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Speed Badminton ist eine Sportart, die aus dem Funbereich nicht mehr wegzudenken ist. In der Schweiz, Österreich und im Ursprungsland Deutschland erfreut sich das Rückschlagspiel einer zunehmenden Popularität. Mittlerweile gibt es sogar Vereine, in denen die Techniken dieser anspruchsvollen Sportart unter Anleitung von professionellen Coaches trainiert werden können.
Die Idee, das klassische Badminton schneller und damit attraktiver zu machen, geht auf den Berliner Bill Brandes zurück. Er erkannte, dass der Federball windresistenter und schwerer werden musste, um ein höheres Tempo zu erreichen. Heraus kam der sogenannte „Speeder“, der äusserlich stark an einen herkömmlichen Federball erinnert, im Hinblick auf die Flugeigenschaften aber bedeutende Unterschiede aufweist.
Der Ball lässt sich mit einem wesentlich stärkeren Drive schlagen und hat eine grössere Reichweite; zudem ist die Flugbahn präziser, was die Aufgabe für den Spieler etwas einfacher macht. Der „Fun Speeder“, der bei Jugendlichen bis 14 Jahre benutzt wird, ist bis zu 260 km/h schnell. Erwachsene verwenden den „Match Speeder“, mit dem Geschwindigkeiten von bis zu 290 km/h erzielt werden.
Regeln
Gespielt wird auf einem 23,8 x 5,5 m grossen Feld. Beide Spieler stehen in 5,5 qm² grossen quadratförmigen Abschnitten, die durch einen 12,8 m langen Leerbereich getrennt sind. Das Ziel besteht darin, den Speeder so in das gegnerische Feld zu befördern, dass der Gegner nicht an den Ball kommt. Es werden zwei Gewinnsätze gespielt; zum Satzgewinn werden 16 Punkte mit einem Punkt Vorsprung benötigt (ab 15 zu 15 zwei Punkte).
Im Gegensatz zu allen anderen Rückschlagspielen gibt es beim Speed Badminton kein Netz. Durch die grosse Pufferzone zwischen den quadratischen Feldern ist jedoch sichergestellt, dass die Flugbahn des Balles so verläuft, dass dieser gut zu erreichen ist. Der Untergrund des Spielfeldes ist nicht festgeschrieben, sodass sowohl in Hallen als auch auf Tennisplätzen, Sandflächen und Wiesen gespielt werden kann.
Ein Speed Badminton-Schläger ähnelt von der Form her einem Squashschläger, ist jedoch etwas kürzer. Die Länge beträgt je nach Hersteller und Modell 58 bis 60 Zentimeter. Wie beim Tennis sind auch beim Speed Badminton Schläger mit unterschiedlichen Bespannungshärten erhältlich.
Verbreitung
Speed Badminton wird mittlerweile weltweit gespielt. Die Zahl der Turniere nimmt von Jahr zu Jahr zu. Auch in der Schweiz gibt es einige Vereine, die regelmässig Wettbewerbe ausrichten. Dazu gehören die Gekkos Aargau, die Jumping Speeders Basel, der Speed Badminton Club Luzern
und die Sun Speeders Kreuzlingen
(Thurgau).
Im August 2011 wurden auf dem Tennisgelände des LTTC Rot-Weiss Berlin die ersten Weltmeisterschaften ausgetragen. Rund 370 Teilnehmer aus 29 Ländern kämpften über zwei Tage um die zu vergebenden Titel. Die dritten Plätze wurden in keiner der zehn Kategorien ausgespielt – somit gab es insgesamt 20 Bronzemedaillengewinner.
Im Zuge der Veranstaltung wurde der Weltverband ISBO (International Speed Badminton Organisation) gegründet. Hierbei handelt es sich um eine nicht-kommerzielle Organisation, deren Ziel die weltweite Förderung und Entwicklung der Sportart Speed Badminton ist.