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Häufig gestellte Fragen
Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) im Jahr 1996 müssen alle in der Schweiz lebenden Personen eine Grundversicherung abschliessen. Dank diesem System, das auf dem Prinzip der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken basiert, hat die gesamte Bevölkerung bei Krankheit, Unfall oder Mutterschaft Zugang zu einer qualitativ hochstehenden medizinischen Versorgung.
Die Prämien der Versicherten müssen die Gesundheitskosten decken. Dies ist eines der Grundprinzipien der Krankenversicherung. Die Gesundheitskosten steigen kontinuierlich, vor allem weil die Bevölkerung zusehends altert, sich die medizinischen Technologien weiterentwickeln und die Erwartungen an die Gesundheitsversorgung immer weiter steigen. Auch die Prämien folgen diesem Trend.
Die Prämienhöhe basiert auf einer möglichst genauen Schätzung der Gesundheitskosten unserer Versicherten, die wir im Laufe des kommenden Jahres übernehmen müssen. Bei dieser Schätzung berücksichtigen wir Folgendes:
- die in den letzten Jahren erstatteten Beträge;
- die rechtlichen Entwicklungen mit möglichen Auswirkungen auf die Kosten zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung;
- die Schätzung der Anzahl Neuversicherter und die Risikoart, die sie darstellen;
- die Schätzung des Beitrags, den Assura an den sogenannten Risikoausgleich, den Solidaritätsmechanismus zwischen den Krankenversicherern, leistet (rund 30% der gesamten Prämie);
- unsere Verwaltungskosten (rund 4 % der gesamten Prämie).
Die obligatorische Krankenversicherung stützt sich auf das Prinzip der Solidarität zwischen Gesunden und Kranken. Der Risikoausgleich wird von der Gemeinsamen Einrichtung KVG durchgeführt. Dabei leisten die Krankenversicherer mit einem weniger kostenintensiven Versichertenkollektiv als der Durchschnitt Beiträge an die Krankenversicherer mit einem kostenintensiveren Versichertenkollektiv.
Die Gesundheitskosten sind je nach Kanton und Region unterschiedlich. Da die Grundversicherungsprämien die Gesundheitskosten decken müssen, fallen sie in Kantonen und Regionen, in denen die Kosten höher sind, ebenfalls höher aus.
Ab dem 19. Altersjahr. Falls Sie im Jahr 2002 geboren sind, treten Sie am 1. Januar 2021 in die Kategorie «junge Erwachsene» über. Die Franchise Ihrer Grundversicherung wird dabei angepasst. Gemäss den gesetzlichen Bestimmungen wird Ihnen automatisch die tiefste Franchise (CHF 300) zugeteilt. Falls Sie eine höhere Franchise und eine tiefere Prämie möchten, können Sie einen entsprechenden Antrag über unser Online-Formular oder per Briefpost spätestens bis zum 31. Dezember 2020 stellen.
Nein. Gemäss KVG müssen die Prämien die Kosten decken, die der Krankenversicherer für seine Versicherten übernimmt. Das Bundesamt für Gesundheit, das die Prämien vor ihrer Veröffentlichung Ende September zu genehmigen hat, überprüft die Einhaltung dieses Grundsatzes.
Von Gesetzes wegen dürfen in der Grundversicherung keine Gewinne erzielt werden. Falls die Prämieneinnahmen eines Krankenversicherers im Laufe eines Jahres höher sind als die Gesundheitskosten, die er im gleichen Zeitraum übernimmt, fliesst der Überschuss in die Reserven ein. Wenn die Reserven den gesetzlichen Vorgaben in ausreichendem Masse genügen, können wir unseren Kunden den Überschuss auch zurückerstatten. Jeder Franken aus den Prämien wird zur Finanzierung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung verwendet.
Ein Krankenversicherer greift auf seine Reserven zurück, wenn der Gesamtbetrag der Versichertenprämien nicht ausreicht, um in einem bestimmten Jahr sämtliche Kosten zu decken und/oder bei ausserordentlichen Situationen wie etwa einer Pandemie. Die Versicherer müssen genügend Reserven bilden, um ihren gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber den Versicherten unter allen Umständen nachkommen zu können.
Von 100 Franken, die ein Versicherter für seine Prämien zahlt, werden 4 Franken zur Deckung unserer Verwaltungskosten und 96 Franken zur Finanzierung der medizinischen Leistungen verwendet (siehe Frage 4).
Falls Sie sich für eine höhere Franchise als die ordentliche Franchise von CHF 300 entscheiden, gewähren wir Ihnen einen Prämienrabatt. Diese Lösung bietet sich Versicherten an, die mehr Verantwortung für ihre Gesundheitskosten tragen möchten – insbesondere indem sie die Kosten von sogenannten «Bagatellfällen» selber übernehmen – und vor allem von ihrem Versicherer erwarten, dass er für schwere Fälle aufkommt.
Mit der Wahl eines Alternativmodells können Sie Einsparungen erzielen, vorausgesetzt Sie sind bereit, gewisse Einschränkungen beim Zugang zu medizinischen Leistungen in Kauf zu nehmen. Das Hausarzt-Modell zum Beispiel ermöglicht Ihnen die freie Wahl Ihres persönlichen Hausarztes, doch nehmen Sie dabei in Kauf, dass Sie bei einem gesundheitlichen Problem diesen immer zuerst konsultieren.
Wir begrenzen unsere Verwaltungskosten, kontrollieren die Rechnungen der Leistungserbringer rigoros und prüfen, ob unsere Versicherungsbedingungen eingehalten werden. Zudem empfehlen wir unseren Versicherten Versicherungsmodelle, Franchisen und Leistungen, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind und auf die Verantwortung, die sie hinsichtlich ihrer Gesundheit übernehmen möchten. Dank diesem Ansatz können wir Ihnen auf Dauer vorteilhafte Prämien bieten.