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2014 publizierte die internationale medizinische Zeitschrift „The British Medical Journal“ eine übergreifende Analyse von Studien, die Placebo-Operationen mit echten Operationen vergleichen.
Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Operation, wird bei der Placebo-Operation lediglich ein Schnitt in die Haut vorgenommen. Das Ergebnis der Analyse ist wie folgt: In 39 von 53 Studien (74 %) führt die Placebo-Operation zu einer Besserung. In mehr als der Hälfte der Studien (51 %) ist die Placebo-Operation sogar genauso wirksam wie die echte. Die Patienten, die in der Annahme sind, dass eine echte Operation an ihnen durchgeführt wurde, erfahren also mehrheitlich das gleiche Heilungsergebnis wie durch eine teure, oft schmerzhafte und beeinträchtigende Operation.
Dass diese Entdeckung trotz potenziellem Nutzen kaum durch weitere Studien vertieft wurde zeigt, wie die medizinische Forschung von Profitinteressen gelenkt wird. Interessant ist auch zu diesem Thema das Zitat von US-Medienwissenschaftler Prof. Dr. Michael Tracey: „Alle Daten zeigen, dass die Sterberaten für (sogenannte) Infektionskrankheiten schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts rückläufig waren – und damit lange bevor die moderne Medizin mit ihren wissenschaftlichen Methoden intervenierte.
Das heisst, es war nicht die Medizin, sondern die Verbesserung der Lebensbedingungen, die die Krankheiten zurückdrängte. Die Medizin vermittelt also ein falsches Verständnis von der Vergangenheit – und macht falsche Hoffnungen für die Zukunft.“ Prof. Dr. Michael Tracey, US-Medienwissenschaftler