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Über das Schicksal von Michael Jacksons Neverland-Tiere wurde ein 75-minütiger Film gedreht, der nächsten Monat auf ITV ausgestrahlt wird.
„Searching for Michael Jackson’s Zoo“ ist eine Koproduktion zwischen Rare TV und Freshwaters Film und unter der Leitung vom Schauspieler, Autor und Moderator Ross Zemp entstanden. Die Doku macht sich sich auf die Suche nach dem Verbleib der Tiere, die einst auf der Neverland Ranch gelebt haben.
Gemäss der Pressemitteilung habe Michael Jacksons Privatzoo zu Spitzenzeiten 124 exotische Tiere, inklusive Zebras, Giraffen, Elefanten, Löwen, Tiger und Schimpansen, darunter der berühmte Bubbles, beherbergt.
Weiter ist zu lesen: „Nach Jacksons Tod im Jahr 2009 wurde der Zoo aufgelöst und die Tiere wurden verstreut. Aber wo sind sie gelandet? Kemp begibt sich auf eine Reise quer durch die USA, um das herauszufinden – und entdeckt schnell, dass sich hinter dem Ruf des Thriller-Stars als Tierfreund eine beunruhigende Wahrheit verbirgt: Jackson war das Wohlergehen seiner Tiere nicht nur weitgehend gleichgültig, sondern viele der Kreaturen in seiner Obhut wurden vernachlässigt und misshandelt.“
„Searching for Michael Jackson’s Zoo ist nicht nur eine Dokumentation auf höchstem Niveau, sondern auch unsere erste Primetime-Produktion für ITV“, ist weiter in der Mitteilung von Rare TV zu lesen. „Nachdem ich fast 3000 Meilen quer durch die Vereinigten Staaten gereist war, gab mir die Suche einen neuen Einblick in den Sänger und öffnete mir die Augen für unsere anhaltend unbequeme Beziehung zu wilden Tieren.“
Offenbar könnte der Film weiteren Schatten auf Michael Jacksons Vermächtnis werfen. Es dürften unter anderem die engen Platzverhältnisse, in denen etwa die Raubtiere auf Neverland gehalten wurden, angesprochen werden. Auch war nach Michael Jacksons Wegzug von Neverland im Jahr 2005 berichtet worden, wonach das Geld für Futter und Betreuung fehlte, weshalb die Behörden teilweise eingegriffen hatten. Es darf davon ausgegangen werden, dass MJ selbst davon kaum was mitgekriegt hat. Dies alles wird mutmasslich im Film thematisiert.
Darüber, wie und ob wilde Tiere in Gefangenschaft gehalten dürfen werden, wird seit Jahrzehnten zunehmend kontrovers diskutiert. Die Erkenntnis, dass selbst grösstmögliche Platzverhältnisse den Tieren meist nicht gerecht werden, setzt sich nach und nach durch. Gerade in den USA aber wurde die Gefangenschaft von wilden Tieren insbesondere früher durch Hollywood-Filme, PR-Verantwortlichen der Tieranlagen etc. stark romantisiert.
Die beiden Dokus „Blackfish – der Killerwal“ und „Blackfish 2“ kämpfen für Aufklärung. (Hier bei YouTube.)
Quelle: jackson.ch, televisual.com, Jon Creamer / Rare TV