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CH 2007 53'
Die DVD ist auf gewissen DVD-Playern schlecht abspielbar
Josef Gnädinger, «Seppel», war zwar ein Kunstmaler mit beachtlichem Erfolg. Er war aber weit mehr als das, nämlich ein Mensch, von dem jene, die ihm zu Lebzeiten begegnet sind, heute noch reden. Seppel war ein aufgeschlossener Kleinbauer im eher isolierten Grenzdorf Ramsen, ein autodidaktischer, keinem bestimmten Kunststil zuzuordnender Maler. Er war 17 Jahre lang Entwicklungshelfer auf einer französischen Missionsstation im Norden von Togo und schaffte nach seiner Rückkehr ein beachtliches Alterswerk.
Josef Gnädinger betrachtete die Welt mit offenen Augen und einem kritischen Geist. Er studierte die grossen Maler, las Philosophen und diskutierte leidenschaftlich über Gott und die Welr. Seppel, wie sie ihn nannten, war ein grosser und gleichzeitig äusserst bescheidener Mensch.
In jüngeren Jahren spielte Seppel in Laientheatern und führte da auch oft Regie. Er brachte seinen Neffen Mathias Gnädinger zur Schauspielerei.
Seppels Bilder dokumentieen sein ganzes Leben. Die Sujets und die Art und Weise, wie er malte, spiegeln sein Weg durch die Enge hinaus in die Welt und wieder zurück zu den Wurzeln. Im Jahre 2000 verstarb er. In Rinikers Portrait lernen wir einen Menschen voller faszinierender Widersprüche kennen.