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Die Regierung Katars geht auf der Grundlage eines vorläufigen Untersuchungsberichts davon aus, dass ein Hacker-Angriff auf die staatliche Nachrichtenagentur KNA die schwere diplomatische Krise mit den Nachbarstaaten hervorgerufen hat. Der Hacker-Angriff habe Anfang April begonnen, erklärte das Innenministerium in Doha, einen Monat später verbreitete die Agentur angebliche Erklärungen des Emirs von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani.
Die Anklage gegen die NSA-Mitarbeiterin Reality Leigh Winner wegen Geheimnisverrats hat Wikileaks zu einer Auslobung verleitet: Wikileaks lobt eine Belohnung von 10.000 US-Dollar für Informationen aus, die zur öffentlichen Blossstellung und Entlassung dieses Reporters führen. Wikileaks benutzt dabei den englischen Begriff "termination", der neben Entlassung auch Tötung bedeuten kann. Zielperson ist Matthew Cole, ein Journalist der US-Webseite "The Intercept".
Der Online-Kartendienst Google Maps bietet Nutzern künftig eine weitere Ansichtsmöglichkeit seiner Karten und testet am Beispiel der US-Stadt Oakland die Visualisierung von Luftverschmutzung. Ähnlich wie bei der Google-Anzeige von Staus arbeitet die Ansicht der Luftverschmutzung mit Farben für den Reinheitsgrad der Luft.
In China ist ein umstrittenes Gesetz zur Verschärfung der Cybersicherheit in Kraft getreten. Damit sollten "Chinas Cyberspace-Souveränität, nationale Sicherheit" sowie die "Interessen und Rechte" von Bürgern und Organisationen geschützt werden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Bei ausländischen Unternehmen kommen die neuen Regeln jedoch nicht gut an: Vage Formulierungen würden der Regierung viel Spielraum in der Auslegung lassen, hiess es. Zudem gab es Sorgen, dass ausländische Investitionen und Geschäfte in und mit China erschwert würden.
Facebook hat den Gesetzentwurf des deutschen Justizminister Heiko Maas zur Bekämpfung von Hassbotschaften im Internet kritisiert: Das Gesetz sei ungeeignet, um Drohungen, Beleidigungen und Falschmeldungen zu bekämpfen, zitierte die "Wirtschaftswoche" am Montag aus einer Stellungnahme des sozialen Netzwerks. Mit dem vom Justizministerium erarbeiteten Gesetz sollen die sozialen Netzwerke dazu verpflichtet werden, offensichtlich rechtswidrige Inhalte aus ihren Angeboten zu löschen. Maas will seine Pläne noch vor der Sommerpause durch das Parlament bringen.
Netflix, Amazon und andere Videostreaming-Anbieter müssen künftig 30 Prozent europäische Filme in ihrem Repertoire vorweisen. Die EU-Medienminister beschlossen eine entsprechende Änderung der EU-Medienrichtlinie. Ausserdem gelten Vorgaben zu Jugendschutz und Werbung künftig auch für Videoplattformen wie Youtube und soziale Medien, bei denen Videos eine wichtige Rolle spielen.
Mit Extratorrrent.cc hat eine weitere grosse Torrent-Sammlung ihren Dienst eingestellt: Die Webseite gab bekannt, dass sie permanent offline geht und alle Daten löscht. Über die Gründe für diesen Schritt ist vorerst nichts bekannt. Spekuliert wird naturgemäss über Druck und juristische Drohungen aus der Unterhaltungsindustrie. Extratorrent hatte sich in den vergangenen Monaten zur zweitgrössten Torrent-Plattform entwickelt.
Vor knapp zwei Jahre ging die iPhone-Erfinderin Apple mit ihrem Streamingdienst Apple Music online. DAmals galt für Neukunden eine kostenlose Testphase von drei Monaten. In vielen Ländern hat dieses Angebot noch heute Gültigkeit. Nicht so in der Schweiz. Hierzulande muss nun, wie übrigens auch in Australien und Spanien, ein symbolischer Obolus entrichtet werden. In werden knapp ein Franken fällig, in Spanien 99 Cent, derselbe Betrag muss auch in Australien berappt werden.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warnt in Pakistan vor Einschränkungen der Redefreiheit im Internet. Das verletze fundamentale Rechte, heisst es in einer versandten Stellungnahme. Die Situation eskaliere. HRW bezieht sich auf eine Serie staatlicher Massnamen gegen "gotteslästerliche" sowie militärkritische Inhalte vor allem in sozialen Medien. Zuletzt hatte Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan vor drei Tagen das Kriminalamt gebeten, gegen alle jene vorzugehen, die die pakistanische Armee in sozialen Medien "entehrten".
Die deutsche Regierung darf grundsätzlich die IP-Adressen speichern, unter denen Nutzer ihre Internetportale aufrufen. Das entschied der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) und stärkt damit angesichts von Cyberangriffen das Abwehrrecht von Online-Mediendiensten.