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Hüüsbüww
[Hausbau]
Hüüsbüww
Hausbau; vgl. Buww; der Hausbau war immer ein Gemeinschaftswerk: man half sich gegenseitig beim Holen der Steine, dem Fällen der Bäume, dem Zusägen der Balken und dem eigentlichen Bau; da Bauen zu jener Zeit eine aufwändige Sache war, haben immer mehrere Gruppen (Partiije) (z. B. Brüder, Schwäger) zusammen gebaut; so hatte das Wohnhaus, Scheune und Stall zwei bis drei Besitzer, Stadel und Speicher bis zu zehn. Die Entwicklung des Blockbaus zeichnet sich nach dem neuesten Forschungsstand (vgl. Walliser Bote, 163 Jahrgang, Nr.216, 19.09.03, S. 9) wie folgt ab: zunächst war der Blockbau aus Rundhölzer, z. B. das älteste bekannte Holzhaus im Wallis steht in Simplon Dorf 1199 (dieses Haus liegt im Dorfzentrum, ist aber mit einer Mauer ummantelt); im 13. und 14. Jahrhundert baute man Halbrundblockbauten mit Halblingen (Balken aus durch den Kern halbierten Baustämmen) mit Zeugen im Lötschental (Ferden); danach baute man mit den heute allgegenwärtigen Kanthölzern,ältester Zeuge ist hierfür das bekannte Dorfzentrum von Mühlebach, dessen ältestes Haus auf das 1381 zurückgeht.