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Die Zeit drängt: Klimaforscher warnen davor, dass es nur noch ein Zeitfenster von wenigen Jahren gibt, in denen wir den CO2-Ausstoß so reduzieren können, dass die Erderwärmung halbwegs erträglich bleibt. Doch die bisherigen Klimakonferenzen haben gezeigt, dass konkrete Lösungen in weiter Ferne liegen. Die Entwicklungsländer, China zählt sich mit dazu, werfen den Industrieländern vor für den bisherigen Klimawandel allein verantwortlich zu sein. Doch welche Länder sind wirklich dafür verantwortlich?
Einer Studie der Concordia University in Kanada zufolge sind sieben Länder für 63 Prozent der Klimaerwärmung verantwortlich: USA, China, Russland, Brasilien, Indien, Deutschland und Grossbritannien. Die Top 20 sind für rund 82% der Klimaerwärmung zuständig. Betrachtet man jedoch die Resultate bezogen auf die Einwohnerzahlen, so rutschen China und Indien auf den 19. und 20. Platz. Die Rangliste führen die Industrieländer Grossbritannien, die USA, Kanada, Russland und Deutschland an.
In die Studie flossen Daten der letzten 200 Jahre ein und nicht nur der CO2-Ausstoss aus fossilen Brennstoffen war wichtig für die Berechnungen. Weitere Variablen wie der CO2-Ausstoss durch veränderte Landnutzung, weitere Treibhausgase und den Abkühlungseffekt, welcher durch Schwebeteilchen sogenannte Aerosole entsteht, wurden in die Studie miteinbezogen.
Werden die letzten 200 Jahre betrachtet, ist es nur einleuchtend, dass die Industrienationen am meisten zum Klimawandel beigetragen haben. Die Studie könnte bei zukünftigen UN-Klimaverhandlungen den Entwicklungsländern nützlich sein. Jedoch betrachtet die Studie nur einen 200-jährigen Zeitraum bis 2005. Man darf die zukünftige Entwicklung der CO2 Emissionen nicht vernachlässigen. In einigen Jahren wird China genau gleichviel zum Klimawandel beitragen wie die Industrieländer.
Bild: von smial (Diskussion) (Eigenes Werk) [FAL], via Wikimedia Commons