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Gastgebende mit leeren Händen
Mehr als 920'000 vertriebene Rohingya leben zurzeit in Unterkünften für Geflüchtete in der Region um Cox’s Bazar in Bangladesch. Sie mussten ihr Heimatland Myanmar verlassen und sind vollständig auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Der Zustrom von Flüchtenden übt immensen Druck auf die bestehenden Gastgemeinden und die dicht besiedelte Region aus, in der Naturkatastrophen häufig vorkommen. Deshalb sind inzwischen auch rund 440'000 Personen der Gastgemeinden selbst auf humanitäre Hilfe angewiesen. Sie waren schon früher arm, aber die Aufnahme der Rohingya-Geflüchteten hat ihre Situation weiter verschlechtert und belastet die Beziehungen zwischen den beiden Gemeinschaften.
TearFund Schweiz hilft mit einer lokalen Partnerorganisation diese Situation zu verbessern.
Schwerpunkte des Projektes sind:
- Verbesserte Nahrungsmittelversorgung der Gastgemeinden.
- Bessere Gesundheit und Ernährung der schwangeren und stillenden Frauen sowie der Kinder unter zwei Jahren.
- Verbesserter Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und Hygiene.
- Förderung des politischen Mitspracherechts der Gastgemeinden, damit diese sich für Dienstleistungen und lokale Ressourcen einsetzen können, welche sie zum Überleben benötigen.
- Förderung des friedlichen Zusammenlebens und des Vertrauens zwischen den Gastgemeinden und den Rohingya-Geflüchteten.
Natürliche Ressourcen sind knapp
Bereits vor dem Zustrom der Geflüchteten war die Region durch Hunger bedroht. Die Region ist für seine Fischerei bekannt, aber wiederholte Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Flutwellen und der hohe Salzgehalt des Wassers gefährden die Bevölkerung. Aktuell leiden mehr als 90 % der Gastgemeinden Hunger oder sind unterernährt. Die allgemeine Lage verschlechtert sich weiter, weil die landwirtschaftlich nutzbare Fläche weiter abnimmt:
Der Zustrom von Menschen verringert die für die Landwirtschaft verfügbaren Flächen.
Mehr als 90 Hektaren Ackerland rund um die Geflüchteten-Unterkünfte können aufgrund der Verschmutzung durch Abfälle und Exkremente nicht mehr bewirtschaftet werden.
Der steigende Bedarf an Wasser und die Installation der zusätzlich benötigten Brunnen in den Geflüchteten-Unterkünften haben dazu geführt, dass der Grundwasserspiegels stetig sinkt. Das wiederum verursacht die unzureichende Bewässerung von Feldern und rund 380 weitere Hektar Land sind nicht mehr bewirtschaftba.
Rund acht von zehn Personen der Gastgemeinden trinken verschmutztes Wasser. Dieses kann Erreger von Erkrankungen wie Cholera enthalten und ist besonders für schwangere Frauen und Kinder gefährlich.
Stärken Sie die Gastgeber damit sie weitergeben können
Nur die Stärkung der lokalen Bevölkerung kann die humanitäre Krise nachhaltig überwinden. Unsere Partnerorganisation vor Ort sorgt für ein friedliches Zusammenleben und bietet Nahrungssicherheit für die Menschen im Süden von Bangladesch.
Helfen Sie mit, dieses Projekt umzusetzen? Bereits 30, 50 oder 150 Franken bewirken viel in Bangladesch. Herzlichen Dank für Ihr Mittragen.
Bitte helfen Sie helfen: Schon 30, 50 oder 150 Franken bewirken viel. Bitte nutzen Sie den roten Spendenknopf rechts oben oder unten - herzlichen Dank!
Kurz erklärt
Seit August 2017 sind hunderttausende Rohingya von Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die Geflüchteten-Unterkünfte sind komplett überfüllt. Die Region im Süden von Bangladesch war bereits vor dem Ansturm von Geflüchteten arm und von Naturgefahren betroffen. Wirbelstürme, Flutwellen sowie der hohe Salzgehalt des Wassers sind die Ursachen für eine grosse Lebensmittelknappheit. 92 % der Menschen in den Gastgemeinden in Bangladesch hungern oder sind mangelernährt. Durch die Krise der Geflüchteten sowie die Corona-Pandemie ist die Situation sehr angespannt und die Gastgemeinschaften sind dringend auf Hilfe angewiesen.
In Zusammenarbeit mit SATHI
Die lokale TearFund Partnerorganisation «Sathi» (Sustainable Association for Taking Human Development Initiatives) wurde 1993 mit der Vision gegründet, städtische Slumbewohner in der Verbesserung ihrer Lebensumstände zu unterstützen. Das Ziel von Sathi ist es, die benachteiligte Bevölkerung von Bangladesch zu stärken und mittels humanitären Dienstleistungen deren Lebensbedingungen zu verbessern. TearFund Schweiz arbeitet mit Sathi bereits seit 2015 erfolgreich zusammen.