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Weesner Senioren sind Schweizer Meister!
Die Weesner Unihockeyaner standen vor dem letzten Spiel der Finalrunde mit dem Rücken zur Wand, fegten dann aber überraschend den Favoriten aus Schüpbach mit 9:3 Toren vom Platz und kürten sich somit zum ersten Mal zum Schweizer Meister bei den Senioren.
Die Saison der Weesner Senioren begann mit den Vorrundenspielen in Goldau am Wochenende vom 1. und 2. April. Aufgrund von zwei Teamrückzügen musste der Gruppensieger der Gruppe 4 in nur drei Spielen ermittelt werden. Nach einem Last Minute-Sieg gegen den letztjährigen Halbfinalisten Vipers InnerSchwyz (5:4) konnten sich die Weesner in ihrem zweiten Gruppenspiel gegen den UHC Sarganserland letztendlich deutlich mit 13:8 Toren durchsetzen. Diese zwei Siege waren gleichbedeutend mit dem Gruppensieg und somit der Qualifikation für die Finalrunde, wo zwei weitere Gruppensieger am vergangenen Wochenende in Rafz um den Schweizer Meister-Titel kämpften.
Der Weg zum Titel führte also über zwei weitere Spiele gegen den UHC Phantoms Rafzerfeld und den UHT Schüpbach in einer einfachen Runde. Der Start in die erste Partie gegen das Heimteam aus Rafz verlief vielversprechend. Praktisch mit den ersten beiden Angriffen gingen die Weesner mit 2:0 in Front. Der weitere Spielverlauf zeigte jedoch, dass sich der Gegner berechtigterweise für die Finalspiele qualifiziert hatte. Die Weesner bekundeten Mühe mit der körperbetonten und aufsässigen Spielweise des Heimteams und fanden nie richtig zu ihrem Spiel. Obwohl das Score bis zum Schlusspfiff knapp und das Spiel somit spannend blieb, setzten sich die Rafzer nach 40 Minuten am Ende nicht unverdient mit 4:5 Toren durch.
Somit standen die Weesner vor dem zweiten Spiel gegen den letztjährigen Finalisten UHT Schüpbach vor einer schwierigen, ja fast unlösbar scheinenden Aufgabe. Für den erstmaligen Weesner Titelgewinn müsste ein Sieg mit mindestens vier Toren Differenz errungen werden, da sich Schüpbach in ihrem ersten Spiel gegen die Phantoms mit 7:3 durchsetzte. Für die Silbermedaille würde ein Weesner-Sieg in der Regulären Spielzeit genügen, ansonsten müsste man sich mit dem dritten Platz begnügen.
Angesichts dieser Ausgangslage ging das Weesner Team auffallend unverkrampft und unbeschwert in die Partie. Auch hier gelang ihnen ein Start nach Mass. Nach zehn Spielminuten führten die Weesner mit 3:0 Toren. Die Favoriten aus dem Emmental, sichtlich geschockt, vermochten auch in der Folge nicht zu reagieren. So waren es dann die Weesner die einen weiteren schönen Angriff vor der Pause mit dem vierten Treffer abschliessen konnten. Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter. Die Weesner machten nicht nur die Tore, sondern bestimmten über weite Strecken auch das Spielgeschehen. Auf das erste Tor von Schüpbach vermochten die Weesner postwenden mit einem weiteren Treffer zu reagieren. In der Folge ersetzten die Emmentaler schon früh ihren Torhüter durch einen vierten Feldspieler. Aber auch diese Massnahme erzielte nicht die erhoffte Wirkung. Dank einem Torhüter Loretz in Hochform und einer kämpferisch tadellosen Leistung konnte der Gegner auch in dieser Phase in Schach gehalten werden. Erst als kurz vor Ende der Partie die Kräfte und die Konzentration bei den Weesner etwas nachliessen vermochte Schüpbach erneut zu scoren und verkürzte bis zum Abpfiff auf 9:3. Dann war aber Schluss und der vielumjubelte erste Schweizer Meister-Titel für die Weesner Unihockeyaner war Tatsache.
Nach zwei dritten Plätzen in den Jahren 2011 und 2014, sowie der Silbermedaille im Jahr 2015 konnten die Weesner Urgesteine nun endlich den ersten Titelgewinn feiern. Ein wunderbarer Höhepunkt einer bereits tollen Erfolgsgeschichte. Die anschliessende Meisterfeier fand in einem kleinen und beschaulichen Rahmen statt. Hier zeigte sich, dass die meisten Spieler doch schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel haben…
Für den UHCW im Einsatz:
Marco Loretz; Simon Gugelmann, Christian Hösli, Matthias Schneeberger; Beni Jakob, Michael Hirschi, Patrick Schwitter; Christian Schneeberger, Mathias Hösli, Stefan Zahner; Remo Kistler, Roman Städler, Michael Schneeberger.