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5. Jahrhundert
VÖLKERDÄMMERUNG
Die Chronik des 5. Jahrhunderts nach Christi Geburt mit den berühmten und wichtigen Persönlichkeiten, den grossen Köpfen des 5. Jahrhunderts, die in den hundert Jahren zwischen 400 und 499 lebten und wirkten. Zu ihnen zählen etwa Attila und Chlodwig I.
Im spätantiken 5. Jahrhundert wird das Ende des Römischen Reiches, des Imperium Romanum, besiegelt und das Ende der Spätantike eingeläutet, die fliessend in das Frühmittelalter übergeht.
Es ist die Zeit der Ende des vorangegangenen Jahrhunderts durch den auch als Hunnensturm bezeichneten Einfall der Hunnen in Europa ausgelösten spätantiken Völkerwanderung: Der Hunnenkönig Attila erobert in der ersten Hälfte des Jahrhunderts weite Teile Europas, germanische Stämme übertreten am Jahreswechsel 406/407 den Rhein nach Westen, 410 ziehen sich die Römer aus Britannien zurück und im selben Jahr plündern die Westgoten unter Alarich Rom. Mitte des Jahrhunderts erobern die Vandalen unter ihrem König Geiserich zunächst 439 Karthago und 455 schliesslich Rom. Im Jahr 476 zerfällt das Weströmische Reich, der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustulus wird vom Heerführer Odoaker abgesetzt.
Vermehrt übernehmen in Europa germanische Herrscher die Macht. West- und Ostgoten sowie die Franken steigen auf. Der Merowinger Chlodwig I. begründet 482 mit der Unterwerfung mehrerer Teilkönigreiche und Stämme das Frankenreich. Die Dynastie der Merowinger wird bis 751 herrschen. In Italien erobert der Ostgote Theoderich gegen Odoaker 493 Ravenna und regiert rund 30 Jahre lang in der Blütezeit des Ostgotenreichs, das unter seinen Nachfolgern bald untergehen wird.