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Pelz oder Federn?
Die äusseren Federn des Pinguins sind sehr kurz und steif und sehen fast wie Haare aus. Sie wachsen sehr dicht beieinander, so dass der Pinguin von einer dicken, glatten Schicht umhüllt ist. Regelmässig fährt der Pinguin mit dem Schnabel über diese Federn und trägt ein öliges Sekret auf, das aus der sogenannten Bürzeldrüse am Schwanzansatz stammt. Diese Ölschicht sorgt dafür, dass das Federkleid wasserdicht bleibt. Das ist wichtig, damit kein Wasser zu den inneren Federn, den Daunenfedern, gelangt. Zwischen diesen flauschigen Daunenfedern ist Luft eingefangen. Sie wirkt als Wärmeisolation und schützt den Pinguin vor Kälte, aber auch vor übermässiger Wärme. Würde Wasser durch das äussere Federkleid eindringen und die Luft zwischen den Daunenfedern verdrängen, würde die Wärmeisolation zusammenbrechen. Deshalb pflegt der Pinguin sein Federkleid immer gründlich.
Übrigens: Schau genau hin, wenn du das nächste Mal Pinguine im Zoo beobachtest und ein Pinguin ins Wasser taucht. Du wirst sehen, dass kleine silberne Perlen von seinem Gefieder aufsteigen. Das ist Luft, die im Gefieder gefangen war.
Flossen oder Flügel?
Die Flossen des Pinguins sind eigentlich Flügel. Nur sind sie ihrer Funktion, dem Schwimmen, derart gut angepasst, dass sie wenig Ähnlichkeit mit den Flügeln eines Adlers zu haben scheinen. Schwungfedern sind keine vorhanden, da sie beim schnellen Schwimmen im Wasser eher hinderlich wären. Das Gelenk zwischen Ober- und Unterarm, also was bei uns der Ellbogen wäre, ist nicht beweglich, was den Flügel besonders steif und stabil macht. Insgesamt sind die Flossen kompakt und stark und ermöglichen dem Pinguin, pfeilschnell durchs Wasser zu "fliegen".
Dabei kommen ihm übrigens die oben erwähnten Luftbläschen zu Hilfe. Sie sollen eine dünne Luftschicht auf der Oberfläche des Tieres bilden, die den Wasserwiderstand herabsetzt. Der Pinguin kann diese Luftblasen nach Belieben aus seinem Gefieder pressen, um dann noch schneller durchs Wasser zu gleiten.