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Turnen damals ...
Oktober 1936
Der Turnbetrieb der Männerriege war in den ersten Jahren seines Bestehens vorwiegend auf das Geschehen im Stammverein (TV) ausgerichtet. In den Anfängen standen nur primitive Übungsanlagen zur Verfügung. Geturnt wurde bei schönem Wetter im Freien beim Schulhaus.
Oktober 1937
Ab diesem Datum konnte der vom Stammverein von den Aarewerken AG gepachtete Turn- und Sportplatz bei der Aarebrücke für den Turnbetrieb benützt werden. Man lese und staune, schon damals musste die Versammlung einen Antrag für einen Stangenhag gutheissen, da der Turnplatz durch Benützung von Velofahrern und Fussgängern in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zudem stand im alten schulhaus ein Turnzimmer zur Verfügung.
1939
Das Turnzimmer wurde als Folge der Mobilmachung vom Militär belegt. Damit der Turnbetrieb im Winter trotzdem aufrechterhalten werden konnte, musste notgedrungen auf die Scheune der Familie Zöbel ausgewichen werden. Auch im Saal des Gasthauses «Kreuz» in Böttstein wurde geturnt und jeweils eine Vorstellung mit Theater und Tanz durchgeführt.
1944
Das Turnzimmer im alten Schulhaus stand erneut nicht mehr zur Verfügung, da dort eine dritte Schule eingerichtet wurde. Die Schulpflege offerierte als Alternative den Keller des Schulhauses als Turnraum. Der Präsident Urban Knecht erklärte sich damit einverstanden, wenn dort ein Holzboden und eine bessere Lüftung eingebaut werden. Auf Luftschächte wurde dann verzichtet, da dies zu teuer käme und man hoffte, dass bis in ein paar Jahren doch etwas anderes gemacht werden müsse, da das Turnen im Keller sowieso ungesund sei!
19550/51
Durch Beschluss einer Gemeindeversammlung wurde im Jahre 1950 mit dem Bau der ersten Turnhalle in Kleindöttingen begonnen und diese konnte 1951 eingeweiht werden. In dieser Halle fanden die Turnstunden der Männerriege bis 1976 statt.
1951/52
In diesen Jahren wurde der Turnplatz bei der Halle in Fronarbeit von den Turnern planiert und hergerichtet. Einzig die Kosten für den Rasensamen gingen zu Lasten der Gemeinde.
1974/75
Mit dem Bau des Schulhauses Rain II ist ein Teil des Sportplatzes diesem zum Opfer gefallen. Dadurch betroffen, liess die Gemeinde das Areal neben dem Kindergarten westlich der Schulhäuser als Spielwiese herrichten. Gemäss einem Auszug aus dem Protokoll des Gemeinderates Böttstein von der Sitzung am 9. August 1976 wurde die Gemeindekanzlei beauftragt, mit dem Gartenfachmann abzuklären, ob die neue Spielwiese nach den Sommerferien durch die Schule und Vereine benützt werden kann. Nach seinem Einverständnis wurde uns Mitte August folgender Beschluss bekannt gegeben:
1. Der Gemeinderat gibt die neue Speilwiese zur Benützung frei.
2. Schule und Vereine werden gebeten, den Rasen am Anfang mit der nötigen Vorsicht und Sorgfalt zu benützen. Es ist insbesondere untersagt, die Wiese mit Stollen- oder Nagelschuhen zu betreten. Wenn sich die Wiese gefestigt und der Rasen ein paar Mal geschnitten worden ist, ist die Benützung mit solchen Schuhen eher möglich.
1975/76
Die Realisierung einer Mehrzweckhalle, welche die Hallen 2 und 3 umfasste, eröffnete den Dorfvereinen zusätzlich neue optimale Übungsperspektiven. Da es allen Dorfvereinen ein Bedürfnis war, wieder über eine Bühne zu verfügen, organisierten diese vom 15. bis 17. Oktober 1976 ein Bühnenfest zugunsten der Gemeindeabrechnung.
Die Schulpflege Böttstein leitete die Benützungsbewilligung des Gemeinderates vom 23. August 1976 mit folgendem Wortlaut an den Turnverein Eien-Kleindöttingen weiter:
Die Benützungsbewiliigung für die Mehrzweckhalle wird gestützt auf den eingereichten Belegungsplan erteilt. Der Gemeinderat erwartet, dass von den einzelnen Riegen und Gruppen nicht mehr Räume bzw. Hallen als nötig beansprucht werden. Dadurch können die Betriebskosten und der Aufwand des Abwartes günstig beeinflusst werden.
Die Männerriege war lange Jahre in der glücklichen Lage, den Abwart aus den eigenen Reihen stellen zu können, was denAufwand, solange dieser im Amt war, für die Riege fünstig beeinflusste.
1994 - Turnen in zwei Altersgruppen
Im Laufe der Jahre wurde der Altersunterschied vom jüngsten zum ältesten Männerriegler immer grösser, was sich in den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen in den Turnstunden immer mehr bemerkbar machte. Die älteren Kameraden wollten die Turnstunden etwas gelassener und weniger intensiv gestalten, während die jüngeren ihre Kondition eher mehr trainieren und fordern wollten. Der Vorstand erkannte dieses Bedürfnis rechtzeititg und war bestrebt, diesem Rechnung zu tragen. Er teilte an der Frühjahresversammung vom 21. Juni 1993 mit, dass das Turnen in der Männerriege ab 1994 in zwei Kategorien mit je einem Leiter zur Durchführung gelangen werden. Das an der Generalversammlung vom 14. Januar 1994 vorgeschlagene und beschlossene Turnprogramm beinhaltete das erstmalige Turnen in zwei Altersgruppen ab dem 21. Februar 1994.