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2020 war die dortige Wirtschaft um 1,3 Prozent geschrumpft. Für 2022 sagt der IWF ein Plus von 5,7 Prozent voraus, das sind 0,4 Punkte mehr als bislang veranschlagt. 2023 dürften es dann unverändert 5,0 Prozent sein.
Hauptgrund für die schlechteren Aussichten in diesem Jahr sind laut IWF weiterhin spürbare Auswirkungen der Pandemie - mit teils hohen Infektionszahlen und geringen Impfquoten. Die Region bleibe zwar die wirtschaftlich am schnellsten wachsende der Welt. Die Unterschiede zwischen den Ländern vergrösserten sich aber. Das liege vor allem an der sehr unterschiedlichen Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen und den finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Regierungen, ihre Unternehmen und Verbraucher gegen Auswirkungen der Krise abzuschirmen.
Impfbemühungen verstärken
Entsprechend seien die Hauptaufgaben der Länder, ihre Impfbemühungen zu verstärken und Reformen zur Stärkung der Wirtschaft anzugehen, so der IWF. Es sollte mehr soziale Absicherungen geben und mehr Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutz.
Für China als führende Volkswirtschaft der Region erwartet der IWF nur geringe Veränderungen im Vergleich zu den bisherigen Prognosen. Das Wachstum dürfte sich hier dieses Jahr auf 8,0 Prozent belaufen und nächstes Jahr auf 5,6 Prozent. Indien wird 2021 drei Punkte langsamer wachsen, damit aber immer noch um 9,5 Prozent. 2022 dürfte das südasiatische Land 1,6 Punkte mehr draufsatteln als bislang gedacht und um 8,5 Prozent zulegen.
In Australien verschiebt sich die Erholung von der Krise stärker als bisher gedacht ins nächste Jahr, ebenso in Japan. Deutlich niedrigere Wachstumsraten werden auch für das stark vom Tourismus abhängige Thailand erwartet - und zwar für 2021 als auch 2022. Dramatisch ist die Lage in Myanmar nach dem Militärputsch im Februar. Hier rechnen die Experten mit einem Einbruch der Wirtschaft um knapp 18 Prozent, womit sich das Negativ-Szenario in etwa verdoppelt hat.
(AWP)