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Im Wesentlichen kämpfen die in der Schenker-Winkler Holding (SWH) organisierten Erben gegen die Wiederwahl derjenigen Verwaltungsräte, die sich gegen den Verkauf von Sika an den französischen Konzern Saint-Gobain stellen. Zudem fechten sie die Nichtwahl des von ihnen vorgeschlagenen Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat an, wie Sika am Dienstag mitteilte.
Um Sika tobt seit Dezember 2014 ein Übernahmekampf, der mit juristischen Mitteln ausgefochten wird. Saint-Gobain will 2,75 Milliarden Franken für den Kauf der privilegierten Familienaktien bezahlen, die mit einem Anteil von rund 17 Prozent die Kontrollmehrheit von leicht über 50 Prozent garantieren. Dagegen wehren sich die Sika-Führung und Minderheitsaktionäre.
Mit einer Beschränkung der Stimmrechte - der sogenannten Vinkulierung - hat der Verwaltungsrat die Übernahme bislang blockiert. Damit konnte er verhindern, dass die SWH an der GV die Verwaltungsräte austauscht und damit den Weg für die Übernahme freimacht. Die SWH vertritt die Meinung, dass diese Stimmrechtsbeschränkung nicht rechtens war und hat die GV-Beschlüsse in der Folge angefochten.
Ende Oktober 2016 entschied das Zuger Kantonsgericht, dass die Stimmrechtsbeschränkung an der Generalversammlung vom vergangenen Jahr rechtens war. Die SWH hat das Urteil weiter gezogen. Der Fall liegt nun beim Obergericht des Kantons Zug. Vor dem Kantonsgericht Zug sind noch zwei weitere Anfechtungsklagen der SWH gegen die GV-Beschlüsse hängig - die erste betrifft die ausserordentliche GV von 2015, die zweite die ordentliche GV von 2016.
(AWP)