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Im oberflächennahen Endlager werden kurzlebige radioaktive Abfälle aus dem Kernkraftwerk Tschernobyl nach vorheriger Konditionierung gelagert. Das Lager befindet sich 17 km vom Kraftwerk entfernt. Als Abfallgebinde sind Betoncontainer für die konditionierten Festabfälle und 200-l-Fässer für die konditionierten Flüssigabfälle vorgesehen. Die Lagerkapazität ist für 55'000 m3 behandelten Abfall ausgelegt. Das Lager ist für eine radiologische Überwachung von 300 Jahren nach der Einlagerung ausgelegt. Danach ist die Radioaktivität der Abfälle soweit abgeklungen, dass keine Kontrolle mehr notwendig ist.
Das oberflächennahe Endlager ist Teil eines Projekts, in dessen Rahmen die Nukem ein Abfallbehandlungszentrum für die Konditionierung fester radioaktiver Abfälle im industriellen Massstab in Tschernobyl errichtet. Weitere Anlagenteile wie Entnahme- und Konditionierungseinrichtungen werden 2008 dem Kunden übergeben. Nach einer internationalen Ausschreibung wurde die Nukem 2001 mit der schlüsselfertigen Errichtung dieser Anlagen beauftragt. Das Projekt wird von der Europäischen Union finanziert.
Quelle
D.S. nach Nukem, Medienmitteilung, 19. Dezember 2007