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In den letzten vier Jahren habe die Asset-Management-Branche "seismische Veränderungen" durchlaufen, führte Friedman weiter aus. "Passive Anlagen haben massiv zugelegt, aktive Manager mussten sich neu definieren und GAM ist heute viel breiter aufgestellt denn je."
Wäre sein Unternehmen nicht so diversifiziert, wäre es schwierig geworden, den Abfluss von 10,8 Milliarden Franken aus sogenannten geschlossenen Absolute-Return-Fonds zu verkraften, sagte Friedman. Und er sei sicher, dass sein Unternehmen die Abflüsse aus diesen Produkten nun hinter sich habe.
Nicht kontrollieren könne GAM hingegen die Zinsentwicklung und Themen wie den Handelsstreit zwischen den USA und China. "Die Performance unserer Produkte ist aber nach wie vor sehr solide, rund 80 Prozent der von uns verwalteten Vermögen schlagen die Konkurrenz", erklärte Friedman.
Um den signifikanten Ertragsrückgang zu kontern habe sein Unternehmen ausserdem Massnahmen identifiziert, um mehr Flexibilität zu erhalten. Dies gelte beispielsweise bei den Kosten, bei denen GAM noch Spielraum habe, zudem bei Umfang und Zeitpunkt von Investitionen. "Details werden wir bei der Präsentation der Jahreszahlen im Februar 2019 kommunizieren", sagte Friedman dazu.
Nicht äussern wollte Friedman sich zu Themen wie der Dividende oder den möglichen Verkauf seines Unternehmens an die Konkurrenz. "Es ist Pflicht des Verwaltungsrats, alle Optionen zu prüfen", sagte er hierzu bloss.
kw/jb
(AWP)