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Informationen zum Urheberrecht
Mit der Registrierung bei card2brain hast du dich verpflichtet, das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte Dritter zu respektieren. Weil das Recht nicht ganz einfach zu verstehen ist, haben wir für dich die wichtigsten Grundsätzen und einen Leitfaden zusammengestellt.
Wichtig
Die Frage nach der Verletzung des Urheberrechts stellt sich erst, wenn du deine Lerninhalte verbreitest. Das heisst, wenn du öffentliche Karteien erstellst oder private Karteien für andere freigibst. Solange du private Karteien erstellst, die nur du lernst, kannst du keine Urheberrechte verletzen.
Als Lehrer, Schüler, Student oder Dozent bist du urheberrechtlich privilegiert. Und zwar insofern, als du unter gewissen Bedingungen auch urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Fotos oder Grafiken ohne Zustimmung des Urhebers weiterverbreiten darfst (vgl. dazu 'Einschränkungen des Urheberrechts im Schulbetrieb').
Der folgende Leitfaden erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und versteht sich lediglich als Orientierungshilfe.
Du bist selbst dafür verantwortlich, dass du das Urheberrecht nicht verletzt. Wir übernehmen keine Verantwortung oder Haftung für Verluste oder Schäden, die sich aus Urheberrechtsverletzungen ergeben. Im Zweifelsfall empfehlen wir, weiterführende Rechtsliteratur oder juristische Fachpersonen zu konsultieren.
Leitfaden: Wann verletze ich keine Rechte Dritter?
- Du erstellst private Karteien, die du für niemand anderen freigibst.
- Wenn du öffentliche Karteien erstellst oder private Karteien für andere freigibst, dann gehst du grundsätzlich davon aus, dass fremde Grundlagenmaterialien (Texte, Fotos, Graphiken, Diagramme etc.) urheberrechtlich geschützt sind.
- Du machst wörtliche Zitate aus urheberrechtlich geschützten Publikationen als solche sichtbar und nennst deine Quelle. Wie man richtig zitiert, erfährst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitat#Wissenschaftliche_Zitierrichtlinien
- Du beschränkst dich auf ein Minimum an Zitaten und verfasst deine Lernkarten vor allem in eigenen Worten.
- Du verwendest ungeschützte (zustimmungsfreie) Inhalte:
- Du verwendest Inhalte, die einer Creative Commons Lizenz unterstellt sind und respektierst die Lizenzbestimmungen.
- Du verwendest von dir erstellte Fotos, Graphiken, Diagramme o.ä.
- Du holst das schriftliche Einverständnis des Urhebers ein, bevor du urheberrechtlich geschützte Fotos, Graphiken, Diagramme o. ä. einer Creative Commons Lizenz unterstellst.
- Du verwendest keine selbst erstellten Fotos von eindeutig identifizierbaren Menschen, ohne schriftliche Zustimmung der abgebildeten Personen.
Welche Inhalte sind urheberrechtlich geschützt?
- Geschützt sind Werke (z. B. Fotos, Texte, Graphiken, Diagramme), die Schöpfungshöhe (auch Gestaltungshöhe oder Werkhöhe) erreichen. Der Begriff der Schöpfungshöhe setzt eine persönliche geistige Leistung voraus, eine Leistung mit individuellem Charakter, die sich vom Alltäglichen, Landläufigen oder üblicherweise Hervorgebrachten abhebt.
- Ein Werk ist urheberrechtlich geschützt, sobald es geschaffen ist. Auch wenn keine Markierungen wie 'Copyright', 'alle Rechte vorbehalten' oder © angebracht sind, musst du davon ausgehen, dass ein Urheberrechtsschutz besteht.
Welche Inhalte sind urheberrechtlich nicht geschützt?
-
Inhalte, die keine Schöpfungshöhe erreichen. In unserem Zusammenhang sind das z. B. einzelne Vokabeln, so wie sie im Alltag verwendet werden.
Vorsicht
Obschon die Vokabeln an sich nicht vom Urheberrecht betroffen sind, könnte eine konkrete Sammlung derselben aufgrund ihrer Auswahl, Anordnung und Einteilung von der Rechtsprechung als urheberrechtsschutzfähig eingestuft werden.
-
Wissenschaftliche Erkenntnisse.
Vorsicht
Obschon wissenschaftliche Erkenntnisse an sich nicht vom Urheberrecht betroffen sind, fällt deren konkrete Darstellung unter den Urheberrechtsschutz. Deshalb darfst du wissenschaftliche Werke höchstens auszugsweise zitieren.
-
Werke, die unter der Bezeichnung CC0 in die Gemeinfreiheit entlassen wurden. CC steht für das Lizenz-System Creative Commons und 0 bedeutet, dass der Urheber auf alle möglichen Schutzrechte verzichtet hat.
Vorsicht
Es gibt verschiedene Creative Commons Lizenzen und nicht alle erlauben eine vorbehaltlose Verwendung des entsprechenden Werks oder Teilen davon. Das jeweilige Lizenzmodell muss genau beachtet werden (vgl. dazu 'Lizenzen für freie Inhalte').
- Werke, deren Urheber vor mehr als 70 Jahren gestorben sind.
- Amtliche Werke wie Gesetzestexte, Gerichtsurteile oder Verordnungen von Behörden.
Einschränkungen des Urheberrechts im Schulbetrieb
Lehrende und Lernende an Schulen und Hochschulinstituten sind urheberrechtlich privilegiert. Für sie ist die zustimmungsfreie Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte wie Bilder oder Grafiken unter gewissen Bedingungen zulässig.
Und zwar, wenn…
- es sich nur um Teile von Werken handelt,
- der Kreis der Adressaten auf Lehrer, Schüler, Studenten und Dozenten einer Klasse oder Seminargruppe beschränkt ist,
- und sich die Werkverwendung auf den Unterricht oder die Lehrveranstaltung bezieht.
Verwandtes Schutzrecht: Das Recht am eigenen Bild
Jeder Mensch hat 'ein Recht am eigenen Bild'. Das heisst, dass du keine Fotos von eindeutig identifizierbaren Personen ohne deren Zustimmung veröffentlichen oder verbreiten darfst. Damit die Erlaubnis rechtlich bindend ist, holst du am besten eine schriftliche Einverständniserklärung ein.
Das Recht am eigenen Bild kennt einige Ausnahmen. Wenn du dich aber an die Grundregel hältst, bist du immer auf der sicheren Seite.
Bild- und Textlizenzen (Creative Commons)
Vor allem im Internet (z. B. bei Wikipedia) findest du viele frei verwendbare Bilder, die einer Creative Commons Lizenz unterstellt sind. Damit du beim Upload solcher Bilder nicht unabsichtlich die Lizenzbestimmungen verletzt, kannst du bei jedem Bild die passende Lizenz auswählen, resp. weitergeben.
Selbst erstellte Fotos, Graphiken, Diagramme o. ä. kannst du ebenfalls einer Creative Commons Lizenz unterstellen und damit die Bedingungen formulieren, unter welchen diese weiterverbreitet werden dürfen.
Wenn du beim Erstellen einer Lernkartei die Rechte Dritter respektierst, dann kannst du den gesammelten Textinhalt des neu geschaffenen Werks einer Creative Commons Lizenz unterstellen und so die Bedingungen formulieren, unter welchen dein Textwerk weiterverbreitet und bearbeitet werden darf.
Die zur Auswahl stehenden Lizenzmodelle für Bilder und Text findest du hier.