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Auf der Berner Seite des Col du Pillon sind Strassenschäden entstanden, weil der Untergrund sehr feinkörnig ist und stellenweise viel Schwefel enthält.
Die Ursachen für die Strassenschäden auf der Berner Seite des Col du Pillon sind geklärt: Der Untergrund der Passstrasse ist erstens sehr feinkörnig und enthält zweitens stellenweise viel Schwefel.
Wie die bernische Bau- und Verkehrsdirektion am Donnerstag mitteilte, gefriert der sehr feinkörnige Untergrund im Winter. Die Eisbildung vergrössert das Bodenmaterial und hebt den Strassenkörper an. Der Schwefel und die Nässe im Boden lösen anderseits eine chemische Reaktion aus, welche die nötige Verfestigung der Strassenfundation verhindert. Diese Faktoren führten dazu, dass sich auf der Passstrasse zwischen Gsteig bei Gstaad und der Grenze zum Kanton Waadt bis zu zehn Zentimeter hohe Wölbungen und grosse Risse bildeten. Vor zwei Jahren war dort ein neuer Belag eingebaut worden.
Ende Januar dieses Jahres musste die Strasse in den sogenannten Fängeweideni auf eine Fahrspur reduziert werden, damit die Stelle sicher passiert werden kann. Seither wird dort der Verkehr mit einer Lichtsignalanlage geregelt.
Unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Schäden hatte die Suche nach den Ursachen begonnen. Umfangreiche Messungen, Probebohrungen in den Untergrund sowie mechanische und chemische Analysen des Bodenmaterials wurden durchgeführt.
Sanierungsprojekt wird ausgearbeitet
Mittlerweile arbeiten Ingenieure ein Projekt für eine definitive Sanierung der schadhaften Streckenabschnitte aus. Der Kanton Bern strebt an, die Abschnitte mit den schlimmsten Schäden im kommenden Herbst zu sanieren und die übrigen Schadenstellen im nächsten Jahr.
Die Lichtsignalanlage wird voraussichtlich noch bis anfangs April in Betrieb bleiben. Sobald es die Verhältnisse zulassen, wird der Belag an dieser Stelle entfernt und provisorisch ersetzt.