Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/2120

Man versuchte zuerst die Pflanze wegen der vermeintlich genießbaren Knollen
[* 7] zu kultivieren; da diese aber
selbst vom Vieh verschmäht wurden, ließ man die neue Kulturpflanze unbeachtet, welche nun bald um so größere Bedeutung
für die Gärtnerei erlangte. Sie zeichnet sich aus durch ungemein große Veränderlichkeit; die Zahl der Varietäten zählt
jetzt nach Tausenden. 1812 kam die Georgina nach Deutschland,
[* 8] und 1817 erschienen die ersten gefüllten Pflanzen.
Diese stammen ausschließlich von Georgina variabilisWilld. ab und erscheinen in sehr verschiedenen Formen.
Man unterscheidet nach der Form der Blüten: anemonenblütige, mit großen Strahlblättern (Blüten) und kleinen, in Form einer
Halbkugel geordneten Scheibenblättern, meistens unregelmäßig, daher jetzt selten gezogen;
kugelblütige, mit zahlreichen,
gleich geformten, sich nach hinten zurücklegenden Blumenblättern (Blütchen);
flachblätterige, mit
gleich geformten, flach ausgebreiteten, in der Regel zurückgebogenen Blumenblättern;
röhrenblütige, mit röhrigen, und
ohrblütige, mit ohrförmigen Blumenblättern.
Sie treten in allen Farbennüancen vom zartesten Weiß bis zum dunkelsten Schwarzpurpur
auf. Die Liliputgeorginen haben sehr kleine, reizend geformte Blüten, die Zwerggeorginen sind von niedrigem,
zwerghaftem Wuchs und zur Topfkultur geeignet. In neuester Zeit sind wieder einfach blühende Spielarten in mannigfachen Farben
beliebt geworden. Die Georginen gedeihen und blühen am schönsten in einem warmen, lockern Mittelboden, der weder zu feucht
noch zu trocken, weder zu mager noch zu fett ist.