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Die Strecke in Solothurn ist eher speziell, da der Start im ehemaligen Schanzengraben erfolgt. Die Kulisse mit den vielen Besucher/Innen des zeitgleich stattfindenden Bike Days Solothurn-Events ist doch sehr aussergewöhnlich.
Nach dem Start führt eine Teerstrasse mit mehreren Richtungsänderungen in den etwa ein Kilometer entfernten Wald. Dort müssen die Fahrer einen etwa fünfminütigen Anstieg bewältigen, bevor es in die schnelle Abfahrt und über eine weitere Teerstrasse zurück ins Zielgelände geht. Da ein grosser Teil der Strecke auf der Teerstrasse stattfindet und die Strecke nicht besonders technisch ausgelegt ist, wird das Rennen von taktischen Fahrweisen geprägt.
Zum Glück hatte es in diesem Jahr vor und während des Rennens sehr stark und ausgiebig geregnet und somit kamen mir die Bedingungen sehr entgegen. Aus diesem Grund stand ich auch sehr motiviert am Start und freute mich riesig auf das vor mir liegende Schlammrennen.
Der Start aus der ersten Reihe gelang mir perfekt und ich konnte gleich die Führung übernehmen und auf der Teerstrasse konnte ich meine Position gut verteidigen. Nach der ersten Runde lag ich in der siebenköpfigen Spitzengruppe und fühlte mich nach wie vor sehr gut.
In der darauffolgenden Runde merkte ich, dass mein Hinterrad Luft verliert und ich musste dieses in der Tech-Zone auswechseln lassen. Nach einem schnellen Radwechsel machte ich mich wieder auf die Verfolgung der Spitzengruppe, aber auf der Teerstrasse und mit viel Gegenwind war es mir nicht möglich, sechs Fahrer einzuholen.
Mit einer sehr schnellen dritten und vierten Runde konnte ich mich aber wieder in die Top-5 kämpfen und die Fahrer, welche um den zweiten und dritten Rang kämpften, sah ich bald einmal vor mir. In der schnellen Abfahrt, welche durch den starken Regen sehr ausgewaschen und ruppig war, versuchte ich das Loch zu schliessen. Noch bevor ich den Anschluss zu diesen Fahrern herstellen konnte, erwischte ich mit meinem Hinterrad einen losen Stein und die Luft entwich schlagartig aus meinem Hinterrad. Zum Glück war es nicht so weit bis in die Tech-Zone und dort wechselte ich erneut mein Hinterrad aus.
Trotz meines zweiten Defektes liess ich mich nicht aus dem Konzept bringen und startete zum zweiten Mal meine Aufholjagd. An achter Stelle überquerte ich zwei Runden vor Schluss die Ziellinie. Mit der siebtschnellsten und dann gar schnellsten Rundenzeit konnte ich noch zwei Fahrer einholen und mein Rückstand auf den vierten Rang massiv verkleinern.
Schlussendlich reichte es für den enttäuschenden 6. Rang, mit nur zehn Sekunden Rückstand auf Rang vier. Mit diesem Resultat bin ich natürlich nicht zufrieden, denn ich habe mich sehr stark gefühlt und bin der Meinung, dass ohne meine zwei platten Reifen oder zumindest den zweiten platten Reifen, sehr viel mehr möglich gewesen wäre. Wichtig für mich ist aber, dass die Form für das bald stattfindende Weltcup-Rennen in Nove Mesto stimmt und ich sehr viel Spass auf der matschigen Strecke hatte.