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Anders als bei der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV, vergleiche Abbildung 1) verkaufen Produzenten in der Direktvermarktung ihren Strom eigenverantwortlich auf dem Strommarkt. Sie werden dadurch in die gleichen Systemprozesse eingebunden wie Kraftwerksbetreiber ausserhalb des Fördersystems. Dies stärkt den Anreiz, durch genaue Prognosen und bedarfsorientierte Anlagensteuerung die Integration der Erneuerbaren Energien in das Stromnetz zu verbessern.
Zusätzlich zum Erlös aus dem Stromverkauf erhalten die Anlagebetreiber im Direktvermarktungsmodell eine variable Einspeiseprämie, um die langfristige Investitionssicherheit zu garantieren. Diese Einspeiseprämie bemisst sich als Differenz zwischen einem festgelegten, technologiespezifischen Vergütungssatz und einem Referenz-Marktpreis, welcher periodisch berechnet wird (vergleiche Abbildung 2). Zur Entschädigung des Aufwandes für die Vermarktung des Stroms erhalten die Anlagebetreiber ausserdem ein Bewirtschaftungsentgelt.
|Abbildung 1: Bisheriges Fördermodell der Kostendeckenden Einspeisevergütung (Quelle: Bundesamt für Energie)|
|Abbildung 2: Zukünftiges Fördermodell der Direktvermarktung (Quelle: Bundesamt für Energie)|
Quelle: BFE, Faktenblatt zur Energiestrategie 2050, Direktvermarktung von Stromerzeugungsanlagen mit Einspeisevergütung, Januar 2014