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Die Stiefelgeiss ist eine alte Rasse, die irgendwann nicht mehr weitergezüchtet werden sollte, weil sie wenig Fleisch und Milch versprach. So ging es vielen alten Rassen. Sie waren zu wenig effizient und wurden nicht mehr gebraucht.
Eine Gruppe von Leuten erkannte aber den Wert der Vielfalt auch bei den Nutztieren. Und machte sich auf die Suche nach den selten gewordenen Stiefelgeissen.
Die letzten Stiefelgeissen befanden sich am Walensee. Sie waren bereits dem Metzger versprochen und konnten gerade noch gerettet werden.
Die 27 Ziegen setzten in einem Schiff über den See und heute gibt es wieder gut siebenhundert Stiefelgeissen. Sie machen sich in der Landschaftspflege nützlich: zum Beispiel entbuschen sie Brombeerhänge und zugewachsene Alpwiesen.
Unsere Ziegen sind: Ginny da Clünas, Annika Serafina La Prima, Thommy Andriu Setergren, Bounty, Reginald van Hoobie Doobie, Silbermäntlie, Emma und Amalia.
Wir gedenken mit grosser Zuneigung an die Ziegen, die im Laufe der letzten Jahre altershalber oder an einer Krankheit gestorben sind: Enya, Emilia, Monia, Vaniglia und Merlin, der die Geburt nicht überlebt hat.
Stiefelgeissen zeichnen sich durch ihre Stiefel und ihr Mäntelchen aus. Es gibt Braunstiefel und Schwarzstiefel.
Häufig werden wir gefragt, was diese seltsamen Anhängsel grad unter dem Kinn sind. Es sind sogenannte Glöggli. Welchen Zweck sie haben, ist unbekannt,