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<ip-pii>. Die Kranken und die Behinderten
Eine Krankheit oder eine Behinderung ist keine Ausnahmesituationen. Jeder ist teilweise krank oder teilweise gesund. Jeder ist teilweise leistungsfähig oder teilweise behindert.
Die Welt teilt sich nicht in Kranke und Gesunde, in Leistungsfähige und Behinderte. Die Welt wird aufgeteilt in diejenigen, welche einen Beitrag zum Bewusstseinswachstum beitragen wollen und können, und in diejenigen, welche es nicht wollen oder nicht können. Vom Standpunkt der Prinzipien des steigenden Bewusstseins aus ist es bedeutungslos, ob jemand nicht will oder nicht kann. Deswegen ist die Unfähigkeit oder der Unwille keine Entschuldigung. Es spielt keine Rolle, ob jemand die Maturaprüfung nicht bestand, weil er nicht lernte oder nicht lernen konnte. Diejenigen, welche nicht lernen wollten, haben immer die Möglichkeit diesen Fehler zu korrigieren. Diejenigen, welche nicht lernen können, haben immer die Möglichkeit sich woanders nützlich zu erweisen.
Das Prinzip des steigenden Bewusstseins schätzt jeden Beitrag zum Bewusstseinswachstum. Die Kranken leisten einen Beitrag, welchen die Gesunden nicht leisten können. Sie geben dem kollektiven Bewusstsein eine Chance die Ursachen der Krankheit herauszufinden um die Krankheit zu bekämpfen. Dieser Kampf geht leider manchmal verloren.
Die Krankheitsbekämpfung wird auf den tieferen Ebenen des menschlichen Bewusstseins durchgeführt. Dieser Mechanismus hat sich noch vor den Zeiten der Entwicklung des menschlichen kollektiven Bewusstseins als effektiv erwiesen.
Die natürlichen Mechanismen der Krankheitsbekämpfung haben sich mit zunehmender Entwicklung des kollektiven Bewussteins als unzureichend erwiesen. Der Mensch hat deswegen die medizinischen Wissenschaften als eine sekundäre Hilfe für die Bekämpfung von Krankheiten- oder Behinderungen entwickelt. Die Medizin hat schon auf sehr vielen Gebieten grosse Erfolge gefeiert.
Die Medizin hat aber auch ihre dunkle Seite. Die Ärzte betrachten die Kranken häufig ähnlich wie sie die Zahlen auf ihren Bankkontoauszügen betrachten. Die kranken Menschen werden dabei behandelt wie defekte Gegenstände, welche zur Reparatur gebracht wurden.
Es kommt vor, dass die Medizin einen Menschen nicht sterben lässt und aus ihm ein Objekt für Experimente macht. Wenn das menschliche Bewusstsein zerfällt, sollte man den Körper nicht künstlich am Leben erhalten. Das Universum kennt eine andere Lösung dieses Problems. Irgendwo wird ein neues Leben geboren.
Ein anderes Problem bildet die Disharmonisierung. Die Medizin greift häufig in die harmonisierten Prozesse ein und disharmonisiert sie dadurch. Die Folgen einer solchen Einmischung sind fatal. Während der Mensch gegen eine bestimmte Krankheit behandelt wird, generiert die Medizin eine Lawine anderer Krankheiten als Folge der Disharmonisierung der natürlichen Prozesse. Dabei werden so nicht nur „menschlichen“ sondern auch andere Prozesse disharmonisiert. Es ist, als ob man den Wald von einer Insektenplage befreit, indem die Insekten vergiftet werden. Dabei hat man nicht nur die Insekten vernichtet, sondern auch alles, was im Wald lebte. Zusätzlich wurde das ganze Gebiet für mehrere Jahre kontaminiert. Das Gift fliesst mit dem Wasser in die Flüsse und verursacht weitere Verwüstung.
Das Grundproblem ist die Aufwertung des menschlichen Lebens zu einem absoluten Wert, damit erreicht der Kampf um die Erhaltung des menschlichen Lebens manchmal eine absurde Dimensionen.
Man sollte sich bewusst werden, dass das Universum einen solchen Wert nicht kennt. Das Bewusstsein ist keineswegs privates Eigentum. Das Bewusstsein gehört dem Universum alleine. Jedes Einzelnbewusstsein ist eine aktuelle Implementierung des Bewusstseins. Nach dem Tod wird wieder geboren. Nur der Mensch macht daraus ein Problem, indem er krampfhaft an seinen Erinnerungen festhält, als ob diese Erinnerungen das Ziel der Existenz wären.
Es gibt aber eine Regel und die besagt, dass man nicht zurückschauen soll. Warum gibt es denn diese Regel?
Wäre es nicht einfacher unser „aktuelles“ Leben wie eine Rolle in einem Film zu betrachten? Wenn diese Rolle zu Ende geht, bekommen wir vielleicht eine andere zu spielen, vielleicht sogar noch interessantere . Statt einen gelangweilten Millionär zu spielen, werden wir vielleicht einen fröhlichen Armen spielen dürfen - vielleicht auch umgekehrt. Auf jeden Fall muss man zuerst die aktuelle Rolle gut spielen um eine neue Rolle in einem neuen Film zu bekommen.