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Der Ständerat fordert vom Bundesrat, Angehörige von Erwachsenen mit Behinderungen finanziell zu entlasten, wenn sie ausserordentliche Betreuungsleistungen erbringen. Der Ständerat hat ein entsprechendes Postulat von Marianne Maret (CVP/VS) am 21. September angenommen. Das Postulat entspricht auch einer der acht Forderungen der Resolution von Inclusion Handicap.
Der Bundesrat soll im Hinblick auf eine künftige Krisensituation abklären, wie Angehörige von Erwachsenen mit einer Behinderung umfassender entschädigt werden könnten. Der Ständerat hat die Forderung der Ständerätin, die diese Situation aus eigener Erfahrung kennt, angenommen. Maret kritisierte, dass die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall nicht alle Eltern und Angehörige von Erwachsenen mit einer Behinderung berücksichtigt habe. Auf dieses Problem hat auch insieme Schweiz schon aufmerksam gemacht. Der Bundesrat muss nun Vorschläge präsentieren, wie die Lage verbessert werden kann.
Dringliche Forderungen von Inclusion Handicap
Das Postulat entspricht auch einer der acht Forderungen der Resolution von Inclusion Handicap. Der Dachverband der Behindertenorganisationen hat am 18. September 2020 die Resolution „Corona-Pandemie: Menschen mit Behinderungen nicht vergessen“ veröffentlicht. Inclusion Handicap richtet darin acht dringliche Forderungen an Politik und Verwaltung zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen während der Pandemie.