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Seit 2005 betreibt die Schweiz vier Radarstationen im 24/7-Modus. Dafür setzt sie das System FLORAKO ein, dem Luftraumüberwachungs- und Einsatzleitsystem der Luftwaffe. FLORAKO dient dazu, zivile und militärische Flugobjekte zu erkennen respektive zu identifizieren und die Einsätze der Luftwaffe zu führen. Die dazugehörigen Radarsensoren (genannt FLORES) sind Teil des FLORAKO-Systems und müssen modernisiert werden, damit die Funktionsfähigkeit über die kommenden Jahre sichergestellt bleibt.
Um die täglichen Operationen der Luftwaffe durchgehend zu gewährleisten, erfolgt der Umbau der Radarstationen schrittweise und koordiniert je Standort. Der Eingriff in das System ist komplex und erfordert eine umfassende Detailplanung – insbesondere, weil die Umbauarbeiten teilweise unter schwierigen Bedingungen auf bis zu 3000 Meter über Meer zu bewältigen sind. Nach den erfolgreich durchgeführten Abnahme- und Einsatztests hat die Luftwaffe zusammen mit Armasuisse am 30. Mai 2022 den ersten voll umgebauten Radar-Standort für den operationellen Betrieb der Luftwaffe zur Nutzung respektive der Führungsunterstützungsbasis der Armee für den Betrieb übergeben. Damit hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nach dem Abschluss der ersten Station hat Armasuisse nun mit dem Umbau der nächsten Anlage begonnen.
Zum Programm «Air2030» zählen nicht nur die Projekte neues Kampfflugzeug (NKF) und bodengestütztes Luftverteidigungssystem grösserer Reichweite (Bodluv GR), sondern auch die Projekte «Radar» und «C2Air». Diese beiden Projekte betreffen den schrittweisen Ersatz beziehungsweise die Modernisierung der Komponenten von «FLORAKO». Sie sind zeitlich vorgelagert und wurden in separaten Rüstungsprogrammen im Parlament beantragt. (VBS)