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Seit einem Jahr verlangt die Geschäftsprüfungsdelegation vom VBS Auskunft über den Verbleib der geheimen P26-Akten. Bisher ohne Erfolg. Beim VBS heisst es laut dem Tagesanzeiger, trotz mehreren Recherchen und Interviews mit damaligen Verantwortlichen, könne man noch nicht sagen, was mit den Akten passiert sei. Nach Ansicht des GPDel-Präsidenten Claude Janiak eine unzulässige Situation. Das nähre Spekulationen über den Verbleib der Akten und das sei nicht gut, so Janiak auf Anfrage von Radio Argovia. Man werde weiterhin mit dem VBS in Kontakt bleiben, ausserdem werde man mit einem Verbindungs-Mann von damals das Gespräch suchen. Möglicherweise habe er Informationen.
Die Schweizer Geheimarmee P26 war in den 80er Jahren aktiv und hatte das Ziel, im Falle einer sowjetischen Besetzung während des Kalten Krieges Widerstand zu leisten. Dafür wurden 400 Schweizerinnen und Schweizer rekrutiert und militärisch ausgebildet. Im ganzen Land unterhielt die P26 geheime Waffendepots. Hauptsitz war ein Bauernhof bei Burgdorf. Im Februar 1990 wurde die P26 enttarnt. was zu einem der grössten Polit-Skandale der Nachkriegsgeschichte führte. Denn die Organisation handelte ohne gesetzliche Grundlage und ohne echte politische Kontrolle. Der Bundesrat wusste nur rudimentär über die P26 Bescheid. Mit einer Parlamentarischen Untersuchungskommission wurden die Geschehnisse Ende 1990 aufgearbeitet. Ausserdem wurde ein Zusatzbericht beantragt, der offenbar derart Brisantes zu Tage brachte, dass der Bundesrat den Bericht für 50 Jahre als geheim einstufte. Und Teile dieses Berichts fehlen dem VBS nun.