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Aufgrund der verschiedenen kerntechnischen Anlagen in der Region ist das Untere Aaretal radiologisch eines der am intensivsten überwachten Gebiete in der Schweiz. Ein ganzes Netzwerk von Messstationen in der nahen und weiteren Umgebung des Zentralen Zwischenlagers überwacht laufend die Immissionen in Luft, Wasser (Fluss-, Grundwasser, Niederschläge) und die Nahrungskette (Bodenproben, Gras, pflanzliche Nahrung und Milch) sowie die Direktstrahlung. Die Ergebnisse der Emissions- und Immissionsmessungen werden von den Behörden jährlich veröffentlicht. Die seit Jahrzehnten bestehende behördliche Überwachung der Radioaktivität zeigt, dass die errechnete radiologische Belastung durch Kernanlagen im Unteren Aaretal höchstens einige Hundertstel Millisievert (mSv) pro Jahr beträgt. Dies ist im Vergleich zur mittleren Strahlendosis der Schweizer Bevölkerung von rund vier mSv pro Jahr verschwindend klein. Diese kleine zusätzliche Strahlendosis aus Kernanlagen liegt deutlich innerhalb der Schwankungsbreite der Jahresdosis, welche je nach geographischer Lage, Art der Wohnbauten (Radon) und der individuellen Lebensgewohnheiten (Medizin, Ferienaufenthalte) verschieden ist.
Wie schützen wir die Umgebung vor Radioaktivität?
Die Gebäude sind aus starkem Stahlbeton gebaut und gewähren neben der Abschirmung der Direktstrahlung auch hohen Schutz gegen Einwirkungen von aussen. Durch den Unterdruck in den Betriebsgebäuden ist sichergestellt, dass im Falle einer Undichtheit nur Luft nach innen dringen kann. Darüber hinaus gehören die permanente Überwachung und Wartung der Anlagen zu den vorbeugenden Massnahmen und zur Gewährleistung des sicheren Betriebs.
Wie schützen wir Mitarbeitende und Besucher vor Strahlung?
Der Bereich, in welchem Mitarbeitende bei regelmässiger Arbeit eine akkumulierte Dosis von mehr als 1 mSv pro Jahr aufnehmen könnten, nennt sich 'kontrollierte Zone'. Für den Aufenthalt in der kontrollierten Zone werden zusätzliche Massnahmen getroffen; einerseits zum Schutz der Mitarbeitenden respektive der Besucher, andererseits um ein Verschleppen radioaktiver Stoffe nach Aussen zu vermeiden. Dazu gehören ein Wechsel von Kleidern und Schuhen, das Tragen eines Dosimeters, die zeitliche Begrenzung des Aufenthaltes, das Umgehen von Strahlenquellen und ein sorgfältiges Ausmessen vor dem Austritt. Essen und Trinken sind in der kontrollierten Zone verboten; damit wird die Aufnahme von Radioaktivität in den Körper über Lunge oder Magen weitestgehend vermieden.
Die radioaktive Belastung der Mitarbeitenden lag immer deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert von 20 mSv pro Person und Jahr, der für alle Personen gilt, die beruflich mit ionisierender Strahlung zu tun haben, also auch für medizinisches Personal (z.B. bei Röntgen und Krebstherapie). Zum Vergleich: die natürliche Strahlung im Schwarzwald (in Menzenschwand) beträgt 20 mSv pro Person und Jahr.