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Der Hallenumgang mit der Wendelinskapelle
Der Hallenumgang grenzt den öffentlichen Wallfahrtsbereich von jenem des Klosters ab.
46 Bögen umstellen den Kirchplatz in einem ungleichseitigen Viereck und gestalten einen Prozessionsweg von einem Seitenportal der Kirche zum anderen. Die massiven Aussenmauern erheben sich, von weitem sichtbar, burgähnlich hoch über den Felsen. Aus der Baugeschichte kommt hervor, dass 1621 der Vertrag zur Errichtung des Bauwerks unterzeichnet wurde.
Zuerst wurde das Kloster gebaut, nach und nach auch die Joche des Hallenumgangs. 1656 wurden die letzten bezahlt. Kaspar Meglinger, der Maler des Bilderhimmels in Hergiswald und des Totentanzes auf der Spreuerbrücke in Luzern, erhielt den Auftrag, den Hallenumgang auszumalen und die Wappen des Stifters an der Decke anzubringen.
Die Bilder aus dem Leben Mariens und des heiligen Franziskus haben sich nicht erhalten und waren 1770 weitgehend verschwunden. Einzig 19 Wappenmedaillons an den Kreuzgratgewölben und ein Bild über dem Fenster des südlichen Flügels sind heute noch zu sehen.
Zwischen 1775 und 1779 malte Josef Reinhart die Bilder neu.