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Weine in Beton-Eiern reifen zu lassen, ist für uns was ganz Neues. In Frankreich und Spanien sollen solche Gefässe schon seit längerem im Gebrauch sein. In Chile und Argentinien ist diese Art des Weinausbaus aber noch in der Experimentier-Phase. Die meisten der von uns besuchten Weingüter versuchen sich nun in dieser neuen Reife-Technik.
Wein wird heutzutage vor allem in Edelstahlbehältern produziert, die langlebiger und pflegeleichter sind als die klassischen Holzfässer. Edelstahl hat jedoch den Nachteil, dass kaum Sauerstoff an den jungen Wein kommt; eine Reifung in Edelstahl ist somit nicht möglich. Fässer aus Holz sind hingegen porös. Dadurch findet ein geringer, aber stetiger Sauerstoffaustausch statt. Diese schonende Oxidation lässt den Wein reifen und harmonischer werden.
Weinfässer aus Beton sind pflegeleichter und robuster als Holzfässer. Anders als Edelstahltanks sind Beton-Eier in geringem Maße porös und verfügen zusätzlich über sehr feine Verdunstungs-Härchen. Sie ermöglichen so eine Reifung wie in den traditionellen Holzfässern, ohne jedoch die in manchen Weinen nicht erwünschten Holznoten zu hinterlassen. Einige Experten sind überzeugt, dass sich Beton-Eier wegen ihrer Form sogar besser als Holzfässer zur Weinreifung eignen. Wir warten gespannt auf die zukünftigen Weine :o))