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Roger Federer ist der König von New York, als er am 14. September 2009 zum Final der US Open gegen Juan Martin Del Potro antritt. Der Schweizer hat das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres von 2004 bis 2008 fünfmal in Folge gewonnen. Auf dem Weg ins Endspiel räumte der «Maestro» unter anderem Lleyton Hewitt, Robin Söderling und im Halbfinal den jungen Novak Djokovic aus dem Weg.
Schon Duelle in Melbourne und Paris
Fast jeder im ausverkauften Arthur Ashe Stadium rechnet mit dem 6. Federer-Triumph de suite. Auch deshalb, weil der Schweizer eine makellose Bilanz gegen Del Potro aufweist. Die ersten 5 Duelle hat Federer alle ohne Satzverlust gewonnen: darunter eine 6:3, 6:0, 6:0-Abreibung zu Jahresbeginn bei den Australian Open.
Auf dem Weg zu seinem French-Open-Triumph in Paris musste Federer gegen den «Turm aus Tandil» Anfang Juni dann aber erstmals über die volle Distanz. Auch der Final in New York sollte eine epische Angelegenheit werden. Dieses Mal aber mit dem besseren Ende für Del Potro.
Federer startet besser, aber Del Potro dreht auf
Zu Beginn läuft alles nach Plan für Federer. Er führt 6:3, 5:4 und schlägt zum Satzgewinn auf. Doch dann dreht Del Potro auf, schlägt Winner um Winner. Der damals erst 20-jährige Argentinier holt sich den 2. Satz schliesslich im Tiebreak.
Federer zeigt zwar eine Reaktion – den 3. Durchgang holt er mit 6:4. Doch die Kontrolle des Matchs ist ihm längst abhandengekommen. Auch der 4. Satz geht im Tiebreak an seinen Gegner. Und nach über 4 Stunden Spielzeit legt sich Del Potro nach einem 3:6, 7:6, 4:6, 7:6, 6:2 als Champion auf den Rücken.
Eine Niederlage als Zäsur
Für den bis heute von vielen Verletzungen geplagten Del Potro sollte der Coup in New York der einzige Grand-Slam-Triumph bleiben. Für Federer stellte die Final-Niederlage eine Zäsur dar. Denn der Baselbieter wartet bis heute auf einen 6. Titel in Flushing Meadows. In 9 Anläufen schaute für ihn nur noch eine Final-Qualifikation heraus (4-Satz-Niederlage 2015 gegen Djokovic).