Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03654.jsonl.gz/1892

Der Tschad ist ein Schwerpunktland der bilateralen Zusammenarbeit. Seit 1965 engagiert sich die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA im Sahel-Staat, vor allem zu Gunsten der ländlichen Entwicklung, der medizinischer Versorgung und der Grundausbildung. Die DEZA hilft auch bei der Bewältigung der Hungerkrise in der Sahel-Zone.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Tschad
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Zusammenarbeit im Bildungsbereich
Forschende und Kulturschaffende aus Tschad können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Friedensförderung und menschliche Sicherheit
Interne Rivalitäten und Meinungsverschiedenheiten bestimmen das Geschehen in Tschad. Seit 2011 unterstützt die Abteilung für Menschliche Sicherheit des EDA deshalb friedensfördernde Aktivitäten und Massnahmen zur Stärkung der Gouvernanz in Tschad.
Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe
Der Tschad ist ein Schwerpunktland der internationalen Hilfe der Schweiz. Die Zusammenarbeit mit diesem Land besteht seit 1965. Die Schweiz unterstützt in den Bereichen ländliche Entwicklung, medizinische Versorgung und Grundausbildung.
Seit 2004 setzt sich die Schweiz auch für Flüchtlinge aus Darfur und Vertriebene im Tschad ein, in dem sie sich an Projekten des Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen UNHCR und des Welternährungsprogramms beteiligt.
Für die Bewältigung der Hungerkrise wurde ein Betrag von CHF 14.1 Mio. gesprochen. Dabei wurden die Nothilfemassnahmen des Welternährungsprogramms für Tschad mit CHF 1 Mio. unterstützt, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK erhielt CHF 0.5 Mio. für seine Arbeit im Land.
Schweizerinnen und Schweizer in Tschad
2015 lebten 70 Schweizer Staatsangehörige in Tschad.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte Tschad 1960 und nahm 1963 mit dem Sahelstaat diplomatische Beziehungen auf. Trotz eines bilateralen Abkommens über den Handelssverkehr, den Investitionsschutz und die technische Zusammenarbeit blieb der wirtschaftliche Austausch bescheiden.