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Risiken
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat 2011 die Einschränkung der Zulassung für Modafinil auf die Behandlung von Erwachsenen mit exzessiver Schläfrigkeit im Zusammenhang mit Narkolepsie empfohlen. Aufgrund der möglichen Risiken und Nebenwirkungen ist Modafinil seither für andere Indikationen, für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen sowie während Schwangerschaft und Stillzeit nicht mehr zugelassen.
Folgende Nebenwirkungen können auftreten: Kopfschmerzen, Nervosität, Herzrasen, Bauchschmerzen und/oder Mundtrockenheit. Zudem kann Modafinil die Wirksamkeit oraler Verhütungsmittel beeinträchtigen! Deshalb wird während der Einnahme die Verwendung zusätzlicher Verhütungsmethoden empfohlen. Weitere Risiken sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen der Herzmuskulatur, Herzschwäche und/oder Bluthochdruck. Ausserdem kann sich der Konsum von Modafinil auf die Psyche auswirken und Feindseligkeit, Aggression ,Psychosen/psychotische Störungen, Depression, Schlaflosigkeit, bis hin zu Wahnvorstellungen und/oder Angstzustände auslösen.
Überdosierung
Symptome bei Überdosierung mit Modafinil allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln: Schlaflosigkeit; zentralnervöse Symptome (Ruhelosigkeit, Desorientiertheit, Verwirrtheit, Erregungszustände, Halluzinationen); Übelkeit, Durchfall; Herzrasen, Bluthochdruck, Brustschmerzen, langsamer Herzschlag.
Langzeitrisiken/-folgen
Da Modafinil u.a. auf den Dopamin-Haushalt im Gehirn einwirkt, besteht ein erhöhtes körperliches Abhängigkeitspotenzial. Wenn Modafinil zum Zweck der Leistungssteigerung und Förderung der Wachheit konsumiert wird mit der Absicht, mit wenig Schlaf eine hohe Leistung erzielen zu können, besteht zudem das Risiko einer psychischen Abhängigkeit.
Die Langzeitwirkung von Modafinil bei einer regelmässigen und längerfristigen Einnahme wurde bisher wenig untersucht. Bei Einnahme über einen längeren Zeitraum wird deshalb eine regelmässige Überprüfung durch ärztliche Fachpersonen empfohlen.