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Seit jeher galt das ungeschriebene Gesetz, dass sich die Vereinsmitglieder unter die Arme greifen, wenn Not am Mann ist. Das belegen viele Protokollstellen. Stellvertretend für all diese sei folgende Anekdote vom 15. März 1934 zitiert: "Unser Musikkamerad Stutz Gottlieb, Niederschongau ist infolge Unfall mit seinen Arbeiten im Rückstand. Es wird deshalb beschlossen, ihm Arbeitshilfe zu leisten. Jeder Musikant hat hierfür mindestens einen Tag zu opfern."
Mit dem Probebesuch stand es aber nicht immer zum besten. Weil die Musikanten aus dem Kretzhof mehrmals zu spät an den Proben erschienen waren, verlegte man im März 1917 eine solche kurzerhand in den Kretzhof zum Musikant Strebel. Dieser wollte es scheinbar mit seinen Kameraden nicht verderben und hatte "zufällig" an diesem Tag ein Schwein geschlachtet. Was aus der Probe geworden ist, darüber schweigt das Protokoll. Man kann sich schmunzelnd fragen, wer hier wohl den Braten gerochen hat?