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Genau genommen acht Filme und eine Serie, aber das hatte keinen Platz mehr im Titel.
Vor nicht allzu langer Zeit hat sich unsere Emily über die deutschen Film-Übersetzungen empört:
Natürlich ist es schwierig, die Mundbewegungen, Gestik und Sinn des Satzes auf die deutsche Übersetzung abzustimmen, aber bei den neun folgenden Beispielen denkt man sich doch manchmal:
Als Modefan Homer Simpson erfährt, dass die Springfield Isotopes wieder gewinnen, zieht er sich schnell um und schreit:
Sinngemäss übersetzt heisst das: «Die Isotopes sind die Grössten!» Leider hat der Übersetzer das alles zu wörtlich genommen und so ruft Homer in der deutschen Version:
Was passiert, wenn Übersetzer ein Wort falsch verstehen? Im Fall von «Apollo 13» ist es etwas Lustiges. Etwa eine Stunde und 20 Minuten im Film muss die Crew irgendwie runde CO2-Filter durch eckige ersetzen.
Einerseits ist das eine Metapher für etwas «Unmögliches möglich machen». Andererseits stimmt die Redewendung auch wortwörtlich: «Ich schlage vor, Sie finden einen Weg, einen quadratischen Stöpsel in ein rundes Loch zu stopfen». Im Film heisst es aber:
Der Übersetzer hat wohl anstatt peg (Stöpsel) pig (Schwein) verstanden.
«Notorious» von Alfred Hitchcock wurde im Gegensatz dazu absichtlich falsch synchronisiert. Weil die Thematik des Nationalsozialismus so kurz nach dem Krieg als «unzumutbar» für das deutsche Volk eingestuft wurde, ging es in einer ersten Synchronfassung um Drogen, statt um waffenfähiges Uran. Und die deutschen Namen wurden abgewandelt (Alexander Sebastian wird zu Aldro Sebastini).
1969 wurde der Film im Auftrag des ZDF neu synchronisiert, allerdings werden auch in dieser Fassung die wahren Drahtzieher hinter den kriminellen Machenschaften (die I.G. Farben) nie namentlich erwähnt.
Es ist ja schon erstaunlich, dass die Band beim High-School-Abschluss in «Back to the Future» genau weiss, wie sie zu spielen hat. Marty McFly gibt eher simple Anweisungen:
Ein Gitarrenriff in der Tonart B (auf deutsch Tonart H) und dann versuchen, mit ihm mitzuhalten. Das machen sie erstaunlich gut. Noch erstaunlicher ist es allerdings in der deutschen Version:
Rhythmus B? Okay, Elvis, und welcher Tempowechsel? Mit «Changes» meint er keine «Tempiwechsel» sondern Wechsel der Gitarrenakkorde. Das Lied ändert das Tempo nicht.
Die Übersetzer von «Pulp Fiction» waren arme Schweine. So viele Male das Wort «Motherfucker» und kein gleichwertiges deutsches Pendant. Ganz am Schluss bittet Jules Pumpkin, ihm sein Portemonnaie zu reichen. Das, auf dem steht: «Bad motherfucker».
In der deutschen Version wird das übersetzt mit:
Rick Deckard verlangt in «Blade Runner» von einem Computer von einem Foto eine «Hard Copy», was in dem Zusammenhang nichts anderes ist als ein Papierausdruck.
In der deutschen Version der Kinofassung will Deckard aber wortwörtlich:
In späteren Versionen wurde das geändert. Apropos hart:
Auch hier wurde zensiert, dass die Bösewichte Deutsche sind. Der ikonische Hans Gruber wird in der deutschen Version ganz einfach zu Jack.
Später besprechen dann die Terroristen ganz offen vor den Geiseln ihre Pläne, die sie ja eigentlich nicht verstehen dürften, weil sie im original englischsprachig und die Bösewichte deutschsprachig sind.
Der wahre Grund, wieso du «Die Hard» aber auf jeden Fall in der Originalfassung sehen musst, sind die Übersetzungsfails der Amerikaner beim Schreiben des Drehbuchs.
Ein Kultfilm über einige Flüchtlinge, die über die gleichnamige marokkanische Hafenstadt dem Nazi-Regime zu entkommen versuchen. Auch das hat man dem deutschen Publikum in der Synchronfassung 1952 noch nicht zumuten wollen und so hat man kurzerhand 20 Minuten rausgeschnitten (darunter alle Szenen mit dem Gestapo-Offizier) und einen Kriminalfilm über geraubte Pässe draus gemacht.
In dieser Version fehlt auch der ikonische Satz «Ich seh' dir in die Augen, Kleines», der vom englischen «here's looking at you, kid» übersetzt wurde. Stattdessen sagt Humphrey Bogart nur:
Der Film wirkte daher zerstückelt und machte stellenweise keinen Sinn. Trotzdem wurde der Film erst 1975 im Auftrag der ARD neu synchronisiert.
In «Die totale Erinnerung» aus dem Jahr 1990 versuchen die Bösewichte, Arnold Schwarzenegger mit dem Suchgerät anzupeilen. Als sie endlich ein Signal empfangen, sagt einer: «I have a lock», was sinngemäss in diesem Zusammenhang heisst: «Ich habe seine Position».
In der deutschen Version des Films ist er aber nicht so hilfreich, denn da sagt er nur wortwörtlich: