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Das Kera-Projekt wurde von Januar bis Oktober 2021 durchgeführt. Das Projekt war eine Machbarkeitsstudie zur Verwertung von Hühnerfedermehl, das 90% Keratin enthält, zur Entwicklung von hochwertigen bio-basierten Polymerprodukten.
Das Projekt war in 4 Teile gegliedert:
- Entwicklung von Methoden zur Extraktion von Keratin aus Federmehl,
- Bewertung der besten Verarbeitung von extrahiertem Keratin und Federmehl zur Herstellung von spritzgegossenen Teilen und extrudierten Folien,
- Vorläufige Bewertung der Verbraucherakzeptanz der Verwendung von Federn als Material für Verpackungen,
- Vorläufige Nachhaltigkeitsbewertung.
Die Verwendung von Federmehl als keimfreie Rohstoffquelle für Keratin stellte mehrere Herausforderungen dar. Es wurde festgestellt, dass die Verarbeitung von Federn zu Federmehl bei erhöhten Temperaturen die Lipide und Keratin teilweise vernetzte und Komponenten hydrolysierte. Daher war es schwierig, reines Keratin zu extrahieren oder Federmehl direkt unter den in der Kunst etablierten Bedingungen zu verarbeiten.
Dennoch kann Federmehl als Füllstoff in Kombination mit bio-basierten Polyesterharzen verwendet werden, um sehr harte, aber spröde spritzgegossene Teile herzustellen. Das extrahierte Keratin kann zu Folien verarbeitet werden, enthält jedoch immer noch vernetzte Rückstände (braune Farbe und unangenehmer Geruch).
Die Verbraucherstudie, die auf einem Online-Fragebogen basierte und eine vielfältige Gruppe von Befragten ansprach, ergab, dass grundsätzlich keine Bedenken hinsichtlich der Verwendung von Hühnerfedern als Biomasse für Verpackungsanwendungen bestanden. Die vorläufige Ökobilanz ergab, dass die Extraktion mit Lösungsmitteln nicht empfehlenswert ist und dass die Gesamtauswirkung auf die Umwelt positiv ist, sofern die Verarbeitung optimiert wird (lösungsmittelfreier Ansatz oder auf Wasserbasis) und skaliert wird.