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Die britische Schauspielerin Maureen Lipman hat die Besetzung von Helen Mirren als ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir im kommenden gleichnamigem Biopic infrage gestellt. Die geadelte Mirren, selbst nicht jüdisch, wird in Guy Nattivs Film Israels erste weibliche Premierministerin verkörpern. Die ebenfalls geadelte jüdische Lipman glaubt, dass die Rolle von einer jüdischen Schauspielerkollegin hätte gespielt werden sollen. «Das Judentum des Charakters ist so wichtig», sagte Lipman gegenüber «The Jewish Chronicle» diese Woche. «Ich bin sicher, dass sie grossartig sein wird, aber es wäre auch Ben Kingsley niemals erlaubt, Nelson Mandela zu spielen.» Nachdem im vergangenen November ein Bild der britischen Schauspielerin als verstorbene Politikerin veröffentlicht worden war, sagte diese, es sei eine grosse Herausforderung gewesen, Meir «im schwierigsten Moment ihres aussergewöhnlichen Lebens darzustellen». Dann fügte Mirren hinzu: «Ich hoffe nur, dass ich ihr gerecht werde.» Die Oscar-Preisträgerin spielte zuvor jüdische Charaktere, so die Mossad-Agentin im Film «The Debt» (2010) oder Maria Altmann in «Woman In Gold» (2015). Lipmans Kritik an der Beteiligung Mirrens folgt einer Reihe ähnlicher Kommentare von Schauspielern, die ihrer Meinung nach unauthentische Besetzungsentscheidungen infrage stellen.
Helen Mirren 14. Jan 2022
Die Richtige?
Nicole Dreyfus