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Wang Bing gehört zu den wichtigsten Dokumentarfilmern der Gegenwart. Er ist bekannt für seine epischen Filme, welche der Arbeitswelt, dem Alltag, den Zwängen und Möglichkeiten der Menschen gewidmet sind. Seine Filme entstehen in China und werden vorwiegend im Westen an Festivals (Venedig Film Festival, Locarno Film Festival u.a.) aufgeführt, aber auch an der documenta 14, Kassel, in Galerien (Chantal Crousel, Paris) und Museen (Centre Georges Pompidou, Paris). In der Kunsthalle Zürich zeigt Bing die zwei Filme Mrs. Fang (Fang Xiu Ying, 102 min., 2017, Goldener Leopard 2017) und Man with No Name (Wu ming zhe, 99 min., 2010). In beiden Filmen steht ein Individuum mit seiner fragilen Körperlichkeit im Zentrum. Bing folgt Mrs. Fang und dem Mann ohne Namen mit hartnäckigem Respekt und aus grosser Nähe. Seine Filme sind von Balanceakten der Intimität geprägt, die einem harten Realismus verpflichtet sind. Daraus sind in diesem Fall zwei Porträts entstanden, die uns ebenso lehren, wie auch herausfordern.