Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03564.jsonl.gz/741

Novartis und das Rote Kreuz bekämpfen gemeinsam chronische Erkrankungen bei Flüchtlingen
Novartis hat sich mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) zusammengetan, um die Versorgung und Behandlung von an chronischen Erkrankungen leidenden syrischen Flüchtlingen im Libanon zu verbessern.
Für syrische Flüchtlinge im Libanon, die von chronischen Erkrankungen betroffen sind, ist es schwierig, Zugang zu Diagnose, Medikamenten und einer fortlaufenden medizinischen Versorgung zu erhalten. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) und Novartis wollen jetzt gemeinsam die Versorgung und Behandlung der verletzlichsten Menschen im Libanon verbessern. Ihr Ziel ist es, einen Plan für die bessere Diagnose, Behandlung und Nachbeobachtung von Flüchtlingen und libanesischen Bürgern aufzustellen, die an chronischen Erkrankungen leiden.
Novartis wird Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Diabetes bereitstellen, zwei Krankheiten, die zusammen jedes Jahr für über 50% aller Todesfälle im Libanon verantwortlich sind. Verfügbar gemacht werden die Medikamente durch Novartis Access, ein Programm, das patentgeschützte und patentfreie Arzneimittel gegen wichtige nicht übertragbare Krankheiten erschwinglicher und besser zugänglich machen soll. Die entsprechenden Medikamente werden Regierungen und Gesundheitsversorgern des öffentlichen Sektors in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu einem monatlichen Preis von einem US-Dollar pro Behandlung angeboten.
icrc-access.jpg
«Nicht übertragbare Erkankungen sind nicht nur im Nahen Osten, sondern weltweit auf dem Vormarsch», erklärte Rodolfo Rossi, medizinischer Koordinator des IKRK im Libanon. «Dies gibt dem IKRK die Möglichkeit, Arzneimittel gegen nicht übertragbare Krankheiten zu einem sehr günstigen Vorzugspreis zu beziehen und dadurch mehr Patienten zu behandeln.»
Das IKRK arbeitet im Libanon mit Patienten, die von den häufigsten chronischen Erkrankungen betroffen sind. Die Hälfte der Bevölkerung im Land hat keinerlei Krankenversicherung, und die Flüchtlingskrise stellt für die bereits mit der Grundversorgung überforderten medizinischen Einrichtungen eine erhebliche zusätzliche Belastung dar.
Flüchtlinge haben ein besonderes Risiko, an Schlaganfällen und Herzinfarkten zu sterben, da chronische Erkrankungen einer frühzeitigen Erkennung und langfristigen Behandlung bedürfen. Über eine Million Migranten, die vor den Unruhen in Syrien geflohen sind, leben heute im Libanon und machen rund ein Drittel der Bevölkerung aus.