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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00432 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Casanova Urteil vom 17. März 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel Raewel Advokatur Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1978, arbeitete seit 1999 bei der Y.___ AG, Bauunternehmung, als Bauarbeiter/Schaler. Seit einem Arbeitsunfall im März 2010 übt e er keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Das Anstellungsverhältnis mit der Y.___ AG wurde per Mai 2012 aufgelöst (Arbeitgeberbericht vom 31. Mai 2010, Urk. 7 /9 un d Urk. 7 /65/7). Am 10. Mai 2010 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf persistierende Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leis tungsbezug an (Urk. 7 /1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und sah eine Abklä rung durch die berufliche Abklärungsstelle Z.___ vor (vgl. Bericht der Berufsberatung vom 27. September 2010, Urk. 7 /26), welch e aber aus gesund heitlichen Grün den nicht dur chgeführt werden konnte (Urk. 7 /28-30). Am 28. November 2012 untersuchte RAD-Ärztin med. pract. A.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, den Versicherten und gelangte zum Schluss, unter adäquater Schmerztherapie sei in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Bericht vom 3. Dezember 2012, Urk. 7 /63). Mit Verfügung vom 6. März 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbe gehren ab ( Urk. 7 /85 ). Nachdem der Versicherte hiergegen am 21. April 2013 Beschwerde erhoben hatte (Urk. 7 /88/3 ff.), hiess das hiesige Gericht die Beschwerde mit Urteil IV.2013.00359 vom 21. November 2014 teilweise gut und hob die Verfügung vom 6. März 2013 insoweit auf, als damit der Anspruch auf eine Invalidenrente bis am 28. Februar 2013 verneint wurde und stellte fest, dass der Versicherte vom 1. März 2011 bis 28. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übri gen wurde die Beschwerde abgewiesen (Urk. 7 /106). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 12. Januar 2015 (Urk. 7 /111/2 ff.) mit Urteil 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 ab (Urk. 7 /119). 1.2 Zwischenzeitlich hatte sich der Versicherte mit Zusatzgesuch vom 22. Januar 2015 (Eingangsdatum, Urk. 7 /112) erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle tätigte erneut erwerbliche und medizinische Abklä run gen und holte insbesondere das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 ein (Urk. 7 /184; ergän zende Stellungnahme vom 17. Februar 2017, Urk. 7 /193). Mit Verfügung vom 18. August 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7 /223 ). Die hier gegen erhobene Beschwerde vom 21. September 2017 (Urk. 7/231 ) wies das hie sige Gericht mit Urteil IV.2017.01036 vom 26. März 2019 ab (Urk. 7/243). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/245/2 ff.) mit Urteil vom 5. November 2019 ab (Urk. 7/252). 1.3 A m 29. April 2020 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/256 ). Die IV-Stelle trat auf die Neuan meldung ein, tätigte weitere Abklärungen und holte verschiedene Arztberichte ein. Mit Schreiben vom 30. Juni 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass auf grund des Gesundheitszustandes aktuell keine Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien (Urk. 7/281). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbe scheid vom 11. Februar 2022, Urk. 7/298; Einwand vom 16. März 2022, Urk. 7/311) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Juni 2022 das Leistungsbegeh ren ab (Urk. 2). 2. Hiergegen erhob der Versicherte am 25. August 2022 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben. Ebenso seien die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und 18. August 2017 aufzuheben und dem Beschwerdeführer für die Zeit seit dem Unfall bis zum Eintritt der Arbeits fähigkeit nach der letzten Operation am 14. Dezember 2021 eine ganze Rente bzw. für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 eine halbe Rente auszurichten. Even tualiter sei ihm für die Zeit ab dem 18. August 2017 bis zum 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 mindestens eine halbe Rente auszurichten. In formeller Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwältin Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin (Urk. 1 S. 2 ). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 7/1-329), worüber der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung aus (Urk. 2), nach Prüfung der eingeholten Arztberichte durch den Regionalen Ärztlichen Dienst sei davon auszugehen, dass die angestammt e Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zumutbar sei. Eine angepasste Tätigkeit mit entsprechendem Belastungs profil sei zu 80 % zumutbar. Die Operation vom 2. November 2020 und die voll ständige Erwerbsunfähigkeit während sechs Monaten sei nicht dauerhaft gewesen und könne daher nicht berücksichtigt werden. Stelle man das Valideneinkommen als Bauhilfsarbeiter dem Invalideneinkommen in einer angepassten Tätigkeit in einem 80%-Pensum gegenüber, resultiere eine Einkommenseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von 38 %. Entsprechend bestehe kein Anspruch auf eine Invali denrente. 1.2 Der Beschwerdeführer liess demgegenüber vorbringen (Urk. 1), dass er am 20. November 2020 nochmals am Rücken operiert worden sei und seit Januar 2021 schmerzfrei und fast wieder vollumfänglich arbeitsfähig sei. Die Beschwer degeg nerin habe allerdings ausser Acht gelassen, dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers seit Erlass der letzten Verfügung am 18. August 2017 bzw. seit der Begutachtung vom 28. Juli 2016 weiter verschlechtert habe. Entsprechend sei ihm im Verlaufsbericht Interdisziplinäre Schmerzbehandlung des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 eine volle Arbeitsun fähigkeit aus somatischer und psychiatrischer Sicht in jeglicher Tätigkeit attes tiert worden. Auch die Klinik D.___ attestiere ein schwerstes chronisches lumbales Schmerzsyndrom. Unter der chronischen Schmerzsituation sei auch ver ständlich, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand - wie vom Zentrum C.___ bestätigt - seit de m Gutachten der MEDAS E.___ vom 7. August 2016 bis zur Operation im November 2020 verschlechtert habe. Nach der Operation vom 2. November 2020 sei er erstmals nach 12 Jahren wieder schmerzfrei - dies belege eindeutig, dass die beklagten massiven Beschwerden rein orthopädisch bzw. körperlich gewesen seien. Eine Schmerzstörung habe entgegen den Ausführungen der Beschwerde gegnerin nie vorgelegen. Aufgrund der Schmerzfreiheit habe sich auch die psy chische Verfassung markant gebessert. Insgesamt sei deshalb von einer maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit ab Februar 2021 auszugehen. Die eingetretene Schmerzfreiheit nach der Operation vom November 2020 belege, dass die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und vom 18. August 2017 ursprünglich fehlerhaft gewesen seien, weil sie auf einem unzutref fenden Gutachten mit falscher orthopädischer Beurteilung gefusst hätten. Die früheren Beurteilungen des Zentrums C.___ hätten dies bemängelt und seien bereits damals richtig gelegen. Damit seien diese Verfügungen nichtig und entfalteten keine Wir kung, da der Widerruf einer ursprünglich fehlerhaften sozialver sicherungsre cht lichen Verfügung zulässig sei, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichti gu ng von erheblicher Bedeutung sei. Dies sei der Fall, da dem Beschwerdeführer ab Erstanmeldung bis zur Operation bzw. dem 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und danach eine halbe Rente ausgerichtet werden müsse. Des Weiteren werde der Einkommensvergleich bestritten. D as Valideneinkommen sei um die Nominallohnentwicklung und Teuerung anzupassen, so dass ein Ein kommen in Höhe von über Fr. 95'000.-- anzunehmen sei. Für das Invalidenein kommen sei die aktuelle Tätigkeit als Velomechaniker in einem 50%-Pensum her anzuziehen, womit ein Invaliditätsgrad von 75 % ausgewiesen sei. 2. Vorab ist zu prüfen, ob - wie vom Beschwerdeführer ausgeführt - auf die Verfü gungen aus dem Jahr 2013 und 2017 infolge zweifelloser Unrichtigkeit zurück zukommen ist. 2.1 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Beide Verfügungen wurden mittels Beschwerde an das hiesige Gericht sowie das Bundesgericht weitergezogen und im Rahmen der Beschwerdeverfahren überprüft (vgl. hierzu Urteile des hiesigen Gerichts IV.2013.00359 vom 21. November 2014 und IV. 2017.01036 vom 26. März 2019, Urk. 7/106 und Urk. 7/243 ; Urteile des Bundesgerichts 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 und 9C_367/2019 vom 5. November 2019, Urk. 7/119 und Urk. 7/252), womit beide Verfügunge n richter lich ge prüft wurden. Die se Verfügungen können daher nicht in Wiedererwägung gezogen werden. 3. 3.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbe stimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 3.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht ( Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 3.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). 4. 4.1 Vergleichsbasis für die Beurteilung, ob eine anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades vorliegt, bildet die Verfügung 18. August 2017 (Urk. 2), welche im Wesentlichen auf das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 sowie de ssen Stellungnahme vom 17. Februar 2017 ab stellt (Urk. 7 /184 und Urk. 7/193 ). 4.1.1 Die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ hielten folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (als Bauarbeiter) fest (Urk. 7 /184/46): - Chronischer lumbospondylogener Schmerz - Status nach massivem Verhebetrauma (03/2010) - Seither lumbosakrales, rezidivierendes Schmerzsyndrom - Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20.07.2011 - Status nach Revisionsoperation mit Dekompression L5/S1 bei relativer Spi nalkanalstenose (12/2011), Cage-Entfernung - Osteosynthesematerialentfernung 24.05.2013 - Inkomplettes Hemi- Cauda -Syndrom links mit/bei: - Status nach Funktionsmyelographie vom 26.09.13: Irritation der Wur zeln L5, S1 und S2 links - Status nach erfolglosem Hinterstrangstimulationstest (0ctrode bei TH 9-11) am 22.01.2014 - Status nach positivem Testergebnis und definitiver Implantation eines sakralen Neurostimulators am 09.10.2014 Ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie folgendes: - Erhebliche Symptomausweitung und deutliche negative Antwortver zerrung - Neurogen verursachte Blasenfunktionsstörung (anamnestisch) - Hyperlipidämie, bisher nicht medikamentös therapiert - Erektile Dysfunktion (anamnestisch) - Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41 gerechtfertigt (lediglich qualitative Einschränkungen der Arbeits fähig keit, jedoch keine quantitative) 4.1.2 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich vorwiegend um somatische Beschwerden (Urk. 11/184/42 f.), welche nach den Angaben des Beschwerdeführers zu ausge dehnten Schmerzen im Rückenbereich führten. Gegenwärtig stünden psychoso ziale Faktoren im Vordergrund, speziell wirtschaftliche, finanzielle Probleme des Beschwerdeführers und seiner Familie und eventuell daraus resultierende Kon flikte. Auch die Erektionsstörung könnte Konfliktstoff in der bestehenden Part nerschaft darstellen. Beim Beschwer deführer sei daher gemäss ICD die Annahme einer (leichtgradigen) chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren ICD-10 F45.41 gerechtfertigt. Dieser komme jedoch aus psychi atrischer Sicht keine quantitative Reduktion der Arbeitsfähigkeit zu. In qualitati ver Hinsicht sollte die Zeitstruktur berücksichtigt werden (keine Schichtarbeit, kein Akkord), er sollte keinem starken sozialen Druck ausgesetzt sein (z.B. Grup penarbeit), es sollten ihm gewisse Hand lungsspielräume am Arbeitsplatz verblei ben, um z.B. kurze zusätzliche Pausen zu machen. Auch sollte auf die sozialen Interaktionsmuster (Hierarchie, Führungs stil) geachtet werden, um ihn nicht zu überfordern. Beim Beschwerdeführer ergebe sich im Hinblick auf die Konsistenz seiner Anga ben während der aktuellen psychiatrischen Untersuchung aus rein psychiatrischer Sicht und nur bezogen auf die psychiatrischen Symptome keine tendenzielle Ver fälschung der Befunde und der Informationen zur Anamnese, dies gelte auch für sein Verhalten. Die aktuelle psychiatrische Behandlung könne jedoch nur als Bestandteil einer multimodalen Schmerztherapie angesehen werden, ziele aber nicht explizit auf ein primäres psychiatrisches Zustandsbild ab (Urk. 7 /184/46). 4.1.3 Aus orthopädischer Sicht seien die neurologischen Beschwerden im Vordergrund, welche im neurologischen Gutachten entsprechend gewürdigt würden. Ortho pä disch bestünden Facettengelenksarthrosen L3/4 und L4/5 und eine Retrolisthesis des Sakralwirbelkörpers (SWK) 1. Die angegebenen Beschwerden und demon s trierten Probleme gingen jedoch über das zu erwartende Ausmass hinaus. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. In einer Ver weistätigkeit im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils bestehe eine Arbeits fähigkeit von 80 % wegen erhöhtem Pausenbedarf und einer verringerten Leistungsfähig keit. Auf Grund der obengenannten Probleme bestehe folgendes Zumutbarkeits profil: Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebenso wenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls sollten überwiegend sitzende Arbeiten vermieden werden (Urk. 7 /184/43) 4.1.4 Rheumatologisch habe sich im Rahmen der Untersuchung seitens des Beschwer deführers eine erhebliche Schmerzhaftigkeit gezeigt, so dass teilweise die Unter suchungsbedingungen deutlich eingeschränkt gewesen seien. Aus rein inter nis tisch-rheumatologischer Sicht ergebe sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt kein Hinweis auf das Vorliegen einer entzündlich rheumatischen Systemerkrankung, welche die Beschwerdesymptomatik erklären könnte. Aus rein internistisch-rheu matologischer Sicht könne somit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht festgestellt werden (Urk. 7 /184/43) 4.1.5 Aus neurologischer Sicht bestehe in Zusammenschau der Aktenlage und in Kenntnis der aktuellen klinischen Untersuchung, der Anamnese und des EMG Befundes weitgehende Übereinstimmung mit den Vorbefunden dahinge hend, dass geringe sensible Defizite in den sakralen Segmenten bestünden, ein ASR-Ausfall links objektivierbar nachvollziehbar sei, im EMG alte axonale Schä digungszeichen feststellbar seien, ohne Hinweis für frischere axonale Schädi gungsprozesse. Es bleibe somit nach wie vor retrospektiv betrachtet unklar, ob diese Befundlage mit dem Unfallereignis von 2010 zusammenhänge oder erst später peri -/postoperativ bei wiederholten Massnahmen aufgetreten sei, und seit her als Residuum zu bewerten wäre. Gemäss den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers wäre diesbezüglich erst seit Dezember 2011 mit der zweiten Operation offensichtlich eine S1-Affektion links aufgetreten im Sinne der damals bei ihm aufgefallenen Sensibilitätsstörung am Fussaussenrand, dem S1-Segment zugehörig. Es erscheine jedoch angesichts der ansonsten doch nur moderaten Lendenwirbelsäule( LWS)-Pathologie eher ungewöhnlich und nicht nachvollzieh bar, warum sich eine gemäss den Angaben des Beschwerdeführers so massive, schwergradige und therapieresistente Symptomatik entwickelt haben sollte. Es müssten hier auch das Vorliegen anderer Faktoren überwiegend wahrscheinlich angenommen werden, respektive spiele ein dysfunktionaler Schmerzver arbei tungsprozess eine nicht unwesentliche Rolle (Urk. 7 /184/43 ff.). Insbesondere aufgrund der doch erstaunlichen, lange Zeit nur geringen Inan spruchnahme schmerztherapeutischer Massnahmen sei hinsichtlich der Schmerz angaben doch sehr von einer wohl eher bewusstseinsnahen und sehr ausgepräg ten negativen Antwortverzerrung auszugehen, wäre das Verhalten gut mit einem «Krankenrollenverhalten» zu beschreiben und wäre - sofern aus neurologischer Sicht zu reflektieren - eher nicht als eine somatoforme Schmerzstörung zu bewerten (diesbezüglich müsse aber auf die Bewertung des psychiatrischen Gut achtens verwiesen werden). Gleichwohl erschwere dieses Verhalten die Bewertung der Arbeitsfähigkeit. Es dürfe sicher angenommen werden, dass eine verminderte Rückenbelastbarkeit bestehe, es könne auch von chronischen lumbospondyloge nen Schmerzen bei Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20. Juli 2011, Cage-Entfernung im Dezember 2011, Osteosynthesemateria lentfernung 24. Mai 2013 und Neurostimulatorimplantation 09. Oktober 2014 ausgegangen werden. Gegenüber den früheren Einschätzungen der Arbeitsfähig keit, variierend von 50-100 % arbeitsfähig in einer Verweistätigkeit, könne, umso mehr da erhebliche andere nichtsomatische Faktoren eine Rolle spielen, von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 80 % ausgegangen werden, bezogen auf eine ideal lei densangepasste, rückengerechte Arbeitstätigkeit, nach Belastungsaufbau über einen Verlauf von ca. 3 Monaten, beginnend mit 50 %. Die angestammte Tätig keit im Baubereich sei hingegen nicht mehr zumutbar. 4.1.6 Aus internistischer Sicht klage der Beschwerdeführer über keine Beschwerden (Urk. 7 /184/45). Aus internistischer Sicht lägen keine Befunde bzw. Diagnosen mit ver siche rungsmedizinischer Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit vor. Er sei des halb medizinisch-theoretisch in seiner bis dato ausgeübten Tätigkeit als Bauhilfs arbeiter/Schaler vollschichtig arbeitsfähig ohne Leistungseinschränkung. Dies gelte ebenso für eine Verweistätigkeit. 4.1.7 Interdisziplinär konstatierten die Gutachter, dass der Beschwerdeführer als Bau arbeiter nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer Verweistätigkeit bestehe eine Rest arbeitsfähigkeit von 80 % (nach Belastungsaufbau ca. 3 Monate, beginnend mit 50 %) im Rahmen des folgenden Zumutbarkeitsprofils mit verlängerten Pausen und reduzierter Leistung (Urk. 11/184/47): - Es bestehe verminderte Rückenbelastbarkeit. - Diesbezüglich sei die angestammte Tätigkeit im Baubereich nicht mehr zumut bar. - Auch in einer ideal leidensangepassten Tätigkeit bestünden ggf. ein erhöhter Pausenbedarf und eine verringerte Leistungsfähigkeit. - Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebensowenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls überwiegend sitzende Arbeiten sollten vermieden werden, bezogen auf eine ideal leidensangepasste, rücken gerechte Arbeitstätigkeit. - Aus psychiatrischer Sicht bestünden gegenwärtig keine relevanten quantita ti ven Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit; zu qualitativen Defiziten siehe unten, diese ergäben sich auch aus dem Fähigkeitsprofil. - Beim Beschwerdeführer seien aufgrund der langen beruflichen Pause Schwie rig keiten bei der Anpassung an Regeln und Routinen zu erwarten, zeit weilig auch bei der Planung und Strukturierung von Aufgaben, obwohl er im häus lichen Bereich meist gemäss seiner Schilderung versuche, den Tagesablauf sinnvoll zu strukturieren und ihm zuträgliche Aufgaben im Haushalt zu über nehmen. Es bestehe auch eine reduzierte Flexibilität und Umstellungsfähig keit, die sich jedoch aus psychiatrischer Sicht beruflich vornehmlich in quali tativer Hinsicht bemerkbar machen dürfte. Er könne Entscheidungen treffen, fachliche Kompetenzen anwenden, er sei auch in der Lage, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Neues zu lernen. Immerhin sei er in seiner letzten beruf lichen Auf gabe als Vorarbeiter eingesetzt worden. Relevante intellektuelle oder kognitive Defizite seien im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Unter suchung nicht auszumachen. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei gut, auch die Kontaktfähig keit zu Dritten, dies gelte auch für die familiären Beziehungen. 4.2 Die aktuelle medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgender massen: 4. 2. 1 Die Behandler im Zentrum C.___ notierten in ihrem Bericht vom 14. Januar 2020 folgende (gekürzt wiedergegebenen) «neuen Diagnosen ab 31. Juli 2017 » (Urk. 7/255/6): - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - Andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch (ICD-10 F62.80) - Status nach Blitzschlag am 18. Juli 2005 - Lumbovertebrales Syndrom - Neurogene Blasenfunktionsstörung bei Status nach Blitzschlag Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, führte in Bezug auf die jetzigen Beschwerden aus, dass i n letzter Zeit die lumboradikulären Schmerzen links wei ter an Intensität zugenommen hätten. Die Implant ation des Neurostimulators vom 9. Oktober 2014 habe keine wesentliche Besserung gebracht, insbesondere auch nicht nach der Revision am 12. Mai 2016. Der Beschwerdeführer beklage ständi ge lumboradikuläre Schmerzen beidseits, linksbetont, wobei es in der Zwischenzeit zu keinen Schmerzausstrahlungen ins linke Bein gekommen sei. Es bestehe aber noch immer ein Gefühl, er müsse Entleeren können, er gehe deswegen alle 2-3 Stunden zur Toilette und müsse dann offenbar pressen. Eine eigentliche Inkonti nenz sei bis anhin aber noch nicht aufgetre ten. Auch die Sexualfunktion sei deut lich eingeschränkt, der Beschwerdeführer gebe eine ca. 50% ige Einschränkung der E rektion an, die Sensibilität sei linksseitig perianal abgestorben. Ebenso sei auch die Libido entsprechend vermindert. I n diesem Zusammenhang sei Dr. med. G.___, Facharzt für Anästhesiologie, eingeschaltet worden, er habe nun versucht, mit Stimulation der sakralen Wurzel eine Besserung zu erreichen, die ganzen Abklärungen und Versuche seien teilweise abgeschlossen. Sie würden je nach Verlauf der wissenschaftlichen Ergebnisse wieder versuchen, beim Beschwerdeführer mit Elektrostimulation eine Verbe sserung zu erreichen. Es handle sich bei diesen Methoden um eine physiologische Methode, welche prak tisch keine Nebenwirkungen zeige. Eine weitere Möglichkeit stelle auch das Neu rofeedbacktraining dar, welches ebenfalls in ihrer Klinik an geboten werde könne. Die Akten seien somit noch nicht geschlossen und sie hoff t en, dass sie dem Beschwerdeführer au fgrund der grossen Fortschritte in der Technologie doch noch helfen könn t en, um vor allem das partielle Cauda equina Syndrom klar zu verbessern. So wie si ch die Situation jetzt darstelle, sei der Beschwerdeführer unter einem enorm hohen Leidensdruck und dadurch auch s chwer psychisch belastet. Dr. med. H.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, führte aus, dass der Beschwerdeführer ihm ein elektrisches Stimulationsgerät zeige, welches in der Genitalregion appliziert werde, auch um Wasser lösen zu können. Das Gerät appliziere er, wenn er den starken siechenden Schmerz verspüre. Meist gehe das Wasserlösen ohne das Gerät, welches seit 2011 von der Urologie abgegeben wor den sei. Den Stuhldrang spüre er und die Defäkation gehe ohne besondere Mass nahmen. Er trinke viel, dann sei der Stuhl nicht hart. Der Beschwerdeführer gehe mit zwei Amerikanerstöcken und sage, ohne die zwei Stöcke könne er nicht mehr gehen. Der rechte Arm werde oft sehr schmerzhaft, so dass er den Arm nicht gebrauchen könne. Dies sei so, seit er am 18. Juli 2005 hier in der Schweiz auf einer Baustelle auf dem Areal I.