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G2.2.c Anteil Frauen in politischen Ämtern
Für Nachhaltigkeit erforderliche Entwicklung: Zunehmen

Tatsächliche Entwicklung
|Seit 2000||Seit 2015|
|Im Grossen Rat hat sich der Frauenanteil seit 2000 nur minim erhöht. Im Regierungsrat sind seit 2008 eines, seit 2014 zwei und seit 2015 drei der fünf Mitglieder Frauen. Bei den Gemeindebehörden sind aufgrund der Datenlage noch keine Aussagen zur Entwicklung möglich.|
Aussagekraft
Der Indikator zeigt, wie stark Frauen in politischen Ämtern vertreten sind und damit in der Exekutive und Legislative mitgestalten und mitentscheiden.
Kommentar
Im Grossen Rat ist der Frauenanteil von 25,4 % im Jahr 2000 bis auf 30,8 % im Jahr 2004 gestiegen, seither ist er wieder rückläufig und liegt in der laufenden Legislaturperiode bei 26,2 %. Im Regierungsrat erhöhte sich der Frauenanteil deutlich: im Jahr 2000 war keines der fünf Mitglieder weiblich, seit 2016 waren es drei. Bei den übrigen Behörden ist noch keine Aussage zur Entwicklung des Frauenanteils möglich, da ihre Zusammensetzung 2015 erstmals erhoben wurde.
Inklusive Behörden der Politischen Gemeinden, der Schulgemeinden sowie der Kirchenvorsteherschaften der evangelischen und katholischen Kirchgemeinden (Landeskirche) liegt der Anteil Frauen in politischen Ämtern im Jahr 2017 bei 40,5 %. Überdurchschnittlich hoch liegt der Frauenanteil im Regierungsrat (drei von fünf Mitgliedern sind Frauen) und in den evangelischen Kirchenvorsteherschaften (55,8 %). In den übrigen politischen Behörden dominieren die Männer. Am stärksten sind Frauen mit einem Anteil von 47 % in den katholischen Kirchenvorsteherschaften und 43,5 % in den Schulbehörden vertreten. Im Grossen Rat beträgt ihr Anteil 26,2 %, in den Politischen Gemeinden 25,4 %.
Definition
Anteil der Frauen in politischen Ämtern (Grosser Rat, Regierungsrat, Gemeinderat der Politischen Gemeinden, Schulbehörden, evangelische und katholische Kirchenvorsteherschaften) an der Gesamtzahl der Mandate. Ersatzwahlen bleiben unberücksichtigt; es wird der Stand der Gesamterneuerungswahlen ausgewiesen (Ausnahme: Beim Regierungsrat werden auch die Ersatzwahlen berücksichtigt).
Da für den Frauenanteil in den Gemeindebehörden noch keine Zeitreihe vorliegt, bezieht sich die Beurteilung der Entwicklungsrichtung vorerst nur auf den Frauenanteil im Grossen Rat und im Regierungsrat.
Grenzen der Aussagekraft
Unterschiedliche Anteile von Frauen und Männern in politischen Ämtern können auch durch unterschiedliche Präferenzen bedingt sein und sind nicht notwendigerweise Ausdruck mangelnder Chancen- und Verteilungsgerechtigkeit.
Verwandte Indikatoren
Weitere Informationen
Bundesamt für Statistik
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