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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat gelassen auf das Geständnis des früheren Bankers Gerhard Gribkowsky reagiert, er habe im Zuge des Verkaufes der Formel-1-Anteile der Bayerischen Landesbank an die heutigen Besitzer CVC in den Jahren 2005 und 2006 von Ecclestone 44 Millionen Dollar als Schmiergeld erhalten.
"Ich hatte erwartet, dass er das sagen würde. So bekommt er vielleicht nur sieben anstatt 14 Jahre. Der arme Junge sitzt seit 18 Monaten im Gefängnis, er würde alles sagen, um sich zu retten", erklärte Ecclestone englischen Medien.
Der frühere BayernLB-Vorstand Gribkowsky hatte am Mittwoch im Strafprozess gegen ihn wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung vor dem Landgericht München nach monatelangem Schweigen ein Geständnis abgelegt und die Vorwürfe weitgehend als zutreffend bezeichnet.
Der Vorsitzende Richter Peter Noll hatte ihm im Falle eines umfassenden Geständnisses einen Strafrahmen zwischen sieben Jahren und zehn Monaten und neun Jahren Gesamtfreiheitsstrafe in Aussicht gestellt. Die Plädoyers sollen am kommenden Mittwoch gehalten werden.
Ecclestone hatte selbst in dem Prozess im November 2011 als Zeuge ausgesagt und die Zahlung an Gribkowsky bestätigt.
Der 81 Jahre alte Brite hatte allerdings erklärt, dass er sich von Gribkowsky unter Druck gesetzt gefühlt habe. Zu der besagten Zeit hätte die englische Steuerbehörde in einer langwierigen Ermittlung einen von Ecclestone kontrollierten Fonds überprüft.