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Dürst, Waldemar
Gestorben: 19.8.2010
Dürst absolvierte die Fotoschule Vevey, wo er von Gertrude Fehr unterrichtet wurde. Er arbeitete anschliessend als Fotojournalist, ab 1952 erschienen seine Reportagen in Die Woche und in anderen schweizerischen Zeitschriften und Zeitungen. Dürsts fotografisches Schaffen steht in der Tradition der französischen Photographie Humaniste (— Robert Doisneau, Henri Cartier-Bresson, Willy Ronis), die nach dem Zweiten Weltkrieg entstand und den Alltag, die Arbeit, die materiellen Entbehrungen und kleinen Freuden der Menschen in den Mittelpunkt stellte, oft unter einem lyrisch-verklärenden Blickwinkel. Als diese Art zu fotografieren nicht mehr gefragt war, gab Dürst in den frühen siebziger Jahren die Fotografie auf und widmete sich seinem bäuerlichen Betrieb in Weesen. Als Mitglied der Natur- und Heimatschutzkommission engagierte er sich für den Erhalt des Ortsbildes. In späteren Jahren hat Dürst den Fotoapparat nochmals zur Hand genommen, sein Interesse galt der Welt der Insekten.
SAMMELPUBLIKATIONEN
«Drei-Präsidenten-Tag, 5. Dezember 1952», o.V., St. Gallen 1953; «Things As They Are. World Press Photo 50», Aperture, New York 2005.