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Körperstimme?
Du hörst etwas, du übernimmst eine Aufgabe, du nimmst den Blick von jemandem wahr, du liest etwas oder denkst an deine Ferien. Vielleicht spürst du dann ein Kribbeln oder einen Klumpen in Bauch, fühlst eine eingeschnürte Atmung oder eine Leichtigkeit im Körper oder du erfährst sonstige Körperempfindungen. Diese Empfindungen werden «somatische Marker» oder auch «das Bauchgefühl» genannt – oder nennen wir sie ab jetzt «die Körperstimme».
Und wir haben unseren Verstand. Nennen wir ihn «die Kopfstimme». Die Kopfstimme gibt anhand des bewussten Erfahrungssystems ihre Stimme ab. Die Körperstimme dagegen reagiert aus dem emotionalen Erfahrungsgedächtnis heraus.
Wie unterschiedlich funktionieren die Körper- und Kopfstimme?
Das Arbeitstempo der Körperstimme ist schnell –200ms –, und ihre Kommunikationsmittel sind diffuse Signale. Diese bewerten «mag ich, wieder aufsuchen» oder «mag ich nicht, das nächste Mal meiden». Die Verarbeitungskapazität der Körperstimme ist sehr gross und sie entsteht deutlich früher als die der Kopfstimme, d.h. des bewussten Erfahrungssystems.
Das Arbeitstempo der Kopfstimme ist also langsamer – darum findest du in manchen Situationen keine Worte, aber dein Bauch hat bereits reagiert, ob er etwas mag oder nicht. Die Kopfstimme bewertet in «richtig» oder «falsch». Die Verarbeitungskapazität der Kopfstimme ist gering und vor allem im Stress oder in Notsituationen schlecht. Dies erklärt, wieso du im Stress z.B. viel Schokolade isst oder unnötige Dinge kaufst. Das unbewusste Erinnerungssystem realisiert, Schoggi oder ein schöner gelber Pulli tun dir gut, und ist sofort für eine Entscheidung bereit. Die Reaktion des Verstandes ist langsamer als die des unbewussten Erfahrungssystems; der Verstand funktioniert im Stress schlechter.
Ohne entsprechende Übung wird die feine Körperstimme meist nicht bewusst wahrgenommen, sondern oft erst mit intensiven Körperempfindungen.
Bleibe gesund und entwickle dich dank der Integration deiner Körperstimme.
Wünschst du dir in belastenden Situationen gesund zu bleiben? Dann lohnt es sich, besser auf deine Körperstimme zu hören. Um deine persönlichen Körpersignale oder Messwerte kennen zu lernen, empfehle ich dir diese bewusst in Situationen mit schönen oder schwierigen Emotionen wahrzunehmen. Erforsche deine Messwerte selbständig oder gemeinsam mit einem Coaching mit dem Fokus auf deine Gesundheit. Als Physiotherapeutin und Gesundheitscoach begleite ich dich gerne auf deinem Weg mit den für dich passenden Inputs.
Bist du in einem Veränderungsprozess und verstehst nicht immer, wie du dich in einer gewissen Weise oder Situation verhältst? Oder du hast ein Ziel und setzt es doch nicht um? Emotionales Erfahrungswissen – wie Bedürfnisse, Antriebe oder Wünsche – passiert nicht immer bewusst. Gemäss Storch (2009) können wir Bilder als Verbindung oder Übersetzer nutzen und zwar zwischen dem bewussten Erinnerungssystem, das via Sprache kommuniziert, und dem unbewussten Erinnerungssystem, das über diffuse Körpersignale kommuniziert.
Mein persönliches Ziel ist es, beide Stimmen in meine Entscheidungsprozesse zu integrieren, beide haben ihre Berechtigung und ihre Bedürfnisse. Ich höre beide. Nicht immer kann ich die unterschiedlichen Stimmen gleichzeitig und für alle zufriedenstellend berücksichtigen, aber ich strebe eine gute Balance an.
Bewegung, Tanzen, Musik und weitere kreative Ausdrucksformen sowie Methoden der systemischen Erlebnispädagogik und des körperorientierten Coachings ermöglichen gemäss meiner persönlichen Erfahrung den Einbezug dieser Körperstimme. All diese Möglichkeiten können interne Prozesse externalisieren. Relevant ist, ob neue Inputs – sei es durch eigene Gedanken oder Wahrnehmungen aus der Gruppe – bei dir auf Resonanz stossen. Ist dies nicht der Fall, lass diese Inputs wieder los.
Bist du gwundrig, deine Körperstimme besser kennenzulernen? Erfahre mehr über meine Arbeit via das Thema «auf Empfang sein» oder komm mit deinem Anliegen direkt auf mich zu. Gerne biete ich dir ein Natur Coaching an – mit Einbezug deiner Körperstimme.
Dieser Blog wie auch das dazugehörige Video spricht dich in der der Du-Form an. Im persönlichen Kontakt wählt der Kunde die Anredeform.