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Herstellung von Polyethylen
Polyethylen ist mengenmässig der wichtigste Kunststoff. Der Anteil von Polyethylen an der Gesamtmenge produzierter Kunststoffe beträgt weltweit etwa einen Drittel.
Gegenwärtig dient Erdöl oder verflüssigtes Erdölgas (LPG) als Rohstoff für die Herstellung von Polyethylen. Dabei ist immer wieder in Erinnerung zu rufen, dass die weltweite Kunststoffproduktion nur etwa 4 % des jährlichen Erdölverbrauchs beansprucht. Für die Herstellung von Polyethylen wird weltweit somit nur knapp 1.5 % des jährlich verbrauchten Erdöls aufgewendet.
Der Rohstoff Erdöl wird durch die Verarbeitung zu Polyethylen und anderen Kunststoffen zu einem beständigen, mehrmals wieder verwertbaren Material, das nicht wie bei Heiz- und Treibstoffanwendungen durch eine einzige Verbrennung unwiderruflich verbraucht ist.
Angesichts des mittlerweile erreichten Preisniveaus von Erdöl werden jetzt alternative Rohstoffquellen wettbewerbsfähig. Vor dem Erdöl stellte Kohle die Rohstoffbasis der chemischen und damit auch der Kunststoffindustrie dar. Diese Alternative bietet sich wieder vermehrt an. Damit löst sich die Frage nach der langfristigen Verfügbarkeit, da die Kohlevorkommen wesentlich umfangreicher und längerdauernd sind, als die Erdölvorkommen. Noch interessanter und nachhaltiger ist jedoch die sich anbahnende Umstellung auf nachwachsende Rohstoffe als Ausgangsbasis. In Brasilien ist eine Polyethylenanlage geplant, die auf pflanzlichen Rohstoffen beruht. Polyethylen als nachwachsender, bio-basierter Werkstoff!