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Ariella Kaeslin wird zum dritten Mal hintereinander Sportlerin des Jahres. Nicola Spirig wird Dritte, Caroline Steffen erreicht Rang acht. Sportler des Jahres 2010 ist Simon Ammann.
Nicola Spirig und Caroline Steffen. Photo by Reinhard Standke
Nach dem Nicola Spirig bereits in den letzten beiden Jahren zu den 10 nominierten Sportlerinnen an den Credit Suisse Sports Awards gehörte, hatten in diesem Jahr gleich zwei Triathletinnen den Sprung in diesen Kreis geschafft. Spirig, die 2001 zur Newcomerin des Jahres gwählt worden war, hatte in dieser Saison den Europameistertitel verteidigt und in der WM-Serie die Silbermedaille gewonnen. Gold und Silber gab es in Langdistanzrennen auch für Caroline Steffen, die nach dem Sieg an der Langdistanz-WM bei der Ironman WM auf Hawaii Zweite wurde.
Entsprechend den Präferenzen für ihre Erfolgsdistanzen fielen auch die Statements an der Medienkonferenz im SF-Fernsehstudio am frühen Abend aus. "Ich habe extrem viel Zeit und könnte jedes Mal ein Buch schreiben", meinte Steffen über die vielen Emotionen, Tiefen und Hochs, die sie während einem Ironman erlebt. "Ich habe nur zwei Stunden zum Denken, aber ich denke auch", konterte Spirig, die vor ihren Saisonerfolgen ihr Jurastudium abgeschlossen hatte. Von einer Favoritenrolle wollte sie indes nichts wissen. "Der Vergleich der Sportarten ist schwierig, jede hätte es verdient. Ich möchte aber auch den Abend geniessen, an dem man anstelle des Trainingsanzuges ein Kleid anlegt".
Wie um Vorjahr erreichte Spirig die Finalrunde der fünf Athletinnen, die im Halbfinale die meisten Stimmen erhielten, diesmal als Dritte. "Nach der Erleichterung des bestandenen Studiums war es auch für mich eine Überraschung, dass die Saison so gut verlaufen ist", meinte Spirig im Interview mit Rainer Maria Salzgeber. Im Vergleich zum Halbfinale machte Spirig in der letzten Abstimmungsrunde noch viele Prozentpunkte auf Simone Niggli gut und lag nur knapp 1,2% hinter der OL-Läuferin. Spirig, die im Vorjahr auf Rang vier lag, schaffte nun den Sprung auf das Podest. Caroline Steffen wurde Achte. "Zwei Athletinenn in den Top 10, das ist super für uns", meinte Martin Rhyner, Chef Sport von Swiss Triathlon.
Überwältigt nahm aber die Kunstturnerin Ariella Kaeslin mit einem lupenreinen Hattrick nach 2008 und 2009 erneut die Auszeichnung entgegen. Bei den Männer heisst der Preisträger Simon Ammann, der in Vancouver 2010 seine Olympia-Medaillen drei bis vier gewann. Zudem sicherte er sich den Gesamtweltcup-Sieg. Bereits 2002, als er erstmals Doppel-Olympiasieger in Salt Lake City geworden war, wurde er als Schweizer Sportler des Jahres ausgezeichnet.
Die Preisträger der Credit Suisse Sport Awards 2010
Frauen
1. Ariella Kaeslin (Kunstturnen) 35,72 %
2. Simone Niggli (Orientierungslauf) 24,51 %
3. Nicola Spirig (Triathlon) 23,34%
4. Lisa Urech (Leichtathletik) 8,65%
5. Fabienne Suter (Ski Alpin) 7,78%
8. Caroline Steffen (Triathlon)
Männer
1. Simon Ammann (Skispringen) 32,15%
2. Kilian Wenger (Schwingen) 19,95%
3. Roger Federer (Tennis) 18,39.
Mannschaft:
Fussball:Nationalteam Junioren U17
Behindertensportler-/in
Christoph Kunz (Paraplegie, Ski Alpin)
Newcomer
Mike Schmid (Skicross)
Trainer
Dany Ryser (Fussball, U17-Nationalmannschaft)
Nicola Spirig und Caroline Steffen bei der Medienkonferenz vor der Sports Awards Verleihung
Video der Medienkonferenz
Nicola Spirig im Interview mit Steffi Buchli