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Der Londoner Börsenhändler, der die UBS um 2,3 Milliarden Dollar gebracht haben soll, muss vor einem höheren Londoner Gericht aussagen. Dort kann er auf «schuldig» oder «nicht schuldig» plädieren.
Der City of London Magistrates Court, der sich bisher mit dem Fall des UBS-Milliardenverlusts befasst hat, hat den Fall nun an die höhere Instanz überwiesen. Am 22. November soll der angeklagte Börsenhändler vor den Crown Court of England and Wales treten, wie das Gericht mitteilte. Dort werden nur Fälle von schwererer Kriminalität behandelt.
Dem aus Ghana stammenden Diplomatensohn Kweku Adoboli drohen im Falle einer Verurteilung mehrere Jahre Gefängnis. Die Anklage wirft ihm vor, mit riskanten und von der Bank nicht autorisierten Geschäften 2,3 Milliarden Dollar verzockt zu haben.
Er soll sich des Betrugs und der Bilanzfälschung schuldig gemacht haben. Nach Angaben der Bank sollen die krummen Geschäfte bereits im Jahr 2008 begonnen haben.
Die UBS hatte die Vorgänge am vergangenen 15. September publik gemacht. Gut eine Woche später übernahm Konzernchef Oswald Grübel die Verantwortung für das Desaster und trat zurück. Die UBS wird aber nach eigenen Angaben trotz des Milliardenverlusts für das dritte Quartal einen Gewinn ausweisen können.
(tno/sda)