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Schnarchen ist meist harmlos und stört höchstenfalls die Umgebung. Bei gewissen Schnarchern kommte es jedoch zu kurzzeitigen Atempausen, die als Schlafapnoe bezeichnet werden und den erholsamen Effekt des Schlafs stark beeinträchtigen.
Das griechische Wort "apnoia" bedeutet Atemstillstand. Dies ist auch das Hauptmerkmal des Schlafapnoe-Syndroms. Ein Patient erleidet pro Nacht bis zu 600 Atempausen. Die Folgen sind Tagesmüdigkeit sowie verminderte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
Je nach Ursache der nächtlichen Atempausen unterscheidet man zwischen dem obstruktiven und dem zentralen Schlafapnoe-Syndrom. Bei Menschen mit einem obstruktiven Schlafapnoe- Syndrom führ die Erschlaffung der Rachenmuskulatur während dem Schlaf zu einem Verschluss der Atemwege. Beim Liegen verengen die erschlafften Muskeln die Atemwege, der Betroffene schnarcht.
Durch Verschluss der Atemwege (obstruktiv) kommt es zum Atemstillstand. Dadurch leidet der Betroffene unter Sauerstoffmangel und er wacht auf.
Weniger häufig ist das zentrale Schlafapnoe-Syndrom. Hier ist eine Störung des Atemzentrums im Gehirn schuld an der Schlafapnoe.
Die genauen Ursachen des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms sind nicht bekannt. Die Krankheit kommt familiär gehäuft vor, genetische Faktoren scheinen entsprechend eine gewisse Rolle zu spielen. Männer sind etwa doppelt so häufig davon betroffen wie Frauen. Daneben sind einige weitere Risikofaktoren bekannt:
- Übergewicht
- Rauchen
- Alkohol vor dem Schlafengehen
- Schlafmittel
- enge Stelle im Nasen-Rachen-Raum, z.B. vergrösserte Mandeln
Die Folgen von diesen Atemstillständen sind häufiges Erwachen, Durchschlafschwierigkeiten und entsprechende Tagesmüdigkeit. Daraus resultieren Müdigkeit und Konzentrationsmangel am Arbeitsplatz. Auch das Privatleben kann darunter leiden.
Meistens werden die Betroffenen von deren Partnern zu einer ärztlichen Untersuchung geschickt.
Der Arzt wird eine ambulante Abklärung machen. Mit einem Gerät, das zu Hause im Schlaf getragen wird, können die Atembewegungen aufgezeichnet werden. Gelegentlich ist eine Abklärung in einem Schlaflabor notwendig. Dort kann man durch die sogenannte Polygrafie, oder die nächtliche Polysomnographie feststellen, ob eine Schlafapnoe vorliegt.
Eine spezielle Überdruckbeatmung durch die Nase, CPAP (Continuos Positive Airway Pressure) genannt, hilft etwa 90 Prozent der Menschen mit einem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom. Bei dieser Therapie erzeugt ein Atemgerät einen dauernden Luftstrom über eine Nasenmaske, die der Patient die ganze Nacht trägt. Der gleichmässige Luftstrom lässt im Rachenraum einen positiven Druck entstehen, der die Atemwege offen hält. Die Patienten schnarchen nicht mehr und auch die Atmung setzt nicht mehr aus. Bereits nach wenigen Nächten fühlen sich die meisten Patienten ausgeruht und wieder leistungsfähig.