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Porträt
Der Theologe C. René Padilla ist gestorben
28.04.2021
Buenos Aires (IDEA/dg) - C. René Padilla, einer der einflussreichsten Theologen der Lausanner Bewegung, starb am 27. April im Alter von 88 Jahren in Buenos Aires. Der Lateinamerikaner prägte zusammen mit dem Engländer John Stott über Jahrzehnte die weltweite Lausanner Bewegung mit. Padillas Tochter Ruth Padilla DeBorst schreibt auf Facebook: „Mein geliebter Papi ist gerade gegangen. Heute Nachmittag, 27 April, C. René Padilla Jijón, Vater, Ehemann, Freund, Theologe, Schriftsteller und Hirte, ging in die Gegenwart des Herrn, den er ein Leben lang liebte.“ Die Familie bedankt sich bei denen, die ihn in den letzten Monaten der Rekonvaleszenz in Gebet und Präsenz begleitet haben.
Aufgewachsen in armen Verhältnissen in Ecuador und Kolumbien, studierte Padilla in den USA und doktorierte in England. „René gewann früh von seinem Vater und seinem Onkel Einblicke in die Vision von Gemeindegründung in schwierigen Kontexten“, schreibt Evangelical Focus in einem Nachruf. Er engagierte sich in der internationalen evangelikalen Studentenbewegung in Lateinamerika. So lernte er auch seine erste Frau Catharine Fesser kennen, die 2009 starb. Padilla arbeitete mit zahlreichen bekannt gewordenen Missionaren wie zum Beispiel Nate Saints zusammen. Ebenso übersetzte er Billy Graham in Südamerika. An der ersten Lausanner Missionskonferenz 1974 war er einer der Redner.
Zusammen mit Samuel Escobar und Orlando Costas gründete Padilla die Fraternidad Teológica Latinoamericana, eine evangelikale theologische Vereinigung in Südamerika. Padilla gilt als der Vater der „integralen Mission“. „Jesus Christus kam nicht nur, um meine Seele zu retten, sondern um eine neue Gesellschaft zu formen“, zitiert die Zeitschrift Christianity Today aus seiner Rede in Lausanne. Ins Deutsche übersetzt wurde sein Buch „Anstiftung - Evangelium für die armen Reichen“. Er übte Einfluss auf das Hilfswerk World Vision, Tearfund, die Bibelgesellschaft Biblica und Stop Armut aus.
C. René Padilla hinterlässt seine zweite Frau, Beatriz Vásquez, und seine fünf Kinder und zahlreiche Grosskinder.
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