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Domperidon und Promazin beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Domperidon hat ein bekanntes Potential zur Verlängerung der QTc-Zeit im EKG und für ventrikuläre Arrhythmien [Marzi M, 2015]. Auch unter Promazin kann es zu einer QT-Verlängerung in EKG kommen, sodass in Kombination additive Effekte möglich sind.
Effekt
Beide Substanzen haben ein QTc-verlängerndes Potential. In Kombination erhöht sich das Risiko für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Das Risiko ist insbesondere erhöht, wenn Domperidon-Dosierungen von über 30mg/d eingesetzt werden oder bei Patienten über 60 Jahren.
Empfehlung
Wird die Kombination eingesetzt sollten möglichst niedrige Domperidon-Dosierungen gewählt werden und falls notwendig vorsichtig auftitriert werden. Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit im EKG, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie, sollten durchgeführt werden. Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sind empfohlen. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit um 60ms im Vergleich zur Baseline oder übersteigt die QTc-Zeit 500ms, ist die Therapie umzustellen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018