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Lausanne (awp/sda) - Weitere Episode im Machtkampf bei der Spitalgruppe Genolier: Eine ausserordentliche Generalversammlung soll am 16. August über die von Antoine Hubert verlangten Wahlvorschläge für den Verwaltungsrat befinden, wie Genolier am Freitag mitteilte.
Hubert, der Anfang Juni von den Aktionären abgesetzte ehemalige Chef des Unternehmens, stockte seinen Anteil an der Gruppe zuletzt auf über 25% auf.
Er hatte nach der turbulenten Generalversammlung vom 9. Juni - er wurde damals entmachtet - umgehend die Einberufung einer ausserordentlichen Aktionärsversammlung verlangt. Das neue Management konterte: Erst soll die frühere Geschäftsführung von Hubert untersucht werden - dann werde dem Antrag nachgekommen.
An der kommenden ausserordentlichen Generalversammlung will Hubert das Ruder wieder an sich reissen: Sollte ihm die Wiederwahl gelingen, will er erneut Unternehmenschef werden.
Auch der ehemalige Präsident des Verwaltungsrates, Raymond Loretan, will wiedergewählt werden. Er fühle sich bereit für eine Rückkehr in das Gremium, sagte er in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps" vom Freitag.
Die Generalversammlung hatte vor drei Wochen auch ihm den Verbleib im Verwaltungsrat verwehrt. Eine Woche später ging dann auch noch Vizepräsident Robert Pennone von Bord, weshalb das Aufsichtsgremium heute nur noch aus zwei Personen besteht.
Er könne sich vorstellen, dass der frühere Verwaltungsrat wieder aufgestellt werde - inklusive die beiden einzigen verbliebenen Verwaltungsräte Hans-Reinhard Zerkowski (heutiger Präsident und interimistischer Unternehmenschef) und Michael Schroeder, sagte Loretan weiter.
Wie Genolier weiter mitteilte, behält sich der heutige Verwaltungsrat allerdings vor, "allfällige weitere Traktanden" sowie "die Anträge und allfälligen Gegenanträge des Verwaltungsrates zu sämtlichen Traktanden" mit der später folgenden Einladung bekanntzugeben. Das Unternehmen betreibt fünf Spitäler in der Westschweiz sowie die Zürcher Privatklinik Bethanien.
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