Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03410.jsonl.gz/1482

FOTOS
ADRESSE
Schweizer Rennreiter-Verband
c/o Tivag Immobilien AG
Dorfstrasse 37
Postfach 17
6026 Rain
KONTO
UBS AG Zürich-Römerhof
ZV Operations Center
8098 Zürich
Konto: 80-2-2
IBAN: CH77 0025 1251 8008 69M1 E
KONTAKT
<email-pii>
TEILEN
Datenschutzerklärung
copyright © 2018 design by kessler
Schweizer Rennreiter-Verband
Rennsport ABC
Cinjay‘s
Pferderennen
Fotos
Foto:
www.horseracing.ch
Absatteln
Nach dem Rennen muss ein Reiter unverzüglich zur Waage reiten. In einem dafür vorgesehenen Bereich wird das Pferd
abgesattelt. Der Reiter begibt sich sofort mit dem Sattel zum Zurückwiegen zur Waage.
Alter
Im Rennsport gibt es ein administratives Alter. Per 1. Januar werden alle Pferde eines Jahrganges ein Jahr älter, unabhängig
davon ob sie im Februar oder im Mai auf die Welt gekommen sind.
Altersgewichtsrennen
Ein Rennen, bei dem das vom Pferd zu tragende Gewicht von dessen Alter, Geschlecht, Leistungen und Gewinnen abhängig
ist.
Amateur
Amteurrennreiter betreiben diesen Sport als Hobby. Erwerb der Lizenz durch Bestehen der Amateurrennreiterlizenz. Diese
besteht aus einer theoretischen und praktischen Prüfung und sechs Prüfungsritten.
Amazone
Bezeichnung für Rennreiterin
Arbeit
Anderer Begriff für das Training
Aufgalopp
Ruhiger, halbschneller Galopp auf dem Weg zum Start; eine Art «Aufwärmtraining».
Ausbrechen
Das Pferd bricht aus, wenn es abrupt seine bisher beibehaltene Richtung verlässt. Das plötzliche Verlassen einer
vorgeschriebenen Bahn beobachtet man meistens bei noch jüngeren oder mangelhaft ausgebildeten Pferden sowie vor
Sprüngen in Hindernisrennen.
Aussenseiter
Die Mehrheit des wettenden Publikums glaubt nicht an den Sieg eines Pferdes. Seine Siegquote ist daher auch
entsprechend höher als die eines Favoriten.
Auswiegen
Ein Reiter wird auf das von seinem Pferd im Rennen zu tragende Gewicht geprüft. Das Gewicht umfasst den Reiter, seine
Kleidung, den Sattel inkl. Gurten und Bügeln. Nach dem Rennen wird noch einmal das Gewicht des Reiters kontrolliert.
Berufsrennreiter
Dreijährige Lehre als Berufsrennreiter bei einem anerkannten Berufstrainer. Die ersten zwei Lehrjahre der Berufsschule
werden mit dem Bereiter und dem Pferdepfleger absolviert.
Boden
Der Zustand des Geläufs wird vor den Rennen mit einem Penetrometer gemessen. Je tiefer die Spitze eindringt, desto tiefer
das Geläuf. Der Bodenwert wird in Zahlen und/oder Worten (fest, gut, weich, tief) angegeben.
Canter
Ruhiger, verhaltener Galopp. Die Bezeichnung geht auf die Mönche von Chanterbury zurück, die so geritten sein sollen.
Cross-Countries
Querfeldeinrennen mit Auf- und Niedersprüngen über meist festen Hindernisse wie Gräben, Wälle, Mauern, Baumstämme,
Teiche. Die kurvenreiche Linienführung soll die Wendigkeit der Pferde besonders zur Geltung bringen.
Derby
Klassisches Rennen über 2400 Meter, in dem sich die besten dreijährigen Pferde eines Landes unter identischen Gewichten
treffen.
Englisches Vollblut
Das Englische Vollblut bezeichnet eine speziell für den Galopprennsport gezüchtete Pferderasse aus der Gruppe der
Vollblüter (siehe Vollblüter).
Erlaubnis
Nachlass auf das zu tragende Gewicht. Erlaubnis gibt es für Pferde, die schon länger nichts mehr oder nicht viel gewonnen
haben, aber auch für Reiter, die erst wenige Siege erzielt haben.
Falsche Bahn
Hat ein Reiter eine falsche Bahn eingeschlagen, muss er sein Pferd wenden und nachreiten. Andernfalls wird das Pferd
angehalten und disqualifiziert.
Favorit
Das aufgrund seiner bisherigen Leistungen und aller anderen Faktoren von der Mehrzahl der Rennbahnbesucher am
höchsten eingeschätzte Pferd in einem Rennen.
Fegentri
Die Fegentri ist eine Vereinigung europäischer Amateurrennreiterverbände (Fédération Internationale des Gentlema-Riders).
