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Bleistiftstrauch
Der Bleistiftstrauch wird auch Milchbusch oder Gummihecke genannt. Diese Art wurde in zahlreichen Ländern eingebürgert, deshalb ist sie wahrscheinlich weltweit die häufigste Wolfsmilchart. Obwohl südafrikanischen Ursprungs, stammt der Name tirucalli aus dem Indischen. Tiru bedeutet „gut“ und kalli ist eine häufige Bezeichnung für Wolfsmilcharten.
Der Bleistiftstrauch ist ein Strauch oder Baum mit bleistiftdicken, grünen, glatten, sukkulenten Ästen, der bis zu 15 m erreichen kann. Er kommt in der Savanne vor und stellt geringe Standortansprüche. Die Pflanze ist sehr schnellwachsend und wird zur Anpflanzung von Hecken verwendet.
Besonderes Interesse erlangte sie als „benzinliefernde“ Art, da sie zur Herstellung von Treibstoff geeignet ist. Der Bleistiftstrauch bringt einen giftigen Milchsaft hervor, welcher mit geringem Aufwand in eine benzinähnliche Flüssigkeit umgewandelt werden kann. Melvin Calvin schlug vor, den Bleistiftstrauch als ölproduzierende Pflanze auszubeuten. Diese Verwendung ist deshalb empfehlenswert, weil die Pflanze auf Trockenflächen wachsen kann, die für die meisten anderen Nutzpflanzen nicht geeignet sind, und deshalb keine geringere Nahrungsmittelproduktion bewirkt.
Des Weiteren wird der Bleistiftstrauch in der traditionellen Medizin verschiedener Kulturen verwendet. In Brasilien, Indien, Indonesien, Malabar und Malaysia hat man ihn für die Bekämpfung von Krebs, Tumoren und Warzen verwendet, wie auch gegen Asthma, Husten, Ohrenweh, Neuralgien, Rheumatismen und Zahnschmerzen.
Telesca Donato und Samira Dilani