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Am Anfang unserer Druckerei stand eine Entlassung. Franz Kälin, 1908, hatte bei
der damals das Dorf dominierenden Firma Benziger als Stellvertreter des Ober-maschinenmeisters im Alter von 26 Jahren einen Vertrauensposten inne. Als er es
bei einer Unterredung wagte, den Direktor auf die christliche Vorbildfunktion des Unternehmens auch den Angestellten gegenüber aufmerksam zu machen, wurde er fristlos entlassen. War es Zufall oder Glück? Eben musste die Druckerei Unteriberg – Herausgeber des «Sihltalers» – infolge finanzieller Probleme aufgeben. Franz Kälin, 1908, übernahm die «antiquarische» Einrichtung zu einem bescheidenen Preis. Mit einem Partner startete er in Oberrieden unter der Firmenbezeichnung Kälin & Eberle. Eine schwere Grippe setzte den Firmengründer während einiger Zeit ausser Gefecht. Der «Partner» kassierte unterdessen bei Kunden offene Rechnungen – und ward nicht mehr gesehen. Vater Franz blieb keine andere Lösung als die Rückkehr nach Einsiedeln – in den Keller des Vaterhauses.
1936 erfolgte der definitive Start der heutigen Druckerei Franz Kälin an der Wänibachstrasse 40. Unter schwierigsten Verhältnissen, denn die Konkurrenz in Einsiedeln hatte am Neuling keine Freude. Als das junge Unternehmen etwas Boden unter den Füssen hatte, brach der Zweite Weltkrieg aus. Franz Kälin-Hensler leistete während sechs Jahren Aktivdienst. Lohnausgleich gab es für ihn, den Selbständig-erwerbenden, nicht. Seine Frau Josy führte Arbeiten aus, die er während des Urlaubs vorbereitete, und auch Franz jun. arbeitete bei einfachen Arbeiten bereits mit. Schon als Sekundarschüler konnte er jeden Text fachgerecht im Winkelhaken absetzen.
Franz Kälin 1934, in der damaligen Setzerei an der Wänibachstrasse, bei der Arbeit als Schriftsetzer.