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Die Schweizer Bevölkerung kann dank eines Referendums darüber abstimmen, ob die Schweiz 22 neue Kampfflugzeuge des Typs Gripen kaufen will oder nicht. Ich will nicht. Die Flugzeuge sind unnötig und die 10 Milliarden Franken können für Sinnvolleres investiert werden.
Es gibt keinen einleuchtenden Grund für den Kauf neuer Kampfflugzeuge. Ausserdem ist es aus wirtschaftlichen Gründen unsinnig, gerade jetzt neue Militärflieger zu kaufen. Selbst der Armeechef hat beteuert, dass die eben erst nachgerüsteten F/A-18 noch bis 2035 fliegen und unseren Luftraum schützen werden. Wenn wir also in zwölf Jahren einen Ersatz planen, wäre dies längstens früh genug – wenn er sich dann als notwendig erweisen sollte, könnte von weitaus modernerer Technologie profitiert werden. Deshalb werden auch von Ingenieuren und ehemaligen Armeeangehörigen Stimmen laut, welche sich aus technischer Sicht gegen den Gripen aussprechen. Diese SAAB-Flugzeuge entsprechen nicht dem neusten Stand der Technik, sie sollen bereits fünf Jahre vor der Auslieferung veraltet sein. Beachtlich ist übrigens auch die Liste der Länder, welche das Angebot der schwedischen SAAB zum Gripen abgelehnt haben.
Der Gripen Kampfjet existiert heute nur auf dem Papier. Die Schweiz müsste mehr als eine Milliarde Franken im Voraus bezahlen, ohne zu wissen, ob die Gripen jemals fliegen und was sie schlussendlich kosten werden. Der gleiche Umstand führte zur sogenannten „Mirage-Affäre“. Die Beschaffung dieser Kampfflugzeuge hat eine massive Kostenüberschreitung verursacht. Deshalb sollten wir uns davor hüten, noch einmal einen Papierflieger zu kaufen.
Geopolitische, militärische, technische und wirtschaftliche Gründe sprechen klar gegen den Kauf neuer Kampfjets, lassen wir es daher bleiben und stimmen mit gutem Gewissen Nein gegen das Gripen-Fonds-Gesetz.