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Die ersten menschlichen Spuren fand Oberförster Eduard Campell 1932/33 auf Botta Striera, dem Hügelzug zwischen Sassa und God God. Es handelt sich um Tonscherben aus dem Jahre 600 vor Christus. Erstmals erwähnt wird S-chanf aber erst 1139.
Die heutigen Gemeindegrenzen von S-chanf wurden im Teilungsvertrag der vier Gemeinden von Suot Funtauna Merla vom Jahre 1537 festgelegt. S-chanf umfasst die sieben untersten Kilometer des Oberengadins mit den beiden Seitentälern Val Chaschauna gegen Süden und Val Susauna gegen Norden. Wie in vielen Bündner Talschaften begann im 16. Jahrhundert aber eine Tradition der Auswanderung, die bis ins frühe 20. Jahrhundert dauerte, und einen gewissen Wohlstand brachte.
Zuckerbäcker aus S-chanf machten in Le Havre, Bordeaux, Breslau, Danzig und Königsberg Karriere. Gelder flossen ins Heimatdorf zurück und machten aus S-chanf die bevölkerungsreichste Gemeinde im Oberengadin: Im Jahre 1806 zählte sie 450 Einwohner. Heute ist S-chanf mit seinen rund 700 Einwohnern vor allem als Zielort des Engadin Skimarathons bekannt - und für den Wildreichtum seiner Umgebung, die zum Schweizerischen Nationalpark gehört.