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Hornhautverkrümmung
Diese Seite beinhaltet auch: Astigmatismus
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Bei einer Hornhautverkrümmung weist die Hornhaut unterschiedliche Krümmungsradien auf. Dadurch kann das Auge einfallende Lichtstrahlen nicht auf einem Punkt der Netzhaut bündeln, sondern bildet sie auf unterschiedlichen Punkten vor oder hinter der Netzhaut ab. Betroffene nehmen dadurch einen Punkt als verschwommene Linie wahr.
Nach der Behandlung ist das Sehvermögen vorübergehend eingeschränkt. Dies kann die Arbeitsfähigkeit für ein bis zwei Wochen herabsetzen oder verunmöglichen. Da die Arbeitsunfähigkeit jedoch absichtlich herbeigeführt wird, kann kein Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausgestellt werden. Die Abwesenheit vom Arbeitsplatz muss daher als Ferien, Abbau von Überstunden oder dergleichen angerechnet werden.
Sobald eine ausreichende Sehschärfe vorhanden ist, in der Regel nach ein bis zwei Wochen.
Die meisten Sportarten können bereits nach wenigen Tagen wieder betrieben werden.
Leichte sportliche Aktivitäten sind nach einer Woche wieder möglich. Mit Wassersport (insbesondere Tauchen) und grosser Kraftanstrengung sollte etwa vier Wochen gewartet werden.
Bei der Hornhautverkrümmung kann das Auge einfallende Lichtstrahlen nicht auf einem Punkt der Netzhaut bündeln, sondern bildet sie auf verschiedenen Punkten vor und hinter der Netzhaut ab. Das Bild wird dadurch optisch verzerrt: Ein Punkt erscheint als Strich, ein Kreis als Ellipse. Grund dafür sind unterschiedliche Krümmungsradien der Hornhaut.
Die Hornhautverkrümmung kann als eigenständige Fehlsichtigkeit auftreten oder kombiniert mit einer Kurz- oder Weitsichtigkeit. Hornhautverkrümmung kann vererbt werden und ist meist angeboren. Die Hornhaut kann sich aber auch durch eine Krankheit oder Narben verformen.
Zur Untersuchung der Hornhaut wird eine Spaltlampe eingesetzt. Mit diesem Instrument kann das Auge unter erheblicher Vergrösserung betrachtet werden.
Zudem wird die Sehleistung im Rahmen eines Sehtests mit einer Tafel gemessen, auf der Buchstaben in unterschiedlichen Grössen zu lesen sind.
In einem weiteren Schritt wird die Hornhautverkrümmung mit einer Topographie (einer Landkartenaufnahme der Hornhautoberfläche) genau vermessen.
Die Hornhautverkrümmung kann sich im Verlauf des Lebens verändern. Eine leichte Hornhautverkrümmung wird manchmal gar nicht bemerkt. Zudem ist das Auge in jungen Jahren flexibel und fähig, wie ein Zoomobjektiv automatisch fast auf jeden gewünschten Punkt scharf zu stellen. So kann das Auge auch leichte Hornhautverkrümmungen ausgleichen, was jedoch zu Kopfschmerzen führen kann.
Individuell angepasste Brillen oder Kontaktlinsen korrigieren die Hornhautverkrümmung weitgehend. Viele Patienten empfinden Brillen jedoch als umständlich, speziell beim Sport. Kontaktlinsen sind oft eine gute Lösung.
Das Augenlasern ist deshalb eine interessante Alternative, weil man damit Hornhautverkrümmungen dauerhaft korrigieren kann. Vor der Laserbehandlung wird das Auge mit Tropfen unempfindlich gemacht. Bei der modernsten Methode mit dem cTEN-Laser wird das Auge zuerst automatisch und hochpräzise vermessen und dann ein individueller Behandlungsplan berechnet. Bei der Behandlung berührt der Laser das Auge nicht und es wird nur Gewebe abgetragen, das für die Korrektur der Hornhautverkrümmung notwendig ist. Deshalb ist dieses Verfahren besonders sicher und schonend. Zum Schutz muss nach der Behandlung vorübergehend eine Verbandskontaktlinse getragen werden. Anschliessend können Sie noch am selben Tag wieder nach Hause. Die Sehleistung erholt sich nach etwa sieben bis zehn Tagen. Das Augenlaserzentrum der Augenklinik des Luzerner Kantonsspitals ist die einzige Klinik der Schweiz, welche diese weltweit schnellste und sicherste Methode anbietet. Unsere erfahrenen Spezialisten haben bereits über 10‘000 Kundinnen und Kunden erfolgreich behandelt.
Ist eine Laserbehandlung nicht möglich oder wird nicht gewünscht, ist die implantierbare Kontaktlinse (ICL) eine sehr gute Alternative. Sie kann bei Betroffenen von 20 bis 50 Jahren eingesetzt werden und kann auch bei Betroffenen implantiert werden, die unter trockenen Augen leiden oder deren Hornhaut zu dünn für eine Laserkorrektur ist. Sie kann sehr viel stärkere Fehlsichtigkeiten korrigieren, als dies der Laser vermag. Bei der Operation wird die Kontaktlinse durch einen kleinen Schnitt, der sich selbst wieder verschliesst, ins Auge gebracht. Sie wird im Auge vor die eigene natürliche Linse und hinter die Iris implantiert, sodass sie nicht spürbar und von aussen nicht sichtbar ist. Dabei wird kein Hornhautgewebe entfernt. Die Erholung des Sehvermögens geht schnell und die Kontaktlinse kann lebenslänglich im Auge bleiben. Im Gegensatz zur Laserbehandlung kann der Eingriff aber auch wieder rückgängig gemacht werden.
Die natürliche Augenlinse kann auch entfernt und vollständig durch eine Kunststofflinse ausgetauscht werden (CLE). Auch bei dieser Operation wird das Auge mit Tropfen unempfindlich gemacht. Während der Operation wird mit dem modernen Femto-Sekundenlaser eine kreisrunde Öffnung in die vordere Linsenkapsel gemacht. Das Verwenden von Laserstrahlen und die computergestützte Operation ermöglichen eine genauere Ausrichtung der Kunstlinse und somit eine bessere Sehqualität. Die Zerkleinerung der natürlichen Linse durch den Femto-Sekundenlaser erleichtert die Entfernung des Linsenkerns und spart damit Ultraschallenergie. Die Behandlung wird somit schonender für das Gewebe. Die Operation ist zudem hoch standardisiert und sicher, da sie sehr oft durchgeführt wird.
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