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ich würde gerne noch mal kurz auf Uta's Link zum "Aspirin" zu sprechen kommen.
Wie wir ja ale wissen, handelt es sich bei dem Wirkstoff um Acetylsalicyl-Säure (ich hoffe, die i's und y's sind alle am richtigen Platz ).
Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um eine chemische Ableitung des in der Natur vorkommenden und seit Jahrtausenden genutzten Wirkstoffes "Salicyl-Säure" http://de.wikipedia.org/wiki/Salicyls%C3%A4ure:
... Rund tausend Jahre später verordnete Hippokrates von Kos, der Urvater aller Ärzte, gegen Fieber und Schmerzen einen aus der Rinde des Weidenbaums gewonnen Saft. Der schmerzlindernde Wirkstoff sowohl im Saft des Weidenbaums als auch in den Myrteblättern ist – wie man heute weiß – die Salicylsäure. Ihr Name ist deutet übrigens auf diesen Ursprung hin. Er ist abgeleitet von dem lateinischen Wort für die Weide: Salix....
Claudius Galenus (Galenos, Galen) wurde im Jahre 129 in Pergamon geboren. Sein Vater Nikon war Architekt und gab ihm den ersten Unterricht in Mathematik und den Naturwissenschaften. Mit 17 Jahren begann Galen sein Studium der Medizin, das ihn nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Pergamon auch nach Smyrna, Korinth und Alexandria führte. Im Jahre 157 kehrte er nach Pergamon zurück und praktizierte als Gladiatorenarzt. Sektionen an menschlichen Leichen waren zwar verboten, durch Sektionen insbesondere an Hunden, Schafen und anderen Tieren erwarb Galenus sich sein anatomisches Wissen.
162 verlegte er seine Praxis nach Rom, und durch erfolgreiche Behandlung einflussreicher Persönlichkeiten erwarb er sich in kurzer Zeit eine angesehene Stellung. Nach einem Zerwürfnis mit seinen Fachkollegen verließ er 166 Rom und ging zurück nach Pergamon, wurde aber bald von Marcus Aurelius Antonius an den Hof des
Kaisers nach Aquileia geholt, wo er 174 kaiserlicher Leibarzt wurde.
Galenus starb im Jahre 199 zur Zeit des Kaisers Septimius Severus.
Galen hat nahezu 400 Werke veröffentlicht, von denen jedoch nur
etwa die Hälfte erhalten blieb. Diese Arbeiten verraten sein
vielseitiges Wissen, eine vollkommene Beherrschung der antiken
medizinischen Kenntnisse. Es ist heute kaum noch festzustellen, wie
groß in diesen Arbeiten der Umfang eigener medizinischer
Erkenntnisse war, da Galen bei der Darstellung des medizinischen
Systems seine eigene Person stets in den Mittelpunkt stellte. Galen
entwickelte für das medizinische Gesamtsystem drei Prinzipien: die
Notwendigkeit einer umfassenden theoretischen Grundlage in der
Physiologie und Anatomie, das Wirken der Säfte und des Pneumas und
schließlich die Verbindung der Medizin mit der Philosophie von
Aristoteles und Platon. Von Aristoteles übernahm er dessen
teleologische Lehre. Von der hippokratischen Schule übernahm er
die Lehre von den vier Körpersäften: Die vier Säfte
Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle müssen sich im Körper
im Gleichgewicht befinden. Verschiebt sich das Gleichgewicht zugunsten
eines dieser Stoffe, so erkrankt der Mensch. Auf den Hippokratikern
aufbauend erweiterte Galen diese Lehre.
Er legte die Wirkung der Säfte den verschiedenen Temperamenten
zugrunde: der Sanguiniker wird durch das Blut mit den
Grundqualitäten feucht und warm beherrscht; im Phlegmatiker
beherrscht der feuchte und kalte Schleim die seelische Besonderheit des
Körpers; der Melancholiker steht unter dem Einfluss der trockenen
und kalten schwarzen Galle; der Choleriker unterliegt der Wirkung der
trockenen und warmen gelben Galle.
Diese Unterteilung der "Säfte" erinnert mich an die TCM mehr als an unsere westliche Medizin.
Uta
Hallo Uta,
Die Säftelehre der Hildegard von Bingen hat mich schon seit 20 Jahren am Wickel. Würde es möglich sein, meine Arbeiten dazu einzustellen, wäre ich dazu bereit. Sie sind aber nicht abgeschlossen, weil meiner Meinung nach große Teile nicht überliefert sind. Ich schicke meine Arbeiten auch gern einem von Euch erst einmal rüber, damit Ihr es anschauen könnt.
Ich bin jetzt in dem Alter, wo ich kein Buchprojekt mehr anfange, habe viele Vorträge darüber gehalten und bin aber jetzt müde geworden.
Ich suche einen Erben!!!
Mit einer Feier am 13. Juni und einer Ausstellung wird die Universität Halle-Wittenberg an den 250. Todestag von Dorothea Christiana Erxleben erinnern. Sie promovierte 1754 als erste deutsche Ärztin in Halle. Erxleben (1715-1762) erwarb von ihrem Vater, einem Quedlinburger Arzt, außergewöhnliche Kenntnisse, aber erst 1741 erlaubte Preußenkönig Friedrich II. ihr ein Studium. Sie erzog vier Kinder und praktizierte einige Zeit ohne offiziellen Titel, bis Kollegen sie wegen "medicinischen Pfuscherey" anzeigten und sie ihre Dissertation einreichte. Bis zu ihrem Tod arbeitete sie weiter als Ärztin in Quedlinburg.
Das muß wirklich eine außerordentliche Frau gewesen sein! Wenn man bedenkt, daß die erste deutsche Medizinstudentin erst mehr als 100 Jahre später in Zürich eingeschrieben war und auch das eine große Ausnahme darstellte... scheinschlag Ausgabe 05 - 2004
Grüsse,
Oregano
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Vorsicht mit Gesundheitsbüchern! – Sie könnten an einem Druckfehler sterben. (Mark Twain)