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Marie Fredriksson entdeckte schon früh ihr musikalisches Talent: Sie wuchs als jüngstes Kind einer armen Familie auf und war in der Kindheit oft sich selber überlassen. So begann sie mit ihren Geschwistern und Nachbarskindern Musik zu machen und zu singen und so ihren Vorbildern – den Beatles, Deep Purple und der kanadischen Sängerin Joni Mitchell – nachzueifern.
Die erfolgreichste schwedische Band nach ABBA
Mit ihrer ersten Band MaMas Barn («Mamas Kinder») war ihr wenig Erfolg beschieden. Doch 1986, im Alter von 28 Jahren, gründete sie zusammen mit Per Gessle Roxette, die erfolgreichste schwedische Band nach ABBA und für viele heutige Musikfans eine der wichtigsten Bands aus der Jugendzeit.
Songs, die das Prädikat Ohrwurm verdienen
Roxette dominierten die Hitparaden mit einer regelrechten Hit-Serie und wurden mit ihrem Gespür für Ohrwurm-Popmelodien über Europa hinaus berühmt. Am erfolgreichsten war das Duo Ende der 80er und in den frühen 90er-Jahren, etwa mit den Nummer-eins-Hits «The Look», «It Must Have Been Love» oder «Joyride». Auch optisch war die Roxette-Sängerin für viele Fans ein Vorbild mit ihrem Markenzeichen, dem kurzgeschnittenen platinblonden Haar.
Rückzug nach der Hirntumor-Diagnose
Im Herbst 2002 wurde bei Fredriksson ein Hirntumor diagnostiziert. Sie unterzog sich einer Operation und Krebstherapien und zog sich für drei Jahre aus der Öffentlichkeit zurück. Im April 2016 musste sie auf Anraten ihrer Ärzte aus dem Tourgeschäft zurücktreten und den verbleibenden Teil der Tour zum 30-jährigen Band-Jubiläum absagen. Die Roxette-Konzerte am «Moon and Stars» in Locarno und am «Live At Sunset» in Zürich im Sommer 2015 blieben Marie Fredrikssons letzte Auftritte in der Schweiz.
Im Juni 2016 erschien mit «Good Karma» das zehnte und letzte Studioalbum der Band.