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2021, 367 Seiten
10 Grafiken und Abbildungen
gebunden
15.5 × 22.5 cm
978-3-03919-552-7
CHF 49.00
Benjamin Ryser
Zwischen den Fronten
Berner Militärunternehmer im Dienst des Sonnenkönigs Ludwig XIV.
Die Berner Obrigkeit bewilligte dem französischen König Ludwig XIV. im August 1671, ein Regiment in Dienst zu nehmen. Benjamin Ryser zeigt auf, welche Herausforderungen und Konsequenzen die Aushebung und Bewirtschaftung dieses Regiments sowohl für den Stand Bern, den Dienstherrn Ludwig XIV. wie auch für die Militärunternehmer der einzelnen Kompanien mit sich brachten. Wem sollten diese rund 2400 Mann ihre Loyalität erweisen, der Berner Obrigkeit oder dem französischen König?
Ryser beleuchtet neben militärischen Inhalten auch politische Themen. Innerhalb des Berner Patriziats kam es gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu Kämpfen um die Ressourcen, welche der Solddienst generierte. Damit verbunden war auch der politische Einfluss von Familienverbänden. In diesen Auseinandersetzungen wurde mit harten Bandagen gekämpft: Gerüchte wurden gezielt gestreut, Post wurde geöffnet, zurückgehalten oder zensuriert, Politiker bestochen, Geschenke verteilt und Akteure mit intimen Informationen erpresst.
Benjamin Ryser promovierte mit dieser Arbeit im Rahmen des Nationalfondsprojekts «Militärunternehmertum & Verflechtung» an der Universität Bern. Heute arbeitet er als wissenschaftlicher Archivar im Staatsarchiv Bern.
Commentaires de presse
«Im Dienste des Sonnenkönigs für Ruhm, Geld und Karriere: Ein junger Berner Historiker hat die Berner Patrizierfamilie von Erlach als private Militärunternehmer erforscht.» Alexander Sury im Bund
«a sophisticated and nuanced account» Peter Wilson, infoclio