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Frieda Lauterburg (1877- 1943), Keramikmalerin in Langnau. Foto in Familienbesitz.
Andreas Heege, Susan Roethlisberger (Langnau), 2022
Die folgenden Ausführungen basieren vor allem auf eigenen Briefen Frieda Lauterburgs, die sich in Familienbesitz erhalten haben.
Die elterliche Villa, Langnau BE, Schlossstrasse 5, gemalt von Frieda Lauterburg für einen nicht erhaltenen Kachelofen im Haus ihrer Schwester Anna Joost-Lauterburg, Dorfbergstrasse 3. Privatbesitz.
Frieda Lauterburg, mit vollständigem Namen „Maria Frieda Lauterburg“, wurde am 17. August 1877 als ältestes von sieben Kindern von Karl Alfred Lauterburg (1847-1914) und Maria Sophia Lauterburg (1855-1923) in Langnau BE in der Lauterburgvilla, Schlossstrasse 5 geboren. Der Vater war Mitinhaber der Leinwandfabrik Lauterburg & Joost in Langnau. Daneben verfügte er über ein beachtliches Zeichentalent und vor allem seine ornithologischen Kenntnisse verhalfen ihm zu einiger Beachtung in der Fachwelt. Die Mutter ihrerseits, eine Pfarrerstochter aus Lützelflüh sorgte für eine gottesfürchtige und kunstliebende Erziehung ihrer Kinder. So besuchte Frieda nach der Sekundarschule ein Pensionat in Lutry und anschliessend die Haushaltungsschule in Worb. Der krumme Rücken Friedas veranlasste die Familie, sie für längere Zeit zusammen mit einer sieben Jahre jüngeren Schwester zur medizinischen Behandlung nach Zürich zu schicken (Vorläuferinstitution der Anstalt Balgrist). Leider wurde diese Massnahme für Frieda zu spät ergriffen, so dass sie ihr Leben lang bucklig blieb, während ihrer Schwester dieses Schicksal erspart blieb.
Danach scheint sie zu Hause geblieben zu sein, um die Eltern zu unterstützen. Im Oktober 1901 bestand sie die Aufnahmeprüfung an der Gewerbeschule in Zürich. Auf Drängen ihrer Lehrer, die ihr Talent erkannten, entschloss sie sich mit Unterstützung ihrer Eltern, die vier Jahre dauernde Ausbildung zur Musterzeichnerin zu absolvieren, anstatt, wie geplant, nur einen Kurs zu belegen. Zu dieser Zeit war es absolut unüblich, dass eine Tochter aus sog. «gutem Hause» einen Beruf erlernte. In dieser Hinsicht zeigten sich die Eltern Lauterburg sehr aufgeschlossen. Andererseits musste ihre Tochter bis zum Tod der Eltern für jeden kleinsten Ausflug daheim um Erlaubnis bitten.
Im Mai 1902, nach den langen Frühlingsferien, langweilte sie das Musterzeichnen und Patronieren. Sie bat darum ihre Eltern, ihr Fr. 75 monatlich für einen Kurs im Landschaftszeichnen zu bewilligen. Dafür sollte ein Nachmittag Musterzeichnen geopfert werden. Im gleichen Brief schrieb sie auch, sie habe beschlossen, nur zwei Jahre weiter zu studieren.
Aus einem Skizzenbuch von Frieda Lauterburg, Privatbesitz.
Ihr Zeugnis nach dem ersten Semester fiel sehr gut aus, mit 5,6 im Blumenzeichnen und 6 im Musterzeichnen.
In ihrer Freizeit übte sich Frieda im Fotografieren und im Entwickeln ihrer Aufnahmen. Leider sind die Bilder nicht sehr gelungen und unscharf. Daneben genoss sie die vielen Konzerte und Theater in der Stadt Zürich.
