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Ein einzigartiges Naturparadies ist in Gefahr: Am Great Barrier Reef an der australischen Nordostküste darf ein Kohle-Hafen ausgebaut werden. Die indische Adani Gruppe kann somit beginnen, rund drei Millionen Kubikmeter Meeresboden am Weltkulturerbe Abbot Point auszubaggern.
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Korallen im Great Barrier Reef © Darren Jew / Greenpeace
Die Entscheidung des Umweltministers Greg Hunt, die Industrialisierung des Reefs zu erlauben, bringt die Umwelt in massive Gefahr. «Minister Hunt ignoriert wissenschaftliche Beweise und zeigt den Bedenken seriöser Wissenschaftlern, Touristenverbänden und Fischern über den Einfluss der Baggerungen auf das sensible Ökosystem eine lange Nase», so Greenpeace Queensland Campaigner, Louise Matthiesson. «Mit den Baggerungen am Abbot Point, 50 Kilometer vor den Whitsunday Inseln, stellt der Umweltminister die Interessen der Kohlelobby über den Schutz des Great Barrier Reef.»
Mit ihrer einzigartigen Farbenpracht und Vielfalt gehören die Korallenriffe zu den artenreichsten, aber auch empfindlichsten Ökosystemen der Erde. Das Great Barrier Reef gilt als grösstes Korallenriff der Welt. Mit einer Fläche von fast 350.000 Quadratkilometern und 2.300 Kilometern Länge zieht es sich an der Nordostküste Australiens entlang. Die UNESCO erklärte es 1981 zum Weltnaturerbe.
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Nur 50 km nördlich der wunderschönen Whitsunday Inseln bedroht der Ausbau des Kohlehafens die Umwelt. Um mehr Platz für die Kohleschiffe zu schaffen, sollen etwa 30 Millionen Kubikmeter Seebett abgebaggert werden – und das anfallende Material im Bereich des schützenswerten Weltnaturerbes Great Barrier Reef abgeladen werden.
«Das World Heritage Committee wird im Juni nächsten Jahres entscheiden, ob das Reef als «gefährdet» eingestuft wird. Diese Entscheidung wird dann hoffentlich die Alarmglocken bei der internationalen Gemeinschaft klingeln lassen», so Thilo Maack, Meeresexperte von Greenpeace Deutschland. «Wenn diese Pläne umgesetzt werden und Abbot Point der weltweit grösste Kohlehafen wird, beschleunigt Australien den Klimawandel, der die Zukunft unserer Kinder bedroht.»
Online-Aufruf von Greenpeace Australia Pacific