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Auch in den schottischen Midlands gibt es Whiskybrennereien, so in Alexandria, am Südende des Sees Loch Lomond.
Die Destillerie Loch Lomond wurde durch die amerikanische Littlemill Distillery Company im Jahre 1966 gegründet. 1984 wurde die Destillerie geschlossen und ging 1985 in den Besitz der Familie Bulloch über, die bereits seit 1842 im Spirituosengeschäft aktiv ist. 1987 erfolgte die Wiedereröffnung. Im Jahr 1993 wurde eine Coffey still hinzugefügt. Die Loch Lomond Distillery Co. ist heute das einzige Unternehmen in Schottland, das sowohl Malt als auch Grain Whisky in einer Destillerie produziert und daher einen Single Blend anbieten kann.
Die Eigentümer der Loch Lomond Distillery erwarben 1994 auch Glen Scotia in Campbeltown.
Die Marke wurde auch durch die Comic-Serie Tim und Struppi von Hergé bekannt, in der sowohl die Figur Kapitän Haddock als auch Tims treuer Hund Struppi gern einen Whisky namens Loch Lomond trinken. Allerdings hat Hergé die Marke unabhängig von der realen Destillerie erfunden, denn diese ist jünger.
Loch Lomond besitzt 2 traditionelle Pot Stills, sechs Lomond-Stills, ebenfalls Pot Stills, die jedoch im Hals Böden haben ähnlich den Coffey Stills. Zusätzlich wurde 1993 eine Coffey Still zur Malt Whisky Produktion hinzugefügt, die eine kontinuierliche Produktion von Whisky erlaubt, im Gegensatz zum Batch Verfahren der Pot Stills. Diese werden sonst nur im Grain Whisky Bereich eingesetzt.
Die Brennerei stellt Single-Malt-Whisky unter verschiedenen Namen mit unterschiedlichem Charakter her: Loch Lomond, Craiglodge, Croftengea, Glen Douglas, Inchmoan, Inchmurrin, Inchfad und Old Rhosdhu. Wichtige Produkte von Loch Lomond sind der Blend High Commissioner Blended Scotch Whisky sowie der Wodka Glen’s Vodka.[1]
Der Loch Lomond Single Highland Malt Scotch Whisky ist von bernsteingoldener Farbe, von feiner Süße und doch leicht rauchig in der Nase. Im Geschmack ist er weich und geschmeidig, nachhaltig und mild im Abgang. Der Whisky Loch Lomond wird bei Lerner charakterisiert als im „Duft: Gummi, nussig, käsige Nase“ und im „Geschmack: scharf, etwas grün und nach Holz schmeckend, kräftig und mit unausgeglichenem Charakter“.
Mit 12’000’000 Liter gehört Loch Lomond zu den grösseren Produzenten.