Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03611.jsonl.gz/1632

Die Kantonsverfassung schreibt vor, dass die öffentlich-rechtlich anerkannten Landeskirchen für einen genügenden Rechtsschutz der Konfessionsangehörigen und der Kirchgemeinden besorgt sein müssen.
Das Rekursgericht ist das richterliche Organ der Landeskirche. Die Synode wählt für die Dauer einer Amtsperiode fünf ordentliche und zwei Ersatzmitglieder, die weder der Synode noch dem Kirchenrat angehören dürfen.
Von den fünf Mitgliedern müssen zwei über ein juristisches Studium verfügen und ein Mitglied muss hauptamtlich in der Seelsorge tätig sein.
Das Rekursgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfügungen und Beschlüsse der Organe der Landeskirche (Kirchenrat und Synode). Es beurteilt weiter im Klageverfahren vertragliche Streitigkeiten aus einem öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis.
Rechtsmittel
Die Art 46ff des Organisationsstatuts sehen die Beschwerde und die Aufsichtsanzeige als Rechtsmittel vor. Zur Beschwerde legitimiert sind Konfessionsangehörige, Kirchgemeinden und Kirchgemeindeverbände, welche ein schutzwürdiges eigenes Interesse geltend machen. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage.