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Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – oder im Falle eines Pärchens auf einer Italien-Kreuzfahrt – der Kapitän. Der Schiffsführer der «MSC Splendida» liess vor wenigen Tagen einen Mann und eine Frau tatsächlich am Pier des Hafens von Bari stehen und dampfte ab, wie ein TikTok-Video zeigt. Sie blieben ohne ihr Gepäck zurück.
Die beiden waren von einem Landgang ins italienische Bari nicht pünktlich zurückgekehrt, berichtet die italienische Tageszeitung «la Repubblica». Passagiere an Bord des Kreuzfahrtschiffes filmten die dramatische Szene. In dem Video hört man den Mann auf Italienisch rufen: «Kapitän, bitte warten Sie auf uns. Sie können es tun, wenn Sie wollen.»
Offensichtlich wollte der Kapitän aber nicht. Statuierte er genervt ein Exempel? Oder war die Abfahrt tatsächlich eine Notwendigkeit?
Eine Passagierin der «MSC Splendida» sagte der britischen Tageszeitung «Daily Mail»: «Ich war mit meiner Familie auf dieser Kreuzfahrt, als es passierte. Wir waren beim Mittagessen, als sie eine einzige Durchsage für zwei italienisch klingende Namen machten und nichts weiter.» Der Kapitän habe nicht einmal eine Minute gewartet, bis sich das Schiff in Gang setzte. «Es gab nur wenig, bis gar keine Bemühungen, die Leute zu finden», berichtete die Frau.
Ugo Patroni Griffi von der Hafenbehörde sagte der «la Repubblica», dass ihm der Vorfall leid tue. Aber Kreuzfahrtschiffe könnten nicht einfach so stoppen und umkehren; sie hätten einen straffen Zeitplan, den sie einhalten müssten – auch weil die Liegekosten für diese riesigen Schiffe im Hafen sehr hoch sind.
Das zurückgelassene Paar konnte seinen Urlaub übrigens doch noch auf dem Schiff verbringen. Die beiden seien in Triest wieder an Bord der «MSC Splendida» gegangen, sagte eine Sprecherin.
Der ehemalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses Kevin McCarthy tritt als Abgeordneter zurück. Er habe beschlossen, das Repräsentantenhaus zum Ende dieses Jahres zu verlassen, «um Amerika auf neue Weise zu dienen», schrieb der Republikaner am Mittwoch in einem Meinungsstück im «Wall Street Journal». «Ich weiss, dass meine Arbeit erst am Anfang steht.» Der 58-Jährige schrieb weiter, er gehe mit einem «Lächeln im Gesicht».