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Der Äthiopier Feyisa Lilesa, Zweiter im Marathon, dürfte der traurigste Medaillengewinner der Olympischen Spiele in Rio sein. Sein Kummer gilt den Oromos, einer ethnischen Minderheit in seinem Heimatland. In den letzten neun Monaten wurden laut Lilesa rund tausend Oromos von Regierung und Militär umgebracht.
Der Silbermedaillengewinner nutzte vor und während dem Marathon die besten Gelegenheiten, um auf die Missstände in Äthiopien aufmerksam zu machen. Als er über die Ziellinie lief, verschränkte er symbolisch die Arme, als ob sie gefesselt wären.
Lilesa weiss, dass seine Darstellung im offiziellen Äthiopien nicht gut ankommen wird. «Ich weiss nicht, was passiert, wenn ich jetzt zurückkehre», sagte er. «Vielleicht werden sie mich töten, vielleicht werden sie mich einsperren.» Lilesa sagte auch, unter den Gefangenen und Getöteten seien einige seiner Freunde, Bekannten und Verwandten gewesen.
Den Oromos gehört auch die Weltklasseläuferin Maryam Jamal an. Eine frühere Exil-Zürcherin, die ohne das lange Zögern der Behörden Schweizer Bürgerin und eine Schweizer Läuferin geworden wäre. (pre/sda)
Jolanda Neff kann ihre erste Chance auf eine Olympia-Medaille nicht nutzen. Die Ostschweizerin belegt im olympischen Strassenrennen den 8. Schlussrang und ergattert sich ein Diplom. Die Siegerin heisst Anna van der Breggen und kommt aus Holland.
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Die 23-jährige Rheintalerin Jolanda Neff, die am zweitletzten Tag der Spiele von Rio im Mountainbike als Favoritin antreten wird, verpasste im olympischen Strassenrennen über 136,9 km die anvisierte Medaille.
Die Ostschweizerin konnte in der letzten harten Steigung vor dem Ziel nicht ganz mithalten und belegte letztlich den 8. Schlussrang.
Gold ging an die Niederländerin Anna van der Breggen, die sich im Spurt gegen die …