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Konzepte der Pyrrolurie-Behandlung
Aus Symptome, Ursachen von Krankheiten
Ergänzungsartikel
Einleitung
Im Folgenden werden einige derzeit gebräuchliche Konzepte der Kryptopyrrolurie-Behandlung kurz in ihren allgemeinen Grundzügen dargestellt. Dies ist jedoch keine Behandlungsempfehlung und kann eine Beratung durch einen kompetenten Behandler nicht ersetzen.
Allgemeines
Einnahmeform von Vitamin B6
Grundsätzlich kann Vitamin B6 in Form von Pyridoxin oder Pyridoxal-5-Phosphat (P5P) eingenommen werden. Dabei sollte nach gängigen Empfehlungen die tägliche Dosis P5P 1/5 bis 1/10 der ausreichenden Pyridoxin-Dosis betragen. Zur für Pyrroliker optimalen Vitamin B6-Form gibt es eine Kontroverse: Vor allem Kamsteeg vertritt die Auffassung, P5P als aktive (vom Körper benötigte) Form des Vitamins sei optimal, da Pyrroliker häufig das Pyridoxin nur eingeschränkt in P5P umwandeln können. Die Gegner dieser Auffassung argumentieren zum einen mit der chemischen Instabilität von P5P (im Gegensatz zu Pyridoxin als stabilste Form des Vitamins B6), zum anderen damit, dass in Anwesenheit der nötigen weiteren Nährstoffe (dies sind vor allem Vitamin B2 und Zink) die Verstoffwechselung von Pyridoxin zu P5P auch dem Pyrroliker möglich sei.
Zinkgehalte verschiedener Zinkverbindungen
Die auf dem Markt befindlichen Zinkpräparate weisen unterschiedliche Gehalte an elementarem Zink auf. Da dieses nicht immer auf der Verpackung vermerkt ist, hier eine Zusammenstellung für die gängigen Verbindungen:
Dosierung der Präparate
Es wird meist empfohlen, die Dosierung langsam "einzuschleichen", denn es kann zu heftigen Erstverschlimmerungen kommen. (Mit "Einschleichen" ist eine schrittweise Erhöhung der Dosis über einen längeren Zeitraum gemeint, beginnend mit einer niedrigen Anfangsdosis.) Bei Stress kann nach Kamsteeg eine Anpassung der Medikation erforderlich sein. Beide Aussagen werden durch Erfahrungen von Forumsmitgliedern bestätigt. Indikatoren für die optimale Dosis wie der Zinkgeschmackstest und die Traumerinnerung oder eine kinesiologische (Selbst-)Testung können Hinweise liefern.
An Pfeiffer orientierte Therapie
Pfeiffer empfiehlt bei Pyrrolurie:
Mit Vitamin B6 ist hier das nicht stoffwechselaktive Pyridoxin(-Hydrochlorid) gemeint. Nach neueren Quellen und Erfahrungen von Forumsmitgliedern erscheint jedoch selbst für diese Vitamin B6-Form und angesichts des durch Pyrrolurie verursachten Mangels 2000 mg als obere Grenze sehr hoch.
Orthomedis und Thome konkretisieren und ergänzen Pfeiffers Angaben wie folgt:
Therapie nach Kamsteeg / KEAC
Die von Kamsteeg empfohlenen Pyrrolurie-Präparate Depyrrol Basis, Depyrrol Plus und Depyrrol Kind enthalten die schon von Pfeiffer angegebenen Nährstoffe sowie Magnesium. Eine Besonderheit ist, dass darin das Vitamin B6 teilweise in Form von P5P enthalten ist und die Einnahme in dieser Form auch ausdrücklich empfohlen wird (siehe oben). Insbesondere bei Psychosen, Angstzuständen oder Depressionen wird zu einem sehr behutsamen Einschleichen geraten, ggf. auch ein Beginn der Behandlung ausschließlich mit Zink, später dann zunächst Mangan und dann Vitamin B6 schrittweise ergänzend, um dann schließlich zu Depyrrol Plus überzugehen. Für einen Behandlungserfolg hält Kamsteeg eine professionelle Betreuung (es werden spezielle Fortbildungen vom KEAC durchgeführt und es gibt eine Behandlerliste) und gezielte Folgeuntersuchungen bei bestimmten Symptomen für unumgänglich. Dennoch gibt Kamsteeg einige Empfehlungen im Sinne von allgemeinen Richtlinien. (Bemerkung: Zu den Empfehlungen gehört regelmäßige Körperbewegung, als Beispiel wird Joggen genannt. Gerade vor dieser Sportart warnt jedoch Kuklinski ausdrücklich, da er die Pyrrolurie als Folgesymptom einer Mitochondropathie sieht, deren Ursache häufig eine instabile Halswirbelsäule ist.)
Therapie nach Kuklinski
Kuklinski hält eine Therapie in der üblichen Form nur bei leichten Formen von Pyrrolurie für sinnvoll, ansonsten sollte die Behandlung der einer Mitochondropathie entsprechen, als deren Begleitsymptom er die Pyrrolurie sieht. Im Rahmen der Mitochondropathie fungiert die Pyrrolurie, insbesondere der niedrige Zinkspiegel, nach Kuklinski als "wichtige regulatorische Größe" der Überlebensfunktion des Körpers, der angesichts des Energiedefizites vorrangig versucht, die Leistungsfähigkeit des Hirns zu sichern. Die massiven Nebenwirkungen einer Zinkeinnahme bei schwereren Formen von Pyrrolurie führt er auf die Zunahme von Energiedefiziten und Übererregungszuständen bei höheren Zinkspiegeln zurück. Die auf den Ergebnissen einer weiterführenden Diagnostik basierende integrative und organübergreifende Komplextherapie Kuklinskis beeinhaltet u.a. die Einnahme von Mikronährstoffen, die Einfluss auf die Funktion der Mitochondrien ausüben.
Quellen
Siehe auch
Relevante Wiki-Artikel
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