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- Bei der erstmaligen Austragung einer Mixed-Staffel an Sommerspielen zeigt das Schweizer Triathlon-Quartett eine solide, nicht aber überragende Leistung.
- Jolanda Annen, Andrea Salvisberg, Nicola Spirig und Max Studer werden früh zurückgebunden, als Siebte ergattern sie aber noch ein Diplom.
- Grossbritannien mit seinen Startern Jessica Learmonth, Jonathan Brownlee, Georgia Taylor-Brown und Alex Yee erobert verdient Gold.
Spätestens nach dem 2. Wechsel wurde die Aufgabe undankbar, war der Kampf um die Medaillen längst verloren. Teamleaderin Nicola Spirig übernahm an 9. Stelle – mit einem Rückstand von rund einer Minute aufs Podest.
Die Zürcherin führte bei ihrer 5. Olympia-Teilnahme die Equipe immerhin noch auf Platz 7 und holte so das Maximum heraus. Das Handicap im Vergleich zur Spitzenposition konnte Spirig auf ihrem Abschnitt mit 300 m Schwimmen, 6,8 km Radfahren und 2 km Laufen bei exakt 1:34 Minuten halten.
Das Diplom nicht mehr aus den Augen verloren
Max Studer als Schlussathlet lief im Odaiba Marine Park den ansprechenden 7. Rang unter 16 Nationen ungefährdet ins Ziel. Bronze war um klare 1:23 Minuten ausser Reichweite gelegen. Somit reist die Schweizer Triathlon-Delegation zusammen mit dem 6. Rang im Einzelrennen von Spirig mit zwei olympischen Diplomen aus der japanischen Metropole ab.
Die Spannung war früh aus dem Rennen, das in Tokio als 3. Wettbewerb für die Triathleten und Triathletinnen ins Programm aufgenommen worden war, gewichen. Bereits in der 1. Ablösung riss auf der ersten von zwei Radrunden ein Quartett aus und distanzierte die Verfolgerinnen entscheidend.
Somit kamen schon nach etwas mehr als 6 Minuten Renndauer eigentlich nur noch die Nationen Grossbritannien, USA, Frankreich und Deutschland für die Medaillen in Frage.
Jolanda Annen als erste Schweizer Starterin hatte nicht auf diesen Schnellzug aufspringen können und kämpfte im Feld hinter der Spitze vergeblich um den Anschluss. Sie übergab schliesslich mit einer Hypothek von 46 Sekunden als Neunte an Andrea Salvisberg, der trotz eigentlich gutem Gefühl nichts ausrichten konnte. Erschwerend kam hinzu, dass die beiden auf dem Rad keine Unterstützung erhielten.
Der Brite Yee zieht im Finish unwiderstehlich an
Eine packende Entscheidung hielt das Staffel-Format dann doch noch bereit. Nachdem Grossbritannien das Feld lange angeführt hatte, konnten Frankreich und die USA im Finish wieder aufrücken.
Erst auf der abschliessenden Laufstrecke zündete der Brite Alex Yee, Silbergewinner im Einzel, den Turbo und sicherte seinem Team das Premieren-Gold mit 14 Sekunden Vorsprung. Die USA und Frankreich folgten auf den weiteren Positionen.