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Fox,
Charles James, brit. Staatsmann, geb. in
London
[* 2] als dritter Sohn von Henry
Fox, späterm erstem Lord
Holland; seine
Mutter, die Tochter des zweiten
Herzogs von Richmond,
war eine Urenkelin
Karls II.
Fox erhielt die schlechteste Erziehung; allen Launen und Neigungen, Leidenschaften und Ausschweifungen
des glänzend beanlagten
Jünglings ließ sein
Vater freien Lauf, wodurch seine Charakterentwicklung auf
das tiefste geschädigt wurde. Er wurde herangebildet in
Eton und Oxford.
[* 3]
Schon mit 20 Jahren trat er ins Unterhaus, bewies dort sofort außerordentliches rednerisches Talent und wurde für seine regierungsfreundliche Haltung von North mit der Stelle eines Admiralitätslords belohnt und 1772 zum Schatzlord erhoben. Aber seine Haltung erregte das Mißfallen des Königs und führte 1774 seine Entlassung herbei. Fortan saß er in den Reihen der Opposition. Sein Leiter wurde Edmund Burke, der ihn in seine Ideen von Verwaltungs-, Preß-, Parlamentsreform und Sklavenbefreiung einführte.
Auf das entschiedenste opponierte
Fox gegen die Bedrückung der amerik.
Kolonien, die endlich zu ihrer
Losreißung von England führte, verteidigte das Selbstbesteuerungsrecht der
Kolonien und empfahl aufs dringendste einen schnellen
Frieden. Nach
Norths
Sturz trat er in das Ministerium Nockingham als
Staatssekretär; aber in seiner kurzen Verwaltungszeit
blieb die Parlamentsreform ein Versuch; zur Durchführung kam nur die dem irischen Parlament verliehene
Selbständigkeit.
Bei Nockinghams
Tod vertrieb ihn ein
Befehl des Königs, der ihm im höchsten
Grade abgeneigt war, aus dem
Amte.
In der Opposition gegen den neuen Führer Shelburne that
Fox den viel getadelten Schritt, seine Partei der äußersten
Whigs mit den äußersten
Tories unter
North zu vereinen.
Ihre Koalition stürzte Shelburne und
Fox erhielt im neuen Ministerium unter dem
Herzog von Portland die Leitung der auswärtigen Angelegenheiten, bis
Georg III.
eine ostind.
Verwaltungsbill
Fox', die die Herrschaft über
Indien ganz in die
Hände der herrschenden Minister gelegt hätte, zu Falle brachte
und darauf gestützt das Ministerium Dez. 1783 entließ. Gegen den vom König berufenen jungen Pitt eröffnete
nun
Fox einen ununterbrochenen Kampf, aber weniger um polit. Grundsätze als um persönliche Macht. Fox' unbedachte
Leidenschaftlichkeit ließ jedoch seine
Whigpartei ganz zusammenschmelzen und erst die vorübergehende
Geisteskrankheit des
Königs 1788 gab ihm die Hoffnung, mit Hilfe des ihm eng befreundeten Prinzen von Wales (spätern
Georg
IV.) ans
Ruder zu kommen; der
Widerstand Pitts und die Genesung
Georgs 1789 traten jedoch im Beginn schon hindernd dazwischen.
Als die
Französische Revolution ausbrach, gehörte
Fox zu ihren begeisterten Verherrlichern, und weil
Burke sich als einer
ihrer heftigsten Gegner von ihr
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