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Warum erinnern wir uns jährlich an die grausame Hinrichtung eines 33-jährigen Juden aus dem nahen Osten? Aus Gründen?
«Die Redewendung „aus Gründen“ greift um sich. Müssen Gründe also nicht mal mehr gut sein, um zu gelten? Und was sagt das über den Sprecher?» fragt sich der Germanist und Philosophe Edo Reents in einem Artikel der Frankfurter Allgemeine. «Richtigerweise muss es „aus guten Gründen“ heissen, denn die Frage ist, ob es gute oder schlechte Gründe sind.»
Der und der hat das und das getan, „aus Gründen“.
«Gründe gibt es immer», schreibt Reents, «so dass die Bekräftigung ihrer blossen Existenz einer Tautologie (Wiederholung) gleichkommt und man sie am besten gleich, den Gesprächspartner nicht unnötig auf die Folter spannend, beim Namen nennt.» Wer seine Aussage mit den Worten „aus Gründen“ begründet, will sein Gegenüber kurz angebunden abfertigen. "Es gibt genügend Gründe, aber die will ich jetzt nicht nennen, weil... Mach jetzt einfach was ich will. Vertrau mir, dass es so ist."
Was also sind die Gründe für die jährliche Karfreitags-Feier? Sind sie plausibel und logisch nachvollziehbar? Oder einfach nur sinnloses, religiöses Geschwurbel? Ich habe mir diese Fragen vergangene Woche erneut gestellt und kam bei meiner Recherche auf erstaunliche Antworten.
Als erstes half es mir, die Überlieferung der Geschehnisse rund um die Kreuzigung von Jesus in der Bibel Satz für Satz durchzulesen. Denn vom Hörensagen lernt man bekanntlich lügen. Zudem orientierte ich mich an einem Vortrag von Dr. Johannes Hartl mit dem Titel "Warum das Kreuz?", den ich zur Vertiefung sehr empfehlen kann.
Warum erinnern wir uns jährlich an die grausame Hinrichtung eines 33-jährigen Juden aus dem nahen Osten? Durch meine Recherche kam ich zur Überzeugung: Aus guten Gründen! Mehr dazu im Video.