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| Hilarius von Poitiers († 367) - Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)

Erstes Buch
38.
Wir vertrauen also darauf, daß du die Anfänge dieses zögernden Beginnens belebest und im wachsenden Fortschritt kräftigest und zur Gemeinschaft mit prophetischem oder sogar apostolischem Geist berufest: [S. 103] damit wir ihre Worte nicht in anderem Sinne verstehen, als sie selbst gesprochen haben, und wir uns mit den Bezeichnungen der Dinge an die Eigenart und den Eigenklang der Wörter halten. Denn unser Vorhaben ist, von dem zu sprechen, was von ihnen als geheimnisvoll verborgen verkündet wurde: dich, den ewigen Gott, den Vater des ewigen eingeborenen Gottes, dich, den einzigen, ungeborenen; und den einen Herrn Jesus Christus, aus dir (stammend) in ewiger Geburt, darum nicht aber in wirklicher Verschiedenheit zu der Götter Zahl ihn zu rechnen, aber auch nicht zu lehren, als sei er nicht aus dir gezeugt, der du ein einziger Gott bist; noch auch als etwas anderes ihn zu bekennen denn als wahren Gott, der aus dir, dem wahren Gott, als aus dem Vater geboren ist. Gib uns also scharfe Umreißung der Wörter, Licht der Einsicht, Würde der Worte, Glauben der Wahrheit! Gib, daß wir sprechen, was wir glauben, damit es uns nämlich gelingen möge, dich den einen Gott-Vater und den einen Herrn Jesus Christus aus der Lehre der Propheten und der Apostel zu erkennen und gegen die leugnenden Irrlehrer dich (den Vater) als Gott (durch die Lehre) so zu rühmen, daß du nicht allein bist, und ihn (den Sohn) so zu verkünden, daß er kein falscher Gott ist! Zweites Buch