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Kann ich meinen Drucker so einstellen, dass nicht druckbare Farben besser verarbeitet werden?
In PPL, Photoshop und anderen Programmen kann ausgewählt werden, wie mit Farben außerhalb des Farbraums verfahren werden soll, also Farben im Bild, die nicht im druckbaren Farbbereichs des Druckers liegen. Dabei werden die Einstellungen für die Farbanpassung verwendet.
Perceptual (Perzeptuell) zielt darauf ab, den allgemeinen visuellen Eindruck von Farben in einem Bild zu bewahren. Alle Farben außerhalb des Farbraums werden an die nächsten druckbaren Farben angepasst, und andere Farben werden dann gegebenenfalls angepasst, um das Verhältnis zwischen all den Farben im Bild zu erhalten. Das Problem ist, falls alle (oder nahezu alle) Farben des Bilds im Farbraum liegen, kann das Bild unnötig an Sättigung verlieren, und insbesondere gesättigte Farben können deutlich trüber wirken.
Mit Relative Colorimetric (Relativ farbmetrisch) werden nur diejenigen Farben angepasst, die nicht gedruckt werden können, andere Farben bleiben davon unberührt. Das kann zu etwas weniger gesättigten Farben führen, insgesamt bleiben jedoch die Helligkeitswerte stabiler als bei „Perceptual“ – vorausgesetzt, dass nicht zu viele Farben im Originalbild außerhalb des Farbraums liegen.
Es ist also eine gute Strategie, zunächst einmal zu prüfen, wie viel vom Bild außerhalb des Farbraums liegt. Falls viel davon in wichtigen Bereichen des Bilds liegt, wählt man „Perceptual“. Wenn nur wenige Farben oder Bereiche außerhalb des Farbraums liegen, wird das Bild durch „Relative Colorimetric“ weniger verändert.
Bei Verwendung von „Relative Colorimetric“ sollte auch die Schwarzpunkt-Korrektur berücksichtigt werden. Damit wird der Ton des Bilds angepasst, sodass der dunkelste Punkt im Bild dem dunkelsten Punkt des ICC-Profils des Druckers entspricht. Falls „Perceptual“ gewählt wird, ist das nicht erforderlich, da „Perceptual“ Schwarzpunkt- und Weißpunkt-relativ ist. Und laut Canon sollte dies ebenfalls nicht nötig sein, wenn man Canon Papier und die integrierten ICC-Profile verwendet. Es scheint allerdings Konsens darüber zu bestehen, dass eine Schwarzpunkt-Korrektur auch nicht schaden kann und dazu beitragen könnte, sattere Schwarztöne zu erhalten, insbesondere beim Drucken auf absorptionsfähigem Papier.
„Je mehr man druckt, desto mehr Erfahrung sammelt man“, erklärt Cooper abschließend. „Und falls bei einem bestimmten Bild die gewünschten Ergebnisse ausbleiben, kann man mit einem anderen Papier und dem entsprechenden spezifischen ICC-Profil eventuell mehr erreichen.“