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Peter Ochs war ein grosser und begeisterter Briefeschreiber. Ich werde in den kommenden Wochen dieses Jahres regelmässig Auszüge aus seinen Briefen veröffentlichen, die seine persönlichen Verhältnisse und seine politischen Überlegungen reflektieren. Ich stütze mich dabei auf die von Gustav Steiner herausgegebene «Korrespondenz des Peter Ochs».
Woche 3
Juni 1790: Peter Ochs an Leonhard Meister
«Nos paysans se remuent aussi; on dit que nous allons recevoir un cahier de leurs griefs. Parbleu, il y a de quoi en dresser un. Je voudrais seulement qu’ils fussent bien conseillés. Ii ne m’appartient pas de les guider, mais, au moins, je me promets bien de les soutenir dans le cours des déliberations.»
«Unsere Bauern sind auch unruhig. Man sagt, dass wir bald eine Beschwerdeschrift von ihnen erhalten werden. Guter Gott! Es gibt genug, um sie zu füllen. Ich wünschte mir nur, dass sie gut beraten seien. Es steht mir nicht zu, sie anzuleiten, aber ich habe mir fest vorgenommen, sie wenigstens zu unterstützen in den Beratungen [im Grossen Rat].»
Anmerkung: Die Bittschrift der Liestaler (heute: StABS Städte und Dörfer L 12a) gelangte im Juli 1790 an die Regierung in Basel, wurde dem Grossen Rat von dieser aber nicht einmal zur Beratung vorgeschlagen.