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AKTUELL: Vortrag am Samstag, 20. Januar 2018
Das Ende des Ersten Weltkriegs in der Schweiz:
Zwischen Revolutionsfurcht und Grippeangst.
Vortrag von Dr. Erwin Horat, Archivleiter.
Samstag, 20. Januar 2018 um 10.15 Uhr. Eintritt frei.
Der November 1918 war ein dramatischer Monat mit wichtigen historischen Weichenstellungen. Die Unterzeichnung des Waffenstillstands zwischen Deutschland und Frankreich beendete den Ersten Weltkrieg. Österreich-Ungarn zerfiel, Deutschland wurde zur Republik – die Kaiser Wilhelm II. und Karl I. dankten ab. Mit dem Kriegsende brachen vor allem in den Verliererstaaten innenpolitisch unruhige Jahre an.
Die Schweiz blieb vom Krieg verschont. Trotzdem hatte auch sie mit schwerwiegenden Konsequenzen zu kämpfen. Die Verknappung der Lebensmittel liess die Preise stark ansteigen, was zu weitverbreiteter Armut führte.
Als der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, erschütterte in der Schweiz der Landesstreik die politische Landschaft nachhaltig. Er wurde wesentlich hervorgerufen durch die schlechte soziale Lage vieler Menschen sowie die Polarisierung zwischen rechts und links. Grosse Teile des Bürgertums befürchteten einen kommunistischen Umsturzversuch. Deshalb wurden anfangs November Truppen in die Stadt Zürich verlegt; was die Linken als Provokation auffassten.
Gleichzeitig wütete die verheerende «Spanische Grippe»; sie forderte allein in der Schweiz rund 25'000 Todesopfer. Der Landesstreik und die Grippewelle beschäftigten die Menschen bei uns stark.