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circle.ch weblog by Urs Gehrig

31. August 2006
Spiral Frog will offer a desktop downloader for Windows Media Files (no iPods!) that can be listened to on one PC and two portable devices. Here’s the kicker - you must log in to the Spiral Frog service at least once per month, and see their ads, or your files will stop playing!Sowohl Usability als auch Interoperabilität werden dadurch käumlich gesteigert werden, wenn man sich erst durch eine werbefinanzierte Plattform durchwühlen muss, um dann DRM geschützte Dateien herunterladen zu können.
[1] http://tinyurl.com/pz9up
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23. November 2005DVD-5 (4.7 GB). Lucky us it is not that big, otherwise we could eventually do the unforeseen and copy a DRM protected movie on the phone.
But the N91 is also a computer based on Symbian OS [2] and capable of running Python. You can e.g. run a webserver written in Python on the phone. But there are also p2p applications implemented in Python. One of them is written by Pascal Felber of the Université de Neuchâtel and takes not more than 6 lines of code [3]. Some more usability offers Symella [4], written by two students of the Budapest University of Technology and Economics.
Let us consider some extrapolation. Everyone with such a mobile phone of such a configuration will basically be able to share files. According to Wikipedia in 2003 over 500 Mio. mobile phones have been sold. If just 10% of these new phones use p2p and share each day 5 files of 1 MB each, about 90'000 terabytes would be shared a year. Only over mobile phones. If file sharing becomes a custom, a habit, how do we handle the copyright issues? With Digital Restriction Management the way we know it? I have my doubts. I will come back to that issue in another post.
[1] http://www.forum.nokia.com/N91
[2] http://www.symbian.com/phones/nokia_n91.html
[3] http://www.crossflux.org/uP2P/
[4] http://symella.aut.bme.hu
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22. November 2005FairPlay code that he wrote for VLC. It is said, that Sony took some of that code to run their Sony DRM rootkit. Some more reading about copyright issues related to Sony BMG is available on Samuel Hocevars blog [3].
[1] http://www.oag.state.tx.us/oagNews/release.php?id=1266
[2] http://nanocrew.net/2005/11/16/sony-drm-rootkit-saga/
[3] http://sam.zoy.org/blog/2005-11-18-the-fuss-about-sony-s-drm
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03. November 2005
Meinen Workshop hielt ich ganz am Ende des Tages. Bei meinen VorrednerInnen war interessanterweise Creative Commons immer wieder mal aufgeworfen worden. Die Herausforderung bestand eigentlich darin, den Leuten - nachdem sie fast einen ganzen Tag lang von Rechtemanagement, Beschränkungen, Kompatibilitätsschwierigkeiten, Datenschutz etc. gehört hatten - zu erläutern, wieso Open Content Lizenzmodelle von Urhebern überhaupt genutzt werden.
Zudem hatte ich Creative Commons mit DRM in Bezug zu bringen; Dazu gilt festzuhalten, dass die Lizenzen von Creative Commons eine Bedingung mit folgendem Wortlaut enthalten:
Sie dürfen den Schutzgegenstand mit keinen technischen Schutzmaßnahmen versehen, die den Zugang oder den Gebrauch des Schutzgegenstandes in einer Weise kontrollieren, die mit den Bedingungen dieser Lizenz im Widerspruch stehen.Im Prinzip hätte ich da den Vortrag beenden können. Open Content und die Verwendung von DRM stehen in einem nur schwer überbrückbaren Widerspruch. Während Open Content Lizenzmodelle bezwecken, gewisse Nutzungen ausdrücklich zu erlauben, so schliessen DRM Systeme den Nutzer grundsätzlich von Nutzungen aus.
Daran ändert wohl auch ein Open Source DRM nichts; Die Sicht auf den Code und die verwendete Technologie bedeutet nicht, dass dieses DRM System nicht doch für die Rechte- und Nutzungsverwaltung eingesetzt wird. Die Herausforderung für die Branchen, die DRM einsetzen wollen, wird es sein, die Akzeptanz beim Kunden und die Interoperabilität der Systeme zu erhöhen. An der Tagung wurde verschiedentlich berichtet, dass sich bezüglich der Akzeptanz von DRM Systemen gewissen Nutzer benachteiligt fühlen würden, weil sie bspw. doppelt für ein Konsumgut zahlen würden. Einerseits sei da die Leistung für das Gut selbst und andererseits, etwa bei Musik, wären noch Abgaben zu leisten. Solche oft frustrierte Nutzer würden geradezu in Online-Tauschbörsen abgedrängt, hiess es etwa.
Bezüglich Interoperabilität, bezogen auf Inhalte, nicht auf Systeme, sieht es bei Open Content lizenzierten Inhalten besser aus. Auch hier gibt es Hürden, die etwa darin bestehen, dass eine PDF Datei nicht leichthin mit einem Texteditor „gelesen“ werden kann. Eine Speicherung in einem anderen Dateiformat stellt aber bei sog. freien Inhalten kaum ein Problem dar.
Hinsichtlich der Akzeptanz von Open Content Lizenzmodellen kann auf die Vielfalt und Menge von Inhalten verwiesen werden; Wikipedia spricht eine eigene Sprache und die Millionen von unter Creative Commons lizenzierten Werken im Netz ebenso.
