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Die genauen Ursachen für die Entstehung von Uterus- und Zervixkarzinomen sind nicht bekannt. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen spielt aber eine entscheidende Rolle beim Gebärmutterkrebs. Östrogene werden während der ersten Hälfe des Menstruationszyklus hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet, in der Schwangerschaft auch im Mutterkuchen (Plazenta).
Risikofaktoren für die Entstehung von Gebärmutterkrebs
- Einnahme von Hormonpräparaten zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden, die nur Östrogene enthalten. Heute werden zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden Kombinationspräparate, die sowohl Östrogene als auch das schützende Progesteron enthalten, empfohlen.
- Kinderlosigkeit
- Es wird vermutet, dass Übergewicht, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus Typ II) und Myome in der Gebärmutter das Risiko eines Gebärmutterkrebses erhöhen.
- Bei Brustkrebspatientinnen, die mit dem Hormonpräparat Tamoxifen (Anti-Östrogen) behandelt werden, kann das Risiko ebenfalls erhöht sein.
Die grosse Mehrheit der Zervixkarzinome wird von zwei Subtypen des humanen Papilloma-Virus (HPV 16 und 18) verursacht. Die Viren werden durch Geschlechtsverkehr, über Intimkontakt, allenfalls auch über Hautkontakt übertragen. Das HP-Virus (vor allem HPV 6 und 11) ist ebenfalls verantwortlich für die zumeist gutartigen Feigwarzen (Warzen im Genitalbereich). In den meisten Fällen wird die HPV-Infektion durch das Immunsystem bekämpft. In etwa 10% der Fälle aber überleben die HP-Viren den Angriff der Abwehrzellen und können so Jahre später zu Gebärmutterhalskrebs führen.
Weitere Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs
- Geschlecht und Alter: junge Frauen, mit häufig wechselnden Sexualpartnern und ungeschütztem Geschlechtsverkehr
- Mangelnde Hygiene oder vorangehende Infektionen im Genitalbereich (z.B. Herpesinfektion)
- Rauchen, gilt aber noch nicht als sicherer Risikofaktor