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Von Jürgen Deibel.
American Whiskey, insbesondere der Bourbon Whiskey, erlebt in Europa gerade eine Welle der Neuentdeckung und wird – endlich – nach langer Zeit der verächtlichen Ignoranz und ausschliesslichen Fokussierung auf die Whiskys aus Schottland oder Whiskeys aus Irland nun auch stärker wahrgenommen. Und das haben diese edlen Destillate auch wirklich verdient.
Ein Blick in die Vereinigten Staaten zeigt, dass dort der Fokus auf Bourbon Whiskey, aber auch die Rye Whiskey in den vergangenen Jahren immer stärker wächst. Viele neue Brennereien zeigen mit ihren Kreationen, dass diese Kategorie ein wirkliches Kleinod ist und doch gleichzeitig noch Raum für Interpretationen und Neuentwicklungen, auch ausserhalb der klassischen Kategorien Bourbon und Rye, hat. Sicher scheint, dass das Destillat im 17. Jahrhundert seinen Weg über den Atlantik ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten fand. Bald begannen schottische und irische Einwanderer in ihrer neuen Heimat, der Ostküste Amerikas, ihr «Leibgetränk » aus Roggen und später Mais zu brennen und brachten so das Kultgetränk der «Alten» in die «Neue» Welt.
Gen Westen, ins Land der Freiheit: Kentucky
Dort, im Osten Amerikas, wurde hauptsächlich Rye Whiskey gebrannt. Hochzentren der Whiskeyherstellung waren Virginia, Pennsylvania, Maryland oder auch Delaware. Während am Anfang noch im Osten Amerikas die Heimat der Brenner war, wanderten diese im Zuge der «Whiskey-Rebellion» Ende des 18. Jahrhunderts gen Westen und fanden eine neue Heimat im «Land der Freiheit», wie Kentucky aus der Sprache der Einheimischen übersetzt heisst. Aber auch das 20. Jahrhundert brachte den amerikanischen Whiskeybrennern keine Erleichterung. Die Prohibition forderte ihren Tribut und viele von ihnen schlossen ihre Destillerien. Nur wenigen war vergönnt, wenigstens Alkohol als Medizin weiterhin herzustellen, wenn auch mit dem Zusatz «for medicinal purpose only». Der erste und der folgende zweite Weltkrieg forderten weiteren Tribut, wenngleich die Produktion jetzt zumindest schon wieder lief. Aber erst in den 1980er- und 90er-Jahren erholte sich der amerikanische Whiskey wieder von dieser langen düsteren Periode seiner Geschichte und ist nun wieder auf dem Weg zu seinem einstigen Ruhm.
Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe 5-2017 des Fachmagazins BAR-NEWS.
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