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Ponti
Samstag, 25. September 2021, 19:30 Uhr
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sonate C-Dur für Klavier und Violoncello Op. 102 Nr. 1
1. Andante – Allegro vivace
2. Adagio – Allegro vivace
Robert Schumann (1810-1856)
Adagio und Allegro Op. 70
Fanny Mendelssohn Hensel (1805-1847)
Fantasia g-Moll für Violoncello und Klavier
Andante doloroso – Prestissimo – Poco più lento – Tempo del Andante – Allegro molto moderato
Sandro Laffranchini (1974*)
Vertigini
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Sonate Nr. 2 D-Dur für Violoncello und Klavier, op. 58
1. Allegro assai vivace
2. Allegretto scherzando
3. Adagio
4. Molto Allegro vivace
Zum dritten Konzert der Klanglichter-Saison hat Paola De Piante Vicin ihren Landsmann Sandro Laffranchini eingeladen. Der Italiener hat in Basel studiert und ist heute erster Solocellist an der Mailänder Scala.
Die Brücken von Komponisten zu Interpreten sind sehr oft schon in der Entstehungsgeschichte der klassischen Meisterwerke fest verankert, denn sie sind ganz natürlich mit Lebensumständen und persönlichen Bekanntschaften verknüpft: so hat Beethoven zwar kein Cellokonzert geschrieben, da der berühmteste Cellist seiner Zeit, Bernhard Romberg, sich standhaft weigerte, es aufzuführen und stattdessen lieber seine eigenen Werke aufführte. Im letzten Jahrzehnt seines Lebens gelang Beethoven aber auch dieser Brückenschlag: er wurde auf den jungen Cellisten Joseph Linke aufmerksam, für den er seine letzten beiden Cellosonaten schrieb. Dessen feines Spiel und die grosse Fähigkeit, die komplexen Strukturen, sensible Dialoge und prägnante Motive jederzeit dem Klavier gleichzusetzen, waren für Beethoven eine grosse Inspiration.
Das ursprünglich für Horn geschriebene Adagio und Allegro von Robert Schumann wurde von Anfang an auch in einer Fassung für Cello gedruckt – aus dem einfachen Grund, dass es sich so besser verkaufen liess. Und natürlich gab und gibt es immer die Komponisten, die gleich für sich selbst schreiben, wie Sandro Laffranchini, der Cellist des heutigen Abends mit seiner Eigenkomposition „Vertigini“.
Auch die beiden komponierenden Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn haben sehr viel Musik für den familiären „Eigengebrauch“ geschrieben. Sie hatten einen weiteren Bruder, den Cellisten Paul, dem sie viele ihrer Kammermusikwerke widmeten – so auch Fanny ihre Fantasie in g-Moll. Ihre Verehrung für Beethoven zeigte sie mit einem Zitat aus einem Streichquartett, „con intimo sentimento“ zu spielen: daraus entwickelte die jugendliche Komponistin das ganze leidenschaftliche und farbenfrohe Werk. Die Cellosonate von Felix Mendelssohn hingegen ist ein reifes Werk von aussergewöhnlicher Brillanz, welches er für den Grafen Mateus Wielhorski schrieb – ein begeisterter Cellist, der ausgerechnet bei jenem Bernhard Romberg studiert hatte, welcher Beethovens Cellomusik verschmähte.
Eintrittspreis: CHF 38.-
Studenten/Schüler: CHF 23.-
Mitglieder Konzertgesellschaft Klanglichter: CHF 33.-
Aufgrund der Corona-Massnahmen kann die Anzahl der verfügbaren Sitzplätzen beschränkt sein. Frühbuchung sehr empfohlen.
Türöffnung jeweils 45 Min. vor dem Konzert.