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Das Leben hat Höhe und Tiefe.
Was bedeutet Arbeit? Was ist denn eine Berufung? Ist die Arbeit das, was mit dem Futter zu tun hat? Oder beinhaltet die Arbeit das, was wir als „Selbstverwirklichung“ verstehen wollen?
Und jede Arbeit ist hart.
Wäre ich wo anders glücklicher sein? Wäre ich wo anders mein Frieden finden?
Wenn ich Yoga mache, wäre ich glücklicher? Wenn ich die Tasche von LV besitze, bin ich besser?
„Was wir ganz einfach und
rein bewahren sollten
zum eigenen Vorteil missbrauchen
die selbsttüchtigen Menschen es
immer wieder
welch ein jammer“
Nach einem Arbeitstag kam ich endlich zum Briefkasten. Mein Teevater Detlef schrieb mir die paar Zeilen von Verse des Rikyu als Anschluss an unser Gespräch vor einem Monat. Damals fragte ich ihn, was wohl die Kraft sein sollte, weshalb wir auf den so genannten Teeweg gehen. Er antwortete damals in der Dunkelheit, “ meine liebe Menglin, weil es uns schlecht geht. Weil wir auf der Suche im Aussen sind, weil wir jammern.“
Er schrieb im den wenigen Zeilen, “ Von Sen No Rykyu (1521-1591) wird berichtet, dass er oft diesen Vers von Jichin Osho (1155-1225) vor sich hingesummt haben soll.“
Ich spürte die warmen salzigen Tropfen auf mein Gesicht.