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Industrie Entlang der Steinach
Die Steinach entspringt über der Stadt, fliesst durch den heutigen Ortsteil St. Georgen und stürzt durch die Mühlenenschlucht in die 100m tieferliegende Talsole. In der Schlucht, die noch Gallus Einhalt geboten hatte, wird die Kraft des rasch fliessenden Wassers schon bald zum Antreiben von Mühlen und Sägereien genutzt. Anfangs konzentrierten sich die Industriebetriebe vor allem in der Mühlenenschlucht. Im Laufe der Zeit entstand entlang der Steinach mit ihrer Wasserkraft, ein ganzes Konglomerat von Fabriken und Werkstätten. Im frühen 19.Jahrhundert wurde St.Georgen mit der Steinach und ihrer beachtlichen Strömung als günstiger Industriestandort erkannt. Damit die dort entstehenden Betriebe regelmässig und ausreichend über Wasser verfügten, wurden zwei Weiher angelegt: 1821-1823 der Wenigerweiher, benannt nach seinem Bauherrn, dem Spinnereibesitzer Michael Weniger (1763-1836), und 1836 der Rütiweiher. An der Steinach, die in der Mühlenenschlucht schon seit Bestehen der Stadt Energien für Gewerbe- und Mühlenbetriebe lieferte, entstanden auch anderen Oberlauf verschiedenen Fabriken. Mit dem Aufkommen der Dampfkraft zogen sich die Mühlen und Sägereibetriebe, welche von der Steinach angetrieben wurden langsam zurück. Später siedelten sich während der blühenden Textilindustrie einige Stickereibetriebe entlang der Steinach an, welche teils die Steinach als Antriebskraft für ihre Spindeln nutzen. Aufgrund des Bevölkerungswachtum und die durch die Textilindustrien angezogenen Gastarbeiter entstanden folgend rund um St.Gallen mehrere Arbeiterquartiere.