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Gegendarstellung
Im Beitrag «Patriarchale Verbrechen», erschienen im vorwärts vom 20. September 2018, wird behauptet, die Sozialhilfeempfängerin Ada sei in «Zwangsarbeitsprojekten» des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) wiederholt gestalkt und sexuell belästigt worden. Zudem habe ihre «HEKS-Betreuerin» ihre diesbezüglichen Beschwerden nicht ernst genommen und ihr gedroht, ihre Sozialleistungen zu kürzen.
Dazu ist festzuhalten: Die Teilnahme an einem Integrationsprojekt von HEKS ist freiwillig. Die Teilnehmenden können ihre Arbeitseinsätze jederzeit abbrechen. Weiter ist festzuhalten: Die im Artikel erwähnten, von Ada absolvierten Arbeitseinsätze in einem Pflegeheim und in einem weiteren, nicht konkret genannten Einsatzort wurden nicht von HEKS vermittelt. Zwar war Ada 2013 beim Integrationsprojekt «HEKS-Visite» an einem Abklärungsgespräch gewesen, ein Arbeitseinsatz und damit ein Eintritt ins Programm von «HEKS-Visite» war aber nicht zustande gekommen. Insofern stehen die erwähnten Vorfälle und Drohungen gegenüber Ada an den beiden Einsatzorten in keinem Zusammenhang mit HEKS. Ada hatte während dieser Zeit keinen Kontakt mit HEKS.
Nachdem Ada ihren Einsatz im Pflegeheim abgebrochen hatte, fand Ende 2017 erneut ein Abklärungsgespräch bei «HEKS-Visite» statt. Dieses Mal konnte ihr HEKS einen Arbeitseinsatz in einer Bibliothek vermitteln, der ihren Wünschen entsprach. Tatsächlich fühlte sich Ada durch den Bibliotheksleiter, der ihr helfen wollte, bedrängt. Nach einem Gespräch zwischen «HEKS-Visite» und dem Bibliotheksleiter sowie mit Ada wurde der Einsatz sofort einvernehmlich abgebrochen. Gemeinsam mit Ada wurde in einer Kindertagesstätte, die von Frauen geleitet wird, ein neuer Einsatzplatz gefunden, der Adas Bedürfnis nach einem weiblich geprägten Umfeld entspricht. Insofern entspricht der Vorwurf, die «HEKS-Betreuerin» von Ada habe ihr Befinden nicht ernst genommen, in keiner Weise den Tatsachen. Übrigens handelt es sich bei der «HEKS-Betreuerin» nicht um eine Frau, sondern einen Mann, dem Ada ihr volles Vertrauen aussprach. Es gab auch keine abwertenden oder unpassenden Aussagen gegenüber Ada. Ada fühlt sich laut eigenen Aussagen in der Kindertagesstätte sehr wohl und arbeitet auch heute noch dort.
Olivier Schmid
Redaktor, Bereich Kommunikation
HEKS