Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/2096

Eine gewisse Skoliosefehlhaltung (Krümmungen bis 10° Cobb) und geringe Skoliosen sind häufig, nur die wenigsten brauchen eine Behandlung. Es gibt bisher jedoch keine Möglichkeit vorherzusagen, welche dieser Krümmungen im Wachstum fortschreiten werden. Daher ist es in jedem Fall nützlich, den Rücken sanft, während des Alltags, zu trainieren.
Die Skoliose zählt zu den Wachstumsdeformitäten. Sie entsteht und verschlechtert sich während der Jugend in Zeiten verstärkten Körperwachstums, wie zum Beispiel in den pubertären Wachstumsschüben.
Besonders im Wachstum ist deshalb bei Skoliose ein aktives Muskeltraining sehr wichtig, um die Wirbelsäule möglichst aufrecht zu stabilisieren. Mit kybun können Sie, neben dem physiotherapeutischen Kräftigungs- und Beweglichkeitstraining, tagtäglich selbständig ein Rückentraining absolvieren, wobei Sie den Rücken schonend bewegen und stärken.
Unter einer Skoliose versteht man eine Seitabweichung der Wirbelsäule von der Längsachse mit Rotation (Verdrehung) der Wirbel um die Längsachse und Torsion der Wirbelkörper – begleitet von strukturellen Verformungen der Wirbelkörper. Dies kann nicht mehr durch Einsatz der Muskulatur aufgerichtet werden. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrechtzuerhalten (S-Form). Eine Skoliose kann bei allen Wirbeltieren einschliesslich Fischen vorkommen. Die Skoliose beim Menschen wurde erstmals schon in der Antike vom griechischen Arzt Hippokrates beschrieben und behandelt.
Der Cobb-Winkel dient als Mass für die Beurteilung er Skoliose.
Einteilungen
1. Nach Lenke werden die Hauptkrümmungen (die grössten Krümmungen mit struktureller Fixierung; auch Primärkrümmungen genannt) nach der Höhe ihres Scheitels (der Krümmungsmitte) benannt:
- Hochthorakal: Krümmungsscheitel zwischen den Wirbeln Th2 und Th6
- Thorakal: Krümmungsscheitel zwischen Th6 und der Bandscheiben Th11/12
- Thorakolumbal: Krümmungsscheitel zwischen Th12 und L1
- Lumbal: Krümmungsscheitel zwischen der Bandscheibe L1/2 und L4
2. Nach dem Krümmungsmuster unterscheidet man folgende Skoliosen:
- C-förmige Skoliosen: Lenke Typ I und V
- S-förmige Skoliosen: Lenke Typ II und III
- Doppel-S Skoliosen (Triple-Skoliosen): Lenke Typ IV und VI
Idiopathische Skoliose
In etwa 90 % aller Fälle ist die Ursache der Skoliose nicht bekannt. Es werden aufgrund des Entstehungsalters drei Formen dieser idiopathischen Skoliose unterschieden:
- Infantile idiopathische Skoliose (IIS): Entstehung bis zum 3. Lebensjahr
- Juvenile idiopathische Skoliose (JIS): Entstehung zwischen 4. und 10. Lebensjahr
- Idiopathische Adoleszentenskoliose (AIS): Entstehung ab dem 11. Lebensjahr
Die idiopathische Skoliose hat nichts mit der sogenannten „Säuglingsskoliose“, einer meist nur kurzfristig bestehenden Haltungsabweichung im 1. Lebensjahr, zu tun.
Symptomatische Skoliose (sekundäre Skoliose)
Die verbleibenden 10 % der Skoliosen verteilen sich auf folgende Ursachen:
- Fehlbildungsskoliose durch angeborene Wirbelfehlbildungen, Klippel-Feil-Syndrom, Spina bifida u.a.
- Neuropathische Skoliose durch Nerven- und Muskelerkrankungen, wie beispielsweise Zerebralparesen, spinale Muskelatrophien oder auch Poliomyelitis.
- Myopathische Skoliose durch Muskeldystrophien oder Arthrogrypose.
- Skoliose durch Systemerkrankungen wie Neurofibromatose Skelettdysplasien, Osteogenesis imperfecta.
