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Um sich besser von einem Herzinfarkt oder einem Angina pectoris Anfall zu erholen und um Rezidiven vorzubeugen ist die Verschreibung mehrerer Medikamente, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen wurde, notwendig. Diese Medikamente wurden bei zehntausenden Patienten getestet und werden meist sehr gut vertragen.
Es handelt sich um vier Hauptgruppen von Medikamenten :
Plättchenhemmer machen das Blut « flüssiger » und vermindern auf diese Weise das Risiko der Gerinnselbildung. Das Hauptmedikament dieser Art ist das Aspirin. Häufig muss man es zusammen mit einem anderen Medikament dieser Gruppe einnehmen, vor allem bei der Einsetzung von Stents (Metallprothesen).
Die hauptsächlichen Nebenwirkungen dieser Medikamente sind kleinere Blutungen, die selten von Bedeutung sind.
Achtung
Das Absetzen der Einnahme dieser Medikamente kann einen erneuten Infarkt auslösen, da sich der Stent verschliessen kann. Deshalb dürfen Sie ohne vorherige Absprache mit Ihrem Kardiologen unter keinen Umständen die Behandlung mit diesen Medikamenten abbrechen.
Betablocker verlangsamen die Herzfrequenz und vermindern den arteriellen Blutdruck. Damit erleichtern sie dem Herz die Arbeit. Sie haben folgende, häufig zeitlich begrenzte Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Verdauungsprobleme, Verminderung der Libido, Erektionsstörungen. Beachten Sie, dass es mehrere Arten von Betablockern gibt und wir Ihr Medikament gegen ein anderes, für Sie möglicherweise besser verträglicheres tauschen können.
ACE-Hemmer erweitern die Arterien, verringern den Blutdruck und beugen zunehmender Herzvergrösserung vor. Sie vermindern ebenfalls das Risiko für einen neuen Herzinfarkt. Ihre hauptsächliche Nebenwirkung ist Husten. Falls Sie darunter leiden, können wir Ihnen ein Medikament einer anderen Art geben, welches diese Nebenwirkung nicht aufweist. Das Medikament kann auch Schwindel auslösen, den Blutdruck senken und die Nierenfunktion verschlechtern. Diese Punkte werden ab Beginn der Behandlung sorgfältig kontrolliert.
Statine senken den Cholesterinspiegel. Sie bewirken einen Rückgang der atherosklerotischen Plaques in den Gefässwänden und stabilisieren diese. Folglich verringern sie das Risiko einer erneuten kardiovaskulären Komplikation. In der Regel werden sie gut vertragen, können aber Muskelschmerzen verursachen. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen.
Niemals ohne vorherige Absprache mit Ihrem Hausarzt oder Kardiologen ein Medikament absetzen.
Falls Sie ein Medikament schlecht vertragen informieren Sie unverzüglich Ihren Hausarzt oder Kardiologen.