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Die Militärdiensttauglichkeit hat sich 2021 bei 72.5 Prozent stabilisiert. In den Kantonen schwankt diese zwischen 62.5 Prozent und 91.9 Prozent. Die Tauglichkeit für den Dienst im Zivilschutz hat sich wie bereits im Vorjahr bei 8.5 Prozent im schweizerischen Durchschnitt eingependelt.
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Rekrutierung bis im Juni 2021 nur in angepasster Form und mit einer reduzierten Anzahl Stellungspflichtiger pro Rekrutierungstag durchgeführt. Trotz dieser erschwerten Bedingungen gelang es, die RS-Starts des Sommers 2021 und des Winters 2022 genügend zu alimentieren und die Wunschdaten der Stellungspflichtigen mehrheitlich zu berücksichtigen.
Erfreulich ist der Rekord bei der Gewinnung von Frauen für die Armee. So kamen im Jahr 2021 insgesamt 727 Frauen (+ 56.6% gegenüber 2020) zur Rekrutierung. Davon wurden 676 definitiv beurteilt und 546 (+ 63.2% gegenüber 2020) konnte eine Funktion in der Armee zugeteilt werden. Die Tauglichkeit bei den Frauen liegt damit ebenfalls bei rund 81 Prozent. Ferner wurden 122 Frauen dem Zivilschutz und dem Rotkreuzdienst zugeteilt – davon 99 (Tauglichkeit: 84.6%) dem Zivilschutz und 23 (Tauglichkeit: 88.5%) dem Rotkreuzdienst. Weitere 98 Frauen konnten für den friedensfördernden Einsatz empfohlen werden.
Im Jahr 2021 wurden im Rahmen der Personensicherheitsprüfung sämtlicher Stellungspflichtigen 258 Risikoerklärungen erlassen. Mit der Durchführung von Personensicherheitsprüfungen anlässlich der Rekrutierung will die Armee verhindern, dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, eine Armeewaffe erhalten.
Eine medizinische Untauglichkeit kann rein körperliche, rein psychische oder gemischte Ursachen haben. Bei den körperlichen Ursachen stehen Probleme im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund. Im psychischen Bereich sind Defizite bei der psychischen Belastbarkeit, Angststörungen sowie Drogenkonsum häufige Gründe. (VBS)