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Klubgeschichte
Klubleben
Die Geschichte des Schachklubs Bümpliz 1937 - 2019
Die Entstehung von Bümpliz
Bümpliz hat sich im Laufe der Jahrhunderte von der Germanensiedlung zur heutigen "Satellitenstadt" entwickelt. Unter dem Namen Pimpeningis erfolgte 1019 die erste urkundliche Erwähnung. Als Pinprizo war Bümpliz 1125 von Alemannen und Burgundern besiedelt. 1359 ging das ganze Gebiet in Privatbesitz über, wurde eine Twingherrschaft und vererbte sich von einer Patrizierfamilie auf die andere. 1528 erhielt Bümpliz nach der Reformation eine eigene Pfarrei. Nachdem sich die Twingherrschaft 1789 aufgelöst hatte, entstand sechs Jahre später eine politische Gemeinde und eine Burgergemeinde. 1850 zählte das Bauerndorf bereits 2112 Einwohner, 1901 wurde die Bahnlinie Bern - Neuenburg eröffnet, womit Bümpliz zwei Bahnstationen besass (heute sind es drei). Danach erfolgte der grosse Zuzug, Strassen und Schulhäuser waren erforderlich, die Wasserversorgung und das elektrische Licht wurden installiert. Im Jahre 1918 wurde Bümpliz von der Stadt Bern eingemeindet. Damit ging eine lange Periode der Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu Ende. Im Jahre 1959 entstand mit dem Tscharnergut die erste Grossüberbauung, wo der Schachklub Bümpliz von 1963 bis heute beheimatet ist. Danach entstanden die weiteren Überbauungen (Schwabgut, Gäbelbach, Bethlehemacker, Kleefeld, Fellergut und Holenacker), die zusammen mit den Autobahnen N1 und N12 das Landschaftsbild entscheidend prägen. Mit dem Westside ist ein vielbeachtetes Einkaufs- und Freizeitcenter entstanden, das nebst Läden, Restaurants, ein Erlebnisbad sowie 13 Kinos beherbergt. Nebst dem Brünnenpark mit neuem Fussballplatz, ist viel neuer Wohnraum entstanden. Heute wohnt jeder vierte Berner, jede vierte Bernerin in Bern-West, sodass wir als einziger Schachverein im Westen Berns von einem riesigen Einzugsgebiet profitieren können.
Untergruppe Bümpliz des ASV Bern 1937 - 1949
Die ersten Anfänge des Vereins gehen in die Dreissigerjahre zurück. Einige unentwegte Bümplizer Schachspieler wie Albert Krattinger, Willi und Gody Winzenried betätigten sich damals schachlich im ASV Bern. Mag es der lange Weg oder das wachsende Bewusstsein gewesen sein, jedenfalls entschlossen sich die Genannten zusammen mit einigen anderen Schachspielern im Januar 1937 eine Untergruppe des ASV Bern zu gründen: Die Untergruppe Bümpliz begann zu leben!
Im Alten Schloss in Bümpliz fanden die Spielabende wöchentlich jeden Freitag statt. Als Präsidenten über diese Jahre amteten Hermann Fund, Gody Winzenried und Albert Krattinger.
An der Hauptversammlung vom 28. Januar 1949 wurde Roger Graf zum Präsidenten gewählt. Mit dieser Wahl fällt auch der Beginn der Vereinsorganisation zusammen. Das Zeichen zum Start in einen neuen Abschnitt der Vereinsgeschichte war gegeben.
Die Entwicklung als Sektion des SASB 1949 - 1960
Da der Verein seit zwei Jahren selbständig war, beantragte der Präsident an der Hauptversammlung vom 26. Januar 1951 eigene Statuten aufzustellen. Hierfür wurde eine Kommission eingesetzt, bestehend aus den späteren Ehrenmitgliedern Graf und Krattinger sowie W. Winzenried und Roth. Die neuen Statuten wurden am 1.Februar 1952 in Kraft gesetzt. In den 50-er Jahren bewegte sich der Mitgliederbestand jeweils um die 20 Aktive. Seit jener Zeit wird übrigens die noch heute aktuelle Bernische Vereinsmeisterschaft (BVM) durchgeführt. Eine Neuerung bildete am 25. Januar 1955 die Eröffnung eines Postscheckkontos auf den Vereinsnamen. Die mit der Statutengebung begonnene Selbständigkeit nahm damit praktische Formen an. Die systematische Organisierung wurde von den älteren Mitgliedern nicht allseits mit Genugtuung aufgenommen, fürchteten sie begreiflicherweise einen Verzicht des bisher freien Spielbetriebes. Diese Bedenken erwiesen sich aber nicht als stichhaltig, obschon lange Zeit kein idealer Spielbetrieb erreicht wurde.
