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Das Magazin National Geographic, gemeinsam mit dem Kartographen Alex Tait, gab am 8. Juni 2021 bekannt, dass es nun offiziell fünf Ozeane anerkennt und den «Südlichen Ozean» in die Liste aufgenommen hat, die bereits den Atlantik, den Pazifik, den Indischen und den Arktischen Ozean umfasst. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen des World Oceans Day.
Der Südliche Ozean erstreckt sich von der Küste der Antarktis bis zum 60. südlichen Breitengrad und umfasst die südlichen Ausläufer des Pazifiks, des Atlantiks und des Indischen Ozeans. Anders als andere Ozeane wird der Südliche Ozean nicht durch die Kontinente definiert, was den Südlichen Ozean zu einer Besonderheit macht. Er wird stattdessen durch die Strömung des Antarktischen Zirkumpolarstromes gekennzeichnet, der um die Antarktis herum fliesst. Die Strömung bildet einen unsichtbaren Ring um die Antarktis, in dem das Wasser kälter und weniger salzhaltig ist als im Norden.
„Das Südpolarmeer ist seit langem von Wissenschaftlern anerkannt, aber da es international nie eine Einigung gab, haben wir es nie offiziell anerkannt“, sagte Alex Tait, Geograph der National Geographic Society gegenüber National Geographic. Das Karten-Politikkomitee der National Geographic Society habe die Änderung seit Jahren in Betracht gezogen und jetzt vollzogen, nachdem Wissenschaftler und die Presse zunehmend den Begriff «Südlicher Ozean» verwendet hatten. Die National Geographic Society stellt seit über einem Jahrhundert Karten her und beschäftigt Geographen, um alle Änderungen zu überwachen.
Auch die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) hat den neuen Ozean Anfang dieses Jahres offiziell anerkannt, und das US Board on Geographic Names hat ihn seit 1999 so benannt.
Die National Geographic Society hofft, dass die Aufmerksamkeit, die sie dem Südlichen Ozean widmet, dazu beitragen wird, seinen Schutz zu fördern. Wissenschaftler untersuchen derzeit genau, wie sich der Klimawandel auf die Gewässer auswirkt.
Heiner Kubny, PolarJournal