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China führt Rauchverbot in öffentlichen Räumen ein
In China ist das Rauchen in öffentlichen Räumen seit Sonntag verboten. Mit dem Rauchverbot, das fortan unter anderem in Restaurants, Bars und Spitälern gilt, will sich die Volksrepublik den Vorschriften zur Gesundheitsvorsorge von Industrieländern annähern.
Peking. – Es ist allerdings unklar, inwieweit sich die neue Regelung überhaupt durchsetzt, da etwa 300 Millionen von insgesamt 1,3 Milliarden Chinesen rauchen und Zigaretten sowie Tabak sehr billig sind. Berichten zufolge soll zudem das Rauchen in Büros erlaubt bleiben.
Der Tabakkonsum ist in China sehr weit verbreitet: Unter Männern ist es beispielsweise gängig, sich zur Begrüssung eine Zigarette anzubieten. Ebenso üblich ist es, sich in Fahrstühlen, in Warteräumen von Spitälern oder in Bussen einen Glimmstängel anzuzünden.
Jedes Jahr sterben mehr als eine Million Menschen in China an den Folgen des Nikotinkonsums. Experten befürchten, dass sich diese Zahl bis 2030 verdreifacht.
Die Volksrepublik ist der weltgrösste Produzent und Konsument von Tabakwaren. Die chinesische Regierung hatte vor fünf Jahren die Rahmenkonvention zur Bekämpfung des Tabakkonsums der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterzeichnet und war damit zur Einführung des Rauchverbots bis zum Jahresbeginn 2011 verpflichtet.
Berichten zufolge verzögerte sich die Umsetzung des Vorhabens aber durch eine fehlende Gesetzgebung auf nationaler Ebene, bürokratische Hürden und nicht zuletzt durch die in China weit verbreitete Nikotinsucht. (sda)
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US-Klimabeauftragter Kerry hofft auf mehr Ambitionen Chinas
Der US-Klimabeauftragte John Kerry hofft beim Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) im Oktober in Rom auf weitere Verpflichtungen zum Klimaschutz. «Es wird die Gelegenheit sein, um zu kontrollieren, was die umweltschädlichsten Länder tun und darüber hinaus diejenigen, die nicht viel hinsichtlich neuer Ambitionen auf unserem Klimagipfel geboten haben», sagte Kerry im Interview der italienischen Zeitung «La Stampa» (Samstag). Das G20-Treffen sei daher ein sehr wichtiger Punkt auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow im November.