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Japanische Kerzen
Während meiner (Thomas Köhler) letzten Japanreise besuchte ich den Kerzenhersteller Omori Taro in Uchiko. Omori Taro ist Kerzenhersteller der 6. Generation.
Die Kunst der japanischen Kerzen ist eine über 200-jährige Tradition, ein traditionelles Handwerk seit der Edo-Zeit (1603-1868).
Pflanzlicher Wachs (Japanischer Wachs) wird aus den Beeren des Gerberstrauches hergestellt. Die Beeren werden zu feinem Pulver zerrieben und anschliessend gedämpft, somit extrahiert der Wachs. Japanische Kerzen werden aus diesem rein pflanzlichen Wachs hergestellt.
Zur Herstellung einer Kerze wird Japanpapier um eine Bambusaufsteckspindel gewickelt und mit einem Seidenfaden befestigt. Das ist der Beginn, so entsteht der Docht einer japanischen Kerze. Dieser Bambus Spiess wird dann von Hand immer wieder in 40 bis 45 °C heissen Wachs getaucht. Während dem wiederholten Eintauchen wird der Spiess gedreht. Damit nimmt die Kerze eine stetig dickere Form an. Am Ende, wenn die gewünschte Dicke erreicht ist, wird die Bambusaufsteckspindel in 50 °C heissen Wachs getaucht und es ist eine japanische Kerze, in ihrer markanten Nachtigall-Farbe entstanden.
Die Spitze einer handgemachten japanischen Kerze ist dicker als der Rest. Wenn Sie die Schnittkante genau betrachten, können Sie viele Wachsschichten feststellen. Zu vergleichen mit den Jahrringen eines Baumstammes.
Handgemachte japanische Kerzen unterscheiden sich von geformten oder maschinell produzierten Kerzen. Jede einzelne Kerze wird mit handwerklichem Geschick (Handarbeit) hergestellt. Ein grosses Plus einer japanischen Kerze ist der Umstand, dass sie keinen Russ produziert. Die Flamme züngelt ziemlich hoch und die Kerze tropft nicht. Die Brenndauer ist im Vergleich zu anderen Kerzen länger.
Omori-Kerzenhersteller
791-3301 Ehime-ken, Kita-gun,
Uchiko-cho, Uchiko 2214 Banchi