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Statt Sterne vergeben, emotionale Sprache benützen
Alles wird heutzutage im Internet auf den Prüfstand gestellt: Filme, Bücher, Restaurants, aber auch Ärztinnen und Psychotherapeuten. Es werden Noten vergeben, die uns den sofortigen Zugang zur «Schwarm intelligenz» verschaffen und unseren Entscheidungsprozess vereinfachen sollen. Wie eine neue Studie zeigt, ist dieses auf Sternen basierende System allerdings auch problematisch.
Die meisten im Internet abgegebenen Bewertungen fallen nämlich positiv oder sogar sehr positiv aus, obwohl das menschliche Verhalten von Natur aus facettenreicher ist. Laut dem Forschungsteam um Matthew Rocklage von der University of Massachusetts sind Sterne kein guter Erfolgsindikator. Das Team präsentiert eine andere Methode, die sich stärker auf die Emotionalität der Rezensierenden beruft.
In den vier im Artikel erwähnten Studien verwendete das Team ein Analysewerkzeug namens «Evaluative Lexicon». Mit diesem konnten die Emotionalität und die durchschnittliche Positivität der Kritik gemessen werden. Texte, die viele Begriffe wie
«beeindruckend» oder «erfreulich» enthielten, wurden als emotionaler eingestuft als Rezensionen, in denen beispielsweise von «tadellos» die Rede war. Das Forschungsteam wandte diese Methode auf Film-, Buch- und Restaurantkritiken und sogar auf Werbetexte an. Das Ergebnis? Während die Anzahl der vergebenen Sterne kein zuverlässiger Erfolgsindikator war, gab laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Verwendung einer emotionalen Sprache treffendere Hinweise auf einen späteren Erfolg.