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Die Malerei des Carl Brägger (1875-1907) war ihrer Zeit weit voraus, wie das mit 1896 datierte, impressionistische Gemälde eindrücklich zeigt. Er bildet in Öl auf Holz Transportschiffe an einem Flussufer ab; sie sind an einer Hafenmauer festgemacht. Die Ortsbezeichnung "Paris" auf der Rückseite legt nahe, dass es sich um die Seine handelt, wohl irgendwo ausserhalb der Stadt. Die Qualität der Malerei ist überzeugend, Brägger wendet schnelle, breite Pinselstriche an. Der Farbauftrag ist stellenweise recht pastos.
Über den Ostschweizer Maler ist biografisch nur sehr wenig überliefert. Geboren am 8. April 1875 in St. Gallen und bürgerberechtigt in Hemberg SG, arbeitete er multidisziplinär. Seine Ausbildung erhielt er vorerst von 1892 bis 1894 an der Zeichnungsschule für Industrie und Gewerbe in St. Gallen, als Berufbezeichnung wird "Dekorationsmaler" genannt. Für die Jahre nach seiner Ausbildung ist nichts bekannt. Ab 1904 kehrte er an die Zeichnungsschule für Industrie und Gewerbe als Lehrer zurück und unterrichtete Naturzeichnen und Komposition.
Neben diversen Gemälden sind von ihm mehrere qualitätvolle Entwürfe für Keramikfliesen erhalten. Carl Brägger arbeitete an der Zeichnungsschule, bis er am Morgen des 25. Juni 1907 unerwartet im Alter von erst 32 Jahren in St. Gallen verstarb. Er war von der Schulleitung wie auch von den Schülern hochgeschätzt, sein Ableben wurde aufrichtig und tief betrauert. Werke von Carl Brägger sind heute in namhaften Sammlungen vertreten.
Lichtmasse: 22x31,5cm
Total: 31,5x41,5cm
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