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Die Siegesserie von Servette ist leider zu Ende. Unter dantischen Bedingungen hätte das Spiel auf die eine oder andere Seite kippen können.
Mit dem Willen, den vierten Sieg in Folge zu holen, ging der Servette FC diese Begegnung des 16. Spieltages der Raiffeisen Super League an. Ihm gegenüber stand der FC Lugano, der aus einem 0-3-Sieg gegen Thun kam, und der als hartnäckiger Gegner um die gleichen Tabellenplätze kämpfen wird. Deshalb waren die wahren Belange dieses Spiels eher langfristig anzusehen, da die Männer von Alain Geiger schon vor dem Anpfiff wussten, dass sie weder Zürich (4.) einholen noch von den Verfolgern eingeholt werden konnten.
In den ersten Minuten beobachten sich beide Mannschaften und das Spiel verlief vor allem im Mittelfeld. Dies änderte sich bereits nach neun Minuten, als ein Luganese bereit war, aus 20 Metern abzuziehen, doch Timothé Cognat tauchte plötzlich auf und verhinderte den Schuss. Im Anschluss spielte er Tasar an, der mit dem Ball am Fuss über den ganzen Platz lief und nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Dieser 50-Meter-Lauf befreite die Grenat, die nun das Spiel über längere Zeit dominierten. In dieser Periode zeigten sich die Mitspieler von Timothé Cognat technisch überlegen, kombinierten sich im engen Mittelfeld durch, um dann von den Flügeln aus anzugreifen. Die Genfer zeigten sich auf Standards gefährlich, vor allem als Gael Ondoua nach einem Freistoss von Wüthrich Richtung Tor köpfte, doch Baumann lenkte mit einer grossartigen Parade ab.
Nach einer Viertelstunde setzten die Tessiner die Servette-Abwehr vor allem mittels Standards unter Druck, auch weil die Genfer Mühe hatten, sich zu befreien. Allerdings hatte Servette zur Halbzeit die gefährlichsten Torchancen zu verzeichnen, denn Ondoua und Sasso waren mit ihren Kopfbällen nahe an der Führung dran.
Nach der Pause wurden die Grenat kalt erwischt. Es wurden erst zwei Minuten gespielt, als Gonçalves schmerzverzerrt ausgewechselt werden musste. Lugano nutzte die kurzzeitige Überzahl aus, Aratore setzte sich durch und flankte auf Carlinhos, der Frick aus nächster Nähe überwand (48.). Dieses Tor, zusammen mit der steigenden Intensität der Bianconeri in den Zweikämpfen, war ein Nackenschlag für die Servettiens, die sich bis auf eine Direktabnahme von Stevanovic nach einer Stunde keine Torchance mehr erarbeiteten. Kurz davor wurde ein Pass von Frick vom Wasser auf dem Platz gebremst, was zum Assist für Carlinhos wurde, der aus 20 Metern versuchte, den Genfer Torhüter zu loben, aber nur die Latte traf.
Alex Schalk wurde in der 65. Minute eingewechselt und dieser dritte Wechsel verlieh den SFC-Angriffen neue Frische. Die Luganesi lauerten nur noch auf Kontermöglichkeiten und setzten alles daran, die Angriffe von Dennis Iapichino und seinen Mitspielern einzudämmen. Der linke Aussenverteidiger flankte auf Timothé Cognat, dessen Kopfversuch Noam Baumann allerdings überragend parierte. Der Tessiner Torhüter war bestens aufgelegt und ein Grossteil der 2300 Anwesenden riefen seinen Namen. Auch den letzten Freistoss aus 18 Metern konnte Stevanovic in der Nachspielzeit nicht über die Linie bringen. Diesmal wurden die Spieler von Maurizio Jacobacci von der Latte gerettet.
Servette schaffte es dementsprechend nicht, seine Siegesserie auszubauen, auch wenn die Genfer an diesem Sonntag einen Punkt verdient hätten. Das nächste Spiel findet wieder auswärts statt. Am nächsten Sonntag treffen die Grenat auf den FC Zürich (16 Uhr).