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Laut den in «Lancet Oncology» veröffentlichten Ergebnissen ist ihre Überlebensrate bei Erkrankungen wie Leukämie deutlich geringer als bei jüngeren Kindern. Die Forscher gehen davon aus, dass Unterschiede bei den Tumoren, Verzögerungen bei der Diagnose und Behandlung sowie der Mangel an klinischen Studien für diese Altersgruppe verantwortlich sind.
Deutlich schlechtere Aussichten
Für die Studie wurden Daten aus 27 Ländern zu fast 57.000 Krebserkrankungen bei Kindern und 312.000 Erkrankungen bei Teenagern und jungen Erwachsenen analysiert. Insgesamt waren die Fünf-Jahres-Überlebensraten bei Teenagern und jungen Erwachsenen mit 82 Prozent im Vergleich zu 79 Prozent bei Kindern höher.
Diese besseren Aussichten waren jedoch grossteils dadurch bedingt, dass die älteren Betroffenen an Krebsarten erkranken, die über eine bessere Prognose verfügten. Der Gesamtwert verbarg jedoch jene Besorgnis erregenden Bereiche, in denen bei acht in beiden Altersgruppen häufig auftretenden Krebsarten die Aussichten deutlich schlechter waren.
Laut Forschungsleiterin Annalisa Trama von der Fondazione IRCCS Istituto Nazionale Tumori leben in Europa mehr Kinder, Heranwachsende und junge Erwachsene fünf Jahre nach der Krebsdiagnose noch. «Dennoch sterben Teenager und junge Erwachsene bei bestimmten Krebsarten vor allem an Erkrankungen des Blutes früher als Kinder.»
Überblick über Krebserkrankungen
Die Fünf-Jahres-Überlebensrate lag bei akuter lymphatischer Leukämie bei Teenagern und jungen Erwachsenen bei 56 Prozent, bei Kindern jedoch bei 85,8 Prozent.
Teenager: Krebs bei ihnen häufig tödlich. /
Bei akuter myeloischer Leukämie lagen die Unterschiede bei 50 Prozent im Vergleich zu 61 Prozent. Beim Hodgkin-Lymphom gab es mit 93 beziehungsweise 95 Prozent bei Kindern eine geringere Differenz. Beim Non-Hodgkin-Lymphom war der Unterschiede zwischen Teenagern, jungen Erwachsenen und Kindern mit 77 zu 83 Prozent wieder deutlicher ausgeprägt.
Bei Astrozytomen, einer Krebserkrankung des Gehirns, befand sich die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei 46 Prozent bei den älteren Patienten und bei 62 Prozent bei den Kindern. Beim Ewing-Sarkom zeigten sich mit 49 Prozent und 67 Prozent ebenfalls deutliche Unterschiede. Beim Rhabdomyosarkom, einer Erkrankung der Weichteile, klaffte die Differenz mit 38 beziehungsweise 67 Prozent noch weiter auseinander. Bei Osteosarkomen standen 62 Prozent bei Teenagern und jungen Erwachsenen 67 Prozent bei Kindern gegenüber.