Im Januar 1904 eröffnete ihr der zürcher Gewerbeschullehrer Brügger, dass er nach St. Gallen wechseln werde und gerne hätte, wenn sie auch dahin käme. Dort würde dann das ungeliebte Musterzeichnen wegfallen und nur Malen und Zeichnen unterrichtet. Nach erfolgtem Umzug nach St. Gallen schrieb sie nach Hause, dass die Hospitanten montags u. dienstags frei hätten, und sie dafür einen Nachmittag mit Stickkursen belegt habe. Sie nutzte die freien Tage, um viel zu zeichnen und auch Radierungen herzustellen. Im Frühling 1905 schloss sie das Studium in St. Gallen ab, ob mit oder ohne Abschlussprüfung schreibt sie nirgends.
Frieda Lauterburg, Pflanzenzeichnungen 1900-1905, Regionalmuseum Langnau und Privatbesitz.
Aus der Zeit in Zürich und St. Gallen haben sich eine Reihe an Pflanzenzeichnungen erhalten, die ihr zeichnerisches Talent bestätigen (Sommerausstellung im KulturRaum Langnau, 2010).
Zwischen Oktober 1906 und dem 1. Januar 1907 arbeitete sie im Atelier Valloton in Genf, in der Meinung, sich dort im Geschirrmalen weiterbilden zu können. Leider handelte es sich aber um lauter Serienarbeit, wo bloss Technik und keine Kreativität gefragt war. Auch die langen Arbeitstage von 9 Stunden, die sich oft bis nachts um 11 Uhr ausdehnten, behagten ihr gar nicht.
Aus einem Skizzenbuch von Frieda Lauterburg, Privatbesitz.
Etwas später, als ihr die Arbeit des Kopierens allzu langweilig wurde, zeigte sie ihrem Arbeitgeber ihre Landschaftsbilder, worauf sie Wandteller mit ihren eigenen Bildern bemalen durfte. Wieder zwei Wochen später schrieb sie ihrer Schwester von der geisttötenden Arbeit, indem sie 15 Schüsselchen mit dem gleichen Motiv bemalen musste. Auch die Bequemlichkeit des Ateliers war nicht erstklassig. Sie beklagte sich über die Kälte und verlangte von zu Hause einen Fusssack und ein Kissen für den Hocker. Für ihre Arbeit erhielt sie Fr. 90 im Monat.
Anfang des Jahres 1907 ging im Atelier Valloton alles drunter und drüber. Monsieur Valloton war angeblich in den Bergen zum Skifahren und Madame Valloton hatte schlechte Laune. Niemand befahl und niemand gehorchte. Eine der besten Arbeiterinnen wurde entlassen und Frieda kündigte ebenfalls auf Ende Januar. Sie schrieb nach Hauses, dass sie nach ihrem Austritt aber noch ein paar Tage in Genf bleiben wolle, um für sich zu arbeiten, da sie im Sommer in Langnau an einer Ausstellung für Industrie u. Gewerbe teilzunehmen gedenke. In einem Brief erwähnt sie nebenbei, sie wolle vielleicht auch noch das Drehen von Keramik lernen. Vor der Heimfahrt machte sie Ende Januar 1907 mit einer Kollegin noch einen Besuch in der Fayencefabrik in Nyon, wo sie ein dort arbeitender Maler von Langnau herumführte.
Offizielle Postkarte von der Keramikausstellung anlässlich der Langnauer Industrie- und Gewerbeausstellung 1907.
Im Juni 1907 wurde sie neben anderen prominenten Langnauern als einzige Frau ins Komitee für die Gewerbe-Ausstellung gewählt. Emil Aeschlimann plante dort eine Auswahl alter Langnauertöpfereien zu zeigen, die als Leihgaben vom Schweizerischen Landesmuseum und dem Historischen Museum in Bern zur Verfügung gestellt werden sollten.
Geschirr von Frieda Lauterburg, zumindest teilweise wohl 1907 für die Langnauer Industrie- und Gewerbeausstellung gefertigt (Regionalmuseum Langnau).
Frieda selber hatte bereits eine grosse Auswahl an Geschirr angefertigt, das ausgestellt werden sollte. Aus einem Brief ist zu entnehmen, dass die fertig bemalte Keramik offenbar zum Brennen nach Nyon geschickt wurde. Im Juli 1907 stellte sie neben Johann Röthlisberger ihre Keramiken auf der Industrie- und Gewerbeausstellung in Langnau aus (Der BUND 2. Juli 1907; NZZ 3.7.1907).
