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Ziel
Der EVOC 20 PolySynth von Logic Pro X kann entweder als eigenständiger Synthesizer oder als Vocoder zur Bearbeitung von Audiomaterial verwendet werden. In diesem Tutorial wollen wir euch zeigen, wie man den Sidechain-Input des Vocoders zur Manipulation von Vocals benutzen kann.
Bei Klangbeispiel 01 handelt es sich um das unbearbeitete Sample. Bei den anderen beiden Klangbeispielen wurden verschiedene Presets des Plug-ins angewendet.
1. Audio importieren
Wir erstellen in Logic Pro X ein neues Projekt oder laden eine bestehende Session.
Per Drag&Drop ziehen wir das Quellsample – das Carrier Signal -, welches wir mit dem Vocoder bearbeiten möchten, in eine freie Audiospur.
Es muss sich dabei nicht zwingend um ein Vocal-Sample handeln: Theoretisch kann jeder beliebige Sound mit dieser Technik bearbeitet werden. Es können natürlich auch eigene Aufnahmen erstellt werden.
2. EVOC 20 PolySynth
Wir erstellen eine neue Instrumentenspur und wählen EVOC 20 PolySynth als Instrument aus (1).
In den Rubriken „Vintage Vocoder“ und „Warped Vocoder“ finden sich viele Presets, die zur Manipulation von Vocals verwendet werden können (2).
Wollen wir unser eigenes Preset erstellen, müssen wir sicher gehen, dass die Signalart auf „Voc“ gestellt ist (3).
3. Sidechain Input
Als nächstes müssen wir das Signal der Audiospur mit unserem Vocal Sample in den EVOC 20 PolySynth routen.
Hierzu wählen wir die entsprechende Audiospur im Sidechain-Menü aus (1).
Alternativ können wir das Signal zunächst an einen Bus senden und anschließend diesen als Sidechain-Quelle wählen (2).
Da wir nur auf das Wet-Signal des Vocoders aus sind, deaktivieren wir sowohl den Output der Audiospur als auch den Output der Bus-/Aux-Spur – sofern diese verwendet wird (3).
4. MIDI erzeugen
Um den Klang des Vocal Samples mit Hilfe des Vocoders manipulieren zu können, müssen wir das Sample zunächst abspielen (1).
Mit einem MIDI-Keyboard können wir den Klang beliebig verformen, solange das Vocal Sample abgespielt wird und das Signal den Sidechain-Input des Vocoders erreicht. Typischerweise werden hierzu einzelne, lang ausgehaltene Noten oder Akkorde verwendet. Mit Hilfe der Record-Funktion können die MIDI-Noten aufgezeichnet werden. In der Abbildung ist der Akkord zu sehen, den wir für unsere Klangbeispiele verwendet haben (2).
Um alternative Versionen zu erstellen, können die MIDI-Werte nachträglich angepasst oder das Vocoder-Preset ausgetauscht werden. Für unsere Klangbeispiele haben wir die Presets „Filter Cascade Sweep“ und „Five Band Rough Vocal“ verwendet.
Sind wir zufrieden mit dem Ergebnis, kann die finale Version als neue Audiodatei gebounced werden. Die MIDI-Region sollte vor dem Einsatz des Vocal Samples beginnen und über die Länge der Audioregion hinaus gehen (3).
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