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- Ein chinesischer Arzt, der wegen «Verbreitung von Gerüchten» über das Corona-Virus von den Behörden getadelt worden war, ist im Krankenhaus gestorben, in dem er gearbeitet hatte.
- Li Wenliang war zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
- Das Krankenhaus in Wuhan erklärte über die chinesische Social-Media-Seite «Weibo», der Arzt sei am Freitag um 2.58 Uhr Ortszeit gestorben.
Die chinesische staatliche Zeitung «Global Times» hatte zuvor im Internet berichtet, er sei an dem Virus gestorben, der Eintrag wurde allerdings später gelöscht. Die Zeitung und auch andere Medien schrieben später, sein Zustand sei kritisch. «Wir versuchen unser Bestes, um ihn wiederzubeleben» zitierte die Zeitung «South China Morning Post» noch am Donnerstagabend das Wuhan Central Hospital, in dem Li Wenliang liegt. Später folgte dann die Meldung zum Tod von Li Wenliang.
Am 1. Februar hatte der Arzt noch selber mitgeteilt, dass er am Corona-Virus erkrankt sei. Das Wuhan Central Hospital bestätigte die Infektion heute in seiner Nachricht auf «Weibo». Man seit zutiefst betrübt über den Tod von Li Wenliang.
Erste Meldung von Fällen Ende Dezember
Der 34-jährige Augenarzt war eine von acht Personen, die wegen Verbreitung «illegaler Informationen» von der Polizei in Wuhan zurechtgewiesen worden waren. Li hatte Ende Dezember einer Gruppe von anderen Ärzten auf chinesischen Social-Media-Plattformen erklärt, dass sieben Fälle von Patienten bestätigt worden seien, die sich mit einem «SARS-ähnlichen» Corona-Virus angesteckt hätten. Er brachte zudem einen lokalen Markt für Meeresfrüchte als Quelle der Infektion ins Spiel.
Art Basel in Hongkong abgesagt
Aufgrund der Verbreitung des neuen Coronavirus sagt die MCH Group die bevorstehende Art Basel in Hongkong ab. Die Kunstmesse war dort vom 19. bis 21. März geplant.
Verschiedene Faktoren haben zu diesem Entscheid der Veranstalter geführt, wie die MCH Group am Donnerstagabend mitteilte. Neben der Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der an der Messe Beschäftigten sowie der Besucherinnen und Besucher nannte sie die grossen logistischen Herausforderungen beim Transport der Kunstwerke nach Hongkong und beim Aufbau der Messe sowie die zunehmenden Schwierigkeiten im internationalen Reiseverkehr.
Für diese Meldungen war er am 3. Januar in einem Brief des Polizeibüros Wuhan zurechtgewiesen worden. Er habe die «soziale Ordnung» mit seinen Nachrichten schwer gestört, hiess es damals. Er wurde gebeten, den Brief als Versprechen zu unterzeichnen, solch «illegales Verhalten sofort zu unterbinden». Andernfalls müsse er mit einer Strafanzeige rechnen.