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25.06.2018 12:53:21

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Katholische Kirche
Abtrennung von Wädenswil
Anlässlich der Volkszählung 1850 ermittelte man in Hütten 690 Reformierte und 28 Katholiken. 1888 waren es 41 Katholiken und 1900 bereits 88. Wädenswil, wo 1881 erstmals römisch-katholischer Gottesdienst gehalten worden war, wurde 1888 eine Missionsstation von Einsiedeln und 1895 eine selbstständige Pfarrei. Die 1901 eingeweihte katholische Kirche an der Etzelstrasse in Wädenswil war auch das Gotteshaus der Hüttner Katholiken. Denn Hütten gehörte bis 1924 mit Schönenberg und Hirzel kirchlich zu Wädenswil. Richterswil, anfänglich auch nach Wädenswil kirchgenössig, erhielt 1914 eine eigene Kirche.
1922 wurde mit Hilfe der inländische Mission in Schönenberg eine mit 200 Sitzplätzen gebaut. Auf den 1. Juli 1924 löste sich Schönenberg von der katholischen Kirchgemeinde Wädenswil und wurde zur selbständigen Pfarrei erhoben, zu der bis heute auch Hütten und Hirzel gehören.
Die Zahl der in Hütten wohnhaften Katholiken stieg von Jahrzehnt zu Jahrzehnt an.
Die katholische Kirche
Erstmals seit der Reformation wurde in Hütten im März 1961 wieder das Messopfer gefeiert. Dies geschah in der alten Garage der Sägerei Kälin + Müller. Bald war das Lokal Sonntag für Sonntag überfüllt. Ein Kirchenbau drängte sich auf: Pfarrer Johann U. Heeb begann die Idee in die Tat umzusetzen, mit einer Bettelaktion in der ganzen Schweiz. Die öffentlich-rechtliche Anerkennung der römisch-katholischen Kirche im Kanton Zürich (1963) brachte eine Wende: Mit finanzieller Unterstützung der römisch-katholischen Zentralstelle konnte der Kirchenbau in Hütten in den Jahren 1968/69 verwirklicht werden. Nachdem ein erstes Projekt von Architekt Eigensatz in Luzern keine Gnade gefunden hatte, wurde schliesslich nach den Plänen von Architekt Kurt Federer, Rapperswil, ein moderner Rundbau mit zwei Türmen erstellt, der sich mit seinem wuchtigen Formen gut in die Hügellandschaft einpasst. Der Innenraum mit Altar aus Sichtbeton und Holzdecke ohne Farbanstrich wirkt in seiner Einfachheit ruhig und besinnlich. Er weist nur ein einziges, schmales, vier Meter hohes Fenster auf. Das Licht fällt von oben, aus dem einen Turm, auf den Altar nieder.
Im Hauptturm hängen drei Glocken, die am 30. November 1968 in der Firma Emil Eschamnn AG in Rickenbach-Will gegossen worden sind. Sie trage folgende Inschriften:
Grosse Glocke, fis’, 887 Kilogramm, dem Apostel Jakobus dem Älteren geweiht.
„Der hl. Jakobus hat in seinem Siegsetode den Kelch des Herrn getrunken.Kraft in der Not, im Hunger, in der Hoffnung, in der Trauer.“
Mittlere Glocke, a’, 573 Kilogramm, Marienglocke.
„Hoch preist meine Seele den Herrn, mein Heil; - mein Geist frohlockt in Gott, meinem Retter. Liebe, Friede, Freude, Güte“.
Kleine Glocke, h’, 386 Kilogramm, den Engeln geweiht.
„Ehre sei Gott in der Höhe auf Erden Friede den Menschen, die guten Willens sind. Verantwortung, Gewissen, Toleranz, Ehrfurcht.“
Die mit dem Geläute der reformierten Kirche harmonierenden Glocken der St.-Jakobus-Kirche wurden am 13. Juli 1969 geweiht und am folgenden Tag in den Turm aufgezogen.
Glocken, Tabernakel, und Messkelche konnten aus Spenden angeschafft werden. Die Baukosten für die katholische Kirche Hütten liessen sich dadurch auf rund 800'000 Franken beschränken. Am 27. Juli 1969 vollzog Anton Hänggi, de Bischof von Basel und Lugano, die Weihe des Gotteshauses. Zum Kirchenpatron wähle man den heiligen Apostel Jakobus den Älteren. Ihm hatte man schon die 1496 vollendete Kapelle Hütten geweiht.
Quelle: Prof. Peter Ziegler, Wädenswil
letzte Nachführung: 1987
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