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Sehr geehrter Herr Raeber,
01 wir korrespondierten bereits mehrfach und bisher ohne Resultat. Umsomehr freuen wir uns, Ihnen heute mitteilen zu können, daß wir im nächsten Jahrgang einige Gedichte von Ihnen veröffentlichen wollen. Die Auswahl entstammt einem Konvolut, das uns über Herrn Alfred Günther von der Deutschen Verlags-Anstalt zuging.
02 Es handelt sich um die drei Gedichte: "Abend", "Lied aus der Wiege", "Die drei Kammern". Um ein viertes Gedicht geht noch die interne redaktionelle Diskussion. Sie betrifft das Gedicht "Die heilige Katharina", das mich persönlich stark beeindruckte.
03 Mein Mitherausgeber Dr. Moras und ich wären Ihnen jedoch sehr dankbar, wenn Sie uns zur Deutung bzw. Interpretation dieses Gedichtes noch etwas unter die Arme greifen könnten. Wir befürchten, eine<m> Teil unserer Leser möchte es mit dem Verständnis dieses Gedichtes ähnlich gehen wie uns. Hat das Gedicht Bezug auf eine bestimmte Legende der 'Heiligen Katharina'? Wenn ja, schiene es uns ratsam, in einer Fußnote oder Anmerkung diese Legende kurz anzudeuten, um damit dem Leser das Verständnis einiger sonst rätselhafter oder verrätselter Stellen – namentlich am Schluss – zu erleichtern. Ausserdem wären wir für einige kurze biographische Angaben sehr verbunden.
Mit besten Empfehlungen und Neujahrsgrüssen!
Paeschke