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03.03.2013
„einTAUCHEN ins Leben”
Die Schauspielerin Jola und ihr Lebensgefährte Theo, ein gescheiteter Schriftsteller, buchen einen Tauchurlaub bei dem ausgewanderten Deutschen Sven. Jola will sich mit den zweiwöchigen Taucherfahrungen auf ihre nächste Filmrolle vorbereiten. Sie, die verführerische Schauspielerin, er der Trinker und seinen großen Roman schreibend, und der sich zur Selbstkontrolle treibende Aussteiger Sven, beginnen ein intrigantes Spiel des Mißtrauens, der Täuschungen, aber auch der Provokationen und Bösartigkeiten, alle dies mit einem sexuellen Hintergrund.
Der nach alternativen Lebensformen strebende Sven, der die Leistungsgesellschaft haßt, leitet mit seiner Freundin Antje eben diese Tauchschule mit den paar Ferienhäusern. Daß bei der Zusage, die beiden Deutschen zu betreuen, schon gewisse Vorahnungen vorhanden waren, bestätigen sich im Nachhinein.
Alle Kapitel enden immer mit einem Tagebucheintrag von Jola, die nach und nach ihre eigene Sichtweise der Dinge darstellt. Juli Zeh spielt in ihrem Roman "Nullzeit"(jene Zeit, die ein Mensch tauchen kann, ohne daß er beim sofortigen Auftauchen an die Oberfläche sich einem Gesundheitsrisiko aussetzt) mit vielen Klischees, die am Ende des Romans in eine spannend konstruierte Handlung gleiten. Auch die Themen der Freiheit des Willens, des Handelns und der Urteilsfindung werden stark eingebunden.