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Eileen Myles gilt als «Rockstar der Gegenwartslyrik». Myles zog Mitte der 70er-Jahre nach New York, studierte am St. Mark’s Poetry Project und übernahm zehn Jahre später dessen Leitung. Sie schreibt Lyrik, Romane und Essays und wurde für ihr Werk mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. In «Chelsea Girls» (Matthes & Seitz 2020, aus dem Englischen von Dieter Fuchs) erzählt sie ungeschönt und unverblümt davon, wie es war – damals in New York – als alles möglich schien, als Warhol jedem 15 Minuten Berühmtheit versprach, als noch alle mit allen im Bett gelandet sind und es immer jemanden gab, der Alkohol oder Drogen dabei hatte. Aber es geht auch um katholische Erziehung in den Sechzigern, um zerbrochene Liebesbeziehungen, um Woodstock und um das Chelsea Hotel, um enttäuschte Hoffnungen und um das Schreiben an sich.