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Friday, 11.10.2013 we left this nice place and went back to Proserpine and followed road no. 1 to Mackay. Here we did some shopping and afterwards went all the way south. A car passed us and the women held an umbrella with a Swiss cross out of the window. We waived at them and some time later they stood at the roadside and we stopped. It turned out that they are two Swiss, Hansi and Jacky (www.vonunterwegs.ch) who leave in Thailand since 2012, but at present are travelling around Australia for one year, of which 6 months have already passed. We had a short chat and found out that they are leaving not too far away from Peter in Sattahip and Walter in Jomtien, more or less in the middle. At a nice spot in Flaggy Rock we stopped for the night. Very good weather. 264 km.
Saturday, 12.10.2013 again following road no. 1 we reached Rockhampton and had a walk through the town with it’s few old buildings. Since it was a Saturday the roads where quite deserted with many shops closed. Further on the road south we saw many roadsigns, warning from Koalas crossing the road. We didn’t believe that there are any, but nevertheless we kept watching the Eucalytus trees. At a roadside stop we had a look around the area and we where lucky: A nice small Koala was sitting in a tree, looking down to us and not moving away. We could take a few good pictures. Then we saw another Koala, but he climbed higher up the tree when we approached him. Later we reached Calliope near Gladstone where we stayed for the night. Very good weather. 331 km.
Monday, 14.10.2013 from Bundaberg we followed the Goodwood road south to Childers and then east on Bruce highway (no. 1) again to Howard. From here we took a smaller road to Hervey Bay. Here we stayed at a campground directly at the beach. Good weather. 147 km.
Tuesday, 15.10.2013 was whale watching day. We had booked a tour on a sailing catamaran and early morning we were picked up for the tour. We went to the yacht harbour and boarded the Shayla yacht. There were some 21 guests and a crew of 2. Out we went on the bay for about 2,5 hours and finally saw some whales from a distance. At lunchtime a nice buffet was offered. Later we sighted another whale and a babywhale playing. Further on we went towards the Fraser island coast and it was possible to have a swim. It was a full day’s 10 hours program! Very good weather.
Wednesday, 16.10.2013 an easy day with work for the homepage, checking Fidibus and going to the ferry terminal at River Heads to inquire about the ferry to Fraser Island tomorrow. Very good weather. 49 km.
Thursday, 17.10.2013 we proceeded to the ferry terminal at River Heads to catch the 10.15 h ferry to Wanggoolba Creek. About 15 cars where on the ferry. After 30 minutes we reached the Fraser Island and took the track towards the Central Station. After a few kilometres some of the cars had problems to get up a small hill on the sandy track, but all helped them and it was no major problem. Later the track got more rough at a location and some more cars got bogged. Fidibus made it all the way to the campground at the Central Station with no problems. After reaching we had a look around the place and had some food. Then we decided to try the track towards the Lake McKenzie, but at a sharp turn in really deep sand we got stuck. Shortly later some people arrived and pushed us out. We then decided to go back to the campground and try the Lake McKenzie tomorrow. At the campground we met some Swiss and Germans travelling with rental cars. Later we did a short walk along the creek. Since the whole Fraser Island is on Sand, also the small river is flowing on a sandbed. It is amazing to see the clear water flowing over the white sand. Also amazing is the fact that the forest with bushes and it’s partly huge Kauri (and other) trees are all growing on sand. Very good weather. 38 km.
Thursday, 24.10.2013 after a good night and an even better breakfast prepared by Marcel we left this lovely place and followed road no. 1 down south to Brisbane. Here we went to see the Meriton were we had stayed some two months ago when Fidibus arrived. We had ordered some parts from Holland for our camping chairs since they broke. Unfortunately nothing was there and so it was not really worth to come to Brisbane again. Nevertheless we had a walk through the centre of the city before we left again on road M3 to the south for a few kilometres just to reach a campground in the southern suburbs of Brisbane. Good weather, a small shower in the evening. 116 km.
Von Ro: Nach ein paar Tagen Auszeit auf einem schönen Campingplatz haben wir Morgen einen Termin bei IVECO. Um 09.00 Uhr liefern wir Fidibus ab, es müssen die Gummis bei den hinteren Blattfedern und die Dichtungen der hinteren Flügeltüren ersetzt werden.
In der Zwischenzeit laufen wir in die City und lümmeln in der Stadt rum. Wir machen einen Besuch bei der Swiss Bakery aber leider ist am Montag Ruhetag, so gibt es halt ein französisches Brot welches bestimmt genauso gut ist. Cairns kennen wir ja schon vom ersten Besuch her. Es ist Ausgangspunkt für das Great Barrier Reef, für Cape York, den Daintree NP und für viele Touristen Anfang oder Ende der Australienreise. Es hat auffallend viele Europäer da es einen Internationalen Flughafen hat.
Der Flughafen ist heute auch unser Ziel, Werner möchte mal wieder in die Luft und hier in Cairns bietet sich die Möglichkeit. Bei General Aviation kann er einen Flug mit Fluglehrer für den nächsten Morgen buchen. Peter, ein Pilot aus NZ, wird unser Copilot sein.
Als erstes ist am Morgen das Briefing angesagt, ich lass mir noch ein wenig frische Luft um die Nase wehen. Obwohl ich eine Tablette genommen habe, ist mir flau im Magen, es windet ziemlich stark und ich weiss nicht wie die Verhältnisse über dem Meer sein werden. Peter sagt, wie es Piloten immer sagen, kein Problem die schöne Aussicht werde mich ablenken.
Also heisst es einsteigen in die Cessna 172. Werner macht die Checks innen und aussen und Peter macht den Funk mit dem Tower. Ich setzte mich hinten rein und habe die K-tüte in Griff nähe.
Irgendwie scheint es mit einer Tablette nicht richtig zu funktionieren, ich bemerke schon auf dem Rollfeld, dass das kein guter Flug für mich werden wird. Das Flugzeug hebt ab und wir drehen Richtung Meer zu, es ist noch ziemlich dunstig aber das wird sich bald legen, natürlich windet es, mein Magen liebt es ausserordentlich wenn das Flugzeug immer wieder ein wenig absackt. Werner fliegt einen Bogen damit ich schön was sehe und so dauert es tatsächlich nicht lange und der Griff zur Tüte wird notwendig. Es gelingt mir aber doch noch ein paar Fotos zu schiessen und ab und zu ein Auge auf das Riff zu werfen. Die verschiedenen blau- und türkistöne des Meeres, super schön. Manchmal sieht man die violetten Korallen und sogar Rochen schwimmen, erstaunlich aus dieser Höhe. Ich freue mich schon auf die nächste Schnorcheltour. Der Flug geht der Küste von Port Douglas entlang, da wo wir vor ein paar Tagen durchgefahren sind.
