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Zwei Drittel (65%) des europäischen Gebäudebestands wurden vor 1980 gebaut: Etwa 97% der Gebäude der EU müssen modernisiert werden, um das CO2-Ziel von 2050 zu erreichen, aber nur 0,4-1,2% werden jedes Jahr renoviert. Ein neuer Leitfaden will helfen die Ziele zu erreichen.
Ein effizienterer, technisch ausgerüsteter und intelligenterer Gebäudebestand könnte der Grundstein für ein dekarbonisiertes Energiesystem sein. Hocheffiziente Gebäude spielen eine wichtige Rolle bei der Verwirklichung einer klimaneutralen europäischen Wirtschaft, indem sie erneuerbare Energien erzeugen, steuern, speichern und auf Nachfrage reagieren sowie grüne Ladestationen für Elektrofahrzeuge einbauen. Die Modernisierung des Gebäudebestandes auf ein hohes Effizienzniveau ist eine Voraussetzung, um das europäische Klimaversprechen aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen.
Die jüngsten Änderungen [2018/844] der Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD)[2010/31/EU] geben eine klare Richtung für die vollständige Dekarbonisierung des europäischen Gebäudebestands bis 2050 vor. Sie bietet den Mitgliedstaaten ein klares Ziel und die Instrumente, um es zu erreichen.
Die Implementierung ist jedoch selten eine einfache Aufgabe. Der BPIE-Leitfaden “Future-proof buildings for all Europeans – A guide to implement the Energy Performance of Buildings Directive” behandelt verschiedene Aspekte der Richtlinie und bietet ein umfassendes Instrumentarium, um der Herausforderung der Dekarbonisierung zu begegnen. Die Publikation konzentriert dabei auf langfristige Renovierungsstrategien, Finanzierung von Renovierungen, Gebäudesanierung, Smart Readiness Indikator und die Berechnung der Energieeffizienz.
Der BPIE-Leitfaden unterstützt politische Entscheidungsträger bei der Entwicklung und Vereinbarung wirksamer Instrumente, die zu gesunden und klimafreundlichen Gebäuden führen können.