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Der Streit zwischen Swatch und der Wettbewerbskommission ist beigelegt: Die Schweizer Uhrengigant erhält die Erlaubnis die Lieferproduktion an andere Uhrenfirmen etappenweise zurückzufahren.
Im Streit um die Lieferreduktionen von Uhrwerken der Swatch Group an andere Uhrenfirmen liegt im zweiten Anlauf eine Einigung auf dem Tisch.
Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat eine neu ausgehandelte Vereinbarung ihres Sekretariates mit dem Uhrenkonzern genehmigt. Diese gibt Swatch Group respektive deren Tochter ETA die Möglichkeit, die Lieferungen von mechanischen Uhrwerken stufenweise zu reduzieren, wie die Weko mitteilte.
Die Lieferverpflichtungen bei den Assortiments (Schlüsselkomponenten von Uhrwerken) bestehen vorläufig weiter. Auf diesem Punkt hatte die WEKO beharrt, da eine Reduktion «aufgrund der derzeitigen Marktverhältnisse sowie der unsicheren weiteren Entwicklung in diesem Bereich» verfrüht sei.
Alle Kunden gleich behandeln
Die Weko hatte deshalb eine erste Vereinbarung ihres Sekretariats mit der Swatch Group Mitte Juli abgelehnt. Darin war vorgesehen, dass Swatch die gelieferte Menge an mechanischen Uhrwerken 2013 auf 85 Prozent und 2014 auf 75 Prozent der Menge des Jahres 2010 einschränken kann.
Der nun genehmigte Vorschlag orientiert sich an der Verkaufsmenge im Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2011: diese kann Swatch in den Jahren 2014/2015 auf 75 Prozent, 2016/2017 auf 65 Prozent und 2018/2019 auf 55 Prozent reduzieren.
Gemäss der Auflage müssen dabei alle Kunden gleich behandelt werden. Zusätzlich wurde eine KMU-Klausel vereinbart, mit der Härtefälle vermieden werden sollen.
(sda/muv)