Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03569.jsonl.gz/2800

Deutschland 1974: «Fussball total» ohne Happy-End
- Montag, 2. Juni 2014, 11:07 Uhr
Die 10. WM fand in Westdeutschland statt. Die Mannschaft des Gastgebers feierte mit den Bayern-Stars Franz Beckenbauer, Sepp Maier und Gerd Müller den 2. Titel nach 1954. Die attraktivste Equipe des Turniers stellte aber Final-Gegner Niederlande.
20 Jahre nach dem «Wunder von Bern» sicherte sich Deutschland den 2. WM-Titel. Im Final gingen die favorisierten Niederländer zwar schon nach 2 Minuten durch ein Penaltytor von Johan Neeskens in Führung, doch Paul Breitner per Elfmeter und «Bomber» Gerd Müller wendeten das Blatt noch in der 1. Halbzeit. Superstar Johan Cruyff biss sich an Berti Vogts die Zähne aus.
Mit Cruyff und Ajax-Power
Die Erfolge von Ajax Amsterdam auf Klub-Ebene hatten das holländische Nationalteam bei der 1. WM-Teilnahme seit 1938 beflügelt. Die Zwischenrunde beendete das Team von «Bondscoach» Rinus Michels, der den «totalen Fussball» (kollektives Angreifen und Verteidigen) propagierte, mit dem Punktemaximum. Nur die Krönung blieb der «Elftal» verwehrt.
DDR siegt im «Bruderduell»
In der Vorrunde hatte die BRD ausgerechnet gegen die DDR verloren. Jürgen Sparwasser war einziger Torschütze im einzigen innerdeutschen Duell der Geschichte.