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Hergestellt von Grundig, Fürth.
Nachdem der Grundig Satellit 208 als erster nach dem Doppelsuperprinzip arbeitende Weltempfänger aus dem Hause Grundig 1967 auf den Markt kam, war beim 1973 eingeführten Satellit 2000 der zum technischen Grundstock der Satellit-Reihe gehörende Trommeltuner im Gegensatz zu den Vorgängergeräten Satellit 210 und 1000 nun horizontal angeordnet.
Der schwergewichtige (6,3 kg) und mit 46 x 27 x 12 cm voluminöse Kofferempfänger kam zu Beginn der siebziger Jahre auf den Markt. Er kann mit 6 UM-1-Batterien oder mit 110/220 V Netzspannung sowie auch über ein Adapterkabel mit 9 - 16 V Gleichspannung betrieben werden.
Drei horizontal angeordnete Senderskalen nehmen die rechte Hälfte der Frontplatte ein, jeweils zur Rechten findet sich der Abstimmknopf für die betreffenden Frequenzbereiche. Zuoberst liegen die Teilskalen für LW, MW und die zwei Tropenbandbreiche von 1,6 - 5,2 MHz, in den Mitte das Skalenfenster des Trommeltuners, die 9 Kurzwellen- Bereiche werden mit einem kräftigen Schalter an der rechten Schmalseite des Radios geschaltet, ein kleiner Schalter in der Mittelleiste schaltet zwischen dem überstrichenen Kurzwellensegment (z.Bsp. 12,5 - 16,5 MHz) und dem über die ganze Skalenbreite gespreizten Rundfunkband (z.Bsp. 15,0 - 15,6 MHz) um. Bei geschalteter Bandspreizung und einigermassen linearem Frequenzgang innerhalb eines Bandes liegt die Ablesegenauigkeit bei ca. 10 kHz. Die Wiederkehrgenauigkeit ist mässig: um eine einmal gesicherte Frequenz, auf der eine bestimmte Station sendet, wieder einstellen zu können, kann ein Zahlenwert auf einer linearen von 0 - 100 unterteilten Eichskala abgelesen werden, allerdings muss für jede Frequenz der Wert der Eichskala in einem Notizbuch festgehalten werden. Zuunterst findet sich die UKW-Skala und der zugehörige Abstimmknopf, die AFC kann mit einem Schiebeschalter in der Mittelleiste ausgschaltet werden.
Grosse Drucktasten an der Geräteoberseite, unter dem kräftigen Tragegriff, schalten das Gerät ein und dienen der Bereichswahl, auch zwischen der eingebauten Ferrit- resp. Teleskopantenne und einer Aussenatenne kann mit einer Drucktaste umgeschaltet werden. Trotz seines Antennentrimmers kommt das Gerät mit langen Langdrahtantennen bei Neigung zu Übersteuerung und Intermodulationen nur bedingt zugang.
Die HF-Signal- Nachbearbeitung beschränkt sich auf ein schaltbares ZF-Keramikfilter, trotz der breitflankigen Filterkurven gelingt die Trennung zweier Stationen im 5 kHz - Raster mit dem schmalen Filter recht gut. Der Einseitenbandempfang ist nur mit dem von den früheren Radios aus der Satellit-Reihe bekannten externen SSB-Zusatzgerät möglich.
Die linke Hälfte der Frontplatte wird eingenommen vom Lautsprechergrill und den als etwas störungsanfälligen Schiebereglern ausgeführten Lautstärke- und Klangreglern. Der grossformatige Lautsprecher mit zusätzlichem schaltbarem Hochtöner wird von einer grosszügig dimensionierten Endstufe bei Netzbetrieb mit 7 Watt Musikleistung versorgt.
Zusammenfassend ist der Grundig Satellit 2000 ein grossvolumiger in Analogtechnik aufgebauter Weltempfänger, in der Entstehungszeit für den nicht unter Platznot leidenden Reisenden konzipiert, oftmals aber eher als Heimempfänger zum Empfang der internationalen Kurzwellendienste aus Europa und der kräftigsten internationalen Stationen zum Einsatz kam. Aufgrund der beschränkten Möglichkeiten der Signalnachbearbeitung und vor allem der ungenauen Frequenzanzeige ist der Satellit 2000 den heutigen Ansprüchen eines DXers nicht gewachsen, liefert im Tropenband ungeügende Leistungen und ist mit dem BFO-Zusatz und ungenügender Stabilität nur für das Hineinschnuppern in die Amateurfunkbänder, nicht aber für den ernsthaften SSB-Empfang oder gar den RTTY/FAX-Empfang geeignet.
Vom Nachfolger Satellit 2100 unterscheidet sich der Satellit 2000 durch das unterschiedliche äussere Design, den Schiebepotis als Lautstärkereglern und die unterschiedliche NF-Vorstufe.
Doppelsuper, Analogtechnik mit gespreizten Kurzwellen-Rundfunkbändern.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.