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Die für den Jura typischen Wytweiden dienen als Futterweiden und Holzlieferanten. Darüber hinaus haben diese artenreichen Ökosysteme weitere Funktionen, insbesondere als Raum für Erholungs- und Freizeitaktivitäten. Die Wytweiden reagieren empfindlich auf Klima- und Landnutzungsänderungen. Dieser Artikel zeigt mit Hilfe eines Transplantations- Experiments und Modellrechnungen, wie sich die prognostizierten Klimaänderungen auf die Grasproduktion der Wytweiden auswirken und welche zusätzlichen Effekte durch die nächste Agrarreformetappe (AP14 – 17) zu erwarten sind. Die Resultate zeigen, dass unter zukünftigen Klimabedingungen die Futterproduktion auf Wytweiden stabiler verläuft als auf Weiden ohne Bäume. Die Modellsimulationen prognostizieren, dass die bestehende Nutzungsintensität zu einer Übernutzung auf offenen Weiden führen kann, wenn das Futterangebot trockenheitsbedingt zurückgeht. Im Gegensatz dazu führt die AP14 – 17 zu einer Extensivierung der Landnutzung, wodurch längerfristig die Zunahme geschlossener Waldflächen gefördert wird. Die in der AP14 – 17 vorgesehenen Landschaftsqualitätsbeiträge sollten es ermöglichen, spezifische Massnahmen zur Erhaltung der Wytweiden zu unterstützen.
Die 15 Schweizer Pärke, die sich vorwiegend in den (Vor-)Alpen und im Jurabogen befinden, sind aufgrund ihrer einzigartigen Landschaften touristische Anziehungspunkte. Doch bringen die Pärke auch für die lokale Landwirtschaft einen ökonomischen Mehrwert?
Schweizer Landwirtschaftsbetriebe geben überschüssigen Hofdünger für die ausgeglichene Nährstoff-Bilanz an Betriebe mit freien Aufnahmekapazitäten oder an Kompostier- und Vergärungsanlagen ab. Die Transportmengen von Hof- und Recyclingdünger und damit auch die Transportkosten nahmen von 2015 bis 2020 deutlich zu.
Die Beschäftigung im Agrarsektor ist in vielen europäischen Ländern besonders in der Nutztierhaltung rückläufig. Direktzahlungen können diesem Trend entgegenwirken und zu mehr – vor allem weiblichen – Familienarbeitskräften auf dem Betrieb führen.