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«Farbresistenz: Kampf mit der Farbe», die in einem Moment sozialer Dunkelheit wie der jetzigen zum Symbol der Freude und zum Schrei der Freiheit wird. Rei Kawakubos Manifest für Comme des Garçons ist klar und entschlossen. Die Lichter gehen auf und zwischen den Säulen aus weißem Marmor platzt eine Gruppe Jungen mit hellen Kleidern auf den Laufsteg. Es ist ein wildes Farbchaos, eine lustige Entropie von Imprimé, ein Durcheinander von geschichteten Mustern. Auf dem Kopf Perücken aus Albino-Zöpfen. Ich trage einen Wirbelwind aus verschiedenen Farben und Mustern, die zufällig zusammengesetzt zu sein scheinen. Die Show ist keine kanonische Modenschau: kein klassischer Laufsteg, sondern ein Proscenium, auf dem sich Gruppen von Models, die mit schockfarbenen Halsketten verziert sind, aufgeregt bewegen. Sie tragen gefleckte, blumige, Tartan- und Grisaille-Muster, makrokarierte Streifen, Comic-Muster und Leinwände mit Monogramm, aber auch Harlekin-Muster, optische Rhomboid- oder Regenbogenstreifen. In einer wirbelnden und aufgeregten Verfolgungsjagd der Farbe, schrie auch beim Kauf in einfarbigen Farben. Weil es ein Schrei von sonnigem Gelb oder feurigem Rot, Kaugummi-Rosa oder Rasen-Grün ist. Denn das Manifest ist klar: Farbe als Vehikel zur Bekämpfung der heutigen sozialen Grauheit.
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