Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/49262

<h2>SubmittedText<h2><p>Wer gibt letztlich grünes Licht für die Präventionskampagnen des Bundesamtes für Gesundheit?</p><p>Die von der jüngsten Aids-Kampagne ausgelösten Wirbel rufen nach einer Antwort auf diese Frage.</p><p>Werbung soll aufrütteln. Aber darf sie so weit gehen, Anstoss zu erregen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Über die massenmedialen Kampagnen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) entscheidet abschliessend der Direktor des BAG.</p><p>Ein verhältnismassig provokativer Auftritt war und ist für die Stop-aids-Kampagne seit Beginn (1987) ein bewusst gewähltes Mittel, um im übersättigten Werbemarkt mit einem vergleichsweise kleinen Budget hohe Aufmerksamkeitswerte zu erzielen. Stop aids erreichte in den vom BAG in Auftrag gegebenen repräsentativen Post-Tests wiederholt einen Wiedererkennungswert von rund 70 Prozent. Sämtliche Tests der Jahre 1995, 1997, 1999 und 2001 belegen zudem, dass die Kampagne in der Bevölkerung hohe Akzeptanz geniesst.</p><p>Im Kampf um öffentliche Aufmerksamkeit stellt der abschliessende Entscheid über die Kampagnenprodukte eine Gratwanderung dar. Von Bedeutung ist in jedem Fall die Abwägung zwischen dem zu erwartenden Gewinn im Verhältnis zu einem möglichen Schaden.</p><p>Im Falle des von der Schweizerischen Bischofskonferenz kritisierten Plakates hat das BAG sofort mit der Bischofskonferenz das Gespräch gesucht und seine Fehleinschätzung anerkannt. Es war nicht die Absicht, eine ausgesuchte Konfession zu kritisieren.</p>  Antwort des Bundesrates.