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Die aus Österreich stammende Marie-Antoinette hatte die Uhr, die nach ihr benannt wurde, nie zu Gesicht bekommen. Die Königin starb während der französischen Revolution 1793 unter der Guillotine; die Uhr wurde erst 1827 fertiggestellt. Das Original der «Marie-Antoinette» war 1983 aus einem Museum in Jerusalem gestohlen worden.
«Wir haben die Entscheidung, die Uhr nachzubauen, vor drei Jahren getroffen. Das war eine verdammte Herausforderung», sagte Swatch-CEO Nicolas Hayek, zu dessen Uhrenimperium die Marke Breguet heute gehört.
Auf der Baselworld wurde der Nachbau vorgestellt. (Symbolbild) /
«Anspruchsvollste Uhr aller Zeiten»
Die Breguet-Ingenieure, die an dem Projekt arbeiteten, hatten das Original demnach nie gesehen und mussten auf alte Pläne aus Archiven und Museen zurückgreifen. Die Verkleidung der mit 63 Edelsteinen besetzten Uhr ist aus 18-karätigem Gold.
Das Holz für das Kunstwerk stammt den Angaben zufolge vom Lieblingsbaum der Königin im Schlosspark von Versailles, der vor einigen Jahren gefällt worden war.
Die «Marie-Antoinette» ist wegen ihrer Entstehungsgeschichte legendär: Ein unbekannter Verehrer soll die Uhr zehn Jahre vor der Hinrichtung der Königin bei Abraham-Louis Breguet in Auftrag gegeben haben.
Demnach sollte der Schweizer Uhrmacher die komplizierteste und anspruchsvollste Uhr aller Zeiten herstellen - ohne Einschränkungen bei Kosten und Ablieferungstermin. Insgesamt vergingen 44 Jahre, bis der luxuriöse Zeitmesser endlich ausgeliefert wurde.