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Der zweifache Handbike-Paralympic-Sieger Heinz Frei (Etziken) lag nach den ersten 400 m am Ende des Feldes. Gegen die Mittelstreckler war er in der Startphase erwartungsgemäss chancenlos. Der Rhythmus blieb zwar in der Folge hoch, aber der 50-jährige Solothurner kam mit einer beeindruckenden Aufholjagd bis 23 Hundertstel an den Dritten heran. «Ich bin mit persönlicher Bestzeit Sechster geworden. Jahrelang habe ich über diese Distanz den Weltrekord gehalten. Dies zeigt die Entwicklung im Behindertensport», sagte Frei.
Pia Schmid (Oberkirch) verpasste im 100-m-Sprint ihre zweite Medaille um zwei Zehntel: «Über 200 m kam ich nach einem nahezu perfekten Start ins Fliegen, über 100 m gelang mir dies nicht mehr. Silber wäre aber möglich gewesen.» Die zweifache Weltmeisterin lag nach 50 m auf Position zwei hinter der Weltrekord fahrenden Kanadierin Michelle Stilwell (19,97), musste auf der zweiten Hälfte jedoch die beiden Japanerinnen vorbeiziehen lassen.
Hendry weit unter seinen Möglichkeiten
Der blinde Weitspringer Lukas Hendry aus Düdingen blieb mit 5,54 m einen halben Meter unter seiner persönlichen Bestleistung. Für eine Medaille wären 6,17 m nötig gewesen. Gewonnen wurde der Wettkampf vom Chinesen Duan Li (6,61), der seine eigene Bestmarke im wichtigsten Wettkampf um 59 Zentimeter verbesserte und den Weltrekord nur um sechs Zentimeter verpasste.
Bislang enttäuschende Bilanz
Die 27-köpfige Schweizer Delegation bleibt damit zwei Tage vor Ende der Paralympics bei enttäuschenden acht Medaillen (2/2/4) stehen. Ruedi Spitzli als Chef de Mission hat als Minimalziel elf Podestplätze vorgegeben. Mit den beiden 1500-m-Rennen – Edith Hunkeler, Sandra Graf und Marcel Hug haben sich für den Final qualifiziert – und dem Marathon am Mittwoch stehen den Schweizern noch vier Wettkämpfe bevor, die im Vorfeld der Paralympics als Disziplinen mit hohem Podestplatz-Potenzial eingestuft wurden. Am Dienstag greift auch der Taferser Urs Kolly wieder ins Geschehen ein. Er tritt im Weitsprung an. Si/fm