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In den 1830er Jahren bauten die Oberägerer eine neue Strasse durch das Dorfbachtobel
, die das Allmendgebiet auf dem Plateau im oberen Teil des Baches, im Bereich Alosen, Schluenbach und Moos, erschloss.
Da dort seit 1834 gemeindliches Land zu äusserst günstigen Bedingungen erhältlich war, wurden bald Wohnbauten erstellt, meistens kleine Holzhäuser mit Stallanbau, passend zum bescheidenen sozialen Status der Taglöhner und Seidenweberinnen, die sich dort niederliessen.
Alosen wuchs zu einem kleinen Dorf heran, das 1850 schon 236 Personen in 47 Haushalten und 40 Häusern zählte. Gewerbebetriebe siedelten sich an, welche die Wasserkraft des Dorf- und Moosbaches nutzten. Die 1869 eröffnete Ratenstrasse
führte zu weiterem Wachstum, und für kurze Zeit fuhr sogar die Postkutsche
durch das Dörfchen nach Einsiedeln.
Seit 1875 gab es eine Warenhandlung mit Postablage. Die Etablierung als lokales Zentrum glückte aber nicht. Die Bautätigkeit auf der Allmend Alosen ebbte in den 1870er Jahren ab und endete schliesslich ganz. Vergeblich bemühte man sich um eine eigene Schule. Eine eigene Kirche erhielt Alosen erst 1961. Erst in dieser Zeit setzte das Wachstum nach langer Stagnation wieder ein. Dennoch entwickelte Alosen eine ausgeprägte Identität, die besonders in der eigenen Fasnacht ihren Ausdruck findet. Bild:
Alosen in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Seit dem letzten Wachstum in den 1870er Jahren hat sich die Siedlung kaum verändert.