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Allerdings gebe es Hinweise, dass auch Personen mit Antikörpern das Virus weiterverbreiten könnten, hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichte Studie der Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) unter Mitarbeitern des britischen Gesundheitssystems. Aussagen über die Effekte von Impfstoffen könne die Studie zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht machen.
"Wir wissen jetzt, dass die meisten derjenigen, die das Virus hatten und Antikörper entwickelt haben, vor einer erneuten Infektion geschützt sind", sagte Susan Hopkins, leitende medizinische Beraterin bei PHE und Co-Leiterin der Studie. Dieser Schutz sei aber nicht vollständig. Auch wie lange dieser anhalte, sei offen. Nach einer überstandenen Infektion sei eine schwere Covid-19-Erkrankung höchst unwahrscheinlich. "Aber es besteht immer noch das Risiko, dass man sich eine Infektion zuzieht und sie auf andere überträgt."
An der sogenannten Siren-Studie nehmen Zehntausende Mitarbeiter des britischen Gesundheitssystems teil. Sie wurden seit Juni regelmässig sowohl auf eine Corona-Infektion als auch auf Antikörper getestet. Von 6614 Teilnehmern, die positiv auf Antikörper getestet wurden, habe es nur bei 44 mögliche Neuinfektionen gegeben, so die Studie.
Experten, die nicht an der Studie beteiligt waren, sprachen von wichtigen Erkenntnissen. "Diese Daten bekräftigen die Botschaft, dass bis auf weiteres jeder eine potenzielle Infektionsquelle für andere ist und sich entsprechend verhalten sollte", sagte Eleanor Riley, Professorin für Immunologie und Infektionskrankheiten an der Edinburgh University. Simon Clark von der Reading Universität sagte: "Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung entweder eine natürliche Immunität haben muss oder geimpft worden sein muss, damit wir die Einschränkungen in unserem Leben vollständig aufheben können. Es sei denn, wir sind darauf vorbereitet, dass viel mehr Menschen infiziert werden und an Covid-19 sterben."
(Reuters)