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Welches Biologikum in der zweiten Linie?
Nach TNF-α-Hemmer-Versagen bei Morbus Crohn: Ustekinumab und Vedolizumab im Vergleich
Bis zu zwei Drittel der Patienten mit M. Crohn, die mit TNF-α-Hemmern behandelt werden, setzen die Therapie wieder ab, sei es wegen Therapieversagen oder aufgrund von Nebenwirkungen. Bei diesen Patienten stellt sich die Frage, welches Biologikum nach Absetzen des TNF-α-Hemmers in der zweiten Linie in Frage kommt. Als Optionen bieten sich Ustekinumab und Vedolizumab an, die unterschiedliche Signalkaskaden blocken. Autoren aus den Niederlanden untersuchten den Effekt beider Substanzen anhand prospektiver Registerdaten.1
Im Idealfall könnte man als Basis für die Therapieentscheidung bei M. Crohn nach TNF-α-Hemmer-Versagen die Resultate von Head-to-Head-Studien heranziehen, doch Direktvergleiche zwischen Ustekinumab und Vedolizumab existieren nicht und entsprechende Studien sind auch nicht geplant. Die Resultate der randomisierten placebokontrollierten Zulassungsstudien sind für die Zweitlinientherapie nach TNF-α-Hemmer-Versagen nur bedingt aussagekräftig. Rund die Hälfte der Patienten in diesen Studien war TNF-α-Hemmer-naiv. Und wiederum nur etwa ein Drittel der Patienten mit M. Crohn im therapeutischen Standard-Setting hätte die Einschlusskriterien einer randomisierten kontrollierten Studie erfüllt, so die Kritik der Autoren. Im Praxisalltag hingegen haben 85–100 % der Patienten bereits eine TNF-α-Hemmer-Exposition hinter sich, wenn eine Therapie mit Ustekinumab oder Vedolizumab gestartet wird.
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