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Eugène Rambert
Eugène Rambert wurde am 6. April 1830 in Clarens geboren. Er studierte zuerst Theologie an der freien Fakultät in Lausanne und wandte sich danach zur Literatur. Mit 24 Jahren schloss er dieses zweites Studium in Paris ab und kehrte als Dozent für französische Literatur nach Lausanne zurück. 1860 wurde er als Professor an die neugegründete ETH in Zürich berufen. Er befreundete sich mit Gottfried Keller, den er ins Französische übersetzte. Rambert ist als Dichter und Essayist bekannt geworden. In seinem fünfbändigen Werk „les alpes suisses“, das er in den Jahren 1866-1875 publizierte, sammelte er Legenden und Novellen und schrieb eigene Beobachtungen und Analysen. Die Bergwelt war ihm ein zentrales Anliegen. Er ist 1863 auch Mitbegründer des Schweizerischen Alpenclubs. Weiter verfasste er eine Biografie des bekannten Malers der Alpen Alexandre Calame. Eugène Rambert starb 1886. Er gilt heute als bedeutendster Intellektueller der Romandie seiner Epoche. 20 Jahre nach seinem Tod wurde ein Literaturpreis geschaffen, der seinen Namen trägt. Zu Lebzeiten erhielt er auch die Ehrendoktorwürde der Universität Basel.