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Boxen ist eine der inspirierendsten und populärsten Sportarten der westlichen Welt, die aber auch immer mehr Anhänger in anderen Kulturkreisen verzeichnen kann. Was macht den Sport so interessant? Und hat er sich in den letzten Jahren überhaupt bedeutend geändert?
Boxen in alter Zeit
Der Faustkampf war im alten Ägypten und Griechenland schon fester Bestandteil der Unterhaltungskultur. So wurden Kämpfe von zwei Männern ausgetragen und von Unbeteiligten mitverfolgt. Gekämpft wurde hier lediglich mit Bandagen aus Leder, nicht aber mit Handschuhen. Der Faustkämpfer vom Quirinal ist eine eindrucksvolle Statue aus hellenistischer Zeit, die zeigt, unter welchen Blessuren damalige Boxer zu leiden hatten: Eingedrückte Ohren, offene Wunden und schiefe Nasen gehörten hier zum Bild. Im alten Rom wurde die Technik dann zeitweise noch weiter brutalisiert und die Kämpfer bekamen metallene Dornen, die an ihren Händen befestigt waren. Somit wurde sichergestellt, dass der Kampf auch blutig, wenn nicht gar tödlich, endete.
Boxen im Mittelalter
In den Jahrhunderten konnte sich der Boxsport nicht weiterentwickeln. Etwa im europäischen Mittelalter gewannen Turniere an Beliebtheit, die damaligen Kriegstechniken ähnelten, wie etwa Kolbenturniere oder Massengefechte mit stumpfen Waffen. Derweil etablierte sich im heutigen Thailand das alte Boxen, bekannt unter dem Namen Muay Thai, das noch heute ausgefochten wird. Doch eine westlich-östliche Symbiose solcher Sportarten gab es nicht.
Boxen in der westlichen Welt
Erst im 17. Jahrhundert wurden Boxkämpfe in englischen Grafschaften ausgeführt, die mit der Zeit immer mehr Regeln unterlagen. Dabei kämpften die Kontrahenten nach heutigen Bare Knuckle Regeln, also ohne Handschuhe. Die Queensberry-Regeln, nach denen noch heute geboxt wird, konnten sich alsbald durchsetzen und sahen vor, dass die Kämpfer wenigstens mit Handschuhen von vier Unzen gegeneinander kämpften und sich die Turniere in Runden gliederten.
Eine Erfolgsgeschichte
Seitdem ist der Boxsport als olympische Sparte kaum noch wegzudenken. Es fällt jedoch auf, dass gross angelegte Kämpfe wie der Thriller in Manila seltener werden. Nicht nur besteht eine allgemeine Angst vor Verletzungen der Kontrahenten, sondern Kampfsportarten wie MMA und Muay Thai werden immer beliebter.