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Die Zeugnisse des ländlichen Lebens vergangener Zeiten belegen eine Bodenbewirtschaftung, die auf der Nutzung der verfügbaren Ressourcen hauptsächlich für den Eigenbedarf basierte (vor allem Ernährung und Heizung).
Der Rhythmus der menschlichen Aktivitäten war in den Bergdörfern und Alpen- und Voralpentälern von den Jahreszeiten vorgegeben. Im Herbst pflügte und düngte man die Felder, an den kurzen Wintertagen reparierte man die landwirtschaftlichen Geräte oder führte Instandhaltungsarbeiten an den Wagen und sonstigen Gerätschaften aus. Im Laufe des Jahres musste man einen Vorrat an Feuerholz anlegen, das manchmal mit Hilfe von «Meilern» zu Kohle verarbeitet wurde.
Die Frauen waren neben den häuslichen Arbeiten wie Saubermachen, Kochen, Nähen und Waschen auch für die Feldarbeit zuständig. Sie waren mit der Weinlese, dem Anbau von Hanf und Leinen, der Aufzucht von Geflügel, Schweinen, Seidenraupen und Schafen beschäftigt. Das Spinnen von Wolle (sowie Hanf- und Leinenfasern) war Frauenarbeit, die vor allem an den langen Winterabenden erledigt wurde.