Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/68664

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Zuge der Marktöffnung mussten die Fernmeldedienstanbieter die Nummer 111 abschalten. Dementsprechend wurden neue Nummern wie 1811 oder 1818 eingeführt. Die Swisscom darf aber ihre alte Nummer 1144 vorläufig weiterführen. Die Privilegierung des ehemaligen Monopolisten führt dazu, dass die Konsumenten durch das länger dauernde Durcheinander auslaufender und neuer Auskunftsnummern verunsichert werden. In Italien und Spanien führte dieses Vorgehen dazu, dass sich über die Hälfte der bisherigen Kunden rasch und definitiv von den telefonischen Auskunftsdiensten abgewandt hat. Erfolgreich war hingegen die Liberalisierung in Grossbritannien und Frankreich, wo die neue Wettbewerbsordnung rasch und reibungslos eingeführt wurde: Die Konsumenten können heute von besseren und billigeren Dienstleistungen profitieren, während gleichzeitig neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten.</p><p>Ist der Bundesrat beim Erlass der Fernmeldeverordnung bereit, im Interesse der Konsumenten und des Werkplatzes Schweiz zu veranlassen, dass die Nummer 1144 spätestens Mitte 2007 abgeschaltet wird?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Nummer 1144 dient der nationalen manuellen Vermittlung in Mobilfunknetzen. Sie wurde ursprünglich insbesondere im Zusammenhang mit der Sicherheit im Strassenverkehr eingeführt (keine komplizierten Manipulationen am Handy beim Autofahren). Diese Nummer kann von allen Fernmeldedienstanbietern in ihren Netzen verwendet werden und ist deshalb nicht einzelnen Anbietern vorbehalten.</p><p>Allerdings können mittlerweile die manuellen Vermittlungsdienste auch über die Auskunftsnummern 18xy angeboten werden, was denn auch bei den meisten dieser Nummern der Fall ist. Damit ist die Sonderstellung der Nummer 1144 nicht mehr nötig und gerechtfertigt. Der Bundesrat hat deshalb im Zusammenhang mit der Inkraftsetzung des revidierten Fernmeldegesetzes entschieden, diese Kurznummer bis 30. September 2007 ausser Betrieb zu setzen (Art. 54 Abs. 6bis der Verordnung über die Adressierungselemente im Fernmeldebereich).</p>  Antwort des Bundesrates.