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Herr Siegwart erzählte uns, wie man früher bauerte.
Damals hatte man nur 2-3 Kühe zu Hause, denn die meisten Bauern arbeiteten auswärts. Früher molk man von Hand. Man nahm die Zitzen in die Hand und strich abwechslungsweise mit den Fingern über die Zitzen. Einige Bauern hatten angestellte Melker. Früher gab eine Kuh weniger Milch als heute. Wenn eine Kuh 20 Liter am Tag gab, war sie eine sehr gute Kuh. Früher hatte man länger beim Melken für eine Kuh als heute. Pferde und Kühe sind manchmal bei der Arbeit durchgebrannt. Um sie wieder einzufangen liess man sie laufen, denn sie gingen meistens von alleine zurück in den Stall. Wenn das nicht der Fall war, wartete man, bis die Tiere sich beruhigt hatten, dann konnte man die Tiere halten und wieder an die Arbeit gehen.
Wenn man viel Geld hatte, besass man viele Angestellte und Tiere, die auf dem Feld arbeiten mussten. In Pfyn hatte es früher einige Bauern mehr als heute.
Um Butter zu machen, musste man die Milch zuerst abrahmen, indem man sie in ein Abrahmbecken tat. Danach leerte man die Milch ab, der Rahm blieb im Becken.
Dann gibt man den Rahm in das Butterglas, und dreht an der Kurbel, bis es einen Klumpen gab. Diesen Butterklumpen konnte man in einem Buttermödeli schön formen. Man machte nur Butter, wenn man die Milch wegen einer Tierseuche nicht in die Käserei bringen durfte.
Früher gab es eher noch mehr Kuharten als heute. Früher waren die Kühe selten krank, denn sie waren widerstandsfähiger. Die Kühe frassen früher oft Gras, Heu, Gerste und Hafer. Wenn es sehr wenig Nahrung hatte, frassen sie auch Blätter, Tannenkries, Stroh und Schilf. Früher überlebten wahrscheinlich weniger Kälbchen als heute. Die Milch verteilte man entweder unter der Familie oder verkaufte sie. Als es später eine Käserei gab, brachte man die Milch in die Käserei.
Geschrieben von: Angelina Gruber, Lara Siegwart und Martina Felber