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Hier haben wir ein Wörterbuch, welche definitionsgetreu Begriffe der Waffentechnik vom Englischen ins Deutsche und umgekehrt übersetzt. Die mir vorliegende Auflage ist die vierte von 1972. Mittlerweile gibt es längst neue, erweiterte und gegebenenfalls korrigierte Auflagen, die jüngste vom DWJ Verlag 2014.
Aber: Auch das Wörterbuch von 1972 vermag Waffenbegriffe zu übersetzen. Daran hat sich nichts geändert. “Caliber” bedeutet immernoch “Kaliber” und die Matrize wird stets noch mit “die” übersetzt.
das Buch präsentiert sich nicht sonderlich illuster, eher sehr minimalistisch. Der Buchumschlag ist zudem sehr flexibel.
Wer des Alphabets mächtig ist, dem dürfte das Inhaltsverzeichnis bekannt sein. Spass beiseite, in der Tat gibt es nicht nur sture Übersetzungen. Hier das Inhaltsverzeichnis, 1:1 wie es im Buche steht:
Abkürzungsverzeichnis
Hinweise zur Benutzung
Englisch-Deutscher Teil
Deutsch-Englischer Teil
400 englische und amerikanische Abkürzungen
Deutsche Code-Zeichen
Umrechnungstabellen
Die Hinweise zur Benutzung und die Übersetzungen selbst sind analog zu jedem anderen Wörterbuch und erläutern den Gebrauch sowie das korrekte Interpretieren einer Übersetzung.
Die 400 Abkürzungen listen die im angelsächsischen Sprachraum gebräuchlichen Abkürzungen wie FMJ, MOA, WMR und dergleichen auf. Auch diese sind nach 45 Jahren unverändert.
Die deutschen Code-Zeichen geben eine Übersicht über die Abkürzungen der deutschen Waffen- und Munitionshersteller. Der Code der JP Sauer und Sohn Gewehrfabrik in Suhl/Sachesen ist demzufolge “ce”.
Die Umrechnungstabellen geben einen groben Anhaltspunkt für Gewichts- Längen- Geschossgeschwindigkeits- und Geschossenergiemasse. Zudem ist eine Tabelle identischer Pistolen- und Revolverkaliber enthalten.
Wer mitten in der Zombieapokalypse steckt, sein AR15 nicht reparieren kann und der einzige, der helfen könnte, ist der Amateurfunker aus Übersee, der kein Wort Deutsch spricht… dann ist man wohl um dieses Wörterbuch mehr als froh.
Ansonsten eignet es sich für Leute, die gelegentlich mal ein Wort nachschlagen müssen oder wollen. 1972 gab e noch kein Internet – heutzutage, mit dem Mobiltelefon und der Flatrate, erübrigt sich ein statisches Wörterbuch. Auch wer viel in englischsprachigen Foren unterwegs ist, lernt die Begriffe zwangsläufig aus dem Kontext – oder man macht einen neuen Tab auf und googelt danach. Auch die Umrechnungstabellen – da gibts Apps dafür, und erst noch benutzerfreundlicher. Wie die Zeiten sich ändern.
Daher… für die Werkbank zum gelegentlichen Übersetzen der Wiederladebücher ohne das teure Smartphone mit Brunox zu beschmieren geeignet. Ansonsten eher überflüssig. Aber wenn, dann rate ich in jedem Fall zur aktuellsten Auflage.
Zudem, der Leim, der die Seiten bindet, ist innert 45 Jahren recht brüchig geworden. Immerhin hat man anständig dickes Papier gewählt.