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Ab der Saison 2019/2020 kommen in der Nationalliga pro Verein nur noch vier ausländische Spieler in einer Partie zum Einsatz. Dies ist im NL-Agreement festgehalten, welches von allen bis auf zwei NLA- und NLB-Vereinen unterzeichnet wurde.
Die Nachwuchsarbeit ist bereits heute eine Kernaufgabe der Vereine. Mit dem Agreement, das auf Initiative der Nationalliga-Vereine entstanden ist, soll diese noch einmal verstärkt werden. Im Dokument geht es um Folgendes: In der Vereinbarung wird der Einsatz ausländischer Spieler in der Nationalliga geregelt. So, wie das heute im Eishockey mit dem Gentlemen’s Agreement der Fall ist. Pro Mannschaft dürfen in der Nationalliga ab der Saison 2019/20 maximal noch vier ausländische Spieler in einem Match zum Einsatz kommen, ab der Saison 2020/21 noch maximal deren drei. Die Limitierung gilt einzig pro Spiel und tangiert nicht die Anzahl insgesamt lizenzierter ausländischer Spieler pro Mannschaft. Es sollen weiterhin ausländische Spieler in der Schweizer Liga mittun und diese attraktiv machen, jedoch nicht auf Kosten der Spielpraxis von Schweizer Spielern.
Fast alle Nationalliga-Vereine begrüssen Agreement
«Es ist erfreulich, dass fast alle NLA- und NLB-Vereine das Agreement unterschreiben. Es zeigt den grossen Respekt und Konsens in der Nationalliga, für die Entwicklung des Sports einzustehen», sagt Andreas Landolt, NL-Präsident. Einer der Nationalliga-Vereine, der das Dokument nicht unterzeichnen wird, ist Zug United. Der Präsident von Zug, Patrick Trachsel, begründet den Entscheid damit, dass die Vereinbarung juristisch nicht durchsetzbar sei. In der Tat handelt es sich beim Agreement um eine Übereinkunft ohne reglementarische Grundlage. Sprich, es ist rechtlich nicht bindend und der Verein muss mit keinen Konsequenzen rechnen, falls er mehr Ausländer einsetzt. Aber selbst wenn Zug das Agreement nicht unterschrieben hat, will sich der Verein daran halten. Ebenfalls fehlt noch die Unterschrift der Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti. Der Verein befürwortet das Agreement grundsätzlich, kritisiert jedoch die fehlende Differenzierung von ausländischen Spielern, welche seit vielen Jahren und nicht primär des Unihockeys wegen in der Schweiz leben und trotzdem das Ausländerkontingent belasten würden. Aktuell wird für diese Situation nach einer Lösung gesucht.
Die anderen NL-Teams begrüssen bereits heute das Agreement, so auch der SV Wiler-Ersigen: «Ich bin überzeugt, dass dieses Agreement das Produkt Unihockey in der Schweiz für Zuschauer, Sponsoren und Medien in der Halle und am Bildschirm interessanter und attraktiver macht, da die Identifikation zum Spitzenunihockey einfacher wird», sagt der Präsident Reto Luginbühl. Und auch die Kloten-Dietlikon Jets sehen im Agreement eine Chance, dass die Anstellung von ausländischen Spielern künftig selektiver gestaltet werden.