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Im Rahmen des durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten interdisziplinären und internationalen Forschungsprojektes «The (In)Audible Past» suchen wir zum 1. April 2022
eine Doktorandin, einen Doktoranden,
die/der an der Schnittstelle von Medienwissenschaft (mit Schwerpunkt Sound Studies) und Geschichtswissenschaft (mit Schwerpunkt Afrikastudien/Postcolonial Studies) forscht. Das Projekt wird in Kooperation mit den südafrikanischen Universitäten Rhodes, Makhanda, und Fort Hare, East London, durchgeführt. Die ausgeschriebene Stelle ist für drei Jahre als 60% Stelle vorgesehen zur Weiterqualifizierung im Anschluss an einen MA-Abschluss.
Das Projekt «The (In)Audible Past» setzt sich kritisch mit Klangarchiven im südlichen Afrika sowie mit Sammlungen auseinander, die Europa mit dem Südlichen Afrika, seinen politischen Kulturen und der kolonialen Vergangenheit verbinden. Es fragt nach dem Status klanglicher Objekte als historische Quellen. Geschichte und Bedeutung technischer Medien und Infrastrukturen in der Organisation und Reorganisation kolonialer und postkolonialer auditiver Wahrnehmungsformen und Hörkulturen liegen den Forschungsfragen zugrunde. Das interdisziplinär angelegte Projekt untersucht politische und kulturelle Bedeutungen auditiver Sammlungen und Archive, die unter Bedingungen historischer Segregation von Sprachen und Hörkulturen angelegt wurden. Es setzt sich mit grundlegenden Fragen archivalischer Ordnung von Klangobjekten auseinander, ebenso wie mit Problemen der Klassifizierung von Schallaufzeichnungen im Hinblick auf koloniale, postkoloniale oder dekolonisierende Politiken des Archivs.
Aufgabengebiet:
- Konstruktive Mitarbeit am international ausgerichteten und interdisziplinären medien- und geschichtswissenschaftlichen Projekt;
- Promotion auf dem Gebiet der Medien- Geschichts- oder Archivwissenschaft mit besonderem Schwerpunkt auf Methoden der Sound Studies und/oder der Medienarchäologie;
- Mitarbeit an der Vorbereitung und Durchführung internationaler Tagungen und Workshops;
- Inhaltliche sowie redaktionelle Mitarbeit an einer Buchpublikation.
Einstellungsvoraussetzungen:
- mit exzellenter Bewertung abgeschlossenes Hochschulstudium der Medien-, oder Kulturwissenschaft, der Postcolonial Studies, der Geschichts- oder Musikwissenschaft;
- sehr gute Englisch-Kenntnisse, möglichst auch weitere Kenntnisse lokaler Sprachen je nach Forschungsregion.
Die Universität Basel verfolgt eine gleichstellungsgerechte und familienfreundliche Personalpolitik auch im Hinblick auf Diversity. Zu den strategischen Zielen der Universität gehört, den Frauenanteil in Lehre und Forschung zu erhöhen. Wir bitten daher qualifizierte Wissenschaftlerinnen ausdrücklich um ihre Bewerbung. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbung
Ihre Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, tabellarischer Lebenslauf inkl. eines Publikations- und Lehrveranstaltungsverzeichnisses, Zeugnisse) senden Sie bitte bis zum 7. Februar 2022 zusammen mit einer Textprobe wissenschaftlichen Arbeitens und einer kurzen Darstellung Ihres geplanten Qualifikationsvorhabens (ca. 750 Wörter) ausschließlich in digitaler Form (PDF-Datei).