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Meineke: Die Steuerungen der Dreizylinderlokomotiven.
leren Schieber auch über die Ebene der Außenschieber erheben, wie es bei schrägliegendem Innenzylinder erforderlich wird. Da der lange Querhebel konstruktive Schwierigkeiten machen kann, hat man ihn durch die Anordnung nach Abb. 4 vermieden, die aber schon wesentlich mehr Gelenke erfordert. Auch hier könnte man, um den Mittelschieber höher zu legen, die Drehzapfen a durch senkrechte Wellen ersetzen, bequemer wird aber in diesem Falle die Anordnung nach Abb. 5 und 6, die nur liegende Wellen enthält.
Jnnenzylinder
Aufsenzylinder
Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure.
Der Zahl der Lager und Bolzen ist zwar keine ausschlaggebende Bedeutung für die Beurteilung des durch Abnutzung entstehenden toten Ganges beizulegen, weil hierfür auch die Anordnung selbst noch von Einfluß ist, immerhin gibt sie doch einen gewissen Anhalt. Die Wichtigkeit des totep Ganges der Steuerung ist nicht zu unterschätzen, sobald es sich um eine große Zahl von Bolzen handelt und die einzelnen Spielräume sich nicht nur addieren, sondern auch vervielfachen; denn der tote Gang stört dann empfindlich die gewollte Schieberbewegung und verschlechtert den Dampfverbrauch. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, haftet allen obigen Steuerungen der Fehler an, daß der Mittelschieber einen großen toten Gang aufweist, der sich zusammensetzt aus dem der Außenschieber und dem des eigenen Steuergestänges. Aus dem Wunsche, diesen Nachteil zu beseitigen und die Steuerung selbst möglichst einfach zu gestalten, ist die im folgenden beschriebene Anordnung entstanden.
Den Ausgangspunkt bildet die Ueberlegung, daß bei einer Zweiexzenter-Steuerung die Exzenter mit der Kurbel häufig Winkel von 120° (entsprechend 30° Voreilung) bilden, was bei der Drillingslokomotive der Fall ist. Man braucht nur die Kreuzkopfbewegungen der beiden andern Zylinder für die Betätigung einer Kulisse nutzbar zu machen, um eine ganz richtige Schieberbewegung zu erhalten. Wie Abb. 8 8. und 9 zeigen, geschieht das dadurch, daß 3 Wellen r, m und l möglichst dicht aneinander gelagert sind, von denen jede
Abb. 5 und 6.
Bei der 1 E-Drillingslokomotive (G12/der preußischen Staatsbahn) hat man eine andere recht geschickte Anordnung nach Abb. 7 gewählt1). Auf der festliegenden Welle r, die von dem rechten Schieber bewegt wird, ist die Welle gelagert, die ihren Antrieb vom linken Schieber erhält und den Hebel c trägt, an dem die Schieberstange des Innenzylinders angreift. Denkt man sich d bezw. e festgehalten und e bezw. d bewegt, so macht der Mittelschieber, jedesmal die gleiche. und entgegengesetzt gerichtete Bewegung wie der Außenschieber. Bei der Zusammensetzung der Schieberbewegungen sind also die Bedingungen richtigen Arbeitens erfüllt. wegen der Lagerungen der großen Wellen r und nicht klein sein kann, so fällt c= 3a oft recht groß aus und nötigt zu einer sehr hohen Lage von m.
Da a
Abb. 8 und 9.
nach unten einen langen Hebel a und nach oben zwei kurze Hebel b und c trägt, die in den Ebenen der andern Schieber liegen. Von diesen kurzen Hebeln führen Stangen nach den Kulissen, die in der üblichen Weise wie die Stephensonsche gehoben und gesenkt werden. Es bewegt also jeder Kreuzkopf die Vorwärts Kulissenstange des einen und die Rückwärts-Kulissenstange des andren Schiebers.
Hier haben wir nun zwar eine besondere Steuerung für jeden Zylinder, was eingangs als ein Nachteil gegenüber der Vierlingslokomotive bezeichnet worden ist, trotzdem ist aber die Einfachheit augenfällig. Aus Zahlentafel 2 ist die Anzahl der der Abnutzung unterworfenen Teile für die verschiedenen Steuerungen zu ersehen.
