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Drinnen drehte sich währenddessen das Gespräch um Ästhetik. Dem Vegetarier sei wegen seiner Abgrenzung und Ausgrenzung eines grossen Teils der Schöpfung für den Verzehr das Empfinden für die Schönheit der Natur abhanden gekommen. Wie dem Esoteriker, der sich für den Eigenbedarf selbstgefällig aus dem Weltschatz der Religionen das heraus klaubt, was er für das Beste hält, dabei aber den Bedarf für das Allgemeinwohl ausklammert, zu welchem auch das Böse und Üble im Menschen gehört, so beschneide, vernichte sogar der Vegetarier die Vielfalt, welche die Natur bietet. Der Natur nehme er neben dem Schönen, dem Schmetterling, auch das Fleisch, orakelte Vladidir.
Nun war es wieder an Arigia Wolgmut zu reagieren. Sie stellte sich knallhart ganz dicht an die Strümpfe. Wladimir, die Beine von Frauen in solcher Nähe nicht gewohnt, schrie entrüstet auf. Mit ihrem Bein war sie seinen Schenkeln eindeutig zu nahe getreten. Dies wirkte äussert aufdringlich, was dem Mann in Wladimir nicht behagte. Sie erfrechte sich sogar, ihm zu sagen: „Du mit deiner Heldenbrust, du machst mich an.“
Wladimir rückte weg. Er bemühte sich, seine Strümpfe und vor allem den Aufbau zwischen seinen Lenden aus dem Wirkungsbereich von Arigia Wolgmuts Hüften zu entfernen. Diese liess sich nicht beirren und bedrängte den armen Herrn weiter, welcher mit seinem Rücken an den Freund Vladidir stiess, bedrängte den Herrn auch noch mit den Worten: „Wenn du mich an meinen Hinterläufen kraulst, dann habe ich sicher nichts dagegen. Das macht doch die Freude des Mannes aus.“
Wladimirs und Vladidirs Gewohnheiten bestanden jedoch nicht darin, ihre Spitzen nach Frauen zu recken. Dem bedrängten Vladidir, an welchem hilfesuchend Wladimir klebte, bekam die ganze Geschichte nicht als Witz. Er suchte vielmehr sein Heil in die Flucht in den Vegetarismus, von dem er genau so viel hielt wie von der Frau, indem er meinte: „Du bist wirklich ein schönes Füllen“, und ergänzte: Er sei zwar kein Vegetarier. Er wisse um ihre Schönheit – und würde ihre Schönheit durch Schmuck noch geedelt, der ihrer Schönheit in nichts und wirklich in nichts nachstehe, auch dann würde er sie noch immer ein schönes Füllen nennen. Auch wenn ihre Schönheit den Schmuck, der sie zierte, bei weitem ausstechen würde, auch dann würde er sie das schönste Füllen nennen, das aber sein Herz nicht zu füllen vermöge, denn sein Herz schlage für Wladimir.
Das erkenne man unter anderem an dem partnerschaftlich gestalteten Tüllbezug ihrer Beider Schenkel. Durch die freizügige Präsentation ihrer Beine trete sie natürlich zu ihrer Beiden Beine in direkte Konkurrenz. Sei zeige ein Fleisch, das durchaus nicht zu verachten sei. Aber ihrer Beiden Leiber ständen nicht auf sie, die liebliche Arigia, sondern beide für Manneskraft, die sich ausschliesslich an Manneskraft messe. Vegetarismus, das liege ihnen beiden nicht, auch wenn sie ihr Fleisch mit Arigia nicht messen wollten.
Aus Überzeugung für das Fleisch und die Schönheit, welche das Fleisch begleite und ihren überzeugenden Ausdruck sicher auch in den Formen Arigias finde, huldigten sie beide nicht dem Vegetarismus, sondern gäben sich gern dem Genuss hin, der aus dem Genuss des Fleisches zu gewinnen sei.