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Dämpfer im Abstiegskampf
Das personell stark dezimierte Frauenfelder Team kann sich nach der 1:3 Niederlage gegen Dübendorf noch nicht aus dem Abstiegsrennen verabschieden und bracht in den letzten beiden Partien gegen Freienbach und Chur 97 noch weitere Punkte.
Das Frauenfelder Trainerteam Exouzidis/Näf war vor dem Spiel nicht zu beneiden, beim Abschlusstraining standen ihnen gerade noch 9 Kaderspieler zur Verfügung, so durften am Spieltag gleich 4 A-Junioren auf der Ersatzbank Platz nehmen. Bei schon fast tropischen Bedingungen startete das Spiel sehr verhalten, beide Teams hatten grosse Mühe ins Spiel zu kommen, viele Fehlpässe prägten das Spiel. Dübendorf war Offensiv ein wenig gefährlicher, die Frauenfelder überboten sich teilweise mit einfachen Fehlern im Spielaufbau. Ein solcher Fehler führte in der 38. Minute zum Führungstreffer der Dübendorfer, ein Frauenfelder Befreiungsschlag landete direkt in den Füssen eines Gegners, dieser zog mit dem Ball in den Strafraum, nach einem kleinen Rempler von Vieira erfolgte der sehr strenge Elfmeterpfiff, Angliker liess sich dieses Geschenk nicht entgehen und traf zur glücklichen Führung.
Der zweite Dübendorfer Treffer, nur wenige Zeigerumdrehungen später, entstand unter dem Motto Pleiten, Pech und Pannen, die Frauenfelder hätten genügend Zeit gehabt, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern, leider fehlte die Abstimmung, der Rettungsversuch traf dann den eigenen Mitspieler und so landete der Ball beim völlig alleine stehenden und der Aktion zusehenden Marjanovic, der dankend zum zweiten Treffer einnetzte. Die Pausenführung der Dübendorfer war ein sehr guter Lohn für die Leistung, die Frauenfelder schenkten die beiden Treffer grosszügig den leicht besseren Gästen.
In der zweiten Halbzeit hatten die Dübendorfer gleich mit der ersten Aktion den entscheidenden dritten Treffer auf dem Fuss, der beste Frauenfelder Torwart Bretscher verhinderte einen weitern Treffer. Nun kamen die Frauenfelder ein wenig besser ins Spiel, Lucarelli verpasste eine Hereingabe von Eggmann. Kurze Zeit später revanchierten sich die Dübendorfer bei den Frauenfeldern für die Geschenke, völlig unbedrängt passte ein Dübendorfer zu Lucarelli, dieser nahm das Geschenk dankend an und erzielte den Anschlusstreffer. Nun kam Hoffnung bei den Frauenfeldern auf, Di Lionardo traf bei einem weitern Abschlussversuch nur die Latte, zudem verhinderte der Dübendorfer Torwart Ursprung mit zwei tollen Paraden gegen Di Lionardo und Eggmann den möglichen Ausgleich. Zwischendurch luden die Frauenfelder die Gäste immer wieder zu Tormöglichkeiten ein, teilweise mit haarsträubenden Aktionen.
Kurz vor Spielschluss brachte sich der Tessiner Unparteiische nochmals ins Gespräch, nach einer unübersichtlichen Aktion pfiff er wegen eines angeblichen Handspiels eines Frauenfelders im Strafraum, nochmals einen Elfmeter für Dübendorf, Deuber verwertete diesen sicher zum 1:3 Endstand.
Die Dübendorfer haben diesen Sieg nicht gestohlen und verbleiben nun definitiv in der 2. Liga Interregional. Die Ausgangslage bei den Frauenfeldern bleibt weiterhin sehr angespannt, in den restlichen Partien gegen Freienbach und Chur 97 wäre ein weiterer Vollerfolg Pflicht.
Telegramm
FC Frauenfeld – FC Dübendorf 1:3 (0:2)
Sportplatz Kleine Allmend, 200 Zuschauer
Tore: 38. Anliker 0:1 (Penalty), 40. Marjanovic 0:2, 53. Lucarelli 1:2, 90. Deuber 1:3 (Penalty)
FC Frauenfeld: Bretscher;Shaqiri, Nobs, Vieira, Kälin; Di Lionardo, Gorte, Sadik, Lucarelli (83. Ferataj); Musaj; Eggmann
FC Dübendorf: Ursprung; Jäggli, Rüegg, Schuler, L. Pergolis; Nef (65. Dzodan), Lienhard, A. Pergolis, Angliker; Hoti (55. Deuber); Marjanovic (90. Frefel)
Bemerkungen: Frauenfeld ohne Exouzidis, Serafino, A. Schlauri, Ch. Schlauri, Maag, Signer, Cura (verletzt), Angst, Nezaj, Haag, Erdal (gesperrt), Ognissanti (Aufgebot anderes Team)