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Die Sensation des Jahres 1929 war «Matka Boska», der in Polen angesiedelte Erstling von Cécile Ines Loos. «Endlich wieder ein grosser Wurf», frohlockte der «Bund». «Wie ein Tiger aus dem Busch» habe sie sich aus ihren Erlebnissen herausgearbeitet, gab die Autorin selbst zu Protokoll. 86 Jahre danach hat Charles Linsmayer in der Edition «Reprinted by Huber» das spektakuläre Debüt kommentiert wieder vorgelegt. Das ist der Anlass für die von ihm und der Schauspielerin Vanessa Brandestini präsentierte Bild-Text-Collage, die «Matka Boska» mit der Biografie der Autorin in Beziehung setzt.
Cécile Ines Loos (1883-1959) lebte nach einer Waisenhauskindheit und einer unglücklich-abenteuerlichen Lebensphase unter prekären sozialen Bedingungen in ihrer Heimatstadt Basel und fand nach ihrem sensationellen Debüt mit «Matka Boska» für ihr weiteres Werk kaum mehr Beachtung. Eine Ausnahme war Max Frisch, der von ihr sagte: «Sie braucht ihren Verstand, der beträchtlich ist, nicht zu unterdrücken, um poetisch zu wirken. Sie träumt noch bei lichterlohem Verstand.»
Büchertisch: Buchhandlung am Hottingerplatz