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| Cassian († 430/35) - Vierundzwanzig Unterredungen mit den Vätern (Collationes patrum)

Achte Unterredung, welche die zweite mit Abt Serenus ist über die Herrschaften oder Mächte.
6. Daß von Gott nichts Böses erschaffen worden sei.
Ferne sei es also, daß wir lehren, Gott habe irgend Etwas erschaffen, was seinem Wesen nach bös wäre, da doch die Schrift sagt: „Alles, was Gott gemacht hat, ist sehr gut.“ Denn wenn Jene so von Gott erschaffen sind oder dazu gemacht, daß sie diese Stufen der Bosheit inne haben und immer sich auf die Verführung und das Verderben der Menschen verlegen, so lästern wir Gott gegen den Ausspruch der genannten Schrift als Schöpfer und Urheber des Bösen, weil er ja selbst die schlechtesten Willen und Naturen geschaffen habe, und zwar gerade dazu, daß sie immer in der Bosheit verharren und nie zu einer guten Willensneigung übergehen können. Wir haben nun aber folgenden Grund für diese Verschiedenheit durch die Überlieferung der Väter aus der Quelle der hl. Schriften erhalten: