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Abendmahlsgebet
Das Gerüst des Abendmahlsgottesdienstes in RG 153 sieht ein Abendmahlsgebet vor und nimmt damit ein Element auf, das in anderen konfessionellen Traditionen ein fester Bestandteil der Abendmahlsliturgie ist und meist als eucharistisches Gebet bezeichnet wird (von griech. eucharistein, „Dank sagen“). Es umfasst den Dank für die auf dem Abendmahlstisch bereitliegenden Gaben sowie für die Versorgung der Menschen mit Nahrung, Zuwendung (durch Mitmenschen), Schönheit (in der Natur) und Frieden.
In RG 153 werden als Elemente des Abendmahlgebetes genannt:
die Bitte um den Heiligen Geist (Epiklese)
die Vergegenwärtigung des Heils (Anamnese)
das Unser Vater.
Das Gebet kann in den von der Gemeinde geteilten Friedensgruss münden.
Reformierte Liturgen und Liturginnen sind bei der Formulierung des Abendmahlsgebets weitgehend frei. Wichtig ist, dass das Abendmahlsgebet ein Gebet bleibt und keine blosse Nacherzählung darstellt. Um dies zu verdeutlichen, kann der Liturge während des Abendmahlsgebets eine Orantenhaltung einnehmen.
Zu den Arten und Funktionen der liturgischen Gebete finden Sie hier einen Grundlagentext.