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Grosse Ehre für die Wissenschaftler aus Deutschland und Amerika. Die drei Forscher Eric Betzig, Stefan W. Hell und William E. Moerner werden mit dem Nobelpreis für ihre Entwicklung der superauflösenden Fluoreszenzmikroskopie geehrt. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt.
Lange Zeit sei die optische Mikroskopie von einer vermuteten Einschränkung zurückgehalten worden: Die Auflösung könne nie besser werden als die halbe Wellenlänge des Lichts.
Moleküle in Zellen verfolgen
Doch mit der Hilfe von fluoreszierenden Molekülen hätten die diesjährigen Chemie-Nobelpreisträger diese Einschränkung genial umgangen. «Ihre bahnbrechenden Arbeiten haben die optische Mikroskopie in die Nano-Dimension gebracht», schreibt das Nobel-Komitee. Mit der sogenannten Nanoskopie können Forscher heute zum Beispiel die Wege von einzelnen Molekülen in lebenden Zellen verfolgen.
Vergangenes Jahr hatten die drei in den USA arbeitenden Molekularchemiker Martin Karplus, Michael Levitt und Arieh Warshel den Preis für ihre Entwicklung von Computermodellen zur Voraussage chemischer Prozesse erhalten.
Der Chemie-Nobelpreis wird seit 1901 vergeben. Der letzte Schweizer, der diese Auszeichnung 2002 erhielt, ist Kurt Wüthrich für seine Entwicklung der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie.
1 Million Franken Preisgeld
Die höchste Auszeichnung für Chemiker ist mit rund einer Millionen Franken dotiert. Am Montag und Dienstag sind bereits die Nobelpreise für Medizin und Physik vergeben worden. Morgen Donnerstag verkündet die Schwedische Akademie den Preisträger des Literatur-Nobelpreises, am Freitag den Friedensnobelpreisträger.
Die Überreichung der Preise findet traditionsgemäss am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.