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Kindername für ein Blumenfeld bei der Erlenwiese. Die Wiese ist noch einigen Alteingesessenen ein Begriff. Die Glesli blühten noch in den 1950er Jahren. Die Kinder, welche diesen Namen kannten oder mitprägten, kennen ihn auch heute noch, doch da die Glesli heute fehlen, gibt's keinen Bezug mehr zu heute.
Glesli ist das schweizerdeutsche Wort für Hyazinthen. Dieses Wort wiederum entstammt der griechischen Sprache und bedeutet "schöner Jüngling". Glesli wurden sie genannt, weil es vor vielen Jahrzehnten zur Arbeit im Kindergarten gehörte, diese Knollenblume auf einem speziellen Glaskolben anzusetzen und zum Blühen zu bringen. Der Name des Glases ging also sekundär auf die Blume über.
Ernst Benninger hat die Glesliwiesen in seinem Flurnamenbuch nicht erwähnt, weil er der Auffassung war, dass nur schriftlich überlieferte Fluren mit Ersterwähnung vor dem Jahre 1800 im strengeren Sinne echte Flurnamen wären. Kinderbezeichnungen von Fluren aus seiner Jugendzeit kannet er viele und hat sie mir gegenüber immer wieder bestätigt, auch die Glesliwiesen, doch fand er, dass die Aufnahme von Kinderbezeichnungen in Flurnamenverzeichnisse nicht angemessen wäre, da dies ausufern könnte.
Quellen: - Werner Schnellmann (Existenz der Wiese) - Ernst Benninger (Existenz der Wiese) - Margrit Truninger (sah die Glesli = Hyazinthen im Jahre 1952) - OGS-eigene (Deutung)