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Umbau und Ersatzneubau ⋅
2010 – 2014 ⋅
Bauherrschaft: Pestalozzigesellschaft Oberwil ⋅
Wettbewerb 1. Preis
Der Widmerhof liegt am nördlichen Rand der Kernzone Oberwils an der Schmiedengasse. Er umfasst zwei Liegenschaften beidseits der Strasse. Der bestehende Bauernhof wurde in die Landwirtschaftszone ausgesiedelt und soll in ein Wohnhaus mit achtzehn Wohneinheiten umgebaut werden.
Die Hauptaufgabe besteht darin, das grosse Gebäudevolumen des Ökonomiegebäudes zu belichten. Zu diesem Zweck ist auf der Ostseite längs des Ökonomiegebäudes ein atriumartiger Lichthof eingeschnitten, der sowohl eine optimale Belichtung gewährleistet wie auch einen Aussenbereich für die Erdgeschossnutzungen schafft. Im Dachgeschoss sorgen die gedeckten, eingeschnittenen Dachterrassen für eine ausreichende Belichtung und einen gedeckten Aussenbereich.
Auf der Westseite wird das weit auskragende Dach leicht eingekürzt und als Laube ausgebildet. Um die grosse ruhige Dachfläche nicht zu stören, wird strassenseitig auf Dachaufbauten verzichtet. Die Belichtung erfolgt über Dachflächenfenster.
Anstelle des Wagenschopfes auf der gegenüberliegenden Strassenseite wird ein neues Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen errichtet. Der präzise geschnittene, sechseckige Baukörper fügt sich in die Siedlungsstruktur ein. Mit der traufständigen Stellung steht der Massivbau mit der verputzten Fassade im Dialog zum Bauernhaus und verstärkt mit diesem zusammen den Strassenraum Dorf auswärts.