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Strafanzeige des BMF gegen die UBS
Der Bruno Manser Fonds hat gegen die UBS AG bei der Zürcher Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Geldwäscherei von Korruptionserträgen des malaysischen Potentaten Musa Aman erstattet. Verfasst wurde die Anzeige durch die Compliance-Expertin und Advokatin Prof. Dr. iur. Monika Roth. Dies teilte der in Basel domizilierte Verein für die Völker des Regenwaldes heute mit.
Musa Aman ist Regierungschef des malaysischen Bundesstaats Sabah auf der Insel Borneo und der Bruder des malaysischen Aussenministers Anifah Aman. Ihm wird vorgeworfen, sich an der Abholzung tropischer Regenwälder in Sabah unrechtmässig bereichert und über 90 Millionen US-Dollar über Konten der UBS gewaschen zu haben. Musa Aman ist seit 1999 Kunde der UBS und unterhielt Konti bei der UBS in Zürich und Hong Kong. Die Geschäftsbeziehung der UBS zu Musa Aman war bereits Gegenstand eines Verfahrens der Antikorruptionsbehörde von Hong Kong, in dem die Schweiz Rechtshilfe leistete.
Schmiergeldzahlungen für die Regenwald-Abholzung auf Borneo
Im Zentrum der Strafanzeige steht die mangelnde Erfüllung der Sorgfaltspflichten der UBS bei ihrer Geschäftsbeziehung mit Michael Chia, einem Günstling und Vertrauten von Musa Aman. Chia eröffnete in den Jahren 2006 und 2007 verschiedene Konti bei der UBS, teils auf seinen eigenen Namen, teils auf den Namen von Tarnfirmen und von Komplizen. Dabei war ihm UBS-Kundenbetreuer Dennis Chua behilflich.
Michael Chia sammelte für Sabahs Regierungschef Bestechungsgelder von Holzfirmen ein. Als Gegenleistung erhielten diese Konzessionen zur Abholzung tropischer Regenwälder in Sabah und zum Export der wertvollen Edelhölzer.
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