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Die deutschsprachige Designelite kritisierte in den 1940er und 1950er Jahren amerikanisches Autodesign. Apologeten wie Max Bill sahen in den üppigen Blech- und Chromformen aus Detroit vor allem eines: sinnlose modische Spielereien, um die Käufer zu verführen. Dabei folgte das Automobildesign auf beiden Seiten des Atlantiks schon früh den Prinzipien der Moderne.
Allemand
1935 baute die sozialdemokratisch regierte Stadt Biel dem amerikanischen Autohersteller General Motors eine Fabrikanlage im Stil des Neuen Bauens. Das mehrmals erweiterte, 1975 stillgelegte GM-Montagewerk ist ein Symbol konträrer Ideologien.
Mit dem Argument, ihr Gebäude sei nach dem Massstab des Fussgängers entworfen, verkauften die Architekten Haefeli, Moser, Steiger dem Bauherrn, der Zürcher Öffentlichkeit und der Baugenehmigungsbehörde ihr 1959–1964 realisiertes Hochhaus. Doch der Bau verdankt der modernistischen Konkurrenz von Architektur und Auto mindestens ebenso viel.
Auf der Suche nach historischen Schweizer Tankstellen mäandert man zwischen publizierten Quellen, Archiven, Befragungen von Denkmalpflegeämtern und Informationen von Erdölfirmen; meistens bleibt es jedoch bei enttäuschenden Ergebnissen. Die Tankstelle scheint in der Architekturforschung auf wenig Interesse gestossen zu sein.
Garagen und Parkhäuser begleiten die Geschichte des Automobils seit seiner Erfindung Ende des 19.Jahrhunderts und prägen das Gesicht unserer Städte und Landschaften bis heute. Sie zeugen von architekturhistorischen Entwicklungen ebenso wie von der gesellschaftlichen Bedeutung des wichtigsten Verkehrsmittels des 20. Jahrhunderts.
Die Bauwirtschaft und die Automobilindustrie haben die kleine Schweiz seit
den 1950er Jahren radikal umgestaltet. Während ein beispielloser Bauboom einsetzte, übertraf das Auto die Bedeutung des Bauens sogar noch: Es wurde zur wichtigsten Erfindung des 20.Jahrhunderts. Als Sinnbild der Moderne regte das Auto bereits
die avantgardistische Architekturtheorie der 1920er Jahre an.
Dass sich der Architekt Charles-Edouard Jeanneret, besser bekannt als Le Corbusier, beim Entwerfen eines Hauses für einen Kubismussammler von Gestaltungsprinzipien des Kubismus hat inspirieren lassen, scheint naheliegend. Die Frage aber ist, wie sich das äussert.
Das Investmenthaus Vontobel sammelt seit rund fünfzig Jahren Kunst, seit sechs Jahren mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Fotografie. Ein Gespräch mit der Sammlungskuratorin Luisa Baselgia über das Kunstengagement der Vontobel, die Herausforderungen einer Corporate Art Collection und Kunstwerke, die bei Vontobel für rote Köpfe sorgen.
In den 1960er Jahren entstand nahe dem Museum der Abegg-Stiftung das private Wohnhaus des Ehepaars Abegg im Stil des oberitalienischen Barock. Ihre Villa wurde eigens zur Aufnahme historischer Bauteile, Wandverkleidungen, Möbel und Kunstwerke konzipiert. Die unverändert erhaltene Einrichtung zeigt, wie Kunstsammler noch im späten 20.Jahrhundert in thematisch gestalteten Period Rooms lebten.
Die Schweiz kann in gewisser Hinsicht als das gelobte Land der Sammler gelten. Seit der frühen Neuzeit wird hier in ganz unterschiedlichen Facetten und unter bürgerlichen, eben nicht aristokratischen Vorzeichen gesammelt.