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CIF International - heute
Die über 30 nationalen Vereinigungen haben sich zum Verbund CIF International zusammengeschlossen. Über 20 dieser nationalen Vereinigungen führen ebenfalls Austauschprogramme für Fachpersonen durch.
Die nationalen Vereinigungen und CIF International:
- Sind politisch unabhängig und gemeinnützig.
- Leisten ihre Arbeit weltweit ehrenamtlich.
- Ermöglichen den Dialog zwischen Fachkräften aus der ganzen Welt.
- Fördern die Erweiterung der Methodenvielfalt und der interkulturellen Kompetenz der Fachperson und tragen zu mehr Toleranz und Verständigung unter den Völkern bei.
- Arbeiten mit anderen Organisationen zusammen, die dieselben Grundwerte teilen und die Menschenrechte respektieren und gewährleistet die Gleichbehandlung aller, wie in den Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte der Vereinten Nationen vereinbart.
Hier gelangen Sie zur Homepage von CIF International.
Gründer
Dass CIF Switzerland heute existiert, ist dem Initiator der Austauschprogramme in der Sozialen Arbeit, Dr. Henry B. Ollendorff (1907–1979), zu verdanken.
- Er wurde 1907 in Esslingen (Deutschland) als Heinz Bernhard Ollendorff geboren, promovierte in Jura und arbeitete in Deutschland als Anwalt für Arbeitsrecht.
- Er verlor unter der nationalsozialistischen Herrschaft seinen Arbeitsplatz und emigrierte 1938 in die USA.
- Weil er seinen Beruf dort nicht ausüben konnte, studierte er in New York Soziale Arbeit und arbeitet danach in Cleveland, Ohio
Council of International Program (CIP)
Henry B. Ollendorf wurde aufgrund seiner persönlichen und beruflichen Erfahrungen vom US State Department rekrutiert. Er kehrte 1954 nach Deutschland zurück, um im Rahmen des «Re-education progams», ein fünfmonatiges Seminar für deutsche Jugendleitende abzuhalten. Während diesem Aufenthalt, entwickelte er die Idee für ein Austauschprogramm für die Soziale Arbeit und Jugendleitende. 1956 gründete er das «Council of International Programs for Youth Leaders and Social Workers Inc.». In den folgenden zwei Jahrzehnten seines Lebens, reisten Sozialarbeitende aus über 70 Ländern in die USA, um am Programm teilzunehmen.
- Im Jahr 1956 bot er für 25 Jugendleitenden und Professionelle der Sozialen Arbeit aus Deutschland erstmals ein Austauschprogramm in Cleveland an (damals bekannt unter dem Namen Cleveland International Program, CIP).
- Ziele waren: Eine Atmosphäre der Völkerverständigung und ein Forum für den internationalen Erfahrungsaustausch zu schaffen und damit den weltweiten Frieden zu fördern. Besonderen Wert legte Dr. Henry Ollendorff auf die Umsetzung moderner Methoden der Gruppenarbeit.
- Das Programm wurde bald auf Teilnehmende aus anderen Ländern erweitert und unter dem Namen «Council of International Programs (CIP)» weitergeführt. Es wird noch heute in ähnlicher Form unter dem Namen CIPUSA angeboten.
«Mein Leben wurde gerettet. Ich möchte mein Leben dem Grundsatz widmen, dass etwas wie der Holocaust nie mehr geschieht. Die Menschen, besonders die jungen, müssen frühzeitig lernen, religiöse, ethnische und andere Unterschiede zu respektieren, sich zu verstehen und zusammen zu leben.» (Henry B. Ollendorff nach den Erinnerungen seiner Frau Martha)
Council of International Fellowship (CIF)
Im Jahr 1960 gründeten Absolventen der ersten Austauschprogramme den Verein «Cleveland International Fellowship (später umbenannt in «Council of International Fellowship») als Alumni-Organisation mit Sitz in Deutschland.
Ihre Ziele waren:
- Grundlegende berufliche und persönliche Erfahrungen auszutauschen
- Bestehende Kontakte zu pflegen und zu fördern
- Berufliche Netzwerke aufzubauen
- Weiteren Berufskollegen die Teilnahme an ähnlichen internationalen Programmen zu ermöglichen.
Daraus ist ein weltweiter Verbund mit über 30 Landesvertretungen entstanden (CIF International), welche bis heute internationale Austauschprogramme auf der Grundlage des von Dr. Henry B. Ollendorff entwickelten Modells in unterschiedlicher Länge anbieten. Weltweit führen über 1000 Mitglieder, die ehrenamtlich tätig sind, die Intentionen von Henry B. Ollendorf fort.