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An der UN-Klimakonferenz vom 30. November - 11. Dezember 2015 in Paris konnte ein neues Klimaabkommen verabschiedet werden, welche das Kyoto-Protokoll ablöst und die weltweite Klimapolitik nach 2020 regelt. Frau Bundesrätin Doris Leuthard berichtete als Schweizer Delegations-Chefin über die Konferenz aus erster Hand.
Das Klimaabkommen verpflichtet alle Staaten - die Entwicklungs- und Schwellenländer genauso wie die Industrieländer - national definierte Emissionsreduktionsziele zu formulieren. Diese Ziele müssen alle fünf Jahre verschärft werden. Auch wenn die Ziele rechtlich nicht verbindlich sind, müssen alle Länder die Emissionen nach internationalen Standards messen und über die Umsetzung Bericht erstatten. Die Berichte werden international überprüft. Das neue Abkommen schafft somit den Rahmen für die Weiterentwicklung des Abkommens, damit das Klimaziel von 2 Grad Celsius oder noch besser 1.5 Grad gegenüber 1900 in den Bereich des Möglichen rückt.
Es bleibt noch einiges zu tun: die Unsetzungsregeln müssen erst noch festgelegt werden. Insbesondere im Bereich der Finanzierung konnte die Unterscheidung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern nur zum Teil eliminiert werden, denn die Industrieländer sollen die Entwicklungsländer weiterhin finanziell unterstützen.