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Kolumbien ist ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO. Das Land hat mit der Unterzeichnung des Friedensabkommens mit den FARC grosse Fortschritte im Friedensprozess gemacht. Zudem ist es im Beitrittsverfahren zur Organization of Economic Cooperation and Development (OECD). Die Präsenz von organisierten bewaffneten Gruppen und organisierter Kriminalität prägt gewisse Landesteile aber nach wie vor stark. Das SECO schafft wirtschaftliche Perspektiven und leistet dadurch einen Beitrag zu anhaltendem Frieden.
Kolumbien profitiert von einer langjährigen, stabilen Demokratie und einer wachsenden Mittelschicht. Seit der Jahrtausendwende wuchs das Einkommen pro Kopf um durchschnittlich rund 3% pro Jahr. Daneben weist das Land weltweit die zweithöchste biologische Vielfalt aus.
Grosse Unterschiede Stadt - Land
Trotzdem muss das Land grosse Herausforderungen meistern. Die kolumbianische Wirtschaft ist einseitig ausgerichtet und
international wenig wettbewerbsfähig. Sie schafft zu wenig formelle Arbeitsplätze. Trotz des Friedensprozesses entwickeln sich insbesondere Randregionen nur langsam. In diesen Gebieten haben die Menschen beispielsweise kaum Zugang zu Strom, Wasser und Finanzdienstleistungen. Die natürlichen Ressourcen werden nicht nachhaltig genutzt und die Folgen des Klimawandels zeigen sich in Naturkatastrophen. Infolge der Landflucht sind die Städte schnell und oft schlecht geplant gewachsen. Dies stellt die öffentliche Versorgung und den Transport vor grosse Probleme.
Welche Ziele verfolgt das SECO?
Die Schweiz unterstützt in Kolumbien einen nachhaltigen Frieden und wirtschaftliche Entwicklung, von der alle profitieren. Das SECO fördert eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, indem es sich auf folgende drei Gebiete konzentriert:
Städte umweltschonend entwickeln und Ressourcen nachhaltig nutzen
Das SECO unterstützt Städte dabei, ihre Entwicklung zu planen und Gebäude umweltfreundlicher zu konstruieren. Ferner schafft es Anreize für KMU, in ressourceneffiziente Technologien zu investieren.
Wettbewerbsfähigkeit verbessern und Arbeitsplätze schaffen
Das SECO fördert die Wettbewerbsfähigkeit von Firmen, indem es vor allem KMU den Marktzugang erleichtert und die Rahmenbedingungen verbessert. Zusätzlich unterstützt das SECO die Ausbildung von Arbeitnehmenden. Damit möchte es auch in wirtschaftlich benachteiligten Regionen Arbeitsplätze schaffen und Kolumbiens Abhängigkeit vom Rohstoffhandel reduzieren.
Öffentliche Dienstleistungen für alle
Das SECO unterstützt nationale, regionale und lokale Instanzen dabei, ihre Finanzen zu managen und zu koordinieren. Die kolumbianische Bevölkerung profitiert somit von effizienteren Institutionen, welche bessere öffentliche Dienstleistungen zur Verfügung stellen.
In Kolumbien sind neben dem SECO auch die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) und die Abteilung für menschliche Sicherheit (AMS) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten aktiv.
Zwischen 2017 und 2020 sind insgesamt ca. 100 Millionen Franken für die Schweizer internationale Zusammenarbeit mit Kolumbien vorgesehen, davon ca. 55 Millionen Franken seitens des SECO.