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Tiere in der Landwirtschaft
Rolf Spriessler-Brander
Früher gab es in Riehen viele kleine Bauernbetriebe und jeder hatte seine Tiere, vom Rind bis zum Schwein, vom Pferd bis zum Huhn. Heute ist die Nutztierhaltung auf einem Bauernhof nicht mehr selbstverständlich – zwei der fünf noch bestehenden Riehener Betriebe halten keine klassischen Nutztiere mehr.
Als ‹Nutztiere› gelten Tiere, die vom Menschen wirtschaftlich genutzt werden, in erster Linie für die Versorgung mit Nahrung (Fleisch, Milch, Honig), für Bekleidung (Fell, Leder, Daunen, Wolle) und für Gebrauchsartikel (Sehnen, Fett, Knochen).1 Früher dienten die Nutztiere in erster Linie der Selbstversorgung und der Versorgung der lokalen Bevölkerung. Auch der Einsatz der Tiere als Last- und Zugtiere war essenziell, da es dafür noch keine Maschinen und Fahrzeuge gab. Heute ist nicht mehr jeder Hof auf Nutztiere angewiesen. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Landwirtschaftsbetriebe inzwischen vom Staat auch Direktzahlungen erhalten, wenn sie zum Beispiel naturverträglich wirtschaften (Stichwort ‹Bio›) oder landschaftspflegerische Aufgaben erfüllen. Wie steht es also um die heutigen Riehener Bauernbetriebe? Im Jahr 2017 gab es in Riehen 65 Tiere der Rindergattung, davon 19 Milchkühe, 22 Kälber und Jungtiere und 24 andere Kühe, 28 Pferde, 29 Schafe, 2 Ziegen, 255 Konsumeier produzierende Hennen und 26 Bienenvölker.2 Das war im früheren Bauerndorf Riehen anders. Da spielte insbesondere der Rebbau noch eine wichtige Rolle. Im Jahr 1905 wurden in Riehen nicht weniger als 105 Landwirtschaftsbetriebe gezählt. An der Wende zum 20. Jahrhundert verlagerte sich die ursprüngliche Dreifelderwirtschaft in Riehen – nicht zuletzt wegen der billigen Getreideimporte aus Nordamerika – auf die Vieh- und Milchwirtschaft. So stieg die Zahl der Nutztiere damals stark an. Im Jahr 1918 zählte man in Riehen 21 Stiere, 321 Kühe sowie 144 Rinder und Kälber.3
SPITTELMATT, MAIENBÜHL UND AUTAL
Nutztierhaltung betreiben in Riehen inzwischen nur noch zwei klassische Bauernhöfe – der Spittelmatthof und der Maienbühlhof – sowie der Bio-Nebenerwerbsbetrieb des pensionierten Musiklehrers und ehemaligen Gemeinderats Kari Senn im Autal. Der Spittelmatthof ist ein Biobetrieb, bei dem die Mutterkuhhaltung im Zentrum steht. Bei Vollbestand sind es 25 Kühe und deren Kälber. Der Spittelmatthof gehört seit 1931 den Industriellen Werken Basel (IWB) und wird von der Familie Graber in vierter Generation geführt. Den Maienbühlhof besitzt die Gemeinde Riehen seit 1951. Auf das pensionierte Pächterehepaar Marianne und Hanspeter Schmutz-Bohler folgten im Januar 2018 Hermann Arni-Karle und Ivon Karle. Sie sind dabei, den vor dem Pächterwechsel renovierten und leicht umgebauten Hof auf Biobetrieb umzustellen. Ziel ist ein Bestand von 35 Milchkühen, wobei die Qualität der Milch im Vordergrund stehen soll. Ausserdem ist der Betrieb eines ‹Hühnermobils› mit rund 250 Legehennen vorgesehen. Kari Senn und Catherine Cron schliesslich betreiben eine kleine Schafzucht mit 10 bis 15 Mutterschafen. Im Zentrum steht für sie nicht mehr die Fleischproduktion, sondern die Landschaftspflege. Die Schafe lassen sie auf eigenem und gepachtetem Land im Autal weiden.
