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Die Krise im kanadischen Weizenmarkt wurde vorwiegend durch Transportschwierigkeiten in Kombination mit einer guten Ernte 2013 hervorgerufen, schreibt La France Agricole. Transportunternehmen hätten beim bereits ausgelasteten Schienennetz den Energietransporten den Vorrang gegeben. So wurden Erdöl und Gas, jedoch wenig Weizen transportiert und es entstanden Rückstände von bis zu 18 Monaten bei Weizenlieferungen.
Derweil hätten die Privatabnehmer das Kaufangebot an die Produzenten gesenkt. Auch die vom Staat erlassene Verpflichtung an die Transportunternehmen, wöchentlich 500‘000 Tonnen Weizen zu transportieren, habe wenig gebracht. Der Gewinnverlust für die Produzenten belaufe sich auf umgerechnet 2,2 Milliarden Euro.
Das Logistikproblem stehe in Verbindung mit der seit 2012 fortlaufenden Liberalisierung des kanadischen Weizenmarktes. Vor der Liberalisierung habe der Staat den Transport organisiert. Jetzt werde der Weizentransport nicht mehr koordiniert, sagt Bill Martin, Vertreter der Produzentenorganisation Farmers of North America zu La France Agricole. Auch bestehe keine Transparenz bei der Preisbildung was besonders bei der starken Marktkonzentration bedenklich sei. Drei Unternehmen, Cargill, Vitera und Richardson, dominierten 2014 laut Martin 80 Prozent des Marktes.