Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03397.jsonl.gz/1808

ST. ETIENNE
Die Insel St. Etienne ist eine im Orceanik gelegene Kolonie des Königreiches beider Archipele mit rund 130'000 Einwohnern. Das Klima ist tropisch, aber durch die Insellage leicht abgemildert. Aufgrund der Abgeschiedenheit St. Etiennes leben auf der Insel zahlreiche nur hier vorkommende Tier- und Pflanzenarten wie der Blauschwanz-Diademlori oder der bronesische Wasserbüffel.
Geschichte
1751 entdeckte Kapitän de Pausat St. Etienne und nahm es für seinen König in Besitz. Eine nennenswerte Besiedlung erfolgte jedoch zunächst nicht. Das 1752 gegründete Dorf Port au Prince blieb ein kleiner Stützpunkt.
Im 18. Jahrhundert wurde St. Etienne in den Melbischen Erbfolgekrieg beziehungsweise den Zweite Koalitionskrieg hineingezogen, der von 1762 - 64 dauerte. 1762 wurde St. Etienne von merolischen Truppen besetzt. Gouverneur Andé Chevreux übergab die Kolonie friedlich, als vier merolische Fregatten vor dem Hafen von Port au Prince auftauchten. Nach dem Sieg Admiral Fournys bei Kap Audret erlangte Livornien die Seeherrschaft und konnte im der Folge St. Etienne befreien. Der fünfte Vertrag von Orly bestätigte 1764 Livornien den Besitz St. Etiennes. Ein Denkmal zu Ehren Admiral Fournys gegenüber dem Gouverneurspalast erinnert heute an den Krieg, in dem auf der Insel kein einziger Schuss gefallen ist.
Bevölkerung
Die Bevölkerung St. Etiennes setzt sich zu 80 % aus Nachfahren livornischer Siedler und archipelischen Untertanen, zu 12 % aus indigenen Bevölkerungsgruppen, zu 4 % aus Einwanderern aus Chinopien, zu 3 % aus Auroranern und zu einem Prozent aus Menschen unterschiedlicher anticäischer Herkunft zusammen.
Religion
Die Bewohner der Insel gehören zu 70 % protestantischen Konfessionen, zu 20 % der katholischen Kirche und zu 10 % übrigen Gemeinschaften oder keiner Religion an. Der animistisch geprägte Glaube der Einheimischen ist durch westliche Missionstätigkeit stark zurückgegangen, jedoch im Brauchtum noch bei vielen Angehörigen anderer Religionen zu finden. Die größte Religionsgemeinschaft ist die Livornisch-Lutherische Kirche, deren vier Pfarreien den Status eines Subdekanates der Diözese Altburg haben. Die größte Kirche der Insel ist St. Andreas Port au Prince, die 1835 im neugotischen Stil erbaut wurde. Die Glasfenster wurden von Paul-André Beaurivage Mollinac gestaltet und zeigen die Kindheit Jesu sowie Szenen aus der Johannesapokalypse.
Wirtschaft
Hauptexportgüter sind Südfrüchte, Palmöl, Kautschuk und Aligora, ein aus Zuckermelasse gebrannter Schnaps. Die Königliche Marine unterhält eine kleine Außenstation auf dem Eiland, die einige Arbeitsplätze schafft, während der Löwenanteil auf den Tourismus und die Finanzbranche zurückzuführen ist. Tiefe Steuern und geringe bürokratische Vorgaben machen St. Etienne zu einem beliebten Standort für Unternehmen, Briefkastenfirmen und Banken. Liberale Glücksspielgesetze ziehen Kunden aus aller Welt an. Das größte Casino der Insel ist das Grand Casino Bailet im gleichnamigen Hotel, das als einziges Haus der Kolonie noch Roulettkugeln aus Elfenbein verwendet. Zwischen St. Etienne und dem Mutterland besteht keine Zollgrenze, weshalb der Warenverkehr durch Schiffe und Flugzeuge, die zwischen dem KBA und St. Etienne ohne Zwischenhalt verkehren, keinen Einschränkungen unterliegt. Der Königliche Zoll führt regelmäßige Kontrollen von Importen aus Drittländern durch und erhebt die anfallenden Einfuhrzölle. Als Währung dient der florin orcéanique (fl. or.), der an den Gulden beider Archipele (fl. ar.) gekoppelt ist. Ein Gulden beider Archipele notiert bei 100 Orceanischen Gulden. Hergestellt werden die Geldwertzeichen des florin orcéanique von der Zentralbank in Altburg.
