Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03236.jsonl.gz/1310

Als Decarboxylierung bezeichnet man die chemische Reaktion, die CO2 von einem Molekül abspaltet.
Durch Erhitzen oder mit Hilfe eines biochemischen Katalysators findet diese statt.
Die Decarboxylierung ist bei Cannabisprodukten notwendig, damit Effekte spürbar werden.
Bei THC äussert sich das stark, da die saure THCA-Vorstufe gar nicht psychoaktiv wirkt.
Bei CBD unterscheidet sich der Effekt zum CBDA in ihrer Intensität.
Es gibt verschiedene Ansätze, wie Cannabinoide richtig decarboxyliert werden.
1. Langsame Aktivierung: Z.B. bei der Zubereitung von Cannabutter oder CBD-Olivenöl. Hier werden im Wasserbad bei konstanten 100°C die Cannabinoide aktiviert. Das dauert bei dieser Temperatur mindestens eine Stunde.
2. Mittelschnelle Aktivierung: Im Backofen können die CBD-Blüten bei 120-130°C für 30 Minuten aktiviert werden. Im Einmachglas können flüchtige Aromen beibehalten werden.
3. Schnelle Aktivierung: Vaporizer sind elektronische Geräte, die für eine effektive Decarboxylierung entwickelt wurden. Bei 200-210°C werden nur die Cannabinoide verdampft, ohne dass dabei gesundheitsgefährdende Rauchstoffe entstehen.
Im Joint entstehen Temperaturen von bis zu 800°C. Dieses sorgt dafür, dass die Cannabinoide sofort decarboxyliert werden. Nur auf Kosten von der Tatsache, dass Pflanzenprodukte verbrannt und inhaliert wird.