Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03249.jsonl.gz/1137

Tragödie in Bangladesch: In einem privaten Depot für Schiffscontainer in Sitakunda, rund 40 Kilometer von der Hafenstadt Chittagong entfernt, ist am Abend des 3. Juni ein Feuer ausgebrochen, das zu mehreren Explosionen führte. Mindestens 52 Menschen sind ums Leben gekommen, darunter Lagerarbeiter*innen, Feuerwehrleute und Polizeiangehörige. Mehr als 450 wurden verletzt. Die Explosionen zerschmetterten die Fensterscheiben mehrerer Gebäude in der Nähe und waren bis zu einer Entfernung von vier Kilometern zu hören.
Das betreffende Depot ist seit 2011 in Betrieb. Lokalen Quellen zufolge handelt es sich um ein privates Inland-Container-Depot (ICD) mit Export- und Importwaren. In dem Gebäude lagerte eine grosse Menge an Wasserstoffperoxid, einer leicht entzündlichen Chemikalie. Der stellvertretende Direktor der Feuerwehr von Chattagram, Anisur Rahman, sagte während den Löscharbeiten: „Wir konnten uns lange nicht in die Nähe des Feuers begeben, da immer wieder Explosionsgeräusche aus dem Inneren zu hören waren. Was das Feuer auslöste, wissen wir noch nicht.“ Erst nach vier Tagen gelang es, den war der Brand gelöscht.
Medizinischer Notstand und Aufruf zur Blutspende
Die Verletzten wurden in das Chittagong Medical College eingeliefert. Die grosse Zahl der Einlieferungen hat zu einer chaotischen Situation geführt. Die Verletzten leiden unter dem Mangel an sofortiger und dringender Behandlung, da es nicht genügend Medikamente wie Kochsalzlösung und Schmerzmittel gibt. Der Leiter der Abteilung für Verbrennungen und plastische Chirurgie des Krankenhauses, Dr. Rafiq Uddin, erklärte gegenüber unserer Partnerorganisation Young Power in Social Action (YPSA), dass 50 Prozent der aufgenommenen Opfer in kritischem Zustand seien. Die Zahl der Todesopfer könnte noch weiter ansteigen. Das Krankenhaus rief per Megaphon zu Blutspenden auf.