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Willi Achermann-Niklaus wurde am 27. Dezember 1931 als zweites Kind seiner Eltern Willi und Anna Achermann-Ziegler – beide Lehrer – in Uznach, Kanton St. Gallen, geboren. Mit einer Schwester und zwei Brüdern erlebte er eine strenge aber glückliche Jugendzeit.
Nach der Ausbildung zum Tiefbauzeichner arbeitete er in Genf, Sitten und Altdorf und nach dem Studium am Burgdorfer Technikum in Biel. In der Pfarrei St. Marien war er aktives Mitglied im Kolpingverein und lernte bei einem Pfarreianlass im August 1961 seine zukünftige Frau, Irène Niklaus, kennen. Am 1. September 1962 heirateten die beiden und zwei Töchter vervollständigten das Familienglück.
Im Wochenend- und Ferienhaus seiner Schwiegereltern in Rechthalten fühlte der Verstorbene sich stets daheim. Deshalb zog er nach seiner Frühpensionierung mit seiner Frau von Bern ins Gruholz. Hier war er in seinem Element, es gab immer etwas zu planen, zu bauen, zu gärtnern, zu ernten, im Winter die Vögel zu füttern und im Sommer den Mäusen den Kampf anzusagen. Er wurde stolzer Grossvater von fünf Enkelinnen.
Die Jahre vergingen, das abgelegene Haus mit dem grossen Umschwung wurde zur Last. Zu seiner Freude übernahm eine Tochter das Haus, und er zog mit seiner Frau vor einem Jahr nach Rechthalten ins Dorfzentrum. Mit seinem roten Elektromobil fuhr er immer wieder ins Gruholz. Am 27. August 2018 ein letztes Mal. Sein Herz hörte dort auf zu schlagen, wo er es sich bereits vor 56 Jahren gewünscht hatte, alt zu werden.