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Hergestellt von Sony, Tokyo.
Ein Gerät mit einem „ganz anderen“ Design ist der Sony AIR-7, ein Flugfunk - tauglicher Empfänger, der im „Look“ eines Handsprechfunkgeräts daherkommt und 1985 erschienen ist.
Beim Sony AIR-7 handelt es sich um einen flugfunktauglichen Multibandempfänger, er deckt neben UKW und Lang- / Mittel- und Kurzwellen bis 2194 kHz den Flugfunkbereich von 108 - 136 MHz (in der später erschienenen Version AIR-8 bis 137 MHz) in Amplitudenmodulation und den VHF-Bereich 144 - 174 MHz in FM ab und kann als solcher als Vorläufer oder Sony - Interpretation eines Handscanners betrachtet werden.
Es wurde aufgrund der damals in Deutschland geltenden FTZ-Vorschriften in vier Frequenzvarianten vertrieben,
Von der Bauform her hat das Gerät das Aussehen und die Abmessungen eines Handsprechfunkgerätes, es misst 9 x 18 x 5 cm und bringt 500 g auf die Waage. Eine Gummiwendelantenne ist auf einer BNC-Buchse oben aufs Gerät aufgesetzt.
Das Gerät wird mit vier UM-3 Batterien oder mit einem center-negativen Netzteil mit der nötigen Betriebsspannung versorgt.
An der Geräteoberseite findet sich vorne links der als grüne Taste ausgeführte Hauptschalter, daneben der Lautstärke- und der Squelchregler, beide können durch Eindrücken versenkt werden. Mit dem Betriebsartenschalter werden die Modi AM (LW-KW), FM (UKW), AIR (für das Flugfunkband) und PSB (Public Service Band, für den VHF-Bereich, welcher auch das 2 m Amateurfunkband abdeckt) gewählt.
In einer hinteren Reihe finden sich neben dem BNC-Antennenanschluss je eine Klinkenbuchse für Kopfhörer und AM-Antenne.
Auf der Frontplatte findet sich oben das LCD-Display zur Frequenzanzeige mit Markierungen für die zehn Speicherplätze, unten links eine rote LED zur Tuning - Anzeige.
Das Tastenfeld darunter wirkt zunächst etwas unübersichtlich:
Die Taste DIRECT leitet die direkte Frequenzeingabe mit den Zifferntasten ein, die mit EXECUTE abgeschlossen wird, die gewünschte Station ertönt im Lautsprecher - oder ein „Try again“ weist auf Eingabefehler hin. Durch Drücken der ENTERtaste in der linken unteren Ecke und einer Zifferntaste wird die aktuelle Frequenz auf dem gewählten Speicherplatz abgelegt, durch erneuten Druck auf die Zifferntaste wird die gespeicherte Station wieder aufgerufen.
Die Tasten + / - (SCAN) werden zum manuellen Abstimmen ausgehend von der aktiven Frequenz benötigt, über einen manuell zu bedienenden Tuning-Knopf verfügt der AIR-7 nicht.
Durch längeren Druck auf die SCAN - Tasten (+ / -) wird ein automatischer Suchlauf aktiviert, durch erneuten Tastendruck stoppt das Scanning. Die Suchlaufschwelle wird mit der Einstellung des Squelch-Knopfs festgelegt.
Durch Tastendruck auf die Memory-Scan - Taste springt der Empfänger zum nächsten Speicherplatz, ein längerer Tastendruck lässt ihn automatisch alle eingespeicherten Frequenzen durchlaufen.
Der Empfänger kann auch im laufenden Betrieb einen Prioritätskanal automatisch abhören und verfügt über weitere Möglichkeiten, es fehlen Platz und Handbuch um hier alle Modi aufzuführen.
Der kleine Lautsprecher findet sich unten auf der Frontplatte, er ist mit AIR BAND beschriftet, so kann der AIR-7 schon auf Distanz vom ICF-PRO70 unterschieden werden.
Der Sony AIR-7 ist als Spezialempfänger für Flugfunk- /Flugzeugbegeisterte ein Nischenprodukt, welches aufgrund der Frequenzabdeckung in Deutschland wohl nur in geringen Stückzahlen verkauft wurde. Die Fertigungsqualität ist wie für die Sony-Geräte aus der damaligen Zeit typisch sehr gut und lässt es verschmerzen, dass moderne kleine Handscanner wesentlich mehr Speicherplätze bieten und ganz andere Frequenzbereiche abdecken. Um den Funkverkehr vom lokalen Flugplatz mitzuhören oder nur auf Reisen etwas UKW zu hören, ist der AIR-7 ein tolles Ding.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.