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Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag wurde 1832 staatlich eingeführt, um in der Schweiz die Einheit der Konfessionen zu betonen. Er findet jeweils am 3. Sonntag im September statt. Die Kantone feiern den Tag unterschiedlich. Während im Kanton Waadt der Montag danach arbeitsfrei ist, wird er in Genf nicht am dritten Septembersonntag, sondern an einem anderen Tag gefeiert.
Anne Durrer ist Generalsekretärin der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in der Schweiz (AGCK). Sie sagt, dass der Bettag im Vergleich zu früher nicht mehr den gleichen Stellenwert hat. «Die Leute haben vergessen, worum es eigentlich ging», konstatiert sie. Andere Themen wie die Schöpfungszeit, welche auch im September stattfindet, haben den Bettag in den Hintergrund gedrängt. Durrer ist überzeugt, dass der Tag mehr Gewicht hätte, wenn er wie die Schöpfungszeit mit einem bestimmten Thema verknüpft wäre und die Kirchen alle am gleichen Strick ziehen würden.