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Als Schauspielerin wird sie hofiert, als Regisseurin legt man ihr Steine in den Weg. Angelina Jolies, 35, erstes Filmprojekt sorgt für Wirbel und wurde mit einem Drehverbot belegt. Was ist passiert? Eigentlich wollte der engagierte Hollywood-Star laut dem US-Magazin «Variety» in Bosnien die Schlussszenen einer Lovestory drehen, die von der Liebe einer Bosnierin zu einem Serben während des Bosnien-Krieges handelt.
Die bosnische Presse servierte ihren Lesern einen anderen Plot. Jolies Film sei zwar eine Lovestory, die sich aber zwischen einem serbischen Vergewaltiger und einem bosnischen Opfer abspiele. Daraufhin protestierten Vergewaltigungsopfer gegen den Film, was die Behörden zu einem Drehverbot veranlasste.
Doch es besteht Hoffnung, dass Angelina Jolie ihren Debütfilm drehen darf. Gravilo Grahovac, der Kulturminister der muslimisch-katholischen Föderation, liess verlauten, dass er die Dreherlaubnis erteilen würde. Unter einer Bedingung: Kulturminister Grahovac will zuerst das Drehbuch lesen. Falls es sich um eine «normale» Lovestory handle, erteile er die Bewilligung. Währenddessen steht Jolie in Ungarn weiter hinter der Kamera, wo sie mit den Dreharbeiten begonnen hatte.