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21.10.2020, 16:41 Uhr
Der Insolvenzverwalter der Maple Bank hat die Wirtschaftsprüfer von EY wegen angeblich falscher Beratung bei den umstrittenen "Cum-Ex"-Geschäften zu Lasten der Staatskasse auf 195 Mio. Euro Schadenersatz verklagt.Artikel lesen
Die UBS erzielt im zweiten Quartal 2020 einen Reingewinn von USD 1,2 Mrd., was einem Minus von 11% im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht. Der Vorsteuergewinn hätte ohne Wertberichtigungen für Kreditrisiken um 5% zugelegt.
Die UBS weist für das zweite Quartal 2020 einen Reingewinn von USD 1,2 Mrd., wie die Grossbank am Dienstag mitteilte. Das sind 11% weniger als in der Vorjahresperiode (YoY). Der Vorsteuergewinn belief sich auf USD 1582 Mio. Dies entspricht einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr um 10% bzw. einer Zunahme um 5% ohne Wertberichtigungen für Kreditrisiken. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis des Konzerns verbesserte sich um 1 Prozentpunkt auf 75,8%. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn betrug USD 1232 Mio., ein Minus von 11% YoY. Die Rendite auf das harte Kernkapital1 (RoCET1) lag bei 13,2%.
Der Geschäftsertrag (unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Kreditrisiken) sank im zweiten Quartal um 2% YoY. Wie die UBS bereits in Aussicht gestellt hatte, war mit einem erhöhten Ausmass an Wertberichtigungen für Kreditrisiken zu rechnen. Insgesamt beliefen sich diese im ersten Halbjahr 2020 auf USD 540 Mio. Auf das zweite Quartal entfielen USD 272 Mio. Davon waren USD 127 Mio. bedingt durch aktualisierte Annahmen zur weiteren makroökonomischen Entwicklung. USD 75 Mio. resultierten vorwiegend aus Overlays und Neubewertungen einschliesslich Übertragungen zwischen Stufen, USD 70 Mio. entfielen auf wertgeminderte Positionen über alle Unternehmensbereiche hinweg. Der Ertrag vor Wertberichtigungen für Kreditrisiken nahm um 2% YoY zu und der Geschäftsaufwand um 1%.
Global Wealth Management (GWM) verbuchte einen Anstieg des Vorsteuergewinns um 1% YoY auf USD 880 Mio. Asien und Europa verzeichneten einen zweistelligen Zuwachs des Vorsteuergewinns. Personal & Corporate Banking (P&C), das Geschäft in der Schweiz, erzielte einen Vorsteuergewinn von USD 238 Mio., ein Minus von 39% YoY. Das Ergebnis reflektiere hauptsächlich Wertberichtigungen für Kreditrisiken in Höhe von USD 110 Mio. sowie rückläufige Kreditkartengebühren und Erträge aus Devisentransaktionen, heisst es in der Medienmitteilung. Das Wachstum des Nettoneugeschäftsvolumens im Personal Banking erreichte 9,2%.
Der Vorsteuergewinn in Asset Management nahm um 27% YoY auf USD 157 Mio. zu, mit fortgesetzt hohen Nettoneugeldzuflüssen. In der Investment Bank stieg der Vorsteuergewinn vor allem infolge der höheren Kundenaktivität im Global-Markets-Geschäft und der soliden Ergebnisse von Global Banking auf USD 612 Mio. (+43% YoY). Die annualisierte Rendite auf das zugeteilte Eigenkapital belief sich auf 19,4%. Die Konzernfunktionen verzeichneten einen Vorsteuerverlust von USD 305 Mio.
Insgesamt übertraf die UBS mit dem Ergebnis die Erwartungen des Marktes: Der AWP-Konsens für den Rein- und Vorsteuergewinn lag bei USD 0,93 Mrd. bzw. USD 1,28 Mrd.
Die UBS kann trotz der schwierigen Umstände durch die Corona-Krise auf ein starkes erstes Halbjahr 2020 zurückblicken: Der Vorsteuergewinn von USD 3,6 Mrd. liegt +9% über dem Vorjar bzw. +24% YoY ohne Wertberichtigungen für Kreditrisiken;
der Reingewinn konnte YoY um +12% auf USD 2,8 Mrd. gesteigert werden. Die Rendite auf das harte Kernkapital beträgt 15,4%, das Aufwand-Ertrags-Verhältnis 74,0% und das verwässerte Ergebnis pro Aktie USD 0.76.
Angesichts der erheblichen Unsicherheit über Ausmass und Intensität des mit der COVID-19-Pandemie einhergehenden Schocks und der generellen regulatorischen Vorgabe, beim Kapital Flexibilität zu gewährleisten, überprüfe UBS den Mix aus Bardividende und Aktienrückkäufen, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Zwar seien Prognosen für 2020 verfrüht, es sei jedoch weiterhin beabsichtigt, überschüssiges Kapital im Rahmen der bisherigen Niveaus an die Aktionäre zurückzuführen. Je nach Geschäftsentwicklung und Ausblick im zweiten Halbjahr werde UBS die Aktienrückkäufe im vierten Quartal unter Umständen wieder aufnehmen.
Angesichts der anhaltenden Ungewissheit im Zusammenhang mit der Pandemie sei davon auszugehen, dass die Wertberichtigungen für Kreditverluste des Konzerns im zweiten Halbjahr 2020 hoch bleiben, aber unter dem Niveau des ersten Halbjahres liegen werden.