Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03350.jsonl.gz/846

Rheumatologie
Wirbelsäuleninfiltration unter Röntgenbildverstärker (BV)
Meist handelt es sich dabei um ein Cortisonpräparat. Für diagnostische Zwecke kann auch ein lokales Betäubungsmittel eingesetzt werden. Etwas weniger häufig werden an der Wirbelsäule Hyaluronsäure oder Platelet Rich Plasma eingesetzt.
Wirbelsäuleninfiltrationen können sehr hilfreich sein bei lokalen Entzündungssituationen, die einer länger anhaltenden Wirkung bedürfen. Typische Beispiele sind die akute Diskushernie, welche schmerzhaft auf eine Nervenwurzel drückt, eine Einengung des Spinalkanals und eine Arthritis des Ileosakralgelenks.
Der Vorteil einer solchen Spritzenbehandlung liegt darin, dass das Medikament sehr gezielt und lokal verabreicht wird und damit im Gegensatz zu Tabletten den Körper kaum belastet.
Die Schmerzquelle wir zuerst eingehend in unserer Sprechstunde und anhand der Bildgebung identifiziert. Zur Führung der Injektionsnadel und Überprüfung der korrekten Lage wird ein Röntgengerät eingesetzt, das an einem beweglichen Arm um die Patientin oder den Patienten herumgeschwenkt werden kann. Dieses Gerät wird C-Bogen oder Röntgenbildverstärker (BV) genannt. Je nach Untersuchung wird ein iodhaltiges Kontrastmittel verwendet.
Die Patientin oder der Patient liegt für die Infiltration in Bauchlage. Die Behandlung dauert 20 bis 30 Minuten.