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Entscheid der UEFA zwingt EPFL zum Handeln
Die UEFA Champions League soll nach Ansicht des Kontinentalverbandes reformiert werden. Unter anderem will die UEFA den vier stärksten Ligen ab 2018 vier fixe Startplätze in der Königsklasse reservieren. Das würde bedeuten, dass 16 der 32 Teilnehmer aus diesen vier Ländern kommen. Für Klubs aus kleineren und mittleren Ligen wie der Swiss Football League würde die Teilnahme an der Gruppenphase der UEFA Champions League schwieriger als heute.
Vorgehen der UEFA nicht akzeptabel
Die EPFL als Dachverband der europäischen Profi-Ligen hat den Vorschlag der UEFA anlässlich eines Treffens in Amsterdam besprochen. Die Anpassungen am wichtigsten europäischen Klubwettbewerb wurden angekündigt, ohne die Unterstützung und die Zustimmung der Organisatoren der nationalen Meisterschaften in Europa einzuholen. Deshalb sind die Vertreter der in der EPFL zusammengeschlossenen Ligen klar der Meinung, dass das gewählte Vorgehen der UEFA, die sich selbst als Interessenvertretung des europäischen Fussballs bezeichnet, nicht akzeptiert werden kann.
Der Entscheid der UEFA hat negative Auswirkungen auf die nationalen Wettbewerbe und lässt die finanzielle und sportliche Kluft zwischen den grössten Klubs Europas und allen anderen exponentiell anwachsen.
Keine Rücksicht mehr auf europäische Spiele
Die EPFL ist der Ansicht, die UEFA habe mit ihrem Vorgehen und ihrem Entscheid das «Memorandum of Understanding», das zwischen den beiden Organisationen besteht, gebrochen. Sollte dies zutreffen, erhielten die europäischen Ligen die totale Freiheit in der Ansetzung der Spiele und müssten sich nicht mehr an die bisherige Abmachung halten, die nationalen Meisterschaftsspiele nicht zeitgleich mit Partien der UEFA Champions League anzusetzen.
Die EPFL bittet den neuen UEFA-Präsidenten, der nächste Woche gewählt wird, die Reform der UEFA-Wettbewerbe noch einmal zu überdenken und steht für einen konstruktiven Austausch in dieser Sache gerne bereit.