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Böhmermann habe etwas aufgedeckt, jubiliert fast das ganze deutsche Volk. Aufgedeckt? Dass "Schwiegertochter gesucht" eine doofe, primitive Sendung ist? Echt? Also mir war das schon vor Böhmermann klar.
Fast das ganze deutsche Volk tut nun schrecklich empört darüber, dass die Teilnehmer von "Schwiegertochter gesucht" nur 150 Euro von RTL erhalten.
Schön, freut mich, finde ich auch skandalös. Wie viel bezahlte Böhmermann eigentlich den Schauspielern René und Robin?
Jan Böhmermann geht jetzt zum Musik-Streaming-Giganten Spotify. Hallo! Leute! Deutschvolk! Zu Spotify! Aufwachen! Nein, nicht zur Heilsarmee, zu Spotify! Spotify. Klingelt's?
"Aufdecker" Böhmermann wirbt für Spotify
Wie Spotify (über 1 Milliarde Jahresumsatz) die Künstler abspeist: "Recherchen des Hessischen Rundfunks vom April 2013 zufolge bekommt ein Künstler im besten Fall nur 0,164 Cent pro Abspielvorgang [Anm.: Inzwischen auf 0,6–0,84 US-Cent erhöht] . Zum Vergleich: Verkauft ein Künstler ein Album mit 13 Liedern auf CD, bleiben ihm im besten Fall rund 3 Euro. Das Album müsse also rund 145 mal übertragen werden, damit der Künstler auf einen ähnlichen Ertrag kommt. Das Plattenlabel entscheidet letztlich darüber, ob die Musik auf Spotify angeboten wird. Die Zahlen gehen aus einer Abrechnung hervor, die eine Band dem Hessischen Rundfunk vorgelegt hat.[55]
[...] Kritik an dem Vergütungsmodell wurde auch von verschiedenen Künstlern und Musikern geäußert. Der Schlagzeuger der Black Keys, Patrick Carney, begründete die Entscheidung seiner Band, das Album El Camino nicht auf Spotify bereitzustellen, damit, dass Streaming-Dienste für „eine Band, die von der Musik lebt, finanziell keinen Sinn haben.“[57] Auch der Sänger Thom Yorke kündigte an, dass die Musik seiner Band Atoms for Peace wegen der schlechten Vergütung nicht auf Spotify verfügbar sein werde.[58] Über Twitter verkündete er: "Macht euch keine Illusionen. Neue Künstler, die ihr auf Spotify entdeckt, werden nicht bezahlt." (Wikipedia)
"Ab Mai wird Jan Böhmermann seine Sendung „Sanft & Sorgfältig“ an der Seite von Oli Schulz nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Radio Eins verbreiten, sondern bei Spotify.
Jenem Musikstreaming-Dienst also, der die musikalische Vielfalt durch maximale Ausbeutung künstlerischen Eigensinns vernichtet." (LN Online)
So, Deutschvolk, nun könnt ihr eurem Idol und "Aufdecker" Böhmermann, der mit Spotify bestimmt einen äusserst lukrativen Vertrag ausgehandelt hat, weiter zujubeln. Und nochmals: Schwulen-, Türken- und Behindertenwitze sind nicht so mein Ding. Massenhysterie auch nicht.