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Patient
Albert C., 27 Jahre, Reisender
Anamnese
Am 26. August 1922 begann die Krankheit plötzlich mit heftigen Leibschmerzen in der Nabelgegend. Stuhl und Winde angehalten, kein Erbrechen. Der junge Mann nahm während zwei Tagen ein Wunderbalsam zu sich. Es folgte ein kleinblasiger Ausschlag an den Extremitäten. Nach einigen Tagen Erbrechen, Fieber und allgemeines Unwohlsein.
Am 5. September Hospitalisation auf der medizinischen Klinik. In der Nabelgegend nur mässige Druckempfindlichkeit, Temperatur 38-39 Grad. Sehr starkes Schwitzen. Während drei Wochen remittierend Fieber.
Diagnose
Unklar: Gallenblasenentzündung? Blinddarmentzündung? Durchgebrochenes Magengeschwür?
Befunde
Am 22. September konnten in Blutkulturen Eitererreger (Streptokokken) nachgewiesen werden.
Therapie
Schliesslich erfolgte in der Annahme einer Gallenblasenentzündung am 3. Oktober die chirurgische Entfernung der Gallenblase. Diese war unauffällig. Dagegen sah man einen kleinen Infarkt in der Leber.
Diagnose
Die histologische Untersuchung ergab die Diagnose einer Panarteriitis nodosa, einer Entzündung der Arterien.
Verlauf
Der postoperative Verlauf war zunächst gut, kein Fieber und Verlegung auf die medizinische Abteilung. Dann Verschlechterung und Tod am 26. November 1922.
Diagnose
Panarteriitis nodosa des Herzens.