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Mens sana in corpore sano ist eine lateinische Redewendung. Sie bedeutet «ein gesunder Geist in einem gesunden Körper». Die Redewendung ist ein verkürztes Zitat aus den Satiren des römischen Dichters Juvenal: «Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano.» was soviel heisst wie «Beten sollte man darum, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist sei.»
Juvenals eigentliche Absicht zielte darauf, diejenigen seiner römischen Mitbürger zu geisseln, die sich mit törichten Gebeten und Fürbitten an die Götter wandten. Beten, meint er, solle man allenfalls um körperliche und geistige Gesundheit. Mens sana in corpore sano ist also nur im Zusammenhang mit dem Sinn und Inhalt von Fürbitten und Gebeten zu verstehen. Er hat also als Satiriker keineswegs behauptet, dass ausschließlich in einem gesunden Körper ein gesunder Geist stecke, sondern nur – da er meist das Gegenteil davon erlebt hatte –, dass es wünschenswert sei, wenn dem so wäre. Juvenal (60–127 n. Chr.) hat somit auch die sportlichen Idole seiner Zeit parodiert, deren geistige Fähigkeiten seiner Meinung nach wohl häufig hinter den körperlichen zurücktraten.