Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03143.jsonl.gz/1193

Hier könnt ihr die Situation der Patenkinder mitverfolgen und erfahren, wie sie während der Pandemie unterstützt werden
-
28. mai
Kenia
Livingstones Vater, Peter, konnte im letzten Monat wegen COVID-19 nicht arbeiten, aber durch unsere Partnerkirchen in Kenia hat er Geld erhalten, damit er seine Familie ernähren kann.
"Ich arbeite in einem Hotel, und jetzt ist alles geschlossen," sagt Peter. "Schon vor COVID-19 war es sehr schwierig, über die Runden zu kommen, aber in dieser Situation nun müssen wir wirklich kämpfen und ringen, um überleben zu können."
Nach einer Massenpanik in den Slums von Kibera in Nairobi, bei der zwei Menschen ums Leben kamen, hat die Regierung die direkte Verteilung von Lebensmitteln verboten, was es für Peters Familie besonders schwierig machte. Die Kirche hat in dieser grossen Notsituation trotzdem Wege gefunden, um zu helfen.
Die Mitarbeitenden von Compassion sind innovativ und nutzen die mobile Geldüberweisung, um Bargeld direkt an die Familien zu schicken.
"Es gibt den Familien Würde, wenn sie selbst entscheiden können, wie sie das Geld ausgeben," sagt Joel, der Leiter von Compassion in Kenia. "Sie können selbst auswählen, was sie brauchen und was sie damit kaufen wollen. Es ist aber keine Patentlösung für alle."
So wie Peters Familie erhalten derzeit mehr als 11‘000 Haushalte im Compassion-Programm in Kenia durch solche Geldtransfers lebenswichtige Unterstützung.
-
26. mai
Lateinamerika - das neue Zentrum der PandemieIn Peru ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen rasant angestiegen. Am 16. März, als der Lockdown verhängt und die Grenzen geschlossen wurden, gab es 86 infizierte Fälle. Seither ist die Zahl der Infizierten auf 120‘000 angestiegen, und es wurden 3‘500 Todesfälle verzeichnet. Eine Rekordzahl wurde erreicht, als 28‘000 Neuinfektionen innerhalb einer Woche registriert wurden.Die explosionsartige Zunahme der Infektionen hängt vor allem mit dem Verkauf von Lebensmitteln auf den Märkten zusammen, der als unverzichtbar angesehen wird und deshalb weiterhin stattfindet, denn mehr als 80% der Gemüseverkäufer in Lima sind mit dem Virus infiziert. Ein weiterer Grund ist die rasche Ausbreitung des Virus unter dem Gesundheitspersonal, weil die Schutzausrüstung unzureichend ist und Hygienevorschriften mangelhaft umgesetzt werden.Ausserdem sind sieben von zehn peruanischen Arbeitern in der so genannten informellen Wirtschaft tätig, viele von ihnen als Tagelöhner. Sie haben natürlich versucht, trotz der Einschränkungen weiter zu arbeiten, um ihre Familien ernähren zu können.Peru nimmt mit über 365‘000 bestätigten Infizierten und 22‘000 bestätigten Todesfällen auf der traurigen Liste der Covid-19-Opfer in Lateinamerika knapp hinter Brasilien den zweiten Platz ein.
Unter den obersten sechs Ländern auf der Liste sind auch Mexiko, Ecuador und Kolumbien aufgeführt. In allen diesen fünf Ländern werden Kinder, die in extremer Armut leben, durch Compassion unterstützt.
-
19. mai
Sofia ist eine alleinerziehende Mutter in Äthiopien, die ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Gemüse am Strassenrand verdient. Gegenwärtig kann sie wegen des Lockdowns nicht arbeiten.
Sofias Familie droht nun bereits zum zweiten Mal die Vertreibung aus ihrem bescheidenen Heim. Die Erinnerungen an das letzte Mal verfolgen sie noch immer. Deshalb wandte sie sich an Compassion. "Ich weiss noch genau, wie unterstützend die Mitarbeitenden des Compassion-Kinderzentrums in der Vergangenheit gewesen sind, deshalb war ich sicher, dass sie mir zuhören würden", sagt Sofia.
Das Compassion-Zentrum bezahlte Sofias Miete und versorgte sie gleichzeitig auch mit Lebensmitteln für ihre Familie.
Mimi, die Leiterin des Kinderzentrums, beschreibt die Lage als schwierig: "Wir denken, dass noch viele Fälle wie der von Sofia kommen werden. Die Gefahr einer Zwangsräumung nimmt zu, da viele Menschen nicht arbeiten können. Wir werden aber alles tun, was wir können, um die Kinder zu schützen."
-
15. mai
Unicef warnt davor, dass Covid-19 in den kommenden sechs Monaten jeden Tag bis zu 6’000 Kindern das Leben kosten könnte. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen stützt sich bei dieser Vorhersage auf eine Studie der Johns Hopkins University in Baltimore. Es wären 1,2 Millionen zusätzliche Todesfälle zu den 2,5 Millionen Kindern unter fünf Jahren, die jedes halbe Jahr aufgrund von extremer Armut sterben. Gemäss der universitären Studie, die von der Zeitschrift The Lancet Global Health veröffentlicht wurde, liegt die Ursache im Unterbruch der Nahrungsmittel- und Medikamentenversorgungskette.
Die Pandemie und die politischen Lockdown-Massnahmen haben die medizinische Versorgung von Kindern völlig zum Erliegen gebracht. So konnten seit Anfang des Jahres 117 Millionen Kinder nicht gegen Masern geimpft werden - um nur ein Beispiel zu nennen.
Die Mütter kommen an zweiter Stelle. Über 55’000 mehr Frauen könnten beim Gebären ihr Leben verlieren. Jedes halbe Jahr sterben 144’000 Frauen während oder kurz nach der Entbindung.
Zu den am stärksten gefährdeten Ländern gehören Bangladesch, Indien, Brasilien, die Demokratische Republik Kongo und Äthiopien.
-
12. mai
Ecuador
„Ich bin weder YouTuber noch ein Influencer oder wo etwas. Ich möchte die Kinder in meiner Nachbarschaft schlicht und einfach nicht alleine lassen. Sie sollen wissen, dass sie in dieser Krisenzeit nicht alleine sind und dass sie Gott wichtig sind.“
Alexander ist ein peruanischer Missionar, der schon seit mehreren Jahren in Ecuador lebt. Er, seine Frau und seine zwei Töchter nutzen ihre Zeit, um der Kleinstadt Echeandía Gottes Liebe zu bringen.
Alex betet mit den Kindern und ihren Familien, erzählt ihnen biblische Geschichten und ermutigt sie – all das mittels aufgezeichneter Videos. Manchmal verkleidet sich Pastor Alexander auch als Clown, damit es für die Kinder spannend ist und sie lachen und sich freuen können.
„Im Moment ist Kreativität angesagt. Die Kinder fühlen sich unter Umständen alleine oder haben Angst. Deshalb möchte ich ihnen mit den Videos den Frieden von Jesus Christus weitergeben.“
-
10. mai
Bangladesch
Für viele schwangere Frauen in Armut ist eine Geburt zurzeit mit Komplikationen verbunden. Ausgangssperren und Einschränkungen des öffentlichen Verkehrs führen dazu, dass viele Frauen zum Gebären nicht in ein Spital gehen können. Unsere Mitarbeitenden der Überlebensprogramme sind jedoch voll im Einsatz, damit die Babys heil zur Welt kommen.
Als bei Joya in Bangladesh die Wehen begannen, rief Alina, ihre Betreuerin des Überlebensprogramms, eine Hebamme herbei. Es sah gar nicht gut aus. Das Baby war in einer lag falsch - so wäre eine Heimgeburt viel zu riskant gewesen. Sie harrten stundenlang zu Hause aus, während Alina nach jemandem suchte, der die werdende Mutter ins Spital fahren würde. Als schon der neue Tag anbrach hatte sie endlich jemand gefunden. Die Ärzte führten sofort einen Kaiserschnitt durch und das hübsche Baby kam gesund zur Welt!
