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Erfolgsorientiertes Lernen ohne Noten, individuelle Lernaufgaben je nach Niveau des Schülers, Methodenvariabilität im Unterricht, mediale Unterstützung: Was modern tönt, wird leider im heutigen öffentlichen Schulsystem noch nicht umgesetzt. Die Ideen von Gregor Girard vom wechselseitigen Unterricht sind auch in der heutigen Zeit revolutionär. Zunehmend finden wir in Privatschulen ähnliche pädagogische Konzepte, wie sie Gregor Girard durchführte. Die Schüler und Schülerinnen fühlen sich in solchen Modellen wohl, können sich frei entwickeln und entfalten, so wie es Girard wahrscheinlich gerne sehen würde. Meistens brauchen solche Schulen keine sonderpädagogischen Therapien, damit die Kinder in ein System passen. Die zusätzlichen hohen Kosten, die solche Massnahmen verursachen, könnten wir in Girards Ideologie streichen.
Leider werden solche Modelle, wie sie Girard oder Pestalozzi vertreten, vom Staat nicht anerkannt. Obwohl schon längst unzählige Studien (wie beispielsweise die Untersuchungen von Remo Largo) zeigen, dass man die Kinder dort abholt, wo sie stehen und sie in ihren individuellen Fähigkeiten unterstützt, ohne sie dabei zu überfordern.
Ich wünsche mir für unsere Kinder, dass sich der Kanton Freiburg nicht nur an Girard erinnert und seine Gedenktafeln enthüllt, sondern auch, dass seine Ideen und Konzepte im heutigen System einen Platz finden und durchgeführt werden.