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Dreirosenanlage
Das Areal der Dreirosenanlage gehörte zum Landgut «Von der Mühll», welches sich vom Rhein bis zur Klybeckstrasse und von der Dreirosenstrasse bis zur Zähringerstrasse erstreckte. Das Gut präsentierte sich 1858 als weitläufiges Parkgelände im Stil eines Landschaftsgartens. Im Laufe der Jahre wandelte sich das nähere Umfeld des Landgutes und beeinflusste zunehmend Nutzung und Gestaltung des Parkgeländes wie z. Bsp. der Bau der Dreirosenbrücke 1934. Der Name «Dreirosen» geht übrigens auf die Familie Iselin zurück, deren Familienwappen drei weisse Rosen zeigt und Besitzer des Landgutes «Zu den drei Rosen» an der Klybeckkreuzung war. Nachdem die Stadt das verbliebene Areal des einstigen Landgutes erworben hatte, entstand 1935 die Dreirosenanlage in der Gestalt, die während 70 Jahren fast unverändert blieb. Die Anlage wurde in drei Teile geteilt, bestehend aus dem eingezäunten Turn- und Sportplatz, dem Kinderspielplatz und der öffentlichen Grünanlage. Bestehende Bäume, Wege und Platzfläche wurden in die Neugestaltung integriert sowie die Nutzung im Inneren der damaligen Brückenrampe berücksichtigt. Der rheinseitige Schiffsspielplatz entstand 1982 im Zusammenhang mit dem Bau der Düker-Anlage und den damit verbundenen Eingriffen in die Grünfläche. Durch den Bau der Autobahn-Nordtangente in den 1990er Jahren wurde der Quartierpark durch Bauinstallationsflächen und die Umlegung von Verkehrsträgern grossflächig belegt. Deshalb wurde 1997 ein Planungswettbewerb für die Neugestaltung der Anlage durchgeführt, aus dem das Büro Ernst und Hausherr aus Zürich siegreich hervorging. 2004 konnte mit dem Bau begonnen werden. Die Eröffnung erfolgte in zwei Etappen im September 2005 und im Frühling 2006.
Die Neugestaltung ist charakterisiert durch die Lage zwischen Rheinufer, dem Quartier und der stark frequentierten Nordtangente. Der Klybeckplatz mit seinem Wasserbecken markiert den östlichen Zugang, von wo ein Kanal und ein Wegbogen zum Rhein führen. Dazwischen spannt sich eine grosse, langezogene Wiesenfläche auf, die in der Mitte von einem Platz- und Spielbereich unterbrochen wird. Zur Rheinpromenade hin öffnet sich die der Park über eine grosszügige Platz- und Treppenanlage. An den beiden Längsseiten flankieren Rabatten mit Bäumen und Hecken den Park. Der Ausblick auf den Rhein, sowie Einblicke in die Quartiere schaffen Transparenz und eine grosszügige Atmosphäre. Der alte Baumbestand bildet das Hauptgerüst der Bepflanzung. Eine lockere Baumpflanzung im Wildstaudenstreifen südlich des gebogenen Weges ergänzt den Baumbestand. Zwischen Kanalweg und Brücke schliesst ein Baumhain mit Birken den Park. Das Projekt erhielt 2006 einen Anerkennungspreis der Stiftung «Lebendige Stadt».