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«Die nächsten Jahre werden schwierig», sagte Rosa Perroud, Leiterin des Frauenhauses Freiburg, gegenüber den FN. Bei einem Aufwand von 1,2 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2012 mit einem Aufwandüberschuss von rund 52 500 Franken; auch für das kommende Jahr ist ein Defizit von 50 000 Franken budgetiert. Seit einigen Jahren steige die Zahl der Hilfe suchenden Frauen, was auch die Personalkosten in die Höhe treibe. Zwar habe das Frauenhaus noch kleine Reserven, «damit können wir die Defizite aber nicht mehr lange wettmachen», so Perroud. Deshalb gelte es nun, weitere Finanzierungsmittel zu finden. «Wir brauchen dieses Geld, um unsere Arbeit ausführen zu können», sagte Perroud.
Kaum Überbelegungen
Insgesamt 620 Situationen hat das Frauenhaus Freiburg 2012 betreut, dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent. Zudem hat das Frauenhaus im vergangenen Jahr 45 Frauen und 54 Kinder aufgenommen. «Das sind deutlich mehr als 2011, jedoch war die Dauer des Aufenthalts in der Regel kürzer», sagte Perroud. So habe das Frauenhaus kaum Probleme wegen Überbelegungen gehabt, so Perroud, «und in den wenigen Fällen, in denen es vorgekommen ist, haben wir für zwei, drei Tage alternative Lösungen gefunden».
Der häufigste Grund ist mit 81 Prozent aller Fälle nach wie vor Gewalt in der Ehe oder Partnerschaft. Weitere Ursachen für einen Aufenthalt im Frauenhaus waren Gewalt in der Familie, Gewalt nach der Trennung, Vergewaltigung oder Menschenhandel.
An der Generalversammlung vom Dienstag wählten die 25 Anwesenden Antoinette Badoud-Gremaud in den Vorstand. Dies bedeutet eine Erweiterung des Vorstands von fünf auf sechs Personen. rb