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Kreuzfahrt ABC - Begriffe von A bis Z
Ob "Kreuzfahrt-Neuling" oder "Alter Hase", an Bord werden Sie immer wieder mit Begriffen konfrontiert, die wir im Alltag nicht unbedingt verwenden. Um sich bereits etwas auf die Ferien auf See einzustimmen, ist es hilfreich, sich schon im Vorfeld mit der maritimen Sprachwelt vertraut zu machen. Was sich hinter einigen Begriffen verbirgt, verrät Ihnen unser Kreuzfahrt-ABC.
- Achtern
Hinterer Teil des Schiffs
- Ausbooten
Der Transport der Passagiere von Schiffen mit sogenannten Tenderbooten. Meist in Häfen, die ein direktes Einfahren des Kreuzfahrtenschiffes nicht erlauben, da die baulichen Gegebenheiten des Hafens nicht vorhanden sind. Vorwiegend in der Karibik, aber auch z. B. in Dubrovnik möglich.
- Auslaufen
Als Auslaufen eines Schiffes wird das Verlassen eines Hafens bezeichnet.
- Ausschiffen
Als Ausschiffen wird das Von-Bord-Gehen der Passagiere am Ende einer Reise bezeichnet.
- Backbord
Mit Backbord wird die linke Schiffsseite in Fahrtrichtung bezeichnet. Schiffe wurden früher mit einem Steuerriemen gelenkt, der sich an der rechten Seite - der Steuerbordseite - befand. Der Steuermann, wandte seinen Rücken (back) beim Steuern der linken Seite des Schiffes - dem Backbord zu.
- Ball
Schwarze Signalkugel, die über dem Bug hochgezogen wird, um anzuzeigen, dass das Schiff vor Anker liegt.
- Beaufort
Beaufort (abgekürzt bft.) Die Beaufortskala ist eine Skala zur Klassifikation von Winden nach ihrer Geschwindigkeit. Es handelt sich um das allgemeinste System zur Definition von Windstärken; benannt nach Admiral Sir Francis Beaufort. Die zwölfstufige Skala wurde von Beaufort im Jahre 1806 während seines Kommandos auf der Woolwich entwickelt.
- Bereederung
Als Bereedern wird der Vorgang bezeichnet, bei dem eine Gesellschaft ein Schiff betreibt und unterhält. Der Reeder muss aber nicht in jedem Fall Eigentümer des Schiffes sein.
- Bilge
Unterster Raum im Rumpf des Schiffs.
- Blaues Band
Das Blaue Band erhielt jeweils das Schiff, das den Atlantik zwischen Falmouth und New York (2.950 Seemeilen) am schnellsten überquerte. Im letzten Jahr der Vergabe des Blauen Bandes (1952) waren es die Vereinigten Staaten von Amerika, die exakt 3 Tage, 10 Stunden und 40 Minuten benötigte.
- Boje
Fest verankertes Seezeichen. Ist Wegweiser und zeigt Hindernisse an.
- Bootsstationen
Warteplätze bei Rettungsbooten für Notfälle.
- Bordmanifest
Vor der Kreuzfahrt muss jeder Reisende ein Bordmanifest ausfüllen. Es enthält alle für die Einreise relevanten Daten. Diese Daten werden vom jeweiligen Veranstalter bei den zuständigen Behörden eingereicht. In den EU-Ländern genügt der Personalausweis, in anderen Ländern ist ein Reisepass erforderlich - mindestens gültig bis 6 Monate nach dem Ende der Reise. Sprechen Sie unsere Kreuzfahrt-Berater bei Ihrer Buchung darauf an, wir sind Ihnen gerne behilflich.
- Brücke
Kommandozentrale
- Brückenoffiziere
Besatzung, für die Navigation und Steuerung.
- BRT
BRT ist die Abkürzung für die Bruttoregistertonne - ein Raummaß. Eine BRT entspricht 2,8316 m³. Mit der BRT wird die Größe des Schiffes ausschließlich der Schiffswände gekennzeichnet.
- BRZ
BRZ ist die Abkürzung für die Bruttoraumzahl bzw. Bruttoraumzone - ein Raummaß für Schiffe. Die BRZ wurde 1982 eingeführt und soll die Bruttoregistertonne ersetzen. Im Gegensatz zur BRT umfaßt sie die Größe eines Schiffes in m³ ab Außenhaut einschließlich der Schiffswände.
