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Senkungsgesuch stellen
Der Vermieter muss innerhalb von 30 Tagen antworten. Möglich, dass er die Zinssenkung nicht oder nur teilweise an Sie weitergibt, weil er die Mietzinsreduktion mit der Teuerung oder höheren Betriebs- und Unterhaltkosten verrechnet. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, haben Sie 30 Tage Zeit, bei der örtlichen Schlichtungsbehörde ein Senkungsgesuch einzureichen. Falls Ihr Vermieter nicht auf Ihr Gesuch reagiert, haben Sie 60 Tage Zeit, ein Senkungsgesuch einzureichen.
Mietverträge mit indexierten oder staatlich subventionierten Mieten, beispielsweise Baugenossenschaften, sind nicht an den Referenzzinssatz gekoppelt. Wenn Sie einen solchen Mietvertrag abgeschlossen haben, können Sie keine Mietzinsreduktion verlangen.
Wenn es gebrannt hat …
Sie können auch eine Mietzinsreduktion für Mängel verlangen. Massgeblich ist, ob der Ist-Zustand der Wohnung vom vertraglich geschuldeten Soll-Zustand abweicht. Falls ja, ist der Vermieter bei einem berechtigten Begehren verpflichtet, die Miete zu senken. Das Gesetz unterscheidet schwere, mittlere und leichte Mängel. Während dem Mieter bei einem schweren Mangel meistens nicht zugemutet werden kann, in der Wohnung zu bleiben, bleibt das Mietverhältnis bei einem mittleren oder leichten Mangel bestehen und die Mängel müssen in Ordnung gebracht werden oder der Mieter hat einen Anspruch auf eine Mietzinsreduktion.
Die häufigsten Mängel
Für solche Mängel werden Mietern am häufigsten Mietzinsreduktionen eingeräumt:
- Bauarbeiten in der Umgebung
- Brand
- Entzug von Einrichtungen
- Quantitative Mängel
- Renovation und Umbauten
- Schönheitsmängel
- Feuchtigkeit und Wasserschäden
- Ungenügende Raumtemperatur
Ein Brand, den der Mieter nicht verursacht hat, gilt in der Regel als schwerer Mangel. In den meisten Fällen ist dem Mieter nicht zuzumuten, in der Wohnung zu bleiben. Schönheitsmängel wie fleckige Wände oder zerrissene Teppiche werden als leichte oder mittlere Mängel und zumutbar bewertet. Wenn der Mieter keine Schuld daran trägt, kann er eine Mietzinsreduktion beantragen. Die Reduktion beträgt einen Prozentsatz der Nettomiete und wird, je nach Art der Mängel, vorübergehend oder für unbestimmte Zeit vereinbart. Falls sich Mieter und Vermieter nicht einigen können, muss eine Schlichtungsstelle vermitteln. Wenn auch das scheitert, bleibt dem Mieter nur der Gang vor Gericht.