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Als im Zuge der Juragewässerkorrektion der Seespiegel in den 1870er-Jahre um rund 2,5 Meter gesenkt wird, treten am Südufer des Bielersees auf dem trocken gelegten Seegrund grossflächige Felder mit herausragenden Pfählen zu Tage. Diese sichtbaren Zeichen prähistorischer Besiedlung lösen im Seeland eine wahre Euphorie aus. In beinahe planmässigen Plünderungen werden Tausende von Werkzeugen, Gefässen, Schmuckgegenständen, Waffen und anderen Fundstücken erbeutet und an Liebhaber und Händler verschachert. Um diesen „Ausverkauf“ zu unterbinden, erlässt der Regierungsrat 1873 zum Schutz dieser Hinterlassenschaften eine Verordnung.
Dank diesem obrigkeitlichen Einschreiten werden in der Folge die Grabungen auf dem trockengelegten Seegrund unter behördlicher Aufsicht ausgeführt. Zu den Pionieren der Pfahlbauforschung zählt der Bieler Friedrich Schwab, der seine Sammlung vor seinem Tod der Stadt Biel vermacht. Ein grosser Teil seines Nachlasses werden im eigens zur Lagerung dieser Fundgegenstände erstellte Museum Schwab (Architekt: Friedrich von Rütte) in Biel konserviert, erforscht und gelagert. Eine weitere Pfahlbauer-Sammlung, der Nachlass Hans Iseli, befindet sich im Pfahlbaumuseum in Lüscherz.