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König Charles der Letzte
Als Promotor des Great Reset wird der neue britische Monarch entweder vom World Economic Forum zum Vizekönig degradiert oder von den kommenden politischen Erdbeben verschlungen.
Was ist eigentlich heute Sinn und Zweck von Monarchien? Blenden wir die enormen Reichtümer und materiellen Privilegien einmal aus, über die viele Königshäuser noch verfügen und die sie mindestens zum Teil bei der Abschaffung der Monarchie verlieren würden.
Wenn sie tatsächlich zu etwas Nütze sind, leisten sie den selbstherrlichen Regierungen einen gewissen Widerstand. Diese müssten eigentlich den Willen des Volkes umsetzen, tun dies aber längst nicht mehr. Die Queen, von fast allen geliebt, wirkte wie eine zweite Stimme des Volkes. Hätte sie ihren Premierministern nicht in diesem Sinne zugeflüstert, wäre das Haus Windsor an seinen inneren Konflikten zerbrochen und die Monarchie in der Bedeutungslosigkeit versunken. In der Königin hatten die Briten eine geheime Fürsprecherin, einen informellen Zugang zur abgehobenen Regierung. Darum war sie so populär.
Charles steht jetzt vor einer grossen Prüfung, die er aller Voraussicht nach nicht bestehen wird. Grossbritannien als neoliberalstes Land Europas ist von der gegenwärtigen Multikrise am stärksten betroffen. Keine Regierung hat im Krieg gegen Russland den Mund derart voll genommen, wie der Ex-Premier Boris Johnson und seine Aussenministerin Liz Truss, die jetzt seine Nachfolge angetreten hat.
Keine Bevölkerung leidet stärker unter den gestiegenen Energiepreisen als die britische. Aber anstatt die horrenden Gewinne der Energiekonzerne und der Spekulanten an den Energiebörsen zu beschränken oder abzuschöpfen, hat Liz Truss mit Steuergeld ein Hilfspaket im Umfang von ungeheuerlichen 150 Mrd. Pfund geschnürt – der genaue Betrag ist abhängig von der Energiepreisentwicklung –, mit dem die Konsumenten subventioniert und die Gewinne der Konzerne geschützt werden.
Die Dimension dieses Betrags erschliesst sich aus einem Vergleich mit der westlichen Unterstützung des Ukraine-Kriegs von rund 70 Mrd. Dollar (Statista) oder mit dem russischen Verteidigungsbudget von knapp 62 Mrd. Dollar (2020, Weltbank, vermutlich unterschätzt).
Dank dieses Tricks werden die Briten erst später bemerken, dass sie es sind, die die Spekulationsgewinne bezahlen und für den Schaden der Sanktionspolitik aufkommen. Aber der Graben zwischen Regierung und Volk wird früher oder später mit aller Heftigkeit aufreissen. Und die grosse Frage wird sein: Wo steht Charles? Die in den letzten beiden Jahren evident gewordene Unterstützung des WEF und des Great Reset durch den neuen Monarchen ist kein gutes Omen. (Guardian). Natürlich wird er sich als König nicht mehr öffentlich mit den Leuten von Davos verbrüdern können. Aber sich zu distanzieren wäre ein unverzeihlicher, folgenschwerer Bruch der ungeschriebenen Gesetze auf der globalen Teppichetage.
Meine Prognose: Wenn er sich nicht auf die Seite des Volkes stellt, wird Charles der letzte «Lead Lord» des Vereinigten Königreiches sein. Entweder er wird von den kommenden politischen Umwälzungen weggespült oder er wird degradiert zum Vizekönig von Klaus Schwabs Gnaden – oder seinen Nachfolgern.
Einen Ausweg hat die britische Monarchie noch: Thronfolger William erkennt die Brisanz der Situation und positioniert sich geschickt als die einigende Figur in dieser grossen Auseinandersetzung zwischen reich und arm. Als Prince of Wales ohne Pflichtenheft, aber mit grosser protokollarischer Bedeutung, hat er alle Möglichkeiten, sich langsam als König des Volkes aufzubauen. Aber das wird er meiner Einschätzung nach im besten Fall wollen, aber nicht können.
Der Moment wird also kommen, wo wir sagen können: Der König ist tot, es lebe die (direkte!) Demokratie!
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