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Aufgrund von Beobachtungen war unklar, ob Patienten mit rheumatoider Arthritis, die mit sognannten „Biological“ Medikamenten behandelt wurden , ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen aufweisen. [Read more…] about Erhöhtes Krebsrisiko bei Patienten mit rheumatoider Arthritis und Biological Therapie?
Studie
Hintergrund: Seit Jahren ist die schmerzlindernde oder krankheitsmodifizierende medikamentöse Therapie mit Chondroitin oder Glukosamin bei Kniearthrose umstritten. Die Studienresultate sind kontrovers und es gibt Hinweise, dass diese Präparate aus dem Darm gar nicht resorbiert werden. Deshalb ist auch der postulierte pharmakologische Wirkmechanismus unklar.
Ziel: In einer multizentrischen, spanischen Studie sollte die Wirksamkeit und Sicherheit bei 164 schmerzgeplaten Kniearthrosepatienten von Chondroitinsulfat und Glukosaminsulfat gegenüber einem Placebopräparat (Scheinpräparat) getestet werden. Alle Patienten hatten eine radiologisch nachgewiesene Kniearthrose im Stadium II-III. Dabei wurde der Effekt auf die Patienten über 6 Monate mit dem WOMAC Schmerz- und Funktionsscore evaluiert sowie mit den international anerkannten OMERACT Kriterien miteinander verglichen.
Resultate: Interessanterweise zeigte die Chondroitin und Glukosaminkombination die gleiche Wirkung wie das Placebopräparat. Die Schmerzreduktion in der Placebogruppe über 6 Monate war 33% und in der aktiven Chondroitin/Glukosamingruppe 19%. (kein signifikanter Unterschied). Die Aktive und die Placebo Gruppe verbesserten sich beide gleich in der Schmerz und Funktions-Dimension. Die Ansprechrate und der Gebrauch der Schmerzreservemedikation war in beiden Gruppe gleich. Nebenwirkungen waren selten und auf beide Gruppen gleich verteilt (1).
Schlussfolgerung: Diese Studie zeigt erneut, dass die Kombination Chondroitin und Glukosamin wie ein Placebopräparat auf die Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung bei schmerzhafter Kniearthrose wirkt. Es stellt sich deshalb die Frage wieso die Präparate eingesetzt werden sollten?
- 1) Roman-Blas JA et al Arthritis and Rheumatology, Vol 69 No 1 Jan. 2017: 77-85
Die meistens Ratgeber empfehlen mittelstarke sportliche Aktivitäten zur Lebensverlängerung während mehreren Tagen pro Woche (2-3 Mal). Die Wirkung bei Personen, welche nur am Wochenende Sport machen (sogenannte „Weekend Warriors“), war leider lange Zeit unbekannt. Dank einer neuen Studie gibt es nun neue Erkenntnisse.
Das Biosimilar R****MA ist gleichwertig im Vergleich zum Original IN****AB Biological bei Patienten mit aktiver Rheumatoider Arthritis.
Methode: 606 Patienten mit aktiver Rheumatoider Arthritis wurden 54 Wochen in 2 Gruppen entweder mit dem Biosimilar R****MA oder dem Original In***ab in Kombination mit Methotrexat behandelt.
Resultate: 457 Patienten wurden bis zum Ende der Studie behandelt. Dabei zeigte es sich,dass die beiden Gruppen nicht unterschiedliche Veränderungen in den Messpunkten ACR 20/50 und ACR 70 aufwiesen. Auch die radiologischen Veränderungen nach 54 Wochen waren praktisch gleich. Eine vollständige Remission erreichten in der Biosimilargruppe 26,4% und in der Originalbiologicalgruppe 27,8% gemessen mit dem DAS 28 und dem CRP Entzündungswert. Auch das Sicherheitsprofil war verleichbar (1). In der Extensions- und Switch-Studie konnten ähnliche Resultate dokumentiert werden,wobei es Unterschiede bezüglich dokumentierten Krebserkrankungen gab. (2)
In einer weiteren Studie bei Patienten mit Spondarthropathie konnte die gleichwertige Wirksamkeit und Sicherheit ebenfalls dokumentiert werden (3).
Schlussfolgerung: Die Biosimilars scheinen heute deshalb eine kostengünstigere Variante zur Behandlung von chronisch entzündlich rheumatischen Erkrankungen darzustellen. Längere Beobachtunsstudien sind weiterhin notwendig.
