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Wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) herausfand, war der Segelflieger mit einem Kollisionswarnsystem Flarm ausgerüstet. Diese Warnungen kommen aber nur an, wenn in anderen Flugzeugen das selbe System eingebaut ist.
Dies war beim Motorflugzeug nicht der Fall. Umgekehrt war das von ihm ausgesandte Transpondersignal für den Segelflieger nicht auswertbar, wie die SUST in dem am Montag veröffentlichten Schlussbericht schreibt. Zudem hätten beide Besatzungen den Luftraum zu wenig aktiv überwacht.
In seinen Empfehlungen weist die SUST auf ähnliche Kollisionen hin. Den Verkehrsteilnehmern sei in allen diesen Fällen die Bedeutung des Prinzips "see and avoid" nicht bewusst gewesen. Allerdings habe selbst die Anwendung dieses Prinzips ohne technische Unterstützung gefährliche Annäherungen und Kollisionen nicht verhindern können.
Plötzlich einen Schlag wahrgenommen
Der Pilot des Segelfliegers war vom Regionalflugplatz Langenthal BE mit einem Seil in eine Höhe von 110 Metern über Boden geschleppt worden. Dort klinkte er aus und flog, teilweise mit Motorunterstützung in Richtung Oensingen.
Das mit zwei Piloten besetzte Motorflugzug war auf dem Regionalflugplatz Birrfeld AG gestartet. Die Reise führte dem Jura-Südfuss entlang Richtung Grenchen. Die Piloten waren sich bewusst, dass sich auf ihrer Route mehrere Segelflugzeuge befanden, welche die gute Thermik des Jurahangs nutzten, um an Höhe zu gewinnen.
Über Oensingen kam es zur Kollision der beiden Luftfahrzeuge. Die Piloten des Motorflugzeuges sahen plötzlich von links unten ein Segelflugzeug auf sich zukommen. Sie nahmen einen leichten Schlag auf der linken Seite wahr.
Der Pilot des Segelfliegers sah plötzlich, verbunden mit einem Knall, auf der linken Seite die weisse Unterseite eines Flugzeuges mit drei schwarzen Rädern. Beide Fluggeräte waren noch flugtauglich. Der Segelflugpilot landete ohne Problem wieder in Langenthal, und der Motorflieger kehrte zum Flugplatz Birrfeld zurück.