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In der Übersicht
In der Wohnraumentwicklung ist ein wachsendes Bedürfnis nach Kleinwohnformen (auch Microliving / Tiny House genannt) zu beobachten. Kleinwohnformen können einen wesentlichen Beitrag zur Schonung von Bodenressourcen und damit zur nachhaltigen Entwicklung liefern. Inhalt der Untersuchung sind die Fragen nach den einzelnen Nutzerbedürfnissen, dem Mehrwert für das Gemeinwohl, der Organisation unterschiedlicher Einheiten, der Gestaltung des Zusammenlebens und dem Bestehen möglicher Synergien zu kommunalpolitischen Bestrebungen.
Obschon die Wohneigentumsquote in der Schweiz seit 1990 markant angestiegen ist, verbleibt sie im internationalen Vergleich auf einem sehr tiefen Niveau (2000 bei 35%). Während der Anstieg auf eine Zunahme des Bedürfnisses nach Besitz und Eigentum verweist, werden als Grund für das tiefe Niveau unter anderem die ungünstigen Verhältnisse von Kosten des Eigentumserwerbs und dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen angegeben. Das Konzept des Eigentums auf Zeit könnte hier Abhilfe schaffen. Bei dieser Eigentumsform besteht das Eigentum nur auf eine befristete Zeit, wodurch sich der Umfang der Investition grundsätzlich reduziert.
Ziel des Projektes ist es, die sozialräumliche und umweltpolitische Bedeutung von Kleinwohnformen in Eigentum auf Zeit darzulegen, bautypologische sowie baurechtliche Möglichkeiten zu entwickeln, adäquate Finanzierungsmodelle aufzuzeigen und damit eine solide Grundlage für die Praxisanwendung zu schaffen.