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Eigner Ron Perelman hatte über Jahre versucht, das Ende der Kosmetikfirma abzuwenden.
Wie von Wirtschaftsmedien in den USA vermeldet, hat der Kosmetikkonzern Revlon vergangene Woche in New York Konkurs angemeldet. Damit endet ein unter amerikanischen Milliardären recht seltener Absturz von höchsten Höhen. Der heute 79-jährige Eigner Ron Perelman war in den 1980er und 1990er zeitweise der reichste Mann Amerikas. Nun erscheint sein in der Holding MacAndrews&Forbes versammeltes Firmenimperium laut «Bloomberg News» als «blosser Schatten einstiger Grösse». Perelman hatte bereits 2020 Assets wie einen Privatjet vom Typ Gulfstream 650, seine 75-Meter-Yacht und eine Kunstsammlung mitWerken von Jasper Johns, Gerhard Richter, Cy Tombly, Matisse und Miro versteigern lassen. Angeblich hatte Perelman mit der Sammlung über 400 Millionen Dollar eingenommen.
Hintergrund waren schwere Probleme bei dem Kosmetikkonzern Revlon, den Perelman 1985 über seine Investmentfirma MacAndrews&Forbes für 2,7 Milliarden Dollar erworben hat. Wie damals in der Branche üblich, hat Perelman das Unternehmen mit Schulden befrachtet. Laut «Bloomberg News» hatte Revlon zuletzt Belastungen von 3,7 Milliarden Dollar und Assets von rund 2,3 Milliarden Dollar. Damit dürften zahlreiche Kreditoren bei dem Konkurs leer ausgehen (Link).
Als Ursache des Bankrotts gelten neben den hohen Schulden Auswirkungen der Covid-Pandemie, die den gesamten Kosmetik-Bereich besonders hart getroffen hat. Doch schon zuvor war das Angebot von Revlon am Geschmack der Kundschaft vorbeigegangen. Versuche einer Refinanzierung von Revlon durch den Verkauf von Anleihen waren an der Wall Street gescheitert (Link).
Perelman hatte die Asset-Verkäufe zunächst mit dem Wunsch nach einem schlichteren Lebensstil erklärt (Link).