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Ich staunte nicht schlecht, als ich vor einigen Jahren bei einem Spaziergang durch Sopron (Ödenburg) am Gymnasium eine Gedenktafel mit dem Namen unseres Botanikers entdeckte. Sein Name war mir bekannt – die abgebildete Kitaibels Zahnwurz (Cardamine kitaibelii) ist eine Ostschweizer «Spezialität» - sie kommt hier im Toggenburg, Rheintal und Walenseegebiet verbreitet vor, sonst in der Schweiz auch noch im Tessin und darüber hinaus in Italien und auf dem Balkan (nicht aber in Ungarn).
Sie blüht vor allem in Laubwäldern, früh im März und April, vor dem Blattaustrieb der Buchen.
Auch das Zwerg-Stiefmütterchen (Viola kitaibeliana) ist nach ihm benannt. Es wächst in Trockenrasen und Rebbergen im mittleren Rhonetal – und im mediterranen Raum.
Der Botaniker, Arzt und Chemiker erforschte auf mehreren Reisen die Flora von Ungarn, war Universitätsprofessor und Direktor des Botanischen Gartens in Budapest. Daneben war er auch auf den Gebieten der Hydrologie und Geologie tätig.