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KEB Schweiz
anderer Name: Kinder entdecken die Bibel
internationaler Name: Child Evangelism Fellowship CEF
älterer Name: Kinder-Evangelisations-Bewegung
Im Jahr 1937 gründete der amerikanische Pastor J. Irvin Overholtzer (1877-1955) die Organisation Child Evangelism Fellowship CEF, um Kinder zu erreichen, die keiner Kirche angehören.
1950 begründete die kanadische Missionarin Agnes Martens unter dem Namen „Kinder-Evangelisations-Bewegung“eine Sektion von CEF in der Schweiz. 1954 wurde ein Nationalkomitee begründet, ab 1960 Zweigstellen begründet, die 2010 zum Teil zusammengelegt wurden. Im Jahr 2015 änderte die Schweizer Sektion ihren Namen auf „kids-team“.
Per 30. Juni 2019 ist kids-team Schweiz aus dem internationalen Verband CEF International ausgetreten. Hintergrund der Trennung waren Meinungsverschiedenheiten im Bereich der Weiterentwicklung von Schulungsmaterialien und der Erarbeitung von Literatur.
Daraufhin wurde im September 2019 der Verein KEB Schweiz als Sektion des internationalen Verbandes CEF neu begründet. Der Abkürzung KEB wurde dabei statt der älteren Bedeutung Kinder-Evangelisations-Bewegung nun der Terminus „Kinder entdecken die Bibel“ unterlegt.
KEB Schweiz vertritt nach Ausweis des Glaubensbekenntnisses von CEF International ein Christentum, das am fundamentalistischen Rand der Freikirchenszene zu verorten ist. So nennt das Glaubensbekenntnis etwa folgende Punkte:
We believe 1. That “All Scripture is given by inspiration of God,” by which we understand the whole book called The Bible; that it is inerrant in the original writing and that its teaching and authority are absolute, supreme and final. That the Holy Spirit guided the holy men of old in all that they wrote. …
10. That all believers in our Lord Jesus are called into a life of separation from worldly and sinful practices and should abstain from such amusements and habits as will cause others to stumble, or bring reproach upon the cross of Christ. Believers are created in Christ Jesus unto good works. …
11. In the evangelization of the world; that the supreme mission of the people of God in this age is to preach the Gospel to every creature. That special emphasis should be placed upon the evangelization of children. …
14. That the souls of the lost remain after death in misery until the final judgment of the great white throne, when soul and body reunited at the resurrection shall be cast “Into the lake of fire” which is “the second death,” to be “punished with everlasting destruction from the presence of the Lord, and from the glory of His power” …
15. In the reality and personality of Satan, “that old serpent, called the Devil, and Satan, which deceiveth the whole world” …
Quelle: https://www.cefonline.com/about/statementoffaith/
Kindertreffs sind Treffen von Kindern aus der Nachbarschaft, die regelmässig oder einmalig stattfinden. Sie sind bewusst missionarisch orientiert.
Kinderwochen im Freien finden während der Sommermonate statt. Das Programm dauert pro Tag rund eine Stunde. KEB Schweiz schreibt hierzu: „Der große Reiz einer solchen Veranstaltungsreihe besteht darin, dass die Kinder dort erreicht werden, wo sie sich aufhalten: Auf freien Plätzen und zwischen den Häusern, in Gärten und in Parkanlagen, in Freibädern, auf Campingplätzen.“ (https://kebschweiz.org/kinderwochen-im-freien)
Kinder-Bibelwochen werden in Zusammenarbeit mit lokalen Freikirchen organisiert.
Weihnachts- und Osterstunden für den Unterricht.
Die Tätigkeit von KEB Schweiz ist hochumstritten.
In kritischer Sicht ist religiöse und weltanschauliche Werbung bei Kindern ausgesprochen problematisch, vor allem aus den folgenden Gründen:
– Werbung an Kindern macht sich die natürliche kindliche Offenheit gegenüber Neuem zunutze.
– Werbung an Kindern geschieht in einer inkongruenten Beziehung, in einem Autoritätsgefälle von Erwachsenen zu Kindern.
– Werbung an Personen unter 16 Jahren ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung der Eltern stellt einen Eingriff ins Recht der Eltern dar, ihre Kinder bis zur Religionsmündigkeit mit 16 Jahren in ihrer eigenen Weltanschauung heranwachsen zu lassen.
Aus diesen Gründen nehmen die meisten religiösen und weltanschaulichen Gemeinschaften von der Werbung bei Kindern Abstand. Weltanschauliche Werbung hat sich in ihrer Sicht an die Eltern zu richten, die sich dann mit ihren Kindern für einen Wechsel der Weltanschauung entscheiden können.