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Generell waren Gletscher lange ein Symbol für die unberührte Natur. Weisse Berggipfel unter blauem Himmel zogen die Menschen magisch an. Doch der markante Rückgang und die deutlichen Massenverluste der Alpengletscher in den vergangenen Jahrzehnten sind ein deutliches Signal für klimatische Veränderungen. Die langfristigen Verluste im Volumen und Länge von Gletschern, zeigen wie stark Gletscher auf Klimaänderungen reagieren und damit die globale Erwärmung sehr gut dokumentieren.
Langfristige Messungen zu den Veränderungen der Schweizer Gletscher begannen mit der jährlichen Beobachtung der Zungenposition an einer Auswahl von Gletschern um 1880. Diese Daten zur Längenänderung dienten vorerst dazu wissenschaftliche Fragen zu vergangenen und künftigen Eiszeiten zu beantworten. Seither haben sich die Forschungsziele der Gletschermessungen zusehends verlagert und parallel dazu sind neue Messmethoden entwickelt worden. Mit dem steigenden menschlichen Einfluss ist zu erwarten, dass sich das Klimasystem in Zukunft beschleunigt verändern wird. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahrzehnten ganze Gebirgsregionen eisfrei werden.
Die erhobenen Daten zu den Veränderungen der Gletscher sind wichtig um die Wechselwirkung zwischen Gletscher und Klima zu verstehen. Sie dienen aber auch dazu Wasserressourcen, Naturgefahren und den künftigen Meeresspiegelanstieg abzuschätzen. Zudem zeigt die breite Öffentlichkeit ein wachsendes Interesse am allgemeinen Gletscherrückgang, als ein Element der alpinen Umwelt, das den Klimawandel hervorragend illustriert.
Das Messprogramm der Eidgenössischen Kommission für Kryosphärenmessnetze zur Dokumentation der Gletscherveränderungen muss sicherstellen, dass die wichtigsten Elemente optimal erhoben werden. Aus der Gletscherbeobachtung werden auf diesem Portal folgende Kenngrössen erklärt und dargestellt:
Um die Aussagekraft der erhobenen Kenngrössen einordnen zu können, muss der Zusammenhang Klima-Gletscher, der Massenhaushalt und das Fliessen eines Gletschers verstanden werden. Die Massenbilanz eines Gletschers reagiert sofort auf eine Veränderung des Klimas, wohingegen die Längenänderung ein verzögertes Signal darstellt.
Das Schweizerische Gletschermessnetz (GLAMOS) bezweckt die langfristige Dokumentation der Veränderungen der Schweizer Gletscher. Das Messnetz GLAMOS wird getragen durch die ETH Zürich und die Universtäten Fribourg und Zürich mit langfristiger finanzieller Unterstützung durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU), MeteoSchweiz im Rahmen von GCOS Schweiz und SCNAT.
Über das GLAMOS Portal können alle Daten der Gletscherbeobachtung der Schweiz bezogen werden.