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Ottenberg
(Kt. Thurgau, Bez. Weinfelden). 684 m. Höhenzug in der Mitte des Kantons, von ovaler Form. Von Berg im O. bis Märstetten im W. 6-7 km lang und von Weinfelden im S. bis Aufhäusern im N. 3 km breit. Wird im SW. von der Ebene der Thur und im N. und NW. vom Kemmenthal begrenzt und steht nur nach O. mit dem Seerücken in Verbindung, als dessen Ausläufer er erscheint. Der stellenweise recht steile Südhang erhebt sich um 240 m über die Ebene, während der sanft geböschte N.-Hang nur eine relative Höhe von 100 bis 120 m erreicht. Der S.-Hang bis in halbe Höhe mit Reben bepflanzt, die einen geschätzten Wein liefern, höher oben Wald. Am N.-Hang Wiesen. Der ganze Rücken, der einen der anmutigsten Hügelzüge der Schweiz bildet, ist mit Weilern, Höfen und Schlössern übersät, von welch' letztern zu nennen sind das Schloss Weinfelden, dann Schlossberg, Bachtobel und Ottoberg. Im Mittelalter standen hier das Schloss Weinfelden und die Burgen Neuburg, Weerstein, Thurberg, Hugelshofen. Von manchen Punkten (besonders Burg, Burgstock, Weerswilen, Berg, Thurberg, Ottoberg) hat man eine sehr schöne Aussicht, die zwar gegen N. beschränkt ist, nach S. aber das reizende Thal der Thur und die Alpenkette bis zu den Riesen des Berner Oberlandes hin umfasst und mit derjenigen der bekanntesten Aussichtspunkte des Mittellandes sich messen darf.