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Gesenkte Preise führten in vielen Ländern, darunter auch der Schweiz, zu Umsatzeinbrüchen.
Laut Zahlen des auf den Channel spezialisierten Marktforschers Context konnten die Top- Distributoren in Europa, über die rund die Hälfte aller PCs in der Region verkauft wird, im abgelaufenen dritten Quartal 2011 insgesamt knapp gleich viele PCs absetzen, wie in der gleichen Periode des Vorjahrs (Tablets à la iPad nicht mit eingerechnet). Der Umsatz allerdings liess aufgrund von Preissenkungen aber um 11 Prozent nach.
Auch in der Schweiz ist dieser Effekt in den Context-Zahlen deutlich ablesbar. Während der Absatz nach Stückzahlen um 1,6 Prozent nachliess, fiel der Umsatz um 18 Prozent. Das Quartal verlief damit ähnlich wie das zweite Quartal, in dem der Absatz im Jahresvergleich um 1,9 Prozent, der Umsatz um 15,2 Prozent sank.
Laut Context bekriegten sich sowohl Hersteller als auch Distis mit teilweise drastischen Preissenkungen, um unverkaufte Lagerbestände, die sich zum Teil schon seit Ende 2010 anhäuften, loszuwerden. Dies führte zwar in einigen Ländern zu einer Nachfragesteigerung - in Polen wurden beispielsweise 16 Prozent, in Frankreich 12,6 Prozent mehr PCs abgesetzt - trotzdem liess der Umsatz auch in diesen Ländern nach.
Hierzulande dürften auch noch Preissenkungen aufgrund des starken Frankens eine Rolle gespielt haben. Ein Indiz dafür ist, dass der Umsatzrückgang in der Schweiz nur noch in Finland (-18,6 Prozent) und Italien (-21,3 Prozent) übertroffen wurde. Die Distis verzeichneten in diesen beiden Ländern aber auch mit je über zehn Prozent einen weit höheren Nachfragerückgang als in der Schweiz. (hjm)