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Mutmasslicher Zustand der ukrainischen Streitkräfte
Seit Monaten kündet die ukrainische Führung Offensiven gegen die russischen Stellungen an. Ergänzend dazu mutmassen westliche Experten über den Zeitpunkt und die Ausführung dieser Offensiven. So diskutieren diese Experten über mechanisierte Sichelschnitte, mit denen die Ukrainer die russischen Stellungen zwischen der Krim und dem Donbass trennen würden. Am Ende würden diese Verbände die Krim zurückerobern.
Viele dieser Mutmassungen werden ohne vertiefte Analysen über den Zustand der ukrainischen Streitkräfte betrieben. Dass bisher den Ankündigungen keine Offensiven gefolgt sind, könnte ein Hinweis auf den geschwächten Zustand der ukrainischen Streitkräftesein. Diese haben in den vergangenen Monaten in den vielen Operationen, so auch bei der Verteidigung von Bachmut, viel an Kampfkraft durch Tote und Verwundete eingebüsst.
Des Weiteren sind die Waffen, so insbesondere die Artillerie durch die hohen Einsatzraten verschlissen worden. Geleichzeitig dürften die Bestände an Artilleriemunition ausgedünnt sein.
Heute dürften die ukrainischen Streitkräfte wieder ihre Bestände durch neue Rekruten aufgefüllt haben, diese sind aber noch zu wenig ausgebildet. Auch dürften viele der neuen Offiziere in der Führung von Verbänden zu wenig geübt worden sein.
Die neuen, dank der Lieferungen westlicher Kampfpanzer, gebildeten Panzerbrigaden sind noch nicht ausreichend im Gefecht der verbundenen Waffenbeübt worden.
Für die Unterstützung der Angriffe und Gegenschläge der Panzerbrigaden fehlen den ukrainischen Streitkräften immer noch eine hohe Zahl an einsatzfähigen Erdkampfflugzeugen, seien dies Su-25 russischer Provenienz oder die versprochenenamerikanische F-16.
Bis die ukrainischen Streitkräfte diese mutmasslichen Schwächen behoben haben und für die Führung von Offensiven und Gegenschlägen fähig sein werden, wird noch einige Zeit vergehen. Dabei ist zu beachten, dass die russischen Streitkräfte während dieser Zeit wieder an Kampfkraft durch die Lieferung neuer Waffen und der Zuführung an Rekruten gewinnen werden.