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Auf dem Gelände der Universität Zürich-Irchel wurde für einen neuberufenen Physikprofessors kurzfristig ein provisorisches Laborgebäude erforderlich. In den bestehenden Bauten hätten mechanische Vibrationen und magnetische Wechselfelder die Arbeit mit speziellen holographischen Mikroskopen verunmöglicht.
Das Laborgebäude befindet sich am östlichen Rand des Geländes im Bauentwicklungsgebiet des Irchel-Areals, in welchem, gemäss Richtplan, Kleinbauten nicht vorgesehen sind. Der Neubau beschränkt deshalb städtebauliche und architektonische Bezüge auf ein Minimum und bringt so den begrenzten zeitlichen Horizont dieses Eingriffs zum Ausdruck. Aussenräumlich wird mit der Setzung des Baukörpers einzig die Zufahrt zu den benachbarten Gebäuden bestimmt und mit diesen ein kleiner Vorplatz für die Anlieferung gebildet.
Mit einer pragmatischen Grundrissdisposition, der Konstruktionsweise in Holz und einer einfachen Kubatur wird das Gebäude dem Wesen eines Provisoriums gerecht. Durch die Materialisierung der Hülle mit beschieferter Dachpappe wird diese Eigenheit noch zusätzlich hervorgehoben. In der für Fassaden ungewohnten Ausstrahlung dieses Materials wird die Idee des nicht Dauerhaften direkt vermittelt. Im Weiteren erscheint das Gebäude durch die allseitige Verwendung desselben Materials als ein Haus ohne vertraute Elemente wie Sockel und Dachrand. Es erreicht damit einen Grad der Abstraktion, der den ephemeren Charakter dieses Eingriffs zusätzlich unterstreicht.