Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/2514

Das Forschungsprojekt untersucht die Rolle sozialen Lernens im Kontext partizipativer Aushandlungsprozesse am Fallbeispiel eines komplexen Planungsprojekts im Bereich Naturgefahrenmanagement und Nutzung natürlicher Ressourcen.
Aktuelle wissenschaftliche Literatur zeigt, dass für ein effizientes integrales Management von Naturgefahren und natürlichen Ressourcen ein gemeinsames Problemverständnis durch soziales Lernen zentral ist und dass soziales Lernen insbesondere im Rahmen partizipativer Aushandlungsprozesse zwischen entsprechenden Akteuren gefördert wird. Die wesentlichen Aspekte des Konzepts des sozialen Lernens und dessen Wechselwirkungen mit partizipativer Umweltplanung sind jedoch noch ungenügend erforscht. Obwohl in den letzten Jahren neue Ansätze entwickelt wurden, um das Problemverständnis von Akteuren auf Grundlage mentaler Modelle zu beschreiben, bleiben die systematische Analyse und die Konzeptualisierung sozialen Lernens entscheidende Herausforderungen. Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu einem umfassenden Verständnis des Konzepts des sozialen Lernens.
Ziele, Forschungsfragen und Methoden
Das Projekt hat zum Ziel, zu erforschen, inwiefern Partizipation das soziale Lernen direkt beteiligter Akteure stimuliert, welche Effekte in einem weiteren Umfeld von Interessengruppen auszumachen sind und welche Rolle dabei Machtverhältnisse und gemeinsame Identitäten spielen. Zur Bearbeitung dieser Fragestellungen werden der gesamte partizipative Aushandlungsprozess und das Problemverständnis verschiedener Akteure eines Fallbeispiels mittels qualitativer und quantitativer Methoden iterativ analysiert. Die Daten werden hauptsächlich durch problemzentrierte Interviews und standardisierte Fragebögen erhoben. Dadurch sollen Schlussfolgerungen bezüglich konzeptioneller Aspekte sozialen Lernens und Grundlagen für ein effizientes partizipatives Management von Naturgefahren und natürlichen Ressourcen hergeleitet werden.
Details zum Projekt
Projektdauer
2014 - 2017