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(spr. -doïru) oder Ober-Douro, wichtigstes Weinland Portugals, umfaßt, zu beiden Seiten des
Douro (Duero) gelegen, die nördlichsten Gegenden des Distrikts Vizen (Lamego) der ProvinzBeira und die südlichsten des Distrikts
Villa Real der ProvinzTraz os Montes. In der letztern Provinz scheidet der Fluß Corgo, an dem Villa Real liegt und der 1 km
östlich von Pezo da Regoa in den Douro mündet, den kleinern Weinbezirk Bairo-Douro oder Nieder-Douro
ab, wozu auch der südlich gegenüberliegende Landstrich von Beira gehört.
Beide Weinbezirke heißen auch Cima do Douro und sind die bevölkertsten Teile ihrer Provinzen. Sie bilden die eigentliche Heimat
des Portweins, dessen Ausfuhr Oporto
[* 2] seinen Wohlstand verdankt. Der Versand geschieht auf dem Douro,
dessen Schiffbarkeit bei Torre de Moncorvo beginnt. Die südl. Hälfte von Alto-Douro ist ein an den Bergzug
des terrassenförmigen Nordabhangs von Beira sich anlehnendes, mit Weinreben, Gemüsegärten, Obsthainen, Laubhölzern und
Ortschaften bedecktes Hügelgelände. Die nördl. Hälfte von Alto-Douro umfaßt ein
zerklüftetesBerg- und Hügelland, ein förmliches Meer rebenbedeckter Wellenberge von Thonschiefer, das
mit Flecken, Dörfern und einzelnen Häusern übersät ist. Die Bevölkerung von Alto-Douro wird auf 45000 Seelen geschätzt.