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Dōjō-Ordnung WADOKAN Wado-Ryū Karate-Dō Dōjō
Es ist eine Ehre für uns, diesen Ort aufsuchen zu dürfen, um Karate-Dō zu praktizieren.
Erscheine pünktlich zum Unterricht. Handys sind ausgeschaltet oder auf »Lautlos« gestellt. Unterstütze den Unterricht durch Wachsamkeit und Konzentration.
Dieser Gruss gilt der Übungsstätte und dem Karate-Dō, aber auch dem Sensei und der Übungsgruppe.
Regelmässiges Zuspätkommen solltest Du vermeiden. Sollte es nicht vermeidbar sein, besprich dies mit Deinem Sensei.
Achte darauf, dass Du die Sicht der anderen nicht versperrst. Nimm eine angemessene Haltung ein.
Der Genuss von Kaugummi, Bonbons etc. ist untersagt.
Der Sempai gibt folgende Befehle: »Seiza – Ō Sensei ni rei – Sensei ni rei – Otagai ni rei – Onegai shimasu – Kiritsu«.
Kniesitz → Gruss zum Grossmeister → Gruss zum Sensei → Gruss der Gruppe → Aufstehen Sensei / Gruppe
Bedeutung: »Bitte gib uns eine gute Lektion« (Schüler) / »Ich werde mich bemühen« (Sensei).
Der Sempai gibt folgende Befehle: »Seiza – Ō Sensei ni rei – Sensei ni rei – Otagai ni rei – Arigatō gozeimashita – Kiritsu«.
Kniesitz → Gruss zum Grossmeister → Gruss zum Sensei → Gruss der Gruppe → Aufstehen Sensei / Gruppe
Bedeutung: »Danke für die gute Lektion« (Schüler) / »Danke für die Aufmerksamkeit« (Sensei).
Im Anschluss kannst Du Deinem Sensei die Hand geben, um ihm persönlich und ganz besonders für den Unterricht zu danken.
Wende Dich von der Ehrenseite des Dōjō und von Deinem Übungspartner/der Gruppe ab, wenn Du Deinen Karate-Gi/-Gürtel in Ordnung bringst.
Der erste Schüler, der den Dōjō betritt, beginnt den Hallenboden aufzunehmen. Er wird vom jeweils später eintretenden, rangniedrigeren Schüler ohne Diskussion abgelöst. Sämtliche Übungshilfsmittel (z.B. Kissen, Schwert, Anleitungen) sind am Unterrichtsende an den für sie vorgesehenen Ort zu verräumen. Selbst verursachte Spuren auf dem Dōjō-Boden (Blut von Verletzungen, Nagellack) sind nach dem Unterricht unaufgefordert zu beseitigen.
Durch unregelmässigen Besuch des Unterrichts störst Du den Lernprozess der Schülerkollegen, die mit Ernst am Unterricht teilnehmen.
Sobald Du das Dōjō betreten hast, widme Dich nur noch dem Karate-Dō, schalte Gedanken an anderes und Müdigkeit aus. Die Tradition des Karate-Dō kennt kein Sich-Gehenlassen während des Trainings. Denke daran, dass Karate »ein Weg« auch ausserhalb des Dōjō darstellt und Dich somit im Alltag begleitet. Dies geschieht aber nur, wenn Du Dich gewissenhaft auf Karate-Dō einlässt.
Lenke andere Schüler nicht von ihrem Tun ab. Während des Unterrichts wird nicht gesprochen. Stelle nicht unaufgefordert Fragen, gib keine Kommentare.
Solltest Du während des Unterrichts Langeweile/Unlust verspüren oder glauben, die verbleibende Zeit bis Unterrichtsende mehrmals prüfen zu müssen, musst Du Deinen Entschluss, Karate zu erlernen, erneut prüfen. Führe jedes Kommando sofort und mit hoher Konzentration aus.
Je weniger Fehler Dir bei der Ausführung unterlaufen, desto positiver ist Dein Vorankommen. Mangelnde Wachsamkeit und Aufmerksamkeit sind die gröbsten Fehler.
Bei Partnerübungen (z.B. Ippon Kumite, Gumite Kata, Kihon Kumite, Tanto Dori) egal welchen Part Du ausführst – Ukemi (Angreifer) oder Torimi (Verteidiger) – führe die Übung so gut wie möglich aus. Du trägst Verantwortung für Dich und Deinen Partner. Je exakter Du die Übung ausführst, desto besser kann Dein Partner vorankommen. Bei der Ausübung muss der vom Sensei erklärte Sinn spürbar und sichtbar sein. Nur so bringen sie Dich und Deinen Partner weiter.
Führe Einzelübungen (z.B. Kihon, Renraku Waza, Kata) so aus, als sei der für die jeweilige Bewegung entsprechende imaginäre (nicht vorhandene) Gegner vorhanden. Erst wenn der imaginäre Partner beim Ausführen der Übung »von aussen sichtbar« ist, bist Du auf gutem Weg.
Unterschätze Deinen Partner nie, auch wenn er rangniedriger ist. Trainiere nicht überheblich oder herablassend mit rangniedrigeren Partnern. Grüsse Deinen Partner vor Beginn und am Ende der Partnerübung (jeweils einmal pro Unterrichtsstunde).
Überlasse Übungsaufforderungen immer dem älteren/höhergraduierten Partner. Der komplexere Teil einer Partnerübung wird zunächst vom älteren/ höhergraduierten Partner ausgeführt. Der rangniedrigere Partner schaut aufmerksam der Ausführung des Sempai zu, um nach dem Wechsel den komplexeren Teil der Partnerübung bestmöglich auszuführen.
Protze nie mit Deinem Können oder Deinem Grad.
Ein Karateka hat seinen Geist und Körper stets unter Kontrolle. Im Kampf wachsen Deinem Gegner Kräfte im gleichen Masse wie Du Schwäche zeigst.
Setze Dich während des Unterrichts nicht unaufgefordert hin, lehne Dich nicht an die Wand.
Unterdrücke positive und vor allem negative Emotionen. Vermeide, dass Wut oder Zorn Herrschaft über Dich erlangen.
Lerne, mit Deinen Ängsten umzugehen.
Befolge für Dich die Haltung / Einstellung »Bewahre stets Anfängergeist«.
Lerne, Schmerzen zu ertragen.
Mit dem Grad des Voranschreitens im Karate wächst Deine Verantwortung gegenüber Karate-Dō und Deine Vorbild-Funktion gegenüber jüngeren Schülerkollegen.
Vermeide eigene Verletzungen und füge Deinem Partner keine Verletzungen zu.