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General Suworow zog im Herbst 1799 mit seiner 20’000 Mann starken Armee durch die Schweizer Alpen um die Franzosen aus dem Land zu vertreiben. Aus Italien kommend überschritt er bei Ponte Tresa die Tessiner Grenze, zog über den Monte Ceneri durch die Leventina, über den Gotthardpass nach Ursern und durch das Reusstal nach Altdorf. Die französische Gegenwehr am Urnersee und im Glarner Unterland zwang Suworow zu Umgehungsmärschen über die Pässe Chinzig Chulm und Pragel und schliesslich zum Rückzug durch das Sernftal und über den Panixer Pass in die Surselva und weiter durch das Rheintal in Richtung Russland. Gnadenlos hetzte er seine zerlumpte Truppe unter den schlechtesten Wetterbedingungen durch wilde Bergtäler, Passlandschaften, Bergseen und Flüsse.
v.l.n.r.: Der Kampf um die Teufelsbrücke; Alexander Wassiljewitsch Suworow (1730–1800), © Wikimedia
Heute lässt sich die Route sehr viel gemächlicher in elf Etappen von Airolo nach Ilanz, gemäss Wettervorhersage für die kommenden Tage unter sonniger Herbstsonne, erwandern.
General Suworows Route im Herbst 1799 durch die Alpen, © swisstopo
Das Glarnerland weist eine Fülle an geologischen – und bergbauhistorischen Sehenswürdigkeiten auf und gehört wie die Regionen Sarganserland und Walensee zum kantonsübergreifenden Geopark Sardona. Spanende Geostätten warten darauf erkundet zu werden.
Die Geologie des Glarnerlandes ist sehr vielfältig. Faltungen und Überschiebungen im Gebiet der gesamten Glarner Alpen setzten vor etwa 30 Millionen Jahren ein. In mehreren Phasen erfolgte die Aufwölbung des Aarmassivs. Seine Hülle aus Sedimentgesteinen wurde in spitze Falten gelegt und teilweise in kleine Decken aufgesplittert. Ein Beispiel dafür sind die Profile der Schiltgruppe.
1. Schiltgruppe vom Fuss des Rauti bei Mettlen aus, 2. Nordabhang des Schilt gegen Heubodenalp, 3. Schiltgruppe vom Sackberg aus, 4. Alte Bergstürze von Mullern bei Mollis, 5. Südseite des Schiltgipfels vom Sooler Achseli aus, 6. Glarner- und Mürtschendecke in Gipfelregion des Schilt , erstellt von Jakob Oberholzer
Vier Gesteinsgruppen bauen die Glarner Alpen auf. Es sind das kristalline Grundgebirge, die älter als 300 Millionen Jahre und nur im Tödigebiet sichtbar sind, der Verrucano (280-250 Millionen Jahre), die Kalke und Schiefer des Mesozoikums (210-70 Millionen Jahre) und die Gesteine des älteren Tertiärs (60-35 Millionen Jahre), von diesen vor allem der Flysch. Charakteristisch für grosse Teile der Glarner Alpen sind tief eingeschnittene Täler, steile untere Bergflanken und ausgedehnte Hochlagen, mit vielen Gipfeln zwischen 2000 und 2500 m Höhe. Darüber erheben sich die «hochalpinen Voralpen» am Glärnisch.