Am 23. September 1955, anlässlich der Hauptversammlung, übernahm wiederum Roger Graf das Amt des Präsidenten. Im April 1956 wurden die Mitglieder W. Lehmann, F. Jaggi und H. Käser in den von der ASUB gestellten Zentralvorstand delegiert. Diese Beanspruchung hemmte in der Folge die Aktivität des rührigen Vereins, dazu gesellten sich neuerdings Lokalschwierigkeiten: Ein Fernsehgerät, Ausdruck der damals "modernen" Zeit, vertrug sich nicht besonders gut mit der Stille des Schachspiels. Zwei wohlbekannte Namen gehörten damals dem Vorstand an: Willy Kläy (Spielleiter) und Ruedi Bähler (Material). Im Oktober 1958 trat Fritz Wyssmann, langjähriges Aktivmitglied und Kassier aus gesundheitlichen Gründen zu den Passivmitgliedern über. Die seit Dezember 1958 durchgeführten Schachlottos, befreiten die Bernischen Arbeiterschachvereine endlich von der prekären Finanzlage und ermöglichten eine grosszügigere Propaganda des edlen Schachspiels.
Am 8. Mai 1959 beendete ein gemütlicher Abschiedshöck am Vortag des 18. Bundesturniers in St. Gallen die 7-jährige Gastfreundschaft im Rest. Jäger.
Die weitere Entwicklung 1960 - 1970
Der Umzug ins neu erbaute Rest. Höhe erfolgte im Jahr 1960. Da aber der Mitgliederbestand ständig wuchs, waren die Räumlichkeiten bald einmal zu klein, zählte man doch 1964 bereits 36 Aktive! Um den damaligen Verhältnissen Rechnung zu tragen und vor allem den Mitgliederzuwachs nicht zu gefährden, wurde der Arbeiter-Schachverein Bümpliz in Schachklub Bümpliz umbenannt. Diese fast historische Namensänderung wurde am 22. Oktober 1960 beschlossen. Ein Jahr später wählte man Präsident Rudolf Joho in den Zentralvorstand, so dass drei Jahre danach erneut Roger Graf ans Ruder kam. Bereits 1963 wurde ein weiterer Lokalwechsel Tatsache: Im Rest. Tscharnerhof fand man endlich zufriedenstellende Lokalitäten. Die im Tscharnergut entstandene "freie Spielgruppe" (Schachspieler, die keinem Klub angehören wollten) verlief bald einmal im Sande. Schon zu jener Zeit wurde die Werbung grossgeschrieben, galt es doch, die vorhandenen Räumlichkeiten möglichst gut auszunützen. 1966 wurde Roger Graf von Werner Rüfenacht abgelöst, der sich auch um die Nachwuchsförderung verdient gemacht hat. Am Spielabend (19-20 Uhr) trafen sich die Schüler zur Theorie, unter ihnen auch Rolf Schmid und Kurt Müller! Zur selben Zeit machte Dragan Oparic - eine langjährige Teamstütze unserer 1.Mannschaft - am Fernsehquiz "Dopplet oder nüt" (Quizmaster Hermann Weber) Furore: Er erreichte die Endrunde mit dem Thema "Aljechin" mit Erfolg! 1968 wurde das Lotto erstmals in eigener Regie durchgeführt, da die gemeinsamen Lottos mit der ASUB von Gesetzes wegen nicht mehr möglich waren. Der langjährige Spielleiter Willy Kläy wurde amtsmüde (mit ihm auch Käser, Bähler und Oparic) und übergab seinen Posten dem im Jahr zuvor zum Verein gestossenen Bruno Walker (damals gerade 20-jährig), der dieses Amt in der Folge 10 Jahre innehatte. Am Berner Bundesturnier 1971 amtete unser Werner Rüfenacht als OK-Präsident. Ausser ihm war niemand so richtig bereit, das Bundesturnier zu übernehmen. So fand er weder bei den ASUB-Vereinen wie auch bei den eigenen Mitgliedern grosse Unterstützung, schliesslich ging dieser Grossanlass doch noch gut über die Bühne. Jürg Maggi wurde damals Bundesmeister in der C-Klasse.
