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Hergestellt von Sony, Tokyo.
Mit dem ICF-7600 landete Sony im Jahre 1978 eine Innovation im Bereiche der portablen Weltempfänger - bis zu diesem Zeitpunkt stellten sich die potentiellen Käufer unter einem leistungsfähigen Weltempfänger ein grosses Kofferradio mit zwei Handgriffen zum Tragen vor, es dominierte die Trommeltunertechnik.
Der kleine Sony setzte mit seinem Taschenbuchformat und dem Feld mit den Bandspreizskalen neue Massstäbe; mit dem Modell wurde erstmals die Bezeichnung 7600 eingeführt, in Kombination mit verschiedenen Buchstaben schaffte diese Bezeichnung in den folgenden Jahren einiges an Verwirrung.
Erst zwei Jahre später erwuchsen dem Gerät mit Empfängern von Panasonic und dem Grundig Yacht Boy ernsthafte Konkurrenz.
Mit 120 x 80 x 35 mm verfügt das Sony-Gerät mit seinem schwarzen Kunststoffgehäuse in etwa die Ausmasse eines Taschenkrimis und kann mit gut 500 g Gewicht problemlos auf Reisen mitgeführt werden.
Die linke Hälfte der Frontplatte wird vom Lautsprecher mit seiner flachen Bauform eingenommen. Den Grossteil der rechten Hälfte der Frontplatte wird vom Skalenfenster mit den vertikal angelegten Bandspreizskalen für die 75, 49, 31, 25 und 19 Kurzwellenbänder und direkt aufs Gehäuse aufgedruckten Behelfsskalen für Mittelwelle und UKW eingenommen. Unter dem Skalenfenster liegen die Bereichstasten für Kurz- Mittel- und Ultrakurzwelle, mit einem Schiebeschalter unter den entsprechenden Skalen werden die 5 Kurzwellenbänder ausgewählt. Dieses Arrangement wurde in zahlreichen späteren Reiseempfängern von Sony abgekupfert; die analogen kleinen Reiseradios aus dem Kaffeegeschäft lassen sich noch heute nahezu gleich wie der ICF-7600 bedienen.
In der Mitte zwischen Lautsprecher und Frequenzskalen sind der als Schiebepoti ausgeführte Lautstärkeregler und eine schaltbare Klangblende angeordnet, die späteren Grundig-Geräte glänzen hier beispielsweise mit richtigen Klangreglern.
Der Abstimmknopf an der rechten Geräteschmalseite lässt sich spielfrei bedienen, in den Bändern erreicht der Sony eine Abstimmgenauigkeit von besser als 25 kHz.
An der linken Geräteschmalseite verfügt das Gerät über eine 6V-Netzteilbuchse und Ohrhörer- / Tonbandausgänge. Hinten werden die zum Betrieb notwendigen 4 UM-3 Mignonzellen eingelegt.
Der praktische Betrieb stellt den Benutzer vor keinerlei Schwierigkeiten: Nach Einschalten mit einem Tastendruck auf SW wird mit dem darüherliegenden Schiebeschalter das gewünschte Kurzwellenbandgewählt und aufgrund der Marken abgestimmt. Im 49 m-Band nehmen 50 kHz 8 mm ein, es kann also auf 10 kHz genau abgestimmt werden, im 19 m-Band trifft es dann 100 kHz auf 8 mm, die Ablesegenauigkeit beträgt hier also nur noch die Hälfte. Zum Entstehungszeitpunkt des Empfängers war die Technik innovativ: eine vernünftige Ablesegenauigkeit boten neben kommerziellen Geräten nur die schweren mit einem Trommeltuner ausgestatteten Koffergeräte aus der Sony CRF-Reihe, die Grundig Satelliten oder die Nordmende Galaxy-Geräte. Kleinempfänger wie mit Kurzwellenbereich ausgestattete Heimradios überstrichen auf einer Skalenlänge in einem Bereich meist mehrere Kurzwellenbänder mit entsprechend schlechter Wiederfindegenauigkeit einer Station.
Technisch hat der Einfachsuper seine Schwächen, es können Spiegelfrequenzen von Funkdienstsendern innerhalb der Rundfunkbänder aufgrund des Empfängerkonzeptes auftreten, der Dynamikbereich ist mässig. Sony hat aber hier aufgezeigt, was Ende der siebziger Jahre in Sachen Miniaturisierung einr Einfachsuperschaltung möglich war und hat diese Aufgabe - wenn man mit Einfachsupern aus dem Kaufhaus aus den neunziger Jahren vergleicht, bravourös gelöst.
Den ICF-7600 resp. seine internationale Variante ICF-7600W betrachte ich als Sammlergerät, auf dem Gebrauchtmarkt sind ähnliche neuere Geräte mit Doppelsupertechnik und auch einfache PLL-Synthesegeräte zum gleichen Preis zu erwerben.
Einfachsuperhet, analog.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.