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Auch wenn bei den indigenen Völkern Brasiliens in der Regel Männer als Repräsentanten stehen, ist Enir Terena, wie sie genannt wurde, 2008 zur Vertreterin des urbanen aldeia Marçal de Souza in Campo Grande gewählt worden.
Das erste indigene Dorf in einem städtischen Bereich geht ebenso auf ihren Einsatz zurück. Dort hat sie indigene Familien angesiedelt, die zuvor in verschiedenen Favelas der Stadt gelebt haben.
Zu verdanken ist ihrem Engagement auch der Bau einer Schule in Marçal de Souza sowie einer Oca, einem Versammlungshaus der Indigenen. In ihm ist das “Memorial da Cultura Indígena“ untergebracht, das als einer der touristischen Punkte Campo Grandes und des Bundesstaates Mato Grosso do Sul gilt.
Gemeinsam mit Marta Guarani hat Enir Terena darüber hinaus “Kaguateka“ gegründet, die erste indigene Bewegung Mato Grosso do Suls. In seinem Nachruf auf Facebook bezeichnet Indio-Sprecher Marcos Terena sie als “Kämpferin“, die ein “Beispiel an Solidarität und starken Charakter“ hinterlässt, das stets von einem Lächeln begleitet war.
Für ihren Einsatz und ihre Tatkraft geehrt wurde sie im vergangenen Jahr mit einer Briefmarke mit ihrem Konterfei.
Die im März 1955 geborene Enir Terena hat an Bluthochdruck gelitten und in den vergangenen Tagen wegen Schmerzen mehrfach Gesundheitsposten aufgesucht, sei allerdings erst am Dienstagmorgen in ein Krankenhaus überwiesen worden, in dem sie wenig später verstarb, wie ihre Angehörigen erklären.