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Unwetter im Rückblick
Flutkatastrophe in Thailand
Millionen Menschen betroffen
Die schwersten Überschwemmungen seit Menschengedenken haben Thailand heimgesucht. Ungewöhnlich starke und lang andauernde Monsunregenfälle haben von Ende Juli bis Ende November 2011 sechs Millionen Hektar Land in 58 der 77 Provinzen des Landes überschwemmt. Dies entspricht einem Drittel der Landesfläche. Die Fluten haben mindestens 600 Menschenleben gefordert, neun Millionen Menschen verloren ihre Häuser. Die Schäden werden auf über 5 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Flucht vor dem Wasser
Durch staatlich angeordnete freie Tage sollten sich die Menschen in Bangkok auf die Wassermassen vorbereiten, die nur mit größtem Aufwand von der Innenstadt abgehalten werden konnten. Etwa ein Fünftel der 12-Millionen Stadt stand dagegen wochenlang teils meterhoch unter Wasser. Da Lebensmittel und Trinkwasser knapp wurden, mussten Zehntausende evakuiert werden. Durch das Aussetzen der Müllabfuhr sammelte sich bis Anfang November bis zu 4 Millionen Tonnen Müll an.
Ein Drittel Thailands unter Wasser
Sieben große Industriegebiete mit hunderten von Firmen wurden für vielen Wochen bis zu 3 Meter hoch überschwemmt, was zu großen wirtschaftlichen Einbußen und zu Engpässen auch bei der Produktion in Nachbarländern führte. Die Regierung setzte etwas Tausend Schiffen ein, um das Abfließen des Hochwassers auf dem Chao Phraya in Richtung des Golfs von Thailand voranzutreiben. Bereits 2010 kam es in Thailand zu starken Überschwemmungen, nachdem mehr als 500 Liter Regen in nur drei Tagen gefallen war.