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Kühlschrank- und Eiskastenfabrik. Die Firma Haggenmüller kam 1903 von der Siewerdtstrasse in Ã?rlikon nach Seebach an die Friesstrasse 34 und erstellte dort ein Fabrikgebäude. Es trug die neue Assek-Nr. 556 und gehörte 1913 noch dem Vater von Albert Haggenmüller, nämlich Johann Haggenmüller. Bis zu 50 Mann fanden Arbeit in der Produktion von Bierbüffets. Um 1918 zog die Firma zurück nach Ã?rlikon. Erst 1920 konnte die leer stehende Liegenschaft an die Turmac AG weiter verkauft werden, die dann 1922 ihren dortigen Betrieb eröffnete.
Die Firma Haggenmüller hiess aber noch um 1905 herum L. Lange & Cie, was ein Briefkopf aus diesem Jahr belegt, der im Baugeschichtlichen Archiv Zürich (BAZ) eingelagert ist. Siehe also auch unter L. Lange & Cie! Ein weiterer Beleg ist eine farbige Ansichtskarte aus dem Jahre 1908, wo ebenfalls noch der Schriftzug Eiskastenfabrik L. Lange & Cie. auf dem Firmendach prangt. Wie alt die Ansichtskarte schon war, als sie 1908 abgestempelt wurde, ist offen, da nichts darauf stand. Dieses zeigt dennoch, dass die Umbenennung der Firma etwas länger dauerte oder später erfolgte, als in «Unser Seebach», Seite 93 steht. Firmeninhaberin war damals Lina Lange.
1928 zog sich Johann Haggenmüller aus dem Betrieb zurück und verstarb 1933. Sein Sohn Albert trat darauf in die Geschäftsleitung ein und führte den Betrieb erfolgreich bis 1965 weiter. Danach übergab er die Geschäftsleitung an seinen Sohn Bernhard. Die Firma zog um 1980 nach Buchs ZH weiter und beschäftigte damals 18 Personen in der Fabrikation und 3 im Büro. Das zeigt, dass sich die Firma gegenüber den Seebacher Zeiten verkleinert hatte. Das alte Fabrikgebäude in Ã?rlikon wurde am 3.7.1980 abgetragen.
In «Unser Seebach» steht auf Seite 93, dass die Firma (bei Drucklegung) erst vor wenigen Jahren aufgelöst wurde. Auch das kann so nicht stimmen, denn wenn sie sich tatsächlich aufgelöst hätte, dann wäre sie nicht gleichzeitg nach Dällikon gezogen. Vermutlich hat Hansruedi Roth, Autor des Artikels, den Abbruch des Hauses in Ã?rlikon als das Ende der Firma betrachtet. Inzwischen scheint es die Firma nicht mehr zu geben oder sie bekam einen anderen Namen, denn man findet sie in keinem Verzeichnis mehr.
Denkbar wäre auch, dass die Firma zwar nach Dällikon gezogen und gleichzeitig an einen neuen Besitzer überging. So sehr die OGS auch suchte, konnte sie auch gesamtschweizerisch keine Firma mehr unter diesem Namen finden, eben so wenig einen Hersteller von Kältemaschinen mit dem Namen Haggenmüller. Auch unter unbekanntem Namen gibt es in Dällikon keinen Kältemaschinenhersteller mehr. Das kann heissen, dass die Firma in Dällikon noch eine Zeit lang weiter lebte, inzwischen aber nicht mehr existiert.
Quellen: - "Unser Seebach" 1983, 93 - Ernst Benninger (Ansichtskarte) - BAZ (Briefkopf der Firma 1905)