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Es ist wichtig, am richtigen Platz zu sein. Darüber möchte ich heute sprechen, wie der Heilige Geist uns an bestimmte Plätze führt, um uns Erleuchtung, Versorgung und einen Auftrag zu schenken. Es sind wichtige Plätze, an die der Heilige Geist uns führt, um uns Erleuchtung, Versorgung und einen Auftrag zu geben.
Sprechen wir zuerst über Erleuchtung. Vielleicht kennen Sie die folgenden Bibelverse.
In Jeremia 18,1 und 2 heißt es:
„Das Wort, das durch den Herrn zu Jeremia geschah: Mache dich auf und geh in das Haus des Töpfers hinab, und dort werde ich dich mein Wort hören lassen!“
„Dort werde ich dich mein Wort hören lassen.“
Nun hätte Jeremia sagen können: „Herr, aber ich höre dich doch schon, oder? Du trägst mir auf, ins Haus des Töpfers zu gehen, aber du redest doch bereits mit mir. Warum redest du nicht einfach weiter? Warum muss ich dorthin gehen?“
Es war wichtig, dass Jeremia dorthin ging, weil Gott ihm dort Erleuchtung schenken wollte.
Als er zum Haus des Töpfers kam, sah er, wie der Töpfer etwas auf der Töpferscheibe formte, aber es geriet nicht recht. Gott sagte zu Jeremia: „Kann ich mit Israel nicht tun, was dieser Töpfer mit dem Ton macht? Wie der Ton in den Händen des Töpfers, so ist Israel in meinen Händen.“ Dann sagte Gott mehrere Dinge über die Zukunft Israels und gab Jeremia ein Wort für das Volk. Doch es war wichtig, dass Jeremia an einem bestimmten Platz war, um dort die Erleuchtung zu empfangen, die Gott für ihn hatte.
Ich kann mich an eine Zeit in meinem Leben erinnern, als ich noch Co-Pastor war, vor ungefähr 37 Jahren. Ich hatte einen kritischen Punkt erreicht, jedenfalls kam es mir so vor. Ich betete intensiv und suchte nach Antworten. Ich hatte das Gefühl, dass meine nächste Entscheidung, wie sie auch aussehen würde, über mein gesamtes Schicksal entscheiden würde. Natürlich wollte ich mich richtig entscheiden und stand sehr unter Druck. Ich betete viel und oft, aber irgendwie kam kein Durchbruch. Es gab keine klare Anweisung. Da hörte ich von einigen Veranstaltungen, die in Anaheim stattfinden sollten. Als ich davon hörte, hatte ich sofort den Eindruck, dass ich daran teilnehmen sollte. Ich würde nicht sagen, dass ich Worte hörte, aber ich würde sagen, dass der Heilige Geist mich ansprach. Ich wusste einfach innerlich ganz sicher, dass ich aus irgendeinem Grund dort sein sollte. Also fuhr ich mit Janet hin und wir nahmen an den Veranstaltungen teil. Und während einer dieser Veranstaltungen sagte der Redner: „Nehmen Sie alle einmal Ihre Bibel zur Hand und halten sie hoch.“ Ich dachte: „Super! Ich bin ein Bibelfan. Das gefällt mir.“ Wir hielten unsere Bibeln hoch. Und er sagte: „Okay, und jetzt legen Sie sie unter den Stuhl. Sie brauchen sie nicht.“ Ich dachte: „O nein!“ Aber dann erklärte er, dass er für seine Predigt eine etwas unbekanntere Bibelübersetzung verwenden wollte. Und wir sollten nicht die Unterschiede vergleichen, sondern einfach dem zuhören, was er sagte. Ich sagte: „Okay, das leuchtet mir ein.“ Und als er zu predigen begann, war es, als würden alle anderen Menschen im Raum verschwinden. Ich war der Einzige dort. Jedes Wort, das der Prediger sagte, sprach mich direkt an. Gott beantwortete jede meiner Fragen und sagte mir eindeutig, was ich tun sollte. Diesen Tag werde ich nie vergessen. Er war so wichtig, er war ausschlaggebend für mich.
