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Das Wetter ändert, auch das Klima ändert sich. Es kann klar gezeigt werden, dass seit der Industrialisierung die Klimaveränderung bei den Temperaturen in einem eindeutigen Trend nach oben weist. Es wird wärmer und wärmer, sogar heisser.
Diese Veränderungen lassen sich als Zeitreihen oder Grafiken bildlich darstellen. «Wärmende Streifen» zeigt das Climate Lab Book (siehe auch mein Beitrag Verantwortung im Anthropozän: disruptiver Klimaschutz!). Mit seit 1864 vorhandenen Temperatur-Monatswerten der MeteoSchweiz-Station Zürich Fluntern lassen sich diese «wärmenden Streifen» anzeigen:
Die Jahresmitteltemperaturen liegen von 1864 bis 2018 für Zürich Fluntern zwischen 6.4 und 10.7 °C. Wird diese Bandbreite in zwölf Intervalle aufgeteilt und jedem dieser Intervalle eine Farbe zugewiesen – von dunklem Blau für die tiefsten Werte bis zu dunklem Rot für die wärmsten Temperaturen – ergibt sich ein Streifenmuster, bei dem sich die Erwärmung oder Erhitzung sehr deutlich abzeichnet. Die gleichen Effekte zeigen sich auch bei solchen Streifenmustern für die Jahreszeiten – Monate Dezember (des Vorjahres), Januar und Februar als Winter, März, April und Mai als Frühling, Juni, Juli und August als Sommer, September, Oktober und November als Herbst. Die heissen Sommer sind (noch?) eine Ausnahme, selbst bei dieser Darstellung ist auch im Sommer eine deutliche Erwärmung erkennbar. PS: So sehen diese «wärmenden Streifen» für Basel Binningen aus.
Ein erstes Fazit: Der Klimawandel – als Temperaturerwärmung/-erhitzung verstanden – findet statt!
Was genau führt nun zu dieser Erwärmung oder Erhitzung? KlimawandelleugnerInnen führen eine Vielzahl von möglichen Effekten an. Eine von Bloomberg publizierte animierte Grafikserie zeigt die Auswirkungen der diversen natürlichen und Mensch gemachten Einflussfaktoren. Erdumlaufbahnveränderungen, solare Einstrahlung, vulkanische Aktivitäten, Entwaldung, Ozon (sowohl in der Atmosphäre als in Bodennähe), ausgestossene Aerosole können die Veränderungen der mittleren globalen Temperatur nicht erklären. Es verbleiben eindeutig die ausgestossenen Treibhausgase als Erklärung für die bereits eingetretenen Klimaveränderungen! Auch wenn die Treibhausgase als «millionste Teilchen» – als «parts per million (ppm) – gemessen werden, die Physik aufbauend auf weit zurückreichende Untersuchungen erklärt den Treibhauseffekt und den Einfluss des zunehmenden CO2-Gehalts auf überprüfbaren naturwissenschaftlichen Grundlagen.
Somit: Zu einem wesentlichern Teil ist der von Menschen verursachte (übermässige) Verbrauch an fossilen Brenn- und Treibstoffen für den zunehmenden CO2-Gehalt der Atmosphäre und damit den bereits feststellbaren Klimawandel verantwortlich.
Der Klimawandel wird sich fortsetzen. Auch aufgrund der bisherigen Entwicklung ist leider davon auszugehen, dass die bereits eingetretenen und noch zu befürchtenden Veränderungen für dei Gesellschaft nicht bewältigbar sind respektive sein werden. Wenn wir – durch einen möglichst raschen Ausstieg aus den fossilen Brenn- und Treibstoffen beispielsweise – den Klimawandel vermindern, trägt dies in erheblichem Ausmass zum Wohlbefinden der Menschheit bei.
Wenn wir wirklich wollen, ist der Ausstieg aus den fossilen Brenn- und Treibstoffen und der Übergang zu einer ausschliesslich auf nachhaltig nutzbaren erneuerbaren Energien um 2040 bis allerspätestens 2050 möglich – 2035 liegt durchaus ebenfalls im Bereich der EnkelInnen-/UrenkelInnen-Tauglichkeit der Energie- und Klimapolitik!