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Kia: Geschichte und aktuelle Modellpalette
Der koreanische Hersteller Kia ist seit den 1960er-Jahren am Fahrzeugmarkt vertreten. Gegründet wurde das Unternehmen bereits im Jahr 1944. Ab 1952 stellte der Konzern in Korea Fahrräder her – damals noch unter dem Firmennamen „Kia Industry Company“. 1962 wurde das erste Kraftfahrzeug, ein dreirädriger Minilaster, vorgestellt. 1972 folgte die Einführung des Kia Titan, ein vierrädriges Transportfahrzeug, dem ein riesiger Verkaufserfolg beschieden war.
(Foto: Kia Carens '14)
Der erste Kia-Pkw lief im Jahr 1974 vom Band. Der Kia Brisa war ein robustes Auto, das alle positiven Eigenschaften in sich vereinte, die mit Kia-Fahrzeugen in Verbindung gebracht werden. Die Pickup-Version war das erste koreanische Exportauto überhaupt. Durch den immensen Erfolg des Brisa verbesserte sich die finanzielle Situation so sehr, dass Kia im Jahr 1976 den Konkurrenten Asia Motors übernehmen konnte. 1978 stellte der Konzern das erste Dieselfahrzeug vor. Zwischen 1979 und 1981 produzierte Kia die Modelle Fiat 132 und Peugeot 604 für den koreanischen Markt.
80er- und 90er-Jahre
Ein Austausch der obersten Management-Ebene im Jahr 1981 legte den Grundstein für den Aufstieg Kias zu einem der weltgrössten Autohersteller. Zunächst lag der Fokus noch auf der Nutzfahrzeugsparte. Das damalige Kernmodell, der Kia Bongo, gilt in Asien bis heute als Inbegriff des zuverlässigen Kleinlasters. 1983 kam eine höhergelegte Version mit Allradantrieb auf den Markt, die „Ceres“ getauft wurde. 1985 wurde der Kleinbus Besta eingeführt, der auch nach Europa exportiert wurde und auf dem Bongo SE basierte.
Eines der erfolgreichsten Modelle in der Geschichte von Kia erblickte im Jahr 1986 das Licht der Welt: Die Rede ist vom Kia Pride, der in Kooperation mit Ford und Mazda gefertigt wurde. Weltweit konnten über zwei Millionen Exemplare abgesetzt werden. Ab 1992 expandierte Kia in die USA, 1993 erfolgte der Markteintritt in Deutschland. 1998 geriet Kia vor dem Hintergrund der asiatischen Finanzkrise in Schieflage, konnte aber durch eine Übernahme durch Hyundai gerettet werden. Kia erholte sich rasch und schrieb bereits ein Jahr später wieder schwarze Zahlen. Im Jahr 2004 war Kia/Hyundai der siebtgrösste Fahrzeughersteller der Welt.
2000er- und 2010er-Jahre
Der Kia Sorento, eine Mischung aus Geländewagen und Sports Utility Vehicle (SUV), wurde Mitte 2002 auf den europäischen Markt gebracht. 2004 erreichte der Wagen in Deutschland einen Marktanteil von beachtlichen vier Prozent und liess Modelle wie den Volvo XC 90 oder den Porsche Cayenne hinter sich. Aufgrund der grossen Nachfrage verlängerte sich die Lieferzeit auf bis zu zwölf Monate.
Ab 2003 stiegt der Bekanntheitsgrad von Kia in den europäischen Ländern rapide an. Der Grund hierfür war, dass der Konzern als Sponsor der Australian Open und diverser Profi-Fussballclubs (u.a. Atlético Madrid und Girondins Bordeaux) auftrat. Es folgten Engagements bei der Handball-WM 2007 in Deutschland sowie bei der Fussball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz.
Das mit Abstand erfolgreichste Kia-Modell, das in den 2000er-Jahren in Europa verkauft wurde, war der Kompaktwagen Ceed. Der Nachfolger des Cerato wurde im Jahr 2007 eingeführt und war von Beginn an auf den europäischen Käufergeschmack zugeschnitten. Zum Modellstart standen drei Motorisierungen (drei Benziner und zwei Diesel) zur Wahl. Der Käufer konnte zudem zwischen drei Karosserieversionen (Fünftürer, Dreitürer und Sports Wagon) wählen.
(Foto: Kia Ceed '14)
Aktuelle Modellpalette
Neben den oben erwähnten Modellen Ceed und Sorento, die für einen Grossteil des in Europa erzielten Umsatzes verantwortlich sind, ist der Sportage eines der wichtigsten Fahrzeuge im aktuellen Kia-Programm. Der beliebteste Kompakt-SUV Europas ist bereits in der dritten Generation auf den Strassen unterwegs. Im Rahmen der IAA 2016 in Frankfurt wird Kia die vierte Generation vorstellen. Weitere aktuelle Modelle, die in der Schweiz sowie in anderen europäischen Ländern angeboten werden, sind der Kleinstwagen Picanto, der Kompaktvan Carens, der Minivan Soul und der Kleinwagen Rio. Eine detaillierte Modellübersicht finden Sie hier.