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Der Zweite Villmergerkrieg und der Vierte Landfrieden von Aarau brachten eine politische Neuordnung der Alten Eidgenossenschaft. 2012 jährten sich die auf aargauischem Kantonsgebiet ausgetragenen Konflikte und Friedensbemühungen zum 300. Mal.
Die Ereignisse rund um den Zweiten Villmergerkrieg prägten die Entwicklung der Eidgenossenschaft bis 1848 und darüber hinaus. Ein grosser Teil der 13-örtigen Eidgenossenschaft, ihre Untertanengebiete und vor allem die Gemeinen Herrschaften waren in die historischen Vorgänge involviert und von den militärischen Auseinandersetzungen direkt oder indirekt betroffen.
Den Kulminationspunkt erreichte der innereidgenössische Konflikt im Sommer 1712 in den damaligen Freien Ämtern auf dem Gebiet des heutigen Kantons Aargau. Nach der Entscheidungsschlacht bei Villmergen vom 25. Juli 1712, die zugunsten der reformierten Stadtstaaten ausfiel, wurde am 11. August desselben Jahres zwischen den Kriegsparteien der Vierte Landfrieden geschlossen. Dessen Grundzüge bildeten die Gleichverteilung der Macht zwischen den Konfessionslagern, die Religionsfreiheit in den Gemeinen Herrschaft und die Sicherung einer territorialen Verbindung zwischen dem Zürcher und Berner Herrschaftsgebiet.
Gedenkfeiern und Landschaftstheater
An den Schauplätzen der damaligen Ereignisse - in Villmergen, Baden, Sins, Bremgarten, Brugg – fanden Gedenkfeiern, Vorträge, ökumenische Gottesdienste und das Landschaftstheater "Mit Chrüüz und Fahne" statt.
Ausgehend von einem parlamentarischen Vorstoss des Grossen Rats richtete der Kanton Aargau am 11. August 2012 eine in Villmergen aus. Der Regierungsrat wollte damit die grosse historische und politische Bedeutung des Konflikts für die Eidgenossenschaft bewusst machen.