Nach einer guten Stunde landen wir wieder in Cairns, bin ich froh, dass ich wieder festen Boden unter den Füssen habe. Die letzten paar Minuten über Land waren noch viel schlimmer als über dem Meer.
Werner erledigt den Papierkram und ich setze mich ins Auto wo ich erst mal eine Runde schlafe um mein Gleichgewicht wieder ins Lot zu bringen.
Als nächstes steht der Termin bei dem Pneugeschäft an. Wir fahren die Reifen extrem einseitig ab.
Wie wir vor der Garage stehen kommen zwei Walliser auf uns zu, sie haben das CH-Nummernschild gesehen und wollen sehen wer wohl so verrückt ist und mit dem eigenen Auto nach Australien kommt. Es schein, dass wir wieder zwei Homepageleser gewonnen haben. Auch der Chef der Garage hatte sich bereits eingeloggt und er meinte, er werde immer mal wieder sehen was wir machen.
Einen Besuch in einer Apotheke wo ich, man staune, Schüsslersalze kaufen kann, sie sind hier allerdings nicht nach den Nummern sondern nach Buchstaben sortiert aber ich finde die gewünschten Tabletten. Auch die Dr. Bach Rescue-Tropfen, Salbi und Pastillen kann man hier kaufen, damit habe ich nicht gerechnet, ist aber toll und Ines wird es freuen, so kann sie den Koffer mit anderen Sachen füllen. Hat uns doch ein Schweizer, Köbi aus Wald Kt. Appenzell, wir haben ihn und seine Familie auf dem Campingplatz kennengelernt, erzählt, dass man neuerdings auch Käse aus der Schweiz einführen darf. Man muss ihn einfach auf dem Einfuhrzettel angeben, wir freuen uns schon auf den Appenzellerkäse. Köbi und seine Frau Luzia leben schon seit 12 Jahren in Australien, sie betreiben ein Bed und Breakfast.
So vergeht die Zeit im Nu und wir sind immer noch in Cairns und werden die nächste Nacht nochmals hier verbringen.
Heute verlassen wir Cairns nun definitiv und fahren nochmals zu den Tablelands hoch, erstens haben wir immer noch ein Loch in der Frontscheibe das geflickt werden muss und zweitens möchten wir die Tablelands auch mal bei schönem Wetter erleben.
In Mareeba geht es gleich zur Scheibenreparaturwerkstatt, der Mann erkennt uns sofort wieder und leistet wieder gute Arbeit. Er erzählt, dass er in zwei Wochen nach Cape York fährt und für ihn ist ganz klar, er wird den Palm Creek passieren.
In Atherton machen wir einen Spaziergang durch das Städtchen. Bei der Touristeninfo erkundigen wir uns nach den Zeltplätzen am Lake Tinaroo. Da es ein NP ist muss man hier buchen. In Queensland muss man seit 2013 alle Zeltplätze in den NP vorbuchen, niemand ist wirklich glücklich mit diesem System und es wird schon wieder überlegt, ob man es wieder abschaffen soll.
Lake Tinaroo ist ein Stausee, das Ufer wurde als Erholungsgebiet gestaltet. Mehrere Zeltplätze mit Seeanstoss und Bootsrampen, so hat man halt den Lärm der Motorboote aber es ist auch unterhaltsam, denn die Boote werden vor allem für Wasserskifahren und Gummiringe ziehen benutzt. Die kleineren Kinder spielen stundenlang im und am Wasser. Am Abend hat es vor fast jedem Zelt ein Feuer und der Himmel zeigt ein wunderbares Wolkenspiel. Ab 20.00 Uhr kehrt langsam Ruhe ein auf dem Platz und so bleibt es bis die Vögel bei Tagesanbruch mit ihrem Gezwitscher und Gekrächzte den Tag einläuten.
Plötzlich verfinstert sich der Himmel, ein paar Regentropfen fallen, wir sitzen gemütlich unter der Sonnenstore und spielen Rummi. Plötzlich hört man ein Rauschen und es beginnt heftig zu winden. Wir haben gerade noch Zeit um die Sonnenstore rein zu rollen und die Stühle in die Fahrerkabine zu stellen und schon geht es los, aber wie. Es beginnt zu stürmen, die Nachbarn hängen an den Zeltstangen und versuchen zu retten was zu retten ist. Der Pavillon ist schon halb abgedeckt, die Kleider, die Badetücher, das Geschirr alles wird weggeblasen. Wir helfen ihnen und halten uns auch an den Zeltstangen fest. Runderhum ein Chaos, fast sämtliche Zeltplanen liegen am Boden, Zelte knicken ein, die Boote schwemmt es auf die Sandbank, Kinder weinen. Dann fängt es auch noch an zu regnen. Nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei und das grosse Aufräumen kann beginnen. Gut haben wir Fidibus, der steht mit allen vier Rädern fest auf dem Boden und wir können nun von drinnen das Geschehen beobachten.
Viele Leute schlafen lediglich in einem Moskitonetzzelt unter einer grossen Blache. Diese Blachen hat es fast samt und sonders weggeblasen. Bestimmt hat der Eine oder Andere heute Nacht einen nassen Schlafsack.
Unsere zwei Tage sind leider schon um und wir verlassen den Lake Tinaroo, es war schön hier.
Als erstes fahren wir nach Yungaburra, hier hatten wir schon mal auf den Platipus (Schnabeltier) gewartet, leider ohne Erfolg daher versuchen wir es heute nochmals. Wir warten ca. 15 – 20 Minuten und werden belohnt, er schwimmt von einem Ufer zum anderen. So ein Winzling.
Das war ein guter Abschied denn nun verlassen wir das Tableland und fahren wieder Richtung Meer, nach Innisfail wo wir übernachten.
Heute Morgen regnet es leicht, es ist schwül und warm. Wir haben noch zwei, drei Sachen an Fidibus zu erledigen bis wir weiterreisen können.