-
7. mai
"Während der COVID-19-Pandemie zu Hause bleiben zu müssen ist eine Riesenchance, Gott besser kennenzulernen." Mit dieser Ermutigung richtete Lubin Dieufait, der Leiter eines Compassion-Kinderzentrums, sich an die Eltern, nachdem von der Regierung wegen des Coronavirus ein Versammlungsverbot für Kirchen und andere Institutionen ausgesprochen worden war.
"Gott kann jeden Ort mit seiner Gegenwart füllen. Lasst es nicht zu, dass diese vorübergehende Situation euch von seiner Gnade entfernt. ,Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen‘, sagt Gott in seinem Wort. Ihr könnt ihm überall begegnen, nicht nur in der Kirche."
Julicia Siffrard ist die Mutter des 4-jährigen Gamae. Der Junge besucht das Patenschaftsprogramm. Vor ein paar Monaten hat er sich schwer verletzt und hätte fast seinen linken Fuss verloren. Die Familie hat diese schwierige Zeit überstanden, weil sie auf Gott vertraut hat.
Nachdem sie erfahren hatte, dass die Kirche im Moment zu sei, war Julicia traurig. Doch als sie den weisen Ratschlag von Lubin hörte, entschied sie sich, mit Gamael und ihren drei anderen Kindern zu Hause regelmässige Andachtszeiten durchzuführen.
-
4. mai
Guatemala
Die örtliche Polizei und die Mitarbeitenden der Kinderzentren in Cotzal und Chajul in Guatemala arbeiten zusammen, um die bedürftigsten Familien der Patenkinder mit Nahrungsmitteln zu versorgen.
In der Zeit des Lockdowns mit einer strengen Ausgangssperre von 16.00 Uhr bis 4.00 Uhr morgens können viele Tagelöhner nicht mehr zur Arbeit gehen oder rechtzeitig mit Lebensmitteln für ihre Familien nach Hause kommen. Darüber hinaus haben die Behörden die Fahrerlaubnis für Autos drastisch eingeschränkt. Es dürfen nur "offizielle" Fahrzeuge unterwegs sein.
So ist es für die Kinderzentren schwierig, den Patenkindern und ihren Familien Lebensmittelpakete zu bringen. Deshalb kontaktierten die Verantwortlichen der Kinderzentren die Behörden, um die Situation zu erklären. Die Polizei war begeistert von der Idee, helfen zu können. Sie kümmert sich sogar um das Verpacken der Lebensmittel. Die Familien erhalten Gemüse aus den Gärten der Kinderzentren, Reis, Bohnen, Zucker und Getreide.
"Die Zusammenarbeit mit der Polizei kam unerwartet. Sie half und erwartete keine Gegenleistung! Es ist unglaublich. Menschen schliessen sich zusammen, um Familien in extremer Armut zu dienen", sagt Williams de Leon, Leiter eines Kinderzentrums in der Region. "Diese Pandemie bringt das Beste in den Menschen zum Vorschein."
-
2. mai
Uganda
Als sie die neuesten Nachrichten in ihrem kleinen Radio hört, ist Leah besorgt. Jeden Tag verliert sie mehr Hoffnung und fühlt sich immer machtloser. Ihre vierköpfige Familie mietet zusammen mit 14 anderen Familien ein Einzelzimmer auf einem überfüllten Gelände. Fast alles erledigt sie im Freien (auch das Kochen!), denn drinnen ist einfach nicht genug Platz. Es ist für sie fast unmöglich, soziale Distanz zu wahren, besonders mit einem 10 Monate alten Kind.
Zum Glück ist Leah mit ihren Schwierigkeiten nicht allein. Zusammen mit ihrer jüngsten Tochter sind sie im Überlebensprogramm für Mütter und Babys. Im Kinderzentrum lernten Leah und die anderen Mütter Präventionsmassnamen für COVID-19. Sie lernte Hygienemassnamen wie Händewaschen und war begeistert, als die Mitarbeitenden Seife an die Familien verteilten.
