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Rückkehr nach Nazareth
4 nach Christus
Juba II. lässt sich von Glaphyra scheiden und kehrt nach Mauretanien zurück
RÜCKKEHR NACH NAZARETH
Matthäus-Evangelium: «Als Herodes gestorben war, da erschien dem Joseph in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel. Denn die dem Kind nach dem Leben trachteten, sind gestorben.“ Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter und zog in das Land Israel. Als er aber vernahm, dass Archelaus anstelle seines Vaters Herodes über Judäa regiere, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Auf eine Weisung hin, die er im Traum erhielt, zog er in das Gebiet von Galiläa und liess sich in einer Stadt mit Namen Nazareth nieder. So sollte das Prophetenwort in Erfüllung gehen: „Man wird ihn einen Nazarener nennen.“»
Der Evangelist Lukas berichtet ebenfalls von der Heimkehr nach Nazareth. Warum ist die hochschwangere Maria überhaupt aufgebrochen?
«… um sich in Bethlehem eintragen zu lassen», lässt uns Lukas wissen. «Dies war die erste Volkszählung unter Quirinius, dem Statthalter von Syrien.»
Die Schlüsselfigur in dieser Geschichte ist also Publius Sulpicius Quirinius. Laut dem Evangelium nach Lukas ergeht das Gebot des Kaisers Augustus, eine «Einschreibung» der Reichsbevölkerung vorzunehmen, «als Quirinius Statthalter in Syrien war». Die Statthalterschaft des Quirinius in Syrien ist ab 6 n. Chr. belegt, und seit dieser Zeit gehört auch Judäa zur Provinz Syrien. Nach der Darstellung im Evangelium nach Matthäus wird Jesus jedoch in der Zeit Herodes des Grossen geboren, der ihn beseitigen lassen will (Kindermord in Bethlehem). Herodes stirbt 4 v. Chr. – spätestens in diesem Jahr ist die Geburt Jesu. Auch nach Lukas gehört Jesu Geburt in die Zeit des Herodes. Diese Angaben passen also nicht zusammen.
Meine Spurensuche führt in die römische Provinz Creta et Cyrene …