Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03322.jsonl.gz/2976

Terry Lennox ist ein Säufer, und das ist nicht sein einziges Problem: Seine millionenschwere Frau wurde ermordet. Die Polizei hat ihn im Verdacht. Da wendet er sich an seinen einzigen Freund: Privatdetektiv Philip Marlowe. Der Freundschaftsdienst führt Marlowe nach Idle Valley, wo die Reichen von Los Angeles sich mit Affären und Alkohol die Zeit vertreiben. Bald steckt er tief in der Tinte.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Ein Krimimeisterwerk aus den 40ern, das zu Chandlers Schaffenshöhepunkten zählt. Er zeichnet darin ein unverfälschtes und daher karges Bild von der damaligen Zeit in Amerika. Chandler erzählt das mit vielen kleinen Details. "Der lange Abschied" ist marlowemäßig spannend, marlowemäßig cool und marlowemäßig elegant soundso.
Portrait
Raymond Chandler (1888-1959) begann seine Schriftstellerlaufbahn 1908 in London als "Dichter", entschloss sich dann aber, lieber ein guter Krimi- und Drehbuchautor in Hollywood als ein mittelmässiger Poet zu werden. In seinen "detective stories" und Kriminalromanen setzte Chandler durch sein hochentwickeltes Formbewusstsein und das beständige Feilen an Stil, Dialog und Charakterzeichnung Massstäbe. So formte sich bei ihm, in seiner sarkastisch-pointierten Schreibweise, der Krimiplot zu einem kritischen Gesellschaftsbild Amerikas in den 30er Jahren. Hans Wollschläger, geboren 1935, war Übersetzer, Schriftsteller, Historiker, Religionskritiker, Rhetor, Essayist und Literaturhistoriker. Er erhielt neben vielen anderen Auszeichnungen 2005 den Friedrich-Baur-Preis für Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2007 verstarb Hans Wollschläger.