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Porschefahrer nach Crash zu 6,5 Jahren Freiheitsentzug verurteilt
Das Bezirksgerichts Brugg AG hat einen Mann, der Ende November 2019 auf der A3 bei Effingen AG eine Kollision mit drei Todesopfern verursacht hat, zu einer Freiheitsstrafe von 6,5 Jahren verurteilt.
Das Gericht sprach den 47-Jährigen der mehrfachen vorsätzlichen Tötung schuldig. Ein Schuldspruch erfolgte zudem wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln. Nach Verbüssung der Strafe wird der Montenegriner für fünf Jahre des Landes verwiesen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es kann ans Obergericht des Kantons Aargau weitergezogen werden. Der Staatsanwalt hatte eine siebenjährige Freiheitsstrafe verlangt. Der Verteidiger hatte auf Fahrlässigkeit plädiert und eine bedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten beantragt.
Keine Chance für Renault-Insassen
Zum Crash gekommen war es am 27. November 2019 um etwa 9.15 Uhr auf der A3 Richtung Zürich auf Gemeindegebiet Effingen AG, kurz vor dem Bözbergtunnel. Der Beschuldigte missachtete die Signalisation einer Baustelle und die Sperrung der Überholspur und raste mit seinem Porsche mit mehr als 150 Kilometern pro Stunde neben der langsam vorankommenden Kolonne her.
Kurz bevor es zur Kollision mit einem schweren Baustellenfahrzeug gekommen wäre, wo Arbeiter tätig waren, schwenkte er nach rechts in die Kolonne. Der Porsche prallte in einen Renault und drückte ihn in den vor ihm fahrenden Sattelschlepper, wo er zerquetscht wurde. Die drei Insassen, ein 55-jährige Frau, ihr 64-jähriger Ehemann sowie ein 42-jähriger Verwandter, hatten keine Chance.