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Staats- und Regierungschefs aus aller Welt und hunderttausende Kubaner haben Abschied vom kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro genommen. Bei der zentralen Trauerfeier unterstrich sein Bruder und Nachfolger Raúl Castro dessen Rolle für die kubanischen Revolution.
«Fidel hat sein ganzes Leben der Solidarität gewidmet», sagte der kubanische Präsident am Dienstagabend (Ortszeit) in Havanna. «Er hat eine sozialistische Revolution der einfachen Leute für die einfachen Leute angeführt.»
«Fidel ist tot. Aber er ist ungeschlagen gestorben», sagte Ecuadors Präsident Rafael Correa. «Heute sind wir geeinter denn je, Völker Amerikas».
Hunderttausende Menschen waren auf dem Platz der Revolution in der kubanischen Hauptstadt zusammengekommen. Sie schwenkten kubanische Flaggen und skandierten: «Es lebe Fidel.»
Zum Auftakt der Feierlichkeiten hatte eine Schauspielerin den «Triumphmarsch des Rebellenheers» rezitiert. Die Hymne erinnert an die Guerilleros, die 1959 unter Castros Führung den Diktator Fulgencio Batista gestürzt hatten.
«Er war ein Internationalist und Antiimperialist, der stets für die Unterdrückten kämpfte», sagte der südafrikanische Präsident Jacob Zuma. Er dankte Castro für dessen Unterstützung im Kampf gegen das Apartheid-Regime. «Sein Tod ist ein schmerzhafter Verlust.»
Unter anderen waren der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der nicaraguanische Staatschef Daniel Ortega, der bolivianische Präsident Evo Morales und Ecuadors Staatschef Correa nach Kuba gekommen, um Castro die letzte Ehre zu erweisen.
Ihre Länder gehören zu der Bolivarianischen Allianz für Amerika (Alba) und zählen zu den engsten Verbündeten Kubas.
«Wir verabschieden uns von einem Symbol für die Unabhängigkeit, die Freiheit und die Würde», sagte der linke griechische Regierungschef Alexis Tsipras. «Fidel gehört der ganzen Welt, Fidel gehört der Geschichte.»
Die USA hingegen schickten keine offizielle Delegation nach Kuba. Lediglich der designierte Botschafter Jeffrey DeLaurentis und der nationale Sicherheitsberater Ben Rhodes vertraten die Vereinigten Staaten.
Ab Mittwoch wird die Urne mit Castros Asche quer über die Karibikinsel nach Santiago de Cuba gebracht. In verschiedenen Ortschaften auf dem Weg sind Trauerveranstaltungen geplant. In Santiago soll Castro am kommenden Sonntag bestattet werden. (sda/dpa)(ehi/sda/dpa)