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Legenden, Landesoberhäupter und Liedermacher – von diesen Personen mussten wir uns verabschieden
Für einen flauschigen Start: Im Jahr 2022 betrat in den USA der älteste Hund der Welt den pelzigen Himmel. Die Hündin namens Pebbles wurde 2000 in New York geboren und stellte am 17. Mai diesen Jahres den Guinness-Weltrekord auf. Mit 22 Jahren und 6 Monaten verstarb die Hundedame im Oktober in South Carolina friedlich.
Sänger, Keyboarder, Schlagzeuger, Komponist
Mit dem Schweizer Musiker Endo Anaconda verstummte dieses Jahr eine gewaltige Mundart Blues-Stimme. Im Februar erlag der Kultsänger im alter von 66 Jahren den Folgen von Lungenkrebs.
Auch die US-Rapper Coolio (59), der mit Hits wie «Gansta's Paradise» bekannt wurde, und Takeoff (28), Mitglied des Grammy-nominierten Trios Migos fanden den Weg ins Nachleben. Bei dem 59-Jährigen ist die Todesursache nicht öffentlich bekannt. Er sei im Haus eines Freundes plötzlich zusammengebrochen. Der 28-Jährige wurde bei einer Schiesserei getroffen und erlag den Verletzungen.
Auch weitere Musiker verstarben dieses Jahr vergleichsmässig jung. Der Depeche Mode- Keyboarder Andy Fletcher im alter von 60 Jahren, Taylor Hawkins, Schlagzeuger der Foo Fighters, mit 50 Jahren und Aaron Carter - der jüngere Bruder von Backstreet-Boys-Sängers Nick Carter - sogar im Alter von nur 34 Jahren.
Andy Fletchers Todesgrund war eine Störung der Aortenklappen. Bei Taylor Hawkins wurden 10 verschiedene Betäubungsmittel im Körper festgestellt. Darunter auch Opioide, Antidepressiva und THC.
Die Todesursache von Aaron Carter ist noch nicht öffentlich bekannt. Er wurde tot in seiner Badewanne aufgefunden. Gerüchten zufolge erlag auch er an einer Überdosis Drogen.
Der Komponist Monty Norman verstarb ebenfalls dieses Jahr im Juli. Der 94-Jährige komponierte im Jahr 1962 die berühmte und ikonische James-Bond-Melodie für den ersten Film des Geheimagenten «James Bond - 007 jagt Dr. No».
Seither war die Melodie in jedem offiziellen James-Bond-Film zu hören.
Auf der Bühne und vor der Kamera
Auch unter den Schweizer Schauspielern vertsummte dieses Jahr eine Kultstimme. Michael Schacht, der Synchronsprecher des traditionsreichen Hörspiels Philip Maloney, verschied im August nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren. Über 30 Jahre begeisterte er mit seiner rauchigen Stimme jeden Sonntag die ganze Schweiz.
Im Vereinigten Königreich fanden gleich zwei sehr bekannte Schauspieler den Weg ins Jenseits. Der Hagrid-Darsteller Robbie Coltrane, vor allem bekannt aus den Harry-Potter-Filmen, verstarb aufgrund mehrfachem Organversagens. Angela Lansburry, die Hauptdarstellerin aus «Mord ist ihr Hobby», verstarb kurz vor ihrem 97. Geburtstag an Altersschwäche.
Unter Mafiosi-Darstellern verstarben auch zwei Berühmtheiten. Ray Liotta und Tony Sirico, bekannt aus den Serien «Goodfellas» und «Die Sopranos». Beide dem Anschein nach eines natürlichen Todes. Auch James Caan aus «Der Pate» verschied dieses Jahr im Alter von 82 Jahren.
Im Dezember entschlief die US-Schauspielerin Kirstie Alley aufgrund ihrer Krebserkrankung. Sie war bekannt aus Filmen wie «Kuck mal, wer da spricht!», mit welchem sie ihren grössten Kinoerfolg feierte. Die 71-Jährige bekannte sich in ihrem Leben zu Scientology – einer sehr umstrittenen religiösen Bewegung.
