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Welche Katze passt zu mir
Die Wahl der richtigen Katze
Die Entscheidung, eine neue Katze oder ein Kätzchen mit nach Hause zu bringen, ist schon sehr aufregend, wenn nicht sogar ein wenig beängstigend. Wie bei allen wichtigen Entscheidungen, sollte man sich möglichst gut informieren. Berücksichtigen Sie, inwieweit Ihre Katze zu Ihrem Lebensstil passt. Möchten Sie ein Kätzchen oder eine ältere Katze aufnehmen? Lieber eine reinrassige Katze oder eine Mischlingskatze? Treffen Sie eine weise Entscheidung.
Reinrassige Katze oder Mischlingskatze?
Reinrassige Katzen
Etwa 90% der Katzen in Grossbritannien sind Mischlingskatzen. Viele Menschen sind sich der Vielzahl der vorhandenen Katzenrassen nicht bewusst. Es gibt über 100 anerkannte Katzenrassen und Farbvarianten reinrassiger domestizierter Katzen und 5 Hauptkategorien: Perser oder Langhaar, sonstige Langhaarkatzen, Britisch Kurzhaar, Amerikanisch Kurzhaar und Orientalisch Kurzhaar.
Der Hauptvorteil, sich für ein reinrassiges Kätzchen bzw. Katze zu entscheiden, besteht darin, dass Sie wissen welche Art von Tier Sie mit nach Hause nehmen.Aussehen und Persönlichkeit der Katze werden wahrscheinlich dem Profil dieser Katzenrasse entsprechen. So sind beispielsweise reinrassige Siamkatzen tendenziell stimmfreudig, stellen gerne etwas an und suchen Ihre Aufmerksamkeit. Beim Erwerb einer reinrassigen Katze lässt sich zudem einschätzen, welche Grösse das Kätzchen letztlich erreichen wird, wie lang das Fell wird und welche Wahrscheinlichkeit für bestimmte gesundheitliche Probleme vorliegt.
Bedenken Sie ebenfalls, dass sich bei reinrassigen Katzen nicht nur die Grösse und Persönlichkeit voraussagen lassen. Durch generationenlange Kreuzungen wurde auch eine grössere Anfälligkeit für genetisch vererbbare Krankheiten sowie eine erhöhte Tendenz zu Verhaltensproblemen beobachtet.
Weitere Informationen zu Katzenrassen entnehmen Sie einem guten Nachschlagewerk zu Katzen.
Kreuzzüchtungen
Kreuzzüchtungen sind das Ergebnis zweier reinrassiger Elterntiere verschiedener Rassen. Kreuzzüchtungen kommen bei Katzen zwar seltener als bei Hunden vor, sind jedoch in geringer Zahl erhältlich. Viele neue reinrassige Katzenrassen sind durch sorgfältig abgestimmte Kreuzzüchtungen entstanden, so beispielsweise die Katzenrasse Tonkanese, die aus einer Kreuzung der Siamkatze mit der Burmakatze hervorging. Die meisten heute erhältlichen Kreuzzüchtungen stellen das Ergebnis zufälliger Kombinationen dar, bei denen eine reinrassige weibliche Katze anstelle des vorgesehenen Deckkaters mit einer anderen Rasse gekreuzt wurde. Bei Kreuzungen sind gewöhnlich einige Verhaltensmerkmale wie auch körperliche Merkmale beider Rassen erkennbar. So kann beispielsweise eine Siam-Kreuzung von ihrem Körperbau her einer Siamkatze ähneln, aber möglicherweise keine spitzen Markierungen aufweisen. Auch die Natur der Siamkatze kann vielleicht vorliegen, wenn auch schwächer ausgeprägt. So könnte die betreffende Katze mitteilungsfreudig und eigensinnig, aber vielleicht nicht so anspruchsvoll wie eine reinrassige Siamkatze sein.
Mischlingskatzen
An der Abstammung von Mischlingsvarianten bzw. Mischlingen sind reinrassige Katzenrassen gänzlich unbeteiligt. Die am stärksten gemischten Rassen werden entweder als „Domestic Shorthair" oder „Domestic Longhair" kategorisiert. Der Hauptnachteil dieser Katzen besteht darin, dass Sie einfach nicht wissen können, wie sich ein Kätzchen entwickeln wird. Das betrifft beispielsweise die Grösse und das Fell, aber auch den Charakter des erwachsenen Tieres. Diesen Überraschungsfaktor erachten jedoch viele Halter als Vorteil! Im Gegensatz zu Hunden, unterscheiden sich Katzen in der Grösse oder Körperform nicht wesentlich voneinander. Das Aussehen und die Eigenschaften des Kätzchens, wenn es dann zu einer erwachsenen Katze geworden ist, dürften so für keine allzu grosse Überraschung sorgen.
