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Iñaki Urdangarín, Schwiegersohn des spanischen Königs Juan Carlos, hat den Monarchen in einer Finanzaffäre um die Unterschlagung von 6,1 Millionen Euro entlastet.
Das Königshaus habe seine Aktivitäten an der Spitze der umstrittenen gemeinnützigen Stiftung «Noos» weder autorisiert noch unterstützt, sagte der Ehemann von Prinzessin Cristina bei seiner Vernehmung vor Gericht in Palma de Mallorca.
Vor dem Gerichtsgebäude in Palma hatten sich zahlreiche Menschen versammelt, um gegen die Korruption und die Monarchie zu protestieren.
Aussage gegen Aussage
Der 45jährige frühere Handballstar widersprach damit Aussagen seines Ex-Geschäftspartners Diego Torres. Der hatte bei seiner Vernehmung vergangenen Samstag Urdangarín, Cristina und das gesamte Königshaus belastet. Diese hätten die Aktivitäten der Stiftung «Noos» «gekannt und beschützt», versicherte er.
Urdangarín und Torres stehen im Verdacht, als Chefs von «Noos» öffentliche Fördergelder auf private Konten abgezweigt zu haben.
Bereits vor einem Jahr musste sich Urdangarín, Herzog von Palma, den Fragen des Ermittlungsrichters stellen. Er ist der erste Angehörige des Königshauses, der im Zuge eines Finanzskandals vor Gericht erscheinen muss.