Politik
St. Etienne hat den Status einer Kolonie des Königreiches beider Archipele und verwaltet sich innenpolitisch weitgehend selbständig. Das Mutterland ist für Verteidigung und Außenpolitik zuständig. Staatsoberhaupt St. Etiennes ist der König beider Archipele, derzeit König Philipp V, vertreten durch einen Gouverneur en titre, der meist aus den Reihen der Königsfamilie stammt. Ihn vertritt der ortsansässige Gouverneur en replacant. Beide Gouverneure werden durch die Krone auf Vorschlag der Altburger Regierung ernannt. Zum Gouverneur e. r. wird gewohnheitsrechtlich derjenige vorgeschlagen, den der Generalrat durch die absolute Mehrheit der Stimmen zuvor nominiert hat. Als Repräsentant der Krone in der Kolonie ernennt der Gouverneur die lokale Selbstverwaltungsregierung und ist für alle Belange zuständig, die in den Kompetenzbereich des Mutterlandes fallen. Ihm unterstehen alle Behörden, die nicht zur Kolonialverwaltung gehören, insbesondere die vor Ort befindlichen Teile der Königlichen Streiträfte, die Gendarmerie, der Zoll und aus Altburg entsandte Kommissare des Außen- und Finanzministeriums.
Die Legislative von St. Etienne besteht aus zwei Kammern. Der Conseil privé de St. Etienne setzt sich aus dem Gouverneur e. t., dem Staatssekretär für koloniale Angelegenheiten in Altburg, dem Constabler von St. Etienne und zwei durch die Krone auf Vorschlag des Gouverneurs e. r. ernannten Geheimräten zusammen und verfügt über die Möglichkeit eines aufschiebenden Vetos und das Recht, Gesetze dem Geheimrat des Königs zur Prüfung vorzulegen. Der Conseil général besteht aus 15 für vier Jahre gewählten Abgeordneten. Der Conseil wählt aus seiner Mitte die Regierung der Kolonie, die durch den Gouverneur ernannt wird.
Die Regierung St. Etiennes, das Gouvernement de St. Etienne, setzt sich aus dem Président du Gouvernement und vier Ministern zusammen, die sich die fünf Ressorts Finanzen, Schiffahrt und Fischfang, Gesundheit und Verkehr, Bildung sowie Sicherheit und Justiz teilen. Die Regierung tagt im Maison du Gouvernement unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten und in Anwesenheit des Gouverneurs.
Die Kolonie besitzt eine eigene Staatsangehörigkeit und vergibt im Namen des Gouverneurs eigene Reisepässe. Archipelisch-St. Etiennitische Untertanen geniessen zahlreiche Rechte im Mutterland, wie Reisefreiheit, erleichterte Niederlassungsrechte und zollfreier Warenumschlag. Inhaber der Untertanschaft von St. Etienne sind im Gegensatz zu Untertanen des Mutterlandes in der Kolonie, aber nicht in Antica wahlberechtigt. St. Etienne wählt ein eigenes Parlament, entsendet aber keine Abgeordneten nach Altburg.
