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Die Walo Bertschinger AG wurde durch die Kraftwerke Sarganserland beauftragt, im Stausee Mapragg, Taminatal bei Bad Ragaz Sedimente aus einer Wassertiefe von bis zu 50 Metern zu baggern.
Das Ausgleichsbecken Mapragg wurde 1977 in Betrieb genommen. Durch den anhaltenden permanenten Sedimenteintrag haben sich vor der Staumauer Ablagerungen gebildet, die bis in den Bereich der Schwellenkote des Grundablasses anstiegen.
In der AVOR-Phase von Dezember 2017 bis zum Baustart am 2. Mai 2018 musste u.a. eine geeignete Baggeranlage bereitgestellt werden, die die gestellten Anforderungen erfüllen konnte. Da auf dem Baumaschinenmarkt keine passende Anlage beschafft werden konnte, wurde diese in Eigenregie durch WALO gebaut. Die Anlage musste so ausgelegt werden, dass sie eine Baggertiefe von 50 Metern erreichen konnte. Der Aushub erfolgte durch einen Greifer mit der beachtlichen Grösse von 5 m³. Das Baggergut musste anschliessend auf der Anlage sortiert werden. Während Materialfraktionen kleiner 8 mm via schwimmende Pumpleitung zur Staumauer gepumpt und durch den Druckstollen des Kraftwerks in den Rhein eingeleitet wurden, musste das grobe Material (Holz, Steine) auf dem Landweg entsorgt werden.
Hohe Anforderungen wurden an die Anlagensteuerung gestellt, welche ebenfalls durch Walo gebaut und programmiert wurde. Der Greifer musste so gesteuert werden, dass auch bei schwankendem Seepegel (bis zu 13m pro Tag) die Soll-Baggertiefe eingehalten wurde. Die Energieversorgung der Anlage erfolgte ab einem Anschluss im Kraftwerk, an welchem 20‘000 Volt zur Verfügung gestellt wurden. Diese Spannung wurde über eine schwimmende Leitung auf die Anlage geleitet und in einen darauf stationierten Transformator eingespeist, ab welchem die Anlageteile mit Strom versorgt wurden.