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Bei Krampfadern handelt es sich um die erkrankten Seitenäste einer erkrankten Stammvene, nicht um die erkrankte Stammvene selbst. Die Entfernung der Krampfadern .....
....... erfolgt deshalb in zwei aufeinanderfolgenden Schritten, die aber in der Regel beide in einer Sitzung erfolgen können. Zunächst wird die betroffene Stammvene therapiert. Dies kann mit der klassischen Operation erfolgen, die bei schwerwiegenderen Fällen oft notwendig ist, oder aber mit einer der modernen, endovenösen Verfahren (EVT), die ambulant durchgeführt werden können.
Mit dem ersten Schritt wird die betroffene, erkrankte Stammvene "ausgeschaltet", also entfernt. Würde man die Therapie hier beenden, wären die erkrankten Seitenäste dieser Stammvene, also die eigentlichen Krampfadern, immer noch sichtbar. Diese Krampfadern müssen deshalb in einem weiteren Schritt durch die sogenannte Phlebektomie entfernt werden. Der Umfang der Phlebektomie hängt dabei stark von der Länge, dem Verlauf und der Anzahl der erkrankten Seitenäste ab und kann von wenigen cm bis zu 2m betragen. Bevor also die eigentlichen Krampfadern entfernt werden können, sollte vorher die erkrankte Stammvene therapiert worden sein.
Man erkennt eine erkrankte Stammvene visuell von aussen übrigens nicht. Man kann die Erkrankung der Stammvene nur mit Ultraschalldiagnostik erkennen. Krampfadern sind ein Indikator für die Erkrankung einer Stammvene. Deshalb sollte man auch nicht zu lange warten mit einer Untersuchung, nachdem man erste Krampfadern entdeckt hat. Generell kann man sagen, je früher man die erkrankte Stammvene erkennt und therapiert, desdo kleiner bleibt der Eingriff.