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Sakarin setzte sich bei der Bergankunft in Ceresole Reale mit einem Vorsprung von 35 Sekunden auf den Spanier Mikel Nieve durch. Dritter wurde mit einem Rückstand von 1:20 Minuten mit Mikel Landa ein weiterer Spanier. Der Slowene Jan Polanc, der am Vortag das Leadertrikot übernommen hatte, verteidigte die «Maglia rosa» trotz einem Rückstand von 4:39 Minuten mit Erfolg.
Sakarin hatte sich an der ersten der drei Steigungen in die Spitzengruppe begeben. An der fast 45 Kilometer langen Schlusssteigung hielt er sich vorne und feierte am Ende nach 196 Kilometern souverän seinen ersten Saisonsieg. Für den 29-Jährigen, der 2015 die Tour de Romandie für sich entschieden hatte, war es nach 2015 der zweite Etappensieg im Rahmen des Giro d’Italia.
Viele Gewinner und Verlierer
Die erste harte Bergetappe führte nicht unerwartet zu einem ereignisreichen Tag, der zahlreiche Gewinner und Verlierer hervorbrachte. Zu den Gewinnern gehörten nebst Sakarin, der sich in der Gesamtwertung von Platz 12 auf 3 vorarbeitete, auch der Etappendritte Mikel Landa. Landa riss 15 Kilometer vor dem Ziel aus der Gruppe der Favoriten aus und überholte mit der Unterstützung von zwei Teamkollegen aus der Spitzengruppe einen Fahrer nach dem anderen.
Der Italiener Vincenzo Nibali und der Slowene Primoz Roglic, die beiden meistgenannten Anwärter auf den Gesamtsieg, neutralisierten sich gegenseitig und verloren beide etwas Zeit. Sie überquerten 2:57 Minuten nach Sakarin gemeinsam die Ziellinie.
Zu den Verlierern des Tages gehörten der Kolumbianer Miguel Angel Lopez, der durch einen technischen Defekt zurückgeworfen und damit um ein besseres Ergebnis gebracht wurde. Lopez verlor über vier Minuten auf Sakarin. Simon Yates, der Gewinner der letztjährigen Vuelta, verlor fünf Minuten auf die Besten und hat damit wohl keine Chance mehr auf den Gesamtsieg.
Happige Bergetappe auch am Samstag
In der Gesamtwertung führt Jan Polanc nun noch 2:25 Minuten vor seinem Landsmann Roglic und neu 2:56 Minuten vor Sakarin. Dahinter folgen der Etappenfünfte Bauke Mollema (3:06 zurück) aus der Niederlande und Vincenzo Nibali (4:09).
Am Samstag wartet auf die Profis eine weitere happige Bergetappe. Auf nur 131 Kilometern von Saint-Vincent nach Courmayeur stehen fünf klassifizierte Anstiege im Programm. Die acht Kilometer lange, aber wenig steile Schlusssteigung gehört allerdings «nur» der tiefsten Kategorie an.