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2014 war der Anteil der 11-bis 15-Jährigen, die mehrmals pro Tag Obst und Gemüse konsumieren, doppelt so hoch wie im Jahr 2002, wie Sucht Schweiz am Dienstag mitteilte. Allerdings verblieb der Anteil mit zehn Prozent auf tiefem Niveau.
Rund die Hälfte der Antwortenden hätten zudem angegeben, jeden Tag zu frühstücken. Diese Gewohnheit sei bei älteren Jugendlichen weniger verbreitet gewesen als bei jüngeren und bei Mädchen weniger als bei Knaben. 2014 sei der Anteil der Schüler, die jeden Tag frühstückten, dank der Zunahme bei den Mädchen gegenüber 2002 angestiegen.
Laut Aussagen der Jugendlichen erfüllten 2014 lediglich 14 Prozent die offizielle Empfehlung, mindestens eine Stunde pro Tag einer körperlichen Aktivität nachzugehen. Dies sei im Vergleich zu 2010 zwar etwas mehr, gegenüber 2002 sei der Anteil jedoch unverändert.
Jungen seien generell bewegungsfreudiger als Mädchen und die jüngeren Jugendlichen aktiver als die älteren. Zahlreiche Kinder und Jugendliche würden aber auch regelmässig ausserhalb der Schule Sport treiben, heisst es weiter.
Befragt wurden die Schülerinnen und Schüler auch zu Gewicht und Grösse. Demnach wiesen drei Viertel der Befragten ein normales Körpergewicht auf. 13 Prozent hätten leichtes bis starkes Untergewicht angegeben und elf Prozent leichtes bis starkes Übergewicht.
Zwischen 1990 und 2014 zeichne sich bei Jungen und Mädchen eine leicht steigende Tendenz beim Übergewicht ab, während sich die Situation in der kürzeren Zeitspanne seit 2010 kaum veränderte.
Werde die subjektive Wahrnehmung des eigenen Körpergewichts betrachtet, so gebe eine Mehrheit von 57 Prozent an, in etwa das richtige Gewicht zu haben, hiess es. Die Unzufriedenheit mit dem Körpergewicht habe mit steigendem Alter zugenommen, vor allem bei den Mädchen.
Die Studie zeigt laut Sucht Schweiz auch Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gesundheitsverhalten auf. Beispielsweise würden 11-bis 15-Jährige mit gesundheitlich unvorteilhaften Ernährungsgewohnheiten im Vergleich zu den andern vermehrt dazu neigen, ihren Gesundheitszustand als schlecht oder nur einigermassen gut einzuschätzen, mehr Zeit als der Durchschnitt vor Bildschirmen zu verbringen, oft Tabak zu rauchen beziehungsweise Alkohol zu trinken und körperlich inaktiv zu sein. Diese Schülerinnen und Schüler lebten eher in Familien mit einem mittleren oder niedrigen Lebensstandard.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen gemäss Sucht Schweiz, dass bei gewissen Ernährungsgewohnheiten sowie in den Bereichen Bewegung und Körpergewicht Handlungsbedarf bestehe. Es brauche einen übergreifenden Ansatz, der verschiedene Aspekte eines gesunden Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen fördere, heisst es.
Der Forschungsbericht von Sucht Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit basiert auf der jüngsten nationalen Schülerinnen- und Schülerbefragung “Health Behaviour in Schoolaged Children” des Jahres 2014. Die Studie wurde unter der Schirmherrschaft der WHO durchgeführt. In der Schweiz wird sie seit 1986 zum achten Mal durchgeführt.
(SDA)