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Luzerner Theater: Massive Wertminderung
Der Denkmalwert des Luzerner Theatergebäudes ist stark geschmälert. Zu diesem Schluss kommt ein bauhistorisches Gutachten. Als Gründe für die Wertminderung werden die zahlreichen Umbauten genannt, die im Laufe der letzten rund 180 Jahre vorgenommen wurden.
Im Zusammenhang mit der Erneuerung der Luzerner Theaterinfrastruktur stellt sich die Frage nach dem denkmalpflegerischen Stellenwert des heutigen Luzerner Theaters an der Reuss. Die Kantonale Denkmalpflege beauftragte daher das Büro für Architektur, Denkmalpflege und Baugeschichte (ADS), Siegfried Möri in Burgdorf, den denkmalpflegerischen Wert zu ermitteln. Fazit des Gutachtens: Das im 1838/39 nach Plänen von Architekt Louis Pfyffer von Wyher erbaute Gebäude weist heute nur noch wenig von seiner ursprünglichen Bausubstanz auf.
Das Gutachten zeigt auf, dass der Denkmalwert des Gebäudes durch zahlreiche, tiefgreifende Umbauten sowie durch einen Brand anfangs des 20. Jahrhunderts stark geschmälert wurde. Im Vergleich zu den beiden anderen frühen schweizerischen Theaterbauten des 19. Jahrhunderts in La-Chaux-de-Fonds und Bellinzona, ist die Originalsubstanz des Luzerner Theaters massiv reduziert.
Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes geht im Wesentlichen zurück auf den Wiederaufbau und die Aufstockung von 1925 nach dem Grossbrand sowie die Westerweiterung in den 1960er Jahren. Pfyffers Theaterbau von 1839 habe sein originales Aussehen bis auf den Mittelteil an der Reuss gänzlich verloren, heisst es im Gutachten. Vom Originalbau haben sich nebst dem Mittelteil an der Reussfassade, bestehend aus den drei ursprünglichen Aussenwänden des vorspringenden Querbaus, lediglich die Ost- und Südfassade des Hauptkörpers erhalten.
Hingegen sei der Bau als Teil der linksufrigen Reussfront und als direktes Gegenüber des Rathauses von städtebaulicher Bedeutung. Dieser Tatsache müsste gemäss Gutachten ein allfälliger Neubau Rechnung tragen.
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