Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03282.jsonl.gz/1280

Wir lieben die Herbstzeit, die Blätter verfärben sich, später können wir durch ein Blättermeer waten. Aber was passiert eigentlich im Baum?
Der Übergang von der Wachstums- in die Speicherphase ist gleitend. Im August hört das Längenwachstum auf, das Dickenwachstum dauert aber noch etwas an. Der Baum produziert immer noch viel Zucker aus der Fotosynthese, die er aber nicht mehr für das Wachstum braucht. Es entsteht ein Überschuss, der in Form von Stärke, Fetten und Ölen im Holz eingelagert wird.
Langsam beginnen sich die Blätter zu verfärben. Der Baum transportiert sämtliche wertvollen Bestandteile die er braucht, wie Teile des Chlorophylls, Aminosäuren und Stickstoff, aus den Blättern ab. Diese werden bei den Sprossachsen deponiert. Die verbleibenden Farbstoffe geben den Blättern die charakteristische Herbstfärbung. Andererseits werden Substanzen, die im Baum im Übermass vorhanden sind, in die Blätter überführt. Damit die Blätter abfallen können, bildet der Baum an der Basis der Blattstiele ein Trenngewebe aus. Zurück bleibt die Blattnarbe. Mit dem Blattfall beginnt die Ruhephase.
Übrigens: Unsere immergrünen Bäume verlieren auch jedes Jahr ein Nadeljahrgang, behalten aber mehrere Jahrgänge an den Zweigen.