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Er habe die Entscheidung getroffen, weil das Land wichtiger sei als er, erklärte der christliche Politiker am Freitag.
Kurdahi, ein früherer Quiz-Master, stand in der Kritik, weil er vor Amtsantritt den Kampf der jemenitischen Huthi-Rebellen gegen Saudi-Arabien gerechtfertigt hatte. Als diese Äusserungen bekannt wurden, riefen Saudi-Arabien und andere Golfstaaten ihre Botschafter zurück. Riad stoppte zudem alle Exporte aus dem Libanon.
Das Land am Mittelmeer leidet seit mehr als zwei Jahren unter der schwersten Wirtschaftskrise seiner Geschichte. Der Konflikt mit Saudi-Arabien, einem wichtigen Wirtschaftspartner, verschärfte die Lage und trug zum weiteren Verfall der libanesischen Lira bei. Mittlerweile leben rund zwei Drittel der Bevölkerung in Armut.
Der Libanon ist auf internationale Hilfe angewiesen, um die Wirtschaftskrise und die Folgen der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut vor mehr als einem Jahr zu bekämpfen. Aus libanesischen Regierungskreisen hiess es, Kurdahis Rücktritt stehe in Verbindung mit der Reise des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an den Golf, wo dieser den Weg zur Beendigung der Krise ebnen wolle. Macron ist derzeit zu einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien unterwegs. Frankreich hat als frühere Mandatsmacht noch immer enge Beziehungen zum Libanon.