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Auslandthemen überwiegen
Im Vergleich zum Vormonat waren Auslandthemen im April von grösserer Bedeutung: Während im März 46 % der Berichterstattung über die Top-50-Themen einen internationalen Bezug hatten, waren es im April 52 %. Verantwortlich für diese Zunahme waren neben den französischen Präsidentschaftswahlen insbesondere das Verfassungsreferendum in der Türkei (Rang 3) und der syrische Bürgerkrieg (Rang 2), der aufgrund der Militärintervention der USA als Reaktion auf einen Giftgasangriff wieder mehr Aufmerksamkeit erhielt. Die Anteile der Themenbereiche änderten hingegen nur gering: Wie im März dominierten politische Issues die Top 50.
Macron mit der meisten Medienresonanz – Weniger Beachtung für Trump
Innerhalb der Berichterstattung über die Präsidentschaftswahlen in Frankreich hat sich der Fokus deutlich verändert. Während im März die Skandalisierung der Kandidatur von François Fillon im Fokus stand, war es im April das Duell zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen in der Stichwahl. Das zeigt sich auch an der Anzahl Kandidatennennungen in den Medienbeiträgen: Macron (841) und Le Pen (766) wurden deutlich häufiger genannt als der gescheiterte Fillon (332). Der mediale Fokus auf Frankreich hat zur Folge, dass Donald Trump erstmals in diesem Jahr nicht der meistgenannte Akteur innerhalb eines Monats war. Länger wie mehr scheint sich der Nachrichtenfluss um den amerikanischen Präsidenten zu normalisieren. Anlass zur Berichterstattung gab vor allem die Bilanz seiner ersten 100 Tage im Amt (Rang 6). Zudem ist eine Versachlichung der Berichterstattung auszumachen: Vermehrt wird über politische Inhalte, insbesondere Aussen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik, statt über die Person Trump berichtet.
Energiestrategie und die CS-Löhne waren die dominierenden Inland-Themen
Die Debatte zur Energiestrategie 2050 (Rang 4) war das resonanzstärkste innenpolitische Thema. Die Beachtung für die Vorlage, über die im Mai abgestimmt wird, war auch im Vergleich mit den letztjährigen Energievorlagen hoch: Sie erhielt gleichviel Resonanz wie die Atomausstiegsinitiative und die Initiative zur grünen Wirtschaft zusammen. Treiber der hohen Resonanz waren unter anderem Konflikte innerhalb der FDP und Wirtschaftsverbänden (vgl. Abstimmungsmonitor). Für ein Unternehmen ungewohnt viel mediale Aufmerksamkeit erhielt im letzten Monat die Credit Suisse (Rang 5). Grund dafür waren die Generalversammlung und die Entlöhnung des Top-Kaders. Die spektakuläre Protestaktion von Greenpeace-Aktivisten während der GV sorgte zusätzlich für Nachrichtenwert.
War es im Vormonat der Kanton Wallis, der durch Wahlen auf sich aufmerksam gemacht hatte, so waren es im April die Kantone Waadt (Rang 7) und Neuenburg (Rang 10). Die Resonanz fiel in den französischsprachigen Medien naturgemäss höher aus als in der Deutschschweiz.
Fussballteams auf den Rängen 8 und 9
Mit dem FC Basel und Borussia Dortmund rangieren im April auch zwei Fussballvereine in den Top 10. Beim FCB (Rang 9) sorgte der vollzogene Wechsel in der Führungsetage, der angekündigte Abgang von Urs Fischer als Trainer und der Gewinn der Meisterschaft für Aufmerksamkeit, beim BVB der Bombenanschlag auf den Teambus (Rang 8).