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Petér Esterházy
Esti
Hanser Verlag, 2013
Wer ist Esti? Esti ist der freizügig freche Held von Dezsö Kosztolányi, dem ersten Modernen der ungarischen Literatur. Péter Esterházy zieht ihn in neue Abenteuer und Möglichkeiten. Und gibt ihm eine weitere Identität: Denn Esti, das ist auch er selbst.
Aus: Petér Esterházy. Esti. Hanser Verlag, 2013
Auf der dunklen Strasse ging ein junger Mann mit hochgeklapptem Kragen.
Das Buch Hrabals
1991
Aus: Petér Esterházy. Das Buch Hrabals. 1991
Um diese Zeit mochte sie die Widrigkeiten der Dinge, sie mochte, während sie zum Himmel hinaufblickte, die gebrochene Regenrinne, die Risse, den verwitternden Putz an der Wand, den starken Rost am Gartentor, alles, was sie tagsüber nicht nur als einen Fehler empfand, sondern als einen Raumgewinn des Bösen, als einen Angriff durch die sie umgebende verkommene Welt, gegen die sie, das hatte sie beschlossen, bis zum letzten Atemzug ihres Lebens kämpfen wollte; sie konnte nicht verstehen, sie war nicht geneigt, den Schriftsteller zu verstehen, der lustvoll über die «hysterischen Feinheiten der Spalten» oder die «unablässig im hinteren Zimmer lauernde Dramatik» sinnierte, womit er ein bestimmtes schwebendes Stück vom Deckenputz meinte, das seit Jahren unglaublicherweise noch nicht herabgefallen war, oder wie er in seinem eigenen Zimmer die Beseitigung der Spinnweben verbot, wobei er behauptete, sie seien ausgesprochen schön, sie wollte die zweideutige Laudatio für den Verfall für die Anarchie, die Konfusion, das Chaos nicht verstehen; das alles sah sie jetzt nicht als etwas Schlechtes, sondern als eine Eigenart, Einmaligkeit, als ein unterscheidbares Zeichen für ihr Leben, das ist unser Haus, das ist die Regenrinne unseres Hauses, das sind unsere Risse und unser Rost, das ist meine Vier- telstunde, die Viertelstunde, in der die Luft unerwartet schnell abkühlt,...