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Schiitische Gemeinschaft
Schiiten bilden neben Sunniten die zweite Hauptströmung innerhalb des Islam. Sie betrachten Ali, den Schwiegersohn Mohammeds, als rechtmässigen Nachfolger des Propheten. Die Bezeichnung «Schi'at Ali» heisst «die Partei Alis». Ali wurde 656 n. Chr. zum Kalifen auserwählt, jedoch 661 n. Chr. getötet. Sein Sohn Hussein fiel 680 im Kampf um die Vorherrschaft mit seiner Familie in der Schlacht von Kerbala. Im Gedenken daran feiern die Schiiten Aschura, das zehntägige Märtyrerfest, mit Trauerriten. Die schiitische Gemeinschaft im Kanton Luzern trifft sich in einem grossen Raum im 1. Stock eines Gewerbegebäudes im Gebiet Fluhmühle.
Die Mitglieder kommen aus dem Irak, wo ihr ursprüngliches Zentrum lag, dem Iran, wo etwa 90 Prozent der Bevölkerung Schiiten sind, dem Libanon und Syrien. Auch europäische Konvertiten gehören zur Gruppe. Die Schiiten treffen sich dienstags- und donnerstagsabends zum Gebet. Frauen kommen mit ihren Kindern samstagnachmittags zum Religionsunterricht. Dabei werden u. a. islamische Lehrvideos angeschaut.
«Religionsvielfalt im Kanton Luzern» (www.unilu.ch/rel-LU) ist ein Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern.
Letzte Aktualisierung: 12.8.2021