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Im Herbstsemester 2012 beschäftigte sich der Fokus «Struktur» mit dem Areal um den Güterbahnhof Zürich und dem auf diesem Areal geplanten Polizei- und Justizzentrum. An dieser prominenten innerstädtischen Lage ist die Überlagerungen von Stadt, Gemeinschaft und Verkehr eine Herausforderung und musste im Projekt berücksichtigt werden.
Umsetzung 1
Die Studierenden Markus Abegg, Daniel Hauri und André Murer füllten in ihrer Arbeit die ganze Insel zwischen Bahn, Hohlstrasse und Hardbrücke – gebildet aus Gleis- und Strassenradien sowie der Brückenflucht – dreigeschossig auf. Der Güterbahnhof ist als Sportmonument einverleibt: Die Freifläche bildet als einzige Aussparung eine monumentale öffentliche Aussensportanlage.
Umsetzung 2
Das Projekt des Studenten Markus Tschannen weist eine unerwartete Strenge im Grundriss auf. Diese erlaubt eine freiheit im Schnitt und übersetzt den Plan libre von Le Corbusier in den Coupe libre. Im Sinne des Raumplans von Adolf Loos erzeugen versetzte Decken topographische Wohnlandschaften und eine bewegte Untersicht zwischen Sockel und Turm.
Ziel des Projektes «Hotel im Steinbruch» war es, in einem stillgelegten Steinbruch in Brunnen am Vierwaldstättersee ein Kur- und Seminarhotel zu projektieren. Die Aufgabe war im Spannungsfeld unterschiedlicher gesellschaftspolitischer Themenkreise wie touristischer Standortwettbewerb, Rekreation, Wellness oder Weiterbildung und in besonderem Masse im bewussten Umgang mit sensiblen Landschaftsräumen angesiedelt.
Umsetzung 1
Das Projekt des Studenten Raphael Wiprächtiger thematisiert als strukturelles Grundmotiv die prekäre topografische Situation im Steinbruch. Aus einer auf der Felsflanke aufgelegten Erschliessungsstruktur, die der Hangsicherung dient, entwickelt sich hoch über dem See ein freistehender, kronenartiger Baukörper.
Umsetzung 2
Der Student Philipp Betschart entwickelte vor dem eindrücklichen Setting des Steinbruchs ein freistehendes, vertikal gerichtetes Bauwerk. Die Erschliessungsstruktur bildet ein robustes Gerüst für die heterogenen Nutzungen. Konstruktiv und athmosphärisch referenziert das Gebäude die industrielle Vergangenheit des Felsabbaus.
Umsetzung 3
In seinem Projekt setzt der Student Daniel Hauri eine vertikal profilierte Grundstruktur konfrontativ in die Felswand. Damit provoziert er ein bewusstes Erleben der Schnittstellen zwischen Gebäude und Landschaft.
Umsetzung 4
Der Student André Murer befasste sich im Rahmen seiner Master-Thesis mit dem Projekt «Hotel im Steinbruch». In seinem Entwurf wird im Gebäude selbst die Ruhe und «die Entrücktheit» des Ortes thematisiert und vom Raumprogramm des Hotels geprägt.
Der Steinbruch bildet als räumlich dominantes Element den Hintergrund des Eingriffs. Der freistehende Baukörper knüpft durch seine Situierung an die bereits am See gelegenen existierenden Hotelbauten an.
Die grundsätzliche Idee ist es, ein Gebäude zu entwickeln, welches zwar aussen durch Einfachheit und Logik in Erscheinung tritt, doch strukturell durch räumliche Vielfalt überzeugt. Der Steinbruch behält seine Visitenkarte des Orts und bleibt in der Landschaft und für Brunnen ein Anziehungs- und Orientierungspunkt.