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Kann man Kartoffelkochwasser trinken?
Kartoffeln sind sehr nahrhaft, enthalten in geringen Mengen aber auch antinutritive Substanzen wie die giftigen Glycoalkaloide Solanin und Chaconin. Diese Stoffe finden sich v.a. in den oberirdischen Pflanzenteilen (Blüten, Beeren und Blätter). In der Knolle konzentrieren sie sich in den Keimen, im Bereich der Augen und in der Schale. Beim Kochen gehen die wasserlöslichen Substanzen ins Wasser über. Das Kochwasser sollte daher weggeschüttet und die Schale vor dem Essen abgezogen werden. Damit können die Giftstoffe weitgehend entfernt werden. Je nach Sorte enthalten Kartoffeln 2 bis 10 mg/100 g Glycoalkaloide, was unbedenklich ist. In grünen Stellen und gekeimten Kartoffeln kann der Gehalt jedoch stark ansteigen. Grüne Stellen und Augen sollten daher grosszügig abgeschnitten, Knollen mit grossen grünen Stellen oder ganz ergrünte Kartoffeln weggeworfen werden. Auch nach der Ernte produziert die Kartoffelknolle Glycoalkaloide. Starker Lichteinfall, zu niedrige Temperaturen und Beschädigungen sowie zu langes Lagern sind daher zu vermeiden. Vom Verzehr bitterer Kartoffeln ist abzuraten.