Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/125

30. November, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Als Filibuster (aus dem Französischen: flibustier, zu Deutsch obstruieren) wird die Taktik der Minderheit im Senat der Vereinigten Staaten bezeichnet, durch Dauerreden eine Beschlussfassung durch die Mehrheit zu verhindern oder zu verzögern.
Der Filibuster ist aber nichts Neues, sondern geht auf die römische Tradition der Ermüdungsrede zurück. Seit einigen Jahren wird das Filibustering im Parlament überzogen. Aber auch sonst kann man sicher stellen, dass nichts passiert. In Deutschland erleben wir ja die Variante Koalitionsverhandlungen. Dann muss man nicht mal mehr reden, es geht auch sonst nichts. Übrigens die längste Einzelrede dauerte 24 Stunden und 18 Minuten. Die längste Rede zum Thema dauert dann nur noch 4 Stunden und 28 Minuten, mit Fragen übrigens 11 Stunden und einige Minuten.
Spannenderweise habe ich noch nie ein Meeting erlebt, wo jemand Filibustering betrieben hat. Da will man anscheinend immer eine Entscheidung. Was mir mehr auffällt, ist die Tatsache, das man an entscheidenden Stellen keine Dokumentation haben will, das ist anstelle des Filibustering genauso wirkungsvoll. Wer erinnert sich schon ganz genau an das was passiert ist. Auch sonst wird im Berufsumfeld zwar gerne geredet, aber eigentlich nur immer im Stundentakt und mit wechselnder Belegschaft.
Wäre mal Lustig ein Filibustering auszuprobieren. Viel Spass.
24. November, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Ceterum censeo (lateinisch: Ceterum für übrigens, censeo für ich meine), auf Deutsch wohl am Besten mit “Im übrigen meine ich” zum Ausdruck einer intensiv verfochtenen Ansicht.
Wie hat doch einer meiner Chefs mal gesagt, Latein hilft einem immer wieder. Vor allem hier und jetzt. Und ich bleibe bei der Frage, was mir eine “tote” Sprache wirklich bringt. Zum Beispiel solch schöne Wortkombinationen wie oben. Gemäss Wiki, wird der Auspruch dem römischen Staatsmann Cato Censorius (234 v. Chr.; † 149 v. Chr.), genannt Cato der Ältere, zugeschriebener Ausspruch, der damit den Beginn des Dritten Punischen Krieges beantragte und somit für die Zerstörung Karthagos verantwortlich war. Er schloss jede Rede mit diesem Satz ab, bis sein Ziel erreicht war.
Eigentlich war das wohl die Vorstufe zum Filibuster. Immer zu wiederholen was man will, unabhängig vom Thema. Selbstverständlich ist das beharrliche Wiederholen einer Forderung immer eine Möglichkeit etwas zu bekommen. Vor allem, wenn man damit andere überzeugen kann. Der Begriff kann aber auch einfach ein geflochten werden, um von Zeit zu Zeit seine Abstammung und die Latein Kenntnisse der Anwesenden zu erforschen. Also viel Spass damit.
11. November, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Unter einer temporäre substanzinduzierte Episode beschreibt eine Ärztin im Tatort den Fakt, dass der Untersuchte zu-gekokst bis Oberkante Unterlippe war.
Die Beschreibung betraf übrigens Professor Dr. Karl-Friedrich Boerne der sich an nichts erinnern konnte. Abgeleitet wurde der Begriff übrigens von der substanzinduzierte Psychose oder zu Deutsch: Drogenpsychose, welche im “Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme” Index versteckt. Selbstverständlich kann man den Begriff auch gut ins normale Leben transferieren. Wer war nicht schon an einer Sitzung und hat sich die substanzinduzierten Episoden der anderen vorgestellt, welche zu dieser Sitzung geführt haben. Oder diejenigen, welche das Verhalten der Anderen in diesen Zusammenhang gestellt haben.
Der Begriff ist auch eine nette Möglichkeit andere auf etwas aufmerksam zu machen. Wenn man die Worte fliessend über die Lippen bringt. Viel Spass beim Üben.
3. November, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Spermidin, auch Monoaminopropylputrescin genannt, ist ein Polyamin und ein Zwischenprodukt bei der Bildung von Spermin aus Putrescin und decarboxyliertem S-Adenosylmethionin.
Spermidin kommt in allen lebenden Organismen vor und ist eng mit dem Zellwachstum verbunden. Die genaue physiologische Funktion des Spermidins ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.Die Menge von Spermidin im Organismus erhöht sich bei einer Beschleunigung des Stoffwechsels. Bei einer Verlangsamung des Stoffwechsels geht die Produktion von Spermidin zurück. Die Konzentration an körpereigenem Spermidin nimmt zudem bei der Alterung ab.
