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Hallo Joachim,
wenn man eine Gluten-Intoleranz (die setze ich jetzt mal einfach gleich mit einer Zöliakie/Sprue) in die Generationen-Reihe stellt, dann wird verständlich, daß auch Kleinkinder schon daran leiden. Trotzdem ist mir nicht klar, warum dann in einer Familie mit gleicher Ernährung ein Kind diese Intoleranz entwickelt oder schon mitbringt und andere Kinder nicht?
Vor 100 Jahren war ein Herzinfarkt noch so selten, daß Ärzte hunderte von Kilometern fuhren, um sich so etwas mal anzusehen
Vor 100 Jahren war aber das Lebensalter der Menschen noch viel geringer, und wahrscheinlich gab es auch immer wieder Herzinfarkte, die aber gar nicht so genannt wurden? Was genau haben sich denn Ärzte angesehen, wenn sich sich einen an einem Herzinfarkt gestorbenen Menschen angesehen haben?
.... da das B1 an vielen anderen Stellen des Organismus dringend benötigt wird - so bspw. für die korrekte Funktion des Nervensystems. Wer einmal gesehen hat, wie ansonsten ruhige Kinder nach Süßigkeitenverzehr 'abdrehen' können, hibbelig und unkonzentriert werden, hat eine der sichtbaren Folgen dieses relativen Mangels vor Augen. Ein Großteil der ADHS Fälle dürfte auf diese Problematik zurückzuführen sein.
Das ist ein interessanter Aspekt. Dann müßte also eine entsprechende Ernährung mit möglichst gar keinen schnellen Kohlehydraten schon Wirkung zeigen bei allen ADHSlern, und die SUbstitution von Vitamin B1 müßte dann auch wirken?
Trotzdem ist mir nicht klar, warum dann in einer Familie mit gleicher Ernährung ein Kind diese Intoleranz entwickelt oder schon mitbringt und andere Kinder nicht?
Die Kinder haben zwar die gleiche Vorbelastung, aber welche Stelle des Stoffwechsels sich letztendlich als das schwächste Glied der Kette erweist und die ersten Symptome auftreten läßt, hängt davon ab, unter welchen Umständen sich das Kind entwickelt und welchen Einflüssen es in der Schwangerschaft und nach der Geburt ausgesetzt ist. Die Erbinformation der DNA ist ja nur eine 'pauschale Vorlage' - welche Teile der DNA wann und wie aktiviert werden, hängt von Faktoren ab, die heute noch weitgehend unerforscht sind. Man weiß aber, daß es ganz spezielle Proteine sind, die bestimmte Abschnitte zu bestimmten Zeiten aktivieren oder deaktivieren. Ernährung, Umwelteinflüsse und mit Sicherheit auch der seelischen Zustand der Eltern wirken sich auf diesen Mechanismus und damit auch auf die Konstitution des Kindes aus.
Vor 100 Jahren war aber das Lebensalter der Menschen noch viel geringer, und wahrscheinlich gab es auch immer wieder Herzinfarkte, die aber gar nicht so genannt wurden?
Daß das Lebensalter so viel geringer war, bezweifle ich ein wenig. Die Menschen wurden ja durchaus recht alt, aber die höhere Säuglingssterblichkeit und die schlechtere Unfallversorgung drückten den Schnitt kräftig nach unten.
Leider sind historische Daten über den Herzinfarkt kaum zu bekommen. Es kann durchaus sein, daß es damals schon sporadisch Herzinfarkte gab, die aber nicht als solche erkannt wurden. Da das erste Fachbuch über den Herzinfarkt erst 1950 erschien, kann er vorher keine große Bedeutung gehabt haben. Erst danach stiegen die Erkrankungszahlen so massiv an. 2002 starben immerhin 7.2 Millionen Menschen an Herzinfarkt (WHO)...
Was genau haben sich denn Ärzte angesehen, wenn sich sich einen an einem Herzinfarkt gestorbenen Menschen angesehen haben?
Vermutlich die arteriosklerotischen Veränderungen der Gefäße und die nekrotisierten Gewebepartien des Herzens. Zumindest hätte ich mir das angesehen...
