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In einem Geschäft für einen Tag riefen die Banken mit 50,1 Milliarden US-Dollar nur knapp die Hälfte des maximal möglichen Betrags ab. Dafür fragten sie Zentralbankgeld für zwei Wochen deutlich stärker nach. Angeboten hatte die Fed bis zu 60 Milliarden Dollar, die Banken hätten jedoch gerne 72,8 Milliarden Dollar erhalten.
Aufgrund des hohen Interesses hatte die Fed ihr Angebot deutlich aufgestockt. Der Maximalbetrag wurde im Übernachtgeschäft von 75 auf 100 Milliarden Dollar erhöht, im 14-Tagegeschäft verdoppelte er sich auf 60 Milliarden Dollar.
Hintergrund der Refinanzierungsgeschäfte sind erhebliche Spannungen am amerikanischen Geldmarkt, wo sich Banken mit kurzfristigen Finanzmitteln eindecken. Aufgrund eines zeitweise massiven Zinsanstiegs versorgt die Fed die Banken seit gut einer Woche wieder mit Liquidität, so wie sie es zuletzt während der globalen Finanzkrise vor gut zehn Jahren getan hat.
Im Unterschied zu damals scheint der Grund der Verspannungen diesmal nicht fehlendes Vertrauen zwischen den Banken zu sein, sondern hoher Finanzbedarf aufgrund von Steuerzahlungen durch Unternehmen und Wertpapierkäufen durch die Banken. Die Fed hat angekündigt, die Finanzoperationen noch mindestens bis Mitte Oktober fortführen zu wollen./bgf/jkr/jha/
(AWP)