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Er habe während der Vorlage eines auf die Pandemie bezogenen Haushaltsberichts einen «trockenen Mund und Husten» gehabt, sagte der Finanzminister am Dienstag wenige Stunden nach dem Vorfall in einer Stellungnahme. Ihm sei geraten worden, sich auf das Virus testen zu lassen, und er habe dies auch sofort nach Verlassen des Parlaments getan. Bis das am Mittwoch erwartete Ergebnis der Untersuchung vorliege, bleibe er in Selbst-Isolation, so Josh Frydenberg.
Der Minister hatte einige Minuten mit dem Hustenanfall zu kämpfen, während seine Kollegen im Parlament mit den wegen des Coronavirus‘ gebotenen Abständen voneinander entfernt sassen. «Zu lange Rede», witzelte der Finanzminister mit gepresster Stimme. In der Live-Übertragung der Parlamentssitzung war zu sehen, wie er mehrmals in die Hand hustet, bevor er sich ins Gesicht fasst und das Rednerpult berührt, obwohl das eigentlich gegen das Verhaltensgebot der eigenen Regierung verstösst.
In seiner Rede sagte Josh Frydenberg, dass das Coronavirus die Wirtschaft des Landes rund 50 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) koste. Vor dem wirtschaftlichen Abschwung in Folge der Pandemie war Australien auf dem Weg, erstmals seit zwölf Jahren einen Etatüberschuss zu erzielen. Jetzt muss sich das Land nach Einschätzung von Experten auf das grösste Haushaltsdefizit seiner Geschichte gefasst machen. Australien zählt fast 7’000 Corona-Infektionsfälle sowie 97 Tote.