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Supercomputer
Die Vereinigten Staaten konnen ihre Vorherrschaft bei den weltschnellsten Supercomputern weiter ausbauen. In einer am Montag veröffentlichten Liste der "Top 500" belegen US-Rechner fünf Plätze unter den ersten zehn. Der von IBM entwickelte Supercomputer "Summit", der am Oak Ridge National Laboratory im Einsatz ist, nimmt erneut den Spitzenplatz ein und kann mit einer Performance-Steigerung von 122,3 auf satte 143,5 Petaflops (Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde) den Abstand zu seinen Verfolgern weiter ausbauen.
Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich auf die Entwicklung einer Hightech-Infrastruktur geeinigt, die Hochleistungsrechnen einen entscheidenden Schub geben soll. Im Rahmen eines EU-Forschungsrates in Brüssel haben sie heute die Gründung eines neuen europäischen gemeinsamen Unternehmens beschlossen. Dieses soll europaweit Ressourcen bündeln, um Supercomputer für die Verarbeitung von Massendaten zu bauen.
Estland ist als 21. EU-Staat der Europäischen Deklaration zu Supercomputern (High Performance Computing/ HPC) beigetreten, gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. Das Ziel sei es, die nationalen Ressourcen der EU-Staaten zu bündeln und in den Jahren 2022 bis 2023 einen der drei leistungsstärksten Rechner der Welt herzustellen. Damit will die EU vor allem im wissenschaftlichen Wettbewerb mit den USA und Asien bestehen.
Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat für das Blue Brain Project, eine Schweizer Hirnforschungsinitiative der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), einen Supercomputer der nächsten Generation gebaut, um das Gehirn von Säugetieren digital zu rekonstruieren und zu simulieren. Der neue Supercomputer, genannt Blue Brain 5, soll für die simulationsbasierte Forschung, Analyse und Visualisierung eingesetzt werden, um das Verständnis des Gehirns zu fördern.
Die Entwicklung des von Fujitsu und Riken gemeinsam entwickelten Supercomputers Post-K schreitet offenbar in grossen Schritten voran. Das japanische Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie sieht ihn als Nachfolger des K-Computers. Fujitsu und Riken wollen Post-K voraussichtlich 2021 in den vollen Betrieb nehmen. Den CPU-Prototyp, der das Kernstück von Post-K ausmachen wird, hat Fujitsu laut Mitteilung bereits fertiggestellt.
Im Rennen um den schnellsten Supercomputer der Welt haben die Vereinigten Staaten nach mehr als fünf Jahren die Krone von den Chinesen wieder zurückerobert. Neu an der Spitze steht mit "Summit" eine Rechenanlage von IBM, die 122,3 Petflops (Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde) auf die Schiene bringt. Mit 19,590 Petaflops liegt die Schweizer Cray "Piz Daint" des Swiss National Supercomputing Centres (CSCS) an sechster Stelle und ist damit die schnellste Maschine Europas.
Auf Basis der ARM-Architektur wollen HPE, Arm sowie drei Universitäten aus Grossbritannien den laut eigenen Angaben grössten Supercomputer sowohl im akademischen als auch im wirtschaftlichen Umfeld entwickeln. Mit ihm soll die Digitalisierung im Vereinigten Königreich weiter vorangetrieben werden, heisst es.
Ein neuer Supercomputer mit der Bezeichnung "Mach-2" der Linzer Johannes Kepler Universität ist am Montag gestartet worden. Die Anlage kann bis zu 77,4 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Das Vorgängermodell in Linz war schon seit 2011 in Betrieb, jedoch mittlerweile den Anforderungen der Forschung nicht mehr gewachsen. Deshalb wurde ein Rechner vom Typ "SGI UV 3000" der Firma Hewlett Packard Enterprise (HPE) installiert. Damit wird die Rechenleistung in etwa verdreifacht. Die Anschaffung kostete rund 1,6 Millionen Euro.
Die EU will Medienberichten zufolge rund eine Milliarde Euro (1,172 Mrd. Schweizer Franken) in neue Supercomputer investieren. Die EU-Kommission hat demnach einen Plan zum Aufbau einer sogenannten Höchstleistungsrecheninfrastruktur skizziert. Diese soll spätestens 2023 in der Lage sein, mindestens eine Trillion (10 hoch 18) Rechenoperationen pro Sekunde auszuführen.