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Auf der verkürzten, aber dennoch mehr als 1:40 Minuten langen Abfahrt hielten zahlreiche Technik-Spezialisten den Rückstand in Grenzen. Die Vorteile dürften vor dem um 14.00 Uhr beginnenden Slalom deshalb bei ihnen liegen. Sandro Simonet büsste als Vierzehnter lediglich 1,45 Sekunden auf Mayer und weniger als eine Sekunde auf Roulin ein. Auch Loïc Meillard kann sich mit gut 1,79 Sekunden Rückstand Chancen auf einen Podestplatz ausrechnen. Justin Murisier reihte sich seinerseits im Bereich von Meillard ein.
Noch besser als Simonet und Meillard stehen der Italiener Riccardo Tonetti und der Franzose Victor Muffat-Jeandet da. Tonetti, zuletzt Vierter in der Kombination von Bormio, überraschte mit der siebtbesten Abfahrtszeit. Muffat-Jeandet, der die Kombination von Wengen 2018 gewonnen hat, greift seinen vierten Podestplatz in Wengen vom 12. Platz aus an. Auch für Alexis Pinturault (1,15 s zurück) ist noch alles möglich, ebenso wie für Aleksander Kilde (9.), den Zweiten von Bormio hinter Pinturault.
Den Speedfahrern Niels Hintermann (5.) und Stefan Rogentin (11.) kommt zumindest entgegen, dass die Startreihenfolge seit dieser Saison im Slalom nicht mehr umgekehrt wird. So ist auch Matthias Mayer als klar Schnellster in der Abfahrt mit der Startnummer 1 im Slalom nicht gänzlich chancenlos.
Nicht mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen kann Mauro Caviezel. Der Bündner, der schon in den Trainings zu den Schnellsten gehörte, schied nach klar besten Abschnittszeiten aus.