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Welche Symptome treten bei einer Pilzinfektion der Nasennebenhöhle auf?
Unter dem Mikroskop lassen sich Pilzinfektionen der Nase erkennen.
Was versteht man unter einer Pilzerkrankung der Nasennebenhöhlen?Bei Pilzerkrankungen der Nasennebenhöhle findet eine Besiedlung mit sind pflanzenähnlichen Organismen, denen Chlorophyll fehlt, statt. Da Sie kein Chlorophyll haben, müssen die Pilze Nahrung von totem organischen Material absorbieren. Pilzbesiedlungen teilen sich mit den Bakterien die Eigenschaft, komplexe organische Verbindungen von fast jeder Art (Zellulose) zu zerlegen und sind notwendig zum Abbau von Kohlenstoff und anderen Elementen im Kreislauf des Lebens. Pilze “ernähren“ sich nur von toten Substanzen, manchmal beginnen Sie aber mit dem Fressen, wenn der Organismus noch lebt. Dies ist der Grund für Pilzinfektionen, somit muss die gewählte Behandlungsart den Pilz vernichten, um effektiv zu sein.In den letzten 30 Jahren gab es einen bedeutenden Anstieg in der Zahl der erfassten Pilzinfektionen. Dies kann am gesteigerten öffentlichen Interesse, neuen, das Immunsystem unterdrückenden Therapien (Medikamente wie Zyklosporin, das das Immunsystem täuscht, um eine Abstoßung von Organen zu verhindern) und der zu häufigen Nutzung von Antibiotika (Anti-Infektionen) liegen.
Wenn das Immunsystem des Körpers unterdrückt ist, ist dies für Pilze eine Gelegenheit in den Körper einzudringen und eine Reihe von Nebenwirkungen zu verursachen. Da diese Organismen kein Licht zur Nahrungsproduktion benötigen, können sie in feuchten und dunklen Umgebungen überleben. Die Sinuse, die aus feuchten dunklen Hohlräumen bestehen, sind ein natürliches Zuhause für die eindringenden Pilze. Wenn dies passiert kommt es zu einer Fungal Sinusitis.
Verschiedene Arten von Pilzinfektion können unterschiedlich schwere Krankheitsbilder verursachenAspergillus fumigatus ist eine häufige Pilzerkrankung, die auch bei immungesunden Personen auftreten kann. Der Pilz produziert Sporenklumpen, einen “Pilzball“, meistens in den Kieferhöhlen.. Normalerweise verursacht der Pilz keine bedeutende Entzündungsreaktion, aber einen unangenehmen Geruch aus den Nasennebenhöhlen. Die Therapie besteht normalerweise in der operativen Abtragung der Pilze und des Schaffens eines guten Abflussweges aus den betroffenen Nasennebenhöhlen.
Die Mycormykose wird oftmals bei Patienten beobachtet, deren Immunsystem unterdrückt ist. Die Mykormykose kann insbesondere bei Patienten auftreten, die an einer chronischen Bluterkrankung (Leukämie oder Morbus Hodgkin) leiden. Diese Krankheit führt zu einer fortschreitenden Zerstörung der Nasennebenhöhlen und kann in den Knochen, das Auge und die Hirnhaut infiltrieren. Dadurch können lebensbedrohliche Zustände resultieren. Hier muss die Operation umgehend durchgeführt werden und eine intravenöse Anti-Pilz-Therapie eingeleitet werden, um die Ausbreitung so schnell wie möglich zu unterbinden.
Damit eine Pilzinfektion der Nase rechtzeitig erkannt wird, ist eine endoskopische Abklärung erforderlich. Wir führen diese Abklärung durch und entnehmen einen Abstrich, den wir in einem speziellen Labor unter dem Mikroskop untersuchen lassen. In Abhängigkeit von diesem Ergebnis wird dann die für den Patienten erforderliche Therapie eingeleitet.