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Zum Zeitpunkt des massiven Erdbebens vom 25. April 2015 hatte die 71-Jährige Rudra Maya Chalise Besuch von ihren vier Enkelkindern. Das Beben brachte ihr Haus komplett zum Einsturz und begrub alle vier Kinder unter sich. Wie durch ein Wunder überlebten sie alle die Katastrophe, und der Grossmutter gelang es, die Kinder aus den Trümmern zu retten. Trotzdem hat das Beben Spuren bei Rudra hinterlassen, die über den materiellen Schaden hinausgehen: „Seit dem Erdbeben haben sich meine Augen rapide verschlechtert und mittlerweile sehe ich kaum noch etwas“, sagt sie. Nach kurzem Nachdenken fügt sie hinzu: „Vielleicht kommt es, weil ich zu viel geweint habe“.
Aufgrund dieser gesundheitlichen Beeinträchtigungen musste Rudra Maya das Geld, das sie von der Regierung für den Wiederaufbau ihres Hauses bekam, in Medikamente investieren. Somit hat sie kein Geld für ein neues Haus und lebt momentan bei ihrem Sohn, der selbst nur einer temporären Unterkunft wohnt. „Aber langfristig möchte ich wieder mein eigenes Haus“, sagt sie, „ein sicheres Haus in dem meinen Enkeln nichts passieren kann“.
Text: Manuela Brülisauer, Caritas Schweiz
Foto: Caritas Schweiz