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Der späte Anschluss an die Eisenbahn
1894

Am 1. November 1894 wird die Eisenbahnlinie von Etzwilen nach Feuerthalen eröffnet, am 2. April 1895 folgt das Schlussstück nach Schaffhausen. Nun ist Feuerthalen endlich in das schweizerische Eisenbahnnetz eingebunden. Aber es hat lange gedauert: Von den ersten Ideen bis zur Realisation dauert es über 30 Jahre.
Schaffhausen hat den Anschluss deutlich früher geschafft. Schon 1857 kann die «Rheinfallbahn» eröffnet werden und 1863 folgt der Anschluss an die Linie der badischen Bahn nach Basel. Ab 1869 bemühen sich Gemeinden am Untersee, eine Linie von Schaffhausen über Stein am Rhein nach Kreuzlingen und Rorschach zu bauen. Auch Feuerthalen sollte in diesem Projekt eine Bahnstation erhalten. Gleichzeitig aber plant ein Komitee eine alternative Linienführung von Schaffhausen nach Kreuzlingen, die Feuerthalen hätte abseits stehen lassen. Zum Glück wird sie nie realisiert.
1875 eröffnet die Schweizerische Nationalbahn eine Eisenbahnlinie von Kreuzlingen nach Etzwilen. Nun soll es auch mit der Weiterführungen nach Schaffhausen via Feuerthalen vorwärts gehen. Bereits am 15. Februar 1873 wird ein entsprechender Vertrag abgeschlossen. Dann allerdings kommt Sand ins Getriebe: Europa und die Schweiz werden von einer Wirtschaftskrise («die grosse Gründerkrise») erfasst, während der die Schweizerische Nationalbahn untergeht. Sie wird zwar von der Schweizerischen Nordostbahn übernommen, aber auch diese gerät ins Strudeln. Wegen ihrer wirtschaftlichen Probleme verbietet ihr der Bund bis 1888 neue Linien zu bauen. Deshalb wird erst am 11. September 1890 das Bauwerk in Angriff genommen. Am 1. November 1894 ist es soweit. Die erste Eisenbahn fährt in Feuerthalen ein. Für das Schlussstück, die Verbindung nach Schaffhausen, muss zunächst der Emmersbergtunnel fertig gestellt werden. Aber am 2. April 1895 ist auch dies soweit und die ganze Linie kann eingeweiht werden.