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Giulia Steingruber zeigte sich in Tokyo auch im heutigen Mehrkampffinal von ihrer besten Seite. Die Turnerin des TV Gossau startete den Wettkampf mit ihren beiden starken Geräten: Boden und Sprung. Am Boden gelingen ihr die akrobatischen Reihen sehr gut. Sie zeigt hohe Sprünge, die sie gut zum Stand bringt. Auch ihr Sprung, der Tschoussowitina, kann sie sehr hoch in die Luft treiben. Sie kommt besser vom Sprungtisch weg, als noch in der Qualifikation. Am Stufenbarren und am Balken zieht Steingruber ihre Übungen ebenfalls souverän und ohne grössere Schwierigkeiten durch.
Mit 53,366 Punkten bleibt die Gossauerin schlussendlich ganz leicht unter ihrer Punktzahl des ersten Wettkampftages. Da aber diverse Konkurrentinnen weniger stabil turnen, kann sie sich gegenüber der Qualifikation gleich um sechs Ränge verbessern.
Zum fünften Mal hintereinander kommt die Olympiasiegerin im Mehrkampf aus den USA. Sunisa Lee holt sich mit 57,433 Punkten in einem spannenden Final die Goldmedaille und wird somit Nachfolgerin von Teamkollegin Simone Biles. Diese hatte den Wettkampf von der Tribüne aus mitverfolgt, nachdem sie wegen Schwierigkeiten im mentalen Bereich auf die Teilnahme im Mehrkampffinal verzichtet hatte. Die Silbermedaille geht nach Brasilien zu Rebeca Andrade (57,298 Punkte). Bronze gewinnt die Russin Angelika Melnikova (57,199 Punkte).
Im Gegensatz zu den vier Schweizer Kunstturnern, welche bereits heute in die Schweiz zurückgekehrt sind, wird Giulia Steingruber noch in Tokio bleiben. Sie ist erste Ersatzturnerin für den Sprungfinal, der am Sonntag über die Bühne gehen wird.
Am Sonntag, 1. August 2021, 10.00 - 12.50 Uhr, findet der erste Teil der Gerätefinals statt, inkl. Sprung der Frauen.