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Bunt- und Rotationsbrachen sind mit einheimischen Wildblumen und Deckfrüchten gesäte ökologische Ausgleichsflächen, die im Ackerbaugebiet liegen und die pflanzliche und tierische Artenvielfalt fördern sollen. Wir untersuchten im Rahmen eines mehrjährigen Kleinparzellenversuches in der Nähe von Frauenfeld (TG) den Einfluss von sechs gesäten Brachenmischungen und einer Kunstwiesenmischung auf die pflanzliche Artenvielfalt und die Deckung mit nicht gesäten Pflanzenarten im Saatjahr. Zudem untersuchten wir, wie sich ein Säuberungsschnitt auf die Vegetation auswirkte. Am geringsten war die Artenvielfalt, wo keine Mischung gesät wurde und nur spontan aufgekommene Pflanzen (Spontanarten) vorhanden waren. Mit zunehmender Anzahl Komponenten in der Mischung nahm die Vielfalt im Feld zu. Die Anzahl Spontanarten war in allen Parzellen, wo Mischungen gesät wurden ähnlich, mit Ausnahme der Parzellen, wo die artenärmste Mischung gesät wurde, dort war die Spontanartenzahl grösser. Die Buntbrache mit Wiesenschwingel (Festuca pratensis) in der Saatmischung zeigte etwa dieselbe Deckung mit Spontanpflanzen wie die Buntbrache ohne Graszusatz. In der Rotationsbrache mit reduziertem Anteil an Luzerne (Medicago sativa) konnten wir gegenüber der unveränderten Rotationsbrache nur im Spätsommer eine grössere Deckung mit Spontanarten feststellen. Der Schnitt bewirkte insgesamt eine Zunahme der Deckung mit Spontanarten, wobei besonders niederliegende Pflanzenarten gefördert wurden. Der Anteil an totem Pflanzenmaterial im Herbst war in den geschnittenen Parzellen deutlich geringer als in den ungeschnittenen, mit Ausnahme derjenigen Bestände, wo gräserreiche Mischungen gesät wurden.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.
Fromental und Goldhafer sind typische, auch für Futterbaumischungen geeignete Heuwiesengräser. Von vier geprüften Fromental- und drei Goldhafersorten wird es wohl nur eine neue Sorte von Fromental auf die Liste der empfohlenen Sorten schaffen.
Pflanzenbau
Stevenel P., Wendling M., Brabant C., Suss H., Savoyat C., Dierauer H., Mascher F., Charles R.
Das FiBL und Agroscope haben Brotweizensorten auf Ertrags- und Qualitätsstabilität untersucht. Es zeigte sich, dass die Sortenwahl an den Standort angepasst werden muss und dass ein hohes Ertragspotenzial nicht mit einem hohem Proteingehalt einhergeht.