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Der Sänger Lou Reed hat sie einst im Lied «Walk on the Wild Side» verewigt: Holly Woodlawn, transsexuelle Muse von Pop-Art-Künstler Andy Warhol, ist tot. Sie wurde 69 Jahre alt.
Woodlawn, geboren als Haroldo Danhakl auf Puerto Rico, starb nach Angaben der «New York Times» vom Montag am Sonntag in Los Angeles an Krebs. Haroldo war mit 16 nach New York gekommen und wandelte sich in der Stadt langsam zu Holly. Sie lebte als Frau, war Tänzerin und Fotomodell, liess aber nie eine Geschlechtsumwandlung vornehmen.
Ihren Künstlernamen setzte sie, so schrieb sie in ihren Memoiren, aus dem Namen der Heldin aus «Frühstück bei Tiffany's» und aus dem Woodlawn-Friedhof in der Bronx zusammen. Paul Morrissey, Warhols Partner beim Filmemachen, wurde auf sie aufmerksam und besetzte sie in den Filmen. Am bekanntesten ist «Trash» von 1970 – der aber nie grosses Publikum fand.
Haroldos/Hollys Weg nach New York wurde später in Lou Reeds Welthit «Walk on the Wild Side» verewigt. Da heisst es gleich zu Beginn: Holly kam aus Miami, machte trampend ihren Weg durch die USA, zupfte auf dem Weg ihre Augenbrauen, rasierte ihre Beine, und schon war er eine sie, «she said, hey babe, take a walk on the wild side».
(sda/dpa)
John Webber wurde als Sohn des Schweizers Abraham Wäber (1715-1780) und der Engländerin Mary Quant in London geboren. Sein Vater war ein Berner Bildhauer, der aus einer wohlhabenden Händlerfamilie stammte und in seiner Jugend nach Grossbritannien ausgewandert war. Dass der junge John künstlerisch begabt war, wurde schon früh klar, und so schickten ihn die Eltern im Alter von sechs Jahren nach Bern. Er verbrachte seine Kindheit in Künstlerkreisen mit seiner Tante väterlicherseits Rosina Wäber (1712-1787), die Schwägerin und gute Freundin des bekannten Kunsttischlers Mathäus Funk (1697-1783). Seine Tante verschaffte Webber eine Lehrstelle beim Maler Johann Ludwig Aberli (1723-1786) in Bern, wo er von 1767 bis 1770 arbeitete.