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Eidgenössische Familienkommission befürwortet 38 Wochen Elternzeit
Ob zwei oder vier Wochen Vaterschaftsurlaub, ist ein winziger Schritt in die richtige Richtung, sagt die Eidgenössische Kommission für Familienfragen EKKF. Längerfristig brauche die Schweiz jedoch eine Elternzeit von 38 Wochen.
Mit Blick auf die aktuelle politische Situation heisst die Kommission die Vorlage zur Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub gut, die sich momentan in der Vernehmlassung befindet. Besser noch seien vier Wochen, wie sie das Initiativkomitee vorschlage, so die EKKF.
Die Familienkommission sei überzeugt, dass eine Elternzeit für Familien, Wirtschaft und Gesellschaft Vorteile bringe. Dabei solle auch der wirtschaftliche Nutzen durch höhere Steuern, weniger Absenzen und tiefere Rekrutierungskosten beachtet werden. Im August letzten Jahres habe die EKKF dazu ein wissenschaftlich abgestütztes Argumentarium für die Einführung einer Elternzeit von 38 Wochen veröffentlicht.
Man unterstütze die Vaterschaftsurlaubs-Initiative wie auch den indirekten Gegenentwurf der Gesundheitskommission des Ständerates, erachte diese Vorlage jedoch als einen äusserst bescheidenen Schritt, schreibt die Familienkommission. Sie halte es für angezeigt, den Vätern einen längeren Urlaub zu gewähren, damit die Vater-Kind-Beziehung langfristig gestärkt werden könne. Zudem müssten Väter während des Urlaubs unter Kündigungsschutz stehen.
Die EKKF ist eine ausserparlamentarische Kommission aus familienpolitischen Organisationen, Instituten der Familienforschung und Fachleuten aus dem Sozial-, Rechts- und Gesundheitsbereich. Die Kommission stellt nach eigenen Angaben spezifisches Fachwissen im Bereich der Familienpolitik bereit, auf das die Bundesbehörden bei Bedarf zurückgreifen können.