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Der objektive und der subjektive Tatbestand
Für eine objektive Betrachtung des Tatbestandes ist es notwendig, dass nachgewiesen werden kann, dass der Lenker zum einen eine wichtige Verkehrsvorschrift in gravierender Weise missachtet und zudem ein „rücksichtsloses oder sonst schwer regelwidriges“ Verhalten an den Tag gelegt hat. Zudem muss auch die dritte Voraussetzung, die „ernstliche Gefährdung für die Sicherheit anderer“, gegeben sein, damit der objektive Tatbestand grobe Verkehrsregelverletzung vorliegt.
Die Erfüllung des subjektiven Tatbestandes wird dadurch gegeben, dass der Lenker sowohl die grobe Verkehrsregelverletzung als auch die Schaffung der Gefahr zumindest in Kauf genommen haben muss. Somit kann ihm vorgeworfen werden, dass er grundlegende Sorgfaltspflichten missachtet hat und er sich der allgemeinen Gefährlichkeit seiner Fahrweise bewusst gewesen sein muss. Eine Vorsätzlichkeit bzw. eine bewusst grob fahrlässige Handlung wird hierbei unterstellt.
Mögliche Strafen bei Verletzungen von Verkehrsregeln
Laut dem SVG wird eine einfache Verletzung von Verkehrsregeln
mit einer Busse bestraft. Wird anschliessend ein Administrativverfahren eröffnet, so können sowohl eine Verwarnung
als auch ein Führerausweisentzug von mindestens einem Monat die Folgen sein
. Eine Eintragung des Vergehens im Strafregister erfolgt in der Regel nicht. Entsteht darüber hinaus durch eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln vom Verursacher eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer oder nimmt er diese billigend in Kauf, kann er mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft werden.