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Nicht in Frage kommt laut dem Verteidigungsdepartement VBS, F/A-18 zu mieten oder zu leasen, wie die “NZZ am Sonntag” meldet. Finnland etwa, das über den selben Kampfjettypen verfügt, benötige seine Jets zum Schutz des eigenen Luftraums. Im “SonntagsBlick” hält VBS-Chef Ueli Maurer fest, dass die Schweizer Jets ausreichen, um die Aufgaben in der normalen Lage zu erfüllen. Was den Unfall angehe, so schloss Maurer Defizite bei der Ausbildung oder der Wartung aus: “Zwei Abstürze in zwei Jahren sind Zufall. Piloten und Unterhalt sind auf Topniveau.” Die “Zentralschweiz am Sonntag” bringt unter Berufung auf Pilotenkreise als mögliche Absturzursache einen Triebwerkausfall ins Spiel. Demnach flog der verunfallte Kampfjet ein langsames Manöver mit grossem Anstellwinkel, wobei ein grosser Teil des Auftriebs von den Triebwerken erzeugt wird. Die Luftwaffe habe nun die Weisung erlassen, solche Manöver bis auf weiteres zu unterlassen.
“NZZ am Sonntag”/”SonntagsBlick”/”SonntagsZeitung”:
Der FIFA-Skandal weitet sich auf die Vergabe der Fussball-WM 2006 aus. Laut “SonntagsBlick”, “SonntagsZeitung” und der “NZZ am Sonntag” prüft die Ethikkommission des Weltverbandes, ob sie ein Verfahren gegen Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) einleiten will. Beide sollen von einem mutmasslichen Stimmenkauf zugunsten der WM in Deutschland gewusst haben. Auch die Schweizer Bundesanwaltschaft hat den jüngsten Bericht “mit Interesse zur Kenntnis genommen”.
“SonntagsBlick”:
Lohndumping im Baugewerbe ist im Tessin, im Grossraum Zürich und in der Westschweiz besonders verbreitet. Das sagt Gian-Luca Lardi, Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbands SBV im Interview mit dem “SonntagsBlick”. Gerade in grenznahen Regionen, wo die Unterschiede zwischen den Schweizer und den ausländischen Löhnen ausgeprägt seien, werde der Landesmantelvertrag LMV unterwandert. Den Ende Jahr auslaufenden Vertrag auszubauen, wie das die Gewerkschaften fordern, erachtet Lardi indes nicht als zielführend. Er befürchtet eine Zunahme der Unterwanderung, wodurch “eine Zweiklassengesellschaft” geschaffen würde.
“NZZ am Sonntag”:
Die Staatsanwaltschaft Genf ermittelt gegen einen äthiopischen Diplomaten, weil dieser im Jahr 2012 eine 19-jährige Landsfrau zwingen wollte, ihm eine Niere zu spenden. Wie die “NZZ am Sonntag” berichtet, hatte der nierenkranke Mann die junge Frau in die Schweiz geholt, damit sie sich in einem Genfer Spital eine Niere entfernen und ihm spenden könne. Laut der Zeitung hatte er ihr den Pass abgenommen und ihr damit gedroht, ihre Familie umbringen zu lassen, falls sie nicht kooperiere. Ein Angestellter des Spitals hatte Verdacht geschöpft und die Polizei alarmiert. Der Diplomat ist gemäss inoffiziellen Quellen flüchtig. Die Expertengruppe des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels (GRETA) hatte den Fall in ihrem aktuellen Bericht aufgegriffen.
“Schweiz am Sonntag”:
Der abtretende Swiss-Chef Harry Hohmeister lobt die Zusammenarbeit mit den Schweizer Gewerkschaften. Wenn er nächstes Jahr seinen Posten im Lufthansa-Vorstand in Frankfurt antrete, werde er versuchen, die Schweizer Lösungskultur mit sich zu tragen: “Auch wenn wir uns mit den Gewerkschaften immer wieder mal gezankt haben, so haben wir uns am Schluss doch auch stets gefunden”, sagte Hohmeister in einem Interview mit der “Schweiz am Sonntag”. Respekt zollt er auch Verkehrsministerin Doris Leuthard für deren jüngstes Bekenntnis zur Schweizer Luftfahrt. Wenn es der Bundesrat ernst meine und auch die Kantone “eine vernünftige Standortpolitik machen”, müssten sich die Swiss und der Flughafen Zürich “keine Sorgen machen”.
