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Das Wichtigste in Kürze
- Vom 20. November bis 18. Dezember 2022 fand in Katar die Fussball-WM statt.
- In insgesamt acht Stadien kämpften 32 Nationen um den Titel.
- Die grösste Arena, das «Lusail Iconic Stadium», bietet Platz für über 80'000 Fans.
- Viele der Spielstätten mussten neu gebaut werden – das sorgte im Vorfeld für Kritik.
Die WM 2022 in Katar sorgte schon seit der Vergabe an den Wüsten-Staat für heftige Diskussionen. Unter anderem wurde auch die Nachhaltigkeit der Stadien kritisiert. Grund: Sechs der acht Spielstätten mussten für das Turnier komplett neu gebaut werden.
Ursprünglich planten die Veranstalter, an insgesamt zwölf Austragungsorten zu spielen. Kurz darauf wurde der Vorwurf laut, dass so viele Stadien für ein so kleines Land absurd wären. Daraufhin reduzierte man die Anzahl auf acht.
Hier stellen wir Ihnen die acht Stadien der WM 2022 genauer vor.
Lusail Iconic Stadium (Neubau)
15 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Doha befindet sich das Lusail Iconic Stadium. Es ist mit einer Kapazität von über 80'000 das grösste Stadion des Turniers, das Endspiel wurde dort ausgetragen.
Nach der WM 2022 soll die Spielstätte als gemeinnützige Einrichtung für Schulen und Geschäfte dienen. Fussball soll darin nicht mehr gespielt werden. So sollen etwas ein Grossteil der Sitzplätze für verschiedene Sportprojekte eingesetzt werden.
Doha Port Stadium (Neubau)
Auch diese Arena liegt in Doha, genauer gesagt im Stadtteil Ras Abo Aboud am Gold an der Westbucht. Knapp 45'000 Fans fasst das Stadion, gespielt wurden mehrere Gruppenspiele sowie einer der vier Viertelfinals.
Nach dem Turnier soll diese Spielstätte wieder komplett abgebaut werden. Sie besteht aus modularen Stahlelementen und Schiffscontainern. Alle Elemente sollen im Anschluss wiederverwendet werden können. Auf dem Gelände soll anschliessend eine von Pflanzen übersäte Uferpromenade entstehen.
Education City Stadium (Neubau)
Im Universitätsviertel von Doha wurde das Education City Stadium gebaut. Rund 45'000 Zuschauer fasst das Bauwerk.
Gespielt wurde dort unter anderem auch ein Achtel- sowie ein Viertelfinal.
Khalifa International Stadium
Das Nationalstadion von Katar steht bereits seit 1976. Über die Jahre wurde die Kapazität stetig erhöht. Heute fasst die Arena in Doha etwa 40'000 Zuschauer.
Sie war auch in der Vergangenheit schon Austragungsort für verschiedene Grossevents. So fanden 2006 die Asienspiele dort statt. Zuletzt kämpften die Leichtathletik-Stars 2019 an der WM dort um Medaillen.
Hier wurden an der WM 2022 Spiele bis einschliesslich einem Viertelfinal stattfinden. Auch nach der Fussball-Weltmeisterschaft wird die Einrichtung weiterhin genutzt.
Al Rayyan Stadium
Das Al Rayyan Stadium, auch bekannt als Ahmed bin Ali Stadium steht schon seit 2003. Damals bot es Platz für etwas mehr als 21'000 Zuschauer. Im Rahmen einer Renovierung wurde die Kapazität 2019 auf 43'000 erhöht. Hier fanden Gruppenspiele und ein Achtelfinal statt.
Gebaut wurde diese Spielstätte auf der Anlage des Ahmed Bin Ali Stadium, der bisherigen Heimspielort der Mannschaft Al-Rayyan Sport-Club. Diese wird die Arena auch nach der WM 2022 noch weiter nutzen.
Al Janoub Stadium (Neubau)
Rund 20 Kilometer von Doha entfernt in der Hafenstadt al-Wakra befindet sich das Al Janoub Stadium. Die im Mai 2019 eröffnete Spielstätte bietet Platz für 40'000 Fans und hat ein schliessbares Dach. Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet über 600 Millionen Franken.
Nach der WM 2022 soll das Stadion die Heimat des al-Wakrah SC werden. Die Kapazität soll aber auf 20'000 Plätze halbiert. Die restlichen Sitze werden für Entwicklungsprojekte gespendet.
Al Bayt Stadium
Für über 800 Millionen Franken wurde in al-Chaur im Norden Katars das Al Bayt Stadium gebaut. Es bietet Platz für 60'000 Zuschauer und wird nach der Weltmeisterschaft auf 32'000 Sitze zurückgebaut. Es wird die Heimstätte des al-Khor SC darstellen.
Der obere Teil des Stadions wird nach dem Grossanlass in ein 5-Sterne-Hotel umgebaut. Zudem werden ein Einkaufszentrum, ein Fitnessstudio, eine Mehrzweckhalle und ein Food-Court integriert.
al-Thumama Stadium (Neubau)
12 Kilometer vom Stadtzentrum Dohas entfernt liegt das Stadion al-Thumama. Für rund 300 Mio. Euro wurde der Fussball-Tempel mit 40'000 Sitzplätzen errichtet. Auch hier wird nach dem Turnier auf die halbe Kapazität zurückgebaut werden.
Gespielt wurden darin sechs Gruppenspiele sowie je ein Achtel- und ein Viertelfinal. Zum Komplex gehören neben dem Stadion acht Fussballfelder und weitere Anlagen für verschiedene Sportarten.