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Schädliche Stoffe in der Luft und im Wasser scheinen sich schnell zu verflüchtigen. Im Boden allerdings werden diese abgelagert und erreichen immer höhere Konzentrationen, welche schliesslich das ganze Bodenleben und das Grundwasser gefährden.
Eine hohe Konzentration an Schadstoffen im Boden wirkt sich auf das Wachstum der Pflanzen aus.
«Saurer Regen» beispielsweise bringt Stoffe aus Verbrennungsprozessen in den Boden. Ein zu hohes Mass der darin enthaltenen Säure setzt das im Boden vorhandene, giftige Aluminium frei, welches die Mikroorganismen und das Wurzelwerk angreift. Die Pflanzen werden dadurch geschwächt, sind weniger resistent gegen Schädlinge und verlieren den Halt im Boden.
Die Giftstoffe bleiben (nicht) im Boden.
Auch wenn der Boden einiges an Verschmutzung ertragen kann, bleiben nicht alle Schadstoffe im Boden gespeichert. Im schlimmsten Fall gelangen diese ins Grundwasser oder werden über das Wachstum der Pflanzen weitergegeben. Dadurch gelangen die giftigen Stoffe zurück in unsere Nahrungskette.
Laut einer Schätzung der Forschungsanstalt Agroscope sind rund 90% des offenen Bodens als schwach, 9% als mittel und 1% als stark belastet einzustufen.
Die höchsten chemischen Belastungen werden bei den Schwermetallen Blei, Kupfer, Zink und Cadmium gemessen, steigend ist die Belastung durch organische Schadstoffe, die bei jeder Verbrennung freigesetzt werden.
Quellen:
«Zustandsbericht Boden» des Bundesamts für Umwelt: www.bafu.admin.ch