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Nach einem festlichen Abend schwelgt der alternde Wladimir mit zwei Freunden in Erinnerungen. Wehmütig blickt er zurück auf die Zeit seiner ersten Liebe: Betört und verführt von den Reizen der fünf Jahre älteren Zinaida, verlor er sich als Jüngling einst rettungslos in den überwältigenden Gefühlen zu der schönen jungen Frau. Zu spät erkannte er die tragische Wahrheit, denn die wirkliche Leidenschaft seiner Angebeteten galt keineswegs ihm. Iwan Turgenjews meisterhafte Novelle, 1860 erschienen, erzählt in ergreifend poetischen Bildern von der Zartheit und Unschuld, aber auch dem Schmerz erwachender Liebe.
Portrait
Iwan S. Turgenjew, geb. 1818 in Orel, gest. 883 in Bougival bei Paris gestorben, stammt aus altem Adelsgeschlecht. Nach dem Studium der Literatur und der Philosophie in Moskau, St. Petersburg und Berlin war er für zwei Jahre im Staatsdienst tätig. Danach lebte er als freier Schriftsteller und verfasste Erzählungen, Lyrik, Dramen, Komödien und Romane. Turgenjew gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des russischen Realismus und zählt zu den grossen europäischen Novellendichtern. Seine Novellistik bedeutet einen Höhepunkt der Gattung in der russischen Literatur.