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Falls in den nächsten Jahren nicht sehr viel Geld in die globale Internet-Infrastruktur investiert wird, so warnte ein Vertreter von AT&T letzte Woche in London, werde das Internet aufgrund des explodierenden Traffics schon 2010 an seine Kapazitätsgrenze stossen. Der Grund, so Jim Cicconi, der bei AT&T für die Beziehungen zu Gesetzgebern zuständig ist, sei vor allem die starke Zunahme von Internet-Verkehr, der durch Videos verursacht wird.
Einerseits werden heute immer mehr Videos konsumiert - alleine auf YouTube werden pro Minute etwa acht Stunden an neuen Video-Clips hochgeladen - und zudem würden bald Videos in hoher Auflösung zum Standard werden. Ein HD-Video braucht sieben bis zehn Mal mehr Bandbreite als die heute üblichen Videos. Gegenwärtig sind Videos für etwa 30 Prozent des Internet-Verkehrs verantwortlich, 2010 werden es, prognostiziert AT&T, etwa 80 Prozent sein.
Damit es nicht zu Engpässen kommt, so Cicconi, seien über die nächsten drei Jahre in den USA Investitionen von rund 55 Milliarden Dollar in die Internet-Infrastruktur notwendig, weltweit rund 130 Milliarden Dolllar. At&T selbst wolle rund 19 Milliarden Dollar investieren.
Cicconi appellierte nicht an Regierungen, sich mit öffentlichen Mitteln an den Investitionen zu beteiligen. Seine Aussagen wurden von Beobachtern allerdings als Appell dazu interpretiert, keine staatlichen Verordnungen zu erlassen, die von den Carriern die Einhaltung der "Netzneutralität" verlangen. (Einige Telekommunukationsunternehmen würden gerne die "Netzneutralität" durchbrechen von grossen Anbietern wie YouTube, Facebook, usw. Geld dafür verlangen, dass ihre Inhalte im Netz priorisiert behandelt werden.) (hjm)