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Tina Giesler macht sich auf typearea.de im Artikel «Über das Finden» Gedanken über (noch) unzulängliche Algorythmen für wirklich gute Buchempfehlungen und kommt u.a zu folgendem Schluss:
«Viele Big Data-Fabriken haben sich der Tatsache gestellt, dass automatisch generierte Empfehlungen Mist sind, das hat nichts mit der Technik zu tun, sondern mit der Inhomogenität von Geschmäckern, die jede logische Schlussfolgerung unmöglich machen. Trotzdem ist das Internet dabei, ganz langsam an den kommerziellen Datensammlern vorbei, eine Informationsbasis zu schaffen, die man durchaus für Empfehlungen nutzen kann. Der Trick besteht nämlich nicht darin, das passende Buch zu finden, sondern den passenden Vielleser.
Bereits jetzt sind Bücherblogs die beste Quelle für Empfehlungen, weil sie nicht nur das Buch vorstellen, sondern auch den Blogger. Und diese Informationen zur Person brauchen wir, um die Informationen zum Buch zu relativieren.
(…)
Das, was der Automat tun kann, ist eine Suchanfrage. Wenn ich weiß, was ich mag, kann ich danach suchen: Autor, Genre, Schlagwort. Wenn ich nicht weiß, was ich will, muss ich jemanden suchen, der es mir sagen kann. Das mache ich über einen Pfad: Ich nehme zwei Punkte aus meiner eigenen “Vita”, die möglichst weit auseinander liegen, und suche nach Menschen, deren Weg diese beiden Punkte ebenfalls passiert hat und schaue mir die Dinge an, die dazwischen liegen.
(…)
Das Web 3.0 – also die Metasuchbewegung, das Zusammenführen verteilter Daten – ist im Kommen. Wir können sie unterstützen, indem wir bloggen und uns im Internet persönlich machen.»