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Das Gebiet der drei Juraseen zwischen Biel, Neuenburg, Yverdon-les-Bains und Murten gehört zweifellos zu den reizvollsten Landschaften der Schweiz. Noch bis in die 1980iger Jahre machten die Städtchen und Dörfer rund um die drei Seen einen verschlafenen, ländlich-romantischen Eindruck. Das änderte sich gründlich, vor allem mit der Erschliessung durch die Autobahnen.
Murten 1952 (Bild VBS)
Auf dem historischen Foto von 1952 ist die Altstadt von Murten noch markant im Bild. An ihrem nordwestlichen Ende ist gut das Schloss zu erkennen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Altstadt ist die evangelisch-reformierte Kirche zu sehen. Nicht weit davon, ausserhalb der historischen Mauern, die römisch-katholische. Schon Anfang der 1950iger Jahre ist Murten schon deutlich über die Altstadt hinaus gewachsen und die Ansätze der Zersiedelung sind vorhanden. Die Entwicklung fand auch in Richtung von Muntelier statt, das sich in der Bildmitte links entlang des Murtensees zieht. Gut auffindbar ist auch die Eisenbahnlinie von Lyss nach Yverdon-les-Bains, die auf der Südseite in einem leichten Bogen um Muntelier und Murten führt.
Murten 2015 (Bild Peter Brotschi)
Auf dem Foto von 2015 verschwindet die Altstadt fast im Häuserbrei. Ein Speckgürtel hat sich ausgebreitet. Oben leicht links der Mitte kommt die Autobahn A1 ins Bild und verschwindet dann in einem Tunnel. Stark gebaut wurde auch in Muntelier, oben links im Bild. Rechts im Bild ist deutlich zu sehen, wie sich die Bauten scheinbar planlos in die Landschaft hinaus «gefressen» haben. Sehr schade ist jeweils die Entstehung ganzer Quartiere, die von der eigentlichen Bausubstanz abgetrennt sind. Schweizweit ist das fast in jeder Ortschaft der Fall. Hier bei Murten ist es im Gebiet mit dem Flurnamen «Prehl» zu sehen, also Richtung Autobahn. Auf dem alten Bild sieht man, dass nur entlang der Strasse Richtung Gurmels und Düdingen ein paar Häuser stehen, während heute ein eigenständiges Quartier vorhanden ist.
Ganz oben links ist der Neubau eines Campingplatzes zu entdecken, während der Hafen eine andere Form erhalten hat. Die vielen Jachten und Boote sind – wie auf anderen Seen auch – ein Ausdruck des Wohlstandes.
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Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Peter Brotschi ist Lehrer, Aviatikjournalist und CVP-Kantonsrat im Kanton Solothurn. Er kämpft politisch gegen die Zersiedelung der Schweiz. Autor von sieben Büchern, sein letztes: «Ein wenig des Himmels für mich».