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Das Museum Oscar Niemeyer (MON) in Curitiba hat am Donnerstag (19.) weitere 139 Kunstwerke erhalten, die bei der Operation Lava Jato sichergestellt worden sind. Hinter der Operation Lava Jato stehen die Ermittlungen zu den Korruptionsvorwürfen um den halbstaatlichen, brasilianischen Ölkonzern Petrobras. 131 der Werke sind allein im Haus des Petrobras Ex-Direktors Renato Duque beschlagnahmt worden.
Unter den Kunstwerken befinden sich Bilder der Künstler Djanira, Alberto Guignard, Heitor dos Prazeres, Agostinho Batista de Freitas, AntonioPoteiro, Yara Tupynambá und ebenso ein Werk des Spaniers Joan Miró. Noch wurde die Authentizität der Bilder allerdings nicht bestätigt. Auch über den geschätzten Wert der Kunstwerke gibt es bisher keine Angaben. Vorerst befinden sich die Bilder in Quarantäne, um sicherzustellen, dass sie frei von Pilzen, Termiten, Schimmel und Bakterien sind.
Insgesamt sind im Museum in Curitiba bisher 203 Werke eingegangen, die bei der Operation Lava Jato beschlagnahmt worden sind. Darunter befinden sich ebenso Arbeiten von Salvador Dali, Di Cavacanti, Vik Muniz und Sérgio Ferro.
Nach Angaben der Ermittler gibt es Hinweise, dass die Bilder zur Geldwäsche verwendet wurden. Doch auch, wenn sich dies nicht bestätigt, können sie versteigert werden, um Entschädigungszahlungen abzudecken, die im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen gefordert werden können. Allerdings ist dazu eine gerichtliche Entscheidung notwendig.
Ein Teil der Kunstwerke soll währendessen der Öffentlichkeit in Ausstellungen zugänglich gemacht werden. Zu sehen sind in dem Museum bereits 15 der beschlagnahmten Bilder. Am 14. April soll die Ausstellung “Werke in der Obhut des MON“ eröffnet werden. Sie wird 50 der bei der Operation Lava Jato beschlagnahmten Bilder zeigen.