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Die Schweiz wird bereits vor dem Spiel gegen Costa Rica (20:00 Uhr, SRF zwei) wissen, wer sich in der Gruppe F durchgesetzt hat. Deutschland, Mexiko oder Schweden heissen die möglichen Achtelfinal-Gegner.
Ein Auge schielt nach Moskau
Auch wenn Nationalcoach Vladimir Petkovic sagt, man konzentriere sich nur auf sich: Die Trainerbank der Schweizer dürfte sicher mit einem Auge nach Moskau schielen, wo sich zeitgleich Brasilien und Serbien duellieren. Denn der Ausgang dieser Partie hat direkten Einfluss auf den zukünftigen Weg der Nati im Turnier.
Die Schweizer können die Achtelfinal-Quali mit einem Remis aus eigener Kraft schaffen, wären aber auch bei einer Niederlage der Serben weiter.
Es sieht gut aus in Sachen Achtelfinals
Die verschiedenen Szenarien zeigen: Die Schweiz hat sehr grosse Chancen auf den Einzug in die K.o.-Phase.
Die Nati holt den Gruppensieg, wenn…
- ... ihr Sieg höher ausfällt als jener von Brasilien (*siehe Ausnahme) oder wenn die Südamerikaner gleichzeitig nicht gewinnen.
Die Nati holt Platz 2, wenn...
- ... *sie Costa Rica 2:0 schlägt und Brasilien 2:1 gegen Serbien gewinnt. Denn dann kämen beide Teams auf eine Tordifferenz von 5:2. Die Fairplaywertung müsste entscheiden. Weil die Schweiz bis jetzt 4 gelbe Karten auf dem Konto hat (eine mehr als Brasilien) und 8 Fouls mehr begangen hat, zöge sie Stand jetzt den Kürzeren.
- ... Brasilien gewinnt/Remis spielt und die Schweiz verliert oder Unentschieden spielt.
- ... Serbien gewinnt und die Schweiz ein Remis holt oder weniger hoch verliert als Brasilien und/oder in der Fairplaywertung besser abschneidet.
Die Nati scheidet aus, wenn…
- ... sie verliert und Serbien gegen Brasilien nicht so hoch gewinnt, dass die Schweiz gegenüber Brasilien die bessere Tordifferenz aufweist und/oder in der Fairplaywertung besser abschneiden würde.
Bäumt sich Costa Rica noch einmal auf?
Auch wenn Costa Rica bereits ausgeschieden ist, darf man es nicht abschreiben. Marokko (2:2 gegen Spanien) und Peru (2:0 gegen Australien) haben unter den gleichen Vorzeichen noch einmal alles gegeben.
Die Schweiz will einen erneuten Fehlstart wie zuletzt gegen Brasilien und Serbien unbedingt verhindern. «Wir wollen agieren», sagt Coach Petkovic. Denn es spricht zwar für die Mannschaft, wenn man jeweils einen Rückstand aufholen und sogar drehen kann. Darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht immer. Vier Akteure sind mit Gelb vorbelastet (Lichtsteiner, Behrami, Schär, Shaqiri). Bei einer Verwarnung wären sie für den allfälligen Achtelfinal gesperrt.
Mögliche Aufstellung Schweiz:
Sommer; Lichtsteiner, Schär, Akanji, Rodriguez; Behrami/Zakaria, Xhaka; Shaqiri, Dzemaili, Zuber; Gavranovic.
Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei