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H&M: Die Unia fordert gute Arbeitsbedingungen, überall!
Vor fünf Jahren verpflichtete sich H&M, bis 2018 anständige Löhne an Arbeitnehmende in der Textilindustrie in seiner gesamten Lieferkette zu zahlen. Alles leere Versprechungen, wie ein Bericht von Public Eye zeigt: Hunderttausende von Textilarbeiter/innen, die für H&M arbeiten, verdienen noch immer nicht genug, um davon zu leben und arbeiten unter haarsträubenden Bedingungen.
Auch in der Schweiz
Auch in der Schweiz ist die Situation unbefriedigend. Die internationalen Verpflichtungen werden auch hier nicht erfüllt, insbesondere in Bezug auf die Achtung der Gewerkschaftsfreiheit. Die Unia hat noch immer Probleme, Zugang zu Geschäften und Mitarbeitenden zu erhalten und Angestellte haben Angst vor Repressalien, wenn sie mit Gewerkschaftssekretär/innen sprechen.
Ein Gesamtarbeitsvertrag ist nötig
Ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der die Arbeitsbedingungen regelt und verbessert, wäre für H&M-Mitarbeitende essenziell: Sie beklagen sich über ständigen Stress und Druck, schlechte Arbeitsplanung mit negativen Auswirkungen auf ihr Privatleben und einen Anstellungsgrad, der zu niedrig ist, um davon zu leben. Gleichzeitig wird von ihnen aber Verfügbarkeit zu jedem Zeitpunkt erwartet.
Die Unia fordert H&M deshalb dazu auf, aktiv an Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag in der Schweiz teilzunehmen und eine echte Sozialpartnerschaft einzugehen.
Unia für internationale Verantwortung
Bereits 2013 nach dem Einsturz des Rana Plaza hatte die Unia die Vereinbarung für mehr Sicherheit in Gebäuden und Brandschutz in Bangladesch der internationalen Textilgewerkschaften sowie der Clean Clothes Campaign unterstützt.