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Vinifuni
Den Gedanken zum Bau einer Standseilbahn von Ligerz nach Prêles hatten die drei Männer Charles Favre, Regierungsstatthalter, Arnold Gauchat, Gemeindepräsident von Prêles und David-Louis Rossel, Gastwirt bereits 1895.
Erst am 8. Juni 1912 war es nach langen Planungen und der Überwindung von verschiedenen Schwierigkeiten soweit: Die Ligerz–Tessenberg-Bahn (LTB) nahm den Betrieb mit zwei offenen Personenwagen auf. Der Start der neuen Bahn begann vielversprechend. Im Sommer 1917 konnte auf dem Tessenberg mit dem Abbau von Torf begonnen werden, der über die LTB transportiert wurde.
1949 wurden die mechanischen und elektrischen Ausrüstungen teilweise umgebaut und die beiden Wagen erneuert.
Wegen der schlechten Finanzlage der Standseilbahn forderte der Grosse Rat des Kantons Bern im Jahre 1998 die Prüfung einer Umstellung der LTB auf einen Busbetrieb. Eine Studie zeigte auf, dass nur gerade 10 % des Betriebsaufwandes durch die Einnahmen gedeckt waren. Weiter kam der Bericht zum Schluss, dass ein Busbetrieb wesentlich billiger wäre. Die betroffenen Gemeinden wehrten sich jedoch gegen eine Aufhebung der Bahn.
Der Kanton Bern machte sein Engagement für die LTB unmissverständlich von einer Fusion mit der Aare Seeland mobil AG abhängig. Am 21. Juni 2003 stimmten die Aktionäre der LTB und am 26. Juni die Aktionäre der ASm der Fusion zu.
Nach dem Abschluss umfangreicher Erneuerungsarbeiten startete das «vinifuni» mit leichter Verspätung am 18. Mai 2004 auf dem alten Trassee, aber mit neuem Fundament und neuen Gleisen in ein neues Standseilbahn-Zeitalter.
© 2013
Bestell-Nr. 405
112 Seiten, 137 Bilder, Pläne, Tabellen und Skizzen.
Preis: CHF 25.–