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Während weltweit von der Nutzung fossiler Brennstoffe abgeraten wird, um den Klimawandel einzudämmen, arbeitet Ostafrika an einer Ölpipeline: der 1400 Kilometer langen East Africa Crude Oil Pipeline (EACOP).
Von Kampala bis New York versuchen Klimaaktivisten, den Bau zu verhindern. Sie nennen es eine tickende Zeitbombe. Ihrer Meinung nach sind die Folgen für die Artenvielfalt, das Klima und die Menschen in der Region katastrophal. Doch die Unternehmen hinter der Pipeline sehen vor allem eine große wirtschaftliche Chance.
Was ist EACOP?
Die East Africa Crude Oil Pipeline (EACOP) führt nach Fertigstellung der Ölfelder am Albertsee im Westen Ugandas zum Hafen von Tanga in Tansania. Mit einer Länge von über 1400 Kilometern wird es die längste beheizte Ölpipeline der Welt sein. Eine Erwärmung ist notwendig, da sonst das zähflüssige Öl nicht richtig durchfließt. Die Vorbereitungsarbeiten begannen in diesem Jahr. Läuft alles nach Plan, fließt 2025 das erste Öl durch die Leitungen.
Sowohl in Uganda als auch in Tansania ist der Bau der Pipeline sensibel; in Uganda gibt es auch Bedenken wegen eines Nationalparks, entlang dem die geplante Pipeline verläuft. Proteste im Land werden fast sofort unterdrückt. Für David Musira (34) endete eine Aktion in der Hauptstadt Kampala hinter Gittern, nachdem er von der Polizei gewaltsam in einen Transporter geworfen wurde. „Der Bau zerstört den Lebensraum von Wildtieren wie Schimpansen und Löwen“, sagte Musira der NOS.
Nach einer Woche in einem Gefängnis in Kampala ist er wieder frei. „Entlang der Route wurden bereits viele Menschen aus ihren Häusern vertrieben, ohne dafür finanziell entschädigt zu werden“, sagt er. Laut Musira ist die Pipeline auch für das Klima katastrophal. „Der Klimawandel betrifft uns bereits. Also müssen wir etwas tun.“