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3 häufige Erwartungen
Immer diese Erwartungen.
Kennst du das? Hast du viele Erwartungen?
Erwartungen hat man in vielen Bereichen und an viele Menschen.
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Erwartungen im Beruf.
Ziele müssen erreicht werden.
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Erwartungen in der Beziehung.
Er oder sie müssen so sein, wie ich es erwarte, sonst wird die Beziehung keine Zukunft haben.
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Erwartungen an die eigenen Kinder.
Meine Kinder müssen gut in der Schule sein. Sie müssen einfach super sein. Ich will mich ja nicht schämen.
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Erwartungen an Eltern.
Entweder an andere Eltern, an seine eigenen Eltern oder an dich selbst als Elternteil.
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Erwartungen an deinen Freundeskreis.
Also wenn sie/er dies jetzt nicht für mich macht. Ich mache ja auch immer alles für sie/ihn.
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Und schlussendlich die Erwartung an dich selbst.
Wie hoch sind deine Erwartungen an dich selbst? Meistens leider zu hoch.
Aus der Erwartung entsteht sehr schnell Schmerz und Enttäuschung.
Erwartungen bilden sich aus Bedürfnissen, Wünschen und eigenen Vorstellungen.‘
Es gibt drei Arten von Erwartungen:
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Kann-Erwartungen
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Soll-Erwartungen
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Muss-Erwartungen
Beginnen wir mal mit der Kann-Erwartung.
Die Kann-Erwartung ist eigentlich die schwächste Form der Erwartungen.
Man rechnet damit, dass etwas gemacht werden könnte oder, dass etwas geändert werden könnte.
Bestes Beispiel im Beruf.
Kurz vor dem Mitarbeiter-Gespräch ist die Kann-Erwartung gross.
Es könnte ja möglich sein, dass es eine Lohnerhöhung gibt.
Man wagt es zu erwarten, rechnet aber noch nicht 100% damit. Klar ist die Enttäuschung auch da, wenn es keine gibt. Aber die Enttäuschung wird nicht so gross sein wie bei einer Soll- oder gar Muss-Erwartung.
Ein Kind hat eine Kann-Erwartung, wenn es um Geburtstagsgeschenke geht. Es kann sein, dass es dieses Geschenk, welches es sich schon so lange wünscht, heute bekommt.
Wenn dies aber nicht dabei ist, aber viele andere tolle Geschenke, ist die Enttäuschung eher gering.
Die Soll-Erwartung.
Bei der Soll-Erwartung ist die Erwartung schon bereits höher.
Beispiel:
Der Lehrer hat eine Soll-Erwartung an seine Schüler, dass sie die Hausaufgaben richtig und sorgfältig machen.
Wenn diese nicht gemacht wurden, ist der Lehrer vielleicht vom Kind als Mensch ein wenig enttäuscht aber die Enttäuschung ist nur mittelgross.
Ein Chef hat eine Soll-Erwartung, dass seine Mitarbeiter ihre Jobs ernst nehmen und mit all dem Material vom Geschäft sorgfältig und pflichtbewusst umgehen.
Auch beim Chef ist es nicht die Riesenenttäuschung, wenn ein Arbeiter einmal verschläft, wenn er am Abend vorher noch zu fest Party gemacht hat. Ein Mal geht in Ordnung.
Eine Mama hat eine Soll-Erwartung an ihre Kinder, dass die schmutzige Wäsche nicht irgendwo liegt, sondern im Wäschekorb landet.
Auch bei der schmutzigen Wäsche ist die Enttäuschung der Mama vielleicht minim da, weil sie sich nicht ernst genommen fühlt, sie zerbricht aber nicht wirklich daran.
Die Muss-Erwartung
Bei den Muss-Erwartungen kommen oft auch schriftlich festgelegte Fakten vor.
Die Muss-Erwartung besagt schon, dass die Gegenpartei ohne diese Erwartung nicht sein kann und es sonst Konsequenzen hat.
