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(3) Eine wissenschaftliche Untersuchung, die in den 1970er Jahren durchgeführt wurde zeigte, dass die Goldbasis (definiert als der Unterschied (Spread) zwischen dem Preis für den zeitlich nahesten Futures-Kontrakt für Gold und dem Preis für die sofortige Lieferung von physischem Gold) gross sein würde, in der Tat, sie war die grösstmögliche, d.h. gleich hoch wie die Lagerkosten oder Opportunitätskosten für das Halten von Gold. Bald darauf begann jedoch die Schrumpfung dieses Spreads bis hin zu Null und sogar darunter. Eine negative Goldbasis, d.h., ein Zustand, der als Backwardation von Gold bekannt ist, würde im internationalen Finanzwesen eine höchst instabile Situation erzeugen, weil er bedeutet, dass die Halter von Gold risikolose Gewinne machen könnten. Sachkundige Marktteilnehmer wissen, dass eine fortschreitende Schrumpfung der Basis eine zunehmende Angebotsverknappung bedeutet, welche im Fall von Gold nicht einfach durch eine erhöhte Produktion aus Goldminen gedeckt werden kann. Diese Produktion kann auch nicht die Goldhortung in grossem Masse ausgleichen, welche angesichts einer bleibenden Backwardation von Gold erst allmählich und zum Schluss mit zunehmender Geschwindigkeit zunimmt. An einem gewissen Punkt wird dann alles lieferbare physische Gold sofort gehortet und der Markt trocknet total aus. Bei den monetären Metallen wird, im Gegensatz zu allen anderen Rohstoffen, bei hohen und steigenden Preisen das Angebot nicht grösser; es schrumpft vielmehr, denn monetäre Metalle gehorchen nicht dem bekannten Gesetz von Angebot und Nachfrage.
Bei einer bleibenden Backwardation wird kein Gold mehr zu irgendeinem Preis zum Verkauf angeboten und der Begriff Goldpreis würde inhaltslos. Gold, Silber, und bald auch alle anderen marktfähigen Güter würden dann nur durch Tausch den Besitzer wechseln. Mit anderen Worten, das Papiergeld, wie wir es kennen, würde einfach nicht mehr akzeptiert. Wie soll unsere heutige komplexe Weltwirtschaft unter solchen Umständen noch funktionieren? Niemand weiss es. Es ist jedoch sicher, dass sie in einer Weise schrumpfen würde, welche die Depression der 1930er Jahre wie ein Pixel auf einem Bildschirm aussehen lassen würde.