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Nach dem enttäuschenden Abschneiden der Männer macht es Selina Gasparin beim Weltcup-Sprint in Kontiolahti deutlich besser. Die Olympiazweite im Einzelwettkampf sprintet über 7,5 km auf den 11. Platz.
Sie leistete sich einen Fehler im Liegendschiessen und verlor 50,4 Sekunden auf Siegerin Tiril Eckhoff. Die Norwegerin setzte sich vor der WM-Dominatorin Laura Dahlmeier durch.
Weltcup-Punkte gab es auch für Lena Häcki als 38. Aita Gasparin (75.) verpasste nach drei Strafrunden die Qualifikation für die Verfolgung am Samstag deutlich.
Bei den Männern war Mario Dolder, der als 36. nach zwei Strafrunden gut 1:22 Minuten auf Sieger Martin Fourcade verlor, der beste Schweizer. Benjamin Weger schoss zwar fehlerfrei, verlor aber in der Loipe viel Zeit und landete auf dem letzten Punkteplatz. Noch weiter zurück liegen Jeremy Finello (62.) und Serafin Wiestner (76.), die auch die Qualifikation für das Verfolgungsrennen am Samstag verpassten.
An der Spitze entschied Seriensieger Fourcade nach 10 km einen Hundertstelkrimi gegen Ondrej Moravec um sechs Zehntel für sich, obwohl er im Gegensatz zum Tschechen eine Strafrunde laufen musste. Der Franzose feierte seinen 13. Saisonsieg und überbot damit den bisherigen Rekord von Ole Einar Björndalen, der in der Saison 2004/05 auf zwölf Siege gekommen war.
Der Erfolg Fourcades ist umso erstaunlicher, da er sechs Tage zuvor bereits im 6800 km entfernten Pyeongchang triumphierte, während seine härtesten Konkurrenten Moravec und Emil Hegle Svendsen auf die Reise nach Südkorea verzichtet hatten. Nach der Verfolgung am Samstag steht für den 28-jährigen Franzosen Stress anderer Art an. Seine Frau erwartet in den nächsten Tagen das zweite Kind. Fourcade wird deshalb vielleicht auf das Weltcup-Finale in einer Woche in Oslo verzichten. Er kann es sich leisten. Den Gesamtweltcup hat er längst für sich entschieden, seit Freitag auch die Sprintwertung.
SDA-ATS