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Schröpfen gehört zu den ausleitenden Verfahren. Die Haut wird durch das Aufsetzen von Schröpfgläsern gereizt, die Durchblutung dadurch angeregt. Den ausleitenden Verfahren liegt die Humorallehre zugrunde, die bei Krankheit und Beschwerden von einem Ungleichgewicht der 4 Säfte ausgeht. Dieses Ungleichgewicht kann durch die Ableitung nach aussen über die Haut oder über andere Organe wie den Darm oder die Nieren erfolgen. Schröpfen ist auch eine Reiztherapie, bei der man sich das Prinzip der Reflexzonen (Head’sche Zonen) zu Nutze macht. Organe sind über Nervenbahnen mit verschiedenen Hautzonen verbunden. Aufgrund dieser Verbindung kann eine Störung der Funktion eines Organs Veränderungen oder Schmerzen (Überempfindlichkeit, Eindellungen, Quellungen) in dem zugehörigen Hautareal und dem darunter liegenden Bindegewebe auslösen. Diese Verbindung kann nun genutzt werden, um das erkrankte Organ, welches mit dem betreffenden Hautareal verbunden ist, mechanisch und/oder durch Wärme zu beeinflussen.
Es gibt 3 verschiedene Arten von Schröpfen:
- trockenes Schröpfen
- blutiges Schröpfen
- Schröpfkopfmassage
Beim Schröpfen wird ein Schröpfglas auf bestimmtes Hautgebiete aufgesetzt und ein Unterdruck darin erzeugt. Dadurch wird das darunter liegende Gewebe in den Hohlraum eingezogen.
Durch die Sogwirkung kommt es zu einem Austritt von Blut und Lymphflüssigkeit in das Gewebe, das unter der Haut liegt. Dies fördert die lokale Durchblutung und die Durchblutung der inneren Organe, welche mit den behandelten Hautsegmenten reflektorisch verbunden sind. Schröpfköpfe verbleiben ca. 10 bis 15 Minuten auf der Haut. Beim unblutigen Schröpfen verfärbt sich die Haut rot und blau. Es wird ein Hämatom (Bluterguss) erzeugt.
Muskelverspannungen, Gelosen und Schmerzen werden gemindert und beseitigt.
Bei der Schröpfkopfmassage wird die Durchblutung der Haut stark angeregt.
Folgende Erkrankungen sind besonders gut zu behandeln:
- Chronische Schwächezustände
- Rückenschmerzen
- Rheumatische Beschwerden
- Muskelschmerz
- Immunsystemschwäche
- Lumbalgien
- Spannungskopfschmerzen