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Im Wald, am alten Weg, der nach Pura führt, steht eine Rosenkranzkapelle, auch "Oratorio della Morella: genannt. Sie war früher das Ziel zahlreicher Pilger, denen einige in neuerer Zeit mit Fresken versehene Kreuzwegstationen zu verdanken sind. Der Bau geht auf das Jahr 1597 zurück und wurde an der Stelle einer einige Jahrhunderte älteren Ka
pelle errichtet. Vom antiken Portikus, der später in den rechteckigen Kirchenraum einbezogen wurde, sind einige Spuren seitlich des Eingangs übrig geblieben, so das Monogramm Christi. Die jetzige Vorhalle, an der sich der Weg vorbeischlängelt, geht vielleicht auf das 18. Jahrhundert zurück. Die Fresken der Jungfrau Maria und der Heiligen Katha
rina und Lucia an der Fassade hat Domenico Banchini aus Curio (1597) gemalt.
In einer Nische an der Gegenfassade ist eine Grablegung des Malers Jost Blöchlinger (1974) zu sehen. Die Marienstatue auf dem Hauptaltar stammt aus dem 17. Jahrhundert. Auf der gegenüberliegenden Seite ein weiteres Marienbild und ein Flachrelief (16. Jahrhundert), das dem Wunder von Genazzano gewidmet ist. Die Darstellung der Epiphanie ist spä
ter entstanden. Einige Votivbilder erinnern an die Dankbarkeit der Pilger.