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Geschichte des Weinbaus Südafrikas
Jan van Riebeeck, holländischer Arzt und Kaufmann, pflanzte im Jahre 1652 in Südafrika die ersten Rebstöcke, die er aus Europa mitgebrachte. Zwischen 1688 und 1690 kamen aus ihrer französischen Heimat vertriebene Hugenotten ins Land, einige davon waren erfahrene Winzer. Zusammen mit deutschen und holländischen Einwanderern zeichneten sie für die Weiterentwicklung des Weinbaus verantwortlich.
Der erste internationale Durchbruch kam mit dem süssen Constantia-Wein, der während des 17. und 18. Jahrhunderts viele königliche Desserts krönte. Mit der britischen Besatzung des Landes erhielten die südafrikanischen Winzer Zugang zu neuen Märkten.
Auch der Weinanbau Südafrikas blieb nicht von der Reblaus verschont, die hier 1885 als Plage auftrat. Aufgrund der Weinkrise wurde im Jahre 1918 ein staatliches Kontrollorgan namens KWV («Koöperatieve Wijnbouwers Vereniging van Zuid Afrika») ins Leben gerufen. Mit dem Ende der Apartheidspolitik kam ab den 1990er-Jahren auch im Ausland die Nachfrage nach südafrikanischem Wein auf.
Seit dem Jahre 2000 wurde fast die gesamte Weinernte Südafrikas auf die Integrierte Produktion (IP) umgestellt. Dabei geht es um Massnahmen zum Schutz der Biodiversität und um eine nachhaltige Arbeitsweise. Beeindruckend ist, dass dieses Bekenntnis von den Winzern aus Überzeugung und ganz freien Stücken unterzeichnet wurde.