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Der FM sollte ein ausdrucksvolles, rassetypisches, mittelrahmiges, korrektes, leistungsstarkes, umgängliches und marktgerechtes Pferd im mittelschweren Typ mit schwungvollen, elastischen, korrekten Bewegungen und trittsicheren Gängen sein. Aufgrund seines hervorragenden Charakters, seiner Leistungsbereitschaft, Fahr- und Reiteignung sowie Fruchtbarkeit, Robustheit, Frühreife und Leichtfuttrigkeit ist der FM sehr vielseitig; er eignet sich sowohl als Sport-, Freizeit- und Therapiepferd, als Pferd für die Landwirtschaft und in die Armee.
Für die Sektion Urfreiberger definiert der Verband RRFB (Eidgenössischer Verband des reinrassigen Freibergerpferdes) ein spezifisches Zuchtziel, das beinhaltet unter anderem die Zucht eines Pferdes mit Urfreibergertyp und 0% Fremdblutanteil. Weitere Details zum Zuchtziel sind im Reglement des RRFB, Titel II „Zuchtprogramm Urfreiberger“. Dieses beinhaltet die Zucht eines Pferdes im Urfreibergertyp ohne Fremdblutanteile (0% Fremdblut). Alle vor dem 1. Januar 1950 geborenen Freibergerpferde werden als Pferde ohne Fremdblut betrachtet. Alle ihre Nachkommen ohne Fremdblut können als Urfreiberger betrachtet werden.
FOHLENSCHAU
Die Pferdezuchtgenossenschaften organisieren jedes Jahr von Anfang August bis Ende Oktober in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Freibergerverband Fohlenschauen oder Herbstschauen.
An diesen Schauen werden die im laufenden Jahr geborenen Freiberger Fohlen zur Identifikation mit ihrer an der Hand geführten Mutter im Schritt oder Trab präsentiert. Die Fohlen werden von zwei Rassenrichtern des SFV nach drei Kriterien beurteilt, nämlich dem Typ, dem Körperbau und den Gängen. Die Noten gehen von 1 (sehr schlecht) bis 9 (sehr gut = Zuchtziel).
Am selben Tag werden auf verschiedenen Plätzen die anerkannten Freiberger Zuchthengste sowie Fohlen von 18 bis 24 Monaten präsentiert.
FELDTEST
Am Feldtest sind dreijährige Pferde der Rasse Freiberger zugelassen. Damit er gültig ist, muss der Feldtest unbedingt in der folgenden Reihenfolge ablaufen : Exterieurbeurteilung, Fahren und am Schluss Reiten. Die lineare Beschreibung erfolgt bei der Exterieurbeurteilung gemäss dem offiziellen Formular des Schweizerischen Freibergerverbandes. Jeder Freiberger wird gemessen (Widerristhöhe) und folgende Eigenschaften werden benotet: «Typ», «Körperbau» und «Gänge».
Jedes Pferd absolviert auf einem Viereck von 40 x 80 m (empfohlene Grösse) das Fahr-Dressurprogramm FEI 1, ohne Rückwärtsrichten. Beim Reiten müssen die Freiberger in Gruppen von 2 bis maximal 4 die drei Gangarten in einem Quadrat zur Beurteilung vorführen. Jedes bewertete Element erhält eine Note von 1 (nicht ausgeführt) bis 9 (vorzüglich). Der Verhaltenstest ist Bestandteil jeder Teilprüfung.
Die Pferden werden aufgrund ihrer Qualität (Abstammung, Exterieur, Leistung und Verhalten) den Kategorien und Klassen zugewiesen.