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Studierende im BA und MA mit Interesse an der Geschichte und Gesellschaft Chinas im 19., 20. und 21. Jahrhundert.
Die Lehrveranstaltung vermittelt einen Einblick in das spannungsgeladene Gefüge von Kolonialismus, globaler Vernetzung und lokalen Erfahrungen, das die historische Entwicklung der späten Qing-Dynastie (1644-1911) und des 20. Jahrhunderts in China massgeblich beeinflusste. Dabei kommen Bewegungen, neuere Debatten und Standpunkte zu Kolonialismus und zur Globalität, letztlich aber auch gegenwärtige Themen wie Konfuzianismus und Urbanisierung zur Sprache. Es werden Quellenmaterialien (in Übersetzung), Forschungstexte und Überblicksdarstellungen (bspw. Goodman, Bryna, Goodman, David (Hg.). Twentieth Century Colonialism and China: Localities, the Everyday, and the World. New York: Routledge, 2012. Oder: Osterhammel, Jürgen. Die Flughöhe der Adler. Historische Essays zur globalen Gegenwart. München: C. H. Beck, 2017) bearbeitet.
Die Studierenden werden einerseits in post-koloniale Thesen und Theorieansätze eingeführt, andererseits mit Einzeluntersuchungen zum Kolonialismus und zu Globalisierungen in China vertraut gemacht. Ausgewählte historische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen können dadurch eingeordnet, kommentiert und auf der Grundlage post-kolonialer Standpunkt analysiert werden.
Das Proseminar richtet sich an Studierende verschiedener Fachrichtungen mit Interesse an China. Es werden keine besonderen Vorkenntnisse vorausgesetzt.
Das Verhältnis von Religion und Politik während des 20. Jahrhunderts stellt eine zentrale Komponente für das Verständnis des gegenwärtigen China dar. Das Proseminar bietet eine Einführung in diese wechselvolle Geschichte und beleuchtet dabei neben den verschiedenen religiösen Traditionen Chinas u.a. die jeweils zentralen politischen Debatten über Nation, die kommunistische Partei Chinas, das Verhältnis von Sozialismus und Religion, die Beziehung zwischen Festland China und Taiwan oder dem Zusammenhang von globaler Marktwirtschaft und Religion.