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Nolan Oswald Dennis präsentiert in der Kunsthalle Basel ein ortsspezifisches, monumentales Kunstwerk mit dem Titel "a recurse 4 [3] worlds". Dieses Werk verknüpft mathematische Abstraktionen, Darstellungen von Mond- und Sonnenfinsternissen, afrikanische fraktale Geometrie und andere Modelle, um Systeme, Logiken und "Metahistories" (Geschichten der Geschichtsschreibung) zu visualisieren. Das Kunstwerk thematisiert die Sahara-Region, die das zeitliche und räumliche Kontinuum der Geschichte von Afrika und Europa repräsentiert, und zeigt, wie diese immer wieder gestört wurde.
Dennis beschreibt das Werk als einen "recurse", ein erfundenes Wort, das aus den Begriffen "recursive" (rückgängig, rückläufig) und "curse" (Fluch) besteht. Dieser "recurse" zeigt grafische Linien und Satzfragmente, in denen Beziehungsstrukturen und historische Zustände so dargestellt werden, dass sie Wirkungen und Folgen erzeugen, die sich jenseits des Horizonts linearer Zeit, Geografie und Gerechtigkeit erstrecken. Das Kunstwerk thematisiert auch die antikoloniale Tradition der Opazität, bei der es um das Recht geht, nicht verstanden zu werden, und stellt diese in den Kontext von "Black Study", einer Form des kollektiven Denkens.
Abschliessend ist das Endergebnis eine beeindruckende und denkanregende Landkarte des Denkens. Das Kunstwerk lädt zum wiederholten Lesen ein und ermöglicht es, Entdeckungen zu machen und sich zu verlieren. Es handelt sich um Dennis’ erstes Kunstwerk dieser Art im öffentlichen Raum, und es dient als Werkzeug zur Desorientierung, um die Konzepte von Raum, Zeit, Geschichte und möglichen Szenarien neu zu betrachten. Das gesamte Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Culturescapes 2023 Sahara realisiert und erhielt grosszügige Unterstützung von verschiedenen Partnern und Sponsoren.
Nolan Oswald Dennis, Detailansicht, von: a recurse 4 [3] worlds, Kunsthalle Basel Rückwand, 2023, Foto: Philipp Hänger / Kunsthalle Basel