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Litănei
(vom griech.
litaneia, «das Bitten»),
in der kath.
Kirche ein feierliches Gebet, das abwechselnd von dem Geistlichen oder einem Vorbeter und
der Gemeinde gesprochen oder gesungen wird. (S. Responsorien.) Seit dem 5. Jahrh. gebraucht
man die
Litanei bei feierlichen
Bittgängen (s. d.) als Bußgebet zur Abwendung allgemeiner Übel, wie
Krankheiten,
Überschwemmungen
u. s. w. Zu bemerken sind besonders die angeblich von Mamertus im 5. Jahrh.
für die drei
Bittgänge vor Himmelfahrt angeordnete kleinere und die von
Gregor d. Gr. für den Markustag
bestimmte größere
Litanei (Litania septiformis major). Den Anfang der Litanei bildet immer der Ruf:
«Kyrie eleison» (s. d.). In der
evang.
Kirche wird noch jetzt die von
Luther überarbeitete
Litanei häufig beim Bußtagsgottesdienst gebetet.
Bei den Herrnhutern
heißt die am
Sonntag Vormittag der Predigt vorangehende Betstunde
Litanei.