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Ursache der häufig vorkommenden Erkältungen oder grippalen Infekte sind Infektionen der oberen Atemwege. Dazu zählen: Katarrh und Schnupfen, Halsentzündung, Husten, manchmal verbunden mit Kopfweh und erhöhter Temperatur. Erkältungen betreffen sowohl Kinder als auch Erwachsene und treten gewöhnlich in den Übergangszeiten (Frühjahr, Spätherbst) und im Winter auf. Sie imitieren mehr oder weniger ausgeprägt Symptome einer Grippe (daher der Name), sind jedoch im Gegensatz zur echten Grippe überwiegend harmlos und heilen gewöhnlich innerhalb von sieben bis zehn Tagen.
Kleinkinder leiden mehrmals jährlich an Erkältungen, denn ihr Immunsystem ist noch nicht vollständig entwickelt. Da es zum einen eine Vielzahl von Erkältungsviren gibt und zum anderen manche dieser Krankheitserreger keine Immunität hinterlassen, ist mehrmaliges Erkranken im Verlauf eines Jahrs auch bei Erwachsenen nicht selten.
Es handelt sich primär um Viruserkrankungen, die durch Niesen, Husten und Sprechen (Tröpfcheninfektion) oder direkten Kontakt übertragen werden. Sind die Viren im Nasen-Rachenraum angesiedelt, und kommen weitere Faktoren wie Kälte- oder Nässeexposition, Stress, trockene Luft (stark geheizte Räume), Schlafmangel und einseitige Ernährung dazu, treten einige Stunden bis wenige Tage nach der Infektion die ersten Krankheitszeichen auf.
Die „Erkältungsviren“ bereiten durch Schädigung der Schleimhäute das Terrain für sekundäre bakterielle Infektionen vor, auf welche die meisten Komplikationen zurückgehen. Bei alten oder abwehrgeschwächten Menschen können auf diese Weise sonst harmlose Erkältungen zu lebensbedrohenden Folgekrankheiten, insbesondere Lungenentzündungen führen.
Sie betreffen die Atemwege und treten meist nacheinander und im Gegensatz zur Grippe nicht plötzlich, sondern allmählich auf.
Das Allgemeinbefinden ist bei unkomplizierten Erkältungen meist nur leicht beeinträchtigt, doch wird wegen der begleitenden Allgemeinsymptome der Ausdruck „grippaler Infekt“ verwendet.
Sie gehen auf eine zusätzliche bakterielle Infektion zurück (Superinfektion). Schmerzen in der Brust und schleimiger Auswurf beim Husten weisen auf eine akute Bronchitis hin. Weitere Komplikationen sind Nasennebenhöhlen-, Mittelohr- oder Lungenentzündungen, bei kleinen Kindern vereinzelt Krupphusten (Kruppsyndrom).
Mit einigen Tagen körperlicher Schonung, Bettruhe und viel Trinken (zum Verflüssigen des Sekrets) heilen die meisten Erkältungen spontan. Einzelne Symptome lassen sich mildern, im Übrigen muss die Erkältung „durchgeseucht“ werden.
Gegen Husten und Schnupfen hilft das Inhalieren von Dampf, wobei dem Wasser Kamille oder Salz beigefügt werden kann, bei Halsentzündungen das Gurgeln mit schmerzstillenden Lösungen. Honig in verschiedenen Darreichungsformen hat sich ebenfalls als Hustenmittel bewährt. Papiertaschentücher und das umgehende Entsorgen nach Gebrauch sowie Händehygiene verhindern erneute Infektionen.
Hausmittel sind bei Erkältungen immer anwendbar, weitere finden sich unter den Stichworten Fieber, Schnupfen und Husten. Homöopathie und Phytotherapie bieten ebenfalls Mittel an.
Ätherische Öle sollen bei Kindern sehr vorsichtig und auf jeden Fall altersentsprechend verdünnt angewendet werden. Insbesondere Kleinkinder und Säuglinge könnten lebensgefährliche Krampfanfälle, Schockreaktionen oder Atemnot erleiden und sogar ersticken.
Antibiotika braucht es in der Regel nur, wenn Hinweise auf eine bakterielle Superinfektion erkennbar sind.
Regelmässige Bewegung an der frischen Luft, eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und gesunde Lebensweise fördern generell die Resistenz gegen Erkältungskrankheiten. Dazu gehört eine ausreichend warme und trockene Kleidung im Winter. Nasskalte Füsse und Kleider begünstigen Erkältungen.
Das Vermeiden einer Tröpfcheninfektion dürfte indessen meist nicht realisierbar sein.
Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung.