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(2. Quartalsbericht 2018)
Recht, über Art und Grund der Beschuldigung informiert zu werden (Art. 6 Abs. 1 und 3 a) EMRK); Recht auf ein begründetes Urteil (Art. 6 Abs. 1 EMRK); vom Bundesgericht nicht ausdrücklich beantwortete Rüge des Beschwerdeführers.
Der Beschwerdeführer, der wegen Drogenhandels verurteilt worden ist, macht eine Verletzung des Rechts, über Art und Grund der Beschuldigung informiert zu werden, und des Rechts auf ein begründetes Urteil geltend.
Bezüglich der Rüge einer Verletzung des Rechts, über Art und Grund der Beschuldigung informiert zu werden, hat der Gerichtshof festgestellt, dass der Beschwerdeführer gestützt auf die Anklage wusste, dass es sich um eine erhebliche Drogenmenge handelte, und dass nicht massgebend sei, ob er die Menge genau bestimmen konnte. Der Beschwerdeführer verfügte über genügend Angaben, um die Anklagepunkte vollständig zu verstehen und seine Verteidigung vorzubereiten. Zudem konnte er die Rüge einer Verletzung des Anklageprinzips vor dem Obergericht des Kantons Bern vorbringen und dieses konnte eine vollumfängliche Prüfung der Rechtssache vornehmen. Der Gerichtshof befand deshalb, dass die Verfahrensfehler, welche im Verfahren vor dem Bezirksgericht vorgekommen sein konnten, in Beschwerdeverfahren behoben wurden. Keine Verletzung von Artikel 6 Absätze 1 und 3 a) EMRK (einstimmig).
Betreffend die Rüge einer Verletzung des Rechts auf ein begründetes Urteil bemerkte der Gerichtshof, ohne explizite Antwort des Bundesgerichts auf die Rüge einer Verletzung des Anklageprinzips, welche in der Beschwerdeschrift ausreichend begründet worden war, könne man nicht wissen, ob das Bundesgericht die Rüge einfach vernachlässigt habe oder ob es sie ablehnen wollte und, im letzteren Fall, aus welchen Gründen. Das Urteil sei deshalb nicht ausreichend begründet gewesen. Verletzung von Artikel 6 Absatz 1 EMRK (einstimmig).