Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03636.jsonl.gz/1308

We capitulate to the figures that illustrate climate change. Or, as Timothy Morton describes it in Being Ecological: data cause fear and insecurity, they do not lead to change but to shock paralysis or, worse still, to the impulse to disprove them. Conversely, this means that there is no way around the built experiment. On two accounts. Firstly, the abstract figures can only be made visible through built architecture, only a building with net zero grey energy makes it clear how building against climate change can look. Secondly, faith in mastering the climate crisis lies less in our intentions than in the things that we do.
The greenest building is indeed the one that was not built in the first place, however it is not our aim to proclaim the end of the profession, but to show a constructive way out of the dilemma. Experiments provide data which we can interpret, and which show the need for new ways of acting. This means that now it is time, in the case of as many buildings as possible,
to leave the path of the standards, the labels and of what is pleasing and to dare to do something unusual. And this calls for rethinking and courage from all those involved: from clients and public authorities as well as from architects. The strategies of building in the face of climate change could hardly differ more from each other but we wish to emphasise one thing: in building today demolition and reuse tomorrow should always be included in the planning.
Despite the diversity of the paths outlined in this issue: in the climate crisis we resemble the rabbit in front of the snake. The gaze freezes in expectation of the inescapable. The imperative “avoid CO₂!” is restrictive, above all for architecture. With this issue we say to the rabbit: take a close look and do something! A good list of priorities is offered by the nine “Rs” of sustainability: refuse (not making use of raw materials), reduce (fewer raw materials), reuse (through employing used or separated products), repair (and maintain), refurbish (convert), remanufacture (make new products from parts of old ones), repurpose (change the use), recycle ( reprocess material mechanically or chemically), recover (recover energy). If we take this series to heart, suddenly we again have air to breathe.
Kerstin Müller von Baubüro In Situ stellt sich den kritischen Fragen der Redaktion und erklärt, warum die Wiederverwendung die sauberste Lieferkette am Bau aufweist. Anhand ihrer jüngsten Realisierungen in Basel und Winterthur spricht sie über die Hindernisse bei der Planung und beim Bauen und verrät, wie In Situ seine Bauherren vom guten Tun überzeugt.
Der Kopfbau Halle 118 in Winterthur von Baubüro In Situ zeigt exemplarisch, welche Prämissen beim Bauen mit wiederverwendeten Bauteilen im Auge zu behalten sind.
Lagerung, Logistik und Verfügbarhalten von Bauteilen fürs Recycling sind aufwändig. Bauteilpässe für den Bestand schaffen ein Inventar im grossen Stil. Ein Erfahrungsbericht vom Entwerfen mit solchen Bauteil-Katalogen.
Im Kleinen gibt es Bauteillager ja seit Langem. Doch welche Hürden stellen sich, plant man als Architekt einen kleinen Umbau mit Secondhand-Material? Ein Reality-Check.
Vor den Toren Luzerns steht das Recyclingcenter von Huber Waser Mühlebach. Nicht nur die hier gesammelten Stoffe, sondern auch die Gebäude sind recyclierbar: aus Holz aus lokalen Wäldern, ohne Schaum und Klebstoffe, einfach demontierbar. Die Konstruktion folgt streng der Systemtrennung, die auch den Ausdruck der Räume bestimmt.
Für BC Architects aus Brüssel sind Gebäude gleichzeitig Prototypen und Forschungsprojekte. Deshalb gründeten sie BC Materials zur Produktion von Baumaterialien und BC Studies, um beim Bauen mit Recycling und Lehm zu beraten – ein ganzheitlicher Ansatz. Originaltext Niederländisch
Wie kann die zukünftige Ressourcen-Lücke geschlossen werden? Dirk Hebel meint, dass wir neben nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Hanf bald auch Pilze für Bauteile züchten.
Angelehnt an die Typologie-Lehre von Rossi versucht Martin Fröhlich an der EPFL, beim Entwerfen weitere Nutzungen mitzudenken, um so zur Kreislaufwirtschaft beizutragen.
Nach dem Vorbild des japanischen Metabolismus forscht man in Berlin oder Lausanne zur Wiederverwendbarkeit von Tragsystemen. Die Gestaltung der Bauteile selbst wie auch möglichst clevere Verbindungen eröffnen der Architektur neue Spielräume.
Ein Nicht-Architekt als Kantonsbaumeister? Stadtbaumeister als subalterne Funktion? Daniel Kurz ist besorgt um die Entwicklung der öffentlichen Bauämter.
Der Climate Action Plan CAP der Klimastreik-Bewegung fordert einen umfassenden Umbau der Gesellschaft. Was heisst das für die Architektur? Ludovica Molo und Friederike Kluge geben erste Antworten in der gemeinsamen Serie von werk, bauen + wohnen und Hochparterre.
Die 1980er Jahre sind längst auch im Architekturdiskurs angekommen. Die Berliner Situation mit einer eigenen Programmatik im Ost- wie im Westtteil der Stadt ist einmalig und Gegenstand des lesenswerten Buchs Anything Goes?, das eine aktuelle Ausstellung begleitet. Das Buch Spolien ergänzt unser Heftthema um eine Facette der Architekturgeschichte.
Barbara Wiskemann hat sich für uns in der Schau Critical Care im Zentrum Architektur Zürich umgesehen. Zudem empfehlen wir die monografische Schau über Werner Düttmann in Berlin sowie Big City Life im Cartoonmuseum in Basel.
1986 gewann das St. Galler Büro Benz Engeler mit der St. Galler Primarschule Hof seinen ersten Wettbewerb. Deren Ergänzung um neue Räume für die Betreuung war 2019 der Erstling von Hutter Zoller Architektur.
Die Geschäftshäuser Gleis-Arena von Made In am Zürcher Hauptbahnhof faszinieren und irritieren mit ihrer erratischen Eigenart.
Auf die Bewegung der vorbeifahrenden Gotthardzüge reagiert die Fachhochschule SUPSI in Mendrisio von Bassi Carella Morello. Ihr Inneres überrascht mit einem Atrium, das wie ein städtischer Strassenraum funktioniert und die versetzten Ebenen verbindet. Originaltext Italienisch
Umbau und Aufstockung Zwinglistrasse in Zürich, Beat Nievergelt mit Burkhard & Fata
Umbau Mehrfamilienhaus Eichweid in Wädenswil, Ressegatti Thalmann