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Deutschland
Deutschland - der schwere Weg in die Weltelite
Im Herzen Europas gelegen, bieten die seenreichen und hügeligen Landschaften Deutschlands idealn Nährboden für die verschiedensten Rebsorten. Von Albalonga bis Zweigelt wachsen auf etwa 100’000 Hektar über 140 verschiedene Rebsorten, welche von rund 50’000 Winzern gepflegt werden. Die meisten dieser Winzer sind jung, modern, international ausgebildet, wissensdurstig und weltmännisch. Wenig verwunderlich, geniesst deutscher Wein über die Grenzen hinaus einen guten Ruf.
Schaumweine aus Deutschland
Weissweine aus Deutschland
Bacharacher Wolfshöhle Grosses Gewächs
Rotweine aus Deutschland
Süssweine aus Deutschland
Spirituosen aus Deutschland
Die Eroberung Galliens durch Julius Cäsar brachte den römischen Weinbau vom Rhônetal an den Rhein.
Bereits im 5. Jahrhundert war der deutsche Weinbau so weit verbreitet, dass das „Salische Recht“ erlassen wurde. In einem dieser Gesetze wurde der Diebstahl eines Rebstocks unter Strafe gestellt.
Kaiser Karl der Grosse (742–814) liebte Wein sehr. So liess er kurzerhand ganze Wälder roden, um diese mit Rebstöcken aus Spanien, Ungarn, Italien und der Champagne zu bepflanzen.
Die Mönche und ihr weltweit grösstes Wein-Imperium
Grossen Einfluss auf einen kultivierten Weinbau hatte der Orden der Zisterzienser. Diese gründeten in ganz Europa tausende von Klöstern und beschäftigten sich professionell mit der Rebsortenwahl, deren Pflege und Weinbereitung. Im 12. Jahrhundert gründeten zwölf burgundische Mönche im heutigen Rheingau das Kloster Eberbach, welches sich mit 200 neu gegründeten Ablegern schnell zum damals grössten Weinbau-Unternehmen der Welt entwickelte.
Stagnation, Stillstand, Schwund.
Die grösste Rebfläche wurde im 15. Jahrhundert mit rund 400’000 Hektar erreicht. Der Dreissigjährige Krieg (1618-1648) hinterliess Zerstörungen derart apokalyptischen Ausmasses, dass der deutsche Weinbau sich nur schwer und sehr langsam erholte und viele Weingebiete wurden gar nicht mehr mit Rebstöcken bepflanzt.
Zudem setzte das Aufkommen von Bier der Weinindustrie zu und Wein wurde immer teurer und rarer.
1860 brachte die Reblauskatastrophe zusätzliches Leid und Verwüstung.
Die beiden Weltkriege in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verursachten eine grosse Rezession und die Rebfläche schrumpfte bis 1945 auf weniger als 50’000 Hektar, wodurch der Export seinen absoluten Tiefststand erreichte.
Bereit für die Zukunft
In den 1950er-Jahren vollzog sich dann langsam ein positiver Wandel.
Heute werden im Schnitt 10 Millionen Hektoliter deutscher Wein gekeltert, wovon etwa 2 Millionen in die ganze Welt exportiert werden. Am begehrtesten sind die deutschen Tropfen in Grossbritannien, den USA, China, Japan sowie in Holland und der Schweiz.
International gilt Deutschland als klassisches Weissweinland. Besonders der Riesling wird hochgeschätzt. Die Nachfrage nach deutschen Rotweinen steigt jedoch stetig, was über die vergangenen Jahre zu einer Verdoppelung der Rebfläche roter Sorten führte. Die roten Sorten machen heute etwa 35 Prozent der Gesamtrebfläche aus.