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Der Bundesrat legt die Strategie für die weitere Verwendung des Pandemieimpfstoffs fest
Bern, 17.12.2009 - Der Bundesrat hat die Strategie für die weitere Verwendung des Pandemieimpfstoffes (H1N1) festgelegt. Erste Priorität geniesst der Schutz der Schweizer Bevölkerung: Sollte aufgrund einer weiteren Welle die Nachfrage nach Impfstoff ansteigen, werden noch immer genügend Impfdosen zur Verfügung stehen, dass sich jede und jeder impfen kann, der dies wünscht. Da nicht alle Personen zwei Impfdosen benötigen, kann auf rund 4.5 Mio. der gekauften Dosen Impfstoff verzichtet werden. Diese sollen teils der WHO gespendet und teils an andere Länder weiter verkauft werden.
Zum Zeitpunkt der Verhandlungen für den Kauf des Impfstoffs (H1N1) mit den Herstellern im Frühsommer 2009 war nicht bekannt, wie sich die H1N1 Influenzapandemie (H1N1) entwickelt und wie hoch der Anteil der Bevölkerung sein würde, der sich für die Impfung entscheidet. Das BAG hat im Sommer 2009 bei Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) insgesamt 13 Mio. Dosen Pandemieimpfstoff (H1N1), bzw. das notwendige Antigen gekauft. Es handelt sich dabei um die drei Impfstoffe Celtura® und Focetria® von Novartis und Pandemrix® von GSK.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine weitere Welle der Pandemie beispielsweise aufgrund einer Mutation des aktuellen Virus schwerer verlaufen und die Nachfrage nach Impfstoff höher ausfallen könnte. Deshalb behält die Schweiz zum Schutz der Bevölkerung genügend Impfstoff (H1N1) für alle Personen bereit, die sich noch impfen lassen wollen. Da nicht, wie ursprünglich vorgesehen, alle Personengruppen zwei Impfstoffdosen benötigen, wird auch bei allfällig erhöhter Nachfrage ein Teil des Impfstoffes nicht genutzt werden. Die Schweiz kann demnach auf 4.5 Mio. Dosen Impfstoff verzichten und nach wie vor einen ausreichenden Schutz der Bevölkerung sicherstellen.
Der Bundesrat hat aus diesem Grund das BAG beauftragt, einen Teil des Impfstoffes via WHO an Entwicklungsländer zu spenden. Damit beteiligt sich die Schweiz, wie schon am 18. September angekündigt, an einer Initiative des US Präsidenten Barack Obama. Ein weiterer Teil soll an Länder verkauft werden, die momentan auf der Suche nach Impfstoff (H1N1) sind. Die diesbezüglichen Verhandlungen sind noch im Gange.
Adresse für Rückfragen
Bundesamt für Gesundheit, Virginie Masserey, Leiterin Sektion Impfstoffe,
Tel. 031 322 95 05 oder <email-pii>
Herausgeber
Eidgenössisches Departement des Innern
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Letzte Änderung 20.04.2018