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Die Fachschaften sind der richtige Ort, um Hilfe rund um dein Studienfach zu erhalten und selber aktiv zu werden, damit sich dein Unialltag verbessern kann. Die Fachschaften vereinen die Studierenden eines Faches. Sie vertreten ihre Anliegen in den Instituten, Departementen und Fakultäten - also dort, wo fachspezifische Fragen oder konkrete Betreuungsverhältnisse entschieden werden. Sämtliche Fachschafts-Vertreter*innen koordinieren sich in der Fachschaftskonferenz, die einmal im Semester von SUB-Vorstand und Fachschaftssekretariat einberufen wird.
Die Fachschaften bilden die kleinste Einheit innerhalb der Organisationsstruktur der Studierendenschaft. Alle SUB-Mitglieder, die dasselbe Fach studieren, bilden zusammen eine Fachschaft. Mit der Immatrikulation wird also jedes SUB-Mitglied automatisch Mitglied der Fachschaft ihrer*seiner Studienrichtung - über die Mitgliedschaft von Nebenfachstudierenden kann jede Fachschaft selbst entscheiden. Alle unterschiedlichen Fachschaften findest du hier:
Die einzelnen Fachschaften sind unterschiedlich organisiert. Jede Fachschaft (FS) gibt sich Statuten, die der Studierendenrat genehmigen muss. Die notwendige Grundstruktur der Fachschaften besteht aus den zwei Organen, Generalversammlung (GV) und Vorstand. Eine GV findet mindestens einmal im Jahr statt; dort werden aktuelle Probleme besprochen, Resolutionen verfasst oder Kommissionen für wichtige Angelegenheiten eingesetzt. Die GV ist auch zuständig für die Wahl des Vorstandes, des ausführenden Organs der Fachschaft.
Eine eigentliche Pflicht, sich an diesen Versammlungen zu zeigen, besteht zwar nicht, es ist jedoch wichtig, dass möglichst viele Fachschaftsmitglieder daran teilnehmen. Denn nur auf diese Weise verfügt die Fachschaft über breit abgestützte Positionen und das nötige Gewicht in Verhandlungen mit Dozierenden des Instituts oder der Fakultät. Die Fachschaften leben einzig vom Engagement ihrer Mitglieder!
Der Zweck der Fachschaften wird in den Statuten der Studierendenschaft umschrieben als «Wahrung der Interessen der Fachschaftsangehörigen.» Aus dieser Formel lassen sich die folgenden drei Aufgabenbereiche herausgliedern:
Hilfe für die einzelnen Studierenden
Eine wichtige Aufgabe der Fachschaften besteht darin, die Studierenden auf dem Weg durch die Uni zu unterstützen. Sie geben Auskünfte über Studienreglemente, Stundenpläne und Prüfungen. Die Fachschaften sind für diese Aufgabe besonders geeignet, da sie die fachspezifischen Probleme am besten und aus eigener Erfahrung kennen - nicht nur die Reglemente, sondern auch deren Anwendung. Zusätzlich hilft eine Fachschaft Studienanfänger*innen beim Studieneinstieg und fördert allgemein die Zusammenarbeit unter den Studierenden. Die meisten Fachschaften organisieren Feste, Kinoabende, Apéros, Ausflüge und ähnliche Anlässe. Einige Fachschaften bieten Tutorien an, das heisst von fortgeschrittenen Studierenden betreute Gruppen von Erstsemestrigen. In der Fachschaft bietet sich die Möglichkeit, Menschen aus allen Semestern kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.
Vertretung der Interessen der Fachstudent*innen
Es ist die Fachschaft, welche die Studierenden einer Studienrichtung gegenüber Institut, Fakultät und Universität vertritt. Fragen über Studienreformen, Reglemente, Dozierendenberufungen oder Mitbestimmung betreffen alle Studierenden. Solche Interessen können nur dann erfolgreich geltend gemacht werden, wenn sich alle beteiligen und auch vertreten fühlen. Die Fachschaft ist nicht nur eine Organisationsform studentischer Interessenvertretung, sondern auch ein Ort politischer Meinungsbildung; denn Entscheide über neue Reglemente oder Berufungen von Dozierenden sind eminent politisch.
Zusammenarbeit mit anderen Fachschaften und der Gesamtstudierendenschaft
Bestimmte Fragen treten für die Fachschaften immer wieder und in ähnlicher Weise auf. So zum Beispiel die Frage nach Mitsprache, dem Praxisbezug des Studiums oder fächerübergreifenden Veranstaltungen. Ein gemeinsames Engagement für eine Sache ist hier notwendig. Koordinationsrahmen dieser Bestrebungen ist die SUB. Insbesondere die Fachschaftskonferenz (FSK) hat die Aufgabe, den Kontakt zwischen den einzelnen Fachschaften zu fördern. Viele Fachschaften sind auch durch einzelne Mitglieder im Studierendenrat (verlinken) vertreten; Fachschaften können ihre eigenen SR-Listen aufstellen. Durch SR und die Fachschaftskonferenz werden Fachschaften über fächerübergreifende Tendenzen in der aktuellen Hochschulpolitik rechtzeitig informiert, damit sie selbständig reagieren können.
Die SUB unterstützt Fachschaftsaktivitäten finanziell. Alle Fachschaften erhalten einen jährlichen Grundbeitrag und können Anträge auf Zusatzbeiträge stellen. Die Koordination der Finanzierung obliegt dem Fachschaftssekretariat. Die detaillierten Regelungen finden sich im Fachschaftsfinanzierungsreglement sowie in den Richtlinien zur Vergabe von Zusatzbeiträgen.
Weitere Infos zu den rechtlichen Grundlagen und zum Aufbau von Fachschaften finden sich in folgenden Dokumenten:
Hier geht's zum Überblick aller Fachschaften an der Universität Bern.