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Die 2000-Yen-Note ist eine Seltenheit in Japan. Seit 18 Jahren ist sie im Umlauf, doch benutzt wird sie kaum. Die Bank of Japan hat dies in Zahlen ausgedrückt: Gerade mal 0,7 Prozent aller Geldscheine in Japan sind 2000-Yen-Noten, wie Jiji News berichtet. Die erfolgreichste Zeit hatte die Banknote im Jahr 2004, als noch 500 Millionen Stück benutzt wurden. Heute sind es etwas weniger als 100 Millionen. Die Verbreitung der 1000er-, 5000er- und 10000er-Noten ist um ein Vielfaches höher.
In Umlauf kam die 2000-Yen-Note ab dem 19. Juli 2000, zur Feier des neuen Jahrtausends und als Andenken an den damaligen G-8-Gipfel, der in Nago in Okinawa stattfand. Es war nach 1958, als der 10’000-Yen-Geldschein eingeführt wurde, die erste Banknote mit einem neuen Nominalwert. Als Motiv wählte man das Haupttor Shureimon der Burg Shuri in der Hauptstadt Naha, wo bis zur Annektierung Okinawas durch Japan im Jahr 1879 die Könige des Ryukyu-Reiches herrschten. Das Tor wurde im 16. Jahrhundert gebaut, 1933 zum japanischen Nationalschatz erklärt und während der Schlacht von Okinawa 1945 zerstört. 1958 wurde es originalgetreu wieder aufgebaut. Auf der Rückseite ist derweil eine Szene aus dem Roman Genji Monogatari abgebildet.
Die 2000-Yen-Note mag 18 Jahre nach ihrer Einführung etwas in Vergessenheit geraten sein. In Okinawa jedoch geniesst sie wegen ihres Motivs eine besondere Bedeutung. An keinem anderen Ort wird sie mehr benutzt. Die lokalen Behörden wie auch die Wirtschaftsverbände in Okinawa fördern seit Jahren die Nutzung dieses Geldscheins mit dem Shureimon auf der Vorderseite. Hier ist die 2000er-Note Geld, Souvenir und Tourismusförderung in einem.
Die 22 noch gültigen japanischen Banknoten
Die Bank of Japan gibt heute 4 verschiedene Noten heraus (1000, 2000, 5000, 10’000), die alle paar Jahrzehnte ein neues Motiv erhalten. Seit 1885 gab es in Japan 53 verschiedene Banknoten. Neben den 4 aktuellen sind weitere 18 Banknoten nach wie vor gültig. Hier eine Übersicht. Einige davon wurden bereits in den 1950er-Jahren aus dem Verkehr genommen. Aus praktischen Gründen ist es daher schwierig, diese veralteten aber immer noch gültigen Banknoten im Alltag auch wirklich zu verwenden. Man kann diese aber bei der Bank of Japan eintauschen.