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Prinzip und Geschichte der Elektroosmose
Die Elektroosmose wurde im Jahre 1807 vom russischen Gelehrten F.F. Reuss entdeckt, dann von einer Reihe von Wissenschaftlern, wie Helmholtz, Hittorf, Perrin u.a. erforscht und wissenschaftlich sorgfältig begründet. Seither ist bekannt, dass sich Wasser unter dem Einfluss eines elektrischen Gleichstromes durch poröse Körper gezielt nach der negativen Elektrode, also zur Kathode, hin bewegt. Erst gut 125 Jahre nach der eigentlichen Entdeckung durch Reuss, nachweisbar im Jahre 1934, begann als erster der St. Galler Paul Ernst, die Elektroosmose für die Trockenlegung von feuchtem Mauerwerk anzuwenden. Sein Verfahren wurde im Jahre 1940 erstmals durch ein Schweizer Patent geschützt.
Für die gleichzeitige Anwendung von Elektroosmose und Elektrophorese, die es gestattet, das Mauerwerk zugleich zu entfeuchten und abzudichten, erhielt später Jakob Traber neue Patente.
Das aktuelle Patent der Anderegg Mauersanierungen AG bezieht sich auf das Verfahren mit völlig neu entwickelten Erdungselektroden zur Entfeuchtung durch gezielte und dosierte Eigenspannung.