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Am 1. März 1879 konstituierte sich der Vorstand der «Deutschen Evangelischen Gemeinde», der dann einige Jahre später zum Kirchenvorstand der neuen Kirchgemeinde berufen wurde. Dieser Vorstand basierte sich auf der Vereinssatzung der «Communauté évangelique de Montreux».
Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich schon viele Deutschsprachige in der Region Montreux angesiedelt. In der ersten Zeit wurden diese von deutschsprachigen Pfarrern aus der Region betreut. Aufgrund des grossen Wachstums entstand schon bald das Bedürfnis nach einer eigenen Kirche.
Die aus verschiedenen Nationalitäten zusammengesetzten und angesehenen Mitglieder verstanden es, Spenden für die junge Gemeinde zu sammeln. Selbst das deutsche Kaiserhaus und die Herzogin zu Anhalt-Bernburg, deren Wappen heute das Glasfenster des Chores schmückt, beteiligten sich am Aufbau. Folgende Ereignisse markierten den Weg.
- Dezember 1879 Erwerb des Grundstückes an der Grand Rue in Montreux
- 17. Mai 1880 Grundsteinlegung
- 15. Mai 1881 die Kirche wird feierlich eingeweiht
- 1882 Einbau der Kuhn-Orgel (zweitälteste Orgel im Kanton)
- 1890 Errichtung des Kirchentums
- 1900 Erbauung des Pfarrhauses und Saal für Unterrichtszwecke
Durch die Wirren der beiden Weltkriege geriet die deutschsprachige Gemeinde in Schwierigkeiten. Renovationen wurden keine mehr durchgeführt. Erst Ende der 80iger Jahre begann die Gemeinde wieder zu investieren, um das sich in teilweise desolatem Zustand befindende Gebäude vor dem Zerfall zu retten:
- 1986-1987 Innenrenovation der Kirche
- 1992 Renovation von Turm und Dach der Kirche
- 1998 Sanierung Terrasse und Zugang zur Kirche
Besitzverhältnis
Am 1. März 1879 konstituierte sich der Vorstand der «Deutschen Evangelischen Gemeinde», der dann einige Jahre später zum Kirchenvorstand der neuen Kirchgemeinde berufen wurde. Dieser Vorstand basierte sich auf der Vereinssatzung der «Communauté évangelique allemande de Montreux». Die Gemeinde lebte bis auf sehr geringe staatliche Subventionen von Spenden ihrer Mitglieder und musste also auch für den Unterhalt der Kirche aufkommen.
1985 wurden alle deutschsprachigen Gemeinden in die «Eglise Evangelique Réformee du Canton de Vaud» (EERV) integriert, der Unterhalt der Gebäude muss aber weiterhin durch eigene Mittel bestritten werden. Heute fungiert der Verein weiter als Besitzer und Verwalter der Gebäude.
Die Kirche Montreux gehört heute gemeinsam mit denen in Aigle und Vevey zur deutschsprachigen Kirchemeinde Est Vaudois.