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Eine lange und lehrreiche Saison endete letzte Woche mit dem Weltcup in Monte-Sainte Anne (CAN). In dieser Saison ging ich durch einige Tiefs und Hochs und erlebte wohl die ganze Bandbreite an Emotionen.
Ich absolvierte im Winter die Spitzensport-RS in Magglingen. Dadurch konnte ich mich zum Ersten mal 100% auf den Sport konzentrieren. Ich konnte im Winter gut trainieren, auch wenn die Wetterbedingungen in Magglingen oftmals etwas hart waren. Ich fühlte mich bereit für die Saison und war voller Motivation, an den Ergebnissen von der vorherigen Saison anzuknüpfen und zu toppen. Doch gleich zu Beginn der Saison stoppte mich Corona. Leider hat es mich diesmal härter getroffen als gedacht und ich konnte für einige Zeit nur noch wenig und locker trainieren. Die Resultate der ersten Rennen waren dementsprechend schlecht. Ich brauchte lange, um die verlorene Trainingszeit wieder aufzuholen und auch mental war das eine schwierige Phase. Zum Glück hatten wir im Juli/August eine 4-wöchige Wettkampfpause, wo ich durch einen guten Trainingsblock wieder in Form kam. So verlief die zweite Saisonhälfte dann schon eher nach meinen Vorstellungen. An der Europameisterschaft in Anadia (Portugal) konnte ich im XCO die Bronze-Medaille gewinnen. Im XCC reichte es sogar für Platz 2. Einen kleinen Dämpfer erlebte ich dann an der Weltmeisterschaft in Glasgow. Das erste Streckentraining verlief so chaotisch, dass ich mich nie mit der Strecke anfreunden konnte uns es sehr viel Energie benötigte. Mein Ziel, eine Medaille zu gewinnen, rückte so in weite Ferne und ich musste mich mit Platz 6 begnügen. Am Wochenende danach konnte ich jedoch mit einem guten Rennen schon wieder etwas Selbstvertrauen zurückgewinnen, bevor es dann zum Weltcup nach Andorra ging, wo, wie sich zeigte, mein bestes Weltcup-Wochenende werden sollte. Nach einem guten XCC zeigte ich am Sonntag im Hauptrennen mein bestes Rennen der Saison und ich konnte mir den Weltcup-Sieg holen. Nach einer bisher etwas schwierigen Saison war das eine Riesenerleichterung und Genugtuung. Auch bei den weiteren Rennen konnte ich mein Potential zeigen und gute Resultate einfahren. Zum Abschluss meiner Saison und der Zeit in der U23-Kategorie, konnte ich am letzten Weltcup in Kanada bei schwierigen Bedingungen noch einen sehr guten zweiten Platz im XCO herausfahren, nachdem ich im XCC bereits einen 3. Platz einfuhr. Auch wenn ich nicht alle meine Ziele erreicht habe, kann ich mit 8 Weltcup Podestplätzen (2 XCO, 6 XCC), einer Silber- und Bronzemedaille an der Europameisterschaft sowie Bronze an der Schweizermeisterschaft zufrieden auf die Saison 2023 zurückblicken.
Jetzt ist es Zeit für eine kurze Pause, bevor ich die nächsten Ziele in Angriff nehme. Im nächsten Jahr starte ich ins erste Elite-Jahr.