Entwurf von Paul Wyss zum Kinderumzug des Kantonalschützenfestes 1906 in Langnau, Originale im Regionalmuseum Langnau.
Als Vorlagen für Ihre Dekore verwendete sie Entwürfe von Paul Wyss, dem bernischen Keramikfachschullehrer, u. a. Szenen aus dem Kinderumzug anlässlich des Kantonalschützenfestes in Langnau 1906 (diese wurden auch als Postkartenserie gedruckt und verkauft).
Leider tragen die erhaltenen Irdenwaren nur ihre Signatur, sodass wir nicht wissen mit wem sie das erhaltene Service (siehe oben) fertigte, denn es ist eigentlich kaum vorstellbar, dass sie das Drehen perfekter Formen in so kurzer Zeit erlernt haben sollte. Vermutlich hat Frieda Lauterburg nicht selbst die Gefässformen gedreht, sondern vor allem Keramik bemalt und diese dann ab 1911/1912 in der Werkstatt von Adolf Gerber in Langnau, Güterstrasse 3, brennen lassen. Vorher wäre eine Zusammenarbeit mit Johann Röthlisberger, Hafnerei in der Oberstrasse, denkbar, da beide 1907 auf der Langnauer Gewerbeausstellung ausstellten. Da sich viele ihrer Formen jedoch deutlich vom üblichen „Gerberspektrum“ unterscheiden, ist denkbar, dass sie die Formen per Skizze vorgab und dann die lederharten Rohlinge engobierte, ritzte, bemalte und anschliessend signierte, was die oft zu beobachtenden Ausrisse an den Signaturkanten (s.o.) erklären würde. Leider haben sich aber in ihrem Nachlass keinerlei zeichnerische Form- oder Dekorentwürfe gefunden.
Ungemarkte Steingutteller, aber mit einer Unterglasur-Pinselmarke „FL“ von Frieda Lauterburg.
Denkbar wäre jedoch auch, dass es sich bei den nach Nyon geschickten Keramiken um bemalte, ungemarkte Steingut-Schrühbrände gehandelt haben könnte, wie sie sich in Langnau in Privatbesitz erhalten haben. Diese wurden dann in Nyon glasiert und gebrannt. Diese Stücke zeigen wie bemalte Ofenkacheln, ebenfalls den Kinderumzug nach Paul Wyss.
Reste eines abgebrochenen, von Frieda Lauterburg bemalten Kachelofens aus der Schlossstrasse (eventuell Schlossstrasse 1 oder 3, Berger-Villa), Szenen aus dem Kinderumzug zum Kantonalschützenfest in Langnau 1906, nach Entwürfen von Paul Wyss.
Für das Jahr 1909 lassen sich verschiedene Kachelofenarbeiten in Langnau in der Schlossstrasse, u. a. in der elterlichen „Lauterburgvilla“ (Schlossstrasse 5) und den benachbarten Villen der Weinhändlerfamilie Berger (Schlossstrasse 1 und 3), nachweisen. Die Kacheln wurden bei einem uns nicht bekannten Hafner in Langnau oder in einem Nachbarort gebrannt. In der Schlossstrasse 5 steht heute noch ein Ofenrest mit einem Fries mit dem Kinderumzug zum Kantonalschützenfest in Langnau 1906.
Als Grundlage für ihre Dekore verwendete sie in dieser Zeit und auch später (siehe unten) Rohlinge der Kachelofenfirma Kohler & Grimm bzw. Kohler AG in Biel (Neugründung 1898: Illustrierte schweizerische Handwerker-Zeitung : unabhängiges Geschäftsblatt der gesamten Meisterschaft aller Handwerke und Gewerbe, Band 14, 1898, 536).
Kachelofen Langnau, Schlossstrasse 7.
Im Mai 1909 unternahm sie mit einer entfernten Cousine eine Reise nach Nordfrankreich, schickte im selben Jahr auch Geschirr zu einer regionalen Ausstellung des Gewerbevereins nach Zürich und malte für Hans Zürcher, den Nachbarn in der Schlossstrasse 7 einen Ofen mit Jagdszenen.
