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(05.10.2011) Die weltweit abflauende Konjunktur könnte in den Ländern der G20 bis Ende 2012 zu einem Mangel von 40 Millionen Arbeitsplätzen führen. Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) könnte das Defizit 2015 sogar noch grösser ausfallen.
Damit die Beschäftigung in den G20-Ländern wieder auf denselben Stand kommt wie vor der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008, müsste das Wachstum bis 2015 bei mindestens 1,3% pro Jahr liegen, wie aus dem Bericht hervorgeht. Mit einer solchen Wachstumsrate würden pro Jahr 21 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, was den Anstieg der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter ausgleichen könnte. Bis Ende 2012 wird die Beschäftigung allerdings voraussichtlich nur um 0,8% steigen.
Vor diesem Hintergrund haben die ILO und die OECD die Mitgliedsstaaten der G20, zu denen unter anderem die USA, China und die Europäische Union gehören, aufgerufen, der Sozialpolitik Priorität einzuräumen. Die beiden Organisationen betonen, dass der Sozialschutz während der Krise in einigen Staaten eine tragende Rolle gespielt hat, da so die Schwächsten geschützt wurden und insbesondere die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen stabilisiert werden konnte.
Ferner werden in dem Bericht erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern der G20 ersichtlich. Einige Länder wie Brasilien, Deutschland und Indonesien verzeichneten deutlich sinkende Arbeitslosenzahlen. In anderen, zum Beispiel in Argentinien, Australien und Russland, blieb die Arbeitslosigkeit konstant. Die schlechtesten Ergebnisse wiesen Südafrika, Spanien, die USA, Grossbritannien und die Europäische Union auf.
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