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Leider konnte ich gestern nicht kommen, aber ich war wohl auch nicht das Zielpublikum. Was mich aber interessieren würde:
Wenn man die alte mit der neuen Regelung vergleicht, dann wird neu db(C) für den Bass als Referenz hinzugezogen, nicht mehr db(A). Was früher mit 100 db(A) gemessen wurde, darf heute nicht 114 db(C) übersteigen; soweit ich das richtig verstanden habe.
Die frequenzabhängige Gewichtung von db(A) und db(C) kann man hier vergleichen (auf der Seite von dipl. ing. Eberhard Sengpiel, Gott hab ihn seelig!): http://www.sengpielaudio.com/Rechner-dba-spl.htm Wenn ich das grob durchrechne, dann ergibt sich ein Delta von 14 db ab ca. 150 Hz. Bei 75 Hz beträgt das Delta dann in etwa 23 db.
Technisch lässt sich das also grob mit einem Hochpassfilter mit Einsatzfrequenz bei 150 Hz und einer Flankensteilheit von 12 db / Oktave realisieren. Einmal abgesehen davon, dass 150 Hz bereits weniger als eine Oktave des mittleren C bei einem Piano ist, also in etwa der Ton D#3. Ist das nicht eine völlig unrealistische Vorgabe?
Wenn man daran denkt, dass die Tiefe E-Seite bei einem Bass die Frequenz 41 Hz hat, dann betrifft das nicht nur die Clubmusik, sondern jede Musik. Ich habe zum Spass mal Beethovens 9. mit einem 12 db phasenlinearen Hochpass bei 150 Hz bearbeitet, das klingt ja schrecklich. Ich will nicht wissen, wie dann Wagners Wallküren klingen. Das ganze scheint mir eine ziemliche Schnappsidee zu sein!
Eigentlich wäre es doch die Aufgabe von Anita Fetz gewesen, eine Nachfolgerin aufzubauen und zum richtigen Zeitpunkt zu lancieren. Aber eine Änderung der Statuten ist natürlich einfacher. Dieses Gebaren kommt mir vor wie in der Teppichetage eines internationalen Grosskonzerns.
Nullo actore nullus iudex. Wer verklagt denn schon seinen Arbeitgeber und riskiert den Jobverlust, wenn ihm gar kein echter Nachteil im Vergleich zum vorherigen Lohn entsteht? Er müsste sogar noch Geld in die Hand nehmen um klagen zu können.