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« Das Gesetz beschränkt die Erlaubnis zur schulischen Nutzung auf die "Werkverwendung der Lehrperson für den Unterricht in der Klasse." Als Unterricht gilt dabei jede Veranstaltung (inkl. Vorbereitung) einer Lehrperson und der ihr zugeteilten Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Lehrplanes stattfindet. Auch die Erledigung der Schulaufgaben durch die Schülerinnen und Schüler zuhause gehört zum Unterricht. Auch können Vorführungen in einem Schullager unter die schulische Nutzung fallen, wenn das Lager zum Lehrplan gehört und der Film im Rahmen dieses Lehrprogramms gezeigt wird. » (suissimage Merkblatt Tarif 7)
Nur mit Erlaubnis der Schülerinnen und Schüler bzw. ihrer gesetzlichen Vertretung. Schüleraufsätze sind als geistiges Werk urheberrechtlich geschützt; und die Urheber sind diejenigen, welche die Aufsätze verfasst haben. Veröffentlicht die Schule solche Aufsätze ohne Erlaubnis, verletzt sie (bzw. die Lehrperson) das Urheberrecht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob ein Aufsatz gratis oder kostenpflichtig im Internet eingesehen werden kann. (educaguide Urheberrecht, S.15)
Ja, aber nur unter der Bedingung, dass die Sendung im Rahmen des Unterrichts - der auch Teil eines Klassenlagers sein kann - der Klasse gezeigt wird. Dient das Anschauen der Sendung jedoch allein der Unterhaltung, so muss eine Vorführbewilligung eingeholt werden. (educaguide Urheberrecht, S.15)
Ja, denn das Intranet der Schule ist nicht öffentlich. Ausschliesslich die Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler der Schule können auf seine Inhalte zugreifen. Daher ist es von Gesetzes wegen erlaubt, Teile aus urheberrechtlich geschützten Werken im eigenen Intranet zu speichern und den Lehrpersonen und Jugendlichen zugänglich zu machen (Gemeinsamer Tarif 9).
Die Lehrperson verfügt als Urheberin über die von ihr hergestellten Elemente der Unterrichtseinheit. Teile, die sie aus Lehrmitteln übernommen hat, sind als solche kenntlich zu machen (Quellenangaben, Zitate).
(educaguide Urheberrecht, S.16)
Nein. Das Urheberrechtsgesetz (Art. 19, Abs. 1, Bst. a) erlaubt den Tausch von mp3-Musikdateien oder das Weitergeben von selbst gebrannten CDs nur im Rahmen des Familien- und engen Freundeskreises, d.h. es handelt sich dabei um Personen, die eng unter sich verbunden sind. Einzelne enge Freundschaften unter Schülerinnen und Schüler können dazu zählen. Hingegen zählen Schul- und Klassenkameraden in ihrer Gesamtheit nicht mehr zum engen Freundeskreis. Das massenhafte Vervielfältigen und Weitergeben von mp3-Dateien oder CD-Kopien in einer Klasse/Schule ist folglich nicht legal.
(educaguide Urheberrecht, S.17)
Es ist legal, wenn es sich um eine reine Referenzdatenbank handelt. D.h. dort sind beispielsweise die Titel der Werke, die Art der Materialien sowie allenfalls das Inhaltsverzeichnis enthalten, nicht aber die geschützten Inhalte selber.
Anders verhält es sich bei einer Volltextdatenbank, die nicht nur Angaben zu den vorhandenen Materialien enthält, sondern auch diese Materialien als Ganzes (z.B. ganze eingescannte Bücher oder Zeitschriften). Es handelt sich dann um geschützte Inhalte. Um diese in der Datenbank abzuspeichern, muss in jedem Fall die entsprechende Zustimmung der Rechtsinhaber eingeholt werden.
Gemäss GT 9 (Gemeinsamer Tarif 9) ist das ausschnittweise Vervielfältigen geschützter Werke im schulinternen Netzwerk erlaubt. Somit dürfen also z.B. einzelne Seiten eines Buches eingescannt und in der Intranet-Datenbank abgespeichert werden.
(educaguide Urheberrecht, S.17)
Das Aufnehmen von ganzen Fernsehsendungen ist gemäss GT 7 (Gemeinsamer Tarif 7) gestattet. Hingegen ist das Speichern auf dem schulinternen Server nur ausschnittweise erlaubt. Dies wird im GT 9 (Gemeinsamer Tarif 9) geregelt, in dem es um das Vervielfältigen und die Nutzung geschützter Werke im schulinternen Netzwerk geht. Wer also eine vollständige oder * "weitgehend vollständige" Version einer Fernsehsendung oder eines gekauften Videos auf dem schulinternen Server zur Verfügung stellen will, muss dafür die ausdrückliche Zustimmung des Rechtsinhabers einholen.
* "weitgehend vollständig": Es reicht nicht, einfach den Vor- und Abspann des Filmes wegzulassen. Dieses Vorgehen wird nicht als ausschnittweises Vervielfältigen akzeptiert. Ebenso ist es nicht statthaft, eine Sendung in mehrere Ausschnitte zu teilen und diese anschliessend alle im Intranet zu speichern.
(educaguide Urheberrecht, S.18)