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Powell mit mässigem Comeback - Kambundji stark
- Dienstag, 15. Juli 2014, 21:10 Uhr
Asafa Powell hat bei seinem Comeback nach der Dopingsperre eine Niederlage einstecken müssen. Der Jamaikaner lief die 100 m am Meeting in Luzern in 10,30 Sekunden. Die Bernerinnen Mujinga Kambundji und Nicole Büchler sorgten für die Highlights aus Schweizer Sicht.
Die einjährige Wettkampfpause war Asafa Powell bei seinem Comeback-Rennen anzusehen. Der 31-Jährige lief die 100 m in eher verhaltenen 10,30 Sekunden. Der ehemalige Weltrekordhalter und Staffel-Olympiasieger, der als Höhepunkt des Meetins angekündigt worden war, klassierte sich vor 6600 Zuschauern auf der Allmend in Luzern in seinem Lauf auf dem 3. Rang. Insgesamt war dies die viertschnellste Zeit des Abends. Schnellster war Keymar Hyman von den Cayman Islands in 10,23 Sekunden.
Kambundji in EM-Form
Erfreuliche Leistungen boten unter anderem die Schweizer Athletinnen. Die schnellste Sprinterin, Mujinga Kambundji, bestätigte einen Monat vor der EM in Zürich ihre Form. Die 22-jährige Bernerin verbesserte trotz einem Gegenwind von 0,9 m/s ihre persönliche Bestzeit über 200 m um 12 Hundertstel und belegte in 23,12 Sekunden den guten 4. Rang.
Über die 100 m belegte Kambundji Rang 5, verpasste in 11,50 Sekunden aber ihren Schweizer Rekord (11,33 s) deutlich. Die Jahresschnellste und Favoritin Michelle-Lee Ahye aus Trinidad und Tobago siegte in 11,09 Sekunden.
Büchler überzeugt - Urech enttäuscht
Ebenfalls einen guten Wettkampf zeigte Nicole Büchler. Die Stabhochspringerin musste sich nur von der amerikanischen Olympiasiegerin Jennifer Suhr geschlagen geben und wurde mit 4,50 m Zweite.
In der B-Serie über 100 m Hürden setzte es für Lisa Urech hingegen eine weitere Enttäuschung ab. Die Bernerin blieb mit 13,69 Sekunden mehr als eine Sekunde über ihrem Schweizer Rekord. In der A-Serie setzte sich etwas überraschend Kristi Castlin durch. Die Amerikanerin düpierte Weltmeisterin Brianna Rollins (USA) und Olympiasiegerin Sally Pearson (Au) und siegte in 12,81 Sekunden.
Santacruz schafft Limite
Nicht auf Touren kam die Weitspringerin Irene Pusterla. Die Tessinerin übertrat ihren besten Versuch knapp und belegte am Ende mit 6,25 m den 4. Platz. Gewonnen wurde der Wettkampf von der dreifachen Weltmeisterin Brittney Reese aus den USA, die wie die zweitklassierte Christabel Nettey (Ka) 6,46 m sprang.
Mit Hugo Santacruz sicherte sich aber ein weiterer Schweizer die EM-Teilnahme. Der Läufer des LC Rapperswil-Jona blieb über 800 m in 1:46,95 Minuten knapp eine Sekunde unter der geforderten Limite. Jan Hochstrasser, der über 1500 m bereits selektioniert ist, verpasste die geforderte Marke im 800-m-Rennen knapp.
Zihlmann mit Schweizer Rekord
Für einen Schweizer Rekord sorgte im Hammerwerfen Nicole Zihlmann. Die 27-Jährige vom LC Luzern verbesserte ihre alte Bestmarke, die sie vor zwei Monaten in Halle (De) aufgestellt hatte, um 58 Zentimeter auf 63,79 m. Die EM-Teilnahme ist für Zihlmann allerdings kein Thema, die Limite liegt bei 68 Metern.
Maslak gibt EM-Forfait
400-m-Europameister Pavel Maslak wird seinen Titel in Zürich nicht verteidigen können. Der 23-jährige Tscheche muss für die EM vom 12. bis 17. August im Zürcher Letzigrund wegen einer Oberschenkel-Verletzung Forfait geben. Maslak hatte sich die Verletzung Ende Mai zugezogen.