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1918. Revolten in ganz Europa prägten die Folgezeit des Ersten Weltkrieges. Die erhoffte Ruhe nach den erbarmungslosen Kriegsjahren blieb aus. Gleichermassen bahnte sich in der Schweiz mit dem Landesstreik eine revolutionäre Bewegung an. Wie waren die beiden Halbkantone in den nationalen Landesstreik von 1918 involviert? Inwiefern lassen sich in beiden Appenzell Unruhen und Unrast nachverfolgen?
Die Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft (AGG) gibt seit 1854 die Appenzellischen Jahrbücher heraus. In den Chroniken, die seit 1895 in einem innerrhodischen und einem ausserrhodischen Teil erscheinen, findet der interessierte Leser und die interessierte Leserin diverse Informationen über Politik, Geschichte, Kultur und Wirtschaft. Selbst Anekdotisches findet darin Platz. So waren beispielsweise die National- und Ständeräte beider Appenzell im November 1918 gezwungen, gemeinsam per Auto an die ausserordentliche Bundesversammlung nach Bern zu reisen, weil die Eisenbahner streikten. In beiden Chroniken – in der Landeschronik von Ausserrhoden und in der Jahreschronik von Innerrhoden – fand diese Episode ihren Niederschlag.
Der vollumfängliche Zugang zu den Appenzellischen Jahrbüchern wird über die digitale Datenbank e-periodica der ETH-Bibliothek Zürich gewährleistet.
Abbildung: Erste Seite der Jahreschronik von Appenzell Innerrhoden für das Jahr 1918. >
Autor: Samuel Holenstein, Appenzell