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Die Schweizer Uhrenexporte erfreuen sich weiterhin einer regen Nachfrage, obwohl mit einem Rückgang gerechnet worden war. Einige Zulieferer leiden hingegen an einer internen Reorganisation in der Branche und haben teilweise Kurzarbeit angemeldet.
In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres sind die Schweizer Uhrenexporte um 16 Prozent angewachsen, wie Philippe Pegoraro vom Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) feststellte. In den letzten zwei Monaten wurde wie erwartet ein leichter Rückgang des Wachstums registriert.
Gegenläufige Tendenzen an den Märkten sorgten für die insgesamt guten Ergebnisse. Der Rückgang der Nachfrage in China in den vergangenen zwei Monaten wurde kompensiert durch die Stärke des amerikanischen Marktes und eine Zunahme in Europa, wie Pegoraro erklärte.
Kurzarbeit bei Zulieferern
Weniger rosig sehen die Zahlen bei den Zulieferern aus. Hier lag das Wachstum in den ersten acht Monaten quasi bei Null im Vergleich zum Vorjahr. Einige leiden darunter, dass die grossen Uhrenhersteller einzelne Arbeitsprozesse zurück in ihre Unternehmen integrieren, wie Romain Galeuchet vom Arbeitgeberverband der Uhrenindustrie festhält. Mehrere Anfragen für Kurzarbeit seien eingegangen.
Richemont beispielsweise kaufte Anfang Oktober den Zulieferer Varin-Etampage et Varionor in Delsberg. Bereits 2007 hatte Richemont den Zulieferer Donzé-Baume im jurassischen Breuleux übernommen. Swatch seinerseits kaufte im April die Firma Simon und Membraz in Delsberg. Kurz danach übernahm Swatch eine 60-Prozent-Beteiligung an der Firma Termiboîtes in Courtemaîche JU.
Nicht beunruhigt über diese Entwicklung zeigte sich Pierluigi Fedele von der Gewerkschaft Unia Transjurane. Für das Wachstum sei dies eher besser. In der Regel sei das Vorhaben begleitet von der Gründung neuer Fabriken: Bei Swatch etwa sei der Bau von mehreren Gebäuden in Boncourt JU geplant.
(tke/tno/sda)