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Aktuell arbeiten knapp über die Hälfte der Erwerbstätigen mehr als einen halben Tag pro Woche von zuhause aus. Dies ist nur leicht mehr als noch 2019 – also vor der Pandemie. Zu dieser Zeit haben 42 Prozent Homeoffice gemacht. Der Anteil der Erwerbstätigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit daheim verbringen, liegt aktuell bei 37 Prozent (2019: 21 Prozent).
Das heisst: Viele Leute pendeln noch immer zum Arbeitsort. «Einen nachhaltigen Homeoffice-Boom sehe ich nicht», sagt Comparis-Immobilienexperte Frédéric Papp.
Viele machen gar kein Homeoffice
Überhaupt nicht im Homeoffice arbeiten derzeit 46 Prozent der Befragten. Auch dieser Anteil ist nur wenig kleiner als noch vor der Corona-Pandemie mit 52 Prozent.
Bezüglich den Geschlechtern fällt auf: Frauen arbeiten deutlich häufiger am Arbeitsplatz als Männer (40 vs. 52 Prozent). «Frauen arbeiten im Vergleich zu Männern eher in Teilzeit und in Berufen, die eine physische Präsenz erfordern», erklärt Papp.
Grossverdiener häufiger im Homeoffice
Ein klarer Graben zeigt sich gemäss der Comparis-Studie bezüglich des Einkommens sowie der Bildung. Der Anteil der aktuell mindestens 90 Prozent im Homeoffice-Arbeitenden ist höher bei Personen mit hoher Bildung im Vergleich zu Personen mit niedrigem und mittlerem Bildungsgrad (26 Prozent gegenüber 11 Prozent).
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Einkommen: Personen mit einem Brutto-Haushaltseinkommen von über 8’000 Franken arbeiten eher mindestens zu 90 Prozent von zuhause aus als Personen mit Einkommen zwischen 4’000 und 8’000 Franken oder bis 4’000 Franken (26 vs. 14 Prozent und 12 Prozent).
(red.)