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Monteverde,
Giulio, ital. Bildhauer, geb. zu Bristagno bei Acqui (Piemont), bildete sich anfangs als Holzschnitzer in Genua aus, besuchte von 1859 an die dortige Akademie und erhielt 1865 den Preis für Rom. Nachdem er zuerst einige kleine Genreskulpturen von großer Geschicklichkeit in der Behandlung des Marmors gemacht hatte, begründete er ¶
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seinen eigentlichen Ruf durch die in Rom, später auch in Wien 1873 und in Paris 1878 ausgestellte lebensgroße Statue von Jenner, der seinen eignen Knaben zur Probe impft, ein Werk von realistischer Wahrheit, kräftiger Empfindung und größter Feinheit der Durchbildung. Es brachte ihm die goldne Medaille und den Franz-Josephsorden ein. Zwar hinter diesem Werk zurückstehend, aber doch bedeutend sind: sein Columbus, der, auf einem Stein sitzend, seinen Gedanken nachhängt, betitelt: erste Inspiration des Columbus (Museum in Boston), seine schöne Statue des Architekten Sada in Turin, sein Standbild des Grafen Massari (1878, Ferrara), weniger glücklich sein Genius Franklins, den der Chedive von Ägypten erwarb. Im September 1879 wurde sein Standbild des Komponisten Thalberg in Neapel enthüllt. Seine Kinderscenen sind in ihrem Naturalismus wahre Meisterstücke. Er ist Inhaber zahlreicher Medaillen, Mitglied mehrerer Akademien und seit 1874 Professor an der Akademie von San Luca in Rom.