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- Sébastien Reichenbach (Groupama-FDJ) fährt bei der 16. Etappe der Tour de France lange ganz vorne mit, verpasst als 3. aber einen Exploit.
- Lennard Kämna (Bora-hansgrohe) gewinnt erstmals ein Teilstück der Tour de France.
- Die Favoriten um Leader Primoz Roglic (Jumbo-Visma) halten sich zurück, weshalb es keine Verschiebungen im Gesamtklassement gibt.
Bei der 16. Etappe der Tour de France von La Tour-du-Pin nach Villard-de-Lans hat erneut einer der vier Schweizer eine engagierte Leistung gezeigt: Schweizer Meister Sébastien Reichenbach hatte früh Unterschlupf in der 20-köpfigen Fluchtgruppe gefunden, zog anschliessend zusammen mit dem späteren Etappensieger Lennard Kämna das Tempo an und konnte so bis auf Richard Carapaz (Ineos) alle Fahrer abhängen.
Dem Antritt des 24-jährigen Kämna konnte Reichenbach beim letzten Anstieg aber nicht folgen und musste abreissen lassen. Der Deutsche liess auch noch Carapaz stehen und feierte im Ziel seinen ersten Etappensieg an der Tour de France. Mit 1:56 Minuten Rückstand kam Reichenbach als 3. im Ziel in Villard-de-Lans an.
Alles beim Alten im Gesamtklassement
Primoz Roglic verteidigte das «Maillot jaune» souverän. Erst kurz vor dem Ziel testete sein slowenischer Landsmann Tadej Pogacar (UAE) die Beine des Favoriten mit einem Angriff, der 30-Jährige konterte aber ohne Probleme. Roglic hat weiterhin 40 Sekunden Vorsprung auf Pogacar. Rigoberto Uran (EF) hat als 3. bereits 1:34 Minuten Rückstand.
Wie schon bei der 15. Etappe konnte Vorjahressieger Egan Bernal (Ineos) nicht mit den anderen Anwärtern im Gesamtklassement mithalten. Der Kolumbianer musste früh abreissen lassen und hat jetzt 19:04 Minuten Rückstand auf Roglic.
Bernal nicht für WM selektioniert
Der kolumbianische Radverband hat Egan Bernal nicht für die Strassen-WM im italienischen Imola vom 24. bis 27. September nominiert. Der Verband hat dazu keine weiteren Erklärungen abgegeben. Das kolumbianische Aufgebot ist mit einigen prominenten Namen versehen: Rigoberto Uran, Miguel Angel Lopez und Nairo Quintana werden an der WM teilnehmen.
So geht es weiter
Bei der Königsetappe am Mittwoch wird den Fahrern viel abverlangt und die Favoriten im Gesamtklassement müssen sich einmal mehr beweisen. Auf den 170 Kilometern von Grenoble nach Méribel stehen gleich zwei Anstiege der höchsten Kategorie auf dem Programm. Insbesondere die Bergankunft beim Col de la Loze wird wohl weitere Aufschlüsse im Gesamtklassement liefern.