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- Die deutsche Polizei führt heute die Durchsuchung eines Kleingarten-Geländes am Stadtrand von Hannover fort.
- Die Durchsuchung steht im Zusammenhang mit dem Fall «Maddie», wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigte.
- Ein 43-Jähriger, gegen den in diesem Fall ermittelt wird, soll nach dem Verschwinden der damals dreijährigen Maddie in Hannover gelebt haben.
Mit Bagger, Spaten und Rechen haben gestern bereits die Ermittler das Erdreich einer Parzelle in Seelze, am Stadtrand von Hannover, durchkämmt.
Was die Ermittler auf diesem Gartengelände genau suchen oder zu finden hoffen, ist unklar. Ebenso wenig ist bekannt, welche Verbindungen es zwischen diesem Garten und dem Verdächtigen gibt, der wegen anderer Delikte in Kiel inhaftiert ist und sich nicht zu Mordvorwürfen äussert.
Der Fall «Maddie»
- Am 3. Mai 2007 verschwand die damals dreijährige Madeleine McCann aus einer Ferienanlage in Praia da Luz, Portugal.
- Die portugiesische Polizei stellte ihre Ermittlungen nach 14 Monaten ein, nahm sie fünf Jahre später aber wieder auf. 2011 nahm dann die britische Polizei eigene Ermittlungen auf.
- Durch anhaltende Aufrufe ihrer Eltern, die zeitweise selbst verdächtigt wurden, und einem riesigen Medienecho wurde dieser Fall weltweit berühmt.
- Anfang Juni 2020 teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit, dass sie in diesem Fall gegen einen 43-jährigen Deutschen ermittle, der bereits wegen anderer Delikte in Kiel inhaftiert ist.
- In welchem Zusammenhang die neusten Durchsuchungen auf dem Gartengelände stehen, ist nicht bekannt. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass Maddie tot ist.
Der Pächter der angrenzenden Parzelle sagte gegenüber der Nachrichtenagentur DPA, dass das Gartengrundstück zuletzt unbenutzt gewesen sei und er seit Nutzung der Parzelle dort niemanden gesehen habe.
Wie lange die Durchsuchung des Grundstücks noch dauert, teilten die Behörden nicht mit.