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Argentinien und China: Bauverträge für zwei Kernkraftwerkseinheiten unterzeichnet
José Luis Antúnez, Präsident der Nucleoeléctrica Argentina, und Qian Zhimin, Generaldirektor der China National Nuclear Corporation (CNNC), unterzeichneten am 15. November 2015 technische und wirtschaftliche Abkommen, die den Bau der vierten und fünften Kernkraftwerkseinheit Argentinien vorwärts bringen sollen. Der Unterzeichnung wohnten der argentinische Planungsminister, Julio de Vido, der Wirtschafts- und Finanzminister, Axel Kicillof, und der Aussenminister, Héctor Timerman, sowie der Direktor der Entwicklungs- und Reformkommission Chinas, Xu Shaoshi, bei.
«Die Vereinbarungen, die wir jetzt unterzeichnet haben, sind von historischer Bedeutung», erklärte Kicillof. Die beiden Bauprojekte haben einen Gesamtwert von rund USD 15 Mrd. China übernimmt einen Finanzierungsanteil von 85%. Ein entsprechender Vertrag über 18 Jahre mit der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) wurde laut Wirtschaftsministerium am Vortag in Peking unterzeichnet. Der jährliche Zinssatz beträgt 6,5%.
De Vido bezeichnete die Unterzeichnung als grundlegender Schritt, um den Energiemix zu diversifizieren und den Anteil der Kernenergie zu erhöhen, deren Entwicklung Teil des strategischen Plans des nächsten Jahrzehnts sei.
Eine Druckschwerwasser- und eine Leichtwasser-Reaktoreinheit
Die vierte Einheit Argentiniens vom kanadischen Typ Candu-6 mit einer Leistung von 700 MW – Atucha-3 – soll neben der bestehenden Druckschwerwasser-Reaktoreinheit Atucha-2, offiziell Central Nuclear Presidente Dr. Néstor Carlos Kirchner genannt, gebaut werden. Die Baukosten belaufen sich auf geschätzte USD 6 Mrd. Die CNNC betreibt bereits zwei Candu-Einheiten am Standort Qinshan in der chinesischen Provinz Zheijang. Der Standort der fünften argentinischen Einheit vom chinesischen Typ Hualong-One ist noch nicht bestimmt worden. Die weltweit erste Hualong-One-Einheit, Fuqing-5, ist seit Anfang Mai 2015 an der Küste der chinesischen Provinz Fujian in Bau.