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Über Fanica luca!
Fanica Luca (Ştefan Luca Iordache)
(5.4.1894 - 26.10.1968)
In der rumänischen Folklore umfasst die Instrumentenfamilie “Alphörner” (Bucium) eine Viezahl von Flöten unter denen auf die rumänische Panflöte zu finden ist. Die antike, aus der Türkei stammende, Panflöte wird in Rumänien “Nai” genannt und von den Zigeunern (Lautari) „Muscal“ genannt.
Fanica Luca gilt als einer der hervorragendsten Nai-Spieler und hat viel zur Popularität des Instruments und deren Verbreitung beigetragen.
Der Zigenuerjunge Fanica Luca wurde in Bukarest am 5 April 1984 geboren. Sein richtiger Name ist: Stefan Luca Iordache.
Sein Vater war Muscalagiul Iordache, ebenfalls ein Panflötist, der in Lautari-Orcherstern (Tarafs) spielte unter der Leitung von einst berühmten „Lautari“ wie Dobrica Marinescu oder Costica Pompieru & Motache.
Von seinem Vater (Muscalagiul Iordache) erhielt bereits in früher Kindheit Gesangsunterricht. Gegen den Willen seines Vater erlernte Fanica Luca nach dem ersten Weltkrieg das Panflötenspiel. Er hatte bereits sehr früh Auftritte in vielen Restaurants in Bukarest: Bordei, Pescarus, Herastraul Vechi, Vila Regala. Er spielte Lieder, Doinas und Tänze mit so grossem Geschick, dass er grosse Popularität erreichte.
In 1910, mit nur 17 Jahren, begann Fanica Luca seine erste Welttournee in Asien und der Turkei mit dem Orchester Carabulea.
Zwischen 1920 und 1929 spielte Fanica Luca in berühtem Restaurants wie das Suzana oder das Leul si Camatul and Pariziana. Zu dieser Zeit war Fanica Luca ein fester Bestandteil der kulturellen Szene von Bukarest.
1929 spielte er mit Manole Ciolac in Warschau und mit Grigoras Dinicu (einer der besten Violonisten Rumäniens) an der Pariser Weitausstellung. Er blieb eine gewisse Zeit in der französischen Hauptstadt und spielte im Chatellets Theater und im Luxusrestaurant Montmarte.
1937 bekam Fanica Luca vom französischen Ministerium für Erziehung die Palm d’or und ein Ehrendiplom der ersten Klasse mit Goldmedaille für seine Verdienste.
1939 spielte (und sang) Fanica Luca im Palladium Theater in London im Musical „These foolish Tzings!“. Danach spielte er in NewYork zusammen mit Grigora Dinicu an der Weltausstellung der USA. Weitere Auftritte in der damalgen UdSSR, China, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien und vieler mehr folgten.
Folklore wurde immer als wichtiger Bestandteil der rumänischen Identität angesehen und so suchte man nach Möglichkeiten dieses Kulturerbe zu erhalten. Man wollte auch die volkstümlichen Instrumente vor dem Aussterben bewahren. Es wurde nach Möglichkeiten gesucht die Panflöte und auch die Cobza vor dem Untergang zu retten. Fanica Luca wurde geben, der Panflöte neue Popularität zu verleihen.
1949 fing deshalb Fanica Luca sich pädagogischen Aktivitäten zu widmen am Folkloreinstitut von Bukarest. Früher war es üblich, dass mit der Panflöte nur in einer Tonart spielen konnte. Mittels Erbsen oder anderen kleinen Gegenstände wurde die Panflöte auf andere gewünschte Tonarten gestimmt. Fanica Luca war der erste Panflötist, der der Panflöte eine feste Stimmung (G-Dur) gab und eine Spieltechnik entwickelte, die es erlaubt, im unterschiedlichen Tonarten zu spielen, ohne das Instrument umzustimmen.
Fanica Luca’s Lehrmethode bestand in der Nachahmung, wie traditionelle Volksmusik in der Regel überliefert wird. Er selbst konnte keine Noten lesen.
Fanica Luca hat das Repertoire für die Panflöte erweitert, indem auch Stücke mit der Panflöte spielte, die eigentlich für dieses Instrument ausgelegt waren. Da Fanica Luca auch ein ausgezeichneter Sänger war, liegt es nahe, dass er viele Gesangsstücke auf die Flöte übertrug. Fanica Luca hat auch viele Eigenkompositionen hinterlassen.
1951 wurde Fanica Luca der Titel Eminenz der rumänischen Republik verliehen, die höchste Auszeichnung für Künstler zu jener Zeit.
1952 unterrichtete er Panflöte am Musikkollegium in Bukarest.
Viele bekannte Künstler wurden von Fanica Luca ausgebildet, wie Damian Luca (richtiger Name „Gheorghe Draghici“, erster Schüler von Fanica Luca, der sein Onkel war), Damian Carlanaru, Constantin Dobre, Radu Simion, Nicolae Pirvu, Gheorghe Zamfir.