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Die Neue Rechte ist medial und politisch äußerst präsent. Dabei wird sie mit einer wissenschaftsfernen Haltung in Verbindung gebracht („fake news“, Klimaleugner, Verschwörungstheorien). Doch haben ‚seriöse‘ Wissenschaften beim Aufstieg der Neuen Rechten eine wichtige Rolle gespielt. Ziel des Seminars ist es, die bislang unerforschte Wissenschaftsgeschichte der Neuen Rechte zu kartieren.
Lernziel
Im Seminar werden Quellentexte aus dem Umfeld der Neuen Rechten aus der Zeit zwischen ca. 1950 und 2000 diskutiert, die auf je spezifische Art und Weise den Komplex Wissenschaft und Technik problematisieren. Kybernetik, Technokratie, Ökologie, Ökonomie und Ethologie – im Seminar wird es darum gehen, wissenshistorisch signifikante Konstellationen reaktionären Denkens nach dem Zweiten Weltkrieg auszuloten. Weil dieses Denken immer auch Wissens- und Technikdiskurse mitkultivierte, ergibt sich die Frage: Wie könnte eine Wissenschaftsgeschichte des neuen rechten Denkens aussehen? Wo lässt es sich institutionell verorten? Und wie „neu“ ist das neue rechte Denken eigentlich?
Das Seminar ist als vierteilige Blockveranstaltung (plus kürzere Einstiegs- und Schlusssitzung) konzipiert. Die Studierenden übernehmen zwischen den Blockveranstaltungen kleinere Rechercheaufträge und lernen so, sich Quellen und Sekundärliteratur zur Neuen Rechten eigenständig zu erschließen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verfassen kürzerer Texte, die gemeinsam im Seminar diskutiert werden und die als Semesterleistung gelten.