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Die Züge seien am Dienstag kurz vor Mitternacht im Abstand von nur wenigen Minuten bei der Stadt Harde aus den Schienen gesprungen, sagte ein Bahnsprecher. Insgesamt zehn Waggons seien fielen umgefallen. Dabei seien auch ungefähr 40 Menschen verletzt worden. 300 Menschen hätten gerettet werden können.
Auf Bildern des Nachrichtensenders NDTV war zu sehen, dass Teile eines Zuges vom mehrere Meter hohen Bahndamm rutschten und im Flussbett auf der Seite liegenblieben. Mehrere Passagiere seien zunächst noch in den teils im Wasser liegenden Waggons eingeschlossen gewesen, sagte der Bahnsprecher weiter.
Der Sprecher des Bahnministeriums, Anil Saxena, sagte im indischen Fernsehen, die in entgegengesetzter Richtung fahrenden Züge seien offenbar von einem plötzlichen Anstieg des Hochwasser führenden Flusses Machak erfasst worden. Einer der Züge kam aus der Metropole Mumbai und war auf dem Weg in die Tempelstadt Varanasi. Der andere war in die umgekehrte Richtung unterwegs.
Indiens Premierminister Narendra Modi erklärte, die beiden Zugunglücke erschütterten ihn tief. Er bete für die Verletzten. Präsident Pranab Mukherjee sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Die Behörden ordneten eine Untersuchung an.
Indiens Eisenbahnnetz zählt zu den grössten der Welt. Züge sind in dem Schwellenland weiterhin das wichtigste Verkehrsmittel für längere Strecken.
Die Bahn ist allerdings unterfinanziert, Unfälle sind sehr häufig. Ein Regierungsbericht von 2012 hatte ergeben, dass jährlich fast 15'000 Menschen bei Zugunglücken in Indien sterben. Die Regierung hat zugesagt, das Schienennetz mit umgerechnet 125 Milliarden Euro zu sanieren. (sda/afp)
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