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Am Montagmorgen hatte der saudische Ölminister Khalid Al-Falih in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur gesagt, er sei zuversichtlich, dass die jetzige Vereinbarung in die zweite Jahreshälfte verlängert werde - "möglicherweise darüber hinaus".
Wenige Stunden später liess sich Russlands Energieminister Alexander Nowak laut einer E-Mail zitieren, man diskutiere gegenwärtig mehrere Szenarien. Man glaube, eine Verlängerung "für eine längere Zeit" werde helfen, ein Gleichgewicht am Ölmarkt schneller zu erreichen.
Vertreter des Ölkartells Opec, dessen mächtigstes Mitglied Saudi-Arabien ist, treffen sich am 25. Mai, um über das Thema zu beraten. Es wird dabei allgemein mit einer Verlängerung der Förderbegrenzung gerechnet, die die Opec zusammen mit anderen grossen Produzenten - darunter Russland - im November 2016 vereinbart hatte.
Bislang haben sich die Länder an die Vereinbarung weitgehend gehalten, allerdings ohne ihre Ziele nachhaltig zu erreichen. Diese waren zum einen höhere Ölpreise, zum anderen eine Verringerung der weltweit hohen Rohölbestände.
Als ein Grund für das Scheitern gilt die flexible Fördertechnik der US-amerikanischen Schieferölindustrie. Dort wird mehr Öl produziert, was die Preise wieder drückt. Seit Mitte 2014 waren Rohöl und Endproduke wie Benzin oder Heizöl teils drastisch billiger geworden, inzwischen liegt das Niveau höher.
(AWP)