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Viele Eltern fragen sich, wieso ihr Kind in der Schule nur mit Mühe folgen kann, obwohl es intelligent ist. Wieso ist seine Stifthaltung verkrampft und sein Schreibtonus hoch? Wieso kann es Unterstützungsmöglichkeiten nur schwer umsetzen?
Jedes Kind wird mit einer Reihe von frühkindlichen Reflexen geboren. Diese ermöglichen Überleben und Wachstum in den ersten Monaten nach der Geburt. Danach sollten sie von reiferen Strukturen des Gehirns kontrolliert und dadurch integriert werden.
Wenn diese jedoch nicht vollständig integriert sind, können bei Kindern und Erwachsenen die Willkürmotorik und komplexe Bewegungsmuster eingeschränkt bleiben. Weiterbestehende frühkindliche Reflexe können die optimale sensorisch-motorische Reifung verhindern, die Augenmuskelmotorik und die Augen-Hand-Koordination erheblich beeinträchtigen. Sie stehen der notwendigen Etablierung der Halte- und Stellreflexe im Weg. Dadurch können Wahrnehmung und Bewegungskoordination nicht leicht und automatisiert ablaufen.
Bei vielen Kindern mit Lern- und Verhaltensbesonderheiten sind noch Reste primitiver Reflexe wirksam und hindern sie, leicht und mühelos zu lernen.