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47 Kämpfe, 47 Siege, 26 davon durch K.o. Dies die makellose Bilanz von Floyd Mayweather Jr. Sein Gegner Manny Pacquiao hat zwar 17 Profi-Fights mehr absolviert, musste allerdings 5 Mal als Verlierer aus dem Ring (3 Mal K.o.). Beim Kampf in Las Vegas geht es um die WM-Titel im Weltergewicht (bis 66,67kg) der Verbände WBC, WBA (beide Mayweather) und WBO (Pacquiao).
Am schillerndsten funkelt Mayweathers WBC-Gürtel , welcher für den Mega-Fight zusätzlich mit rund 3000 Smaragden besetzt wurde und einen Wert von einer Million Dollar hat.
De La Hoya: «Pacquiao kann uns überraschen»
Einer, der schon gegen beide Boxer gekämpft – und verloren – hat, ist der ehemalige Weltmeister Oscar De La Hoya. Der Mexikaner hält einen Sieg Pacquiaos durchaus für möglich: «Wir wissen alle, wie Mayweather boxen wird. Er ändert seine Strategie nicht», sagt De La Hoya in Anspielung auf den eher defensiv und auf Konter ausgerichteten Stil des Amerikaners. «Bei Pacquiao auf der anderen Seite gibt es mehr Raum für Varianten. Er kann uns alle überraschen.»
Der 36-jährige Filipino ist ein unberechenbarer Boxer. Das musste De La Hoya 2008 erfahren, als er von Pacquiao derart übel zugerichet wurde, dass seine Ecke nach der 8. Runde den Abbruch des Kampfes forderte.
Physische Vorteile bei Mayweather
Die Stile von Mayweather und Pacquiao könnten unterschiedlicher kaum sein. Der Amerikaner wartet ab und weist eine hohe Schlageffizienz auf. Pacquiao dagegen ist ein klassischer Offensiv-Boxer, der bis zur totalen Erschöpfung kämpft. Weil «Pac-Man» 4 cm kleiner ist als sein Kontrahent und über eine 13 cm geringere Reichweite verfügt, muss er aktiver boxen und stets den Infight (Nahkampf) suchen.
Einzigartig ist Mayweathers Verteidigungsstil. Die Linke immer etwas tief hängend, deckt er sein Kinn mit der Schulter ab. «The Shoulder Roll» nennt sich die Technik, die perfektes Timing und gute Reflexe erfordert, gleichzeitig aber den Kraftaufwand in Grenzen hält.
Rücktritt, Polit-Karriere oder gar Revanche?
Bei den Buchmachern und Experten gilt Mayweather als leichter Favorit. Doch sollte Pacquiao den Fight für sich entscheiden, würde er über alle Gewichtsklassen hinweg zum besten Boxer der Welt avancieren.
Ob es danach zu einer Revanche kommt, bleibt Spekulation. Mit 38 (Mayweather) und 36 Jahren (Pacquiao) befinden sich beide Athleten im Herbst ihrer Karriere. Mayweather hat bereits angedeutet, dass er 2015 zurücktreten will und Pacquiao liebäugelt mit einer politischen Karriere in seiner philippinischen Heimat.
Sendebezug: Tagesschau, 30.4.2015, 13:00 Uhr.