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Unkonventionelle Massnahmen sind im Gegensatz zu QE inflationär
Grundsätzlich hat auch die massive Ausweitung der Zentralbankbilanzen eine inflationäre Wirkung. Bis anhin sind die Gegenparteien der Zentralbanken aber ausschliesslich Banken gewesen. Bei der geschaffenen Liquidität handelt es sich somit nur um einen Banken-zu-Banken Asset Swap, wodurch weder die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erhöht noch die Realwirtschaft erreicht wird. Es resultierte lediglich eine Vermögenspreisinflation, die Güterpreisinflation blieb bisher aus. In den letzten Jahren haben allerdings Konzepte wie die Modern Monetary Theory (MMT) oder das Helikoptergeld (bereits in Japan und Hong-Kong während der Corona-Krise eingesetzt) stark an Popularität gewonnen. Unkonventionelle Massnahmen sind bei populistischen Regierungen beliebt. Die Corona-Krise wirkte dabei als Katalysator und hat die Büchse der Pandora nun endgültig geöffnet.
Zentralbanken werden Inflation tolerieren
Im Unterschied zur traditionellen Geldpolitik sorgen diese Konzepte dafür, dass die erschaffene Liquidität direkt in die Realwirtschaft gelangt. Damit erhöht sich die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und die Güterpreisinflation steigt an. Den Staaten käme dies durchaus gelegen, da es deutlich einfacher wäre, die massiven Schuldenberge wegzuschmelzen als jahrelang Austerität zu praktizieren. Die nicht mehr ganz so unabhängigen Zentralbanken würden dies zudem tolerieren, da gemäss ihren eigenen Aussagen ein Überschiessen der Inflation nach jahrelangem Unterschiessen des 2 % Inflationsziels gerechtfertigt wäre.
Langfristig höheren Inflationsraten steht somit nichts mehr im Weg.