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«zum Hl. Grab Christi», die der Legende nach in Klausur entstand, zu der ihn der Erzbischof von Salzburg verpflichtet hatte, weil er den Fähigkeiten des jungen Genies nicht traute.
Das fertige Werk, ein Dialog zwischen «der Seele» (Bariton) und einem «Engel» (Sopran) wurde dann vermutlich im Dom aufgeführt, wo in einer Seitenkapelle sich eine plastische Darstellung des «Heiligen Grabes» befand, vor welcher die Gläubigen in der Passionszeit sich zur Andacht einfanden. Eine solche Darstellung des «Heiligen Grabes» wird noch heute alljährlich in der Stiftskirche Beromünster aufgebaut.
Ein Gegenstück zu dieser Passionskantate ist Bachs Solo-Kantate für Bariton «Der Friede sei mit dir», die sowohl für das Fest «Mariae Reinigung» als auch für den dritten Osterfeiertag bestimmt ist. Sie führt zum abschliessenden Choral «Christ lag in Todesbanden» und weist auf das jüdische Passahfest und das Opferlamm, das seine christliche Vollendung am Kreuz fand.
Zwischen diesen beiden Kantaten erklingt als Uraufführung eine Meditation des Berner Münsterorganisten Daniel Glaus über das tiefsinnige Passionslied «O Mensch bewein dein Sünde gross», welches auch in Bachs Passionen Eingang fand. Es erläutert auf eindringliche Weise den theologischen Ablauf unserer Erlösung bis hin zum Kreuzestod Christi.