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Berlin, d. 23ten September 1871.
Hoch geehrter Herr Präsident!
In Verfolg meiner Zeilen vom 19ten dss. verfehle ich nicht, Ihnen mitzutheilen, daß ich an betreffender Stelle über meine Verhandlungen in Zürich Bericht erstattet habe, und hierdurch die Überzeugung noch bestärkt worden ist, welche ich, was den festen Rückhalt betrifft, ausgesprochen habe.
Daß die Herren Sulzbach und Servadio gegenwärtig in Zürich verweilen, ersehe ich daraus, daß heute, wie man mir berichtet, von Herrn Sulzbach eine Fluth von Einladungen zur Consortialbetheiligung an seinem Gotthard-Project hier eingetroffen ist. Hier haben Sie gleich den Unterschied: auf der einen Seite Bankhäuser und Bank-Institute, welche die Kraft in sich selber tragen, auf der andern Seite Potenzen, welche ein ganzes Heer von Hintersassen aufbieten, ehe sie ein Geschäft anfassen. Mir thut es wirklich Leid, daß heute zum ersten Male die Gotthard-Eisenbahn in dieser Weise einen Platz in den Börsengesprächen fand, und die Consortialbetheiligungen für Rechnung des Herrn Sulzbach allenthalben colportirt wurden. Mit der Börse fängt man nicht an, um den Grundstein für ein solches Eisenbahn-Unternehmen zu legen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
A Hansemann