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Das Berner Eisenbahn Konstrukt
Geschichte
Der Kanton Bern setze anfänglich auf die Schweizerische Centralbahn, sie sollte im Kanton Bern etliche Linien erstellen. Doch ging der Eisenbahnbau aus Berner Sicht nur sehr schleppend voran. Damit war der Kanton Bern überhaupt nicht zufrieden. Und so kam es, dass er mit Steuergeldern den Eisenbahnbau mitfinanzierte. Er sprach diverse Dekrete (Gesetzte) um den Streckenbau finanzieren zu können. Am Anfang war er noch zurückhaltend mit dem Verteilen von Grossen Subventionsbeiträgen.
Als die Schweizerische-Ost-West-Bahn immer mehr in Finanznot geriet, schoss der Kanton Bern zusätzliche mittel ein. Er wollte die Eisenbahnstrecken in seinem Kanton retten. Doch die Schulden der Gesellschaft waren zu hoch, darauf übernahm der Kanton Bern die Berner Streckenabschnitte selbst. Und gründete die bernische Staatsbahn. Die Staatsbahn war nur eine Übergangslösung bis für die einzelnen Linien eine Lösung gefunden werden konnte.
Die Eisenbahnstrecken der Bernische Staatsbahn wurden bei Gelegenheit an andere Gesellschaften abgegeben. Die Strecke nach Langnau im Emmental wurde an die Bern-Luzern-Bahn abgegeben. Die Strecke von Zollikofen-Biel- La Neuveville wurde an die Bernische Jurabahnen übergeben.
Wer dacht das das Berner Eisenbahnproblem gelöst sei, der irrt sich. Die Bern Luzern Bahn war bereits nach einem Betriebs Jahr finanziell am Ende. Daraufhin kaufte der Kanton Bern Die Strecke vor Gümligen-Luzern für 8,5 Millionen Franken. Nun war der Kanton Bern wieder Besitzer der Bahnlinie nach Langnau. Diesmal richtete der Kanton keine eigene Eisenbahngesellschaft mehr ein, Er liess die Strecke von Bern nach Luzern durch die Bernische Jurabahnen betreiben.
Die Eisenbahnstrecke durch das Entlebuch wurde 1890 Teil der Jura-Simplon-Bahn. Der Kanton Bern erhielt dafür JS-Aktien.
Ost-West-Bahn
Die Schweizerische Ost-West-Bahn plante eine zweite Eisenbahnlinie quer durch die Schweiz von Ost nach West zu bauen. Und die etablierten Eisenbahngesellschaften zu Konkurrenzieren. Doch di Finanzierung der Ost-West-Bahn war nicht solide aufgebaut.
Die Ost-West-Bahn entsteht
Das Gründungskomitee erhielt von den Kantonen Bern und Luzern die Konzession für eine Eisenbahnlinie von La Neuvevill (zu Deutsch Neuenstadt) über Biel, Bern nach Luzern. Es war geplant die Linie weiter Richtung Zug und Zürich zu verlängern.
Die Finanzierung der Ost-West-Bahn stand auf sehr wackligen Füssen. Die Finanzierung war äusserst schwierig, so versuchte die OWB mit fiktiver Aktienzeichnung Anleger anzulocken. Der Kanton Bern, zeichnete Aktien im Wert von zwei Millionen Franken, obschon es Zweifel gab, betreffend Finanzierung der Ost-West-Bahn. Im Gegensatz zu Bern zeichnete der Kanton Luzern keine Aktien der OWB.
Das Geld geht aus, um die Bahnlinie fertig zu bauen
Die Ost-West-Bahn baute nicht die eine Linie nach der anderen. Nein sie Baute nicht nur an der Linie nach Neuenstadt, sondern auch an der Linie nach Langnau und an der Strecke von Luzern-Zug. Mit dieser Verzettlung ist es klar, dass sie enorme Finanzmittel benötig, um ihr Streckennetz gleichzeitig zu bauen. Darum erstaunt es nicht das schon bald Liquiditätsengpässe auftraten. Der Kanton Bern gewährte der OWB ein Kredit, um die Eisenbahnlinie fertig bauen zu können.
