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Vertiefungsarbeit Herbstssemester 2021
Doing Gender hat Harold Garfinkel den tagtäglichen Vorgang genannt, bei dem wir bestimmen, welches Geschlecht die Handelnden haben. Doing Gender funktioniert nicht ohne Orte im analogen und digitalen Raum, in der Literatur, in der Wissenschaft, Technik oder Geschichte. Doing Gender macht Architektur und prägt das architektonische Erbe.
Es gibt Räume in Stadt und Land, die nur einem der Geschlechter offen stehen. Es soll erforscht werden, wie sie organisiert sind und wie Genderexklusivität repräsentiert wird. Darüber hinaus stehen Kontext und Geschichte dieser Gebäude und Räume zur Untersuchung. Sind sie Monumente, also Erinnerungsorte an Geschlechterexklusivität, oder gar Denkmäler, also schützenswert wegen ihrer kulturellen Bedeutung, der historischen Nutzung? Welche Aussagen über eine bestimmte soziale Schicht, über Einzelpersonen oder Körperschaften treffen sie? Wie ist die handwerkliche oder künstlerische Qualität oder die Stellung innerhalb einer Siedlung oder in der Landschaft? Oder sind sie Future Monuments, die auf die Liste schützenswerter Bauten gehören?