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Wann habe ich Anspruch auf die Betreuungsentschädigung?
Sie haben Anspruch auf die Betreuungsentschädigung, wenn Sie
- Mutter oder Vater eines Kindes sind, das gesundheitlich schwer beeinträchtigt ist und
- Ihre Erwerbstätigkeit für die Betreuung des Kindes unterbrechen.
Zudem erfüllen Sie in diesem Zeitpunkt eines dieser Kriterien:
- sind Arbeitnehmer/in oder
- selbständig erwerbend; oder
- arbeiten im Betrieb der Ehefrau oder des Ehemannes, der Familie oder der Konkubinatspartnerin oder des Konkubinatspartners mit und erhalten einen Barlohn vergütet; oder
- sind arbeitslos und beziehen bereits ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung; oder
- sind wegen Krankheit, Unfall oder Invalidität arbeitsunfähig und beziehen deswegen Taggeldleistungen einer Sozial- oder Privatversicherung, sofern dieses Taggeld auf einem vorangegangenen Lohn berechnet wurde; oder
- stehen in einem gültigen Arbeitsverhältnis, aber erhalten keine Lohnfortzahlung oder Taggeldleistung, weil der Anspruch ausgeschöpft ist.
Was gilt für Stief- und Pflegeeltern?
Der Stiefelternteil hat Anspruch auf die Entschädigung, wenn
- sie oder er eine Hausgemeinschaft mit einem Elternteil führt, und
- der Elternteil die alleinige oder gemeinsame elterliche Sorge und Obhut hat, und
- ein Elternteil vollständig auf den Anspruch auf Betreuungsurlaub verzichtet. Der Urlaub kann von maximal zwei Personen bezogen werden. Pflegeeltern haben Anspruch auf die Entschädigung, wenn sie das Pflegekind zur dauernden Pflege und Erziehung aufgenommen haben. Als Pflegeeltern gelten Personen, die ein minderjähriges Kind ausserhalb des Elternhauses aufnehmen und denen hierfür eine Bewilligung der zuständigen Behörde erteilt wurde.
Der Anspruch des jeweiligen Elternteils auf die Betreuungsentschädigung beginnt am Tag des Unterbruchs der Erwerbstätigkeit für die Betreuung des gesundheitlich schwer beeinträchtigten Kindes. Die Rahmenfrist von 18 Monaten beginnt am Tag, für den der erste der beiden Elternteile ein Taggeld bezieht.
Der Anspruch auf die Betreuungsentschädigung endet spätestens 18 Monate, nachdem das erste Taggeld bezogen wurde (Rahmenfrist). Er endet vor Ablauf dieser Frist, wenn die 98 Taggelder bezogen wurden.
Der Anspruch endet vorzeitig, wenn das Kind nicht mehr gesundheitlich schwer beeinträchtigt ist oder stirbt. Der Anspruch endet hingegen nicht vorzeitig, wenn das Kind während der Rahmenfrist volljährig wird.
Beziehen Sie bis zum Beginn Ihres Entschädigungsanspruchs ein Taggeld der
- Arbeitslosenversicherung,
- Invalidenversicherung,
- obligatorischen Unfallversicherung,
- obligatorischen Krankenversicherung, oder
- Militärversicherung,
geht die Betreuungsentschädigung diesen vor. Sie entspricht mindestens dem bisher bezogenen Taggeld