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Inflation ist ein Wort, welches derzeit geradezu inflationär gebraucht wird. Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Wort für Schlagzeilen sorgt. Und es wird sehr wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal sein. Um besser zu verstehen, wie sich die Inflation in der ganzen Welt bemerkbar macht und welche Auswirkungen sie hat, sollten wir einen genaueren Blick darauf werfen.
Was kann eine stark erhöhte Inflation verursachen?
Als Inflation bezeichnet man den Anstieg des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Und steigen die Preise, kann man für sein Geld weniger Güter und Dienstleistungen kaufen. Eine Inflation bedeutet also eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit. Aber keine Sorge: Es gibt Möglichkeiten, die Auswirkungen der Inflation zu minimieren. In unserem Artikel vom Oktober 2021 erfährst Du mehr darüber.
Eine weitere Gelegenheit für Erkenntnisse bietet die Geschichte. Ein Blick auf vergangene Inflationsperioden kann nicht nur unsere aktuelle Situation in einen grösseren Zusammenhang stellen, sondern bietet auch eine interessante Lektüre.
Gravierende Inflationen der Geschichte
Griechenland während des 2. Weltkriegs
Im Griechenland des Zweiten Weltkriegs halbierte sich der Geldwert alle paar Tage.
Vor dem Krieg wies der griechische Staatshaushalt noch einen beträchtlichen Überschuss auf, der sich im folgenden Jahr in ein dreimal so hohes Defizit wandelte. Verantwortlich war ein dramatischer Rückgang des Aussenhandels aufgrund des Krieges. Als die Achsenmächte später einmarschierten, zwangen sie den Staat, 400.000 ihrer Soldaten eine finanzielle Entschädigung zu zahlen. Als die Steuereinnahmen schwanden und Griechenland seine Kriegsrechnungen nicht mehr bezahlen konnte, griff das Land auf seine Zentralbank zurück, um das benötigte Geld zu drucken. Das Ergebnis war einer der schlimmsten Fälle von Hyperinflation in der Geschichte.
Jugoslawien nach dem Zerfall der Sowjetunion
Eine weitere Hyperinflation liess sich in Jugoslawien beobachten. Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion kam es zu Kriegen in den 1990er Jahren, als neue souveräne Nationen nach Unabhängigkeit strebten. Diese weigerten sich, miteinander Handel zu treiben, wodurch die Wirtschaftstätigkeit zum Erliegen kam. Wirtschaftliche Sanktionen des Westens kamen hinzu und verschlimmerten die Lage. Es war jedoch die Entscheidung der neu gegründeten Bundesrepublik Jugoslawien, die kommunistische Politik beizubehalten, die dazu führte, dass sie zu viel Geld ausgab, zu viele Kredite aufnahm und die Kontrolle über die Geldschöpfung verlor. Allein im Januar 1994 betrug die Inflation 313 Millionen Prozent. Die Preise verdoppelten sich alle 34 Stunden, während die Währung innerhalb von zwei Jahren fünfmal aufgewertet wurde.
Simbabwe im November 2008
Die Inflation erreichte ein noch nie dagewesenes Niveau von 79 Milliarden Prozent. Die Preise verdoppelten sich alle vierundzwanzig Stunden. Dies veranlasste die Regierung, ihre Währung aufzugeben und den südafrikanischen Rand oder den US-Dollar zu verwenden. Nach Robert Mugabes Konfiszierung von Privateigentum kam die Wirtschaft Simbabwes über Jahre hinweg zum Stillstand. Versuche, Land von weissen Simbabwern gegen politisches Kapital umzuverteilen, führten zu einem freien Fall der Wirtschaft, zu Kapitalflucht und zur Flucht der Menschen in die Berge. Während dieser Zeit der Hyperinflation kostete ein Laib Brot 35 Millionen Simbabwe-Dollar.
Die Rolle der Zentralbanken
Um solche Szenarien zu verhindern, gibt es die wirtschaftspolitischen Massnahmen der Zentralbanken, im Rahmen derer Sie ihr wichtigstest Instrument justieren: den Leitzins. Diese «kontrollierte» Inflation soll Verbrauchern und Produzenten Impulse geben, zu konsumieren oder zu produzieren – da angespartes Geld mit der Zeit an Wert verlieren würde. Dadurch soll die Wirtschaft am Laufen gehalten werden.
Nachdem die Inflationserwartungen in der Euro-Zone zuletzt durch den Russsisch-Ukrainischen Krieg im deutlich positiven Bereich lagen, ändern derzeit die Zentralbanken nun nach langem Zögern ihre Strategien. Der Leitzins wird erhöht, um die Kreditaufnahme zu verteuern, die Geldmenge zu verknappen und eine gravierende Inflation zu verhindern. Mehr darüber, wie sich die Auswirkungen der Inflation sonst noch minimieren lassen, erfährst Du hier.
Wie sollte man sich bei einer Inflation verhalten?
Inflation ist ein normaler Bestandteil vieler Wirtschaftssysteme – und ein Zeichen, dass eine Wirtschaft gesund ist. Japan versucht beispielsweise seit langer Zeit erfolglos, der Inflation im eigenen Land Leben einzuhauchen.
Das Investieren Deines Geldes ist eine wirksame Taktik, um allein schon gegen die normale Inflation anzugehen. Denn die Zinsen, die Du auf Deinen Sparkonten erhältst, werden die steigenden Preise wahrscheinlich nicht decken. Anlagen hingegen bieten eine effektive Möglichkeit, das eigene Geld vor Wertverlust zu schützen.
Falls Du schon investiert hast, solltest Du gerade während einer starken Inflation einen kühlen Kopf bewahren. Ob es wirklich an der Zeit ist, bestimmte Anlagen in seinem Portfolio zu verkaufen oder gar die Anlagestrategie zu wechseln, will wohlüberlegt sein. Es ist wichtig, hier keine übereilten Entscheidungen zu treffen, geduldig zu bleiben und sich auf seine grösseren Ziele zu konzentrieren – wie eine Zentralbank.
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Alpian wird seine Produkte und Dienstleistungen kurz nach Inkrafttreten seiner Banklizenz auf den Markt bringen und im dritten Quartal 2022 für die Öffentlichkeit zugänglich sein.