___ von einem Blitz getroffen worden sei. Drei Tage später habe er wieder arbeiten müssen. Er habe damals Verbrennungen an den Fusssohlen gehabt. Dronabinol 2,5 % (THC) mache ihn wie betrunken, aber die Schmerzen im linken Gesäss und das Kribbeln würden nicht bessern. Der Führerschein für alle Kategorien inklusive Moped seien mit Verfügung vom 23. Juli 2013 entzogen worden. In der Begründung werde die verkehrsmedi zinische Begutachtung vom 25. Februar 2013 angeführt, wo eine verkehrsrele vante Gesundheitsproblematik (schwerste, immobil i sierende Schmerzen im Bewegungs apparat) festgestellt worden seien. Dr. G.___ führte aus anästhesiologischer Sicht aus, dass chronische, invali disierende lumbosakrale und lumboradikuläre Schmerzen sowie eine chronische Testalgie links bestünden. Dr. med. J.___, Facharzt für Neurologie, hielt aus neurologischer Sicht fest, dass seit 2010 starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine nach Verhebetrauma links mehr als rechts bestünden. Darüber hinaus bestehe ein Taubheitsgefühl im Hodenbereich und Bein bzw. Fuss links sowie eine Fuss schwäche links. Weiterhin klage er über Blasenstörungen, sexuelle Funktionsstö rungen, Schlafprobleme, Tagesmüdigkeit und Depressionen. Er sei mehrmals im LWS-Bereich operiert worden. Aus neurokognitiver Sicht konstatierte Dr. J.___, dass der Beschwerdeführer über Konzentrationsstörungen und Vergesslich keit klage. Med. pract. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt aus psychosomatischer Sich t dafür, dass der Beschwerdeführer berichte, dass er draussen ohne die Krücken nicht mehr laufen könne. Die Schmerzen im Rücken seien unverändert stark sowie die Parästhesien in das linke Bein. Die Kraftlosig keit im rechten Arm sowie Fersenschmerzen beidseits bestünden seit dem Blitz schlag 2005 nach wie vor. Zudem weise der Beschwerdeführer weiterhin eine depressive Störung schweren Grades mit starker Hoffnungslosigkeit, Lebensüber druss, Sinnlosigkeitsgedanken und sozialem Rückzug auf. Konsensual hielten die Behandler fest, dass aus somatischer wie auch aus psychi atrischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit vorliege aufgrund der Intensität der chronischen Schmerzen, dem Schweregrad der depressiven Störung sowie der negativistischen Persönlichkeitsstörung. 4. 2. 2 Der Beschwerdeführer begab sich in die Klinik D.___, Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Neurochirurgie in Behandlung. Nach der Konsultation vom 20. Januar 2020 (Urk. 7/255/17) erfolgten weitere Untersuchungen. Anlässlich der Telefonkonsultation vom 18. März 2020 zur Besprechung der SPECT-/CT-Untersuchung hielten die Behandler fest, dass zumindest ein Grossteil der beklag ten Beschwerden aufgrund der Untersuchungsresultate mit grosser Wahrschein lichkeit auf die nicht eingetretene knöcherne Heilung im Segment L5/S1 zurück zuführen sei und dass deshalb die Indikation zu einer Revisionsoperation bestehe, bei der die Instabilität L5/S1 durch eine erneute Fusion (von dorsal, unter Umständen auch von ventral) operativ beseitigt werde. Dem Beschwerdeführer werde mitgeteilt, dass dieser Eingriff nicht dringend sei und damit erst nach Abklingen der Pandemie möglich sei (Urk. 7/255/20). Am 20. Juli 2020 wurde der Beschwerdeführer intern in der Klinik D.___ zur Indikationsstellung einer operativen Versorgung im Sinne einer erneuten Revisi onsoperation überwiesen. Im entsprechenden Bericht wurde notiert, dass beim Beschwerdeführer ein schweres chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom bei Status nach multiplen Voroperationen bestehe. Im SPECT-/CT zeige sich der Ver dacht auf eine straffe Pseudoarthrose L5/S1 und ein wahrscheinlich konsolidiertes Segment L4/5 sowie degenerative Veränderungen im Nachbarsegment L3/4 vor allem rechtsbetont. Die Schmerzursache sei letztlich nicht klar. Sie würden zur genaueren Beurteilung zunächst eine differenzialdiagnostische Facettengelenks infiltration durchführen und den Beschwerdeführer hierfür in der Neurologie anmelden, beginnend mit dem Segment L3/4, gegebenenfalls auch in einem zwei ten Termin L4/5 und L5/S1. Abhängig vom Ansprechen und vom weiteren Ver lauf müsste gegebenenfalls die Indikation zur Revisionsspondylodese mindestens L5/S1, gegebenenfalls auch Verlängerungsspondylodese bis L3/4 gestellt werden. Insgesamt seien die Erfolgsaussichten angesichts des chronifizierten Krankheits bildes stark eingeschränkt (Urk. 7/263). Anlässlich der Sprechstunde vom 17. September 2020 berichtete der Beschwer deführer, dass die Infiltration des Nachbarsegmentes L3/4 keine Veränderung der starken Schmerzen gebracht habe. Aufgrund des hohen Leidensdruckes habe er sich für eine Operation entschieden. Er sei darüber informiert worden, dass die Prognose deutlich reduziert sei bei chronischem Schmerzbild und psychosozialer Flags. Die pathologische Veränderung mit SPECT positiver Pseudoarthrose und radiologisch zunehmender Anschlussegmentdegeneration rechtfertigten aller dings den Eingriff. Der Eingriff sei für den 2. November 2020 geplant (Urk. 7/267). Am 2. November 2020 erfolgte die Revision der Pseudoarthrose L5/S1 mit navi gierter Re-Inst r umentation und Verlängerungsspondylodese L3-S1, TLIF L3/4 über beidseitigen Zugang, Spondylodese mit lokalem Knochen und autologer Beckenspongiosa von links (Urk. 7/271). 4. 2. 3 Im Anschluss an die Operation befand sich der Beschwerdeführer vom 11. bis zum 24. November 2020 in der stationären Rehabilitation in der Klinik L.___. Im Austrittsbericht vom 23. November 2020 (U rk. 7/277/3 ff.) notierten die Behandler, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der durchgeführ ten Massnahmen eine verbesserte Mobilität bei Vollbelastung erreicht habe. Der Beschwerdeführer könne über 250 Meter ohne Hilfsmittel indoor und outdoor, sowie 60 Treppenstufen sicher bewältigen. In den Transfers und den Aktivitäten des täglichen Lebens sei er selbständig. Der Kraftgrad im M.psoas und im M.quad riceps betrage beidseits M4-5, der Kraftgrad der unteren Extremitäten ansonsten allseits M5. Die vorbekannte Sensibilitätsminderung des linken Beines, vom late ralen Oberschenkel bis zum Fuss, sei bei Austritt noch in gleicher Intensität vor handen. Die Entfernung des Klammermaterials sei am 16. November 2020 bei gesicherter Wundheilung erfolgt. Sie hätten den Beschwerdeführer am 24. November 2020 in gutem Allgemeinzustand und sicher auf der Ebene sowie auf der Treppe in das häusliche Umfeld entlassen. 4. 2. 4 Im Sprechstundenbericht vom 26. Januar 2021 der Klinik D.___ hielt PD Dr. med. M.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trauma to lo gie des Bewegungsapparates, fest, dass sich 3 Monate postoperativ nach lumbaler Revisions- und Verlängerungsspondylodese bei Failed -back- Surgery Syndrom ein weiterhin sehr schöner Verlauf zeige. D ie präoperativ massgeblichen Schmer zen hätten deutlich verbessert werden können. Der Beschwerdeführer sei wieder mobil. Die Opiate seien abgesetzt worden. Gehstöcke müssten nicht mehr einge setzt werden. Sie empfählen die Physiotherapie durchzuführen. Hierfür sei eine Verordnung ausgehändigt worden. Zusätzlich sei Calcimagon D3 einzuneh men. Die nächste klinisch-radiologische Verlaufskontrolle sei in drei Monaten vorge sehen (Urk. 7/276). 4. 2.5 Im Bericht vom 29. Juni 2021 des Zentrums C.___ notierten N.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. O.___, Klinischer Psychologe, dass die Depression schweren Ausmasses heute nach der Operation in der Klinik D.___ vom November 2020 remittiert sei. Das Schmerzniveau sei heute konstant auf 3-4 und gut erträglich, allerdings noch nicht auf einem Niveau, wo eine Arbeitstätigkeit in angepasster Arbeit möglich wäre. Die Rekon valeszenz dauere noch bis ca. Dezember 2021. Die Prognose sei sehr gut, der Beschwerdeführer müsse nach 11 Jahren Arbeits unfähigkeit mit Hilfe der Beschwerdegegnerin wieder eingegliedert werden. Er sei gut motiviert, allerdings noch in Rekonvaleszenz bis ca. Dezember 2021. Die Behandlung im Zentrum C.___ werde abgeschlossen. Der Beschwerdeführer versuche auch, den Führerschein z urückzuerhalten. Die angestammte und eine angepasste Tätigkeit sei weniger als 2 Stunden täglich möglich aktuell aufgrund der noch vorhandenen Schmerzen. Eine leichte Haus haltstätigkeit sei möglich (Urk. 7/282). 4. 2.6 Der Beschwerdeführer stellte sich erstmalig am 7. Mai 2021 in der Fusschirurgie der Klinik D.___ vor (Urk. 7/284). Aufgrund eines Verdachts auf eine Irrita tion de N. tibialis beidseits w u rde eine Infilt r ation mit Ropivacain / Diprophos Fuss rechts N. tibialis durchgeführt (Urk. 7/284). Im Sprechstundenbericht vom 18. Juni 2021 wurde festgehalten, dass sich keine Besserung durch die Infiltration zeige. Sie vermuteten eine small fiber Neuropa thie bei Zustand nach Blitzschlag 2005. Therapeutisch sei gegebenenfalls die Überlegung einer medikamentösen Therapie mit zum Beispiel Lyrica möglich. Der Beschwerdeführer werde dies, sollte er darauf zurückgreifen wollen, mit dem Hausarzt besprechen. Es seien keine weiteren Termine geplant (Urk. 7/284/3 f.). Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten B ericht vom 11. November 2021 wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer lediglich zwei Mal einen Termin gehabt habe. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hätten sie keine Atteste ausgestellt und auch keinen Bezug darauf genommen. Dementsprechend könnten keine Aus sagen getroffen werden. Soweit bekannt, leide der Beschwerdeführer an diversen Beschwerden. Um eine Beurteilung in Bezug auf den Bereich der Füsse durchzu führen, wäre vermutlich ein Gutachten sinnvoll. Sie hätten nur Bezug auf die Schmerzen beziehungsweise die Diagnose der Schmerzen und die Therapie derer nehmen können, da sie den Beschwerdeführer lediglich zweimal gesehen hätten (Urk. 7/287). 4. 2.7 Facharzt N.___ und Dr. phil. O.___ des Zentrums C.___ nahmen am 15. November 2021 auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin erneut Stellung. Sie hielten fest, dass nach der Revisionsoperation eine deutliche Verbesserung des Zustandes vorliege und der Beschwerdeführer keine Gehhilfen mehr brauche. Allerdings werde eine Arbeit von einer gewissen Schwere sowie langem Stehen nicht mehr möglich sein. Ein Arbeitsversuch oder eine Arbeitsintegration sei erwünscht. Eine Unter stützung durch die SVA wäre optimal. Die angestammte Tätigkeit auf der Bau stelle sei nicht möglich. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer 4-6 Stunden täglich ausüben (Urk. 7/290). 4.2.8 Am 2. Februar 2022 nahm Dr. P.___, Facharzt für orthopädi sche Chirurgie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes, Stellung (Urk. 7/297/7). Er führte aus, dass der Beschwerdeführer ab März 2010 a l s Bauhilfsarbeiter vollum fänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Gestützt auf eine RAD-Beurteilung vom 17. Februar 2017 sei er in einer körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen belastende Zwangshaltungen (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbei ten in Armvorhalte), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andau ernde Vibrations- und Schlagbelastungen sowie unter Ausschluss von Kälte-/Nässeexpositionen 80 % arbeitsfähig gewesen. Unter Berücksichtigung der neuen Akten sei ein postoperativ gebesserter, aber weiterhin dauerhaft relevanter Gesundheitsschaden vorhanden. Es bestehe wei terhin ein chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei Status nach mehrfacher lumbaler Spondylodese ab 2011, zuletzt am 2. November 2020. Ausgenommen der perioperativen Rekonvaleszenz nach der Operation vom 2. November 2020 mit nachfolgend ca. sechs Monaten 100%iger Arbeitsunfä higkeit in angepasster und angestammter Tätigkeit, könne danach weiter von voller Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer 80%igen Arbeitsfä higkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden. Damit sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit angepasst auszugehen bis zum 1. November 2020, ab dem 2. November 2020 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab Juni 2021 wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. 4.2.9 Dr. med. Q.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, des RAD führte am 20. Februar 2022 aus, dass im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 eine andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom genannt werde, was bis anhin nicht genannt worden sei und nicht nachvollzogen werden könne. Ein psychopathologischer Befund fehle im Bericht. Im Bericht des Zentrums C.___ vom 15. November 2021 fehle ebenfalls ein psychopathologischer Befund. Aktu ell sei kein psychisches Leiden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausge wiesen (Urk. 7/297/8). 4.2.10 Nach erfolgtem Einwand des Beschwerdeführers nahm Dr. P.___ vom RAD am 16. Juni 2022 erneut Stellung und führte aus, dass sich infolge der Vorbringen aus somatisch versicherungsmedizinischer Sicht nichts an seiner Beurteilung ändere, weitere Abklärungen seien nicht notwendig (Urk. 7/317/3). 4.2.11 Dr. Q.___ des RAD äusserte sich erneut zum psychiatrischen Gesundheitszustand. Sie konstatierte am 21. Juni 2022, dass aufgrund des Einwandschreibens der Rechtsvertreterin eindeutig beschrieben werde, dass sich die psychische Verfas sung des Beschwerdeführers aufgrund der signifikanten Schmerzreduktion ver bessert habe, was klar darauf hindeute, dass es sich um keine Depression im Sinne des ICD-10 gehandelt habe. Nicht klar sei, was die Rechtsvertreterin unter nega tivistischer Persönlichkeit verstehe. Klar sei, dass aufgrund anhaltender Schmer zen keine fröhliche Person erwartet werden könne, das wäre eher pathologisch. Zudem sei in den Berichten des Zentrums C.___ von Juni und November 2021 eine remit tierte Depression sowie ein Status nach Persönlichkeitsänderung beschrieben worden. Da die Schmerzen offensichtlich zurückgegangen seien, könne auch nicht mehr von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren (ICD-10 F45.41) ausgegangen werden. Da keine neuen Berichte eingegangen seien, könne weiter auf ihre vorangegangene Stellungnahme abge stellt werden (Urk. 7/317/3 f.). 5. Die Neuanmeldung des Beschwerdeführers erfolgte am 11. Mai 2020 (Urk. 7/256), womit ein allfälliger Renten anspruch frühestens ab dem 1. Oktober 2020 laufen würde (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Vorab zu prüfen ist, ob eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur Verfügung vom 18. August 2017 vorliegt (vgl. E. 2.2). 5.1 Im B ericht des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 (vgl. E. 4.2.1) wird davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht vollumfänglich arbeitsunfähig sei. Dabei berücksichtigten die Behandler aller dings insbesondere die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden. Aus psy chiatrischer Sicht wurde darüber hinaus das vom Beschwerdeführer geschilderte positive und negative Leistungsbild berücksichtigt (vgl. Urk. 7/255/14). Dr. F.___ hielt aufgrund der wirbelsäulen-chirurgischen Sicht aufgrund der komple xen Problematik mit in validisierenden Schmerzsyndrom bei deutlichen funktio nellen Einschränkungen eine Arbeitsfähigkeit nicht für zumutbar - obwohl Dr. G.___ aus anästhesiologischer Sicht eine dem Leiden angepasste leichte Tätigkeit mit reduziertem Pen sum möglich erachtete, aber aus schmerztherapeu tischer Sicht alleine diese für nicht quantifizierbar hielt. Aus neurologischer Sicht wurde - ohne weitere Begründung - eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Eine Begründung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten anhand objektive r Befunde unterblieb. Des Weiteren geht aus dem Vergleich des Berichtes vom 14. Januar 2020 (Urk. 7/255/5 ff.) und dem Bericht vom 16. Oktober 2017 (Urk. 7/233/3 ff.) aus diagnostischer Sicht lediglich neu hervor, dass der Beschwerdeführer unter einer andauernden Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch leide (Urk. 7/255/6 ; vgl. E. 4.2.1 ). D ie «psychosomatischen Befunde» der beiden Berichte lassen allerdings keine wesentliche Verschlechterung erkennen (Urk. 7/233/11 und Urk. 7/255/13). Auch aus den Berichten der Klinik D.___ in Bezug auf die Wirbelsäule (vgl. E. 4.2.2; E. 4.2.4) lässt sich keine Verschlechterung des Gesundheitszu standes bis zur Operation im November 2020 erkennen. Soweit der Beschwer deführer vorbringt, dass im Bericht vom 20. Juli 2020 (vgl. E. 4.2.2) von stark zunehmen den Beschwerden ausgegangen wurde, welche mittlerweile immobili sierend seien, ist festzuhalten, dass dies aufgrund der Angaben des Beschwer deführers entspre chend erhoben wurde - objektive Befunde welche diese Ver schlechterung nach vollziehbar erklären würden, gehen keine aus den Berichten hervor. Vielmehr wurde festgehalten, dass die Schmerzursache letztlich unklar sei. Die Berichte der Fusschirurgie der Klinik D.___ (vgl. E. 4.2.6) lassen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ebenfalls nicht überwiegend wahr scheinlich erscheinen, da der Beschwerdeführer - soweit aus den Berichten ersichtlich - eine weitergehende (medikamentöse) Behandlung nicht in Anspruch nahm und eine über die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden hinaus gehende Einschränkung darin nicht festgehalten wurden. Darüber hinaus berich tete der Beschwerdeführer selbst, dass diese Beschwerden seit dem Blitzeinschlag im Jahr 2005 bestünden (vgl. Urk. 7/284). 5.2 Der Beschwerdeführer brachte des Weiteren vor, dass die Operation vom 2. November 2020 eine starke Verbesserung mit sich gebracht habe, da die Schmer zen stark gebessert hätten. Allerdings sei er von PD Dr. M.___ bis zum 14. Dezember 2021 voll arbeitsunfähig geschrieben worden und danach sei eine 50-80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Urk. 7/304). Eine Begrün dung der attestierten Arbeitsunfähigkeit oder Befunde, welche eine solche nachvollziehb ar machen würden, unterbleiben. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit ist auch mit Blick auf den Sprechstundenbericht von PD Dr. M.___ vom 26. Januar 2021 nicht nachvollziehbar, da er bereits drei Monate postoperativ eine massgegliche Schmerzverbesserung bei Absetzen der Opiate und Mobilität des Beschwer defüh rers attestierte (vgl. E. 4.2.4). Im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 wurde ebenfalls von einem stark gebes serten Zustand ausgegangen, allerdings wurde festgehalten, dass aufgrund der Schmerzen auf dem Niveau von 3-4 eine Arbeitstätigkeit aktuell nicht möglich sei und die Rekonvaleszenz bis ca. D ezember 2021 andauere (vgl. E. 4.2.5). Eine Begründung anhand objektiver Befunde unterbl ieb. Auch unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte und Therapeuten mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen diese (unbegründeten) Angaben von PD Dr. M.___ und der Behandler des Zentrums C.___ die schlüssigen Ausführungen von Dr. P.___ des RAD, dass die Rekonvaleszenzphase ca. 6 Monate gedauert habe und danach wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei, nicht zu entkräften (vgl. E. 4.2.8). Damit ist die sechsmonatige Rekonvaleszenzphase nach der Operation vom 2. November 2020 bzw. die damit einhergehende Verschlechterung des Gesund heitszustandes nicht von Dauer und entsprechend invalidenversicherungs rechtlich nicht zu berücksichtigen. 5.3 Auch eine andauernde objektivierbare Verbesserung des Gesundheitszustandes nach der Operation ist nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, da aus psychi atrischer Sicht bereits die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verneinten und sich aus somatischer Sicht die objektivierbaren Befunde - bis auf eine stark verbesserte Schmerzempfindung durch den Beschwerdeführer nach der Operation - nicht wesentlich veränderten. 5.4 Zusammenfassend liegt keine wesentli che dauerhafte und vor allem auch objeti vierbare Veränderung des Gesundheits zustandes – und auch keine in erwerblicher Hinsicht - vor, so dass keine in rechtlicher und tatsäc hlicher Hinsicht umfassende Neu prüfung des Rentenanspruch s vorzunehmen ist (vgl. E. 2.2). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. 6.1 Gemäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aussichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen und eine unentgeltliche Rechtsvertre tung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Der Beschwerdeführer verfügt zusammen mit seiner Frau über ein Vermögen von rund Fr. 34'076. -- bei der Bank R.___ per 24. September 2022 (Urk. 10/20-21) sowie eine Liegenschaft, deren Steuerwert auf Fr. 125’000.-- beziffert wird (Urk. 10/23 ). Demgegenüber steht eine Hypothekarschuld von EUR 152'875.18 (Urk. 10/12). Davon ausgehend, dass der Steuerwert unter dem Verkehrswert liegt und die Hypothekarschuld überwiegend wahrscheinlich durch die Liegenschaft gesichert sein dürfte, verfügt der Beschwerdeführer zusammen mit seiner Frau über ein den Notgroschen übersteigendes Vermögen. Der Beschwerdeführer erzielte darüber hinaus in den Monaten Mai-September 2022 ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von Fr. 2'378.40 zuzüglich Ren tenleistungen von monatlich Fr. 190.-- (Urk. 10/3). Hinzu kommt das Einkommen der Ehefrau, welches gemäss Steuererklärung 2021 Fr. 4'478.50 monatlich beträgt (Urk. 10/23), womit die Ehegatten über ein monatliches Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 verfügen. Das nach dem Kreisschreiben des Obergerichts vom 16. September 2009 berechnete Existenzminimum beträgt rund Fr. 4'791.40 (Grundbetrag Ehegatten: Fr. 1‘7 00.--; zwei Kinder à je Fr. 600.--, Wohnen: Fr. 986.-- [Urk. 10/ 5], Krankenkasse KVG Fr. 1'178.75 [Urk. 10/7-8 ], abzüglich IPV Fr. 453. 90 [Urk. 10/7-8], ungedeckte Gesundheitskosten Fr. 23.40 [Urk. 10/9], Kosten für die ÖV Fr. 65.15 und Fr. 92.-- [Urk. 10/11 und Urk. 10/14] ). Im Grund betrag enthalten sind auch die Stromkosten und die Prämien für die Hausratsver sicherung. Inwieweit das Auto ein Kompetenzstück darstellen soll, ist nicht ersichtlich, da es dem Beschwerdeführer ohne Weiteres zumutbar ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen - die entsprechenden Ausgaben haben damit unberücksichtigt zu bleiben. Dem monatlichen Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 stehen damit zu berücksicht igende Ausgaben in Höhe von Fr. 4'791.40. Auch unter Berücksichtigung des usanzgemäss gewährten Freibe trages von Fr. 600.-- für ein Ehepaar und je Fr. 100.-- für die Kinder verbleibt bei gesamthaft zu berücksichtigenden Ausgaben von Fr. 4'791.40 ein Überschuss von Fr. 1'455.50. Selbst unter Berücksichtigung einer hypothetischen Steuerbe lastung sowie eine s monatlichen Betrag s zur Begleichung der Zahnarztrechnun gen der Kinder ist damit eine Bedürftigkeit unter Berücksichtigung der Bedarfs rechnung sowie des Vermögens klar zu verneinen. Eine prozessuale Bedürftigkeit des Beschwer deführers ist nicht ausge wiesen, wes halb das betreffende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist. 5.2 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invaliden versicherung, IVG) und auf Fr. 1’0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer auf zuerlegen. Das Gericht beschliesst, Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführ ung und Bestellung von Rechtsan wältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin wird abgewiesen, und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 1’000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dina Raewel - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstCasanova

