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um 1499 Zürich, 21.3.1571 Zürich ( St. Peter), von Zürich. Verm. Sohn des Heinrich, Konstaffelherrn. ∞ 1526 eine Tochter des Zürcher Grossrats Ludwig Nöggi. Wahrsch. ging A. bei Hans Leu d.J. in die Lehre. Er scheint schon früh die Kunst Hans Holbeins d.J. gekannt zu haben. Als offizieller Stadtmaler Zürichs führte A. 1531 die Ausmalung der kleinen Ratsstube und des Hauses des Stadtschreibers aus. 1532 schmückte er die Aussenwände des Rathauses sowie die Uhren am Grimmenturm und am Gerichtshaus. Ferner bemalte er Fahnen und Stadtwappen sowie Brunnen (1546 am Rennweg und am Neumarkt, 1568 Helmhausbrunnen). 1538-39 vergoldete er die Zifferblätter am Kirchturm von St. Peter. Die zwölf Monatsbilder an der Fassade des Rathauses müssen gleichzeitig entstanden sein. Für den Solothurner Rat erstellte A. einen Stadtprospekt sowie zwei Schlachtenbilder: Bruderholz (1552) und Dornach (1554). Wappen malte er 1548 am Schloss Laufen am Rheinfall und im Schloss Frauenfeld, 1556 am Schloss Kyburg sowie 1542 und 1563 am Schloss Greifensee. Überdies lieferte A. Vorlagen für die Städtebilder in der Schweizerchronik des Johannes Stumpf, für illuminierte Titelblätter amtl. Aktenbücher sowie für den Wappenbrief der Escher vom Luchs. Für den Zürcher Verleger Christoph Froschauer war A. als Zeichner und Holzschneider tätig. Von 1545 an war er Abgeordneter der Meisenzunft im Zürcher Gr. Rat. 1567 richtete ihm der Rat in Anerkennung seiner Verdienste eine Lebensrente aus. Verm. führte nach A.s Tod sein Sohn Rudolf die Malerwerkstatt allein weiter.
A. begründete seinen künstler. Ruf mit der Porträtmalerei. Erhalten sind ca. 30 Bildnisse zürcher. Persönlichkeiten, v.a. aus dem Kreis um Huldrych Zwingli. Es sind in klaren Umrissen und starken Farben gehaltene Profil- und Dreiviertelansichten, meistens Brustbilder, ohne Hinweis auf Innenräume oder Ausblicke in die Landschaft. Eines der frühesten Werke (1531) ist das schlichte Porträt des Reformators selbst, eine individualisierte Profilansicht nach links, gemalt in Öl auf Pergament. Nur der Söldnerführer Oberst Wilhelm Frölich ist im ganzfigurigen höf. Stil dargestellt. Zuweilen geben Wappen und Inschriften im Hintergrund oder auf Brüstungen Aufschluss über die Dargestellten.
Archive
– StAZ, Nachlass
Literatur
– BLSK, 48 f., (mit Bibl.)
Autorin/Autor: Tapan Bhattacharya