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Die 18-jährige Jill Reich ist sogenannte Open-Water-Schwimmerin. Das heisst, dass sie neben den üblichen Wettkämpfen im Schwimmbecken auch Wettkämpfe in Seen oder im Meer bestreitet und dies nicht etwa über 200 Meter, sondern über 5 bis 10 Kilometer. Diese Art von Wettkämpfen sind nicht mit jenen im Schwimmbad zu vergleichen. Während im Schwimmbecken jede Schwimmerin alleine in ihrer Bahn für eine möglichst gute Zeit kämpft, ist Jill Reich in offenen Gewässern einem direkten Konkurrenzkampf ausgeliefert: «Da kann es schon einmal vorkommen, dass man von einer Konkurrentin einen Schlag ins Gesicht erhält», sagt Reich.
Da kann es schon einmal vorkommen, dass man von einer Konkurrentin einen Schlag ins Gesicht erhält
Doch nicht nur andere Athletinnen, sondern auch die äusseren Einflüsse, wie Wind und Wellen, spielen eine zentrale Rolle. Einmal musste Jill Reich gar ein Rennen beenden, weil ihr wegen des Wellengangs übel wurde und sie sich übergeben musste.
Erfolg in mehreren Disziplinen
Jill Reich schwimmt in der ersten Mannschaft des Schwimmvereins beider Basel. Dabei zählt sie zu den Ausnahmeathletinnen, die sowohl kürzere Distanzen im Schwimmbecken als auch längere Distanzen im offenen Wasser erfolgreich bestreiten können: «Das ist nicht sehr üblich», sagt Trainer Tobias Gross. Längerfristig müsse sich Jill Reich wohl aber auf eine Disziplin entscheiden, um international erfolgreich zu sein. Denn das Ziel der Allschwilerin ist klar: eine Teilnahme an olympischen Spielen – möglichst schon 2020.
Ein erstes Ziel strebt Jill Reich ab nächster Woche an. Dann startet sie in die Saison und will sich dann erneut für die Open-Water-Europameisterschaften qualifizieren.
(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)