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„Aus dem Schneider sein“...
Wenn Sie zu jemanden sagen, er sei aus dem Schneider, dann drücken Sie damit aus, dass er oder sie eine schwierige Situation gemeistert hat.
Was aber haben Glück oder Unglück mit dem Handwerk zu tun?
Für die Erklärung muss man einen kleinen gedanklichen Umweg nehmen: Der Beruf des Schneiders war früher nicht angesehen. Wer Schneider war, hatte es nicht weit gebracht und stand auf der Verliererseite des Lebens. Auch, weil die meist männlichen Handwerker einen eher typisch weiblichen Beruf ausübten, wurden sie verspottet.
Hatte man das Glück, einen anderen Beruf auszuüben, war man damit praktisch „aus dem Schneider“.
Das Bild des Schneiders wird auch beim Kartenspiel, zum Beispiel beim Skat, verwendet: Wer einen Schneider hat, hat weniger als die Hälfte der Punkte, die er zum Gewinnen braucht – also ein schlechtes Ergebnis; ist er aus dem Schneider, braucht er sich bei der Punktzahl keine Sorgen zu machen.
Was früher galt, gilt heute nicht mehr: Wer das Schneiderhandwerk so gut beherrscht wie die Walbusch-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Maßatelier hat unsere volle Achtung verdient.