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Ein verchromter Lebenslauf: 1987 beendete er sein Ingenieur-Studium an der "École Nationale des Ponts et Chaussées" und war 1988 Praktikant bei Icram. Danach verbrachte er 20 Jahre bei Sony, wo er die Verantwortung für das Sony Computer Science Lab trug. Seine Arbeit hat die Herstellung von zufälligen Wiedergabelisten, automatische Klassifizierung von Songs nach Genres und personalisierte Empfehlungen verfeinert. Während er von 1993 bis 1997 als Assistenzprofessor für Künstliche Intelligenz (KI) an der "Université Pierre et Marie Curie" unterrichtete, trat er immer mehr ins Licht der wissenschaftlichen Aufmerksamket.
Pioniergeist: Während er Flow Machines leitete, ein an erster Stelle wissenschaftliches Projekt, das sich in ein musikalisches verwandelte (und vom European Research Council mit einem Budget von zwei Millionen Euro gefördert wurde), schuf Pachet für Musiker (egal ob Amateur oder Fortgeschrittener) ein Gefäss mit Einflüssen, Ideen und musikalischen Ausschnitten, welche die Software in Musik verwandeln sollte. Im Februar 2018 wurde "Hello World", das erste komplett von der KI komponierte Album, an dem unter anderem auch Stromae mitwirkte, von mehr als drei Millionen Zuhörern angehört. Das Kollektiv SKYGGE, geleitet vom Komponisten Benoît Carré (früher Mitglied bei Lilicub, Autor von "Voyage en Italie"), hat diese technologischen Intuition - ermöglicht durch die KI - musikalisch begleitet. Im Gespräch mit "Europe 1" meinte er dazu, dass man der KI im Bezug auf "harmonische, rhythmische und klangliche Kühnheit" sorglos vertrauen könne.
Guter Geschmack: Bei seinem ersten Versuch wählte er für die KI nicht weniger als 45 Partituren der Beatles aus. Mit dem Ergebnis von Songs wie Daddy's Car mit 1,9 Millionen Views auf YouTube.
Die Bedeutung der Pädagogik: Die Rubrik “Histoire d’une oreille” auf seiner offiziellen Website bietet faszinierende Einblicke in einige Hits wie "Michelle" von den Beatles, "Mr. Tambourine Man" von Bob Dylan oder "This Girl’s in Love With You" von Dionne Warwick.
Ein Mantra: "Künstliche Intelligenz wird oft für die Bereiche der Vorhersage und Klassifizierung verwendet. Ich versuche vielmehr, ihr generatives Potenzial zu entwickeln" (erschienen in der "L'Usine Nouvelle" vom 2.7.2018).
Eine streng geheime Mission: Spotify hat es nicht eilig, über Zukunftspläne zu informieren und hält alle Projekte in diesem Bereich geheim. Eine naheliegenede Hypothese lässt sich jedoch aufstellen: die Erstellung von Musik für Ambiente-Playlists (wie zum Beispiel "Yoga & Meditation") wird damit entscheidend vereinfacht.