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Tempo, Spannung und Helden – die spektakulären Wagenrennen im alten Rom waren eine sehr beliebte Attraktion. Am Römerfest können Sie buchstäblich am eigenen Leib erfahren, wie die Rennfahrer der Antike sich gefühlt haben. Ihre Familie wird zum Team, das gegen andere Familien antritt. Wer zieht, wer lenkt? Eine gute Teamarbeit entscheidet über Sieg oder Niederlage. Moderation: Andrea Bettini
Die grösste Rennbahn der Antike – der Circus Maximus – stand in Rom. Er fasste bis zu 250'000 Zuschauer, die jeweils während eines ganzen Tages gespannt bis zu 24 Rennen verfolgten. Während eines solchen Rennens wurden sieben Runden absolviert. Das war nicht ungefährlich – in den Kurven musste ein Fahrer sehr geschickt lenken, um nicht aus der Bahn getragen zu werden. Und auch tätliche Übergriffe auf Gegner waren an der Tagesordnung. Wer Sieger wurde erhielt einen Palmzweig und ein hohes Preisgeld.
In der Antike entstand übrigens der Brauch – wie er heute in der Formel 1 noch gelebt wird – dass der Sieg des Besitzers fast so wichtig war, wie der Sieg des Fahrers. Weil Pferde, Wagen und Fahrer sehr teuer waren, konnten sich nur sehr reiche Leute einen Rennstall leisten. Die Wagenrennen wurden so zu einem sportlichen Wettstreit und zur politischen Propagandaveranstaltung zugleich.