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Die zentrale Zielsetzung der vorliegenden Studie ist die Beantwortung der Frage, welche finanziellen Mittel die Kantonalkirchen zukünftig zur Verfügung haben. Dabei geht es um die Steuern von natürlichen und juristischen Personen sowie um die Staatsbeiträge. Die Frage der zukünftig zur Verfügung stehenden Mittel ist untrennbar mit der Frage der Entwicklung der Mitgliederzahlen verbunden. Aus diesem Grund wird nicht nur eine Projektion zu den Steuern natürlicher Personen erstellt, sondern zuvor eine Projektion zu den zukünftigen Mitgliederzahlen durchgeführt.
Ergebnisse der Modellierungen
Die Analyse der Mitgliederzahlen zeigt deutlich, was die beiden Kirchen bereits erlebt haben, die evangelisch-reformierte Kirche seit 2010, die römisch-katholische seit Mitte der 10er Jahre. Der Mitgliederschwund wird ohne geeignete Gegenmassnahmen weiterhin zunehmen, gemäss unserer Modellierung reduziert sich die Mitgliederzahl in den Jahren bis 2045 um fast die Hälfte (evangelisch-reformierte Kirche) bzw. um einen Drittel (römisch-katholische Kirche). Die Daten nach Alterskohorten belegen, was die Kirchen ebenfalls deutlich wahrnehmen: Stark zunehmende Überalterung und deutliche Abnahme nachkommender Mitglieder.
Hinweis: Wenn nicht ausdrücklich anders vermerkt, umfassen die Mitgliederzahlen im vorliegenden Bericht immer nur die in Privathaushalten lebenden Mitglieder über 15 Jahren. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass auch das Bundesamt für Statistik, auf dessen Angaben wir uns hauptsächlich abstützen, diese Mitgliederzahlen ausweist.