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die Katholiken sind nach Schaffhausen
eingepfarrt. 1850: 922 Ew.;
1860: 1291 Ew.;
1880: 1859 Ew. Neuhausen ist eine völlig
industrielle Ortschaft grosse Eisenbahnwagen- und Waffenfabrik (1857 gegründet), eine 1889 eingerichtete Aluminium- und
Calciumkarbidfabrik (4000 PS).
Fabrikation von Spielkarten, Eisenbahnbillets, Strickwaren, Ziegeln, Röhren, Töpferwaren,
Papiersäcken, Damenwäsche. Eine Buchdruckerei mit Lokalzeitung. 4 Gasthöfe und 26 Gastwirtschaften.
Kalksteinbruch. Früher wurde an der Stelle, wo heute die Aluminiumfabrik steht, Eisenerz abgebaut, das in den Hochöfen
von Laufen zur Verhüttung kam. 32 Viehbesitzer. 22 ha Rebberge und 139 ha Wald. Oberhalb des Rheinfalles führt beim SchlossLaufen eine Eisenbahnbrücke mit Fussgängersteg über den Fluss. Spar- und Leihkasse. Verkehrsbureau.
Gas und Elektrizität werden von den städtischen Werken von Schaffhausen
geliefert. Je ein schönes Primar- und Sekundarschulhaus. Kleinkinderschule.
Die Pfarrkirche stammt aus 1720. Kleine englische Kapelle, in der im Sommer Gottesdienst gehalten wird. Man plant den Bau
einer
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katholischen Kirche. Eine auf einem Felsen oberhalb des Rheinfalles gestandene alte Kapelle wird 1345 genannt und gehörte dem
Kloster Allerheiligen zu Schaffhausen.
Von der Reformation bis 1827 bildete Neuhausen eine Filiale der reform. Kirchgemeinde Schaffhausen.
Armenverein,
Krankenunterstützungsverein, Samariterverein, eine Sektion des Vereines vom BlauenKreuz, Lesegesellschaft, Gesang-, Schiess-
und Turnvereine. Volksbibliothek. Die ersten Herren von Nuwinhusen, Newenhusen waren die Grafen von Nellenburg
(bei Stockach).
Graf Eberhard der Glückselige stiftete 1052 das Kloster Allerheiligen zu Schaffhausen
und schenkte ihm eine Säge mit Grundbesitz am Rheinfall
(Laufen). Daneben waren hier auch noch das FrauenklosterLindau, das den an der Stelle des heutigen Armenhauses
stehenden Kelnhof besass, und die Herzoge von Oesterreich begütert, denen zu wiederholten Malen die Gerichtshoheit zustand
und das auf einer Insel im Rhein stehende Schlösschen Wörth (Burg im Werd) gehörte. 1401 verpfändete Schultheiss Götz von
Bandenburg das Dorf Neuhausen um 500 Goldgulden an einen WinterthurerJuden. 1422 kam es an Konrad von
Fulach († 1429), den damaligen Burgherrn von Laufen, und 1429 als österreichisches Lehen an den Abt Johannes Peyer von Allerheiligen.
Das zur GrafschaftKlettgau gehörende Dorf wurde 1656 zusammen mit den übrigen Ortschaften im Klettgau von der Stadt Schaffhausen
dem Grafen von Sulz abgekauft. Funde aus der jüngern Stein-, der Bronze- und der Römerzeit; ein Flachgrab
aus der ersten Alemannenzeit. Neolithische und römische Gegenstände in einer Höhle nahe dem Schlösschen Wörth; am Ufer
des Rheinfalls römische Münzen; bei Charlottenfels Alemannengräber. In Neuhausen predigte als Kandidat der Theologie der
nachmals berühmte Johannes von Müller. Ferner lebten hier: Heinrich Moser († 1874), Erbauer und Eigentümer
von Charlottenfels und einer der hervorragendsten Industriellen Schaffhausens, dessen Sohn Heinrich durch seine Reisen in Zentralasien
bekannt geworden ist;
der Antistes und Dr. theol.
Mezger († 1893); Vetterli (1822-1882), der Erfinder des nach ihm benannten
ersten schweizerischen Repetiergewehres. Der Rheinfall hat von jeher zahlreiche Besucher aus allen Teilen
der Erde angezogen.
Neuhausen steht am Rand eines jetzt mit Moränenschutt aufgefüllten alten Rheinbettes, das sich von Schaffhausen
in gerader Linie nach
Nol hinzog und später vom Fluss nicht wieder getroffen wurde. Der heutige Rheinfall bezeichnet die Stelle, wo der auf felsigen
Boden abgelenkte Fluss wieder in dieses einstige Bett einmündet.