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Frauen erhalten weniger Unterstützung durch den Arbeitgeber mit Geld und/oder Zeit als Männer. Frauen finanzieren ihre Weiterbildung mehrheitlich selber und bilden sich beruflich mehr als Männer weiter.
Der Anteil an Frauen, die keine Unterstützung durch den Arbeitgeber erhalten, ist etwa doppelt so hoch wie bei Männern. Dieser Anteil verändert sich auch bei Vollbeschäftigung nur unwesentlich. Dieser Unterschied ist insbesondere bei den weniger gut Ausgebildeten festzustellen (Bildungsbericht Schweiz 2014, S. 278).
Das sind die Fakten. Was könnten die Gründe dafür sein? Ich habe Studierende in unserem Weiterbildungsmaster Berufs- und Erwachsenenbildung (MAS A&PE) dazu befragt. Interpretationen zur Ungleichheit in der Arbeitgeberunterstützung waren:
- Frauen würden beim Arbeitgeber zurückhaltender Weiterbildung einfordern als Männer.
- Frauen würden Weiterbildung eher als ihre Privatsache ansehen.
- Männer müssten mehr als Frauen zu Weiterbildungsaktivitäten animiert werden, deshalb würden sie mehr finanzielle und/oder zeitliche Unterstützung erhalten.
Es wurden zudem Mutmassungen dazu geäussert, weshalb Frauen mehr Weiterbildungsaktivitäten ausweisen als Männer.
- Männer würden ihre Fähigkeiten überschätzen und seien weniger als Frauen der Ansicht, dass sie eine Weiterbildung benötigen würden.
- Frauen hingegen würden ihre Fähigkeiten tendenziell unterschätzen und eher der Ansicht sein, sich weiterbilden zu müssen, um berufliche Anforderungen gut meistern zu können.
- Frauen hätten zudem höhere Ansprüche an sich als Männer.
Der Bildungsbericht gibt zu diesen Fragen keine Auskunft. Wünschenswert ist jedoch eine Gleichbehandlung auch in der Weiterbildung ungeachtet aller Vermutungen, weshalb dies so sein könnte.
Was ist Ihre Vermutung für die Ungleichbehandlung? Oder wissen Sie die Gründe in konkreten Fällen? Ich bin an Ihrem Kommentar interessiert.
SKBF (2014). Bildungsbericht Schweiz 2014. Aarau: Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung. http://www.skbf-csre.ch/de/bildungsmonitoring/bildungsbericht-2014 (abgerufen am 19.9.2014).