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Im Jahre 1949 entschloss sich der Astronom Max Waldmeier eine Expedition zur Beobachtung der Sonnenfinsternis vom 25. Februar 1952 zu unternehmen. Sie diente der Korona-Forschung, die das Astrophysikalische Observatorium in Arosa seit 1938 betrieb. Als Beobachtungsort wurde die sudanesische Hauptstadt Khartum gewählt.
Erste Farbaufnahmen der Korona
Hervorragende Wetteraussichten, maximale Finsternisdauer und relativ gute Erreichbarkeit machten den Sudan damals zum Ziel vieler Wissenschaftler. Die Expedition war aus wissenschaftlicher Sicht wohl die bedeutendste der 1950-er Jahre. So entstanden zum Beispiel erstmals Filme, die die Korona und die Gasmasse der Sonne in Farbe zeigten.
Erfolg dank Wetterglück
Die Witterungsaussichten waren sehr günstig: Für den Finsternistag konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit mit klarem Himmel gerechnet werden. In der Tat wurde diese erste Expedition von Waldmeier, die von der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft finanziert wurde, zu einem Erfolg.
Der Bericht aus dem Sudan zur totalen Sonnenfinsternis wurde nicht live, sondern eine Woche später, am 4. März 1952 im «Echo der Zeit» ausgestrahlt.
Totale Sonnenfinsternis von 1999
Die letzte totale Sonnenfinsternis, die auch in der Schweiz zu beobachten war, fand übrigens am 11. August 1999 statt. Leider trübte vielerorts das schlechte Wetter die Sicht. Das hinderte den damaligen Gesamtbundesrat allerdings nicht daran, in corpore mit Sonnenschutzbrillen auf den Balkon des Bundeshauses hinauszutreten.
Max Waldmeier
Astronom Max Waldmeier (1912-2000) war von 1945 bis 1979 Direktor der Eidg. Sternwarte und Professor für Astronomie an der ETH Zürich. Er führte insgesamt 20 Forschungsreisen durch, um die äussere Schicht der Atmosphäre der Sonne (Korona) zu erkunden.