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00432 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Casanova Urteil vom 17. März 2023 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel Raewel Advokatur Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1978, arbeitete seit 1999 bei der Y.___ AG, Bauunternehmung, als Bauarbeiter/Schaler. Seit einem Arbeitsunfall im März 2010 übt e er keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Das Anstellungsverhältnis mit der Y.___ AG wurde per Mai 2012 aufgelöst (Arbeitgeberbericht vom 31. Mai 2010, Urk. 7 /9 un d Urk. 7 /65/7). Am 10. Mai 2010 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf persistierende Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leis tungsbezug an (Urk. 7 /1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und sah eine Abklä rung durch die berufliche Abklärungsstelle Z.___ vor (vgl. Bericht der Berufsberatung vom 27. September 2010, Urk. 7 /26), welch e aber aus gesund heitlichen Grün den nicht dur chgeführt werden konnte (Urk. 7 /28-30). Am 28. November 2012 untersuchte RAD-Ärztin med. pract. A.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, den Versicherten und gelangte zum Schluss, unter adäquater Schmerztherapie sei in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Bericht vom 3. Dezember 2012, Urk. 7 /63). Mit Verfügung vom 6. März 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbe gehren ab ( Urk. 7 /85 ). Nachdem der Versicherte hiergegen am 21. April 2013 Beschwerde erhoben hatte (Urk. 7 /88/3 ff.), hiess das hiesige Gericht die Beschwerde mit Urteil IV.2013.00359 vom 21. November 2014 teilweise gut und hob die Verfügung vom 6. März 2013 insoweit auf, als damit der Anspruch auf eine Invalidenrente bis am 28. Februar 2013 verneint wurde und stellte fest, dass der Versicherte vom 1. März 2011 bis 28. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übri gen wurde die Beschwerde abgewiesen (Urk. 7 /106). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 12. Januar 2015 (Urk. 7 /111/2 ff.) mit Urteil 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 ab (Urk. 7 /119). 1.2 Zwischenzeitlich hatte sich der Versicherte mit Zusatzgesuch vom 22. Januar 2015 (Eingangsdatum, Urk. 7 /112) erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle tätigte erneut erwerbliche und medizinische Abklä run gen und holte insbesondere das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 ein (Urk. 7 /184; ergän zende Stellungnahme vom 17. Februar 2017, Urk. 7 /193). Mit Verfügung vom 18. August 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7 /223 ). Die hier gegen erhobene Beschwerde vom 21. September 2017 (Urk. 7/231 ) wies das hie sige Gericht mit Urteil IV.2017.01036 vom 26. März 2019 ab (Urk. 7/243). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/245/2 ff.) mit Urteil vom 5. November 2019 ab (Urk. 7/252). 1.3 A m 29. April 2020 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/256 ). Die IV-Stelle trat auf die Neuan meldung ein, tätigte weitere Abklärungen und holte verschiedene Arztberichte ein. Mit Schreiben vom 30. Juni 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass auf grund des Gesundheitszustandes aktuell keine Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien (Urk. 7/281). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbe scheid vom 11. Februar 2022, Urk. 7/298; Einwand vom 16. März 2022, Urk. 7/311) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Juni 2022 das Leistungsbegeh ren ab (Urk. 2). 2. Hiergegen erhob der Versicherte am 25. August 2022 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben. Ebenso seien die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und 18. August 2017 aufzuheben und dem Beschwerdeführer für die Zeit seit dem Unfall bis zum Eintritt der Arbeits fähigkeit nach der letzten Operation am 14. Dezember 2021 eine ganze Rente bzw. für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 eine halbe Rente auszurichten. Even tualiter sei ihm für die Zeit ab dem 18. August 2017 bis zum 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 mindestens eine halbe Rente auszurichten. In formeller Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwältin Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin (Urk. 1 S. 2 ). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 7/1-329), worüber der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung aus (Urk. 2), nach Prüfung der eingeholten Arztberichte durch den Regionalen Ärztlichen Dienst sei davon auszugehen, dass die angestammt e Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zumutbar sei. Eine angepasste Tätigkeit mit entsprechendem Belastungs profil sei zu 80 % zumutbar. Die Operation vom 2. November 2020 und die voll ständige Erwerbsunfähigkeit während sechs Monaten sei nicht dauerhaft gewesen und könne daher nicht berücksichtigt werden. Stelle man das Valideneinkommen als Bauhilfsarbeiter dem Invalideneinkommen in einer angepassten Tätigkeit in einem 80%-Pensum gegenüber, resultiere eine Einkommenseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von 38 %. Entsprechend bestehe kein Anspruch auf eine Invali denrente. 1.2 Der Beschwerdeführer liess demgegenüber vorbringen (Urk. 1), dass er am 20. November 2020 nochmals am Rücken operiert worden sei und seit Januar 2021 schmerzfrei und fast wieder vollumfänglich arbeitsfähig sei. Die Beschwer degeg nerin habe allerdings ausser Acht gelassen, dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers seit Erlass der letzten Verfügung am 18. August 2017 bzw. seit der Begutachtung vom 28. Juli 2016 weiter verschlechtert habe. Entsprechend sei ihm im Verlaufsbericht Interdisziplinäre Schmerzbehandlung des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 eine volle Arbeitsun fähigkeit aus somatischer und psychiatrischer Sicht in jeglicher Tätigkeit attes tiert worden. Auch die Klinik D.___ attestiere ein schwerstes chronisches lumbales Schmerzsyndrom. Unter der chronischen Schmerzsituation sei auch ver ständlich, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand - wie vom Zentrum C.___ bestätigt - seit de m Gutachten der MEDAS E.___ vom 7. August 2016 bis zur Operation im November 2020 verschlechtert habe. Nach der Operation vom 2. November 2020 sei er erstmals nach 12 Jahren wieder schmerzfrei - dies belege eindeutig, dass die beklagten massiven Beschwerden rein orthopädisch bzw. körperlich gewesen seien. Eine Schmerzstörung habe entgegen den Ausführungen der Beschwerde gegnerin nie vorgelegen. Aufgrund der Schmerzfreiheit habe sich auch die psy chische Verfassung markant gebessert. Insgesamt sei deshalb von einer maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit ab Februar 2021 auszugehen. Die eingetretene Schmerzfreiheit nach der Operation vom November 2020 belege, dass die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und vom 18. August 2017 ursprünglich fehlerhaft gewesen seien, weil sie auf einem unzutref fenden Gutachten mit falscher orthopädischer Beurteilung gefusst hätten. Die früheren Beurteilungen des Zentrums C.___ hätten dies bemängelt und seien bereits damals richtig gelegen. Damit seien diese Verfügungen nichtig und entfalteten keine Wir kung, da der Widerruf einer ursprünglich fehlerhaften sozialver sicherungsre cht lichen Verfügung zulässig sei, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichti gu ng von erheblicher Bedeutung sei. Dies sei der Fall, da dem Beschwerdeführer ab Erstanmeldung bis zur Operation bzw. dem 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und danach eine halbe Rente ausgerichtet werden müsse. Des Weiteren werde der Einkommensvergleich bestritten. D as Valideneinkommen sei um die Nominallohnentwicklung und Teuerung anzupassen, so dass ein Ein kommen in Höhe von über Fr. 95'000.-- anzunehmen sei. Für das Invalidenein kommen sei die aktuelle Tätigkeit als Velomechaniker in einem 50%-Pensum her anzuziehen, womit ein Invaliditätsgrad von 75 % ausgewiesen sei. 2. Vorab ist zu prüfen, ob - wie vom Beschwerdeführer ausgeführt - auf die Verfü gungen aus dem Jahr 2013 und 2017 infolge zweifelloser Unrichtigkeit zurück zukommen ist. 2.1 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Beide Verfügungen wurden mittels Beschwerde an das hiesige Gericht sowie das Bundesgericht weitergezogen und im Rahmen der Beschwerdeverfahren überprüft (vgl. hierzu Urteile des hiesigen Gerichts IV.2013.00359 vom 21. November 2014 und IV. 2017.01036 vom 26. März 2019, Urk. 7/106 und Urk. 7/243 ; Urteile des Bundesgerichts 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 und 9C_367/2019 vom 5. November 2019, Urk. 7/119 und Urk. 7/252), womit beide Verfügunge n richter lich ge prüft wurden. Die se Verfügungen können daher nicht in Wiedererwägung gezogen werden. 3. 3.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbe stimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 3.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht ( Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 3.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). 4. 4.1 Vergleichsbasis für die Beurteilung, ob eine anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades vorliegt, bildet die Verfügung 18. August 2017 (Urk. 2), welche im Wesentlichen auf das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 sowie de ssen Stellungnahme vom 17. Februar 2017 ab stellt (Urk. 7 /184 und Urk. 7/193 ). 4.1.1 Die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ hielten folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (als Bauarbeiter) fest (Urk. 7 /184/46): - Chronischer lumbospondylogener Schmerz - Status nach massivem Verhebetrauma (03/2010) - Seither lumbosakrales, rezidivierendes Schmerzsyndrom - Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20.07.2011 - Status nach Revisionsoperation mit Dekompression L5/S1 bei relativer Spi nalkanalstenose (12/2011), Cage-Entfernung - Osteosynthesematerialentfernung 24.05.2013 - Inkomplettes Hemi- Cauda -Syndrom links mit/bei: - Status nach Funktionsmyelographie vom 26.09.13: Irritation der Wur zeln L5, S1 und S2 links - Status nach erfolglosem Hinterstrangstimulationstest (0ctrode bei TH 9-11) am 22.01.2014 - Status nach positivem Testergebnis und definitiver Implantation eines sakralen Neurostimulators am 09.10.2014 Ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie folgendes: - Erhebliche Symptomausweitung und deutliche negative Antwortver zerrung - Neurogen verursachte Blasenfunktionsstörung (anamnestisch) - Hyperlipidämie, bisher nicht medikamentös therapiert - Erektile Dysfunktion (anamnestisch) - Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41 gerechtfertigt (lediglich qualitative Einschränkungen der Arbeits fähig keit, jedoch keine quantitative) 4.1.2 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich vorwiegend um somatische Beschwerden (Urk. 11/184/42 f.), welche nach den Angaben des Beschwerdeführers zu ausge dehnten Schmerzen im Rückenbereich führten. Gegenwärtig stünden psychoso ziale Faktoren im Vordergrund, speziell wirtschaftliche, finanzielle Probleme des Beschwerdeführers und seiner Familie und eventuell daraus resultierende Kon flikte. Auch die Erektionsstörung könnte Konfliktstoff in der bestehenden Part nerschaft darstellen. Beim Beschwer deführer sei daher gemäss ICD die Annahme einer (leichtgradigen) chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren ICD-10 F45.41 gerechtfertigt. Dieser komme jedoch aus psychi atrischer Sicht keine quantitative Reduktion der Arbeitsfähigkeit zu. In qualitati ver Hinsicht sollte die Zeitstruktur berücksichtigt werden (keine Schichtarbeit, kein Akkord), er sollte keinem starken sozialen Druck ausgesetzt sein (z.B. Grup penarbeit), es sollten ihm gewisse Hand lungsspielräume am Arbeitsplatz verblei ben, um z.B. kurze zusätzliche Pausen zu machen. Auch sollte auf die sozialen Interaktionsmuster (Hierarchie, Führungs stil) geachtet werden, um ihn nicht zu überfordern. Beim Beschwerdeführer ergebe sich im Hinblick auf die Konsistenz seiner Anga ben während der aktuellen psychiatrischen Untersuchung aus rein psychiatrischer Sicht und nur bezogen auf die psychiatrischen Symptome keine tendenzielle Ver fälschung der Befunde und der Informationen zur Anamnese, dies gelte auch für sein Verhalten. Die aktuelle psychiatrische Behandlung könne jedoch nur als Bestandteil einer multimodalen Schmerztherapie angesehen werden, ziele aber nicht explizit auf ein primäres psychiatrisches Zustandsbild ab (Urk. 7 /184/46). 4.1.3 Aus orthopädischer Sicht seien die neurologischen Beschwerden im Vordergrund, welche im neurologischen Gutachten entsprechend gewürdigt würden. Ortho pä disch bestünden Facettengelenksarthrosen L3/4 und L4/5 und eine Retrolisthesis des Sakralwirbelkörpers (SWK) 1. Die angegebenen Beschwerden und demon s trierten Probleme gingen jedoch über das zu erwartende Ausmass hinaus. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. In einer Ver weistätigkeit im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils bestehe eine Arbeits fähigkeit von 80 % wegen erhöhtem Pausenbedarf und einer verringerten Leistungsfähig keit. Auf Grund der obengenannten Probleme bestehe folgendes Zumutbarkeits profil: Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebenso wenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls sollten überwiegend sitzende Arbeiten vermieden werden (Urk. 7 /184/43) 4.1.4 Rheumatologisch habe sich im Rahmen der Untersuchung seitens des Beschwer deführers eine erhebliche Schmerzhaftigkeit gezeigt, so dass teilweise die Unter suchungsbedingungen deutlich eingeschränkt gewesen seien. Aus rein inter nis tisch-rheumatologischer Sicht ergebe sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt kein Hinweis auf das Vorliegen einer entzündlich rheumatischen Systemerkrankung, welche die Beschwerdesymptomatik erklären könnte. Aus rein internistisch-rheu matologischer Sicht könne somit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht festgestellt werden (Urk. 7 /184/43) 4.1.5 Aus neurologischer Sicht bestehe in Zusammenschau der Aktenlage und in Kenntnis der aktuellen klinischen Untersuchung, der Anamnese und des EMG Befundes weitgehende Übereinstimmung mit den Vorbefunden dahinge hend, dass geringe sensible Defizite in den sakralen Segmenten bestünden, ein ASR-Ausfall links objektivierbar nachvollziehbar sei, im EMG alte axonale Schä digungszeichen feststellbar seien, ohne Hinweis für frischere axonale Schädi gungsprozesse. Es bleibe somit nach wie vor retrospektiv betrachtet unklar, ob diese Befundlage mit dem Unfallereignis von 2010 zusammenhänge oder erst später peri -/postoperativ bei wiederholten Massnahmen aufgetreten sei, und seit her als Residuum zu bewerten wäre. Gemäss den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers wäre diesbezüglich erst seit Dezember 2011 mit der zweiten Operation offensichtlich eine S1-Affektion links aufgetreten im Sinne der damals bei ihm aufgefallenen Sensibilitätsstörung am Fussaussenrand, dem S1-Segment zugehörig. Es erscheine jedoch angesichts der ansonsten doch nur moderaten Lendenwirbelsäule( LWS)-Pathologie eher ungewöhnlich und nicht nachvollzieh bar, warum sich eine gemäss den Angaben des Beschwerdeführers so massive, schwergradige und therapieresistente Symptomatik entwickelt haben sollte. Es müssten hier auch das Vorliegen anderer Faktoren überwiegend wahrscheinlich angenommen werden, respektive spiele ein dysfunktionaler Schmerzver arbei tungsprozess eine nicht unwesentliche Rolle (Urk. 7 /184/43 ff.). Insbesondere aufgrund der doch erstaunlichen, lange Zeit nur geringen Inan spruchnahme schmerztherapeutischer Massnahmen sei hinsichtlich der Schmerz angaben doch sehr von einer wohl eher bewusstseinsnahen und sehr ausgepräg ten negativen Antwortverzerrung auszugehen, wäre das Verhalten gut mit einem «Krankenrollenverhalten» zu beschreiben und wäre - sofern aus neurologischer Sicht zu reflektieren - eher nicht als eine somatoforme Schmerzstörung zu bewerten (diesbezüglich müsse aber auf die Bewertung des psychiatrischen Gut achtens verwiesen werden). Gleichwohl erschwere dieses Verhalten die Bewertung der Arbeitsfähigkeit. Es dürfe sicher angenommen werden, dass eine verminderte Rückenbelastbarkeit bestehe, es könne auch von chronischen lumbospondyloge nen Schmerzen bei Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20. Juli 2011, Cage-Entfernung im Dezember 2011, Osteosynthesemateria lentfernung 24. Mai 2013 und Neurostimulatorimplantation 09. Oktober 2014 ausgegangen werden. Gegenüber den früheren Einschätzungen der Arbeitsfähig keit, variierend von 50-100 % arbeitsfähig in einer Verweistätigkeit, könne, umso mehr da erhebliche andere nichtsomatische Faktoren eine Rolle spielen, von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 80 % ausgegangen werden, bezogen auf eine ideal lei densangepasste, rückengerechte Arbeitstätigkeit, nach Belastungsaufbau über einen Verlauf von ca. 3 Monaten, beginnend mit 50 %. Die angestammte Tätig keit im Baubereich sei hingegen nicht mehr zumutbar. 4.1.6 Aus internistischer Sicht klage der Beschwerdeführer über keine Beschwerden (Urk. 7 /184/45). Aus internistischer Sicht lägen keine Befunde bzw. Diagnosen mit ver siche rungsmedizinischer Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit vor. Er sei des halb medizinisch-theoretisch in seiner bis dato ausgeübten Tätigkeit als Bauhilfs arbeiter/Schaler vollschichtig arbeitsfähig ohne Leistungseinschränkung. Dies gelte ebenso für eine Verweistätigkeit. 4.1.7 Interdisziplinär konstatierten die Gutachter, dass der Beschwerdeführer als Bau arbeiter nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer Verweistätigkeit bestehe eine Rest arbeitsfähigkeit von 80 % (nach Belastungsaufbau ca. 3 Monate, beginnend mit 50 %) im Rahmen des folgenden Zumutbarkeitsprofils mit verlängerten Pausen und reduzierter Leistung (Urk. 11/184/47): - Es bestehe verminderte Rückenbelastbarkeit. - Diesbezüglich sei die angestammte Tätigkeit im Baubereich nicht mehr zumut bar. - Auch in einer ideal leidensangepassten Tätigkeit bestünden ggf. ein erhöhter Pausenbedarf und eine verringerte Leistungsfähigkeit. - Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebensowenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls überwiegend sitzende Arbeiten sollten vermieden werden, bezogen auf eine ideal leidensangepasste, rücken gerechte Arbeitstätigkeit. - Aus psychiatrischer Sicht bestünden gegenwärtig keine relevanten quantita ti ven Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit; zu qualitativen Defiziten siehe unten, diese ergäben sich auch aus dem Fähigkeitsprofil. - Beim Beschwerdeführer seien aufgrund der langen beruflichen Pause Schwie rig keiten bei der Anpassung an Regeln und Routinen zu erwarten, zeit weilig auch bei der Planung und Strukturierung von Aufgaben, obwohl er im häus lichen Bereich meist gemäss seiner Schilderung versuche, den Tagesablauf sinnvoll zu strukturieren und ihm zuträgliche Aufgaben im Haushalt zu über nehmen. Es bestehe auch eine reduzierte Flexibilität und Umstellungsfähig keit, die sich jedoch aus psychiatrischer Sicht beruflich vornehmlich in quali tativer Hinsicht bemerkbar machen dürfte. Er könne Entscheidungen treffen, fachliche Kompetenzen anwenden, er sei auch in der Lage, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Neues zu lernen. Immerhin sei er in seiner letzten beruf lichen Auf gabe als Vorarbeiter eingesetzt worden. Relevante intellektuelle oder kognitive Defizite seien im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Unter suchung nicht auszumachen. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei gut, auch die Kontaktfähig keit zu Dritten, dies gelte auch für die familiären Beziehungen. 4.2 Die aktuelle medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgender massen: 4. 2. 1 Die Behandler im Zentrum C.___ notierten in ihrem Bericht vom 14. Januar 2020 folgende (gekürzt wiedergegebenen) «neuen Diagnosen ab 31. Juli 2017 » (Urk. 7/255/6): - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - Andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch (ICD-10 F62.80) - Status nach Blitzschlag am 18. Juli 2005 - Lumbovertebrales Syndrom - Neurogene Blasenfunktionsstörung bei Status nach Blitzschlag Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, führte in Bezug auf die jetzigen Beschwerden aus, dass i n letzter Zeit die lumboradikulären Schmerzen links wei ter an Intensität zugenommen hätten. Die Implant ation des Neurostimulators vom 9. Oktober 2014 habe keine wesentliche Besserung gebracht, insbesondere auch nicht nach der Revision am 12. Mai 2016. Der Beschwerdeführer beklage ständi ge lumboradikuläre Schmerzen beidseits, linksbetont, wobei es in der Zwischenzeit zu keinen Schmerzausstrahlungen ins linke Bein gekommen sei. Es bestehe aber noch immer ein Gefühl, er müsse Entleeren können, er gehe deswegen alle 2-3 Stunden zur Toilette und müsse dann offenbar pressen. Eine eigentliche Inkonti nenz sei bis anhin aber noch nicht aufgetre ten. Auch die Sexualfunktion sei deut lich eingeschränkt, der Beschwerdeführer gebe eine ca. 50% ige Einschränkung der E rektion an, die Sensibilität sei linksseitig perianal abgestorben. Ebenso sei auch die Libido entsprechend vermindert. I n diesem Zusammenhang sei Dr. med. G.___, Facharzt für Anästhesiologie, eingeschaltet worden, er habe nun versucht, mit Stimulation der sakralen Wurzel eine Besserung zu erreichen, die ganzen Abklärungen und Versuche seien teilweise abgeschlossen. Sie würden je nach Verlauf der wissenschaftlichen Ergebnisse wieder versuchen, beim Beschwerdeführer mit Elektrostimulation eine Verbe sserung zu erreichen. Es handle sich bei diesen Methoden um eine physiologische Methode, welche prak tisch keine Nebenwirkungen zeige. Eine weitere Möglichkeit stelle auch das Neu rofeedbacktraining dar, welches ebenfalls in ihrer Klinik an geboten werde könne. Die Akten seien somit noch nicht geschlossen und sie hoff t en, dass sie dem Beschwerdeführer au fgrund der grossen Fortschritte in der Technologie doch noch helfen könn t en, um vor allem das partielle Cauda equina Syndrom klar zu verbessern. So wie si ch die Situation jetzt darstelle, sei der Beschwerdeführer unter einem enorm hohen Leidensdruck und dadurch auch s chwer psychisch belastet. Dr. med. H.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, führte aus, dass der Beschwerdeführer ihm ein elektrisches Stimulationsgerät zeige, welches in der Genitalregion appliziert werde, auch um Wasser lösen zu können. Das Gerät appliziere er, wenn er den starken siechenden Schmerz verspüre. Meist gehe das Wasserlösen ohne das Gerät, welches seit 2011 von der Urologie abgegeben wor den sei. Den Stuhldrang spüre er und die Defäkation gehe ohne besondere Mass nahmen. Er trinke viel, dann sei der Stuhl nicht hart. Der Beschwerdeführer gehe mit zwei Amerikanerstöcken und sage, ohne die zwei Stöcke könne er nicht mehr gehen. Der rechte Arm werde oft sehr schmerzhaft, so dass er den Arm nicht gebrauchen könne. Dies sei so, seit er am 18. Juli 2005 hier in der Schweiz auf einer Baustelle auf dem Areal I.