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Das nun vorliegende Entwicklungskonzept für den Alpenrhein zwischen Reichenau und dem Bodensee ist beeindruckend. Mit 35 Massnahmen sollen die Hochwassersicherheit und die Ökologie am Alpenrhein in Zukunft verbessert werden. Dazu gehören
1. die Sicherung der letzten Auenlandschaft am Alpenrhein (Mastrilser Auen),
2. die Dämpfung der unnatürlichen Abflussschwankungen,
3. die Beseitigung von Wanderhindernissen für Fische im Alpenrhein selbst und beim Zustieg in die Zuflüsse,
4. Flussraumaufweitungen und
5. Notentlastungsräume.
Mehr als die Hälfte der Massnahmen sind Flussraumaufweitungen. Diese spielen eine zentrale Rolle. Mit einem breiteren Flussbett können nämlich gleich mehrere bestehende Defizite am Alpenrhein positiv beeinflusst werden. Viele der vorgeschlagenen Massnahmen sind aber nicht heute oder morgen umsetzbar. Darum muss der Raum, den der Alpenrhein in Zukunft beansprucht, „möglichst unverzüglich raumplanerisch ausgewiesen werden“, schreiben die Internationale Regierungskommission Alpenrhein IRKA und die Internationale Rheinregulierung IRR im Entwicklungskonzept.
Ein Thema wird allerdings noch sehr kontrovers diskutiert: die Wasserkraftnutzung am Alpenrhein. Im Massnahmenplan stehen auch drei neue Laufkraftwerke zwischen Bad Ragaz und Balzers. Diese sollten die Abflussschwankungen dämpfen, welche durch die Speicherkraftwerke im Einzugsgebiet verursacht werden. Diese Lösungsvariante wird sicher noch einiges zu diskutieren geben.
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