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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete gegen Mittag 52,51 US-Dollar. Das waren 55 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 58 Cent auf 50,20 Dollar.
Ein zuletzt schwächerer Dollar machte Öl in den Ländern ausserhalb des Dollarraums günstiger und stärkte so die Nachfrage. Die Weltreservewährung Dollar gab deutlich nach, nachdem in der Wahl zur französischen Präsidentschaft der linksliberale Emmanuel Macron mehr Stimmen als die Rechtspopulistin Marine Le Pen erhielt. Beide gehen in zwei Wochen in eine Stichwahl, wo Macron deutlich grössere Chancen eingeräumt werden.
Das Wahlergebnis in Frankreich sorgte ausserdem für eine allgemein grössere Risikoneigung der Anleger an den Finanzmärkten, wovon auch die Ölpreise profitieren konnten. Riskantere Anlagen, zu denen auch Rohöl gehört, seien infolge des Wahlausgangs in Frankreich begehrter, hiess es am Markt.
Generell bleibe aber die Sorge vor einem zu hohen Angebot das bestimmende Thema am Ölmarkt. Am Freitagabend hatte die amerikanische Ausrüsterfirma Baker Hughes gemeldet, dass die Zahl der Bohrlöcher in den USA in der vergangenen Woche weiter gestiegen ist und das höchste Niveau seit etwa zwei Jahren erreichte. Zuletzt tauchten immer wieder Spekulationen am Markt auf, dass die Opec ihre auf sechs Monate begrenzte Förderkürzung verlängern könnte./jkr/jsl/stb
(AWP)