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Google soll Samsung dazu drängen, von seinem eigenen Android-Ökosystem Abstand zu nehmen und stattdessen Google-Apps zu fördern. Dies berichten 'Reuters' und 'Bloomberg' unabhängig voneinander.
"Korrespondenz" zwischen den beiden Unternehmen soll zeigen, dass Google Samsung drängte, den Play Store und Google Assistant statt des Galaxy App Stores und Samsungs Bixby-Assistent zu bewerben.
Google sei anscheinend auch bereit, Samsung dafür zu bezahlen.
Der 'Reuters'-Bericht besagt, dass Samsung "erwägt, seinen virtuellen Bixby-Assistenten und den Galaxy Apps Store von seinen Mobilgeräten zu entfernen". Die Agentur führt weiter aus, dass "Google lukrativere Bedingungen für Samsung als bei früheren Geschäften anbietet, wenn die Firma von ihrer App-Strategie absieht".
Samsung einen höheren Anteil an den Werbeeinnahmen und den Umsätzen des Play-Stores anzubieten, ist eine rasch umsetzbare Möglichkeit, das südkoreanische Unternehmen zu Google zu locken. Doch offiziell lasse sich Samsung vom Angebot nicht locken, so 'Reuters'
. Es gebe keine Pläne, entweder Bixby oder Galaxy Store von seinen Geräten zu streichen, da beide Dienste ein wichtiger Teil des Ökosystems von Galaxy seien. "Wir bleiben unseren eigenen Diensten und unserem eigenen Ökosystem verpflichtet", hiess es in einer Erklärung.
Samsung hat seit dem Start 2017
eine Menge Geld in Bixby investiert, aber Bixby war bis anhin nach übereinstimmenden Meldungen nicht sehr erfolgreich. Das hänge damit zusammen, dass Sprachassistenten in erster Linie Schnittstellen zu einer Suchmaschine und einem Dienstleistungs-Ökosystem bilden und in beides investiert Samsung nicht gross.
Google sagte in einer Erklärung, dass man regelmässig mit Partnern über Möglichkeiten zur Verbesserung der Nutzererfahrung diskutiere und dass es Samsung freistehe, einen eigenen App Store und digitalen Assistenten zu erstellen.
Google wolle das Revenue-Sharing-Angebot aufbessern, schreibt 'Reuters' unter Berufung auf eine mit den Gesprächen vertraute Quelle. Möglicherweise werde der Deal schon in den nächsten Tagen vereinbart.
Allerdings scheint es unwahrscheinlich, dass sich ein solcher bereits auf das angekündigte Samsung-Gerät Galaxy Note 20 auswirken wird. Dieses ist nämlich für den 5. August angekündigt.