BÄUMLIHOF UND HOF FISCHER
Die beiden übrigen Riehener Landwirtschaftsbetriebe haben sich längst von der Nutztierhaltung verabschiedet. Schon früh stieg Fritz Kyburz aus, der die Pacht des Bäumlihofs im Besitz der Einwohnergemeinde der Stadt Basel per 1. April 1985 angetreten hatte. Zu Beginn standen 25 Kühe, 25 Rinder und etwa ein Dutzend Mastkälber in den Ställen.4 «Als sich die Preispolitik in der Schweizer Landwirtschaft in den 1990er-Jahren zu ändern begann, hat mein Vater die Zeichen der Zeit richtig erkannt und sich von der Nutztierhaltung verabschiedet », erzählt Thomas Kyburz, der den Hof seit dem 1. Januar 2006 führt.5 Der zunehmende Preiszerfall sei nur einer der Faktoren für die Neuorientierung des Betriebs gewesen. Wegen den zunehmend strenger werdenden Tierschutzbestimmungen war es auch bald nicht mehr möglich, die Kühe und Rinder in einem Anbindestall zu halten. Der Umbau in einen tierschutzkonformen Freilaufstall wäre mitten in der Grundwasserschutzzone sehr teuer und zunehmend problematisch geworden und das Vieh wäre viel öfter draussen gewesen – mit den entsprechenden Geruchs- und Geräuschemissionen. Das wiederum hätte unweigerlich zu Problemen mit der Nachbarschaft geführt, resümiert Thomas Kyburz, denn auf dem Bäumlihofareal gebe es immerhin 15 Wohnadressen. Zu dieser Zeit konnte sein Vater glücklicherweise neues Pachtland übernehmen. Das ermöglichte ihm die Umstellung von einer intensiven auf eine extensive Bodenbewirtschaftung. Und so begann Fritz Kyburz vor rund 25 Jahren mit dem Anbau von Schnittblumen – dem heute wichtigsten Erwerbszweig des Bäumlihofs. Die Kundschaft schneidet die Blumen selbst – direkt auf dem Feld an der Allmendstrasse. Auf dem Bässlergut bewirtschaftet der Hof ausserdem rund 20 Hektaren Ackerland auf deutschem Boden, wo Brot- und Futtergetreide sowie Raps, Soja und Sonnenblumen für die Speiseölproduktion angebaut werden. Auf extensiven Wiesen wird Heu produziert. Der Grossteil der Ernte von Äckern und Wiesen wird verkauft. Eine Besonderheit auf dem Bäumlihof ist die Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein ‹Compas›, der «natur- und tiergestützte Interventionen» anbietet. Dazu gehören eine tiergestützte Psychotherapie, das ‹Pferdeflüstern› im Einzel- und Gruppensetting sowie die Angebote ‹Begegnungsraum Bauernhof› und ‹Schule auf dem Bauernhof› – eine etwas andere Art der Nutztierhaltung, bei der Tiere für die Interaktion mit dem Menschen eingesetzt werden, wie zum Beispiel auch bei Blinden-, Assistenz- oder Jagdhunden. In diesem Bereich lasse sich allerdings kein Geld verdienen, sagt Thomas Kyburz. Dennoch halte er deswegen zwei Pferde, zwei Ponys, vier Ziegen und einige Hühner – und weil auf einen Bauernhof einfach Tiere gehören würden. Auch komme es vor, dass Tiere anderer Betriebe auf den Weiden des Bäumlihofguts zu Gast seien. Der zweite Riehener Betrieb, der keine Nutztierhaltung mehr betreibt, ist der Hof von Markus und Janine Fischer am Leimgrubenweg. Bis vor rund drei Jahren wurden dort noch Schweine gehalten. Während 35 Jahren gab es auf dem Hof einen Zuchtbetrieb mit 18 Schweinen, die letzten 15 Jahre dann einen Mastbetrieb mit rund 50 Tieren. Ausserdem gab es einen Eierverkauf mit rund 30 Hühnern. Heute lebt der Betrieb vor allem vom Ackerbau und von den Kirschen – diese sind das Markenzeichen des Hofes. Es gibt Baumnüsse, auf den Äckern werden Weizen, Raps, Mais und Triticale (eine Getreide-Kreuzung aus Weizen und Roggen) angebaut und dann verkauft. Das Grünland dient der Heuproduktion. Heu und Stroh werden verkauft. Der Bauernbetrieb bietet ausserdem einen Häckseldienst sowie Wurzel-Fräsen an, vermietet Bagger und führt selbst Baggerarbeiten aus.6
MARKUS UND FREDY GRABER ALS BIO-PIONIERE
