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Gebrauchte Akkus aus Elektroautos sollen ein zweites Leben erhalten, indem sie als Speicher im Gebäudebereich eingesetzt werden. Laut Medienberichten wollen die beiden Autokonzerne Nissan und Renault einen 100 Megawattstunden (MWh) umfassenden Speicher entwickeln.
Zusammen mit dem deutschen Unternehmen „The Mobility House“ wird an einer Machbarkeitsstudie für ein solches Speichersystem gearbeitet, wie die Autobauer gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt haben. Der 100 MWh-Speicher soll laut „The Mobility House“ in einem europäischen Land mit hohen Stromkosten errichtet werden.
Dass Nissan in einem solchen Speicherprojekt engagiert ist, erstaunt nicht. Der Autobauer hat bereits „second life“-Projekte für gebrauchte Elektroautobatterien realisiert, und zwar für Werks-, Geschäfts- sowie für Privatgebäude.
Im September 2013 hatte „The Mobility House“ den bisher größten second-life-Batteriespeicher der Welt ans Netz genommen. Das 13 MWh-Projekt bündelt insgesamt 1000 Batteriesysteme aus smart fortwo electric drive-Fahrzeugen der zweiten Generation zu einem stationären Batteriespeicher im westfälischen Lünen.
Im November 2016 hatte das Unternehmen zusammen mit Nissan und Eaton ein Speichersystem entwickelt, das das Energiemanagement in der Amsterdam Arena effizienter macht. Das System besteht aus bidirektionalen Wechselrichtern von Eaton sowie Batterien aus 280 Nissan Leaf-Elektroautos. Es soll als Back-up bei Großveranstaltungen zum Einsatz kommen, Lastspitzen bei erhöhtem Energiebedarf verhindern, das Stromnetz stabilisieren und dadurch vorhandene Dieselgeneratoren zukünftig ersetzen.
(Quellen: energy-storage.news, The Mobility House)