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Blut ist wertvoll! Künstlich kann es nicht hergestellt werden. Deshalb retten Blutspenden Leben und sind absolut unverzichtbar.
Obwohl häufig lebensrettend, kann eine Bluttransfusion auch gelegentlich zu Nebenwirkungen führen. Wie bei jeder anderen Therapie
werden mögliche Nebenwirkungen in Kauf genommen, wenn die Vorteile überwiegen (wenn ein Patient z.B. nach einem schweren Unfall verbluten würde). Das Patient Blood Management hat in diesem Sinne zum Ziel, den Therapieerfolg beim Patienten zu verbessern indem die Anwendung von Bluttransfusionen optimal mit anderen heute möglichen Therapiemassnahmen abgestimmt wird.
Das primäre Ziel des Patient Blood Management (PBM) ist die Verbesserung des Therapieerfolgs der Patienten.
Der gezielte Einsatz von Fremdbluttransfusionen soll dabei durch drei Massnahmen („drei Säulen des PBM“) verbessert werden.
Während die erste Säule nur im Falle von planbaren Operationen angewandt werden kann, sind die zweite und dritte Säule des PBM bei allen Operationen anwendbar.
Der zunehmende Einsatz des PBM ist in den letzten Jahren bereits auch in der Schweiz wirksam, sichtbar am deutlichen Rückgang
beim Verbrauch von Erythrozytenkonzentraten und Plasma.
Blutspende SRK Schweiz steht hinter den Zielen des PBM und unterstützt die Kliniken in der Umsetzung des Konzepts. Für die
Blutspendedienste birgt das PBM die Herausforderung, dass sich der Bedarf an Blut/Blutspenden möglicherweise auch in den nächsten Jahren vorübergehend weiter reduziert, um in den nachfolgenden Jahren (ab ca. 2020) durch Auswirkungen des demographischen Wandels zunächst zu stabilisieren und anschliessend wieder moderat anzusteigen.