In Amateurrennen, die als Fegentri-Rennen gelaufen werden, müssen Reiter aus mindestens drei verschiedenen Nationen
teilnehmen, damit das Rennen für das Europa-Championat gewertet werden kann.
Fehlstart
Ist der Start durch einen Zwischenfall beeinträchtigt worden, gibt der Starter durch das Heben einer roten Flagge dem
Rückrufer ein Zeichen. Dieser ruft die Reiter durch das Schwenken einer Weißen Flagge zurück. Außerdem wird vom
Starter ein akustisches Rückrufgerät ausgelöst. Sobald der Rückrufer in Aktion tritt ist der Start ungültig.
Finish
Der Endkampf. Die Endphase eines Rennens.
Flachrennen
Flachrennen werden in der Schweiz von 1'100 m (Sprintrennen oder Fliegerrennen) bis 4'000 m (Steherrennen) gelaufen.
Was bei den Menschen Sprinter, Mittelstreckler oder Langläufer sind, heisst bei den Pferden Flieger, Meiler, Steher.
Flieger
Pferd, das auf Rennen über kurze Distanzen (1000-1400 Meter) spezialisiert ist.
Form
Unter Form wird nicht nur die aktuelle Verfassung verstanden. Mit den Formen eines Pferdes sind seine vorhergehenden
Resultate gemeint.
Führring
Bereich, in dem die startberechtigten Pferde des jeweiligen Rennens dem Publikum vorgestellt werden. Gleichzeitig erhalten
die Reiter die Orders des Trainers (Genaue Weisung wie das Pferd geritten werden muss).
Galopp
Der Galopp ist die schnellste natürliche Gangart des Pferdes.
Geburtsland
Ein eingeführtes Pferd und ein ausländisches Gastpferd führen zu ihrem Namen grundsätzlich die Abkürzung für ihr
Geburtsland (z. B. (GB), (FR) oder (USA*)) Die Geburtsabkürzung mit * bedeutet, dass das Pferd eine Inländergeltung besitzt.
Pferde die keine Geburtsabkürzung hinter ihrem Namen führen, sind in der Schweiz geboren.
Geläuf
Die Bahn wird Geläuf genannt. Die Rennen können auf Rasen oder Sand gelaufen werden. Der Zustand des Bodens wird
vor dem Renntag gemessen und entsprechend kategorisiert (in „fest“, gut“, „weich“ oder „schwer). ”Boden gut” ist das Ziel,
da dies den meisten Pferden entgegenkommt.
Generalausgleich (GAG)
Die Handicap-Aufstellung aller Galopper und damit eine Art Rangliste über die Leistung des Pferdes. Das GAG ist bei den
Ausgleichsrennen wichtig, um das zu tragende Gewicht zu bestimmen.
Gewicht
Je nach Ausschreibung hat ein Pferd unter Berücksichtigung von Alter, Gewinnnsumme und Geschlecht ein gewisses Gewicht
zu tragen. Gewogen wird der Jockey samt Kleidung und Sattel. Ist ein Jockey zu leicht, wird die Gewichtsdifferenz in Form
von Bleiplatten in die Satteldecke gesteckt.
Handicap
In Handicap-Rennen wird versucht, Chancengleichheit zwischen guten und weniger guten Pferden herzustellen. Dies
geschieht durch eine unterschiedliche Gewichtsverteilung, die auf den bisherigen Leistungen beruht. Für die Umrechnung
von Abständen in Gewichte gilt die Faustregel, dass eine Länge einem Kilo entspricht.
Hindernisrennen
Sammelbegriff für Hürdenrennen (relativ niedrige, transportable Reisighindernisse), Jagdrennen (grössere, feste Hindernisse,
vor allem Hecken) und Cross-Countries (Querfeldeinrennen mit Auf- und Niedersprüngen, Wällen, Teich etc.)
Hürdenrennen
Hindernisrennen über relativ niedrige, transportable Reisighürden, die auf der Flachbahn aufgestellt werden.
Maximaldistanzen: 3 jährige Pferde 3'300 m und 4 jährige und ältere Pferde 4'200 m.
Jagdrennen
Hindernisrennen über grössere feste Hindernisse, vor allem Hecken evtl. Gräben, Wälle und Mauern. Werden auch
Steeplechase genannt. Maximaldistanzen 3 jährige Pferde 3'600 m und 4 jährige und ältere Pferde 5'000 m und 5 jährige
und ältere bis 6'000 m.
Jockey
Ein Jockey ist ein Berufsrennreiter, der mindestens 50 Rennen gewonnen hat. Bis dahin wird er als Rennreiter bezeichnet.
Klassische Rennen
Zuchtrennen, in denen die besten dreijährigen Pferde unter gleichem Gewicht gegeneinander laufen. Neben dem Derby
(2400 m) gehören dazu die 1000 und 2000 Guineas (1600 m), die Stuten-Classic (2300 m) und das St. Leger (3000 m).
Lot
Gruppe von Pferden im Training.
Maiden
Ein Pferd, das noch kein Rennen gewonnen hat, ist maiden. Bezeichnung für ein Rennen für noch sieglose Pferde.
