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Kweku Adoboli hatte als UBS-Händler einen Milliardenschaden angerichtet, wurde mit Haft bestraft. Nun soll er nach Ghana abgeschoben werden.
Kweku Adoboli hat als UBS-Händler der Grossbank einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar eingehandelt. Für sein Vergehen wurde er 2012 festgenommen, zu sieben Jahren verurteilt. Er sass bis 2015 in Haft. Seitdem hat er sich gegen die Abschiebung in sein Geburtsland Ghana zur Wehr gesetzt, doch offenbar erfolglos.
Am Montag wurde Adoboli in Abschiebe Haft genommen, auf einem Polizeirevier nahe seines Hauses im schottischen Livingston, wie sein Sprecher Nick Hopewell-Smith gegenüber Bloomberg sagte. Adoboli ist demnach in ein Abschiebezentrum in Schottland gebracht worden. Das Innenministerium deutete an, Adoboli am oder nach dem 10. September abschieben zu wollen.
Adoboli kam im Alter von zwölf Jahren nach Grossbritannien
Obwohl Adoboli den grössten Teil seines Lebens in Grossbritannien verbrachte, besitzt er keine britische Staatsbürgerschaft. Das Innenministerium will Adoboli auf der Grundlage von Gesetzen ausweisen, wonach Ausländer, die zu mehr als vier Jahren Gefängnis verurteilt wurden, in ihr Geburtsland zurückgeschickt werden. Er wurde in Accra, Ghana, geboren, verliess das Land jedoch mit vier Jahren und lebte in Israel, Syrien und im Irak, bis die Familie wegen der Tätigkeit seines Vaters als Beamter der Vereinten Nationen umzog. Im Alter von zwölf Jahren kam er nach Grossbritannien.
«Alle ausländischen Staatsangehörigen, die eine Haftstrafe erhalten, werden für eine
Abschiebung in Betracht gezogen», sagte eine Sprecherin des Innenministeriums, sie wollte sich jedoch zu dem Fall Adoboli nicht äussern.
Adobolis Anwalt bereite einen neuen Berufungsantrag für das Innenministerium vor, sagte Hopewell-Smith. Im Juni wurde ein Berufungsantrag, der Adobolis Abschiebung verhindern sollte, abgelehnt.
( bloomberg/me/mbü)