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Wisi Arnold hat das Amt des Narrenvaters in Steinen an Markus Meyer abgetreten. An der GV der Fasnachtsgesellschaft Steinen wurden zwei Anträge abgelehnt und einer zurückgezogen.
Am Abend vor Dreikönigen war das Restaurant Stauffacher in Steinen zum Platzen gefüllt. 116 Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft Steinen besuchten die 74. Generalversammlung. Narrenvater Alois «Wisi» Arnold hatte vor einem Jahr erklärt, er möchte gerne ein fünftes Amtsjahr ausführen, sich aber nicht für eine üblicheWiederwahl von zwei Jahren zur Verfügung stellen. Dies wurde damals einstimmig gutgeheissen. Nun löste Arnold sein Versprechen ein und führte seine letzte GV. Es falle ihm sehr schwer, zu sehr liebe er dieses Amt, erklärte er gegenüber dem «Boten».
Wie Reagan und Schwarzenegger
Der abtretende Narrenvater – was dem Amt eines Präsidenten gleichkommt – stellte als Nachfolger den bisherigen Kassier Markus Meyer vor. Mit der einstimmigen Wahl Meyers zum fasnächtlichen «Stadtpräsidenten» bewegen sich die Steiner in prominenter Gesellschaft. Nach Ronald Reagan, Ex-Präsident der USA, oder Arnold Schwarzenegger, Ex-Gouverneur von Kalifornien, hat nun auch Steinen einen Schauspieler als «Präsident». Der 45-Jährige besetzt seit über 15 Jahren tragende Rollen beim Steiner Theater. Nach der Wahl Meyers auf den Präsidentenstuhl musste für den bisherigen Kassier ein Nachfolger gefunden werden. Mit Philipp Schmidig wurde ein nicht gebürtiger Steiner, von ennet dem See(Lauerz) stammend, in den Vorstand gewählt.
Keine Reformen
Mit einem schriftlich eingereichten Antrag wollte eine Gruppe von Fasnächtlern, Tambouren und alt Narrenvätern eine Statutenänderung bewirken, die die Wahl des Narrenvaters von bisher jeweils zwei Jahren auf fünf Jahre festlegt. Lange Diskussionen führten zu einer umstrittenen Abstimmung. Mit 54 zu 39 wurde der Antrag abgelehnt. Eine noch deutlichere Abfuhr erlitt dieselbe Gruppe mit dem Antrag, in den Statuten sei der Passus ersatzlos zu streichen, welcher vorschreibt, dass Anträge an die GV zehn Tage vor der GV schriftlich an den Vorstand zu richten seien. Mit 54 zu 24 wurde auch dieser Antrag abgelehnt.
Antrag mitChancen zurückgezogen
Einen dritten Antrag hatte dieselbe Interessengruppe nach langen, teils heftigen Wortwechseln zurückgezogen. Dieser Antrag hätte jedoch durchaus Chancen gehabt, eine Mehrheit zu finden. Demzufolge sollte die Qualität des Nüsselns verbessert werden. Der Steiner Narrentanz werde von 90 Prozent der Maschgraden nicht richtig getanzt, war zu hören. Durch eine neue Organisation des traditionellen Nüsslerträffs, bei welchem möglichst viele Maschgraden ihre Qualitäten beim Nüsseln zu verbessern lernen sollten, aber auch durch eine Aufwertung des Underämachä sollte die Steiner Fasnacht aufgewertet werden. Hauptinitiant Erwin Schnüriger wird nun die Vorschläge der Interessengruppe direkt mit dem neuen Narrenvater besprechen.
Bote der Urschweiz
Autor
Bote der Urschweiz
Kategorie
- Brauchtum / Feste
Publiziert am
Webcode
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