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statt u. s. f. Der Name bedeutet «der
Walen (d. h. Wälschen, hier Rätoromanen)
Stad» und zeigt, dass hier ursprünglich Rätoromanen
sassen. So heisst denn der
Ort im romanischen Idiom heute noch
Riva, d. h. «Ufer,
Stad, Landungsplatz»,
der SeeLacRivaun, d. h.
«See von
Riva». Walenstadt hatte unter den
Grafen von Montfort (seit der Mitte des 14. Jahrhunderts), unter
Oesterreich und seit 1460 unter eidgenössischer
Herrschaft immer bedeutende städtische Rechte und einen selbst gewählten
Schultheiss und
Rat.
Ums Jahr 1570 berichtet der Bündner Chronist Campell von dem Städtchen: «In
unsern Tagen ist dasselbe ein lebhafter Stapelplatz für Waren und Reisende, die denSee befahren oder
bei Sturm auf ruhiges Wetter warten». Verheerende Schadenfeuer suchten das Städtchen 1799 und 1861 heim. Die Uferlandschaft
war noch vor hundert Jahren infolge der misslichen Abflussverhältnisse versumpft und ungesund, bis dann das
Linth-Escher-Werk
auch hier die ersehnte Sanierung brachte und das Gelände in einen lachenden
Garten von Obstbäumen, grünen
Matten und fruchtbaren Feldern umwandelte. Als hervorragender Bürger von Walenstadt ist zu nennen der Landeshauptmann
Bernold, der unter dem Pseudonym des «Barden von
Riva» sich auch als Dichter bekannt machte.
Die von
Walenstadt
her in einer Stunde zu erreichende Terrasse hat sich mit ihrem milden Klima, der vor N.-Winden geschützten Lage und der
vollen S.-Exposition rasch zu einem weitbekannten Luftkurort mit Kurhäusern und Pensionen entwickelt.
Hier steht auf dem waldumrahmten
Knoblisbühl das neue st. gallische Sanatorium für Lungenkranke.