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Eisenmangel ist ein sehr häufiges Problem in der hausärztlichen Praxis und manifestiert sich häufig durch Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Antriebslosigkeit, Haarausfall bis zu Atemnot mit Herzklopfen, Schwindelgefühl und Kreislaufproblemen.
Ein Eisenmangel oder eine Eisenmangelanämie sollte man grundsätzlich abklären lassen, da diese auch Ausdruck einer schwerwiegenden Erkrankung sein kann (Checkup). Auf Grund der Anamnese, einer körperlichen Untersuchung und mit einfachen Blutanalysen kann der Arzt die richtige Diagnose stellen.
Gründe für einen Eisenmangel sind eine zu geringe Zufuhr, Aufnahmestörung im Darm oder ein erhöhter Eisenverlust, typischerweise bei Frauen im Menstruationsalter oder Patienten mit chronischen Darmleiden. Der Eisenbedarf ist erhöht bei Kindern und Jugendlichen, sowie bei schwangeren und stillenden Frauen.
Die Korrektur des Eisenmangels erfolgt entweder durch Tabletten oder als Kurzinfusion direkt in die Vene. Therapie der Wahl ist in der Regel die kostengünstige Therapie in Tablettenform, dies obwohl der Wirkungseintritt gegenüber der intravenösen Gabe verzögert ist. Die intravenöse Therapie wird dann eingesetzt, wenn wegen Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit eine Tablettentherapie nicht möglich ist, bei gestörter Aufnahme des Eisens im Darm oder bei einer sehr ausgeprägten Eisenmangelanämie.
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.eisenmangel.ch.
Dr. med. Andreas Graf, Arzt in Ruswil, Nov 2016