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Frauen wurden im Bergsport lange nicht akzeptiert und mussten sich im von Männern dominierten Umfeld behaupten. Umso wichtiger ist es, sich an die Pionierinnen am Berg zu erinnern, die Generationen von Frauen die Pfade ebneten. Eine von ihnen war Lucy Walker.
Lucy Walker erstürmt den Gipfel
Lucy steigen die Tränen in die Augen, als sie erschöpft die letzten Schritte bis zum Gipfel geht. Sie blickt auf die Viertausender ringsum und kann ihr Glück kaum fassen: Sie hat es allen gezeigt und geschafft, was nur wenige ihr zugetraut haben.
So ähnlich muss es sich für Lucy Walker angefühlt haben als sie als erste Frau das Matterhorn erklommen hat.
Eine Pionierin des Bergsteigens
Lucy Walker war eine Pionierin des Bergsteigens. Die Engländerin setzte sich 1871 als Frau in der von Männern dominierten Sportart durch und erreichte im Juli als erste Frau den Gipfel des Matterhorns.
Ihr Erfolg wurde in den Medien der damaligen Zeit als bemerkenswertes Ereignis gefeiert und löste eine Debatte über die Rolle der Frau aus.
Gewürdigt wurde Lucy beispielsweise 1887 von der Bergsteigerin und Frauenrechtsaktivistin Mabel Barker. Lucy Walker bewies: Auch Frauen können schwierige und gefährliche Abenteuer meistern.
Theaterstück «No Ladies please!»
Ihre Geschichte ist so inspirierend, dass sie 2019, knapp 150 Jahre später, im Freilichttheater «No Ladies please!» auf dem Riffelberg aufgeführt wurde. Im Stück ging es auch um weitere Pionierinnen: Zum Beispiel um eine Frau, die sich als Mann verkleidet, um ihre Passion des Alphorn-Blasens auszuleben.
Der Durchsetzungswille dieser Frauen hat dazu beigetragen, das Bild der Frau in der Gesellschaft zu verändern und die Möglichkeiten für Frauen in vielen Bereichen zu erweitern.