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Der Riss des vorderen Kreuzbandes ist eine häufige Knieverletzung beim Sport (Fussball, Skifahren, Snowoarden, etc). Trotz Physiotherapie und Kraftaufbau bleibt häufig, vor allem bei sportlichen Patienten, eine subjektive Instabilität bestehen. In diesem Fall und bei jungen Patienten ist eine Operation sinnvoll, da ansonsten bei erneuten Verletzungen (meist durch die bestehende Instabilität) Folgeverletzungen (Knorpelschäden, Bandläsionen) entstehen können. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die besten Resultate nach einer vorderen Kreuzband-Rekonstruktion erzielt werden, wenn sich das Kniegelenk von der n primäreVerletzung wieder erholt hat. Deshalb erfolgt der operative Eingriff mindestens 4 bis 6 Wochen nach dem Unfall. Das zerrissene vordere Kreuzband wird mit einem körpereigenen Ersatzband rekonstruiert. Für diesen Ersatz verwenden wir entweder das mittlere Drittel des Kniescheibenbandes oder einen Teil der Adduktorensehnen, welche arthroskopisch assistiert in das Kniegelenk eingeführt und dort mit verschiednen Fixationsmöglichkeiten (Schrauben oder Pins aus einer Zuckerverbindung, welche sich mit der Zeit auflösen) fixiert werden.
Nachfolgend an die Operation ist der Spitalaufenthalt ca 3-4 Tage. Knieschiene für 2-4 Wochen, Stöcke während der gleichen Zeit oder etwas länger. Eine ambulante Physiotherapie wird nach der Operation direkt weiter geführt. Arbeitsunfähigkeit je nach körperlicher Belastung zwischen 4 und 12 Wochen. Der sportliche Aufbau erfolgt etwa ab der 8.-12. Woche, wobei der gesamte Verlauf nach der Operation sehr individuell gestaltet wird.