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|Abt Bernwig (837-840/41)

Abt Bernwig
Bernwig, 837-840/841. Bernwig erscheint in den St.Galler Urkunden öfter als Zeuge, zwischen 8o9 und 826 häufig als Urkundenschreiber und zwischen 827 und 831 mehrfach als Dekan. Der gleichnamige Profeßeintrag wie auch die Nennung im Reichenauer Verbrüderungsbuch dürften mit ihm zu identifizieren sein. Als Abt wird er am 25.5.837 erstmals urkundlich erwähnt. Die letzte Urkunde, in der er als Abt genannt wird, datiert vom 22.10.839. Wie Ratpert erzählt, ist Bernwig mit der Erlaubnis Kaiser Ludwigs und auf den Wunsch seines Vorgängers Gozbert zum Abt gewählt worden. Im Streit zwischen den Söhnen Kaiser Ludwigs stellte er sich auf die Seite Lothars. Doch diese Stellungnahme kostete ihn nach dem Sieg Ludwigs des Deutschen über Alemannien sein Amt. Die Absetzung muß in der Zeit vom August 84o bis April 841 stattgefunden haben, denn Ludwig ist nach dem Tode seines kaiserlichen Vaters zu diesem Zeitpunkt erstmals Herr über Alemannien. Außerdem beginnt Bernwigs Nachfolger im ersten Regierungsjahr Kaiser Lothars (20.6.840-19.6.841) als Abt zu urkunden. Er starb an einem 8.12. eines unbekannten Jahres.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)