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Am 23. Dezember 1937 hat Leo als zweites Kind des Josef Vonlanthen und der Cecile Vonlanthen, geborene Egger, das Licht der Welt erblickt. Er verbrachte eine schöne Kindheit mit seinen Eltern und seinen sechs Schwestern. Die ersten Jahre wohnten sie an verschiedenen Orten, bis sein Vater 1947 das kleine Heimetli im Riederberg erwarb. Von da an wohnte er immer im Riederberg. Nach der Schule in Bösingen arbeitete er bei der Firma Ritz und der Cartonage in Laupen und half den Eltern auf dem kleinen Bauernhof.
Mit 21 Jahren lernte er Irène Schöpfer aus Wünnewil kennen. Am 28. Oktober 1960 schlossen sie den Bund der Ehe. Dem Paar wurden sechs Kinder geschenkt. Viele Jahre arbeitete Leo Vonlanthen als Chauffeur beim Bauunternehmen Othmar Schmutz. Nebenbei versorgte er mit seiner Frau die Tiere und erledigte andere Arbeiten auf dem Hof. Viel Zeit blieb da nicht mehr. Trotzdem war er seinen Kindern ein guter Vater. Am Sonntag durften die Ausflüge mit der Familie nicht fehlen. Im Sommer ging sie oft auf die Alp zu seinen Tieren und im Winter zum Skifahren an den Hapferenhang. Nach dem Tod seines Vaters im Dezember 1979 kündigte er die Stelle beim Bauunternehmen. Von da an fuhr er für verschiedene Unternehmen als Aushilfe.
Leo Vonlanthen war ein sehr geselliger Mensch. Er war in der Schützengesellschaft, in der Feuerwehr, in der Männerriege und über 50 Jahre war er treues Mitglied der KAB und des Ornithologischen Vereins. Die Begegnungen mit den Jahrgängern und den Klassenkameraden haben ihm auch sehr viel bedeutet. Als Landwirt war er in der Viehzucht-, der Käserei- und der Landwirtschaftlichen Genossenschaft.
In den letzten Jahren genoss er jede Stunde, die er mit seiner Familie verbringen durfte. Wenn Kinder und Enkelkinder im Riederberg zu Besuch waren, fühlte er sich sehr wohl und geborgen. Die gemeinsame Zeit und die fröhlichen Momente waren für sein Herz die beste Medizin.
Die ersten schweren Anzeichen von gesundheitlichen Problemen hatte er im Jahr 2000, als er sich einer ersten Herzschrittmacheroperation unterziehen musste. 2008 erlitt er nach einem Sturz eine Hirnblutung und im Februar 2010 folgte eine zweite Herzschrittmacheroperation. Von diesen schweren Eingriffen erholte er sich nie mehr richtig und er benötigte immer mehr Pflege von seiner Frau und seinen Kindern. Im Oktober 2011 musste er wegen eines grippalen Infekts wieder ins Spital. Von da an wurde sein Körper schwächer. Ab dem 11. November war sein Zuhause das Pflegeheim in Tafers. Er freute sich über den Besuch von Familie und Freunden, die ihm diese nicht gerade einfache Zeit etwas verkürzten. Eines der schönsten Erlebnisse war der Besuch seines ersten Urenkels, der im Dezember 2011 geboren wurde. In den letzten Tagen wurde er immer schwächer. Am Nachmittag des 30. Januar 2012 schlief er in Frieden ein. Seine Familie wird ihn nie vergessen. Eing.