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Lady Bitch Ray hat einen Prozess gegen den «Bastei Lübbe Verlag» gewonnen, der ihr Buch «Bitchism» in Auftrag gegeben hatte, es dann aber nicht drucken wollte. Laut Bild bestellte der Verlag 2008 bei Dr. Reyhan Sahin (so heisst Madame bürgerlich) ein «ehrliches, unzickiges, populär geschriebenes Buch über Frauen, Feminismus und Sexualität».
Die Rapperin griff in die Tasten, erkrankte 2009 aber an Depression. Als sie zwei Jahre später ihre Arbeit ablieferte, war diese nicht mehr gefragt. «Ein derartiges Buch werden wir in unserem Verlag nicht veröffentlichen», zitiert «Bild» den Verlag, dem Sätze wie «Stell dich vor den Spiegel (...) streichle deine Nippel, deinen Arsch und steck deinen Zeigefinger in Deine Möse» angeblich nicht schmecken wollten.
Nun entschied ein Gericht: Wer einer Lady Bitch Ray so einen Auftrag gibt, muss mit derartigen Ergebnissen rechnen. Das Buch «Bitchism» ist mittlerweile in einem anderen Verlag erschienen, der der Künstlerin 70'000 Euro zahlte. Bei «Bastei Lübbe» hätte es aber 90'000 Euro gegeben – die Differenz muss nun gezahlt werden. «Die wollten mich als Vollidiotin hinstellen. Aber spätestens jetzt haben sie verstanden, was ’ne echte Bitch ist.»
(phi)
Die Präzision, mit der Stefan Raab das deutsche Fernsehen sezierte, war legendär. Seine Show «TV Total» war sozusagen der TV-Pranger, an dem jede Verfehlung gelandet ist, die sich ein Promi oder einfach nur ein halbfreiwilliger Teilnehmer einer zwielichtigen RTL-II-Reportage leistete.