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In einer Massagepraxis wird die entspannende und heilende Kunst der Massage von Ärzten, Physiotherapeuten und Masseuren angewendet. Die am häufigsten verwendete Massageform ist die klassische oder auch schwedische Massage. Bei ihr kommen fünf unterschiedliche Handgriffe zum Einsatz: Effleurage (Streichung), Petrissage (Knetung), Friktion (Reibung), Tapotement (Klopfung) und Vibration (Erschütterung). Die auch als Reiben, Drücken, Walken, Hacken und Kneipen bekannten Handgriffe gehen auf den Begründer der schwedischen Massage Pehr Henrik Ling zurück. Die Bedeutung der Reflexbögen wurde von Head und Mackenzie entdeckt. Sie gelten als Begründer der Reflexzonentherapie. Prof. Kohlrausch erforschte die Beeinflussung der inneren Organe durch Reize auf der Haut. Auf seinen Forschungsergebnissen aufbauend, entwickelte die Physiotherapeutin Elisabeth Dicke die Bindegewebemassage. Auf den Arzt und Physiotherapeut Dr. Paul Vogler geht die Kolonbehandlung, sowie die Periostmassage zurück. Die nach der klassischen Massage am häufigsten verwendete Methode der manuellen Therapie ist das Prinzip der Lymphdrainage, welches von Dr. Emil Vodder und seiner Frau Estrid erfunden wurde. Die direkte Wirkung von Massagen ist von der evidenzbasierten Medizin anerkannt und findet sich in Lehrbüchern und Therapieleitfäden wieder. Sie beschreibt die direkte Behandlung von betroffenem Muskel- und Bindegewebe. Die reflektorische Wirkung von Massagen beschreibt das Behandeln von Reflexzonen repräsentierten Organe.