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Goethe, Johann Wolfgang : Sämtliche Werke. Briefe, Tagebücher und Gespräche Amtliche Schriften - Sämtliche Werke. Briefe, Tagebücher und Gespräche - Ln
Kommentar zu den 'Amtlichen Schriften' (Band 26 und 27 der Frankfurter Ausgabe)
Als in den Jahren 1998 und 1999 Goethes Amtliche Schriften vorgelegt wurden und damit die Textedition der Frankfurter Goethe-Ausgabe zum Abschluß kam, mußte auf einen ausführlichen Stellenkommentar zunächst verzichtet werden. Diese Lücke wird nun, nach einem weiteren Jahrzehnt intensiver Forschungsarbeit der Herausgeber, mit einer digitalen Edition geschlossen, die ein bequemes Auffinden der Einzelkommentare und systematische Recherchen ermöglicht.
Goethes Wirken entfaltete sich im Kraftfeld von Kunst, Wissenschaft und Politik. Als Dichter und Forscher ist er im allgemeinen Bewußtsein verankert; weniger präsent ist, in welch erheblichem Maß sein Leben durch seine Aufgaben in staatlichen Ämtern bestimmt war - und welchen Einfluß seine politischen Erfahrungen auf sein poetisches und wissenschaftliches Werk hatten. Ohne Kenntnis der Gesamtaktenlage sind die einzelnen Schriftstücke, wie sie in Band 26 und 27 abgedruckt sind, jedoch nur unzureichend in ihrer Bedeutung einzuordnen. Das nun vorgelegte Werk, in dem Goethes amtliche Schriften überhaupt zum erstenmal umfassend kommentiert werden, befriedigt somit ein dringendes Desiderat, indem es jeden Vorgang in einem einleitenden Vortrag zusammenfaßt, Rechenschaft liefert über die Art der Überlieferung und schwierige Stellen umfassend erklärt. Außer den Kommentaren zu den bereits abgedruckten Schriften enthält die Edition auch Nachträge zur »Kriegskommission« und zur »Bergwerkskommission« und zahlreiche Abbildungen.»Und so trifft es sich gut, dass in diesem Sommer ... endlich auch ein Kommentar zur Edition von Goethes Amtlichen Schriften in der großen Frankfurter Ausgabe des Deutschen Klassiker Verlages fertig geworden ist. Sie übertreffen den ersten Anlauf einer Ausgabe aus den fünfziger Jahren bei weitem, vor allem für Goethes nachitalienische Zeit bietet sie Pionierarbeit.«
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung 27.08.2011