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Der Muskel krampft: Was tun?
- Montag, 14. Oktober 2013, 11:08 Uhr
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Erste Ausstrahlung:
- Montag, 14. Oktober 2013, 11:08 Uhr, Radio SRF 1
Der plötzliche Muskelkrampf ist meist eine Reaktion des Muskels auf fehlerhafte Informationen der Nerven. Sind die Nerven nicht genügend mit Mineralstoffen versorgt, geben sie undeutliche Impulse weiter, die vom Muskel falsch interpretiert werden. Zack! Die Wade krampft.
Krampfen kann theoretisch jeder Muskel. Am häufigsten treten Krämpfe jedoch in der Skelettmuskulatur auf, vor allem in den Waden- und Fussmuskeln. Diese sind am meisten beansprucht, sei es im Sport oder im Alltag.
Gründe für die Muskelkrämpfe sind unterschiedlich: Mangel an Mineralstoffen wie Magnesium oder Kalzium, Mangel an Flüssigkeit, etwa durch Schwitzen oder Alkoholkonsum, Überbeanspruchung der Muskulatur, Durchblutungsstörungen, beispielsweise durch Fehlhaltungen und Fehlstellungen oder durch eine starke Abkühlung, Auswirkungen von Medikamenten oder bestehende Krankheiten.
Was tun bei einem Muskelkrampf?
- Aufstehen und gehen (bei Waden- und Fusskrämpfen), dehnen, massieren, Wechselbäder, Wärme.
- Dehnen bedeutet den verkürzten Muskel in die Länge ziehen, also in die Gegenrichtung. Laut einer Studie mindert Dehnen vor dem Schlafen das Risiko für einen Wadenkrampf in der Nacht.
- Genügend trinken, Alkoholkonsum einschränken.
- Ausgewogen essen: Die ausgewogene Ernährung mit Kohlenhydraten, Fett, Eiweiss und Gemüse liefert theoretisch alle Nährstoffe, die der Körper braucht. Frisches Gemüse und Früchte enthalten viele Mineralstoffe, deren Mangel zu einem Krampf führen können.
- Bei sportlichen Aktivitäten: Regelmässig trinken (vor allem bei starkem Schwitzen), allenfalls Mineralstoffzusätze einnehmen
- Ist eine Fehlstellung/-haltung der Grund für einen Krampf, muss man diese Fehlstellung korrigieren.
- Sind Medikamente oder Krankheiten Grund für Krämpfe, ist dies dem behandelnden Arzt zu melden.