1) In Z. 1918 S. 784 ist die gleiche Anordnung für die 1 E-Lokomotive der ottomanischen Bahnen dargestellt.
In bezug auf toten Gang ist die neue Steuerung sehr günstig, denn nur die beiden Bolzen der Kulissenstangen sind von Einfluß, während die Wellenlager sich nur wenig
63. Nr.
1919
abnutzen und die unteren Verbindungsstangen durch die Hebelübersetzung von geringer Bedeutung sind.
Schwierigkeiten in baulicher Hinsicht entstehen kaum. Die Schieberstangenköpfe werden am besten nach der schematischen Darstellung, Abb. 10, ausgebildet. Bei der Heusingersteuerung hat es sich bekanntlich nicht bewährt, die hintere Schierberstangen-Stopfbüchse zum Tragen zu benutzen; dafür war bei dem kleinen Durchmesser der Schieberstange der Flächendruck und die Durchbiegung zu groß. Steckt man aber über die Schieberstange s eine gußeiserne Hülse h, so wird der Flächendruck infolge der Vergrößerung des Durchmessers so vermindert und die Steifigkeit so vermehrt, daß die Stopfbüchse tadellos arbeitet. Die Maschinen
Abb. 10. Schieberstangen-Kopf und -Stopfbüchse.
fabrik Kolomna hat diese Bauart mit Erfolg bei der russischen Staatsbahn zur Ausführung gebracht. Die Kulissenstangen können runden Querschnitt erhalten, da sie ja nur auf Zug und Druck, aber nicht wie Exzenterstangen durch Reibungs- und Fliehkräfte auch auf Biegung beansprucht sind; zum genauen Einstellen der Schieber werden sie mit Spannschlössern versehen. Der Fortfall der teueren Gegenkurbeln, die beim Abnehmen der Stangen immer so hinderlich sind, wird vom Lokomotiv- und Werkstättenpersonal angenehm empfunden werden. Die größte erreichbare Füllung ist hier ebenso groß wie bei einer Zweiexzenter-Steuerung mit einem Voreilwinkel von 30', ergibt also mindestens 75 vH. Die dargestellte Anordnung gilt für innere Einströmung; bei äußerer Einströmung müßten auch die kleinen Hebel nach
Rechentafel für Rauch
oder Gichtgase von aschehaltigen Brennstoffen,1)
Von Wa. Ostwald, Großbothen i. Sa.
Bei der Verbrennung von Brennstoffen mit Sauerstoff oder Luft liegen der stöchiometrischen und Gasgesetze wegen besonders einfache Verhältnisse vor. Diese sind graphisch leichter als algebraisch auszudrücken und darzustellen"), so daß man Rechentafeln herstellen konnte, die gestatten, für aschefreie, insbesondere flüssige Brennstoffe in Punktkoordinaten oder Fluchtlinien aus je zwei der nachstehenden Veränderlichen unmittelbar die beiden andern mit ausreichender Genauigkeit abzulesen. Die Veränderlichen sind: 1). der Kohlensäuregehalt der Verbren2) der Sauerstoffgehalt nungsgase in 3) der Kohlenoxyd gehalt Raumteilen (diese letzte Größe selbst ist ein (inverses) Maß der >>Verbrennungsgüte«, die auch nach einem Vorschlage von Dr. E. Brauer unmittelbar ausgedrückt werden kann, indem man denjenigen Bruchteil der größtmöglichen Wärmeentwicklung angibt, der bei der betreffenden Kohlenoxydbildung verbleibt);
4) der verhältnismäßige Luftüberschuß oder Luftmangel (in Raumteilen des stöchiometrisch be
Rtl. Kohlen= säure
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75
unten gerichtet sein. Wenn die drei Schieber nicht in einer Ebene liegen, was bei geneigtem Innenzylinder vorkommt, so braucht im wesentlichen nichts geändert zu werden. Man wird dann die drei Uebertragungswellen möglichst nach hinten schieben und die Mittellinie der ganzen Innensteuerung parallel zur Innenzylinderachse in geneigter Lage durch die oberen Endpunkte der kleinen Hebel legen. Zum Ausgleich der durch die endliche Pleuelstangenlänge bedingten Ungenauigkeiten genügt es, den Schieber etwas nach hinten zu schieben. Man nimmt dann zwar eine kleine Verschiedenheit des Voröffnens in den Kauf, erreicht aber dafür recht gleichartige Füllungen.
