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Aktuell kann eine der frühsten Wildbienenarten, die Frühlings-Seidenbiene, beobachtet werden. Die Bienenart steht auf der Roten Listen als stark gefährdete Art aufgrund von Habitatverlusten.
Aus kreisrunden Löchern in der Erde schlüpfen sie: Zuerst die Männchen, dann wenig später auch die Weibchen der Frühlings-Seidenbienen. Von den Männchen abgepasst werden die Weibchen sogleich begattet um ihre Gene eine Generation weiterzugeben.
Die Frühlings-Seidenbienen (Colletes cunicularius) kann man, wie der Name schon sagt, zwischen März und Juni antreffen. Die etwa 15 Millimeter grosse Biene bevorzugt besonders sandige Böden der Flussauen, Dünengebiete und Kiesgruben. Nach der Begattung graben nämlich die Weibchen Nisthöhlen in den weichen Boden, bestehend aus einem Hauptgang und mehreren Nebengängen, wo die Brutzellen angelegt werden. Nachdemdie Zellen mit einem Sekret Zellen ausgekleidet wurden, wird ein Gemisch aus Nektar und Pollen in die Zelle eingebracht und die Eier an die Decke geheftet. Die Zellen werden schliesslich geschlossen und eine Nächste angelegt. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven verzehren den Pollenvorrat und verpuppen sich dann. Die ersten Bienen sind ab August in den Brutzellen, überwintern aber zuerst, bis sie aus im nächsten Frühjahr aus den Höhlen kriechen.
Der Körper der Frühlings-Seidenbiene ist schwarz und die Oberseite ihrer Brust rotbraun und pelzig behaart. Die hellen Querbinden auf ihrem Hinterleib wirken verwaschen. Sie werden leicht mit der Honigbiene verwechselt. Anhand der Radialzellen am Vorderflügel können sie jedoch unterschieden werden. Diese Zellen der Honigbienen sind nämlich eher schmal und länglich.
Damit die Frühlings-Seidenbiene sich ansiedeln kann, braucht sie Standorte mit lockerem Bodenmaterial, am besten Sand. Als Nistplätze bevorzugt sie schütter bewachsene, schwach geneigte Bodenstellen, wie beispielsweise Böschungen. Die Weide ist ihre Haupt-Pollenquelle und sollten in ihrer Nähe wachsen.