Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03603.jsonl.gz/3143

Rotax Max Challenge 2015, Rennen 1, Wohlen (AG)
Warmfahren vor Heimpublikum
Das traditionelle Auftaktrennen der Rotax Max Challenge war auch am Ostermontag 2015 ein rundum gelungener Anlass mit bester Unterhaltung für die zahlreichen Zuschauer und vielen spannenden Entscheidungen.
Rund 70 Kartpiloten und -pilotinnen kämpften bei idealen, trockenen Wetterbedingungen in zwei Vorläufen und dem entscheidenden Finale um erste Meisterschaftspunkte, die in acht Kategorien vergeben wurden. Dabei setzten sich viele aus den Vorjahren bekannte Namen in Szene, es wussten sich aber auch Neulinge zu profilieren. Den Tagessieg mit schnellster Runde und souveränem Vorsprung sicherte sich Kartprofi Kevin Lüdi von Spirit Racing in der Schaltkart-Kategorie DD2. Als Zweiter und Dritter klassierten sich Zanardi-Pilot Pascal Carigiet und Fabio Steger auf CRG. Bei den DD2 Master für über 32-Jährige siegte Alessandro Glauser. In der Kategorie Senior (ab 15 Jahren) holte sich Michel Biffiger den Sieg, die Kategorie Master (ab 32 Jahren) gewann Roger Heiniger und in der Kategorie Club (ab 15 Jahren) fuhr Sacha Althaus auf den obersten Podestplatz. Bei den Nachwuchspiloten der Kategorie Junior (ab 13 Jahren) feierte Julien Apotheloz den Sieg, Jason Ferrari gewann in der Kategorie Mini (10 bis 13 Jahre) und Shannon Lugassy setzte sich in der Kategorie Micro (8 bis 10 Jahre) durch.
In der Kategorie Micro musste Shannon Lugassy eine grosse Schrecksekunde verdauen, als er nach einem Vorlaufsieg wegen einem Regelverstoss disqualifiziert wurde und den Sieg Ekatarina Lüscher überlassen musste. Ansonsten hatte er seine Konkurrenz vom Qualifying bis zum Finale mit grossem Abstand im Griff. Zweibeste war Ekatarina Lüscher, als Dritter fuhr im Finale Sacha Clavadetscher aufs Podest, nachdem er den bis anhin drittplatzierten Illian Ojjeh verdrängt hatte.
Die momentan noch kleine Kategorie Mini der 10- bis 13-Jährigen wurde vom Vorjahreszweiten Jasin Ferati von A bis Z dominiert. Nach der klar schnellsten Qualifikationszeit stürmte der Spirit-Junior in beiden Vorläufen zum Sieg um sich danach auch im Finale mit grossem Vorsprung den grössten Pokal zu sichern. Als Zweiter kam jeweils Matti Banella ins Ziel, Dritter wurde Agustin Mellors.
Die heisse Nachwuchsklasse der Junioren sah am kompletten Renntag einen haushoch überlegenen Julien Apotheloz, der als Gesamtzweiter vom Vorjahr seine Muskeln spielen liess und deutliche Meisterambitionen äusserte. Der Spirit-Pilot dominierte das Qualifying, gewann beide Vorläufe und siegte im Finale mit einem Vorsprung von 14 Sekunden, darüber hinaus sicherte er sich auch die Extrapunkte für die schnellste Rennrunde. Eine ausgezeichnete Leistung bot auch der letztjährige Mini-Meister Mario Sidler. Nach P3 im Qualifying musste er sich in den Vorläufen zwar mit P5 und P10 begnügen, im Finale schaffte er aber das Unmögliche und stürmte bis auf Rang 2 vor. Finaldritter wurde Jason Berglas.
In der Kategorie Club dominierte Sacha Althaus das Geschehen überraschend überlegen und distanzierte seine Mitstreiter deutlich. Im ersten Vorlauf fuhr er über acht Sekunden Vorsprung heraus. Danach kontrollierte er die Rennen und kreuzte im Finale mit rund zwei Sekunden Vorsprung das Ziel. Marco Böttiger fuhr im Qualifying auf Rang 3 und bei beiden Vorläufen sowie dem Finale auf Rang 2. Roy Gerwig überraschte im Finale mit dem dritten Rang, während die im Zeitfahren zweitplatzierte Nadine Bürki im Finale mit Rang 5 vorlieb nehmen musste.
Bei den Routiniers der Kategorie Master ging es einmal mehr um das grosse Duell von Roger Heiniger gegen Max Säuberli. Nachdem sich Säuberli im Vorjahr den Titel erobert hatte, kehrte Heiniger den Spiess um und dominierte in Wohlen überraschend deutlich vor Säuberli und dem Rest des Feldes. Im Qualifying war es zwar nur ein Zehntel und in Vorlauf 1 eine halbe Sekunde. Weil Säuberli im zweiten Vorlauf ausfiel und sich im Finale von ganz hinten durchs Feld kämpfen mussste, feierte Heiniger seinen Finalsieg mit 8,6 Sekunden Vorsprung. Dritter hinter Säuberli wurde Enzo Citta.
Hart umkämpft wurde die Kategorie Senior. Im Qualifying und in den beiden Vorläufen dominierte der im Vorjahr viertplatzierte Giuliano Cucciolillo das Geschehen. Im Finale musste er sich dem überraschenden Michel Biffiger beugen, der sich von P7 nach dem Zeitfahren bis zum Finalsieg vorkämpfte. Nur die schnellste Rennrunde fehlte Biffiger zum kompletten Glück, diese musste er dem viertplatzierten Grégoire Saucy zugestehen, für den die Extrapunkte nach der Trainingsbestzeit und Rang 2 im ersten Vorlauf ein verdienter Ausgleich darstellten.
In der mit 20 Teilnehmern quantitativ aber auch qualitativ hervorragend besetzten Königsklasse der DD2 Schaltkarts gab es sehenswerte Duelle zwischen erfahrenen Protagonisten der DD2. Andererseits wurde den Routiniers auch von einem aufgestiegenen Junior kräftig eingeheizt. Nach dem Qualifying gab es bereits einen kräftigen Weckruf. DD2-Neuling Fabio Steger hielt die Bestzeit vor dem Routinier-Duo Kevin Lüdi und Pascal Carigiet. Im den Vorläufen rückten die Routiniers die Kartwelt ins rechte Licht, mussten dafür aber zum Teil selbst Federn lassen. Lüdi gewann beide Vorläufe, Carigiet musste sich nach P8 im ersten Vorlauf wieder nach vorne kämpfen (P2). Neuling Steger musste mit P5 und P19 ebenfalls Lehrgeld bezahlen. Dann aber zündete der Youngster bei seiner Premiere ein tolles Feuerwerk und kämpfte sich im Finale fast durchs komplette DD2-Feld. Hinter Lüdi und Carigiet feierte er als Dritter auf dem Podest.
In der Kategorie DD2 Master für die ab 32-Jährigen dominierte Alessandro Glauser die Konkurrenz. Im Qualifying lag ihm Pasquale Serratore am dichtesten auf den Fersen. In den Vorläufen und dem Finale konnte sich Andreas Brändli von Startplatz 3 vor den übrigen Gegnern durchsetzen und Glauser einigermassen folgen. Finaldritter wurde Serratore.
Das zweite Rennen zur Rotax Max Challenge Schweiz findet am 3. Mai in Mirécourt (F) statt.