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20 Jahre hat die TV-Serie «Friends» nun bereits auf dem Buckel. Und trotzdem noch Fans rund um den Globus.
Es war am 22. September 1994, da trafen sich sechs Freunde auf einem Sofa in einem New Yorker Café namens «Central Perk» zum ersten Mal. Und vorm TV sahen einige zu und lachten. Über die Jahre wuchs das Publikum dieser «Friends» – und wuchs und wuchs, rund um den Globus. Und als zehn Jahre später, im Mai 2004, mit «The Last One» die letzte Folge der Serie über die Bildschirme flimmerte, sahen alleine in den USA rund 53 Millionen Menschen zu.
«Friends» ist bis heute eine der erfolgreichsten TV-Serien überhaupt. Und wahrscheinlich eine der letzten, die vom Publikum komplett am TV verfolgt wurde und nicht im Internet heruntergeladen. Bei der man folglich ausserhalb der USA noch ungeduldig darauf warten musste, bis eine der im eigenen Land angesiedelten TV-Stationen sie ins Programm aufnahm. Dass man dann den Plot bereits kannte, spielte keine Rolle. «Friends» gucken, das war Kult.
Bald kannte jeder den Intro-Song, auch wenn niemand «The Rembrandts» kannte. Bald wollte jede Frau den Haarschnitt von Rachel aka Jennifer Aniston, jene Frisur, die noch heute unter dem Namen «The Rachel» bekannt ist. Die «Friends» setzten Standards, an denen sich andere Serien gerne orientierten. So hat «How I Met Your Mother» beispielsweise nicht nur das allgemeine Konzept übernommen (statt im Café treffen sich da die Freunde allabendlich an ihrem Stammtisch in der Bar), sondern auch ganze Plot-Teile bei den «Friends» abgekupfert.
Doch was machte den Erfolg der Serie aus? Vielleicht waren es die sechs ganz unterschiedlichen Typen, die darin dargestellt wurden: der neurotische Putzteufel Monica, ihr nicht viel weniger neurotischer Bruder Ross, die verwöhnte Rachel, die chaotische Sängerin Phoebe, der erfolglose Schauspieler und Frauenheld Joey, und dann noch Chandler, von dem niemand so richtig weiss, was er eigentlich macht. Jede Menge Identifikationspotenzial für all die Fans da draussen. Und viel Grund für Gelächter, wenn man dem Sextett bei den Irrungen und Wirrungen im Alltag, im Job und in der Liebe zusehen durfte.
«Friends» vereinte Sitcom mit Soap, wobei mit den Jahren und Staffeln der Seifenanteil stieg. Doch wer bis dahin mitgefiebert hatte, dem war das egal. Und noch heute haben die Freunde ihre Fans – kürzlich stürmten sie das vom Serienproduzenten Warner Bros. zum Jubiläum nachgebaute «Central Perk», nur um einmal auf dem berühmten Sofa sitzen zu können.
Ein gelungener PR-Gag. Den die Freunde vielleicht gar nötig hatten: 80 Millionen Dollar soll zwar jeder der Schauspieler am Ende verdient gehabt haben. In Hollywood hat es ausser Jennifer Aniston allerdings keiner so wirklich weit gebracht.
Talkshow-Host Jimmy Kimmel, bekennender «Friends»-Fan, mit einem Vorschlag für eine neue Episode im August 2014.
An der Feldbergstrasse gibt es eine Bar, die jeder Basler Nachtschwärmer kennt. «Friends Bar» heisst sie, und der Name ist kein Zufall. Zwar findet sich darin weder Sofa noch ein blondierter Barmann namens Gunther, doch die Gesichter der TV-Stars zieren die Fensterscheiben. Die Bar wiederum inspirierte die Basler Band «The bianca Story» zu einem Song, der da heisst – Überraschung! – «Friends Bar».