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Geboren wird Jakob Greuter in Riedt/Sulgen im Thurgau, im Jahre 1890. Ab dem Jahr 1907 ist er in St. Gallen wohnhaft, wo er bis zu seinem Tod am 30. Januar 1984 lebt. 1916 heiratet er, aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Bis 1918 arbeitet er als Hilfsschlosser, danach als Kübelleerer bei der Kehrichtentsorgung der Stadt St. Gallen. Bei seiner Aufgabe als Gebirgspionier bei der Schweizer Armee beginnt er zu zeichnen. Nach dem Tod seiner Frau heiratet er 1955 ein zweites Mal. Greuter unterhält einen regelmässigen Kontakt zur naiven Malerin Hedi Zuber. Bei einem Unfall stirbt 1982 seine zweite Frau. Von da an lebt er im Altersheim. Greuter verwendet Bilder aus Zeitungen und Zeitschriften als Vorlagen. Die Zeitschriften sowie das Material, auf dem er zeichnet, findet er meist im Müll. Diese Arbeitweise rückt ihn in die Nähe eines Josef Wittlich und lässt an die Vorgehensweise von Pop-art Künstlern wie Andy Warhol denken. Im Gegensatz zur Pop-art, welche Medienbilder reflektiert und diese als Konstrukteure einer eigenen Wirklichkeit wahrnimmt, macht Greuter keinen Unterschied zwischen der Wirklichkeit da draussen und der Wirklichkeit des Bildes. Für ihn sind die Abbildungen ein Fenster zur Welt und das Zeichnen bedeutet eine Möglichkeit, sich diese Welt anzueignen.