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Mina Eisinger-Flach war als ‹Bischof von Riehen› bekannt. Sie engagierte sich stark für die in der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wachsende römisch-katholische Gemeinde Riehen.
Heirat mit Friedrich Eisinger (1835–1903) (Bahnhofsvorstand, Mitbegründer Katholische Kirchgemeinde Riehen).
Mina Flach kam 1845 zur Welt. Über ihre Kindheit und Jugend ist ebensowenig bekannt wie über ihr Elternhaus. Sie erhielt gemeinsam mit ihrem Ehemann Friedrich Eisinger, der damals die Stelle als Bahnhofsvorstand annahm, am 1. Februar 1879 eine Aufenthaltsbewilligung in Riehen.
Hier engagierte sich Eisinger-Flach in der damals wachsenden römisch-katholischen Gemeinde und war deshalb als ‹Bischof von Riehen› bekannt. Bis 1899 fanden in Riehen offiziell keine katholischen Gottesdienste statt, sodass der Vikar der baslerischen Kirche St. Clara die Religionsstunde in den Wohnräumen der Familie Eisinger im Stationsgebäude abhielt und hier auch die Beichte abnahm.
Nachdem am 19. Februar 1899 in der ehemaligen Friedhofskapelle an der Mohrhalde die erste katholische Messe nach der Reformation in Riehen abgehalten wurde, übernahm Eisinger-Flach fortan die Aufgabe, den Kelch und die Paramente in ihrer Wohnung aufzubewahren.
Nach dem Tod ihres Mannes 1903 zog Mina Eisinger-Flach nach Stetten bei Lörrach (D).
Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 18.5.2022
Metzger, Hans: Der Neuanfang der katholischen Gemeinde in Riehen. In: Jahrbuch z’Rieche 1963. S. 74–80.
Schnyder, Arlette: Kirchen im Dorf. In: Schnyder, Arlette et al.: Riehen – ein Portrait. Basel 2010. S. 326–359, hier S. 347.
Suter, Stefan et al.: Menschen zur Gemeinschaft führen. 1899–1999. 100 Jahre katholische Kirche Riehen und Bettingen. Riehen 1999. S. 32f.