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Trotz der Pandemie nahmen mehr als 60 AktivistInnen am 24. Oktober an «Révolution2020» teil, der französischen Ausgabe der 12. marxistischen Herbstschule des Funken. Dies ist ein Beweis für den revolutionären Enthusiasmus aller GenossInnen, die durch ihre professionelle Organisationsarbeit und die hohe Qualität der politischen Beiträge diese Schule erst ermöglicht haben. Dieser Erfolg sollte uns alle motivieren, uns an der deutschsprachigen Herbstschule vom 14. und 15. November für den Widerstand zu bilden!
In Anbetracht der Lage hatten wir entschieden, den öffentlichen Teil unserer Schule abzusagen, um uns so besser vor den laschen und pro-kapitalistischen Massnahmen zu schützen, die vom Bund vorgesehen sind. Die Verlegung ins Internet hat dem Niveau der Vorträge und Diskussionen um vier Kernthemen keinen Abbruch getan.
Der Tag begann mit einer Einführung zu den Perspektiven des weltweiten Klassenkampfes durch Dersu Heri, Redakteur des Funke. Der Vortrag wurde zur Grundlage für eine breite Diskussion über die Merkmale dieser neuen, durch Krise und Pandemie eröffneten Kampfperiode. Dersu unterstrich die Zwickmühle, in der sich Kapitalisten überall auf der Welt befinden: Zur Erhaltung ihres Systems müssen sie zu unerhörten Massnahmen greifen, gleichzeitig aber sicherstellen, dass sich die Wut der ArbeiterInnen nicht allzu explosiv entlädt. In der Diskussionen kamen die verschiedensten Fragen zur Sprache, von «Warum können Kapitalisten nicht anders handeln?», über die heutige Rolle des Faschismus am Beispiel der «Goldenen Morgenröte» in Griechenland, bis zu Analysen über das explosionsartige Wachstum der Staatsverschuldung und ihre Konsequenzen für die staatliche Stabilität.
Im Verlauf der Diskussion rund um den bürgerlichen Staat betonte Sereina Weber im Workshop «Staat und Revolution» die Unfähigkeit des aktuellen kapitalistischen Staats, die Lebensumstände der Arbeiterinnen und Arbeiter zu verbessern. Die Arbeiterklasse braucht ihren eigenen Staat, der zentralisiert und demokratisch sein muss.
In «Die Befreiung der Frau und der Marxismus» behandelte Caspar Oertli ein breites Band an Themen rund um die Stellung der Frau in der Gesellschaft, das von den Ursprüngen der Frauenunterdrückung in der neolithischen Revolution bis zu Bewegungen gegen Feminizid in Zentralamerika reichte. Anschliessend Diskussion über Beteiligung der Frau in der russischen Revolution und über Philosophie und Praxis der Intersektionalität.
Gaia Valenti und ihr Beitrag «Warum die Revolution heute möglich ist» schlossen den Tag. Sie rückte die unvorstellbare Ungleichheit, die unsere Gesellschaft prägt, in den Mittelpunkt. Damit untrennbar verbunden ist aber auch die revolutionäre Rolle der ArbeiterInnenklasse und die Tatsache, dass eine grundlegend andere Welt möglich ist – wenn wir uns revolutionär organisieren!
Der Erfolg von Révolution2020 ist der Beweis dafür, dass wir auch in Schwierigkeiten unser Bestes geben und diese revolutionäre Alternative weiterhin aufbauen möchten! Komm deshalb an die deutschsprachige Ausgabe der marxistischen Herbstschule am 14. und 15. November, trete dem Funke bei und hilf mit, die dringend benötigten revolutionären Ideen zu verbreiten!