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Die Dürresommer der letzten Jahre haben gezeigt, dass unsere Ackerbausysteme gegenüber Klimaveränderungen sensibel reagieren. So können Dürren zu Ernteausfällen führen. Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, Ackerbausysteme resilienter zu machen gegenüber Dürreperioden. In diesem Projekt untersuchen wir, inwiefern Mischkulturen, das heisst der zeitgleiche Anbau von verschiedenen Nutzpflanzen auf demselben Feld, die Resilienz von traditionell in Monokultur angebauten Ackerbaukulturen erhöhen kann. Die Resilienz messen wir anhand des Kornertrags als auch anhand verschiedener anderer Ökosystemfunktionen, wie der Aktivität der Bodenmikrobien, der Zersetzung von organischem Material oder der Unterdrückung von Unkraut.
In einem zweiten Schritt gehen wir der Frage nach, ob eine Mischkultur mit Samen aus der Mischkultur die Resilienz weiter verstärken kann. Wir gehen hier von der Annahme aus, dass sich Pflanzen evolutiv an ihre ständigen Nachbarn anpassen und sich damit Ökotypen für Mischkulturen entwickeln können, welche sich von den heute traditionellen Sorten für die Monokultur unterscheiden. Um diese Hypothese zu testen, vergleichen wir Mono- und Mischkulturen aus kommerziellem Saatgut mit den gleichen Kulturen aber aus Samen, die während mehrerer Generationen in der Mischkultur gezogen wurden.
Fall Mischkulturen in der Tat generell resilienter sind gegenüber Störungen wie Dürre, und falls Mischkulturen aus Mischkultursamen resilienter sind als Mischkulturen aus Monokultursamen, dann haben wir gute Argumente einerseits für die weitere Entwicklung von Mischkulturen für den kommerziellen Anbau und andererseits für die Entwicklung von Mischkultursaatgut durch spezifische Zuchtprogramme für die Mischkultur.