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Die Zuordnung der Gesichtstypen zu den Miasmen Psora, Tuberkulinie, Sykose und Syphilis und weiteren Untertypen werden anhand der Gesichtszüge analysiert und in das richtige Miasma eingeteilt.
In den Gesichtszügen erkennt der Therapeut das Miasma des Patienten und kann – nach traditionell durchgeführter Erstanamnese und Repertorisation das homöopathische Konstitutionsmittel aus dem richtigen Miasma auswählen.
1. die Psora
2. die Tuberkulinie
3. die Sykose
4. die Syphilinie
Der Begriff Miasma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Befleckung. Er wird als Klärungsversuch für die akuten und chronischen Erkrankungen im Sinne Samuel Hahnemanns verwandt. Die miasmatische Belastung hat vor allem im Zusammenhang mit den chronischen Krankheiten und Behinderungen große Bedeutung. Die Miasmenlehre ist ein schwieriges Gebiet, das auch bei vielen Homöopathen auf Ablehnung stößt.
Hahnemann fand heraus, dass fast alle Patienten mit chronischen Krankheiten in der Vorgeschichte entweder die Krätze, Syphilis oder Gonorrhö hatten, und dass sich die Patienten seit dem Zeitpunkt der Infektion nicht mehr gesund fühlten. Er nannte diese Infektionen und die daraus entstandene Krankheitsneigung, Miasmen.
Das aus der Krätze entstandene Miasma nannte er Psora oder auch das nicht venerische Miasma. Die anderen beiden bezeichnete er als venerische Miasmen, da sie die Folge von Geschlechtskrankheiten waren. Das aus der Syphilis entstandene Miasma nannte er das syphilitische Miasma und das aus der Gonorrhö entstandene das sykotische Miasma.
Diese miasmatische Disposition wird an die nächsten Generationen weitergegeben bzw. vererbt. Im letzten Jahrhundert kamen noch weitere Miasmen dazu. Das Wichtigste ist das tuberkulinische - das die erworbene oder ererbte tuberkulinische Disposition trägt - ein gemischtes Miasma aus Psora und Syphilis.
Miasma
Es handelt sich bei allen Miasmen um erworbene und/ oder ererbte Dispositionen und nicht um einen akuten Befall mit der dahinter liegenden Erkrankung.
Das Thema der Miasmen ist sehr umfangreich. Ich versuche Ihnen einen kurzen, leicht verständlichen Überblick zu geben. Bei chronischen Krankheiten liegt eine Schwächung der Lebenskraft vor. Diese kann durch Vererbung und/oder selbst erworbene Belastungen zustande gekommen sein.
Um herauszufinden unter welchen Belastungen die Patienten leiden, ist es wichtig, möglichst viel über Erkrankungen in der familiären Vorgeschichte zu erfahren.
Psora, das grundlegende Miasma
Psora bedeutet Juckreiz und kommt aus dem Griechischen. Die Grundschwäche dieses Miasmas ist die Basis für alle weiteren Miasmen. Es treten nur funktionale Störungen ohne organische Veränderungen auf, die dem Betroffenen zwar lästig sind aber noch keine Bedrohung darstellen.
Die Psora ist gekennzeichnet durch Hauterkrankungen (mit Juckreiz und Kratzen) und nervöser Überempfindlichkeit. Emotionale Auslöser und psychische Probleme führen zu Hautausschlägen und Absonderungen wie Schweiß und Durchfall. Werden diese Entlastungen des psorischen Miasmas unterdrückt, aktiviert man dieses und weitere Krankheiten auf einer tieferen psorischen Ebene können entstehen. Es können sich auch Erkrankungen anderer Miasmen entwickeln, da die Psora den Weg geebnet hat.
Tuberkulinisches Miasma
Dies ist eine Mischung aus dem psorischen und dem syphilitischen Miasma. Wir finden Ruhelosigkeit und nervöse Störungen in Kombination mit Destruktion.
Typische Zeichen für dieses Miasma sind chronische Atemwegserkrankungen, chronische Mittelohrentzündungen, eitrige Anginen und jede Art von Allergie. Ruhelosigkeit und hyperaktiver Bewegungsdrang führen zu Schwäche und Erschöpfung. Impfungen aller Art werden schlecht vertragen, lösen meist Allergien aus, und der Mensch entwickelt als Folge Beschwerden aus den beiden zugrunde liegenden Miasmen. Dieselbe Wirkung haben unterdrückende Maßnahmen.
Der Alltag in einer homöopathischen Praxis zeigt, dass in der familiären Vorgeschichte der Patienten meist alle miasmatischen Belastungen vorhanden sind. Im Anamnesegespräch werden alle Symptome gesammelt, die das momentane Gesamtbild des Patienten und somit auch das aktive Miasma zeigen.
Sykotisches Miasma
Krankheiten, die langsam entstehen und den Betroffenen jahrelang begleiten. Anfangs äußert sich das Miasma mit fest sitzendem Schleim, zähen Ausflüssen und Entzündungen im Genitalbereich. Dann können Warzen, Myome, Zysten, aber auch Rheuma oder psychische Probleme auftreten. Typische Erscheinungsformen der Sykose sind außerdem Pilzerkrankungen, Tumore und Entzündungen mit gelbgrünen Absonderungen. Werden diese Äußerungen unterdrückt, auch durch Operationen, oder der Mensch wird geimpft, dann kann sich dieses Miasma vertiefen und schwerwiegendere Erkrankungen entstehen.
Syphilitisches Miasma
Dieses Miasma zerstört sowohl die Lebenskraft als auch den Körper. Die Krankheiten treten plötzlich und unvorhergesehen auf, schreiten rasch voran, sind aggressiv und destruktiv. Syphilitische Erkrankungen sind anfangs meist schmerzlos und werden meist erst erkannt, wenn es für die Heilung schon fast zu spät ist.
Die Zerstörung äußert sich ebenso in den Gedanken, in Aggressivität und Gewalttätigkeit - auch sich selbst gegenüber (Selbstmord oder Suchtverhalten) - gehören dazu. Auch angeborene Missbildungen und Geburtsschäden sind ein Ausdruck dieses Miasmas.
Besonders beim syphilitischen Miasma können Unterdrückungen und Eingriffe fatale Folgen haben. Die Lebenskraft gerät aus dem Gleichgewicht, die Erkrankung schreitet dramatisch fort oder eine „neue“ Krankheit entwickelt sich in kürzester Zeit.
Aktivierung der Miasmen oder wie kommt es zu den chronischen Krankheiten?