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Wie gut kennen wir uns untereinander?
Unter dieser Rubrik möchten wir von nun an jedes Jahr ein Clubmitglied auf unserer Homepage portraitieren.
Leo Högger (Mitglied im Swiss Team „70 bis 75 Jahre“)
Wie alt bist du?
Jahrgang 1945.
Wo bist du aufgewachsen und wo wohnst du jetzt?
In Sirnach bin ich aufgewachsen und ich wohne aktuell in Rossrüti. Aus diesem Grund bin ich auch Mitglied in zwei Tennisclubs, nämlich im TC Sirnach und im TC Wil.
Wann hast du angefangen, Tennis zu spielen?
Als ich 15 war, was nach heutigen Standards eher spät ist.
Was ist deine Spielstärke?
Aktuell R5, in 2015 war ich als R4 klassiert.
Im vergangenen Jahr hast du in Umag (Kroatien) an der Veteranen WM teilgenommen. Wie kam es dazu?
Ich war 2015 in der Schweiz die Nummer sechs in meiner Altersklasse und aus diesem Grund für die WM in Umag selektioniert worden. Darauf bin ich schon ziemlich stolz und ich freute mich natürlich über diese Nomination.
Wie war es in Umag im September 2015?
Unser Team bestand aus 3 Spielern. Im ganzen waren Vertreter aus 36 Ländern anwesend, welche in Vierergruppen eingeteilt wurden.
In unserer Gruppe spielten Kanada, England und Irland.
Gegen jeden Gegner in der Gruppe wurden zwei Einzel- sowie ein Doppelspiel auf zwei Gewinnsätze ausgetragen.
Leider kamen wir in der Hauptrunde nicht weiter, aber in der Verliererrunde haben wir die Türkei dafür gleich mit 3:0 geschlagen!
Mit meiner persönlichen Leistung bin ich ganz zufrieden; meine persönlichen Resultate waren zwei Siege im Einzel und ein Sieg im Doppel. Zwei Einzel sowie ein Doppel habe ich leider verloren. Wir spielten ja immerhin gegen die Besten der Welt.
Warum bist du ein so „angefressener“ Tennisspieler?
Weil mich Tennis so fasziniert. Das spielerische Element und die körperliche Fitness werden ideal vereint.
Wie oft und wo trainierst du für das Swiss Team?
Einmal pro Woche trainierten wir zusammen in Aarau.
Gibt es in deinem Team ehemalige Profis?
Nein, unser bester Spieler war früher R3.
Wie oft spielst du im Winter?
8 Stunden pro Woche, inklusive Turniere.
Und im Sommer?
10 bis 12 Stunden, inklusive Turniere, Tenniscamps auf Fuerteventura, Mallorca und im Tannenhof (Allgäu).
Wie trainierst du?
Meine Philosophie lautet: „Train as you fight!“ mit möglichst vielen Ernstkämpfen.
Meine letzten acht Jahre sind meine besten. Ich bin sogar R4 geworden, weil ich mich vor allem taktisch verbessert habe. Diese Fähigkeit konnte ich dann im Ernstkampf umsetzen.
Was sind deine technischen Stärken?
Slice Rückhand und Smash. In Umag hat mein kanadischer Gegner zu mir gesagt: „You have a deadly backhand“.
Machst du eine Analyse vom Gegner?
Nein, ich gehe von meiner eigenen Stärke aus.
Bist du vor dem Spiel nervös?
Ja, aber es ist eine positive Spannung, welche mich stärker macht.
Kannst du ein Match gut fertig spielen?
Ab und zu habe ich Angst vor dem Sieg und ich werde dann nervös (Choking).
Bist du schnell abgelenkt?
Nein, ich bin fokussiert und ziemlich immun gegen äussere Einflüsse.
Was machst du, um bei einem langen Dreisatz Match am Ende noch fit zu sein?
Ich lege im Jahr bis zu 8000 km auf dem Velo zurück. Das hilft der Fitness und schont die Gelenke.
Hast du früher noch andere Sportarten gemacht?
Fussball beim FC Dussnang, Angriff linker Flügel.
Letzte Frage: Was ist für dich der schönste Teamsport?
Fussball.
Und individuell?
Radfahren (Tour de France) und natürlich Tennis Einzel.
Vielen Dank Leo fürs Interview und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, Gesundheit und natürlich Spass am Tennis!
Interviewer: Tiny van Kuijk, am 31. Mai 2016