Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03369.jsonl.gz/1457

Der Kaltdampf - Kompressions - Kälteprozess hat
mit über 90% aller installierten Anlagen zur Zeit die grösste
Bedeutung in der Kälte und Klimatechnik. Dieser Prozess findet ebenfalls
Anwendung bei gewerblicher Kälte (Kühlräume, Kühlmöbel,
Kühlvitrinen), in Haushaltkühlschränken und bei Wärmepumpen.
Funktionsweise
Der Verdampfer ist auf der Saugseite des Verdichters im Niederdruckbereich
angeordnet. Das Kältemittel, früher im allgemeinen Sprachgebrauch
auch Freon genannt, verdampft im Verdampfer. Die benötigte Verdampfungswärme
wird dem Medium entzogen, welches gekühlt werden soll. In einem Haushaltkühlschrank
ist es das Innere des Kühlschrankes, welches die Wärme liefert,
um das Kältemittel zu verdampfen, in der Klimatechnik kann es das
Kaltwasser sein, das von z.B. 12°C auf 6°C abgekühlt wird.
Das gasförmige (verdampfte) Kältemittel im Niederdruck gelangt
in den Kompressor, wo es verdichtet wird. Durch die Verdichtung erhöht
sich (wie in einer Velopumpe) der Druck und die Temperatur.
Nach dem Verdichter ist das gasförmige Kältemittel unter hohem
Druck und gelangt in den Kondensator, wo es kondensiert und die Kondensationswärme
an die Umgebung (beim Kühlschrank oder bei Klimageräten) oder
an ein Medium (bei einer Wärmepumpe z.B. das Heizungswasser) abgibt.
Durch die Kondensation ist das Kältemittel nun flüssig, aber
immer noch auf einem hohem Druckniveau. Im Expansionsventil (Entspannungs-,
Drosseleinrichtung) entspannt sich das Kältemittel, das heisst der
Druck wird abgebaut. Bei kleinen Geräten kann diese Aufgabe auch
ein Kupferkapillarrohr übernehmen.
Nach dem Expansionsventil ist das Kältemittel immer noch flüssig,
jedoch nun im Niederdruckbereich. Es gelangt wieder in den Verdampfer.
Durch den tieferen Druck kann das Kältemittel im Verdampfer unter
Wärmezufuhr von aussen nun wieder verdampfen und der Kreislauf ist
geschlossen.
Weitere Merkmale dieses Prozesses ist die Verwendung
von Kältemitteln, die bei der Arbeitstemperatur t0 der
kalten Seite aus dem flüssigen Zustand unter Aufnahme eine möglichst
grossen Verdampfungswärme verdampfen, und die bei der Arbeitstemperatur
tc der warmen Seite unter beherrschbaren Drücken wieder
verflüssigt werden können. Hierbei wird das physikalische Gesetz
der Abhängigkeit der Verdampfungs- / Verflüssigungs- Temperatur
vom Druck ausgenutzt.
Weitere Informationen zur Kälteerzeugung und zur
Unterscheidung Kältemaschine / Wärmepumpe siehe Dokument "Erklärung
des Begriffes Kälteerzeugung".
Weitere Informationen
|->

Fachausdrücke können Sie im Lexikon
nachschlagen.
|->

Hinweise zu Lieferanten in der Energie- und Gebäudetechnik
erhalten Sie im Lieferantenverzeichnis.
(z.B. Dolder Wärmetechnik AG für Wärmepumpen)
|->
||Links zu Themen der Energie- und Gebäudetechnik (z.B. zum Thema
Wärmepumpen) siehe Links.

|->
||Planung von Kälte- und Energieanlagen siehe Planung.

Dieser Artikel über den Kältekreislauf
ist ein Service für die Kunden des Ingenieurbüro
Dolder und die Besucher der Webseite www.dolder-ing.ch.
Das Ingenieurbüro
Dolder bietet im Bereich der Energie- und Gebäudetechnik folgende
Dienstleistungen an: Gesamtkonzepte, Gebäudetechnik-, HLK-,
TGA-, HVAC-
und Energieanlagenplanungen, Gebäudeautomation, Analysen, Messungen,
Expertisen, Anlagenoptimierungen und Energieoptimierungen, Dokumentationen,
Informations- und Wissensmanagement, Entwicklungen, Schulungen.
Weitere Informationen zum Ingenieurbüro
Dolder siehe Unternehmen,
Dienstleistungen und Projekte.