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Die Erde als Flache Scheibe07.10.2023
Was beinhaltet die Theorie der flachen Erde? Wie verdreht sie politische und wissenschaftliche Ereignisse, um einen alternativen Diskurs anzubieten? Wie kommt es dazu, dass man sich von dieser Theorie überzeugen lässt? Das mudac veranstaltet einen Themennachmittag, um die Triebkräfte dieser Verschwörungstheorie zu verstehen.
Vorführung von Kubrick, Nixon und der Mann im Mond von William Karel (2003)
14.30–15.30 Uhr
In diesem Mockumentary in Form eines Dokumentarfilms gibt der Regisseur vor, die US-Regierung hätte sich vor einem möglichen Scheitern der Apollo-11-Mission schützen wollen, indem sie mit Hilfe von Stanley Kubrick im Studio Bilder von den ersten Schritten des Menschen auf dem Mond aufnahm.
Gesungene Performance
14.15 und 15.45 Uhr (15 Min.)
Eine gesungene Performance über Flacherde-Propaganda von Ludmila Schwartzwalder (Mezzosopran) und Clément Huber (Klavier).
Um die vielfältige Nutzung der Populärkultur durch die Flacherde-Anhänger zu zeigen, führen die beiden Musiker zwei Lieder auf, die für die Theorie der flachen Erde werben. Das erste – The Nebular Hypothesis – datiert von 1898 und wurde von Lady Elizabeth Blount, einer der ersten weiblichen Vertreterinnen dieser alternativen Theorie, geschaffen. Das zweite wurde zu einem weltweiten YouTube-Hit: Zur Melodie von Hello der Sängerin Adele legt Amber Plaster einen neuen Text vor, der die Theorie der flachen Erde untermauert.
Präsentation der Installation Keep it Flat
16.00–17.00 Uhr
Die beiden Designschaffenden Antoine Foeglé und Emma Pflieger vereinten die verschiedenen materiellen oder informativen Elemente, die von Flacherde-Anhängern als «Beweise» für die Gültigkeit ihrer Theorie verwendet werden. Diese «Beweise», die oft der Populärkultur, religiösen Schriften oder dem gesunden Menschenverstand zu verdanken sind, werden in der Installation Keep it Flat inszeniert. Die beiden Designschaffenden erläutern die Hintergründe dieser Installation in Form einer Weltscheibe und die Wahl des Phantom Ride (Geisterfahrt), um die konspirative Dynamik zu veranschaulichen.
Im Anschluss an die Führung findet eine öffentliche Diskussion statt, in der die Macht der Formen und ihre Inszenierung thematisiert werden, um die Rolle der Ästhetik in den Verschwörungstheorien zu verstehen. Mit den Ausstellungskurator:innen, der Designhistorikerin und Ausstellungskuratorin Alexandra Midal und den Urheber:innen der Installation.