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AN/GRC-19 : T-195 / R-392
Zur Ablösung der Funkstationen mittlerer Leistung aus dem Zweiten Weltkrieg, den Stationen SCR-299 resp. SCR-399 (im Shelter) basierend auf dem Sender BC-610/HT-4 und den Empfängern BC-312/BC-342 erielt Collins ca. 1951 den Auftrag zur Entwicklung einer Funkstation mittlerer Leistung, die zum Mobilbetrieb und Abwurf am Fallschirm einsetzbar war. Unter der Leitung von Fred Johnson, Collins leitendem Entwicklungsingenieur, entstand der motorisch automatisch abgestimmte Sender T-195 und der auf dem R-390 basierende Empfänger R-392.
Varianten:
- Sender T-195, Ursprungsversion, Stromversorgung mit Dynamotor (rotierendem Umformer)
- Sender T-195A, solid state Stromversorgung
- Sender T-195B, solid state Stromversorgung
Technische Daten
Stromversorgung
- Akku / Batteriebetrieb: (24 -) 28 V DC (40 Amp.!)
Dimensionen
- Sender: 560 x 290 x 360 mm, Gewicht 55.4 kg
- Empfänger: 275 x 360 x 275 mm, Gewicht 23.7 kg
Zubehör
- Speisekabel CX-2583/U
- Verbindungskabel zum Empfänger CX-1599/U, HF-Kabel CG-1127/U für das HF-Signal zum Empfänger-Antenneneingang
- Handset H-33, Lautsprecher LS-166 oder Kopfhörer H-301
- Control Box C-822 mit Mikrophon M-29/U oder Taste KY-116; Headset CW-49507 oder H-33 Handset
- für Funkfernschreibbetrieb Modulator MD-203, FSK-Konverter CV-278 und Fernschreibmaschinen TT-76
- Rutenantenne oder Dipolantenne für stat. Einsatz
- Montagerahmen MT-925 (nur Sender) oder MT-851 (mit Empfänger als AN/GRC-19)
- Fernbetriebsausrüstung AN/GRA-6
Bedienung
Der T-195 ist ein CW/AM/FSK-Sender, der den Kurzwellenbereich 1,5 - 20 MHz abdeckt und 80 - 100 W Leistung an die Antenne bringt, er verfügt über eine elektromechanische Abstimmung mit 7 Senderspeichern und eine automatische Antennenabstimmung.
Erste Hürde zum Betrieb ist die Versorgung mit der notwendigen Betriebsspannung, zum Anlaufen des Dynamotors, des rotierenden Umformers zur Gewinnung der Anodenspannung ist eine Leistung von 40 Amp. notwendig, die nun ein leistungsfähiges Speisegerät oder eine Autobatterie zu liefern vermag. Zum Betrieb müssen die verschiedenen Deckel von den Belüftungsöffnungen entfernt sein, die Ventilator und der Dynamotor erzeugen ein lautes Betriebsgeräusch, so dass sich ein Kopfhörer am Empfänger zum Betrieb empfiehlt.
Der Betrieb ist im TM 11-806 beschrieben, sieben Frequenzen können voreingestellt auf auf elektromechanischem Weg wieder abgerufen werden, die Abstimmknöpfe drehen sich mit Servomotoren „wie von Geisterhand“. In Position „M“ für Manual tuning kann eine weitere Frequenz eingestellt werden. Wenn eine Frequenz abgerufen wird, beginnt ein automatischer Abstimmprozess und die Antenne wird vollautomatisch angepasst, ohne Kunstantenne darf der Sender nicht betrieben werden. Für den automatischen Abstimmprozess müssen die BAND SELECTOR und TUNING CONTROL Knöpfe blockiert sein, die rote Marke muss dabei verschwinden. Solange diese sichtbar ist, darf man aus der Abstimmposition M nicht in den Fixfrequenzbetrieb schalten. Der mit BAND SELECTOR eingestellte Bandbereich wird links daneben in einem kleinen Sichtfenster angezeigt, oberhalb davon im Fixfrequenzbetrieb die Speicherplatznummer. Die Frequenzanzeige ist als mechanisch - digitale Anzeige wie beim R-390 oder R-392 ausgeführt, je nach Band gibt die Blende eines von vier Sichtfenstern mit der Frequenzanzeige frei.
Mit dem TEST-Schalter wird der automatische Abstimmprozess ausgelöst (und der Sender strahlt HF ab, es muss also eine (Kunst)antenne angeschlossen sein. Wenn neu auf eine Frequenz abgestimmt wird, hört man die Motoren des Antennenanpassungsnetzwerks, wenn die Kontrolllampe TUNING INDICATOR leuchtet, ist der Abstimmprozess beendet. Um eine Überhitzung der Senderöhre zu vermeiden, betätigt man den Testschalter am besten nur 20 Sekunden und sieht, wie im Laufe des Abstimmprozesses der Anodenstrom abnimmt und die Sendeleistung ansteigt. Nach einer kurzen Pause aktiviert man den TEST Schalter nochmals 20 Sekunden, um ihr erst in der ON Position zu belassen, wenn der Anodenstrom sich reduziert hat und der Abstimmprozess nahezu abgeschlossen ist. Im Falle einer Überhitzung, mit dem Skalenbeleuchtungsschalter in Position OVERHEAT CHECK leuchtet die rote Lampe auf, muss man das Gerät einige Minuten abkühlen lassen, bis man den Abstimmvorgang nochmals anstösst.
Der Empfänger R-392 ist technisch mit dem ebenfalls mit einer mechanischen Digitalanzeige ausgerüsteten Spitzenempfänger Collins R-390 verwandt, allerdings kommen Batterieröhren mit einer extrem niedrigen Anodenspannung von 28 V zum Einsatz, so dass die Stromversorgung ohne Hochtransformieren gleich für die Anodenspannung zum Einsatz kommen kann. Aus diesem Grund liefert der Empfänger mit einer Anodenspannung von 28 V ein deutlich besseres Empfangsergebnis als mit den minimal notwendigen 24 V.
Der Empfänger kann standalone betrieben werden oder kann Betriebsspannung (zusätzlich zum T-195 weitere 3 - 4 Ampère, welche die Stromversorgung belasten, und Antennensignal direkt vom Sender her beziehen.
Im Gegensatz zum R-390 kommen drei ZF Spulen - Filter mit nominal 2, 4 und 8 kHz zum Einsatz.
Technisches Prinzip
Bestückung
Das Gerät ist röhrenbestückt.