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Wegen Motorola: Microsoft verklagt Google
Microsoft weitet eine Patentklage gegen Motorola Mobility auf deren Besitzerin Google aus. Motorola weigert sich, Lizenzgebühren für Android-Geräte an Microsoft zu zahlen.
Microsoft weitet die in Deutschland laufende Patentklage gegen Motorola Mobility auf deren Besitzerin Google aus, wie ZDNet berichtet. Im Rechtsstreit geht es um ein europäisches Patent, das Microsoft durch die Art und Weise, wie Google Maps in Android integriert wurde, verletzt sieht. Motorola weigere sich als einer der wenigen Android-Hersteller, das Microsoft-Patent zu lizenzieren. Laut Bericht haben z.B. LG, Samsung und HTC das zur Diskussion stehende Patent lizenziert. Microsoft verdient dadurch an jedem verkauften Android-Smartphone dieser Hersteller mit.
Der Grund, wieso die Klage nun auf Google ausgeweitet wurde, liegt offenbar in Motorolas Verhalten vor Gericht. Motorola behaupte, zu wenig Kenntnis von den Vorgängen auf den Google-Servern zu haben, die mit der Google-Maps-App in Verbindung stehen. Aus diesem Grund müsse Google als Betreiber der Server-Infrastruktur nun ebenfalls in die Klage miteinbezogen werden.
Im Mai diesen Jahres hatte Google die Handy-Sparte des US-Unternehmens Motorola endgültig übernommen, nachdem sämtliche Regulatoren ihr Einverständnis gegeben hatten. Der Kaufpreis betrug 12,5 Milliarden US-Dollar. Ironie des Schicksals: Einer der Hauptgründe für die Google-Übernahme soll das umfangreiche Patent-Portfolio von Motorola Mobility gewesen sein.