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Epiphanie (vom griechischen Wort epiphaneia, Zum-Vorschein-Kommen, Erscheinung) wird am Sonntag um den 6. Januar begangen, da dieser Tag meist kein öffentlicher Feiertag mehr ist. Drei Gedanken prägen das Fest (siehe die Präfation Nr.139). Weitaus am bekanntesten ist die Reise der Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem, die dem neugeborenen König mit ihren Geschenken huldigen; darin kommt etwas von seiner göttlichen Würde zum Vorschein (Mt 2,1–12). Die heidnischen Weisen – Magier, Vertreter östlicher Weisheit – wurden volkstümlich zu drei Königen, daher auch die Bezeichnung «Dreikönigstag». Freilich wird die Erzählung aus dem Matthäusevangelium in Krippenspielen und in der Bildkunst mit der andersartigen Weihnachtserzählung aus dem Lukasevangelium verbunden.
Der zweite Festgedanke von Epiphanie handelt von der Taufe Jesu durch seinen Wegbereiter Johannes im Jordan, wo eine Stimme aus dem Himmel Jesus als «meinen geliebten Sohn» identifiziert (Mk 1,9–11).
Schliesslich ist noch von der Hochzeit zu Kana die Rede, wo Jesus Wasser in Wein verwandelt und in diesem Zeichen «seine Herrlichkeit offenbart», die Gegenwart Gottes aufscheinen lässt (Joh 2,1–11).
Das Evangelium von der Taufe Jesu wird im Zusammenhang mit der am Fest Epiphanie üblichen Segnung von Wasser vorgetragen (siehe Nr.284). Dieses Wasser wird in den Kirchen oder auch zu Hause als Weihwasser verwendet: Wer sich damit bekreuzigt, bekundet seine Zugehörigkeit zu Gott, wie sie in der Taufe geschenkt wird.
Am 6.Januar kann man im Familienkreis, zumal mit Kindern, einen kleinen Gottesdienst zur Segnung der Wohnung feiern (siehe Nr.292).