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Nach den Untersuchungen der Schlussberichte von Schweizer Kernkraftwerken für den EU-Stresstest hat das ENSI neue Sicherheitsbelange zur Weiterverfolgung definiert. Die Analyse dieser Schlussberichte legt der Länderbericht Schweiz für den EU-Stresstest offen, der beim ENSREG Ende 2011 eingereicht wurde.
Folgende Vorkehrungen zur genauen Beobachtung sind darin enthalten:
- Das ENSI wird weiterverfolgen, ob in den fünf Schweizer Kernkraftwerken die automatischen Schnellabschaltungen vorgelagert über die Erdbebeninstrumentierungen erfolgen sollten.
- Das ENSI wird im Hinblick auf den noch zu führenden Erdbebennachweis eine detaillierte Prüfung der seismischen Robustheit der Isolation des Containments- und des Primärkreislaufes aller Kernkraftwerke weiterverfolgen.
- Das ENSI wird für Gösgen und Leibstadt Massnahmen zur Verbesserung der Erdbebenfestigkeit der Systeme zur Containment-Druckentlastung bei auslegungsüberschreitenden Ereignissen weiterverfolgen.
- Das ENSI wird die Auswirkungen einer vollständigen Verklausung wasserbaulicher Einrichtungen auf Beznau, Gösgen und Mühleberg weiterverfolgen.
- Das ENSI wird detailliertere Nachweise zur Beherrschung extremer Wetterbedingungen einschliesslich deren Kombinationen in Kernkraftwerken weiterverfolgen. Davon sind alle Kernkraftwerke betroffen.
- Das ENSI wird die Erstellung einer umfassenden Strategie zum gezielten Einsatz der mobilen Accident-Management-Diesel zur langfristigen Sicherstellung ausgewählter Gleichstrom- bzw. Wechselstromverbraucher im Fall eines Total-SBO (respektive eines SBO) weiterverfolgen. Dies betrifft alle vier Standorte.
- Das ENSI wird unter dem Gesichtspunkt der Risikominimierung weiterverfolgen, inwieweit die bestehenden Einsatzstrategien für die Containment-Druckentlastungssysteme bei schweren Unfällen in den Kernkraftwerken beizubehalten sind.
- Das ENSI wird weiterverfolgen, ob die Wiederherstellung der Containment-Integrität während des Stillstandes im Fall eines Total-SBO eine zeitkritische Massnahme darstellt.