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17. April 2011 | Formel 1 Grand Prix von China, Shanghai-International-Circuit
Der Red Bull-Pilot Sebastian Vettel (Deutschland) fuhr von der Pole Position aus ins Rennen. Er hatte einen schlechten Start, sodass die beiden britischen McLaren-Fahrer Jenson Button und Lewis Hamilton ihn nach der ersten Kurve hinter sich lassen konnten.
Jedoch schaffte es Vettel im Verlaufe des Rennens wieder in Führung zu gehen, hatte jedoch mit dem hohen Reifenverschleiss zu kämpfen und musste gegen Rennende den sicher geglaubten Sieg doch noch an Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes abgeben.
Mann des Rennens war für mich jedoch ganz klar Vettels australischer Teamkollege Mark Webber, welcher am Samstag nach dem Qualifying aufgrund von technischen Problemen an seinem Red Bull-Flitzer noch als der grosse Pechvogel dastand. Webber ging von Startplatz 18 aus ins Rennen und schaffte es am Schluss als Dritter sogar noch aufs Podest. Unglaublich, das erinnert mich irgendwie ein bisschen an Rubens Barrichello, der im Jahr 2000 auf dem Hockenheimring in seinem Ferrari ebenfalls von der 18. Startposition seinen ersten Grand Prix gewann.
Vierter wurde Hamiltons Teamkollege Jenson Button. Etwas unzufrieden war nach dem Rennen der Fünftplatzierte, der Deutsche Nico Rosberg im Mercedes. Bei Mercedes hatte man sich klar mehr erhofft, doch der Deutsche musste gegen Rennende Benzin sparen und verlor dadurch einige Plätze.
Mercedes-Sportchef Norbert Haug meinte dazu: „Es wäre sicher ein schönes Podium für Nico drin gewesen“.
Als 6. und 7. kamen die beiden Ferrari-Fahrer ins Ziel. Der Brasilianer Felipe Massa setzte sich erneut gegen seinen spanischen Stallgefährten Fernando Alonso durch.
Achter wurde Michael Schumacher im Mercedes vor dem Russen Witali Petrow im Renault. Der Japaner Kamui Kobayashi schaffte es im Sauber als Zehnter erneut auf einen Punkterang.
Nicht in die Punkte schafften es hingegen der Brite Paul di Resta (Force India), der Deutsche Nick Heidfeld im Renault und der Brasilianer Rubens Barrichello im Williams. Für Nick Heidfeld war es ein enttäuschendes Wochenende, zumal sein Teamkollege Petrow ihn mit seinem neunten Rang auch in der Gesamtwertung der Fahrer-Weltmeisterschaft überholte.
Ebenfalls keine Punkte gab es für den Schweizer Toro Rosso-Piloten Sebastien Buemi (14.), den Deutschen Adrian Sutil im Force India-Mercedes (15.) sowie den Team Lotus-Fahrer Heikki Kovalainen aus Finnland (16.).
Kobayashis mexikanischer Sauber-Teamkollege Sergio Pérez wurde – aufgrund eines unfairen Überholmanövers gegen Sutil und der daraus resultierenden Boxen-Durchfahrtsstrafe – gar nur siebzehnter.
Pastor Maldonado (Venezuela) im Williams und der Italiener Jarno Trulli (Team Lotus) wurden acht- und neunzehnter.
Am Ende des Feldes klassierten sich – wenig überraschend – der Belgier Jerome D’Ambrosio und der Deutsche Timo Glock (beide Marussia-Virgin) sowie die beiden HRT-Fahrer Narain Karthikeyan (Indien) und Vitantonia Liuzzi (Italien).
Als Einziger nicht ins Ziel kam der spanische Pilot Jaime Alguersuari, der bereits nach dem ersten Boxenstopp sein Auto abstellen musste, weil die Mechaniker ein Rad an seinem Toro Rosso-Ferrari nicht richtig festgeschraubt hatten. Das verloren gegangene Rad wird wahrscheinlich wieder für Diskussionen sorgen; ob das Team ungestraft davon kommt, wird sich zeigen.