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Um die Republikaner blieb es lange ruhig, nachdem Joe Biden zum gewählten Präsidenten ausgerufen wurde. Die Namen der Trump-Kritiker, die sich öffentlich gegen den abgewählten Präsidenten stellten, war überschaubar – und wenig überraschend.
Doch jetzt brechen immer mehr Mitglieder ihr Schweigen – und wollen Trumps Spiel nicht mehr mitspielen. Wer sich alles schon gegen Trumps Weigerung, den Sieg Bidens zu akzeptieren, gesellt hat, siehst du in der Slideshow:
Laut eigenen Aussagen rief er Biden und Harris einen Tag, nachdem sie als Gewinner und Gewinnerin verkündet wurden, an, um ihnen zu gratulieren. Der ehemalige republikanische Präsident verwies darauf, dass es Trumps Recht sei, erneute Zählungen zu verlangen und Rechtsverfahren einzuleiten. Dennoch ist er der Meinung, dass Bidens Sieg klar sei:
Der ehemalige Berater Bushs, Karl Rove, schrieb in einem Kommentar im Wallstreet Journal, dass die Wahlresultate auch trotz Trumps rechtlicher Verfahren nicht aufgehoben werden würden. Rove, der auch Trump im Vorfeld der Wahlen beraten hatte, vermied es zwar Biden als den gewählten Präsidenten zu bezeichnen, doch einen Sieg des jetzigen Präsidenten schliesst er aus. Trump müsse beweisen können, dass ein systematischer Betrug vorliege und dass zehntausende Stimmen illegal seien – bisher existieren aber keine solche Beweise.
«Joe Biden ist der gewählte Präsident», sagt der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine gegenüber CNN. Gemäss DeWine, der Trump für eine zweite Amtszeit unterstützt hatte, habe Trump das Recht, die Wahlen anzufechten. Er gehe aber davon aus, dass Biden der nächste Bewohner des Weissen Hauses sein wird.
Alaskas Senatorin Lisa Murkowski gratulierte Biden direkt im Anschluss, nachdem er von den Medien als Sieger ausgerufen wurde. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Stimmen in Alaska noch immer gezählt – die Sender NBC News und CNN haben Biden in Alaska sogar erst am Donnerstagabend (Ortszeit) zum Gewinner der Wahlen erklärt.
In ihrer Stellungnahme auf Twitter schreibt Murkowski weiter, dass der Übergangsprozess des Präsidenten für «unser Demokratiesystem von grundlegender Bedeutung ist und letztendlich das amerikanische Volk ehrt.»
Krebst er langsam zurück? Lindsey Graham, Senator von South Carolina, gilt als einer der engsten Verbündeten Donald Trumps. Im Anschluss an die Betrugsvorwürfe Trumps verkündete er auf Facebook, dass er die eingeleiteten Gerichtsverfahren mit einer Spende einer halben Million unterstützen würde.
Gegenüber der CNN sagte er nun aber, dass Biden das Geheimdienst-Briefing erhalten sollte. Dieses wird ihm aufgrund des fehlenden «ascertainment»-Briefes nach wie vor verwehrt.
Collins, Senatorin von Maine, hat Trump schon im Vorfeld nicht für eine zweite Amtszeit unterstützt – obwohl sie eine Republikanerin ist. Auf Twitter schreibt sie:
Auch Charlie Baker, republikanischer Gouverneur von Massachusetts, hat Trumps Kampagne nicht unterstützt. Deshalb war es wenig überraschend, dass er Biden und Harris bereits am 7. November gratulierte. Des Weiteren schreibt er:
Nicht nur republikanische Politiker und Politikerinnen wenden sich zunehmend von Trump ab, auch im Internet schliessen sich immer mehr (normalerweise) republikanische Wählende gegen Trump zusammen. So wurde beispielsweise auf Twitter der Kanal «Republicans against Trump» ins Leben gerufen. Auf der dazugehörigen Website werden Republikaner und Republikanerinnen dazu aufgerufen, kurze Videos hochzuladen, auf denen sie erklären, wieso sie Trump nicht unterstützen wollen – die Liste ist endlos lang.
Auf ihrem Twitterkanal teilten sie unter anderem dieses Video:
Wenn sich sogar ein 96-jähriger, lebenslang treuer Republikaner über den Sieg des gewählten Bidens freut, dann brechen für Trump düstere Zeiten an.
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