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Der Pfizer Forschungspreis gilt als einer der renommiertesten Forschungspreise der Schweiz auf dem Gebiet der Medizin. Insgesamt zeichnet die Stiftung Pfizer Forschungspreis dieses Jahr 25 Preisträgerinnen und Preisträger aus. Maria Soledad Esposito und Philip Tovote erhalten die Auszeichnung für eine Forschungsarbeit in der Kategorie Neurowissenschaften und Erkrankungen des Nervensystems, die in «Nature» erschienen ist.
In einer bedrohlichen Situation hängt das Überleben der betroffenen Person vom angemessenen Verhalten – Erstarren oder Flucht –ab. Maria Soledad Esposito und Philip Tovote haben im Mausmodell untersucht, welche neuronalen Schaltkreise passive und aktive Verhaltensweisen in bestimmten bedrohlichen Situationen auslösen.
Mithilfe optogenetischer, elektrophysiologischer und neuroanatomischer Methoden konnten sie miteinander verknüpfte Nervennetzwerke in Vorder-, Mittel- und Rautenhirn beschreiben, die bei Gefahr eine evolutionär sehr alte Erstarrungsreaktion auslösen. Die Studienergebnisse vermitteln ein mechanistisch-funktionelles Verständnis einer grundlegenden «Überlebensreaktion», deren Dysregulation bei angstbedingten Störungen beim Menschen eine Rolle spielt.
Originalbeitrag:
Philip Tovote, Maria Soledad Esposito, Paolo Botta, Fabrice Chaudun, Jonathan P. Fadok, Milica Markovic, Steffen B. E. Wolff, Charu Ramakrishnan, Lief Fenno, Karl Deisseroth, Cyril Herry, Silvia Arber, Andreas Lüthi: Midbrain circuits for defensive behaviour. Nature (2016)
Kontakt: Kommunikation, Heike Sacher