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Die Zeitschrift für Phytotherapie (Nr. 5/ 2019) hat einen informativen Artikel publiziert zu Rosenwurz (Rhodiola rosea) bei Fatigue und zur Leistungsfähigkeit.
Der Rosenwurzwurzelstock wird primär als adaptogen wirksame Heilpflanze bezeichnet. Sie enthält also Wirkstoffe, die dem Organismus helfen, sich besser an psychische und physische Stressreaktionen anpassen zu können.
Zu klinischen Studien mit Rosenwurz schreiben der Autor und die Autorin:
«Die meisten durchgeführten klinischen Studien haben die adaptogenen Eigenschaften bezüglich der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit untersucht. Eine randomisierte placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2009 untersuchte Patienten mit dem Fatigue-Syndrom. 60 Patienten (zwischen 29 und 55 Jahre alt) bekamen jeweils 4x täglich ein kommerzielles Extraktpräparat (Swedish Herbal Rhodiola, 576 mg/Tag) oder Placebo für 28 Tage. Die Symptome Müdigkeit, Depression, Konzentration und der Cortisolspiegel im Speichel sowie die Lebensqualität wurden gemessen. Die stressreduzierenden Effekte waren signifikant stärker in der Verum-Gruppe ausgeprägt. Dies zeigte sich an einer Verringerung der Müdigkeit, Erhöhung der mentalen Performance und Absenkung der Cortisolspiegel. Andere Studien haben die Effekte von Rosenwurzwurzelstock-Extrakt auf die körperliche Leistungsfähigkeit bei jungen Menschen untersucht. Eine randomisierte placebokontrollierte Studie (24 Teilnehmer) verglich die Effekte einer Einzeldosis mit der einer 4-wöchigen Behandlung mit Extrakt (200 mg Rhodiola-rosea-Extrakt mit 3 % Rosavin + 1% Salidrosid + 500 mg Stärke) bezüglich physischer Kapazität, Muskelkraft, Geschwindigkeit der Bewegung, Reaktionszeit und Konzentrationsfähigkeit. Im Ergebnis wurde eine signifikante Verlängerung der Zeit bis zur Erschöpfung schon nach einer Einzeldosis in der Verum-Gruppe festgestellt. 4 Wochen Behandlung zeigten dagegen keine weitere Verbesserung.»
Kommentar & Ergänzung:
Die Studie mit Fatigue-Patienten ist interessant. Allerdings ist die Zahl der Teilnehmenden mit 60 klein, was die Aussagekraft möglicherweise stark einschränkt. Fatigue ist ein grosses Problem in der Krebsbehandlung.
Die Studie mit den 24 Teilnehmenden verblüfft mit dem Ergebnis, dass die körperliche Leistungsfähigkeit schon bei einer Einzeldosis verbessert worden sein soll. Adaptogene Heilpflanzen sind sonst eher dafür bekannt, dass sie ihre Wirksamkeit erst bei einer längeren Einnahme entfalten. So toll dieses Resultat auch sein mag – ich glaube das erst, wenn eine zweite Studie diese Sofortwirkung bestätigt. Eine solche kurzfristige Verbesserung müsste zudem bewirken, dass das Präparat auf eine Dopingliste kommt…..
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