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Wenn Sie dieses Buch lesen, können Sie einen Eindruck davon bekommen, wie Sie in Hypnose bzw. mit Suggestionen lieber nicht arbeiten wollen. Die Minimax-Interventionen (Überschriften) sind an sich richtig, aber nicht wie sie der Autor teilweise versucht umzusetzen. Der größte Fauxpas: Die 10. Minimax Intervention, in der der Autor... Wenn Sie dieses Buch lesen, können Sie einen Eindruck davon bekommen, wie Sie in Hypnose bzw. mit Suggestionen lieber nicht arbeiten wollen. Die Minimax-Interventionen (Überschriften) sind an sich richtig, aber nicht wie sie der Autor teilweise versucht umzusetzen. Der größte Fauxpas: Die 10. Minimax Intervention, in der der Autor neben Erläuterungen zum Konzept des Unbewussten in ein paar Sätzen das Arbeiten mit ideomotorischen Signalen andeutet und sich damit beschäftigt, wer schuld an den Symptomen sei. Einerseits betont er: "Machen Sie also auf keinen Fall den Sündenbock aus dem Unterbewusstsein" (S.74). Andererseits schlägt er folgende Formulierung als richtig und sinnvoll vor: "...Heute möchte ich mit Ihrem Unterbewusstsein sprechen...ich möchte ihm zeigen, wie fatal der Weg ist, den es eingeschlagen..." (S.71) Weiter geht es mit: "Wir wissen, dass diese Angst, die Du produzierst eine Mitteilung ist...Sie kann jedoch nicht verstanden werden und ist daher unsinnig..." (S. 76) Der Autor scheint in seiner Zusammenarbeit mit seinen Patienten keine Ahnung davon zu bekommen, welche Berechtigung diese Seite hat, um sie zu würdigen. Wenn ich dieses Buch lese, denke ich immer wieder, dass der Autor nicht über Hypnotherapie an sich schreibt, sondern Herr Simon lediglich seine Formulierungshilfen meint und dann lese ich doch wieder: "In der Gesprächssituation vor der Hypnose und erst recht während der Trance spürt der Klient wenig bis gar keine Furcht, sondern Ruhe und Entspannung". Der Autor wiederholt diese Ruhe und Entspannung so häufig, dass ich davon ausgehen muss, dass er es tatsächlich so meint: Egal, wegen welcher Symptomatik ein Patient kommt - entspanne ihn und suggeriere, dass aufgrund von seiner spürbaren Entspannung nun alles gut wird. Anstelle von Zwängen soll Kreativität sein. Anstelle von Angst soll Mut sein - so einfach ist das; nur weil der Patient sich entspannt fühlt! Der Autor spricht des Weiteren häufig davon, dass "die Kritikfähigkeit mit zunehmender Trancetiefe immer stärker eingeschränkt wird" und "Unser Klient ist ein denkendes Wesen. Wenn er auch weniger kritisch ist, als er das im wachen Zustand kennt, was er aber gar nicht merkt, so denkt er doch mit und hört uns oft zu". Der Autor scheint mit seinen Patienten in einer Hypnosesitzung wenig im Kontakt zu sein, sonst würde er betonen, wie kritisch die Patienten in Bezug auf die Wortwahl sind und das Prinzip der Wortwörtlichkeit gilt und dass sie trotz eingeschränkter Kritikfähigkeit nur den Inhalten zustimmen, die an sich zu ihrem Wertesystem passen. Insgesamt ein konfuses Buch, was mit dem Lesen der "Vorbemerkung" beginnt! Leider ist auch nirgends ersichtlich wo der Autor seine Hypnotherapie-Ausbildung genossen hat. Zum Glück habe ich im Buch die "Wichtigen Hinweise" gelesen: "Obwohl sich der Autor um größtmögliche Sorgfalt bemüht hat, können Fehler oder Missverständnisse in der Darstellung nicht vollständig ausgeschlossen werden". und "...es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile dieses Buches falsch verstanden werden..." Das wird es bei mir wohl gewesen sein! Ich kenne andere beschriebene Minimax-Interventionen, die tatsächlich sehr hilfreich für Hypnose und Psychotherapie sind. Die Frage ob ich das Buch noch eimal kaufen würde, kann ich für mich klar beantworten!!!