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Es ist das erste Mal seit April 2012, dass der Landesindex für Konsumentenpreise wieder zugelegt hat. Den grössten Anteil zur Trendwende trugen die Preise für Kleider und Schuhe bei. Die neuen Winterkollektionen ersetzten in den Regalen kontinuierlich die Sommerschlussverkäufe. Dies führte zu einem Preisanstieg von durchschnittlich 6,9 Prozent in dieser Sparte, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.
Preissenkungen bei Nahrungsmitteln und in der Gastronomie
Auch der Verkehr sorgte für eine Zunahme beim Index. Benzin und Diesel kosteten rund 2 Prozent mehr als im August. Für Flugreisen mussten Schweizerinnen und Schweizer ebenfalls mehr berappen. Mehr bezahlt wurde auch für Zigaretten und inländische Weissweine (+0,6 Prozent) sowie für die Schul- und Berufsbildung (+1,3 Prozent).
Auffallend war hingegen der Preisrückgang bei der Nachrichtenübermittlung (-1,6 Prozent). Dies ist insbesondere eine Folge der günstigeren Angebote bei der Mobilnetz-Kommunikation. Preissenkungen wurden unter anderem auch bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken sowie in der Gastronomie verzeichnet.
Inlandgüter gleich teuer
Wie das BFS weiter mitteilte, blieben die Preise der Inlandgüter unverändert, während diejenigen der Importgüter um 1,3 Prozent anstiegen. Innert Jahresfrist blieben die Preise der in der Schweiz produzierten Produkte ebenfalls unverändert, während diejenigen der Importgüter einen Rückgang um 1,7 Prozent verzeichneten.
Auf ein ganzes Jahr betrachtet war die Teuerung rückläufig. Verglichen mit September 2011 sank der Index um 0,4 Prozent. Für das ganze Jahr 2012 prognostizierte das Bundesamt eine Teuerungsabnahme von 0,5 Prozent.
Das BFS berechnet den Landesindex für Konsumentenpreise monatlich anhand eines repräsentativen Warenkorbs mit Konsumgütern und Dienstleistungen. Mittels der Preise für diesen Warenkorb wird die Teuerung in der Schweiz gemessen.
Die Konsumgüter haben sich seit Jahrzehnten kontinuierlich verteuert. Im Vergleich zum Jahr 2000 beläuft sich die Teuerung auf fast 9 Prozent, verglichen mit 1982 fast 60 Prozent. Seit 1977 haben sich die Preise in der Schweiz verdoppelt und seit 1966 mehr als verdreifacht. (npa/sda)