Gott will uns Erleuchtung bringen, aber manchmal ist diese Erleuchtung an einen bestimmten Ort gebunden.
Schlagen Sie bitte mit mir 1. Mose 22 auf. 1. Mose 22. Kommen wir zum Punkt „Versorgung“.
1. Mose 22, ab Vers 1:
„Und es geschah nach diesen Dingen, da stellte Gott den Abraham auf die Probe. Und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sagte: Hier bin ich!
Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde! Da machte sich Abraham früh am Morgen auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak. Er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und ging an den Ort, den Gott ihm genannt hatte.“
Alle zusammen: „An den Ort.“
Vers 4:
„Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von fern.“
Lesen wir weiter ab Vers 9:
„Und sie kamen an den Ort, den Gott ihm genannt hatte. Und Abraham baute dort den Altar und schichtete das Holz auf. Dann band er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben auf das Holz. Und Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Jungen, und tu ihm nichts! Denn nun habe ich erkannt, dass du Gott fürchtest, da du deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast. Und Abraham erhob seine Augen und sah; und siehe, da war ein Widder hinten im Gestrüpp an seinen Hörnern festgehalten. Da ging Abraham hin, nahm den Widder und opferte ihn anstelle seines Sohnes als Brandopfer. Und Abraham gab diesem Ort den Namen ‚Der Herr wird ersehen‘, von dem man heute noch sagt: Auf dem Berg des Herrn wird ersehen.“
Diese Begebenheit war eine Vorschattung auf Jesus, Golgatha und die Erlösung. Ich lag, bildlich gesprochen, auf dem Altar. Das Messer schwebte über meinem Herzen. Es würde mich treffen und in die ewige Trennung von Gott schleudern. Doch dann raschelte es im Gebüsch und es fand sich ein Stellvertreter. Jesus Christus, der Sohn Gottes, legte sich auf den Altar des Kreuzes und starb an meiner Stelle, damit ich frei sein konnte. Gott hat seinen eigenen Sohn nicht vorenthalten. Wir verstehen diese Elemente der Geschichte, aber auf einer ganz praktischen Ebene lehrt sie uns, dass Gottes Versorgung in unserem Leben an einen bestimmten Ort gebunden sein kann. Gott schickte den Widder auf einen bestimmten Berg.
Schlagen Sie bitte mit mir 1. Könige 17 auf. Ich glaube, das ist ein ganz klassisches Beispiel für das, worüber wir reden.
1. Könige, 17. Kapitel. Ab Vers 1 heißt es da:
„Und Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead, sagte zu Ahab: So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen geben wird, es sei denn auf mein Wort!
Und es geschah das Wort des Herrn zu ihm: Geh von hier fort, wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der vor dem Jordan ist! Und es soll geschehen: Aus dem Bach wirst du trinken, und ich habe den Raben geboten, dich dort zu versorgen.“
Alle zusammen: „Dort.“
„… ich habe den Raben geboten, dich dort zu versorgen. Da ging er und tat nach dem Wort des Herrn: Er ging hin und blieb am Bach Krit, der vor dem Jordan ist. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und aus dem Bach trank er.“
Die Raben hätten Elia nicht irgendwo mit Essen versorgt. Gott sagte: „Ich habe den Raben geboten, dich dort zu versorgen.“ Gott hat ein „Dort“ für jeden Einzelnen von uns. Wenn Elia zu einem anderen Bach gegangen wäre, wäre ihm der Segen entgangen. Gott hatte den Raben geboten, an den Bach Krit zu kommen.
