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Im Versuch, seine Verlobte zu beeindrucken, zieht der unscheinbare Warenhausverkäufer Harold Lloyd auf der Suche nach beruflichem Erfolg in die Grossstadt. In einem hohen Geschäftshaus wittert er seine Chance – doch Lloyds Bemühungen scheitern mehrfach und der Versuch, seiner Liebsten zu imponieren, endet mit einer haarsträubenden Kletterpartie an der Fassade des Hochhauses.
Die knapp halbstündige Szene barg für den Protagonisten einige Risiken – und ging in die Filmgeschichte ein. Lloyd balancierte ungesichert in fünf bis zehn Metern Höhe über einer leicht gepolsterten Plattform. Inspiriert wurde Harold Lloyd, als er eines Tages Zeuge wurde, wie Bill Strother (1896–1957) das zwölfstöckige Brockman Building in Los Angeles erkletterte. Die Menschen schauten gebannt zu – diese Faszination bewog Lloyd dazu, einen Film zu produzieren der das Publikum ähnlich begeistern sollte.
«Safety Last» könne «als ein Gründungswerk des abendfüllenden Hochhausfilms» betrachtet werden, so Andres Janser. «Denn der Film führt vor Augen, dass die absoluten Dimensionen zwar fraglos wichtig sind, dass es aber wesentlicher ist, mit filmischen Mitteln die Wirkung von Höhe zu erzielen.» (Andres Janser: «Vertikale, horizontal erzählt – Das Hochhaus im Film», 2011)
Vertont wurde der Stummfilm mit Musik des Komponisten Carl Davis aus dem Jahr 1989.
Vorfilm: «In the Distance», Florian Grolig, D 2015, 7'30''