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Als Ehe bezeichne ich eine Rechtsform, die durch Heiraten errichtet wird. In der Schweiz ist die Ehe im Zivilgesetzbuch definiert (und deshalb nicht als Rechtsform bezeichnet, weil sie nich im OR beschrieben ist, was an der Sache nichts ändert). Pseudoetymologisch kommt der Ausdruck vom germanisch aiwæ für Sitte.
Die Sitte in Form eines kirchlichen Kodexes bestimmte vorgängig zum Recht die Verhältnisse, die jetzt als Ehe gelten.
In der Schweiz heiraten ein Mann und eine Frau und gründen so die Basis einer Familie.
Code Napoleon
Wir haben demnach drei Hauptformen der Ehe, die im ganzen und großen den drei Hauptstadien der menschlichen Entwicklung entsprechen. Für die Wildheit die Gruppenehe, für die Barbarei die Paarungsehe, für die Zivilisation die Monogamie, ergänzt durch Ehebruch und Prostitution. Zwischen Paarungsehe und Monogamie schiebt sich ein, auf der Oberstufe der Barbarei, das Kommando der Männer über Sklavinnen und die Vielweiberei. Engels, Ursprung der Familie, S.76)
siehe auch Russell, B: Ehe und Moral
Die Ehe ist ein Standardbeispiel für den Effekt von performativen Äusserungen: Der Priester sagt: Ich traue Euch! womit das Brautpaar getraut ist. (Das ist der reine Nonsens, aber wird in der Sprechakttheorie immer angeführt).