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Frauen werden nicht schwerer, bekommen aber einen dicken Bauch
Wer jahrelang mehr als zwei Gläser Alkohol pro Tag trinkt, macht keine gute Figur. Im Rahmen einer groß angelegten Studie stellte ein europäisches Wissenschaftlerteam fest, dass Männer, die über einen längeren Zeitraum hinweg täglich größere Mengen tranken, einen höheren Body-Mass-Index hatten. Außerdem legten sowohl Männer als auch Frauen an Taillenumfang zu, wenn sie regelmäßig Alkohol zu sich nahmen. Und das umso mehr, je mehr sie konsumierten. Ob daran nur der Alkoholkonsum schuld war, ist allerdings unklar. Klar ist aber, dass sich regelmäßiger Alkoholkonsum bei Frauen anders auswirkt als bei Männern. Die Studie zeigte nämlich, dass Frauen, die viel tranken, in der Regel nicht schwerer waren. Dafür legten sie am Bauch stärker zu als Männer: Frauen, die mehr als zwei Gläser pro Tag konsumierten, hatten im Durchschnitt einen um 1,5 Zentimeter größeren Taillenumfang als Wenig- oder Nicht-Trinkerinnen. Bei männlichen Vieltrinkern waren es dagegen im Schnitt nur 1,1 Zentimeter mehr. Offenbar beeinflusst Alkohol vor allem bei Frauen die Fettverteilung ungünstig.
Größere Fettansammlungen im Bauchraum bergen besondere Gesundheitsgefahren: Sie deuten darauf hin, dass sich um die Organe herum so genanntes Viszeralfett gebildet hat. Dieses ist besonders stoffwechselaktiv und setzt zahlreiche Botenstoffe frei, die Entzündungsprozesse im Körper begünstigen. Dadurch steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Der Bierbauch ist also ein weiteres Gesundheitsrisiko, das mit hohem Alkoholkonsum verbunden ist. Aber ist es wirklich das Bier, das den dicken Bauch macht? Das sei unklar.. „Allerdings haben wir schon gesehen, dass Biertrinker noch etwas dickere Bäuche hatten als Weintrinker.“ Dabei muss man jedoch berücksichtigen, dass sich Biertrinker Studien zufolge oft schlechter ernähren als Weintrinker. Und es gibt zu bedenken: „Die Leute, die gern Bier trinken, trinken es oft in größeren Mengen.“
Ansonsten soll Alkohol nicht auf seine Rolle als Dickmacher reduziert werden. Der Stoff birgt noch ganz andere, wesentlich größere Gefahren. So erhöht er nicht nur das Risiko für Lebererkrankungen und einige Krebsarten, sondern hat ein erhebliches Suchtpotenzial!