___ von einem Blitz getroffen worden sei. Drei Tage später habe er wieder arbeiten müssen. Er habe damals Verbrennungen an den Fusssohlen gehabt. Dronabinol 2,5 % (THC) mache ihn wie betrunken, aber die Schmerzen im linken Gesäss und das Kribbeln würden nicht bessern. Der Führerschein für alle Kategorien inklusive Moped seien mit Verfügung vom 23. Juli 2013 entzogen worden. In der Begründung werde die verkehrsmedi zinische Begutachtung vom 25. Februar 2013 angeführt, wo eine verkehrsrele vante Gesundheitsproblematik (schwerste, immobil i sierende Schmerzen im Bewegungs apparat) festgestellt worden seien. Dr. G.___ führte aus anästhesiologischer Sicht aus, dass chronische, invali disierende lumbosakrale und lumboradikuläre Schmerzen sowie eine chronische Testalgie links bestünden. Dr. med. J.___, Facharzt für Neurologie, hielt aus neurologischer Sicht fest, dass seit 2010 starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine nach Verhebetrauma links mehr als rechts bestünden. Darüber hinaus bestehe ein Taubheitsgefühl im Hodenbereich und Bein bzw. Fuss links sowie eine Fuss schwäche links. Weiterhin klage er über Blasenstörungen, sexuelle Funktionsstö rungen, Schlafprobleme, Tagesmüdigkeit und Depressionen. Er sei mehrmals im LWS-Bereich operiert worden. Aus neurokognitiver Sicht konstatierte Dr. J.___, dass der Beschwerdeführer über Konzentrationsstörungen und Vergesslich keit klage. Med. pract. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt aus psychosomatischer Sich t dafür, dass der Beschwerdeführer berichte, dass er draussen ohne die Krücken nicht mehr laufen könne. Die Schmerzen im Rücken seien unverändert stark sowie die Parästhesien in das linke Bein. Die Kraftlosig keit im rechten Arm sowie Fersenschmerzen beidseits bestünden seit dem Blitz schlag 2005 nach wie vor. Zudem weise der Beschwerdeführer weiterhin eine depressive Störung schweren Grades mit starker Hoffnungslosigkeit, Lebensüber druss, Sinnlosigkeitsgedanken und sozialem Rückzug auf. Konsensual hielten die Behandler fest, dass aus somatischer wie auch aus psychi atrischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit vorliege aufgrund der Intensität der chronischen Schmerzen, dem Schweregrad der depressiven Störung sowie der negativistischen Persönlichkeitsstörung. 4. 2. 2 Der Beschwerdeführer begab sich in die Klinik D.___, Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Neurochirurgie in Behandlung. Nach der Konsultation vom 20. Januar 2020 (Urk. 7/255/17) erfolgten weitere Untersuchungen. Anlässlich der Telefonkonsultation vom 18. März 2020 zur Besprechung der SPECT-/CT-Untersuchung hielten die Behandler fest, dass zumindest ein Grossteil der beklag ten Beschwerden aufgrund der Untersuchungsresultate mit grosser Wahrschein lichkeit auf die nicht eingetretene knöcherne Heilung im Segment L5/S1 zurück zuführen sei und dass deshalb die Indikation zu einer Revisionsoperation bestehe, bei der die Instabilität L5/S1 durch eine erneute Fusion (von dorsal, unter Umständen auch von ventral) operativ beseitigt werde. Dem Beschwerdeführer werde mitgeteilt, dass dieser Eingriff nicht dringend sei und damit erst nach Abklingen der Pandemie möglich sei (Urk. 7/255/20). Am 20. Juli 2020 wurde der Beschwerdeführer intern in der Klinik D.___ zur Indikationsstellung einer operativen Versorgung im Sinne einer erneuten Revisi onsoperation überwiesen. Im entsprechenden Bericht wurde notiert, dass beim Beschwerdeführer ein schweres chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom bei Status nach multiplen Voroperationen bestehe. Im SPECT-/CT zeige sich der Ver dacht auf eine straffe Pseudoarthrose L5/S1 und ein wahrscheinlich konsolidiertes Segment L4/5 sowie degenerative Veränderungen im Nachbarsegment L3/4 vor allem rechtsbetont. Die Schmerzursache sei letztlich nicht klar. Sie würden zur genaueren Beurteilung zunächst eine differenzialdiagnostische Facettengelenks infiltration durchführen und den Beschwerdeführer hierfür in der Neurologie anmelden, beginnend mit dem Segment L3/4, gegebenenfalls auch in einem zwei ten Termin L4/5 und L5/S1. Abhängig vom Ansprechen und vom weiteren Ver lauf müsste gegebenenfalls die Indikation zur Revisionsspondylodese mindestens L5/S1, gegebenenfalls auch Verlängerungsspondylodese bis L3/4 gestellt werden. Insgesamt seien die Erfolgsaussichten angesichts des chronifizierten Krankheits bildes stark eingeschränkt (Urk. 7/263). Anlässlich der Sprechstunde vom 17. September 2020 berichtete der Beschwer deführer, dass die Infiltration des Nachbarsegmentes L3/4 keine Veränderung der starken Schmerzen gebracht habe. Aufgrund des hohen Leidensdruckes habe er sich für eine Operation entschieden. Er sei darüber informiert worden, dass die Prognose deutlich reduziert sei bei chronischem Schmerzbild und psychosozialer Flags. Die pathologische Veränderung mit SPECT positiver Pseudoarthrose und radiologisch zunehmender Anschlussegmentdegeneration rechtfertigten aller dings den Eingriff. Der Eingriff sei für den 2. November 2020 geplant (Urk. 7/267). Am 2. November 2020 erfolgte die Revision der Pseudoarthrose L5/S1 mit navi gierter Re-Inst r umentation und Verlängerungsspondylodese L3-S1, TLIF L3/4 über beidseitigen Zugang, Spondylodese mit lokalem Knochen und autologer Beckenspongiosa von links (Urk. 7/271). 4. 2. 3 Im Anschluss an die Operation befand sich der Beschwerdeführer vom 11. bis zum 24. November 2020 in der stationären Rehabilitation in der Klinik L.___. Im Austrittsbericht vom 23. November 2020 (U rk. 7/277/3 ff.) notierten die Behandler, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der durchgeführ ten Massnahmen eine verbesserte Mobilität bei Vollbelastung erreicht habe. Der Beschwerdeführer könne über 250 Meter ohne Hilfsmittel indoor und outdoor, sowie 60 Treppenstufen sicher bewältigen. In den Transfers und den Aktivitäten des täglichen Lebens sei er selbständig. Der Kraftgrad im M.psoas und im M.quad riceps betrage beidseits M4-5, der Kraftgrad der unteren Extremitäten ansonsten allseits M5. Die vorbekannte Sensibilitätsminderung des linken Beines, vom late ralen Oberschenkel bis zum Fuss, sei bei Austritt noch in gleicher Intensität vor handen. Die Entfernung des Klammermaterials sei am 16. November 2020 bei gesicherter Wundheilung erfolgt. Sie hätten den Beschwerdeführer am 24. November 2020 in gutem Allgemeinzustand und sicher auf der Ebene sowie auf der Treppe in das häusliche Umfeld entlassen. 4. 2. 4 Im Sprechstundenbericht vom 26. Januar 2021 der Klinik D.___ hielt PD Dr. med. M.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trauma to lo gie des Bewegungsapparates, fest, dass sich 3 Monate postoperativ nach lumbaler Revisions- und Verlängerungsspondylodese bei Failed -back- Surgery Syndrom ein weiterhin sehr schöner Verlauf zeige. D ie präoperativ massgeblichen Schmer zen hätten deutlich verbessert werden können. Der Beschwerdeführer sei wieder mobil. Die Opiate seien abgesetzt worden. Gehstöcke müssten nicht mehr einge setzt werden. Sie empfählen die Physiotherapie durchzuführen. Hierfür sei eine Verordnung ausgehändigt worden. Zusätzlich sei Calcimagon D3 einzuneh men. Die nächste klinisch-radiologische Verlaufskontrolle sei in drei Monaten vorge sehen (Urk. 7/276). 4. 2.5 Im Bericht vom 29. Juni 2021 des Zentrums C.___ notierten N.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. O.___, Klinischer Psychologe, dass die Depression schweren Ausmasses heute nach der Operation in der Klinik D.___ vom November 2020 remittiert sei. Das Schmerzniveau sei heute konstant auf 3-4 und gut erträglich, allerdings noch nicht auf einem Niveau, wo eine Arbeitstätigkeit in angepasster Arbeit möglich wäre. Die Rekon valeszenz dauere noch bis ca. Dezember 2021. Die Prognose sei sehr gut, der Beschwerdeführer müsse nach 11 Jahren Arbeits unfähigkeit mit Hilfe der Beschwerdegegnerin wieder eingegliedert werden. Er sei gut motiviert, allerdings noch in Rekonvaleszenz bis ca. Dezember 2021. Die Behandlung im Zentrum C.___ werde abgeschlossen. Der Beschwerdeführer versuche auch, den Führerschein z urückzuerhalten. Die angestammte und eine angepasste Tätigkeit sei weniger als 2 Stunden täglich möglich aktuell aufgrund der noch vorhandenen Schmerzen. Eine leichte Haus haltstätigkeit sei möglich (Urk. 7/282). 4. 2.6 Der Beschwerdeführer stellte sich erstmalig am 7. Mai 2021 in der Fusschirurgie der Klinik D.___ vor (Urk. 7/284). Aufgrund eines Verdachts auf eine Irrita tion de N. tibialis beidseits w u rde eine Infilt r ation mit Ropivacain / Diprophos Fuss rechts N. tibialis durchgeführt (Urk. 7/284). Im Sprechstundenbericht vom 18. Juni 2021 wurde festgehalten, dass sich keine Besserung durch die Infiltration zeige. Sie vermuteten eine small fiber Neuropa thie bei Zustand nach Blitzschlag 2005. Therapeutisch sei gegebenenfalls die Überlegung einer medikamentösen Therapie mit zum Beispiel Lyrica möglich. Der Beschwerdeführer werde dies, sollte er darauf zurückgreifen wollen, mit dem Hausarzt besprechen. Es seien keine weiteren Termine geplant (Urk. 7/284/3 f.). Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten B ericht vom 11. November 2021 wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer lediglich zwei Mal einen Termin gehabt habe. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hätten sie keine Atteste ausgestellt und auch keinen Bezug darauf genommen. Dementsprechend könnten keine Aus sagen getroffen werden. Soweit bekannt, leide der Beschwerdeführer an diversen Beschwerden. Um eine Beurteilung in Bezug auf den Bereich der Füsse durchzu führen, wäre vermutlich ein Gutachten sinnvoll. Sie hätten nur Bezug auf die Schmerzen beziehungsweise die Diagnose der Schmerzen und die Therapie derer nehmen können, da sie den Beschwerdeführer lediglich zweimal gesehen hätten (Urk. 7/287). 4. 2.7 Facharzt N.___ und Dr. phil. O.___ des Zentrums C.___ nahmen am 15. November 2021 auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin erneut Stellung. Sie hielten fest, dass nach der Revisionsoperation eine deutliche Verbesserung des Zustandes vorliege und der Beschwerdeführer keine Gehhilfen mehr brauche. Allerdings werde eine Arbeit von einer gewissen Schwere sowie langem Stehen nicht mehr möglich sein. Ein Arbeitsversuch oder eine Arbeitsintegration sei erwünscht. Eine Unter stützung durch die SVA wäre optimal. Die angestammte Tätigkeit auf der Bau stelle sei nicht möglich. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer 4-6 Stunden täglich ausüben (Urk. 7/290). 4.2.8 Am 2. Februar 2022 nahm Dr. P.___, Facharzt für orthopädi sche Chirurgie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes, Stellung (Urk. 7/297/7). Er führte aus, dass der Beschwerdeführer ab März 2010 a l s Bauhilfsarbeiter vollum fänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Gestützt auf eine RAD-Beurteilung vom 17. Februar 2017 sei er in einer körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen belastende Zwangshaltungen (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbei ten in Armvorhalte), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andau ernde Vibrations- und Schlagbelastungen sowie unter Ausschluss von Kälte-/Nässeexpositionen 80 % arbeitsfähig gewesen. Unter Berücksichtigung der neuen Akten sei ein postoperativ gebesserter, aber weiterhin dauerhaft relevanter Gesundheitsschaden vorhanden. Es bestehe wei terhin ein chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei Status nach mehrfacher lumbaler Spondylodese ab 2011, zuletzt am 2. November 2020. Ausgenommen der perioperativen Rekonvaleszenz nach der Operation vom 2. November 2020 mit nachfolgend ca. sechs Monaten 100%iger Arbeitsunfä higkeit in angepasster und angestammter Tätigkeit, könne danach weiter von voller Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer 80%igen Arbeitsfä higkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden. Damit sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit angepasst auszugehen bis zum 1. November 2020, ab dem 2. November 2020 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab Juni 2021 wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. 4.2.9 Dr. med. Q.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, des RAD führte am 20. Februar 2022 aus, dass im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 eine andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom genannt werde, was bis anhin nicht genannt worden sei und nicht nachvollzogen werden könne. Ein psychopathologischer Befund fehle im Bericht. Im Bericht des Zentrums C.___ vom 15. November 2021 fehle ebenfalls ein psychopathologischer Befund. Aktu ell sei kein psychisches Leiden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausge wiesen (Urk. 7/297/8). 4.2.10 Nach erfolgtem Einwand des Beschwerdeführers nahm Dr. P.___ vom RAD am 16. Juni 2022 erneut Stellung und führte aus, dass sich infolge der Vorbringen aus somatisch versicherungsmedizinischer Sicht nichts an seiner Beurteilung ändere, weitere Abklärungen seien nicht notwendig (Urk. 7/317/3). 4.2.11 Dr. Q.___ des RAD äusserte sich erneut zum psychiatrischen Gesundheitszustand. Sie konstatierte am 21. Juni 2022, dass aufgrund des Einwandschreibens der Rechtsvertreterin eindeutig beschrieben werde, dass sich die psychische Verfas sung des Beschwerdeführers aufgrund der signifikanten Schmerzreduktion ver bessert habe, was klar darauf hindeute, dass es sich um keine Depression im Sinne des ICD-10 gehandelt habe. Nicht klar sei, was die Rechtsvertreterin unter nega tivistischer Persönlichkeit verstehe. Klar sei, dass aufgrund anhaltender Schmer zen keine fröhliche Person erwartet werden könne, das wäre eher pathologisch. Zudem sei in den Berichten des Zentrums C.___ von Juni und November 2021 eine remit tierte Depression sowie ein Status nach Persönlichkeitsänderung beschrieben worden. Da die Schmerzen offensichtlich zurückgegangen seien, könne auch nicht mehr von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren (ICD-10 F45.41) ausgegangen werden. Da keine neuen Berichte eingegangen seien, könne weiter auf ihre vorangegangene Stellungnahme abge stellt werden (Urk. 7/317/3 f.). 5. Die Neuanmeldung des Beschwerdeführers erfolgte am 11. Mai 2020 (Urk. 7/256), womit ein allfälliger Renten anspruch frühestens ab dem 1. Oktober 2020 laufen würde (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Vorab zu prüfen ist, ob eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur Verfügung vom 18. August 2017 vorliegt (vgl. E. 2.2). 5.1 Im B ericht des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 (vgl. E. 4.2.1) wird davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht vollumfänglich arbeitsunfähig sei. Dabei berücksichtigten die Behandler aller dings insbesondere die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden. Aus psy chiatrischer Sicht wurde darüber hinaus das vom Beschwerdeführer geschilderte positive und negative Leistungsbild berücksichtigt (vgl. Urk. 7/255/14). Dr. F.___ hielt aufgrund der wirbelsäulen-chirurgischen Sicht aufgrund der komple xen Problematik mit in validisierenden Schmerzsyndrom bei deutlichen funktio nellen Einschränkungen eine Arbeitsfähigkeit nicht für zumutbar - obwohl Dr. G.___ aus anästhesiologischer Sicht eine dem Leiden angepasste leichte Tätigkeit mit reduziertem Pen sum möglich erachtete, aber aus schmerztherapeu tischer Sicht alleine diese für nicht quantifizierbar hielt. Aus neurologischer Sicht wurde - ohne weitere Begründung - eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Eine Begründung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten anhand objektive r Befunde unterblieb. Des Weiteren geht aus dem Vergleich des Berichtes vom 14. Januar 2020 (Urk. 7/255/5 ff.) und dem Bericht vom 16. Oktober 2017 (Urk. 7/233/3 ff.) aus diagnostischer Sicht lediglich neu hervor, dass der Beschwerdeführer unter einer andauernden Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch leide (Urk. 7/255/6 ; vgl. E. 4.2.1 ). D ie «psychosomatischen Befunde» der beiden Berichte lassen allerdings keine wesentliche Verschlechterung erkennen (Urk. 7/233/11 und Urk. 7/255/13). Auch aus den Berichten der Klinik D.___ in Bezug auf die Wirbelsäule (vgl. E. 4.2.2; E. 4.2.4) lässt sich keine Verschlechterung des Gesundheitszu standes bis zur Operation im November 2020 erkennen. Soweit der Beschwer deführer vorbringt, dass im Bericht vom 20. Juli 2020 (vgl. E. 4.2.2) von stark zunehmen den Beschwerden ausgegangen wurde, welche mittlerweile immobili sierend seien, ist festzuhalten, dass dies aufgrund der Angaben des Beschwer deführers entspre chend erhoben wurde - objektive Befunde welche diese Ver schlechterung nach vollziehbar erklären würden, gehen keine aus den Berichten hervor. Vielmehr wurde festgehalten, dass die Schmerzursache letztlich unklar sei. Die Berichte der Fusschirurgie der Klinik D.___ (vgl. E. 4.2.6) lassen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ebenfalls nicht überwiegend wahr scheinlich erscheinen, da der Beschwerdeführer - soweit aus den Berichten ersichtlich - eine weitergehende (medikamentöse) Behandlung nicht in Anspruch nahm und eine über die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden hinaus gehende Einschränkung darin nicht festgehalten wurden. Darüber hinaus berich tete der Beschwerdeführer selbst, dass diese Beschwerden seit dem Blitzeinschlag im Jahr 2005 bestünden (vgl. Urk. 7/284). 5.2 Der Beschwerdeführer brachte des Weiteren vor, dass die Operation vom 2. November 2020 eine starke Verbesserung mit sich gebracht habe, da die Schmer zen stark gebessert hätten. Allerdings sei er von PD Dr. M.___ bis zum 14. Dezember 2021 voll arbeitsunfähig geschrieben worden und danach sei eine 50-80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Urk. 7/304). Eine Begrün dung der attestierten Arbeitsunfähigkeit oder Befunde, welche eine solche nachvollziehb ar machen würden, unterbleiben. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit ist auch mit Blick auf den Sprechstundenbericht von PD Dr. M.___ vom 26. Januar 2021 nicht nachvollziehbar, da er bereits drei Monate postoperativ eine massgegliche Schmerzverbesserung bei Absetzen der Opiate und Mobilität des Beschwer defüh rers attestierte (vgl. E. 4.2.4). Im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 wurde ebenfalls von einem stark gebes serten Zustand ausgegangen, allerdings wurde festgehalten, dass aufgrund der Schmerzen auf dem Niveau von 3-4 eine Arbeitstätigkeit aktuell nicht möglich sei und die Rekonvaleszenz bis ca. D ezember 2021 andauere (vgl. E. 4.2.5). Eine Begründung anhand objektiver Befunde unterbl ieb. Auch unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte und Therapeuten mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen diese (unbegründeten) Angaben von PD Dr. M.___ und der Behandler des Zentrums C.___ die schlüssigen Ausführungen von Dr. P.___ des RAD, dass die Rekonvaleszenzphase ca. 6 Monate gedauert habe und danach wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei, nicht zu entkräften (vgl. E. 4.2.8). Damit ist die sechsmonatige Rekonvaleszenzphase nach der Operation vom 2. November 2020 bzw. die damit einhergehende Verschlechterung des Gesund heitszustandes nicht von Dauer und entsprechend invalidenversicherungs rechtlich nicht zu berücksichtigen. 5.3 Auch eine andauernde objektivierbare Verbesserung des Gesundheitszustandes nach der Operation ist nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, da aus psychi atrischer Sicht bereits die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verneinten und sich aus somatischer Sicht die objektivierbaren Befunde - bis auf eine stark verbesserte Schmerzempfindung durch den Beschwerdeführer nach der Operation - nicht wesentlich veränderten. 5.4 Zusammenfassend liegt keine wesentli che dauerhafte und vor allem auch objeti vierbare Veränderung des Gesundheits zustandes – und auch keine in erwerblicher Hinsicht - vor, so dass keine in rechtlicher und tatsäc hlicher Hinsicht umfassende Neu prüfung des Rentenanspruch s vorzunehmen ist (vgl. E. 2.2). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6. 6.1 Gemäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aussichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen und eine unentgeltliche Rechtsvertre tung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Der Beschwerdeführer verfügt zusammen mit seiner Frau über ein Vermögen von rund Fr. 34'076. -- bei der Bank R.___ per 24. September 2022 (Urk. 10/20-21) sowie eine Liegenschaft, deren Steuerwert auf Fr. 125’000.-- beziffert wird (Urk. 10/23 ). Demgegenüber steht eine Hypothekarschuld von EUR 152'875.18 (Urk. 10/12). Davon ausgehend, dass der Steuerwert unter dem Verkehrswert liegt und die Hypothekarschuld überwiegend wahrscheinlich durch die Liegenschaft gesichert sein dürfte, verfügt der Beschwerdeführer zusammen mit seiner Frau über ein den Notgroschen übersteigendes Vermögen. Der Beschwerdeführer erzielte darüber hinaus in den Monaten Mai-September 2022 ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von Fr. 2'378.40 zuzüglich Ren tenleistungen von monatlich Fr. 190.-- (Urk. 10/3). Hinzu kommt das Einkommen der Ehefrau, welches gemäss Steuererklärung 2021 Fr. 4'478.50 monatlich beträgt (Urk. 10/23), womit die Ehegatten über ein monatliches Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 verfügen. Das nach dem Kreisschreiben des Obergerichts vom 16. September 2009 berechnete Existenzminimum beträgt rund Fr. 4'791.40 (Grundbetrag Ehegatten: Fr. 1‘7 00.--; zwei Kinder à je Fr. 600.--, Wohnen: Fr. 986.-- [Urk. 10/ 5], Krankenkasse KVG Fr. 1'178.75 [Urk. 10/7-8 ], abzüglich IPV Fr. 453. 90 [Urk. 10/7-8], ungedeckte Gesundheitskosten Fr. 23.40 [Urk. 10/9], Kosten für die ÖV Fr. 65.15 und Fr. 92.-- [Urk. 10/11 und Urk. 10/14] ). Im Grund betrag enthalten sind auch die Stromkosten und die Prämien für die Hausratsver sicherung. Inwieweit das Auto ein Kompetenzstück darstellen soll, ist nicht ersichtlich, da es dem Beschwerdeführer ohne Weiteres zumutbar ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen - die entsprechenden Ausgaben haben damit unberücksichtigt zu bleiben. Dem monatlichen Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 stehen damit zu berücksicht igende Ausgaben in Höhe von Fr. 4'791.40. Auch unter Berücksichtigung des usanzgemäss gewährten Freibe trages von Fr. 600.-- für ein Ehepaar und je Fr. 100.-- für die Kinder verbleibt bei gesamthaft zu berücksichtigenden Ausgaben von Fr. 4'791.40 ein Überschuss von Fr. 1'455.50. Selbst unter Berücksichtigung einer hypothetischen Steuerbe lastung sowie eine s monatlichen Betrag s zur Begleichung der Zahnarztrechnun gen der Kinder ist damit eine Bedürftigkeit unter Berücksichtigung der Bedarfs rechnung sowie des Vermögens klar zu verneinen. Eine prozessuale Bedürftigkeit des Beschwer deführers ist nicht ausge wiesen, wes halb das betreffende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist. 5.2 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invaliden versicherung, IVG) und auf Fr. 1’0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer auf zuerlegen. Das Gericht beschliesst, Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführ ung und Bestellung von Rechtsan wältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin wird abgewiesen, und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 1’000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dina Raewel - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstCasanova

