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Umwelt im Kanton St.Gallen
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Umweltglossar
C
Cadmium (Cd)
Cadmium ist ein weiches, hämmerbares, duktiles, blauweisses Metall.
Es wird unter anderem verwendet als Rostschutz für Eisenwerkstoffe, in Farben und als Schmiermittel in Scheibenbremsen, früher auch für Nickel-Cadmium-Akkus.
Cadmium und seine Verbindungen sind hochgiftig und vermutlich krebserregend.
Eingeatmeter cadmiumhaltiger Staub führt zu Schäden an Lunge, Leber und Niere. In Arbeitsbereichen, in denen mit erhitzten Cadmiumverbindungen (Lötplätze und Cadmierbäder) gearbeitet wird, ist für eine gute Durchlüftung oder Absaugung zu sorgen.
Chlorid
Ein Chlorid ist in der Anorganik ein Salz der Chlorwasserstoffsäure, besser bekannt als Salzsäure (chemische Formel: HCl). Ein Chlorid enthält in seinem Ionengitter einfach negativ geladene Chlor-Ionen Cl- (meist Chloridionen genannt). Chlorid ist ebenso die Kurzbezeichnung für das Chloridion. Bekanntestes Beispiel für ein Chlorid ist das Natriumchlorid, besser bekannt als Kochsalz (chemische Formel: NaCl). Weitere wichtige Chloride sind Ammoniumchlorid - NH4Cl, Calciumchlorid - CaCl2, Eisen(II)-chlorid - FeCl2, Eisen(III)-chlorid - FeCl3, Kaliumchlorid - KCl und Magnesiumchlorid - MgCl2.
Chloride sind im Wasser sehr gut löslich, dadurch sehr mobil und werden durch biologische Prozesse nicht beeinflusst. Sie werden weder in einer ARA noch im Gewässer abgebaut. Im Unterschied beispielsweise zu Nährstoffen werden die den Gewässern zugeführten Salzmengen unverändert bis in die Ozeane weitertransportiert. Der Chloridgehalt im atlantischen Ozean beträgt etwa 20 g pro Liter. In unseren Gewässern ist die Hintergrundkonzentration für Chloride tief. Sie werden vorwiegend durch häusliches und industrielles Abwasser und durch die Strassensalzung in die Gewässer eingetragen. Im Trinkwasser tritt ab etwa 200 mg/l ein salziger Geschmack auf.
Chrom (Cr)
Chrom ist ein silberglänzendes, stahlgraues, korrosions- und anlaufbeständiges hartes Metall, das wegen der hohen Widerstandskraft vielfach zur Oberflächenbehandlung und zur Herstellung von rostfreien Eisenmetallen eingesetzt wird. Chrom wird als Chromit oder Chromeisenstein abgebaut und durch Reduktion mit Aluminium oder Silizium gewonnen. Im Urzustand ist es zäh, form- und schmiedbar.
Chrom und Chromverbindungen werden unter anderem als Korrosionsschutzschicht durch Hartverchromung direkt auf Stahl, Gusseisen oder Kupfer aufgebracht. Auch Aluminium kann nach dem Aufbringen einer Zwischenschicht verchromt werden. Chromverbindungen werden unter anderem in Kühlsystemen als Korrosionsschutzmittel und in verschiedenen Formen in der Foto-, Grafik- und Textilindustrie sowie in Druckereien verwendet.
Metallisches Chrom und Chrom(III)-Verbindungen sind gewöhnlich nicht gesundheitsschädigend. Oral aufgenommene Chrom(VI)-Verbindungen sind im Gegensatz dazu als äusserst giftig einzustufen (krebserregend). Die letale Dosis entspricht einem halben Teelöffel. Die meisten Chrom(VI)-Verbindungen verursachen Irritationen an Augen, Haut und Schleimhäuten. Chronischer Kontakt mit Chrom(VI)-Verbindungen kann bei unterlassener Behandlung zu bleibenden Augenschäden führen.
CO2 (Kohlenstoffdioxid)
Kohlenstoffdioxid ist ein farbloses, geruchloses, schweres und nicht brennbares Gas. Die chemische Formel lautet CO2.
Kohlenstoffdioxid entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen, wenn Sauerstoff vorhanden ist. Auch im Organismus entsteht Kohlenstoffdioxid als Nebenprodukt der Zellatmung. Das CO2 wird dabei über den Atem abgegeben. Umgekehrt verwenden Pflanzen bei der Photosynthese Kohlenstoffdioxid, um Glukose zu produzieren und ihre Biomasse aufzubauen.
Der korrekte Name ist Kohlenstoffdioxid, nicht Kohlendioxid, da die Verbindung ein Oxid des Elements Kohlenstoff und nicht der (lediglich kohlenstoffhaltigen) Kohle ist.
Durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Kohle) wird CO2 frei. Durch die erhöhte Verwendung solcher Energieträger in den Industrieländern kommt es zu einem Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre (seit Beginn der Industrialisierung von 280 ml/m³ um etwa ein Drittel auf 384 ml/m³ im Jahr 2004) und damit zu einer zunehmenden Erwärmung der Erdatmosphäre (Treibhauseffekt, Globale Erwärmung). Eine 2004 veröffentlichte Untersuchung US-amerikanischer Klimaforscher ergab, dass der CO2-Anteil in den letzten zehn Jahren dieser Untersuchung immer schneller anwuchs und ein neues Rekordniveau erreichte. Als Ursache wird unter anderem auf die stark anwachsende Industrie Asiens verwiesen. Im Vergleich zu anderen Nationen stossen die USA weitaus am meisten CO2 pro Einwohner aus.
Colibakterien
Das Colibakterium (Escherichia coli, abgekürzt E. coli) ist ein säurebildendes, gram-negatives, stäbchenförmiges und peritrich begeisseltes Bakterium, das im menschlichen und tierischen Darm vorkommt und wichtige Funktionen im Immunsystem hat. Es zählt zur Familie der Enterobacteriaceae (lat. "enteron": Darm). Es gehört zu den fakultativ anaeroben Mikroorganismen und besitzt die Fähigkeit, Energie sowohl durch Atmung als auch durch gemischte Säuregärung zu gewinnen. Es dient als Indikator für die fäkale Verunreinigung von Wasser.