- Bug
Vorderer Teil des Schiffes
- Bugstrahlruder
Einrichtung für die Manövrierung, zum Beispiel in Häfen
- Bullauge
Rundes Kabinenfenster
- Bunker
Treibstofflager
- Captain's Dinner
Ein besonders festliches Abendessen in den Restaurants des Schiffes, unter der Schirmherrschaft des Kapitäns. Kerzenschein und festliche Kleidung gehören zur erlesenen Menüfolge. An allen anderen Abenden haben die meisten Reedereien heutzutage legere Kleidungsempfehlung. Informationen darüber lesen Sie im jeweiligen Tagesprogramm.
- Charter
Als Chartern wird das Mieten eines Schiffes bezeichnet.
- Chefingenieur
Ranghöchster Techniker
- Clubschiff
Das Konzept der Clubschiffe bietet im Vergleich zu anderen Kreuzfahrtreedereien einen legeren Kleidungsstil an Bord. Außerdem entfällt das sogenannte "Captain's Dinner".
- Cruise Director
Der Kreuzfahrtdirektor ist für die Betreuung der Passagiere, insbesondere für die Bordprogramme und Ausflüge verantwortlich. Unter seiner Leitung arbeitet ein Team mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen.
- Davits
Als Davits werden die kleinen "Kräne" bezeichnet, die die Rettungsboote und Zodiaks bei Bedarf ausschwenken.
- Deck
Darunter versteht man die Stockwerke der Passagierschiffe. Große Schiffe weisen zwischen 12 und 14 Decks auf. Jedes Deck hat auch eine Namensbezeichnung und meist auch eine farbliche Kennzeichnung. So fällt es dem Passagier leichter, sich zu orientieren.
- Deckplan
Übersichtsverzeichnis für Kabinen und Gemeinschaftsräume an Bord
- Dippen
Ein maritimer Gruß durch Niederholen und Wiederaufziehen der Nationalflagge.
- Disembarkation
Ausschiffung, von Bord gehen
- Dock
Anlegestelle, Pier, Kai
- Doppelkabine
Der Begriff Doppelkabine bezeichnet bei AW eine Kabine, bei der Betten übereinander stehen. Diese Kabinen finden Sie meist auf älteren Schiffen.
- Ebbe
Gezeiten mit tiefem Wasserstand
- Einschiffen
An Bord des Schiffes gehen: Eine Seereise antreten. Erstmaliges Betreten des Schiffes. Halten Sie dabei bitte immer Ihr Ticket, Ihr Einschiffungsformular und den Reisepass parat.
- Eisklasse
Seeschiffe, die Regionen mit Eisvorkommen befahren, benötigen eine Eisverstärkung, die so genannte Eisklasse. Zur Erlangung der höchten Eisklasse wird der Vorschiffsbereich in Höhe der Wasserlinie verstärkt und der Spantenabstand deutlich verringert. Ein Schiff ohne Eisklasse hat üblicherweise eine Aussenhaut von 10 - 15 mm. Bei höchster Eisklasse müsste die Stärke der Aussenhautplatten dann mind. 45 mm betragen. Weiterhin müsste der Bugbereich mit 60 cm dickem Stahl verstärkt werden.
- Etmal
Die Strecke, die ein Schiff von Mittag bis nächsten Mittag befährt. Das Etmal wird in Seemeilen angegeben. Auf manchen Kreuzfahrtschiffen bildet das Raten des Etmals ein beliebtes Spiel.
- Faden
Längenmaß in der Nautik (1,82 m)
- Fahrwasser
Streifen vor der Küste, durch Bojen gekennzeichnet, der auch bei geringer Wasserführung die nötige Tiefe aufweist. Fährt das Schiff Richtung Festland, sind die Zeichen auf der Steuerbordseite rot und auf der Backbordseite grün. Schiffe, die sich im Fahrwasser befinden, haben Vorfahrt gegenüber Schiffen, die sich seitlich nähern.
- Fakultativ
nicht im Reisepreis inbegriffen. Dies betrifft meist die Getränke, Ausflüge und das Trinkgeld.
