Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03525.jsonl.gz/1669

Nach der Tragödie in der Schule von Peshawar herrschen Angst und Wut in Pakistan. Doch die Aufhebung des seit Oktober 2013 geltenden Todesstrafe-Moratoriums wäre die falsche Reaktion darauf, warnt Amnesty International angesichts der Forderung von Premierminister Nawaz Sharif nach deren Wiederanwendung für terroristische Straftaten.
«Die Wiederanwendung der Todesstrafe ist eine kurzsichtige Reaktion und löst das eigentliche Problem nicht: nämlich den fehlenden Schutz der Zivilbevölkerung im Nordwesten Pakistans», mahnt David Griffiths, Asien-Pazifik-Experte von Amnesty International. «Auf dieses Problem sollte sich die pakistanische Regierung konzentrieren, statt die Gewaltspirale mit der Wiederanwendung der Todesstrafe weiter anzukurbeln.»
Amnesty fordert, dass die Verantwortlichen für Verbrechen gegen die Zivilgesellschaft, wie der gestrige Angriff auf eine Schule in Peshawar eines war, strafrechtlich verfolgt und vor Gericht gestellt werden. Sie sollen jedoch ein faires Verfahren nach internationalen Standards erhalten, ohne Rückgriff auf die Todesstrafe.
Medienmitteilung veröffentlicht: Bern, 17. Dezember 2014
Medienkontakt