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Tertullian († um 220)
Die fünf Bücher gegen Marcion.
(Adversus Marcionem)
Quellenangabe:
Tertullians sämtliche Schriften. Aus dem Lateinischen übersetzt von Karl Adam Heinrich Kellner. Köln 1882.
Für die BKV im Internet bearbeitet von:
Roger Pearse Rudolf Heumann
Vorlage
Als Scans verfügbar.
Externe Informationen (ohne Gewähr)
Inhalt
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- Drittes Buch
- 1. Cap. Gegenstand der folgenden Bücher ist die Lehre von der Person Christi. Sie ist im vorigen schon mehrfach berührt und dient ihrerseits wiederum zur Bestätigung der im vorigen festgestellten Einheit Gottes.
- 2. Cap. War Christus der Sohn und der Gesandte Gottes, so konnte er nicht urplötzlich und unvorbereitet auftreten, wie Marcion lehrt; in diesem Fall hätte er keinen Glauben bei den Menschen beanspruchen dürfen.
- 3. Cap. Ob in einem solchen Falle noch die Wunder als Beweise für Christus würden gelten können? Dieselben würden für sich allein ohne vorausgegangene Prophezeiungen auch seine Beweiskraft haben.
- 4. Cap. Wenn das System Marcions richtig ist, so hat dessen Gott der reinen Güte für sein Eingreifen jedenfalls nicht die rechte Zeit gewählt.
- 5. Cap. Zwei Vorbemerkungen über die Anwendung der hl. Schrift zu Beweisen bei der gegenwärtigen Erörterung.
- 6. Cap. Die Juden verwarfen Christum nicht deshalb, weil sie ihn als den Christus eines andern Gottes ansahen, wie Marcion die Sache drehen möchte, sondern weil sie ihn gar nicht für den von den Propheten angekündigten Christus hielten. Sie verurteilten ihn wegen Verletzung des mosaischen Gesetzes.
- 7. Cap. Die Marcioniten machen es wie die Juden und ignorieren es, dass von den Propheten neben der Ankunft Christi in Herrlichkeit, auch eine Ankunft in Niedrigkeit geweissagt worden ist.
- 8. Cap. Die Lehre Marcions über den Scheinleib Christi. Sie macht das ganze Christentum zu einem blossen Schein.
- 9. Cap. Ob die Leiber, womit die Engel erschienen, solche Scheinleiber waren und Marcion sich auf sie berufen könne?
- 10. Cap. Es ist kein Grund abzusehen, warum Gottes ein Scheinleib würdiger sein sollte als ein wirklicher.
- 11. Cap. Marcion hat zu dieser Hypothese nur gegriffen, um die wirkliche Geburt Christi zu beseitigen. Denn war Christus wirklich geboren, so konnte er kein anderer sein als der im alten Testament von den Propheten des Schöpfergottes angekündigte Christus.
- 12. Cap. Marcion wendet dagegen ein, Christus habe weder den Namen geführt, den er nach der Weissagung haben sollte, noch stimme die Art seines Auftretens zu der bei Isaias gegebenen Schilderung. Ob Christus den Namen Emmanuel verdiene?
- 13. Cap. Ob und inwiefern Christus als ein Kriegsheld und als Überwinder von Damaskus und Assyrien nach Is. Cap. 8 gelten könne.
- 14. Cap. Auch die analogen Stellen in den Psalmen sind nur figürlich und geistig gemeint.
- 15. Cap. Der Christus, den Marcion lehrt, hätte in keiner Hinsicht den Namen Christus führen dürfen.
- 16. Cap. Mit noch weniger Recht durfte er den Namen Jesus annehmen.
- 17. Cap. Das äussere Aussehen und Auftreten Christi beweist, dass er der bei Isaias verheissene Messias ist.
- 18. Cap. Über den Kreuzestod Christi. Ob derselbe im alten Testament vorher verkündet und durch Vorbilder angezeigt worden sei?
- 19. Cap. Nachweis, dass dieses der Fall sei.
- 20. Cap. Die Identität des im alten Bunde von den Propheten des Schöpfergottes geweissagten Christus mit dem unter Tiberius wirklich erschienenen folgt weiter aus Ereignissen, die sich sonst noch an dessen Erscheinung knüpfen und die ebenfalls geweissagt waren, nämlich der Verbreitung des Christentums unter allen Völkern, seiner Herrschaft über sie und seiner Abstammung von David.
- 21. Cap. In welcher Weise sich die geweissagte Bekehrung der Heiden erfüllt habe.
- 22. Cap. Auch das Wirken der Apostel, die Kirche, als die allgemeine Heilsanstalt zur Verehrung Gottes, und ihre Sakramente sind durch die Propheten des Schöpfergottes bereits angekündigt worden.
- 23. Cap. Ebenso ist das den Juden, wenn sie Christus verwerfen würden, in den Weissagungen angedrohte Schicksal eingetroffen.
- 24. Cap. Auch die Weissagungen, welche das neue himmlische Jerusalem, das Reich des Messias und die letzten Dinge überhaupt betreffen, sind keineswegs danach angethan, zur Annahme eines zweiten, noch zu erwartenden Messias zu nötigen. Es ist nur einer verheissen, der wirklich erschienen ist und das Himmelreich auf die Erde gebracht hat.