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Wie auch immer „petite“ interpretiert wird, „klein“ ist das im Auftrag für die Einweihung einer Privatkapelle gemachte Werk keineswegs. Der späte Rossini zog mit der Orchesterfassung noch einmal all seine Register aus dem Opernschaffen. An Stelle der zwei Klaviere und des Harmoniums bietet er Harfen, Posaunen und Trompeten auf und zusammen mit dem stimmgewaltigen Chor wird das Publikum mit grossartigen Klangfarben überrascht und erfreut. Eindrücklich erbringt er den Beweis, dass sich seine Genialität, die er in jungen Jahren mit den Opern wie „La Cenerentola“, „Il barbiere di Siviglia“ oder „Guillaume Tell“ bewies, keineswegs gemindert hat.
Der Konzertchor Rapperswil und der Cantus Regio Thun, beide unter der Leitung von Peter Loosli, spannen für die selten zu Gehör gebrachte Orchesterfassung des Werkes zusammen. Als Solisten werden Anja Christina Loosli, Sopran; Barbara Magdalena Erni, Alt; Niklaus Loosli, Tenor und Christian Hilz, Bariton zu hören sein. Das OPUS-Orchester, eine ad-hoc Formation von professionellen Musikern, wird den stimmgewaltigen Chor ergänzen. Am 26. Mai 2022 im Casino Bern und am 29. Mai 2022 im KKThun gelangt das Werk zur Aufführung.