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Wussten Sie…einige interessante Zahlen über die Bienen
Der „Fleiss der Bienen“ ist unschlagbar. Was die kleinen, emsigen Insekten in ihrem kurzen Leben leisten, ist beachtlich:
- sie bestäuben ca. 80 % aller Blüten
- sie besuchen pro Ausflug ca. 250-500 Blüten der gleichen Sorte und benötigen dafür ca. 15-30 Minuten
- legen für die Produktion von 1 kg Honig eine Distanz von rund 100‘000 km zurück
- ein Bienenvolk besucht pro Tag bis zu 50 Millionen Blüten
- ein Bienenvolk produziert pro Jahr zwischen 10 kg bis 100 kg Honig. Diese Menge ist stark abhängig vom Standort und dessen Klima.
Das Bienenvolk
Ein Bienenvolk besteht aus
- rund 30‘000 Arbeitsbienen. Die Arbeitsbiene betätigt sich in ihrem kurzen Leben von nur einigen Wochen in verschiedenen Funktionen: unmittelbar nach dem Schlüpfen als Putzbiene, danach als Ammenbiene, dann als Baubiene anschliessend als Wächterin und zu guter Letzt als Sammlerin von Nektar, Honigtau, Pollen, und Propolis.
- Einer Königin. Sie ist anderthalb mal so gross wie die Arbeitsbienen und hat nur die eine Aufgabe, den Fortbestand des Bienenvolkes zu sichern, indem sie möglichst viele Eier legt. Sie wird von den Bienen ständig mit Gelée Royale gefüttert und ernährt sich ausschliesslich mit diesem nährstoffreichen Saft, den die Bienen selber herstellen.
- Einige hundert bis tausend Drohnen, wie man die männlichen Bienen nennt, die nur während der Sommermonate im Bienenvolk leben und als einzige Aufgabe haben, die Königin im Drohnenflug zu begatten. Nach erfolgter Aufgabe werden die Drohnen von den Arbeiterinnen aus dem Stock gedrängt, wo sie verhungern, da sie sich nicht selber ernähren können.
Die Biene als Honigproduzentin
Während des Sammelflugs besucht die einzelne Biene immer nur eine Pflanzenart. Man spricht von der ‚Blütentreue‘ der Biene. Diese von der Natur gegebene Gabe ermöglicht es der Biene die wichtige Aufgabe der Pflanzenbestäubung möglichst effizient zu leisten. Zum Glück wählt nicht jede Biene dieselben Pflanzen aus, so dass alle blühenden Pflanzen die Bestäubungsmöglichkeit durch die Bienen erhalten. Durch das schöne Blühen und dem feinen Riechen locken die Pflanzen die Bienen zum Saugen ihres Nektars an.
Ein Teil des Sammelguts verbrauchen sie schon während des Fluges als Nahrung. Den Rest speichern sie in ihrer Honigblase und reichern ihn bereits während des Rückflugs zum Bienenstock mit körpereigenen Stoffen, den sogenannten Enzymen, an. Im Bienenstock wird der Zuckersaft an die Stockbienen abgegeben, diese reichern den Saft zusätzlich mit deren eigenen körpereigenen Enzymen an. Während dieses Vorgangs wird dem Honigsaft permanent Wasser entzogen, so dass er „eingedickt“ und haltbar gemacht wird. Der so eingedickte Honigsaft wird nun in leere Wabenzellen eingefüllt und durch intensiven Flügelschlag dermassen belüftet, dass er auf einen tiefen Wassergehalt heruntergetrocknet und damit lagerfähig wird.
Erst jetzt wir der Honig in die Lagerwabenzellen eingefüllt und mit einer luftdichten Wachsschicht verschlossen, sogenannt „verdeckelt“. Die verschlossene Wabe zeigt dem Imker, dass der Honig reif zur Ernte ist. Er nimmt nun die Waben aus dem Bienenkasten und entfernt mit einer speziellen Gabel die Wachsdeckel. Anschliessend wird der Honig in einer Honigschleuder durch schnelles Drehen (Fliehkraft) aus den Waben geschleudert und aufgefangen. Der so gewonnene Honig wird anschliessend in der Schweiz von uns sorgfältig zu herrlichen nectaflor Honig-Assemblagen verarbeitet.
Die Biene als wichtiges Nutztier
Bienen liefern uns nicht nur den allseits beliebten, feinen Honig, sondern übernehmen für den Fortbestand aller Lebewesen auf der Erde eine äusserst wichtige Funktion: die wertvolle Bestäubung der Pflanzen. Sie sind somit auch ein wichtiges Nutztier. Auf der Suche nach Nahrung fliegen sie von Blüte zu Blüte und bestäuben so einen Grossteil der landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, aber auch der Wildpflanzen. Ohne diese Bestäubungsarbeit würden auf unserem Speiseplan viele Gemüse und Früchte, aber auch Futterpflanzen für Tiere wegfallen. Aus diesem Grund setzt sich nectaflor besonders für den Bienenschutz, die Imkerei und die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Biene ein.
Bienentanz / Rundtanz / Schwänzeltanz
Wie machen Sammelbienen einander auf interessante Futterquellen aufmerksam und wie beschreiben sie einander den Weg zu neuen Nahrungsquellen?
Die Bienen haben dafür ihre eigene Körpersprache: den Rund –und Schwänzeltanz. Mittels kodierten „Tanz“ -bewegungen geben die heimkommenden Bienen an ihre Sammelkolleginnen die nötige Information über den Standort neuer Nahrungsquellen weiter. Auch der Geruch spielt dabei eine wichtige Rolle: ihre feinen Körperhärchen tragen den Geruch und die Pollen der Nahrungsquelle mit in den Bienenstock. Er ist ein wichtiges Indiz für die Sammelbienen, wie die neue Futterquelle schmeckt.
Bedeutung des Honigs für die Bienen
Honig dient dem Bienenvolk als Futter und Energiequelle. Er ermöglicht es dem Volk, längere Zeit ohne Nahrungszufuhr von aussen überleben zu können. Bei vielen staatenbildenden Insekten stirbt das Volk zum Winter hin und nur die jungen Königinnen überleben in einer Kältestarre; nicht so bei den Bienen. Dank ihrer Fähigkeit, die erforderliche Nesttemperatur im Bienenstock aufrechtzuerhalten, überlebt das ganze Volk. Der angelegte Honigvorrat dient ihnen während der nektarlosen Zeit (Spätsommer, Herbst und Winter) als Futtervorrat und „Brennstoff“. Bleibt dem Bienenvolk genügend Futtervorrat, wenn der Imker laufend Honig aus dem Bienenstock erntet? Ja, der Imker ist bemüht dem Bienenvolk am Ende der Vegetationsperiode (also im Sommer / Herbst) genügend Honig zu belassen, damit diese bis zum Start des Nektarflusses im kommenden Frühjahr genügend Nahrung haben.
Falls nötig versorgt der Imker das Volk nach der Entnahme des Honigs im Herbst mit einer ausreichenden Menge Ersatzstoff in Form von Zuckerlösungen. Die so genannte Zuckerfütterung am Ende der Vegetationsphase wird nur in Ländern mit weniger begünstigendem Klima und einem entsprechend kurzen Nektarfluss gemacht. Die Zuckerfütterung ist für die Imker arbeits- und kostenintensiv. In vielen Regionen in denen unsere nectaflor Honige geerntet wird, verzichtet die Imkerei auf die Zuckerfütterung und belässt die letzte Honigernte der Saison den Bienen.
Die sechs Bienenprodukte
Die von den Bienen gebauten Waben sind sechseckig und es gibt ebenfalls genau sechs Bienenprodukte, ist das ein Zufall? Bienenprodukte finden Verwendung in der Ernährung (als Nahrungsmittel bzw. Nahrungsergänzung), in der Kosmetik, in der Pharmaindustrie und in der Medizin, der sogenannten Apitherapie. In der Schweizerischen Lebensmittelverordnung sind Honig, Pollen und Gelée Royale als Nahrungsmittel zugelassen.
Honig
Verbinden wir nicht alle dieses kostbare Lebensmittel mit positiven Eigenschaften oder gar mit Kindheitserinnerungen wie etwa einer warmen Honigmilch an kalten Winterabenden? Honig gilt als gesund! Honig ist Natur pur! Er ist ein absolut unverändertes, reines Naturprodukt und widerspiegelt in seiner wunderbaren, fast endlosen Vielfalt die ebenso vielfältige Botanik rund um den Globus. Und so könnte man den Honig gewissermassen als Fingerabdruck seiner Umgebung bezeichnen. Die Honigbienen sammeln Nektar, Honigtau (Sekrete von Pflanzen und Läusen, die auf Pflanzen leben) und Pollen und produzieren daraus zusammen mit körpereigenen Enzymen den Honig, welchen sie in den Honigwaben als Vorrat einlagern. Um einen Überblick über die Honigvielfalt zu gewinnen, kann man den Honig grob in die zwei Gruppen Blütenhonig und Waldhonig (Honigtauhonig) einteilen.
