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- Update: Für sein Manöver gegen Lewis Hamilton büsst der Automobil-Weltverband FIA Sebastian Vettel mit 3 Strafpunkten. Sollten ihm beim GP Österreich am 9. Juli nochmals 3 Punkte aufgebrummt werden, würde er sogar für ein Rennen gesperrt. Die FIA führt eine Rangliste mit sogenannten Penalty-Punkten: Wer innerhalb eines Jahres 12 Punkte kassiert, wird für ein Rennen gesperrt. Vettel steht nach dem «Foul von Baku» bei 9 Punkten. Am 10. Juli fallen Vettels zwei Strafpunkte vom Rennen 2016 in Silverstone aus der Wertung.
Nach 22 von 51 Runden beim GP von Aserbaidschan sorgte Sebastian Vettel für ungläubige Blicke. Er erlaubte sich, nachdem das Rennen wegen Trümmerteilen auf der Strecke erneut hatte neutralisiert werden müssen, eine üble Attacke.
Was war passiert? Der Deutsche fuhr bei Leader Lewis Hamilton zunächst kurz auf. Im Anschluss rempelte er den Mercedes-Fahrer von der Seite, indem er den linken Vorderreifen touchierte. Wild gestikulierend beschwerte er sich hinterher, der Brite habe seiner Meinung nach abgebremst und rechtfertigte so sein Manöver.
Wenn er zeigen will, dass er ein Mann ist, soll er aus dem Auto steigen und wir machen es von Angesicht zu Angesicht.
Allzu milde Strafe
SRF-Formel-1-Experte Michael Stäuble äusserte sich während der Live-Übertragung dezidiert. Er könne sich während seiner 26-jährigen Tätigkeit an keinen ähnlichen Vorfall erinnern. Stäuble verglich die Szene mit dem Fussball: «Hamilton beging zwar ein Foul, doch dann folgte Vettels Revanchefoul.» Jeder wisse, was das bedeute.
Die Aktion wurde nach langer Untersuchung mit einer simplen 10-Sekunden-Strafe für «gefährliche Fahrweise» sanktioniert. In den Augen von Stäuble ist dieser Entscheid viel zu mild: «Da muss ich lachen», kommentierte er.
Gemäss Reglement durften die beschädigten Autos an der Box repariert werden. Das Rennen war für 23 Minuten unterbrochen worden.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.06.2017 14:30 Uhr