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Die Computertomographie des Herzens ist ein radiologisches Untersuchungsverfahren bei der Röntgenröhren und ein Detektorsystem um den Oberkörper kreisen und Schichtaufnahmen des Herzens erstellen. Diese erlaubt die Darstellung der Gefässe, die den Herzmuskel mit Blut versorgen (=Herzkranzgefässe) sowie den Nachweis einer koronare Herzkrankheit (KHK) bei der es zu Verengungen (=Stenosen) an den Gefässen kommt.
Die Herz CT hat sich gemäss internationalen Richtlinien bei Patienten mit einem niedrigen Risiko für eine KHK als exzellente Alternative zur invasiven Herzkatheteruntersuchung etabliert. Dies setzt jedoch eine optimale Patientenselektion voraus. Von dieser Untersuchung profitieren am meisten Patienten mit niedrigem oder niedrigem bis mittleren Risiko für eine koronare Herzerkrankung, in anderen Worten Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für einen Normalbefund.
Das Herz CT beinhaltet üblicherweise die native Aufnahme zur Messung der Koronarverkalkung (Kalziumscoring) und die CT-Koronarangiographie mit jodhaltigem Kontrastmittel. Letztere erlaubt eine exakte Darstellung der Koronaranatomie sowie die Graduierung allfälliger Stenosen.
Um die Qualität der Bilder zu optimieren und die Strahlenbelastung für den Patienten so niedrig wie möglich zu halten, ist eine regelmässige und niedrige Herzfrequenz (<65/min) von grosser Bedeutung. Durch die zusätzliche i.v. Gabe von kurz wirksamen Betablockern unmittelbar vor der Untersuchung wird dies in aller Regel erreicht. Mit modernen Scanprotokollen kann die Strahlenbelastung bei Patienten auf ca. 1-2 mSv reduziert werden und ist somit unter der jährlichen Hintergrundstrahlung in der Schweiz.
Indikationen CT Herz
- Abklärung von abnormal verlaufenden Herzkranzgefässen
- Abklärung vor perkutaner Klappenimplantation (TAVI)
- Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung
Darstellung des Herzens in 3D (A) sowie der Herzkranzgefässe in 2D (B). Nachweis einer höhergradigen, nicht verkalkten Verengung in einem der drei Hauptgefässe (roter Pfeil) (C).
Darstellung des Herzens sowie der verkalkten Herzkranzgefässe in 3D (A). Diffuse, teils verkalkte Verengungen zeigen sich in den unterschiedlichen 2D Aufnahmen (B-D).