- Farben
Nationalflagge des Schiffs
- Flagge
Schiffe tragen fast immer Flaggen:
- Nationalflagge: am Heck
- Flagge des Gastlandes: am ersten Mast
- Reederei-Flagge: am Großmast
- Signalflaggen: auf besonderen Signalleinen. Für jeden Buchstaben und für die Zahlen 1-9 gibt es Signalflaggen. Bestimmte Begriffe haben international festgelegte Einflaggsignale. Durch den technischen Fortschritt haben die Signalflaggen inzwischen ihre Bedeutung verloren.
- Flaggenstock
Fahnenmast im Heck
- Flaggschiff
Das Flaggschiff einer Reederei ist das wichtigste, zumeist auch größte und neueste Schiff.
- Flut
Gezeiten mit hohem Wasserstand
- Fly-Cruise
Kombination von Kreuzfahrt und Flügen
- Freihafen
Hafen ohne Zollvorschriften
- Fun-Cruiser
Übersetzt bedeutet Fun-Cruiser soviel wie Spaß-Schiff. Derartige Schiffe richten sich an ein verhältnismäßig junges Publikum (ca. 30 Jahre). Fun-Cruiser sind besonders große Schiffe, die sich durch ein außergewöhnliches Angebot an Sport- und Entertainmentmöglichkeiten auszeichnen. Nicht das Ausflugsprogramm, sondern das Schiff selbst steht im Vordergrund.
- Galionsfigur
Kunstvoll verzierte Figur am Bug des Schiffes. Meisten stellt sie eine Frau dar.
- Galley
Schiffsküche
- Gangspill
Vorrichtung zum Heben des Ankers
- Gangway
Treppe, Steg als Zugang zum Schiff
- Gezeiten
Heben/Senken des Wasserspiegels
- Gieren
Vom Kurs abkommen
- Gräting
Stellen am Decksboden, die als Gitterrost gestaltet sind. Gräting ermöglicht, dass Wasser und andere Flüssigkeiten abfließen und sich keine Pfützen an Deck bilden, vor allem auf der Brücke.
- Hafengebühren
Liegt ein Schiff an der Pier in einem Hafen, kostet das Geld. Die Hafengebühren umfassen nicht nur die Platzmiete an der Pier, sondern auch eine Reihe von Leistungen, die der Hafen erbringt, vom Lotsendienst bis zum Frischwasser. Die Gebühren sind von Hafen zu Hafen unterschiedlich. Die Höhe wird natürlich auch durch die Größe des Schiffes (BRT) und die Zeitdauer des Aufenthaltes mitbestimmt.
- Heck
Hinterer Teil eines Schiffes
- Heimathafen
Der Ort, in dem das Schiff registriert ist. Zu ersehen meist unter dem Schiffsnamen am Heck.
- Helling
Die schräge Ebene einer Werft, die dazu dient, die Schiffe beim Stapellauf zum Wasser gleiten zu lassen.
- Heuer
Die Bezahlung der Seeleute
- Hieven
Eine Ladung oder ein Boot wird per Seilzug von Land an Bord gebracht.
- Hochfrequenzradio
Funkanlage für Kontakt zu Schiffen, Lotsen, etc.
- IB
Abkürzung vor dem Schiffsnamen und bedeutet Eisbrecher.
- Informal
Bezeichnung der Kleidung für das Abendessen. Legere Kleidung, Gegenteil: Formal - also z. B. beim Captain's Dinner
- Jakobsleiter
Eine Leiter aus Seilen und Holzstufen, die an der Schiffswand heruntergelassen wird, um Personen das Betreten des Schiffes während der Fahrt zu ermöglichen. Mit Hilfe der Jakobsleiter betreten und verlassen die Lotsen die fahrenden Schiffe.
- Jungfernfahrt
Als Jungfernfahrt wird die erste Reise mit Passagieren nach der Fertigstellung eines Schiffes bezeichnet.
