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Der Sänger und Komponist Georges Moustaki ist tot. Der griechisch-französische Chansonnier starb in Nizza. Das bestätigte seine Agentur der Nachrichtenagentur dpa in Paris. Moustaki wurde 79 Jahre alt. Als Meister der sanften Klänge wurde er mit Liedern wie «Le Métèque» international bekannt. Für Edith Piaf, mit der ihn eine kurze Liebesaffäre verband, schrieb er den Text von «Milord».
Zu seinen mehr als 300 Chansons gehörten auch Kompositionen für Dalida, Yves Montand, Henri Salvador oder Françoise Hardy. In seinen Liedern besang er sein eigenes Leben, die Schönheit mediterraner Landschaften, die Liebe oder die Frauen.
Im Chanson-Olymp
Moustaki wurde 1934 im ägyptischen Alexandria als Sohn griechischer Eltern geboren. Anfang der 50er Jahre ging er mit ihnen nach Paris und arbeitete dort auch als Strassenmusiker.
Im Pariser Studentenviertel Saint-Germain-des-Prés lernte er berühmte Künstler kennen und wurde bald schon im Chanson-Olymp neben Brel, Brassens, Barbara und Ferrat aufgenommen.
Im Text für «Le Métèque» (Der lästige Ausländer) beschrieb er 1969 sich und sein Ausländer-Schicksal im selbst gewählten Pariser Exil. «Und mit einer Schnauze eines lästigen Ausländers, eines umherirrenden Juden und eines griechischen Hirtens», heisst es darin. Erst 1985 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an.
Durch Exzesse erschöpft
Als Sänger und Komponist blieb er seiner poetischen und stillen Musik aus griechischer Bouzouki, türkischer Flöte, französischen und lateinamerikanischen Gitarrenklängen treu. Dabei ignorierte er Kritiken, die ihm mangelnde Originalität vorwarfen.
Der Chansonnier frönte stets auch seinen Leidenschaften. «Meine Exzesse haben mich erschöpft», sagte Moustaki dazu einmal. Aus Gesundheitsgründen musste er 2009 eine Europatournee absagen.