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Das Projekt der geplanten Grossfusion mit zehn Gemeinden rund um Estavayer-le-Lac erhält erneut einen Dämpfer. Zuerst zog sich Cheyres zurück, dann Châbles, und am Montag hat nun auch der Gemeinderat von Sévaz seinen Rückzieher kommuniziert. In einer Konsultativabstimmung, dessen Resultate der Gemeinderat am Montag ausgewertet hat, spricht sich mit 79 Prozent eine Mehrheit der Bürger gegen eine Fusion aus; lediglich 21 Prozent wollen fusionieren. Aufgrund des klaren Resultats der Konsultativabstimmung, bei der die Rücklaufquote 60 Prozent betrug, will nun auch der Gemeinderat nichts mehr von einer politischen Heirat mit den Nachbargemeinden wissen. Der Gemeinderat wertet das klare Nein als Zeichen gegen die massive Steuererhöhung, welche mit einer Fusion wohl auf die Einwohner von Sévaz zukäme.
Beim Fusionsprojekt sind damit noch die sieben Gemeinden Estavayer-le-Lac, Vuissens, Murist, Vernay, Bussy, Morens und Rueyres-les-Prés mit dabei. Der Oberamtmann des Broyebezirks, Christophe Chardonnens, sieht einen politischen Zusammenschluss immer noch als die beste Lösung für die Zukunft. «Ich bin überzeugt, dass die verbleibenden Gemeinden einer Fusion zustimmen werden», sagte er gestern gegenüber der Zeitung «La Liberté». hs