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Spinne des Jahres 2013
Tapezierspinne
Atypus affinis Eichwald 1830
Tapezierspinnen leben ihr ganzes Leben lang in einer selbstgegrabenen, mit Seide austapezierten, Wohnröhre im Boden. Mit ein wenig Glück können allerdings Männchen auf der Suche nach einem reifen Weibchen gesehen werden. Die Wohnröhre setzt sich an der Oberfläche in einem Fangschlauch fort. Der ca. 15 cm lange, auf der Erde liegende Schlauch, ist auf der Oberfläche mit Erdteilchen gut getarnt. Die Spinne lauert des nachts bauchoben hier auf Beute. Berührt ein Insekt die Oberfläche, wird es blitzschnell mit den langen Giftklauen erfasst und durch den Schlauch ins Innere gezogen. Atypus affinis gilt als Verwandte der Vogelspinnen im weiteren Sinne. Die Tiere werden mit 4 Jahren geschlechtsreif. Sie paaren sich in der Erdhöhle des Weibchens. Das Männchen verbringt noch einen Teil des Winters beim Weibchen bevor es stirbt oder vom Weibchen gefressen wird. Die Jungspinnen verlassen die Wohnröhre der Mutter 18 Monate nach der Paarung. Das Weibchen wird bis zu 9 Jahre alt und zieht mehrere Generationen von Jungtieren auf. Die Tapezierspinne gilt bei uns als die Art, die am längsten lebt von den heimischen Spinnen.