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Sieben Schmerzen Mariens (15. September)
Auf dem Weg von Sonnenhalb übers Bödeli zur Warth-Triebern.
Rechteckiger, dreiseitig schliessender Bau mit traditionellen nachbarocken Elementen mit brüstungshoch ummauertem Vorzeichen mit Walmdach. Der Altar ist in ländlich verspätetem Barock aus der Zeit 1790-1800. Die gotische Pietà ist die älteste Holzplastik lnnerrhodens und ist ins Ende des 14. Jahrhunderts «im weichen Stil» zu datieren. Die Kapelle ist mit elektrischer Beleuchtung und Heizung ausgerüstet; im Turm hängt ein Glöcklein; 16 Sitzplätze.
Geschichte
Die erste Kapelle wurde 1796 gebaut, eine zweite, grössere im Jahre 1861. Bauherr war Josef Büchler, «Evensephli». Dieser gelobte 1795, er wolle einen Bildstock erstellen, wenn beim Neubau von Haus und Gaden alles gut gehe. Alles ging gut, doch er vergass sein Gelübde. Einige Jahre nachher ging das Gerücht um, dass es in dieser Gegend nicht geheuer sei. Für Büchler war das eine Mahnung, sein Versprechen einzulösen. So begann er 1796 mit dem Bau. Für die lnnenausstattung erhielt er von Kirchenpfleger Füchsle das alte Marienbild, das vor dem Dorfbrand in der Kreuzkapelle hing. Ebenfalls auf wunderbare Weise kam die Kapelle 1829 zu Turm und Glocke: Ein Bauer versprach in einer Notlage, ein Glöcklein zu stiften. Auf dem Sterbebett überband er seinen Kindern, das Versprechen zu halten, nämlich am Morgen und am Abend jeweils den «Englischen Gruss» zu läuten. Weil die Kapelle zu klein wurde, baute man 1861 die heutige grössere Kapelle. Um 1950 erfolgte unter Pfarrer Anton Wild eine Renovation durch August lnauen. 1960 wurde das Glockentürmchen erneuert. 1996 folgte eine lnnenrenovation, 2004 ein neuer Boden und eine Heizung, 2009 eine neue Türe.
|offen||Die Kapelle ist im Sommer offen|
|Bezirk||Schwende–Rüte|
|Eigentümer||Die Eigentumsverhältnisse sind nicht geregelt|
|Besonderes||Im Mai finden jeweils Andachten, im Sommer monatlich Gottesdienste statt|
KontaktSonnenhalb-Kapelle
Hans Fässler
Sonnenhalb, Tüllenstrasse 2, 9050 Appenzell
Tel. +41 71 799 13 57