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(Kt. Thurgau,
Bez. Weinfelden).
772-422 m.
Wildbach; entsteht beim Dorf
Mettlen aus der Vereinigung von
Itobel und
Waldibach, die von den Höhen des
Stollen (737 m) und des
Hombergs (772 m) mit starkem Gefälle zur Thalebene hinabstürzen.
Die beiden
Wildbäche haben in ihrem Unterlauf weite und tiefe Furchen ins Gelände gezogen, das
Itobel und das
Tooser oder Walditobel. Der Furtbach hat nordwestl.
Lauf und mündet unterhalb
Bussnang in die
Thur. Zu gewöhnlichen Zeiten
ist er ein harmloser Bach, aber die vielen Geschiebeablagerungen deuten daraufhin dass dem nicht immer so ist.
In den Jahren 1876 (10. Juni) und 1895 (6. Juni) haben nach heftigem Gewitterregen die beiden
Wildbäche solche
Wasserfluten gebracht, dass beinahe das ganze Dorf
Mettlen überschwemmt wurde und auch die am Unterlauf liegenden
Dörfer
Ober- und Unterbussnang litten. Nach der zweiten Katastrophe hat die Gemeinde
Mettlen eine gründliche Korrektion vorgenommen,
die über 80000 Fr. gekostet hat; an diese Kosten leisteten
Bund
und Kanton erhebliche Beiträge. Auch
der Unterlauf des
Furtbaches ist jetzt korrigiert; es fehlt nur noch die Korrektion des Mittelstücks. Die Verbauung der beiden
Wildbäche ist schon längst in Aussicht genommen. Am rechten Ufer des wilden Itobelbaches erhebt sich eine steile Felswand
und da befindet sich eine grosse
Höhle, die in frühern Zeiten bewohnt gewesen sein soll. Sie heisst
das
Bruderloch und ist jetzt nicht mehr leicht zugänglich.
Eingeschlossen wird das
Thal: im S. vom breiten
Molasserücken
Guberist-Altberg, im N. von der
Lägern. Es erstreckt sich von
Seebach über
Regensdorf bis nach
Würenlos. An
zwei
Stellen erscheint das Thal durch Moränen des ehemaligen Linthgletschers verriegelt: Die Moränenbarre bei
Watt-Regensdorf
hat die Entstehung des
Katzensees und das rückläufige Gefälle des obersten Thalstückes veranlasst, welches
den Seeabfluss sich ostwärts wenden und mit der
Glatt vereinigen lässt.
Die andre Moräne quert den Thalboden bei
Oetlikon-Würenlos
und wird vom
Furtbach durchschnitten, der den mittlern und untern Thalabschnitt entwässert.
Die regelmässige Entwässerung
des
Thales lässt noch viel zu wünschen übrig. So erscheint die breite
Sohle zwischen
Watt und Oetlikon
stark versumpft.
Deshalb haben sich auch sämtliche
Dörfer an den Thalgehängen angesiedelt;