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WM Hoogerheide
Die Schweizer Hoffnungen ruhen auf Kevin Kuhn
Schritt für Schritt nähert sich Kevin Kuhn den Weltbesten. An der WM vom Wochenende in Hoogerheide könnte er als erster Schweizer seit einem Jahrzehnt in die Top 6 vorstossen.
Am Wochenende finden im holländischen Hoogerheide die Radquer-Weltmeisterschaften statt. Die Hoffnungen der Auswahl von Swiss Cycling ruhen vornehmlich auf Kevin Kuhn. Seit seinem im Winter 2020/21 erfolgten Aufstieg in die Elite-Kategorie nähert sich der Zürcher Oberländer kontinuierlich der absoluten Weltspitze. In der laufenden Saison fuhr der 24-Jährige an den Europameisterschaften in Namur (BEL) auf Rang 5, im Val di Sole (ITA) realisierte er als Dritter den ersten Schweizer Weltcup-Podestplatz seit fast einem Jahrzehnt. In Hoogerheide darf ihm ein Vorstoss in die Top 6 zugetraut werden. Als bisher letztem Schweizer ist dies Julien Taramarcaz gelungen – exakt vor einem Jahrzehnt. Der Walliser belegte an der WM 2013 in Louisville (USA) den sechsten Platz.
Derweil sich Landesmeister Timon Rüegg in der Verfassung befindet, sein bis anhin bestes WM-Ergebnis (Rang 13 an der Heim-WM 2020 in Dübendorf) übertreffen zu können, haben Loris Rouiller und Gilles Mottiez die Top 20 im Visier. Im Frauenrennen ist Swiss Cycling durch Zina Barhoumi vertreten.
Was die Nachwuchskategorien betrifft, verfügt die Auswahl des scheidenden Nationaltrainers Bruno Diethelm in der U23-Kategorie über die besten Perspektiven. Dario Lillo war zuletzt der stärkste Athlet ohne belgischen oder holländischen Pass; ein Top-5-Resultat liegt für den St. Galler in Reichweite. Junioren-Weltmeister Jan Christen hingegen dürfte nach seinem Aufstieg in die höchste Nachwuchsklasse gegen die bis zu drei Jahre älteren Konkurrenten einen schweren Stand haben. Der 18-jährige Aargauer wird jedoch bestrebt sein, seine Fähigkeiten neuerlich zu demonstrieren und sich so weit vorne wie möglich einzureihen.