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Die indoeuropäischen Kulturen und Sprachen zeigen trotz der grossen Distanzen von Westeuropa bis Indien so grosse Ähnlichkeiten untereinander und die Unterschiede zu anderen Sprachfamilien (etwa der mongolischen/fernöstlichen oder der semitischen/nahöstlichen) sind so gross, dass man fast zwingend einen gemeinsamen Ursprung der indoeuropäischen Völker annehmen muss.
Beim Versuch, das ursprüngliche Heimatgebiet eines indoeuropäischen "Urvolkes" zu finden, ist die Wissenschaft bisher nicht über zwar einleuchtende, letztlich aber unbewiesene Vermutungen (irgendwo im Kaukasus-Gebietin oder den Steppen Südrusslands) hinaus gekommen.
Aufgrund alter schriftlicher Berichte und umfangreicher Ausgrabungsfunde kann es dagegen als erwiesen gelten, dass alle indoeuropäischen Völker im Gegensatz etwa zu den eher friedlichen Bauern der Megalith-Kultur Europas eher kriegerisch waren.
Sie züchteten schon früh Pferde und massen der Viehwirtschaft eine grosse Bedeutung zu, betrieben aber durchaus auch Ackerbau.
Historisch gesichert ist, dass die indoeuropäisch sprechenden Ionier und Achäer (Griechen) um 1950 v. Chr. von Nordosten her nach Griechenland, die Hethither um 1900 v. Chr. nach Kleinasien (heutige Türkei) und die Arier (ein von den Nazis missbrauchter Name !), die Träger der heute in Indien vorherrschenden Kultur um etwa 1500 v. Chr. über Afghanistan - Pakistan nach Indien vorstiessen und die dort ansässige Bevölkerung unterwarfen.
Die Iraner (Perser und Meder) folgten in einer zweiten Wanderungswelle um 840 v. Chr. ins Gebiet des heutigen Iran, während die Latiner nach Italien, die Kelten und etwas später die Germanen und Slawen nach Mitteleuropa zogen.
Die Kelten werden von den Römern und Griechen als grossgewachsen, hellhäutig und blond beschrieben, dazu als streitsüchtig und aufbrausend.
Eine Adelsschicht führte die keltischen Stämme, die Priesterschaft der Druiden ("weise Männer") erliess die Gesetze, amtete als Richter und Medizinmänner und führte die religiösen Rituale durch.
Die Kelten gehören wie die Germanen, Griechen und Latiner (Römer) zur indoeuropäischen Sprach- und Völkerfamilie.