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diejenige Form der Kruciferenschote, die zwischen den Samen zusammengeschnürt
ist und deshalb bei der Reife nicht der Länge nach aufspringt, sondern in der Quere in einzelne einsämige
Stücke auseinanderfällt.
(S.
Frucht, Bd. 6, S. 387 a.)
derKontinente oder auch kleinerer Länderräume nennt man nach dem Vorgange
Karl Ritters, der diesen
Begriff 1826 in
seinem Vortrage
«Über geogr.
Stellung und horizontale Ausbreitung der Erdteile» eingeführt hat, die mehr oder weniger unregelmäßige
Umrißgestalt der betreffenden Landmassen, die dem Umstande ihre Entstehung verdankt, daß an einen durch
Meereseinschnitte in seinem Zusammenhang nicht unterbrochenen «Rumpf» sich
größere oder kleinerer
«Glieder»
[* 10] in Gestalt von Halbinseln und
Landzungen ansetzen.
Den Gliedern werden auch nahe Festlandsinseln, die durch Meereseingriff aus Halbinseln hervorgingen, zugezählt. Diese horizontale
Gliederung wird auch Küstenentwicklung genannt. Die Betrachtung der Karte zeigt ohne weiteres, daß
hinsichtlich der Gliederung die Erdteile in der Reihenfolge Europa,
[* 11]
Asien,
[* 12]
Amerika,
[* 13]
Australien,
[* 14]
Afrika
[* 15] aufeinander folgen, oder daß
z. B. die
Balkanhalbinsel
[* 16] wesentlich stärker gegliedert ist als die Iberische. (S. Erde, Bd.
6, S. 252 b.) Als mathem.
Ausdruck der Gliederung benutzte man zuerst das Verhältnis des Küstenumfangs zum Flächeninhalt. Dem Mißstande,
daß hier
Größen erster und zweiter Dimension
[* 17] verglichen werden, suchte man abzuhelfen, indem die Küstenlänge zur Quadratwurzel
aus dem Flächeninhalt in
Beziehung gesetzt wurde, oder indem man
Umfang und
Inhalt mit den entsprechenden Werten eines flächengleichen
Kreises oder einer flächengleichen Kugelkalotte als den
Flächen kleinsten
Inhalts beigegebenen
Umfang verglich.
Da aber bei einer bestimmten Länge die Einzelgestaltung der
Küste sehr verschieden sein kann, und da
das
Messen der Küstenlänge je
nach dem Kartenmaßstab zu sehr ungleichen Zahlenwerten führt, so haben all die so gewonnenen
Zahlenausdrücke für die
Größe der Gliederung wenig Wert. Innerlich berechtigter und auch anschaulicher sind die Methoden
zur Bestimmung der Gliederung, bei welchen die Flächeninhalte des Rumpfes und der
Glieder zueinander in
Beziehung gesetzt werden,
was in verschiedener
Weise geschehen kann; allein hier macht oftmals die Abgrenzung des Rumpfes gegen die Halbinselglieder
Schwierigkeit. Trotzdem finden sich diese Methoden neuerdings mehrfach angewandt, auch nachdem jüngst der
Begriff des
mittlern Küstenabstandes und der Prozentanteil des flächengleichen Minimalküstenabstandes an der ganzen
Fläche für die
Zwecke der Gliederungsbestimmung verwendet worden ist. –
Vgl. Precht, Untersuchungen über horizontale (in der «Zeitschrift
für wissenschaftliche Geographie», 1. Ergänzungsheft, Weim. 1889) mit vollständiger Litteraturangabe;
Rohrbach,
Über mittlere Grenzabstände (in Petermanns «Geogr. Mitteilungen»,
1890);
Ehrenberg,Studien zur Messung der horizontalen Gliederung (Würzb. 1891).
– Unter vertikaler Gliederung eines Länderraums versteht man in der modernen Geographie seinen
Aufbau aus den verschiedenen Formen
von Ebenheiten und Unebenheiten, die Übersicht der räumlichen
Anordnung von
Tief- und Hochländern und
Gebirgen.
Ihre Veranschaulichung
läßt sich höchstens durch die Werte orometrisch ermittelter
Größen (s.
Gebirge) geben; besser dienen
dazu Höhenschichtenkarten und Profile.
(Annelides s.
Annulata),
Anneliden, Ringelwürmer,Würmer mit gestrecktem, meist cylindrischem, seltener
abgeflachtem Körper, der durch auf der Oberfläche beginnende, mehr oder weniger weit in die Leibeshöhle
vorspringende Scheidewände in eine größere oder geringere Anzahl von
Ringen oder Segmenten zerlegt ist. Die Bewegungsorgane
bestehen im wesentlichen aus
Borsten, die entlang der Körperseiten entweder direkt eingepflanzt sind oder auf Hockerreihen
(Parapodien) stehen
(Borstenwürmer), oder aber aus besondern Saugnäpfen
(Blutegel).
[* 18] Von vielen Zoologen werden auch die
Sternwürmer (s. d.) zu den Gliederwürmer gezählt. Weiteres s.
Ringelwürmer.
unter dem Gelenk liegende Teil magert gewöhnlich beträchtlich ab, die Haut über der Geschwulst wird schließlich rot und blau
und die ganze Gelenkgegend schwillt durch Zusammendrückung der das Blut zurückführenden Gefäße wassersüchtig an. Bricht
endlich die Geschwulst auf, so ergießt sich Eiter in Menge, der bald durch Eintritt von Luft in die Eiterhöhle
zur übelriechenden Jauche wird, und das ganze Knochengelenk nebst den Kapselbändern wird auf diese Weise zerstört.
Dabei wird der Kranke durch schleichendes Fieber, Schweiße, Schlaflosigkeit und große Schmerzen auf den höchsten Grad der
Erschöpfung gebracht, bis endlich der Tod, manchmal freilich erst nach langen Leiden,
[* 23] erfolgt. Der Gliedschwamm befällt
vorwiegend das jugendliche Alter, namentlich Kinder von 2 bis 10 Jahren, doch werden auch Erwachsene nicht verschont. Skrofulöse
und gichtische Anlage, syphilitische, tuberkulöse und skorbutische Dyskrasie disponieren vorzüglich zu dieser Krankheit; äußere
Beschädigungen (Stoß, Schlag, Fall, Quetschung) oder Erkältungen des Gelenks bringen meist das Übel zum Ausbruch.
Der Verlauf der Krankheit ist meist ein langwieriger, über Jahre sich erstreckender. Im Anfang des Leidens
erweisen sich außer einer zweckmäßigen stärkenden Diät absolute Ruhe und Unbeweglichkeit des kranken Gelenks, energische
Anwendung der Kälte, methodische Kompression und die Entlastung der kranken Gelenkenden durch Extensionsverbände nützlich,
während in vorgeschrittenen Stadien oft nur noch von der Ausschälung (Resektion) des ergriffenen Gelenks
oder von der Amputation des Gliedes die Erhaltung des Lebens zu erwarten ist.