- Iatrogene Skoliose, also Skoliose aufgrund ärztlicher Behandlungsmassnahmen (beispielsweise Bestrahlung oder nach Operationen durch Narbenbildung)
- Posttraumatische Skoliose nach Gewalteinwirkung, Amputationen oder Tumoroperationen im Bereich der Wirbelsäule.
- Statische Skoliose durch Beinlängendifferenzen
Das Fortschreiten (die Progression) der Krümmung verhält sich direkt proportional zum Wirbelsäulenwachstum. Dementsprechend schreiten Krümmungen während der ersten 5 Lebensjahre sowie während der pubertären Wachstumsschübe (zwischen 11 und 15 Jahren) schnell fort. Die zwischen dem 5. und 10. Lebensjahr aufgetretenen juvenilen Skoliosen können dagegen bis zum Eintritt der Pubertät lange Zeit stabil bleiben.
Während des pubertären Wachstumsschubes kommt es sehr häufig zur unerwarteten und schnellen Progression. Innerhalb weniger Monate erreichen Skoliosen dann nicht selten ein Ausmass, welches eine Operation erforderlich macht. Vielen Eltern und Therapeuten unterläuft an dieser Stelle bei Skoliosen, die vor der Pubertät aufgetreten sind und sich über längere Zeit kaum verschlechtert haben, eine Fehleinschätzung, so dass diese Skoliosen zum Eintritt der Pubertät nicht mehr ärztlich überwacht oder für die zu erwartende Progredienz therapeutisch unzureichend versorgt sind.
Bei schwerstgradigen Skoliosen drohen erhebliche Einschränkungen der Vitalkapazität und damit eine Überlastung des Herz-Lungen-Kreislaufes sowie ein Cor pulmonale mit Einschränkungen der Lebensqualität und der Lebenserwartung. Einschränkungen dieser Art beginnen erst ab Krümmungswinkeln größer 80-90° Cobb.
Insbesondere die Entwicklung eines Rippenbuckels und Lendenwulstes stellen oft ein kosmetisches Problem dar. Rückenschmerzen treten im Wesentlichen bei Patienten mit lumbalen und thorakolumbalen Skoliosen sowie dekompensierten Skoliosen auf. Bei Patienten mit thorakalen Skoliosen besteht meist keine oder eine geringgradig ausgeprägte Schmerzsymptomatik. Mit dem Auftreten von Lähmungen ist bei Idiopathischen Skoliosen nicht zu rechnen, diese treten in der Regel nur bei kongenitalen oder anderen sekundären Skoliosen auf.
Da sich die Mehrzahl der unbehandelten Skoliosen verschlechtert, kommt der Früherkennung eine herausragende Bedeutung zu.
Der Skoliosebeginn ist schleichend und verursacht nur selten Schmerzen, wegen derer Betroffene einen Arzt aufsuchen würden. Aus diesem Grund ist für die Skoliosefrüherkennung eine jährlich durchgeführte schulärztliche Vorsorgeuntersuchung im typischen Entstehungsalter der idiopathischen Adoleszentenskoliose zwischen 11 und 13 Jahren bei Mädchen und 12 und 14 Jahren bei Jungen notwendig.
Je nach Schwere der Skoliose kommen hierfür Physiotherapie (Krankengymnastik), Korsettbehandlung und versteifende Wirbelsäulenoperationen zum Einsatz. Die verschiedenen Behandlungsmethoden greifen dabei regelhaft ineinander über. 90 % aller Skoliosen können konservativ (mit Physiotherapie und gegebenenfalls Korsetten) behandelt werden und bedürfen keiner Operation.
Skoliotische Fehlhaltungen bis zu 10° Cobb sind nicht behandlungsbedürftig. Beginnende Skoliosen ab 10–20° Cobb werden, um ein weiteres Fortschreiten zu verhindern, mit Physiotherapie (Krankengymnastik) behandelt.
Die Zielsetzung der physiotherapeutischen Übungen in der Skoliosebehandlung ist die aktive Aufrichtung der Wirbelsäule mit anschliessender muskulärer Stabilisation.
