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Der UNO-Sicherheitsrat hat die seit rund einem Jahrzehnt bestehenden Sanktionen gegen den nordostafrikanischen Staat Eritrea aufgehoben. Die 15 Mitglieder des Gremiums sprachen sich am Mittwoch in New York einstimmig für eine von Grossbritannien eingebrachte entsprechende Resolution aus.
Die Sanktionen bestanden unter anderem aus einem Waffenembargo, Reiseverboten und eingefrorenen Konten. Gleichzeitig fordert die Resolution Eritrea auf, einen Grenzkonflikt mit dem Nachbarland Dschibuti beizulegen.
Äthiopiens UNO-Botschafter Taye Atske Selassie begrüsste die Aufhebung der Sanktionen. Der Vorgang markiere ein «neues Kapitel der sich normalisierenden Beziehungen» am Horn von Afrika.
Eritrea wird seit Jahren repressiv geführt. Vor allem der zeitlich unbegrenzte Wehr- und Arbeitsdienst hat Tausende Eritreer in die Flucht getrieben. Eritrea nutzte vor allem den Konflikt mit Nachbar Äthiopien als Rechtfertigung für die repressive Politik.
1998 brach ein blutiger Grenzkrieg zwischen den Ländern aus, nur fünf Jahre nachdem Eritrea die Unabhängigkeit von Äthiopien erlangt hatte. Zwar endeten 2000 die Kämpfe, die Staaten blieben aber verfeindet. Im Juli schlossen sie überraschend Frieden. (aeg/sda/dpa)