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|Eigenschaften von Gelbwurz zur Bekämpfung von Krankheiten

Gelbwurz ist ein wirkungsvoller Antioxidant. Die Aktivitäten, die durch die antioxidantischen Eigenschaften des Gelbwurz hervorgerufen werden, werden vor allem mit den als Curcuminoiden bekannten Wirkstoffen assoziiert, die als Freie Radikalenfänger agieren, als Hemmstoffe gegen Leukotrienes und Prostaglandin Synthese.
Gelbwurz ist ein wirkungsvoller, entzündungshemmender Wirkstoff. Die entzündungshemmenden Eigenschaften des Gelbwurzes werden mit den sogenannten NSAIDs verglichen, wie Indomethacin, die in klinischen Studien signifikante Erfolge bei der Bekämpfung von rheumatischer Arthritis nachweisen konnten.
Gelbwurz
- senkt das LDL Cholesterin, während es das HDL Cholesterin steigert
- reduziert den Blutzuckerspiegel bei Diabetes
- ein Antikoagulans, die Blutblättchenbildung im Blut bremst
- schützt Leber und Galle
- schützt gegen Übersäuerung des Magens
- soll eine krebshemmende Wirkung haben, insbesondere bei Dickdarmkrebs
- Prostatavergrösserung
Gelbwurz kommt ursprünglich aus Indien und wird in Ayurveda (= indische Heilkunst) traditionell bei rheumatischen Erkrankungen, aber auch bei Verdauungsstörungen angewendet.
*Personen mit Gallenproblemen sollten von der Einnahme von Gelbwurz absehen
Der gesundheitlich aktive Inhaltsstoff im Gelbwurz ist das so genannte Curcumin, ein sekundärer Pflanzenstoff, der bereits in Studien verschiedene gesundheitlich positive Wirkungen gezeigt hat.
Curcumin ist ein starkes Antioxidanz. Antioxidantien sind Stoffe, die sogenannte freie Radikale, also Stoffe, die durch eine falsche Ernährung oder Stress gebildet werden und Zellen schädigen, unschädlich machen können.
Curcumin soll außerdem in der Lage sein, den Histamin-Spiegel zu senken und so Entzündungen einzudämmen. Ein erhöhter Histamin-Spiegel liegt meist bei allergischen Reaktionen vor.
Curcumin enthält außerdem verschiedene Bitterstoffe, die die Gallenproduktion anregen, die Fettverdauung erleichtern und so die Leber entlasten*.
Zudem hat Curcumin blutverdünnende Eigenschaften, die eine Thrombose (= Blutverklumpung) verhindern können. Dadurch wird die Durchblutung erleichtert und das Entstehungsrisiko einer Arteriosklerose (= Ablagerungen in den Arterien, deren Folge ein Herzinfarkt sein kann) verringert. Außerdem konnte in Tierstudien gezeigt werden, dass Curcumin antikanzerogene Eigenschaften besitzt, also in der Lage ist, das Tumorwachstum zu hemmen.
In einer weiteren Studie an Patienten mit Rheumatoider Arthritis konnte festgestellt werden, dass Turmeric-Extrakte Gelenksentzündungen und Symptome, wie beispielsweise Steifheit und Gelenkschmerzen, lindern kann. In einer doppelblinden Studie konnte außerdem gezeigt werden, dass Curcumin auch hilfreich bei Menschen mit Verdauungsstörungen sein kann. So wurde in einer chinesischen Studie festgestellt, dass Gelbwurz in der Lage ist, den Blut-Cholesterin-Spiegel zu senken. Erhöhte Cholesterin-Spiegel gelten als ein Hauptrisikofaktor für die Bildung von Cholesterin-Ablagerungen in den Arterien und somit für die Entstehung einer Arteriosklerose bzw. eines Herzinfarktes.
Nach jüngster Erkenntnis von Forschern in den USA und Kanada hilft das in Turmeric enthaltenen Curcumin bei Mäusen auch, das schwere erbliche Lungenleiden Mukoviszidose (zystische Fibrose) unter Kontrolle zu bekommen. Das Ergebnis der Studie ist im Wissenschaftsjournal «Science» (Bd. 304, S. 600) veröffentlicht.
Aus finnischen Studien ist Kurkuma unter anderem als viel versprechendes Mittel gegen Leberschäden durch Alkohol und zur Vorbeugung gegen Grünen Star bekannt. Kurkumin bremste im Tierversuch auch das Wachstum von Prostata- und Brustkrebstumoren. Die US-Krebsgesellschaft testet den Gewürzeffekt derzeit bei Menschen als vorbeugendes Mittel gegen Darmkrebs.
Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion. Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Pigmente, allen voran Curcumin, weisen u.a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen auf (vgl. Mikronährstoff (Medizin). Bei genmanipulierten Mäusen zeigte sich Curcumin wirksam gegen Mukoviszidose, jedoch konnte dieser Effekt bisher an menschlichen Versuchspersonen nicht wiederholt werden. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, das Curcumin zum Abbau des Tumorsupressorproteins p53 beitragen und so das Wachstum von p53 kontrollierten Krebszellen fördern könnte. Diesbezüglich ist die Datenlage allerdings keineswegs eindeutig, da in Aggarwal et al. (2005) ein Experiment beschrieben wird, bei dem p53 in Curcumin-behandelten Brustkrebszellen zunahm. Ein wissenschaftlicher Nachweis dieser Mechanismen an menschlichen Versuchspersonen erfolgte bisher nicht.
In der traditionellen Medizin Indonesiens wird Kurkuma als Hauptbestandteil von Jamu, den traditionellen indonesischen Heilmitteln, gegen eine Vielzahl von Krankheiten, zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems sowie zur Prävention von Infektionen und Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. In diesem Zusammenhang wird als Nebenwirkung über eine verstärkte Neigung zu Blutungen berichtet.