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Niels Hintermann sichert sich seinen ersten Podestplatz in einer Weltcup-Abfahrt. Der Zürcher wird in Val Gardena Dritter. Schneller als Hintermann waren nur der überraschende Amerikaner Bryce Bennett und der Österreicher Otmar Striedinger – es standen drei Fahrer auf dem Podium, die wohl nur die wenigsten dort erwartet hatten.
Hintermann hatte seine gute Frühform schon als Zwölfter und Siebter in den Abfahrten in Lake Louise in Kanada und in Beaver Creek im US-Staat Colorado angedeutet. Mit seinen Leistungen zeigte er auf, dass er sich nach einer kompliziert verlaufenen letzten Saison wieder auf dem Weg nach oben befindet.
Zwei Stürze, der eine in Val d'Isère, wo er womöglich unterwegs zum Sieg war, der andere in der Abfahrt in Bormio, bei der er sich eine Knieverletzung zuzog und deshalb einen Monat keine Rennen bestreiten konnte, waren heftige Rückschläge. Hintermann klassierte sich bisher einmal im Weltcup unter den ersten drei, als Sieger der vom Wetter beeinträchtigten Kombination in Wengen. Vor bald fünf Jahren.
Zweitbester Schweizer in Val Gardena war Beat Feuz. Der Emmentaler klassierte sich nach einer wilden Fahrt mit einer knappen halben Sekunde Rückstand auf Bennett als Fünfter. Ein Lichtblick im Team von Swiss-Ski war auch Yannick Chabloz. Der Nidwaldner wurde in seinem erst zweiten Weltcup-Rennen Dreizehnter.
Der zwei Meter und fünf Zentimeter lange Bennett stand nach einem Weltcup-Rennen bisher noch nie auf dem Podest. Zwei seiner drei vierten Plätze hatte er in Abfahrten in Val Gardena erreicht – und zeigte schon mit jenen Ergebnissen vor zwölf Monaten und vor drei Jahren auf, dass er sich auf der Saslong besonders wohl fühlt.
Der mit der Nummer 1 gestartete Striedinger sprang für seine höher kotierten Teamkollegen in die Bresche. Weltmeister Vincent Kriechmayr und der in der Disziplinenwertung führende Matthias Mayer mussten sich mit den Plätzen 14 und 16 begnügen.
Der als Topfavorit gestartete Norweger Aleksander Kilde, der Gewinner des Super-G vom Vortag und der letzten zwei Abfahrten auf der Saslong, schied aus.
(zap/sda)
Die vierte Saison ohne Abstieg (2019, 2020, 2021 und 2022 keine Liga-Qualifikation). Die zweite Saison mit durcheinandergewürfeltem Spielplan. Die zweite Saison der wohlfeilen Ausreden, weil es so viele Verschiebungen und Ausfälle gibt. Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht einfach, eine Leistungskultur zu hegen und zu pflegen. Der SC Bern und die SCL Tigers haben sportlich diese zwei letzten Jahre am unglücklichsten gemanagt. Beide haben die Leistungskultur verlottern lassen. Beide haben diese Saison bei der Wahl des Trainers kein Glück gehabt. Beide zahlen die Rechnung dafür.