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Unter einer active surveillance versteht man eine aktive Beobachtung eines vorhandenen Prostatakrebses. Der Sinn dieser Strategie liegt darin, mit einer Therapie solange zuzuwarten, bis entweder die Tumorausdehnung oder die Tumoraggressivität für den Patienten relevant und limitierend ist.
Wenn man Glück hat, kann es sein, das ein vorhandener Prostatakrebs (Prostatakarzinom) auch nie behandelt werden muss.
Eine active surveillance eignet sich typischerweise für eine Aggressionsstufe bis und mit Gleason Score 3+3=6 sowie einem PSA unter 10ng/ml
Diese Therapiestrategie beinhaltet regelmässige meist halbjährliche PSA-Bestimmung und Prostatabiopsiewiederholungen. Bei einem PSA-Wert von über 10 oder bei Nachweis eines Gleason Score von 7 würde dann eine Form einer Prostatakrebstherapie eingeleitet.
Selbstverständlich muss solch eine Therapiestrategie individuell auf den Patienten, seinen Gesundheitszustand, seinen Erwartungen bezüglich Chancen und Risiken angepasst und mit ihm ausführlich besprochen werden.