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Kopfweh bei Kindern
Jedes fünfte Kind im Vorschul- und Grundschulalter sowie bereits jeder dritte Teenager leidet an Kopfschmerzen (Cephalgien). Die Formen des Kopfschmerzes sind vielzählig und unterscheiden sich zum Teil von denen der Erwachsenen.
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Woran erkennt man, dass das Kind Kopfschmerzen hat?
Typisch ist, dass ein Kind, das unter Kopfschmerzen leidet, nicht mehr spielen will und sich zurückzieht. Häufig werden dunkle, stille Räume aufgesucht. Gerade bei Migräne können Übelkeit und Erbrechen auftreten. Eine Migräne-Attacke dauert zwischen vier und bis zu 72 Stunden, wobei eine Besserung oftmals nach dem Schlafen erreicht wird. Der seltenere Clusterkopfschmerz kann mit Tränenfluss, Naselaufen, hängendem Augenoberlid und Schwitzen an der Stirn oder im Gesicht einhergehen.
Eventuell berichten Kinder vor einer Migräne-Attacke von einer "Aura", in Form von Flimmersehen oder Lichtblitzen. Ebenfalls möglich sind Gefühlsstörungen wie ein Kribbeln in einem Arm oder Sprachstörungen. Selten sehen Kinder fantastische Bilder und Szenen vor einer Migräne-Attacke. Diese Form wird als Alice im Wunderland-Syndrom bezeichnet.
Warum gibt es Kopfweh?
Kopfschmerzen sind ursprünglich ein Warnsymptom, das einen drohenden Schaden durch Lärm, schlechte Luft, Flüssigkeitsmangel, grelles Licht, starke Hitze oder körperliche Überanstrengung abwenden soll. Ausserdem treten Kopfschmerzen bei Schlafmangel, Körperfehlhaltungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie im Rahmen von Infektionen auf. In unserer Zeit wird körperlicher Stress nicht mehr nur durch die üblichen Auslöser getriggert. So kann auch Schulstress über Angst und Sorgen zu körperlichem Stress führen und Kopfschmerzen verursachen. Meist entsteht dann ein sogenannter Spannungskopfschmerz, bei dem es sich um die häufigste Kopfschmerzform handelt.
Wie kann Kopfweh behandelt werden?
Um Kopfweh gut zu behandeln, sollte die Ursache herausgefunden werden und diese behandelt werden. Lass dir mal diese Fragen durch den Kopf gehen:
- Hat dein Kind Stress in der Schule? (Besteht ein Leistungsdruck?)
- Hat es Stress in der Familie oder im Freundeskreis?
- Verbringt es genug Zeit an der frischen Luft?
- Bewegt es sich ausreichend?
- Schläft dein Kind schlecht?
- Trinkt es genug?
Eventuell liegt auch eine Fehlsichtigkeit (Kurz-/Weitsichtigkeit, Schielen) vor.
Akut helfen gegen Kopfweh Ruhe oder Schlaf, ein kühlendes Tuch auf der Stirn und eventuell eine Massage der Schläfen mit Pfefferminzöl. Bei der Massage musst du darauf achten, dass das Öl nicht zu dicht an die Augen gelangt, da diese dadurch gereizt werden können!
Versuche, möglichst keine Medikamente einzusetzen! Aspirin darf von Kindern unter 14 Jahren nicht eingenommen werden! Falls durch Hausmittel keine Besserung der Beschwerden eintritt, kann ein Arzt aufgesucht werden, der gegebenenfalls ein Medikament verschreibt.
Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Wenn die Beschwerden häufig oder sehr stark auftreten, sollte ein Termin beim Arzt vereinbart werden. Unverzüglich ist ein Arzt aufzusuchen, wenn vor den Kopfschmerzen eine Verletzung des Kopfes stattfand oder Nackensteife besteht! Dies gilt auch für anhaltende Sehstörungen, Bewusstseinsstörungen (Benommenheit), Sprachstörungen sowie Schwäche oder Lähmung von Armen oder Beinen. Ein vorangegangener erstmaliger Krampfanfall muss vom Arzt abgeklärt werden! Bestehen die Kopfschmerzen bereits nach dem Aufwachen und gehen eventuell mit Erbrechen einher, muss erhöhter Hirndruck ausgeschlossen werden.
Wie können Kopfschmerzen verhindert werden?
Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und genug Schlaf zu festen Zeiten hilft dabei, Kopfschmerzen zu vermeiden. Bei erhöhtem Stress können Entspannungstechniken eingesetzt werden. Falls Kopfschmerzen häufig nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auftreten, sollte dieser Auslöser gemieden werden.
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