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Sehnenentzündung
Sehnenentzündung
siehe
auch Sehnenscheidenentzündung (in Vorbereitung); Karpaltunnelsyndrom;
Tennisarm
Sehnen sind Verbindungen zwischen Muskel und Knochen, sie übertragen
die Muskelkontraktion auf die entsprechenden Skelettteile. Sehnen haben
eine hohe Zugfestigkeit. Sehnenfaserbündel (kollagene Fasern)
bilden zusammen die Sehne. Umgeben sind Sehnenfaserbündel von
Bindegewebe, in diesem verlaufen die Blut- und Lymphgefässe sowie
Nervenfasern. Über einem Knochenvorsprung gleitet die Sehne durch
eine Sehnenscheide, zusätzlich ist sie durch einen Schleimbeutel
geschützt.
Wiederholte mechanische Reibung, einseitige Bewegungen (Überbelastung)
oder eine Zerrung führen zu schmerzhaften Reizzuständen an
Sehnen, Sehnenscheiden und Sehnenansatz am Knochen. Zu den bekanntesten
Sehnenentzündungen gehört der Tennisellenbogen/ Tennisarm,
die Sehnenscheidenentzündung am Unterarm und die Entzündung
der Achillessehne. Erste Anzeichen sind vermehrte Wärme und leichte
Schwellung. Werden diese Warnsymptome nicht ernst genommen, verschlimmert
sich die Entzündung, es besteht die Gefahr, dass die Sehne durch
die zu hohe Belastung abreisst (Ruptur).
Symptome
Tipps
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Vermeiden von einseitigen Belastungen (Computer, usw.). Arme zwischendurch
immer mal wieder hängen lassen, Hände mehrmals zur Faust
ballen, Finger beim Öffnen der Hand spreizen.
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Sehnen müssen allmählich an Belastungen gewöhnt
werden.
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Richtiges Schuhwerk, evtl. Schuhwechsel (je nach Untergrund) bei
unterschiedlichen Trainingseinheiten.
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Aufwärmen vor dem Training und Dehnübungen vor und nach
einer Belastung.
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Nach dem Training sollte die Durchblutung angeregt werden, z.B.
kalt abduschen (Kneippen).
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Brechen Sie bei ersten Symptomen einer Sehnenentzündung
das Training ab.
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Im Anfangsstadium helfen kühlende Anwendungen um der Entzündung
entgegen zu wirken.
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Ruhigstellung des betroffenen Körperteils.
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Wärmebehandlung
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Eine entzündete Sehne darf nicht belastet werden.
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Verband / Manschette / Bandage.
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Bei Sehnenentzündungen kann der Arm zu Beginn in einer Armschlinge
ruhiggestellt werden.
Schulmedizinische Behandlung
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Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente, Salben, Spritzen
mit örtlichen Betäubungsmitteln.
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Cortison-Spritze (vergrössern bei häufiger Anwendung
die Gefahr von Sehnenrissen).
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Ruhigstellung (Bandage, Gips)
Tipps aus der Naturheilkunde
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Quarkwickel
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Kohlwickel (Kohlblatt mit Wallholz so lange walken, bis der Saft
austritt. Das befallene Gelenk mit dem Blatt umwickeln, mit einem
Tuch abdecken, und den Wickel 1-2 Stunden wirken lassen.
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Wickel mit verdünnter Arnikatinktur.
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Heilerde auflegen.
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Johannisöl einreiben (Vorsicht bei Sonnenbestrahlung).
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Salben: Arnika; Beinwell (Symphytum)
Behandlung Klassische Homöopathie
Eine Sehnenentzündung ist sehr hartnäckig und häufig
Ursache für längere Trainingspausen im Sport, Arbeitsausfall.
Je früher die Behandlung beginnt, desto schneller kann die Erkrankung
geheilt werden. Dazu ist aber eine Anamnese notwendig, da das homöopathische
Mittel anhand der individuellen Symptome differenziert werden muss.
Gefragt wird nach Auslöser, der genauen Krankengeschichte, aber
auch nach charakteristischen Allgemeinsymptomen und Gemütssymptomen.
Zwar bestehen bei einer Sehnenentzündung sogenannte physiologische
Symptome, dies sind z.B. Schwellung, Rötung, besser in Ruhe, usw.
Trotzdem werden die Beschwerden von Patient zu Patient anders wahrgenommen.
Vor allem bei den sogenannten Modalitäten (Verschlimmerungen,
Verbesserungen) sind grosse Unterschiede vorhanden.
Die Gabe eines homöopathischen Arzneimittels führt nur zur
Heilung, wenn Krankheitsursachen, Auslöser wie ungewöhnliche
Belastung, schlechtes Training behoben werden.
Erkrankungen des Bewegungsapparates können durch eine homöopathische
Behandlung sehr gut behandelt werden. Der Heilverlauf verkürzt
sich durch spezifische Heilmittel ausserordentlich.