Progrediente Skoliosen im Wachstumsalter von über 20° Cobb sollten zusätzlich zu skoliosespezifischer Physiotherapie mit einem Korsett versorgt werden, welches der Wachstumslenkung dient. Ziel der Behandlung ist eine weitere Verschlechterung bis zum Wachstumsende aufzuhalten, bestehende Krümmungen zu korrigieren und die erreichten Korrekturen zu erhalten.
Bei günstigen Voraussetzungen (qualitativ hochwertigen Korsetten mit hoher Primärkorrektur und hoher Therapietreue in den Korsetttragezeiten) kann mit einer konservativen Therapie (d. h. Korsett in Verbindung mit Physiotherapie) im jugendlichen Alter die Wirbelsäule noch bis nahezu ganz begradigt werden, oder bei stärkeren Verkrümmungen eine drohende Operation noch abgewendet werden.
Eine Operation ist erst dann indiziert, wenn alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und keinen ausreichenden Therapieerfolg gebracht haben bzw. versprechen. Im Wachstumsalter ist der Beginn der Operationsindikation abhängig von der Verschlechterungstendenz sowie der Effektivität einer alternativen Korsettversorgung und beginnt ohne alternative Therapie nicht unter 40° Cobb. Erst ab einer Krümmungsstärke von über 80–90° Cobb ist mit einer höheren Invalidität und Mortalität zu rechnen. Aufgrund dieser Einschränkungen wird bei Krümmungen ab dieser Stärke dann auch nach Wachstumsabschluss in der Regel ein operatives Vorgehen erforderlich. Die Korrekturerfolge der operativen Therapie nehmen bei Cobb-Winkeln über 60° mit gleichzeitig steigendem Operationsrisiko rasch ab. Neuro- oder myopathische Skoliosen werden sehr viel früher (ab 20° Cobb-Winkel) operativ angegangen, da aufgrund der fehlenden muskulären Stabilisierungsmöglichkeit kein konservativer Behandlungserfolg zu erwarten ist.
- Bei Skoliose ist besonders wichtig, dass Verspannungen in der tiefen sowie oberflächlichen Rückenmuskulatur gelöst werden, weil diese den Druck auf die Wirbelsäule ständig erhöhen und sie seitlich noch mehr "stauchen".
Der kyBoot kann Verspannungen, durch das Gehen auf der weich-elastischen Sohle, lösen. Man spürt diesen Effekt schon nach wenigen Minuten gehen im kyBoot. Langfristig wird sich die Muskulatur, durch das aktive Gehen im kyBoot, viel weniger stark verspannen, besonders die oberflächliche, zu Vespannungen neigende Muskulatur.
- Durch das natürliche Abrollen der Füsse auf der weich-elastischen kyBoot-Sohle wird der Körper automatisch aufgerichtet, das heisst, die Wirbelsäule wird vermehrt gestreckt und dadurch entlastet.
- Wenn die Rückenmuskulatur entspannter ist und die Wirbelsäule aufrechter, ist dies eine gute Ausgangslage um die stabilisierende Rücken-Muskulatur effektiv zu trainieren (mit kybun sowie der Physiotherapie), was wiederum der Skoliose entgegenwirkt. Symptome wie Schmerzen nehmen ab und die Skoliose kann so selbständig, täglich therapiert werden, ohne zeitlichen Zusatzaufwand.
Langfristige, positive Effekte auf den Rücken und den ganzen Körper:
Muskelkräftigung und -dehnung im kyBoot
Der kyBoot hat eine weich-elastische Sohle, die die Bewegung des Fusses nicht limitiert, sondern die Freiheit gibt, sich ungehindert in alle Richtungen zu bewegen. Das weich-elastische Stehen und die damit verbundene Instabilität im kyBoot trainiert die Muskulatur und richtet den Körper auf. Eine einseitige Schonhaltung wird verhindert. Beide Körperhälften werden gleichmässig belastet, was Verspannungen entgegenwirkt. Beim Gehen kann sich der Fuss so frei bewegen wie von Natur aus gedacht. Durch Wegfallen vom Schuhabsatz sinkt der Fuss auch auf hartem, flachen Boden tief in die Sohle ein, wodurch die Muskulatur gedehnt und entspannt wird.
