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Vorlandbrücke
Autor/in
Die Ostschweiz
Die neue Publikation für die Kantone SG, TG, AR und AI ging Ende April 2018 online. Sie vermittelt Stimmungen und Meinungen aus der Region.
Die neue Publikation für die Kantone SG, TG, AR und AI ging Ende April 2018 online. Sie vermittelt Stimmungen und Meinungen aus der Region.
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat unter dem Titel «Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz IVS» einen Beitrag von 1,18 Millionen Franken an den Erhalt und die denkmalgerechte Sanierung der Vorlandbrücken in Eschikofen bewilligt.
2020 wird vom kantonalen Tiefbauamt ein lang geplantes Sanierungsprojekt an der bekannten Brücke bei Eschikofen begonnen. Die Brücke, bestehend aus einer Holzbrücke aus den Jahren 1835 bis 1837 sowie eisernen Vorlandbrücken aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert ist eine der wenigen im Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz verzeichneten Kunstbauten im Thurgau und heute noch im Gebrauch. Eine Sanierung der technisch sehr interessanten Konstruktion wurde vom Tiefbauamt und dem Amt für Denkmalpflege von langer Hand geplant.
Der Bund richtet über entsprechende Fachstellen in den Kantonen Beiträge an den Erhalt historischer Verkehrswege mit Substanz von nationaler Bedeutung aus: Bekannte Beispiele sind etwa Abschnitte von Alpenstrassen wie die Tremola am Gotthard. Im Thurgau betreut das Amt für Archäologie seit den 1980er Jahren das Inventar der Verkehrswege, das heute Teil der kantonalen Richtplanung bzw. von Ortsplanungen ist. Bundesbeiträge für den Unterhalt von Objekten nationaler Bedeutung wurden allerdings im Kanton bis heute nicht ausbezahlt.
Im Thurgau sind entsprechende Wegabschnitte oder sogar Bauten eher selten; historische Brücken wie etwa die Eisenbahnbrücke bei Etzwilen/Hemmishofen oder die Brücke bei Bischofszell gehören zu den Ausnahmen. Grundsätzlich wird darauf geachtet, dass die historischen Verkehrswege weiterhin für den Verkehr genutzt werden können. Die Brücke von Eschikofen trug übrigens bis 1954 den Strassenverkehr; dann wurde sie mit einer Betonbrücke ergänzt, über die der grösste Teil des Verkehrs fliesst.
Mit dem Bundesbeitrag werden einerseits die hervorragende Projektvorbereitung unter denkmalpflegerischen Kriterien, andererseits die jahrelangen Bemühungen des Kantons, dem Inventar historischer Verkehrswege zur Geltung zu verhelfen, honoriert. Dass dies an der für die Geschichte des Kantons wichtigen Brücke von Eschikofen erfolgt, ist besonders erfreulich.
Die neue Publikation für die Kantone SG, TG, AR und AI ging Ende April 2018 online. Sie vermittelt Stimmungen und Meinungen aus der Region.
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