Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/259241

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, gemeinsam mit den Kantonen, eine Auslegeordnung zu erstellen, in welcher aufgezeigt wird, welche gesetzlichen Grundlagen auf Bundesebene (in den verschiedenen Sektoralpolitiken Gesundheit, Sozial- und Bildungspolitik) bereits bestehen, um die gesunde psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu fördern.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Zudem soll der Bundesrat aufzeigen, welche gesetzlichen Lücken auf Bundesebene geschlossen und allenfalls tarifliche Anreize geschaffen werden müssten, damit die psychosoziale und gesundheitliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen schweizweit gewährleistet wird und die dauerhafte Finanzierung der Präventions- und Unterstützungsangebote bei psychischen Belastungssituationen künftig sichergestellt werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Bundesrat erachtet die Zunahme der Belastung bei einem Teil der jungen Bevölkerung in der Schweiz als besorgniserregend. Diese negative Entwicklung – insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen – hat sich bereits vor der Pandemie abgezeichnet und ist seit der Pandemie noch deutlicher ausgeprägt. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Dennoch beantragt der Bundesrat, das vorliegende Postulat zur Ablehnung. Dies aus folgenden Gründen:</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Der Bundesrat wird im ersten Quartal 2024 den Postulatsbericht in Erfüllung der Postulate Hurni 21.3234 «Wie steht es um den psychischen Gesundheitszustand der Schweizerinnen und Schweizer» und 21.3457 WBK-N «Psychische Gesundheit unserer Jugend stärken» verabschieden. Der Fokus des Berichtes liegt, wie in der Antwort auf die Frage Locher Benguerel 23.7651 ausgeführt, auf der Stärkung der psychischen Gesundheit in der Bewältigung von Krisen. Der Bericht wird aber auch die Stärkung der psychischen Gesundheit im Allgemeinen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, aufgreifen. Ebenfalls thematisiert der Bericht Aspekte und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Tarifierung in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Die Sicherstellung der Finanzierung von Präventions- und Unterstützungsangeboten bei psychischen Belastungssituationen wird bereits in der Motion 21.3264 Clivaz «Für eine dauerhafte Finanzierung von Organisationen von gesamtschweizerischer Bedeutung in den Bereichen psychische Gesundheit und Suzid- und Gewaltprävention» gefordert. Diese wurde im Nationalrat am 1. März 2023 angenommen und ist momentan in der Diskussion im Zweitrat. Die Überweisung eines weiteren Postulatsberichts zu diesem Zeitpunkt könnte dazu führen, dass die bereits laufenden Arbeiten eine Verzögerung erfahren. Der Bundesrat erachtet es daher als sinnvoll, den genannten Postulatsbericht wie auch die Ergebnisse im Zusammenhang mit der Motion 21.3264 Clivaz abzuwarten. </span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Ebenfalls zu erwähnen ist der Nationale Gesundheitsbericht des Obsan, der 2025 zum Thema psychische Gesundheit erscheint. In diesem Bericht werden Aspekte der Gesundheitsversorgung – auch von Kindern und Jugendlichen </span><span style="font-family:Arial">&#xad;</span><span style="font-family:Arial">– untersucht. Der Nationale Gesundheitsbericht wird auch Massnahmenvorschläge enthalten. </span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.