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Seit dem vergangenen Wochenende findet mit einjähriger Verspätung die Finalrunde des Thomas und Uber-Cup statt. Das Turnier musste wegen der Corona-Pandemie zweimal verschoben werden. Die Mannschafts-WM für Herren- bzw. Damenteams hat eine lange Tradition (es gibt sie seit 1948 bzw. 1956) und sie findet erstmals seit 1982 wieder in Europa statt. Austragungsort ist die dänische Stadt Aarhus.
Ein Mannschaftswettkampf besteht aus drei Einzel-Matches und zwei Doppel-Matches.
Der Titelverteidiger bei den Herren ist China, bei den Damen das Team aus Japan.
Gespielt wird in vier Vierer-Gruppen mit anschliessendem KO-System.
Die Schweizer Herrenauswahl unterlag Dänemark, dem Thomas-Cup-Sieger von 2016, beim Qualifikations-Turnier in Frankreich im Februar 2020.
Infos unter: https://bwfthomasubercups.bwfbadminton.com
Die Spiele gibt es live auf badmintonworld.tv zu sehen.
Thomas Cup:
Group A: Indonesia, Chinese Taipei, Thailand, Algeria
Group B: Denmark, Korea, Germany, France
Group C: China, India, Netherlands,Tahiti
Group D: Japan, Malaysia, England, Canada
Uber Cup:
Group A: Japan, Indonesia, Germany, France
Group B: Thailand, India, Spain, Scotland
Group C: Korea, Chinese Taipei, Egypt, Tahiti
Group D: China, Denmark, Malaysia, Canada
Am heutigen Sonntag beginnt der TotalEnergies BWFSudirman-Cup – die Mixed-Team-Weltmeisterschaft. Austragungsort ist die Stadt Vantaa in Finland.
Das Turnier ist benannt nach Dick Sudirman, dem ehemaligen Präsidenten des indonesischen Badminton-Verbandes, der den Pokal im Jahre 1988 stiftete. Bei der ersten Austragung ein Jahr später wurde er von Indonesien gewonnen – danach ging der Turniersieg elfmal nach China und viermal nach Süd-Korea.
Eine Begegnung setzt sich aus fünf Matches zusammen, jeweils einem Herren- und Dameneinzel sowie je einem Herren-, Damen- und Mixeddoppel.
Ingesamt 16 Nationen treten in vier Vierergruppen gegeneinander an. Die beiden besten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die 1/4-Finals.
Das Schweizer Team konnte sich bei dem europäischen Qualifikations-Turnier in Belgien im Dezember 2020 nicht für die WM qualifizieren.
Das Turnier gibt es live auf badmintonworld.tv zu sehen.
Das Land hat zwar nur 5,8 Millionen Einwohner (die Schweiz hat 8,5 Mio), dafür viele SpielerInnen in den Top-100 der Weltrangliste und es stellt mit Viktor Axelsen auch den neuen Olympiasieger.
Verschiedene Gründe scheinen banal zu sein – sie gehören aber wohl mit zu den Ursachen, warum Badminton (neben Handball) in Dänemark im Breiten- und Leistungssport so populär und erfolgreich ist.
Das Wetter und die topographische Lage des Landes.
Im Winter kaum Schnee, wenig Sonnenschein und keine Berge sorgen dafür, dass die Bevölkerung eher Indoor- als Outdoorsport ausübt. Es gibt über 1000 Sport-bzw. Turnhallen in den Badminton gespielt werden kann. Und 700 Vereine mit rund 94.000 Mitgliedern bieten Trainings für Kids bis zur Altersklasse 60+ an.
Die Zahlen in der Schweiz sind deutlich tiefer. Es gibt rund 220 Vereine mit ingesamt 14.000 Mitgliedern von denen aber ein Grossteil kein Nachwuchstraining anbietet.
Viele Vereine in Dänemark verfügen über eine eigene Sporthalle, die das ganze Jahr zugänglich ist. In der Schweiz werden die Hallen durch die Kommunen vergeben und diese entscheiden dann über die Trainingszeiten. Wenn dann aber die Hallen über die Sommerferien hinaus geschlossen bleiben (im Kanton Genf bis zu insgesamt 10 Wochen) wechseln die Kinder nach den Sommerferien häufig die Sportart.
