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Ein Anzeichen einer leicht verlaufenden Schilddrüsenunterfunktion (subklinischen Hypothyreose) ist ein erhöhter Wert des Hormons, welches die Schilddrüse stimuliert, dem sogenannten thyroid-stimulierenden Hormon (TSH). Der Hormonspiegel der Schilddrüse ist in diesem Stadium im Normalbereich und es treten nur minimale Symptome auf. Zur Behandlung kommt in der Schweiz eine künstlich hergestellte Version des körpereigenen Schilddrüsenhormons zum Einsatz, das Hormon Levothyroxin. Ziel dieses Berichts ist es, die medizinischen und finanziellen Auswirkungen einer Levothyroxin Behandlung bei einer leicht verlaufenden Schilddrüsenunterfunktion zu analysieren.
Die beigezogenen Studien zeigten, dass eine Therapie mit Levothyroxin im Vergleich zu einer Scheinbehandlung oder gar keiner Behandlung die erhöhten Werte des Hormons TSH erfolgreich senkte. Bei den behandelten Personen gab es jedoch keine erkennbare Reduktion von Beschwerden wie Erschöpfung, Depression, Nerven-, Gelenk- oder Herzprobleme. Ein eigens entwickeltes Modell schätzte die anfallenden Kosten über den Zeitraum von 5 Jahren auf 9 bis 87 Millionen Franken, je nachdem, wie häufig Levothyroxin zum Einsatz kam. Die Literaturrecherchen ergaben keine Hinweise auf ethische, rechtliche, soziale oder organisatorische Probleme, welche durch die Behandlung auftreten könnten.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass eine Therapie mit Levothyroxin die Werte des Hormons TSH erfolgreich senkt. Eine Reduktion der Beschwerden oder Nebenwirkungen gehen damit aber nicht einher. Die Behandlung hat keine erheblichen Sicherheitsrisiken. Je nach Anzahl Verschreibungen könnte der Einsatz von Levothyroxin aber hohe Kosten für das Gesundheitssystem mit sich bringen.