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Ansicht von Zug von Oberwil her
Auf der Umrissradierung ist die Stadt Zug von Süden her zu sehen, genauer gesagt beginnt die Ansicht mit der St.-Nikolaus-Kapelle in Oberwil bei Zug und reicht bis zum ehemaligen Schützenhaus. Im Hintergrund ist die Albiskette zu sehen. Im Vordergrund sind rechts ein Baum sowie links am Seeufer diverse Baumstämme, zwei Kinder und ein Paar (sitzend auf dem am Ufer angelegten Boot sowie auf einem Baumstamm) abgebildet. Hinter dem Baum ist eine Holzrampe zu sehen, welche in den See in eine Auffangvorrichtung für die abgeschlagenen Baumstämme führt (Vorbereitung zur Flösserei). Auf dem Zugersee befinden sich zwei Boote, eines davon mit Segel am unteren linken Bildrand in Nähe des Ufers. Links unterhalb des Bildes befindet sich die Künstlerangabe «D. A. Schmid fecit v. Schwÿz».
Bei der Ansicht wird die Stadt Zug vom Oberwiler Ufer her gesehen und es wird auf einen erhöhten Standpunkt verzichtet. Diese Sicht erlaubt kein topografisch differenziertes Stadtbild. Der Zeichner und Radierer Schmid wollte mit dieser Darstellung die Stadt eingebettet in die Landschaft mit der Albiskette im Hintergrund zeigen. Das Paar sowie die Kinder und die beiden Boote auf dem See tragen zur biedermeierlichen Idylle der Ansicht in der Nachmittagssonne bei.
Der Maler, Kupferstecher und Lithograf David Alois Schmid (09.02.1791–02.04.1861) bildete sich in Luzern als Flach- und Dekorationsmaler aus, arbeitete 1810 im Kunstatelier Meyer-Esslinger in Zürich und ab 1811 bei Johann Heinrich Bleuler (31.12.1758–25.01.1823) in Feuerthalen. Ab 1815 war er in Schwyz als Maler, Lithograf und Panoramazeichner tätig. Er fertigte diverse Ortsansichten der Innerschweiz an, aber auch historische Landschaftsbilder und Trachtenbilder.