Meiler
Pferd, das seine Bestleistung auf Distanzen um 1600 Meter bringt.
Nummerndecke
Decke mit der Startnummer des Pferdes.
Order
Instruktion des Trainers an den Jockey über die Taktik im Rennen
Pace
Das Tempo im Rennen.
Pedigree
So wird der Stammbaum, die Ahnentafel eines Vollblüters, bezeichnet. Alle Vollblüter lassen sich auf drei arabische
Deckhengste zurückführen, die im 18. Jahrhundert nach England importiert wurden.
Peitsche
Der Einsatz der Peitsche im Rennen ist streng reglementiert. Sie darf maximal dreimal eingesetzt werden. Bei einem
Verstoß droht dem Reiter eine Busse, Lizenzentzug und der Verlust der Gewinnprozente. Eingesetzt werden dürfen nur
sogenannte Shock absorbing ummantelte Peitschen.
Pferdelänge
Der Abstand zwischen zwei Pferden wird im Richterspruch in Pferdelängen ausgedrückt. Eine Pferdelänge ist nach
Rennordnung mit 2,50m definiert.
Pferdepass
Erfasst sind alle sichtbaren Besonderheiten eines Pferdes, so dass der Vollblüter jederzeit genau identifiziert werden kann.
Protest
Ein Protestverfahren wird durch Lautsprecher bekannt gegeben. Es richtet sich in der Regel gegen eines der erstplatzierten
Pferde. Ein Protestverfahren kann die Rennleitung beschließen oder auf Antrag eines Beteiligten (Besitzers) einleiten. Meist
geht es um eine Behinderung.
Puller
Bezeichnung für ein ungestüm vorwärtsdrängendes Pferd, das sich gleichzeitig gegen die bremsende Hand des Reiters
wehrt und so seine Kraft verpufft.
Quote
Das ist der Geldbetrag, der an den siegreichen Wetter für je Fr. 10.00 Einsatz ausgezahlt wird.
Rennleitung
Gremium, das die korrekte Abwicklung der Rennen überwacht und gegebenenfalls Sanktionen verhängt.
Rennfarben
Jeder Besitzer hat einen eigenen, mit gewissen Farben und Mustern versehenen Dress, der vom Jockey im Rennen getragen
wird.
Rennleitung
Die Leitung der Galopprennen obliegt einer aus mindestens zwei Mitgliedern bestehenden Rennleitung. Die mit Hilfe des
Rennbahnfernsehend jedes Rennnen auf Korrektheit genaustes überprüft. Der Rennleitung wird überdies ein
Doppingkommissär sowie ein Rennleitungstierarzt zugeteilt.
Schaumgummidecke
Verhindert "Satteldruck" und Verrutschen des Sattels.
Scheuklappen
Auch Blinkers genannte Lederverschalung der Augen des Pferdes, in der es nur nach vorne blicken kann.
Skikjöring
Unberittenes Pferderennen auf Schnee mit im Rennregister eingetragenen Rennpferden. Weltweit einzigartig auf dem See
von St. Moritz.
Steher
Pferd, das auf Distanzen ab 2400 Meter am besten zur Geltung kommt.
Stutenerlaubnis
Zum Ausgleich der geschlechtsspezifischen Nachteile bekommen Stuten in einem Rennen einen Gewichtsvorteil von 2 kg.
Von dem errechneten Gewicht entsprechend der Ausschreibung werden 2 kg abgezogen.
Totalisator
Hier laufen alle eingesetzten Wettgelder ein, werden die Wetten ausgewertet und die Quoten errechnet.
Totes Rennen
Wenn zwei Pferde gleichauf ins Ziel kommen und auch auf dem Zielfoto kein Unterschied auszumachen ist.
Turf
Sammelbegriff für den Pferderennsport, von englischen Turf = Gras.
Turfisten
Regelmässige Rennbahnbesucher
Vollblüter
Pferde, deren Abstammung auf Araberpferde zurückgeht. Dazu werden heute offiziell Vollblutaraber, das englische Vollblut
und der Anglo-Araber gezählt (siehe englisches Vollblut)
Weile
Abstand von mehr als zehn Pferdelängen
Zielfoto
Der Zielrichter kann sich mit Hilfe der Zielfotografie seine Arbeit erleichtern. Bei der Auswertung des Zielfotos muss ausser
ihm noch ein Mitglied der Rennleitung anwesend sein, dass die Fotografie auch abzeichnen muss.
Ist der Ausgang des Rennens sehr eng, wird eine Vergrösserung der Zielfoto erforderlich. Diese Vergrösserung ist so
auszuhängen, dass sie von allen Zuschauern betrachtet werden kann.
Zurückwiegen
Das Überprüfen des Gewichts nach dem Rennen.
Quelle:
Pferderennen Zürich
,
Baden Racing
, Buch (Reiten und Trainieren von Galopprennpferden Reinhard Meier)