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Wissensmanagement bei Medicoat
In einem Aargauer Klein- und Mittelunternehmen wird das vorhandene Wissen nicht optimal gesichert und für die Beschäftigten nutzbar gemacht. Diese Arbeit hat das Ziel, dem Unternehmen Massnahmen aufzuzeigen, wie möglichst günstig und mit kleinem Aufwand ein Wissensmanagement aufgebaut werden kann.
Manjinder Singh, 2022
Bachelor Thesis, Medicoat AG
Betreuende Dozierende: Barbara Thönssen
Keywords: Wissensmanagement
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Das Unternehmen ist in einem wissensintensiven Nischenmarkt angesiedelt. Die Belegschaft ist bezüglich der fachlicken Qualifikationen heterogen. Für die Arbeit wird die Erfahrung der Mitarbeitenden (implizites Wissen), aber auch Wissen, das expliziert und in verschiedenen Dokumenten und Systemen hinterlegt ist, benötigt. Zurzeit wird dieses Wissen nicht optimal gesichert und für die Beschäftigten nutzbar gemacht. Dies führt zu Herausforderungen, wie der Verlust von wertvollem Wissen ausscheidender MitarbeiterInnen oder ungewollten Wiederholungen der gleichen Arbeit aufgrund von fehlenden Dokumentationen.
Zur Erarbeitung der Empfehlungen wurde die Design-Science-Research Methodik angewendet. Hierfür wurden über mehrere Phasen Artefakte zur Zielerreichung entwickelt. Zur Erstellung einer Ist-Situation der Unternehmung wurde eine Prozessanalyse und eine Befragung im Rahmen eines Wissensmanagement-Audits durchgeführt. Um die Schwachstellen zu identifizieren, wurde das Wissen mithilfe einer Balanced Scorecard bewertet. Im Rahmen mehrerer Workshops wurden geeignete Massnahmen ermittelt, die für die Unternehmung relevantesten Massnahmen identifiziert und mithilfe eines Logic Model evaluiert.
Das Hauptergebnis dieser Arbeit sind die Empfehlungen, welche den Aufbau eines bewussten Wissensmanagements initiieren. So wird die Einführung eines Wikis und eines Dokumentenmanagementsystems empfohlen, um das Wissen auf elektronischen Speichermedien zu sichern und auffindbar zu machen. Weiter wird ein Prozess zur Wissenssicherung während des Austritts eines oder einer MitarbeiterIn aufgezeigt, um einen Wissensverlust zu vermeiden. Eine weitere Empfehlung ist die Einführung eines Mentoring-Programmes, womit die neuen MitarbeiterInnen ausgebildet und Wissen von zukünftigen Pensionären auf einen oder eine NachfolgerIn übertragen werden kann. Um zu verhindern, dass beim unerwarteten Ausfall eines oder einer MitarbeiterIn ein Geschäftsprozess nicht durchgeführt werden kann, wird empfohlen einen oder eine StellvertreterIn zu definieren und diese durch eine Job-Rotation auf die jeweilige Position auszubilden. Für die Messung der Wirksamkeit der genannten Empfehlungen wird eine regelmässige Bewertung des Wissens anhand einer Balanced Scorecard empfohlen. Auch soll eine neue Position 'WissensmangerIn' kreiert werden, welcher oder welche für die Steuerung des Wissensmanagements verantwortlich ist.
Studiengang: Wirtschaftsinformatik (Bachelor)
Fachbereich der Arbeit:
Vertraulichkeit: vertraulich