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Detailansicht aus der Karikatur von Horst Haitzinger aus dem Nebelspalter Nr. 17/1971
- Satire
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In den vergangenen Jahren waren wir gewohnt, den Führer der freien Welt (Selbstdeklaration) in seiner nicht zu knappen Freizeit beim Golfspielen zu beobachten. Vor 50 Jahren erwies sich für Washington überraschend eine andere Ballsportart als hochpolitisch.
In den 1950er und 1960er Jahren hatten die USA und die Volksrepublik China versucht, ihre Beziehungen mit klassischen diplomatischen Mitteln zu verbessern – mit äusserst geringem Erfolg.
In den 1970er Jahren gelang jedoch eine politische Annährung, und zwar mit Hilfe des Tischtennis-Sports. Das ging als Ping-Pong-Diplomatie in die Geschichtsbücher – und q.e.d. in die Satiremagazine – ein.
Karikatur von Horst Haitzinger in Nebelspalter Nr. 17/1971
Während der Weltmeisterschaft 1971 im japanischen Nagoy freundeten sich der US-Spieler Glenn Cowan mit dem chinesischen Turnierkollegen Zhuang Zedong an. Daraufhin lud Sung Chung, der Generalsekretär des chinesischen Tischtennisverbands, die amerikanischen Spieler im April 1971 nach Peking ein. Diesem ersten Besuch folgten weitere Treffen von hochrangigen Politikern: Henry Kissinger gab sich Juli 1971 die Ehre, Richard Nixon folgte im Februar 1972. Es gelang dabei tatsächlich, Spannungen abzubauen und die Beziehungen zu verbessern.
Nixon und Mao: Karikatur von Bill Spira in Nebelspalter 17/1971
Der Besuch der US-Amerikaner nach Peking ist übrigens in Hollywoods Oscar-Magneten «Forrest Gump» dargestellt, wo der Filmheld als einer dieser Tischtennisspieler nach Peking reist und danach Nixon trifft.
Irgendwoher musste sie ja kommen, die Idee, das Sport völkerverbindend ist. Wie gekonnt allerdings Joe Biden den Tischtennis-Schläger führt, war bis Redaktionschluss nicht zu eruieren.