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Bei den schweren Ausschreitungen während des Afrika-Cup-Halbfinals zwischen Gastgeber Äquatorialguinea und Ghana haben sich mindestens 36 Personen verletzt.
14 Verletzte seien in ein Spital gebracht worden, ein Fall benötige «genaue Beobachtung», teilte Afrikas Kontinentalverband CAF mit.
Die CAF-Disziplinarkammer verurteilte den Verband Äquatorialguineas wegen wiederholt «aggressiven Verhaltens» zu einer Busse von 100'000 Dollar. Zudem muss das Heimteam ein Spiel ohne Zuschauer austragen, sollte es erneut zu ähnlichen Vorfällen kommen. Beim Spiel um Platz 3 gegen die DR Kongo bleiben die Fans heute Samstag in Malabo zugelassen.
Ghanas Verband GFA hatte nach den schweren Ausschreitungen Konsequenzen für den Gastgeber gefordert.«Es ist schade, dass diese dunkle Wolke unseren Erfolg überschattet, der afrikanische Verband muss entschieden handeln», sagte GFA-Präsident Kwesi Nyantakyi gegenüber der französischen Sportzeitung «L'Équipe». «Diese Art von Verhalten ist einfach nicht zu akzeptieren.»
Neun Minuten vor Spielende stand die Partie vor dem Abbruch. Zahlreiche Fans aus Ghana waren in den Innenraum des Stadions in Malabo geflüchtet, um sich vor Wurfgeschossen der Heim-Fans in Sicherheit zu bringen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel. Erst als die Gäste-Fans von Sicherheitskräften aus dem Innenraum geführt worden waren, konnte das Spiel nach rund 35 Minuten Unterbruch in einem fast leeren Stadion beendet werden.
Captain André Ayew zeigte sich gegenüber dem TV-Sender «Canal Plus» «sehr enttäuscht und verbittert.» Die ghanaische Regierung habe Fans extra einfliegen lassen. «Und dann gab es viele Verletzte», bedauerte Ayew. (si/tat)