Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03317.jsonl.gz/1133

Der Schaffhauser Oratorienchor prägt die musikalische Landschaft und leistet einen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben im Raum Schaffhausen. Er strebt als Laienchor eine professionelle Qualität an. Traditionsgemäss führt er alljährlich die Karfreitagskonzerte sowie ein weiteres Werk auf.
Viel Vergnügen beim Entdecken unseres Chors!
Internationales Bachfest 2024
Kantatengottesdienst
Sonntag, 12. Mai 2024
Münster zu Allerheiligen, Schaffhausen
Details folgen
Georg Friedrich Händel
Theodora
Oratorium (1749) HWV 68
Händels Oratorium Theodora (1749) ist ein herausragend schönes Werk mit einem ungewöhnlichen Thema aus seiner späten Schaffensphase, der tragischen Liebesgeschichte eines zum Christentum konvertierten Paares im spätantiken Rom. Es endet mit dem Tod von Theodora und ihrem Liebhaber Didymus und würdigt das Schicksal frühchristlicher Märtyrer. Es gehörte zu Händels Lieblingsoratorien trotz zunächst ausbleibendem Erfolg. Der Komponist selbst stufte den Schlusschor des zweiten Aktes, «He saw the lovely youth», weit über dem «Hallelujah» seines berühmten Messiah ein.
Theodora ist ein dramatisches Oratorium in drei Akten. Der Librettist Thomas Morell liess sich von «The Martyrdom of Theodora and of Didymus» (1687) von Robert Boyle inspirieren.
Im 4. Jh. n. Ch. erlässt Valens, der römische Statthalter von Antiochia, ein Dekret, wonach alle Bürger anlässlich des Geburtstags von Kaiser Diokletian der römischen Liebesgöttin Venus ein Opfer darbringen sollen. Didymus, ein heimlich zum Christentum konvertierter Soldat und Geliebter Theodoras, bittet darum, dass Bürger, deren Gewissen sie daran hindert, heidnischen Göttern zu opfern, von der Bestrafung verschont bleiben. Valens lehnt das ab. Theodora und ihre Freundin Irene feiern einen privaten Gottesdienst, anstatt am Fest zum Geburtstag des Kaisers teilzunehmen. Theodora rechnet mit ihrer Verurteilung zum Tod, stattdessen wird sie zur Prostitution im Tempel der Venus gezwungen. Didymus erfährt von der grausamen Strafe und bietet sich als Ersatzopfer an, indem er mit Theodora im Tempel / Bordell die Kleidung tauscht. Theodora kommt zwar frei, aber schreckliche Gewissensqualen plagen sie. Das Oratorium endet tragisch mit der Todesstrafe für beide.
Zu Händels Zeiten war Theodora ein Misserfolg, der Uraufführung am 16. März 1750 im Theatre Royal, Covent Garden, folgten nur noch zwei weitere. Kenner jedoch schätzten das ungewöhnliche Werk von Anfang an. Lord Shaftesbury, ein Verehrer Händels, schrieb an einen Freund: «Ich kann einen Brief nicht beenden und Theodora vergessen. Ich habe das Werk dreimal gehört und wage zu behaupten, dass es eine so vollendete, schöne und gut ausgearbeitete Komposition ist, wie sie Händel je geschaffen hat. » Heute wird Theodora als ein Meisterwerk anerkannt und in der Regel konzertant, manchmal aber auch szenisch aufgeführt. Zwei bedeutende Operninszenierungen seien genannt, 1996 in Glyndebourne, England, und 2009 bei den Salzburger Festspielen.
Donnerstag, 28. März 2024, 19.30 Uhr
Freitag, 29. März 2024, 17.00 Uhr
Kirche St. Johann, Schaffhausen
Chelsea M. Zurflüh, Sopran
Isabel Pfefferkorn, Mezzosopran
Stefan Wieland, Altus
Nino A. Gmünder, Tenor
Robert Koller, Bassbariton
Schaffhauser Oratorienchor
Schaffhauser Barockensemble
Kurt Müller Klusman, Leitung
Karten
CHF 70 / 55 / 45
Vorverkauf
Hier online oder bei Schaffhauserland Tourismus, Schaffhausen/Stein am Rhein
Abendkasse
90 Minuten vor Konzertbeginn in der Kirche
Studenten/Lernende mit Ausweis
CHF 30 / 20 / 15 (Abendkasse)
CHF 30 / 20 / 15 (Abendkasse)
Meister von San Vitale in Ravenna
Chormosaik in San Vitale in Ravenna, Szene: Kaiserin Theodora und ihr Hof, Detail: Büste der Theodora; vor 547 n.Chr.
Theodora-Mosaik in Ravenna
Komplettes Chormosaik in San Vitale in Ravenna
Die Dame von Karthago (wohl Theodora I.)
Mosaikportrait und eines der bedeutendsten erhaltenen spätantiken Kunstwerke in Tunesien. Carthage National Museum, Karthago, Tunesien
Mosaikportrait und eines der bedeutendsten erhaltenen spätantiken Kunstwerke in Tunesien. Carthage National Museum, Karthago, Tunesien