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Das Komitee der Swiss Football League (SFL) hat den Klubs mit der Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. Mai 2022 die detaillierten Vorschläge für die Modusänderung und die Traktandenliste für den Ablauf der Versammlung zukommen lassen.
Anfang April präsentierte das SFL-Komitee den Vorschlag zur Aufstockung der Credit Suisse Super League (CSSL) von 10 auf 12 Klubs auf die Saison 2023/24 hin. Der damit einhergehende neue Modus sieht drei Phasen vor. Zuerst bestreiten die 12 Klubs eine First Stage mit Hin- und Rückspiel gegeneinander (22 Runden).
Für die zweite Phase, die Second Stage, wird die Tabelle in zwei Hälften geteilt (ohne Punkteteilung). Die Klubs auf den Rängen 1-6 tragen in der Championship Group und die Klubs auf den Rängen 7-12 in der Qualification Group erneut ein Hin- und Rückspiel gegeneinander aus (10 Runden).
Dritte Phase mit Entscheidungsspielen
Nach diesen total 32 Runden schlägt das Komitee auf verschiedenen Stufen die Austragung von Entscheidungsspielen vor. In den Championship Finals spielen die beiden erstklassierten Klubs der Championship Group in einer Best-of-3-Serie um den Meistertitel. Der Leader geniesst in den Spielen 1 und allenfalls 3 Heimrecht. Die einzelnen Partien benötigen einen Sieger und werden gegebenenfalls über Verlängerung und Elfmeterschiessen entschieden.
Die 8 Klubs auf den Rängen 3-6 der Championship Group und auf den Rängen 1-4 der Qualification Group bestreiten die Europe Play-offs. In drei Runden (Viertelfinal, Halbfinal, Final) werden die zu diesem Zeitpunkt zu vergebenden Startplätze in den europäischen Wettbewerben ausgespielt. In den Runden 1 und 2 finden Hin- und Rückspiele nach europäischem Modell statt, die Runde 3 wird in einem einzigen Finalspiel ausgetragen. Für die Ansetzung der Paarungen wird immer die Klassierung aus der Second Stage herangezogen (bestklassierter gegen schlechtestklassierter Klub usw.).
Barrage und dieci Challenge League wie bisher
Während der letztklassierte Klub der Qualification Group direkt in die dieci Challenge League (DCL) absteigt, bestreitet der vorletztklassierte Klub wie bisher in einem Hin- und Rückspiel eine Relegation gegen den Zweiten der DCL um den letzten Platz in der CSSL. Die Meisterschaft der DCL wird in einem ersten Schritt weiterhin mit 10 Klubs und im bestehenden Modus ausgetragen.
Ablauf der Versammlung
Mit dem Versand der Traktandenliste wurde den Klubs auch der Ablauf der a.o. Generalversammlung vom 20. Mai 2022 im Haus des Sports in Ittigen bei Bern mitgeteilt. Zuerst wird in den Statuten die Anzahl Klubs in der CSSL zur Abstimmung gebracht, hierbei ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.
Anschliessend stimmen die Klubs über den neuen Modus ab: erst über die Einführung der First und Second Stage, dann einzeln über die Elemente der Final Stage (Championship Finals, Europe Play-offs, Relegation). Für die Einführung ist bei jeder Abstimmung das einfache Mehr gefordert.
Sonderregeln für die Übergangssaison
Die Aufstockung der CSSL ist auf die Saison 2023/24 hin vorgesehen. Bei einer Annahme des Vorschlags wird in der Saison 2022/23 eine Übergangssaison ausgetragen. Auch über diese Regeln stimmen die Klubs an der Versammlung ab.
In der CSSL wird vorgeschlagen, dass es keinen direkten Absteiger gibt und der letztklassierte Klub eine Barrage gegen den Dritten der DCL bestreitet. Die gleiche Regelung soll in der DCL gegenüber der Promotion League (PL) zum Einsatz kommen. Zudem steigen aus DCL und PL jeweils zwei Klubs direkt auf, sofern sie die erforderliche Lizenz erhalten.
Weitere Zustimmung erforderlich
Aufgrund der angestrebten Erhöhung der CSSL auf 12 Klubs, womit zukünftig 22 Klubs in der SFL vertreten wären, muss nach Annahme innerhalb der SFL auch vom Verbandsrat des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) die Zustimmung eingeholt werden.