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Januarloch 2015
Die Produkte von Stahl Gerlafingen finden sich in Gebäuden, Brücken, Tunnels, Schiffen und Industrieprodukten. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren rund um die Uhr jährlich 700‘000 Tonnen Stahl, alles aus recycliertem Stahlschrott, mehrheitlich aus der Schweiz. Bereits 1818 wurde in Gerlafingen Roheisen zu Stahl gefrischt und verschmiedet. 1836 ging in Gerlafingen das erste Blechwalzwerk in Betrieb. In den 80er Jahren des vorletzten Jahrhunderts importierte das Werk Gerlafingen auf dem Wasserweg vorgewalzte Blöcke und Knüppel, das sogenannte Halbzeug, aus Frankreich, Deutschland und Luxemburg. Mit der Zeit führten die ausländischen Werke statt des Rohmaterials gleich die Fertigprodukte in die Schweiz ein. Dennoch vermochte sich das Walzwerk in Gerlafingen zu behaupten. 1916 wurde das erste Stahlwerk erstellt. Die Stahlproduktion nahm in den folgenden Jahren stetig zu. In der eigentlichen Blütezeit, in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, verdienten gegen 3000 Personen ihren Lebensunterhalt am Standort. Die Fokussierung auf spezifische Märkte und der technische Fortschritt führten zur Anpassung des Personalbestandes auf rund 500 Mitarbeitende und 35 Lernende. Die Produktionsmenge stieg im gleichen Zeitraum an. Heute produziert das Stahl Gerlafingen qualitativ hochstehende Stahlprodukte für die Bauwirtschaft und die Industrie in der Schweiz und in Europa.
16.10 Werkführung (2h; Teilnehmerzahl auf 36 P. beschränkt und Merkblatt beachten) Treffpunkt: Haupteingang vis-à-vis Bahnhof Referat von Armand Fürst: „Armieren - gestern, heute und morgen“ 19.00 Abendessen im „Centro“, Gerlafingen