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Das European Meteorological Network (EUMETNET) ist der Interessenverband der europäischen Wetterdienste. EUMETNET koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Wetterdiensten und fördert den Wissens- und Erfahrungsaustausch.
EUMETNET
Die gut koordinierte Zusammenarbeit zwischen den nationalen Wetterdiensten steigert die Effektivität und Effizienz von globalen und regionalen Beobachtungssystemen und ermöglicht die Weiterentwicklung von Methoden für Wetter- und Klimaprognosen. Dabei spielen der Wissens-, Erfahrungs- und Technologieaustausch eine zentrale Rolle. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass die nationalen Wetterdienste ihre staatlichen Aufgaben kostengünstig und in guter Qualität erfüllen können.
European Meteorological Network
1995 wurde die informelle Konferenz der Europäischen Meteorologischen Dienste gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Wetterdiensten zu stärken. Die informelle Konferenz wurde 2009 als wirtschaftlicher Interessenverband in eine rechtliche Körperschaft überführt. Die Schweiz gehört zu den Gründungsmitgliedern des so entstandenen European Meteorological Network (EUMETNET) mit Hauptsitz in Brüssel. Aktuell sind 31 nationale Wetterdienste Mitglieder von EUMETNET.
Gemeinsame Programme der nationalen Wetterdienste
Über EUMETNET investieren die Wetterdienste in gemeinsame Programme – ein Grossteil davon betrifft meteorologische Messungen. Beispiele dafür:
- Zusammenführung der Daten der europäischen Wetterradare
- Wetterbeobachtung mit zivilen Flugzeugen
- grenzüberschreitenden Kommunikation von Wetterwarnungen
Im Rahmen des Programms EMMA (European Multi-services Meteorological Awareness) entwickelt EUMETNET die Vorhersage-Plattform «meteoalarm». Sie stellt die wichtigsten Informationen zur Verfügung, um sich in Europa auf extreme Wettersituationen vorzubereiten.
In der Klimatologie strebt EUMETNET eine nachhaltige, europaweite Dateninfrastruktur an, z.B. eine gemeinsame Datenbank. Ziel ist, den Zugang und Vertrieb von klimatologischen Daten zu vereinfachen.