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Berufungen im Frühjahr 2005
PD Dr. Claudia Roebers (41) ist vom Regierungsrat zur ordentlichen Professorin für Entwicklungspyschologie und Mitdirektorin des Instituts für Psychologie ernannt. Am 1. März trat sie die Nachfolge von Prof. August Flammer an, der im August 2003 zurückgetreten ist.
Claudia Roebers ist in Jülich aufgewachsen und hat nach dem Abitur und einer praktischen Ausbildung zur Erzieherin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Psychologie studiert und dort 1997 promoviert. Sie verbrachte ein Jahr als Stipendiantin der Gottfried-Daimler und Karl-Benz-Stiftung an der Florida Atlantic University in den USA. Von 1992-1996 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in Würzburg im Rahmen eines DFG-Projektes zur schulischen Anpassung von Immigrantenkindern. Nach der Promotion führte sie ihre Forschungsarbeiten in einem weiteren DFG-Projekt zur kognitiven Entwicklung fort. Sie unterbrach 1999 diese Tätigkeit für ein Jahr, um als visiting fellow an der School of Psychology der University of New South Wales in Sydney zu forschen. Claudia Roebers war vor ihrem Wechsel an die Universität Bern Privatdozentin für Psychologie an der Universität Würzburg.
Zum Nachfolger von Prof. Dr. Reinhold Ganz, der im August des vergangenen Jahres zurückgetreten ist, hat der Regierungsrat PD Dr. med. Klaus-Arno Siebenrock (45) zum ordentlichen Professor für Orthopädische Chirurgie ernannt. Professor Siebenrock ist seit dem 1. Februar Direktor und Chefarzt der Klinik und Poliklinik für Orthopädische Chirurgie des Inselspitals.
Klaus-Arno Siebenrock ist in Schwäbisch Hall geboren und hat an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und an der Northwestern University of Chicago/Illinois Medizin studiert. 1987 legte er das deutsche und amerikanische Staatsexamen ab und promovierte ein Jahr später an der Universität Tübingen. 1990 trat er eine Stelle als Assistenzarzt am Inselspital Bern an. Es folgten Auslandsaufenthalte an der Mayo Klinik in Rochester, Minnesota, und an der University of Southern California in Los Angeles. Ab 1994 war er wiederum in Bern am Inselspital als Assistenz- und Oberarzt in der der Klinik für Handchirurgie, dem chirurgischen Notfallzentrum bzw. in der Klinik für Orthopädische Chirurgie tätig, vorübergehend auch als stellvertretender Leiter für Becken- und Hüftchirurgie. Die Schweizerische Facharztprüfung (FMH) für Orthopädische Chirurgie legte er 1997 ab, und vor drei Jahren habilitierte sich Siebenrock im gleichen Fachgebiet. Seine klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte konzentrieren sich auf die Hüft- und Beckenchirurgie sowie auf die Tumoren des Bewgungsapparates.
Prof. Dr. Martin Abraham (40) wurde vom Regierungsrat zum ordentlichen Professor für Soziologie, unter besonderer Berücksichtigung der empirischen Sozialforschung, und zum Mitdirektor des Instituts für Soziologie ernannt. Er trat am 1. März 2005 die Nachfolge von Prof. Dr. Andreas Diekmann an, der am 31. März 2003 zurückgetreten ist.
Martin Abraham ist in Nürnberg aufgewachsen und hat an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg Sozialwissenschaften studiert und dort 1995 promoviert. In den Jahren 1988 und 1992 war er als Forschungsassistent und als Dozent an der Universität Utrecht (NL) tätig, später folgten Aufenthalte an der University of Arizona und am Institut für Soziologie in Bern. Ab 1996 war er wissenschaftlicher Assistent in Leipzig und ab 2002 Inhaber der Max-Weber-Gastprofessur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuletzt vertrat Abraham eine Professur für Soziologie an der gleichen Universität in München. Seine Forschungsschwerpunkte sind Organisationssoziologie (vor allem Organisationsnetzwerke), Wirtschaftssoziologie (hauptsächlich Arbeitsmarkt), sowie Sozialstrukturanalyse und Familiensoziologie (insbesondere Mobilität und Stabilität von Partnerschaften).
PD Dr. Markus Mohaupt (43) wurde auf den 1. Januar 2005 von der Universitätsleitung zum ausserordentlichen Professor für Hypertonie ernannt. Markus Mohaupt ist in Sindelfingen in Deutschland aufgewachsen und hat an der Ruhruniversität Bochum sowie der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Medizin studiert. Nach der Promotion 1988 an der Universität Bonn erfolgte eine klinische und wissenschaftliche Ausbildung an den Universitäten Bonn, Erlangen-Nürnberg und Gainesville, FL. Er machte 1996 den Facharzt für Innere Medizin, 1997 die Fachkunde Radiologie und 1999 die Teilgebietsbezeichnung Nephrologie. 2001 habilitierte er sich an der Universität Bern. Seit 1997 arbeitet er in der Klinik und Poliklinik für Nephrologie und Hypertonie des Inselspitals.
Der Senat hat im Januar beschlossen, PD Dr. Stefan C. Wolter, Direktor der Schweizeri-schen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (Aarau) und Lehrbeauftragter der Universi-tät Bern, zum Honorarprofessor zu befördern. Mit der Verleihung der Honorarprofessur möchte die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät die Verbindung zwischen Herrn Wolter und der Universität Bern bekräftigen und stärken.
11.03.2005