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Nora Adwan arbeitet mit Fotografie und grossen skulpturalen Installationen. Sie interessiert sich für das Spannungsfeld zwischen digitalen und analogen Bildern und Objekten sowie der unterschiedlichen Materialität, die sie erzeugen.
Sie interessiert sich dafür, wie diese Bilder betrachtet werden und verschiedene Denkprozesse auslösen. Es gibt viele parallele Wege und Zugangspunkte zu ihrem Werk. Manche werden von gesellschaftlichen Phänomenen oder technischen Entwicklungen ausgelöst, andere sind intuitive, prozessbasierte Stücke.
Ihre Walk&Talk-Residenz im Arc mit Lana Sirri wird sich um das Thema die "Arabische Frau" drehen. Die "Arabische Frau" wird oft analysiert, und es wird viel über sie gesprochen, diskutiert und geschrieben. Doch meist nicht von jenen, die diese Identität verkörpern. Dabei muss die Arabische Frau ihren Körper und ihre Identität oftmals zwischen zwei konkurrierenden und widersprüchlichen Bereichen manövrieren: dem Orientalismus und dem Fundamentalismus. In ebendiesen Bereichen wird ihr Körper reglementiert und aufgebraucht.
Während ihrer Zeit am Arc werden Nora Adwan und Lana Sirri die zeitgenössische Position muslimischer arabischer Frauen diskutieren – in der Subjektivität und dem Körper, die sie selbst personifizieren, da sie in westlichen Gesellschaften leben. Sie werden ihre eigenen Positionen sowohl in der akademischen als auch in der Kunstwelt ins Zentrum stellen.
Der Titel des neuen visuellen Kunstforschungsprojekts, das hier beginnt, lautet «Defragmentation: from orientalism to terror suspects; imaging Arab women in the West».