Leah erinnert sich an das, was sie im Zentrum gelernt hatte, und kam auf die Idee, Familien in ihrem überfüllten Gelände zu schützen. "Ich sprach mit der Vermieterin, und sie stellte eine Einrichtung zum Händewaschen mit Seife zur Verfügung. Jetzt müssen sich alle, die von aussen hereinkommen, die Hände waschen. Das Zentrum lehrte uns, dass Händewaschen hilft, Infektionen zu verhindern", sagt Leah.
In Uganda haben Leah und viele andere Familien ihre Lebensgrundlage aufgrund der Quarantänemassnahmen verloren, besondern in den Städten, in denen die Familien keine Gärten haben. Compassion Uganda beantragte eine Sondergenehmigung zur Verteilung von Lebensmitteln, so dass Leahs Familie Nahrung für einen Monat erhielt.
"Dies ist eine Zeit, in der die übliche Arbeitsweise von Compassion aufgrund der staatlichen Ausgangssperren nicht wie gewohnt funktioniert. Aber ich bin überzeugt, dass wir nicht aufgehalten werden können, Gutes zu tun", sagte Lenny Mugisha, Landesdirektorin von Compassion Uganda.
-
28. april"Ich sah, wie die Leute um mich herum verunsichert waren und Hamstereinkäufe machten, und fragte mich, woher ich das Geld nehmen könnte, um auch etwas auf Vorrat zu kaufen. Es ist eine sehr schwierige Zeit. Selbst mit dem wenigen Geld, das wir haben, ist es schwierig, Lebensmittel zu besorgen, weil die grosse Nachfrage die Preise in die Höhe treibt“, erzählt Shitu, eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern in Äthiopien. Tagelöhner sind die ersten, die betroffen sind, wenn eine Stadt wegen einer Pandemie lahmgelegt ist.Aber unter ihnen breiten sich auch gute Nachrichten wie ein Lauffeuer aus: Alle Familien, deren Kinder im örtlichen Kinderzentrum registriert sind, können ins Compassion-Büro gehen, um dort Getreide, Nahrungsmittel und Hygieneartikel abzuholen."Ich kniete nieder und dankte Gott, und ich segnete auch das Kinderzentrum. Ich bin überwältigt vor Freude. Gott allein weiss, wie verzweifelt ich vorher war. Ich hatte ja nicht einmal 10 Birr (umgerechnet 30 Rappen) in meiner Tasche." Dank der Unterstützung durch die Patenschaftsbeiträge können die Mitarbeitenden unserer Partnerkirchen weiterhin den Patenkindern helfen. Sie überwachen ihr Wohlergehen und das ihrer Familien. In vielen Fällen stellen sie nach Möglichkeit medizinische Hilfsgüter, Hygieneausrüstung, zusätzliche Nahrungsmittel, Wasser und andere Ressourcen zur Verfügung.
-
26. april
„Afrika auf brutale Weise ausgebremst"
Der Titel eines kürzlich in der Tageszeitung Le Temps erschienenen Artikels fasst die Situation zusammen. Afrika ist der Kontinent, der weltweit immer noch am stärksten von extremer Armut betroffen ist.
Der Artikel sprach davon, dass die offiziellen Covid-19-Infektionszahlen für afrikanische Staaten „nicht die ganze Geschichte erzählen". Aufgrund fehlender Ressourcen können nicht genügend Tests durchgeführt werden. Dazu kommt, dass die medizinische Infrastruktur vielerorts schwach oder gänzlich unzureichend ist. So haben zum Beispiel zehn afrikanische Länder gar keine künstlichen Beatmungsgeräte. Aus diesen Gründen haben sich 44 afrikanische Länder selbst unter Quarantäne gestellt.
Am 1. Juli dieses Jahres sollte der „Gemeinsame Afrikanische Markt“ Wirklichkeit werden. Ein "Binnenmarkt", der die Handelsgrenzen zwischen 54 der 55 afrikanischen Länder abschafft. Diese Hoffnung, die Entwicklung des Kontinents zu beschleunigen und die Armut weiter einzudämmen, ist nun erloschen.
