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Wir bieten Schul- und Komplementärmedizin für Ihr Kleintier an.
Bei Katzen und Hunden wird eine Erstimpfung ab dem Alter von 8-9 Wochen empfohlen. Für eine korrekte Grundimmunisierung wird die Impfung nach 3-4Wochen wiederholt, zu beachten ist dass die Zweitimpfung, der sogenannte "Booster", erst ab der 12. Lebenswoche erfolgen kann. Zuvor ist die Anzahl an mütterlichen Abwehrstoffen im Blut der Katzen- und Hundewelpen noch zu hoch, um eine korrekte Immunisierung zu gewährleisten.
Die korrekte Grundimmunisierung ist erst abgeschlossen, wenn Sie ihr Tier nach einem Jahr nochmals impfen lassen. Das weitere Impfschema variiert zum Teil individuell, abhängig davon ob Ihre Katze eine Hauskatze bleibt oder regelmässig ins Ferienheim geht, ob Ihr Hund in eine Hundeschule geht, er mit auf Reisen kommt etc. Gerne beraten wir Sie persönlich, was bei Ihrem Liebling sinnvoll ist.
Ob Rund- oder Bandwürmer, Lungen- oder Herzwürmer, Ihr Liebling kann sich durch den Verzehr von Gras, Schnecken oder Insekten damit infizieren. Glücklicherweise kommt der Herzwurm nur in südlichen Breitengraden vor, der Lungenwurm jedoch scheint auch in unseren Breitengraden immer wie häufiger vorzukommen.
Um einer starken Verwurmung entgegenzuwirken und somit auch die Übertragung auf Menschen zu minimieren, wird von der ESCCAP eine 4x jährliche Entwurmung empfohlen, dies entspricht einem Entwurmungsschema in einem Turnus von 3 Monaten.
Falls Ihnen dies zu häufig erscheint, gibt es auch die Möglichkeit von Kotanalysen, hier ist ganz wichtig, dass der Kot über 3 aufeinanderfolgende Tage gesammelt wird. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit Eier, Larven und adulte Würmer zu entdecken, da diese leider nicht täglich ausgeschieden werden. Eine Verwurmung ist auch nicht immer von blossem Auge erkennbar, da die Eier und Larven so klein sind, dass man sie ohne Mikroskop nicht erkennen kann.
Eine starke Verwurmung kann sich durch Abmagerung trotz sehr gutem Appetit, struppiges, glanzloses Fell, Vorfall des dritten Augenlides (der sogenannten Nickhaut) oder einen dicken Bauch (vor allem bei Katzen- und Hundewelpen ersichtlich) äussern.
Ein Mikrochip besteht aus einem kleinen Stäbchen, welches eine 17stellige Nummer gespeichert hat und unter die Haut implantiert wird. Anhand dieser Nummer ist Ihr Tier mit einem Chiplesegerät identifizierbar. Bei Hunden ist der Mikrochip obligatorisch und muss spätestens im Alter von 3 Monaten implantiert worden sein. Bei Katzen ist der Mikrochip noch nicht obligatorisch, er ist aber aus diversen Gründen sehr zu empfehlen.
Wichtig zu wissen ist auch die Tatsache, dass alle Hunde und Katzen einen Chip benötigen, wenn sie die Grenze passieren. Dies gilt sowohl von der Schweiz ins Ausland, als auch umgekehrt vom Ausland in die Schweiz.
Das Mikrochip setzen ist ein einfaches Prozedere, das mit einer Injektion vergleichbar ist. Es handelt sich dabei einzig um eine etwas grössere Kanüle und anstelle eines Medikamentes wird der Chip unter die Haut im Nackenbereich injiziert.
Eine Blutentnahme kann eine sehr wichtige diagnostische Massnahme sein, um herauszufinden an was Ihr Tier leidet. Sowohl bei akuten oder chronischen Erkrankungen, können die Blutparameter helfen den Schweregrad der Erkrankung oder allfällige Organschädigungen zu erkennen.
Blutparameter sind auch wichtig um einen Krankheitsverlauf zu beobachten und Therapieanpassungen vorzunehmen. Vor allem bei unseren älteren Patienten empfiehlt sich eine regelmässige Blutkontrolle, um Altersbedingte Erkrankungen wie z.B. die Niereninsuffizienz, Schilddrüsenerkrankungen etc. rechtzeitig zu erkennen und zu therapieren.
