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Travail.Suisse verurteilt die Invasion in der Ukraine und setzt sich für den Schutz der ukrainischen Geflüchteten in der Schweiz ein
Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, drückt seine Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern aus, indem er zur Hilfe vor Ort beiträgt und den Schutzstatus S in der Schweiz unterstützt, gleichzeitig aber auf einige Punkte bei der Umsetzung aufmerksam macht. Travail.Suisse verurteilt diesen Krieg in Europa aufs Schärfste.
Die europäische Gewerkschaftsbewegung setzt sich heute mit Spenden und Demonstrationen für den Frieden und die Hilfe für die Ukrainerinnen und Ukrainer ein. In diesem Zusammenhang unterstützt Travail.Suisse mit einem finanziellen Beitrag die materielle und medizinische Hilfe der freien und demokratischen ukrainischen Gewerkschaften, die dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) angehören. Travail.Suisse setzt sich für den Frieden ein und verurteilt die russische Invasion in der Ukraine aufs Schärfste. Der Dachverband begrüsst es, dass die Schweiz eine aktive neutrale Position eingenommen hat und damit die Risiken der Passivität oder gar der Komplizenschaft vermeidet.
Schutzstatus S: Überlegungen von Travail.Suisse
Mit der Solidarität im Zentrum seines Mandats unterstützt Travail.Suisse den Schutzstatus S für Ukrainerinnen und Ukrainer sowie für alle Personen, die über eine Aufenthaltsgenehmigung in der Ukraine verfügen, aber nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren können. Travail.Suisse wurde als nationaler Sozialpartner zum Treffen mit Bundesrätin Karin Keller Sutter am morgigen 16. März, eingeladen, das dem Schutzstatus S gewidmet ist. Travail.Suisse unterstützt insbesondere eine umfassende Familienzusammenführung und den sofortigen Zugang zu Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt. «Der schnelle Zugang zum Arbeitsmarkt wird dazu beitragen, Desinteresse zu vermeiden und berufliche Fähigkeiten zu erhalten oder zu erwerben, die sich auch im Hinblick auf eine Rückkehr als nützlich erweisen werden», erklärt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse.
Es ist natürlich von entscheidender Bedeutung, dass die Lohn- und Arbeitsbedingungen kontrolliert werden, um einen Schutz vor Missbrauch zu gewährleisten, wie es das Gesetz vorsieht. In diesem Rahmen müssen insbesondere die schwächsten Personen vor jeder Form der Ausbeutung geschützt werden, namentlich Frauen und Kinder, welche die grosse Mehrheit der Geflüchteten stellen. Es muss auch alles getan werden, um mit der Zeit einen möglichen Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden, insbesondere mit Personen, die Schwierigkeiten haben, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten.
Die Bedeutung anderer Aspekte wie die bestmögliche Integration von Kindern und Jugendlichen in das Schul- und Berufsbildungssystem dürfen zudem nicht unterschätzt werden. «Da es derzeit unmöglich ist, die Dauer des Konflikts vorherzusagen, muss der Zugang zu den verschiedenen Integrationsprogrammen, insbesondere zur Förderung des Spracherwerbs, gefördert werden», sagt Denis Torche, Leiter Migrationspolitik bei Travail.Suisse.