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Postgebäude
Adresse
6370 Stans
NW
Architektur
Das Stanser Postgebäude, eines der Hauptwerke von Arnold Stöckli, war ursprünglich ein klarer Sichtbeton-Solitär. Der Anbau beeinträchtigt den monolithischen Charakter und die Präsenz des Stöckli-Baus. Das Postgebäude ist ein wichtiger Zeuge des Brutalismus und daher ein bedeutendes Baudenkmal Nidwaldens.
Chronologie
Dem Bau der Stanser Postfiliale ging eine fünfzigjährige Debatte voraus. Die meisten Kantonshauptorte erhielten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein bundeseigenes Postgebäude. Auch die Gemeinde Stans reichte im Jahre 1919 ein entsprechendes Baugesuch ein. Realisiert wurde das Projekt jedoch erst in den Jahren 1969/70 von Arnold Stöckli, einem Protagonisten der Innerschweizer Architektur dieser Zeit. Das von der Denkmalpflege als erhaltenswert eingestufte Gebäude wurde zwischen 1990 und 1992 um einen Anbau ergänzt.
Lage
Das Postgebäude befindet sich gegenüber des Stanser Bahnhofs und der Baudirektion. Erschlossen wird es im Nordosten über die Robert-Durrerstrasse. Der Anbau liegt im Süden und folgt der Krümmung des Bahnhofplatzes. Das Areal nördlich des Dorfkerns ist von einer Mischnutzung geprägt und baulich wenig homogen.
Beschreibung
Das viergeschossige Postgebäude scheint monolithisch – es besteht aus Sichtbeton und ist mit einem Flachdach gedeckt. Das weit zurückspringende Attikageschoss formt einen gestaffelten Abschluss, überhöht vom Aufzugsturm. Das eingezogene Erdgeschoss hebt das Volumen der drei Bürogeschosse hervor. Diese besitzen eine strenge Rasterfassade mit nur einem Fenstertypus. Die Fenster und die Betonbrüstung sind leicht zurückversetzt in den Skelettbau integriert, wodurch eine reliefartige Schichtung entsteht. Die etwas flächigere Eckausbildung und die Brüstung des Attikageschosses rahmen die Fensterfronten. Einzig die Nordwestfassade macht mit einem leichten Versatz in der Flucht und einer kleinteiliger gestalteten Fensterachse eine Ausnahme in der durchgängigen Gesamtstruktur.
Der Anbau nimmt die strenge Rasterung und die Geschosshöhen samt Attikaversatz auf, setzt sich aber mit einer Metallkonstruktion formal deutlich vom Kernbau ab. Auch hier sind Konstruktion und Fensterelemente differenziert. Die Verbindung zwischen den beiden Bauten erfolgt durch eine Glasfuge.
Literatur