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Zweiter Gotthardtunnel JA
Am 28. Februar 2016 stimmen wir über den Bau einer zweiten Gotthardröhre ab. Der bestehende Tunnel muss wegen einer umfassenden Sanierung während drei Jahren komplett geschlossen werden. Mit dem Bau einer zweiten Röhre können wir die Strassenverbindung in den Süden aufrechterhalten.
Der Gotthardtunnel ist die wichtigste Strassenverbindung von Nord nach Süd und wurde 1980 in Betrieb genommen. In rund zehn Jahren muss dieser umfassend saniert werden, da sonst die Sicherheit und die Funktionstüchtigkeit des Tunnels nicht mehr gewährleistet sind. Während der Zeit der Sanierung müsste der Tunnel etwa drei Jahre geschlossen bleiben – der Kanton Tessin wäre dann quasi vom Rest der Schweiz abgeschnitten. Um die Verbindung dauerhaft gewährleisten zu können, ist der Bau einer zweiten Gotthardröhre deshalb unumgänglich. Nach Abschluss der Sanierung wird der Verkehr in jedem Tunnel auf je einer Spur geführt, eine nach Süden, eine nach Norden.
Tragbare Kosten anstelle teurer Verladeprovisorien
Die Kosten für den Bau der zweiten Röhre und die Sanierung des bestehenden Tunnels belaufen sich auf rund 2,8 Milliarden Franken. Die Sanierung und der Bau der zweiten Röhre werden sich über rund 10 Jahre Bauzeit erstrecken. Somit liegen die jährlichen Kosten von 280 Millionen Franken absolut im Rahmen und sind im Vergleich zu anderen Sanierungsprojekten sogar günstig.
Die Tunnelgegner fordern anstelle der zweiten Röhre, dass während der Totalschliessung des Gotthardtunnels eine Verladeanlage in den Urner und Tessiner Alpentälern gebaut wird. Sämtliche Anlagen müssten nach der Sanierung wieder abgerissen werden. Diese Bastelei würde weit über 3 Milliarden Franken kosten, wäre also teurer als der Bau einer zweiten Röhre und absolut nicht nachhaltig.
JA zu weniger Verkehrstoten
Wer am 28. Februar 2016 JA zur zweiten Gotthardröhre sagt, sagt auch JA zu weniger Verkehrstoten und JA zu mehr Sicherheit.
Gemessen an der Verkehrsleistung weist der Gotthardtunnel das grösste Unfallrisiko aller Schweizer Nationalstrassen auf, da im 17 km langen Tunnel Gegenverkehr herrscht. Die traurige Bilanz: 19 Todesopfer in 11 Jahren; 18 davon wegen Frontal- oder Streifkollisionen. Dieses Risiko wird mit dem Bau einer zweiten Röhre gebannt, da der Verkehr in zwei Tunnels je einspurig geführt wird.
Weniger Stau durch sichere und zuverlässige Verkehrsführung
Bei einer unfallbedingten Sperrung oder bei Unterhaltsarbeiten kann der Verkehr durch den zweiten Tunnel umgeleitet werden. Das führt zu weniger Stau und einer zuverlässigeren Strassenverbindung zwischen dem Norden und dem Süden. Die zweite Röhre führt auch nicht zu mehr Verkehr, da jede Röhre nur einspurig befahrbar ist und es deshalb keine Kapazitätserhöhung gibt – der Alpenschutzartikel in der Verfassung bleibt damit gewahrt.