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Das „Swiss Cancer Cascade Genetic Screening Consortium“ ist eine schweizweite Kooperation von Wissenschaftlern aus Grundlagenforschung, Gesundheitswesen und Sozialwissenschaften. Ziel des Konsortiums ist es, Familien mit pathogenen Mutationen in Verbindung mit Brust-/ Eierstockkrebs oder Lynch-Syndrom Informationen und fachkundige Unterstützung anzubieten.
Männer und Frauen mit spezifischen genetischen Mutationen haben ein höheres Risiko für Brust-, Eierstock-, Kolorektal-, Endometrium- und andere Krebserkrankungen im Vergleich zu Personen ohne solche Mutationen. Diese pathogenen Mutationen werden von einer Generation zur nächsten weitergegeben und können viele Familienmitglieder betreffen. Es ist üblich, dass Familienmitglieder eine fachmännische Koordination von Pflege und Unterstützung erhalten, um den Krebs besser zu bewältigen.
Die CASCADE-Studie findet in drei sprachlichen Regionen der Schweiz statt. Ziel der Studie ist es:
- das erbliche Krebsrisiko in Verbindung mit pathogenen Mutationen zu untersuchen
- die Lebensqualität sowie die medizinischen und psychosozialen Bedürfnisse von Mutationsträgern und deren Blutverwandten zu beurteilen und zu beobachten, wie sich diese Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändern
- die Koordination der Krebsüberwachung zu unterstützen
- Experteninformationen über die Nutzung von krebsgenetischen Dienstleistungen bereitzustellen
- Interventionen zu fördern, die dazu beitragen, dass Familienmitglieder ihre Krebserkrankung besser bewältigen und miteinander darüber kommunizieren