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Geschichte "von SPRECHER HAUS"
Am 12. Dezember 1934 wurde das Theophil von SPRECHER-HAUS feierlich im Kreise von höheren Offizieren, einem Zug Soldaten des Schützenbataillons 5, Vetretern der Davoser Regierung und Angehörigen des verstorbenen Generalstabschefs Theophil von Sprecher eingeweiht. Den Taufakt führte die Tochter von Sprechers aus. Zur Einweihung schenkte Dr. von Sprecher, ein Nachkomme des Generalstabschefs, ein Bild vom Namensträger.
Das Haus gehörte dem Basler Schützenbataillons 5. Sein Bau wurde auf Grund privater Stiftungen seitens der früheren und damaligen Angehörigen dieses Truppenkörpers und weiterer Freunde ermöglicht. Der Standort Davos wurde auf Grund der Vorteile, im Winter mitten im berühmten Parsenn-, Grialetsch- und Keschgebiet zu sein, im Sommer einen See zum Baden zu haben und die grossen Wälder für kürzere oder grössere Spaziergänge nutzen zu können, gewählt. Dieses grosse Holzchalet am Nordufer des Davosersees war einfach und praktisch eingerichtet. Es bot 150 Mann eine bequeme Unterkunft. Es sollte im Winter zur Abhaltung von Militärskikursen und im Sommer als Jugendherberge dienen. Im Rahmen des Möglichen wurde jeder Angehörige der Armee aufgenommen, sowie Vereine und andere zivile Organisationen, die vaterländisch gesinnt waren. Die Leitung übernahm der Verband Volksdienst (früher Soldatenwohl).
1935 regte sich beim Davoser und Bündner Hotelierverband Widerstnd gegen diesen Betrieb. Wie man aus Reklamen entnehmen konnte belief sich der Pensionspreis im Pritschenlager auf Fr. 4.50 und bei den Betten auf Fr. 5.75, inklusive aller übrigen Leistungen eines Hotels. Passanten wurden nur während Nichtbelegung durch Kurse aufgenommen. Diese Reklame, sowie die tatsächlich sich bemerkbar machende konkurrenzierende Wirkung dieses Baues, veranlassten den Hotelierverein beim Kleinen Rat des Kantons vorstellig zu werden, mit dem Gesuch, dass auch dieses Unternehmen in die erlaubten, vor dem Bundesbeschluss über die Erstellung und Erweiterung von Gasthöfen gesetzten Schranken gewiesen werde.
Nach eingehender Prüfung der Behörden wurde folgender Beschluss verfügt: Die Genossenschaft Theophil von Sprecher-Haus wird angewiesen, Ihr Ski- und Ferienheim in Davos in Zukunft nur den Genossenschafts- bzw. Verbandsmitgliedern zur Verfügung zu stellen. Die Aufnahme von Drittpersonen müsste als Übertretung des Bundesgesetzes betrachtet und strafrechtlich verfolgt werden.
Damit konnte die Genossenschaft keine zusätzlichen Einnahmen für Zinsen und Amortisation erwirtschaften.
Im Jahre 1948 fanden erste Sammelaktionen der Basler Schulen für den Kauf des Hauses statt. Der Kanton Basel-Stadt erwarb das Haus 1967. Es wurde 1969 um- und ausgebaut und diente dann als Berghaus der Basler Jugend. Bis ins Jahr 2005 wurde das Haus vom Kanton Basel-Stadt in diesem Sinne geführt.
Dann wurde das von Sprecher Haus an die Gemeinde Davos verkauft.
Diese Daten wurden uns freundlicherweise vom Sprecher-Archiv, Dr. D. Sprecher, Stäfa, zur Verfügung gestellt.