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Rousseff war unter anderem von dem früheren Mitglied der linken Arbeiterpartei, dem Senator Delcídio do Amaral, schwer belastet wollen, sie versuche gezielt Korruptionsermittlungen zu blockieren.
Bei den Ermittlungen geht es um jahrelange Schmiergeldzahlungen bei Auftragsvergaben des halbstaatlichen Ölkonzerns Petrobras an Bauunternehmen. Janot argumentiert nach Medienangaben, dass Lula als Präsident (2003-2011) davon gewusst haben müsse. Rousseff war während Lulas Präsidentschaft Aufsichtsratschefin von Petrobras.
Die seit 2003 regierende Arbeiterpartei von Lula und Rousseff ist durch den Petrobras-Skandal schwer in Misskredit geraten. Wahrscheinlich am 11. Mai will der Senat die Präsidentin - offiziell wegen angeblicher Tricksereien beim Staatshaushalt - für 180 Tage suspendieren. Im Oktober könnte der Senat sie dann nach juristischer Prüfung der Vorwürfe endgültig des Amtes entheben - dann dürfte die 68-Jährige auch acht Jahre lang keine politischen Ämter mehr übernehmen. Vizepräsident Michel Temer will sie ab Mitte Mai beerben.
Temers Partei der demokratischen Bewegung (PMDB) hat mit Rousseff gebrochen. Er will eine Regierung ohne Arbeiterpartei bilden. Aber führende PMDB-Vertreter wie Parlamentspräsident Eduardo Cunha stehen selbst im Verdacht, in millionenschwere Korruptionsdeals verwickelt zu sein. Gegen Lula gibt es zwar bereits Ermittlungen wegen einer möglichen Begünstigung durch einen Baukonzern bei einem Apartment, mit dem Vorgehen Janots erhöht sich der Druck aber nochmals spürbar./ir/DP/fbr
(AWP)