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Das Bestattungszubehör ist ein wichtiger Kostenfaktor bei der Organisation einer Bestattung. Diese Kosten können dank der Bestattungsvorsorge bereits zu Lebzeiten vorweggenommen werden.
Inhaltsübersicht
Wenn die Angehörigen ein Familiengrab besitzen, kann dort die Urne mit der Asche des Verstorbenen beigesetzt werden. Ein Familiengrab kann mehrere Särge oder Urnen enthalten. Es wird in der Regel für eine Dauer von 60 bis 99 Jahren vergeben, je nach den Vorschriften der verschiedenen Gemeinden, und die Konzession kann um jeweils fünf Jahre verlängert werden.
In der Schweiz variiert der Mietpreis für die Konzession einer Gruft zwischen CHF 11'000.- und CHF 14'000.-.
Ein Kolumbarium ist ein über dem Boden liegendes Denkmal, das in einzelne Kästchen unterteilt ist, in denen die Urnen abgelegt werden. Auf jedem Fach kann eine Namensplatte angebracht werden. Eine Nische im Kolumbarium wird je nach Gemeinde für 15, 20 oder manchmal auch mehr Jahre zugeteilt. Diese Bestattungsart ist nach wie vor recht häufig für Familien, die die Asche aufbewahren möchten.
In der Schweiz beträgt der Preis für die Bereitstellung einer Kolumbariumbox ca. CHF 500.-. Hinzu kommen die Kosten für die Platte, die im Durchschnitt CHF 200.- kostet.
Auf einem Friedhof kann eine Urne entweder in einem Reihengrab oder in einer Konzession beigesetzt werden. Die Plätze in Reihengräbern werden fortlaufend nach der Beisetzung für eine Dauer von 25 Jahren vergeben. Die Vergabe eines Reihengrabs ist für die Einwohner der Gemeinde meist kostenlos. Nach Ablauf der Beisetzungsfrist können eine Exhumierung und eine erneute Beisetzung in Betracht gezogen werden. Die Grabkonzessionen ermöglichen die Reservierung einer Grabstelle und werden je nach Gemeinde für eine verlängerbare Laufzeit von 20 oder 30 Jahren vergeben.
Der Preis für eine Grabkonzession in der Schweiz liegt je nach Bestattung zwischen CHF 900.- und CHF 1'300.-. Die Erneuerung einer Konzession erfolgt in 5-Jahres-Tranchen. Für ein Aschengrab müssen Sie mit Kosten zwischen CHF 160.- und CHF 250.- rechnen.
Der auf einem Friedhof gelegene Garten der Erinnerung ist ein Ort, an dem die Asche kollektiv und anonym beigesetzt wird. Derzeit werden in der Schweiz fast 50% der Asche in einem Erinnerungsgarten beigesetzt. Diese Beliebtheit lässt sich durch den Wunsch erklären, die Angehörigen von der Pflege eines Grabes zu entlasten und gleichzeitig an einem blühenden und idyllischen Ort zu ruhen. Im Gegensatz zu einem Kolumbarium oder einer Gruft muss der Erinnerungsgarten nicht persönlich gepflegt werden, da diese Dienstleistung von der Gemeinde übernommen wird.
Die Aschebeisetzung in einem Erinnerungsgarten in der Wohngemeinde des Verstorbenen ist kostenlos. Wenn der Verstorbene nicht in der Gemeinde wohnhaft ist, werden CHF 100.- verrechnet.
Die Schweiz verbietet die Ausstreuung von Asche nicht, sofern sie ausserhalb des Besitzes eines Dritten erfolgt. Es ist auch erlaubt, eine Urne in der Natur oder im Meer beizusetzen, sofern die Urne biologisch abbaubar ist. Der Preis für eine wasserlösliche Urne kann deutlich höher sein als der für ein Standardmodell.
Neben den Gedenkgärten auf Friedhöfen kann die Asche auch in der Natur verstreut werden, an idyllischen Orten, die sich für die ewige Ruhe eignen.
Häufigste Orte für die Verstreuung der Asche in der Schweiz
In der Deutschschweiz kommt es nach einer Kremation häufig vor, dass
- Die Asche auf einem See verstreut wird.
- Sie von einem Hubschrauber aus in der Region der Schweizer Voralpen die Asche verstreuen.
- Ein Baum für 99 Jahre im Erinnerungswald in Wattwil mieten.
In der Deutschschweiz ist das Mieten von Grabbäumen weiterverbreitet, da viele Friedhöfe diesen Service anbieten. Die wachsende Begeisterung der Westschweizer für diese umweltfreundliche Lösung führt jährlich zur Entstehung neuer ökologischer Räume, die den natürlichen Bestattungen gewidmet sind.
Ungewöhnlichen Orte, um die Asche zu verstreuen
Da sich das Verhältnis zum Tod in den letzten Jahrzehnten verändert hat, gehen viele Bestattungsunternehmen neue Wege und bieten denkwürdige Dienstleistungen für die Aufbewahrung oder Verstreuung der Asche an.
- Algodanza, ein Schweizer Unternehmen, bietet an, die Asche des Verstorbenen in einen Diamanten zu verwandeln, der auf fast jedes Schmuckstück gesetzt werden kann.
- Andvinyly, wendet sich an ein musikalisches Publikum, indem sie vorschlagen, die Asche in ein Vinyl zu mischen. . .
- Celestis, eine amerikanische Firma, bietet an, die Asche ins Weltall zu streuen, oder zumindest einen symbolischen Teil.
- Europla, bietet einen Service für die Verstreuung von Asche mit Feuerwerkskörpern an. In der Bestattungsurne werden explosive Beutel mit der Asche vermischt, um ein explosives "Schlussbouquet" zu bilden.
Auch wenn diese wenigen Methoden der Ascheverstreuung verrückt erscheinen mögen, darf man nicht vergessen, dass es jedem freisteht, sein Lebensende im Rahmen des Anstandes zu planen, und jeden Tag erhalten die Bestattungsunternehmen Anfragen für eine persönliche Bestattung. Sie reagieren darauf und setzen ihr ganzes Know-how ein, um die Familien entsprechend ihrem Vorhaben zu begleiten.