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Die beiden Unternehmen mit Sitz in der Region Drôme wurden vom Strafgericht in Valence zur Zahlung von 40'000 Euro beziehungsweise 50'000 Euro verurteilt. Die verantwortlichen Geschäftsführer wurdenmit Strafen von 20'000 Euro beziehungsweise 15'000 Euro belegt, die allerdings anteilig zur Bewährung ausgesetzt wurden.
Die Richter gingen mit ihren Entscheidungen über die Forderungen der Staatsanwaltschaft hinaus. Für die Verantwortlichen dürfte der Betrug auch noch ein zivilrechtliches Nachspiel haben. Der kleinere Landwirtschaftsverband Coordination Rurale (CR) strengt eine Zivilklage an, ebenso wie der Verband der Obsterzeuger (FNPF).
Die beiden Verbände sehen die heimische Obsterzeugung beschädigt und in Verruf gebracht. Anfang des Jahres hatte die Generaldirektion für Wettbewerb, Verbraucherfragen und Nahrungsmittelkontrolle (DGCCRF) einen umfangreichen Betrug mit Kiwis aus Italien aufgedeckt, die als Früchte aus heimischer Erzeugung verkauft worden waren.
Laut der Behörde waren in den vorangegangenen drei Jahren rund 15'000 Tonnen Kiwis aus Italien mit falschen Herkunftsangaben abgesetzt worden. Das entsprach etwa 12 % der Verkäufe aus französischer Produktion. Die verantwortlichen Unternehmen erzielten dadurch Mehreinnahmen in Höhe von gut 6 Millionen Euro.Auf die Spur kamen die Ermittler den Betrügern zunächst durch Daten vom Zoll.
Den Behörden zufolge fiel ein italienisches Unternehmen dadurch auf, dass es mehr als 3'000 Tonnen französische Kiwis vermarktet, allerdings nur etwa 100 Tonnen eingekauft hatte. Zur Vertuschung seien unter anderem Zertifikate gefälscht worden. Darüber hinaus wurde laut DGCCRF beobachtet, wie zum Ende der Saison überraschend hohe Mengen auf den Markt gelangten und Preisanstiege verhinderten.
Kiwis werden in Frankreich nach Medienberichten von etwa 1'200 Betrieben angebaut. Laut französischem Branchenverband werden pro Jahr im Schnitt 45' 000 t geerntet.