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Das amerikanische Justizdepartement richtete die Anfrage an die liechtensteinische Stabsstelle für internationale Finanzplatzagenden (SIFA), welche für die Umsetzung der Finanzplatzstrategie der Regierung in Vaduz verantwortlich ist.
Keine Verpflichtung zur Offenlegung
Die zuständigen Staatsanwälte aus New York wünschen von der SIFA Angaben über die Anzahl von US-Kunden, die über bestimmte liechtensteinische Treuhänder Stiftungen und Anstalten im Fürstentum gründeten, so die SIFA-Leitung. Betroffen seien etwa 20 Treuhandunternehmen. Die gewünschten Informationen könnten den Amerikanern dabei helfen, ein allfälliges formelles Amtshilfeersuchen einzugrenzen.
Ins Visier der US-Justiz könnten in der Folge nicht nur amerikanische Steuersünder geraten, sondern auch ausländische Banken, die im Fürstentum Vermögensstrukturen aufbauten. Betroffen sein könnten Schweizer Banken, aber auch solche in anderen Ländern. «Ich teile die Interpretation nicht, dass diese Aktion spezifisch gegen die Schweiz gerichtet ist», so die SIFA zu Medienberichten. Und ganz klar gehe es nicht um eine Strafuntersuchung gegen liechtensteinische Banken und Treuhänder.
Es ist offen, ob die betroffenen Treuhänder die Anzahl ihrer US-Kunden offenlegen. Rechtlich sind sie dazu nicht verpflichtet.