Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03138.jsonl.gz/1289

FR/DE
Webseite des Künstlers Oswald Pilloud (1873-1946)
Ignace Nazaire Oswald Pilloud ist am 27. Juli 1873 in Châtel-St-Denis (Schweiz) geboren. Trotz einer Lehre als Klempner bei seinem Vater, interessiert es sich sehr bald für die bildenden Künste. Nach seinem Aufenthalt in Nordafrika als Söldner, kehrt er in die Schweiz zurück wo er 1897 und 1898 bei Ferdinand Hodler Lehrkurse im Museum für Industrie besucht. Er verreist dann nach Paris, um seine Kenntnisse in den Akademien Grande-Chaumière und Colarossi zu vervollständigen, bevor er endgültig in die Schweiz zurückkehrt. Nach einer kurzen Erfahrung als Fotograf in Châtel-St-Denis beginnt er eine Lehrkarriere und unterrichtet die Zeichenkunst und dekorative Malerei am Museum für Industrie (nachmalig Technikum genannt) in Freiburg i. Ü., wo insbesondere Anton Schmidt und Armand Niquille seine Schüler sind. Dies hindert ihn jedoch nicht seine persönlichen künstlerischen Tätigkeiten weiterzuführen und regelmässig an verschiedenen Salons der Gesellschaft schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten oder an nationales Ausstellungen teilzunehmen. Er führt ebenfalls einige Aufträge aus und trägt namentlich, mit einem monumentalen Stadtbild von Freiburg, an der Ausstattung des Lausanner Bahnhofbuffets 1. Klasse bei. Pilloud weiss mit allen Kunstgattungen umzugehen : Porträt, Stilleben, Genrebilder und Innenansichten, religiöse Malerei. Aber er zeichnet sich besonders in Landschaftsbildern aus. Im Flachland wie im Gebirge richtet er sein Gestell auf und lässt das Motiv seinen Pinsel führen.
Während seiner Karriere versucht er sich in verschiedenen Stilen, ohne dabei mit einer bestimmten Bewegung anzuknüpfen. Obwohl er sehr vom grossen Hodler beeinflusst ist, entwickelt er dennoch seinen eigenen Stil, wobei er im Laufe der Zeit seine Palette sowie die Umrisse verfeinert. Der Moléson, die Kette der Gastlosen, die Paccots oder die Stadt Freiburg sind vielerlei Orte, die ihm erlauben, sich seiner Leidenschaft des Lichtes und der Farbe hinzugeben. Hauptsächlich in seinem Kanton tätig, vernachlässigt er dennoch nicht den Genfersee und das Wallis, die ihn zu seinen bemerkenswertesten Landschaften anregen. Oswald Pilloud ist nach einer langen Krankheit in Fribourg am 6. Juli 1946 verstorben.
Vom 12.03 bis 28.08.16 wird das Musée gruérien in Bulle (Freiburg i. Ü.) diesen Kantor der Natur huldigen und somit seines Verschwindens vor 70 Jahren gedenken.
http://www.musee-gruerien.ch/fr/210-le_paysage_pour_passion,_oswald_pilloud.html

Kontakt
Philippe
Clerc, Kunsthistoriker, Rue Tronchin 1, 1202 Genf, Schweiz