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Stille hören – Gregorianik im Kerzenschein
Vier Fraumünster-Vocalsolisten singen gregorianische Choräle: der Gesang der frühchristlichen Kirche, der uns bis heute mit seiner schlichten Kraft berührt.
Der gregorianische Choral, wie wir ihn heute kennen, ist in etwa so alt wie das Fraumünster. Bis zur Übergabe des Klosters an die Stadt Zürich durch die Äbtissin Katharina von Zimmern im Dezember 1524 erklangen diese Gesänge zu den Mess- und Gebetsfeiern im Fraumünster.
In den Anfängen der Christenheit entstanden unter den Einflüssen der jüdischen Ritualmusik einfache Melodien, die in der Regel durch einzelne Sänger vorgetragen wurden. Diese Sänger waren in der Lage, alle Verse eines Psalms vollständig durchzusingen. Ende des 4. Jahrhunderts entstanden erste einfache Antwortgesänge der Gemeinde. Der Begriff Gregorianik stammt von Papst Gregor dem Grossen und wurde schriftlich erstmals im 7. Jahrhundert n. Chr. festgehalten. Zeitgleich wurde in Rom die für die Weiterentwicklung der Gregorianik wichtige Schola Cantorum gegründet.
Es singen die Zürcher Vocalsolisten Philipp Classen, Davud Werner, Kilian Brandscherdt und João Martins.
Künstlerische Leitung: Kantor Jörg Ulrich Busch.