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In den Industrieländern bestimmt die Häufigkeit einer Krankheit den Umfang der Mittel, die zu ihrer Bekämpfung eingesetzt werden. Oft entwickelt sich eine Dynamik des Fortschritts, die dazu führt, dass die Krankheiten nach und nach eingedämmt werden können. Bei seltenen Krankheiten jedoch greift dieser Mechanismus nicht.
Die idiopathische Lungenfibrose ist eine relativ seltene Lungenerkrankung, die zu schwerer Atemnot führen kann. Leider gibt es zurzeit nur wenige Medikamente, welche eine Stabilisierung der Erkrankung bringen können. Neue therapeutische Möglichkeiten zeichnen sich jedoch ab.
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Dieser komplizierte Name bezeichnet eine Krankheit, die ausschliesslich junge Frauen befällt und eine Beeinträchtigung der Atmung nach sich ziehen kann. Lange Zeit verkannt, ist diese Krankheit nicht zuletzt durch die Aktivitäten von Patientinnenvereinigungen aus der Anonymität geholt worden.
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Man spricht viel von der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), deren Hauptursache das Rauchen ist. Es können jedoch auch Nichtraucher daran erkranken. Eine der Ursachen dafür ist ein Mangel am Protein «Alpha-1-Antitrypsin».
Im Innern unserer Bronchien schlagen Milliarden von mikroskopischen Cilien (Flimmerhärchen) im Gleichtakt 600-mal pro Minute und transportieren wie auf einem «Förderband» inhalierte Partikel und Bakterien wieder nach draussen und schützen so unsere Lungen von äusseren Angriffen und Infektionen. Bei gewissen Menschen funktioniert dieses Förderband jedoch nicht.
Die nichtspezifische interstitielle Pneumopathie (NSIP) gehört zu einer Gruppe von Krankheiten, die durch Entzündungen und anormale Narbenbildung des Lungengewebes (Fibrose) gekennzeichnet sind. Die NSIP ähnelt der idiopathischen Lungenfibrose (IPF). Sie spricht jedoch besser auf eine Behandlung an, und ihr Verlauf ist günstiger.
Das Goodpasture-Syndrom ist eine sehr seltene, aber gefährliche Krankheit, die plötzlich auftritt und Lungen- oder Nierenversagen verursachen kann. Die Erkrankung wird durch Antikörper hervorgerufen, die sich gegen bestimmte Strukturen von Lungen und Nieren richten. Tabakkonsum begünstigt die Entstehung der Krankheit.
Die organisierende Pneumonie ist eine seltene Form der Entzündung und Vernarbung des Lungengewebes als Reaktion auf einen «Angriff» von Krankheitserregern oder Giftstoffen. Die Krankheit hat starke Ähnlichkeit mit einer Lungenentzündung, ist aber mit Antibiotika nicht zu behandeln.
Die Rendu-Osler-Weber-Krankheit ist eine vererbte Erkrankung, die etwa einen von 8000 Menschen betrifft. Ist ein Elternteil betroffen, haben die Kinder ein Erkrankungsrisiko von 50 Prozent. Das Krankheitsbild und die Schwere der Krankheit fallen innerhalb derselben Familie sehr unterschiedlich aus.
Unter bestimmten Umständen können inhalierte Partikel aus dem beruflichen oder häuslichen Umfeld im Körper eine Immunreaktion auslösen und zu einer chronischen Entzündung der Lungen führen. Es handelt sich dabei um die Hypersensitivitätspneumonie, die äusserst selten auftritt.
Jeden Dienstag von 17.00-19.00 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen.
Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.