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Die Abteikirche von Payerne ist eines der besterhaltensten Beispiele romanischer Baukunst in der Schweiz und blickt auf eine faszinierende, weit in die Vergangenheit reichende Geschichte zurück. In dieser spirituellen Hochburg werden neben geführten Besichtigungen ebenfalls regelmässig Ausstellungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen organisiert.
Der mittelalterliche Marktflecken Payerne, Hauptort des Distrikts Broye in der Nähe von Yverdon-les-Bains und der Drei-Seen-Region, entstand rund um seine romanische Abtei.
Die Abteikirche von Payerne wurde im 11. Jh. an der Stelle erbaut, an der sich früher bereits eine von Königin Bertha gegründete Religionsgemeinschaft niedergelassen hatte. Die Angliederung an das mächtige Kloster von Cluny und die grosszügigen Schenkungen der Burgunder Königsfamilie ermöglichten diesen neuen Bau.
Das Kirchenschiff mit seiner Apsis und fünf Apsidiolen bildet eines der reinsten Beispiele romanischer Baukunst in der Schweiz. Die funktionelle und symbolische Harmonie der Räume wird durch in den Stein gehauene Zierelemente und durch Wandmalereien im romanischen (Vorkirche) oder gotischen Stil (Kapellen) ergänzt.
Im Jahr 1536 werden die Mönche infolge der Reform vertrieben, die Abteikirche wird entweiht und bis ins 20. Jahrhundert zu profanen Zwecken verwendet.