Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03528.jsonl.gz/2002

Allgemein versteht man unter Risiko die Möglichkeit, dass durch ein bestimmtes Ereignis Schäden auftreten können. Risiken können ermittelt und bewertet werden und dienen somit als Mass für die Sicherheit.
Das Risiko setzt sich zusammen aus der Wahrscheinlichkeit, dass ein gefährliches Ereignis eintrifft und dem möglichen Schaden. Das mögliche Schadenausmass ist abhängig von der Anzahl Personen und den Sachwerten, die dem Ereignis ausgesetzt sind (Exposition) sowie der Schadenempfindlichkeit der betroffenen Personen und Werte (Verletzlichkeit). Dabei können die gefährdeten Güter sehr unterschiedlicher Art sein, wie zum Beispiel Menschen, Tiere, Gebäude, Infrastrukturen, Objekte mit erheblicher volkswirtschaftlicher Bedeutung oder Tragweite, Lebensgrundlagen des Menschen oder Kulturgüter. Neben einer ökonomischen können sie auch eine ökologische und soziale Komponente aufweisen. Beim Ausfall dieser Güter entstehen oft schwerwiegende Folgeschäden.
Kantonale Risikoübersichten und Gesamtplanungen werden mit der Revision des Bundesgesetzes über den Wasserbau neu gefordert. Sie helfen, den Handlungsbedarf nachvollziehbar aufzuzeigen und zu begründen sowie das weitere Vorgehen zu priorisieren. Zudem sind die Risikoübersichten ein wichtiges Instrument für den Risikodialog und die Sensibilisierung von Verantwortungsträgern.
Kantonale Risikoübersichten stellen eine Weiterentwicklung und Inwertsetzung der Gefahrengrundlagen dar. Bei den Standards handelt es sich um minimale Vorgaben, welche bei der Ausarbeitung von Risikoübersichten zu berücksichtigen sind: