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Die Führung der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) hat am Donnerstag in Wien Beratungen über das umstrittene iranische Atomprogramm aufgenommen. Ein Entscheid fällt frühstens am kommenden Mittwoch (26. November).
Der Gouverneursrat dieser UNO-Behörde befasst sich vor allem mit der Frage, ob Iran in den Ende Oktober fristgerecht vorgelegten Unterlagen tatsächlich alle Details seines Nuklearprogramms genannt hat.
Danach soll auch entschieden werden, ob die IAEA allenfalls den UNO-Sicherheitsrat anruft, der bei mangelnder Kooperation des Iran Sanktionen gegen das Land verhängen könnte. IAEA-Generaldirektor Mohamed El Baradei erklärte aber zum Auftakt der Beratungen, es sei wenig wahrscheinlich, dass die IAEA sich an den Sicherheitsrat wenden werde, worauf die USA drängen.
Belohnung für Kooperation?
Die EU-Aussenminister hatten sich schon zuvor dagegen ausgesprochen, den Sicherheitsrat anzurufen. Aus diplomatischen Kreisen in Wien hiess es, Deutschland, Grossbritannien und Frankreich wollten erreichen, dass die jüngste Zusammenarbeit Teherans mit der IAEA gewürdigt werde.
Die drei Länder hatten den Iran zum Einlenken in der Atomfrage bewogen.
USA skeptisch
Die USA dagegen sind skeptisch, ob ein von Berlin, London und Paris eingebrachter Resolutionsentwurf hart genug ist, um Teheran dauerhaft zur Kooperation zu bewegen.
Sie hatten offen Zweifel an einem Bericht der Atombehörde geäussert, nach dem es keine Beweise für ein iranisches Atomwaffenprogramm gibt.
Washington hat wiederholt einen entsprechenden Verdacht geäussert, während Teheran immer gesagt hat, es gehe um die friedliche Nutzung der Kernenergie.
swissinfo und Agenturen