Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03299.jsonl.gz/111

Zum Auftakt der Weltcup-Finals in Snowshoe (WV), USA, gewinnt Nino Schurter zum ersten Mal einen Short Track-Wettbewerb, und damit auch zum siebten Mal den Gesamt-Weltcup. Bei den Frauen siegt die Jenny Rissveds. Als 16. verliert Jolanda Neff in der Gesamtwertung viel an Boden gegenüber Kate Courtney die vor dem abschliessenden Cross-Country-Rennen am Sonntag nur noch 20 Punkte hinter Neff liegt.
«Diesmal wollte ich den Sieg.» Nino Schurter (Scott-Sram) nickt. Im Gegensatz zu den meisten vorherigen Short Track-Wettbewerben ist der 33-Jährige nicht vorrangig auf eine energiesparende Fahrweise aus. Eingangs der letzten von acht 1.1-Kilometer-Runden attackiert Schurter aus der Spitzengruppe heraus.
Der Brasilianer Henrique Avancini geht mit, doch er rutscht gleich danach in einer Gras-Kurve weg und verliert den Anschluss. So wird Titouan Carod (BMC Racing) Zweiter vor seinem Landsmann Jordan Sarrou (Absolute Absalon).
Nino Schurter macht damit seinen siebten Gesamtsieg schon vor dem abschliessenden Cross-Country-Rennen am Sonntag perfekt. Damit zieht er mit Julien Absalon gleich, der ebenfalls sieben Gesamtsiege eingefahren hat.
In punkto Weltcup-Einzelsiege wehrt Schurter ab. «Nein, das zählt nicht», sagt er Kopf schüttelnd. Er hat 32 auf dem Konto, der voriges Jahr zurückgetretene Absalon deren 33. Um diese Rekordmarke zu egalisieren, müsse er schon am Sonntag auch gewinnen. Während der Karriere des Franzosen gab es noch keine Short Track-Wettbewerbe im Weltcup.
Zweitbester Schweizer ist Lars Forster auf Rang zehn (+0:16). Er verliert in der vorletzten Runde den Anschluss an die Spitzengruppe, kann aber mit der zweiten Startreihe noch zufrieden sein.
Das Short-Track-Podest der Männer mit Titouan Carod, Nino Schurter und Jordan Sarrou. Foto ©Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
Vollständige Resultate
Frauen: Neff kränkelt, Forchini auf Rang zehn
Jolanda Neff hat wieder einmal einen brillanten Start. Doch der hilft der Weltmeisterschaftszweiten nicht viel. «Vielleicht war der Start zu schnell. Ich wollte halt als Erste in der Wiese sein. Aber das ich dann so einbreche, damit habe ich nicht gerechnet», erklärt Neff.
Sie wird bis auf Position 16 zurückgereicht und verliert damit gegenüber der Tagesdritten Kate Courtney 53 Zähler.
«Ich habe mich nicht gut gefühlt, schon seit den Weltmeisterschaften in Mont Sainte Anne nicht», sagt Jolanda Neff. «Am Mittwoch wollte ich trainieren und habe es kaum geschafft.» Sie fühle sich, als ob sie Fieber bekomme. Möglicherweise macht ihrem Körper schon seit den Weltmeisterschaften ein Infekt zu schaffen.
«Ich versuche mich bis Sonntag so gut wie möglich zu erholen. Ob das in zwei Tagen möglich ist, weiss ich auch nicht», sagt Neff etwas ratlos.
Für den Zweikampf mit Courtney um den Gesamtsieg, sollte sie sicherlich top fit sein.
Ramona Forchini fährt ein kluges Rennen und bleibt im Sog der deutschen Meisterin Elisabeth Brandau. Die kann sie dann in der Schlussrunde noch passieren und Rang zehn erobern.
«Auf die kurze Distanz geht es», meint Forchini, «Brandau fährt wie ein Motorrad, nur im Technischen ist sie nicht so gut.»
Linda Indergand wird Zwölfte (+0:46). Sina Frei (+1:21) wird nur 22., was ihre Ausgangsposition im Kampf um Gesamtrang fünf etwas verschlechtert.
Das Short-Track-Podest der Frauen mit Pauline Ferrand Prevot, Jenny Rissveds und Kate Courtney. Foto ©Bartek Wolinski / Red Bull Content Pool
Vollständige Resultate