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Als ich im August 2013 über die Aktie K+S eine Analyse unter dem Titel „Alle Krähen hacken auf K+S“ schrieb, lag ihr Preis zwischen 17€-18€. Es war die Zeit in der viele Analysten über K+S nur negatives geschrieben haben. Als ich die Fakten studierte, stellte ich fest, dass es eine unbegründete Angst ist, die die Aktie herunterzog. Die Spekulation um niedrigen Kalipreise war das Hauptargument. Es schien mir schon damals unlogisch, dass ein tiefer Kalipreis für alle Kaliproduzenten langfristig sinnvoll wäre. Es lag auf der Hand, dass um Kalipreis letztendlich einen vernünftigen Kompromiss geben muss.
Wie ist die Lage jetzt? Nun seit August letzten Jahres ist eine Menge geschehen. Der Vorstandschef von Uralkali Baumgartner wurde in Ukraine verhaftet. Der Milliardär und Großaktionär von Uralkali, der den Preiskampf wollte, hat auf Druck von Putin seine Anteile verkaufen müssen. Das politische Verhältnis zwischen Russland und Ukraine verbesserte sich enorm. Es stellte sich heraus, dass Kaligeschäft für die Ukraine ein wichtiger Devisenbringer ist. Da der russische Präsident Putin seinen guten Verhältnis zum Nachbarland Ukraine weiter stärken und ausbauen will, fällt mir schwer zu glauben, dass er mit einem Kalipreiskampf weiter machen wird. Meine Schlussfolgerung ist: Der Kalipreis wird wieder steigen!
Wie steht es mit K+S? Das erste, was mir sofort auffiel, war das gute Management von K+S. Ich habe den Eindruck, dass hervorragende Personen an der Leitung von K+S tätig sind. Sie haben sofort ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurde ein Sparprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren auferlegt. 150 Millionen davon werden im Jahr 2014 zu realisieren sein. Der Kauf von Kali Mine in Kanada wurde klugerweise mit Ausgabe von Anleihen finanziert und nicht Bankkrediten, da in einer problematischen Situation man mit Anleihenbesitzern besser verhandeln und gute Kompromisse schließen kann. Mit den Banken wäre das nicht ohne weiteres möglich. Der andere Vorteil ist: Sollte, aus welchen Gründen auch immer, der Kurs der K+S-Anleihen fallen, könnte K+S ihre Schulden billiger zurück kaufen. Die Kalimine im Kanada, die 2016 in Produktion geht, wird das Produzieren von Kali viel billiger machen. Das bedeutet mehr Gewinn für K+S.
Wie ist die Bewertung der Aktie? In meinem Beitrag von August letzten Jahres „ Alle Krähen hacken auf K+S“ sah ich die faire Bewertung der Aktie bei 30€. Diese Bewertung fand in einer Zeit statt, als noch Spannungen zwischen Russland und Ukraine gab. Baumgartner posaunte täglich die Abwärtsspirale des Kalipreises aus. Das Sparprogramm von K+S war noch nicht verkündet worden. Heute ist die Situation anders: Der Kalipreis wird wieder ansteigen. Der Gewinn von K+S wird sich erhöhen (Sparprogramm, Kalipreisanstieg, Salzgeschäft). Zukunftsvisionen des Managements im Bereich Seltene Erden werden einen positiven Wachstumsschub auf langer Sicht ermöglichen. Ich sehe aktuell die faire Bewertung der Aktie zwischen 50-60€. Diese Bewertung habe ich sehr konservativ und fast pessimistisch berechnet. Wenn der brutto Gewinn des Unternehmens für 2013 bei 600 Millionen Euro liegt, und das netto Gewinn ca. 280 Millionen beträgt, dann hätten wir für 2013 einen netto Gewinn von 1,46€ pro Aktie. Nehmen wir pessimistisch an, dass dieser Gewinn in den nächsten drei Jahren auf diesem Niveau bleibt. Dazu kommt durch das Sparprogramm ein brutto von 500 Millionen Euro hinzu. Netto wäre das wahrscheinlich 280 Millionen. Geteilt durch drei Jahre hätten wir pro Jahr 93 Millionen oder 0,49€ pro Aktie zusätzlich. Also 1,46€ + 0,49€ = 1,95€ pro Jahr pro Aktie. Bei den Kursen von 50€ - 60€ hätte die Aktie eine Gewinnrendite von 4% bzw. 3,2%. Dieser Prozentsatz ist Momentan bei vielen Aktien gar nicht ungewöhnlich! Und wie hoch ist der aktuelle Preis der Aktie? Nur 23€! Meiner Meinung nach ist eine Verdopplung bzw. eine Verdreifachung des Aktienkurses nur eine Frage der Zeit und Geduld. Alle Forum Lesern wünsche ich viel Erfolg und gute Gewinne! Salim R.
