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Der Graue Star (d.h. Trübung der natürlichen Linse in Ihrem Auge) ist die Hauptursache für Blindheit weltweit. Mehr als die Hälfte der Schweizer im Alter von 80 Jahren haben einen Grauen Star oder wurden bereits diesbezüglich operiert.
Raucher haben ein doppeltes Risiko einen Grauen Star zu entwickeln, und das Risiko steigt je mehr man raucht.
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Netzhautmitte. Diese ist zuständig für das scharfe zentrale Sehen, welches gebraucht wird für z.B. das Erkennen von Gesichtern oder beim Lesen. Eine Makuladegeneration verursacht einen zentralen blinden Fleck und führt zu massiven Problemen im alltäglichen Leben.
Raucher haben ein bis zu 3-fach erhöhtes AMD Risiko im Vergleich zu Nicht-Rauchern, bei weiblichen Rauchern ist das Risiko sogar 5-mal erhöht.
Die Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhülle, der Aderhaut) ist eine ernsthafte Erkrankung, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann. Bei einer Uveitis werden wichtige Strukturen im Auge beschädigt, wie zum Beispiel die Regenbogenhaut (Iris) oder die Netzhaut. Mögliche Komplikationen einer Uveitis sind ein Grauer Star, ein Glaukom oder eine Netzhautablösung.
Raucher haben ein bis zu 2-fach erhöhtes Risiko eine Uveitis zu entwickeln.
Die diabetische Retinopathie schädigt die Blutgefässe in der Netzhaut und kann somit zur Blindheit führen.
Schätzungsweise sind in der Schweiz rund 500'000 Personen an Diabetes erkrankt, davon sind rund 40'000 Typ-1-Diabetiker. Weltweit sind es rund 425 Millionen Menschen. Gemäss Schätzungen der Internationalen Diabetes Föderation (www.idf.org) werden es bis zum Jahr 2045 rund 629 Millionen Menschen sein, wobei es im Durchschnitt 7 Jahre dauert, bis ein Diabetes Typ 2 entdeckt wird. Die Hälfte aller Diabetiker und Diabetikerinnen wissen noch gar nicht, dass sie an Diabetes erkrankt sind.
Rauchen verdoppelt das Risiko einen Diabetes zu entwickeln. Zudem fördert es die Entwicklung und das Fortschreiten einer diabetischen Retinopathie.
Patienten mit trockenen Augen haben einen Mangel an Tränen, die zur Befeuchtung der Augenoberfläche notwendig sind. Sie leiden an geröteten und brennenden Augen, Fremdkörpergefühl und manchmal sogar an tränenden Augen.
Tabakrauch führt zu einer Irritation der Augen und verschlimmert die Symptome des trockenen Auges, vor allem bei Kontaktlinsenträgern. Zudem verdoppelt es das Risiko trockene Augen überhaupt erst zu entwickeln.
Schwangere, die rauchen, übertragen schädliche Toxine über die Plazenta an den Fötus; diese können potentiell das ungeborene Kind schädigen.
Rauchen während der Schwangerschaft erhöht die Chancen für viele angeborene Augenerkrankungen. Unter anderem kann Rauchen zu angeborenem Schielen oder zu einem unterentwickelten Sehnerven führen, was eine Hauptursache für Blindheit in der Kindheit ist.
Zusätzlich erhöht das Rauchen während der Schwangerschaft das Risiko einer Frühgeburt. Frühgeborene haben prinzipiell ein Risiko eine sogenannte Frühgeborenen-Retinopathie zu entwickeln, eine potentiell visusbedrohende Erkrankung.
Es ist nie zu spät! Ein Rauchstopp, egal in welchem Alter, kann das Risiko für augen- und lebensbedrohende Krankheiten reduzieren.
Kontrollieren Sie Ihre Augen in regelmässigen Abständen bei Ihrem Augenarzt um potenziell visusbedrohende Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Falls Sie Hilfe brauchen bei Aufhören, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder holen Sie sich Tipps im Internet (z.B. http://www.smokefree.ch)