Traditionelle Könige
Die indigene Zivilisation St. Etiennes wurde vor der Kolonialisierung von vier Königreichen beherrscht, den Königen von Uvoa, Alvea, Silgavi und Bao. Diese bis ins 18. Jahrhundert oft mit "Häuptling" übersetzten Herrscher standen an der Spitze der aristokratischen Hierarchie der vorkolonialen Gesellschaftsordnung. Ihre Herrschaft wurde durch die livornischen Autoritäten formell anerkannt, worauf mit ihnen Schutzverträge geschlossen wurden. Die indigenen Königswürden existieren bis heute fort, wobei die Könige seit 1823 die Oberhoheit der livornischen Krone offiziell anerkennen. Staatsrechtlich werden sie als Vasallen der livornischen Krone gesehen. Als Vertreter des livornischen Monarchen steht der Gouverneur formal über den Königen, denen im diplomatischen und politischen Alltag stets großer Respekt entgegengebracht wird. Die traditionellen Könige (amtssprachlich roi cuotumier genannt) sind de iure bis heute Inhaber ihrer Regierungsgewalt. Ihre Rechte werden geachtet und in der Verfassung von St. Etienne aufgezählt. Gegenwärtig existiert mit dem König von Bao nur ein amtierender König. Die Königsfamilie von Uvoa ist in männlicher Linie ausgestorben, der Thron von Alvea wird durch den König von Bao in Personalunion besetzt und das Königtum von Silgavi ist aufgrund umstrittener Erbansprüche unbesetzt.
Verteidigung
Für die Verteidigung St. Etiennes ist das archipelische Mutterland zuständig, wobei einheimische Wehrpflichtige zur Unterstützungeine eine örtliche Miliz bilden. Die Königliche Luftwaffe und die Königliche Marine haben Einheiten auf der Insel stationiert und sind für den Verteidigungsfall beauftragt, die Hoheitsgewässer und Küsten der Insel zu verteidigen. Im Konfliktfall dienen zudem auch die Beamten der Königlichen Gendarmerie als leichte Infanterie der Verteidigung der Insel.
Seit der schrittweisen Umsetzung des Marineweißbuches Opera 2000 erfährt St. Etienne keinen ständigen Schutz durch Seefahrzeuge der Marine mehr und wird nur noch in unregelmäßigen Abständen von einer Fregatte des westastorischen Patroulliengeschwaders angefahren. Durch Minen und drei Torpedobunker an strategischen Stellen versucht die Marine, ohne großen Personalaufwand eine ausreichende Küstenverteidigung sicherzustellen.
In der Raumaufteilung der Luftwaffe bildet die Kolonie aufgrund der Abgelegenheit und geringen Größe der Insel keinen eigenen Lutfverteidigungsbezirk, sondern ist mit den Truppen des CCDO zum Lutfverteidigungsbezirk Nerica-St. Etienne zusammengefasst. Im Militärsektor des Flughafens Port au Prince sind eine Staffel mit vier F 95-X Abfangjägern und ein C 02 Transporthubschrauber stationiert. Luftabwehrraketensysteme und Radaranlagen dienen dem Schutz des Luftraums von St. Etienne.
St. Etienne verfügt über eine eigene Miliz, die Force de défence de St. Etienne (FDS). Die FDS besteht aus einem Regiment mechanisierter Infanterie in Bataillonsstärke, dem bei Bedarf durch die Einberufung von Reservisten weitere Bataillone unterstellt werden können. Der jeweilige Gouverneur en titre der Kolonie fungiert als Inhaber und Ehrenoberst des Regimentes, während die Stellung des Kommandeurs einem einheimischen Berufsoffizier mit Ausbildung im Königlichen Heer gegeben wird.
Auf St. Etienne besteht theoretisch eine Wehrpflicht für Männer zwischen 19 und 45 Jahren. Die Bestände der FDS rekrutieren sich aus einheimischen Wehrpflichtigen, die in einer sechsmonatigen Dienstzeit ausgebildet werden und anschließend bis zum 45. Lebensjahr als Reservisten für den Ernstfall bereitstehen. Wer aus gesundheitlichen oder Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten kann, wird von der Dienstpflicht befreit. Zudem werden aufgrund des tiefen Bedarfes nicht alle Männer eines Jahrgangs tatsächlich eingezogen, weshalb faktisch nur diejenigen in der FDS dienen, die es tatsächlich wünschen. Ebenso besteht für einheimische Wehrpflichtige die Möglichkeit, in den Archipelischen Streitkräften zu dienen, wenn sie mit einer Versetzung nach Livornien einverstanden sind. Seit dem de Masse Aufstand im 18. Jahrhundert besteht eine Vorschrift, wonach in den auf St. Etienne stationierten Teilen der Archipelischen Streitkräfte keine Einheimischen dienen dürfen, denen nur der Dienst in der Miliz erlaubt ist. Durch die Ausstellung eines Reisepasses kann diese Vorschrift heutzutage leicht umgangen werden.
