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Extrapunkte und ausserordentliche Meridiane
Extrapunkte befinden sich ausserhalb der Hauptmeridiane. In der Literatur werden bis zu 1500 Extrapunkte beschrieben, die alle unterschiedlich bezeichnet werden.
Zu den 12 Hauptmeridianen gibt es auch noch 8 ausserordentliche Meridiane. Sie entspringen in den Nieren, welche die Nierenessenz-Jing speichern ein eigenes System bilden. Über die ausserordentlichen Meridiane durchströmt die Nierenessenz den Körper. Ausser dem "Lenkergefäss" (Du Mai) und dem "Konzeptionsgefäss" (Ren Mai) haben die ausserordentlichen Meridiane keine eigenen Punkte. Sie sind nicht an einen Funktionskreis angeschlossen und werden auch nicht in Yin oder Yang eingeteilt. Ihre Aufgabe ist die Kontrolle und der Transport der Essenz, und zwar ohne an dem regulären Kreislauf des Qi teilzunehmen. Sie speichern die überschüssige Energie der Hauptmeridiane, um sie je nach Bedarf wieder freizusetzen. Gerade bei chronischen Schmerzen und psychosomatischen Beschwerden ist der Einsatz der ausserordentlichen Meridiane sehr wirksam. Hier ist jedoch zu beachten, dass eine zu häufige Nadelung zu Erschöpfungszuständen führen kann.
Insgesamt werden die ausserordentlichen Meridiane in vier Paare eingeteilt, die jeweils gemeinsam für die energetische Versorgung bestimmter Körperregionen zuständig sind. Die Aktivierung dieser Meridiane erfolgt durch die Nadelung des Öffnungspunktes (Schlüsselpunkt) und des Ankopplungspunktes.
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