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1978 wird der australische Heroinsüchtige Gregory David Roberts wegen bewaffneten Raubüberfalls zu über zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Er flüchtet jedoch und lässt sich, wie damals so viele Gesuchte, im indischen Mumbai nieder, wo er als Sanitäter in den Slums aushilft. Als er 1990 in Frankfurt gefasst wird und erneut ins Gefängnis kommt, verarbeitet er seine Geschichte im autobiografischen Roman Shantaram. Das Buch wird 2003 zur Pflichtlektüre aller Indienreisenden, und sollte schon mehrfach verfilmt werden.
Nun hat Apple TV+ eine ganze Serie daraus gemacht – mit Charlie Hunnam in der Hauptrolle. Wer das Buch gelesen hat, wird wohl auch die Serie mögen, die das blühende Leben und Elend im Indien der 1980er-Jahre gut einfängt. Sich der Faszination dieses wilden Lebens zu entziehen, und auch der Ausstrahlung des Autors, ist schwierig. Roberts hat zwischenzeitlich in Genf gelebt – und war auch mal bei Aeschbacher in der Sendung. Für einen ehemaligen Junkie sieht er mit 70 Jahren noch äusserst lebendig aus, sehr viel lebendiger als viele andere Rentner. (rg)