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In kräftig leuchtenden Farben hat Gauguin eine Tahitierin in diesem Bild porträtiert, dem er den schön klingenden Titel Vahine no te tiare (Frau mit Blume) gegeben hat. Das Missionarskleid der Frau in seinem zurückhaltenden kühlen Violettblau steht in Gegensatz zum dunklen Rot des Sessels und dient zugleich als Komplementärkontrast zum warmen Gelb des Hintergrunds. In ihren schwarzen Haaren steckt eine weisse Blüte, ein Motiv, das der Maler kunstvoll in den floralen Dekorationen auf beiden Seiten der Frau erneut aufgegriffen hat. Seiner Faszination für die Menschen auf Tahiti und deren Physiognomien hat Gauguin explizit in seinem 1897 erschienenen Text Noa Noa Ausdruck verliehen: »Sie hatte eine Blume am Ohr, die ihrem Duft lauschte«, schrieb er über eine einheimische Frau, die ihm Modell sass. Auf dem Gemälde Vahine no te tiare von 1891 hat der Künstler einen dem poetischen Text vergleichbaren Titel als Inschrift direkt ins Bild gesetzt. Es ist das erste Werk, das Gauguin von Tahiti nach Frankreich geschickt hat.
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