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3. Skialpinismus-Weltmeisterschaften. Swiss Team hinter den Italienern
3. Skialpinismus-Weltmeisterschaften
Mit einer Ausbeute von zehn Medaillen, darunter Gold im Vertical Race bei den Frauen, ist die Bilanz des Swiss Teams an den 3. Weltmeisterschaften im Skialpinismus von Crissolo und Artesina im Piemont insgesamt positiv. Einziger Wermutstropfen: Die Schweiz hat den ersten Platz in der Nationenwertung an Italien abgeben müssen.
Die Schweiz, führende Nation im Skialpinismus in den Jahren 2004 und 2005, hat ihre Leaderposition nach den WM, die in der ersten Märzwoche in der Provinz Cuneo im Herzen des Piemonts stattfanden, an Italien abgeben müssen. Diese Ablösung wundert allerdings Na tional-trainer Jean-François Cuennet nur wenig: « Wir können mit dem zweiten Rang zufrieden sein. Ich befürchtete sogar, dass wir hinter Frankreich, das bei den Männern einen sehr starken Eindruck hinterliess, auf den dritten Rang abrutschen würden. Mit Blanc, Brosse, Sbalbi, Perrier und Gachet verfügen die Franzosen über Spitzenathleten, gegen die schwer anzukommen ist. Im Teamrennen wäre eine Medaille dringelegen, hätte Alexander Hug, Sargans, seine Januar-form ausspielen können. Hervorzuheben sind auch die Fortschritte der Nach-wuchsleute Yannick Ecœur, Morgins, und Alain Rey, Gryon. » Zu erwähnen ist auch, dass der Glarner Rico Elmer im Einzelrennen unterwegs zu einer Medaille war, als das Rennen wegen eines Lawinenniedergangs abgebrochen werden musste. Zum Glück wurde beim Abgang eines etwa 100 m breiten Schneebretts niemand ernsthaft verletzt.
Moretti-Zwillinge nicht ersetzt
Bei den Frauen konnte der Rücktritt der Zwillinge Cristina und Isabelle Moretti Ende Winter 2005 erwartungsgemäss nicht kompensiert werden. Mit den Italienerinnen Roberta Pedranzini, Francesca Martinelli und Gloriana Pellissier konnte nur Catherine Mabillard mit drei Medaillen einigermassen mithalten. Auch Nathalie Etzensperger zeigte sich von ihrer besten Seite. Die Brigerin hat den Skialpinismus erst diesen Winter entdeckt, aber bei ihrem Alter von 39 Jahren kann man nicht gut von Nachwuchs sprechen. « Wir hoffen, dass die Langläu-ferin Natascia Leonardi dem Frauenteam der Nationalmannschaft neue Impulse verleihen wird. Die Tessinerin will sich weiterhin im Skialpinismus engagieren. Das Nachwuchsproblem bei den Frauen betrifft alle Nationen ausser Italien. » Mit einer Ausbeute von zehn Medaillen in allen Kategorien, davon einer goldenen im Vertical Race durch Natas cia Leonardi, ist die Bilanz dennoch sehr positiv.
Und der Nachwuchs?
Der Unterwalliser Guy Richard, Nachwuchsverantwortlicher des Swiss Teams, begrüsst die Leistungsentwicklung bei den Junioren und den Elitejunioren: « Die Leistungsdichte ist sehr gross. Zum Marc Pichard ( r. ) in Begleitung von Emilie Gex-Fabry ( l. und kl. Bild ), die bei den Juniorinnen die Bronzemedaille im Vertical Race holte Fotos: Gér ar d Ber thoud Zeitpunkt des Rennabbruchs des Indivi-dualrennens bei den Elitejunioren lagen sechs Athleten innerhalb einer Minute. » Auch hier fällt die Bilanz positiv aus. Richard will sich aber nicht damit begnügen. Im Gegenteil, es geht ihm in Zukunft vor allem um das Aufspüren von neuen Talenten. « Unser Sport geniesst eine hohe Popularität. Die Teilnehmerzahlen dieses Jahr zeigen in jedem Rennen nach oben – ausser in den Juniorenkategorien. Wir haben diesen Winter nur einen neuen Nachwuchsläufer, nämlich Mathieu Tissière, in die Nationalmannschaft aufgenommen. Das reicht nicht !» Das Wundermittel? « Unsere Aktivitäten in den Regionen Wallis und Freiburg und in der Deutschschweiz mit der Gründung eines Ausbildungszentrums vergrössern. » Diese Aufgabe fällt dem neuen Disziplinenchef Rolf Zurbrügg zu, der seit dem letzten November im Amt ist. Und so Cuennet: « Nutzen wir die grosse Aufmerksamkeit und die Popularität unseres Sports aus, um das Aufspüren von Talenten zu verbessern und Trainer auszubilden. Es gibt noch viel zu tun !» a Gilles Liard, Sâles ( ü ) Gold im Vertical Race für die Tessinerin Natascia Leonardi, die ehemalige Spitzen-lang läuferin Marie Troillet gewann die Silbermedaille in der Kategorie Elitejuniorinnen.
Séverine Pont vor Catherine Mabillard ( auch kl. Bild ), die den Sack ihrer Teamkollegin trägt. Sie holten die Bronzemedaille bei den Damen.
Cyrille Fellay eroberte im Vertical Race der Junioren die Silbermedaille. Das Rennen führte für diese Kategorie über eine Höhendifferenz von 570 m.
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