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Am 70. Filmfestival Locarno hat der 28-jährige Luzerner Filmemacher Justin Stoneham am Samstag den Preis für den besten Kurzfilm im Wert von 10'000 Franken gewonnen. Das Porträt über seine Mutter «Rewind Forward» berührte die Jury.
Der Preis «pardino d’oro – premio swiss life» geht dieses Jahr an Justin Stoneham (28). Er nahm am nationalen Wettbewerb für den besten Kurzfilm teil. Stoneham erfuhr die freudige Nachricht am Samstagnachmittag. «Es ist einfach grossartig!», sagt er auf Anfrage von zentralplus. Er habe noch keine Idee, was er mit dem Preisgeld tun wird. Am Abend findet die offizielle Preisverleihung statt.
Sein 24-minütiger Kurzfilm hatte schon den Innerschweizer Kurzfilmpreis der Albert Koechlin Stiftung gewonnen (zentralplus berichtete über die Uraufführung). Der Film ist ein berührendes Porträt der behinderten Mutter des Filmschaffenden, die eine Hirnblutung erlitt.
Die Filmhandlung
Die Filmhandlung von «Rewind forward» kurz zusammengefasst: Fast sein ganzes Leben gelang es Justin Stoneham, vor seiner eigenen Geschichte zu fliehen. Doch er wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als er eine Kiste mit Familien VHS-Kassetten findet. Was als eine Hommage an seinen verstorbenen Vater begonnen hat, entwickelt sich in einen Versuch, seiner eigenen Mutter nicht länger fremd zu bleiben.
Zum zweiten Mal in Folge wandert die begehrte Trophäe in die Zentralschweiz: 2016 holte die in Luzern lebende Filmschaffende Jadwiga Kowalska den Preis.