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Dal labbro il canto estasiato vola … Bocca baciata non perde ventura
Arie des Fenton,
der im nächtlichen Park von Windsor seine geliebte Nanetta erwartet,
im dritten Akt von Verdis Falstaff.
Carlo Bergonzi
*1924
Tenor
Carlo Bergonzi (* 13. Juli 1924 in Vidalenzo, Italien) ist ein italienischer Opernsänger (Tenor).
Bergonzi begann seine Bühnenkarriere nach Studium am Konservatorium "Arrigo Boito" in Parma als Bariton und debütierte 1948 am Theater in Lecce in der Rolle des Figaro in Rossinis Oper Der Barbier von Sevilla. Obwohl er in der Folge weitere Bariton-Rollen übernahm (u.a. Rigoletto), schulte er 1950/51 auf das Tenorfach um und trat am 12. Januar 1951 in Bari erstmals als Titelheld in Giordanos Oper André Chénier auf. In weiterer Folge entwickelte er sich zu einem der führenden Lirico-spinto-Tenöre des 20. Jahrhunderts. Bergonzi trat mit großem Erfolg auf allen bedeutenden Opernbühnen der Welt auf. Besondere Erfolge erzielte er an der Met in New York (Antrittsrolle:Radames), wo er über 25 Jahre zu den führenden Tenören gehörte. Auch in der Arena di Verona sang er in 21 Saisonen seine wichtigsten Partien. Wenn er auch beim breiten Publikum etwas im Schatten seiner Kollegen Corelli,Di Stefano,Del Monaco und später Pavarotti stand, wird er in der Fachwelt umso mehr geschätzt. Der große englische Gesangsfachmann John Steane in seinem Werk "The Grand Tradition" und Jürgen Kesting in "Die Großen Sänger" sehen in ihm, besonders wegen seiner überragenden Gesangstechnik, einen der wichtigsten Tenöre in der Operngeschichte der Jahre nach dem 2.Weltkrieg. Im Zentrum von Carlo Bergonzis Repertoire standen vor allem die Werke Verdis. Dieser Tatsache verdankt er neben vielen anderen Ehrungen zwei bedeutende Preise den "Verdi d'oro" (1972, Associazione "Amici di Verdi") und im Jahre 2000 den Gramophone's Lifetime Achievment Award mit der Begründung: Größter "Verdi-Tenor" des 20.Jahrhunderts.