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Inhalt
S. 570 Der Tod der Prinzessin Pulcheria, Tochter des Kaisers Theodosius I. und seiner Gemahlin Flaccilla, trat im Jahre 385 fast am nämlichen Tage ein, an welchem 27 Jahre früher Nikomedia, die Nachbarstadt Konstantinopels, durch ein furchtbares Erdbeben zerstört worden war. Davon geht der Redner aus, indem er erklärt, daß der Tod der Prinzessin ein näher liegendes Unglück sei und die Stadt Konstantinopel selbst berühre. Der Theil der Rede, welcher die Trauerklage erhebt, ist kürzer als der Theil, welcher Trost spendet. Was der Redner zum Troste vorbringt, basirt auf dem Satze: Was sie durch den Tod gewann, hat höheren Werth, als was sie durch den Tod verlor.