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Oberlunkhofen
Römischer Gutshof mit Badeanlage
Bereits 1897/1898 wurde das Herrenhaus (pars urbana) mit einer Länge von 40 m und einer Breite von 26 m freigelegt. Initianten der Grabung waren die beiden Lehrer S. Meier und B. Küng aus den benachbarten Gemeinden Jonen und Arni. Sie waren sehr an der Lokalgeschichte interessiert und wollten über die Bedeutung der noch sichtbaren Ruinen mehr erfahren. Die Gemeinde Lunkhofen gab ihnen die Erlaubnis, hier zu graben.
Das untersuchte Gebäude weist einen axialsymmetrischen Grundriss mit Mittelbau und vorspringenden Seitenflügeln auf. Das Anwesen kann aufgrund der wenigen Funde in die Zeit von der Mitte des 1. bis ins 3. Jahrhundert datiert werden. Es gehört zu den mittelgrossen Anlagen in römischer Zeit mit einem Umschwung von etwa 500 ha und könnte zusammen mit den noch wenig bekannten Nebengebäuden etwa für rund 25 bis 30 Beschäftigte Platz geboten haben.