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Mittwoch, 25.04.2012 / 16:47
Vom SysAdmin zum Cloud-Experten
Aus dem bisherigen MCITP (IT Professional) wird neu ein MCSE (Solution Expert). Neue Kurse und Prüfungen sollen IT-Professionals fit für Cloud-Computing machen.
Microsoft tauft die Zertifizierungen, die IT-Professionals nach dem Ablegen einer Prüfung erhalten können, einmal mehr um. Aus dem bisherigen MCTS (Microsoft Certified Technology Specialist) wird ein MCSA (Microsoft Certified Solutions Associate), der MCITP (IT Professional) wird zum MCSE (Solutions Expert) und der MCPD (Professional Developer) wird zum MCSD (Solution Developer). Auch die Bezeichnung für die oberste Stufe der Microsoft-Zertifikate verändert sich: Aus dem MCM (Master) wird der MCSM, der - Sie erraten es - Solution Master.
Die neuen Zertifikate gibt es nur für neue Produktlinien, insbesondere für SQL Server 2012 und Windows Server 2008. Die früher sehr verbreitete Zertifizierung Microsoft Certified Systems Administrator, die unglücklicherweise ebenfalls MCSA hiess, galt für Netzwerke mit Windows Server 2000
und 2003. Man darf sich zwar immer noch MCSA nennen, sie betrifft aber Qualifikationen bezüglich der älteren Windows-Server-Generation.
Microsoft will mit den neuen Zertifizierungen die auf seine Technologien spezialisierten Professionals für den Bau von Private Clouds ausbilden. So gibt es die Zertifizierung als MCSE in zwei Ausrichtungen: MCSE Private Cloud und MCSE SQL Server 2012. MCSEs Private Cloud sind in der Lage, mit dem kürzlich lancierten Software-Paket System Center 2012
eine virtualisierte Server-Speicher-Landschaft zu bauen und zu betreiben.
Wer den Titel eines MCSE für die Datenbank aus Redmond erwirbt, kann sich neu als MCSE Data Platform oder MCSE Business Intelligence zertifizieren lassen. MCITPs für SQL Server 2008 müssen drei Prüfungen für den Erwerb der Bezeichnung MCSE ablegen.
Erhöhte Hürden
Da der Bau und Betrieb von virtualisierten Server-Umgebungen oder so genannten "Private Clouds" neue Ansprüche an TechnikerInnen stellen, will Microsoft die Ansprüche an Fachleute, die die Zertifizierungen erwerben wollen, erhöhen. Dies hat den Nachteil, dass die Ausbildungen, wie sie etwa der Schulungsspezialist Digicomp anbietet, anspruchsvoller werden und den Vorteil, dass man sich als IT-Professional mit einer Microsoft-Zertifizierung besser differenziert.
Bei Microsoft gibt es eine ausführliche Webseite
zu den neuen Zertifizierung, samt FAQs, in denen viele Fragen zu den Migrationswegen von alten zu den neuen Zertifizierungen beanwortet werden. (hc)