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Liegt vom Erblasser kein gültiges Testament oder ein Erbvertrag vor, so greift nach dem Schweizer Erbrecht die gesetzliche Erbfolge für die Erbteilung in der Schweiz. Innerhalb der gesetzlichen Erbfolge gibt es für die Erbteilung ohne Testament drei Parentelen.
Dies ist ein aus dem Erbrecht stammender Fachbegriff, der die Erben eines Erblassers in verschiedene Gruppen aufgeteilten. Durch die verschiedenen Parentelen wird die Erbreihenfolge für die Erbteilung in der Schweiz also gesetzlich festgelegt. Innerhalb der Parentel gilt immer das Prinzip „alt vor jung“.
Der ersten Parentel werden die direkten Nachkommen des Erblassers zugeordnet. Hierzu zählen dessen Kinder, Enkel und Urenkel. Ebenfalls dazu zählen adoptierte Kinder, Stiefkinder allerdings nicht. Ehegatten haben eine Sonderstellung und zählen ebenfalls zur ersten Parentel.
Zu der zweiten Parentel innerhalb der gesetzlichen Erbfolge zählen die Eltern des Erblassers und deren Nachkommen, also die Geschwister des Erblassers und seine Nichten und Neffen. Die Großeltern und deren Nachkommen bilden die dritte Parentel für die Erbteilung ohne Testament.