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So etwas hat es in der Geschichte der Darts-WM noch nicht gegeben: Devon Peterson und Steve Lennon zeigten in ihrem Erstrunden-Duell ein Fehler-Festival sondergleichen und verballerten zusammen 72 Würfe auf ein Doppelfeld.
Beim Scoring zeigten sich der «African Warrior» Peterson und «Shamrock» Lennon einigermassen in Normalform, sie kamen auf insgesamt elf 180er. Auf die Doppelfelder lief dagegen fast gar nichts. «Double-Trouble» nennen das die Experten. Lennon erwischte es etwas schlimmer: Der Ire warf bei 46 Versuchen 39 Mal am äusseren Ring oder dem Bullseye vorbei, was einer bescheidenen Trefferquote von 15,22 Prozent entspricht. Im entscheidenden Leg des ersten Satzes verballerte Lennon gleich neun Set-Darts in Serie.
Doch auch Peterson bekleckerte sich nicht mit Ruhm. Seine Bilanz: 33 von 44 Würfen auf die Doppel gingen daneben. Als «Pub Darts» bezeichnete die PDC das Aufeinandertreffen der Weltnummern 29 und 47, am Ende kamen beide auf einen Three-Dart-Average von lediglich knapp über 89 Punkten.
Dank drei Highfinishes in den richtigen Momenten hatte Favorit Peterson trotz sieben (!) vergebenen Matchdarts doch noch das bessere Ende für sich. So richtig freuen konnte sich der Südafrikaner über den Einzug in die zweite Runde allerdings nicht. Als er von Sky-Reporterin Mikki Austin auf das Double Desaster angesprochen wurde, lächelte er verlegen und hielt sich die Hände vors Gesicht.
Statistisch gesehen war es das schlechteste WM-Match der Darts-Geschichte. Zwar schafften es der Waliser Richie Burnett und der Engländer James Hubbard 2012 in der ersten WM-Runde 73 Pfeile an den Doppeln vorbeizuwerfen, allerdings ging ihr Best-of-3-Match damals über die vollen fünf Sätze.
Neben dem unglaublichen Fehler-Festival zwischen Peterson und Lennon gab es gestern im «Ally Pally» auch noch das Scheitern zweier Ex-Weltmeister zu bestaunen. Die Weltnummer 5 Rob Cross unterlag dem niederländischen «Auberginen-Gorilla» Dirk van Duijvenbode, der immer wieder durch markante Grimassen, Faustschläge auf seine Brust und Armsägen für Aufsehen sorge.
Der zweifache Titelträger Adrian Lewis scheiterte am US-Amerikaner Danny Bagish, der seine Tränen nach dem Sieg nicht zurückhalten konnte. Der Grund: In diesem Jahr starb Baggishs Mutter und am Tag vor dem Duell mit Lewis erlitt sein Bruder in den USA einen Schlaganfall. (pre)