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Der heute grösstenteils eingedolte Niederfeldbach in Wülflingen wird im unteren Teil auf einer Länge von 375 Metern mit neuer Linienführung als offengelegter Wiesenbach gestaltet und revitalisiert. Der Stadtrat legt dem Grossen Gemeinderat dazu einen Kreditantrag von 950 000 Franken vor.
Der Niederfeldbach in Winterthur-Wülflingen entspringt im Wald Tannholz und fliesst nach dem Austritt aus dem Tannholz grösstenteils eingedolt durch das Niederfeld, unterquert die Siedlung Hardau und den Oberwasserkanal Hard und mündet anschliessend in die Töss. Die Nutzungsdauer der über achtzig Jahre alten Eindolung unter den Häusern ist erreicht und vermag das massgebende 100-jährige Hochwasser nicht abzuleiten. Das Gewässerschutzgesetz verbietet eine Wiedereindolung, wenn eine offene Führung möglich ist. In der Siedlung Hardau besteht entlang der Eindolung in einem Bereich von siebzehn Metern Breite heute ein faktisches Bauverbot. Bei der Revision des Gestaltungsplans Hardau durch den Grossen Gemeinderat 2014 wurde deshalb die Umlegung des Niederfeldbaches um die Siedlung herum angekündigt, um gewünschte bauliche Erweiterungen von betroffenen Gebäuden entsprechend dem Gestaltungsplan zu ermöglichen.
Der Niederfeldbach wird über eine Strecke von rund 375 Metern Länge offengelegt, als natürlicher Wiesenbach ausgestaltet und in den Oberwasserkanal des Kleinwasserkraftwerks Hard geführt. Die bestehende, gut einhundert Meter lange Ausdolung im Niederfeld wird durch ein offenes Gerinne ersetzt und aufgewertet. Für die Umlegung, Offenlegung und Revitalisierung des Niederfeldbaches beantragt der Stadtrat beim Grossen Gemeinderat einen Kredit von 950 000 Franken. Die Gesamtprojektkosten betragen rund 1,1 Million Franken.
Das für die Bachöffnung benötigte Kulturland befindet sich im Besitz der Stadt Winterthur sowie der Gemeinschaft Hard AG, die der Landabtretung zugestimmt hat und das Projekt mit über 100 000 Franken aus dem Ökofonds des Kleinwasserkraftwerks unterstützt. Zudem unterstützt der «naturemade star-Fonds» des ewz (Elektrizitätswerk der Stadt Zürich) das Projekt mit einem Beitrag von bis zu 250 000 Franken.
Gewässerprojekte werden zudem durch den Bund und den Kanton massgeblich mitfinanziert, so dass der Stadtrat von Nettoinvestitionen für die Stadt von voraussichtlich 175 000 Franken ausgeht.
30. Apr. 2020, 08:24 Uhr
medienmitteilung