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So wirkt Sellerie in der Pflanzenheilkunde
Botanik:
Der Sellerie (lat.: Apium graveolans) ist eine würzig riechende Kulturpflanze, die aus der Familie der Kreuzblütler (lat.: Brassicaceae) entstammt. Er besitzt eine knollige Wurzel, aus der ein bis zu 1m hoher Stengel entstammt. Die grossen dunkelgrünen und glänzenden Blätter sind ein-, bis zweifach gefiedert. Die kleinen weiblichen, weissen Blüten und würzigen Früchte, erscheinen in Doppeldolden. Die Blütezeit beträgt von Juli bis September.
In der Pflanzenheilkunde werden bevorzugt die Selleriefrüchte verwendet.
Inhaltsstoffe und Wirkung:
Die u.a. enthaltenen ätherischen Öle, Cumarine, Furanocumarinderivate, Flavonoide und fetten Öle haben eine verdauungsfördernde, harntreibende, entzündungshemmende, schmerzlindernde und Libido anregende Wirkung. Deswegen wird er gerne als Diuretikum bei Blasen- und Nierenleiden, bei Rheuma und Gicht, sowie bei nervöser Unruhe und vielem mehr verabreicht.
Die Selleriewurzel und das Kraut werden gerne zum Kochen verwendet. Aufgrund des aromatischen und leicht bitteren Geschmacks fördern sie den Speichelfluss, die Magensaftresektion, die Galleausscheidung usw.
Es ist ein basisches Gemüse und enthält wenig Kalorien, weshalb es sich wunderbar zur Gewichtsreduktion eignet.
Geschichte:
Der Sellerie war als Heil- und Nahrungspflanze schon bereits im Altertum bekannt. Man verwendete ihn häufig als harntreibendes Mittel.
In der Volksmedizin verwendete man ihn als Aphrodisiakum.
Der lateinische Name „Apium“ leitet sich von "apex" = Kopf ab, welches sich darauf bezieht, dass man seine Blätter in der Antike als Kopfschmuck verwendete. „Graveolans“ = schwer riechen, bezieht sich auf seinen aromatischen Geruch. Die deutsche Bezeichnung „Sellerie“ entwickelte sich aus „Selenion“, dem Namen den die Griechen ihm gaben, als sie in der sizilianischen Stadt Selinat waren.