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Systematik
|Ordnung||Lepidoptera|
|Familie||Nymphalidae|
|Unterfamilie||Heliconiinae|
|Gattung||Heliconius|
|Art||Heliconius cydno|
Beschreibung
Der Blaue Passionsfalter hat im Durchschnitt eine Flügelspannweite von 8 cm und grosse Augen sowie lange Fühler. Die vorderen Flügel sind verlängert und vorne schwarz; an der Basis sind sie graubläulich und in der Mitte befindet sich ein sehr breites, regelmäßiges, weißes Band. Die hinteren Flügel sind ebenfalls schwarz, aber die Basis ist leicht graubläulich und sie haben viele weisse Flecken oder Linien. Die Unterseite der hinteren Flügel wird mit schrägen braunen Bändern geschmückt.
Diese Art weist eine Müllersche Mimikry (gegenseitige Nachahmung des Aussehens mehrerer ungeniessbarer Arten) mit dem Sapho-Passionsfalter (Heliconius sapho) auf. Eine Unterscheidungs-Methode besteht darin, ihre abdominalen Drüsen anzuschauen oder eher zu berühren: H. cydno verströmt einen abstoßenden bitteren Geruch, während H. sapho einen zarten und süssen Geruch verströmt. Die Unterseite der hinteren Flügel unterscheidet sich ebenfalls: H. cydno weist im Gegensatz zu H. sapho braune Bänder auf, während dem bei H. sapho die Flügelbasis rot ist.
Die Raupen haben einen rosabraunen Körper mit schwarzen Flecken. Sie werden von schwarzen Dornen bedeckt. Der Kopf ist orangegelb mit zwei schwarzen Hörnern.
Die Puppen sind braun mit zwei vergoldeten Rechtecken auf der Brust. Sie haben 5 Paare langer Dornen auf dem Unterleib. Am Kopf sind die „Antennen“ ebenfalls stachelig.
Biologie
Der Blaue Passionsfalter ist tagaktiv, und sein langsamer und legerer Flug erleichtert die Beobachtung. Dieser Schmetterling verteidigt seine Blumen heftig vor möglichen „Aggressoren“ anderer Arten. In der Nacht hängt sich der Blaue Passionsfalter alleine auf einer Höhe von 2 bis 10 Meter über dem Boden auf. Die Männchen klammern sich an die Puppen der Weibchen und paaren sich mit ihnen, sobald sie zu schlüpfen beginnen.
Wie alle Schmetterlinge der Gattung Heliconius ernährt sich auch der Blaue Passionsfalter von Pollen. Es ist diese hochspezialisierte, aminosäurereiche Ernährung, die ihnen eine bemerkenswerte Langlebigkeit von mehreren Monaten verleiht. Neben Pollen ernährt er sich auch von Nektar, mit einer deutlichen Vorliebe für Pflanzen der Gattung Psiguria (Cucurbitaceae).
Die Raupen ernähren sich von den Blättern verschiedener Passionsblumen, darunter Passiflora vitifolia und Passiflora biflora.
Die lebhaften Farben der Passionsblumenfalter dienen dazu, mögliche Räuber vor ihrem Gift zu warnen (Aposematische Farben).
Bei den Schmetterlingen der Familie Nymphalidae (Edelfalter) ist das erste Beinpaar verkürzt. Sie benutzen daher nur vier Beine zum Gehen. Sie benutzen ihr verkürztes vorderstes Beinpaar, um sich den Kopf zu reinigen.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Blauen Passionsfalters erstreckt sich von Mexiko über Kolumbien bis nach Ecuador.
Man trifft ihn in Wäldern an der atlantischen Küste bis hinauf auf Höhe von bis zu 1’400 m. Manchmal werden auch vereinzelte Exemplare an der pazifischen Küste beobachtet.
Bedrohung
Nicht definiert.