Aufrechte Haltung auf dem kyBounder
Besonders langes Sitzen, insbesondere in schlechter Haltung, beansprucht Muskeln und Wirbelsäule einseitig. Mit der Zeit werden unterforderte Muskeln schwächer und verkürzen sich. Einseitig überforderte Muskeln hingegen reagieren mit Verspannungen. Nacken-, Hüft-, und Rückenschmerzen sind die Folge und führen zu weiteren Fehlhaltungen.
Auf dem weich-elastischen Federboden kyBounder werden die Muskeln entspannt, gedehnt und trainiert sowie der Körper in eine natürliche aufrechte Haltung gebracht. Verspannungen und Dysbalancen lösen sich. Die Stand- und Haltungsmuskeln werden gezielt aufgebaut. Durch den Wechsel von Muskelanspannung- und entspannung können Rückenschmerzen gelindert werden.
Spezifische Erstreaktionen bei Skoliose
Im kyBoot gehend oder auf dem kyBounder stehend nimmt ihr Körper eine neue Körperhaltung ein. Sie stehen aufrechter als bisher in den "normalen" Schuhen mit der steiferen Sohle. Dies ist eine neue Herausforderung für Ihren Rücken, er muss sich erst an die anderer Druckverteilung gewöhnen. Es ist daher normal, wenn Sie, im kyBoot gehend oder auf dem kyBounder stehend, schneller ermüden als dies auf hartem Untergrund (in "normalen" Schuhen) der Fall war.
Wenn Sie neue, noch nicht bekannte Rückenschmerzen im kyBoot bekommen, ist das ein Zeichen, dass Ihr Körper im kyBoot noch stark gefordert ist. Wir raten Ihnen in diesem Fall zu den kybun Übungen und wenn dies nicht genügend hilft, zu einer kurzen kybun Pause, damit sich der Rücken erholen kann.
Wenn Ihre Rückenmuskulatur genügend stark und der Rücken entspannter ist, werden die Erstraktionen verschwinden und Sie können immer länger im kyBoot gehen.
Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen
Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen
Folgende Anpassungen der Standarddurchführung des Intervall Walkings sind bei Skoliose wichtig:
- Fokus auf langsame Übungen
- Training der tiefenstabilisierenden Muskulatur
- Blickrichtung immer geradeaus (bessere Haltung)
- Bei langsamer Übung: sich vorstellen, dass ein Faden am Kopf ist und dieser nach oben zieht
- Oberkörperaufrichtung
- Bei schneller Übung: Hände vor dem Bauch verschliessen
- stärkere Rotationen in Hüfte, Rücken und Schulter
- Bitte tragen Sie den kyBoot an einer Verkaufsstelle mind. 5-10 Minuten um dem Körper etwas Zeit zu geben. So spüren Sie, wie Ihr Körper im kyBoot reagiert und Sie können sich vor Ort beraten lassen um den passenden Schuh zu finden.
- Es ist zu beachten, im kyBoot zu Gehen und nicht lange zu Stehen.
- Wir raten Ihnen die kybun Übungen regelmässig zwischendurch anzuwenden. Diese lockern Ihre Muskulatur und Sie fallen weniger schnell in eine passive Position die den Rücken belastet.
- Wählen Sie ein kyBoot-Modell mit der etwas breiteren Sohle der 2. Generation. Diese verleiht ihnen im Mittelfuss mehr Stabilität; lassen Sie sich die verschiedenen Modelle vom kybun-Händler Ihrer Wahl zeigen.
- Wenn Sie trotz kybun Übungen stark ermüden, Schmerzen haben oder seitlich auf der kyBoot-Sohle abkippen raten wir Ihnen, eine kurze kyBoot/ kyBounder-Pause einzulegen, bis die Symptome verschwunden sind.
- Achten Sie sich auf eine aufrechte Körperhaltung, machen Sie nicht zu lange Schritte und schauen Sie in die Weite (nicht auf den Boden). Sie sollten gerade auf der kyBoot-Sohle gehen, das heisst, ein eventuell seitliches Abkippen korrigieren!
- Wenn Sie, trotz den "Anwendungstipps", anhaltende Rückenschmerzen haben, bitten wir Sie, Kontakt mit Ihrem kybun-Händler aufzunehmen, um sich vor Ort beraten zu lassen.
