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© Marcel Burkhardt
Siedlungen beherbergen heute oft ein wesentlich reicheres Vogelleben als das Kulturland. Für viele Arten verschlechtert sich der Lebensraum in den Siedlungen allerdings zusehends. Wo es früher noch wenig genutzte Freiflächen gab, stehen heute Bürogebäude. Arten wie Grünspecht, Wendehals und Gartenrotschwanz, die solche Freiflächen schätzten, mussten weichen. Gemüsegärten wurden in sterile Rasen umgewandelt, begrenzt durch exotische Sträucher, auf denen keine Insekten oder essbaren Früchte zu finden sind. Wenn wir die Gärten naturnäher gestalten und pflegen würden, könnten wir viel zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Vögel beitragen. Wir sollten uns bei der Anlage und Pflege eines Gartens nicht allein von unserem menschlichen Ordnungssinn leiten, sondern die Natur mitgestalten lassen. Einheimische Sträucher, ungedüngte Rasen und das Tolerieren von "Unkräutern" erhöhen das Nahrungsangebot. Arten wie der Stieglitz und der Bluthänfling wären wesentlich häufiger, fänden sie mehr Unkrautbestände. Dornsträucher, dicht wachsende Bäume und üppige Fassadenbegrünungen bieten Nistplätze, die besser vor Gelegeräubern geschützt sind. Mit Vogelbädern, Nisthilfen und Futterstellen kann man die Attraktivität seines Gartens erhöhen.