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Die nervschonende laparoskopische Therapie der Darm-Endometriose
Die tiefe Endometriose zwischen Scheide und Enddarm ist eine der am schwierigsten zu behandelnden Form dieser Erkrankung. Die teilweise Entfernung des Enddarms ist nicht einfach durchzuführen, weder durch eine Operation am offenen Bauch noch durch die Laparoskopie.
Neben den technischen Schwierigkeiten bei der Operation besteht auch das Risiko für das Auftreten einer Blasen- und Darmfunktionsstörung nach der Operation. Da sich diese Endometriose nahe an den Nerven befindet, die für Blasen-, Darm- und Sexualfunktionen zuständig sind, können diese durch die Operation leicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies kann mit einem teilweisen oder totalen Verlust der genannten Funktionen einhergehen. Im schlimmsten Fall ist es der Patientin nach dem Eingriff nicht mehr möglich, die Blase zu entleeren. Sie muss dann ein Leben lang ca. fünf bis zehn Mal am Tag ihre Blase über einen Katheter selbst entleeren.
Häufiger kommt es allerdings zu einer milderen Form, bei der die Patientin die Blase nur unvollständig entleeren kann. Daraus ergibt sich aber nach und nach eine Zunahme der Blasenkapazität, die meist zu einer Blasenüberdehnung führt. So entsteht letztendlich wieder die Notwendigkeit der Selbstkatheterisierung durch die Patientin. Weil die Blasenüberdehnung häufig von einem hohen Urindruck in der Blase und einem Urinrückfluss in die Nieren begleitet ist, besteht ein hohes Risiko einer Nierenschädigung mit ernsten Konsequenzen.
Heutzutage ist es mithilfe der Laparoskopie (LANN-Methode) möglich, die notwendigen Nerven im kleinen Becken zu identifizieren und zu schonen. Mit dieser Massnahme kann das Risiko einer Blasenstörung von 20 bis 40 Prozent auf etwa 1 Prozent reduziert werden.