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Eine philosophische Betrachtung der Menschheits-, Kultur- und Ideengeschichte. [Philorel home / Philorel lang / Philorel kurz]
Die Geschichte des menschlichen Nachdenkens geht natürlich eigentlich bis in die Anfänge der Menschheit zurück. In der schulmässigen Philosophie wird der Anfang derselben jedoch im antiken Griechenland (im damaligen Kleinasien) gesehen. In der früheren Antike wandten sich erste Philosophen vom mythisch-polytheistischen Weltbild der damaligen Zeit ab und begannen eigenständig über die Philosophie nachzudenken. Die ersten Philosophen suchten nach einem Urgrund der Welt - dieses Thema beherrschte eigentlich die gesamte antike Philosophie. Sie sahen ihn zuerst in materiellen Dingen - in den Elementen (Erde, Wasser, Luft, Feuer), dann in immateriellen Dingen (Sein, Geist, Humanismus). Protagoras meinte, der Mensch sei das Mass aller Dinge. Damit richtete er die Philosophie erstmals überhaupt auf den Menschen, womit er die griechische Klassik mit Sokrates, Platon und Aristoteles auslöste. Sokrates stellte Fragen, Platon begründete seine Ideenlehre von den Ideen hinter den Dingen (Idealismus), Aristoteles begründete die systematische Wissenschaft und lieferte viele erste Ansätze in den einzelnen Wissenschaftsdiziplinen (Realismus). In der nachklassischen Zeit, welche Hellenismus genannt wird, ging die griechische Philosophie unter. Die chinesische Philosophie ist dagegen bis heute in der Antike begründet durch Konfuzius, Laotse und Buddha (von Indien). In der römischen Antike spielte die Philosophie nur noch eine Nebenrolle - die zentrale Rolle hatte hier das Recht. In Palästina kam eine neue Religion auf: die monotheistische Religion des Christentums, deren Theologie das Mittelalter bestimmte. Man spricht von zwei Perioden: der Patristik und der Scholastik. In der Patristik wurde die christliche Kirche gefestigt, in der Scholastik wurde die (philosophische) Vernunft in den Glauben eingeführt. Das frühmittelalterliche Christentum war platonisch, das spätmittelalterliche Christentum aristotelisch beeinflusst (im Mittelalter ebenfalls sehr bedeutend war die arabische Philosophie). Das Zeitalter der Renaissance brachte einen neuen (zweiten) Humanismus. Die Physik von Aristoteles wurde von den neuzeitlichen Wissenschaftlern widerlegt (bzw. Teile von dessen Physik wurden widerlegt [siehe auch frühere Aussagen, etwa in der Bewegungslehre: Heraklit, Zenon von Elea, Platon]). Bacon und Descartes lieferten die wissenschaftstheoretischen Grundlagen zum Aufstieg der neuzeitlichen Wissenschaft. Dieser folgte das Zeitalter der Aufklärung, in welchem eine liberalere Politik im Vordergrund stand: v.a. bei Montesquieu (Gewaltenteilung) und Rousseau (Volkssouveränität). Die französische Revolution brachte einen gesellschaftlichen Umsturz: die alte Drei-Stände-Ordnung (Adel, Geistlichkeit, Dritter Stand) wurde gestürzt und demgegenüber die Bürgerherrschaft ausgerufen. Smith lieferte den Wirtschaftsliberalismus zu dieser Politik. Kant formulierte seinen Kategorischen Imperativ, wonach die Maxime des eigenen Willens (bzw. Handelns) jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten können soll. Mit dieser radikalen Moral setzte er letztlich einen Kontrapunkt zu einer blossen Naturwissenschaft (ohne eigene Moral) - dies wird auch als kantische Wende bezeichnet. Der Liberalismus begründete die Moderne, welche in ganz groben Zügen weitergeführt wurde vom Sozialismus und vom Existentialismus (mit einer stetig geringer werdenden Bedeutung der Philosophie im Allgemeinen - im 20. Jahrhundert spielte nebst der existentialistischen Philosophie die kritizistische und die analytische Philosophie eine bedeutende Rolle). Die Umweltphilosophie - eines der heutigen gesellschaftlichen Hauptthemen - spielte bis dato eine eher kleine bis unbedeutende Rolle (eines der bedeutendsten Werke der Ökophilosophie ist "Das Prinzip Verantwortung: Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation" von Jonas [1979] - allerdings wird auch dieses Buch üblicherweise nicht zu den bedeutendsten Werken der Philosophiegeschichte gezählt).

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