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Das Aare Guru Saison Plakat ist eine jährliche Übersicht der gesammelten hydrologischen Daten der Aare in Bern im jeweiligen Sommer.
Das Plakat dient als Spielwiese, um Darstellungen und Kompositionen auszuprobieren, wie sowieso das ganze Aare Guru Projekt ein Grafiker/Programmierer Spielplatz ist.
Datenaufbereitung Backend
Der Backendmeister vom Aare Guru, Christian Studer hat dazu ein Webinar veranstaltet.
Definition Aareschwumm Saison
Die Aareschwumm-Saison definiert sich vom ersten Tag, an dem die Aare in Bern die 17 °C Marke überschreitet, bis zum letzten Tag an dem sie diese Marke halten kann.
Die offizielle Badesaison der Berner Badeanstalten erschien mir zu unflexibel, da durch den Klimawandel auch im Herbst noch gebadet werden kann.
17 °C ist so ungefähr die Temperatur, bei der auch nicht-gfrörli Schwimmer anfangen im Fluss baden zu gehen.
Mittels Influx Skript lade ich die Daten als CSV herunter, um das Ganze im Excel weiterzuverarbeiten.
- Um Datenpunkte auseinanderzuhalten, wird im CSV ein Koma als Trenner verwendet.
- Zahlen mit Kommas werden dadurch getrennt in Excel Zellen verfrachtet, was völlig unbrauchbar ist.
- InfluxDB versieht die Wassertemperaturen mit einem Punkt
- Als Dezimaltrenner anstatt eines Kommas: 16.07 °C
- Excel ignoriert Punkte als Dezimaltrenner und so kommt es,
dass in der Tabelle plötzlich aus kühlen 16.07 °C höllische 1607 °C werden. Danke Excel.
Um falsche vierstellige Zahlen zu verhindern, ersetze ich den Punkt mit einem Komma und die Kommas mit einem Semikolon.
Nun sind die Daten aufbereitet und können in das Programm Adobe Illustrator importiert werden.
Datenaufbereitung im Illustrator
Adobe Illustrator ist ein Vektor Zeichnungsprogramm und wird z.B. für Logodesign und einfachere Illustrationen verwendet, kann aber auch Datenpunkte auf einem Koordinatensystem darstellen.
Man kann das Programm aber auch bis zur Belastungsgrenze führen und z.b. so Dinge wie ganze Illustrationen zeichnen. Zum Beispiel:
Item: Im Illustrator importiere ich die Daten in Vertical Bar Charts
Dieses Jahr hab ich mir überlegt, ob es vielleicht interessant wäre, die Temperaturen in der Nacht darzustellen, weil ich den Eindruck hatte, dass die Aare dieses Jahr Ihre Temperatur in der Nacht sehr hoch hält.
Darum habe ich eine Komposition auf Basis eines Population Pyramid Charts gewählt.
Da es sich um Hydrologische Daten handelt, will ich das Ganze auf ein Wellenraster Applizieren. Ist ja klar.
Das Wellenraster führt jedoch zu einigen Problemen. So kann ich die standardisierten Chart-Tools nur als Vorlage verwenden, muss dann aber alles manuell ins Wellenraster einpassen.
Was hier auffällt ist, dass Nachts die Lufttemperaturen unter den Wassertemperaturen liegen und so die Nachtseite kompositorisch ganz anders aussieht als die Tagseite. Dafür sieht man sehr schön, wie viel stabiler die Wassertemperaturen sind.
Um das Ganze noch mit mehr Oomph zu versehen, füge ich auf die Nachtseite aufsummierte Wassertemperaturen ein:
Anzahlt Tage, in denen die Aare so und so warm war. Z.b: Die Aare war insgesamt 31 Tage 18 °C warm. Also gibt es einen Kreis mit dem Durchmesser von 31 Einheiten.
Dies führt aber zu einem konzeptionellen Fehler. Die Anzahl Tage werden auf der Nachtseite dargestellt, was verwirrend sein kann.
Am Schluss habe ich mich entschieden, die Kreise der Tage auch einzufärben und trotz der hohen Datendichte auf die Tagesseite zu verschieben und in der Nacht Raum zum Verschnaufen zu lassen.
Wer sich für den Backend-Teil vom Aare Guru interessiert, kann sich den Webinar von Christian Studer anschauen.
Ältere Plakate
So sahen die vorhergehenden Plakate aus. Da das Aare Guru Projekt dazu da ist, neues auszuprobieren, ist mir Konsistenz nicht wichtig.