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Aequalitas – die Entwicklung des Streichquartetts um 1750
«…Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten, glaubt ihren Diskursen etwas abzugewinnen und die Eigentümlichkeiten der Instrumente kennenzulernen.» Ein Zitat von Johann Wolfgang Goethe über die Formation des Streichquartetts – Welche Entwicklung musste diese Formation durchlaufen, bis sich diese besondere Gleichberechtigung der Stimmen und Klangfarbe entstanden ist?
Um 1750 wurden verschiedene wichtige und mächtige Höfe zu Zentren der Kunst und Musik. Ein Fürst, der etwas gelten wollte, versammelte die besten Künstler, die Europa zu bieten hatte um sich. So konnte ein Zusammenwirken entstehen, dass den Übergang des Barocks zur Klassik bewirkte.
Das Manesse Quartett zeigt mit vier wegweisenden Komponisten die Entwicklung, die das Streichquartett bis zu dieser Gleichberechtigung der Stimmen durchlief, bis es mit dieser Klangfarbe weiter in die Neuzeit entlassen wurde. Im Barock spielte man die Triosonate, bei welcher gleichberechtigte Melodie-Stimmen über einen Generalbass spielen, welcher die begleitende Funktion übernimmt. Erst mit der Loslösung dieses Generalbasses konnte das Cello eine gleichberechtigte Stimme übernehmen und so entstand das Streichquartett. Dazu liest Nathalie Hubler thematisch passende Texte.
Werke von:
Georg Friedrich Telemann: Sonata a Violino I & II, Viola e Violone
Luigi Boccherini: Streichquartett op 24 No 6 G. 194
Franz Xavier Richter: Streichquartett op 5 Nr 1 C-Dur
Joseph Haydn: Streichquartett op 20 Nr 4
Ensemble:
Christine Baumann Violine
Antonia Ruesch Violine
Brigitte Maier Viola
Sibylle Bremi Violoncello
Nathalie Hubler Texte, Sprecherin