Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/2297

Virale und bakterielle Infektionen
Gelbfieber
Schon wieder die Stechmücken: Sie übertragen auch das Gelbfieber, eine seltene Viruskrankheit, die oft tödlich verläuft. Sie kommt im nördlichen Südamerika und in Afrika vor, nicht aber in Asien. Gewisse Länder verlangen die Gelbfieber-Impfung von allen Reisenden. In anderen Ländern ist sie nur dann vorzuweisen, wenn Sie aus einem mit Gelbfieber verseuchten Land einreisen.
Für Kinder ist die Impfung meist erst nach dem ersten Lebensjahr obligatorisch. Sie ist sehr gut verträglich und schützt Sie zehn Jahre lang. Bei einer ersten Impfung ab dem zehnten Tag, bei einer Wiederholung sofort.
Hepatitis A
Dies ist eine meistens gutartige, infektiöse Gelbsucht, eine Virusinfektion der Leber, die über unsaubere Speisen und Getränke übertragen wird (nicht zu verwechseln mit dem Gelbfieber!). Hepatitis A macht Erwachsene vier bis sechs Wochen arbeitsunfähig. Zwei Impfstoffe stehen dagegen zur Verfügung, die für Reisen in Entwicklungsländern empfohlen sind, es sei denn, Sie seien schon geimpft oder nach durchgemachter Infektion geschützt.
Hepatitis A kommt oft vor in Afrika, Asien, Lateinamerika und abgelegenen Gebieten von Osteuropa. Etwa einer von 300 ungeschützten Reisenden erkrankt daran.
Hepatitis B
Diese Form der Gelbsucht, wird auf der ganzen Welt durch Blut übertragen, oft bei Sexualkontakten, bei Transfusionen, durch medizinische Instrumente, Injektionsnadeln, Tätowierungen und Akupunktur. Sind Sie solchen Risiken ausgesetzt oder planen Sie einen längeren Aufenthalt in einem Entwicklungsland, dann ist eine Impfung ratsam.
Hepatitis C
Auch diese Viren können über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen werden, z.B. bei Sexualkontakten oder Transfusionen. Hepatitis C ist vor allem in Zentralafrika sehr verbreitet. Sie verläuft oft unbeachtet und führt erst später zu Leberschäden. Eine Impfung dagegen ist noch nicht erhältlich.
Tollwut
Hunde, aber auch andere Haus- und Wildtiere, können von der Tollwut befallen werden. Achtung, Kinder sind besonders gefährdet, mit solchen Tieren in Kontakt zu kommen. Sollten Sie oder Ihr Kind von einem unbekannten Tier gebissen oder auf verletzter Haut geleckt werden, sind unverzüglich Impfungen notwendig und sofortige Injektionen eines Immunserums.
Die Tollwut kommt in weiten Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas vor. Pro Jahr werden in diesen Ländern etwa 2% der Langzeitaufenthalter gebissen, darum lassen sich diese also besser impfen. Tollwut führt ohne rechtzeitige Behandlung immer zum Tod.
Cholera
Cholera ist eine akute Durchfallerkrankung. Als Tourist brauchen Sie sich davor nicht zu fürchten, denn nur selten erkranken Reisende daran. In der Schweiz finden Sie heute nur noch die Schluckimpfung, die für spezielle Situationen sinnvoll ist, z.B. für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungshilfe (in Flüchtlingslagern, wo Cholera epidemisch auftreten kann). Eine Bestätigung für diese Schluckimpfung hilft Ihnen, allfällige Einreiseformalitäten problemlos zu erfüllen. Weit verbreitet ist die Cholera vor allem bei den Einheimischen in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Typhus
Typhus (abdominalis) ist eine fieberhafte Infektionskrankheit, die durch unsaubere Speisen und Getränke übertragen wird. Reisen Sie in eines der Hochrisikoländer oder müssen sich anderswo unter schlechten hygienischen Verhältnissen verpflegen, schützen Sie sich durch eine Impfung. Nach einer Magenoperation oder bei Einnahme von Medikamenten gegen Übersäuerung des Magens ist das Typhusrisiko erhöht, also ist auch hier ein Impfschutz ganz besonders angebracht.In den Tropen erkrankt einer von 30 000 Tropenreisenden an Typhus. In Indien, Nepal, Peru, Nordafrika (ausser Tunesien) und Westafrika ist das Risiko bedeutend höher, dort ist einer von 3‘000 Reisenden betroffen.