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<h2>SubmittedText<h2><p>Im laufenden Jahr kann der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) sein 25-jähriges Bestehen feiern. Unter den verschiedenen Festakten, die teilweise erst noch stattfinden sollen, stellte die Taufe der SBB-Lok Re 460 079-7 "25 Jahre VCS-ATE" Mitte Mai eine besondere Attraktion dar.</p><p>In diesem Zusammenhang halten sich Gerüchte, die besagen, dass der VCS mit der SBB für die Lackierung der Werbelok einen Preis aushandeln konnte, der unter dem dafür üblichen Preis liegt.</p><p>Zudem wurde der Taufakt für die VCS-Lok offenbar mit einem Konfettiregen begangen, dem im Sinne eines "Special effects" metallische Teile beigefügt waren. Dem Vernehmen und allen physikalischen Gesetzmässigkeiten nach soll die Taufe der Lokomotive mit einem Lichtbogen geendet haben.</p><p>In diesem Zusammenhang ist der Bundesrat aufgefordert, zu den folgenden Fragen Stellung zu nehmen:</p><p>1. Hat der Bundesrat Kenntnis von diesen Vorkommnissen? Kann er sie bestätigen?</p><p>2. Was kostet die Bemalung einer SBB-Lokomotive zu Werbezwecken? Welchen Betrag hat der VCS für die Bemalung der Lok bezahlt?</p><p>3. Hat die SBB mit dem VCS Gegengeschäfte vereinbart? Wenn ja, welche sind das?</p><p>4. Welche Schäden sind durch den Konfettiregen an der Lok entstanden? Wie hoch sind die Reparaturkosten? Wer trägt diese?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Vermietung von Werbeflächen gehört zum unternehmerischen Bereich der SBB. Im Rahmen der üblichen Bestimmungen ist die SBB in der Wahl ihrer Werbepartner frei.</p><p>Neben Werbeflächen in den Bahnhöfen stehen derzeit bis zu 25 der 119 Lokomotiven des Typs Re 460 für Werbezwecke zur Verfügung. Diese Werbelokomotiven werden nicht bemalt, sondern mit einer Folie überklebt. Je nach Vertrag verkehren sie mit dieser Werbebotschaft für ein oder mehrere Jahre auf dem schweizerischen Schienennetz. Nach Ablauf des Werbevertrages wird die Folie wieder entfernt; die Lokomotiven werden in den Ursprungszustand rückversetzt.</p><p>Neu gestaltete Werbelokomotiven werden in der Regel im Rahmen einer "Loktaufe" eingeweiht. Dies war auch bei der VCS-Lokomotive der Fall. Dabei kam es durch den Einsatz von metallisch leitenden Konfettis zu einem Lichtbogen beim Kontakt mit der Fahrleitung.</p><p>2. Werbelokomotiven werden mit einer Folie überklebt. Die Herstellung der Folie sowie die Kosten für Aufbringen und die Entfernung der Folie am Ende der Vertragslaufzeit werden jedem Werbepartner vollumfänglich in Rechnung gestellt. Die Produktionskosten belaufen sich je nach Ausführung der Folie auf 60 000 bis 100 000 Franken. Die vom VCS vollumfänglich übernommenen Produktionskosten der VCS-Werbelok beliefen sich auf 80 000 Franken.</p><p>Darüber hinaus verrechnet die SBB eine jährliche Werbegebühr. Diese wurde für die VCS-Lok im Jahr 2004 auf 100 000 Franken festgelegt und liegt damit im Vergleich mit anderen Kunden am unteren Ende der Bandbreite. Die SBB trug mit diesem eher günstigen Preis der jahrelangen engen Zusammenarbeit beim Verkauf von Bahndienstleistungen Rechnung.</p><p>3. Es wurden keine Gegengeschäfte vereinbart.</p><p>4. Durch den Einsatz der metallisch leitenden Konfettis wurde ein Lichtbogen zwischen der Fahrleitung und der Lokomotive erzeugt. Wie bei einem Blitz verursacht auch ein Lichtbogen durch die Luftverdrängung einen lauten Knall.</p><p>Im Interesse der Sicherheit wurde die Lokomotive umgehend aus dem Verkehr gezogen. Eine Sicherheitskontrolle ergab, dass weder an der Lokomotive noch an der Fahrleitung Schäden entstanden. Auch im Bahnhof Bern wurden keine zusätzlichen Kosten verursacht.</p>  Antwort des Bundesrates.