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Als Sebastião Salgado in sein Heimatland Brasilien zurückkehrte, war er entsetzt. Dort, wo einst ein prächtiger Regenwald stand, war nur noch trockene Erde. Er wollte das ändern – und schaffte Unglaubliches!
Der brasilianische Fotograf dokumentierte in den 90ern den Genozid in Ruanda. Erschöpft und traumatisiert von den grausamen Bildern hoffte er auf seiner Familienfarm, umgeben von üppigem Wald, Erholung zu finden.
Doch statt Erholung fand er eine ökologische Verwüstung vor. Die Bäume waren ausgedorrt und abgestorben, die wildlebenden Tiere waren verschwunden. An ihrer Stelle waren staubige Hügel und einige wenige, trockene Büsche getreten. Grund dafür war eine massive Abholzung in der Region.
«Das Land war so krank wie ich», sagte Sebastião in einem Interview zu «The Guardian». «Nur etwa 0.5% des Landes war gedeckt mit Bäumen. Dann hatte meine Frau die wundervolle Idee, den Wald neu zu pflanzen. Und als wir begonnen haben, das zu tun, kamen alle Insekten, Vögel und Fische zurück.»
Das Ehepaar suchte Helfer, machte Spendenaufrufe und gründete schliesslich 1998 die «Instituto Terra», eine Umweltorganisation. Laut ihrer Website hat die Organisation seither über zwei Millionen Setzlinge von 290 verschiedener Baumarten gezüchtet und gepflanzt. Der Wald ist inzwischen fast 69’000 Quadratmeter gross!
Über 172 verschiedene Vogelarten wurden zudem schon im Wald gefunden, sechs davon gelten sogar als vom Aussterben bedroht. Zu den Vögeln haben sich inzwischen auch Säugetiere und Reptilien gesellt.
Sebastião und seine Frau Lelia wollen an ihrem Beispiel zeigen, dass der Klimawandel gestoppt – und sogar rückgängig – gemacht werden kann. «Vielleicht haben wir eine Lösung.», so Sebastião, «Es gibt ein einziges Lebenwesen, das Co2 in Sauerstoff verwandeln kann, das ist der Baum. Wir müssen die Wälder zurückpflanzen.»
Direkt aus dem Social-Media-Team macht Joëlle den fliessenden Wechsel in die Welt der Schreiberlinge. Sie mag Bücher, Memes und Blobfische.