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|Oberst Louis Aubert von Genf führte die eidgenössische Division in den Gotthardmanövern von 1861. Als Grundlage für die Übung wurde angenommen, die Schweiz sei an ihrer gesamten Südgrenze angegriffen worden. Während in den Bündner Bergtälern und beim Engpass von St Maurice die Angriffe erfolgreich abgewehrt werden konnten, gelang es dem Gegner durch das Tessin über den Gotthard an den Vierwaldstättersee vorzudringen. Oberst Aubert erhielt den Auftrag, den Feind aus dem Reusstal zu vertreiben und beschloss, mit seinen in Unterwalden, Luzern, Schwyz und Glarus stehenden Truppen in einem kombinierten Angriff nach Altdorf vorzudringen, während die im Berner Oberland und im Wallis stehenden eidgenössischen Truppen sich für ein Eingreifen über den Sustenpass durchs Maiental bereitzuhalten hatten.|

Nachdem die Division Aubert den Gotthardpass erreicht hatte, erhielt sie die Nachricht, dass es dem Feind gelungen war, die Sperre von St Maurice zu durchbrechen und ins Wallis vorzudringen. Die Division wurde in zwei Kolonnen gegliedert. Die 1. Brigade verliess das Lager von Realp am 20.8. morgens um 02 Uhr in Richtung Furkapass.
Parallel
zur 1. Brigade marschierte die zweite aus dem Bedrettotal ins Oberwallis.
Die Zeichnung von Eugen Adam zeigt die Batterie Nr 55 am 20.8.1861 um
ca 10 Uhr beim Abstieg vom Nufenenpass. Den Weg von Airolo nach Ulrichen
hat die 2. Brigade, zu der die Bttr Nr 55 gehörte, in einem 14stündigen
Gebirgsmarsch bewältigt.
Der St Galler Schützen Kp Nr 37 unter Major Kraus fiel die Ehre zu, in den Gotthardmanövern 1861 den Feind zu markieren. Die St Galler tragen bereits die neue Uniform mit den typischen, federgeschmückten Schützenmelonen, während die anderen Truppen noch in der alten Uniformen Ord 1852 gekleidet sind.
Zum Abschluss der Truppenübung wurde im Kantonshauptort Sion, am Sonntagnachmittag, 24. August 1861 ein Defilee durchgeführt.