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Es gibt zwei grundsätzliche Mechanismen, mit denen sich ein Wirt gegen eine Parasiteninfektion wehren kann: entweder er vermindert die Anzahl Parasiten ins einem Körper durch seine Resistenz oder er vermindert den Schaden, der durch eine gegebene Anzahl Parasiten verursacht wird, durch seine Toleranz. Beide Mechanismen erhöhen die Gesundheit des Wirts, aber nur die Resistenz vermindert die Transmission. Die zwei Mechanismen haben deshalb verschiedene Auswirkungen auf die Epidemiologie und Evolution der Parasiten. Deshalb ist ein Verständnis wie sie vom Wirt reguliert werden und wie sie voneinander abhängen unabdingbar für die evolutive Epidemiologie.
Ich schlage vor, dass wir die Resistent und die Toleranz besser Verstehen können, wenn wir sie zusammen mit den evolutiven Strategien der ‘Lebensgeschichte’ (auf Englisch: life history) untersuchen. In der klassischen Theorie wird untersucht, wie ein Wirt seine Ressourcen verteilt auf Wachstum und Fortpflanzung; wir müssen nun zusätzlich das Verwenden der Ressourcen für die Verteidigung gegen den Parasiten anschauen. Dazu werde nich die klassische Theorie mit physiologischen Ideen verbinden, vor allem mit der Idee, dass der oxidative Stress, der notwendigerweise durch den Metabolismus entsteht, die Immunantwort (und somit der Resistenz), die Fortpflanzung und das Überleben (und somit der Toleranz) verbindet.
Das allgemeine Ziel ist somit eine Theorie der Parasiten-Wirts-Interaktionen zu entwickeln, die physiologische Ideen über Nutzung der Ressourcen und Immunität mit evokativen Ideen der Fortpflanzung und Mortalität verbindet.