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Bei der logistischen Regression gibt es keine einheitlichen Interpretationen für den b-Koeffizienten
Die Stärke der Zu- und Abnahme der Wahrscheinlichkeit für das Eintreten von y variiert, wenn x um eine Einheit nach oben verschoben wird
die Veränderung (b-Koeffizient) ist vom x-Achsenabschnitt abhängig auf dem man sich befindet
Habitushermeneutik
Das Klassenspezifische aus der sozialen Praxis der Akteure lesen -> zeigt sich in alltäglichen Klassifizierungen und Bewertungen der sozialen Akteure -> Überführung von Konstruktionen 1. Ordnung in Konstruktionen zweiter Ordnung
Habitushermeneutik -> Methode des doppelten Bruchs (Bourdieu)
Subjektiv Gesagtes rekonstruieren und verstehen
Handeln erklären und zurückführen auf die soziale Welt (Milieus)
Habitushermeneutik -> Ablauf/Vorgehen
Rekonstruktion der subjektiven Perspektive
subjektive Konstruktionen mit sozialen Kontext (Milieus) verbinden -> verstehen und erklären
Habitushermeneutik -> Methodologie
Gesellschaftliche Strukturzusammenhänge erkennen und erklären
strukturentdeckende Methoden
Einzelfallorientierung: Hermeneutik des Habitus -> der Habitus muss erschlossen werden
typologische Differenzierung sozialer Milieus -> Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster
bsp. Befragung -> Interviews werden sequenzanalytisch analysiert
Kodieren in der Grounded Theory
Offenes Kodieren
Vom Indikator zum Konzept
Prozess des Aufbrechens, Untersuchens, Vergleichens, Konzeptualisierens und Kategorisierens von Daten
axiales Kodieren
Vom Konzept zur Kategorie
Verbindungen zwischen Kategorien und Sub-Kategorien werden ermittelt
selektives Kodieren
Von der Kategorie zur Kern-/Schlüsselkategorie
Auswählen der Kernkategorie und systematisches In-Beziehung setzen mit anderen Kategorien
Visuelle Soziologie -> Differenz zwischen Text und Einzelbild
Textsequenzen vs. "beim Bild alles auf einmal" -> alles präsent! Raum/Zeit
Wort für Wort/Satz für Satz vs. Bilder ordnen und zerschneiden
Visuelle Soziologie -> Barthes (Gegner von Bourdieus Habitusfotografie)
"studium"
Haben alle alltäglichen Fotos -> Vorwissen (Gesten, Mimik etc.)
"punctum"
Ein punctum besitzen die Bilder, die aus der Masse herausragen -> z.B. besondere Bilder die unsberühren
Zentrum weiß, Kopf von Person -> Diagonale Kontrastlinie durch das Bild ziehen -> Trauernde auf der Hauptachse
unmittelbare und mittelbare Bildkontexte
Betrachten des Motivs -> auf was wird auf dem Bild angespielt?
Betrachten des Bildausschnitts -> Welche Bilder kennt man, die auf dieses Bild referieren
Sozialmilieus und Handlungshorizont
Warum ist der Ausschnitt/das Motiv gewählt worden
Frontseite eines Magazins, Wettbewerb
Faktorenanalyse
FA ist ein multivariates Verfahren zur Reduktion von vielen (manifesten) Variablen zu wenigen (latenten) Variablen, die als Faktoren bezeichnet werden
Es soll möglichst viel Information (Varianz) der ursprünglichen Variable erhalten bleiben
Faktorenanalyse -> latente und manifeste Variablen
Einstellungen/Werthaltungen sind als latente Konstrukte zu verstehen (z.B. Religiöser Glaube, Umweltbewusstsein, Politische Einstellung) -> Sie kommen nicht in einem einzigen Indikator zum Ausdruck und können daher nicht direkt gemessen werden
Deshalb: Versuch mit Hilfe einer Reihe manifester Variablen das theoretische Konstrukt einzukreisen -> Bsp.: Glaube: Glaube an Gott, an den Himmel, an Jesus, an ein Leben nach dem Tod
Ablauf quantitative Inhaltsanalyse
Formulierung der Fragestellung
Bestimmung der Materialstichprobe
Aufstellung des Kategoriensystems
Definition der Kategorie
Bestimmung der Analyseeinheit
Kodieren
Verrechnung (Häufigkeiten)
Darstellung der Interpretation
Ablauf qualitative Inhaltsanalyse
Festlegung des Materials
Analyse der Entstehungssituation
Formale Charakteristika des Materials
Richtung der Analyse
Theoriegeleitete Fragestellung
Analysetechnik, konkretes Ablaufmodell
Definition der Analyseeinheit
Analyseschritte mittels Kategoriensystem
