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Nach einem überschnellen Brustwachstum in der Pubertät, einer Gewichtsreduktion, einer Rückbildung der Brüste nach dem Abstillen oder einem Elastizitätsverlust der Brusthaut im Verlaufe der Jahre, kann es zu einem unschönen Hängen der Brüste mit einem Tiefstand der Warzen kommen.
Operation
2 - 3 Stunden,
Vollnarkose
Aufenthalt
Stationär,
1 - 2 Nächte zur optimalen Kontrolle
Arbeitsunfähigkeit
1 - 2 Wochen
Sport
Ab 3 Monaten nach Eingriff,
leichte Bewegungen ab 4 Wochen
Kosten
10'000 CHF - 15'000 CHF
Das Hängen der Brüste entsteht durch ein Missverhältnis zwischen Hautmantel, Brustdrüsen und Fettgewebe. Das Ausmass des Hängens wird im Wesentlichen durch die Warzenposition in Bezug auf die untere Brustfalte bestimmt. Steht die Warze tief, kann nur durch eine Anhebung, gleichzeitig mit einer Hautentfernung ein befriedigendes Resultat erreicht werden. Bei der Versetzung des Warzenhofes bleiben Blut- und Nervenversorgung erhalten. Reicht das Volumen des Brustdrüsen- und Fettdrüsengewebes aus, wird dieses unter der Haut umschnitten und neu positioniert. Ist nicht genügend Eigengewebe vorhanden, muss zusätzlich zur Straffungsoperation ein Implantat eingelegt werden.
Bei der Brustuntersuchung werden Haut- und Drüsenbeschaffenheit, die aktuelle Position der Warze, Form und Grösse der Brust sowie die Körperform analysiert. Daraus ergibt sich das ideale Operationsverfahren. Es wird besprochen, welches Ergebnis möglich ist und wo die späteren Narben verlaufen werden. Die bestehende Brustform wird vor der Operation immer fotographisch dokumentiert. Abhängig vom Alter und vom familiären Risiko für eine Brustkrankheit wird vor der Operation eine Mammografie durchgeführt.
Die Einnahme gewisser Medikamente ist für die Operation gegebenenfalls vorübergehend einzustellen. Der Alkohol- und Nikotinkonsum sollte auf ein Minimum eingeschränkt werden. Rauchen verschlechtert nachweislich die Gewebedurchblutung und verzögert dadurch die Wundheilung. Aus diesem Grund ist empfehlenswert, das Rauchen vier Wochen vor und vier Wochen nach der Operation zu vermeiden.
Die Brüste werden in den ersten Tagen empfindlich und geschwollen sein. Kühlende Maßnahmen sind meist hilfreich. Leichte Schmerzen im Wundgebiet sind üblich und werden in der Regel durch Medikamente gut behoben. Das Tragen eines speziellen Büstenhalters hilft dabei. Er sollte die ersten vier Wochen am Tag und in der Nacht, später nur am Tag getragen werden. Um eine optimale Narbenbildung zu erlangen wird der Wundbereich für sechs bis acht Monate mit einem Papierkleber immobilisiert.
Die Brust erfährt durch die Schwangerschaft eine wesentliche Formveränderung. Eine Bruststraffung sollte daher nach Möglichkeit erst nach der Schwangerschaft erfolgen. Idealerweise wird nach dem Abstillen neun bis zwölf Monate mit der Operation zugewartet.