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Der Kanton Freiburg, meistens mit seinem französischen Namen Fribourg angesprochen, ist einer
von drei Kantonen entlang des berühmten Röstigrabens. Der Kanton ist in ein französischsprachiges
und ein deutschsprachiges Gebiet unterteilt. Auch topografisch kennt der Kanton zwei Gesichter:
Das Mittelland im nordwestlichen Teil und die Voralpen im Süden. Besucher können im flachen
Mittelland den Flüssen entlangfahren und sich am Murten- oder Neuenburgersee ausruhen. Im
Süden laden die Voralpen zu Wanderungen und Motorradtouren ein. Mit seinen 2’389 Metern ist
der Vanil Noir der grösste und bekannteste Gipfel des Gebiets.
Die Region Fribourg war Siedlungsgebiet der Pfahlbauer. Bei der Ortschaft Vallon findet man das
Pré de Riva, eine rekonstruierte Pfahlbausiedlung. 1157 legte Berchtold IV den Grundstein für die
Stadt Freiburg im Üechtland (Fribourg), nach dem Vorbild seines Vorgängers, Berchtold III, der
Freiburg am Breisgau (heute Deutschland) gegründet hatte. Früh verbündete sich Fribourg mit Bern
und wurde 1481 in die Schweizer Eidgenossenschaft aufgenommen.
Hauptort des Kantons Freiburg ist die Stadt Freiburg im Üechtland, auch sie besser bekannt unter
ihrem französischen Namen Fribourg. Beidseits der Saane blickt die Neustadt Fribourgs auf einen
schmalen Felssporn, auf dem die Altstadt gebaut wurde. Fribourg ist ein kulturell-touristischer
Magnet. Mit mehreren Museen und Theatern kann man hier viel unternehmen. Auch architektonisch
ist die Stadt sehr eindrücklich. Die Kathedrale St. Nikolaus ist eines der Wahrzeichen der Stadt.
Zudem kommen das Schloss La Poya oder der Ratzéhof, welche mit ihrer Pracht beeindrucken.
Fribourg ist auch eine Gelehrtenstadt. Die 1889 gegründete Universität ist die einzige
zweisprachige Universität des Landes. Zu den 39’000 Einwohnern gesellen sich noch hunderte
Studenten, die als Wochenaufenthalter angemeldet sind.
Mit 9’000 Einwohnern ist Murten die zweitberühmteste Stadt des Kantons. Murten ist
insbesondere für die Schlacht bei Murten aus dem Jahr 1476 bekannt und in jedem Klassenzimmer
ein Thema. Viele Touristen kommen wegen des Sees, verlieben sich aber dann in die Stadt. Einige
Gebäude sind seit dem 14. Jahrhundert unversehrt. Die Ringmauer der Stadt, die jeden Angreifer
leer schlucken liess, dient heutzutage als Orientierungspunkt für Rundgänge.