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Das Freiburger Kammerorchester widmet das Eröffnungskonzert seiner Saison der französischen Musik. Trügerische Unbeschwertheit, erlesene Raffinesse und diaphane Eleganz: ein wunderbares Eintauchen in den "French Touch" des 18. und 19. Jahrhunderts!
Mit Les Indes galantes (1735) schuf Jean-Philippe Rameau sein Meisterwerk und die vollendetste Komposition der «Ballettoper», einer Gattung, welche die französische Musik des 18. Jahrhunderts prägte. In Form einer Tanzsuite entführt das Werk die Zuhörer*innen in ein Fantasie-Indien (Türkei, Persien, Peru, Nordamerika!) und in die unbeschwerte Zeit der Vergnügungen und Galanterien am Hof Ludwigs XV.
Jean-Marie Leclair, zur Zeit der Uraufführung von Les Indes galantes Musiker Ludwigs XV., trat zunächst als Tänzer auf, bevor er sich zum bedeutendsten französischen Violinisten seiner Zeit entwickelte. Der russische Virtuose Ilya Gringolts (1. Preis des Paganini-Wettbewerbs 1998) begleitet mit seiner Stradivari das FKO, um eine Komposition von erlesener Raffinesse, das Violinkonzert in g-Moll, zu spielen.
Den Abschluss des Konzerts bildet ein Frühwerk von Georges Bizet, der erst 17 Jahre alt war, als er seine erste Sinfonie (1855) komponierte. Dieser funkelnde klassizistische Diamant wurde zu Lebzeiten des Komponisten nicht aufgeführt und im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Seit der Uraufführung 1935 in Basel wird dieses leichte, beschwingte Werk auf der ganzen Welt gespielt.