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Abstammungsnachweis / Vaterschaftsabklärung
Die Abstammungsuntersuchungen können gerichtlich angeordnet oder von Privaten in Auftrag gegeben werden. Bei gerichtlichen Aufträgen zur sind alle Beteiligten zur Teilnahme verpflichtet. Bei Privataufträgen ist das schriftliche Einverständnis aller Beteiligten, bei Minderjährigen das Einverständnis aller Sorgeberechtigten, erforderlich.
Ablauf einer Vaterschaftsabklärung
In die Vaterschaftsabklärung werden die Kindsmutter, das Kind und der fragliche Vater einbezogen. Für die DNA-Analysen werden Wangenschleimhautabstriche (WSA) aller Beteiligten benötigt, alternativ können auch Blutproben untersucht werden.
Die zu untersuchenden Personen erscheinen zum vereinbarten Termin persönlich im Institut für Rechtsmedizin. Es werden zunächst die Personalien erfasst und die Identität anhand von Ausweisdokumenten überprüft.
Im Labor werden anschliessend mit Wattestäbchen Abstriche von der Wangenschleimhaut genommen. Aus diesen lässt sich die DNA der jeweiligen Person gewinnen. Mit Hilfe der sog. PCR-Technik werden ganz bestimmte Abschnitte der DNA markiert und vervielfältigt. Im nächsten Schritt werden die farbig markierten DNA-Abschnitte im elektrischen Feld aufgetrennt und nach ihrer Länge erfasst. Aus der Untersuchung sog. STR-Systeme wird letztlich das DNA-Profil der untersuchten Person erstellt.
Eine Ausschlusskonstellation liegt vor, wenn der fragliche Vater ein Merkmal nicht aufweist, welches das Kind von seinem leiblichen Vater geerbt hat.
Besteht in allen untersuchten STR-Systemen eine Übereinstimmung zwischen einem Merkmal des fraglichen Vaters und jenem des Kindes, das vom fraglichen Vater stammen muss, ist der untersuchte Mann von der Vaterschaft nicht ausgeschlossen. Im nächsten Schritt wird die Vaterschaftswahrscheinlichkeit biostatistisch berechnet, wobei mit den Resultaten der DNA-Analysen Werte über 99.99% (Vaterschaft praktisch erwiesen) resultieren.