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Nitrat überschreitet den Grenzwert von 25 mg/l im Grundwasser landesweit an fast 15% aller Messstellen. In überwiegend ackerbaulich geprägten Gebieten liegen die Konzentrationen an 50% der Messstellen über dem Grenzwert.
Grundwasser enthält von Natur aus nur wenig Nitrat. Für Grundwasser, das als Trinkwasser genutzt wird oder dafür vorgesehen ist, gilt gemäss Gewässerschutzverordnung GSchV ein Grenzwert («numerische Anforderung») von 25 Milligramm pro Liter (mg/l). In den letzten Jahren wurde dieser Grenzwert landesweit an fast 15% der Messstellen der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA überschritten.
Werte in Ackerbaugebieten wieder gestiegen
Hauptverantwortlich für die grossflächige Belastung des Grundwassers mit Nitrat ist die intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung. In Gebieten, die von Acker- oder Gemüsebau geprägt sind, überschreiten bis zu 50% der Messstellen den Grenzwert. Betroffen ist primär das Mittelland. Dort liegen die Konzentrationen an 80% der Messstellen bei über 10 mg/l.
Nachdem die Nitrat-Konzentrationen bis 2016 bzw. 2017 insgesamt leicht rückläufig waren, steigen sie seitdem an vielen Messstellen wieder an. Besonders ausgeprägt ist der Anstieg in Gebieten mit Gemüsekulturen und Ackerland, wo viel überschüssiger Stickstoff im Boden vorhanden ist, Dort haben die Werte vier Jahre in Folge wieder zugenommen.
Weiterführende Informationen
Dokumente
Zustand und Entwicklung Grundwasser Schweiz
Letzte Änderung 23.08.2022