Wer in Dänemark Badminton als Leistungssport ausübt, trainiert ab der Altersklasse U15 Jahren zusätzlich zu dem Vereinstraining auch im regionalen Trainingscenter und erhöht dadurch deutlich den Trainingsumfang. Für die Top-Elite gibt es in Kopenhagen ein Nationales Trainingscenter wo man täglich zweimal trainiert.
Ein weiterer Grund ist die Trainingsstruktur. Fast alle Vereine in Dänemark haben einen oder mehrere ausgebildete Trainer – in der Schweiz ist das eher selten der Fall. Im Elitebereich arbeiten u.a. die ehemalige Weltnummer 2 Kenneth Jonassen oder der Doppel und Mixed-Spezialist Thomas Stavngaard für das Nationalteam. Beim Training geht es nicht darum der Beste in der Trainingsgruppe oder Dänischer Meister zu werden, sondern international erfolgreich zu sein. Darum sieht man beim Training häufig dass Top-Spieler ihren Matchgegnern Technik-und Taktiktipps geben. Je stärker die Konkurrenz in der eigenen Trainingsgruppe oder im Verein, desto höher wird das allgemeine Niveau steigen.
Die Verbandsgeschichte (im Jahre 2030 feiert der Verband sein 100-jähriges bestehen) des dänischen Verbandes zeigt auf, dass der Verband schon in den 70iger Jahren sehr erfolgreich gewesen ist. Flemming Delfs, Jens-Peter Nierhoff, der legendäre Morten Frost (jetzt Kommentator bei der BWF) oder Peter Gade und Camilla Martin prägten den Badmintonsport in Europa und teilweise sogar in der Welt. Über viele Jahre gewachsene Strukturen sind die Gründe für die Popularität und den Erfolg.
Die Schweiz kann schlussendlich niemals so erfolgreich im Badminton sein wie man in den Wintersportarten ist, dafür wird in absehbarer Zukunft auch kein Ski-Olympiasieger aus Dänemark kommen.
25 Jahre nach dem Olympiasieg von Poul-Erik Hoyer-Larsen im Jahre 1996 gewann wieder ein Däne die Goldmedaille im Herreneinzel. Viktor Axelsen heisst der neue Olympiasieger. Im Finale schlug er Titelverteidiger Chen Long (CHN) glatt in zwei Sätzen. Taktisch hervorragend eingestellt von Coach Kenneth Jonassen dominierte Viktor das Match. Nach dem Sieg war es schwierig für ihn, seine Tränen zu kontrollieren. Sein Jugendtraum war in Erfüllung gegangen – er war Olympiasieger.
Einen Ballwechsel vom Match Viktor Axelsen-Chen Long: https://www.srf.ch/play/tv/tokyo-2020-clips/video/spektakulaerer-ballwechsel-zwischen-axelsen-und-long?urn=urn:srf:video:c72aea16-37ae-426a-a9a9-4d6f5d682818
Hier sind alle Medaillengewinner:
Herreneinzel
Gold: Viktor AXELSEN (DEN)
Silber: CHEN Long (CHN)
Bronze: Anthony GINTING (INA)
Dameneinzel
Gold: CHEN Yu Fei (CHN)
Silber: TAI Tzu Ying (TPE)
Bronze: P.V. Sindhu (IND)
Herrendoppel
Gold: LEE Yang/ WANG Chi-Lin (TPE)
Silber: LI Jun Hui (CHN)/ LIU Yu Chen (CHN)
Bronze: Aaron CHIA/SOH Wood Yik (MAS)
Damendoppel
Gold: Greysia Polii/Apriyani Rahayu (INA)
Silber: CHEN Qing Chen/JIA Yi Fan (CHN)
Bronze: KIM So Yeong/KONG Hee Yong (KOR)
Mixed
Gold: WANG Yi Lyu/ HUANG Dong Ping (CHN)
Silber: ZENG Si Wei/ HUNAG Ya Qiong (CHN)
Bronze: Yuta WATANABE/ Arisa HIGASHINO (JPN)
Link BWF
Am Schweizer Nationalfeiertag hofft ein Spieler aus Guatemala auf die Sensation. Kevin Cordon spielte sich als ungesetzter Spieler bis ins Halbfinale wo er auf den grossen Turnierfavoriten Viktor Axelsen (DEN) trifft. Viktor ist der letzte europäische Spieler im Turnier.
