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Lungenkrebs
Der Lungenkrebs (auch Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom) ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen. Unter den Krebserkrankungen fordert der Lungenkrebs am meisten Todesfälle pro Jahr. Der Lungenkrebs entsteht in der Regel aus Zellen der Bronchialschleimhaut.
- Unterscheidung von Lungenkrebs
- Ursachen von Lungenkrebs
- Erste Anzeichen und Symptome
- Diagnose
- Behandlung und Heilungschancen
Je nach Erscheinungsbild der Krebszellen unter dem Mikroskop unterscheidet man zwischen kleinzelligem Bronchialkarzinom und nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom. Das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom macht etwa 85 % der Lungenkrebserkrankungen aus. Die Heilungschancen sind beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs häufig besser.
Rauchen und Passivrauchen sind die weitaus wichtigsten Risikofaktoren zur Entstehung eines Lungenkrebses. Weitere bekannte Risikofaktoren sind Radon, ein radioaktives Edelgas, das natürlicherweise im Boden vorkommt und eingeatmet wird, sowie Luftverschmutzungen mit Feinstaub und Russpartikeln.
Der Lungenkrebs macht im Frühstadium oft kaum Beschwerden. Viele Tumoren werden daher bei einer Routineuntersuchung oder in einem späten Stadium entdeckt.
Länger andauernde Beschwerden der Atemwege (über 4 Wochen) sind ein Warnzeichen und sollten unbedingt abgeklärt werden. Dazu gehören anhaltender Husten, Auswurf, Atemnot, Heiserkeit und Schmerzen im Brustkorb.
Sofort den Arzt aufsuchen sollte man bei Bluthusten oder blutigem Auswurf. Müdigkeit, Gewichtsabnahme und Kräfteverlust können ebenfalls allgemeine Symptome einer Krebserkrankung sein.
Bronchialkarzinome werden häufig zufällig entdeckt, weil die Symptome nicht früher erkannt wurden. Die Symptome treten in ähnlicher Form auch bei harmloseren Krankheiten auf.
Zur Diagnose eines Lungenkrebses wird zuerst eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht. Beim Vorliegen von verdächtigen Veränderungen werden weitere Untersuchungen wie Lungenspiegelung (Bronchoskopie) und bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) durchgeführt.
Die Bronchoskopie dient der Entnahme von Gewebeproben, die anschliessend untersucht werden können. Die Computertomographie ermöglicht einen dreidimensionalen Einblick in das innere der Lunge. Zur Diagnose von Metastasen wird auch die Magnetresonanztomographie (MRT) angewandt.
Die Behandlung des Lungenkrebses richtet sich nach der Art des Krebses und nach dem Stadium der Erkrankung. Ist die operative Entfernung des Tumors möglich, so steht die chirurgische Behandlung im Vordergrund. Für den Entscheid zur Operation spielen die Lokalisation des Tumors und der Allgemeinzustand des Patienten eine wichtige Rolle.
Das nicht kleinzellige Bronchialkarzinom kann häufig operiert werden, während das kleinzellige Karzinom zum Zeitpunkt der Entdeckung leider meist schon Metastasen gebildet hat. Daher werden bei dieser Tumorart bevorzugt die Chemotherapie und die Strahlentherapie eingesetzt. Auch die Kombination von verschiedenen Therapieformen kommt häufig zum Einsatz.
Obwohl mit neueren Medikamenten Fortschritte in der Behandlung des Lungenkrebses erzielt werden konnten, ist in späten Stadien oft nur eine palliative Behandlung möglich.