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Ausdauersport kann ältere Frauen vor Vorhofflimmern schützen
Vorhofflimmern gehört im Alter zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen. Ob sportliche Aktivitäten insbesondere ältere Frauen vor einem Vorhofflimmern schützen können, wollten Forscher wissen.

Sport schützt ältere
Frauen vor Vorhofflimern

Mit dem Alter nimmt auch das Risiko für ein Vorhofflimmern zu. Auch ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI) scheint bei der Entwicklung eines Vorhofflimmerns eine Rolle zu spielen, kann aber als Ursache noch nicht klar definiert werden.
Beim Sport scheiden sich die Geister: Einige Studien belegen, dass selbst aktive Sportler im Alter ein Vorhofflimmern entwickeln können. Inwiefern aber Sport im Alter ein Vorhofflimmern verhindern kann, ist nicht klar. Dieser Aspekt war nun Gegenstand einer Datenanalyse, deren Resultate im Fachblatt Journal of the American Heart Association publiziert wurde.
Die Forscher nutzen dazu Daten aus der grossen Women’s Health Initiative (WHI), die während 15 Jahren Frauen nach der Menopause begleitete und gesundheitliche Probleme älterer Frauen im Fokus hatte.
Für die aktuelle Studie mussten über 80‘000 Teilnehmerinnen (im Schnitt 63-jährig) Angaben dazu machen, wie oft sie sich mindestens 10 Minuten am Stück bewegen und welche sportliche Aktivität dabei ausgeführt werden. Die Frauen wurden in vier unterschiedliche Bewegungsgruppen eingeteilt: kein Sport, niedriges oder mittleres sportliches Verhalten und sehr aktives Verhalten. 25% der Frauen waren adipös (BMI über 30) und 34.5% übergewichtig (BMI zwischen 25 und 30).
In der Beobachtungszeit von durchschnittlich 11.5. Jahren entwickelten 9.792 Teilnehmerinnen ein Vorhofflimmern. Am besten geschützt vor einem Vorhofflimmern waren sportliche Frauen mit einem niedrigen BMI.
Unsportliche Frauen mit einem höheren BMI hatten ein höheres Risiko für diese Herzrhythmusstörung als adipöse, sportliche Frauen.
Regelmässige sportliche Aktivitäten im Alter können bei Frauen demnach das Risiko für ein Vorhofflimmern senken, so die Forscher. Wichtig: Sportliche Aktivtäten sollten dabei zwar anstrengend, aber niemals überanstrengend sein.
Zur Vorbeugung von Herzkreislauferkrankungen eignen sich Walken, zügiges Laufen, Wandern, Fahrradfahren oder Schwimmen.
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medscape.de, jaha.ahajournals.org
10.09.2014 - dzu