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"Mexiko ist nicht nur ein weiteres Kaffeeproduktionsland. Etwas, was in der Kommunikation oft vergessen gerät, ist die grosse Biodiversität. Mexiko konnte sie bewahren und vielerorts wird Kaffee in Wäldern produziert, so, wie ursprünglich in Afrika.
Während die meisten Kaffeeländer auf Agrochemikalien und Monokultur setzen, und mit den hohen Ernten auch dem Planeten zusetzen, haben viele indigene Gemeinschaften in Mexiko beschlossen, Kaffee weiterhin in diversifizierten, mehr-kulturigen Systemen anzupflanzen. So produzieren sie weniger aber besser, und das in nachhaltigen Ökosystemen.
Jedoch trifft der Klimawandel auch die Produzierenden Mexikos. Kaffeerost und andere Krankheiten vernichten Plantagen, unübliche Hitzewellen oder Regenfälle führen zu Verlust von Früchten oder Schlammlawinen. Jedes Jahr wird so der Ertrag und die Qualität in Frage gestellt, und das immer mehr.
Kaffeeproduzierende haben wenig Ressourcen, sich gegen diese neuen Herausforderungen zu stellen. Momentane Strategien zielen auf noch mehr Düngung und die intensive Behandlung mit Pestiziden ab, oder aber die Bepflanzung von höhergelegenen Gegenden. Keiner dieser Ansätze ist nachhaltig und die Kaffeeproduktion ist langfristig gefährdet.
Wir glauben, dass die Lösung in der Schaffung von resilienten Ökosystemen liegt. Jedoch ist das nicht einfach - es gibt viele Erfahrungsberichte von Versuchen, wie Produzenten von der konventionellen zur biologischen Produktion scheitern. Oft, weil die biologische Produktion mit wenig Intervention und Kompostausbringung verstanden wird. Aber da braucht es mehr.
Die Natur hat ihre eigenen Regeln und Systeme. Wir müssen versuchen zu verstehen, wie die Natur tickt und die Harmonie herbeiführen, so dass sie aufblühen kann.
Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Nahuatl-Kaffeeproduzierenden aus der Gegend um Zongolica in Veracruz, Ensmables de Cafes Mexicanos und der Kaffeemacher GmbH. Es ist ein Langzeitprojekt, bei dem die Begleitung einer Gruppe von Kleinstproduzenten von der konventionellen bis zur biodynamischen Produktion im Zentrum steht.
Das Ziel ist, dass die Produzenten weiterhin in Agroforst-Systemen anbauen, diese stärken und so externen Bedrohungen gewappnet sind. Mit der Stärkung der Bodengesundheit, viel Schatten und damit der Kühlung der Farm, dem Schutz der Wasserquellen und einer hohen Biodiversität soll die Resilienz der Farmen ausgebaut werden, so dass ein Rückgriff auf Pestizide nicht mehr notwendig sein wird.
Wir zählen auf 12 Jahre Erfahrung auf unserer eigenen Farm, el Euqimite in Coatepec. Wir führen sie nach biodynamischen Prinzipien und nutzen die Instrumente der Permakultur, um Kaffee im Einklang mit dem Ökosystem zu produzieren.
Schliesslich ist es das Ziel in diesem Projekt, Kaffee und Lebensmittel innerhalb von vier Jahren biodynamisch zu produzieren und den Kaffeetrinker:innen in Europa einen gesunden Kaffee anbieten zu können, der den Standard für eine erfolgreiche landwirtschaftliche Alternative bieten kann."