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Caragheen
(Irländisch Moos, Perlmoos, Knorpeltang); in den Droguenhandlungen gewöhnlich als Fucus crispus bezeichnet, ist kein Moos, sondern eine Meeralge oder auch zwei solche, die Sphaerococcus crispus und Sph. mamillosus benannt werden. Die zweite Art bildet eine geringere Sorte C. von dunklerer Färbung, die andre ist hellfarbiger, blaßgelb oder grauweiß und gilt als die gute «blonde» Sorte. Beide Pflanzen bilden getrocknet ein gelapptes, geschlitztes, hornartig durchscheinendes Laub.
Durch Kochen wird das C. fast ganz in Schleim aufgelöst, welcher für sich ebensowenig ein eigentliches Nahrungsmittel abgibt wie jeder andre Pflanzenschleim und ebenso fade schmeckt. Seine medizinische Verwendung geschieht in Form einer stets frisch zu bereitenden mit Zucker gesüßten Gallerte und kann wenigstens als lösendes, reizlinderndes Mittel von Nutzen sein. Technisch findet die Gallerte verschiedene Verwendung, zu Weberschlichte, zum Appretieren von Zeugen, zum Klären von Bier, als farbenaufnehmender Grund bei der Fabrikation von Marmorpapieren. Die Ware kommt hauptsächlich von den westlichen und nördlichen Küsten Irlands, wo sie an den Klippen wächst. Sie wird gewöhnlich erst in den Droguenhandlungen gereinigt, sortiert, zerschnitten, auch gepulvert. Das C. kostet hier circa 60-75 Pfennige pr. kg je nach Qualität. Die Versendung geschieht in stark zusammengepreßten Ballen von 50 kg Gewicht. - Zollfrei.