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Aber auch Butter, Cheddar-Käse und Magermilchpulver konnten höhere Kurse verzeichnen. Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, stieg um 8,3%.
Bei den zwei vorangehenden Auktionen im Juni war noch ein Index-Plus von 1,9 beziehungsweise 0,1% verzeichnet worden. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung am internationalen Milchmarkt.
Butter und Cheddar legen zu
Der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) gab um 0,2% auf 3'981 USD/t (3'747 Fr.) nach. Bei Butter kam es zu einem Anstieg um 3% auf 3'717 USD/t (3'498 Fr.). Die Butter-Notierung war an der GlobalDairyTrade bis Anfang April 2020 relativ stabil, danach tendierte sie bis Mitte Juni stark nach unten. Der Index für Buttermilchpulver erhöhte sich um 3,8% auf durchschnittlich 2'417 USD/t (2'275 Fr.).
Auch Cheddar-Käse wurde diesmal höher bewertet, der Index stieg um 3,3% auf 3'762 USD/t (3'540 Fr.). Die Cheddar-Kurse waren an der GlobalDairyTrade von Dezember 2019 bis April 2020 stark gestiegen und hatten dann im Mai und Anfang Juni stark nachgegeben. Bei Laktose erhöhte sich der Index im Mittel um 1,9% auf 1'309 USD/t (1'232 Fr.).
Milchpulverkurse deutlich im Plus
Überraschend positiv entwickelten sich die Kurse für Milchpulver: Der Index für Magermilchpulver legte um 3,5% auf 2'694 USD/t (2'535 Fr.) nach. Die mittlere Notierung für Vollmilchpulver, das Leitprodukt dieser Auktion, sprang um 14% nach oben auf einen mittleren Wert von 3'208 USD/t (3'019 Fr.).
In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 25'688 t verkauft, damit lag die Menge über dem Niveau der vorhergehenden Auktion (21'968 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter war mit 174 relativ stabil.
Experten sehen Zeichen für Erholung des Marktes
Die Analysten wurden von der jüngsten Kursentwicklung grossteils überrascht. Der starke Index-Anstieg sei ein Zeichen für die Erholung des internationalen Milchmarktes, betonen sie. Die globale Nachfrage nehme nach den Corona-bedingten Einbrüchen wieder zu, vor allem in Asien. Wie nachhaltig der Preisaufschwung ist, werde sich aber erst in den kommenden Auktionen zeigen.
Was den starken Anstieg der Vollmilchpulver-Notierung betrifft, so weist Amy Castleton, Analystin der neuseeländischen Börse NZX, darauf hin, dass die Preise für die kurzfristigen Kontrakte besonders deutlich angezogen haben. Offenbar hätten sich die Käufer jetzt zu halbwegs günstigen Preisen mit Ware eingedeckt. Da in Neuseeland zu dieser Jahreszeit die Milchanlieferung nicht sehr hoch sei, wäre auch das Angebot an Vollmilchpulver begrenzt, so die Expertin.