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Entwickelt vom Signal Corps Laboratories Fort Monmouth, New Jersey; hergestellt für das U.S.Signal Corps von verschiedenen Herstellern.
Der Empfänger BC-312 wurde im zweiten Weltkrieg von verschiedenen Herstellern in Lizenz für das US Signal Corps gebaut und wurde in verschiedenen Funkstationen als Stationsempfänger eingesetzt.
In der Schweizer Armee kam der Empfänger in der Funkstation SE-402 / SM 46, einer als Surplus erworbenen amerikanischen SCR-499/A zum Einsatz.
Der Empfänger BC-312 besitzt ein stabiles Metallgehäuse, er misst 46 x 23 x 24 cm und bringt 22 kg auf die Waage.
Der BC-312 ist zur Versorgung mittels 12 - 14 V Gleichstrom von einer Fahrzeugbatterie konzipiert, die Anoden - Hochspannung wird von einem „Dynamotor“, einem rotierenden Umformer, erzeugt.
Der BC-312 wurde oftmals als Teil der Kurzwellenfunkstation SCR-499/A eingesetzt, welche für den Fernbetrieb vorgesehen war. Am Fernbetriebsstandort wurden die Signale mit dem BC-312 empfangen und das Signal im Sendebetrieb über eine Feldtelephonleitung zum Sender übertragen. Am Senderstandort kommt ein zweiter Empfänger, der netzbetriebene technisch dem BC-312 sehr ähnliche BC-342 zum Einsatz.
Die Frequenzskala ist in der Mitte der Frontplatte lokalisiert. Eine mechanische Blende gibt den Blick nur auf den Teil der rotierenden Frequenzskala frei, der dem eingestellten aktiven Frequenzband entspricht.
Der Bandschalter ist links unterhalb des Skalenfensters angeordnet, der Grobabstimmknopf „FAST TUNING“ rechts unterhalb der Skala. Schräg darüber findet sich der Feinabstimmknopf „VERNIER“, der mit der Abstimmung mechanisch gekoppelt ist und über eine Arretierfunktion verfügt.
In der rechten unteren Ecke der Frontplatte findet sich der Steckverbinder für die Signale von der Funkstation SCR-499/A, der Hauptschalter, der mit der manuellen (M.V.C.) und der automatischen (A.V.C.) HF - Verstärkungsregelung kombiniert ist und der Sende- Empfangsumschalter.
Der Lautstärkeregler, der Schalter für den BFO zum Empfang von SSB und Einseitenbandaussendungen und der BFO-Tonhöhenregler finden sich alle in der rechten oberen Ecke der Frontplatte; der Regler der Skalenbeleuchtung findet sich zur Rechten und der für die Antennen- Abstimmung zur Linken des Skalenfensters.
In der linken oberen Ecke der Frontplatte findet sich ein koaxialer und ein Langdrahtantennenanschluss, eine Klemme für die Erdleitung in der linken unteren Ecke der Empfängerfront.
Zum Betrieb des Empfängers muss er mit der korrekten Betriebsspannung verbunden werden; die Antenne und die Erdleitung werden an den entsprechenden Klemmen angeschlossen. Der Betriebsschalter soll auf RECEIVE und der Hauptschalter auf A.V.C stehen, woraufhin das Brummen des Umformers hörbar werden sollte.
Mit dem Bandschalter wird der Bereich 5000-8000 kHz gewählt, nun wird mit dem Haupt - Abstimmknopf das Signal der „Deutschen Welle“ aus Köln in der Nähe der 6,075 MHz Markierung gesucht. Mit der Feinabstimmung „VERNIER“ kann das Signal dann auch Maximum eingestellt werden. Mit dem Lautstärkeregler wird die Lautstärke angepasst, der BFO-Schalter „C.W. OSC“ sollte in der OFF - Position stehen, der BFO wird nur zum Empfang von CW oder SSB-Aussendungen, wie sie beispielsweise in den Amateurfunkbändern oft zu hören sind, aktiviert.
Die Bedienelemente erscheinen auf den ersten Blick etwas willkürlich auf der Frontplatte verteilt, der Empfäner mit Konstruktionsjahr 1936 verfügt aber bereits über zahlreiche Features, welche sich in den späteren Allwellenempfängern bis in die sechziger und siebziger Jahre hinein unverändert finden - 1936 wurde bei der Entwicklung eines Empfängers noch weniger Gewicht auf Ergonomie und Designaspekte gelegt.
Der BC-312 ist ein stabiler und zuverlässiger Empfänger, allerdings treten nicht selten Probleme mit dem rotierenden Umformer, der ähnlich wie ein Elektromotor mit gekoppeltem Alternator funktioniert, auf - diese mechanisch beweglichen Komponenten sind am ehesten störanfällig, weshalb die Geräte nicht selten später von Funkamateuren auf Netzbetrieb umgebaut wurden.
|Type||Hersteller||Spannung||beheizter Oszillator||Noise Bal. System||Quarz - Filter||Bemerkungen|
|BC-312__||12 - 14V DC||X||X||X||Dynamotor DM-21-A (90 - 100W)|
|BC-312-A||12 - 14V DC||-||X||X||Dynamotor DM-21 (50 - 50W)|
|BC-312-C||12 - 14V DC||-||X||X||Dynamotor DM-21|
|BC-312-D||12 - 14V DC||-||-||X||Dynamotor DM-21, keine Rauschunterdrückung|
|BC-312-E||12 - 14V DC||-||-||X||Dynamotor DM-21, keine Rauschunterdrückung|
|BC-312-F||12 - 14V DC||-||-||X||Dynamotor DM-21, keine Rauschunterdrückung|
|BC-312-G||12 - 14V DC||-||-||X||Dynamotor DM-21, keine Rauschunterdrückung|
|BC-312-J||12 - 14V DC||-||-||X||Dynamotor DM-21, keine Rauschunterdrückung|
|BC-312-HX||24 - 28V DC||-||-||X||Dynamotor DM-21CX; Röhre 12A6 anstelle der 6F6, zum Break/in-Betrieb G1 der NF-Ausgangsröhre geerdet|
|BC-312-NX||24 - 28V DC||-||-||-||Dynamotor DM-21CX; Röhre 12A6 anstelle der 6F6, zum Break/in-Betrieb G1 der NF-Ausgangsröhre geerdet, keine Temperaturisolation des Oszillatorgehäuses|
|BC-312-L||12 - 14V DC||-||-||-||Dynamotor DM-21; keine Temperaturisolation des Oszillatorgehäuses, Stahl anstelle von Aluminium verwendet für Chassis und Abschirmungen, papier / keramische Kondensatoren anstelle von Mica Kondensatoren|
|BC-312-M||12 - 14V DC||-||-||-||Dynamotor DM-21, identisch zu BC-312-L|
|BC-312-N||12 - 14V DC||-||-||-||Dynamotor DM-21, identisch zu BC-312-L|