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«Christo Botev» heisst die Schule in Targoviste, zu deren Sanierung der Förderverein «Variant 5» über drei Jahre hinweg beitrug. Insbesondere die sanitären Anlagen dieser Schule waren in hygienischer Hinsicht in so bedenklichem Zustand, dass sich rasche Verbesserungen aufdrängten. Die Stadt Targoviste verfügte aber nicht über die Mittel für diese Aufgabe.
Die Sanierung war die unmittelbare Folge eines von der heutigen Nationalrätin Evi Allemann (BE) geleiteten Mitwirkungsprojektes für Jugendliche: Schülerinnen und Schüler aus Targoviste fahndeten 2002 als so genannte «Stadtdetektive» nach den Sonn- und Schattenseiten ihrer Stadt. Die Ergebnisse ihrer Fahndungsarbeit präsentierten die Detektive schliesslich der Stadtbehörde, ihren Eltern und den Medien: Als besonders prekär schilderten die Jugendlichen den Zustand der Toilettenanlagen ihrer Schulen.
In einem von «Variant 5» geleiteten Folgeprojekt erarbeiteten Schülerinnen und Schüler 2003 schliesslich ein Gestaltungskonzept für die baufälligen Anlagen. Ab 2004 wurde die Sanierung umgesetzt: Elternvertreter koordinierten dabei die Bauarbeiten, die Stadtbehörde leistete die Planungsarbeiten unentgeltlich, Schülerinnen und Schüler griffen zum Pinsel. Der Förderverein «Variant 5» sicherte die Finanzierung, wobei allerdings auch die Schülerinnen und Schüler das Fundraising aktiv unterstützten. Sie verkauften an die 300 Zeichnungen.
In «Christo Botev» machte somit die Stärkung der Zivilgesellschaft Schule: Jugendliche fordern Veränderungen ein und wirken bei deren Umsetzung gleich mit; und erreicht wird das Ziel dank dem Zusammenspiel von Schülerinnen und Schülern, Elternvertretern, Stadtbehörde, Schulleitung und aussenstehenden Partnern. Dieses Zusammenspiel ist der Hauptgrund, weshalb «Variant 5» das Vorhaben unterstützte.