Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/105507

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Rahmen eines Sparprogramms, für das ich Verständnis aufbringen kann, erwägt der Bundesrat die Schliessung des Nationalgestüts in Avenches. Nun handelt es sich beim Nationalgestüt aber um ein wichtiges und anerkanntes Kompetenzzentrum für die Pferdezucht und -haltung in der Landwirtschaft. Die Freiberger-Pferderasse ist das direkte Opfer dieser Massnahmen. Diese einzige einheimische Pferderasse ist ein Symbol lokaler Tugenden (ausdauernd, sympathisch, bescheiden, vielseitig, angepasst an ein raues Klima). Ihre Gefährdung ist ein Affront gegenüber den Jurassierinnen und Jurassiern und ihrer Verbundenheit mit den lokalen Werten und Wurzeln.</p><p>Hat der Bundesrat die Symbolkraft dieses Entscheids mitberücksichtigt, mit dem auf dem Rücken einheimischer Arten gespart werden soll?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Rahmen des Konsolidierungsprogramms 2011-2013 für den Bundeshaushalt (KOP 11/13) hat der Bundesrat beschlossen, den Beitrag für das Nationalgestüt zu streichen. Er rechtfertigt diesen Entscheid damit, dass es sich beim Betrieb des Nationalgestüts nicht um eine Kernaufgabe des Bundes handelt. Der Entscheid hat zur Folge, dass der Bund sich aus den Forschungs- und Ausbildungsaktivitäten im Bereich der landwirtschaftlichen Pferdehaltung zurückziehen wird. Der Bundesrat würde jedoch eine Übernahme des Gestüts durch eine private Trägerschaft begrüssen. Er hat deshalb das Bundesamt für Landwirtschaft beauftragt, diese Möglichkeit im Zusammenhang mit dem Umsetzungskonzept für diesen Bereich des KOP 11/13 zu prüfen. Aus Sicht des Bundesrates obliegt es insbesondere der Branche zu beurteilen, ob sie eine entsprechende Initiative lancieren und allenfalls Vorschläge unterbreiten will. Erste Gespräche betreffend eine private Trägerschaft, namentlich in Form einer Stiftung, sind bereits im Gange. Ob sich eine solche Lösung realisieren lässt, ist noch offen.</p><p>Die Vernehmlassung zum KOP 11/13 wurde Mitte April 2010 eröffnet. Der Bundesrat wird die Botschaft voraussichtlich im Sommer 2010 verabschieden.</p>  Antwort des Bundesrates.