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Körperliche Aktivität und "Double Disease Burden" bei südafrikanischen Schulkindern aus sozial benachteiligten Wohngegenden
Untersuchungen im Rahmen der DASH-Studie (Disease, Activity, and Schoolchildren’s Health) haben ergeben, dass bei Schulkinder aus sozial benachteiligten Wohngegenden ein höherer Umfang an selbst-berichteter Sportaktivität mit einem tieferen BMI, einem tieferen Körperfettanteil und einem geringeren Risiko für Bluthochdruck einhergeht. Angesichts der Tatsache, dass sich in vielen afrikanischen Ländern das Krankheitsprofil in städtischen Gegenden jenem westlicher Gesellschaften angleicht (mit einer starken Zunahme an nicht-übertragbaren Zivilisationskrankheiten), unterstreichen die Befunde das Potential von regelmässiger körperlicher Aktivität aus Sicht der Public Health zur Prävention chronisch-degenerativer Erkrankungen. Umgekehrt zeigt die Studie mit insgesamt 801 Kindern (M=9.5 Jahre) auch, dass körperlich aktive Kinder ein höheres Risiko ausweisen, mit durch den Boden übertragenen Helminthen (soil-transmitted helminths) infiziert zu sein. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass Massnahmen zur Bewegungsförderung bei südafrikanischen Kindern weiter vorangetrieben werden sollen; für die Kinder ist allerdings dann der grösste gesundheitliche Nutzen zu erwarten, wenn diese Massnahmen durch eine systematische anthelmintische Behandlung ergänzt wird.
Die Befunde sind in der Fachzeitschrift „Preventive Medicine“ nachzulesen:
Gerber, M., Müller, I., Walter, C., du Randt, R., Adams, L., Gall, S., Joubert, N., Nqweniso, S., Smith, D., Steinmann, P., Probst-Hensch, N., Utzinger, J., & Pühse, U. (in press). Physical activity and dual disease burden among South African primary schoolchildren from disadvantaged neighbourhoods. Preventive Medicine.