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Es war eindeutig nicht sein gottgefälliger Lebenswandel, weshalb Jacobus Meyer 1586 zum Abt des Klosters Muri gewählt wurde, sondern seine noble Herkunft. Denn der gute Jakob galt als verschwenderisch und gewalttätig, hatte mehrere Konkubinen und eine Tochter und feierte sogar ausgelassen Hochzeit. 1596 wurde er schliesslich verhaftet und in die Ostschweiz abgeschoben. Seinen Mitbrüdern vergönnte er allerdings wenig. Nachdem ihm aufgefallen war, dass diese mit Vorliebe im Konventgarten lustwandelten, um über die Klostermauer einen Blick auf die Fenster des «Adler» zu werfen, wo sich das weibliche Personal nicht immer ganz züchtig präsentierte, liess er die Mauer kurzerhand um mindestens einen Meter erhöhen. Und aus wars mit dem Spass.
Sündiger Blick über die Mauer
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