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Der Schritt ist Teil einer Kabinettsumbildung, die etwa die Bereiche Energie, Polizei oder Tourismus betrifft. Gordhan galt für Investoren als Stabilitätsgarant in dem Schwellenland, das unter einer stagnierenden Konjunktur leidet.
Über seine Ablösung gab es seit Tagen Gerüchte, nachdem der Minister eine Werbetour bei Unternehmern in Grossbritannien auf Geheiss Zumas abbrechen musste. Die Landeswährung Rand geriet daraufhin unter Druck. Ein Grund für die Aktion des Präsidenten wurde nicht genannt.
Einige Kritiker gehen davon aus, dass Gordhan unter Druck stand, weil er etwa die Staatsausgaben begrenzen wollte. Auch sein Umgang mit Staatsunternehmen und die Führung der Steuerbehörde hätten zu Konflikten geführt. Zeitungsberichten zufolge soll sein Verhältnis zu Zuma angespannt gewesen sein. Zumas Unterstützer werfen demnach Gordhan vor, sich zu stark in Regierungsangelegenheiten eingemischt zu haben.
Gordhan setzte sich für eine Belebung der Wirtschaft ein. Es wird befürchtet, dass ohne ihn eine niedrigere Bonitätsnote droht.
Gordhans Nachfolger Gigaba ist für Experten ein unbeschriebenes Blatt. Der Analyst Peter Attard Montalto von der japanischen Bank Nomura erklärte, er werte die Entlassung als offenen Angriff auf das Finanzministerium. So sollten Konservative, die gegen die Korruption vorgingen, mit Vertrauten des Präsidenten ersetzt werden.
(SDA)