Küche
Die Küche St. Etiennes ist von regionalen und livornischen Einflüssen geprägt. Dominierend sind Fisch und Krustentiere, die im Ganzen oder als Eintopf auf den Tisch kommen. Getreide wird ausschliesslich importiert. Die von livornischen Seefahrern mitgebrachten Tiere, allen voran Schwein und Huhn, sind neben Meerestieren ebenfalls beliebt. Der Tourismus hat seit den 1980er Jahren zu einem Rückgang der einheimischen Küche zugunsten internationaler Standarts geführt. In früheren Zeiten war gegrillter Wal eine weit verbreitete Speise, die heute aufgrund der strengen gesetzlichen Fangquoten kaum mehr zu finden ist. Der Verkauf von Schildkrötenfleisch ist gesetzlich untersagt, wobei unter dem Tisch immer noch größere Mengen umgeschlagen werden. Verschiedene Sorten von Bananen werden in süssen Gerichten als Obst und in salzigen Gerichten als Gemüse verwendet. Nationalgericht der Insel ist Fischsuppe mit Weißbrot.
Sport
Die beliebtesten Sportarten der Insel sind Segeln und Rudern. Beinahe jeder Bewohner weiss ein Schiff oder Boot zu steuern und wird von Kindesbeinen an in die nautische Tradition der Kolonie eingewiesen. Keine livornische Segelregatta startet ohne Teilnehmer aus St. Etienne. Die Livornier brachten schon früh den Fußball nach St. Etienne, der sich von Anfang an großer Beliebtheit erfreute. Versuche, eine eigene Liga zu errichten scheiterten nach anfänglichen Versuchen 1960 und 1971. Die Vereine St. Etiennes spielen heute in den Livornischen Turnieren mit und gehören gemeinsam mit Mannschaften aus Garùpano und Transmartinien der Übersee-Regionalliga an. Das Stade de la Liberté in Port au Prince ist die Heimat des Fußballvereins Olympique St. Etienne. In der überseeischen Regionalliga gefürchtet, ist die Mannschaft von Trainer Jean Béricourt auf der nationalen Bühne doch ein Leichtgewicht. Im Livornischen Pokal hat Olympique 2015 immerhin die Zweite Runde erreicht, musste sich aber am 6. Oktober 2015 gegen den deutlich stärkeren Turnverein Valent mit 0:4 geschlagen geben. Die aus Amateuren bestehende Equipe de St. Etienne ist die Fußballnationalmannschaft des Überseegebietes, die jedoch weder Mitglied des Livornischen Fußballverbundes, noch der des Soccer WorldCup Organisation Board ist und daher in internationalen Turnieren nicht startberechtigt ist. Die Equipe spielte bisher nur im Rahmen von Freundschaftsspielen gegen andere regionale Mannschaften. Einheimische St. Etiennes dürfen jedoch in der Livornischen Nationalmannschaft spielen, was zuletzt 1990 - 1997 mit Ahomana Castily-Pruit der Fall war. Sehr beliebt ist auch Polo, dessen führender Verein, der Club de Polo Port au Prince, 1899 gegründet wurde. Der Verein organisiert in dreijährigem Intervall den Cup de Port au Prince, in dem der Meister von St. Etienne im Polo ermittelt wird. Beliebter als im Mutterland ist auf der Insel Rugby, das von den beiden Clubs Rugby Board Port au Prince (RBP) und Avance St. Etienne (ASE) mit Eifer betrieben wird.
TRANSMARTINIEN
Transmartinien ist eine östlich von Nerica gelegene Kolonie des Königreiches beider Archipele. Sie besteht aus den zwei Inseln La Tourdenaille und Petit Colline und zählt insgesamt circa 20'000 Einwohner.
