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VeriPet ist eine innovative technische Lösung zur Bekämpfung des illegalen Welpenhandels und stellt sicher, dass nur registrierte Hunde von rückverfolgbaren Verkäufern online angeboten werden können. VeriPet macht den Online-Handel sicherer und blockiert den Marktzugang für illegale Welpenhändler.
Hintergrund
In den meisten europäischen Ländern sind Hundehalter verpflichtet, ihren Hund in einer nationalen Datenbank zur Identifizierung und Registrierung von Haustieren mit Mikrochip zu registrieren. Der Eintrag für jeden Hund sollte Daten über den Hundehalter und Informationen über den Hund enthalten, einschliesslich einer Mikrochip-Nummer und Informationen wie Alter, Rasse, Land der Registrierung und Datum der Registrierung. Mit der Programmierschnittstelle (API) von VeriPet kann nur der registrierte - und damit rückverfolgbare - Besitzer eines Hundes diesen online inserieren.
Die Implementierung von VeriPet ist ein Multi-Stakeholder-Projekt, das von Europetnet zusammen mit VIER PFOTEN, Datenbanken und Kleinanzeigenseiten durchgeführt wird.
Wie funktioniert das VeriPet-Verfahren im Detail
Wenn man ein Inserat auf einer teilnehmenden Kleinanzeigenseite aufschalten möchte, muss der Verkäufer die Mikrochipnummer des Hundes angeben.
Die VeriPet-API führt dann einen automatischen Abgleich mit Haustierregistrierungsdatenbanken durch, um festzustellen, ob die Angaben übereinstimmen.
Dann wird ein einmaliger Code an die registrierten Besitzer des Hundes gesendet, der der Anzeige hinzugefügt werden muss, damit sie freigeschaltet werden kann.
Das bedeutet, dass nur die Person, die auf dem Mikrochip des Hundes registriert ist, ein Inserat zum Verkauf dieses bestimmten Hundes aufgeben darf. Illegale Welpenhändler, die nicht von den Behörden aufgespürt werden wollen und daher den Hund nicht registrieren lassen, können ihre Identität nicht nachweisen und verlieren daher den Zugang zum Online-Marktplatz.
Die Pilotprojekte
Das System wurde erstmalig im August 2021 auf einer Kleinanzeigenseite namens dogs.ie in Irland eingeführt. Die Informationen über den Hund werden mit den Daten der irischen Haustierregistrierungsdatenbank - FIDO - abgeglichen. Lesen Sie mehr über das Projekt in Irland.
Im Mai 2022 starteten VIER PFOTEN, Europetnet, Amicus und anibis.ch dann den Pilot für das Verifizierungssystem VeriPet in der Schweiz. Im Zeitraum eines Jahres wurden auf anibis.ch über 2'000 Mikrochipnummern überprüft. Dies entspricht im Durchschnitt etwa 17 % der Gesamtzahl der Inserate in der Kategorie Hund. Das System wurde auf anibis.ch nur für in der Schweizer Datenbank Amicus registrierte Hunde und auf freiwilliger Basis angewendet.
Die gelungene Zusammenarbeit verschiedener Akteure hat den erfolgreichen Pilot von VeriPet in der Schweiz ermöglicht und zeigte, wie die Branche Schritte zur Qualitätsverbesserung unternommen hat, um Anzeigen in der Kategorie Hund der Kleinanzeigenplattformen sicherer zu machen.
Was sind die Voraussetzungen für VeriPet?
Das Tool zur Überprüfung der Hunderegistrierung «VeriPet» ist ein Element der «Modelllösung für die vollständige Rückverfolgbarkeit des europäischen Online-Welpenhandels». VIER PFOTEN fordert ein koordiniertes Vorgehen von den Stellen, die am engsten mit dem Welpenhandel und seiner Regulierung verbunden sind - Identifikations- und Registrierungsdatenbanken, Websites für Kleinanzeigen und nationale Regierungen. Gemeinsam können sie die Erfassung umfassenderer Datensätze für jeden Hund, eine strengere Regulierung der Werbung auf Kleinanzeigen-Websites, solide rechtliche Rahmenbedingungen zur Durchsetzung der Anforderungen und eine umfassende Verknüpfung all dieser Elemente ermöglichen.
Der VIER PFOTEN Bericht zielt darauf ab, die Möglichkeiten, die sich durch die Einführung des EU-Tiergesundheitsgesetzes ergeben, aufzuzeigen und zu skizzieren, wie die Modelllösung funktionieren wird, welche Massnahmen von den verschiedenen beteiligten Stellen verlangt werden und welche Vorteile ihre Beteiligung mit sich bringt.
Wenn sie so umgesetzt wird, wie VIER PFOTEN es vorschlägt, könnte die Modelllösung eine Reihe von Ergebnissen erzielen, darunter verbesserter Tierschutz, bessere Gesundheit von Mensch und Tier, höhere Steuereinnahmen und mehr Verbraucherschutz. Weitere Informationen über die Modelllösung und den Bericht finden Sie hier.
- Ein Züchter meldet seinen Hund an oder bringt seine Welpen zu einem Tierarzt, der den Mikrochip anbringt und länderspezifische Dokumente ausstellt (z. B. einen Heimtierausweis)
- Die Daten des Hundes (z. B. Mikrochip, Passnummer, Rasse, Alter, Name usw.) und des Hundehalters (z. B. Name, Ausweis, Kontaktdaten) werden in einer Haustierdatenbank registriert, wo die Daten sicher sind und die Identität überprüft wird (Registrierung)
- Der Züchter möchte die Welpen verkaufen
- Der Haustierbesitzer besucht eine Kleinanzeigenseite
- Der Tierhalter gibt die Mikrochip-ID-Nummer des Hundes in das entsprechende Formularfeld auf der Kleinanzeigenseite ein
- Die Mikrochipnummer des Hundes wird mit den Informationen in der Mikrochip-Datenbank abgeglichen
- Ein einmaliger Code (PIN) wird an die Telefonnummer des Tierbesitzers gesendet, die in der Datenbank gespeichert ist (nachdem diese Telefonnummer auf der Website eingegeben und überprüft wurde)
- Der Tierhalter gibt die PIN in das entsprechende Feld auf der Kleinanzeigenseite ein
- Wenn die PIN korrekt ist, kann die Anzeige freigeschaltet werden
- Wenn die PIN nicht korrekt eingegeben wurde, wird der Inserent aufgefordert, seine Registrierungsdaten zu aktualisieren, oder er darf die Anzeige nicht aufgeben