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The Front Page
Regie: Billy Wilder
Darst.: Jack Lemmon, Walter Matthau, Susan Sarandon, Vincent Gardenia, David Wayne, Allen Garfield, Austin Pendleton, Charles Durning, Herb Edelman, Martin Gabel u.a.
Der Reporter Hildy Johnson ist gerade daran, den Journalismus aufzugeben, um ein «normales Leben» zu führen und seine Verlobte Peggy Grant zu heiraten, als seine Pläne zunichte gemacht werden. Er erfährt, dass sein Chefredaktor Walter Burns, der ihn unbedingt behalten möchte, in dunkle Machenschaften verwickelt ist und dass einem zum Tode Verurteilten, über dessen Prozess er in der Vergangenheit ausführlich berichtet hatte, die Flucht gelang. Der drittletzte Film in der umfangreichen Filmografie des Jahrhundertregisseurs Billy Wilder ist eine filmische Adaption des gleichnamigen Bühnenstücks von Ben Hecht und Charles MacArthur aus dem Jahr 1929. Bereits 1931 war der unverwüstliche Stoff von Lewis Milestone und 1940 noch einmal von Howard Hawks als «His Girl Friday» verfilmt worden. Unter der Regie von Billy Wilder wird die Screwball Comedy der Originalvorlage zu einer Slapstick-geladenen, bitterbösen Satire auf Journalismus und Justiz und deren Verhältnis zu Geld, Macht und Ruhm. Und obwohl Wilder die Handlung in den späten 1920er-Jahre beliess, ist die Atmosphäre des Films, der in Deutschland unter dem Titel «Extrablatt» in die Kinos kam, von den Erfahrungen der 1970er geprägt: Watergate, Vietnam, Studentenrevolte. Wilders bevorzugtes und bereits aus früheren Werken hervorragend eingespieltes Schauspielerduo Jack Lemmon und Walter Matthau als Hildy Johnson und Walter Burns liefert sich hier erneut zum Schreien komische Wortgefechte. Zusammen mit der damals ganz am Anfang ihrer Karriere stehenden Susan Sarandon als Peggy Grant laufen sie zu Hochform auf und machen «The Front Page» zu einem grossartigen Komödienvergnügen. Vincent Canby schrieb in der New York Times: «Es war zu erwarten, dass der grosse Meister Billy Wilder sich früher oder später einmal der Zwanzigerjahre-Chicago-Zeitungsfarce ‹The Front Page› annehmen würde. Und das Resultat zeigt, dass Billy Wilder einen unglaublichen Spass an den Details der Journalistenwelt der Zwanzigerjahre gehabt haben muss. (…) Und auch wenn ‹The Front Page› nicht ganz den konstanten Hysterie-Level und die Gagdichte von ‹One, Two, Three› erreicht, haben wir es hier doch mit einer von Wilders besten Komödien zu tun.»