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Der Netzzugang beim Erdgas ist in der Schweiz bisher nur marginal geregelt durch Art. 13 des Rohrleitungsgesetzes einerseits und durch die allgemeinen Normen des Kartellgesetzes andererseits. Eine spezialgesetzliche Regelung, wie sie zum Beispiel beim Strom besteht, existiert nicht.
Das seit 1964 in Kraft stehende Rohrleitungsgesetz verpflichtet Unternehmungen, die eine Rohrleitungsanlage mit einem Betriebsdruck von über 5 bar betreiben, Dritten den Netzzugang zu gewähren, sofern dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist und wenn der Dritte eine angemessene Gegenleistung anbietet.
Seit 2012 besteht ergänzend die Verbändevereinbarung. Sie regelt die Details des Netzzugangs für die Mitglieder der dieser Vereinbarung angeschlossenen Verbände. Diese Vereinbarung wurde vom Branchenverband der schweizerischen Gaswirtschaft sowie diversen Verbänden gasverbrauchender Industrieunternehmen mit Begleitung des Bundesamtes für Energie (BFE) erarbeitet und hat den Netzzugang für die Industrie spürbar optimiert.
Der Zugang zum Gasmarkt soll zukünftig durch das Gasversorgungsgesetz (GasVG) geregelt werden. Im Oktober 2019 wurde der erste Entwurf eines Gasversorgungsgesetzes (GasVG) publiziert, das um das Jahr 2025 in Kraft treten soll und die erhoffte Rechtssicherheit sowie Rahmenbedingungen für eine zuverlässige und wirtschaftliche Gasversorgung schaffen soll.
Netzkunden, welche nicht den Netzzugangs-Kriterien der Verbändevereinbarung entsprechen, verhandeln direkt mit den durch die Durchleitung betroffenen Netzbetreibern. Die KSDL übernimmt in diesen Fällen keine Koordinationsaufgaben.