Von Innisfail geht es zur Mission Beach, hier machen wir uns mal wieder auf die Suche des Cassowary’s aber leider erfolglos. An der Beach treffen wir ein deutsches Paar welches den seltenen Vogel tatsächlich gesehen hat. So machen wir nochmals einen Rundgang durch das Cassowary-Gebiet, aber keiner der Vögel zeigt sich.
Tully und die ganze Umgebung hier, ist die Zuckerrohrhochburg, riesige Felder in allen Wachstumsstadien, von klein und ganz grün bis gross und braun ist alles zu sehen. Die Erntemaschinen, welche das Laub von den Stängeln trennen, die Rohre zerkleinern, füllen die geernteten Teile in kleine Zugswagons welche am Feldrand auf Schienen bereitstehen. Diese Wagons werden, wenn sie alle gefüllt sind, in die Zuckerfabrik gefahren. Die Schienen reichen bis in den Hof der Fabrik wo die kleinen Wagons gleich in ein Auffangbecken gekippt werden. Da es Samstag ist, ist eine Besichtigung einer Zuckerfabrik nicht möglich aber man sieht die rauchenden und dampfenden Schlote schon weitem auch liegt ein süsslicher Geruch in der Luft
Wir übernachten mal wieder auf einem Rastplatz, hier ist die Atmosphäre lockerer als auf dem Camping und die Leute sind immer für einen Schwatz bereit.
Einen Besuch in Cardwell, Ausgangspunkt zur Insel Hinchinbrook. Ein kleiner Ort der immer mal wieder von einem Zyclon heimgesucht wird, letztes Mal im 2011. Mittlerweile hat man alles wieder aufgebaut und das Dorf präsentiert sich mit neuen Häusern, Läden, Restaurants und einer schönen Uferpromenade. Auch die Touristinfo hat ein neues Gebäude und eine neue Ausstellung bekommen. Es lohnt sich rein zu schauen.
Einige Kilometer südlicher liegt Ingha, auch little Italy genannt. Offenbar haben sich hier viele Italiener niedergelassen. Im Infocentre treffen wir auch tatsächlich auf eine Angestellte italienischer Herkunft. Sie freut sich sehr als sie hört, dass wir Schweizer sind. Ihre Tochter habe mal im Spital in Baden gearbeitet, ja die Welt ist klein.
Wir machen einen Spaziergang durch ein angelegtes Feuchtgebiet, allerdings ist es im Moment eher trocken als feucht. Unter den Füssen knistert das verdorrte Gras und da wo eigentlich ein See sein sollte wächst Schilf. Auf einem kleinen Rest Wasser finden wir dann doch noch ein paar Wasservögel. Diese Anlage sollte man wohl eher im Frühling, nach der Regenzeit, besuchen, wenn die Flüsse und der See so richtig schön gefüllt sind und sich die Wasservögel im köstlichen Nass tummeln.
Ueber Nacht bleiben wir in Rollingstone, eigentlich sollte es Ananasstone heissen, denn es hat riesige Ananasfelder. Bei einem Bauer decken wir uns mit lokalen Früchten ein bevor wir uns auf dem Camp nieder lassen. Es ist wieder ein Platz der von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wird, mit WC, Wasser, Abfallentsorgung und einem Creek wo man baden kann. Es ist immer wieder interessant auf was für Leute man auf diesen Plätzen stösst. Unsere direkten Nachbarn sind ein paar junge Leute. Sie sind freundlich, machen ein Feuer und hören Musik. Manchmal etwas lauter dann wieder normale Lautstärke. Vis à vis, eine gross Familie, erst schauen sie im TV Football und kommentieren lauthals, danach geht die Post ab, Musik in unüberhörbarer Lautstärke, es muss auch noch mitgesungen werden und je später der Abend umso feuchtfröhliche wird es. Aber ab 22.00 Uhr kehrt Ruhe ein, das erstaunt uns immer wieder, gibt es doch niemanden der auf diesen Plätzen für Ruhe sorgt.
Heute fahren wir nach Townsville, die 5. grösste Stadt von Queensland. Auch hier viele renovierte Häuser aus der Pionierzeit. Traumhaft die Uferpromenade die von den Einheimischen als Vergnügungsmeile genutzt wird. Man sitzt unter den Bäumen, hält Picknick, fährt Velo, spaziert mit Kindern und Hunden oder lässt sich in einem der vielen Restaurants und Cafés nieder. Inmitten der Stadt hat es einen Hügel, den Castle Hill, von hier aus hat man eine wunderschöne Rundsicht auf das Meer, die vorgelagerten Inseln und das Inland. Ein Militärflugzeug zeigt, zur Freude von Werner, eine kleine Akrobatikshow.
Am Morgen haben wir kleine Aschestückchen, die durch die Fenster reingeblasen werden, auf dem Tisch, dem Auto überall. Laut Reiseführer werden nachts die abgeernteten Zuckerrohrfelder angezündet, die anfallende Asche wird als Burdekin Schnee bezeichnet.
Unsere Reise führt uns nach Airlie Beach, der Ausgangspunkt zu den Whitsunday Inseln, insgesamt 74 Inseln wovon nur 7 bewohnt sind, d.h. touristisch genutzt, werden. Hier werden wir morgen unsere zweite Schnorcheltour machen und die Whitehaven Beach besuchen.
Wir kaufen ein und dann geht es zum Campingplatz, heute ist waschen angesagt. Ich freue mich immer wieder über die Waschmaschinen.
Morgens um 08.45 Uhr müssen wir bereit sein für unseren Tagesausflug zu den Whitsunday Inseln. Ein Bus holt uns ab und bringt uns zur Bootsanlegestelle. Ui, die vielen Leute, in Cape Trib waren wir gerade mal 12 Personen und hier stehen 4 Schiffe bereit, Platz für ca. 100 Personen. Es werden zwei Touren angeboten, die eine mit einem Schnorchelstopp und eine mit deren zwei. Wir haben uns für die zwei Stopps entschieden.
