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Der Basler Hoffmann als Sklavenhändler
Seit dem 17. Jahrhundert, als die Niederländisch-Westindische Kompagnie noch das Monopol des Sklavenhandels mit Spanisch-Amerika innehatte, war Curaçao zu einem Hauptzentrum für diesen Handel geworden. In der Folge war dann das "Asiento" an die Franzosen, 1713 an die Engländer übergegangen. Der spanisch-englische Seekrieg brachte den Sklvaenhandel auf Curaçao zu neuer Blüte. Auch der geschäftstüchtige Hoffmann hat sich für eigene wie für Rechnung seiner auf St. Eustatius niedergelassenen Kommittenten daran beteiligt. Allerdings konnten sich diese Kaufleute die Sklaven nicht direkt in Afrika beschaffen wie die Westindische Kompagnie. Sie waren darauf angewiesen, diese den englischen Sklavenhändlern auf St. Christopher abzukaufen, und liessen sie hernach durch Mittelmänner, meist Juden, an die Küste von Venezuela bringen, wo sie gegen Kakao eingetauscht wurden. Hoffmann empfahl seinen Korrespondenten, nur junge, kräftige Neger und Negerinnen mit hübschen Gesichtern einzukaufen, da nur diese in Spanisch-Amerika einen preiswerten Absatz finden würden. Die in Curaçao auf dem Sklavenhandel stehende Kopfpsteuer hoffte er dadurch teilweise umgehen zu können, dass er die Neger las Matrosen verkleiden liess.
[Bodmer Walter, Schweizer Tropenkaufleute und Plantagenbesitzer in Niederländisch-Westindien im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Basel 1946, S. 17]