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Lauterbrunnen
(Kt. Bern,
Amtsbez. Interlaken).
800 m. Gem. und Pfarrdorf, im
Lauterbrunnenthal; 11 km s.
Interlaken und 4,3 km s. der Thalmündung,
an der Weissen
Lütschine und am Fuss der
Jungfrau. Endstation der Linie
Interlaken-Zweilütschinen-Lauterbrunnen, Kopfstation
der Drahtseilbahn
Lauterbrunnen-Mürren und der Bergbahn
Lauterbrunnen-Wengernalp-Kleine
Scheidegg-Grindelwald. Postbureau,
Telegraph, Telephon. Die Gemeinde zerfällt in die 5 Unterabteilungen
Lauterbrunnen-Vordergrund (Hauptort
mit der Pfarrkirche),
Lauterbrunnen-Hintergrund mit
Stechelberg,
Gimmelwald und
Mürren auf den Höhen im W. und
Wengen im O.
Zusammen 430
Häuser, 2551 reform. Ew. Von grosser
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Bedeutung sind Hotel- und Fremdenindustrie mit ihren Nebengewerben, die die Mehrzahl der Bewohner beschäftigen. Landwirtschaft, Alpwirtschaft und Viehzucht. Als Hausindustrie wird im ganzen Thal die Spitzenklöppelei betrieben. Sekundarschule. Das am Fuss der mächtigen Felswände der Jungfrau und der senkrechten Felsmauer, über die der berühmte Staubbach herunterschiesst, gelegene Dorf ist ein Fremdenzentrum ersten Ranges. Verhältnismässig reiche Vegetation und sehr schöne Aussicht auf die das Thal abschliessenden Gletscher.
Die der Ueberlieferung nach aus dem Lötschenthal stammenden Bewohner hatten sich wahrscheinlich zuerst auf den linksseitigen
Gehängeterrassen des Thales angesiedelt. Die Freiherren von Weissenburg vergabten 1334 dem Kloster zu Interlaken alle ihre
im Lauterbrunnenthal gelegenen Ländereien mit den darauf bezüglichen Rechten. Die erste Kirche entstand
1487, doch wurde
Lauterbrunnen erst zur Zeit der Reformation zur selbständigen Kirchgemeinde erhoben. Die heutige Kirche
ist 1832-1835 erbaut worden. Eine aus der alten Kirche stammende bemerkenswerte Glasmalerei aus dem 15. Jahrhundert befindet
sich jetzt im historischen Museum zu Bern.