Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03573.jsonl.gz/457

Thrombose
Koagulum und Thrombus
Die weiße, manchmal eitrige Schicht, die sich äußerlich über der Wunde bildet, ist eine Mischung aus den drei Blutzellarten Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten, zusammengehhlten durch den Körperklebstoff Fibrin. Man nennt diese Schicht auch Koagulum (oder auch Blutpfropf bzw. extravasales Blutgerinnsel).
Wenn sich die Wunde im Inneren des Blutgewebes bildet, spricht man von einem Thrombus. Dieser wird nach der Wundheilung in der Regel problemlos weggespült und abgebaut. In manchen Fällen kann das aber auch schwerwiegende Probleme verursachen, zum Beispiel einen Herzinfarkt, eine Thrombose oder in deren Folge die Lungenembolie.
Risiko Arteriosklerose
Thrombozyten spielen bei weitverbreiteten Risikoerkrankungen eine wesentliche Rolle. In der Blubahn lagern sich im Laufe des Lebens sog. Plaques ab. Diese Schicht aus Fetten (vor allem Cholesterin) und Proteinen bereitet den meisten Patienten lange Zeit keinerlei Probleme. Erst wenn der Durchmesser des Blutgefäßes weniger als 50 Prozent des ursprünglichen Wertes annimmt, wird es bedenklich. Man nennt diese Form der Blutgefäßverengung auch Atherosklerose / Arteriosklerose ("Arterienverkalkung").
Das Problem dabei ist: wenn so ein Plague reisst, werden die Thrombozyten ebenfalls aktiv - obwohl ja genau genommen gar kein Blut abfließt. Da die entsprechende Arterie sowieso schon verengt ist, wird sie durch die schnelle Thromboyztenaggregation sehr schnell noch viel enger, bis hin zum vollständigen Verschluss. In der Folge kann es zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt kommen.