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R&R:
Die R&R2 Kurzversion für Erwachsene ist bestrebt, Menschen mit antisozialem Verhalten ein grundlegendes Training in prosozialem geschicktem Denken, Fühlen und Verhalten (GD) anzubieten. Es ermutigt die Teilnehmenden ausserdem, GD möglichst häufig anzuwenden, so dass es in Zukunft automatisiert abläuft. Das Program unterstützt sie darin, automatisches Denken (AD) zunehmend durch GD zu ersetzen – bzw. von automatisiertem Denken, Fühlen und Verhalten zu „prosozialem, geschicktem Denken, Fühlen und Verhalten“ zu gelangen.
Indem die Teilnehmenden GD praktizieren, erreichen sie mit der Zeit GAD (Geschicktes Prosoziales Automatisiertes Denken, Fühlen & Verhalten).
Training vs. Therapie
Die Autoren legen Wert auf die Feststellung, dass obwohl sie einige Techniken aus der kognitiven Therapie in das Programm aufgenommen haben, das R&R2 nicht entwickelt wurde, um einfach eine andere Variante dessen anzubieten. Während die kognitive Therapie darauf abzielt, das Denken des Klienten zu verändern, ist das R&R2 primär daran interessiert, die Art des Denkens zu verändern.
Kognitive Therapieprogramme stellen kognitive Verzerrungen und Denkfehler in den Mittelpunkt der Therapie. Obwohl das R&R2 auch darauf abzielt, kognitive Verzerrungen und Denkfehler zu korrigieren, gehen die Therapieziele über diejenigen der kognitiven Therapie hinaus. Die Grundannahme des R&R2 lautet, dass viele kognitive Verzerrungen und Denkfehler die Folge von ungeschicktem oder automatisiertem Denken sind. Um Personen mit antisozialem Verhalten in die Lage zu versetzen, die Art ihres Denkens zu modifizieren und damit zu verhindern, dass sie in Zukunft noch mehr kognitive Verzerrungen erwerben, muss man ihnen zuerst zeigen, wie man denkt – wir müssen ihnen prosoziale GD-Fertigkeiten beibringen.
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