Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/168804

<h2>SubmittedText<h2><p>Mit der Eröffnung der Neat werde die Verkehrsanbindung von Luzern wieder verbessert und die Direktverbindungen in den Süden würden erhöht, wurde der Zentralschweiz mehrfach versprochen. Der Fahrplanentwurf 2017 der SBB zeigt nun genau das Gegenteil: Schnellzüge von Luzern nach Locarno wird es überhaupt keine mehr geben, und auch die Direktverbindungen nach Lugano werden künftig reduziert. Auch Züge nach Mailand soll es künftig nur noch einen geben.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, bei den SBB dahingehend Einfluss zu nehmen, dass die Zentralschweiz nicht vom (inter)nationalen Bahnverkehrssystem abgehängt wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Es trifft zu, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 die Zahl der direkten Züge zwischen Luzern und dem Tessin von heute 16 täglichen Zügen auf 7 Züge reduziert wird, wobei der erste direkte Zug am Morgen Luzern relativ spät verlässt. Grund hierfür sind die bisherigen Interregiozüge, die mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels nur noch bis Erstfeld fahren statt - mit vielen Zwischenhalten - bis Locarno. An alle Züge, die von Zürich Richtung Tessin und Italien fahren, bestehen in Arth-Goldau optimale Anschlüsse aus Luzern. Auch Luzern und die Zentralschweiz können somit von den Zeitersparnissen des Gotthard-Basistunnels profitieren, wenn auch mit Umsteigen. Neben Luzern haben auch die Zentralschweizer Bahnhöfe Zug, Arth-Goldau und Flüelen direkte Fernverkehrszüge durch den Gotthard-Basistunnel Richtung Süden. Die tägliche Direktverbindung Basel-Luzern-Mailand bleibt bestehen.</p><p>Die SBB sind in der Gestaltung des nationalen und internationalen Fernverkehrs weitgehend frei. Die Fernverkehrslinien, die Halteorte und die Bedienungsqualität werden in der Fernverkehrskonzession festgehalten. Die operative Umsetzung, insbesondere die Verknüpfung der verschiedenen Linien, liegt in der Verantwortung der SBB. Der Bundesrat sieht von Vorgaben betreffend das konkrete Fahrplanangebot ab.</p><p>Mit dem Projekt "Monitoring Gotthardachse" untersucht der Bund zusammen mit den Kantonen Uri und Tessin, wie sich die Inbetriebnahme des neuen Basistunnels auf den Personen- und Güterverkehr sowie auf die wirtschaftliche und räumliche Entwicklung der betroffenen Regionen auswirkt. Erste Ergebnisse werden 2020 vorliegen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.