Allenfalls lässt sich noch fragen, ob man die Brücke zu DRM Systemen schlagen kann, falls man will. Denn DRM Systeme werden dann zum wirklich ernstzunehmenden Problem, wenn freie Inhalte auf mittels DRM kontrollierten Betriebssystemen nicht mehr konsumiert werden können [2]; wenn sich Wikipedia Dokumente in einem Browser nicht mehr darstellen und unter Creative Commons Lizenzen lizenzierte mp3 Dateien nicht mehr abspielen lassen. Der Gedanke liegt nahe, dass eben solche freie Inhalte sich des verwendeten DRM Systems bedienen müssten. Das System müsste aber mit „offenen Türen“ laufen gelassen werden. Ein Maximum an gewährten Rechten, bei einem Minimum an Einschränkungen.
Um nochmals auf die Tagung zurückzukommen; Irrtum vorbehalten, war es Prof. Dr. Thomas Hoeren, der erwähnte, dass die Industrie den Ball auch schon mal an die Verwertungsgesellschaften weitergespielt habe, im Sinne, dass es doch eigentlich im Interesse der letzteren sein sollte, sich DRM Systemen zu bedienen, um die Interessen der Urheber im Zeitalter der Informationstechnologien besser wahren zu können. Das würde aber heissen, dass die Verwertungsgesellschaften sich um die Verbesserung der Akzeptanz und Interoperabilität von solchen Systemen kümmern müssten. Die Finanzierung würde wohl durch die Gesellschaften zu tragen sein und würden letztlich wieder auf deren Mitglieder, sprich Urheber, abgewälzt.
Ich war schon geneigt zu sagen, wie schön es doch war, als der Plattenspieler noch in der Wohnstube stand. Sentimentalität hilft aber auch da nicht weiter; schon naht der nächste Akt mit dem "Analog Content Security Preservation Act" [3].
[1] http://www.rechtsinformatik.ch/de/programm2005_de.html
[2] http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck/Texts/drm-fiffko.html
[3] http://www.eff.org/IP/Video/analog_hole_discussion_draft.pdf
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12. April 2005
The Open Digital Rights Language (ODRL) [1] Initiative is an international effort aimed at developing and promoting an open standard for the Digital Rights Management expression language.The Second International ODRL Workshop will be held in Lisbon, Portugal on the 7-8 July 2005. The Call for Participation closes on 15 April 2005.
[1] http://odrl.net
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09. February 2005
Die Verwertungsgesellschaften beantragen eine Vergütung von Fr. 1.04 pro Gigabyte (GB) Aufnahmekapazität für Audio-Aufnahmegeräte (z.B. iPod) und Fr. 1.27/GB für audiovisuelle Aufnahmegeräte (z.B. digitale Set-top-Box mit Harddisc oder Videoharddiscrecorder). Für Audiospeichergeräte mit einem Mikrochip soll die Vergütung 12 Rappen pro Megabyte betragen.Stützen tut sich der Antrag auf Art. 19 und 20 URG:
Der Antrag der Verwertungsgesellschaften stützt sich auf Art. 19 und 20 des geltenden Urheberrechtsgesetzes, wonach privates Kopieren zwar erlaubt ist, der Hersteller oder Importeur von Leerträgern jedoch eine Vergütung schuldet.Die Verwertungsgesellschaften geben sich bei der Argumentation alle Mühe, die Notwendigkeit einer Abgabe zu begründen. So wird mit Tarifen im Ausland verglichen. Ein kurzes Nachschlagen [3, via 5] bei GEMA zeigt, dass die Tarife teils von den Angaben in dem hier referenzierten Artikel erheblich abweichen. Leider ist nicht ganz klar, worauf sich die SUISA stützt. Es wird auch argumentiert, dass - leider auch hier kein Quellenhinweis - nur 1% der auf Audiogeräten gespeicherten Daten aus legalen Quellen kommen würden und aufgrund des fehlenden iTunes Shop Angebots in der Schweiz wohl auf "sämtlichen iPods in der Schweiz" Dateien lagern würden, für welche nicht bezahlt worden sei. Es ist unklar, ob diese Aussagen belegt sind.
Im Prinzip müsste man jetzt angesichts der beantragten Vergütungen zu einem Verfechter von DRM mutieren. Denn DRM ist insofern Positives abzugewinnen, als klar(er) ist, wem Kosten zu verrechnen sind. Denkt man diesen Weg weiter, so könnte man auf die Idee kommen, dass die Verwertungsgesellschaften im Bereich digitaler Medien dunkle Zeiten auf sich zukommen sehen, sollte im Rahmen der Urheberrechtsreform das Digital Rights Management an Boden gewinnen. Jedenfalls gilt es, diese Entwicklungen angespannt zu verfolgen.
Denkbar wären hier aber alternative Wege. Mit gutem Beispiel geht hier Creative Commons voran. Über deren Homepage lassen sich bspw. Audiodaten finden, welche durchaus legal heruntergeladen und auf einem MP3 Player gespeichert werden dürfen [4]. Ein iTunes Shop wäre zwar chic, aber um im Internet legal zu Audiodaten zu kommen, ist er nicht zwingend nötig.
[1] http://www.eschk.ch
[2] http://www.suisa.ch/cgi-bin/engine/home/big?lang=d&id=534
[3] http://www.gema.de/kunden/zpue/verguetungspflicht.shtml
[4] http://search.creativecommons.org/index.jsp?q=funk&format=Audio
[5] http://www.heise.de/newsticker/meldung/33449
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08. February 2005
[1] http://fooworks.com/node/122
[2] http://arstechnica.com/news.ars/post/20050202-4576.html
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