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Das Prestigeduell zwischen Norwegern und Russen ging an die Osteuropäer. Bronze gewann einmal mehr Frankreich.
Der Russe Sergej Ustjugow verteidigte als Schlussläufer die 45 Sekunden Vorsprung auf Johannes Hösflot Klaebo nicht nur erfolgreich, sondern er baute den Vorsprung auf 1:07 Minuten aus. Klaebo bekundete keine Mühe, Maurice Manificat auf den letzten Metern zu distanzieren. Die Schweiz büsste 5:22 Minuten auf Russland und 4:10 Minuten auf Frankreich ein.
Die Staffel war bereits vor der Saison als Höhepunkt für das Schweizer Männer-Team auserkoren worden. Hinter Russland und Norwegen schien Bronze möglich zu sein. Aber die Resultate während der Saison und insbesondere in Peking machten dies zum unrealistischen Vorhaben.
Der Parcours und die Verhältnisse waren derart hart, dass ein Verstecken im Feld kaum möglich war: Schneetreiben, das erlaubte Maximum von 400 Höhenmetern pro Ablösung und die Lage mit 1700 m ü. M. liessen den Wettkampf zum Einzelrennen mutieren. Jeder Läufer war auf sich alleine gestellt. Und dies von Beginn an, denn der Russe Alexej Tscherwotkin riss das Feld gleich auseinander.
Die Schweiz kam nie nur in die Nähe der Bronzemedaille, obwohl mit Dario Cologna und Jonas Baumann die zwei starken Läufer den Anfang machten. Der vierfache Olympiasieger Cologna zeigte erneut eine mässige Leistung und übergab als Siebenter mit knapp einer Minute Rückstand. Und er konnte vor allem kein Polster auf die direkten Konkurrenten schaffen. Baumann lag bei Halbzeit mit 2:17 Minuten auf Platz 8, Schweden, Finnland oder Frankreich hatten bereits über eine Minute Vorsprung. Nach Candide Pralong übernahm auch der Schlussläufer Roman Furger an achter Position. Dass der Urner den Italiener Davis Graz überholte, ist ein schwacher Trost.
Weitere Niederlage für Norwegen
Nach der Frauenstaffel erlitt auch die Männerstaffel Norwegens eine Niederlage gegen das Team ROC. Russlands Männer gewannen erstmals seit 42 Jahren - damals als Sowjetunion - wieder Olympiagold. Gegen Tscherwotkin, Alexander Bolschunow, Denis Spizow und Ustjugow war bei den kräftezehrenden Bedingungen kein Kraut gewachsen. Für Klaebo riss eine Serie: 6 mal war er zuvor als Schlussläufer eingesetzt worden, 6mal kam er als Sieger ins Ziel.