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Das Mahlen von Korn mit einfachsten Mitteln ist sehr alt. In Ägypten mussten
Sklaven oder niedere Bedienstete auf den Knien Körner zwischen zwei Steinen
verreiben.
Demeter, die griechische Fruchtbar-keitsgöttin, gilt als Spenderin der
Mahlwerkzeuge. Schon damals wurden Mühlen mit Pferdekraft angetrieben.
Im Buddhismus ist die Mühle das Symbol für Geburt und Leben des Menschen.
Auch in der christlichen Religion gibt es Analogien. So ist die Mühle Sinnbild
für die Passion: Das Korn leidet in der Mühle wie Jesus auf dem Kreuzweg
gelitten hat. In bildlichen Darstellungen zeigen "Hostienmühlen" den Vergleich
des Leidens von Korn und Leib Christi eindrücklich.

Unter den heiligen Gestalten der Christenheit hat das Müllergewerbe zwei
Patroninnen: Die heilige Katharina von Alexandrien wurde gerädert und wird oft
mit einem Rad als Symbol dargestellt. Dieses wird als Kammrad interpretiert. Als jenes Rad also, das die Mühle direkt
antreibt.
Die heilige Verena ist auf einem Mühlestein die Aare hinuntergeschwommen. Sie
wurde besonders von den Müllern in unserer Gegend verehrt. Jeweils am 1.
September, ihrem Namenstag, galt es die Mahlsteine zu schärfen Die Arbeit war
nie so haltbar, wie wenn die Steine am Verenatag nachgehauen wurden.
1816 ratterten im Bezirk Zurzach 20 Getreide-Mühlen. Die meisten mit
ober-schlächtigen, einige auch mit unter-schlächtigen Wasserrädern; alle auf
festen Grund gebaut. Die einzige Schiffsmühle schwamm bei Zurzach auf dem Rhein