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Die Erbringung von ökologischen und landschaftspflegerischen Leistungen verursacht den Landwirtschaftsbetrieben Kosten, die durch gezielte Direktzahlungen abgegolten werden. Kenntnisse über Erbringungskosten können daher als Grundlage für die Evaluation von Agrarumweltmassnahmen dienen. In dieser Studie wurden die Höhe von Erbringungskosten und deren Einflussfaktoren für extensive Wiesen, Buntbrachen, farbige Hauptkulturen und Hochstammobstbäume mit Hilfe von annahmebasierten Vollkostenrechnungen und einem stochastischen Modell berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erbringungskosten stark variieren können und dass eine Einordnung der Direktzahlungen aufgrund von mittleren oder durchschnittlichen Kostensätzen nur bedingt aussagekräftig ist. Darüber hinaus bestätigen die Berechnungen, dass es weniger die (Produktions-) Kosten einer ökologischen oder landschaftspflegerischen Leistung an sich als vielmehr die Opportunitätskosten einer alternativen Nutzung sind, welche die Höhe der Erbringungskosten bestimmen. Dies impliziert, dass die Abgeltung von ökologischen und landschaftspflegerischen Massnahmen sorgfältig auf die anderen Markt- und agrarpolitischen Instrumente abgestimmt werden muss.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.