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Granuloma inguinale, Donovanosis oder Granuloma venerum ist eine infektiöse Geschlechtskrankheit, die durch Geschwüre und Kraterbildung an den Genitalien gekennzeichnet ist.
Das Granuloma inguinale tritt vor allem in tropischen und subtropischen Ländern auf, vor allem in Südindien, Papua-Neuguinea, Zentral- und Südafrika, der Karibik und Südamerika. Da die Erkrankung oft ignoriert wird, verläuft sie häufig chronisch.
Auslöser der Erkrankung ist das Bakterium Klebsiella granulomatis, das über sexuelle Kontakte übertragen wird. An seiner Eintrittsstelle in der Genitalregion bildet sich ein schmerzhaftes Knötchen, das sich bald in ein Geschwür umwandelt. Dieses wächst langsam weiter und kann im Endstadium zu Verstümmelungen führen. Auch Abszessbildungen – also die Entstehung von Hohlräumen im Gewebe, in denen sich Eiter ansammelt – sind typisch. Die Zerstörung des Gewebes in Zusammenhang mit weiteren Infektionen kann unbehandelt tödlich sein.
Etwa drei Prozent der Infektionen treten ausserhalb der Genitalregion auf, vor allem im Bereich um den After. Die Inkubationszeit, das heisst die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, beträgt wenige Tage bis zu zwölf Wochen.
Am häufigsten sind 20- bis 40-Jährige von der Krankheit betroffen. Bei Männern tritt die Donovanosis etwa doppelt so häufig auf wie bei Frauen.
Die Diagnose der Donovanosis erfolgt über den direkten Erregernachweis aus Abstrichen oder Biopsien der Wunde. Die Behandlung der Granuloma inguinale erfolgt mit Antibiotika. Bei frühzeitigem Therapiebeginn heilt die Erkrankung narbenlos ab.
Da das Granuloma inguinale (Donovanosis) über den Geschlechtsverkehr übertragen wird, sollte unbedingt auf «safer sex» mit Kondomen, insbesondere in den Hochrisikogebieten, geachtet werden.
Bei Granuloma inguinale, auch Donovanosis oder Granuloma venerum genannt, handelt es sich um eine infektiöse Geschlechtskrankheit. Da die Erkrankung oft ignoriert wird, verläuft sie häufig chronisch.
Erstmals wurde die Erkrankung 1905 durch den Tropenarzt Charles Donovan beschrieben.
Die Erkrankung kommt in den tropischen und subtropischen Klimazonen vor, vor allem in Südindien, Papua-Neuguinea, Zentral- und Südafrika, der Karibik und Südamerika. Am häufigsten sind 20- bis 40-Jährige von der Krankheit betroffen. Bei Männern tritt die Donovanosis etwa doppelt so häufig auf wie bei Frauen.
Für das Granuloma inguinale (Donovanosis) sind die Ursachen Infektionen mit Klebsiella granulomatis (früher: Calymmatobakterium granulomatis). Bei diesem handelt es sich um ein gramnegatives, bekapseltes, unbewegliches Bakterium, das keine Sporen bildet.
Diese Bakterien, die das Granuloma inguinale verursachen, werden durch direkten, engen Hautkontakt, vor allem beim Geschlechtsverkehr, übertragen und verursachen somit typische Beschwerden im Genitalbereich. Etwa drei Prozent der Infektionen treten ausserhalb der Genitalregion auf, vor allem im Bereich um den After. Die Inkubationszeit, das heisst die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, beträgt wenige Tage bis zu zwölf Wochen.
Beim Granuloma inguinale (Donovanosis) gehört zu den ersten Symptomen ein kleines, derbes, blassrotes, juckendes, schmerzhaftes Knötchen an der Stelle, an welcher der Erreger in den Körper gelangt ist. Dieses wandelt sich rasch zu einem oberflächlichen, wie ausgestanzt wirkendem, fleischfarbenem Geschwür um. Dieses Geschwür hat die Tendenz, sich zu vergrössern und Tochtergeschwüre zu bilden, indem weitere Körperregionen mit den Erregern angesteckt werden.
Bei Männern findet sich die Läsion meist am Penis, bei Frauen an der Innenseite der Schamlippen, oft verbunden mit einer massiven Schwellung. Es gibt aber auch Erstinfektionen im Gesicht, an Hals und Nacken sowie im Mund und Darm. Obgleich es bei fortgeschrittener Erkrankung zu Schwellungen in der Leistengegend kommt, sind die regionalen Lymphknoten weder angeschwollen noch schmerzhaft, sofern keine zusätzliche Infektion durch einen anderen Erreger vorliegt. Die Schwellung wird vielmehr durch eine Eiteransammlung (Abszess) oder durch die Bildung von Granulationsgewebe verursacht. Der Abszess kann seinerseits geschwürig zerfallen.
Eine Streuung über das Blut in Knochen, Gelenke, Leber und Milz ist möglich. Eine Übertragung der Erkrankung bei der Geburt ist nicht bekannt.
Beim Granuloma inguinale (Donovanosis) erfolgt die Diagnose über den direkten Erregernachweis und einem Abstrich oder einer Gewebeprobe (Biopsie) der Wunde. Die sogenannten Donovan-Körper sind mikroskopisch als runde Bakterien in den dazu speziell eingefärbten Zellen zu erkennen.
Ist beim Granuloma inguinale die direkte mikroskopische Untersuchung zur Diagnose nicht eindeutig, können Zellkulturen anlegt und untersucht werden.
Wichtig ist es, Granuloma inguinale von Krankheiten mit ähnlichen Symptomen wie der frühen Syphilis, Lymphogranuloma venerum, harten und weichen Schanker sowie Geschwürbildungen bei einer Infektion mit Herpes simplex-Virus Typ 2 abzugrenzen. Bei einem fortgeschrittenen geschwürigem Zerfall kann die Erkrankung mit Krebs verwechselt werden.
Beim Granuloma inguinale (Donovanosis) ist eine erfolgreiche Therapie die Behandlung mit Antibiotika. Meist wird eine zwei- bis dreiwöchige Therapie mit Cotrimoxazol oder alternativ mit Tetracyclin, Chloramphenicol, Doxycyclin oder Erythromycin durchgeführt. Bei Granuloma inguinale führt eine erfolgreiche Therapie dazu, dass die Hautveränderungen nach etwa einer Woche beginnen zu heilen. Wegen eventueller Rückfälle sind weitere Nachuntersuchungen notwendig.
Beim Granuloma inguinale hängt der Verlauf vor allem von der richtigen Behandlung und der Ausbreitung der Infektion ab. Kleine Läsionen heilen nach der Behandlung des Granuloma inguinale (Donovanosis) völlig aus. Lange bestehende und ausgedehnte Erkrankungen können zu einer Depigmentierung der Haut, zu Narbenbildungen, Verengungen der Harnröhre, der Scheide, des Analkanals bis hin zu Verstümmelungen und bleibenden Ödemen führen.
Ein Infektionsschutz durch vorhandene Antikörper nach einmal durchgemachter Erkrankung besteht nicht.
Nach einer Donovanosis besteht ein erhöhtes Risiko, an Krebs der Geschlechtsorgane zu erkranken.
ennerDa das Granuloma inguinale (Donovanosis) über den Geschlechtsverkehr übertragen wird, kann man der Infektion vor allem durch «safer sex» mit Kondomen vorbeugen. Insbesondere in Hochrisikogebieten wie Südindien, Südafrika und in Papua-Neuguinea sollte darauf geachtet werden.