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- Abtreibungen sind in der Republik Irland nun bis zur zwölften Woche der Schwangerschaft erlaubt.
- In bestimmten Fällen sind Abbrüche auch später zulässig. Zum Beispiel, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.
- Die Iren hatten im Mai 2018 in einer Volksabstimmung Ja gesagt zu Abtreibungen mit einer Mehrheit von 66 Prozent.
Das Parlament der Republik Irland hat ein Gesetz verabschiedet, das Abtreibungen legalisiert. Das Gesetz folgt nach einem Referendum im Mai 2018. Damals sagte das Volk deutlich Ja zu Schwangerschaftsabbrüchen.
Der Abstimmungen waren jahrelange Diskussionen vorangegangen. Irland ist ein sehr katholisch geprägtes Land. Entsprechend intensiv waren die Debatten rund um das Thema Schwangerschaftsabbrüche.
Das neue Gesetz erlaubt Abbrüche ohne Strafe bis zur zwölften Woche der Schwangerschaft. Bei schweren Missbildungen des Fötus oder wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, sind Abbrüche auch später erlaubt.
Die bisherige Regelung in Irland
Bislang waren Abtreibungen in Irland selbst bei Vergewaltigung, Inzest oder einer tödlichen Fehlbildung des Fötus verboten. Bei einer Abtreibung drohten Frauen bis zu 14 Jahre Haft. Seit 1980 reisten geschätzt 170'000 irische Frauen nach Grossbritannien, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen.
Die Debatten im Parlament hatten schon im Oktober begonnen. Das neue Gesetz muss jetzt noch vom Präsidenten der Republik Irland unterschrieben werden. Premierminister Leo Varadkar sprach am Donnerstag von einem «historischen Moment für irische Frauen».