Viele Blutparameter können wir direkt mit unserem Praxiseigenen Blutanalysegerät analysieren, weshalb uns die Ergebnisse innerhalb des gleichen Halbtages zur Verfügung stehen. Spezifischere Parameter wie z.B. die Folsäure, das Vitamin B12 oder Antikörper-Bestimmungen, müssen an ein externes Labor zur Analyse eingeschickt werden.
Um Harnwegserkrankungen zu diagnostizieren oder den Verlauf einer Niereninsuffizienz zu kontrollieren, ist die Analyse des Urins ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik. Bitte bringen Sie für einen Urinuntersuch möglichst frischen Urin vorbei. Über einen mikroskopischen Untersuch des Urinsediments können Blutzellen, Kristalle, Bakterien und Epithelzellen erkannt werden. Dies ist essentiell, um geeignete Therapiemassnahmen zu ergreifen.
Für weiterführende diagnostische Untersuchungen, besitzen wir ein Röntgengerät. Hiermit können wir unter anderem Probleme am Skelett, wie zum Beispiel die Hüftdysplasie, Arthrose, knöcherne Überbrückungen der Wirbelsäule (Spondylosen) oder Knochenbrüche (Frakturen) darstellen.
Weiter können auch aufgrund von Röntgenbildern, innere Organe wie die Lunge, das Herz, die Leber, die Nieren, die Därme und die Blase von der Form und Grösse her beurteilt werden. Es können unter anderem Lungenveränderungen, Herzvergrösserungen, Fremdkörper im Magen (wie im oberen Bild ersichtlich) oder Darm, Nieren-oder Blasensteine etc. erkannt werden.
Bei der Kastration werden beim männlichen Tier die Hoden und beim weiblichen Tier die Eierstöcke und je nach Spezies auch die Gebärmutter entfernt. Die Kastration ist nicht zu verwechseln mit der Sterilisation, denn bei dieser Technik werden nur die Samenleiter oder die Eileiter abgebunden, was bei Tieren eine unübliche Praxis ist. In den folgenden Zeilen wollen wir Ihnen gerne einen Überblick über die verschiedenen Tierarten und den Zeitpunkt der Kastration verschaffen:
Kätzin: ab 6. Lebensmonat und nicht rollig
Kater: ab 6. Lebensmonat
Hündin: individuell, ab 6. Lebensmonat oder 2-3 Monate nach der Läufigkeit
Rüde: individuell, ab 6. Lebensmonat möglich
Kaninchen-Böcke: ab 6. Lebenswoche
Meerschweinchen-Böcke: ab 6. Lebenswoche
Weibliche Kaninchen und Meerschweinchen werden in unserer Praxis leider nicht kastriert, dies ist in der Regel auch nicht nötig, falls doch, werden wir Sie gerne an einen Tierarzt unseres Vertrauens weiterverweisen.
Kleinere chirurgische Eingriffe, wie das Entfernen von Hauttumoren, Warzen und das Nähen von Hautwunden führen wir in unserer Praxis durch. Für grössere chirurgische Eingriffe überweisen wir Sie gerne an einen Spezialisten.
Gesunde Zähne sind sehr wichtig, damit unsere Tiere alt werden können und um sie vor Zahnschmerzen zu verschonen. Mittels eines Ultraschallzahnsteingerätes entfernen wir gerne den Plaque und Zahnstein von den Zähnen Ihrer Hunde und Katzen. Bitte beachten Sie, dass für eine gründliche Zahnsteinbehandlung Ihr Tier eine Narkose benötigt. Bei Bedarf führen wir auch Extraktionen von faulen, wackeligen und abgebrochenen Zähnen durch. Für komplizierte Fälle arbeiten wir mit kompetenten Tier-Zahnärzten zusammen.
Leider kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem wir von unseren Lieblingen Abschied nehmen müssen. Ein solcher Abschied ist nie leicht und schmerzt sehr. Falls wir es Ihnen ein wenig erleichtern können, kommen wir gerne zu Ihnen nach Hause, um Sie und Ihr geliebtes Tier auf seinem letzten Weg zu begleiten.
Falls Sie Ihren Liebling weiterhin bei sich haben möchten in Form einer Urne oder ihn verstreuen oder vergraben möchten, gibt es die Möglichkeit einer Kremation. Wir arbeiten mit dem Tierkrematorium in Duggingen zusammen. Weitere Informationen und Fragen können wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch klären.
