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Gemäss den definitiven Bevölkerungszahlen der schweizerischen Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) lebten per Ende 2018 mehr als eine halbe Million Personen der ständigen Wohnbevölkerung im Kanton St.Gallen (507‘697 Personen). Im Vergleich zum Vorjahr hat die ständige Wohnbevölkerung somit im Jahr 2018 um 3‘011 Personen bzw. 0,6 Prozent zugenommen. Gesamtschweizerisch war die Zunahme etwas grösser (+0,8 Prozent).
Im Kanton St.Gallen hat im Jahr 2018 sowohl die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer (+1540; +0,4%) wie auch die Zahl der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung (+1‘471; +1,2%) eine Zunahme erfahren. Auf Gemeindeebene sind 50 der 77 Gemeinden gegenüber dem Vorjahr gewachsen, 6 Gemeinden haben unveränderte Bevölkerungszahlen und 21 Gemeinden verzeichnen einen (leichten) Bevölkerungsrückgang. Das stärkste prozentuale Wachstum weisen die Gemeinden Weesen (+4,7%; +78 Personen), Berg (+3,3%, +27 Personen) und Andwil (+3,2%, +63 Personen) auf. Das stärkste absolute Wachstum zeigt sich in der Stadt St.Gallen (+311 Personen; +0,4%). Umgekehrt erfuhren den grössten prozentualen Rückgang die Gemeinden Rheineck (-1,9%, -66 Personen), Flums (-1,7%, -83 Personen) und Hemberg (-1,5%, -14 Personen).
Alle Wahlkreise verzeichnen einen Bevölkerungszuwachs. Der Wahlkreis Rorschach liegt mit einem Plus von 1,3 Prozent an der Spitze, während der Wahlkreis St.Gallen mit einem Plus von 0,3 Prozent das tiefste Bevölkerungswachstum aufweist.
· Kartendarstellung der Vorjahresveränderung (relativ) für den Kanton St.Gallen, seine Wahlkreise und Gemeinden, die Ostschweizer Kantone sowie die Gesamtschweiz
· Kartendarstellung der Vorjahresveränderung (absolut) der St.Galler Gemeinden
· STADA2-Kennzahlen zur ständigen Wohnbevölkerung, der Vorjahresveränderung sowie zum Ausländeranteil für den Kanton St.Gallen, seine Wahlkreise und Gemeinden, die Ostschweizer Kantone sowie die Gesamtschweiz (voreingestellt ist der Kanton St.Gallen, andere Räume können unter «Gebietsauswahl» ausgewählt werden)
· Excel-Tabelle mit dem Bestand und der Veränderung der ständigen Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Geschlecht für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
· Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik zur Bevölkerungsstatistik 2018 mit Fokus auf die Gesamtschweiz
Auch die nicht-ständige Wohnbevölkerung nahm zu
Ende 2018 lebten zusätzlich zu den 507'697 Personen der ständigen Wohnbevölkerung 10'411 Personen im Kanton St.Gallen, die entweder einen Nebenwohnsitz im Kanton begründen, Kurzaufenthalter oder Personen im Asylprozess mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als 12 Monaten sind. Wird diese Personengruppe zur ständigen Wohnbevölkerung dazugerechnet, umfasst die Wohnbevölkerung des Kantons St.Gallen Ende 2018 insgesamt 518'104 Personen. Im Vergleich zu 2017 entspricht dies einer Zunahme um 3'344 Personen (+0,6 Prozent).
· Excel-Tabelle zu den definitiven Bevölkerungszahlen Wohnbevölkerung 2018 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
Knapp ein Viertel der Bevölkerung hat eine ausländische Staatsangehörigkeit
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ständigen ausländischen Staatsangehörigen um 1‘471 auf 122‘402 Personen gestiegen. Der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen liegt Ende 2018 bei 24,1 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Prozentual am stärksten gewachsen ist die ausländische Wohnbevölkerung in den Gemeinden Berg (+24,2%, +16 Personen), Oberhelfenschwil (+18,8%, +19 Personen) und Marbach (+14%, +47 Personen). Absolut gesehen findet sich die grösste Zunahme in der Stadt St. Gallen mit 254 zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigen.
· Kartendarstellung des Ausländeranteils im Kanton St.Gallen, seinen Wahlkreisen und Gemeinden, in den Ostschweizer Kantonen sowie in der Gesamtschweiz
· Excel-Tabelle zur (ständigen) Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsdauer 2018 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
Hinter dem Bevölkerungswachstum stehen der Geburtenüberschuss und die Zuwanderung
Die Bevölkerungsentwicklung im Kanton St.Gallen ist auf den Geburtenüberschuss (Differenz zwischen der Anzahl Geburten und der Anzahl Todesfälle) von 1‘488 Personen, den positiven Wanderungssaldo von 1‘460 Personen sowie die Bestandesbereinigung zurückzuführen. Letztere umfasst die Bevölkerungsdifferenz im Vergleich zum Vorjahr, die nicht auf Geburten, Todesfälle oder Wanderungen zurückgeführt werden kann.
