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Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen.
Johann Wolfgang von Goethe
Forsthof Bärenhölzli, Waldzentrum Bärenhölzli Kreuzlingen
Im Süden von Kreuzlingen, oberhalb der Lengwiler Weiher, befindet sich das Waldzentrum Bärenhölzli. Dieses besteht aus dem neuen Forstwerkhof und dem gegenüberliegenden, nachträglich umgebauten alten Ökonomiegebäude, genannt Waldhaus. Zwischen diesen parallel nebeneinander stehenden Gebäuden spannt sich ein grosser Werkplatz auf. Die funktionale Besonderheit ist, dass diese Gebäude an eine Wegkreuzung innerhalb der Waldlichtung angebunden sind. Somit kann der Wald sternförmig vom Werkhof aus bewirtschaftet werden.
Der Forstwerkhof dient der Waldbewirtschaftung als Stützpunkt. Es ist ein langrechteckiger, zweigeschossiger Bau, welcher im Kopf Werkstatt sowie Sozial - und Büroräume enthält. Die anschliessende Werkhalle ist eine zwei Geschosse hohe, gedeckte Arbeits- und Lagerhalle. Dieses Gebäude ist ein klassischer Ingenieurholzbau welcher allseitig mit Holzlatten verkleidet ist. Das Flachdach kragt über der Südseite drei Meter aus und schützt die darunterliegenden Eingangsbereiche. Der Ökonomietrakt kann mittels grosser Schiebetore grosszügig geöffnet werden. Wenn die Tore geschlossen sind, erscheint das Gebäude wie ein langer, gedeckter Holzstapel. Die Beheizung des Forsthofes erfolgt über eine Schwerkraftheizung welche mit Holzabfällen betrieben wird.
Das Waldhaus wird zur Hälfte als Waldschulzimmer für die Schulen und zur anderen Hälfte als Lager genutzt.
Baujahr: 2002
Bauherr: Forstamt Kanton Thurgau
Ort: Kreuzlingen
Wohnüberbauung Näggeberg, Scherzingen
Die Wohnüberbauung ist das Ergebnis eines Architekturwettbewerbes, welcher die damalige Pensionskasse des Staatspersonales des Kantons Thurgau ausgeschrieben hatte. Ziel war, hochwertigen Wohn- und Aussenraum für alle Generationen anzubieten. So entstanden Geschosswohnungen verschiedener Grössen; Reihenhäuser und freistehende Einfamilienhäuser. Die Realisierung erfolgte zwischen 1995 und 1999 in zwei Etappen. Eine geplante dritte Etappe mit weiteren fünf Reihenhäusern wurde nicht realisiert. Im Rahmen des Wettbewerbsprojektes wurde auch ein freistehendes Einfamilienhaus mit privater Bauherrschaft realisiert.
Die Anlage liegt am südlichen Ortsrand von Scherzingen und schliesst diesen ab. Rechtwinklig zueinander angeordnete Gebäude bilden in ihrem Inneren zwei grosse Höfe, welche als soziale Zwangsverknüpfungspunkte fungieren. Ein System von Mauern und Wegen gibt der Anlage ein eigenes Gepräge und den Bewohnern Privatheit.
Es wurden 10 Reihenhäuser und 12 Geschosswohnungen in vier Gebäuden sowie eine grosse Tiefgarage und in privatem Auftrag ein freistehendes Einfamilienhaus realisiert. Wohnungen und Reihenhäuser werden vermietet.
Baujahr: 1995 – 1999
Bauherr:PK Thurgau
Ort: Scherzingen
Gen Norden - Betonhaus am See
Ein Haus am Nordhang verlangt nach durchdachter Planung und geschickten Lösungen, um genügend Tageslicht zu gewinnen. Bei diesem Einfamilienhaus am Bodensee wurde ein raffinierter Trick angewendet: Oberlicht im Wohnbereich lässt den Raum nicht nur heller, sondern auch höher erscheinen. Die grösste Lichtquelle allerdings sind die Fensterfronten, charakteristisch für dieses Haus und wohl auch charakteristisch für dessen Bewohner.
Zum Eingang gelangen wir über den Innenhof, der gleichzeitig als Terrasse dient. Da die Hinterseite des Hauses gegen Süden ausgerichtet ist, kommt es hier zu viel Sonneneinstrahlung. Auf den ersten Blick wirkt das Haus eingeschossig, was auch den Auflagen der Wohnzone mit Höhenbeschränkung entspricht. Das Haus verfügt indes über einen umgekehrten Grundriss: Im oberen Stock befinden sich Entrée, Wohn- und Essraum sowie die Küche, von wo eine Treppe ins Untergeschoss zu den Schlafgemächern und einem Atelier führt. Um genügend Licht in den Wohnraum zu bringen, wurden zwei Effekte eingesetzt: Zum einen zieht sich ein Streifen mit Oberlicht parallel zur Nordfassade der gesamten Gebäudebreite entlang, ein Trick, der übrigens auch über der Treppe angewendet wurde. Zum anderen dringt genügend Licht über die Fensterfront ins Wohnzimmer.
