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Der aserbeidschanische Aufklärer, Islamkritiker, Alphabet-Reformer, Philosoph und Literat Mirza Fatali Achundov (1812-1878) ist beinahe in Vergessenheit geraten. Er hat eine bedeutende Rolle in der Reformdiskussion unter muslimischen Gelehrten im 19. Jahrhundert gespielt. […] Ein Herzensanliegen ist ihm die Reformierung des arabischen Alphabets. Er will eine lateinische Schrift, die den sprachlichen Anforderungen der Turksprachen gerecht wird. Damit, so hofft er, werde die hohe Analphabetenrate vermindert und der Bevölkerung ein einfacherer Zugang zu europäischer Wissenschaft, Literatur und Philosophie eröffnet. Beinahe zwanzig Jahre kämpft er ebenso unverdrossen wie vergeblich darum; zuletzt muss er auf die Realisierung seiner Ideen durch künftige Generationen setzen: «Dann wäre mein Ziel erreicht, und ich kann ganz beruhigt sein, obwohl ich diese erfreuliche Zeit nicht mehr erleben werde.» Erst rund sechzig Jahre später wurde das lateinische Alphabet in Aserbeidschan eingeführt, aber noch bevor die Türkei dasselbe tat.
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Mirzayev, Rasim
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