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In meinem letzten Beitrag habe ich über die Forschungen des PEAR-Instituts zum Thema «Gedankenuebertragung» berichtet. Das PEAR-Institut hat nachgewiesen, dass das menschliche Bewusstsein in der Lage ist, in Wechselwirkung zu physikalischen Geräten zu gehen und dabei scheinbar auch an den Gesetzen der Physik zu rütteln. Diese Beeinflussungen konnten unabhängig von räumlichen Distanzen nachgewiesen werden.
In meinem heutigen Post wollte ich eigentlich über die Technik sprechen, welcher sich das PEAR-Institut bediente. Aber aus aktuellem Anlass verschiebe ich das auf das nächste Mal.
Forschern der Universitäten von Thiruvananthapuram (Indien) und Strassburg (Frankreich) ist es nämlich kürzlich in einem aufsehenerregenden Projekt gelungen, Botschaften von einem menschlichen Gehirn zu einem anderen zu übertragen, ganz ohne invasive Eingriffe. Dabei befand sich ein Teilnehmer (Sender) in Indien, und der andere (Empfänger) in Frankreich! Probanden in Indien erhielten eine Elektrodenkappe aufgesetzt. Die Versuchsteilnehmer wurden gebeten, einen Code aus Einsen und Nullen an ihre Kopfbedeckung zu senden. Das funktionierte so: Je nach Aktivität werden unterschiedliche Bereiche im Gehirn angeregt. Diesen Effekt haben die Forscher ausgenutzt. Mittels der Elektrodenkappe wurde erkannt, welcher Gehirnbereich aktiv war. Stellte der Proband sich vor, er hebe seinen Fuss, wurde eine «Null» codiert. Eine «Eins» hingegen wurde mit der Vorstellung einer erhobenen Hand codiert. Dabei wurden jedoch keine Körperteile bewegt – es ging nur darum, sich die Bewegung vorzustellen. Die Hirnaktivität wurde von der Elektrodenkappe aufgenommen und anschliessend von einem Computer ausgewertet.
Die Signale aus Indien wurden via Internet nach Strassburg übermittelt. Um die Signale in das Gehirn des Probanden in Frankreich zu senden, machten sich die Forscher eine Eigenschaft des Denkorgans zunutze. Dieses reagiert auf starke Magnetfelder. Werden Spulen an den Kopf anlegt und durch ebendiese Spulen ein starkes Magnetfeld erzeugt, kann man im Gehirn künstlich Aktivität erzeugen oder bestimmte Hirnbereiche hemmen. Dieses Verfahren wird auch transkranielle Magnetstimulation (TMS) genannt.
Bei dem Versuch wurde der Bereich des Gehirns stimuliert, der für die Auswertung der Nervenimpulse aus den Augen zuständig ist. Der Proband befand sich in einem Isolationsraum. Dadurch sollte eine Beeinflussung durch die Aussenwelt vermieden werden. Während eine «Null» gesendet wurde, passierte abgesehen von einer diffusen Wahrnehmung nichts im optischen Sichtfeld. Die Stimulation einer «Eins» bewirkte jedoch den Eindruck eines hellen Lichtblitzes. Die digitale Codierung sah ungefähr so aus: «Blitz-diffus-diffus-Blitz-Blitz» – je nach gesendeten Inhalten. Auf diese Weise wurden erfolgreich Botschaften wie «Ciao» oder «Hola» verschickt. In 85 Prozent aller Versuche erkannte der Empfänger in Strassburg das Signal von seinem indischen Kommunikationspartner richtig.
Auch wenn die Forscher erst am Anfang stehen: es wurde gezeigt, dass eine Kommunikation von Gehirn zu Gehirn grundsätzlich möglich ist. Interessant wird es sein, die Forschungen weiter zu verfolgen und zu sehen, ob für die Interaktion von Gehirn zu Gehirn in Zukunft die Elektrodenkappe überflüssig wird. Vielleicht kommunizieren wir dann hauptsächlich in Gedanken miteinander? Wer weiss, vielleicht wird diese Art der Kommunikation eines Tages so selbstverständlich, wie der heutige Gebrauch von Handys und anderen Kommunikationsgeräten?
Der Forschungsbericht wurde übrigens im Fachjournal «Plos One» veröffentlicht. Wie mir scheint, befassen sich weltweit immer mehr Forscher mit den schier unerschöpflichen Möglichkeiten des menschlichen Geistes. Doch die Mehrheit der sogenannten Wissenschafter verschliesst immer noch die Augen oder kanzelt ihre Kollegen gnadenlos ab. Frei nach dem Motto, das nicht sein kann, was nicht sein darf!
Aber die Wahrheit findet ihren Weg.
Weiterhin viel Spass.
Olivier