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Für die Wirtschaftsjahre 2014/15 und 2015/16 sei die EU mehr als ausreichend mit Zucker versorgt, erklärte die CIBE vergangene Woche im Nachgang zu ihrer Jahrestagung in Brüssel. Die Vereinigung verwies auf die Rekorderträge bei der jüngsten Kampagne von EU-weit durchschnittlich 12,8 t/ha und führte diese sowohl auf die günstigen Witterungsbedingungen als auch auf die Züchtungsfortschritte zurück.
Im Gegenzug sei der mittlere EU-Preis für Zucker seit Anfang 2013 um 43 % abgestürzt. Die Kommission müsse jetzt schnell die Modalitäten für eine Beihilfe zur privaten Lagerhaltung festlegen. Daneben verlangt die CIBE, den EU-Markt im Rahmen bilateraler oder multilateraler Handelsabkommen nicht weiter für Importe aus Übersee zu öffnen. Brüssel müsse dafür sorgen, dass Drittstaaten ihre Verpflichtungen gegenüber der Welthandelsorganisation (WTO) einhielten.
Während die Kommission von den EU-Exporteuren eine strikte Einhaltung der Ausfuhrobergrenzen einfordere, unterstützten Thailand, Indien und Brasilien ihren jeweiligen heimischen Zuckersektor aktiv. Daneben drängen die europäischen Rübenerzeuger darauf, beim Übertrag von Restbeständen im letzten Quotenjahr 2016/17 genauso wie die konkurrierenden Isoglukosehersteller behandelt zu werden.
Mit Blick auf die Zeit danach hält die CIBE Regeln der EU für die Fortführung einer detaillierten Preisberichterstattung und von Versorgungsbilanzen für unerlässlich, um Markttransparenz zu gewährleisten. Die Vereinigung geht davon aus, dass der Anbau von Zuckerrüben wegen der aktuell schlechten Preise gegenüber 2014 um rund 12 % eingeschränkt wird. Die Kommission hatte 2012 und 2013 angesichts sehr hoher Zuckerpreise mehrmals in Folge die sogenannte Vermarktungsabgabe für Überschusszucker gesenkt und zusätzliche Importe zugelassen, um das Angebot zur erhöhen und damit den Nachfragern entgegen zu kommen. Auch im vergangenen Jahr war dies noch vorübergehend erwogen worden.