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Soziokulturelle Agitation
Auf ins heisse Universum der Animation
Die Literaturarbeit nimmt sich folgenden Fragen an: Welche gesellschaftlichen Veränderungen sollen aufgrund einer Gesellschaftsanalyse angestrebt werden? Inwiefern und mit welchen Ansätzen kann und soll die Soziokulturelle Animation zum Erreichen dieser Veränderungen beitragen? Die Autorin und der Autor erarbeiten damit einen Beitrag zum kritischen Diskurs der Soziokulturellen Animation. Sie gehen dabei von der Annahme aus, dass die Soziokulturelle Animation nur mit dem Fokus auf eine gesellschaftliche Veränderung die Situation von Benachteiligten nachhaltig verbessern kann. Aus den Gesellschaftstheorien von Karl Marx und der Kritischen Theorie – insbesondere von Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Erich Fromm, Jürgen Habermas und Pierre Bourdieu – werden anzustrebende gesellschaftliche Veränderungen abgeleitet. Bei der Betrachtung der gesellschaftlichen Aufgaben der Soziokulturellen Animation wird erkannt, dass ihr eine grundsätzliche Zuständigkeit für die genannten Veränderungen zukommt. Die Ansätze von Saul Alinsky und Paulo Freire geben Impulse für die Praxis. Diese ergeben mit den anzustrebenden Veränderungen in der Synthese die «Soziokulturelle Agitation». Dabei wird ersichtlich, dass sich die Soziokulturelle Animation unter anderem Aufgaben, wie dem Fördern eines richtigen Bewusstseins, dem Betrachten von Problemlagen im gesellschaftlichen Kontext, dem Abbau von Konkurrenz und dem Übernehmen von Entscheidungsmacht widmen soll. Auch stellt sich heraus, dass sich Professionelle vermehrt klar auf die Seite von Benachteiligten stellen müssen, wie dies Jean-Claude Gillet im «heissen Universum der Animation» beschreibt.