Politik
Die Kolonie verwaltet sich innenpolitisch durch gewählte Organe selbst und entsendet ebenso wie St. Etienne keine Abgeordneten nach Altburg. Der Conseil principal besteht aus acht gewählten Abgeordneten, von denen drei zu Commissaires gewählt und durch den Gouverneur ernannt werden und die Regierung bilden. Der Gouverneur steht den Sitzungen der Regierungen vor und fertigt die durch den Conseil principal beschlossenen Gesetze aus. Als Gouverneur en titre amtiert derzeit Graf Juan d'Selva. Die Bewohner der Kolonie besitzen die Staatsangehörigkeit Transmartiniens und als archipelisch-transmartinische Untertanen Seiner Majestät das Recht, ohne Begrenzungen in das Mutterland einzureisen und Waren ein- und auszuführen.
Wirtschaft
Als Währung dienen von der Livornischen Zentralbank hergestellte Münzen und Scheine des florin asurique (fl. asur.), der im Verhätlnis von 1:1 an den Gulden beider archipele (fl. ar.) gekoppelt ist. Vielfach werden auch Scheine des Guldens beider Archipele verwendet. Neben der Fischerei und der Landwirtschaft leben die Einheimischen hauptsächlich vom Tourismus. Die strukturschwache Region wird überwiegend durch Zahlungen aus Altburg finanziert. Transmartinien ist der einzige Teil des Königreiches beider Archipele und seiner Überseegebiete, der nicht an das internationale Flugnetz angeschlossen ist. In Notfällen können kleine Maschinen auf der Landebahn des Militärbezirks Graf Anton landen. Die Verkehrsanbindung der Kolonie besteht aus Handelsschiffen, die zwischen Altburg und Transmartinien verkehren und Passagiere transportieren, sowie Fährverbindungen zur naheliegenden nericanischen Küste.
Geschichte
Die Inseln wurden im Jahre 1734 auf der Zweiten Fahrt von Kapitän Pierre Renard entdeckt und für die Krone beansprucht. Aufgrund seiner strategisch bedeutenden Lage entlang wichtiger Schiffahrtsrouten nach dem Osten unterhielt die Königliche Marine auf La Tourdenaille einen Stützpunkt. Im 18. Jahrhundert erlangten die Inseln zweifelhafte Berühmtheit als Ausgangspunkt gefürchteter Korsaren, die mit einem Kaperbrief des Königs von Livornien die Gewässer der Region unsicher machten. 1944 gab es in Altburg Bestrebungen, das hohe Kosten verursachende Überseegebiet in die Unabhängigkeit zu entlassen, die aufgrund der ablehnenden Haltung der Einheimischen nicht weiterverfolgt wurden.
Verteidigung
Transmartinien ist nur in geringem Maß durch durch die Königlichen Streitkräfte geschützt. Am Fuße des Mont St. Michel liegt ein eingezäuntes Gebiet, das den Königlichen Streitkräften zur Verfügung steht. Eine Radaranlage, eine von Unkraut überwucherte Landebahn, ein unterirdisches Munitionsdepot, ein verlassener Torpedobunker an der Küste und ein als Garage dienender alter Geräteschuppen dienen dem unter dem Jahr meist nie die Sollstärke von 9 Mann erreichenden Kontingent Transmartiniens. Für den Verteidigungsfall besteht mit dem Régiment de Tourdenaille et Petit Colline eine lokale Miliz in Form eines Regimentes in Kompaniestärke, in dem einheimische Freiwillige dienen.
Sport
Überregionale Bekanntheit erlangen konnte die kleine Kolonie durch die Erfolge ihrer Fußballmannschaft Transmartinien United. Sehr beliebt ist das Rudern, besondern im März wenn der Große Preis von Transmartinien ausgetragen wird und die Rudervereine von Petit Colline und La Tourdenaille um die Inseln rudern. Der mitgliederstarke Rugby Club Transmartinien organisiert jährlich eigene Turniere, an denen verschiedene Amateurteams gegeneinander antreten. Da Transmartinien kein Polofeld besitzt, wird meist eine Variante mit drei Spielern pro Mannschaft auf kleinerem Feld gespielt. Aktive und ehemalige Offiziere organisieren die Turniere der lokalen Sektion des Polovereins der Gardekürassiere.
LIVORNISCH GARUPANO
Livornisch Garùpano ist eine Überseeprovinz des Königreiches beider Archipele, die sich durch tropisches Klima auszeichnet und mehrheitlich von livornischen Siedlern, sowie einigen indigenen Gruppen bevölkert wird.
