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Der Rüstungskonzern Israel Military Industries (IMI), unter anderem Hersteller der weltweit verbreiteten Maschinenpistole Uzi, wird aufgespalten und privatisiert. Dieser Beschluss sei «seit Jahren überfällig», erklärte der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon am Mittwochabend. IMI stelle zwar ausgezeichnete Ausrüstung her, die hohen Verluste erlaubten aber nicht ihren Fortbestand, begründete Jaalon den Schritt nach einer Sitzung des Ministerkomitees für Privatisierungen.
Laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung «Globes» wird der Teil der Produktion, der «lebenswichtige nationale Interessen» berührt, in eine neue Firma verlagert. Sie werde zunächst weiter als öffentliches Unternehmen geführt. Alle anderen Bereiche der IMI-Gruppe werden sofort privatisiert.
An Immobilieninvestoren verkauft
Die Produktionsstätten des Konzerns im Grossraum Tel Aviv werden komplett geräumt und an Immobilieninvestoren verkauft, berichtete am Donnerstag das Nachrichtenportal «Aruz Scheva». Damit solle ein Teil der Verluste von durchschnittlich über 60 Millionen Franken jährlich im vergangenen Jahrzehnt wettgemacht werden.
Etwa ein Drittel der nach Firmenangaben 3200 Arbeitsplätze wird nach Angaben des Portals im Zuge der Umstrukturierung schrittweise abgebaut. Neben der Uzi, die mit mehr als zehn Millionen Exemplaren als die meistverbreitete Maschinenpistole der Welt gilt, produziert IMI bislang das Sturmgewehr Galil, leichte Maschinengewehre, Munition, gepanzerte Fahrzeuge, Minenräumsysteme und Splitterbomben. Auch in der Ausbildung von israelischen und ausländischen Sicherheitsagenten und Leibwächtern ist das Unternehmen aktiv.
(sda/tke)