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"Ein Spiel für alle , die einen Weg suchen,
ihre Welt weit hinter sich zu lassen"
-- JUMANJI
Die Geschichte beginnt mit zwei Kindern im 19 Jhd., die mitten in der Nacht eine Truhe vergraben wollen. Die Jungs sind offensichtlich in Angst und Schrecken versetzt. Wir machen einen Zeitsprung vorwärts in die 1960er, in eine Kleinstadt in Neu-England. Alan Parrish, der Sprössling eines wohlhabenden Schuhfabrikanten in New England, ist unzufrieden mit seinen Schulkameraden, seinen Eltern und seinem Platz im Leben. Die Vorfahren seines Vaters haben die Stadt, in der Alan lebt, quasi aufgebaut, und die meisten Einwohner arbeiten in der Schuhfabrik seines Vaters. Dies führt dazu, dass er von den Kindern dauernd gehänselt wird und sich von seinen Eltern isoliert fühlt, die seine Probleme nicht zu verstehen scheinen. Die Fabrik seines Vaters wird umgebaut, ein neues Gebäude soll da entstehen. Die Baustelle ist aber genau der Ort, wo die zwei jungen Burschen die Kiste vergraben hatten. Alan, der tief dröhnende Trommeln hört, ist von dieser Stelle angezogen und entdeckt den Kasten. Darin befindet sich ein kunstvoll geschnitztes hölzernes Spiel: Jumanji.
Alan beschliesst, das Spiel mit Sarah, einer seiner wenigen Freundinnen, auszuprobieren. Sarah und Alan sind beide mehr als nur ein bisschen überrascht, als sich die Spielsteine von selbst auf dem Brett bewegen, nachdem sie gewürfelt haben. Eine Art verrauchtes Fenster inmitten des Spielbretts erhellt sich und ein Reim erscheint. Während Alan und Sarah den Sinn des Rätsels herauszufinden versuchen, füllt sich der Raum mit allerhand Wildleben aus dem Dschungel und Alan wird in das Spiel gezogen, regelrecht hineingesaugt. Sarah, nun extrem verängstigt, rennt aus dem Haus und verbringt die nächsten 20 Jahre in Therapie, versucht die Geschehnisse jenes Tages zu verleugnen.
Zurück in den 90ern: Eine Frau kauft das längst verlassene Parrish-Haus mit ihrem Neffen und Nichte, sie planen, es in ein "Zimmer mit Frühstück"-Hotel umzufunktionieren. Eines Tages erforschen die zwei Kinder, Judy und Peter, den Estrich des Hauses, nachdem sie des nachts tiefe Trommelgeräusche gehört haben. Sie stolpern über das Spielbrett und setzen sich hin, um es zu spielen. Ohne dass sie es gewusst haben, sind sie hineingezogen in dasselbe Spiel, dass Alan und Sarah 26 Jahre vorher in Bewegung gesetzt hatten. Alan hat Glück, die zwei Kids schaffen es, die richtige Augen- Kombination zu würfeln, die ihn aus dem Dschungel von Jumanji befreit. Aber er ist nun 26 Jahre älter. Sie erkennen, dass sie die fehlende Mitspielerin, Sarah, finden und das Spiel beenden müssen, um die Welt wieder ins Lot zu bringen. Dies resultiert in einigen fantastischen Abenteuern und Anblicken, wie sie in dem kleinen neuengländischen Städtchen noch nie gesehen worden waren. Natürlich nur bis Jumanji!
|Aelterer Alan Parrish (Robin Williams)||Junger Alan Parrish (Adam Hann-Byrd)|
|Aeltere Sarah (Bonnie Hunt)||Jüngere Sarah (Laura Bell-Bundy)|
|Jane (Kirsten Dunst)||Peter (Bradley Pierce)|
|Officer Bentley (David Alan Grier)||Van Pelt (Jonathan Hyde)|
|Tante Nora (Bebe Neuwirth)|
Seit Jahren habe ich keinen Film mit Robin Williams gesehen, den ich nicht genossen hätte, und dieser, im gleichen Familiengeist wie Mrs. Doubtfire gehalten, ist keine Ausnahme. Robin Williams porträtiert den älteren Alan Parrish wundervoll, dazu kommt noch, dass er ein extrem talentierter Komiker ist. Auch Bonnie Hunt, die ältere Sarah, obwohl sie keine Oscar-reife Leistung erbringt, macht ihre Sache glaubwürdig, indem sie eine Frau darstellt, dessen ganzes Leben auf einen Schlag dramatisch und traumatisch verändert wurde während einer halbstündigen Begegnung mit dem Jumanjispiel in ihrer Kindheit.
Da es nicht machbar wäre, echte Affen, Nashörner, Elefanten und Zebras mitten durch die Stadt rennen zu lassen, sind wundervolle visuelle Effekte und Animationen von George Lucas' "Industrial Light and Magic"-Team kreiert worden, während täuschend echte Puppen von "Amalgamated Dynamics, Inc." geliefert wurden. Mein einziger Einwand ist bei den Aeffchen anzubringen, und ich denke, das ist auch mit der heutigen Computeranimationstechnik nicht befriedigend zu lösen: Sie sahen nicht sehr realistisch aus.
Die Entwicklung der Charaktere im Film scheint mit den Mustern, die im wirklichen Leben vorkommen, übereinzustimmen. Zum Beispiel fängt es an mit Alan als Jungen, und als er aus Jumanji befreit wird, erscheint er als Wilder, aber er schafft es nach einiger Zeit, sich in die veränderte moderne Welt einzuleben, sich zurechtzufinden, um schliesslich zum Führer der Vierergruppe zu avancieren, die auf der Suche nach dem Rätsel von Jumanji ist. Sarah, die fürs Leben gezeichnet schien seit der ersten Begegnung mit dem Spiel, kriecht langsam aus ihrer Schale und lernt, ihre Vergangenheit zu akzeptieren, vorwärts zu schauen in eine Zukunft, wo alle Teile von ihr in Frieden sind.
Der Film basiert auf der gleichnamigen Geschichte des Autors/ Illustrators Chris Van Allsburg, welche die "Randolph Caldecott Medal" gewonnen hat. Die Geschichte und ihre nachfolgende Adaption auf die Leinwand war erfolgreich, und es bleibt die bohrende Frage: Warum haben die Kinder im 19. Jahrhundert das Spiel nicht verbrannt, oder in anderer Weise physikalisch zerstört, und wieso haben die Kids nicht viel schneller gewürfelt? Es scheint logisch zu sein, dass man Jumanji schneller erreicht, wenn man schneller spielt!
Dies ist ein grossartiger Film für Jung und Alt, oder für die Aelteren, die noch im Herzen jung geblieben sind. Er enthält Liebe, Abenteuer, hat Monster, er hat Schlachten und Komik. Es hat sicherlich für jeden 'was. Ein definitiver Spass für die Familie für einen Sonntag Nachmittag im Kino oder etwas zum Mieten, das die Kinder für eine Weile fesselt und ruhighält. Als solcher verdient er von mir fünf Sterne (von fünf). Viel Spass!
Michelle A. Hoyle
Jumanji, Last Updated: February 15th, 1996
Uebersetzt von
Robert Michl
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