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Die Incoterms sind ein Regelwerk der ICC Paris. Sie definieren die Lieferbedingungen für den internationalen Warenhandel zwischen den Kaufparteien. Diese sind in 11 Trade Terms (Lieferklauseln) gegliedert. Die letzte Version, die Incoterms 2010, ICC-Publikation Nr. 715 sind seit dem 1.1.2011 in Kraft.
Zweck der Incoterms
Zweck der Incoterms ist es, international einheitliche Regeln zur Auslegung der hauptsächlich verwendeten Vertragsformeln in Aussenhandelsverträgen aufzustellen. Unsicherheiten, die durch die unterschiedliche Auslegung solcher Klauseln in den verschiedenen Ländern entstehen, werden dadurch vermieden oder zumindest erheblich eingeschränkt. Einheitliche Richtlinien verringern somit das Risiko rechtlicher Komplikationen sowie Missverständnisse, welche aus unterschiedlichen Handelspraktiken stammen.
Anwendung und Gültigkeit
Die Anwendung der Incoterms beschränkt sich auf die Lieferung einer beweglichen, physisch greifbaren Ware, deren Verkauf abgeschlossen ist. Die Incoterms sind nur gültig, wenn sie ausdrücklich vertraglich vereinbart wurden und im Kaufvertrag oder in Offerten, allgemeinen Ein- oder Verkaufsbedingungen, Bestellungen, Auftragbestätigungen usw. genannt oder in einer separaten Vereinbarung festgehalten sind. Formulierungsvorschlag: z.B. CPT Madrid gemäss Incoterms 2010.
Was wird geregelt - was nicht?
Die Incoterms sind immer als Bestandteil des Kaufvertrages zu interpretieren. Sie definieren Rechte und Pflichten des Verkäufers und Käufers bezüglich:
Die Incoterms regeln nicht:
Wichtigste Neuerungen in den Incoterms 2010 gegenüber den Incoterms 2000