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Klara Obermüller studierte Germanistik, Geschichte und Romanistik in Zürich. Schon während des Studiums konnte sie ein Lehrpensum am Gymnasium annehmen; es herrschte LehrerInnenmangel und es war deshalb vergleichsweise einfach, Arbeit zu finden. Klara Obermüller merkte allerdings rasch, dass sie nicht Lehrerin werden wollte.
Durch einen glücklichen Zufall landete sie als Volontärin bei der Zeitschrift "Du" (ebenfalls noch während des Studiums). Dies war ihr Einstieg in den Journalismus. Sie wechselte bald zur NZZ und schloss daneben ihre Dissertation ab.
Das harte Leben des freien Journalismus
Nach einer harten, aber spannenden Phase als freie Journalistin wurde Klara Obermüller Redaktorin bei der Weltwoche, bevor sie schliesslich zum Schweizer Fernsehen wechselte und dort die "Sternstunde Philosophie" moderierte.
Obwohl sie heute pensioniert ist, fühle sie sich noch nicht reif für den Ruhestand. Sie findet, dass der Journalismus der ideale Beruf für rastlose Workaholics sei und arbeitet deshalb noch immer als Freelancerin.
Klara Obermüller warnt, dass es sehr hart sei, als freie Journalistin zu arbeiten, heute mehr denn je. Man müsse sich einen Namen schaffen, keine Berührungsängste vor Themen und journalistischen Formen haben und trotzdem versuchen, sich auf bestimmte Themen zu spezialisieren. Es sei davon abzuraten, als freie Journalistin in den Beruf einzusteigen.
Wachheit und Flexibilität
Klara Obermüller findet, in der beruflichen Karriere brauche es neben Zufall und Glück Wachheit, Flexiblität und Mut, Chancen zu packen, die sich ergeben. Man müsse sich oft sehr schnell entscheiden und schnell zugreifen: Es ist eine Mischung zwischen Instinkt und Zielgerichtetheit gefragt.
Den Begriff "Vernetzung" gab es zwar damals nicht, aber genau das machte auch Klara Obermüller: Mit Leuten sprechen, Beziehungen pflegen.