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Die Leute der Gemeinden, die eine Theatervorführung im Mai dieses Jahres erhalten haben, würden eine Weiterführung dieser Kampagne sehr befürworten. Man hat bereits über weiterführende Projekte gesprochen und kann sich vorstellen, dass ein neues Theater vorgeführt werden wird, welches mehr die Bedeutung und Konsequenzen der weiblichen Beschneidung für die Frau thematisiert.
Die Idee wäre ausserdem, dass diese Theatervorführung gefilmt wird und anschliessend ein Kurzfilm daraus entsteht. Dieser kann dann wiederum im Gemeindschaftszentrum gezeigt werden.
Kansundi hat, in Absprache mit unserem Kontaktverein ADST, beschlossen, künftig zu wichtigen Themen Sensibilisierungskampagnen in der Region zu unterstützen. Als erstes wichtiges Thema wurde die weibliche Genitalverstümmelung bestimmt. Obwohl sie in Burkina Faso, als einer der ersten Staaten Afrikas, rechtlich seit 1996 verboten ist, wird die Genitalverstümmelung bei Mädchen noch immer durchgeführt, vor allem in ländlichen Regionen.
Auf Vorschlag von ADST wurde von einer lokaler Theatergruppe ein ca. 30minütiges Theater zum Thema vorbereitet. Theater sind allgemein sehr beliebt und eine gute Kommunikationsform in Burkina Faso, vor allem auch in Gebieten, in denen viele Personen nie zur Schule gegangen sind und deshalb weder lesen noch schreiben können. Ziel des Theaters und der darauffolgenden Diskussion war, die Bevölkerung auf die Gefahren und Konsequenzen aufmerksam zu machen. Von Vielen wird die Praxis heute vor allem aus Unwissen noch weitergeführt. Unterstützt und begleitet wurde die Theatergruppe vom regionalen Minister für "Frauen, nationale Solidarität und Familie“.
Im März wurde das Theater in 6 Dörfern der Gemeinde Matiacuali, zu der Toussiegou gehört, aufgeführt. Über 1000 Interessierte haben eine der Vorstellungen besucht und teilweise rege an den darauffolgenden Diskussionen teilgenommen. Insgesamt stiess die Kampagne auf offene Ohren.
Zudem nahmen 10 Mitglieder von ADST an einem zweitätigen Seminar zum Thema teil, das vom Ministerium für Frauen, nationale Solidarität und Familie durchgeführt wurde. Ziel war es, die Mitglieder zum Thema aufzuklären und sie auszubilden, damit sie in Zukunft Ansprechpersonen für die Dorfbewohner sein können. Sie wurden unter anderem darauf vorbereitet, für die Aufhebung bzw. Einschränkung der Praxis zu argumentieren.
Dies waren erste Schritte in eine gute Richtung. Es ist klar, dass sich eine schon so lange andauernde Tradition nicht von einem Tag auf den anderen aufheben lässt. Wir werden zusammen mit ADST das Thema weiterverfolgen und gegebenenfalls weitere Aktivitäten in Angriff nehmen.