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Landwirtschaft
Wirtschaftliche Bedeutung
Die Bedeutung der Landwirtschaft reicht in der Schweiz weit über die Nahrungsmittelproduktion hinaus. Ohne die vielen kleinen Betriebe wären die typischen Landschaften und malerischen Alpweiden kaum denkbar. Auch die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und die dezentrale Besiedlung liegen im öffentlichen Interesse des Landes. Diese Leistungen der Bauern sind in der schweizerischen Bundesverfassung verankert und werden vom Staat unterstützt. Daneben profitieren viele vor- und nachgelagerte Betriebe von der Landwirtschaft, zum Beispiel die Saatguthersteller oder die Zuckermühlen.
Land- und Fleischwirtschaft sind bedeutende Wirtschaftszweige. In der Schweiz gibt es rund 52‘000 Landwirtschaftsbetriebe mit zirka 153‘000 Beschäftigten und in der Fleischwirtschaft arbeiten über 22‘000 Personen. 2015 lag der Produktionswert von Fleisch bei etwas mehr als einem Viertel des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes.
Viel Fleisch aus den Bergen
Seit 1996 nimmt die Anzahl Betriebe zwar ab. Die landwirtschaftliche Nutzfläche blieb aber fast unverändert, und die durchschnittliche Betriebsgrösse hat zugenommen. Fast drei Viertel der Landwirtschaftsbetriebe sind auf die tierische Produktion spezialisiert. Der grösste Anteil an Betrieben mit tierischer Produktion findet sich in den Bergregionen. Betriebe mit gemischter Produktion (Pflanzen- und Tierproduktion) sind besonders in den Talregionen vertreten.
Zahlen und Fakten
- Landwirtschaftliche Nutzfläche (2016): 1'050'000 ha (davon 70% Grünfläche)
- Landwirtschaftsbetriebe (2016): rund 52'000
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2016): 153'000