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Was macht Einsamkeit aus Menschen?
Einsamkeit ist für viele Menschen ein echtes Problem. Sie kann eine Menge Stress verursachen, sowohl körperlich als auch geistig. Dies kann zu schweren Krankheiten wie Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alzheimer führen.
Hinzu kommt, dass das Alleinsein oft zu noch mehr Einsamkeit führt. Die Betroffenen isolieren sich aus Scham und wollen andere nicht mit ihren Gefühlen belasten. Ein Teufelskreis, aus dem viele aus eigener Kraft nicht ausbrechen können.
Mögliche körperliche Folgen von Einsamkeit
Einsamkeit kann zu körperlichen Beschwerden führen. Wer von Einsamkeit betroffen ist, lebt oft ungesünder. Der Mangel an sozialen Beziehungen wird manchmal durch mehr (und ungesundes) Essen, Alkohol oder Nikotin kompensiert. Außerdem laufen die Betroffenen Gefahr, sich zu Hause zu verzetteln, was wiederum zu einem Mangel an Bewegung führt.
Einsamkeit ist keine gute Sache. Eine neue Studie zeigt, dass chronische Einsamkeit das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen erhöht.
Die Forscher der Universität von Los Angeles fanden heraus, dass Menschen, die sich einsam fühlen, einen höheren Anteil des Stresshormons Cortisol im Blut haben als Menschen mit vielen sozialen Kontakten. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Psychoneuroendocrinology veröffentlicht.
Einsamkeit ist nicht nur ein Warnzeichen für gesundheitliche Probleme, sondern verursacht auch Schmerzen und Ängste, die zu Depressionen und Schlafstörungen führen können. Menschen, die unter chronischer Einsamkeit leiden, greifen auch eher zu Alkohol oder Drogen, um mit ihren Gefühlen fertig zu werden.
In einer vierjährigen Studie, in der das soziale Leben von 8.000 Menschen verfolgt wurde, fanden die Forscher heraus, dass das Risiko, an Altersdemenz zu erkranken, bei anhaltender Einsamkeit doppelt so hoch ist wie bei Menschen, die nicht einsam sind.
Forscher der US-amerikanischen Universitäten Brigham Young und North Carolina haben erneut rund 150 Studien zum Thema Einsamkeit ausgewertet. Das Ergebnis der Metastudie: Dauerhafte Einsamkeit erhöht das Sterberisiko ebenso wie Rauchen oder Übergewicht.
Die Experten haben herausgefunden, dass einsame Menschen in einem Nachbeobachtungszeitraum von sechs Jahren ein um 50 Prozent höheres Sterberisiko haben als solche, die sich nicht so einsam fühlen.