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Ziel unserer städtebaulichen Untersuchung war es die Konstanten an diesem sehr heterogenen Ort in Reinach auszumachen und eine Strategie zu entwickeln die Anstoss für eine städtebauliche Dynamik werden könnte.Zwei Themen haben sich dabei heraus kristallisiert: einerseits die Teilung des Areals in einen strassenbegleitenden Abschnitt und einen Hinterhof, zweitens die einmalige Geometrie durch die Biegung der Strasse.
Abgeleitet von dem klassischen städtebaulichen Muster des Blockrandes mit kleineren Bauten im Hinterhof haben wir uns für ein Konzept entschieden das eine klare Hierarchie zwischen dem inneren und äusseren Teil des Areals definiert. In einem weiteren Schritt haben wir die Biegung der Strasse, die von der Geometrie des früheren Dorfteiches (Erlenbach) kommt, als Ausgangspunkt gesehen um die kräftigen Baukörper entlang der Strasse zu verformen und somit dem Städtebau einen einmaligen Charakter zu geben. Damit verbunden ist die Ausarbeitung des Überganges von der kilometerlangen und geradlinigen Baslerstrasse in die neu gestaltete Hauptstrasse. Die Strassenquerschnitte gleichen sich so weit wie möglich an. Fünf- bis sechsgeschossige kräftige Baukörper begleiten die Strasse und werden graduell, der Schienenkurve nach, verformt und definieren einen klar artikulierten Strassenraum.
Der Massstabssprung der neuen Gebäudevolumen mit ihrer geforderten Dichte zu dem kleinteiligen Bestand, wird mit einer Staffelung nach hinten vermindert. Die Verformung der Wohnhäuser entlang der Strasse zeichnet sich in der Gebäudestruktur ab und schafft eine breitere Varianz der Wohnungstypologien.Eine innenliegende Erschliessung maximiert die Kompaktheit und ermöglicht einen ausgewogenen Wohnungsspiegel mit verschiedenen Typen, sowie eine optimale Wirtschaftlichkeit. Die neuen Hofgebäude richten sich volumetrisch nach den Vorgaben der Zone W4, die langfristig nach dem neuen Zonenplan in dem Quartier vorgesehen ist. Die Gebäude stehen rechtwinklig zu einander in der Geometrie der Randgebäude und der beiden Strassen.
Der durchlässige Charakter des Freiraumes und das informelle Wegenetz innerhalb der heutigen Siedlungsstruktur werden als wertvoll betrachtet und weitergeführt. Eine Sequenz von grossen Bäumen begleitet die Strasse. Sie leitet in das Ortszentrum von Reinach und lässt die neue Überbauung als Ganzes erkennen.
Architektur: Bachelard Wagner Architekten, Basel
Mitarbeit: Luca Chanteau, Hervé Doutaz