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- In Frankreich ist Jean-Paul Delevoye, Hochkommissar für die französische Rentenreform, zurückgetreten. Zum Verhängnis wurden ihm Medienenthüllungen über Nebenjobs.
- Delevoye, der als ein Vertrauter von Staatschef Emmanuel Macron gilt, waren Interessenkonflikte vorgeworfen worden.
- Macron habe den Rücktritt mit Bedauern angenommen, hiess es aus dem Präsidialamt.
Der ehemalige «Monsieur retraites» hat eingeräumt, seine Position als ehrenamtlicher Direktor in einem Versicherungs-Ausbildungsinstitut nicht angegeben zu haben. Dieses Wochenende hatte er seine Erklärung über sämtliche seiner Nebenämter abgeändert und nun insgesamt 13 Mandate angegeben, darunter elf ehrenamtliche. Dies sind zehn mehr als zuvor.
«Attacken und Lügen»
Jean-Paul Delevoye war im September 2017 von Emmanuel Macron mit der Vorbereitung der Rentenreform beauftragt worden. Er begründete seinen Rücktritt gegenüber der Nachrichtenagentur AFP damit, dass das Vertrauen in ihn durch «Attacken und Lügen» geschwächt sei. Es gebe Kräfte, die die Rentenreform zu Fall bringen wollten.
Der Rücktritt trifft die Mitte-Regierung inmitten von massiven Streiks und Demonstrationen gegen die Rentenreform. Delevoye werde so schnell wie möglich ersetzt, heisst es aus dem Elysée-Palast.