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Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, das heisst eine schmerzhafte Harnausscheidung, bezeichnen Mediziner als Algurie. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort "algos" für Schmerz ab. Die Beschwerden können je nach Ursache eher zu Beginn des Wasserlassens oder am Ende der Harnentleerung auftreten.
Ursache für Brennen beim Wasserlassen sind Erkrankungen der ableitenden Harnwege, also der Harnleiter, Harnröhre und Harnblase. Vor allem junge Frauen, aber auch Schwangere, Frauen in den Wechseljahren und Menschen mit bestimmten Erkrankungen, wie Diabetes mellitus oder Steinleiden, sind anfälliger für eine Harnwegsinfektion.
Bei der sogenannten Dysurie ist die Harnentleerung erschwert und es tritt ein Brennen beim Wasserlassen auf. Häufig ist die Dysurie von einer Pollakisurie begleitet. Darunter verstehen Mediziner häufiges Wasserlassen von nur kleinen Mengen Urin. Ist die Harnentleerung derart erschwert und schmerzhaft, dass nur noch einzelne Tröpfchen abgegeben werden, spricht man von einer Strangurie. Häufig ist das Brennen beim Wasserlassen dann von Schmerzen über dem Schambein und Unterleibskrämpfen begleitet. Alle diese Symptome gehören wie die Algurie zu den sogenannten Miktionsbeschwerden (Beschwerden beim Wasserlassen).
Bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen ist es wichtig, die zugrunde liegenden Ursachen zu erkennen und zu behandeln. Dazu führt der Arzt einen Urintest durch. Manchmal sind weitere Untersuchungen, wie eine Blutuntersuchung oder bildgebende Verfahren wie Ultraschall (Sonographie), nötig, um die Ursachen der Beschwerden zu erkennen.
Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen können durch Schmerzmittel (Analgetika) und krampflösende Medikamente (Spasmolytika) gelindert werden. Damit die Beschwerden dauerhaft verschwinden, muss die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Bei Harnwegsinfekten, die häufig die Ursache von Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen sind, verschreibt der Arzt dazu Antibiotika. Sind Blasensteine die Ursache, entfernt der Arzt diese.
Für Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen gibt es verschiedene Ursachen, eine häufige Ursache ist eine Harnwegsinfektion, zum Beispiel eine Blasenentzündung (Zystitis) oder eine Harnröhrenentzündung (Urethritis). Frauen sind häufiger von einer Harnwegsinfektion betroffen, weil ihre Harnröhre kürzer ist und Bakterien so leichter in die Blase gelangen können. Auch sexuell übertragbare Krankheiten, wie die Gonorrhoe (Tripper), können die Ursachen einer Blasenentzündung sein und zu Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen führen. Die Erreger der meisten Harnweginfektionen sind Bakterien.
Für Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen können auch folgende Ursachen verantwortlich sein:
Manchmal steckt hinter Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen aber auch eine Reizblase oder gynäkologische Ursache wie eine Scheidenentzündung (Vaginitis, Kolpitis). Bei Männern kann eine akute Prostataentzündung (Prostatitis) zu Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen führen.
In sehr seltenen Fällen kann Brennen beim Wasserlassen durch Erkrankungen des Nervensystems oder psychische Ursachen entstehen.
Bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen ist eine ärztliche Diagnose wichtig. Erste Hinweise auf die mögliche Ursache für Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen kann bereits eine genaue Beschreibung der Beschwerden liefern, zum Beispiel ob das Brennen beziehungsweise die Schmerzen beim Wasserlassen eher zu Beginn oder am Ende der Harnentleerung auftreten. Manche Menschen leiden unter einer chronischen Harnwegsinfektion, die von alleine nicht verschwindet und mit speziellen Medikamenten behandelt werden muss.
Wichtigste Methode für die Diagnose-Stellung bei Brennen beim Wasserlassen ist eine Urinuntersuchung, mit deren Hilfe der Arzt mögliche Erreger wie Bakterien oder Pilze im Urin bestimmen kann. Vermutet der Arzt sexuell übertragbare Krankheiten als Ursache für die Schmerzen und das Brennen beim Wasserlassen, nimmt er zur Diagnose auch eine Blutprobe und einen Abstrich, aus dem eine Bakterienkultur angelegt wird.
Bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen können zur weiteren Diagnose eine Restharnbestimmung, eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege und Blase, eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) oder eine Röntgenuntersuchung mit vorherigem Verabreichen von Kontrastmittel sinnvoll sein. Wenn der Arzt Erkrankungen der Prostata vermutet, tastet er die Prostata über den Enddarm ab und bestimmt den Wert eines speziellen Eiweisses im Blut, des prostataspezifischen Antigens (PSA).
Bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen ist die Therapie abhängig von den entsprechenden Ursachen. Eine bakterielle Entzündung der Harnblase oder Harnröhre behandelt der Arzt mit Antibiotika (z.B. Amoxicillin, Cotrimoxazol). Um bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen die Therapie zu unterstützen, sollten Betroffene ausserdem reichlich trinken, um die Erreger schneller aus den Harnwegen auszuschwemmen.
Blasen- und Harnröhrensteine kann der Arzt häufig im Rahmen einer Endoskopie entfernen. Ab einer bestimmten Grösse zertrümmert er die Steine vorher mit Ultraschallsonden (extrakorporale Stosswellentherapie). In manchen Fällen kann auch eine Operation notwendig sein.
Sind die Schmerzen und das Brennen beim Wasserlassen Symptom einer anderen Grunderkrankung, ist die Therapie dieser Erkrankung erforderlich, zum Beispiel die Behandlung einer Krebserkrankung oder einer sexuell übertragbaren Krankheit.
Die Schmerzen und das Brennen beim Wasserlassen können neben der Therapie der Grunderkrankung durch Schmerzmittel (Analgetika) und krampflösende Medikamente (Spasmolytika) gelindert werden.