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Musik
Einige Songs hat Polo Hofer sowohl als Songwriter und Komponist im Alleingang geschrieben. Bei vielen anderen Songs stammt die Musik aus den Federn von bedeutenden Schweizer Musikern/Komponisten. Hier die Biografien der Wichtigsten:
Hanery Amman
Zusammen mit Polo Hofer gründete Hanery Amman im Jahr 1971 die «Rumpelstilz». Die Songs der beiden, mit der Musik von Hanery und den Texten von Polo, bilden den Grundstein für den Schweizerischen Mundartrock. Aus dieser Zeit stammen die Hits wie Teddybär, Kiosk oder D’Rosmarie und I. Mehrere sehr erfolgreiche Alben entstehen, u.a. «Vogelfueter», «Dolce Vita» usw. Nach dem Ende von Rumpelstilz widmet sich Hanery seiner zweiten Leidenschaft, dem Komponieren von Filmmusik. Nach einigen Versuchen mit internationalen Produktionen kehrt er schliesslich 1982 zurück zu seinen Wurzeln und konzentriert sich auf Live-Konzerte. Er schreibt den Song «Kentucky-Rose», den Polo Hofer, unterdessen mit seiner Schmetterband unterwegs, mit berndeutschem ausstattet. «Alperose», der erfolgreichste Schweizer-Mundarthit ist geboren. 1985 wird zu einem Schicksalsjahr. Nach einer chronischen Mittelohrentzündung die einer Operation erforderte leidet Hanery fortan an einem Tinnitus, was sein ganzes weiteres Schaffen erschweren wird. Er kann sich 1987 schliesslich seinen Traum erfüllen ein eigenes kleines Studio einzurichten.
Im Januar 1989 werden drei Konzerte der Re-Union von Rumpelstilz im goldenen Anker Interlaken auf Hanery's Initiative hin live mitgeschnitten. In den folgenden Jahren gibt er mit eigener Band unzählige Konzerte auf den Schweizer Konzertbühnen und beschliesst 1995 wegen persönlicher Schicksalsschläge ein musikalisches Time-out einzulegen. 1997 beginnen die Arbeiten am Album «Solitaire» welches im Jahr 2000 erscheinen wird. Der Song «Déjà Vu» erreicht den 1. Platz der Schweizer Airplaycharts und eine grosse Amman-Tournee beginnt. Gleichzeitig wird die Band «The Alpinistos» mit Polo Hofer, Hank Shizzoe, Michel Poffet und Andi Pupato gegründet. Dies markiert den Beginn einer erfolgreichen musikalischen Zusammenarbeit unter dem Motto «Wir spielen uns unsere Lieblingssongs vor». Die «Alpinistos» begeistern auf zwei erfolgreichen Herbst/Winter-Tourneen und zahlreichen Sommer-Festivals. Im Oktober wird «Alperose» vom Schweizer Fernsehpublikum zum grössten Schweizer Song aller Zeiten gewählt. Bis dahin war es ein Weilchen ruhig um Hanery Amman, was nicht heisst, dass nichts gelaufen ist. Was sich so an musikalischen Ideen angesammelt hat, wird im Studio umgesetzt und man darf sich nicht nur auf ein neues Songalbum sondern auch auf ein Instrumentalalbum freuen - pianistische Instrumentalmusik war nämlich schon immer Hanery's heimliche Leidenschaft.
HP Brüggemann
Der gebürtige Berner HP Brüggemann hat sich durch seine Kompositionen für Polo Hofer im Olymp der Schweizer Musikschaffenden etabliert. Er genoss ab seinem 8. Lebensjahr klassischen Klavierunterricht und begann noch während seiner Berufslehre in diversen lokalen Bands zu spielen. Nach Abschluss der Berufsausbildung begann er 1978 das Studium an der Swiss Jazz School in Bern welches er 1982 abschloss. Von 1978-84 spielte er in der Hanery Amman Band Hammondorgel und E-Piano und ab Ende 1984 begann die Zusammenarbeit mit Polo Hofer als Keyboarder, Komponist und Co-Produzent. Seither wurden mit seinem Mitwirken 10 Alben und zusätzlich 3 Best of Alben produziert, immer gefolgt von Tourneen mit der Schmetterband. 2009 erscheint mit Prototyp ein weiteres Album mit weiteren Kompositonen von HP und zusammen mit Polo Hofer produziert. Wiederum folgte eine Tournee mit Polo Hofer und die Band. Im Mai 2011 erscheint die von HP und Polo co-produzierte Doppel-CD «Polo Hofer singt Bob Dylan»’.
Zu HP’s Schaffen gehören unzählige, weitere Projekte wie z.B. die beiden ersten Sina-Alben (Sina, Wiiblich) Produktionen mit Markus Kühne und der Schmetterband. Auf den Alben sind auch einige Kompositionen von HP. Er arbeitete mit Gotthard als Studiomusiker auf den Alben «Open», «Home Run» und war mit dabei bei der Tournee 1997 und auf dem unplugged Album «Defrosted». 1998 ensteht das Album «Gringo» von Florian Ast bei dem Co-Produzent involviert ist. In der Milleniumsnacht 2000 wird auf dem Gurten bei Bern vor über 10‘000 Leuten eine gigantische Holzskulptur des Künstlers Bernhard Luginbühl verbrannt. Passend dazu wird die Komposition «Feuertanz» von HP und seinem Bandkollegen Remo Kessler aufgeführt. Das Werk wird im Folgejahr mit dem Namen «Sol» noch weiter entwickelt und wird 2002 unter dem Namen «Circle“ bei BMG veröffentlicht.
