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«Wir hoffen, die Länderspiele im Sommer austragen zu können»
von Fabio Baranzini / Swiss Faustball
Mit der Verschiebung der EM in Italien aufgrund des Coronavirus fällt der Saisonhöhepunkt des Männer Nationalteams ins Wasser, noch bevor die Feldsaison begonnen hat. Was bedeutet das für das Schweizer Nationalteam? Wir haben bei Trainer Oliver Lang nachgefragt.
Am Samstag wurde unter anderem entschieden, dass die EM der Männer im Juli und die World Games, die 2021 stattgefunden hätten, um ein Jahr verschoben werden. Was hältst du von diesem Entscheid?
Das ist ein absolut verständlicher Entscheid angesichts der aktuellen Situation. Ich hätte es natürlich cool gefunden, wenn wir im nächsten Jahr sowohl die Euro als auch die World Games gespielt hätten. So verlieren wir jetzt quasi eine EM, was natürlich sehr schade ist. Aber selbstverständlich akzeptieren wir diesen Entscheid. Schliesslich haben wir jetzt eine tolle Steigerung, was die internationalen Wettkämpfe in den kommenden drei Jahren betrifft: Nächstes Jahr die EM in Italien, dann folgen 2022 die World Games und im Jahr danach steht die WM auf dem Programm. Darauf freue ich mich bereits jetzt.
Wie sieht denn das Programm der Männer Nationalmannschaft für dieses Jahr aus?
Das ist aktuell sehr schwierig abzuschätzen. Wir hoffen sehr, dass wir im Sommer die geplanten Länderspiele in Jona und Widnau durchführen können, damit wir auch in dieser Saison mit dem Nationalteam noch arbeiten können. Aber noch ist nicht klar, ob diese Turniere denn auch tatsächlich ausgetragen werden.
Stehst du mit den Kaderspielern derzeit in Kontakt?
Ja, mit einigen Spielern habe ich jede Woche Kontakt und wir tauschen uns entsprechend aus. Es gibt aber auch andere Spieler – gerade diejenigen, die am Kick-off im April zum ersten Mal dabei gewesen wären – mit denen ich nur wenig Kontakt habe.
Ist es für dich eine Option, dass du deinen Spielern Trainingsprogramme nach Hause schickst?
Das ist derzeit nicht geplant. Für die Fitness und das Grundlagentraining sind in erster Linie die Vereine zuständig. Solche Trainingseinheiten zu planen, ist nicht die Aufgabe des Nationaltrainers. Aber selbstverständlich stehe ich für meine Spieler und auch für die NLA-Vereine zur Verfügung, wenn sie Unterstützung haben möchten im Bezug auf die Trainings.
Welche Arbeiten fallen denn in dieser aussergewöhnlichen Situation bei dir an?
Noch diese Woche findet eine Besprechung aller Nationaltrainer mit unserem Chef Leistungssport Andreas Steinbauer statt. Danach werden wir sicher mehr wissen. Sollten die beiden Länderspiele im Sommer durchgeführt werden, möchte ich vorher noch ein, zwei Trainingstage organisieren. Ansonsten werde ich mich wohl schon bald daran machen, die Saison 2021 zu planen. Aber natürlich werde ich mich auch bei den U18- und U21-Nationalteams einbringen und dort mithelfen. So oder so werden wir dieses Jahr nicht ungenutzt lassen, sondern versuchen, das Optimum für alle unsere Nationalteams herauszuholen.