Weiter in Vers 7:
„Und es geschah nach einiger Zeit, da vertrocknete der Bach, denn es war kein Regen im Land.“
Es wurde Zeit für eine Veränderung. Unser „Dort“ ist manchmal zeitlich begrenzt. Manchmal trocknen Dinge aus und es ist an der Zeit zu sagen: „Gott, wohin als Nächstes?“
Ab Vers 8:
„Da geschah das Wort des Herrn zu ihm: Mache dich auf, geh nach Zarpat, das zu Sidon gehört, und bleib dort! Siehe, ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen.“
Alle zusammen: „Dort.“ „Dort.“
„Ich habe dort einer Witwe befohlen.“ An beiden Orten ordnete Gott einen Segen an. Gott befahl den Raben und Gott befahl einer Witwe.
Ich glaube, wenn wir am richtigen Platz sind, ordnet Gott unsere Versorgung an. Er wird anordnen, dass eine Firma Ihnen Arbeit gibt. Er wird anordnen, dass sich Ihnen Türen des Wohlwollens und Segens öffnen. Wenn nötig, wird er dazu Raben und Witwen einsetzen. Und das bedeutet nicht, dass es keine Prüfungen geben wird oder dass wir nicht hin und wieder eine Durststrecke durchmachen. Aber ich glaube, wenn wir am richtigen Platz sind, können wir damit rechnen, dass Gott uns versorgt und uns gibt, was wir brauchen.
Doch Gott will uns an konkreten Plätzen haben. Eine Ananas wächst in Hawaii sehr gut, in Alaska überhaupt nicht. Es gibt konkrete Plätze für Sie, für Ihre Begabung, für Ihre Persönlichkeit, an denen Sie sich ausdrücken und Gelegenheiten zum Dienst finden werden.
Einmal war ich mit den Zwillingen in einem Einkaufszentrum. Sie waren vielleicht fünf Jahre alt; ich hatte sie an der Hand. Und auf dem Weg, wir wollten zu einem bestimmten Geschäft, hatte ich plötzlich den Eindruck, dass wir umkehren und in die andere Richtung gehen sollten. Es war seltsam. Ich dachte: „Heiliger Geist, bist du das? Seltsam.“ Also kehrte ich mit den Kindern um. Sie sagten: „Papa, das ist die falsche Richtung! Das Geschäft ist dahinten.“ Ich sagte: „Schon gut. Kommt einfach mit.“ Nach ungefähr einer Minute Weg hörte ich jemanden sagen: „Bayless?“ Ich drehte mich um und sah einen befreundeten Pastor, der an einem Tisch im Außenbereich eines kleinen Cafés saß. Wir gingen hin und setzten uns zu ihm.
Wir unterhielten uns ein bisschen, und er sagte: „Bayless, ich bin so froh, dich zu sehen. Ich bete schon eine Weile intensiv darum, und ich habe den Eindruck, Gott möchte, dass unsere Gemeinde Missionsarbeit in Afrika machen soll. Aber ich habe keinen einzigen Kontakt auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Kannst du mir helfen?“ Ich sagte: „Klar. Wir haben viele Kontakte in verschiedenen afrikanischen Ländern. Gerade heute haben wir einen einflussreichen nigerianischen Pastor in unserer Gemeinde zu Gast. Er ist noch drei Tage bei uns. Ich glaube, du solltest ihn kennenlernen.“ Ich brachte die beiden zusammen, und daraus entwickelten sich ein ganz neuer Blick und eine neue Phase der Missionsarbeit in dieser Gemeinde. Sie begannen, Menschen auszusenden. Sie knüpften Kontakte mit jenem Pastor und in dem Teil Nigerias. Und dann gab es einen Schneeballeffekt und andere Dinge folgten. Aber es war ganz einfach … Für mich bestand das „Dort“ einfach darin, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Es war keine gigantische Offenbarung, nur ein kleiner Eindruck.
