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Ausschnitt aus der Gutenberg-Bibel (ca. 1455), Anfang des Buches Genesis (Schöpfungsgeschichte).
Kodierung von Text
Buchstaben werden digital als Zahlen dargestellt, wobei jedem Buchstaben einen Zahlenwert zugeordnet wird (z.B. A→65, B→66 usw.). Diese Zuordnung wird als Textkodierung bezeichnet. Bis in die 1990er Jahre legte ASCII diese Textkodierung fest. Da ASCII aber auf die Zeichen des englischen Alphabets beschränkt war, führte dies bei Umlauten und Sonderzeichen zu Schwierigkeiten. Zudem waren alle Sprachen ausgeschlossen, die nicht das lateinische Alphabet verwenden.
Unicode ist ein internationaler Standard, um sowohl Zeichen aus über 160 Sprachen als auch Symbole und Emojis zu kodieren. Jedem Zeichen wird wie bei ASCII ein Zahlenwert zugeordnet. Bei Kodierung mit UTF-8, der häufigsten Variante von Unicode, stehen für jedes Zeichen bis zu 4 Bytes (32 Bit) zur Verfügung, was theoretisch die Kodierung von 232 ≠ 4 Mia. verschiedenen Zeichen erlaubt. Dieses riesige Reservoir an Zeichen wird aber bei weitem nicht ausgeschöpft. Zurzeit sind «nur» rund 140’000 Zeichen belegt.
Zahl zu Unicode-Zeichen: Gib eine Zahl von 33 bis 65’535 ein oder verwende den Schieberegler. Nicht alle Zahlenwerte sind durch ein Unicode-Zeichen belegt. In diesem Fall wird ein angezeigt.
Textverarbeitung
Textverarbeitung ist die digitale Erstellung und Veränderung von Texten. Der Computer unterstützt dabei die vier klassischen Arbeitsphasen der Texterstellung:
- Textentwurf: Das Grundgerüst (Konzept) des Textes wird festgelet.
- Texterfassung: Der Text wird in ausführlicher Form formuliert und eingetippt.
- Textbearbeitung: Der Text wird umgestellt, korrigiert, umformuliert, gekürzt oder erweitert.
- Textgestaltung: Der Text erhält seine definitive Form durch Formatierung, Gestaltung und Einfügen von Grafik. Inhaltsverzeichnis und Abbildungsverzeichnis werden erstellt.
Die Arbeitsphasen sind nicht streng getrennt. Vor allem Textbearbeitung und -gestaltung überschneiden sich meist. Häufig wird aber zu früh zu viel Zeit auf die Gestaltung verwendet.
Absätze – die Bausteine des Textes
In jeder Textverarbeitung ist der Absatz der Grundbaustein eines Textes. Texte bestehen aus Absätzen. Sobald die Zeilenschaltung gedrückt wird, entsteht ein neuer Absatz.
Alle Formatierungen (wie Schriftart und -grösse, Ausrichtung, Zeilenabstand usw.) eines Absatzes sind in der Formatvorlage zusammengefasst. Jeder Absatz basiert auf einer Formatvorlage. Und jedes Dokument enthält mindestens eine Formatvorlage. In Word ist dies die Formatvorlage Standard. Für Titel gibt es die Formatvorlagen Überschrift 1, Überschrift 2 usw.
Formatvorlagen erleichtern die Arbeit: Wenn beispielsweise die Schriftgrösse für den gesamten Fliesstext geändert werden soll, geschieht dies an einem zentralen Ort, in der Formatvorlage «Standard».
Ein häufiger Fehler im Umgang mit Textverarbeitung besteht darin, Abschnitte direkt im Text zu formatieren, statt die Formatvorlage zu ändern, auf der der Abschnitt basiert. Statt beispielsweise für Überschriften die entsprechenden Formatvorlagen zu verwenden, wird der Text direkt fett und mit grösserer Schrift formatiert.