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Die geplanten Bauten bilden auf der nördlichen Seite des Bahnhofs das Gegenstück zur Stadtentwicklung an der Europaallee und schaffen entlang der Geleise ein neues Gegenüber für die bestehenden Bauten entlang der Zollstrasse. Sie bilden mit diesen einen zweiseitig gefassten Strassenraum urbaner Prägung. Durch seine prägnante Position am Abgang zur unterirdischen Querspange des Hauptbahnhofs bildet der Kopfbau an der Kreuzung von Radgasse und Zollstrasse Auftakt und Abschluss der Bebauung. Diese Dualität in der Erscheinung – sowohl zum Stadtraum wie zum Gleisfeld hin – erfährt seine Umsetzung im vorgeschlagenen Projekt. Dabei tritt der Kopfbau durch die Inszenierung der `Nichtecke` besonders hervor. Diese – im städtischen Kontext Zürichs häufig vorkommende Haltung – sichert einen hohen Erkennungswert und wirkt auf der Nordseite des Bahnhofs als Orientierungspunkt. Im Gegensatz dazu folgt der Längsbau einer linearen Logik die im Wesentlichen aus den Bedingungen des Gestaltungsplanes und der damit einhergehenden Staffelung der Geschosse entwickelt wurde.
Diese bewusst inszenierte Differenz in der baukörperlichen Ausformulierung der Bauten wird auf der Seite der Zollstrasse über die gesamte Länge durch den durchlaufenden, leicht vom Strassenniveau abgesetzten Sockel ausgeglichen. Zum Gleisfeld hin wird die Kontiniutät der Bebauung durch eine in Kopf- und Längsbau identische Schnittlogik und die Angleichung der statischen Elemente erreicht. Durch die beschriebene Schnittlogik des Längskörpers bedingt, befinden sich die beiden Vertikalerschliessungen in einer innenliegenden Position und ermöglichen in allen Obergeschossen eine flexible und ökonomische Anordung der Büroarbeitsflächen. Das Erdgeschoss steht für Laden und Gastronomienutzung zur Verfügung. Der architektonische Ausdruck ist durch Referenzen aus der europäischen Moderne inspiriert und orientiert sich in Materialität und tektonischer Ausbildung an der Logik ortstypischer Geschäftshäusern. Die als Kastenfenster ausgebildeten Bandfenster stehen im Wechsel zu den keramisch verkleideten Brüstungen. Zusammen mit dem zur Zollstrasse verglasten Erdgeschoss entsteht ein Gebäude mit verhalten eleganter Prägung.