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Erhöhte akute oder chronische Luftbelastung schädigt empfindliche Ökosysteme. Schwefel- und Stickstoffeinträge führt zu einer Versauerung und Überdüngung der Ökosysteme. Ozon hat akute und chronische Auswirkungen auf die Vegetation und führt zu Ernteeinbussen. Rund zwei Drittel der Stickstoffeinträge in Ökosysteme haben heute ihren Ursprung in Ammoniakemissionen der Landwirtschaft, etwa ein Drittel stammt von Stickoxiden aus Verbrennungsprozessen.
Naturnahe Wiesen, Wälder und Moore können übermässige Stickoxid(NOx) - und Ammoniak (NH3)-Emissionen langfristig nicht verkraften. Der übermässige Stickstoff(N)-Eintrag führt zu einer Überdüngung und Versauerung des Bodens. Dies vermindert das Wurzelwachstum der Bäume. Wälder werden weniger widerstandsfähig gegenüber Stürmen, Frost, Trockenheit und Schädlingen und in der Landwirtschaft werden die Ernteerträge geschmälert.
Erhöhte akute oder chronische Ozon-Konzentrationen können die Pflanzen schädigen und das Wurzelwachstum von Bäumen beeinträchtigen. Hohe Ozonkonzentrationen bewirken sichtbare Schäden an Blättern und Nadeln von Bäumen. Länger andauernde erhöhte Ozonbelastungen haben Wachstumseinbussen zur Folge, die sich bei landwirtschaftlichen Kulturen als Ernteeinbussen zeigen.
Luftschadstoffe werden aber auch über weite Distanzen verfrachtet und schliesslich als trockene und nasse Deposition in empfindliche aquatische und terrestrische Ökosysteme eingetragen.
Schwefel- und Stickstoffeinträge bewirken zum Beispiel eine Versauerung von alpinen Bergseen und höher gelegenen Flüssen, aber auch von Waldböden in allen Höhenlagen.
Erhöhte Stickstoffeinträge beeinträchtigen zudem durch Überdüngung eine Vielzahl von stickstoffempfindlichen Ökosystemen wie Wälder, artenreiche Naturwiesen und Trockenrasen, alpine Heiden, Hoch- und Flachmoore.
Eine Folge der Überbelastung von Wäldern mit Stickstoff sind zum Beispiel die Auswaschung von Stickstoff in Form von Nitrat aus dem Waldboden ins Grundwasser sowie Veränderungen der Biodiversität.
Rund zwei Drittel der Stickstoffeinträge in empfindliche Ökosysteme haben heute in der Schweiz ihren Ursprung in Ammoniakemissionen der Landwirtschaft, etwa ein Drittel stammt von Stickoxiden aus Verbrennungsprozessen.