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Andere Namen: Furtbach, in älterer Zürcher Mundart hiess das Flüsschen noch zu meiner Schulzeit kurz: die Furt.
Hydrologie: Heute eher ein Bach, früher aber noch ein kleines Flüsschen, das bei Watt/Regensdorf auf 440 m.ü.M. in der Flur Hueb entspringt und nach einem 12.7 km langen Lauf durch das gleichnamige Tal in Würenlos bei der Autobahnbrücke auf einer Höhe von 378 m.ü.M. in die Limmat mündet. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts war sie noch einer der beiden Abflüsse des Katzensees. Sie hat ein Einzugsgebiet von etwa 45.89 km² und liefert bei der Mündung 0.5 m³ Wasser pro Sekunde.
Etymologie: Furtbach bedeutet ein leicht durchquerbares Fliessgewässer. Auch wenn das Wort selber uralt ist, bei der hier vorliegenden Furt dürfte der Flussname erst bei der Zuwanderung der Alemannen, also frühestens ab dem Jahr 500 entstanden sein.
Flussnamentyp: westgerm. *furdu, ahd. furt, mhd. vurt = gut zu überquerendes Fliessgewässer
Geologie: Das heutige Furttal ist kein Erosionstal, sondern wurde von der Schürfarbeit der beiden letzten grossen Vergletscherungen geformt.
Flussgeschichte: Die Furt-Melioration in Kürze: Die "Kommission für die Entsumpfung des Regensdorfer Tales" wurde am 16. Dezember 1862 gegründet. Mit der Ausführung der Entsumpfung wurde dann eine Genossenschaft betraut, welche 1870 gegründet wurde und aus Mitgliedern aller betroffenen Gemeinden bestand. Es waren dies Adlikon, Buchs, Dällikon, Dänikon, Otelfingen, Regensdorf und Watt.
Ab Juni 1871 wurden die Arbeiten vergeben, welche vor allem vorsahen, die zopfmusterartig durch das Tal fliessende Furt in einem Kanal zu fassen und dadurch das Tal zu entsumpfen. Aus der Furt wurde in der Folge ein Kanal. Erst nachträglich, nämlich 1874 wünschte dann Watt, dass man den Kanal bis zum Katzenensee führen, tiefer legen und teilweise eindecken möge. Dieser Wunsch wurde ziemlich rasch in die Tat umgesetzt. Man benützte den grössten Teil des alten Bachlaufs des grossen, zuführenden Katzenbachs und teufte ihn soweit ab, dass das Wasser nun nicht mehr ostwärts in den Katzensee, sondern westwärts in Richtung Watt führte. Nach ca. 280 Metern baute man einen völlig neuen, rund 250 m langen Kanal in nördlicher Richtung gegen den Hügel Wolfgalgen zu, von wo der Bach dann westwärts in einer 250 Meter langen Röhre zur alten Furtquelle führte. Von dort aus floss die Furt wieder offen. 1877 war die Tieferlegung der Furt abgeschlossen. Die Röhrenleitung südlich des Wolfgalgens neigte mehrmals zur Verstopfung. Die Furt wurde während der Entsumpfungszeit nur noch Kanal genannt und nach Beendigung der Arbeiten in Furtbach umbenannt, einer Bezeichnung, die schon seit 1600 bekannt ist. Der Bach wurde im Laufe der Jahrhunderte von einem Flüsschen zu einem Bach. Noch vor ein paar Jahrzehnten betrug die Abflussmenge eher 1 m³. Bei Hochwasser wurden schon 18 m³ gemessen.
Die Furt hat zahlreiche Namensvetter. Zwei seien hier erwähnt: Der Furtbach bei Bussnang TG und dann nicht zuletzt der ein bisschen grössere Euphrat in der Türkei und in Mesopotamien, denn er bedeutet ins Deutsche übersetzt: gut zu überqueren.
Quellen: Topografische Landeskarten, Bericht der Kommission für die Entsumpfung des Regensorfer Tales von 1862, Kläui & Schobinger, Kluge 2002 24. Auflage, Seite 323. Wikipedia unter Euphrat.