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Theravada-Zentren und Gruppen
Buddhismus ist – alter Lehre in neuer Deutung entsprechend – ein Weg eigener meditativer Erfahrung, angeleitet durch die entsprechenden Anweisungen des Buddha, die vor allem im sog. Satipatthanasutta als Achtsamkeitsmeditation oder Klarsichtsmeditation (Vipassana) erläutert sind.
Klarsichts- oder Achtsamkeitsmeditation beginnt in der Regel mit Atemachtsamkeit, geht über zum achtsamen Schreiten, Essen und Reden und z.B. zur Meditation einzelner Farbflächen. Auch eklige Objekte (z.B. verschimmelte Mahlzeiten) gilt es in ähnlicher Gelassenheit zu meditieren. Kurz: das radikale Loslassen jeder Bindung, um das sich Theravada-Spiritualität bemüht, beginnt mit der Reduktion der Wirklichkeit auf ein einziges Meditationsobjekt, bei dem dann der übende Geist so ruhig verharrt, bis Gier oder Abneigung in ihm überhaupt nicht mehr aufsteigen.
Gelassene Betrachtung eines Objektes oder eines Geschehens ist aber nur die notwendige Vorstufe zu jenem völligen Freiwerden und Loslassen, das die alte Schule Nirvana oder (Pali) Nibbana nennt. (Nirvana ist jenseits aller Worte und Konzepte und erschliesst sich nur im eigenen Erleben).
Wenn die Mehrheit der Meditierenden nach eigenem Empfinden in diesem Leben das letzte Erlöschen nicht erreichen, so wissen sie doch um die karmisch heilsame Wirkung ihrer unvollkommenen Gelassenheitsübung, die ihnen eine Fortsetzung ihrer Bemühung in der nächsten Existenz erlaubt.