Schlimmer noch: Afrika-Experten befürchten Hungersnöte und Lebensmittelkrawalle aufgrund schlechter Lieferketten. Der IWF schätzt, dass 114 Milliarden Franken benötigt werden, um mit Covid-19 in Afrika fertig zu werden. Die G20-Akteure prüfen ein Moratorium für die Schulden der afrikanischen Länder, die sich auf mehr als 350 Milliarden Franken belaufen.
-
25. april
Honduras
Beim Einpacken von Lebensmittelsäcken für die Kinder und ihre Familien im Lockdown hatte Wendy eine Idee: sie legte einen ganz besonders ermutigenden Brief dazu.
Die Kinderzentren von Compassion sind nicht dasselbe ohne den Lärm und die Freude der Kinder, die sich dort normalerweise aufhalten. Die Mitarbeitenden haben jedoch kreative Wege gefunden, um mit ihnen in Kontakt zu treten und sie wissen zu lassen, wie wichtig sie sind und wie sehr sie sie vermissen.
Zusätzlich zu den regelmässigen Telefongesprächen mit den Eltern haben sie auch auf andere Weise Hoffnung inmitten des Chaos der Ausgangssperren geweckt.
Die Leiterin Wendy und ihr Team arbeiteten hart daran, die Lebensmittelpakete zu kaufen, zu verpacken und an die Kinder und Familien zu liefern.
Aber Wendy konnte es sich nicht nehmen lassen, einen besonderen Brief beizufügen, um auszudrücken, wie sehr sie sie vermisst.
"Ich vermisse das Lachen der Kinder, sie zu umarmen und jeden Tag ihre Gesichter zu sehen", sagt sie. "Ich bete für die Kinder und vertraue Gott, dass er sich um sie kümmert. Ich bin sicher, dass wir zurückkehren und sie alle bald wieder sehen werden."
"Ich konnte die Liebe vom Wendy in diesem Brief spüren", sagte Suyapa, ein Patenkind. "Ich vermisse das Zentrum sehr, und der Brief hat mir Hoffnung gegeben und mir gezeigt, wie sehr sie uns auch vermissen."
-
23. april
In Nicaragua leben Geoconda und ihre vier Kinder in einem Haus aus Blech, Holz und Ziegelsteinen, das aus einem einzigen Raum besteht. Seit den ersten Tagen des Lockdowns sind unsere Mitarbeitenden immer wieder vor Ort, um sie und alle anderen Patenkinder mit ihren Familien direkt in ihren Häusern zu unterstützen.
Raquel, die Leiterin eines Compassion Kinderzentrums, erklärt: "Es ist jetzt absolut entscheidend, dass wir den Kindern den Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, Seife, Hygieneprodukten und Medikamenten gewährleisten. Alle unsere Mitarbeitenden kümmern sich um jedes einzelne Patenkind. Sie besuchen sie zu Hause, bieten Unterstützung und beten mit der ganzen Familie." ⠀
Geoconda ist dankbar für die Unterstützung: "Alles, was ich tun kann, ist, Gott für die Hilfe, Fürsorge und Liebe der Compassion-Mitarbeitenden zu danken. Sie leisten wirklich aussergewöhnliche Arbeit für alle Kinder."
-
21. april
Wie ist die aktuelle Situation in den Ländern, in denen die Kinderzentren von Compassion sind?
Welche Auswirkungen hat Corona in diesen Ländern auf die Arbeit?
Wie werden die Familien der Patenkinder unterstützt?
Antworten auf diese und andere Fragen gibt dieses Video mit unserem globalen Programm-Direktor.
-
19. april
Stand der kumulativen Fälle von Covid-19-Infektionen in den Ländern, in denen Compassion aktiv ist, am 19. April. Die Prozentzahlen zeigen die Entwicklung innerhalb von 24 Stunden.
Bitte beachte, dass nicht alle Länder für gross angelegtes Testen ausgerüstet und/oder dazu entschlossen sind.
