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Der Wurtzit gehört zu den Sulfiden und Sulfosalzen und ist ein eher seltenes Mineral. Sein Kristallsystem charakterisiert eine hexagonale Struktur. Er bildet nadelförmige Kristalle in radialstrahligen Aggregaten aus. Seltener sind Einzelkristalle in Form einer Pyramide.
Entdeckt wurde der Wurtzit vom frz. Chemiker und Mineralogen Charles Friedel. Er fand das Mineral, als er Gesteinsproben aus der San José Mine in den bolivianischen Anden untersuchte. Zu Ehren seines Lehrers Charles Adolphe Wurtz nannte er das Mineral Wurtzit.
Der Wurtzit ist von schwarzer, brauner bis rotbrauner Farbe. Dabei beeindruckt sein Diamantglanz und Lichtdurchlässigkeit. Mit einer Mohshärte von 3,5 bis 4 ist er sehr weich, reibt man ihn auf weißem Papier, gibt es hellbraune Streifen. Unter Hitze zerfällt der Wurtzit zu Zinkoxid, einem weißlichen Pulver.
Verwendung
Das Mineral selbst fasziniert den Mineraliensammler durch seine bizarre Form. Ansonsten braucht man es in seiner Funktion als Zinkerz. Zinkerz selbst ist von hoher Bedeutung in der Baustoffindustrie als Material für Korrosionsschutz, für Batterien. Auch Metall-Spielwaren werden aus Zinkerz gefertigt. Keine Bedeutung hat das Mineral als Schmuck-Stein. Dafür ist des schlicht und einfach zu weich.
Fundorte
Neben seinen südamerikanischen Fundstellen bei Oruro, findet sich der Wurtzit überall dort, wo hydrothermale Lösungen wie bei den Sulfiden seine Bildung begünstigte. So gibt es Fundstellen im Nahen und Mittlere Osten, in China, in Nordamerika und in ganz Europa. In Deutschland brachten ihn Bergleute aus Baden Würtemberg, aus Hessen und dem Erzgebirge. In Österreich fanden Stahler das bräunliche Mineral in Gruben bei Bad Bleiberg, dem Semmering und im Karwendelgebirge. In der Schweiz gibt es Fundstellen bei Biel im Kanton Bern und in der Grube Lengenbach im Binntal.
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