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Schlechte Konformität bei Lippenpflegeprodukten
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat Lippenpflegeprodukte auf Mineralparaffine (MOSH) und aromatische Mineralölkomponenten (MOAH), allergene Duftstoffe und verbote-ne Substanzen untersucht. Zwanzig von 29 Proben waren nicht in Ordnung und mussten beanstandet werden, wobei vier Proben mit einem Verkaufsverbot belegt wurden.
Die Produkte umfassten Lippenbalsam, Lipgloss und Lippenstifte und wurden in Warenhäusern, Detailhandelsbetrieben mit aussereuropäischem Sortiment und Kosmetikfachgeschäften der Kantone Basel-Stadt (18) und Aargau (11) erhoben. Die Produkte stammten mehrheitlich aus China und der Europäischen Union.
Zehn Proben (34%) entsprachen bezüglich ihren MOSH nicht der Empfehlungen von Cosmetics Europe und des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) und wurden deshalb beanstandet. Der grössere Anteil dieser Proben wies auch tiefe Anteile MOAH auf. Bei elf Proben (38%) fehlte die Deklaration von mindestens einem allergenen Duftstoff. Fünf Proben (17%) wiesen eine falsche Deklaration der Farbmittel auf und bei zwei Proben (7%) waren Konservierungsmittel nicht deklariert.
Vier Proben (14%) enthielten verbotene Substanzen und mussten mit einem Verkaufsverbot belegt werden. Die Proben enthielten das fortpflanzungsgefährdende Octamethylcyclotetrasiloxane, den verbotenen allergenen Duftstoff Butylphenyl Methylpropional (Lilial) oder das rosa fluoreszierende Farbmittel C.I. 45170 (Rhodamin B).
Das Resultat der Marktkontrolle lässt generell auf eine mangelnde Qualitätskontrolle der betreffenden Hersteller schliessen. Bei den Lippenkosmetika, die weiterhin hauptsächlich aus Mineralölen bestehen, halten viele der erhobenen Produkte die Empfehlung von Cosmetics Europe und dem BfR bezüglich MOSH nicht ein.
Aufgrund der hohen Beanstandungsrate werden in Zukunft weitere Marktkontrollen von Lippenkosmetika durchgeführt.