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Die Mobilitätsakademie des TCS untersucht die Muster beim automatisierten Fahren
Dem automatisiertem Fahren wird eine grosse Zukunft vorausgesagt. Doch während die technischen Fragen immer besser und intensiver erforscht werden, sind die sozialen und gesellschaftlichen Aspekte nahezu unerforscht. Der TCS will dies ändern und hat seine Mobilitätsakademie beauftragt erstmals zu untersuchen, wie sich die Mobilitätsmuster mit der Einführung des automatisierten Fahrens verändern könnten.
Die Erwartungen ans automatisierte Fahren sind groß. Personen im jungen und hohen Alter könnten mobiler werden, argumentieren viele Menschen. Uneinigkeit herrscht hingegen darüber, ob das automatisierte Fahren mehr oder weniger Verkehr verursachen wird. Wissenschaftliche Grundlagen dazu fehlen weitgehend und sollen nun von der Mobilitätsakademie des TCS mit dem Projekt „SIMCar“ an konkreten Fallbeispielen erforscht werden.
In einer dreiwöchigen Simulation erhalten verschiedene, nach bestimmten Kriterien ausgesuchte, Probanden ein Fahrzeug mit einem geschulten Fahrer. Um ein automatisiertes Fahrzeug zu simulieren, darf der Fahrer das Fahrzeug zwar fahren, sich aber weder mit den Fahrgästen unterhalten noch ihnen in irgendeiner Weise assistieren. Mittels App und eines Fahrtenbuches werden verschiedene Parameter der Fahrten erfasst. Die so erhobenen Daten werden mit dem Mobilitätsverhalten vor dem Versuch verglichen. Maik Hömke, Leiter des Projekts „SIMCar“ bei der Mobilitätsakademie, sagt:
„Dadurch sollen erstmals Aussagen zu den gesellschaftlichen und sozialen Auswirkungen der automatisierten Mobilität erhoben werden… Es wird interessant sein zu sehen, ob sich das Mobilitätsverhalten der einzelnen Versuchsteilnehmer durch das zur Verfügung stehende Fahrzeug verändert. Nehmen sie statt Bus oder Tram das automatisierte Fahrzeug? Oder fahren sie lediglich mit dem automatisierten Fahrzeug von der Wohnung zur Bushaltestelle?“
Auf solche Fragen will Hömke durch das Projekt „SIMCar“ Antworten finden. „SIMCar“ beginnt im Oktober 2018 und beschränkt sich auf den Großraum Zürich. Resultate zum möglicherweise veränderten Mobilitätsverhalten durch das automatisierte Fahren sollen im Frühjahr 2019 vorliegen.