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Gegen Rafael Nadal ging er 3:6, 2:6 unter, und am Mittwochabend lag er auch gegen David Ferrer 2:5 im Hintertreffen. Dann fand er jedoch sein Kämpferherz wieder und schob die Sachen, die ihn neben dem Platz offensichtlich beschäftigen, zur Seite. Der 30-jährige Romand gewann die nächsten sieben Games und schliesslich unter den Augen seiner Eltern Wolfram und Isabelle sowie seiner fünfjährigen Tochter Alexia die Partie 7:5, 6:2. Er fordert damit am Freitagabend (21.00 Uhr) Andy Murray um einen Platz im Halbfinal heraus.
Kopf gelüftet
Am Tag nach der Pleite gegen Nadal setzte Wawrinka gemäss eigener Aussage keinen Fuss auf einen Tennisplatz oder ins Fitnesscenter. Es war augenscheinlich der richtige Weg, um den Fokus zurückzugewinnen. “Das Re-Break im ersten Satz gelang mir etwas glücklich”, gab der Lausanner zu. “Danach war ich klarer im Kopf.” Er habe angefangen, besser und aggressiver zu spielen. Mit dem zweiten Satz sei er dann sehr zufrieden gewesen. “Ich weiss nicht, warum, aber irgendwann hat mein Kopf entschieden, sich auf das Tennis zu fokussieren und nicht an Anderes zu denken.” Es sei auch eine Frage des Stolzes gewesen, dass er diesmal bis zuletzt um den Sieg kämpfen würde.
Es geht noch besser
Dass im Spiel noch nicht alles zusammenpasste, war für Wawrinka keine Überraschung. “Ich konnte nicht erwarten, dass ich nach dem miserablen ersten Spiel gleich wieder super spiele”, erklärte er. Der Sieg, und die Art und Weise, würden nun aber vieles ändern. Wawrinka glaubt vor dem Duell gegen Murray, der mit einem Sieg seine Position als Nummer 2 der Welt bis zum Ende des Jahres sicherstellen könnte, wieder an seine Chance. Immerhin hat er die letzten beiden Spiele gegen den Schotten. Allerdings liegen diese bereits über zwei Jahre zurück, seither sind sich die beiden nie mehr gegenübergestanden.
(SI)