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Mit Spannung wird beim Filmfestival Venedig die Premiere von Roman Polanskis neuem Film erwartet. Unklar war im Vorfeld, ob der französisch-polnische Regisseur persönlich zum Filmfest kommen wird. Auf der Festivalliste mit den offiziell angereisten Gästen tauchte sein Name bisher nicht auf.
Allein schon die Einladung von Polanskis Werk "J'accuse" hatte für Kontroversen gesorgt. Polanski hatte 1977 zugegeben, Sex mit einer 13-Jährigen gehabt zu haben. Vor einer möglichen Verurteilung floh er aus den USA und lebt mittlerweile in Frankreich. Im Zuge der #MeToo-Bewegung schloss ihn die Oscarakademie 2018 aus; auch dabei ging es um den Fall aus den 1970ern.
Der 86-jährige Polanski gilt als einer der grössten Autorenfilmer seiner Generation. Zu den Klassikern gehört unter anderem der Horrorfilm "Rosemary's Baby". Sein Holocaust-Drama "The Pianist" wurde 2003 mit drei Oscars ausgezeichnet, darunter mit dem für die beste Regie für Polanski.
Beim Filmfest Venedig wird am Freitagabend (19.15 Uhr) sein Thriller "J'accuse" Premiere feiern. Darin geht es um die sogenannte Dreyfus-Affäre, bei der ein französischer Hauptmann 1894 wegen angeblichen Landesverrats verurteilt wurde, was sich später als Justizirrtum herausstellte und zu einem grossen Sandal im Land führte. Im Film sind Jean Dujardin ("The Artist") und Louis Garrel zu sehen.
(SDA)