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Alle Schwinger sind Amateure und haben normalerweise Berufe, in denen sie körperlich Arbeiten müssen. Seit Jahrhunderten treten nur Männer in dieser Disziplin an. Erst vor ein paar Jahren wurden auch die ersten Wettkämpfe für Frauen veranstaltet, die sogenannten Wyberschwingets.
Auch die berühmtesten Schwinger können nicht von dem Sport leben. Da keine Werbung erlaubt ist, sind die Preise bei den Wettbewerben auch nicht besonders großzügig. Die Gewinner erhalten keine Preisgelder, sondern Naturalpreise. Traditionell werden Kuhglocken und Möbel im Bauernstil verliehen. Der Gewinner erhält oft einen Muni, ein männliches Hausrind.
Bei den traditionellen Wettbewerben gibt es oft mehr Teilnehmer als Preise, so das sogar die Letztplatzierten noch Preise verliehen bekommen. Die Preise werden alle auf einem Gabentisch präsentiert.
Die einzigen Einnahmen der Spitzensportler sind Werbeeinnahmen. Aber nur die Erfolgreichsten können damit bis zu 40.000 Franken im Jahr verdienen. Ein Betrag, mit dem kein Schweizer angenehm leben kann. Für die Veranstalter und die Organisationen ist es aber wichtig, das der Sport auch weiterhin seinen Amateurstatus behält.
Alle Teilnehmer an den Wettbewerben werden wie nach alter Tradition immer erst mit dem Nachnamen genannt, wie schon vor dreihundert Jahren. Auch die Kleidung der Schwinger basiert auf einer langen Tradition. Die Sennerschwinger, die in reinen Schwingerklubs organisiert sind, tragen ein blaues Sennenhemd ohne Kragen und dunkle Hosen.
Im Gegensatz dazu tragen die Turnerschwinger, die in Turnvereinen organisiert sind, weiße Turnhosen und weiße Oberbekleidung. Die Gewinner eines Schwinger Wettbewerbs bekommen seit Jahrhunderten einen Kranz überreicht und können sich dann “Kranzschwinger” nennen, selbst wenn sie bei der nächsten Austragung durch einen neuen Meister ersetzt werden.
Die Gewinner von eidgenössischen Wettbewerben werden “Schwingerkönige” genannt. Meistens wird dann auch hinter der Bezeichnung noch der Ort genannt, wo der Titel erkämpft wurde und das Jahr. Der Titel Schwingerkönig kann vom dem Sportler das ganze Leben lang getragen werden. Das wichtigste eidgenössische Schwingfest findet alle drei Jahre statt, jedes mal in einer anderen Stadt.