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Warum Osmosewasser?
In vielen Gegenden in unseren Breitengraden ist das Leitungswasser für die Trinkwasserversorgung absolut unbedenklich und wird natürlich regelmässig überprüft.
Für die direkte Verwendung im Meerwasseraquarium ist aber noch bessere Wasserqualität nötig. Manche kennen sicher das destillierte Wasser aus dem Baumarkt, welches z.B. zum Bügeln verwendet wird. Mit einer Umkehrosmose-Anlage kann man das zu Hause selber machen und unerwünschte Ionen wie Phosphat (PO43-), Nitrat (NO3–) etc. und auch die Wasserhärte auf ein Minimum senken. Mit einem nachgeschaltenem Harzfilter kann man dann noch das Silikat (wird in die Zellhülle der Kieselalge eingebaut und fördert daher deren Wachstum ) entfernen.
In meinem Wohngebiet ist die Wasserhärte im moderaten Bereich jedoch ist die Silikatkonzentration erhöht. Ich möchte nochmals erwähnen, dass dies für das Trinkwasser immer noch in einem unbedenklichen Bereich liegt.
Warum brauche ich regelmässig Osmosewasser?
Zur Herstellung von Meerwasser benötige ich neben dem Salz auch noch Osmosewasser. Im Betrieb des Aquariums wird aufgrund der Temperatur (ca 25°C) auch ein gewisser Teil Wasser verdunsten. Das gelöste Salz verdunstet natürlich nicht. Das bedeutet, dass die Salzkonzentration im Aquariumwasser über die Zeit ansteigen würde. Dieses Ansteigen des Salzgehaltes wird aber den Pfleglingen und auch der Mikrobiologie in meinem kleinen Ozean 🙂 auf Dauer nicht so gut bekommen. Das heisst, dass das verdunstete Wasser regelmässig wieder zugeführt werden muss.
Verdunstung & Nachfüllen
Die Verdunstung von Wasser hängt von verschiedenen Parametern ab. So spielen folgende Parameter eine wichtige Rolle:
- Lufttemperatur
- Luftfeuchtigkeit
- Sonneneinstrahlung
- Windgeschwindigkeit
- Oberflächenbeschaffenheit und noch weitere Parameter
Also wird auch bei mir Wasser verdunsten. Wie schon im Beitrag zur Umkehrosmose beschrieben wird nur das Wasser verdunsten aber das Salz in der verbleibenden Menge Wasser gelöst. Demnach erhöht sich die Salzkonzentration. Diese Salzkonzentration lässt sich mit verschiedenen Methoden messen.
- Salinität mit Refraktometer
- Leitfähigkeitsmessung mit Leitfähigkeitsmesszelle
- Dichte mit Aräometer
Die genaue Erläuterung würde den Rahmen hier sprengen. Für Interessierte gibt es hier eine gute Erklärung. Ich werde zu Beginn mit einem Aräometer/Dichtespindel messen und später auf die Leitfähigkeitsmessung umsteigen. Die Dichte soll bei 25°C gemessen zwischen 1.022 g/cm³und 1.025 g/cm³. Optimal wären 1.023 g/cm³. Die Pfleglinge, insbesondere Krustentiere (wie Garnelen) reagieren sehr empfindlich auf Dichteschwankungen.