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Im August letzten Jahres stürzte in Genua eine Autobahnbrücke ein. Die Untersuchungen zum Unglück dauern noch an, ein ETH-Professor ist inzwischen zurückgetreten. An der Brücke hat anscheinend auch die Benetton-Familie mitverdient. Denn die Familie ist im Besitz von 30 Prozent des Autobahnbetreibers Atlantina, zu dessen Strassennetz auch die Brücke gehört.
Die Benetton Gruppe wurde 1965 von den vier Geschwistern Luciano, Gilberto, Giuliana und Carlo Benetton gegründet. Einst waren Kleider ihr Hauptgeschäft, heute spielt der Geschäftsbereich nur noch eine untergeordnete Rolle.
Der Einsturz ist indes nicht die erste Katastrophe für die Gruppe. 2013 starben mehr als 1100 Menschen, als in Bangladesch ein Gebäude einstürzte. Auch Benetton liess dort Kleider produzieren.
Atlantia und die Benetton-Familie als Feindbild zu nehmen, greift aber zu kurz. Denn der Autobahnbetreiber wollte das Viadukt schon seit mehr als zehn Jahren sanieren. Die Regierung blockierte das Vorhaben jedoch bis im Jahr 2017.
Das Wichtigste in Kürze
- In Genua stürzte im August 2018 eine Brücke ein – 43 Menschen starben.
- Über eine Firma hat auch die Familie von Benetton Anteile an der eingestürzten Brücke.