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Grünbuch
Über die Bewirtschaftung von Bioabfall in der Europäischen Union
In diesem Dokument werden Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Bioabfallbewirtschaftung geprüft. Es werden wichtige Hintergrundinformationen über derzeitige politische Massnahmen im Bereich der Bioabfallbewirtschaftung und neue Forschungsergebnisse zusammengefasst. Das Grünbuch soll eine Debatte über künftige politische Massnahmen
vorbereiten, indem herausgearbeitet wird, wie die Bioabfallbewirtschaftung verbessert werden kann.
- Jahr: 2008
- Seitenzahl: 22
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Als mögliche Bewirtschaftungsverfahren kommen folgende Varianten in Frage: a) Abfallvermeidung an der Quelle, b) anaerobe Vergärung, c) aerobe Kompostierung, d) Verbrennung, e) Lagerung auf Deponien. Die letzte Variante ist am wenigsten wünschenswert, weil sie weder einer stofflichen noch einer energetischen Verwertung der Abfälle dient. Welche Bewirtschaftungsvariante sich am besten eignet, hängt stark von den örtlichen Bedingungen wie Bevölkerungsdichte, Infrastruktur, Klima und von den Märkten der Erzeugnissen ab. Eine Begrenzung der Ablagerung von Abfällen auf Deponien ist sinnvoll, weshalb eine Massnahme in diesem Bereich geprüft werden soll. Um mehr Bioabfall der stofflichen und energetischen Verwertung zuzuführen, sollen organisierte getrennte Sammelsysteme gefördert werden. Dies würde Investitionen in Biogas- und Kompostierungsanlagen fördern.
Als Vorteil von internationalen politischen Massnahmen zur Bioabfallbewirtschaftung wird genannt, dass nationale Ziele womöglich zu tief angesetzt würden. Ein gemeinsames Ziel für das Bioabfall-Recycling der EU Staaten ist aufgrund der bestehenden Unterschiede der Mitgliedstaaten schwierig. Um einen Beitrag zur Bodenverbesserung zu leisten, werden trotzdem EU-Normen für Qualitätskompost und für Produkte minderer Qualität vorgeschlagen.
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Letzte Änderung 16.09.2015
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