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Randfiguren der Reformationsgeschichte
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Die grossen Namen der Reformation sind wohlbekannt. Weniger bekannt, doch nicht minder faszinierend, sind das Leben und Wirken von Nebenfiguren der Reformationszeit. Die Vorlesung stellt vier Personen mit ihren wechselvollen Schicksalen vor und gibt Einblick in die turbulente Umbruchszeit des 16. Jahrhunderts.
Friedrich III.: Der nonkonformistische Renaissancefürst in Wittenberg hat Luther protegiert und war zugleich einer der grössten Reliquiensammler seiner Zeit.
Hans Krüsi: Als Täuferführer aus St.Georgen hat er mit seinen aufrührerischen Reden die Obrigkeit solange provoziert, bis er nach Luzern verschleppt und dort hingerichtet wurde.
Wibrandis Rosenblatt: Aus einer vornehmen Basler Familie stammend war sie zwischen 1524 und 1551 nacheinander mit vier verschiedenen Reformatoren verheiratet, die alle vor ihr starben und sie als Witwe mit elf Kindern aus vier Ehen hinterliessen.
Und schliesslich Michael Servetus: Der aus Spanien stammende Mediziner stellte die Trinitätslehre in Frage, weswegen er als Ketzer verfolgt wurde. Dennoch stand er – vor seiner Hinrichtung in Genf 1553 – als Leibarzt in Diensten des Erzbischofs von Vienne.
Freitag, 10. November 2017: Friedrich III. («der Weise»)
Freitag, 17. November 2017: Hans Krüsi
Freitag, 24. November 2017: Wibrandis Rosenblatt
Freitag, 1. Dezember 2017: Michael Servetus
Dozent: Pfarrer Markus Anker, Evangelischer Seelsorger an der Universität St.Gallen