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Grauvieh
Diese Rasse eroberte unsere Herzen, nachdem wir im Herbst 2005 unsere Milchwirtschaft aufgegeben haben und uns jedoch ein Leben ohne Kühe auf dem Bauernhof nicht vorstellen konnten. Das rätische Grauvieh hat eine spannende Herkunfts- und Entwicklungsgeschichte:
Die Geschichte
Ende des 19. Jahrhunderts waren graue Rinder über weite Teile der Ostalpen verbreitet. Durch die verschiedenartigen Zuchtgebiete und Abgeschiedenheiten der Täler entwickelten sich lokale Schläge. So unterschied man im Kanton Graubünden vor allem zwischen dem kleineren, leichteren Albula-Grauvieh und dem grösseren, schwereren Oberländerschlag. Das Grauvieh genoss bis in die zwanziger Jahre einen guten Ruf als Arbeits-, Mast- und Milchtier. Dann verschwanden die Tiere allmählich, da sie in der zahlenmässig grösseren Braunviehpopulation aufgingen.
Im Tirol, vor allem im Oberinntal und in der Finstermünzschlucht, wohin oft Stiere des Albulaschlages ausgetauscht wurden, konnten sich noch etliche kleinrahmige Tiere des alten Schlages halten.
Von dort wurden von der Pro Specie Rara
ab 1985 wieder Tiere in die Schweiz eingeführt. 1990 wurde der Schweizerische Grauviehzuchtverein gegründet, der 1992 von der Genossenschaft der Grauviehzüchter GdG abgelöst wurde. Im Jahre 2015 wurde der Name in Rätisches Grauvieh Schweiz RGS umgewandelt.
Die Organisation Rätisches Grauvieh Schweiz RGS ist verantwortlich für die Ausführung der Massnahmen und Aufgaben nach den Herdebuchvorschriften und Reglementen des Züchterverbandes für seltene Nutztierrassen und den vom Züchterverband genehmigten, rassenbezogenen Vorschriften (Zuchtbegleiter, Verordnung). Seit 1997 wurden keine Tiere mehr importiert.
Mittlerweile ist das Rätische Grauvieh fast in der ganzen Schweiz verbreitet. Die meisten Tiere und Betriebe sind im Kanton Bern erfasst, gefolgt von den Kantonen Graubünden und Zürich.
Wir können auch sagen, dass wir vermehrt grössere Betriebe mit aktiven Züchtern beim Rätischen Grauvieh Schweiz haben. Über tierische-raritäten.ch sind auch oft Tiere ausgeschrieben die im Zuchtbuch erfasst sind.
Quelle: Rätisches Grauvieh Schweiz
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