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Die Geschichte
Joseph Hubertus Pilates, geboren 1880 bei Düsseldorf, kam als kränkliches Kind zur Welt. Er war für sein Alter viel zu klein und litt unter Asthma und Bronchitis. Er hatte den Willen etwas für sich zu tun, um seine Verfassung zu verbessern. Pilates begann zu trainieren und probierte die unterschiedlichsten Sportarten wie boxen, schwimmen und auch Yoga. 1912 wanderte er nach England aus.
Der zwischenzeitlich ausgebildete Krankenpfleger, begann seine Mithäftlinge zu trainieren, in dem er Bettfedern an den Wänden befestigte und sie damit arbeiten ließ. Seine Methode war sehr erfolgreich und seine Patienten erfreuten sich in sehr kurzer Zeit bester Gesundheit. Das war der Beginn des Reformertrainings.
Mit seiner Frau eröffnete er in New York das erste Pilates Studio, welches immer noch existiert. Das Studio befand sich eine Etage über dem New York City Ballett, was zur Folge hatte, das immer mehr Tänzer auf die Pilates Methode aufmerksam wurden. Pilates rehabilitierte viele von Ihnen und bewahrte sie so vor ihrem Karierende. Bis in die sechziger Jahre arbeiteten Er und Clara zusammen in ihrem Studio. Nach seinem Tod 1967 führte sie das Studio weiter und gab es später an eine der wenigen von ihm selbst ausgebildeten Schülerinnen ab.
Zur damaligen Zeit war die Pilatesmethode revolutionär und Choreographen, wie Martha Graham und George Ballanchine arbeiteten nach der Pilates Methode. Rudolf von Laban, ein berühmter Bewegungsanalytiker, übernahm ebenfalls Teile aus dem Pilates Training.
Die Methode
Pilates ist ein Ganzkörpertraining, das Elemente aus dem Yoga, der Akrobatik, dem Ballett und PNF - Muster enthält.
Das zuerst entstandene Mattentraining wurde vor über 70 Jahren von Joseph H. Pilates entwickelt.
Während des 1.Weltkriegs entstanden dann die ersten Ansätze für die Reformer Technik. Die Besonderheit des Pilates Trainingsystems,
das aus über 500 verschiedenen Übungen besteht, ist das Wechselspiel aus Dehnung und gleichzeitiger Kräftigung der Muskulatur.
Isolierte Bewegungen werden grundsätzlich vermieden, um muskulären Dysbalancen vor zu beugen. Der Körper wird als Einheit betrachtet,
geistige und körperliche Fitness stehen im ausgewogenen Verhältnis zu einander.
Pilatestraining kräftigt die Stützmuskulatur, das so genannte "Powerhouse", das für unsere aufrechte Haltung zuständig ist. Joseph Pilates erfand diesen Begriff, um zu verdeutlichen, dass alle Bewegungen von unserem Zentrum ausgehen. Die einzelnen Übungen werden von unterschiedlichen Atemrhythmen begleitet. Es geht darum eine starke Kernmuskulatur zu bilden, die Flexibilität zu verbessern, Bewegungen zu harmonisieren und ein differenziertes Körperbewusstsein zu entwickeln. Die traditionelle Pilates Methode basiert auf den sechs Prinzipien: Kontrolle, Atmung, Konzentration, Zentrierung, Flüssige Bewegung und Präzision sie finden in jeder Übung ihre Anwendung. Da sehr viel Wert auf die Bewegungsqualität gelegt wird, sind die Wiederholungen eher niedrig(8-12Wh), damit jede Übung mit höchster Präzision ausgeführt werden kann.
Für wen ist Pilates geeignet?
Pilates ist eine Trainingsform für jedes Alter, Geschlecht und Fitnesslevel. Jeder der ganzheitlich trainieren möchte, ist im Pilatesworkout gut aufgehoben. Physiotherapeuten, Krankengymnasten und Hochleistungssportler nutzen die Vorzüge der Pilatesmethode genauso wie Freizeitsportler. Lange Zeit blieb Pilatestraining ein Geheimtipp der Tänzer und Schauspieler, doch in den letzten Jahren gewann diese Methode zunehmend an Beliebtheit.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Pilates Methode weiterentwickelt. Das Angebot reicht von Rehabilitationsprogrammen bis zum Freizeitsportkonzept.