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Der Aktionstag, der von den Gewerkschaften SIT (syndicat interprofessionnel de travailleuses et travailleurs) und VPOD sowie der Personalkommission organisiert wurde, begann im Morgengrauen mit Streikposten vor den Gebäuden der Stadt. Der Kehricht wurde nicht abgeholt und mehrere städtische Einrichtungen blieben geschlossen, darunter das Schwimmbad Vernets, das Museum für Kunst und Geschichte und die Stadtbibliothek.
Am Nachmittag zog ein Protestzug mit mehreren Hundert Menschen durch die Innenstadt. Sie skandierten Buhrufe an die Adresse der Stadtregierung.
Diese will mit dem Aussetzen der Gehaltsmechanismen bei den rund 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt im nächsten Jahr rund sechs Millionen Franken einsparen. So sollen 2022 die Lohnerhöhungen nach Dienstjahren, der progressive 13. Monatslohn und die Dienstalterszulagen suspendiert werden. Die Stadt Genf rechnet mit einem Defizit von 40,8 Millionen Franken im Haushaltsentwurf 2022.
Die Kampfmassnahmen sollen fortgeführt werden. Im Anschluss an die Kundgebung verabschiedete die Generalversammlung des Personals eine Resolution, die zu einem Streik am 11. November aufruft. In der Zwischenzeit seien Gespräche mit der Stadtregierung geplant, sagte SSP-Sekretärin Corinne Beguelin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie zeigte sich erfreut über die «grosse Mobilisierung von Mitarbeitenden aus allen Bereichen».