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Instrumente
琵琶、びわ
Biwa ist ein japanisches Saiteninstrument, die Laute. Sie hat vier- oder fünfsaiten und ist birnenförmig. Mit dem Plektrum, das eine Form eines halbgeöffneten Fächer oder Ginkoblatt hat wird sie auf die Saiten angeschlagen.
In früheren Zeiten haben Blinde Sänger-Mönchen (Biwa-Hoshi) mit Biwa Balladen vorgetragen. Heute begegnet man in Schreinen oder Tempeln oft die Göttin der Musik «Benten» mit eine Biwa-Laute in der Hand.
Im Unterschied zu den chinesischen Lauten, die aus Metallsaiten bestehen, werden die japanischen aus Seidenfäden produziert, um die Feinheiten der Klänge zu bewahren.
雅楽、ががく
Gagaku (elegante Musik) ist eine Musikart, die seit dem 7. bis 9. Jahrhundert am japanischen Kaiserhof gespielt wurde. 2009 wurde sie von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe ernannt.
Gagaku stellt die Instrumentation des Gagaku-Ensembles eine Adaption der chinesischen Hof-Orchester der Tang-Zeit (618 - 907) und ihrer Instrumente dar. Das Ensembles besteht meistens aus den folgenden japanischen Instrumenten:
- Shō (Mundorgel)
- Hichiriki (Doppelrohrblattflöte)
- Ryūteki (Querflöte)
- Gakubiwa (Laute)
- Gakusō oder koto (Wölbbrettzither)
- Kakko (Zylindertrommel)
- Shōko (hängender Bronzegong)
- Taiko (hängende Trommel)
竜笛、りゅうてき
Ryūteki (Drachenflöte) ist eine japanische Querflöte aus Bambus, die in der höfischen Gagaku-Musik zusammen mit der Hichiriki-Längsflöte die Hauptmelodie spielt. Ryūteki hat 7 Löcher, besitzt eine Länge von 40 cm und einen Innendurchmesser von 1,3 cm.
Der Klang der Flöte soll den Drachen verkörpern, der vom Himmel herabsteigt. Ihr geschlossenes Ende wird von einem Stück roten Stoffes bedeckt. Sie ist die größte der Gagaku-Flöten.
尺八、しゃくはち
Shakuhachi ist eine japanische Bambuslängsflöte. Ursprünglich wurde sie im 8. Jahrhundert aus China eingeführt und entwickelte sich dann im 17. Jahrhundert zu einem Meditationsinstrument für buddhistische Mönche der Fuke-shū Sekte. Sie nutzten die Shakuhachi zu einem religiösen Werkzeug (hōki) und bildeten den Mittelpunkt von Meditationsübungen. Im Zuge der Meiji-Restauration (Modernisierung Japans) wurde 1871 die Fuke-Sekte verboten, und damit auch das Spielen der Shakuhachi zu religiösen Zwecken.
Da aber die Meisterspieler nicht auf ihren Lebensunterhalt verzichten wollten und konnten, haben sie schliesslich Shakuhachi im Sankyoku-Ensemble (drei Melodien) zusammen mit anderen Instrumenten wie Koto und Shamisen Eingang in die höfische Musikkultur gefunden, das heute noch sehr bekannt und beliebt ist.
笙、しょう
Shō ist eine Mundorgel, die in der höfischen japanischen Musik (Gagaku) gespielt wird. Sie besitzt 17 kurze Bambuspfeifen. An einem Ende der Pfeifen stecken sie alle in einer hölzernen Windkammer, in dem durch ein kurzes Mundstück Luft geblasen wird.
Ihr Vorläufer ist das chinesische Sheng, ein ältestes mehrstimmiges Blasinstrument der Welt. Legenden besagen, dass Form und Klang des Instruments dem Phönix und seinem Schrei nachempfunden wurden.