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Pro Vistiliaco wurde am 30. April 1977 in Sugiez gegründet. Drei Personen prägten die Anfänge der Vereinigung: Prof. Olivier Reverdin (Uni Genf), Prof. Hans-Georg Bandi (Uni Bern) und die freiburgische Kantonsarchäologin Dr. Hanni Schwab. Diese drei herausragenden Persönlichkeiten der Schweizer Archäologie hatten das Ziel, die archäologischen Überreste auf dem Wistenlacherberg auszugraben, diesem «nationalen Monument, das zweifellos wichtige Informationen zu einer noch im Dunkeln liegenden Epoche unserer Geschichte liefern wird», wie es in einem Rundschreiben vom Februar 1976 heisst.
Die ersten Statuten hielten fest, dass die Vereinigung mit der Bewilligung des Kantons Freiburg und der Gemeinde Unterwistenlach «selbst archäologische Grabungen durchführen» konnte. Diese fanden seit 1978 statt mit der finanziellen Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF). Zur fachlichen Begleitung der Ausgrabungen setzte Pro Vistiliaco eine wissenschaftliche Kommission ein. Bis zur letzten Kampagne im Jahr 1988 bestand eine enge Zusammenarbeit zwischen den Beauftragten für die Grabungen (Gilbert Kaenel und Philipp Curdy) und dem Amt für Archäologie des Kantons Freiburg.
Neben der Teilfinanzierung der Grabungen bemüht sich Pro Vistiliaco, mit vielfältigen Aktivitäten die archäologische Stätte des Wistenlacherberges bekannt zu machen.
Das freiburgische Gesetz über den Schutz der Kulturgüter von 1991 hält die grundsätzliche Zuständigkeit des Staates für archäologische Ausgrabungen fest und erläutert die Bedingungen für ihre Durchführung durch Dritte.
Am 30. April 2005 hat die Generalversammlung eine Revision der Statuten gutgeheissen. Insbesondere wurde die wissenschaftliche Kommission aufgelöst, welche durch die freiburgische Gesetzgebung hinfällig geworden war.
Am 31. Dezember 2017 zählte Pro Vistiliaco 320 Mitglieder.
Die Vereinigung Pro Vistiliaco wurde von folgenden Personen präsidiert: Paul Gaillard, Emile Seylaz, Alfred Wacker, Hanni Schwab, Carmen Buchillier (von 2000 bis 2006) und Claude-Alain Gaillet (seit 2006)