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Für Federer ist es die 10. Achtelfinal-Teilnahme in Folge bei den French Open. Letztmals schied der Schweizer 2004 in der 1. Turnierwoche aus. Gegenüber dem Zweitrunden-Spiel zeigte sich der Weltranglisten-Vierte etwas verbessert, auch wenn er einen Satzverlust hinnehmen musste.
Federer liess bei eigenem Aufschlag kaum etwas anbrennen und musste seinem Kontrahenten nur gerade zwei Breakchancen zugestehen, die er beide abwehren konnte. Dazu servierte er stark (15 Asse) und verbuchte in 80 Prozent der Fälle den Punkt, wenn der 1. Aufschlag kam. Grosse Schwäche war aber das Verwerten der Breakchancen: Er konnte nur 4 von 21 nutzen. Nach der Partie meinte er schmunzelnd: «Man sagt sich immer wieder 'Der Nächste dann'. Aber ganz so einfach ist das nicht.»
Unnötiger Satzverlust
Federer hätte sich den Umweg über den 4. Satz sparen können. Reichte dem Baselbieter im 1. Durchgang ein spätes Break zum Satzgewinn, konnte er die gleiche Konstellation im 2. Umgang nicht nutzen. Beim Stand von 6:5 vergab er drei Satzbälle bei Aufschlag Tursunow. Ein weiterer kam im Tiebreak dazu. Schliesslich verlor der Schweizer die Kurzentscheidung noch mit 7:9.
Im 3. Satz nahm Federer dem Russen dann bei erster Gelegenheit den Aufschlag ab, legte später ein Break nach und servierte den Durchgang problemlos nach Hause. Auch im 4. Satz geriet er nach dem Break zum 4:3 nicht mehr in Gefahr und verwertete nach etwas mehr als 3 Stunden seinen ersten Matchball. «Tursunow spielte sehr gut und hielt voll drauf. Es war schwierig, die Partie zu beenden, deshalb bin ich natürlich erleichtert», so Federer.
Ein weiterer eindrücklicher Rekord
Mit dem 4. Sieg im 4. Direktduell stellte der Baselbieter zudem eine weitere eindrückliche Bestmarke auf: Der 32-Jährige hat als erster Spieler bei sämtlichen 4 Grand-Slam-Turnieren mindestens 10 Mal in Folge die Runde der letzten 16 erreicht. In Melbourne und New York überstand er zuletzt 13 Mal in Folge die 3. Runde. In Wimbledon war seine Serie im Vorjahr mit der Zweitrundenniederlage gegen Sergej Stachowski gerissen, nachdem er zuvor 10 Mal in Folge in den Achtelfinals gestanden hatte.
Nun gegen Gulbis
Federers nächster Gegner in Paris ist Ernests Gulbis (ATP 17). Der Lette schlug den tschechischen Routinier Radek Stepanek (ATP 43) klar mit 6:3, 6:2 und 7:5. Von den bisherigen 3 Duellen gegen Gulbis konnte Federer 2 für sich entscheiden. Die einzige Niederlage resultierte im Mai 2010, als der Schweizer beim ATP-1000-Turnier in Rom in 3 Sätzen mit 6:2, 1:6, 5:7 unterlegen war.