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Vor der letzten Debatte der Demokraten um die Präsidentschafts-Nominierung in Iowa zeigen Umfragen Vorteile für Joe Biden und Bernie Sanders.
Gestern Montag hat mit Cory Booker ein weiterer Bewerber für die Präsidentschafts-Nominierung der Demokraten vor schwachen Umfrage-Ergebnissen und Spendeneinnahmen kapituliert. Zuvor waren mit Kamala Harris und Julian Castro zwei andere Angehörige farbiger Minoritäten aus dem Rennen geschieden.
Gleichzeitig zeigen neue Umfragen aus den wichtigen Vorwahlstaaten eine Konsolidierung auf der Linken: Hier zieht der 78-jährige Bernie Sanders Unterstützer von Elizabeth Warren an. Warren galt noch im Herbst als Favoritin. Inzwischen rangiert sie landesweit, aber speziell in Iowa und New Hampshire, deutlich hinter Sanders und Joe Biden. Dies, obwohl Sanders im Herbst eine Herzattacke erlitten hat. Aber besonders jüngere Linke lassen Warren im Stich, weil die Senatorin aus Massachusetts seit Wochen von einer raschen und immens teuren Verstaatlichung des Gesundheitswesens unter dem Motto «Medicare for All» abrückt. Aber daneben attackieren zumindest die Mitarbeiter von Sanders und Warren einander zunehmend offen (Link).
Diese Dynamik hat Sanders gerade in Iowa Auftrieb gegeben. Dort finden die ersten Abstimmungen der Vorwahl-Saison am 3. Februar statt. Am 11. Februar folgt New Hampshire. Doch nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf Iowa. Hier halten die Demokraten am heutigen Abend eine Debatte ab. Die Zahl der Teilnehmer ist auf Sechs gesunken. Neben Sanders, Biden, Warren und Pete Buttigieg konnten nur Amy Klobuchar und der Milliardär Tom Steyer die von Umfragewerten und Spendeneinnahmen gegebenen Hürden nehmen.
Letzte Umfragen aus Iowa sollten Biden Mut machen, der zuletzt hinter Sanders zurück gefallen war. Laut einer neuen Erhebung der Monmouth University führt Biden mit 24 Prozent nun deutlich vor Sanders mit 18, Pete Buttigieg mit 17 und Warren mit 15 Prozent. Seit November haben Biden und Sanders je fünf Punkte gewonnen – Biden vorwiegend zulasten Buttigiegs, während Sanders Anhänger von Warren überzeugen konnte. Buttigieg hat vorwiegend ältere Wähler verloren. Diese wechselten auch zu Klobuchar.
Die moderate Senatorin aus Minnesota liegt nun bei acht Prozent gegenüber fünf im November. Theoretisch wäre Klobuchar eine starke Konkurrenz für Trump. Sie ist pragmatisch, erfahren und streitbar. Aber sie braucht eine überragende Performance in der heutigen Debatte, um an die Spitze des Feldes vorzustossen (Link).