Ich denke nicht, dass wir in solchen Dingen komisch oder übergeistlich werden sollten. Vielleicht fragen wir uns: „Was ist das, Herr? Ich soll zu Trader Joe’s gehen? Nicht zu Sprouts heute Abend. Zu Trader Joe‘s.“ Nein, kommen Sie. Aber wenn Sie denken: „Das ist seltsam. Ich habe das Gefühl, ich sollte in einen anderen Laden gehen. Ich glaube, ich sollte dorthin gehen“, dann nehmen Sie sich einen Moment Zeit und hören Sie zu. Sie werden es nie wissen, wenn Sie nicht losgehen. Probieren Sie es. Sehen Sie, ob Gott etwas tut.
Wie führt der Heilige Geist uns? Woher wissen wir, wenn er uns zu einem bestimmten Platz führt? Natürlich ist es einfach, wenn er uns eine Vision gibt oder deutlich zu uns spricht. Doch meistens ist seine Leitung viel unauffälliger.
Als Elia sich in der Höhle versteckte, tobte ein Sturm und zerriss die Felsen. Und es heißt: „Gott war nicht im Sturm.“ Dann kam Feuer, und es heißt: „Gott war nicht im Feuer.“ Dann kam ein Erdbeben, und es heißt: „Gott war nicht im Erdbeben.“ Dann kam eine leise, sanfte Stimme – und Gott sprach zu ihm.
Manchmal müssen wir still werden und auf das Flüstern des Heiligen Geistes hören. Ich glaube, Gott kann uns sogar durch unsere Wünsche führen.
In Psalm 37,4 heißt es:
„Habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben die Bitte deines Herzens.“
Das heißt nicht, dass wir glücklich sind und Gott uns gibt, was wir wollen. Der Ausdruck „seine Lust haben“ bedeutet wörtlich, formbar zu werden, wie Ton in der Hand des Töpfers. Das heißt, wenn ich mich an Gott freue, wenn ich diese Haltung der Formbarkeit einnehme, wenn ich sage: „Herr, hier bin ich, sende mich, wohin du willst, zu wem du willst“, dann fängt Gott an, Wünsche in mein Herz zu legen. Ich glaube, er führt uns durch diese Wünsche.
Ich weiß noch, als Janet und ich vielleicht zum zweiten Mal miteinander ausgingen. Ich wollte mit ihr in ein Restaurant gehen, das „Silver Plough“ hieß. Ich holte sie ab, und unterwegs bekam ich plötzlich Appetit auf chinesisches Essen. Es war seltsam, ganz ungewöhnlich. Ich weiß noch, wie ich dachte: „Heiliger Geist, bist du das vielleicht? Im Ernst? Chinesisch?“ Aber ich dachte: „Ich glaube, das ist der Heilige Geist.“ Als ich Janet abholte, sagte ich aber nicht: „Hey, wir gehen chinesisch essen“, sondern: „Möchtest du lieber ins Silver Plough oder zum Chinesen gehen?“ Sie sagte: „Ich möchte lieber ins Silver Plough.“ Also gut. Es war ein toller Abend. Aber als wir wieder gingen und ich auf den Parkplatz schaute, dachte ich: „So schief habe ich aber nicht eingeparkt.“ Mein Auto konnte unmöglich so schief in der Parklücke stehen. Und als ich hinkam, sah ich, dass das ganze Heck verbeult und verbogen war. Ich ging in das Spirituosengeschäft und fragte: „Haben Sie gesehen, was mit dem Auto da draußen passiert ist?“ Der Mann sagte: „Ja, gerade kam eine Bierlieferung. Der Fahrer hat oben auf dem Hügel geparkt, aber vergessen, die Handbremse anzuziehen. Der Laster ist rückwärts den Hügel runtergerollt und hat das Auto da ramponiert.“ Ich sagte: „Das war mein Auto, und er hat nicht mal einen Zettel hinterlassen!“ Der Mann meinte: „Der Laster steht noch da oben. Wenn du rennst, kannst du ihn erwischen.“ Ich rannte, so schnell ich konnte, und erwischte den Fahrer tatsächlich. Am Ende hat die Bierfirma meine Reparaturen bezahlt. Aber es war ein Wunsch. Wären wir chinesisch essen gegangen, hätte ich vielleicht nie erfahren, dass es der Heilige Geist war, und könnte jetzt keine Geschichte erzählen. Aber chinesisches Essen wäre mir lieber gewesen, denn man braucht kein ramponiertes Auto als Anschauungsbeispiel! Beispiele finden wir überall.