Wohnhaus von Anna und Ernst Joost-Lauterburg, Dorfbergstrasse 3. Privatbesitz Langnau.
Ansicht der Langnauer Kirche. Privatbesitz Langnau.
Aufgrund des dort vorkommenden Tannenzweigdekors mit Zapfen, gehören möglicherweise auch zwei weitere, von ihr signierte Steingutteller mit Unterglasur-Pinseldekor in diesen Produktionszeitraum.
Ab 1909 belegte sie an zwei Tagen in der Woche auch Ausbildungskurse an der keramischen Fachschule in Bern, wo sie sich seit dem Wintersemester 1910/1911 neben Emil Loder (Steffisburg, später Luzern), Adele Schwander (als Malerin auch bei Bendicht Loder-Walder, Heimberg) und Elisabeth Strasser, als Schülerin der Keramischen Fachschule Bern nachweisen lässt. Sie blieb bis zum Wintersemester 1911/1912 in Bern und lernte in dieser Zeit auch noch Anna Müller (Ausbildung zur Porzellanmalerin) und Adolf Schweizer (Keramiker, Steffisburg) kennen (Messerli 2017, 228).
Tellerchen mit Landschaftsdarstellung von Frieda Lauterburg, Privatbesitz Langnau.
1909/1910 schrieb sie in einem Brief sie habe „gehafnert“ und Tellerchen und Schalen mit Landschaften bemalt.
Keramik von Frieda Lauterburg, Privatbesitz.
Keramik von Frieda Lauterburg im Regionalmuseum Langnau.
Im Januar 1911 erhielt sie Fr. 52 für Geschirr, das an einer Ausstellung in Biel verkauft werden konnte. Da Frieda Lauterburg ihre Keramiken zwar signierte, aber nicht datierte, haben wir keine korrekte Vorstellung, was sie in diesen Jahren genau produzierte. Ihre überlieferten Geschirrdekore ähneln jedoch denen anderer zeitgleich arbeitender Betriebe in Langnau oder der Region Heimberg-Steffisburg.
Im März 1911 unternahm sie mit einer entfernten Cousine eine lange Reise nach Nordafrka. 1912 und 1913 arbeitet sie zusammen mit der lithographischen Anstalt Hubacher in Bern an einer Druckausgabe eigener Zeichnungen. Ob diese Arbeiten zu einem Abschluss kamen, ist unklar. 1914 starb ihr Vater und fortan lebte sie allein mit ihrer Mutter und einer Magd im grossen Haus an der Schlossstrasse. 1914 beteiligte sie sich an der Kollektivausstellung der Langnauer Hafner auf der Landesausstellung in Bern (Kiefer 1914, 74; auch Der BUND, 9.10.1914). Wir haben jedoch keine Vorstellung, was sie zeigte. 1915 töpferte sie wieder viel für eine Ausstellung in Genf und konnte auch zahlreiche Keramiken verkaufen.
Keramik von Frieda Lauterburg im Jahr 1916, in: Franziska Anner, Die kunstgewerbliche Arbeit der Frau in der Schweiz, Chur 1916, Taf. 40.
Offenbar waren ihre Arbeiten in einem grösseren Kreis aktiver Kunstgewerbler bekannt und geschätzt, denn 1916 findet sie, zusammen mit Elisabeth Eberhardt, Elisabeth Gött-Strasser, Nora Gross und Anna Müller, Aufnahme in das Buch „Die kunstgewerbliche Arbeit der Frau in der Schweiz“.
Sie dekorierte immer wieder auch Kachelöfen, oft nach Entwürfen von Paul Wyss, von denen einige bis heute erhalten sind.
Kachelofen Langnau, Lenggen, Signatur: „F. Lauterburg“.
Signatur: P. Wyss“.
Kachelofen 1918/1919 bemalt von Frieda Lauterburg, Schlossstrasse 7, Langnau.
