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Bis 1920 wurde die Dittligmühle von einem Wasserrad angetrieben. Mit der Industrialisierung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts musste das Wasserrad zuerst einer Turbine und später endgültig dem elektrischen Fortschritt weichen. Der nicht mehr benötigte Mühlenbach wurde in der Folge in den Boden verlegt und verschwand für mehrere Jahrzehnte im Untergrund. Damit erloschen auch die Wasserechte und die Konzession der Dittligmühle.
Im Zuge der Renaturierung wurde der Mühlenbach 2015 wieder aus dem Untergrund an die Oberfläche zurück geholt, um damit den ungehinderten Ausfluss aus dem Dittligsee zu gewährleisten. Auf Grund dieser Bach-Freilegung wurde die Idee geboren, dass nach 170 Jahren doch auch wieder ein echtes Wasserrad an die Wasserkraft, bzw. Energie zum Betreiben der Mühle erinnern sollte. Der Verein Radwerk Landshut (VRL), der aus idealistischen Gründen alte Wasser- und Energiequellen als Zeitzeugen wieder instand stellt und der Nachwelt erhaltet, ist zufälligerweise auf den renaturierten Mühlebach aufmerksam geworden. Daraus ergab sich das Projekt „Wasserrad Dittligmühle.“ Da die Gewässer heute weitgehend geschützt sind ist es leider nicht mehr möglich, an dieser Stelle ein Wasserrad direkt aus dem Mühlebach zu betreiben.
In der Folge wurde in Zusammenarbeit mit den Behörden ein bewilligungsfähiges Projekt erstellt. Die Baubewilligung liegt nun seit September 2017 vor und es ist beabsichtigt, das Projekt 2018 zu realisieren. Zur Finanzierung suchen wir weitere Gönner und Sponsoren die sich für den Erhalt von technischen Kulturgütern engagieren möchten. Die Inbetriebnahme war auf den 28. April 2018 geplant. Die Einweihungsfeier konnte termingerecht abgehalten werden
Am unteren Bildrand: Simone Niggli, 23-fache OL-Weltmeisterin und Gantrisch-Goldkorn-Botschafterin