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Schloss Eigenthal
Bis zum heutigen Tage wurden keine archäologischen Grabungen vorgenommen, weshalb die frühste Baugeschichte des Schlosses Eigenthal nicht geklärt ist. Aufgrund der Lage des Schlosses zwischen zwei Bachtobeln und der bis zu 1,2m dicken Grundmauern wird angenommen, dass an der Stelle des heutigen Gebäudes eine mittelalterliche Burganlage, eine kyburgische oder habsburgische Ministerialburg, gestanden hat. In einem Lehensbrief vom November 1477 wird das Gut Eigenthal als Lehen der Grafschaft Kyburg bezeichnet.
Mit Ulrich Eigendal, Bürger von Winterthur, wird die Familie erstmals urkundlich fassbar (21. November 1391). Die Eigendal werden noch einige Male in Urkunden erwähnt, bevor sie am Ende des 15. Jahrhunderts aus den schriftlichen Quellen verschwinden. Die nachfolgenden Besitzer des Gutes Eigendal sind nicht bekannt. In einer Urkunde vom 19. Januar 1430 wird ein Gut Eigendal im Zusammenhang mit einem Kaufbrief der Burg Schollenberg urkundlich erstmals erwähnt. In diesem wird ausgeführt, dass Hartmann Rietmeyers Frau diverse Teile der Güter zu Eigendal erhält. Wie das Schloss im 14. bis 16. Jahrhundert ausgesehen hat, ist unbekannt. Vermutlich um 1588 wurde es erweitert und umgebaut und erhielt im Grossen und Ganzen die heutige Gestalt. 1765 kaufte der im Schloss Berg wohnende Gerichtsherr Junker Escher vom Luchs das Schloss und vermietete es.
Heute gehört das Schloss der Familie Peier, welche es einer behutsamen Totalrenovation unterzogen hat und die Anlage seit 2002 ausschliesslich für private Zwecke nutzt.