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Der verschollene Flieger MH370 und Abschuss der MH17 über der Ukraine – die Katastrophen beschädigen die Reputation der Malaysia Airlines schwer. Das spiegelt sich in den Geschäftszahlen.
Malaysia Airlines bekommt die Folgen der beiden Flugzeugkatastrophen mit Maschinen seiner Flotte deutlich zu spüren. Immer weniger Passagiere wollen mit der Airline fliegen, die sinkenden Buchungszahlen drücken auf das Ergebnis. Der Verlust verdoppelte sich im zweiten Quartal nahezu auf 74 Millionen Euro. Auch für das zweite Halbjahr kündigte der Konzern schwache Zahlen an.
Seit dem bislang ungeklärten Verschwinden des Flugs MH370 mit 239 Insassen im März hat Malaysia Airlines mit einer Verschlechterung der Geschäfte zu kämpfen. Verschärft wurde die Entwicklung im Juli, als Flug MH17 mit 298 Menschen über dem Kriegsgebiet in der Ostukraine abgeschossen wurde. «Die Tatsache, dass beide Zwischenfälle innerhalb einer solch kurzen Zeitspanne passierten, hat die Situation verschärft und Marke sowie Reputation der Airline stark beschädigt - und damit auch den Bedarf einer Restrukturierung verstärkt», erklärte die Fluggesellschaft.
Viertel der Stellen abbauen
Einem Insider zufolge sollen die Aktien am Freitag vom Handel ausgesetzt werden, bevor der Hauptaktionär, der malaysische Staatsfonds Khazanah Nasional, die angekündigten Pläne zum Umbau verkünden wird. Geplant ist mit der Situation vertrauten Personen zufolge, rund ein Viertel der 20.000 Arbeitsplätze abzubauen.
Auch Flugrouten sollten gestrichen werden. Khazanah hat bereits angekündigt, das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Experten rechnen damit, dass viele von den Stellenstreichungen betroffene Mitarbeiter Jobs in anderen Staatsunternehmen angeboten bekommen.
(reuters/dbe/gku)