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In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hing eine Orgel an der Nordwand des Mittelschiffs über dem dritten Pfeiler (von Westen her). Sie wurde 1528/29 entfernt und durch eine neue ersetzt.
1692
wurde eine “doppelte, neuverfertigte” Orgel in der Mitte der “Emporkirche” angebracht, die bereits 1711 durch Andreas Silbermann erneuert werden musste. Das Gehäuse stammte von J.J. Keller, der 1688 auch den Prospekt für die Leonhardskirche geschaffen hatte.
1712
Fertigstellung der Orgel durch Andreas Silbermann:
“ein Werck, wie keines am gantzen Rheinstrom zu finden seyn solle”.
Der Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts ist dafür verantwortlich, dass heute ausser wenigen Pfeifen nichts mehr von dieser prachtvollen Orgel vorhanden ist.
1895
erstellte die Firma Goll, Luzern eine neue Orgel mit 26 Registern in einem neugotischen Gehäuse. Die eine Klangentfaltung hindernde Aufstellung des Pfeifenwerks, eine in allzu romantischem Geist gehaltene Disposition und die ausgediente Mechanik liessen es 1962 als zweckmässig erscheinen, ein vollständig neues Werk zu planen.
1968
Erstellung der neuen Orgel durch die Orgelbauwerkstatt Neidhart & Lhôte, Orgelbauwerkstatt aus St. Martin/Neuchâtel. Das Gehäuse mit den alten Prospektpfeifen stammt von Johann Andreas Silbermann und wurde 1770 für die Theodorskirche gebaut (ursprünglich 30 Register auf 3 Manualen und Pedal). 1916 wurde die Orgel dort abgebrochen und nach St. Imier verkauft, das Rückpositiv ging in Privatbesitz über. 1951 konnte das Historische Museum Basel beide Teile erwerben und stellte sie in der Barfüsserkirche auf. Dank den Verhandlungen zwischen der Denkmalpflege (Dr. A. Knoepfli und Fritz Lauber), den Museumsdirektoren Prof. Dr. H. Reinhardt und Dr. H. Lanz, und der auf grosser Erfahrung mit alten Orgeln beruhender Planung von Georges Lhôte konnte das wertvolle Gehäuse als Depositum gewonnen und in der Peterskirche spielbar gemacht werden.