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Abb. 1: Max von Mühlenen: Thesues im Kampf gegen den Minotaurus
Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Fachbereich Konservierung und Restaurierung der HKB und dem Heimatschutz Bern boten der Restaurator Ueli Fritz und die Restauratorin Valentine Yerly eine Führung für Kinder an. Im ersten Stock des Hauptgebäudes der Universität Bern präsentierten sie den Theseus-Fresken-Zyklus von Max von Mühlenenen (1903-1971).
Das Fresko wurde durch von Mühlenen zwischen 1945 und 1950 vor dem Audimax, dem Hauptsaal der Universität, ausgeführt. Das Werk hat zwei verschiedene Motive. Zum einen hat der Künstler Episoden aus der Theseus-Sage dargestellt: Theseus' Kampf gegen den Zentauren sowie gegen den Minotaurus, das Labyrinth mit dem Ariadnefaden und den Selbstmord von Theseus' Vater. Die übrigen Wandmalereien, zeigen die Personifikationen der sechs Fakultäten der Universität, welche zum Zeitpunkt der Entstehung des Werkes aktiv waren.
Nach einer interaktiven Präsentation der verschiedenen ikonografischen Themen am Fresko von von Mühlenen wurde den Kindern die Freskotechnik erklärt.
Zur Erinnerung: Die Freskotechnik erfolgt durch das Auftragen von mit Wasser gemischten Pigmenten auf eine dünne Schicht nassen Kalkmörtel. Bei dieser Technik werden die Pigmente im Mörtel fixiert, so dass die Verwendung eines Bindemittels wie z.B. Ei oder Klebstoff entfällt.
Die Herkunft des Kalks, der den Mörtel bildet, und der Farbpigmente wurde durch die Ausstellung einer Mineraliensammlung veranschaulicht. Die Kinder konnten nicht nur die verschiedenen Phasen der Herstellung des Mörtels und der Pigmente entdecken, sondern hatten auch die Möglichkeit, diese verschiedenen Materialien zu berühren.
Um diesen Besuch auf spektakuläre Weise zu beenden, konnten die Kinder die Umwandlung eines Branntkalk-Steins in Löschkalk durch Kontakt mit Wasser miterleben. Ein wesentlicher Schritt, der zur Bildung von Kalkmörtel führt.