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Athen: Regierungsbildung verzögert sich
Der Chef der Neuen Demokratie, Antonis Samaras, soll Griechenlands nächster Regierungschef werden. (Keystone Archiv)
In Griechenland verzögert sich offenbar die angestrebte Regierungsbildung. Es gebe noch ungeklärte Fragen in Bezug auf das Rettungspaket, sagte der Chef der Demokratischen Linken, Fotis Kouvelis. «Es wird eine Regierung geben, aber ich weiss nicht, ob sie heute noch zustande kommt», erklärte Kouvelis am Dienstag. «Ich glaube, wir werden bis zum Ende der Woche eine Einigung erzielt haben.»
Aus Kreisen der konservativen Neuen Demokratie (ND) war am Montag die Hoffnung auf eine Einigung bis Dienstag genährt worden. Am Mittwochvormittag schliesslich deutete vieles darauf hin, dass ein Regierungsbündnis noch am selben Tag bekanntgegeben werden könnte.
Grosse Koalition soll es richten
Es wird erwartet, dass Kouvelis' Partei zusammen mit der ND und der sozialistischen Pasok eine Koalition bilden. Offiziell hat Pasok noch nicht erklärt, ob sie eine von ND-Chef Antonis Samaras geführte Regierung unterstützt. Pasok-Chef Evangelos Venizelos drängte jedoch auch, die Gespräche rasch abzuschliessen.
Samaras strebt nach eigenen Worten eine möglichst breite Koalition an. Die kleinere Demokratische Linke zeigte sich bereit, ihn zu unterstützen. Die zweitstärkste Partei, das radikale Linksbündnis Syriza, lehnt eine Beteiligung an der Regierung aber ab.
Seit dem Ende der Militärherrschaft 1974 haben Neue Demokratie und Pasok abwechselnd die Regierungen des Landes gestellt. Erst mit dem Ausbruch der Schuldenkrise im vergangenen Jahr mussten die Erzrivalen zusammenarbeiten. (bat, reuters)
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