Die 70iger und 80iger Jahre im Blickpunkt
Das Jahr 1972 stand im Zeichen von zwei Ereignissen, die den SK Bümpliz in seiner Entwicklung entscheidend prägen sollten: zum einen gab Bruno Walker die erste Nummer des Mitteilungsblattes heraus; zum andern setzte der initiative Robert Dubach seine Pläne in die Tat um und gründete die Schülergruppe, zu der sich schon bald einmal eine stattliche Anzahl Schüler und Schülerinnen im Gäbelhus einfand. Bald einmal erhielt Robert Unterstützung durch den frischgebackenen Redaktor Bruno, da die Schülergruppe ständig wuchs. Zahlreiche Wettkämpfe und Turniere, Theorieabende, Ausflüge (Gantrisch, Kiental und Sense) sowie Freundschaftsspiele gehörten zum reichhaltigen Programm der innert kürzester Zeit 30 SchülerInnen zählenden Jugendgruppe. In der Saison 73/74 nahm dann erstmals eine reine Juniorenmannschaft des SK Bümpliz an der BVM teil. 1974, 1977 und 1982 organisierte der Verein mit Erfolg das Kantonalbernische Schüler-Mannschaftsturnier. Zudem nahmen einige der Schüler an regionalen und nationalen Anlässen (Schüler-Stadtmeisterschaft, Jelmolicup, Ausscheidungen für die Schweizermeisterschaft, etc.) teil. Aus dieser Schülergruppe sind viele starke Spieler hervorgegangen: u.a. Rolf Schmid, Uwe Beimfohr, Beat Zaugg, Michael Winkler, Marco Darioly, Manfred Kämpf sowie Marco Cioccarelli. Noch im Gründungsjahr der Schülergruppe wurde der initiative und kaum ermüdende Bruno Walker in den Zentralvorstand des SASB gewählt und konnte dadurch Robert Dubach nicht wie bisher unterstützen. Leider war auch dieser vermehrt unabkömmlich. Dank Gody Winzenried, Bernhard Süess, Erich Meyer und Beat Zaugg konnte die Schülergruppe weitergeführt werden. 1977 wurde dann in Charly Furlenmeier wieder ein hauptamtlicher Juniorenleiter gefunden. Die Glanzzeit der Schülergruppe war jedoch vorbei. Einerseits war die Mitgliederzahl nie mehr annähernd so gross wie 1972 bis 1974, andererseits waren Charly, Beat Zaugg (1981-83) wie auch Michael Winkler (ab 1987) als Juniorenleiter zu sehr auf sich alleine gestellt.
Wie mit der Schülergruppe gelang es auch, durch die Herausgabe des Mitteilungsblattes ein Organ zu schaffen, dass den Klub ebenfalls prägen und vor allem ausgezeichnet widerspiegeln konnte. Der verantwortliche Redaktor gestaltete mit Freude und dem nötigen Können "sein Kind", welches er später in "Klub-Organ" umtaufte. Es hat sich im Laufe der Jahre zu einem vielbeachteten Produkt entwickelt. Die ständigen Verbesserungen technischer Art (Druckverfahren, Fotos, farbiges Papier, etc.) liessen die Herstellungskosten enorm in die Höhe schnellen. Diese Kosten konnten jedoch durch die Beiträge der Inserenten ausgeglichen werden. Nach 13 Jahren als Redaktor übergab Bruno dieses Amt 1985 an Beat Zaugg, der es verstand, mit seiner Gestaltung des Kluborgans die Leser innerhalb und ausserhalb des Klubs positiv zu überraschen. 1987 gewann das Kluborgan im Philips-Confetti-Wettbewerb für Vereinspublikationen den 1. Preis und damit einen "VideoWriter"! Danach wurde das Kluborgan mit Hilfe dieses Textverarbeitungssystems hergestellt.
Gleichzeitig prägten andere Ereignisse in den 70-er und 80-er Jahren den SK Bümpliz.
Am 22. Februar 1974 wurde zum erstenmal der Chemi-Höck durchgeführt. Dieser äusserst beliebte Familienanlass ist schnell zu einem Klassiker im Vereinsleben geworden. Am Chemi-Höck treffen sich einmal jährlich die meisten Mitglieder, ihre Familien und Freunde, um in einem gemütlichen Rahmen u.a. die Teilnehmer der Klubmeisterschaft zu ehren und sich beim Grillieren, Unterhalten, Wettbewerben und allerlei Spielen zu vergnügen. Nicht selten wird es früh am Morgen bis sich alle wieder Zuhause befinden.
