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The Alpine Journal
Die Quartalhefte des „ Alpine Journal " sind gegen früher dicker und die Illustration ist reichlicher geworden; ebenso haben die kleineren Rubriken wie Alpine Notes, Reviews and Notices an Umfang und Bedeutung seit der Neuordnung des A.J. zugenommen, und eine besondere Rubrik, der Various expeditions, ist beigefügt worden, was alles nur zu begrüßen ist. Indem ich die für das interne Leben des Alpine Club, das an Intensität ebenfalls gewonnen hat, bedeutsamen Artikel hier, aus Raummangel, übergehe, möchte ich an Hand einzig der größeren Artikel konstatieren, daß die Tätigkeit der A. C. Männer sich nach wie vor über die Welt ausbreitet, aber auch den Alpen vornehmlich zugute kommt. So gleich im ersten Artikel von E. L. Strutt: Between the Inn and the Adda ( 4 Illustr. ), in welchen der Verfasser über die Reisen berichtet, deren Resultat uns als Climbers'guide to the Bernina vorliegt. In einer Sprache, die noch gleichsam vom Lagerfeuer durchwärmt ist, berichtet Prof. Harald B. Dixon über seinen Aufenthalt bei dem Canadischen Alpenclub: I. The Club House and the Camp. II. The Joho Expedition ( dazu 4 Illustrationen, wovon der matterhornähnliche Mt. Hungabee besonders auffällt ). Den schon oben erwähnten „ Attempt on Mount Robson " schildert L. S. Amery ( 5 Illustr. ). Dem Himalaya und anstoßenden Gebirgen gewidmet sind folgende Artikel: Dr. Longstaffs Expedition to the Karakoram, eine vorläufige kurze Notiz über diese an erstaunlichen Entdeckungen, darunter ein „ neuer " Gipfel von 27,000 Fuß Höhe und ein den Indus speisender Riesengletscher, reiche Reise Dr. Longstaffs, Dr. Neves und Mr. Slingsbys. Ferner: Mt. Kolakoi and its Northern glacier, by Dr. Ernest F. Neve ( 4 Illustr. ), und On the slopes and Crest of the Pic Punjal, by Dr. Ernest Neve ( 3 Illustr. ). Endlich: The Expedition of H. R. H. the Duke of the Abruzzi to the Karakoram Himalayas by Dr. Filippo de Filippi. Von dieser wird in zwei Artikeln Bericht gegeben, in einem kürzern in der Mainummer und in einem ausführlichern in der Novembernummer. Das eigentliche Ziel der Expedition, die Ersteigung von K 2, wurde nicht erreicht und auch am Bride Peak nur die Höhe von 24,583 Fuß. Dagegen wurde der Godwin Austen-Gletscher vermessen und längerer Aufenthalt ohne sonderliche Unannehmlichkeiten in Höhen von 21—22,000 Fuß gemacht. Drei neue Besteigungen in den Selkirks, die nach den 7 Abbildungen und dem Text zu schließen nicht leicht sein müssen, Mt. Kilpatrick, Mt. Cyprian und Mt. Augustine beschreibt Howard Palmer. Den Ostalpen gilt ein kurzer Artikel: A variation on the Guglia di Brenta, by C. F. Meade ( 1 Illustr. ), den Ostalpen ein ebensolcher: Mont Pourri, by Wm. Anderson Brigg ( mit einer Karte ). Die übrigen Fahrtberichte gehen die Schweizeralpen an, die also reich vertreten sind. Den Gabelhörnergrat in seiner ganzen Ausdehnung vom Untergabelhorn bis zum Obergabelhorn hat begangen und beschreibt Edward A. Broome ( 1 Illustr. ). Eine Traversierung des Monte Rosa von Macugnaga nach Zermatt ( 20 ½ Stunden von der Capanna Mannelli zum Riffelhaus ), welche er mit Harald Raeburn machte, und andere Expeditionen, nämlich einen Versuch auf die Aiguille Verte über den Moine-Grat ( mit einem unterwegs aufgelesenen deutschen „ Alleingänger " ), die Besteigung der Aiguille du Midi, des Grépon, des Rimpfischhorns, der Wellenkuppe und des Ober-Gabelhorns beschreibt W. N. Ling ( 2 Illustr.eine Besteigung des Täschhorns über den Teufelsgrat H. Symons ( 3 Illustr. ). Zu seinem zusammenfassenden Artikel über die Disgrazia liefert Claude Wilson eine willkommene Karte. Einen neuen Aufstieg zur Südlenzspitze vom Feegletscher und „ andere Besteigungen im Saasgrat ", nämlich Dom vom Feegletscher, Lenzspitze von der Domhütte und von der Mischabelhütte, Ulrichhorn, Balfrin, Täschhorn von Osten, Dürrenhorn von Osten, Hohberghorn, Nadelhorn, Stecknadelhorn usw. beschreibt ausführlich und mit Vorgeschichte Dr. O. K. Williamson. Die Novembernummer enthält außerdem die Beschreibung einer Besteigung des Matavanu, eines in Eruption begriffenen Vulkans in Savaii ( Deutsch-Samoa ), von Dr. Tempest Anderson. Als Abhandlung in unserm Sinne wäre zu bezeichnen der Artikel von F. W. Headley: The birds of the Alps ( 3 Illustr. ). Ein bei uns kaum gepflegtes Genre vertritt die reizende Plauderei von Charles Donald Robertson: Alpine humour, vielleicht das Feinste, was je über dieses Thema geschrieben wurde. Leider enthält die gleiche Nummer auch den Nekrolog dieses begabten und sympathischen Mannes, von G. Winthrop Young ( 2 Illustr. ). Von den andern Artikeln in Memoriam erwähne ich die auf Alois Pollinger, Daniel Maquignaz und Alexander Burgener. Daß ich von den kleineren Notizen im „ Alpine Journal " einen weitgehenden Nutzen gehabt habe, will ich zum Schlusse gerne hervorheben.Redaktion.