Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03397.jsonl.gz/2021

An den US-Open gibt es für Männer andere Bälle als für Frauen. Diese Regelung steht scharf in der Kritik. Paula Badosa, Weltranglistenvierte, beschreibt zum Beispiel das Flugverhalten der Frauenbälle als «entsetzlich». Auf instagram hat sie dazu ein Vergleichsfoto gepostet. Auf den Verpackungen der Bälle stehe sogar, dass die im Herrenturnier eingesetzten Bälle für Hartplätze gedacht wären. Und die bei den Frauen eingesetzten gelben Geschosse? Sind für Asche und Hallenböden gedacht.
Schlagkräftige Argumente
Wie der «Spiegel» schreibt, wehren sich auch andere Spielerinnen gegen diese Regelung. «Ich habe viele Spielerinnen gehört, die sich darüber beschwert haben, weil wir andere Bälle haben als die Männer», sagt Iga Świątek. Die Führende in der Weltrangliste sagt, es sei nicht mehr wie vor zehn Jahren: «Wir haben heute ein wirklich kräftiges Spiel.»
Der Spielball der Frauen unterscheidet sich deutlich daran, dass er weniger flauschig ist. Dafür über ein engeres Gewebe an der Ball-Naht verfügt. Daher spielt der sich leichter und wie die Frauen sagen «er fliegt wie verrückt». So lässt sich der Ball weniger gut kontrollieren, kritisieren die Spielerinne die Wahl.
Ball in Europa nicht mal erhältlich
Das wohl Verrückteste am Ganzen? Der Ball, mit dem die Frauen spielen müssen, gibt es zum Beispiel in Europa gar nicht zu kaufen. Sprich: Mit dem Turnierball trainieren fällt weg. Bei den Männern stärkt zumindest der Ex-Tennisprofi Alex Corretja den Damen den Rücken. Er sagte, dass es «keinen Sinn ergebe, unterschiedliche Bälle zu haben».
Bei den anderen Grand-Slam-Turnieren wird übrigens mit den gleichen Bällen gespielt – egal ob Mann oder Frau.
(roa)