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Buchautor
Ludwig Bechstein ( 1810 – 1860)
Ludwig Bechstein wurde am 24. November 1801 in Weimar geboren. Früh verwaist, wuchs er bei einem Onkel in Dreissigacker auf, besuchte das Gymnasium in Meiningen (Sachsen), wurde Apotheker in Salzungen, studierte dann Philosophie, Geschichte und Literatur in Leipzig, verkehrte in München in Dichter- und Gelehrtenkreisen, avancierte zum herzoglichen Kabinettsbibliothekar in Meiningen, wurd später Archivar und sogar Hofrat. Er produzierte unzählige Gedichte, Novellen, Versepen und Romane. Trotz solch grosser Produktivität wäre er ohne die von ihm herausgegebenen Sammlungen deutscher Volksmärchen und Sagen längst vergessen. In diesen beiden Literaturgattungen entwickelte er seine Stärken: Er entschlackte die alten Überlieferungen, schied biedermeierliche Verzierungen immer mehr aus und verdichtete die Stoffe zu erfolgreichen Anthologien. Seine Sagensammlungen wurden zu echten Volksbüchern. Das pausenlose Schreiben jedoch hatte seinen Preis: Am 14. Mai 1860 start Bechstein – noch keine sechzig Jahre alt – völlig entkräftet in Meiningen.