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Die Dominanz von Novak Djokovic wird immer unheimlicher. Der serbische Überflieger siegt und siegt und siegt. In Schanghai dominiert er die Konkurrenz nach Belieben und fährt dank eines 6:2, 6:4-Finalsiegs gegen Jo-Wilfried Tsonga bereits den neunten Turniersieg in diesem Jahr ein. Seit der Finalniederlage in Cincinnati gegen Roger Federer ist der «Djoker» in 17 Spielen ungeschlagen.
In der Weltrangliste beträgt sein Vorsprung auf die Nummer 2 Andy Murray mehr als 8000 Punkte. Das entspricht dem Wert von vier Grand-Slam-Turnieren.
So ganz lässt es sich aufgrund der neuen Zählweise und unterschiedlichen Turnierwertungen zwar nicht vergleichen, aber Djokovic hat mit seinen momentan 16'785 Punkten den höchsten Wert aller Zeiten erreicht. Federer kam Ende 2006 in der alten Wertung auf 8370 Punkte, was heute einem Gegenwert von 15'745 Punkten entsprechen würde.
Neben den neun Turniersiegen stand Djokovic bei seinen weiteren fünf Turnierteilnahmen nur einmal nicht im Final: Ganz zu Beginn der Saison in Doha, wo er im Viertelfinal unglücklich gegen Ivo Karlovic verlor.
Ein Blick in die Statistiken beweist: Djokovic ist heuer mindestens genau so dominant wie Federer zu seinen besten Zeiten. 2006 war Federers beste Saison: 92:5 lautete seine Matchbilanz am Ende des Jahres. Er gewann 12 Turniere und verpasste den Grand Slam nur wegen einer Finalniederlage beim French Open gegen Rafael Nadal.
Das kann Djokovic, der in diesem Jahr ebenfalls nur hauchdünn am Grand Slam vorbei schlitterte, zwar nicht mehr toppen, doch er kann Federer ziemlich nahe kommen. Die aktuelle Weltnummer 1 spielt noch in Paris-Bercy und bei den World Tour Finals in London und kann noch zwei Turniere und 11 Matches gewinnen. Im besten Fall käme er so auf eine Saisonbilanz von 84:5.
Ein Ende von Djokovics Dominanz ist momentan nicht absehbar. Zu überlegen spielt der Serbe. Und so muss Federer immer mehr um seine für uneinholbar gehaltenen Rekorde bangen. Noch ist Federers Vorsprung bei den gewonnenen Grand-Slams (17:10) und bei den Wochen als Weltnummer 1 (302:169) beachtlich, doch spielt Djokovic noch zwei, drei Jahre auf seinem aktuellen Niveau weiter, könnte es für Federers Bestmarken eng werden.
Djokovic ist erst 28 Jahre alt, offenbart keine Schwächen und ist die Konstanz in Person. Die Konkurrenz hat dem momentan nichts entgegenzusetzen: Die zweite Garde um Rafael Nadal, Andy Murray und Stan Wawrinka hat der «Djoker» zuletzt allesamt deklassiert. Nur Roger Federer scheint einigermassen mithalten zu können. Allerdings auch nur, wenn er einen seiner guten Tage erwischt.
Schützenhilfe von den jungen Wilden ist ebenfalls nicht in Sicht. Grigor Dimitrov spielt eine Saison zum Vergessen, Milos Raonic fehlt die Konstanz und auch Kei Nishikori, Nick Kyrgios oder Bernard Tomic haben derzeit nicht das Zeug, um Djokovic auch nur annähernd in Bedrängnis zu bringen. Und so spielt der «Djoker» momentan nur gegen einen: sich selbst.
Die 35-jährige Grand-Slam-Siegerin (2013 in Wimbledon und 2014 am French Open jeweils im Doppel) hatte auf dem chinesischen Netzwerk Weibo Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren chinesischen Vize-Regierungschef Zhang Gaoli geäussert. Ihr Eintrag wurde später gelöscht; Peng tauchte seither nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.