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Ich liebe die Geschichte vom ehemals unscheinbaren Versicherungsmakler, Gwilym Pugh, dem sein Barbier geraten hat, er solle sich einen Bart wachsen lassen. Der Bart stand Herrn Pugh ausserordentlich gut und zusammen mit einer Diät und Sport hat er sich vom dicklichen Mauerblümchen in ein attraktives, rothaariges, männliches Hipstermodel mit Wikingerausstrahlung verwandelt.
Und dann gibt es noch den «makeover guy» in Minneapolis, einen Coiffeur, den Frauen und Männer aufsuchen, die etwas an ihrem Aussehen ändern möchten, aber nicht recht wissen wie. Der make over guy hört ihnen aufmerksam zu, fährt ihnen immer wieder durch die Haare, wuschelt darin, schaut Haare, Gesicht und Mensch genau an. Dann greift er zur Schere und zur Farbe und hinterher hat man Menschen, die haben ein gewisses Etwas bekommen oder vielmehr, der make over guy hat ihnen dazu verholfen, dass das gewisse Etwas an ihnen sichtbar wird. All das kann man auf Youtube ansehen. Natürlich, es ist ein make over im amerikanischen Stil. Aber immer wieder bin ich, wie bei Gwilym Pugh fasziniert davon, dass jemand vorbeikommt und etwas in den Leuten sieht, was sie selbst nicht sehen und das setzt eine Verwandlung in Gang, die auch ihr Inneres erreicht.
Beim reichen und unbeliebten Zöllner Zachäus hat das make over im Inneren angesetzt. Jesus, so stelle ich mir vor, kam vorbei, weil er wusste, dass auch Zachäus ein gewisses Etwas hat, das nur noch niemand abgerufen hat. Das make over durch Jesus hat hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Niemand wird erfahren, was die beiden Männer besprochen haben. Das make over war aber so gründlich, dass der reiche Zachäus nun grosszügig ist.