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Artikel zum Online-Workshop «Eisbären und Eisschmelze»
Ich durfte am ersten Online-Workshop der Kinderuniversität Zürich teilnehmen und habe mich sehr gefreut. Er fand über Zoom statt und wurde von Dr. Reik Leiterer (Geograf) und Dr. Morana Mihaljevic (Biologin) geführt.
23 Kinder haben an diesem speziellen Workshop teilgenommen. Das Thema war: «Eisbären und Eisschmelze». Wir bekamen Blätter zum vorbereiten. Alle loggten sich um 09:45 Uhr ein und wir begannen um 10:00 Uhr. Reik hatte sich einen coolen Hintergrund mit Eisbären aktiviert.
Es ging um die Zusammenhänge zwischen: Eisschmelze in der Arktis und Antarktis, der Anpassung der Tiere und die Auswirkungen auch für die Schweiz.
Reik begann den Vortrag und erklärte uns mit Bildern die verschiedenen Eisarten wie den Blockgletscher, den Permafrost, das Schelfeis, das Eisschild, den Gletscher und das Meereis.
Der Blockgletscher ist mit vielen Steinen übersäht und schmilzt deshalb langsamer. Der Permafrost ist Eis, dass das ganze Jahr gefroren ist, eben «permanent». Das Schelfeis ist eine 70-80 Meter hohe Platte und wird von Eiskappen gespeist.
Die Kryosphäre ist ein spezieller Begriff. Er beschreibt das gesamte feste Wasser auf der Erde, also alles Schnee und Eis.
Reik hat uns erklärt, dass das Meer das Sonnenlicht absorbiert und das Eis dieses reflektiert. Die Sonnenstrahlen treffen auf das Meer, das Wasser nimmt die Energie auf und wird wärmer. Wenn das Meer wärmer wird, schmilzt das Eis und es hat mehr Fläche zum absorbieren. Das nennt man Rückkopplungseffekt.
Das zerstört den Lebensraum der Eisbären und anderer Tiere. Wenn das Eis weiter so schnell abnimmt, wird das schlimme Folgen geben. Zum Beispiel werden Tierarten aussterben, der Meeresspiegel wird sich um einiges erhöhen und die Welt wird wärmer. Auch die Schweiz ist betroffen! Durch die Wärme schmilzt der Permafrost und es gibt Gesteinsrutsche wie in Gondo. Aber auch die Gletscher schmelzen und es gibt Überflutungen. Ohne den Gletscher sterben die Gletscherflöhe aus. Sie leben auf dem Gletscher und finden auf dem Eis ihr Futter. Durch die Erwärmung gibt es weniger Schnee und die Skisaison wird kürzer. Es betrifft also nicht nur die Tiere, sondern auch uns Menschen!
Morana erzählte uns über die Anpassung der Tiere an die Kälte. Wie sich die Tiere Anpassen im Verhalten aber auch ihr Äusseres.
Zuerst über den Eisbären. Der Eisbär hat ein warmes Fell und eine 10-15cm dicke Fettschicht. Sehr kleine Ohren, dass diese nicht abfrieren. Grosse Pfoten, damit er im Schnee nicht einsinkt. Die Eisbären gehen im Sommer vom Meereis auf das Land, wo sie bei den Menschen Nahrung suchen. Man darf sie nicht erschiessen, weil sie geschützt sind. Sie werden betäubt und mit dem Hubschrauber in ihren Lebensraum gebracht. Nach 2-3 Wochen sind sie aber wieder zurück bei den Menschen. Das fand ich sehr interessant.
Buckelwale haben eine dicke Fettschicht. Sie schwimmen in die wärmeren Regionen. Dort bekommen sie ihre Jungen, weil die Jungen für die Antarktis noch keine genug dicke Fettschicht haben.
Die Pinguine haben einen kräftigen Schnabel, mit dem sie gut fischen können. Sie haben ein sehr dichtes Federkleid. Kein anderer Vogel hat so viele Federn wie der Pinguin. Sie stehen ganz eng aneinander und wärmen sich so.
Der Krill hat eine ganz spezielle Anpassungstaktik. Im Winter, wenn es weniger Nahrung gibt, wird er kleiner, im Sommer wieder grösser.
Zum Schluss erklärte uns Morana das polare Nahrungsnetz. Der Krill frisst Phytoplankton und Algen unter dem Packeis. Er wird vom Pinguin, dem Buckelwal und dem Seeelefanten gefressen, der Pinguin vom Orca. Der Orca, Buckelwal und Pinguin frisst Fische. Auch die Fische fressen Phytoplankton. So sind die Lebewesen aufeinander angewiesen und können ohne den anderen nicht überleben.
Wir haben gelernt, dass wir unsere Umwelt schützen müssen, damit wir Pinguine und andere Tiere in Zukunft nicht nur im Zoo sehen werden. Auch das Skifahren und Gletscherlaufen sollen auch noch andere Generationen erleben dürfen.
Der Online-Workshop von Reik und Morana war sehr spannend und interessant. Ich fand die Online-Zusammenarbeit cool, einen Chat gab es auch. Wir durften jederzeit Fragen stellen. Bei «Reaktionen» konnten wir dazu die «Hand heben». Es war toll auf Zoom den Workshop zu haben. Ich fand den Workshop super!