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Die Knaben aus dem Dorf Longeverne im Süden Frankreichs ziehen gegen die Jungs des Nachbardorfs Velrans in den Krieg. Der zunehmend eskalierende Streit zwischen den beiden Dörfern ist Tradition; ohne Motiv wird er von Generation zu Generation von den Vätern an die Söhne weitergegeben. Mit hölzernen Schwertern, Steinschleudern, faulen Früchten und Fallen gehen die Kinder aufeinander los und nehmen ihren Feinden als Trophäe die Knöpfe von den Kleidern.
Angeführt wird die Bande aus Longeverne von Lebrac, einem intelligenten Jungen, dessen schulische Leistungen jedoch wenig überzeugen. Seit dem Tod seines Vaters ist die Familie auf Lebracs Unterstützung angewiesen. Seine Mutter möchte, dass er in einer Fabrik arbeitet, um Geld zu verdienen – sein Lehrer hingegen würde es ihm gerne ermöglichen, das Gymnasium zu besuchen. Zwischen der Fürsorge für die Familie, der Arbeit auf ihrem Bauernhof, der Schule und seiner Bande findet Lebrac jedoch kaum Zeit zum Lernen.
Der 2011 erschienene französische Spielfilm «Der Krieg der Knöpfe» von Yann Samuell ist eine Neuverfilmung von Yves Roberts Film der 60er-Jahre und basiert auf dem gleichnamigen, autobiografisch inspirierten Roman von Louis Pergaud aus dem Jahr 1912. Wie «Asterix» und «Der kleine Nick» ist dieser Jugendbuchklassiker mit antimilitaristischen Untertönen nationales Kulturgut. Im Unterschied zum Roman spielt Samuells Krieg der Knöpfe im Jahr 1957, als sich Frankreich im Algerienkrieg befindet, und stellt einen Vergleich zum Unabhängigkeitskrieg dar.
Sa, 29. April, 15:00 Uhr: Zusätzliche Vorstellung im Rahmen der Kinderkulturwoche des Radio Stadtfilter.