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GENEVA, LACUS LEMANUS
Genf war in der Keltenzeit eine befestigte Grenzstadt der Allobroger gegen die Helvetier. Der erstmals in Caesars De bello Gallico bezeugte Ortsname (58 v. Chr.) Genava wird traditionell auf keltisch genaua „Mündung“ zurückgeführt. Die Allobroger wurden 121 v. Chr. von der römischen Armee unter Quintus Fabius Maximus bei ihrem Hauptort Vienne zusammen mit den Arvernern besiegt. Der 2000. Jahrestag der römische Besatzung wurde 1942 mit einer Pro Patria Briefmarke und einem Block gewürdigt (MiNr. 408, 410, BL7).
Bereits Caesar und die Geografen der Antike sprachen vom lacus lemanus. Die Bezeichnung lemanus stammt aus dem Altkeltischen lem und an (übersetzt: grosses Wasser, also See). Auf einer Flugpostmarke von 1941 sieht man die Inschrift LE LÉMAN (MiNr. 389). Einer Sage zufolge hat der See seinen Namen vom Sohn des Helena-Entführers Paris, einem Helden namens Lemanus, der mit einigen Gefährten aus dem zerstörten Troja über das Meer und das Rhonetal hinauf flüchtete. Am Lemanus-See fand der Trojanische Krieg ein zweites Mal statt - und diesmal siegten die Trojaner gegen die Griechen. Lemanus wurde Ogmios gleichgesetzt. Er ist ein Zauberer, der seine Feinde durch seine Beredsamkeit bindet.