Einen anderen Weg gingen Markus und Fredy Graber auf dem Spittelmatthof. Die beiden Brüder, die mit ihren Familien auf dem Hof leben, begannen Anfang 1990 mit der Umstellung auf einen Biobetrieb, und zwar als ‹Knospenbetrieb› der Vereinigung Schweizerischer Biologischer Landbau-Organisationen (VSBLO). Ende 1992 gaben sie die Milchviehhaltung auf. Im Jahr 1993 betreuten sie auf dem Hof 30 Mutterkühe mit ihren Kälbern, einen Stier, 8 Nachzuchtstiere, 128 Schweine und 80 Hühner sowie 50 Bienenvölker.7 Die Kühe und Kälber konnten sich in einem geräumigen Stall frei bewegen, die Schweine genossen in grossen Boxen mit dicker Stroheinlage viel Bewegungsfreiheit und die Hühner lebten auf einer Wiese. Die Gebrüder Graber kauften die Ferkel von einem anderen Biobauern und mästeten sie. Als Futter dienten unter anderem Speisereste aus Basler Grossküchen – was heute nicht mehr zugelassen ist – sowie Hafer, Gerste und überschüssiges altes Brot aus dem Erlenpark zur Verbesserung der Fleischqualität. Das Schweinefleisch gelangte grösstenteils in den normalen Handel. Bei der Rindfleischproduktion setzte der Betrieb auf Angus-Vieh, eine schottische Hochlandrasse, die wenig Milch gibt, dafür aber über eine ausgezeichnete Fleischqualität verfügt. Die Kälber, die Muttermilch tranken und ohne Mastfutter aufwuchsen, wurden im Alter von zehn bis elf Monaten geschlachtet und als ‹Natura Beef› direkt ab Hof verkauft. Im Hofladen gab es ausserdem Mehl, Körner, Honig, Eier, Kirschen und Zwetschgen. Der Spittelmatthof galt bald als Vorzeigemodell eines erfolgreichen Biobetriebs in Stadtnähe. Inzwischen hätten sie den Betrieb «altersgerecht reduziert», erzählt Markus Graber.8 Die Schweinehaltung habe man vor rund zehn Jahren eingestellt, weil sie einfach nicht mehr rentierte. Auch den Hofladen gebe es seit einigen Jahren nicht mehr. Inzwischen würden die Tiere zur Fleischproduktion an die Bell / Coop-Gruppe verkauft. Sie hielten auf dem Hof noch 25 Mutterkühe mit ihren Kälbern. Müssten Mutterkühe geschlachtet werden, so verarbeite man deren Fleisch vor allem in Wurstwaren. Nach wie vor produziere der Hof das Viehfutter selbst. Das übrige Getreide werde verkauft.
MAIENBÜHL ALS ‹BIO-SPÄTZÜNDER›
Auch die Gemeinde Riehen wollte den 1951 gekauften Maienbühlhof schon vor Jahrzehnten auf Bioproduktion umstellen, respektierte aber den Wunsch des langjährigen Pächterehepaars Schmutz, damit bis zu seiner Pensionierung zuzuwarten. Als sich in den 1990er-Jahren die Frage nach der Zukunft der Riehener Bauernbetriebe stellte, legte die Gemeinde ein Bekenntnis zur Weiterführung des gemeindeeigenen Bauernbetriebs ab, indem sie 1995 Investitionen in den Neubau eines Rinder-Freilaufstalls und in die Sanierung des Schweinestalls beschloss. Ein kantonales Leitbild und Konzept, das Behörden und Landwirte daraufhin gemeinsam erarbeiteten, attestierte allen damaligen Riehener Betrieben die Überlebensfähigkeit ausser dem Landpfrundhaus und dem Erlensträsschen. Im September 2006 hielt Hanspeter Schmutz, der den Hof 1997 von seinem Vater übernommen hatte, auf dem Maienbühl 21 Milchkühe, 19 Stück Jungvieh, 140 Schweine und 120 Hühner.9 Nach der Aufgabe des Landpfrundhaus-Landwirtschaftsbetriebs, auf dessen Areal heute das Alters- und Pflegeheim ‹Haus zum Wendelin› steht, konnte der Maienbühlhof per Ende 2004 dessen Milchkontingent und Land übernehmen und die Milchproduktion ausdehnen. Diese Strategie hatte sich im Rahmen einer Betriebsanalyse als die sinnvollste erwiesen.10 Mit dem Bau eines Laufstalls, der Ende 2006 fertiggestellt wurde, war die Weiterexistenz der Milchwirtschaft auf dem Maienbühlhof gesichert – und zugleich hatte man sich die Option offengehalten, je nach Entwicklung von Milchpreis und Agrarpolitik relativ einfach auf Mutterkuhhaltung und damit auf Fleischproduktion umzustellen. Auch die Schweinehaltung wurde bis zum Pächterwechsel 2018 aufgrund der Pensionierung von Hanspeter und Marianne Schmutz weitergeführt.
