Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03527.jsonl.gz/110

Anhand von konkreten Fällen soll die Studie die Auswirkungen der Anwendung von IAS 19 auf die Rechnungslegung der Unternehmen aufzeigen. Analysiert werden sollen auch die infolge der Anwendung der erwähnten Norm vorgenommenen Änderungen in den Vorsorgeplänen. Ein besonderes Kapitel soll denjenigen Unternehmen gewidmet werden, die auf die Anwendung von IAS 19 verzichtet haben, um zu Swiss GAAP FER zurückzukehren. Eingabefrist für die Offerten ist der 22. Mai 2014.
Ausgehend von den effektiv angewandten Umwandlungssätzen für BVG-Neurentnerinnen und -rentner aus einer repräsentativen Stichprobe von Vorsorgeeinrichtungen von 2009 bis 2013 soll die Untersuchung die Einsparungen oder Mehrkosten ermitteln, die sich bei Anwendung der in der Reform 2020 geplanten Umwandlungssätze für die Vorsorgeeinrichtungen ergeben würden. Dieser theoretische Teil ist durch eine Analyse zu ergänzen, bei welcher die technischen Verluste oder Gewinne jeder einzelnen Vorsorgeeinrichtung der Stichprobe geschätzt werden. Eingabefrist für die Offerten ist der 15. Mai 2014.
Der Bereich Forschung und Evaluation des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV veröffentlicht seinen Bericht für das Jahr 2013. Er bietet einen Einblick in die Ressortforschung des BSV. In kurzen Texten werden die Resultate der 2013 abgeschlossenen und die Ziele der laufenden Projekte der verschiedenen Forschungsbereiche vorgestellt. Links verweisen auf die entsprechenden Publikationen der Reihe «Beiträge zur Sozialen Sicherheit» und in der Zeitschrift «Soziale Sicherheit» (CHSS).
Ein Sozialversicherungsabkommen zwischen der Schweiz und Brasilien wurde in Brasilia unterzeichnet. Wie alle anderen von der Schweiz unterzeichneten Abkommen bezweckt es die Koordination der Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge der Vertragsstaaten, um mögliche Nachteile oder Diskriminierungen von Angehörigen des anderen Staates zu vermeiden. Das Abkommen tritt erst nach Abschluss der innerstaatlichen Genehmigungsverfahren in beiden Staaten in Kraft.
Kooperationen von Behörden und Fachdiensten sorgen bei der Prävention und Bekämpfung von Jugendgewalt dafür, dass früher, schneller und nachhaltiger in-terveniert werden kann. Zu dieser Erkenntnis kommt eine im Auftrag des Programms Jugend und Gewalt erstellte Studie. Anhand von zwölf untersuchten Ko-operationsmodellen formuliert der Bericht Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Die Pauschalvergütung für Hörgeräte hat die Qualität der Versorgung nicht verschlechtert. Das zeigt eine erste Evaluation des Vergütungssystems, das IV und AHV seit Juli 2011 anwenden. Die Pauschalvergütung hat hingegen noch kaum eine preiswirksame Konkurrenz unter den Hörgeräteverkäufern bewirkt. Die Hörbehinderten verzichten zu einem grossen Teil auf Angebotsvergleiche, womit sich die Verkaufspreise nur unwesentlich verändert haben und die Versicherten deutlich mehr als früher aus der eigenen Tasche bezahlen. Die Anbieter ihrerseits erschweren häufig den Preisvergleich mit Angeboten, deren Preiszusammensetzung nicht transparent ist. Daher sollen die Versicherten erneut über ihre Wahlmöglichkeiten informiert werden.
Die AHV schliesst das Jahr 2013 mit einem leicht positiven Umlageergebnis von 14 Millionen Franken ab. Dieses fällt geringer aus als im Vergleichsjahr 2012 (260 Millionen). Das Betriebsergebnis, das sowohl den Beitrag aus der Vermögensbewirtschaftung (607 Millionen) als auch die vom Bund bezahlten IV Zinsen auf der IV-Schuld (287 Millionen) beinhaltet, liegt mit 908 Millionen ebenfalls tiefer (Vorjahr 2 026 Millionen). Das Umlageergebnis (509 Millionen) der IV ist angestiegen; das Betriebsergebnis (586 Millionen) dagegen blieb stabil. Dieser Betrag dient dazu, die IV Schuld gegenüber der AHV weiter zu tilgen. Das Umlageresultat der EO blieb stabil. Es schliesst mit einem Überschuss von 128 Millionen ab (Vorjahr 121 Millionen). Das Betriebsergebnis beläuft sich auf 141 Millionen und ist somit leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr (148 Millionen).
