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Der bisherige Vizepräsident Perus, Martín Vizcarra, ist als neuer Staatschef des Andenlandes vereidigt worden. Der 55-Jährige übernahm am Freitag das Amt nach dem Rücktritt von Pedro Pablo Kuczynski.
Das Parlament hatte zuvor mit grosser Mehrheit den Rücktritt Kuczynskis angenommen. Die laufende Amtszeit dauert noch bis 2021.
Der wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck stehende 79-jährige Kuczynski hatte seinen Rücktritt am Mittwoch damit begründet, die Opposition habe mit ihrer Mehrheit im Parlament die Regierungsarbeit systematisch blockiert. Er kam mit dem Schritt einem Amtsenthebungsverfahren zuvor.
Kuczynski steht wegen der Korruptionsaffäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht in der Kritik. Wegen seiner Verbindungen zu dem Unternehmen während seiner Zeit als Minister hatte der Kongress bereits im Dezember über eine Amtsenthebung abgestimmt. Der Antrag scheiterte damals nur knapp.
Vizcarra, der bisher auch Botschafter in Kanada war, war in der Nacht zu Freitag aus Kanada in Lima angekommen. Der Ingenieur hat keine Verbindungen zu den etablierten politischen Parteien des Landes. (sda/dpa/afp)