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Kulturdenkmal: Kirche Bennwil
Die erste Kirche, von welcher die Südwand noch heute erhalten ist, stammte aus karolingischer Zeit. Die St. Martin geweihte Pfarrkirche steht oberhalb des Dorfes in erhöhter Lage.
Am 29. April 1617 brannte die Kirche bis auf die Grundmauern nieder. 1670 wurde die Kirche neu erbaut und mit einem Turn versehen. Beim Neubau hielt man sich an die Gestalt der alten Kirche. Im 17. Jahrhundert erhielt die Kirche eine neue Ausstattung. Die Anschaffung eines neuen Geläutes im Jahr 1874 bedingte die Erstellung eines Turmdachreiters.
Das Äussere zeigt einen Rechteckkubus mit dreiseitigem Achteckabschluss auf der Ostseite, an das sich der viergeschossige, zur Hälfte im Baukörper stehende Turm anschliesst. Diesen schliessen ein querliegender Käsbissen und ein Turmdachreiter ab. Die Fenster zeigen genaste Rundbögen, rudimentäre Masswerkfragmente, die das Nachleben der Gotik erkennen lassen.
Im Innern dominieren der Westlettner von 1649 und der Südlettner von 1771, sowie die Kanzel von 1649. Im Chor selbst steht eine neue Orgel. An den Wänden hängen Epitaphien aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Gesamthaft betrachtet wirkt die Kirche ihrer äusseren Erscheinung mit dem polygonalen Choragschluss und dem Flankenturm mit Dachreiter noch durchaus mittelalterlich. Die Proportionen und Details beweisen das Weiterleben der Gotik im 17. Jahrhundert. Das Innere dagegen ist durch die Aufhebung einer Trennung zwischen Schiff und Chor den Bedürfnissen des reformierten Predigtgottesdienstes als Predigtraum mit Rück- und Seitenemporen und Auerachsentendenz im 17. Jahrhundert umgestaltet worden. Es ist eine der wenigen Kirchen, in denen sich dieses Schema noch gut erhalten hat.