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Das Herz ist ein einsamer Jäger
Gelesen von Elke Heidenreich. Aus dem Amerikanischen von Susanna Rademacher
Eine kleine Stadt in Georgia scheint inmitten der glühenden Sommerhitze und des ewigen Surrens der Baumwollspinnereien im Stillstand zu verharren – wie die Träume ihrer Bewohner. Da ist das Mädchen Mick, das erwachsen werden will und den Kopf voll klassischer Musik hat; da ist Jake Blount, der von der Revolution träumt – aber trinkt und zu Gewaltausbrüchen neigt. Und da ist Copeland, ein farbiger Arzt, der ebenfalls träumt – vom Ende der Unterdrückung der Schwarzen – und daran zerbricht. Der Cafébesitzer Biff Brannon schließlich ist nach dem Tod seiner Frau wie von allen Wünschen leergespült. In seinem Café New York kreuzen sich die Wege dieser Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Halt und Vertrauen gibt der skurrilen Gruppe von Außenseitern John Singer, der täglich im Café sein Abendessen einnimmt. Er ist es, der ihnen allen zuhört und Trost spendet – obwohl er taubstumm ist.