Zu den Hautvorteilen sich für eine Mischlingskatze zu entscheiden, gehören Gesundheit und Verhaltenspersönlichkeit. Mischlinge sind oft gesünder als reinrassige Tiere, da sie einen grösseren Genpool und nur wenige vererbbare genetische Probleme aufweisen. Dazu kommt, dass sie häufiger ausgeglichen sind und eine angenehme Katzenpersönlichkeit haben. Zu guter Letzt sind Mischlingskätzchen und -katzen im Allgemeinen günstiger, wogegen reinrassige Kätzchen sehr teuer sein können.
Sollte Ihnen die Ungewissheit, wie sich ein Mischlingskätzchen entwickeln wird, Sorgen bereiten, ist es vielleicht besser, die Aufnahme einer erwachsenen Mischlingskatze aus einem Tierheim oder einer ähnlichen Einrichtung zu erwägen. Dort gibt es genug Katzen, die ohne eigenes Verschulden, auf ein neues Zuhause warten. Da diese Tiere schon an das Leben mit dem Menschen gewöhnt sind, passen sie sich generell sehr leicht und schnell an ein neues Zuhause und Familienleben an, wenn man ihnen Gelegenheit dazu gibt.
Katze oder Kätzchen?
Kaum jemand kann Kätzchen widerstehen. Sie sind verschmust, verspielt, immer zu Streichen aufgelegt und sehr neugierig. Gleichzeitig erfordern sie viel Aufmerksamkeit und Zuneigung. Sind Sie bereit, die nötige Zeit und Energie in die verantwortungsvolle Pflege eines solchen Kätzchens zu investieren?
Erwachsene Katzen
Auch erwachsene Katzen sind verspielt, aber Sie sollten berücksichtigen, dass sie ihre prägenden Jahre in einem anderen Zuhause, im Freien oder sogar heimatlos verbracht haben. Egal welchen Einflüssen diese Katzen ausgesetzt waren, ihre Persönlichkeit ist auf jeden Fall ausgeprägter und kann deshalb möglicherweise einfacher gedeutet werden. Mit etwas Glück erhalten Sie weitere Informationen zu Persönlichkeit, Lieblingsnahrung oder Gewohnheiten im Umgang mit dem Katzenklo von dem Vorbesitzer.
Ältere Katzen
Katzen im mittleren oder höheren Alter sind oft schwerer weiterzuvermitteln. Allerdings können ältere Katzen hervorragende neue Haustiere sein und schlafen eher eine Nacht durch. Speziell Probleme wie unangemessenes Urinieren oder Aggression kommen bei älteren Katzen seltener vor, da diese ihr gutes Verhalten beweisen mussten und erzogen wurden.
Die Auswirkung auf Ihre Familie
Wenn Sie in Ihrem Haushalt mindestens schon eine Katze haben und entschlossen sind, sich eine weitere Katze anzuschaffen, könnte ein Kätzchen weniger sozialen Konflikt auslösen als eine erwachsene Katze. Wenn Sie noch keine Katze haben, aber irgendwann vielleicht gleich mehrere halten wollen, sollten Sie erwägen, ein oder zwei Kätzchen gleichzeitig aufzunehmen. Sie können zusammen aufwachsen und es werden so in Zukunft hoffentlich keine Reibereien entstehen.
Kater oder Katze?
Vorausgesetzt sie sind kastriert bzw. sterilisiert, können beide, Kater und Katze, hervorragende Haustiere sein – wobei tatsächlich nur sehr wenige Verhaltensunterschiede bestehen. Jedem Halter, der behauptet, dass Katzen liebevoller und Kater unabhängiger sind, wird ein anderer Katzenhalter ein Gegenbeispiel schildern.
- In der Regel sind Kater etwas grösser als Katzen.
- Nicht kastrierte Kater können verschiedene Probleme wie beispielsweise Streunen, Markieren mit streng riechendem Urin oder Kämpfen mit sich bringen.