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2022.00432 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Casanova Urteil vom 17. März 2023

IV.2022.00432

IV.2022.00432

IV.2022.00432 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Casanova

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna Ersatzrichter Sonderegger Gerichtsschreiberin Casanova

Urteil vom 17. März 2023

Urteil vom 17. März 2023 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel

vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel Raewel Advokatur

Raewel Advokatur Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich

Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1978, arbeitete seit 1999 bei der Y.___ AG, Bauunternehmung, als Bauarbeiter/Schaler. Seit einem Arbeitsunfall im März 2010 übt e er keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Das Anstellungsverhältnis mit der Y.___ AG wurde per Mai 2012 aufgelöst (Arbeitgeberbericht vom 31. Mai 2010, Urk. 7 /9 un d Urk. 7 /65/7).

1.1 X.___, geboren 1978, arbeitete seit 1999 bei der Y.___ AG, Bauunternehmung, als Bauarbeiter/Schaler. Seit einem Arbeitsunfall im März 2010 übt e er keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Das Anstellungsverhältnis mit der Y.___ AG wurde per Mai 2012 aufgelöst (Arbeitgeberbericht vom 31. Mai 2010, Urk. 7 /9 un d Urk. 7 /65/7). Am 10. Mai 2010 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf persistierende Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leis tungsbezug an (Urk. 7 /1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und sah eine Abklä rung durch die berufliche Abklärungsstelle Z.___ vor (vgl. Bericht der Berufsberatung vom 27. September 2010, Urk. 7 /26), welch e aber aus gesund heitlichen Grün den nicht dur chgeführt werden konnte (Urk. 7 /28-30). Am 28. November 2012 untersuchte RAD-Ärztin med. pract. A.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, den Versicherten und gelangte zum Schluss, unter adäquater Schmerztherapie sei in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Bericht vom 3. Dezember 2012, Urk. 7 /63). Mit Verfügung vom 6. März 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbe gehren ab ( Urk. 7 /85 ).

Am 10. Mai 2010 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf persistierende Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leis tungsbezug an (Urk. 7 /1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerbliche und medizinische Situation ab und sah eine Abklä rung durch die berufliche Abklärungsstelle Z.___ vor (vgl. Bericht der Berufsberatung vom 27. September 2010, Urk. 7 /26), welch e aber aus gesund heitlichen Grün den nicht dur chgeführt werden konnte (Urk. 7 /28-30). Am 28. November 2012 untersuchte RAD-Ärztin med. pract. A.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, den Versicherten und gelangte zum Schluss, unter adäquater Schmerztherapie sei in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben (Bericht vom 3. Dezember 2012, Urk. 7 /63). Mit Verfügung vom 6. März 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbe gehren ab ( Urk. 7 /85 ). Nachdem der Versicherte hiergegen am 21. April 2013 Beschwerde erhoben hatte (Urk. 7 /88/3 ff.), hiess das hiesige Gericht die Beschwerde mit Urteil IV.2013.00359 vom 21. November 2014 teilweise gut und hob die Verfügung vom 6. März 2013 insoweit auf, als damit der Anspruch auf eine Invalidenrente bis am 28. Februar 2013 verneint wurde und stellte fest, dass der Versicherte vom 1. März 2011 bis 28. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übri gen wurde die Beschwerde abgewiesen (Urk. 7 /106). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 12. Januar 2015 (Urk. 7 /111/2 ff.) mit Urteil 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 ab (Urk. 7 /119).

Nachdem der Versicherte hiergegen am 21. April 2013 Beschwerde erhoben hatte (Urk. 7 /88/3 ff.), hiess das hiesige Gericht die Beschwerde mit Urteil IV.2013.00359 vom 21. November 2014 teilweise gut und hob die Verfügung vom 6. März 2013 insoweit auf, als damit der Anspruch auf eine Invalidenrente bis am 28. Februar 2013 verneint wurde und stellte fest, dass der Versicherte vom 1. März 2011 bis 28. Februar 2013 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übri gen wurde die Beschwerde abgewiesen (Urk. 7 /106). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 12. Januar 2015 (Urk. 7 /111/2 ff.) mit Urteil 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 ab (Urk. 7 /119). 1.2 Zwischenzeitlich hatte sich der Versicherte mit Zusatzgesuch vom 22. Januar 2015 (Eingangsdatum, Urk. 7 /112) erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle tätigte erneut erwerbliche und medizinische Abklä run gen und holte insbesondere das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 ein (Urk. 7 /184; ergän zende Stellungnahme vom 17. Februar 2017, Urk. 7 /193). Mit Verfügung vom 18. August 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7 /223 ). Die hier gegen erhobene Beschwerde vom 21. September 2017 (Urk. 7/231 ) wies das hie sige Gericht mit Urteil IV.2017.01036 vom 26. März 2019 ab (Urk. 7/243). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/245/2 ff.) mit Urteil vom 5. November 2019 ab (Urk. 7/252).

1.2 Zwischenzeitlich hatte sich der Versicherte mit Zusatzgesuch vom 22. Januar 2015 (Eingangsdatum, Urk. 7 /112) erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle tätigte erneut erwerbliche und medizinische Abklä run gen und holte insbesondere das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 ein (Urk. 7 /184; ergän zende Stellungnahme vom 17. Februar 2017, Urk. 7 /193). Mit Verfügung vom 18. August 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7 /223 ). Die hier gegen erhobene Beschwerde vom 21. September 2017 (Urk. 7/231 ) wies das hie sige Gericht mit Urteil IV.2017.01036 vom 26. März 2019 ab (Urk. 7/243). Das Bundesgericht wies die hiergegen erhobene Beschwerde vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/245/2 ff.) mit Urteil vom 5. November 2019 ab (Urk. 7/252). 1.3 A m 29. April 2020 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/256 ). Die IV-Stelle trat auf die Neuan meldung ein, tätigte weitere Abklärungen und holte verschiedene Arztberichte ein. Mit Schreiben vom 30. Juni 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass auf grund des Gesundheitszustandes aktuell keine Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien (Urk. 7/281). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbe scheid vom 11. Februar 2022, Urk. 7/298; Einwand vom 16. März 2022, Urk. 7/311) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Juni 2022 das Leistungsbegeh ren ab (Urk. 2).

1.3 A m 29. April 2020 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/256 ). Die IV-Stelle trat auf die Neuan meldung ein, tätigte weitere Abklärungen und holte verschiedene Arztberichte ein. Mit Schreiben vom 30. Juni 2021 teilte sie dem Versicherten mit, dass auf grund des Gesundheitszustandes aktuell keine Eingliederungsmassnahmen ange zeigt seien (Urk. 7/281). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbe scheid vom 11. Februar 2022, Urk. 7/298; Einwand vom 16. März 2022, Urk. 7/311) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Juni 2022 das Leistungsbegeh ren ab (Urk. 2). 2. Hiergegen erhob der Versicherte am 25. August 2022 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben. Ebenso seien die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und 18. August 2017 aufzuheben und dem Beschwerdeführer für die Zeit seit dem Unfall bis zum Eintritt der Arbeits fähigkeit nach der letzten Operation am 14. Dezember 2021 eine ganze Rente bzw. für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 eine halbe Rente auszurichten. Even tualiter sei ihm für die Zeit ab dem 18. August 2017 bis zum 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 mindestens eine halbe Rente auszurichten. In formeller Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwältin Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin (Urk. 1 S. 2 ). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 7/1-329), worüber der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 12).

2. Hiergegen erhob der Versicherte am 25. August 2022 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben. Ebenso seien die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und 18. August 2017 aufzuheben und dem Beschwerdeführer für die Zeit seit dem Unfall bis zum Eintritt der Arbeits fähigkeit nach der letzten Operation am 14. Dezember 2021 eine ganze Rente bzw. für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 eine halbe Rente auszurichten. Even tualiter sei ihm für die Zeit ab dem 18. August 2017 bis zum 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und für die Zeit ab dem 15. Dezember 2021 mindestens eine halbe Rente auszurichten. In formeller Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwältin Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin (Urk. 1 S. 2 ). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 unter Bei lage ihrer Akten, Urk. 7/1-329), worüber der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 12). 3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung aus (Urk. 2), nach Prüfung der eingeholten Arztberichte durch den Regionalen Ärztlichen Dienst sei davon auszugehen, dass die angestammt e Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zumutbar sei. Eine angepasste Tätigkeit mit entsprechendem Belastungs profil sei zu 80 % zumutbar. Die Operation vom 2. November 2020 und die voll ständige Erwerbsunfähigkeit während sechs Monaten sei nicht dauerhaft gewesen und könne daher nicht berücksichtigt werden. Stelle man das Valideneinkommen als Bauhilfsarbeiter dem Invalideneinkommen in einer angepassten Tätigkeit in einem 80%-Pensum gegenüber, resultiere eine Einkommenseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von 38 %. Entsprechend bestehe kein Anspruch auf eine Invali denrente.

1.1 Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung aus (Urk. 2), nach Prüfung der eingeholten Arztberichte durch den Regionalen Ärztlichen Dienst sei davon auszugehen, dass die angestammt e Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zumutbar sei. Eine angepasste Tätigkeit mit entsprechendem Belastungs profil sei zu 80 % zumutbar. Die Operation vom 2. November 2020 und die voll ständige Erwerbsunfähigkeit während sechs Monaten sei nicht dauerhaft gewesen und könne daher nicht berücksichtigt werden. Stelle man das Valideneinkommen als Bauhilfsarbeiter dem Invalideneinkommen in einer angepassten Tätigkeit in einem 80%-Pensum gegenüber, resultiere eine Einkommenseinbusse bzw. ein Invaliditätsgrad von 38 %. Entsprechend bestehe kein Anspruch auf eine Invali denrente. 1.2 Der Beschwerdeführer liess demgegenüber vorbringen (Urk. 1), dass er am 20. November 2020 nochmals am Rücken operiert worden sei und seit Januar 2021 schmerzfrei und fast wieder vollumfänglich arbeitsfähig sei. Die Beschwer degeg nerin habe allerdings ausser Acht gelassen, dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers seit Erlass der letzten Verfügung am 18. August 2017 bzw. seit der Begutachtung vom 28. Juli 2016 weiter verschlechtert habe. Entsprechend sei ihm im Verlaufsbericht Interdisziplinäre Schmerzbehandlung des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 eine volle Arbeitsun fähigkeit aus somatischer und psychiatrischer Sicht in jeglicher Tätigkeit attes tiert worden. Auch die Klinik D.___ attestiere ein schwerstes chronisches lumbales Schmerzsyndrom. Unter der chronischen Schmerzsituation sei auch ver ständlich, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand - wie vom Zentrum C.___ bestätigt - seit de m Gutachten der MEDAS E.___ vom 7. August 2016 bis zur Operation im November 2020 verschlechtert habe. Nach der Operation vom 2. November 2020 sei er erstmals nach 12 Jahren wieder schmerzfrei - dies belege eindeutig, dass die beklagten massiven Beschwerden rein orthopädisch bzw. körperlich gewesen seien. Eine Schmerzstörung habe entgegen den Ausführungen der Beschwerde gegnerin nie vorgelegen. Aufgrund der Schmerzfreiheit habe sich auch die psy chische Verfassung markant gebessert. Insgesamt sei deshalb von einer maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit ab Februar 2021 auszugehen.

1.2 Der Beschwerdeführer liess demgegenüber vorbringen (Urk. 1), dass er am 20. November 2020 nochmals am Rücken operiert worden sei und seit Januar 2021 schmerzfrei und fast wieder vollumfänglich arbeitsfähig sei. Die Beschwer degeg nerin habe allerdings ausser Acht gelassen, dass sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers seit Erlass der letzten Verfügung am 18. August 2017 bzw. seit der Begutachtung vom 28. Juli 2016 weiter verschlechtert habe. Entsprechend sei ihm im Verlaufsbericht Interdisziplinäre Schmerzbehandlung des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 eine volle Arbeitsun fähigkeit aus somatischer und psychiatrischer Sicht in jeglicher Tätigkeit attes tiert worden. Auch die Klinik D.___ attestiere ein schwerstes chronisches lumbales Schmerzsyndrom. Unter der chronischen Schmerzsituation sei auch ver ständlich, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand - wie vom Zentrum C.___ bestätigt - seit de m Gutachten der MEDAS E.___ vom 7. August 2016 bis zur Operation im November 2020 verschlechtert habe. Nach der Operation vom 2. November 2020 sei er erstmals nach 12 Jahren wieder schmerzfrei - dies belege eindeutig, dass die beklagten massiven Beschwerden rein orthopädisch bzw. körperlich gewesen seien. Eine Schmerzstörung habe entgegen den Ausführungen der Beschwerde gegnerin nie vorgelegen. Aufgrund der Schmerzfreiheit habe sich auch die psy chische Verfassung markant gebessert. Insgesamt sei deshalb von einer maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit ab Februar 2021 auszugehen. Die eingetretene Schmerzfreiheit nach der Operation vom November 2020 belege, dass die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und vom 18. August 2017 ursprünglich fehlerhaft gewesen seien, weil sie auf einem unzutref fenden Gutachten mit falscher orthopädischer Beurteilung gefusst hätten. Die früheren Beurteilungen des Zentrums C.___ hätten dies bemängelt und seien bereits damals richtig gelegen. Damit seien diese Verfügungen nichtig und entfalteten keine Wir kung, da der Widerruf einer ursprünglich fehlerhaften sozialver sicherungsre cht lichen Verfügung zulässig sei, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichti gu ng von erheblicher Bedeutung sei. Dies sei der Fall, da dem Beschwerdeführer ab Erstanmeldung bis zur Operation bzw. dem 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und danach eine halbe Rente ausgerichtet werden müsse.

Die eingetretene Schmerzfreiheit nach der Operation vom November 2020 belege, dass die Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 6. März 2013 und vom 18. August 2017 ursprünglich fehlerhaft gewesen seien, weil sie auf einem unzutref fenden Gutachten mit falscher orthopädischer Beurteilung gefusst hätten. Die früheren Beurteilungen des Zentrums C.___ hätten dies bemängelt und seien bereits damals richtig gelegen. Damit seien diese Verfügungen nichtig und entfalteten keine Wir kung, da der Widerruf einer ursprünglich fehlerhaften sozialver sicherungsre cht lichen Verfügung zulässig sei, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichti gu ng von erheblicher Bedeutung sei. Dies sei der Fall, da dem Beschwerdeführer ab Erstanmeldung bis zur Operation bzw. dem 14. Dezember 2021 eine ganze Rente und danach eine halbe Rente ausgerichtet werden müsse. Des Weiteren werde der Einkommensvergleich bestritten. D as Valideneinkommen sei um die Nominallohnentwicklung und Teuerung anzupassen, so dass ein Ein kommen in Höhe von über Fr. 95'000.-- anzunehmen sei. Für das Invalidenein kommen sei die aktuelle Tätigkeit als Velomechaniker in einem 50%-Pensum her anzuziehen, womit ein Invaliditätsgrad von 75 % ausgewiesen sei.

Des Weiteren werde der Einkommensvergleich bestritten. D as Valideneinkommen sei um die Nominallohnentwicklung und Teuerung anzupassen, so dass ein Ein kommen in Höhe von über Fr. 95'000.-- anzunehmen sei. Für das Invalidenein kommen sei die aktuelle Tätigkeit als Velomechaniker in einem 50%-Pensum her anzuziehen, womit ein Invaliditätsgrad von 75 % ausgewiesen sei. 2. Vorab ist zu prüfen, ob - wie vom Beschwerdeführer ausgeführt - auf die Verfü gungen aus dem Jahr 2013 und 2017 infolge zweifelloser Unrichtigkeit zurück zukommen ist.

2. Vorab ist zu prüfen, ob - wie vom Beschwerdeführer ausgeführt - auf die Verfü gungen aus dem Jahr 2013 und 2017 infolge zweifelloser Unrichtigkeit zurück zukommen ist. 2.1 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).

Beide Verfügungen wurden mittels Beschwerde an das hiesige Gericht sowie das Bundesgericht weitergezogen und im Rahmen der Beschwerdeverfahren überprüft (vgl. hierzu Urteile des hiesigen Gerichts IV.2013.00359 vom 21. November 2014 und IV. 2017.01036 vom 26. März 2019, Urk. 7/106 und Urk. 7/243 ; Urteile des Bundesgerichts 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 und 9C_367/2019 vom 5. November 2019, Urk. 7/119 und Urk. 7/252), womit beide Verfügunge n richter lich ge prüft wurden. Die se Verfügungen können daher nicht in Wiedererwägung gezogen werden.

Beide Verfügungen wurden mittels Beschwerde an das hiesige Gericht sowie das Bundesgericht weitergezogen und im Rahmen der Beschwerdeverfahren überprüft (vgl. hierzu Urteile des hiesigen Gerichts IV.2013.00359 vom 21. November 2014 und IV. 2017.01036 vom 26. März 2019, Urk. 7/106 und Urk. 7/243 ; Urteile des Bundesgerichts 9C_29/2015 vom 21. Mai 2015 und 9C_367/2019 vom 5. November 2019, Urk. 7/119 und Urk. 7/252), womit beide Verfügunge n richter lich ge prüft wurden. Die se Verfügungen können daher nicht in Wiedererwägung gezogen werden. 3.

3. 3.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

3.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbe stimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022).

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da der Zeit punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1 bis IVG) und jener des Renten anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht ( vgl. Rz. 1008 des Kreisschreibens zu den Übergangsbe stimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems, KS ÜB WE IV, gültig ab 1. Januar 2022). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung eines Rentenanspruchs vorliegend bereits vor dem 1. Januar 2022 in Betracht fällt, sind die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 3.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

3.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht ( Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).

Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht ( Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.4 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 3.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

3.5 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). 4.

4. 4.1 Vergleichsbasis für die Beurteilung, ob eine anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades vorliegt, bildet die Verfügung 18. August 2017 (Urk. 2), welche im Wesentlichen auf das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 sowie de ssen Stellungnahme vom 17. Februar 2017 ab stellt (Urk. 7 /184 und Urk. 7/193 ).

4.1 Vergleichsbasis für die Beurteilung, ob eine anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades vorliegt, bildet die Verfügung 18. August 2017 (Urk. 2), welche im Wesentlichen auf das interdisziplinäre Gutachten der Abklärungsstelle B.___ vom 28. Juli 2016 sowie de ssen Stellungnahme vom 17. Februar 2017 ab stellt (Urk. 7 /184 und Urk. 7/193 ). 4.1.1 Die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ hielten folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (als Bauarbeiter) fest (Urk. 7 /184/46):

4.1.1 Die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ hielten folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (als Bauarbeiter) fest (Urk. 7 /184/46): - Chronischer lumbospondylogener Schmerz

Chronischer lumbospondylogener Schmerz - Status nach massivem Verhebetrauma (03/2010)

Status nach massivem Verhebetrauma (03/2010) - Seither lumbosakrales, rezidivierendes Schmerzsyndrom

Seither lumbosakrales, rezidivierendes Schmerzsyndrom - Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20.07.2011

Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20.07.2011 - Status nach Revisionsoperation mit Dekompression L5/S1 bei relativer Spi nalkanalstenose (12/2011), Cage-Entfernung

Status nach Revisionsoperation mit Dekompression L5/S1 bei relativer Spi nalkanalstenose (12/2011), Cage-Entfernung - Osteosynthesematerialentfernung 24.05.2013

Osteosynthesematerialentfernung 24.05.2013 - Inkomplettes Hemi- Cauda -Syndrom links mit/bei:

Inkomplettes Hemi- Cauda -Syndrom links mit/bei: - Status nach Funktionsmyelographie vom 26.09.13: Irritation der Wur zeln L5, S1 und S2 links

Status nach Funktionsmyelographie vom 26.09.13: Irritation der Wur zeln L5, S1 und S2 links - Status nach erfolglosem Hinterstrangstimulationstest (0ctrode bei TH 9-11) am 22.01.2014

Status nach erfolglosem Hinterstrangstimulationstest (0ctrode bei TH 9-11) am 22.01.2014 - Status nach positivem Testergebnis und definitiver Implantation eines sakralen Neurostimulators am 09.10.2014

Status nach positivem Testergebnis und definitiver Implantation eines sakralen Neurostimulators am 09.10.2014 Ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie folgendes:

Ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie folgendes: - Erhebliche Symptomausweitung und deutliche negative Antwortver zerrung

Erhebliche Symptomausweitung und deutliche negative Antwortver zerrung - Neurogen verursachte Blasenfunktionsstörung (anamnestisch)

Neurogen verursachte Blasenfunktionsstörung (anamnestisch) - Hyperlipidämie, bisher nicht medikamentös therapiert

Hyperlipidämie, bisher nicht medikamentös therapiert - Erektile Dysfunktion (anamnestisch)

Erektile Dysfunktion (anamnestisch) - Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41 gerechtfertigt (lediglich qualitative Einschränkungen der Arbeits fähig keit, jedoch keine quantitative)

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren F45.41 gerechtfertigt (lediglich qualitative Einschränkungen der Arbeits fähig keit, jedoch keine quantitative) 4.1.2 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich vorwiegend um somatische Beschwerden (Urk. 11/184/42 f.), welche nach den Angaben des Beschwerdeführers zu ausge dehnten Schmerzen im Rückenbereich führten. Gegenwärtig stünden psychoso ziale Faktoren im Vordergrund, speziell wirtschaftliche, finanzielle Probleme des Beschwerdeführers und seiner Familie und eventuell daraus resultierende Kon flikte. Auch die Erektionsstörung könnte Konfliktstoff in der bestehenden Part nerschaft darstellen. Beim Beschwer deführer sei daher gemäss ICD die Annahme einer (leichtgradigen) chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren ICD-10 F45.41 gerechtfertigt. Dieser komme jedoch aus psychi atrischer Sicht keine quantitative Reduktion der Arbeitsfähigkeit zu. In qualitati ver Hinsicht sollte die Zeitstruktur berücksichtigt werden (keine Schichtarbeit, kein Akkord), er sollte keinem starken sozialen Druck ausgesetzt sein (z.B. Grup penarbeit), es sollten ihm gewisse Hand lungsspielräume am Arbeitsplatz verblei ben, um z.B. kurze zusätzliche Pausen zu machen. Auch sollte auf die sozialen Interaktionsmuster (Hierarchie, Führungs stil) geachtet werden, um ihn nicht zu überfordern.

4.1.2 Aus psychiatrischer Sicht handle es sich vorwiegend um somatische Beschwerden (Urk. 11/184/42 f.), welche nach den Angaben des Beschwerdeführers zu ausge dehnten Schmerzen im Rückenbereich führten. Gegenwärtig stünden psychoso ziale Faktoren im Vordergrund, speziell wirtschaftliche, finanzielle Probleme des Beschwerdeführers und seiner Familie und eventuell daraus resultierende Kon flikte. Auch die Erektionsstörung könnte Konfliktstoff in der bestehenden Part nerschaft darstellen. Beim Beschwer deführer sei daher gemäss ICD die Annahme einer (leichtgradigen) chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren ICD-10 F45.41 gerechtfertigt. Dieser komme jedoch aus psychi atrischer Sicht keine quantitative Reduktion der Arbeitsfähigkeit zu. In qualitati ver Hinsicht sollte die Zeitstruktur berücksichtigt werden (keine Schichtarbeit, kein Akkord), er sollte keinem starken sozialen Druck ausgesetzt sein (z.B. Grup penarbeit), es sollten ihm gewisse Hand lungsspielräume am Arbeitsplatz verblei ben, um z.B. kurze zusätzliche Pausen zu machen. Auch sollte auf die sozialen Interaktionsmuster (Hierarchie, Führungs stil) geachtet werden, um ihn nicht zu überfordern. Beim Beschwerdeführer ergebe sich im Hinblick auf die Konsistenz seiner Anga ben während der aktuellen psychiatrischen Untersuchung aus rein psychiatrischer Sicht und nur bezogen auf die psychiatrischen Symptome keine tendenzielle Ver fälschung der Befunde und der Informationen zur Anamnese, dies gelte auch für sein Verhalten. Die aktuelle psychiatrische Behandlung könne jedoch nur als Bestandteil einer multimodalen Schmerztherapie angesehen werden, ziele aber nicht explizit auf ein primäres psychiatrisches Zustandsbild ab (Urk. 7 /184/46).

