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Die Diskussion um das sogenannte «Havanna-Syndrom» erreicht die Schweiz. Mehrere US-Diplomaten in Genf waren nach einem Bericht des «Wall Street Journal» von rätselhaften neurologischen Beschwerden betroffen. Eine Person sei deswegen zur Behandlung in die Vereinigten Staaten gebracht worden.
Gemäss dem Medienbericht vom Donnerstag klagten im Sommer mindestens drei Angestellte des US-Konsulats in der Rhonestadt über gesundheitliche Probleme. Betroffen gewesen sei zudem ein in Paris stationierter US-Diplomat.
Eine Sprecherin des US-Aussenministeriums wollte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den konkreten Fall nicht kommentieren. Sie machte dafür Sicherheitsgründe geltend. Man nehme aber alle entsprechenden Hinweise «extrem ernst» und arbeite darauf hin, dass die Betroffenen die nötige Unterstützung erhielten.
Das «Havanna-Syndrom» war zum ersten Mal 2016 bei US-amerikanischen und kanadischen Diplomaten auf Kuba aufgetreten. Insgesamt erhielt das US-Aussenministerium nach eigenen Angaben seither Meldungen von mehr als 200 Personen. Registriert wurden Vorfälle in China, Deutschland, Australien, Russland, Österreich und den Vereinigten Staaten selbst.
Zu den Symptomen gehören etwa Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen und Schwindel – aber auch ein dauerhafter Hörverlust. Laut US-Angaben wurden bei Betroffenen leichte traumatische Hirnschäden festgestellt. Berichte gibt es auch über Tinnitus oder plötzlich einsetzende Höhenangst.
Zunächst hatten die US-Behörden als Ursache des Syndroms Angriffe mit für das menschliche Ohr nicht hörbarem, jedoch gesundheitsschädlichem Schall vermutet – bestätigt ist dies aber nicht.
US-Aussenminister Anthony Blinken bekräftige am Donnerstag gegenüber dem TV-Sender MSNBC, man arbeite noch immer daran, die Ursache der Erkrankungen zu klären. Man wisse derzeit weder, was genau passiert sei, noch, wer allenfalls dafür verantwortlich sei, so Blinken. Präsident Joe Biden hat Anfang Oktober ein Gesetz unterzeichnet, das Betroffenen des «Havanna Syndroms» helfen soll. (cma/sda)
Drei Tage nach der gewaltigen Eruption des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai im Pazifik sind das Ausmass der Schäden und die Zahl möglicher Opfer weiter unklar. Speziell zur Inselgruppe Ha'apai gebe es bisher keinen Kontakt, teilte das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) mit. Sorge gebe es nach dem von dem Vulkan ausgelösten Tsunami vor allem um die tiefliegenden Inseln Mango und Fonoi. Von Mango sei ein Notsignal empfangen worden.