Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03428.jsonl.gz/547

Die IEA veröffentlichte den Auszug aus dem World Energy Outlook als Beitrag zu einer fundierten Klimadiskussion im Hinblick auf die COP15, die fünfzehnte Tagung der Conference of the Parties of the UN Framework Convention on Climate (UNFCCC). Die COP15 wird vom 7. bis 18. Dezember 2009 in Kopenhagen stattfinden. Der jetzt publizierte Auszug untersucht insbesondere den Anteil des Energiesektors am Treibhausgasausstoss – der für einen 65%-Anteil verantwortlich zeichnet. Das zentrale Augenmerk des Berichts liegt auf den notwendigen Massnahmen für eine Stabilisierung der CO2-Konzentration bei 450 ppm CO2-Äquivalenten, um so den globalen Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert unter 2°C zu halten. Neben einem globalen Ausblick bietet der Bericht auch regionale Analysen.
Gewichtige Rolle der Kernenergie
Die IEA bekräftigt nach wie vor, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen globalen Energiepolitik katastrophale Auswirkungen auf das Klima haben wird. Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe jedoch, so die Autoren des IEA-Berichts, ein Fenster für die Möglichkeit zum Übergang in das 450-ppm-Szenario geöffnet. Trotzdem: Im Gegensatz zum Referenzszenario müssten zwischen 2010 und 2030 für das 450-ppm-Szenario Investitionen von USD 10’500 Mrd. (CHF 10’800 Mrd.) in den Energiesektor erfolgen – zusätzlich zu den bisherigen Klimabemühungen. Die Darstellung der Investitionen in die Bereiche Effizienz, Erneuerbare, biologische Treibstoffe, Kernenergie und CO2-Sequestrierung zeigt klar auf, dass im Energiebereich pro investierten Dollar mit der Kernenergie die grösste CO2-Reduktion erlangt werden kann. Die IEA rechnet beim 450-ppm-Szenario mit fast einer Verdopplung der weltweit investierten nuklearen Leistung.
Der gesamte World Energy Outlook soll am 10. November 2009 publiziert werden. Er wird vertiefte Klimaanalysen enthalten sowie den Einfluss der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Energiesektor umfassend evaluieren.
Quelle
D.S. nach IEA, Medienmitteilung und Auszug «World Energy Outlook 2009», 6. Oktober 2009