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DIE GRIECHEN IV GS 1 - 313
Olympia und die Perserkriege
Es ist der hellenistische Einheitsgedanke, der offenbar stärker ist als alle internen und externen Zwistigkeiten, der die Idee der Olympiade hervorbringt. Alle vier Jahre messen sich die Wettkämpfer aus ganz Griechenland im heiligen Kampf (Olympia ist der Sitz der Götter) zu Ehren der Götter. Herrscht Krieg, wird er für die Zeit der Wettkämpfe eingestellt. 5 Tage dauern die Wettkämpfe im Dreisprung, Wettlauf, Diskus- und Speerwurf, Ringen, Mittel- und Langstreckenlauf und im Boxen. Nur freie, männliche Hellenen dürfen an den Wettkämpfen teilnehmen. Dem Sieger winken eine rote (Stirn-)Binde und ein Ölzweig von den heiligen Olivenbäumen und viel Ehre. Die ersten dokumentierten olympischen Spiele der Antike finden im Jahr 776 v. Chr. statt. Wahrscheinlich sind die Wettkämpfe aber viel älter. Im 4. Jahrh. n. Chr werden die Spiele von Kaiser Theodosius I. verboten und ruhen dann bis Pierre de Coubertin im 19. Jahrhundert die Idee wieder aufleben lässt. 1898 finden in Athen die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt.
In der Bedrohung durch die Perser wird Athen zu einer bedeutenden Seemacht. 200 Kriegsschiffe ankern im Hafen von Piräus. Der Nachfolger des Perserkönigs Darius ist Xerxes. Dieser plant einen neuen Angriff auf Griechenland. In der Not schliessen sich die beiden Erzrivalen Athen und Sparta zusammen. Nachdem die Spartaner mutig aber vergeblich versucht haben, an den Thermopylen (Tore an den warmen Quellen) das Vordringen der Perser zu Lande zu verhindern, kommt die grosse Stunde Athens. In der Seeschlacht von Salamis wird die persische Flotte vernichtend geschlagen. Es vergeht kaum ein Jahr und die Perser sind endgültig aus dem Land hinausgefegt. Die kleine Polis hat ein Weltreich besiegt. Im „Attischen Seebund“ schliessen sich etwa 200 griechische Städte und Inseln (nicht immer ganz freiwillig) unter dem Oberbefehl Athens zusammen gegen die Perser und zur Kontrolle der Seewege.
Um 450 v. Chr. sind die Athener auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Ein langjähriger Friede unter Perikles (448-431) lässt sowohl die Bevölkerungszahl wie auch den Wohlstand des Stadtstaates wachsen. Perikles baut das demokratische Regierungssystem in Athen aus, unterwirft die Verbündeten des Seebundes und macht sie zu steuerpflichtigen Untertanen Athens. Ein blühender Handel legt den Grundstein zu Athens Reichtum, den Perikles gut anlegt, nicht nur für die Anschaffung von Waffen und Schiffen, sondern auch für kulturelle Belange, für Kunst und Bauten. Unter Perikles entsteht an Stelle der Fluchtburg in Athen die wohl bekannteste Tempelanlage der westlichen Welt, die Akropolis.
Aufgaben und Recherchen
Was Ist der Olymp?
Was ist Olympia?
Wann fanden die ersten olympischen Spiele statt und wie lange dauerten sie?
Zähle die klassischen olympischen Disziplinen auf!
Was war der Preis für den Sieger?
Wieso verschwanden die olympischen Spiele im 4. Jahrhundert wieder?
Wann und durch wen wurden sie wiederentdeckt und seither als „Olympische Spiele der Neuzeit“ abgehalten?
Nenne einige Grundgedanken der Olympiade!
Welches ist das Zeichen der Olympiade heute und was bedeutet es?