Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/68004

<h2>SubmittedText<h2><p>Wer seine Autofahr-Ausbildung nach Eco-Drive-Standards erhält, fährt nicht nur benzinsparender. Studien belegen, dass Eco-Driverinnen und Eco-Driver auch wesentlich weniger Verkehrsunfälle verursachen, insbesondere auch als Neulenkerinnen und Neulenker.</p><p>Was kehrt der Bundesrat vor, um diese umweltentlastende, die Verkehrssicherheit stärkende Fahrtechnik zu fördern?</p><p>Ist sich der Bundesrat bewusst, dass hier gilt: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?" Eingeübte Automatismen aus einer "normalen" Fahrschulausbildung sind nämlich nicht einfach durch einen nachträglichen Kurs in Eco-Drive auszuschalten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund erkannte die Vorteile von Eco-Drive als ressourcenschonende Fahrweise bereits Anfang der Neunzigerjahre. Er unterstützte seither verschiedenste Eco-Drive-Aktivitäten im Rahmen der Förderprogramme Energie 2000 und Energie Schweiz und sorgte so für die beschleunigte Verbreitung von Eco-Drive in der Schweiz.</p><p>Die Vorgaben der 2002 überarbeiteten Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr wurden in den Weisungen betreffend die Zweiphasenausbildung vom 3. Dezember 2004 an die Kantone präzisiert und per 1. Dezember 2005 in Kraft gesetzt. Diese Erlasse stellen sicher, dass künftige Neulenker die umweltentlastende, die Verkehrssicherheit stärkende Fahrtechnik kennen.</p><p>Die EU strebt mit ihrer Richtlinie 2003/59/EG europaweite Minimalstandards für die Berufsfahrerausbildung, insbesondere bezüglich eines energieeffizienten und defensiven Fahrstils, an. Die Verankerung entsprechender Regelungen in der schweizerischen Gesetzgebung ist in Vorbereitung.</p><p>Somit wäre die Eco-Drive-Ausbildung für Neulenker und für Berufsfahrer weitgehend sichergestellt. In Zukunft wird es deshalb vor allem darum gehen, Wege zu finden, um Eco-Drive auch bei den jetzigen Alltagslenkern (Altlenkern) vermehrt zu verbreiten. Der Bund wird Eco-Drive daher auch in Zukunft aus dem Budget von Energie Schweiz fördern.</p>  Antwort des Bundesrates.