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Das sechsgeschossige Haus steht auf einer Eckparzelle von 65 m2 Grundfläche am stark frequentierten Barfüsserplatz in der Basler Altstadt. Seine beiden Fassaden sind nur 8 m lang. Hinter ihnen verbirgt sich neben dem Treppenhaus auf jedem Geschoss ein knapp 40 m2 grosser Raum. Die einzigen Gliederungselemente der nicht zonierten und hierarchielosen Aussenwände aus gelb eingefärbtem Beton sind die stark vergrösserten Fensteröffnungen. Diese sind als Panoramafenster im liegenden Format in jeweils versetzter Lage einander zugeordnet. Daraus ergibt sich ein leicht bewegtes, minimal rhythmisiertes Spiel, das wiederum durch die geschlossenen Wandflächen zum Ausgleich im Sinne statischer Ruhe gebracht wird. Durch die dichte Materialität des Betons und die scharfgeschnittenen Perforierungen der Fenster erzwingt das Gebäude eine unmittelbare Präsenz. Das Haus betont nicht die städtebauliche Situation an der Ecke, „sondern es bildet diese“ (Martin Kieren).
Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss befinden sich ein zweistöckiges, durch eine innenliegende Treppe erschlossenes Ladengeschäft, darüber Büros und im fünften Obergeschoss ein Einzimmer-Appartement. Die tragende Fassade ist so konstruiert, dass sie mit 36 cm Dicke möglichst wenig Nutzfläche beansprucht: Auf 22 cm Ortbeton folgen 10 cm Wärmedämmung und 4 cm Gipsvormauerung als innerer Abschluss.
Datum: 1992—1995
Auftraggeber: Marcus Diener
Ort: Steinenvorstadt/ Kohlenberg, Basel, Schweiz
Bruttogeschossfläche (BGF): 458 m²
Programm: Verkaufsräume, Büros, Wohnung
Bauingenieur: Cyrill Burger & Partner
Technische Gebäudeplaner: Bogenschütz & Bösch, Selmoni, Voirol