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Tolterodin und Citalopram beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Arrhythmien
Mechanismus
Citalopram und Escitalopram haben ein bekanntes Potential zur Verlängerung der QTc-Zeit im EKG [Beach SR, 2014]. In Kombination mit Tolterodin, welches ebenfalls mit einer QTc-Verlängerung in Verbindung gebracht wurde, sind additive Effekte denkbar. Das Risiko für kardiale Arrhythmien kann ansteigen.
Effekt
Unter den Arzneistoffen sind Verlängerungen des QT-Intervalls im EKG beschrieben. In Kombination kann das Risiko für ventrikuläre Arrhythmien erhöht sein.
Empfehlung
Eine Monitorisierung der QTc-Zeit im EKG und Kontrollen der Elektrolytkonzentrationen (insb. Kalium und Magnesium) sind empfohlen. Gemäss Schweizer Fachinformation von Citalopram bzw. Escitalopram ist die gleichzeitige Gabe mit Arzneimitteln, welche bekanntermassen das QT-Intervall verlängern, kontraindiziert. Kommt es unter der Therapie zu einem Anstieg der QTc-Zeit um 60ms im Vergleich zur Baseline oder übersteigt die QTc-Zeit 500ms, ist die Therapie umzustellen.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018