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La mare aux auveux – Der Fluss des Geständnisses ist eine traditionelle Sage aus dem nordafrikanischen Raum. Capucine Lehmann hat für uns die Geschichte gefunden und erzählt sie hier auf Französisch.
Es waren einmal eine Taube, ein Huhn, ein Hahn und ein Esel- Sie leben friedlich zusammen und sind gute Freunde. Sie säen Getreidekörner, damit daraus ein Weizenfeld wachsen kann. Niemand stibitzt von den Körnern, bis sich der Esel eines Tages nicht mehr zurückhalten kann. Er schleicht heimlich zum Weizenfeld und frisst die Hälfte der Ernte auf.
Als das Huhn dies am nächsten Tag entdeckt, ruft es die Tiere zusammen. Das Huhn fragt, wer die Weizenkörner gefressen habe. Niemand will es gewesen sein.
Da gehen die Taube, der Hahn, das Huhn und der Esel zum Fluss der Erkenntnis. Alle müssen den Fluss überqueren, wer hineinfällt, hat gemogelt. Der Esel plumpst in den Fluss. Es ist ihm peinlich und er gesteht, dass er den Weizen gefressen hat. Es tut ihm leid und er entschuldigt sich bei den anderen Tieren. Seine Freunde verzeihen ihm und seither sind die Taube und das Huhn, der Hahn und der Esel immer noch gute Freunde.
Quelle: Traditionelle Geschichte aus Nordafrika. La mare aux auveux, erschienen bei Didier Jeunesse, 2006.