Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/1100

Generalsekretariat UVEK
Bundesrätin Doris Leuthard hat am 19. November 2013 in Bern die schwedische Infrastrukturministerin Catharina Elmsäter-Svärd zu einem Arbeitsbesuch empfangen. Im Vordergrund standen dabei verkehrspolitische Fragen.
Bundesrätin Leuthard und Ministerin Elmsäter-Svärd diskutierten vor allem über Themen des öffentlichen Verkehrs. Zur Sprache kam etwa die Frage nach der Aufrechterhaltung des Eisenbahnbetriebs bei winterlichen Verhältnissen. Bundesrätin Leuthard informierte ihre schwedische Kollegin darüber, dass es in der Schweiz keine spezifischen Vorschriften des Bundes zum Betrieb im Winter gibt und dass die Bahnen die verschiedenen Herausforderungen (Bedrohung von Bahnlinien durch Lawinen, Reduktion der Bremswirkung durch Kälte etc.) in der Regel erfolgreich meistern.
Ausserdem tauschten sich die beiden Ministerinnen auch über die Umsetzung des dritten und vierten Eisenbahnpakets der EU aus. Beim dritten Paket standen die Passagierrechte bei Verspätungen im Zentrum. Bundesrätin Leuthard erläuterte das schweizerische Modell, das zu einem grossen Teil auf freiwilligen Leistungen der Bahnen basiert. Eine Übernahme der weiter gehenden EU-Rechte wird derzeit geprüft. Beim Austausch über das vierte Eisenbahnpaket wurden Grundsatzfragen zur künftigen Organisation des Bahnsystems erläutert. Während die Bahnen in der Schweiz heute sowohl das Netz betreiben als auch Verkehr anbieten, sind diese Bereiche in Schweden getrennt, und der Verkehr ist liberalisiert. Weitere Themen waren die europäischen Verkehrskorridore (TEN-T) oder die Finanzierung grosser Bahn- und Strasseninfrastrukturen.