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Wein aus Australien
Die Rebanbaufläche in Australien beträgt rund 145'000 Hektar. Weinbau ist ausschliesslich in den südlich gelegenen Regionen mit gemässigtem Klima möglich. Die meisten Anbauflächen befinden sich in den Bundesstaaten Victoria, New South Wales, South Australia und Western Australia. Dabei sind viele Weinbauern dazu gezwungen, ihre Weinberge künstlich zu bewässern, da die natürlichen Niederschlagsmengen nicht ausreichen.
Australien ist in mehrere GI-Gebiete («Geographical Indication») aufgeteilt. Zu den renommiertesten zählen u.a. Orange, Hunter Valley, Yarra Valley, Adelaide Hills, Barossa Valley, Swan Valley und Margaret River. Wird ein Anbaugebiet auf dem Flaschenetikett angegeben, müssen mind. 85% der Trauben aus besagtem Gebiet stammen.
Die flächenmässig grösste Bedeutung nimmt der Shiraz ein. Dahinter folgen Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot. Zu den selteneren Rebsorten, die in Australien relativ typisch sind, zählen Sémillon, Riesling und Colombard. Interessanterweise gibt es auf dem Kontinent keine autochthonen Rebsorten.
Zu
den hochangesehenen australischen Weingütern gehören Peter Lehmann, Lindeman's,
Logan, Penfolds, Sandalford sowie Wolf Blass. Einige davon wurden bereits vor
langer Zeit von Einwanderern gegründet.
Die ersten Weinreben auf australischem Boden wurden im Jahr 1788 gepflanzt, doch so richtig viel Aufschwung erlangte die Weinindustrie erst Mitte des 20. Jahrhunderts, als Penfolds seinen «Grand Hermitage» im Bordeaux-Stil auf den Markt brachte und international für viel Aufmerksamkeit sorgte.
Weine im sogenannten «australischen Stil» zeigen sich intensiv fruchtig mit wenig Säure, einer cremig-weichen Textur und gewissen Holznoten. Die grosse Fruchtfülle nimmt ab und an marmeladige Züge an und wird dann von einigen Weinkennern kritisiert. Doch wird es mit der zunehmenden Diversifikation der Weinbaulandschaft immer schwieriger, Verallgemeinerungen zu ziehen.