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Er bestätigte auf Anfrage von AWP frühere Aussagen, wonach das operative Ergebnis auf Stufe EBITA im Gesamtjahr positiv ausfallen werde. Für das Reinergebnis hingegen wollte er sich diesbezüglich keine Aussagen entlocken lassen.
Im Fokus steht für Hagemann derzeit die Umsetzung der Massnahmen im Rahmen der im Vorjahr formulierten Strategie 2020. Demnach sollen zur Senkung der Kosten zwei Werke in Nordamerika zusammengelegt, die Produktion des Werks im deutschen Büren auf die Standorte in den USA, in Ungarn und in Thailand verlagert und die Fixkosten generell deutlich gesenkt werden. Der Grossteil der Massnahmen soll noch bis Ende 2016 umgesetzt sein. Hagemann bestätigte dabei das Kosteneinsparungsziel von insgesamt 6 Mio CHF auf Stufe EBITA sowie das Margenziel für den EBITA von über 8% innert 24 Monaten.
Die Kosten für die Sparmassnahmen bezifferte Schaffner bei früherer Gelegenheit auf rund 4 Mio CHF. Im laufenden Jahr dürften sich gemäss Hagemann die Einsparungen und die damit verbundenen Kosten per Saldo in etwa aufheben. Er verwies gleichzeitig darauf, dass mit den Restrukturierungen auch Kosten verbunden seien, welche nicht unter dem Namen "Restrukturierungskosten" liefen. Diese liessen sich noch nicht genau beziffern, weshalb er auch nicht sagen könne, ob unter dem Strich im laufenden Jahr ein Verlust anfallen werde. Im ersten Semester wies Schaffner einen Reinverlust von 0,3 Mio CHF aus.
Hagemann geht indes davon aus, dass die Einsparungen die Margen insbesondere im Bereich Power Quality und folglich auch im Gesamtkonzern ab dem zweiten Semester und dann vor allem ab dem Geschäftsjahr 2016/17 anziehen lassen werden.
Um das Wachstum anzukurbeln hat Schaffner regionale Initiativen in den USA, in Indien und in Taiwan gestartet. Viel verspricht sich Hagemann von neuen Aufträgen aus der Automobilindustrie für Antennen für schlüssellose Zutrittssysteme sowie von einer neuen Generation Aktivfilter in der Geschäftseinheit Power Quality. In dieser Business Unit innerhalb der Division EMC, welche Komponenten im Zusammenhang mit elektromagnetischer Verträglichkeit herstellt, soll auch das Produktportfolio verbreitert und etwa neue Märkte wie intelligente Aufzüge gewonnen werden.
In der Division Power Magnetics sind die Resultate derzeit wegen des geringeren Umsatzes schwach, aber auch wegen der Restrukturierungskosten. Die Projekte in der Pipeline liessen aber einen Turnaround der Division innerhalb der kommenden sechs Monate erwarten, hiess es weiter. Auch hier soll über ein breiteres Produkteangebot die Kundenbasis erweitert werden.
Das im vergangenen Jahr formulierte Ziel einer Umsatzverdoppelung auf 400 Mio CHF bis 2020, wollte Hagemann gegenüber AWP weder bestätigen noch dementieren. Dazu sei es zu stark davon abhängig, wie rasch und in welchem Umfang Akquisitionen getätigt werden könnten. Schaffner liess am Investorentag dazu verlauten, dass im kommenden Geschäftsjahr, wenn die Hausaufgaben des diesjährigen gemacht seien, wieder vermehrt nach externen Wachstumsmöglichkeiten Ausschau gehalten werden solle.
Die Aktie ist am Mittwoch bislang ungehandelt.
cf/cp
(AWP)