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Nachdem Mitte Juni ein Drittel der Markenchefs der Swatch Group ausgetauscht wurden und anscheinend eine jüngere Generation ans Ruder kommen soll, spricht CEO Nick Hayek bereits über seine mögliche Nachfolge. Im Gespräch ist Marc Alexander Hayek, Sohn von Nayla und Neffe von Nick Hayek.
Offenbar hat der 65-Jährige Nick Hayek, der seit 1992 bei der Swatch Group ist, für seine Nachfolge seinen Neffen Marc ins Auge gefasst, der aktuell Konzernleitungsmitglied ist. „Marc macht einen super Job. Er hat sicher, ohne Zweifel, das Potenzial, die Swatch Group erfolgreich zu führen.“ Eine Verpflichtung dazu gebe es aber nicht: „Vielleicht möchte er etwas ganz anderes machen. Er soll sich nicht gezwungen fühlen“, so Nick Hayek gegenüber der Onlineplattform der Handelszeitung.ch.
Wenn irgendetwas in der Swatch Group am „Anbrennen“ war, erhielt ich immer einen Anruf vom 2010 verstorbenen Mr. Swatch, Nicolas G. Hayek. Somit erhielt ich nicht nur tiefen Einblick in die Internas dieses Unternehmens sondern auch in das Privatleben der Familie Hayek.
Doch wie wurde der Querdenker Nicolas G. Hayek auf mich aufmerksam? In den 70er Jahren war ich für Facts als freier Journalist tätig und hatte mich auf Johann Rupert (Richemont) und Nicolas G. Hayek eingeschossen. Telefonisch holte ich mir immer Statements bei diesen beiden Herren ein. Eines Tages erhielt ich eine Einladung von einer Privat-Bank im Widder, Guest-Speaker, war Nicolas G. Hayek. Ich wollte mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, den Querdenker Hayek persönlich kennenzulernen. Nach dem Speech, als Hayek von der Bühne kam, ging ich direkt auf ihn zu. «Guten Tag Herr Hayek, ich gratuliere Ihnen zu dem gelungenen Speech. Darf ich mich vorstellen, Karl Heinz Nuber ist mein Name». Hayek stürmte auf mich zu, zwei Männer hielten ihn zurück und sagte «Sie sind also derjenige, der mich ständig in den Medien in die Pfanne haut». Ich darauf, «das ist Ihre persönliche Meinung Herr Hayek, darf ich Ihnen trotzdem meine Visitenkarte geben?» und übergab ihn meine Visitenkarte.
«Sie sind also derjenige, der mich ständig in den Medien in die Pfanne haut»Nicolas G. Hayek
Als ich dann wieder zuhause war, läutete mein Handy. Es war Herr Hayek. «Ich möchte mich bei Ihnen für die emotionale Reaktion entschuldigen. Darf ich Sie als Wiedergutmachung zu mir nachhause einladen?» Ich darauf «Herr Hayek, das ehrt mich sehr, aber ich habe gehört, Sie haben im Wohnzimmer, eine Klapptüre im Boden, wo Sie unangenehme Journalisten in den Hallwiler See entsorgen». Wir mussten beide lachen und das Eis wurde gebrochen.
«Herr Hayek, das ehrt mich sehr, aber ich habe gehört, Sie haben im Wohnzimmer, eine Klapptüre im Boden, wo Sie unangenehme Journalisten in den Hallwiler See entsorgen»Karl Heinz Nuber
Seit 1962 lebte das Ehepaar Marianne und Nicolas G. Hayek (gestorben 28. Juni 2010) in Meisterschwanden AG am Hallwilersee und bewohnten dort ein 3-stöckigen Pavillon-Haus nahe des Sees.
So lernte ich Marianne seine Frau, Nicki-Boy, seine Schwester Nayla und ihren Sohn Marc Alexander kennen. Wir verstanden uns sofort, damit meinte ich Nicolas G. Hayek, die Chemie stimmte zwischen uns beiden. Leider konnte ich keinen Wellenlänge zu Nick, zu Nayla und zu Marc finden.
Von diesem Zeitpunkt war ich Vertrauter von Herrn Hayek Sen., er lud mich ständig für Expertisen ein, integrierte mich in wichtige Entscheidungen und machte mir regelmässig Angebote als CEO von Blancpain, Breguet, und Jaquet Droz dann wollte er eine neu für mich geschaffene Position installieren, als Schnittstelle zwischen Vater und Sohn Hayek, somit begann meine «Liebe» zu Nicki-Boy, der vor Eifersucht kochte, da er nicht performte. Über Nayla hatte ich einige Filme am CSIO mit mangelnden Erfolg gedreht, da Sie nur eines war, dumm und Formatfüllend, eine Mischung die für das TV tödlich sein kann.
Ich habe viel von Nicolas G. Hayek Senior gelernt, so gab er mir folgende Weisheit mit auf dem Weg, an die ich mich noch heute halte. «Wer Erfolg hat, polarisiert – das muss man in Kauf nehmen. Wer es allen recht machen will, der wird nicht über das Mittelmass herauskommen».
Deshalb traf mich dies auch sehr persönlich, als er 2010 im Büro am Sitz seiner Konzernzentrale wegen Organversagens verstarb. Denn er war für mich und bleibt für mich eine aussergewöhnliche Persönlichkeit, ein grosser Mentor und die Verbindung zur Swatch Group., die mit seinem Tod abriss, da sein Sohn und seine Tochter ihm nicht das Wasser reichen konnten.
Zurück zu den Anfängen der Familie Hayek. Nayla Hayek Pferdeaffinität – Sie besitzt ein Araber-Gestüt in Schleinikon mit 50 Rasse-Pferden – wurde von Ihrem Vater Nicolas G. gesponsert. Sie heiratete jung den Deutschen Industriellen Roland Weber, den sie sich kurz nach der Geburt Ihres Sohnes Marc im Jahr 1971 scheiden liess. Durch die Scheidung wuchs Marc bei seinen Grosseltern – Nicolas G. und Marianne Hayek – im aargauischen Meisterschwanden auf und wurde von seiner Mutter zur Adoption freigegeben, da sie mehr Pferde- als Mutteraffin war.
Im Alter von 12 Jahren nahm der Knirps den Namen Hayek an. Bereits in jungen Jahren kam er über seinen Grossvater auch mit betriebswirtschaftlichen Dingen in Berührung. «Ich sass bei meinem Grossvater auf dem Schoss und schaute ihm zu, wie er Budgets erstellte und Bilanzen las» schrieb der Tagesanzeiger am 28.03.2014.
Marc studierte einige Semester Marketing und Betriebswirtschaft in Los Angeles leider erfolglos und ohne Abschluss. Nach seiner Rückkehr aus den USA und seiner Militärzeit (als Artellerie-Fahrer in Frauenfeld) – er führte das Restaurant Color in Zürich – leider auch erfolglos – stieg er bei der Marke Certina im PR- und Marketing Bereich – untergeordnete Positionen- bei der Swatch Group ein.
Mehr demnächst ….