Nach dem Papierkrieg, fassen des Anzuges und für Werner eine korrigierte Taucherbrille, geht die Fahrt los. Ja da geht die Post ab, der Name Ocean Rafting ist genau das was auch geboten wird. Wir düsen über die Wellen, bei rechtem Seegang, da bleibt niemand trocken und das Schiff schlägt auf dem Meer auf als wäre es aus Beton. Diese Tour ist sicher nichts für Leute die ein Rückenproblem haben. Spass macht es aber trotzdem. Erstaunt sind wir über die Inseln, wie gross die sind und über den Baumbewuchs. Nichts von sandigen, staubigen Inseln. Die Strände laden zum Baden ein sind aber meistens menschenleer. Unser erster Halt ist die Insel mit der Whitehaven Beach. Wow, da ist er dieser Strand mit dem schneeweissen Sand und dem türkisfarbenen Meer. Vom Aussichtspunkt aus sieht man wunderbar über den Strand, unglaublich die vielen verschieden türkistöne vom Meer. Wirklich traumhaft.
Unten am Strand liegt unser Schiff und erwartet uns zum Mittagessen, diverse Salate, kaltes Fleisch, Melonen und Brötchen. Danach haben wir noch Zeit um zu baden. Der Sand ist mikrofein und pudrig, das Wasser ist kühler als erwartet aber natürlich lasse ich mir ein Bad an diesem schönen Strand nicht entgehen. Für Werner reicht ein Wadenbad, Wassertemperaturen unter 25° reizen ihn nicht.
Wir raften weiter zum ersten Schnorchelstopp, unterwegs gibt es eine Passage mit dem Namen „Gods-Washingmashine“ hat. Da fräsen wir durch und werden so richtig durchgeschüttelt und nass gespritzt.
Nun ist es an der Zeit sich für das Schnorcheln anzuziehen, Anzug, Maske, Schnorchel, Flossen, Schwimmhilfe, Kamera, wir haben extra eine Unterwasserkamera gekauft, und rein ins Wasser. Die Crew füttert noch schnell die Fische damit wenigstens ein paar der farbigen Fische erscheinen. Ja, ohne Futter wäre da vermutlich nicht viel los, das Wasser ist trüb, das Unterwasserleben eher bescheiden, nichts von der Vielfalt im Cape Trib. Ein paar grössere Fische machen uns die Aufwartung, einer davon ist der grün, gelblich blaue mit dem traurigen Gesicht, leider habe ich ihn nicht auf dem Bild. Plötzlich schwimme ich in einem Schwarm Zebrafische, ich könnte sie anfassen auch so bläulich, gelbe Fischschwärme kreisen um mich herum. Da das Meer ziemlich unruhig ist, vertrage ich heute das Schnorcheln gar nicht, mein Magen rebelliert mal wieder, so gehe ich aufs Schiff. Wie ich am Schiffsrand bin kommen zwei grosse, schwarze Fische daher geschwommen und warten wohl auf Futter. Für uns ist das Schnorcheln hier eine Enttäuschung, klar darf man nicht die- selben Bedingungen erwarten wie am Riff aber es ist doch ziemlich mager was man hier sieht.
Beim zweiten Schnorchelstopp ist die Ausbeute noch schlechter. Da mein Magen nicht besser geworden ist gehe ich bald wieder an Board. Die angesagten Schildkröten hat niemand gesehen.
Die Fahrt zurück nach Airlie Beach ist etwas ruhiger aber immer noch fetzig, vor der Anlegestelle wird nochmals so richtig schön Slalom gefahren. Diese Fahrweise scheint meinem Magen besser zu gefallen als das sanfte Schaukeln.
Obwohl das Schnorcheln nicht den Erwartungen entsprochen hat war es ein toller Ausflug.
Der Busfahrer, der uns zum Camping bringt heitert uns nochmals so richtig auf und wir wären gerne noch etwas weiter gefahren.
Nach einem ruhigen Morgen nehmen wir dem Bus bis ausserhalb des Dorfes und laufen auf der Strandpromenade zurück bis ins Zentrum. Ein schön angelegter Weg durch den Park, an Ferienwohnungen mit Meerblick vorbei. Einzelne Wohnungen haben direkten Zugang zum Hafen. Wunderschöne Boote liegen vor Anker.
Im Zentrum ist Apérotime, die Gäste sind von den Tagestouren zurück und sitzen nun beim Bier und lauter Musik. Auch wir geniessen ein Bier allerdings an einem ruhigeren Ort, neben uns ein Tisch mit Einheimischen, schon etwas älteren Kapitänen die bei einem Glas, der Farbe nach Rumcola, fachsimpeln.
Für das Nachtessen ist es noch zu früh so fahren wir mit dem Bus wieder zurück zum Zeltplatz.
Das war für uns Airlie Beach, wir verlassen den Ort Richtung Süden. Mackay umfahren wir und nach ca. 300 km machen wir Halt in Flaggy Rock wo wir in einem kleinen Dorf übernachten. Unterwegs überholt uns ein Wohnwagengespann, die Frau hält, zu unserer Verwunderung, einen roten Knirps mit Schweizerkreuz aus dem Fenster. Wir wissen nicht sind es Australier die schon mal in der Schweiz waren oder sind es Schweizer die in Australien leben. Ein paar Kilometer weiter vorne steht das Gespann so halten wir, neugierig wie wir sind, auch. Es sind Schweizer, Jacky und Hansi, dem Dialekt nach aus Basel, die in Thailand wohnen aber jetzt für ein Jahr hier in Australien unterwegs sind. Ja wenn man mit einer CH-Autonummer unterwegs ist fällt man halt auf.
Von Flaggy Rock bis Rockhampton sind es noch. ca. 200 km, teilweise ist es Koala Gebiet. Wir stoppen um Ausschau nach den herzigen Tieren zu halten. Es benötigt einen weiteren Stopp um diese herzigen Tiere sehen zu können. Ein kleiner Koala sitzt lässig in einer Astgabel und schaut auf uns Touristen nieder. Wenn wir uns bewegen schaut er uns nach bleibt aber in seiner Astgabel sitzen. Natürlich fotografieren wir ihn von allen Seiten und er ist ein super Fotomodell, er schaut immer schön in die Kamera. Ein paar Bäume weiter sehen wir noch ein weiteres Exemplar, etwas grösser als der Erste. Wie ich mich dem Baum, auf dem er sitzt, nähere, klettert er hoch in die Baumkrone und ist nicht mehr zu sehen. Koalas sind Einzelgänger daher muss man sie wirklich suchen, sie sitzen schön getarnt in den Astgabeln oder in den Baumkronen.
