Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03550.jsonl.gz/2125

Benito Perez hatte insbesondere über die Herkunft des Vermögens von Jean Claude Gandur recherchiert, dies im Zusammenhang mit der Renovation des Museums für Geschichte und Kunst der Stadt Genf, für die Jean Claude Gandur eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 40 Millionen Franken anbietet, falls die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Genf an der Volksabstimmung des 28. Februar 2016 dem Projekt zustimmen.
Der Geschäftsmann hat einen Strafantrag gegen Benito Perez und eine zivilrechtliche Klage gegen Benito Perez, Christiane Pasteur, Philippe Bach, Dominique Hartmann und die Nouvelle Association du Courrier eingereicht.
impressum, die grösste Organisation von Medienschaffenden der Schweiz, erinnert daran, dass das Interesse an einer öffentlichen Diskussion über die Persönlichkeit eines künftigen Mäzenen offenkundig ist. impressum ist besonders überrascht darüber, dass Jean Claude Gandur nicht zu demokratischeren Mitteln gegriffen hat, um sich gegen das, was er als Verletzung seiner Persönlichkeit ansehen könnte, zu verteidigen. Dazu gehören insbesondere eine Beschwerde an den Schweizer Presserat oder das Recht auf Gegendarstellung.
impressum bedauert die wachsende Tendenz, Journalistinnen und Journalisten mittels gerichtlicher Klagen einzuschüchtern, wie dies leider immer häufiger durch Personen praktiziert wird, die sich selbst freiwillig ins Rampenlicht der Öffentlichkeit stellen.