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Iran bietet Vermittlung zwischen Armenien und Aserbaidschan an
Der Iran hat nach dem aserbaidschanischen Beschuss der Konfliktregion Berg-Karabach Vermittlung aus Teheran angeboten.
Der Iran hat nach dem aserbaidschanischen Beschuss der Konfliktregion Berg-Karabach Vermittlung aus Teheran angeboten.
Der iranische Aussenamtssprecher Nasser Kanaani forderte am Dienstag die Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens von 2020 zwischen Aserbaidschan und Armenien, die beide eine Grenze mit dem Iran teilen. Erst vor wenigen Tagen hatte Irans Verteidigungsminister Mohammed-Resa Aschtiani vor einem Krieg in der Region gewarnt.
Das autoritär geführte Aserbaidschan im Südkaukasus hatte am Morgen einen breit angelegten Militäreinsatz zur Eroberung Berg-Karabachs begonnen. Die Region liegt zwar auf aserbaidschanischem Staatsgebiet, wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Die beiden ehemals sowjetischen Nachbarländer kämpfen schon seit Jahrzehnten um Berg-Karabach.
Die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und dem Iran sind traditionell schwierig. Die Führung in Teheran warf dem Nachbarland immer wieder vor, mit dem Westen und seinem Erzfeind Israel zu kooperieren. Der Iran wiederum unterhält wie Russland gute Beziehungen zu Armenien. Dennoch hatten sich jüngst hochrangige Militärvertreter aus Baku und Teheran für Gespräche getroffen und eine Vereinbarung zur Vertiefung der verteidigungspolitischen und militärischen Zusammenarbeit unterzeichnet.