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In der zweitletzten Etappe von Disentis nach St. Maurice wandern wir auf dem Abschluss des Weinweges durch das Mittelwallis. Hinter dem Rebdorf Branson beim artenreichen Naturschutzgebiet Follaterre überqueren wir das Rhoneknie und kehren ein in Martigny. Der römische Kaiser Claudius (41-54) liess hier das Forum Claudii Vallensium in 16 Quadraten aufbauen. Ein römischer Gottestempel (Mitraeum) kann anlässlich einer archäologischen Führung in der Garagenetage eines Wohnblocks besucht werden, ein anderer römischer Tempel steht heute inmitten von Picasso, Matisse, Klee usw. in der Fondation Pierre Gianadda. Er wurde mit dem erfolgreichsten Walliser Museum «umbaut». Die Römer brauchten diese Stadt als strategische Bastion am Fuss des Grossen St. Bernhard (damals «In Summo Pennino», einziger Schweizer Alpenpass, der auf der römischen Peutinger-Karte genannt wird). Ein Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche war die erste Bischofskirche des Wallis, bis der Bischof kurz vor 600 nach Sion zog. Gleich hinter der Fondation Gianadda züchtet die Fondation Barry in ihrem Barryland mit attraktivem Museum die Bernhardinerhunde, die so manchen Pilger vor dem Erfrieren gerettet haben.