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Terrassenhäuser am Rain
Adresse
8808 Pfäffikon
SZ
Architektur
Die Terrassenhäuser am Rain gehören zu den ersten Terrassenhäusern, die im Kanton Schwyz entstanden sind, und zu den ersten Gebäuden, die die Ausdehnung Pfäffikons nach Westen initiierten. Sie setzten Massstäbe im gehobenen Wohnstandard in einer damals äusserst populären Materialisierung. Der Sichtbeton fiel jedoch – wie vielerorts – trotz seiner guten Einbindung in die Natur Modernisierungen zum Opfer. Das Terrassenhaus an der Rainstrasse 52–64 ist somit ein wichtiges Zeitzeugnis des Brutalismus im Schwyzer Wohnungsbau.
Chronologie
Die Terrassenhäuser am Rain wurden in den Jahren 1969 bis 1971 von Rolf Leuzinger realisiert. In den vergangenen Jahren wurden die vier, leicht variierenden Terrassenhäuser stetig modernisiert und dabei vor allem das Fassadenbild stark verändert: Die Häuser sind nun zumeist verputzt. Damit gingen das einheitliche Bild der Überbauung und der Zeitstil verloren. Lediglich das Haus Rainstrasse 54–62 hat seine ursprüngliche Sichtbetongestalt behalten.
Lage
Die vier Terrassenhausblöcke an der oberen Rainstrasse liegen an einem Nordhang ungefähr 1,5 Kilometer westlich des Ortskerns von Pfäffikon. Die Grundstücke werden im Norden von der Rainstrasse und im Süden – hangaufwärts – vom Waldweg erschlossen und seitlich von kleinen Wäldchen gefasst. Die Terrassenhäuser nutzen die Hanglage optimal und bieten eine ideale Sicht auf den Zürichsee. Die interne Erschliessung erfolgt über seitliche Freitreppen.
Beschreibung
Das Terrassenhaus Rainstrasse 54–62 bildet den östlichen Abschluss der Überbauung. Es und umfasst grosszügige Wohnungen und gründet wie die Nachbargebäude auf einem Garagengeschoss. Die «Terrasse» des ersten Wohngeschosses kragt als Balkon über die Garagentore, die folgenden vier Geschosse sind weit zurückversetzt und bieten grosszügige Freiflächen. Die seeseitigen Fassaden sind geschosshoch verglast. Die massiven Sichtbetonbrüstungen der Terrassen kragen leicht vor und formen so einen markanten, sägezahnartigen Baukörper. Eine präzise gesetzte horizontale Brettschalung verleiht der Betonoberfläche eine gleichmässige Textur. Die seitlichen Sichtbetonschotten sind weitgehend geschlossen, die Haustüren auf der Ostseite lediglich um ein Fenster ergänzt. Ein weiteres Fenster findet sich auf der Westseite – die Wohnungen erhalten somit über drei Seiten Licht. Die Freiflächen der unteren Wohnungen finden in terrassierten Gärten an den Seiten Ergänzung.
Im Inneren dominieren helle Putzflächen. Sie setzten ein Gegengewicht zum Sichtbeton, seiner zunehmenden Patina und dem Bewuchs.