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Im Sommer 2013 hatte IWB der ADM bereits ein erstes Mal - freiwillig und in aller Transparenz - Screening-Daten aus der eigenen Trinkwasseranalytik übergeben. Über ein Jahr später warf die ADM dem Basler Trinkwasserversorger vor, die Empfindlichkeit der Analysen vermindert zu haben, um eine "Trinkwasserverunreinigung verschwinden zu lassen." Um diesen Vorwurf zu entkräften, hat IWB sich bereit erklärt, die Auswerteschwelle der Screening-Untersuchungen noch tiefer anzusetzen - auch wenn dies weder gesetzlich gefordert noch fachlich geboten ist, um eine einwandfreie Trinkwasserqualität garantieren zu können. Diese Daten hat IWB heute Vormittag ADM - erneut freiwillig und in aller Transparenz - zur Verfügung gestellt.
Die seit Anfang 2015 mit der niedrigen Auswerteschwelle von abgeschätzten 25 Nanogramm pro Liter ausgewerteten und verifizierten Screening-Daten zeigen, dass selbst geringste Konzentrationen von unerwünschten Substanzen im Aufbereitungsprozess zuverlässig entfernt werden. Die an ADM ausgehändigten Daten umfassen sämtliche Probennahmen und die Befunde des Rohwassers, des Grundwassers sowie des Trinkwassers aus den beiden Produktionsgebieten Lange Erlen und Hardwald.
Vergleicht man die Daten des Rohwassers mit dem Grundwasser und dem Trinkwasser, so lässt sich feststellen, dass im Rohwasser aus dem Rhein zwar etliche Spurenstoffe im sehr tief angesetzten Konzentrationsbereich enthalten sind. Deren Anzahl ist jedoch bereits im Grundwasser, also nach der Bodenpassage, deutlich geringer. Nach der abschliessenden Aufbereitung des Grundwassers mit Aktivkohle sind im Trinkwasser keinerlei Spurenstoffe mehr in relevanten Konzentrationen festzustellen.
Was sind Screening Daten?
Screening-Daten sind die Ergebnisse von hochkomplexen Analysen, deren Ziel es ist, unbekannte und auffällige Fremdstoffe im Wasser schon in sehr kleinen Mengen aufzuspüren. IWB führt seit über 15 Jahren solche Untersuchungen durch, um die einwandfreie Qualität des Trinkwassers gewährleisten zu können. Screening-Analysen ergänzen die so genannte Einzelstoff-Analytik. Dabei handelt es sich um eine gezielte, noch weit tiefer (bis hinunter auf 1 Nanogramm pro Liter) gehende Suche nach unerwünschten Substanzen, deren Vorkommen im Rohwasser nach sorgfältiger Risikoabschätzung anzunehmen ist. Das IWB-Wasserlabor kann solche Spurenstoffe bis auf sehr tiefe Konzentrationen im Nano- bis Pikogrammbereich (1 Gramm in einer Milliarde Liter Wasser) feststellen. Mit den heutigen Messmethoden lassen sich eine Vielzahl von Spurenstoffen im Grund- und Trinkwasser nachweisen, die sowohl natürlichen als auch menschlichen Ursprungs sind. Diese kommen in der Umwelt und auch in Lebensmittelproben vor und sind nach heutigem Wissensstand nicht gesundheitsgefährdend.
Weiterführende Links:
Trinkwasser-Untersuchungsergebnisse des Jahres 2014
iwb.ch/wasserqualitaet
Ansprechpartner:
IWB
Erik Rummer, Mediensprecher, Tel. +41 61 275 96 58; <email-pii>