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Um das Jahr 20 n. Chr. wurde ca. 100 Meter nordwestlich der heutigen Kirche eine Gutshof erbaut. Das Herrenhaus könnte dem italischen Vorbild nachempfunden worden sein: Räume welche sich um ein Atrium gliedern. Dieser Hof befand sich ca. 2 km östlich vom Weg, welcher über den Oberen Hauenstein führte.
Im Winter 1936/37 wurde ein Gutshof untersucht, welcher diesen Vorgängerbau in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. ersetzte. Dieses Gebäude (31 x 19.4 m) bestand anfänglich aus einer (offensichtlich) überdeckten Halle (18 x 14 m) und zwei Seitenräumen. Es war parallel zum Bach ausgerichtet und somit nach Südosten orientiert.
Im oberen (nordwestlichen) Teil der Halle befand sich eine Herdstelle. Später wurde der rechte (nordöstliche) Seitenraum unterteilt und ein Keller eingebaut. Im Süden des linken (südwestlichen) Seitenraums wurde ein Bad mit drei Räumen eingerichtet. Einer davon wies einen Hypokaust auf, ein anderer eine Wanne.
60 Meter südlich des Herrenhauses wurde der Teil eines Nebengebäudes gefunden. Ein Mauerstück der Hofummauerung ist ebenfalls bekannt.
Die Villa Rustica wurde in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts aufgegeben.
Heute sind keine Überreste des Hofes mehr sichtbar. Allerdings gibt es ein Dorfmuseum, welches jeden 1. Sonntag im Monat von 14.00 bis 16.30 Uhr geöffnet hat. Vielleicht sind dort Funde vom Gutshof ausgestellt.