Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03490.jsonl.gz/1589

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren die Erfindung der Taschenuhr (das Nürnberger Ei, wie sie im Volksmund bezeichnet wird) und
der Nürnberger Schlossermeister Peter Henlein untrennbare Begriffe.

In Schulbüchern, Fachliteratur und selbst in Lexika fand man diese Angaben. Inzwischen hat man sie als Legende erkannt, denn Enrico
Morpurgo konnte anhand von Gemälden nachweisen, dass es tragbare Uhren (montre fantaisie, wie sie die Franzosen nennen) bereits vor
Peter Henleins Zeit gab, diese also schon inder 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in Gebrauch waren. Die Taschenuhr ist kein bewusst entwickelter
Uhrentyp, sondern sie hat sich aus dem ständigen Drang nach Verkleinerung des Zeitmessers 'Uhr' überhaupt ergeben.
Diese Rubrik beschäftigt sich mit den wichtigsten Erfindungen rund um die Taschenuhr. Einerseits mit denjenigen, die es überhaupt
ermöglichten, eine Uhr in der Grösse der Taschenuhr bauen zu können, andererseits mit denen, welche Genauigkeit, Langlebigkeit,
Zuverlässigkeit, Funktionalität usw. ständig verbesserten.
Im Wesentlichen sind das die Erfindungen der Aufzugsfeder, derjenigen zum Ausgleich der ungleichen Federkraft, der Spiralfeder und der
verschiedenen Hemmungsarten.
Erfindungen bzw. die Entwicklung der Taschenuhr aus Sicht von nicht technisch orientierten Sammlern werden in der
Rubrik >Die Geschichte der Taschenuhr behandelt.

Peter Henlein (1480-1542) bei einer Demonstration seines 'Nürnberger Eis'