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Neues Coronavirus
Todesfälle und Übersterblichkeit (Stand: 7. Oktober 2020)
Im Folgenden wird analysiert, ob im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie eine Übersterblichkeit festzustellen ist. Kommt die Anzahl wöchentlich gemeldeter Todesfälle über der oberen erwarteten Grenze zu liegen, muss davon ausgegangen werden, dass die Sterblichkeit aufgrund eines zusätzlichen Risikos angestiegen ist. Während im Mai die Daten wöchentlich aktualisiert wurden, findet die Aktualisierung aktuell monatlich statt.
Kanton Luzern: In den Wochen vom 23. März bis zum 27. September ist weiterhin keine Übersterblichkeit zu beobachten
Im Kanton Luzern sind in den Wochen 13 bis 39 (vom 23. März bis zum 27. September 2020) 202 Personen in der Altersklasse unter 65 Jahren gestorben. Bei den Personen ab 65 Jahren waren es 1′263 Personen. Die Anzahl der wöchentlichen Todesfälle befindet sich bei beiden Altersklassen weiterhin in der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. Somit liegt keine Übersterblichkeit vor.
Zentralschweiz: Anzahl wöchentlicher Todesfälle aller Altersgruppen liegt in der erwarteten Bandbreite
Die Anzahl wöchentlicher Todesfälle von Personen unter 65 Jahren in der Zentralschweiz liegt in der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle. Bisher war keine Übersterblichkeit zu beobachten.
Bei den Personen ab 65 Jahren war im betrachteten Zeitraum einmal in der Woche 16 (13. bis 19. April) eine Übersterblichkeit zu beobachten. Hingegen lag in der Woche 26 (22. bis 28. Juni 2020) die Anzahl der wöchentlichen Todesfälle unterhalb der Untergrenze der zu erwartenden Todesfälle. Abgesehen von diesen beiden Abweichungen lag auch bei dieser Altersgruppe die Anzahl wöchentlicher Todesfälle in der Bandbreite der zu erwartenden Todesfälle.
Methodische Hinweise
Die Todesfälle werden beim zuständigen Zivilstandsamt gemeldet und in einer zentralen Datenbank registriert. Unter der Annahme eines konstanten Meldeflusses schätzt das BFS die Fallzahlen. Die normalerweise zu erwartende Zahl der Todesfälle wird aufgrund der Entwicklung der Fallzahlen jeder Altersklasse der vorangegangenen fünf Jahre berechnet. Die saisonale Verteilung der Todesfälle auf die 52 Wochen des Jahres berechnet sich aufgrund des Medianwerts jeder Kalenderwoche der vergangenen zehn Jahre. Zuletzt wird für jeden Erwartungswert eine Bandbreite berechnet, innerhalb welcher Schwankungen als zufällig gewertet werden müssen. Die Berechnung der erwarteten Zahl der Todesfälle entspricht damit nicht einfach einem Durchschnittswert, sondern berücksichtigt die Veränderung der Bevölkerung von Jahr zu Jahr sowie zufällige Schwankungen.