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Mit Christina Applegate als erstes Mitglied der Pussycat Dolls gründet Robin Antin das Burlesque-Ensemble The Pussycat Dolls im Jahr 1995. Knapp zehn Jahre später mit Nicole Scherzinger als Frontsängerin gelingt die Verwandlung der Tanzgruppe in eine Musikgruppe perfekt. Inzwischen ist die Girlgroup wieder mit ganz neuen Mitgliedern besetzt. Denn wer glaubt, seit dem Ausstieg von Nicole Scherzinger und Co. ist die Band gestorben, der täuscht sich. Die Tanzgruppe tritt noch immer mit ihrer lasziven Show in Clubs auf, neue Musik ist in Planung.
WIE AUS BURLESQUE-TANZGRUPPE DIE PUSSYCAT DOLLS WURDEN
Es ging einst darum, den Burlesque zu revolutionieren, moderner, stärker und sexier zu machen. Die Choreografin und Tänzerin Robin Antin gründet 1995 die Tanzformation The Pussycat Dolls - aus Lust mit ihren Mädels zu tanzen, ohne ein offizielles Engagement zu haben. Das Konzept entwickelt sie in ihrer Garage, die sie zu einem Tanzstudio umgebaut hatte. Mit der Hilfe von Schauspielerin Christina Applegate, ihrer ehemaligen Mitbewohnerin, tritt das Ensemble bis 2001 im berühmt-berüchtigten Viper Room in Los Angeles auf - Johnny Depps ehemaligem Nachtclub. Er soll damals gesagt haben: «Darum hab ich einen Club eröffnet.»
Carmen Electra, damals noch weitgehend unbekannt, tanzt zwei Jahre lang bei den Pussycat Dolls. Im Jahr 2000 gesellt sich eine weitere Showgrösse als Gast zur Truppe: Gwen Stefani.
Immer mehr Prominente wollen mit den Pussycat Dolls auftreten. Pink, Paris Hilton oder auch Christina Aguilera singen ein paar Gigs mit der Gruppe. 2010 spielt Letztere in «Burlesque» ihre erste Kinorolle - Steve Antin, der Bruder der Pussycat-Dolls-Gründerin, führt Regie:
DIE PUSSYCAT DOLLS RUND UM NICOLE SCHERZINGER
Bis 2005 entwickelt Robin Antins ein neues Konzept - jenes, wie die Pussycats heute den meisten bekannt sind. Die Gruppe soll fortan in den Charts vertreten sein. Namhafte Produzenten wie Timbaland oder will.i.am von den Black Eyed Peas werden engagiert. Aus den zum Teil schon bestehenden Mitgliedern formiert sich eine Girlgroup, mit Neuling Nicole Scherzinger als Aushängeschild und Frontsängerin. «Don't Cha» heisst die erste Single der Pussycat Dolls - das Feature mit Busta Rhymes wird zum Megahit.
Die Bandmitglieder erfahren eine immense Popularität, «Buttons», «I Don't Need a Man» oder «When I Grow Up» landen auf den vorderen Plätze der Charts. Der Erfolg hält bis 2009 an, danach verlässt ein Mitglied nach dem anderen die Band. Ashley Roberts macht den Anfang, Nicole Scherzinger zieht irgendwann nach und hat bereits eine Soloplatte in petto - der Fokus der Öffentlichkeit auf die schöne Hawaiianerin soll den anderen Mitgliedern ein Dorn im Auge gewesen sein. 2010 trennt sich Scherzinger als Letzte endgültig von der Band. Tatsächlich veröffentlicht sie ein Solo-Album, das in der Schweiz sowie in Deutschland floppt. Sie hüpft danach von einer Castingshow zur anderen: Bei «Dance with the Stars» geht sie als Siegerin hervor, dann tritt sie als Jurorin bei der amerikanischen Version von «The X Factor» auf, zuletzt ist sie bei der britischen Version engagiert. Im Januar veröffentlicht Scherzinger die neue Single «Boomerang». Mit ihrem On-Off-Freund, dem Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton, sorgt sie für ebenso viele Schlagzeilen.
MUSIK, TV UND SHOW - THE PUSSYCAT DOLLS 2.0
Aus der Tanzrevue wird eine Musikgruppe, aus der Gruppe eine Marke. Die Pussycat Dolls wirken ab 2007 auch im amerikanischen Fernsehen mit. «The Pussycat Dolls present: The Search for the Next Doll» heisst die Castingshow, die ein siebtes Mitglied für die Band sucht. Die Gewinnerin Asia Nitollano entscheidet sich jedoch, eine Solokarriere anzustreben. In einer weiteren Staffel wird gar eine neue Girlband gecastet: Girlicious. Seit 2012 besteht die ursprüngliche Band aus komplett neuen Mitgliedern. Als Frontsängerin ist nun Lauren Bennett der neue Kopf. Eine Single hat die Band bisher aber nicht veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung der ersten Auskopplung im Jahr 1995 sind unzählige Mitglieder gekommen. Und gegangen - bei der Tanzgruppe ist es das Gleiche: Heute tanzen um die 25 Frauen in drei verschiedenen Clubs. Seit ihrem knapp 20-jährigen Bestehen sind über 50 Frauen bei den Pussycat Dolls Mitglied gewesen - darunter auch grosse Künstlerinnen.
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