Beim Beschwerdeführer ergebe sich im Hinblick auf die Konsistenz seiner Anga ben während der aktuellen psychiatrischen Untersuchung aus rein psychiatrischer Sicht und nur bezogen auf die psychiatrischen Symptome keine tendenzielle Ver fälschung der Befunde und der Informationen zur Anamnese, dies gelte auch für sein Verhalten. Die aktuelle psychiatrische Behandlung könne jedoch nur als Bestandteil einer multimodalen Schmerztherapie angesehen werden, ziele aber nicht explizit auf ein primäres psychiatrisches Zustandsbild ab (Urk. 7 /184/46). 4.1.3 Aus orthopädischer Sicht seien die neurologischen Beschwerden im Vordergrund, welche im neurologischen Gutachten entsprechend gewürdigt würden. Ortho pä disch bestünden Facettengelenksarthrosen L3/4 und L4/5 und eine Retrolisthesis des Sakralwirbelkörpers (SWK) 1. Die angegebenen Beschwerden und demon s trierten Probleme gingen jedoch über das zu erwartende Ausmass hinaus. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. In einer Ver weistätigkeit im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils bestehe eine Arbeits fähigkeit von 80 % wegen erhöhtem Pausenbedarf und einer verringerten Leistungsfähig keit. Auf Grund der obengenannten Probleme bestehe folgendes Zumutbarkeits profil: Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebenso wenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls sollten überwiegend sitzende Arbeiten vermieden werden (Urk. 7 /184/43)

4.1.3 Aus orthopädischer Sicht seien die neurologischen Beschwerden im Vordergrund, welche im neurologischen Gutachten entsprechend gewürdigt würden. Ortho pä disch bestünden Facettengelenksarthrosen L3/4 und L4/5 und eine Retrolisthesis des Sakralwirbelkörpers (SWK) 1. Die angegebenen Beschwerden und demon s trierten Probleme gingen jedoch über das zu erwartende Ausmass hinaus. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. In einer Ver weistätigkeit im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils bestehe eine Arbeits fähigkeit von 80 % wegen erhöhtem Pausenbedarf und einer verringerten Leistungsfähig keit. Auf Grund der obengenannten Probleme bestehe folgendes Zumutbarkeits profil: Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebenso wenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls sollten überwiegend sitzende Arbeiten vermieden werden (Urk. 7 /184/43) 4.1.4 Rheumatologisch habe sich im Rahmen der Untersuchung seitens des Beschwer deführers eine erhebliche Schmerzhaftigkeit gezeigt, so dass teilweise die Unter suchungsbedingungen deutlich eingeschränkt gewesen seien. Aus rein inter nis tisch-rheumatologischer Sicht ergebe sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt kein Hinweis auf das Vorliegen einer entzündlich rheumatischen Systemerkrankung, welche die Beschwerdesymptomatik erklären könnte. Aus rein internistisch-rheu matologischer Sicht könne somit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht festgestellt werden (Urk. 7 /184/43)

4.1.4 Rheumatologisch habe sich im Rahmen der Untersuchung seitens des Beschwer deführers eine erhebliche Schmerzhaftigkeit gezeigt, so dass teilweise die Unter suchungsbedingungen deutlich eingeschränkt gewesen seien. Aus rein inter nis tisch-rheumatologischer Sicht ergebe sich jedoch zum jetzigen Zeitpunkt kein Hinweis auf das Vorliegen einer entzündlich rheumatischen Systemerkrankung, welche die Beschwerdesymptomatik erklären könnte. Aus rein internistisch-rheu matologischer Sicht könne somit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht festgestellt werden (Urk. 7 /184/43) 4.1.5 Aus neurologischer Sicht bestehe in Zusammenschau der Aktenlage und in Kenntnis der aktuellen klinischen Untersuchung, der Anamnese und des EMG Befundes weitgehende Übereinstimmung mit den Vorbefunden dahinge hend, dass geringe sensible Defizite in den sakralen Segmenten bestünden, ein ASR-Ausfall links objektivierbar nachvollziehbar sei, im EMG alte axonale Schä digungszeichen feststellbar seien, ohne Hinweis für frischere axonale Schädi gungsprozesse. Es bleibe somit nach wie vor retrospektiv betrachtet unklar, ob diese Befundlage mit dem Unfallereignis von 2010 zusammenhänge oder erst später peri -/postoperativ bei wiederholten Massnahmen aufgetreten sei, und seit her als Residuum zu bewerten wäre. Gemäss den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers wäre diesbezüglich erst seit Dezember 2011 mit der zweiten Operation offensichtlich eine S1-Affektion links aufgetreten im Sinne der damals bei ihm aufgefallenen Sensibilitätsstörung am Fussaussenrand, dem S1-Segment zugehörig. Es erscheine jedoch angesichts der ansonsten doch nur moderaten Lendenwirbelsäule( LWS)-Pathologie eher ungewöhnlich und nicht nachvollzieh bar, warum sich eine gemäss den Angaben des Beschwerdeführers so massive, schwergradige und therapieresistente Symptomatik entwickelt haben sollte. Es müssten hier auch das Vorliegen anderer Faktoren überwiegend wahrscheinlich angenommen werden, respektive spiele ein dysfunktionaler Schmerzver arbei tungsprozess eine nicht unwesentliche Rolle (Urk. 7 /184/43 ff.).

4.1.5 Aus neurologischer Sicht bestehe in Zusammenschau der Aktenlage und in Kenntnis der aktuellen klinischen Untersuchung, der Anamnese und des EMG Befundes weitgehende Übereinstimmung mit den Vorbefunden dahinge hend, dass geringe sensible Defizite in den sakralen Segmenten bestünden, ein ASR-Ausfall links objektivierbar nachvollziehbar sei, im EMG alte axonale Schä digungszeichen feststellbar seien, ohne Hinweis für frischere axonale Schädi gungsprozesse. Es bleibe somit nach wie vor retrospektiv betrachtet unklar, ob diese Befundlage mit dem Unfallereignis von 2010 zusammenhänge oder erst später peri -/postoperativ bei wiederholten Massnahmen aufgetreten sei, und seit her als Residuum zu bewerten wäre. Gemäss den anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers wäre diesbezüglich erst seit Dezember 2011 mit der zweiten Operation offensichtlich eine S1-Affektion links aufgetreten im Sinne der damals bei ihm aufgefallenen Sensibilitätsstörung am Fussaussenrand, dem S1-Segment zugehörig. Es erscheine jedoch angesichts der ansonsten doch nur moderaten Lendenwirbelsäule( LWS)-Pathologie eher ungewöhnlich und nicht nachvollzieh bar, warum sich eine gemäss den Angaben des Beschwerdeführers so massive, schwergradige und therapieresistente Symptomatik entwickelt haben sollte. Es müssten hier auch das Vorliegen anderer Faktoren überwiegend wahrscheinlich angenommen werden, respektive spiele ein dysfunktionaler Schmerzver arbei tungsprozess eine nicht unwesentliche Rolle (Urk. 7 /184/43 ff.). Insbesondere aufgrund der doch erstaunlichen, lange Zeit nur geringen Inan spruchnahme schmerztherapeutischer Massnahmen sei hinsichtlich der Schmerz angaben doch sehr von einer wohl eher bewusstseinsnahen und sehr ausgepräg ten negativen Antwortverzerrung auszugehen, wäre das Verhalten gut mit einem «Krankenrollenverhalten» zu beschreiben und wäre - sofern aus neurologischer Sicht zu reflektieren - eher nicht als eine somatoforme Schmerzstörung zu bewerten (diesbezüglich müsse aber auf die Bewertung des psychiatrischen Gut achtens verwiesen werden). Gleichwohl erschwere dieses Verhalten die Bewertung der Arbeitsfähigkeit. Es dürfe sicher angenommen werden, dass eine verminderte Rückenbelastbarkeit bestehe, es könne auch von chronischen lumbospondyloge nen Schmerzen bei Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20. Juli 2011, Cage-Entfernung im Dezember 2011, Osteosynthesemateria lentfernung 24. Mai 2013 und Neurostimulatorimplantation 09. Oktober 2014 ausgegangen werden. Gegenüber den früheren Einschätzungen der Arbeitsfähig keit, variierend von 50-100 % arbeitsfähig in einer Verweistätigkeit, könne, umso mehr da erhebliche andere nichtsomatische Faktoren eine Rolle spielen, von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 80 % ausgegangen werden, bezogen auf eine ideal lei densangepasste, rückengerechte Arbeitstätigkeit, nach Belastungsaufbau über einen Verlauf von ca. 3 Monaten, beginnend mit 50 %. Die angestammte Tätig keit im Baubereich sei hingegen nicht mehr zumutbar.

Insbesondere aufgrund der doch erstaunlichen, lange Zeit nur geringen Inan spruchnahme schmerztherapeutischer Massnahmen sei hinsichtlich der Schmerz angaben doch sehr von einer wohl eher bewusstseinsnahen und sehr ausgepräg ten negativen Antwortverzerrung auszugehen, wäre das Verhalten gut mit einem «Krankenrollenverhalten» zu beschreiben und wäre - sofern aus neurologischer Sicht zu reflektieren - eher nicht als eine somatoforme Schmerzstörung zu bewerten (diesbezüglich müsse aber auf die Bewertung des psychiatrischen Gut achtens verwiesen werden). Gleichwohl erschwere dieses Verhalten die Bewertung der Arbeitsfähigkeit. Es dürfe sicher angenommen werden, dass eine verminderte Rückenbelastbarkeit bestehe, es könne auch von chronischen lumbospondyloge nen Schmerzen bei Status nach Spondylodese L5/S1 wegen Lyse Meyerding 1-2 am 20. Juli 2011, Cage-Entfernung im Dezember 2011, Osteosynthesemateria lentfernung 24. Mai 2013 und Neurostimulatorimplantation 09. Oktober 2014 ausgegangen werden. Gegenüber den früheren Einschätzungen der Arbeitsfähig keit, variierend von 50-100 % arbeitsfähig in einer Verweistätigkeit, könne, umso mehr da erhebliche andere nichtsomatische Faktoren eine Rolle spielen, von einer Arbeitsfähigkeit von ca. 80 % ausgegangen werden, bezogen auf eine ideal lei densangepasste, rückengerechte Arbeitstätigkeit, nach Belastungsaufbau über einen Verlauf von ca. 3 Monaten, beginnend mit 50 %. Die angestammte Tätig keit im Baubereich sei hingegen nicht mehr zumutbar. 4.1.6 Aus internistischer Sicht klage der Beschwerdeführer über keine Beschwerden (Urk. 7 /184/45). Aus internistischer Sicht lägen keine Befunde bzw. Diagnosen mit ver siche rungsmedizinischer Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit vor. Er sei des halb medizinisch-theoretisch in seiner bis dato ausgeübten Tätigkeit als Bauhilfs arbeiter/Schaler vollschichtig arbeitsfähig ohne Leistungseinschränkung. Dies gelte ebenso für eine Verweistätigkeit.

4.1.6 Aus internistischer Sicht klage der Beschwerdeführer über keine Beschwerden (Urk. 7 /184/45). Aus internistischer Sicht lägen keine Befunde bzw. Diagnosen mit ver siche rungsmedizinischer Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit vor. Er sei des halb medizinisch-theoretisch in seiner bis dato ausgeübten Tätigkeit als Bauhilfs arbeiter/Schaler vollschichtig arbeitsfähig ohne Leistungseinschränkung. Dies gelte ebenso für eine Verweistätigkeit. 4.1.7 Interdisziplinär konstatierten die Gutachter, dass der Beschwerdeführer als Bau arbeiter nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer Verweistätigkeit bestehe eine Rest arbeitsfähigkeit von 80 % (nach Belastungsaufbau ca. 3 Monate, beginnend mit 50 %) im Rahmen des folgenden Zumutbarkeitsprofils mit verlängerten Pausen und reduzierter Leistung (Urk. 11/184/47):

4.1.7 Interdisziplinär konstatierten die Gutachter, dass der Beschwerdeführer als Bau arbeiter nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer Verweistätigkeit bestehe eine Rest arbeitsfähigkeit von 80 % (nach Belastungsaufbau ca. 3 Monate, beginnend mit 50 %) im Rahmen des folgenden Zumutbarkeitsprofils mit verlängerten Pausen und reduzierter Leistung (Urk. 11/184/47): - Es bestehe verminderte Rückenbelastbarkeit.

Es bestehe verminderte Rückenbelastbarkeit. - Diesbezüglich sei die angestammte Tätigkeit im Baubereich nicht mehr zumut bar.

Diesbezüglich sei die angestammte Tätigkeit im Baubereich nicht mehr zumut bar. - Auch in einer ideal leidensangepassten Tätigkeit bestünden ggf. ein erhöhter Pausenbedarf und eine verringerte Leistungsfähigkeit.

Auch in einer ideal leidensangepassten Tätigkeit bestünden ggf. ein erhöhter Pausenbedarf und eine verringerte Leistungsfähigkeit. - Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebensowenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls überwiegend sitzende Arbeiten sollten vermieden werden, bezogen auf eine ideal leidensangepasste, rücken gerechte Arbeitstätigkeit.

Das Heben und Tragen von schweren Lasten dauerhaft über 5 kg beidseits sei nicht zumutbar. Arbeiten mit langem Gehen, Sitzen und Stehen und monoto nen Zwangshaltungen des Oberkörpers seien nicht zumutbar, ebensowenig das Gehen auf unebenem Boden. Ebenfalls überwiegend sitzende Arbeiten sollten vermieden werden, bezogen auf eine ideal leidensangepasste, rücken gerechte Arbeitstätigkeit. - Aus psychiatrischer Sicht bestünden gegenwärtig keine relevanten quantita ti ven Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit; zu qualitativen Defiziten siehe unten, diese ergäben sich auch aus dem Fähigkeitsprofil.

Aus psychiatrischer Sicht bestünden gegenwärtig keine relevanten quantita ti ven Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit; zu qualitativen Defiziten siehe unten, diese ergäben sich auch aus dem Fähigkeitsprofil. - Beim Beschwerdeführer seien aufgrund der langen beruflichen Pause Schwie rig keiten bei der Anpassung an Regeln und Routinen zu erwarten, zeit weilig auch bei der Planung und Strukturierung von Aufgaben, obwohl er im häus lichen Bereich meist gemäss seiner Schilderung versuche, den Tagesablauf sinnvoll zu strukturieren und ihm zuträgliche Aufgaben im Haushalt zu über nehmen. Es bestehe auch eine reduzierte Flexibilität und Umstellungsfähig keit, die sich jedoch aus psychiatrischer Sicht beruflich vornehmlich in quali tativer Hinsicht bemerkbar machen dürfte. Er könne Entscheidungen treffen, fachliche Kompetenzen anwenden, er sei auch in der Lage, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Neues zu lernen. Immerhin sei er in seiner letzten beruf lichen Auf gabe als Vorarbeiter eingesetzt worden. Relevante intellektuelle oder kognitive Defizite seien im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Unter suchung nicht auszumachen. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei gut, auch die Kontaktfähig keit zu Dritten, dies gelte auch für die familiären Beziehungen.

Beim Beschwerdeführer seien aufgrund der langen beruflichen Pause Schwie rig keiten bei der Anpassung an Regeln und Routinen zu erwarten, zeit weilig auch bei der Planung und Strukturierung von Aufgaben, obwohl er im häus lichen Bereich meist gemäss seiner Schilderung versuche, den Tagesablauf sinnvoll zu strukturieren und ihm zuträgliche Aufgaben im Haushalt zu über nehmen. Es bestehe auch eine reduzierte Flexibilität und Umstellungsfähig keit, die sich jedoch aus psychiatrischer Sicht beruflich vornehmlich in quali tativer Hinsicht bemerkbar machen dürfte. Er könne Entscheidungen treffen, fachliche Kompetenzen anwenden, er sei auch in der Lage, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Neues zu lernen. Immerhin sei er in seiner letzten beruf lichen Auf gabe als Vorarbeiter eingesetzt worden. Relevante intellektuelle oder kognitive Defizite seien im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Unter suchung nicht auszumachen. Die Selbstbehauptungsfähigkeit sei gut, auch die Kontaktfähig keit zu Dritten, dies gelte auch für die familiären Beziehungen. 4.2 Die aktuelle medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgender massen:

4.2 Die aktuelle medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgender massen: 4. 2. 1 Die Behandler im Zentrum C.___ notierten in ihrem Bericht vom 14. Januar 2020 folgende (gekürzt wiedergegebenen) «neuen Diagnosen ab 31. Juli 2017 » (Urk. 7/255/6):

4. 2. 1 Die Behandler im Zentrum C.___ notierten in ihrem Bericht vom 14. Januar 2020 folgende (gekürzt wiedergegebenen) «neuen Diagnosen ab 31. Juli 2017 » (Urk. 7/255/6): - Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)

Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) - Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)

Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - Andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch (ICD-10 F62.80)

Andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch (ICD-10 F62.80) - Status nach Blitzschlag am 18. Juli 2005

Status nach Blitzschlag am 18. Juli 2005 - Lumbovertebrales Syndrom

Lumbovertebrales Syndrom - Neurogene Blasenfunktionsstörung bei Status nach Blitzschlag

Neurogene Blasenfunktionsstörung bei Status nach Blitzschlag Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, führte in Bezug auf die jetzigen Beschwerden aus, dass i n letzter Zeit die lumboradikulären Schmerzen links wei ter an Intensität zugenommen hätten. Die Implant ation des Neurostimulators vom 9. Oktober 2014 habe keine wesentliche Besserung gebracht, insbesondere auch nicht nach der Revision am 12. Mai 2016. Der Beschwerdeführer beklage ständi ge lumboradikuläre Schmerzen beidseits, linksbetont, wobei es in der Zwischenzeit zu keinen Schmerzausstrahlungen ins linke Bein gekommen sei. Es bestehe aber noch immer ein Gefühl, er müsse Entleeren können, er gehe deswegen alle 2-3 Stunden zur Toilette und müsse dann offenbar pressen. Eine eigentliche Inkonti nenz sei bis anhin aber noch nicht aufgetre ten. Auch die Sexualfunktion sei deut lich eingeschränkt, der Beschwerdeführer gebe eine ca. 50% ige Einschränkung der E rektion an, die Sensibilität sei linksseitig perianal abgestorben. Ebenso sei auch die Libido entsprechend vermindert. I n diesem Zusammenhang sei Dr. med. G.___, Facharzt für Anästhesiologie, eingeschaltet worden, er habe nun versucht, mit Stimulation der sakralen Wurzel eine Besserung zu erreichen, die ganzen Abklärungen und Versuche seien teilweise abgeschlossen. Sie würden je nach Verlauf der wissenschaftlichen Ergebnisse wieder versuchen, beim Beschwerdeführer mit Elektrostimulation eine Verbe sserung zu erreichen. Es handle sich bei diesen Methoden um eine physiologische Methode, welche prak tisch keine Nebenwirkungen zeige. Eine weitere Möglichkeit stelle auch das Neu rofeedbacktraining dar, welches ebenfalls in ihrer Klinik an geboten werde könne. Die Akten seien somit noch nicht geschlossen und sie hoff t en, dass sie dem Beschwerdeführer au fgrund der grossen Fortschritte in der Technologie doch noch helfen könn t en, um vor allem das partielle Cauda equina Syndrom klar zu verbessern. So wie si ch die Situation jetzt darstelle, sei der Beschwerdeführer unter einem enorm hohen Leidensdruck und dadurch auch s chwer psychisch belastet.

Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, führte in Bezug auf die jetzigen Beschwerden aus, dass i n letzter Zeit die lumboradikulären Schmerzen links wei ter an Intensität zugenommen hätten. Die Implant ation des Neurostimulators vom 9. Oktober 2014 habe keine wesentliche Besserung gebracht, insbesondere auch nicht nach der Revision am 12. Mai 2016. Der Beschwerdeführer beklage ständi ge lumboradikuläre Schmerzen beidseits, linksbetont, wobei es in der Zwischenzeit zu keinen Schmerzausstrahlungen ins linke Bein gekommen sei. Es bestehe aber noch immer ein Gefühl, er müsse Entleeren können, er gehe deswegen alle 2-3 Stunden zur Toilette und müsse dann offenbar pressen. Eine eigentliche Inkonti nenz sei bis anhin aber noch nicht aufgetre ten. Auch die Sexualfunktion sei deut lich eingeschränkt, der Beschwerdeführer gebe eine ca. 50% ige Einschränkung der E rektion an, die Sensibilität sei linksseitig perianal abgestorben. Ebenso sei auch die Libido entsprechend vermindert. I n diesem Zusammenhang sei Dr. med. G.___, Facharzt für Anästhesiologie, eingeschaltet worden, er habe nun versucht, mit Stimulation der sakralen Wurzel eine Besserung zu erreichen, die ganzen Abklärungen und Versuche seien teilweise abgeschlossen. Sie würden je nach Verlauf der wissenschaftlichen Ergebnisse wieder versuchen, beim Beschwerdeführer mit Elektrostimulation eine Verbe sserung zu erreichen. Es handle sich bei diesen Methoden um eine physiologische Methode, welche prak tisch keine Nebenwirkungen zeige. Eine weitere Möglichkeit stelle auch das Neu rofeedbacktraining dar, welches ebenfalls in ihrer Klinik an geboten werde könne. Die Akten seien somit noch nicht geschlossen und sie hoff t en, dass sie dem Beschwerdeführer au fgrund der grossen Fortschritte in der Technologie doch noch helfen könn t en, um vor allem das partielle Cauda equina Syndrom klar zu verbessern. So wie si ch die Situation jetzt darstelle, sei der Beschwerdeführer unter einem enorm hohen Leidensdruck und dadurch auch s chwer psychisch belastet. Dr. med. H.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, führte aus, dass der Beschwerdeführer ihm ein elektrisches Stimulationsgerät zeige, welches in der Genitalregion appliziert werde, auch um Wasser lösen zu können. Das Gerät appliziere er, wenn er den starken siechenden Schmerz verspüre. Meist gehe das Wasserlösen ohne das Gerät, welches seit 2011 von der Urologie abgegeben wor den sei. Den Stuhldrang spüre er und die Defäkation gehe ohne besondere Mass nahmen. Er trinke viel, dann sei der Stuhl nicht hart. Der Beschwerdeführer gehe mit zwei Amerikanerstöcken und sage, ohne die zwei Stöcke könne er nicht mehr gehen. Der rechte Arm werde oft sehr schmerzhaft, so dass er den Arm nicht gebrauchen könne. Dies sei so, seit er am 18. Juli 2005 hier in der Schweiz auf einer Baustelle auf dem Areal I.___ von einem Blitz getroffen worden sei. Drei Tage später habe er wieder arbeiten müssen. Er habe damals Verbrennungen an den Fusssohlen gehabt. Dronabinol 2,5 % (THC) mache ihn wie betrunken, aber die Schmerzen im linken Gesäss und das Kribbeln würden nicht bessern. Der Führerschein für alle Kategorien inklusive Moped seien mit Verfügung vom 23. Juli 2013 entzogen worden. In der Begründung werde die verkehrsmedi zinische Begutachtung vom 25. Februar 2013 angeführt, wo eine verkehrsrele vante Gesundheitsproblematik (schwerste, immobil i sierende Schmerzen im Bewegungs apparat) festgestellt worden seien.

Dr. med. H.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, führte aus, dass der Beschwerdeführer ihm ein elektrisches Stimulationsgerät zeige, welches in der Genitalregion appliziert werde, auch um Wasser lösen zu können. Das Gerät appliziere er, wenn er den starken siechenden Schmerz verspüre. Meist gehe das Wasserlösen ohne das Gerät, welches seit 2011 von der Urologie abgegeben wor den sei. Den Stuhldrang spüre er und die Defäkation gehe ohne besondere Mass nahmen. Er trinke viel, dann sei der Stuhl nicht hart. Der Beschwerdeführer gehe mit zwei Amerikanerstöcken und sage, ohne die zwei Stöcke könne er nicht mehr gehen. Der rechte Arm werde oft sehr schmerzhaft, so dass er den Arm nicht gebrauchen könne. Dies sei so, seit er am 18. Juli 2005 hier in der Schweiz auf einer Baustelle auf dem Areal I.___ von einem Blitz getroffen worden sei. Drei Tage später habe er wieder arbeiten müssen. Er habe damals Verbrennungen an den Fusssohlen gehabt. Dronabinol 2,5 % (THC) mache ihn wie betrunken, aber die Schmerzen im linken Gesäss und das Kribbeln würden nicht bessern. Der Führerschein für alle Kategorien inklusive Moped seien mit Verfügung vom 23. Juli 2013 entzogen worden. In der Begründung werde die verkehrsmedi zinische Begutachtung vom 25. Februar 2013 angeführt, wo eine verkehrsrele vante Gesundheitsproblematik (schwerste, immobil i sierende Schmerzen im Bewegungs apparat) festgestellt worden seien. Dr. G.___ führte aus anästhesiologischer Sicht aus, dass chronische, invali disierende lumbosakrale und lumboradikuläre Schmerzen sowie eine chronische Testalgie links bestünden.

