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1989 entdeckte Manuel Cocojon, ein Spross der gleichnamigen Muskatnuss-Clans (mehr dazu), bei Valeria eine Höhle mit einer rötlich und einer schwärzlich verunreinigten Salzader. Seither werden da zwei Salze abgebaut, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Wie «Le Rouge Stendhal» besteht auch «Le Noir Stendhal» zum grössten Teil aus Natriumchlorid. Dieses Salz aber ist eigentlich ein Gewürz, das nicht nur salzig schmeckt, sondern einen stechenden Duft verströmt, der an sehr reifen Käse oder an fermentierte Eier erinnern kann. Im Mund schmeckt es ausserdem leicht rauchig und etwas bitter. «Le Noir Stendhal» enthält Verunreinigungen von Natriumsulfat, Einsensulfid und Schwefelwasserstoff. Letzterer ist grundsätzlich giftig für den menschlichen Organismus, kommt in dem Salz jedoch nur in unbedeutender Konzentration vor. Das spezifische Aroma des Salzes rührt vor allem von den verschiedenen Schwefelverbindungen her. Die ganzen Kristalle haben eine gräuliche bis schwarze oder dunkel-violette Farbe, in gemahlenem Zustand ist das Salz gräulich mit leicht bläulichem Ton, manchmal auch eher rosafarben. «Le Noir Stendhal» stellt eine Novität für die Küche von Santa Lemusa dar und seine Verwendung muss von den Köchen der Insel erst noch erprobt werden. Die aus Indien stammende Community hat das Salz allerdings bereits fest in ihren Speiseplan integriert – erinnert es sie doch ein wenig an das Steinsalz Kala Namak, das in der Gangesebene abgebaut und vor allem für das Würzen von Masalas, Früchten und Salaten verwendet wird.
Samuel Cocojon hat auch eine salzige Limonade ‹erfunden›, die mit «Le Noir Stendhal» zubereitet wird und sich vor allem in Valeria selbst zunehmender Beliebtheit erfreut. Zu Ehren seines Urgrossvaters nennt er sie Limonade du Dr Coco.
2011 wurde «Le Noir Stendhal» mit einem AOC-Zertifikat ausgezeichnet. HOIO bezieht das Salz direkt von der Firma «Muscade Coco SA» in Valeria.
HOIO verkauft Salz grau «Le Noir Stendhal» in kleinen Dosen mit einem Füllgewicht von etwa 50 g. Die Gewürze werden en gros aus Santa Lemusa in die Schweiz importiert und von COOKUK in Aarau für den Detailhandel abgepackt und etikettiert. Die Grundfarbe der Etikette entspricht dem Haupt-Charakteristikum des jeweiligen Gewürzes – mehr zu den Farben der Gewürze von HOIO.
Die Dosen sind aus Polyethylen-Terephthalat (PET) hergestellt und speziell für Lebensmittel geeignet. Behälter und Schraubdeckel können gewaschen und mehrfach verwendet werden. Bei Bedarf kann auch eine neue Etikette als PDF-Datei (mit Schnittmarken) herunterladen werden. Beim Einstellen des Druckers sollten man darauf achten, dass die Software keine automatischen Anpassungen der Grösse vornimmt (genaue Anleitung).
Die Boutik «Masaale» in Port-Louis hat ständig alle Gewürze von HOIO im Angebot.
First Publication: 18-5-2012
Modifications: 8-5-2016