Dann müßte also eine entsprechende Ernährung mit möglichst gar keinen schnellen Kohlehydraten schon Wirkung zeigen bei allen ADHSlern, und die SUbstitution von Vitamin B1 müßte dann auch wirken?
Ja und nein.
Ja, eine entsprechende Ernährung - zu der nicht nur der Verzicht auf Fabrikzucker gehört - zeigt Wirkung (die oligoantigene Ernährung geht bspw. in diese Richtung, auch wenn das Erklärungsmodell anders ist) - und nein, eine Substitution von B1 kann nicht funktionieren. Der Organismus hat nur eine begrenzte Speicherkapazität für B1 und diese Kapazität reicht für isolierte Konzentrate nicht aus. Das B1 ist auch nur der pominenteste und am besten erforschte Vertreter der Vitamin B Gruppe - die gleiche Problematik betrifft auch viele andere Vitalstoffe, die zum Großteil noch nicht einmal erforscht sind.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)
Es waren also sehr wenige , die 80 Jahre erreichten, während das heute eine Menge sind.
Irgendwo habe ich gelesen, daß um 1900 die Menschen im Durchschnitt 47 Jahre alt wurden; heute werden Frauen im Schnitt 81 und Männer 75.
Es hängt davon ab, was man aus der Statistik herauslesen will. Um Vergleiche ziehen zu können, müßte man aus der Statistik bestimmte Faktoren herausrechnen, die das Ergebnis verfälschen, wie bspw. die Säuglingssterblichkeit, Kriege, Seuchen.
Hinzu kommt, daß die Sterblichkeit nicht das Problem ist. Heute sind Krankheiten wie Diabetes, die früher ein Todesurteil waren, symptomatisch behandelbar und die Betroffenen können lange Zeit überleben. Auch ein Herzinfarkt ist heute nur noch bedingt ein Todesurteil, weil die medizinischen Möglichkeiten besser geworden sind.
Wie auch immer das Ergebnis dann aussieht - ess ändert nichts an der Prävalenz der Krankheiten. Die Menschen werden immer früher immer kränker - sie werden nur durch die moderne Medizin mit enormem technischen und finanziellen Aufwand länger am Leben erhalten. Ein heute 85 jähriger mit drei Bypässen, zwei Stents und einem operierten Colo-CA sieht in der Statistik zwar gut aus, wäre aber vor einigen Jahrzehnten schon seit vielleicht 20 Jahren tot.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)
Unterdessen haben die Forschungen zum glykämischen Index bereits ein paradox scheinendes Ergebnis zutage gefördert: Sie haben das traditionell schlechte Image des Haushaltszuckers rehabilitiert. Denn der Tafelzucker wirkt sich in vielen Fällen offenbar nicht stärker auf den Blutzuckerspiegel aus als etwa Kartoffeln oder stärkehaltige Produkte. «Zucker ist per se nicht böse», sagt Pfeiffer. Der Körper braucht zwar nicht den Haushaltszucker, aber er braucht Glukose. Und die ist im Zucker aus der Zuckerdose ebenso enthalten wie im Honig, im Mehl oder im Obst. Letztlich kann der Organismus sämtliche Kohlenhydrate in die lebenswichtige Glukose verwandeln.
Vor allem das Gehirn ist auf Glukose (Traubenzucker) angewiesen. Jeden Tag benötigt es für seinen Betrieb rund 1 20 Gramm Glukose. Wenn der Blutglukosespiegel dagegen zu stark sinkt, kommt es zunächst zum Muskelzittern, später zu epilepsieartigen Krämpfen, schliesslich zum Koma.
Normalerweise wird dies durch die Arbeit der Leber verhindert, die als Glukosezwischenspeicher fungiert und auf entsprechende Hormonsignale hin den Körper einen ganzen Tag lang mit der notwendigen Glukose versorgen kann. Bei sehr langen Fasten- oder Hungerperioden jedoch kommt der Organismus in Bedrängnis: Zwar drosselt das Gehirn seinen Traubenzuckerbedarf, doch kann es nicht völlig auf Glukose verzichten. Die Muskeln halten hingegen die Glukose als ihren bevorzugten Brennstoff zurück. Und aus Fettsäuren, die in Zeiten des Überschusses im Fettgewebe gespeichert werden, kann der menschliche Organismus keine Glukose gewinnen. Dem Körper bleibt somit nur eines: Er muss die eiweissreichen Gewebe angreifen, um aus Aminosäuren neue Glukose zu bilden. Genau aus diesem Grund verliert der Hungernde Muskelmasse. Notfalls produziert sich der Körper seinen Zucker selbst.
