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In den grossen europäischen Volkswirtschaften Frankreich, Italien und Spanien entstünde über eine Belebung des Aussenhandels nur ein geringer Wachstumsschub von jeweils 0,1 Prozent der Wirtschaftsleistung, heisst es in dem Bericht. Deutlichere Effekte seien eher in kleineren bis mittelgrossen Volkswirtschaften in direkter Nachbarschaft zu Deutschland und in Zentraleuropa zu erwarten. "Als Mittel, der internationalen Konjunktur erheblich mehr Schwung zu verleihen, erscheint ein öffentliches Ausgabenprogramm in Deutschland somit wenig geeignet", lautet das Fazit der Währungshüter.
In den sogenannten Peripherieländern Griechenland und Portugal fiele der Wachstumsimpuls laut Bericht mit 0,2 Prozent voraussichtlich zwar etwas höher aus als im Eurozonen-Durchschnitt. Aber: Die erhöhten Staatsausgaben würden demnach gleichzeitig die Inflation in Deutschland spürbar und im gesamten Euroraum leicht anheben. Dies würde laut Bundesbank eigentlich eine Anhebung der Leitzinsen oder eine sonstige geldpolitische Straffung verlangen, wodurch wiederum der Wachstumsimpuls für die Eurozone von knapp 0,3 auf knapp 0,2 Prozent sinken würde.
Besonders betroffen wären dadurch die Peripherieländer, weil sie besonders empfindlich auf geldpolitische Veränderungen reagierten, schätzen die Experten. Dort bliebe "von dem Fiskalimpuls kaum mehr etwas übrig."
Eine Ausweitung der Staatsausgaben in Deutschland könne auch die Handelsungleichgewichte im Euroraum nicht wesentlich dämpfen. Der Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands würde sich demnach bezogen auf die Wirtschaftsleistung nur um 0,7 Prozentpunkte verringern. "Dies verdeutlicht noch einmal, dass die deutsche Wirtschaftspolitik nicht die aussenwirtschaftlichen Ungleichgewichte anderer Länder lösen oder diesen ihre Anpassungslasten abnehmen kann."/tos/bgf/stb
(AWP)