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Heute am 27. Mai 2016, fordern die bäuerlichen Organisationen Uniterre, NBKS, SAM, IGBäuerliche Familienbetriebe aus Anlass des Forums, welches Schweizer Bauernverband (SBV),Schweizer Milchproduzenten (SMP) und die Branchenorganisation Milch (BOM) organisieren,gemeinsam dringende Massnahmen um das Debakel des Schweizer Milchmarktes und im speziellender Industriemilch zu stoppen. Nachhaltige, bäuerliche und fair bezahlte Milchproduktion ist eineunumkömmliche Notwendigkeit um unsere Versorgung mit gesunder Ernährung zu sichern.Tatsächlich waren die Preise noch nie so tief wie heute und somit ist für viele Bauernhöfe kurzfristigkein Überleben möglich. Es herrscht Notstand !
1. Ein wirksames Regulierungssystem Seit der Marktliberalisierung im Jahre 2009 haben dieProduzenten die Möglichkeit ihre Mengen an die Nachfrage des Marktes anzupassen verloren.Industrie und Grossverteiler kontrollieren die Branche und kommunizieren keine Informationen zurEntwicklung der Nachfrage. Im Falle einer Überproduktion werden die Mehrmengen mittels allenProduzenten auferlegten Abgaben über das Unternehmen Lactofama exportiert. Um Abhilfe zuschaffen, braucht es ein flexibles Regulierungssystem über Preise, welches von den verschiedenenAkteuren der Branche eingesetzt und von der SMP verwaltet wird.
2. Die SMP muss eine Marktorganisation werden Die SMP muss die Marktorganisation in bäuerlicher Hand werden, welche die Mengen und die Preise mit den verschiedenen Käufern aushandelt. Die Organisation vertritt heute noch alle Milchproduzenten/Milchproduzentinnen. Aus diesem Grund, muss sie eine zentrale Rolle imMilchmarkt spielen und die Ansprechpartnerin für alle Unternehmen, welche Milch kaufen wollen,sein. Sie muss auch das Marktregulierungssystem umsetzen.
3. Mehr Demokratie in der OrganisationSchweizer Milchproduzenten Um die bäuerlichenFamilien in ihrer eigenen Organisation zu stärken, braucht es individuelle Basisabstimmungen inFragen strategischer Wichtigkeit. Wir verlangen dass dahingehende Reformen in die Hand genommenwerden. Die Organisation muss transparenter werden um den Austausch mit ihren Mitgliedern zupflegen und um ihre Positionen zu stärken.
4. Kein Zwang zu Überproduktion Heute werden die Bäuerinnen und Bauern gezwungen ihregesamte Milchmenge zu produzieren, auch wenn sie über die Nachfrage hinaus geht (Quote B und C).Die Produktion und mehr noch der Export (Exportsubventionen) dieser Mengen ist teuer. Um für dieBäuerinnen und die Bauern einen fairen Milchpreis zu bekommen sollten diese Mengen nicht mehrproduziert werden. Dazu braucht es eine Änderung der gesetzlichen Grundlage, transparenteMilchverträge, welche einen Preis und eine A-Milchmenge festhalten, sowie ein Regulierungssystemum sie marktgerecht umzusetzen.
Kontakte
(f) Claude Demierre, Milchkommission Uniterre, 0763479060, <email-pii>
(d/f) Rudi Berli, Sekretär Uniterre, 0787077883, <email-pii>
(d) Kobi Alt, Vizepräsident Uniterre, 0783218018, <email-pii>
(d) Jürg Rechsteiner, NBKS/SAM, 0765390366, <email-pii>
(d) Markus Müller-Birrer, 0792164030, <email-pii>