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Für die Regierung sei es eine große Herausforderung, sollte sich die Konjunktur mit dem Erreichen von Vollbeschäftigung ab Ende 2018 oder Anfang 2019 gänzlich ändern, sagte Lane in einem am Montag auf der Notenbank-Webseite veröffentlichten Interview der irischen Ausgabe der Zeitung "The Times". "Jeder erkennt, dass damit umgegangen werden muss", fügte er hinzu. Möglicherweise müssten Steuern erhöht werden, sollte es erforderlich sein, Teile der Wirtschaft abzukühlen.
In einer Volkswirtschaft mit Vollbeschäftigung drohen Arbeitskräftemangel und Lohninflation. In den vergangenen Jahren war Irlands Wirtschaft schneller gewachsen als die jedes anderen Landes in Europa. Die Arbeitslosenquote liegt inzwischen bei 6,3 Prozent - vor fünf Jahren waren es noch mehr als 15 Prozent. Die irische Regierung plant zudem, die Investitionsausgaben in den nächsten fünf Jahren annähernd zu verdoppeln. Damit sollen nach der Finanzkrise noch nicht behobene ökonomische Schwachstellen angegangen werden.
Er sage nicht, dass Steuern auf der Insel dauerhaft erhöht würden, sagte Lane. Für kleinere Länder könnten aber Haushaltsüberschüsse wichtig werden. Aktuell überhitze die Wirtschaft des Landes nicht, und möglicherweise werde dies auch gar nicht geschehen, schränkte er ein. Irlands Finanzminister Paschal Donohoe hatte in der vergangenen Woche auf das Risiko einer konjunkturellen Überhitzung hingewiesen. Die Regierung müsse dann bereit sein, zu handeln.
(Reuters)