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|Beschreibung|
Im Jahr 1763 erwirbt Johann Rudolf Tschiffeli, aus einer patrizischen Familie stammend, Begründer der ökonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft Bern, das Landgut „Kleegarten“ mit dazugehörigem Bauernhaus.
Hier schuf er eine Revolution in der Landwirtschaft. Zwischen 1765 und 1768 nimmt Tschiffeli den Ausbau des Landsitzes in Angriff. Der bestehende Herrenstock, ein einfacher, rechteckiger Riegbau, wird vom Berner Architekt Niklaus Sprüngli, durch zwei symmetrisch angeordnete eingeschossige Pavillons erweitert. Gleichzeitig wird der Hof mit reizvollen Gartenarchitekturen, Obelisken und Vasenbrunnen eingefasst.
Im Jahr 1770 verkauft der Besitzer das Gut für 72 000 Berner Pfund an Hauptmann Ludwig Philibert Sinner. Dieser lässt durch Architekt Ahasver Carl v. Sinner, einem entfernten Vetter, den alten Hauptbau zwischen den Pavillons ersetzen: Erbaut wurde ein nobler zweigeschossiger „Corps de Logis“ mit Walmdach. 1811 geht der Besitz an Philippe Heinrich Dubois von Le Locle über.
Von ihm erwirbt 1830 Heinrich Roth, selber Grundbesitzer und Gemeindepräsident von Ersigen, das Gut. 1840 wird im östlichen Pavillon eine Bierbrauerei eingerichtet. 1959 kauft Alphonse Schoch den Kleehof und versteht es, die Einheit von Herrenhaus und funktionierendem Landwirtschaftsbetrieb zu erhalten. Gutsbetrieb und Wohnhaus werden nach und nach saniert, der östliche Pavillon, durch den Einbau der Bierbrauerei grösstenteils zerstört, wird 1965 nach Originalplänen restauriert und unter Denkmalschutz gestellt.
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