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UBS. Der erstmals 2017 erstellte UBS International Pension Gap Index analysiert die Nachhaltigkeit und Angemessenheit der Rentenversprechen von 24 Ländern weltweit. Dies erfolgt anhand der erforderlichen privaten Sparquote, die eine heute 50-jährige Durchschnittsperson erbringen muss, um den Lebensstandard im Ruhestand beizubehalten.
Nahezu keines der untersuchten Vorsorgesysteme bietet eine Garantie, dass alles gut kommt; zumindest wenn man nur den obligatorischen Teil der Vorsorge nutzt. Einige Länder sind in einer besseren Ausgangslage und können ihrer Bevölkerung ein vergleichsweise grosszügigeres Leistungsversprechen abgeben. Dazu gehören die Vereinigten Arabischen Emirate dank ihres Rohstoffreichtums oder Australien aufgrund seiner langjährigen guten Wirtschaftslage. In den meisten Ländern stehen die Versicherten jedoch auch in der Pflicht.
Die Schweiz liegt mit einer durchschnittlichen erforderlichen Sparquote von 14 Prozent am Ende des oberen Drittels. Dieses Mass an Eigenverantwortung sollte für einen Grossteil der Bevölkerung erreichbar sein, vor allem wenn die Säule 3a konsequent genutzt wird. «Die zur Beibehaltung des gewohnten Lebensstandards im Ruhestand erforderliche Sparquote ist heute leicht höher als vor vier Jahren, vor allem weil die Schweiz sich bisher noch nicht zu Reformen durchdringen konnte und die Unsicherheitsfaktoren rund um die zukünftigen Vorsorgeleistungen gestiegen sind», erklärt UBS-Ökonomin Jackie Bauer. (…)
Gewisse Länder haben bewiesen, dass tiefgreifende Reformen möglich sind und zu nicht weniger angemessenen Renten führen. So wurden in Dänemark und Schweden in den vergangenen Jahren Reformen umgesetzt und das System nachhaltiger gestaltet. Zu erwähnen ist, dass sie einen Teil der verlangten Anpassungen aus dem Einflussbereich der gegensätzlichen politischen Interessen herausgelöst haben. In Dänemark steigt das Rentenalter in Abhängigkeit der steigenden Lebenserwartung, in Schweden wird die staatliche Rente an das Verhältnis zwischen der Anzahl Erwerbstätigen und Rentner angepasst. Die Schweiz könnte solchen Beispielen folgen, um auch zukünftigen Generationen eine auf drei Säulen basierende und weiterhin international vorbildliche Altersvorsorge zu bieten.