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- Herve Dewintre |
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Die Diamantenindustrie – als Arm der Bergbauindustrie – wurde in den letzten Jahrzehnten von Nichtregierungsorganisationen und den Medien stark in Frage gestellt. Seither hat sie begonnen, ihren guten Willen für eine nachhaltige Entwicklung zu demonstrieren. „Die sieben großen Bergbaukonzerne spielen eine aktive Rolle bei der Entwicklung zuverlässiger und transparenter Verfahren“, sagt Mina El Hadraoui, die den französischen Zweig des Natural Diamond Council leitet. Diese Verfahren ermöglichen es, die Auswirkungen von Bergbauaktivitäten auf die Natur zu begrenzen, aber auch das Wirtschaftswachstum in den Förderländern zu unterstützen, indem sie die Schaffung von Arbeitsplätzen anregen und den Bau von Krankenhäusern, Schulen, Straßennetzen und groß angelegten Sozialprogrammen fördern. »
Unter diesen sieben großen Minenbetreibern – die zusammen 85 Prozent der weltweiten Rohdiamantenproduktion ausmachen – ist auch die De Beers Group. De Beers wurde 1888 gegründet und ist der weltweit größte Diamantenproduzent nach Wert. Das Unternehmen beschäftigt 20.000 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in Botswana, Kanada, Namibia und Südafrika. Im Dezember stellte der Konzern einen umfassenden Plan zur nachhaltigen Entwicklung vor, um die positiven Auswirkungen von Diamanten von der Exploration bis zur Vermarktung zu maximieren.
Dieser Plan enthält zwölf Ziele, die in den nächsten zehn Jahren erreicht werden sollen. Diese Ziele beinhalten die Übernahme ethischer Praktiken für den gesamten Sektor (zum Beispiel die Offenlegung der Herkunft und der Auswirkungen der entdeckten und vermarkteten Diamanten), die Einrichtung von Partnerschaften zur Förderung des Wohlstands der Partnergemeinden (sowohl in Bezug auf Arbeitsplätze als auch auf Gesundheit und Wohlbefinden), den Schutz der Natur und die Förderung der Chancengleichheit, einschließlich der Gleichstellung der Geschlechter, für alle Mitarbeiter des Konzerns. De Beers möchte auch die Vielfalt im Kreativbereich in der Diamantschmuckbranche fördern.
„Wir stellen uns immer wieder in Frage.“
Das Risiko ist hoch. Die neuen Verbraucher sind sensibler als die Älteren für Themen wie Arbeiterrechte und Ökologie und sie verlangen von der Diamantenindustrie, bereitwillig Rechenschaft abzulegen. Die Diamantenindustrie sieht sich auch der Offensive neuer Marktteilnehmer gegenüber, die synthetische Diamanten herstellen. Dieser synthetische Diamant, der in Labors hergestellt wird, wird oft als Alternative zum Naturstein präsentiert.
Die Bergbaukonzerne haben die Botschaft laut und deutlich vernommen. „Als Weltmarktführer für Diamanten und dem Aufruf der Vereinten Nationen folgend, haben wir die einzigartige und fordernde Chance, ein nachhaltiges Entwicklungsprogramm umzusetzen, sowohl für den Einzelnen als auch für die Fundorte der Diamanten. Dieses Programm ist ein zentrales Element unserer Unternehmensstrategie", sagt Bruce Cleaver, CEO der De Beers Gruppe. „Wir haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Wir erkennen jedoch an, dass noch viel mehr getan werden muss“, räumt Katie Fergusson, Senior Vice President, Sustainable Impact, De Beers Group, ein und fügt hinzu: „Wir werden weiterhin innovativ sein, uns selbst herausfordern und von unseren Stakeholdern lernen.“
Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.fr veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ
Bild: De Beers