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Welcher Gitarrist möchte nicht Gitarre spielen können wie die alten Bluesmen? Aber wo lernt man das? Bluesnews fand eine schön gemachte und sehr informative DVD eines Meisters des Fingerpickung Blues: Dave van Ronk. Das Buch wurde publiziert im Verlag Mel Bay, der seit langer Zeit Bücher, Videos und DVD für Gitarristen produziert. Darauf finden sich neun schöne alte Bluesnummern im Stil von Scrapper Blackwell, Brownie McGhee, Mississippi John Hurt oder Reverend Gary Davis. Mit unter 30 Dollar ist die DVD zwar nicht billig, aber immer noch günstiger als eine Gitarrenstunde. bluesnews.ch hat sich die DVD angesehen und angehört.
Diese in der Tschechischen Republik erschienene DVD enthält die Aufzeichnungen eines Konzerts von 1984 in einem nicht näher bezeichneten kleinen Klub, vielleicht in Chicago, vielleicht aber auch in Europa. Headliner und Hauptattraktion des Konzerts ist Willie Dixon (1915-1992), der Grandseigneur des Chicago Blues, der Komponist des Nachkriegssounds, der geniale Bassist und Arrangeur, die in den 50er Jahren die Aufnahmen bei Chess produzierte und der Klassiker des Genres schrieb wie My Baby, I'm Ready, Little Red Rooster, Spoonfull, Evil (Is Going On), I Just Want to Make Love to You und Hoochie Coochie Man. Von dem Mann gibt es zwar genügend Tonträger, aber leider viel zu wenige Filmdokumente, deshalb ist diese DVD sehr interessant.
Nachdem der Film Cadillac Records bereits angekündigt wurde (In diesem Artikel ), folgt nun hier eine Kritik des Films selbst. Dies ist ein Film über die Geschichte des Plattenlabels Chess mit dem dazugehörigen Studio in Chicago. Chess hatte in den 50er und 60er Jahren eine äusserst ansehnliche Reihe von Hits und die populärsten Schwarzen Musiker der USA standen bei Chess unter Vertrag. Im Film werden neben dem Inhaber des Labels Leonard Chess die folgenden Musiker verkörpert: Chuck Berry, Little Walter, Etta James, the Howlin Wolf, Willie Dixon und natürlich Muddy Waters. Der Film dauert knapp zwei Stunden (109 Minuten) und er ist mit reichlich Star-Power bestückt: Oscar-Gewinner Adrian Brody, Jeffrey Wright, Hip-Hop-Musiker Mos' Def und Beyoncé, die schon in Austin Powers: Goldmember eine grössere Rolle hatte und hier erneut die Schauspielerei versucht.
Vor kurzem (Ende 2008) erschien in den USA ein Musikfilm, der sich mit dem Blues auseinandersetzt: Cadillac Records. Der Film wird in Deutschland am 24. April in die Kinos kommen, wird er auch in der Schweiz um diese Zeit herum zu sehen sein. Der Film ist eine romantisierte Verarbeitung der Geschichte des Blueslabels «Chess», das in den 1950er und 60er Jahren praktisch sämtliche Grössen des Chicagoer Blues unter Vertrag hatte («Based on true events»).
Im Film spielen Beyoncé Knowles (Dreamgirls, Austin Powers in Goldmember) und Adrian Brody (The Pianist, King Kong, The Thin Red Line) die Hauptrollen Etta James und Leonard Chess, daneben ist Jeffrey Wright als Muddy Waters zu sehen. Wright spielte Colin Powell in Oliver Stones W. und Felix Leiter in den letzten beiden James Bond Filmen mit Daniel Craig). Regie und Drehbuch werden verantwortet durch die Schwarze Regisseurin Darnell Martin, die 1994 den Film I Like It Like That machte («Deutscher» Titel: Life Is Trouble). In weiteren Blues-relevanten Rollen sind zu sehen: Cedric the Entertainer als Willie Dixon, Eamonn Walker als The Howlin' Wolf und Hip-Hop-Star Mos Def als Chuck Berry.
Wenn man den Musikverlagen und Plattenfirmen glaubt, kauft heutzutage keiner mehr CDs oder DVDs, sondern irgendwo auf diesem Globus sitzt ein einzelne Person, die noch kauft. Der Rest der Welt kopiert dann deren Tonträger. Bluesdvd.nl, ein kleiner, aber feiner Versand für Blues DVDs beweist, dass immer noch gekauft wird. Ein Besuch der Site lohnt sich
Vizztone Label Group, 2007, SB101
60 Minuten
Bonus CD mit 10 Titeln aus Live in Chicago
Pinetop Perkins Biographie ist eine Dokumentation über einen Musiker und gleichzeitig so was wie ein Spaziergang durch die Geschichte. Kein Wunder, war doch Pinetop 94 Jahre alt, als diese Biographie entstand und ist damit einer der letzten noch lebenden Musiker aus den Anfängen des Blues. Seine Biographie ist ein Musterbeispiel für das Leben eines schwarzen (Musikers) in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts und ein Spiegelbild der Gesellschaft im Süden der USA. Sein Werdegang ist exemplarisch für die Biographie eines Bluesmusikers jener Zeit.
Der Film beginnt mit Bildern aus dem Mississippi Delta, die jedem der diese eigenwillige und wunderbare Gegend schon mal besuchen durfte, vertraut sind. Wir sehen den imposanten Fluss, Mississippi Swamps, riesige Baumwollfelder, zerfallene Shacks und eine Plantation.