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Novartis erwägt den Verkauf von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft des Basler Pharmariesen gehören, um Geld für Investitionen in hochmoderne Medikamente zu beschaffen, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Konkret ziehe Novartis Optionen für die Bereiche Augenheilkunde und Atemwegserkrankungen in Betracht, so die Personen. Einige Private-Equity-Firmen seien bereits dabei, die Geschäftsbereiche zu prüfen. Allein der Bereich Augenheilkunde könnte etwa 5 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) einbringen, sagten sie und baten darum, nicht namentlich genannt zu werden.
Novartis folgt unter CEO Vas Narasimhan Konkurrenten wie GSK und Johnson & Johnson in dem Bestreben, sich vom Konsumentengeschäft oder vom Generikageschäft zu trennen und sich auf die Art von neuen Medikamenten zu konzentrieren, die in letzter Zeit die Gewinne in die Höhe getrieben haben. Im August kündigte das Unternehmen die Ausgliederung seiner Generikasparte Sandoz an.
Novartis trennte sich von Sandoz
Etwaige Verkäufe von Augenheilkunde und Atemwegserkrankungen würden wahrscheinlich im Jahr 2023 beginnen, nachdem der Verkaufsprozess für Sandoz abgeschlossen sei, so die Personen. Die Überlegungen seien noch nicht abgeschlossen, und es sei nicht sicher, ob sie zu einem Verkauf führen werden. Ein Vertreter von Novartis lehnte gegenüber Bloomberg eine Stellungnahme ab.
Die Atemwegsabteilung von Novartis entwickelt Medikamente für Krankheiten, die die Atmung beeinträchtigen, von idiopathischer Lungenfibrose bis hin zu Asthma. Die Forscher des Bereichs Ophthalmologie arbeiten an Behandlungen zum Schutz und zur Wiederherstellung des Sehvermögens.
Die Pipeline des Unternehmens an experimentellen Arzneimitteln ist in den Bereichen Atemwegserkrankungen und Augenheilkunde kleiner als in seinen fünf therapeutischen Kernbereichen Herzerkrankungen, Immunologie, Neurowissenschaften, solide Tumore und Hämatologie.
(bloomberg/mbü)