- Yoo D et al. A randomized double-blind, phase 3 study demonstrates clinical equivalence CT-P13 to IN****AB when co-administered with methotrexat in patients with active rheumatoid arthritis Ann Rheum Dis 2012;71 (suppl3):359
- Yoo D et al. Efficacy and Safety of CT-P13 over 2 years in Patients with Rheumatoid Arthritis,. Arthritis& Rheumatism 65 (12) Dec 2013:3319-3329
- Won P et al A randomized double-blind, multicentre, parallel-group, prospective study comparing the pharmacokinetics, safety and efficacy of CT-P13 and innovator IN****AB in patients with ankylosing spondylitis: the PLANETAS study Ann Rheum Dis 2013;72:1605-1612
Yoga ist eine Form der Bewegungstherapie mit gezielten Bewegungsübungen und Muskelentspannungsübungen. Diese Therapieform hat in den letzten Jahren vermehrt Beachtung gefunden. Es gibt verschiedene Formen der Yoga-Therapie zum Teil als Einzelbehandlung jedoch auch als Gruppenbehandlung . Da diese Therapieform sich vermehrter Beachtung erfreut, gibt es auch immer mehr Bericht über unerwünschte Nebenwirkungen dieser Therapieform. Eine speziell verletzliche Gruppe von Personen sind ältere Personen die an Osteoporose leiden – eine Form von verstärkter Knochenbrüchigkeit. Die häufigsten unerwünschten Komplikationen die nach einer Yogabehandlung berichtet werden sind Knochenbrüche der Wirbelkörper. Die häufigste Region über die berichtet wird ist die sogenannte lumbale Wirbelsäule,daneben gibt es jedoch auch Berichte über Wirbelbrüche im Bereich der Brust und sogar der Halswirbelsäule .
Lektion 1: Die vermehrte Knochenbrüchigkeit der Wirbel wird verursacht durch die Veränderungen und Verdünnungen der kleinen Knochentrabekel sowie Veränderungen im Knochenbindegewebe. Hingegen leiden ältere Personen nicht nur vermehrt an Osteoporose oder Knochenschwund sondern auch an degenerativen Veränderungen der Bandscheiben. Diese Veränderungen führen zu Ueberbeweglichkeiten mit sogenannten Instabilitäten. Zudem leiden ältere Patienten auch vermehrt an Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke sogenannten Spondylarthrosen. Diese Veränderungen führen bei älteren Personen häufig zu sogenannten Spinalkanaleinengungen,- manchmal auch verbunden mit Nervenkompressionssyndromen. Die lokalen Kräfte die bei Yogaübungen verbunden mit Beuge- und Ueberdehnungs- und Seitneigungsübungen, häufig verbunden auch mit Muskel und Faszienzugübungen, können nun durch die Ueberlastung zu akuten Wirbelbrüchen führen.
Lektion 2: Die 2. Gruppe von Übungen die mit grosser Vorsicht auszuführen sind, betreffen spezifische Entspannungs- und Gleichgewichtsübungen. Die Entspannungsübungen sollten sitzend oder liegend auf dem Boden ausgeführt werden – wenn möglich in einer Stellung in der kein Sturzrisiko besteht. Die klassische Gleichgewichtsübung in der Vierfuss-Stellung sollte auf dem Boden ausgeführt werden und der sogenannte Einbeinstand in Begleitung eines Therapeuten,wobei die Person die Möglichkeit haben sollte sich jederzeit an einem fixen Gegenstand zu halten. Leider gibt es bis heute keine einzige Studie in der das Sturzrisiko der Probanden während den Ausführungen der Yoga-Therapie untersucht wurde.
Schlussfolgerung: Es ist wichtig, dass sich eine ältere Person ab dem 60 Altersjahr einer guten Osteoporoseabklärung unterzieht, bevor sie eine Yogatherapie beginnt. Eine gute Osteoporoseabklärung umfasst eine Knochendichtemessung, eine Röntgenanalyse mit vertebraler Morphometrie und eine Osteoporose-Risikoanalyse mit dem FRAX Instrument. Bei betagten Personen wird zusätzlich eine Ganganalyse mit Gleichgewichtstestung durchgeführt. Beim Auftreten von neuen Wirbelfrakturen sollte 8-12 Wochen eine schmerzreduzierende Physiotherapie durchgeführt werden. Bei Hochrisikopatienten sollte zudem die Yogatherapie nur als Einzeltherapie und nicht als Gruppentherapie durchgeführt werden (1).
1) Theiler R Yoga and Exercise Therapy J Yoga Phys Ther 20145:2