Nach dem Mittagessen und einen Rundgang durch die Fussgängerzone und dem Fluss entlang geht es bereits wieder auf den Bruce Highway zurück. Unser Tagesziel heute ist der Zeltplatz Calliope. Es ist ein Gratisplatz der sehr gut besucht ist. Kaum ist der Motor abgestellt werden wir schon in ein Gespräch verwickelt und die erste Stunde ist bereits um. Diese Nachbarn waren letzte Nacht auf einem Camping am Meer, in Yeppoon nördlich von Rockhampton, dort muss es tausende von Sandflöhen gehabt haben, die Zwei sind dermassen verstochen wie ich es noch nie gesehen habe. Ich gebe ihnen eine Tube Aloa Vera Gel, der kühlt und soll gut gegen Stiche sein.
Bundaberg, ein bekannter Name für Rum-Trinker, liegt nicht gerade an unserem Weg, da wir aber schon wieder längere Zeit auf dem Bruce Highway unterwegs sind, ist eine Abwechslung nicht schlecht auch möchten wir die Distillerie besuchen obwohl wir keine Rumtrinker sind. Leider ist die letzte Führung schon um 14.00 Uhr so bleibt uns nur noch die Tour die mittels Bilder, Anzeigetafeln und Filmen das Entstehen von Rum zeigt. Ist auch interessant, nun wissen wir warum hier so viel Zuckerrohr angebaut wird ist das ja die Grundsubstanz für den Rum.
Nach der Tour möchten wir die Schildkrötenstation besuchen, die öffnet aber erst ab November, wenn die Schildkröten kommen um ihre Eier am Strand abzulegen. Da zu spät und dort zu früh.
Unterwegs machen wir einen Spaziergang durch den Regenwald aber Regen wäre hier dringend nötig, es ist alles „furztrocken“ die Pflanzen lassen die Blätter hängen, die Erde hat Spalten und man sieht, dass es hier schon länger keinen Regen mehr gegeben hat. Die Hoffnungen liegen auf der nächsten Regenzeit die ja schon bald kommt. Für die Felder an denen wir vorbei fahren, vor allem Zuckerrohr und Gemüse, scheint es aber genügend Wasser zu geben.
Bis nach Hervey Bay kommen wir heute nicht mehr so bleiben wir in Bundaberg.
Durch eine sehr grüne und landwirtschaftlich stark genutzte Gegend, wir sehen riesen grosse Tomatenfelder (bis da alle Tomaten gepflückt sind), kommen wir nach Hervey Bay. Die bekannte Fraser Island ist hier vorgelagert und ein grosses Touristenmagnet.
Ein Campingplatz direkt an der Beach, hier windet es wunderbar, hat noch genügend freie Plätze, so lassen wir uns für die nächsten Tage hier nieder.
Für Morgen buchen wir eine Walbeobachtungstour. Zwischen August und anfangs November tummeln sich die Buckelwale nördlich von Hervey Bay und Fraser Island. Wie man uns sagte, sollen die männlichen Tiere auf Brautschau sein, wir sind gespannt. Fidibus bleibt auf dem Campingplatz mit Meerblick.
08.25 Uhr ist Treffpunkt an der Busstation vor dem Campingplatz, hier werden wir abgeholt und zum Hafen gebracht. Shayla, unser Schiff ist ein Katamaran und bietet höchstens 30 Personen Platz, wir sind allerdings lediglich 21 Passagiere somit gibt es genügend Platz für jeden.
Nach der Vorführung der Schwimmweste und noch anderen Sicherheitsvorkehrungsbestimmungen geht die Fahrt los. Das Wetter ist gut, nur wenig Wind, über der Fraser Insel allerdings starke Bewölkung. Der Kapitän teilt uns mit, dass die Wale im Moment nicht so zahlreich sind und eher träge. Das stürmische Wetter der letzten Tage soll ihnen etwas zugesetzt haben. Wird wohl nichts mit Brautschau. Wir tuckern gemütlich aus dem Hafen auf das offene Meer. Die Fahrt, bis zu dem Ort wo man Wale sehen kann, dauert ca. 3 – 4 Stunden. So werden wir zuerst mit Kaffee, Tee und Kuchen bewirtet. Die Fahrt ist gemütlich, der Schiffsbegleiter geht mit dem Feldstecher auf das Dach des Schiffes und hält nach den grossen Tieren Ausschau. Auch die Passagiere suchen den Horizont ab und plötzlich heisst es, Richtung 11.00 oder 01.00 Uhr usw. tummeln sich Wale, als erstes sieht man immer die Wasserfontänen. Das Schiff nimmt sofort Kurs in Richtung des Geschehens, Fotoapparate klicken und Ahs und Ohs machen die Runde. Die Wale machen sich allerdings nichts aus uns und tauchen ab um in ein paar Minuten später weiter draussen wieder aufzutauchen. So fahren wir kreuz und quer hinter den Kolossen her. Wir sehen eine Mutter mit ihrem Jungtier, sie liegt ruhig im Wasser während das Kalb auf und unter taucht. Hier können wir etwas näher ran fahren und sind erstaunt, wie träge die Mutter im Wasser liegt und sich kaum bewegt.
Nach dem Mittagessen geht die Suche weiter, wir sehen immer wieder Tiere die auf und abtauchen. Leider macht Keines anstände sich unserem Schiff zu nähern oder sich so richtig aus dem Wasser zu werfen. Es macht wirklich den Eindruck, dass sie müde sind.
Auf der Heimfahrt werden die Segel gesetzt damit wir etwas schneller vorwärts kommen. Wale sehen wir nun keine mehr. Nach über 8 Stunden kommen wir wieder im Hafen an, nun sind auch wir müde aber zufrieden, dass wir diese gewaltigen Tiere sehen konnten auch wenn sie nicht so stürmisch waren.
Wir bleiben nochmals einen Tag in Hervey Bay, fahren zum Hafen und erkundigen uns über die Abfahrtszeiten der Fähre zur Fraser Island, wir buchen für morgen Vormittag.
Um 09.30 Uhr stehen wir in River Heads, erledigen den Papierkram, das Fährticket, die Bewilligung für Fraser Island und die Campingplätze, auch die muss man vorreservieren. So langsam füllt sich die Anlegestelle und um 10.00 Uhr heisst es los fahren. Die Fähre ist voll beladen mit ca. 15 Autos.
