Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03166.jsonl.gz/2865

Im Rennen über die halbe Ironmandistanz in Bahrain reichte es Daniela Ryf für einmal nicht zum Sieg. Sie musste sich mit Rang drei zufrieden geben. Nach dem Schwimmen und Radfahren lag sie noch in Führung, dann wurde sie eingeholt.
«Ich hatte mit Magenbeschwerden zu kämpfen, deshalb konnte ich im Laufen nicht mein Maximum zeigen», sagt sie rund eine Woche später zu SRF. Motivierend seien die Zuschauer am Strassenrand gewesen. Bis am Schluss gab sie nicht auf und probierte daran zu glauben, die Gegnerinnen wieder einholen zu können.
«Im Ziel war ich froh, die 21 Kilometer überstanden zu haben. Es war mehr ein Kampf gegen mich selber als gegen meine Gegnerinnen», sagt Daniela Ryf. Die Niederlage müsse sie akzeptieren.
«Auch ich bin nur ein Mensch»
Mit diesem dritten Platz verpasste die 30-jährige es auch, den «Triple Crown» nach 2015 erneut zu gewinnen. Nach dem Sieg im Januar in Abu Dhabi und dem Sieg an der Weltmeisterschaft über die halbe Ironman-Distanz im September hätte sie nur noch diesen einen Sieg gebraucht, um die Millionenprämie zu erhalten.
Meine Saison war absolut genial.
«Natürlich wäre es schön gewesen eine Million zu erhalten.» Für sie sei aber immer der WM-Titel in Hawaii das Ziel gewesen. Und diesen Titel hatte sie geholt. Zum zweiten Mal gewann sie das WM-Double: Die Ironman-WM und die WM über die halbe Ironmandistanz.
Deshalb resümiert Ryf: «Meine Saison war absolut genial. Der verpasste Sieg zum Schluss zeigt, dass auch ich nur ein Mensch bin. Ein Sieg ist nie klar. Ich muss immer hart arbeiten und am Tag X abliefern. Es gibt immer Optimierungspotenzial.»