Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03315.jsonl.gz/2557

Leistenbruch
Der am meisten chirurgisch durchgeführte Eingriff ist die Leistenbruch-Operation. Es handelt sich um eine Schwäche der vorderen Bauchdecke, wo sich eine Ausstülpung des Bauchfells bildet. Es sind vor allem Männer betroffen.
Leistenbrüche (Hernien) sind manchmal völlig symptomlos, es können aber auch schlimme Komplikationen wie z.B. die Einklemmung des Darms und ein daraus entstehender Darmverschluss auftreten. Mit der Zeit werden die Hernien immer grösser. Es besteht ausser der chirurgischen Versorgung keine andere Therapiemöglichkeit.
Zusammenfassend stehen heutzutage drei verschiedene Operationstechniken zur Verfügung.
- Bei der ersten Methode wird ein üblicher Zugang auf Höhe der Leiste durchgeführt. (Schnittführung) Es handelt sich um eine präzise Rekonstruktion mittels einer Raffung der Bauchdecke.
- Bei der zweiten Methode ist der Zugang ähnlich. Hier wird aber ein nicht auflösbares Verstärkungsnetz benützt.
- Die dritte Methode ist die endoskopische Operation (Laparoskopie). Mit insgesamt drei kleinen Zugängen (ein Zugang für die Kamera und zwei Zugänge für die Arbeitsinstrumente) wird ein nicht auflösbares Netz zwischen vordere Bauchdecke und dem Bauchfell platziert, um die Lücke abzudecken. (Leistenbruchoperation)
Alle drei Methoden sind gut etablierte und sichere Operationsmöglichkeiten mit eigenen Vor- und Nachteilen. Bei der ersten und zweiten Methode kann die Narkoseart gewählt werden. Hingegen für die endoskopische Methode ist eine Vollnarkose unumgänglich. Die endoskopische Methode wird vor allem bei beidseitigen und nach Operation wieder aufgetretenen Leistenhernien verwendet. Rezidivhernien (Wiederauftreten des Problems) treten bei der Verwendung eines Netzes weniger häufig auf. Bei komplikationslosem Verlauf beträgt die Hospitalisationsdauer anschliessend ungefähr ein bis zwei Tage.