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Das 1244 gegründete Städtchen Regensberg hat sein mittelalterliches Erscheinungsbild und die wohltuende Ruhe abseits von Lärm auch heute noch beibehalten. Die Anlage besteht aus dem Schloss sowie aus zwei Stadtteilen, der befestigten Oberburg und der ausserhalb der Verteidigungsanlagen gelegenen Unterburg. Speziell ist die ungewöhnliche Rundform des Bergfrieds in dieser Region. Da Regensberg auf erhöhter Lage erbaut wurde, gewährt es einem eine herrliche Aussicht auf die umliegende Landschaft - nicht nur aufgrund des Schlosses ist dieser Ort sehenswert.
Das altertümlich aussehende Städtchen Regensberg ist jünger als die meisten umliegenden Ortschaften. Regensberg ist eine typische Gründerstadt von Lütold V. Ausschlaggebend für die Standortwahl war wohl nicht zuletzt auch die gute Lage an der Handelsstrasse Zürich.
Im Jahre 1302 ging Regensberg an das Haus Habsburg über. Die Geldschwierigkeiten in die die österreichischen Herzöge nach dem Morgarten-Feldzug, dem Sempacherkrieg und dem Näfelskreig gerieten, brachte Regensberg, wie der grösste Teil des Kantonsgebietes, nicht durch Eroberung, sondern durch Kauf zu Zürich zurück.
Als eine Folge des 30-jährigen Krieges fiel Regensberg 1540 einem Brand zum Opfer. Zum Löschen des Brandes reichte auch der damals reichlich eingesetzte Wein nicht. Dann um die Jahrhundertwende wurde das Städtchen mit einer Ringmauer umgeben und mit Eingangstoren versehen.
Mit der Einführung der im Jahre 1798 in Paris ausgearbeiteten Einheitsverfassung der Helvetik wurden erstmals die Kantone eingeführt: Die Gleichberechtigung von Stadt und Land wurde in Regensberg gebührend gefeiert. In den Jahren 1798 bis 1803 waren in Regensberg 2350 französische Soldaten einquartiert. Zwei Jahre später wurde das Kanonenhäuschen zur Unterbringung der Alarmkanone gebaut. Danach diente das Schloss als Sitz des Bezirksstatthalters, und 1832 wurde das Schloss an eine Privatperson verkauft. Im Jahre 1883 wurden im Schloss eine Schule und ein Heim eingerichtet.
Auf dem östlichen Ausläufer der Lägern im Kanton Zürich, nähe Dielsdorf. Beschilderungen Richtung "Regensberg" folgen.
Der Bergfried des Schlosses ist öffentlich zugänglich, jedoch nur gegen eine niedrige Eintrittsgebühr (Drehtürautomat). Das Schloss selbst ist heute eine Erziehungsanstalt und aus diesem Grunde nicht für jedermann zugänglich.
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