Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03455.jsonl.gz/2835

Trichome sind ein- oder mehrzellige Gebilde, die allein von Epidermiszellen gebildet werden. Sind aber bei der Entstehung der Haare zusätzlich Zellen unterhalb der Epidermis mitbeteiligt, spricht man von Emergenzen. Macfarlane (1908), Danser (1928) und Harms (1936) heben alle die Wichtigkeit von Haarformen hervor.
Einfachhaare (ein- bis wenigzellig)
Dichte Einfachhaare auf Kannenanlagen und Ranken
Einfachhaare bedecken dicht junge Teile. Kannenanlagen und Ranken sind geradezu umhüllt und geschützt durch einen Haarpelz.
Nicht selten haben die basalen Zellen der Einfachhaare seitliche Auszweigungen am distalen Zellende.
Einfachhaare (ein- bis mehrzellig), gelegentlich mit Zähnchen
Haare am Spreitenrand (selten)
Büschelhaare, Kraushaare
Büschelhaare unterhalb des Peristoms
Seltsame Haare entstehen direkt unterhalb des Peristoms auf der Kannen-Aussenseite.
Diese Zone ist schmal begrenzt. Viele dieser Haare liegen direkt unterhalb des eingerollten Kragens (Aussenrand des Peristoms = Blattrand). Sie entstehen aus vorwüchsigen Zellen der Einfachhaare und sind oft bizarr geformt.
"Büschelhaare"
Dichte Packung aus Schildhaaren und aus Büschelhaaren
Büschelhaare am Deckelrand
Solch verzweigte Haare stehen auch vereinzelt am Deckelrand. Bei der noch sehr jungen Kannenanlage liegt der Deckel ja gerade über dem Peristom, was die Aehnlichkeit der Haare an Deckel und Peristomrand erklärt.
Schildhaare (peltate Haare)
Schildhaare auf Blattfläche
Schildhaare heben sich als dunkle Punkte ab
Schildhaare sind sehr klein, und ihr Stiel ist in der Epidermis leicht eingesenkt. Ihre Funktion ist nicht klar (Hydathoden?). Eines ist aber sicher: Schildhaare der Nepenthaceen sind ein Familienmerkmal!
Einzelne Schildhaare; der Schild besteht aus wenigen bis zu 16 Zellen