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Amerikanische Jugendliche seien desorientiert, so der verkürzte Befund der neu erschienenen Studie «Lost in Transition» (auf die die «NZZ» kürzlich hinwies). Der Soziologe Christian Smith machte bei seiner Befragung von Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren fünf Problemfelder aus: routinemässiger Drogenmissbrauch, unkontrollierter Sex, Desinteresse für das gesellschaftliche oder politische Leben und verwirrte Moralvorstellungen.
In der Schweiz untersuchte das GDI kürzlich ebenfalls junge Menschen, wenn auch mit weniger dramatischen Resultaten. Beiden Studien gemein ist indes das Untersuchungsobjekt, nämlich die «Emerging Adulthood», eine Lebensphase, die es so bis vor kurzem noch gar nicht gab.
Noch in der Industriegesellschaft bis 1900 unterschied die Gesellschaft einzig zwischen Kindheit und Erwachsensein. Erst in den 1950er-Jahren erkannten und definierten Gesellschaft und Wissenschaft die Lebensphasen «Jugend» und «Senioren-Alter». In den Nachkriegsjahren kam mit den stetig älter werdenden Menschen eine weitere hinzu, die des «hohen Alters».
Und seit ein paar Jahren nun die «Emerging Adults»: Menschen in ihren Zwanzigern, offiziell zwar erwachsen, die sich aber ganz und gar nicht so verhalten – mehr dazu in der Studie «Die Super-Opportunisten». (ale)
Studie, 2015 (kostenloser Download)
Sprache: Deutsch, Französisch
Im Auftrag von: Stiftung Cerebral