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- Das Bündner Parlament empfiehlt dem Volk die Initiative «Nur eine Fremdsprache in der Primarschule» abzulehnen.
- Der Grosse Rat will an einem Obligatorium für zwei Fremdsprachen in der Primarschule festhalten.
- Rätoromanen und Italienischbündner sollen weiterhin Englisch als zweite Fremdsprache lernen.
Die Botschaft ist deutlich: Mit 93 zu 17 Stimmen empfiehlt der Bündner Grosse Rat die Ablehnung der Fremdspracheninitiative, die voraussichtlich am 23. September vors Volk kommen wird. Die Initiative «Nur eine Fremdsprache in der Primarschule» verfolgt das Ziel, in der Primarschule ein Obligatorium für nur eine Fremdsprache einzuführen.
Das Parlament folgt somit der Bündner Regierung, welche die Initiative Ende März zur Ablehnung empfahl. In der knapp vierstündigen Diskussion forderte Regierungsrat Martin Jäger den Grossen Rat auf, keinen Sonderzug zu fahren. Der Kanton habe viel Aufwand betrieben, das gegenwärtige Fremdsprachen-Modell einzuführen.
Das Bündner Modell 3/5
Im Kanton Graubünden wird ab der dritten Klasse eine Landessprache als erste Fremdsprache unterrichtet, ab der fünften lernen alle Schülerinnen und Schüler zusätzlich Englisch.