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Das Leben von rund 59’805 von der Dürre und von Fluten betroffenen Menschen in den Distrikten Moyale und Dhas soll geschützt und deren Lebensgrundlage in Zusammenarbeit mit der lokalen Organisation ACORD gesichert werden. Nebst der sofortigen Nothilfe profitiert die lokale Bevölkerung auch von Sensibilisierungsmassnahmen durch das spezialisierte WASH-Team der Caritas Schweiz. Um die Eigenverantwortlichkeit der Menschen zu stärken, werden die begünstigten Gemeinden möglichst aktiv in Entscheidungsprozesse und die Umsetzung der Massnahmen eingebunden.
Das Projekt umfasst die folgenden Aktivitäten:
Die Dürre hat zu grossen Ernteausfällen und Nahrungsmittelknappheit geführt. Um die dringendsten Bedürfnisse zu decken, erhalten 245 besonders stark betroffene Haushalte Bargeld für den Kauf von dringend benötigten Lebensmittel. Ausserdem werden an 397 schwangere Frauen und stillende Mütter sowie an 299 mangelernährte Kinder unter fünf Jahren spezielle Nahrungsergänzungsmittel verteilt. Frauen und Mädchen, die meist für das Kochen zuständig sind, werden zudem über die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung aufgeklärt.
Auch die wirtschaftliche Situation der meisten Haushalte ist prekär. Mit dem Ziel, 348 Haushalten zugleich eine Möglichkeit zur Aufbesserung ihres bescheidenen Verdienstes zu bieten und langfristig verbesserte Lebensbedingungen für rund 13'500 Haushalte herzustellen, sollen rund 475 Hektar Weideflächen sowie drei Teiche und Flachbrunnen rehabilitiert werden.
Aufgrund der Dürre und den flutartigen Regenfällen fehlt es vielerorts an sauberen Trinkwasser. Offenen Teiche und Brunnen, die lange als Trinkwasserquellen dienten, sind meist verschmutzt. Das Projektteam verteilt deshalb vor Ort Wasserreinigungschemikalien an 9'535 Haushalte beziehungsweise 47'675 Personen, die damit für die nächsten Monaten Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten. Um den sachgemässen Gebrauch der Wasserreinigungschemikalien zu gewährleisten, werden die Empfänger in der richtigen Anwendung geschult. Zur Kontrolle der richtigen Anwendung und somit der Wasserqualität führt das Projektteam Wassertests durch.
Ausserdem saniert Caritas sechs Handpumpen vor Ort. Damit erhalten 2'000 Haushalte und damit insgesamt 10'000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Um die nachhaltige Funktionsfähigkeit der Trinkwasserquellen zu gewährleisten, werden auf Gemeindeebene Komitees gegründet. Diese werden einerseits in der Instandhaltung geschult, andererseits aber auch bezüglich der korrekten Hygiene- und Sanitärpraktiken instruiert, um das Trinkwasser vor Verschmutzung zu schützen.
Um Durchfallerkrankungen wie der Cholera vorzubeugen und die Hygiene- und Sanitär-Praktiken der lokalen Bevölkerung zu verbessern, bildet Caritas 22 lokale Gesundheitshelfer aus. Sie unterstützen das Projektteam dabei, die lokale Bevölkerung über die Zusammenhänge von Gesundheit und Hygiene-Praktiken aufzuklären und damit das Risiko der Ausbreitung von Krankheiten zu reduzieren. Die Gemeinden werden durch die Mitarbeiter ausserdem darin unterstützt, eigene Aktionspläne zur Verbesserung der Hygienesituation und der Sanitäranlagen auszuarbeiten, um die erreichten Verbesserungen auch nachhaltig zu verankern.