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Staatsrat unterstützt Ärgera-Verbauung
Grosser Rat entscheidet über Subvention zum Wasserbauprojekt
Die Gemeinde Marly investiert 1,68 Mio. Franken in Wasserschutz-Massnahmen an der Ärgera. Diese sollen der bedeutenden Auenlandschaft Rechnung tragen. Der Staatsrat will rund 30 Prozent der Kosten übernehmen, der Bund 42.
Nach über 20 Kilometern durch den Plasselbschlund, die Gemeinden Plasselb, Tentlingen und Marly sowie als Grenzfluss zu St. Silvester, Giffers, Pierrafortscha und Villarsel-sur-Marly fliesst die Ärgera schliesslich als Gérine in die Saane. Die Ärgera als Wildbach aus den Voralpen bringt immer wieder Geschiebefracht ins Mittelland herunter.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Marly sind deshalb zwischen der Flur «Corbaroche» und dem Zufluss des Copy-Baches die angrenzenden Grundstücke durch wasserbauliche Massnahmen geschützt worden. In den 1970er-Jahren sind diese Bachverbauungen letztmals in Stand gesetzt und erweitert worden.
Alle ufernahen Flachzonen gefährdet
Die Rutschungen 1994 im Gebiet Chlöwena haben aber einen Kapazitätsmangel des Ärgera-Bachbetts aufgezeigt. Neben einer Materialentnahme 1997 als Sofortmassnahme wurde ein Projekt ausgearbeitet, «das den neuen Anforderungen in Sachen Hochwasserschutz besser entspricht und den oberhalb und unterhalb des fraglichen Abschnitts bestehenden Auenzonen von nationaler Bedeutung Rechnung trägt», schreibt der Staatsrat in seiner Botschaft. Was den Ärgera-Abschnitt in Marly angehe, seien alle ufernahen Flachzonen im erweiterten Bachbett überschwemmungsgefährdet. Nun müsse das Restrisiko einer Überschwemmung nochmals reduziert werden.
Für insgesamt 1,68 Mio. Franken sollen insgesamt 20 mehr oder weniger lange rückwärtige Dämme entlang der Ärgera gebaut werden (720 m oberhalb der Kantonalstrassenbrücke und 1430 m unterhalb). Dazu kommt der Schutz einer Sammelleitung bei Corbaroche, Verbauungen in den Zuflüssen Pudressa- und Crausazbach, die Einrichtung einer seichten Stelle beim Quartier «Les Fontanettes» sowie die Revitalisierung der ganzen Ufervegetation. In der Ärgera sind bereits 20 fischgängige Blockrampen.
Subventionen von Bund und Kanton
Bereits diesen Frühling/Sommer will die Gemeinde Marly mit den Arbeiten beginnen. Dafür brauchts aber noch das Einverständnis des Grossen Rats. Er wird in einer der nächsten Sessionen die Botschaft des Staatsrats beraten. Der Kanton übernähme einen Beitrag von 31 Prozent, also 520 800 Franken. Davon würden aufgrund beschlossener linearer Kürzungen der Kantonsbeiträge zehn Prozent wegfallen und der Kanton übernimmt schliesslich 468 720 Franken.
Die vorgesehenen Massnahmen fügten der natürlichen Fauna und Flora möglichst wenig Schaden zu, es gebe in diesem Bereich wohl gar Verbesserungen, schreibt der Staatsrat. Er weist darauf hin, dass das Projekt mit den Bundesämtern für Wasser und Geologie sowie für Umwelt, Wald und Landschaft abgesprochen worden ist und dass der Bund voraussichtlich 42 Prozent, also 705 600 Franken, subventioniert. Die Baubewilligung liegt seit Oktober 2003 vor. chs