Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03271.jsonl.gz/1537

Barack Hussein Obama wurde am 04. August 1961 in Honolulu, Hawai geboren. Er zählt zu einem der charismatischsten und beeindruckendsten Menschen der Welt. Für sein Engagement, die Welt und sein Amerika etwas besser zu machen, erhielt er im Jahr seines Amtsantrittes 2009 den Friedensnobelpreis. Im selben Jahr, genau am 20. Januar, wurde Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ernannt. Obama schaffte das in erster Linie nicht durch politische Erfolge, sondern durch sein Charisma. Er träumte von einem besseren Land, von einem besseren Amerika. Er schuf in seinem Wahlkampf einen Spruch, der um die Welt ging: “Yes, we can”. Barack Obama riskierte viel, nicht zuletzt mit seiner Gesundheitsreform. Riskierte er womöglich zu viel? Ist das Amerika von dem er träumt noch nicht bereit für seine Reformen?
Er kannte das Leben auf der Strasse
Obama schaffte das, wovon viele ihr ganzes Leben lang träumen werden. Er wurde der erste schwarze Präsident von Amerika. Er war ein einfacher Mann, der seinen Traum hatte und hart dafür arbeiten musste. Aber er gab nicht auf. Er studierte an der Harvard University Jura und wurde Jahrgangsbester. Er gehörte zu den wenigen, die sein Studium selbst finanzieren mussten und nicht auf die Hilfe der Eltern zählen konnte. Aber auch das brachte ihn nicht dazu, aufzugeben. Er hielt an seinem Traum fest. Die meisten studieren gleich nach dem College weiter. Barack Obama nicht. Er ging vorher arbeiten, um Geld für seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er wurde damit in seinem Studiengang zu etwas besonderem. Nicht, weil er schwarz war, sondern weil er das Leben auf der Strasse kannte. Etwas, wovon andere nur gehört haben. Schon während seines Studiums konnte er seine Kommilitonen von sich und seinen Ideen überzeugen. Da überrascht es auch nicht, das Barack Obama den Weg in die Politik fand. In den Jahren 2005 bis 2008 vertrat er den Staat Illinois als Abgeordneter im Senat der Vereinigten Staaten. Aber Barack Obama wollte mehr. Mehr für sein Amerika und die Demokraten. Nach den Vorwahlen wurde Obama dann von den Demokraten zum Präsidentschaftskandidaten gewählt. Der Weg für den neuen Präsidenten war frei.
Der Publikumsmagnet
Mit seinen hitzigen Reden und seinem sympathischen Lachen gelang es Obama, in die Herzen der Amerikaner vorzudringen. Sein Wahlspruch “Yes, we can” wurde zu einem Manifest. Der schwarze Senator wurde zum neuen Publikumsmagneten. Seine Umfragezahlen schossen in die Höhe. Es war vor Bekanntgabe der offiziellen Wahlergebnisse abzusehen, dass Obama gewinnen würde. John McCain konnte nichts weiter machen, als seine Niederlage und die der “Boston Tea Party” hinzunehmen. Am 08. Januar 2009 war es soweit. Das offizielle Wahlergebnis wurde durch den 111. Kongress bekannt gegeben. “The 44th President of the United States of America is Barack Obama.”
Der neue Präsident übernahm mit dem Amt nicht nur gute Seiten, sondern auch viele schlechte. Denn sein Amerika befand sich immer noch im Krieg. Ein Krieg, den George W. Bush begonnen hatte und den Barack Obama beendete. Da die Mehrheit der Amerikaner diesen Krieg nicht wollte, machte Obama das einzig Richtige. Er verkündete den schrittweissen Rückzug der amerikanischen Truppen. Es sollte keine leichte Aufgabe werden und auch nicht die letzte bleiben.
Krisenreiche Zeit
In den ersten Monaten konnte Obama seine Umfragewerte halten und somit auch seine Wahlversprechen. Er war beliebt. Nach einem Jahr im Amt häuften sich jedoch die Krisen, mit denen der Präsident fertig werden musste.
Die schlimmste und dramatischste war das Bohrinselunglück im Golf von Mexiko. Diese und andere Krisen liessen das sympathische Lächeln verschwinden aus dem Gesicht des sonst so sicheren Mannes. Den absoluten Tiefpunkt erreichte Barack Obama mit seiner Gesundheitsreform. Die Wähler von gestern waren von nun an seine Gegner. Wenn man heute auf die Strasse geht und die Amerikaner nach ihrem Präsidenten fragt, hört man von vielen, dass er gescheitert sei. Die Quittung erhielten die Demokraten im November dieses Jahres bei den US-Kongresswahlen. Hier verloren sie wertvolle Sitze an die Republikaner. Die “Boston Tea Party” sah sich darin natürlich bestätigt und verkündete, dass sie alles gegen die Reformen von Obama setzen wird.
Bei diesen ganzen Entwicklungen drängt sich die Frage auf: Ist Barack Obama gescheitert? War Amerika noch nicht bereit für seine Reformen?
Die Wahlkampfvorbereitungen haben bereits begonnen. In den folgenden Monaten wird sich zeigen, ob Obama das Vertrauen der Wähler verloren hat oder es doch noch welche gibt, die an seine Ideen und Träume glauben. Wird Obama noch eine Chance bekommen und sein Amerika besser machen? Eines haben wir bereits von Barack Obama gelernt: Aufgeben ist nicht sein Ding.