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Weinanbau gibt es im Tessin seit mehr als 2000 Jahren. Seine bemerkenswerte Qualität entwickelte er jedoch erst in den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Im Jahre 1906 erfolgte der erste Anbau der noblen Rebsorte Merlot, die aus der Region von Bordeaux stammte. Die optimalen Resultate des Experiments überzeugten Behörden und erste Kellereien davon, den Anbau zu verstärken.
Die restlichen 1000 Hektar Weinanbaugebiet im Tessin sind derzeit zu mehr als 80% von dieser Rebsorte bedeckt. Sie ist mit der Zeitzu einem echten Symbol des kantonalen Weinanbaus geworden.
Die Böden und Klimata der zahlreichen Gebiete des Kantons, in der Winzersprache "terroirs" genannt, weisen auch untereinander grosse Unterschiede auf: Im Süden, rund um den Luganer See und Chiasso, sind die Böden lehmig, reichhaltig und tief und bringen durch das typisch warme Klima Weine mit viel Eleganz und Weichheit hervor. Der Norden des Monte Ceneri, der den Kanton in zwei Hälften teilt, ist die Heimat von Gletschern und Wildbächen, die das Gebiet mit relativ steinigen, sand- und schlammreichen Moränenablagerungen und Schuttkegeln geformt haben, Diese Eigenheiten des Bodens, zusammen mit dem von der nahen Alpenkette beeinflussten Klima, bringen strenge Weine hervor, die sich gut für eine lange Lagerung eignen.