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Immer wieder wird kontrovers über Fluorid diskutiert. Ist der Inhaltsstoff von vielen Zahnpasten wirklich giftig? Oder ist Fluorid einer der wichtigsten Pfeiler der Kariesprophylaxe? Hier finden Sie den Faktencheck.
Ist Fluorid Fluor und somit giftig?
Oft werden die beiden Stoffe gleichgesetzt, doch sie unterscheiden sich deutlich in ihren Eigenschaften: Fluor ist ein stechend riechendes, giftiges Gas, das in der Natur nicht frei vorkommt. Es hat völlig andere Eigenschaften als seine (Fluorid-)Salze.
In der Natur bildet das Fluor in Verbindung mit Natrium oder Kalium Salzkristalle, sogenannte Fluoride. Fluor kommt im Boden, im Wasser, in Mineralwassern, in der Luft und in Lebensmitteln wie Meeresfischen oder Schwarztee vor. Fluorid ist ein wichtiges Spurenelement im menschlichen Körper und kommt in Knochen sowie Zähnen zur Festigkeit dieser Strukturen vor. In Zahnpasten ist Fluorid ein wichtiger Grundpfeiler der Kariesprophylaxe.
Der deutliche Kariesrückgang der letzten Jahre in den Industriestaaten wird auf die regelmässige Anwendung von Fluoriden in Zahnpasten zurückgeführt. Fluorid lagert sich im Zahnschmelz ein und hilft so, ihn gegenüber Säure widerstandsfähiger zu machen. So werden die Zähne vor Säure und Karies geschützt.
Kindern unter 6 Jahren wird eine spezielle Kinderzahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt empfohlen.