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Das musst du wissen
- Der Chinese Jiankui He hatte letztes Jahr behauptet, Embryos mit der Genschere Crispr genetisch verändert zu haben.
- Nun kommt eine offizielle Untersuchung zu dem Schluss: Das stimmt. Und ein weiteres Gentech-Baby ist unterwegs.
- Für sein Menschenexperiment hatte He Behörden getäuscht und angelogen. Nun soll er bestraft werden.
Lulu und Nana, die Babies, die der chinesische Forscher Jiankui He nach eigenen Angaben mithilfe der Genschere Crispr genetisch verändert hatte, gibt es tatsächlich. Bisher war nicht klar, ob man der Behauptung des Chinesen überhaupt glauben konnte. Doch nun kam eine vorläufige Untersuchung der chinesischen Provinz Guangdong zum Schluss, dass He wirklich an den Embryonen von insgesamt acht Paaren mit Crispr experimentierte. Eine Frau brachte die Zwillinge Lulu und Nana zur Welt – und eine weitere ist derzeit schwanger. Das berichtet die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Die Babys, sowie die schwangere Frau würden medizinisch überwacht.
Für sein umstrittenes Menschenexperiment, in dem der Forscher die Babys von HIV-positiven Eltern vor dem Virus schützen wollte, führte He anscheinend sowohl die Behörden als auch die Studienteilnehmer hinters Licht. So war die Genehmigung, die eine Überprüfung des Experiments nach ethischen Richtlinien bescheinigt, gefälscht. Ausserdem seien in China HIV-Positive gar nicht für Verfahren der Reproduktionsmedizin zugelassen. He schickte deswegen Gesunde zu einem Bluttest, um die Behörden zu täuschen.
Diese Aktivitäten seien ein schwerer Verstoss gegen ethische Vorschriften und chinesische Gesetze, schreibt Xinhua. He und weitere Verantwortliche sollen nun bestraft werden. Die Universität, bei der He angestellt war, hat den Forscher entlassen.