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Der Körper gleicht aus und wandelt um.
Mehrere Faktoren sorgen auf wundersame Weise dafür, dass der Säure-Basen Haushalt so ausgeglichen wie möglich bleibt: Dazu gehören die Ausleitungssysteme von Nieren und Darm, der Gasaustausch über die Lunge, die Säureausleitung über die Haut und bei der Frau auch die Menstruation. Ausserdem kommt es über Knochen und Bindegewebe sowie über die Puffersysteme des Blutes zum Säureausgleich. Säuren müssen, um ihrer Umgebung keinen Schaden in Form von Verätzungen zuzuführen, zuerst neutralisiert werden, bevor sie ausgeschieden werden können – aber, im Falle wenn zu wenig Wasser vorhanden ist oder die Ausscheidungskapazitäten überfordert sind, werden sie im Körper eingelagert.
Zum neutralisieren von Säuren sind basische Mineralien wie Calcium, Magnesium, Kalium und Eisen notwendig. Diese Mineralien werden dem Organismus mit gesunder und natürlichen Lebensmitteln geliefert. Was aber bei denaturierter Nahrung nicht der Fall ist. Wenn der Körper vergeblich auf die basischen Stoffe von aussen wartet und diese nicht erhält, ist der Körper gezwungen auf die körpereigenen Depots zurückzugreifen. Diese befinden sich vor allem im Haarboden, in den Zähnen und Knochen den Blutgefässwänden oder im Bindegewebe. Haarausfall, Karies, Rheuma, Arteriosklerose und Osteoporose sind die Folgen, wenn sich der Körper längerfristig auf diese Weise über die Runden helfen muss. Aber auch aggresives Verhalten sowie Schlafstörungen können entstehen, da die Erregbarkeit der Nervenzellen mit sinkender Calciumkonzentration steigt.
Sind die Ausscheidungsorgane überlastet und die Depots aufgebraucht werden die nicht neutralisierten Säuren im Körper eingelagert. Um das empfindliche Zellgewebe nicht zu schädigen, werden sie mit Wasser verdünnt, was zu Wassereinlagerungen im Körper und zur Gewichtszunahme führt. Die Haut die versucht die ätzenden Säuren loszuwerden, wird stark in Mitleidenschaft gezogen und es kommt zu Veränderungen in Form von Akne, Psoriasis, Ekzemen… Binde- und Fettgewebe sind relativ günstige Lagerstätten, in denen es anfangs “lediglich” zu Veränderungen in Form von Cellulitis kommt. Nach jahrelanger sogenannter extrazellulärer Uebersäuerung, also die Zellen umgebende Flüssigkeit sowie die Lymphe betroffen waren, kommt es schliesslich auch zur intrazellulären Übersäuerung, einer Übersäuerung der Zellen selbst. In der Folge funktionieren der Transport von Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen in die Zellen sowie der Abtransport von Schlacken aus den Zellen dann nicht mehr richtig. Die Zellen erhalten nicht mehr genügend lebenswichtige Nährstoffe, die Gifte und Schlacken behindern wichtige Stoffwechselprozesse. Die weitere Folge sind gesundheitliche Störungen sowie ein schnelleres Altern des gesamten Organismus.
Latente (versteckte Übersäuerung) ist der Zustand, in dem sich der Körper nach einiger Zeit des aussichtslosen Kampfes gegen die tägliche Säureflut befindet. Geplagt von einer unerklärlichen Müdigkeit und Antriebslosigkeit, leidet der latent Übersäuerte oft unter Verdauungsproblemen, fühlt sich aber noch nicht wirklich krank. Die Symptome sind eher unspezifisch: von Mängeln an Haaren, Nägeln und Haut bis hin zu Stimmungsschwankungen, Auftreten von Entzündungen und zeitweilig erhöhtem Blutdruck. Eines der deutlichen Symptome einer Übersäurung ist das Sodbrennen. Da Natron (Base) und Salzsäure nur gleichzeitig im Magen gebildet werden können, kommt es durch den erhöhten Bedarf an Natron im Fall von Übersäuerung gleichzeitig zu einer Überproduktion von Salzsäure – was sich als Sodbrennen bemerkbar macht.
Von grosser Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Säurebildnern. In erster Linie ist der Gehalt von Eiweiss für die Bildung von Säure verantwortlich, vor allem tierisches Eiweiss. Unser Körper braucht sowohl gute Säuren als auch Basen. Es sind im ideal Fall 20 Prozent gute Säuren in unserer Nahrung.
In good health.