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Als erfolgreicher Jung-Geschäftsmann stand er nun im Leben, als das nächste Kapitel begann, seine Begegnung mit Adele Bertschi.
Als ETH-Angestellte fuhr Adele Bertschi täglich mit dem Zug von Horgen nach Zürich. Um 1911 stieg in Rüschlikon jeweils ein stattlicher, junger, gutgekleideter Mann zu und setzte sich der eher schüchtern wirkenden jungen 19-jährigen Frau gegenüber.
Als sich das wiederholte, wurde es Adele ein wenig lästig: „Er schaute mich immer mit großen Augen an. Ich hatte das eigentlich nicht gern, ich war doch noch fast ein Kind. Aber vermutlich hat gerade meine Zurückhaltung ihn gereizt, nicht aufzugeben.”
Das tat Gottlieb Duttweiler auch nicht. Als sein Werben keine Ergebnisse zeitigte, versuchte er es mit einem Mietpferd. Kaum hatte er reiten gelernt, stattete er der Angebeteten bei ihr zu Hause in Horgen hoch zu Roß einen Besuch ab.
Doch machte der Auftritt der Mutter und der Schwester mehr Eindruck als der angebeteten Adele. Ihre Mutter lud daraufhin den imponierenden, aber noch etwas unsicheren Reiter zum Mittagessen ein.
Solchem Werben war wohl auf die Dauer nicht zu widerstehen.
Dem Charisma Duttweilers als Frau zu erliegen, wäre wohl auch nicht erstaunlich gewesen.
1912 feierten der 24jährige Gottlieb und die knapp 20jährige Adele ihre Verlobung.
Am 29. März 1913 fand die Hochzeit statt. „Damit beginnt die ganz und gar ungewöhnliche, knapp ein halbes Jahrhundert dauernde Lebens- und Arbeitsgemeinschaft zweier Menschen, deren Werk das Gesicht der Schweiz im zwanzigsten Jahrhundert nachhaltig mitgeprägt hat.