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Es fängt mit dem Prolog an, der in Kursivschrift verfasst ist. Darin beschreibt die Protagonistin Svenja Christiansen die Taxifahrt ins Krankenhaus, da ihre Wehen eingesetzt haben. In der Zeit bis zum Kreissaal erklärt sie dem Leser, wie es dazu kam.
Svenja ist mitte Dreißig und arbeitet in der Hotelbranche. Endlich hat sie die Gelegenheit, einen Direktionsposten eines renomierten Hotels in Hamburg zu besetzen. Ihr Partner möchte so schnell wie möglich aus München nachziehen.
Doch kaum tritt Svenja die Stelle an, fangen auch ihre Probleme an.
Ihre Blasenenzündung entpuppt sich als etwas viel Schwerwiegenderes, ein chaotischer Russe schleicht sich in ihr Leben und ihr Hotel und mit ihrem Partner läuft es plötzlich auch nicht mehr so rosig ...
Als Svenja von der Schwangerschaft erfuhr, konnte ich mir richtig vorstellen, was in ihr vorging. Einerseits empfand sie Freude und die ersten Muttergefühle, andererseits war sie den Tränen nahe, da ein Kind nicht in ihren Lebensplan passte.
Die Geschichte beginnt sechs Monate vor der Geburt der "Sternschnuppen". Womit das Buch in zwei Teile aufgeteilt wurde. Der erste handelt von der Einarbeitung in ihren Posten, sowie den Vorbereitungen auf die Kinder. Der zweite Punkt schien sich schwieriger zu gestalten. Der zweite Teil handelt nach der Entbindung und somit mittendrin in Svenjas Chaos, ihrem "neuen" Leben als Direktorin UND Mama.
Leider stimmt der Klappentext nicht ganz, denn der junge Russe Alexej ist fast von Anfang an mit Svenjas Geschäftsleben verwoben. Wobei er sich in ihrer Welt, dem Hotel, immer wieder Ärger einhandelt.
Erst nach der Geburt von Svenjas Sternschnuppen findet Alexej, auch genannt Sascha, seine wahre Berufung.
Meiner Meinung nach beginnt mit dem zweiten Abschnitt nun erst die eigentliche Story.
Ich sage dies, da mir der erste Teil zu aufgebauscht wirkte. Es erklärt zwar das Auftauchen von Sascha und das Verhältnis an Svenjas Arbeitsplatz, wäre meiner Ansicht nach aber auch etwas kürzer gegangen.
Der Roman ist in Ichform aus Svenjas Sicht geschrieben.
Die Figuren werden im Laufe der Geschichte gut vorgestellt und es gab immer wieder einen Lacher zwischendurch. Dazu gehörten auch die internen E-Mails, die sich die verschiedenen Leiter des Hotels zuschickten. Im übrigen sieht die Aufmachung der E-Mails richtig echt aus, mit der Emailadresse, an wen es geht, Betreff und Datum. (So sah zumindest der E-Mailbriefkopf meiner Ausbildungsstelle aus.)
Das Buch lässt sich gut lesen, der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Einzig die teils falsche Ausdrucksweise von Sascha brachte mich immer wieder aus dem Konzept, was aber nicht schlimm war. Ich wollte ihn, wie Svenja, mit seiner falschen Satzstellung immer verbessern.
Fazit:
Kind & Karriere - es geht eben doch beides, wenn "frau" einen Sascha hat.
Ich vergebe viereinhalb Sterne. Einen halben Stern Abzug gibt es wegen des zu detaillierten ersten Abschnitt.
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