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Der Wald ist einen wichtiger Lebensraum unserer einheimischen Wildtiere. Die Qualität des Lebensraumes wird unter anderem durch die Waldbewirtschaftung geprägt. Die Wildtiere haben umgekehrt auch einen Einfluss auf den Wald. Mit der Auswahl ihrer Nahrung beeinflussen sie die Pflanzenwelt.
Werden zum Beispiel vermehrt die Knospen der Weisstanne abgefressen - im Winter bei Reh, Gams und Hirsch eine beliebte Nahrung - kann es sein, dass die Weisstanne von andern Baumarten überwachsen wird oder gar abstirbt. Ganzjährig auf dem Speisezettel stehen verschiedene Laubbaumarten wir Eiche, Ahorn oder Esche. Das Abbeissen von Knospen an jungen Bäumen durch Wildtiere nennt man Wildverbiss.
Wo der Wildverbiss es verunmöglicht, dass ausreichend junge Bäume der gewünschten Baumarten aufwachsen können, sind Förster und Jäger gefordert, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Wald- und Jagdgesetzgebung besagt, dass die Wildbestände durch die Jagd so zu regeln sind, dass junge Bäumchen aus Samen der umliegenden Mutterbäume ohne technische Schutzmassnahmen aufwachsen können. Neben der Bejagung spielen aber auch Verbesserungen im Lebensraum, die Vermeidung von Störungen sowie das Nahrungsangebot ausserhalb des Waldes eine wichtige Rolle.