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Die Sängerin Sheryl Crow sagt, sie sei von Frank DiLeo sexuell belästigt worden, während dieser die Karriere von Michael Jackson managte.
Als Backgroundsängerin und Duett-Partnerin von Michael Jackson tourte Sheryl Crow vom Herbst 1987 bis Anfang 1989 durch die Welt. Die „Bad“-Tour wurde zu ihrem Karrieresprungbrett.
„Es war in jeder Hinsicht unglaublich für eine junge Person aus einer wirklich kleinen Stadt, die Welt zu sehen und mit dem wohl größten Popstar zu arbeiten“, sagt die Sängerin im Interview mit The Independent. „Aber ich bekam auch einen Crashkurs in der Musikindustrie.“
Michael Jacksons damalige Manager Frank DiLeo habe sie während der gesamten Tournee sexuell belästigt und ihr versprochen, sie zu einem Star zu machen. Falls sie sich aber weigere oder sie es jemandem erzähle, so werde er dafür sorgen, damit ihre Karriere vorbei sei, bevor diese richtig begonnen habe.
Sheryl Crow berichtet weiter, dass sie nach Ende von der Tour in ihr kleines Apartment in Los Angeles zurückzog und dort in eine lange Depression verfallen sei. Ein Anwalt, den sie engagierte, habe ihr sogar noch geraten, sie hätte Dileos Annäherungsversuche hinnehmen sollen angesichts dessen, was er ihr bieten konnte.
Durch ihren Freund lernte sie später den Musiker Bill Bottrell kennen, der ihr Debut-Album „Tuesday Night Music Club“ im Jahr 1993 produzierte. Auf dem Album gebe es zwei Anspielungen auf Frank Dileo. Der Song „What I Can Do for You“ ist aus der Perspektive eines mächtigen Missbrauchstäter geschrieben und „The Na-Na Song“ enthält die Zeilen: „Frank DiLeo’s dong / Maybe if I’d have let him I’d have had a hit song”.
Bill Bottrell hatte mit Michael Jackson an dutzenden Demos für das Bad-Album gearbeitet und einige Songs für das Dangerous-Album produziert.
Frank Dileo und MJ
Auf Frank DiLeo wurde Michael Jackson aufmerksam, da dieser bei Epic Records die Marketingabteilung leitete und massgeblich am Erfolg von Thriller beteiligt war. Im Jahr 1984 stellte er ihn selbst ein, worauf DiLeo bis 1989 für ihn als Manager während der Bad-Era arbeitete.
Quelle: jackson.ch, independent.co.uk