Aber auch tragische Tode ereigneten sich im Jahr 2022. Der «Full House»-Schauspieler Bob Saget wurde im Alter von 65 Jahren tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Wie berichtet wurde, erlag der Comedian einer Kopfverletzung, welche er sich bei einem Sturz im Zimmer zuzog.
Im Alter von 53 Jahren verunfallte auf dramatische Art und Weise die Schauspielerin Anne Heche. Am 5. August raste sie mit einem Auto in ein kleines Haus in Los Angeles. Dieses und das Auto fingen Feuer. Für mehrere Tage wurde die «Ally McBeal»-Schauspielerin künstlich am Leben erhalten, ohne einen Schimmer Hoffnung. Nachdem sie für Hirntod erklärt wurde, wurden ihre Organe gespendet.
Internationale Grössen
Zwei weltbewegende Tode ereigneten sich in England wie auch in Moskau. Die britische Queen Elizabeth II. tätigte ihren letzten königlichen Atemzug im September, nachdem sie mehrere Termine unter grossen Stress setzten. Mit dem Tod der 96-Jährigen endete eine britische Ära. Ihr Staatsbegräbnis dauerte 10 Tage.
Michail Gorbatschow, der letzte Präsident der Sowjetunion hingegen erhielt kein Staatsbegräbnis. Der Russe genoss vor allem im Westen grosses ansehen. Als Wegweiser zur Beendigung des Kalten Krieges und als aktiver Kreml-Kritiker war er bei den russischen Führungskräften eher unbeliebt. Er verstarb nach langer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Moskau.
Donald Trumps erste Frau, Ivana Trump, verunfallte im Juni mit 73 Jahren. Die Geschäftsfrau starb aufgrund eines stumpfen Aufpralls am Oberkörper. Wie genau sie sich diese Verletzungen zuzog, ist unklar, doch Annahmen zufolge stürzte die Ex-Frau Trumps eine Treppe hinunter.
Auch ein erfolgreicher Unternehmer war Dietrich Mateschitz, Gründer von Redbull und Besitzer des österreichischen TV-Senders «Servus TV». Dieser biss ins österreichische Kräutergras wegen schwerem Krebsleiden. Dies, nachdem er Chemotherapie ablehnte und lieber Methoden der Alternativmedizin nutzte.
Der Entdecker des HI-Virus, Luc Montagnier schlief dieses Jahr im Februar im Rahmen seiner Familie in Paris ein. Montagnier erhielt für seine Forschungen den Nobelpreis für Medizin, begann dann aber mit immer unkonventionelleren Experimenten. Während der Pandemie behauptete der damals 87-Jährige, dass Covid-19 aus dem Labor käme.
Trauer in der Ostschweiz
Politische Persönlichkeiten starben im FM1-Land gleich mehrere. Thomas Ammann (58), Alt Nationalrat und ehemaliger Gemeindepräsident von Rüthi, Alexander Baumann (79), ehemaliger SVP-Nationalrat aus dem Kanton Thurgau und Margrith Bigler-Eggenberger (89), erste Schweizer Bundesrichterin.
Alle drei schienen friedlich eingeschlafen zu sein, aufgrund von Altersschwäche oder langer Krankheit.
Auch der ehemalige St.Galler Bischof Ivo Fürer verstarb dieses Jahr. Dieser hätte lange an Parkinson gelitten, sei aber geistig trotzdem noch topfit gewesen. Fürer startete 2002 eine Initiative, nach welchem das Bistum ein Fachgremium gegen sexuelle Übergriffe eingesetzt hat –als erstes in der Schweiz.
Einen kulturellen Verlust ging mit dem Tod vom Fotograf und Filmemacher Friedrich Kappeler einher. Der Thurgauer wurde bekannt durch Filme über den Musiker Mani Matter, die Kunstmaler Adolf Dietrich und Varlin oder auch über den Clown Dimitri. Seine Filme waren hauptsächlich schwarz-weiss und analog.