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Loèche - une ville historique - Legenden
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|Loèche - une ville historique|
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Legende vom Mörderstein
Zwischen Leuk und Siders erstreckt sich der Pfynwald, der grösste Föhrenwald der Alpen.
In vergangenen Zeiten hausten in diesem finsteren Walde dunkle Gestalten: die Räuber.
Wohl war der Weg durch den Wald die kürzeste Verbindung zwischen Siders und Leuk, aber keiner, der ihn durchquerte, war seines Lebens sicher. So zogen es die Händler und Reisenden vor, den Weg über Salgesch und Varen, über die tiefe Dalaschlucht nach Leuk zu nehmen.
Eines Tages suchte eine Mutter mit ihrem Kinde den Wunddoktor in Siders auf.
Als sie nach Leuk aufbrechen wollten, war der Nachmittag schon fortgeschritten. Die Mutter schlug alle Warnungen der Leute in den Wind und entschied sich, trotz grauenvoller Geschichten den kürzeren Weg durch den Pfynwald zu nehmen.
Schon hatten Mutter und Kind den halben Weg hinter sich, als plötzlich, hinter einem grossen, mit Moos und Flechten bewachsenen Stein, ein grimmiger Bursche hervorsprang und ihnen den Weg versperrte. Mutter und Kind erschraken, doch der Räuber gebot ihnen Ruhe.
Er versprach den beiden:
"Nun Kind, ich werde Euch beide mit dem Leben belohnen, wenn Du folgende Fragen richtig beantwortest!"
Und er setzte zur ersten Frage an:
"Was ist edler als Gold?"
Das Kind antwortete:
"Der Mutter Herz!"
"Was ist süsser als Honig?" "Der Mutter Milch!"
"Was ist weicher als Flaum?" "Der Mutter Schoss!"
"Was ist stärker als Tod?" "Der Mutter Liebe!"
Der Räuber wurde immer wütender, da ihm das Kind alle Fragen richtig beantwortete und er setzte zur letzten Frage an:
"Was ist härter als Stein?"
Das Kind stockte, die Angst sprach ihm aus dem Augen. Es stiess hervor:
"Des Mörders Herz!"
Da packte der Räuber das Kind und schrie:
"Da nimm des Mörders Herz!"
Er schleuderte das Kind mit Gewalt an den Felsen! Sogleich wurde es dunkel, es donnerte und der Wind brauste auf. Der Fels hatte sich zum Zeichen, dass des Mörders Herz härter ist als Stein, gespalten.
Seit diesem Tag wird der Fels der "Mörderstein" genannt. Noch immer steht der gespaltene Fels gross und imposant an der Strasse zwischen Siders und Leuk.