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||In
der Schweiz beanspruchen 300 000 Personen Sozialhilfe. Im letzten Jahr
haben in der Schweiz rund zehn Prozent mehr Personen Sozialhilfe beansprucht.
Wichtigste Ursache der Zunahme um rund 25 000 auf gegen 300 000 Personen
ist laut der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) die
anhaltende Rezession.

Die
Zunahme betrifft Personen in der Stadt gleichermassen wie auf dem Land.
Trotz der zusätzlichen Belastung sei es dank einem Milizsystem gelungen,
das soziale Sicherheitsnetz zu erhalten, sagte die SKOS. "Dieses System
käme aber bald an seine Grenzen." Die SKOS fordert deshalb, dass die
einzelnen Sozialwerke besser zusammenarbeiten. Zuerst solle möglichst
versucht werden, die Leute wieder einzugliedern, bevor sie eine Rente beziehen
können. Weiter müsse der Arbeitsanreiz vergrössert werden.
Wenn beispielsweise eine alleinerziehende Mutter ihren ganzen Lohn wieder
für den Kinderhort ausgeben müsse, sei kein Anreiz vorhanden.
Einkommensschwache Familien sollten zusätzlich Ergänzungsleistungen
erhalten.

In
der gleichen Zeit werden die Gemeinden finanziell aber immer stärker
belastet. So entgehen ihnen über 500 Mio. Franken, falls das eidgenössische
Steuerpaket angenommen wird. Auch das Entlastungsprogramm hat finanzielle
Auswirkungen auf die Gemeinden, so beispielsweise der Nichteintretensentscheid
im Asylwesen.

Zwischen
1990 und 2001 haben sich die Ausgaben in der Sozialhilfe auf 1,975 Milliarden
Franken mehr als verdoppelt. Wieviel sie im letzten Jahr gestiegen sind,
ist noch unklar.