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Der US-Republikaner Mitt Romney ist der Präsidentschaftskandidatur gegen Barack Obama einen grossen Schritt näher gerückt. Bei den zweiten Vorwahlen im Bundesstaat New Hampshire konnte er sich mit klarem Vorsprung gegen seine Konkurrenten durchsetzen.
Nach Auszählung von mehr als 85 Prozent der Stimmen konnte der Ex-Gouverneur von Massachusetts 39 Prozent der Stimmen gewinnen, wie mehrere Fernsehsender übereinstimmend berichteten.
Auf dem zweiten Platz landete demnach der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul mit rund 23 Prozent, auf dem dritten Platz der ehemalige Gouverneur von Utah, Jon Huntsman mit 17 Prozent.
"Das ist die Nacht, in der wir Geschichte gemacht haben", rief ein demonstrativ triumphierender Romney seinen Anhängern in Manchester zu. Bei den Präsidentenwahlen im November "geht es um die Seele Amerikas". Obama bezeichnete er als einen gescheiterten Präsidenten, der abgelöst werden müsse.
Favorit auch in South Carolina und Florida
Romney hatte bereits die erste Vorwahl vor einer Woche in Iowa knapp gewonnen. Er gilt auch bei den nächsten Januar-Vorwahlen in South Carolina und in Florida als Favorit.
Und auch landesweit liegt er vorn. Einer jüngsten Umfrage zufolge würden sich derzeit 48 Prozent der Wähler für Obama und 43 Prozent für Romney entscheiden.
Mit einer Vorentscheidung für den Kandidaten der Republikaner wird aber derzeit erst am "Super Tuesday" Anfang März gerechnet, wenn auf einen Schlag in mehreren Bundesstaaten abgestimmt wird.
Ron Paul, ein extrem libertärer Kandidat, der für einen weitgehenden Rückzug des Staates eintritt, machte deutlich, dass er das Rennen nicht aufgeben wolle. "Es kommt nicht in Frage, die Dynamik, mit der wir begonnen haben, jetzt abzubrechen", munterte er seine Anhänger auf. Man werde Romney auf den Fersen bleiben.
Paul forderte den sofortigen Rückzug der US-Truppen aus anderen Ländern. Die USA könnten es sich nicht mehr leisten, "Weltpolizist" zu sein.
Auch Huntsman machte klar, dass er weitermachen werde. "Der dritte Platz ist ein Ticket, mit dem man weiterfahren kann", sagte er. Er werde bei der nächsten Abstimmung am 21. Januar in South Carolina antreten.
Gingrich und Santorum abgeschlagen
Newt Gingrich, der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses, kam den Angaben nach lediglich auf 10 Prozent der Stimmen. Auch der strikt Konservative Rick Santorum, der vor einer Wochen in Iowa noch zweiter geworden war, erreichte nur 9 Prozent. Rick Perry, Gouverneur von Texas, landete mit einem Prozent abgeschlagen auf dem letzten Platz.
Insgesamt stehen 50 Vorwahlen an, bis die Republikaner auf ihrem Parteitag im Sommer offiziell ihren Präsidentschaftskandidaten küren. Die Präsidentschaftswahlen sind am 6. November.