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Waffenplätze: Chef Heer nutzt Synergien und rationalisiert
Pressemitteilung vom 29. Mai 1997
Waffenplätze: Chef Heer nutzt Synergien und rationalisiert
Klare Trennung von Kampf- und Schutzinfanterie, weniger Offiziersschulen mit
kleinen Beständen: Der Chef Heer, Korpskommandant Jacques Dousse, entschied für
1998 und 1999 eine Reihe von Massnahmen, um Synergien beim Personal, bei der
Infrastruktur und beim Material zu nutzen. Auf mehreren Waffenplätzen ändert
das Ausbildungsangebot.
Die Rekrutenbestände sind kleiner als erwartet, die Kasernen deswegen teilweise
unterbelegt. Aber der Chef Heer, Korpskommandant Jacques Dousse, will nicht nur
auf diese Entwicklungen reagieren, sondern die Ausbildung optimieren und
Synergien beim Lehr- und Betriebspersonal, bei der Infrastruktur und beim
Material nutzen. Er entschied für die Belegung der Waffenplätze in den Jahren
1998 und 1999 eine Reihe von Massnahmen. Kernpunkte dieser Entscheide sind:
· Bei den Rekrutenschulen (RS) geht das Heer in der Ausbildung von einer
gemischten zu einer spezialisierten Infanterie über. Kampf- und
Territorialinfanterie werden daher nicht mehr zusammen auf den gleichen
Waffenplätzen ausgebildet. RS-Aussenstandorte werden reduziert, um Waffenplätze
und Kasernen optimal nutzen zu können.
· Bei den Offiziersschulen verlässt das Heer die bisherige Organisation nach
Truppengattung und führt Bundesamts-Schulen ein (Kampf-, Unterstützungs- und
Logistiktruppen).
· Für den Führungssimulator des Armeeausbildungszentrums (AAL) in Luzern wird
geprüft, ob im Hinblick auf eine Teilprofessionalisierung des
Bedienungspersonals ein zentraler Standort genügen würde.
Alle Entscheide für die Umnutzung von Waffenplätzen, für den Transfer oder die
Neugliederung von Schulen in den Jahren 1998 und 1999 sind in der nachfolgenden
Tabelle zusammengefasst.
Sämtliche Massnahmen für die Jahre 1998 und 1999 sowie später sind in eine
langfristige Planung eingebunden und messen sich vor allem an den
Investitionen.
Zur Bestätigung der Planung 1998/99 stellte der Chef Heer an der
Jahreskonferenz der kantonalen Militärdirektoren vom 22. Mai in Genf auch seine
militärischen Vorstellungen für die Waffenplatzbelegung nach dem Jahr 2000 vor.
Diese Szenarien berücksichtigen die kleineren Bestände, die Investitionen und
nur teilweise eine mögliche Entwicklung der nächsten Armeereform.
Um die Szenarien in eine Planung umsetzen zu können, sind zuerst Verhandlungen
mit den Kantonen notwendig. In diesen Diskussionen geht es vorerst um die
Investitionen der laufenden Projekte, die unmittelbar vor der Ausführung
stehen; später um die Materialbewirtschaftung; noch später um die Folgen der
neuen Armeeplanung.
Für Rückfragen: Jean-Luc Piller, Informationschef Heer, Tel. 031 / 324 25 12,
Natel 077 / 536.509
Kurt Messerli, Stv Informationschef Heer, Tel. 031 / 324 24 03
Kurt Mes