!...BELEBT DAS SALZGESCHÄFT MAL ? Zumindest scheint heute der Kurs mal etwas auf den "Wintereinbruch" zu reagieren. Die Prognosen für die nächsten Wochen deuten auf Winterwetter mit Schnee, Eis und Matsch hin...Ideales Wetter für den Salzabsatz...
Aber auch das wird sicher vom Markt "übersehen" und ein Strohfeuer bleiben und so bleibt die Aktie in der Range "20-24" gefangen... Trotz Winter und hoher Kali-Preisen..."
Nee, der Markt sieht das im Gegensatz zu Ihnen vollkommen richtig, nachdem K+s sein US Auftausalzgeschäft verkauft hat, ist der restliche Auftausalzbereich unerheblich. Nicht von ungefähr, hat Lohr ja auch gesagt, einem Verkauf würde er positiv gegenüberstehen.
Einfach mal die postings lesen - das hilft, nicht immer, aber fast immer (!!)
"Es ist aber auch zu blöd, dass der Vorstand sich vom zweiten Standbein "Salz" im Rahmen eines Notverkaufs trennen musste. Jetzt fehlen freilich die dreistelligen Gewinnbeiträge dieser Sparte dauerhaft. Wohlgemerkt Gewinnbeiträge, kein Umsatz.
Und warum musste der Vorstand die Sparte Salz verkaufen? Richtig, weil seinerzeit sowohl dessen Finanzierung als auch die Finanzierung von Canada in Zeiten von sehr interessanten Börsenkurse völlig falsch dargestellt wurde. Und zweitens Kurspflege schon immer für diesen Vorstand ein Fremdwort war.
Ach so, für alle mit Kurzzeitgedächnis, der CFO - und mithin verantwortlicher Vorstand für die Finanzierzung von Canada - war damals ein gewisser Dr. Lohr. Genau jener Dr. Lohr, der heuer als CEO den Notverkauf eingefädelt hat. Einfach mal in die alten GF der K+S AG schauen."
Quelle: #64.020 vom 03.12.022
"...Der bislang weltgrößte Salzproduzent K+S hatte im März angekündigt, sein Salzgeschäft in Nord- und Südamerika komplett abgeben zu wollen. K+S war mit der Übernahme des größten südamerikanischen Salzproduzenten Sociedad Punta de Lobos (SPL) 2006 und der amerikanischen Firma Morton Salt 2009 zur weltweiten Nummer eins in dem Geschäft aufgestiegen. Übrig bleiben soll nun nur das viel kleinere Salzgeschäft in Europa, das zuletzt auf einen Umsatz von 400 Millionen Euro kam. Das amerikanische Geschäft stand zuletzt für einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn (Ebitda) von 230 Millionen...."
... Herr Lohr dürfte sich gewaltig ärgern (sofern er unternehmerischen Ehrgeiz haben sollte) und die Aktionäre ebenso ... Sanktionen + danach der Krieg kamen für K+S etwas zu spät, ca. 1 Jahr ... die Sparte Salz wäre dann nämlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch vollständig im Konzern verblieben ... deren Marktstellung + Margen dürften nun der K+S fehlen, auch erkennbar am Aktienkurs
"...Die Pessis schauen ausschließlich auf die Vergangenheit, Situation 2008, vergeigte Übernahme, schlechtes Management damals, jetzt sogar das Argument der Kurs war schon tiefer und besser für eine Übernahme.Aber die Zukunft haben Sie nicht im Blick. ..."
Die Produktionskosten gehören zu den teuersten auf der Welt! Was u.a. daran liegt, das sie die Förderung immer weiter von Schacht entfernt, die NETTO-Ausbringungsmenge immer weiter zurückgeht, die Personalkosten stetig steigen und w/ der Inflation in 2022 und mit Sicherheit 2023 weiter auf ungeahnte Höhen steigen werden. Die Gaspreise werden perspektivisch auch nicht mehr annähernd das Niveau von 2021 erreichen. Und wie hoch schätzen Sie die immer wieder verschoben Investitionen in den Umweltschutz ein?
