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Eliza Doolittle ist eine einfache Blumenverkäuferin, spricht vulgär und deformiert so ihre Muttersprache. Innerhalb von sechs Monaten soll sie von Professor Higgins über den ärmlichen Status hinaus zur gesellschaftsfähigen Dame ausgebildet werden. Am Ende landet sie beim wichtigen Diplomatenball im Buckingham Palace und brilliert dort mit ihrer plötzlich anmutigen Erscheinung.
Die Geschichte von «My Fair Lady» klingt wie ein Märchen und wird Jahre wahr. Nämlich dann, als Herzogin Catherine, die 1993 am Schultheater die Rolle der Eliza Doolittle spielt, tatsächlich in die feinen Kreise Londons aufsteigt und der Buckingham-Palast ihr Zuhause wird. Und ebenfalls nicht ganz ohne Anstrengung. Denn was für Fräulein Doolittle das Sprachtraining ist, ist für die bürgerliche Kate Middleton die Prinzessinen-Schule. Dort lernte sie als Frau eines Prinzen, wie sie sich auf dem gesellschaftlichen Parkett zu bewegen hat.
Dass es Catherine zu Schulzeiten nicht ganz einfach hatte, ist spätestens seit ihrem Engagement für die Anti-Mobbing-Organisation «Beatbullying» bekannt. Bevor sie ans exklusive Malborough-College ging, besuchte sie als 13-Jährige die «Downe House School» in Cold Ash, Berkshire. Eine exklusive Mädchenschule in der Nähe ihres Zuhauses. Zu den ehemaligen Schülern zählen Lady Gabriella Windsor und Model Sophie Dahl. Lange hielt es sie es dort jedoch nicht aus, schreibt die «Daily Mail». Nach nur sieben Monaten wechselte sie auf Wunsch ihrer Eltern während des laufenden Schuljahres.
Eine Theaterrolle im zarten Alter von elf Jahren, die die Zuschauer mit ihren sprachlichen (Un)begabung zum Lachen bringt, ist also alles andere als selbstverständlich. Zumal Catherine zu Teenagerzeiten von ihren Klassenkameradinnen als «blass, ruhig, scheu und ein bisschen verängstigt» beschrieben wird. Umso erstaunlicher ist es, dass Catherine heute - und auch damals in «My Fair Lady» - so selbstbewusst auftritt.