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Ich trau meinen Augen nicht. Zur selben Zeit wie die SP mit weiteren Links-Parteien hierzulande die Erbschaftssteuer-Initiative lanciert, pocht einer der reichsten Amerikaner freiwillig auf höhere Steuern für Superreiche. Ein Blick auf das Datum der Webseite zeigt: Es ist kein Aprilscherz! Wir notieren den 14. August 2011.
Star-Investor und Multimilliardär Warren Buffett schreibt in der „New York Times“, dass seine Freunde und er selbst nun lange genug von einem Milliardär-freundlichen Kongress gehätschelt worden sind. Während die Mittelstands-Amerikaner immer schlechter mit ihrem Geld zurechtkommen, würden die Superreichen nach wie vor von ausserordentlichen Steuererleichterungen profitieren. Viele der Superreichen seien anständige Leute, schreibt Buffett weiter in seinem Kommentar. Sie seien bereit mehr zu geben, wenn man es ihnen sage. Besonders dann, wenn viele Amerikaner finanziell am Kämpfen sind.
Mir bleibt die Spucke weg. Warren Buffet, mit einem Vermögen von geschätzten 50 Milliarden US-Dollar der drittreichste Mann der Welt, will plötzlich dasselbe, wie die Sozialdemokraten in der Schweiz mit ihrer Erbschaftssteuer: Die Superreichen sollen mehr Steuern zahlen, damit der Mittelstand, die Familien, die Arbeitnehmer ist, wer in einem Arbeitsverhältnis steht und ... entlastet werden können.
Kommt Warren Buffett in den nächsten paar Wochen einmal in die Schweiz? Gerne würde ich mit ihm dann Unterschriften für die neu lancierte Erbschaftssteuer-Initiative sammeln.