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Unser Dritter ist sehr wissbegierig. Im Kindergarten lernte er einen italienischsprachigen Kollegen kennen und äusserte den Wunsch, die italienische Sprache zu erlernen. Sein Wunsch war bald wieder vergessen, doch nicht bei meiner Frau. Als es darum ging, sein Curriculum für die erste Klasse zusammenzustellen, wurde die italienische Sprache mit aufgenommen. Wir versuchten es einfach mal.
Üblicher Verlauf
Nach ein paar kläglichen Versuchen wird der Italienischunterricht abgebrochen. Wir wussten es ja schon immer, dass mit dem Sprachenunterricht nicht zu früh begonnen werden darf. Lernen muss dem Kind doch Spass machen. Er lernt sonst mühelos, warum müssen wir uns noch damit abplagen Sprachgrundlagen zu legen, die er sich später noch holen kann?
Variante
Uns war bewusst, dass dies ein Versuch war und sprachen es auch in diesem Sinn mit dem Kind ab. Gerade die Tatsache des mühelosen Lernens liess uns nach Gelegenheiten suchen, in denen die Ausdauer trainiert werden kann. Meine Frau fing mit einfachen Büchern und einem Langenscheidt-Grundkurs an. Unser Junior sprach die Sätze täglich nach. Nach einem Jahr schickten wir ihn in die Italienisch-Klasse für Secondos. Er verstand anfangs kein Wort, bemerkte aber bald dass andere nicht weiter waren. Mittlerweile traut er sich Antworten zu geben – und macht gute Fortschritte.