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Der 1970 in den USA geborene Pianist Nicholas Angelich begann im Alter von fünf Jahren mit Klavierunterricht. Zwei Jahre später gab er sein erstes Konzert, und ab dreizehn studierte er am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris bei Aldo Ciccolini, Yvonne Loriod und Michel Béroff und besuchte Meisterklassen bei Dmitri Baschkirow, Leon Fleisher und Maria João Pires.
Angelich hat zahlreiche Wettbewerbe gewonnen, darunter den internationalen Robert-Casadesus-Klavierwettbewerb in Cleveland und den internationalen Gina-Bachauer-Klavierwettbewerb in Utah. Im Jahr 2002 wurde ihm der «Young Talent Award» des Klavierfestivals Ruhr zugesprochen.
Angelich ist regelmässig zu Gast bei führenden Orchestern in Europa und Nordamerika und konzertierte etwa mit dem Orchestre National de France unter der Leitung von Marc Minkowski und dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Paavo Järvi. Im Mai 2003 debütierte er mit dem New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Kurt Masur und ging 2004 mit Masur und dem Orchestre National de France auf Japan-Tournee. Seine Konzerte mit klassischem und romantischem Repertoire behandeln die Werke von Beethoven und Liszt. Er ist zudem bekannt als Interpret der Musik des 20. Jahrhunderts, beispielsweise von Rachmaninow, Prokofjew oder Schostakowitsch.
Als Kammermusiker arbeitet Nicholas Angelich regelmässig mit Künstlern wie Dmitri Sitkovetsky, Augustin Dumay, Gérard Caussé, mit dem Ysaÿe-Quartett und dem Pražák-Quartett sowie mit Gautier und Renaud Capuçon zusammen. Seine Aufnahme der Klaviertrios von Brahms mit den Brüdern Capuçon für Virgin Classics erhielt einen Preis der deutschen Schallplattenkritik.