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Wenn ein 13-Jähriger sein erstes Buch veröffentlich, dann liest sich der Buchrücken so: „Tjum und seine Freunde leben im Weiherwald. Unweit ihres Waldes liegt ein Menschendorf. Obwohl das kleine Volk nichts mit den Menschen zu tun haben will, ist eine Konfrontation der beiden Völker unvermeidlich. Schon bald ist das Leben nicht mehr friedlich und Tjum und seine Freunde müssen gefährliche Abenteuer bestehen, um zu überleben…“ Der Deutsche Noah Schwarz hat mit 13 Jahren schon erreicht, wovon viele junge Schriftsteller träumen: Er hat seinen ersten Roman veröffentlicht. Mit drei Jahren fing er an zu lesen und mit acht schrieb er seine ersten Kurzgeschichten. Im Alter von zehn Jahren begann er mit dem Schreiben seines Romans „Kleine Freunde – Grosse Abenteuer“, der nach dreijähriger Arbeit im April 2008, im Papierfresserchen MTM Verlag erschienen ist. Doch Noah hat sich nicht nur dem Schreiben gewidmet, alle Illustrationen in seinem Erstlingswerk stammen ebenso aus seiner Feder. Tink.ch führte mit dem vielseitigen Jungen aus Aachen ein kleines Interview.
Bereits im frühen Alter von acht Jahren hast du deine ersten Geschichten geschrieben. Nun ist im April dein erstes Buch „Kleine Freunde – Grosse Abenteuer“ erschienen. Wie konntest du dieses Ziel erreichen und wie fühlt es sich jetzt an?
Eigentlich bin ich nur froh, dass ich es endlich geschafft habe, das Buch fertig zu schreiben. Jetzt kann ich mit dem nächsten anfangen.
Planst du eine Fortsetzung dieser Geschichte?
Ja, ich schreibe gerade die Fortsetzung. Das kann allerdings noch ein bisschen dauern.
In den nächsten zwei Monaten wirst du diverse Lesungen in deiner Region durchführen. Bist du nervös, wenn du daran denkst, wie die Zuhörer auf dein Buch reagieren werden?
Eigentlich denke ich nicht an so was, bis es so weit ist.
Neben dem Bücherschreiben ist das Malen und Zeichnen ein grosses Hobby von dir. Alle Bilder im Buch stammen von dir. Siehst du dich später eher als Maler oder als Schriftsteller?
Eher als Schriftsteller, aber es steckt wohl beides darin.
Dein erstes Buch handelt von einem kleinen Volk das im Wald lebt. Wie bist du auf diese Idee gekommen und woher hast du dir die Ideen für die vielen Fantasy-Namen geholt?
Ich habe andere Bücher gelesen, die mich inspiriert haben und früher war ich auch oft im Wald und die Ideen sind einfach so gekommen. Was die Namen angeht: Da musste ich stundenlang überlegen.
„Kleine Freunde – Grosse Abenteuer“ richtet sich in erster Linie an Mädchen und Jungen ab 10 Jahren. Erzählt wird die Geschichte von Tjum und seinen Freunden des kleinen Volkes. Jeder hat seine Aufgabe und ist fleissig damit beschäftigt dass es allen im Volk gut geht. Schon bald kommt der Winter und die Vorräte werden knapp. Auf Tjum und seine Freunde warten viele spannende Geschichten. Seite für Seite erzählt Noah von den unfreiwilligen Begegnungen mit den Menschen, dramatischen Rettungsaktionen und immer wieder von der Freundschaft und dem Miteinander der kleinen Waldbewohner. Zwar mögen sich Fantasy-Fans mit hohem literarischem Anspruch an der wortgewaltigen, aber immer noch kindlichen Schreibweise stören, aber für Kinder und Junggebliebene bietet das Buch ein spannendes und unterhaltsames Lesevergnügen. Die Story ist durchdacht und die Figuren, wie auch deren Namen, sind mit viel Liebe gestaltet. Einzig negativ anzumerken ist, dass man hier und da einen Schreibfehler im Buch findet. Dies ist überraschend, wenn man bedenkt, dass Noah von mehreren Leuten beim Fertigstellen des Buches tatkräftig unterstützt wurde. Trotzdem ist man in erster Linie vor allem erstaunt über die Fähigkeiten dieses 13-Jährigen Jungen.