Versicherte, welche die Strategie zur Anlage ihres Vorsorgekapitals selber wählen, sollen dafür auch das Risiko selber tragen. Dieser Vorschlag zur Anpassung des Freizügigkeitsgesetzes (FZG) sowie der bessere Schutz von Personen mit Anspruch auf Alimente im Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) sind in der Vernehmlassung von einer Mehrheit grundsätzlich begrüsst worden. Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, je eine Botschaft ans Parlament vorzubereiten.
Der Verwaltungsrat der Ausgleichsfonds AHV/IV/EO ("compenswiss") hat von den Medienberichten über die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS), u.a. betreffend Informatik-Ausgaben, Kenntnis genommen. Diese Berichterstattung hat wiederholt zu Anfragen an die Ausgleichsfonds AHV/IV/EO geführt. Der Verwaltungsrat klärt dazu einige Punkte.
Im Rahmen das nationalen Programms Jugend und Gewalt wurde das Konzept und die Umsetzung des Konflikttrainingsprogramms chili evaluiert. Träger des Programms ist das Schweizerische Rote Kreuz (SRK). Die Evaluation kommt zum Schluss, dass chili geeignet ist, Sozialkompetenzen und Konfliktbewältigungsstrategien bei Jugendlichen zu fördern. Allerdings gibt es Verbesserungsbedarf beim Konzept und bei den Rahmenbedingungen. Beides sind wichtige Aspekte zur Sicherung der Umsetzungsqualität.
Der Bericht liegt in deutscher Sprache vor mit Zusammenfassungen in Französisch, Italienisch und Englisch. Die gedruckte Version kann ab Mitte April 2014 bestellt werden (Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, 3003 Bern, www.bundespublikationen.ch, Bestellnummer 318.010.14/13d). Weitere Informationen unter www.jugendundgewalt.ch
Pornografie, ungewollte Kontakte im Internet, Datenschutz: Dies sind zentrale Probleme, denen sich der Jugendmedienschutz in der Schweiz aktuell gegenübersieht. Zu diesem Schluss kommen Experten aus Deutschland und der Schweiz, die im Rahmen des nationalen Programms Jugend und Medien eine Studie erstellt haben zu den technologischen Entwicklungs- und Nutzungstrends von digitalen Medien sowie den sich daraus ergebenden Herausforderungen für den Kinder- und Jugendmedienschutz. Zwei Berichte liegen nun vor. Sie dienen einer Arbeitsgruppe des Bundes als Grundlage für die zukünftige Ausgestaltung des Jugendmedienschutzes.
Mit dem ausgeschriebenen Projekt sollen die Profile der jungen IV-Neurentenbeziehenden mit psychischen Krankheiten näher analysiert und wichtige Einflussfaktoren identifiziert werden, die zu einer frühen Berentung beigetragen haben können.
Schwerpunkt: «Schulden und Sozialstaat»; Familie, Generationen und Gesellschaft: Anstossfinanzierung für Kinderbetreuungsplätze wirkt nachhaltig; Invalidenversicherung: Weniger IV-Renten auf Kosten der Sozialhilfe?
Das Projekt soll die Kosten und das Finanzierungssystem von Krippenplätzen in der Schweiz, in Deutschland, in Frankreich und in Österreich analysieren und vergleichen, um nützliche Ansätze für die Weiterentwicklung der Krippen in der Schweiz aufzuzeigen. Eingabefrist für die Offerten ist der 4. April 2014.
Die Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung entsprechen nach wie vor einem grossen Bedürfnis: Im 11. Jahr sind erneut 318 Gesuche eingereicht worden. Insgesamt konnten in den 11 Jahren seit Inkrafttreten des Bundesgeset-zes 2‘431 Gesuche bewilligt werden. Der Bund hat damit die Schaffung von 43‘255 neuen Betreuungsplätzen unterstützt. Dies entspricht einer Erhöhung des geschätzten Platzangebots von 87%. Weitere 227 Gesuche sind in Bearbeitung. Die neuste Evaluation zeigt, dass das Impulsprogramm sein Ziel erreicht. Die Betreuungseinrichtungen tragen viel zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Ohne Betreuungsplatz müsste rund die Hälfte der befragten Eltern die Erwerbstätigkeit aufgeben oder reduzieren. Die Finanzhilfen wirken zudem sehr nachhaltig: 98 % der Kindertagesstätten und 95% der schulergänzenden Einrichtungen sind auch nach dem Ende der Finanzhilfen noch in Betrieb.