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geb. Ingelheim 1489, gest. Bassel 1552, der von seiner Zeit gepriesene Hebraist und Kosmograph sowie auch Theologe, war schon als Minoritenbruder ein Schüler Reuchlins und Pellikans, erwarb aber nie den Doktorhut. Er ist bereits 1516 und 1520 in Basel nachzuweisen, kehrte, nachdem er 1524-1527 als Professor und Hofprediger in Heidelberg gewirkt hatte, 1529 als erster Dozent der hebräischen Sprache dahin zurück und erhielt 1545 die Professur für Theologie und Altes Testament. Auf seine hebräische Grammatik (1520) folgten später kritische Editionen verschiedener alttestamentlicher Bibeltexte in der Ursprache. Etwas ganz Neues war damals auch die vergleichende Länderkunde der seit 1544 bei Henric Petri erscheinenden Kosmographie. Eine Porträtkopie Münsters hängt in der Alten Aula.
Quelle: Ganz, Paul Leonhard: Die Miniaturen der Basler Universitätsmatrikel, Basel 1960.