven Power, sondern dank einer grundsoliden Defensive.
"Wir taten das, was der Trainer von uns verlangt hatte", sagte Goalie Andrej Wassiljewski. Der 24-Jährige, an der WM 2017 der beste Torhüter, blickt auf mehr als enttäuschende NHL-Playoffs zurück. Er schied mit dem souveränen Qualfikationssieger Tampa Bay Lightning in der ersten Runde mit 0:4 Siegen gegen die Columbus Blue Jackets aus und kassierte dabei 3,83 Gegentore pro Partie. Er scheint das aber gut verkraftet zu haben und präsentierte sich gegen die Tschechen in Topform (23 Paraden).
Sergej Andronow, der Torschütze zum 1:0 (14.) bezeichnete den zweiten Shutout an diesem Turnier als "wirklich wichtig für uns", was einiges aussagt. NHL-Topskorer Nikita Kutscherow verbuchte mit dem Assist zum 2:0 von Nikita Gussew (33.) bereits seinen sechsten Skorerpunkt an dieser WM. Derweil blieb Superstar Alexander Owetschkin auch im dritten Spiel punktelos.
Die USA verspielten gegen Finnland ein frühes 2:0 (11.), dank eines Tores von Dylan Larkin in der 64. Minute verliessen sie das Eis aber dennoch als Sieger. Das 1:2 der Finnen (20.) erzielte Harri Pesonen von den SCL Tigers. Das Spiel war auch ein Duell der potenziellen Nummer-1-Drafts Jack Hughes und Kaapo Kakoo. Letzterer hatte in den ersten beiden WM-Partien fünf Tore geschossen. Gegen die Amerikaner zeigte der 18-Jährige zwar mehrmals sein aussergewöhnliches Talent, dennoch blieb er wie der 17-jährige Hughes ohne Skorerpunkt. Trotz der Niederlage führen die Finnen die Gruppe A mit nun sieben Punkten weiterhin an.
Die Slowakei und Kanada boten den Zuschauern eine mitreissende Partie, in der die Gastgeber 2:0 und 4:2 in Führung lagen und dennoch 5:6 verloren. Den Siegtreffer erzielte Mark Stone eine Sekunde vor dem Ende. Es war der dritte Powerplay-Treffer der Nordamerikaner in diesem Spiel.
Titelverteidiger Schweden feierte nach dem 8:0 gegen Italien am Sonntag einen weiteren Kantersieg. William Nylander verzeichnete ein Tor und vier Assists beim 9:1-Erfolg gegen Norwegen. Die Norweger sind am Mittwoch der vierte Gegner der Schweiz.
(sda)