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Genf - Die Telekommunikations-Experten der Vereinten Nationen haben Empfehlungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet herausgegeben.
Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) präsentierte eine Reihe von Massnahmen, die Minderjährige vor sexuellen Angreifern und zwielichtigen Geschäftemachern im Netz abschirmen soll. Die Standards sollen künftig jedes Jahr überarbeitet werden, um mit den raschen Veränderungen in der Online-Welt Schritt zu halten.
"Eine der wichtigsten Aufgaben, die unsere Generation zu erledigen hat, ist, unsere Kinder zu beschützen", sagte ITU-Chef Hamadoun Toure in Genf. Die UNO-Organisation schlägt dafür eine Mischung aus rechtlichen Mitteln und technischer Kontrolle vor.
Regierungen sollen ebenso in die Pflicht genommen werden wie Eltern, die Industrie und die Kinder selbst. Toure sagte, er hoffe, dass sich die UNO-Generalversammlung mit dem Thema beschäftigen werde. Damit könne erreicht werden, dass alle Länder den Kinderschutz im Internet gesetzlich verankern würden.
Untersuchungen der ITU haben ergeben, dass 93 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in den USA ohne elterliche Aufsicht online gehen. In Frankreich surfen 72 Prozent der Jugendlichen alleine im Web. Die ITU geht davon aus, dass derzeit rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit online sind.
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