Die Insel ist die grösste Sandinsel der Welt, ca. 123 km lang und ca. 15 km breit. Früher bewohnt von den Aborigines, als man den Forstwirtschaftlichen Nutzen der Insel erkannte, hat man die Einheimischen vertrieben. Heute ist die Insel ein NP und wird touristisch genutzt. Da es keine Teerstrassen, lediglich Sandtracks gibt, ist es ein Eldorado für 4WD Fahrer geworden. Vor allem auch die Ostküste, wo man bei Ebbe auf dem Sandstrand fahren kann. In der Mitte der Insel hat es einen Streifen mit Regenwald und diversen Seen.
Auf der Fähre unterhalte ich mich mit einer jungen Frau aus Deutschland, sie erzählt mir, dass es immer wieder Autos gibt die an der Ostküste „absaufen“. Beachtet man den Gezeitenkalender nicht genau, wird man von der Flut überrascht und dann kann man das Auto verschrotten. Uns hat man auch gewarnt vor den sehr, sehr sandigen Tracks. Ich bin ja gespannt was da auf uns zukommt.
Jeder lässt als erstes Luft aus den Reifen, denn wenn die Fähre ankommt will man der erste sein der auf die Piste kann. Erfahrungsgemäss bleiben immer wieder Autos im Sand stecken was für die nachkommenden Autos heisst, anhalten und schieben oder abschleppen. So ist es denn auch, wir sind erst ein paar hundert Meter gefahren und schon stecken wir fest. Ein Mann delegiert alle Autos 100 Meter zurück damit der vorderste Wagen Anlauf holen kann. Also fahren alle zurück und warten bis es weiter geht. Hinter uns stehen die Araber, sie steigen aus und wollen behilflich sein. Aber es geht ohne schieben weiter. Werner und Fidibus meistern die erste kritische Passage sehr gut, ich laufe neben her und mache Fotos. Schon kommt die nächste kritische Stelle. Hier muss ein Auto abgeschleppt werden.
In Centralstation fahren wir zuerst zum Campingplatz wo wir heute Nacht bleiben werden. Der Platz ist eingezäunt und die Einfahrt mit einem elektrischen Draht gesichert. Das ist eine Sicherheitsmassnahme der Dingos wegen. Dingos sind wilde Hunde die offenbar sehr aggressiv werden können. Es wird überall gewarnt, man soll sie nicht füttern und kleine Kinder nie unbeaufsichtigt lassen auch soll man nie alleine spazieren gehen oder nur mit einem Stock bewaffnet.
Nach der Besichtigung des Campings machen wir uns auf in Richtung Lake McKenzie. Wir kommen allerdings nicht weit, der Track ist sehr sandig, ca. 30 cm tief, und wir sollten hier nach links abbiegen und den Hügel hochfahren. Anlauf können wir nicht holen und so stehen wir bald im tiefen Sand. Hilfe kommt sofort, ein Busfahrer schaut sich die Sache an, lässt noch mehr Luft aus den Reifen und dann ruft er den jungen Leuten, die er im Bus hat, etwa 15 junge Männer und Frauen. Er erklärt ihnen, Sand schaufeln, allerdings von Hand, denn Schaufeln haben sie ja nicht. Danach setzt sich Werner ins Auto, Rückwärtsgang rein und 15 Leute schieben. Problemlos hat sich Fidibus aus der Misere befreit und steht jetzt wieder auf festerem Grund. Die Leute verabschieden sich und fahren mit ihrem Bus weiter. Interessant war noch, dass einer der Männer mal bei ABB in Baden gearbeitet hatte.
Wir fahren zurück zum Camping, denn wir würden es nicht bis zum See schaffen und dauernd auf Hilfe angewiesen sein wollen wir nicht.
Auf dem Camping treffen wir wieder interessante Leute, Deutsche und auch ein Paar aus der Schweiz. Gesprächsstoff gibt es ja genügend bei diesen Strassenverhältnissen. Man teilt Erfahrungen aus und es gibt kaum jemanden der nicht mindestens einmal im Sand stecken geblieben ist. Mit einem Mann aus Deutschland haben wir eine längere Unterhaltung, er macht Reisefilme, auch fürs Fernsehen, und ist daher auch an unserer Reise und auch an australischen Allradstrecken interessiert.
Gestern haben wir einen ausgeschilderten Wanderweg zum Lake McKenzie gesehen, da wir mit dem Auto nicht zu diesem See fahren können möchten wir gerne zu Fuss hin. Am Morgen um 7.30 Uhr sind wir schon unterwegs. Es ist eine Wanderung durch den Regenwald, wir haben doch schon so viele Regenwälder gesehen aber dieser hier auf der Fraser Island ist einer der schöneren. Da man hier die Natur walten lässt, ist ein Durcheinander von gefallenen Bäumen, die bereits am vermodern sind und zugleich wieder Nahrung und Boden für neue Pflanzen bieten. Riesige Kauribäume, die nur hier wachsenden Satanay dann wieder eine Gruppe Eukalyptus mit ihren weiss-grauen, fast schnurgeraden Stämmen, Palmen in allen Grössen. Die Bäume sind auffallend gross und hoch und es ist sehr eindrücklich wenn so ein Gigant, Moosbewachsen, am Boden liegt und vor sich hin modert.
Zurück auf dem Camp, der mittlerweile fast leer ist, machen wir uns bereit zur Weiterfahrt. Wir versuchen eine andere Strecke die uns auch ans Meer bringen soll. Mal sehen was uns erwartet. Anfänglich ist der Track gar nicht sandig und die Spur festgefahren. Ein wenig holprig über die Wurzeln aber das ist für uns kein Problem. Aber bald kommen die sandigen Stellen auch hier, anfänglich noch gut zu bewältigen aber es wird immer schlimmer, unsere Bodenfreiheit reicht bald nicht mehr. Auch blockieren zwei Autos, die sich eingebuddelt haben, die Strasse. Was sollen wir machen. Da kommt ein Auto aus der Richtung wo wir hergekommen sind und wir können die Frau, eine Tourbegleiterin, fragen wie der Track weiter vorne sein wird. Sie sagt, dass es eine lange Strecke so sandig bleibe. Wir haben gerade mal 5 km von den 29 zu fahrenden gemacht und entscheiden, dass wir wieder umkehren. Tiefer Sand ist nichts für Fidibus. Wir schaffen es gerade noch wieder aus dem tiefen Sand raus zu kommen und sind nach 1 ½ Stunden (für 10 km) wieder zurück auf dem Zeltplatz.
