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Die Erfolgsgeschichte der Schweizer Pharmaindustrie spiegelt sich deutlich in ihren Exporten wider. Zwischen 1933 und 2022 hat sich das Exportvolumen von Pharmazeutika um den Faktor 3’500 gesteigert, während die restlichen Schweizer Exporte lediglich um den Faktor 150 zunahmen. Heute ist die Pharmaindustrie mit einem Anteil von 40 Prozent an den Gesamtausfuhren die wichtigste Exportbranche der Schweiz.
Die Erfolgsgeschichte der Pharmaindustrie lässt sich am besten anhand der Entwicklung der Exporte nachvollziehen. Das Exportvolumen der Pharmazeutika hat sich zwischen 1933 und 2022 von 30 Millionen Schweizer Franken auf knapp 110 Milliarden Schweizer Franken vervielfacht. Das entspricht einer Steigerung um den Faktor 3’500 in den letzten 90 Jahren. Im Vergleich dazu legten die restlichen Schweizer Güterexporte «nur» um den Faktor 150 zu. Bemerkenswert ist, dass die Pharmaexporte in fast jedem Jahrzehnt stärker gewachsen sind als die restlichen Ausfuhren. Die einzige Ausnahme stellen die 70er-Jahre dar. Diese konstante Outperformance zeigt eine der grossen Stärken der Pharmaindustrie – die geringe Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen.
Innerhalb der letzten 90 Jahre fanden auch innerhalb des Chemie-/Pharmasektors grosse Veränderungen statt. In den 30er- und 40er-Jahren waren noch Farben und Farbstoffe das wichtigste Exportgut. Bereits in den 50er-Jahren spielten jedoch Pharmazeutika, aber auch Kunststoffe, Agro-chemie und Vitamine eine zunehmend wichtige Rolle. Im Zeitraum 1960 bis 1980 wuchsen chemische und pharmazeutische Exporte nahezu im Gleichschritt. Durch die erfolgreiche globale Vermarktung spezialisierter Produkte gewann der Aussenhandel in dieser Zeit eine immer wichtigere Rolle für die Chemie- und Pharmaunternehmen. Im Jahr 1993 folgte schliesslich die Wachablösung und das Exportvolumen der Pharmaexporte überstieg das erste Mal das Volumen der Chemieausfuhren (11.3 Milliarden Schweizer Franken gegenüber 11.1 Milliarden Schweizer Franken).
In den letzten 30 Jahren baute die Pharmaindustrie diesen Vorsprung kontinuierlich aus. Strukturelle Wachstumstreiber wie die Alterung der Gesell-schaft in den Industrieländern und der steigende Lebensstandard in den Schwellenländern führten zu einer weltweit stark steigenden Nachfrage nach Pharmazeutika. Die Pharmaausfuhren legten daher in den letzten 30 Jahren wesentlich stärker zu als die restlichen Schweizer Exporte. Die Pharmafirmen erzielen zudem bereits seit geraumer Zeit fast ihren gesamten Umsatz im Ausland, da der Schweizer Binnenmarkt für Pharmazeutika klein ist.
Zusammenfassend hat die Bedeutung der Pharmaindustrie für den Schweizer Aussenhandel in den letzten 90 Jahren massiv zugenommen. Der Anteil an den gesamten Güterausfuhren stieg von unter 4 Prozent im Jahr 1933 auf 40 Prozent im Jahr 2022. Konkret bedeutet dies, dass die Schweizer Pharmaexporte 2022 einen Rekordwert von 109 Milliarden Schweizer Franken erreichten. Damit ist die Pharmabranche zur mit Ab-stand wichtigsten Exportbranche geworden. Addiert man noch die Chemieexporte hinzu, ist der gesamte Schweizer Chemie-/Pharmasektor heute für mehr als die Hälfte der Güterexporte verantwortlich.
Abbildung: 4-3 Anteil der Pharma am Total der Schweizer Güterexporte in %
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