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Die Philosophie des Festival de L‘AUBE bezieht sich auf das Werk „Orientalismus“ von Edward Said.
Edward Said, (geb. am 1. November 1935 in Jerusalem, gest. am 25. September 2003 in New York City), war ein US-amerikanischer Literaturtheoretiker und -kritiker palästinensischer Herkunft.
Edward Saids 1978 erschienenes Buch „Orientalismus“ entwickelte die These, dass die abendländische Welt seit jeher dazu tendiert, den "Orient" als statisches und falsch repräsentiertes Konstrukt zu konzipieren. Das Werk stellt nicht zuletzt eine Abrechnung mit der britischen und französischen Wissenschaft der Orientalistik dar. Deren Vertreter würden oftmals ein ideologisch vorgegebenes Ziel – die politische Unterwerfung der studierten Völker – verfolgen; ein "aufgeklärter Westen" wolle einen "mysteriösen Orient" beherrschen.
Die Aussagen über den Anderen sind nicht die Worte einer Hetz-Kampagne, sondern entstanden aus der Entwicklung eines sehr alten Diskurses, der seine Ursprünge im Kolonialismus hat.
Das Festival DE L‘AUBE lässt diese einseitigen Bilder und Bewertungen anderer Kulturen nicht dort aufeinander treffen, wo sie sich leicht als unzureichend erweisen, sondern dort, wo sie im Gewande unanfechtbaren Wissens auftreten.
Das Festival widmet Edward Said eine Retrospektive und zeigt den Film Edward Said - On Orientalism von Sut Jhally.