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de Barros, Flávio
Der Ruhm dieses anonym gebliebenen brasilianischen Fotografen gründet auf den 72 Fotografien aus der sogenannten Guerra de Canudos (1896/97), einer Schlüsselepisode der Geschichte Brasiliens. Im Dorf Canudos im Hinterland des Bundesstaats Bahia hatte sich um den lokalen Priester Antônio Conselheiro eine Art kommunitäre Gemeinschaft gebildet, die jeden Tribut an den Staat ablehnte. Die junge Republik verstand Conselheiro und seine Anhänger als monarchistische Bedrohung. Das Militär setzte der Bewegung von Canudos ein blutiges Ende. Barros begleitete die Armee, seine Fotografien aus den letzten Tagen des Feldzuges sind die einzigen Bildzeugnisse und illustrierten das monumentale Buch «Krieg im Sertão» des Journalisten Euclides da Cunha. Der Roman «Der Krieg am Ende der Welt» (1982) des Peruaners Mario Vargas Llosa basiert auf da Cunhas Bericht und ist eine romanhafte Darstellung der Ereignisse.
EINZELPUBLIKATIONEN
«Canudos», Cadernos de Fotografia Brasileira No. 1, Instituto Moreira Salles, Salles, São Paulo 2002.