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Die Cross-Impact (CI) Analyse beruht darauf, dass Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Faktoren eines Systems paarweise abgeschätzt und über eine Matrix kombiniert werden. Die Stärken dieser Analyse liegen darin, dass mit ihr ein einfaches Modell eines vernetzten Systems aufgebaut werden kann. Der Modellaufbau und die anschliessende Plausibilitätsüberprüfung der Modellergebnisse schärfen das Verständnis für die wichtigsten Wechselwirkungen im realen System. Die Einfachheit des Modells erleichtert Sensitivitätsanalysen und Fallstudien.
Die Cross-Impact Analyse kann Hinweise für die Vorauswahl von zukünftigen Politikinstrumenten der Wasserwirtschaft liefern. Die Cross-Impact Analyse erlaubt es, die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Nutzungen und Ressourcen innerhalb der Wasserwirtschaft abzubilden und zu aggregieren. Ein dadurch geschärftes Verständnis der wichtigsten Wechselwirkungen der Wasserwirtschaft kann anschliessend mit dem Wissen um Politikinstrumente-Kategorien kombiniert werden und somit Hinweise auf die Gestaltung von zukünftigen Politikinstrumenten liefern.
Die hier vorgestellte Cross-Impact Analyse wurde für die Untersuchung der bestehenden Wechselwirkungen auf der Ebene von Kantonen angewendet. Sie könnte z.B. im Rahmen einer Standortbestimmung für die Vorauswahl von zukünftigen Politikinstrumenten angewendet werden. Als mögliche Zielgruppe für die Anwendung stehen kantonale Behörden im Vordergrund.
In der hier vorgestellten indikatorbasierten Form kann die Cross-Impact Analyse nur für einen Teilbereich der Wasserwirtschaft angewendet werden. Für die Untersuchung der Wasserwirtschaft in ihrer Gesamtheit wäre eher die Kombination mit einer Delphi-Methode zu empfehlen; diese würde dazu dienen, die Variablenbeziehungen der Wasserwirtschaft mit Hilfe einer Expertengruppe zu klassieren. In allen Fällen kann die Cross-Impact Analyse Hinweise für die Vorauswahl von Politikinstrumenten liefern, jedoch keine absolute Aussage über die Eignung von Politikinstrumenten machen.
Vorgehen Cross-Impact Analyse (Vgl. Arbeitsschritte und Vorgehen der CI Analyse für Erklärungen)
Als Fallbeispiel ist die im Rahmen des Projekts IWAGO erarbeitete Analyse zum Kanton Zürich verfügbar. In diesem Fallbeispiel wurde die Cross-Impact Analyse auf die Gewässerraumplanung gemäss dem neuen GSchG Art. 36a vom 1. Januar 2011 angewendet. Weiterführende Informationen zur Cross-Impact-Analyse von Politikinstrumenten sind im Bericht EBP (2012) „Auf dem Weg zu einer integrierten Wasserpolitik – Politikinstrumente von Bund und Kantonen“ zu finden (Methodik S. 13ff; Ergebnisse S. 38ff).