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Wie "funktioniert" Mediation?
Falls sich zwei Parteien für eine Mediation entscheiden, bilden diese beiden Parteien und der Mediator ein gleichseitiges Mediationsdreieck. Dieses Mediationsdreieck hat sowohl symbolischen als auch eine praktische Bedeutung:
- Der Mediator und die verhandelnden Parteien befinden sich auf der gleichen Ebene. Der Mediator hat somit nicht die Aufgabe eines Schiedsrichters.
- Der Mediator steht auf niemandes Seite. Er wird nie Anwalt des einen oder des andern. Der Mediator wertet nicht und bleibt neutral.
- Der Mediator hat die einzige Aufgabe, zwischen den beiden Parteien zu übersetzen und zu erklären. Er bemüht sich aktiv darum, die Sicht beider Parteien so umfassend wie möglich darzustellen, damit je die andere Partei sich selbst und das Gegenüber verstehen kann.
Die alleinige Verantwortung für die Mediation liegt bei den Parteien. Das führt zur Voraussetzung, dass eine Mediation nur dann zu einem erfolgreichen Abschluss führt, wenn beide Parteien sich bedingungslos auf den Mediationsprozess einlassen. Je beiden Parteien übernehmen die Verantwortung für die Entscheidfindung zur Beilegung der Auseinandersetzung/des Streites. Beide Parteien haben immer und jederzeit die Möglichkeit, sich mit ihrem Vertrauensanwalt oder ihrer Vertrauensanwältin zu beraten, sofern die Tatsache der Konsultation (und nicht deren Inhalt) in der Mediationssitzung offengelegt wird. Das Recht ist nicht die einzige sondern nur eine von mehreren möglichen Orientierungshilfen für die Entscheidfindung der Parteien. Die Aufgabe des Mediators liegt darin, die rechtlichen Leitplanken aufzuzeigen, sofern das beide Parteien wünschen. Gleich wichtig sind das eigene Empfinden für Fairness und Gerechtigkeit. Es ist von zentraler Bedeutung, Entscheidungsgrundlagen zu finden, die beiden Parteien gerecht werden.