Vom Bodensee bis zum Genfersee durchgehend
Am 3.Dezember 1860 konnte die Strecke von Biel nach Neuenstadt dem Betrieb übergeben werden. Dank der Ost-West-Bahn Linie war es nun möglich mit der Eisenbahn vom Bodensee zum Genfersee zu fahren. Auf den Zeitpunkt als die Linie am Bielersee eröffnet wurde, stellt die Schweizerische Centralbahn ihre Strecke von Biel nach Nidau wieder ein.
Untergang der Ost-West-Bahn
Die Berner Finanzspritze konnte die Ost-West-Bahn nicht retten. Mit einem Schuldenberg von 8 Mio. Fr. Müsste die Gesellschaft liquidiert werden. Um nicht das ganze Geld, das in den Bau der Eisenbahnstrecke investiert worden ist zu verlieren, kaufte der Kanton Bern die Berner Streckenabschnitte für 7Mio.Fr. Der Betrieb ging zum 1. Juni 1861 auf die Bernische Staatsbahn über, die anfänglich kein eigenes Rollmetrial besass. Sie verpachtete die Strecke von Biel nach Neuenstadt an die Schweizerische Centralbahn.
Für die Baustelle zwischen Luzern und Zug fand sich auch einen Käufer. Die Schweizerische Nordostbahn erwarb diesen Abschnitt und gründete dafür mit den Kantonen die Eisenbahngesellschaft Zürich-Zug-Luzern-Bahn.
Die Generalversammlung der Ost-West-Bahn beschloss am 10.Juni 1861 die Auflösung der Gesellschaft.
Die Bernische Staatsbahn
Die Bernische Staatsbahn entstand aus den im Baubefindenden Eisenbahnstrecken, sowie der Bahnlinie Biel-Neuenstadt der Schweizerischen Ost-West-Bahn. Der Kanton Bern übernahm auf dem 1. Juni 1861 die Berner Streckenabschnitte der Schweizerischen-Ost-West-Bahn für 7 Mio. Fr. Dem Kanton Bern war es wichtig die angefangenen Abschnitte fertig zu bauen. Die Eisenbahnlinie von Biel nach La Neuvevil, war als einzig Bahnlinie der OWB im Betrieb. Die Strecke am Bielersee war bis zur Eröffnung der restlichen Abschnitte an die Centralbahn verpachtet. Anfänglich besass die Bernische Staatsbahn wieder Lokomotiven noch Wagen.
Die Bahnstrecken werden fertig gebaut
Es dauerte gut drei Jahre, bis die Bernische Staatsbahn das Streckennetz fertig gebaut hatte. Die Linienführung der beiden Äste war nicht von Anfang an klar, wie sie gebaut werden sollen. Der Kanton Bern konnte mit der Centralbahn einen Vertrag abschliessen, in der die Staatsbahn die SCB Strecken Bern-Zollikofen und Bern-Gümligen mitbenutzen konnte. Am 1. Juni konnte der Bernische Staatsbahn ihre gesamte Strecke in eigen Regie in Betrieb nehmen. Für den Betrieb Ihres Netzt beschaffe die BSB 12 Dampflokomotiven. 39 Personenwagen und 130 Güterwagen.
Bahnstrecke wird verkauft
Ende der 1860er Jahre gab es wieder Bestrebungen für den Bau einer Eisenbahn durch das Entlebuch. Der Kanton Bern war bereit seine Eisenbahnlinie von Gümligen nach Langnau an die Bern-Luzern-Bahn zu verkaufen. Die BLB erwarb 1875 die Strecke für 7.34 Mio. Fr. Nach nur zwei Jahren ersteigerte der Kanton Bern die ganze Strecke von Gümligen nach Luzern nach dem Konkurs der Bern-Luzern-Bahn.
Die Strecke Zollikofen-Biel-Neuenstadt wurden 1877 an die Bernische Jurabahnen abgegeben. Der Kanton Bern erhielt für die Strecke Aktien der Chemins de fer du Jura bernois im Wert von 11.56 Mio. Fr.
Bern-Luzern-Bahn
Die Bestrebungen für eine Eisenbahnlinie von Bern nach Luzern flammten in den 1860er Jahren wieder auf, die nicht fertiggestellte Ost-West-Bahn fertig zu bauen. Der Kanton Bern baute den Berner Abschnitt bis Langnau auf eigene Kosten fertig. Die betriebseinahmen für diese rumpfstrecke waren nicht besonders gut. Man erhoffe sich mit einer durchgehenden Eisenbahn nach Luzern höhere Erträge. Die Kantone Luzern und Bern schlossen einen Staatsvertrag für eine Eisenbahnlinie von Langnau-Luzern ab. Sie beteiligten sich mit Subventionen an der Bern-Luzern-Bahn.
