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Autor: Josef jungo
Am 2. April haben die Delegierten des Schweizerischen Holsteinzuchtverbandes und jene des Schweizerischen Fleckviehzuchtverbandes über das Fusionsprojekt abgestimmt. Die Kombinationsfusion der zwei Verbände sei kein Prestigeprojekt des Vorstandes, stellte Andreas Aebi, Präsident des Fleckviehzuchtverbandes, einleitend fest. Es war dann Verbandsdirektor Matthias Schelling, Mitglied der sechsköpfigen Projektgruppe, der die Leitideen und Details des Zusammenschlusses darlegte. Die Fusion erfolge aus wirtschaftlichen und züchterischen Gründen. Die Holstein- und Red-Holstein-Population sollen in einem Herdebuch vereinigt werden. Weiter gehe es darum, die Effizienz der Nachzuchtprüfprogramme zu verbessern und die Methoden der Leistungsprüfung zu vereinheitlichen. Die Fusion erlaube es, die Arbeitsabläufe zu optimieren, Synergien zu nutzen, Dienstleistungen günstig anzubieten und Kosten zu sparen. Die Projektgruppe schätzt, dass jährlich etwa 4,1 Millionen Franken eingespart werden könnten.
Hauptsitz in Zollikofen
Der künftige Sitz des neuen Verbandes, der noch keinen Namen hat, wird in Zollikofen sein. Der Sitz des Holsteinverbandes in Grangeneuve soll aufgehoben werden. Der Direktor dieses Verbandes, Pascal Monteleone, soll die Leitung des neuen Verbandes übernehmen. Das Präsidium soll an Andreas Aebi gehen.
Es gebe gewisse Risiken, räumte der Referent ein. So hätten z. B. Züchter von Tieren der Simmentaler- oder Swiss-Fleck-Rasse Angst, von den Holstein- und Red-Holstein-Züchtern dominiert zu werden. Ein anderer Punkt sei die Vertretung regionaler Interessen oder die Zusammensetzung der Gremien und der Delegiertenversammlung usw. Seiner Meinung nach überwiegen jedoch die Chancen bei Weitem. Sollte die Fusion allenfalls nicht zustande kommen – an der Delegiertenversammlung ist eine Zweidrittelsmehrheit erforderlich -, sei mit einer Spaltung der 13 600 Züchter zu rechnen. An Informationsversammlungen über das Fusionsprojekt sei klar zum Ausdruck gebracht worden, dass sich vorwärtsstrebende Züchter «nicht länger von Bremsern» am Fortschritt hindern lassen wollen.
Freiburger im Vorstand
Der Kanton Freiburg wird im achtköpfigen Vorstand zwei Vertreter stellen. In die 172 Mitglieder zählende Delegiertenversammlung können 31 Züchter Einsitz nehmen. Der Vorstand des Freiburgischen Rotfleckviehzuchtverbandes unterstütze das Fusionsprojekt einstimmig, informierte Präsident Charly Dorthe.