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Die neuen Anlagen von Swissgrid und SiL im Unterwerk Romanel sind in Betrieb. Sie tragen zur Versorgungssicherheit der Westschweiz und zur Stabilität des Stromnetzes bei.
Das 2011 von Swissgrid gestartete Grossprojekt hat das Erscheinungsbild des Unterwerks grundlegend verändert. Die ehemalige 220-kV-Schaltanlage wurde durch zwei neue Gebäude ersetzt: eines davon beherbergt den neuen 380/220-kV-Transformator und eine gasisolierte 380-kV-Schaltanlage (GIS), die Ende 2017 in Betrieb genommen wurde. Im zweiten Gebäude befindet sich eine 220-kV-GIS, die bereits seit 2015 in Betrieb ist. Ausserdem wurde die Höchstspannungsleitung Bois-Tollot – Chamoson, die bisher über das Unterwerk Anlage verlief, mit den neuen Anlagen verbunden, was eine bessere Stabilität des Übertragungsnetzes gewährleistet.
Auf einem Teil der freigewordenen Fläche der ehemaligen Freiluftanlage haben die SiL 2016 mit dem Bau eines neuen Gebäudes begonnen, das eine metallverkleidete 125-kV-Anlage, zwei 220/125-kV-Transformatoren, zwei 125 kV / Mittelspannung-Transformatoren und eine Mittelspannungsschaltanlage schützt. Diese Anlagen sind seit 2018 in Betrieb. Die Arbeiten wurden ohne Unterbrechung der Stromversorgung durchgeführt.
Integration in die landschaftliche Umgebung
Besondere Aufmerksamkeit wurde der Architektur der Gebäude und der Aussenanlagen geschenkt, um die neuen Anlagen bestmöglich in die Landschaft zu integrieren. Die Gebäude wurden farblich einheitlich gestaltet und die Dächer begrünt. Die Aussenanlagen wurden mit besonderer Sorgfalt angelegt und zwei Rückhaltebecken geschaffen, die eine Wasserfläche und eine Feuchtzone bilden. Die Schaffung dieses Biotops soll die Entwicklung der lokalen Flora und Fauna begünstigen. Eine Blumenwiese aus einheimischen Arten bedeckt einen grossen Teil der Parzelle, die ansonsten mit Hilfe von Gehölz, Steinen und Hecken gestaltet wurde, um die Artenvielfalt zu erhalten.
Seit den 30er Jahren in Betrieb
Die Geschichte des Unterwerks Romanel ist untrennbar mit der Entwicklung der Region um den Genfersee verbunden. Es wurde 1934 errichtet, um die Region Lausanne mit dem Netz von EOS (Energie-Ouest-Suisse) zu verbinden. Dieses Unternehmen wurde in den 20er-Jahren gegründet, um die verschiedenen lokalen Stromproduzenten (darunter auch die Stadt Lausanne) unter einem Dach zu vereinen. EOS baute die erste Hochspannungsleitung sowie eine Übertragungsleitung zwischen Saint-Maurice und Pierre-de-Plan in Lausanne.
Das Unterwerk in Romanel ist heute von grosser Bedeutung für die Westschweiz. Die Aufgabe der neuen Anlagen ist es, die Stromversorgungssicherheit für die Region um den Genfersee zu gewährleisten.