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In ihrer neuesten Studie zum Handel von marinen Zierfischen sucht unsere Meeresbiologin Dr. Monica Biondo zusammen mit Dr. Ricardo Calado nach Lösungsansätzen, wie endlich Licht ins Dunkel des internationalen Handels mit marinen Zierfischen gebracht werden kann.
Europa, inklusive der Schweiz, ist einer der wichtigsten Märkte für marine Zierfische. Ihr Import sowie deren Zirkulation zwischen den einzelnen Staaten, sollte reguliert sein. Die Vielfalt und die geografische Herkunft der gehandelten lebenden Korallenfische sind jedoch weitgehend unbekannt; wie viele «Nemos» und «Dorys» werden jedes Jahr von Europa importiert und woher kommen sie?
Dieser Mangel an Wissen ist schwer nachzuvollziehen, da alle diese Tiere per Luftfracht nach Europa gelangen und an den Zollstellen der internationalen Flughäfen kontrolliert werden müssen. Wie kann es also sein, dass dennoch keine verlässlichen Daten vorhanden sind? Ohne valide Daten zum Handel mit marinen Zierfischen, ist es nahezu unmöglich, die von der Meeresaquaristik-Industrieaufgestellten Behauptungen zur Nachhaltigkeit, zu überprüfen.
Die EU, wie auch die Schweiz, betreibt jedoch bereits eine Plattform, die es ermöglichen könnte, die nötigen Informationen auf verlässliche Weise zu sammeln und Licht in diese undurchsichtige Industrie zu bringen: Gemeint ist das Trade Control and Expert System (TRACES) und deren Datenbank. Hier werden zur Seuchenprävention die Daten von lebend importierten Tieren sowie von Futter oder Pflanzen gesammelt. TRACES könnte nämlich schon heute mit der sorgfältigen Überwachung von Meereszierfischen beginnen, so dass die Verantwortlichen in Europa endlich Bescheid wissen, wie viele exotische Zierfische importiert werden und woher sie genau stammen. Der Handel mit Meereszierfischen in Europa könnte somit genau dokumentiert werden.
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