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“Vielleicht kommt man doch zu dem Schluss, mal wieder die erfolgreichen, international erfahrenen deutschen ESC-Komponisten und Macher aufzufordern, einen Beitrag zu liefern und nicht nur mit ein paar angesagten oder unbekannten Deutsch-Popstars die Vorentscheidung zu füllen”, sagte der 70-Jährige zu “Focus Online”.
Xavier Naidoo könne einem leidtun, der Sänger werde sich aber “mit seinen guten Songs und Sendungen” wieder von den “paar Imageverletzungen” erholen, ist Siegel überzeugt. Der NDR hatte Naidoo am Donnerstag für den ESC nominiert – und diesen Beschluss nach heftiger Kritik am Samstag wieder zurückgezogen.
ARD und NDR machten es sich aus Siegels Sicht schwerer als nötig. Das Publikum habe deutlich gezeigt, dass es den ESC-Repräsentanten selbst wählen wolle. Er wünsche sich, dass der NDR nun einen Vorentscheid mit Publikumsabstimmung und geeigneten Künstlern organisiere.
Siegel hat das Lied “Ein bisschen Frieden” komponiert, mit dem die Sängerin Nicole 1982 den ersten Sieg Deutschlands beim Grand Prix holte. Zweite Plätze holte er 1980 mit Katja Epsteins “Theater”, 1981 mit Lena Valaitis’ “Johnny Blue” und 1987 mit “Lass die Sonne in dein Herz” von Wind.
Siegels letztes gutes Ergebnis war 1999 der dritte Platz für “Reise nach Jerusalem” von Sürpriz. Danach schaffte es keine seiner Kompositionen mehr in die Top Ten – auch nicht “If We All Give a Little” 2006 für die für die Schweiz gestartete multinationale Formation six4one.
(SDA)