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Schule für Migrantenkinder
Die Don-Bosco-Primarschule in Tijuana bietet Migrantenkindern ohne Papiere, Kindern aus extrem armen Verhältnissen und Kindern, die altersmässig das reguläre Schulalter bereits überschritten haben, die Möglichkeit, trotz ihrer Situation die Schule zu besuchen. Sie versteht sich als eine Brückenschule und Dank dem Unterricht verbleiben die Kinder im Bildungssystem.
Land/Ort: MEXIKO – Tijuana
Projektnummer: MEG 07-060
Projektziel: Rund 160 benachteiligte Kinder aus Randgruppen, die aufgrund ihrer Situation keine öffentliche Schule besuchen können, erhalten eine qualitativ gute Primarschulbildung.
Projektwirkung: Die Mädchen und Buben können dank dem Brückenangebot und der Beschaffung der fehlenden Papiere später in eine öffentliche Schule übertreten. Dank dem Unterricht verbleiben sie im Bildungssystem.
Mittelbedarf: jährlich rund 52 000 Schweizer Franken
Die Primarschule «Colegio Particular Salesiano Don Bosco» befindet sich in einem marginalisierten Viertel der Stadt Tijuana, wo kontinuierlich Familien aus dem Landesinnern Mexikos und weiteren lateinamerikanischen Ländern eintreffen. Die Armut dieser Menschen ist spür- und sichtbar. Für die Familien ist es sehr schwierig, eine Schule für ihre schulpflichtigen Kinder zu finden, denn viele von ihnen verfügen über keine Papiere (Geburtsurkunde), wenn sie in Tijuana eintreffen. Oder ihre Kinder sind bis anhin noch nie in die Schule gegangen, obwohl sie im schulpflichtigen Alter sind.
Die Don-Bosco-Schule ist eine vom Bildungsministerium formell anerkannte Schule, bekommt jedoch keine finanziellen Beiträge vom Staat. Sie ist ins Oratorio Don Bosco (Jugendzentrum) integriert und bietet für Migrantenkinder ohne Papiere, Kinder aus extrem armen Verhältnissen und Kindern, die über das reguläre Schulalter hinaus sind, die Möglichkeit, trotz ihrer schwierigen Situation die Schule zu besuchen. Die Entstehung der Schule geht auf die im 1987 begonnene Jugendzentrumsarbeit der Salesianer Don Boscos in diesem Stadtteil zurück. In den Jahren darauf begannen sie mit Nachhilfeunterricht für die Kinder, die ins Zentrum kamen, um Wissenslücken aufzufüllen. Diese Nachhilfestunden entwickelten sich im Laufe der Jahre zu richtigem Schulunterricht, der 2003 in der offiziellen Anerkennung der Schule mündete. Die Schule bietet heute Unterricht von der ersten bis zur sechsten Primarstufe.
Die Don-Bosco-Schule spürt den Migrationsfluss der Grenzregion stark. Es ist ein Kommen und Gehen der Familien auch während des Schuljahres. Somit schwankt die Schülerzahl stetig. Im Durschnitt besuchen rund 160 Schulkinder den Unterricht, etwa 50% davon sind Mädchen. Die Schule versteht sich als eine Brückenschule. Dank dem Unterricht verbleiben die Kinder im Bildungssystem. Dank Eltern- und Sozialarbeit werden die Papiere der Kinder beschafft, so dass sie später in eine Regelschule übertreten und einen Schulabschluss erlangen können. Zur Finanzierung der Gehälter der Lehrpersonen ist die Don-Bosco-Schule auf Hilfe angewiesen. Seit 2008 unterstützt die Jugendhilfe Weltweit dieses wichtige schulische Angebot. Ohne diese finanzielle Hilfe müsste die Schule sonst schliessen. Die jährlichen Kosten betragen rund 52 000 Schweizer Franken; das sind pro Schulkind 325 Schweizer Franken.
Helfen auch Sie mit, dass diese Kinder weiterhin zur Schule dürfen. Mit dem Vermerk MEG 07-060 geht Ihre Spende direkt an das Projekt. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!
Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie unsere Projektleiterin Brigitte Meier.