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Akhulgo, Kaukasus und St. Petersburg, 1838: Ein kleiner Junge, der als Sohn eines wichtigen Imans und Herrschers im Kaukasus aufwächst und vom Zaren, dessen Heer die Region mit Krieg überzieht, als Unterpfand für Verhandlungen mit dem widerspenstigen Vater verlangt wird. Die Hauptfigur in Olga Grjasnowas neuem Roman Der verlorene Sohn Jamalludin ist hin und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach seinem Elternhaus und den Möglichkeiten, die sich ihm in Petersburg bieten. Wer ist er? Und wer wird er, einmal erwachsen, sein? Ein unbekanntes Kapitel der russischen Geschichte, vor allem aber ein Schicksal, das uns heute noch anspricht: Ein Kind, das zwischen zwei Kulturen steht, zwischen zwei Religionen, und seinen eigenen Weg finden muss.
Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan. Für ihren vielbeachteten Debütroman Der Russe ist einer, der Birken liebt wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. 2014 erschien Die juristische Unschärfe einer Ehe. 2017 erschien ihr Bestseller Gott ist nicht schüchtern beim Aufbau-Verlag. Olga Grjasnowa lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Moderation: Thomas Strässle
Foto: Joachim Gern
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