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Gemäss offiziellen Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde wird mit mehr als 1400 Toten gerechnet. Bevor die meterhohe Flutwelle Ende September auf die Küste von Sulawesi traf, wurde die Insel von zwei Erdbeben der Stärke 5.9 und 7.4 erschüttert. Einige Tage später brach am Mittwoch zudem der Vulkan Soputan aus. Bis zu 70'000 Menschen sind nach Angaben des nationalen Katastrophenschutzes obdachlos. Um der Verbreitung von Seuchen vorzubeugen, werden Tote nun schnell in Massengräbern beerdigt.
Verschiedene Hilfsorganisationen sind derzeit in Indonesien im Einsatz.
Vulkanausbruch auf Indonesien
Erst am Dienstag wurde die Insel Sumba, die einige hundert Kilometer südlich von Sulawesi liegt, von zwei weiteren Beben der Stärke 5.9 und 6.0 erschüttert.
Ein Sprecher des UNO Kinderhilfswerks Unicef befürchtet, dass es sich bei den aktuellen Unglücken um eine der grössten humanitären Katastrophen in Indonesien seit dem Tsunami im Jahr 2004 handeln könnte.
Indonesien von Nachbeben erschüttert
Einige Tage nach der Zerstörung durch die Flutwelle wurde Kritik am Tsunami-Frühwarnsystem, das vor Ort zum Einsatz kam, laut. Die Agentur für Meteorologie, Klima und Geophysik hat bestätigt und gerechtfertigt, dass die ausgegebene Warnung vor einer Flutwelle nach einer halben Stunde wieder aufgehoben wurde. Das deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam kritisierte anschliessend, dass dieser Zeitraum viel zu kurz gewesen sei und eine Warnung frühestens nach zwei Stunden aufgehoben werden sollte.