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Tequila aus Jalisco, Mezcal aus Oaxaca und Charanda aus Michoacán – über die Regionalspirituosen Mexikos könnte man ein Buch schreiben. Während die ersten beiden Spezies aus Agaven gefertigt werden und international schon längst bekannt sind, hinkt der Charanda-Trend noch etwas hinterher. Charanda ist im Grunde genommen Rum, da die Spirituose aus fermentierter Zuckerrohr-Maische destilliert wird und sowohl in klarer, ungereifter Form als auch in bernsteinfarbener, gereifter Form erhältlich ist. Charandas tauchte um 1857 erstmals in den geschichtlichen Aufzeichnungen auf und war seit 1907 als kommerzielles Produkt erhältlich. In jenem Jahr gründete Herr Cleofas Murguía Liera die erste Brennerei in der 1.600 Meter hoch gelegenen Stadt Uruapan. Und genau das ist es, was den Charanda zum Charanda macht: Die herangezogenen Zuckerrohrpflanzen wachsen in Höhen von über 1.500 Metern und weisen deshalb auch einen höheren Zuckergehalt als die Pflanzen aus dem Tiefland aus. Ausserdem nutzt man für den Charanda Wasser von ausgezeichneter Qualität, das einer Quelle am Rande des Nationalparks "Barranca del Cupatitzio" entspringt. Seit 2003 ist Charanda eine geschützte Herkunftsbezeichnung, wodurch Konsumenten sicher sein können, dass sie ein Destillat aus dem Bundesstaat Michoacán in Händen halten. Wenngleich es in und um Uruapan weitere Hersteller von Charanda gibt, gilt der "Charanda Real der Uruapan" als das Original, seit 1907.
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