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Zikaden
Zikaden (Auchenorrhyncha) gehören zu den Gleichflüglern. Weltweit sind sehr viele Arten bekannt. Die Angaben gehen von 26.000 bis 45.000 Arten aus. In der Schweiz wurden ungefähr 700 Zikadenarten nachgewiesen.
Als Pflanzenschädlinge treten in erster Linie einige Zwergzikaden auf. An Zierpflanzen kommt die Rosenzikade vor. An Gewürz- und Heilkräutern wie Salbei, Melisse, Majoran oder Basilikum verursachen Vertreter der Gattung Eupteryx, vor allem in warmen und trockenen Sommern, stärkere Saugschäden, die sich in Form einer weisslich bis silbrigen Sprenkelung der Blätter zeigt.
Ein besonders auffälliger Vertreter ist die rot und grün gefärbte Rhododendronzikade. Sie verursacht keine Blattschäden, steht aber im Verdacht, den pilzlichen Erreger des Rhododenronknospensterbens zu übertragen.
Andere Zikadenarten, wie die neu an Gehölzen auftretende Bläulingszikade, können grosse Mengen von Honigtau produzieren. Auf diesem Honigtau siedeln sich schnell Russtaupilze an, welche die Blätter mit einem grauen Film überziehen. Auch im Wein- und Ackerbau sind Zikaden als Überträger von Krankheitserregern bekannt.
In Südeuropa treten deutlich mehr Zikaden als Pflanzenschädlinge auf. In klimatisch begünstigten Regionen Mitteleuropas finden diese wärmeliebenden Arten vermehrt gute Lebensbedingungen.
Vorbeugen und bekämpfen
Ein natürlich wirkendes Mittel gegen Zikadenbefall ist Neemöl. Zur Befallsreduktion können Gelbtafeln oder Gelbstickern, vor allem im Gewächshaus, eingesetzt werden.