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Brasiliens Straßennetz ist in den vergangenen 15 Jahren um 23,2 Prozent gewachsen. Mittlerweile sind in dem Land mit kontinentalen Ausmaßen 210.600 Kilometer Straße asphaltiert. Allerdings entspricht dies lediglich 12,2 Prozent des gesamten Netzes von 1,72 Millionen Kilometern, wie es in einer vom Transportverband CNT veröffentlichten Studie heißt.
Knapp 40.000 Kilometer sind seit 2001 in Brasilien ausgebaut worden. Dennoch wird damit längst nicht der Bedarf für Transport und Verkehr abgedeckt. Verglichen mit der enormen Zunahme der Kraftfahrzeugflotte von 184,2 Prozent im gleichen Zeitraum, nehmen sich die Investitionen in den Straßenausbau klein aus.
Dass sich das schlecht ausgebaute Straßennetz durch höhere Transportkosten teilweise erheblich auf die Preise der Produkte aus Industrie und Landwirtschaft auswirkt, wird seit Jahren kritisiert. Hinzu kommt, dass einige der Straßen während der Regenzeit nicht zu befahren sind, wie das der Fall bei der erdgebundenen Transamazònica ist.
Doch selbst asphaltierte Straßen halten oft nicht das, was sie versprechen. Ende 2015 hat der CNT eine Studie vorgelegt, nach der von 100.000 untersuchten Kilometern nur 42,7 Prozent als gut oder sehr gut eingestuft wurden. Über den Landweg werden laut dem Verband indes 60 Prozent aller Transporte abgewickelt.
Zugenommen hat das Frachtaufkommen auf dem Schienennetz Brasiliens. Es ist zwischen 2006 und 2015 um 39,2 Prozent gewachsen. Über die Schiene werden mittlerweile 331,7 Milliarden Tonnen Güter pro Kilometer transportiert. Auch der Transport auf dem Wasserweg ist gewachsen. Seine Zunahme wird mit 20 Prozent angegeben. Damit sind 2015 etwa eine Milliarde Tonne über Meer und Wasserstraßen verfrachtet worden.
Ein enormer Ruck wurde beim Flugverkehr registriert. Während 2004 etwa 31,2 Millionen Menschen auf diese Weise gereist sind, waren es 2015 bereits 117,2 Millionen Passagiere.