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Anbau
Die Sonnenblume kann auf allen Böden angebaut werden, wenn sie durchschnittlich bis sehr nährstoffreich sind und sich etwa auf der Höhenlage der Weinbauregionen befinden. Normalerweise wird sie zwischen zwei Getreidekulturen angebaut. An die Bodenbearbeitung vor der Saat stellt die Sonnenblume, die zu den Hackfrüchten gehört, ähnliche Anforderungen wie der Mais oder die Zuckerrübe. Es sollte darauf geachtet werden, dass die grosse Pfahlwurzel genügend Platz hat, um zu wachsen. Normalerweise werden die Sonnenblumen in der ersten April-Hälfte gesät.
Pflege
Während den ersten 40 Tagen nach der Saat können Unkräuter die Sonnenblumen stark konkurrieren, deshalb muss der Bauer während dieser Zeit besonders wachsam sein und rechtzeitig reagieren. Die Sonnenblume ist eine der wenigen Kulturen, die Trockenperioden gegenüber tolerant ist. Ist zu viel Wasser im Boden vorhanden, führt dies dazu, dass die Pflanzen wenige Kerne, aber viel Blatt- und Stängelmasse bilden.
Schnecken können die Sonnenblumenfelder in frühem Stadium bedrohen. Die grösste Gefahr droht einer Sonnenblumenkultur aber durch die Vögel. In der Schweiz gibt es kaum Spielraum zur Bekämpfung der Vögel. Sonnenblumen sind krankheitsresistent, so dass kaum Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen.
Ernte
Geerntet werden die Sonnenblumen, wenn sie noch ca. 10 bis maximal 15 Prozent Feuchtigkeit enthalten. Die Ernte erfolgt mit dem Mähdrescher. Wegen der Grösse der Pflanzen und der Dicke der Stängel müssen an der Maschine diverse Änderungen vorgenommen werden, damit die Verluste möglichst gering gehalten werden können.