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Beim Sägen tödlich getroffen
Der tragische Unfall ereignete sich, als zwei Mitarbeiter eines Forstbetriebs an einem Hang einen Laubholzschlag ausführten. Der eine Forstwart war gerade am Sägen einer Fallkerbe, als er einen lauten Knall hörte. Er schaute sich um und sah, was geschehen war: Sein Kollege hatte einen Ahorn fällen wollen. Da spaltete sich plötzlich der Stamm auf und der Kollege wurde vom abgespalteten Stammteil mit grosser Wucht erschlagen.
Zeichnung vom Unfallgeschehen.
Falsche Fällmethode gewählt
Die Unfallabklärung ergab, dass der aufgespaltene Baum einen Durchmesser von rund 25 cm hatte und stark in die vorgesehene Fällrichtung hing. Bei Bäumen, die stark in die Fällrichtung hängen, sind spezielle Fällmethoden anzuwenden, z. B. die Methode «tiefe Fallkerbe». Aus unbekannten Gründen hatte der Forstwart den Baum wie einen «Normalfall» gefällt. Hat er die Gefahr unterschätzt?
So verhindern Sie ähnliche Unfälle
Als Arbeitgeber und Betriebsleiter
- Sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeitenden über die Ausbildung verfügen, die für ihre Tätigkeit notwendig ist.
- Wiederholen Sie vor Beginn der Schlagsaison die Baum- und Umgebungsbeurteilung sowie die besonderen Sicherheits- und Verhaltensregeln beim Fällen.
- Instruieren Sie die Mitarbeitende über die sichersten Fällmethoden.
- Thematisieren Sie die Gefährdungen durch Hänger (vor allem Bäume mit kleinen Durchmessern) immer wieder.
- Prüfen Sie bei Sicherheitsrundgängen die Stockbilder.
- Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitenden über sicheres Verhalten.
Als Mitarbeitende
- Beurteilen Sie vor dem Fällen den Baum und die Umgebung sorgfältig
- Leiten Sie die sicherste Fällmethode ab.
- Legen Sie einen Rückzugsort und Rückzugsweg fest.
- Sobald der Fall des Baums ausgelöst ist, suchen Sie den Rückzugsort auf.
- Holen Sie sich Unterstützung von Kollegen, falls Sie mit der Situation überfordert sind.