Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03372.jsonl.gz/564

Am Sternenhimmel im Januar 2021
Obschon meteorologisch der Winter am 1.12.2020, astronomisch am 21.12.2020 begonnen hat, erfolgte der früheste Sonnenuntergang bereits am 10.12.2020 um 16:37 Uhr, der späteste Sonnenaufgang aber erst am 1.1. um 8:12 Uhr.
Die Erde durchläuft auf ihrer Bahn um die Sonne am 2.1. um 14:50 Uhr den sonnennächsten Punkt, den so-genannten Perihel. Die Distanz zur Sonne beträgt nun lediglich 147.1 Millionen Kilometer, knapp 5 Millionen Kilometer weniger als am 5.7. wenn die Sonne in maximaler Distanz stehen wird. Die Sonner erscheint dadurch mehr als 3% grösser als im Sommer.
Die Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten nun bereits deutlich an, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 59m von 8h 36m auf 9h 35m zunimmt
Die Sonne durchläuft bis zum 19.1. das Sternbild des Schützen, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Steinbocks fortzusetzen.
Merkur entfernt sich von Monatsbeginn an scheinbar von der Sonne weg und kann in den Tagen um den 24.1. in der Abenddämmerung tief über dem flachen westlichen Horizont gesehen werden.
Venus nähert sich den ganzen Monat über scheinbar der Sonne an und ist daher den ganzen Monat nicht sichtbar.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 5.1. scheinbar das Sternbild der Fische, um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild des Widders fortzusetzen. Mars kann den ganzen Monat über bis in die zweite Nachthälfte hinein in bester Lage als helles und deutlich rötliches Objekt gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft den ganzen Monat über scheinbar das Sternbild des Steinbocks und bewegt sich dabei scheinbar der Sonne zu. Jupiter kann höchstens zu Monatsbeginn tief über dem flachen westlichen Horizont in der Abenddämmerung gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Steinbocks und bewegt sich dabei ebenfalls scheinbar der Sonne zu. Saturn kann höchstens zu Monatsbeginn noch tief über dem flachen west-lichen Horizont in der Abenddämmerung gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Letztes Viertel am 6.1. um 10:37 Uhr
Neumond am 13.1. um 6:00 Uhr
Erstes Viertel am 20.1. um 22:01 Uhr
Vollmond am 28.1. um 20:15 Uhr
Bereits in den frühen Nachtstunden im dunklen Januar lässt sich die Milchstrasse gut verfolgen. Sie steigt im Südosten mit dem etwas schwächeren äusseren Scheibenbereich aus dem Horizont, läuft dann über den Zenit und geht im Nordosten mit den kräftigeren Bereichen in ihrem Zentrum unter. Damit spannt dieses zart milchige Band scheinbar den gestirnten Himmel auf.
Ganz im Westen sind die Sternbilder des Pegasus und der Andromeda zu sehen, mitsamt der von blossem Auge sichtbaren grossen Spiralgalaxie, genannt M31. Im Osten erhebt sich das prächtige Wintersechseck mit den so schön anzuschauenden Sternbildern wie dem Orion, dem Stier und den Zwillingen. Und hier gibt es am Teleskop vieles zu entdecken. Zum Beispiel junge eben erst entstandene Sterne, oder die Trümmerwolke eines alten und vor tausend Jahren explodierten Sterns. Bereist dem blossen Auge zeigt sich wunderschön das Siebengestirn der Plejaden und ladet zu einem weitergehenden Ausflug in die Tiefen des Universums ein.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!