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Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Gegründet im April 1917 als Gliederung des Schweizerischen Staats- und Gemeindearbeiterverbandes, ab 1924: Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD). Die erste Hauptversammlung fand am 25. April 1917 statt.
Auszug aus dem Gründungsbericht: („ In einem kürzeren Votum erklärte uns Genosse Buchser wie der imbegriffe stehende Verein zustande kam, durch seine unermüdliche Agitation brachte er 9 Mitglieder zusammen, die sich entschlossen hatten durch genügende Aufklärung dem Gemeinde-Staatsarbeiter-Verband beizutreten, wurden dann vom Verbandsvorstand des dazumal auch auf schlechten Füssen stehenden Wartpersonalvereins Burghölzli zugeteilt, da Genosse Buchser die Mitgliederzahl resp. der Personalbestand für zu klein um eine eigene Section zu gründen hielt. Die Section Burghölzli hat während unserer Mitgliedschaft einige Versammlungen abgehalten ja sogar die Generalversammlung ohne die Mitglieder von Wülflingen zu dessen Stellungnahme anzufragen. Es wurde an der Vorstandssitzung die Anregung gemacht mit den Genossen in Wülflingen eine Zusammenkunft abzuhalten, es wurde im Schosse unserer Genossen obige Zusammenkunft auf den 15. April ins Hotel Helvetia Winterthur einberufen, durch Vermittlung von Genosse Buchser stellte uns Herr Stamm zur Helvetia ein geräumiges Lokal zur Verfügung. Anwesend waren 5 Genossen und von der Section Burghölzli, der Präsident Ernst Neuenschwander, der Aktuar Otto Hohl und Kassier Wilhelm Thee sowie Jac. Gisler von der Section Rheinau. (…) Aus dem Inhalt der ganzen Zusammenkunft bekamen wir den Eindruck, dass wir genötigt sind auf eigene Faust zu kämpfen, das heisst zur Gründung der Section, worauf sich 12 Mitglieder dazu entschliessen konnten. Nachher wurde ein anderes Zirkular in Umlauf gesetzt. Bei dem Oekonomiepersonal und bei den Wärterinnen stiessen wir auf Schwierigkeiten, da unser Vorhaben dem Herr Verwalter zu Ohren getragen wurde. Weil Obgenannter voraussah, dass mit der Gründung eines Angestellten-Vereins hie und da Aktionen gegen ihn gerichtet würde um das Los seiner Untergebenen zu verbessern worauf ihn sein schlechtes Gewissen eine Gegenagitation in Szene zusetzen, er ging zu den Wärterinnen, Küchenpersonal, Glätterei und Wäscherei und zu den Güterknechten und erklärte ihnen, dass der Verband nichts erzwecke und dies und jenes, er rate es ihnen nicht an diesem Verbande beizutreten, machte aber doch noch die Bemerkung, er sei zwar nicht dagegen, nur dass bei allfälliger Beschwerde beim Verbands-Vorstand wegen Beraubung der Vereinsfreiheit ihm keine Vorwürfe gemacht werden können. Am 24. April wurde unser Vertrauensmann Genosse Buchser zu einer 1-stündigen Audients auf die Verwaltung gerufen, wo man ihm erklärte, dass die Gründung eines Vereins nur Reibereien und Unzufriedenheit gebe. Und wenn irgend eine Begünstigung vom Regierungsrate beschlossen werde aufs Wohl vom Anstaltspersonal, so treffe es uns wie diejenigen in anderen Anstalten, ohne dass wir diesem Verbande beitreten müssen. Trotzdem haben sich die Genossen entschlossen am 25. April abends 8¼ Uhr im Tagraum B.III eine Versammlung einzuberufen.“
1919 fusionierten die Gruppen Burghölzli, Winterthur-Wülflingenund Rheinau mit der Sektion Zürich zur VPOD Sektion Kantonale Angestellte (ab 1923: Sektion Staatspersonal).