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Für Novak Djokovic sind die US Open schlagartig vorbei – und dies aus einem äusserst speziellen Grund: Weil er im Frust nach einem Aufschlagverlust eine Linienrichterin mit einem Ball trifft, wird er disqualifiziert.
Djokovic nützte beim Stand von 5:4, 40:0 im Achtelfinal gegen den Spanier Pablo Carreno Busta 3 Satzbälle nicht, verlor anschliessend zum 5:6 erstmals den Aufschlag und spedierte im Frust über das verlorene Servicegame einen Ball blind gegen hinten. Damit traf die Weltnummer 1 eine Linienrichterin.
Diese ging zu Boden und rang nach Luft. Djokovic – sichtlich erschrocken – eilte zu Hilfe. Die Linienrichterin erholte sich aber auch schnell wieder.
Bereits zuvor unbeherrscht
Die Referees diskutierten erst eine Weile untereinander und mit Djokovic. Es blieb ihnen aber keine Wahl, als den Serben zu disqualifizieren. An allen Tennisturnieren der Welt werden Spieler für derartige Vergehen sofort ausgeschlossen. Es traf auf oberster Stufe auch schon andere Topspieler wie den Argentinier David Nalbandian oder den Kanadier Denis Shapovalov.
Djokovic forderte am Sonntag gegen Carreno Busta den Skandal regelrecht heraus. Schon wenige Minuten zuvor hatte er einen Tennisball wild in Richtung einer Bande geknallt, in deren Nähe Offizielle sassen. Dieses Geschoss traf niemanden, da hatte er noch Glück. Beim 2. Vergehen spedierte er den Ball bedeutend weniger rasant nach hinten, diesmal ging es nicht mehr gut.
Damit ist der klare Turnierfavorit nicht mehr dabei; Djokovic hat in diesem Jahr noch kein Spiel verloren. Nun verliert der Serbe nicht nur seine Achtelfinalpartie. Die US Open teilen mit, dass auch all seine 2020 in New York errungenen Weltranglistenpunkte annulliert werden und sein gesamtes Preisgeld in eine Geldstrafe umgewandelt wird. Der Serbe entschuldigte sich in der Nacht auf Montag in einem Statement in den sozialen Medien.
Klar ist auch, dass an den US Open ein neuer Grand-Slam-Turniersieger erkoren wird. Alle bisherigen Major-Sieger schieden aus oder fehlen in der New Yorker Bubble.