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Beim Ballonrennen, das am Freitagabend in Greyerz FR begann, lag am Samstag ein französischer Ballon in Führung. Er hatte schon fast 850 Kilometer hinter sich und fuhr über eine Region südlich von Posen in Polen. Sieger ist, wer am weitesten fliegt.
Dies war auf dem Livetracker der Organisatoren des 61. Gordon-Bennett-Cups zu sehen. Die Teilnehmer waren in Richtung Tschechien und Polen unterwegs. Die 21 Teams aus 13 Ländern waren am Abend zuvor auf dem Flugplatz Greyerz FR gestartet. 15’000 Zuschauer verfolgten bei schönem Wetter das Spektakel. Am Samstag fielen die Wetterbedingungen deutlich schlechter aus.
Aus der Schweiz nehmen in diesem Jahr drei Teams teil – zwei davon gelten als Favoriten. Darunter ist auch das amtierende Doppelweltmeisterteam mit den beiden Thurgauern Kurt Frieden und Pascal Wiprächtiger und die Freiburger Equipe um Nicolas Tièche und Laurent Sciboz, die Vizeweltmeister von 2016. Das dritte Team bilden die beiden Zürcher Walter Gschwendtner und Max Krebs.
Möglichst weit fliegen
Die Teams versuchen, ohne Zeitlimiten eine möglichst lange Strecke zurückzulegen. Der Wettbewerb kann gut und gerne mehrere Tage und Nächte dauern. Während das Rennen läuft, wird auf dem Flugplatz in Greyerz ein Volksfest rund um das Thema Luftsport veranstaltet.
Der Wettbewerb wurde erstmals 1906 in Frankreich ausgetragen. Die Regeln haben sich seither nicht verändert. Die Schweiz war schon zweimal Gastgeberin. Der Gordon-Bennett-Weltcup geht auf den amerikanischen Zeitungsverleger und Sportfan James Gordon Bennett Junior (1841-1918) zurück.
Die meisten Siege, nämlich deren neun, hat bis heute das französische Team von Vincent Leys eingefahren. Mit 3400 Kilometern in fast 65 Stunden halten die Belgier Bob Berben und Benoît Simeon den Entfernungsrekord.