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Hilfsprojekt ihza/aica
Im Dezember 2009 suchte Isabella Desax, die Gründerin des Vereins ihza / aica (Individuelle Hilfe Zentralamerikas / Ayuda Individual Centro-America) Unterstützung für ihrer Arbeit, Dank meinen Spanisch-Kenntnissen kamen wir schnell überein, dass ich sie einen Monat in Honduras unterstützen würde, genauer, in Santa Rosa de Copán
(27 MB).
2013 wurde Isabella dann schwer krank und wollte das ganze Projekt aufgeben. Wir kamen überein, dass ich 6 verbliebene Jugendliche, die ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen hatten, während den nächsten Jahren unterstützen und begleiten würde. Deshalb flog ich Ende 2013 nochmals mit Isabella nach Honduras, um das ganze zu übernehmen. Aber es kam anders. Isabella konnte sich nicht von ihrem Projekt lösen und wollte nach wie vor alles unter alleiniger Kontrolle halten, auch wenn das Ende absehbar war. Leider hatte ich keine Wahl als mich vorzeitig zurückzuziehen.
Ein normaler Tag in Santa Rosa
Als erstes besuchen wir Maury im öffentlichen Spital: ein strahlender Junge, mit 30 andern im gleichen Zimmer, alles schmutzig (sieht man auf dem Bild nicht). Die Krankenschwester misst allen das Fieber, stumm, ohne einen Ton mit ihnen zu sprechen. Auf dem Bild sieht man einige Frauen, das sind Mütter, welche ihre Kinder pflegen, oder ihnen den Znacht bringen.
Besuchszeit ist offiziell 1 Stunde pro Tag. Mütter mit Essen lassen sie manchmal auch später rein, aber nur manchmal, sonst haben sie halt Pech gehabt und müssen ihr Essen wieder mit nach Hause nehmen.
Einen speziellen Besuch machen wir bei Don Quique, ca. 65 Jahre alt, wirkte wie 80, so durchsichtig und zerbrechlich. Vor vier Jahren meinte er zu sterben, so kaufte er sich schnell noch einen Sarg. Nun steht dieser halt in seinem Schlafzimmer und wartet geduldig auf den zukünftigen Bewohner.
Don Quique erzählt uns von früheren Zeiten, als er noch Gitarrenlehrer war. Per Zufall hatte Isabella vor einem Jahr einem ihrer Unterstützten, Ronald, zur Motivation für zuverlässiges Arbeiten, eine Gitarre geschenkt. Nun können wir Don Quique als Gitarrenlehrer für Ronald verpflichten, pro Woche eine Stunde à Fr. 1.50. Und beide blühen auf, Ronald, weil er einen Privatlehrer hat, und Don Quique, weil er einen so dankbaren Schüler hat.
Zum Mittagessen gehen wir in ein einfaches Restaurant: Pouletsuppe gemäss Bild. Preisfrage: welche Schüssel wurde dem Mann (mir) serviert, und welche der Frau (Isabella)? Hinweis: Machismo.
Video einiger Besuche bei Familien:
(228 MB)
Am Nachmittag besuchen wir zwei Familien: Die eine, Elia (wenn ich in Zukunft nur die Frau erwähne, heisst das, dass der Mann schon bei einer jüngeren ist. Männer sind selten anzutreffen). will ein Haus bauen (mit Backsteinen und Blechdach, 2 Räume + Bad/WC).
Für uns wäre es nicht zu teuer, da es nur Fr. 5‘700 kostet, wovon ein Drittel erst noch vom Staat subventioniert wird. Für sie, die monatlich aber nur Fr. 160 verdiente, ist das jedoch sehr viel. Nun hat sie zusätzlich noch den Job verloren und will eine Tortillabäckerei aufmachen. Elia ist die Mutter vom oben erwähnten Maury. Am Montag wird sein Bein operiert mit einem Nagel und Platten. Die Operation ist gratis, das Material kostet schlimmstenfalls Fr. 1'000 (der neunfache Monatslohn). Respekt, würde der Bulle von Tölz sagen, die Frau hat Mut.
Nachher besuchen wir noch Gloria. Auf der Foto sieht man sie mit 3 ihrer 4 Kinder (der älteste ist 24). Ihr Haus besteht aus Blech (ohne Fenster), ein Zimmer, etwa so breit wie man auf der Foto sieht, und ebenso tief. Darin haben 2 Betten und ein Feldbett Platz (letzteres gestiftet von Isabella). Darin schlafen alle 5.
Drinnen ist es schmuddelig, aber man beachte die Kleider der Kinder, makellos rein! Sobald sie herauskommen sind alle perfekt geputzt und gschträlet. In die Schule müssen alle in sauberst geputzter Uniform mit weissem Hemd. Die Ausgaben hierfür werden von Isabellas Hilfsprojekt übernommen.
Der Besuch einer Schulstunde im Instituto Alvaro ist in untenstehendem Video festgehalten.
Thema der Physikstunde ist das Elatizitätsgesetz von Hooke.
Die Jugendlichen sollen mit einer einfachen Versuchsapparatur (gestiftet von
USAid) eine Feder mit unterschiedlichen Gewichten belasten und die Verlängerung messen und auftragen.
Video einer Schulstunde im Instituto Alvaro:
(75 MB)
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Video der Zusammenkunft 2010 aller Begünstigten und Angehörigen