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Mit seinem schauspielerischen Talent ist Gérard Depardieu bereits seit Längerem nicht mehr aufgefallen. Dafür kann er etwas anderes umso besser: provozieren! Und das tut er nun auch wieder. In einem Werbesport für einen Schweizer Uhrenhersteller macht er sich über einen toten Hirsch lustig.
Ein Schuss ertönt vor schwarzem Hintergrund. Dann taucht Gérard Depardieu auf dem Bildschirm auf, vor strahlend blauem Himmel und saftig grünen Wiesen beugt er sich über einen toten Hirsch - in der Hand hält er ein Gewehr. «Um einen Hirsch zu erlegen, musst du immer pünktlich sein. Dank meiner Cvstos war ich pünktlich. Und seine Zeit war gekommen», sagt der Schauspieler in die Kamera. Spöttisch wirft er dem toten Wild einen Luftkuss zu.
Mit dem Clip bewirbt der 67-Jährige die Schweizer Luxus-Uhrenmarke Cvstos Geneve. Bereits zum zweiten Mal macht der französische Schauspieler Werbung für die ihm gewidmeten Spezialmodelle «Proud to be Russian». Ein weiterer Schlag ins Gesicht für seine Landsleute. Anfang 2013 nahm Depardieu die russische Staatsbürgerschaft an, um den - seiner Meinung nach - zu hohen Steuern in Frankreich zu entgehen.
Bei den Franzosen, die den Schauspieler seit seiner Steuerflucht sowieso auf dem Kieker haben, kommt das Werbevideo nicht gut an. Auf Twitter hagelt es für den Schauspieler und den Uhrenhersteller negative Kommentare. «Sagt mir, dass das ein (schlechter) Scherz ist. Bitte», schreibt ein User.
Ein anderer meint: «Ist das dein Ernst, Gérard..?»
Ein dritter hält mit seiner Meinung über den Schauspieler nicht hinterm Berg: «Das Cvstos-Werbe-Video zeigt, dass du TATSÄCHLICH EIN ARSCHLOCH BIST, lieber Gérard.»
Auch in den Medien kommen Depardieu und Cvstos nicht gut weg. Die französische Ausgabe des «GQ Magazine» betitelt die Werbung als «peinlich», für «Le Figaro» ist sie absurd und «Vanity Fair» findet sie «befremdlich». «Mit dieser Werbung macht sich Gérard Depardieu keine Freunde», schreibt das «Closer»-Magazin. Und der «Huffington Post» macht das Video mit dem getöteten Hirsch «irgendwie Angst».
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