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Die grosse Favoritin hat dem Druck standgehalten: Wendy Holdener gewinnt die Kombination in der Lenzerheide. Einem sehr guten Super-G lässt die Weltmeisterin einen herausragenden Slalom-Durchgang folgen.
Die Innerschweizerin Wendy Holdener errang ihren dritten Sieg im Weltcup. Wie schon vor zwei Jahren gewann die 24-jährige Schwyzerin die Kombination in Lenzerheide. Sie Siegte 1,55 Sekunden vor der Italienerin Marta Bassino. Dritte wurde die Slowenin Ana Bucik, die sich dank Bestzeit im Slalom vom 30. auf den 3. Platz verbesserte.
Für einmal stand Wendy Holdener die Amerikanerin Mikaela Shiffrin nicht im Weg. Die Slalom-Seriensiegerin aus den USA wird am Wochenende im Bündnerland sowohl den Riesenslalom als auch den Slalom bestreiten, doch zur Kombination trat sie nicht an. Zwecks Schonung legte Shiffrin eine Pause ein.
Die Kombinations-Weltmeisterin hatte die Basis zu ihrem Erfolg mit einem Super-G gelegt, in welchem sie sich grossartig schlug. Als Vierte beendete sie ihn zeitgleich mit Lara Gut und verlor nur 71 Hundertstel auf die Amerikanerin Lindsey Vonn. «Da war ich extem am Limit», sagte Wendy Holdener hinterher. Im Slalom schliesslich nutzte sie die verheissungsvolle Ausgangslage zu einem ungefährdeten Sieg, wenngleich sie ziemlich nervös gewesen sei. «Mir wurde fast schlecht vor Anspannung.»
Holdener sicherte dem Schweizer Frauen-Team den dritten Sieg in diesem Winter, nachdem Jasmine Flury und Lara Gut je einen Super-G für sich entschieden hatte. Die Engelbergerin Denise Feierabend, die im Super-G als Siebente lediglich 99 Hundertstel auf die Bestzeit von Vonn eingebüsst hatte und auf dem Weg zu ihrem ersten Podiumsplatz schien, fuhr im Slalom zu defensiv und wurde letztlich Achte. Damit klassierte sie sich unmittelbar vor Michelle Gisin, der WM-Zweiten, die unter Wert geschlagen wurde. Lara Gut, die kaum Slalom trainiert, wurde Zwölfte, die Obwaldnerin Priska Nufer Vierzehnte.
Das Rennen war die einzige Kombination vor den Olympischen Spielen. Ursprünglich hätte die Prüfung in St.Moritz stattfinden sollen, dort aber hatte sie verschoben werden müssen. (ram/sda)