Weltweit + 2,7% (2'107'593 Fälle)
Schweiz + 0.8% (26997 Fälle)
Brasilien + 6% (33682 Fälle)
Peru+ 5,5% (13489 Fälle)
Ecuador + 2,5% (8450 Fälle)
Mexiko + 5,5% (6875 Fälle)
Indonesien + 4,9% (5923 Fälle)
Philippinen + 2,5% (5878 Fälle)
Dominikanische Republik +4,5% (4126 Fälle)
Kolumbien + 3,5% (3439 Fälle)
Thailand+ 0,3% (2700 Fälle)
Bangladesch + 14,3% (1838 Fälle)
Ghana 0% (641 Fälle)
Burkina Faso + 0,9% (557 Fälle)
Bolivien + 3,8% (493 Fälle)
Honduras + 2,4% (457 Fälle)
Kenia + 3% (246 Fälle)
Sri Lanka + 1% (244 Fälle)
Guatemala + 6,2% (235 Fälle)
Paraguay + 5,1% (202 Fälle)
El Salvador +3,6% (177 Fälle)
Tansania + 56% (147 Fälle)
Ruanda + 1,7% (143 Fälle)
Äthiopien + 9,3% (105 Fälle)
Togo +2,5% (83 Fälle)
Uganda +0% (55 Fälle)
Haiti + 5% (43 Fälle)
-
19. april
Äthiopien
"Das Gesundheitssystem in meinem Land kann diese Pandemie nicht überwinden. Das Einzige, was ich jetzt als Ärztin tun kann, ist, die Menschen zu beraten, wie die Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann." - Dr. Addisalem, Äthiopien.
Diese junge Ärztin wuchs als Patenkind in einem Kinderzentrum von Compassion auf und steht heute an vorderster Front im Kampf gegen COVID-19 in Äthiopien.
Das Gesundheitssystem in Äthiopien und in vielen anderen Ländern, in denen Compassion arbeitet, steht vor einer enormen Herausforderung. Es besteht ein grosser Mangel an medizinischem Grundversorgungsmaterial.
-
17. april
Mary, Mitarbeiterin von Compassion in Kenia: „Als die ersten Fälle in Kenia bekannt wurden, hat sich das sehr schnell in extremer Weise auf uns ausgewirkt. Wir mussten das Programm für die Kinder schliessen und begannen sofort, ein Bewusstsein für das Virus zu schaffen und Informationen darüber bereitzustellen, wie die Ansteckungsgefahr minimiert werden kann.“ Die Stärke von Compassion liegt darin, dass bei über 118.000 Patenkindern in diesem Land die Präventionsmassnahmen sich sehr schnell auf Familien, Nachbarschaften und die Bevölkerung ausbreiten.
«Füll einfach einen leeren, sauberen Kanister mit Wasser und steche mit einem Nagel ein kleines Loch in den Boden, hänge ihn dann über einen Eimer, und schon hast du eine Handwaschstation. Der Nagel kann auch dazu verwendet werden, den Wasserfluss zu stoppen.»
In Kenia schwanken die Kosten und die Verfügbarkeit von Wasser, so dass die Mitarbeitenden den Eltern auch beibrachten, wie sie ihr eigenes Desinfektionsmittel herstellen können.
"Wir haben alle [Kinder] mit den Zutaten versorgt und ihnen beigebracht, wie man Desinfektionsmittel herstellt, damit sie auch dann geschützt sind, wenn kein Wasser zur Verfügung steht", sagt Mary.
Die Situation ändert sich schnell. Angesichts eines wachsenden Verbots von Versammlungen - sogar für die Verteilung von Lebensmitteln - hat Compassion ausnahmsweise beschlossen, finanzielle Mittel an die bedürftigsten Familien zu verteilen. Auf diese Weise können sie Lebensmittel und lebensnotwendige Güter erwerben, wenn die Compassion Mitarbeitenden ihnen keine Lebensmittel liefern können.
Du kannst ganz viel bewirken, wenn du für den Nothilfefonds von Compassion spendest.
-
16. april
Mit Bedauern haben wir vom Tod des Pastors einer unserer Partnerkirchen in Guayaquil Ecuador erfahren. Er hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies ist der erste Todesfall, der in der grossen Compassion-Familie von Patenkindern und Mitarbeitern verzeichnet wurde.