Und dann fragen Sie sich doch einmal, wie soll Canada mit rd. 1/3 der Absatzmenge, 2/3 des Absatzes aus Deutschland subventionieren.
Und nun beantworten Sie sich doch einmal selbst die Frage, wie lange glauben/schätzen Sie werden wir beim Kali noch diese traumhaften Höchstpreise sehen oder anders gefragt, wie lange glauben Sie können sich die Abnehmer (Bauern) und wir, das gemeine Volk, noch diese Oligolpolpreise leisten? Und wie hoch schätzen Sie den Substiutionseffekt ein?
Was bleibt also? Hohe Kosten bei fallenden Preisen.
Ich denke mir, die Pessis, wie Sie die Kritiker bezeichnen, haben sich längst - wie auch der Markt - mit diesen Problemen befasst. Was vermuten Sie, warum Sie so gar nichts mehr von den Zielen zu 2030 zu hören ist und statt dessen der Vorstand vom Projekt Wera 2060 (!!!!) schwärmt?
Die Fehler der Vergangenheit rächen sich nun bitter. Um diese auszugleichen braucht es einen Sechser im Lotte nicht einmal, sondern wiederholt. Die Weichen wurden in der Vergangenheit wiederholt falsch gestellt.... Die Wahrheit war und ist in Kassel unerwünscht....
ich solch eine absolut destruktive Meinung zu K und S hätte würde ich mich damit doch gar nicht beschäftigen und schon gar nicht hier schreiben. Fest steht dass K und S zur Zeit eine echte Perle ist und seinesgleichen sucht. Wenn die Werrawerke in 2030 saniert sind werden sich die Investoren die Hände lecken. Möchte gar nicht wissen wo dann die Aktie steht.
Brauerei 66
: Wieso nur habe ich jetzt ein richtig gutes Gefühl
Etwa Kontraindikation ? Letztes Mal von Anfang Dezember 2021 von 14€ auf 36€ im April, diesmal von 20€ auf 45€ bis Ende April ? Aus welchen Gründen , es braucht keine , weder das die Aktie fällt noch um zu steigen .
Die erhöhte Aktiennachfrage , resultiert eigentlich aus guten Zahlen des Unternehmens und der Zukünftigen Gewinne . Das erste Quartal war sehr gut , das zweite Quartal ist das beste aller Zeiten und das dritte das zweitbeste aller Zeiten. Ein Ende ist nicht in Sicht , da die Preise im vierten Quartal für Kali etwa dem des zweiten Quartal entsprechen. Für 2023 / 2024 kann ich keine neuen Spieler am Markt oder nennenswerte Produktionsausweitung erkennen. Daher meine Feststellung das handfeste Gründe keine Rolle spielen für diesen Kurs.
Am Wochenende Dinger von 2006 rausgehauenen, der Kontraindikator funktioniert, mal sehen wan er mit BASF anfängt. Das mit der Kontraindikation Funktioniert besser wie die Glaskugel oder Fundamentaldaten . Das ist sehr verwunderlich aber es Funktioniert.
"Das erste Quartal war sehr gut , das zweite Quartal ist das beste aller Zeiten und das dritte das zweitbeste aller Zeiten."
... richtig ... das resultierte aus dem kurzfristigen exorbtanten Preisanstieg (a), den noch günstigen Energiekosten (b) und den infolge des Verkaufs des amerikanischen Salzgeschäfts weggefallenen Zinsleistungen (c) ... d.h. die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben vergrößerte sich sehr deutlich
"Ein Ende ist nicht in Sicht , da die Preise im vierten Quartal für Kali etwa dem des zweiten Quartal entsprechen. Für 2023 / 2024 kann ich keine neuen Spieler am Markt oder nennenswerte Produktionsausweitung erkennen."
... Faktor a) ist die Spekualtion, Faktor b) fällt weg, Faktor c) verbleibt ... ... d.h. die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben wird sich verringern, wie stark wird von der Preisentwicklung Kali+ den Abnahmemengen abhängig sein ... eigentlich spricht fast alles für Deine These, aber genau das könnte das Problem sein, weil das dann bereits im Aktienkurs abgebildet sein könnte
immer das" Herumtheorieren" , dass der Markt immer richtig liegt. Wenn dem so wäre, würde jede Aktienanlage erstmal keinen Sinn machen, da der Kurs ja 0 Prozent Potential nach unten als nach oben hat. Und wenn wir schon dann beim Therorieren sind, einen absolut freien Markt gibt es beim Aktienmarkt wie auch bei 99 Prozent aller anderen Märkte ja auch nicht. Dürfte doch den Marktwirtschaftlern bekannt sein.
