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Die Ausgangslage: Will Kei Nishikori noch Chancen auf die Halbfinals haben, braucht er im Gegensatz zu Roger Federer unbedingt einen Sieg. Doch selbst wenn dem Japaner der Coup gelingen sollte, steht sein Einzug unter die letzten 4 noch nicht fest.
Die Szenarien in der Gruppe «Stan Smith»:
- Gewinnen sowohl Federer (vs. Nishikori) als auch Djokovic (vs. Berdych) ihre abschliessenden Partien, steht der Schweizer vor dem Serben als Gruppensieger fest.
- Gewinnt Djokovic seine Partie und Federer unterliegt Nishikori, steht der Schweizer trotzdem vor dem Serben als Gruppensieger fest.
- Sollten sowohl Federer als auch Djokovic ihre Partien verlieren, steht Nishikori vor Federer als Gruppensieger fest.
- Bei allen anderen Szenarien müsste jeweils die Anzahl gewonnener Sätze über die Vergabe des zweiten Halbfinal-Tickets entscheiden.
Das Head-to-Head: Dass Nishikori dem Schweizer durchaus gefährlich werden kann, hat der 25-Jährige mehrfach bewiesen. 2013 besiegte er Federer beim Masters von Madrid (Achtelfinal), ein Jahr später doppelte er in Miami (Viertelfinal) nach. Im Direktvergleich hat der 17-fache Major-Sieger die Nase mit 3:2 allerdings knapp vorne. Beim letzten Aufeinandertreffen vor einem Jahr, ebenfalls in der Gruppenphase der Finals, liess er Nishikori beim 6:3, 6:2 nicht den Hauch einer Chance.
Federer spielt nicht wie ein 34-Jähriger. Er verbessert sich stets weiter.
Die Stimmen: Federer ist der älteste, Nishikori der jüngste Spieler im Feld. «Federer spielt nicht wie ein 34-Jähriger. Er verbessert sich stets weiter. Auf mich wirkt er nicht alt», sagte Nishikori vor dem Duell und fügte an: «Für mich ist es immer eine Ehre, gegen Federer zu spielen. Das Alter spielt dabei keine Rolle.»
Die Prognosen: Federer hat im bisherigen Turnierverlauf eindrücklich demonstriert, dass mit ihm immer zu rechnen ist. Der Sieg gegen Djokovic gibt dem Baselbieter zusätzliches Selbstvertrauen. Mit dem Gruppensieg vor Augen wird der Schweizer nichts anbrennen lassen. Er schlägt Nishikori in zwei Sätzen.
Sendebezug: sportlive, SRF info, 17.11.15, 21 Uhr.