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LID. Der französische Präsident Jacques Chirac hat die EU-Subventionen für Agrarexporte nach Afrika in Frage gestellt. Die reichen Länder müssten die Hilfen für den Export von landwirtschaftlichen Produkten stoppen, weil diese die Märkte durcheinander brächten, sagte Chirac laut dem österreichischen Agrarpressedienst AIZ am 21. Februar zum Abschluss des Frankreich-Afrika-Gipfels. Als Beispiele nannte er Subventionen für Milchpulver, Geflügel und Reis. An dem Gipfel nahmen 45 Staats- und Regierungschefs teil. Die reichen Staaten seien mit den wirtschaftlichen Erfordernissen Afrikas in den vergangenen Jahren "nicht aufmerksam genug" umgegangen, sagte Chirac. Den Entwicklungsländern solle ein "bevorzugtes Handelssystem" für Rohstofflieferungen angeboten werden. Für die laufende Runde der Welthandelsorganisation (WTO) sollten die reichen Staaten die Hilfen für die Exporte von landwirtschaftlichen Produkten nach Afrika einfrieren. Im Kreis der G8-Länder will Chirac vorschlagen, die Handelsbedingungen für Baumwolle, Kaffee und Kakao neu zu überdenken, schreibt das AIZ weiter.
Mediendienst Nr. 2605 vom 27. Februar 2003