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Entweder der Mensch will etwas, was jetzt nicht hier ist,
oder der Mensch will etwas nicht, was jetzt hier ist!
In beiden Fällen ist ein Mensch mit dem „Hier und Jetzt", also dem, was das Jetzt bestimmt, nicht wirklich einverstanden und kämpft dagegen an oder nimmt unter Zwang an. Wenn bereits körperliche Symptome zu erkennen sind, dann sind in der Regel schon negative Kreisläufe entstanden, die, je länger sie dauern, desto schwieriger wieder aufzulösen sind.
Krankheitspotential sammelt man im jeweiligen negativen Bereich (Kampf gegen etwas oder Annahme unter Zwang). Je länger und je öfter man sich darin aufhält (negative Kreisläufe), desto wahrscheinlicher sind längerfristige Disharmonien in dem, was man sich als „Gesundheit" vorstellt! Zuerst bekommt der Mensch eine disharmonische Umwelt vorgesetzt und wenn er immer noch nichts merkt, dann muss er es am eigenen Leib erspüren, so lange, bis der Schmerz so groß wird, dass er sich bewegt und anfängt zu lieben.
Die Ursache von vielen Krankheiten ist das Nichteinverstandensein mit einem Punkt, der im Jetzt immer wieder auftritt (und sei es nur in Gedanken)!
Schmerzen: Psychische Schmerzen entstehen bei annahme unter Zwang (Angst, Sorgen).
Hier wird unterdrückt und der Schmerz wandert nach innen. Es baut sich eine innere Spannung auf.
Sie wächst, je länger der Zustand anhält.
Ein Großteil der physischen äußeren Schmerzen stellen (in der Regel) die Heilungsphase, der durch die psychischen Disharmonien verursachten inneren Schmerzen dar.
Das größte Problem bei Schmerzen sind nicht die Schmerzen an sich, sondern die Ängste und Sorgen, die aus der eigenen erdachten Zukunft in dem Moment des Schmerzes entstehen, wie z.B. „wenn das noch schlimmer wird!", „wie soll ich das denn die nächsten Tage/Wochen /Monate/ mein Leben lang aushalten!", „ Wenn ich die Ursache nicht schnell beseitige, gehe ich noch an den Schmerzen zugrunde!", „ Wie soll das nur weitergehen?"
Im Hier und Jetzt gibt es keine Angst und keine Sorgen! Ängste und Sorgen existieren nur in Relation zu einer selbst ausgedachten Zukunft!
Schmerzen können daher ein guter Lehrer sein, um sich dem „Hier und Jetzt", dem ,Heiligen Augenblick", bewusst zu bleiben und nur in ihm zu leben, ohne zusätzlichen Ballast aus den Sorgen und Ängsten an die Zukunft, denn die Schmerzen langen erst mal vollkommen aus.
Je mehr der Mensch liebt, d.h. je mehr er liebt was gerade ist, desto vollständiger und heiler wird er.
Das Wort „Ge-sund" besteht aus zwei Silben: einmal „Ge- \ was einen „verbindenden und unter eine größere Einheit bringenden Charakter" ausdrückt (hebräisch g = Synthese, Geist) und der Silbe „sund \ was mit „Sonde, absondern, abtrennen, trennen,abgetrennt sein" zusammenhängt.
Gleichzeitig hat das Wort „gesund" etymologische Wurzeln im gotischen Wort „sunja", was soviel wie „Wahrheit" bedeutet.
„ Ge-sund" könnte man wörtlich mit „im Geist alles abgetrennte vereinen/lieben", oder „alles abgetrennte unter eine größere Einheit bringen" bzw. „alle abgetrennten Wahrheiten (einseitigen Standpunkte -> These und Antithese) in einen größeren Zusammenhang bringen (Synthese)", übersetzen.
Dies ist gleichzeitig der Zustand der Heiligkeit und drückt den Weg des Menschen in der Welt aus!
Der Weg in die vollkommene und wirkliche Gesundheit, in die Mitte, führt über den Weg des Einverstandensein, des Liebens, des Annehmens und der Hingabe an „das, was gerade bestimmt, was ist"!
Symbolisch:
„ Vater dein Wille geschehe! Ich geben mein Leben in deine Hand!"
Dem Menschen wird sehr deutlich gezeigt, was er anzunehmen, zu lieben hat, nämlich seine Krankheit. Er kennt seine Aufgabe, seine Prüfung. Ein normaler Mensch tappt diesbezüglich normalerweise im Dunkeln.
Außerdem verhindert die Krankheit oft, dass sich der Mensch groß in die Welt verstricken kann (Karriere, Liebesbeziehungen, Reisen, Autos, etc.). Sie hilft ihm ganz viel, ganz leicht loszulassen. Die lebensbedrohliche Krankheit für Materialisten ist wie ein Entzug für schwer Drogenabhängige. Hart, aber oftmals der letzte Weg „clean" (Geist) zu werden.
Der Mensch wird jetzt gezwungen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, GOTT! Da er weiß, die Welt, bzw. sein Körper, kann ihm nicht wirkliche Gesundheit bieten, wird er auf der Suche nach Heilung den größten aller Heiler, GOTT, suchen müssen!
Der schwer kranke Mensch kann sich viel leichter auf die Suche zurück zu GOTT machen, als ein körperlich gesunder Mensch, mit Familie, Karriere, Hauskredit und politischer Einstellung.
Der geglaubte Ballast ist weit weniger beim schwer Kranken, als beim Gesunden. Der Kranke hat nicht mehr viel zu verlieren und kann viel leichter loslassen, als ein mitten im Leben stehender Mensch!
-> Das ist der große Vorteil einer schweren Krankheit.
Es kann ein Fahrstuhl ins Himmelreich sein, wenn auch auf den ersten Blick ein eher unbequemer, aber wer weiß das schon, wie es weitergeht, wenn sich der Mensch wirklich hingibt!
Der Mensch würde sich mit dem Annehmen allerdings leichter tun, wenn er wüsste, wie die Schöpfung aufgebaut ist und warum das Lieben so wichtig ist. Oft führt eine Krankheit den Menschen hinein in ein höheres Verständnis der Schöpfung, wenn er sich führen lässt.