Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03552.jsonl.gz/581

7 jours pas plus
Regie: Héctor Cabello Reyes
Darst.: Benoît Poelvoorde, Pitobash, Alexandra Lamy, Anne Girouard, Jean-Philippe Lejeune, Sébastien Waroquier, Renaud Rutten, Olivier Bony, François Maniquet u.a.
Pierre (Benoît Poelvoorde) ist überzeugt, die Welt sei absurd, sinnlos und ungerecht. Kein Wunder, dass der Eisenwarenhändler zu einem verbitterten, grantigen Mann geworden ist, der sich in Rage steigert, wenn in einer Schachtel mit 350 Schräubchen nur 344 enthalten sind. Er sei ein Mann voller Schmerz, aber mit edlem Sinn, sagt Jeanne (Alexandra Lamy) über den alleinstehenden Pierre, zu dem sie gerne eine Beziehung aufbauen würde. Aber Pierre ist von der lebenslustigen Bäuerin überfordert. Seine einzige Zärtlichkeitsbekundung erfolgt am Geburtstag seiner früh verstorbenen Mutter – dann stellt er jeweils eine kleine Glasminiatur in eine Vitrine mit ihrem Foto. Bei einem Spaziergang am Hafen wird er Augenzeuge, wie ein junger Inder aus einem Lieferwagen geworfen wird. Der Fremde redet in einer ihm unverständlichen Sprache auf ihn ein, er ist verzweifelt, hilflos und völlig verloren. Am liebsten würde Pierre ihn stehen lassen, aber ein Herz aus Eisen hat er eben doch nicht. Der Titel verrät bereits, wie viel Zeit Pierre sich und dem Bengalen Ajit gibt, dessen Problem zu lösen. Ajit (Pitobash) ist nach Frankreich gekommen, weil er zu seinem Onkel will, der Arbeit für ihn hat. Auf dem Weg hierher wurde er überfallen und besitzt nur noch eine kleine Sporttasche mit wenigen Habseligkeiten. «7 jours pas plus» ist ein Remake der argentinischen Komödie «Un cuento chino» (2011) mit Ricardo Darín. In der französischen Version von Héctor Cabello Reyes spielt Benoît Poelvoorde den Misanthropen, der zum Flüchtlingshelfer wird. Es ist eine Paraderolle für den belgischen Schauspieler, der im Kinok als herrschsüchtiger Gott in «Le tout nouveau testament» begeisterte. Die absurde Komödie, die damit beginnt, dass eine Kuh vom Himmel fällt, ist ganz auf den beliebten Darsteller ausgerichtet. Die Verständigungsprobleme mit dem in Indien bekannten Schauspieler Pitobash waren übrigens eine Realität der Dreharbeiten: Er verstand kein Französisch.