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Die Klimaerwärmung beeinträchtigt die Entwicklung. Daher schliesst die DEZA die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen in ihre Strategie zur Armutsreduktion ein. Sie stellt im Rahmen von Entwicklungsprojekten sowie über internationale Finanzierungsmechanismen finanzielle Mittel für den Klimaschutz bereit.
Fokus der DEZA
Menschen in Entwicklungsländern sind den Folgen der Klimaerwärmung besonders stark ausgesetzt, weil sie für ihren Lebensunterhalt direkt von natürlichen Ressourcen abhängig sind. Ausserdem erfordert die Anpassung an den Klimawandel finanzielle und technische Kapazitäten, die diesen Ländern häufig fehlen. Der Klimawandel beeinträchtigt die Entwicklung und gefährdet die bereits erreichten Fortschritte.
Synergien mit dem Mandat zur Armutsreduktion
Die DEZA engagiert sich für den Klimaschutz und strebt einen wirksamen Einsatz ihrer finanziellen Mittel zugunsten der Entwicklungsländer an. Sie berücksichtigt die Herausforderungen, mit denen die Partnerländer konfrontiert sind, und bettet ihre Massnahmen in eine langfristig ausgerichtete Strategie zur Verringerung der Armut ein. Die DEZA schafft Synergien zwischen dem Klimaschutz und zum Beispiel der Verbesserung der Ernährungssicherheit oder der Gouvernanz, um einen optimalen Einsatz der öffentlichen Entwicklungshilfe (Aide Publique au développement, APD) sicherzustellen.
Zusätzliche Bedürfnisse
Dank der 2011 vom Schweizer Parlament genehmigten Erhöhung der öffentlichen Entwicklungshilfe auf 0,5% des Bruttonationaleinkommens bis 2015 konnte die DEZA ihren Beitrag zur Klimafinanzierung steigern. Von 2000 bis 2012 investierte sie insgesamt 880 Millionen CHF in Projekte, die die Entwicklungsländer dabei unterstützen sollen, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen.
Internationale Finanzierungsmechanismen
Die DEZA, das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und das Bundesamt für Umwelt (BAFU) tragen zur Schaffung von internationalen Finanzierungsmechanismen bei. Die DEZA setzt sich im Rahmen dieser Mechanismen insbesondere dafür ein, dass die Bedürfnisse der ärmsten Länder angemessen berücksichtigt werden und stützt sich bei ihrer Arbeit auf langjährige Erfahrungen im Feld. Ausserdem achtet sie darauf, dass die Politiken, die Verfahren und die Mittelallokation der Entwicklung der schwächsten Menschen, Gemeinschaften und Regionen dienen. Die DEZA war unter anderem aktiv an der Schaffung des Grünen Klimafonds (Green Climate Fund, GCF) beteiligt und hat für den Zeitraum 2015–2017 Mittel in Höhe von rund 100 Millionen USD dafür bereitgestellt.
Hintergrund
Die DEZA setzt den Auftrag um, den ihr das Bundesgesetz über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe erteilt. Die Prioritäten werden im Rahmen von Botschaften festgelegt, die der Bundesrat dem Parlament unterbreitet. Der Klimawandel ist ein Handlungsschwerpunkt der Botschaft 2013–2016. Er stellt eine zunehmende entwicklungspolitische Herausforderung dar und dürfte in den nächsten Jahren noch mehr Gewicht erhalten, damit den Bedürfnissen der Partnerländer entsprochen werden kann.
Wachsendes Bewusstsein auf internationaler Ebene
Weil Anpassungsmassnahmen und ein Übergang zu nachhaltigem Wachstum eine Notwendigkeit geworden sind, übernehmen die Industriestaaten, einschliesslich der Schweiz, Verpflichtungen auf internationaler Ebene. Die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung bestätigt in ihrem Ziel Nummer 13 die Bedeutung der Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen. Auf der Grundlage des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) hat sich die Staatengemeinschaft verpflichtet, öffentliche und private Finanzmittel zu mobilisieren. An der nächsten UNO-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris dürften diese Klimaschutzzusagen bestätigt werden.