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Zuhause im „Erdkratzer“
Gefäss:
Wohnen wo einst im Tagebau Kupfer gewonnen wurde? Wie das geht, zeigt der amerikanische Architekt Matthew Fromboluti mit einem umgekehrten Wolkenkratzer, der eigentlich ein „Erdkratzer“ ist.
Einst wurde in der „Lavender“-Mine mitten im Bundesstaat Arizona im Tagebau Kupfer gewonnen. 1974 wurde der rund 1,3 Quadratkilometer grosse Krater stillgelegt. Heute zeugen nur noch die gestuften Wände der rund 274 Meter tiefen Mine vom Abbau des Metalls.
In der Ruine könnte wieder Leben einkehren: US-Architekt Matthew Fromboluti von der Washington University schlägt mit seinem Projekt „Above Below“ („Oben Unten“) vor, die Mine in eine Untergrund-Siedlung umzufunktionieren. Dabei will er das gigantische Loch mit einem mit Erde bedeckten Dach versehen. Oberlichter sollen in der Tiefe für Licht sorgen und gleichzeitig helfen, das Raumklima zu regulieren. Während im oberen Bereich vor allem Grünflächen vorgesehen sind, bieten die unteren Etagen Raum für Wohn-, Gemeinschafts- und Arbeitsbereiche. Ein Wasser-Recycling-System und Solarenergie sollen das Gebäude auf ökologische Weise versorgen. Damit sich keiner der Bewohner fühlt, als ob er in der Versenkung lebt, hat Fromboluti auch gleich noch eine S-Bahn eingeplant. Sie verbindet die Höhlensiedlung mit dem nahe gelegenen Bisbee. (mai)