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5. Monoklonale Antikörper als Basis personalisierter Medizin
Als Herceptin im Jahre 1999 auf den Markt kam, war es eines der ersten Medikamente einer neuen Medizin, welche mit dem Begriff «personalisierte Medizin» umschrieben wird, also auf die Person zugeschnittene Medizin. Der Begriff ist allerdings etwas irreführend, denn diese Medikamente sind auf eine Gruppe von Menschen mit denselben Genvarianten zugeschnitten und nicht auf eine einzelne Person.
Solche massgeschneiderten Medikamente werden erst verabreicht, nachdem der Arzt mit Hilfe eines Tests sichergestellt hat, dass das Medikament auch wirkt (wie etwa bei Herceptin). In Zukunft wird dies bei immer mehr Medikamenten der Fall sein. Forschende erhoffen sich von der personalisierten Medizin vor allem, dass sich dadurch die Anzahl an unerwünschten Wirkungen reduzieren wird. Denn nicht jeder Mensch reagiert gleich auf einen Wirkstoff: Einige wenige bauen ihn jeweils zu schnell ab, so dass der zu wenig wirkt; einige wenige bauen ihn zu langsam ab, so dass er zu stark wirkt. Das kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Mit Hilfe von personalisierten Medikamenten erhält jeder Patient die optimale Dosis, so die Hoffnung.