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An den Langlauf-Weltcuprennen in Davos verpasst Dario Cologna im Sprint erneut die Qualifikation für die Viertelfinals der schnellsten 30 Läufer. Das Rennen endet mit einem dreifachen Norweger-Sieg.
In den Sprintrennen in der Skating-Technik am Sonntag belegten die Norweger vier von sechs Finalplätzen bei den Männern, sogar fünf bei den Frauen. Die Folge waren ein Drei- respektive Fünffach-Erfolg.
Mit Finn Haagen Krogh, Vorjahres-Sieger Anders Glöersen und dem Leader des Sprint-Weltcups Eirik Brandsdal standen schliesslich drei der Skandinavier auf dem Podest, Tomas Northug wurde Sechster. Sein prominenterer älterer Bruder Petter schied im Viertelfinal aus und belegte nur den 19. Platz, Martin Johnsrud Sundby, am Samstag Sieger über 15 km klassisch und Führender im Gesamt-Weltcup verpasste als 31. wie Dario Cologna die K.o.-Runden - um sechs Hundertstelsekunden.
Die Schweizer Sprinter, die in dieser Saison bisher erst einen 25. Platz von Ueli Schnider zum Auftakt in Kuusamo als zählbares Resultat hatten, zeigten aber eine Art Auferstehung. Obwohl Dario Cologna seine aktuelle Sprintschwäche (noch) nicht überwinden konnte und die K.o.-Läufe als 40. um sechs Zehntelsekunden verpasste, qualifizierten sich gleich fünf Swiss-Ski-Athleten für die Viertelfinals. Dort war dann für vier von ihnen Endstation. Roman Schaad (20.), Roman Furger (21.), Gianluca Cologna (25.) und Erwan Käser (27.) holten aber erstmals in dieser Saison Weltcup-Punkte.
Das Glanzlicht lieferte aber Jöri Kindschi ab. Der 28-jährige Davoser war auf seiner Heimloipe bereits im Prolog als 17. bester Schweizer. Er lief dann im gleichen Viertelfinal-Heat wie Gianluca Cologna. Die beiden Schweizer setzten sich von Beginn weg an die Spitze. Im Finish mussten sie sich zwar noch überholen lassen, als Dritter schaffte es Kindschi aber dank der schnellsten Zeit aller nicht direkt Qualifizierten dennoch in den Halbfinal.
Auch dort zeigte der Bündner ein sehr beherztes Rennen. In der Zielkurve touchierte er an vierter Stelle laufend den norwegischen Olympiasieger Ola Vigen Hattestad und kam zu Fall. Besonders ärgerlich: In diesem zweiten, wesentlich schnelleren Halbfinal erreichte auch der Viertplatzierte den Final. So blieb nur der letzte Platz im Halbfinal und damit der zwölfte Schlussrang.
Bei den Frauen feierten die Norwegerinnen sogar einen fünffachen Triumph. Teamsprint-Olympiasiegerin Ingvild Flugstad Östberg holte sich ihren ersten Weltcup-Sieg, gefolgt von Maiken Caspersen Falla, Celine Brun-Lie, Marit Björgen und Heidi Weng. Auch hier überstand die Siegerin vom Samstag, Therese Johaug, die 1,3 km lange Qualifikation nicht.
Eine böse Schlappe setzte es für die Schweizerinnen ab. Beste war als 39. Laurien van der Graaff, die in dieser Saison weiterhin überhaupt nicht auf Touren kommt und ihren Ansprüchen nicht gerecht wird.
SDA-ATS