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Jules Bianchi war mit seinem Marussia in einen Kran geprallt, der dabei war, den Wagen des deutschen Sauber-Fahrers Adrian Sutil zu bergen. Über neun Monate später, am 17. Juli 2015, erlag er im Alter von 25 Jahren in einem Spital in Nizza den schweren Kopfverletzungen. Bianchi war nicht mehr aus dem Koma erwacht.
«Es wird sicher ein anderes Gefühl sein, aber nicht nur für mich, sondern auch für viele andere, die indirekt mitbeteiligt waren: Der nächste Grand Prix in Japan wird sicher schwieriger für alle», sagte Sutil in einem Interview der deutschen Presseagentur dpa vor dem Rennen am kommenden Sonntag. «Wenn man so etwas miterlebt, ist es noch wesentlich intensiver. Das war ein extremer Unfall und es hat gedauert, bis einem solche Momente aus dem Kopf gehen», sagte Sutil, der heuer als Ersatzfahrer von Williams engagiert ist.
Sutil wollte angesichts des damaligen Unfalls nicht sagen, dass es ein bleibender Schock gewesen sei. Fakt sei aber, dass man in der heutigen Zeit in der Formel 1 verdränge, dass es immer noch gefährlich ist. «Solche Momente erinnern uns daran.»
Das Rennen war damals stark vom Wetter beeinträchtigt und wegen widriger Bedingungen hinter dem Safety Car gestartet worden. Zwischenzeitlich wurde das Rennen unterbrochen, weil die Strecke unbefahrbar war. Durch einen heranziehenden Taifun war sogar über einen früheren Rennstart nachgedacht worden. Man entschied sich aber dagegen.
Untersuchungen durch eine eigens eingerichtete Kommission des Automobilverbandes ergaben, dass Bianchi die Geschwindigkeit der Warnungen durch gelbe Flaggen nicht angepasst hatte. Die FIA reagierte unter anderem mit der virtuellen Safety-Car-Phase, bei der die Autos automatisch eingebremst werden.
Der Tod des ehemaligen Formel-1-Piloten Justin Wilson im August in der Indy-Car-Serie und damit nur rund einen Monat nach Bianchi hatte auch die Diskussion um geschlossene Cockpits intensiviert. Die FIA prüft entsprechende Ideen. «Wir dürfen nicht noch einmal vor so seiner Situation stehen», betonte FIA-Präsident Jean Todt nach dem Unfall. (ram/si)
Der Grosse Preis von Grossbritannien wurde nach nur wenigen Fahrsekunden wieder unterbrochen. Der Grund war ein heftiger Crash von Zhou Guanyu, dem Fahrer des Hinwiler Rennstalls Alfa Romeo. Wie das Team mitteilt, sei der 23-Jährige bei Bewusstsein. Es gehe ihm den Umständen entsprechend sehr gut und habe keine Frakturen erlitten. Später gibt auch der Fahrer selbst in den sozialen Medien Entwarnung: «Ich bin ok. Alles gut. Halo hat mein Leben gerettet.»