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Die WPS ist schon Geschichte
Der professionelle Frauenfussball kann sich in den USA nicht etablieren. Die Women’s Professional Soccer League WPS teilte gestern mit, dass sie ihren Betrieb nach drei Jahren Existenz definitiv einstellt. Bereits im Januar wurde die Saison 2012 abgesagt, damals noch in der Hoffnung, es könne ein Jahr später weitergehen. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.
Das Scheitern der WPS haben einerseits der fehlende Rückhalt bei Publikum und Sponsoren, andererseits ein langwieriger Rechtsstreit mit dem Geschäftsmann Dan Borislow herbeigeführt. Borislow war der Besitzer des Teams “Magic Jack”, in dem unter anderem Hope Solo und Abby Wambach engagiert waren. Wegen Verstössen gegen das Liga-Reglement drohte “Magic Jack” der Ausschluss aus der WPS, wogegen Borislow klagte. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Liga nur nach aus fünf statt acht Mannschaften, so dass ein Spielbetrieb ohnehin nicht mehr möglich war.
Nach dem Verschwinden der ersten professionellen Liga WUSA im September 2003 ist dies das zweite Scheitern einer professionellen Liga innerhalb von zehn Jahren. Offenbar erhält der Frauenfussball in den USA nur dann die nötige Unterstützung, wenn er sich auf der Ebene nationaler Repräsentation bewegt: Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften.