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erschienen bei euronews
Uruguay will im Krieg gegen die Drogen zumindest an einer Front die Strategie wechseln und Cannabis legalisieren.
Das Unterhaus hatte das Gesetz schon im vergangenen Juli durchgewunken. An diesem Dienstag wird nun der Senat Uruguays über den Entwurf debattieren und vermutlich ebenfalls zustimmen.
ERGÄNZUNG: Die Legalisierung ist durch! Damit ist Uruguay das erste Land weltweit, das diesen neuen, vernünftigen Weg geht. Ein Gramm Marihuana aus staatlicher Produktion kostet ab sofort 1 Dollar – während der Schwarzmarktpreis bei 1,40 lag… Mehr dazu bei RT
Der Staat will die Droge kontrollieren und, anders als beispielsweise Kalifornien, die gesamte Kette, von der Herstellung bis zur Abgabe, nur von öffentliche Stellen abwickeln lassen.
Jose Mujica, der Präsident Uruguays: “Was wir wollen, ist dieses Laster unter Kontrolle zu bringen. Wir wollen das Problem von der Marktseite her angehen, so dass Drogendealer kein Marihuana mehr handeln, weil es der Staat kontrolliert und günstiger abgibt. Wir bekämpfen das Problem mit dem Markt statt mit der Polizei.”
Das Vorhaben hat auch Kritiker in Uruguay. Veronica Alonso, Abgeordnete und Mitglied des Suchtausschusses, hält die Argumentation für fragwürdig: “Wir glauben, dass dieses Projekt das Problem des Drogenhandels nicht löst. Denn wenn man es ernst meinte und konsequent wäre, dann müssten wir ja auch über die Legalisierung von Kokain nachdenken. Denn das ist der eigentlich wichtige Drogenmarkt”
In der jüngeren Vergangenheit hatten sich eine Reihe von Regierungungen, darunter mehrere Bundesstaaten in den USA, unter Verweis auf den hohen Polizeiaufwand und niedrige Erfolgsquoten, für eine Entkriminalisierung Marihuanas entschieden.
Quelle: euronews