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Als sich im Jahre 1901 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neugeschaffenen "Schweizerischen milchwirtschaftlichen und bakteriologischen Anstalt" im schmucken, neuen Backsteingebäude in Liebefeld bei Bern einrichteten, befanden sich unter ihnen noch keine Bienenforscher.
Der Anfang von Untersuchungen an Bienen in Liebefeld geht unter anderem auf die Initiative des verdienstvollen Imkers Ulrich Kramer zurück. Er wandte sich 1903 als Präsident des "Vereins schweizerischer Bienenfreunde" mit einem aktuellen Problem aus der Praxis an den jungen Bakteriologie-Professer Robert Burri am "Eidgenössischen Polytechnikum" in Zürich. Burri konnte bereits ein Jahr später an der Wanderversammlung vom 28. August 1904 in Sarnen, seine neuartigen Ergebnisse über die Faulbrut vorstellen: Es war ihm gelungen, bakteriologisch nachzuweisen, dass die damals als Faulbrut bezeichnete Krankheit in Wirklichkeit zwei verschiedene Krankheiten waren, die Faulbrut und die Sauerbrut, die beide von spezifischen Erregern ausgelöst werden.
Wichtig für die Entstehung der Bienenfachstelle in Liebefeld war dann, dass Robert Burri, der Entdecker der Sauerbrut, 1907 als Vorsteher an die Versuchsanstalt nach Liebefeld berufen wurde. Im selben Jahr wurde bereits als neuer Zweig der Tätigkeit, die Erforschung und Bekämpfung der Bienenkrankheiten, begonnen und ein Jahr später ein Bundesbienenstand in Form eines neuen, schön verzierten Bienenhauses neben dem grossen Laboratoriumsgebäude in Betrieb genommen.
Für Interessierte, welche mehr über die Geschichte der Sektion Bienen und die Forschungsanstalt Liebefeld wissen möchten, können die folgenden Dokumente dienen:
Festschrift 100 Jahre Schweizer Bienenforschung Liebefeld (PDF, 862 kB, 14.09.2016)
P. Fluri, A. Imdorf, J.D. Charrière, P. Gallmann (2007)