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Die heutige Kirche wurde als Ersatz einer früheren Kapelle zwischen 1706 und 1711 erbaut. Erst über 20 Jahre später wurde der Kirchturm fertiggestellt.
Die Gestaltung der Fassaden ist charakteristisch für die barocken Bauten im Urserntal, die mit Bartholomäus Schmid (1660–1738) in Verbindung gebracht werden. Schmid wirkte als Baumeister der Kirchen in Andermatt und Hospental, der Kapelle und dem Pfrundhaus St. Karl sowie von Privatbauten in Hospental.
Die Pfarrkirche besticht durch ihre Innenausstattung: Der hohe Innenraum der Kirche wird von einem Stuckgewölbe überzogen, dessen Qualität in jener Zeit eine absolute Besonderheit war. Ebenfalls aus Stuck ist die Kanzel, die dank der speziellen Bemalung wie Marmor aussieht. Der Taufstein vor dem Josefsaltar ist aus Speckstein, der seit dem 16. Jahrhundert oberhalb von Hospental abgebaut wird.
Der Hochaltar von 1720 ist eine repräsentative Arbeit aus der Werkstatt des Wallisers Johann Ritz. Die Seitenaltäre sind etwas schlichter gehalten. Das Hausaltärchen stammt aus einer späteren Zeit.
An den Wänden im Chor zeigt ein Bild einen Engel, der Hospental unter den Schutz einer Heiligenschar stellt. Innerhalb dieses Bildes ist ein weiteres Bild zu sehen, das die älteste bekannte Ansicht Hospentals darstellt.
Tipp: Ein Besuch der Kirche kann im Sommer mit der Kraftort-Route Hospental – Andermatt verbunden werden und/oder einem Dorfrundgang in Hospental.