Dr. G.___ führte aus anästhesiologischer Sicht aus, dass chronische, invali disierende lumbosakrale und lumboradikuläre Schmerzen sowie eine chronische Testalgie links bestünden. Dr. med. J.___, Facharzt für Neurologie, hielt aus neurologischer Sicht fest, dass seit 2010 starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine nach Verhebetrauma links mehr als rechts bestünden. Darüber hinaus bestehe ein Taubheitsgefühl im Hodenbereich und Bein bzw. Fuss links sowie eine Fuss schwäche links. Weiterhin klage er über Blasenstörungen, sexuelle Funktionsstö rungen, Schlafprobleme, Tagesmüdigkeit und Depressionen. Er sei mehrmals im LWS-Bereich operiert worden. Aus neurokognitiver Sicht konstatierte Dr. J.___, dass der Beschwerdeführer über Konzentrationsstörungen und Vergesslich keit klage.

Dr. med. J.___, Facharzt für Neurologie, hielt aus neurologischer Sicht fest, dass seit 2010 starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine nach Verhebetrauma links mehr als rechts bestünden. Darüber hinaus bestehe ein Taubheitsgefühl im Hodenbereich und Bein bzw. Fuss links sowie eine Fuss schwäche links. Weiterhin klage er über Blasenstörungen, sexuelle Funktionsstö rungen, Schlafprobleme, Tagesmüdigkeit und Depressionen. Er sei mehrmals im LWS-Bereich operiert worden. Aus neurokognitiver Sicht konstatierte Dr. J.___, dass der Beschwerdeführer über Konzentrationsstörungen und Vergesslich keit klage. Med. pract. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt aus psychosomatischer Sich t dafür, dass der Beschwerdeführer berichte, dass er draussen ohne die Krücken nicht mehr laufen könne. Die Schmerzen im Rücken seien unverändert stark sowie die Parästhesien in das linke Bein. Die Kraftlosig keit im rechten Arm sowie Fersenschmerzen beidseits bestünden seit dem Blitz schlag 2005 nach wie vor. Zudem weise der Beschwerdeführer weiterhin eine depressive Störung schweren Grades mit starker Hoffnungslosigkeit, Lebensüber druss, Sinnlosigkeitsgedanken und sozialem Rückzug auf.

Med. pract. K.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt aus psychosomatischer Sich t dafür, dass der Beschwerdeführer berichte, dass er draussen ohne die Krücken nicht mehr laufen könne. Die Schmerzen im Rücken seien unverändert stark sowie die Parästhesien in das linke Bein. Die Kraftlosig keit im rechten Arm sowie Fersenschmerzen beidseits bestünden seit dem Blitz schlag 2005 nach wie vor. Zudem weise der Beschwerdeführer weiterhin eine depressive Störung schweren Grades mit starker Hoffnungslosigkeit, Lebensüber druss, Sinnlosigkeitsgedanken und sozialem Rückzug auf. Konsensual hielten die Behandler fest, dass aus somatischer wie auch aus psychi atrischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit vorliege aufgrund der Intensität der chronischen Schmerzen, dem Schweregrad der depressiven Störung sowie der negativistischen Persönlichkeitsstörung.

Konsensual hielten die Behandler fest, dass aus somatischer wie auch aus psychi atrischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit vorliege aufgrund der Intensität der chronischen Schmerzen, dem Schweregrad der depressiven Störung sowie der negativistischen Persönlichkeitsstörung. 4. 2. 2 Der Beschwerdeführer begab sich in die Klinik D.___, Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Neurochirurgie in Behandlung. Nach der Konsultation vom 20. Januar 2020 (Urk. 7/255/17) erfolgten weitere Untersuchungen. Anlässlich der Telefonkonsultation vom 18. März 2020 zur Besprechung der SPECT-/CT-Untersuchung hielten die Behandler fest, dass zumindest ein Grossteil der beklag ten Beschwerden aufgrund der Untersuchungsresultate mit grosser Wahrschein lichkeit auf die nicht eingetretene knöcherne Heilung im Segment L5/S1 zurück zuführen sei und dass deshalb die Indikation zu einer Revisionsoperation bestehe, bei der die Instabilität L5/S1 durch eine erneute Fusion (von dorsal, unter Umständen auch von ventral) operativ beseitigt werde. Dem Beschwerdeführer werde mitgeteilt, dass dieser Eingriff nicht dringend sei und damit erst nach Abklingen der Pandemie möglich sei (Urk. 7/255/20).

4. 2. 2 Der Beschwerdeführer begab sich in die Klinik D.___, Wirbelsäulenchirurgie, Orthopädie und Neurochirurgie in Behandlung. Nach der Konsultation vom 20. Januar 2020 (Urk. 7/255/17) erfolgten weitere Untersuchungen. Anlässlich der Telefonkonsultation vom 18. März 2020 zur Besprechung der SPECT-/CT-Untersuchung hielten die Behandler fest, dass zumindest ein Grossteil der beklag ten Beschwerden aufgrund der Untersuchungsresultate mit grosser Wahrschein lichkeit auf die nicht eingetretene knöcherne Heilung im Segment L5/S1 zurück zuführen sei und dass deshalb die Indikation zu einer Revisionsoperation bestehe, bei der die Instabilität L5/S1 durch eine erneute Fusion (von dorsal, unter Umständen auch von ventral) operativ beseitigt werde. Dem Beschwerdeführer werde mitgeteilt, dass dieser Eingriff nicht dringend sei und damit erst nach Abklingen der Pandemie möglich sei (Urk. 7/255/20). Am 20. Juli 2020 wurde der Beschwerdeführer intern in der Klinik D.___ zur Indikationsstellung einer operativen Versorgung im Sinne einer erneuten Revisi onsoperation überwiesen. Im entsprechenden Bericht wurde notiert, dass beim Beschwerdeführer ein schweres chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom bei Status nach multiplen Voroperationen bestehe. Im SPECT-/CT zeige sich der Ver dacht auf eine straffe Pseudoarthrose L5/S1 und ein wahrscheinlich konsolidiertes Segment L4/5 sowie degenerative Veränderungen im Nachbarsegment L3/4 vor allem rechtsbetont. Die Schmerzursache sei letztlich nicht klar. Sie würden zur genaueren Beurteilung zunächst eine differenzialdiagnostische Facettengelenks infiltration durchführen und den Beschwerdeführer hierfür in der Neurologie anmelden, beginnend mit dem Segment L3/4, gegebenenfalls auch in einem zwei ten Termin L4/5 und L5/S1. Abhängig vom Ansprechen und vom weiteren Ver lauf müsste gegebenenfalls die Indikation zur Revisionsspondylodese mindestens L5/S1, gegebenenfalls auch Verlängerungsspondylodese bis L3/4 gestellt werden. Insgesamt seien die Erfolgsaussichten angesichts des chronifizierten Krankheits bildes stark eingeschränkt (Urk. 7/263).

Am 20. Juli 2020 wurde der Beschwerdeführer intern in der Klinik D.___ zur Indikationsstellung einer operativen Versorgung im Sinne einer erneuten Revisi onsoperation überwiesen. Im entsprechenden Bericht wurde notiert, dass beim Beschwerdeführer ein schweres chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom bei Status nach multiplen Voroperationen bestehe. Im SPECT-/CT zeige sich der Ver dacht auf eine straffe Pseudoarthrose L5/S1 und ein wahrscheinlich konsolidiertes Segment L4/5 sowie degenerative Veränderungen im Nachbarsegment L3/4 vor allem rechtsbetont. Die Schmerzursache sei letztlich nicht klar. Sie würden zur genaueren Beurteilung zunächst eine differenzialdiagnostische Facettengelenks infiltration durchführen und den Beschwerdeführer hierfür in der Neurologie anmelden, beginnend mit dem Segment L3/4, gegebenenfalls auch in einem zwei ten Termin L4/5 und L5/S1. Abhängig vom Ansprechen und vom weiteren Ver lauf müsste gegebenenfalls die Indikation zur Revisionsspondylodese mindestens L5/S1, gegebenenfalls auch Verlängerungsspondylodese bis L3/4 gestellt werden. Insgesamt seien die Erfolgsaussichten angesichts des chronifizierten Krankheits bildes stark eingeschränkt (Urk. 7/263). Anlässlich der Sprechstunde vom 17. September 2020 berichtete der Beschwer deführer, dass die Infiltration des Nachbarsegmentes L3/4 keine Veränderung der starken Schmerzen gebracht habe. Aufgrund des hohen Leidensdruckes habe er sich für eine Operation entschieden. Er sei darüber informiert worden, dass die Prognose deutlich reduziert sei bei chronischem Schmerzbild und psychosozialer Flags. Die pathologische Veränderung mit SPECT positiver Pseudoarthrose und radiologisch zunehmender Anschlussegmentdegeneration rechtfertigten aller dings den Eingriff. Der Eingriff sei für den 2. November 2020 geplant (Urk. 7/267).

Anlässlich der Sprechstunde vom 17. September 2020 berichtete der Beschwer deführer, dass die Infiltration des Nachbarsegmentes L3/4 keine Veränderung der starken Schmerzen gebracht habe. Aufgrund des hohen Leidensdruckes habe er sich für eine Operation entschieden. Er sei darüber informiert worden, dass die Prognose deutlich reduziert sei bei chronischem Schmerzbild und psychosozialer Flags. Die pathologische Veränderung mit SPECT positiver Pseudoarthrose und radiologisch zunehmender Anschlussegmentdegeneration rechtfertigten aller dings den Eingriff. Der Eingriff sei für den 2. November 2020 geplant (Urk. 7/267). Am 2. November 2020 erfolgte die Revision der Pseudoarthrose L5/S1 mit navi gierter Re-Inst r umentation und Verlängerungsspondylodese L3-S1, TLIF L3/4 über beidseitigen Zugang, Spondylodese mit lokalem Knochen und autologer Beckenspongiosa von links (Urk. 7/271).

Am 2. November 2020 erfolgte die Revision der Pseudoarthrose L5/S1 mit navi gierter Re-Inst r umentation und Verlängerungsspondylodese L3-S1, TLIF L3/4 über beidseitigen Zugang, Spondylodese mit lokalem Knochen und autologer Beckenspongiosa von links (Urk. 7/271). 4. 2. 3 Im Anschluss an die Operation befand sich der Beschwerdeführer vom 11. bis zum 24. November 2020 in der stationären Rehabilitation in der Klinik L.___. Im Austrittsbericht vom 23. November 2020 (U rk. 7/277/3 ff.) notierten die Behandler, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der durchgeführ ten Massnahmen eine verbesserte Mobilität bei Vollbelastung erreicht habe. Der Beschwerdeführer könne über 250 Meter ohne Hilfsmittel indoor und outdoor, sowie 60 Treppenstufen sicher bewältigen. In den Transfers und den Aktivitäten des täglichen Lebens sei er selbständig. Der Kraftgrad im M.psoas und im M.quad riceps betrage beidseits M4-5, der Kraftgrad der unteren Extremitäten ansonsten allseits M5. Die vorbekannte Sensibilitätsminderung des linken Beines, vom late ralen Oberschenkel bis zum Fuss, sei bei Austritt noch in gleicher Intensität vor handen. Die Entfernung des Klammermaterials sei am 16. November 2020 bei gesicherter Wundheilung erfolgt. Sie hätten den Beschwerdeführer am 24. November 2020 in gutem Allgemeinzustand und sicher auf der Ebene sowie auf der Treppe in das häusliche Umfeld entlassen.

4. 2. 3 Im Anschluss an die Operation befand sich der Beschwerdeführer vom 11. bis zum 24. November 2020 in der stationären Rehabilitation in der Klinik L.___. Im Austrittsbericht vom 23. November 2020 (U rk. 7/277/3 ff.) notierten die Behandler, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der durchgeführ ten Massnahmen eine verbesserte Mobilität bei Vollbelastung erreicht habe. Der Beschwerdeführer könne über 250 Meter ohne Hilfsmittel indoor und outdoor, sowie 60 Treppenstufen sicher bewältigen. In den Transfers und den Aktivitäten des täglichen Lebens sei er selbständig. Der Kraftgrad im M.psoas und im M.quad riceps betrage beidseits M4-5, der Kraftgrad der unteren Extremitäten ansonsten allseits M5. Die vorbekannte Sensibilitätsminderung des linken Beines, vom late ralen Oberschenkel bis zum Fuss, sei bei Austritt noch in gleicher Intensität vor handen. Die Entfernung des Klammermaterials sei am 16. November 2020 bei gesicherter Wundheilung erfolgt. Sie hätten den Beschwerdeführer am 24. November 2020 in gutem Allgemeinzustand und sicher auf der Ebene sowie auf der Treppe in das häusliche Umfeld entlassen. 4. 2. 4 Im Sprechstundenbericht vom 26. Januar 2021 der Klinik D.___ hielt PD Dr. med. M.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trauma to lo gie des Bewegungsapparates, fest, dass sich 3 Monate postoperativ nach lumbaler Revisions- und Verlängerungsspondylodese bei Failed -back- Surgery Syndrom ein weiterhin sehr schöner Verlauf zeige. D ie präoperativ massgeblichen Schmer zen hätten deutlich verbessert werden können. Der Beschwerdeführer sei wieder mobil. Die Opiate seien abgesetzt worden. Gehstöcke müssten nicht mehr einge setzt werden. Sie empfählen die Physiotherapie durchzuführen. Hierfür sei eine Verordnung ausgehändigt worden. Zusätzlich sei Calcimagon D3 einzuneh men. Die nächste klinisch-radiologische Verlaufskontrolle sei in drei Monaten vorge sehen (Urk. 7/276).

4. 2. 4 Im Sprechstundenbericht vom 26. Januar 2021 der Klinik D.___ hielt PD Dr. med. M.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trauma to lo gie des Bewegungsapparates, fest, dass sich 3 Monate postoperativ nach lumbaler Revisions- und Verlängerungsspondylodese bei Failed -back- Surgery Syndrom ein weiterhin sehr schöner Verlauf zeige. D ie präoperativ massgeblichen Schmer zen hätten deutlich verbessert werden können. Der Beschwerdeführer sei wieder mobil. Die Opiate seien abgesetzt worden. Gehstöcke müssten nicht mehr einge setzt werden. Sie empfählen die Physiotherapie durchzuführen. Hierfür sei eine Verordnung ausgehändigt worden. Zusätzlich sei Calcimagon D3 einzuneh men. Die nächste klinisch-radiologische Verlaufskontrolle sei in drei Monaten vorge sehen (Urk. 7/276). 4. 2.5 Im Bericht vom 29. Juni 2021 des Zentrums C.___ notierten N.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. O.___, Klinischer Psychologe, dass die Depression schweren Ausmasses heute nach der Operation in der Klinik D.___ vom November 2020 remittiert sei. Das Schmerzniveau sei heute konstant auf 3-4 und gut erträglich, allerdings noch nicht auf einem Niveau, wo eine Arbeitstätigkeit in angepasster Arbeit möglich wäre. Die Rekon valeszenz dauere noch bis ca. Dezember 2021.

4. 2.5 Im Bericht vom 29. Juni 2021 des Zentrums C.___ notierten N.___, Facharzt für Psy chiatrie und Psychotherapie, und Dr. phil. O.___, Klinischer Psychologe, dass die Depression schweren Ausmasses heute nach der Operation in der Klinik D.___ vom November 2020 remittiert sei. Das Schmerzniveau sei heute konstant auf 3-4 und gut erträglich, allerdings noch nicht auf einem Niveau, wo eine Arbeitstätigkeit in angepasster Arbeit möglich wäre. Die Rekon valeszenz dauere noch bis ca. Dezember 2021. Die Prognose sei sehr gut, der Beschwerdeführer müsse nach 11 Jahren Arbeits unfähigkeit mit Hilfe der Beschwerdegegnerin wieder eingegliedert werden. Er sei gut motiviert, allerdings noch in Rekonvaleszenz bis ca. Dezember 2021. Die Behandlung im Zentrum C.___ werde abgeschlossen. Der Beschwerdeführer versuche auch, den Führerschein z urückzuerhalten.

Die Prognose sei sehr gut, der Beschwerdeführer müsse nach 11 Jahren Arbeits unfähigkeit mit Hilfe der Beschwerdegegnerin wieder eingegliedert werden. Er sei gut motiviert, allerdings noch in Rekonvaleszenz bis ca. Dezember 2021. Die Behandlung im Zentrum C.___ werde abgeschlossen. Der Beschwerdeführer versuche auch, den Führerschein z urückzuerhalten. Die angestammte und eine angepasste Tätigkeit sei weniger als 2 Stunden täglich möglich aktuell aufgrund der noch vorhandenen Schmerzen. Eine leichte Haus haltstätigkeit sei möglich (Urk. 7/282).

Die angestammte und eine angepasste Tätigkeit sei weniger als 2 Stunden täglich möglich aktuell aufgrund der noch vorhandenen Schmerzen. Eine leichte Haus haltstätigkeit sei möglich (Urk. 7/282). 4. 2.6 Der Beschwerdeführer stellte sich erstmalig am 7. Mai 2021 in der Fusschirurgie der Klinik D.___ vor (Urk. 7/284). Aufgrund eines Verdachts auf eine Irrita tion de N. tibialis beidseits w u rde eine Infilt r ation mit Ropivacain / Diprophos Fuss rechts N. tibialis durchgeführt (Urk. 7/284).

4. 2.6 Der Beschwerdeführer stellte sich erstmalig am 7. Mai 2021 in der Fusschirurgie der Klinik D.___ vor (Urk. 7/284). Aufgrund eines Verdachts auf eine Irrita tion de N. tibialis beidseits w u rde eine Infilt r ation mit Ropivacain Diprophos Fuss rechts N. tibialis durchgeführt (Urk. 7/284). Im Sprechstundenbericht vom 18. Juni 2021 wurde festgehalten, dass sich keine Besserung durch die Infiltration zeige. Sie vermuteten eine small fiber Neuropa thie bei Zustand nach Blitzschlag 2005. Therapeutisch sei gegebenenfalls die Überlegung einer medikamentösen Therapie mit zum Beispiel Lyrica möglich. Der Beschwerdeführer werde dies, sollte er darauf zurückgreifen wollen, mit dem Hausarzt besprechen. Es seien keine weiteren Termine geplant (Urk. 7/284/3 f.).

Im Sprechstundenbericht vom 18. Juni 2021 wurde festgehalten, dass sich keine Besserung durch die Infiltration zeige. Sie vermuteten eine small fiber Neuropa thie bei Zustand nach Blitzschlag 2005. Therapeutisch sei gegebenenfalls die Überlegung einer medikamentösen Therapie mit zum Beispiel Lyrica möglich. Der Beschwerdeführer werde dies, sollte er darauf zurückgreifen wollen, mit dem Hausarzt besprechen. Es seien keine weiteren Termine geplant (Urk. 7/284/3 f.). Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten B ericht vom 11. November 2021 wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer lediglich zwei Mal einen Termin gehabt habe. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hätten sie keine Atteste ausgestellt und auch keinen Bezug darauf genommen. Dementsprechend könnten keine Aus sagen getroffen werden. Soweit bekannt, leide der Beschwerdeführer an diversen Beschwerden. Um eine Beurteilung in Bezug auf den Bereich der Füsse durchzu führen, wäre vermutlich ein Gutachten sinnvoll. Sie hätten nur Bezug auf die Schmerzen beziehungsweise die Diagnose der Schmerzen und die Therapie derer nehmen können, da sie den Beschwerdeführer lediglich zweimal gesehen hätten (Urk. 7/287).

Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten B ericht vom 11. November 2021 wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer lediglich zwei Mal einen Termin gehabt habe. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hätten sie keine Atteste ausgestellt und auch keinen Bezug darauf genommen. Dementsprechend könnten keine Aus sagen getroffen werden. Soweit bekannt, leide der Beschwerdeführer an diversen Beschwerden. Um eine Beurteilung in Bezug auf den Bereich der Füsse durchzu führen, wäre vermutlich ein Gutachten sinnvoll. Sie hätten nur Bezug auf die Schmerzen beziehungsweise die Diagnose der Schmerzen und die Therapie derer nehmen können, da sie den Beschwerdeführer lediglich zweimal gesehen hätten (Urk. 7/287). 4. 2.7 Facharzt N.___ und Dr. phil. O.___ des Zentrums C.___ nahmen am 15. November 2021 auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin erneut Stellung. Sie hielten fest, dass nach der Revisionsoperation eine deutliche Verbesserung des Zustandes vorliege und der Beschwerdeführer keine Gehhilfen mehr brauche. Allerdings werde eine Arbeit von einer gewissen Schwere sowie langem Stehen nicht mehr möglich sein. Ein Arbeitsversuch oder eine Arbeitsintegration sei erwünscht. Eine Unter stützung durch die SVA wäre optimal. Die angestammte Tätigkeit auf der Bau stelle sei nicht möglich. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer 4-6 Stunden täglich ausüben (Urk. 7/290).

4. 2.7 Facharzt N.___ und Dr. phil. O.___ des Zentrums C.___ nahmen am 15. November 2021 auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin erneut Stellung. Sie hielten fest, dass nach der Revisionsoperation eine deutliche Verbesserung des Zustandes vorliege und der Beschwerdeführer keine Gehhilfen mehr brauche. Allerdings werde eine Arbeit von einer gewissen Schwere sowie langem Stehen nicht mehr möglich sein. Ein Arbeitsversuch oder eine Arbeitsintegration sei erwünscht. Eine Unter stützung durch die SVA wäre optimal. Die angestammte Tätigkeit auf der Bau stelle sei nicht möglich. Eine angepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer 4-6 Stunden täglich ausüben (Urk. 7/290). 4.2.8 Am 2. Februar 2022 nahm Dr. P.___, Facharzt für orthopädi sche Chirurgie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes, Stellung (Urk. 7/297/7). Er führte aus, dass der Beschwerdeführer ab März 2010 a l s Bauhilfsarbeiter vollum fänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Gestützt auf eine RAD-Beurteilung vom 17. Februar 2017 sei er in einer körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen belastende Zwangshaltungen (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbei ten in Armvorhalte), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andau ernde Vibrations- und Schlagbelastungen sowie unter Ausschluss von Kälte-/Nässeexpositionen 80 % arbeitsfähig gewesen.

4.2.8 Am 2. Februar 2022 nahm Dr. P.___, Facharzt für orthopädi sche Chirurgie, des Regionalen Ärztlichen Dienstes, Stellung (Urk. 7/297/7). Er führte aus, dass der Beschwerdeführer ab März 2010 a l s Bauhilfsarbeiter vollum fänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Gestützt auf eine RAD-Beurteilung vom 17. Februar 2017 sei er in einer körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulen belastende Zwangshaltungen (Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbei ten in Armvorhalte), ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andau ernde Vibrations- und Schlagbelastungen sowie unter Ausschluss von Kälte-/Nässeexpositionen 80 % arbeitsfähig gewesen. Unter Berücksichtigung der neuen Akten sei ein postoperativ gebesserter, aber weiterhin dauerhaft relevanter Gesundheitsschaden vorhanden. Es bestehe wei terhin ein chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei Status nach mehrfacher lumbaler Spondylodese ab 2011, zuletzt am 2. November 2020. Ausgenommen der perioperativen Rekonvaleszenz nach der Operation vom 2. November 2020 mit nachfolgend ca. sechs Monaten 100%iger Arbeitsunfä higkeit in angepasster und angestammter Tätigkeit, könne danach weiter von voller Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer 80%igen Arbeitsfä higkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden. Damit sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit angepasst auszugehen bis zum 1. November 2020, ab dem 2. November 2020 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab Juni 2021 wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.

