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Vereinsgeschichte
GründungDie Amateurfunkgruppe Aarau ist aus einer Gruppe von Funkamateuren aus dem Raum Aarau hervorgegangen. Diese Gruppe traf sich damals im Restaurant Bären in Unterentfelden und ist später in den Hirschen in Obererlinsbach gezügelt. 1980 ist der Wunsch entstanden, einen Verein zu gründen, damit ein eigenes Rufzeichen beantragt werden kann. Die Mitglieder einigten sich darauf als Kollektivmitglied der USKA beizutreten. Gründe dafür waren unter anderen (in einer Zeit, wo der Zulauf zum Amateurfunk noch wesentlich grösser war als heute), dass die Gruppe nicht zu gross würde und dass nur lizenzierte Funkamateure beitreten können.
Die Gründungsversammlung fand am 19. September 1980 im Restaurant Hirschen statt. 23 Mitglieder traten dem neuen Verein bei. Das Clubrufzeichen - HB9AJ - traf im Dezember, kurz vor dem traditionellen Chlaushock der Gruppe ein und konnte an diesem Anlass auch gebührend gefeiert werden.
Links: Der Vorstand an der Vereinsgründung im Jahre 1980. Von links nach rechts: Heiner HB9COF, Robert HB9PJP, Peter HB9BWN, Georges HB9COC und Edi HB9BAQ. Rechts: Die gleichen OM 26 Jahre später, 4 davon sind noch im Verein, und einer noch im Vorstand.
Ziele der Gruppe:
- Teilnahme an Amateurfunk-Wettbewerben unter vereinseigenem Rufzeichen
- Förderung der Mitglieder sowohl in Technik als auch in Betriebstechnik,
- Pflege der persönlichen Kontakte unter den Mitgliedern.
Conteste
Die Teilnahme an Contests bedingt auch eine gewisse Infrastruktur. So wurden 1983 zwei grosse amerikanische Armeezelte beschafft, eines ist auch heute noch am NFD im Einsatz. HB9AJ besass in den Jahren 1985-1999 zudem einen schattenschwarzen VW-Bus aus Armeebeständen, der als Transportfahrzeug und als Shack diente. In jüngerer Zeit wurde als Shack im portablen Einsatz immer mehr der Wohnwagen von Herbi, HB9CTU eingesetzt.
Unter der Leitung von Georges, HB9COC wurde 1983 die "Interessengruppe VHF/UHF-Conteste" gegründet, in der schweizweit Probleme, Fragen und Erfahrungen von Contest-Teilnehmern diskutiert wurden. Zudem wurden an den Tagungen jeweils Vorträge über ein bestimmtes Gebiet gehalten. 1988 hat sich die Interessengruppe wieder aufgelöst.
PeilenDank den peilbegeisterten Mitglieder Alice, HB9BIR und Paul, HB9IR hat sich die Amateurfunkgruppe Aarau intensiv mit dem Peilsport auseinandergesetzt. Neben vielen lokalen Peilmeisterschaften hat die Gruppe 3 Schweizermeisterschaften (1986, 1987 und 1988) organisiert. Höhepunkt war natürlich die Organisation der Peilweltmeisterschaft 1988 auf dem Beatenberg. Dank dem Einsatz sehr vieler Helfer konnte der Anlass mit grossem Erfolg durchgeführt werden. 20 Nationen haben an der Weltmeisterschaft teilgenommen.
Neben dem sportlichen Aspekt des Peilens ist auch die Technik nicht zu kurz gekommen. Einige AJ-Mitglieder haben gemeinsam mehrere 80-m Peiler nach einem Vorschlag unseres Mitgliedes Hanspeter, HB9BRW gebaut und anschliessend an Fuchsjagden auch gebraucht! Später wurde eine Serie von 10 weiteren Peilern unter Mitwirkung von Paul, HB9IR gebaut. Sie sollen hauptsächlich bei Trainings-Fuchsjagden und von Pfadfindern am JOTA eingesetzt werden.
Links: Einige AJ-Mitglieder 1985 beim Training. Rechts: Peil-WM 1988 auf dem Beatenberg, Clubstation HB9IARU.
TechnikEinzelne Mitglieder von HB9AJ haben sich schon früh mit Packet-Radio beschäftigt, insbesondere Johannes, HB9CCT und Ruedi, HB9PQX haben massgebend an der Entwicklung von Sepran (Swiss Experimental Packet Radio Amateur Network) mitgearbeitet. HB9AJ betreibt die Packet-Mailbox, HB9AJ-8, die an HB9ZRH angehängt ist. Heute befindet sich die Anlage auf dem Chestenberg zusammen mit den Anlagen von HB9AG.
Die rege Contesttätigkeit der Gruppe führte auch zum Bau der verschiedensten technischen Geräte. So wurden diverse Antennen gebaut und ausgetestet, die gekoppelten Beams für 40, 80 und 160m sind noch heute im Einsatz. Ebenfalls bei jedem Contest im Einsatz ist der "Pfusi-Mast" der - früher mit Sauerstoff, heute mit Druckluft - unsere Antennengebilde in die Höhe hievt und wieder herunterlässt. Bei der Erprobung des Mastes durch Ernst, HB9CBT ist wegen einem Überdruck ein Rohrsegment etwa 25 Meter in die Höhe katapultiert worden! Neben dem "Pfusi-Mast" hat Ernst zudem einen 12V-Generator und einen währschaften Grill für den Contesteinsatz konstruiert.
Ausbildung und PR
Am Tag der offenen Tür der Volkshochschule Bremgarten im Jahr 1999 hat HB9AJ den Amateurfunk als PR-Aktion der öffentlichkeit vorgestellt. Es wurden Verbindungen in CW, SSB und SSTV demonstriert. Mit mehreren Kursen an Schulen hat sich unser Mitglied Hans, HB9AQF eingesetzt, Jugendlichen unser Hobby näher zu bringen in der Hoffnung einzelne zu motivieren selbst Funkamateure zu werden.
Auch vereinsintern wurden Weiterbildungskurse und Vorträge angeboten, hervorzuheben sind die Morsekurse, welche wiederum von Hans mit grossem Einsatz erteilt wurden.
GesellschaftlichesNeben dem Funken und der Technik bildet der gesellschaftliche Teil ein wichtiges Element des Vereinsleben. Nach der Gründung haben wir unsere Vereinsanlässe während sechs Jahren im Hirschen in Erlinsbach durchgeführt, dann haben wir innerhalb von drei Jahren zweimal das Stammlokal gewechselt bis wir auf unser heutiges Lokal, die Traube in Küttigen, gestossen sind.
Pro Jahr wird ein Anlass in grösserem Rahmen durchgeführt, lange Zeit war dies der Chlaushock im Dezember. Nachdem es aber um die Weihnachtszeit immer mehr Terminprobleme gab, wurde das Fest zweimal auf das Frühjahr verlegt.
Links: Am Chlaushock 1981 nahm der Samichlaus Werner, HB9OL ins Kreuzverhör. Rechts: AJ-Fest 2006 zum 26-jährigen Bestehen der Amateurfunkgruppe Aarau.
Daneben wurden von Vereinsmitgliedern verschiedene Exkursionen organisiert, so 1982 ein Besuch des Kurzwellensenders Schwarzenburg, 1989 ein Besuch des Sendeturmes St. Chrischona. 1984 besuchten wir die Choggi-Frey und 1993 die Modellbahnanlage der SBB an der ETH-Hönggerberg.