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Die japanische Notenbank hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Die Bank of Japan (BOJ) entschloss sich dabei zwar wie erwartet am Mittwoch, ihr Konjunkturprogramm zum Kauf von Staatsanleihen nicht auszuweiten. Sie verlängerte allerdings zwei Kreditprogramme um ein Jahr, die Banken zu einer stärkeren Darlehensvergabe an die Wirtschaft ermutigen sollen.
Wegen des Ölpreisverfalls senkte sie zugleich ihre Inflationsprognose für das nächste Fiskaljahr 2015/16 auf 1,0 von 1,7 Prozent. Für das darauffolgende Jahr hob die Notenbank aber ihre Prognose auf 2,2 von 2,1 Prozent an. Damit signalisierte die BOJ, dass sie davon ausgeht, das Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen.
Kampf gegen Deflation
Japan will mit der aggressiven Wirtschaftspolitik der 15 Jahre währenden Deflation entfliehen, einer Abwärtsspirale aus fallenden Preisen und geringerem Wachstum. Während die Regierung Konjunkturprogramme beschlossen hat, bringt die Notenbank dazu Milliarden in Umlauf.
Im Oktober hatte die BOJ dazu überraschend verkündet, dass sie ihre Geldbasis - der Bestand an Bargeld und Einlagen bei der Zentralbank - durch Anleihen- und Wertpapierkäufe um jährlich 80 Billionen Yen erhöhten wolle. Hintergrund war eine Anhebung der Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent im Frühjahr mit der Folge, dass die Verbraucher ihre Ausgaben drosselten und die nach den USA und China drittgrösste Volkswirtschaft der Welt in den beiden vergangenen Quartalen schrumpfte.
(reuters/dbe/ama)