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Schwester Disma Aebischer wurde als Nathalie am 27. September 1939 in Schönfels bei Heitenried geboren und wuchs mit sieben Brüdern und drei Schwestern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Die Kinder wurden bei entsprechenden Arbeiten zur Mitarbeit beigezogen. Das Säen, Wachsen, Reifen und Ernten prägte ihr Leben.
In Heitenried besuchte sie die obligatorischen Schulen. Später arbeitete sie in einem Haushalt in Montreux und lernte dort die französische Sprache.
Schon früh dachte sie ans Ordensleben; denn in ihrer Familie herrschte eine religiöse Atmosphäre. Die Eucharistie und das Rosenkranzgebet waren auch die Kraftquellen ihrer Eltern. Obwohl sie bereits eine grosse Gemeinschaft bildeten, wurden Bettler und Hausierer oft an den Familientisch eingeladen.
Als sie eines Abends in der Stube beisammen waren und sie die Zeitschrift «Sonntag» durchblätterte, sah sie darin eine Ingenbohler-Schwester abgebildet. Der Text zur Fotografie lautete: «Ingenbohl hat eine neue Frau Mutter». Spontan sagte sie laut und deutlich: «Das wird einmal meine Frau Mutter!» Die Eltern und Geschwister lachten ein wenig. Vier Jahre später hatten die Ingenbohler-Schwestern in Heitenried Besuch aus dem Mutterhaus. Die Oberin lud sie zu einem Gespräch ein. Als sie das Haus betrat, erkannte sie in der fremden Schwester sofort die Frau Mutter Elena Giorgetti, deren Bild sie aufbewahrt hatte. Das war für sie ein Fingerzeig Gottes, dass sie auf dem richtigen Weg war.
Im Januar 1959 trat sie ins Kloster ein und machte die Ausbildung zur Handarbeitslehrerin. Im August 1964 feierte sie als Schwester Disma die Profess. Dann wirkte sie in ihrem Beruf in Kaltbrunn und danach viele Jahre in Goldach. Sie erteilte auch Religionsunterricht und übernahm später immer mehr Pfarreiarbeiten als Seelsorgehelferin. Ihr Anliegen war immer, Menschen für die Botschaft Jesu zu begeistern. Im Pensionsalter führte sie in Oberägeri ein Ferienhaus für Mitschwestern. Seit November 2016 lebte sie im Kloster Ingenbohl. Am 27. November 2019 verstarb Schwester Disma Aebischer unerwartet an einem Hirnschlag. Der Gedächtnisgottesdienst findet am Samstag, 4. Januar 2020, um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche Heitenried statt.