Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03244.jsonl.gz/2021

Georgien hat dem früheren Präsidenten Michail Saakaschwili nach dessen umstrittenem Wechsel in die ukrainische Politik die Staatsbürgerschaft entzogen. Da Saakaschwili einen ukrainischen Pass angenommen habe, lasse die georgische Gesetzgebung keine andere Möglichkeit zu, sagte Präsident Georgi Margwelaschwili am Freitag in der Hauptstadt Tiflis.
Die georgische Verfassung verbietet doppelte Staatsbürgerschaften. Anhänger von Saakaschwili in der Südkaukasusrepublik kritisierten den Schritt. Der Ex-Präsident hatte gesagt, falls er die Staatsbürgerschaft verliere, geschehe das «auf Druck Russlands». Moskau weist dies zurück.
Saakaschwili amtiert seit Mai als Gouverneur in der ukrainischen Schwarzmeerregion Odessa. Er hat in der Ukraine studiert und dort zu Sowjetzeiten seinen Militärdienst geleistet.
Georgien hatte 2008 Krieg gegen Russland geführt und die Gebiete Südossetien und Abchasien verloren. In Tiflis liegt gegen Saakaschwili ein Haftbefehl wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch vor. Der 47-Jährige bestreitet die Vorwürfe. (sda/dpa)
Europa und die Welt schauen gespannt auf Italien, wo am (heutigen) Sonntag ein neues Parlament gewählt wird. Nach dem Rücktritt des bisherigen Regierungschefs Mario Draghi steht das Land vor einem harten Ruck nach rechts. Laut Experten winkt einer Rechtsallianz ein komfortabler Sieg und die absolute Mehrheit im neuen Parlament. Die künftige Regierung könnte angeführt werden von Giorgia Meloni. Sie ist Chefin der nationalistischen, EU-kritischen, und teils rassistischen Partei Fratelli d'Italia, die Umfragen zufolge stärkste Kraft werden dürfte.