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Darmkrebs
Der Darmkrebs ist eine häufige Erkrankung in den westlichen Ländern. Bedingt durch Ernährungs- und Umweltfaktoren kann diese Krebsart auf dem Boden einer genetischen Anfälligkeit entstehen. Gehäuft tritt er auf, wenn ein Verwandter 1. Grades daran erkrankt ist.
Wer dieser Erkrankung vorbeugen möchte, sollte Wert auf die Früherkennung legen: Empfohlen wird eine Dickdarmspiegelung alle 10 Jahre im Alter zwischen 50 und 70 Jahren, welche von der Krankenkasse bezahlt wird.
Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart. Unter einem Darmkrebs versteht man eine bösartige Wucherung von Zellen der Darmschleimhaut, meist im unteren Dickdarmabschnitt. Oft bilden sich zunächst pilzähnliche, gutartige Ausstülpungen an der Schleimhaut (Polypen, Adenome).
Diese Zellveränderungen können sich im Laufe der Zeit in Krebszellen umwandeln, d. h. sie entarten.
Auch aus chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut, die über viele Jahre bestehen, kann sich Darmkrebs entwickeln. Etwa 6% der Bevölkerung entwickeln im Lauf ihres Lebens einen Darmkrebs. Fast immer tritt er jenseits des 50. Lebensjahres auf.
Wann ist das Darmkrebsrisiko erhöht?
● Wenn chronische Entzündungen der Darmschleimhaut bestehen
(z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
● Wenn Darmpolypen vorhanden sind (Familiär oder ein Verwandter 1. Grades
Darmpolypen hat). 90% der Darmkrebserkrankungen entstehen durch entartete Polypen
● Wenn in der Familie Darmkrebs oder andere Krebserkrankungen aufgetreten sind oder Sie selbst bereits an einer anderen Krebsart leiden
● Wenn Sie übergewichtig sind
● Wenn Sie seit vielen Jahren rauchen
● Wenn Sie sich zu wenig körperlich bewegen
Mögliche Warnzeichen!
Im Frühstadium macht ein Dickdarmkrebs nur selten Beschwerden. Deshalb wird er meist zufällig entdeckt. Gehen Sie unbedingt zum Arzt, wenn Sie eines der folgenden Warnzeichen bemerken:
● Blut im oder am Stuhl
● Veränderte Stuhlgewohnheiten (z.B. Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung
● Wiederholte krampfartige Bauchschmerzen, die länger als eine Woche anhalten
● Starke anhaltende Blähungen und Rumoren
● Ständige Müdigkeit, Blässe, Gewichtsverlust
● Verhärtungen im Bauchraum, vergrößerte Lymphknoten
Übrigens:
● Mit der Entfernung von Darmpolypen kann der Darmkrebs am wirksamsten vermieden werden
● Wird bei der Darmspiegelung ein Polyp entdeckt, so kann dieser sofort mit einer elektrischen Schlinge, die durch das Endoskop eingebracht wird, entfernt werden
Was Sie selbst tun können, um Ihr Darmkrebsrisiko zu senken
● Regelmässige körperliche Bewegung
● Achten Sie auf Ihr Gewicht
● Ernährung:
Vorbeugend wirkt eine ausgewogene Ernährung mit wenig Fett (wenn, dann ungesättigte, pflanzliche Fette), wenig Fleisch und vielen Ballaststoffen (täglich fünf Portionen Obst und Gemüse). Es gibt derzeit keine Hinweise dafür, dass Vitaminpräparate und Spurenelemente das Risiko, an einem Dickdarmkrebs zu erkranken, senken.
● Ab dem 50. Lebensjahr: Dickdarmspiegelung (Koloskopie), alternativ Stuhltest auf verstecktes Blut alle 2 Jahre
● Suchen Sie einen Arzt auf bei besonderen Risiken und falls Sie Warnzeichen bemerken
So funktioniert die Darmspiegelung:
• Für eine Darmspiegelung ist es nötig, den Darm ganz zu entleeren
• Drei Tage vor dem Untersuchungstermin möglichst keine kernhaltigen, ballaststoffreichen Nahrungsmittel essen und viel klare Flüssigkeit trinken
• Zur endgültigen Darmreinigung erhalten Sie eine spezielle Salzlösung.
• Die Untersuchung dauert 15–30 Minuten
• Durch das Einblasen von Luft kann der Bauch nach der Koloskopie etwas gespannt sein
• Nach der Untersuchung werden Sie noch überwacht und dürfen nicht Auto fahren
• Nach der Untersuchung können Sie in der Regel sofort wieder normal essen
So funktioniert der Stuhl-Test
● Sie bestücken einen Teststreifen mit einer Stuhlproben nach der Beschreibung, die Sie erhalten
● Geben Sie diesen Test in der Praxis ab
● Im Labor werden die Proben auf unsichtbares Blut untersucht
● Wird Blut festgestellt, ist der Test „positiv“, was aber noch lange nicht heisst, dass Sie an Darmkrebs leiden! Viele Umstände können das Testergebnis verfälschen
● Wenn der Test auffällig ist, wird Ihnen Ihr Arzt zu einer Dickdarmspiegelung raten