Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03501.jsonl.gz/2841

Der Melser SVP-Kantonsrat Walter Gartmann reichte im Februar eine Interpellation ein, in welcher er aufgrund von Forderungen aus dem Sarganserland bat, einen früheren Entscheid gegen dezentrale Ausweisstellen nochmals zu überdenken. Diese Interpellation hat die Regierung nun beantwortet, wie der Sarganserländer schreibt.
Dezentrale Ausweisstelle ist nicht kostengünstiger
Gartmann hatte der Regierung vorgerechnet, dass eine Aussenstelle der Ausweisstelle im Süden des Kantons günstiger wäre als Investitionen in die zentrale Ausweisstelle in der Stadt St.Gallen. Die Regierung hat diese Rechnung in ihrer Antwort allerdings als falsch identifiziert und kommt zum Schluss, dass eine dezentrale Ausweisstelle teurer wäre und damit nicht in Betracht gezogen wird.
Sarganserländer sind enttäuscht
Gartmann zeigt sich ob der Antwort der Regierung enttäuscht. «Ich bin nicht zufrieden», sagt er zum Sarganserländer. «Es zeigt, wie ignorant das Oberland von der Regierung in dieser Hinsicht abgeschnitten wird.» Andere Kantone wie Graubünden oder Tessin würden vorzeigen, dass dezentrale Ausweisstellen möglich seien.
Die stündige Reise in die Stadt St.Gallen sei für die Sarganserländer und Werdenberger mit grossem Aufwand verbunden, ein Stadt-St.Galler würde diesen Aufwand nicht auf sich nehmen, meint auch Jürg Stopp, Präsident der Talgemeinschaft Sarganserland-Werdenberg (TSW).
«Die besondere geografische Form des Kantons St. Gallen fördert das Nord-Süd-Gefälle», sagt Stopp im Sarganserländer. Die Stadt St.Gallen und die direkte Umgebung mit grösseren Städten wie Gossau oder Wil würde volkswirtschaftlich bereits im Übermass von ihrer Zentrumsfunktion profitieren. Deshalb will Stopp auch nicht aufgeben und weitere Interpellationen einreichen.