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Im Februar 2021 zeichneten rund 300 Journalistinnen und Journalisten der marokkanischen Presseagentur MAP in Rabat die Persönlichkeiten des Jahres 2020 in sechs Kategorien aus. Unter ihnen Hansjörg Huber, der in der Kategorie «Action sociale, Initiative citoyenne et Développement humain» für sein humanitäres Engagement geehrt wurde.
«Ich freue mich sehr über die Auszeichnung», erklärt Huber. «Meine Vision ist, dass eines Tages keine weggelegten Kinder mehr um ihr Überleben kämpfen müssen. Deshalb baue ich Kinderdörfer».
Nach offiziellen Angaben werden in Marokko täglich rund 24 Kinder ausgesetzt. Die Dunkelziffer liegt wohl weit höher. Huber erfuhr von den Schicksalen der weggelegten Kinder und wollte etwas tun. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin schuf er ein ganzes Dorf aus dem Nichts. Zunächst zogen nur 30 Kinder in das erste Familienhaus ein. Heute leben über 160 Kinder in Dar Bouidar.
Der Bau von weiteren Kinderdörfern wurde begonnen. Noch Ende 2021 soll ein zweites Dorf bezugsbereit sein.
«Ich bereue, dass ich nicht früher nach Marokko gekommen bin», sagt Huber, der 2010 von Zürich nach Marrakesch zog. «Im Herzen bin ich Marokkaner».