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Die Präventivmedizin verfolgt unter anderem das Ziel, die Ursachen vorzeitiger und vermeidbarer Todesfälle zu ermitteln. Vorzeitige Todesfälle werden mit dem Indikator «Anzahl verlorene potenzielle Lebensjahre» gemessen, bei dem früh eintretende Todesfälle stärker gewichtet werden. So ergibt – bei einer Grenze von 75 Jahren – ein Todesfall mit 10 Jahren insgesamt 65 verlorene potenzielle Lebensjahre; bei einem Todesfall mit 65 Jahren sind es 10 verlorene Jahre. Der Indikator ermöglicht auch eine Übersicht über die relative Bedeutung verschiedener Todesursachen. Indirekt kann so auch angenähert werden, inwiefern die Fortschritte in der Medizinaltechnologie oder der Einfluss von Präventions- und Gesundheitsförderungsmassnahmen vorzeitige oder vermeidbare Todesfälle verringern.
Anzahl verlorene potenzielle Lebensjahre (Years of potential life lost, YPLL) je 100 000 Einwohner/innen durch Todesfälle zwischen Geburt und 75 Jahren, nach Alter und Geschlecht standardisiert. Zur Berechnung der YPLL werden die in jeder Altersgruppe eingetretenen Todesfälle aufaddiert und anhand der bis zu einer festgelegten Altersgrenze verbleibenden Lebensjahre gewichtet. Die Altersgrenze wurde hier bei 75 Jahren festgesetzt. Damit die YPLL zwischen Geschlechtern, Berichtsjahren oder Kantonen vergleichbar sind, wurden die YPLL nach Alter und Geschlecht mit der europäischen Standardbevölkerung 2010 (Eurostat, 2013) standardisiert.