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Nach seiner umstrittenen Wahl ist Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa für eine zweite Amtszeit vereidigt worden.
«Als Simbabwe haben wir gezeigt, dass wir eine Demokratie mit Reife sind», sagte Mnangagwa während der Zeremonie am Montag im Nationalen Sportstadion der Hauptstadt Harare.
Er beteuerte, in den kommenden fünf Jahren sicherstellen zu wollen, dass die Verfassung und Rechtstaatlichkeit des Landes aufrechterhalten blieben.
Der 80-Jährige war nach einer von Beobachtern als nicht ausreichend frei und fair eingestuften Präsidentenwahl zum Sieger erklärt worden. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt Mnangagwa knapp 53 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der aussichtsreichste Oppositionskandidat Nelson Chamisa von der Bürgerkoalition für Veränderung (CCC) kam demnach nur auf 44 Prozent der Stimmen. Die Regierungspartei Zanu-PF konnte auch eine solide Mehrheit im Parlament verbuchen.
Chamisas Partei hat das Resultat der Wahl vom 23. August infrage gestellt. Menschenrechtsorganisationen hatten bereits vor der Abstimmung die Einschüchterung von Wählern, Fälschungen der Wählerverzeichnisse und die Besetzung der Wahlkommission mit Gefolgsleuten der Regierungspartei Zanu-PF kritisiert. In dem Land im südlichen Afrika mit rund 16 Millionen Einwohnern ist es im Zusammenhang mit Wahlen immer wieder zu Gewalt und Manipulationsvorwürfen gekommen.
Mnangagwa war 2017 an die Macht gekommen, nachdem das Militär Langzeitmachthaber Robert Mugabe gestützt hatte. Mnangagwa war zu dem Zeitpunkt Vizepräsident.