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Nach nur gerade sechs Monaten Amtszeit wird Real Madrid Trainer Rafael Benitez trotz Vertrag bis 2018 entlassen. Für ihn übernimmt Zinédine Zidane.
Weil das 2:2 beim FC Valencia am Sonntag nicht die einzige Enttäuschung in den letzten Tagen und Wochen gewesen ist, wird Rafael Benitez nach nur 215 Tagen Amtszeit bei Real Madrid freigestellt. Für ihn übernimmt Zinédine Zidane, der zuletzt die Zweitmannschaft (Real Madrid Castilla) der Königlichen trainiert hat.
Wirklich leicht hatte es Benitez bei den Königlichen nie: Bereits im Sommer bei seinem Amtsantritt stand der 55-Jährige Spanier in Kritik. Ihm wurde ein schlechtes Verhältnis zu Superstar Cristiano Ronaldo nachgesagt. Auch die folgenden Resultate in der Liga waren für die hohen Ansprüche der Königlichen nicht genug.
Nach der 0:4-Schmach im Classico gegen Barcelona und dem peinlichen Cup-Aus wegen einem Wechselfehler (Benitez liess Denis Tscheryschew auflaufen, dabei hätte der Russe aus der vergangenen Saison noch eine Gelbsperre verbüssen müssen) hat er es nun am Wochenende mit seiner Mannschaft verpasst, mit Tabellenführer Atletico Madrid Schritt zu halten. Grund genug für die Königlichen, um Benitez zu entlassen.
Für Zinédine Zidane, ist es die erste Station als Cheftrainer eines Vereins. In der vergangenen Saison übernahm der 43-Jährige den Trainerposten bei der zweiten Mannschaft von Real. Er führte das Team auf den sechsten Platz. Auch in der bisherigen Saison erzielte er mit seiner Mannschaft sehenswerte Resultate. Real Madrid Castilla belegt aktuell den zweiten Rang in der dritten spanischen Liga.
Der französische Welt- und Europameister kam ursprünglich 2001 für die damalige Rekordsumme von 73.5 Millionen Euro von Juventus Turin zu Real Madrid, führte das Team zum Champions-League-Titel 2002 und zur Meisterschaft 2003. Zidane erklärte 2006 seinen Rücktritt und wurde 2011 von Pérez als Sportdirektor zu den Königlichen zurückgeholt. Nun führt er als 14. Real-Trainer in 13 Jahren das Star-Ensemble um Cristiano Ronaldo.
Klub-Präsident Pérez betonte bei der Vorstellung des neuen Trainers: «Zinédine, das ist dein Stadion, das ist dein Club, du hast unser ganzes Vertrauen. Ich bin stolz, dich bei mir zu haben, weil für dich das Wort unmöglich nicht existiert.»
Dies brachte der Franzose auch gleich zum Ausdruck: «Wir haben den besten Klub der Welt, die besten Fans der Welt. Ich werde mein Bestes geben, damit wir bis zum Ende der Saison etwas gewinnen. Ich glaube, es wird alles klappen.» Die Vertragsunterzeichnung als Trainer sei bewegender als zu Profizeiten gewesen. (sda/ndö)