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GESCHICHTE
Das Gebiet um das Mythen-Gebirge wurde schon früh von Sommertouristen und Skifahrern entdeckt. Zu Pionier-Zeiten, in den 40er und 50er-Jahren, erklommen die Wintersportler die Abfahrten mit Fellen oder geschulterten Skiern. Präparierte Abfahrten und bequeme Transportanlagen waren Fehlanzeige.
50er-Jahre
Auf die Holzegg bestand seit 1943 eine Transportseilbahn. 1950 wird diese Seilbahn auf den Personenverkehr umgerüstet und zugelassen, so dass künftig vor allem die Wanderer einen Teil der Route auf den Grossen Mythen verkürzen können. 1959 wird die Seilbahn komplett durch einen Neubau am heutigen Standort ersetzt.
Die 1959 neu gebaute Seilbahn Holzegg, Bilder aus den 60er-Jahren, vor dem Umbau 1971.
60er-Jahre
Zum eigentlichen Skigebiet wird Brunni-Alpthal Mitte der 60er-Jahre. Eine mobile Version des Skilift Brunni,
als Occasion vom Engelstock im Sattel-Hochstuckli erworben, wird im Winter 1964/65 erstmals aufgestellt und eingesetzt. Der erste Skilift im Brunni, damals nur einspurig über eine schmale, löchrige
Strasse erreichbar, erfreut sich bereits allgemeiner Beliebtheit. Der mobile
Skima-Lift war jedoch aufwändig im Betrieb und wenig leistungsfähig. Der Lift wurde nach dem Winter 66/67 demontiert - im Folgejahr gab es keinen Skilift im Brunni.
Der erste Skilift Brunni 1965, der Verlauf des Skilifts ist quer zur heutigen
Linie mit der Talstation in der Nähe der Seilbahn Holzegg.
1968 baute Walter Auf der Maur dann am heutigen Standort eine fest installierte Anlage, einen leistungsfähigen Doppelbügelskilift des Herstellers Doppelmayr.
Schneearme Winter gab es bereits in den 60ern. Beliebt war Brunni-Alpthal schon
damals. Andrang am Skilift Brunni und volle Parkplätze 1968.
Das Berggasthaus Holzegg (links) entstand Ende der 60er-Jahre und ersetzte das alte Bergrestaurant (rechts, 1939)
Auf der Holzegg wurde von der Familie Fritsche 1968 das heutige Berggasthaus
eröffnet.
70er-Jahre
Die 70er waren die Sturm-und-Drang-Zeiten des Skigebiets, mit diversen Neubauten
und Erweiterungen von Infrastruktur.
Anfang der 70er-Jahre wird die Strasse ins Brunni, bislang nicht asphaltiert und schmal, zur doppelspurigen
Strasse ausgebaut. Die Signalisation in Einsiedeln wird verbessert, so dass auch Erstbesucher das Gebiet auf
Anhieb finden.
Die Seilbahn auf die Holzegg wird 1971 modernisiert und transportiert nun 15 Personen pro Fahrt.
1972 wurde das Skigebiet um das grossräumige Restaurant Brunnialp, direkt
an der Talstation der Seilbahn Holzegg und gegenüber dem Skilift Brunni,
erweitert. Das Restaurant Brunnialp war das erste Restaurant mit
leistungsfähiger Selbstbedienung und ergänzte das Angebot im Brunni.
neues Restaurant Brunnialp in den 70er-Jahren
Der Erfolg des Skilift Brunni führt zur Planung weiterer Lifte im Skigebiet. 1972 geht der Skilift Holzegg West in Betrieb - eine rund 450 Meter lange Doppelmayr-Anlage mit Doppelbügeln. Die Skifahrer können nun nicht mehr nur im Brunni skifahren, sondern haben auch auf der Holzegg eine für Skifahrer optimierten Transportanlage.
Weiters plante 1972 ein Initiativkomitee die Gründung einer Aktiengesellschaft zur Erschliessung des Brunni-Südhangs mit Skiliften. Das Gebiet galt mit seinen Weidflächen als interessante Erschliessungsvariante. Zudem könnte eine Verbindung ins Hochstuckli geschaffen werden.
Brunniweid vor dem Bau der Skilifte auf die Haggenegg
1974 wurde die Skilifte Brunni-Haggenegg AG mit 1 Million Aktienkapital gegründet, die Garaventa-Skilifte "Brunniweid" und "Nätschbärg" wurden auf die Wintersaison 1974/75 in Betrieb genommen.
Für die zwei Skilifte entstanden rund 300 weitere Parkplätze im Skigebiet. Mit
der Eröffnung der Skilifte Brunni-Haggenegg sind auch einige Alpgebäude entlang
der Piste (Nätschberg, Grillhüttli) zu Bergwirtschaften umgebaut worden.
1975 wird auch der Skilift Brunni erweitert - das kleine Betriebsgebäude wurde durch ein neues, geräumiges Gebäude mit Garage für das Pistenfahrzeug, Werkstatt, Kassenraum, Aufenthaltsräumen für die Gäste sowie einer Wohnung erweitert.
Ein Jahr später entstand das Pistenrestaurant "Gärtästübli" bei der Talstation des Skilift Nätschbärg.