- Kabellänge
Längenmaß (=100 Faden, 182,8 m)
- Kabinen
Kabinen auf einem Schiff sind gleichbedeutend mit Hotelzimmern an Land. Sie unterscheiden sich in Größe, Lage (mitte, vorn, hinten - obere Decks und untere Decks) und Anzahl der Betten. Bei Doppelkabinen stehen zwei Betten übereinander - in Zweibett-Kabinen stehen die Betten unten. In Kabinen mit drei oder vier Betten werden die Zusatzbetten tagsüber weggeklappt. Zudem unterteilt man in Außen- und Innenkabinen. Innenkabinen verfügen über kein Fenster. Außenkabinen können ein Bullauge oder Panoramafenster haben. Diese Fenster sind aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht zu öffnen. Bei einer Balkonkabine ist dies möglich. Suiten verfügen oft über zwei Wohnräume und meist auch über einen Balkon.
- Kai
Dock, Pier, Ankerplatz
- Kapitän
Oberster Chef des Schiffs
- Katamaran
Ein besonderer Schiffstyp mit doppeltem Rumpf. Er zeichnet sich durch die hohe Geschwindigkeit und Kenterstabilität aus. Katamarane werden als Segel- und Motor- schiffe, aber auch in der Personenschiffahrt als Fährschiffe eingesetzt.
- Kiel
Als Kiel wird der von vorn bis hinten durchgehende Bauteil eines Schiffes bezeichnet.
- Kiellegung
Der Beginn eines Schiffneubaus in der Werft.
- Kielwasser
Wasserspur eines fahrenden Schiffs
- Kimm
Die ferne Linie auf See, die Himmel und Wasser miteinander verbindet.
- Klarieren
Die Formalitäten, die beim Ein- und Auslaufen eines Schiffes zu erledigen sind (z. B. Zoll, Einreise, Gesundheit). Auch als Ein- und Ausklarieren bezeichnet.
- Klarsichtschirm
Rotierende Scheiben anstelle von Scheibenwischern
- Klassifikationsgesellschaften
Die Klassifikation wird durch Klassifikationsgesellschaften durchgeführt. Sie stellen das Klassifikationszertifikat für die Schiffe aus. Sie arbeiten meists auf privatwirt-schaftlicher Grundlage. Ihre Mitarbeiter sind Schiffssachverständige, die in allen größeren Häfen der Welt tätig sind. Jede Gesellschaft kann jedes Schiff klassifizieren. In Deutschland ist der Germanische Lloyd tätig, der auch Schiffe anderer Nationen betreut. Andere bekannte Gesellschaften sind das "American Bureau of Shipping" (USA) oder die älteste, "Lloyds Register" (Großbritannien).
- Knoten
Knoten ist die Einheit in der die Schiffsgeschwindigkeit angegeben wird. Ein Knoten entspricht einer Seemeile.
- Koje
Schlafsstelle im Schiff
- Kombüse
Schiffsküche
- Kommandobrücke
Als Brücke wird der querschiffs aufgebaute Decksaufbau bezeichnet. Von der Brücke, die sich bei Passagierschiffen immer vorne befindet, wird das Schiff aus gesteuert. Die Brücke besteht aus dem überdachten Teil (Ruderhaus) und zwei nicht überdachten, am Rande der Brücke liegenden Teilen. Neuere Brücken sind zumeist vollständig überdacht.
- Krähennest
Als "Krähennest" wird der Ausguck hoch über der Brücke bezeichnet.
- Kreuzfahrtdirektor
Chef für Unterhaltung, Sport, Freizeit, Landgänge
- Kurs
Das Fahrtziel eines Schiffes „das Schiff nimmt Kurs auf“
- Löschen
Entladen
- Lee
Dem Wind abgewandte Seite
- Life Rest
Rettungsinsel für den Notfall. Auf Wasser bläst sie sich selber auf und kann etwa 15 Personen Platz bieten. Die Life Rest ist bestückt mit den notwendigen Gegenständen zum Überleben wie Wasser, Lebensmittel, Leuchtraketen, usw.
- Life Vest
Schwimmwesten für den Notfall. Passagiere finden sie in ihrer Kabine im Schrank oder unter der Koje. Die Gebrauchsanweisung ist meistens an der Kabinenwand oder Kabinentür angebracht, wird aber auch im Zuge der Sicherheitsübung erklärt. Bei der Übung muss der Passagier die Life-Vest probeweise anlegen.
- Log
autisches Gerät zur Messung der Fahrtgeschwindigkeit des Schiffes.
