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Die Verbürgerlichung des Rap?
In der Onlineausgabe der taz von gestern ist zu lesen, dass Rap bürgerlich geworden ist.
Demnach ist Rap ursprünglich von marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen gekommen und klang auch so - sowohl in Sachen Beats, als auch in Sachen Text. Entsprechend radikal und ungemütlich kam Rap daher. Die Gangsterattitüde wird an der Stelle oft ins Feld geführt. Nun ist Rap mit Studentenrap a la Prinz Pi und Cro oder auch Casper in den Feuilletons angekommen, salonfähig und popig bis in die Süddeutsche Zeitung. Die taz kritisiert das. Wir haben mit einem gesprochen, der sich mit Rap und dem, was gern ’die Szene’ genannt wird, auskennt. Der hallesche Rapper und Freestyler Sayes. Er beschreibt zunächst, wie der HioHop nach den sehr politisch emanzipatorischen Anfängen in den USA in den 60er/70er Jahren später auch in Europa und Deutschland angekommen war und eigen interpretiert wurde.