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Das Parlament hat einem Verpflichtungskredit von 5.82 Mio. CHF für eine Übergangslösung zur Sicherstellung von Ethanolvorräten zugestimmt. Damit soll gewährleistet werden, dass kurz- und mittelfristig bei einer erneuten rasant ansteigenden Nachfrage genug Ethanol für die Versorgung des Landes zur Verfügung steht.
Die Übergangslösung umfasst rund 6'000 Tonnen Ethanol. Diese Menge deckt den für den Pandemiefall erforderlichen Bedarf von rund drei Monaten.
Der Bund selber beschafft keine Ethanolvorräte. Mit dem Kredit werden ausschliesslich die Lagerhaltungskosten (0.56 Mio. CHF) vergütet und allfällige Wertschwankungsverluste (max. 5.26 Mio. CHF) abgegolten. Es ist vorgesehen, diese Übergangslösung durch ein ordentliches Pflichtlager zu ersetzen. Diese müssen vollumfänglich von der Wirtschaft finanziert werden. Der Bundesrat wird dazu voraussichtlich im nächsten Jahr ein Vernehmlassungsverfahren durchführen.
Unterschiedliche Qualitäten für unterschiedliche Produkte
Ethanol gibt es in unterschiedlichen Qualitäten. Diese sind abhängig vom Verwendungszweck: Für allgemein verwendbare Händedesinfektionsmitteln wird Ethanol verwendet, das die grundlegenden Anforderungen gemäss der Biozidverordnung erfüllt. Zur Verwendung in den Spitälern werden strengere Anforderungen gestellt. Noch höhere Anforderungen gelten für die Herstellung von Arzneimitteln. Daher sollen drei unterschiedliche Qualitäten gelagert werden.