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Jahrelang waren die drei grossen globalen Allianzen der “letzte Schrei” bei den Airlines, obwohl in den letzten Jahren nur noch sehr wenige Fluggesellschaften einer der Allianzen beigetreten sind. Dies ist auf eine Kombination von mehreren Faktoren zurückzuführen, darunter hohe Mitgliedsbeiträge, die den Beitritt kleinerer Fluggesellschaften verhindern, sowie einige Fluggesellschaften innerhalb der Allianzen, die ihr Vetorecht nutzen um die eigenen Interessen zu schützen.
Infolgedessen wurden die Allianzen recht kreativ um einen Weg zu finden, wie kleinere Fluggesellschaften den Allianzen dennoch beitreten könnten. Bei der Star Alliance wurde dies in Form des Konzepts “Connecting Partner” und bei oneworld mit “oneworld Connect” sichtbar.
Tochter von Thai Airways wird neuer Partner
Jetzt wurde bekannt gegeben, dass Thai Smile Airways der nächste Star Alliance-Connecting Partner wird. Diese Ankündigung erfolgte auf der 75. IATA-Jahreshauptversammlung in Seoul. Es wird erwartet, dass Thai Smile Ende 2019 beitreten und damit der erst zweite Connecting Partner der grössten Airline-Allianz werden wird. Thai Smile ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Thai Airways, die seit 2012 operiert.
Die Günstig-Airline unterhält eine Flotte von 20 Airbus A320, die ausschliesslich über eine Economy Class verfügen. Thai Smile betreibt eine ganze Reihe regionaler Routen, sowohl innerhalb Thailands als auch in nahegelegene Länder. Im Laufe der Jahre hat Thai Airways denn auch viele der eigenen Routen an ihre Tochter Thai Smile abgegeben, um die Kosten zu senken. Die Airline erweitert das Star Alliance-Netzwerk um elf neue Ziele.
Was ist das Star Alliance Connecting Partner-Programm?
Star Alliance hat das Connecting Partner-Konzept im Jahr 2016 eingeführt, und die erste Fluggesellschaft, die diesem Programm beitrat, war die chinesische Juneyao Airlines im Jahr 2017. Während eine Vollmitgliedschaft in der Star Alliance den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit allen Vollmitgliedern erfordert, sind für die Mitgliedschaft als Connecting Partner nur Geschäftsbeziehungen mit mindestens drei Star Alliance-Mitgliedern erforderlich.
Dadurch soll die Star Alliance in die Lage versetzt werden, möglicherweise regional bestehende Netzwerklücken zu schliessen. Mit diesem Konzept erhalten Kunden, deren Reise einen Transfer zwischen einer Star Alliance-Mitgliedsfluggesellschaft und einer Connecting Partner-Fluggesellschaft umfasst, die Standard-Allianzvorteile, wie Zugang zur Lounge, vorrangiges Einchecken und Einsteigen, insofern man Inhaber eines Star Alliance Gold Status ist. Bei einzelner Buchung eines Thai Smile-Fluges besteht allerdings kein Anrecht auf eines der Benefits für Statusinhaber.
Fazit zum neuen Connecting Partner
Es ist auf jeden Fall etwas Gutes, wenn sich mehr Fluggesellschaften den Allianzen anschliessen, auch wenn es sich in diesem Fall nur um einen regionalen Partner handelt. Allerdings könnte die Art und Weise, wie die Allianzen dieses Konzept umsetzen, Verwirrung bei den Passagieren hervorrufen. So erhalten einige die jeweiligen Allianzvorteile, jedoch nur unter bestimmten Umständen. Während also einige Passagiere davon profitieren werden, wird es andere sicher etwas konfus zurücklassen. Zudem ist das Wachstum dieser Programme als äusserst langsam zu bezeichnen, ist doch mit Thai Smile seit dem dreijährigen Bestehen der Star Alliance Connecting Partner erst die zweite Fluggesellschaft dem Programm beigetreten.