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MUNOT
SCHAFFHAUSEN
SCHAFFHAUSEN
Foto: Schmizz.ch
DER MUNOT EINES VON VIELEN WAHRZEICHEN
SCHAFFHAUSENS
Bildnachweis: Munotverein
Geschichte rund um den Munot
Der Munot ist eines von vielen Wahrzeichen der Stadt Schaffhausen. Im Jahre 1098, als die Römer die Schweiz besiedelten, stand am heutigen Standort des Munots, ein Turm/Burg, mit dem Namen ANNOT, oder UNOT, bezeichnend als OHNE NOT. Es war der Sitz eines Vogtes, welcher hohem Adel angehörte und voraussichtlich für die Gebietsexpansion zuständig war.
GESCHICHTE
Im Jahre 1563 und 1585 wurde der Munot von einer Burg in eine moderne Rondellfestung umgebaut als Teil der Statdbefestigung. Die Kosten entsprachen rund 50'000 Gulden, damit hätten 800 Stadthäuser gebaut werden können. Die Wichtigkeit des Munots war demnach sehr hoch.
BELAGERUNG DER FRANZOSEN
(Quelle: Wikipedia) Am 1. Oktober 1798 wurde die Stadt und der Munot von den Franzosen besetzt und forderte Quartiere für die zurückkehrenden verwundeten Soldaten nach der Schlacht bei Ostrach und der Schlacht bei Stockach in der Stadt Schaffhausen. General Jean-Baptiste Jourdan liess ein Munitionsdepot anlegen, der Munot wurde mit Geschützen versehen.
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Am 13. April 1799 positionierte General Maximilian Baillet von Latour und Major Michael von Kienmayer 6000 Mann bei Herblingen und Büsingen. Die Geschütze postierte man bei Buchthalen auf der Windegg. Nachdem die Aufforderung zur Übergabe von Stadt und Festung unbeantwortet blieb wurde gegen 3 Uhr nachmittags mit der Beschiessung begonnen. Die Besatzung des Munot erwiderte das Feuer, doch nach der Erstürmung der Stadt gegen 5 Uhr abends warfen die Franzosen die Geschütze in den Graben, wo sie die Österreicher in Besitz nahmen. Um eine Verfolgung zu verunmöglichen, setzten die Franzosen die Grubenmann-Brücke in Brand.
Nach dem Ende der einzigen Belagerung der Festung hatte die Festung durch die Beschiessung große Schäden erlitten und verlor jede Bedeutung. 1804 genehmigte der Stadtrat die Abnahme der Sandsteinplatten von der Zinne, Regenwasser drang in die Gewölbe ein. Die Mauern dienten als Steinbruch für die wachsende Stadt Schaffhausen.
Ab 1826 setzte sich Johann Jakob Beck (1786–1868), Zeichenlehrer an der Kantonsschule, für den Erhalt des Munots ein. Bis 1839 wurde der Munot auf seine Initiative hin restauriert und vor dem Einsturz bewahrt. Am 30. Oktober 1839 wurde der renovierte Munot mit einem grossen Fest, der Munotfeier, wieder eingeweiht. An diesem Tag wurde auch der Munotverein gegründet. Sein erster Präsident und Munotvater wurde Johann Jakob Beck.
Der Munot dient heute als städtischer Veranstaltungsort und Kulturzentrum.
© Munotverein
Der Munotverein veranstaltet in den Sommermonaten jeweils am Samstagabend auf der Munotzinne die bekannten Munotbälle mit live Tanzmusik. Zweimal pro Abend wird die Quadrille, auch Française genannt, getanzt. Der Gesellschaftstanz wurde im 17. Jahrhundert in Frankreich und England erstmals erwähnt. Seit über hundert Jahren wird dieser überlieferte Tanzreigen während der Munotbälle zelebriert.
Der Tanz gliedert sich in fünf Touren mit genau festgelegten Schrittfolgen und dauert etwa 20 Minuten. Jedes Jahr nach den Sommerferien führt der Munotverein das Munotkinderfest mit abschliessendem grossem Feuerwerk durch. Am Munot wird eine kleine Herde mit Rehen und einem Hirsch gehalten. Der Hirsch trägt jeweils den Namen des amtierenden Stadtpräsidenten von Schaffhausen.
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