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Eine Parodontitis scheint das Risiko für Gefässveränderungen zu erhöhen. Damit kann die Gefahr von lebensbedrohlichen Herz- und Kreislaufproblemen steigen. Schuld daran sind erhöhte Entzündungswerte im Blut. Über die Blutbahn können Parodontitis-Bakterien und ihre Entzündungsbotenstoffe im ganzen Körper zirkulieren. Sie könnten Gefässe verengen und so bewirken, dass die Durchblutung gestört und Arterien verstopft werden. Das Blut verklumpt und gerinnt schneller. Dadurch steigt das Risiko für einen Herzinfarkt. Mit einer schweren Parodontitis kann sich auch die Gefahr eines Schlaganfalls um das Zwei- bis Dreifache erhöhen. Dies ist vor allem bei Männern über 60 Jahren der Fall.
Neben Parodontitis-Bakterien können auch andere Krankheitserreger über die Mundschleimhaut ins Blut gelangen. Dieser Prozess wird Bakteriämie genannt und ist die Hauptursache für Entzündungen der Herzinnenhaut (Endokarditis).
Eine sorgfältige Mundhygiene ist wichtig, um zu verhindern, dass aggressive Bakterien über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf gelangen.