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Vor einigen Tagen berichtete der Medienkanal Pronews TV über überhöhte Konzentrationen von Ethylenoxid in Teststäben, die für Corona-Schnelltests verwendet werden. Ein in einem Labor in Zypern untersuchter Stick enthielt mehr als das Siebenfache der zulässigen Menge des giftigen Stoffes Ethylenoxid.
Die Substanz wird u. a. zur Sterilisation von Teststäbchen für Testkits und den PCR-Test verwendet. In der EU dürfen Lebensmittel kein Ethylenoxid enthalten. Die zulässige Höchstmenge beträgt 0,05 mg/kg. Das Teststäbchen, das von einem Labor in der Stadt Larnaca analysiert wurde, enthielt 0,36 mg/kg Ethylenoxid, schreibt die Cyprus Mail.
Im August wurden bestimmte Lebensmittel zurückgerufen, weil in ihnen Spuren von Ethylenoxid gefunden wurden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden handelte es sich um geringe Mengen, die keine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellten.
Sie fügten jedoch hinzu, dass wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben, dass sich bei häufiger und langfristiger Einnahme großer Mengen dieser Substanz Tumore bilden können.
Giftig, krebserregend und erbgutverändernd
Die zypriotische Gewerkschaft Isotita hat gefordert, die Anwendung von Schnelltests auszusetzen. Tausende von Zyprioten müssen alle 72 Stunden einen Schnelltest machen, um arbeiten zu können.
Die Gewerkschaft forderte, dass die Verwendung der Schnelltests ausgesetzt werden sollte, bis die Gesundheitsbehörden die Angelegenheit untersucht haben. Die Gewerkschaft verwies auf die Europäische Chemikalienagentur, die angibt, dass der Stoff giftig, krebserregend und erbgutverändernd ist.
Das Gesundheitsministerium hat eine Untersuchung eingeleitet. Nicht für die Schnelltests, sondern für das Labor.