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Seit heute ist der bisher experimentelle Zeitstempeldienst produktiv und firmiert unter dem neuen Namen «Zeitgitter» . Dieses «Zeitgitter» ermöglicht die korrekte Einordnung von Ereignissen in die korrekte chronologische Reihenfolge, etwas, was Menschen mit Zeitgitterstörung nicht mehr können. Es nutzt auch konsequent offene Datenformate und Standards wie git und OpenPGP.
Zeitstempel sind wichtig, um den Stand eines Dokumentes oder einer Dokumentensammlung zu einem bestimmten Zeitpunkt belegen zu können. Insbesondere helfen sie, wenn es darum geht, zu zeigen
dass man eine Idee bereits zu einem bestimmten Zeitpunkt hatte,
dass man bereits eine bestimmtes Stück Quellcode besass,
dass ein Bild spätestens zu jenem Zeitpunkt aufgenommen wurde, oder
dass man ein Dokument zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits kannte.
Die zeitliche Einordnung von Wissen wurde in der vordigitalen Zeit durch Bibliotheken, Notare, eingeschriebene Post, sonderbare Anzeigen in Tageszeitungen oder kryptische Kürzel in Briefen erreicht. Mit Zeitgitter kann jeder beliebige Stand von Informationen, die in einem git-Repositorium abgelegt sind, jederzeit einfach mit einem digitalen Zeitstempel versehen werden. Git ist die dominante Versionsverwaltung für Softwareentwicklung, aber auch ein universell einsetzbares Werkzeug für Versionsverwaltung.
Durch ein Netzwerk von Zeitstemplern, die sich gegenseitig ihren jeweiligen Informationsstand bestätigen, wird verhindert, dass digitale Signaturen später zurückdatiert werden können.
Zeitgitter stellt dazu digitale Signaturen aus. Um zu verhindern, dass solche Signaturen später zurückdatiert werden, baut Zeitgitter dazu ein auf, die sich gegenseitig ihren Informationsstand bestätigen.