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Kanton Bern kann Räume für Gymnasien im Liebefeld mieten
Mit 148 zu 1 Stimmen unterstützte er den Kredit von 32,7 Millionen Franken für den Ausbau und die jährlichen Mietkosten von rund 2,7 Millionen Franken. Zugleich verlangte der Rat, dass der Kanton seine Schulraumplanung längerfristig und rollend ausgestaltet, so dass die finanziellen Mittel rechtzeitig eingestellt werden können.
Die Gymnasien Bern verzeichnen in den kommenden Jahren einen massiven Anstieg der Schülerzahlen. Bis ins Schuljahr 2025/26 werden 23 zusätzliche Klassen eröffnet, wie Baudirektor Christoph Neuhaus im Rat sagte. 21 dieser Klassen könnten weder in den bestehenden Gymnasien untergebracht noch in andere Regionen umverteilt werden.
Mit der Anmiete von Räumen im Businesspark Liebefeld lasse sich einerseits der benötigte Flächenmehrbedarf decken. Andererseits könnte den Gymnasien Neufeld und Kirchenfeld die Zusatzfläche auch für die Zeit ihrer Sanierung zur Verfügung gestellt werden.
Eine Minderheit verlangte Rückweisung: Der Regierungsrat solle günstigere und verkehrstechnisch gut erschlossene Standorte ausserhalb von Bern prüfen. Das sei den Berner «Gymelern» zuzumuten.
Die Mehrheit hielt entgegen, der Standort Liebefeld sei geeignet. Suche man jetzt weiter, seien plötzlich die Räume im Businesspark anderweitig vermietet. Sowieso sei wenig wahrscheinlich, dass sich zwischen Bern und Interlaken irgendwo geeignete Räume fänden. Die Rückweisung wurde mit 49 zu 99 Stimmen abgelehnt.
(sda)