Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/177968

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, wie analoge Telefonanschlüsse nach der Umstellung auf die Internettelefonie (VoIP) ohne Mehrkosten für den Benutzer weiterbetrieben werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Zuge der stetigen Entwicklung der Telekommunikation werden die Fernmeldenetze in den kommenden Jahren weltweit von der analogen auf die digitale Technologie (IP-Technologie) umgestellt. Diese Entwicklung findet auch in der Schweiz statt, und viele Netzbetreiber wie z. B. die Kabelnetzbetreiber haben ihre Netze bereits vollständig auf die digitale Technologie umgestellt.</p><p>Damit auch in der Grundversorgung ein modernes Netz zur Verfügung steht, hat der Bundesrat am 2. Dezember 2016 den Umfang der Grundversorgung mit Fernmeldediensten in der Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) per 1. Januar 2018 angepasst und den Grundversorgungsanschluss technologieneutral definiert. Dies erlaubt der Grundversorgungskonzessionärin die Umstellung auf die digitale Technologie. Mit dieser ist die Versorgung des Endgerätes mit elektrischer Energie aus dem Telefonnetz nicht mehr möglich.</p><p>Eine allfällige Verpflichtung, im Rahmen der Grundversorgung weiterhin uneingeschränkt den analogen Anschluss inklusive Stromzuführung sicherzustellen, wurde vom Bundesrat bereits in seinem Bericht in Erfüllung des Postulates Eder 16.3051, "Abschaltung der analogen Telefonabschlüsse. Auswirkungen auf Lifttelefone und Alarmsysteme", geprüft. Der Bundesrat ist dabei zum Schluss gekommen, dass der Betrieb von zwei parallelen Netzen aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll ist und dass darauf zu verzichten sei.</p><p>Damit aber der Umstieg auf die neue Technologie tragbar ist, hat der Bundesrat in Artikel 108a FDV im Rahmen einer Übergangsbestimmung festgelegt, dass die Grundversorgungskonzessionärin bis zum 31. Dezember 2021 auf Ersuchen der Kundschaft die bisherigen analogen und ISDN-Anschlüsse bereitstellen muss und dafür keine Kosten in Rechnung stellen darf. Voraussetzung ist, dass der Kunde für eine Stromversorgung sorgt.</p><p>Von diesen Änderungen betroffen sind auch Alpwirtschaftsbetriebe und Berghütten, welche über keine Stromversorgung verfügen. Swisscom geht davon aus, dass schweizweit insgesamt rund 200 Anschlüsse über keine lokale Stromversorgung verfügen (etwa 40 SAC-Hütten und etwa 160 private Alphütten). Swisscom steht diesbezüglich in Kontakt mit dem Schweizer Alpenclub (SAC) und dem Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband und prüft verschiedene Lösungen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.