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Das Corona-Virus und Kinder
Beruhigende Nachrichten von der Corona-Front für Eltern: Kinder sind von uns allen am wenigsten gefährdet. Die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf und Todesgefahr ist für Säuglinge und Kleinkinder nach den bisherigen Erfahrungen sehr gering.
Kinder erkranken seltener
Kinder bringen ständig alle möglichen ansteckenden Krankheiten aus der Schule oder dem Kindergarten nach Hause und trainieren so ihr Immunsystem. COVID-19 scheint aber ein Spezialfall zu sein. Kinder haben zwar genauso wenig Erfahrung mit diesem neuartigen Virus wie Erwachsene, ihr Immunsystem scheint aber besser damit zurechtzukommen, so dass sie seltener erkranken und keine oder leichtere Krankheitszeichen zeigen.
Mit dem vermehrten Anteil von Mutationen (Varianten) scheint sich jedoch der Anteil infizierter Kinder zu erhöhen. Und auch schwere und schwerste Verläufe sind, wenn auch sehr selten, nicht ausgeschlossen (s.u.)
Kinder erkranken weniger stark
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehrfach betont, dass es bei Kindern nur extrem selten zu schweren Verläufen oder Todesfällen komme.
Weltweit sind jedoch einzelne ungewöhnlich schwere Erkrankungsverläufe bei Corona-positiven Kindern festgestellt worden, das Pädiatrische Multisystemischen Inflammatorischen Syndrom (PIMS). Diese überschiessende Entzündungsreaktion kann bei Kindern mehrere Wochen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus auftreten und betrifft vor allem kleine Kinder.
Die Kinder zeigen Symptome, die dem toxischen Schocksyndrom bzw. dem Kawasaki-Syndrom ähneln. Dazu zählen entzündete Blutgefässe, Bauchschmerzen, Herzmuskelentzündung, Krampfanfälle, Fieber, Bindehautentzündung, Rötung des Rachens und des Mundes, geschwollene Hände und Füsse, vergrösserte Lymphknoten am Hals und oftmals Hautausschlag. Was das PIMS auslöst, wissen Ärzte bis heute nicht.
Die typischen Symptome bei Kindern
In einer englischen Studie mit 300 Corona-positiven Kindern hatte ein Drittel gar keine Symptome. Ansonsten waren die häufigsten Symptome Müdigkeit (55 %), Kopfschmerzen (53 %), Fieber (49 %), Halsschmerzen (38 %), Appetitlosigkeit (35 %), verminderter Geruchs- und Geschmackssinn und juckende Hautausschläge (18%). Irische Forscher fanden ausserdem Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und Durchfall als Zeichen für eine Ansteckung. Eine weitere grosse Studie stellte fest, dass Husten und Schnupfen kein klares Indiz für eine SARS-CoV-2-Infektion sind, da sie genauso häufig bei negativ getesteten Kindern auftraten.
Wann muss ein Kind zu Hause bleiben?
Kinder unter 6 Jahren dürfen mit Schnupfen, leichtem Husten oder Halsweh die Schule und familienergänzende Betreuungseinrichtungen besuchen. Voraussetzung ist, dass ihr Allgemeinzustand gut ist und sie kein Fieber und/oder starken Husten haben, sonst müssen sie zu Hause bleiben. 24 Stunden nach dem Abklingen des Fiebers oder wenn ein starker Husten besser geworden ist, darf es wieder ausserhäusliche Kontakte haben. Die Begründung: Kinder dieser Altersgruppe steckten sich in diesen Einrichtungen seltener mit Covid-19 an als in der Familie.
Hatten Kinder mit Krankheitssymptomen aber zuvor engen Kontakt zu einer Person mit Covid-19-Symptomen, sollte es zunächst zu Hause bleiben und das Testergebnis dieser Person abwarten. Ist es negativ, kann das Kind weiter in die Kita oder den Kindsgi gehen, ist es positiv, soll auch das Kind getestet werden.
Kinder ab 6 Jahren werden auch bei leichten Symptomen wie Erwachsene behandelt. Das heisst in jedem Fall Kontaktreduktion/Isolation und Test.
Wie ansteckend sind Kinder?
Laut WHO steckten sich Kinder meist bei Erwachsenen an, Erwachsene hingegen selten bei Kindern. Das sei ein grosser Unterschied zur saisonalen Grippe, bei der Kinder ein Treiber der Ansteckungswelle sein können.
Kinder unter 10 Jahren spielen laut BAG praktisch keine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus, die hauptsächlich über Husten und Tröpfcheninfektion geschieht. Da Kinder in der Regel nur milde Symptome haben mit geringem Husten, verteilen sie die Viren weniger und sind daher auch weniger ansteckend. Dennoch sollten Kinder mit Symptomen den Kontakt zu Risikopersonen meiden, d.h. Schwangere und Personen mit kritischen Vorerkrankungen, v.a. wenn diese im Seniorenalter sind.
