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Igor Levit © Robbie Lawrence
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DIE LETZTEN DREI SONATEN ─ ABGESAGT
Igor Levit
Beethoven
So, 22.11. | 16.00 Uhr | Nr. 20504
Vergangenes Konzert
Igor Levit © Robbie Lawrence
22.
Nov
Sonntag
16.00
DIE LETZTEN DREI SONATEN ─ ABGESAGT
Igor Levit
Sie sind ein Mythos: die letzten drei Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Er komponierte sie, als er schon vollständig ertaubt war, also selbst gar nicht mehr hören konnte, welche Meisterwerke ihm da gelungen waren. Dabei erdachte er eine Musik, die so visionär ist, dass sie Richard Wagner wie der «Schlüssel des Welträtsels» vorkam. Thomas Mann wiederum schrieb in seinem Roman Doktor Faustus über die allerletzte Sonate in c-Moll, dass Beethoven hiermit die gesamte Gattung ans Ende geführt habe: «Sie habe ihr Schicksal erfüllt, ihr Ziel erreicht, über das hinaus es nicht gehe, sie hebe und löse sich auf, sie nehme Abschied.» Mit diesem musikalischen Vermächtnis beschliesst Igor Levit seinen Luzerner Beethoven-Zyklus. Und am Ende erklingt ein hymnischer Gesang, der sich immer ekstatischer verströmt, von aller Erdenschwere erlöst. «Dieser Beethoven springt uns an, packt uns an den Ohren und schüttelt uns gründlich durch», urteilte Christian Wildhagen in der Neuen Zürcher Zeitung über Levits Beethoven-Interpretationen – und erklärte den Pianisten zum grossen Glücksfall für das Beethoven-Jahr 2020.
Schutzkonzept
Igor Levit © Robbie Lawrence
Igor Levit
Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er gleich vier Preise beim Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv; auch aus der japanischen «Hamamatsu Competition» ging er als Sieger hervor. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra. 2018 debutierte er mit den Wiener Philharmonikern, 2019 beim Gewandhausorchester Leipzig. In der Saison 2020/21 ist Levit «artist-in-residence» beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Portraitkünstler der Philharmonie Essen. Unter der Leitung von Herbert Blomstedt gibt er seinen Einstand beim Chicago Symphony Orchestra und beim New York Philharmonic, ausserdem konzertiert er mit dem Orchestre de Paris, den Berliner Philharmonikern sowie dem Royal Concertgebouworkest und geht mit dem Hagen Quartett auf Tournee. Zu Levits grossen aktuellen Projekten gehört der Zyklus der 32 Klaviersonaten Beethovens, den er bei LUCERNE FESTIVAL, den Salzburger Festspielen, beim Musikfest Berlin sowie in Hamburg, Stockholm und London interpretiert. Diese Beethoven-Totale hat er auch auf CD vorgelegt. Ausserdem veröffentlichte er u. a. Bachs Goldberg-Variationen, Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated; im September 2020 erscheint sein neues Album Encounter mit Werken von Bach, Brahms und Feldman. 2018 erhielt Igor Levit den «Gilmore Artist Award», 2020 wurde er für sein politisches Engagement mit dem Beethoven-Preis ausgezeichnet.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.
August 2020
15.00 Uhr | Konzerteinführung mit Susanne Stähr | KKL Luzern, Auditorium