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Wann ist ein Mensch so vollwertig, dass er überall dabei sein kann? Diese Frage stellt Inga Laas an einer Podiumsdiskussion am Zürcher Theaterspektakel. Das Thema: kulturelle Inklusion. Oder: Wie kann Menschen mit einer Behinderung der Zugang zum Theater und zu anderen Kulturveranstaltungen erleichtert werden.
Inga Laas hat eine Hörbehinderung und sie beantwortet ihre Frage gleich selbst. Sie sei nicht genug vollwertig, weil sie nicht jeden Kulturanlass besuchen könne. Sie ist auf Gebärdensprache, auf spezielle Tonverstärker oder auf Übertitel angewiesen.
Besser, aber nicht gut genug
Das Zürcher Theaterspektakel bemüht sich seit fünf Jahren darum, Menschen mit einer Behinderung den Besuch zu ermöglichen. Inzwischen habe sich auf der Landiwiese einiges verbessert, sagt Alex Oberholzer, der im Rollstuhl sitzt. Dies sei auch sehr wichtig. Viele Menschen mit Behinderung hätten immer noch Angst, solche Veranstaltungen zu besuchen.
Viele Menschen mit Behinderung haben Angst, Grossveranstaltungen zu besuchen.
Im Gegensatz zum Theaterspektakel seien viele andere Kulturveranstaltungen nicht geeignet für Menschen mit Behinderung, finden Inga Laas und Alex Oberholzer. Was die beiden freuen dürfte: Rund 60 Frauen und Männer aus ganz verschiedenen Kulturbetrieben interessierten sich für die Podiumsdiskussion. Ausserdem ist das Thema auch bei anderen Kulturbetrieben angekommen: Im neuen Zürcher Tanzhaus soll es Hörhilfen geben und das Theater Kanton Zürich und das Opernhaus bieten Aufführungen in Gebärdensprache an.