Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03545.jsonl.gz/992

Sie sind hier: >>> Gebet und Meditation
(1)
Bahá'i-Gebete
In der Bahá'i-Religion ist das Gebet, wie in allen anderen Reli-gionen ein wichtiger Aspekt im Leben des Menschen.
Drei rituelle Pflichtgebete unterschiedlicher Länge und Form stehen dem Gläubigen täglich zur Wahl: Das lange Pflichtgebet (einmal innnerhalb 24 Stunden) oder das mittlere Pflichtgebet (morgens, mittags und abends) oder das kurze Pflichtgebet (zwischen 12 und 20 Uhr).
Diese Gebete werden vom Gläubigen alleine und zurückgezogen gesprochen oder gesungen. Das einzige Pflichtgebet, das bei der Beisetzung eines Verstorbenen gemeinschaftlich gesprochen wird, ist das von Bahá'u'lláh geoffenbarte Totengebet. Darüber hinaus dienen die für unterschiedliche Anlässe und Lebenssitua-tionen geoffenbarten Gebete des Báb, Bahá'u'lláhs und 'Abdu' l-Bahás als Vorlagen.**
'Abdu'l-Bahá spricht viel über die geistige Sprache. Er sagt zum Beispiel:
"Wir sollten in der Sprache des Himmels, in der Sprache des Herzens sprechen, denn es gibt eine Sprache des Geistes und des Herzens. Diese ist so verschieden von unserer Sprache, wie die unsrige verschieden ist von der Sprache der Tiere, die sich nur durch Schreie und Laute zu äussern vermögen.
Es ist die Sprache des Geistes, die zu Gott spricht. (Christus sagt: "Gott ist Geist und jene, die zu Ihm beten, müssen Ihn im Geiste und in der Wahrheit anbeten - Evangelium Johannes). Wenn wir uns, befreit von äusserlichen Dingen, im Gebet zu Gott wenden, dann ist es, als hörten wir die Stimme Gottes in unserem Herzen. Ohne Worte zu reden, treten wir in Verbindung, alle, wenn wir zu einem wahrhaft geistigen Zustand gelangen, können die Stimme Gottes vernehmen".
"Wir müssen danach streben, einen geistigen Zustand zu erlangen, indem wir uns von allen Dingen und von den Menschen frei machen und uns zu Gott allein wenden.
Es wird von den Seiten der Menschen etwas Anstrengung erfordern, diesen Zustand zu erlangen, denn er muss sich darum bemühen und danach streben.
Wir können zu diesem Zustand gelangen, indem wir weniger nach materiellen Dingen trachten und weniger auf sie bedacht sind als auf das Geistige. Je weiter wir uns von dem einen entfernen, desto näher sind wir dem anderen. Die Wahl steht bei uns.
Unser geistiges Wahrnehmungsvermögen, unser inneres Gesicht muss geöffnet werden, so dass wir die Zeichen und Spuren des Gottesgeistes in allem schauen können. Alles kann uns das Licht des Geistes widerspiegeln. >60
Nachfolgend eine kleine Auswahl an Gebeten:
> 4. Hinwendung zu Gott
> 6. Heilungsgebet