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Die ehemalige Gemeinde Riom-Parsonz entstand am 1. Januar 1979 aus der Fusion der beiden Ortschaften Riom und Parsonz. Das Wappen der ehemaligen Gemeinde ziert die markante und weitherum sichtbare Burg Rätia Ampla in Riom. Beide Dörfer liegen auf der linken Talseite des Surses, Riom auf rund 1250 m ü. M. und Parsonz gut 100 Meter höher.
Mitte der 1970er Jahre stiess man unterhalb des Dorfes Riom auf römische Mauerreste. Mit rund 20 auf 30 Metern besass eines dieser Gebäude derart stattliche Ausmasse, dass es wohl als mutatio, als Herberge mit Stallungen für Soldaten und Handelsreisende, gedient haben muss. Dieses Gasthaus lag an der Durchgangsroute über den Julier- bzw. den Septimerpass. Im churrätischen Reichsguturbar um 840 ist Riom als Königsgut mit einer Kirche erwähnt. Dabei dürfte es sich um die erste Talkirche handeln.
Aus dieser Zeit taucht zum ersten Mal der Name Villa Riamio auf. Später wird Ryams als Ort des Gerichtes Oberhalbstein aufgeführt. Parsonz wird im Jahr 1156 erstmals als Coloniam de Presam erwähnt. Riom war bis ins 19. Jahrhundert der politische und justizielle Mittelpunkt des Tales. Dies zeigt sich an der imposanten Burg, welche mitsamt dem lokalen Grundbesitz im Jahr 1258 an den Bischof von Chur überging.
Am 5. März 1864 kam es in Riom zu einem verheerenden Brand, welcher beinahe das ganze Dorf zu einem Raub der Flammen werden liess. Der Brand von 1913 war dann weniger verheerend. In Parsonz brannte es im Jahr 1849, neun Häuser und Ställe gingen in Flammen auf.
Markant steht das Haus Sontga Crousch am Nordrand von Riom. Erbaut wurde es kurz nach dem Dorfbrand im Jahr 1867 von Lurintg Maria Carisch, welcher als wohlhabender Mann aus Paris in seine Heimat zurückkehrte. 1930 wurde das Anwesen an die Schwestern von Menzingen verkauft. Seit dem Jahr 2011 gehört die Liegenschaft der Stiftung Nova fundaziun Origen. In Riom soll dereinst das Herz der Kulturinstitution Origen entstehen: Ausstellungsräume, Probesäle, Werkstätten und Verwaltung sollen unter einem Dach vereint werden. Mit den Theaterräumen in der Clavadeira (Stall) erhält das Festival zudem eine ganzjährig bespielbare Infrastruktur.