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Wer haftet, wenn ich mir auf einem vereisten Trottoir das Bein breche?
Zunächst einmal: In der Schweiz ist die Versicherung gegen die Folgen von Unfällen grundsätzlich obligatorisch, entweder via Unfallversicherung oder via Krankenkasse. Von diesem Obligatorium ausgenommen sind in der Schweiz wohnhafte Selbständigerwerbende, die sich freiwillig versichern können. Sind Sie obligatorisch oder freiwillig versichert, sind Sie nach Ihrem Unfall abgesichert und ihr Unfallversicherer muss mindestens den im Unfallversicherungsgesetz vorgeschriebenen Versicherungsschutz gewähren.
Ihre Unfallversicherung kann jedoch allenfalls auf die Werkeigentümerin Rückgriff nehmen. Ein Trottoir liegt in der Regel auf öffentlichem Grund, womit die Werkeigentümerin ein Gemeinwesen ist (Bei einem Trottoir auf Privatgrund vgl. „Wohnen“)
Dieses ist dafür verantwortlich, dass bei bestimmungsgemässer Nutzung des Trottoirs niemand zu Schaden kommt. Die Gemeinde muss also einen Winterdienst leisten, also beispielsweise salzen, splitten oder den Schnee wegräumen. Wie das Bundesgericht aber festhält, müssen die Aufwendungen des Gemeinwesens für den winterlichen Strassendienst in einem vernünftigen Verhältnis zu seinen Mitteln und zu seinen übrigen Auslagen stehen. Ein eingeschränkter Winterdienst ist entsprechend zulässig. Zudem darf das Gemeinwesen davon ausgehen, dass Sie wintertaugliche Schuhe tragen und nicht bei Glatteis auf High Heels unterwegs sind.