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Umbau Hochwasserentlastung mit Strassensanierung Muri
An der Bachstrasse in Muri (AG) muss der bestehende Ablaufkanal wegen zu geringer Abflusskapazität bis zur Grindelstrasse ausgebaut werden. Dafür sind verschiedene Massnahmen vorgesehen. Das bestehende Sprungwehr muss wegen seiner grossen Verstopfungsgefährdung in ein Streichwehr umgebaut werden. Damit die anfallende Abflusswassermenge besser reguliert werden kann, wird ein vor das Regenbecken vorgesetzter Drosselschacht gebaut. Dort hinein kommt eine kompakte Schwimmerdrossel, mit welcher der Abfluss optimal eingestellt werden kann. Dies eignet sich vor allem für den Nachweis von Entlastungskennwerten. Ein weiterer Vorteil bietet die bessere Zugänglichkeit für den Betrieb und Unterhalt, sowie die deutlich längere Lebenszeit des Bauwerks aufgrund einer nicht korrosiver Atmosphäre. Die bestehenden Mischwasserkanäle mit zu kleinem Rohrdurchmesser werden abgebrochen und durch Rohre mit deutlich grösserem Durchmesser ersetzt. Die Schwierigkeit hierbei war es, dass der neue Mischwasserkanal an die gleiche Stelle hinkommt, an welcher der alte Kanal liegt. Für die Bauausführung bedeutet dies, dass anfallendes Schmutzwasser der umliegenden Liegenschaften stets noch mit Schmutzwasserpumpen zum nächsten bereits angeschlossenen Schacht umgepumpt werden muss. Dies erfordert eine exakte Vorbereitung in der AVOR-Phase. Nach dem Umbau des Regenüberlaufbeckens, sowie dem Neubau des Drosselschachtes inkl. Ableitung bis zur Grindelstrasse an den bestehenden Hauptabwasserkanal, wurde mit der Neugestaltung des Oberbaus begonnen. Im Bereich der Kantonsstrasse werden nur minimale Massnahmen benötigt, da dieser Bereich im Zuge der Sanierungsarbeiten im darauffolgenden Jahr neu gemacht wird. Im Bereich der Bachstrasse wird ein Komplettersatz / Austausch der Fundationsschicht gemacht. Ausserdem werden alle Randabschlüsse im Strassen und Fusswegbereich abgebrochen und entsorgt. Im gesamten Bauperimeter an der Bachstrasse werden neue Randabschlüsse nach den Normen und Vorgaben des Kanton Aargau erstellt. In einem Ein/Ausfahrtsbereich zu einer Liegenschaft wird anstelle einer Reihenpflästerung auf den neu erstellten Belag eine rötliche, farbige Belagsbeschichtung aufgetragen. Dies hat den Vorteil, dass die Erkennbarkeit für Fussgänger im Gefahrenbereich um einiges erhöht wird. Ein weiterer Vorteil ist die deutlich schnellere Bauzeit, sowie Befahrbarkeit. Das Material ist Kraftstoffabweisend und es enthält weder Teerstoffe noch Lösungsmittel. Die Herausforderung im beschriebenen Bauprojekt waren vor allem die gesamte Wasserhaltung während der Bauausführung, sowie ein Verkehrskonzept bei dem die Verkehrsteilnehmer möglichst wenig eingeschränkt werden. Ein weiteres Anliegen besteht darin, dass alle Anwohner jederzeit von Seiten der Bauunternehmung optimal über das Bauvorhaben und den Arbeitsfortschritt ausführlich informiert werden. Dies wird durch das Versenden von Anwohnerschreiben und persönlichen Informationsveranstaltungen direkt vor Ort sichergestellt. Die Diplomarbeit war rückblickend eine sehr intensive, aber lehrreiche Zeit in der die unterschiedlichsten Problemstellungen bearbeitet und gelöst werden mussten. Ausserdem konnte das technische Fachwissen enorm erweitert und vertieft werden, was im beruflichen Alltag eines HF Technikers Bauführung sehr zu Gute kommt. Eine solche Diplomarbeit neben der täglichen Arbeit zu schreiben, stärkt die Belastbarkeit sehr.