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Nach einer Pause der Rührung fügte sie mit leichtem Zittern in der Stimme hinzu: “Es ist mein erster Preis und ich nehme ihn voller Stolz und Freude mit nach Hause.” Mehr als 8000 Festivalgäste kamen, um die Engländerin bei Blitz, Donner und Regen auf der pittoresken Piazza Grande zu feiern. Das Festival übergab der Künstlerin einen “Pardo alla carriera”, einen Leoparden für ihr Lebenswerk.
Berühmt wurde Birkin 1969 in Paris als Sängerin mit dem damals als Skandal empfundenen Chanson “Je t’aime … moi non plus”. Das mit ihrem Lebensgefährten Serge Gainsbourg (1928 – 1991) voll flirrender Erotik gehauchte Liebesgeflüster machte sie zur Ikone frei gelebter Sexualität. Dazu kamen viele Erfolge als Schauspielerin, so etwa 1978 im Krimi “Tod auf dem Nil”.
Auf ihr Image als Sexsymbol angesprochen, hatte Jane Birkin erst jüngst in einem Interview erklärt: “Ich habe mich nie sexy gefühlt. Himmel, ich sah manchmal aus wie ein Junge mit langen Haaren.”
Das Filmfestival in Locarno zeigt am (heutigen) Freitag die Premiere von Timo von Guntens Film “La femme et le TGV”, in dem Birkin die Hauptrolle spielt. Zudem läuft eine Retrospektive zu Ehren der Engländerin.
(SDA)