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Christoph Wolfgang Druckenmüller (1687–1741) stammt aus einer weit verzweigten Organistenfamilie. Sein Grossvater Georg Wolfgang war Schüler von Heinrich Scheidemann in Hamburg, sein Vater Johann Jacob war Organist in Ratzeburg und im ostfriesischen Norden an der berühmten Arp-Schnitger-Orgel. Die Stelle in Norden hatte zuvor Johann Dietrich, ein Onkel von Christoph Wolfgang inne. Auch sein Halbbruder Johann Lorenz war ein bekannter Organist.
Mit zwanzig Jahren wurde Christoph Wolfgang Druckenmüller Organist in Jork, 23 Jahre später wurde er an den Dom von Verden berufen, wo er noch 10 Jahre bis zu seinem Tod wirkte. Über den jungen Druckenmüller wurde berichtet, dass er lange Vorspiele liebe und sich dadurch bei den Pastoren unbeliebt machte. Seine Berufung als Domorganist nach Verden zeigt allerdings, dass er später hoch angesehen wurde.
Orgelwerke von Christoph Wolfgang Druckenmüller
Es sind vier Konzerte in G, F, D und A für Orgel solo überliefert sowie ein Präludium und eine Ciaconne in D. Seine Werke sind Teil des Husumer Orgelbuchs, das 2001 vom Carus-Verlag neu verlegt wurde. Zudem sind die Konzerte Christoph Wolfgang Druckenmüllers auch bei Strube und Armelin erschienen. Die Konzerte sind dreisätzig angelegt, die Satzfolge ist immer schnell–langsam–schnell. Unter den Ecksätzen finden sich einige wirkungsvolle Stücke im «italienischen Stil», die Mittelsätze sind in allen vier Konzerten auffallend kurz gehalten.