Der Spielplan am Sonntag sieht wie folgt aus (Schweizer Zeit)
06.00 Uhr Kevin CORDON- Viktor AXELSEN
06.50 Uhr Anthony GINTING (INA) – CHEN Long (CHN)
13.30 Uhr Spiel um Bronze im Dameneinzel: HE Bing Jia (CHN) – PUSARLA V. Sindhu (IND)
14.20 Uhr Spiel um Gold im Dameneinzel: CHEN Yu Fei (CHN) – TAI Tzu Ying (TPE)
Das sind die Medaillengewinner im Herrendoppel bzw. Mixed.
Herrendoppel:Gold: LEE Yang/ WANG Chi-Lin (TPE)Silber: LI Jun Hui (CHN)Bronze: Aaron CHIA/SOH Wood Yik (MAS)
Mixed:Gold: WANG Yi Lyu/ HUANG Dong Ping (CHN)Silber: ZENG Si Wei/ HUNAG Ya Qiong (CHN)Bronze: Yuta WATANABE/ Arisa HIGASHINO (JPN)
Die Matches gibt es im Livestreaming auf SRF oder im EUROSPORTPLAYER.
Obwohl unsere Sportart bereits im Jahre 1972 bei den Olympischen Spielen in München als eine mögliche Olympische Sportart präsentiert wurde, dauerte es noch weitere 20 Jahre bis es so weit war. Bei der Premiere in Barcelona 1992 waren Silvia Albrecht und Bettina Villars die Vertreterinnen der Schweiz. Vier Jahre später qualifizierten sich Thomas Wapp und Santi Wibowo jeweils im Einzel für das Turnier. Gleichzeitig erhielten sie die Startberechtigung für das erstmals ausgetragene Mixed-Turnier.
In den Jahren 2000 und 2004 konnte sich kein Schweizer für das Olympische Badmintonturnier qualifizieren. Im Jahre 2008 gelang dann den beiden mehrfachen Schweizer Meistern Christian Bösiger und Jeanine Cicognini die Qualifikation. In den Folgejahren schaffte nur Sabrina Jaquet diese Hürde zu nehmen.
Während Silvia Albrecht, Thomas Wapp, Santi Wibowo und Jeanine Cicognini jeweils ein Match gewinnen konnten, wartet die Sabrina noch auf ein Erfolgsergebnis. Sie startet nun zum dritten Mal an dem Olympischen Badmintonturnier und hat eine gewisse Routine. Hoffen wir, dass sie sich verletzungsfrei auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten kann und in Tokyo eine Topleistung erbringt.
Die Auslosung des Badmintonturniers brachte für Sabrina Jaquet (BWF 46) das folgende Ergebnis: Sie trifft auf Tai Tzu Ying (BWF-Nr. 1 aus Taiwan), auf die Vietnamesin Thuy Linh Nguyen (BWF 49) und auf die Französin Qi Xuefei (BWF 41). Nur die Gruppenerste qualifiziert sich für die KO-Runde.
Bisherige Schweizer SpielerInnen an den Olympischen Spielen
1992: Einzel: Silvia Albrecht/ Doppel: Silvia Albecht/Bettina Villars
1996: Einzel: Thomas Wapp und Santi Wibowo und beide zusammen im Mixed
2000: keine Teilnahme
2004: keine Teilnahme
2008: Einzel: Christian Bösiger und Jeanine Cicognini
2012: Einzel: Sabrina Jaquet
2016: Einzel: Sabrina Jaquet
2020: Einzel: Sabrina Jaquet
Da die letzten beiden Turniere in Malaysia und in Singapore wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden, stehen nun im Prinzip die mutmaßlichen TeilnehmerInnen fest.
Deren Teilnahme muss aber noch von dem jeweiligen nationalen Sportverband sowie von den Nationalen Olympischen Komitees (NOK) bestätigt werden. Die mehrfache Schweizer Meisterin Sabrina Jaquet belegt auf der Qualifikationsrangliste « Road to Tokyo « Rang 26 und wäre damit, wie schon 2012 und 2016, die einzige Schweizer Badmintonspielerin an dem Olympischen Badmintonturnier.