Möglicherweise sind Kinder auch nach Abklingen der Symptome noch länger infektiös: Forscher hatten fast zwei Wochen, nachdem die Kinder aufgrund von negativen Atemwegsabstrichen aus der Quarantäne entlassen wurden, in ihrem Stuhl noch Viren nachweisen können. Was jedoch nicht unbedingt auch ein Übertragungsrisiko darstellt, denn ob die Viren im Stuhl noch infektiös sind, wurde bislang nicht nachgewiesen.
Sollten Kinder mit Symptomen getestet werden?
Das BAG empfiehlt seit dem 24.3.21 für Kinder ab 6 Jahren dasselbe Vorgehen wie für Jugendliche und Erwachsene - also auch bei leichten Symptomen einen Test, gleichzeitig Kontaktreduktion (Isolation) bis das Testergebnis vorliegt.
Bei Kindern unter 6 Jahren:
- Symptome nach engem Kontakt mit symptomatischer Person (Kind ab 6 Jahren oder Erwachsener) = abhängig vom Testresultat der engen Kontaktperson. Positiv: Kind muss in Isolation und ebenfalls getestet werden. Negativ: Kind darf Betreuungseinrichtung wieder besuchen, wenn es 24 Stunden kein Fieber mehr hatte oder der Husten sich deutlich gebessert hat.
- Symptome ohne engen Kontakt mit symptomatischer Person (Kind ab 6 Jahren oder Erwachsener) = abhängig vom Gesundheitszustand des Kindes. Sobald Fieber und/oder starker Husten auftritt, sollte in Absprache mit Ihrem Kinderarzt, Ihrer Kinderärztin ein Test durchgeführt werden.
Hilfreicher Online-Fragebogen vom Inselspital Bern: Beantworten Sie auf coronabambini.ch Fragen zum Gesundheitszustand Ihres Kindes. Am Ende erhalten Sie Empfehlungen, ob Ihr Kind zu Hause bleiben soll und ob ein Test nötig ist.
Wie kann man sein Kind schützen?
Kindsgi-Kinder sind nicht sehr zuverlässig darin, die Empfehlungen bezüglich des Niesens in die Armbeuge oder des Abstandhaltens einzuhalten. Umso wichtiger ist gründliches Händewaschen - auch bei Kindern der effektivste Schutz gegen Schmierinfektionen. Desinfektionsmittel werden von Hygiene-Fachleuten bei Kindern eher abgelehnt, weil sie die zarte Haut zu sehr angreifen. Papiertaschentücher sollten nur einmal benutzt werden.
Zusätzlich kann man sein Kind durch Spielen an der frischen Luft und Sonne bzw. Tageslicht sowie vitaminreicher Kost mit viel Obst und Gemüse wie gegen alle anderen grippalen Virusinfektionen auch gegen die Corona-Infektion wappnen.
Um Ihr Baby zu schützen, halten Sie möglichst Abstand von Kindern und von Menschen mit Erkältungssymptomen. Nuggi und Schoppenflaschen sollten Sie täglich waschen, auskochen oder im Vaporisator sterilisieren. Der Geschirrspüler wäscht nicht heiss genug und beschädigt durch den aggressiven Reiniger das Material. Wenn der Schnuller auf den Boden gefallen ist, sollten Sie darauf verzichten, ihn abzulecken. Erstens besteht eine erhöhte Kariesgefahr und mögliche Infektionskrankheiten könnten so übertragen werden.
Kann ich mein Kind gegen das Coronavirus impfen lassen?
Die Impfung gegen das neue Coronavirus Sars-CoV-2 ist noch nicht für Schwangere, Jugendliche und Kinder vorgesehen, da sie bei diesen Gruppen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht werden konnten. Wahrscheinlich werden die Impfstoffe erst im Herbst 2021 für Kinder zugelassen. Es ist aber davon auszugehen, dass mit zunehmender Durchimpfung von Erwachsenen das Infektionsgeschehen insgesamt zurückgedrängt werden kann - die sogenannte Herdenimmunität - und so auch noch Ungeimpfte geschützt werden.
Für Kinder sind auf jeden Fall die Impfungen gegen Keuchhusten und Pneumokokken wichtig. Obwohl sie nicht direkt vor einer Coronavirusinfektion schützen, ist ein geschwächtes Kind, das unter Umständen schon eine Lungeninfektion hatte, sehr viel gefährdeter für einen schweren Verlauf der Virusinfektion. Die Grippeimpfung (gegen Influenza) ist dagegen nur für Kinder mit chronischen Erkrankungen (z.B. Asthma oder Diabetes) angebracht.
Kann ich meinem Kind trotz der Corona-Pandemie die geplanten Impfungen geben lassen?
