Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/130525

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat begründet den Atomausstieg und den Verzicht auf neue Kernkraftwerke mit den zu hohen Risiken der Kernenergie. Gleichzeitig sollen aber die bestehenden Kernkraftwerke so lange wie möglich weiterbetrieben werden.</p><p>- Um welche Grössenordnung sind AKW der neuesten Generation (wie sie z. B. in Finnland und Frankreich entstehen) sicherer als die ältesten Atomkraftwerke der Schweiz, Beznau und Mühleberg?</p><p>- Geht es um einen Faktor 2, 10, 100 oder 1000?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Nach der schweizerischen Kernenergiegesetzgebung können die Kernkraftwerke so lange betrieben werden, als deren Sicherheit gewährleistet ist. Dabei ist keine fixe Lebensdauer (Anzahl Betriebsjahre) festgeschrieben.</p><p>In der Schweiz wurden alle Kernkraftwerke seit ihrer Inbetriebnahme laufend nachgerüstet. Das führt dazu, dass ihr Sicherheitsstand heute um ein Vielfaches höher ist als zurzeit ihrer Betriebsaufnahme. Auch im internationalen Vergleich weisen die schweizerischen Kernkraftwerke einen hohen Sicherheitsstandard auf. Wie bisher werden alle Kernkraftwerke nur in Betrieb bleiben können, wenn die nötigen Nachrüstungen vorgenommen werden. So dürften beispielsweise die Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg ohne umfassende Nachrüstung mit erdbeben- und überflutungsgeschützten gebunkerten Notstandssystemen bereits heute nicht mehr in Betrieb stehen.</p><p>Der Stand von Wissenschaft und Technik entwickelt sich immer weiter. Dies hat zur Folge, dass neue Kernkraftwerke, wie sie derzeit zum Beispiel in Finnland und Frankreich im Bau stehen, einen deutlich höheren Sicherheitsstandard aufweisen als ältere - insbesondere nicht nachgerüstete - Anlagen.</p>