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Im 2. Weltkrieg wurde das Artilleriewerk Faulensee zur Sperrung ab dem Kandergraben bei Einigen gebaut. Das Werk, welches im Jahr 1942 in Betrieb genommen wurde, ist vom Typ her ein Unikat unter den Festungsbauten. Speziell ist der 160 Meter lange Verbindungsstollen.
Im Kriegsjahr 1941 wurde das Werk in einer Rekordbauzeit von etwa sechs Monaten im Rohbau erstellt. Anschliessend erfolgten die technischen Installationen und der Waffeneinbau, so dass das Werk Mitte 1943 einsatzbereit der Truppe übergeben werden konnte. Bis zur Fertigstellung des Werks war geplant, dass bei einer entsprechenden Bedrohung eine mobile Artilleriebatterie am Standort des Werks eingesetzt worden wäre.
Während des Kalten Krieges war die geheime Anlage für den operativen Sperrauftrag der Reduitbrigade 21 ein wichtiger Stützpunkt.
Die rasante Weiterentwicklung der Waffensysteme, aber auch die veränderte Bedrohung waren der Grund, dass das Objekt nach gut 50 Jahren Dienst Ende 1993 ausgemustert wurde. Seit 2001 kann das interessante Werk, das als Bautyp einmalig ist, als historisches und kulturelles Zeugnis von nationaler Bedeutung besichtigt werden