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Hamilton schaffte als erster Fahrer überhaupt sechs Siege in seinem Heimrennen. Zuvor hatte er sich den Rekord geteilt mit dem Schotten Jim Clarke, der in den Sechzigerjahren fünfmal erfolgreich war, und dem Franzosen Alain Prost, der in den Achtziger- und Neunzigerjahren fünfmal als Erster abgewinkt wurde.
Bei seinem neuesten Triumph hatte Hamilton das Glück auf seiner Seite. Er konnte seinen Boxenstopp während einer Safety-Car-Phase vornehmen lassen, die Antonio Giovinazzi im Alfa Romeo ausgelöst hatte - und blieb so bei der Rückkehr auf die Strecke vor Bottas, der die Reifen schon fünf Runden zuvor (ein erstes Mal) gewechselt hatte.
Hamilton geriet danach auf dem Weg zu seinem siebenten Sieg in der laufenden Saison (und dem 80. insgesamt) unbehelligt. In der WM-Wertung baute er seine Führung weiter aus. Er liegt nun 39 Punkte vor seinem zweitplatzierten Teamkollegen Bottas.
Dritter in Silverstone wurde der Monegasse Charles Leclerc, der sich im Ferrari viele packende Duelle mit Max Verstappen im Red Bull lieferte. Der Niederländer musste sich zwei Wochen nach seinem Sieg im Grand Prix von Österreich hinter seinem Teamkollegen Pierre Gasly mit Rang 5 begnügen, nachdem ihm Sebastian Vettel im anderen Ferrari ins Heck gefahren war. Der Vorjahressieger, der sich nach dem Zwischenfall eine neue Frontpartie abholen musste und von der Rennleitung mit einem Zeitzuschlag von zehn Sekunden belegt wurde, klassierte sich als Sechzehnter.
Für das Team Alfa Romeo gab es dank Kimi Räikkönen vier weitere WM-Punkte. Der Finne, der von Position 12 gestartet war, wurde Achter. Für Räikkönens Teamkollegen Antonio Giovinazzi war der Arbeitstag nach 20 der 52 Runden zu Ende. Der Italiener war nach einem Fahrfehler von der Strecke gerutscht und im Kiesbett stehen geblieben. Die Neutralisation des Rennens war für die Bergung des Autos nötig geworden.
(sda)