18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kinderzentren oder Partnerkirchen von Compassion in Lateinamerika wurden positiv auf Covid-19 getestet und befinden sich derzeit in Behandlung (Ecuador, Brasilien, Haiti und Dominikanische Republik). In Honduras verbrachte ein Kind 11 Tage im Krankenhaus, konnte dann aber nach Hause zurückkehren, wo es vorläufig in Quarantäne bleibt.
Von Afrika wurde ein Fall in Burkina Faso und von Asien ein weiterer in Indonesien gemeldet.
Obwohl Compassion aktuell 2,1 Millionen Kinder weltweit unterstützt, ist die Zahl der Opfer bislang sehr klein. Wir bitten euch, weiter für die Patenkinder und Mitarbeitenden und für ihre Familien zu beten.
-
15. april
Sri Lanka
In den Städten im Norden von Sri-Lanka zeichnet sich dasselbe Bild wie an anderen Orten des Landes: leere Strassen, denn die Menschen müssen zu Hause bleiben. Doch dieses Gefühl des Eingesperrtseins ist nichts Neues für die Leute im Norden. Schon während des Bürgerkriegs erlebten sie eine Ausgangssperre und eine Zeit grosser Unsicherheit. „Besorgnis, Angst und Verzweiflung machen sich erneut breit“, berichtet Pastor Mathan.
Er und sein Team sind fest entschlossen, der Gemeinschaft vor Ort zu dienen. Dazu haben sie bei den lokalen Behörden eine Sonderbewilligung eingeholt und eine Händewasch-Kampagne lanciert. Sie haben auf dem Marktplatz ein Zelt mit Stühlen aufgestellt, zwei Spülbecken, Wasserhähne und als Anleitung ein Plakat mit sieben verschiedenen Händewaschtechniken.
Doch Pastor Mathan hatte noch eine weitere Idee! Weil es zu wenig Schutzmasken gab, erhielt er von den Behörden die Genehmigung, selbst Masken herzustellen. „Es sind dreilagige Masken mit einem bequemen Gummiband. Nach dem Nähen werden sie mit dem antiseptischen Desinfektionsmittel Dettol gewaschen und vor dem Verpacken an der Sonne getrocknet.“ 50 Stück gingen an die Polizei, 50 Stück an den Stadtrat. Danach wurden 750 Stück günstig an die Bevölkerung verkauft. Die Behörden haben Pastor Mathan und sein Team gebeten, mit dieser Arbeit weiterzumachen.
-
14. april
Der Corona-Krisenstab von Compassion International verfolgt die Entwicklung der Aktivitäten in unseren 25 Projektländern täglich. Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden aus sieben Ländern Corona-Fälle gemeldet. Betroffen sind sowohl Mitarbeitende der Kinderzentren als auch Patenkinder oder deren Familien. Aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht werden die Patinnen und Paten nicht informiert, wenn ihr Patenkind mit dem Virus angesteckt wurde. Die Kinder, die es möchten, können davon in einem Brief an ihre Patin bzw. ihren Paten schreiben.
-
13. april
„Die Pandemie hat uns dazu veranlasst, jedem Compassion-Länderbüro einen Gesundheitsexperten zur Verfügung zu stellen. Informationskampagnen wurden vorbereitet und die Partnerkirchen haben dann in ihrem Umfeld und bei den Familien der Patenkinder informiert, sensibilisiert und über Prävention gesprochen. Es wurden die Anweisungen der jeweiligen Regierung und die nötigen Hygienemassnahmen erklärt sowie auch das richtige Vorgehen beim Auftreten von Symptomen der Krankheit COVID-19“, so der Regionalverantwortliche für Asien, Silas Balraj.
El Salvador
In El Salvador, wo ein Drittel der Bevölkerung in Armut lebt, haben die Partnerkirchen mit den Kindern und ihren Eltern Kurse durchgeführt, um ihnen aufzuzeigen, welche regelmässigen Hygienepraktiken dazu beitragen, sich vor dem Virus zu schützen.
