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Seine kommunistischen Ideen entwickelte er in der »Voyage en Icarie, roman philosophique et sociale« (Par.
1842, 5. Aufl. 1848; deutsch von Hippler, das. 1848). In der romanhaften
Reisebeschreibung wollte er das Beispiel einer großen Nation, die in Gütergemeinschaft lebt, der Welt vor Augen stellen. (Über
den Inhalt s. Kommunismus.) Nach Abfassung dieses Werkes kehrte Cabet, 1839 amnestiert, nach Frankreich zurück,
agitierte dort für seine Ideen, gründete kommunistische Vereine und fand zahlreiche Anhänger, die sich »communistes icariens«
nannten. 1847 beschloß er, mit seinen Anhängern nach Texas auszuwandern, um dort eine kommunistische Kolonie zu gründen.
Die Februarrevolution von 1848 verzögerte die Ausführung des Plans, Cabet hoffte nach ihr in Frankreich selbst seine
Ideen verwirklichen zu können. Nach der Junischlacht gab er aber diese Hoffnung auf und schiffte sich mit 44 Genossen nach
Texas ein. Letztere fanden sich aber bald sehr enttäuscht und klagten Cabet sogar wegen Betrugs in Bezug auf das zusammengeschossene
Vermögen von mehr als 200,000 Frank an, und das Zuchtpolizeigericht der Seine verurteilte Cabet während seiner
Abwesenheit zu zweijähriger Haft und fünfjährigem Verlust des Bürgerrechts. Cabet kehrte indessen nach Frankreich
zurück, stellte sich im Juni 1851 als Gefangener und brachte seine Sache vor das Appellationsgericht, das ihn freisprach.