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Wie wirkt Hitze und Kälte auf den Körper bei sportlicher Belastung?
Die Körpertemperatur von ca. 37°C beim Menschen wird über das Gleichgewicht zwischen Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe gesteuert. Ohne diesen Mechanismus gäbe es ständig Schwankungen der Körpertemperatur.
Mechanismen der Wärmeabgabe
Der Körper kann auf verschiedene Arten Wärme abgeben. Zum einen transportiert die Luft die an der Hautoberfläche entstehende Wärme ab, oder die Wärme verdunstet über die Hautoberfläche. Zudem gibt der Körper wie ein Radiator Wärme als Wärmestrahlung an die Umgebung ab. Schließlich kann Wärme auch durch verschiedene Körpergewebe abgeleitet werden.
Mechanismen der Wärmeaufnahme
Körperwärme wird vor allem durch den Stoffwechsel innerer Organe produziert, durch körperliche Anstrengung oder unwillkürliche Muskelarbeit (Kältezittern). Auch die Umgebung (Sonne, Infrarotstrahler) kann zur Wärmeaufnahme beitragen.
Allgemeine äußere Einflussfaktoren auf den Körper während des Sporttreibens sind Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Wärmestrahlung und Wind.
Sportliche Belastung und Hitze
Durch körperliche Betätigung kommt der Sportler vermehrt ins Schwitzen. Nach längerer Zeit ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann es so zur Dehydration kommen
Mögliche Konsequenzen:
Hitzekrampf:
Verlust von Wasser und Mineralien durch starkes Schwitzen führt zu Muskelkrämpfen.
Hitzeerschöpfung:
Starker Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr, bei Nichtbehandlung Hitzschlag. Symptome sind bleiche, kalte Haut und Schwächegefühl.
Hitzschlag:
schwere Störung der Wärmeregulation, Überwärmung des Körpers durch unzureichende Wärmeabgabe. Erste Symptome sind rote, trockene Haut, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Schweißausbruch. Darauf folgen meist Hör- und Gleichgewichtsstörungen, schließlich Bewusstlosigkeit.
Hinweise für den Sportler
1. Wettkämpfe sollten am Abend oder am Morgen stattfinden, um hohe Temperaturen (über 30°C) zu vermeiden und die Sonneneinstrahlung zu minimieren.
2. Der Sportler sollte für ausreichenden Flüssigkeitsnachschub sorgen (vor, während und nach dem Wettkampf).
3. Frühsymptome der Überhitzung wie Schwindel, Kältegefühl, Kopfweh, Pochen im Kopf, Krämpfe in den Muskeln oder Koordinationsverlust sollten unbedingt beachtet werden.
Sportliche Belastung und Kälte
Beim Sporttreiben in den Wintermonaten in freier Natur stellen Luft und Schnee die zwei Hauptfaktoren für Kältestress dar. Frauen haben dabei im Gegensatz zu Männern eine bessere Kälteisolation, Erwachsene eine bessere als Kinder.
Hinweise für den Sportler
1. Angemessene Bekleidung (Zwiebelschalenprinzip), jedoch nicht zu viele und zu dicke Schichten, da der Körper sonst mit Schwitzen reagiert. Durch das Verdunsten des Schweißes an der kalten Luft friert der Sportler
2. Atmen beim Laufen in kalter Luft: Die Einatmung sollte am besten über die Nase erfolgen, die Ausatmung über den Mund (gleichmäßiger Atemrhythmus)
3. Wird ein Muskel längere Zeit einem Kältereiz ausgesetzt, setzt seine Ermüdung früher ein. Lange Übung in der Kälte mit geringer Übungsintensität macht besonders anfällig für Unterkühlung. Speziell beim Schwimmen in kaltem Wasser ist der Wärmeverlust besonders hoch: Der Körper verliert vier mal schneller Wärme im Wasser wie in der Luft bei gleicher Temperatur.