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Der durch Wädenswil fliessende Aabach gilt über weite Strecken als natürliches Gewässer, welches Lebensraumpotenzial für ein Feuchtgebiet aufweist. Die Schwellenhöhe ist an einer Stelle jedoch zu hoch, so dass nicht alle Fische durchschwimmen können. Die Stadt Wädenswil möchte diesen Umstand beheben und den Aabachweiher fischgängig machen. Dazu werden seit Mitte August 2019 in der Nähe der Aamüli bauliche Veränderungen durchgeführt. Mithilfe einer Fischaufstiegshilfe soll auch den kleineren Fischen das Passieren ermöglicht werden.
Der Aabach fliesst vom Ortsteil Schönenberg Richtung Nordwesten zur Aamüli, von dort weiter in den Aabachweiher, wo er anschliessend in den Zürichsee mündet. Er gilt als potenzieller Lebensraum für viele verschiedene Fisch- und Amphibienarten. Momentan saniert der Kanton Zürich die Brücke an der Zugerstrasse. Die Schwellenhöhe im bestehenden Durchlass ist zu hoch, als dass alle Fische ihn passieren könnten. Die Durchgängigkeit für Landtiere ist ebenfalls unterbrochen. Aufgrund dessen haben sich die Stadt Wädenswil und der Kanton Zürich zum Ziel genommen, die Durchgängigkeit sowohl im Wasser als auch dem Ufer entlang wieder herzustellen. Unterhalb des Durchlasses Zugerstrasse befindet sich nämlich ein Absturz, welcher den Fischaufstieg aus dem Aabachweiher unmöglich macht. Dieser Absturz soll mittels eines Raugerinnes mit Beckenstruktur passierbar gemacht werden. Zur Überwindung der Höhendifferenz von 1,44 Metern werden auf einer Länge von rund 21 Metern acht Becken angeordnet. Diese sogenannte Fischaufstiegshilfe ermöglicht vor allem jungen Bachforellen und Groppen das Hindernis auch bei niedrigem Wasserstand zu passieren. Gleichzeitig soll bei den baulichen Veränderungen Rücksicht auf Kleintiere, insbesondere Amphibien, genommen werden. Bei der Bachsanierung wird mithilfe einer Durchlassöffnung darauf geachtet, dass auch bei einem geringeren Abfluss die minimale Wassertiefe nicht unterschritten wird. Es ist also zu erwarten, dass der Fischaufstieg dauernd möglich, zeitweise jedoch etwas erschwert sein wird, wenn aufgrund von Schwemmholz und Geschiebe nicht die gesamte Breite zur Verfügung steht. Die Hochwassergefährdung wird vom Bauprojekt nicht beeinflusst. Die Bauarbeiten werden ausserhalb der Fischschonzeit, also zwischen Mai und September, ausgeführt. Um den baulichen und betrieblichen Unterhalt wird sich sowohl die Stadt Wädenswil als auch das Tiefbauamt des Kantons Zürich kümmern. Die Kosten für die Fischaufstiegshilfe belaufen sich auf etwa CHF 250 000.–. Sowohl der Bund als auch der Kanton unterstützen dieses Bauvorhaben finanziell. Ein zusätzlicher Beitrag wird vom «naturemade star-Fonds» beigesteuert, so dass es der Stadt Wädenswil möglich ist, das Bauprojekt durchzuführen. (w)