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Der bulgarische Erdgasmarkt
Bulgarien verfügt - verglichen mit seinen Nachbarländern - über wenig Ressourcen an Kohlenwasserstoffen. Aus diesem Grund war das Land bis 2004 vollständig von Gasimporten abhängig. Mitte 2004 ging das Offshore-Gasfeld Galata in Produktion und deckt seitdem einen kleinen Teil des Erdgasbedarfs Bulgariens ab. Aktuell liegt der Verbrauch bei rund drei Milliarden Kubikmeter. Ein Großteil des bulgarischen Erdgasverbrauchs stammt auch weiterhin aus russischen Importen - jährlich mehr als zwei Milliarden Kubikmeter.
In den vergangenen 25 Jahren durchlief die bulgarische Industrie einen weitreichenden Konsolidierungs- und Restrukturierungsprozess. In diesem Zusammenhang haben energieintensive Unternehmen ihre Produktion reduziert oder wurden ganz geschlossen. Dies hatte einen unmittelbaren Effekt auf den Gasbedarf des Landes, welcher in der zweiten Hälfte der 1990er Jahren um etwa 50 Prozent einbrach. Betrug der Bedarf 1995 noch 6 Milliarden Kubikmeter, war er bis 2014 auf unter 3 Milliarden Kubikmeter gefallen. Durch den EU-Beitritt haben sich für Bulgarien neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnet. Der steigende Zufluss ausländischer Investitionen in Industrie und Landwirtschaft bilden eine stabile Grundlage für die zukünftige positive Entwicklung des Gasmarktes des Landes. Aktuell ist der Verbrauch wieder auf über drei Milliarden Kubikmeter gestiegen.