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Unternehmen und Organisationen legen immer grösseren Wert auf fachübergreifende Kompetenzen. Sie suchen Mitarbeitende, die mit diesen auch „Querschnittskompetenzen“ genannten Fähigkeiten, wie etwa Problemlösen, Kommunikation, Entscheidungsstärke, Kreativität, Zusammenarbeit, Führung oder Resilienz, heute und in Zukunft, erfolgreich wirken können.
Diese, meist informell erworbenen Fähigkeiten, sind schwer zu fassen und brauchen immer wieder Erklärungen anhand von Beispielen.
Arbeitnehmende stehen vor veränderten Arbeitsformen, technischen Herausforderungen und neuen Berufsbildern. Bildungsfachleute suchen Antworten, welche der fachübergreifenden Kompetenzen vermittelt werden müssen, um die Anforderungen in der neuen Arbeitswelt zu bewältigen.
Menschen, die sich um neue Funktionen oder Stellen bewerben, müssen ihre Fähigkeiten, die sie zu Bewältigung von bestimmten Situationen erworben haben, so darstellen können, dass klar wird, wie sie diese Fähigkeiten auch in anderen Anwendungsbereichen und -Situationen einsetzen können.
In der Zukunft werden die verschiedensten überfachlichen Kompetenzen wichtig, wobei sie oft sehr unterschiedlich bezeichnet und definiert werden. Mit diesen fachübergreifenden Querschnittskompetenzen können Handlungssituationen bewältigt werden, die berufsübergreifend sind und darüber hinaus auch im privaten Bereich in sehr ähnlicher Form wirksam eingesetzt werden.
Überfachliche, oder transversale Kompetenzen identifizieren
Als Begriff finden wir erst einmal uneinheitliche Formulierungen, wie z.B. überfachliche- oder querschnitt- oder transversale Kompetenzen. Das macht es nicht leicht, diese Fähigkeiten zu finden und zu beschreiben.
Um den Menschen dabei zu helfen, herauszufinden, ob sie beispielsweise über die Fähigkeit zur Problemlösung verfügen, können sie sich zunächst fragen, wie sie diese Fähigkeit möglicherweise bereits bei der Arbeit oder in ihrem täglichen Leben eingesetzt haben. Sie können sich fragen, wie sie ein Problem gelöst haben, als das Problem in einer realen Situation aufgetaucht ist. Oder sie können sich fragen, auf welchem Niveau sie über die jeweilige Fähigkeit verfügen und sich dazu neue Szenarien vorstellen, um herauszufinden, ob sie das lösen könnten.
Forschungen identifiziert die Querschnittskompetenzen als umfassende Fähigkeiten, die alle Menschen in ihrer Arbeitsumgebung und auch im täglichen Leben sinnvoll einsetzen können: Problemlösung, Kommunikation, Zusammenarbeit, Ressourcenmanagement, kritisches Denken, Kompetenzentwicklung und Selbstreflexion.
Ein weiterer spannender Aspekt dieser Forschungsergebnisse ist, dass diese Fähigkeiten in mehreren Bereichen aktiv sind: Auf kognitiver Ebene helfen sie zu wissen, was man tut, auf sozio-emotionaler Ebene helfen sie, mit den eigenen Gefühlen umzugehen, und auf organisatorischer Ebene helfen sie, das Leben zu organisieren und die Aufgaben im Arbeitskontext zu erledigen.
Überfachliche Kompetenzen im Bewerbungsprozess formulieren
Oft finden wir im Bewerbungs- oder auch Führungskontext den Begriff Soft Skills – also „weiche Fähigkeiten“, um die fachübergreifenden Kompetenzen und Persönlichkeitseigenschaften zu beschreiben. Der Begriff «Soft Skills» ist nicht abwerten gemeint, sondern zeigt den Unterschied zu den «Hard Skills», die als fachspezifischen Kompetenzen mit objektiven Leistungstests relativ gut messbar und nachweisbar sind.
In unserer modernen Berufs- und Arbeitswelt ist das Wissen über die eigenen überfachlichen Fähigkeiten und Kompetenzen unerlässlich. Ihre Darstellung ist ein wichtiger Teil bei einer Bewerbung und es ist wichtig, sich mit den eigenen Soft Skills auseinandersetzen, um sie im Bewerbungsprozess überzeugend darzulegen, Übertreibungen zu vermeiden und realistisch zu bleiben. Wenn zwei Bewerbende gleichwertige fachliche Qualifikationen zeigen, ist die ausschlaggebende Komponente oft die Beurteilung der Soft Skills.
Doch eine einfache Auflistung der Soft Skills ist nicht hilfreich. Sinnvoller ist es, die Qualifikationen anhand konkreter Beispiele schon ganz zu Beginn im Bewerbungslauf für sich selbst zu veranschaulichen.
- Den Bezug zwischen der in der Stellenausschreibung verlangten Soft Skills und den eigenen, bisher erworbenen fachübergreifenden Kompetenzen herstellen.
- Für sich selbst eine vertiefte Beschreibung persönlichen Soft Skills zu erstellen und dafür den eigenen Lebenslauf zu Rate ziehen und die einzelnen Stationen zu akzentuieren.
- Soft Skills auch anhand von Hobbys veranschaulichen. Wer z.B. Mannschaftssport aktiv betreibt, belegt damit Teamfähigkeit.
Auf jeden Fall hilft bei der Suche nach den Formulierungen der eigenen fachübergreifenden Fähigkeiten die Zusammenfassung im Katalog «Transversale Kompetenzen als Schlüssel für die Beschäftigungsfähigkeit» aus dem Projekt «Keystart to work» von Erasmus+
Kadertraining meint dazu
Fachkompetenzen sind wichtig, aber alleine sind sie nicht ausreichend. Am Arbeitsplatz werden wir immer wieder in Entscheidungsprozesse eingebunden und müssen komplexe Probleme verstehen, Lösungen finden und mit anderen Menschen teilen. Nur mit fachspezifischem Wissen, ohne kognitive, soziale und personenbezogene Fähigkeiten, ist das schier unmöglich.
Wir alle müssen beispielsweise an unserem Arbeitsplatz unsere Werthaltung reflektieren, sind gefordert, kritisch zu denken, emotional intelligent zu handeln und mit anderen gut zusammen zu arbeiten. Das ist genauso wichtig, wie zu wissen, wie das neueste Technik-Tool anzuwenden ist.
Wir wünschen viel Freude an der Zusammenstellung der ganz persönlichen Soft Skills und der Beschreibung, wie diese Fähigkeiten auch in einem anderen Berufs- oder Arbeitsumfeld nützlich eingesetzt werden können.
Wenn Fragen entstehen oder Hilfe benötigt wird, um die besten Formulierungen für die Stellenbewerbung zu finden, wir sind da und begleiten gerne.