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Konifizieren bezeichnet die Umformung eines eines Bauteils aus Metall durch walzen und ziehen. Es entstehen unterschiedliche Wandstärken an den Enden oder in der Mitte des Bauteils.
In der Velotechnik werden vor allem Rahmenrohren und Speichen konifiziert.
Konifiziert english butted / französisch aboutés
Rahmenrohre
Konifizierte Rahmenrohre weisen an den stärker belasteten Enden eine höhere Wandstärke auf als in der weniger belasteten Mitte. Diese Technik erlaubt es ohne einen Verlust der Festigkeit leichtere Rahmen zu konstruieren. In den meisten Fällen ändert sich die Wandstärke der Rohre bei gleichbleibendem Aussendurchmesser. Dadurch erkennt du sie am fertigen Fahrradrahmen nicht. Rahmenrohre mit unterschiedlichen Wandstärken und Aussendurchmessern sind häufig bei Sitz- und Kettenstreben anzutreffen.
Herstellung
Die CrMo-Rohre werden als Nahtlosgezogene-Rohre in einem Stahlwerk aus dem glühenden Stahl hergestellt. Anschliesend werden sie in kaltem Zustand mit einem Schrägwalzverfahren auf die gewünschten Dimensionen umgeformt. Durch walzen über Dorne mit unterschiedlichen Durchmessern enstehen Rohre mit unterschiedlichen Wandstärken. Das Walzen verdichtet das Material zusätlich, was die Festigkeit erhöht.
Andere Bezeichnungen
Im Englischen spricht man auch von Doublebutted, Triplebutted
Ein spezielles Kaltschmiedeverfahren verdichtet das Material im Mittelbereich der Speiche und reduziert gleichzietig den Durchmesser. Die Speiche wir durch den konifizierten Teil leichter und elastischer. Der festere Kopf und das Gewinde haben eine hohe Belastbarkeit.
Mit konifizierten Speichen erreicht der Laufradbauer eine höhere Speichenspannung, folglich entstehen stabilere Laufräder.