Im allgemeinen ist über die Steuerungen der Dreizylinderlokomotiven noch folgendes zu sagen: Eine größte Füllung von 75 vH muß erfahrungsgemäß bei einer Zweizylinderlokomotive auf jeder Kolbenseite zum sicheren Anfahren erreicht werden. Um dasselbe Drehmoment beim Anziehen zu erhalten, genügt bei einer Drilligslokomotive eine Füllung von 66 bis 68 vH, wie sich durch eine einfache trigonometrische Betrachtung leicht feststellen läßt, wobei natürlich zu beachten ist, daß ein Zylinder der Drillingslokomotive ja nur 2/3 der Kolbenfläche einer gleich starken Zwillingslokomotive hat. Läßt man nun bei verminderter Höchstfüllung den größten Schieberhub unverändert, so kann man dafür die Deckung und Kanaleröffnung bei kleineren Füllungsgraden größer wählen, was man bei Schnellzuglokomotiven gern ausnutzen wird. Bei Güterzuglokomotiven wird man lieber eine größte Füllung von 75 vH beibehalten und dafür die Vergrößerung der Anfahrzugkraft um rd. 15 vH als wertvolle Beigabe betrachten.
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15
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I
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rechneten Luftbedarfes) oder die vielfältig benutzte Luftzahl (Verhältnis der wirklichen Verbrennungsluft zur stöchiometrisch erforderlichen) oder endlich der besonders einfache zeichnerische und rechnerische Verhältnisse ergebende Luftfaktor oder das Mischungsverhältnis (Verhältnis der stöchiometrisch berechneten Luftmenge zur wirklichen).
Im allgemeinen bestimmt man gasanalytisch Kohlensäureund Sauerstoffgehalt und danach Verbrennungsgüte und Mischungsverhältnis. Doch kommen auch die umgekehrten Fälle vor. Endlich hindert natürlich nichts, auch andre Eigenschaften, wie Wassergehalt, Rauminhalt, Dichte der Auspuffgase, in den Rechentafeln darzustellen. Auf diese Weise werden für Brennstoffe beliebiger Zusammensetzung von Kohlenstoff und Wasserstoff Rechentafeln entworfen, welche beim Einregeln und Nachprüfen von Teerölfeuerungen und Generatorgasfeuerungen sowie von Verbrennungsmaschinen für flüssige Brennstoffe oder Sauggas u. dergl. Anwendung finden können. Hingegen ist bisher noch keine Rechentafel für feste Brennstoffe angegeben worden, obwohl sie für die Ueberwachung jeglicher Feuerung bei Dampfkesseln, Kuppelöfen, Koksgeneratoren, Hochöfen usw. von größter Bedeutung wäre. Zwar fällt hier Wasserstoff als Bestandteil von Brennstoff und Luft zahlenmäßig nicht ins Gewicht, was scheinbar die Aufgabe vereinfacht, da man für reinen Kohlenstoff natürlich eine Rechentafel für vollständige und unvollständige Verbrennung mit Leichtigkeit entwerfen kann, dagegen schien die Notwendigkeit, für jeden Aschegehalt des Brennstoffes eine neue Rechentafel aufzustellen, ein ernstes Hindernis für die Benutzung dieses sonst so förderlichen Hilfsmittels zu
bieten.
Eine einfache Berechnung ergibt aber, daß es keineswegs nötig ist, das Ergebnis unmittelbar auf den Aschegehalt zu leiten. Wenn man eine Tafel benutzt, welche das Ergebnis für reinen Kohlenstoff ablesen läßt, dann kann man dieses
deutscher Ingenieure.
mit einer einfachen Nebentafel zeichnerisch ohne weiteres auf beliebigen Aschegehalt umrechnen. Eine einfache Fluchtlinientafel dieser Art ist in der Abbildung wiedergegeben. Die Teilungen I, II, III und IV ergeben, wenn man zwei bekannte oder gemessene Punkte mit einem Lineal verbindet, die gesuchten beiden anderen Größen. Die Werte der Teilung III werden auf Aschegehalt umgerechnet, indem man von dem gefundenen Werte der Teilung III wagerecht bis zum gegebenen Aschegehalt vordringt und erneut abliest. Soll umgekehrt das Mischungsverhältnis bei gegebenem Aschegehalt vorgeschrieben sein, so verfährt man umgekehrt.
