Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/2776

Diese Ausgabe ist für Browser ohne zureichende CSS-Unterstützung gedacht und richtet sich vor allem an Sehbehinderte. Alle Inhalte sind auch mit älteren Browsern voll nutzbar. Für eine grafisch ansprechendere Ansicht verwenden Sie aber bitte einen moder
Beginn Inhaltsbereich
Beginn Navigator
Ende Navigator
Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank wurden im Juli 1944 in Bretton Woods (New Hampshire, USA) von 45 Nationen gegründet, im Rahmen der "Internationalen Währungs- und Finanzkonferenz". Heute zählt die Mitgliedschaft des IWF und der Weltbank 187 Länder.
Als "Institutionen von Bretton Woods" werden die beiden Schwesterorganisationen oft gleichzeitig genannt. Sie sind aber mit bewusst unterschiedlichen Mandaten versehen. So ist der IWF für die Sicherung und Förderung der internationalen Finanzstabilität verantwortlich, während das Kernmandat der Weltbank in der Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung sowie der Bekämpfung von Armut liegt.
Die Schweiz trat 1992 den Institutionen von Bretton Woods bei. Seither leitet sie eine Stimmrechtsgruppe, zu der auch Aserbaidschan, die Kirgisische Republik, Polen, Serbien, Tadschikistan, Turkmenistan und Kasachstan gehören. Die Schweiz nimmt im Namen dieser Stimmrechtsgruppe je einen der 24 Sitze in den Verwaltungsräten von IWF und Weltbank ein. Dadurch kann sie aktiv in den beiden Institutionen mitwirken und deren Kurs mitbestimmen.
Die Zuständigkeiten für die Beziehungen der Schweiz zu IWF und Weltbank sind den Mandaten der Institutionen entsprechend auf verschiedene Stellen der Bundesverwaltung und der Schweizerischen Nationalbank verteilt. Eine enge Zusammenarbeit sichert die Kohärenz der in den beiden Gremien vertretenen Positionen.
Für die Wahrnehmung der schweizerischen Mitgliedschaft im IWF sind das
Eidgenössische Finanzdepartement (EFD-SIF) und die Schweizerische Nationalbank (SNB) gemeinsam verantwortlich. Das EFD ist für die allgemeinen Beziehungen zum IWF federführend, während die SNB für Angelegenheiten des IWF, welche die schweizerische Geld- und Währungspolitik betreffen oder vorwiegend währungstechnischen Charakter haben, zuständig ist.
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD-SECO) und das
Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA-DEZA) betreuen die Mitgliedschaft der Schweiz in der Weltbank und nehmen die operationelle Zusammenarbeit mit dieser Entwicklungsorganisation wahr. Die Koordination der Beziehungen der Schweiz zur Weltbank obliegt dem EVD.
Auskunft über das Engagement der Schweiz im IWF und in der Weltbank gibt jeweils der neuste Aussenwirtschaftsbericht und der Bericht über internationale Finanz- und Steuerfragen.
Ende Inhaltsbereich