- Logbuch
Das „Tagebuch“ des Schiffes, geführt vom Kapitän oder in seinem Auftrag.
- Lot
Nautisches Gerät zur Messung der Wassertiefe.
- Lotse
Ein sachkundiger Berater des Kapitäns für das Befahren schwieriger Gewässer.
- Luk
Öffnung in der Schiffswand, die als Ein- und Ausstieg dient.
- Luv
Die dem Wind zugewandte Seite des Schiffes. (Gegenteil: Lee)
- Manifest
Verzeichnis über Passagiere, Mannschaft, Ladung
- Maschinentelegraph
Befehlsübermittlung von der Brücke an den Maschinenraum.
- Mega-Cruiser
Als Mega-Cruiser werden im allgemeinen Kreuzfahrtschiffe ab einer Größe von 70.000 BRT bezeichnet. In der Luxusklasse der Kreuzfahrtschiffe zählen aber auch schon Einheiten ab 45.000 BRT, wie zum Beispiel Crystal Harmony und Symphony zu den Mega-Cruisern.
- MFS
MFS ist die Abkürzung für Motorflußschiff. So werden alle Flußkreuzfahrtschiffe bezeichnet.
- Mittschiffs
Zentrale Zone zwischen Bug und Heck
- Mole
Mauer oder Damm zum Schutz für Hafeneinfahrten. Viele Molen sind begehbar und bieten ein eindrucksvolles Bild von ein- und ausfahrenden Schiffen.
- Moses
Der jüngste Seemann an Bord.
- MS
MS steht für Motorschiff
- MTS
MTS steht für Motorturbinenschiff. Der Motor dieser Schiffe ist eine Kombination aus Motor und Turbine.
- Musterstation
Die Stelle, wo der Passagier sein für den Notfall bestimmtes Rettungsboot findet.
- MY
steht für Motoryacht
- MYS
Abkürzung vor dem Schiffsnamen und bedeutet Großegler mit Maschine als Hauptantrieb.
- Nautik
Die Wissenschaft der Schiffahrt und Navigation.
- Nebelhorn
Ein Schallsignal bei eintretendem Nebel. Alle zwei Minuten ertönt ein langer Ton von einem Schiff in Fahrt.
- Niedergang
Treppe im Innern des Schiffs
- NRT
Die NRT, die für das Wort Nettoregistertonne steht, umfaßt den für die Beladung nutzbaren Raum. Bei Passagierschiffen umschreibt die Nettoregistertonne den Raum, der den Passagieren zur Verfügung steht.
- Offiziere
Die Offiziere sind Leiter verschiedener Abteilungen des Schiffes. Der 1. Offizier ist auch der erste Stellvertreter des Kapitäns. Die Offiziere haben auch die Aufgabe, mit den Gästen an Bord gesellschaftliche Kontakte zu pflegen.
- Pantry
Anrichte auf Kreuzfahrtschiffen, meistens für kalte Speisen genutzt.
- Pass Space Ratio
Der Pass Space Ratio gibt den Platz an, der jedem Passagier durchschnittlich zur Verfügung steht. Dazu dividiert man die BRT des Schiffes durch die Anzahl der Passagiere. Ein Bespiel: Ein 10.000 BRT-Schiff, das 200 Passagiere aufnehmen kann, hat einen Pass Space Ratio von 50. Ein hervorragender Wert.
- Peilung
Richtung eines Ziels in Grad.
- Pier
An dieser Stelle werden Schiffe im Hafen festgemacht. Auch als Kai oder Landungsbrücke bezeichnet.
- Plimsoll-Markierung
Marke an der Bordwand für Maximalladung.
- Polartaufe
Passagiere, die eine Nordland-Reise unternehmen, erhalten bei Überquerungdes Polarkreises die Polartaufe. Diese beruht auf einer uralten Tradition zu Ehren der Götter Ägir und Ran. Die Teilnahme an der Taufzeremonie ist freiwillig.
- Poller
Sie sind vorgesehen für das Festhalten von Schiffen am Kai. Poller befinden sich auch auf Schiffen. Sie dienen der Befestigung von Tauen.
