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Das Projekt mit einem Vertragswert von Euro 33 Mio. wird von der Europäischen Union finanziert und soll in 28 Monaten fertiggestellt sein. Nukem, ein Unternehmen der Tessag Technische Systeme & Service Aktiengesellschaft in Frankfurt am Main, hat in den vergangenen Jahren vergleichbare Anlagen bereits in West- und Osteuropa realisiert.
Das Projekt ist in drei Schritte gegliedert: Erstens werden die in Bunkern auf dem Gelände des Kernkraftwerks Tschernobyl zwischengelagerten festen radioaktiven Abfälle entnommen. Zweitens werden die aus den Bunkern stammenden sowie die bei der Stilllegung der Blöcke 1 bis 3 angefallenen festen radioaktiven Abfälle in eine für die Endlagerung geeignete Form verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt in einem Gebäude auf dem Kernkraftwerks-Gelände. Weiterhin erfolgt auf Grundlage geeigneter Kontrollmethoden eine Aussortierung der hochaktiven und langlebigen Festabfälle, die separat auf dem Gelände zwischengelagert werden.
Drittens werden die so konditionierten festen Abfälle sowie die aus dem Verarbeitungskomplex für flüssige radioaktive Abfälle eintreffenden konditionierten Abfälle in für die Endlagerung geeignete Container eingebracht. Das Endlager befindet sich innerhalb der für die Bevölkerung gesperrten 30-km-Zone ca. 13 km vom KKW Tschernobyl entfernt. Der Verarbeitungskomplex für flüssige radioaktive Abfälle wird gegenwärtig errichtet und durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung EBRD finanziert.
Der Vertrag umfasst die schlüsselfertige Errichtung aller drei Anlagenkomplexe einschliesslich Planung, Unterstützung bei der Genehmigung, Herstellung und Bau sowie die Inbetriebnahme und Übergabe an den späteren Betreiber. Etwa 40% der Arbeiten werden an ukrainische Firmen vergeben, so zum Beispiel Detail-Engineering-Aufgaben, die Lieferung von Komponenten sowie Bau- und Montagearbeiten.
Quelle
M.S. nach Medienmitteilung Tessag, 5. März 2001