Bitte schlagen Sie mit mir Apostelgeschichte 15 auf. Dort passiert etwas sehr Wichtiges. Paulus und Barnabas waren aus ihrer Heimatgemeinde in Antiochia zur Muttergemeinde in Jerusalem gekommen, weil sie bestimmte Fragen hatten. Sie versammelten sich also, um diese Dinge zu besprechen. In Vers 22 heißt es: „Dann schien es den Aposteln und Ältesten gut.“
Apostelgeschichte 15,22:
„Dann schien es den Aposteln und den Ältesten samt der ganzen Gemeinde gut, Männer aus ihrer Mitte zu erwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden: Judas mit dem Beinamen Barsabbas und Silas, führende Männer unter den Brüdern.“
Und dann weiter in Vers 25. Das ist ein Teil des Briefes, den sie an die Gemeinde in Antiochia schrieben.
„[Es schien] uns, nachdem wir einstimmig geworden, gut, Männer auszuwählen und sie zu euch zu senden mit unseren geliebten Brüdern Barnabas und Paulus.“
Dann weiter in Vers 33; dort heißt es:
„Nachdem sie sich aber eine Zeit lang aufgehalten hatten, wurden sie mit Frieden von den Brüdern entlassen zu denen, die sie gesandt hatten.
Silas hielt es aber für gut, dortzubleiben.“
„Er hielt es für gut, dortzubleiben.“ Ich werde hierbleiben. Ich gehe nicht zurück in die Muttergemeinde in Jerusalem. Es erscheint mir gut. Mehr heißt es nicht. Es scheint mir das Richtige zu sein. Ich bleibe eine Weile hier.
Schauen wir, was dann passiert. Ab Vers 36:
„Nach einigen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: Lass uns nun zurückkehren und die Brüder besuchen in jeder Stadt, in der wir das Wort des Herrn verkündigt haben, und sehen, wie es ihnen geht. Barnabas aber wollte auch Johannes, mit dem Beinamen Markus, mitnehmen. Paulus aber hielt es für richtig, den nicht mitzunehmen, der aus Pamphylien von ihnen gewichen und nicht mit ihnen gegangen war zu dem Werk. Es entstand nun eine Erbitterung, sodass sie sich voneinander trennten und Barnabas den Markus mitnahm und nach Zypern segelte. Paulus aber wählte sich Silas und zog aus, von den Brüdern der Gnade Gottes befohlen.“
Paulus und Barnabas, Gottes Dreamteam, trennten sich. Das waren die gleichen Männer, über die der Heilige Geist in Apostelgeschichte 13 sagte: „Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!“ Der Heilige Geist sandte sie höchstpersönlich als Team aus. Als sie nun erneut alle Gemeinden von der ersten Missionsreise besuchen wollten, wollte Barnabas Johannes Markus mitnehmen. Johannes Markus war ein Muttersöhnchen. Bei der ersten Reise hatte er auf halbem Weg Heimweh bekommen, hatte sie im Stich gelassen und war nach Hause zurückgekehrt.
