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Nationaler Kongress für die Rechte von Minderheiten
Anfang November organisierte HEKS den ersten «Nationalen Kongress zu den Rechten von Dalit und Adibashi» in Bangladesch. Dies ist ein Meilenstein in der Advocacy-Arbeit von HEKS Bangladesch im Kampf gegen die Diskriminierung der Dalit und Adibashi.
Zwar hat Bangladesch das Kastensystem offiziell abgeschafft und das Prinzip der Gleichbehandlung unmissverständlich in seiner Verfassung verankert, die Regierung bekundet jedoch Schwierigkeiten, diesen Verfassungsauftrag umzusetzen. Insbesondere die Dalit als sogenannte Kastenlose und die Adibashi als Angehörige der Urvölker, werden von der Gesellschaft systematisch diskriminiert und ihre politischen und kulturellen Rechte missachtet.
HEKS engagiert sich in Bangladesch daher in verschiedenen Bereichen, um diesen Minderheiten gleiche Rechte und gleiche Chancen zu ermöglichen. So werden Dalit und Adibashi dabei unterstützt, sich in Komitees zur Dorfentwicklung zu organisieren und sich in Netzwerken zum Schutz ihrer Rechte einzubringen, um diese wirksamer einfordern zu können. Gleichzeitig werden über das Advocacy-Netzwerk «NNMC» und von HEKS zahlreiche Treffen mit Ministerien und Zivilgesellschaftsvertretern initiiert, um für eine Verbesserung der Rechtslage zu lobbyieren. Zudem wird die breite Öffentlichkeit über Print- und Online-Medien für die Menschenrechtssituation der Dalit und Adibashi sensibilisiert. Ziel von HEKS-Bangladesch ist es, die Bildung regionaler und nationaler Plattformen zu fördern, auf der sich Adibashi und Dalit mit VertreterInnen der Mehrheitsbevölkerung austauschen und so gemeinsam an einer Verbesserung der Menschenrechtssituation arbeiten können.
Landesprogramm Bangladesch
Armut bekämpfen – Minderheiten stärken
In Bangladesch leben Millionen von Menschen in extremer Armut. HEKS unterstützt marginalisierte Minderheiten bei ihrer sozialen und wirtschaftlichen Integration.
Am 1. November organisierte HEKS den ersten «Nationalen Kongress zu den Rechten von Dalit und Adibashi». Der Kongress markierte den Beginn eines Dialogs zwischen der Zivilgesellschaft und der Regierung mit dem Ziel, einen nationalen Entwicklungsplan für die Förderung der Rechte der Dalit und Adibashi zu verabschieden. Im Beisein zahlreicher renommierter Persönlichkeiten wie etwa dem Berater der Premierministerin, der Menschenrechtsaktivistin Sultana Kamal oder der UN Resident Coordinator Mia Seppo diskutierten über 400 Teilnehmende über die Menschenrechtssituation dieser marginalisierten Minderheiten. Dabei kamen wichtige Themen wie Landrechte, alltägliche Diskriminierung sowie Auswirkungen des Klimawandels auf die Dalit- und Adibashi-Gemeinden zur Sprache.
Zum Schluss wurde eine Deklaration mit mehreren Forderungen verabschiedet, wie zum Beispiel die Etablierung eines Ministeriums oder einer Menschenrechtskommission für die Rechte der Dalit und Adibashi, die Gründung einer eigenen Kommission für die Landrechte der Adibashi, die Verabschiedung des Anti-Diskriminierungsgesetzes sowie Quoten im Bildungsbereich und bei der Vergabe von staatlichen Stellen.
Der Kongress war ein Meilenstein in der Advocacy-Arbeit von HEKS-Bangladesch und erhielt viel Beachtung in den Medien. HEKS und seine Partner in Bangladesch werden nun daran arbeiten, dass der Dialog weitergeführt wird und die abgegebenen Versprechen auch tatsächlich eingehalten werden.