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Mit der tschechischen Region Liberec verbindet der Kantons St.Gallen seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft. Diese konkretisiert sich in vielfältigen Projekten und Austauschen, bei denen der inhaltliche Nutzen für beide im Vordergrund steht.
Der Kanton St.Gallen pflegt Regionen-Partnerschaften in Ost- und Mitteleuropa sowie in Norditalien. Ausgangsbasis für die Beziehungen waren meist kulturelle Kontakte oder private Initiativen von Vereinen. Die Kooperationen wurden sodann mittels Vereinbarungen institutionalisiert und offizialisiert. Dank der Kooperation zwischen den Regionen konnten in den letzten Jahren unzählige Menschen vernetzt, Beziehungsnetze aufgebaut, Wissen vermittelt sowie etliche Projekte umgesetzt werden.
Die Regionenpartnerschaft zwischen dem Kanton St.Gallen und der tschechischen Region Liberec geht auf den Fall der Berliner Mauer zurück. Was zu Beginn als eine Art privat organisierte Starthilfe für den Aufbau von demokratischen Strukturen in der Region Liberec gedacht war, hat sich zu einer konstruktiven und vielfältigen Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt. Im Jahr 2001 schlossen die Region Liberec und der Kanton St.Gallen eine Vereinbarung über regionale Zusammenarbeit und Know-how-Transfer ab. Diese Vereinbarung bildet die Grundlage für die offizielle Zusammenarbeit zwischen der Liberecer Region und dem Kanton St.Gallen und bezweckt, direkte Kontakte zwischen Behörden, Institutionen und Unternehmen der beiden Gebietskörperschaften zu fördern und hierzu gute Voraussetzungen zu schaffen. Im Rahmen von Umsetzungsprogrammen werden gemeinsame Projekte zwischen Ämtern und Institutionen der beiden Regionen organisiert.
Seit dem Jahr 1976 bestehen zwischen dem Kanton St.Gallen und dem Friaul enge Beziehungen, insbesondere auf der Behördenebene und im kirchlichen Bereich, aber auch unter Privatpersonen. Das Erdbeben, das die Region im Jahr 1976 erschütterte, löste in St.Gallen eine grosse Welle der Solidarität aus. Das damals gegründete Komitee «Pro Friuli St.Gallen» existiert heute im Verein «Pro Friuli» weiter und dient der Pflege der gesellschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen beiden Regionen. Kantonale Institutionen pflegen direkte Austausche insbesondere im Bereich der Bildung und Kultur.