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Twitter funktioniere im Moment dann, wenn die Menschen am ehrlichsten sind, sagt Daniel J. Cohen, Geschichtsprofessor an der George Mason University.
Bereits letzten Monat schon liess Twitter verkünden, sein Archiv der US-amerikanischen Kongressbibliothek zu Verfügung zu stellen. Wenn man sich Tweet für Tweet ansehe, könnte man das Archiv für Müll halten. Es liessen sich aber auch wichtige Informationen drin finden und daraus ableiten, so Amy Murrell Taylor, Professorin an der State Universtiy of New York.
Ein weiterer Vorteil des Twitter-Archivs ist die vollständige Digitalisierung der Nachrichten. Während alte Dokumente zu grossen Teilen nur auf Papier zur Verfügung stünden, sind die neuen Informationen einfach zu durchsuchen und brauchen zudem nur wenig Speicherkapazität. Fünf Terabyte wiegen die zehn Milliarden Tweets. Das hat quasi unter einem Tisch Platz.
Die Privatspähre der Twitter-User soll durch das Projekt nicht gefährdet sein (worüber einige von uns sicher froh sind…). Private Nachrichten werden weggelassen. Ausserdem werden lediglich statistische Daten an die Einträge geknüpft, jedoch keine persönlichen Informationen, die es erlauben würden, Rückschlüsse auf einen bestimmten User zu ziehn.
Mir gefällt das. Ich stelle mir nämlich den Geschichtsunterricht in ein paar Jahren folgendermassen vor: Dozent steht vorne und erzählt von den Wahlen in den USA. Und sagt dann – ja der Obama ist der erste Präsident, der seinen Wahlkampf durch Twitter vorantreiben konnte. Oder damals, als die Erde auf Haiti bebte: Leute, die dort waren, haben Bilder hochgeladen. Sie waren schneller als alle anderen Medien.
Oder wie stellst du es dir vor?