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- Eines der grössten und tiefsten Ozonlöcher der vergangenen 15 Jahre hält sich über der Antarktis.
- Es hat seine maximale Ausdehnung erreicht.
- Die Situation zeige, wie wichtig ein Verbot ozonschädlicher Substanzen sei.
Der Atmosphärenüberwachungsdienst (CAMS) teilte mit, dass das Ozonloch eines der grössten und tiefsten Ozonlöcher der vergangenen 15 Jahre ist. Ausserdem ähnle es einem Ozonloch von 2018, das ebenfalls so gross gewesen sei, sagte der Chef der Organisation, Vincent-Henri Peuch. Der von der EU finanzierte Dienst CAMS ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.
Die Situation zeige, wie wichtig das Montrealer Protokoll zum Verbot ozonschädlicher Substanzen sei, so Peuch. Zahlreiche Länder hatten sich in dem Abkommen von 1987 verpflichtet, die Produktion solcher Chemikalien – vor allem von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) – schrittweise zu stoppen. FCKW stecken etwa in Kühlschränken, Spraydosen und Feuerlöschern.
In den 70er Jahren wurde der Mechanismus der Ozonzerstörung durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) nachgewiesen und in den 80er Jahren der Abbau der Ozonschicht beobachtet. Deshalb wurden zwei internationale Verträge zum Schutz der Ozonschicht unterzeichnet: das Wiener Übereinkommen (1985) und das Montrealer Protokoll (1987).
Ziele der internationalen Abkommen
- Ziel des Wiener Übereinkommens ist der Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den schädlichen Auswirkungen des Abbaus der Ozonschicht.
- Ziel des Montrealer Protokolls ist die Erhaltung der Ozonschicht durch die weltweite Verminderung und schlussendlich den vollständigen Verzicht auf Herstellung und Verbrauch von ozonschichtabbauenden Stoffen.
Diese Verträge sind mittlerweile von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen unterzeichnet worden. Dadurch konnten zwischen 1986 und 2016 die Herstellung und der Verbrauch der ozonschichtabbauenden Stoffe um mehr als 98 Prozent gesenkt werden.
Schutz vor schädlicher Strahlung
Die Ozonschicht wirkt wie ein Filter für die Hautkrebs auslösenden ultravioletten Strahlen. Seit Jahrzehnten entsteht über der Antarktis nach dem dortigen Winter – wenn die Bedingungen für einen Abbau der Ozonschicht herrschen – für einige Monate ein Ozonloch.
Das Phänomen war 1985 entdeckt worden. Starke Schwankungen der Polarwirbel und der Temperaturen in der Stratosphäre in 15 bis 50 Kilometern Höhe können die Ozonschicht unterschiedlich stark ausdünnen. Wissenschaftler hoffen, dass sich die Ozonschicht in den kommenden Jahrzehnten wieder ganz schliessen wird.