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Fashion
Pyer Moss, das Gewinner-Label des diesjährigen CFDA-Vogue-Fashion-Funds, setzt sich mit seiner aktuellen Kollektion gegen Rassismus ein. Grund genug, den Designer mal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die diesjährige Jury des CFDA-Vogue-Fashion-Funds, in der unter anderem "Vogue"-Chefin Anna Wintour sitzt, ernannte am Sonntag das New Yorker Label Pyer Moss zum Sieger. Aus gutem Grund: Mit seiner SS19-Kollektion will Designer Kerby Jean-Raymond die Gesellschaft für Rassismusprobleme in den USA sensibilisieren.
Dafür liess er von Derrick Adams, einem aufstrebenden Künstler aus New York, zehn Bilder malen, worauf "Schwarze zu sehen sind, die normale Dinge tun", so Jean-Raymond zur "Vogue": Eine Familie grillt im Vorgarten Hamburger, ein junges Paar heiratet, ein Vater wiegt sein Baby in den Armen. Mit diesen Gemälden, die der Designer als grossflächige Prints auf seine Kollektion drucken liess, will er zeigen, wie friedlich das afroamerikanische Leben eigentlich sein könne – wenn da nicht der Rassismus wäre. Auf einigen Shirts sind auch Slogans gedruckt wie "Stop calling 911 on the Culture"(auf Deutsch etwa: "Hört auf, aufgrund der Hautfarbe die Polizei zu rufen").
Kooperation mit Fubu
Einige Teile aus der Kollektion wurden zusammen mit Fubu entworfen, dem berühmten Streetwearlabel aus den 90ern. "Dieses Unternehmen brachte der Fashion-Industrie Millionen ein, wurde jedoch nicht als Mode anerkannt – nur als urbaner Brand, designt von Schwarzen" erklärt Jean-Raymond die Kooperation. "Ich will auf Designer aufmerksam machen, die nicht gesehen wurden".
Passend fand die SS19-Show an einem geschichtsträchtigen Ort statt: Statt die Kollektion in Manhattan zu zeigen, liess Jean-Raymond die Besucher nach Weeksville reisen, wo kurz nach der Abschaffung der Sklaverei eine der ersten freien schwarzen Gemeinschaften gegründet wurde.