Geschichte
1620 entdeckte Ferdinand Rochefort den Kontinent und nannte ihn Süd-Astor, was bis heute der offizielle Begriff der Livornischen Gesellschaft für Geographie für Salvagiti ist. Die Errichtung von Fort Altbourg durch Rochefort stellt die erste livornische Besiedlung des heutigen Garùpanos dar. 1639 und 1644 wurde die Siedlung zwei mal von den Eingeborenen niedergebrannt und seit 1650 gab es keinen Kontakt mehr. Im Mai 1720 wurde im Zuge des zweiten Siedlungsversuches Port Sébastien gegründet. König Sebastian II schuf 1722 die Kolonie Neu-Livornien mit Port Sébastien als Hauptstadt und liess die Zitadelle der Stadt errichten, die den Hafen verteidigte. Die neue Kolonie gedieh und wuchs rasch und wurde um mehrere Städte erweitert. 1730 wurden die Zitadelle und die Wälle von San Sebastian erweitert und verstärkt.
1737 bis 1742 dauerte der Erste Koalitionskrieg. Port Sébastien wurde 1740 von meltanischen Truppen belagert, die großen Schaden an Zitadelle und Altstadt anrichteten. Die Stadt kapitulierte noch im selben Jahr, wurde besetzt, in San Sebastian umbenannt und einem Gouverneur aus der königlichen Familie unterstellt. Der vierte Vertrag von Orly besiegelte 1742 den Verlust von Neu-Livornien. Aus den folgenden Jahren stammen der meltanische Bevölkerungsanteil Garùpanos sowie einige bis heute vorhandenen meltaische Ortsnamen. Der fünfte Vertrag von Orly beendete 1764 den Melbischen Erbfolgekrieg und brachte Altburg Neu-Livornien mit San Sebastian sowie einen Teil des bisherigen Meltanisch-Garùpano ein, das Thaddaeus II zu Livornisch-Garùpano zusammenfasste. Gouverneur wurde des Königs Vetter Andreas. Seitdem war jeder Gouverneur von Livornisch-Garùpano ein Angehöriger der Königsfamilie.
1844 zerstörte ein Tornado große Teile von San Sebastian, die in den Folgejahren wiedererrichtet wurden. 1825 wurde die militärische Bedeutung der Zitadelle von San Sebastian aufgegeben und ein Arsenal für die Marine in ihren Mauern errichtet. 1865 wurde auch dieses aufgegeben und die Festung als Truppenunterkunft genutzt. Seit 1920 dient das Kastell der Regierung als Gefängnis. 1950 wurde Real San Sabastian Livornischer Fußballmeister. 2015 ersuchte Gouverneur e. r. Jules de Molinaux um seine Entlassung, da er zum Kommandeur des CCDO ernannt wurde.
Bevölkerung
Die Bevölkerungszahl Garùpanos wird auf etwa 2'130'000 geschätzt. Abgesehen von einigen indigenen Gruppen, die abgeschieden von der Zivilisation leben und statistisch nicht exakt erfasst sind, verfügen 98 % der Einwohner die Archipelische Untertanschaft. Von diesen sind 52 % livornischstämmige Nachkommen der ersten Siedler, 20 % stammen von Einheimischen oder aus gemischten Verbindungen, 10 % sind meltanischer Abkunft, 10 % nericastämmig und 8 % unterschiedlichster Herkunft.
Religion
45 % der statistisch erfassten Garùpaner gehören der Livornisch-Lutherischen Kirche an, 15 % anderen protestantischen Konfessionen, 20 % sind Katholiken und 20 % sind Angehörige anderer Religionen oder konfessionslos.
