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Heute Abend treffen sich die EMC-Aktionäre am Hauptsitz des Unternehmens in Hopkinton, Massachusetts, um über die Übernahmeofferte von Dell abzustimmen. Laut dem 'Wall Street Journal' sind Analysten einhellig der Meinung, dass die Aktionäre der Offerte, die gegenwärtig noch rund 60 Milliarden Dollar Wert ist, zustimmen werden.
Derweil konnten sowohl EMC beziehungsweise vor allem die EMC-Tochter VMware, die ebenfalls zur Übernahmemasse gehört, in ihren letzten Quartalszahlen vor dieser Abstimmung Gewinnsteigerungen ausweisen. Der Umsatz von EMC stieg im zweiten Quartal dieses Jahres verglichen mit dem Vorjahresquartal um 0,3 Prozent auf 6,02 Milliarden Dollar, der Gewinn um 19 Prozent auf 581 Millionen Dollar. Für den grössten Teil dieser Gewinnsteigerung war der Virtualisierungsspezialist VMware verantwortlich, dessen Umsätze und Gewinne zum grössten Teil bei den EMC-Quartalsberichten miteingerechnet werden. Der Umsatz von VMware stieg um 11,3 Prozent auf 1,69 Milliarden Dollar, der Reingewinn um 54 Prozent auf 265 Millionen Dollar.
Übrigens macht sich laut 'WSJ' gegenwärtig unter EMC-Zulieferern die Sorge breit, dass EMC zu einem ebenso langsamen Rechnungsbezahler werden könnte wie Dell. EMC hat seine Rechnungen laut 'WSJ' in den letzten Quartalen nach durchschnittlich 42 Tagen beglichen, ein für IT-Hersteller realtiv guter Wert. Dell hingegen sei mit einem Schnitt von 107 Tagen einer der langsamsten Zahler der Branche. Die Zahlung von regulären Rechnungen nach der Übernahme auch bei EMC hinauszuzögern, könnte Dell laut 'WSJ' dabei helfen, die hohen Kredite und Anleihen, die für die Übernahme notwendig sind, schneller zurück zu zahlen. (hjm)