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Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich las, dass die SP für den frei werdenden Bundesratssitz von Simonetta zwei Frauen nominiert. An sich nichts Negatives, wobei mich doch der Grund dafür stutzig macht: Da mit Alain Berset bereits ein SP-Mann im Bundesrat sitzt, wäre ein zweiter Mann der SP im Bundesrat mit der Parteilinie unvereinbar.
Dies führt unweigerlich zur Annahme, dass Gleichberechtigung gemäss der SP neuerdings zu erreichen ist, indem man einfach die andere Seite diskriminiert. Also ein purer mathematischer Ansatz.
Das ist in etwa so, als ob jemand seine Hand auf eine heisse Herdplatte legt, seine Füsse aber gleichzeitig in Eiswasser taucht mit der Intention, im Durchschnitt warm zu haben.
Zudem störend ist die Tatsache, dass die SP intern durchaus Kandidaten hätte, die zu einer Kandidatur bereit wären. So überlegt sich Daniel Jositsch aktuell sogar, sich um die internen Parteivorgaben zu foutieren und ebenfalls zu kandidieren – oder aber er identifiziert sich schlichtweg als Frau. Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit.
Aus meiner Sicht jedenfalls ist die Vorgabe der SP, nur Frauen für den Bundesratssitz zu nominieren, in tiefstem Masse diskriminierend.
Ich plädiere dafür, dass derjenige den Job machen soll, der ihn am gewissenhaftesten ausführt.