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Produktbezogene Siegel und Zertifizierungen
Nach ISO 9994 Standard
Diese Internationale Norm legt Anforderungen für Feuerzeuge im Hinblick auf ein vernünftiges Sicherheitsniveau bei bestimmungsgemässem Gebrauch oder bei vorhersehbarem, beabsichtigtem Missbrauch durch den Benutzer fest. Die in dieser Internationalen Norm enthaltenen Festlegungen zur Sicherheit beziehen sich auf alle flammenerzeugenden Produkte, die allgemein als Feuerzeuge für Zigaretten, Zigarrenanzünder und Pfeifenanzünder bekannt sind. Die Festlegungen beziehen sich nicht auf Streichhölzer oder andere flammenproduzierenden Produkte, sondern ausschliesslich auf Produkte, die zum Anzünden von Zigaretten, Zigarren und Pfeifen gedacht sind.
Nach EN 13869 Standard (kindersicher)
Der Umgang von Kleinkindern mit Feuerzeugen kann lebensbedrohliche Folgen haben. Um diese zu verhindern, benötigen Feuerzeuge einen funktionierenden Mechanismus, der die Bedienung durch Kleinkinder verhindern soll. Daher dürfen in Europa, aufgrund der Entscheidung der Europäischen Kommission 2012/53/ EU über das Inverkehrbringen kindergesicherter Feuerzeuge, nur noch solche Feuerzeuge in Verkehr gebracht werden, die der Norm EN 13869 entsprechen
EN ISO 20471
EN ISO 20471 ist ein international anerkannter Standard, der Anforderungen an hochsichtbare Warnbekleidung für Mitarbeiter in besonderen Risikobereichen definiert. Korrekte Warnschutzkleidung einzusetzen ist wichtig, selbst dann, wenn nur ein geringer Anteil der täglichen Arbeit in Bereichen ausgeführt wird, wo gute Sichtbarkeit gefordert ist. Die EN ISO 20471 ersetzt die ältere Norm EN 471. Die neue EN ISO 20471 Norm ist in drei Klassen unterteilt, entsprechend der Risikozone, in der man arbeitet und in Bezug auf den Schutzgrad, den ein Produkt dem Mitarbeiter bieten kann. Bei der Frage welche Klasse man benötigt, kommt es auf die Sichtbarkeit an – das heisst auf die Flächen mit reflektierenden und fluoreszierenden Materialien. Alle Produkte sind mit Reflexen versehen, die die Anforderungen an die ehemalige Reflexklasse 2 erfüllen
FAIRTRADE zertifiziere Baumwolle
Das Fairtrade-Label für Baumwolle steht für fair angebaute und gehandelte Rohbaumwolle. Die Baumwolle von Textilien, die das Fairtrade-Baumwollsiegel tragen, ist zu 100% Fairtrade-zertifiziert. Damit eine Textilie das Fairtrade-Label für Baumwolle tragen darf, muss die Baumwolle auf dem gesamten Produktionsweg vom Feld bis zum Regal nachverfolgt werden. Produkte mit dem Fairtrade-Gütesiegel für Baumwolle sind daher direkt rückverfolgbar.
Oeko Tex Standard 100
Die Verwendung dieses Produktsiegels in Bekleidung bestätigt die Schadstoffprüfung aller Verarbeitungsstufen des Produktes auf gesetzlich verbotene, reglementierte und gesundheitsbedenkliche Substanzen, sowie Parameter zur Gesundheitsvorsorge. Alle Bestandteile des Endproduktes (Knöpfe, Reissverschlüsse, Nähfäden oder Etiketten) müssen den vorgegebenen Grenzwerten entsprechen. Abhängig vom Ausmass des Hautkontaktes erfolgt eine Einteilung in 4 Produktklassen, die strengsten Anforderungen müssen Produkte für Kleinkinder und Babys erfüllen.
Organic Content Standard 100 (OCS 100)
Die Standards für dieses in der Kleidung angebrachte Produktsiegel werden von der gemeinnützigen Organisation Textil Exchange festgelegt. Diese Zertifizierung ersetzt den OE 100 Standard. Abhängig vom Anteil an Biomaterial finden das OCS 100 (95-100% kbA/kbt Fasern) bzw. das OCS Blended (5-94% kbA/kbt Fasern) Logo Anwendung. Durch diesen Standard sollen Kontaminierungen vermieden werden und die Verwendung von Bio-Naturfasern nachvollziehbar gewährleistet werden. Die Zertifizierung muss lückenfrei über die gesamte Wertschöpfungskette erfolgen.
Textilvereinigungen/ Initiativen
Business Social Compliance Initiative (BSCI)
Diese Unternehmensinitiative wurde 2003 von der Foreign Trade Association gegründet. Unternehmen aller Branchen und Regionen können den Verhaltenskodex und das Implementierungssystem nutzen. Es erfolgt keine Kennzeichnung der Ware. Der Verhaltenskodex umfasst folgende 11 Themenbereiche: Versammlungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, faire Entlohnung, Gesundheit und Sicherheit, Schutz junger Arbeitnehmer, Zwangsarbeit, ethisches Verhalten, Diskriminierung, Arbeitszeiten, keine bedenkliche Beschäftigung, Umweltschutz und Kinderarbeit. Die Basis dafür bilden u.a. ILO Konventionen und Deklarationen, UN Leitlinien und OECD Richtlinien. Unternehmen verpflichten sich durch Unterzeichnung des Verhaltenskodex Massnahmen zur Umsetzung und Einhaltung auszuführen. Die Auditierung muss von einem anerkannten externen Prüfunternehmen durchgeführt werden und alle 3 Jahre wiederholt werden.
Fair Wear Foundation
Der Fokus dieser unabhängigen Multistakeholder Initiative liegt auf der Einhaltung von sozialen Standards in Nähfabriken, sowie bei deren Subunternehmern und Lieferanten. Die Stimmrechte sind zu jeweils 25% auf NGOs und Gewerkschaften und zu 50% auf Unternehmen aufgeteilt. Die Unternehmen verpflichten sich zur Einhaltung des Verhaltenskodex (Code of Labour Practices). Dieser umschliesst die folgenden 8 Themenblöcke: Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Arbeitsverträge, Zahlung existenzsichernder Löhne, Vereinigungsfreiheit und Recht auf Tarifverhandlungen, Nichtdiskriminierung, Arbeitszeiten. Grundlage dafür bieten u.a. die ILO Kernarbeitsnormen und UN Menschenrechtserklärung. Die Nutzung des Labels an der Kleidung darf nur erfolgen, wenn mindestens 90% des Produktionsvolumens in das Monitoring System integriert sind und im sogenannten Brand Performance Check einen Benchmarking Score von 75+ erreichen. Die FWF prüft und bewertet die Mitglieder und berichtet öffentlich über den aktuellen Status. Falls nötigt werden den Unternehmen im Anschluss notwendige Verbesserungsmassnahmen vorgegeben, deren Umsetzung dokumentiert werden muss.
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