Wegen Umbauarbeiten im Tscharnergut wurde die Sommersaison 1974 in der "Zweigstelle" Gäbelbach abgehalten. Im Herbst konnten wir im neuen Gemeinschaftszentrum Tscharnergut Einzug halten. Die Räumlichkeiten waren aber derart ungünstig (und dazu noch ziemlich teuer), dass wir schon ein Jahr später in den grossen Saal des neuen
Restaurants Tscharnergut hinüberwechselten. Bis 1981 konnten wir ihn gratis benützen, seither müssen wir jedoch auch die Mietkosten dafür in unserem Budget berücksichtigen.
An der HV 1974 traten die langjährigen Vorstandsmitglieder Werner Rüfenacht (Präsident) und Fritz Gilgen (Kassier) zurück und verliessen später aus verschiedenen Gründen auch den Verein. Die Versammlung schenkte einem verjüngten und – wie sich bald zeigen sollte – äusserst initiativen Vorstand das Vertrauen: Roger Graf (Präsident), Peter Brand (Vize) und Peter Bischof (Kassier) kamen neu dazu. Die verschiedenen Unstimmigkeiten waren damit aus der Welt geschafft, und dieses gute Team hat denn auch lange Zeit das Klubgeschehen geprägt. Ein Anfängerkurs im Tscharni, gleitet von Roger Graf, brachte nicht die erhofften Neueintritte. Dies war ein sicheres Zeichen dafür, dass die Schachbegeisterung nach dem Weltmeisterschaftsmatch zwischen Fischer und Spasski abgeklungen war. 1975 wurde die Bernische Schachvereinigung (BSV), die die Bernischen Klubs umfasste und gemeinsame Aktivitäten organisierte, ins Leben gerufen. Gleichzeitig wurde die nur noch auf dem Papier existierende ASUB hinfällig, jedoch erst 5 Jahre später aufgelöst. Ende 1978 legte Bruno Walker das Amt des Spielleiters, das er 10 Jahre innehatte, nieder. Er wurde durch den aus unserer Schülergruppe hervorgegangenen Michael Winkler ersetzt, der sich auch aktiv um das Wohlergehen der Schülergruppe kümmerte. Da die bisherigen Statuten von 1952 nicht mehr zeitgemäss waren, wurden an der HV vom 17. Januar 1980 neue Statuten in Kraft gesetzt. Am Ende des 31. Vereinsjahres trat Roger Graf endgültig als Präsident zurück. Für seine grossen Verdienste (u.a. stand er während 17 Jahren dem Verein als Präsident vor!) wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Als Nachfolger konnte das langjährige Vorstandsmitglied (ehem. Spielleiter und Jugendleiter sowie gleichzeitig Redaktor) Bruno Walker gewonnen werden. Noch im selben Jahr wurde eine Informationsbroschüre über den SK Bümpliz herausgegeben, die allerlei Wissenswertes über den Verein vermittelte. Am 6. November 1983 fand im Stöckli (beim alten Schloss) das 1. Bümplizer Turnier statt. Obwohl dieses Turnier eher in einem "intimen Rahmen" stattfand, fanden doch durch dieses Turnier zwei neue Mitglieder (Werner Troller und Erich Groll) den Weg zu uns. An der Hauptversammlung 1984 wurde
Michael Winkler als Spielleiter von Fredy Bosshardt abgelöst, während der Antrag "Übertritt zum SSV" vor allem ausserhalb des Klubs einen Riesenwirbel verursachte! Schliesslich fehlte eine einzige Stimme (!), um neue Akzente zu setzen und vor allem noch mehr Bewegung in die Arbeiterschachszene zu bringen. Ein neuartiger Sommerwettkampf ist 1984 ins Leben gerufen worden, um die flauen Sommermonate neu zu beleben. Heute ist der "Sommerplausch" kaum mehr aus dem Spielprogramm wegzudenken; die hohe Beteiligung spricht jeweils für sich! Der "SP", dessen Erfinder Bruno ist und den Namen von Roger Graf hat, besteht aus Schach-, Sport- und Spielanlässen. Der Sommerplausch (SP) löste den einige Jahre lang durchgeführten Blitz-Weltcup ab. Eine weitere Aktivität fernab des Schachbrettes ist das jährlich durchgeführte Fussballturnier mit dem Turnverein Niederwangen und 2 anderen Bernischen Schachklubs in Niederwangen. Zudem bildeten wir auch schon Mannschaften für Grümpelturniere. Anfangs 1985 mussten wir vom sofortigen Austritt Erich Meyers Kenntnis nehmen, nachdem er für 2 Wochen das Amt des Präsidenten innehatte. Verschiedene Gründe führten damals zu diesem unerwarteten Entschluss. Somit war Bruno sein Amt als Präsident doch nicht losgeworden. Werner Troller ersetzte Peter Bischoff als Kassier. In der Bernischen Vereinsmeisterschaft (BVM) gelang der 1.Mannschaft der Aufstieg in die oberste Kategorie. 1 Jahr später - 1986 - gelang es der fast identischen Mannschaft, in der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft (SGM), in die 2. Bundesliga aufzusteigen, in der sie 1987 einen guten Mittelfeldplatz belegte. Aber nicht nur unsere Mannschaften hatten Erfolg; 1986 wurden Manfred Kämpf Kantonalmeister in der Kat. A und Willy Kläy Stadtmeister von Bern. Am 22. Januar 1987 wurden zwei langjährige, äusserst wertvolle und zuverlässige Mitglieder aus dem Vorstand verabschiedet: Roger Graf und Ernst Walker. Ernst wurde unter grossem Applaus ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt.