Das Symbol „Tai Ji“, welches einen Kreis mit einer schwarzen und weissen Seite beinhaltet, stellt das Prinzip der TCM dar. Es gibt eine „Yin“- und eine „Yang“-Seite. Beide brauchen einander und sind zur gleichen Zeit Gegensätze, wie z.B. kalt/heiss. In einem lebenden Organismus müssen immer beide Seiten gleichzeitig vorkommen. Denn „Yin“ und „Yang“ leben im Gleichgewicht miteinander und sind dafür zuständig, dass es dem Körper gut geht. Zusammen formen sie das „Qi“, die sogenannte Lebensenergie, die durch gewisse Bahnen, die sogenannten Meridiane, im Körper fliesst.
Eine Erkrankung bedeutet in der TCM, dass der Körper im Ungleichgewicht ist. Dies kann zu oberflächlichen Unterbrechungen des Energieflusses mit Muskelverspannungen, bis hin zu innerlichen Schädigungen der Organe, wie bei der chronischen Niereninsuffizienz, führen. Mittels TCM wird versucht, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies erfolgt mittels der Akupunktur und/oder der chinesischen Kräutertherapie.
An den Stellen wo das „Qi“ in den Meridianen am besten erreichbar ist, befinden sich die Akupunkturpunkte. Hier kann man durch das gezielte Setzen von feinen Nadeln, den Energie-Fluss beeinflussen. Man kann unter anderem Energie zuführen oder überflüssige Energie abführen und somit den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen.
Einsatzgebiete der Akupunktur:
- Erkrankungen des Bewegungsapparates (Bandscheibenvorfall, Arthrose, Spondylose)
- Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (chronischer Durchfall, Erbrechen, Verstopfung)
- Hauterkrankungen (Ekzem, Ohrenentzündungen)
- Harnwegserkrankungen (Inkontinenz, wiederkehrende Blasenentzündungen)
- Niereninsuffizienz
- Atemwegserkrankungen (Schnupfen, Asthma)
- Erkrankungen des Nervensystems (Vestibulärsyndrom, Epilepsie)
Diese Liste soll einen kleinen Überblick verschaffen, wo die Akupunktur Anwendung finden kann. Sie ist nicht abschliessend, denn in der TCM wird nicht die Erkrankung behandelt, sondern das Individuum.
Chinesische Kräuter werden aus pflanzlichen Bestandteilen wie Wurzeln, Samen, Blätter und Blüten gewonnen. Sie können kurzfristig für akute Beschwerden (Schmerzen bei Bandscheibenvorfall, Durchfall etc.) oder auch Langzeit für chronische Beschwerden (Inkontinenz) angewendet werden. Bei der Langzeitanwendung geht es häufig darum die Konstitution des Patienten zu stärken, um Krankheiten zu verarbeiten, zu behandeln und je nachdem auch fern zu halten. Die chinesischen Kräuter werden in Form von Kapseln oder Granulat den Tieren unter das Futter gemischt.
Durch Extrakte die aus westlichen Pflanzenbestandteilen wie Wurzeln, Samen, Blätter und Blüten gewonnen werden, können ähnlich wie in der chinesischen Kräutertherapie akute und chronische Beschwerden gelindert werden. Das beste Beispiel ist wahrscheinlich die Kamille, die Wirkung von Kamille gegen Entzündungen ist vielen bekannt. In der Phytotherapie werden genau solche Wirkungen zu Nutze gemacht, in dem eine dem Patienten angepasste Mischung aus Tinkturen angefertigt und über das Futter verabreicht wird.
Die Misteltherapie, auch alternative Krebstherapie oder pflanzliche Chemotherapie genannt, wird zur Unterstützung des Krebspatienten eingesetzt. Durch Wirkstoffe, die in Mistelextrakten enthalten sind, zeigen Misteln eine direkte antitumorale Wirkung durch Induktion des natürlichen Zelltodes und durch Zytotoxizität. Weiter stimulieren sie das Immunsystem, was den Patienten stärkt, oder auch unterstützend bei einer Chemotherapie sein kann. Durch die Hemmung der Neubildung von Blutgefässen, können sie auch die Metastasierung von Tumoren verhindern oder hinauszögern.
Mistelpräparate können prä- und postoperativ, ergänzend zu einer Chemotherapie oder auch als alleinige Therapie angewendet werden.
Gerne lernen wir Sie und Ihren Liebling kennen, um eine passende Misteltherapie bei einer Krebserkrankung zu beginnen.