- Position
Auf Kreuzfahrtschiffen wird täglich die Position des Schiffes durchgegeben. Das beinhaltet die Information über die geographische Lage und Breite, auf der sich das Schiff befindet.
- Positionslichter
Sind auf dem Schiffskörper angebrachte Lampen, die nachts die Position und die Fahrtrichtung des Schiffes angeben. Dei Positionslichter sind rot (backbord, links in Fahrtrichtung) und grün (steuerbord, rechts in Fahrtrichtung), weiss (Heck) sowie ein oder mehrere Lichter am Topp, also an den Spitzen der Masten.
- Präfix
Die Antriebsbezeichnung des Schiffes als Abkürzung vor dem Schiffsnamen, z. B. TS oder MS.
- Purser
Chef für Finanzen, Infrastruktur, Crew, Behörden. Er ist auch verantwortlich für Post, Telefon, Telefax, E-Mail, für die Hausdruckerei. Er sorgt dafür, dass in jedem Hafen ein Geldwechsler an Bord kommt und das die Zollangelegenheiten und Einreiseformalitäten erledigt werden. Natürlich gehört auch die Bezahlung der Crew und der Künstler zu seinen Aufgaben.
- Rückströmung
Wasserbewegung durch Schraube beim Rückwärtsfahren
- Reling
Das Geländer am Schiffsdeck. Auf den neuen Kreuzern gibt es übrigens keine Gefahr mehr, zwischen den Geländerstäben hinunterzufallen. Diese Angst möchten wir vor allem Eltern nehmen, die oft unbegründet diese Angst äußern.
- RMS
RMS steht für Royal Mail Ship. Übersetzt bedeutet dies also Königliches Post-Schiff. Die RMS Queen Elizabeth II darf diesen Titel tragen.
- Ruder
Steuerung des Schiffs
- Rumpf
Schiffskörper ohne Aufbauten
- Süll
Die erhöhte Schwelle an den Schiffstüren. Sie soll das Eindringen von Wasser in benachbarten Räumen verhindern.
- Schauermann/Schauerleute
Hafenarbeiter, die mit dem Laden und Löschen von Schiffen beschäftigt sind.
- Schiffstaufe
Vor dem Stapellauf erfolgt die feierliche Schiffstaufe. Sie wird meistens von einer Frau als Taufpatin durchgeführt. Die Reedereien bemühen sich möglichst bekannte prominente Persönlichkeiten als Schiffspaten zu gewinnen.
- Schlingern
Seitliches Schaukeln
- Schotten
Jedes Schiff ist in mehr oder weniger wasserdichte Abteilungen (sog. Schotten) aufgeteilt. Im Fall eines Wassereinbruchs sollen die Schotten die Wassermassen eindämmen, und so das Schiff vor dem Untergang bewahren.
- Schraube
Propeller für Antrieb
- Schwesterschiff
Schwesternschiffe sind baugleiche Schiffe. Sie haben für die Reederei den Vorteil, dass sie günstiger sind, denn die Entwicklungskosten fallen nur einmal an.
- Schwimmdock
Ein Schwimmdock ist ein hohlwandiger Schwimmkörper. Der Boden und die Seitentanks werden geflutet, so dass das Dock absinkt. Das Schiff schwimmt ein. Dann werden die Tanks leergepumpt. Somit hebt sich das Dock unter das Schiff.
- Seegang
Als Seegang wird die durch den Wind verursachte Bewegung des Wassers bezeichnet. Nach Petersen wird der Seegang in die Stufen von 0 bis 10 unterteilt.
- Seekarten
Karten für die Navigation
- Seemeile
Eine Seemeile ist ein nautisches Längenmaß. Eine Seemeile entspricht 1.852 m
- Sextant
Gerät für die Standortbestimmung
- SOS und CQD
SOS ist das heute international gebräuchliche Notrufzeichen. Es ist die Abkürzung von "Save our Souls" (Rettet unsere Seelen!). Auch der Hilferuf "Mayday" ist noch gebräuchlich. "Mayday" kommt nicht aus dem Englischen, sondern aus dem Französischen von "m'aidez" (Helft mir!), wurde dann aber anglomerisiert. CQD ist das veraltete Notrufzeichen, welches bis ca. 1912 im Gebrauch war. Es ist die Abkürzung für "Come quick danger" (Komm schnell, Gefahr!).
