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Irgendwie. Oder auch nicht.
Microsoft hat gestern Abend die künftigen empfohlenen Verkaufspreise für die Retail-Vollversionen von Office 2010 in den USA bekannt gegeben. Die kommende Office-Suite – das genaue Datum für den Verkaufsstart ist weiterhin nicht bekannt – wird nur noch in drei statt fünf Versionen verkauft werden. Dazu wird aber noch eine neue Verkaufsform eingeführt: Zusätzlich zu den Boxen mit der kompletten Software auf DVD wird es auch deutlich billigere (siehe ganz unten) "Product Key Cards" geben, mit denen auf neuen PCs vorinstallierte Office-Versionen, zum Beispiel die kostenlosen "Starter"-Versionen
oder befristete Testversionen, zu Vollversionen gemacht werden können.
Zusammen mit den neuen Preisen bringen die neuen Verkaufspakete, je nach den Bedürfnissen, für viele Heimanwender und Kleinunternehmen, die ihr Office im Retail kaufen, eine klare Preissenkung – auch wenn dies nicht immer einfach kommunizierbar sein wird. Die Schweizer Preise liegen zwar traditionell einiges über den US-Preisen, grundsätzlich dürfte dies aber auch hierzulande zutreffen.
Die drei Versionen von Office 2010 nennen sich "Home and Student", "Home and Business" und "Professional". Neu ist unter anderem, dass bei allen Versionen neben Word, Excel und PowerPoint auch OneNote dabei ist. Bisher war dieses "Notizbuchprogramm" nur bei den "Home and Student"- sowie "Ultimate"-Versionen inbegriffen.
Lizenzen für mehrere PCs gültig
Die "Home and Student"-Version, wie bisher mit den vier genannten Einzelprogrammen ausgestattet, kostet auch wie bisher 149 Dollar und darf ebenfalls wie bisher auf bis zu drei PCs installiert werden. Neu ist aber, dass auch die anderen Vollversionen "Office Home and Business" sowie "Office Professional" zwar nicht auf drei, aber zumindest auf zwei PCs installiert werden dürfen. Dies ist neben dem Preis der grosse Unterschied zu den "Key Card"-versionen – diese gelten nur für einen PC.
Die "Home and Business"-Version beinhaltet zusätzlich Outlook und entspricht damit der bisherigen "Standard-Version", wird in den USA aber nur 279 Dollar kosten, statt knapp 400 Dollar, wie Office 2007 Standard.
Eine genaue Entsprechung zur bisherigen "Small Business"-Version für 450 Dollar, die zusätzlich "Publisher" enthält, gibt es nicht mehr. Wer Publisher tatsächlich benötigt, wird zur "Professional"-Version von Office 2010 greifen müssen. Diese entspricht der bisherigen "Professional"-Version mit Publisher und der Access-Datenbank und wird auch mit 499 Dollar fast gleich viel kosten.
Eine Sonderversion, "Office Professional Academic", wird nur durch für den akademischen Bereich authorisierte Reseller verkauft werden. Die Suite ist gleich ausgestattet, wie die normale Professional-Version, kostet aber nur 99 Dollar.
Ganz gestrichen wurde dagegen die Ultimate-Version für 679-Dollar, die auch noch Groove 2007 und Infopath 2007 beinhaltete.
Neue Verkaufsform "Product Key Cards"
Die "Product Key Cards" können wie erwähnt nur benützt werden, um auf PCs vorinstallierte befristete Testversionen oder kostenlose "Starter"-Office-Versionen zu Vollversionen aufzuwerten. Wer eine solche besitzt, und sie nur für einen PC braucht, kommt so deutlich günstiger zu einer Office-Suite. Home and Student kostet in der Key-Card-Version 119 Dollar, Home and Business 199 Dollar und Professional 349 Dollar.
Preise für Upgrade-Versionen wurden noch nicht bekannt gegeben. (hjm)