Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03660.jsonl.gz/2488

Der Rauswurf von CEO Daniel Frutig beim Ostschweizer Industrieunternehmen AFG beunruhigt die Banken. Wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt, verlängerte ein Bankenkonsortium im Dezember einen syndizierten Kredit in der Höhe von 250 Millionen Franken. Ihnen missfällt, dass mit dem Abgang von Frutig die Kontinuität beim verlorengeht. Zudem fürchten sie sich von einem Machtausbau des früheren Präsident und Mehrheitsaktionärs Edgar Oehler, der laut «Schweiz am Sonntag» wieder die Macht im Konzern erlangt hat.
Massiv überteuerte Zukäufe
Unter dessen Herrschaft kaufte AFG zwischen 2004 und 2007 zahlreiche Firmen teilweise massiv überteuert auf, wie etwa Miele-Küchen, STI und Aqualux. Zudem baute er einen luxuriösen Holdingsitz über 50 Millionen Franken mit einem riesigen persönlichen Büro. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise brach das Kartenhaus zusammen. Die teuer auf Pump gekauften Übernahmen führten zu Wertberichtigungen von über 200 Millionen und zu einem Schuldenberg von über 400 Millionen Franken.