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Kalifornien ist ein sehr wichtiges Gebiet in den USA, was die Landwirtschaft betrifft. Im sonnigen Central Valley, das auch als «Salatschüssel» Amerikas bezeichnet wird, werden riesige Mengen an Salat, Gemüse und Obst angebaut. Ganze 2/3 der Früchte und Nüsse, die in der USA verzehrt werden, stammen aus diesen Gebieten. Zudem steuert der Staat Kalifornien 1/3 des produzierten Gemüses in den USA bei. Gigantische Mengen, meistens angebaut in Monokulturen, die immer mehr in Misskredit geraten und oft grossen Agronomie-Konzernen gehören. Diese sind auf ihren materiellen Profit fokussiert und produzieren auf Teufel komm raus und ohne grosse Rücksicht auf Mutter Natur und die Umwelt. Enorme Mengen dieser Produkte werden auch in andere Staaten der USA exportiert. Diese intensiv bewirtschafteten Monokulturen haben auch in gewissen Regionen zu einem Wasser-Notstand geführt. Allen voran der durstige Mandelbaum, der das vorherrschende Klima besonders mag und wunderbar gedeiht. Es wurden Unmengen dieser Bäume gepflanzt, um der Nachfrage gerecht zu werden. Kalifornien produziert einerseits den ganzen Bedarf an Mandeln für die USA und andererseits wird 70 % der Mandelproduktion exportiert. Kalifornien produziert über ¾ des Weltbedarfs an Mandeln.
Die Gegenbewegungen zur Massenproduktion sind glücklicherweise sehr gut erkennbar. Jeder Supermarkt hat eine grosse Abteilung mit organisch und lokal produzierten Produkten aufgebaut, die wirklich von ausserordentlichen Qualitäten sind. Kalifornien kann sich eine extensive Landwirtschaft leisten, sind doch die Platzreserven schier unerschöpflich und das ausserordentliche Klima begünstigt dieses Vorhaben enorm.
Ein Liter Kuhmilch zum Beispiel von einer kleineren qualitätsbewussten Farm mit einem gewissen Renommee kann dann schon mal über 4 $ kosten! Die Milch ist in Mehrweg-Glasflaschen gefüllt, weder pasteurisiert noch irgendwie emulgiert, das bedeutet, die Milch rahmt noch auf! Viele der kleineren und mittelgrossen kalifornischen Farmer haben sich in den letzten Jahren zur naturnahen Produktion von Lebensmitteln bekannt. Dieser Trend hält ungebremst an, der Weg ist aber noch lang, müssten doch zuerst auch einmal die Grosskonzerne einsichtig werden und anstelle des monetären Gewinnes, die Güte und die Qualität ihrer Produkte, auf die sie sogar stolz sein könnten, in den Vordergrund stellen!
Der damit verbundene Preisanstieg der Grundprodukte würde (auch Hierzulande!!) die gegen den “Food Waste“ ins Leben gerufenen Kurse und Workshops überflüssig machen!
Es würde uns nicht verwundern, wenn der Westen der USA dereinst die neuen Massstäbe für naturnahe ökologische Produktion-Standards setzen würde.
Innerhalb der USA ist es bereits soweit!