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Identifikation
Signatur:
Ar 172
Entstehungszeitraum / Laufzeit:
1963-1989
Umfang:
0.9 m
Kontext
Verwaltungsgeschichte / Biographische Angaben
Geboren am 3. Dezember 1922 in Winterthur. Lehre als Fotograf in Basel, die er 1941 abschliesst. 1942 wird er Kamera-Assistent bei der Schweizer Filmwochenschau und der Wien Film in Wien. Nach der Rückkehr in die Schweiz 1946 arbeitet Egger zunächst in einem Giessereibetrieb, bis ihm 1948 der Wiedereinstieg ins Metier gelingt: Von 1949 bis 1957 wirkt er als Angestellter bei der Praesens Film als Cutter, ab 1954 als „Chefcutter“ von Filmen wie Ueli der Knecht (1954). Später schneidet er als Freischaffender zahlreiche Produktionen. In den sechziger Jahren versucht Egger vergeblich, zahlreiche Filmprojekte zu realisieren. Er konzipiert und leitet die erste Filmausbildung der Schweiz an der Kunstgewerbeschule von 1967 bis 1969. 1971 realisiert er für die Sozialdemokratische Partei einen Wahlfilm mit Max Frisch für die Nationalratswahlen. Nach jahrelanger Arbeit und zahlreichen Rückschlägen produziert er 1984 zwei staatspolitische Informationsfilme über den fiktiven Gemeindepräsident „Kurt Zwyssig“; Teil drei und vier der geplanten Reihe werden nicht verwirklicht. Egger ist filmpolitisch aktiv, von 1957 bis 1971 als Präsident des „Syndikat der Schweizerischen Filmschaffenden“, einer Sektion der Gewerkschaft VPOD. Von 1962 bis 1971 ist er Mitglied der eidgenössischen Filmkommission. An der Kunstgewerbeschule Zürich organisiert er ab 1960 mehrere Ausstellungen und Filmzyklen.
Übernahmemodalitäten
Der Nachlass Hans Heinrich Egger gelangte am 29. Juli 2011 ins Schweizerische Sozialarchiv.
Inhalt und innere Ordnung
Form und Inhalt
Der Bestand umfasst vor allem Unterlagen zu den drei Filmen „Kurt Zwyssig“ (bereits 1976 wurde ein Film zum Thema für das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit produziert, der jedoch nicht erhalten ist). Anhand dieses Materials ist die Konzeption und Realisierung der Filme – insbesondere die schwierige Finanzierung – aussergewöhnlich gut dokumentiert. Ebenfalls im Detail nachvollziehbar ist die Entstehung des für die SPS erstellten Wahlkampffilms von 1971; allerdings fehlt der Film selber.
Bewertung und Kassation
Mit Ausnahme von Mehrfachexemplaren wurden keine Akten kassiert.
Neuzugänge
Es werden keine Neuzugänge erwartet.
Zugangs- und Benutzungsbedingungen
Zugangsbestimmungen
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Sprache/Schrift
Unterlagen in deutscher französischer und italienischer Sprache
Sachverwandte Unterlagen
Verwandte Verzeichnungseinheiten
Verzeichnungskontrolle
Informationen der Bearbeiter*in
Der Bestand wurde im Januar 2012 von N. Blancpain bearbeitet.