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Diese Mikroverunreinigungen werden in den aktuellen Abwasserreinigungsanlagen nur teilweise entfernt. Im Vorfluter können diese Substanzen Umweltprobleme verursachen oder seine Qualität als Trinkwasserressource beeinträchtigen.
Von 2009 bis 2012 wurden in Lausanne auf der Abwasserreinigungsanlage Vidy von Membratec PiIotversuche durchgeführt. Diese Versuche erfolgten im Rahmen des Projektes ‘Strategie Micropoll’, das vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) unterstützt wird. Das in Vidy angewendete Verfahren besteht in der Adsorption der Mikroverunreinigungen an Pulveraktivkohle (PAK), die danach mit Ultrafiltrations- Membranen (UF) abgetrennt wird. Das PAK wird in einen Kontaktreaktor dosiert, von den Membranen filtriert und dann in der Belebung rezirkuliert.
Mit der Verfahrenskombination PAK-UF können bei einer Dosierung von 10 bis 20 mg PAK/L Abbauleistungen von über 80% für die meisten Mikroverunreinigungen erreicht werden. Diese Abbauleistungen sind jenen der anderen geprüften Verfahren mindestens ebenbürtig mit dem Vorteil, dass die Stoffe dem Abwasserstrom vollständig entzogen werden und keine Abbauprodukte darin verbleiben. An die Aktivkohle gebunden, werden sie bei der thermischen Verwertung des Klärschlamms vollständig vernichtet.
Infolge der Trenngrenze (0.02 µm) der Membranen ist das filtrierte Wasser völlig frei von suspendierten Stoffen und Keimen. Die letzten Ergebnisse des Pilotversuches bewiesen, dass das Verfahren energetisch effizient ist (≤ 0.1 kWh/m3) und dass mit einem begrenzten Chemikalienbedarf ein dauerhaft hoher Flux (>65 L/hm2) erreicht werden kann.
Die letzten Entwicklungen, vor allem die Steigerung des Flux, eröffnen für dieses Verfahren neue Möglichkeiten. Das Verfahren wird konkurrenzfähig und bietet eine kompakte Lösung mit einer unübertroffenen Reinigungsleistung: die Elimination der Mikroverunreinigungen wird mit der totalen Entfernung von suspendierten Stoffen und Keimen gekoppelt.