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Die Spina bifida (offener Rücken) ist ein Geburtsdefekt des Neuralrohres, der Anlage des Zentralnervensystems beim Embryo.
Die Spina bifida
Ein unvollständiger Verschluss des Neuralrohrs führt während der Entwicklung des Embryos zu einem nicht vollständig ausgebildeten Rückenmark. Zudem kann ein unvollständiger Verschluss der Wirbelkörper dazu führen, dass das Rückenmark freiliegt.
Die Spina bifida tritt in den USA bei 1 von 1000 Geburten auf. Das Risiko hierfür kann jedoch um bis zu 70 Prozent gesenkt werden, wenn bereits vor der Empfängnis genügend Folsäure aufgenommen wird. Die Spina bifida kann nach der Geburt oder bereits während der Schwangerschaft operativ mit Teilen der Rückenmuskulatur und der Haut verschlossen werden. Die normale Funktion des Rückenmarks kann jedoch nicht wiederhergestellt werden. Da 80 Prozent der Spina bifida im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule oder des Kreuzbeins auftreten, können bei den meisten betroffenen Kindern ähnlich wie bei querschnittsgelähmten Patienten permanente Lähmungen auftreten sowie Störungen der Darm- und Blasenfunktionen.
Häufig ist ein urologischer Eingriff notwendig, da diese Patienten oft ein verringertes Blasenfüllungsvermögen und einen behinderten Urinabfluss der Nieren aufweisen. Untherapiert kann dies Nierenversagen zur Folge haben, was zum vorzeitigen Tod führen kann. Klassische chirurgische Techniken wie die Durchtrennung von Nerven der Harnblase zur Verringerung des Blasendruckes und zur Erhöhung der Blasenkapazität oder die Implantation eines Nervenstimulators werden normalerweise über den Rücken vorgenommen. Bei Kindern mit Spina bifida können sie allerdings nicht angewendet werden, da bei diesen Patienten vor oder nach der Geburt der Rücken operativ verschlossen wird.