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Portimão, an der Mündung des Arade gelegen blickt auf eine 2500 Jahre alte Geschichte zurück. Historische Stätten, wie der Alcalar im Westen der Stadt zeigen, dass diese Region bereits in prähistorischer Zeit besiedelt wurde.
Portimão zählt zu einer der grössten Städte an der Algarve. Wem das beschauliche Leben in den Fischerdörfern nicht ausreicht, wer aus der Idylle des Hinterlandes etwas ausbrechen möchte, der kommt nach Portimão.
Wenn auch das Erdbeben im Jahre 1755 fast alle historischen Bauten zerstörte, so lohnt ein Einkaufsbummel durch das Zentrum von Portimão oder ein Besuch im neu eröffneten Museum der Stadt.
Beliebt ist das Aradeufer, auch Ribeirinho genannt. Zahlreiche Restaurants laden ein, um Sardinen- und andere Fischgerichte auszuprobieren.
Viele Events und Ausstellungen finden das Jahr über am Ribeirinho statt und bringen viel Abwechslung an das Ufer. Ausflugsboote laden zu einer Fahrt der Küste entlang ein oder zu einer Bootsfahrt den Arade hinauf bis nach Silves.
Anziehungspunkt sind verstärkt die Sportveranstaltungen zu Wasser und in der Luft, die am Sportflugplatz und an der Arademündung stattfinden.
Die Mündung und das fruchtbare Land am Arade liesssen schon früh Völker hier siedeln. Portimão ist noch heute ein wichtiger Handelsplatz an der Algarve und dem Wandel der Zeit unterworfen. Wie ist das Portimão von Heute?
Die Ursprünge von Portimão gehen auf die Phönizier und Karthager zurück, die hier einen Handelshafen gründeten.
Er spielte eine wichtige Rolle zwischen der iberischen Atlantikseite, den Mittelmeervölkern incl. Nordafrika.
Der Alcalar im Nordwesten der Stadt zeigt, dass hier schon in der Frühzeit Völker siedelten.
Er gilt als die grösste vorzeitliche Nekropole der Algarve. Sie besteht aus 16 Megalithanlagen, Kuppelgräbern und Felskuppelgräbern.
Die dazu gehörige Siedlung aus der Kupferzeit wurde erst in den 70iger Jahren entdeckt
Wie die gesamte Algarve wurde auch Portimão von der römischen und maurischen Präsenz beeinflusst.
Daher stammt auch der Ursprung des Stadtnamens. Die Mauren bezeichneten die Siedlung nahe der Arademündung “Burj Munt”.
Im Jahre 1463 erhielt der damalige König Don Afonso V. von 40 Bewohnern der Siedlung die schriftliche Bitte, Häuser zu errichten.
Die Bitte wurde erfüllt. Im Jahre 1476 gibt der Monarch den Ort, der hier bereits als Vila Nova de Portimão bezeichnet wird als Geschenk an Don Gonçalo Vaz de Castelo Branco, der sich in der Schlacht von Toro sehr verdient gemacht hatte.
Das Geschenk beinhaltete jedoch auch die Verpflichtung für die Bewohner eine Schutzmauer um die Siedlung zu errichten. Innerhalb der Stadtmauern begann der Ort sich rasch zu entwickeln.
Die Entdeckungen und Reichtümer der Neuen Welt liessen Portimão ebenfalls wachsen, was vom Erdbeben im Jahre 1755 jedoch zunichte gemacht wurde.
Eine Zeit der wirtschaftlichen Rezession begann, die die Stadt im 19. Jahrhundert durch den Fischfang und die Konservenindustrie überwand.
Erst im Jahre 1924 erhielt Portimão die Stadtrechte durch den damaligen Präsidenten Manuel Teixeira Gomes, der gebürtig aus Portimão stammte.
Als Erwerbszweig kam in den 70iger Jahren der aufkommende Tourismus neben dem Fischfang hinzu.
Wohlhabende Familien und reiche Engländer waren die ersten Gäste. Einige Feriendomizile dieser Zeit, im viktorianischen Stil gebaut, sind noch erhalten.
Neben dem Tourismus entwickelte sich Portimão auch zur Einkaufsstadt der Algarve.
Viele Einzelhändler und Supermarktketten liessen sich dort nieder, so dass Portimão für viele zum Einkaufsparadies wurde.
In den letzten Jahren hat sich Portimão als Stadt des Motorsports präsentiert.
Wahrzeichen hierfür ist wohl das neue Autodromo Internacional do Algarve, eine der modernsten Rennstrecken Europas. Superbike- und das A1 Grand Prix Rennen werden hier u. a. zukünftig ausgetragen.
Der Arade wird ebenfalls für Motorsport-Veranstaltungen genutzt und auf dem nahen Sportflugplatz werden jährlich atemberaubende Flugvorführungen veranstaltet.
Spaziergang durch Portimão
Bei soviel Trubel in der Luft, am Wasser und zu Lande rund um Portimão kann man sich kaum vorstellen, dass es sich gemütlich durch die Stadt spazieren lässt.
Durch das Erdbeben gibt es wenig alte Sehenswürdigkeiten.
Die Stadtkirche zeigt ein manuelinisches Westportal.
Die Kirche enthält noch einige Pfeiler, Wasserspeier sowie vier Säulen mit Pflanzenreliefs und Gesichtern, die aus den Ruinen der einstmaligen Kirche aus dem 14. Jahrhundert stammen.
Eine sehenswerte Sammlung sakraler Gegenstände kann in der Igreja do Colégio, ein Bau des Jesuitenordens, besichtigt werden.
Am Largo 1. de Dezembro, der einen kleinen Park beinhaltet, kann man sich auf Bänken, die mit Darstellungen aus Azulejos dargestellt sind, entspannen.
Lohnend ist auch ein Besuch der alten Markthalle oder des Stadtmuseum, das in einer alten Konservenfabrik untergebracht ist.
Nach einem Strandtag am Praia da Rocha, dem Stadtstrand von Portimao, der zu den schönsten und bekanntesten der Algarve zählt, sollte man dort die Festung Santa Catarina de Ribamar besichtigen.
Ausklingen kann man einen Tag in Portimão am Aradeufer, an der Zona Ribeirinha, wo es auch die bekannten Sardinen gibt.