Manche Eltern befürchten, dass ihr Kind jetzt durch eine Impfung zusätzlich geschwächt und somit anfälliger für eine Coronavirus-Infektion wird. Diese Sorge ist unbegründet. Auch während der Coronavirus-Pandemie gelten die ganz normalen Impfempfehlungen nach dem aktuellen Impfplan. Laut Experten gibt es keine Hinweise darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 durch eine in zeitlicher Nähe verabreichte Impfung beeinflusst würde.
Man kann sogar davon ausgehen, dass zurzeit ein umfassender, altersgerechter Impfschutz des Kindes besonders wichtig ist. Denn durch die Impfungen wird das Kind gegen Infektionen geschützt, die es in der Pandemiezeit zusätzlich gefährden würden. Sowohl bei Masern als auch bei Windpocken kann beispielsweise eine Lungenentzündung als Komplikation vorkommen. Auch tragen die Impfungen generell dazu bei, einen guten allgemeinen Gesundheitszustand in der Bevölkerung zu erhalten. Unser Gesundheitssystem, das durch die SARS-CoV-2-Infektionen sehr stark beansprucht ist, wird dann nicht auch noch durch vermeidbare Infektionskrankheiten belastet. Und nach der Pandemie würden sonst Infektionen, vor denen man sich mit Impfungen hätte schützen können, wieder deutlich ansteigen.
Davon abgesehen gilt natürlich, dass Impfungen zu verschieben sind, wenn das Kind eine akute, behandlungsbedürftige Erkrankung mit Fieber hat. Etwa zwei Wochen später kann die Impfung dann nachgeholt werden.
Die Sorge, Ihr Kind könne sich in der Praxis mit SARS-CoV-2 anstecken, ist nicht gerechtfertigt. Die Abläufe in der Kinderarztpraxis werden so organisiert, dass eine eventuelle Übertragung vermieden wird. Sprechen Sie am besten vor dem Impftermin das Vorgehen telefonisch ab.
Newsticker
Lockdown macht Kinder dick | 08.03.2021
Eine Befragung von 1000 Eltern, durchgeführt im September 2020 an der Universität München (LMU), zeigt, dass jedes zehnte Kind seit Beginn der Pandemie mehr an Gewicht zugelegt hat als erwartet. Kinder im Kleinkind- und Vorschulalter haben ihr Gewicht tendenziell gehalten. Zugenommen haben vor allem Schulkinder, und hier besonders Zehn- bis Zwölfjährige. Bei ihnen kommen die zwei vermuteten Ursachen zusammen: mehr Essen, weniger Bewegung. Fast 40 Prozent der Eltern gaben an, dass ihr Kind in Coronazeiten deutlich weniger aktiv ist. Besonders häufig treffe das nach Auskunft der Eltern auf 10- bis 14-Jährige zu (57 %). Während Kleinkinder überall und spontan eine Gelegenheit finden, sich auszutoben und zu spielen, sind Schulkinder offenbar auf Sportplätze oder Sportvereine angewiesen – oder zumindest den Schulsport. Beunruhigend sei auch, dass vor allem die Kinder von Eltern aus Bevölkerungsschichten mit niedrigem Einkommen von der Gewichtszunahme betroffen sind.
Kindsmisshandlungen auf Rekordniveau | 30.01.2021
So viel wie noch nie: Beim Kinderspital Zürich verzeichnete man in 2020 die Rekordzahl von 592 Verdachtsfälle von Kindsmisshandlung. In 397 Fällen bestätigte sich die Misshandlung. Nur bei 27 Kindern stellte sich im Verlauf der Untersuchung heraus, dass die Symptome medizinisch erklärbar waren und keine Misshandlung vorlag. Bestehen blieb der Verdacht bei 168 Kindern. Die meisten misshandelten Kinder sind Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt geworden. Experten führen diese Entwicklung auf die Pandemie zurück: „Lockdown, Homeoffice, Schulschliessungen und finanzielle Engpässe haben sich in einigen Familien negativ ausgewirkt.“ Wenn man mehr Zeit in der Wohnung verbringt, bekommen die Menschen aber auch mehr mit, was in der Nachbarschaft passiert und melden etwaige Kindsmisshandlungen eher den Behörden. Die Empfehlung der Kinderschutzgruppe des Universitäts-Kinderspitals, wenn Sie einen Verdacht haben: "Sprechen Sie es an, wenn Sie ein Kind oft schreien hören". Wichtige Telephonnummern: Elternnotruf 0848 35 45 55, "Die dargebotene Hand" 143, Polizei 117. Für ältere Kinder und Jugendliche gibt es die Notfallnummer 147. Diese Pro-Juventute-Beratungsstelle berät rund um die Uhr kostenlos und vertraulich per Telefon, Chat und Mail, auch während der Corona-Situation: www.147.ch/de.
