Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03599.jsonl.gz/1211

Beschreibung
Progesteron gehört als wichtigster Vertreter zur Gruppe der Gestagene. Es handelt sich um ein Steroidhormon, das vor der Menopause in den Zellen des Gelbkörpers und der Plazenta gebildet wird, nach der Menopause lediglich und in vergleichsweise geringen Mengen in der Nebennierenrinde. Progesteron wird aus Cholesterin synthetisiert. Progesteron reguliert zusammen mit Östradiol vor allem den weiblichen Menstruationsyklus, den Knochenstoffwechsel (Osteoporoseprophylaxe!), die Kollagensynthese, schützt vor Endometrium- und Mamma-Karzinom, senkt die Insulinresistenz (antidiabetogene Wirkung), fördert die Lipolyse, stimuliert den Schlaf, wirkt antidepressiv, fördert die Funktion der Schilddrüse, stärkt die Immunabwehr, wirkt antithrombotisch und libidofördernd. Progesteron schützt vor Prostatavergrößerung und Prostatakarzinom, stabilisiert Zink- und Kupferspiegel, beugt Altersdemenz vor, regt das Wachstum der Kopfhaare an und schützt die Schwannschen Scheiden. Außerdem beeinflusst es den Wasserhaushalt (und damit den Blutdruck; über Aldosteron), antientzündliche Vorgänge sowie die körpereigene Schmerzunterdrückung. Progesteron ist als Vorstufe vieler anderer Steroidhormone der Dreh- und Angelpunkt im Steroidhormonstoffwechsel.