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Sprachblüten
Sprachblüten, ob schief oder gerade gewachsen, unscheinbar oder leuchtend, bereiten mir grosses Vergnügen.
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Ein Untertitel im «Tages-Anzeiger» vom 15. August dieses Jahres lautete: «Mit dem Glücklichsein geht es als Teenager so bergab wie nie mehr danach im Leben.»
Der Konjunktiv 1, dieser «Konjunktiv der indirekten Rede», wird oft vernachlässigt, durch den Konjunktiv 2 ersetzt.
Wir waren letzthin in Appenzell, und da gab es Papiersets, auf denen Appenzellische Dialektwörter erklärt wurden. Ich verstand einige.
Gemeint ist das als grosses Lob: «Sie ist etwas ganz Besonderes, so viel wert wie eine Königin!» Aber stimmt das?
Der grosse Dichter Rainer Maria Rilke hat sich nicht nur über den Herbst und den Panther Gedanken gemacht, sondern auch über die Sprache.
Formulierungen wie «Im Saal angekommen, gingen die Lichter aus» finden sich an allen Ecken und Enden, tun aber in den Ohren weh.