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In memoriam †Paul Watzlawick
*25.07.1921 – †31.03.2007
Der aus Österreich stammende Kommunikationsforscher, Philosoph, Psychologe, Soziologe und Publizist Paul Watzlawick ist tot. Der Wissenschaftler verstarb 85-jährig in seiner Wahlheimat im kalifornischen Palo Alto am Wochenende, wie das Mental Research Institute bestätigte, wo er bis vor einem Jahr ein Büro hatte. Paul Watzlawick soll nach Angaben seiner Familie schon lange an einer schweren Krankheit gelitten haben. Zu seinen bekanntesten Werken gehörte der Bestseller «Anleitung zum Unglücklichsein» von 1983 oder das wissenschaftliche Werk «Menschliche Kommunikation» aus dem Jahr 1969.
Watzlawick wurde am 25. Juli 1921 im österreichischen Villach geboren. Er studierte Philosophie und Sprachen in Venedig, wo er 1949 promovierte. Anschliessend bildete er sich in Zürich am C.G.-Jung-Institut in Psychotherapie weiter und schloss mit dem Analytikerdiplom 1954 ab. Von 1957 bis 1960 lehrte er als Professor für Psychotherapie in El Salvador. Ab 1960 war Watzlawick Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in Palo Alto und lehrte ab 1967 an der US-Eliteuniversität Stanford. Publizistikstudenten ist er vor allem wegen seines metakommunikativen Axioms «Man kann nicht nicht kommunizieren» ein Begriff.
Prof. Dr. William F. «Bill» Fry
*25.03.1924 – †16.05.2014
Mit grosser Betroffenheit mussten wir erfahren, dass Prof. Dr. William F. «Bill» Fry, Jr., am 16. Mai dieses Jahres von uns gegangen ist. Dies ist nicht nur ein sehr schmerzlicher Verlust für seine drei Kinder und sechs Enkelkinder, sondern auch für seine vielen Freunde und Weggefährten. Dazu gehören die Berufskollegen von der Stanford University (Kalifornien), der American Psychiatric Association (die ihm den ehrenvollen Titel eines Distinguished Life Fellow verlieh), und nicht zuletzt der International Society for Humor Studies (deren Gründungsmitglied er war). Grosse Betroffenheit herrscht auch in der nordamerikanischen Association for Applied and Therapeutic Humor, die William Fry mit dem Lifetime Achievement Award geehrt hat. Auch ausserhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus zeigten sich viele KollegInnen berührt. An erster Stelle Mitglieder der spanischen Academia de Humor und unserer HumorCare-Vereine in der Schweiz, Deutschland und Österreich.
René Schweizer
*27.071943 – †12.06.2015
Der Humorist, Schriftsteller und Mitbegründer der Humorkongresse in Basel, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Und plötzlich bist Du nicht mehr da. Vor dem «Adler» in der Ochsengasse hast Du noch gesessen, bevor Du in Deine Alterswohnung im Nachbarshaus zurückkehrtest. Du wolltest schlafen gehen, bist gestürzt, gestorben. Einfach so. Ach, René, die Lücke, die Du hinterlässt, ist gewaltig. Keiner ist annähernd wie Du; keiner spaziert im Wald und fragt sich aus dem Nichts: «Was gibt es Verrückteres als ein Velosolex?» Die Gedanken fängst Du ein, sagst Du, und verflechtest sie. Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, gehören plötzlich zusammen, als wäre es nie anders gewesen. Es ist der Nonsens, der Dich begleitet hat, den Du ausgereizt hast, nie blöd, nie unlogisch, obwohl es gerade die Logik war, mit der Du nichts anfangen konntest. Deinen Verstand hast Du verloren, damals, in den Siebzigerjahren, doch das Fundbüro konnte Dir nicht helfen. Niemand hat ihn dort abgegeben, Deinen Verstand, aber jeder in Basel und in der restlichen Schweiz wusste: Da gibt es einen, der absurde Briefe an die Behörden schreibt – und stets Antworten von ebendiesen erhält.
Aus: Ein Abschied von Martina Rutschmann, Basellandschaftliche Zeitung, 14.06.2015
Foto: Basile Bornand, tageswoche.ch