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Cartographica Helvetica
Zusammenfassung
Ingrid Kretschmer:
Naturnahe Farben kontra Farbhypsometrie
Cartographica Helvetica 21 (2000) 39–48
Zusammenfassung:
Drei bedeutende Systeme zur Gestaltung von Höhenschichtenkarten oder hypsometrischen Karten stammen aus Österreich. Das 1864 von Franz von Hauslab (1798–1883) veröffentlichte System verwendete das Prinzip «je höher, desto dunkler», um eine hohe plastische Wirkung zu erzielen und um die Höhen vergleichbar und ablesbar zu machen.
Der zweite wissenschaftliche Ansatz für Höhenschichtenkarten aus Österreich ist derjenige von Friedrich Simony (1813–1896). Er versuchte eine Synthese zwischen höhenplastischen Farbstufen und den natürlichen Farbabfolgen der Vegetation.
Einen nachhaltigen internationalen Erfolg erzielte die Idee von Karl Peucker (1859–1940), der vom Grundsatz «je höher, desto farbensatter» ausging und zwar mit Verwendung luftperspektivischer Effekte.
Die Autorin versucht, das Verständnis für die bestehenden kartographischen Schulen aus der Darlegung der historischen Entwicklung zu gewinnen. Sie ist überzeugt, dass Höhenstufeninformationen in kleinmassstäblichen Karten auch künftig von grosser Bedeutung sein werden.