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Wer in Grossbritannien im Gefängnis sitzt, darf bald nicht mehr rauchen. Nur elektronische Zigaretten erlaubt die Regierung den Häftlingen künftig.
Die britische Regierung hat für Häftlinge ein vollständiges Rauchverbot beschlossen. Es wird befürchtet, dass der erzwungene Entzug zu Gewaltausbrüchen der Häftlinge führt.
Das Verbot soll im Januar zunächst in Wales und ab März in vier englischen Haftanstalten in Kraft treten. Der für Gefängnisse zuständige Minister Andrew Selous teilte dem Justizausschuss des Parlaments am Dienstagabend mit, das Rauchverbot werde später in Etappen auf weitere Haftanstalten ausgeweitet.
Eine Mehrheit greift zum Glimmstengel
Nach amtlichen Angaben sind vier Fünftel der Häftlinge in britischen Gefängnissen Raucher. Damit sie besser mit dem Rauchverbot klar kommen, wurden bereits elektronische Zigaretten verteilt. Gefangene, die mit dem Rauchen aufhören wollen, bekommen eine Unterstützung.
Die Gefangenenhilfsorganisation Prison Reform Trust (PRT) bedauerte, dass den Häftlingen das Rauchen auch ausserhalb ihrer Zellen untersagt werden soll. Um das auszugleichen, seien weitere Hilfsmassnahmen erforderlich, erklärte der PRT-Vizechef Peter Dawson.
Öffentliches Rauchverbot seit 2007
In Grossbritannien gilt seit Juli 2007 ein umfassendes Rauchverbot am Arbeitsplatz, in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch in Restaurants, Pubs, Bars und Clubs.
(sda/mbü/ama)