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Eine Studie über die Landschaft des Verzascatales, welche 2009 im Auftrag des Amtes für Natur und Landschaft des Kantons Tessin durchgeführt wurde, verfolgte zwei Ansätze: einen objektiven und eine subjektiven.
Aus der Analyse der objektiven Daten wurden interessante Informationen gezogen. Viele Geschehnisse haben das Tal und seine Landschaft geformt und verändert. Die Demographie des Verzascatales erlebte in den letzten 150 Jahren die gleiche Entwicklung, wie in anderen alpinen Tälern. Aufgrund der extremen Armut war hier die Abwanderung nur noch viel ausgeprägter. Im 19. Jahrhundert wurden die Wälder intensiv genutzt, in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war dagegen die landwirtschaftliche Nutzung vorherrschend. Diese Vorgänge veränderten das Gebiet jeweils radikal. Heute scheint diese Entwicklung zu einem Stillstand gekommen zu sein. Es bestehen jedoch Pläne, die Landwirtschaft wieder aufzubauen, um den gegenwärtigen Zustand zu erhalten oder die jüngst verlassenen Flächen zurückzugewinnen.
Dafür ist ein subjektiver Ansatz notwendig. Dieser besteht aus drei Ebenen. Zunächst den Sinnen, dann den Strukturen und Ordnungen der Sinneseindrücke. Auf der dritten Ebene werden die wahrgenommenen Elemente bewertet und verknüpft mit Erinnerungen, der momentanen Stimmung oder den persönlichen Vorlieben und Abneigungen. Aus diesem Ansatz entsteht ein neues Bild der Landschaft, welches nur mit subjektiven Elementen beschrieben werden kann.
Bild: Foto A. Gamboni