Überreaktion des Immunsystems | 31.12.2020
Zurzeit wird in den Medien viel über Fälle des Pädiatrischen multisystemischen inflammatorischen Syndrom (PIMS) berichtet. Diese Entzündungsreaktion kann bei Kindern mehrere Wochen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus auftreten. Betroffene Kinder haben während mehreren Tagen hohes Fieber und leiden häufig auch an Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall und Ausschlägen. Gemäss einer Medienmitteilung des Universitäts-Kinderspitals Zürich ist dies nur sehr selten der Fall. Landesweit wurden dieses Jahr mehr als 60 Kinder mit PIMS behandelt, die meisten in den letzten Wochen.
Mit einer frühzeitigen entzündungshemmenden Behandlung kann den kleinen Patienten gut geholfen werden, sodass sie sich meist rasch und vollständig erholen. Besteht ein Verdacht auf PIMS, sollten die Eltern mit ihrem Kind unbedingt zum Kinderarzt gehen oder eine Notfallstation aufsuchen. Die Schweizer Kinderspitäler haben am 30.12.2020 nationale Richtlinien publiziert, die dafür sorgen, dass alle betroffenen Kinder dieselbe Therapie erhalten, welche auf dem neuesten Stand des Wissens beruht.
Indirekte Antikörperwirkung | 21.11.2020
Eine neue Studie deutet darauf hin, dass der Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) auch vor dem neuartigen Coronavirus schützt. US-Forscher fanden, dass Personen unter 42 Jahren mit einem hohen Antikörpertiter gegen Mumps weniger schwer an Covid-19 erkrankten als ungeimpfte Menschen – je mehr Antikörper, desto milder die Symptome. Alle Patienten, die ins Krankenhaus eingeliefert worden waren und Sauerstoff benötigten, hatten niedrige Mumps-Titer unter 32 AU/ml. "Dies kann auch erklären, warum Kinder eine viel niedrigere Covid-19-Fallrate und eine niedrigere Sterblichkeitsrate haben", sagt Prof. Jeffrey E. Gold von der Universität Nebraska. Ein Zusammenhang zu Antikörpern gegen Masern und Röteln wurde dagegen nicht gefunden. In der Schweiz wird eine zweiteilige MMR-Impfung Kindern zwischen 9 und 12 Monaten, spätestens bis zum Ende des zweiten Lebensjahres empfohlen. Zwischen erster und zweiter Impfung sollte ein Abstand von mindestens einem Monat eingehalten werden.
"Safe-Kids-Studie" | 08.11.2020
Bei Kita-Kindern im Vor-Kindergartenalter besteht nach einer Studie der Universität Frankfurt wohl ein vergleichsweise geringes Corona-Ansteckungsrisiko. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen (18. Juni bis 10. September) wurden im Rahmen der "Safe-Kids-Studie" 825 Kinder sowie 372 Mitarbeiterinnen in 50 Kitas in Hessen regelmässig getestet. Dabei seien nur zwei Probanden positiv getestet worden - in beiden Fällen Erzieherinnen. Überraschend sei dieser Befund insofern, als die meisten Infektionskrankheiten wie Erkältungen oder die saisonale Grippe sich sehr schnell in Kitas und Schulen verbreiteten, erklärte Prof. Sandra Ciesek, die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. "Ausgerechnet bei Sars-CoV-2 scheint das aber nicht so zu sein." Die Ergebnisse des Sommers seien zwar nicht ohne weiteres auf die jetzige hohe Inzidenz übertragbar, aber immerhin enthielten sie die hessischen Sommerferien und den reisebedingten anschliessenden Anstieg der Fallzahlen. Schlussfolgerungen auf Schulkinder seien nicht möglich, da ab dem Alter von zwölf Jahren vermutlich ein ähnliches Übertragungsrisiko wie bei Erwachsenen besteht.
Kinder mit Erkältung | 28.09.2020
Alle Personen mit COVID-19-verdächtigen Symptomen sollten sich grundsätzlich selbst isolieren und testen lassen - bei Kindern unter 12 Jahren sieht das aber anders aus: Sie dürfen mit Schnupfen, leichtem Husten oder Halsweh die Schule und familienergänzende Betreuungseinrichtungen besuchen. Voraussetzung ist, dass ihr Allgemeinzustand gut ist und sie kein Fieber und/oder starken Husten haben. Die Begründung: Kinder dieser Altersgruppe steckten sich in diesen Einrichtungen seltener mit Covid-19 an als in der Familie. Zuhause bleiben sollten Kinder mit Krankheitssymptomen aber zunächst, wenn sie zuvor zu einer Person mit Covid-19-Symptomen engen Kontakt gehabt haben. Wird diese Kontaktperson positiv getestet, soll auch das Kind getestet werden; die Eltern sollen sich beim Kinderarzt melden. Ist der Test der Kontaktperson negativ, muss das Kind ebenfalls daheim bleiben, solange es Symptome hat. Erst 24 Stunden nach dem Abklingen des Fiebers oder wenn ein starker Husten besser geworden ist, darf es wieder in die Schule gehen. Bei Fieber oder starkem Husten für länger als drei Tage, sollte ein Kinderarzt oder eine Kinderärztin kontaktiert werden. Kommen Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopf- oder Gliederschmerzen oder Verlust von Geruchs- und/oder Geschmackssinn dazu, sollte ebenfalls ein Arzt kontaktiert werden.
