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Abadie
(spr. aba'dih), Paul, franz. Architekt, geb. zu Paris, Sohn des gleichnamigen Architekten, war von 1835-38 Schüler der École des beaux-arts unter dem Architekten Jules Leclerc und Schüler des Malers Alaux. 1840 bei den Bauarbeiten der Archive angestellt, wurde er 1845 unter Lassus und Viollet le Duc Inspektor der Restaurationsarbeiten in der Kirche Notre Dame, 1849 Diöcesanarchitekt, 1871 Mitglied der Kommission für die historischen Denkmäler und 1875 Mitglied des Instituts. Die bedeutendsten seiner zahlreichen Werke sind: die St. Ferdinandskirche in Bordeaux, das Stadthaus in Angoulême, mehrere Kirchen daselbst wie in Périgueux, Bergerac und in der ganzen Gegend der Dordogne, Charente und Gironde; sein Hauptwerk aber ist der ihm infolge einer Konkurrenz 1874 übertragene Bau der Herz-Jesukirche auf dem Montmartre. 1856 erhielt er das Ritter- und 1869 das Offizierkreuz der Ehrenlegion.