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Ligornetto war bereits in römischer Zeit bevölkert und wird 789 als Logurno urkundlich erwähnt; die späteren Urkunden aus dem 11. - 13. Jahrhundert stehen stets im Zusammenhang mit Ländereien, die gewisse Körperschaften aus Como in der Region besaßen. Die Gemeinde ist seit 1254 (Ligorneto) selbstständig, hing aber im Mittelalter religiös von der Pieve Balerna ab und trennte sich 1557 von ihr.
Ligornetto weist eine kostbare Dreiecksplanimetrie auf und die Straßen sind Y-förmig zum Platz neben der Pfarrkirche San Lorenzo hin angeordnet. Die Haupteinnahmequellen der Gemeinde waren bis nach dem Zweiten Weltkrieg die Landwirtschaft (Reben, Mais, Weizen und Tabak waren die wichtigsten Kulturen) und die Seidenraupenzucht, die den Bauernfamilien während des ganzen 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts als Nebenerwerb diente. Spuren der bäuerlichen Vergangenheit finden sich noch auf den Gutshöfen, die das Dorfzentrum bilden; Einige von ihnen wurden mit steinernen Toren von Saltrio und mit Säulenhöfen aus dem 15. Jahrhundert bereichert.
Die Emigration von Saisonarbeitnehmern - vor allem Stuckateuren und Steinmetzen - spielte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts eine grundlegende Rolle. Dies war insbesondere im 16. Jahrhundert der Fall, als die „Meister aus Ligornetto“ in ganz Europa tätig waren (vor allem in Deutschland, Polen, Böhmen und Italien). Noch immer im künstlerischen Bereich ist die berühmteste Persönlichkeit aus Ligornetto zweifellos der Bildhauer Vincenzo Vela (1820-1891), der dem Dorf das gleichnamige Museum vermachte, das 1898 eröffnet wurde.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landschaft der ehemaligen Gemeinde - seit 2013 ein Ortsteil der Stadt Mendrisio - stark verändert durch die Entwicklung kleinerer Industriebetriebe, welche durch Grenzgänger und die wachsende Bevölkerungszahl erleichtert wurde (1950 gab es 855 Einwohner, im Jahr 2000 deren 1408). Schließich ist der Bereich des Premurin-Parks - eine Fläche von 25 Hektaren in einem Bereich zwischen Ligornetto und Besazio - ein Naturreservat, das im Inventar der Moorlandschaften von nationaler Bedeutung eingetragen ist.
Eigenschaften
- TRANSPORTMITTEL Bus