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Kurzfassung
Das Zentrum Akany Fanantenana nimmt rund 30 Straßenkinder und jugendliche Straftäter auf. Sie wird von einer lokalen NGO und dem madagassischen Staat verwaltet.
Nach den verschiedenen politischen Krisen ist das Zentrum stark zerstört worden, und die Kleinen Schwestern des Evangeliums versuchen, die dringendsten Bedürfnisse zu befriedigen, indem sie den Kindern, bei denen es sich mehrheitlich um Jungen handelt, Lebensmittel, materielle Hilfe und ein Mindestmaß an Bildung bringen.
Seit 2006 hilft die Fondation Avenir Madagascar den jungen Menschen, indem sie zu den von den Kleinen Schwestern des Evangeliums koordinierten Aktionen beiträgt.
Hintergrund und Kontext
Akany Fanantenana ist ein Bildungszentrum, das sich im Umkreis des Zentralgefängnisses von Antsirabe befindet. Kinder werden vom Jugendrichter oder vom Sozialdienst auf unbestimmte Zeit, von einigen Monaten bis zu 2 bis 3 Jahren, vermittelt. Die Gründe für die Unterbringung sind sehr vielfältig: Bagatelldiebstahl, Diebstahl, Verlassen der Familie, Straßenkinder, aber auch Körperverletzung, Vergewaltigung und andere schwerwiegendere Vergehen.
Errungenschaften
Das Zentrum kann 25 bis 30 junge Menschen, meist Jungen, aufnehmen. Einige von ihnen besuchen Schulen in der Stadt. Die anderen erhalten eine Alphabetisierungsschulung von einer der Kleinen Schwestern des Evangeliums.
Nach der politischen Krise, die Madagaskar im Jahr 2009 erschütterte, funktioniert das Zentrum nicht mehr zufriedenstellend. Der Staat stellt nur die Gehälter des Direktors und zweier Wachen zur Verfügung, aber seit 2012 stellt er keine Grundnahrungsmittel mehr für die Kinder bereit. Gegenwärtig kann das Zentrum, das etwa dreißig junge Menschen zwischen 9 und 15 Jahren aufnimmt, nur auf externe Hilfe zählen, die von den Kleinen Schwestern des Evangeliums koordiniert wird.
Die Fondation Avenir Madagascar schickt regelmäßig Geld für den Schulbesuch in der Stadt und leistet materielle Unterstützung: Schulmaterial, Computer usw.
Zukünftige Entwicklungen
Sobald die politische Stabilität es zulässt, will die Stiftung ihre Unterstützung insbesondere für das Akany-Zentrum verstärken:
- Renovierung und Anpassung der Aufnahmeeinrichtungen
- Wiederaufnahme der finanziellen Unterstützung für die externe Ausbildung junger „Sozialfälle“.
- Gewährleistung der Schulbildung junger „Straftäter“.
- Entwicklung einer Gartenarbeitsausbildung für alle jugendlichen Insassen.
Jegliche finanzielle Unterstützung, so bescheiden sie auch sein mag, ist eine große Hilfe für diese vom Staat im Stich gelassenen Jugendlichen, z.B. in Form von Schulgeld für einen jungen Häftling.