Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03113.jsonl.gz/1154

Tabak ist ein Produkt mit einem extremen Suchtpotential, ebenso wie Kokain oder Heroin. Bereits nach einigen Zigaretten gewöhnt sich der Körper an das Nikotin. Nach und nach steigern die Rauchenden ihren Tabakkonsum, bis sie davon abhängig werden. Je früher die Jugendlichen beginnen, umso höher ist das Risiko abhängig zu werden.
Die Tabakabhängigkeit ist ein echtes Problem: mehr als die Hälfte der Rauchenden möchten von der Zigarette loskommen. Es ist ein schwieriger Weg, auf dem es nicht selten zu Entzugserscheinungen kommt. Es gibt mehrere Methoden Lien vers : Rauchstopp um die Erfolgschancen zu erhöhen.
Bei der Abhängigkeit von der Zigarette spielen mehrere Faktoren zusammen: körperliche, psychologische und verhaltensrelevante Einflüsse, die nicht isoliert voneinander betrachtet werden können. Um das komplexe Phänomen der Tabakabhängigkeit vereinfacht darzustellen, werden hier drei Abhängigkeitstypen unterschieden und beschrieben. Es darf allerdings nicht vergessen werden, dass diese Abhängigkeitstypen interagieren und von Person zu Person variieren können.
Weitere Informationen zum Thema Abhängigkeit
Die körperliche Abhängigkeit entsteht durch die Wirkung des Nikotins auf den Körper. Diese Abhängigkeit zeigt sich durch grössere Reizbarkeit und erhöhte Stressempfindlichkeit bei Abnahme des Nikotinpegels im Blut. Diese Entzugserscheinungen verleiten die Rauchenden dazu wieder zur Zigarette zu greifen, um sich besser zu fühlen. Diese akuten Auswirkungen der Nikotinabhängigkeit verschwinden in der Regel nach ein bis zwei Monaten.
Die psychologische Abhängigkeit betrifft die psychoaktiven Wirkungen, welche die Rauchenden in der Zigarette suchen (Lust, Antwort auf Stress, intellektuelle Stimulation, …). Bei sensiblen Personen zeigt sich diese Abhängigkeit darin, dass sie das Bedürfnis haben zu rauchen um nachzudenken, sich zu entspannen oder sich wohlzufühlen.
Die psychologische Abhängigkeit hält länger an, als die körperliche.
Die Verhaltensabhängigkeit ist eng verbunden mit der psychologischen. Sie betrifft die täglichen Gesten der Rauchenden, die mehr reflexartig als durch ein echtes Bedürfnis ausgelöst werden (z.B. etwas in der Hand zu halten). Die Rauchenden sind sich dieser Automatismen oft nicht bewusst.