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Basel
(Kt.
Basel Stadt).
Hauptsächliche Gebäude. Seit 1901 haben die
Strassen der Stadt
Basel manche Umbildung
erfahren; viele neue Bauten sind entstanden, ohne dass jedoch die allgemeine Physiognomie der Stadt dabei viel gewonnen hätte.
Am meisten Erneuerung hat sich an der Hauptader des Verkehrs, an der Freienstrasse, geltend gemacht: Bis dahin eng und mit
Häusern eingefasst, die ohne viel Rücksicht auf die gerade Linie hingestellt waren, ist diese Hauptstrasse
an manchen
Stellen verbreitert und korrigiert worden;
zahlreiche moderne Gebäude haben deren Aussehen verändert: oben an der Strasse der schöne Bau der schweizerischen Kreditanstalt, weiter unten der der eidgenössischen Bank, gegenüber der Bank Speyr u. Cie., dem schönsten neuern Gebäude an dieser Strasse;
gegenüber der Post erhebt sich ein neues Haus in gotischem Stil mit prächtigen Läden und luxuriösen Wohnungen;
endlich, an der Einmündung der Freienstrasse
auf den Marktplatz ist die Bank von
Basel
zur Nationalbank geworden, ohne jedoch ihr Aussehen zu verändern.
Die Eisengasse, welche die natürliche Fortsetzung der Freienstrasse jenseits des Marktplatzes bildet, ist bei ihrer Einmündung auf den Platz ebenfalls erweitert worden, um den Zugang zur neuen Brücke zu erleichtern. Diese letztere, ein schöner Bau aus Gotthardgranit, hat die alte Holzbrücke aus dem 13. Jahrhundert ersetzt, die bis dahin der Stadt ihr charakteristisches Aussehen verlieh. Die Kapelle, welche die alte Brücke schmückte, hat man auf der Mitte der neuen wieder angebracht, wie auch die Statue des Bischofs Heinrich von Thun, des Erbauers der alt-ehrwürdigen Holzbrücke.
Die malerischen Häuser, die den Fischmarkt umrahmten, haben neuen Gebäuden, wie der Börse, Platz gemacht; ebenso hat neben dem Gasthof zu den Drei Königen die Kantonalbank einen modernen Palast errichtet. Einige neue Gebäude haben alte am Marktplatz ersetzt, doch ohne dass der allgemeine Eindruck darunter gelitten hat. Die Renovation des Rathauses, die sich hauptsächlich auf die Angliederung des linken Flügels und auf den hohen Turm bezog, der das Gebäude auf der Seite der Freienstrasse abschliesst, wurde im Jahre 1901 beendigt.
Das Innere ist, in Nachahmung gotischer Kunst, mit Gemälden und Holzschnitzereien verziert, die sehr gut mit den alten Teilen dieses interessanten Gebäudes harmonieren. Erwähnen wir noch in der Mitte der Stadt, am Kohlenberg, nahe beim Bahnhof, ein neues Mädchenschulhaus in massiver Konstruktion, dessen Bild den grössten Teil der Stadt überblickt. Nicht weit von da ist an der Stelle des alten, 1905 durch eine Feuersbrunst zerstörten Theaters ein neues errichtet worden; es wurde auf die Theater-Saison 1909-10 eröffnet.
Eine der wichtigsten Bauten dieser letztem Jahre war die Erstellung des neuen Bundesbahnhofes und die
Umgestaltung der dahin führenden Zufahrtsstrassen. Dieses grosse und geräumige Gebäude, aus
Stein, Eisen und
Glas, mit einer
grossen
Halle und 5 mit Glasdächern überdeckten
Perrons, erhebt sich an der Stelle des alten Bahnhofs und wurde 1907 dem
Verkehr übergeben. Gegenüber dem linken Flügel steht das neue Postgebäude. Ein anderer neuer Bahnhof,
der badische Bahnhof in Klein
Basel,
ist gegenwärtig im Bau; er soll das alte, zu enge gewordene Gebäude ersetzen.
In den äussern
Quartieren endlich sind zu erwähnen: in Klein
Basel
die römisch-katholische St. Josephskirche, in italienischem
Rokokostil, und auf der
Schützenmatte die Pauluskirche. Diese letztere, in romanischem Stil, ist von
einem massiven
Turm gekrönt, der eines der schönsten Geläute der Stadt enthält. Das schwierige Problem, die Anordnung
der altchristlichen Basilika mit den Erfordernissen des protestantischen Gottesdienstes, das einen grossen Raum für die
Gläubigen verlangt, in Einklang zu bringen, ist hier aufs glücklichste gelöst worden:
Turm und Seitenschiffe bilden Teile
des Hauptschiffes.
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