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Adrian Lobe schreibt im NZZ-Artikel „Weshalb uns das Internet ungleicher macht“ über die digitale Kluft. Beim Thema Informationsgüter bringt er u.a. Bibliotheken ins Spiel (via Oliver Thiele auf Twitter):
„Informationsgüter weisen besondere ökonomische Eigenschaften auf, die ihre Marktfähigkeit einschränken. Ein Buch in einer Bibliothek zum Beispiel kann im Gegensatz zu einer Tafel Schokolade von vielen Personen nacheinander genutzt werden, ohne dass es dadurch verkonsumiert wird. Der Kölner Ökonom Frank Linde schreibt im «Praxishandbuch Bibliotheks- und Informationsmarketing»: «Ein Informationsgut wird nicht weniger, wenn es genutzt wird. Wenn eine Person sich durch die Verarbeitung von Information ein bestimmtes Wissen aneignet, schmälert das nicht die Chancen eines anderen, dasselbe Wissen zu erwerben.» Es gibt aus Sicht des Empfängers auch keine Konkurrenz bei der Nutzung: Ob 50 000 oder 600 000 Menschen einen Eintrag auf Wikipedia lesen oder 2 oder 10 Millionen ein Fussballspiel im Fernsehen anschauen, hat für den Einzelnen keine Nachteile. Gleichwohl kommt es zu Abnutzungseffekten, wenn Informationen ihren Wert aus der Exklusivität beziehen. Der Geheimtipp für das Ferienhaus in der Toskana verliert schnell an Wert, wenn ihn alle haben.
So weit die Theorie. Es gibt indes massive Ungleichheiten in der Qualität der Informationen, die sich in der Empirie feststellen lassen. (mehr)“