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Eine aktuelle Actares-Analyse zur Geschlechterparität in Verwaltungsräten von SMI-Unternehmen zeigt, dass der Frauenanteil weiterhin stagniert.
Actares hat die Verwaltungsräte aller Unternehmen im Swiss Market Index (SMI) mit Blick auf Geschlechterparität untersucht und analysiert, wie viele Frauen die SMI-Unternehmen im Jahr 2018 zur Wieder- oder Neuwahl vorschlugen. An diesen Vorschlägen lässt sich ablesen, ob Unternehmen gewillt sind, den Frauenanteil in ihren Verwaltungsräten zu erhöhen.
Die Abstimmungskriterien von Actares fordern, dass beide Geschlechter zu mindestens 30 Prozent vertreten sein sollen. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass es mindestens drei Frauen in einem Verwaltungsrat braucht, damit sie nicht als Vertreterinnen ihres Geschlechts, sondern «einfach als Verwaltungsrätinnen» wahrgenommen werden. Nur sechs Unternehmen erfüllten bei ihren Wahlvorschlägen beide Kriterien.
Radikale Besetzungspolitik gefordert
Insgesamt ist die Lage im Vergleich zu 2017 fast unverändert: 2018 wurden zwar für genau die Hälfte aller vakanten Sitze Frauen vorgeschlagen, aber ihr Anteil insgesamt stieg bloss von 23 auf 24 Prozent. Nur bei zwei SMI-Unternehmen ist das Geschlechterverhältnis im VR ausgewogen, in keinem sind Frauen in der Mehrheit, in einem Verwaltungsrat sitzen gar überhaupt keine Frauen.
Eine Hürde ist die geringe Fluktuation in Verwaltungsräten (10 bis 15 Prozent pro Jahr). Actares fordert daher einen radikalen Wechsel in der VR-Besetzungspolitik: Frauen müssen bei Neuwahlen nicht nur im gleichen Masse wie Männer berücksichtigt werden, sondern bei den Wahlvorschlägen deutlich übervertreten sein.