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Historie
Die Unternehmensgeschichte
Chronik einer Unternehmensphilosophie:
„Dem Vertrauen verpflichtet“
1892 Beginn der Familiensaga
Die Firma Bjar wurde 1892 durch August Bjar (sorbisch Bär) gegründet in der damals üblichen bewährten Symbiose von Tischlerei und Möbelhandel. Mit Fleiß, Hartnäckigkeit und kluger Vorausschau sicherte der Firmengründer finanziellen Erfolg, der den Erwerb der Immobilie für 30.000 Goldmark ermöglichte.
Das alte Bauernhaus wurde zu einem für damalige Zeiten modernen Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Die aus der Ehe August Bjars mit seiner Frau Alma entstammende Martha Bjar heiratete den Kaufmann Rudolf Schmieder, der in Dresden ein Textilunternehmen betrieb und unter anderem Strohhüte produzierte. Nach dem ersten Weltkrieg übergab Rudolf diese Unternehmen seinem Bruder Albert und baute das Unternehmen seiner Schwiegereltern in ein reines Handelsunternehmen um, expandierte mit unternehmerischem Geschick in einen Großhandel für Möbel und Verleih von Festzeltgarnituren. Die „Goldenen 30er“ brachten den Brüdern Albert und Rudolf soliden wirtschaftlichen Erfolg.
Als die Strohhüte aus der Mode kamen, bauten die Brüder das Textilunternehmen in eine Wohnimmobilie um und konnten damit bis zur Zerstörung Dresdens 1945 sehr gut leben. Rudolf erweiterte den Möbelhandel und sicherten eine Fabrikation in Blumenau. Doch auch in Bautzen hinterließ der 2, Weltkrieg seine Spuren, das Haus in der Bahnhofstraße wurde teilweise zerstört. Aus der Ehe ging der gemeinsame Sohn Horst hervor, der eigentlich Missionar werden wollte in der Brüdergemeine Herrnhut, jedoch setzten Krieg und seine Rekrutierung zur Wehrmacht diesen Plänen ein jähes Ende. Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm Sohn Horst das Möbelgeschäft.
Das Möbelgeschäft 1945
Horst Schmieder oblag die familiäre Verpflichtung sowohl seine Mutter zu betreuen als auch das Möbelgeschäft zu führen und damit die Verantwortung, alle familiären Geschicke unbeschadet durch die russische Besatzungszone zu führen. Der Tod der Mutter und verschiedene Phasen der Enteignung durch das kommunistische System der DDR stellten große Herausforderungen an den neuen Besitzer der Firma BJAR. Durch eine gewisse Freiheiten ermöglichende halbstaatliche Handelsform gelang es das Geschäft über die kommunistische Zeit zu retten. Zusammen mit seiner Ehefrau Christa und 8 Angestellten gelang Horst Schmieder die Rettung des Familienunternehmens und Wahrung der Unternehmensphilosophie über diese unternehmerfeindliche Zeit. Die gegebene Marktsituation begründete eine Spezialisierung auf Küchenmöbel als zukunftsichernde Perpektive.
Aus der Ehe von Horst und Christa Schmieder ging der Sohn Ingo hervor, der traditionsgemäß in den Möbelhandel einsteigen und das Familienunternehmen weiterführen sollte. Die friedliche Revolution von 1989 eröffnete neue Chancen, auch für das 97 Jahre alte Unternehmen. Durch einen Anschluss an den Handelsverband MHK Deutschland konnte noch vor der Währungsunion das erste Küchenstudio mit den Marken ALNO, AEG und Siemens auf dem Gebiet der DDR eröffnet werden. Der Umbau der Gesellschaftsform in eine GmbH war durch die Wende gegeben.
Durch die damalige Alleinstellung konnten für die Unternehmensgröße gute Umsätze generiert werden. Die enge Zusammenarbeit mit MHK Deutschland brachten mit Filialen in Görlitz und Prag weitere erfreuliche Synergieeffekte. Mit den Erlösen konnte in Immobilien investiert werden, die ebenfalls von Bjar verwaltet wurden.
Nach dem Tod des Inhabers Horst Schmieder übernahm Sohn Ingo die alleinige Geschäftsführung im Jahr 2000.
Im Zuge dessen erfuhr das Unternehmen eine modifizierte Ausrichtung, ohne die Firmenphilosophie „dem Vertrauen verpflichtet“ aus dem Blick zu verlieren. BJAR befasste sich mehr und mehr mit Erwerb und Sanierung eigener Immobilien. In Reaktion auf die veränderte Marktlage wurde der Unternehmenszweig „Küchenhandel“ geschlossen und die Räume in ein modernes Gesundheitscenter umstrukturiert. Um das Spektrum des Unternehmens zu erweitern, wurden auch Aufträge von Kunden angenommen und erfolgreich durchgeführt.
Heute befindet sich der Firmensitz in Visp (Schweiz) mit Niederlassungen in Berlin, Bautzen und Dresden. Die Firma widmet sich aktuell ausschließlich der Verwaltung und Sanierung eigener Objekte. 2017 konnte BJAR sein Tätigkeitsfeld mit Bau- und Sanierungsarbeiten in der Schweiz erweitern getreu seiner Maxime: dem Vertrauen verpflichtet.
2014 konnte BJAR auf eine 112-jährige Tradition zurückblicken
Zwei Weltkriege, Inflation, kommunistische Diktatur und ein kompletter Umbau der Handelslandschaft, haben dem alten Unternehmen immer wieder neue Probleme bereitet, vor allem aber auch neue Chancen eröffnet.
Mit durchaus positivem Ausblick in die Zukunft schließt die Chronik von BJAR in der Hoffnung auf eine nächste Generation, die diese Herausforderung annehmen möchte.