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Die Endurance war das dreimastige Expeditionsschiff und neben der Aurora eines der Schiffe für die «Imperial Trans-Antarctic Expedition», auch bekannt als «Expedition Endurance» die unter der Leitung von Ernest Henry Shackleton stand und trotz ihres Fehlschlages grosse Bekanntheit erlangt hat.
Die Endurance war das dreimastige Expeditionsschiff und neben der Aurora eines der Schiffe für die «Imperial Trans-Antarctic Expedition», auch bekannt als «Expedition Endurance» die unter der Leitung von Ernest Henry Shackleton stand und trotz ihres Fehlschlages grosse Bekanntheit erlangt hat.
Gebaut wurde die Schonerbark in Norwegen durch die Werft Framnaes. Bei ihrem Stapellauf am 17. Dezember 1912 trug sie noch den Namen «Polaris». Sie war 43,8 m lang, 7,62 m hoch und wog 350 Tonnen. Neben Segeln besass sie eine 260 kW starke Dampfmaschine, die eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten, oder 19 km/h erlaubte. Das Schiff war für polare Bedingungen ausgelegt und so konstruiert, dass es dem Druck der Eismassen möglichst wenig Angriffsfläche bot. Mit 28 cm Dicke waren die Spanten aus Grünherzholz, einer besonders stabilen Tropenholzart, doppelt so massiv ausgelegt wie bei herkömmlichen Seglern dieser Grösse. Der Rumpf der «Endurance» war verhältnismässig geradseitig konstruiert, da sie nur in lockerem Packeis fahren sollte. Sie lag damit ruhiger in der See als Schiffe mit kugeligem Rumpf wie zum Beispiel die «Fram», dieses wurde aber mit dem Nachteil erkauft, dass sie bei Eispressungen nicht wesentlich aus der Drucklinie gehoben wurde und somit nicht für Einschliessungen im Packeis geeignet war.
Auftraggeber des Baus waren Adrien de Gerlache und Lars Christensen, die sie eigentlich für Polarkreuzfahrten eher touristischen Charakters verwenden wollten. Aufgrund finanzieller Probleme war Christensen jedoch froh, sein Schiff an Shackleton für 11.600 britische Pfund verkaufen zu können - einem Betrag, der unter den ursprünglichen Baukosten lag. Nach dem Motto seiner Familie Fortitudine vincimus «Durch Ausdauer zum Sieg» benannte Shackleton sie in «Endurance» um.
Die «Endurance» verliess am 1. August 1914, wenige Tage bevor Grossbritannien Deutschland den Krieg erklärte, die Docks von London und bewältigte die Fahrt in die Antarktis mit Zwischenstopp in Buenos Aires problemlos.
Bevor jedoch die Mannschaft der «Endurance» auf das Festland der Antarktis übersetzen konnte, um wie geplant die Antarktis zu überqueren, wurde die «Endurance» im Januar 1915 vom Packeis der Weddell Sea eingeschlossen wie «eine Mandel in einem Stück Schokolade» – so der viel gebrauchte Vergleich. Nachdem die «Endurance» über 281 Tagen der Gewalt des Packeises widerstand, wurde sie am 21. November 1915 davon zerdrückt. Das Expeditionsteam hatte sich auf das Treibeis gerettet und Sir Ernest Shackleton beobachtete ihren Untergang von einer Erhebung aus. Frank Worsley, Skipper der «Endurance», beschrieb in seinem Tagebuch den für das Expeditionsteam so schrecklichen Moment:
«When one knows every nook and corner of one's ship as we did, and has helped her time and again in the fight that she made so well, the actual parting was not without its pathos, quite apart from one's own desolation, and I doubt if there was one amongst us who did not feel some personal emotion when Sir Ernest, standing on top of the lookout, said somewhat sadly and quietly, She's gone, boys».
Dank einer seemännischen und navigatorischen Meisterleistung gelang es der Mannschaft um Shackleton mit Hilfe dreier Rettungsboote, die man von der «Endurance» retten konnte, ohne Verluste aus dieser desolaten Lage herauszukommen. Zur Erinnerung an die «Endurance» trägt ein Eisbrecher der Royal Navy noch heute den Namen «HMS Endurance».
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