“SonntagsZeitung”:
In der Schweiz ist die Zahl der Sonderschüler in den letzten Jahren angestiegen. Im Kanton Zürich etwa sind es laut Angaben der Bildungsdirektion 5067 und damit doppelt so viele wie im Jahr 2000. Ihr Anteil stieg auf 3,7 Prozent und mit ihm auch die Kosten, wie die “SonntagsZeitung” berichtet. Erste Kantone haben deshalb Massnahmen ergriffen. Mit einem Monitoring will Zürich die Zuweisungspraxis in jenen Gemeinden überprüfen, die auffällig hohe Sonderschulquoten haben. Im Kanton Schwyz gilt seit 2010 gar ein Teilmoratorium: Verhaltensauffällige Schüler erhalten keine sonderschulische Betreuung mehr.
“Schweiz am Sonntag”:
Von den bislang gesammelten 24 Millionen Franken Spendengelder für Flüchtlinge hat die Glückskette weniger als eine Million Franken in Hilfsprojekte entlang der Fluchtrouten auf dem Balkan investiert. Das bestätigte die Organisation gegenüber der Zeitung “Schweiz am Sonntag”. Über 90 Prozent der gesammelten Spendengelder sollen für bereits laufende Projekte in Syrien, dem Irak und umliegenden Ländern verwendet werden. Demnach begrenzte Glückskette-Chef Tony Burgener Projektbeiträge für die Balkanroute auf so genannte Direktorenanträge in der Höhe von maximal 200‘000 Franken pro Projekt um schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Dafür erntet er Kritik: “Wir können diesen Entscheid nicht nachvollziehen”, sagt Caritas-Geschäftsleitungsmitglied Odilo Noti. Seine Organisation wollte bei der Glückskette für zwei Überwinterungsprogramme 2,3 Millionen Franken beantragen. Der Entscheid stelle die Pläne nun in Frage. Burgener verspricht Flexibilität.
“Ostschweiz am Sonntag” / “Zentralschweiz am Sonntag”:
Das Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS wird tiefgreifend umgebaut. “Der Chef VBS hat entschieden, die Top-Projekte des VBS enger zu steuern und zu führen”, begründet VBS-Generalsekretärin Brigitte Rindlisbacher die Reorganisation in einem internen Schreiben, das den Zeitungen “Zentralschweiz und Ostschweiz am Sonntag” vorliegt. Ausserdem wolle man das Kernthema Sicherheit stärken. Demnach löst Ueli Maurer per Anfang Jahr seinen Stab auf und überträgt dessen Aufgaben unter anderem dem stellvertretenden Generalsekretär Christian Catrina. Der bisherige Stabschef Yves Bichsel wird per Mitte Jahr Chef der Abteilung Informations- und Objektschutz (IOS), welche in das Generalsekretariat transferiert wird.
“Le Matin Dimanche”:
Schweizer Banken investieren Millionen in ihre Schalterstellen, um den Kontakt mit den Kunden zu pflegen. Gleichzeitig kommt es zu Schliessung von Filialen auf dem Land. Gemäss Zahlen einer Umfrage, die der Zeitung “Le Matin Dimanche” vorliegen, geben 29 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer an, nur einmal pro Jahr den Schalter ihrer Bank aufzusuchen. 20 Prozent gehen gar überhaupt nie hin. 11 Prozent sind wöchentlich, 16 Prozent einmal pro Monat und 12 Prozent halbjährlich in ihrer Bank anzutreffen. Einer von zwei Befragten hat demnach eine “Fernbeziehung” mit seiner Bank. Begründet wird diese Entwicklung mit den elektronischen Möglichkeiten: Geld wird am Bankomaten bezogen, Zahlungen online getätigt und Kontostände im Internet abgerufen.
(SDA)