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Die
historischen Wurzeln des Altbieres liegen in Westfalen und im angrenzenden
Niedersachsen. Wie die Anekdote des Schriftstellers Ulrich Klever erzählt, soll
es früher noch nicht so bekömmlich gewesen sein wie heute: Kardinal Chigi, der
Vertreter des Vatikans beim Westfälischen Frieden (1648) nach dem
Dreißigjährigen Krieg, setzte man in Münster ein Altbier vor. Der Kardinal
probierte. Er probierte ein zweites Mal. Und dann sprach er: "Füge noch
etwas Schwefel hinzu - und der Höllentrank ist fertig!"

|Der Name
„Alt“ stammt von der alten Brauweise: der Obergärung bei Temperaturen um 20°C.
Er hat nichts damit zu tun, dass das Altbier möglichst alt getrunken werden
sollte, im Gegenteil: frisch schmeckt es am besten. Heute ist das Alt neben dem
Weizen das in Deutschland am weitesten verbreitete obergärige Bier, gebraut
wird es aber nur am Niederrhein.
Das Altbier ist bernsteinfarben bis tief dunkelbraun, aromatisch,
hopfenbitter, obergärig, mit einer Stammwürze von 11.2 bis 12%.