Corona-Symptome bei Kindern | 08.09.2020
Mithilfe einer Corona-Symptom-Tracking-App hat ein Forschungsteam des King's College in London die bisher grösste Studie mit Kindern durchgeführt. Rund 200 infizierte Kinder wurden überwacht. Ein Drittel der Angesteckten hatte, wie bisher angenommen, keine Symptome gezeigt. Bei den restlichen Kindern bestand Müdigkeit (55 %), Kopfschmerzen (53 %), Fieber (49 Prozent), Halsschmerzen (38 %) und neu auch Appetitlosigkeit (35 %). Das bedeutet, dass Mahlzeiten ausgelassen werden. Bei einem von sechs Kindern traten ausserdem juckende Hautausschläge auf. Forscher der Queen's University in Belfast fanden noch weitere Anzeichen für das Coronavirus bei Kindern. Gemäss ihrer Studie mit 68 Infizierten seien Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall ebenso ein Zeichen für eine Ansteckung.
Grippewelle plus zweite Coronawelle? | 25.08.2020
Dieses Jahr könnte die saisonale Grippe (Influenza) ab Oktober mit einer zweiten Corona-Welle zusammenfallen. Um das Gesundheitswesen im Winter zu entlasten, hat das BAG eine neue Impfkampagne lanciert. Der Bund will 1,8 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen – das sind doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor. Auch Säuglinge ab sechs Monaten sollen nun vermehrt gegen die Grippe geimpft werden – vor allem Kinder mit chronischen Krankheiten, ehemalige Frühgeborene (< 32 SSW bzw. < 1500 g) und Kinder, die mit Risikogruppen im Haushalt in Kontakt stehen (Schwangere, gefährdete Haushaltmitglieder). Auf Wunsch der Eltern können auch Kinder geimpft werden, die engen Kontakt mit weiteren Risikopersonen haben (z.B. Grosseltern > 64 Jahre). Kinder sind zwar nicht die wesentlichen Überträger des Coronavirus, spielen aber als Überträger von Influenza-Viren bei der Grippeverbreitung eine wichtige Rolle. Während Kinder in der Regel nur leicht an Covid-19 erkranken, könne sie eine Grippe schwer treffen. Ausserdem spricht für eine Impfung, dass sie besonders bei kleinen Kindern guten Schutz biete. 90 Prozent der Kinder und jungen Erwachsenen sind nach einer Impfung vor einer Infektion geschützt und übertragen sie so auch nicht an Erwachsene. Pro Jahr sterben schweizweit bis zu 2500 Menschen an der Grippe. Letzten Winter mussten die Ärzte des Kinderspitals Zürich 1400 Kinder mit Grippesymptomen behandeln, 97 davon stationär. Einige Eltern und Impfgegner fürchten bleibende Schäden und einen Schritt Richtung Impfzwang. Führende Kinderärzte halten dagegen, dass zwar keine Impfung ohne Risiko sei, die Gefahren aber viel geringer als bei einer natürlichen Erkrankung. Schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen wie kurzzeitiges Fieber treten bei weniger als einer von 100’000 Anwendungen auf und sind nur eine Reaktion des Immunsystems. www.impfengegengrippe.ch
WAS IST WAS | 12.05.2020
Die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie wirft viele Fragen auf und sorgt häufig für Verunsicherung – auch und vor allem bei Kindern. Verlässliche Informationen helfen, das Thema Viruserkrankungen, insbesondere Covid-19, besser zu verstehen. Der Tessloff Verlag, Herausgeber der bekannten Buchreihe "WAS IST WAS", hat aus diesem Grund ein kostenloses PDF zum Corona-Virus veröffentlicht: "Viren. Den Krankheitserregern auf der Spur". Die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus werden auf 18 Seiten kindergerecht beantwortet und illustriert: Was ist ein Virus eigentlich und wie kann man es bekommen? Welche verschiedenen Erreger gibt es und wie kann man sich vor ihnen schützen? Wie kann die eigene Körperabwehr gegen sie vorgehen? Wie funktioniert richtiges Händewaschen? Wie stärkt man sein Immunsystem? Auch schwierige Begriffe werden auf leichte Art anschaulich erklärt. Denn wer versteht, hat weniger Ängste. Zum Download
Newsticker
Kinder mit CoVID-19 | 01.05.2020
