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Es ist zu begrüssen, dass die Freiburger Nachrichten gelegentlich eine Seite der Literatur widmen. In der Buchkritik ist die fundamentale Unterscheidung zwischen fiktionalen Texten und Sachbüchern zu beachten. Unter den Besprechungen der FN vom 6. Oktober steht aber in der bibliografischen Angabe nur bei einer der Vermerk «Roman». Also ist zu erwarten, dass es sich bei den andern Büchern nicht um Belletristik handelt. Wie aus den Kritiken hervorgeht, ist dem, mit Ausnahme des Kochbuchs, nicht so, wobei bei einem Buch («Das Kartell») die Zuordnung nicht sehr deutlich wird. Es wäre also wünschenswert, wenn die bibliografischen Angaben den besagten Vermerk und ausserdem eine Angabe über die Länge des Textes enthalten würden.
Entscheidend für die Beurteilung eines fiktionalen Textes ist nicht der Stoff, dessen sich ein Autor bedient, sondern was er daraus macht. Der Form, besonders der Sprache des Buches kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, wobei eine Übersetzung das Original sprachlich nicht adäquat umsetzen kann. Dem werden Buchbesprechungen im Allgemeinen nicht gerecht. Für sie hat der Plot den Vorrang, und sie gebärden sich als Pseudopsychologen, die Personen und ihre Entwicklung beurteilen. Ausserdem bemüht man sich oft um den autobiografischen Hintergrund, also ein Element, das nichts über die Qualität eines Buches aussagt. Textimmanenz ist hier offenbar ein Fremdwort. Oft wird dabei der fiktive Erzähler fälschlicherweise mit dem realen Autor gleichgesetzt.
Aber ich bin mir auch bewusst, dass viele Leser andere Prioritäten setzen, sich vor allem für die Handlung und Thematik interessieren.