Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/121235

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heute nach wie vor hauptsächlich Frauensache. Bereits 40 Prozent der Akademikerinnen bleiben trotz Kinderwunsch kinderlos. Damit sich das ändert, darf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf keine private Frage bleiben. Aufgrund der demografischen Entwicklung muss der Zugang zum Arbeitsmarkt für Frauen dringend verbessert werden.</p><p>Welche konkreten Massnahmen plant der Bundesrat, um die Familienarbeit für Väter und Mütter zu verbessern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist sowohl gesellschaftspolitisch als auch wirtschaftlich von zentraler Bedeutung. Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass der Zugang der Frauen zum Arbeitsmarkt weiter verbessert werden muss. Das ist eines der Ziele der vom EVD lancierten Fachkräfte-Initiative. Der Bundesrat hat sich in den letzten Jahren mit Erfolg für die familienergänzende Kinderbetreuung engagiert. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Finanzhilfen für die familienergänzende Kinderbetreuung. Weiter informiert die Internetseite "Vereinbarkeit Beruf und Familie" schweizweit über die von den Kantonen und Städten entwickelten Lösungen. Diese Plattform ist eine Dienstleistung des Bundes zuhanden der Kantone, Gemeinden und weiterer Kreise, welche Lösungen für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie suchen.</p><p>Manche Kantone und Gemeinden sensibilisieren und beraten ausserdem die Unternehmen zum Thema familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Die Bundesverwaltung, die Kantone und Gemeinden spielen ferner als Arbeitgeber eine Vorreiterrolle. Die Entwicklung einer familienfreundlichen Unternehmenspolitik hängt aber in erster Linie von der Eigeninitiative der Firmen ab. Eine Hilfestellung hierzu kann das vom Seco in Zusammenarbeit mit Arbeitgeber- und Gewerbeverband herausgegebene KMU-Handbuch "Beruf und Familie" bieten.</p>