Kinder stecken sich seltener mit dem Coronavirus an. Und von den Infizierten hat der allergrösste Teil einen sehr milden Verlauf. In der Schweiz und in anderen europäischen Ländern sind jedoch in Einzelfällen auch bei Kindern ungewöhnlich schwere Erkrankungen festgestellt worden. In der Schweiz sind bislang drei Fälle aus Genf bekannt, wobei in einem Fall das Virus nachgewiesen worden ist. Die betroffenen Kinder zeigen Symptome, die dem toxischen Schocksyndrom bzw. dem Kawasaki-Syndrom ähneln. Dazu zählen entzündete Blutgefässe, Bauchschmerzen, Herzmuskelentzündung, Krampfanfälle, Fieber, Bindehautentzündung, Rötung des Rachens und des Mundes, geschwollene Hände und Füsse, vergrösserte Lymphknoten am Hals und oftmals Hautausschlag. Was das Kawasaki-Syndrom auslöst, wissen Ärzte bis heute nicht. Es betrifft vor allem kleine Kinder. Eines der Kinder ist inzwischen genesen entlassen worden, je eines befinde sich noch auf der Normal- und eines auf der Intensivstation. In Deutschland sind bisher zwei Fälle bekannt. Auch aus Italien und Spanien wurden Fälle der mysteriösen Erkrankung gemeldet. In Grossbritannien hat der nationale Gesundheitsdienst Krankenhäuser auf etwa zwei Dutzend schwer kranke Kinder aufmerksam gemacht, aus New York wurden drei Fälle bekannt. Laut Daniel Koch, dem Corona-Delegierten des Bundes, handelt es sich wahrscheinlich um eine Immunreaktion auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Mehr über "Kinder und Coronavirus"...
Umarmen ja – Hüten (noch) nicht | 27.04.2020
Es sei legitim, wenn Grosseltern mit Kleinkindern gelegentlich Körperkontakt haben. Laut BAG (Daniel Koch in der Medienkonferenz vom 27.4.20) gäbe es praktisch keine Daten, dass Kinder vor dem Schulalter infiziert werden oder das Virus übertragen und die Krankheit weitergeben. Deshalb geht von den Kindern keine Gefahr aus. Bei älteren Kindern ab etwa 10 Jahren sei die Infektionsgefahr etwas höher als bei jüngeren, und ab der 8. oder 9. Klasse werden die Jugendlichen zu ernstzunehmenden Vektoren für das Virus. An Schulen könnte dies darum problematisch sein, weil dort viele Altersgruppen aufeinander treffen, wodurch die Schulschliessungen gerechtfertigt waren. Vom Hüten durch die Grosseltern wird allerdings abgeraten: „Nicht die Kinder bringen die Gefahr, sondern die Eltern, die die Kinder zur Hüte bringen. Damit würde es zu einer Vermischung der mittleren Generation mit der Grosselterngeneration kommen, und das wollen wir nicht. Auch haben nicht alle Grosseltern einen Garten. Und es gelingt nicht in jedem Fall, dass die Kinder die letzten Meter alleine zurücklegen."
Vergiftungsfälle steigen stark an | 23.04.2020
Verschärfte Hygiene ist gut - aber jetzt melden sich bei Tox Info Suisse vermehrt besorgte Eltern, weil ihre Kinder Desinfektionsmittel bzw. Desinfektionsgels eingenommen haben. Normalerweise sind das im Frühjahr rund 130 Fälle, in diesem Jahr sind es bereits rund 350, typischerweise Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. „In etwa 99 von 100 Fällen ist das harmlos und das Kind muss nicht hospitalisiert werden“, so Hugo Kupferschmidt, Direktor von Tox Info Suisse (Tel. 145). Oft würden Kinder gar keine Symptome zeigen: „Sie nehmen meist wenig ein, weil Desinfektionsmittel ja ziemlich grusig schmeckt“. Allfällige Symptome können Trunkenheit ähneln, denn Handdesinfektionsmittel enthalten meist Ethanol (Trinkalkohol), Propanol oder Isopropanol. Letztere sind etwas giftiger als Ethanol, verursachen aber vergleichbare Symptome. Die Gangunsicherheit birgt Verletzungsgefahr. Bei grösseren Mengen kann Erbrechen folgen. Die Wirkstoffe können zudem zu einer Unterzuckerung und dadurch Schläfrigkeit führen. Was sollen Eltern tun? Kupferschmidt rät: „Am besten man wäscht den Mund aus und kompensiert die Unterzuckerung mit süssen Getränken.“ Das BAG mahnt in einem Tweet, Desinfektionsgels stets auf höheren Ablageflächen ausser Reichweite von kleinen Kindern aufzubewahren. Erste Hilfe bei Vergiftungen...