Selbstverständlich kann die Nebentafel auch eine neue Fluchtlinientafel sein. Auch ist es leicht möglich, in die Fluchtlinientafel Rauchgasinhalte und andre wissenswerte Angaben ablesbar einzutragen. Die Tafel ist für Feuerungen, Generatoren und Hochöfen verwendbar, die mit Koks, Anthrazit oder andern Brennstoffen betrieben werden, vorausgesetzt, daß darin Schwefel, Stickstoff und Wasserstoff nicht in erheblichem Umfånge enthalten sind und daß sie trockene Verbrennungsluft erhalten. Die Genauigkeit beträgt einige vH-Teile, ist also zumal angesichts der Geschwindigkeit und Sicherheit, mit der man ablesen kann für technische und vergleichende Zwecke ausreichend.
Bücherschau.
Handbuch der Mineralchemie. Unter Mitwirkung von zahlreichen Fachgenossen herausgegeben von Prof. Dr. C. Doelter. 4 Bände 1). 2. Bd., 2. Hälfte. Dresden und Leipzig 1917, Th. Steinkopff. 1144 S. mit 18 Abb. u. 1 Taf. În' Lexikon-Oktavformat. Preis geh. 54,40 M 3. Bd., 1. Hälfte, 965 S. mit 17 Abb. Preis geh. 46,50 M.
Das weitere Erscheinen des Werkes, besonders des dritten Bandes, ist durch den Krieg verzögert worden. Inhaltlich sind die beiden vorliegenden Halbbände jedoch der Aufgabe, einem weitgezogenen Kreise von Interessenten alles Wissenswerte aus der Welt der Mineralien zu bieten, treu geblieben. Lückenlose Behandlung sowie klare und geschickte Einteilung des Stoffes kennzeichnen auch die beiden letzten Bände.
Aus dem Inhalt des zweiten Bandes, der sich mit den Silikaten der dreiwertigen Elemente befaßt, sei der Abschnitt über die wasserhaltigen Aluminiumsilikate (Stremme, Berlin) hervorgehoben. Diese Mineralien werden nach dem rein chemischen Gesichtspunkt ihres Verhaltens gegenüber Salzsäure eingeteilt in 1) durch Salzsäure leicht aufschließbare und 2) durch Salzsäure schwer oder kaum aufschließbare wasserhaltige Aluminiumsilikate. Bei den ersten ist u. a. den Ergebnissen der Untersuchungen über das Verhalten des Wassers beim Erhitzen, über die absorbierenden Eigenschaften z. B. gegenüber organischen Farbstoffen, über den Austausch und die Adsorption anorganischer Stoffe sowie den Ansichten über die Konstitution der wasserhaltigen Aluminiumsilikate Rechnung getragen. Bei der zweiten Gruppe (in der Hauptsache den Zersetzungsprodukten der Alkalifeldspate) begegnet man dem technisch wichtigen Kaolin. Hieran anschließend folgt ein von Rieke, Charlottenburg, verfaßter Abschnitt über die Chemie des Porzellans. Von den zahlreichen Beiträgen, die das Werk dem Herausgeber Doelter selbst verdankt, möchte ich den Abschnitt »Allgemeines über natürliches und künstliches Ultramarin« hervorheben. Nach Doelter sind die verschiedenen Ultramarine als Molekülverbindungen von Natrium aluminiumsilikat (Nephelin) mit Natriumsulfid bezw. Natriumpolysulfid anzusehen.
+
Die erste Hälfte des dritten Bandes behandelt die Verbindungen des Titans, Zirkoniums, Zinns und Thoriums, ferner die zusammengesetzten Salze der Kieselsäure mit Titanund Zirkonsäure sowie die Salze der Elemente der fünften Vertikalreihe des periodischen Systems, namentlich die Nitrate, Niobate, Tantalate, Phosphate, schließlich die Verbindungen des Arsens, Antimons und Vanadiums. Mit dem ersten
1) Vergl. Z. 1912 S. 1952 und 1916 S. 135.
Element der ersten Vertikalreihe des periodischen Systems, dem Wasserstoff, findet der Halbband seinen Abschluß.
