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Mindestens 750 Dollar für jedes Buch, das Google digitalisiert hat – das verlangt der US-Autorenverband Authors Guild vom Suchmaschinen-Riesen. Eigentlich hatte Google im Jahr 2004 mit verschiedenen US-Universitäten ausgemacht, dass deren Bibliotheken auch ohne das Einverständnis des Autors gescannt werden können – doch das veranlasste die Authors Guild nur dazu, auch einige der Universitäten zu verklagen.
Falls die Autoren mit ihrer Forderung durchkommen, würde es eine der höchstenZahlungen in der Geschichte der Copyright-Verletzungen sein: Bei 2,7 Millionen betroffenen Büchern, bei denen dem Konzern das unrechmässige Kopieren vorgeworfen wird, würde sich eine Summe von rund 2 Milliarden Dollar ergeben, berichtet das US-Magazin Wired.
Google verteidigt sich und beruft sich auf das Fair-Use-Prinzip. Dieses gesteht das Recht zu, aus Werken zu zitieren, um über sie zu berichten, sie zu Lehr- und Forschungszwecken zu verwenden, aber auch, um sie zu kritisieren. Laut der Authors Guild nutzt Google die Inhalte allerdings in kommerzieller Hinsicht. Daher sei das Argument des fairen Gebrauchs hier nicht anwendbar.
(laf/tno)