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Auch in der Schweiz kann das Coronavirus sehr ernste Auswirkungen auf Leib und Leben haben. Und doch funktioniert bei uns das Gesundheitssystem auf hohem Niveau. Dies zeigt uns auch ein Blick in unsere Projektgebiete, wo teils elementarste Hilfe fehlt. Gerne geben wir Ihnen einen Einblick in die Methodisten-Spitäler in der Demokratischen Republik Kongo sowie das Unterwegssein der EMK mit Angehörigen der Roma Minderheit in Ungarn.
Das Gesundheitswesen im Kongo ist in einer schwierigen Situation. Die Infrastruktur der Spitäler ist alt oder wurde während der Kriege im Osten des Landes zerstört oder beschädigt. Der Staat ist nicht in der Lage, den Betrieb der Gesundheitseinrichtungen vollumfänglich sicherzustellen. Rund 35 % aller Spitäler werden von Kirchen geführt, so auch die beiden von der Methodistenkirche betriebenen und von Connexio unterstützten Spitäler in Kapanga und Kabongo. Epidemien wie Ebola oder nun auch die Covid-19-Pandemie sind eine riesige Herausforderung für das Gesundheitswesen. Das Spital Kabongo bietet für rund 400’000 Menschen dringend benötigte Gesundheitsdienstleistungen.
Der leitende Arzt von Kabongo schildert uns einen Fall, der verdeutlicht, welche Auswirkungen die wenigen Gesundheitseinrichtungen auf die Menschen haben und welche Einzelschicksale dahinterstehen. Eine 18-jährige Frau mit Geheinschränkung wurde vergewaltigt und hatte im 8. Monat der Schwangerschaft Komplikationen. Unter schwierigsten Bedingungen wurde die Frau über 60 km mit Fahrrad und einem behelfsmässig konstruierten Anhänger ins Spital transportiert. Die Ärzte konnten die Frau retten, das Kind war jedoch bereits tot.
Die Gebäude des Spitals Kapanga mit 150 Betten waren sehr alt und in einem schlechten Zustand. Das Gesundheitsprogramm der weltweiten Methodistenkirche hat Ende 2018 umfassende Renovationen begonnen, die noch nicht abgeschlossen sind. Die heftigen Stürme, die jeweils zu Beginn der Regenzeit auftreten können, haben im November des letzten Jahres das Dach der Spitalküche fortgerissen. Die Angehörigen der Patient/innen müssen nun im Freien, ohne Schutz vor der Witterung kochen. Connexio plant den Wiederaufbau der Küche zu unterstützen.
Dringend notwendige Innen- und Aussenerweiterung und Renovation des Bettensaals und der Spitalküche.
(Fotos©Jean-Paul Dietrich/Connexio)
Die EMK ist in Ungarn schon lange mit Angehörigen der Roma-Minderheit unterwegs. Die Osterbotschaft der Hoffnung in Hoffnungslosigkeit dringt auch hier durch: Das Leben ist stärker als der Tod. Hilfe zur Selbsthilfe konkretisiert sich in Projekten wie Farm-Programmen, Bildungsprojekten oder Bemühungen um eine Integration der Roma in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Besonders die Bildungsprojekte wirken sich direkt auf verbesserte Gesundheitsbedingungen aus. Aktuell verschlechtert sich die Corona-Situation wieder. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Menschen in ihre Häuser gedrängt werden, wo aber Isolation oder auch Fernunterricht aufgrund der Platzverhältnisse oft nicht möglich sind.
Mitten in der Covid-19-Pandemie schlossen zwei Roma ihre Ausbildung an der Wesley Bible School ab. In Kürtöspuszta wurde die Situation des Dorfes systematisch analysiert – um alten Menschen sauberes Wasser zu ermöglichen und ihren Enkeln gute Bildungschancen zu eröffnen. In Abony nahmen mehrere Roma-Eltern Pflegekinder auf, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, in einer gesunden Familie aufzuwachsen. Die Botschaft der Hoffnung geht weiter.
Aussaat: Die Botschaft der Hoffnung geht weiter.
Wir bitten Sie, unsere Gesundheitsprojekte mit einem Beitrag zu unterstützen und so zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in unseren Partnerländern beizutragen. Die Spenden dieser Sammlung fliessen in den Gesundheitsfonds von Connexio. Die Spenden sind steuerlich abzugsberechtigt. Für Ihre wohlwollende Unterstützung und für Ihre Gebete danken wir Ihnen herzlich.