Kurzfristig ist so eine Sache , das es eine Übertreibung gab ist klar ,aber das die Preise für Kali noch extrem fallen, das ist Spekulation . ( Angebot/ Nachfrage und das Angebot ist auf absehbare Zeit begrenzt) Energiekosten und deren Steigerung sind für 2023 maximal 20% über 2022 und 2024 sogar darunter , auch in Kanada sind 50% für 23/24 abgesichert. Von der Seite , ist K+S ziemlich sicher . Der Absatz liegt bis jetzt knapp unter dem Vorjahr , wobei sich das Vertriebsgebiet in Europa nach Osten erweitert hat . Die Agrarpreise werden steigen, da die Ukraine noch Agrarprodukte von der Ernte 2021 verkauft, die Ernte 2022 um 30% eingebrochen ist und die Aussaat für 2023 nochmals 30% unter der von 2022 Liegen soll ( USDA ) . Russland hat gewaltige Transportprobleme und Probleme mit der Technik und Ersatzteilen durch das Embargo. ( Dekret das Ausländische Firmen nur mit Staatsgenehmigung ihre Anteile veräußern dürfen , ist gestern um ein Jahr verlängert worden, was diese Annahme untermauert) Die Vorzeitige Rückzahlung dieses Jahr und die Rückstellung der 400 Millionen Euro für die Anleihen im April nächsten Jahres machen nochmals für 2023 etwa 500 Millionen Euro für Aktien Dividenden oder Aktien Rückkäufe frei . Somit sehe ich keine Verschlechterung des Einnahme / Ausgabeverhältnisses für 2023 sondern eher einen Riesigen Puffer. Aber Micky hat recht das der „ Markt „ nicht immer Richtig liegt ( ich auch nicht ) , sowie das es zu Übertreibungen in beide Richtungen kommen kann.
... ich "fahre damit" sehr gut ... auch bei K+S ... ich glaube man nennt das Trendfolgeinvestition oder so ähnlich :-) ... es gibt sehr viel mehr Personen, die sehr viel besser einschätzen können, wohin die Reise geht, als ich selbst ... das erkenne ich an ... die Zeiten, in denen ich mir anmaßte, zu wissen, was "der richtige Aktienkurs ist/sein müsste", sind sehr sehr lange vorbei (das gab es auch mal)
ging es gar nicht um dich explizit Turbo. Nur zu oft wird der "allwissende, unbestechliche" Markt als Begründung und Beweis hier herangezogen, dass der aktuelle Aktienkurs, der richtige ist. Bei 36€ hat ja auch niemand geschrieben, dass der Markt immer Recht hat. Diese Argumentation über den Markt hat null substantiellen Inhalt.
da hast du recht.ich warte schon sehr lange.mach das aber gerne da ich mir sehr sicher bin das wir bald einen ganz steilen Anstieg sehen werden und wo dann Schluss ist , ist nicht abzusehen. Denn schlechte News wie in der Vergangenheit sind ebenfalls nicht abzusehen oder schlechtestenfalls eingepreist.
Allen Aktionären Reichtum durch K und S Und Frieden im Osten.
Brauerei 66
: Wo wollen die Energierohstoffe noch hin ?
Sie fallen wie ein Stein, obwohl China die Corona Regeln lockert. Jetzt wird Afrika als Werkbank und Energielieferant „ neu“ entdeckt . Sind 60$ / Barrel Öl jetzt Weltweit der Deckel ? Seit gestern ist Öl / Gas um etwa 15% gefallen , der Tag der Einführung des Preisdeckels für Russland. Die einen können nicht mehr Akzeptieren und der Rest will nicht mehr bezahlen. Dazu kommen steigende Zinsen , die Spekulationen und Kauf auf Pump Extrem teuer machen. Deutschland braucht größere Erdgasspeicher als strategische Reserve , Ich Wüste da eine Firma die das kann und den „ Abraum“ noch verwerteten wird . Wenn es läuft, dann läuft es . Heute sogar gegen den Markt im plus , das sollte man aber nicht überbewerten.