Kita und Kindsgi | 18.04.2020
Erste Datenanalysen weisen darauf hin, dass Kinder weniger vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen sind als Erwachsene. Isländische Forscher haben bei rund 13.000 Personen aus der Allgemeinbevölkerung 0,6 % der Frauen und 0,9 % der Männer infiziert gefunden. Bei Kindern unter 10 Jahren gab es keinen einzigen positiven Befund. In Island sind Schulen und Kindergärten weitgehend geöffnet. Auch unter den in Europa erfassten Covid-19-Fällen hätten Kinder nur einen sehr kleinen Anteil von 1 %, heisst es von der EU-Gesundheitsbehörde ECDC. Die Theorie der Fachleute: Kinder scheinen weniger oft infiziert zu werden als Erwachsene und haben ein wesentlich geringeres Risiko, Symptome zu entwickeln oder ernsthaft zu erkranken. Aber in welchem Ausmass können infizierte Kinder (mit oder ohne Symptome) andere Menschen anstecken? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Covid-19 und Influenza verglichen und festgestellt, dass Kinder bei der Corona-Pandemie wohl keine bedeutsamen Überträger seien. Sie stecken sich vor allem bei Erwachsenen an, Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern.
Kinder gerade jetzt impfen! | 04.04.2020
Gerade in Zeiten des Coronavirus brauchen Säuglinge und Kleinkinder die regulären Schutzimpfungen. Laut Experten gibt es keine Hinweise darauf, dass ihr Immunsystems durch solche Impfungen und einer zeitgleichen SARS-CoV-2-Infektion überfordert wäre. Im Gegenteil: Durch die Impfungen wird das Kind gegen Infektionen geschützt, die es in der Pandemiezeit zusätzlich gefährden würden. Sowohl bei Masern als auch bei Windpocken kann beispielsweise eine Lungenentzündung als Komplikation vorkommen. Auch die Impfungen gegen Keuchhusten und Pneumokokken sind wichtig. Obwohl sie nicht direkt vor einer Coronavirusinfektion schützen, ist ein geschwächtes Kind mit einer Lungeninfektion sehr viel gefährdeter für einen schweren CoVID-19-Verlauf. Die Grippeimpfung (gegen Influenza) ist dagegen nur für Kinder mit chronischen Erkrankungen (z.B. Asthma oder Diabetes) angebracht. Deshalb sollen alle nach dem aktuellen Impfplan empfohlenen Impfungen bis zum Ende des zweiten Lebensjahres zeitgerecht durchgeführt werden. Ausnahme: Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern mit Symptomen einer Atemwegsinfektion werden wie üblich um 1-2 Wochen verschoben. Bei Kindern über zwei Jahre ist eine kurze Verschiebung des Impftermins sowieso kein Problem. Generell geben die Kinder- und Jugendärzte präzise Termine und trennen infektiöse oder möglicherweise infektiöse Kinder zeitlich und gegebenenfalls auch räumlich von den gesunden Kindern.
WHO räumt mit Corona-Mythen auf | 18.03.2020
Zur Zeit kursieren einige kuriose Mythen über das neuartige Coronavirus, mit denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer neuesten Publikation aufräumen will. Hier die Fakten:
- Kaltes Wetter schränkt NICHT die Verbreitung des Coronavirus ein.
- Weder ein heisses Bad, Ganzkörperdesinfektion mit Alkohol oder Chlor, Händetrockner, Spülen der Nase mit Kochsalzlösung, viel Knoblauch im Essen noch Antibiotika können die Viren abtöten.
- Das neuartige Coronavirus kann NICHT durch Mückenstiche übertragen werden. Es handelt sich um ein Atemwegsvirus, das sich hauptsächlich durch Tröpfchen verbreitet, z. B. beim Husten oder Niesen einer infizierten Person.
- Thermoscanner können Personen mit Fieber erkennen. Da es zwei bis zehn Tage dauert, bis mit dem Coronavirus infizierte Menschen krank werden und Fieber bekommen, können Infizierte, die noch kein Fieber haben, nicht durch einen Thermoscanner identifiziert werden.
- Impfstoffe gegen Lungenentzündung wie der Pneumokokken-Impfstoff und der Impfstoff gegen Haemophilus influenza Typ B bieten keinen Schutz gegen das neue Coronavirus. Trotzdem werden diese Impfungen gegen Atemwegserkrankungen zum Schutz der Gesundheit empfohlen.
- Menschen jeden Alters (auch Kinder) können an COVID-19 erkranken. Ältere Menschen und Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen scheinen nur anfälliger für einen schweren Krankheitsverlauf zu sein.
Welche Symptome sind typisch? | 10.03.2020
Die Coronavirus macht derzeit vielen Menschen Angst. Welche Symptome können auf eine Infektion hindeuten und welche nicht?
- Erkältung: Halsschmerzen, danach Schnupfen, Niesen und schleimiger Husten, leicht erhöhte Temperatur, Abgeschlagenheit und leichte bis mässige Kopfschmerzen – das sind die klassischen Symptome einer banalen Erkältung (grippaler Infekt). Und sie sind nicht typisch für eine Infektion mit dem neuen Coronavirus!
