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Nach ein paar schönen Tagen im Okanagan Valley verliessen wir Vernon in Richtung Süden. Die Fahrt entlang dem See führte uns in eine Gegend, die mit Weingütern und Obstplantagen gesprenkelt ist. Weingüter hatten wir in den letzten Tagen einige besucht; jetzt waren wir auf Obst aus. An einem Verkaufs-stand kauften wir Zwetschgen, Tomaten, Birnen, Äpfel und eine grosse Tüte getrocknete Morcheln. (Ich freue mich bereits jetzt, wenn Brigitta uns ein Steak an Morchelsosse mit breiten Nudeln zubereitet!)
Die US-Grenze war nur fünfzig Kilometer entfernt, als wir realisierten, dass wir Kanada noch gar nicht verlassen wollen. Inzwischen sind wir bereits seit drei Monate hier; doch was ist das schon in einem Land, das fast neunzig Mal grösser ist als die Schweiz. Noch am gleichen Abend suchte Brigitta nach einem Airbnb, wo wir ein paar Tage verbringen können, bevor wir das Land verlassen. Als wir von einer Hütte im Kettle Valley lasen, war klar, dass das unser Ziel ist. Es gab zwar dort kein WiFi, aber dafür einen rauschenden Fluss, den Kettle River, fünf Pferde, zwanzig Schafe und einen Hund mit Namen River. Und, so sagte uns Divine, die Farmerin, als wir am nächsten Tag dort eintrafen: Es gibt auch Bären und Elche, die in der Gegend herumstreunen. Inzwischen sind wir drei Tage hier und haben mit allen Tieren Freundschaft geschlossen. Mit Ausnahme der Bären und Elche, die wir noch nicht zu Gesicht bekommen haben!
PS: Auf der Durchfahrt in Penticton wurden wir gefragt, ob wir Gold schürfen. Gold schürfen? Dann realisierten wir, dass auf der Seite Mahangus nicht nur Sand-Schienen, sondern auch eine grosse Schaufel befestigt ist!
(Geschrieben in Kettle Valley, BC, Kanada)