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||Bear/Skin (CH-Premiere), Keith Hennessy

Wie der Titel verspricht geht es um Bären, um tanzende Bären. Es geht um «Le Sacre du Printemps», um Teddybären, um die Rekonstruktion von Bären-Tänzen der Ureinwohner_innen, um den Frühling in der nördlichen Hemisphäre aber auch um das Land in dem Keith Hennessy aufwuchs. Keith beschäftigt sich mit Tanz und Ritualen sowie deren Aneignung und er stellt sich dem Konflikt gleichzeitig Siedler wie Ureinwohner und nomadischer Flüchtling wie Künstler zu sein.
Keith Hennessy ist ein in San Francisco lebender kanadischer Künstler. Er ist künstlerischer Leiter der Circo Zero Circus Company, einem Kollektiv von ZirkusartistInnen, TänzerInnen und MusikerInnen. Um Werke politisch, aber auch zugänglich zu machen, hat Hennessy mit verschiedenen militanten KünstlerInnengruppen, wie dem Performance-Kollektiv Core und Contraband Company zusammengearbeitet. Seine Arbeiten positionieren sich explizit politisch, seine Texte wenden sich gegen alle Formen von Unterdrückung, Intoleranz und Ungerechtigkeit. Da Hennessy sich verschiedener künstlerischer Formen wie Tanz, Zirkus und Gesang bedient, finden seine Aufführungen in verschiedenen Kontexten statt (Theater, Kunsträume, Queerfestivals, Gefängnisse und Demonstrationen). Er lehrte an der Universität von San Francisco, am Goddard College (2001-2002) und am New College (1990-1996).
Der amerikanische Choreograf Keith Hennessy begann seine künstlerische Laufbahn als »Queer-Activist« und ist seit vielen Jahren im Kampf gegen AIDS aktiv. 2009 wurde der Performer, Choreograf, Dozent und Organisator mit dem New Yorker Bessie-Award ausgezeichnet und »queert« seit 25 Jahren sehr erfolgreich Körper und Bühnen.
[http://www.circozero.org/performances/bearskin/index.html]
Supernatural, Aughterlony, Livingstone, Rowe
Auf erhitztem pinken Terrain unter fluoreszierendem Himmel schlagen menschliche und nicht-menschliche Protagonist_innen für eine Nacht ihr Camp auf und eröffnen uns einen queeren Blick auf einen kaleidoskopischen Körper. Bewegungs-Recherche oder postpornografische Spasspraktik? Wie auch immer wir uns entscheiden: in «Supernatural» treten Körper und ihre Begleitmaterialien in einen Austausch, der den Unterschied zwischen aufgeregt sein, aufregend sein und gemeinsamer Erregung nicht länger kennt.
Simone Aughterlony ist eine freischaffende Künstlerin, sie lebt in Zürich und Berlin und arbeitet vorwiegend in den Bereichen Tanz und Performance. Sie hat mit Persönlichkeiten wie Meg Stuart / Damaged Goods, Forced Entertainment, Jorge León und anderen zusammengearbeitet. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit den dem transformativen Potenzial des Körpers und den daraus entstehenden choreografischen Überlegungen. Ihr Interesse gilt dem Umgang mit Humor und dem Geheimnis des Wunsches. Damit will sie in ihren Performances politische Auseinandersetzungen provozieren.
www.aughterlony.com
Antonija Livingstone ist eine in Berlin unabhängig arbeitende Künstlerin, an den Grenzen zwischen Tanz und Performance. Ihre Arbeit entsteht oft in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern, Tänzern und Fremden, mit denen sich dann die Choreographie als kuratorische Praxis etabliert. Ihre Events oder zeitbasierten Skulpturen legen einen Schwerpunkt auf seltene Auftritte und aussterbende Praktiken.
Hahn Rowe ist ein international renommierter Geiger, Gitarrist, Komponist und als Techniker und Produzent an einer Vielzahl von Projekten beteiligt. Als Musiker hat er mit Glenn Branca, Fötus, Schwäne, Ikue Mori, REM, David Byrne und Moby zusammengearbeitet. Zudem entwickelt und produziert er neben vielen anderen Aufträgen für Bill Laswell, Antony and the Johnsons und Yoko Ono. Hahns langjährige Zusammenarbeit mit der in Brüssel / Berlin lebendenden Choreografin Meg Stuart führte zu einer Schaffung von acht abendfüllenden Tanzstücken.