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Im Herzen der mittelalterlichen Stadt ragt das Chenaux Schloss den Neuenburgersee hervor. Gebaut ab 1284, sind von den 3 Türmen nur einer erhalten geblieben: der heutige Taubenschlag.
Das Schloss von Chenaux, Castrum de Canalibus, verdankt seinen Namen den breiten Gräben, die es schützten. Es wurde 1284 von Pierre d'Estavayer und seinem Bruder Guillaume nach dem Vorbild des "Savoyenplatz" gebaut.
Im Jahre 1432 von Humbert dem Bastard gekauft, wird die Burg in eine Festung verwandelt, die durch eine umlaufende Einfriedung und zwei Backsteintürme ergänzt wird. Um gegen die Leute von Estavayer-le-Lac zu gewinnen, teilte Humbert den großen Turm auf der Stadtseite durch eine mächtige Verteidigungsburg an der Vorderseite des Grabens. Diese sehr gut verteidigte Burg blieb jedoch leer, da Humbert 1443 starb und den Innenausbau nicht vollenden werden konnte.
Im Jahre 1454, nach Humberts Tod, wurde das Schloss von Jacques d'Estavayer gekauft, der auch die Herrschaft übernahm. Aber das Schloss, geschmückt mit seinen neuen Befestigungen, ist eine zu schwere Last. Jacques d'Estavayer-Chenaux verschuldet sich beim Freiburger Krankenhaus. Im Jahre 1475, nach der Einnahme von Estavayer durch die Eidgenossen, eroberte Freiburg das Schloss, das fortan seine Residenz wurde. Das Schloss, noch im Besitz des Staates Freiburg, erfüllt weiterhin die gleichen administrativen Funktionen wie bisher, die Präfekten folgten den Gerichtsvollziehern.
Besuch:
Man kann nur die Gärten besichtigten. Um den Turm des Bergfrieds zu besteigen, muss man den Schlüssel bei der Präfektur anfordern oder eine Führung beim Tourismusbüro buchen (026 662 66 80).
Öffnungszeiten der Präfektur :
- Montag-Freitag 8.00-11.30 Uhr
- Dienstag 14.00-17.00 Uhr
Parkplatz:
- Rue du Château (kostenlos 2 Stunden)
- Amarante (unbegrenzt, 5 Minuten zu Fuß)