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Werk / Verwaltungsgebäude
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Werk / Verwaltungsgebäude
Adresse
6010 Kriens
LU
Architektur
Wolfgang Behles Ensemble von Werk- und Verwaltungsgebäude in Kriens ist ein Musterbeispiel für die Architektur der Nachkriegsmoderne. In seiner feinen, individuellen Modulation kann es als ein Pionierbau in der ländlichen Innerschweiz bezeichnet werden, jedenfalls wegweisend in dem damals noch kaum bebauten Gebiet zwischen Kriens und Horw.
Chronologie
Für die Sauerstoff- und Wasserstoff-Werke AG errichtete Wolfgang Behles 1958 bis 1960 in Kriens ein Werk- und ein Verwaltungsgebäude. Bereits 1962 wurde der Firmensitz erweitert. In der Folge wurden die beiden Gebäude mehrfach modernisiert, beispielsweise wurde ein Aufzug eingebaut. Heute beherbergen sie mehrere Firmen.
Lage
Das Werk- und das Verwaltungsgebäude liegen im Südosten von Kriens, auf der Westseite der Horwerstrasse. Der Gebäudekomplex ist am Rand eines Gewerbegebiets situiert, im Süden folgen Wohnhäuser. Das Verwaltungsgebäude und die Werkhalle stehen im rechten Winkel zueinander und fassen einen Vorplatz wie einen Hof, der als Parkplatz genutzt wird.
Beschreibung
Die unterschiedliche Nutzung der beiden Gebäude ist offensichtlich: Das Verwaltungsgebäude erhebt sich über einem hohen Sockelgeschoss aus Sichtbeton, das weitgehend verglast ist. Die beiden folgenden Obergeschosse sind durch gemeinsame, verputzte Wandscheiben zusammengefasst. An den Längsseiten gliedern schmale Putzflächen die grossen Fensteröffnungen in acht Achsen, an den Schmalseiten durchschneidet ein schmales vertikales Fensterband die Putzflächen. Der kubische Baukörper wird von einem flach gedeckten Attikageschoss abgeschlossen, dessen Vordach an den eingezogenen Schmalseiten bis auf die Flucht der Fassade gezogen ist. Die vertikale Gestaltung wird durch Wandpfeiler unterstrichen, die alle vier Geschosse zusammenfassen und die schwebend anmutenden Obergeschosse mit dem Sockelgeschoss verzurren. Der Haupteingang des Gebäudes befindet sich an der der Horwerstrasse. Einzig der verglaste Eingangsbereich unterbricht hier die gleichmässige Fassadengestalt.
Das Werkstatthalle ist mit einem sechsteiligen Sheddach mit Nord-Ausrichtung gedeckt. Besonderheiten des funktionalen Baus sind die vor der Fassade angeordneten Stahlstützen der Firstbinder, die umlaufende horizontale – teils verglaste – Fuge unter dem Dachansatz sowie der freistehende, schlanke Kamin vor der Nordostfassade: Diese filigranen Formen kontrastieren mit dem ansonsten massiven Baukörper.
Literatur