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Grundsatzpapier von H+ über die Spezialbereiche und Definitionen der stationären Rehabilitation
Das Grundsatzpapier «DefReha© Version 1.01, Stationäre Rehabilitation: Spezialbereiche und Definitionen, Ein- und Ausschlusskriterien für die unterschiedlichen Rehabilitationsarten» beschreibt Leistungen und die Arten der Leistungserbringung in der stationären Rehabilitation. H+ referenziert bei seinen Aufgaben im Bereich der Tarifstrukturentwicklung darauf und es bietet den H+ Mitgliedern sowie allen Anspruchsgruppen der stationären Rehabilitation Hilfestellung bei Fragen rund um die Schnittstellen zur stationären Rehabilitation.
Ziel des Grundsatzpapiers «DefReha© Version 1.01»
Das Grundsatzpapier «DefReha© Version 1.01 von «H+ Die Spitäler der Schweiz» wurde mit dem Ziel verfasst, den Begriff der Rehabilitation im derzeitigen gesetzlichen Rahmen zu definieren und auf dieser Basis ein einheitliches, auf gesamtschweizerischer Ebene geltendes Vergütungssystem für die somatische und psychosomatische stationäre Rehabilitation einzuführen. Nicht betrachtet werden Fälle der Psychiatrie und der psychiatrischen Rehabilitation.
Definition der Kardiovaskulären Rehabilitation
Die Kardiovaskuläre Rehabilitation und Prävention ist ein Prozess, der bei Patienten mit primär kardiovaskulären Erkrankungen mithelfen soll, den für sie optimalen Zustand in Bezug auf das physische, psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden wieder zu erlangen. Durch präventive Massnahmen soll ein gesunder Lebensstil angestrebt und damit die Prognose verbessert werden.
Eine kardiovaskuläre Rehabilitation ist indiziert
- nach Infarkt oder akutem Koronarsyndrom mit oder ohne PCI (Perkutane Koronarintervention)
- bei stabiler KHK (koronarer Herzerkrankung) mit oder ohne Katheterintervention
- nach Operationen am Herzen und an den Gefässen
- beim Vorhandensein multipler Risikofaktoren (z.B. metabolisches Syndrom mit oder ohne chronische Herzkrankheit)
- bei Herzinsuffizienz
- bei anderen Herzkreislaufkrankheiten, deren Verlauf durch Rehabilitation günstig beeinflusst wird (z.B. PAVK {Periphere Arterielle Verschlusskrankheit}, Lungenembolie)
Definition der Psychosomatischen Rehabilitation
In der Psychosomatischen Rehabilitation werden Menschen mit komorbiden Erkrankungen behandelt, also kombiniert somatische und psychische Störungsbilder. Oft handelt es sich um Patientinnen und Patienten mit einem somatischen Krankheitsbild (z.B. somatoforme Störungen, somatische Belastungsstörungen). Im Rahmen des multimodalen und multiprofessionellen Rehabilitationskonzeptes kommt psychotherapeutischen Behandlungen ein besonderer Stellenwert zu. Das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell entsprechend der ICF(International Classification of Functioning, Disability and Health)-Definition bildet die konzeptionelle Grundlage der psychosomatischen Rehabilitation. Die berufliche und soziale Reintegration sind wesentliche Zielsetzungen, da Patienten mit einer Komorbidität von psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen bezüglich Chronifizierung und Invalidität ein deutlich erhöhtes Risiko aufweisen.
Patientinnen und Patienten ohne kombinierte somatische und psychische Störungsbilder werden nicht unter der Psychosomatischen Rehabilitation behandelt, sondern den entsprechenden spezifischen Angeboten der Rehabilitation oder der Psychiatrie zugewiesen. Die Ausnahme bilden „Somatoforme Störungen ICD F45“ (ICD bedeutet «International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems"), die als psychiatrische Diagnosegruppe Erkrankungen beschreiben, welche typischerweise in der stationären Psychosomatischen Rehabilitation behandelt werden, da sie sich im klinischen Kontext mit körperlichen Symptomen und Beschwerden manifestieren.
Das Grundsatzpapier «DefReha© Version 1.01, Stationäre Rehabilitation: Spezialbereiche und Definitionen, Ein- und Ausschlusskriterien für die unterschiedlichen Rehabilitationsarten» kann man hier herunterladen.
Das ist H+
H+ Die Spitäler der Schweiz http://www.hplus.ch ist der nationale Spitzenverband der öffentlichen und privaten Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen. Ihm sind 225 Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen als Aktivmitglieder an 369 Standorten sowie knapp 170 Verbände, Behörden, Institutionen, Firmen und Einzelpersonen als Partnerschaftsmitglieder angeschlossen. Seit über 80 Jahren gestaltet H+ das schweizerische Gesundheitswesen aktiv mit. Dabei vertritt H+ die Interessen seiner Mitglieder im politischen Entscheidungsprozess auf Bundesebene und schafft in der Öffentlichkeit Verständnis für die Anliegen der Branche. H+ unterstützt die Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Arbeitssicherheit, Qualität, Tarife und eHealth, zum Teil mit exklusiven Branchenlösungen. H+ repräsentiert Gesundheitsinstitutionen mit rund 200’000 Erwerbstätigen. Präsidiert wird der Verband von Isabelle Moret. Der Direktor ist Bernhard Wegmüller.