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Die Samuelbücher im christlichen und jüdischen Kanon
Der christliche Kanon rechnet die Bücher Samuel zu den Geschichtsbüchern, die mit Josua oder gar dem 1. Buch Mose beginnen, zu denen Rut, die Chroniken, Esra, Nehemia und Ester und teilweise weitere Bücher, die nur griechisch überliefert sind, gehören. Moderne Exegese spricht vom deuteronomistischem Geschichtswerk, das vom Deuteronomium bis zum 2. Buch der Chronik reicht und während und nach dem Exil den Stoff alter Erzählungen in einer systematisch-theologischen Reihenfolge anordnet.
In der jüdischen Tradition der hebräischen Bibel gehören Josua, Richter, Samuel und die Könige zu den prophetischen Büchern und werden als die Vorderen Propheten bezeichnet. Damit wird nicht nur der Tatsache gehuldigt, dass diese Bücher von grossen Persönlichkeiten lebt, wie Josua, Gideon, Debora, Simson, Saul, David, Salomon und die weiteren Könige, und hier auch Propheten auftreten, wie Samuel, Natan, Elia und Elischa. Es geht mit dieser Einordnung als prophetisches Buch vor allem um eine Grundaussage: Nicht alte Geschichten werden hier erzählt, sondern ein prophetischer Ruf für jede Zeit. Mit dem Buch Samuel beginnt die Geschichte des Königtums in Israel. Es schliesst an Ri 21,23 an: «In jenen Tagen gab es noch keinen König in Israel, jeder tat was ihm gefiel.» und berichtet als Antwort darauf von der Entstehung des Staates in Israel. Samuel ist der kritische Begleiter und Initiator, er setzt Saul und David ein.
Evangelien – AT-Lesungen – NT-Lesungen – Lesejahre A,B,C
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