Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03399.jsonl.gz/2411

| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Sechstes Buch
XVI. Kapitel
142.
[S. 336] 1. Daß er Ruhe gemacht hat, besteht also darin, daß er festsetzte, daß die Ordnung des Geschaffenen für alle Zeit unwandelbar gewahrt wird und daß er jedes einzelne von dem Geschaffenen aus der alten Unordnung befreite und so zur Ruhe brachte.
2. Denn die an den verschiedenen Tagen geschaffenen Werke hatten mit größter Folgerichtigkeit ihre Ehre nach dem Alter, da alles Geschaffene eine bestimmte Ordung erhalten sollte, weil es zwar zugleich mit dem Gedanken (Gottes) geschaffen, aber nicht in gleicher Weise wertvoll war. Es wäre sonst auch nicht ausdrücklich die Erschaffung jedes einzelnen bekanntgegeben worden, nachdem zuvor gesagt worden war, daß die Schöpfung auf einmal erfolgt sei; irgend etwas mußte ja auch an erster Stelle genannt werden.
3. Deshalb wurde von dem Propheten ein erstes und dann das zweite genannt, obwohl alles zugleich aus einem Stoff von einer einzigen Macht geschaffen wurde; denn es gibt, meine ich, doch nur einen einzigen Willen Gottes in einem und demselben sich gleichbleibenden Wesen.
4. Wie könnte aber auch die Schöpfung in der Zeit vor sich gehen, da auch die Zeit erst zugleich mit dem Seienden geschaffen wurde?1 Ferner bewegt sich auch nach Zeiträumen von je sieben Einheiten in Kreisen die ganze Welt alles dessen, was lebend geboren wird, und dessen, was wie die Pflanzen wächst.2
1: Vgl. Philon, Leg. all. I 2.
2: Vgl. Strom V 107,1 mit Anm.