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Das Schloss in 1767 Herrliberger
Der Bischof von Konstanz wahrte seine Interessen gegen das sich ausbreitende Kloster St. Gallen mit dem Bau eines festen Turmes in Roggwil. Er wurde zum Stammsitz des Konstanzer Adelsgeschlechtes derer "von Roggwil", die jedoch am Konstanzer Hof verblieben und 1632 ausstarben. Ihr Wappen wurde von der Gemeinde Roggwil übernommen. 1410 wurde das Schloss Roggwil zum Lehen des Abtes von St. Gallen. Mötteli von Rappenstein übernahm das Lehen. Die Studer von Winkelbach gelangten über Heirat und Erbe in den Lehensbesitz und bauten das Schloss im 17. Jahrhundert zum barocken Landsitz um. Durch Einheirat gelangte der Besitz schliesslich an die Bernhausen zu Hagenwil.1736 kaufte Hauptmann Gallus Soller den Besitz, doch nach Protesten des Landadels musste er alles wieder an den Abt von St. Gallen abtreten. 1806 wurde mit der Klosteraufhebung auch das Schloss an Güterhändler verschachert.
Der ehemalige Gutsbetrieb wurde Basis für mehrere landwirtschaftliche Familienbetriebe. Im Zuge verschiedener Handänderungen verwahrloste das Anwesen zusehends. Von 1880 bis 1968 wurde im Schloss die Dorfkäserei betrieben, der Baumgarten wich Schweinestallungen. Nach Aufhebung der Käserei fand ein erster Versuch zur Rettung des Schlosses wenig Unterstützung. Beinahe folgte der Abbruch.
Der Thurgauer Heimatschutz als privater Verein übernahm 1976 das Schloss zum Kaufpreis von einem Franken und begann mit einer Arbeitsgruppe die Restaurierung. Dank vieler Spenden und Fronarbeit der Dorfbevölkerung wurde innert neun Jahren die Renovation schrittweise vollzogen. 1985 folgte die Einweihung des renovierten Schlosses, das seit 1978 der "Stiftung Schloss Roggwil" gehört.
Bibliographie