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US-Präsident Barack Obama hat offiziell seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit angekündigt. Am 4. November 2008 war er zum ersten nicht-weissen Präsidenten der USA gewählt worden.
"Heute reichen wir die Unterlagen ein, um unseren Wahlkampf 2012 zu starten", erklärte Obama am Montag in Washington. Seine Regierung und seine Unterstützter im ganzen Land wollten dafür kämpfen, "die Fortschritte, die wir gemacht haben, zu verteidigen, und weitere zu machen".
Die Mobilisierung für 2012 müsse jetzt in Angriff genommen werden - "lange bevor die Zeit für mich kommt, ernsthaft mit dem Wahlkampf zu beginnen", hiess es weiter. Obama informierte seine Anhänger über die Website www.barackobama.com/. In einem Video sind Anhänger des Präsidenten zu sehen, die voller Enthusiasmus über Obama und die kommende Kampagne sprechen.
Früher Kampagnenstart
Die Bekanntmachung erfolgte vor 6 Uhr morgens Ostküstenzeit am Montag. Nach US-Medienberichten wird das Wahlkampfteam, das sein Hauptquartier in Chicago hat, nun die notwendigen Anträge stellen, damit Obama Spenden annehmen kann. Am 14. April sei dann in Chicago die erste Spendenveranstaltung geplant, wie der Nachrichtensender CNN berichtete.
Für einen amtierenden Präsidenten ist es ein ungewöhnlich früher Einstieg in das Rennen um das Weisse Haus; die Bürger werden erst am 6. November 2012 an die Wahlurnen gerufen.
"Wir machen das jetzt, weil die Politik, an die wir glauben, nicht mit teuren Fernsehspots oder Spektakeln beginnt, sondern mit euch", erklärte Obama in einer E-Mail-Botschaft an seine Unterstützer. "Mit Leuten, die sich Strasse für Strasse organisieren, mit Nachbarn reden, Kollegen und Freunden. Und diese Art von Wahlkampf braucht eine Anlaufzeit."
Enorme Wahlkampfkosten
Die "Washington Post" begründete Obamas frühen Vorstoss mit den voraussichtlich hohen Wahlkampfkosten. Insgesamt könnte der Stimmenfang diesmal die Rekordsumme von einer Milliarde Dollar pro Kandidat verschlingen, schätzten Obama-Anhänger.
Von den Republikanern hat bisher nur der ehemalige Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, erste Schritte für eine Kandidatur unternommen. Vor vier Jahren hatten um diese Zeit bereits zahlreiche Republikaner ihren Hut in den Ring geworfen.