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Ich wollte schon immer zurück ins Wallis zu Familie und Verwandten. Dort habe ich mein Netzwerk und fühle mich wirklich zu Hause. Einer der Gründe für die Trennung war unsere Uneinigkeit in Bezug auf unsere Zukunftspläne. Meine Ex-Partnerin kommt gut zurecht in der Stadt, es scheint, als wolle sie weiterhin hier leben. Ich dagegen fühle mich hier nicht wohl. Nun habe ich eine Frau im Wallis kennengelernt und mich in sie verliebt. Sie hat auch ein Kind – es ist im gleichen Alter wie Mirko. Die beiden Kinder haben sich vor Kurzem kennengelernt und sich gut verstanden. Es läuft richtig gut, wenn wir vier zusammen sind. Ich bin mir sicher, dass ich genauso unzufrieden mit meiner Wohnsituation gewesen wäre, wenn ich diese neue Frau nicht getroffen hätte.
Ich komme mir sehr egoistisch vor, wenn ich daran denke, welche grosse Distanz ich zwischen mich und Mirko damit legen würde, aber auf der anderen Seite macht es für mich Sinn, diesen Schritt zu tun, um im Leben weiterzukommen. Sollte ich auf «meine eigenen Bedürfnisse» zugunsten der meines Sohnes verzichten? Denn auch ich möchte mein Leben mit jemandem teilen. Bekannte raten mir, damit zu warten, bis der Junge älter ist oder seine Mutter wieder ins Wallis zurückkehrt. Sollte ich wegziehen, bin ich mir nicht sicher, welches Leben das für mich und den Jungen werden wird – auch wenn ich davon überzeugt bin, dass es ihm viel besser mit mir gehen würde, wenn wir an einem Ort wären, an dem ich mich wohlfühle. Nur: Wie oft könnte ich meinen Sohn sehen? Würde ich mit einem Umzug einen Konflikt mit der Mutter provozieren, der den Kontakt erschweren könnte?