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Die Organisation
Wie vielerorts in Lateinamerika, versuchen auch in Guatemala hundertausende Familien, ihren Lebensunterhalt aus dem Verkauf von traditionellem Handwerk zu bestreiten. Meist handelt es sich dabei um indigene Kleinbauernfamilien, die nebst dem Anbau von Grundnahrungsmitteln seit eh und je farbenprächtige Textilien aus Wolle oder Baumwolle weben, stricken oder häkeln, für deren Vermarktung sie jedoch in der Regel von Zwischenhändlern abhängig sind. Seit 1996 unterstützt deshalb die „Vereinigung für die Förderung des Fairen Handels“ Crecer („wachsen“) die HandwerkerInnen mit Ausbildung, Beratung, Absatzmöglichkeiten und besseren Preisen. Als Vertreterin der Prinzipien des Fairen Handels trat Crecer im Übrigen 1999 der WFTO bei und beteiligt sich aktiv am Aufbau des nationalen Netzwerkes für Fair-Handelsorganisationen. Mit dem Ziel, ihre Dienstleistungen zu professionalisieren und grössere Transparenz zu schaffen, gründete die Vereinigung um die Jahreswende 2000 die Aktiengesellschaft IFTC sowie deren Handwerkszweig CreArte. In enger Zusammenarbeit mit Crecer schafft IFTC-CreArte seither mit der Förderung des guatemaltekischen Handwerks im In- und Ausland Grundlagen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der HandwerkerInnen. Ein weiteres Anliegen ist die Wahrung der kulturellen Identität der einheimischen Maya-Völker. Die Herstellung der Produkte - mehrheitlich aus reiner Baumwolle – findet zur Zeit in 19 Gruppen und Kleinbetrieben statt und verschafft rund 500 HandwerkerInnen – meist Frauen – ein Einkommen, das ihre Abwanderung in Grossplantagen oder Industriebetriebe in Freihandelszonen, bzw. die so genannten „maquilas“ verhindert und u.a. den Schulbesuch der Kinder ermöglicht.
Das Produkt
Jonglierbälle; das verwendete Baumwollgarn, das mangels nationaler Produktion z.Zt. importiert wird, ist garantiert farbecht und AZO-frei. Bei der Herstellung der Artikel werden aktuelle Markttendenzen mit den vielfältigen Motiven und Techniken der traditionellen Web- und Handwerkskunst verbunden.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Langjährige Handelsbeziehung zu fairen Bedingungen (Vorfinanzierung, höhere Preise, Kredite…)
- Wahrung und Weiterentwicklung des traditionellen Handwerks
- Anerkennung der kulturellen Identität der Maya-Völker
- Schaffung nachhaltiger Alternativen, bzw. Verhütung von Kinderarbeit und Landflucht