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Als besonders intensiv und sinnlich wird die Musik der amerikanischen Plattenfirma Motown empfunden. Denn nicht selten handeln die Lieder dieser Hit-Garanten aus der Autostadt Detroit in den Vereinigten Staaten von Amerika von Liebe, unerfüllter Liebe und dem sich angezogen Fühlen vom Gegenüber. Aufgrund dieser Intensität der Gefühle, ausgelöst durch die Stimmen der Interpreten und die musikalischen Arrangements, bekommen die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer eine Gänsehaut oder denken automatisch an emotionale und sinnliche Momente zurück.
Doch das war nicht immer so. Die Wurzeln der Black Music liegen viel weiter zurück. Doch wurde diese Art der Musik von der Mehrheit in den USA, die meist europäischen Ursprungs war, aufgrund rassistischer Tatsachen, nicht wertgeschätzt. So wurden die Künstlerinnen und Künstler kaum im Radio oder Fernsehen repräsentiert. In vielem jedoch war Motown Records ein Wegbereiter, der die Musik der Afroamerikaner in die populäre Musik und somit in die Charts katapultierte.
Die Geschichte von Motwon
Berry Gordy gründete 1959 mit nur 800 Dollar das Plattenlabel Tamla. Aufgrund von Expansion kam später noch das Motown Records dazu. Und genau diese Firma sollte bald eines der größten und erfolgreichsten Plattenfirmen der Welt werden. Dabei steht Motown für Motor and Town und bezieht sich somit auf die Autostadt Detroit. Hier in den Fabriken der großen amerikanischen Autofirmen waren viele Afroamerikaner als Fabrikarbeiter beschäftigt, die im Akkord die Fahrzeuge zusammenschraubten.
Die Songs von Motown waren deshalb so erfolgreich, weil Gordy gekonnt Black Music auf die Bedürfnisse und Vorlieben der Weißen zuschneiden konnte. Die Acts, die bei Motown unter Vertrag standen, sahen weniger afroamerikanisch aus, eigneten sich Verhaltensweisen von den Weißen an und die Musik wirkte wie ein Hybrid aus weißer und schwarzer Musik. Ziel dieser Musik war es, die Emotionalität und das Tanzgefühl der Black Music mit Eigenschaften der amerikanischen Popmusik zu verbinden.
Dieses Experiment feierte ab den 1960ern immense Erfolge. Fast jede Neuerscheinung erreichte die Top Ten der Charts. Bis heute werden Stars wie Diana Ross & The Supremes, Marvin Gaye, Stevie Wonder, Michael Jackson und die Jackson Five vergöttert. Gerade Marvin Gaye ist ein sehr prägnantes Beispiel dafür, wie die Musik von Motown die Sinnlichkeit und die Gefühle der Zuhörerinnen und Zuhörer beeinflusst hat. Denn ein Dinner oder ein romantisches Tête-à-Tête ist ohne die Musik dieses begnadeten Künstlers nicht vorstellbar.