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Die Wochenberichtsperiode begann im Norden sonnig. Nach klaren Nächten herrschten am Morgen gute Tourenverhältnisse. Mit Föhnunterstützung wurde es sehr mild (Abbildung 1). Im Hochgebirge des Südens schneite es ergiebig. Ab Dienstag, 01.05. war es mehrheitlich bewölkt und kühler. Im Hochgebirge waren die Verhältnisse zunehmend hochwinterlich, besonders in den niederschlagsreichen Gebieten am Alpenhauptkamm. Die Gefahr von nassen Lawinen nahm deutlich ab.
Im Süden war es an beiden Tagen stark bewölkt und im Hochgebirge fielen wenige Zentimeter Schnee. Im Norden war es nach mehrheitlich klaren Nächten tagsüber recht sonnig (Abbildung 2). Mit kräftigem Südwind stiegen die Temperaturen nach dem Temperatursturz am Donnerstag, 26.04. wieder deutlich an (Abbildung 1).
Im Norden war es mit Föhn zunächst recht sonnig und mild. In der Nacht auf Montag fiel wenig Niederschlag. Tagsüber war es teils sonnig, aber weniger mild. Am Dienstag war es im Osten recht sonnig, sonst bedeckt.
Im Süden setzte am Samstagnachmittag Niederschlag ein. Dieser hielt bis am Dienstag an. Die Schneefallgrenze lag am Sonntag zunächst im Hochgebirge und sank dann in mittlere Lagen. Am meisten Schnee fiel am Walliser Alpenhauptkamm an der Grenze zu Italien sowie im nordwestlichen Tessin (Abbildung 3). Begleitet wurden die Schneefälle von meist starkem Südwind, welcher am Dienstag nachliess.
Gemäss MeteoSchweiz war der April 2018 der Zweitwärmste seit Messbeginn.
Es war an beiden Tagen stark bewölkt und im Süden schneite es besonders am Donnerstag gebietsweise ergiebig (Abbildung 4). Im Norden blieb es relativ kühl. Im Süden stiegen die Temperaturen wieder etwas an und die Schneefallgrenze lag am Donnerstag bei rund 2500 m. In den Bergen blies ein mässiger bis starker Wind aus südlichen Richtungen.
Zu Beginn dieser Wochenberichtsperiode war die Schneedecke an steilen Südhängen bis ins Hochgebirge durchfeuchtet. Nordhänge waren bis etwa 2400 m durchfeuchtet und bis etwa 3200 m oberflächlich feucht. In meist klaren Nächten bildete sich in hohen Lagen und im Hochgebirge des Nordens eine meist tragfähige Schmelzharschkruste. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und der Sonneneinstrahlung verlor die Schneedecke bereits am Vormittag rasch an Stabilität und die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen stieg jeweils deutlich an (Abbildung 5, vgl. Gefahrenverlauf ganz unten).
Im Süden startete die Wochenberichtsperiode bereits bedeckt, dafür etwas kühler. Nass- und Gleitschneelawinen waren mit dem Regen vor allem an Nordhängen zu erwarten. Mit der folgenden Abkühlung ging die Gefahr von Nass- und Gleitschneelawinen in allen Gebieten deutlich zurück und die Gefahr von trockenen Lawinen stand im Vordergrund. Mit starkem Wind und Neuschnee entstanden ab Samstag, 28.04. besonders entlang vom Alpenhauptkamm umfangreiche Triebschneeansammlungen. Im Hochgebirge in den Hauptniederschlagsgebieten herrschten hochwinterliche Verhältnisse. Die Lawinengefahr wurde dort verbreitet mit erheblich (Stufe 3) eingeschätzt.
Am Donnerstag lag auf 2000 m nördlich einer Linie Rhone-Rhein, im Unterwallis sowie im nordwestlichen Tessin noch rund 2 m Schnee oder mehr, in den übrigen Gebieten weniger (Abbildung 6).
Am Donnerstag, 03.05. zog das SLF eine erste Bilanz zum vergangenen Winter.
In dieser Wochenberichtsperiode ereignete sich nördlich vom Feejoch (Saas-Fee, VS) ein tödlicher Lawinenunfall an einem sehr steilen Nordhang auf 3630 m.
Gefahrenentwicklung
Lawinenbulletins dieser Zeitperiode im Überblick.