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Kurz vor den Parlamentswahlen in Indien bleibt Oppositionspolitiker Arvind Kejriwal hinter Gittern.
Kurz vor der Parlamentswahl in Indien hat ein Gericht die Untersuchungshaft für einen beliebten Oppositionspolitiker wegen Korruptionsverdachts um zwei weitere Wochen verlängert. Der Regierungschef der Metropolregion Delhi, Arvind Kejriwal, kann nach Berichten örtlicher Medien nun frühestens am 15. April freikommen. Am 19. April beginnt aber schon die über sechs Wochen laufende Wahl.
Festgenommen wurde Kejriwal von einer Behörde, die Finanzdelikte verfolgt. Der Politiker habe zuvor Vorlungen ignoriert, hiess es. Nun bemängelte die Behörde vor Gericht, dass Kejriwal sich «nicht kooperativ» verhalten und das Passwort zu seinen elektronischen Geräten nicht verraten habe, wie der indische Fernsehsender NDTV berichtete.
Kejriwal weist Vorwürfe zurück
Kejriwal wies die Vorwürfe zurück. Er wirft der Bharatiya Janata Party (BJP) von Premierminister Narendra Modi stattdessen vor, Behörden zu instrumentalisieren, um gegen seine von Aam Ami Party vorzugehen. Die Regierungspartei wiederum bestreitet dies.
Unter anderem am vergangenen Wochenende hatte die Opposition wegen dieses Falls bereits eine Protestkundgebung organisiert. Denn Kejriwals Festnahme hatte die Frage aufgeworfen, wie es um die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt mit ihren 1,4 Milliarden Einwohnern steht. Die Regierung agiert dort zunehmend autoritär.