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Opel: eine der weltweit ältesten Automarken
Opel ist ein deutscher Automobilhersteller mit Sitz in Rüsselsheim, der heute dem amerikanischen Konzern "General Motors" angehört. Gegenwärtig verbindet man ihn oft mit wirtschaftlich bedingten Negativschlagzeilen, in ihrer langen Vergangenheit war die Marke allerdings umso erfolgreicher.
"Wir leben Autos" - seit ganzen 151 Jahren
Die Marke Opel entstand schon im Jahre 1862, wo die Geschichte mit dem Bauen und Vertreiben von Nähmaschinen begann. Die Nachfrage sank allerdings mit der Zeit. Kurz nach dem Tod des Firmengründers entschieden sich die Erben, ausser Nähmaschinen noch Autos und Fahrräder zu produzieren. Bedingt durch ein Grossfeuer im Jahre 1911 musste die Produktion pausiert werden, wurde danach aber schnell wieder aufgenommen - die Produktion von Nähmaschinen wurde ab dato eingestellt. Opel wurde wenig später, in den 1920er Jahren, zum grössten und populärsten Fahrrad-Hersteller der Welt und grössten Automobilhersteller Deutschlands, wodurch auch die Zahl der Beschäftigten explosionsartig zunahm. Zwischen 1928 und 1931 wurde das Unternehmen an den heutigen Mutterkonzern "General Motors" für umgerechnet knapp 625 Millionen Franken verkauft. Als weiterhin tätiger Autohersteller wurde Opel 10 Jahre später zum grössten Europas und siebt-grössten der Welt. Durch die Kooperation mit der nationalsozialistischen Regierung wurde das Unternehmen während des Zweiten Weltkrieges außerdem zum wichtigsten Lieferanten für Lastwagen der Wehrmacht. Auch nach dem Krieg nahm die Geschichte Opels genauso erfolgreich ihren Lauf - so geht der heutige Firmen-Slogan "Wir leben Autos" auf eine 151 Jahre lange Geschichte zurück.
Die Wende im Erfolg: Opel erlebt eine schwere Krise
Seit 1980 verzeichnete Opel, war die Geschichte bis dahin auch noch so erfolgreich, sinkende Absätze und rote Zahlen. Wirtschaftskrisen und die wachsende Konkurrenz, gleichermassen Qualitätsprobleme durch Sparmassnahmen, machten dem Unternehmen zu schaffen und führten zum Abbau von einigen tausenden Arbeitsplätzen. Diese Entwicklung zieht sich bis heute verstärkt hin: Modelle wie der "Corsa", "Meriva" oder "Astra" verkaufen sich, trotz ihrer Stärke im vergleichsweise günstigen Preis, Komfort und in der modernen Technik, eher schlechter. Zuletzt berichtete Opel 2010 dennoch über einen hohen Umsatz von knapp 12.5 Milliarden Franken, wenngleich dies immer noch einen Verlust bedeutet. Mit weiteren genauen Zahlen zum Absatz hält sich das Unternehmen bedeckt.
Neben den Mittelklasse-Wagen produziert das Unternehmen auch Geländewagen, Transportwagen und grössere Kompaktwagen für Familien. Alle Wagen werden international unter der Leitung des Mutterkonzerns General Motors vertrieben. Für die Jahre bis 2016 wurden 23 neue Modelle und 13 neue Motoren angekündigt, wovon das 2012 präsentierte Modell "Adam" den Anfang machte. Die neue Technik und neuen Investitionen sollen die Zukunft der Marke Opel sichern, damit eine der ältesten Automarken der Welt trotz der Wirtschaftskrise auch weiterhin bestehen kann.