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Anlässlich eines Treffens zwischen dem indischen Premierminister Narendra Modi und dem französischen Präsidenten François Hollande in Paris wurden 20 Vereinbarungen zu verschiedenen Themen wie Satellitenkommunikation, Schienenverkehr, Tourismus, Naturschutz und Bildung unterzeichnet. Zwei Abkommen betreffen den Bau des Kernkraftwerks Jaitapur in Indien.
Die Areva unterzeichnete eine Vorprojekt-Vereinbarung mit der staatlichen Nuclear Power Corporation of India Limited (NPCIL). Die Vereinbarung bereitet die Lizenzierung der EPR-Auslegung in Indien vor, damit der Reaktortyp in Jaitapur eingesetzt werden kann. Laut indischer Regierung soll es die Vereinbarung der NPCIL ermöglichen, Einzelheiten zur EPR-Technologie zu erhalten, damit unter anderem eine detaillierte Sicherheitsanalyse des Kernkraftwerks durchgeführt werden kann. Zudem trage sie dazu bei, die effizientesten und kostengünstigsten Konzepte zur Projektdurchführung zu erarbeiten und den Anteil der einheimischen Herstellung verschiedener Kraftwerkskomponenten zu maximieren.
Mit dem indischen Bau- und Maschinenindustrieunternehmen Larsen & Toubro (L&T) unterzeichnete die Areva eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit beim Jaitapur-Projekt. Die Erklärung umfasst die Möglichkeit, gemeinsam Schlüsselkomponenten herzustellen. Laut L&T wird die Areva den Technologietransfer sicherstellen.
Im Februar 2009 hatten sich die Areva und die NPCIL in einer Absichtserklärung über den Bau von mindestens zwei EPR-Einheiten am Standort Jaitapur an der indischen Westküste rund 200 km südlich von Mumbai geeinigt. Eingeschlossen ist die Brennstoffversorgung für die gesamte Betriebsdauer der Reaktoren. Für die Lieferung und den Bau der ersten zwei Kernkraftwerkseinheiten unterzeichneten Frankreich und Indien am 6. Dezember 2010 ein Abkommen.
Quelle
M.A. nach Areva und L&T, Medienmitteilungen, französischer Präsidentschaft, Gemeinsame Erklärung, 10. April, sowie indischer Regierung, Medienmitteilung, 12. April 2015