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Ferdinand Victor Eugène Delacroix
Die Geschichte der Malerfamilie Märchy ist geprägt von kontrastreicher Vergangenheit und farbiger Zukunft. Von Pioniergeist, unternehmerischem Geschick und Weitblick. Angefangen hat alles mit Ur-Ur-Ur-Grossvater Franz-Josef Märchy.
Franz-Josef war lange Jahre auf der Walz, bevor er sich im stolzen Alter von 50 Jahren selbstständig machte und sein Geschäft in Brunnen eröffnete. Zuerst im «Haus Camenzind», später an der Bahnhofstrasse im Haus «zum Bifang», wo er mit seiner fünfköpfigen Familie auch lebte.
Für das Malerhandwerk war der Beginn der zwanziger Jahre eine blühende Zeit, überall entstanden prächtige Hotelbauten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Franz-Josef bis zu 20 Mitarbeiter beschäftigte.
Sein Sohn Josef-Franz absolvierte seine Malerlehre im väterlichen Betrieb. Kurze Zeit später verstarb Franz-Josef. Zu früh, als das sein Sohn das Geschäft bereits hätte weiterführen können. So kam es, dass seine Mutter das Geschäft verkaufte und Josef-Franz mit seinem Jugendfreund Josef Wiget in die weite Welt hinaus zog.
Zurück von seinen Wanderjahren, die Ihn bis nach Afrika und in den nahen Osten brachten, arbeitete Josef-Franz ab 1913 als Maler im Kloster Ingenbohl. Später fand er eine Anstellung beim Malergeschäft Deck. Nach dem unerwartet Tod von Maler Deck, konnte Josef-Franz der Witwe Deck das Geschäft abkaufen und schliesslich 1923 unter dem Namen Jos. Märchy, Malermeister im «Haus Schelbert» in Brunnen wieder eröffnen.
Zusammen mit seinem Sohn Josef-Wilhelm, der seine Lehre ebenfalls im väterlichen Betrieb absolvierte, entwickelte Josef-Franz das Ein-Mann-Unternehmen zu einem florierendes Kleinunternehmen mit sechs Mitarbeitern weiter. 1949 zählt das Unternehmen zu den grössten Malergeschäften in der Region.
1960 übernimmt Josef-Wilhelm die alleinige Verantwortung für das Geschäft. Sein Vater Josef-Franz arbeitete aber noch bis zu seinem Tod mit 84 Jahren im Geschäft mit. 1963, nur drei Jahre später, wurde das erste Firmenauto angeschafft und die Werkstatt in der Kleinstadt ausgebaut. 1973, just zum 50 Jahre Jubiläum erfolgt die Grundsteinlegung, für den Neubau «Brückenmatt», mit sechs Wohnungen. Josef-Wilhelm schafft damit Raum und Platz, für den nächsten «Märchy», seinen Sohn Othmar-Josef. Othmar absolviert seine Lehre in Zofingen, fernab der Heimat und arbeitet danach in Luzern, bevor er 1972 als eidg. dipl. Malermeister in den elterlichen Betrieb zurückkehrt.
Am 1. April 1979 übernimmt Othmar-Josef das Zepter des väterlichen Betriebs. Nur kurze Zeit später verstarb sein Vater und stellt den jungen Othmar gleich auf eine erste Bewährungsprobe, denn mittlerweile beschäftigt das Unternehmen bereits 8 bis 10 Mitarbeiter. Aber auch dank diesen, grösstenteils langjährigen Mitarbeitern, meistert er die Situation mit Bravour.
Fortan führt Othmar den Betrieb mit etlichen technischen, ökologischen, und für die damalige Zeit, visionären Neuerungen Schritt für Schritt in die Zukunft – so hat er beispielsweise 1986 den ersten Büro-PC sowie ein Funktelefon angeschafft. Nur zwei Jahre später führt er das computerunterstützte Farbmisch-System ein und 1991 – zum 700 Jahr Jubiläum der Eidgenossenschaft – kann die Spaltanlage, nota bene die erste im ganzen Kanton Schwyz, eingeweiht werden. Ohne Zweifel, unter Othmar entwickelt sich das Unternehmen zu einem vorbildlichen und höchst anerkannten Malerbetrieb in der Region. Ab 1991 unterstützt ihn bereits sein Sohn Beat im Betrieb und übernimmt sukzessive verschiedene Aufgaben.
Nach der Lehre im Nachbardorf folgten etliche Weiterbildungen, bis er schliesslich 1994 die Ausbildung zum eidg. dipl. Malermeister erfolgreich abgeschlossen hat. Zusammen mit seinem Vater Othmar realisierte Beat 1996 den Bau des bis heute gültigen Firmensitzes an der Hertistrasse 31 in Brunnen.
Seit dieser Zeit hat Beat den Betrieb schrittweise modernisiert und rationalisiert. Heute beschäftigt das Unternehmen 15 Mitarbeitende, davon 3 Auszubildende. Der Wagenpark ist auf sieben Fahrzeuge angewachsen und mit dem Lackierwerk hat sich der Betrieb einen hervorragenden Ruf über die Talkessel-Grenzen hinaus erarbeitet. Die Vergrösserung der Geschäftsräumlichkeiten – damit Platz und Raum für Neues entstehen konnte wurden 2016 bezogen.
Ab 1.1.2015 wird mit Sandro bereits die 6. Generation im Familienunternehmen mitanpacken. Sandro will Ende 2016 seine Ausbildung zum eidg. dipl. Malermeister abschliessen. Bis auf weiteres arbeitet er als Maler-Vorarbeiter im Märchy-Team mit; jedoch mit der langfristigen Vision, dass Sandro die Verantwortung übernimmt und die Zukunft des Familienunternehmens nach seinen Vorstellungen gestaltet.