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"Aber warum daran denken". Das einzige Verbrechen bislang seien durchgesickerte Informationen. Der Tweet endet mit den Worten "FAKE NEWS", mit denen Trump seine Kritik an den Medien erneuerte. Er hat diesen besonders im Zusammenhang mit der Russland-Affäre wiederholt eine falsche Berichterstattung vorgeworfen.
Trump führte nicht aus, wen er gegebenenfalls begnadigen würde - oder ob er dies überhaupt tun würde. Der Beitrag schien aber eine Reaktion auf einen Bericht der "Washington Post" zu sein. Diese hatte kürzlich gemeldet, Trump und seine Anwälte hätten die Befugnisse des Präsidenten mit Blick auf Begnadigungen von Trump-Mitarbeitern, Familienmitgliedern und womöglich ihn selbst geprüft. Der Bericht liess sich nicht bestätigen.
Mehrere Kongressausschüsse und ein Sonderermittler gehen Vorwürfen nach, wonach Russland den US-Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr zugunsten Trumps beeinflusst hat und es Absprachen mit Trumps Mitarbeitern gegeben haben soll. Zuletzt rückten Trumps Sohn Donald Trump Junior, sein Schwiegersohn Jared Kushner, sein ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort und Justizminister Jeff Sessions in den Fokus der Untersuchung.
Experten sind sich uneins, wie weit das Begnadigungs-Recht des Präsidenten reicht. Sollte Trump es etwa für sich selbst in Anspruch nehmen, müsste nach Auffassung einiger Wissenschaftler womöglich der Oberste Gerichtshof entscheiden, ob ein solcher Schritt von der Verfassung gedeckt ist. Die Ermittler in der Russland-Affäre haben Trump bisher kein Fehlverhalten vorgeworfen.
(AWP)