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Overview
Mit den ersten Meisterkursen wurde 1943 eine Institution ins Leben gerufen, die beinahe 60 Jahre lang jeden Sommer bedeutende Künstlerpersönlichkeiten nach Luzern verpflichtete. Klavier, Violine, Violoncello und Gesang bildeten das Fächerfundament – Edwin Fischer, Wolfgang Schneiderhan, Enrico Mainardi und Franziska Martienssen-Lohmann waren in den ersten beiden Jahrzehnten die prägenden Leitfiguren, weitere Berühmtheiten traten deren Nachfolge an. Bald schon fand das Fächerangebot eine punktuelle Erweiterung, auch Komposition wurde gelehrt. 2003 wurde die Tradition der Meisterkurse in die Academy von Lucerne Festival, so die neue Benennung der Musikfest-wochen, überführt. 2018 jährt sich die Geburtsstunde der Internationalen Meisterkurse zum 75. Mal, was zum Anlass genommen wird, deren Geschichte insgesamt und ausführlich aufzuarbeiten und zu kontextualisieren. Das Projekt untersucht die Chronologie der Ereignisse, porträtiert Schlüsselpersonen, erfasst die Internationalität der Teilnehmenden und beschreibt Kurs- und Konzertinhalte. In einem weiteren Schritt wird aufgezeigt, wie diese Institution über die Jahre auf das Musikwesen der Stadt Luzern und dessen Wahrnehmung bzw. Ausstrahlung eingewirkt hat. Dazu gehört auch die Etablierung des Konservatoriums Luzern, dessen Gründung einhergeht mit den Meisterkursen. Die Resultate werden in Buchform publiziert, die Archivalien fachgerecht erschlossen.