Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/167520

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie wird im Rahmen der Erneuerung der Fernverkehrskonzession, die 2017 ausläuft, die Strecke zwischen Zürich und Schaffhausen bedient?</p><p>2. Werden die Taktlücken im Halbstundentakt nach 21 Uhr geschlossen? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein?</p><p>Zwischen Zürich und Schaffhausen bestehen in den späteren Abendstunden zwischen 21 Uhr und Mitternacht beim Fernverkehr Taktlücken. Es verkehren mit den Regionalzügen zwar weitere Verbindungen, diese garantieren aber keinen Anschluss an die Regionalzüge in Schaffhausen und sind deshalb nicht attraktiv. Für Reisende, aber auch zum Besuch von Veranstaltungen in Zürich sind diese Taktlücken in den späten Abendstunden oft der Hinderungsgrund, den öffentlichen Verkehr zu nutzen oder gar die Veranstaltung zu besuchen. Dies gilt genauso für Schaffhauser Veranstaltungen, die gerne von Besucherinnen und Besuchern aus Zürich besucht werden. Zudem sind lange Wartezeiten auf den Bahnhöfen zu den späten Abendstunden, vor allem für Jugendliche und Frauen, unangenehm. Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs sollten grundsätzlich leicht merkbar sein. Die Taktlücken führen oft zu Frustration bei Benutzerinnen und Benutzern, die den Fahrplan nicht konsultiert haben.</p><p>Schaffhausen als Wohn- und Arbeitsort, aber auch als Veranstaltungsort ist auf eine gute, zuverlässige Anbindung an den Grossraum Zürich mit dem öffentlichen Verkehr angewiesen. Diese gute Anbindung sollte bis in die späten Abendstunden gewährleistet sein.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Arbeiten zur Erneuerung der schweizweiten Fernverkehrskonzession, die Ende 2017 ausläuft, sind im Gange. Dabei wird auch die Frage der Taktdichte und der Betriebszeiten geklärt. Diese Beurteilung erfolgt im Hinblick auf eine zweck- und verhältnismässige Erschliessung der verschiedenen Regionen. Die Fernverkehrskonzession verpflichtet die SBB, auf jeder Linie täglich ein bestimmtes Mindestangebot zu erbringen und in der dafür vorgesehenen Mindestanzahl die in der Konzession genannten Halteorte zu bedienen. Das Fernverkehrsnetz als Ganzes soll dabei eigenwirtschaftlich betrieben werden können.</p><p>2. Die operative Gestaltung des Angebots im Fernverkehr liegt in der Verantwortung der SBB. Gestützt auf die Fahrplanverordnung vom 4. November 2009 (FPV; SR 745.13) und die Verordnung über die Personenbeförderung vom 4. November 2009 (VPB; SR 745.11) beginnt das öffentliche Fahrplanverfahren für die Fahrplanjahre 2018 und 2019 im September 2016 und dauert bis zur definitiven Trassenzuteilung im August 2017. Ende Mai 2017 wird der Fahrplanentwurf für die Fahrplanperiode 2018/19 im Internet auf <a href="http://www.fahrplanentwurf.ch">www.fahrplanentwurf.ch</a> veröffentlicht. Interessierte Kreise haben anschliessend Gelegenheit, zum Entwurf Stellung zu nehmen.</p><p>Zum jetzigen Zeitpunkt kann daher noch keine Angabe über die konkrete Ausgestaltung der Verbindung auf der Strecke Zürich-Schaffhausen gemacht werden.</p>  Antwort des Bundesrates.