1919 misslang ein ganzer Brand mit Ofenkacheln, die vermutlich für einen weiteren Jagdofen in der benachbarten Villa von Hans Zürcher gedacht waren. Der Ersatz dieser Arbeit bereitete ihr grosse Mühe. Der Ofen trägt wohl aus diesem Grund das Datum der Bestellung (1918) und das der Fertigstellung (1919 auf einer Eckkachel mit Wappen).
Die Jahre nach dem Krieg waren sehr arbeitsreich. Einerseits kränkelte die Mutter und war öfter abwesend im Spital oder zur Kur. Zudem wohnten meist mindestens zwei der vier Buben ihrer Schwester aus Wien zur Erholung in der Schlossmatte. Die Schwester, Konzertsängerin in Wien, weilte oft den ganzen Sommer mit der ganzen Familie in Langnau. Zwischendurch vertrat Frieda Mutterstelle in Wien, wenn sie auf Konzerttournee war. Von ihrer keramischen Arbeit ist in diesen Jahren in ihren Briefen nichts zu lesen. Stattdessen war sie sehr engagiert im Chorsingen und in verschiedenen wohltätigen Vereinen im Dorf. Erst 1922 schreibt sie wieder, dass Kacheln mit Vogelmotiven fertig seien und der Ofen im eigenen Haus in der Schlossstrasse aufgebaut werden könne (erhalten?). Ende 1923 starb die Mutter nach langer Krankheit und Frieda lebte nun allein im grossen Haus und sorgte weiterhin für den Zusammenhalt in der Familie.
Einer Katastrophe gleich erschien ihr der Umbau des Elternhauses in den 1930er-Jahren. Die Firma Lauterburg verlegte ihre Büros von Bärau nach Langnau ins Erdgeschoss der Villa an der Schlossstrasse. Ein noch grösserer Schock war für sie, als die Familie eines Neffen ihre Wohnung zu beziehen wünschte und sie verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Bleibe war. Diese fand sich dann glücklicherweise in praktisch identischer Ausführung samt der geliebten Laube im Nachbarhaus der Familie Berger, wo sie ihr Leben wie vorher weiterführen konnte.
1927 animierte sie eine Reise nach Griechenland wieder zum Töpfern. Die von ihr gezeichneten Formen wurden aber vom Töpfer (Name leider nicht genannt) nicht so gut umgesetzt. Sie plante, an der Saffa (Schweizerische Ausstellung für Frauenarbeit, Bern 1928) und an einer Ausstellung in Genf teilzunehmen. Mit Feldstühlchen, Malgerät und Sonnenschirm spazierte sie viel in der Gegend, malte und zeichnete. 1930 hören wir von einem beim Brennen verunglückten Cache-pot. Auch Radierungen wurden wieder gemacht.
Möglicherweise entstanden weitere Öfen mit Vogelmotiven für das Haus der Schwester Anna Joost-Lauterburg, Dorfbergstrasse 3, noch in den 1930er-Jahren, denn Susan Röthlisberger (Enkelin von Anna Joost-Lauterburg und damit Grossnichte von Frieda Lauterburg) erinnert sich daran, dass der Glattbrand der bemalten Kacheln jeweils die ganze Familie in Aufregung versetzte.
Berner Woche 33, 1943, 1350.
Im November 1943 starb Frieda Lauterburg an einem Krebsleiden. Ein kurzer Nachruf in der Berner Woche verweist ausdrücklich auf ihre Keramikmalereien, für die sie bekannt gewesen sei.
Frieda Lauterburgs Werk hat bisher keine systematische Aufarbeitung und kunsthistorische Einordnung erfahren.
Bibliographie:
Anner 1916
Franziska Anner, Die kunstgewerbliche Arbeit der Frau in der Schweiz, Chur 1916.
Kiefer 1914
Georges Kiefer, 23: Gruppe: keramische und Glaswaren. Schweizerische Landesausstellung in Bern 1914, Fachberichte Band VI.
Messerli 2017
Christoph Messerli, 100 Jahre Berner Keramik. Von der Tuner Majolika bis zum künstlerischen Werk von Margrit Linck-Daepp (1987-1983). Hochschulschrift (Datenträger CD-ROM), Bern 2017.