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Früher erarbeitete Varianten für eine durchgehende Umfahrung von Ottenbach und Obfelden in offener Linienführung waren von Fachstellen des Kantons und des Bundes als nicht umweltverträglich beurteilt worden. Ein durch die Bundesverfassung geschütztes Flachmoor (Bibelaas), ein Schutzobjekt von überkommunaler Bedeutung (Wallmoräne Bickwil) sowie der Wald am Bickwiler Hoger und die insgesamt noch weitgehend intakte Reusslandschaft zwischen Obfelden und Ottenbach wären durch die Strassenführung in unzumutbarer Weise tangiert worden. Die für Obfelden ebenfalls geprüfte Tunnelvariante, die dem Umweltschutz Rechnung tragen würde, erachtet der Regierungsrat aufgrund der hohen Kosten als unverhältnismässig. Diese Kosten müssten zum grössten Teil durch den Kanton Zürich getragen werden, da der Bund seinen Anteil auf maximal 25 Millionen Franken beschränkt hat. Eine Tunnelvariante würde jedoch Kosten in der Höhe von rund 130 Millionen Franken verursachen.
Die für Ottenbach zusätzlich geprüfte Variante mit einer Linienführung östlich der Fabrik «Haas» hält der Regierungsrat ebenfalls für unverhältnismässig. In Bezug auf Obfelden wird zu prüfen sein, wie dem Anliegen der Gemeinde am besten nachgekommen werden kann, die Ortsdurchfahrt über die Dorfstrasse vom künftigen Mehrverkehr frei zu halten. In diesem Zusammenhang steht ein Ausbau der Muristrasse im Ortsteil Bickwil im Vordergrund des nun auszuarbeitenden Projekts. Der Regierungsrat hat die Volkswirtschaftsdirektion beauftragt, die erforderlichen Absprachen mit dem Kanton Aargau zu treffen.
Der Bau der Nationalstrasse A4 durchs Knonauer Amt, die voraussichtlich im Frühjahr 2010 eröffnet wird, stellt zusammen mit der Westumfahrung eine direkte Verbindung von Zürich in den Raum Zug/Innerschweiz her. Der Anschluss Affoltern a.A. wird dabei Mehrverkehr aus der Region anziehen. Von Westen her wird der Anschluss über die Gemeindegebiete von Ottenbach und Obfelden zu erreichen sein. Die erwartete Verkehrsbelastung aus dieser Richtung beträgt rund 17'000 Fahrzeuge täglich. Die Volkswirtschaftsdirektion steht in regelmässigem Kontakt mit den betroffenen Gemeinden, welche auch eng in die Ausarbeitung der vom Regierungsrat favorisierten Variante einbezogen werden.
(Medienmitteilung des Regierungsrates)