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Beschreibung
Cortistol
Cortisol ist unser wichtigstes Stresshormon. Es wird aus Cholesterin gebildet und führt im Organismus zu Reaktionen, die eine Bewältigung der Stress-Situation ermöglichen sollen. Dafür lässt es den Blutdruck, den Blutzucker und den Triglyceridehalt im Blut ansteigen und stellt somit schnell eine grosse Energiewende zur Verfügung. Der Betroffene Mensch könnte sich damit durch Kampf oder Flucht aus seiner Stress-Situation retten. Auch die Schmerzhemmung und die mentale Aktivierung, die das Cortisol erzeugt, waren in diesem Zusammenhang richtig und wichtig.
DHEA
DHEA wird von ACTH reguliert und in der Nebennierenrinde gebildet. Es wirkt positiv auf die Blutfettwerte, indem es das LDL-Cholesterin senkt und das HDL-Cholesterin steigert. Weiterhin verbessert es die Immunlage durch eine Stimulation der zellulären Immunantwort, wirkt antientzündlich und steigert die Insulinsensitivität.
Progesteron
Progesteron gehört als wichtigster Vertreter zur Gruppe der Gestagene. Es handelt sich um ein Steroidhormon, das vor der Menopause in den Zellen des Gelbkörpers und der Plazenta gebildet wird, nach der Menopause lediglich und in vergleichsweise geringen Mengen in der Nebennierenrinde. Progesteron wird aus Cholesterin synthetisiert. Progesteron reguliert zusammen mit Östradiol vor allem den weiblichen Menstruationszyklus, den Knochenstoffwechsel (Osteoporoseprophylaxe), die Kollagensynthese, schützt vor Endometrium- und Mamma-Karzinom, senkt die Insulinresistenz (antidiabetogene Wirkung), fördert die Lipolyse, stimuliert den Schlaf, wirkt antidepressiv, fördert die Funktion der Schilddrüse, stärkt die Immunabwehr, wirkt antithrombotisch und libidofördernd. Außerdem beeinflusst es den Wasserhaushalt (und damit den Blutdruck; über Aldosteron), antientzündliche Vorgänge sowie die körpereigene Schmerzunterdrückung. Progesteron ist als Vorstufe vieler anderer Steroidhormone der Dreh- und Angelpunkt im Steroidhormonstoffwechsel.
Testosteron
Testosteron ist zwar vornehmlich als männliches Geschlechtshormon bekannt, erfüllt jedoch auch bei der Frau wichtige psychologische Aufgaben wie z.B. Fettspeicherung und Muskelaufbau aufgrund seiner anabolen Wirkung, es fördert den Knorpel- und Knochenaufbau, steigert die Lebenslust, die Leistungsfähigkeit und die Libido, führt zu vermehrter Bildung von Erythrozyten und spielt auch eine Rolle bei der Vorbeugung von Depression und Herzkrankheiten.
Östradiol
Östradiol (Estradiol) ist eines von drei Östrogenen und hat unter ihnen den weitreichendsten Einfluss auf den weiblichen Körper. Es wird im Ovar aus den Steroidhormonen Progesteron und Testosteron gebildet. Östradiol spielt, zusammen mit Progesteron, eine zentrale Rolle bei der Regulation des Menstruationszyklus (siehe Grafik).
Östradiol fördert u.a. die Proliferation des Endometriums und der Mamma, wirkt zervix-erweiternd und wasserspeichernd, stimuliert den Kollagen- und Knochenstoffwechsel, schützt vor Haarausfall, spielt eine Rolle in der Herzinfarktprophylaxe, hat antidepressive sowie antioxidative Wirkung, greift in die Temperaturregulation des Körpers ein und erhält nicht zuletzt die Libido. Wie auch beim Progesteron unterliegt der Östradiolspiegel zyklusbedingt ausgeprägten Schwankungen.