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Britisches Interesse an kleinen Reaktorsystemen
In einem am 17. Dezember 2014 veröffentlichten Bericht empfiehlt der Energie- und Klimawandelausschuss des britischen Parlaments der Regierung, sich eingehender mit den Charakteristiken von SMR zu befassen. Insbesondere die Kostenstruktur müsse besser verstanden werden. Dazu solle die Regierung die Zusammenarbeit mit der Industrie suchen. Das Ziel sei, ein klares Bild zu erhalten, unter welchen Bedingungen SMR in Grossbritannien konkurrenzfähig würden. Laut Bericht ist es wichtig, den künftigen Kostenvergleich sowohl mit grossen, herkömmlichen Kernreaktoren, als auch mit anderen dezentralen Stromerzeugungstechnologien zu kennen. SMR könnten in einer Fertigungsstätte vormontiert zum endgültigen Standort gebracht zu werden.
Der Parlamentsausschuss bezeichnete SMR als mögliche Schlüsseltechnologie, um Energie kohlenstoffarm zu günstigeren Kapitalkosten zu erzeugen als mit konventionellen grossen Reaktoreinheiten. Die Wirtschaftlichkeit von SMR sei jedoch noch zu wenig klar.
Parlamentsausschuss wünscht Demonstrationsanlage
Investitionen in SMR wären am einfachsten über öffentlich-private Partnerschaften zu erreichen, empfiehlt der Ausschuss. Der Bericht fordert die Regierung dazu auf, die Industrie zu ermuntern, in Grossbritannien eine SMR-Demonstrationsanlage zu bauen. Dazu müsse die Regierung entsprechende Investitionsbedingungen schaffen, etwa indem die Aufsichtsbehörde Bewilligungen nicht verzögere und indem die Regierung mögliche Standorte benenne. Der Bericht erachtet bestehende Kernkraftwerksstandorte als am geeignetsten, da sie nur eine minimale zusätzliche Infrastruktur benötigten und entsprechend ausgebildete Mitarbeitende böten. Der Ausschuss erhofft sich, dass eine Demonstrationsanlage auch der britischen Fertigungsindustrie neue Möglichkeiten eröffnen würde.