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Am Dienstag (19. Januar) hat das Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean Group mitgeteilt, dass die Marke Azamara für einen Preis von 201 Millionen Dollar (rund 179 Mio. Franken) an die Private-Equity-Firma Sycamore Partners veräussert wird, vorbehältlich der Regelung letzter Details. Sycamore erhält damit sowohl die Markenrechte als auch die drei Schiffe, welche aktuell unter dieser Marke kreuzen - namentlich die Azamara Journey, die Azamara Quest und die Azamara Pursuit - und übernimmt auch alle Mitarbeitenden. Der Verkauf soll noch im 1. Quartal 2021 abgeschlossen sein.
Für die Royal Caribbean Group bedeuten der Verkauf und der damit verbundene Cash-Einschuss, dass man sich verstärkt auf die weiteren Marken der Gruppe - Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Silversea - konzentrieren kann.
Richard D. Fain, Chairman und CEO der Royal Caribbean Group, erklärt in einem Statement: «Unsere Strategie hat sich dahin entwickelt, dass wir mehr Ressourcen in unsere drei globalen Marken stecken wollen und in dieser aussergewöhnlichen Zeit mit diesen Marken wachsen wollen. Azamara ist und bleibt aber eine starke Marke mit viel Wachstumspotenzial, und wir haben vollstes Vertrauen, dass Sycamore den in den letzten 13 Jahren vom Azamara-Team aufgebaute Brand gut weiter gepflegt wird.» Sycamore erklärt, dass das Markenversprechen von Azamara unverändert bestehen soll und dass der Übergang unter die neue Eigentümerschaft reibungslos verlaufen wird. Neue President von Azamara wird die bisherige COO Carol Cabezas.
Einen Zusammenhang zwischen dem Verkauf und der Covid-Pandemie gebe es nicht; sprich, der Verkauf sei schon zuvor ins Auge gefasst worden. Das dürfte damit zu tun haben, dass die Marke Azamara, welche auf Premium-Kundschaft abzielt, doch zahlreiche Überschneidungen mit den anderen Marken der Gruppe hatte, insbesondere mit Silversea, welche ab 2018 von Royal Caribbean übernommen wurde.