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Eine Kommanditgesellschaft ist eine Rechtsform, die in der Schweiz recht ungeordnete Rolle spielt. Diese Rechtsform ermöglicht es den Teilhabern aber zusätzliche Eigenmittel zu erhalten, und zwar ohne einen neuen Teilhaber einbinden zu müssen. Die Kommanditgesellschaft gehört zur Gruppe der Personengesellschaften. Gegründet wird eine Kommanditgesellschaft meist aus einer Einzelfirma oder Kollektivgesellschaft heraus, wenn diese zusätzliche Eigenmittel benötigt. Einbezogen werden können auch externe Teilhaber bzw. Geldgeber. Auf diese Weise kann Geldgebern auch eine beschränkte Beteiligung an der Geschäftsführung gewährt werden. Eine Kommanditgesellschaft kann dabei durch mindestens zwei oder durch mehrere natürliche Personen gegründet werden. Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaftern von einer Kommanditgesellschaft ist der Gesellschaftsvertrag. Bei der Kommanditgesellschaft ist einer der Gesellschafter der Komplementär und der andere der Kommanditist. Für die Gründung ist es nicht erforderlich ein Mindestkapital aufzubringen. Im Bezug auf den Firmennamen besteht Wahlfreiheit, jedoch muss dieser den Familiennamen mindestens von einem unbeschränkt haftenden Gesellschafters enthalten und den Zusatz, der erkennen lässt, dass es sich um eine Kommanditgesellschaft handelt. Die natürlichen Personen, die als Gesellschafter bei der Kommanditgesellschaft agieren, müssen von den Sozialversicherungen als selbstständig erwerbend anerkannt worden sein. Dies geschieht durch Anerkennung bei der zuständigen Ausgleichskasse, wo der entsprechende Antrag einzureichen ist. Bei der Kommanditgesellschaft ist es ist nicht erforderlich, dass sich der Wohnsitz der Gesellschafter in der Schweiz befinden. Diese müssen aber eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung haben.
Haftung bei der Kommanditgesellschaft
Der markante Unterschied dabei ist, dass der Komplementär auch mit dem privaten Vermögen unbeschränkt haftet für die Verbindlichkeiten der Kommanditgesellschaft. Die Kommanditäre haften nur bis zu der Höhe ihrer Einlage, der so genannten Kommanditsumme. Auch unterliegen sie im Vergleich zu den Komplementären einer Kommanditgesellschaft nicht der Konkursbetreibung. Die Kommanditäre sind dabei nicht mit der Geschäftsführung betraut. Auch haben sie nur beschränkte Kontrollrechte und werden anders an Gewinn und Verlust beteiligt, als die Komplementäre. Primär wird bei Haftungsfragen aber das Gesellschaftsvermögen herangezogen. Komplementäre und Kommanditäre können auch noch fünf Jahre nach ihrem Ausscheiden aus der Kommanditgesellschaft weiterhin für Verbindlichkeiten haftbar gemacht werden. Bei einer Kommanditgesellschaft gibt es keine Organe. Treuhänder und eine Revisionsstelle können aber eingesetzt werden. Steuern muss jeder Gesellschafter auf seinen Einkommens- und Vermögensanteil zahlen und sein privates Einkommen und Vermögen.
Handelsregistereintrag und Buchführung der Kommanditgesellschaft
Durch den Eintrag ins Handelsregister beginnt die Kommanditgesellschaft zu existieren. Ein Abschluss von einem Gesellschaftsvertrag wird empfohlen. Dieser ist nicht vorgeschrieben, regelt aber eindeutig die Erfolgsbeteiligung und die Beziehung der Gesellschafter untereinander. Die Kommanditgesellschaft muss eine vereinfachte Buchhaltung führen, wenn sie einen Umsatz von weniger als CHF 500.000 hat. Eine Rechnungslegung gemäß dem Obligationenrecht ist vorgeschrieben, wenn eine Kommanditgesellschaft einen Umsatz von mehr als CHF 500.000 hat. Bei einer Veräußerung des Geschäftsbetriebs, das durch Übertragung von Aktiva und Passiva zustande kommt, richtet sich nach den Vorschriften des Fusionsgesetzes.