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Robert Breer
26. Oktober 2011 – 29. Januar 2012
Der 1926 in Detroit geborene und im August 2011 gestorbene Breer ist einer der bahnbrechenden und meistgefeierten Experimentalfilmer in der Geschichte. Die nun präsentierte Ausstellung ist die umfassendste Retrospektive, die Arbeiten Breers von 1950 bis heute zeigt.
Der Sohn eines 3D-Amateurfilmers und leitenden Ingenieurs bei der Chrysler Corporation studierte zunächst Ingenieurwissenschaften in Stanford, bevor er dann zur Malerei überwechselte. In jungen Jahren begeisterte er sich für einen Rennwagen von BMW mit offenem Verdeck aus dem Jahr 1935 sowie für Kunstflugstunden in einem Doppeldecker. Seine erste wirkliche Leidenschaft jedoch war die reduzierte Reinheit von Piet Mondrians abstrakten Gemälden mit ihrer Gitternetzstruktur.
Vierzehn Gemälde aus den 1950er Jahren, darunter Composition with Three Lines (1950), Time Out (1953) und Three Stages Elevators (1955), sind in der Ausstellung zu sehen. Viele von ihnen wurden seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr in einer Ausstellung gezeigt.
Parallel zur Entwicklung implizierter Bewegung in seinen Gemälden begann Breer auch, mit Animationskunst zu experimentieren, zunächst in Form von Flip Books (einer Art Daumenkino) und dann im Medium Film. In seinem ersten Film Form Phases (1952) wurden die Entwürfe seiner Gemälde in Bewegung umgesetzt, wobei sie sich von einem Gegenstand in einen anderen verwandeln und sich in Farbe und filmischem Raum verändern. In Form Phases IV (1954) bewirkt eine tour de force von Bewegung und Instabilität, dass auf jedem Quadratzentimeter des Bildschirms Formen, Farben, Linien und Bewegungen aufbrechen, sich gegenseitig ergänzen und widersprechen.
Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler entstanden ist, zeigt erstmals eine Gesamtschau von Breers über mehrere Jahrzehnte in allen Techniken entstandenen Werke. Ein umfangreicher Katalog begleitet die Ausstellung.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem BALTIC Centre for Contemporary Art, Gateshead (GB)