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Erste Schwangerschaftskontrolle
Die erste Schwangerschaftskontrolle findet häufig in der 7.-8. Woche statt. Man berechnet die Schwangerschaftswochen nach dem ersten Tag der letzten Periode.
Themen, die dich bereits jetzt betreffen sind:
Übelkeit
Ca. zwei Drittel alle Schwangeren erleben in irgendeiner Form Übelkeit. Das reicht von einer leichten Morgenübelkeit, die von selbst verschwindet, bis zu mehrmaligem Erbrechen am Tag.
Die Übelkeit am Morgen kann nur kurzfristig sein, aber es gibt auch Frauen, denen fast den ganzen Tag übel ist, bei wieder anderen kommt die Übelkeit erst am Abend. Diese Übelkeit ist nicht gefährlich, kann aber sehr mühsam sein.
Auf folgende Punkte kannst du achten:
- Genug trinken: Wasser (mit oder ohne Kohlensäure) oder ungesüsster Tee. Wenn dein Körper zu wenig Wasser hat, kann das die Übelkeit verstärken. Trinke nur eine kleine Menge pro Mal, ein ganzes Glas Wasser kann auch schon Übelkeit auslösen. Einigen Frauen geht es mit der Übelkeit besser, wenn sie etwas essen. Dies kann zur Folge haben, dass man trotz Übelkeit an Gewicht zunimmt. Wenn es dir hilft, etwas zu essen, um die Übelkeit zu mindern, solltest du darauf achten, dass das Essen möglichst wenig Kalorien hat, z.B. Reiswaffeln, Gemüsesticks, Vollkorncracker. Eine starke Gewichtszunahme in den ersten drei Monaten ist weder für das Baby noch die Mama hilfreich.
- Ingwer hat sich als sehr hilfreich bei Übelkeit erwiesen: Ingwertee trinken oder Ingwer in Tablettenform einnehmen.
Besprich deine Übelkeit mit deiner Gynäkolog:in, in Fällen von starker Übelkeit und Erbrechen sind Medikamente oder sogar ein paar Tage im Spital notwendig.
Eisen
Bei der ersten Schwangerschaftskontrolle wird für alle Frauen eine Kontrolle ihrer Eisenwerte empfohlen (SGGG). Der Hämoglobin- und der Ferritin-Werte geben Auskunft über den Eisenstatus in deinem Körper. Je nach Resultat kann es nötig sein, dass man Eisen als Supplement einnimmt. Wenn du dich vegan ernährst, sind allenfalls weitere Abklärungen nötig.
Vitamin D
Studien haben gezeigt, dass viele Schwangere auch ungenügend mit Vitamin D versorgt sind. Vitamin D wird in der Haut durch das Sonnenlicht von der passiven in die aktive Form umgewandelt. Da viele von uns nicht mehr häufig draussen sind oder sich vor UV-Strahlung schützen, kann diese Aktivierung von Vitamin D zu tief sein. Für Schwangere wird empfohlen 600-800ug Vitamin D täglich als Supplement einzunehmen.
Fettsäuren
Der Körper kann die essentiellen Fettsäuren nicht selbst herstellen. Deswegen ist es wichtig, dass wir beim Essen auf diese speziellen Fettsäuren achten. Dazu gehören v.a. die omega-3-Fettsäuren. Wenn du 1-2 Mal pro Woche fettreichen Fisch isst, dann brauchst du keine zusätzlichen Fettsäuren. Wenn du keinen solchen Fisch isst, kannst du die Fettsäuren auch in Form von Kapseln einnehmen.
Müdigkeit
Viele Frauen sind in den ersten drei Monaten recht müde. Das hat damit zu tun, dass man bereits in dieser Zeit viel mehr Blut produziert, so dass man nach ca. 10 Wochen 1.5x so viel Blut im Körper hat wie vor der Schwangerschaft! Das strengt an. Darum ist es ok, wenn man in dieser Zeit keinen intensiven Sport macht. Es ist jedoch sinnvoll, dass du weiterhin darauf achtet, dass du dich 2.5 Stunden pro Woche aktiv bewegst. Frische Luft und Bewegung können dir gegen die Übelkeit helfen. Es besteht kein Risiko für Fehlgeburten bei Bewegung.