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Als First Lady verkörperte Michelle Obama, 54, die selbstbewusste und herzliche Frau an der Seite des 44. US-Präsidenten. Sie war die erste Afroamerikanerin, die in dieser Rolle diente, und etablierte sich von 2009 bis 2017 als Idol vieler Frauen und Mädchen in den USA. In ihrer Autobiografie «Becoming», die heute Dienstag weltweit in 25 Sprachen erscheint, reflektiert Michelle Obama ihre Erlebnisse und blickt zurück auf Triumphe und Enttäuschungen.
Galerie: Michelle Obamas Leben in Bildern
Michelle Obamas Leben in Bildern
Michelle LaVaughn Robinson wird 1964 als Tochter eines ehemaligen Metzgers und einer Sekretärin im Süden Chicagos geboren. Sie wächst in einfachen Verhältnissen auf. Ihr Schlafzimmer teilt sie mit dem Bruder. Gleichzeitig dient es als Wohnzimmer. Ihre Vorfahren waren grösstenteils schwarze Sklaven aus den Südstaaten.Dukas
«Schwanger werden war meine Mission»
Der Radiosender NPR hat vor wenigen Stunden eine Audioaufnahme veröffentlicht, in der Michelle Obama aus ihrem Buch vorliest. Ein prägendes Kapitel ihres Lebens war demnach Ende der 1990er-Jahre, als Barack Obama, 57, noch Abgeordneter in Illinois war. Zu jenem Zeitpunkt wollten die Obamas unbedingt eine Familie gründen. «Schwanger werden war meine Mission», erzählt Michelle.
Um diesem Wunsch nachzukommen, sei Barack an einem langen Abstimmungsabend sogar nach Hause gehetzt, damit das Paar es an einem von Michelles fruchtbaren Tage versuchen konnte. Trotz aller Bemühungen schlug es auf natürlichem Weg nicht ein: «Egal, wie sehr wir es versuchten – ich wurde einfach nicht schwanger.»
«Fehlgeburten passieren ständig, öfters wie man denkt»
Dann endlich lag der erste positive Schwangerschaftstest vor. «Wir waren voller Freude. Aber ein paar Wochen später erlitt ich eine Fehlgeburt», erinnert sich die ehemalige First Lady. Von diesem Moment an, fühlte Michelle Obama einen Schmerz, wenn sie Müttern mit ihren Kindern auf der Strasse sah. Heute weiss sie: «Fehlgeburten passieren ständig, öfters wie man denkt.»
Nach dieser Fehlgeburt unterzog sich die damalige Anwältin einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Eine Freundin hatte ihr diesen Weg empfohlen. «Der Doktor empfahl mir ein Medikament, welches das Heranreifen von Eizellen stimuliert. Für ein paar Monate.» Als das auch nichts nützte, entschieden sich die Obamas für In-vitro-Fertilisation, eine aufwendige Methode zur künstlichen Befruchtung.
Unfair für die Frau
Sie hielten am Kinderwunsch fest: «Ich wollte eine Familie und Barack wollte eine Familie.» Obwohl ihr Mann nichts dafür könne, fand sie es unfair, dass er lediglich sein Sperma beim Arzt abgeben musste, während sie ihre Karriere hinter den gemeinsamen Kinderwunsch zurückstellte. «Er musste für den Untersuch keine Meetings absagen.»
Dann endlich war die künstliche Befruchtung erfolgreich: Am 4. Juli 1998 erblickte Malia das Licht der Welt. Am 10. Juni 2001 wurde Sasha geboren, ebenfalls durch Mithilfe der Ärzte.