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1268 gestattete der Bischof von Basel den Webern die Errichtung einer Zunft. Aus Anlass des 750-jährigen Jubiläums gibt eine kleine Ausstellung Einblick in die Geschichte der Webernzunft. Seit ihrer Gründung machte die Zunft mehrere Wandlungen durch. In den Anfängen eine arme Handwerkervereinigung, erlangte sie im 16. und 17. Jahrhundert unter den Handwerkerzünften eine angesehene Stellung. Zuerst gehörten ihr die einfachen Woll- und Leinenweber, die Spinner, Spuler, Bleicher und Färber an. Frauen machten zeitweise 25 % der Zunftangehörigen aus. Mit dem Zuzug von Glaubensflüchtlingen stiessen neue, wirtschaftlich bedeutende Branchen, die Samt- und Seidenweberei sowie die Seidenfärberei, hinzu. Im 20. Jahrhundert erlebte die Basler Textilindustrie einen Niedergang – nicht jedoch die Webernzunft. Heute vereinigt die Zunft zwar keine Textilfachleute mehr, aber rund 250 Berufsleute aus unterschiedlichsten Sparten.