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Leopold Ruzicka (1887–1976)
Professor für Chemie
Leopold Ruzicka wurde am 13. September 1887 in Vukovar (Kroatien) geboren. 1906 bis 1910 studierte er an der Technischen Hochschule in Karlsruhe Chemie und war von 1912 bis 1916 Assistent an der ETH Zürich. Anschliessend arbeitete er für die chemische Industrie und war Privatdozent sowie seit 1923 Titularprofessor an der ETH Zürich.
Professuren und Nobelpreis
1927 wurde er als Professor für organische Chemie an die Universität Utrecht berufen. 1929 kehrte er als Nachfolger von Richard Kuhn als Professor an die ETH Zürich zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 1957 blieb. 1939 wurden seine Arbeiten auf dem Gebiet der Polymethylene und höheren Terpenverbindungen mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.
Politisches Engagement
Ruzicka engagierte sich auch politisch (unter anderem im Schweizerisch-Jugoslawischen Hilfsverein oder gegen Atomwaffen) und machte sich einen Namen als Kunstsammler: er schenkte dem Kunsthaus Zürich eine Reihe von Gemälden niederländischer Meister und rief eine Ruzicka-Stiftung ins Leben, die das Ziel verfolgte, diese Sammlung im Kunsthaus zu ergänzen. Die ETH Zürich verleiht jährlich den Ruzicka-Preis, der von der chemischen Industrie gestiftet worden ist, an in der Schweiz arbeitende junge Chemiker.
Er starb am 13. September 1976 in Mammern.
Handschrift
Erste Seite eines handschriftlich annotierten Typoskripts mit dem Titel "Über meinen Anteil bei der Aufklärung und künstlichen Herstellung von Testosteron", verfasst von Leopold Ružička, datiert auf den 24. Juli 1940. (ETH-Bibliothek, Hochschularchiv, Hs 1189: 5666. Doppel des Typoskripts "Über meinen Anteil bei der Aufklärung und künstlichen Herstellung von Testosteron", S.1).
Bestand
Im Hochschularchiv der ETH Zürich befinden sich der wissenschaftliche Nachlass, zu dem ein Verzeichnis (Link verlässt diese Seite) online zugänglich ist, und ein umfangreiches biographisches Dossier. In der Sammlung Alte und Seltene Drucke sind einige der früheren Werke Ruzickas enthalten. Zudem können aus dem Magazinbestand mehrere Werke ausgeliehen werden. Das Bildarchiv verfügt über eine Reihe von Porträts von Ruzicka.
Telegramm mit der Benachrichtigung vom Gewinn des Nobelpreises 1939.