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Global gesehen werden mit den aktuellen Klimagesetzen die Treibhausgasemissionen nur stabilisiert, nicht aber reduziert, wie ETH-Klimaforscher Prof. Dr. Reto Knutti in seinem Vortrag zum Thema CO2-Neutralität betonte. Hochrechnungen ergäben eine globale Erwärmung von 3 Grad Celsius. Das international vereinbarte 1,5-Grad-Ziel werde somit deutlich verfehlt. Umso dringlicher sei es, so Knutti weiter, anzuerkennen, dass die Vermeidung von CO2 den wirksamsten aller Ansätze bilde und dass bei der Emissionsminderung unbedingt die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick genommen werden müsse. CO2-Kompensationen hingegen sollten nur dort eingesetzt werden, wo eine Vermeidung unumgänglich sei. Bei Kompensationsprojekten sollte Knutti zufolge das Inland Vorrang haben. Ausländische Projekte müssten genauer unter die Lupe genommen werden: Erreichen sie tatsächlich, was sie versprechen? Zu klären sei auch, ob diese Projekte nicht ohnehin realisiert werden sollen. Eine Alternative zur Kompensation sei die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre. Laut Knutti sind diese Technologien derzeit allerdings sehr teuer und noch nicht im benötigten Umfang verfügbar.
Adam Elman, EMEA Head of Sustainability bei Google, erläuterte im Anschluss an den Vortrag des ETH-Wissenschaftlers, wie der Tech-Gigant mit Lösungen, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, die Reduzierung der Emissionen im Individualbereich wie auch in der Industrie massgeblich beschleunigen will. Beeindruckendes Beispiel aus der Luftfahrt: Eine KI-Technologie von Google soll künftig dafür sorgen, dass Flugzeuge weniger Kondensstreifen ausstossen. Es wäre dies ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, da Kondensstreifen zur Erderwärmung beitragen und bis zu 35 Prozent der Umweltbelastung durch den Flugverkehr verursachen. Bei einer Versuchsreihe hatten Piloten während der Flüge Höhen vermieden, in denen Kondensstreifen mit höherer Wahrscheinlichkeit auftreten. Dafür konnten sie Vorhersagen heranziehen, die Google Research per KI und Machine Learning aus Wetterdaten und Satellitenbildern ermittelt hatte. Die Analyse der Testflüge ergab, dass die Kondensstreifen um 54 Prozent verringern werden konnten.
Durch Information und innovative Technologien will Google die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben. So stellt das Unternehmen auch Städten und öffentlichen Verwaltungen Datenmaterial zur Verfügung, mit dem Entscheidungen in der Raumplanung unterstützt werden. Es nutzt zudem seine enorme Reichweite, um immer mehr Menschen zu nachhaltigeren Verhaltungsweisen zu animieren. So werden bei Google Maps treibstoffsparende Routen sowie der entsprechende CO2-Ausstoss angezeigt. Weitere Infos zu seinem Nachhaltigkeitsengagement präsentiert Google im Internet
Die Teilnehmenden des Sustainable Switzerland Entrepreneurs Clubs bedankten sich bei Christine Antlanger-Winter, Country Director Google Switzerland, und Dennis Tietz, Sustainability Lead Google Schweiz, für das inspirierende Treffen zum Jahresauftakt im Google-Office an der Zürcher Europaallee.