Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03382.jsonl.gz/1767

Die Fans von Emily Ratajkowski, 29, lassen sich grob in zwei Lager aufteilen: Die eine Hälfte findet, das Model sollte seinen bald drei Monate alten Sohn Sylvester Apollo Bear ausschliesslich und am besten für immer und ewig stillen. Die andere Hälfte sagt, man müsse dem Kind den Schoppen aufzwingen, selbst wenn es diesen nicht annimmt.
So fasst die junge Neu-Mama selbst die beiden Gruppen in ihrer Story grob zusammen, nachdem sie wegen eines Hilferufs mit Nachrichten aus ihrer Fan-Gemeinde überschüttet worden war.
Emily Ratajkowski bat ihre Fans um Rat
«Hi Mamas», hatte das Model auf Instagram geschrieben. «Hatte jemand von euch auch schon den Fall, dass das Baby plötzlich das Fläschchen verweigert, obwohl das vorher kein Problem war? Es kommt nicht darauf an, ob Muttermilch drin ist. Er will einfach nichts anderes als die Brust.» Danach ein verzweifeltes: «Was habt ihr getan? Hilfe!»
Der Mittelweg ist Emily Ratajkowskis Wahl
Daraufhin reagierten ihre Fans wie beschrieben mit oft ziemlich radikalen Ansichten für oder gegen das Stillen. Also entschied sich Emily Ratajkowski, ihnen mitzuteilen, wie sie ihr Problem schlussendlich lösen und Söhnchen Sly dazu bringen konnte, von der Flasche zu trinken.
Nachdem sie mehrere verschiedene Fläschchen, Saugergrössen und Milchtemperaturen ausprobiert hatte und Sly auf keine Veränderung positiv reagierte, gab Ratajkowski schon fast auf. Weder sei es für sie eine längerfristige Option, nur zu stillen, noch wolle sie Sly zwangsernähren, so die junge Mama. «Also habe ich einen Mittelweg ausprobiert.»
So hat Emily Ratajkowski Sly ans Fläschchen gewöhnt
Um ihren Sohn ans Fläschchen zu gewöhnen, mussten Emily Ratajkowski und ihr Mann Sebastian Bear-McClard ihn austricksen. «Nachdem ich ihn gestillt hatte, beruhigte ich ihn und liess ihn auf mir schlafen und abhängen, bis er wieder sehr hungrig wurde. Dann legte ich ihn meinem Ehemann in die Arme und verliess das Haus. Bam, da nahm er die Flasche in Rekordzeit.»
Ratajkowski wurde klar, dass Sly den Schoppen vor allem verweigert, wenn die Option Stillen in Reichweite ist. Sind ihre «Boobies» aber nicht verfügbar, findet der Kleine den Schoppen eine gar nicht mal so schlechte Alternative.
Emily Ratajkowski bedankt sich bei ihren Fans
Obwohl sie sich den Mittelweg selber suchen musste, bedankt sich Emily Ratajkowski bei ihren Fans für die zahlreichen Ratschläge und Inputs. «Ich war in Panik, dass er zu wenig isst», sagt sie. «Danke für die Rückmeldungen. Es war für mich eine grosse Erleichterung, zu sehen, dass diese Probleme gar nicht so selten auftauchen, und zu hören, wie ihr das gehandelt habt. Das Internet kann manchmal ganz schön hilfreich sein.»
Wie erkennt man, ob ein Baby genug trinkt?
Die von Emily Ratajkowski angesprochene Angst, dass ein Baby zu wenig Nahrung aufnehmen könnte, egal ob an der Brust oder mit dem Schoppen, ist weit verbreitet – auch in der Schweiz. Allerdings sei dieser Fall hierzulande sehr unwahrscheinlich, sagt Stillberaterin Christa Watermann. «In der Schweiz haben alle Kinder regelmässige Vorsorgeuntersuchungen durch die Kinderärztin oder den Kinderarzt und alle Mütter Anspruch auf Stillberatung und die Begleitung durch eine Hebamme auch nach der Geburt. Werden all diese Angebote wahrgenommen und finden die vorgesehenen Untersuchungen statt, ist es also eher unwahrscheinlich, dass ein Neugeborenes in den ersten Lebenswochen zu wenig Nahrung erhält.»
Dennoch gibt es Anzeichen, bei denen Eltern achtsam reagieren und Hebamme oder Ärztin/Arzt ansprechen sollten. Folgende Merkmale könnten darauf hinweisen, dass ein Kind zu wenig trinkt:
- Geringe Urin- und Stuhlmenge
- Unruhe oder im Gegenteil ungewöhnlich ruhiges Verhalten
- Abweichungen in der Gewichtszunahmekurve (kontrolliert von Hebamme und Kinderarzt)