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Geschichte: Der Wald "Es Tassoneyres" auf dem Mont Pèlerin, wo das Handstück herstammt, ist mit mächtigen "Poudingue" Blöcken durchsetzt (so nennen die Welschen die Nagelfluh), die ihm eine etwas gespenstische Atmosphäre verleihen. Nagelfluh fristet in der Welt der Gesteine ein kümmerliches Dasein: Von aussen kaum attraktiv, oft brüchig oder sehr hart, als Baustein gemieden, lebt dieser Stein seit Jahrmillionen so recht und schlecht vor sich hin. Völlig zu Unrecht: Er weiss viel über die Vergangenheit zu berichten, sammelt spannende Spuren und kann sich im Querschnitt mit jedem schönen Marmor messen!
Geologie: Auf dem Mont Pèlerin endet ein Schuttfächer der Alpenbildung der Unteren Süsswassermolasse, entstanden vor 20 Millionen Jahren im Oligozän. Gesteinsanalysen von Trümpy (1952) dokumentieren nicht weniger als 24 Gesteinsarten in den Mont-Pèlerin-Konglomeraten, wovon die Radiolariten in weinrot am leichtesten erkennbar sind. Diese, so Trümpy, stammen aus dem mittleren Jura und sind der Simmen-Decke zuzuordnen. Im Handstück sind zudem Komponenten erkennbar, die bereits als vorbestandene Konglomerate "konglomeriert" worden sind (z.B. der braun-weisse Kiesel rechts vom Radiolariten).