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Andreas Staier, geboren 1955 in Göttingen und ausgebildet in Hannover und Amsterdam, begann seine Laufbahn als Mitglied der Musica Antiqua Köln, bevor er sich 1986 für die Solistenkarriere als Cembalist und Pianofortespieler entschied. Seither hat er zahlreiche Werke von Haydn bis Schumann in neues interpretatorisches Licht gerückt, aber auch lange vernachlässigte Kompositionen etwa von Hummel oder Field für das Repertoire zurückerobert. Als Kammermusikpartner arbeitet Andreas Staier mit Künstlern wie Anne Sofie von Otter, Alexej Lubimov, Pedro Memelsdorff und Christine Schornsheim zusammen. Zudem musiziert er in fester Triobesetzung mit Daniel Sepec (Violine) und Jean-Guihen Queyras (Violoncello). Eine langjährige musikalische Partnerschaft verbindet Staier mit dem Tenor Christoph Prégardien, mit dem er Lieder u. a. von Schubert, Schumann, Mendelssohn und Beethoven auf CD einspielte. Brahms’ Zyklus Die schöne Magelone brachten die beiden mit Senta Berger und Vanessa Redgrave als Sprecherinnen zur Aufführung. Als Solist konzertiert Andreas Staier regelmässig mit dem Concerto Köln, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Orchestre des Champs-Elysées. Er gastierte bei den Festivals in La Roque d’Anthéron, Montreux und Schleswig-Holstein, beim Bach-Fest Leipzig, bei der Bachwoche Ansbach sowie beim Kissinger Sommer – und natürlich auf den grossen internationalen Podien von Berlin bis Tokio. Für seine rund fünfzig CD-Einspielungen, darunter auch die für ihn geschriebene Kontra-Sonate des französischen Komponisten Brice Pauset, wurde Staier mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Im Jahr 2002 erhielt er für sein Lebenswerk die Ehrenurkunde des «Preises der deutschen Schallplattenkritik»; 2008 verlieh ihm das Land Niedersachsen den Praetorius-Preis. Andreas Staier ist Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus Bonn.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 5. September 1985 mit der Musica Antiqua Köln und Werken von Scheidt, Biber, Schmelzer, Pachelbel und Bach.
11. Oktober 2010