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Dammstrasse 17-19 (später Andreasstrasse), Assek.-Nr. 497. Hauptsitz in Magdeburg-Buckau. Gegründet 1850 durch Bernhard Schäffer, geb am 6.3.1823, gestorben am 20.12.1877. Die Firme unterhielt Filialen in Holland, Österreich und der Schweiz. Die Firma hiess anfänglich Schäffer & Co., Mechanische Werkstätte. Ab 1852 lautete der Firmenname Armaturenfabrik Schäffer & Budenberg. Budenberg war Bernhard Schäffers Schwager. Erst 1901 wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt. Die Firma in Deutschland erlosch im Jahre 1946.
Die Schweizer Filiale wurde am 30. Dezember 1892 durch Bernhard Schäffer, jun., dem ältesten Sohn des Erfinders des Plattenfeder-Manometers und Mitbegründer der weltbekannten Dampfkessel-, Armaturen- und Messgerätewerke Schäffer & Budenberg in Magdeburg-Buckau (Preussen) in Zürich gegründet. Das Geschäftslokal befand sich anfänglich am Paradeplatz 8 im Gebäude der Schweizerischen Kreditanstalt. 1895 zog die Firma an die Tonhallenstrasse (heute Theaterstrasse). Hier gab es Platz für eine kleine Werkstätte. 1896 entschloss man sich, die Fabrikation von Messgeräten selber durchzuführen und mietete zu diesem Zweck eine geeigenete Werkstätte an der Seefeldstrasse.
Da das Geschäft gut lief, wurde die Werkstätte an der Seefeldstrasse bald zu klein. 1898 erfolgte der Bezug einer Fabrikhalle an der Dammstrasse in Seebach, welches damals noch eine eigenständige Gemeinde war. Mit ihrer Produktion standen sie in unserer Gegend in Konkurrenz mit der Firma Nyffenegger & Co. AG, damals ebenfalls in Örlikon/Seebach. Infolge von Schwierigkeiten wegen des ersten Weltkrieges musste die Schweizer Filiale 1916 an die Stampfenbachstrasse 61 verlegt werden. Die Liegenschaft an der Dammstrasse wurde an die Firma H. Hüttis Kupplungen (später SKAG) verkauft.
Der Firmengründer Bernhard August Schäffer verstarb, wie eingangs erwähnt, bereits 1877 in Magdeburg. Kurt F. R. Schäffer, Kaufmann sowie Bernhard Schäffer, jun., Ingenieur, beides Söhne des Firmengründers und Teilhaber der Firma, wohnten seit 1896 in Zürich. Beide besassen einen Firmenanteil von 420'000 Mark. Kurt F. R. Schäffer besass ab etwa dieser Zeit bis 1920 ein Chalet in Lenzerheide. Er heiratete 1896 die Else Ryssel, die zu dieser Zeit ebenfalls in Zürich lebte. Kurt F. R. Schäffer schied 1920 aus der Firma aus. Ob er in Zürich blieb, ist nicht bekannt, doch dass er genau in dieser Zeit sein Chalet in Lenzerheide verkaufte, deutet an, dass er wegzog. Die Schweizer Filiale der Schäffer und Budenberg GmbH wurde am 7. Juli 1920 unter dem neuen Namen Manometer AG, aber mit dem gleichen Eigentümer weitergeführt. Die Firma mietete sich am 1. September 1920 wieder am früheren Standort der Vorläuferfirma bei der SKAG ein, wobei sich die beiden Firmen die Fabrikhalle aufteilten. Die Büros blieben noch für lange Zeit weiterhin an der Stampfenbachstrasse 61. Wer die Firma von 1920 bis 1935 leitete, ist noch offen.
1935 entschied man sich im Stammhaus Magdeburg-Buckau, die Führung einem Schweizer Bürger anzuvertrauen. Es war dies A. Dolder, dipl. Elektroingenieur. Erst am Ende des zweiten Weltkrieges entstander wieder Schwierigkeiten und zwar durch das sogenannte Washingtoner Abkommen. 1947 wurde die Manometer AG dem bisherigen Direktor A. Dolder zum Kauf überlassen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Firmenstandort weiterhin an der Ende 1933 in Andreasstrasse umbenannten ehemaligen Dammstrasse. So zumindest lässt dies der Bericht in «Unser Seebach» vermuten. 1971 zog die Firma Manometer AG nach Hitzkirch LU. Nachdem die Manometer AG im Jahre 1959 die Vertriebsrechte für WIKA-Produkte übernommen hatte, erfolgte bald danach die Übernahme der Manometer AG durch die Firma Alexander Wiegand, D-63911 Klingenberg. 2018 wurde die Manometer AG in WIKA Schweiz AG umbenannt.
Der vorliegende Eintrag ist eine Rekonstruktion der OGS von zahlreichen Einzelinformationen, sodass er vermutlich noch nicht vollständig ist oder auch Ungenauigkeiten enthalten kann. Der Eintrag bleibt daher unter besonderer Beobachtung und wird noch nachgebessert, sobald neue Fakten aufgefunden werden. Einiges konnte in der Zwischenzeit dank wertvollen Hinweisen von Uwe Ryssel, einem entfernten Verwandten der Ehefrau von Kurt Schäffer geklärt werden, der sich auch die Mühe nahm, mit der Firma WIKA Schweiz AG Fühlung aufzunehmen, um die Geschichte der Firma Manometer AG weiter zu klären.
Quellen: - Die Informationen nach 1947 stammen von der WIKA Schweiz AG, jene bis 1947 entstammen dem 3. (?) Band von "Ein Jahrhundert Zürich und die Entwicklung seiner Firmen" von alt Stadtarchivar E. Hermann, 1948 (?). - Kurzportrait in «Unser Seebach» 1983, Seite 91 - Uwe Ryssel verweist auch auf http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen0/firmadet321.shtml - diverse Einträge im Internet unter Google-Suche - Wikipedia (Angaben zum Firmengründer)