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Hat man auf diese Weise die Voruntersuchung zu Ende geführt, so wird man in den meisten Fällen schon wichtige Fingerzeige über die Natur der vorhandenen Körper erhalten haben, und man geht nun zur Auflösung desselben über.
I. Lösung in Wasser.
Man übergiesst einen Theil des zu untersuchenden Körpers in einem Probirröhrchen oder Kochfläschchen mit destillirtem Wasser und erhitzt bis zum Sieden. Der Körper löst sich entweder ganz oder nur zum Theil; in letzterem Falle wird filtrirt, das Filtrat für sich untersucht und der auf dem Filter zurückbleibende Theil zur weiteren Untersuchung aufgehoben.
Die Löslichkeit oder Unlöslichkeit im Wasser entscheidet wieder über die An- und Abwesenheit verschiedener Körper. Löslich in Wasser sind unter anderen alle Alkalisalze, alle Sulfate, mit Ausnahme von Baryumsulfat, welches ganz unlöslich, und Blei- und Calciumsulfat, welche schwer löslich sind; alle Nitrate und alle Haloidsalze, mit Ausnahme von Silberchlorid und Quecksilberchlorür, welche ganz unlöslich, und von Bleichlorid und Bleijodid, welche schwer löslich sind. Unlöslich in Wasser sind die Oxyde der Metalle, mit Ausnahme der Alkalimetalle, welche leicht löslich, und der alkalischen Erden, welche schwer löslich sind. Ferner die meisten Schwefelverbindungen der Metalle; die Borate, Silikate, Phosphate, Carbonate und Oxalate, sämmtlich mit Ausnahme der Alkalisalze, und endlich die oben unter in «Wasser löslich» angeführten Ausnahmen.
Prüfung der wässerigen Lösung auf Basen.
1. Man versetzt in einem Probirgläschen einige Gramm der Losung mit Salzsäure; es entsteht ein weisser Niederschlag, dieses deutet auf Silber-, Blei- oder Quecksilberoxydulverbindungen. Ist nur eine dieser Basen vorhanden, so ist bei Silber der Niederschlag käsig und in Ammoniak löslich;
bei Blei krystallinisch, in viel kochendem Wasser löslich;
diese Lösung wird durch Schwefelsäure weiss gefällt;
bei Quecksilberoxydul ist der Niederschlag pulverig und wird durch Ammoniak schwarz gefärbt.
Sind alle drei Basen neben einander vorhanden, so gelingt die oberflächliche Trennung in der Weise, dass man zuerst durch Auswaschen mit Ammoniak auf einem Filter das Chlorsilber in Lösung bringt; dann kocht man den Rückstand wiederholt mit reichlich Wasser aus, um das Chlorblei zu lösen und von dem durch das Ammoniak entstandenen Quecksilberoxydul zu trennen. Jede der drei Basen kann nun durch die ihnen eigenthümlichen Reaktionen noch besonders nachgewiesen werden.
2. Entstand durch Zusatz von Salzsäure kein Niederschlag, so setzt man zu der angesäuerten Lösung reichlich Schwefelwasserstoffwasser; entsteht ein Niederschlag, so kann dieser bestehen aus Arsen, Zinn, Antimon, ¶