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Ich verstehe mich als Grenzgängerin zwischen Film und Kunst und realisiere sowohl Videokunst und Installationen als auch Kino- und Fernsehfilme.
Ich bin 1961 in Zürich geboren und in einem Drei-Mädel-Haus aufgewachsen, das geprägt war vom freien Geist einer feministischen Mutter und eines weltoffenen Vaters. Kunst, Musik und politische Diskussionen waren Teil des Alltags.
1980 machte ich die Matura inmitten der sich manifestierenden Zürcher Jugendbewegung, bei der ich aktiv dabei war: Ich spielte in einer Musikband, machte mit einer Gruppe Strassen-Theater und entdeckte das neue Medium Video als künstlerisches Ausdruckmittel.
Um das Filmhandwerk von der Pike auf zu lernen, bewarb ich mich an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und studierte dort von 1984-1990. Während dieser Zeit realisierte ich eigene Experimentalvideos und Kurzfilme und arbeitete als Kamera- und Regieassistentin in professionellen Filmproduktionen.
1989 gründete ich zusammen mit der Künstlerin Agnes Barmettler und meiner Schwester Rachel Schmid die Produktionsfirma Mano Film. Gemeinsam mit dem Hopi Indianer James Danaquymptew realisierten wir den Dokumentarfilm TECHQUA IKACHI, LAND – MEIN LEBEN. Dafür lebte ich ein Jahr lang im Hopi-Gebiet in Arizona, USA.
1991 schloss ich mein Filmstudium mit dem mehrfach preisgekrönten Spielfilm HINTER VERSCHLOSSENEN TÜREN ab und arbeitete fortan als freischaffende Filmerin und Videokünstlerin in Deutschland, der Schweiz, Argentinien und in den USA.
1994 kam mein Sohn Iocco in Berlin zur Welt. Kurz danach realisierte ich den Essayfilm MAGIC MATTERHORN, den ich in Zermatt, Kalifornien und Berlin drehte. 1998 bin ich mit meinem Kind nach Zürich umgezogen. Hier begann ich neben der Realisierung meiner eigenen Werke auch als Dozentin für Film und Video zu arbeiten.
Parallel zu meinen cineastischen Arbeiten habe ich immer auch installative und experimentelle Werke für Kunsträume realisiert. Denn neben dem narrativen Kino interessiere ich mich ebenso für das Forschen und Experimentieren mit visuellen Ausdrucksformen und ich kreiere Installationen, Filmloops, Fotografien und Bilder für Ausstellungen und öffentliche Räume und Plätze.
Als Grenzgängerin zwischen Kunst- und Filmbereich sind mir sowohl inhaltliche als auch formale Auseinandersetzungen wichtig. So findet man in meinen Filmwerken immer wieder Elemente der bildenden Kunst wie z.B. Tricksequenzen mit eigenen Zeichnungen und Bildern. Umgekehrt ist mir bei meinen künstlerischen Arbeiten neben dem formalen Experiment die inhaltliche Aussage elementar. Mein Arbeitsprozess beginnt mit vielfältigen, thematischen Recherchen, die sich bis in die technische Umsetzung hin weiterziehen. Dies ergibt einen langsamen Produktionsstil, bei der ich für jedes Werk eine eigene, spezifische Umsetzung kreiere. Weiteres Merkmal vieler meiner Arbeiten ist die Kollaboration mit Künstler/innen anderer Kunstgattungen wie Tanz, Musik, Malerei und eine starke Bezugnahme auf den Ort der Präsentation. Dies kann auch in Form einer künstlerischen Intervention geschehen.
Ein Porträt mit Darstellung des Filmschaffens von Anka Schmid findet sich bei Swissfilms: Cinéportrait Anka Schmid (2011)
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