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Alle Indianer verwenden Fetische; die Zuni in New Mexico sind aber die einzigen, welche sie aus Stein schnitzen.
Den Fetischen liegt der Glaube zugrunde, dass auch in den nichtbelebten Wesen Geister sind: in Steinen, Flüssen und in Bergen. Wenn ein Stein oder eine Landschaft einem Tier gleicht (etwa ein Berg, der an einen schlafenden Bären erinnert), dann kann der Geist dieses Tieres in diesem Objekt sein.
Eine Schnitzerei ist immer nur die Darstellung eines Tieres, ohne dass der Zuni-Künstler glaubt, den Geist dieses Tieres hineingegeben zu haben. Er will in erster Linie die Schönheit des Tieres darstellen. Ob eine Schnitzerei die Bedeutung eines Fetischs hat, kann nur der Besitzer entscheiden.
In den letzten Jahren hat sich die Fetisch-Schnitzerei sehr stark entwickelt. Während früher nur in Antler, Sandstein und Travertine gearbeitet wurde, werden heute viele andere Steinsorten verwendet. Die älteren Formen waren sehr einfach und stilisierten die Tiere in eher abstrakten Formen; die heutigen Künstler ziehen es vor, die Tiere sehr viel realistischer und detailgenauer darzustellen.
Es gibt heute keine abschliessende Liste aller Zuni-Fetishe, da die Künstler in ihrer Wahl völlig frei sind. Ursprünglich waren es jedoch nur wenige Fetish-Tiere, welche mit den acht Kardinalpunkten gleichgesetzt wurden: Adler (oben), Maulwurf (unten), Wolf (Osten), Badger & Bobcat (Süden), Bär & Koyote (Westen), Mountain Lion (Norden).
Über die Steinfetische der Zuni
Alle Indianer verwenden Fetische; die Zuni in New Mexico sind aber die einzigen, welche sie aus Stein schnitzen.