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Corona: So hilft Solidar Suisse
Die Corona-Krise hat in vielen Ländern des globalen Südens schwerwiegende Auswirkungen. Die Mitarbeiter*innen von Solidar Suisse setzen alles daran, die ärmsten Menschen in unseren Projektländern vor den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Pandemie zu schützen. Hier finden Sie Beispiele zu den Aktivitäten in unseren Projektgebieten.
Bangladesch: Hilfe für Rohingya und die lokale Bevölkerung
In den letzten Monaten ist die Infektionsrate mit Covid-19 in Bangladesch deutlich angestiegen. Solidar Suisse unterstützt mehr als 18`500 geflüchtete Rohingya und Host-Communities mit Hygieneschulungen, der Verteilung von Masken und Desinfektionsmitteln. Und wir schaffen Einkommensmöglichkeiten für 6’000 bedürftige Familien. Bis August 2021 unterstützt Solidar Suisse zudem 10`000 vulnerable Personen bei der Impfregistrierung, so dass sie einen sicheren und schnellen Zugang zu den ersten Covid-19 Impfungen in Bangladesch erhalten.
Pakistan: Prävention in Armensiedlungen
Unsere lokale Partnerorganisation verteilt Seifen und Desinfektionsmittel und wir informieren die Bevölkerung in Armensiedlungen über Schutzmassnahmen zur Eindämmung von Covid-19. Heimarbeiter*innen werden für die Herstellung von Schutzmasken geschult und wir verteilen die Masken an kranke und besonders gefährdete Menschen. Über unser Projekt zur Unterstützung von arbeitenden Kindern haben wir Familien identifiziert, die wegen Einkommensverlusten dringend Hilfe brauchen.
Zentralamerika: Unterstützung für Opfer häuslicher Gewalt
Seit dem Ausbruch der Pandemie haben häusliche Gewalt und die Anzahl der Femizide stark zugenommen. Gemeinsam mit Frauen- und Jugendverbänden setzen wir uns gegen Gewalt an Frauen ein. Solidar Suisse informiert Betroffene via Scoial Media und Chats über ihre Rechte und Angebote wie beispielsweise Frauenhäuser. Zudem fördern wir die staatliche Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen. Ebenso leisten wir humanitäre Hilfe für Frauen, die intern vertrieben wurden und unterstützen sie, an ihrem neuen Wohnort wieder ein neues Leben aufzubauen.
Unsere Hilfeleistungen im Jahr 2020
Moçambique: Prävention und Hilfe für die Ärmsten
Zur Eindämmung von Covid-19 installierte Solidar Suisse an stark besuchten Orten Informationstafeln und Handwaschstationen im öffentlichen Raum. In Zusammenarbeit mit Lokalradios informierten wir die Menschen in den Provinzen Manica und Sofala auf Portugiesisch und in lokalen Sprachen über Risiken und Präventionsmassnahmen. Zudem wurden 750 bedürftige Familien mittels M-Pesa Bargeldtransfers bei der Beschaffung von Nahrungsmitteln unterstützt.
Malaysia: Grundnahrungsmittel für Arbeitsmigrant*innen
Die Versorgungslage mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln war in den ersten Monaten nach Ausbruch der Pandemie sehr schlecht. Gleichzeitig wurden die Plantagenarbeiter*innen kaum vor Ansteckungen geschützt. Solidar Suisse verteilte zusammen mit lokalen Partnern Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel an die Arbeiter*innen.
Bangladesch: Hilfe für Arbeiter*innen
In Bangladesch wurden im letzten Jahr mehr als 300’000 Textilarbeiter*innen entlassen. Ohne Ersparnisse und ohne soziale Absicherung wird der Jobverlust für die Betroffenen sofort existentiell. Solidar Suisse unterstützte Arbeiter*Innen der Textil- und Lederindustrie bis Ende 2020 mit Nahrungsmitteln und Schutzmaterial.
Burkina Faso: Hilfe für Vertriebene
Solidar Suisse informiert die Bevölkerung mit Plakate und Social Media in drei Landessprachen (Mooré, Dioula, Fulfuldé) über Präventionsmassnahmen. Mit der Aufklärungskampagne wollen wir insbesondere auch Binnenflüchtlinge erreichen und so die weitere Ausbreitung von Covid-19 verhindern. Dank dem Bau von zwei neuen Brunnen verbessern wir die Wasserversorgung von 10’000 Geflüchteten in Lagern. Solidar Suisse verteilt auch Masken an besonders stark frequentierten Orten wie Schulen, Märkten und vor Kirchen und Moscheen.