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World Vision Schweiz leistet nachhaltige Hilfe mit den Entwicklungsprojekten Lang Chanh, Quan Son und Nam Giang in Vietnam.
Neben Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung herrscht vor allem in abgelegenen Regionen Vietnams noch grosse Armut.
Nam Giang
Nam Giang liegt in der Mitte von Vietnam an der Grenze zu Laos. Durch den Klimawandel kommt es in dieser bergigen Region immer häufiger zu Taifunen und Erdrutschen. Die Menschen wissen kaum, wie sie sich vor solchen Katastrophen schützen können. Fast zwei Drittel der Familien sind extrem arm und können ihre Kinder nicht ausreichend ernähren, geschweige denn in die Schule schicken. 31 % der Kinder unter fünf Jahren sind chronisch unterernährt. Ein Drittel der Familien hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Viele Kinder gehören einer ethnischen Minderheit an und sprechen kein Vietnamesisch. Für die Frühförderung fehlen Räume und ausgebildete Erzieher.
Lang Chanh
Lang Chanh liegt in einem abgelegenen Berggebiet, rund 230 km südwestlich der Hauptstadt Hanoi. Ein Grossteil der 32'000 Einwohner lebt von der Landwirtschaft, doch die Ernte ist wegen ungeeigneter Methoden gering. Viele Kinder unter fünf Jahren leiden unter Mangelernährung. Etliche Haushalte haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Gesundheitsversorgung. Zudem können es sich längst nicht alle Eltern leisten, ihre Kinder in die Schule zu schicken.
2002 lancierte World Vision zusammen mit lokalen Teams das Projekt Lang Chanh, um diesen Problemen zu begegnen.
Quan Son
Der Distrikt Quan Son liegt 200 km südwestlich der Hauptstadt Hanoi, in einem abgelegenen Berggebiet. 98 % der rund 35'000 Einwohner leben von der Landwirtschaft, wissen aber nur wenig über geeignete Anbaumethoden und so sind ihre Ernten oft klein. Die Hälfte aller Haushalte lebt unter der Armutsgrenze. Viele Familien haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und medizinischer Versorgung. Die ärmsten Familien können es sich nicht leisten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Um diesen Problemen zu begegnen, hat World Vision 2007 zusammen mit lokalen Behörden das Entwicklungsprojekt Quan Son lanciert.
Quan Hoa
Quan Hoa liegt im unwegsamen Bergland im Norden Vietnams. Hier eröffnete World Vision Schweiz 1999 ein Entwicklungsprojekt. Durch unsere Arbeit hat sich das Umfeld von benachteiligten Kindern verbessert, so dass die Bedürfnisse der Kinder effektiver erfüllt werden. 2016 übergaben wir das Projekt der lokalen Bevölkerung zur Weiterführung in Eigenverantwortung. Einige Erfolge: 84 % der Kleinkinder haben das richtige Gewicht, 90 % der Haushalte haben Zugang zu sauberem Wasser und 72 % der Familien können ihre Kinder versorgen.
Eltern-Lehrer-Komitees werden dazu angeleitet, kindgerechte Programme zu gestalten und die Kinderclubs und Lesegruppen in ihren Dörfern eigenständig weiterzuführen.
Wir schulen und unterstützen lokale Ernährungsclubs, die den Eltern Basiswissen über ausgewogene Ernährung durch einen eigenen Gemüsegarten vermittelt. Damit wird der Mangelernährung bei Kindern vorgebeugt.
Wir bieten Weiterbildungen an, in denen Lehrer/innen kindgerechte Unterrichtsmethoden lernen.
Wir unterstützen die Bevölkerung mit landwirtschaftlichem Know-how (Bio-Dünger, Fruchtwechsel, Bewässerungsanlagen etc.), um die Ernten zu sichern.
Eltern lernten mehr über gesunde Ernährung und Gemüseanbau. Die Gesundheit ihrer Kinder hat sich so verbessert. (Lang Chanh)
Erziehungsberechtigte wissen jetzt, wie sie ihre Kinder schützen, und haben gelernt, wie Kindesmissbrauch vorgebeugt werden kann. (Lang Chanh)
Schüler nahmen an Workshops teil, wo sie mit 282 Jugendleitern lernten, im Team zu arbeiten und selbstbewusster zu werden. (Nam Giang)
Haushalte erhielten Hühner und Gemüsesamen, sodass Eltern ihre Kinder gesund
ernähren können. (Quan Son)
«Ich schätze die Arbeit der lokalen Mitarbeitenden vor Ort sehr. Sie müssen die verschiedensten Interessen unter einen Hut bringen, was nicht so einfach ist. Darum unterstütze ich sie mit meiner Arbeit, wo ich nur kann.»