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Brüche im Bereich von Implantaten und künstlichen Gelenken
Brüche im Bereich von schon liegenden Implantaten (z. B. nach vorangegangenen Frakturen) sowie künstlichen Gelenken werden als periimplantäre oder periprothetische Frakturen bezeichnet.
Solche Verletzungen treten vor allem bei älteren Menschen mit schlechter Knochenqualität auf. Deren Versorgung erfordert überdies viel Erfahrung und Individuallösungen, um die Mobilität und Lebensqualität weiterhin erhalten zu können.
Röntgenbilder eines 75-jährigen Patienten
A) Im Folgenden sieht man eine zementierte inverse Schulterprothese als Folge eines Trümmerbruches des rechten Oberarmkopfes vor mehreren Jahren.
B) Bei einem erneuten Sturz: Bruch des Oberarmes unterhalb der Prothese, welcher danach stabil und in guter Stellung mit einer Platte versorgt wurde.
Röntgenbilder einer 92-jährigen Patientin nach einem Sturz zu Hause
A) Verschobener Schrägbruch des Oberschenkelschaftes bei liegender Knieprothese sowie Nagel bei verheiltem Bruch zwischen Oberschenkelhals und -schaft vor einigen Jahren.
B) Mit einer speziellen Platte und Drahtschlingen wird eine stabile Osteosynthese erreicht, welche infolgedessen eine Teilbelastung ab sofort erlaubt.
Röntgenbilder einer 87-jährigen Patientin nach Sturz bei beidseitig künstlichem Hüftgelenk
A) Im Beispiels sieht man eine periprothetische Fraktur des Oberschenkels mit lockerer Prothese sowie schlechter Knochenqualität.
B) Weiter die Situation nach Ersatz der lockeren Prothese durch eine spezielle und lange ebenfalls unzementierte Revisionsprothese. Sicherung mit Kabelcerclagen.