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Kurz vor einem erwarteten USA-Taliban-Abkommen hatte US-Präsident Donald Trump am Samstagabend (Ortszeit) überraschend erklärt, er habe weitere Verhandlungen mit den Taliban wegen eines tödlichen Anschlags in Kabul abgebrochen. Trump schrieb auf Twitter, er habe zudem ursprünglich für Sonntag in Camp David geheime Treffen mit den Taliban und - getrennt davon - mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani abgesagt. Ob dies das endgültige Aus für die Verhandlungen beider Seiten ist, oder die Gespräche nur ausgesetzt sind, blieb zunächst unklar.
In der Taliban-Erklärung hiess es weiter, man habe mit dem US-Verhandlungsteam ein Abkommen erzielt, mit dem auch die US-Seite zufrieden gewesen sei. Beide Seiten seien damit beschäftigt gewesen, sich auf die Unterzeichnung des Abkommens vorzubereiten. Innerafghanische Gespräche - zwischen den Taliban und Vertretern der Regierung in Kabul sowie der Zivilgesellschaft - hätten am 23. September beginnen sollen.
Die Taliban seien bereit, die Gespräche weiter zu führen. "Obwohl uns der Krieg aufgezwungen wird, ziehen wir die Option, ihn über Dialog zu lösen, dem Kampf vor", hiess es weiter.
Die USA und die Taliban sprachen seit Juli 2018 über eine politische Lösung des bald 18 Jahre dauernden Konflikts in Afghanistan. Beide Seiten zeigten sich bis zuletzt zuversichtlich, bald ein Abkommen zu unterzeichnen. Die Taliban hatten ungeachtet dessen vergangene Woche eine massive Angriffswelle gestartet. Aber auch die Regierungskräfte und ihre US-Verbündeten setzten Luftangriffe und Offensiven fort./vee/DP/nas
(AWP)