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Archäologie und Geologie
Das Klettgau war vor der Eiszeit vom Jura-Meer überflutet was sich im reichen Fund von Ammoniten, Schneckensteinen, Schwämmen und Belemniten zeigt. Spitzfluh wie Hardfluh können als eine der Uferpartien betrachtet werden. Es folgte die Eiszeit und einer der Gletschervorstösse vor ca. 150‘000 Jahren wird auch die «Beringen-Eiszeit» genannt. Der Rhein schnitt durchs Klettgau eine tiefe Rinne, welche später mit Schotter aufgefüllt wurde. Ein grosser Rhein-Grundwasserstrom zieht heute noch rund 40m unter dem Boden durchs Klettgau, während der Rhein, durch Gletscherablagerungen in der Enge gestaut, sich ein neues Bett suchte und der Rheinfall entstand.
Kurz nach der Eiszeit wurde unsere Gegend von Mammuts und Jägern bewohnt. Funde an Steinbeil, Pfeile der Jäger aber auch ein Mammutzahn zeugen von dieser Zeit.
Die Frühgeschichte von Beringen beginnt mit der Bronzezeit (2200 bis 800 v.Chr.). Während der Arbeiten für das Schulhaus wurden hier 1946 Reste eines Weilers aus der späten Bronzezeit (1200–800 v.Chr.) gefunden. Herdstellen, Scherben von Töpfen und Schalen. Im weiteren hinterliessen die Kelten und Alamannen in Beringen verschiedene Grabfelder aus denen diverse Funde stammen die jetzt im Landesmuseum eingelagert sind. Von den Römern sind Reste von Gutshöfen bekannt durch Funde von Dachziegeln und Münzen, so im Haaligbrünnli und Färberwisli. Die Römer brachten den Rebbau in unsere Gegend und davon zeugt noch die Elbling Traube (an der Zehntenscheune wachsend).
Im Mittelalter entstand eine Letzine (Verteidigungslinie) ab der Enge und führte unter anderem durchs Lieblosental über den Randen der Wutach entlang bis nach Gündelwangen. Auf dem südlich des Naturschutzgebietes Färberwiesli auslaufenden Bergsporn befinden sich Reste einer Erdburg mit Wall und Graben, auch Sommerschloss oder Burgstall genannt. Schon der Chronist Rüeger befasste sich um 1600 mit der Anlage.