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Was ist eine Skoliose
Skoliose wird bezeichnet als eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule. Es kommt zu einer Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation der einzelnen Wirbel gegeneinander – begleitet von strukturellen Verformungen der Wirbelkörper.
Dadurch entsteht eine Asymmetrie des Rumpfes, oft einhergehend mit einem Beckenschiefstand und einer Hüftprominenz, sowie einem Schulterhochstand.
Charakteristisch für die Skoliose
ist der sogenannte Rippenbuckel
und/oder der Lendenwulst
Ursache:
Etwa 90 % aller behandelten Skoliosen im Kindes- und Jugendalter werden als „ideopathisch“ bezeichnet; d.h. ihre Ursache ist nicht bekannt.
Als Gründe für die Entstehung einer Skoliose werden in der Fachliteratur erwähnt: Bindegewebeschwäche, Nerven- und Muskelerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Missbildung im Bereich der Wirbelsäule, länger dauernder Beckenschiefstand usw.
Entstehung:
Die meisten Skoliosen entstehen im Kindesalter zwischen dem 5. und 8. Lebensjahr und in der ersten Phase der Pubertät. Mehrheitlich erkannt werden sie erst um das 10. bis 12. Lebensjahr. Mädchen sind mehr betroffen als Jungen.
Früherkennung mit Vorneigetest:
Eine Skoliose ist im Anfangsstadium schwer zu erkennen, zumal sie auch keine Beschwerden verursacht. Die idiopathischen Skoliosen laufen insbesondere in der Zeit des stärksten Größenzugewinnes der Wirbelsäule, also während der Pubertät, Gefahr, ein mehr oder minder starkes Fortschreiten zu entwickeln. Durch die Verformung der Wirbelsäule und entsprechende Asymmetrien des Rumpfes wird eine Skoliose im Verlauf der Erkrankung meist bei der Ansicht von hinten auffällig. Sobald der Verdacht einer Skoliose auftritt kann man über den Vorneigetest erkennen, ob sich eine Rückenhälfte wölbt.
Diagnostik:
Röntgenbild:
Sofern eine Skoliose vom Arzt diagnostiziert wurde, folgen entsprechender Röntgenbilder. Optimal ist die Anfertigung einer Röntgen- Aufnahme im Stehen der gesamten Wirbelsäule in zwei Ebenen (von hinten=frontal und von der Seite=sagittal). Diese Bilder geben weitere Auskunft über potentielle Ursache, Form und Ausmaß der Skoliose.
Messmethode nach Cobb:
Die Stärke der Wirbelsäulenverkrümmung wird nach einer speziellen Winkelmessmethode gemessen. Ab einem Krümmungswinkel von über 10° spricht man von einer Skoliose.