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Katsushi Hirayama wohnt heute in Tokyo. Seine Heimat aber ist die Stadt Oofunato von der Präfektur Iwate. Der pensionierte Japaner hat im Jahre 1960 einen grossen Tsunami erlebt, der durch das Erdbeben in Chile ausgelöst wurde und um die halbe Erde raste und schliesslich die Nordostkünste Japans zerstörte.
Diesmal war er in Tokyo, als der monströse Tsunami kam. Danach ging er nach Tohoku, um einen Trostbesuch bei seiner Familie, seinen Verwandten und Freunden zu erstatten.
In Oofunato wohnte sein 87- Jähriger Bruder mit seiner Frau zusammen in einem Haus. Ihre zwei Schwestern wohnten in einem anderen Wohnhaus, das auf demselben Grundstück stand. Die beide Häuser wurden durch den Tsunami weggerissen und zerstört. Der Tsunami war für die Hausbewohner bereits der dritte. Der erste kam 1933, der zweite im Jahre 1960.
Hirayama hat am 11. März eine Tante und zwei Cousins verloren. Die Leichen wurden identifiziert. „Es gibt noch Vermissten, aber die Suchaktion wurde drei Monate nach dem Tsunami eingestellt“, schrieb er mir.
„Eine Tragödie findet in der Umgebung vom AKW Fukushima I statt. Es heisst, dass etwa 1000 Leiche dort herumliegen, weil sie durch die Strahlung stark verseucht sind können sie nicht eingesammelt werden.“
Er will Ende des Monats wieder nach Tohoku reisen, um die Menschen zu ermutigen und um ihnen zu helfen. Er denkt, dass auch Tokyo die Folgen der Radioaktivität zu spüren bekommt, er macht sich Sorgen um die Zukunft der Kinder.
Das Foto rechts oben wurde Mitte März vom Ehemann seiner Schwester aufgenommen. Darauf sind die Gleise zu sehen wo sich früher unmittelbar das Haus der Familie Hirayama befand. Diese Gegend wurde auch beim Chile-Tsunami von 1960 im gleichen Ausmass vernichtet.
Nach dem Chile-Tsunami zog sich seine Familie ins Landes innere zurück. Jedoch 50 Jahre später raubte der Tsunami wieder ihre Existenz.
Auf dem linken Foto sind die Frau seines Bruders und seine Schwester zu sehen. Links neben dem auf dem Trümmer liegenden Motorroller standen die beiden Häuser.