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Der Schweizer Xavier Justo ist am Dienstag aus dem Gefängnis in Thailand freigelassen worden. Dies berichten thailändische Medien. Justo war einer von 150'000 Personen, die der neue thailändische König Maha Vajiralongkorn begnadigte. Weltweit bekannt wurde Justo, da er den vermutlich grössten Korruptionsskandal (1MDB) in Südostasien ins Rollen gebracht hat.
Seine vorzeitige Haftentlassung hat Justo einer im August erlassenen Amnestie durch den kürzlich verstorbenen thailändischen Königs Bhumibol zu verdanken. Die Amnestie wurde nun von seinem Sohn und Nachfolger bestätigt.
Justo arbeitete von März 2010 bis April 2011 als Direktor bei der Ölfirma Petrosaudi International. Dort kopierte er vor seinem Austritt belastende Daten und E-Mails, die auf dubiose Machenschaften hinter dem malaysischen Staatsfonds 1Malaysian Development Berhad (1MDB) hinweisen. Von dessen am Kapitalmarkt aufgenommenen Milliarden ist ein Grossteil in vermeintlichen Ölfeldern Turkmenistans und in Offshore-Oasen wie den Seychellen und den British Virgin Islands versickert.
Mit den Daten wollte er Petro Saudi erpressen. Als die Firma nicht darauf einging, hat Justo das Material an die Presse weitergegeben und damit den 1MDB-Skandal ins Rollen gebracht. (SDA)Publiziert am 20.12.2016 | Aktualisiert am 20.12.2016