Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03348.jsonl.gz/996

Die Shikoku Electric setzte zwischen dem 24. und 27. Juni 2016 insgesamt 157 Brennelemente einschliesslich 16 Mischoxid- Brennelemente (Mox) in die japanische Kernkraftwerkseinheit Ikata-3 ein (PWR, 846 MW).
Im Juli 2015 hatte die japanische Nuclear Regulation Authority (NRA) erklärt, Ikata-3 entspreche den verschärften japanischen Sicherheitsrichtlinien. Gleichzeitig erteilte sie der Shikoku Electric die Genehmigung, die vorgeschlagenen Nachrüstungen vorzunehmen. Im November 2015 war das Unternehmen im Besitz aller nötigen Zustimmungen zur Wiederinbetriebnahme von Ikata-3.
Ikata-3 wäre die fünfte Einheit Japans, die nach dem Fukushima-Daiichi-Unfall den regulären Betrieb wieder aufnimmt. Strom produzieren bereits Sendai-1 und -2. Takahama-3 und -4 kamen Anfang 2016 ebenfalls ans Netz. Sie mussten indes wegen Anwohnereinsprachen herunterfahren werden. Ein Gerichtsverfahren ist hängig.
Das Kernkraftwerk Ikata befindet sich an der Westküste von Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln Japans. Es umfasst drei Kernkraftwerkseinheiten. Die Shikoku Electric legte am 10. Mai 2016 Ikata-1 (PWR, 538 MW) offiziell still. Ob der zweite Block, ebenfalls ein Druckwasserreaktor mit der gleichen elektrischen Leistung wie Ikata-1, nachgerüstet wird, um wieder ans Netz zu gehen, ist noch offen.
Quelle
M.A. nach Jaif Atoms in Japan, 28. Juni 2016