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Die Schweizer Konsumentenschützern verlangen, dass bei verarbeiteten Lebensmitteln auch das Herkunftsland der wichtigsten Zutaten angegeben werden muss. Sie lancieren eine Petition für mehr Information und Transparenz bei den Lebensmitteln.
Derzeit werde zwar das Herstellungsland des Produkts, nicht aber die Herkunft der wichtigsten Lebensmittel angegeben, schreibt die Allianz der drei Schweizer Konsumentenschützer am Donnerstag in einer Mitteilung. So könne es sein, dass etwa die italienischen Pelati zwar tatsächlich in Italien abgefüllt werden. Die Tomaten könnten aber aus China stammen. Das führe zu einer Täuschung.
Es gehe auch um die Gesundheit der Konsumenten. Heute wird zum Beispiel ausgewiesen, dass ein Fertiggericht mit Poulet in Frankreich produziert wurde. Woher das Fleisch stammt, erfahre man nicht. «Vielleicht aus Brasilien, das bei der Pouletmast noch den Einsatz von Antibiotika zur Prävention erlaubt?», fragen die Konsumentenschützer.
Als weiteres Beispiel führt die Allianz Teigwaren auf, die in der Schweiz hergestellt wurden, deren Hartweizen aber aus Kanada importiert wurde. Dort sei es noch immer erlaubt, den Weizen kurz vor der Ernte mit dem Unkrautvernichter Glyphosat zu besprühen, damit er schneller nachreife.
In Italien müssten aus diesem Grund Pastahersteller deklarieren, woher der Weizen stammt. Dies zeige, dass es möglich sei, transparent und verständlich über die wichtigsten Zutaten zu informieren.
Nach dem Pferdefleischskandal habe das auch funktioniert: einige Hersteller hätten begonnen, die Herkunft des Fleisches einer Lasagne oder von Ravioli auszuweisen. Derzeit seien Anbieter und Hersteller aber nicht dazu verpflichtet.