Im Tierversuch an Fruchfliegen zeigte sich, dass eine Zufuhr von Spermidin durch die Nahrung bei diesen Insekten der altersbedingten Demenz entgegenwirkt. Die Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf den Menschen wurde jedoch noch nicht untersucht. Jetzt wissen wir warum Spermidin so eine Zukunft hat. Es könnte ja sein, dass damit das Rätsel gelöst werden kann.
27. Oktober, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Beim mobilem Fernfunksprechapparat handelt es sich um ein Mobiltelefon (umgangssprachlich Handy auch Funktelefon und in der Schweiz auch Natel genannt. Im Englischen auch cell phone und mobile phone, Kurzform: cell und mobile) genannt. Es handelt sich dabei um ist ein tragbares Telefon, das über Funk mit dem Telefonnetz kommuniziert und daher ortsunabhängig eingesetzt werden kann.
Wir verdanken diese wunderbare Beschreibung Eve
und ihrem Besuch auf dem Max-Weber Platz. Die Frage ob das Teil nun eigentlich ein mobiler Fernfunkapparat oder ein mobiler Fernfunksprechapparat bleibt dabei nebensächlich. Gelungen ist die Beschreibung des Problems. Jeder denkt er kann seine Umwelt mit Informationen versorgen, welche diese nie gewollt hat. Seit einiger Zeit darf ich mir jeden Morgen und Abend die Welt anhören. Nett, nicht wahr. Am Abend zu telefonieren verstehe ich ja noch, aber morgen um 07:00 schon soviel zu erzählen. Das verstehe ich nicht, so habe ich also vor kurzem aktiv begonnen zuzuhören, das hat mir viel Spass gemacht, aber demjenigen, der teilen wollte offensichtlich nicht, nun steigt er woanders ein. Ich kann nur sagen: Ziel erreicht.
Und seit ich von mobilen Fernfunksprechapparaten rede, macht das Ganze eh viel mehr Spass. Zum Glück nutzen die meisten Anwenderinnen und Anwender ihr Smartphone auch als Lesehilfe und nicht als Telefon, sonst wäre es ja unerträglich laut in der S-Bahn. Euch viel Spass beim Pendeln und mir beim zuhören.
20. Oktober, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Rechtsstaatlichkeit beschreibt, dass staatliche Gewalt an Recht gebunden ist und dadurch Freiheitsrechte des Einzelnen gewährt. Der Rechtsstaat versucht, die geltende Rechtsordnung mit verhältnismässigen Mitteln durchzusetzen.
Verbrecher, die andere Menschen an Leib und Leben schädigen oder ihnen materiellen Schaden zufügen, sollen durch Strafen und die Tatsache der hohen Aufklärungsquote abgeschreckt, Als letzte Möglichkeit im Falle von nicht korrigierbarer Gemeingefährlichkeit – lebenslänglich verwahrt werden.
Umgekehrt ist jeder verdächtigen Person ein faires Gerichtsverfahren zu gewähren. Die Polizei darf keine übermässige Gewalt bei der Verfolgung und Verhaftung anwenden. Ein weiterer wesentlicher rechtsstaatlicher Grundsatz ist die Gleichbehandlung: Vor dem Gesetz sind alle Personen gleich – unabhängig davon, aus welcher Familie sie stammen, wie viel Geld sie besitzen oder wie berühmt / populär sie sind.
Darüber was übermässige Gewalt ist und wann sie anzuwenden ist, gehen die Meinungen weit auseinander. Im schlimmsten Fall bedeutet es einen Rückfall zum Recht des Stärkeren. Darum lieber die bestehende Staatsordnung als eine Andere, weil wir immerhin darüber reden können.
13. Oktober, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Astigmatismus (Griechisch A = nicht, Stigma = Punkt, also die Punktelosigkeit), auch Stabsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung genannt. Beim Astigmatismus wird ein parallel zur optischen Achse in den Augapfel einfallender Lichtstrahl abhängig von seiner mit der optischen Achse gebildeten Einfallsebene unterschiedlich stark gebrochen.
Die Ursache liegt darin, dass alle bilderzeugenden Flächen des Augapfels an der Erzeugung des Astigmatismus beteiligt sein können. Meist ist dies die Hornhautoberfläche, wenn sie als Ellipsoid geformt ist. Darin hat die umgangssprachliche Bezeichnung “Hornhautverkrümmung” ihre Berechtigung. Mit Astigmatismus kann man auch unschärfen in der Wahrnehmung der Realität beschrieben.
30. September, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Morbidität (aus dem Lateinischen morbidus „krank“) ist eine statistische Grösse in der Epidemiologie. Unter ihr versteht man die Krankheitshäufigkeit bezogen auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Die Morbidität ist ein Überbegriff für die Rate der bereits Erkrankten und der Rate der Neuerkrankungen innerhalb einer gegebenen Zeitperiode einer Krankheit. Aus der Morbiditätsrate kann die Erkrankungswahrscheinlichkeit lediglich abgeschätzt werden.
