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- Veröffentlicht: 07. Januar 2021
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Der Flussübergang im 17. und 18. Jh.
«Die Steeg», 1657
Oben rechts der Steg über die Birsarme.
Die Siedlung St. Jakob an der Birs mit dem Flussübergang, 1657. Die markante Gebäudemasse ist das Siechenhaus, knapp darüber befindet sich die Kirche. Auf der anderen Seite der Strasse von links nach rechts: Zoll- oder Wirtshaus, Ziegelhütte, Wasserturm und Schäferei. Das Gewässer, das quer durch das Bild fliesst, ist der St. Albanteich, oberhalb davon sind die zwei Walken. (Ausschnitt aus einem Plan des Flusses Birs von 1657. Original im Staatsarchiv Basel-Stadt.)
Jakob Meyer, Public domain, via Wikimedia Commons
Der Birssteg, um 1678
|St. Jakob, Georg Friedrich Meyer, ohne Jahr Entwürfe zu den Plänen der Basler Landschaft; Ausschnitt

Staatsarchiv Baselland, STABL_SL_5250_0052_BD2_299_v_
Der Steg über die Birs um 1750
|Emanuel Büchel, Lage von St. Jakob. um 1750

Universitätsbibliothek Bern, ZB [MUE Ryh 3221 : 26 C]
|Emanuel Büchel,Lauf der Birs zwischen St. Jakob und der Schanze nach dem Plan von Jakob Meyer

Staatsarchiv Basel-Stadt, BILD_Falk._Fb_3,_19
Das Büchelbild zeigt den damals verwilderten Flusslauf der Birs, welcher in mehrere Arme aufgeteilt ist. Diese werden von schmalen Stegen überbrückt. Die Fuhrwerke benutzten die vorhandene Furt. Von 1811-1827 wurde der ganze Birslauf von der Gemeindegrenze Münchenstein/Arlesheim bis zur Birsfelderbrücke korrigiert. Eine hölzerne Brücke überbrückte dann die Birs. 1891 war diese offenbar in einem solch desolaten Zustand, das der Gemeinderat von Muttenz beschloss, das Befahren derselben mit geladenen Fuhrwerken sofort zu verbieten.
Der Flussübergang im 19. Jh.
Übersichtsplan Hofer 1820/22: Früher-Heute
Übersichtsplan 1:5000 des mehreren und minderen Stadtbanns von Basel. Die Vermessung basiert auf einer von J.H. Hofer eigenhändig durchgeführten Triangulation. Der Plan entstand aus der Reduktion seiner Katasterpläne (Grossbasel, 1820; Kleinbasel, 1822).
Rechts im Bild ist der projektierte Birsverlauf (heutige Birs) im Rahmen der Birskorrektur eingezeichnet.
Quelle: map.geo.bs.ch
|Bann von Muttenz, Section F, Feld Reben, Schanz Acker, im Birs-Boden, in der Hagenau und Scheuer Rayn, 1830 - 1840, Philipp Jacob Siegfried, Geometer

Staatsarchiv Baselland, STABL_KP_5003_1171_f, Ausschnitt
Aus den Lebenserinnerungen von Jakob Christen

Seit der Wegschwemmung des Birssteges am 2. Sept. 1881 hatte ich im Verein mit andern Bürgen von Muttenz mich darum bemüht, dass anstatt eines Steges eine Fahrbrücke erstellte werden solle. Die Notbrücke von Birsfelden wurde abgetragen und davon die Fahrbrücke nach St. Jakob erbaut. Am 14. Juni 1883 wurde sie eingeweiht, wonach von den Mitwirkenden bei mir ein kleines Festessen eingenommen wurde. Ich habe auf der Brücke die Inschrift angebracht:
Als Steg war ich manchem ärgerlich
Der Indianersteg, der euch so oft verdrossen
Ich wurde ein wenig abseits gestellt
Zum Bau von dieser nöt'gen Brücke
Am Mittwoch, 2. März 1887 wurde die Frequentierung der Birsbrücke bei St. Jakob gezählt und ergab:
Die Eisenbrücke
Zum Bau der Birsbrücke schreibt Jakob Christen in seinen Lebenserinnerungen:

