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Exhibition
GB 2013, 104', DCP, E/d. Regie Joanna Hogg. Drehbuch Joanna Hogg. Mit Viv Albertine, Liam Gillick, Tom Hiddleston, Sirina Saba, Harry Kershaw, Mary Roscoe.
H und D leben in einem extravaganten Bau im Londoner Stadtteil Kensington. Sie arbeiten parallel an ihren Projekten, geben Telefoninterviews, lassen die Aussenwelt nur gedämpft hinein und verabreden sich über die Haussprechanlage zu Sex oder Abendessen. H hat das Gefühl, schon zu lange an einem Ort zu leben. Er überzeugt D, das Haus zu verkaufen. Im Prozess der Ablösung gerät die Beziehung in eine Krise. Exhibition, der zweite Kinofilm der «einzigartig begabten Filmemacherin» (Martin Scorsese) Joanna Hogg, ist ein grossstädtisches Kammerspiel mit drei Darsteller:innen: der Ex-Slits-Gitarristin Viv Albertine, dem Maler und Objektkünstler Liam Gillick und dem H-House des Architekten James Melvin (1912–2012), dem Joanna Hogg den Film gewidmet hat.
«Sind H und D exaltierte Charaktere oder entspricht ihr Arrangement dem Alltag eines Paares, das schon sehr lang zusammen ist? Stimmt etwas Grundlegendes in der Beziehung nicht, wenn sie nicht vollends sexuell befriedigt ist? Lügen sie sich gegenseitig etwas vor, oder sind ihre Geheimnisse unwesentlich? Auch wenn in Exhibition das Haus immer wieder als Bühne für H und D dient und die Kamera nie ein Close-up ihrer Gesichter anbietet, wirft der Film doch überaus intime Fragen über die Eigenheiten von Langzeitbeziehungen auf. Und nicht zuletzt muss die Zuschauerin entscheiden, als was sie den Film sieht – als Beziehungsstudie? Als Kunstfilm? Als voyeuristisches Häppchen, das zeigt, wie sich ein ehemaliges It-Girl und ein alternder Young British Artist so schlagen? Wer einmal damit angefangen hat, sich diesen Fragen zu stellen, wird die tobenden Wellen unter der vermeintlich glatten Oberfläche von Exhibition entdecken.» Hanna Pilarczyk, «Der Spiegel»