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Die 1329 genannte Burg
wurde von den
Herren von Montfort (Starkenstein = Montfort) errichtet und vom Volk kurzweg
«Stein» genannt, welcher Name später
auf einen tiefer unten gelegenen
Hof und dann auf das darum sich ansiedelnde Dorf
Stein überging.
Die
Burg wurde wahrscheinlich um das Ende des 15. Jahrhunderts zerstört.
Der
Piz Starlera erhebt sich etwa 1,7 km nö.
Canicül und zeigt auf seiner
S.-Seite in 2400 m
Höhe alte Eisengruben, in denen
einst schuppiger bis schiefriger Roteisenstein aus einer Erzlinse von etwa 30 m Länge und 6 m Mächtigkeit
ausgebeutet wurde, um mühsam nach den Hochöfen in
Ferrera geschleppt zu werden.
Das in halbmarmorisierten Kalken und Dolomit
der Trias (oder
Jura?) auftretende Erz enthielt zuweilen bis 80% reines
Eisen. Der Name Piz Starlera wurde von den frühern
Karten dem schroffen
Kalkstock desPiz Grisch (oder
Fianell) beigelegt.
(Val)(Kt. Graubünden,
Bez. Hinterrhein).
2500-1530 m. Oestl. Seitenthälchen des
AverserRheins, das sich kurz unterhalb der Einmündung
des
Val di
Lei und 2,3 km hinter
Canicül
(Inner Ferrera) von rechts zum Hauptthal öffnet. Es ist etwa 4 km lang, entspringt
am westl.
AverserWeissberg (3044 m), verläuft im ganzen in w. Richtung und weist ein Gesamtgefälle von
etwa 24% auf. Im
Vordergrund ist es tief und wild durchschluchtet, wie auch weiter oben lange Felsrippen und -klüfte gegen
die Alp Starlera (2072 m) herabreichen.
Die Starleraseite dieses Passes ist jedoch sehr steil, und der Uebergang wird nicht so viel
benutzt wie das Starlerajoch,
von dessen
Höhe man zwischen dem w.
Weissberg und dem
Plattenhorn in s. Richtung auch nach
Cresta im
Avers
gelangen kann. Ueber den mächtigen Felsenstufen am Ausgang des Val Starlera liegen die freundlichen Terrassen mit den
Maiensässen
Starlera (1833 m) und Il
Plan (1884 m). Am felsigen Gehänge unter dem letztern fliesst eine Subtherme
(«Cuas
Therme») von 24,3° C. mit Gips- und Eisengehalt. Sie ist schwer zugänglich und hat nur eine geringe Wassermenge.
Val Starlera ist im obern Abschnitt zum grössten Teil in Bündnerschiefer (eozänen Flysch, auch Lias?), im
Vordergrund ganz
in Kalke, Marmore und Dolomit der Trias (oder
Jura?) eingeschnitten, und der Starlerabach stürzt manchmal
über
Lager weissen Marmors herab, mit welchem Material auch die Averserstrasse z. T. beschottert ist.
3081 m. Gipfel im Gebirgsstock des
Piz Pisoc (Ofengruppe), auf der Landesgrenze gegen Tirol
und zwischen demScarl- und Avignathal. 1,1 km sö. vom
Piz Murtèra (2998 m) und n. über dem fast flachen
Passübergang der
Fuorcla Starlex.
Der eine gute Aussicht bietende Berg ist aus Hauptdolomit, oberer Rauhwacke, Arlbergkalk
und alpinem Muschelkalk aufgebaut, welche Triasmasse sowohl auf der österreichischen als auf der Schweizer
Seite auf Verrucanogesteinen
und Gneisphylliten sitzt.