Propolis
Propolis – das natürliche Antibiotikum! Bereits die Griechen und Römer kannten Propolis wie es diversen überlieferten Schriften zu entnehmen ist. Propolis stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Vor der Stadt“. Frei übersetzt könnte man auch von „Wächter“ oder „Beschützer“ sprechen. Gemeint ist damit, dass Bienenvölker mit Propolis – auch Kittharz, Bienenharz oder Bienenkitt genannt – ihre Waben auskleiden, kleine Ritze und Spalten abdichten und das Innere ihres Baus desinfizieren, um sich – das Bienenvolk und seinen "Wohnsitz" – gegen von aussen eindringenden Krankheiten und Seuchen zu schützen. Zur Herstellung des Propolis sammeln die Bienen die Harze von Knospen und vermischen diese mit Wachs und eigenen Sekreten.
Blütenpollen
Der Blütenstaub bzw. Pollen stellt für die Honigbiene eine vielseitige Nahrung dar. Er ist die Proteinquelle der Biene schlechthin und wird in den Staubgefässen der Blüten gebildet. Es gibt zahlreiche verschiedene Pollenarten, wobei die Bienen die einzelnen Pollenarten sehr spezifisch und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sammeln.
Bienenwachs
Bienenwachs wird - wie das Bienengift und der Gelée Royale - von den Bienen selber hergestellt. Es ist also ein reines Bienenprodukt. Die Bienen verwenden dieses Wachs zur Herstellung ihrer Waben, welche ihnen zur Lagerung des Honigs und der Pollen sowie zur Aufzucht ihrer Larven dienen. Frisch produzierter Bienenwachs ist weiss und verändert seine Farbe erst mit der Zeit durch die Aufnahme von Propolis und Farbstoffen der Pollen. Deshalb ist der wunderbare Geruch des Bienenwachses auch von diesen Bienenprodukten, nämlich dem Honig, dem Propolis und den Pollen geprägt.
Gelée Royale
Gelée Royale (auch Weiselfuttersaft genannt) ist ein wahrhaft königlicher Saft! Er dient zur Fütterung und Aufzucht der Königin in einem Bienenstock. Die Bienen stellen ihn aus Sekreten ihrer Futtersaft- und Oberkieferdrüsen her. Seine Wirkung auf die Königinlarve grenzt beinahe an ein Wunder. Die Königslarve erreicht innerhalb von 5 Tagen das 800-fache ihres Anfangsgewichtes und nach weiteren 11 Tagen, wenn die Königin schlüpft, hat sie die Fähigkeit, täglich bis zu 2000 Eier zu legen. Während eine gewöhnliche Bienenlarve nur in den ersten zwei bis drei Tagen in den Genuss von Gelée Royale kommt, wird die Bienenkönigin ihr ganzes Leben lang mit Gelée Royale gefüttert, mit dem unglaublichen Resultat, dass sie etwa 50 mal so lange lebt, wie Arbeitsbienen. So erstaunt es wenig, dass der Gelée Royal zum Symbol für Vitalität, Leistungs- und Lebenskraft geworden ist.
In der chinesischen Medizin findet Gelée Royale gar Anwendung als Regenerations- und „Verjüngungsmittel“. Diese Anwendung verdankt der wertvolle Futtersaft einem äusserst beeindruckenden biologischen Phänomen: Die Lebensdauer einer Bienenkönigin, die von dieser Nahrung lebt, beträgt rund fünf Jahre, während die den Futtersaft produzierenden Arbeitsbienen im Durchschnitt lediglich vier Monate alt werden.
Bienengift
Das Bienengift wird nur in den Giftdrüsen der Arbeiterbienen und der Bienenkönigin produziert und ist eine Mischung verschiedener Sekrete. Die Drohnen haben weder einen Stachel noch Giftdrüsen. Das Bienengift hat eine gelbliche Farbe und kann als sirupartige, saure Flüssigkeit beschrieben werden, welche geschmacklich bitter ist und im Geruch an Honig erinnert. Bienengift wird von den Bienen als Abwehrwaffe eingesetzt.
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