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Major Dubied war eine Schlüsselfigur in der Geschichte des Absinths, einem hochprozentigen, traditionell grünen (oder manchmal farblosen) Spirituose, die aus verschiedenen Kräutern, darunter vor allem Wermut (Artemisia absinthium), hergestellt wird.
Im späten 18. Jahrhundert erwarb Major Dubied zusammen mit seinem Schwiegersohn Henri-Louis Pernod die Rezeptur für Absinth von Dr. Pierre Ordinaire, einem französischen Arzt, der in der Schweiz lebte. Dr. Ordinaire hatte Absinth als Heilmittel vermarktet, und Dubied erkannte das kommerzielle Potenzial des Getränks. Im Jahr 1797 gründeten sie die erste Absinth-Destillerie, Dubied Père et Fils, in Couvet, in der Schweiz. Später, im Jahr 1805, gründete Henri-Louis Pernod die Pernod Fils Destillerie in Pontarlier, Frankreich, die zu einem der größten und bekanntesten Produzenten von Absinth aufstieg.
Major Dubieds Beitrag zur Popularisierung von Absinth war erheblich. Durch die Gründung der ersten Destillerie legte er den Grundstein für die Verbreitung dieses Getränks, das später in ganz Europa und insbesondere in Frankreich während des 19. Jahrhunderts bei Künstlern und Schriftstellern beliebt wurde. Absinth wurde oft “La Fée Verte” (Die grüne Fee) genannt und ist bekannt für seine angeblich psychoaktiven und halluzinogenen Eigenschaften, die grösstenteils auf seinen Thujongehalt zurückgeführt werden.
Die Popularität von Absinth führte jedoch auch zu Kontroversen, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es in vielen Ländern aufgrund von Bedenken hinsichtlich seiner Sicherheit und seines Alkoholgehalts verboten. Erst in den letzten Jahrzehnten erlebte Absinth ein Revival, nachdem diese Verbote in vielen Ländern aufgehoben wurden.
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