/
- Was kann ich gegen Schmerzen im Lendenbereich während längerem Stehen unternehmen?
-
Seit einem halben Jahr trage ich den kyBoot. Von Zeit zu Zeit habe ich Probleme mit dem Kreuz/Lumbalgie, vor allem bei längerem Stehen. Beim Gehen verschwinden die Schmerzen wieder. An was könnte das liegen und was kann ich dagegen tun?
Der Grund für Rückenschmerzen beim Stehen ist folgender:
Viele Leute neigen dazu, im Stehen eine passive Postition einzunehmen, welche nicht so viel Kraft benötigt. Dies bedeutet, dass sie das Becken nach vorne schieben und den Oberkörper nach hinten fallen lassen. Diese Haltung führt schon nach kurzem zu Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, da das ganze Gewicht des Oberkörpers in der unteren Wirbelsäule aufgefangen werden muss.
Im kyBoot sind die tiefen Rückenmuskeln durch die instabile Sohle automatisch aktiviert und daher kommt es weniger vor, dass eine solche Haltung eingenommen wird. Hat jemand sehr bewegliche Gelenke und Bänder kann es sein, dass er auch beim Stehen im kyBoot in diese passive Haltung "fällt".
Hier einige Tipps, wie Sie den Schmerzen im Kreuz entgegenwirken können:
- Beim Auftreten der Lendenschmerzen sollten Sie ein paar Schritte gehen, damit sich die passive Position aufheben kann (kann auch an Ort sein).
Beim Gehen im kyBoot wird die Fussmuskulatur viel mehr aktiviert als beim Stehen, was die Körperhaltung aufrichtet und passiven Haltungen entgegenwirkt.
- Achten Sie auf Ihre Stehposition: Hängt der Oberkörper leicht nach hinten in ein Hohlkreuz? Sie können Ihre Haltung seitlich vor dem Spiegel überprüfen. Wenn ja: Kippen Sie das Becken ein wenig nach hinten und spannen Sie leicht die Bauchmuskeln an, als würden Sie einen Knopf bei einer engen Jeans zuknöpfen wollen. So nehmen Sie eine aktive und durch die Rumpfmuskeln gehaltene Position ein. Dies mag anfangs gewöhnungsbedürftig sein, doch nur so können Sie den Schmerzen beim Stehen entgegenwirken.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Marco G.
- Ist der kyBoot nach einer Rückenoperation zu empfehlen?
-
Vor drei Wochen habe ich ein Paar kyBoot Damenschuhe gekauft. Fünf Monate davor hatte ich eine Rückenoperation (Spinalkanal). Von Tag zu Tag verstärkten sich meine Rückenschmerzen (Auch bei nur 1 Stunde Tragedauer pro Tag). Nach einer Konsultation bei meinem Hausarzt, hat mir dieser abgeraten die Schuhe zu tragen. In meinem Falle sei der kyBoot kontraproduktiv. Was soll ich nun machen?
Generell kann man sagen, dass der kyBoot ein ideales Schuhwerk ist um den Rücken zu entlasten und gleichzeitig die tiefe, stabilisierende Muskulatur zu stärken. Besonders nach einem operativen Eingriff ist es wichtig die Muskulatur wieder aufzubauen, damit der Rücken langfristig in gutem Gesundheitszustand bleibt.
Nun ist es nicht ganz leicht, Ihre persönliche Situation einzustufen, da ich weder Ihre Vorgeschichte noch die aktuelle Situation nach der Operation kenne. Allgemein gilt jedoch: Lassen Sie sich für den Muskelaufbau Zeit. Das heisst, steigern Sie langsam die kyBoot Tragedauer. Eine Stunde am Stück, kann nach nur drei Wochen kyBoot Tragen und zusätzlicher Vorbelastung einer Operation bereits zu viel sein. Versuchen Sie einmal den kyBoot 20 Minuten am Stück zu tragen und dann wieder zu den normalen Schuhen zu wechseln. Wenn Sie dies mehrmals pro Tag praktizieren, ist das ein ideales Training für Ihren Rücken. So können Sie langsam die Tragedauer steigern, immer nur so weit, dass Sie keine Rückenschmerzen bekommen. Hören Sie also gut auf Ihren Körper! So angewendet, kann sich der kyBoot nur positiv auf Ihren Rücken auswirken!