Es geht also immer wieder darum, daß der Körper mit all seinen Organen und Teilen und vor allem das Gehirn genügend Zucker zur Verfügung haben.
Gruss,
Uta
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Interessieren Sie sich für die Gedanken und Meinungen Ihres Gegenübers ohne sie zu bewerten.
Es geht also immer wieder darum, daß der Körper mit all seinen Organen und Teilen und vor allem das Gehirn genügend Zucker zur Verfügung haben.
Das ist ja auch völlig korrekt und legitim. Raffinierterweise verschweigen solche Meldungen aber immer, daß es einen Unterschied macht, ob der Organismus den Zucker im natürlichen Verbund oder als isoliertes Konzentrat - als Fabrikzucker - zugeführt bekommt. Denn die Schädlichkeit resultiert ja nicht aus der chemischen Form, sondern aus der Konzentration und dem völligen Fehlen von Vitalstoffen.
Solche Meldungen erscheinen ja auch nicht, um die Bevölkerung zu informieren, sondern haben in der Regel einen wirtschaftlichen Hintergrund. Der Fabrikzucker soll natürlich weiterhin als harmlos gelten, denn daran hängen Milliardenumsätze vieler Wirtschaftszweige. Ähnliche Verharmlosungen findet man auf der Marketingseite der Zuckerindustrie, suessefacts.de
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)
Solche Meldungen erscheinen ja auch nicht, um die Bevölkerung zu informieren, sondern haben in der Regel einen wirtschaftlichen Hintergrund.
Das kann ich mir gut vorstellen, denn Geld steckt hinter sehr vielen "Forschungsergebnissen". Trotzdem: vor kurzem habe ich hier einen Link reingestellt zu möglicherweise neuen Erkenntnissen, wie es zu Diabetes kommen könnte, abgesehen von der genetischen Disposition. Und auch hier spielt die Glucose-Versorgung des Gehirns eine große Rolle:
Natürlich ist es immer besser, jeden Stoff aus der Natur zu nehmen und nicht aus der Fabrik. Trotzdem scheint es dem Hirn letztlich egal zu sein, ob es nun mit Industriezucker versorgt wird oder mit der Süsse aus Feigen. Hauptsache, die Versorgung funktioniert?
Ich glaube, da muß man aufpassen, daß man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht:
Das eine sind die ernährungsphysiologischen Aspekte (Zucker aus Obst usw.); das andere sind die versorgungsphysiologischen Aspekte für das Gehirn (es braucht unbedingt Glukose).
Gruss,
Uta
Gruss,
Uta
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Klar braucht das Gehirn Zucker. Aber so wie ich es verstanden habe, sind schnelle Zucker („schnell“, weil der Darm diese Fabrikzucker schnell aufspalten kann und sie deswegen schnell ins Blut gelangen können) deswegen schädlich, weil sie eine starke Insulin-Ausschüttung vom Pankreas (Bauchspeicheldrüse) verursachen.
Diese Insulin-Zugabe ist nötig damit die Zellen die Glukose aus dem Zucker überhaupt aufnehmen können. Die restliche Glukose wird in der Leber und in den Muskeln „gespeichert“.
Das Problem liegt nun darin, dass die Regelung so stark sein kann, dass es zu einem umgekehrten Zustand kommen kann: es gibt anschließend zu wenig Glukose im Blut.
Wieder muss der Pankreas reagieren (in dem Fall mit Glukagon). Es entstehen „Heißhunger-Attacken“, man hat Lust auf weitere Süßigkeiten und im Körper entsteht ein Jo-Jo Effekt. Dabei wird auch der Pankreas laufend dermaßen beansprucht, so dass über die Jahre Diabetes entstehen kann.
