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Seit Kindesbeinen kennen wir die Parabel in Lukas 10 unter dem Titel des 'barmherzigen' Samariters.
Als ich diese Geschichte kürzlich wieder mal las, entdeckte ich eine neue Facette darin: Der Samariter hätte seine Hilfe auch deutlich pragmatischer, einfacher und effizienter anbieten können. Stattdessen entschied er sich zu ausserordentlich 'grosszügigen' Aktionen:
Er leistete erste Hilfe mit Öl und Wein (was damals recht teuer war).
Er investierte Zeit (und musste seine eigene Reise nach hinten schieben).
Er exponierte sich auf dieser Strasse (möglicherweise waren die Räuber noch in der Nähe).
Er lud den Verunfallten auf sein Reittier (und musste notabene selber zu Fuss gehen).
Er brachte ihn in einer Herberge unter (anstelle einer Krankenstation).
Er pflegte ihn dort noch weiter und gab dem Wirt Geld für zusätzliche Behandlung.
Er verpflichtete sich weitere Kosten nach seiner Rückkehr zu übernehmen.
Oftmals werden selbst Hilfeleistungen und Unterstützung möglichst effizient berechnet und genau abgemessen zur Verfügung gestellt. Denn es sind ja zu viele Bedürftige die allesamt versorgt und unterstützt werden sollen. Der Samariter entschied sich hingegen, sein Herz an diese eine Person vor ihm auf der Strasse zu verschenken und ihr nicht nur notdürftig, sondern mit beinahe 'verschwenderischer' Grosszügigkeit zu begegnen.
Das zeigt mir eine Art von Grosszügigkeit, die Wertschätzung und Ehre dem Einzelnen gegenüber vermittelt. Cool. Das bewegt Herzen!