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Ein ganz besonderer Hund ist die Hauptperson in Jonathan Crowns Roman Sirius.
Der Foxterrier Sirius – ursprünglich Levi, dann „arisiert“ – ist der Hund der jüdischen Familie Liliencron in Berlin. Professor Liliencron, ein bekannter Naturwissenschaftler, ist eine prominente Persönlichkeit, Leute wie Hans Fallada und Käthe Kollwitz verkehren in seinem Haus. Doch nach der „Reichskristallnacht“ im November 1938 müssen die Liliencrons fliehen. Mit der Hilfe von Peter Lorre, einem Bekannten der Familie, schaffen sie es bis nach Hollywood. Der Professor chauffiert im Auftrag des Filmproduzenten Jack Warner Stars herum und Sirius ist immer mit dabei: Er begegnet Marlene Dietrich, Fritz Lang, Humphrey Bogart, Fred Astaire, Billy Wilder – und wird schliesslich sogar entdeckt! Seine Karriere als vierbeiniger Filmstar (unter dem Künstlernamen Herkules) wird jedoch jäh unterbrochen, als es ihn auf Umwegen wieder nach Deutschland verschlägt. Dort erreicht Sirius, von Reichsmarschall Göring (der ja nichts von Sirius‘ früheren Besitzern und seinem Umgang mit Juden und Emigranten weiss) persönlich als „Deutscher Hund“ deklariert, die höchste Karrierestufe für Hunde im Dritten Reich: Haustier des Führers. In dieser Funktion greift das „Hunderl“, wie Hitler sagt, sogar in die Weltgeschichte ein, indem es Kontakte zum Widerstand unterhält und streng geheime Informationen aus der Reichskanzlei herausschmuggelt. Wer verdächtigt schon einen Hund der Spionage? Als Sirius (oder Hansi, wie er jetzt heisst) beim Stauffenberg-Attentat schwer verwundet wird, kommt er nach Berlin in die Charité, wo sich – auf ausdrücklichen Befehl Hitlers – Professor Ferdinand Sauerbruch höchstpersönlich um ihn kümmert.
Der famose Foxterrier erlebt Höhen und Tiefen. Man darf gespannt sein, wo das Alles endet!