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Der kath. Einsiedlerorden der K. (lat. Ordo Cartusiensis, OCart) wurde 1084 von Bruno von Köln, der die Benediktinerregel mit eremit. Idealen zu verbinden suchte, im Tal La Chartreuse bei Grenoble gegründet. Die Consuetudines wurden 1143 von Papst Innozenz II. gebilligt. Nach dem Mutterhaus La Grande Chartreuse heissen alle K.-Klöster Kartausen. Die weiss gekleideten K. leben einzeln in kleinen Häuschen, widmen sich dem Gebet, dem Studium und der Handarbeit. Die Schweigepflicht ist nur beim wöchentl. Spaziergang aufgehoben. Die K. essen Fisch und Eier, aber kein Fleisch. Dies gilt für die Patres wie für die Laienbrüder, welche die Arbeiten für den Lebensunterhalt besorgen. Die einzelnen Kartausen werden von einem Prior geleitet. Von insgesamt neun Kartausen in der Schweiz existiert nur noch La Valsainte als Kloster. Von den übrigen unterstanden Oujon, La Part-Dieu, Lance sowie die kurzlebigen Val-de-Paix (Gem. Chandossel) und Gerunden wie La Valsainte dem Visitator der Ordensprovinz Genf. Thorberg, St. Margarethental (Gem. Basel) und Ittingen gehörten zur Provinz Deutschland.
Literatur
– W. Ludin et al., Männerorden in der Schweiz, 21992
Autorin/Autor: Peter F. Kopp