- Coronavirus-Infektion: Das Coronavirus (COVID-19) scheint vor allem die unteren Atemwege zu befallen. Hauptsymptome sind Fieber, (trockener) Husten und Atemnot/Kurzatmigkeit. Erkältungssymptome wie Niesen und eine laufende Nase treten nach bisherigen Berichten in der Fachliteratur eher selten auf.
- Grippe: Bei einer echten Grippe (Influenza) kommen zu diesen noch mehr Symptome hinzu: Es besteht neben Husten, evtl. Schnupfen und plötzlich einsetzendem, oft hohem Fieber auch ein starkes Krankheitsgefühl mit Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen und Müdigkeit.
Ein wichtiger Punkt für den gerechtfertigten Verdacht ist nach derzeitigem Stand, ob die Person in stark betroffenen Gebieten war und/oder engen Kontakt mit Personen aus diesen Gebieten oder positiv getesteten Personen hatte. Wenn dies für Sie zutrifft und Sie die oben beschriebenen Symptome an sich bemerken, sollten Sie sich bei einer Gesundheitseinrichtung (Arztpraxis, Notfallambulanz) telefonisch melden. Laufend aktualisierte Informationen zur Situation in der Schweiz
Corona und Schwangerschaft | 08.03.2020
Nach den bisherigen Erfahrungen erkranken Schwangere - wenn überhaupt - dann nur leicht an COVID-19. Insofern reichen die empfohlenen vorbeugenden Massnahmen aus. Beruhigend: Bei der Virusfamilie, zu der das Coronavirus gehört, ist nicht mit einer vorgeburtlichen Schädigung zu rechnen. Auch eine Virus-Übertragung vor, während oder nach der Entbindung ist bisher nicht beobachtet worden. Bisher ist zudem keines der Neugeborenen von infizierten Müttern positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Proben von Fruchtwasser oder Muttermilch wurde noch kein Virus nachgewiesen. Beim Stillen wird infizierten Müttern jedoch ein Mundschutz empfohlen. Bei den wenigen Schwangeren, die während der Schwangerschaft positiv auf das Coronavirus getestet wurden, kam es etwas häufiger zu Frühgeburten. Ob diese in unmittelbarer Beziehung zu einer mütterlichen Infektion stehen, ist aber aufgrund der geringen Fallzahl unklar. Idealerweise sind Schwangere gegen Grippe geimpft. Die Grippeimpfung schützt zwar nicht vor COVID-19, aber so können Schwangere nicht zeitgleich an beiden Infektionen erkranken. Ungeimpfte Schwangere sollten sich auch jetzt noch impfen lassen. Zu unseren laufend aktualisierten Infos...
Arbeitsrecht | 28.02.2020
Das Coronavirus breitet sich immer mehr aus (Aktuelle Infos). Früher oder später werden auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit dem Virus konfrontiert sein. Doch wer bezahlt Absenzen aufgrund des Coronavirus? Grundsätzlich gilt der Grundsatz, ohne Arbeit kein Lohn. Davon gibt es aber verschiedene Ausnahmen, in denen der Lohn dennoch geschuldet wird - ganz oder zumindest teilweise. Da geht es um die verspätete Rückkehr aus den Ferien, wenn z.B. Flüge gestrichen wurden, Arbeitsverweigerung wegen Angst vor Ansteckung, Behinderung auf dem Arbeitsweg wegen Ausfällen im ÖV, Betreuung erkrankter Kinder oder bei Schliessung einer Kindertagesstätte oder Schule. Antworten auf diese und andere Fragen ...
Coronavirus | 27.02.2020
Eine erste Auswertung der chinesischen Gesundheitsbehörden deutet darauf hin, dass das neue Coronavirus (Sars-CoV-2) für Kinder wohl kaum schwere Folgen hat. Die Infektion verläuft weitestgehend ohne schwerwiegende Komplikationen. Für die Studie wurden Daten von rund 44000 Menschen mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion analysiert – darunter 416 Kinder im Alter von 0 bis 9 Jahren, bei denen es den Autoren zufolge keine Todesfälle gab. Auch für Menschen im Alter 10 und 39 Jahren ist die Gefahr für einen tödlichen Verlauf der Erkrankung mit 0,2 Prozent eher gering. Aus der Analyse geht zudem hervor, dass es bei Frauen mit 1,7 Prozent eine deutlich niedrigere Sterblichkeitsrate als bei Männern (2,8 Prozent) gibt. Ausserdem scheint eine Übertragung des Virus im Mutterleib ersten Erkenntnissen nach nicht stattzufinden. Laufend aktualisierte Infos hier...
Letzte Aktualisierung : 29-03-21, BH