1987 darf wohl zu den erfolgreichsten Jahren in unserer Vereinsgeschichte gezählt werden: Der Mitgliederbestand erreicht mit 53 Aktiven eine neue Rekordmarke, Hansjürg Kaenel wird als Trainer und Spieler gewonnen, die Schülergruppe erlebt dank Michael Winkler eine Wiederauferstehung, der Gewinn des bereits erwähnten "VideoWriter" belohnte die Arbeit des Redaktors und am 2. Bümpliz Turnier nahmen nahezu 100 Spieler aus der Region Bern teil! Der Mitgliederzuwachs ist nicht zuletzt auf die intensive Werbung und Berichterstattung in der Quartier- und Lokalpresse sowie die guten Resultate einzelner Spieler und der BVM- und SGM- Mannschaften zurückzuführen.
Im Jahre 1988 gab unser kreativer Redaktor Beat Zaugg seinen Rücktritt bekannt, um sich anderen Aufgaben zu widmen. Als Nachfolger konnte Kurt Flückiger gewonnen werden. Während den Sommermonaten erweist sich der Sommerplausch nach wie vor als der grosse Renner.
Die "Neuzeit" 1989 - 1999
Das Jubiläumsjahr 1989 zeigte Licht und Schatten: Anlässlich des 40-Jährigen Bestehens des Vereins fand am 2.Juni im Alten Schloss Bümpliz eine grosse Jubiläumsfeier statt. 70% aller Mitglieder (die meisten in charmanter Begleitung) waren zugegen, dazu gesellten sich auch ehemalige Mitglieder, Schüler und zahlreiche andere Schachfreunde. Nebst Speis und Trank, Tanzen, Spiele, Wettbewerbe fehlten natürlich auch die nostalgischen Gespräche aus früheren (Klub-)Zeiten nicht. Noch im gleichen Jahr kehrte Fredy Bosshardt wieder in die Schweiz zurück und wurde schon bald (wieder) unser bewährter Spielleiter. Ein schreckliches Ereignis im Herbst 1989 hatte auch für den Verein Folgen. Die Tochter von Bruno Walker (mittlerweile 10 Jahre im Amt als Präsident) fiel einem Verbrechen zum Opfer, was den Rücktritt des Präsidenten an der HV 90 zur Folge hatte.
Als Nachfolger wurde Michael Winkler in das höchste Amt gewählt, während Rolf Racine (Vize) neu in den Vorstand einzog. In der BVM schaffte unsere 2.Mannschaft endlich den Aufstieg in die Kat. B. Am 12. Februar verstarb unerwartet unser Ehrenmitglied Ernst Walker im Alter von 77 Jahren. Er war viele Jahre im Vorstand tätig, zudem war er ein äusserst treues und hilfsbereites Mitglied. Wesentlich erfreulicher verlief das Jahr 1991, in welchem erstmals ein Grossmeister (Daniel Campora) in unserer Bundesliga-Mannschaft (SGM) mitspielte. An der Hauptversammlung wurde ein neues Redaktionsteam vorgestellt: Die früheren Redaktoren Beat Zaugg und Bruno Walker geben in Zukunft das Kluborgan gemeinsam heraus. Mitte Mai ging die Neugründung der Jugendschachgruppe im alten Schloss Bümpliz in Szene. Rolf Racine und Bruno Walker versuchten gemeinsam, das Schülerschach in Bümpliz wieder in Schwung zu bringen.
