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Informationen zum Sakkadentrainer
Was bietet der Sakkadentrainer?
- 15 abwechslungsreiche Übungen
- Diverse Schwierigkeitsstufen
- Verschiedene statistische Auswertungen
- Kostenloser Gesichtsfeldtest
- Individuell anpassbare Software (z.B. Zoom- oder Kontrastmodus für Menschen mit einer stärkeren Sehbehinderung)
- 14 Tage Rückgaberecht
- Zurzeit in den folgenden Sprachen verfügbar: Deutsch, Französisch und Englisch
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Was sind Sakkaden?Unter einer Sakkade versteht man eine der drei Augenbewegungen. Es handelt sich um eine schnelle und sprunghafte Blickbewegung, bei der das Auge sich spontan auf ein Objekt richtet, aber noch keine Informationsaufnahme stattfindet. Beim Lesen eines Textes beispielsweise, bezeichnet man die Vorwärtssprünge des Auges zu einem folgenden Textabschnitt als Sakkaden (lat.: ruckartig, stossartig). Man spricht auch von einem "Abtastsprung im Blickverlauf". Je nach Lesekompetenz weisen Sie unterschiedliche Längen auf, wobei acht bis neun Buchstaben von einer Fixation zu der nächsten in der Leseforschung als normal eingestuft werden. Neben den Sakkaden existieren noch zwei weitere Augenbewegungsmuster, die Regressionen und die Fixationen.
Quelle: http://wiki.infowiss.net/Sakkade
Warum ein Augentraining?Nach einer neurologischen Störung z.B. durch einen Schlaganfall, ein Schädelhirntrauma oder einen Tumor kommt es bei etwa 30% der Fälle zu einer Störung der Sehbahn. Dadurch erleiden die Patienten einen zerebralen Gesichtsfeldausfall. Sie sehen danach nur noch auf einer Seite oder es fehlt ein oder mehrere Quadranten im Gesichtsfeld:
Dadurch verliert der Patient häufig an Autonomie: Er kann oder darf nicht mehr Autofahren, hat Schwierigkeiten beim Lesen und möglicherweise Probleme in der Mobilität – er ist insgesamt unsicher und ist dadurch im Alltag eingeschränkt. Eine wissenschaftlich untersuchte und erfolgreiche Therapiemethode ist das explorative Augentraining, bei dem der Patient seine Augen in die Richtung der blinden Seite trainiert und so sein schlummerndes Augenmuskelpotential zu nutzen lernt. Wie stark bewegen Sie Ihre Augen im Alltag? Oft kümmert sich der Kopf um Dinge, die nicht direkt im Blickfeld stehen und dreht sich. Die Augen werden nur selten bis zum Extrem bewegt.
Kerkhoff G (2010) Evidenzbasierte Verfahren in der neurovisuellen Rehabilitation, Neuro Rehabil, 16 (2): 82- 90
«Mehrfach evaluiert»Das visuelle Sakkadentraining [...] ist ein mehrfach evaluiertes Behandlungsverfahren, das die Verbesserung der okulomotorischen Kompensation im blinden Gesichtsfeldbereich zum Ziel hat.
Link zum Review
Die Übungen des Sakkadentrainers helfen, dieses Potential der Augen zu wecken, in dem Sie am Computer verschiedene Aufgaben lösen. Hier sehen Sie ein Beispiel einer solchen Suchaufgabe:
Der Patient muss bei dieser Übung jeweils eine zufällige Zahl auf dem Bildschirm mit den Augen suchen und danach mit der Maus darüberfahren. Dabei darf er den Kopf nicht bewegen, so dass die Augen sakkadische Bewegungen machen und so trainiert werden.