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Eine Herausforderung für viele Gesundheitssysteme ist dessen nachhaltige Finanzierung. Gerade die Einführung von Innovationen wird kritisch verfolgt. Verschiedene OECD-Länder verwenden deshalb für die Beurteilung neuer medizinischer Leistungen „Health Technology Assessments“ (HTA), eine Methode zur evidenzbasierten Bewertung aus medizinischer, ökonomischer, gesellschaftlicher, ethischer und juristischer Sicht. Auch in der Schweiz wird die Einführung eines umfassenden, formalen HTA-Systems diskutiert. Verschiedene Akteure wurden diesbezüglich bereits aktiv. Dieses Buch will die aktuelle Situation von HTA in der Schweiz beleuchten und mit dem Ausland vergleichen.
Am Beispiel des Vergütungsentscheids für Medikamente wird die Erstellung eines Frameworks beschrieben, welches für den Vergleich von 10 westlichen HTA-Systemen mit der Schweiz verwendet wurde. Handlungsbedarf für die Schweiz zeigte sich primär hinsichtlich Erhöhung der Transparenz, klarer Kriterien für Assessment (Beurteilung der Evidenz) und Appraisal (Bewertung der Leistung), einem verstärkten Einbezug von Experten sowie einer besseren Trennung der einzelnen HTA-Schritte. Eine Befragung von verschiedenen Akteuren im Schweizer Gesundheitswesen kam zum selben Schluss. Zudem wurde der Einbezug der breiten Bevölkerung in den politischen Prozess gefordert, um Werthaltungen und Präferenzen abzubilden, aber auch um Ängste und Missverständnisse abzubauen. Das Buch schliesst mit 13 Thesen für die Weiterentwicklung von HTA in der Schweiz, einer Beschreibung der Entwicklung bis Ende 2012 sowie einem Ausblick.