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"Hopfen und Malz, Gott erhalt's". 1841 revolutionierte Anton Dreher, Brauherr der Brauerei Schwechat bei Wien, mit der Erschaffung des Lagerbiers die Braukunst. Anlässlich des 175-Jahr-Jubiläums präsentiert die "Wiener Bier-Geschichte" eine historische Bestandsaufnahme jener rund 60 Brauereien, die in Wien und Umgebung existierten oder heute noch bestehen. Die "Wiener Bier-Geschichte" bietet wissenswerte Details über die Historie der Bierkultur: Anno dazumal gerne getrunkene Sorten waren Weizen-, Gersten- und Haferbier, mitunter versetzt mit Ingwer, Lorbeeren, Rosmarin oder Wein. Historischen Quellen zufolge rochen frühe Biere gelegentlich übel und verursachten Blähungen. Seinerzeit größtes Problem war die beschränkte Haltbarkeit des Gerstensafts, was seine Verfügbarkeit auf die kalte Jahreszeit beschränkte. Abhilfe schuf Anton Dreher, der auf Walz in England fortschrittliche Brautechniken kennen gelernt hatte und zurück in Schwechat 1841 beim Experimentieren mit Herstellungsprozessen und Kühlmethoden das Lagerbier erfand. Das Buch porträtiert alle historischen Brauereien, die es je in und um Wien gab - von dem 1380 eröffneten, ältesten Brauhaus bis hin zu den beiden Groß-Brauereien Ottakringer und Schwechater, die auch heute noch Bier brauen. Beschrieben werden Gebäude, Brauerfamilien und ihre Mitarbeiter, die Entwicklung der Brautechnik und Biertypen. Zahlreiche Abbildungen von historischen Bierdeckeln, Werbeschildern, Plakaten und Fotografien runden diese Kulturgeschichte ab.