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Assassin's Creed 3
(2012: PC, PS3, Xbox 360, Wii U)
Hauptstory (Vergangenheit): Assassin’s Creed führt eine neue Hauptfigur zur Zeit der Amerikanischen Revolution ein: Ratonhnhaké:ton, besser bekannt als Connor Kenway, halb Mohawk-Indianer, halb Brite. Als Kind muss er mit ansehen, wie sein Heimatdorf und seine Mutter durch die Hände der Templer und Kolonisten verbrennen. Connor wird Jahre später zum Assassinen ausgebildet und macht mithilfe seiner Fähigkeiten fortan nicht nur Jagd auf Wildtiere, sondern auch auf die Templer, an denen er sich rächen will. Zu seinen Opfern zählen sowohl sein eigener Vater Haytham Kenway, als auch Charles Lee, der einen Schlüssel bei sich trägt, den Desmond viele Jahre später sucht.
Nebenstory (Jetztzeit): Desmond und seine Assassinen-Gruppe erforschen einen Tempel der Ersten Zivilisation, zu der Juno, Minerva und Jupiter gehörten und die die Menschen einst als Sklavenrasse erschuf. Um den bevorstehenden Weltuntergang verhindern zu können, benötigt Desmond einen Schlüssel, den er in Connors Erinnerungen findet. Als er dank des Schlüssels Zugang zu einem neuen Bereich im Tempel erlangt, erscheinen Minerva und Juno, die ihn vor eine schwierige Entscheidung stellen: Entweder verhindert Desmond den Weltuntergang, indem er die gefährliche Juno befreit, oder er akzeptiert, dass ein Großteil der Menschheit stirbt, der Rest dafür jedoch unter seiner Führung weiterlebt. Desmond befreit Juno, verhindert dadurch den Weltuntergang und stirbt.
Fazit: Assassin’s Creed 3 wagte mit dem Start der Nordamerika-Trilogie viel und führte vor allem spielerisch genügend Neues ein, um die Reihe wieder interessant zu machen. Insbesondere die Seeschlachten und die neuen Bewegungsmöglichkeiten im sogenannten Grenzland waren sehr willkommen. Das Kampfsystem wurde überarbeitet und man konnte eine eigene, kleine Siedlung aufbauen. Auch das Rekrutensystem feierte eine Rückkehr. Allerdings trübten der blasse Protagonist sowie die vielen Bugs die Freude über die Frischzellenkur.
Assassin's Creed 4: Black Flag
(2013: PC, PS3, PS4, Xbox 360, One, Wii U)
Hauptstory (Vergangenheit): Black Flag dient als Prequel zu Assassin’s Creed 3 und spielt in der Karibik im Goldenen Zeitalter der Piraterie des 18. Jahrhunderts. Passend dazu schlüpft ihr in die Haut eines Piraten: Edward Kenway ist Connors Großvater, aber eigentlich kein richtiger Assassine. Stattdessen tötet er einen zu Beginn des Spiels und gibt sich dann als dieser aus. Daraufhin gerät er in eine Verschwörung der Templer, die auf der Suche nach einem Tempel der Ersten Zivilisation sind – dem sogenannten Observatorium, in dem gegen Ende von Black Flag der finale Kampf stattfindet.
Nebenstory (Jetztzeit): Black Flag ist der erste Teil, in dem die Nebenstory so sehr in den Hintergrund rückt wie nie zuvor. Ihr steuert in der Egoperspektive einen Angestellten von Abstergo Entertainment, einem neuen Zweig des Abstergo-Konzerns, wo jetzt auch genetische Erinnerungen ohne lebende Nachfahren erforscht werden können. Ihr erhaltet den Auftrag, Edward Kenways Erinnerungen nach dem Observatorium zu durchsuchen. Währenddessen wird Abstergo von Rebecca und Shaun infiltriert, die einst Desmond zur Seite standen. Juno hat trotz der Warnungen im Finale von Teil 3 aus fadenscheinigen Gründen nicht die Weltherrschaft übernommen, was in der Jetztzeit-Storyline wie ein Schritt zurück wirkt. Es gibt einen Bösewicht, dem ihr begegnet, aber für die Gesamtgeschichte ist er leider genauso irrelevant wie der Rest der Gegenwartsabschnitte in Black Flag.
Fazit: Eigentlich stellte Assassin’s Creed 4: Black Flag das bis dahin am wenigsten mutige Assassin’s Creed dar, da es spielerisch fast ausschließlich auf bereits in verschiedenen Vorgängern etablierten Elementen aufbaute. Frischen Wind im Segel erhielt die Reihe vor allem dank der Piratenthematik und dem Ausbau der Seeschlachten. Zudem verbreitete die traumhafte Karibik Urlaubsstimmung und war wunderschön anzusehen. Die Gegenwartsabschnitte enttäuschten, aber Black Flag entwickelte sich nichtsdestotrotz zum bis dahin beliebtesten Teil seit Brotherhood.