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Obgleich in Portugal auch der katholische Feiertag begangen wird, ist dieser Tag als „Dia da Espiga“ wesentlich bekannter.
Im katholischen Portugal ist Christi Himmelfahrt, „Quinta-feira de Ascensão“, vierzig Tage nach Ostern ein kirchlicher Feiertag.
Traditionell geht man am Morgen in die Natur um Getreideähren, in erster Linie Weizenähren und Wildblumen oder Kräuter zu pflücken.
Daraus wird ein Strauss gebunden.
Im Gebinde darf die Weizenähre, ein Olivenzweig, die Mohnblume und die „Malmequeres nicht fehlen.
Was im portugiesischen Volksmund als „Malmequeres“ bezeichnet wird, sind eine Reihe von Korbblütlern wie Margariten, Ringelblume oder die Kronen-Wucherblume.
Oft wird auch der Rosmarin hinzugefügt, denn das Gebinde hat eine Symbolik.
So steht die Weizenähre für das Brot, dass es niemals im Haus fehlen und immer reichlich vorhanden sein soll.
Der Olivenzweig ist das Symbol des Friedens.
Der Olivenzweig steht auch für das Olivenöl, das in Portugal einen hohen Stellenwert und eine vielfache Verwendung hat.
Die Blumen haben allgemein die Symbolik der Freude.
Die verschiedenen Arten der Korbblütler symbolisieren Gold und Silber, die Mohnblume Liebe und Leben.
Der Rosmarin steht für Gesundheit und Stärke.
Das Gebinde wird im Haus aufbewahrt, bis es im nächsten Jahr durch ein neues Blumengebinde ausgetauscht wird.
Der Brauch stammt noch aus vorchristlicher Zeit, als die ersten Früchte nach dem Winter gesegnet wurden.