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ANATOMIE EINES KNOCHENFISCHES (BARSCH)
Übersicht der einzelnen Körperteile und Organe. Siehe Illustration.
Das Herz treibt den Kreislauf der Fische an: Über die Kiemen oder über weitere Sauerstoff aufnehmende Organe gelangt der Sauerstoff mit der Herzfunktion ins Blut. Unter den Wirbeltieren haben die Fische ein eher einfach ausgebildetes Herz.
Das wichtigste Stoffwechselorgan ist die Leber. Unter anderem reinigt sie das Blut und produziert den Gallensaft. Die grünliche Gallenblase gibt über einen Ausfuhrkanal den Gallensaft weiter in den vorderen Teil des Mitteldarms und unterstützt somit die Fettverdauung.
Bei vielen Fischarten ist die Leber sehr gross und normalerweise gelbbraun bis braunrot gefärbt. Flecken können auf Krankheiten hinweisen. Zu viel Futter oder falsche Ernährung führt bei Fischen schnell zu Leberschäden. Leberverfettung ist vermutlich eine häufige Todesursache bei Aquarienfischen.
Die dunkelroten Nieren der Fische sind lang und schmal und verlaufen entlang unter der Wirbelsäule bis zu den beiden Harnleitern, die jeweils in die Harnblase münden. Aufgabe der Nieren ist das Ausscheiden von Wasser und Harn. Dabei scheiden Süsswasserfische täglich bis zu 20 Prozent ihres eigenen Körpergewichts an Flüssigkeiten aus.
Zwischen Magen und Darm befindet sich die kleine, schwarzrote Milz. Die gut durchblutete Milz ist an der Bildung von roten und weissen Blutkörperchen beteiligt. Den Fischen steht eine verhältnismässig kleine Menge an Blut zur Verfügung. Der Pumpvorgang des Herzens wird durch die Kiemen unterstützt. Dadurch sinkt in den Kapillaren der Kiemen der Blutdruck stark ab und das Blut fliesst eher langsam durch den Fischkörper.
Die Körpertemperatur der Fische hängt von ihrer Umgebung ab. Sie sind wechselwarme Tiere und reagieren daher sehr empfindlich auf Temperaturänderungen.