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Der Walliser Stéphane Rossini ist neuer Nationalratspräsident und damit formell höchster Schweizer. Die grosse Kammer wählte den 51-jährigen SP-Nationalrat und Sozialwissenschafter am Montag mit 170 von 175 gültigen Stimmen.
Rossini leitet für die nächsten zwölf Monate die Sitzungen der grossen Kammer. Er ist der achte Nationalratspräsident aus dem Kanton Wallis seit Einführung des Bundesstaates 1848. Der erste Walliser war Josef Kuntschen, der 1911 an der Spitze des Nationalrats stand. Mit Jean-René Germanier (FDP) präsidierte vor vier Jahren zum letzten Mal ein Politiker aus dem Alpenkanton die grosse Parlamentskammer.
Nun wird Stéphane Rossini, linker Vollblutpolitiker, Jäger und Dirigent, das Amt des höchsten Schweizers antreten. Dieses krönt die Karriere des Politikers aus Nendaz nach vier Legislaturen im Bundeshaus. Da er 2015 nach 16 Jahren seine Karriere in Bundesbern beenden wird, ist er frei von Wahlkampfverpflichtungen.
Den Einzug in den Nationalrat schaffte Rossini 1999 mit 15'000 Stimmen. Vier Jahre später wurde er mit über 27'000 Stimmen wiedergewählt und liess sogar Jean-Michel Cina (CVP) um rund 3000 Stimmen hinter sich.
Rossini ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Im Bundeshaus ist er vor allem als Kenner der Sozialversicherungen bekannt. Zwischen 2011 und 2013 präsidierte er die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK). Von 2008 bis 2012 war er zudem Vizepräsident der SP Schweiz.
Mit 170 Stimmen erreichte Rossini ein gutes Resultat. Ruedi Lustenberger (CVP/LU) war vor Jahresfrist mit 175 Stimmen gewählt worden. (sda)