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Über die Feiertage sind wieder zahlreiche Flüchtlinge in Italien eingetroffen: Bei mehreren Einsätzen wurden 1300 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet, wie italienische Medien berichteten. Auch die spanische Marine rettete Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer.
Insgesamt 900 Flüchtlinge, die am Freitag in den Gewässern vor Italien von drei Kriegsschiffen sowie zwei Frachtern gerettet worden waren, wurden zunächst auf das für die Versorgung von Flüchtlingen ausgestattete italienische Schiff "Etna" gebracht.
Dort brachte eine Nigerianerin ein Baby zur Welt. Die Flüchtlinge sollten in die sizilianische Hafenstadt Messina gebracht werden. Die übrigen 400 Flüchtlinge sollten im sizilianischen Hafen Pozzallo eintreffen. Bei den Geretteten wurde ein verstorbener Mann entdeckt, dessen Todesursache nun untersucht werde, hiess es in den Medienberichten.
Ein Flüchtling mit Symptomen von Malaria oder Tuberkulose wurde auf der "Etna" isoliert und dann mit einem Helikopter nach Sizilien geflogen. Bereits an Heiligabend waren mehr als tausend Bootsflüchtlinge vor Italiens Küste gerettet worden.
Nach neuesten Angaben des italienischen Innenministeriums erreichten vom 1. Januar bis zum 17. Dezember 167'462 Flüchtlinge Italien über das Meer. Das sind im Durchschnitt 477 pro Tag.
Bootsflüchtlinge vor Andalusien
Die spanische Küstenwache rettete am Donnerstag 45 afrikanische Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Das überfüllte Boot wurde vor der andalusischen Küste entdeckt, wie der Zivilschutz mitteilte. Weitere Boote wurden nicht gesichtet.
Die Flüchtlinge, darunter auch vier Minderjährige, kamen demnach aus dem subsaharischen Afrika, es blieb aber zunächst unklar, aus welchen Ländern sie stammten. Sie wurden nach Motril gebracht.