Viele Ärzte kennen leider die kybun MechanoTherapie noch nicht und raten deshalb davon ab. Aber es gibt ebenso auch viele Ärzte und medizinische Fachpersonen, die den kyBoot ihren Patienten empfehleln. Auf unserer Homepage finden Sie Statements von Spezialisten.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Rita K.
- Kann man den kyBoot bei Rückenschmerzen mit Einlagen tragen?
-
Meine Mutter, 60-jährig, interessiert sich für den kyBoot. Infolge von Abnützungen im Fuss (Rist) trägt sie bereits seit über zehn Jahren Schuheinlagen. Sie hat auch mit Rückenbeschwerden zu kämpfen. Nun ist sie nicht sicher, ob die kyBoot Schuhe für sie geeignet sind, da sie schon seit Jahren die Einlagen trägt. Würden Sie Ihr diese empfehlen?
Ich kann Ihrer Mutter die kyBoot Schuhe sehr empfehlen. Der kyBoot richtet den Körper von unten her auf. Dies bedeutet, dass die Füsse im kyBoot 360 Grad Bewegungsfreiheit haben und dadurch wieder gekräftigt werden. Kräftige Füsse entlasten wiederum die oberen Gelenke wie Knie, Hüfte und Rücken. Bei vorbestehenden Fussproblemen oder langjährigem Tragen von Einlagen ist es jedoch wichtig, dass der kyBoot nicht zu lange am Stück getragen wird. Ein dauerndes Tragen vom kyBoot wäre am Anfang (in den ersten Wochen/Monaten), nach jahrelangem Einlagentragen, eine Überforderung des Körpers. Beginnen Sie mit einer halben Stunde am Stück, mehrmals täglich, und steigern Sie langsam die Tragedauer. Die Fussmuskulatur braucht aber drei bis vier Monate, bei regelmässigem Training, bis sie genügend kräftig ist um mehrere Stunden am Stück im kyBoot zu gehen.
Sie kann die normalen Schuhe mit Einlagen als Entlastung zwischendurch tragen, in den kyBoot-Pausen. Ich rate Ihr, den kyBoot ohne Einlagen zu tragen, als aktives Stabilisationstraining des Fusses. Einlagen sind eine passive Stütze für den Fuss, und verbessern längerfristig die Fusssituation keineswegs. Wenn irgendwie möglich, diese Einlagen nicht konstant tragen. Hören Sie am besten auf Ihren Körper, der sagt Ihnen was gut tut, und wann er eine Pause braucht.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Sabina P.
- Soll ich den kyBoot bei einer Bursitis am Hüftgelenk tragen?
-
Ich trage den kyBoot seit etwa 1 Jahr. Anfangs ging es mir damit recht gut, bis auf einen leichten Muskelkater. Nun habe ich seit zirka drei Monaten schwere Hüftgelenkschmerzen bis hin zu einer Bursitis am rechten Hüftgelenk und starken Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelbereich. Zur Zeit kann ich den Schuh kaum eine Stunde tragen, ohne nach einigen Stunden starke Schmerzen in den Beinen, Hüftgelenken und im Rücken zu verspüren.
Bei akuten Schmerzen ist es immer das Beste, dem Körper vorerst Zeit zur Regeneration zu geben. Das heisst, ihn nicht noch zusätzlich zu den Schmerzen zu fordern. Somit haben Sie richtig reagiert und die kyBoot Tragdauer vorerst reduziert. Nach Ihrer Schilderung rate ich Ihnen sogar die Tragdauer noch mehr zurücknehmen. Ich denke, eine halbe Stunde ist vorerst genug. Je nach dem, ist es sogar sinnvoll eine 1 - 2-wöchige kyBoot Pause einzulegen und danach langsam wieder einzusteigen. Der kyBoot soll in Ihrer jetzigen Situation die Regeneration unterstützen und nicht zusätzliche Schmerzen auslösen! Hören Sie auf Ihren Körper und machen Sie eine kyBoot Pause, bevor Ihre Schmerzen sich verschlimmern.
