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Dalai Lama
Der Dalai Lama ist nach Auffassung des tibetischen Buddhismus ein erleuchtetes Wesen (Bodhisattva), das trotz seiner Erleuchtung, und damit der Möglichkeit, den Kreislauf der Existenz zu verlassen, aus Mitgefühl wieder in die weltliche Existenz eintritt. Das Ziel des Dalai Lama ist es, Leid auf der Welt zu mindern. Die Wiedergeburt erfolgt dabei als Mensch. Wörtlich übersetzt bedeutet Dalai Lama "Lehrer, der dem Ozean gleich ist".
Er wird als Wiedergeburt des sogenannten "Avalokiteshvara" verstanden. Damit ist ein Herr im Sinne eines Erleuchtungswesens des allumfassenden Mitgefühls gemeint, das die Welt betrachtet.
Im Buddhismus wird davon ausgegangen, dass die Reinkarnation des Dalai Lama wiedergefunden werden kann.
Nach dem Tod des alten Dalai Lamas werden mehrere Komitees von Mönchen hohen Ranges berufen und mit der Suche des wiedergeborenen Dalai Lamas beauftragt. Das von den Mönchen auserwählte Kind wird schließlich zum Dalai Lama ernannt und in einem buddhistischen Kloster ausgebildet. Der mongolische Fürst Altan Khan verlieh im Jahre 1578 zum ersten Mal den Ehrentitel an seinen Lehrer Sönam Gyatsho.
Tendzin Gyatsho ist der Mönchsname des 14. Dalai Lama, des aktuellen Staatsoberhauptes der Tibeter. Er wurde 1935, in seinem Geburtsjahr, offiziell zum Dalai Lama erklärt. Während des Aufstands der Tibeter floh er im Jahre 1959 ins indische Dharamsala, wo er seither im Exil lebt. Er setzt sich weltweit für die Interessen der Tibeter ein. 1989 wurde ihm der Friedens-Nobelpreis verliehen. Deshalb ist er extrem angesehen und wird noch heute sehr verehrt.
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