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2024 wird ein Jahr, das nicht so langweilig dahinplätschert wie die ersten Jahre dieses Jahrtausends, nein, 2024 überschlagen sich die Ereignisse, von denen wir hier nur ein paar wenige auflisten wollen, die uns direkt betreffen werden:
15. Januar: Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz reicht eine Initiative für den EU-Beitritt der Schweiz ein. Begründung: Ein Alleingang würde dem wirtschaftlichen Tod des Landes gleichkommen.
16. Januar: Brüssel gibt die sofortige Auflösung der EU bekannt. Die Währungsfrage ist ebenfalls gelöst: Ein Euro kann zum Kurs 1 zu 1 in einen Österreichischen Schilling umgetauscht werden. Da die Notenpressen den hohen Bedarf an Schilling nicht sofort decken können, werden bis auf Weiteres auch schöne Steine und Hosenknöpfe als Zahlungsmittel akzeptiert.
24. Ferbuar: Melanie Winiger wird für den Oscar als beste Nebendarstellerin im Film «Hirnlos in Seattle» nominiert. Der authentische Ausruf «Scheissbullen» in ihrem fünfsekündigen Auftritt überzeugt die Jury und vor allem: sie selbst.
23. März: FIFA-Präsident Josef Blatter kandidiert für eine nächste Amtsperiode bis 2028. Nach den Korruptionsskandalen bei der Wahl 2020 will sich Blatter persönlich für mehr Ehrlichkeit beim Fussballverband einsetzen.
3. Mai: In einem Vergleich bezahlen die zwei Schweizer Grossbanken insgesamt drei Milliarden US-Dollar an die amerikanische Steuerbehörde, weil sie zwischen 1890 und 1900 in der Schweiz Geschäfte in Schweizer Franken mit in der Schweiz wohnhaften Schweizer Kunden abgewickelt hatten. Bundespräsident Renzo Blumenthal entschuldigt sich persönlich bei der UNO. Und bei Israel.
15. Mai: Eklat im Fussballspiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Sion: In der ersten Halbzeit wird mit einem ferngesteuerten Modellhelikopter eine «Grossromandie»-Flagge durch das Station geflogen (ruhender Arbeiter mit Weissweinglas). Die Lage eskaliert und während der Ausschreitungen wird die Stadt Zürich dem Erdboden gleichgemacht.
17. Mai: In einem offenen Brief an den Bundesrat beklagt der Touring Club Schweiz (TCS) die fortwährend abnehmende Anzahl an öffentlichen Parkplätzen in Zürich.
2. Juni: Im alles entscheidenden Fussballspiel vergibt der BSC Young Boys den ersten Meistertitel seit 1986. Der FC Basel gewinnt mit fünf zu null dank fünf Eigentoren der Berner Verteidigung.
20. Juni: Während eines Foto-Shootings auf der Baustelle der zweiten Gotthardröhre wird Christa Rigozzi von einem herunterfallenden Gesteinsbrocken am Fuss verletzt. Die Schweizer Illustrierte ist vor Ort. Rigozzi wird - wie sie unter Tränen zu Protokoll gibt - nun nicht in die Fussstapfen von Melanie Winiger treten können.
15. Oktober: Wladimir Putin erklärt Polen zum Staatsgebiet von Russland. Derweil werden aus Syrien neue Erdölfunde gemeldet. Conchita Wurst gewinnt zum elften Mal den Concours d?Eurovision de la Chanson.
16. Oktober: Die USA befreien Syrien.
5. Dezember: Die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens wird auf 2027 verschoben.
20. Dezember: Die Satirezeitschrift «Nebelspalter» wird mit der goldenen Kristallkugel ausgezeichnet, weil in einem Artikel von 2014 neun von zehn Ereignisse der Zukunft präzise vorhergesagt wurden. Zum Preisgeld von zehntausend Schilling kommen drei schöne Steine und ein zweiwöchiger Wellness-Aufenthalt mit Mike Shiva. Die Schweizer Illustrierte und Sven Epiney sind vor Ort.