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Lausanne entscheidet im Streit um «Adebar»-Beiträge
Im Streit zwischen dem Bistum Chur und der katholischen Landeskirche Graubünden um die Unterstützung der Schwangerschafts-Beratungsstelle «Adebar» gewährt das Bundesgericht die aufschiebende Wirkung. In der Sache muss es nun noch entscheiden.
Die Diozöse Chur und der Generalvikar Martin Grichting haben gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Graubünden vom Dezember 2017 Beschwerde eingelegt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur sda.
Damals befand das Verwaltungsgericht, es sei nicht erkennbar, in welcher Art und Weise die Glaubens- und Religionsfreiheit des Bistums und seiner Exponenten durch die Unterstützung von «Adebar» eingeschränkt würde. Die Beschwerdeführer würden «nicht im Geringsten in der Ausübung ihrer religiösen Ansichten oder Handlungen eingeschränkt», so das Gericht.
Abtreibungsberatung
Die gemeinnützige «Beratungsstelle für Familienplanung, Sexualität, Schwangerschaft und Partnerschaft» «Adebar» in Chur bekommt von der katholischen Landeskirche Graubünden jedes Jahr 15'000 Franken. Eine Vorgabe dabei: Das Geld darf nicht für Abtreibungsberatung gebraucht werden.
Das Bistum Chur wehrt sich seit Jahren gegen diese Finanzspritze. Die Postionen von «Adebar» würden in Sachen Abtreibung, Verhütung, künstliche Befruchtung und sexuelle Aufklärung gegen dem katholischen Glauben widersprechen.
Verfügungen 2C_955/2016 und 2C_190/2018 vom 6. April