Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03591.jsonl.gz/392

Die Menschheit findet einen Weg, jede Arbeit, die als Mühsal angesehen wird, von Maschinen verrichten zu lassen. Niemand wird mehr über seinen Job definiert, niemand hat materielle Vor- oder Nachteile, niemand kann oder muss mehr für Dienstleistungen und die Produktion von Waren bezahlen. Menschen können mit Hilfe von Maschinen friedlich miteinander leben. Das wäre auf den ersten Blick eine für die Gesellschaft sehr erstrebenswerte Zukunftsvision.
Doch sind wirklich alle Menschen Befürworter eines solchen Szenarios? Gäbe es trotz allem nicht auch zu viele Verlierer?
Es ist wahrscheinlich, dass Konzerne und Einzelpersonen, die sich zum heutigen Zeitpunkt durch politischen Einfluss oder finanzielle Macht von der breiten Masse abheben, diese durch die eintretendem Zustände verlieren. Problematisch ist dabei, dass diese Oberschicht, wenn sie die Nachteile erkennt, durch ihren Einfluss eine solche Entwicklung eventuell frühzeitig stoppen könnte. Sie wird dabei ohne Rücksichtnahme auf die benachteiligten Bevölkerungsschichten vorgehen, deren Situation durch solche Entwicklungen immens verbessert werden könnte. Durch gezielte Kontrolle von Fortschritt und Entwicklung könnte die bereits privilegierte Schicht ihre Vormachtstellung vielleicht sogar ausbauen und die Bevölkerung auf noch effektivere Art und Weise beeinflussen und von sich abhängig machen.
Denn niemand will seine erreichte Position in der Gesellschaft verlieren, freiwillig die Kontrolle über andere aufgeben oder sich mit “wertlosem Pöbel” gleichsetzen lassen, indem man sich nicht mehr durch einen höheren Lebensstandard von ihm anheben kann. Die Überlegenheit gewisser Gesellschaftsschichten müsste demnach auf irgendeine Art erhalten bleiben, ihnen müssten vermutlich Privilegien zugestanden werden, damit sie Verbesserungen des Lebens anderer überhaupt zustimmen und sie auch akzeptieren können. Und es lässt sich definitiv darüber streiten, ob das eine zufriedenstellende Lösung ist.
-
Show Comments