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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Viertes Buch
I. Kapitel
3.
1. Wenn nun so unser ganzer Plan in den Abhandlungen ausgeführt ist, mit denen wir, wenn der Geist es will, dem dringenden Bedürfnis abhelfen wollen (denn ganz unentbehrlich ist das, was vor der Darlegung der Wahrheit selbst zuvor gesagt werden muß) dann werden wir erst zu der wahrhaft gnostischen Wesenslehre kommen, nachdem wir uns vor den großen in die kleinen Mysterien haben einweihen lassen,1 damit nichts der wahrhaft göttlichen Offenbarung heiliger Geheimnisse im Wege stehe, sondern alles, was vorher erforscht und zuvor mitgeteilt werden muß, zuvor völlig erledigt und zuvor behandelt worden ist.
2. Nun hängt aber die Wesenslehre oder richtiger gesagt Wesensschau, die dem wahrheitsgetreuen Maßstab gnostischer Überlieferung entspricht,2 von der Lehre über die Weltentstehung ab und steigt von hier aus zu dem Wissenschaftsgebiet der Lehre von Gott auf.
3. Daher werden wir mit Recht den Anfang der Darbietung mit der von der Weissagung berichteten Schöpfung machen, wobei wir der Reihe nach auch die Ansichten der Irrlehrer vorführen und sie, soweit es uns möglich ist, zu widerlegen versuchen wollen.
4. Aber all dies wird geschrieben werden, wenn Gott es will und wie er es eingibt; jetzt aber müssen wir an die uns zunächst vorliegende Aufgabe herantreten und den Abschnitt von der Sittenlehre zu Ende bringen.
1: Vgl. Strom. I 15,3 mit Anm.; Platon, Gorgias p. 497 C.
2: Vgl. 1. Clemensbrief 7,2 (Strom. I 15,2).