Diese Beiden waren es dann auch, die sich für die Durchführung des Bundesturniers 92 in Bümpliz stark machten. Anlässlich der Hauptversammlung gaben die Delegierten dem SK Bümpliz den Zuspruch für diesen beliebten Anlass. Am Weihnachtsturnier in Zollikofen beteiligten sich zum ersten Mal Schüler aus unserer neu entstandenen Jugendgruppe, wobei sich Florian Bodmer als Bester auf Rang 29 klassierte.
Als Verstärkung der Jugendschachleitung stösst Silvio Hasler neu dazu. Im Mai 92 ging im Sternen-Saal sowie im Rest. Bären das traditionelle Bundesturnier über die Bühne. Die beiden OK-Präsidenten (Rolf Racine & Bruno Walker) durften einen neuen Teilnehmerrekord von 354 Spielerinnen und Spieler vermelden. Es war ein schönes und erfolgreiches Turnier (abgesehen von wenigen kleinen Pannen), obwohl es für die meisten OK-Mitglieder der erste derart grosse Anlass war, den sie zu organisieren hatten. Als Dankeschön für die OK-Mitglieder, Sponsoren sowie allen übrigen Helferinnen fand am 16. Oktober 1992 im alten Schloss ein gemütlicher Abend bei Speis und Trank statt.
Anlässlich der Hauptversammlung von 4.März 1993 wurde Bruno Walker (25 Jahre Tätigkeit im Vorstand) zum Ehrenmitglied ernannt, gleichzeitig wurde er (wieder) alleinverantwortlicher Redaktor des Kluborgans. Noch im gleichen Jahr mussten wir von zwei verdienten Mitgliedern endgültig Abschied nehmen: Gody Winzenried, Gründungsmitglied, starb im Alter von 85 Jahren; Erich Groll, während Jahren Materialchef, starb an einer heimtückischen Krankheit. Unser langjähriger, bewährter Spielleiter Fredy Bosshardt kehrte der Schweiz den Rücken zu, um nach Spanien auszuwandern. Am 20. Chemi-Höck konnte einmal mehr festgestellt werden wie beliebt dieser Anlass noch immer ist.
Im Jahr 1994 feierte der Schachklub Bümpliz seinen 45. Geburtstag, ohne jedoch besondere Aktivitäten zu organisieren. Nach 4 Jahren Unterbruch übernahm Bruno Walker wieder das Präsidium, während Michael Winkler neu das Spielleiteramt bekleidete. Ehrenmitglied Roger Graf, mittlerweile 75-jährig wurde am Delegiertentag in Thun für seine 50-jährige Mitgliedschaft beim SASB geehrt. Am 27. Sept. mussten wir von Charly Furlenmeier (seit 17 Jahren im Vorstand!) Abschied nehmen, der uns völlig überraschend für immer verliess. An der HV 95 trat Werner Troller - seit 10 Jahren Kassier - zurück, als Nachfolger konnte Edgar Gmür gewonnen werden. Am 17. Juni 1995 kam in Bern die längst fällig Fusion SASB/SSV zum Schweizerischen Schachbund (SSB) endlich zustande. Fast unbemerkt stirbt am 2.September unser Gründungs- und Ehrenmitglied Roger Graf (geboren 1919). Er prägte das Klubgeschehen jahrzehntelang und stand dem Verein während insgesamt 17 Jahren als Präsident vor! Die äusserst aktive Jugendgruppe entwickelte sich prächtig, ein Verdienst der Leiter Rolf Racine, Silvio Hasler, Moritz Vollenweider sowie Kurt
Flükiger. Michael Winkler wird aus beruflichen Gründen Beisitzer (HV 1996), Silvio Hasler und Bruno Walker übernehmen das Spielleiteramt ad interim, ein Jahr später wird mit Rolf Scherer ein neuer Spielleiter gefunden. An der gleichen Hauptversammlung (29.2.96) wird Willy Kläy zum Ehrenmitglied ernannt. Er gilt als kampfstarker Spieler, zudem ist er dem SK Bümpliz stets treu geblieben. Die erste Mannschaft schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die 3.Liga der SMM. Die revisionsbedürftigen Statuten wurden im Jahr 1997 angepasst und an der HV genehmigt. Die Jugendgruppe verpflichtet mit Bruno Nideröst einen versierten Trainer, der die spielstärkeren Junioren unter seine Fittiche nimmt. Die Erfolge bleiben denn auch nicht aus: zahlreiche Medaillenplätze sowie weitere Spitzenplazierungen an Einzel- wie auch an Mannschaftsturnieren sind die Folge. Als Spiellokal dient künftig das Gemeinschaftszentrum Tscharnergut.
