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Für eine neue Herausforderung ist man nie zu alt. Das wird sich auch Paul McCartney gedacht haben, als er sich vor zwei Jahren ins Piratenkostüm warf und zum ersten Mal für einen Blockbuster vor die Kamera trat.
Mit 75 ist er nun als verwegener Seeräuber-Onkel mit verfilzten Dreadlocks im neuen Kinofilm «Pirates of the Caribbean: Salazars Rache» zu sehen. Eine ungewöhnliche Rolle für den als sanft bekannten Jubilaren.
Die Anfänge
McCartney wächst in bescheidenen Verhältnissen im englischen Liverpool auf. Ein Jahr nach dem Krebstod seiner Mutter beginnt er mit in der Schülerband «The Quarry Men» Musik zu machen, gemeinsam mit John Lennon und George Harrison.
Aus dieser Schülerband entstehen dann «The Beatles» – die Gruppe, welche letztendlich mit unzähligen Hits und ausverkauften Tourneen Musikgeschichte schreiben wird. Doch es läuft nicht alles glatt: Es herrschen kreative Differenzen zwischen McCartney und Lennon. Nach seinem Rücktritt 1970 erklärt Paul McCartney: «Mein einziger Plan ist, erwachsen zu werden.» Mit der Band «The Wings» und seinen Soloprojekten ist er erfolgreich, kann aber nicht an die Erfolge der Beatles anknüpfen.
Ehe und Rosenkrieg
Noch in der aktiven Zeit der Beatles lernt der Sänger die Liebe seines Lebens kennen, die New Yorker Fotografin Linda Eastman. Gemeinsam ziehen sie die drei Kinder James, Mary und Stella gross.
Nach ihrem Tod heiratet er das frühere Model Heather Mills. Doch wenige Jahre später beginnen die beiden einen öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg, der in einer Scheidung endet und den Sänger umgerechnet 32 Millionen Euro kostet. Inzwischen ist er mit der ebenfalls schwerreichen Unternehmerin Nancy Shevell verheiratet.
Zur Ruhe setzen kann er sich auch später
Im vergangenen Jahr sagte McCartney der amerikanischen Musikzeitschrift «Rolling Stone», dass es «unvorstellbar – und unziemlich» wäre, noch bis achtzig zu touren. Ganz zur Ruhe setzen wird er sich aber auch in den nächsten fünf Jahren nicht. Diesen Sommer ist er noch in den USA und Brasilien unterwegs. Zudem malt er und engagiert sich als überzeugter Vegetarier für die Umwelt. Und wer weiss, ob er noch weitere neue Herausforderungen annehmen wird.