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Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Victor Hugo
Ich mach’s mir heute einfach und poste dieses wunderbar gemachte Video, das aufzeigt, warum das Spielen eines Instrumentes die perfekte Kunstform ist. Zumindest aus der Perspektive betrachtet, dass komplex vernetzte Synapsen – insbesondere über die Hirnhälften hinweg – für das daraus möglich werdende holistische Denken gut sind.
Um mit dem Hype um das Q-Wort mitzugehen, definiere ich Instrumente mal als die besten Quantenkatapulte. Richtig und kultiviert aufgespannt spicken sie dich quer durch die Matrix, dass es selbst dem Neo gehörig schwindlig würde.
«Never underestimate the power of stupid people in large groups.»
George Garlin
Wenn ich mir die Geschichte grob aufgelöst anschaue, sehe ich den ersten, grossen Quantensprung damals, als das Hirn einen Komplexitätsgrad erreichte, dass ein Ratio entstehen konnte. Durch die leichter verdauliche, gekochte Nahrung entstand ein Kalorienüberschuss, der das Hirnwachstum ermöglichte und die Umwelt stellte genug Härte zur Verfügung, dass die Analyseschaltkreise auf hohen Touren liefen. Unsere Hände schlussendlich sind die perfekten Werkzeuge, unseren Analysen auch entsprechende Taten folgen zu lassen.
Der Ur-Quantensprung
Aber wo ist der Quantensprung exakt? Ist es der Moment, in dem wir uns im Spiegel erkennen können; also Selbstbewusstsein? Oder ist es die Fähigkeit, ein fünfstufiges Schloss zu knacken, wobei ich erkenne, dass die ersten drei schon geöffnet sind und direkt bei der vierten Stufe beginne; also der Ratio? Oder der Moment, wenn ich das Schloss baue, um Tierversuche anzustellen, um zu sehen, welches Tier dazu fähig ist; wenn ich also gezielt Rohstoffe veredle und bearbeite?
Ich möchte da ansetzen, wo das Aussergewöhnliche geschieht: Beim zielgerichteten, nachhaltigen Manipulieren der Umwelt in Kombination mit etwas, das ich mal Freien Wille nenne. Der Biber ist ein grossartiger Baumeister, aber er kann sich nicht entscheiden, eine Ziehbrücke zu bauen, weil er gerne einen trockenen Ein- und Ausgang hätte, bitteschön. Und was wir im Westen für den Freien Willen halten, hat meiner Ansicht nach mehr etwas von einer Katze, die sich nicht dressieren lässt – das heisst noch nicht, dass sie einen Freien Willen hat.
«Gott schläft im Stein, atmet in der Pflanze, träumt im Tier und erwacht im Menschen.» Indisches Sprichwort
Als Biologisches Erbe bezeichnet sich für mich all das, was mein Roboter mit sich bringt und den Output, den er generiert. Wie die Formulierung vermuten lässt, bin ich weder meinen Körper noch meinen Geist. Diese zwei sind lediglich ein hoch komplexes System, dessen sich die Gene bedienen, um sich zu vervielfältigen.
Für den Körper scheint das klar. Den Geist zähle ich ebenfalls dazu, weil Sozialisierung ebenso ein (kulturelles) Programm ist, zu vergleichen vielleicht mit einem Pferd und seinem Reiter:
Das Pferd ist ein eigener Überlebensautomat, der sich in einer Herde ziemlich wohl fühlt. Der Geist wäre nun der Reiter, der dazu befähigt, komplexere Überlebensstrategien zu entwerfen, die das Leben weniger mühselig und etwas bequemer machen. Dass der Geist nach dem Ursprung zu fragen beginnt, ist ein Nebenprodukt der zu hohen Rechenleistung. Und von Frieden: Niemand philosophiert über den Schöpfer, wenn er Waffen konstruieren muss, um sein Leben zu schützen.