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Nachdem der Nationalrat am Dienstag mit überwältigender Mehrheit die Motion für ein Schweizer Importverbot auf Robbenprodukte mit 132 zu 28 Stimmen annahm, sind nun der Ständerat und der Bundesrat gefragt, der weltweiten Robbenjagd entgegenzutreten.
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. sieht die Schweiz in der Verantwortung, ein bedeutendes Signal für den Schutz der Babyrobben zu setzen.
„Ein Schweizer Importverbot für Robbenprodukte wäre ein deutliches Signal an Kanada, die internationale Ablehnung dieser unsagbaren Tierquälerei zu akzeptieren“, sagt Frank Schmidt, PETA-Kampagnenleiter für „Tiere in der Bekleidungsindustrie“. „Sollte mit der Schweiz ein weiterer Absatzmarkt für kanadische Robbenfelle wegfallen, wäre dies ein wichtiges Argument für ein allumfassendes Verbot der kommerziellen Robbenjagd. Dies wird aktuell im kanadischen Senat diskutiert“.
Seit 2010 besteht ein EU-weites Import- und Handelsverbot für Robbenprodukten. 2011 hat auch Russland – das bisher 95% der Robbenfelle bezog – den Import von Robbenfellen verboten, nachdem PETA-USA-Botschafterin Pamela Anderson erfolgreich an den russischen Präsidenten Wladimir Putin appellierte.
Die kanadische Regierung hat 2012 trotz anhaltender internationaler Proteste 400.000 Robben zur Tötung freigegeben. Robbenjäger erschlagen die angeschossenen Tiere mittels Spitzhaken. Viele der Tiere werden noch lebend gehäutet. Begehrt sind die Felle nur wenige Wochen alter Babyrobben. Diese Tiere haben oft noch keine feste Nahrung zu sich genommen und nicht gelernt zu schwimmen.
PETA macht weltweit mobil gegen das blutige Massaker. Prominente Unterstützer sind unter anderem Pamela Anderson, Paul McCartney, Sibel Kekilli und Dirk Bach.