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Im Fall um den in Angola festgehaltenen schweizerisch-angolanischen Geschäftsmann Jean-Claude Bastos hat sich dessen Firmengruppe Quantum Global erneut an den englischen High Court gewandt. Das Gericht soll untersuchen, wie gross der Schaden ist, der aus einem vom angolanischen Staatsfonds FSDEA (Fundo Soberano de Angola) erwirkten weltweiten Einfrierbefehl von Geldern entstanden ist.
Die für vier Monate von April bis August 2018 gegen Quantum Global auferlegte «Worldwide Freezing Order» habe erhebliche Verluste nach sich gezogen, teilte das Zuger Unternehmen am Dienstag mit. Dies habe sich unter anderem auf die Fähigkeit der Firma ausgewirkt, die Geschäftstätigkeit zu finanzieren und Mitarbeiter zu bezahlen.
Teilsieg in England
Im August erreichte Quantum gegen den angolanischen Staatsfonds in London vor Gericht einen Teilsieg. Englische Gerichte hatten zunächst die vom Staatsfonds angeforderte Freezing Order vom April aufgehoben und später auch einen Antrag des Fonds auf Wiederinkraftsetzung der Order abgelehnt.
Die Affäre Bastos und Quantum wurde durch die Veröffentlichung der Paradise-Papers im November 2017 losgetreten. Der Investor hatte unter der Regentschaft des Ex-Präsidenten José Filomeno dos Santos einen lukrativen Vermögensverwaltungsauftrag vom Staatsfonds erhalten. Dabei wurden Mittel auch in ein von Bastos persönlich betriebenes Hafenprojekt investiert.
Nach einem Regierungswechsel wird Bastos in Angola Veruntreuung und Geldwäsche vorgeworfen. Bastos sitzt seit Ende September in Untersuchungshaft. Nebst Angola hat auch der Inselstaat Mauritius Gelder von Quantum und Bastos mit Sperren belegt.
(awp/tdr)