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Gelee unterscheidet sich von Marmelade dadurch, dass es aus dem Saft des Obstes, nicht jedoch aus den ganzen Früchten hergestellt wird. Gerade bei Johannisbeeren bietet sich dies sehr gut an, da die harten Schalen der kleinen Früchte nur schwer zerkochen und die kleinen Fruchtkerne sich gerne in den Zähnen festsetzen. Das leuchtend rote und durchscheinende Gelee der Johannisbeere zählt zu den ganz besonderen Delikatessen. Hier erfahren Sie, wie Sie es mit Hilfe eines Entsafters herstellen können. Wir raten dazu vor der Produkt Auswahl den einen oder anderen Entsafter Test zu lesen.
Wozu dient der Entsafter
Der Entsafter wird nun für den ersten Schritt der Herstellung des Gelees benötigt, nämlich zur Gewinnung des Fruchtsafts. Beim Entsaften der Früchte entsteht ein sehr viel schönerer und klarerer Saft, als wenn diese mechanisch ausgepresst würden. Außerdem ist der Ertrag deutlich höher. Zum Kochen des Gelees im zweiten Schritt wird ein großer Topf benötigt.
Die Früchte vorbereiten
Zuerst müssen die Früchte natürlich einmal geerntet werden, anschließend werden sie vorsichtig unter klarem Wasser abgespült und zum Abtropfen beiseite gestellt. Über den nächsten Arbeitsschritt herrschen unterschiedliche Meinungen: Werden die Johannisbeeren mitsamt der grünen Stiele in den Entsafter gegeben, oder werden die Früchte vorher mühsam von den Stielen entfernt? Feinschmecker mit sehr sensiblen Geschmacksnerven berichten, dass sie den Geschmack der Stiele aus dem gewonnen Saft heraus schmecken können, und dass deshalb die Beeren unbedingt ohne die Stiele entsaftet werden müssten. In traditionellen alten Rezepten jedoch werden die Früchte mitsamt der Stiele entsaftet. Möglicherweise hatte man früher einfach weniger Zeit und musste rationaler arbeiten.
Den Entsafter vorbereiten
Der Entsafter besteht aus mehreren Teilen: Die unterste Etage ist für das kochende Wasser reserviert. Sie wird bis zur entsprechenden Markierung gefüllt und vorsichtig auf die Herdplatte gestellt. Nun wird die zweite Etage darauf gesetzt. In ihr wird der später gewonnene Saft aufgefangen. Deshalb befindet sich unten an der zweiten Etage auch ein Auslass für den Saft, meist in Form eines kleinen Stutzens, der mit einem Schlauch verlängert wird. Dieser Schlauch ist vorne mit einer Klemme geschlossen, die von Hand bedienbar ist. Bevor der Entsaftungsprozess gestartet wird, sollte dringend kontrolliert werden, dass die Klemme auch am Schlauch angebracht ist. Nun kann der dritte Teil des Entsafters eingesetzt werden. Das löchrige Kochsieb kann bis zum oberen Rand dicht mit den vorbereiteten Früchten befüllt werden. Obenauf darf nun der Deckel als Abschluss nicht fehlen.
Die Früchte entsaften
Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann nun mit dem Entsaften begonnen werden. Dazu wird die Herdplatte auf die höchste Stufe eingestellt. Bald darauf beginnt das Wasser in der unteren Etage des Entsafters zu kochen. Durch die entstehende Hitzeentwicklung werden die Früchte im Kochsieb erhitzt und platzen auf. Der Saft läuft heraus und durch die Löcher des Kochsiebs nach unten in den Auffangbehälter. Während dieses Prozesses entsteht jede Menge Wasserdampf, deshalb sollte der Entsafter zwischendurch nicht geöffnet werden.
Über den Ablaufstutzen kann der gewonnene Saft bereits bei laufendem Entsaftungsvorgang entnommen werden. Die Entsaftung ist dann abgeschlossen, wenn die Saftmenge nachlässt, bzw. wenn sie ganz versiegt ist. Wer den oberen Deckel vorsichtig abhebt, kann die Früchte gegen Ende des Entsaftens auch einmal kurz durchrühren, so dass sie ihre Lage verändern und auch der letzte Rest des Fruchtsafts auslaufen kann.