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Forschern der Eidg. Forschungsanstalt WSL ist es gelungen, den kontinuierlichen Rückgang der Périgord-Trüffel im Mittelmeerraum zu erklären. Mit der Hilfe von Langzeit-Aufzeichnungen konnte nun nachgewiesen werden, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem jeweiligen Sommerklima und den daraus resultierenden Trüffel-Erntemengen gibt. Ein zu warmes und trockenes Klima wirkt sich sowohl auf die Trüffel, als auch auf das Wachstum ihrer Wirtsbäume negativ aus und hat einen entscheidenden Einfluss auf die winterliche Produktion (November-Februar) dieser beliebten Speisepilze. Der Rückgang der Trüffel-Ernte führte in der Vergangenheit dazu, dass die Preise für diesen zu den kostbarsten Delikatessen gehörenden Périgord-Trüffel stark in die Höhe stiegen. Da zahlreiche Klimamodelle eine weitere Zunahme der Temperaturen und damit einhergehend eine Zunahme der Trockenheit im Mittelmeerraum vorhersagen, muss auch mit dem Rückgang des Ernteertrags der Périgord-Trüffel gerechnet werden. Gleichzeitig sind für die Region nördlich der Alpen günstigere Bedingungen zu erwarten, was den Anbau dieser Trüffel klimabedingt auch in der Schweiz interessant machen könnte. Diese Vorhersagen decken sich mit der gegenwärtig zu beobachtenden Zunahme von Pilzwachstum und dem Vorkommen an Burgunder-Trüffeln in der Schweiz und im Süddeutschen Raum. Es ist davon auszugehen, dass Trüffel in Zukunft nicht nur eine noch grössere kulinarische Bedeutung in der Schweiz haben werden. Auch ihre wirtschaftliche Bedeutung könnte stark zunehmen.
Bild: David Ludwig [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons