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Brexit-Befürworter Nigel Farage hat das EU-Parlament mit der Mafia verglichen und damit für Tumult unter den Abgeordneten gesorgt. «Sie verhalten sich wie die Mafia», sagte der britische EU-Abgeordnete am Mittwoch in Strassburg bei der Parlamentsdebatte über die Austrittsverhandlungen mit Grossbritannien.
Farage störte sich unter anderem daran, dass die spanische Regierung bei den Brexit-Gesprächen ein Vetorecht darüber bekommen soll, ob getroffene Vereinbarungen auch für die britische Enklave Gibraltar im Süden Spaniens gelten. «Mit diesen Forderungen haben Sie gezeigt, dass Sie rachsüchtig und böse sind.»
EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani – ein Italiener – unterbrach den Briten: «Wenn Sie sagen, dass ein Parlament sich wie eine Mafia verhält, dann ist das inakzeptabel.» Farage antwortete mit einer Anspielung auf Tajanis Nationalität: «Ich verstehe nationale Empfindlichkeiten. Ich ändere es zu ‹Verbrecher›.» (sda/dpa)
Sir Nicholas Soames ist ein in der Wolle gefärbter Konservativer. Doch weil er sich gegen Boris Johnons No-Deal-Brexit stellte, warfen ihn die Tories aus der Partei. Nun findet der Enkel des legendären Kriegspremiers Winston Churchill deutliche Worte.
Der 71-Jährige galt als graue Eminenz der Konservativen Partei: Seit 37 Jahren vertrat Nicholas Soames die Tories im britischen Unterhaus. Er hat die Eliteschule Eton absolviert, diente in der Armee und war in den neunziger Jahren Staatssekretär im Verteidigungsministerium.
Doch weil er und 20 andere Tory-Abgeordnete am vergangenen Dienstag gemeinsam mit der Opposition für ein Gesetz gestimmt hatten, das Premierminister Boris Johnson einen No-Deal-Brexit verbietet, entzog ihm die Parteileitung …