Das war unser letzter Versuch, am Morgen auf dem Spaziergang sahen wir, an der Stelle wo wir gestern stecken geblieben sind, wie wieder ein Camper geschoben werden musste. Der nachfolgende Bus wurde dadurch auch zum Halten gezwungen und blieb auch stecken. Die Passagiere versuchten zu schieben aber erfolglos, ein anderes Auto schleppte den Bus rückwärts aus der misslichen Lage. Ein erneuter Versuch und nur mit allerletzter Kraft schaffte er es doch noch den kleinen Hang hoch zufahren. Die Passagiere mussten laufen.
Wir werden morgen Vormittag zur Fähre zurück fahren und werden den Südeingang auf die Insel nehmen, da können wir auf dem Strand fahren und müssen die Insel nicht queren.
Den Nachmittag verbringen wir gemütlich auf dem schönen Zeltplatz, wir bekommen immer mal wieder Besuch, eine Krähe, eine Taube und ein lachender Hans machen uns die Aufwartung. Ansonsten ist es heute sehr ruhig, kaum Touristen.
Morgens um 06.15 Uhr ist Tagwacht, nach der Morgentoilette packen wir unsere Sachen. Die Fahrt zur Fähre ist ziemlich ausgefahren und bucklig, die vielen Autos und vor allem die Tourbusse hinterlassen ihre Spuren. Um 07.15 Uhr sind wir bereits an der Anlegestelle, kein anderes Auto bis auf das der Rangerin, Werner wechselt ein paar Worte mit ihr und erklärt ihr, dass wir einer unserer wunderschönen Holzkeile, die Max extra für uns gemacht hat, auf dem Zeltplatz vergessen haben. Werner zeigt ihr das zweite Exemplar damit sie weiss nach was gesucht werden muss, sie ruft sofort den zuständigen Ranger an und sagt, dass wir den Keil heute Abend in Eurong bei der Rangerstation abholen können. Wir sind erleichtert.
Nach ein paar Minuten kommt ein weiteres Auto mit zwei Herren, eine längere Unterhaltung vertreibt uns allen die Zeit. Die Fähre kommt, voll beladen mit Abenteurer. Zurück auf’s Festland fahren lediglich wir und die Australier und drei Passagiere.
Nach der Ueberfahrt gilt es erst mal eine Tankstelle zu finden, wir müssen die Reifen wieder auf Teerstrassendruck aufpumpen. Danach geht es weiter über Maryborough über die Cooloola Road, hier fahren wir zig-km durch aufgeforstete Wälder, nach Rainbow Beach und von dort aus zum Inskip Point von wo aus die Fähre übersetzt. In Rainbow Beach muss man die Billetts für die Fähre und die Zeltplatzübernachtungen kaufen.
In einem Campingshop suchen wir nach einem neuen Kompressor, unserer lässt mehr Luft raus als er reinpumpt. Obwohl es ein teures Modell ist, haben die Chinesen wohl etwas falsch angeschlossen…
Nun sind wir ausgerüstet, die Fahrt zum Inskip Point geht über eine Landzunge, links und rechts ein Zeltplatz am anderen. Die Leute lieben die Beach obwohl man nicht baden kann, Quallen und Haie vergällen einem dieses Vergnügen. Nach den Zeltplätzen endet die Teerstrasse und es wird extrem sandig, ein Platz wo viele Leute bereits das erste Mal abgeschleppt werden müssen. Fidibus schafft es, wir haben natürlich auch schon die Luft auf Sandniveau aus den Reifen gelassen.
Die Fährverbindung hier ist viel kürzer nur ca.10 Minuten, und es gibt auch keinen wirklichen Fahrplan, die Fähren fahren wenn sie voll sind, ab 06.30 bis 17.30 Uhr.
Auf der Fähre wird mir bereits ein Bier angeboten das ich natürlich ablehne, es ist noch zu früh für mich, ich entlehne einem älteren Herrn den Flaschenöffner damit er und sein Freund das gekühlte Bier auch trinken können. Bei einer Unterhaltung erfahren wir, dass er Besitzer eines Ferienhauses auf der Insel ist und wir bekommen auch gleich eine Einladung. Ich wusste nicht, dass man auf Fraser Island ein Ferienhaus besitzen kann, ist es doch ein NP.
Was man auf der Ostseite der Insel sehr gut im Auge behalten muss, sind die Gezeiten, fährt man doch am Strand. Bei unserer Ankunft auf der Insel ist es zwischen Ebbe und Flut, d.h. drei Stunden nach Ebbe und drei Stunden vor Flut. Also ideale Verhältnisse aber wir dürfen nicht mehr trödeln, denn man sollte lediglich bis zwei Stunden vor Flut fahren. Also ab die Post, ist ein tolles Erlebnis, rechts das brodelnde Meer und links die bewachsenen Dünen. Die Fahrbahn ist schön breit und hart. Unterwegs sehen wir zwei tote Riesenschildkröten. Das macht uns traurig, haben wir doch seit Malaysia ein anderes Verhältnis zu diesen Tieren.
Heute Morgen erhalten wir einen Anruf der Rangerin, unser Keil liegt abholbereit bei der Touristinfo. Wow, wir sind so froh, wir holen ihn und fahren danach zum Parkplatz des Wabby Lake. Es ist etwa eine Stunde nach Flut aber die Fahrbahn wird hier selten überflutet so ist es kein Problem diese drei km zu fahren. Hier wird erst gefrühstückt bevor wir uns zur Wanderung aufmachen.
Der Wabby Lake ist ein Süsswassersee in den Dünen, zwei Drittel mit Regenwald und einem Drittel mit Sanddünen umgeben. Ein spezieller Anblick, die Sanddüne ist steil abfallend und soll den See immer kleiner aber tiefer werden lassen.
Viele Touristen kommen hierher, um zu baden. Auf dem Rückweg begegnen uns Busladungen von Touristen die genau das machen. Wenigstens müssen sie die Stunde zum See hoch laufen bevor sie ins kühle Nass springen können.
Zurück im Auto, fahren wir der Insel entlang, mittlerweile ist es schon fast Ebbe und es herrschen gute Bedingungen und ein reger Verkehr. Wir sind kaum ein paar Km gefahren sehen wir zwei Flugzeuge am Strand. Ein Tourbus entlässt ein paar Touristen für einen Rundflug. Das müssen wir gesehen haben. Die zwei Flugzeuge starten ohne Probleme auf dem harten Sand und sind nach ca. 15 Minuten wieder zurück. Ein Flug kostet 300.-$ und kann durch die Anzahl Passagiere geteilt werden.
