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Schaffensperioden: Musiktheater -> Oper -> Hörwerk

Frühe Kompositionen
Unter dem Einfluss seines Lehrers Willy Burkhard komponiert Schibler Werke mit Elementen des Barock, der Spätromantik und des Impressionismus. Nach seinem Englandaufenthalt wird Benjamin Britten zu einem musikalischen Vorbild in dieser Periode.
Dodekaphonie (ab 1948)
Mit dem Besuch der Darmstädter Ferienkurse beginnt die dodekaphonische Phase, in der Arnold Schönberg und Alban Berg Vorbilder für ihn sind. Auch nach dieser Phase wird er dodekaphonische Elemente verwenden.
Tanz, Jazz, Schlagzeug (ab 1952)
Nach den geistigen Ordnungsprinzipien der Dodekaphonie beschäftigt sich Schibler verstärkt mit dem musikalischen Körpererleben: Archaik des Rhythmus, Tanz und Jazz. Rhythmus wird ein gewichtiger Faktor in seinen Werken, es entstehen Werke für die Tanzbühne und für Schlagzeug. Er experimentiert mit bis dahin fremden Musikidiome. Gustav Mahler und Igor Strawinsky werden Vorbilder.
Musiktheater (Oper) - erste Hörwerke (ab 1956)
Auch die stilistischen Möglichkeiten der Oper und des Musiktheater ziehen ihn in seinen Bann, was sich in Werke für die Oper niederschlägt. Er entwickelt in Anlehnung an die Idee des totalen musikalischen Theaters die Musikgattung des Hörwerk/Hoerwerk.
Das gesellschaftskritische Hoerwerk (ab 1970)
Die Form des Hörwerks wird für ihn zum idealen Gefäss, um entschieden zu den ihn bedrängenden Zeitprobleme Stellung zu beziehen: Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen (Ökologie), der Machtmissbrauch in diktatorischen Staaten im damaligen Ostblock oder die Kommerzialisierung des kulturell-geistigen Lebens im Westen.
Das Hörwerk mit mythischen Stoffen und Themen (1980-1986)
In seiner letzten Schaffensperiode konzentriert sich Schibler auf die ewigen Menschheitsthemen, besonders auf das letzte grosse Thema, den Tod. Es entsteht die alle Lebensbereiche umfassende maximal music, welche mit der grossen Vielfalt der Musikidiome die Vielfalt des Lebens wiederspiegelt.