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<h2>SubmittedText<h2><p>Am ersten Ernährungssystemgipfel vom 2. Februar 2023, organisiert von SDSN Schweiz, Biovision und Landwirtschaft mit Zukunft, wurden Bundesrat Guy Parmelin zwei Berichte zur Ernährungszukunft überreicht. Einer enthielt die Empfehlungen eines Gremiums aus über 40 Wissenschafter:innen, der andere jene eines repräsentativ zusammengesetzten Bürger: innen-Rats, aus 80 Personen. </p><p>Die Gremien hatten sich mit der Frage befasst, wie im Rahmen der Ernährungspolitik bis 2030 allen Menschen in der Schweiz gesunde, tier- und umweltfreundliche sowie fair produzierte Lebensmittel angeboten werden können. Sie kamen unter anderem zum Schluss, dass das Ernährungssystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden soll, also ökologische, wirtschaftliche, gesundheitliche und soziale Aspekte einbeziehen soll. </p><p>Auf die Frage 23.7180 antwortet der Bundesrat, dass dafür ein "systemischer Ansatz, der alle Akteure und Interessengruppen einbezieht", notwendig sei. Die Empfehlungen des BürgerInnen-Rats, des wissenschaftlichen Gremiums sowie andere relevante Informationen sollten bei der Entwicklung einer künftigen Ernährungsstrategie geprüft werden. Zudem müssten sich "alle Politikbereiche, die einen Einfluss auf das Ernährungssystem haben, synchron und kohärent entwickeln". </p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wird der systemischen Ansatz zur Entwicklung eines nachhaltigen Ernährungssystems über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auch in die Gesundheitspolitik des Bundes aufgenommen und wie fliesst dieser </p><p>in die Gesundheitsprävention ein? Wie ist die ämterübergreifende Koordination gewährleistet?</p><p>2. Wird das Bundesamt für Gesundheit die Empfehlungen zur Ernährungszukunft analysieren und jene mit Bezug zur Gesundheit in kommenden Strategien und Pläne berücksichtigen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1) In der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 (SNE 2030) legt der Bundesrat die Leitlinien seiner Nachhaltigkeitspolitik fest und verankert nachhaltige Entwicklung als eine wichtige Anforderung für alle Politikbereiche des Bundes. Die SNE 2030 ist in erster Linie ein Instrument zur Koordination zwischen den Politikbereichen und wirkt insbesondere darauf hin, die zahlreichen sektoriellen Aktivitäten des Bundes verstärkt auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten. In der SNE 2030 fordert der Bundesrat die Bundesstellen auf, die darin sowie in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgehaltenen Grundsätze und Ziele im Rahmen ihrer Zuständigkeiten umzusetzen. Gleichzeitig soll die Politikkohärenz, d.h. ein abgestimmtes, koordiniertes Vorgehen für nachhaltige Entwicklung erhöht werden.</p><p>Die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) initiierte Aktualisierung der Schweizer Ernährungsstrategie orientiert sich an der SNE 2030 und der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten. Sie erfolgt unter Einbezug verschiedener Bundesämter, wie dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).&nbsp;</p><p>Zudem befassen sich BLV und BAFU mit der Erarbeitung, Durchführung sowie Aktualisierung verschiedener Projekte wie z.B. den Qualitätsstandards für eine gesundheitsfördernde Gemeinschaftsgastronomie; damit engagieren sie sich für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung auch in Unternehmen, Schulen und Heimen. Auch der Aktionsplan gegen die Lebensmittelverschwendung schliesst die gesamte Wertschöpfungskette ein, inklusive Gastronomie und öffentlich beschaffte Verpflegungsdienstleistungen. Damit wird die Nachhaltigkeit in Gesundheitsprojekten noch vermehrt berücksichtigt.</p><p>2) Das BLV erachtet die Empfehlungen zur Ernährungszukunft als nützlich, da sie die Punkte auflisten, die während des Aktualisierungsprozesses der Schweizer Ernährungsstrategie und ihres Aktionsplans ebenfalls überprüft werden müssen. Die Empfehlungen bestätigen zudem die vom BLV bereits heute unternommenen Bemühungen z.B. im Rahmen der Erklärung von Mailand zur Zuckerreduktion in gewissen Lebensmittelgruppen (z.B. Erfrischungsgetränken). Bei der gegenwärtigen Aktualisierung der Schweizer Ernährungsempfehlungen werden sowohl der Bericht «Neubewertung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Lebensmitteln aus bestimmten Lebensmittelgruppen und NCDs (2020)» der Eidgenössischen Ernährungskommission , der Leitfaden «Wege in die Ernährungszukunft der Schweiz» des wissenschaftlichen Gremiums Ernährungszukunft Schweiz und die Empfehlungen des Bürger:innenrats für Ernährungspolitik berücksichtigt. Es zeigt sich, dass sich diese Empfehlungen grösstenteils mit den gesundheitlichen Zielen decken.</p>