Hermann Arni-Karle und Ivon Karle übernahmen die Pacht mit dem klaren Bekenntnis, den Hof auf Biobetrieb umzustellen. Statt auf reine Milchkuhrassen setzen sie deshalb neu auf sogenannte Zweinutzungsrassen wie Normande oder Simmentaler. Das sind Kühe, die sich sowohl zur Milch- als auch zur Fleischproduktion eignen. Mit Hilfe eines ‹Hühnermobils› – eines mobilen Hühnerstalls, mit dem es möglich ist, den Hühnern durch Standortwechsel verschiedene Auslaufflächen zur Verfügung zu stellen – baut das neue Pächterpaar eine biologische Eierproduktion mit rund 250 Legehennen auf.11
LANDSCHAFTSGÄRTNER IM AUTAL
Einer, der die Riehener Landwirtschaft der letzten Jahrzehnte hautnah miterlebt hat, ist Kari Senn. Ab dem Primarschulalter in den 1960er-Jahren verbrachte er praktisch jede freie Minute auf dem Bauernhof Fischer an der Baselstrasse mitten im Dorf. Das war damals ein vielseitiger Betrieb, man arbeitete sowohl mit dem Traktor als auch noch mit Pferden, es wurde geheut und Ackerbau betrieben, es gab Obstbäume und natürlich viele Tiere. So erstaunt es nicht, dass Kari Senn bald eigene Kaninchen und später zwei Schafe hielt. Diese liess er ursprünglich auf einem Landstück im Brühl weiden, ihren Stall hatten sie in den ehemaligen Ökonomiegebäuden des Berowerguts. Seit rund 25 Jahren betreiben Kari Senn und Catherine Cron nun ihre Schafzucht im Autal, wo sie inzwischen auch wohnen. Dort führen sie einen Nebenerwerbsbetrieb mit 10 bis 15 Schafen. Diese halte er nicht in erster Linie wegen der Fleischproduktion, erklärt Kari Senn, sondern um im Autal auf eigenem und auf Pachtland Landschaftspflege zu betreiben.12 Es gehe darum, das Naturschutzgebiet auf natürliche Weise zu unterhalten und das Autal auch als Naherholungsgebiet zu pflegen. Damit vollziehe er sozusagen einen Wandel im Kleinen, der in den letzten Jahrzehnten in der ganzen Landwirtschaft stattgefunden habe – Ziel sei nicht mehr nur die Produktion, sondern auch, was die Landwirtschaft für die Gesamtgesellschaft tun könne. Kari Senn veranschaulicht an einem kleinen Beispiel, wie die Landwirtschaft das Erscheinungsbild ihrer Umgebung beeinflussen und gestalten kann: Noch heute würden viele Riehener Bäche ganz eng geführt, oft mit schlichten Bretterverschlägen als Begrenzung. Das sei darauf zurückzuführen, dass die Bauern früher um jeden Quadratmeter Anbau- und Weideland hätten kämpfen müssen. Und in diesem Zusammenhang habe man dann halt dafür gesorgt, dass die Bäche möglichst wenig wertvolles Land ‹weggenommen› hätten. Natürlich gebe es bei ihnen auch Fleisch, sagt Kari Senn. Die Lämmer wüchsen ganz natürlich bei ihren Müttern auf. Sobald sie ein Gewicht von 40 bis 45 Kilogramm erreicht hätten, würden sie geschlachtet. Das Fleisch gehe an private Kundschaft, die jeweils mindestens eine zerlegte Lammhälfte abnehmen müsste. Senn setzt bei seiner Zucht auf das Schwarzbraune Bergschaf oder Juraschaf. «Das ist ein typisches Zweinutzungstier», sagt er. Schon lange nicht mehr lohnend sei übrigens der Wollverkauf, weil der Wollpreis gegenüber früher stark gefallen sei. Heute koste das Scheren mehr, als es für die Wolle gebe.
