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Zum 6. Jahrestag der Wahl
Franziskanerinnen und Franziskaner, Kapuzinerinnen und franziskanisch Engagierte der Schweiz bestärken den ersten Papst, der sich Franz von Assisi zum Vorbild nimmt, auf seinem entschieden geschwisterlichen Weg: dieser alarmiert sowohl Traditionalisten und Monarchisten in der Kirche, wie er auf der anderen Seite Forderungen nach entschlossenen Reformen von oben enttäuschen muss. Der "Weg der Geschwisterlichkeit" erträgt weder Zentralismus noch eine autoritäre Führung, weder Priesterherrschaft noch eine Politik der starken Hand. Die am 13. März 2013 angekündigte "via della fratellanza" muss synodale, basisorientierte, kollegiale und dezentrale Wege gehen.
Ein offener Brief zum 6. Jahrestag der Wahl ermutigt Franziskus von Rom, seinen geschwisterlichen Weg unbeirrt weiterzugehen. Zugleich erlauben sich franziskanische Geschwister mit einem Votum gegen den Pflichtzölibat von Weltpriestern, auch beherzter über Reformen zu sprechen - diese und andere.
Franziskus in der Portiunkulakapelle von Assisi, gemeinsam mit den drei Generalministern und der franziskanischen Familie im Gebet vereint. Das Bild zeigt links vom Papst die drei Nachfolger des Franz von Assisi als Leiter des Ordens: Michael Perry für die Franziskaner OFM, Mauro Jöhri OFMCap für die Kapuziner und Marco Tasca OFMConv für die Franziskaner-Minoriten. Das Bild entstand im Sommer 2016.