Am 4. Februar 1897 wurde vom Landrat der benötigte Kredit zum Bau der neuen Strasse nach Basel und der neuen Brücke über die Birs bewilligt und bis Ende des Jahres wurde der Bau ausgeführt. Ich hatte von meinem Gut das benötigte Land zur Strasse und zu den Böschungen unentgeltlich abzutreten. Baselstadt gab an den Bau der Brücke 20‘000.- Fr. Die Gemeinde Muttenz hatte den Landankauf zu tragen und an die übrigen Kosten die Hälfte zu bezahlen während die andere Hälfe der Staat Baselland übernahm.......Am 21. März wurde die Kollandation der neuen Brücke über die Birs und die Stasse durch die Regierung von Liestal und Basel und durch den Gemeinderat Muttenz vorgenommen und daufhin in meiner Wirtschaft ein Abendessen eingenommen.
Situationsplan über die auf dem Schänzli und auf dem Schweizeraugut früher bestandenen und in letzter Zeit neu angelegten Güterwege und Feldwege, gezeichnet im Juni 1904 durch J. Christen, Ingenieur.
Kopie von 1936
Quelle Dokument: Astrid Brügger-Urban
Aus den Verhandlungsprotokollen des Gemeinderates:
|20. Juni 1891
||Der Einsturz der Eisenbahnbrücke bei Mönchenstein veranlasste den Gemeinderat der hölzernen Brücke bei St. Jakob grössere Aufmerksamkeit zu schenken, und hat nach Anhören eines Berichtes seitens des Präsidenten über deren Solidität beschlossen:

Das Befahren derselben mit geladenen Lastwagen sofort zu verbieten, ferner dieselbe durch Sachverständige untersuchen zu lassen.
|30. August 1891||Die Brücke soll sofort für den Normalfuhrwerkverkehr freigegeben werden. Es darf nur 1 Fuhrwerk und nur im Schritt gefahren werden. (Die Steintransporte dürften wohl kaum unter diesen Begriff gefallen sein).|
|17. Februar 1897||Jakob Christen auf Schänzli zeigt an, dass die Brücke bei St. Jakob mit beladenen Steinwagen befahren wurde, sogar nit 4-Spännerwagen.

Es wird dies mit einer Strafe von Fr. 10.—verboten.
|30. September 1897||Der Regierungsrat teilt mit, dass die Baudirektion zur Einbringung eines Projektes beauftrag worden ist, um dann wegen einer neuen Brücke Verhandlungen mit Basel-Stadt aufnehmen zu können.|
|Im Vordergrund ist die alte Holzbrücke und unmittelbar dahinter die neue Eisenbrücke sichtbar. Im Hintergrund sieht man die alte Eisenbahnbrücke von 1854.

Staatsarchiv Baselland, STABL_PA_6292_0533_m, ohne Jahr
|Neue Birsbrücke um 1898

Bild Museen Muttenz CC BY-SA 4.0
|18.04.1907

Staatsarchiv Baselland, Tiefbauamt TABL_VR_3317_B05_017d
|20.02.1911

Staatsarchiv Baselland, Tiefbauamt
|Blick über die Birs mit Brücke und Birsbrücke und Schweizerau 20.02.1911

Staatsarchiv Baselland, Tiefbauamt
|Die Brücke wurde nach Eröffnung der Tramlinie am vom 21. Januar 1921 auch als Trambrücke verwendet.

Bild Museen Muttenz CC BY-SA 4.0
Die Birsbrücke im 20. Jh.
Bau der Betonstrassen und -trambrücke 1950
|Tram-Brücke 2019

Jag9889, CC BY-SA 4.0 creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0