- Stabilisator
Einrichtung, die das Schwanken vermindert
- Staff-Kapitän
Stellvertreter des Kapitäns
- Stampfen
Schaukeln in Längsrichtung
- Stapellauf
Als Stapellauf wird das Wassern eines Schiffes nach der Taufe bezeichnet.
- Steuerbord
Die rechte Seite des Schiffes in Fahrtrichtung.
- Stockbett-Kabine
Bei einer Stockbett-Kabine stehen die Betten übereinander. Gelegentlich werden diese Kabinen auch als Doppel-Kabine bezeichnet. Meist sind diese Kabinen auf älteren Schiffen.
- Takelage
Segel des Schiffs
- Tenderboote
Wasserfahrzeug zum Tendern. Die Boote haben Platz für bis zu 150 Passagiere und sind modern eingerichtet. Tenderboote sind auch als Rettungsboote vorgesehen.
- Tendern
Liegt ein Schiff auf Reede, werden die Passagiere mittels Booten an das Festland gebracht.
- Tiefenmesser
Einrichtung für die Ermittlung der Wassertiefe
- Tiefgang
Tiefe von der Wasseroberfläche zum tiefsten Punkt des Schiffes
- Tip
Anderes Wort für Trinkgeld. Zu den Trinkgeldregelungen der einzelnen Reedereien können wir Ihnen gerne Auskunft erteilen.
- Tischsitzung
Auf Kreuzfahrtschiffen wird oftmals in zwei Tischsitzungen gegessen, dass heißt, dass jeder Platz eines Tisches für zwei Personen reserviert ist. Die erste Sitzung beginnt meist um 18.00 Uhr und endet um 20.30 Uhr, während die zweite Sitzung von 20.30 Uhr bis 23.00 Uhr geht.
- Topp
Mastspitze
- Trockendock
Ein Trockendock ist ein fest eingebautes - durch Docktore verschließbares - Becken. Bei geöffneten Toren schwimmt das einzudockende Schiff ein. Die Docktore werden geschlossen und das Dock leergepumpt. Nun liegt das Schiff trocken und kann am Unterboden repariert werden.
- Trosse
Besonders starkes Tauwerk zum Festmachen von Schiffen am Pier oder zum Schleppen.
- TS
TS steht für Turbinenschiff. Insbesondere ältere Schiffe sind Turbinenschiffe. Sie sind schneller als Motorschiffe, verbrauchen aber auch wesentlich mehr Treibstoff. In unserer heutigen Zeit werden sie unrentabel. Deswegen werden keine weiteren Turbinenschiffe gebaut.
- Typhon
Signalhorn des Schiffes, auch Presslufthorn genannt.
- Untiefe
Flache Wasserstelle
- Voraus
Vor dem Schiff
- Vorsteven
Vorderster Teil des Schiffs
- Wache
Dienstzeit, meist 4 Stunden Dienst, 8 Stunden frei
- Wasserlinie
Höhe der Wasserfläche am Schiffsrumpf
- Windstärke-Skala
Wir durch die Beaufort-Skala festgelegt, und zwar wie folgt:
- Stufe 0:Windstille, nautische Stille
- Stufe 1: leiser Zug
- Stufe 2: leichte oder flaue Brise
- Stufe 3: schwache Brise oder schwacher Wind
- Stufe 4: mässige Brise oder mässiger Wind
- Stufe 5: frische Brise oder frischer Wind
- Stufe 6: steife Brise oder starker Wind
- Stufe 7: steifer Wind
- Stufe 8: stürmischer Wind
- Stufe 9: Sturm
- Stufe 10: schwerer oder starker Sturm
- Stufe 11: orkanartiger Sturm
- Stufe 12: Orkan
- Zodiaks
Zodiaks sind kleine und wendige Gummi-Schlauchboote mit Motorantrieb, die hauptsächlich von Expeditions-Kreuzfahrtschiffen mitgeführt werden. Auch sie werden als Tender-Service eingesetzt. Hauptsächlich dienen sie aber aufgrund ihres sehr geringen Tiefgangs zu Expeditions-Ausflügen (z. B. in die Antarktis etc.)
- Zurren
Gegenstände auf dem Schiff festbinden.