Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03326.jsonl.gz/698

Die Dicom-Gruppe hat im letzten Quartal, dem ersten Quartal ihres Geschäftsjahres 2006, trotz einer Umsatzsteigerung um 14 Prozent auf 42,8 Millionen Pfund einen Verlust vor Steuern von 0,5 Millionen Pfund verbuchen müssen. Im gleichen Quartal vor einem Jahr resultierte aus 37,6 Millionen Pfund Umsatz noch ein Vorsteuergewinn von 2,7 Millionen Pfund.
Dicom führt gegenwärtig Umstrukturierungsmassnahmen in seiner "Capture Services"-Gruppe durch. Die Kosten dieser Restrukturierung (1,2 Millionen Pfund) drückten Dicom in diesem Quartal letztendlich in die Verlustzone. Allerdings liess auch der operative Gewinn verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr stark nach, von 2,7 auf 1,3 Millionen Pfund.
"Die Resultate des ersten Quartals liegen klar unter unseren Erwartungen", kommentierte dies Arnold von Büren, der CEO der Dicom-Gruppe, "aber wir erwarten, dass die von uns ergriffenen Reorganisationsmassnahmen die Profitabilität wieder verbessern, sobald sie Ende Jahr abgeschlossen sein werden."
Die Dicom Group erzielt heutzutage etwa 95 Prozent ihres Umsatzes im "Information Capture"-Markt, bei dem es um die digitale Erfassung und Speicherung von Unternehmensdokumenten aller Art geht. Der Rest stammt aus einem ganz anderen Geschäft, dem Handel mit Samsung-Produkten als Generalimporteur in einigen europäischen Ländern, darunter der Schweiz. Hierzulande wird dieser Geschäftsbereich von der Dicom-Tochter Sedico-IT geführt.
Trotz der gegenwärtigen Verluste ist die Dicom Group auch eine – allerdings recht wenig bekannte – Erfolgsgeschichte aus der Schweizer IT-Industrie. Das Unternehmen, das heute weltweit fast 1200 Mitarbeitende beschäftigt, ist zwar seit 1997 an der Londoner Börse kotiert, wurde aber 1991 von Otto Schmid und weiteren Partnern im zugerischen Rotkreuz gegründet, und Otto Schmid ist auch heute noch der Verwaltungsratsvorsitzende. (Hans Jörg Maron)