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ASTRAL DRIVE
Same
Lojinx
Phil Thornalley, der Kopf hinter Astral Drive, hat musikalisch betrachtet eine bewegte und ereignisreiche Geschichte. Der englische Multiinstrumentalist startete Ende der 1970er Jahre als Aufnahmeingenieur für Produzenten wie Mickie Most oder Steve Lillywhite. Anfangs der 1980er Jahre spielte er kurz Bass bei The Cure und produzierte deren Alben «Pornography» (1982) und «Concert» (1984) und die Single «The Love Cats». 1984 erhielt Thornalley einen Grammy für seine Arbeit am Thompson Twins Werk «Into the Gap». 1988 veröffentlichte er sein einziges Soloalbum «Swamp». In den 1990er schrieb er mit an Natalie Imbruglia’s Welthit «Torn». Daneben war (und ist) er tätig für Paul McCartney, Cyndi Lauper oder Bryan Adams. Adams bot ihm auch an, die Fotos für sein Album unter dem Namen Astral Drive zu schiessen. Auf dem selbstbetitelten Werk sind auch Mitglieder von Bryan Adams Band zu hören und Kasim Sulton, ehemaliger Bassist und Keyboarder von Todd Rundgren‘s Band Utopia. Womit wir bei einem Haupteinfluss von Astral Drive angekommen sind. Die Inspiration durch Todd Rundgren ist unüberhörbar. Zum Beispiel beim Keyboardsound und dem Harmoniegesang. Die A capella Nummer «Walls And Bridges» könnte zu dem eine Referenz an Rundgren’s Album «A Capella» (1985) sein? Gerade ins Songs wie «Love Is Real», «Summer Of 76», «Astral Drive» oder «Is That Our Star» ist dies offenkundig. Der geneigte Hörer spürt aber auch die Nähe zu den Beatles, den Beach Boys oder ELO. Die elf Songs (inklusive Bonustrack) sind laut Thornalley eine Ehrerbietung an die 1970er Jahre, von der er immer geträumt hatte. Die Liebe für die damalige Zeit und ihren Sound spürt man in jedem Ton. Und es ist schwer, sich dem Charme von Songs wie «Love Is Real», «Summer Of 76», «Child Of the Universe» oder «No One Escapes» zu entziehen. Nicht nur für Leute, die Todd Rundgren mögen.