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Die Geschichte des Forsthaus Hölli
Im Jahre 1890 begann der Kanton Freiburg sein grosses Wiederaufforstungswerk im entwaldeten Flyschgebiet des Senseoberlandes. Auf Initiative von Kreisoberförster Josef Jungo vollendete der Staat im Jahre 1941 auf einer Felsrippe im Gebiet Hölli ein Forsthaus als Unterkunft und Stützpunkt für die dort tätigen Forstarbeiter, welche dazumal die ganze Arbeitswoche im Gelände verbrachten.
Mit dem anbrechenden Automobilzeitalter wurden die Forsthäuser ab den 50er Jahren immer weniger benutzt, bis in die 70er Jahre hinein vornehmlich noch für die forstliche Ausbildung und dann mehr und mehr für Erholung und Zusammenkünfte privater Gruppen und Familien. Die forstlichen Arbeitsmethoden hatten sich seit der Bauzeit so stark verändert, dass das Forsthaus wie andere ähnliche Unterkünfte ihren ursprünglichen Zweck vollständig verloren. Aber das Forsthaus Hölli hatte inzwischen in der Bevölkerung eine so hohe Bedeutung als gemeinsames Kulturerbe erlangt, dass die Nachricht von dessen geplanten Abbruch eine Gegenbewegung zu Gunsten der Erhaltung auslöste.
"Herr Gott breit‘ die Arme aus und segne unser liebes Haus.
Nimm’s unter Deine mächt’ge Hut und beschirm des Herdes heil’ge Glut.
Lass alle guten Geister ein und tritt selbst, so oft Du magst, herein."
Inschrift am Forsthaus Hölli