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Die Gründung des Vereins wurde initiiert durch die 1250-Jahr Feier in Weisslingen, die 1995 stattgefunden hatte. Ein Gründungskomitee mit Johannes Fichter, Karl E. Frei, Elke Heller, Karl Meier, Walter Näf und Robert Widler organisierte am 3. Juni 1996 die Gründungsversammlung, an welcher der neue Verein aus der Taufe gehoben wurde. 37 Interessenten schrieben sich spontan als Gründungsmitglieder ein. Das Gründungskomitee wurde zum Vorstand gewählt mit Robert Widler als Präsident. Als Ziele wurden unter anderem die Förderung ortsgeschichtlicher Forschung und die Sammlung und Erhaltung kultureller und historischer Dokumente und Gegenstände formuliert.
Der Verein entwickelte in der Folge eine rege Tätigkeit, organisierte Museumsbesuche, Vorträge sowie Archivbesuche. Ausserdem wurden historische Streifzüge in Weisslingen unternommen. Als erster Höhepunkt der Bemühungen kann der Ausbau der Chronikstube (= Ortsgeschichtliche Dokumentationsstelle) gelten, der mit der finanziellen Unterstützung durch den Gemeinderat möglich war. Die Einweihung wurde mit grossem Echo am 2. September 2000 mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.
Im August 2001 stand der Verein mit der Organisation des Historischen Erntefestes vor seiner Bewährungsprobe. Obwohl das Wetter nur bedingt mitspielte (Samstag regnerisch, Sonntag schön) wurde die Veranstaltung zu einem grossen Erfolg. Auch finanziell hatte sich das Fest gelohnt, wurde doch mit einem Gewinn von Fr. 50'000.- ein solides Fundament gelegt.
In der Folge verstärkte der Verein seine Tätigkeit noch, indem er sich nun auch vermehrt an Ausstellungen wagte: 2002 Weihnachtsmarkt, 2003 Neschwil und Gewerbeausstellung, 2004 Weihnachtsmarkt. Ausserdem wurde ein Projekt begonnen mit dem Ziel, historisch bedeutende Liegenschaften mit Gedenk- und Infotafeln (Spuren der Zeit) zu versehen. Ein Anfang wurde mit der Einweihung der Infotafel Müli und dem Bau des Velorastplatzes gemacht.
Im Jahre 2005 standen wir vor zwei wichtigen Herausforderungen. Am 28. / 29. Mai fand erneut ein historisches, landwirtschaftliches Fest statt, das „Heuerntefest Weisslingen“. Wieder wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Vereinen (Ornithologen, Musikverein, Widum Chuchi, Landfrauen, Verkehrsverein, Snuff-Club, Samariterverein) und der bäuerlichen Bevölkerung ein Fest organisiert. Im Mittelpunkt standen historische landwirtschaftliche Demonstrationen um das Thema „Heuet“. Bei schönstem Heuwetter konnte das grossartige Fest im Beisein von Nationalrat Max Binder und Regierungsrätin Rita Fuhrer durchgeführt werden. Die zweite Herausforderung war eine politische. An der Gemeindeversammlung vom 20. Juni beantragte der Gemeinderat, das alte Feuerwehrhäuschen für Fr. 400'000.- umzubauen und grösstenteils unserem Verein zur Verfügung zu stellen. Leider wurde der Kredit zurückgewiesen, hauptsächlich infolge der hohen Kosten. Allgemein wurde aber die Arbeit des Vereins als positiv gewürdigt.
An der Jubliäums-Generalversammlung 2006 feierten wir „10 Jahre HVW“ mit einer Rekordbeteiligung von 61 Personen. Die Homepage www.weisslingen.ch/hvw konnte ebenfalls auf die GV fertig gestellt werden. Am 19. Juni wurden das vom Gemeinderat neu aufgegleiste Projekt eines Umbaus des alten Spritzenhäuschens in der Höhe von Fr. 275'000.- an der Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit angenommen und damit die Bedürfnisse unseres Vereins für Chronikstube und Ortsmuseum im zweiten Anlauf befriedigt. Neben einem Vortrag von Andres Betschart zum Thema „Historische Verkehrswege in unserer Umgebung“ führten wir zwei Führungen durch das Haus von Paul Burkhard in Zell durch.
