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Nach Angaben des Gouverneurs des westmexikanischen Bundesstaates Michoacán, Alfredo Ramírez, handelte es sich bei der Drohung um einen Anruf aus einem mexikanischen Gefängnis.
Am Freitag teilte Aphis mit, die Inspektionen in Michoacán und die Importe aus dem südlichen Nachbarland seien wieder aufgenommen worden. Es seien zusätzliche Sicherheitsmassnahmen für Aphis-Inspektoren in Zusammenarbeit mit der mexikanischen Pflanzenschutzbehörde und dem Verband der Avocado-Exporteure ergriffen worden.
Wegen des Importstopps waren in Mexiko grosse Einnahmeverluste und in den USA eine Avocado-Knappheit befürchtet worden. Mexiko ist der weltgrösste Produzent und Exporteur des «grünen Golds», und die USA sind der wichtigste Abnehmer.
Im vergangenen Jahr importierten die USA nach Regierungsangaben 1,2 Millionen Tonnen Avocado für rund drei Milliarden Dollar – davon entfielen 1,1 Millionen Tonnen und 2,8 Milliarden Dollar auf Importe aus Mexiko.
Rund 80 Prozent der aus Mexiko exportierten Avocados werden in die USA geliefert. Diese dürfen nur aus Michoacán stammen, wo die US-Inspektoren die Früchte auf mögliche Schädlinge und Erreger überprüfen. Dort sind allerdings auch brutale kriminelle Gruppen aktiv, die beim Geschäft mit Avocados und anderen Erzeugnissen wie Limetten ihre Finger im Spiel haben.