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Lombardei- Importieren statt produzieren
Lombardei- Importieren statt produzieren
Obwohl Mailand als einer der grössten Weinmärkte Italiens gehandelt wird, hält sich die Produktion in Grenzen – in der Lombardei wird lieber gehandelt als selber hergestellt. Trotzdem haben die Lombarden ein paar „Wein-Nischen“ für sich entdeckt.
Mit 27'000 Hektar Rebfläche ist die Lombardei ein relativ kleines Weingebiet, ist jedoch die bevölkerungsreichste Region Italiens. Wirtschaftlich gesehen zählt sie zu den stärksten Gebieten in der EU- obwohl sich die Weinproduktion in der Lombardei in Grenzen hält. Oder vielleicht gerade weil sich die Weinproduktion in Grenzen hält. Die Lombardei und insbesondere die Region um Mailand haben sich vor allem auf das Handeln mit italienischen Weinen spezialisiert. Ganz nach dem Motto: Lieber importieren als produzieren.
Aber eigentlich wären die klimatischen Bedingungen in der Lombardei für den Weinanbau gar nicht so schlecht. Zwar eignet sich die Po-Ebene besser für Getreideanbau, dafür besitzt die Region mit den vielen Seen (Luganer- und Comersee sowie den Lago Maggiore und den Gardasee) ideale Plätzchen für den Weinanbau. Eine typisches „Aushängeschild“ für lombardischen Wein gibt es nicht, jedoch produziert die Lombardei die grösste Menge an Spumante (Schaumwein) nach der Metodo Classico (Flaschengärung). Prägend ist hier vor allem das Gebiet südlich des Lago d’Iseo, weshalb es auch als „Schaumweinhochburg Italiens“ bekannt ist. Hier werden vorwiegend französische Rebsorten wie Chardonnay nach dem Vorbild Champagne angebaut.