Wegen ihrer allgemeinen Bedeutung sei auf die folgenden Abschnitte besonders hingewiesen: Die Analysenmethoden zur Bestimmung und Trennung der seltenen Erden; Ueber die Darstellung und Verwendung der seltenen Erden (Peters, Oranienburg); Die Bedeutung der Radioaktivität für die Mineralogie (Meyer, Wien): Gewinnung und Eigenschaften der Thomasschlacke (Dafert, Wien); Das chemisch reine und das natürliche Wasser (Kremann, Graz). Auf die Einzelheiten dieser reichhaltigen Abhandlungen kann hier nicht eingegangen werden. Sie bilden treffliche Beispiele für die Eigenschaften des Werkes als Nachschlagewerk und Lehrbuch. K. Beck.
Zur Dampfmaschinentheorie. Theorie und Berechnung der wirtschaftlichen Dampfmaschine. Von A. Slucki. Berlin 1918, Julius Springer. 102 S. mit 32 Abb. und 1 Tafel. Preis geh. 6 M.
In Kapitel I wird die Heißdampfdehnung besprochen und nachgewiesen, daß der Dehnungsvorgang richtiger durch eine einfache Hyperbel mit Polverschiebung als durch eine gebrochene Polytrope wiedergegeben wird.
Kapitel II behandelt die mathematische Ermittelung des kleinsten Nutzdampfverbrauches für die Leistungseinheit in Abhängigkeit von der Verdichtungs- und Dehnungs-Endspannung pk und pe. Als Bedingung für den kleinsten Nutzdampfverbrauch bei einer gegebenen Leistung und gegebenen Anfangs- und Gegenspannung p und p' folgt für die Naßdampfhyperbel:
3. Mai 1919..
Zeitschriftenschau
Die Ergebnisse, zu denen Chr. Eberle in seinem Buche »Die Kosten der Krafterzeugung« gelangt, sind zeichnerisch dargestellt und der Untersuchung zugrunde gelegt. In einem der durchgeführten Beispiele errechnet der Verfasser für eine Heißdampfmaschine (Auspuff, p 12 at Eintrittsdruck, c 2,5 m/sk mittlerer Kolbengeschwindigkeit) das Mindestmaß der Gesamtkosten für eine Füllung von 33 vH, wobei mit einem Kohlenpreise von 2 M für, 100 kg im. Kesselhause gerech net wird.
Im Kapitel V wird eine dem Buche beigefügte Leistungstafel erläutert, aus der ohne weiteres die mittlere indizierte Spannung für jede Maschinengattung, Anfangspannung, Gegendruck, Füllung und schädlichen Raum sowohl für Heißdampf als für Naßdampf ohne Rechnung durch Abgreifen ermittelt werden kann.
Kapitel VI enthält für Naßdampf und für 100° Ueberhitzung im Zylinder, für rd. 100 PS Leistung und 2,5 m/sk mittlere Kolbengeschwindigkeit Zahlentafeln über Normalfüllung, mittlere indizierte Spannungen und Dampfverbrauch, die als praktisch verwertbare Mittelwerte dienen sollen.
Die vorliegende Arbeit füllt nicht nur die bekannte, sondern eine wirkliche Lücke in der Literatur aus und verdient zweifellos einen Platz auf dem Arbeitstisch eines jeden Ingenieurs, der sich mit dem Entwurf von Dampfanlagen zu befassen hat. Indem das Werkchen dem nach Vereinheitlichung drängenden Zuge der Zeit Rechnung trägt, wird es möglich, alle praktisch vorkommenden Fragen auf dem be
Brennstoffe.
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handelten Gebiet in gedrängter, die neuen Forschungen berücksichtigenden Form zusammenzufassen, so daß es an Brauchbarkeit des Inhaltes ältere, viel umfangreichere Werke übertrifft. Die selbständig durchdachten wissenschaftlichen Darlegungen sind anregend gefaßt, die Anordnung ist übersichtlich, die Ausstattung entspricht Friedensanforderungen. H. Dubbel.
1
Bei der Redaktion eingegangene Bücher.
(Eine Besprechung der eingesandten Bücher wird vorbehalten. Die Bücher werden kurze Zeit in unserm Lesesaal an besonderer Stelle zur Einsichtnahme ausgelegt, können aber nicht verliehen werden.)
Ernst Abbe, sein Leben und Wirken. Von F. Auerbach. Herausgegeben von der Siemens-Ring-Stiftung zur Ehrung großer Männer der Technik und der Technischen Wissenschaften. Leipzig 1919, Akademische Verlagsgesellschaft m. b. H. 48 S. mit 16 Abb. Preis für die Mitglieder des V. d. I. 60 (mit Porto 75 ) bei unmittelbarer Bestellung in der Geschäftstelle des Vereines.
Ein volkstümlich geschriebenes Büchlein, das sowohl der hohen wissenschaftlichen Bedeutung Abbes wie seinen hervorragenden volkswirtschaftlichen Leistungen gerecht wird, mehr noch aber auch den Menschen lieben und bewundern lehrt, denn als solcher steht er einzig und vorbildlich dar.
Bergarbeiter-Fragen. Von Bergrat Dr. jur. et phil. E. Herbig. Essen 1918. Deutsche Bergwerks-Zeitung G. m. b. H. 127 S. Preis 5 M.
Zeitschriftenschau.1)
(* bedeutet Abbildung im Text.)
Die Bestimmung des Stickstoffes in Kohle und Koks. Von Ferres. (Journ. Gasb.-Wasserv. 12. April 19 S. 173/77) Für die Stickstoffbestimmung kommen hauptsächlich die Verfahren von Dumas, Varrentrapp-Will und von Kjedahl in Betracht. Die verschiedenen Verfahren wurden durch Versuche auf ihre Zuverlässigkeit geprüft. Beschreibung der Arbeitsweise bei der Bestimmung nach Dumas mit dem Verbrennungsofen und mit dem elektrischen Ofen nach Simmersbach-Sommer. Schluß folgt.
Paraffine wax and its manufacture. (Engng. 21. Febr. 19 S. 247/48*) Das Paraffin wird abgekühlt, bis es salbenartig ist, und dann in Schalen durch Dampf erwärmt. Das ausgeschiedene Oel wird mit Schwefelsäure und Bleichmitteln behandelt, der Rückstand mit 1 bis 2 vH Holzkohle gemischt und gefiltert.
außerdem waren 2300 V-Drehstromleitungen vorhanden, die aus einem Hauptnetz mit 13 200 V gespeist wurden. Da die Regelung immer schlechter wurde, wurde das Verteilungsnetz auf Sternschaltung für 2300 V umgebaut, wobei der primäre und der sekundäre Nulleiter geerdet wurden. Hierdurch wurde die Hälfte der Primärleitungen gespart. Weitere Ersparnisse durch entsprechende Schaltung der Um
former.
The modern outdoor substation. Von Samuels. (El. World 7. Dez. 18 S. 1068/73*) Fortschritte in der Anlage freistehender Verteilstellen. Umformer mit selbsttätiger Kühlung, Verbesserungen an Oelschaltern, Blitzableitern, Drosselspulen und Sammelschienenträgern.
Arrangement for cooling transformers in substation. (El. World 30. Nov. 18 S. 1029*) Einstufige, doppeltsaugende Kreiselpumpen, die mit 2 PS-Induktionsmotoren von 220 V unmittelbar gekuppelt sind, fördern Wasser vom Kühlturm in eine Sammelleitung, die in einem Filter endigt. Von dort fließt das Wasser durch Zweigröhren in die Kühlschlangen des Transformators und über Wassermesser nach dem Kühlturm zurück.,
Ueber Erfahrungen und Bestrebungen in der Erzeugung und Verwendung verdichteter Luft in der Gießerei Von Hermanns. Schluß. (Gießerei-Z. 15. März 19 S. 87/91*) Kapselgebläse der S. S. W., dessen Flügel durch die Fliehkraft betätigt werden, für Sandstrahlgebläse. Turbogebläse für Druckluft von hoher
Der Einfluß der Korrektion von Zahnrädern auf Zahnstärke und Achsenabstand. Von Schmidt. Schluß. (Werkst.Technik 1. April 19 S. 98/101*) Das Verhalten der miteinander kämmenden Zahnräder mit verändertem Teilkreisdurchmesser, sowie eines Paares, bei dem nur der Teilkreis des einen Rades verändert ist, wird erörtert und durch Zahlenbeispiele erklärt.
Sliding friction in ball bearings. (Engng. 28. Febr. 19 S. 289/91*) Bei dem Lager mit kegelförmiger Lauffläche im Außenring sind die Reibungsverluste am günstigsten. Berechnung der Reibungsarbeit bei gleitender Reibung.
Mechanik.
Ueber Anlauf- und Auslaufverhältnisse von motorisch angetriebenen Massen unter Anwendung eines neuen graphischen Auswertungsverfahrens. Von Blanc. Schluß. (Z. Ver. deutsch. Ing. 19. April 19 S. 355/59*) Antriebe, bei denen Vorgelege oder Reibgetriebe zwischen Motorwelle und Last eingeschaltet sind. Beispiele.
Meßgeräte und -verfahren.
A machine for measuring screws. Von Shaw. (Engng. 24. Jan, 19 S. 104/08*) Bolzen und Muttergewinde werden mit einer an einem Hebel sitzenden Spitze gemessen. Der zweite Hebelarm trägt einen Spiegel zur Ablesung. Zahlreiche Anwendungen.
Metallbearbeitung.
Von
Die Serienfabrikation kleiner Gleichstrommotoren. Hurtig. Schluß. (Werkzeugmaschine 19. April 19 S. 120/24*) Vorrichtungen und Arbeitgänge zur Herstellung von Einzelteilen kleiner Motoren.
Fliegende Aufspanndorne für reh Drehbänke. (Werkst.Technik 1. April 19 S. 104/05*) Aufspanndorne verschiedener Bauart.
Das Dreibackenspannfutter von H. Spillmann in Zürich. (Z. Ver. deutsch. Ing. 19. April 19 S. 368*) Die drei Klemmbacken werden durch einen im Innern der Spannscheibe durch Schneckenrad bewegten gehärteten und geschliffenen Gewindegang gleichzeitig angezogen, der nicht aus einem Stück mit dem Schneckenrad herge
Horizontal duplex boring, drilling and tapping machine. (Engng. 21. Febr. 19 S. 241*) Beide Spindeln können einzeln oder gemeinsam arbeiten. Ungewöhnlich hohe Veränderlichkeit der Spindelgeschwindigkeiten durch Getriebe und Elektromotoren mit veränderlicher Umlaufzahl.
Inspection of electrical welds. Von Escholz. (El. World 9. Nov. 18 S. 882/85*) Anweisungen zur Prüfung elektrischer SchweiBungen. Bei Lichtbogenschweißung mit Metallelektrode sind besonders beachten: Vorbereitung der Schweißstücke, Wahl der Elektrode, Regelung des Lichtbogens, Einhalten gleicher Lichtbogenlänge, Vorwärmen und Glühen der Schweißstücke.
Electric welding in the construction of steel vessels. (Engng. 21. Febr. 19 S. 254/56*) Die englischen und amerikanischen Verfahren werden eingehend geschildert und verglichen.
Electric welding. Von Paterson. (Engng. 28. Febr. 19 S. 284/88*) Der Einfluß der chemischen Zusammensetzung und der Festigkeitseigenschaften der zu schweißenden Gegenstände, insbesondere bei Lichtbogenschweißung mit Eisenelektroden. Bedeutung der elektrischen Schweißung für Ausbesserungen.
Electric welding. Von Heaton. (Engineer 31. Jan. 19 S. 201) Nach allgemeinen Erörterungen der Vor- und Nachteile der verschie
deutscher Ingenieure.
denen Schweißverfahren wird das Verfahren von Kjellberg besprochen. das sich nicht für weiche, weniger als 6 mm dicke Bleche eignet. Verfahren von Strohmeyer mit abnehmbarem Schutz der Elektroden. Bei der Widerstandschweißung ist zu unterscheiden, ob die Schweißstelle nur erweicht und mechanisch fertiggeschweißt wird, oder ob sie durch Zusammenschmelzen entsteht. Forts. folgt.
Reclaiming oil from metal turnings. Von Smith. (Iron Age 5. Sept. 18 S. 558/59*) Die Späne werden in einem Wagen mit Doppelboden gesammelt und aus diesem in einen Oelabscheider geschüttet, dessen Einlaßöffnung in der Flurebene liegt. Nach dem Entölen gelangen die Späne unmittelbar in Eisenbahnwagen. Täglich werden etwa 100 ltr Oel wiedergewonnen.
Pumpen und Gebläse.
