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Gallensteine / Gallenblasenentzündung
Cholezystolithiasis / Cholezystitis
- An folgenden Standorten
- St.Gallen
Die Gallenblase ist ein Organ, das an der Leber haftet. Sie dient zur Speicherung der Galle, welche durch die Leber produziert wird und für die Verdauung von Fetten notwendig ist. Die Gallenblase zieht sich bei der Verdauung zusammen und gibt die Gallenflüssigkeit über den Gallenwegshauptgang in den Zwölffingerdarm ab. Zu Beschwerden im Bereich der Gallenblase kommt es bei einer Abflussbehinderung. Diese wird meistens durch Gallensteine verursacht. Es kommt zu typischen krampfartigen Oberbauchschmerzen, sogenannte Gallenkoliken, die häufig nach der Nahrungsaufnahme auftreten. Gallenkoliken können von Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im Bereich des rechten Schulterblattes begleitet werden.
Blockiert der Stein nicht nur den Aufführgang der Gallenblase sondern auch den Abfluss der Galle aus der Leber, kann dies zu Gelbsucht führen, da sich der Gallenfarbstoff im Blut anhäuft. In dieser Situation kann es auch zu einer Infektion der Gallenwege zur Leber kommen, einer sogenannten Cholangitis. In manchen Fällen bleibt der Stein kurz vor dem Übergang in den Zwölffingerdarm stecken. Es kommt zum Rückstau von Enzymen der Bauchspeicheldrüse, was zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (biliäre Pankreatitis) führen kann.
Nach der Entfernung der Gallenblase ist die Lebensqualität nicht eingeschränkt, da die Galle durch die Leber gebildet und direkt in den Zwölffingerdarm abgegeben wird.
Risikofaktoren
Frauen sind häufiger von Gallensteinen betroffen als Männer. Es kann davon ausgegangen werden, dass etwa jede fünfte Frau und jeder zehnte Mann über 40 Jahre Gallensteine hat. Allerdings äussern sich die Gallensteine nur bei rund einem Viertel der Patienten in Beschwerden. Befinden sich die Gallensteine allerdings bereits im Gallengang, leiden die Betroffenen häufiger unter Beschwerden.
Zu den Risikofaktoren gehören Übergewicht, hohe Cholesterinwerte, Östrogen-haltige Medikamente und rascher Gewichtsverlust. Auch Diabetes und eine Schwangerschaft können das Risiko erhöhen.