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Thannir-Wasser
Urwald Vanni, Sri Lanka
In der nördlichen und östlichen Provinz von Sri Lanka wurde während des Bürgerkriegs (1983 – 2009) besonders heftig gekämpft. Heute ist die Armut in dieser Gegend gross, zudem leben die Menschen in prekären Verhältnissen.
Der Urwald Vanni, im Nordosten Sri Lankas, welches ein tamilisches Siedlungsgebiet ist, wurde vom Bürgerkrieg besonders stark betroffen.
Die Regierung in Sri Lanka hat sich zunehmend bemüht, den Betroffenen im ehemaligen Kriegsgebiet zu helfen. Leider gelang es ihnen nicht alle Gebiete abzudecken. Der Verein Thannir (tamil. Wasser) konzentriert sich auf das Siedlungsgebiet Vanni und deren Grundwasserversorgung, da zu wenig Wasserhauptleitungen gelegt worden sind. Ein Bau von mehreren Brunnen wäre dementsprechend sehr hilfreich.
Wen betrifft es?
Die hilfsbedürftigen Menschen sind sehr arm und durch den Krieg körperlich beeinträchtigt. Auch haben viele ihre Ehepartner/innen verloren und sind daher auf sich gestellt. Der Zugang zu ihren Grundstücken ist fast nicht möglich. Der Bau von einem Brunnen kann jedoch nur auf einem privaten Grundstück ermöglicht werden. Dies widerspricht der Idee eines Gemeinschaftsbrunnens. Auch die immer noch bestehende Kastendiskriminierung erschwert den Zugang zum Gemeinschaftsbrunnen.
Wasser
Die Vorstellung, dass Wasser in Sri Lanka im Übermasse vorhanden ist, ist leider nur eine Imagination. Durch die Hitze versickert das Wasser schnell und muss mit einem Sodbrunnen wieder hochgepumpt werden.
Damit ein guter und stabiler Sodbrunnen gebaut werden kann, braucht es ein professionelles Vorgehen (Planung und Bau). Den Menschen vor Ort fehlt es jedoch schon an dem Nötigsten.
Verein Thannir
Der Verein Thannir wurde von den Herren Othmar Fellmann-Hool, Yoha Alvar Gasinathar und Suthakaran Ganapathipilai gegründet. Sie verfolgen nun das Ziel eini-ge Rohrbrunnen in Vanni zu bauen.
Sie haben das Gebiet Vanni besucht und einige Untersuchungen durchgeführt. Da-nach haben sie die Namen der hilfsbedürf-tigen Familien aufgenommen und die ers-ten Offerten für den Bau eines Sodbrun-nens eingeholt. Die meisten Gesuchsteller möchten einen eigenen Rohrbrunnen, um die Felder um das Haus herum zu bewäs-sern. Dies würde eine Selbstversorgung ermöglichen.
Der Bau soll durch einen angeleiteten Ingenieur und durch lokale Einwohner umgesetzt werden. Die Eigeninitiative der Einheimischen steht hier sehr im Vordergrund.
Der Verein Thannir besteht zurzeit aus nur 15 Mitgliedern, weswegen sie sich noch nicht als professionelles Hilfswerk beschreiben würden. Bisher sind Spender nur aus persönlichen Kontakten entstanden und ein Massenspendenaufruf war bisher nicht möglich. Der Verein wurde im Frühling 2017 provisorisch gegründet. Die Gründungsversammlung fand anfangs Jahr 2018 statt. Der Verein ist nicht profit-orientiert, weshalb jede Spende und jeder Vereinsbeitrag in die Projekte nach Sri Lanka investiert werden. Es ist zu erwähnen, dass der Verein Thannir auch vor Ort Kontaktpersonen hat, die aktiv mitwirken.