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Das im vergangenen Dezember von Tamedia lancierte Angebot wurde gemäss dem definitiven Endergebnis von Mitte April von knapp 97 Prozent der Goldbach-Aktionäre angenommen, womit sich eine der Bedingungen für die Übernahme bereits erfüllt hat. Tamedia hatte 35,50 Franken je Goldbach-Aktie oder insgesamt 216 Millionen Franken geboten. Geplant war, die verbleibenden Minderheitsaktionäre nach dem Vollzug der Übernahme im Rahmen einer Barabfindung zu entschädigen und die Goldbach Group zu dekotieren.
WEKO SIEHT MÖGLICHE MARKTBEHERRSCHUNG
Laut einer Mitteilung der Weko bestehen Anhaltspunkte darauf, dass der Zusammenschluss eine marktbeherrschende Stellung begründe oder verstärke. So erreiche Tamedia mit über 50 Medien und Digitalplattformen einen grossen Teil der Schweizer Bevölkerung in sämtlichen Sprachregionen und Goldbach besitze in der Schweiz eine der führenden Positionen in der Vermarktung elektronischer Medien.
Die Weko kommt aufgrund der vorläufigen Prüfung zum Schluss, dass der Zusammenschluss über die einzelnen Werbekanäle wie TV, Radio, Print, Online, Plakat- bzw. Aussenwerbung hinweg zu Verbundeffekten führen könnte, "die eine marktbeherrschende Stellung begründen oder eine bereits bestehende verstärken" könnten. Die Kommission muss die Überprüfung spätestens nach vier Monaten abgeschlossen haben.
Tamedia nimmt den Entscheid der Weko "zur Kenntnis", wie CEO Christoph Tonini in der Mitteilung des Verlagshauses zitiert wird. Tamedia gehe unverändert davon aus, dass Goldbach und Tamedia in unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig seien. Das Unternehmen zeigt sich entsprechend "zuversichtlich, dass die Übernahme wie geplant im zweiten Halbjahr vollzogen werden könne".
cf/tp
(AWP)