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Wie erst letzte Woche bekannt wurde, ist am 7. Mai in der Nähe von Williston, Florida, zum ersten Mal bei einem von einem Computer gesteuerten Auto verursachten Unfall ein Mensch ums Leben gekommen. Der Unfall geschah, als ein grosser Lastwagen vor einem Tesla, dessen Fahrer das Autopilot-System aktiviert hatte, nach links abbog. Der Autopilot erkannte dies nicht und fuhr den Tesla ungebremst in den Anhänger. Der Fahrer der Limousine "Model S" starb, als die Unterkante des Anhängers die Windschutzscheibe traf. Der Tesla fuhr danach nach Angaben der Polizei zunächst weiter, kam von der Fahrbahn ab und traf einen Strommast.
Ob der Fahrer dem Autopilot zu sehr vertraute und sich mit anderen Dingen beschäftigte, oder ob er den weissen Lastwagen auch nicht erkannte, ist nicht bekannt.
Nach diesem Unfall rücken die Fähigkeiten beziehungsweise Defizite des Fahrassistenz-Systems "Autopilot" von Tesla in den Mittelpunkt. Der Elektroauto-Hersteller erklärte am Wochenende, das System habe den querenden Lastwagen-Anhänger, unter den der verunglückte Tesla raste, für ein hochhängendes Strassenschild gehalten.
Tesla betonte stets, dass der "Autopilot" seine Fahrzeuge nicht zu einem selbstfahrenden Wagen mache, sondern nur als Fahrassistenz-System funktioniere, bei dem die Fahrer stets den Verkehr im Blick behalten sollten. Allerdings findet man im Internet seit der Einführung des Systems im vergangenen Herbst einige Videos, auf denen Fahrer sich mit anderen Dingen beschäftigten.
Der Entwickler von Technik für selbstfahrende Autos Mobileye, der einer der Zulieferer von Tesla ist und am Freitag eine gross angelegte Kooperation mit BMW einging, stellte zuvor klar, dass seine aktuellen Systeme nicht für Verkehrssituationen ausgelegt seien, wie die, welche zum Crash führten. Mobileye-Technologie werde querende Fahrzeuge erst ab 2018 erkennen, erklärte ein Sprecher.
Tesla betonte, sein "Autopilot"-System greife auf eine Kombination von Technik verschiedener Anbieter zurück, um Hindernisse auf der Fahrbahn zu erkennen. "Bei diesem Unfall führte die hohe weisse Seitenwand des Anhängers zusammen mit einer Radar-Signatur, die der eines hochhängenden Strassenschilds sehr ähnlich war, dazu, dass keine automatische Bremsung ausgelöst wurde", hiess es in einer Stellungnahme, die unter anderem vom Blog "Electrek" veröffentlicht wurde. (hjm/sda)