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Die Vegetationsstruktur wird unterschieden in eine vertikale und eine horizontale Anordnung. Boden-, Kraut-, Strauch- und Baumschicht sind begrifflich Bestandteile dieser Anordnung und beschreiben einen Teil der Vertikalstruktur oder Schichtung (Stratifikation) bzw. der Vegetationsschichtung. Das Kriterium der Schichtzuordnung ist die Wuchshöhe der Einzelpflanzen. Ungeachtet der Tatsache, dass verschieden hohe Elemente eine gleitende Höhenabfolge bilden, sind sie nach ihrer Wuchshöhe meistens in Gruppen gliederbar. Ausschlaggebend ist der Höhenbereich, in dem sich die Hauptmenge der Fotosynthese-Organe (Blätter) befindet. Hochwüchsige Pflanzen haben dementsprechend einen Teil ihres Sprosssystems in den darunterliegenden Schichten.
Die Schichten eines Bestandes stehen zueinander in einem komplexen Wechselverhältnis. Diese wechselseitige Bedingung zeigt sich in der Veränderbarkeit des Mikroklimas tieferer Schichten durch obere Schichten und durch den Lichtfaktor. Weitere Faktoren, beispielsweise die Bodenbeschaffenheit, geografische Lage und Höhe haben einen massgebenden Einfluss auf die Ausbildung der Unterschichten. Eine Parallelisierbarkeit der Schichten ist deswegen nicht feststellbar. Zur vertikalen Anordnung ist ein seitliches Ausgreifen höherer Schichten in tiefere Schichten besonders feststellbar bei Wald- und Gebüschrändern. Auch in diesem Bereich ist die Vertikalstruktur massgebend für die Ausbildung bestimmter Vegetationstypen.
Literatur:
Dierschke, H. (1994). Pflanzensoziologie. Grundlagen und Methoden. Stuttgart: Eugen Ulmer. S. 100f.