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Galloping Goose No 6
Daten des Modells 7 ¼“-Spur
- Massstab 1:9
- Länge 1730 mm
- Breite 400 mm
- Höhe 590 mm
- Masse leer 70 kg
- Antrieb auf alle 2 Achsen
- Elektromotor 2 mal 350W
Zum Original
Rio Grande Southern Railroad Company (RGS)
Die RGS war eine 914 mm spurige Bahnunternehmung mit 272 km Streckenlänge. Sie geriet relativ bald unter Kontrolle der Denver & Rio Grande und nach deren Konkurs in den Besitz der Western Pacific und wurde aber weiterhin als Teil des Netzes von 914 mm spurigen Strecken der Denver & Rio Grande Western RR betrieben.
Die chronisch defizitäre RGS wurde 1929 bankrott und durch eine vom Staat Colorado eingesetzte Nachlassverwaltung weiterbetrieben. Der Nachlassverwalter Victor A. Miller bemühte sich die Betriebskosten zu senken, unter anderem durch Ersatz der Reisezüge mit den vorgeschriebenen vier Mann Betriebspersonal durch benzinbetriebene Schienenbusse. Bei diesen konnte der „Motorman“ alle Aufgaben des Zugspersonals erledigen. Die Schienenbusse erhielten wegen ihres unruhigen Laufs und der Hupe (Claxon) den Übernamen Galloping Goose (gallopierende Gans)
Unter der Leitung des Werkstätte Chefs Jack Odenbaum entstand 1931 aus einer 1925 oder 1926 Model 45 Buick Master Six Limousine, vorerst der Motorwagen Nr. 1 noch in Achsanordnung 2’A als Prototyp. Die Einsparungen waren enorm, nicht nur durch die Reduktion des Personals, sondern auch durch den geringeren Treibstoffverbrauch. Das Fahrzeug bezahlte seine Gestehungskosten durch Einsparungen innerhalb eines Monats. Auf Basis dieser Erfahrungen wurde das nächste Fahrzeug, die Nummer 2 ebenfalls aus Teilen von Buick Master Six Limousinen, diesmal als 2’B‘. Nachdem sich dieses noch immer als zu klein erwies baute die RGS zwischen Dezember 1931 und Oktober 1936 vier Gelenkfahrzeuge mit Achsanordnung 2’B‘2‘. Diese basierten auf Limousinen Pierce Arrow Modell “33“ und “36“ der Baujahre 1926 und 1928 sowie einem durch RGS gebauten Güterteil. Die Triebwagen Nr. 2 - 5 und Nr.7 bewältigten den gesamten Reise- und Postverkehr bist zu dessen Einstellung Anfang 1950. Motorwagen Nr. 1 war zu klein für den Betrieb und wurde Ende 1933 ausrangiert. All diese Fahrzeuge waren wenig robust und mussten laufend modifiziert werden. So mussten bei den meisten die aus mit Blech bedeckten Holzgerippen bestehenden Karosserien und die Motoren sowie zahllose Komponenten ersetzt werden um diese in Betrieb zu halten.
Motor 6
Um auch für die leichteren Einsätze für den Streckenunterhalt eine wirtschaftlichere Lösung zu finden konstruierte die RGS Werkstätte 1934 einen Motorwagen für diesen Einsatz. Dieser, die Nummer 6, war wie Nummer 2 nicht als Gelenkwagen ausgebildet.
Die Karosserie stammte ursprünglich von einem 1926 Pierce Arrow “33“, der dann um 1940 durch eine solche eines 1928 Pierce Arrow “36“ ersetzt wurde.
Der Motor stammte von einem Buick Master Six, Motornummer 2178774. Die Leistung betrug zwischen 51.kW und 55 kW. Der Motor wurde später durch einen Pierce Arrow “6“ Motor ersetzt, dessen Leistung betrug 74 kW. Um 1952 als das Fahrzeug für den Abbruch der RGS verwendet wurde, ein 216 CI Chevy Motor eingebaut mit einer Leistung von 69 kW. Nach 1986 wurde im Museum in Golden ein 1956er Chevy 235 CI eingebaut und damit seither betrieben. Dieser Motor leistet 115 kW.
Die Gesamtlänge des Fahrzeugs beträgt 7‘820 mm
Länge der Ladebrücke 3‘660 mm
Breite der Ladebrücke 2‘160 mm
Länge des Autoteils 4‘170 mm
Fahrzeugmasse bei Tara 3‘946 kg
Bremsen Handbremsen
Nutzlast ca. 3 t
Kosten unbekannt
Triebraddurchmesser 610 mm
Laufraddurchmesser 406 mm
Das vordere Laufdrehgestell und die Buick Scheinwerfer stammten von der im Vorjahr ausrangierten Nr. 1.
Die Farbe war ursprünglich dunkelgrün oder schwarz. Nach 1934 wurde Silberbronze verwendet weil diese Farbe länger hielt.
Um 1940 wurde die Karosserie ersetzt und hinter der Führerkabine ein Kasten für Material angebaut. An diesem Kasten wurden oben beidseitig nach hinten gerichtete Signalleuchten und auf der Kabine ein nach vorne gerichteter Scheinwerfer angebracht. Vorne neben der Motorhaube wurden runde Behälter für die Sander angebaut, auf der linken Seite davor die Signalglocke.
Ab ca. 1945 waren Spurpflüge hinter dem Kuhfänger angebracht und die Motorhaube wurde oben dunkel bemalt um Blendung zu verhindern.
Ab 1947 waren die alten Buick Scheinwerfer durch neuere neben der Frontscheibe platzierte ersetzt.
1949 wurden die Räder des vorlaufenden Laufdrehgestell wurden durch solche eine andern Bauart ersetzt. Auf dem Kabinendach wurde ein zusätzlicher Treibstofftank montiert. Daneben stehen nun zwei Petrol-Markers (Signallampen) für die vorgeschriebenen Zugschlusssignale. Die seitlich angebauten Signalleuchten wurden entfernt. Die Anschriften wurden durch solche in neuem Stil ersetzt.