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Das Ziel des Projekts ist die Einführung einer einheitlichen und nachhaltigen partizipativen Waldbewirtschaftung und die Verbesserung des Marktzugangs der Kaffee-Bauern und -Bäuerinnen, sowie die Diversifizierung der Einkommensmöglichkeiten durch Imkerei. Damit wird zu einer Verbesserung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung beigetragen und die Erhaltung der natürlichen Wälder durch eine nachhaltige Bewirtschaftung gewährleistet. Das Projekt ist in ein größeres Programm zur Unterstützung des äthiopischen Wildkaffeesektors eingebettet, mit dem Ziel ein Rückverfolgbarkeitssystems für Waldkaffee aufzubauen. Auftrag von Caritas Schweiz ist es dazu beizutragen, eine regional angepasste, nachhaltige Waldnutzung sicherzustellen und eine umfassende räumliche Analyse der Veränderungen der Waldbedeckung mit einem Geografischen Informationssystem (GIS) durchzuführen.
Mit einem ganzheitlichen Ansatz zum Schutz der natürlichen Ressourcen, zur Verbesserung des Marktzugangs und zur Steigerung der Einkommen kombiniert das aktuelle Projekt partizipative Waldbewirtschaftungsansätze mit der Entwicklung von Wertschöpfungsketten für Kaffee und Honig. Vor allem für die Vermarktung von qualitativ hochwertigem Waldkaffee, aber auch für andere forstwirtschaftlichen Erzeugnisse, ist ein Rückverfolgbarkeitssystem wichtig, um eine eindeutige Herkunftszuweisung der Produkte sicherstellen zu können.
Die partizipative Waldbewirtschaftung hat sich als ein erfolgreicher Ansatz erwiesen, um eine nachhaltige Ressourcennutzung und den Schutz der Wälder zu verknüpfen mit der Vermarktung von Produkten aus Wald- und Halbwald-Gebieten. In Workshops und Schulungen werden Vertreter lokaler Kooperativen, Kleinbauern und Behörden in nachhaltiger Forstwirtschaft geschult. Die Schulungen basieren auf einem Training of Trainers - Ansatz um weitere Kursleitende auszubilden und dadurch eine höhere Reichweite zu erreichen.
Es gibt zwei unterschiedliche Zielgruppen: die Kaffeekooperativen, bestehend aus Kaffeebauern und -bäuerinnen und die partizipativen Waldbewirtschaftungsgruppen. Die meisten Kaffeebauern sind Mitglieder in beiden Gruppen. Die Workshops werden in mindestens 48 Kooperativen durchgeführt. Deren 12'960 Mitglieder lernen in partizipativen Prozessen nachhaltige Forstwirtschaftsansätze kennen und diese in Verbindung mit einem System zur Rückverfolgung des Waldkaffees anzuwenden.
Rund 78’000 Menschen sollen so von den genannten Massnahmen profitieren. Durch diese Massnahmen sollen die bestehenden Waldflächen nachhaltig genutzt und geschützt werden. Um die Änderungen der Waldflächen zu überwachen und die Projektergebnisse zu bewerten, wird die räumliche GIS Analyse durchgeführt. Dabei werden Satellitenbilder der Projektregionen zu verschiedenen Zeitpunkten analysiert um Veränderungen in der Waldbedeckung festzustellen. Die Studie dient dazu die Ergebnisse des Projekts darzustellen und zu verifizieren.
In den beteiligten Genossenschaften wird ein Rahmen für die Rückverfolgbarkeit von Wildkaffee eingerichtet. Positive Synergien können für den Aufbau einer Honigproduktion genutzt werden, das Kaffeemarketing ergänzen und die Einkommensmöglichkeiten diversifizieren. Mindestens 40 Haushalte nehmen an den Imkerkursen teil und werden eigene Imkereianlagen aufbauen. Für diese Aktivitäten ist vorgesehen, dass mindestens 50% Frauen berücksichtigt werden.
In den fünf Gebieten wohnen rund 450'000 Einwohnerinnen und Einwohner in oder in der Nähe von natürlichen Wäldern und leben von deren Lebensunterhalt.
Alle Waldnutzer und -Nutzerinnen in der Region können von einem verbesserten Waldmanagementsystem und höheren Einkommen durch verbessertes Kaffeemarketing profitieren. Lokale Behörden lernen ebenfalls dazu bei den Schulungen in der Forstverwaltung.