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Aussenwerbung im historischen und heutigen Kontext.
Die Aussenwerbung ist wohl das älteste Werbemittel überhaupt. So weiss man, dass bereits vor rund 2500 Jahren ägyptische Händler Verkaufsbotschaften in Stein meisselten und diese an Strassen aufstellten. Weitere historische Formen der Aussenwerbung sind die klassischen Wirtshausschilder (die sogenannten Nasenschilder) und die Plakatwerbung. Von Reklamen im heutigen Sinn spricht man etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts, denn im Zuge der Industrialisierung begannen die Hersteller ihre Ware zunehmend ausserhalb ihres direkten Umfeldes zu vertreiben. Aus dieser Zeit stammt die bis heute für den Plakatanschlag bekannte Litfasssäule. Die zunehmende Nutzung des öffentlichen und öffentlich einsehbaren privaten Raums mit Werbeträgern und dem damit verbundenen „Zwang“ zum Konsum dieser Aussenwerbung führt regelmässig auch zu Kontroversen. Dass der öffentliche und der öffentlich einsehbare private Raum ohne weiteres für Aussenwerbungen genutzt werden kann, ist nicht selbstverständlich. Plakate sind ein traditioneller Werbeträger. Sie werben für Produkte, Dienstleistungen und Firmen sowie für Kommerzielles, Kulturelles und Politisches. Durch ihre Grösse und Präsenz wirken sie als eigenständige Anlagen, die sich in die gebaute und landschaftliche Umgebung einordnen und einen räumlichen Bezug zum Bestehenden aufweisen.