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Im Frühling 1999 versuchten wir uns mit Rollenspiele ohne Meister. Nach drei Spielabenden hat sich die Begeisterung allerdings auch schnell gelegt.
Es hat mich schon immer gestört, dass ich drei Dinge nicht unter einen Hut bringen konnte:
Deswegen habe ich angefangen, mit meiner Gruppe Rollenspielen ohne Spielleiter zu spielen. Dies funktioniert so: Ein Spieler ist jeweils für ein paar Sätze der Sprecher. Er wird dadurch gekennzeichnet, dass er ein bestimmtes Objekt in der Hand hält. Der Sprecher darf für seinen Charakter und die gesamte Umwelt sprechen. Nach einigen Sätzen gibt er das Objekt an einen anderen Spieler seiner Wahl weiter oder legt es zurück in die Mitte. Liegt es in der Mitte, darf jeder Spieler für seinen Charakter sprechen. Was ein Sprecher sagt, gilt. Es kann bloss noch erweitert werden.
Für die ersten beiden Male gibt es Berichte (OhneMeisterTagEins und OhneMeisterTagZwei). Es waren zwei sehr erfolgreichen Abende. Wir versuchten es noch ein drittes Mal, als wir alle müde und ein wenig genervt waren. Der Abend war ein totaler Reinfall. Beim vierten Mal trafen wir uns in einem Restaurant und haben gar nicht erst mit dem Rollenspielen begonnen.