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Die Organisation
Der mit Abstand bedeutendste Sektor der ugandischen Volkswirtschaft ist mit 80% Anteil die Landwirtschaft. Bei einer Arbeitslosenquote von 65% lebt ca. 85% der Bevölkerung Ugandas von der Subsistenzwirtschaft. Die Kleinbauern verfügen dabei meist nur über eine kleine Parzelle. Durch die Knappheit an fruchtbarem Land und durch die wachsende Bevölkerungszahl sinkt die Produktivität zudem drastisch, so dass heute etwa 40% der Bevölkerung nicht über ausreichend Nahrung verfügt und in absoluter Armut lebt. Liberalisierungsschritte auf Drängen internationaler Institutionen in den 90ern führten zu einer starken Deregulierung des landwirtschaftlichen Sektors. In der Folge stiegen beispielsweise die Produktionskosten massiv an, so dass die Armut noch weiter verstärkt wurde. Die ehemals starke Rolle des Staates im Bereich der Landwirtschaft nahm gleichzeitig immer mehr ab. Die ugandische Regierung wendet heute nur noch knapp 4% des Haushalts für diesen Bereich auf, so dass ein Aufschwung dieses Sektors in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist. Anfang der 90er Jahre begann FoN, unter Anwendung der Solartechnologie, mit der Trocknung von Früchten und dem Aufbau einer eigenen Vermarktungsstruktur. Bereits 1998 erhielt das Unternehmen hierfür die Auszeichnung als bestes innovatives Unternehmen Ugandas. Seit ihren Anfängen begann die Zusammenarbeit mit einer Gruppe von KleinproduzentInnen. Heute zählt die Organisation über 650 Mitglieder, davon bauen ca. 60% Bananen und 40% Ananas an. Rund 60 ProduzentInnen besitzen eigene Solartrockner. Sie kaufen die biologischen Frischfrüchte bei den übrigen Mitgliedern ein und verarbeiten diese individuell. Die Früchte werden in den Trockenzentren aufbereitet, dabei kümmern sich vorwiegend Frauen um das Schneiden, Rangieren und Trocknen der Früchte. Die getrockneten Früchte werden nach Kampala gefahren, wo sich FoN um die Qualitätskontrolle und den Export kümmert. Durch die Aufträge erhalten die ProduzentInnen nebst einer Fairtrade Prämie auch ein sicheres und langfristiges Einkommen.
Das Produkt
Der neue claro Fairtrade- & Bio-Ananas-Kirsche Riegel schmeckt besonders frisch und fruchtig. Der glutenfreie Fruchtriegel fällt durch seine leicht bissfeste Konsistenz auf. Die kleinen Fruchtstückchen entwickeln eine säuerlich-aromatische Ananasnote.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Zugang zu neuen Technologien (vor allem dezentrale solare Trockenanlagen) und neuen Absatzmärkten
- Sicheres Einkommen für die ProduzentInnen und langfristige Abnahmeverträge durch FoN
- Zugang zur Fairtrade Prämie und gemeinschaftliche Nutzung durch die ProduzentInnen