Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03426.jsonl.gz/403

Anforderungen Schlussexamen
Melden Sie sich zu einer Absprache bei der Prüferin. Reichen Sie als Grundlage für die Prüfungsvorbereitung eine Liste aller Lehrveranstaltungen ein, die Sie in Ihrem Studienprogramm im Bereich Dogmatik besucht haben.
Prüfung im Bachelor-Programm:
Die Prüfung am Ende des Bachelor-Programms bezieht sich anhand ausgewählter Thesen auf die Gesamtheit der Studienziele im Bereich Dogmatik innerhalb des absolvierten Studienprogramms. Nachzuweisen ist ein Wissensstand und ein Reflexionsniveau auf dem Stand des Bachelor (vgl. die Angaben zum "Modul Dogmatik im Bachelor-Programm").
Die Note der Prüfung berücksichtigt benotete und unbenotete Vorleistungen und wird als die Dogmatik-Note für das gesamte Bachelor-Programm gewichtet.
Schlussprüfung im Master-Programm:
Die Prüfung am Ende des Master-Programms bezieht sich anhand ausgewählter Thesen auf die Gesamtheit der Studienziele im Bereich Dogmatik innerhalb des absolvierten Studienprogramms. Als Prüfungsstoff werden zwei Traktate der Dogmatik (Überblickswissen) und ein Spezialgebiet (als Zeichen für die Fähigkeit zur Anwendung des Wissens auf eine theologische Einzelfrage). Die gewählten Traktate müssen nicht identisch sein mit dem Stoff der Vorlesungen des Masterprogramms.
Zu jedem Traktat sind mindestens zwei Werke der Fachliteratur zu bearbeiten, damit die Vielfalt möglicher Perspektiven im Prüfungsgespräch berücksichtigt werden kann. Das Vorlesungsskript kann an die Stelle eines dieser Werke treten.
Hinzu kommt die Pflichtlektüre (s.u.).
Zu jedem Traktat sind normalerweise drei Thesen zu präsentieren, die einen inhaltlichen und methodischen Zugang zum jeweiligen gesamten Traktat bieten.
Eine zusätzliche Seminararbeit im Bereich Dogmatik kann als Spezialthema anerkannt werden; der Stoff wird in diesem Falle nicht mehr geprüft.
Das Spezialgebiet sollte nicht aus den Prüfungstraktaten entnommen sein und auch nicht mit dem Thema der wissenschaftlichen Abschlussarbeit zusammenfallen.
Die Thesen sind zusammen mit der bearbeiteten Literatur schriftlich bei der Prüferin einzureichen und müssen von ihr bestätigt werden. Die Thesen können untergliedert und kommentiert sein; diese schriftlichen Vorbereitungen sollen jedoch den Umfang von fünf Seiten nicht überschreiten. Es empfiehlt sich eine Vorabklärung in der Sprechstunde.
Zur Prüfung ist die Bestätigung mitzubringen, dass die wissenschaftliche Abschlussarbeit angenommen ist. Wird die Prüfung mündlich abgelegt, dauert sie eine halbe Stunde; ein-e Beisitzer-in führt Protokoll. Wird die Prüfung schriftlich abgelegt, besteht sie aus einer vierstündigen Klausur. Dabei werden zu jedem Traktat zwei Fragen, zum Spezialthema eine Frage gestellt; je eine Frage zu den Traktaten und die Frage zum Spezialthema ist schriftlich zu beantworten.
Zur Orientierung für die Auswahl der Traktate und die einführende Literatur wird empfohlen:
Theodor Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, 2 Bde, Patmos Verlag: Düsseldorf 1992 (und weitere Auflagen).
Pflichtlektüre für die Abschlussprüfung, unabhängig vom Studiengang und von den jeweiligen Thesen:
Die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils (ein Dokument mit einem Kommentar, z.B. aus den Ergänzungsbänden des LThK, 2. Auflage).
Jürgen Werbick, Prolegomena, in: Theodor Schneider (Hg.), Handbuch der Dogmatik, Bd 1, Düsseldorf 1992, 1-48 (oder ein vergleichbarer Text über Dogmatik und dogmatische Methode).
Erlaubte Hilfsmittel in der Prüfung und bei Klausuren:
Die Heilige Schrift.
Die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils.
Heinrich Denzinger, Enchiridion symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei et morum - Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, lat.-dt hg. von Peter Hünermann, Freiburg u.a. 371991 (DH).