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Immer wieder erreichen die Gemeinde Meldungen, dass auf diversen Dorfstrassen die ausgeschilderte Geschwindigkeit nicht eingehalten werde und die Gemeinde etwas dagegen unternehmen soll. Vereinzelt werden auch Gesuche für Radarkontrollen auf Gemeindestrassen bei der Kantonspolizei eingereicht.
Eine Radarkontrolle kann aber nicht so einfach durchgeführt werden. Die Gemeinde weist seit 2007 eine flächendeckende Tempo 30-Zone auf.
Diese Zone ist rechtsverbindlich eingetragen. Für die Durchführung einer Radarkontrolle muss die Gemeinde mittels einer verdeckten Geschwindigkeitsmessung belegen, dass der Wert V85, das ist die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der gemessenen Fahrer eingehalten wird, in einem bestimmten Bereich liegt.
Zunächst bauliche Massnahmen nötig
Ist er zu hoch, muss die Gemeinde die Geschwindigkeit mit baulichen Massnahmen wie Verengungen oder Hindernissen senken. Erst danach ist eine polizeiliche Radarkontrolle möglich.
Die Gemeinde ermittelt diesen V85 Wert regelmässig mit ihrem eigenen Anzeigegerät. Der Wert wird vor allem in den Dorfzentren gut eingehalten.
Bei den grösseren Erschliessungsstrassen wird er teilweise überschritten. Diese Strassenabschnitte würden nach heutigem Recht vermutlich auch nicht mehr in einer 30er-Zone aufgenommen werden, sondern müssten mit einer höheren Geschwindigkeit ausgeschildert werden.
Einwendungen der direkten Anwohner
Die Dorfstrasse in Schlattingen ist mit einer Breite von fast sieben Metern rein technisch zu breit für eine 30er-Zone. Die Gemeinde versucht bei Sanierungen jeweils verkehrsberuhigende Massnahmen mit einzuplanen.
Oftmals scheitern diese auf Grund von Einwendungen der direkten Anwohner. Die Gemeinde ist aber nach wie vor der Überzeugung, dass sie mit der flächendeckenden 30er-Zone die richtige Entscheidung für ihr Dorf getroffen hat.
Der Verkehr auf den Quartierstrassen sei meist auch hausgemacht.