Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03225.jsonl.gz/32

Die Hälfte der europäischen KMU plant, in den nächsten drei bis fünf Jahren eine Umsatzsteigerung von mehr als 10% zu erzielen. Knapp ein Drittel will die Einkünfte um 10 bis 20% erhöhen und ein Fünftel rechnet sogar mit einem Zuwachs von mehr als 20%. Dies ergab eine Umfrage von KPMG bei 840 KMU in der Europäischen Union. Sollten diese Ziele erreicht werden, ergeben sich daraus mindestens 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze, schätzt das Wirtschaftsprüfungsunternehmen.
Die Studie unterstreicht ebenfalls, dass 69% der KMU ihre Geschäftstätigkeit auf ganz Europa ausdehnen oder es derzeit planen, während 50% weltweit tätig sind. Ein Fünftel der Unternehmen hat die Produktion ganz oder teilweise ins Ausland verlagert (überwiegend innerhalb Europas, besonders nach Osteuropa).
Die Auslagerung lässt sich nicht allein mit den niedrigeren Produktionskosten erklären. Die betroffenen KMU nennen als ebenso wichtige Gründe auch die Nähe zu den Verbrauchern und die Präsenz auf den schnell wachsenden Märkten.
Gleichzeitig betonen die befragten KMU jedoch häufig, dass ihre Entwicklung von zahlreichen Hindernissen beeinträchtigt wird. Die unterschiedlichen Besteuerungen, Zölle und die geringe Flexibilität des Arbeitsmarktes werden als stärkste Wachstumsbremsen genannt. Auf der Liste ihrer Forderungen steht zudem ein leichterer Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten.
Ausserdem erinnert KPMG daran, dass die KMU das Rückgrat der europäischen Wirtschaft darstellen: Sie machen 99% aller Unternehmen in der EU aus und stellen zwei Drittel der vorhandenen Arbeitsplätze.