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In der Prüfungszeit kann etwas Hilfe von oben nicht schaden. Mit diesen zehn Geboten schaffst du es erfolgreich durch diese schwierige Phase (oder zumindest in den Himmel, aber noch nicht jetzt).
Das erste Gebot
Ich bin die Prüfungsphase, deine Bestimmung. Du sollst kein Privatleben neben mir haben.
Das zweite Gebot
Du sollst den Namen der Prüfungsphase nicht missbrauchen, um dich vor irgendwelchen anderen Verpflichtungen zu drücken. Wie WG-Ämtli. Oder dieses Date, auf dass du eigentlich gar keinen Bock hast. Falls Gebot eins und zwei in Konflikt zueinander stehen, sei einfach ehrlich: Du hast keine Lust, das Date zu treffen, weil es sowieso unter deinem Niveau ist, genau so wie WC putzen.
Das dritte Gebot
Du sollst den Tag nach der Prüfung heiligen. Zum Beispiel so.
Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, oder deine WG-MitbewohnerInnen, oder deinen Partner/deine Partnerin oder wer auch immer dich in der Prüfungsphase erdulden muss, während der du konstant schlecht gelaunt, pampig, gereizt und allgemein unausstehlich bist.
Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten, ausser dieser Typ hat jetzt genau das Buch aus der ZB ausgeliehen, das du unbedingt zum Lernen brauchst. Aber dann lass‘ dich wenigstens nicht erwischen.
Das sechste Gebot
Du sollst den Lernrhythmus nicht brechen. Dann schon lieber den Schlafrhythmus.
Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen deines Nächsten Zusammenfassung. Viel eher sollst du deine eigene Zusammenfassung schreiben und sie mit deinen Nächsten teilen. Auf Facebook oder Uniboard oder wo auch immer. #sharingiscaring #auchgottmaghashtags #youonlyliveonceandthatswhatdistinguishesmefrombuddha
Das achte Gebot
Du sollst nicht von einem falschen Abschlusszeugnis reden wider deinen Nächsten.
Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Prüfungsantworten. Oder Spick. Oder Gehirn.
Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Freizeit, welche er/sie an einem lauen Sommerabend draussen beim WM-Public-Viewing mit einem Bier in der Hand verbringt.
... und wenn alles nichts hilft:
Ora et labora, beten und arbeiten — immerhin das älteste Problemrezept der Menschheit! Abgesehen von der Problem-Anpacken-Praktik, die bereits in der Steinzeit vorherrschte, aber ich will jetzt doch spirituell bleiben. Möge der Erfolg mit dir sein! (Das war jetzt aber Star Wars.)