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Tierpsychologie
Tierpsychologie„Diejenigen Verhaltensforscher, welche im Tier nicht nur sozusagen eine Sache, ein Objekt, sehen, sondern auch ein fühlendes, handelndes Wesen, ein Subjekt, dessen Verhaltensweisen sich bis zu einem gewissen Grad personal verstehen lassen, ähnlich wie ein Mensch den anderen versteht, solche Verhaltensforscher vertreten die Tierpsychologie. Tierpsychologie lässt sich also gewissermassen charakterisieren als Verhaltensforschung plus einfühlsames Verstehen.“ Heini Hediger, „Tierpsychologie in Zoo und Zirkus“, Henschelverlag, 1979.
Grundsätze der Tierpsychologie
- Durch art- und tiergerechte Haltung und Verhalten seitens der Halter können Verhaltensprobleme oder -störungen in der Beziehung zwischen Menschen und Heimtieren vermieden werden.
- Mit fachkundiger Beratung und/oder verhaltenstherapeutischen Massnahmen, die von ausgebildeten Personen geleitet und/oder vorgeschlagen werden, können Verhaltensprobleme oder -störungen, da wo sie auftreten, vermindert oder eliminiert werden.
EthologieVergleichende Verhaltensforschung, heute als Synonym für das ganze Fachgebiet der Verhaltensbiologie verwendet (Rolf Gattermann, „Wörterbuch zur Verhaltensbiologie“, Springer Spektrum 2017). Die Ethologie erforscht primär das Normalverhalten einer Durchschnittspopulation, und zwar mit rein beobachtenden (deskriptiven), als auch experimentellen Methoden. Die deskriptive Ethologie beschränkt sich auf das genaue Beobachten und das Erklären des Verhaltens, während die experimentelle Ethologie es dem Forscher ermöglicht, durch Experiment auch Fragen nach der Ursache einer bestimmten Handlung zu erforschen.
Weitere Begriffe
- Störendes Verhalten
- Verhaltensstörung
- Problemverhalten
- Verhaltensmedizin (Tierpsychiatrie)
- Tierkommunikation