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Weinbau. Die niedere Gerichtsbarkeit wurde bis 1798 vom Obervogt in
Laufen und dem
bischöflich konstanzischen Amtmann gemeinschaftlich unter der Hoheit der Landvogtei
Kiburg verwaltet. 1349: Uowisan, d. h.
eine
Wiese, die man mehrmals mähen kann.
Heimat des als Professor an der Universität Zürich
1896 gest. Geographen Joh. Jak. Egli.
Bei
Uina Dadora (1500 m) zweigt zur Linken die schuttige, trockene Felsennische
Curtinatsch ab; rechtsseitige Nebenthälchen
sind das von La Stüra hinter
Uina Dadaint, sowie weiter vorn
Val da
Gliars,
Val Torta und
Val Glatschera.
Aus dem
Hintergrund
(Uina Dadaint; 1782 m) leitet ein neuer, markierter Klubweg über La Stüra auf den
Munt Schlingia und zur
Pforzheimerhütte des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins (2250 m) auf der Schliniger Alp. Ausserdem führt ein
Pass neben dem
Piz da Gliasen auf den
Munt Schlingia und zur Klubhütte hin, während die wohl an 180 m
hohe Quarschlucht des eigentlichen Thalhintergrundes nur etwa von Jägern begangen wird.
Durch
ValCurtinatsch endlich gewinnt man von
Uina Dadaint aus den Lischannagletscher.
Die mittlere Thalhöhe beträgt von der
Mündung des Uinabaches bei 1124 m bis zurBrücke bei 1637 m zwischen
Uina Dadora und
Uina Dadaint 1380 m,
das Gefälle 10,3%; von 1637 m bis zum Grossläger hinter der Quarschlucht ist die mittlere Thalhöhe 1900 m, das Gefälle
15,4%. Totalgefälle 12,8%, mittlere Thalhöhe auf der ganzen Strecke 1640 m. Val d'Uina wird auf einem guten Fahrweg über
Crusch, sowie von
Schuls aus auf hübschem Fussweg am rechten Innufer über
Pradella und
Sur En erreicht.
Indem man an den gewaltigen Moränenablagerungen (mit geschrammten Geschieben) und den Geröllmassen des Schuttkegels am
Thalausgang aufsteigt, betritt man den Fuss eines Gneissattels, in welchen sich der starke Bach eine malerische
Schlucht eingeschnitten
hat. Diese Gneisklamm ist verhältnismässig jugendlichen Datums. An den Gneis legen sich Verrucanoschichten, worauf wir
eine Mulde von alpinem Muschelkalk betreten. In dieses Gestein ist die
grossartigste, mit einem brausenden
Wasserfall geschmückte
Schlucht des
Thales eingeschnitten.
Der oberste Teil der wilden Klammwände zeigt die Umbiegung der Muschelkalkmulde in einen liegenden
Sattel,
auf dessen S.-Flügel am hintern
PizAjüz die jüngern Sedimente lagern. Verrucano folgen
im Thal wieder Verrucano (Buntsandstein)
und ein zweites Gneisgewölbe
(Uina Dadora 1500 m). Die prächtigen Bergwiesen des während des ganzen Jahres bewohnten
Hofes
von Ausser Uina
(Uina Dadora) bilden eine höchst angenehme Abwechslung in der ernsten Fels- und Waldlandschaft.
Aus der grünen Idylle leitet der Weg auf die rechte
Seite des Uinabaches. Der Thalkessel ist hier mit enormen Schuttmassen
(Moränen-, Gehänge- und Rüfenschult mit Flusskiesen) aufgefüllt, doch bleibt der Gneis an beiden Gehängen mehrmals sichtbar.
Zu beiden Thalseiten folgen auf die kristalline Formation die Triaskalke bis zum Steinsbergkalk und seinen
Breccien samt den Liasmergeln und den da und dort in den grössten Höhen auftretenden Aptychenschiefern des Tithon (Malm).
Hinter dem
Hof und der Alp
Uina Dadaint (1782 m), der letzten freundlichen Oase vor den Schuttwänden und Steilmauern des obersten
Thales, brechen am Stüraweg nocheinmal Gneis und Verrucano hervor, worauf die letzte und zugleich
grösste Sedimentmulde (aus Trias und Lias) folgt. Die wilde
Schlucht Il Quar ist hauptsächlich in Hauptdolomit eingeschnitten.
Man übersteigt also von
Uina Dadaint aus zweimal nahezu alle Formationen, welche das Gebirge zusammensetzen.
Dessen Sedimentreihen erscheinen gegen das österreichische Grenzgebirge
(Griankopf, Rassassergrat) hin ganz
vom Gneis der Oetzthalmasse überfaltet und überschoben. Die Sedimente gehören sämtlich der ostalpinen Decke an. Die aus
ihnen hervortretenden beiden Gneisrücken in Val d'Uina sind als Faltungen des Oetzthalgneises als der bewegten normalen
Grundlage der ostalpinen Decke, die aus dem S. oder SSO. herübergeschoben wurde, zu betrachten. Val d'Uina ist
reich an herrlichen Süsswasserquellen.
So. entspringen deren 2 von Bachstärke in und hinter der Klamm des Muschelkalkes, sowie 3-4 andere am Rand der vordern Sedimentmulde
unter
Uina Dadora. Die letztern, unter denen eine 5° C. Temperatur zeigt, liefern einen starken Ertrag und sind mit den folgenden
Quellgruppen die reichsten und vorzüglichsten Quellen der Gemeinde
Sent. Von 3-4 Quellen nahe am kristallinen
Gesteinsrand oberhalb
Uina Dadora misst eine wieder 5° C. Ferner erscheinen vorzügliche Quellen zwischen den beiden Bachbrücken
in der Nähe des Punktes 1637 m anscheinend aus dem Gneis, und unter La Stüra sprudeln am Weg mehrere gute Quellen von
5-6 °C.
(Kt. und Bez. Zürich).
560 m. Gem. und Pfarrdorf, auf einer breiten Terrasse am
W.-Hang des gegen
Schlieren und
Urdorf
sich senkenden N.-Endes des
Uetlibergs und 2 km nö. der StationBirmensdorf der Linie
Zürich-Affoltern-Zug.
Postablage, Telephon. Gemeinde, mit
Ringlikon und
Neuhaus: 39
Häuser, 332 reform. Ew.; Dorf: 24
Häuser, 232 Ew. Wiesenbau.
Kantonale Korrektionsanstalt mit 20-40 Insassen, die mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt werden. Funde von Mauerresten,
Backsteinen und Münzen aus der Römerzeit. Alemannensiedelung. Der
Ort bildete mit.
Ringlikon und Niederurdorf eine
besondere zürcherische Familienherrschaft unter eidgenössisch-badischer Hoheit. Das sog.
Schloss ist ein 1650 erbauter Landsitz
der damaligen Gerichtsherren
Steiner. Jetzt ist es eine Zwangsarbeitsanstalt. Ursprünglich nach
Altstetten kirchgenössig,
¶
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erhielt die Gemeinde 1625/26 mit Hilfe der Familie Steiner eine eigene Kirche, blieb aber eine Filiale von Altstetten. 1827 gingen
Kollatur und Stiftungsfonds durch Vertrag an die Regierung von Zürich
über. 1873 wurde Uitikon zur selbständigen Kirchgemeinde
erhoben.