Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03271.jsonl.gz/70

1901-04 SE Otto Nordenskjöld
Schwedische Antarktis-Expedition 1903 – 04
Diese Expedition verdankt ihr zu Stande kommen der Schwedischen Antarktis-Expedition unter der Leitung von Otto Nordenskjöld. Sie ist als Rettungsexpedition geplant worden, falls mit dem Schiff ,,ANTARKTIS“ etwas passiert. Die ANTARKTIS ist während 1902 und 1903 mehrmals zwischen Argentinien , den Falklands und der Antarktischen Halbinsel hin- und hergefahren. Vor der letzten Abfahrt zur Antarktis hatte J.Gunnar Andersson (Stellvertreter von Otto Nordenskjöld) einen Bericht nach Schweden und zum General Konsul in Buenos Aires geschickt. Darin wird festgelegt, dass, wenn von der Expedition bis zum I.Mai 1903 keine Nachricht gekommen ist, ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen werden kann. Daraufhin hatte die schwedische Regierung einen Kostenvoranschlag gemacht, der eine Rettungsexpedition möglich machte, an der sich aber auch Privatpersonen beteiligten. Sie wurde zuerst Gyldensche Expedition genannt, nach dem Kapitän des Schiffes „FRITHJOF“,.Gylden. Auch Argentinien wollte eine Rettungsexpedition auf die Beine stellen. Da zu dieser Zeit kein passendes Schiff zur Verfügung stand, wurde das alte Kanonenboot „Uruguay“ für den eventuellen Einsatz umgebaut. Beide Schiffe sollten zusammen wirken. Die URUGUA Y sollte als letzten Abfahrttermin den 1.Nov.1903 in Ushuaia abwarten. Die FRITHJOF, das schwedische Schiff, wurde unterwegs aufgehalten und konnte den vorgegebenen Termin nicht einhalten. Weil das Wetter gut war, entschloss man sich mit der URUGUAY allein loszufahren. Die Fahrt der URUGUAY und der Rettung ist bekannt und durch Postkarten belegt.
Die FRITHJOF war am 2.Nov.1903 in Buenos Aires und erreichte am 20.Nov.1903 Ushuaia. Sie fuhr dann weiter zur Antarktischen Halbinsel. Als die Insel Snow Hill erreicht wurde stellte man fest, dass die schwedische Expedition schon durch die URUGUAY gerettet war. Vor der Rückfahrt nach Südamerika hat der mitgereiste Ornithologe Axel Klinckowström in der Hope Bay noch Forschungen speziell über Pinguine durchgeführt. Die grösste Zeitung in Südamerika zu dieser Zeit, die „La Nacion“ in Buenos Aires, hat auch für diese Expedition mehrere Postkarten mit Motiven von der Frithjof und deren Besatzung herausgegeben.