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Glossar zum Thema Systemische Aufstellungen
Das Phänomen der „repräsentierenden Fremdwahrnehmung“
Das Phänomen der "repräsentierenden Fremdwahrnehmung:"
Was einiges erklärt und doch noch so viel offen lässt.
Die Stellvertreter geben Informationen, zur Person oder dem Begriff, die/den sie vertreten wieder. Dies können Körpergefühle, Emotionen, Stimmungen oder „Erinnerungsbruchstücke“ sein. Sie wirken als „Empfänger und Wiedergabemedium“ („Resonanzgefäss“) für die Informationen aus dem System des Klienten. Da der Klient und sein System den Stellvertretern unbekannt sind, erleben wir das Phänomen der „repräsentierenden Fremdwahrnehmung“. Aussagen dazu, was bei diesem Vorgang konkret abläuft, sind zurzeit eher spekulativer Natur. Einige der Erklärungshypothesen sind:
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Eines davon ist das Konzept des morphischen Feldes, wie es vom Biologen und Autor Rupert Sheldrake (PhD für Biochemie, Universität Cambridge) entwickelt wurde. Er geht davon aus, dass es in der Natur eine Art unsichtbares „Wissensfeld“ gibt, das Informationen über vergangene Ereignisse und Erfahrungen speichert. Diese Informationen können von anderen Lebewesen aufgenommen werden und somit zu einer Art kollektivem Gedächtnis führen.
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Eine andere Erklärungshypothese könnte in den Arbeiten des Carl Gustav Jung (Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie) liegen. Er entwickelte das Konzept des kollektiven Unbewussten, das eine Art universelles Erbe des Menschheitsgedächtnisses darstellt. Darin sind Erfahrungen, Überzeugungen und Symbole enthalten, die für alle Menschen in einer Kultur oder einer Zeitperiode von Bedeutung sind. Jung geht davon aus, dass diese kollektiven Erfahrungen und Symbole in der Psyche jedes Einzelnen gespeichert sind.
Weiter Hypothesen:
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Eine weitere Erklärungshypothese geht davon aus, dass es bei der „repräsentierenden Fremdwahrnehmung“ um die Spiegelneuronen im Gehirn geht. Diese speziellen Nervenzellen reagieren auf die Handlungen und Empfindungen anderer Menschen und können dazu führen, dass wir uns in diese hineinversetzen und ihre Empfindungen nachempfinden können. Dies könnte erklären, warum Stellvertreter in der Systemischen Aufstellung oft sehr genau die Empfindungen und Körpergefühle der Person, die sie repräsentieren, wiedergeben können.
- Eine weitere Erklärungshypothese bezieht sich auf die Rolle von nonverbalen Signalen in der Kommunikation. Viele Forscher gehen davon aus, dass nonverbale Signale wie Körpersprache, Mimik und Gestik einen grossen Einfluss auf die zwischenmenschliche Kommunikation haben. In der Systemischen Aufstellung könnte es daher sein, dass Stellvertreter durch nonverbale Signale Informationen über die Person, die sie repräsentieren, aufnehmen und diese dann wiedergeben können.
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Eine weitere Erklärungshypothese geht davon aus, dass es bei der „repräsentierenden Fremdwahrnehmung“ um eine Art „energetische Verbindung“ zwischen den Personen im System geht. Diese Verbindung könnte über das morphische Feld oder andere Mechanismen entstehen und dafür sorgen, dass Stellvertreter Informationen über die Person, die sie repräsentieren, aufnehmen und wiedergeben können.