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Etappe für Costa, Leadertrikot für Nibali
Vincenzo Nibali ist neuer Leader des Critérium du Dauphiné in Frankreich. Der Italiener beendet die 6. Etappe fünf Sekunden hinter Rui Costa als Zweiter.
Die Verlierer vom Donnerstag holten am Freitag in der zweiten Bergetappe des Dauphiné zum grossen Gegenschlag aus. Sowohl Nibali, letztes Jahr Gesamtsieger der Tour de France, als auch der Spanier Alejandro Valverde hatten tags zuvor rund zwei Minuten eingebüsst, doch 24 Stunden später - nunmehr im strömenden Regen und bei deutlich gesunkenen Temperaturen - fuhren beide wie verwandelt.
Mehr als 110 km vor dem Ziel schritt Nibali zur Attacke. Zusammen mit Valverde, Costa und dem Franzosen Tony Gallopin schloss der Sizilianer schnell zum Deutschen Tony Martin auf, der sich schon zuvor abgesetzt hatte. Mit drei Minuten Vorsprung passierte dieses Quintett den Col du Rousset, der aber noch immer 50 km vor dem Ziel lag. Doch von dieser Reserve gaben die Flüchtlinge bis ins Ziel nicht mehr viel her.
Im Finale sicherte sich Rui Costa den Etappensieg, fünf Sekunden vor Nibali und 38 vor Valverde. Für den Portugiesen, Strassen-Weltmeister 2013 und in den letzten drei Jahren Gesamtsieger der Tour de Suisse, war dies der erste bedeutende Erfolg in der aktuellen Saison.
Der britische Topfavorit Chris Froome und auch der bisherige Leader Van Garderen büssten beide mehr als zwei Minuten ein, was sie zu den grossen Verlierern des Tages machte. Froome liegt neu in der Gesamtwertung auf Platz 7, mit 1:21 Minuten Rückstand. Van Garderen fiel auf Position 5 zurück, nunmehr 42 Sekunden zurück.
Einen noch viel grösseren Einbruch erlitt der Luzerner Mathias Frank. Der Innerschweizer verlor neuneinhalb Minuten auf den Tagessieger, womit er seine Ambitionen auf eine gute Endklassierung abschreiben muss. Der Leader des IAM-Teams fiel in der Gesamtwertung vom 9. auf den 25. Platz zurück.
Leader Nibali geht mit einem Vorsprung von einer halben Minute auf Costa und Valverde in die letzten beiden Etappen. Entschieden ist damit noch nichts. Heute Samstag folgt das topographisch schwerste Teilstück mit dem harten Schlussaufstieg nach St-Gervais Mont Blanc. Und auch die letzte Etappe am Sonntag geht mit einer Bergankunft zu Ende.