Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03145.jsonl.gz/1108

Laut Unamuno selbst sein bestes Werk und der grösste Exponent seines philosophischen Denkens.
Der Zusammenprall zwischen dem wissenschaftlichen Denken, das unfähig ist, dem Leben einen Sinn zu geben, und der religiösen Moral, der es an persönlicher Rechtfertigung mangelt, provoziert in Unamuno die dringende Frage nach dem Sinn des Daseins. Der unversöhnliche Antagonismus zwischen Herz und Vernunft, zwischen dem Ganzen und dem Nichts führt Unamuno in den Abgrund der Verzweiflung, wo der Mensch nach dem vitalistischen Beispiel von Don Quijote, dessen Glaube auf Ungewissheit beruht, kämpfen muss. In der Präambel zeichnet Pedro Cerezo-Galán den vitalen und intellektuellen Weg nach, den Unamuno beschritten hat, bis er zu seiner tragischen Lebensauffassung und deren Ausdruck in diesem inzwischen klassischen Werk gelangt ist.