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Cancellara ärgerte sich sichtlich über den verpassten Sieg. Es wäre nach 2008 sein zweiter Erfolg in der «Primavera» gewesen. Sein Rückstand auf Kristoff war aber beträchtlich. Dritter wurde der Brite Ben Swift.
«Heute brauchte es Geduld», bilanzierte Cancellara. «Denn weder in den Steigungen noch in den Abfahrten noch im Flachen gab es Angriffe. Also habe ich mich dazu entschieden mitzusprinten. Jetzt habe ich gesehen, dass ich kein schlechter Sprinter bin. Insgesamt kann ich zufrieden sein. Trotzdem hoffe ich, dass der Parcours nächstes Jahr wieder etwas mehr Schwierigkeiten aufweist.»
Norwegische Premiere
Alexander Kristoff sorgte für den ersten norwegischen Sieg in der 105. Auflage von Mailand-San Remo. Für den 26-Jährigen aus dem Katjuscha-Team ist es neben Olympia-Bronze der grösste Erfolg seiner Karriere.
Geprägt wurde das Rennen von der langen Flucht einer 7-köpfigen Gruppe, deren letzte Exponenten erst am zweitletzten Anstieg auf die Cipressa gestellt wurden. Einen vielversprechenden Angriff lancierte danach der letztjährige Giro-Sieger Vincenzo Nibali - letztlich kam es aber zum erwarteten Massensprint.
Schwierige Bedingungen
Fast vom Start weg hatte die Fahrer strömender Regen begleitet und für schwierige Verhältnisse gesorgt. Auf der Zielgeraden musste das stehende Wasser mit schwerem Gerät abgesaugt werden.