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Warum taufen Eltern ihre Söhne plötzlich wieder Emil und nicht Erich, warum die Töchter Emma und nicht Hedwig? Die Popularität einzelner Vornamen hängt von vielem ab: Familientraditionen, Schichtzugehörigkeit der Eltern, bevorzugtem Klang oder davon, wie David Beckham seine Kinder nennt.
Namensforscher in Deutschland vermuten, dass alte Namen wie Friedrich oder Maximilian eine Rückbesinnung auf alte Werte signalisieren und eine Reaktion auf eine frühere Welle von amerikanischen Namen sind. Bei Emma liegt die Sache aber anders. Die Popularität von Emma ist ein internationales Phänomen. Eine unvollständige Liste der Länder, in denen Emma die Hitparade der beliebtesten Vornamen in letzter Zeit anführte, lautet: USA, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Belgien, Holland, Frankreich, Schweiz.
Die Zeiten, in denen man bei Emma an die Grosstante aus dem Emmental dachte, sind Kraft der Globalisierung schon lange vorbei. Den letzten Rest Rückständigkeit haben ihr die Schauspielerinnen Emma Thompson und Emma Watson ausgetrieben.
Das wäre die erste Antwort auf die Frage: Was hat Emma, was Ida nicht hat? Ida spielt nicht in Harry Potter mit. Auch sonst muss der Name mit weniger internationaler Unterstützung auskommen als Emma: In den USA, wo Ende des 19. Jahrhunderts von hundert Frauen eine Ida hiess, ist der Name praktisch ausgestorben. Populär ist er heute in skandinavischen Ländern und in Deutschland, wo er zu den zehn Aufsteigern des Jahres 2014 gehörte.
Ob Ida wie die Currywurst auch in der Schweiz häufiger auftauchen wird, bleibt abzuwarten. Ein bescheidener Aufwärtstrend ist seit einiger Zeit zu beobachten, allerdings ist Ida im Kanton Zürich 2014 bereits wieder zurückgefallen. Schweizweit lag sie 2013 (neuste Zahlen) mit Emely, Mayla, Nayla und Selma auf Rang 177.
Quelle: BFS. Hier können Sie nach Ihrem eigenen Namen suchen.