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«Liebe Freunde, heute Nacht, ein paar Minuten nach Mitternacht, haben wir die Vergewaltigungsklage gegen den ehemaligen Präsidenten eingereicht», liess sie ihre Followerinnen und Follower am Donnerstag wissen. Weiter heisst es in ihrem Post: «Vielen Dank an die besten Bürgerrechtsanwälte Amerikas: Robbie Kaplan, Joshua Matz, Matt Craig, Shawn Crowley und Rachel Tuchman» und «macht euch bereit!!!».
Vorwurf der Vergewaltigung in einem Luxuskaufhaus
Aus dem Schreiben geht hervor, dass Carroll Trump vorwirft sie «vor etwa 27 Jahren [...] im Luxuskaufhaus Bergdorf Goodman in der Fifth Avenue [...] vergewaltigt» zu haben. Die Anwälte fordern unter anderem Schadenersatz wegen Körperverletzung und Rufschädigung.
Ihre Vergewaltigungsvorwürfe gegen Trump hatte Carroll bereits 2019 in einem Buch öffentlich gemacht. Der Beklagte reagiert damals mit herabwürdigenden Kommentaren – «Sie ist nicht mein Typ» – und warf der US-Amerikanerin vor, zu lügen. Der Fall mündete nicht in einer Vergewaltigungs-, sondern in einer Verleumdungsklage gegen den republikanischen Politiker, die dessen Anwälte immer wieder verzögerten.
Ein neues Gesetz macht es möglich
Dass Carroll nun erneut und mit einer Vergewaltigungsklage vor Gericht gehen kann, liegt an einer Gesetzesanpassung, die verjährte Vergewaltigungsvorwürfen betrifft. Unmittelbar nach deren Inkrafttreten am Donnerstag reichten Carrolls Anwälte die neue Klage ein.