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Dies bedeutete jedoch nicht, dass Gespenster aus der Literatur verschwanden wie dies insbesondere marxistische Literaturkritiker noch in den 1930er Jahren hofften. Sogar die sozialistische Literatur bediente sich in kanonischen Werken wie der Propaganda Oper “Das Weisshaarige Mädchen” dieser langen Gespenstertradition und Mao Zedong legte selbst Hand an bei der Editierung der Geschichtensammlung “Keine Angst vor Gespenster Geschichten”. Diese Arbeit studiert unter Einbezug unterschiedlicher westlicher Theorien zu Gespenstern in der Moderne (Derrida, Freud) und zum Teil noch unerforschter chinesischer Quellen, die aesthetischen wie auch politischen Problemkreise, welche seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der chinesischen Literatur über die Figur des Gespenstes verhandelt werden.
Diese Arbeit schliesst eine Lücke in der aktuellen Forschung zur modernen, chinesischen Literatur und leistet einen Beitrag aus chinesischer Perspektive zur Debatte um den jünst proklamierten “spectral turn” in den Kulturwissenschaften.