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Kingella kingae ist ein gramnegativer, unbeweglicher Kokkus, ohne Sporenbildung noch Kapsel, paarförmig oder längere Ketten bildend (siehe Abb. 1). Es sind derzeit 5 Stämme von Kingella bekannt: K. kingae, K. indologenes, K. denitrificans, K. oralis und K. potus. K. kingae wird am häufigsten als Ursache von Endokarditiden, Pneumonien, Sepsis und osteoartikulären Infektionen (OAI) erwähnt und gehört im Übrigen zur HACEK-Gruppe (langsam wachsende, Endokarditiden verursachende Keime). K. kingae gilt als normaler Bewohner der Luftwege, die Erstbesiedelung findet im Oropharynx statt1). K. kingae wurde noch nie bei Kindern unter 6 Monaten isoliert, was eine von der Mutter übertragene humorale Immunität vermuten lässt. Dagegen sind 10% der unter 4-jährigen Kinder gesunde Träger, wobei K. kingae im Oropharynx nachgewiesen wird und sich als opportunistischer Keim verhält1). Dieser asymptomatische Trägerstatus ist im Kindesalter gut bekannt und wurde für bekanntere Keime wie Streptococcus pyogenes oder Streptococcus pneumoniae beschrieben.
Osteoartikuläre Kingella kingaeInfektionen beim Kleinkind