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30 % der Bewohner der Gemeinde 18 in Cali sind durch den bewaffneten Konflikt in Kolumbien vertrieben worden. Die Menschen leben eingeengt in prekärer Wohnsituation, oftmals ohne ein Minimum an sanitärer und sonstiger Einrichtung. Fast 40 % der Bewohner leben in extremer Armut. Die Lebensqualität leidet stark und das Dorf ist von Unsicherheit, Schulabbrüchen, Drogenkonsum und kriminellen Banden geprägt.
Die Kinder sind die ersten Opfer
Die Kinder und Jugendlichen sind von diesen Umständen besonders gefährdet. Viele von ihnen schliessen die Schule nicht ab und eine grosse Mehrheit muss bereits im Kindesalter arbeiten, dies oftmals im informellen Sektor, ohne jegliche Einkommenssicherheit und Respektierung ihrer Rechte. Die Kinder wachsen in einem aggressiven Umfeld auf, welches sie stigmatisiert statt ihnen Möglichkeiten anzubieten.
Den Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen
Cecucol, Partner von Terre des Hommes Suisse, betreut diese Kinder und Jugendliche in einem Gemeindezentrum, welches von den Kindern als "zweites Zuhause" verstanden wird. Mit der Durchführung von Workshops und Anlässen können die Kinder ihre künstlerischen Fähigkeiten entwickeln, ihre sozialen Kompetenzen aufbessern und ein besseres Selbstvertrauen gewinnen. Sie werden zudem in Themen wie den Rechten der Kinder, der BürgerInnenpartizipation und der sexuellen Aufklärung unterrichtet.
Eine Unterstützung für die Familie
Die Organisation Cecucol berücksichtigt ebenso die Bedürfnisse der Familien zur Aufbesserung ihres Einkommens, indem sie rotierende Darlehen einrichtet und ein Netz zum Austausch innerhalb der Gemeinde aufbaut. Cecucol unterstützt ausserdem den Aufbau von urbanen Familien- und Gemeindegärten, um den Kindern eine gesündere und ausgewogenere Ernährung zu garantieren.
Zu erwähnen bleibt, dass Cecucol seit über 30 Jahren in den benachteiligten Vierteln Calis präsent ist. Ihre Projekte begünstigen die aktive Partizipation der Kinder in den Gemeinden sowie die Nahrungssicherheit der Familien. Die Organisation setzt sich zudem gegen die Schulabbrüche und die Verwicklung der Jugendlichen in bewaffneten Banden ein.Mehr lesen