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Erstmals seit 2015 steht in der NHL kein Schweizer im Final um den Stanley Cup. Timo Meier schied mit den San Jose Sharks in den Halbfinals gegen St. Louis Blues aus und verpasste damit, was in den letzten Jahren Mirco Müller (San Jose Sharks/2016), Mark Streit (Pittsburgh Penguins/2017), Roman Josi, Yannick Weber und Kevin Fiala (alle Nashville Predators/2017) sowie Luca Sbisa (Vegas Golden Knights/2018) geschafft hatten.
Im sechsten Spiel der Best-of-Seven-Serie verloren die Sharks gegen die St. Louis Blues auswärts 1:5 und damit die Serie mit 2:4 Siegen. Damit steht St. Louis erstmals seit 49 Jahren und zum vierten Mal insgesamt im Stanley-Cup-Final. Dort treffen die Blues auf Boston Bruins. Das erste Spiel findet nächste Woche in der Nacht auf Dienstag in Boston statt.
Während Boston den Stanley Cup schon sechs Mal gewann, reichte es St. Louis bislang noch nie zum Triumph. In den drei bisherigen Finals gewannen sie sogar nicht einmal ein einziges Spiel; 1968 und 1969 blieben sie jeweils gegen die Montreal Canadiens sieglos, 1970 gegen die Boston Bruins.
Auf dem Weg in den Final ragte Ryan O'Reilly mit drei Assists heraus. Die Gastgeber waren zweimal in Überzahl erfolgreich. Für die ersatzgeschwächten Sharks, die verletzungsbedingt auf Top-Verteidiger Erik Karlsson sowie auf Captain Joe Pavelski und dessen Stürmer-Kollege Tomas Hertl verzichten mussten, traf Dylan Gambrell zum zwischenzeitlichen 1:2 (27.). Der Appenzeller Stürmer Timo Meier verliess das Eis mit einer Minus-2-Bilanz und blieb zum dritten Mal in Folge ohne Skorerpunkt.
Meier betrieb aber in dieser Saison trotz Verpassen des Finals beste Eigenwerbung für die anstehenden Vertragsverhandlungen. Der WM-Silbermedaillengewinner des Vorjahres mit der Schweiz ist in der NHL seit dieser Saison Schweizer Qualifikations- und auch Playoff-Rekordskorer. Die Saison beendete der dynamische Flügelstürmer mit einem Total von 35 Toren und insgesamt 81 Punkten.
In der Qualifikation Meier bereits die Bestmarke von Mark Streit gelöscht, die elf Jahre Bestand hatte. Meier erzielte in 74 Spielen 30 Tore und holte total 66 Punkte. In den Playoffs folgten 15 Skorerpunkte (5 Tore/10 Assists) aus 20 Spielen. Meier löste dadurch als Rekordhalter Roman Josi ab, der vor zwei Jahren beim Final-Vorstoss mit den Nashville Predators 6 Tore und 14 Punkte aus 22 Spielen verbucht hatte.
Im Moment des Ausscheidens überwog bei Meier trotzdem die Enttäuschung. "Diese Rekorde bedeuten mir nicht viel. (...) Mein Ziel war es, den Stanley Cup zu gewinnen. Diese Werte wären schön, wenn wir den Titel geholt hätten", sagte er gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF.
(sda)