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Am Mittwoch war bekannt geworden, dass nach einer Operation im Universitätsspital Genf (HUG) möglicherweise wegen des Augenmittels Ala Octa Komplikationen aufgetreten waren. Die Operation war nach Angaben des Spitals bereits im Juli durchgeführt worden. Die Verwendung des Mittels wurde jedoch erst am letzten Mittwoch ausgesetzt.
Der Schweizer Verteiler des Mittels, die Firma Mediconsult, sagt nun: Ala Octa sei bereits im September zurückgerufen worden. Man habe die Kunden aufgefordert, das Augenmittel nicht mehr zu verwenden.
Das HUG setzte Ala Octa seit Januar 2014 ein. Das Augenmittel Ala Octa wird während Netzhautoperationen verwendet. Probleme tauchten jedoch erst in letzter Zeit auf.
Ala Octa darf in der Schweiz mittlerweile nicht mehr angewendet werden. Bis Mitte September 2015 sind in der Schweiz laut Alamedics drei Kunden mit weniger als 80 Einheiten des Produkts beliefert worden.
Hersteller: Verfrühte Schlussfolgerungen
In Nordspanien waren nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörde nach der Anwendung von Ala Octa im Juni insgesamt 13 Menschen auf einem Auge erblindet. In Frankreich gab es im Juli zwei Fälle.
Der deutsche Hersteller Alamedics teilte Anfang Woche mit, es sei verfrüht, das Mittel für die tragischen Vorfälle verantwortlich zu machen. Analysen unabhängiger Labore hätten ergeben, dass es keinen Hinweis auf eine Verunreinigung oder sonstige Auffälligkeiten gegeben habe.
Möglicherweise habe es Fehler bei der Anwendung des Mittels gegeben. Dem Unternehmen sei mindestens ein Fall aus Spanien bekannt, in dem das Produkt eine Woche lang im Auge belassen worden sei und nicht, wie es eigentlich getan werden sollte, nach der Operation sofort wieder entfernt wurde.