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Es klingt fast unmöglich, dass man ein Gebäude mit Eis heizen kann. Dies ist aber durchaus möglich. Bei einer Eisspeicherheizung wird der Umstand genutzt, dass Wasser, beim Gefrieren eine beachtliche Menge an Energie abgibt. Diese Energie nennt man Kristallisationswärme und wird freigesetzt wenn ein Stoff seinen Aggregatzustand von flüssig zu fest verändert. Diese chemische Energiefreigabe wird z.B auch bei Wärmebeuteln genutzt. Das Erstaunliche ist dass, wenn 125 Liter Wasser zu Eis gefrieren, gibt der chemische Prozess etwa gleich viel Energie frei, wie in einem Liter Öl enthalten ist.
Im Sommer sammeln spezielle Sonnenkollektoren die Umgebungswärme der Luft und Sonne und geben sie über ein Kreislaufsystem an den unterirdischen Wassertank, mit einem Fassungsvermögen von rund 10´000 Liter, ab. Diese Energie wird während warmen Jahreszeiten von einer Wärmepumpe aus dem Speicher entzogen und in das Heizsystem übertragen.
Das Einzigartige an der Eisspeicherheizung ist, dass sie sich selbst regeneriert da die Energie aus der natürlichen klimatischen Wärmewirkung bezogen wird. So ist die Eisspeicherheizung eine interessante, vorteilhafte und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen.