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In den nächsten Tagen wird es in den Niederungen heiss werden, lokal sind sogar Höchstwerte bis 35 Grad möglich. Im heutigen MeteoBlog wird aufgezeigt, wie oft in der Schweiz 35 Grad erreicht oder überschritten werden.
Wetter
In den nächsten Tagen wird es in den Niederungen heiss werden, lokal sind sogar Höchstwerte bis 35 Grad möglich. Im heutigen MeteoBlog wird aufgezeigt, wie oft in der Schweiz 35 Grad erreicht oder überschritten werden.
Mit südwestlichen Winden fliesst in den nächsten Tagen sehr warme Luft von Spanien her zur Schweiz. Durch die kräftige Sonneneinstrahlung kann sich diese Luftmasse zusätzlich aufheizen. Am ehesten 35 Grad sind zu erwarten in Genf, in der Region Basel sowie im Zentralwallis und zwar am Sonntag und Dienstag. Am Dienstag sind unter Föhneinfluss in Chur sogar 36 Grad möglich.
Höchstwerte um 35 Grad kamen im letzten Jahrhundert überall in der Schweiz einem Extremereignis gleich. Selbst in Basel und in Genf, wo schweizweit oft die höchsten Temperaturen verzeichnet werden, waren Höchsttemperaturen von 35 Grad und mehr Mangelware.
In Basel beispielsweise wurde in der Zeitperiode 1901-2000 erstmals am 17. Juli 1918 35 Grad überschritten, dann auch in den Jahren 1921 und 1923. Es dauerte ab dann wieder bis zum August 1943, ehe das Thermometer wieder mehr als 35 Grad anzeigte. In den Jahren 1943 bis 1952 wurden 35 Grad relativ häufig erreicht, besonders im Hitzesommer 1947. Zwischen 1953 und 1982 wurden sodann 35 Grad nur in den Jahren 1957 und 1974 erreicht oder überschritten. Bis ins Jahr 2000 wurden 35 Grad noch in den Jahren 1985, 1986 und 1998 aufgezeichnet. Es kam also vor, dass 35 Grad während langen 15 bis 20 Jahren nicht erreicht wurde.
In Genf wurde 35 Grad etwas häufiger registriert als in Basel, aber auch in Genf gab es längere Zeitperioden, bei welchen 35 Grad nicht erreicht wurde.
Ab dem Jahr 2001 wurden 35 Grad und mehr in Genf und Basel häufiger und in kürzeren Zeitabständen festgestellt.
Ein stabiler Höhenrücken sorgte von 4. bis 13. August 2003 über Frankreich für eine extreme Hitzewelle. Die Schweiz war ebenfalls davon betroffen. Der Höhenrücken sorgte für Subsidenz, was die Luft stark erwärmte und abtrocknete. Zudem waren damals die Böden stark ausgetrocknet, was hohe Tagesmaxima der Lufttemperatur ebenfalls förderte. So kam es, dass damals in Basel und Genf an 10 aufeinander folgenden Tagen Tageshöchsttemperaturen von 35 Grad und mehr gemessen wurden. Üblicherweise konnten zwischen 1901 und 2000 10 Tage mit Höchstwerten über 35 Grad nicht einmal während eines ganzen Jahrzehntes aufgezeichnet werden.
In Zürich zeigte des Thermometer im 20. Jahrhundert nur an 5 Tagen mehr als 35 Grad an, nämlich 1921, zweimal 1947 und zweimal 1983.
Nicht viel anders sieht es in Lugano aus. Dort wurde im vergangenen Jahrhundert 35 Grad erstmals am 23. Juli 1945 überschritten und dann noch zweimal im Juli 1983. Mit anderen Worten, in Lugano wurden zwischen 1901 und 2000 gerade einmal an 3 Tagen 35 Grad erreicht oder überschritten.
An den Stationen Zürich und Lugano sind auch ab dem Jahr 2001 Tageshöchsttemperaturen von über 35 Grad eine Seltenheit. Zwischen 2001 und 2022 zeigte das Thermometer in Zürich nur zweimal 35 Grad und mehr an, nämlich einmal im Hitzesommer 2003 und einmal im Jahr 2013. In Lugano wurde die 35 Grad- Marke sogar nur einmal übertroffen und zwar ebenfalls im Hitzesommer 2003.
Diese Beispiele zeigen klar auf, dass Tagesmaxima von mehr als 35 Grad in vielen Gebieten der Schweiz auch heute noch sehr selten auftreten.