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»Ich werde die Liebe zu den Zaubern des Weihnachtsfestes nie verlernen.« Immer wieder griff Thomas Mann in seinen Werken die Weihnachtszeit literarisch auf, beispielsweise in seinem Erfolgsroman Buddenbrooks (8. Teil, 8. Kapitel). Entsprechend schildert er hier auf Anfrage der ungarischen Tageszeitung Pesti Hírlap in beinahe rührender Weise die besondere Stimmung, die ihn in jenen Dezembertagen regelmäßig ergriff: »Sanfte Gedanken, weiter und liebevoller, als die des gemeinen Jahres, umspinnen das Herz, während man lächelnd sitzt und in den Glanz blickt []«. Der Text wurde, gemeinsam mit den Antworten Hermann Bahrs und Frank Hellers, unter dem Titel Drei weltberühmte Schriftsteller dreimal Weihnachtsstimmung (dt. Übersetzung) am 25. Dezember 1924 veröffentlicht. Im Februar desselben Jahres hatte Mann für Pesti Hírlap bereits seine Beziehung zu Ungarn beschrieben (Über das Magyarentum).
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.