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Die Zunahme der Asylgesuche sei in erster Linie auf den Anstieg eritreischer Flüchtlinge zurückzuführen, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) gestern mitteilte. Im zweiten Quartal 2015 stellten 3238 Personen aus diesem afrikanischen Staat ein Aufnahmegesuch. Die Eritreer waren damit die mit Abstand grösste Migrationsgruppe.
Die Zunahme der Gesuche sei jeweils auch saisonal bedingt. Aufgrund der anhaltenden Krisen sowie der besseren Witterung in den Sommermonaten flüchteten erfahrungsgemäss mehr Migranten über das Mittelmeer. Das SEM geht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen im Herbst abnehmen. 2015 sei insgesamt mit 29 000 Asylgesuchen zu rechnen.
Die Schweiz versucht, die Flüchtlingsströme mittels sogenannter Migrationspartnerschaften zu beeinflussen. Ein konkretes Projekt wurde gestern im waadtländischen Orbe vorgestellt: Nestlé ermöglicht nigerianischen Lehrlingen am dortigen Standort, einen Teil ihrer Ausbildung zu absolvieren. Das SEM hat das Projekt 2011 initiiert und investiert jährlich 45 000 Franken. Im Gegenzug erhofft man sich eine erhöhte Kooperation der nigerianischen Behörden im Migrationsbereich. sda/cze
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