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Waldbrände ereignen sich häufiger auf der Alpensüdseite als auf der Alpennordseite. Meistens werden sie durch den Menschen verursacht. Auch in Zukunft wird der Mensch als Verursacher von Bränden und durch Massnahmen zur Brandverhütung die Entwicklung von extremen Waldbränden beeinflussen. Natürliche Faktoren wie Trockenheit und starke Winde, die auf der Alpensüdseite mit der Klimaänderung zunehmen könnten, würden die Brandgefahr allenfalls erhöhen.
Die Auswirkungen eines Waldbrandes hängen unter anderem von der Feueranfälligkeit des Ökosystems, von den vorhandenen Baumarten, vom früheren Brandregime und von der nachträglich potentiellen Gefährdung durch andere Naturereignisse in der betroffenen Gegend ab. Die Auswirkungen des Feuers auf die Umwelt sind noch wenig erforscht. Unbestritten ist aber, dass ein Brand die Schutzfunktion des Waldes beeinträchtigt. Wegen der hohen Temperaturen und der bei Bränden entstehenden Asche verschliessen sich die Bodenporen und wird der Boden stärker wasserabweisend. Bei starken Regenfällen erhöhen sich dadurch der Oberflächenabfluss und die Erosion. In Gebieten, die länger als 10 Jahre von Bränden verschont geblieben sind, ist dieser Effekt besonders gross, da die Vegetation nicht an Feuer angepasst ist.
Source: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Kapitel 2.4 Waldbrände. Bern.