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Im März-April 2023 hat das Institut für Tourismus (ITO) der HES-SO Valais-Wallis zum sechsten Mal seit 2015 eine Online-Umfrage bei den Schweizer Tourismusorganisationen (TO) durchgeführt. Neben Themen wie der Nutzung von Social Media und Fragen zu den Ressourcen im Online Marketing wurde auch die Datennutzung in den TO für das Berichtsjahr 2022 erhoben. Die Umfrage wurde online durchgeführt und von 89 Organisationen beantwortet.
Instagram und Facebook an der Spitze
Instagram (98 %) und Facebook (97 %) werden von fast allen Schweizer Tourismusorganisationen genutzt. Auch das professionelle soziale Netzwerk LinkedIn wird von fast drei von vier Organisationen (72 %) genutzt.
Soziale Netzwerke werden hauptsächlich zur Verbesserung des Markenimages von Destinationen (98 %) und zur Stärkung des Engagements und der Interaktion mit Besuchern (70 %) genutzt. Dennoch generieren soziale Netzwerke weniger als 4 % des Traffics auf den Webseiten der Destinationen.
Konsolidierung der personellen und finanziellen Mittel für digitales Marketing
Die personellen und finanziellen Mittel für digitales Marketing und soziale Netzwerke sind in den letzten Jahren gestiegen. Allein für die Stelle, die sich mit sozialen Netzwerken befasst, gibt es heute 1,6 VZÄ im Jahr 2022, während es 2018 nur 0,54 waren. Auch die Teams für digitales Marketing sind mit 2,4 VZÄ im Jahr 2022 gegenüber 1,18 VZÄ im Jahr 2018 stärker geworden. Dies gilt vor allem für große und mittelgroße Organisationen.
Im Jahr 2022 betrug das Budget für Suchmaschinenmarketing 28'400 CHF (und 52'600 CHF für große TOs), während das Budget für Kampagnen in sozialen Netzwerken 52'400 CHF (119'700 CHF für große TOs) betrug. Die Zeit, die die Teams der Schweizer DMOs für soziale Netzwerke aufwenden, beträgt im Durchschnitt rund 15 Stunden pro Woche gegenüber 9 Stunden im Jahr 2014. Generell hat der Zeitaufwand für die Pflege der sozialen Netzwerke zugenommen, vor allem in grösseren Strukturen.
Datenerfassung und Treueprogramme
Kundendaten werden hauptsächlich durch E-Mail-Kommunikation (z.B. Newsletter) und Online-Formulare gesammelt. Sie werden vorrangig für Marketingzwecke, zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und für Monitoring-Aktivitäten verwendet.
Das Management von Daten, sowohl bei ihrer Erhebung als auch Verarbeitung, stellt weiterhin eine Herausforderung dar. Lediglich ein Viertel der TO besitzt eine Datenstrategie. Gesetzliche Vorgaben sowie ein Mangel an finanziellen und personellen Ressourcen erscheinen in diesem Kontext als Hindernisse.
Die meisten der befragten TO (67%) bieten Gästekarten an, allerdings variiert ihr Format, ob online oder auf Papier. Was die Zusammenarbeit mit anderen lokalen Akteuren für ein gemeinsames Treuesystem betrifft: 11% der TO haben es bereits eingeführt, während 65% Interesse daran bekunden. Bezüglich eines gemeinsamen Treueprogramms mit anderen Destinationen: 44% sind auf regionaler Ebene interessiert, 49% auf kantonaler Ebene, aber nur 28% auf nationaler Ebene.
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Bildquelle: ©Freepick – Pikisuperstar