Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03504.jsonl.gz/2582

Organisationen können duale Karrieren im Innovationsbereich fördern, indem sie in Stellenausschreibungen explizit auf die Möglichkeit dualer Karrieren hinweisen und Doppelbewerbungen von Personen, die sich in einer Partnerschaft befinden, annehmen. Auch sollten sie eine hohe interne berufliche Mobilität zwischen verschiedenen Standorten ermöglichen und sich mit Partnerorganisationen in ihrer Region vernetzen. In jedem Einzelfall muss die Lösung mit allen Beteiligten gründlich abgesprochen und optimal auf die jeweilige Situation abgestimmt werden. In regelmässigen Meetings wird das aktuelle Setting besprochen und bei Bedarf angepasst.
Duale Karrierewege unterscheiden sich in mehreren Punkten vom «Job-Sharing»: Beide Partner*innen können, müssen aber nicht im selben Bereich tätig sein; sie haben in der Regel beide ein höheres Pensum inne und verfolgen unabhängige berufliche Ziele, um sich in unterschiedlichen Richtungen zu profilieren.
Insbesondere im Bereich Forschung & Entwicklung erfordert eine langfristig angelegte berufliche Laufbahn und Karriere oftmals ein hohes Mass an standortbezogener Mobilität. Die begrenzte Verfügbarkeit von Positionen in hochspezialisierten Fachgebieten stellt dabei Hochqualifizierte immer wieder vor die Herausforderung, entweder primär die eigene Karriere zu verfolgen oder auf die standortbezogenen beruflichen Bedingungen des bzw. der Partner*in Rücksicht zu nehmen. Oft muss ein*e Partner*in die eigenen Pläne hinter jene der oder des anderen zurückstellen.
Arbeitgebende können es hochqualifizierten Paaren ermöglichen, individuelle Karriereziele mit ihrer Partnerschaft und Familienplanung zu vereinbaren, indem sie duale Karrierewege anbieten und gezielt fördern. Im Erfolgsfall führen duale Karrierewege zu besseren Arbeitsleistungen und einer höheren Zufriedenheit, wodurch Spitzenleute auch länger in der Organisation verbleiben.