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Jeden Tag stehen die Autos im Stau – am Morgen von Marly Richtung Freiburg und von Villars-sur-Glâne her auf der Glane- und der Giessereistrasse. Am Abend dann in der Gegenrichtung. Mit den Autos stecken auch Busse im Stau fest. Das soll sich in zwei Jahren ändern: Der Kanton Freiburg und die Gemeinden Marly und Freiburg wollen diesen Strassenabschnitt, den täglich 18 000 Fahrzeuge benutzen, in den Jahren 2019 und 2020 sanieren und für die Busse eigene Spuren errichten. Dies teilte der Kanton gestern mit.
Die Giessereistrasse (Route de la Fonderie) im Perollesquartier ist in einem schlechten Zustand. Sie wird nicht nur erneuert, sondern gleich auch verbreitert. Auf der Nordseite der Strasse gibt es so Raum für eine Busspur; sie soll dereinst dazu dienen, dass die städtische Buslinie 7 durch das Beaumontquartier nach Villars-sur-Glâne verlängert werden kann. Bei der Beaumontkreuzung wird der Rechtsabbieger in die Giessereistrasse künftig ohne Rotlicht geregelt, mit einem sogenannten Bypass. Und der Platz vor dem Konzertsaal Fri-Son wird neu gestaltet. Die Stadt plant hier in Richtung Marly ein Linksabbiegeverbot in die Industriestrasse (die FN berichteten).
Neue Eisenbahnbrücke
Die Giessereistrasse führt auch über die Eisenbahngleise. Die Brücke aus dem Jahr 1948 befindet sich in einem schlechten Zustand. Heute dürfen deshalb maximal 21-Tönner über die Eisenbahnbrücke fahren, aber keine Busse. Die Brücke wird bei der Sanierung auch gleich um einen Meter erhöht.
Die Arbeiten auf der Giessereistrasse kosten 13,4 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt neun Millionen. Diesen Kredit muss der Grosse Rat noch sprechen, voraussichtlich in der Februarsession. Die restlichen Kosten werden von den SBB, der Stadt Freiburg und über Bundesbeiträge für das Agglomerationsprogramm 2 finanziert.
Breitere Velostreifen in Marly
Auch in Marly wird in den nächsten beiden Jahren gebaut. Zwischen der Perollesbrücke und der Grangette-Kreuzung – bei der Bushaltestelle Jonction – erhalten die Busse abwechselnd in beiden Richtungen eine eigene Spur. Auch die Fahrräder erhalten mehr Raum: Der Velostreifen wird verbreitert. Zudem werden Trottoirs ausgebaut und Bushaltestellen sicherer gestaltet. Für den Zugang zum Quartier Parc des Falaises und zum Chemin Bois des Rittes plant der Kanton einen neuen Kreisel. Der Kreisel Les Ecoles wird angepasst.
Für die Bauarbeiten in Marly veranschlagt der Kanton insgesamt 10,2 Millionen Franken. Der Kanton übernimmt knapp vier Millionen, sechs Millionen trägt die Gemeinde Marly. Via Aggloprogramm 2 und 3 trägt der Bund gut eine Million Franken bei.
Die Bauarbeiten beginnen Anfang Jahr. Sowohl in Freiburg als auch in Marly werden während der ganzen Baustellenzeit zwei Fahrstreifen befahrbar sein.