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Das Expeditionskreuzfahrtschiff «Clipper Adventurer», das derzeit vom kanadischen Veranstalter «Adventure Canada» vermarktet wird, ist bei der Durchquerung der Nordwestpassage, auf einen in den Seekarten nicht verzeichneten, nur 3 Meter unter der Wasseroberfläche liegenden Felsen aufgelaufen. Die Nordwestpassage, die Atlantik und Pazifik verbindet und im Norden Kanadas durchs Polarmeer führt gilt als beliebte Route unter Polartouristen. Die Menschen an Bord mussten nach der Havarie zwei Tage ausharren, bis sie von Kanadas Küstenwache gerettet wurden, wie ein Sprecher des Reiseveranstalters erklärte. Die Passagiere wurden anschliessend in die kanadische Metropole Edmonton geflogen. Glücklicherweise gab es bei dem Zwischenfall keine verletzten Personen. Der Unfall hatte sich am Ende einer zwölftägigen Kreuzfahrt durch die Nordwestpassage ereignet.
Zwar bestand laut dem Reiseveranstalter aufgrund der Zwischenwände und Dichtungssysteme im Rumpf keine akute Gefahr für das Schiff. Dass die Rettungsaktion der Küstenwache so lange dauerte, löste in kanadischen Medien aber eine Debatte aus, was geschehen wäre, wenn das Schiff an der 68 Meter tiefen Meeresstelle gesunken wäre. «Wir waren auf einer Route, auf der das Wasser eigentlich durchgehend 68 Meter tief sein sollte», sagte Matthew Swan, der als Unternehmenschef des Veranstalters «Adventure Canada» selbst an Bord war. «Dann war ein Felsen unter uns. Man könne sein Bestes tun, in dieser Region gebe es immer noch weisse Flecken auf der Landkarte», so Swan.
Experten der Reederei untersuchten das Schiff auf Schäden um das weitere Vorgehen zu entscheiden. Ein Team der «Resolve Marine Group» in Florida ging an Bord der «Clipper Adventurer» um die Bergung des festsitzenden Schiffes vorzubereiten. Auch die Eigner des Schiffes, die «International Shipping Partners of Miami», waren vor Ort. Am 1.9. hatten sie den Bergungskontrakt an die «Resolve Marine Group» vergeben, die seit dem 29. August an Bord waren. Zuerst galt es, das Öl abzupumpen und Risse im Rumpf des Havaristen abzudichten. Ausrüstung für die Operation von Resolve wurde vorgängig bereits nach Cambridge Bay und Tuktoyaktuk geflogen. Bergungsteams wurden aus Yellowknife eingeflogen.
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