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Turcat steuerte den ersten Testflug der Concorde am 2. März 1969. In Toulouse brachte er den ersten Prototyp des Überschallflugzeugs, genannt 001, zum Abheben. Auch am 1. Oktober 1969, als das Flugzeug mit der abgesenkten Nase erstmals die Schallmauer durchbrach, sass Turcat im Cockpit.
Turcat war ein eiserner Verfechter der Concorde – auch nach dem schweren Concorde-Unglück im Jahr 2000 in Roissy bei Paris. Bei dem Absturz der Air-France-Maschine kurz nach dem Start kamen 113 Menschen ums Leben. Die Concorde wurde von 1976 bis 2003 im Linienverkehr eingesetzt und donnerte in rund drei Stunden von Paris oder London nach New York.
Der am 23. Oktober 1921 in Marseille geborene Turcat absolvierte während seiner Laufbahn mehr als 6000 Flugstunden. Nachdem der Offizier der französischen Luftwaffe 1947 seinen Pilotenschein gemacht hatte, wurde er als Einsatzleiter im Indochina-Krieg eingesetzt. In den 50er Jahren wurde er führender Testpilot und leitete für die Firma Sud-Aviation von 1964 bis 1976 die Testflüge für das Überschallflugzeug Concorde.
Der überzeugte Gaullist war auch politisch aktiv. Von 1971 bis 1977 war er stellvertretender Bürgermeister von Toulouse, von 1980 bis 1981 sass er als Abgeordneter im Europaparlament. Am prägendsten waren für ihn aber seine Erfahrungen mit der Concorde, über die der dreifache Vater in mehreren Büchern erzählte.
(SDA)