Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03573.jsonl.gz/2238

Gott hat seine Mitarbeiter schon durch Raben oder mit einer Münze im Maul eines Fisches versorgt, normalerweise tut er es aber durch andere Christen, das heisst, durch die christliche Gemeinde.
Deshalb finanziert Wycliffe ihre Mitglieder nicht selber, das ist nicht ihr Auftrag und dazu fehlen auch die Mittel. Wycliffe ermöglicht der Gemeinde, Mitarbeiter auszusenden und zu unterstützen. So trägt zum Beispiel eine freikirchliche Gemeinde in Winterthur die Kosten für eine Übersetzerin in Südasien. Beide Teile sind wichtig. Nur wenn die Christen in den Heimatländern ihre Verantwortung wahrnehmen, können Mitarbeiter in ihr Einsatzland reisen und dort arbeiten.
Geben hat mit Beziehung zu tun: Gemeinden und Einzelne geben lieber einer Person, als dass sie allgemeine Gaben an ein Werk schicken. So unterstützen sie ihre Mitarbeiter direkt und übernehmen Verantwortung für sie. Bei Wycliffe erhält jedes Mitglied das, was für ihn an Spenden eingeht.
Wenn jemand dauernd weniger Mittel erhält als zum Leben nötig sind, dann ist die Weiterarbeit in Frage gestellt. Zusammen mit dem Heimatbüro muss er dann neue Unterstützer gewinnen oder nach Hause kommen. Es gibt zwar eine Ausgleichskasse, aus der Mitarbeiter einen Zuschuss erhalten können. In diese Ausgleichskasse fliesst alles Geld, das ohne Zweckbestimmung einbezahlt wird. Die Mittel daraus sind jedoch begrenzt.
Angestellte von Wycliffe Schweiz erhalten einen festen Lohn. Dieser wird in der Regel gemeinsam getragen durch die Heimatgemeinde und durch Spenden von persönlichen Freunden und Partnern.
Die Lebenskosten sind in den verschiedenen Einsatzländern unterschiedlich hoch. Daher werden die Länder der Welt in drei Regionen eingeteilt, die dann die Lohnhöhe bestimmen.
Das Heimatbüro von Wycliffe Schweiz erfasst die Spenden und verantwortet sie gegenüber den Behörden. Dies ist nötig, damit Wycliffe als gemeinnützige Organisation anerkannt und von Steuern befreit ist. Darüber hinaus können die Spenden in vielen Kantonen von den Steuern abgezogen werden.
Das Heimatbüro erledigt auch die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV, Krankenkasse) und an die Pensionskasse.
Weil die meisten Spenden direkt für einzelne Mitarbeiter bestimmt sind, müssen davon auch die Verwaltungskosten gedeckt werden, die ihnen zugute kommen. Daher haben die Mitglieder beschlossen, von dem für sie eingehenden Geld 10% für die Kosten der Verwaltung in der Heimat und im Einsatzland zur Verfügung zu stellen. Von dieser Abgabe werden allerdings keine Löhne für die Mitarbeiter im Heimatbüro bezahlt, da diese auch von ihren eigenen Unterstützern getragen werden sollten.