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Daten erfasst von: Jazztime

Albert Landolt - The Outernational Three
Recording: 1996 CH St. Gallen
Medium: CD Anzahl Medien: 1
|Genre|| ||Subgenre|
|Popular Modern Jazz|| ||Groove Jazz|
Dieses Musikdokument ist ein weiterer Pfeiler, der von einem Schweizer Jazzmusiker in die schweizerische Jazzszene gesetzt wird. Albert Landolt, studierter Querflötist mit Konservatoriumsabschluss und in den USA ausgebildeter Saxophonist, gelang hier ein Werk, das von musikalischer Reife und Individualität zeugt. Basierend auf dem klassischen Modernjazz (Bebop, Hardbop) wird mittels Eigenkompositionen, aufgrund von Formen, Akkordprogressionen und Melodiestrukturen agiert, interagiert, die formalen, harmonischen und melodischen Aspekte durch komplexe polymetrische/polyrhythmische Strukturen, bi- und tritonale Harmonik und komplexe Melodik ausgereizt. Das Ergebnis wirkt nicht akademisch (Albert Landolt ist Gründer und Leiter des WIAM, JazzRockPop-Akademie Winterthur), sondern expressiv, aussagekräftig, und auch aufgrund des starken Bezugs zur Jazzklassik nie beliebig oder gar oberflächlich. Nebst Stücken mit Altosax und Sopransaxophon erklingen 2 Kompositionen auf der Querflöte, die als Kontrast einen lyrischen, getragenen Sound einbringen.
Albert Landolt spielte Tourneen und Konzerte mit Art Lande, Miroslav Vitous, Phil Markowitz, Bob Mover, Glen Ferris, Benny Bailey u.a.
Der italienische Kontrabassist Furio di Castri und der Drummer Bill Elgart ergänzen das Trio optimal.
Furio di Castri, einer der renommierten Bassisten Italiens war Mitglied der ersten Combo von Michel Petrucciani, spielte u.a. in Bands von Richard Galliano, Joe Lovano, Joe Henderson, Paul Bley, Enrico Rava. Seine Walkinglines und Basssolis sind hervorragende Beispiele gelungener Trioarbeit.
Der aus Cambridge, Mass. USA stammende Drummer Bill Elgart knüpft mit seinem subtilen Spiel vor allem an Tony Williams und Paul Motian an, deren Errungenschaften er verinnerlicht und zu einer eigenen Sprache weiterentwickelt hat. Er kommentiert und umspielt den Beat, webt Komplementärrhythmen ein und gliedert seine Filigranarbeit durch eine äußerst differenzierte Dynamik. In New York spielte er mit Sam Rivers, Paul und Carla Bley, dann mit Roswell Rudd und John Tchicai im legendären New York Art Quartet. Bei Tourneen wirkte er u.a. bei Kenny Wheeler, Eddie Gomez, Charlie Mariano, Arrigo Cappelletti und Franco D'Andrea mit.