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Pflanzen wir gemeinsam Bäume in der Wüste
Bäume in der Wüste pflanzen?
Genau! Seit dem Sommer 2012 pflanzt Amici Bäume in der Wüste, um das im Lebenszyklus unserer Produkte abgegebene Kohlendioxyd zu kompensieren. Hierzu haben wir ein biodynamisches Unternehmen in Ägypten als Partner ausgewählt, das sich seit mehr als dreissig Jahren auf dem Gebiet der Wiederbegrünung der Wüste sowohl mit Bäumen als auch mit Pflanzenanbau und Farmen spezialisiert hat.
Wer pflanzt für Amici die Bäume in der Wüste?
Sekem, das von Dr. Ibrahim Abouleish 1977 auf 70 Hektar reinem Wüstenboden gegründete biodynamische Unternehmen, das heute zu einem der wichtigsten biodynamischen Unternehmen der Erde geworden ist. Die Geschichte von Sekem ist unglaublich, weil seinerzeit niemand vermutet hätte, dass es möglich wäre, der Wüste die “verlorene Fruchtbarkeit” wiederzugeben.
Warum genau in die Wüste?
In der Wüste wachsen praktisch keine Pflanzen, daher ist sie der ideale Ort, um Pflanzen zu setzen, die Kohlendioxyd absorbieren können. Wenn man Bäume in Bereiche pflanzen würde, wo bereits Vegetation existiert, wäre das Ergebnis zweifellos sehr gut, aber es wäre auch weniger wirksam, weil wir die Wüsten somit ihrem Schicksal überlassen würden.
Die Ausbreitung der Wüsten
Allein die Wüste in Niger verschlingt mehr als 100.000 Hektar Mutterboden, also Bäume, Anpflanzungen und Steppe pro Jahr: Es ist die natürliche Bestimmung der Wüsten sich auszubreiten!
Zum Teil ist es das Verschulden der Menschen, zum Teil der Erwärmung des Planeten. Dies führt nebst Elend zum Fehlen von Nahrung, zu Völkerwanderungen und im weitesten Sinne zu Kriegen. Auch eine schwächere Kohlendioxydverwertung der Pflanzen ist die Folge. Ein schädlicher Teufelskreis, wie die neuste Messung des Kohlendioxyd in Alaska beweist: 400 ppm!
Ein Teufelskreis zwischen Wüste und Kohlendioxyd?
Wir stossen immer grössere Mengen Kohlendioxyd aus fossilen Brennstoffen aus, wobei ein grosser Teil dieses Kohlendioxyds durch die Pflanzen aufgenommen wird. Der Teufelskreis besteht im Verlust gigantischer Wälder, die 4 Tonnen Kohlendioxyd je Hektar pro Jahr absorbieren! Der Waldverlust gründet teilweise in der Erderwärmung, die ihrerseits teilweise durch das Kohlendioxyd verursacht wird. Wenn sich die Wüste ausbreitet, verringert sich die Fähigkeit des Planeten zur Bindung des Kohlendioxyds.
Besteht eine problematische Synergie zwischen Wüste und Kohlendioxyd?
Zweifelsohne, unsere Gesellschaft kann ohne Kohlendioxyd nicht funktionieren. Der Ausstoss ist jedoch verringerbar, worum sich immer mehr Menschen bemühen. Den Ausstoss aber zu eliminieren ist undenkbar: Zu viel Energie für unser bequemes Leben kommt aus dem Kohlenstoff. Wenn sich die Wüsten weiter ausbreiten, wird der Kohlendioxydanteil in der Luft stetig steigen. Daher ist die Wüstenausdehnung ein ernstzunehmendes, aber lösbares Problem: Es reicht, es lösen zu wollen. Indem man beispielsweise Bäume in die Wüste pflanzt.
Wie viel Kohlendioxyd gibt eine Person ab?
Ich war entsetzt, als ich erfahren habe, dass sich 1 Liter Benzin mit einem Gewicht von 770 Gramm bei der Verbrennung in 2,3 Kilogramm Kohlendioxyd umwandelt! Das heisst, wenn jemand 1.000 Liter Benzin pro Jahr verbraucht, würde er mehr Kohlendioxyd produzieren, als ein halber Hektar wachsender Wald aufnehmen kann.
Warum nur ein wachsender Wald und kein bereits ausgewachsener?
Der grösste Teil des von den Bäumen aufgenommenen Kohlendioxyds wird zu Holz: Wenn eine Pflanze mit dem Wachstum aufgehört hat und ihre Holzmasse nicht mehr steigt, nimmt sie viel weniger Kohlendioxyd auf. Viele denken, dass Amazonien die grüne Lunge der Erde sei: In Wirklichkeit ist der Regenwald des Amazonas nahezu ausgewachsen und nimmt daher viel weniger Kohlendioxyd pro Hektar auf als ein wachsender Wald aufnehmen könnte.
Beendet der Wald die Kohlendioxydaufnahme, wenn er einmal ausgewachsen ist?
Der Wald verringert seine Aufnahmefähigkeit in ausgewachsenem Zustand. Daher muss neuer Wald gepflanzt werden, um diesen Absorptionsverlust auszugleichen.
Was wird Amici mit den Wäldern tun, wenn sie einmal ausgewachsen sind?
Bis dahin vergeht noch viel Zeit, voraussichtlich werden wir die Bäume fällen und das Holz, das nicht verwendbar ist, kompostieren. Das Kompostierverfahren bindet den von den Pflanzen aufgenommenen Kohlenstoff endgültig zu Humusboden, der dadurch fruchtbarer und organischer wird, also Ackerboden.
Kann man aktiv an diesem ökointelligenten Programm teilnehmen?
Durch den Verzehr von Amici Produkten beteiligt man sich bereits am Programm Bäume in der Wüste, da Amici automatisch so viele Bäume pflanzt wie notwendig sind, um das gesamte im Lebenszyklus unserer Produkte produzierte Kohlendioxyd zu kompensieren.