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Abschaltung des französischen KKW Blayais nach Sturmschaden
Der Vorfall wird von der französischen nuklearen Aufsichtsbehörde Direction de la sûreté des installations nucléaires (DSIN) und der Betreiberin des Werks, der Electricité de France (EDF), untersucht.
Nach dem starken Ansteigen des Flusses Gironde drang Wasser über einen Damm in die Brennelementlagergebäude ein, beschädigte Pumpen und Kreisläufe von Sicherheitssystemen und beeinträchtigte das Sicherheitsniveau der Anlage. Aufgrund dieses Zwischenfalls bot die Sicherheitsbehörde erstmals in einem Ernstfall ihre Notfallteams auf. Die DSIN hält aber fest, dass die Situation zu keinem Moment bedrohlich gewesen sei und dass jederzeit noch mehrere Sicherheitsbarrieren verfügbar waren.
Die beschädigten Pumpen und Kreisläufe sind zum Teil mindestens provisorisch in Stand gestellt worden und die Situation wurde am 6. Januar 2000 als "stabil" bezeichntet. Die DSIN wird ihre Zustimmung zur Wiederinbetriebnahme der beiden Blöcke erst nach der kompletten Wiederherstellung der Anlage und dem Umsetzen von angepassten Massnahmen zur Verhinderung weiterer wetterbedingter Zwischenfälle erteilen. Weil wichtige Sicherheitssysteme nicht verfügbar waren, hat die DSIN das Ereignis auf Stufe 2 der internationalen Störfallbewertungsskala für Kernanlagen (Ines) eingeordnet.