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Im Kanton St. Gallen orientiere sich die aktuelle Bewilligungspraxis für Bauprojekte ausserhalb der Bauzonen «ausschliesslich an der rechtlichen Konformität», schrieb die SP in einem von zwei neuen Vorstössen.
Architektonische und baukulturelle Kriterien würden kaum berücksichtigt. Dies führe dazu, «dass oft mit wenig Sorgfalt geplant und gebaut wird und dass die regionale Baukultur zu wenig Beachtung findet».
Dieser Missstand sei im Obertoggenburg von den Behörden erkannt worden. Sie hätten mit einem «Bauentwurf im ländlichen Raum» einen Leitfaden erarbeitet, der auch für den übrigen Kanton beispielhaft sein könnte. Die SP will nun wissen, ob die Regierung bereit sei, diesen Leitfaden für den ganzen Kanton für verbindlich zu erklären.
In einem zweiten Vorstoss geht es um das Bundesinventar schützenswerter Ortsbilder und andere Inventare, bei denen die Gemeindebehörden für die Umsetzung zuständig sind. Es stelle sich die Frage, ob vor Ort genügend spezialisierte Fachkräfte wirkten, die «in diesem sensiblen Bereich Unterstützung bieten können», heisst es in der einfachen Anfrage.
Die Regierung soll nun ausführen, wie sie den Stand der Schutzplanungen beurteile, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und kantonaler Denkmalpflege entwickelt habe und wie sichergestellt wird, «dass die Entscheidungsprozesse mit genügend fachlicher Unterstützung angegangen werden».