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Bei Patienten mit einer begrenzten oligometastatischen Belastung deuten neue Erkenntnisse darauf hin, dass die Behandlung aller Krankheitsherde mit ablativen Therapien die Ergebnisse der Patienten verbessern kann, einschließlich des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien überlebens.
Ziel der Studie
Diese Studie wird durchgeführt, um den Effekt der stereotaktischen Strahlentherapie bei Ihnen während der Behandlung Ihrer Krebserkrankung zu untersuchen und um diese Behandlung mit der Standardbehandlung zu vergleichen. In der Studie werden die überlebenszeit, das Auftreten von Nebenwirkungen sowie die Lebensqualität erfasst.
Wer kann teilnehmen?
Patientinnen und Patienten mit oligometastasierten Tumoren
Ablauf
Die Studie hat zwei Behandlungsarme, denen Sie durch Zufall zugeteilt werden. Sie haben dabei eine Chance von 2/3 der experimentellen Behandlungsgruppe 2 zugeteilt zu werden.Behandlungsgruppe 1 (Standardbehandlung):Wenn Sie dieser Behandlungsgruppe zugeteilt werden, erhalten Sie eine palliative Strahlentherapie für alle symptomatischen Metastasen, das heisst für alle Metastasen, die Probleme verursachen. Des Weiteren können auch Metastasen prophylaktisch bestrahlt werden, die ansonsten bald zu Komplikationen führen könnten. Neben der Strahlentherapie können Sie je nach Behandlungsstandard eine Chemotherapie, eine hormonelle Therapie oder eine Immuntherapie erhalten, oder es wird entschieden auf eine systemische Therapie zu verzichten und zu beobachten.Behandlungsgruppe 2 (Experimentelle Behandlung):Wenn Sie in diese Behandlungsgruppe zugeteilt werden, werden alle Metastasen stereotaktisch bestrahlt. Die Durchführung dieser Hochdosis-Radiotherapie verläuft ähnlich wie bei jeder anderen modernen Bestrahlung, mittels genauer dreidimensionaler Positionierung und bildgestützt bei jeder Bestrahlungsfraktion. Die Gesamtdauer einer Bestrahlungssitzung beträgt wie auch außerhalb der Studie 10 bis 30 Minuten pro Bestrahlungsvolumen, die reine Bestrahlungszeit ist dabei deutlich geringer.Die Dosis im und unmittelbar am Tumor ist dabei um den Faktor 2 bis 4 höher als eine übliche palliative Dosis. Für die umliegenden gesunden Organe und den Rest des Körpers ist die kalkulierte zusätzliche Dosisbelastung dadurch «nummerisch» sehr unterschiedlich (abhängig von Grösse und Lokalisation des Zielgebiets), aber in jedem Fall dank der modernen technischen Möglichkeiten für «punktuelle» Bestrahlung mit steilem Dosisabfall vernachlässigbar.Zweck dieser Behandlung ist nicht nur -wie sonst üblich- durch Rückgang der Metastasen die Symptome zurückzudrängen, sondern durch die höhere Dosis und die lokal aggressive Behandlung aller sichtbaren Tumorherde im Körper eine möglichst lange Krankheitskontrolle zu erreichen. Die ersten Ergebnisse von Studien bei Patienten mit 1 bis 5 Metastasen scheinen diese Vermutung zu bestätigen.Im Anschluss an die Strahlentherapie erhalten Sie die Standardbehandlung, beispielsweise Chemotherapie, Hormontherapie oder Immuntherapie, oder es wird entschieden auf eine systemische Therapie zu verzichten und zu beobachten.
Entschädigung
Keine
Original Studienname
Eine randomisierte Phase-III-Studie zur stereotaktischen ablativen Strahlentherapie für die umfassende Behandlung von 4-10 oligometastatischen Tumoren (SABR-COMET 10)
BASEC-Nummer
2020-00300
Finanzielle Unterstützung durch
London Health Sciences Centre