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Es war 1972, als Breck, nach einigen erfolglosen Versuchen, die Idee zu einem Hit hatte, der sein Leben verändern sollte. Verdis Gefangenenchor aus der Oper Nabucco wollte er in ein neues, modernes Schlagergewand hülllen. Die Plattenfirma war anfangs skeptisch, bot dann aber sogar den Botho Lukas Chor mit 74 Sängerinnen und Sängern sowie ein ganzes Orchester zur Untermalung auf.
Harziger Start eines Evergreens
Das Ergebnis «Überall auf der Welt» wurde von den Radiostationen vorerst geächtet. Ein Radiomoderator soll sogar auf Sendung gesagt haben:
Den folgenden Titel von einem neuen Sänger namens Freddy Breck hören Sie nur zwei Mal, nämlich das erste und das letzte Mal!
Dann zerbrach er die Scheibe am Mikrofon und warf sie hörbar in den Papierkorb. Aber Freddy Brecks Hit war da schon nicht mehr aufzuhalten. «Überall auf der Welt» wurde millionenfach verkauft.Weitere Hits wie «Bianca», «Rote Rosen» oder «Der grosse Zampano» sollten folgen.
Freddy versuchte sogar auf der internationalen Bühne sein Glück und nahm einige seiner Titel in anderen Sprachen auf. In Dänemark, Holland und sogar England landete er damit ebenso in den Charts.
Schlager bis zum Ende
Wie so vielen seiner Kollegen litt Breck am Aufkommen der Beat-Music, die den deutschen Schlager verdrängte. Er konnte sich jedoch als Komponist beispielsweise für die Kastelruther Spatzen oder das Original Naabtal Duo behaupten.
Erst in den 1990er-Jahren gelang ihm als Sänger ein kleines Comeback. Seine letzten grossen Erfolge feierte er zusammen im Duett mit seiner Frau Astrid. 2008 verstarb Freddy im Alter von 66 Jahren an Lungenkrebs. In seiner rund 30-jährigen Karriere gewann er unter anderem 35 Goldene und 5 Platin-Schallplatten. 2004 erschien Brecks letztes Album «Wir zwei».