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Um die Datengrundlage für Ammoniakemissionen (NH3) aus der Rindviehhaltung zu verbessern, müssen die relevanten Haltungssysteme und ein geeignetes Messkonzept definiert werden. Statistiken und eine Expertenumfrage zeigten, dass der Anteil von Laufställen und Laufhöfen in der Schweiz von 5 % im Jahr 1990 auf rund 40 % im Jahr gestiegen ist. Als häufigste Situation bei Laufstallhaltung für Milchvieh benannten Expertinnen und Experten einen freigelüfteten Eingebäudestall mit Liegeboxen, planbefestigen Laufflächen und einem am Rand angeordneten Laufhof. Ein Messkonzept zur Quantifizierung von Emissionen muss so gestaltet sein, dass Emissionen von freibelüfteten Ställen und Laufhöfen erfasst werden, ohne die Tieraktivität oder das Stallklima zu beeinflussen. Die Tracer- Ratio-Methode ist für Messungen in freigelüfteten Ställen etabliert. Sie ermöglicht Echt-Zeit- Messungen unter Praxisbedingungen. Zur Ableitung von Emissionsfaktoren sind Messungen auf mehreren Praxisbetrieben notwendig. Die grosse klimatische Variation von Aussenklimaställen im Jahresverlauf kann durch systematisch übers Jahr verteilte Messungen erfasst werden. Messungen über jeweils 24 Stunden sowie eine hohe zeitliche Auflösung bilden Tagesverläufe oder kurzzeitige Ereignisse ab. Die Interpretation dieser Emissionsdaten bedingt schliesslich die Erfassung relevanter Begleitparameter mit Informationen zu den Tieren, zur Fütterung, Haltung und Laufflächenverschmutzung sowie zu Management und Klima.
Umwelt
Gilgen A., Felder R., Baumgartner S., Herzog F., Jeanneret P., Séchaud R., Paunovic S., Merbold L.
Forschende von Agroscope haben die Methode der FAO zur agrarökologischen Bewertung von Landwirtschaftsbetrieben erstmals in der Schweiz getestet. Dabei konnten sowohl die Vorteile einer gesamtheitlichen Bewertung als auch die Grenzen des Tools aufgezeigt werden.
Beim Weizenanbau lassen sich Pestizide einsparen, ohne dass die Wirtschaftlichkeit leidet. Bei Raps ist dies schwieriger, da die Ertragsreduktion nicht durch höhere Einnahmen kompensiert wird. Dies hat die Auswertung der ersten beiden Erntejahre des Projekts PestiRed ergeben.
Bodenproben können mittels Spektroskopie direkt auf dem Feld gemessen werden. Forschende von Agroscope haben mobile Geräte im Feld geprüft und zeigen auf, wie man am besten dabei vorgeht.