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Das ökonomische Wachstum einer Nation allein reduziert die Unterernährung von Kindern nicht. Dies ist das Fazit einer Studie von schweizerischen, deutschen, indischen und US-Forschern mit Daten aus 36 Entwicklungsländern. Der Reichtum kommt nicht unten an.
Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem ökonomischen Wachstum und der Rate an unterernährten Kindern auf Länderebene. Dies ist das Fazit einer Studie von schweizerischen, deutschen, indischen und US-Forschern mit Daten aus 36 Entwicklungsländern. Nur auf Individuen bezogen führte ein fünfprozentiger Zuwachs im Bruttoinlandprodukt (BIP) zu einer sehr schwachen Abnahme von Unterentwicklung (-0,4 Prozent), Untergewicht (-1,1 Prozent) und Auszehrung (-1,7 Prozent).
Die Autoren heben besonders hervor, dass sich insbesondere bei Kindern aus den ärmsten Haushalten, die besonders verletzlich seien, kein Effekt des ökonomischen Wachstums zeigte.
Gemäss den Forschern könnten drei Gründe dafür verantwortlich sein:
Sie appellieren an die Politik, das Problem anzugehen.
Die Forschender der ETH Zürich, der Harvard School of Public Health (USA), der Universität Göttingen (D) und vom Indian Institute of Technology in Gandhinagar appellieren an die Politik, das Problem anzugehen. Sie betonen deshalb, dass das Problem nur gelöst werden könne, wenn direkt in wirksame Massnahmen gegen die Unterernährung und für die Gesundheit von Kindern investiert wird.
Die ökonomische Entwicklung sei grundsätzlich wichtig, doch Politiker sollten sich nicht allein auf einen Trickle-down-Effekt verlassen. Damit wird die bis heute nie bestätigte Theorie bezeichnet, dass das Wirtschaftswachstum und der Wohlstand der Reichen nach und nach in die unteren Schichten der Gesellschaft durchsickern. Unterernährung trägt weltweit jedes Jahr zum Tod von 2,6 Millionen Kindern bei. (rar/sda)