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Nicht alle guten Weine sind Grands Crus. Sogar in Ausnahmeterroirs mit bestangepassten Rebsorten müssen die Winzer mit grosser Disziplin und viel Aufopferung ihr Handwerk betreiben, um die Quintessenz ihrer besten Parzellen aufzudecken.
Diese Bemühungen verdienen es, dass man sie anerkennt und schützt. Um jeden Missbrauch und jede Betrügerei zu verhindern, hat das Wallis ein
Reglement angenommen, in dem alle strengen Bedingungen zum Erlangen der Bezeichnung «Grand Cru» genaustens festgehalten sind.
Die Anforderungen für die Produktion von
«Grand Cru»:
- Rebsorten: Es sind ausschliesslich autochthone und traditionelle Walliser Rebsorten zugelassen. Jede Gemeinde bestimmt diejenigen Sorten, die ihren Terroirs am besten angepasst sind.
- Anbauverfahren: Verpflichtung umweltbewusste Vorschriften einzuhalten, mindestens 8-jährige Reben, vorgeschriebene Reberziehung und Mindestblattoberfläche.
- Der natürliche Zuckergehalt muss höher sein als der Mindestwert bei traditionellen AOC-Weinen.
- Die Erträge müssen kleiner sein als diejenigen der traditionellen AOC-Weine.
- Die eingetragenen Parzellen mit den geeigneten Rebsorten müssen sich in anerkannten Zonen befinden. Sie werden jährlich kontrolliert.
- Die Weine müssen im Wallis gekeltert und abgefüllt werden. Den Anspruch auf die Bezeichnung Grand Cru haben sie nur mit dem Einverständnis einer Degustationskommission.