Beispiel:
Beim Arbeitgeber hast du schriftlich vereinbarte Punkte, welche du einhalten musst.
Dies erwartet der Arbeitgeber von dir.
Du hast zum Beispiel Blockzeiten, bei welchen das Telefon besetzt werden muss. Diese hast du einzuhalten.
Machst du das nicht, hast du die Erwartungen nicht erfüllt und dein Arbeitgeber ist enttäuscht und gibt dir höchstwahrscheinlich eine Abmahnung.
Oder bei den Kindern. Wenn die Kinder mehrere Male ihre Hausaufgaben vergessen haben, wird es eine kleine Strafe geben.
Die Lehrperson hat eine Muss-Erwartung gegenüber dem Kind, dass es die Aufgaben ernst nimmt.
Es gibt aber auch viele emotionale Erwartungen.
Bist du ein Mensch, welcher sehr hilfsbereit ist und sich selbst für andere zurückstellt?
Dann bist du sicher auch schon enttäuscht worden als du gemerkt hast, dass dir gewisse Menschen nicht geholfen haben als du die Hilfe brauchtest.
Aber hast du dich auch mal gefragt, ob diese Menschen dir auch wirklich das retour geben können, was du ihnen gibst?
Viele Menschen gehen mit der Erwartung durchs Leben: „Was ich gebe, kommt auch so zurück!“
Sie folgen diesem Gedanken und bieten manchmal Hilfe und Zeit an, obwohl es für sie nicht stimmig ist, dies aber mit der „Hoffnung“, dass sie dann auch mal die gleiche Hilfe oder Zeit bekommen, wie sie jetzt geben.
Wenn es dann aber nicht so ist, sind sie enttäuscht.
Dass diese Menschen aber nicht die gleiche Kraft oder dieselben Voraussetzungen haben, wie du sie hast, darüber macht man sich keine Gedanken. Man ist zu fest im eigenen Ego verankert.
Oder auch, wenn man eine Erwartung an einen gewissen Menschen hat.
Auch ich habe merken müssen, dass es nicht immer so ist, dass Menschen dem gerecht werden, was ich gerade brauche.
Dies war aber nicht das Problem meiner Mitmenschen. Dies war das Problem von mir selbst.
Man soll keine Erwartungen gegenüber andern haben.
Wenn dir jemand Zeit schenken möchte, dann nur, weil diese Person es möchte und nicht, weil du es von ihr erwartest.
Was auch immer ein grosses Thema ist, sind die so genannten Selbst-Erwartungen.
Die Erwartungen welche man an sich selbst hat, können tragisch enden.
Sie können bis zu einem Burn-Out oder im schlimmsten Fall Suizid gehen.
Gerade im Beruf oder auch als Eltern macht man sich sehr schnell Druck und möchte einfach perfekt sein. Man will allem gerecht werden und immer für alles und jeden Zeit haben.
Als Mama mache ich mir, auch heute noch, unbewusst immer wieder Druck.
Man möchte für die Kinder da sein. Ihre Sorgen wissen, helfen wenn es ihnen nicht so gut geht und sie unterstützen, damit sie weiterkommen.
Nur ist dies meine Erwartung. Ich habe auch oft an mir selbst beobachtet, dass ich meinen Kindern helfen wollte, obwohl sie meine Hilfe eigentlich gar nicht gebraucht hätten. Sie hatten längst schon eine Lösung gefunden.
Aber auch im Berufsleben wollen viele zeigen, was sie können und geben viel Freizeit auch fürs Geschäft, für die Arbeit hin.
Nur noch schnell das, nur noch schnell dies und zack, hat man Überstunden gemacht. Es ist ja normal, dass man halt hart arbeiten muss, um an ein Ziel zu kommen.
Aber ist es das wirklich? Sind das nicht DEINE Erwartungen an dich selbst?