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Die Kultur der Kulturrevolution
28.01.2012 Personenkult und politisches Design im China Mao Zedongs – Ausstellung im Völkerkundemuseum der Universität Zürich, noch bis am 10. Juni 2012
Bilder: zVg
Spielzeugsoldat mit Handgranate, Gummi, 13 x 7 x 6 cm
Erworben
1975 in Shanghai, 1970er-Jahre
Sammlung Claudia Lux, Berlin
© KHM mit MVK und ÖTM
Die Chinesische Kulturrevolution (1966-1976) steht für eine wechselvolle und bis heute erst teilweise aufgearbeitete Periode chinesischer Zeitgeschichte. Ihre Widersprüchlichkeit artikuliert sich in der Spannung zwischen Faszination und Schrecken, Kreativität und Zerstörung, egalitären Idealen, Massenkampagnen und Personenkult.
Die Ausstellung zeigt anhand einer ungewöhnlichen Sammlung von Alltagsobjekten und Zeitdokumenten die Durchdringung der chinesischen Gesellschaft mit Symbolen und Parolen des Mao-Kultes.
Durch die Einbindung in den zeithistorischen Kontext offenbaren sich Gegenstände, die zunächst als verklärender "Kitsch" erscheinen - Mao-Plaketten in Gestalt rot leuchtender Herzen, Wecker mit Rot-Gardisten/innen, die Mao-Bibeln schwingen, lieblich dekorierte Vasen, Teller und Tassen mit Mao-Sprüchen - als bewusst von den und für die Massen erschaffene Informations- und Werbeträger.
Mit dem Aufkommen verschiedener Formen einer revolutionären Erinnerungskultur seit den 1990er-Jahren haben zahlreiche dieser Symbole und Objekte eine Revitalisierung und Kommerzialisierung erfahren, sei es als nostalgische Souvenirs auf den Märkten Chinas oder als Mittel der kritischen Reflexion in der zeitgenössischen chinesischen Avantgarde-Kunst.
"Mao" wurde von der "Ikone" zur "Ware".
vkm
Übernahmeausstellung in Kooperation mit dem Museum für Völkerkunde Wien
Kontakt:
Darstellung von Maos Geburtshaus, symbolischen Goldbarren und US-Cent-Münzen, Aufschrift "Ein guter Mensch - das ganze Leben Friede", H. 10 cm
Um
2000
Museum für Völkerkunde Wien
© KHM mit MVK und ÖTM