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Medizinische Fachinformationen
Krankheitsbilder
- Gallensteinleiden
- Divertikelkrankheit
des Dickdarms
- Dickdarm- und
Enddarmkrebs
- Hämorrhoiden
- Sakraldermoid
- Blinddarm-
entzündung
- Leistenbruch
- Narbenbruch
- Schilddrüsen-
erkrankungen
- Varizen
(Krampfadern)
- Carpaltunnel-
Syndrom
- Sulcus-ulnaris-
Syndrom
Operative
Verfahren
- Laparoskopie
(Bauchspiegelung)
- Implantierbare
Kathetersysteme
(Port-a-cath)
- Vasektomie
(Unterbindung
beim Mann)

Vasektomie
Vasektomie - Was ist das?
So nennt man die Sterilisationsoperation beim Mann. Dabei werden die beiden Samenleiter unterbunden und durchtrennt. Die Samenleiter sind die Kanäle, durch welche die Spermien vom Hoden (Ort der Produktion) zur Prostata (Ort des Reservoirs) wandern.
Ist man sofort nach der Operation steril?
Nein. Die Reserven an Spermien im Bereich der Prostata reichen für ca.3 Monate. Bis alle diese Spermien ejakuliert wurden, muss unbedingt die bisherige Methode der Schwangerschaftsverhütung angewendet werden. Ein Spermiogramm 3 Monate nach der Operation wird das Fehlen von Spermien im Ejakulat nachweisen.
Ist dieser Eingriff definitiv?
Der Eingriff muss als definitiv betrachtet werden. Es gibt zwar Operationsmöglichkeiten zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Samenleiter. Diese Operationen sind aber recht aufwendig und die Erfolgschancen betragen weniger als 50%. Zudem werden diese Eingriffe in der Regel weder von einer Krankenkasse noch von einer Versicherung bezahlt.
Beeinflusst die Vasektomie mein Sexualleben?
Nein. Der Hoden bleibt intakt, der Hormonhaushalt bleibt absolut unverändert. Sexualtrieb und Erektion bleiben unverändert, ebenso die Ejakulation. Hingegen muss auf gelegentliche psychologische Probleme hingewiesen werden. Gewisse Männer können in ihrem Unterbewusstsein nicht zwischen "Sterilisation" und "Kastration" unterscheiden, was ihr seelisches Gleichgewicht beeinflussen kann.
Ist die Methode sicher?
Ja. Allerdings sind sehr seltene Fälle von spontaner Rekanalisation beschrieben (unter 1:1000).
Hat die Operation Komplikationen?
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff, ist eine Infektion möglich. Durch peinlich genaues Einhalten der Vorbereitungen (Rasur etc.), können Sie diese Gefahr auf ein absolutes Minimum reduzieren. Gelegentlich bildet sich ein kleiner Bluterguss, der sich meistens von selbst resorbiert. Gerinnungshemmende Medikamente
(z.B. Aspirin) sollten wenn möglich vor dem Eingriff nach Rücksprache mit dem Hausarzt
abgesetzt werden.
Hat der Eingriff längerfristige Nachteile?
In wissenschaftlichen Untersuchungen konnten bisher keine störenden Nebenwirkungen oder längerfristige Nachteile dokumentiert werden.
Wie läuft die Operation ab? Ist die Operation schmerzhaft? Dauer der Arbeitsunfähigkeit?
Der Eingriff wird in unserer Praxis in einer örtlichen Betäubung vorgenommen. Während des Eingriffs gibt es nur minimale Schmerzen. Nach der Operation empfehle ich die Einnahme eines schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamentes (Ponstan 3 x 500 mg) während 2
- 3 Tagen. Als Reservemedikament kann zusätzlich bei Bedarf Tramal verwendet werden (bis 4 x 20 Tropfen/24 Std.). Im Allgemeinen resultiert aus dem Eingriff keine Arbeitsunfähigkeit.
Kosten:
Der Eingriff kostet inkl. Vorbesprechung und Nachbehandlung Fr. 900.-, falls keine unüblichen Komplikationen auftreten. Zusätzlich werden dem Patienten für die Durchführung des Spermiogramms direkt durch das Labor Fr. 42.- in Rechnung gestellt.
Bei der Vasektomie handelt es sich um keine Pflichtleistung der Krankenkassen. Es gibt allerdings Kassen, die im Sinne einer freiwilligen Leistung die Kosten vergüten.
Überdies werden die Kosten vergütet, falls medizinische Gründe für den Eingriff geltend gemacht werden können.
Insgesamt handelt es sich bei der Vasektomie um eine sehr sichere und patientenfreundliche Methode.