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Ein deutscher, in Paraguay lebender Frührentner will seine Vaterschaft an 1000 Kindern aus verschiedenen Ländern, überwiegend aus der dritten Welt, erklären. Er will Ihnen dadurch Anspruch auf die deutsche Staatsbügerschaft und auf deutsche Sozialleistungen verschaffen.
300 Kinder hat er bereits "adoptiert". Den Rest will er bis Ende des Jahres schaffen. Unterhaltsansprüche muß er nicht fürchten, weil seine Rente nicht pfändbar ist.
Grundlage seines Vorgehens ist eine Vorschrift des Kinderrechtsreformgesetzes von 1998. Sie erlaubt Männern die Anerkennung der Vaterschaft, wenn die Mutter zustimmt und kein anderer Mann die Vaterschaft beansprucht.
Das Motiv des Mannes ist nach eigenem Bekunden eine Mischung aus Hilfsbereitschaft und einem Rachefeldzug gegen den deutschen Staat. Er war 1987 wegen Betruges zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, hält sich aber für unschuldig.
"Deutsche erhalten nach dem Einkommensteuergesetz Kindergeld, wenn sie in Deutschland ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben oder im Ausland wohnen, aber in Deutschland entweder unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind oder entsprechend behandelt werden."
Er lebt im Ausland und ist deshalb nicht zwangsläufig unbeschränkt steuerpflichtig. Das kann er aber leicht erreichen. Die Finanzämter in Deutschland wehren sich ganz bestimmt nicht, wenn jemand sich als unbeschränkt steuerpflichtig erklärt *g*. Dann wird er "entsprechend behandelt". Und weil er eine Rente bezieht, die offenbar unter der Pfändungsgrenze liegt, braucht er steuerliche Konsequenzen auch nicht zu befürchten.
Je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr fürchte ich, daß der Mann gute Chancen hat.
die eine Unterstützung noch zu würdigen wissen und später eventuell etwas zur deutschen Gesellschaft beitragen als welche die es als völlig Normal empfinden zu kassieren und dabei den Arsch nicht mehr hoch kriegen ...
wenn er tatsächlich das Kindergeld erhalten würd, dann würd dies wieder Tür und Tor für Gauner öffnen. 1000 Kinder x 154 Euro sind ja dann doch ein recht ansehnlicher Betrag der da zu ergaunern ist. Also ich glaube das der Herr dann sehr schnell eine Lawine los treten wird :(
bobbycar
: Nicht, dass ich das Treiben des Mannes gutheissen
kann, genauso wenig wie die Dummheit der deutschen Gesetzgeber, aber der Mann scheint nicht auf den Kopf gefallen zu sein. Mit 38 die Frührente durch und das mit satten 1000 Euronen pro Monat. Der darf zwar nicht als Rechtsberater in Deutschland arbeiten, aber mit Hilfe des Internets könnte der aus dem Ausland sicherlich noch so manche Lücke gewinnbringend für Hartzgeschädigte oder andere in bare Münze wandeln. Deutschlands dicke Gestzbücher machen es möglich.