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Töne entstehen durch Schwingungen, die sich in der Luft wellenförmig ausbreiten. Genau wie die ringförmigen Wellen, die entstehen, wenn wir einen Stein ins Wasser werfen. Töne sind also mechanische Schallwellen. Unsere Ohren nehmen sie wahr, weil sie das Trommelfell in Schwingung versetzen.
Jedes Musikinstrument erzeugt solche Schallwellen: Bei der Gitarre schwingen die Saiten, wenn sie gezupft werden, bei der Geige, wenn ein Bogen darüberstreicht, beim Klavier betätigt die Taste ein Hämmerchen, das auf die Saite schlägt, das Trommelfell einer Trommel vibriert, wenn man darauf schlägt.
Musik besteht aus Tönen, das heisst, aus einer Vielzahl von Schallwellen, die durch Instrumente (oder Stimmen) erzeugt werden.
Mithilfe der Technik lassen sich diese Schallwellen oder analogen Audiosignale heute in digitale Signale umwandeln, speichern, bearbeiten, mischen oder mit Effekten bearbeiten. Digital bedeutet, dass die Toninformationen vor ihrer Speicherung in Zahlenwerte umgewandelt werden. Beim Abspielen erfolgt der umgekehrte Prozess: um sie über einen Lautsprecher oder Kopfhörer hörbar machen zu können, müssen digitale wieder in analoge Signale umgesetzt werden.
Die Digitalisierung hat die Musikproduktion stark verändert. Eine Platte zu produzieren kostete früher enorm viel. Grosse Aufnahmestudios wie die Abbey Road Studios in London (Beatles, Pink Floyd, aber auch die Soundtracks der Harry-Potter-Filme) oder die Hansa Tonstudios (Iggy Pop, Nick Cave) in Berlin waren legendär, verfügten über riesige technische Mittel und entwickelten revolutionäre Aufnahmetechniken.
Aber immer öfter kommt die Musik, die den Nerv der Zeit trifft, aus kleinen Home-Recording-Studios. Die Möglichkeiten des Computers und sinkende Gerätekosten bei der Tontechnik machen es möglich. Dass dort längst nicht nur Amateure am Werk sind, zeigt das Beispiel von Billie Eilish, die ihre ersten Welthits im Schlafzimmer ihres Bruders aufgenommen hat. Dort standen allerdings ein sehr leistungsfähiger Computer und ein gutes Mikrofon. Dazu ein Audiointerface, das an den Computer angeschlossen wird und aus analogen Signalen in digitale Signale macht, sowie zwei Nahfeld-Monitore, also Studiolautsprecher, die Töne möglichst unverfälscht wiedergeben. Und ein sogenannter Subwoofer zum Abmischen von elektronischen Sounds.