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Lion, der lange Weg zurück
Der 5-Jährige Junge namens Saroo stieg müde und erschöpft, von der illegalen Nachtarbeit, welche sein älterer Bruder bestreiten muss, um die ganze Familie zu ernähren, in einen Nachtzug ein. Der Anfang der emotionalen und spannenden Suche nach seiner Familie, nachdem er in einer Nacht mit dem Zug ganze 1600km zurückgelegt hatte. Saroo wanderte lange Zeit verwirrt und hilfesuchend umher. Erwachsene, welche ihm helfen wollten, fand zwar bald, doch leider haben sie den Jungen früh aufgegeben, da er sich nicht richtig an den Namen seines Armenviertels erinnern konnte. Doch während seiner Reise begegnete er auch Erwachsene, welche ihn für ihre Zwecke benutzen wollten. Zum Glück konnte er ihnen dank seiner Intuition noch rechtzeitig entkommen, doch dieses Verhalten der Erwachsenen hinterliess Saroo jedes Mal eine Wunde in seinem Herzen zurück. Deshalb ging es lange, bis er seiner neuen Familie in Australien, welche ihn gutmütig aufnahmen, vollkommen vertraute. Nachdem der Film den Zuschauern einen kurzen Einblick davon gibt, wie sich Saroo langsam an den für ihn unbekannten Sitten, wie zum Beispiel mit Besteck zu essen, gewöhnt, gibt es einen Zeitsprung von 20 Jahre. Saroo ist nun ein ehrgeiziger Student, welcher Hotelmanager werden möchte. Doch als seine Mitstudenten nachfragten, von wo Saroo denn käme, öffneten sich seine schmerzhaften Wunden seiner Vergangenheit. Kurz danach begann er die Suche nach seiner Familie wieder, verzweifelt denn je. Seine Freunde und selbst seine Freundin, welche ihm helfen wollten, wurden von ihm abgewiesen. Saroo grenzte sich langsam aus der Gesellschaft aus und seiner australischen Eltern wurden immer mehr krank vor Sorge, da Saroo ihnen, damit sich nicht denken würden er wäre ihnen nicht dankbar, nichts von seiner Suche erzählte. Wird er seine Familie wiederfinden und wenn nicht, wird er sich noch die die Gesellschaft integrieren können?
Dieser Film gab den 9 Jugendlichen viel zu überlegen. Nicht nur, weil dieser Film sich nach einer wahren Geschichte orientiert, sondern da es immer noch ein aktuelles Thema ist. 80'000 Kinder werden in Indien jährlich vermisst. Der Ort an dem man sich Zuhause fühlt, der Ort, wo man sich sicher fühlt, der Ort, bei seiner Familie, das ist für die Jugendlichen Heimat. Dieses Privileg, die Heimat, wird von so vielen Kindern weggenommen. Zu der Frage was man denn dagegen machen könne, gab es unterschiedliche Antworten, doch einer Sache waren sich die Jugendlichen einig: Die Reichen sollen den Armen irgendwie helfen. Einig waren sie sich auch, dass man dieses Problem mit kleinen Schritten, wie zum Beispiel arme Kinder adoptieren, bewältigen soll.
Dylan Inauen / Sozialpraktikum
Link zum Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=GxtUnVG-f9o