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Das am Dienstag publizierte Verhandlungsmandat sieht institutionelle Bestimmungen vor. So soll das EU-Recht, welches sich auf Binnenmarktabkommen bezieht, einheitlich durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) ausgelegt werden. Weiter möchte die EU, dass die Schweiz ihr Recht im Bereich der Abkommen dynamisch anpasst. Dabei sollen die nationalen Abläufe gewährleistet werden.
Unter die institutionellen Bestimmungen sollen sowohl die neuen wie auch die bisherigen Abkommen, die den Binnenmarkt betreffen, fallen. Ohne diese Bestimmungen sollen der Schweiz kein erweiterter Zugang zum Binnenmarkt gewährleistet werden.
EU will finanzielle Beteiligung der Schweiz
Gemäss dem Mandat sollen sich beide Parteien auf einen «fairen» Kohäsionsbeitrag der Schweiz an die EU einigen. Solche Zahlungen seien ein zentrales Gegenstück zur Teilnahme der Schweiz am Binnenmarkt. Weiter müsste die Schweiz sich auch finanziell an den Programmen, an welchen sie teilnimmt, beteiligen.
Bei den Abkommen über Personenfreizügigkeit und Landverkehr wollen die EU-Mitgliedstaaten der Schweiz gewisse Ausnahmen ermöglichen. So dürfte die Schweiz Massnahmen zum Lohnschutz und zum Schutz der Sozialwerke umsetzen. Auch mit Blick auf den Bahnverkehr soll der rein inländische Verkehr von einem künftigen Abkommen ausgeschlossen werden.
Die Verhandlungen über die einzelnen Bestandteile des Pakets werden von der EU-Kommission und dem Bundesrat parallel geführt. Laut dem Rat sollen die Verhandlungen in den nächsten Tagen starten.