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Wirtschaft
Wirtschaft
Erdöl
In Venezuela wurde schon früh Erdöl endteckt. In den 70 und 80 Jahren gehörte Venezuela zu den wichtigsten Erdöllieferanten und noch immer sind grosse Vorräte unter dem Maracaibosee vorhanden. Venezuela gehörte zu den reichsten Staaten der Welt, aber die Regierung verschleuderte das Geld. Korruption, Bestechung und Misswirtschaft führte zur Inflation. Zudem hatte Venezuela noch grosse Auslandschulden. Dazu kam noch der Verfall der Ölpreise. Diese Inflation warf Venezuela um Jahre zurück. Auch heute gehört Venezuela zu den grössten Erdöllieferanten der Welt.
Landwirtschaft
Rund zwölf Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Wichtigste Anbauprodukte sind Zuckerrohr,
Bananen, Mais, Reis, Sorghum, Maniok, Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte. Viehzucht ist vorwiegend in den Llanos
verbreitet. Dabei dominieren Rinder-, Schweine- und Ziegenhaltung.
Forstwirtschaft und Fischerei
Bergbau
Das Land ist ein bedeutender Produzent von Erdgas. Auch die Bitumenvorkommen werden seit den späten achtziger Jahren
abgebaut, um flüssige Kohle herzustellen, eine Emulsion aus Bitumen und Wasser, die hauptsächlich in Kraftwerken
eingesetzt wird.
Industrie
Seit den sechziger Jahren hat die venezolanische Regierung der Weiterentwicklung des produzierenden Gewerbes große Bedeutung beigemessen. Neben Caracas ist auch Ciudad Guayana ein wichtiges Produktionszentrum. Die wichtigsten Erzeugnisse Venezuelas sind Erdölprodukte, Stahl, Aluminium, Metallwaren, Kunstdünger, Zement, Reifen, Kraftfahrzeuge, Nahrungsmittel, Getränke, Bekleidung und Möbel.
Währung und Bankwesen
Die Währungseinheit Venezuelas ist der Bolívar (Bs) zu 100 Centímos. Ein schweizer Franken sind zur Zeit
(21. April 2002) 520.966 Bolívares.
Außenhandel
Die wichtigsten Exportprodukte von Venezuela sind Erdöl und Erdölprodukte. Daneben werden vor allem Metalle ausgeführt. Haupteinfuhrgüter sind Maschinen, Fahrzeuge und chemische Erzeugnisse. Wichtigste Handelspartner sind die Vereinigten Staaten, die Niederländischen Antillen, Japan, Kolumbien, Italien, Kanada und Brasilien.
Energie
Über 40 Prozent der in Venezuela erzeugten elektrischen Energie stammen aus Wasserkraftwerken. Eine der bedeutendsten Anlagen ist der Guristausee am Caroní.
Verkehr
Strassenetz
Venezuela hat ein Straßennetz von etwa 100 000 Kilometer Länge; etwa ein Drittel der Straßen ist befestigt. Busse übernehmen in Venezuela einen grossen Teil des Reiseverkehrs. Die Busse sind nach Komfort und technischem Zustand von unterschiedlichen Qualität. Einige Busfahrer fahren, wie in anderen Südamerikanischen Ländern, wie die Henker. Auf weiten Strecken hat man oft eine Auswahl zwischen verschiedenen Kategorien. Daneben gibt es viele Taxis und die sogennanten Por Puestos (Kleinbus - Sammeltaxis).
Eisenbahnnetz
Das Schienennetz umfasst nur 600 Kilometer. Die erste Strecke wurde 1883 von Caracas nach La Guaira gebaut, doch kam es im Verlauf nicht zum Ausbau eines Eisenbahnnetzes. Die Regierung plant aber schon seit vielen Jahren an einem ausgedehnten Eisenbahnnetz. Die wenigen Linien die bestehen sind meistens für den Gütertransport bestimmt.
Flugverkehr
Der Flugverkehr im Lande wird Hauptsächlich durch die nationalen Gesellschaften Survivensa und Aeropostal ausgeführt. Es gibt acht internationale und viele nationale Flughäfen, dazu im Lande einfache Landepisten. Die Internationalen Flüge werden heute durch die AVENSA getättigt nach dem die Staatliche Gesellschaft VIASA Konkurs gin.
Kommunikation
Das Kommunikationswesen ist modern und weitet sich ständig aus. Private Telefonanschlüsse sind teuer, doch stehen überall öffentliche Telefone zur Verfügung. Mehrere Radio- und Fernsehsender strahlen in Venezuela ihre Programme aus, und es erscheinen zahlreiche Tageszeitungen.