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Finanzinstitute hätten Verdachtsfälle an die zuständige Meldestelle für Geldwäsche (MROS) weitergeleitet, erklärte die Bundesanwaltschaft in Bern am Montag. "Zur Zeit werden, wie dies standardmäßig geschieht, eingehende Informationen geprüft", sagte eine Sprecherin. Zudem stehe die Bundesanwaltschaft in Kontakt mit anderen Behörden. Bislang habe sie jedoch weder Strafverfahren eröffnet, noch Vermögenswerte blockiert.
Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, Banken hätten verdächtige Aktivitäten auf Konten von saudiarabischen Kunden gemeldet. Hintergrund ist die Verhaftung von mehr als 200 Angehörigen der Elite des Landes Anfang November - darunter elf Prinzen, Minister und schwerreiche Geschäftsleute. Ihnen werden Geldwäsche, Bestechung, Erpressung und Bestechlichkeit vorgeworfen. Befohlen wurde der Schritt von Kronprinz Mohammed bin Salman, der damit seine Macht sichern will.
Die saudiarabischen Behörden haben nicht versucht, Zugriff auf die Kundenkonten und -daten zu erhalten: Das Bundesamt für Justiz habe bislang kein Rechtshilfeersuchen aus Saudi-Arabien erhalten, erklärte ein Sprecher.
Saudi-Arabien ist ein wichtiger Markt für Schweizer Banken wie UBS und Credit Suisse. Ein UBS-Sprecher wollte sich zu Kundenbeziehungen nicht äussern. Ein Credit-Suisse-Sprecher erklärte, die jüngsten Entwicklungen in Saudi-Arabien hätten bislang keine Auswirkungen auf das Geschäft. Das Institut werde die Situation jedoch weiterhin genau beobachten.
(Reuters)