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Monitoring von Biotopen nationaler Bedeutung auf Pflanzenschutzmittel
Zu den Zielen des Aktionsplans des Bundes zur Risikominderung und nachhaltigen Nutzung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) gehört der Schutz von Nicht-Zielorganismen und Biotopen vor den negativen Einflüssen von PSM. Im Rahmen der Überwachungsprogramme NAWA SPEZ und TREND wurden bereits zahlreiche Daten zur Belastung von Fliessgewässern gesammelt. Über die PSM-Belastung von Biotopen von nationaler Bedeutung, darunter Teiche und Trockenwiesen und -weiden, wissen wir jedoch nur wenig; dies gilt für aquatische (Wasser, Sediment) und terrestrische (Boden) Ökosysteme.
Er wird erwartet, dass PSM auch in Biotope von nationaler Bedeutung gelangen, z.B. durch den Abfluss von Feldern, die in Teiche münden, oder durch Flüsse, die Feuchtgebiete überfluten. Auch Abdrift und Regenablagerung können zum Eintrag von PSM in Trockenwiesen, Weiden und Hochmoore führen. Jedoch ist über den Transport von PSM über die Luft wenig bekannt. Daher soll eine Strategie entwickelt werden, um Monitoringmethoden zu etablieren und Monitoringdaten zum Vorkommen und Eintrag von PSM in Biotope von nationaler Bedeutung zu gewinnen. Damit sollen folgende Fragen beantwortet werden:
- Welche Methoden eignen sich für die Probenahme in abgelegenen Teichen und der Luft?
- Wie stark sind Biotope von nationaler Bedeutung mit PSM belastet?
- Woher kommen diese PSM?
- Gibt es räumliche Trends in der PSM-Exposition?
Ziel ist es, bis Ende 2023 robuste Methoden zur Probenahme und chemischen Analyse zu etablieren und einen grundlegenden Screeningdatensatz zu erhalten. Dieser soll eine Grundlage für die zukünftigen Überwachung und die Methoden zur Bewertung der Belastung von Biotopen von nationaler Bedeutung mit PSM bilden.