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Eliud Kipchoge hat in Berlin zum zweiten Mal ein Stück Laufsport-Geschichte geschrieben. Vier Jahre, nachdem er in der deutschen Hauptstadt in 2:01:39 Stunden einen neuen Marathon-Weltrekord aufgestellt hatte, unterbot er seine Bestmarke über 42,195 Kilometer am Sonntag um 30 Sekunden.
Zunächst sah es sogar so aus, als könnte Kipchoge als Erster in einem offiziellen Rennen die Zwei-Stunden-Marke unterbieten. Vor 3 Jahren war er in Wien als erster Mensch unter zwei Stunden geblieben. Da dieser Lauf unter Laborbedingungen stattfand, gilt die Zeit von 1:59:40 Stunden nicht als Weltrekord. Stattdessen beträgt die neue Bestmarke nun 2:01:09 Stunden.
Die Bedingungen waren beim Start um 9:15 Uhr mit bewölktem Himmel, milden Temperaturen und kaum Wind sehr günstig für ein schnelles Rennen. Geführt von seinen Tempomachern schlug Kipchoge von Beginn an Weltrekordtempo an. Bei der Halbmarathon-Marke kam er in 59:51 Minuten vorbei. Ganz konnte er das Tempo danach nicht halten, trotzdem unterbot er den bisherigen Weltrekord um eine halbe Minute.
Für Kipchoge war es der insgesamt vierte Erfolg beim Berlin-Marathon. Damit ist er mit dem Äthiopier Haile Gebrselassie Rekordsieger beim grössten deutschen City-Lauf. Gebrselassie siegte dort von 2006 bis 2009 und lief dabei ebenfalls zwei Weltrekorde.
Nur zwei Frauen schneller als Assefa
Bei den Frauen siegte in der drittbesten je gelaufenen Zeit die Äthiopierin Tigist Assefa. Die 28-Jährige steigerte den Streckenrekord in Berlin auf 2:15:37 Stunden. Schneller waren nur die Kenianerin Brigid Kosgei, die vor knapp drei Jahren in Chicago den Weltrekord auf 2:14:04 Stunden schraubte, sowie die Britin Paula Radcliffe. Sie hatte 2003 in London in 2:15:25 Stunden die vorherige Bestmarke aufgestellt.