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Die korrekte Interpretation genomischer Muster, die durch das Sequenzieren ganzer Genome ermöglicht wurde, wird jedoch dadurch erschwert, dass eine Vielzahl von Prozessen, wie Drift, Selektion, Genefluss, und Rekombination, alle simultan das Genom formen und die Heterogenität entlang des Genoms beeinflussen. In diesem Projekt untersuchen wir die Genomevolution innerhalb der Schweizer Felchen und ihr Einhergehen mit der Differenzierung in unterschiedlichste Arten. Hierfür erstellen wir zunächst ein Referenzgenom. Felchen sind Salmoniden und haben ein großes stark dupliziertes Genome. Dies ist eine große Herausforderung, erlaubt uns aber auch einen Einblick in die Rolle der Genomduplikation während der Artentstehung. Des Weiteren werden wir die genetische Architektur bedeutender ökologischer und fortpflanzungsrelevanter Merkmale im Detail untersuchen. Außerdem werden wir die Differenzierung im Genom zwischen Arten innerhalb eines Sees (sympatrisch) und zwischen verschiedenen Seen (allopatrisch) miteinander vergleichen. Diese Grundlagenforschung wird unser Verständnis der Rolle des Erbgutes für die Artenstehung verbessern. Ein besseres Verständnis der Artenvielfalt und ihrer genetischen Grundlage wird auch dazu beitragen können diese Vielfalt bestmöglich zu erhalten.