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Knut und Louie
Erfahrungsbericht von Nina Kruse
Knut, ein Podenco-Mischling, ist als Welpe mit seiner Mutter und Geschwistern auf eine Tierschutz-Finca in Portugal gekommen, auf der er auch aufgewachsen ist. Er war wohl von Beginn an sehr scheu, so dass er dort zum "Ladenhüter" wurde, während seine Geschwister Karriere als Therapiehund und Personensuchhund machten. Über eine Pflegestelle ist er nach Deutschland gekommen und über einen Umweg über Berlin zu mir auf einen Resthof.
Er gilt als sogenannter "Angsthund", wobei im Alltag mit ihm auch deutlich wird, dass er sehr zwängig veranlagt ist. Steht das Auto z. B. anders herum als gewohnt in der Garage, bedarf es einiger Zeit, ihn davon zu überzeugen, dass sein Zugang zum Auto auf der anderen Seite ist. Ansonsten reagiert er sehr ängstlich auf Menschen, auch wenn er sie eigentlich schon kennt, läuft bei freundlicher Ansprache weg, anfassen o. ä. geht gar nicht. Ungewohntes, z. B. Mülltonnen auf dem Bürgersteig am Abfuhrtag, ängstigt ihn, wobei er sich ohnehin im Dorf äußerst unwohl fühlt und einige Zentimeter kleiner wird.
Durch die Gabe von den Chillax-Keksen ist Knut in diesen Situationen viel besser ansprechbar; war er zuvor gänzlich in seiner Angst gefangen und im Flight-or-fight-Modus, schafft er es inzwischen zunehmend, sich an mir zu orientieren und mehr als nur die vermeintliche Gefahr wahrzunehmen.
Louie, ein Dogge-Königspudel-Mischling, lebt schon von klein auf bei mir und ist eigentlich eine Frohnatur - außer bei Gewitter und an Sylvester. Diese extreme Angst vor Blitz und Donner bzw. Feuerwerk hat sich erst in seinem zweiten Lebensjahr entwickelt. Gewitter spürt er schon, wenn sich die Luft verändert und vom 30. Dezember bis zum 2. Januar ist er nur ein Schatten seiner selbst.
Bei Louie habe ich diesen Sommer ca. drei Wochen Chillax-Kekse gegeben, als sich eines der in diesem Jahr seltenen Gewitter ereignete und er war wesentlich gelassener als vorher. Während er zuvor gewinselt hat, extrem unruhig hin und her lief, unter diverse Möbelstücke zu kriechen versuchte und stark am Speicheln und nicht ansprechbar war, habe ich dieses Mal lediglich eine leichte Unruhe beobachtet. Er war zwar bemüht, in meiner Nähe zu bleiben, konnte diese aber im Gegensatz zu vorher als Sicherheit gebenden Faktor wahrnehmen. Er hat nicht vermehrt gespeichelt und nur auf dem Höhepunkt des Unwetters vereinzelt gewinselt. Auch hat er sich nach Abklingen des Gewitters umgehend beruhigt, was zuvor wesentlich länger gedauert hat.
Ich denke, für Louie haben sich die Chillax-Kekse als sehr unterstützend erwiesen und ich werde es sicherlich rechtzeitig vor dem Jahreswechsel erneut kurweise füttern.