Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/333

Technologien, wie das sogenannte „Streaming“, ermöglichen seit geraumer Zeit die Übermittlung von Bild und Ton in Echtzeit über das Internet. Dieses erweist sich nicht nur zur Live-Übertragung von Sportevents oder der Kantonsratssession, sondern auch im Bereich der Hochschulbildung als äusserst nützlich.
Viele Schweizer Hochschulinstitutionen, wie etwa die Universität Zürich oder Universität Genf, bieten bereits ein sogenanntes Live-Streaming der wichtigsten Vorlesungen an. Den Studenten gibt dies eine höhere Flexibilität: So wird die Teilnahme an einer Vorlesung ortsunabhängiger. Im Falle einer On-Demand-Verfügbarkeit, also einer dauerhaften Speicherung auf Abruf, kann dies durch eine zeitliche Unabhängigkeit sogar Nebenbeschäftigungen erleichtern und damit die Praxisnähe von Studenten begünstigen. Eine Entpersonalisierung des Studiums findet dadurch nicht statt, da neben den Vorlesungen weitere Kontaktveranstaltungen angeboten werden.
Ich lade die Regierung dazu ein, die folgenden Fragen zu beantworten:
1. Weshalb halten sich die Hochschulen des Kantons St. Gallen bisher mit dem Einsatz des Live-Streamings zurück?
2. Ist die Einführung eines Live-Streamings an St. Galler Hochschulen in nächster Zeit geplant?
3. Wie hoch wären die zu erwartenden Kosten für dessen Realisierung an den einzelnen Hochschulen?
4. Inwiefern würde der Aufwand grösser, wenn eine On-Demand-Verfügbarkeit für ein Semester gewährleistet würde? »
25.10.2016 Schmid-Grabs