In der äusserst spannenden und nervenaufreibenden Entscheidungs- und Aufstiegskämpfen gelingt unserem SMM-Team der Weiteraufstieg in die 2.Liga.
Das Jahr 1998 bringt weitere Erfolge für die Jugendgruppe: Mark Küenzi und Baykal Kulaksizoglu konnten sich für die Junioren- bzw. Schüler-Schweizermeisterschaft qualifizieren. In der erstmals für Schüler durchgeführten BVM, erreichte unsere Equipe den Final, der jedoch gegen SW Bern verlorenging. Der 25. (Jubiläums-) Chemi-Höck war ein voller Erfolg. Nahezu 50 TeilnehmerInnen trafen sich in Neuenegg zu einem gemütlichen Abend. Die Schweizer Schülermannschaftsmeisterschaft fand 1998 in Bern statt. Unter Coach Rolf Racine kam das Bümplizer Team (Baykal Kulakszoglu, Christian Esper, Gregor Stöckli & Sascha Jost) auf den beachtlichen 4. Platz.
Die Zeit vom 50. zum 65. Jubiläum
Das Jahr 1999 verlief wiederum sehr erfreulich. Den 50. Geburtstag feierten die Mitglieder am 6. November anlässlich eines Familienabends (60 Anwesende!) im Alten Schloss zu Bümpliz. Zum Jubiläum erschien eine gelungene Broschüre, die von Claudio Sieber herausgegeben wurde.
Am 19./20. Juni organisierte der Verein einen weiteren Schweizerischen Anlass. 40 Girls trafen sich im Chleehus zur Mädchenmeisterschaft. Die Teilnehmerinnen übernachteten im Dachstock des Sekundarschulhauses Bümpliz. Der Verein nutzte nun auch das Internet und war erstmals mit einer Homepage präsent. Der Aktivmitgliederbestand war aktuell bei stolzen 51 angelangt.
Ein Jahr später wurde Rolf Racine zum Ehrenmitglied ernannt und Baykal wechselt vom SC Bümpliz 78 zu den Grasshoppers. Damit rückte das aktive Schachspiel in den Hintergrund. Die Bernische Einzelmeisterschaft fand in Bümpliz statt, organisiert durch unseren Verein (Bruno Walker, Kurt Flükiger und Silvio Hasler).
Im 3. Anlauf wurde der Schweizer Schachbund als 81. Mitglied in den Schweizerischen olympischen Verband aufgenommen (SOV) und damit als Sport anerkannt. Nun wird es möglich sein, finanzielle Unterstützung durch den Lotteriefonds zu erhalten (Material, Turniere).
Im Jahre 2001 verliess der Verein nach 38 Jahren das Tscharnergut, da ein befreundeter Schachkollege den Sternen in Bümpliz übernahm (28.06.01). Dort fand man recht gute Spielbedingungen vor. An der Hauptversammlung zählte man nicht weniger als 30 Mitglieder!
Das Bümplizer Schachturnier verzeichnete 2002 mit 104 Teilnehmern einen neuen Rekord. Im selben wurde die Schweizerische Familienmeisterschaft erstmals in Bümpliz durchgeführt, was sich 2003 und 2005 wiederholte.
2003 wird der Schachklub Bümpliz erstmals Bernischer Vereinsmeister. Nach 23 Jahren übergibt Bruno Walker das Amt des Redaktors (Klub-Organ) an Silvio Hasler. Nach nur 22 Monaten kehrt der Klub wieder ins Tscharnergut zurück (25.09.03), nachdem es im Sternen zu einem Pächterwechsel kam.
Die Wichtigste aus dem Jahr 2004: Ruedi Pleininger wird Stadtmeister, das Bümplizer Turnier wird in Berner Schachtag umbenannt (144 Teilnehmer), am Chemi-Höck in Neuenegg nehmen 40 Personen teil. An der Hauptversammlung werden Kurt Flükiger und Werner Troller zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Der Berner Schachtag 2005 wird erstmals mit dem neu geschaffenen Schüler-Grand-Prix ausgetragen. Willy Kläy, unser dienstältestes Mitglied, kann seinen 75. Geburtstag feiern (2005). Ein äusserst treues, erfolgreiches und verdientes Mitglied unseres Vereins.
Ab 2007 erscheint das Klub-Organ nur noch einmal pro Jahr. Aus aktuellen Gründen wird vermehrt das Internet verwendet (E-Mails), da fast alle Mitglieder über einen PC verfügen (Privat oder Büro).
Im Jahr darauf stösst die Bümplizer-Mannschaft im Team in den 1/8-Final vor, ein Novum.
