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Die Geschichte von Sympany und ihrem Vorgängerunternehmen ÖKK, das vor 100 Jahren in Basel gegründet wurde, ist bewegt verlaufen. Sie war geprägt von Veränderungen, von Dynamik und von vielen Herausforderungen, von Tradition genauso wie von Innovation.
Dank dem Vertrauen der Basler Bevölkerung und der Versicherten wurde daraus eine Erfolgsgeschichte: Aus der öffentlichen Krankenkasse für Basel entwickelte sich ein privater, gesamtschweizerischer Versicherungsanbieter.
Am 1. Oktober 1914 wird das Vorgängerunternehmen von Sympany, die Öffentliche Krankenkasse (ÖKK) Basel, gegründet. Die Krankenversicherung ist obligatorisch für Personen mit niedrigem Einkommen und freiwillig für alle anderen Baslerinnen und Basler. Sie ist damit eine sozialpolitische Pioniertat, mehr als 80 Jahre vor Einführung der obligatorischen Krankenversicherung in der Schweiz.
Ende der 1920er-Jahre sind bereits 95'000 Baslerinnen und Basler versichert, 1935 sind es 70 Prozent der Basler Bevölkerung.
Aufgrund der starken Nutzung und der sozialen Ausrichtung schreibt die damalige ÖKK Basel ab 1931 Defizite, und es werden bis in die 1940er-Jahre mehrere Sanierungsmassnahmen nötig, unter anderem durch die Erhöhung des Selbstbehaltes.
1937 erhält das Unternehmen ein neues Verwaltungsgebäude mit Beratungscenter am Fischmarkt in Basel.
1942 erscheint mit der Basler Krankenstatistik schweizweit die erste systematische Analyse von Krankheitsdaten. Dazu wurden 650'000 Belege der Versicherten ausgewertet.
1944 wird die ÖKK Basel aus der kantonalen Verwaltung herausgelöst und als selbstständige kantonale öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattet.
1946 kauft die Krankenkasse ein Kurhaus im Diemtigtal und führt die Tuberkulosenversicherung ein.
Die 1950er- und 1960er-Jahre sind geprägt von verschiedenen Tarifstreitigkeiten zwischen der Krankenversicherung und den Ärzten.
In den 1960er-Jahren dehnt die Krankenkasse ihre Tätigkeit auf die gesamte Nordwestschweiz aus.
In den 1970er-Jahren reduziert der Kanton Basel-Stadt seine Subventionen. Aufgrund der starken Prämienerhöhungen wechseln viele Versicherte zu den konkurrierenden privaten Krankenversicherern.
1981 lanciert ein überparteiliches Komitee die Initiative «Für eine sichere und soziale ÖKK», welche die Versicherung erhalten will. Der Regierungsrat Basel-Stadt dagegen schlägt mit der sogenannten «Multifusionsvorlage» vor, die ÖKK Basel zu liquidieren und die Versicherten in mehrere private Kassen einzukaufen.
1984 wird die Multifusionsvorlage knapp abgelehnt und die Volksinitiative knapp angenommen.
Als Folge der Abstimmung tritt 1991 ein Gesetz in Kraft, das es dem Unternehmen erlaubt, im Markt flexibler zu agieren und mit neuen, attraktiveren Produkten neue Versicherte zu gewinnen. Das Gesetz sichert zudem einen gesonderten kantonalen und zeitlich begrenzten Betriebsbeitrag für die historisch begründete ungünstige Risikostruktur.
1991 werden erste kostendämpfende Versicherungsformen eingeführt: Die Gründung des HMO Gesundheitsplans in Basel ist eine Pionierleistung. Sie ist eine der ersten Managed-Care-Organisationen der Schweiz und ebnet dieser Behandlungsform den Weg.
Die Reform des Eidgenössischen Krankenversicherungsgesetzes (KVG) bringt 1996 das gesamtschweizerische Versicherungsobligatorium. Neu sind auch die Wahlfreiheit für die Versicherten, altersunabhängige Prämien und der Risikoausgleich unter den Versicherern.
Bis 2002 steigert die ÖKK Basel den Versichertenbestand sowohl in der Grund- wie auch der Zusatzversicherung und verbessert ihre Risikostruktur.
2005 stösst die ÖKK Schweiz als Tochtergesellschaft zur ÖKK Basel.
In den Folgejahren gibt es in der Schweiz nur noch zwei ÖKK Organisationen: Die ÖKK Basel und die ÖKK Graubünden. Dies sind zwei eigenständige Unternehmen, die einen gemeinsamen Marktauftritt pflegen und unter anderem die Zusatzversicherungen gemeinsam führen.
2006 wird die Krankenkasse 57 in die ÖKK Basel integriert.
2007 kommt es zur Entflechtung der Kooperation ÖKK Basel und ÖKK Graubünden. Während letztere den Namen behält, entscheidet sich ÖKK Basel, unter dem neuen Namen Sympany aufzutreten.
Anfang 2008 startet Sympany. Nachdem der Basler Grosse Rat der Umwandlung der ÖKK in eine nicht gewinnorientierte AG und der Integration in die Stiftung Sympany zugestimmt hat, erfolgt der Neustart als eigenständige, privatrechtliche Unternehmung mit neuem Namen.
2009 steigt Sympany ins Sachversicherungsgeschäft ein. Neben den traditionellen Krankenversicherungen bietet Sympany auch Motorfahrzeug-, Haushalt-, Gebäude- und Privathaftpflichtversicherungen in Eigenregie an. Damit wird Sympany zum schweizweit einzigen Rundum-Versicherer, der alle Versicherungen für den Alltag aus einer Hand eigenständig anbietet.
Ebenfalls 2009 stösst die Krankenversicherung Xundheit, die ehemalige ÖKK Luzern, zu Sympany und wird integriert.
2010 zieht Sympany in den neuen Hauptsitz im Jacob Burckhardt Haus am Basler Bahnhof ein.
2012 tritt die neue Spitalfinanzierung in Kraft, welche die Tarife der Spitäler vergleichbar und die Kosten transparenter macht und somit den Wettbewerb erhöht. Als erster Krankenversicherer senkt Sympany wegen der zu erwartenden tieferen Beiträge für medizinische Leistungen die Prämien der Spitalzusatzversicherung um 20 Prozent.
2013 zahlt Sympany erstmals Überschüsse aus der Zusatzversicherung an ihre Versicherten zurück.
2014 feiert Sympany ihr 100-Jahr-Jubiläum.
Eine weitere Pioniertat folgt 2016: Als erste Krankenversicherung der Schweiz zahlt Sympany ihren Kundinnen und Kunden Überschüsse sowohl aus der Grund- als auch der Zusatzversicherung zurück.
Ebenfalls 2016 übernimmt Sympany die Kolping Krankenkasse AG.
Anfang 2019 eröffnet Sympany am Hauptsitz in Basel ein modernes Beratungscenter. Es löst das Beratungscenter am Fischmarkt ab.
Sympany feierte 2014 ihr 100-Jahr-Jubiläum. Die Jubiläumsschrift wirft Streiflichter auf einzelne Etappen der bewegten Geschichte von ÖKK Basel und Sympany: Sei es die Gründung vor 100 Jahren, die folgenden turbulenten Jahre, die politischen Veränderungen im Umfeld, die Entstehung von Managed Care, der Neustart als Sympany oder die Entwicklung der Marke in den letzten Jahren.