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Sühne
Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojekwski
A Social Poem by Ene-Liis Semper and Tiit Ojasoo inspired by F.M. Dostoyevski
Schuld & Sühne
Informations
1866 schrieb Dostojewski seinen ersten grossen Roman. Im Zentrum steht der ehemalige Jurastudent Raskolnikow, der aus einem Überlegenheitsgefühl heraus zur Selbstjustiz greift und zum Mörder wird. Der Kriminalroman mit philosophisch-religiösen Diskursen, Pathos und einer lakonischen Komik ist eine gnadenlose Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftlichen Themen.
Mehr als 150 Jahre später nehmen die beiden estnischen Regisseure Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo den Roman zum Anlass für eine Auseinandersetzung mit den Kategorien Schuld und Sühne. Dabei dienen den Künstlern diese Begriffe als Sprungbrett für ein weitreichendes Themenfeld: Wo sitzt das Gewissen einer globalisierten Gesellschaft? Wer sind die Verfasser von Regeln und Gesetzen in einer Welt, in der unterschiedliche Religionen, Kulturen und politische Systeme aufeinandertreffen? Gibt es so etwas wie Moral heute überhaupt noch? Und welche Rolle spielt eigentlich die Macht Einzelner im Verhältnis zu einer herrschenden Gesetzgebung?
Auf zwei Bühnen gleichzeitig, auf der Bühne mit «Schuld» und mit «Sühne» in der «Box», dreht sich alles um die Auslegung von Gesetzen und Regeln, die Frage von Moral und ihrer gegenwärtigen Entwicklung. In einem bilderstarken Reigen verdichtet sich das Thema zu einem europäischen Thema und wird zu einem einmaligen Theaterspektakel.
- Einführung jeweils 30 Minuten für Vorstellungsbeginn
Dostoyevski wrote his first big novel in 1866. Former medical student Raskolnikov, its protagonist, arrogantly takes the law into his own hands, thus becoming a murderer. The crime novel is full of metaphysical questions, pathos and laconic hilarity, and a vigorous confrontation of central social issues.
More than 150 years later, Estonian directors Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo make it the base for their examination of the categories of crime and punishment. These concepts serve as a starting point for a wide field of topics: Where can you find the conscience of a globalized society? Who can legislate for a world, where various religions, cultures and political systems coexist and collide? Is there such a thing as morals, nowadays? What`s the power of the individual compared to the rule of law?
On two stages - «Box» and Stage, simultaneously-, everything revolves around the interpretation of statues, laws and rules, matters of morals and their contemporary discontents. A roundelay of strong imagery condenses these topics into one European issue, making for a unique theatre spectacle.
- Introduction to the work 30 minutes before showtime
Infos
Schuld & Sühne
Die beiden Abende, «Schuld» und «Sühne», können sowohl unabhängig voneinander als auch als Gesamtkunstwerk betrachtet werden und werden insgesamt achtmal auf beiden Bühnen am gleichen Tag zu sehen sein.
Abos & Cards
Abonnentinnen und Abonnenten geniessen im Luzerner Theater folgende Vorteile:
- Garantiert unsere Neuproduktionen sehen, trotz Ausverkauf oder hoher Nachfrage
- 10 – 20 % Abo-Ermässigung
- 10 % Ermässigung auf Vorstellungen ausserhalb des Abos
- Fester Platz bzw. Anspruch auf den besten Ersatzplatz
- Terminsicherheit mit Tauschoption
- Kein Anstehen an der Vorstellungskasse: Im Theater gilt Ihre Abo-Card als Eintrittskarte
- Freie Übertragbarkeit des Abos
- Vorgezogener Vorverkauf für die neue Spielzeit
- Einladung zur Spielzeitpräsentation 19/20
Prozessbegleitung
Theater sind komplexe Betriebe. An den einzelnen Produktionsprozessen sind weit mehr Menschen beteiligt, als man vermuten würde. Gearbeitet wird (fast) rund um die Uhr: Morgens früh starten die Werkstätten, tagsüber wird geprobt, nachmittags organisiert und aufgebaut, abends gespielt, nachts wieder abgebaut. Wenn nicht noch Zeit für eine sogenannte «Bauprobe» oder eine Endprobe auf der Bühne gefunden werden muss, bevor das Ganze am nächsten Tag wieder von vorne losgeht. Da bleibt selten Zeit, den Rausch nach einem gelungenen Stück auszuschlafen. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Wir möchten Ihnen die Chance geben, uns auf dem Weg zu den Premieren von «Schuld» und «Sühne» zu begleiten. Die estnischen Regisseure Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo widmen sich der Gegenwart und bespielen in einem Grossprojekt im Winter gleich zwei Bühnen des Luzerner Theaters. Schauen Sie zu, wie dieses Ereignis geplant wird. Denn: Wie bespielt man zwei Bühnen gleichzeitig? Was muss hier vorab beachtet werden? Wie werden Proben geplant und umgesetzt? Wie verständigt sich ein internationales Ensemble auf den Proben und begegnet sich immer wieder anders im Spiel? Sandra Küpper, Künstlerische Leiterin des Schauspiels, nimmt Sie mit auf ihrem Weg durch das Theater.
UND SO GEHT'S
- Die Prozessbegleitung startet mit dem Probenbeginn und umfasst vier Termine pro Produktion.
- Bitte melden Sie sich verbindlich und kostenfrei für eine der angebotenen Prozessbegleitungen an. Ab dem 1. November finden Sie hier das Anmeldeformular und die angebotenen Termine.
- Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt.
- Als Prozessbegleitung haben Sie ein Anrecht auf eine Premierenkarte zum Normalpreis, inkl. Cüpli, mit anschliessender Premierenfeier.
Spieldaten
Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojekwski
Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojekwski
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