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Demgemäß entschied die
Synode17. Juni, daß sie sich in Erwägung, daß der Ehestreit bereits endgültig entschieden worden
sei, neuerdings in
Erörterung einer durchaus vollendeten
Thatsache nicht einlassen könne. Hatte Milan in dieser
Frage gesiegt,
so vermehrte das doch keineswegs seine Beliebtheit, im Gegenteil regte sich überall das
Gefühl des
Mitleids
für die
Königin-Mutter, deren völlige Unschuld an politischen
Ränken sogar behauptet wurde, während der Ehescheidungsprozeß
des
Generals Protitsch gegen seine
GattinArtemisia Milan arg bloßzustellen drohte.
Für die ländlichen oder städtischen
Molkereigenossenschaften (Sammelmolkereien) hat die richtige Bewertung
der zur gemeinschaftlichen Verarbeitung übernommenen Milch je nach ihrer
Qualität die größte Bedeutung.
In neuerer Zeit wird die Bezahlung der Milch nach dem Fettgehalt, welcher mit dem Soxhletschen
Apparat festgestellt wird, in der
Weise vorgenommen, daß, wenn z. B. für 1
Liter Milch bei 3 Proz. Fettgehalt 10
Pf. gezahlt werden, für jedes 0,1 Proz.
Fett mehr
oder weniger 0,2Pf. zu- oder abgerechnet werden.
Zuweilen erfolgt die Bezahlung der Milch nach dem Butterpreis, indem für 1 kg Milch der 12.-14. Teil des
Preises für 0,5 kg
Butter
in
Anrechnung gebracht wird. Am richtigsten ist die Bezahlung nach der gelieferten Fettmenge (Kiloprozent). Der
Preis für 1 Proz.
Fett (10 g pro 1 kg Milch) wird durch Verteilung des für 1
Monat oder Jahr und für 1 kg Milch erzielten
Reinertrags
auf den durchschnittlichen Fettgehalt ermittelt; beträgt derselbe z. B. 3
Pf., so werden für 3,5 Proz.
Fett (= 1 kg Milch) 10,5,
für 3,4 Proz. 10,2Pf. etc. bezahlt. Die Verwertung der nach dem
Aufrahmen verbleibenden Magermilch bietet
mannigfaltige Schwierigkeiten. Am vorteilhaftesten ist der Verkauf
¶
mehr
als menschliches Nahrungsmittel
[* 18] im frischen oder pasteurisierten Zustand (7-8 Pf. das Liter mit 0,35-0,5 Proz. Fett), gebräuchlicher
die Erzeugung von Magerkäse, seltener von halbfetter Ware und die Verfütterung an Jungvieh und Schweine.
[* 19] Zu letzterm Zwecke
hat man in neuerer Zeit Emulsionen von Magermilch mit Leinsamenöl, Margarin oder andern billigen Fetten in
eignen Emulsionierungsapparaten versucht. Bei der dänischen Milchzentrifuge läßt sich nach Abnahme des Magermilchschälrohrs
die Emulsionierung ohne weiteres vornehmen. Die mit Fett, besonders mit Oleomargarin emulsionierte Magermilch dient auch zur
Herstellung von sogen. Kunstfettkäsen. In neuerer Zeit wird aus der Magermilch Kefir dargestellt.