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Rund 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat sich das japanische Unternehmen Mitsubishi für die Ausbeutung gefangener US-Soldaten als Zwangsarbeiter entschuldigt. Der US-Sender CNN zitierte Hikaru Kimura, einen Vertreter von Mitsubishi Materials, mit den Worten: «Heute entschuldigen wir uns voller Reue für die tragischen Geschehnisse in unserer Vergangenheit.»
Kimura äusserte sich demzufolge am Sonntag in Los Angeles im Museum für Toleranz des Simon Wiesenthal Centers. Laut CNN ist es die erste Entschuldigung eines japanischen Konzerns bei US-Zwangsarbeitern.
Murphy nahm Entschuldigung an
Mitsubishi habe nur noch zwei bis heute lebende US-Opfer der Ausbeutung im Zweiten Weltkrieg ausfindig machen können, hiess es. James Murphy (94), ein früherer Kriegsgefangener der Japaner, war in Los Angeles anwesend. Er habe die Entschuldigung «herzlich» angenommen und sei gerührt von der ehrlichen Worten.
Mitsubishi hatte den Angaben zufolge zugegeben, mehrere Hundert Zwangsarbeiter unter anderem in Bergwerken beschäftigt zu haben. In Südkorea hatte unlängst ein Berufungsgericht Mitsubishi Heavy Industries angewiesen, Schadenersatz an ehemalige koreanische Zwangsarbeiter zu zahlen.
(awp/mbü)