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Schon zu Urzeiten begleitete das Gerben von Fellen und Häuten das Menschendasein. Fell und Leder boten sich als warme und wetterfeste Kleidung an, so war das Gerben eines der frühesten Handwerke unserer Spezies.
Nach der erfolgreichen Jagd auf ein Tier wurden nebst dem Fleisch zum Verzehr sämtliche weitere Teile des Tieres verwertet. Man gewann daraus beispielsweise Leder, Werkzeug, Schnur, Schmuck usw. Noch heute wissen indigene Völker um die solche Verarbeitung eines Tieres nach der heiligen Jagd.
"Gerben" stammt aus dem althochdeutschen Wort "gareven", was soviel bedeutet wie "haltbar machen".
Wie unsere Vorfahren frühester Zeit gerben wir auf sämische Weise mit tierischem Eiweiss (Hirn- oder Eigerbung).
Zu Zeiten der Antike wurde die Tierhaut auch mit pflanzlichen Substanzen wie Eichenrinde oder anderen gerbstoffhaltigen Pflanzen haltbar gemacht.
Heute wird in anderen Länder hauptsächlich mit chemischen Stoffen wie Chrom gegerbt. Dadurch kann sehr effizient Leder hergestellt werden, das Abwasser wird jedoch sehr stark verunreinigt und gerade in von Industrieländern abhängigen Ländern kaum gereinigt.
(Bild: Hirngerbung eines Rehfelles)