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Als kleiner Junge beschäftigte er sich gerne mit Puzzles. Später studierte er an der Universität von Edinburgh Chemie. Nach der Doktorarbeit ging Stoddart für einige Jahre zum Forschen nach Kanada, bevor er nach Grossbritannien zurückkehrte - erst nach Sheffield, dann nach Birmingham.
1997 kam er in die USA, deren Staatsbürgerschaft er inzwischen auch besitzt. Dort forschte und lehrte er zunächst in Kalifornien, seit 2008 an der Northwestern University im Bundesstaat Illinois. Die Auszeichnung sei eine «enorme Ehre», sagte Northwestern-Präsident Morton Schapiro. Die Universität sei stolz auf die Errungenschaften von Stoddart.
Mehr als 1000 wissenschaftliche Texte hat der Forscher veröffentlicht, die Auflistung umfasst 55 kleingedruckte Seiten. Auch die Liste seiner bisherigen Preise, Ehrungen und Ehrendoktorwürden ist lang. Seine Texte und Präsentationen sind von einer Comic-artigen, bunten Darstellungsweise zum besseren Verständnis geprägt. Stoddart hat zwei erwachsene Töchter und ist seit 2004 verwitwet. Eine Tochter ist selbst Chemikerin. Ihr Vater sei «absolut entzückt» über den Preis, sagte sie am Mittwoch.
Der Franzose Jean-Pierre Sauvage, der Brite Sir J. Fraser Stoddart und der Niederländer Bernard L. Feringa erhalten den diesjährigen Chemie-Nobelpreis. Sie entwarfen und produzierten die kleinsten Maschinen der Welt aus Molekülen. Die Preisträger haben Moleküle entwickelt, deren Bewegungen sich kontrollieren lassen, teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Damit erzeugten sie die kleinsten Maschinen der Welt und katapultierten die Chemie in eine neue Dimension.
Die Entwicklung von Computern zeige, wie die Miniaturisierung von Technologie eine Revolution auslösen könne, hiess es weiter. Die drei Preisträger miniaturisierten Maschinen, was dereinst zu neuen Materialien, Sensoren und Energiespeichersystemen führen könnte.