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Wandteppich mit Familienwappen Greder
Im Rittersaal von Schloss Wartenfels wurde 2004 eine Variante eines Portraits, das im Historischen Museum Blumenstein in Solothurn hängt und 1623 entstanden ist, platziert. Das Bild stammt aus der Haushalt-Auflösung von Frau Verena von Sury auf der Waldegg und wurde vom «Verein Freunde Schloss Wartenfels» gekauft, restauriert und der Stiftung geschenkt.
Das Grederschloss
Jost Greder von Wartenfels (1553 – 16299 stammte von einer Krämer- und Wirtefamilie und wuchs als Vollweise bei einer Pflegefamilie auf und wurde nach einer Kauffmannslehre zum Söldnerin französischen Diensten. In der Zeit der Hugenottenkriege zeichnete er sich durch besondere Tapferkeit und diplomatischen Talent aus, Er wurde bereits mit 27 Jahren Hauptmann und sieben Jahre später in den Adelstand erhoben. Dass die fürstlichen Pensionen, die der sinnesfreudige König Henri IV den eidgenössischen Söldneroffizier versprochen hatte, was angesichts der leeren königlichen Kassen alles andere als selbstverständlich. In zähen Verhandlungen um die Begleichung der Schulden erwarb sich der später zum Ritter geschlagene Oberst so grosse Verdienste, dass er 1594 in die Regierung seiner Vaterstadt gewählt wurde. Um 1600 erwarb Oberst Greder das Schloss Wartenfels, welches damals noch recht bescheiden aussah, Das zugehörende Hofgut umfasste die Rebberge unterhalb des Schlosses und etwa 300 Jucharten Acker, Wies- und Waldland, erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Schloss durch seine Nachkommen nach dem Vorbild der patrizischen Sommerhäuser in Solothurn (Cartierhof, Königshof, Waldegg usw.) zum Türmlihaus ausgebaut, Nach 1750 wechselte das Schloss den Besitzer und erfuhr der Patrizierfamilie Grimm eine zweite Glanzzeit.
Greder Teppich
Der Teppich konnte von der Stiftung Schloss Wartenfels dank einem grosszügigen Beitrag des «Vereins Freunde Schloss Wartenfels» und dem Kulturpreis der Gemeinde Däniken 2003 aus der Haushalt-Auflösung der Familie von Sury, welche Wohnrecht im Schloss Waldegg hatte, erworben werden.
Der Teppich, wurde darauf von Kathrin Kocher, dipl- Textilrestauratorin, Solothurn restauriert und dann 2004 feierlich im Rittersaal vom Schloss Wartenfels ausgestellt. Das Grederwappen, welches 10 Rosen, 2 Schwanenfüsse und Lilien des Königs von Frankreich enthält wird flankiert von 2 Schwänen, (ca. 3m x 3m). Der Stoff entsprach dem Uniformenstoff des Greder-Regimentes in Frankreich. Gemäss einer alten Solothurner Überlieferung war Generalleutnant Lorenz Greder (1658-1716) der erste Besitzer unseres Wandteppichs.