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In den kommenden Jahren dürfte die Zahl der Wölfe in der Schweiz weiter zunehmen. Ob das Raubtier aber wieder wirklich heimisch wird, hängt von der Bereitschaft der Bevölkerung ab.Dieser Inhalt wurde am 16. Juli 2009 - 16:50 publiziert
Der Wolf findet in der Schweiz mehr als genug zu fressen, weil es noch nie so viele Rothirsche gegeben hat wie jetzt. Dass es reichlich Nahrung gibt, sei eine Chance für den Wolf, sagte Jean-Marc Weber, Leiter des Wolfprojekts Schweiz, im Zentrum des Nationalparks im bündnerischen Zernez. Doch noch wichtiger sei die Einstellung der Bevölkerung zu diesem Raubtier.
Seit 1995 sind immer wieder Wölfe in der Schweiz aufgetaucht. Heute gibt es laut Weber insgesamt fünf bis acht. Ihre Zahl nimmt ständig zu - trotz legalen und illegalen Abschüssen.
Seit der Wolf in Italien 1972 unter Schutz gestellt wurde, vermehrte sich die aus den Abruzzen stammende Restpopulation stark und breitete sich über den Apennin Richtung Alpen aus. Heute leben in den Westalpen rund 200 Wölfe, die meisten davon in Frankreich.
Kotuntersuchungen im Rahmen des Wolf-Monitorings Schweiz haben ergeben, dass die Tiere knapp einen Drittel ihres Nahrungsbedarfs mit Hirschen decken. 21% der Beute besteht aus Rehen.
Der Anteil der Nutztiere an der Beute des Wolfs beträgt ein Viertel. Ziegen und Schafe tragen zu je 12%, Rinder mit 2,5% zur Nahrung bei.
50 bis 100 Nutztiere werden pro Jahr in der Schweiz von Wölfen erlegt, wobei die Halter vollständig entschädigt werden. Von 1998 bis 2006 wurden dafür 360'000 Franken aufgewendet.
swissinfo.ch und Agenturen
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