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Diachronic Grammar of Egyptian and Coptic
Die "Diachronic Grammar of Egyptian and Coptic" stellt ein wichtiges Desiderat der ägyptologischen Forschung dar. Der Reichtum an Texten (allein für das Ägyptische geht das Berliner Wörterbuch-Projekt von einem Korpus von ungefähr 10 Millionen Wörtern aus) und die Breite an verfügbaren philologischen und linguistischen Interpretationen ermöglichen eine detaillierte historische Darstellung, die zugleich den Erfordernissen von Einzelgrammatiken gerecht werden kann.
Als Nachschlagewerk für Philologen und als innovativer Beitrag zur linguistischen Analyse des Ägyptischen und Koptischen in synchroner und diachroner Hinsicht wird unsere Grammatik eine sehr breite Fachwelt ansprechen, die auf der einen Seite aus Ägyptologen (und Demotisten) und Koptologen, auf der anderen Seite aus Linguisten (und vergleichenden Sprachwissenschaftlern) besteht. Es ist unser Ziel, dass die Basler Grammatik bestehende Grammatiken und Einzelmonographien auf dem Gebiet der ägyptischen Sprachforschung ersetzt und sich für mehrere Jahrzehnte als internationales Referenzwerk zu allen Aspekten der ägyptischen und koptischen Sprache etabliert. Obwohl nicht primär für die Zwecke des akademischen Unterrichts in Ägyptisch und Koptisch bestimmt, wird die Basler Historische Grammatik dem linguistisch versierten Leser auch die Möglichkeit bieten, sich über alle linguistischen Phänomene dieser Sprache ausführlich zu informieren.
Die Projektskizze in englischer Sprache informiert über den Inhalt der geplanten vier Bände.
Matthias Müller koordiniert einerseits die Arbeit im Korpusbereich der Sprachstufen des jüngeren Ägyptisch (primär Neuägyptisch & Koptisch), andererseits ist er im linguistischen Bereich speziell für die Koordination der Bereiche Phonologie und Morphologie verantwortlich.
Andréas Stauder ist im Rahmen des Projektes verantwortlich für die Aufbereitung des empirischen Materials aus dem älteren Ägyptisch und koordiniert die Bereiche Syntax und Pragmatik.
Sami Uljas verstärkt das Projekt-Team durch seine Kompetenz auf dem Gebiet der modalen Formen des Ägyptischen.
Um die grammatischen Phänomene des Demotischen stärker in das Projekt zu inkorporieren wird mit Ghislaine Widmer aus Genf eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Demotistik im Projekt mitarbeiten. Neben ihrer Kompetenz auf diesem Spezialgebiet der ägyptischen Sprache ist es besonders ihre bisherige Forschung zu den Problemen der demotischen Graphematik, die sie zur Koordinatorin des Bereichs Graphematik prädestinieren.