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Smartvote ermöglicht überhaupt, dass man überhaupt seine Meinung mit derjenigen von Kandidierenden vergleichen kann. Zudem kann nach der Wahl geschaut werden, ob sich die Kandidierenden so verhalten wie sie es vorher angegeben haben. Das ist grundsätzlich zu befürworten und hilft der Politologie bei der Analyse, aber auch dem Journalismus und allen WählerInnen, die so die Positionen der Kandidierden besser kennen lernen können.
Ziemlich unglücklich bin ich aber darüber, dass damit das unsägliche Links-Rechts-Denken zu stark betont wird. Zwar gibt es zusätzlich immerhin auch eine zweite Achse Liberal-Konservativ. Nur scheint mir, dass Smartvote eh immer so "programmiert" ist, dass SP und Grüne von vornherein oben links sind. Mit anderen Worten: Was immer die 'Linken' wollen, gilt auch als links und was die SVP will = rechts. Was aber, wenn die SVP auf einmal etwas 'linkes' fordert - oder SVP und Grüne (wenn auch vielleicht auch aus verschiedenen Gründen) das Gleiche abstimmen?
Alles können Computer und Politologen eben nicht leisten. Nachdenken und überlegen müssen wir schon selbst noch: Welche Politik wollen wir? Wichtiger als die Frage, ob jemand links oder rechts wählt, scheint mir doch die Frage: welche Vision habe ich von dieser Gesellschaft? Es ist nicht sicher, ob alle Leute mit Begriffen wie "Links" oder "Rechts" etwas anfangen können, aber jeder hat sicher Vorstellungen, wie er sich eine gute Gesellschaft vorstellt. Smartvote ermöglicht immerhin, dass er mal ein paar Fragen beantwortet und dann vielleicht feststellt: Hey, genau, ich müsste doch die Grünen wählen! ;-)