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Die Erfahrungen und Anliegen von Angehörigen und Vertrauten von Menschen mit psychischen Erkrankungen werden bisher im öffentlichen Diskurs über mentale Gesundheit weitgehend ausgeblendet. Dabei befanden sich sehr viele Menschen in diesem Land schon einmal in dieser Rolle. 59 Prozent der erwachsenen Schweizer Bevölkerung (also rund 4,3 Millionen Menschen) war schon in der Rolle eines Angehörigen von einem psychisch erkrankten Familienmitglied oder hat eine psychisch erkrankte Person aus ihrem sozialen Umfeld aktiv unterstützt.
Angehörige und Vertraute leisten für die von psychischen Erkrankungen betroffenen Menschen ausserordentlich wichtige Hilfe. 96 Prozent der Menschen mit einer psychischen Erkrankung, welche von ihrem sozialen Umfeld unterstützt wurden, bewerteten diese Unterstützung als wichtig und mehr als die Hälfte von ihnen gibt an, dass sie ohne ihr Umfeld zusätzliche professionelle Hilfe in Anspruch hätten nehmen müssen. Gleichzeitig ist die geleistete Unterstützung für die Angehörigen und Vertrauten auch belastend. Mehr als die Hälfte von ihnen finden zudem, dass es zu wenige spezifische Angebote für Angehörige und Vertraute gibt.
Der vorliegende Bericht beschreibt die Resultate der ersten repräsentativen Studie in der Schweiz, die das Thema der Angehörigen und Vertrauten von Menschen mit psychischen Erkrankungen erforscht. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Stand by You Schweiz erarbeitet und umgesetzt.
Eine italienische Übersetzung der Studie finden Sie hier: