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Damira wusste nicht, wie viel Herzschmerz sie noch ertragen konnte. Ihr Mann hatte sie vor Kurzem verlassen und liess sie allein mit drei kleinen Kindern zurück. Ihre Vorratskammer war leer, und sie hatte kein Geld mehr, um Lebensmittel für ihre Familie zu kaufen.
Obwohl sie Muslimin ist, war Damira nie sehr gläubig gewesen. Doch die junge Mutter sehnte sich verzweifelt nach einem Durchbruch. An einem kalten Morgen liess sie ihre Kinder in der Obhut ihrer Schwester zurück und ging ein paar Kilometer aus ihrer kleinen Stadt hinaus zu einem antiken Grabmal mitten in der Wüste.
Zwei Wochen in der Wüste
In diesem Grab lag ein Mann begraben, der als muslimischer Heiliger galt. Wie viele andere Muslime in ihrer Stadt glaubte Damira, dass der dort begrabene Mann eine besondere Nähe zu Gott erlangt hatte. Viele Menschen betrachteten das Grab als einen heiligen Schrein, in dem sie Gottes Gunst erbitten konnten, indem sie im Namen des Heiligen beteten.
Damira verbrachte zwei einsame Wochen am Grab und flehte Gott um Hilfe an.
Nachts fühlte sich Damira wie versteinert. Sie fürchtete sich vor den bösen Geistern, die sich nach Einbruch der Dunkelheit an den Gräbern aufhalten sollten. Sie kauerte sich an die kalte Aussenwand des Grabes und flehte den Heiligen an, die Geister von ihr fernzuhalten.
Die Erscheinung
Sie schlief in kurzen Phasen. Doch jedes Mal, wenn der Schlaf sie überkam, träumte Damira von einem Mann, der sie aufforderte, ihm zu folgen.
«Ich werde dir den richtigen Weg zeigen», sagte er ihr. Sie wachte aus diesen Träumen auf und fühlte sich von Frieden durchflutet.
Rayanne – eine muslimische Jesusnachfolgerin
Kurz nachdem sie nach Hause zurückgekehrt war, lernte Damira Rayanne kennen, eine gläubige Muslima. Rayanne kam aus einer nah gelegenen Stadt, in der das Frontiers-Teammitglied Karla lebte. Karla hatte Rayanne von Jesus erzählt und begann, mit ihr die Bibel zu studieren. Dann übergab Rayanne ihr Leben Christus.
Die fühlte sich berufen, seine Botschaft zu Menschen zu bringen, die kein Zeugnis des Evangeliums hatten. Also begann Karla, sie zu trainieren, Jünger zu machen. Nach ein paar Jahren sandte die kleine Gruppe von Gläubigen in Rayannes Stadt sie aus, um in Damiras Stadt von Christus zu erzählen.
Der Mann aus der Erscheinung
Rayanne lud Damira ein, einen Film über Jesus zu sehen. Damira willigte ein, den Film zu sehen, obwohl sie noch nie von Jesus gehört hatte.
Der Film begann mit der Geburt Jesu und seinen frühen Jahren. Aber als die Geschichte mit der Taufe Jesu als Erwachsener begann, rief Damira: «Das ist er! Das ist er!»
Rayanne pausierte den Film. «Das ist der Mann, der mir im Traum erschienen ist!», rief Damira aus. «Das ist der Mann, der mich am Grab getroffen hat!»
Jesus zeigt Damira den Weg
Damira erzählte Rayanne von ihren Gebeten am Grab in der Wüste. Dann schlug Rayanne vor: «Wenn Jesus dir gesagt hat, dass er dir den richtigen Weg zeigen wird, dann lass uns sehen, ob dieser Film dich mehr über diesen Weg lehren kann.»
Damira weinte, als sie sah, wie Jesus gekreuzigt und in einem Grab begraben wurde. Dann staunte sie, wie er den Tod besiegte und lebend aus dem Grab zurückkehrte. Am Ende des Films hörte sie die Worte Jesu: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich» (Johannes 14,6).
Als der Film zu Ende war, sagte Damira zu Rayanne, dass sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben von Gott geliebt fühlte. Er hatte sie erhört und wollte, dass sie bei ihm ist - so sehr, dass er Jesus schickte, um ihr den Weg zu zeigen. Ohne zu zögern, übergab Damira ihr Leben an Christus.
Ein neues Leben
Bald darauf liess sich Damira taufen. Als sie aus dem Wasser stieg, hob sie die Arme zum Lobpreis, und ihr Gesicht war voller Freude.
Rayanne und Damira treffen sich oft zum Bibelstudium, zum Gebet und zur gegenseitigen Ermutigung. Damira ist eine mutige Zeugin, die gerne ihre Geschichte erzählt, wie Gott sie zu Jesus gezogen hat. Sie hat auch ein Bibelstudium begonnen, um ihre muslimischen Nachbarn mit Christus bekannt zu machen.
Damira kämpft immer noch darum, ihre kleinen Kinder zu versorgen. Aber da sie sie zu Jüngern Jesu erzieht, ist ihr Haus mit Hoffnung und Freude erfüllt.
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