Übrigens, Studien zeigen, dass der Körper, im starken Unterzucker-Zustand, auch anfällig für Infekte zu sein scheint.
Daher sollte man seine Zuckerversorgung über Lebensmittel mit einem niedrigen Glyx bewerkstelligen, also z.B. über Gemüse usw. Dadurch kann eine stetige Zuckerversorgung am besten gewährleistet werden.
Trotzdem scheint es dem Hirn letztlich egal zu sein, ob es nun mit Industriezucker versorgt wird oder mit der Süsse aus Feigen. Hauptsache, die Versorgung funktioniert?
Binnie hat es ja zum Teil schon erklärt. Die Problematik liegt nicht in der chemischen Struktur des Zuckers - dem Gehirn ist es in der Tat völlig egal, woher die Glucose kommt - das Problem liegt in der Isolation und der Konzentration.
Die angesprochenen Insulinüberreaktion ist enormer Streß für die Bauchspeicheldrüse. Das ist so, als würdest du dein Auto permanent mit Vollgas beschleunigen und dann sofort mit einer Vollbremsung wieder zum stehen bringen. Das macht das Auto auch nicht lange mit.
Der zweite Punkt liegt in der massiven Hypovitaminose, die durch die Isolation und Konzentration verursacht wird. Der Organismus verarmt schlagartig an allen Stoffen, die für die Verarbeitung der Kohlenhydrate benötigt werden und das führt zu Stoffwechselstörungen im gesamten Organismus - auch im Gehirn, in dem die B-Vitaminen für die korrekte Nervenfunktion benötigt werden. Das ist dann so, als würdest du dein Auto mit Kerosin betanken, ihm aber gleichzeitig das Öl ablassen. Da läuft der Motor auch sehr schnell, aber eben auch nur sehr kurz, bevor es zum Kolbenfresser kommt.
Unser Organismus ist für die in der Natur vorkommenden Konzentrationen und Zusammenstellungen der Nahrung ausgelegt. Darauf hat er sich in Millionen Jahren angepaßt. Wir können nicht erwarten, daß er ordnungsgemäß funktioniert, wenn wir Teile dieser Nahrung herauspräparieren und den Organismus damit versorgen. Das kann nur schiefgehen - und das geht auch schief.
Das Problem bei so etwas sind immer diese analytischen Sichtweisen mit Blick auf einzelne in vitro Vorgänge. Man schaut nur auf einen einzelnen Aspekt "Ah, das Gehirn braucht Glukose" und ignoriert völlig die Gesamtzusammenhänge. Das ist gerade in der Werbung und Manipulation sehr beliebt, denn die Argumente klingen vordergründig logisch und der Durchschnittsbürger hinterfragt das ja nicht. Also kann man ihn ideal damit übers Ohr hauen, denn man hat ja nichts falsches gesagt - man hat nur wichtige Zusammenhänge verschwiegen.
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Liebe Grüße, Joachim. (Alles, was ich schreibe, ist meine persönliche Meinung.)
Kurzfassung und Extrakt des Arzneimittelbilds von Saccharum raffinatum
(Sac-raf)
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Der Industriezucker spielt in unserer heutigen Zeit eine bedeutende Rolle. Schon allein durch die enorme Menge des täglichen Verbrauchs hat der raffinierte Zucker seit mehr als hundert Jah ren eine Schlüsselposition in der Ernährung mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen. Es gibt viele Untersuchungen über die gesundheitlichen Gefahren durch erhöhten Zuckerkonsum, allerdings auch viele kontroverse Standpunkte zwischen erklärten Zuckergegnern und der Zuckerlobby. Homöopathisch dagegen war der Zucker bisher annähernd unerforscht. Deshalb wollten wir uns, zusammen mit freiwilligen TeilnehmerInnen der Freiburger Homöopathie Tage, der Wirkung des potenzierten Industriezuckers aussetzen, um etwas vom heutigen "Zucker-Kranksein" zu erfahren. Die Ergebnisse dieser Arzneimittelprüfung wurden in dem Buch Becker/Schmelzer: Der raffinierte Zucker ausführlich beschrieben und werden hier als Kurzfassung und Extrakt wiedergegeben.