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Wunderkind, frühe Erfolge als Komponistin und die Heirat mit einem zwanzig Jahre älteren Arzt, der ihr nur noch zwei Auftritte pro Jahr erlaubt. Was wie der Stoff für ein amerikanisches Filmdrama klingt, ist die Lebensgeschichte von Amy Beach. Als erste Amerikanerin komponierte sie eine Sinfonie und setzte sich nach dem Tod ihres Mannes für Frauen ein, die trotz Haushalt und Kindern als Musikerinnen tätig bleiben wollten. Manchmal hätte sie sich wohl gewünscht, Proteus’ Fähigkeiten zu besitzen. Der griechische Meeresgott hatte nämlich die Gabe, verschiedene Formen anzunehmen. So hätte sie mühelos zwischen all ihren Rollen hin und her wechseln können. In Jesús Torres’ Perkussionswerk wird diese Verwandlung hör- und spürbar.