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Seoul - Der frühere US-Präsident Jimmy Carter hat in Nordkorea die Freilassung eines zu acht Jahren Arbeitslager verurteilten US-Bürgers erreicht. Der 30-jährige Aijalon Mahli Gomes traf am Freitagabend in Begleitung von Carter in seinem Heimatland ein.
Angehörige und Freunde begrüssten Gomes am Flughafen von Boston, wohin er nach Carters Vermittlungsmission in Nordkorea ausreisen durfte. Weder Carter noch Gomes wollten die Fragen von Journalisten beantworten.
Der 85-jährige Friedensnobelpreisträger war am Mittwoch gemeinsam mit seiner Frau in Nordkorea eingetroffen, um Aijalon Mahli Gomes freizubitten. Die USA hatten sich in der Vergangenheit wiederholt besorgt über das Schicksal des 30-Jährigen gezeigt.
Der als strenggläubiger Christ geltende Gomes war im Januar bei einem angeblich illegalen Grenzübertritt in Nordkorea festgenommen worden und im April zu acht Jahren Arbeitslager sowie zur Zahlung von umgerechnet 550'000 Euro verurteilt worden.
Eine Freilassung des aus Boston stammenden Mannes lehnte die Führung in Pjöngjang ab. Anfang Juli unternahm Gomes nach Angaben aus Nordkorea einen Selbstmordversuch und wurde in ein Spital gebracht.
Im vergangenen Jahr hatte der ehemalige US-Präsidenten Bill Clinton die Freigabe zweier Journalistinnen erreicht, die in Nordkorea ebenfalls wegen illegaler Einreise verurteilt worden waren. In der Folge war es zu politischen Kontakten zwischen den beiden Regierungen und einer kurzzeitigen Entspannung in der Region gekommen.
SDA-ATS