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Venenerkrankungen
Venen sind Gefäße, die sauerstoffarmes Blut aus dem Körper zum Herzen zurücktransportieren. In den Beinen müssen die Venen gegen die Schwerkraft arbeiten. Anders als Arterien können sie nicht selber aktiv pumpen. Sie sind auf die so genannte Muskelpumpe in den Beinen angewiesen. Durch Muskelanspannung und -entspannung, wie das etwa beim Gehen der Fall ist, wird das Blut nach oben gepumpt. Venenklappen, die sich in bestimmten Abständen in den Venen befinden, verhindern in gesunden Gefäßen ein Zurückfließen des Bluts, wenn sich die Muskeln entspannen. Das Blut wird in einem oberflächlichen Venensystem, das dicht unter der Haut verläuft, und über ein tiefes Venensystem, zu dem u.a. die große Oberschenkelvene (Vena femoralis) gehört, transportiert. Zwischen den beiden Systemen bestehen Verbindungen über so genannte Perforansvenen.
Unter Venenbeschwerden, vor allem in den Beinen, leiden sehr viele Menschen. Abgesehen von Thrombosen oder Entzündungen sind die meisten Venenbeschwerden zwar lästig, aber harmlos.
Chronisch-venöses Stauungssyndrom. Symptome und Beschwerden
Unter einem chronisch-venösen Stauungssyndrom (chronisch venöse Insuffizienz, CVI) leiden in Schweiz etwa 500 Tausend Menschen, über 100 tausend haben ein offenes Bein (Ulcus cruris).
Zeichen der chronisch venösen Insuffizienz:
- Kleine erweiterte Venen an den Fußrändern
- Schwellneigung der Knöchel und Unterschenkel
- Hautveränderungen an den Unterschenkeln mit bräunlicher Verfärbung und Verdickung der Haut
- Entwicklung von schlecht heilenden Geschwüren an den Unterschenkeln
Symptome der chronisch venösen Insuffizienz
Je nach Stadium können Schwellungen, Schweregefühl, Krämpfe oder Juckreiz in den Beinen auftreten. Kleine erweiterte Venen bilden sich an den Fußrändern. Es entwickeln sich Hautveränderungen an den Unterschenkeln mit bräunlicher Verfärbung, straffe Verhärtungen der Haut und Entzündungen. Nach Jahren können auch die Haut und das Bindegewebe am Unterschenkel so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sich ein offenes Geschwür (Ulcus cruris) bildet, das nur sehr schlecht heilt.