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Emily Barr ist immer eine gute Wahl für spannende Reiseliteratur. Selber um die Welt gereist, spielen die brillant geschriebenen, sozialkritischen und zum Teil beklemmenden Bücher der englischen Autorin und Kolumnistin jeweils in Asien, Australien, Frankreich oder wie in diesem Fall, in Kuba.
Die Geschichte beginnt aber in der südenglischen Küstenstadt Brighton, in die die psychisch labile Protagonistin Maggie nach dem Ende ihrer Beziehung flieht, um wieder neu anzufangen. Dies gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht und sie fällt in die Einsamkeit. Als sie eines Tages aber entdeckt, dass sie jedes Wort mithören kann, das in ihrer Nachbarswohnung gesprochen wird, gerät das Leben ihrer Nachbarn zur Obsession: Hätte sie doch nur das geordnete Leben von Libby, die mit ihrem Mann und Baby das Familienglück scheinbar für sich gepachtet hat! Als wäre es eine Daily Soap, achtet Maggie krankhaft darauf, keine wichtige Ereignisse und Gespräche ihrer nichtsahnenden Nachbarn zu verpassen. Doch zu ihrem Schock plant die Familie, die nächsten sechs Monate in Kuba zu verbringen, und was soll dann aus ihr werden? Oder könnte sie der Familie einfach nach Kuba folgen?
„Cuban Heels“ gibt es nur auf Englisch und ist auch unter dem Titel „Cuba“ im Handel.