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Verhalten von statisch unbestimmten Stahlbetontragwerken im Brandfall
Im Brandfall entstehen bei statisch unbestimmten Systemen grosse Zwangsschnittkräfte und entsprechende Umlagerungen von Kräften und Biegemomenten. Wie experimentelle und numerische Untersuchungen an statisch unbestimmten Bauteilen im Brandfall zeigen, ist ein genügendes Rotationsvermögen nicht selbstverständlich – insbesondere dann nicht, wenn weder eine axiale Einspannung mobilisiert werden kann (wie z. B. bei Zwei-Feld-Tunneldecken), noch eine zweiachsige Lastabtragung möglich ist (viele Fertigteildeckenlösungen). Im Rahmen der Überarbeitung der EN 1992-1-2 haben wir im Brandfall auftretende Kraft- und Biegemomentumlagerungen untersucht. Wir haben festgestellt, dass die in der EN 1992-1-2 enthaltenen Bemessungsregeln im Grossen und Ganzen sicher und leicht anwendbar sind, um die Tragsicherheit der meisten statisch unbestimmten Balken- und Decken sicherzustellen, auch wenn die Regeln nicht alle Eventualitäten abdecken, wie z. B. Kraftumlagerungen in Richtung der Zwischenauflager bei Deckensystemen.
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