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Die Schweiz beabsichtigt, sich der deutschen Initiative für ein besseres europäisches Luftverteidigungssystem, der European Sky Shield Initiative (ESSI), anzuschließen. Belgien beteiligt sich bereits an dieser Initiative.
Die Schweizer Verteidigungsministerin Viola Amherd und ihre österreichische Amtskollegin Klaudia Tanner unterzeichnen am Freitag in Bern ihre Absichtserklärung zum Beitritt zu Sky Shield. Dies wird im Rahmen einer regelmäßigen trilateralen Konsultation mit Deutschland geschehen. Auch der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius wird am Freitag in Bern anwesend sein.
Jedes Land kann selbst entscheiden, in welchem Umfang es sich an dem Projekt beteiligen will. Es ist möglich, dass sich neutrale Länder an solchen Initiativen beteiligen. So hat am vergangenen Wochenende auch das neutrale Österreich angekündigt, sich beteiligen zu wollen. Beide Länder haben in einer zusätzlichen Erklärung auch ihre Vorbehalte als neutrale Staaten festgehalten. Die Schweiz und Österreich wollen demnach ausschließen, an „internationalen militärischen Konflikten“ teilzunehmen oder mitzuwirken.
Am 14. Oktober wurde der Gründungsvertrag für die ESSI vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine von Deutschland, Belgien und 13 weiteren Ländern unterzeichnet. Mittlerweile hat die Initiative 17 Mitglieder.
Ziel des Projekts ist es, die derzeitigen Defizite der NATO-Verteidigung in Europa zu überwinden. Defizite gibt es beispielsweise bei der Abwehr von ballistischen Raketen, die im Flug große Höhen erreichen, aber auch bei der Abwehr von Drohnen und Marschflugkörpern. Das Projekt umfasst die gemeinsame Beschaffung neuer Waffensysteme, um ein großes Gebiet kostengünstig zu schützen.