Gesundheitliche Risikofaktoren sind in der Medizin einzelne ausgeprägte Faktoren in der Person, ihrer Umgebung (ökologische) oder Ernährung, die bei Vorhandensein die Gefährdung für eine oder mehrere Krankheiten deutlich über das sonstige Krankheitsrisikoansteigen lassen. Risikofaktoren werden als Ergebnis der medizinischen Ursachenforschung bekannt und sie werden bei nahezu jeder Krankheitsbeschreibung angeführt. Damit soll dort unter dem Stichwort Prävention erreicht werden, dass individuell oder gesellschaftlich, Vorbeugungsmassnahmen gegen die Krankheit unternommen werden. Beispiele: Sport, hygienische Wasseraufbereitung, Immissionsschutzbestimmungen.
Ein Konsequenz aus der Erforschung der Risikofaktoren wäre: Sie sollten in der Gesundheitserziehung bereits in der Grundschule und dann unbedingt in allen weiteren Bildungsgängen wegen deren prägender Wirkung auf den Lebensstil berücksichtigt werden. Der Erfolg wäre individuell und gesellschaftlich erleb- und messbar.
Was lernen wir daraus: Statistik ist gut, stimmt aber immer nur für die Masse und ist nie stimmige Aussage für den Einzelnen.
15. September, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Kinesiologie (von κίνησις griechisch kinesis, für Bewegung und λόγος logos, ,Wort‘, ,Lehre‘) ist ein alternativmedizinisches Diagnose- und Behandlungskonzept aus dem Bereich der Körpertherapie
Die Kinesiologie nutzt sogenannte manuelle Muskeltests für eine Diagnose und eine nachfolgende Festlegung der Therapie. Die angewandte Kinesiologie geht dabei davon aus, dass die Muskelspannung eine Rückmeldung über den funktionellen Zustand des Körpers liefert. Die Kinesiologie ist nicht durch anerkannte naturwissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse begründet. Statistisch gesehen scheint sie aber eine Wirkung zu haben, da positive Erfolge in der gleichen Höhe wie bei Placebos zu beobachten sind. Auch wenn diese durch die normale Medizin nicht zwingend beschrieben werden. Kinesiologen nehmen an, dass ein Muskel auf Stress (in Form einer Substanz, Information, Emotionen oder anderem) mit einem Nachgeben reagiere und diese kurze Erstreaktion des Muskels vom autonomen Nervensystem gesteuert werde und nicht willentlich kontrolliert oder manipuliert werden könne.
Spannend ist die Methode auf jeden Fall. Wie Embodiment arbeite sie mit dem Körper und durch den Körper. Etwas was wir in unserer Zeit immer weniger bewusst tun.
8. September, 2013
von ltcmdrdata
Keine Kommentare
Letztes Jahr bin ich wieder mal so einen Personalbeschaffungsallgemeinsatz begegnet.
Die Firma bietet Ihnen Spielraum, Ihre Kompetenzen und Ideen einzubringen und umzusetzen und arbeitet gleichzeitig mit Ihnen daran, Ihre fachlichen und persönlichen Fähigkeiten aufzubauen und weiterzuentwickeln. Abgerundet wird unser Angebot durch ein marktgerechtes und leistungsorientiertes Salärmodell.
Dieser Text kommt bei jeder Stelle als Angebot. Bleibt die Frage, was mir die Firma damit sagen will. Bei den meisten Aktivitäten eines Knowledge Workers ist es notwendig, dass man dem Betroffenen Spielräume gibt, ob man eigene Kompetenzen und Ideen haben kann, wenn oben die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen schon ausführlich beschrieben sind? Und ob ich wie einer Therapiegruppe daran arbeiten möchte, das ich Fähigkeiten aufbaue und weiterentwickle, was machen wir den, wenn ich mich aus der Stelle heraus entwickelt habe? Und was verbirgt sich wohl hinter dem marktgerechten und leistungsorientierten Salär? Das sagen alle, was unterscheidet dieses Unternehmen von Anderen?
So viele Fragen, bei nur zwei Sätzen. Wäre es nicht ein Zeichen von Wertschätzung, wenn die Angebot sich wie die Aufgaben und Erwartungen anpassen würden? Hätte es bei sehr wenig Mehraufwand nicht die Chance darin, sich von anderen 0815 Unternehmen zu unterscheiden? Aber eben, wann ist die Ressource Mensch, schon die wichtigste Ressource, die man hat. Und welche Managementdienstleister helfen den Mitarbeitenden diese Möglichkeiten umzusetzen. Wo sind diese Supermänner und Frauen, die solche Dienstleistungen erbringen können? Spannende Fragen, bei nur zwei Sätzen.