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Es ist schon so, wie es Thomas erklärt. Jedes Detail passt, und der Standort Georgy’s Hütte stimmt mit den sichtbaren Berghöhen sehr gut überein.
Der Berg über der Mitte trägt auf den Landeskarten keinen Namen, hinter ihm verbirgt sich aber der fast gleich hohe Piz Pischa. Der Gipfel links oben im Vordergrund ist auch namenlos, er liegt aber auf der gleichen Krete wie der 500 m nördlicher stehende Piz Prünas (heute Piz Prüna).
Rechts der Mitte liegt das Gletscherseelein des heute weggeschmolzenen Vadret da Prünas.
Der Hängegletscher links und der Gletscherrest rechts und unter der Mitte hiessen 1874 tatsächlich noch Vadret da Fuorcla, der rechte Teil hiess ab 1875 Vadret da Prünas, und der Hängegletscher hatte hinfort keinen Namen auf der Landeskarte. 1917 verlor auch der Vadret da Prünas seinen Namen. Auf der Karte von 1950 bekam unser Seelein seinen Namen: Lagh da Prüna. 1973 wurde der Hängegletscher wesentlich geschrumpft eingetragen. 1991 war nur noch die obere Hälfte eingezeichnet, 1999 nur noch der obere Drittel, 2003 noch etwa der oberste Fünftel, und 2015 sind die Schraffuren als Gletscher verschwunden. RIP.
Rechts unten: die Krete Crasta Languard, die zur Fuorcla Prüna ausläuft.
Interessant ist auch noch der Hintergrund, denn der muss ja auch im Detail stimmen. (Eine einzige Unstimmigkeit würde die ganze Verortung in Frage stellen.)
Rechts über der Mitte im Mittelgrund: der Piz Minor. Oben halblinks: Cima de Piazzi (3439 m, darum recht gut sichtbar), darunter näher: ein markantes Gletscher- oder Schneeband über dem Val Nera, oben halbrechts, hinter dem Piz Minor: der Corn da Camp über dem Val Mera im Puschlav.
Und dazwischen, leicht rechts der Mitte, über den hohen Schnee- und Gletscherfeldern, der Piz Paradisin. Bis 1916 hiess er Il Paradisino, ab 1917 Pizzo Paradisino, und 1917 ist eine Vedretta Paradisino eingetragen. Da haben wir es wieder, das gesuchte Paradies! Es ist zwar nicht gleich vor uns auf dem Bild, aber doch wenigstens am Horizont.
Zuletzt muss ich Thomas noch erklären, wie das mit den Bilderrätseln gehen sollte: es soll für alle Beteiligten spannend sein, eigentlich sollte ich dann aber am Schluss gerade knapp als Erster die Lösung finden. Es ist etwas langweilig, wenn Thomas immer der Gschwindere ist und einem den Spass verdirbt… (;-))
Ich habe mich bei der Suche zu stark auf das Wallis konzentriert; ich liess mich u.a. vom Zermatter Glacier Paradise ablenken. Dann hat mich irritiert, dass das Glasdiabild seitenverkehrt hätte reproduziert sein können, sodass ich immer gleich nach Südost und nach Südwesten gucken wollte. Und wenn ich dann ins südliche Graubünden ging, dann vertrödelte ich meine Zeit immer mit dem Anblick von Piz Palü und Piz Bernina.
Als (fast?) Einheimischer ist Thomas natürlich mit den verwinkelten Bündner Tälern besser vertraut. Trotzdem ist es erstaunlich, wie schnell er die Auflösung liefern konnte, auch bei diesem Bild ohne wirkliche Anhaltspunkte, auch bei weggeschmolzenen Indizien.
Thomas, was hat dein Mathelehrer eigentlich mit HX gemeint? HX sagt mir nichts. kk