ÖKOLOGISCH FLEXIBEL STATT EINSEITIG MAXIMIERT
In Riehen war das Abrücken von der produktionsorientierten Landwirtschaft ein bewusster Entscheid. Die Jahresberichte der inzwischen aufgelösten Viehzuchtgenossenschaft Riehen und Umgebung (VZG) beschäftigten sich immer wieder mit der Entwicklung der Fleisch- und Milchpreise. In den 1970er-Jahren stieg die Milchproduktion in der Schweizer Landwirtschaft dramatisch an und führte zu einem Preiszerfall, der die Existenz der Milchbetriebe zu gefährden begann. Nachdem die Milchmenge im Jahr 1976 gegenüber dem Vorjahr um weitere 4 Prozent zugenommen hatte, verfügte der Bundesrat 1977 eine Milchkontingentierung, was die Diskussion um die Ausrichtung der Schweizer Landwirtschaft weiter anheizte. In den frühen 1980er-Jahren setzte man sich gerade in Riehen dezidiert für ein Zucht- und Selektionsprogramm ein, das auf Zweinutzungstiere setzte, die sich sowohl für die Milchals auch für die Fleischproduktion eignen, um auf kurzfristige Entwicklungen schneller reagieren zu können. Die «Betonung eines zweiseitigen Zuchtziels» wurde im Schweizerischen Fleckviehzuchtverband ab 1982 propagiert und in Riehen dann auch bewusst befolgt. Das wiederum bedeutete gleichzeitig die Abkehr von einer maximalen Produktion in einer einzelnen Sparte hin zu einer möglichst kontinuierlichen und flexiblen Produktion mit stabilem Einkommen. Im Jahresbericht 1986 stellte der damalige VZG-Präsident und spätere Gemeinderat und Gemeindepräsident Willi Fischer fest, man stehe nun an einer Wegscheide – aus seiner Sicht solle man in der Riehener Landwirtschaft den ökologischen Weg dem ökonomischen vorziehen.13 Das gilt auch heute noch.
1 Vgl. Nutztier, de.wikipedia.org/wiki/Nutztier,
Zugriff: 10.08.2018.
2 Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain,
Sissach: Nutztiererfassung, Betriebszählung
Anfang Mai 2017.
3 Vgl. Willi Fischer: Riehener Landwirtschaft im
20. Jahrhundert, in: Jahrbuch z›Rieche 1995,
S. 30–43.
4 Vgl. Thomas Wilhelmi: Porträt der Woche: Fritz
Kyburz, in: Riehener Zeitung, 30.09.1988.
5 Gespräch mit Thomas Kyburz am 27.07.2018.
6 Gespräch mit Robin Fischer am 28.07.2018.
7 Marlene Minikus: Riehener Biobetrieb in
artgerechter Haltung, in: Riehener Zeitung,
08.10.1993.
8 Gespräch mit Markus Graber am 28.07.2018.
9 Barbara Imobersteg: Kühe und Bauern als
Grenzgänger, in: Riehener Zeitung, 15.09.2006.
10 Barbara Imobersteg: Maienbühl soll Biobetrieb
werden, in: Riehener Zeitung, 19.11.2004.
11 Gespräch mit Hermann Arni-Karle und Ivon
Karle am 06.07.2018.
12 Gespräch mit Kari Senn am 29.07.2018.
13 Dokumentationsstelle Riehen, Privatarchiv
Fischer: Viehzuchtgenossenschaft Riehen und
Umgebung (VZG), Fisch 1, 01–04, Korrespondenz
1977–1994.