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Das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement versucht, Elemente der sogenannten Schwammstadt umzusetzen. Diese soll den hitzemindernden Bäumen bessere Lebensbedingungen verschaffen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Eigentlich sollte das Prinzip Schwammstadt vor Überflutungen schützen, indem sintflutartige Regenfälle wie ein Schwamm zurückgehalten und langsamer abgeleitet werden.
Die Grundidee soll nun zur Hitzeminderung angepasst werden. Für das Pilotprojekt wurde ein Abschnitt der Giessereistrasse nach den Prinzipien der Schwammstadt umgebaut. Ausserdem wurden neun zusätzliche Bäume gepflanzt.
Geschaffen wurde ein System zur Regenwasserbewirtschaftung. Dazu gehören etwa das Strassengefälle, der Strassenbelag, durchlässige Randsteine und verschliessbare Schlammsammler, wie es in der Mitteilung heisst. Ausserdem braucht es einen Sicker- und Verdunstungsbereich, also grössere Baumgruben, einen grösseren Vegetationsbereich und wasserspeicherndes Baumsubstrat.
Diese Konstruktion ermöglicht es, dass das Regenwasser während der Wintermonate, wenn Streusalz eingesetzt wird, in die Kanalisation fliesst. In der übrigen Zeit wird das Regenwasser in den Vegetationsbereich umgeleitet, wo es langsamer abfliesst und über die Bäume verdunsten kann.
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) begleitet das Projekt bis 2024. Die Kosten belaufen sich auf rund 680000 Franken. Ab voraussichtlich 2023 werden an der Scheuchzerstrasse, zwischen Milchbuck- und Riedtlistrasse, ebenfalls Elemente des Schwammstadtprinzips umgesetzt.
(sda)