Unter Berücksichtigung der neuen Akten sei ein postoperativ gebesserter, aber weiterhin dauerhaft relevanter Gesundheitsschaden vorhanden. Es bestehe wei terhin ein chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei Status nach mehrfacher lumbaler Spondylodese ab 2011, zuletzt am 2. November 2020. Ausgenommen der perioperativen Rekonvaleszenz nach der Operation vom 2. November 2020 mit nachfolgend ca. sechs Monaten 100%iger Arbeitsunfä higkeit in angepasster und angestammter Tätigkeit, könne danach weiter von voller Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und einer 80%igen Arbeitsfä higkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden. Damit sei von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit angepasst auszugehen bis zum 1. November 2020, ab dem 2. November 2020 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab Juni 2021 wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. 4.2.9 Dr. med. Q.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, des RAD führte am 20. Februar 2022 aus, dass im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 eine andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom genannt werde, was bis anhin nicht genannt worden sei und nicht nachvollzogen werden könne. Ein psychopathologischer Befund fehle im Bericht. Im Bericht des Zentrums C.___ vom 15. November 2021 fehle ebenfalls ein psychopathologischer Befund. Aktu ell sei kein psychisches Leiden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausge wiesen (Urk. 7/297/8).

4.2.9 Dr. med. Q.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, des RAD führte am 20. Februar 2022 aus, dass im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 eine andauernde Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom genannt werde, was bis anhin nicht genannt worden sei und nicht nachvollzogen werden könne. Ein psychopathologischer Befund fehle im Bericht. Im Bericht des Zentrums C.___ vom 15. November 2021 fehle ebenfalls ein psychopathologischer Befund. Aktu ell sei kein psychisches Leiden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ausge wiesen (Urk. 7/297/8). 4.2.10 Nach erfolgtem Einwand des Beschwerdeführers nahm Dr. P.___ vom RAD am 16. Juni 2022 erneut Stellung und führte aus, dass sich infolge der Vorbringen aus somatisch versicherungsmedizinischer Sicht nichts an seiner Beurteilung ändere, weitere Abklärungen seien nicht notwendig (Urk. 7/317/3).

4.2.10 Nach erfolgtem Einwand des Beschwerdeführers nahm Dr. P.___ vom RAD am 16. Juni 2022 erneut Stellung und führte aus, dass sich infolge der Vorbringen aus somatisch versicherungsmedizinischer Sicht nichts an seiner Beurteilung ändere, weitere Abklärungen seien nicht notwendig (Urk. 7/317/3). 4.2.11 Dr. Q.___ des RAD äusserte sich erneut zum psychiatrischen Gesundheitszustand. Sie konstatierte am 21. Juni 2022, dass aufgrund des Einwandschreibens der Rechtsvertreterin eindeutig beschrieben werde, dass sich die psychische Verfas sung des Beschwerdeführers aufgrund der signifikanten Schmerzreduktion ver bessert habe, was klar darauf hindeute, dass es sich um keine Depression im Sinne des ICD-10 gehandelt habe. Nicht klar sei, was die Rechtsvertreterin unter nega tivistischer Persönlichkeit verstehe. Klar sei, dass aufgrund anhaltender Schmer zen keine fröhliche Person erwartet werden könne, das wäre eher pathologisch. Zudem sei in den Berichten des Zentrums C.___ von Juni und November 2021 eine remit tierte Depression sowie ein Status nach Persönlichkeitsänderung beschrieben worden. Da die Schmerzen offensichtlich zurückgegangen seien, könne auch nicht mehr von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren (ICD-10 F45.41) ausgegangen werden. Da keine neuen Berichte eingegangen seien, könne weiter auf ihre vorangegangene Stellungnahme abge stellt werden (Urk. 7/317/3 f.).

4.2.11 Dr. Q.___ des RAD äusserte sich erneut zum psychiatrischen Gesundheitszustand. Sie konstatierte am 21. Juni 2022, dass aufgrund des Einwandschreibens der Rechtsvertreterin eindeutig beschrieben werde, dass sich die psychische Verfas sung des Beschwerdeführers aufgrund der signifikanten Schmerzreduktion ver bessert habe, was klar darauf hindeute, dass es sich um keine Depression im Sinne des ICD-10 gehandelt habe. Nicht klar sei, was die Rechtsvertreterin unter nega tivistischer Persönlichkeit verstehe. Klar sei, dass aufgrund anhaltender Schmer zen keine fröhliche Person erwartet werden könne, das wäre eher pathologisch. Zudem sei in den Berichten des Zentrums C.___ von Juni und November 2021 eine remit tierte Depression sowie ein Status nach Persönlichkeitsänderung beschrieben worden. Da die Schmerzen offensichtlich zurückgegangen seien, könne auch nicht mehr von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychi schen Faktoren (ICD-10 F45.41) ausgegangen werden. Da keine neuen Berichte eingegangen seien, könne weiter auf ihre vorangegangene Stellungnahme abge stellt werden (Urk. 7/317/3 f.). 5. Die Neuanmeldung des Beschwerdeführers erfolgte am 11. Mai 2020 (Urk. 7/256), womit ein allfälliger Renten anspruch frühestens ab dem 1. Oktober 2020 laufen würde (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).

5. Die Neuanmeldung des Beschwerdeführers erfolgte am 11. Mai 2020 (Urk. 7/256), womit ein allfälliger Renten anspruch frühestens ab dem 1. Oktober 2020 laufen würde (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Vorab zu prüfen ist, ob eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur Verfügung vom 18. August 2017 vorliegt (vgl. E. 2.2).

Vorab zu prüfen ist, ob eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur Verfügung vom 18. August 2017 vorliegt (vgl. E. 2.2). 5.1 Im B ericht des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 (vgl. E. 4.2.1) wird davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht vollumfänglich arbeitsunfähig sei. Dabei berücksichtigten die Behandler aller dings insbesondere die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden. Aus psy chiatrischer Sicht wurde darüber hinaus das vom Beschwerdeführer geschilderte positive und negative Leistungsbild berücksichtigt (vgl. Urk. 7/255/14). Dr. F.___ hielt aufgrund der wirbelsäulen-chirurgischen Sicht aufgrund der komple xen Problematik mit in validisierenden Schmerzsyndrom bei deutlichen funktio nellen Einschränkungen eine Arbeitsfähigkeit nicht für zumutbar - obwohl Dr. G.___ aus anästhesiologischer Sicht eine dem Leiden angepasste leichte Tätigkeit mit reduziertem Pen sum möglich erachtete, aber aus schmerztherapeu tischer Sicht alleine diese für nicht quantifizierbar hielt. Aus neurologischer Sicht wurde - ohne weitere Begründung - eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Eine Begründung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten anhand objektive r Befunde unterblieb. Des Weiteren geht aus dem Vergleich des Berichtes vom 14. Januar 2020 (Urk. 7/255/5 ff.) und dem Bericht vom 16. Oktober 2017 (Urk. 7/233/3 ff.) aus diagnostischer Sicht lediglich neu hervor, dass der Beschwerdeführer unter einer andauernden Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch leide (Urk. 7/255/6 ; vgl. E. 4.2.1 ). D ie «psychosomatischen Befunde» der beiden Berichte lassen allerdings keine wesentliche Verschlechterung erkennen (Urk. 7/233/11 und Urk. 7/255/13).

5.1 Im B ericht des Zentrums C.___ vom 14. Januar 2020 (vgl. E. 4.2.1) wird davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht vollumfänglich arbeitsunfähig sei. Dabei berücksichtigten die Behandler aller dings insbesondere die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden. Aus psy chiatrischer Sicht wurde darüber hinaus das vom Beschwerdeführer geschilderte positive und negative Leistungsbild berücksichtigt (vgl. Urk. 7/255/14). Dr. F.___ hielt aufgrund der wirbelsäulen-chirurgischen Sicht aufgrund der komple xen Problematik mit in validisierenden Schmerzsyndrom bei deutlichen funktio nellen Einschränkungen eine Arbeitsfähigkeit nicht für zumutbar - obwohl Dr. G.___ aus anästhesiologischer Sicht eine dem Leiden angepasste leichte Tätigkeit mit reduziertem Pen sum möglich erachtete, aber aus schmerztherapeu tischer Sicht alleine diese für nicht quantifizierbar hielt. Aus neurologischer Sicht wurde - ohne weitere Begründung - eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Eine Begründung der attestierten Arbeitsunfähigkeiten anhand objektive r Befunde unterblieb. Des Weiteren geht aus dem Vergleich des Berichtes vom 14. Januar 2020 (Urk. 7/255/5 ff.) und dem Bericht vom 16. Oktober 2017 (Urk. 7/233/3 ff.) aus diagnostischer Sicht lediglich neu hervor, dass der Beschwerdeführer unter einer andauernden Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom im Sinne von passiv-aggressiv/negativistisch leide (Urk. 7/255/6 ; vgl. E. 4.2.1 ). D ie «psychosomatischen Befunde» der beiden Berichte lassen allerdings keine wesentliche Verschlechterung erkennen (Urk. 7/233/11 und Urk. 7/255/13). Auch aus den Berichten der Klinik D.___ in Bezug auf die Wirbelsäule (vgl. E. 4.2.2; E. 4.2.4) lässt sich keine Verschlechterung des Gesundheitszu standes bis zur Operation im November 2020 erkennen. Soweit der Beschwer deführer vorbringt, dass im Bericht vom 20. Juli 2020 (vgl. E. 4.2.2) von stark zunehmen den Beschwerden ausgegangen wurde, welche mittlerweile immobili sierend seien, ist festzuhalten, dass dies aufgrund der Angaben des Beschwer deführers entspre chend erhoben wurde - objektive Befunde welche diese Ver schlechterung nach vollziehbar erklären würden, gehen keine aus den Berichten hervor. Vielmehr wurde festgehalten, dass die Schmerzursache letztlich unklar sei.

Auch aus den Berichten der Klinik D.___ in Bezug auf die Wirbelsäule (vgl. E. 4.2.2; E. 4.2.4) lässt sich keine Verschlechterung des Gesundheitszu standes bis zur Operation im November 2020 erkennen. Soweit der Beschwer deführer vorbringt, dass im Bericht vom 20. Juli 2020 (vgl. E. 4.2.2) von stark zunehmen den Beschwerden ausgegangen wurde, welche mittlerweile immobili sierend seien, ist festzuhalten, dass dies aufgrund der Angaben des Beschwer deführers entspre chend erhoben wurde - objektive Befunde welche diese Ver schlechterung nach vollziehbar erklären würden, gehen keine aus den Berichten hervor. Vielmehr wurde festgehalten, dass die Schmerzursache letztlich unklar sei. Die Berichte der Fusschirurgie der Klinik D.___ (vgl. E. 4.2.6) lassen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ebenfalls nicht überwiegend wahr scheinlich erscheinen, da der Beschwerdeführer - soweit aus den Berichten ersichtlich - eine weitergehende (medikamentöse) Behandlung nicht in Anspruch nahm und eine über die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden hinaus gehende Einschränkung darin nicht festgehalten wurden. Darüber hinaus berich tete der Beschwerdeführer selbst, dass diese Beschwerden seit dem Blitzeinschlag im Jahr 2005 bestünden (vgl. Urk. 7/284).

Die Berichte der Fusschirurgie der Klinik D.___ (vgl. E. 4.2.6) lassen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ebenfalls nicht überwiegend wahr scheinlich erscheinen, da der Beschwerdeführer - soweit aus den Berichten ersichtlich - eine weitergehende (medikamentöse) Behandlung nicht in Anspruch nahm und eine über die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden hinaus gehende Einschränkung darin nicht festgehalten wurden. Darüber hinaus berich tete der Beschwerdeführer selbst, dass diese Beschwerden seit dem Blitzeinschlag im Jahr 2005 bestünden (vgl. Urk. 7/284). 5.2 Der Beschwerdeführer brachte des Weiteren vor, dass die Operation vom 2. November 2020 eine starke Verbesserung mit sich gebracht habe, da die Schmer zen stark gebessert hätten. Allerdings sei er von PD Dr. M.___ bis zum 14. Dezember 2021 voll arbeitsunfähig geschrieben worden und danach sei eine 50-80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Urk. 7/304). Eine Begrün dung der attestierten Arbeitsunfähigkeit oder Befunde, welche eine solche nachvollziehb ar machen würden, unterbleiben. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit ist auch mit Blick auf den Sprechstundenbericht von PD Dr. M.___ vom 26. Januar 2021 nicht nachvollziehbar, da er bereits drei Monate postoperativ eine massgegliche Schmerzverbesserung bei Absetzen der Opiate und Mobilität des Beschwer defüh rers attestierte (vgl. E. 4.2.4).

5.2 Der Beschwerdeführer brachte des Weiteren vor, dass die Operation vom 2. November 2020 eine starke Verbesserung mit sich gebracht habe, da die Schmer zen stark gebessert hätten. Allerdings sei er von PD Dr. M.___ bis zum 14. Dezember 2021 voll arbeitsunfähig geschrieben worden und danach sei eine 50-80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Urk. 7/304). Eine Begrün dung der attestierten Arbeitsunfähigkeit oder Befunde, welche eine solche nachvollziehb ar machen würden, unterbleiben. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit ist auch mit Blick auf den Sprechstundenbericht von PD Dr. M.___ vom 26. Januar 2021 nicht nachvollziehbar, da er bereits drei Monate postoperativ eine massgegliche Schmerzverbesserung bei Absetzen der Opiate und Mobilität des Beschwer defüh rers attestierte (vgl. E. 4.2.4). Im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 wurde ebenfalls von einem stark gebes serten Zustand ausgegangen, allerdings wurde festgehalten, dass aufgrund der Schmerzen auf dem Niveau von 3-4 eine Arbeitstätigkeit aktuell nicht möglich sei und die Rekonvaleszenz bis ca. D ezember 2021 andauere (vgl. E. 4.2.5). Eine Begründung anhand objektiver Befunde unterbl ieb.

Im Bericht des Zentrums C.___ vom 29. Juni 2021 wurde ebenfalls von einem stark gebes serten Zustand ausgegangen, allerdings wurde festgehalten, dass aufgrund der Schmerzen auf dem Niveau von 3-4 eine Arbeitstätigkeit aktuell nicht möglich sei und die Rekonvaleszenz bis ca. D ezember 2021 andauere (vgl. E. 4.2.5). Eine Begründung anhand objektiver Befunde unterbl ieb. Auch unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte und Therapeuten mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen diese (unbegründeten) Angaben von PD Dr. M.___ und der Behandler des Zentrums C.___ die schlüssigen Ausführungen von Dr. P.___ des RAD, dass die Rekonvaleszenzphase ca. 6 Monate gedauert habe und danach wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei, nicht zu entkräften (vgl. E. 4.2.8).

Auch unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte und Therapeuten mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen diese (unbegründeten) Angaben von PD Dr. M.___ und der Behandler des Zentrums C.___ die schlüssigen Ausführungen von Dr. P.___ des RAD, dass die Rekonvaleszenzphase ca. 6 Monate gedauert habe und danach wieder von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei, nicht zu entkräften (vgl. E. 4.2.8). Damit ist die sechsmonatige Rekonvaleszenzphase nach der Operation vom 2. November 2020 bzw. die damit einhergehende Verschlechterung des Gesund heitszustandes nicht von Dauer und entsprechend invalidenversicherungs rechtlich nicht zu berücksichtigen.

Damit ist die sechsmonatige Rekonvaleszenzphase nach der Operation vom 2. November 2020 bzw. die damit einhergehende Verschlechterung des Gesund heitszustandes nicht von Dauer und entsprechend invalidenversicherungs rechtlich nicht zu berücksichtigen. 5.3 Auch eine andauernde objektivierbare Verbesserung des Gesundheitszustandes nach der Operation ist nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, da aus psychi atrischer Sicht bereits die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verneinten und sich aus somatischer Sicht die objektivierbaren Befunde - bis auf eine stark verbesserte Schmerzempfindung durch den Beschwerdeführer nach der Operation - nicht wesentlich veränderten.

5.3 Auch eine andauernde objektivierbare Verbesserung des Gesundheitszustandes nach der Operation ist nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, da aus psychi atrischer Sicht bereits die Gutachter der Abklärungsstelle B.___ eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verneinten und sich aus somatischer Sicht die objektivierbaren Befunde - bis auf eine stark verbesserte Schmerzempfindung durch den Beschwerdeführer nach der Operation - nicht wesentlich veränderten. 5.4 Zusammenfassend liegt keine wesentli che dauerhafte und vor allem auch objeti vierbare Veränderung des Gesundheits zustandes – und auch keine in erwerblicher Hinsicht - vor, so dass keine in rechtlicher und tatsäc hlicher Hinsicht umfassende Neu prüfung des Rentenanspruch s vorzunehmen ist (vgl. E. 2.2). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

5.4 Zusammenfassend liegt keine wesentli che dauerhafte und vor allem auch objeti vierbare Veränderung des Gesundheits zustandes – und auch keine in erwerblicher Hinsicht - vor, so dass keine in rechtlicher und tatsäc hlicher Hinsicht umfassende Neu prüfung des Rentenanspruch s vorzunehmen ist (vgl. E. 2.2). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 6.

6. 6.1 Gemäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aussichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen und eine unentgeltliche Rechtsvertre tung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren.

6.1 Gemäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht aussichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen und eine unentgeltliche Rechtsvertre tung bestellt, wenn sie nicht in der Lage ist, ihre Rechte im Verfahren selbst zu wahren. Der Beschwerdeführer verfügt zusammen mit seiner Frau über ein Vermögen von rund Fr. 34'076. -- bei der Bank R.___ per 24. September 2022 (Urk. 10/20-21) sowie eine Liegenschaft, deren Steuerwert auf Fr. 125’000.-- beziffert wird (Urk. 10/23 ). Demgegenüber steht eine Hypothekarschuld von EUR 152'875.18 (Urk. 10/12). Davon ausgehend, dass der Steuerwert unter dem Verkehrswert liegt und die Hypothekarschuld überwiegend wahrscheinlich durch die Liegenschaft gesichert sein dürfte, verfügt der Beschwerdeführer zusammen mit seiner Frau über ein den Notgroschen übersteigendes Vermögen.

Der Beschwerdeführer verfügt zusammen mit seiner Frau über ein Vermögen von rund Fr. 34'076. -- bei der Bank R.___ per 24. September 2022 (Urk. 10/20-21) sowie eine Liegenschaft, deren Steuerwert auf Fr. 125’000.-- beziffert wird (Urk. 10/23 ). Demgegenüber steht eine Hypothekarschuld von EUR 152'875.18 (Urk. 10/12). Davon ausgehend, dass der Steuerwert unter dem Verkehrswert liegt und die Hypothekarschuld überwiegend wahrscheinlich durch die Liegenschaft gesichert sein dürfte, verfügt der Beschwerdeführer zusammen mit seiner Frau über ein den Notgroschen übersteigendes Vermögen. Der Beschwerdeführer erzielte darüber hinaus in den Monaten Mai-September 2022 ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von Fr. 2'378.40 zuzüglich Ren tenleistungen von monatlich Fr. 190.-- (Urk. 10/3). Hinzu kommt das Einkommen der Ehefrau, welches gemäss Steuererklärung 2021 Fr. 4'478.50 monatlich beträgt (Urk. 10/23), womit die Ehegatten über ein monatliches Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 verfügen. Das nach dem Kreisschreiben des Obergerichts vom 16. September 2009 berechnete Existenzminimum beträgt rund Fr. 4'791.40 (Grundbetrag Ehegatten: Fr. 1‘7 00.--; zwei Kinder à je Fr. 600.--, Wohnen: Fr. 986.-- [Urk. 10/ 5], Krankenkasse KVG Fr. 1'178.75 [Urk. 10/7-8 ], abzüglich IPV Fr. 453. 90 [Urk. 10/7-8], ungedeckte Gesundheitskosten Fr. 23.40 [Urk. 10/9], Kosten für die ÖV Fr. 65.15 und Fr. 92.-- [Urk. 10/11 und Urk. 10/14] ). Im Grund betrag enthalten sind auch die Stromkosten und die Prämien für die Hausratsver sicherung. Inwieweit das Auto ein Kompetenzstück darstellen soll, ist nicht ersichtlich, da es dem Beschwerdeführer ohne Weiteres zumutbar ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen - die entsprechenden Ausgaben haben damit unberücksichtigt zu bleiben. Dem monatlichen Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 stehen damit zu berücksicht igende Ausgaben in Höhe von Fr. 4'791.40. Auch unter Berücksichtigung des usanzgemäss gewährten Freibe trages von Fr. 600.-- für ein Ehepaar und je Fr. 100.-- für die Kinder verbleibt bei gesamthaft zu berücksichtigenden Ausgaben von Fr. 4'791.40 ein Überschuss von Fr. 1'455.50. Selbst unter Berücksichtigung einer hypothetischen Steuerbe lastung sowie eine s monatlichen Betrag s zur Begleichung der Zahnarztrechnun gen der Kinder ist damit eine Bedürftigkeit unter Berücksichtigung der Bedarfs rechnung sowie des Vermögens klar zu verneinen.

Der Beschwerdeführer erzielte darüber hinaus in den Monaten Mai-September 2022 ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von Fr. 2'378.40 zuzüglich Ren tenleistungen von monatlich Fr. 190.-- (Urk. 10/3). Hinzu kommt das Einkommen der Ehefrau, welches gemäss Steuererklärung 2021 Fr. 4'478.50 monatlich beträgt (Urk. 10/23), womit die Ehegatten über ein monatliches Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 verfügen. Das nach dem Kreisschreiben des Obergerichts vom 16. September 2009 berechnete Existenzminimum beträgt rund Fr. 4'791.40 (Grundbetrag Ehegatten: Fr. 1‘7 00.--; zwei Kinder à je Fr. 600.--, Wohnen: Fr. 986.-- [Urk. 10/ 5], Krankenkasse KVG Fr. 1'178.75 [Urk. 10/7-8 ], abzüglich IPV Fr. 453. 90 [Urk. 10/7-8], ungedeckte Gesundheitskosten Fr. 23.40 [Urk. 10/9], Kosten für die ÖV Fr. 65.15 und Fr. 92.-- [Urk. 10/11 und Urk. 10/14] ). Im Grund betrag enthalten sind auch die Stromkosten und die Prämien für die Hausratsver sicherung. Inwieweit das Auto ein Kompetenzstück darstellen soll, ist nicht ersichtlich, da es dem Beschwerdeführer ohne Weiteres zumutbar ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen - die entsprechenden Ausgaben haben damit unberücksichtigt zu bleiben. Dem monatlichen Einkommen in Höhe von Fr. 7'046.90 stehen damit zu berücksicht igende Ausgaben in Höhe von Fr. 4'791.40. Auch unter Berücksichtigung des usanzgemäss gewährten Freibe trages von Fr. 600.-- für ein Ehepaar und je Fr. 100.-- für die Kinder verbleibt bei gesamthaft zu berücksichtigenden Ausgaben von Fr. 4'791.40 ein Überschuss von Fr. 1'455.50. Selbst unter Berücksichtigung einer hypothetischen Steuerbe lastung sowie eine s monatlichen Betrag s zur Begleichung der Zahnarztrechnun gen der Kinder ist damit eine Bedürftigkeit unter Berücksichtigung der Bedarfs rechnung sowie des Vermögens klar zu verneinen. Eine prozessuale Bedürftigkeit des Beschwer deführers ist nicht ausge wiesen, wes halb das betreffende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist.

Eine prozessuale Bedürftigkeit des Beschwer deführers ist nicht ausge wiesen, wes halb das betreffende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist. 5.2 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invaliden versicherung, IVG) und auf Fr. 1’0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer auf zuerlegen.

5.2 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis des Bundesgesetzes über die Invaliden versicherung, IVG) und auf Fr. 1’0 00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer auf zuerlegen. Das Gericht beschliesst,

Das Gericht beschliesst, Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführ ung und Bestellung von Rechtsan wältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin wird abgewiesen,

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführ ung und Bestellung von Rechtsan wältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsbeiständin wird abgewiesen, und erkennt:

und erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 1’000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1’000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dina Raewel

Rechtsanwältin Dina Raewel - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

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