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VS (8 Sitze): Wahlausgang spannend
Im Wallis sind dieses Jahr 8 Nationalratssitze zu vergeben, einer mehr als bisher. 11,1 Prozent der Stimmen machen einen gesicherten Sitz aus. Die Ausgangslage ist sehr spannend, weil die CVP (2011: 39,9 Prozent) ziemlich genau doppelt so gross ist wie das linke Listenbündnis aus SP, Grünen und der unabhängigen CSP Unterwallis (20,3 Prozent), wie die SVP (19,7 Prozent) und die FDP (18,8 Prozent). 3 Sitze für die CVP und je 1 Sitz für SP, SVP und FDP sind sicher. Vor vier Jahren gewann die SP mit viel Glück das einzige Restmandat, weil die Linke sowohl äusserst knapp vor SVP und FDP lag wie ebenso knapp mehr als die Hälfte der Stimmen der CVP erreichte. Wäre schon vor vier Jahren ein achter Sitz verteilt worden, wäre er an die CVP gegangen, womit die CVP-Teilliste CSP Oberwallis ihren Sitz nicht verloren hätte. Die BDP und die AL (je 0,6 Prozent) werden dieses Jahr nicht mehr kandidieren, wovon Mitte und Linke profitieren müssten. Die bisherigen Nationalräte Oskar Freysinger (SVP), Christophe Darbellay (CVP) und Stéphane Rossini (SP) treten zurück und fallen als wichtige Stimmenlieferanten für ihre Parteien weg. Die Abstände sind so knapp, dass offen ist, wer dieses Jahr die beiden Restmandate gewinnt, ob SP, CVP, FDP oder SVP. Zwei gehen leer aus.
VD (18 Sitze): Verschiebung möglich
In der Waadt braucht es einen WählerInnenanteil von 5,3 Prozent für einen sicheren Nationalratssitz. Auf der linken Seite verbinden sich wiederum SP/Grüne/PdA (neu zusätzlich mit der Piratenpartei), in der Mitte spannen GLP, CVP, EVP, EDU und BDP zusammen; neu treten rechts FDP und SVP getrennt an. Vor vier Jahren gingen je 8 Sitze an die Linke (6 SP, 2 Grüne) und an die Rechte (4 FDP, 4 SVP) sowie 2 an die Mitte (1 CVP, 1 GLP). Die Rechte und die Mitte erreichten alle ihre Mandate als Vollmandate, das einzige Restmandat ging knapp an die linke Listenverbindung. Diese wird darum kämpfen müssen, das Mandat gegen die angreifende Mitte und die FDP zu verteidigen. Verteidigt die Linke diesen Sitz, ist offen, ob er an die SP oder an die PdA geht: 2011 erreichte die PdA 3,9 Prozent, während die SP für ihren sechsten Sitz einen Schnitt von 4,2 Prozent pro Sitz aufwies. Sollte die Mitte einen Sitz gewinnen, könnte dieser an alle Partner gehen: Die EDU und die EVP haben eine Unterlistenverbindung, die BDP gewann Christine Bussat (Marche blanche) als Spitzenkandidatin. CVP-Nationalrat Jacques Neirynck kandidiert nach einem Streit nur auf der CVP-Seniorenliste und dürfte durch Claude Béglé, den ehemaligen Präsidenten der Post, von der CVP-Hauptliste verdrängt werden.
Alle bereits veröffentlichten Prognosen finden Sie unter: www.woz.ch/wahlgymnastik.