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Der frühere Chef des konservativen US-Nachrichtensenders Fox News, Roger Ailes, ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren, wie der Sender am Donnerstag unter Berufung auf seine Familie berichtete. Ailes war von seinem Posten bei Fox News erst im Juli 2016 zurückgetreten.
Die Moderatorin Gretchen Carlson hatte ihn wegen sexueller Belästigung verklagt. Sie warf ihm vor, ihre Karriere sabotiert zu haben, nachdem sie seine Annäherungsversuche zurückgewiesen und sich über andauernde sexuelle Belästigung beschwert hatte. Mehrere andere Frauen des Senders erhoben ähnliche Vorwürfe.
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Teure Einigung
Ailes wies das stets zurück. Dennoch einigten sich Rupert Murdochs US-Medienimperium 21st Century Fox und Carlson im September 2016 auf eine Schadenersatzzahlung. Diese soll nach US-Medienberichten 20 Millionen Dollar betragen haben.
Das Medienunternehmen hatte sich bei Carlson zudem entschuldigt: «Wir bedauern, dass Gretchen nicht mit dem Respekt und der Würde behandelt wurde, den sie und alle anderen Mitarbeiterinnen verdienen, und wir entschuldigen uns», hiess es damals in einem Statement.
Nähe zu Trump
Fox News gilt als einflussreiche Stimme der politischen Rechten in den USA. Der Sender steht US-Präsident Donald Trump nahe, der seinerseits im Wahlkampf wegen früherer Prahlereien mit sexuellen Übergriffen unter Druck geraten war. Trump nutzt Fox News vielfach, um seine Sicht der Dinge an die Öffentlichkeit zu bringen.
(sda/gku/ise)