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Die Organisation
Im Zuge der Agrarreform, die in der Dominikanischen Republik in den 1970er Jahren stattfand, hat die ländliche Bevölkerung Grund und Boden erhalten. In der Regel reichen die Parzellen allerdings nur knapp für den Eigenbedarf an Grundnahrungsmitteln wie Kochbananen, Süsskartoffeln und Reis sowie Zitrusfrüchte. Allfällige Überschüsse werden auf dem Lokalmarkt verkauft, bringen jedoch ungenügend Geld ein. Mit dem Ziel, sich nicht mehr als Taglöhner verdingen zu müssen, sondern eigenständig für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, haben sich Tausende Kleinbauernfamilien auf die Produktion von Kakao – eines der wenigen Exportgüter des Landes – spezialisiert. Doch sind sie mangels Transportmöglichkeiten, Marktzugang und Exporterfahrung von Zwischenhändlern abhängig, deren Preise unter den Produktionskosten liegen. Auf Initiative einiger Kakaobauern, die Mitte der 1980er Jahre das Monopol der Zwischenhändler durchbrechen wollten, entstand im Nordosten des Landes, bzw. in San Francisco de Macoris, dem wichtigsten Produktionsgebiet, eine regionale Vereinigung. Wenig später trug sie – unter dem Namen Bloque zonal 1 – ganz entscheidend zur Gründung und zum Aufbau des nationalen Dachverbandes CONACADO (claro code 622) bei. Ebenso aktiv unterstützte sie die Umstellung auf BIO-Kakao sowie die Einführung der Fair-Handelskriterien. 1995 gehörten ihre Mitglieder – wie alle CONACADO-Gruppen – zu den ersten FLO-zertifizierten Kakaoproduzenten. Die Gewinne, bzw. die FairTrade-Prämie, haben u. a. den Ausbau des Strassennetzes, die Versorgung der Dörfern mit Strom und die Einrichtung von Schulkantinen ermöglicht. Mit dem Ziel, grössere Unabhängigkeit zu erreichen, machte sich der Bloque zonal 1, der sich im Lauf der Jahre zu einer Vereinigung von 15 lokalen Genossenschaften entwickelt hat, selbständig. So vermarktet er seit 2007 den Kakao seiner Mitglieder nicht mehr über CONACADO, sondern in Eigenregie, bzw. unter dem neuen Namen COOPROAGRO (Cooperativa de Productores Agropecuarios). Ein grosses Anliegen gilt der Frauenförderung; als erstes Ziel soll mit der Herstellung von Fertigprodukten (z. B. Konfitüre) Einkommen geschaffen werden.
Das Produkt
Die Mascao-Schokolade enthält seit Frühling 2008 BIO-zertifizierten Kakao von COOPROAGRO. Für die Zertifizierung steht IMO ein.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Bezahlung des kostendeckenden Mindestpreises – bzw. des Marktpreises, wenn dieser über dem Mindestpreis liegt – sowie der FairTrade-Prämie
- Unterstützung der BIO-zertifizierten Produktion durch einen weiteren Zuschlag
- Förderung der eigenständigen Weiterverarbeitung des Mitgliederkakaos
- Direkter Zugang zum (fairen) Exportmarkt