Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03215.jsonl.gz/1547

Aus der Vereinsgeschichte
1932 gründeten Hohtenner und Steger zusammen einen Tambouren und Pfeiferverein „Steg- Hohtenn“.
Doch bereits 1938 war das Interesse in Hohtenn so stark, dass zu einer eigenen Vereinsgründung geschritten werden konnte. Als erster Vereinspräsident amtete Kalbermatten Moritz. In diesem Jahr nahm der Verein auch erstmals am Oberwalliserfest in Agarn teil.
Bis 1946 zog der Verein alljährlich mit der Gemeindefahne ans „Oberwalliser“. Dann jedoch konnte das eigene Vereinsbanner angeschafft werden, welchem Emil Imboden selig und Maria Imboden-Kalbermatter selig als Paten beistanden.
Ein erster Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war sicher das Oberwalliser Tambouren und Pfeifer Fest vom 29. April 1948 in Hohtenn. Die Hohtenner mussten dieses Fest sehr kurzfristig organisieren, weil sowohl Visp als auch Visperterminen dem Verband nach anfänglicher Zusage 2 Monate vor dem Fest mitteilten, sie könnten den Anlas nicht durchführen.
1964 schlossen sich die Tambouren und Pfeifersektionen des Bezirkes Westlich-Raron zusammen, um unabhängig vom Oberwalliserverband, einmal im Jahr turnusgemäss ein Bezirksfest durchzuführen. Das erste Bezirksfest 1964 fand in Hohtenn statt und fünf Jahre später, sowie 1987 hatte man erneut die Ehre. Die ersten Bezirksfeste gaben dem Verein etlichen Aufschwung und auch Mut, noch unbegangene Wege zu gehen.
So war der Verein die erste Sektion im Oberwallis, die mit Frauen in Ihren Reihen am Fest 1972 in Guttet-Feschel auftreten. Frauen und Mädchen sind heute aus den Reihen der Tambouren und Pfeifer nicht mehr wegzudenken. Trotz der holden Weiblichkeit war jedoch das Oberwalliserfest in Guttet-Feschel vorläufig das Letzte. Wegen des durch Abwanderung bedingten Mitgliederschwundes musste der Verein eine Zeitlang seine Aktivität einstellen.
Am 31. Oktober 1979 traten, auf Veranlassung des damaligen Gemeindepräsidenten Abgottspon Jules sowie des Militärtambours Steiner Alfred, wiederum junge Leute aus dem Dorf zusammen, um die althergebrachte Tradition des Trommel und Pfeferspiels in Hohtenn zu neuem Leben zu erwecken. Unter der Leitung von Steiner Alfred und vom Pfeiferleiter Kalbermatter Paul erlernten über 20 meist jugendliche Frauen und Männer die Grundlagen, der Ahnenmusik. 1982, am Weissen Sonntag, konnte der neugegründete Verein erstmals wieder in der Öffentlichkeit auftreten.
Seit 1984 nimmt der TPV Hohtenn wieder regelmässig an den Oberwalliser Verbansfesten teil.
Durch Vermittlung des Oberwalliser Verbandes kam der Verein auch bald in der Besitz einer „neuen“ Uniform. Die Musikgesellschaft aus dem luzernischen Egolzwil stellte ihre nicht mehr gebrauchte Uniform dem Verein spontan zur Verfügung. Diese Geste führte dazu, dass die beiden Vereine und Gemeinden Egolzwil und Hohtenn seither freundschaftliche Bande geknüpft haben. Unsere Freunde aus Egolzwil liessen es sich nicht nehmen, auch bei der Neuuniformierung 1990 dabei zu sein. Sie gaben am Samstag Abend ein Konzert zum besten und haben auch am Sonntag das Festprogramm mitgestaltet.
Ein weiterer Höhepunkt in der jungen Vereinsgeschichte war sicher der 30. August 1987, als der Verein auch ein neues Banner einweihen konnte. Aus den Händen der Fahnenpaten Marie Imboden und Bernhard Kalbermatten konnte der Fähnrich Kalbermatter Markus anlässlich des Bezirksfestes 1987 das neue Vereinsbanner entgegennehmen.
Der Gendake an die Anschaffung einer historischen Uniform nahm nach der Fahnenweihe 1987 immer mehr Gestalt an. Eine aus dem Vereinsvorstand unter Beizug der Oberwalliser Verbansverantwortlichen bestehende Kommission traf umfassende Abklärungen für die Wahl der neuen Uniform. Nach einer Besichtigung der bestehenden Möglichkeiten vor Ort im Landesmuseum in Zürich, fiel der Entscheid schliesslich auf die Uniform der Tambouren der Walliser Miliz 1827 mit Quartiersmütze. Farblich müssten einige Anpassungen an die Gemeinde und Vereinsfarben vorgenommen werden.
Dank allseitig grosser Unterstützung konnte nun der Verein am 27. Mai 1990 seine prächtige neue Uniform einweihen und sich somit fortan harmonisch in die Reihen der Oberwalliser Ahnenmusiksektionen einreihen. Ab dem Jahre 1990 nahm der Verein an jedem Eidgenössischen, Oberwalliser sowie an den Bezirk Festen teil. Zu diesen Anlässen war der TPV Hohtenn immer wieder mit Einzel und Gruppenwettspielern vertreten.
Am 4. September 2016 hatte der TPV Hohtenn wieder die Ehre Das Bezirkfest in Hohtenn durchzuführen. Gepaart mit diesem Anlass weihte der TPV Hohtenn den dritten Vereinsbanner der Geschichte ein. Die Fahnenpaten unseres aktuellen Banners sind Kalbermatter Helene und Bregy Fritz.
Wir danken allen, welche im Verlaufe der Vereinsgeschichte uns in irgend eine Weise Unterstützt haben!