Da der kyBoot eine weich-elastische Sohle hat, gibt er dem Fuss die Möglichkeit sich in alle Richtungen zu bewegen. Dadurch wird der Fuss beweglicher und kräftiger. Dies hat ein positiver Effekt auf die Gelenke oberhalb des Fusses, wie zum Beispiel das Hüftgelenk oder der Rücken. Durch mehr Fusseinsatz werden diese Gelenke geschont und gleichzeitig dessen tiefe, stabilisierende Muskulatur gestärkt.
Aber genau dieses Training kann bei akuten Schmerzen, für den Körper zu viel sein. Sobald die Schmerzen in Rücken und Hüfte wieder in einem, für Sie normalen, Masse sind, rate ich Ihnen sehr, die kyBoots wieder zu tragen. Wichtig ist aber, dass Sie die Tragdauer langsam steigern! Gerade bei Skoliose
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Annemarie R.
- Wie wirken kyBoot und kyBounder bei Wirbelbruch/Wirbelkörper-Fraktur
-
Ich hatte vor kurzem einen Unfall und habe mir dabei einen Lendenwirbel gebrochen. Können mir der kyBounder und der kyBoot helfen, meine damit verbundenen Rückenschmerzen loszuwerden?
Im kyBoot gehend, sowie auf dem kyBounder stehend, wird automatisch die tiefe, stabilisierende Rückenmuskulatur schonend gestärkt. Dadurch wird Ihr Rücken stabiler und die Beschwerden aufgrund des Unfalls sollten langsam abnehmen.
Durch die aufrechtere Haltung, welche man auf dem kyBounder und in den kyBoot einnimmt, werden die Bandscheiben und Wirbelknochen achsengerecht belastet und bleiben gesund und stabil. Durch das vermehrte Abrollen des Fusses wird der Rücken zusätzlich entlastet. Die Fussmuskulatur wird stärker gebraucht und die Füsse können die Schläge beim Gehen abdämpfen.
Wichtig ist, dass die Tragedauer langsam gesteigert wird. Am Anfang reichen 10-20 Minuten, dafür mehrmals täglich. So kann sich der Rücken langsam an die neue Haltung und an das neue Gefühl beim Gehen gewöhnen. Wenn der Rücken ermüdet, ist es Zeit für eine kyBoot-Pause.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Gerhard K.
- Gleitwirbel/Rückeninstabilität
-
Ist es bei Gleitwirbel/Rückeninstabilität verboten, den kyBoot zu tragen?
Bei einem Kunden mit Gleitwirbel kann man nicht global sagen, ob der kyBoot geeignet oder ungeeignet ist. Es kommt auf die Ausprägung des Rückenschadens an und was er im Alltag machen darf oder wo er vorsichtig sein muss.
Da der kyBoot seine tiefe, stabilisierende Rückenmuskulatur trainiert, wäre dieser Schuh sinnvoll bei Rückeninstabilitäten wie z.B. Gleitwirbel. Eine Instabilität kann man nur durch Stabilitätstraining verbessern und diese Training bekommt er beim Gehen im kyBoot.
Wichtig ist, dass alle Kunden mit bestehenden gesundheitlichen Problemen, langsam mit dem kyBoot-Training beginnen. So kann sich der der Körper an das natürliche Abrollen im kyBoot gewöhnen und die Muskelkraft schonend aufbauen. Zu Beginn genügen oft 10 Minuten am Stück Gehen im kyBoot, dies dafür mehrmals am Tag.
Allgemein gilt, dass man den Körper nur so lange wie nötig schonen und so bald wie möglich schonend belasten sollte. Durch Schonung und Entlastung wird der Körper immer wie schwächer und anfälliger; die bestehenden Beschwerden nehmen langfristig zu.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Esther B.
- Können die kyBoots bei einer stärkeren Skoliose helfen?
-
Bei Skoliose ist besonders wichtig, dass Verspannungen in der tiefen sowie oberflächlichen Rückenmuskulatur gelöst werden, weil diese den Druck auf die Wirbelsäule ständig erhöhen und sie seitlich noch mehr "stauchen". Der kyBoot kann Verspannungen durch das Gehen lösen. Man spürt diesen Effekt schon nach 5 Minuten Gehen im kyBoot. Er hilft aber auch langfristig wegen des aktiven Gehens.
