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Dickson a tout perdu lorsqu'une entreprise d'extraction de sel a détruit sa maison au bulldozer.
Die Einwohner von Garithe, im Salzgürtel Marereni in Kenya kämpfen um ihr Recht auf den fast 800 Hektaren Land, das ihre Gemeinschaft seit Generationen bewirtschaftet, weiterhin arbeiten und leben zu dürfen.
Dickson Kenga, ein Palmenweinproduzent musste zusehen wie sein Haus und seinen Boden durch die Munyu Salt Company zerstört wurden, als im vergangenen August die Gesellschaft begonnen hat 40 Hektaren Land abzuholzen und dabei Mangroven, Kokospalmen und Cashewsbäume entwurzelte.
Es sind fünf Monate vergangen und die Gemeinschaft wartet immer noch auf das Ergebnis der gegen die Gesellschaft zur Wiederherstellung ihrer Bodenrechte eingeleiteten Zivilklage.
"Sie [die Munyu Salt Company] haben mich nicht vorgewarnt, sie sind einfach wie Diebe gekommen und haben meinen Boden demoliert und zerstört”, sagt Dickson. "Sie haben die [Kokospalmen] gefällt, sie haben sie ausgegraben und abgeholzt. Es gab noch weitere bekannte Bauernpflanzen wie Mirabu [Kürbisse] und andere genannt [Fruchtpflanzen] die sie abgeholzt haben. Die von ihnen zerstörten Bäume geben Früchte die wir als Nahrung benutzen. Manchmal, wenn wir zu wenig Geld haben um Mehl zu kaufen, benutzen wir die Kürbisse, um das Geld für andere Bedürfnisse zu gebrauchen. "
Die Mangroven sind für den Lebensstil der Dorfeinwohner grundlegend, da sie einen natürlichen Schutz geben gegen Überschwemmungen und Stürme, ausserdem erhalten sie ein einzigartiges Ökosystem für die Fische und andere Meerespflanzen- und Tiere am Leben. Das Küstengebiet ist bereits durch die Klimaveränderung betroffen und die Zerstörung der Mangroven macht Dickson und seiner Gemeinde das Leben schwer.
"In der Vergangenheit verkauften wir Fische, aber nun ist die Situation wirklich unschön”, sagt er. "Das Wasser hat sich erwärmt und die Fische sterben und es gibt keine Garnelen mehr. Wenn wir Fisch möchten für den Eintopf, würden wir ihn hier nehmen, wenn wir etwas Fisch haben möchten, um ihn zu verkaufen, würden wir gerade hier fischen und ihn verkaufen".
Dickson verdient nur Ksh.500 (umgerechnet ungefähr 4 Franken) mit dem Pikieren und Herstellung des Palmenweins, nach dem er die Verkaufserträge mit dem Eigentümer der Palmen geteilt hat: diese Einkünfte reichen gerade um seine Familie für vier Tage zu ernähren. Er hat auf seinem Grundstück Palmen gepflanzt, um sich selbständig zu machen, er sagt:” So hätte ich die Erträge nicht mit anderen teilen müssen und meine Kinder hätten ein schönes Leben geführt”.
Aber das Salzunternehmen hat alle Bäume zerstört und dabei den Boden unbewohnbar gemacht, nun kann dieser in den Hochwasserperioden überschwemmt werden.
Dickson ist einer der 2.400 Dorfeinwohner, die durch ActionAid Kenya und ihrem Partner, der Malindi Rights Forum, unterstützt wird, um gegen die Munyu Salt Company, welche dafür verantwortlich ist, Häuser und Lebensgrundlagen zerstört zu haben. Er hofft, dass das Unternehmen zur Entschädigung seiner Verluste verurteilt wird und fügt dabei hinzu: “Ich hätte nie gedacht, dass es so weit kommen würde. Ich hoffe, [dass] sie mich für mein Haus und meine zerstörten Pflanzen entschädigen oder mir einen neuen Boden kaufen werden, auf dem ich mein Leben neu aufbauen kann. Ich hoffe wirklich, dass das Gesetz ihren Lauf nimmt".
Peter Komora, eine Aktivistin der Gemeinde am Malindi Rights Forum, sagt: "Die schädlichen Tätigkeiten der Salzgewinnungsunternehmen stellen ein andauerndes Problem für die Gemeinde dar. Der Fall Munyu ist ein Beispiel dafür, wie die “Entwicklung” als Vorwand dienen kann, um den illegalen Erwerb von Ureigentum, wie der Boden, zu Gunsten von wenigen Menschen gefördert werden kann".
Der Kenya's Land Act 2012 besagt, dass die Gemeinschaften ein recht auf ihr Boden haben und dass die Investoren die Gemeinschaften vorgängig konsultieren müssen, bevor sie mit den Arbeiten beginnen. ActionAid Kenya arbeitet mit dem Malindi Rights Forum zusammen, um zu gewähren, dass die Gemeinschaften des Salzgürtels die Unterlagen erhalten, die das Eigentum auf ihrem Boden belegen.
Kitasi Wanga, Verantwortlicher der Politik und der Kampagnen des Bodens, der Landwirtschaft und der Bodenschätze von ActionAid Kenya sagt: "Die Entwicklungsprojekte sollte nur mit dem Einverständnis und der Mitwirkung der direkt davon betroffenen Personen durchgeführt werden und sie sollten den Leuten, die aus der Vertreibung der Dorfeinwohner Profit schlagen, nie als Entschuldigung dienen. Wir hoffen, dass die Dorfeinwohner für ihre Verluste entschädigt werden und dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird".
Lesen Sie mehr über die in Garithe von der Salzgewinnung direkt betroffenen Menschen:
Florence: “ Ich arbeite für den Schutz der Menschenrechte. Ich hoffe, dass wir unser Land zurückerhalten werden.”
Fotokredite: Erika Piñeros/ActionAid
Ursprünglich durch ActionAid International veröffentlichter Artikel, “'They came like a thief, demolished and destroyed the place'”, 08/01/2021