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Für Gauguin verband sich mit der Gestalt der Oviri, die er in mehreren seiner Werke aufgriff, eine tiefe persönliche Symbolik. In seiner glasierten Steingutskulptur der tahitischen Göttin des Todes und der Trauer arbeitete er die Texturen der verschiedenen Stofflichkeiten – Haut, Haare, Tierpelz – gezielt heraus. Auch sich selbst bezeichnete Gauguin als Oviri, was in der Sprache der Maohi »wild« bedeutet. Die Skulptur betitelte er gelegentlich mit La Tueuse (die Mörderin) – denn Furcht einflössend steht Oviri mit wallendem Haar in der Blutlache eines von ihr erlegten Wolfs, der tot zu ihren Füssen liegt. Zugleich presst sie ein Wolfsjunges fest an ihren verrenkten Körper.
Gauguin vereint in Oviri den Gegensatz von Leben und Tod, und er wünschte sich sogar, die mächtige Göttin möge sein Grab schmücken: »Ich möchte nicht, dass mein letzten Endes wenig umfangreiches Werk an Skulpturen zerstreut würde und zu Menschen käme, die keine Liebe dazu haben […]. Die grosse Keramik-Figur, die keinen Liebhaber gefunden hat […], möchte ich gern haben, um sie auf mein Grab in
Tahiti zu setzen; vorher soll sie meinen Garten schmücken.«
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