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Als Legende, ist diese Geschichte lehrreich. Es ist eine harte Entscheidung des Häuptlings, die zwei alten Frauen, die ja für nichts anderes gut scheinen als ständig zu jammern, um das Überlebenswillen des ganzen Volkes zu hinterlassen. Bei der Tochter und dem Enkel der einen bilden sich besonders schwere Gewissensbisse.
Aber so sind die Frauen nun in der bitteren Kälte mit wenig Ausrüstung auf ihre eigenen Fähigkeiten und alten Weisheiten angewiesen. Und sie schaffen es tatsächlich, den harten Winter durchzukämpfen. Sie erjagen, trocknen und lagern sogar grosse Nahrungsvorräte.
Als das Volk – elend, verhungert und beschämt – zurückkehrt, spürt ein alter Fährtenfinder die zwei Frauen auf. Zum Erstaunen aller leben sie noch. Dann fängt der bange Versuch der Versöhnung an.
Gegen Schluss bekommen wir die inneren Zerreissproben der Frauen mit, aber auch die Lektionen, die die jüngeren Stammesmitglieder von ihnen lernen. “Die Menschen begriffen nun, dass die zwei Frauen, so lange, wie sie schon lebten, gewiss mehr Dinge wussten, als das Volk für möglich gehalten hatte… Und so erwies das Volk ihnen seine Ehrerbietung, indem es auf das hörte, was sie zu sagen hatten.”
Als Legende, ist diese Geschichte eben lehrreich. Es ist einfach schade, dass das Aneinanderreihen der Vorgänge und der Erzählstil so trocken und langweilig wirken, bis endlich die zwischenmenschlichen Beziehungen zum Vorschein kommen.