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Auch Menschen ohne Erwerb (sogenannt Nicht-Erwerbstätige) müssen AHV-Beiträge einzahlen, um eine Kürzung der AHV-Rente zu vermeiden.
Ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres müssen Personen, welche nicht erwerbstätig sind, Beiträge an die AHV/IV/EO entrichten. Als nicht erwerbstätig gelten:
- Personen mit keinem oder nur einem sehr geringen AHV-relevanten Erwerbseinkommen (Frühpensionierte, Studierende, Bezüger/innen von Unfall- oder Krankentaggeldern)
- Ausgesteuerte arbeitslose Personen
- Nicht erwerbstätige Ehepartner von Pensionierten
- Arbeitnehmende mit einem Bruttojahreseinkommen von weniger als Fr. 4’667 (Stand 2018).
In der Regel gelten Teilzeitbeschäftigte als Erwerbstätige, welche genug Beiträge in die AHV einzahlen. Auch wer zum Beispiel in einem Jahr nur 6 Monate arbeitet (und dann zum Beispiel auf eine Weltreise geht) gilt in diesem Jahr meist noch als erwerbstätig. Nicht als erwerbstätig gilt trotz Teilarbeit bzw. Teilzeitarbeit:
- wer weniger als 9 Monate erwerbstätig ist und dabei weniger als die Hälfte der AHV-Beiträge einzahlt, als er/sie als nicht Erwerbstätige/r bezahlen müsste.
- wer weniger als 50% arbeitet und dabei weniger als die Hälfte der AHV-Beiträge einzahlt, als er/sie als nicht Erwerbstätige/r bezahlen müsste.
Wer also eine dieser beiden Bedingungen erfüllt bzw. wer weniger als 50% oder weniger als 9 Monate pro Jahr arbeitet, sollte sich mal ausrechnen (lassen), ob er/sie allenfalls noch zusätzlich Beiträge als nicht Erwerbstätige/r entrichten muss.
Es ist aber auch möglich, dass jemand nicht erwerbstätig ist und trotzdem keine AHV-Beiträge einzahlen muss. Entrichtet zum Beispiel der/die Ehepartner/in mehr als den doppelten Mindestbetrag, entfällt die Beitragspflicht für die nicht erwerbstätige Person. Das gleiche gilt auch bei Mitarbeit ohne Lohn im Betrieb des/der Ehepartner/in.
Die Berechnung der Beiträge für nicht Erwerbstätige basiert auf verschiedenen Faktoren – unter Anderem auch auf dem steuerbaren Vermögen. Zwischen knapp Fr. 500 und gut Fr. 24’000 können jährlich anfallen – die Grenzbeträge verändern sich von Zeit zu Zeit, jeweils wenn zum Beispiel die AHV-Rente angepasst oder Lohngrenzen (maximaler UVG-Lohn etc.) verändert werden. Es ist nicht möglich, freiwillig mehr einzuzahlen. Wer seine Altersvorsorge verbessern möchte, muss das über andere Angebote organisieren.
Personen mit einem geringen Einkommen, welche aufgrund der oben erwähnten Bedingungen zusätzlich Beiträge als nicht Erwerbstätige bezahlen müssen, können sich dabei die durch das Einkommen generierten Beiträge anrechnen lassen.