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Der Sportgerichtshof in Lausanne (CAS) hat das Urteil der UEFA gekippt. Nicht Serbien, sondern Albanien gewinnt die EM-Qualifikationspartie der Gruppe I vom letzten Oktober in Belgrad mit 3:0 Forfait.
Die Partie war im letzten Herbst beim Stand von 0:0 zuerst unterbrochen und später abgebrochen worden. Auslöser der Ausschreitungen war eine Helikopter-Drohne, die mit der Flagge Grossalbaniens über dem Rasen des Partizan-Stadions kreiste. In der Folge gab es Attacken gegen albanische Spieler, an denen sich, wie der CAS befand, auch mindestens ein serbischer Sicherheitsmann beteiligte. Die UEFA wertete die Partie im letzten Herbst mit 3:0 Forfait für Serbien, wobei den Serben die drei Punkte aber sogleich wieder abgezogen wurden.
Die UEFA hatte den damaligen Forfait-Entscheid zu Gunsten der Serben damit begründet, dass die albanische Mannschaft die Partie nicht mehr habe fortsetzen wollen. Der Sportgerichtshof hingegen stellte fest, dass die Albaner nach dem Spielunterbruch, während dem 15 serbische Fans den Platz gestürmt und albanische Akteure attackiert hatten, vom Schiedsrichter keine klare und unmissverständliche Anweisung erhalten hätten, die Partie wieder aufzunehmen.
Der CAS stellte vielmehr fest, dass die Partie nicht zu Ende gespielt werden konnte, weil sich die Serben grobe organisatorische Mängel geleistet hatten. Albanische Fans waren für die Partie in Belgrad nicht zugelassen gewesen.
Alle übrigen Sanktionen der UEFA (Bussen gegen beide Verbände, zwei Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den serbischen Verband, Abzug von drei Punkten gegen Serbien) wurden vom CAS bestätigt. Nach dem Urteil des Sportgerichthofs befindet sich Albanien in der EM-Qualifikation wieder gut im Rennen. Portugal (12 Punkte) führt die Tabelle an vor Albanien (10), Dänemark (10), Armenien (1) und Serbien (-2). (ram/si)