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Bärbel Schindler-Saefkow wurde in einer Bombennacht 3. März 1943 in Berlin geboren. Der Vater, Kommunist Anton Saefkow, der in Berlin eine grosse Gruppe des Arbeiterwiderstandes aufbaute, wurde im September 1944 vom NS-Regime hingerichtet. Während die Mutter, Aenne Saefkow, ab 1944 im Konzentrationslager Ravensbrück interniert war, kümmerte sich die ältere Schwester um das Mädchen. Bärbel, ein kränkliches Kind, wurde im Mai 1947 mit einem «Kinderzug» des Schweizerischen Roten Kreuzes für ein Vierteljahr in die Schweiz geschickt. In Herisau im Kanton Appenzell Ausserrhoden wurde sie von einer Familie Preisig, die selbst drei Kinder hatte, aufgenommen. Nach der Wiedervereinigung hat Schindler-Saefkow die damalige Gastgeberfamilie gesucht – und wieder gefunden. Bis heute pflegen sie mit den Kindern der Familie eine sehr persönliche Freundschaft. Bärbel Schindler-Saefkow, promovierte Historikerin, arbeitete in der DDR u.a. als Lehrerin, ist Mutter von zwei Söhnen und lebt in Berlin-Friedrichshain. Mutter Aenne Saefkow wurde nach dem Krieg Stadträtin für Sozialwesen in Berlin–Pankow, Bürgermeisterin von Berlin-Prenzlauer Berg und Abgeordnete der Volkskammer.
Copyright Bild: Susan Vaupel