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Im Mai/Juni 2012 hat die öffentliche Auflage des Generellen Projekts des Autobahnteilstücks A5 Westast stattgefunden. Am 20. Juli 2012 haben über 40 Personen aus Ipsach die Eingaben aus der Gemeinde in einem sogenannten „Marsch nach Bern“ der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern übergeben. Die Forderung aus Ipsach ist eine Entlastung vom Zubringerverkehr zur Autobahn, welche mit dem geplanten „Porttunnel kurz“ nicht erreicht wird. Im Antrag an den Bundesrat lehnt der Kanton den „Porttunnel lang“ ab. Begründet wird der Entscheid damit, dass es einerseits nicht die Aufgabe der Nationalstrasse ist, mit dem Autobahnzubringer eine Umfahrungsstrasse zu realisieren. Andererseits wird der Nutzen für die Region als gering eingeschätzt. Auch die geschätzten Mehrkosten von 35 Mio. Franken für die Langvariante führten zu einem ablehnenden Entscheid, weil der Kostenanteil für den Kanton ansteigen würde und dies bei der heutigen Finanzlage des Kantons nicht realisierbar sei.
Der Gemeinderat zeigt sich sehr enttäuscht über diesen Entscheid. Insbesondere auch, weil es der Kanton ablehnt, die beiden Porttunnel-Varianten weiter zu prüfen, wie es seinerzeit auch die regionale Arbeitsgruppe „Stöckli“ gefordert hatte. Dabei hätte auch der Nutzen für Ipsach in der Bewertung angemessen berücksichtigt werden können. Einen „Porttunnel kurz“ lehnt der Gemeinderat ab. Dies würde den Zubringerverkehr auf nicht absehbare Zeit mitten durch Ipsach leiten. In einer Planungsvereinbarung aus dem Jahr 2002 haben sich die Gemeinden des rechten Bielerseeufers zusammen mit dem Kanton auf eine Strategie geeinigt. Die allgemeine Verkehrszunahme soll über die Regionalbahn Aare Seeland mobil (ASm / früher Biel-Täuffelen-Ins BTI) und den leichten Zweiradverkehr bewältigt werden. Dazu wurden Massnahmen festgelegt, die diese Strategie unterstützen. Unter anderem wurde das Angebot der ASm-Bahnlinie ausgebaut. Mit dem Bau eines Autobahnzubringers zum rechten Bielerseeufer und der damit verbundenen Verkehrszunahme wird nach Ansicht des Gemeinderats diese Strategie torpediert.
Der Bundesrat wird voraussichtlich Ende 2013 über das Projekt entscheiden. Basierend auf einem genehmigten Projekt wird der Kanton ca. im Jahr 2015 ein Ausführungsprojekt auflegen. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Möglichkeit zur Einsprache.
Kontaktperson
Bernhard Bachmann, Gemeindepräsident
T 079 422 70 01
05. März 2013