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Nach diesem Jahr gibt es kaum mehr Zweifel: Novak Djokovic ist der erfolgreichste männliche Tennisspieler der Geschichte. Wie Roger Federer und Rafael Nadal steht der Serbe nun bei 20 Grand-Slam-Titeln, doch er ist der einzige aus dem Trio, der jedes der vier Major-Turniere mindestens zwei Mal gewonnen hat - wie auch die Masters-Turniere.
Zudem führte Djokovic während 346 Wochen die Weltrangliste an und beendet zum siebten Mal ein Jahr auf dem Thron. Beides sind Rekorde. Den Grand Slam, den gewinn aller Major-Turniere innerhalb eines Jahres, verpasste er nur deshalb, weil er im Final der US Open Daniil Medwedew unterlegen war.
Nun schickt sich Novak Djokovic an, Roger Federer auch noch die letzte bedeutende Rekordmarke abzuknüpfen: der Schweizer gewann den Final der acht Jahresbesten sechs Mal - ein Mal mehr als Pete Sampras, Ivan Lendl und Djokovic. Von 2012 bis 2015 gewann er vier Mal in Folge. Seither wartet er auf einen Erfolg beim letzten Turnier des Jahres. 2016 hatte er den Final gegen Andy Murray verloren, 2018 gegen Alexander Zverev.
Dass er in Turin, wo die ATP Finals erstmals nach zwölf Jahren in London über die Bühne geht, der Mann ist, den es zu schlagen gilt, bewies Djokovic jüngst beim Masters-Turnier in Paris-Bercy, wo er in seinem ersten Turnier seit den US Open den Titel gewann und sich im Final Medwedew bezwang.
Der Russe dürfte nicht nur Djokovics stärkster Herausforderer sein, er tritt auch als Titelverteidiger an. Vor Jahresfrist hatte er sich im Final beim vor leeren Rängen ausgetragenen Turnier gegen Dominic Thiem durchgesetzt.
Gespielt wird zunächst in zwei Vierer-Gruppen, täglich jeweils ab 13.00 und ab 19.00 Uhr. Die beiden Gruppenersten erreichen die Halbfinals, wo dann der jeweils Erste gegen den Zweiten der anderen Gruppe um den Einzug in den Final antritt. Auf dem Spiel stehen insgesamt 5,7 Millionen Dollar. Wer das Turnier ungeschlagen gewinnt, erhält 2,3 Millionen Dollar. Nur bei den vier Grand-Slam-Turnieren wird noch mehr ausgeschüttet.
Erstmals qualifiziert haben sich der Norweger Casper Ruud (22, ATP 8) und der Pole Hubert Hurkac (24, ATP 9), der Roger Federer in Wimbledon in den Viertelfinals bezwungen hatte. Es ist bis heute sein letzter Auftritt. Und in einer Woche könnte auch Federers letzter Rekord Geschichte sein.
Angesichts des dichten Wettkampfprogramms mit den Olympischen Spielen in Tokio als Höhepunkt stellte sich für Sportlerinnen wie Belinda Bencic nicht nur die Frage ob und mit welchem Vakzin, sondern auch wann sie sich eine Impfung gegen das Coronavirus verabreichen lassen. Der Körper ist Kapital und Arbeitsinstrument. Jedes einzelne Training dient einem grösseren, fein verzahnten Plan, ein mehrtägiger Stillstand wegen Impfnebenwirkungen kann die Arbeit von Monaten zerstören.