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Die Max-Havelaar-Stiftung Schweiz ist eine Non-Profit-Organisation und seit 2001 selbsttragend. Sie finanziert sich über Einnahmen durch Lizenzgebühren. Produkte mit dem Gütesiegel von Max Havelaar stammen von Kooperativen oder Plantagen, die Verträge mit Handelspartnern in der Schweiz abschliessen. Die Stiftung bietet den Produzenten einen Mindestpreis. Dazu kommt eine Fair-trade-Prämie; Gremien, in denen die Angestellten vertreten sind, bestimmen, wie dieses Geld verwendet wird. Die so finanzierten Projekte kommen der ganzen Organisation oder Dorfgemeinschaften zugute.
Das Max-Havelaar-Gütesiegel ist ein Soziallabel. Der Kriterienkatalog des fairen Handels beinhaltet aber auch Umweltkriterien. So verlangt die Stiftung zum Beispiel, dass der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel laufend reduziert wird. Auch wenn biologische Produktion keine Bedingung für das Max-Havelaar-Gütesiegel ist, sind immer mehr Max-Havelaar-Produkte auch bio-zertifiziert – beispielsweise die Bananen.
Erfundene Person
Max Havelaar ist übrigens kein Pionier des fairen Handels, sondern die Hauptfigur eines zum Teil autobiografischen Romans, welcher 1860 erschienen ist. Dessen Autor Eduard Douwes Dekker lebte seit seinem 18. Lebensjahr in den niederländischen Kolonien als Angestellter des Staates; er wehrte sich erfolglos gegen Missstände und quittierte zuletzt den Dienst. njb