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„… zwei aus dem Nachbardorf von Court stammende junge Mechaniker namens Lardon und Marchand kaufen Junker mehrere Maschinen samt Ausrüstung ab. 1906 gründen sie die Fabrik Ultra.“
Pierre-Yves Donzé, «Histoire de l’industrie horlogère suisse» (2009), S. 59 59
1906
Paul Lardon und Alfred Marchand kaufen gemeinsam einige Maschinen und Werkzeuge und gründen in Court eine Uhrenfabrik, die sich auf die Herstellung von Federwellen und fertigen Aufzugswellen für die Uhrenindustrie spezialisiert.
1932
Alfred Marchand übernimmt die alleinige Führung des Unternehmens. Fünf Jahre später stossen seine Söhne Roger und Francis hinzu.
1947
Der Firmenname wird in «Fabrique ULTRA» abgeändert.
1968
In der dritten Generation werden die Aktivitäten des Familienunternehmens von Jean-Luc Marchand und Bernard Aimone weiter ausgebaut.
1970
Die in den 1970er-Jahren aufkommende Quarzuhr führt zu einem tief greifenden technologischen Wandel und erfordert von den Herstellern radikale Anpassungen. ULTRA stellt deutlich weniger Werkteile für mechanische Uhren her und richtet sich neu auf die Herstellung von Bauteilen für die Zeigerstellung elektronischer Uhren aus. Um seinen Fortbestand zu sichern, diversifiziert das Unternehmen seine Tätigkeit und spezialisiert sich auf die Fertigung von komplexen Drehteilen und Kleingeräten.
1991
ULTRA wächst und modernisiert seine Räumlichkeiten. Mit dem Wiederaufschwung der mechanischen Uhr in den 1990er-Jahren nimmt das Unternehmen die anspruchsvolle Herstellung von hochwertigen Federwellen und anderen Werkteilen für mechanische Uhrwerke wieder auf.
2000
Ab den 2000er-Jahren erweitert ULTRA seine Produktionsmittel durch leistungsfähige Maschinen mit numerischer Steuerung, um die qualitativen und quantitativen Anforderungen modernster Technologien zu erfüllen.
2005
Die vierte Generation mit Sylvain Marchand und drei Jahre später Benoit Marchand tritt ins Familienunternehmen in Court ein und garantiert seine Kontinuität. Bald darauf modernisieren sie die Produktion, die Anlagen und die Kontrollmittel.
2007
Das Unternehmen im Jurabogen vergrössert seine Produktionsfläche und widmet ein ganzes Gebäude allein der Endbearbeitung von Uhrenteilen.
2008
Der Firmenname wird in ULTRA Décolletage SA umbenannt.
2013
Ultra Décolletage SA entwickelt einen modernen und optimierten Industrieprozess für Kupplungstriebe und Aufzugswellen in verschiedensten Stückzahlen.
2015
Die Anschaffung eines CAD-Systems ermöglicht es dem Unternehmen, selbst Systeme und Pläne für seine Kunden zu entwickeln.
2017
Es wird eine CAM-Anlage installiert und die Produktionskapazität steigt auf bis zu 22 mm Durchmesser.
2020
Mit Investitionen in neue Geräte perfektioniert das Unternehmen seine Kontrollmittel.