- Nicht sterilisierte Katzen können, wenn sie läufig werden, sehr stimmfreudig sein und sich nur schwer in der Wohnung halten lassen. Die weiblichen Tiere können bereits sehr früh in ihrem Leben trächtig werden. Ungeplanter Nachwuchs kann kostspielig sein und viel Energie erfordern.
- Für welches Geschlecht Sie sich entscheiden, wird vielleicht von den bereits in Ihrem Haushalt lebenden Katzen bestimmt. Wenn Sie schon eine sozialisierte (kastrierte) männliche Katze haben, könnte sich ein junges (sterilisiertes) weibliches Tier für Sie und ihren Kater als die beste Wahl herausstellen.
- Die Kosten zur Sterilisierung einer Katze übersteigen die zur Kastrierung eines Katers und fallen nochmals höher aus, wenn die Katze bereits trächtig ist. Bei den meisten Tierheimen und Tierschutzorganisationen sind die Katzen bereits kastriert bzw. sterilisiert, ehe sie zur Adoption freigegeben werden.
Worauf Sie bei einer reinrassigen Katze achten sollten
Sobald Sie Ihre bevorzugte Katzenrasse und verfügbare Kätzchen aus einem Wurf ermittelt haben, besuchen Sie diese mehrmals, ehe Sie eines der Kätzchen mit nach Hause nehmen. Persönlichkeitsmerkmale treten auch nach Tagen oder Wochen noch auf und helfen Ihnen zu entscheiden, ob eines der Kätzchen gut zu Ihrer Familie passt. Wenige Wochen nach der Geburt, können Sie bereits mit dem Besuchen beginnen, jedoch müssen die Kätzchen vor der Trennung von ihrer Mutter mindestens sieben bis acht Wochen alt sein. Manche Züchter können aber auch umgekehrt vorgehen und Ihnen einen Besuch abstatten wollen, um sich zu vergewissern, dass Sie dem Kätzchen eine geeignete Umgebung sowie eine verantwortungsvolle Pflege zukommen lassen werden.Bei der Entscheidung, welches Kätzchen Sie denn mit nach Hause nehmen, gilt es mehrere Faktoren abzuwägen. Wichtig sind hierbei Persönlichkeit, Toleranz, Aktivitätsniveau und letztlich die Frage, wie sich die Tiere in Ihre Familie einfügen.
Wenn ein Kätzchen mit seinen Geschwistern auf Distanz geht und sich Ihnen einfach nicht nähern will, wird es, wenn es heranwächst, wahrscheinlich ängstlich sein und keinen Kontakt mögen. Ein Kätzchen, das Ihre Hand wiederholt mit seinem Gebiss und seinen Krallen bearbeitet, könnte als heranwachsende Katze zu einem relativ groben Spielkameraden werden. Halten Sie Ausschau nach einem Kätzchen, das auf Ihre Berührung oder Stimme hin, aber auch gegenüber seinen Geschwistern eine positive, jedoch nicht aggressive Reaktion zeigt.
Vergewissern Sie sich, dass die Kätzchen oder Katzen gesund wirken, glänzende und klare Augen sowie weisse Zähne ohne überschüssigen Zahnstein haben und dass die Ohren keinen dicken braunen oder schwarzen Ohrenschmalz aufweisen, die Krallen glatt sind, der Schwanz (je nach Rasse) dick ist und das Fell glänzt. Die meisten privaten Halter sowie einige Einrichtungen sind damit einverstanden, dass Sie Ihr potenzielles Haustier zwecks Untersuchung zu einem Tierarzt bringen, ehe Sie sich endgültig entscheiden.
Berücksichtigen Sie ebenso den sozialen Hintergrund des Kätzchens bzw. der Katze. Auch wenn Sie die Identität der Elterntiere vielleicht niemals erfahren werden, können Sie sich auf jeden Fall erkundigen, inwiefern das Kätzchen soziale Kontakte hatte und mit wem es Umgang hatte.
Leider können wild lebende Katzen und Kätzchen sowie auf Feldern gefundene ängstliche Streuner dauerhaft die Auswirkungen einer schlechten Sozialisierung beibehalten. Wenn sich ein Kätzchen sehr ängstlich verhält und faucht oder zu fliehen versucht, sollten Sie davon ausgehen, dass dieses Verhalten sich, falls überhaupt, erst nach langer Zeit ändern wird. Ein lauter und belebter Haushalt ist vielleicht nicht die ideale Umgebung für solche Tiere. Deshalb sollten Sie erwägen, sich eher für ein freundliches, aus sich herausgehendes Kätzchen zu entscheiden.