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An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 18. Januar 2017 haben die Stimmberechtigten die Gesamtrevision der Ortsplanung, bestehend aus dem Zonenplan sowie dem Bau- und Zonenreglement beschlossen. Dieser ausserordentlichen Gemeindeversammlung ging am 1. Dezember 2016 eine ordentliche Gemeindeversammlung ohne Schlussabstimmung betreffend Gesamtrevision voraus.
Gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung wurde am 3. Februar 2017 eine Beschwerde der Swisscom (Schweiz) AG, der Sunrise Communications AG, sowie der Salt Mobile AG eingereicht. Die Beschwerdeführerinnen beantragen, Art. 32 BZR zu den Antennenanlagen nicht zu genehmigen und aufzuheben. Über die Beschwerde der Mobilfunkanbieter gegen die Beschlüsse der Gemeindeversammlung wird der Regierungsrat noch befinden müssen.
Die Revision der Ortsplanung wurde mit Entscheid Nr. 773 vom 4. Juli 2017 grundsätzlich genehmigt. Der Regierungsrat hat Artikel 8, Absatz 6 und Artikel 9 des Bau- und Zonenreglements aufgrund formeller und materieller Rechtswidrigkeit nicht genehmigt. Bei Absatz 6 des Artikels 8 handelt es sich um eine Ergänzung auf Antrag aus der Gemeindeversammlung, wonach die Überbauungsziffer für versetzte Geschosse und für vor- und rückspringende Bauteile um maximal 15 % überschritten werden kann. Artikel 9, Absatz 1, regelt die Handhabung für bestehende Bauten und war Bestandteil der öffentlichen Auflage. An der Gemeindeversammlung vom 18. Januar 2017 wurde auf Antrag ein Absatz 2 eingefügt, wonach bestehende Bauten, welche die Überbauungsziffer überschreiten, innerhalb der bestehenden Gebäudegrundfläche bis zum zonengemäss zulässigen Volumen erweitert werden können. Der Gemeinderat hat beschlossen, gegen die nicht genehmigten Artikel des Bau- und Zonenreglements beim Kantonsgericht Luzern Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu erheben. Der Entscheid über diese Beschwerde ist noch ausstehend.
Teilzonenplan Gewässerraum
Die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Änderung des Bundesgesetzes über den Gewässerschutz und die am 1. Juni 2011 in Kraft getretene zugehörige Gewässerschutzverordnung verpflichten die Kantone unter anderem, den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer festzulegen, der für die Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Gewässer, des Hochwasserschutzes und der Gewässernutzung erforderlich ist. Die Kantone haben dafür zu sorgen, dass der Gewässerraum bei der Richt- und Nutzungsplanung berücksichtigt sowie extensiv gestaltet und bewirtschaftet wird.
Die Festlegung der Gewässerräume muss bis spätestens 31. Dezember 2018 erfolgen. Bis zum Zeitpunkt der definitiven Festlegung der Gewässerräume gelten strengere Übergangsvorschriften.