Durch das natürliche Abrollen der Füsse auf der weich-elastischen kyBoot-Sohle wird der Körper automatisch aufgerichtet, das heisst, die Wirbelsäule wird vermehrt gestreckt und dadurch entlastet.
Wenn die Rückenmuskulatur entspannter ist und die Wirbelsäule aufrechter, wird die stabilisierende Rücken-Muskulatur automatisch trainiert, was wiederum der Skoliose entgegenwirkt. Symptome wie Schmerzen nehmen ab und die Skoliose kann so selbständig, täglich therapiert werden.
Ich rate, den kyBoot an einer Verkaufsstelle 5-10 Minuten zu tragen. Es ist zu beachten, im kyBoot zu Gehen und nicht lange zu Stehen.
Ansprechpartner: Karl Müller
- Wieso hat meine Kundin im kyBoot Rückenschmerzen, obwohl sie noch nie zuvor Rückenschmerzen hatte?
-
Ich habe einer Kundin vor drei Monaten einen kyBoot verkauft. Seit sie ihn trägt, hat sie Rückenprobleme, und das, obwohl sie vorher nie Probleme mit dem Rücken hatte. Ich habe ihr geraten, den kyBoot nur stundenweise zu tragen, um sich langsam daran gewöhnen zu können. Diese Anweisung hat sie befolgt, doch leider hat das nichts gebracht.
Schon mehrmals habe ich Kunden betreut, welche beim Tragen des kyBoot anfangs mit Rückenproblemen kämpfen mussten. Dies kann auch bei Personen auftreten, welche zuvor nie Schmerzen im Rücken hatten. Die Rückenschmerzen beim Tragen des kyBoot sind ein Zeichen dafür, dass der Rücken überfordert ist. Wäre der Rücken in einem guten und trainierten Zustand, würden beim Gehen auf einer weichen Sohle oder auf einem Naturboden keine Schmerzen entstehen.
Ich vermute im Fall von Ihrer Kundin, dass sie entweder über eine schwache Rückenmuskulatur verfügt, oder im Allgemeinen sehr bewegliche Gelenke und Bänder hat. In beiden Fällen ist Ihre Kundin nicht im Stande, den Rücken genügend zu stabilisieren. Diese Rückenschmerzen tauchen in ihren normalen Schuhen darum nicht auf, weil sie sich wahrscheinlich schon über Jahre an diesen Zustand gewöhnt hat. Im kyBoot hingegen steht sie auf einer instabilen Sohle, wo ihre Schwäche zum Vorschein kommt.
Es könnte aber auch sein, dass Sie im Alltag den Rücken überlastet, zum Beispiel durch starke körperliche Arbeit oder intensiven Sport. Auch unter diesen Umständen wäre der kyBoot sinnvoll, da der Rücken schonend bewegt und traniert wird und die Schläge zusätzlich abgedämpft werden.
Der kyBoot ist ein ideales Training für Ihre Kundin, denn so kann sie die tiefe, stabilisierende Rumpfmuskulatur stärken. Es ist wichtig, dass sie die Wirkungsweise des kyBoot versteht und sich bewusst wird, warum anfangs im kyBoot Schmerzen aufgetreten sind.
Zudem sollte Ihre Kundin die Tragedauer des kyBoot nochmals verkürzen. Zu Beginn reichen oft 10 bis 20 Minuten, dafür mehrmals täglich. Bei Ermüdung oder Eintreten der Schmerzen sollte eine kyBoot Pause eingelegt werden. Die Grenzen des eigenen Körpers wahrzunehmen ist von grosser Bedeutung. Das Gehen im kyBoot ist ein intensives Training, welches nicht unterschätzt werden sollte. Da wir im Alltag kaum mehr über unsere Füsse abrollen, sind sie untrainiert und benötigen ein paar Tage bis Monate (je nach Kunde), bis sie genügend kräftig sind, um auf dem weich-elastischen Untergrund problemlos über Stunden gehen zu können.
Ansprechpartner: Tanja Waldmeier, eidg. dipl. Physiotherapeutin und kybun Verkaufsberaterin
Frage gestellt von: Sandra P.