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Um 1910 wurden in Reinach die ersten Gottesdienste gehalten. Die Zusammenkünfte fanden bei der Familie Häfeli im Lenz statt. Längere Zeit versammelten sich die Geschwister auch beim Schneider Christen in der Alten Strasse. Später fanden die Gottesdienste im Hotel Bären statt.
Im Jahr 1922 konnte an der Viehmarkstrasse 10 ein eigenes Lokal gebaut werden. Anfangs wurden die Geschwister durch Priester Amsler aus der Gemeinde Zofingen bedient, später durch Hirte Bertschi und Priester Härdi aus Lenzburg. 1936 bis 1954 war der Priester und spätere Hirte Antenen Vorsteher.
Von 1912 bis 1954 gehörte die Gemeinde Reinach zum Bezirk Luzern, nachher zu Lenzburg. 1976 wurde dieser Bezirk durch Bezirksapostel Hans Urwyler wieder mit dem Bezirk Luzern vereinigt.
Ein grosses Ereignis fand im Jahr 1949 statt, als der damalige Bezirksapostel und spätere Stammapostel Walter Schmidt die Gemeinde besuchte. 1954 setzte Bezirksapostel Ernst Streckeisen Hans Oehrli als neuen Vorsteher, welcher schon viele Jahre als Priester gedient hatte. Nach dessen Wegzug nach Rupperswil im Jahre 1962 wurde Priester Ernst Zahnd zum Vorsteher eingesetzt. Er diente in diesem Auftrag 18 Jahre lang bis zu seiner Ruhesetzung am 12. März 1980. Im gleichen Gottesdienst erhielt Diakon Alfred Stutz das Priesteramt und zugleich die Aufgabe, als Vorsteher zu dienen. Zu diesem Zeitpunkt fanden Übertragungen der Stammapostel-Gottesdienste statt. Eingeladen waren jeweils die Gemeinden Hallwil und Seengen. Zur Gemeinde zählten damals 114 Geschwister. Am 25. August 1993 wurde der Bezirksevangelist Ulrich Meisterhans zum Vorsteher ordiniert. Fünf Jahre später, am 18. März 1998, löste ihn Evangelist Beat Gygax ab.
Das über 70-jährige Gotteshaus war mittlerweile stark renovierungsbedürftig geworden. Aber eine Komplettsanierung hätte zu grosse finanzielle Mittel erfordert. Dies führte schliesslich zum Entschluss, auf dem bereits vor vielen Jahren erworbenen Grundstück an der Pilatusstrasse, einen Neubau zu erstellen. Der Bau der schönen neuen Kirche mit dem markant geneigten Giebeldach konnte definitiv in Angriff genommen werden. Am 23. Juli 1999 wurde im Beisein von Bischof Werner Studer der erste Spatenstich vollzogen. Bereits am 30. November 2000 hielt Bischof Nydegger den letzten Gottesdienst im alten Kirchenlokal an der Viehmarkstrasse. Viele Jahre durften die Reinacher Geschwister in jenem Haus Segensstunden erleben.
Nur wenige Tage später - am 3. Dezember 2000 - übergab Bezirksapostel Armin Studer die wunderschöne Kirche an der Pilatusstrasse 8 ihrer Bestimmung. Zudem ging Reinach als eine der ersten Gemeinden der Schweiz mit einer Homepage ins Netz.
Nach Bezirksumstrukturierungen gehört Reinach seit Herbst 2009 zum Bezirk Mittelland, genauer gesagt zur Region 2/Lenzburg von vier Regionen. 2010 feierte die Gemeinde ihr 100-jähriges Bestehen. Viele Anlässe wie Konzerte in Altersheimen, ein Gäste-Gottesdienst mit Spendenübergaben, die Präsentation des schön gestalteten Adventsfensters und vieles mehr löste im Jubiläumsjahr grosse Freude aus. Der Festgottesdienst am 12. Dezember 2010 mit Bischof André Kreis und vielen ehemaligen Reinacher Geschwistern beendete das spezielle Jahr. Im Kirchenbuch der Gemeinde Reinach waren zu diesem Zeitpunkt 145 Geschwister eingeschrieben. Sie wurden vom Vorsteher, vier Priestern und vier Diakonen betreut.
Das Highlight des Jahres 2011 war der 11. Mai, als der Bezirksapostel und spätere Stammapostel Jean-Luc Schneider anlässlich eines Arbeitsbesuchs bei der NAKI den Mittwochgottesdienst hielt. Er wurde von den beiden Bezirksaposteln Armin Brinkmann und Wolfgang Nadolny begleitet.
Im Januar 2012 wurde Beat Gygax nach 14-jähriger Vorstehertätigkeit im Auftrag unseres Bezirksapostels Markus Fehlbaum nach Immensee versetzt. Sein Nachfolger wurde Priester Urs Hunziker aus der Gemeinde Safenwil.
Durch die Schliessung der Gemeinden Hallwil, Unterkulm und Emmenbrücke erfuhr die Gemeinde in den Jahren 2015 und 2016 einen enormen Zuzug an Geschwistern, die Zahl der Aktiv-Mitglieder hat sich praktisch verdoppelt. Dem Vorsteher Urs Hunziker wurde das Evangelistenamt anvertraut. Weil die Kirche vorausschauend geplant worden war, finden die Geschwister gut Platz. Zudem führen die guten nachbarschaftlichen Verhältnisse dazu, dass Autos auf einem Firmenparkplatz parkiert werden dürfen, wenn der Kirchenparkplatz mal voll wäre.
Wir freuen uns auf Euren Besuch.