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Er schien unsterblich zu sein: Charles Aznavour, der beliebte französische Chansonnier, armenischer Abstammung. Am Montag ist er im Alter von 94 Jahren gestorben. In Frankreich, Armenien und in der ganzen Welt ist die Trauer um Aznavour gross, war er doch einer der letzten grossen Vertreter des klassischen französischen Chansons. Der Durchbruch gelang ihm 1946: Edith Piaf wurde auf ihn aufmerksam wurde und nahm ihn mit auf eine Tournee durch Frankreich und die USA. Aznavour hat über tausend Chansons geschrieben, er produzierte 200 Millionen Platten und sang in fünf Sprachen.
Zeitlebens engagierte sich Aznavour für seine armenische Heimat. In der Schweiz wirkte er als armenischer Botschafter und war ständiger Vertreter Armeniens bei den Vereinten Nationen in Genf.
Hier geht es zu einer frühen Aufnahme von Aznavour aus dem Jahre 1954, die auf Vinyl/EP und Schellack erschien.
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Und das sind die neu gelisteten Platten der Woche
Es war die Rolle seines Lebens: Emil Hegetschweiler als Bäcker Zürrer im Film "Bäckerei Zürrer" von Kurt Früh.
Die Rolle wurde dem gelernten Bäcker-Konditor von Kurt Früh auf den Leib geschrieben. Bevor «Hegi» als Kabarettist und Volksschauspieler berühmt wurde, übernahm er 1917 die väterliche Konditorei im Herzen von Zürich, an der Spiegelgasse, und eröffnete 10 Jahre später einen Filialbetrieb, die «Konditorei Helmhaus» mit Tea-Room, das ein beliebter Künstlertreffpunkt wurde.
Kurt Frühs Tragikomödie «Bäckerei Zürrer» von 1957 war der erste Schweizer Film, der das Zusammenleben in einer modernen urbanen und multikulturellen Gesellschaft thematisierte und gilt als bedeutendster Film der 1950 bis 1960er Jahre, als Meilenstein des alten Schweizer Films. Unvergessen auch Ettore Cella in der Rolle des «Marronibraters» Renzo Pizzani, Margrit Winter als Trudi Zürrer, Peter Brogle als Heini Zürrer und Walter Morath als Richard Zürrer. Nicht nur die authentischen Szenen an der Zürcher Langstrasse sind grossartig, für Freunde des Radrennsports sind auch die Aufnahmen von der «Offenen Rennbahn» in Zürich-Oerlikon (Heini Zürrer träumt von einer Karriere als Radrennfahrer) ein Genuss.
Die Musik zum Film komponierte übrigens Walter Baumgartner, der als Orchesterleiter, Arrangeur und Komponist auf unzähligen Schellackplatten vertreten ist, das Lied «Herr Lehmann» wurde von Baumgartners Frau, Helen Vita, gesungen.
Den Film-Soundtrack hat die Musikmamsell auf Vinyl, auf Schellack gibt es ein Wiederhören mit Emil Hegetschweiler als «Temperli». Diese in den 1930ern/40ern von Emil Hegetschweiler selbst geschriebenen und interpretierten Sketches waren äusserst beliebt.
Hier sind die Schellacks mit Emil Hegetschweiler
Und hier geht es zu weiteren Aufnahmen mit Emil Hegetschweiler im Plattenladen