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Ein aussergewöhnliches Kulturerbe
Das glaskünstlerische Erbe des Jura aus der zweiten Hälfte des 20. und dem Anfang des 21. Jahrhunderts ist von reicher künstlerischer Vielfalt. Es zeigt, wie sich diese Kunst während Jahrzehnten entwickelt hat, dank unterschiedlicher und sensibler Protagonisten (Architekten, Künstler, Priester, Pfarrgemeinden, Kulturerbe-Pflegende und Bevölkerung).
Die kulturelle und touristische Vereinigung Pro Jura hat mit ihrer 1968 erschienenen und seither regelmässig neu aufgelegten Publikation Vitraux du Jura einen bedeutenden Beitrag geleistet, diese Werke einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Der Erfolg des Buches hat bewirkt, dass die Bevölkerung die Glasmalerei als moderne Schöpfungen betrachtet. Diese Werke sind bei der jurassischen Bevölkerung beliebt; man ist sich sehr bewusst, über ein seltenes und aussergewöhnliches Erbe zu verfügen.
Der Aufschwung der modernen Glasmalerei geht indes zu Lasten des älteren glaskünstlerischen Erbes. Dieses wurde, auch anderswo in der Schweiz, von Kirchgemeinden oder Künstlern, die es durch attraktivere, modernere Werke ersetzen wollten, entfernt, ohne dass man sich über seinen Denkmalwert Gedanken gemacht hätte. Im besten Fall wurden diese Glasmalereien auf Speichern oder unter Kirchendächern ungeordnet deponiert. Dieses Kulturerbe des 19. Jahrhunderts, das sich noch immer dort befindet, verdiente eine angemessene Inwertsetzung.