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Die Gründung des Blockes geht auf das Jahr 1919 zurück. Damals taten sich die akademischen Verbindungen Turicia, Rauracia, Burgundia, Alemannia und Kybuger lose zusammen. Diese Vereinigung entstand als Gegenbewegung zur aufkommenden Reformbewegung im StV. Mit den „Reförmlern“ stritt man u.a. um Themen wie doppelter BV, Trinkzwang oder das Engagement, welches von einem StVer oder einer Verbindung desselben abverlangt werden müsse. Die Hauptaufgabe des Blocks bestand in der Bewahrung der alten Traditionen, wie des Komments und in der Einflussnahme auf CC/CP – Wahlen zur Wahrung dieser Interessen.
Als man sich im Jahre 1936 heftig um die Wahl eines CP stritt, löste sich der Block stillschweigend auf. Da die Anliegen die 1919 bestanden haben weiterhin nicht an Aktualität verloren hatten, konnte im Jahre 1941 ein neuer Block unter dem offiziellen Namen Bund Akademischer Kommentverbindungen aus der Taufe gehoben werden. Das Hauptanliegen des Blocks, wie der Bund umgangssprachlich immer noch genannt wird, blieb erhalten. Mit der Bodania aus St. Gallen und der 1938 gegründeten alemannischen Tochterverbindung Neu-Romania zu Freiburg konnte sich der Kreis gleich gesinnter Verbindungen auf sieben erhöhen. Mit dem erforderlichen „Placet“ und dem „Blockbeschluss“ schufen die „Blöckler“ der neuen Generation zwei wichtige Instrumentarien zur Qualitätssicherung der CC/CP – Kandidaten aus den eigenen Reihen. Ein Mitglied aus einer Blockverbindung erhält demnach nur die Berechtigung für eine Charge des CC zu kandidieren, wenn dies durch die Blocktagung durch ein „Placet“ genehmigt wurde. Der Blockbeschluss, welcher eine 6/7 Mehrheit benötigt, verpflichtet jeden Blöckler zur Wahl der eigenen Kandidaten, wobei die Blockverbindungen ihre Mitglieder für die GV verpflichten. Die Stärke des Blocks liegt jedoch nicht im formellen Stimmzwang als solchem, sondern in der festen gemeinsamen Überzeugung, die in ihm zum Ausdruck kommt.
Eine CP – Kandidatur im Jahre 1951 welche innerhalb der Blockverbindungen zu starken Kontroversen führte, resultierte im Austritt der AV Turicia aus dem Bund. 1961 wurde mit einer Erneuerung der Statuten das Amt des Bundesobmannes geschaffen. Mit der 68er Bewegung, welche die damalige Bildungspolitik und die Studierenden aufwühlte, schaltete sich der Block aktiv in die Hochschulpolitik und die politische Bildung ein. Man ging von der Defensive in die Offensive über. Die KBP geht z.B. auf eine Initiative des Bundes zurück. Um die amicitia auszubauen schuf man das Blockfest in Willisau, welches sich alle fünf Jahre wiederholen sollte. Anstelle des Festes führte man im Sommer 05 den jährlich stattfindenden Blockkommers ein. Nach 35 jähriger Abwesenheit fand der „verlorene Sohn“ Turicia 1986 wieder in den Bund zurück. Im Blockalphabet (Gründungsjahr der Mitgliedsverbindungen) werden die Turicer aufgrund ihres Austritts jedoch am Schluss genannt.
Die Aufnahme von Frauen in den StV (1968) ist eine Tatsache, mit welcher der Block heute leben kann, obgleich eine solch gravierende Veränderung für den traditionsreichen Bund akademischer Kommentverbindungen selbst nie in Frage kam und wohl auch nie kommen wird.
(Felix Beck v/o Prinzip)
Der Blöckler pflegt ein im StV einzigartiges Netzwerk an Freundschaften über den eigenen Stamm hinaus, welches durch gemeinsame Anlässe wie Blockkommers, Blockturnier, Blockfuxenweekend, G8, und regelmässig stattfindende Blocktagungen gefördert und intensiviert wird.