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In Mailand haben am Dienstag die Trauerfeierlichkeiten für den am Freitag verstorbenen italienischen Schriftsteller Umberto Eco begonnen. Hunderte Menschen versammelten sich zu der laizistischen Trauerfeier am Nachmittag im Castello Sforzesco.
Zuvor war der mit Blumen geschmückte Sarg mit der sterblichen Hülle des Autors unter dem Applaus dutzender Angehöriger, Freunde und Schaulustiger von Ecos Haus abtransportiert worden.
Der Fernsehsender Rai übertrug die Trauerfeier, an der Minister und Bürgermeister, Professoren und Künstler teilnahmen. Unter den Gästen war der italienische Schauspieler und Regisseur Roberto Benigni. Nach der Trauerfeier soll im privaten Kreis die Einäscherung stattfinden.
Der 1932 in Alessandria im Piemont geborene Eco war in der Nacht zum Samstag im Alter von 84 Jahren an Krebs gestorben. Er war unter anderem als Essayist, Journalist, Lektor, Herausgeber und Universitätsprofessor tätig. Seine «Einführung in die Semiotik» gilt bis heute als internationales Standardwerk.
Seinen literarischen Durchbruch hatte Eco mit dem 1980 veröffentlichten Mittelalter-Roman «Der Name der Rose», der 1986 mit Sean Connery in der Hauptrolle von Jean-Jacques Annaud verfilmt wurde. Eco erhielt zahlreiche Auszeichnungen und mehr als 30 Ehrendoktortitel. Er engagierte sich auch politisch.
Am Freitag erscheint sein letztes Werk «Pape Satan Aleppe» in Italien. Es handelt sich um eine Sammlung von Essays, die seit dem Jahr 2000 im Magazin «L'Espresso» veröffentlicht worden waren. (sda/afp)