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Tod einer Wall-Street-Legende
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- Donnerstag, 15. Oktober 2009 09:17
Mit Bruce Wasserstein starb nicht einfach irgendein Investmentbanker, sondern gewissermassen der Archetyp dieser Gattung – der eigentliche Gordon Gekko.Am gestrigen Mittwoch ist der Chef der Investmentbank Lazard in New York verstorben: Die Todesursache wurde nicht bekanntgegeben, aber offenbar war Wasserstein zu Wochenbeginn mit Herzproblemen hospitalisiert worden.
Er war das, was man eine Wall-Street-Legende nennt. Am Weihnachtstag 1947 in Brooklyn geboren, Sohn jüdischer Einwanderer, stiess Bruce Wasserstein mit einem Harvard-Abschluss in der Tasche zuerst zu einer Anwaltskanzlei in New York. In den frühen Achtzigerjahren – dem Beginn des grossen M&A-Booms – stiess er zur damaligen First Boston. Dort stieg er rasch auf zu einem der «Rainmakers», einem Fusionskönig, der bei allen grossen Transaktionen dabei war. Berühmt wurde er unter anderem durch seine Beteiligung bei der legendären Übernahme von RJR Nabisco durch Kohlberg Kravis Roberts im Jahre 1985.
«Er war ein grosser Taktiker», sagte der berühmte Felix G. Rohatyn heute zur «New York Times». «Und er schaffte es, die Leute zu erschrecken.»
Nach dem Börseneinbruch 1987 verliess Wasserstein First Boston mit einer Reihe von Spezialisten, was die Bank unter anderem derart schwächte, dass die Credit Suisse ihre Beteiligung auf 45 Prozent aufstocken musste. Zusammen mit seinem Kollegen Joseph Perella gründete er dann die Investmentboutique Wasserstein Perella, nur um diese im Jahr 2000, im Top des Dotcom-Booms, an die Dresdner Bank zu verkaufen. 2002 wurde Wasserstein zum CEO von Lazard berufen, einer der ältesten Investmentbanken, und brachte diese drei Jahre später an die Börse.
Gemäss dem Wirtschaftsmagazin Forbes hinterlässt Wasserstein ein Vermögen von rund 2,3 Milliarden Dollar.
Der Verwaltungsrat von Lazard veröffentlichte heute folgende Stellungnahme: «We are shocked and greatly saddened by the passing of Bruce Wasserstein. He was a visionary leader, a devoted father to his children and a good friend. At Lazard, he has put into place a long-term strategy as well as a broad and deep leadership team, in whom we have confidence and who will sustain his vision. His commitment to his clients was legendary. Lazard’s Board of Directors, and the many people he worked with and mentored over the years, mourn his loss. We extend our sympathies to his family, particularly his wife and children, who meant the world to him.»
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