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Die Frankfurter Oper hatte schon viele Heimaten. Derzeit teilt sie sich zusammen mit dem Schauspiel Frankfurt am Willy-Brandt-Platz eine 120 Meter lange Glasfassade. Errichtet wurde dieser Bau in der Nachkriegszeit, als praktisch alle Kulturbauten der Stadt zerstört waren. Am 23. Dezember 1951 konnte die Oper ihre neue Spielstätte beziehen und erlangte dort unter Generalmusikdirektor Georg Solti wieder internationales Ansehen. 1959 malte Marc Chagall für das Foyer das Gemälde „Commedia dell’arte“, 1963 entstand zudem das sogenannte „Wolkenfoyer“, eine Deckenplastik des Künstlers Zoltan Kemeny, über deren Ästhetik die Frankfurter Bürger damals leidenschaftlich stritten. Inzwischen liebt die Stadt ihre „Goldwolken“ wie ihr gesamtes Opern-/Theaterensemble im Frankfurter Anlagenring. Im Dezember 2023 beschloss das Stadtparlament nach etlichen Jahren der Diskussion den Neubau der Oper am jetzigen Standort.
Pro Saison sind im 1375 Plätze umfassenden Hauptsaal etwa 180 Aufführungen zu erleben. Zu den künstlerischen Markenzeichen des Hauses zählt der Mut zur Innovation und das regelmäßige Programmieren von Deutschen Erst- und Uraufführungen. Sechs Mal kürte das Magazin „Opernwelt“ die Oper Frankfurt zum „Opernhaus des Jahres“. Die Intendanz hat seit 2002 Bernd Loebe inne. GMD und damit auch Chefdirigent des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters ist mit Beginn der Spielzeit 2023/2024 Thomas Guggeis.