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Ich bin ein Sittich und wie viele Sitticharten komme ich aus Australien. 1840 gab mir der berühmte Vogelforscher John Gould meinen Namen „Adelaidesittich“. Vermutlich weil er mich in der Region um Adelaide entdeckt hat... Ich gehöre zu den sogenannten „Plattschwanzsittichen“ wie auch die eher bekannten Rosellas und Strohsittiche.
Etliche Taxonomen (Experten/ Wissenschaftler) behaupten sogar bis heute, ich sei eigentlich keine eigene Art sondern eine Kreuzung zwischen Rosellas und Stohsittichen. Andere wiederum behaupten, ich sei eine Unterart der Pennantsittiche. Der überwiegende Teil ist aber davon überzeugt, dass ich eine eigene Art bin. Doch genug von solchen wissenschaftlichen Spitzfindigkeiten, ich will euch ja damit nicht langweilen.
Herkunft, Lebensraum
Meine freilebenden Artgenossen leben wie John Gould richtig bemerkt hat in der Region um Adelaide.
Sie leben dort in bewaldeten Tälern, Wäldern und auch in Obstplantagen, bevorzugt in Gebieten mit Wasserläufen die ihnen genügend Feuchtigkeit garantieren. Den grössten Teil des Tages verbringen sie mit Nahrungssuche, denn das Futter wird ihnen ja nicht im Futtergeschirr serviert. Nur in der heissen Mittagszeit machen sie Siesta auf hohen Eukalyptus-Bäumen. In der Voliere sitzen wir am Nachmittag auch einfach faul herum.
Adelaidesittiche sind überhaupt nicht scheu und lassen sich deshalb bei der Futtersuche am Boden gut beobachten.
Im Gegensatz zu etlichen anderen Sittichen unternehmen Adelaidesittiche keine grossen Wanderungen, sie sind ziemlich standorttreu. Meistens leben Paare oder kleinere Gruppen zusammen.
Aussehen
Vom Kopf bis zum Schwanz bringt es ein Adelaidesittich auf etwa stolze 35 cm. Der Hahn ist ein bisschen grösser und schwerer als das Weibchen.
Kopf und Bauch sind orange-rot gefiedert, die Flügeldecken sind schwarz mit breiten gelb-roten Säumen. Die Handschwingen und die langen Schwanzfedern sind schön blau, passend zu den blauen Wangen.
Also ich finde ich kann mich durchaus sehen lassen, nicht wahr...
Futter
Ich bekomme in der Voliere meist Gross-Sittichfutter und liebe natürlich auch Eifutter und Hirsekolben. In der Wildnis gibt’s meist Grassamen und was sich am Boden sonst so Leckeres findet.
Text und Fotos: P. und R. Gantenbein