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Die Schweiz liegt in der Mitte des europäischen Kontinents und ist von Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) umgeben. Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind aufgrund ihrer geografischen und kulturellen Nähe, insbesondere aber auch wegen ihres politischen und wirtschaftlichen Gewichts, die mit Abstand wichtigsten Handelspartner der Schweiz. Eine aktive Europapolitik ist daher wirtschaftspolitisch von entscheidender Bedeutung.
Die Schweiz hat als Nicht-EU-Mitglied den Zugang zum EU-Binnenmarkt durch verschiedene bilaterale Abkommen mit der EU vereinbart. Diese Abkommen schaffen zwischen der Schweiz und der EU in verschiedenen Bereichen binnenmarktähnliche Verhältnisse, wodurch Handelshemmnisse und Diskriminierungen im gegenseitigen Wirtschaftsaustausch verringert oder abgebaut werden. Seit dem Freihandelsabkommen von 1972 wurde in mehreren Etappen ein immer dichteres Netz von Abkommen abgeschlossen. Nach der Ablehnung des Beitritts zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) 1992 durch das Schweizer Stimmvolk unterzeichneten die Schweiz und die EU 1999 die Bilateralen I (sieben Abkommen) und 2004 die Bilateralen II (neun Abkommen und ein Schriftwechsel). Diese Abkommen gewährleisten einen weitgehenden gegenseitigen Marktzugang, vermeiden Diskriminierungen von Schweizer Firmen auf dem EU-Binnenmarkt und sind Grundlage für eine enge Zusammenarbeit in Bereichen wie Forschung, Sicherheit, Asylwesen, Umwelt und Kultur.