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Ende Januar 2017 erschien in der „Schweizer Familie“ ein Artikel über einen Patienten des Schweizer Paraplegiker-Zentrums. Aufhänger für den mit viel Feingefühl gestalteten Bericht waren Ergebnisse der Schweizer-Paraplegiker-Forschung zum Thema „posttraumatisches Wachstum“.
Frau Fekete, in der pro-WELL Studie weisen Sie nach, dass sich Querschnittgelähmte häufiger einsam fühlen, als ihre Partner. Und das, obwohl die Personen weder alleine leben noch sozial isoliert sind. Wie lässt sich dies erklären?
Das erhöhte Empfinden von Einsamkeit bei Querschnittgelähmten deutet auf ein generelles Problem von Menschen mit einer Behinderung hin. Wir vermuten, dass Einsamkeit Ausdruck eines Gefühls ist, nicht ausreichend am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und nicht voll und ganz integriert und akzeptiert zu sein.
Rückenmarksverletzungen können für viele Personen mit massiven Einschränkungen auf körperlicher, sozialer und auch psychischer Ebene einhergehen: die Lähmung, der Kontrollverlust von Blase und Darm, Störungen der Sensibilität, Schmerzen. Dies sind nur einige Beispiele für die drastischen Veränderungen. Eine SwiSCI Studie untersuchte psychologische Prozesse nach einer Querschnittlähmung und erklärt, wie diese mit der Lebenszufriedenheit zusammenhängen.
Trotz der teilweise hohen Belastung geben fast alle Studienteilnehmer (93%) an, mit ihrer Rolle als betreuende Person immer oder meistens gut zurechtzukommen. Die Mehrheit erachtet die eigene Unterstützungsarbeit als lohnenswerte Aufgabe. Ihnen werde meist viel Wertschätzung entgegengebracht.