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David war der Sohn von Jean-Pierre de Pury. Er machte eine Handelslehre in Marseille und liess sich 1730 in London. Dort fand er eine Anstellung in der South Sea Company, welche rund 40’000 Sklaven verschleppte. In dieser Zeit knüpfte er wichtige Kontakte, unter anderem mit John Gore, dem Schwiegersohn von Joseph Mellish, Direktor der South Sea Compagny. 1736 zieht de Pury nach LLissabon. Er wurde Bankier des portugiesischen Königs in Lissabon und eröffnete eine gemeinsam mit Gore und weiteren Partnern eine eigene Firma. Diese handelte mit Diamanten und Holz aus Brasilien und erzielte beachtliche Gewinne. Durch das Erdbeben in Lissabon in 1755 verlor er drei Viertel seines Vermögens. Mit dem verbleibenden Viertel gelang es ihm schnell erneut Reichtum anzuhäufen. Dies unter anderem dank dem Erwerb von Aktien der 1759 gegründeten portugiesischen Frachtgesellschaft „Pernambuco e Paraìba“. Diese verschiffte zwischen 1761-1786 mehr als 42'000 gefangene Afrikaner aus Luanda und Benguela (Angola). Als David de Purry 1786 kinderlos starb, vererbte er der Stadt Neuenburg 70% seines Vermögens. Mit diesem Geld errichtete die Stadt Neuenburg unter anderem das Rathaus und das Collège Latin sowie die Kanalisierung des Seyou.
Zeitraum: 1709 - 1786
Woher: Neuenburg NE | Neuchâtel (NE)
Wo und wie tätig: Lissabon (Portugal), Übriges Europa, Handel Bank- und Kreditgeschäfte
Als was tätig: Aktionär im Dreieckshandel, Bank- und Kreditgeschäfte, Kolonialwarenhändler
Quellen:
David Thomas / Etemad Bouda / Schaufelbuehl Janick Marina, Schwarze Geschäfte. Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19. Jahrhundert, Zürich 2005, S. 29.
Fässler Hans, Reise in Schwarz-Weiss. Schweizer Ortstermine in Sachen Sklaverei, Zürich 2005, S. 208-212.