Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/163335

<h2>SubmittedText<h2><p>Der satellitengestützte Anflug auf den Flughafen Zürich ist vom Bazl als vollwertiges Verfahren 2011 bewilligt worden. Im SIL-Objektblatt für den Flughafen Zürich ist der gekröpfte Nordanflug als Variante vorgemerkt.</p><p>1. Wann rechnet der Bundesrat mit der Einführung des - ILS Cal III gleichwertigen - satellitengestützten gekröpften Nordanflugs?</p><p>2. Warum treibt er diesen nicht unabhängig von der verfahrenen Lage rund um den Staatsvertrag mit Deutschland endlich voran?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Staatsvertrag vom 4. September 2012 sieht die Möglichkeit der Einführung des gekrümmten Nordanflugs ausdrücklich vor. Deshalb hatte das UVEK nach der Vertragsunterzeichnung Untersuchungen zur Machbarkeit eingeleitet, die zwischenzeitlich weit fortgeschritten sind.</p><p>Voraussichtlich wird der gekrümmte Nordanflug grundsätzlich als machbar beurteilt, jedoch wird er unweigerlich näher als 2,5 nautische Meilen an die deutsch-schweizerische Landesgrenze heranführen. Dies aufgrund verschiedener Faktoren; vor allem aber muss der Endanflug vor der Landung ausreichend lange gerade verlaufen, damit die Stabilisierung des landenden Flugzeugs sichergestellt ist. Weil nach den internationalen luftfahrttechnischen Vorschriften der Anflugweg seitlich mit einem Luftraumpuffer von mindestens 2,5 nautischen Meilen zu schützen ist, braucht es zwingend die Mitwirkung von Deutschland. Im Staatsvertrag wird diese garantiert. Daher ist das Inkrafttreten des Staatsvertrags auch Voraussetzung für die Einführung des gekrümmten Nordanflugs.</p>