Weitere Ideen, z.B. die Erschliessung des "Butzi" östlich von Alpthal, den Osthang Richtung Zwäcken/Furggelen oder ein weiterer Skilift im Gebiet Haggenegg/Brüschrein wurden nicht verwirklicht.
Der Skilift Brunni wurde in den 80er-Jahren um einen Kinderlift ergänzt, kombiniert mit einer Erweiterung der Parkplätze für den Familienskilift. Der Kinderlift wurde bis Ende der 80er-Jahre betrieben.
80er-Jahre
In den 80er-Jahren waren diverse kleiner Erweiterungen im Skigebiet angesagt.
1981 erweiterte man das am Eingang des Skigebiets gelegene Hotel Brunni um einen
grossen Neubau mit Hotelzimmern, einem Speisesaal sowie Touristenlager.
Rechts das mit einem Neubau erweitertes Hotel Brunni in den 80er-Jahren - links das Gasthaus Brunni 1969, (c) T. Hartmann, Thalwil
Brunni-Haggenegg: Neuer Chaletbau (rechts) an der Talstation
1982 der Skilift Holzegg West um den Abschnitt Ost verlängert und führt seither über die Hügelkuppe - gleichzeitig wurde der Lift auf lange Doppelbügel umgerüstet.
Durch die Verlängerung wurde die Verbindung von der Ibergeregg ins Brunni
verbessert. Die Skilifte Brunni-Haggenegg erweiterten die Infrastruktur um eine
grössere Tiefgarage für Pistenfahrzeuge, 18'000 Liter Treibstofftank und
Werkstatt. 1985 das Kontrollhäuschen bei der Talstation des Skilifts Brunniweid
durch einen Chalet-Bau ersetzt, 1988 folgte der Ersatz des Häusschens bei der
Talstation des Skilift Nätschbergs.
Marketingmaterial aus den 80ern - Kleber "Brunni für alli"
Die 80er-Jahre waren auch geprägt vom Einzug der technischen Beschneiung im Brunni. Nach ersten Experimenten Ende der 70er wurde von den Skiliften Brunni-Haggenegg ab 1984 eine fest installierte Beschneiungsanlage erstellt.
90er-Jahre
In den 90er-Jahren wurde die künstliche Beschneiung im Brunni stark ausgebaut, und schrittweise erweitert, so dass mittlerweile die ganze Abfahrt des Skilifts Brunniweid künstlich beschneit werden kann.
1993 wurde "im Bärgli" ein Babylift in Betrieb genommen. Der vor allem von der Skischule genutzte Kinderlift steht heute im Gebiet Schachli.
Kinderlift im Gebiet Bärgli, 90er-Jahre
1994 setzen die ersten Skilifte das Ticketsystem "Digi-Ski 2000" zur
automatischen Bilettausgabe und Kontrolle ein. Strichcode-Tickets und
Saisonkarten mit "Hands-Free"-Technologie waren zu jener Zeit State-of-the-Art
und ermöglichten gebietsübergreifende Tickets mit genauerer Abrechnung für die
verschiedenen Gesellschaften im Brunni und in den angrenzenden Skigebieten.
Am Skilift Brunni wurde
eine Verbesserung des Gastronomie-Angebots vorgenommen, das Brunni-Bistro, ein kleiner Kiosk mit Sonnenterasse wurde eröffnet.
2000-2009
Die Seilbahn Brunni-Holzegg wird im Jahr 2000 umfassend renoviert und automatisiert.
Der Skilift Brunni vergrösserte 2001 des kleine Bistro zu einem heimeligen Pistenrestaurant.
Auf den Winter 2006/2007 ersetzten die Skilifte und Seilbahnen in der Region das Ticketsystem "Digiski" durch das "Teamaxess AX500"-System, bei welchem alle Tickets "Hands-Free", also berührungslos, gelesen werden.
2009 wird mit dem Seilpark am Mythen eine neue Sommerattraktion etabliert.
2010-2020
Im Jahr 2011 wird mit dem Schneetöff-Park eine neue Attraktion für Kinder
eröffnet.
2013 wird das Betriebsgebäude der Skilifte Brunni-Haggenegg ersetzt und bietet
nun auch Platz für die Beherbergung eines Sportgeschäfts und eines kleinen
Restaurants.
Im Jahr 2013 wird das Skigebiet dank einem neuen Kinderlift für Familien mit
Kindern und Schlittlern attraktiver. Der Skilift Brunni investiert in einen
modernen Zauberteppich, ein Transportförderband für ungeübtere Skifahrer und
Schlittler.
Ein Jahr später wird am Skilift Brunni eine neue Erlebnis-Piste eingerichtet und das Angebot im Skigebiet mit dem "Nachtschlitteln" erweitert.
Während der ganzen Entwicklungsphase, vor allem aber in den 80ern und zwischen
2000 und 2010 wird das Brunni von intensiver Bautätigkeit begleitet. Die Skilifte und Tourismusangebote machten das Gebiet vielen Leuten bekannt, über die Jahre entstanden viele Ferienchalets und Wohnhäuser im Gebiet am Fusse der Mythen.