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In den vergangenen Tagen wurden auf einer Schafweide oberhalb von dem Dorf Salenstein (TG) zwei tote Schafe entdeckt, die von einem Luchs gerissen wurden. Der Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau gelang mit Hilfe einer Fotofalle den Luchs an einem gerissenen Schaf zu fotografieren.
Seit Juli wurden der Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau, mehrere Luchsbeobachtungen in der Seerückenregion gemeldet. dass sich ein Luchs auf dem Seerücken aufhalten könnte. Am 28. November und 10. Dezember entdeckte ein Schafhalter auf seiner Weide oberhalb Salenstein je ein totes Schaf mit geringen Bissverletzungen im Kehlbereich. Der Schafhalter schrieb den Tod der Schafe zuerst einem streunenden Hund zu. Das zweite tote Schaf liess der Halter in Absprache mit der Jagd- und Fischereiverwaltung für einige Tage liegen und es wurde eine Fotofalle installiert, in der Hoffnung, dass der Verursacher des Risses an seine Beute zurückkehren würde. Ein Tag später tappte ein Luchs in die Fotofalle.
An hand der Flecken konnte der Luchs idendifiziert werden. Es handelt sich um einen knapp 2-jährig Luchs welcher im Februar 2011 im Val St.-Imier (BE) mit eine Fotofalle fotografiert wurde. Auf welchen Wegen dieses Tier die Distanz von ca. 150 km Luftlinie bis ins Seerückengebiet zurückgelegt hat, ist unbekannt. Da Luchse ein Streifgebiet von 50 bis 100 km2 beanspruchen und der Luchs vom Seerücken in der kommenden Fortpflanzungszeit (Februar-April) voraussichtlich einen Geschlechtspartner suchen wird, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dieses Tier ein anderes Gebiet aufsuchen wird, wo bereits Luchse vorhanden sind. Die Schafhalter im Seerückengebiet werden jedoch aufgerufen, vorsichtshalber in der nächsten Zeit nach Möglichkeit ihre Schafe nachts einzustallen.
Bild: Jagd- und Fischereiverwaltung