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Untertitel: Manager-Studie der Universität Freiburg
Die Untersuchung über Topmanager in Schweizer Firmen ist Teil eines umfangreicheren Forschungsprogramms der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Freiburg. Dabei wurden die biografischen Daten von über 700 Manager der 100 führenden Firmen des Swiss Performance Index (SPI) gesammelt. Das Resultat: Der Anteil der ausländischen Führungskräfte ist prozentual gesehen extrem hoch; nur 59 Prozent der Manager der Firmen des SPI und 50 Prozent der Manager der Firmen des SMI (Swiss Market Index) haben den Schweizer Pass. Der Anteil der nichtlokalen Führungskräfte ist somit im gesamteuropäischen Vergleich der höchste. Dänemark und Schweden sprechen von rund 10 Prozent ausländischen Topmanagern.
Kaum Austausch
über Sprachgrenzen
Teilweise lässt sich dieser hohe Anteil an nicht-schweizerischen Führungskräften mit der Wichtigkeit von ausländisch kontrollierten Firmengruppen erklären, in denen meist Manager aus dem Ursprungsland des Mutterkonzerns beschäftigt werden.
Die Studie hält weiter fest, dass nur ein geringer Austausch von Schweizer Managern über die Sprachgrenzen hinaus existiert, vor allem von Seiten der Deutschsprachigen. Der Arbeitsmarkt für Kader in der Schweiz ist international, aber paradoxerweise über die nationalen Sprachgrenzen relativ undurchlässig.
Von der Pike auf
Wie die neusten Zahlen zeigen, ist in der Schweiz der Anteil der Manager, die ein universitäres Studium absolviert haben, viel tiefer als in Deutschland und Manager mit Doktorat sind eher selten (mit rund 25 Prozent nur halb so häufig wie in Deutschland). Häufig beginnen Schweizer Führungskräfte ihre berufliche Karriere als Bankangestellte, Buchhalter, Versicherungsagenten oder KV-Angestellte. Dabei wird Wert gelegt auf berufliche Kompetenzen und das interne Firmennetzwerk.
Die CEO (chief executive officers) haben ihren Aufstieg in einer anderen Firma begonnen, aber durchschnittlich fast zehn Jahre in einem Unternehmen gearbeitet, bevor sie dessen Leitung übernahmen. Nur knapp 17 Prozent der Manager haben mehr als dreimal die Firma gewechselt.