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Das Wichtigste in Kürze
- Am Montag fand eine Videokonferenz mit Josep Borrell und den EU-Aussenministern statt.
- Nach dieser machte der EU-Aussenbeauftragte eine Angabe, die für Verwirrung sorgte.
- Eine Sprecherin Borrells konnte die Diskrepanz zunächst nicht auflösen.
Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell hat mit einer Angabe für Verwirrung gesorgt. Diese bezog sich auf die Stärke des russischen Truppenaufmarsches entlang der Grenze der Ukraine und auf der Halbinsel Krim. Der Spanier sprach am Montag nach einer Videokonferenz mit den EU-Aussenministern von «mehr als 150'000 russischen Soldaten», die dort zusammengezogen worden seien.
Diplomaten berichteten im Anschluss allerdings, dass in der Videokonferenz nur von rund 120'000 russischen Soldaten die Rede gewesen sei. Eine Sprecherin Borrells konnte die Diskrepanz zunächst nicht auflösen. Borrell hatte in der Pressekonferenz nach den Beratungen Angaben zur Herkunft der Zahl verweigert.
«Ich kann ihnen nicht sagen, woher diese Zahl kommt», erklärte er. Es sei der bislang grösste russische Armeeeinsatz an der ukrainischen Grenze und eine «sehr besorgniserregende Situation». Das Risiko einer weiteren Eskalation liege auf der Hand.
Moskau weist Vorwürfe zurück
Angesichts eines starken russischen Truppenaufmarsches entlang der Grenze zur Ukraine gibt es derzeit grosse Sorgen, dass der Konflikt in der Ostukraine erneut eskaliert. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe zu dem Truppenaufmarsch zurück. Verteidigungsminister Sergej Schoigu bezeichnete die Verlegung Tausender Soldaten zuletzt als Übung.