Betrieb durch die Bernische Jurabahn
Die Bern-Luzern-Bahn beauftragte die Bernische Jurabahnen mit dem Betrieb ihrer Eisenbahnstrecke. Für den Betrieb bildete sie die Betriebsgruppe Jura-Bern-Luzern.
BLB nach kurzer zeit am Ende
Die Bern-Luzern-Bahn hatte nach kurzer Zeit massive finanzielle Schwierigkeiten. Dafür gab es mehere gründe zu einem waren es Kostenüberschreitungen beim Bau der Linie nach Luzern und anderen des ungenügenden Ertrags kraft der Linie. 1877 ersteigerte der Kanton Bern die Eisenbahnlinie Gümligen-Langnau-Luzern für 8.5Mio. Fr.
Eisenbahnstrecke Gümligen-Luzern im Besitz des Kantons Bern
Der Kanton Bern ersteigerte nach dem Konkurs der Bern-Luzern-Bahn deren Streck Gümligen-Luzern für 8.5Mio Fr. Nun war der Kanton Bern wieder Besitzer der Bahnstrecke, die er eigentlich froh war, los zu sein. Der Kanton Bern konnte diese Bahnstrecke günstig erwerben die Baukosten der Strecke wahren circa 17 Millionen Franken. Der Kanton war nicht eine der einzige Bieter für die Eisenbahnstrecke der Bern-Luzern-Bahn ein Konsortium an dem die Schweizerische Centralbahn beteiligt war hatte auch Interesse die Strecke zu übernehmen.
Betriebsführung durch die Bernischen Jurabahnen
Der Kanton Bern der neue Besitzer der Bern Luzern Bahn hatte kein Interesse die Bahnlinie selbst zu betreiben. Er beauftragte die Bernische Jurabahnen mit dem Betrieb der Bahnlinie Bern-Luzern. Gemäss Betriebsvertrag wurde die Jurabahnen pauschal mit 6000 Franken pro Bahnkilometer und Jahr für ihre Leistung abgegolten. Es wurde auch Vorgaben bezüglich Fahrplans gemacht: Der Winter-Fahrplan von Mitte Oktober bis Ende Mai müssen 4 zugspaare geführt werden, im Sommer verkehrte ein Zugpaar mehr. Jeweils ein Zugpaar war jeweils ein Güterzug mit Personenbeförderung. Für zusätzliche Leistungen wurde die JB zusätzlich auch entledigt.
Um den knappen Rollmaterials-Park der Bern-Luzern-Bahn zu erweitern, bewilligte die Kantonsregierung von Bern einen Kredit von 250.000 Franken für die Anschaffung zusätzliche Lokomotive und Wagen.
Das Rollmaterial der Bern-Luzern-Bahn und der Bernische Jurabahnen wurde freizügig auf den Strecken der Betriebsgruppe Jura-Bern-Luzern-Bahn verwendet.
Pacht der Eisenbahnstrecke durch die Jurabahnen
Die Bernische Jurabahnen verständigten sich am 1.März 1881mit dem Berner-Regierungsrat das sie die Eisenbahnstrecke durch das Entlebuch Pachtweise per 1.Januar 1882 zu übernehmen. Die Pacht betrug anfänglich 226.000 Franken pro Jahr plus 70% der Bruttoeinahmen der Linie welche 12‘000Fr. pro Kilometer überschreitet.
Der Pachtvertrag wurde auf 10 Jahre abgeschlossen, der Kanton hat das Recht nach 4 Jahren aus dem Vertrag auszusteige, sowie zwei weitere Verwaltungsrats Mitglieder zu ernennen.
Übergang zur Jura-Simplon-Bahn
Bei der Fusion der beiden Gesellschaften Suisse Occidentale et du Simplon und Jura-Bern-Luzern-Bahn, wurde die Bahnstrecke Gümligen-Luzern, die dem Kanton Bern gehört auch in die Jura-Simplon-Bahn integriert.