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Saudi-Arabien exportierte mit 1,02 Millionen Barrel pro Tag zwar nur etwas weniger dorthin, der Umfang ging aber im Jahresvergleich um 0,9 Prozent zurück. Während der Golfstaat zwar dank langfristiger Verträge weiter auf Stammkunden unter den grossen staatlichen Raffinerien zählen kann, haben inzwischen kleinere chinesische Betriebe Russland als Lieferanten für sich entdeckt.
Diese wegen ihrer geringen Kapazität in China als "Teekannen" bezeichneten Raffinerien hatten erst Ende 2015 die Erlaubnis erhalten, Erdöl zu importieren. Für sie bietet der Rohstoff aus Russland unter anderem den Vorteil, dass er über die im Nachbarland gelegenen Häfen in kleineren und damit leichter zu verarbeitenden Mengen geliefert werden kann.
Nicht zuletzt unter dem Druck westlicher Sanktionen im Streit über den Ukraine-Konflikt orientiert sich die russische Wirtschaft insgesamt stärker nach China. Im Ölgeschäft mit China hat Russland Experten zufolge gute Chancen, Saudi-Arabien auch in diesem Jahr zu übertrumpfen.
So baut Russland seine Exporte über die Ostsibirien-Pazifik-Pipeline aus, die Öl nach Asien pumpt. Hinzu kommen die Auswirkungen der OPEC-Förderbremse, die in hohem Mass den Grossexporteur Saudi-Arabien betreffen.
Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatte sich angesichts des Ölpreisverfalls Ende November darauf verständigt, mit Produktionskürzungen die Märkte zu stabilisieren. Die Exporte aus Saudi-Arabien nach China brachen den Zolldaten zufolge im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast ein Fünftel ein, die russischen Ausfuhren stiegen im selben Zeitraum um knapp fünf Prozent.
(AWP)