Wir fahren hoch bis Yidney Rocks, hier hat es Felsen die aus dem Wasser ragen. Also Vorsicht ist geboten oder man kann die Umfahrung benutzten, die leider in einem eher schlechten Zustand ist.
Happy Valley, dann
Eli Creek und danach das Schiffswrack. Hier halten wir, dieses Schiff,
die Maheno war mal ein stolzes Luxuspassagierschiff, das zwischen
Neuseeland und Australien gute Dienste leistete. Während des ersten
Weltkrieges wurde es zu einem Spital umfunktioniert und wurde in Europa
und später auch in Afrika stationiert. Viele Kriegsverletzte wurden hier
gepflegt. In die Jahre gekommen hat man den „Kohlefresser“
ausgemustert. Niemand wollte dieses alte Schiff haben, ausser einem
Japaner, er wollte das Schiff nach Japan schleppen und abwracken.
Unterwegs rissen die Schleppseile und das Schiff strandete hier auf der
Insel und seither rostet es an der Küste vor sich hin und ist Schauplatz
für die Touristen. Eigentlich erstaunlich, dass bei diesem Salzwasser
überhaupt noch etwas übrig geblieben ist.
Auf dem Rückweg zum Camping kommt uns ein Auto entgegen das Lichtzeichen macht und plötzlich sehen wir den CH-Knirps, Jacky und Hansi. Das gibt ein freudiges Wiedersehen, sofort werden die Autos parkiert und es wird erzählt. Sie sind für zwei Tage hier auf der Insel, wohnen im Hotel, da Caravans natürlich nicht erlaubt sind auf der Insel.
Den Rest des Nachmittags verbringen wir auf dem Zeltplatz, eigentlich wollten Jacky und Hansi noch für ein Bier vorbeikommen aber vermutlich hatte es zeitlich nicht mehr gereicht, denn sie waren ja erst auf dem Weg nach Norden als wir sie getroffen hatten.
Das ist unser letzter Abend auf der Insel, wir spazieren nochmals den Strand entlang, erstaunlich wie viele tote Quallen in allen Grössen und Farben angeschwemmt werden.
Am Vormittag ist Flut, sodass wir bis zum Mittag warten bis wir Richtung Festland fahren können. Jacky und Hansi haben uns doch noch gefunden, ein Bier gibt es noch nicht am Vormittag aber quaseln können wir auch ohne. So haben wir doch noch ein, zwei vergnügliche Stunden zusammen und hoffen schon auf ein Wiedersehen in Brisbane.
Um 14.00 Uhr verlassen wir unseren schönen Zeltplatz um an den Fähreanlegeplatz zu fahren. Ebbe ist um 15.23 Uhr somit haben wir eine schöne Autobahn vor uns mit wenig Verkehr.
Zurück in Rainbow Beach suchen wir erst die Autowaschanlage auf, es gibt hier ein Spezialmodell mit Unterbodenwäsche. Man fährt auf einen Gitterrost dann spritzt es aus vielen, beweglichen Düsen ein paar Minuten lang Wasser auf den Unterboden. Sand und Salzwasser werden so gut abgespült. Nach der normalen Wäsche gibt es noch einen Entrostergang, dass das Auto keine Konkurrenz zu dem Schiffswrack auf der Insel wird.
Die Nacht verbringen wir in Tin Can Bay auf dem Top Tourist Zeltplatz, nach Fidibus sind nun wir dran mit einer Ganzkörperwäsche, leider gibt es bei uns kein Entrostungsprogramm……
Wie die Chefin unser Auto sieht, kommt sie aus dem Büro geschossen und macht gleich ein paar Fotos und informiert sich über unsere Reise. Am nächsten Tag hat sie bereits einen Facebook-Eintrag gemacht und auf unsere Homepage verwiesen.
Tin Can Bay liegt am Rande des Cooloona NP, wir sind aber vor allem der Delphine wegen hier her gekommen. Im Reiseführer wird das erwähnt, allerdings haben sie verschwiegen, dass die Delphine nur kommen weil man sie regelmässig um 08.00 Uhr füttert. Wir laufen vom Zeltplatz, schön durch einen Park und der Küste entlang, zum Hafen wo man die Delphine sehen und füttern kann. Es haben heute nur zwei Tiere Hunger aber es macht Spass ihnen vor der Fütterung zuzuschauen wie sie rumalbern und spielen. Wir sind überrascht wie viele Leute diesem Schauspiel beiwohnen wollen, nicht nur Familien mit Kindern nein auch viele ältere Leute (wie wir). Für 5$ kann man ein Fischlein kaufen und ihn einem der Delphine füttern. Es wird nur so viel gefüttert, dass die Tiere nicht abhängig werden und den grössten Teil ihres Futters selber fangen müssen. Neben den Delphinen hat es auch noch andere Profiteure, die Kormorane, pfeilschnell schiessen sie auf den zur Fütterung bereiten Fisch zu, und schnappen ihn dem Delphin vor dem offenen Maul weg. Der Delphin lässt sich das nicht gefallen und vertreibt die Vögel aber leider nur für kurze Zeit schon sind sie wieder auf der Lauer. Ein tolles Schauspiel.
Zurück auf dem Zeltplatz bieten uns die Vögel vom Platz gute Unterhaltung.
Nachdem Fidibus wieder geputzt und der Wassertank gefüllt ist, geht es weiter, nicht dem Bruce Highway entlang sondern über Land. Nach Gimpy zweigt eine Touristenroute ab und führt über Hügel und Farmland bis nach Maleny. Kenilworth, ein properes Städtchen, hat eine Käserei. Man kann degustieren, ein Käse schmeckt fast genauso wie unser Glarnerzieger nur ist er nicht grün. Den kaufen wir und wir freuen uns schon auf die speziellen Chäshörnli. Ein Glacé muss auch noch sein und Weisses-Schoggimouss mit Kirschen nehmen wir mit. Mehr Platz ist nicht in unserem Kühlschrank, wir haben heute Morgen schon gross eingekauft.
Maleny scheint ein
aufstrebender Ort zu sein, wunderschöne Häuser mit Aussicht auf das
Meer und die Glass House Mountain, viele neue Geschäfte, schicke Café‘s
und Restaurants. Die Leute arbeiten unten an der Küste und wohnen hier
oben wo es angenehm kühl ist.