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Mutterkuh Leni mit ihren beiden Kälbern kurz nach der Geburt. Das Lecken der Kälber regt den Kreislauf an und fördert die Bindung von Kuh und Kalb. (Foto: Dario Barelli)
Wie kommt es dazu, dass ein Kalb von einem rot-weiss gefleckten Simmental-Stier und eines von einem schwarzen Angus-Stier abzustammen scheint? Die Antwort heisst künstliche Besamung und «Silian».
Künstliche Besamung heisst, dass nicht ein Stier im sogenannten Natursprung die Kuh deckt, sondern dass die Kuh durch eine Besamungstechnikerin oder einen Tierarzt besamt wird. Hierzu wird der Samen von Stieren gewonnen, präpariert und bis zum Gebrauch tiefgekühlt aufbewahrt. Bei der Besamung wird der Samen direkt in den Uterus injiziert.
Zur Besamung einer Kuh wird eine Besamungsspritze durch die Scheide und den Gebärmutterhals eingeführt, so dass der Samen direkt in den Uterus injiziert werden kann. (Bild: www.agrarheute.com)
Der zweite Teil des Rätsels Lösung heisst «SILIAN» - der Name der Väter der beiden Zwillingskälber. «SILIAN» ist die Bezeichnung einer Samendose, die eine Mischung von Spermien enthält und zwar von drei Stieren verschiedener Rinder-Rassen: SImmental, LImousin und ANgus. Diese Spermien-Mischung wird in der Besamung häufig eingesetzt, weil die Wahrscheinlichkeit einer Trächtigkeit der Kühe signifikant steigt. Wieso dem so ist, darüber rätselt die Wissenschaft. Vorderhand bleibt es ein schönes Geheimnis der Natur!
Im Falle der Mutterkuh Leni, wurden zwei Eizellen durch zwei Spermien von SILIAN befruchtet. Die Spermien stammten einmal vom Angus-Stier und einmal vom Simmentaler-Stier. Auf die Welt kamen die zweieiigen Zwillinge, denen man so gar nicht ansieht, dass sie (Halb-)Geschwister sind.
Mutterkuh Leni mit ihren Zwillingskälbern. (Foto: Dario Barelli)