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Nach fast 100 Jahren Unterbruch feiert Rugby in Rio das olympische Comeback. Mit einem speziellen Format – und mit einem kleinen Inselstaat als Mitfavorit.
Rugby wird üblicherweise mit 15 gegen 15 Spielern ausgetragen. Die WM lockt alle vier Jahre Milliarden vor den Fernsehschirm. An den Olympischen Spielen stehen hingegen lediglich je 7 Akteure pro Team auf dem Platz.
Das 7er-Rugby unterscheidet sich vor allem aufgrund der Teamgrösse und der Spieldauer von der herkömmlichen Variante. Eine Halbzeit dauert nicht 40, sondern lediglich 7 Minuten (im Final 10). Das olympische Turnier erstreckt sich wegen dieser massiv verkürzten Spielzeit deshalb nur über drei Tage.
Das neue Format verspricht einiges an Spektakel. Ähnlich wie im Eishockey, wo neuerdings in der Verlängerung 3 gegen 3 gespielt wird, ergeben sich auf dem Feld grössere Freiräume. Deshalb sind schnelle und bewegliche Spieler im Vorteil.
Diesem Anforderungsprofil entspricht Fidschi ziemlich gut. Der pazifische Inselstaat gehört neben dem aktuellen Weltmeister Neuseeland, Grossbritannien und Südafrika beim «Rugby seven» zur Weltspitze. Eine Olympia-Medaille liegt für den Weltmeister von 1997 und 2005, der sich kürzlich zum zweiten Mal in Folge den Sieg der jährlich veranstalteten «World Rugby Seven Series» gesichert hat, absolut in Reichweite. Für Fidschi, einen Kleinstaat mit weniger als einer Millionen Einwohner, wäre ein Triumph historisch. Noch nie bei all seinen 13 Olympia-Teilnahmen ist Fidschi bisher im Medaillenspiegel aufgetaucht. (ram/sda)