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Der internationale Leichtathletik-Verband World Athletics geht in der Causa «Olympische Sommerspiele 2020» in die Offensive. So fordert der mächtige Verband in der globalen Sportwelt aktiv eine Verschiebung des Grossanlasses in Tokio.
In einem vom kanadischen TV-Sender CBC publik gemachten Brief rief Präsident Sebastian Coe den IOC-Chef Thomas Bach dazu auf, einen neuen Termin zu finden. Das geplante Zeitfenster vom 24. Juli bis 9. August kommt für World Athletics aktuell nicht mehr infrage. Wegen des Coronavirus sei die geplante Durchführung in diesem Sommer «weder möglich noch wünschenswert».
Oregon 2021 ist gesprächsbereit
Um die zeitliche Verlegung von Olympia aufzugleisen, ist der Leichtathletik-Weltverband bereit, mit dem Internationalen Olympischen Komitee IOC und dem gesamten Sport an einem alternativen Termin für Tokio zu arbeiten. Wie World Athletics auf Anfrage der DPA mitteilte, beinhalte das Entgegenkommen «auch Termine im Jahr 2021» – explizit die Leichtathletik-WM im nächsten Jahr.
Die Titelkämpfe figurieren vom 6. bis 15. August in Eugene im US-Bundesstaat Oregon im Sportkalender.
World Athletics habe bereits mit dem lokalen OK «Oregon 21» die Sachlage besprochen. Der WM-Veranstalter hätte daraufhin versichert, mit seinen Partnern und Interessenvertretern zu beraten, ob Eugene die WM an alternativen Terminen ausrichten könne, «falls sich dies als notwendig erweisen sollte», hiess es.
Alle in der Warteposition
Das IOC hatte am Sonntag mitgeteilt, in den nächsten 4 Wochen eine Entscheidung über Austragungs-Optionen der noch für die Zeit vom 24. Juli bis 9. August vorgesehenen Sommerspiele in Tokio zu prüfen. Dabei dürfte die Verschiebung um ein Jahr als das wahrscheinlichste Szenario gelten.