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An der 37. Tour de France der Geschichte war es, als sich der 1. Schweizer zum Gesamtsieger ausrufen lassen durfte. Nachdem der Zürcher Ferdy Kübler 1947 und 1949 zwar Etappensiege hatte feiern können, aber das Ziel in Paris nicht erreichte, gelang ihm 1950 der grosse Coup.
Kübler brach den Bann
Der damals 31-Jährige profitierte davon, dass nach der 11. Etappe unter anderem Leader Fiorenzo Magni und der 2-fache Tour-Sieger Gino Bartali das Rennen aufgaben. Die beiden Italiener waren von französischen Fans angepöbelt worden.
Kübler erbte das «Maillot jaune» und gab es auf den folgenden 11 Etappen nicht mehr ab. Im Ziel betrug sein Vorsprung fast 10 Minuten. Kübler entschied beide Einzelzeitfahren sowie ein weiteres Teilstück für sich.
Koblet doppelte nach
Hatte es 47 Jahre gedauert bis zur Schweizer Premiere, folgte nur 12 Monate später der nächste und bis heute letzte Triumph. 1951 war Hugo Koblet eine Klasse für sich und gewann die Tour mit satten 22 Minuten Vorsprung. Der Stadtzürcher feierte 5 Etappensiege, darunter eine Solo-Flucht über 135 km. 11 Tage fuhr er in Gelb.
Eine einzigartige Rivalität
Die beiden einzigen Schweizer Tour-de-France-Sieger hätten unterschiedlicher nicht sein können. Kübler war auf dem Rad der verbissene Kämpfer, dem nichts in den Schoss fiel. Koblet hingegen war leichtfüssig, elegant und mit viel Talent gesegnet. Er war ein Lebemann, dem man den Namen «Pédaleur de charme» verpasste. Zwischen den beiden Athleten entstand eine Rivalität, die die Massen elektrisierte.
Am 6. November 1964 nahm das Leben Koblets jedoch ein tragisches Ende, als er 39-jährig mit seinem weissen Alfa Romeo in einen Baum fuhr. Kübler, der älteste noch lebende Tour-Sieger, wird am 24. Juli 94 Jahre alt.