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Meistens handelte es sich um (Kombi-)Medikamente bei Erkrankungen an Hepatitis C, Krebs und sogenannten seltenen Krankheiten. So lange die Arzneien das Leben bei erträglicher Lebensqualität verlängern, dürfen diese Medikamente auch viel kosten. Falls sie jedoch das Leben nicht verlängern oder vor allem das Leiden verlängern, ist der Aufwand für die soziale Krankenversicherung mehr als fragwürdig.
Für die Kassenpflicht genügt dem Bundesamt für Gesundheit BAG häufig, wenn eine Pharmafirma nachweist, dass beispielsweise ein Krebsgeschwür mit den zusätzlichen Medikamenten nicht weiter wächst. Das BAG macht nicht zur Voraussetzung, dass der Nachweis einer Lebensverlängerung erbracht ist. Auch der Nachweis einer besseren Lebensqualität ist nicht immer erforderlich.
Neue, extrem teure Arzneien für Todkranke sind für die Pharmakonzerne ein lukratives Geschäftsfeld. Im Jahr 2010 zahlten die Kassen für 324 Grundversicherte Medikamente für je mehr als 100’000 Franken. Im Jahr 2015 für dreimal mehr Patienten, was die Kassen über 100 Millionen Franken kostete. Tendenz steigend.
Diese Zahlen gaben acht grossen Krankenkassen auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Saldo» bekannt. «Saldo» weist darauf hin, dass die Kassen im Ausland diese teuren Medikamente meistens günstiger beziehen können als die Kassen in der Schweiz.
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