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Im Wallis wurde der Abschuss eines Wolfes in der Augstbortregion angeordnet. Dort wurden zwischen April und Juni 2016 insgesamt 50 Schafe und Ziegen gerissen. Die Abschussbewilligung stützt sich auf die Bestimmungen der eidgenössischen Jagdgesetzgebung und deren Verordnung.
Zwischen dem 6. April und dem 3. Juni soll auf den Frühjahrsweiden in der Walliser Augstbortregion ein Wolf 50 Schafe und Ziegen gerissen haben. Aus diesem Grund wird der Abschuss des Wolfes angeordnet.
Nach den Bestimmungen der eidgenössischen Jagdverordnung (JSV) (Artikel 9bis), welche seit 15. Juli 2015 in Kraft ist, kann ein einzelner Wolf zum Abschuss frei gegebenen werden, wenn dieser mindestens 15 Nutztiere tötet. Dabei muss nachgewiesen werden können, dass die zumutbaren Herdenschutz-Massnahmen in diesem Gebiet ergriffen wurden.
Die kantonalen, für den Herdenschutz zuständigen Organe haben verschiedene Zäune in der Region begutachtet und deren Wirksamkeit diskutiert. Daraus wurde ersichtlich, dass mindestens 15 Schafe oder Ziegen, trotz optimalem Schutz, gerissen wurde, berichtet das Departement für Verkehr, Bau und Umwelt des Kanton Wallis. Deshalb erachtet dieser die Bedingungen für den Abschuss des Wolfes als erfüllt.
Die Abschussbewilligung ist für 60 Tage gültig. Der Wolf darf jedoch nur dann abgeschossen werden, wenn er sich in seinem Streifgebiet, welches sich von Argan bis Törbel erstreckt, nochmals Nutztieren nähert. Diese Bedingungen erschweren die Chance eines Abschusses.
Um die Anzahl Wolfsangriffe zu reduzieren, wäre eine rasche und umfassende Umsetzung der zumutbaren Herdenschutz-Massnahmen auf regionaler Ebene nötig. Die Walliser Dienststelle für Landwirtschaft hat dazu ein Beratungs- und Unterstützungsmandat erteilt.