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Max Heindel wurde 1865 in Dänemark geboren. Sein Vater kam aus einer adligen deutschen Familie und führte den Namen Francios L. von Grasshof, seine Mutter war Dänin und ihr Mädchenname war Heindel. In dieser Ehe wurden drei Kinder geboren: der Älteste war Carl Louis von Grasshof, der später als Schriftstellernamen den Mädchennamen seiner Mutter annahm und sich Max Heindel nannte.
Im Alter von 16 Jahren trat er in den Schiffswerften von Glasgow in Schottland seine Lehre an, um als Schiffsingenieur ausgebildet zu werden. Später in seiner beruflichen Laufbahn wurde er schließlich als Chef-Schiffsingenieur auf einem Handelsschiff angestellt und reiste die nächsten Jahre um die ganze Welt. Er hatte schon als junger Mann ein sehr großes Interesse an den verschiedenen Religionen der Welt. Mit dieser Anstellung bekam er die Gelegenheit, sie in ihren eigenen Ländern eingehend zu studieren.
Von 1895 bis 1901 war er in New York als Chef-Ingenieur bei der Stadt angestellt. Hier traf er seine erste Frau und gründete eine Familie. Aus dieser Verbindung gingen ein Sohn und zwei Töchter hervor, aber seine Frau starb 1905.
Im Jahre 1903 übersiedelte Max Heindel nach Los Angeles und fand dort eine Gruppe von Theosophen, die ihn in die geistige Metaphysik einführten. Später war er zwei Jahre lang sogar Vizepräsident dieser Gruppe. Hier begann er sich für die Astrologie zu interessieren und traf dabei auch seine spätere Frau Augusta Foss, die eine ausgezeichnete Astrologin war.
Jedoch, so wie es uns allen manchmal geht, zwang ihn unvermutet eine schwere Herzkrankheit für mehrere Monate zur Ruhe und er nutzte diese Zeit, sein Leben nochmals zu überdenken. Krankheiten oder ein schweres Schicksal kommen meistens zu uns, wenn wir einen neuen Weg suchen müssen. Wir werden dann leise darauf hingewiesen, dass es noch andere Möglichkeiten gibt als den Weg, den wir gerade eingeschlagen haben. So werden wir genötigt, nochmals zu überlegen, ob wir wirklich den gewählten Pfad weiterlaufen möchten.
So erging es also auch Max Heindel und ihm wurde in dieser Zeit bewusst, wie nötig es die Menschen hatten, mehr über die Ursachen ihrer Leiden und Beschwernisse im Leben zu erfahren. Sobald er wieder gesund war, begann er Vortragsreisen zu organisieren.
Während einer dieser Reisen, im Herbst 1907 in Minnesota, begegnete er einer alten Freundin, die von seiner Suche nach einer Lehre wusste, die der ganzen Menschheit helfen würde, alles besser zu verstehen. Sie überredete ihn, nach Deutschland zu gehen. Dort würde er das Wissen finden, nach dem er so lange geforscht hatte. Er glaubte ihr und packte seine Siebensachen, um ein Schiff nach Europa zu nehmen. In Berlin quartierte er sich in einer kleinen Wohnung ein und nahm dort an verschiedenen Vorträgen teil, die von der Deutschen Theosophischen Gesellschaft organisiert wurden. In diesem Forum begegnete er auch Rudolf Steiner, den er sehr als Menschen schätzte, der selbst ebenfalls auf der Suche nach noch mehr Wissen war. Allerdings fand er hier doch nicht die von ihm selbst so lange ersehnte Lehre, für die er sich eingesetzt und gebetet hatte, dass seine Helfer von oben ihm den Weg zeigen mögen. Seine Enttäuschung war sehr groß und er wollte so schnell als möglich nach Amerika zurück. Er versuchte sobald als möglich eine Überfahrt mit dem Schiff zu bekommen, aber auch hier wurde er enttäuscht, weil alles ausgebucht war, so dass er mindestens noch einen Monat warten musste, ehe er eine Kabine bekommen konnte.
Niedergeschlagen kehrte er in seine kleine Berliner Wohnung zurück. Als er eintrat fand er dort einen Besucher vor, der ihn fragte, ob er der Mann sei, der auf der Suche nach einer tieferen Lehre vom Leben sei. Er sagte: ja, das bin ich. Daraufhin erklärte ihm sein Besucher, dass er ihm diese Lehre vermitteln könne, aber nur unter der Bedingung, dass er sie geheim halten und nur für sich nützen würde. Daraufhin erneut tief enttäuscht, antwortete Max Heindel, dass er so eine Lehre nicht wolle. Er wolle seinen Mitmenschen helfen, die Welt und ihr eigenes Schicksal besser zu verstehen, und wäre nicht an einer Lehre interessiert, die er geheim halten müsse. Also verließ dieser Besucher Max Heindel, der in tiefer Verzweiflung und Niedergeschlagenheit zurückblieb, die mehrere Tage anhielten. Er verbrachte einige der unglücklichsten Tage seines Lebens. Nach seiner Meinung hatte er alles versucht sich bereitzuhalten, um Gott, den Menschen und der Welt zu dienen. Dennoch war es ihm nicht geglückt, diese wunderbare Lehre zu finden, von der er innerlich wusste, dass es sie gab.
Nach ein paar Tagen erschien dieser Besucher unerwartet nochmals in seinem Zimmer und erklärte ihm, dass er seine Prüfung bestanden habe und dass er jetzt wirklich das lang ersehnte Wissen von ihm bekommen würde. Er sagte ihm, er sei ein älterer Bruder des Rosenkreuzes und von jetzt an sein Lehrer auf Erden und in den höheren Welten. Und dass er ihn alles über die Geheimnisse in Gottes Welt, nach dem Wissen der eingeweihten der Rosenkreuzer, lehren werde, damit er es in einem Buch veröffentlichen könne.
Der Lehrer brachte ihn in ein bescheidenes Haus, welches das irdische Gegenstück zum ätherischen Heilungstempel der 12 Älteren Brüder und des Christian Rosenkreuz war. Sie trafen sich hier immer wieder, um Heilungsdienste für die Welt und uns Menschen durchzuführen. Hier lehrte er ihn zwei Monate lang und gab ihm alle Informationen, die er so dringend gesucht hatte und benötigte, um die Kosmo-Konzeption zu schreiben. Sein Lehrer sagte ihm, dass er wahrscheinlich später in Amerika alles nochmals schreiben würde, weil er dort wieder anderen Schwingungen ausgesetzt wäre und deshalb vieles nochmals anders formulieren würde. Max Heindel wollte das in dem Moment nicht glauben, aber als er dann nach Amerika zurückgereist war, tat er genau das und schrieb alles nochmals, um sein neues Wissen in einem Buch in Amerika zu veröffentlichen, das den Titel „Cosmo Conception“ trug. Im September 1908 war das Manuskript vollendet.