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Nationalrat Christophe Darbellay soll Präsident des Schweizer Casino Verbandes (SCV) und damit oberster Geldspieler im Land werden. Darbellay wurde vom Vorstand des SCV nominiert. Die Wahl findet anlässlich der Delegiertenversammlung des SCV am 1. Juni 2012 statt.
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CVP-Präsident Darbellay (Bild: darbellay.ch)
Darbellay folgt auf Daniel Frei, der den Verband seit 2008 präsidierte. Daniel Frei, Präsident der Kongress + Kursaal Bern AG, tritt nach Ablauf der Amtsdauer auf 2012 als Präsident des SCV zurück.
Der Schweizer Casino Verband vertritt die Interessen der Spielbankenbranche in der Schweiz. Die bestehenden 19 Schweizer Spielbanken werden gegen Ende dieses Jahres um je ein Casino in Neuenburg und Zürich ergänzt. Dies löst neu ein Investitionsvolumen von rund CHF 90 Mio. aus.
1993 hatten das Schweizer Volk und die Kantone mit grosser Mehrheit einer Verfassungsänderung zugestimmt, die das Verbot der Spielbanken aufhob. Gestützt darauf trat im Jahr 2000 das Spielbankengesetz in Kraft. Heute bietet die Spielbankenbranche rund 2100 Arbeitsplätze an und stellt einen wichtigen volkswirtschaftlichen Faktor dar. Zwischen 40% und 80% des Bruttospielertrages geben die Casinos in Form der Spielbankenabgabe an die öffentliche Hand weiter. Zur Hauptsache fliesst diese Abgabe direkt an die AHV und kommt damit der ganzen Schweizer Bevölkerung zugute. Ein Teil der Spielbankenabgabe geht an die Kantone. Dieses System wurde in der Volksabstimmung am 11. März 2012 mit grosser Mehrheit bestätigt durch die Annahme des neuen Verfassungsartikels "Geldspiele zugunsten gemeinnütziger Zwecke". Alle Kantone und 87% des Volkes haben dem Verfassungsartikel zugestimmt.
Im Jahr 2011 haben die Schweizer Casinos Spielbankenabgaben von insgesamt CHF 420 Mio. entrichtet. Davon flossen CHF 360 Mio. an die AHV und CHF 60 Mio. an die Standortkantone der B-Casinos. Darüber hinaus unterliegen die Spielbanken der ordentlichen Unternehmensbesteuerung. Sie leisteten 2011 neben der Spielbankenabgabe weitere rund CHF 28 Mio. Gewinnsteuern. Seit der Eröffnung der Spielbanken 2002/03 sind der öffentlichen Hand rund CHF 4,2 Milliarden von den Schweizer Casinos zugeflossen.