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Balanced decision making. Together.
In diesem Projekt geht es um die Entwicklung eines Simulationsmodells für Personalprozesse in Organisationen unterschiedlicher Grösse. Es simuliert die Belegschaft und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit unter verschiedenen Annahmen zur Geschlechterdiskriminierung. Die simulierte Population dient als Grundlage für die Schätzung statistischer Methoden, die üblicherweise zur Feststellung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten verwendet werden. Dieser Ansatz wird ein besseres Verständnis dafür ermöglichen, welches statistische Modell die verschiedenen Arten von Diskriminierung am besten erfasst, und zur Verbesserung dieser Bewertungsinstrumente beitragen.
Anstatt ein statistisches Simulationsmodell zu entwickeln, haben wir uns für ein agentenbasiertes Modell entschieden, um alle Beschäftigten einzeln zu simulieren. Die Arbeitnehmenden haben unterschiedliche Merkmale wie Geschlecht, Alter, Ausbildung, Fähigkeiten und Motivation. Sie interagieren miteinander durch ihre Beschäftigung in der simulierten Organisation, leisten ihre Arbeit und werden nach den Regeln der Organisation befördert und bezahlt. In jeder Zeiteinheit liefert das Modell Daten über alle Beschäftigten des Unternehmens. Es wird erwartet, dass sich dieses Modell im Laufe der Zeit in verschiedenen Projektphasen weiterentwickelt.
Statistische Modelle zur Erkennung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten werden in der Regel anhand von realen Daten aus Arbeitsmarkterhebungen getestet. Das Hauptproblem bei diesem Ansatz ist, dass wir nicht wissen, welche Arten von Diskriminierung in den untersuchten Organisationen tatsächlich vorkommen. Das macht es schwierig zu erkennen, inwieweit ein bestimmtes Modell verschiedene geschlechtsspezifische Ungleichheiten korrekt erkennt. Mit einer Simulation wird dieses Problem überwunden, indem eine künstliche Welt geschaffen wird, in der alle Prozesse von den Benutzenden gesteuert werden und somit die wahre Art und das wahre Ausmass der diskriminierenden Prozesse bekannt sind. Unter den verschiedenen Simulationstechniken ist der agentenbasierte Simulationsansatz ein vielversprechender Ansatz, da er es uns ermöglicht, die Komplexität geschlechtsspezifischer Prozesse in einem Unternehmensumfeld zu berücksichtigen.
Wir entwickeln das Simulationsmodell für verschiedene Arten von Analysen, wie zum Beispiel:
Testen der Tests: Praktiker verwenden verschiedene statistische Modelle, um geschlechtsspezifische Ungleichheiten innerhalb von Organisationen aufzudecken. Dabei besteht weiterhin eine Diskussion über das beste Modell. Unsere Simulation bietet die einmalige Gelegenheit, verschiedene Modelle in einer kontrollierten Umgebung gegeneinander zu testen, in der wir verschiedene Arten von Organisationen mit unterschiedlichen impliziten und expliziten Gleichstellungspraktiken schaffen können. Wir können dann zeigen, welche Methode welche Art von Ungleichheit mit welcher Genauigkeit identifiziert. Eine solche Analyse kann Praktikern helfen, das richtige Modell entsprechend ihrer Definition von diskriminierendem Verhalten in Organisationen zu wählen.
Verständnis der Dynamik: Die Forschung in komplexen Systemen hat gezeigt, dass selbst kleine Unterschiede im Laufe der Zeit zu grossen Diskrepanzen führen können. Im Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter können kleine Unterschiede zwischen Frauen und Männern zu grossen Ungleichheiten bei den Chancen und Ergebnissen führen, die sie als Arbeitnehmer aufgrund ihres Geschlechts haben. Unser Modell ist in der Lage, solche Phänomene zu simulieren und eine systemische Sicht darauf zu liefern.
Entwurf von Massnahmen auf Unternehmensebene: Dieser Simulator kann mit realen Daten laufen, um eine tatsächliche Organisation zu simulieren, die es uns ermöglicht, verschiedene Massnahmen auf Unternehmensebene zu vergleichen, die darauf abzielen, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu verringern. Solche Simulationen können Personalverantwortlichen und leitenden Angestellten dabei helfen, die beste Kombination von Massnahmen zu ermitteln und eine Schätzung der Zeit zu erhalten, die erforderlich ist, um eine vollständige Gleichstellung zu erreichen.
Dieser Simulator ist eine laufende CORESO-Initiative. Da wir die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten fördern, sind Beiträge von Einzelpersonen und Organisationen willkommen, die sich für dieses soziale Phänomen interessieren - von Forschern über politische Entscheidungsträger bis hin zu Praktikern. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Modells durch den Austausch von Anwendungsfällen, die die Simulation auf die Probe stellen und weiterentwickeln.