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Am 13. Juni 2021 findet eine Ersatzwahl für die reformierte Kirchensynode im Wahlkreis Bülach statt.
Es stellen sich drei Kandidatinnen zur Verfügung.
Synodalwahlen - die drei Kandidatinnen
Die Kirchensynode
Am 28. April 1528 versammelte sich unter dem Vorsitz Huldrych Zwinglis zum ersten Mal die Synode der reformierten Kirche Zürichs.
Dies geschah auf Anordnung der weltlichen Regierung. In dieser Synode versammelten sich hauptsächlich Geistliche. Die Synode sollte halbjährlich zusammenkommen, wobei anfänglich der Rhythmus noch nicht ganz eingehalten werden konnte. Ab dem Frühjahr 1531 versammelte sich die Synode dann jeweils im Frühjahr und im Herbst. Man könnte sagen, dass die Synode zunächst eine Art Rapport war, zu dem die kirchliche und staatliche Obrigkeit ihre Pfarrer-Beamten zweimal jährlich aus der Vereinzelung ihrer Gemeindearbeit zusammenrief. Denn jeder Pfarrer «soll erstlich von der leer, demnach von dem studio, liebe, flyss der gschrift, item von dem wandel, leben und sitten und zuletzt von wegen des hushabens und des husvolks» zensuriert werden. Es ging also um die Kontrolle der Einheitlichkeit der pfarrerlichen Lehre und Lebensführung besonders zur Etablierung und Festigung der Zürcher Reformation. 1895 wurde die Synode dem volkskirchlichen Gedanken entsprechend neu geschaffen als eine gemischte Synode von Theologen und Laien. Heute ist die Synode das Parlament der Evangelisch-reformierten Zürcher Landeskirche und stellt somit die Legislative dar. Sie tagt in der Regel vierteljährlich (März, Juni, September, November), wenn nötig können auch zusätzliche Versammlungen einberufen werden, und entscheidet massgeblich über die zukünftige Entwicklung unserer Kirche. Die Synode zählt 120 Mitglieder, die alle vier Jahre je durch die Kirchenmitglieder auf Bezirksebene gewählt werden. Bei Vakanzen durch vorzeitige Rücktritte werden Ersatzwahlen durchgeführt. Daneben delegieren die theologische Fakultät sowie die fremdsprachigen Kirchengemeinschaften je eine Vertretung in die Synode. Die Aufgaben und Befugnisse der Synode sind in der Kirchenordnung festgelegt. Die Organisation und Arbeit der Synode sind in einer Geschäftsordnung geregelt. Synodale legen ein Amtsgelübde ab: «Ich gelobe vor Gott, meinen Pflichten als Mitglied der Kirchensynode gewissenhaft nachzukommen, der Landeskirche in der Erfüllung ihres Auftrags zu dienen und so die Sache Jesu Christi nach Kräften mit Gottes Hilfe zu fördern.» Sie bestätigen dieses Amtsgelübde mit den Worten «Ich gelobe es».
Dominik Zehnder, Pfarrer