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3’600 Artikel, 2’168 Seiten, 800 Abbildungen und 3,5 Kilogramm schwer, das sind die beeindruckenden Eckdaten des Theaterlexikons der Schweiz. Aufgespannt wird in den drei opulenten Bänden des Lexikons ein Panorama des Theaterwesens in der Schweiz, das vom Sprechtheater über das Puppen- und Figurenspiel bis hin zum Musik- und Tanztheater reicht und so unterschiedliche Organisationsformen wie das Stadttheater, die freie Szene, das Amateur- und Volkstheater sowie Personen, Gruppen und Institutionen des Kinder- und Jugendtheaters erfasst. Der Grossteil der Artikel stellt professionell arbeitende Schauspieler vor, die im 20. Jahrhundert in der Schweiz, oder Schweizer, die auf ausländischen Bühnen auftraten. Rechnung wurde auch der Viersprachigkeit der Schweiz getragen. In diesem Zusammenhang ist besonders die Pionierarbeit der französischsprachigen Redaktion hervorzuheben, die mit ihren achthundert Artikeln jeweils Neuland betreten hat, sowie die italienischen (hier vor allem ein Artikel zur Bedeutung des Radios für das Theater) und die siebzig rätoromanischen Artikel; diese wurden durch eine jeweils hinzugefügte Übersetzung den deutschsprachigen Lesern zugänglich gemacht. Für alle Sprachregionen wird in Sachartikeln über die Entwicklung einzelner Theaterformen informiert, so zum Beispiel über das Arbeitertheater, das Behindertentheater oder das Fastnachtsspiel. Gerne würde man in weiteren übergreifenden Artikeln auch etwas über die Entwicklung des Amateur- und Volkstheaters oder des Schul- und Jesuitentheaters erfahren. Hier sind die Benutzer des Lexikons auf die einzelnen Artikel verwiesen, die es durch ihre Verweisstruktur aber erlauben, auch grössere Zusammenhänge nachzuschlagen. Dadurch sowie in der erstmaligen Sicherung der historischen Fakten stellt das Lexikon einen (ge)wichtigen Beitrag zur Kultur- und Theatergeschichte der Schweiz dar.