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Bild: 2017 an der ISPO für seine Firma Aztech Mountain
Kein Bode Miller-Fan hört das gerne, dass sein Idol zurücktreten wird, aber das ist nun ‘mal im Sport, das Ende einer Karriere kommt rascher als im üblichen Berufs-leben. Mit fast 40 Jahren hat sich Bode auch reichlich Zeit gelassen. Selbst nach der verpatzten Heim-WM 2015 in Beaver Creek, bei der er sich nach dem Sturz im Super G Schnittwunden zuzog und aufgeben musste, wollte er von Rücktritt nichts wissen. Nach der WM 2015 trennte sich Miller von Head als Ausrüster. Diese Trennung verunmöglichte seine Weltcup-Rückkehr, da Head verhinderte, dass Miller mit seinen Bomber-Ski antreten konnte. Immer wieder sprach er davon, in den Weltcup zurückzukehren. Und wir alle hatten es uns gewünscht. Wie kein anderer hat er uns inspiriert mit seiner Tollkühnheit und mit seiner waghalsigen Fahrt. Wie ein Rodeo-Reiter auf einem verrückten Gaul donnerte er die Pisten runter und machte Dinge möglich, die keiner sonst vermochte. Obwohl er mental heute stärker ist als früher und er sich in der Lage sieht, physisch noch mithalten zu können, ist für ihn der professionelle Skisport nun vorbei. Im Interview mit Graham Bensinger sagt er auf die Frage, ob er noch Skiweltcup fahren werden und warum: „Nein, null Prozent Chance, das ist vorbei, ich bin lange Weltcup gefahren, nun ist es nicht mehr mein Wunsch, weiter Rennen zu fahren”. Mit 438 Weltcupstarts, darunter 79 Podiumsplätze und 33 Siege, 19 Olympischen Rennen mit 6 Medaillen inklusive einer Goldenen und 29 WM-Starts mit fünf Medaillen, wovon vier golden sind, schaut er als erfolgreichster amerikanischer Skifahrer aller Zeiten auf eine beeindruckende Skikarriere zurück.
Wir werden Dich vermissen, Bode!
Bild: 2010 Beaver Creek