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Mandel,
Eduard, Kupferstecher, geb. zu Berlin, wurde infolge seiner mit der Feder gemachten Nachzeichnungen von Kupferstichen in den Stand gesetzt, die Akademie zu besuchen, wo er 1826-30 Schüler von Buchhorn war. Einer seiner ersten Stiche (fast sämtlich in Linienmanier) war der Krieger und sein Kind, nach Th. Hildebrandt (1835), der zur Folge hatte, daß er auch mit dem Stich der Lurlei nach Begas (1839) beauftragt wurde. Nachdem er schon 1837 Mitglied der Akademie in Berlin geworden war und in Paris die goldne Medaille erhalten hatte, begab er sich auf ein Jahr zu Henriquel-Dupont.
Unter seinen übrigen überaus zahlreichen Stichen, die sich sowohl durch geistige Wiedergabe des Originals wie durch Nachahmung des Stofflichen auszeichnen, nennen wir nur als die hauptsächlichsten: italienischer Hirtenknabe, nach Pollack;
Selbstporträt van Dycks;
Selbstporträt Tizians;
Kinder mit Blumen spielend, nach Magnus;
la vedova, nach Léop.
Robert;
Porträt Karls I. von England, nach van Dyck;
die Madonna Colonna, nach Raffael;
Selbstporträt Raffaels im Louvre;
die Madonna della Sedia, nach Raffael (Hauptblatt);
la bella di Tiziano, nach Tizian;
die Madonna colle Stelle, nach Carlo Dolce;
Christus weint über Jerusalem, nach Ary Scheffer;
Ecce homo, nach Guido Reni;
Mater dolorosa, nach Carlo Dolce;
zahlreiche Porträte nach neuern Meistern und, noch unvollendet, die Sixtina Raffaels.
Neben vielen andern Auszeichnungen erhielt er den Orden pour le mérite (1860) sowie die erste Preismedaille und das Kreuz der Ehrenlegion infolge der Pariser Ausstellung von 1867. Er ist Mitglied zahlreicher Akademien und seit 1856 Direktor der Kupferstecherschule der Akademie in Berlin.