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Bruttoinlandprodukt, BIP
Das Bruttoinlandprodukt (BIP), englisch gross domestic product (GDP), gibt den Gesamtwert aller Güter – das heisst Waren und Dienstleistungen – an, die während eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden. Vorleistungen werden davon abgezogen.
Das nominale BIP gibt die Summe der inländischen Wertschöpfung beziehungsweise der Wertschöpfung von Regionen in aktuellen Marktpreisen an. Dadurch ist das BIP abhängig von Veränderungen des Preisindex der betrachteten Volkswirtschaft. Das nominale BIP steigt bei Inflation und daraus folgenden steigenden Marktpreisen. Umgekehrt sinkt das nominale BIP bei Deflation und daraus folgenden sinkenden Marktpreisen. So führt eine Inflationsrate von zum Beispiel 5% bei gleich bleibender Güterproduktion zu einem nominalen BIP-Anstieg von ebenfalls 5%.
Um das BIP unabhängig von Veränderungen der Preise betrachten zu können, verwendet man das reale BIP, in dem alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres bewertet werden (BIP zu konstanten Preisen).
Das Bruttoinlandprodukt eines Staates wird etwa vom Internationalen Währungsfonds dazu verwendet, um die Staatsschuldenquote zu berechnen.
Quelle: Wikipedia