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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)
Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH
Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht
er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und
beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens
informiert der SED Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke
und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind im Massnahmenprogramm des Bundes zur Reduktion des Erdbebenrisikos eingebunden.
Aktuelles
Weitere Informationen

Leichtes Erdbeben am Berninapass
Am Montag, 11. April, ereignete sich um 12:47 mittags ein Erdbeben der Magnitude 3.2 am Berninapass GR. Das Beben war im Puschlav und im Oberengadin (vor allem in Pontresina, St. Moritz und Samedan) gut zu spüren. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
In der Vergangenheit gab es in diesem Gebiet ähnlich starke Beben, allerdings ist diese Region in den letzten 40 Jahren seismisch eher weniger aktiv als andere Teile des Kantons. Graubünden ist generell einer der seismisch aktiveren Kantone der Schweiz.
11.04.2016

Erdbeben an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz
Am Samstag, 9. April 2016 um 23.19 Uhr (Lokalzeit) ereignete sich in der Nähe von Vallorcine (F) ein Erdbeben der Magnitude 3.0. In dieser Region gibt es eine Verwerfungszone, die durch ein Erdbeben am 8. September 2005 aktiviert wurde. Dieses verursachte mit einer Magnitude von 4.9 leichte Schäden. Das Beben vom Samstag kann als Nachbeben dieses Ereignisses eingestuft werden. Ein ähnliches Beben ereignete sich zuletzt am 23. November 2014 mit einer Magnitude von 3.2.
Das Beben vom Samstag wurde in der Schweiz deutlich verspürt, insbesondere in der Region von Martigny und im Val d’Illiez. Dies zeigen die Berichte von über 120 Personen, die auf der Webseite des SED eingegangen sind. In Frankreich wurde das Beben gemäss dem Bureau Central Sismologique Français (BCSF) insbesondere im Tal von Chamonix verspürt. Schäden sind bei einem Beben dieser Stärke nicht zu erwarten.
11.04.2016

360° Rundumsicht auf Eisbeben
Das Erforschen von Gletschern hat seit langem Tradition beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED). In enger Zusammenarbeit mit den Glaziologen der ETH Zürich (Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie, VAW) untersucht der SED die Fliessbewegungen von Gletschern. Zusammen mit Beobachtungen aus der klassischen Glaziologie geben seismische Messungen Aufschluss über die Prozesse in und unter dem Gletschereis. Ziel ist es, das Zusammenspiel zwischen dem Rückzug der Gletscher, dem Fliessverhalten, den höheren Temperaturen und der Menge an Schmelzwasser zu verstehen.
Im Januar 2016 hat die britische Wissenssendung „BBC Click“ ein Team des SED und der VAW auf den Aletschgletscher begleitet, wo im Rahmen des GlaHMSeis-Projektes (Glazial Hazard Monitoring with Seismology) der Gletscher untersucht wird. Die Arbeiten wurden mit einer 360°-Kamera gefilmt, wodurch ein einzigartiges Video entstanden ist, das den Betrachtern erlaubt, die Blickrichtung selbst zu bestimmen. Schauen und erkundigen Sie das Video auf Ihrem Computer in der neusten Version von Firefox, Internet Explorer, Chrome oder Opera (mit Safari funktioniert es leider nicht) oder auf Ihrem Smartphone in der Youtube-App.
31.03.2016
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