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Mit anderen Worten wird der Begriff Frozenschulter auch als Schultersteife bezeichnet und sagt schon vieles über die Erkrankung aus. Es kommt zu einem ‘Einfrieren’ des Schultergelenkes. Das bedeutet, dass das Schultergelenk immer unbeweglicher und steifer wird. Häufig ist eine Frozenschulter von Schmerzen begleitet. Sie entsteht durch eine Veränderung/Entzündung/ Verdickung des Gelenkkapselgewebes, welche eine Schrumpfung der Kapsel mit sich bringen kann.
Die Gelenkkapsel, die das Schultergelenk umgibt, erlaubt normalerweise einen sehr großen Bewegungsspielraum. Die Gelenkkapsel ist vergleichbar mit einem Blasebalgen. Spannt man ihn auf, wird das Gewebe gestreckt und drückt man ihn wieder zusammen, entstehen Falten. Dasselbe geschieht mit der Gelenkkapsel bei Bewegung.
Im Falle einer Frozenschulter können sich diese Falten verkleben und schrumpfen, was zur Folge hat, dass man den Arm nicht mehr wie gewohnt bewegen kann. Hier ist wichtig zu erwähnen, dass die Ursachen oftmals nicht bekannt sind. In den meisten Fällen lösen sich diese Verklebungen nach einer gewissen Zeit wieder und die Schulter wird von selbst wieder beweglich.
Im Wesentlichen läuft eine Frozenschulter in 3 Stadien ab. Die Zeitspanne der einzelnen Stadien kann für jeden Betroffenen sehr unterschiedlich sein und in etwa zwischen 6 und 24 Monaten dauern.
Im ersten Stadium (akute/entzündliche Phase) ist die Beweglichkeit Schulter/Gelenkkapsel noch gegeben, es treten währenddessen häufig unerklärbare und starke Schmerzen auf. Nach einer gewissen Zeit wird jedoch häufig auch eine Einschränkung der Beweglichkeit wahrgenommen.
Ein typisches Symptom im zweiten Stadium der Frozenschulter kann das ‘Einfrieren’ der Schulter sein. Die Beweglichkeit hat stark abgenommen. Darüber hinaus gehen jedoch die Schmerzen in dieser Phase stark zurück.
Im dritten Stadium, der ‘Auftauphase’, löst sich die Frozenschulter und wird wieder beweglich.
Behandlung
In der Akutphase kann versucht werden die Schmerzen mittels NSAR zu lindern.
Sollten diese keine gewünschte Wirkung zeigen, kann Kortison intraartikulär (ins Schulterhauptgelenk) infiltriert werden. Bei der Infiltration muss sichergestellt werden, dass die Medikation ins Gelenk injiziert wird. Mithilfe einer Ultraschall- oder Röntgenaufnahme kann die Stelle der Anwendung eindeutig bestimmt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer Kortisonstoßtherapie. Das bedeutet, es kann Kortison in Tablettenform über einen gewissen Zeitraum in regelmäßigen Abständen verabreicht werden. Bei jeder Behandlung wird die Dosis um die Hälfte reduziert. Man beginnt mit einer hohen Dosis Kortison und ‘schleicht’ die Menge langsam aus.
Physiotherapie und Bewegungstherapie in warmen Wasser können sich positiv auf die Beweglichkeit auswirken. Normale Bewegungen und Dehnungs-übungen sind bis zur Schmerzgrenze erlaubt.
Eine operative Behandlung (Arthroskopie) kann dann durchgeführt werden, wenn keine Entzündungsreaktionen mehr vorhanden sind und wenn keine andere konservative Behandlung Erfolg gezeigt hat.
Im Anfangsstadium der Frozenschulter sollte kein Eingriff vorgenommen werden, da die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Erkrankung erhöht werden kann.
Bei einem operativen Eingriff wird die Gelenkkapsel mittels Arthroskopie minimalinvasiv durchgetrennt. Das Ziel dieses Eingriffs ist die Kapsel vollständig abzulösen (360°) und die Schulter unter Narkose zu mobilisieren, um die Beweglichkeit wieder herzustellen.