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(Kt. Bern,
Amtsbez. Signau).
1400-736 m.
Wildbach; entspringt mit mehreren Quellarmen am stark zerschluchteten
N.-Hang der
Honegg, fliesst zuerst nach NW. und dann von
Oberei bis
zum Dorf Röthenbach (827 m) nach N., erhält hier von links denJasbach
und wendet sich nun gegen O. und NO., um nach 15 km langem
Lauf in Eggiswil von links in die
Emme zu münden.
Hat bei Hochwassern
schon oft grosse Verheerungen angerichtet.
Das alte Gotteshaus soll der Ueberlieferung nach an der Stelle einer einstigen heidnischen Kultstätte
stehen, war die Mutterkirche des ganzen
Emmenthales und bildete einen bekannten Wallfahrtsort; als Kuriosum bewahrt man unter
ihrem Dach ein 18 m langes und 3 m breites Wolfsnetz auf. Seit 1148 bestand im Dorf ein dem KlosterRüeggisberg
unterstehendes Kluniazenserkloster, das zusammen mit
Rüeggisberg 1484 aufgehoben würde. Seine
Güter gingen an das St. Vinzenzstift
in Bern
über. Kloster und
Kapelle sind jetzt verschwunden. Das Gericht
Röthenbach wurde zusammen mit der
HerrschaftSignau von der
Stadt
Bern 1398 den
Grafen von
Kiburg abgekauft. Bis zu seiner Aufhebung übte dann das Kloster die niedere
Gerichtsbarkeit aus, während der Blutbann dem
Rat
von Bern
zustand. 1148: Rochenbac. Vergl. Imobersteg, J. DasEmmenthal. Bern
1876.
von diesem letztern durch das Bifertengrätli und den
Ochsenstock getrennt. 0,5-1 km breit.
Bemerkenswert
durch die schöne Aussicht und die reiche Flora.
Wird von der
Fridolinshütte des S. A. C. und der
Ober Sandalp her oft besucht
und besteht aus triadischem Dolomit, der staubig gelbrötlich anwittert und von Arnold
Escher von der
Linth Rötidolomit genannt
worden ist, welche Bezeichnung sich seither in der alpinen Geologie allgemein eingebürgert hat.
Benannt ist der Bach nach der roten
Farbe des Verrucano und der Quartenschiefer, die er auf lange
Strecken durchbricht.
Ueber den Bachufern sind mächtige Moränenablagerungen angehäuft, die bei Hochwassern unterwaschen
wurden und abstürzten, so dass der Bach ein sehr gefährliches Wildwasser war, bis er vor kurzer Zeit durch Thalsperren
und andere zweckmässige Verbauungen unschädlich gemacht worden ist.
Die Kosten für diese Arbeiten haben der
Bund und die Kantone Glarus
und St. Gallen,
die der Bach in seinem Unterlauf auf eine Länge von 2 km voneinander trennt, gemeinsam getragen.
(Kt. Solothurn,
Amtei Lebern).
1399 m. Juragipfel im höchsten Abschnitt des Doggergewölbes der Weissensteinkette, das nahe der
Röthifluh nach O. schroff abbricht und sogar senkrecht abgeschnitten erscheint, so dass man vom Signalpunkt 400 m tief in den
Lias-Keuperzirkus von
Balmberg (s. diesen Art.) hinunterschaut. Von diesem letztern aus kann man an diesem
Abbruch des Gewölbes an der Röthifluh alle Tiefenschichten des Juragebirges vom Muschelkalk und Anhydrit der Gipsgruben
über den Keuper, den fossilreichen untern Liaskalk und den in mächtigen
Bänken anstehenden untern und mittlern Dogger bis
hinauf zum obern Bathonien mit seinen wasserhaltigen Kalkmergeln unterscheiden. DieWiesen der Röthifluh
und der Schafgrabenwald an der N.-Flanke dieses Gewölbes liegen z. T. auf diesen Mergeln. Den genannten
Wald durchzieht der
vom Gasthof
Balmberg auf den
Weissenstein führende gute Weg. Hier finden sich im obern Dogger (Callovien) zahlreiche Fossilien
¶
mehr
(Rhynchonella varians, Macrocephalites macrocephalus etc.). Die Sonnenberg geheissene S.-Flanke des Gewölbes der Röthifluh
senkt sich zur Argoviencombe des Nesselboden, die zwischen der Röthifluh und dem hier vom Schattenbergwald bedeckten Malmkalkkamm
des Weissenstein (Vorberg) eingesenkt ist. Interessante Flora (z. B. die vanilleduftende schwarze Orchis). Der Gipfel der Röthifluh
erhebt sich um mehr als 100 m über den Malmrücken des Weissenstein. Nach O. prachtvolle freie Aussicht
aufs Aarethal und die Alpen, Aussicht nach N. auf die nördl. Juraketten und den Schwarzwald. Der Gipfel der Röthifluh kann
von Solothurn
in 2½ Stunden und vom Hotel auf dem Weissenstein in 20 Minuten bestiegen werden. Trigonometrisches
Signal. Wird oft besucht, namentlich auch des prachtvollen Sonnenaufganges wegen.