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Nummer 6 vom geschichtlichen Spaziergang von Rue.
Das Schloss von Rue und sein Herr Rodolphe de Rue, Vasall der Grafen von Genf, wurden 1152 erstmals urkundlich erwähnt. In der Festung gab es drei Unterkünfte. Der viereckige Bergfried scheint auf diese Zeit zurückzugehen.
Von 1235 bis 1237 wurden die Festungsanlagen zerstört und 15 Jahre lang war ihr Wiederaufbau verboten. Peter von Savoyen, der zu dieser Zeit über das Waadtland herrschte, liess das Schloss zwischen 1260 und 1268 wiederaufbauen und ernannte einen Kaplan zum Vasallen von Savoyen. Die Gebäude wurden während der Burgunderkriege 1476 praktisch zerstört. Von 1619 bis 1763 wurde das höchstwahrscheinlich stark in Mitleidenschaft gezogene Schloss wiederaufgebaut und es wurde insbesondere ein Gefängnis darin eingerichtet. Freiburg stellte es seinen Vögten, dann bis 1848 seinen Präfekten zur Verfügung.
Am 25. Februar 1856 versteigerte der Staat das Schloss bei einer Auktion. Mehrere Besitzer wechselten sich ab, darunter Ernest Ferber, der Vater von Ferdinand Ferber. Zurzeit befindet sich das Schloss in Privatbesitz. Bei bestimmten Veranstaltungen ist es für die Öffentlichkeit zugänglich, zum Beispiel beim Art Forum.
Im Inneren des Hofes steht ein kleines Gebäude mit dem Springbrunnen. Die aktuelle Steinbrücke hat die mittelalterliche Zugbrücke ersetzt, der Teich wurde vom letzten Präfekten von Rue vor 1848 angelegt.
Ferdinand Ferber war ein Pionier der modernen Luftfahrt. 1898 führte er einen Testflug mit seinem Gleiter vom Schloss Rue durch, das sich im Besitz seiner Familie befand. Er setzte seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Aeronautik in Frankreich fort und verwendete in seinen Schriften und bei seinen Flugversuchen häufig das Pseudonym «F. de Rue».