„Unsere Leute denken, dass wenn schon die grossen Länder Probleme mit dem Virus haben, es bei uns ein Riesenchaos auslösen wird“ erzählt Rafael, ein Compassion-Regionalleiter. „Es ist wichtig, dass die Kirchen bei der Prävention mithelfen und eine Art Medizinkoffer an die Kinder und ihre Eltern verteilen.“
Die Mütter des Compassion-Kinderzentrums in Macjula haben zum Beispiel eine Schachtel mit einem Händedesinfektionsmittel, Schutzmasken und Vitamin-B-Nahrungsergänzung erhalten. „Sie haben uns ganz allgemein über die Gefahr von Bakterien und Viren, die an unseren Händen haften bleiben, aufgeklärt; nicht nur in Bezug auf COVID19“, sagt Melani, die Mutter der 10jährigen Alexia.
„Das öffentliche Gesundheitssystem ist hier nicht sehr gut“, fügt Elisa hinzu. „Es ist so ein Segen für unsere Kinder, hier eine Klinik zu haben! Und das Compassion-Kinderzentrum übernimmt einen Grossteil der Kosten der medizinischen Versorgung.“
-
12. april
Der Bevölkerungsanteil von Menschen in Armut könnte das erste Mal seit 1990 massiv zunehmen. Gemäss einer Studie, die vom britischen King’s College und der australischen National University durchgeführt wurde, könnte die Coronakrise weitere 500 Millionen Menschen in die Armut treiben. Bei einer Einkommenseinbusse von 5% in Lateinamerika und der Karibik würde die Anzahl der Menschen, die von weniger als 5,5 Dollar pro Tag leben, von zurzeit 162 Millionen auf 174,6 Millionen ansteigen.
Bei einer Einkommenseinbusse von gar 20% stiege die Zahl auf 216,3 Millionen. Das heisst, es gäbe 54 Millionen Menschen mehr, die in Armut leben. 3,4 Milliarden der knapp 8 Milliarden Menschen leben von weniger als 5,5 Dollar pro Tag.
-
10. april
Guatemala
Weil weder Schutzmasken noch Händedesinfektionsmittel ausgeliefert werden können, überlegte sich das ehemalige Patenkind Yonathan, wie er den schutzbedürftigsten Personen in seiner Nachbarschaft helfen könnte.
„Ich war dabei, Schuluniformen für eine Schule hier in der Gegend herzustellen. Ich habe diese Arbeit unterbrochen, um mich tatkräftig an der Bekämpfung des Coronavirus zu beteiligen“, sagt er.
Jetzt setzt der 25jährige seine Schneiderkünste für die Herstellung von Mikrofasermasken ein. Zwar dienen Hygienemasken am besten, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, aber auch eine selbstgemachte Schutzmaske kann zusätzlich zu anderen vorbeugenden Massnahmen bis zu einem gewissen Grad schützen. „Die Schutzmasken können die Verbreitung des Virus teilweise verhindern. Am besten schützt man sich, indem man vorsichtig ist, die Regeln befolgt, zu Hause bleibt und Gott vertraut“, hält Yonathan fest.
Während er noch Hunderte von Masken näht, ist Yonathan in Gedanken bei seinen ehemaligen Paten in Italien - eines der Länder, die am schlimmsten von COVID19 betroffen sind.
-
3. aprilAuch in Ecuador sind die Aktivitäten in den Kinderzentren eingestellt, aber die Mitarbeitenden bleiben mit den Patenkindern und ihren Eltern verbunden. „Den Ärmsten unter ihnen bringen wir Nahrungsmittel und Produkte zum täglichen Überleben. Daneben besuchen wir die Familien – dort, wo es noch möglich ist – oder wir rufen sie so regelmässig wie möglich an, um zu hören, wie es ihnen geht und um sie zu ermutigen. Wir achten nach wie vor sehr auf den Schutz der Kinder und schauen zu, dass wir jeden etwaigen Missbrauch sofort aufdecken.“
Um die erheblichen Kosten der Auswirkungen dieser Pandemie zu tragen, brauchen unsere 8000 Partnerkirchen dringend Unterstützung. Jede Spende, ob gross oder klein, wird Leben retten und ermöglicht uns, die Patenkinder und ihre Familien effektiv und engagiert zu unterstützen. Im Namen der Kinder, denen wir dienen, danken wir dir für dein Mittragen und dein Engagement.