Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03370.jsonl.gz/2433

UBS-GV: Präsident bedauert Übergehen der Aktionäre bei CS-Übernahme
Die UBS-Spitze hat vor Aktionären die Übernahme der Credit Suisse verteidigt und sich für das Übergehen bei der Mitsprache gerechtfertigt.
Die UBS-Spitze hat vor Aktionären die Übernahme der Credit Suisse verteidigt und sich für das Übergehen bei der Mitsprache gerechtfertigt.
«Wir mussten unverzüglich handeln, um die Lage zu stabilisieren», sagte Präsident Colm Kelleher laut Redetext an der UBS-Generalversammlung am Mittwoch.
Für eine Rücksprache mit den Aktionären sei keine Zeit gewesen. Daher habe die Schweizer Regierung per Notrecht ermöglicht, dass der Zusammenschluss ohne Zustimmung des Aktionariats stattfinden konnte. «Daher war es uns bedauerlicherweise nicht möglich, Ihre Zustimmung einzuholen.»
Er verstehe, dass das nicht allen Anspruchsgruppen der UBS und der Credit Suisse zusage. Gleichzeitig sei er aber davon überzeugt, «dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben».
Denn durch die Akquisition werde der Finanzplatz als wichtige Stütze für den Wohlstand in der Schweiz aufrechterhalten. «Sie stellt eine stabile und nachhaltige Lösung dar», sagte Kelleher. Und obwohl die UBS die Übernahme nicht initiiert habe, die Transaktion dürfte seiner Ansicht nach für die UBS-Aktionäre finanziell attraktiv sein.
Die Übernahme werde voraussichtlich in wenigen Monaten abgeschlossen sein. Die Zusammenführung dürfte derweil voraussichtlich noch drei bis vier Jahre dauern. Dies allerdings ohne die vollständige Abwicklung der Teile der Investmentbank der Credit Suisse, die abgestossen werden sollen, wie Kelleher sagte.