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1961 sollten beim Milgram-Experiment Probanden andere mit Strom quälen. Es galt als Paradebeispiel dafür, wie Menschen bereit sind, schreckliche Befehle auszuführen. Freiwillige Testpersonen sollten in einem Versuch zum Lernverhalten Stromschläge an ihre „Schüler“ austeilen, wenn diese Fragen zur Zusammensetzung von Wortpaaren falsch beantworteten. Die „Schüler“ waren jedoch Schauspieler, die in Wirklichkeit keine Stromschläge erhielten, sondern die angeblich dadurch ausgelösten Schmerzen nur simulierten. „Fast jeder würde auf Befehl foltern“ weiterlesen
Heute geht man davon aus, dass jede Erinnerung durch mehrere miteinander verbundene Nervenzellen im Gehirn gespeichert wird. Dabei aktivieren unwichtige Informationen, wie zum Beispiel der Inhalt des Frühstücks, nur wenige Nervenzellen und hinterlassen eine dementsprechend schmale «Gedächtnisspur». Stark prägende Erinnerungen, wie traumatische Erlebnisse, verursachen eine weitaus breitere Gedächtnisspur, eine Art Nervenautobahn, die einfacher zu finden ist. Selbst Jahre später können neue Ereignisse diese Nervenspur aktivieren und die Erinnerung wachrufen. Will man dies vermeiden, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man zerstört die Spur, oder man verändert ihren Verlauf, so dass das Ziel nicht mehr die Angst ist. „Ängste gezielt bekämpfen | NZZ“ weiterlesen
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