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Seit 2011 war Choupette (auf Deutsch «die Süsse») bei dem inzwischen verstorbenen Chanel-Designer zu Hause. Ursprünglich gehörte sie Lagerfelds Freund, dem Model Baptiste Giabiconi. Als der jobbedingt für einige Wochen ins Ausland musste, bat er Karl, auf das herzige Büsi aufzupassen. Der Beginn einer tiefen Liebe. Lagerfeld hatte sich so schnell an Choupette gewöhnt, dass er sie nach Baptistes Rückkehr gar nicht mehr hergeben wollte und entschied sich kurzerhand dazu – natürlich mit dessen Segen – das flauschige Tier zu adoptieren. Seither war sie nicht nur Karls Ein und Alles, sie diente ihm auch regelmässig als Inspiration für seine Kollektionen. Eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Tier, die am 19. Feburar 2019 mit dem Tod des Designers ein trauriges Ende fand. Ein Anlass, mal auf das skurrile Leben der berühmten Katze und ihres Herrchens zurückzublicken:
8 verrückte Fakten über Choupette
1. Sie hat zwei eigene Hausmädchen
Nicht nur der Designer hatte eigene Angestellte, nein, auch seine Katze. Die Hausmädchen Françoise und Marjorie wichen nie von Choupettes Seite, wenn Karl mal nicht da war. Der Designer verriet einst in einem Interview mit CNBC: «Selbst wenn sie schläft, möchte sie nicht allein sein. Sie ist wie eine schicke Frau, wie eine behütete Frau mit ihren eigenen Dienstmädchen.»
2. Sie besitzt ein eigenes iPad
Klar, als Katze eines wohlhabenden Designers reicht normales Spielzeug nicht aus. Mit eigenem Instagram-Account musste für Choupette natürlich auch ein eigens iPad her.
3. Sie ass stets mit Karl am Tisch
Auf dem Boden essen? Doch nicht, wenn man Choupette heisst. Dem verstorbenen Designer war es wichtig, das Tier ebenbürtig zu behandeln: «Sie isst jeden Mittag und Abend mit eigenem Essen zusammen mit mir am Tisch.» Verzogen? Fehlanzeige. Er ergänzte: «Dabei lässt sie stets die Pfoten von meinem Essen.»
4. Sie führt Tagebuch
… naja, wohl eher ihre Angestellten. Darin wird festgehalten, wie oft sie aufs WC muss, wie viel sie schläft oder was sie sonst eben so in ihrem exklusiven Katzenleben treibt. Innerhalb der ersten neun Monate sind dabei laut Aussage Lagerfelds bereits über 500 Seiten zusammengekommen. Wie viele Bücher es inzwischen wohl über Choupettes Leben gibt?
5. Sie verdiente 3 Millionen als Werbestar
Sie ist schön und sie ist berühmt. Nur logisch, dass sie in den vergangenen Jahren immer wieder vor der Kamera stand. Dabei arbeitete sie unter anderem zusammen mit Herrchen Karl für einen bekannten deutschen Autohersteller und ein japanisches Beautyprodukt. Allein 2015 verdiente sie damit rund 3 Millionen Euro. Für herkömmliche Katzenartikel würde sie aber selbstverständlich nie in Frage kommen. So antwortete Lagerfeld einst auf die Frage, ob Choupette bald auch für Katzenfutter werben würde: «Ich erlaube ihr nicht, diese Essensgeschichten oder ähnliches zu machen. Dafür ist sie zu elegant.»
6. Sie bekommt ihr Essen von Starköchen zubereitet
Dosenfutter für einen Katze wie Choupette? Niemals. Ihre Mahlzeiten werden stets von eigenen Köchen zubereitet. An Weihnachten ging es dabei immer besonders exklusiv her. Auf ihrem Instagram-Account teile sie: «Es kommt darauf an, wohin wir für die Weihnachtsferien jetten — aber Daddy geht immer sicher, dass mir mein Koch auch ja ein spezielles Gericht zubereitet.» Und: «Der Koch Ozuru (früher im Nobu Paris tätig) und andere kulinarische Magnaten haben mir stets kundenspezifische Gerichte, wie japanisches Rindfleisch oder Hühnerfleisch mit Spargel, zubereitet.»
7. Sie geht wöchentlich zur Maniküre
Damit Karls Möbel auch ja frei von Kratzern blieben, musste Choupette regelmässig zur Maniküre. Dabei verriet der Modezar: «Sie hasst es. Nur dann macht sie eine Szene. Dabei macht sie aber alles mit ihren Augen. Sie weiss genau, was sie will.»
8. Sie hat drei Namen
Je nach Laune nannte Karl sie mal nur «Choupette». Manchmal aber auch «Princess Choupette» oder «Miss Choupette». Auf welchen Namen das weisse Büsi wohl am besten hörte?