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Ein Leben für die Kunst
Mit ihr zeichnet das Bundesamt für Kultur auf Empfehlung der Eidgenössischen Jury für Tanz eine Kulturschaffende aus, die die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in der Schweiz wesentlich mitgeprägt hat. Geboren 1940 in Buenos Aires, studierte sie in New York, war dort Solistin in der Martha Graham Company und baute das London Contemporary Dance Theatre mit angegliederter Schule auf. Seit sie 1980 nach Genf kam, begleitete und inspirierte sie mehrere Generationen Schweizer Tanzschaffender. Sie unterrichtete das Ballett des Grand Théâtre, am Institut Jaques-Dalcroze und an der Schule von Beatriz Consuelo, die das «Ballet Junior» gründete. Das «Ballet Junior» zeigte an der Preisverleihung «Un moment instant», eine Performance von Lapzeson aus dem Jahr 1991, das ihre langjährige Tänzerin und Wegbegleiterin Marcela San Pedro extra für den Abend in einer neuen Version einstudierte.
Spezialpreis 2017
«AIEP / Avventure in Elicottero Prodotti» sind Pioniere für Tanz in Verbindung mit digitalen Technologien und eine Institution im Tessin, sie erhielten den Spezialpreis. Bereits 1988 gründeten Claudio Prati und Ariella Vidach in Lugano ein Künstlerkollektiv mit dem kaum zu memorierenden Namen, der wörtlich übersetzt heissen würde: «Abenteuer mit Helikopterprodukten». Prati und Vidach unterhalten unter anderem ein Studio in Mailand, wo junge Menschen an ihren technischen Entwicklungen teilhaben können und engagieren sich immer wieder dafür, dass die darstellenden Künste und die Kultur bei der Tessiner Politik einen höheren Stellenwert erhält. Neben den Preisvergaben und filmischen Würdigungen zeigten AIEP das Stück «Temporaneo Tempobeat».
Die weiteren Schweizer Tanzpreise 2017
Darüber hinaus wurden Tamara Bacci und Marthe Krummenacher als herausragende Tänzerinnen ausgezeichnet. Aus dem Wettbewerb zum aktuellen Tanzschaffen wählte die Jury vier Werke aus. Diese Auszeichnungen gingen an «inaudible» von Zoo/ Thomas Hauert, «iFeel3» von Melk Prod./Marco Berrettini, «le Récital des Postures» von Yasmine Hugonnet und «Créature» von József Trefeli & Gábor Varga. Ebenfalls vergeben wurde der June Johnson Dance Prize an Kiriakos Hadjiioannou und die Compagnie Antibodies.