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/ Forschung
Aktive Kinder zeigen eine geringere Stressreaktion als weniger aktive Gleichaltrige
Im Schulalltag sind Kinder mit psychosozialem Stress konfrontiert. Dieser Stress kann die Leistungen bei Prüfungen beeinträchtigen und bei anhaltender Dauer negative Wirkungen auf die Gesundheit nach sich ziehen. Dementsprechend ist es wichtig, Strategien zu entwickeln, um mit dem Stress umzugehen oder diesen zu reduzieren. Befunde von Erwachsenen haben diesbezüglich gezeigt, dass körperliche Aktivität in Phasen von hohem Stress zu einer Minderung der Stressbelastung führt. Allerdings ist unklar, ob sich dies auch auf Kinder übertragen lässt.
In einem Experiment haben Forschende am DSBG untersucht, ob aktive Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren sich von weniger aktiven Gleichaltrigen in Bezug auf ihre Stressreaktion unterscheiden. Dazu erfolgte zunächst eine Zuteilung der Teilnehmen zu den beiden Gruppen basierend auf der mit Schrittzählern erfassten körperlichen Aktivität. Anschliessend absolvierten sie einen Stresstest und eine Vergleichsbedingung im Labor. In beiden Situationen wurde wiederholt die Kortisolkonzentration im Speichel gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass aktive Kinder generell übere eine geringere Kortisolauslenkung bei Aufgaben mit hoher und niedriger Stressbelastung verfügen als weniger aktive Gleichaltrige. Somit scheint körperliche Aktivität die körperliche Reaktion auf psychosozialen Stress zu hemmen. In vollem Umfang sind die Ergebnisse im Journal of Science and Medicine in Sports nachzulesen.
Hanke, M., Looser, V. N., Bruggisser, F., Leuenberger, R., Gerber, M., Ludyga, S. (2023). Moderate-to-vigorous physical activity and reactivity to acute psychosocial stress in preadolescent children. Journal of Science and Medicine in Sport. doi: 10.1016/j.jsams.2023.07.010