Interpretation der Ergebnisse
Gütekriterien
Validität/Validierung
Validierung -> qualitativ
Konstruktion von Wissen und sozialer Diskurs
Reliabilität
Verlässlichkeit
Intersubjektivität -> situative Genundenheit von Datenerhebung/-auswertung
Symbole von Forscher und Untersuchten werden gleich interpretiert = Voraussetzung
Objektivität
Durch Intersubjektive Nachvollziehbarkeit
Anwendungsgebiete quantitativer Methoden
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Man prüft und wendet deskriptiv Untersuchungen, Hypothesen/Theorien und Evaluationsstudien an
Deskriptive Untersuchungen
Beschreibung des Untersuchunsgegenstands
Bsp. Einkommensverteilung innerhalb einer Gesellschaft
Prüfung von Hypothesen und Theorien
Untersuchung von Zusammenhängen und Ursache-Wirkungsbeziehungen
aus abstrakten Theorien werden konkrete Hypothesen abgeleitet, operationalisiert und empirisch überprüft
Einsatz statistischer Verfahren
Evaluationsstudien
Ziel: Ermittlung der Wirksamkeit einer bestimmten Maßnahme -> bspw. Politische Maßnahme
Vergleich von Test- und Kontrollgruppen
anwendungsbezogene Forschung
Bsp. Sozialpolitik: Wirksamkeit einer Bildungsmaßnahme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen
Was ist die Grundform der Hypothese bei Studien, in denen es um die Analyse von Ursache- Wirkungs-Zusammenhängen geht?
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Unterschied zwischen Theorie, Hypothesen und Operationalisierung!
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Theorie als Modell wird zur Hypothese welche operationalisiert wird -> im OP wird Indikator angelegt
In quantitativer Forschung geht es um die Prüfung von Theorien und Hypothesen
Theorien als Modelle vermuteter Bedingungen und Zusammenhänge anhand von Fachliteratur oder früherer empirischer Studien
Hypothesen werden davon abgeleitet
und in operationalisierter Form geprüft = Operationalisierung
mittels Konfrontation von Theorien und sozialer Realität bzw. Erstellen von Korrespondenzen zwischen empirischen Daten und theoretischen Aussagen
legt fest, welche Indikatoren/Variablen zur Messung eines theoretischen Konstrukts herangezogen werden
Unterschied zwischen Experimenten und Quasi-Experimenten?
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Um Experiment machen zu können braucht man willkürliche (randomisierte) Versuchspersonen, die man UNTER UMSTÄNDEN (uU/UV) manipulieren kann -> quasi/ naja kein kausaler Zusammenhang weil nach Eigenschaften ohne Manipulation ausgesucht wird
Experimente
Die Unterscheidung von UV und AV muss möglich sein -> die UV geht der AV stets voraus
Die Daten müssen von mindestens 2 Probandengruppen verglichen werden
Hypothesen werden geprüft, indem die UV gezielt manipuliert wird -> der Einfluss der Störvariable wird kontrolliert durch Konstanthaltung der Versuchsbedingungen, Elimination, Randomisierung oder Paralellisierung
Quasi-Experimente
Die Zuweisung der Versuchspersonen zu den Experimental- und Kontrollgruppen erfolgt aufgrund vorhandener Eigenschaften der Versuchsobjekte (Alter, Geschlecht, Nicht-/Raucher)
Bsp. Einstellungsunterschiede beim Fernsehkonsum -> Personen mit hohem Fernsehkonsum werden der Experimentalgruppe zugeordnet und Personen mit geringem Fernsehkonsum werden der Kontrollgruppe zugeordnet
UV kann nicht manipuliert werden
es können keine Rückschlüsse auf kausalen Zusammenhang gezogen werden, da nicht feststellbar ist, ob die UV die AV bedingt oder umgekehrt
Was muss man beim Test von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen auf Grundlage von Daten aus Quasi-Experimenten beachten?
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Naja -> keine Kausalität deswegen Kontrolle
Es ist wichtig, Kontrollvariablen zu berücksichtigen
UV variiert möglicherweise systematisch mit anderen Merkmalen der Untersuchungseinheiten -> deshalb Berücksichtigung von Drittvariablen: UV -> AV = Kontrollvariable
Vorteile des Panel-Designs gegenüber dem Querschnitts-Design?
