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Oft wird in Disskusionen geschrieben, die Initiative rette kein einziges Menschenleben und es wird dabei auf ein Communiqué des VBS verwiesen, das sich auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009 stützt.
Laut diesem Communiqué sollen nur in 9 % der Fälle Armeewaffen für Schusswaffensuizide benutzt worden sein. Leider besitzt diese Zahl keine Aussagekraft. Die Kantone ,die ihre Zahlen sehr verschieden erheben, trennen in manchen Fällen Armeewaffen gar nicht von anderen Waffen. Volle 18 % der Suizidwaffen werden unter "ohne Angabe" erfasst? Waren es Armeewaffen?
20 % der Waffen wurden als Faustfeuerwaffen verbucht, 21 % sind aber als Pistolen und 10 % als Revolver aufgeführt. Eigentlich ist der Anteil also 51 % !
Nur wo spezifische Daten vorhanden sind, unterscheidet man zwischen Revolver und Pistole, die restlichen sind unter Faustfeuerwaffen aufgeführt. Ist es mit der Ordonanzpistole genauso? Man weiss es nicht.
Zudem kamen Studien auf kantonaler Ebene zum Schluss, dass im Durchschnitt 49 % der Suizide mit Armeewaffen durchgeführt wurden. Klar sind diese Studien nur in wenigen Kantonen durchgeführt worden, aber wie der Unterschied von 40 % zustande kam, ist mir ein Rätsel.
Auch dass bei Suiziden ausgewichen wird, ist widerlegt. Die konservativsten Schätzungen gehen davon aus, dass ein Drittel der Schusswaffensuizide verhindert werden könnten, wenn keine Waffe verfügbar wäre. Würde das Massnahmenpaket die Verfügbarkeit halbieren - und dies darf erwartet werden - würden etwa 40 Kurzschlusssuizide verhindert werden.
Für mich überwiegen diese Menschenleben, das zentrale Waffenregister und die Verminderung von Bedrohungen in der Familie. Das verschwinden einer Tradition, leichte Einschränkungen für unlizenzierte Schützen und die Kosten von etwas mehr als einem Franken pro Einwohner sind meiner Meinung nach in Kauf zu nehmen.