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Grosse,
Franz Theodor, Historienmaler, geb. zu Dresden, erlernte von 1843 an auf der dortigen Akademie zunächst die Bildhauerkunst, bis er 1847 durch Bendemann zur Malerei geführt wurde, worin er so rasche Fortschritte machte, daß schon sein Erstlingswerk, Leda mit dem Schwan (1852), für die Dresdener Gallerie erworben wurde. Nachdem er dann seinem Lehrer bei den stereochromischen Wandbildern im Schloß zu Dresden behülflich gewesen, malte er selbständig Deckenbilder en grisaille im dortigen Museum und 1855-58 enkaustische Wandbilder im Graf Solmsschen Schloß Wildenfels an der Mulde, in denen er die geistlichen und weltlichen Tugenden nebst Scenen aus der Geschichte des gräflichen Hauses darstellte, eine Arbeit, die ihm das große Reisestipendium der Akademie einbrachte, so daß er 1858 nach Florenz ging, wo er die alten Meister des 15. Jahrh., und 1859 nach Rom, wo er Raffaels Werke studierte und in Verkehr mit Cornelius trat.
Dort entstand auch sein schönstes Ölbild: der Besuch der drei Engel bei Abraham, in welchem, wie in allen seinen Arbeiten, das zeichnende und plastische Element die koloristische Richtung überwiegt. Bald nach seiner Rückkehr trug er bei der Konkurrenz für die Ausmalung der Loggien des Leipziger Museums den Sieg davon und schuf 1864-71 dieses sein Hauptwerk, worin er in drei Kuppeln und ihren Nebenfeldern das Walten göttlicher Schöpferkraft darstellte, wie es sich in den Schöpfungsgeschichten der antiken und der christlichen Welt ausprägt und in der Thätigkeit der bildenden Menschenkunst reflektiert. (Die Kartons photographiert, mit Text von Max Jordan.) Während der ¶
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70er Jahre schuf er dann noch allegorische Gruppen im Gartensaal des Buchhändlers Härtel in Leipzig und im Gartenhaus des Kirchenrats Hase in Jena sowie ein großes Ölbild aus dem zweiten Gesang von Dantes «Purgatorio» und einen Entwurf für den Vorhang des neuen Theaters in Dresden, wo er Professor an der Akademie ist.