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Der Jugendquotient (Prozentverhältnis der 0-19-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen) ging ab 1980 deutlich zurück. In den 1990er Jahren blieb der Quotient stabil, weil nun die Babyboomgeneration Kinder bekam. Der darauf folgende Rückgang in den 2000er Jahren dürfte inzwischen beendet sein. Aktuell beträgt der Wert knapp 34 Prozent. Auf diesem Niveau dürfte er sich gemäss kantonalem Trendszenario bis 2050 ungefähr halten. Auf eine jugendliche Person kommen damit etwa drei Personen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren.
Durch den Eintritt der Babyboomgeneration ins Pensionsalter erhöht sich der Altersquotient (Prozentverhältnis der über 64-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen) seit 2010 akzentuiert. Auf eine Person im Pensionsalter kommen aktuell 3,3 Personen im erwerbsaktiven Alter, im Jahr 2050 werden es gemäss Szenario noch knapp 2,4 sein.
Je höher der Jugendquotient, desto höher sind die Aufwendungen der erwerbsaktiven Generation für die Betreuung, Erziehung und Schulung der nachwachsenden Generationen. Je nach Organisation von Betreuung, Erziehung und Schulung (vollprivat versus vollgemeinschaftlich) werden die Aufwendungen unterschiedlich verteilt.
Je höher der Altersquotient, desto grösser ist, wenn sonst alles gleich bleibt, der Beitragsbedarf zulasten der erwerbsaktiven Altersgruppen im Bereich der Sozialen Sicherung der älteren Generationen. Die Art der Ausgestaltung der Sozialen Sicherungssysteme (z.B. Deckungs- oder Umlageverfahren) und die Produktivitätsentwicklung der erwerbsaktiven Generation sind wichtige Einflussgrössen bezüglich dem Beitragsbedarf der erwerbsaktiven Altersgruppen.
Jugendquotient: Verhältnis der Anzahl an unter 20-Jährigen zur Anzahl an 20-64-Jährigen.
Altersquotient: Verhältnis der Anzahl an über 64-Jährigen zur Anzahl an 20-64-Jährigen.
Es wird die ständige Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz berücksichtigt. Personen mit Nebenwohnsitz und ausländische Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder im Asylverfahren gehören nicht dazu. Die Bevölkerungsszenarien der Fachstelle für Statistik stellen im Wesentlichen Regionalisierungen der kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) dar. Es werden drei Szenarien berechnet: "Trend", "Hoch" und "Tief". Die Ergebnisse aus den kantonalen Bevölkerungsszenarien des BFS (AR-00-2020, BR-00-2020 und CR-00-2020) zu den Bevölkerungsbewegungen werden eins zu eins als Vorgabe für die Regionalisierung übernommen. Hierzu zählen die Geburten- und Sterbezahlen sowie das Wanderungsvolumen. Die Leistung der regionalisierten Bevölkerungsszenarien besteht vor allem darin, die von den BFS-Szenarien vorgegebenen gesamtkantonalen Entwicklungen zur Bevölkerungsbewegung unter Beachtung der lokalen Besonderheiten kleinräumig herunterzubrechen.
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 20.12.2021
Die Infografik sowie die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...
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