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Anhaltende, ungewöhnlich starke Monsun-Regenfälle vertrieben dieses Jahr ganze Dorfgemeinschaften von ihrem Land. Sie sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das SRK verstärkt die Nothilfe in Bangladesch für rund 4000 Familien.
Nicht nur der Süden von Bangladesch erlebte in den letzten Monaten eine aussergewöhnliche Krise. Bevor hunderttausende Menschen aus Myanmar im Nachbarland Schutz suchten, vertrieb der diesjährige Monsun allein in Bangladesch fast sieben Millionen Menschen von ihrem Land. Ein Drittel der Fläche wurde überschwemmt und Ackerland zerstört, vor allem der Norden von Bangladesch war betroffen. Das meist flache Land stand wochenlang unter Wasser, da die immer wiederkehrenden Regenfälle es daran hinderten, zu versickern. Der Regen vernichtete nicht nur die Ernte, er verhinderte auch, dass die Bauern neu ansäen konnten.
Medizinische Hilfe und Bargeldunterstützung
Viele Menschen leben von der Landwirtschaft. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) unterstützt die Hilfe des Roten Halbmondes von Bangladesch für 4000 betroffene Familien im Distrikt Gaibandha mit weiteren 380 000 Franken, nachdem es bereits im Sommer 145 000 Franken für Monsun-Hilfe eingesetzt hatte. Arme Bauernfamilien, die ihre Existenzgrundlage verloren haben, erhalten einen Bargeldbetrag, damit sie wieder auf die Beine kommen. Zudem wird die medizinische Grundversorgung verbessert, Brunnen und Latrinen werden repariert. Die Nothilfe wird unterstützt von Bund und Glückskette.