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2021 Lateinamerika
HONDURAS: SOLIDE NAHRUNGSGRUNDLAGEN FÜR KLEINBAUERN
HEKS, Zürich
Der Süden von Honduras liegt in einem Trockengürtel, in dem die klimatischen Bedingungen für die Nahrungsmittelproduktion sehr schwierig sind. Die Kleinbauernfamilien verfügen nur über sehr wenig Land und die Erträge reichen oft nicht für die Selbstversorgung aus. Das Projekt fördert eine agrarökologische Produktion, die besser an die klimatischen Bedingungen angepasst ist, die Verbesserung des Zuganges und Nutzung des Wassers sowie den Aufbau eines Verarbeitungsbetriebes für Fruchtsäfte. Ein Teil der Produkte wird in Schulen abgegeben werden, um die Ernährungssituation der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Eine weitere wichtige Projektkomponente ist die Entwicklung eines Kreditsystems für Bauernfamilien und Kleinstunternehmen.
Unterstützungssumme: 30'000 Franken
NICARAGUA: MANGROVENWÄLDER SCHÜTZEN
Vivamos Mejor, Bern
Die meisten Einwohner im Naturschutzgebiet des Fluss deltas «Estero Real» leben vom Crevettenfang, der Holzgewinnung oder arbeiten auf Monokulturplantagen. Daneben bewirtschaften sie für den Eigenbedarf kleine Felder mit Bohnen und Mais. Das Delta versorgt das umliegende Departement Chinandega mit Wasser. Aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Produktion trocknen Quellen aus und Süsswasserreserven versalzen infolge Abholzung der Mangrovenwälder. Mit dem Projekt erheben lokale Fachpersonen aktualisierte Daten für den Wassergebietsplan und schulen die Behörden, 230 Familien und Grossunternehmen. Gemeinsam erarbeiten sie Massnahmen zur Wiederaufforstung, zum Erhalt des Flussdeltas und verbessern Trinkwassersysteme.
Unterstützungssumme: 30'000 Franken
PARAGUAY: MUSIKPROJEKT FÜR BENACHTILIGTE KINDER
Jesuiten Weltweit, Zürich
2002 gründete der Dirigent und Komponist Luis Szarán das Musikprojekt mit dem Gedanken: «Wer tagsüber Mozart spielt, wirft nachts keine Fensterscheiben ein.» Denn «Sonidos de la Tierra» ist mehr als Musik – es gibt den Jugendlichen Werte und Selbstvertrauen mit auf den Weg und fördert die Gemeinschaft. Bei den Musikproben und Konzerten lernen die Jugendlichen, Rücksicht zu nehmen, ebenso wie Disziplin und Durchsetzungsvermögen. So gelingt es ihnen, «Nein» zu sagen zu Gewalt und Kriminalität. Musik verändert das Leben benachteiligter Kinder in Paraguay – auf der Strasse, in armen Dörfern und auf der Müllhalde. Mittlerweile in 120 Dörfern.
Unterstützungssumme: 30'000 Franken
KOLUMBIEN: HEILPÄDAGOGISCHES ZENTRUM FÜR KINDER MIT BEHINDERUNG
Grupo Colombo-Suizo de Pedagogia Especial, Winterthur, www.grupos.org, www.aluna.org.co
Das heilpädagogische Zentrum ALUNA setzt sich mit dem Projekt «ALUNA Móvil» für die Förderung von kleinen Kindern (0 bis 7 Jahre) mit einer Behinderung in der Stadt Cartagena, Kolumbien, ein. Fast die Hälfte der Bevölkerung dieser Stadt lebt in Armut. Mit «ALUNA Móvil» wird mittels Hausbesuche bei Familien mit einem behinderten Kind dessen Entwicklung, Selbstständigkeit und Gesundheit gezielt gefördert. Zudem werden die Eltern – meist die Mütter – für eine liebevolle Beziehung zum Kind gestärkt. Ein solches «ALUNA Móvil»-Team besteht aus zwei heilpädagogischen Früherzieherinnen, einer Sozialarbeiterin und bei Bedarf einer Therapeutin.
Unterstützungssumme: 30'000 Franken
ECUADOR: NACHHALTIGE LANDWIRTSCHAFT AM VULKAN CHIMBORAZO
Swissaid, Bern
Im Anden-Hochland der Region Chimborazo leben 98% der indigenen Bevölkerung unter der Armutsgrenze; die Nutzungsflächen der Kleinbauernfamilien sind winzig und wegen des steilen Geländes schwer zu bewirtschaften. Darüber hinaus fehlt es an Bewässerungssystemen. SWISSAID leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Die Organisation unterstützt die Bäuerinnen und Bauern bei der Einführung einer nachhaltigen und umweltschonenden Landwirtschaft und beim Zugang zu sauberem Wasser. Sie werden in agroökologischem Anbau geschult, Holzsparöfen werden installiert und generell die Rolle der Frauen gestärkt.
Unterstützungssumme: 30'000 Franken
BOLIVIEN: EIN LEBEN IN WÜRDE FÜR KLEINBAUERNFAMILIEN
Mission21, Basel
Das Projekt setzt sich für die Ernährungssicherung im Nordwesten des Departements «La Paz» ein. Das abgelegene und schlecht erschlossene Gebiet gehört zu den ärmsten Regionen Boliviens. Hier arbeitet die Stiftung FUNDAPIM. Sie engagiert sich für eine integrale und nachhaltige Entwicklung, welche die Kultur der lokalen Bevölkerung respektiert und einbezieht. Verschiedene Massnahmen steigern die landwirtschaftliche Produktivität. Der Verkauf der produzierten Überschüsse verbessert das Familien einkommen. Der ganzheitliche Ansatz unterstützt die indigene Bevölkerung der Gemeinden Combaya und Tacacoma dabei, wirtschaftliche und natürliche Ressourcen so effizient und umweltschonend wie möglich zu nutzen. Das Gebiet umfasst Höhenlagen zwischen 2’000 und 4’000 Metern. Es besteht daher auch aus verschiedenen Klima- und Vegetationszonen.
Unterstützungssumme: 30'000 Franken