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Gewebsstammzellen aus der Nabelschnur
Vor wenigen Jahren wurde erst entdeckt, dass das Nabelschnurgewebe selbst viele sogenannte Gewebsstammzellen enthält. Diese Zellen haben unter speziellen Umständen die Befähigung, sich in Zellen anderer Organe wie z.B. Hirnzellen, Muskelzellen und weitere zu differenzieren. Wenn diese Gewebsstammzellen in ein anderes Organ eines Patienten transplantiert werden, können sie teilweise sogar die Funktion innerhalb dieses Organs übernehmen. Zudem unterstützen sie die körpereigene Regeneration in diesem Organ, und sie beeinflussen das Immunsystem günstig.
Zur Zeit wird in diesem Bereich intensiv geforscht, es werden weltweit viele klinische Studien bei verschiedenen degenerativen Krankheiten durchgeführt. Dazu gehören Krankheiten wie Hirnkrankheiten (z.B. Multiple Sklerose, Alzheimer), Herzkrankheiten (Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche) oder Leberkrankheiten (Leberzirrhose).
Ein ganz wichtiges mögliches Therapiegebiet sind die schwerwiegenden Folgen einer Geburtsschädigung durch eine Frühgeburtlichkeit oder Sauerstoffmangel, welche zu Zerebralparese mit lebenslanger schwerer Behinderung führen kann. Erste klinische Ergebnisse dieser Studien, beispielsweise im Bereich der Therapie von Diabetes oder von neurologischen Krankheiten, sind vielversprechend.
Sollten sich die Erwartungen in den Studien erfüllen, wird sich diese Behandlung in der Zukunft bald etablieren. Aus diesem Grunde bieten heute private Firmen nicht nur die Einlagerung der Zellen aus Nabelschnurblut, sondern auch das Nabelschnurgewebe selbst an, damit diese später bei Bedarf für das Kind selbst als Therapie verwendet werden können.
Quelle: www.nabelschnurblutspende.ch
Letzte Aktualisierung : 29-08-19, BH