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Die Langweiler schlagen wieder zu.
Das Infinite-Monkey-Theorem ist eigentich nur ein Gedankenspiel: Kettet man Affen lange genug an eine Schreibmaschine, tippen die irgendwann die dicksten Romane der Welt. In der Realität lässt sich das Theorem leider nicht testen. Stichwort Tierschutz, Stichwort Lärm. Anzeichen, dass die Affentheorie einen glaubhaften Ansatz hat, liefert uns hingegen die «Republik».
In den kommenden Tagen startet die «Republik» mit einer Boden-Luft-Invasion. Sie heisst Tamedia-Papers. In 13 Kapiteln wird die Verlagsgeschichte ab 1893 nacherzählt. Das verspricht viel Gähn. Spannendes wird nicht aufgetischt, das zeigen die langweiligen Fragen an TX-Group-Verleger Pietro Supino.
Die Journalisten der Republik zeigen sich fassungslos:
Was sagt TX-Group-Verleger Pietro Supino zur «Tamedia Papers»-Recherche? Wir wissen es nicht. Er wollte bisher keine Fragen beantworten.
Was erlauben Supino?!
Wir vermuten, dass Supino schlicht keine Lust hat, Antworten auf lächerliche Fragen zu geben. Gleich die erste ist an Dämlichkeit nicht zu toppen: «Welcher Ihrer vier Vorgänger hat Sie am stärksten beeinflusst?» Supino hat ja nur den letzten erlebt (Hans Heinrich Coninx).
Die anderen 31 Fragen (!) sind noch peinlicher. In aller Freundschaft: Die «Tamedia Papers» werden weniger zutage bringen als volle Pampers. «Was hat Sie», noch so eine Frage, «während Ihrer Ausbildung an der Columbia Journalism School geprägt?»
Auf diese Schülerfrage hätte Supino immerhin antworten können:
A news story should be like a mini skirt on a pretty woman. Long enough to cover the subject but short enough to be interesting.
Aber dass Tamedia nicht antworten will, sollte bei der «Republik» nicht zum Sprung aus dem Fenster führen. ZACKBUM.ch kriegt von der Republik auch nie eine Antwort.