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Australien verfügt über die weltweit grössten Uranreserven und ist einer der grössten Exporteure von Uranerz. Der Bau und Betrieb kommerzieller Kernkraftwerke ist in Australien jedoch verboten.
Die MCA-Direktorin Tania Constable fordert, dass alle Optionen für kohlenstoffarme Energiequellen berücksichtigt werden müssen. «Unser Verband setzt sich seit langem dafür ein, dass Australien im Zuge der Dekarbonisierung der Wirtschaft die emissionsarme Kernenergie, zusammen mit der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung sowie erneuerbaren Energien in Betracht zieht», erkl ärte Constable. SMR seien ein Teil der Lösung.
Um dies zu untermauern, hat der MCA den Bericht «Small Modular Reactors in the Australian Context» des führenden australischen Nuklearexperten, Ben Heard veröffentlicht. Heard stellt die drei fortschrittlichsten SMR-Konzepte mit ihren voraussichtlichen Betriebskosten vor: das NuScale Power Module, den GE Hitachi BWRX-300 sowie den Integral Molten Salt Reactor (IMSR) der Terrestrial Energy.
Laut Bericht könnte Australien mit der neuen Reaktortechnologie seine alten Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen, ohne das Stromnetz anzupassen – das sei gut für das Klima. Die SMR lassen sich zudem mit Meerwasser oder Luft kühlen, was bei Wasserknappheit wichtig sei.
Ausser Australien nutzen immer mehr Länder die Kernenergie oder entwickeln diese weiter. Constable erinnert daran, dass Australien mit seinen Uranexporten etwa 10% des weltweiten Bedarfs deckt: «Das ist genug Uran, um praktisch den gesamten nationalen Strommarkt mit kostengünstigem, emissionsfreiem Strom zu versorgen.»
Die australische Bundesregierung hatte Mitte 2020 angekündigt, den Einsatz von SMR prüfen zu wollen. Da zudem nuklearbetriebene U-Boote gebaut werden sollen, könnte dies auch der SMR-Technologie dienen.
Quelle
B.G. nach MCA, Medienmitteilung, 6. Oktober 2021