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Dieser Raum gehört zu Teilen des Hauses zum Kirschgarten, dessen originale Wandausstattung erhalten ist. Er diente dem Hausherrn Johann Rudolf Burckhardt (1750–1813) als Schlafzimmer. Die Wände sind mit plastisch wirkenden Dekorationsmalereien geschmückt. Sie zeigen Figuren der klassischen Mythologie und belegen das grosse Interesse des Bauherrn an der antiken Kunst. Die Figuren wurden einer grossformatigen Kupferstichfolge von Giovanni Volpato (1735–1803) und Giovanni Ottaviani (1735–1808) entnommen, die in den Jahren 1772–1776 erschienen war und Raffaels (1483–1520) Ausmalung der Loggien im Vatikan von 1518–1519 einem breiteren Publikum bekanntgemacht hatte. Die Wandbemalung geht also auf einen der berühmtesten Dekorationszyklen der Hochrenaissance zurück. Mit der zweifachen Darstellung der Liebesgöttin Venus mit dem Amorknaben und dem Paar Herkules und Omphale wird das Thema der Liebe besonders betont. Dies mag mit der persönlichen Situation des Hausherren zusammenhängen, der nach einem langwierigen Scheidungsprozess 1779 eine Verbindung mit Sarah Rohner (1761–1825) eingegangen war.