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Informationsblatt zur Radiojodtherapie bei gutartiger Schilddrüsenerkrankung
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Die Radiojodtherapie ist ein bereits seit vielen Jahrzehnten etabliertes, sicheres Verfahren zur Behandlung von Erkrankungen der Schilddrüse.
Das Prinzip der Radiojodtherapie beruht auf der Verabreichung einer Kapsel mit dem radioaktiven Jod-Isotop J-131. Die Substanz reichert sich hochkonzentriert in der Schilddrüse an und führt durch eine lokale Bestrahlung zum gezielten Untergang des krankhaften Gewebes. Andere Organe werden hierbei weitgehend geschont.
Die Radiojodtherapie wird zur Behandlung gutartiger Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt, die mit einer Überfunktion (Autonomie, Morbus Basedow) oder einer Vergrösserung (Struma) des Organs einhergehen. Bei beiden Indikationen stellt die Radiojodtherapie eine nebenwirkungsarme Alternative zur Operation dar. Ein weiterer Einsatz liegt in der Behandlung des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms (Schilddrüsenkrebs). In diesem Fall wird die Therapie ergänzend zum operativen Vorgehen durchgeführt.
Aufgrund des Einsatzes radioaktiver Substanzen wird die Therapie unter stationären Strahlenschutzbedingungen durchgeführt. Die Patientenzimmer unterscheiden sich nicht von anderen Patientenzimmern in der Klinik, die Patientinnen und Patienten geniessen eine wunderschöne Sicht auf den Vierwaldstättersee und das Alpenpanorama. Der stationäre Aufenthalt beträgt im Mittel 2 bis 4 Tage.
Einzelheiten zur Radiojodtherapie finden Sie in den beiden zum Download stehenden Broschüren: