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Bedingt durch den Produktionsausfall während der 10-Jahresrevision in Bugey-3 reduzierte sich der Energiebezug bei Bugey gegenüber dem Vorjahr um 17,6%. Die Jahreskosten zu Lasten der Partner lagen mit CHF 189 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert von CHF 204 Mio. Diese Abnahme ist laut Geschäftsbericht vorwiegend darauf zurückzuführen, dass während der 10-Jahresrevision von Bugey-3 kein Brennstoffverbrauch erfolgte, und für Mehraufwendungen für diese Revision CHF 6,5 Mio. aus den Rückstellungen entnommen wurden.
Nach einem Vertrag mit der Electricité de France (EDF) hat die Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG (EGL) ein Bezugsrecht auf 17,5% der verfügbaren Leistung der Blöcke 2 und 3 des Kernkraftwerks Bugey. Gleichzeitig verpflichtete sich die EGL zur Finanzierung von 17,5% der Erstellungskosten dieser Blöcke. Das Energiebezugsrecht und die Finanzierungsverpflichtung wurden 1973 von der AKEB übernommen. Diese hat auch anteilig für die Betriebskosten aufzukommen. Die Netzkopplung der beiden 910-MW-Blöcke erfolgte 1978.
Gemäss einem zweiten Vertrag mit der EDF hat die EGL auch ein Strombezugsrecht im Umfang von 200 MW auf die Lebensdauer der Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Cattenom. Auch hier verpflichtete sich die EGL zur Finanzierung der anteiligen Erstellungskosten. Die AKEB übernahm das Bezugsrecht und die Finanzierungsverpflichtung im Jahr 1984 und kommt auch anteilig für die Betriebskosten der beiden Blöcke (je 1300 MW) auf. Sie wurden 1990 und 1991 ans Netz geschaltet.
Im Weiteren hat die AKEB einen Vertrag über eine Unterbeteiligung von 15% an der Kernkraftwerk Leibstadt AG abgeschlossen. Der AKEB entsteht hieraus das Recht auf Bezug von 15% der vom Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) produzierten Energie sowie die Pflicht zur Bezahlung von 15% der KKL-Betriebskosten.
Insgesamt verfügt die AKEB über Energiebezugsrechte von jährlich rund 1900 GWh aus Bugey, 1300 GWh aus Cattenom und 1300 GWh aus Leibstadt. Aktionäre sind die EGL mit einer Beteiligung von 31%, die Stadt Zürich (20,5%), die Centralschweizerischen Kraftwerke (15%), die SBB (13,5%), die Azienda Elettrica Ticinese und die Rätia Energie AG (je 7%) sowie die SN Energie AG (6%). Die Geschäftsleitung liegt bei der EGL.
Quelle
D.S.