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Trotz des Verlusts sind beide Kassen noch über dem Soll gefüllt. Im Entsorgungsfonds, der die Kosten für die Entsorgung von Betriebsabfällen und abgebrannter Brennelemente nach der Ausserbetriebnahme der Atomkraftwerke deckt, befanden sich Ende 2015 4,223 Mrd CHF. Der Soll-Betrag lag bei 4,101 Mrd. Der Anlageverlust betrug im letzten Jahr rund 20 Mio CHF.
Der Stilllegungsfonds, der die Kosten für den Abbruch der AKW und der dabei entstehenden radioaktiven Abfälle decken soll, war mit 2 Mrd CHF gefüllt. Das Soll lag bei 1,972 Mrd CHF. Der Jahresverlust auf den Anlagen summierte sich 2015 auf 11 Mio CHF. Im Jahr zuvor hatten die beiden Fonds zusammen über 600 Mio Gewinn gemacht.
Die voraussichtlichen Kosten für die Stilllegung der schweizerischen Kernkraftwerke, die Nachbetriebsphase und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle betragen gemäss den jüngsten Kostenstudien 20,654 Mrd CHF. Ende 2016 werden neue Kostenstudien zur Verfügung stehen, wie es in der Mitteilung heisst. Auf dieser Grundlage werden die Fonds-Beiträge für die Periode 2017-2021 berechnet.
Schon 2014 hat der Bundesrat die Berechnungsgrundlagen angepasst und auf Anfang 2015 in Kraft gesetzt. Die meisten AKW-Betreiber sind gegen die Erhöhung gerichtlich vorgegangen, jedoch beim Bundesverwaltungsgericht abgeblitzt.
(AWP)