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Zunftherrenausflug
Vor ein paar Tagen durften wir uns im Val de Travers aufhalten.
Unser Zeremonienmeister organisierte eine Reise wo uns Einblick in den Tunnelbau gewährte, Abbau von Asphalt in den Minen.
Wir konnten uns auch in die Herstellung des berühmten ABSINTH EINLEBEN.
Schon zur Römerzeit wurde das Val de Travers als Durchgangsachse zwischen dem Schweizer Mittelland und der Region Pontarlier respektive Dole genutzt. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Talschaft 1049 unter dem Namen Vallis transversa. Später erschienen die Bezeichnungen Vallis traversis (1150) und Vallis traversa (1320). Der Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet schlicht und einfach Quertal, wobei zu bemerken ist, dass das Val de Travers geologisch gesehen ein Juralängstal und nicht ein Quertal darstellt.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich das Val de Travers zum Zentrum der Absinthherstellung. Grosse Landstücke wurden für den Anbau des Wermutkrauts (Artemisia absinthium) verwendet. Die Ortschaft Couvet florierte als Zentrum der Absinthproduktion, bis diese 1908 aufgrund einer Volksabstimmung verboten wurde. Heute existieren wieder mehrere Absinthdestillerien im Tal. Nachdem das Verbot 1999 in den meisten Ländern Europas aufgehoben wurde, ermöglichte die Anpassung der Gesetzgebung bezüglich des Thujongehalts bereits ab 2001 wieder das legale Destillieren im Tal. 2005 wurde das Absinthverbot auch in der Schweiz aufgehoben. Der Absatz des Absinth hat seitdem stark zugenommen.