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Sammlung des Museums für Musikautomaten
Das Museum für Musikautomaten besitzt eine breit angelegte Sammlung von Schweizer Musikdosen, Plattenspieldosen, Automaten und mechanischen Instrumenten. Rund 10'000 Objekte wie Walzen, Musikrollen oder dergleichen sind im Archiv des Museums vorhanden.
Die Sammlungsobjekte stammen zum grossen Teil aus der Schweiz und dem umliegenden Ausland, jedoch auch das restliche Europa und die USA sind vertreten. Die Sammlung des Museums gibt einen abgerundeten Eindruck über die mehr als ein Jahrhundert florierende Musikdosen-Produktion in der Schweiz. Sie zeigt eine Vielfalt der Typen, die keine andere öffentliche Sammlung der Welt aufweist.
Ebenfalls reichhaltig ist der Bestand an mechanischen Instrumenten für den öffentlichen Raum, womit Jahrmarktsorgeln, Drehorgeln, Orchestrien oder Bahnhofsautomaten gemeint sind, die auf öffentlichen Plätzen, in Gaststätten oder an Bahnhöfen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Einsatz gelangten. Auch für den privaten Bereich entwickelten sich jedoch neben der Musikdose weitere mechanische Musikautomaten. So die Plattenspieldose oder die mechanischen Klaviere, welche als Statussymbol des Bürgertums des späten 19. Jahrhunderts schlechthin zu gelten haben. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts und speziell nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhren die mechanischen Automaten eine Ablösung durch andere Medien: Phonographen, Grammophone und Radio traten an die Stelle der mechanischen Musik.
Das Museum für Musikautomaten konnte im Jahre 2006 die Sammlung an Phonographen und Grammophonen des Kornhaus Burgdorf übernehmen und verfügt seither auch in diesem Bereich über eine repräsentative Auswahl an Objekten, die jedoch nicht ständig ausgestellt sind. Die Sammlung des Museums für Musikautomaten ist im internationalen Vergleich bedeutend und in der Schweiz konkurrenzlos. Sie soll auch in Zukunft weiterwachsen, wobei als Kriterien Spitzenqualität, Schweizer Provenienz und transparente Herkunft im Vordergrund stehen.