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Bis in die zwanziger Jahre des aktuellen Jahrhunderts fehlten aktuelle Nachweise der Feldspitzmaus aus dem Kanton Uri, wie auch der gesamten Innerschweiz. Im Jahr 2019 gelang ein Zufallsfund der Art im Maderanertal. Dem ging Minimus 2020 auf den Grund und konnte die Art am Fundort bestätigen sowie bei weiteren 3 Standorten erstmals nachweisen.
Die Feldspitzmaus ist auf der überarbeiteten Roten Liste der Schweiz als VU oder verletzlich, eingestuft. Auch in einigen Regionen von Europa ist die Art seit der Mitte des letzten Jahrhunderts zurückgegangen und in der Schweiz ist sie im Jura vermutlich ausgestorben. Als mögliche Ursachen für den Rückgang, wird die Intensivierung der Landwirtschaft und der Verlust von Strukturen auf den Feldern angesehen. Zudem kann die Feldspitzmaus durch die sich ausbreitende Hausspitzmaus (C. russula) verdrängt werden.
Mit dem Projekt zur Abklärung des Vorkommens der Feldspitzmaus im Kanton Uri konnten einige neue Standorte, an welchen im Kanton Uri Feldspitzmäuse leben, gefunden werden. Basierend auf den aktuellen Kenntnissen kann davon ausgegangen werden, dass das untere Reusstal sowie ein Teil des oberen Reusstals bis auf eine Höhe von mindestens 900 m ü. Meer von Feldspitzmäusen besiedelt sind. Wie weit südlich von Amsteg das Reusstal besiedelt ist und was die Gründe für die Absenz im restlichen Gebiet sind, müsste weiter abgeklärt werden.
Mehr Infos können dem unten stehenden Schlussbericht entnommen werden.
2022
Das Projekt zur Abklärung des Vorkommens der Feldspitzmaus (Crocidura leucodon) im Kanton Uri wird unterstützt von der Otto-Gamma Stiftung sowie