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Orientierung am Zeitgeist der 30er-Jahre
Die Fridolinskapelle im idyllischen Weiler Vogelsang oberhalb von Lengnau gelegen wurde 1770 mit eigenen Mitteln des Hofs Vogelsang mit Einwilligung des Lengnauer Pfarrers und des Bistums Sion, Klingnau errichtet.
Aufgrund von Feuchteschäden im Bereich der nordwestlichen Aussenwand waren aussen und innen Instandstellungsmassnahmen erforderlich. Nach den Sondierungen im Bodenbereich wurde aussen der Sockelverputz erneuert und die Dachwasser- und Sickerleitung angepasst. Im Innern konnte der Boden lediglich im Bereich des Chors erhalten werden. Der restliche Bodenbelag inklusive Unterkonstruktion musste vollständig ersetzt werden. Der Verputz an den Aussenwänden musste im Sockelbereich ebenfalls ersetzt werden. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege erfolgte der Entscheid, sich am Zeitgeist der Renovation von 1930 zu orientieren und den Mittelgang und das Chorpodest ebenfalls wieder mit Zementfliesen zu belegen. Die Einteilung der Fliesen entspricht dieser der 30er-Jahre. Die neue Farbgebung der Fliesen ist abgestimmt auf die Chorbilder, den Altar und die restliche Ausstattung und korrespondiert mit den seitlich liegenden, gleichwertig in Fichte und Eiche ersetzten Riemenböden. Die Wände wurden in einem Weisston neu gefasst. Das deckend gestrichene Holzwerk und die Fensterrahmen erhielten einen, zur Wandfläche leicht differenzierten, beigen Anstrich. Die Sichtholzflächen wurden gereinigt und mit Öl aufgefrischt. In Rücksprache mit der Denkmalpflege wurde eine Bankreihe entfernt, um mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen.