Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03323.jsonl.gz/2259

Berufsbildungszentrum
Innenraum (Mensa)
Berufsbildungszentrum
Innenraum (Erschliessung)
Berufsbildungszentrum
Adresse
6410 Goldau
SZ
Architektur
Weitere Bauphasen
Mit der Sanierung und Neueinkleidung des Berufsbildungszentrums in Goldau ist es der HWP Architekten AG gelungen, den Bau in einen zukunftsorientierten Ausbildungskomplex zu verwandeln. Zwar ist ein weiteres Mal ein Sichtbetonbau aus der Ära des Brutalismus für immer verschwunden – das funktionale Konzept der Betonskulptur hat sich jedoch bewährt.
Chronologie
Die Schulanlage des Berufsbildungszentrums in Goldau wurde in den Jahren 1965/66 nach Plänen des Architekten Umberto Butti erbaut. Butti war als Sieger aus dem 1963 lancierten Ideenwettbewerb hervorgegangen, der vom Bildungsdepartement Schwyz durchgeführt worden war. Das Berufsbildungszentrum konnte im Frühjahr 1967 eröffnet werden. Nach einem zweiten Wettbewerb im Jahr 1982 erfolgte von 1988 bis 1992 eine Erweiterung: Arnold Kenel wurde mit dem Bau einer Dreifachturnhalle, eines Mensapavillons und eines Nebentrakts betraut. Von 2008 bis 2014 erfolgte unter Leitung der HWP Architekten AG eine energetische Sanierung der Gebäudehülle, eine Modernisierung der Innenräume sowie eine Erweiterung um vier Schulzimmer auf dem Garderobentrakt der Turnhalle.
Lage
Das Berufsbildungszentrum liegt in einer Waldlichtung auf dem Schuttkegel des Goldauer Bergsturzes. Das rund 5’000 Quadratmeter grosse Schulareal befindet sich am Ende der Zaystrasse in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A4. Das Hauptgebäude wird über eine gedeckte Passerelle von der Zaystrasse aus erschlossen. Der Mensapavillon ist hinter dem Kernbau auf der Südseite situiert. Im Südwesten folgt der Spezialtrakt mit den Werkstätten, im Nordosten die Dreifachturnhalle.
Beschreibung
Den Kern der Anlage bildet ein fünfgeschossiger, flach gedeckter Riegel, der auf der Südostseite in voller Länge mit einer Rasterfassade versehen ist. Die Fenster sind zu Bändern zusammengefasst. Der eingeschossige, halbrund geformte Mensa-Pavillon nimmt knapp die Hälfte der Gebäudelänge ein. Auf der anderen Seite gliedert sich der Kubus in Erschliessungstrakt, Nebenräume und weitere Schulzimmer. Das grosse Volumen ist gebrochen, der Erschliessungskern überragt und akzentuiert den Riegel. Der ursprünglich in Sichtbeton geformte Hauptbau wurde im Rahmen der ersten Sanierung mit Welleternit ummantelt, die neuen Nebengebäude hingegen mit glatten Eternitplatten verkleidet. Zuletzt erhielten alle Baukörper eine Verkleidung aus Einscheibensicherheitsglas, der Hauptbau in grün, die Erweiterungsbauten in grau. Durch die konsequente Materialwahl wirkt der Campus als Einheit. Die Fassaden erfuhren auch kleinere bauliche Veränderungen, so wurden etwa die den Treppenläufen folgenden Bandfenster begradigt.
Literatur