Veranschaulichung der großen Bedeutung des Ventilatortemperamentes. Von v. Rosen. (Glückauf 12. April 19 h
S. 257/58*) Die gleichwertige Grubenweite 4 0,38 V: √ und das Temperament der Grube T = V:Vh besagen dasselbe über die Bewetterung der Grube. Man kann deshalb auch beim Gebläse zweckmäßig mit dem Temperament statt mit der Durchgangöffnung rechnen. Es wird gezeigt, daß der Gewinn an Gesamttemperament der Grube und des Gebläses nur gering ist, wenn das Temperament des Gebläses allein mehr als etwa dreimal so groß wie das Temperament der. Grube gewählt wird.
Die Zentrifugalventilatoren und die Zentrifugalpumpen und ihre Antrieb maschinen, die Kleindampfturbine und der Elektromotor im Heizungsfache. Von Hüttig. Schluß. (Gesundhtsing. 12. April 19 S. 153/58*) Zusammenhang zwischen Leistung, Leistungsverbrauch, Umlaufzahl und Druckhöhen bei Kreiselpumpen und
-gebläsen.
Schiffs- und Seewesen.
Progress in turbine ship production. Von Hodgkinson. (Engng. 10. Jan. 19 S. 42/44* und 17. Jan. S. 93/95*) Die Hochdruckturbine kann unmittelbar an den Kondensator angeschlossen oder die Niederdruckturbine mit Frischdampf gespeist werden, so daß das Schiff bei Maschinenschaden immer noch fahren kann. Das Speisewasser wird durch den Abdampf der Hilfsmaschinen vorgewärmt. Ein Ueberschuß von Abdampf wird bei einigen Anlagen durch eine der Niederdruckturbinen geleitet. Gesichtspunkte für einfache und zuverlässige Schmiervorrichtungen. Die Ueberhitzung ist durchweg geringer als bei ortfesten Maschinen, weil das schnelle Anlassen und Abstellen ungleiche Formänderungen verursachen kann. Forts. folgt.
The »N« or fabricated vessels. (Engng. 17. Jan. 19 S. 69/71*) Die Schiffe haben etwa rechteckige Spanten, rechteckige Platten und Niete gleicher Dicke. Antrieb durch Turbinen. Wasserrohrkessel.
von
Detail-drawing method used for 8800 t steel ships. (Eng. News-Rec. 23. Jan. 19 S. 188/90*) Die Northwest Steel Comp. in Portland, Oregon, hat gute Erfahrungen mit der weitgehenden Verwendung von Blaupausen an Stelle der bisher üblichen Holzschablonen gemacht. Unfallverhütung.
Vergiftung durch Benzoldampf. Von Leybold. (Journ. Gasb.-Wasserv. 12. April 19 S. 177/78) Vergiftungsgefahr durch Benzoldampf bei hoher Temperatur. Rohbenzol ist gefährlicher als Handelsbenzol und dieses gefährlicher als Reinbenzol. Beispiele von Vergif tungen und Maßregeln zur Verhütung.
Mask and body protection for welders. (Engng. 21. Febr. 19 S. 252*) An den Kopfschutz ist ein fenerfestes Tuch angeschlossen. das zum Sprechen heruntergeklappt werden kann.
Wasserkraftanlagen.
Schnellaufende Schraubenturbine und deren wirtschaftlicher Vergleich mit Francisturbinen. Von Zuppinger. Schluß. (Schweiz. Bauz. 12. April 19 S. 170/74*) Vergleich der besprochenen Turbinenbauarten in bezug auf Raumbedarf und Baukosten an einem Kraftwerk für 20 000 PS bei 10 m Gefälle mit Francis- und mit Schraubenturbinen, je mit wagerechter oder mit senkrechter Welle.
Werkstätten und Fabriken.
Groton shipyard built on sloping limestone ledge. (Eng. News-Rec. 16. Jan. 19 S. 135/38*) Die Werft liegt auf einer Geländestufe. Die Hellinge sind der, natürlichen Bodenerhebung von etwa 7,5 m angepaßt. Die Kranbahnen liegen 12,6 m über Wasserspiegel in gleicher Höhe mit den Werkstätten. Bauart der drei Betonkranbahnen.
Geteerte Ziegel als Fußbodenbelag von Fabriken. (Werkst.-Technik 1. April 19 S. 105/06) Geteerte hartgebrannte Ziegelsteine werden als brauchbarer Ersatz für geteerten Holzbelag empfohlen. Herstellung.
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