Baujahr: 2006
Bauherr: privat
Ort: Landschlacht
Hauptbahnhof Kreuzlingen
Die städtebauliche Struktur im Bereich des Hauptbahnhofs Kreuzlingen wird geprägt durch eine starke Bündelung der Verkehrsanlagen, welche die Stadttopografie empfindlich durchschneiden. Mit der Realisierung eines gesamtheitlichen Raum- und Beleuchtungskonzeptes über den gesamten Perimeter wollten wir eine Klammer setzen, welche die durch die Verkehrsanlagen zerschnittene Stadt zumindest in diesem Bereich wieder zu einem Ganzen zusammenwachsen lässt. Durch die Definition eines unverwechselbaren Ortes, der als Visitenkarte der Stadt Kreuzlingen dient, soll eine Identitätsbildung gefördert werden.
Der Bahnhofplatz bildet das Zentrum des ganzen Stadtknotens. Die sorgfältige Gestaltung dieses Bereichs mit dem alten Bahnhofgebäude, der Musikschule und den neuen Zugängen zur Unterführung kennzeichnen einen Ort, wo sich Fussgänger sicher fühlen sollen. Damit soll auch die Attraktivität von Bahn und Bus als zeitgemässe Verkehrsmittel gefördert werden. Auch wenn die Funktion der Staatsstrasse hier vollumfänglich erhalten bleiben muss, helfen subtile Eingriffe wie Belagswechsel, Platzmöblierung und Veränderungen der Lichtfarbe, dieses Ziel zu erreichen.
Baujahr:
2009 - 2011
Bauherr:
Tiefbauamt der Kantons Thurgau / Stadt Kreuzlingen
Ort:
Kreuzlingen
PaSiFa-Haus – ein intelligentes Haus… nicht nur für Singles
Mit dem Projekt PaSiFa-Haus haben wir in Zusammenarbeit mit dem Holzbauer ein Haus entwickelt, welches auf die aktuellen Bedürfnisse von heute, auch bezüglich individuellem Wohnkomfort und umweltbewusstem Umgang mit den natürlichen Ressourcen, eine neue und kreative Antwort gibt.
In überschaubaren Gruppen von drei Einheiten bietet das PaSiFa-Haus attraktiven Wohnraum für moderne Menschen, welche ihre Freiräume in einer losen Gemeinschaft suchen. Die Privatsphäre wird dabei dank intelligenter Grundrisslösungen und schalldichter Haustrennwände im besten Masse geschützt.
Alle Häuser sind in moderner Holzbauweise erstellt und entsprechen dem Minergie-P Standard. Der Ausbau erfolgt mit ökologisch erprobten und hochwertigen Materialien. Das einfache und geradlinige Design setzt sich in Form, Farbe und Funktion wohltuend vom Gewohnten ab. Das durchdachte Grundriss- und Schnittkonzept gibt viel Raum für ein differenziertes Wohnambiente. Die Eigentümer geniessen das Wohnen in dieser speziellen Wohnanlage.
Baujahr: 2013 - 2014
Bauherr: Näf Holzbau GmbH
Ort: Güttingen
5AIR Gartentisch und Bank
Ein 1995 entworfener Allwettertisch mit Sitzbank in Anlehnung an die klassischen bunten Blechtische. Tisch und Bank sind stimmungsvoll, präzis gestaltet und dauerhaft.
Format:
90x90 cm und 90x200 cm
Höhe:
74 cm
Farben:
Blau, Grau, Gelb. Auf Wunsch sind auch andere Farben und Grössen lieferbar.
Material:
Stahl/Blech verzinkt und pulverbeschichtet.
Die Platte ist abnehmbar. Die Stahlgestelle der Möbel sind einzeln in einer Schlosserei im Thurgau in Handarbeit gefertigt und sorgfältig verputzt. Nach der Endbearbeitung werden sie in ein Bad von geschmolzenem Zink getaucht. Auch dieser Arbeitsgang erfolgt manuell, wodurch eine lebendige, nicht immer gleichmässige, überaus korrosionsfreie Oberfläche entsteht.
Meine Weisheit sammelt sich lange schon gleich einer Wolke,
sie wird stiller und dunkler. So tut es jede Weisheit, die einst Blitze gebären soll.
Friedrich Nietzsche
Schulraumerweiterung Primarschule Bottighofen
Das alte Schulhaus, Baujahr 1865, eröffnet die Reihe der Schulhausbauten in Bottighofen. Der markante Schulhaus-Kopfbau aus dem Jahre 1911 bildet, als Solitärbau, mit seiner Freitreppe und den drei zentralen Bogenfenstern unter dem dominanten Krüppelwalmdach, einen selbstbewussten Auftakt zur Schulanlage von Bottighofen. Beide Bauten sind geschützte Kulturobjekte und sind im Hinweisinventar der Denkmalpflege als wertvoll eingestuft.
Der Neubau des Primarschulhauses in Bottighofen ergänzt die lineare Aneinanderreihung der im Laufe der Jahre in unterschiedlicher Architektursprache und Qualität erstellten Schulbauten. Mit der Neuorientierung der Eingangssituation und dem vorgestellten Pförtnerbau wird die Lücke zur bestehenden Sporthalle geschlossen. Die bestehende inhomogene Schulanlage wird so zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefügt. Die neue zweigeschossige Eingangshalle weitet die einbündigen alten und neuen Schulhaustrakte zu einem attraktiven Zentrum aus und bildet damit das Herz der Schulanlage. Die Realisierung der Schulanlage erfolgte unter grossem Kostendruck.
Baujahr: 2012 - 2013
Bauherr: Primarschulgemeinde Bottighofen
Ort: Bottighofen