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Therese Pürro wurde am 12. Mai 1925 der Eltern Max und Marie Pürro-Jungo in Wittenbach bei Düdingen geboren. Mit vier Geschwistern erlebte sie auf dem idyllischen Bauernhof eine schöne Jugendzeit. Die Schulen besuchte sie in Düdingen. Trotz des weiten und beschwerlichen Schulweges war sie immer pünktlich, auch zur Sonntagsmesse. Nach der Schulzeit war Mobilmachungs- und Kriegszeit, da fehlte es oft an Arbeitskräften. Auch von Therese Pürro wurde viel verlangt, doch sie murrte und klagte nie. Sie war ihren Eltern eine grosse Stütze. Als diese 1954 den Bauernbetrieb aufgaben, machte sie erstmals kurz Ferien. Danach trat sie eine Haushaltsstelle bei Herren in Givisiez auf einem Bauernhof an. Nach 18 Monaten wechselte sie ins Gastgewerbe, was ihr anfangs zu schaffen machte, denn es fehlte ihr die Arbeit in der Natur. Doch auch hier war sie bald wieder in ihrem Element. Ihre erste Stelle war im Hotel Weisses Kreuz in Marly, dann war sie viele Jahre im «Central» und im «Ochsen» in Düdingen. Wegen ihrer Einfachheit und Freundlichkeit war sie beliebt.
Nachdem sie 1987 pensioniert worden war, pflegte sie mit viel Liebe und Freude ihr einfaches, aber heimeliges Zuhause, den Garten und die Blumen. Sie unternahm Reisen im In- und Ausland. Vor allem liebte sie die Berge und das Schwarzseetal, wo sie gemütliche Bergtouren unternahm.
Auch ihre religiösen Pflichten erfüllte sie regelmässig. Den frühen Tod ihrer Brüder Arthur und Alois hat sie nie recht verkraftet. Auch der unerwartete Tod ihrer Schwester Marie machte ihr schwer zu schaffen.
Bis zwei Jahre vor ihrem Tod lebte sie noch sehr selbstständig. Ihre Zufriedenheit und grosse Bescheidenheit zeichneten sie aus. Allmählich machten sich Einschränkungen bemerkbar, und sie benötigte mehr Unterstützung. Anfangs fiel es ihr schwer, diese Hilfe anzunehmen. Ihre Nichten erinnern sich an «Tanti Therese», wie sie am Tisch in ihrem Stübchen sass und heissen, aber nicht zu starken Milchkaffee trank. Therese Pürro war dankbar über all die helfenden Menschen. Sie schätzte die fürsorglichen Besuche eines guten Freundes sehr. Sie waren eine wunderbare Energiequelle. Mit ihm erlebte sie Liebe und Freundschaft im Alter.
Mit Hilfe von Spitex, Wabe, Anita Friedly, der Organisation «Düdinger helfen Düdingern», ihrer Schwester und ihren Nichten durfte sie das letzte Stück Lebensweg fast bis zum Schluss in ihrem geliebten Häuschen verbringen. Am Montag, 31. März, zog sie ins Ferienzimmer des Pflegeheims Sonnmatt in Schmitten. Am Mittwochmorgen, 2. April 2014, ist sie heimgegangen in den ewigen Frieden. Eing.