Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03514.jsonl.gz/1416

Externer Inhalt
Miami - Warten auf den Sturm: Hurrikan "Earl" ist am Freitag im Atlantik am US-Staat North Carolina vorbei in Richtung Neuengland gezogen. Vor allem Massachusetts bereitete sich auf Sturmschäden und hohen Wellengang vor.
Die Sturmwarnung fällt ausgerechnet auf den Beginn eines verlängerten Feiertag-Wochenendes. Dieses beschert Massachusetts zum Sommerende normalerweise noch einmal gute Geschäfte mit Touristen.
Meteorologen erwarten zwar nicht, dass "Earl" direkt über Land ziehen wird. Allerdings hielten sie es für möglich, dass "Earl" auf seinem Weg gegen Norden einen kleinen westlichen Schwenk macht: Dann könnte sein Zentrum in der Nacht zum Samstag über Cape Cod hinwegziehen, ein Ferienparadies mit vielen prominenten Gästen.
Dort hatte erst in der vergangenen Woche US-Präsident Barack Obama Ferien gemacht. Die Behörden riefen für Massachusetts vorsorglich den Notstand aus.
Aufatmen in North Carolina
North Carolina konnte dagegen bereits aufatmen: "Earl" zeigte sich gnädig und brachte nur heftige Regenfälle. Der Sturm blieb so weit von der Küste entfernt, dass grössere Schäden ausblieben. Dennoch türmten sich an der Küste zehn Meter hohe Wellenberge.
Den Outer Banks, einer ebenfalls als Touristenzentrum bekannten vorgelagerten Inselkette, bescherte der Sturm vor allem Überflutungen und Stromausfälle.
Auf manchen Strassen stand das Wasser einen halben Meter hoch, berichtete der US-Sender CNN. Die meisten Feriengäste waren zuvor einem Evakuierungsaufruf gefolgt und hatten sich auf dem Festland in Sicherheit gebracht. Insgesamt waren mindestens 100'000 Menschen vor dem Wirbelsturm von den Küsten North Carolinas ins Hinterland geflohen.
Grosse Landstriche bedroht
"Earl" hatte sich am Donnerstag zu einem Hurrikan der Kategorie zwei abgeschwächt, zog aber nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde an North Carolina vorbei. Es wurde erwartet, dass er sich am Freitag über kälterem Wasser weiter abschwächt.
Dennoch könnten gemäss der US-Statistikbehörde rund 26 Millionen Menschen in den kommenden zwei Tagen die Auswirkungen von "Earl" spüren. Seit 1991 hat kein Sturm an der Küste von North Carolina bis Neuengland so einen grossen Landstrich bedroht.
SDA-ATS