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Weiterer Feuerwehrmann bei Bränden in Australien ums Leben gekommen
Bei den Buschbränden in Australien hat es ein weiteres Todesopfer gegeben. Wie die Feuerwehr im südlichen Bundesstaat Victoria am Sonntag mitteilte, kam dort ein 60-jähriger Feuerwehrmann im Kampf gegen die Flammen ums Leben, wahrscheinlich erschlagen von einem Baum.
Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei den seit Monaten anhalten Buschbränden auf mindestens 27.
Die Feuerwehr nutzt derzeit eine Phase günstigerer Wetterbedingungen, um die Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die Behörden warnten aber, dass die Feuer-Krise trotz der etwas besseren Aussichten für die kommenden Tage noch lange nicht vorbei ist.
Der wegen seines Umgangs mit der Katastrophe in der Kritik stehende australische Regierungschef Scott Morrison kündigte am Sonntag an, die Regierung erwäge die Einrichtung einer Untersuchungskommission zu den Bränden. «Ich denke, das wird nötig sein», sagte er dem Sender ABC. Er werde entsprechende Schritte einleiten.
Morrison, ein entschiedener Verfechter fossiler Energien, kündigte auch an, die Emissionsziele würden «sich entwickeln». Eine Verringerung der umfangreichen Kohleexporte seines Landes schloss er aber aus.
«In den kommenden Jahren werden wir unsere Politik auf diesem Gebiet, die Emissionen noch weiter zu reduzieren, weiter entwickeln», sagte Morrison. Dies werde «ohne CO2-Steuer, ohne Strompreiserhöhung und ohne Stilllegung der traditionellen Industrien» geschehen.
Zuletzt hatte es in Australien vermehrt Proteste gegen die Politik Morrisons gegeben. Am Freitag gingen in Sydney und Melbourne erneut zehntausende Menschen auf die Strassen und forderten die Regierung auf, mehr gegen die Klimaerwärmung zu unternehmen und Australiens massiven Kohleexport zurückzufahren.