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Der koreanische Bürgerkrieg vor 70 Jahren hatte zur Folge, dass die verfeindeten Regierungen ihrer Bevölkerung verboten, die Fernsehprogramme und Zeitungen des Gegners anzuschauen. Die Obrigkeiten hatten Angst, die Konsumenten könnten durch die von Propaganda geprägten Sendungen verführt werden. Nun beabsichtigt Südkoreas Regierung, dieses Verbot abzuschaffen, wie die NZZ berichtet. Das Verteidigungsministerium erklärte, man wolle im Hinblick auf eine Wiedervereinigung der beiden Staaten das gegenseitige Verständnis zwischen Norden und Süden fördern.
Die Zeitung zitiert einen Experten der Hanns-Seidel-Stiftung, gemäss dem Beamte erkannt hätten, dass sie gegenüber der eigenen Bevölkerung zu misstrauisch gewesen seien. Wiedervereinigungsminister Kwon Young habe festgestellt, dass während der Teilung Deutschlands von der ostdeutschen Propaganda keine Gefahr für den Westen ausgegangen sei. Zudem sei die Aufhebung des Verbots «ein einfacher, symbolischer Sieg über Nordkorea», meinte der Experte weiter.
Die EU jedoch hegt Misstrauen gegenüber ihrer Bevölkerung. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine hat die Union den Empfang von russischen Staatsorganen wie RT und Sputnik verboten. Vielleicht sollten sich EU-Vertreter in dieser Sache mal mit der südkoreanischen Führung austauschen.
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Keine
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