Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/3909

Die Staffelung der kleinen Häuser und der Wechsel zwischen hohen und niedrigen Bauten lassen diese Gasse besonders reizvoll erscheinen. Es sind ehemalige Häuschen der Taglöhner, Tauner genannt. Sie befanden sich ebenfalls innerhalb des
schützenden Etters.
Blick vom Durchgang des Türmlihus in die Gempengasse
Die Tauner besassen zwar Land, aber nicht genug, um davon leben zu können. Sie waren gezwungen, bei den Bauern als Taglöhner zu arbeiten. Vor allem während der Erntezeit oder der Weinlese waren sie willkommene Arbeitskräfte. Tauner verfügten lediglich
über Kleinvieh, wie Ziegen, Hühner usw.
Ein Gespann zum Pflügen mussten sie beim Bauern ausleihen. Die Taunerfamilien kämpften stets gegen die Armut, deshalb hatten die Frauen für zusätzliche Einnahmen zu sorgen, indem sie auf dem Markt in Basel Gemüse verkauften und als Dienstmagd, als Näherin oder mit Posamenten zum Einkommen der Familie beitrugen.
Eine originelle Verkehrslösung sieht man beim «Türmlihus», dem Engpass bei der Einmündung in die Oberdorfstrasse: Das Trottoir führt mit einem neu geschaffenen Durchgang durch das Haus.