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Stadtklima
Lebensqualität und Stadtklima
Ein günstiges Stadtklima trägt massgeblich zur Erhaltung der Lebensqualität und zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung bei. In Städten herrscht ein eigenes Lokalklima. Es ergibt sich aus der Versiegelung des Bodens, einem veränderten Wasserhaushalt, geringem Vegetationsbestand, aus der Wärmespeicherung in Bauten, der Emission von Luftschadstoffen und Abwärme und aus einer veränderten Luftzirkulation durch die Baustrukturen. Erhöhte Temperaturen, belastete Luft und eine geringe Durchlüftung sind typische Kennzeichen für das Stadtklima und stellen für die Bevölkerung ein Gesundheitsrisiko dar.
Zunahme von Tropennächten und Hitzetagen
Baulichen Dichte, ein hoher Anteil versiegelte Fläche und fehlende Grünflächen in Städten führen zu Wärmeinseleffekten. Dieser Effekt wird durch den Klimawandel verstärkt. Zwei Effekte sind dafür verantwortlich: die globale Erwärmung und die häufiger auftretenden Hitzeperioden.
Die Erwärmung könnte für die Stadt Zürich gemäss Schätzungen bis 2060 zu bis zu drei Grad höheren Jahresmitteltemperaturen führen. Die Hitzeperioden führen zur Aufheizung der Baukörper und der versiegelten Flächen über mehrere Tage. Je nach Situation entstehen überwärmte Gebiete; das heisst Gebiete, in denen die Temperatur höher ist als die Durchschnittstemperatur im Siedlungsgebiet. In diesen Gebieten ist mit einer starken Zunahme von Tropennächten (> 20 °C) und Hitzetagen (> 30 °C) zu rechnen. Gemäss den Klimaprognosen ist künftig in Zürich mit einer Verdoppelung der jährlichen Hitzetage (über 30 °C) zu rechnen. Sie nehmen von 22 auf 44 Tage zu, die Zahl der Tropennächte (mindestens 20 °C) wird sogar noch stärker ansteigen, und zwar von 20 auf 50 Nächte pro Jahr (die Klimaszenarien vergleichen die Perioden 1961–1990 und 2021–2040).
Das macht die Stadt
Die Stadt Zürich verfügt mit der Fachplanung Hitzeminderung über Klimaanalyse- und Planungskarten sowie konkrete Handlungsempfehlungen und hat eine Umsetzungsagenda für die Stadt beschlossen.