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Vor langer Zeit war es Gang und Gäbe, dass man sich in einer Gruppe vertraute. Es wurden gemeinsame Erinnerungen geschaffen, man beschenkte einander und unterstützte sich gegenseitig. Dies konnte für die Liebe gelten aber auch für Probleme im Leben eines Einzelnen. Aus manchen Gruppen entstanden Gangs, andere hingegen entschieden sich für ein Unternehmen und wiederum andere führten ein Restaurant.
Innerhalb der Familien war es weniger normal, dass man sich im Leben der anderen einmischt. Die Familien selbst waren eher ein Treffpunkt, an dem man sich gegenseitig beraten und Geschenke oder gar Spenden übergeben konnten. Bis zum achten Lebensjahr erklärt die Mutter dem Kind, wie es in der Welt läuft. Normen wie Anstand, Freundlichkeit, Anpassung und Vertrauen seien sehr wichtig. Wer sich nicht daran hielt, wurde ausgegrenzt. Ab dem achten Lebensjahr hatte das Kind die Verantwortung dafür, eine für sich passende Gruppe zu finden. Die meisten bevorzugten jene, die im gleichen Alter waren.
Ein Mädchen namens Hanabi war vor einer Woche fünfzehn Jahre alt geworden. Normalerweise müsste sie sich längst in eine Umgebung eingefunden haben. Doch die vergangenen sieben Jahre waren für sie psychisch sehr anstrengend. Gewalt und Ausgrenzung drohten ihr, wenn sie auf andere zuging - Woran das lag, wusste sie nicht.
Jedes Mal, als sie Misserfolg erlitt, musste sie heftig weinen, denn sie war sehr einsam. Der Wunsch nach Geborgenheit und Freunde prägten das Mädchen so stark, dass sie die Hoffnung unter keinen Umständen verlor.
Wer waren ihre Eltern? Was war sie für ein Mensch? Woher kommt sie? Weshalb wird sie ausgegrenzt? All diese Fragen stellte Hanabi sich. Doch eine Antwort konnte sie nicht finden. Ihre Erinnerungen gingen nur so weit zurück, in der sie in einer Gasse sass, ins Leere blickte und an nichts denken konnte. Sie war weder dazu fähig, gerade zu laufen, noch konnte sie damals ihre Situation verstehen - Ohne Eltern, ohne Freunde und ohne Vergangenheit sass sie da und war mehr als nur einmal kurz vor dem Aufgeben.
Ihre Heimatstadt war dreckig, überfüllt von Menschen und wurde von Armut beherrscht. Nicht nur sie, sondern auch andere hatten absolut keine Ahnung, wohin sie mit sich gehen sollten. Manche verhungerten, andere begingen Suizid. Das Leben dort war unangenehm. Die Medizin war nicht hilfreich. Beinahe jede qualitative Medizin war stets bei den Reichen aufzufinden. Diese verwendeten sie für sich selbst und kaum jemand aus gutem Hause hat sich um diejenigen geschert, die in den armen Städten im Sterbebett lagen.
Hanabi beschloss an jenem Tag, das nächste Dorf aufzusuchen. Sie hatte keine Unterkunft, also auch nur sehr wenig Gepäck. Sie überlebte bisher nur durch Raub. Als sie aufbrach, ging die Sonne gerade auf. Etwa vier Stunden später erreichte sie eine Ortschaft, in der es weniger Menschen als in der Stadt gab. Hanabi fiel ohnmächtig um, als sie in der Mitte des Dorfes ankam.
Die Einwohner machten sich sorgen, denn sie waren alle sehr gutmütig. Sie bekam etwas Wasser und zu Essen. "Wo möchtest du denn hinreisen?", fragte der Bürgermeister des Dorfes. Sie zuckte mit den Schultern und sagte: "Mein Ziel ist kein Ort, es ist ein Gefühl. Ich sehne mich nach Erfüllung und Glück. In meiner Heimatstadt wurde ich ausgeschlossen. Man tat mir Gewalt an und ich finde mittlerweile seit 7 Jahren einfach keine Freunde, die mit mir eine Gruppe gründen möchten.". Auch erwähnte sie, dass sie nicht einmal an ihre Vergangenheit erinnern konnte.
Die Dorfbewohner nahmen sie zu sich im Dorf auf, boten ihr eine Unterkunft an. Einige Jahre später fand sie Arbeit und ihre erste grosse Liebe. Doch diese starb später an einer unheilbaren Krankheit. Kurz darauf sah Hanabi ein grosses Feuerwerk, welches ihrem Liebespartner gewidmet war. In diesem Moment kamen all ihre Erinnerungen wieder auf:
Ihre Eltern beschützten sie, als sie noch ein Kind war. Sie wurden von einem Dieb umgebracht. Jedoch konnte ein Freund von ihnen schwer verletzt Hanabi gerade noch so retten. Auf diese Art und Weise gelang sie im achten Lebensjahr in diese Gasse.
Hanabi beschloss, auf Reisen zu gehen. Sie wollte möglichst viel von der Welt lernen und hoffte weiterhin darauf, Freunde zu finden.