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Querschnitt = einmalig -> Panel = Pan hat mehrere Gesichter beim langen Hinsehen
Querschnittsdesign: Einmalige Erhebung einer Variable -> z.b. eine Person eine Angabe
Paneldesign: Wiederholte Messung der gleichen Variable bei der gleichen Person -> z.b. mehrere Angaben einer Person zu einer Variable über längeren Zeitraum
Vorteile
Mit dem Paneldesign kann man bei Ursache-Wirkung Untersuchungen bestimmen, ob die UV tatsächlich die Ursache einer Veränderung der AV ist
Mit dem Paneldesign kann man eher die Probleme bei Quasi-Experimenten mildern -> Forscher kann zwar weiterhin keine zufälligen Kontrollgruppen zuordnen aber die Wirkung der UV kann bei gleichbleibenden Bedingungen getestet werden
Beim Querschnittdesign kann man nicht sehen ob andere Einflussfaktoren wirken, weil es nicht an einer Person über einen längeren Zeitraum gemessen wird
Grundlegende theoretische Annahmen der Phänomenologie
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Nicht das Ganze kann Phänomenal sein
Husserl: von der theoretischen Welt zur Lebenswelt
Ausschalten des Vorwissens über einen Gegenstand
Reduktion in mehreren Schritten bis zur Freilegung des "Wesens" eines Untersuchungsgegenstandes
Konstruktion von Typologien durch bestimmte typische Eigenschaften
freie Variation: verschiedene Aspekte betrachten, damit sich das Gemeinsame herauskristallisiert
Grundlegende theoretische Annahmen der Hermeneutik
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Hermanns Texte verstehen obwohl er differenziert ist
Schleiermacher, Schütz: Kunstlehre des Verstehens
befasst sich mit der Auslegung von Texten
Grammatikalisches und psychologisches Verstehen zur Überwindung der hermeneutischen Differenz -> Differenz zwischen dem Verstandenem und dem Gesagtem/Gemeinten des Autors
Verstehen von Handlung (Handlungsentwurf) -> beabsichtigter Einsatz bestimmter Mittel
es geht immer um Zeicheninterpretation
Grenzen quantitativer Sozialforschung
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Quantitativ ist Standard, repräsentativ und nicht sekundär
Repräsentativität
oftmals hohe Ausfallquote
geringer Rücklauf
Standardisierte Befragung
Einfluss vorgegebener Antwortoptionen
sozial erwünschte Antworten
Standardisierte Forschung
Datenanalyse/-Erhebung ist stark strukturiert und reduziert durch Antwortoptionen
Sekundärdatenanalyse
keine Kontrolle über die Daten (-Qualität)
fehlende Variablen
Grenzen qualitativer Sozialforschung
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Qualitative Inhalts-/Dokumentenanalysen durch Befragung/Beobachtung und theoretisches Sampling
Theoretisches Sampling
Große Erfahrung und Sensibilität sind erforderlich, um Reichweite des Materials zu garantieren
Befragung und Beobachtung
Schwierige Vergleichbarkeit der Daten wegen Interviewvariation
Nähe zum Geschehen ist Stärke und Problem zugleich -> Gefahr des "going native"
qualitative Inhalts- und Dokumentenanalysen
Kein Einfluss auf Datenqualität von Dokumenten
Frage der Zugänglichkeit von Daten
subsumptionslogisch -> Inhalt vs. bedeutungstiefe
Methodentriangulation
Meist verbreitete between/within Methode als Validierungsstrategie
Die Betrachtung eines Forschungsgegenstandes von mindestens zwei Punkten als Validierungsstrategie
am meist verbreitete Methode der Triangulation
between method
Verschiedene Methoden miteinander kombinieren
Verbindung quantitativer und qualitativer Daten
Verbindung reaktiver (Interview) mit nicht-reaktiven Verfahren (Analyse vorgefundener Materialien)
Kombination von teilnehmender Beobachtung und Interviews
Within method
Innerhalb einer Methode
gleiche Methode wird auf verschiedene Art und Weisen angewandt -> z.B. Bezug zu mehreren verschiedenen Bezugsgruppen
episodisches Interview -> Verknüpfung des Leitfadeninterviews und der Erzählung
Zweck: einerseits Prozessperspektive in Situationserzählungen, sowie abstrakte Zustandsbeschreibung in Leitfadeninterviews
Beispiel Methodentriangulation
Marienthal als between method mit Hilfe von Bögen, Beobachtungen und Gesprächen zu dichter empirischer Beschreibung
Die Arbeitslosen von Marienthal 1933 -> Untersuchungen über die Wirkung langandauernder Arbeitslosigkeit
Einsatz von quantitativen und qualitativen Methoden für eine dichte empirische Beschreibung (between method -> intensive Betrachtung aus mehreren Blickwinkeln)