BWF Olympic Ranking
Durch die Absage der letzten beiden Turnier in Malaysia und in Singapore wurden einige Top-Stars um ihre Qualifikationschancen gebracht. Zum Beispiel Saina Nehwal aus Indien. Sie belegt Rang 22 auf der Rangliste “Road to Tokyo”. Da pro Nation aber nur zwei SpielerInnen/Paare an den Start gehen dürfen, wenn beide unter den Top 16 im Einzel bzw. Top 8 im Doppel sind, darf die ehemalige Weltranglistenerste nicht nach Tokyo, da ihre Landsfrau Sindhu Pursala Rang sieben belegt.
Ganz schlimm trifft es die Japanerin Sayaka Takahashi. Sie belegt Rang 11 der Rangliste – doch leider sind mit Nozomi Okuhara (3.) und Akane Yamaguchi (5.) zwei weitere Japanerinnen vor ihr auf der Rangliste und für Tokyo qualifiziert. In diesem Fall hat der japanische Badminton Verband das letzte Wort und kann entscheiden, welche Spielerin er dem NOK zur Nominierung vorschlägt.
Grosse Überraschung bei der Delegiertenversammlung der Badminton World Federation (BWF) am heutigen Samstag. Im Vorfeld hatte die meisten Badminton-Fans erwartet, dass das seit dem 1.8.2006 geltende Zählsystem 3 x 21 abgelöst wird durch das System 5 x 11 (drei Gewinnsätze bis 11 Punkte). Doch die Delegierten stimmen dagegen. Für eine Änderung wären 188 Stimmen notwendig gewesen – doch es gab nur 187 Stimmen. Ein Schock für alle Befürworter inklusive dem alten und neuen Präsidenten Poul-Erik Hoyer. Er war ein grosser Befürworter des System 5 x 11. Und er ist damit nach 2018 zum zweiten Mal gescheitert. Damit heisst es in Zukunft auch weiterhin 3 x 21 Punkte.
Die Zeit scheint reif für einen Erneuerung.
Vor drei Jahren wurde bei der Jahreshauptversammlung des Weltverbandes BWF der Vorschlag, die Zählweise 5 x 11 (drei Gewinnsätze bis 11 Punkte in allen Disziplinen) einzuführen, von der Mehrheit der versammelten Delegierten abgelehnt. Nur 129 Stimmen waren dafür – nötig gewesen wären aber 168 Stimmen.
Doch in diesem Jahr könnte es zu einem Wechsel kommen. Der indonesische Verband PBSI wird offiziell den Vorschlag machen, auf 5 x 11 zu wechseln. Der Verband ist sich der Unterstützung des Kontinentalverbandes Badminton Asia sicher nachdem auch der chinesische Verband gute Erfahrungen bei den nationalen Meisterschaften im November 2020 gesammelt hatte. Dort wurde aber 7 x 11 gespielt (vier Gewinnsätze bis 11 Punkte).
Es kann also gut sein, dass die seit dem 1. August 2006 geltende Zählweise 3 x 21 bald der Vergangenheit angehört. Der Entscheidung fällt am 22. Mai bei der Delegierten-Versammlung der BWF, die wie schon im letzten Jahr nur virtuell durchgeführt wird.
An diesem Wochenende finden die beiden Playoff-Halbfinale sowie das Finale der Nationalliga A statt. Die besten vier Teams nach der verkürzten Saison (es wurden nur die Matches der Hinrunde absolviert) treffen im Sportcenter Blue Point in Uster aufeinander. Das sind: das Team Argovia, der BC Uzwil, der BC Zürich sowie der BC Yverdon-les-Bains.
Einen Favoriten auf den Meistertitel zu benennen, ist schwierig. Zwar haben sich alle Teams mit SpielerInnen aus dem Ausland verstärkt, wer aber schlussendlich an diesem Wochenende spielen wird, ist offen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind keine Zuschauer zugelassen, man kann aber die Matches auf youtube live verfolgen.
Um 14.00 Uhr spielen das Team Argovia und der BC Zürich gegeneinander und frühestens um 17.30 Uhr folgte das andere Halbfinale zwischen Uzwil und Yverdon. Die beiden Siegerteams spielen dann am Sonntag um 11.00 Uhr um den Meistertitel.
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