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Vitamin B2 – Riboflavin
Vitamin B2 zählt zu den am meist verbreiteten Vitaminen im Körper. Es kommt in allen lebenden Zellen und als Bestandteil verschiedener Coenzyme vor. Das wasserlösliche Vitamin B2 ist für die Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen in Energie unentbehrlich. Vitamin B2 ist bei zahlreichen anderen Prozessen beteiligt wie beispielsweise der Aktivierung von Vitamin B6, Folsäure und Niacin oder der Herstellung von roten Blutkörperchen, Fettmolekülen (Steroide), Glycogen und Adrenalin.
Die Deckung des Tagesbedarfs erfolgt im Wesentlichen durch tierische Produkte, denn in Gemüse und Früchten kommt Vitamin B2 nur in kleinen Mengen vor. Riboflavin reagiert empfindlich auf Licht. Werden Lebensmittel wie beispielsweise Milch dem Sonnenlicht ausgesetzt, können bis zu 85 % des Vitamins B2 verloren gehen. Dafür ist Riboflavin hitzebeständig, sodass es beim Kochen kaum beschädigt wird.
Funktion im Körper
- Schutz der Zellen und DNA durch die Neutralisierung freier Radikale
- Unterstützung des Eisen-Stoffwechsels
- Erhaltung einer gesunden Haut, gesunder Schleimhäute und Fingernägel
- Produktion von roten Blutkörperchen
- Stärkung der Sehkraft
- Erhaltung der normalen Funktion des Nervensystems
Mangelerscheinungen
- Mangelerscheinungen treten bei unzureichender oder mangelhafter Ernährung auf (z. B. bei unregelmässigen Mahlzeiten, Dauerdiäten, Ovo-Vegetariern oder Veganern, chronischem Alkoholkonsum).
- Veränderungen der Haut und Schleimhäute (entzündete Haut in den Mundwinkeln, Halsschmerzen, geschwollene, entzündete Lippen oder Zunge), Empfindlichkeit gegenüber Licht, müde Augen, Verdauungsprobleme, Müdigkeit oder Depression können Symptome bei einem Mangel sein.
Überdosierung
Überdosierungen sind nicht bekannt.
Wechselwirkungen
+ Schilddrüsenhormone stimulieren die Coenzyme im System, Anticholinerika (Medikamente zur Behandlung von Asthma, Reizblase, Herz-Rhythmus-Störungen etc.) erhöhen die Aufnahme von Vitamin B2.
– Koffein, Zink, Kupfer, Eisen und die Einnahme von Penicillin und anderen Medikamenten können Einfluss auf die Resorption und Wirksamkeit haben.
Quellen
Milch und Milchprodukte, Fleisch, Eier, grünblättriges Gemüse
Zufuhrempfehlungen
(männlich/weiblich)
Jugendliche 1.6 mg / 1.2 mg
Erwachsene 1.4 mg / 1.1 mg
Personen ab 65 Jahren 1.3 mg / 1.0 mg
«5 am Tag» hilft bei der Vitaminversorgung
Eine Tagesdosis von 1.3 mg kann mit 290 g Champignons, 590 g Spinat, 810 g Sprossen, 860 g Spargel, Mais oder Kefen, 930 g Erbsen oder einem ganzen Kilo Broccoli oder Rosenkohl aufgenommen werden.