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Greenpeace schiesst sich auf die grösste Bank Europas ein: Das britische Geldhaus HSBC soll Palmölfirmen finanziert haben, die schwere Umweltschäden verursacht haben.
Greenpeace wirft mehreren internationalen Banken vor, Umweltzerstörungen in Indonesien zu finanzieren. Seit 2012 hätten die Geldhäuser Kredite in einer Gesamthöhe von 16,3 Milliarden Dollar an sechs Palmölproduzenten vergeben, erklärte die Umweltorganisation.
Diese Firmen «legen für ihren Anbau Torfmoore trocken, roden riesige Waldflächen und bereiten so das Feld für Waldbrände und Schwelbrände unter der Erde». Im Zentrum der Greenpeace-Untersuchung steht die britische Grossbank HSBC. Diese verstosse gegen ihre eigenen Grundsätze, wonach Palmölproduzenten mit umweltschädlichen Praktiken nicht finanziert werden sollen.
«Geldhahn zudrehen»
Die britische Grossbank erklärte, sie wolle keine Kunden, die etwa in illegales Vorgehen verstrickt seien, Brandrodung betrieben oder Kinder- und Zwangsarbeiter einsetzten. Sie habe nicht wissentlich mit Firmen zusammengearbeitet, die gegen die Richtlinien der Bank in Bezug auf die Palmölproduktion verstiessen.
Greenpeace erklärte, es dürfe nicht sein, «dass Banken skrupellos agierenden Palmölproduzenten weiterhin Mittel für ihre rücksichstlosen Geschäfte bereitstellen». Die Institute müssten den Unternehmen «den Geldhahn zudrehen». Zugleich forderte die Organisation, den Palmölverbrauch deutlich zu reduzieren. Ausserdem müssten Ölpalmen «nach strengen ökologischen und sozialen Mindeststandards» angebaut werden. Palmöl findet sich unter anderem in Supermarktprodukten wie Margarine, Schokolade, Pizza oder Waschmittel und wird zur Produktion von Biodiesel benutzt.
(sda/ise/chb)