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Im Wesentlichen besteht das Schulsystem in Nepal aus der Primary School und der Secondary School – einer Primarstufe und einer Sekundärstufe. Weitere höhere Ausbildungen an Universitäten sind vor allem in Kathmandu möglich.
In vielen Schulen wird eine vorschulische Betreuung angeboten. Die ganz Kleinen kommen in die Nursery (Kinderkrippe) und die etwas grösseren Kinder können zwei Kindergartenklassen besuchen (LKG=Lower Kindergarten; UKG=Upper Kindergarten).
Die Primary School selbst besteht aus den Klassen 1 bis 5. Die entspricht in etwa der Primarschule in der Schweiz und der Grundschule in Deutschland.
Im Anschluss an die Primarstufe folgt die Sekundärstufe mit den Klassen 6 bis 10. Die 10. Klasse wird landesweit mit den gleichen Prüfungen, dem SLE (Secondary Level Exam), abgeschlossen.
An die 10. Klasse können die guten Schülerinnen und Schüler das Higher Secondary Level mit den Klassen 11 und 12 anhängen. Mit Abschluss der Higher Secondary School hat man im Anschluss die Möglichkeit einer Hochschulbildung.
Diese umfasst auf den Universitäten Bachelor, Master und Ph.D. Levels, welche je nach Studienfach unterschiedlich lang dauern.
In Nepal gibt es zurzeit sechs Universitäten, von denen eine privat ist. Der Zugang zu den öffentlichen Institutionen ist bis auf einige Studienfächer wie Technik oder Medizin unbeschränkt. Dies führte in den letzten Jahren dazu, dass die Universitäten überlaufen waren und dadurch die Qualität der Ausbildung sank. Um dem entgegen zu wirken, hat die Regierung private Colleges an die Universitäten angebunden.
Diese bieten dieselben Programme und Curricula wie die Universitäten an, allerdings im kleineren Rahmen und mit besserer Ausstattung. Viele Studentinnen und Studenten können aber diese bessere Ausbildungsmöglichkeit nicht in Anspruch nehmen, da die Colleges verhältnismässig teuer sind.
In Nepal werden 126 verschiedene Sprachen gesprochen. Offizielle Unterrichtssprache in Nepal ist Nepali, die auch die Amtssprache ist. Viele Privatschulen bieten den Unterricht auch in Englisch an.
Es gibt Debatten, ob und in wie weit die Muttersprache im lokalen Kontext im Unterricht eingebaut werden kann und sollte. So gibt es in einigen Regionen bereits Pilot-Programme, welche die Muttersprache teilweise in den niedrigen Schulstufen im «non-educational context» einzuführen.