1949-2009: Wieder ein Jubiläum. Der Verein offerierte seinen Mitgliedern (inkl. Anhang) einen Carausflug ins Emmental und Entlebuch (Schangnau, Marbach, Sörenberg).
Anlässlich der Hauptversammlung 2009 gab Ehrenmitglied Bruno Walker nach 25 Jahren Präsidialzeit (wohl ein einmaliger Rekord) seinen Rücktritt bekannt. Er ist seit 40 Jahren ununterbrochen im Vorstand (Spielleiter, Jugendleiter, Redaktor, Präsident und heute Redaktor & Eventmanager) tätig. Rolf Racine, viele Jahre erfolgreich für das Jugendschach tätig, wird als neuer Präsident gewählt. Erfreuliches gab es von der SMM zu vermelden: Aufstieg in die 1. Liga.
Mitte Oktober 2013 zog der Verein wieder um: Das geschichtsträchtige Alte Schloss (dort waren in den 90er Jahren bereits die Schüler zu Gast) wird die neue Heimat. Die Spielbedingungen im Tscharnergut waren nicht mehr optimal. In der SMM verblieb das Fanionteam in der 1. Liga, während das „Zwöi“ den Aufstieg in die 3. Liga realisierte.
Das aktuelle Jahr brachte einen erneuten Präsidentenwechsel mit sich. Rolf Racine gab das Amt aus gesundheitlichen Gründen ab, sein Nachfolger Kurt Flükiger kennt die Schachszene bestens. Auch der Mitgliederbestand ist seit langem wieder steigend, konnten wir doch einige neue Gesichter begrüssen. Der Berner Schachtag lockte wieder über hundert Teilnehmer ins „Chleehus“.
Die Homepage hat ein neues Gesicht bekommen und wird von Silvio Hasler stets aktuell gehalten.
Das 65-jährige Jubiläum feierte der Verein am 21. Juni 2014 auf dem Brienzersee. Die Fahrt mit dem „Täggelibock“ war bei bestem Wetter ein ganz spezielles Erlebnis. Abschliessend traf man sich im Alten Schloss bei einem gemeinsamen Nachtessen.
Zeitspanne von 2015 - 2019
Im Januar 2015 ging eine lange Tradition zu Ende: Der beliebte „Berner Schachtag“ (an dem in den letzten auch der Schüler-Grand-Prix angegliedert war) fand zum letzten Mal statt. Es fand sich kein Nachfolger für OK-Präsident Bruno Walker, er hatte hatte das Turnier im Jahr 1983 ins Leben gerufen. Das „Bümplizer-Turnier“, wie es damals hiess, ging zum 1. Mal im Stöckli (neben dem alten Schloss) über die Bühne. Aufgrund steigender Teilnehmerzahlen verlegte man das Turnier ins Schulhaus Tscharnergut, danach in den „Bären“ und zuletzt ins „Chleehus“, wo sich meist über hundert Schachfreunde einfanden. Als hätte man es geahnt, ein Jahr später schloss das „Chleehus“ seine Tore für immer. Heute darbt die leere Anlage vor sich hin……! Wegen fehlenden Alternativen wäre eine Fort-
führung des Turniers in Bümpliz ohnehin kaum möglich gewesen.
Am 22. Juli 2016 verstarb unser Ehrenmitglied Rolf Racine im Alter von 59 Jahren an einer heimtückischen Krankheit. Rolf trat 1988 dem Verein bei und machte sich vor allem im Jugendschach einen Namen. Er amtete zudem als Präsident und war massgeblich an der Organisation des Bundesturniers 1992 in Bümpliz beteiligt.
Dank diverser Neuzugänge ist der Mitgliederbestand in letzter Zeit wieder angestiegen. Die Spielabende im Schloss sind gut besucht, ebenso der immer noch beliebte Chemi-Höck. Am Bundesturnier wie auch der Einzelmeisterschaft nehmen wieder vermehrt Mitglieder unseres Vereins teil.
Im kommenden Jahr kann der Verein seinen 70. Geburtstag feiern. Das wird am 24. August 2019 mit einem Ausflug gefeiert. Zudem wird ein von Bruno Walker (der übrigens sein 50. Jahr als Vostandsmitglied en suite feiern kann) gestaltetes Fotobuch erscheinen, das die Vereinsgeschichte bildlich widerspiegelt.
Die Geschichte wurde letztmals im November 2018 aktualisiert.
Die Texte stammen von Hans Käser, Beat Zaugg & Bruno Walker