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53. Minute: Unerschrocken pariert Thibaut Courtois einen Kopfball von John Terry aus kurzer Distanz. Hätte der Chelsea-Captain den 1,98-m-Hünen bezwingen können, hätte das Spiel vielleicht eine andere Wende genommen.
64. Minute: David Luiz' Kopfball nach einem Freistoss prallt an den linken Pfosten und von dort weiter zu Courtois, der sich streckt und den Ball übers Tor lenkt. Kurz nach dem 1:2 hätte diese Szene den Engländern die Hoffnung zurückbringen können.
Mit Volleyball-Genen
Doch Courtois stand prompt zur Stelle. Wie eigentlich immer in dieser Saison, in der er sich mit seinen erst 21 Jahren als Weltklasse-Torhüter auszeichnet. Bemerkenswert sind seine Reflexe, seine Beweglichkeit und sein Antizipationsvermögen. Das Gefühl für den Ball ist ihm in die Wiege gelegt worden. Die Eltern waren Volleyballprofis, seine ältere Schwester Valérie gehört seit 2008 zur belgischen Landesauswahl. Courtois junior aber zog es zum Fussball.
Als letzter Mann des Defensiv-Bollwerks Atletico verzeichnet er die meisten Zu-Null-Spiele (20) in der Primera Division. Ein entscheidender Faktor, der den Arbeiterklub zum ersten Mal seit 1996 wieder vom Meistertitel träumen lässt.
Mehr als Chelsea lieb war
Auch in der Champions League spielt Courtois eine herausragende Saison, liess erst 6 Gegentore zu. José Mourinho, Trainer beim im Halbfinal-Rückspiel unterlegegen FC Chelsea (1:3), bleibt nach der Schmach immerhin einen Trost: Courtois als sein eigener Goalie.
Denn der Belgier gehört seit 2011 dem Verein an der Stamford Bridge. Als Leihspieler von Atletico sollte er sich in der Fremde entwickeln - er tat es mehr als Chelsea lieb war.