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LittleThought hat geschrieben: Hallo dick01 !
Fangen wir mal ganz von vorne an,
Die Physik versucht mit Modellen die Wirklichkeit zu beschreiben.
Die Quantenmechanik ist eine Theorie, die das Verhältnis zwischen Beobachter und Objekt (Versuch) beschreiben soll. Dabei wurde festgestellt, dass manche Eigenschaften oder Kombinationen von Eigenschaften nicht messbar sind. Speziell ist der Übergang eines Elektrons von einem Quantenzustand in einen anderen nicht bepbachtbar. Das bedeuted aber nicht unbedingt, dass dieser Vorgang nicht existiert. In vereinfachenden Darstellungen wird dieser Übergang als Quantensprung bezeichnet. In der Quantenmechanik selbst gibt es einen Quantensprung nicht (Ich hoffe ich werde jetzt nicht gleich wie Giordano Bruno verbrannt). Die Quantenmechanik und allgemein die Quantenphysik verwendet komplexe Wahrscheinlichkeitsfunktionen (Wellenfunktionen) zur Beschreibung und diese sind stetig und differenzierbar. Das was hier versagt ist unsere Anschauung.
Auch die Verschränkung widerspricht unserer Anschauung. Meist wird dabei unterschlagen, dass nicht nur die jeweils betrachteten Objekte miteinander verschränkt sind, sonder diese Mikroobjekte sind (zumindest im Prinzip) auch noch mit der Versuchsapperatur verschränkt. Die Wellenfunktionen brechen durch die Messung aber nicht zusammen, wie das häufig dargestellt wird sondern sie werden irrelevant, weil durch die Messung die vorher ausgeschlossene Umgebung mit berücksichtigt wird und sich dadurch die Beschreibung ändern muss.
Gruß von LittleThought.
Hallo @LittleThought,
Bedeutet das, dass die „Klassische Physik“ (z.B., Mechanik, Optik, Elektrizitätslehre) – die man immerhin wenigstens teilweise noch halbwegs anschaulich begreifen kann – nur ganz wenige „Sonderfälle“ der Wirklichkeit beschreibt?
Das würde ja dann implizieren, dass der ganz überwiegende Teil der uns umgebenden Wirklichkeit für uns erkenntnistheoretisch überhaupt nicht zugänglich wäre…
Die von Dir beschriebene Interaktion zwischen Messung und Objekt (in welcher Form auch immer das geschehen mag) lässt sich ja – so verstehe ich Deine Gedanken – weder jetzt noch irgendwann messtechnisch erfassen bzw. gar eliminieren.
Wenn ich Deinen Gedanken jetzt richtig verstehe, würde dieses Phänomen ja bedeuten, dass hier eine nicht überwindbare Hürde zur weiteren Erkenntnisgewinnung im „Quantenbereich“ vorliegt.
Das würde dann – bitte korrigiere mich, wenn ich hier falsch liege – implizieren, dass naturwissenschaftlich nur ein ganz überschaubarer - gewissermaßen der „makrokosmische“ Bereich – zugänglich wäre.
Bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Quantenphysik die objektiv existierende Realität durch für den „Normalo“ zwar nicht mehr verständliche oder gar anschauliche Modelle beschreibt, aber trotzdem nie an einen Punkt ankommen wird, an dem kein weiterer wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn mehr möglich wäre.