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Menschen mit lebensbegleitender kognitiver Beeinträchtigung im Alter
Teilhabemöglichkeiten in der Freizeit
Menschen mit lebensbegleitender kognitiver Beeinträchtigung, die sich in der Lebensphase Alter befinden, sind in ihrer Teilhabe an unterschiedlichen Lebensbereichen eingeschränkt. Dazu gehört auch der Lebensbereich der Freizeit. Dies widerspricht der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen an der Gesellschaft, die auch in der UN-Behindertenrechtskonvention als Anspruch festgehalten wird. Die vorliegende Bachelor-Thesis hat das Erkenntnisinteresse, den Bedarf an Teilhabemöglichkeiten in der Freizeit von Menschen mit lebensbegleitender kognitiver Beeinträchtigung im Alter zwischen 65 und 80 Jahren zu ermitteln. Daraus werden Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit abgeleitet.
Um den Bedarf an Teilhabemöglichkeiten in der Freizeit von älteren Menschen mit lebensbegleitender kognitiver Beeinträchtigung zu ermitteln, wurde eine empirische Untersuchung in Form von drei leitfadengestützten Interviews mit über 65-jährigen Menschen mit lebensbegleitender kognitiver Beeinträchtigung durchgeführt. Es wurden Bedarfe an Freizeitaktivitäten und sozialen Netzwerken sowie Wünsche diesbezüglich ermittelt. In einem weiteren Schritt wurden die methodischen Ansätze der Partizipation, Sozialraumorientierung, Biographiearbeit sowie die Zukunftswerkstatt diskutiert und danach beurteilt, inwiefern diese bei der Erfüllung des Bedarfs unterstützend wirken können.
Auch wenn durch die befragten Personen kein konkreter Bedarf geäussert wurde, kann nicht davon ausgegangen werden, dass dies repräsentativ für die Adressat*innengruppe der Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ist. Es ergaben sich Hinweise auf eingeschränkte Handlungsspielräume in der Freizeit. Die von den befragten Personen genannten Freizeitaktivitäten weisen eine hohe Ähnlichkeit auf und die sozialen Netzwerke sind eher klein. Um die Auswahl- und Handlungsmöglichkeiten zu erhöhen und damit die Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen im Alter in ihrer Teilhabe in der Freizeit zu fördern, wurde ein Entwurf für einen niederschwelligen, inklusiven Quartiertreff entwickelt. Es wurden die individuelle Förderung der Interessensentwicklung sowie die Ausgestaltung von konkreten partizipativen Freizeitangeboten als zentral begründet.