Politik
Als integraler Bestandteil des Archipelischen Staatsgebietes hat Livornisch Garùpano den Status einer Überseeprovinz und unterliegt demselben zentralistischen Verwaltungssystem wie das anticäische Mutterland. Ein durch den Innenminister vorgeschlagener und die Krone ernannter Gouverneur e. r. vertritt den Titulargouverneur königlichen Geblütes und amtiert als Vertreter der Regierung Seiner Majestät in San Sebastian. Als Währung dient der Gulden beider Archipele (fl. ar.). Die Provinz wählt als eigener Wahlkreis fünf Abgeordnete ins Altburger Unterhaus. Seit dem 26. August 2014 sind dies:
Jean Chirac (CDL)
Nicolas Poitiers (DLL)
Emanuele Baroso (FLM)
Markus Wert (APL)
Maria Schalk (APL)
Wirtschaft
Livornisch Garùpano ist regionaler Hauptexporteur von Rindfleisch, Kaffee und Kolonialwaren. Um die Aglomeration von San Sebastian herum ist der Dienstleistungssektor ausgeprägt. Zudem sind der Fischfang, die Petrochemie und das Kürschnerhandwerk wichtige Wirtschaftszweige.
Die Provinz ist ein wichtiger archipelischer Militärstandort. Ein mehrere Quadratkilometer großes Gebiet des garùpanischen Urwaldes ist eine militärische Sperrzone. Der rostige und stellenweise eingedrückte Maschendrahtzaun, der das Gebiet an manchen Stellen umgibt ist kein wirklicher Schutz vor Eindringlingen. Da kein begehbarer Pfad in Grenznähe des Sperrgebietes führt, ist bislang noch kaum jemand auf dem Landweg eingedrungen. Die einzigen gangbaren Zugänge sind der Luftweg und der Wasserweg über den Fluss, die beide gut überwacht werden können.
Das Centre royal d' études aéronautiques ist die zivil organisierte archipelische Raumfahrtbehörde. Dem CREA gehört das Comité administratif spatial CAS an, das auf Forschung für den militärischen Sektor spezialisiert ist. Vom Weltraumbahnhof Livornisch-Oucour aus starten die Raketen vom Typ Rubin (Rubin A und Rubin B), die von der CREA in Kooperation mit AWH entwickelt wurden. Die Trägerrakete Rubin B ist 2,28 Meter lang und hat 1,5 Meter Durchmesser und entwickelt für 55 Sekunden einen Schub von 180 kN. Seit 1965 wurden 12 Rubin-Raketen gestartet.
Küche
Die garùpanische Küche ist eine Mischung aus Einflüssen verschiedenster Länder. An der Küste domoniert Fisch die Speisekarte, weiter im Landesinneren werden gern Schwein und Gemüse vom Grill verzehrt. Sehr beliebt sind Bohnen mit gehacktem Fleisch vom Schwein oder Rind und scharfen Gewürzen.
Eugène und Dorothée Hollande betreiben das rennomierteste Steakhouse Garùpanos. Dorothée verarbeitet livornische Aruna Schweine, die seit dem 16. Jahrhundert in Garùpano gehalten werden zu den besten Rippchen des Koninents und Bohélé Rinder zu den begehrtesten Steaks des Landes. Ihr Mann Eugène serviert und mixt die Cocktails. Um einen Tisch im Restaurant zu erhalten muss man entweder der königlichen Familie angehören, drei Monate zuvor reservieren, oder dem Steakhouse Club für 500'000 fl. Jahresgebühr angehören. Arsic oder Schaart heisst in dem kleinen Familienbetrieb eigentlich niemand, auch nicht der untersetzte Casserolier François, aber Eugène fand, der Name klinge schön.
Sport
Die beliebtesten Sportarten in Garùpano sind Polo, Fußball und Segeln. Der PCH San Sebastian unterhält die Poloschule Garupano, aus der das Gros der livornischen Profispieler hervorgeht. Der Verein ist Kollektivmitglied des Poloclubs Haltberg und entsendet einen Vertreter in die Mitgliederversammlung des PCH. Der PCH San Sebastian ist 2015 Gastgeber des San Sebastian Open in Medium Polo.
Die garùpanischen Fußballvereine spielen in der Übersee-Regionalliga des Livornischen Fußballbundes und je nach Leistung in seinen Ligen mit. Jüngst in die oberste livornische Leistungs-Liga aufgestiegen kann sich Real San Sebastian mit den grossen Fussballvereinen messen. Während Sporting Garupano der Verein für die Landbevölkerung und Plantagenbesitzer darstellt, lockt San Sebastian die städtische Bevölkerung - von Fischern bis Handwerkern - in das Estadio Municipal.