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Auf einem Flohmarkt findet Luise einen Wachszylinder, mit dem vor über 100 Jahren Ton aufgezeichnet wurde. Die Beschriftung nennt ein Datum: 1903, und den 2. Bezirk in Wien, wo auch Luise wohnt. Was sagt die ferne Stimme? Wie hören wir zu und was sind wir bereit zu verstehen? Diese Fragen begleiten alle Figuren: Luises Lebensgefährten, den Tonarchivar Emil, der es liebt, das Knacken des Eises und das Rauschen der Straßen aufzunehmen; ihren Freund Milan, der sich in Sehnsucht zur schönen Zorica aus Novi Sad verzehrt; ihre Freundin Julia, die sich mit ihrer alkoholkranken Mutter konfrontieren muss; und den alten Josef Grasl, Luises Vater, der die Stadt auf der Suche nach den Gespenstern der Vergangenheit durchstreift.
Über den Autor
Rosemarie Poiarkov, geboren 1974 in Baden bei Wien, studierte Philosophie, Germanistik und Politikwissenschaft in Wien, wo sie auch lebt. Nach und neben Tätigkeiten als Journalistin und Trainerin für Deutsch als Fremdsprache arbeitet sie heute vorrangig als Autorin (Prosa, Theatertexte, Hörspiele) und Dramaturgin bei Theaterperformances. 2001 war sie Stipendiatin im LCB Berlin. Sie hat bisher den Erzählband "Eine CD lang" (2001) sowie die Erzählung "Wer, wenn nicht wir?" (2007)veröffentlicht. Für ihr Romandebüt "Aussichten sind überschätzt" bekam sie das Projektstipendium des bmukk Österreich und ein Stipendium der Literar-Mechana zugesprochen.