· Excel-Tabelle zur Anzahl Personen, Geburten, Todesfällen, Einbürgerungen, Zu- und Wegzügen der ständigen Wohnbevölkerung 2018 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
· Infografik: Der positive Wanderungssaldo der ausländischen Wohnbevölkerung leistet den grössten Beitrag zur Bevölkerungszunahme
· Infografik: Die Schweizer Bevölkerung wächst wieder stärker
· Infografik: Weniger Abwanderung aus dem Kanton, insbesondere bei den unter 40-Jährigen
· Infografik: Rückgang der interkantonalen Abwanderung
· Infografik: Aus dem Kanton St.Gallen zügeln mehr Leute in die Kantone Zürich und Thurgau als von dort in den Kanton umziehen
Knapp 2000 Personen erhielten 2018 das Schweizer Bürgerrecht
Im Jahr 2018 wurden 1'983 Personen eingebürgert. Das sind 17 Personen weniger als noch im 2017.
Drei Viertel der Personen wurden über das ordentliche Verfahren eingebürgert (1'435 Personen). 546 Personen erhielten die Schweizer Staatsbürgerschaft über eine erleichterte Einbürgerung und zwei Personen wurden wiedereingebürgert. Über die Hälfte der Personen, welche 2018 die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielten, stammen aus Süd- und Südosteuropa.
· Excel-Tabelle zur Anzahl Einbürgerungen nach Staatsangehörigkeit 2018 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
· Infografik: Einbürgerungen auf konstantem Niveau
Demografische Alterung geht weiter
Ende 2018 betrug der Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen unter 20 Jahren) im Kanton St.Gallen 20,5 Prozent, der Anteil der über 65-Jährigen 18,3 Prozent. Damit ist der Kanton St.Gallen etwas jünger als die Gesamtschweiz, deren Anteil an Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren bei 20,0 Prozent und der Anteil der Personen über 65 Jahren bei 18,5 Prozent liegt. Der Anteil der erwerbsaktiven Bevölkerung (Personen zwischen 20 und 64 Jahren) liegt im Kanton St.Gallen bei 61,2 Prozent (Gesamtschweiz 61,5 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen weiter zurückgegangen (minus ein Prozentpunkt). Der Altersquotient, der das Verhältnis von Einwohnern im Rentenalter zur Erwerbsbevölkerung wiedergibt, lag Ende 2018 im Kanton St.Gallen bei 29,8 Personen im Rentenalter auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. In 37 Gemeinden ist dieser Altersquotient höher als der kantonale Durchschnitt. Am grössten ist der Anteil der Personen im Rentenalter gemessen an der Erwerbsbevölkerung in den Gemeinden Nesslau (46,7 über 64-Jährige Personen im Verhältnis zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter), Amden (45,0 Personen) und Ebnat-Kappel (43,2 Personen). Am wenigsten Personen über 64 Jahren gemessen an der Erwerbsbevölkerung haben die Gemeinden Niederbüren (19,3), Eichberg (22,1) und Benken (22,8).
· Excel-Tabelle mit den Altersmasszahlen der ständigen Wohnbevölkerung 2018 für die Gemeinden und Wahlkreise des Kantons St.Gallen
Woher die Zahlen kommen
Die publizierten Zahlen stammen aus STATPOP, der unter der Leitung des Bundesamtes für Statistik erstellten Statistik der Bevölkerung und der Haushalte.
Die Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen arbeitet bei der Erhebung und Auswertung von Statistikdaten mit dem Bundesamt für Statistik zusammen und orientiert sich wie dieses an den Grundsätzen einer fachlich unabhängigen öffentlichen Statistik auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Statistik der Bevölkerung und Haushalte STATPOP wird unter Mitarbeit der Kantone und Gemeinden vom Bundesamt für Statistik produziert. Die Fachstelle für Statistik koordiniert die Erhebung im Kanton und erstellt regionalisierte Auswertungen auf der Basis der gesamtschweizerischen Einzeldaten. Die Publikation der Ergebnisse ist mit dem Bundesamt für Statistik koordiniert und erfolgt am gleichen Tag.
Kontakt:
Vera Indermaur
wissenschaftliche Mitarbeiterin Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen
058 229 00 39
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