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Der Caumasee (rätoromanisch Lag la Cauma, manchmal auch Lai da Cauma) liegt im unbewohnten Südteil der Gemeinde Flims im Schweizer Kanton Graubünden. Er liegt mit jahreszeitlich schwankendem Pegel auf zirka 997 m Höhe und wird mit einer eigens dazu gebauten Standseilbahn erschlossen.
Schon früh, sicher aber im 19. Jahrhundert, galt das Wasser des Caumasees als heilkräftig. Kranke kamen, um mit seinem Wasser Augen- und Hautleiden, Gicht und nicht verheilte Wunden zu kurieren. 1835 wurde am nordöstlichen Ufer eine Badehütte errichtet; ein Pumpwerk trieb Caumaseewasser in drei Badebecken und eine Gemeinschaftswanne, die jedoch nach ein paar Jahren wieder zerfielen.
Die Insel im See gehörte damals einem Flimser, der sie als Belohnung für besondere Verdienste erhalten hatte. Er baute darauf ein Restaurant, das sich aber nicht halten konnte und von der 1875 gegründeten Gesellschaft «Kur- und Seebadanstalt Waldhaus» wieder entfernt wurde. Die Gesellschaft erhielt von der Gemeinde die Konzession zur alleinigen Bewirtschaftung des Caumasees mit der Auflage, die notwendigen Fahr- und Wanderwege zu erstellen.
Um 1880 wurden Wanderwege um den Caumasee angelegt; Ruderboote wurden gekauft und ein Bootshaus und eine erste Badeanstalt gebaut. 1884 ging die Insel in den Besitz des Hotels Waldhaus über. 1906 wurde die erste Badeanstalt durch einen Neubau im Chaletstil mit zwei nach Geschlechtern getrennten Nichtschwimmerbecken und zahlreichen Umkleidekabinen ersetzt. Wegen des stark schwankenden Pegelstandes des Sees war das Gebäude mit zwei Schwimmkörpern ausgestattet und hob und senkte sich je nach Wasserstand, zum Ende der Saison auf die gemauerten Fundamente. Auf diesen Flächen stand das Gebäude jeweils den ganzen Winter. 1911 wurde dem Gebäude ein zweiter Stock aufgesetzt und ein Restaurant wurde eingebaut. Zwei kleine Buchten im Westteil und ein Abschnitt im Ostteil wurden später mit Steinplatten belegt und bis zur Übernahme durch die Gemeinde jährlich im Frühling gereinigt, sodass ein komfortabler Einstieg in den See möglich war.
Eine der Plattenanlagen ist ein Nichtschwimmerbecken mit Sitzrand. Leider erreichte der See diesen normalen Sommerpegelstand in jüngster Zeit bei weitem nicht mehr, siehe Probleme mit dem Wasserstand. Auch schon früher hatten sich zwar teilweise tiefere Pegelstände als gewünscht ergeben; nicht nur zur Erbauung der Spaziergänger hatte Hoteldirektor Bezzola eines der Bewässerungsbächlein im Flimser Wald bis oberhalb des Prau-Pulté-Sees verlängern lassen, wo es in einer Kaskade und unterhalb der kleinen Brücke auf der Westseite den See erreichte, um den Ausfluss des Prau-Pulté-Sees zu verstärken, in der Hoffnung, den Pegel des Caumasees so zu stützen.
1969 wurde der Caumasee mit allen Einrichtungen von der Gemeinde für eine halbe Million Franken zurückgekauft. Die in die Jahre gekommene schwimmende Badeanstalt wurde abgerissen und durch verteilte Neubauten an Land ersetzt. Insbesondere wurde auch eine Pumpstation erstellt, welche das Abwasser in die Kanalisation von Flims und in die Kläranlage befördert. Überbleibsel der alten Infrastruktur sind die Terrasse des Restaurants sowie die gemauerten Einstiegsbereiche, welche auch bei sinkendem Wasserstand im August einen guten Zugang ins Wasser sicher stellen. In den 1980er-Jahren wurde für den Triathlon eine breite Einstiegstreppe gemauert. Zudem wurde eine wilde, unzugängliche Bucht im Ostteil aufgefüllt, um zusätzlichen Raum für eine Liegewiese zu gewinnen.
Am 2. Juni 2003 wurde das Neubauprojekt «Fels» des Flimser Architekten Valerio Olgiati mit 1007 zu 267 Stimmen von den Stimmberechtigten abgelehnt. Ein späteres reduziertes Projekt wurde ebenfalls abgelehnt. Die bis 1972 erstellten Klötzchen-Bauten im «Provisoriums-Stil» wurden daraufhin im Jahr 2005 zum Teil abgerissen, zum Teil aussen verschönert. Ein Kinderbecken aus den 1980er-Jahren wurde ebenfalls abgerissen und durch einen Kinder-Wasser-Spielplatz ersetzt, zudem ein Beach-Volley-Feld zusätzlich erstellt. Anfang Dezember 2019 wurde ein weiteres mal ein Baukredit für einen Restaurant-Neubau abgelehnt. Das Projekt von Corinna Menn hatte ein Holzhaus mit einem bedienten Restaurant im ersten Stock vorgesehen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Caumasee