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Ich interessiere mich sehr für Geschichte und so hielt ich es für eine unglaublich gute Idee Robben Island einmal einen Besuch abzustatten. Ich erzählte meinem Freund von dieser Insel, die geschichtlich vor allem sehr interessant ist und er hat sofort zugestimmt. Robben Island wurde im 17. Jahrhundert schon als Sträflingskolonie benutzt und so kann man hier wirklich den geschichtlichen Hintergrund spüren, wenn man die Beine aus dem kleinen Boot schwingt, das einen hergebracht hat. Nicht viele Touristen dürfen sich die Insel ansehen und so bin ich froh darüber, dass ich Geschichtslehrerin bin, den so bekommt man eine Sondergenehmigung. An gewissen Tagen hat die Insel aber auch für die übliche Bevölkerung auf – man muss nur den Tag abwarten. Da ich nicht warten wollte, habe ich mich einfach darum gekümmert, dass wir uns die Insel anschauen können und so saßen wir auch bald im Boot und wurden zu Robben Island hinübergebracht. Das musste ich unbedingt in meinen Südafrika Reisen machen, sonst hätte ich diese verpasste Chance ewig bereut.
Robben Island war einst eine gute Gefängnisinsel. Schon früh war Kapstadt dicht besiedelt und so brauchte man natürlich auch einen Ort, an den Verbrecher aufgenommen wurden. Fluchtversuche waren absolut sinnlos, da die Entfernung zum Festland einfach zu weit war, um zu schwimmen und falls es doch jemand versucht hat, wurde er von der gefährlichen Strömung erfasst, wodurch er es wieder nicht schaffen konnte. In den Steinbrüchen auf der Insel hatten die Gefangenen viel zu tun. Hier wurde Schiefer als Baumaterial abgetragen, das dann für das Caste of Good Hope oder auch für andere Bauwerke benutzt wurden. Die Niederländer waren im Auftrag der Ostindischen Handelskompanie dafür zuständig. Sie sollten die Schiffe versorgen, nachdem sich die Briten gegen eine Kolonie am Kap der Guten Hoffnung entschieden hatten. 1652 kam der Kaufmann Jan van Riebeeck in der Bucht an und betrat Robben Island mit 82 Männern und 8 Frauen. Sie bauten auf der Insel Obst und Gemüse an und tauschten sie am Festland gegen Fleisch. So war jeder gut versorgt. Schon früh wurden auf Robben Island Sträflinge interniert. Die Ersten waren Angehörige der Khoikhoi, ein indigenes Volk in Afrika.