Anfangs Januar 2007 begannen die Umbauarbeiten am Spritzenhäuschen, nachdem wir bereits im Oktober des vergangenen Jahres Chronikstube und Ortsmuseum in Provisorien gezügelt hatten. Im März und April leistete der Verein über 300 Stunden Fronarbeit am Ausbau des Hauses und an der Generalversammlung 07 wurden Fr. 25´000.- bewilligt für den Innenausbau. Gleichzeitig wurde eine Spendenaktion unter den Mitgliedern lanciert, welche bis Ende Jahr ein Total von ca. Fr. 13´000.- ergab. Am 23. Juni konnte anlässlich eines Apéros das fertig umgebaute aber noch leere Haus besichtigt werden. Nun ging es ans Einrichten und Zügeln. Das „Sprützehüüsli“ mit Chronikstube, Ortsmuseum und Mehrzweckraum konnte am 24./25. Mai 2008 eingeweiht werden. Als einzigen Anlass führte der Verein einen Besuch Marthalens durch mit Führungen durchs Dorf und die Museen.
Der Gemeinderat unterbreitete dem Souverän eine neue Version des Projekts, die am 16. Juni 2006 angenommen wurde. Damit konnten die Bedürfnisse des Vereins für Chronikstube und Ortsmuseum im zweiten Anlauf befriedigt werden. Anfangs Januar 2007 begannen die Umbauarbeiten am Spritzenhäuschen, nachdem Chronikstube und Ortsmuseum im Vorjahr in Provisorien gezügelt worden waren. Im März und April leistete der Verein über 300 Stunden Fronarbeit am Ausbau des Hauses. Am 23. Juni 2007 konnte anlässlich eines Apéros das fertig umgebaute, aber noch leere Haus besichtigt werden. Nun ging es ans Einrichten und Zügeln. Das Chronikstube, Ortsmuseum und Mehrzweckraum umfassende „Sprützehüüsli“ wurde am 24./25. Mai 2008 eingeweiht. Bereits eine Woche später wurde im Mehrzweckraum die erste Wechselausstellung „100 Jahre TV Weisslingen“ eröffnet.
Eine erste grosse Vereinsreise machte der HVW im Mai 2009 ins Burgund und nach Bibracte. Die Reisleitung machte der Historiker Peter Niederhäuser, Winterthur. Anno 2010 unterstützte der Verein die Kirchenpflege und vor allem Pfr. Dr. Daniel Rüegg bei den Ereignissen zum Thema 500 Jahre Kirche Weisslingen. 2012 folgte ein weiterer Höhepunkt mit der Realisierung der mehr als 2 Jahre vorbereiteten Ausstellung „Tekilinwanc – Teilnang – Theilingen“.
Die Generalversammlung 2012 erhob Robert Widler zum Ehrenpräsidentendes Vereins und wählte zu dessen Nachfolger als Präsident den altGemeindepräsidenten, Dr. Rudolf Bolliger. Leider waren die Bemühungen zur näheren Erforschung der Geschichte um die „Wisliger Burg“, die im Zusammenhang mit einem Eigentümerwechsel und dem damit verbundenen Umbau der Liegenschaft wegen mangelnder archäologischer Bedeutung (so die Kantonsarchäologie) weitestgehend erfolglos.
Der Verein öffnete 2013 ein bodenloses Fass mit dem Vorhaben, sämtliche Objekte, Dokumente und Fotos elektronisch zu erfassen und zu dokumentieren. Diese Arbeiten belasten die Verbandsleitung in den nächsten Jahren ganz erheblich und werden nie ganz beendet werden können.
Mit einem Doppelanlass zu den Jubiläen 1250 Jahre der Schenkungsurkunde anno 764 des Herrn Otger aus Wisinwanc an das Kloster St. Gallen und 50 Jahre neues Kirchengeläut trat der Verein am 15. November 2014 wieder gross an die Öffentlichkeit.
Wiederum als Grossanlass veranstaltete der Verein am 3. und 4. Oktober 2015 das historische Holzerfest. Wetterglück begünstigte die Veranstaltung, was besonders hinsichtlich des im Dicki-Wald angelegten Demonstrationsparcours wichtig war. Der Publikumsaufmarsch war grossartig, die Reaktionen der Besucher durchwegs erfreulich positiv. Das finanzielle Ergebnis half, die Vereinskasse etwas zu verbessern.
Im Herbst 2016 fand zum 20. Jubiläum des Vereins eine grossartige Reise nach Speyer, Worms und Tryer statt, begleitet wiederum vom Historiker Peter Niederhäuser.