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Beim sogenannten Pisa-Test, also dem Programm zur internationalen Schülerbewertung in Mathematik, schnitten Schweizer Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr sehr schlecht ab. Nur sechs von zehn Jugendliche erreichen laut diesem Test die Grundkompetenzen in Mathematik. Der Pisa-Test zeigt also ein Defizit der Schweizer Schülerinnen und Schüler in den mathematischen Kompetenzen. Dass unsere Schülerinnen und Schüler aber nicht so schlechte mathematische Kompetenzen haben wie der Pisa-Test vermittelt und dass das schlechte Abschneiden nicht unbedingt an den Schülerinnen und Schülern liegen muss, zeigt nun eine Studie, die die Sonntagszeitung am 26. Mai 2019 veröffentlichte. Diese Studie wurde vom Luxemburger Zentrum für Bildungstests erstellt und kritisiert, dass die Mathematik Aufgaben des Tests «übertrieben ambitioniert» seien. Für mich ist es schwierig zu verstehen, weshalb uns zuerst ein internationaler Test aufzeigen muss, dass unsere Schülerinnen und Schüler schlechte mathematische Leistungen zeigen und anschliessend eine andere ausländische Studie belegt, dass die Aufgaben des «Pisa-Tests» tatsächlich zu schwer waren. Es sollte doch möglich sein, dass Lehrerinnen und Lehrer die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler selbst realistisch einschätzen können und wissen, dass die Fähigkeiten der Schweizer Schülerinnen und Schüler nicht überdurchschnittlich schlecht sind. Dazu sollte es keine internationalen Tests und Studien brauchen, die einerseits unrepräsentative Resultate liefern und andererseits etwas belegen, was wir auch selber hätten erkennen können. Wie auch in vielen anderen Bereichen sollten wir uns nicht selbst schlecht machen, sondern zu unseren Fähigkeiten und Werten stehen.
Jasmin Roffler
Nationalratskandidatin JSVP und Studentin Pädagogische Hochschule