Paulus sagte: „Wir nehmen ihn nicht mit.“ Barnabas war anderer Ansicht, aber Paulus ließ sich nicht überzeugen. Sie stritten sich so sehr, dass sie sich trennten. Barnabas nahm Johannes Markus und segelte nach Zypern. Und in der Bibel lesen wir nie wieder etwas von Barnabas. Paulus wählte Silas aus und sie schrieben Geschichte. Wie bereitete der Heilige Geist einen neuen Begleiter für den Apostel Paulus vor? Wo kam dieses neue Dreamteam her? Wie sah die Führung des Heiligen Geistes aus? „Er hielt es für gut.“ Könnte es sein, dass der Heilige Geist Silas durch einen Impuls führte – so wie „Es kommt mir richtig vor“? Ja. Der Heilige Geist war von der Trennung nicht überrascht, auch wenn sie nicht sein Wille war. Aber er wusste, dass sie geschehen würde. Also sorgte er vor. Und Silas’ Entscheidung, die die Welt verändern sollte, war sicher nach der Entscheidung für Jesus die wichtigste seines Lebens. Wie traf er sie? „Er hielt es für gut. Ich bleibe hier. Mir gefällt es hier.“
Ich glaube, manchmal vergeistlichen wir alles zu sehr. Wenn wir lernen, mit dem Wirken des Heiligen Geistes vertraut zu werden, hilft uns das, natürlich übernatürlich und übernatürlich natürlich zu werden. Wenn Sie das nächste Mal einen Eindruck haben, wie unauffällig er auch sein mag, selbst wenn es nur wie ein Parfümhauch im Wind ist, dann nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und gehen Sie in sich. Fragen Sie: „Wo kam das her? Könnte es sein, dass der Heilige Geist mir etwas sagen will?“
Und je mehr jeder von uns in der Beziehung zum Heiligen Geist wächst, umso mehr lernen wir zu erkennen, wenn er uns zu einem Platz führt, an dem wir Erleuchtung, Mittel, Versorgung und einen Auftrag finden. Ich glaube, es ist eine sehr wichtige christliche Disziplin, sich immer wieder Zeit zu nehmen, um still zu werden und zu hören. König David schrieb: „Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager.“ Manchen Menschen ist ihr eigenes Herz sehr fremd. Manche von Ihnen sollten ihr eigenes Herz kennenlernen, denn das ist der Ort, an dem der Heilige Geist mit Ihnen kommuniziert. Manchmal verbringen wir unser ganzes Leben mental in der greifbaren Welt, aber wir nehmen nie Kontakt mit dem Inneren unseres Seins auf, unserem Geist oder Herz. Tun Sie es. Es wird sich auszahlen.
Mein Freund, wir alle brauchen diese stille Zeit mit Gott. In der Bibel heißt es: „Sei still und erkenne, dass ich Gott bin.“ Es ist sinnvoll genutzte Zeit, wenn Sie einfach ruhig werden. Vielleicht gehen Sie auf die Knie, lesen in der Bibel oder schließen die Augen und sagen einfach: „Herr, sprich zu meinem Herzen.“ Und dann warten Sie still in seiner Gegenwart.
In unserer geschäftigen Welt nehmen sich dafür nicht viele Menschen Zeit. Aber Gott spricht zu uns. Er führt uns. Er ermuntert uns in diesen Zeiten innerer Stille.
Lassen Sie mich jetzt für Sie beten. Vater, vielleicht ist mir mein Freund, der mir jetzt zusieht, sehr ähnlich und ist immer sehr beschäftigt, wenn nicht äußerlich, dann innerlich.
Vater, manchmal machen wir in unserem Kopf und unserem Herzen so viel Lärm, dass wir nicht hören, was du sagst. Aber ich bete, dass sich eine übernatürliche Stille einstellt, wenn er sich die Zeit nimmt und auf dich wartet.
Heiliger Geist, bitte offenbare dich meinem Freund. Offenbare dich ihm und führe ihn in dieser Zeit seines Lebens. Darum bitte ich in Jesu Namen.
Zum Schluss möchte ich all jenen, die unseren Dienst im Gebet und finanziell unterstützen, ein großes Dankeschön sagen. Dank Ihrer Hilfe können wir Predigten wie diese auf der ganzen Welt ausstrahlen. Auf dem ganzen Planeten können Millionen Menschen dieselben Predigten, die Sie hören, in vielen verschiedenen Sprachen hören und Jesus kennenlernen. Das ist nur möglich durch Menschen wie Sie.
Deshalb möchte ich Ihnen danken. Vielen Dank. Wir sehen uns beim nächsten Mal.