2002 spielte er mit der Band «Swiss Mix» des amerikanischen Jazz und Funk Drummers Billy Cobham 4 Konzerte am Accordeon und den Keyboards u.a. am «Sound of Glarus». Mika Kaurismäki drehte den gleichnamigen Film. Mit in der Band waren die Keiser Brüder (Peter, Bass und Walter, Perc.) und der dänische Gitarrenvirtuose Per Gade. Ein Mix aus Schweizer Folksmusik und Funk/Fusion Jazz stand auf dem Programm. Als Keyboarder trat er in der umstrittenen TV Show «Black n’ Blond» mit Roman Kilchsberger und Chris von Rohr als Mitglied der Liveband im Fernsehen auf.
2005, 2007 und 2009 folgten Auftritt als Keyboarder an den von Slädu Perica ins Leben gerufenen «Night of the Guitars» I-III. Darin begleitete er zusammen mit Slädu (Git) Peter Keiser (Bass) Orlando Ribar (Drums) verschiedene Gitarre-Helden aus dem In- und Ausland, aber auch Sänger wie Gölä, Bligg und Philipp Fankhauser. Night of the Guitars III wurde im Berner «Bierhübeli» und im Kaufleuten Zürich aufgeführt, von SF2 aufgezeichnet und später ausgestrahlt.
Schon über mehrere Jahre ist HP bei den «Rock und Blues Cruise» auf dem Mittelmeer mit dabei. Unter anderem mit dem Projekt «Pianorama»- einer Session mit möglichst vielen Pianisten - jeweils unterstützt von der Philipp Fankhauser Band. 2009 spielte er bei dieser Gelegenheit 3 Gigs mit dem amerikanischen Blues Award Gewinner Tomi Castro. Natürlich spielt er bei allen auch immer in Polo Hofers Band.
Für das Konzert «50 Jahre Berner Rock» stellt HP Brüggemann eine Band mit Simon Ryff (Bass), Alexander «Bali» Balajew (Drums) von «Plüsch», Mathias «Disu» Gmünder (Git) von «Patent Ochsner» und Mario Capitanio (Git), seinem Kumpel aus Polos Band, zusammen. Gespielt wird ein spezielles Programm mit illustren Vertretern aus der Berner Rockgeschichte. Mit dabei: u.a. Polo, Büne Huber, Sina, Tinu Heiniger , Span, Jael (von Lunik) und die Berner Rapper Baze und Greis. Der erfolgreiche Anlass wurde 2009 zum ersten Mal aufgeführt und 2010 in leicht abgeänderter Form – wieder mit HP als Bandleader – wiederholt. 2010 erscheint die CD «A guati Zyt» von «Wolff» und der Schmetterband – die erste Zusammenarbeit mit Sänger Martin «Wolff» Wittmer (Ex Mayday).
Remo Kessler
Bereits 1971 gründete Remo Kessler seine erste Band «Trampolin». Nach 13 Jahren im Übungsraum und hunderten von Live-Konzerten schaffte es seine erste Eigenkomposition «Gonna make it allright» in die Schweizer Radiohitparade und es gelang das Zürcher Volkshaus zu auszuverkaufen. Nach einer mehrjährigen Anstellung an einer Jugendmusikschule als klassischer Gitarrenlehrer wechselte er 1984 ins Profilager und tourte 2 Jahre als Gitarrist mit Gianna Nannini durch diverse europäische Länder. Dazu gehören ein Live-Album und Auftritte am Jazz Festival Montreux sowie im Zürcher Hallenstadion. 1986 begann die langjährige Zusammenarbeit mit Polo Hofer und der legendären Schmetterband. Als Gitarrist und Komponist nahm er teil an über 500 Konzerten und 12 CD-Produktionen von der praktische jede Veröffentlichung den Gold-, bzw. Platinstatus erreichte.
Ab 1993 hat Remo Kessler mit der Mundartrock Sängerin Sina vier Studioalben eingespielt und mitproduziert. 1997 komponierte er die Musik für das Theaterstück «So So» und 1999 erhielt er von der Stadt Bern einen Kompositionsauftrag und für die Milleniumsnacht auf dem Gurten wofür er zusammen mit H.P. Brüggemann die Musik schrieb. Das Stück wurde dann ein Jahr später unter dem Projektnahmen «SOL» im Studio aufgenommen und auf CD veröffentlicht. Neben Mitwirkung an Alben von Vera Kaa, Peter & Nina Reber, Ueli Schmezer und Heiri Müller spielte er 2008 wieder Gitarre auf der Polo Hofer CD «Prototyp» und 2011 auf der brandneuen CD «Polo Hofer singt Bob Dylan». Nach wie vor ist Remo Kessler in diverse Projekte involviert und wird die Schweizer Musikszene sicher noch oft mit seinem kreativen Schaffen bereichern.