Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03235.jsonl.gz/61

Der Mann, welcher zusammen mit seinem Sohn im Jahr 2013 in Spiez BE den Leiter eines Kinderheims und dessen Freundin ermordete, wird verwahrt. Das hat das Berner Obergericht entschieden.
Der heute 52-jährige Schweizer mit italienischen Wurzeln und sein Sohn töteten 2013 den Heimleiter und dessen Partnerin mit mehr als hundert Messerstichen. 18 Monate nach der Tat wurden sie gefasst.
Ein Jugendgericht und ein Regional- respektive das bernische Obergericht verurteilten die beiden Täter in den Jahren 2016 und 2017 wegen Mords zu den höchstmöglichen Strafen: 48 Monate für den zur Tatzeit 16-jährigen Jugendlichen, lebenslänglich für den Vater. Diese Urteile sind rechtskräftig. Offen blieb aber, ob der Vater nach Verbüssung der Strafe verwahrt werden sollte.
Heute Morgen entschied die Richterin, dass der Verurteilte verwahrt wird. “Die aktuelle Risikoeinschätzung ist heute deutlich schlechter als noch im 2015”, sagt die Richterin. Es sei also jetzt unmöglich, zu sagen, wie sich der Täter in den nächsten Jahren entwickeln wird – was sein wird, wenn der Mann einst seine Freiheitsstrafe verbüsst haben wird.