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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2013.00025 I. Kammer Sozialversicherungsrichter Spitz als Einzelrichter Gerichtsschreiber Wilhelm Urteil vom 28. November 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Gabathuler Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war ab 9. Juni 2009 bei der Y.___ AG als Küchenmitarbeiter angestellt (Urk. 6/38). Am 3 0. Juli 2010 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis auf den 31. August 2010 (Urk. 6/44). Am 3 1. Juli 2010 erfolgte die fristlose Auflösung des Arbeits verhältnisses durch die Arbeitgeberin. Die fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses erfolgte für den Fall, dass sich der Versicherte nicht mit dem Vertrau en sarzt der Arbeitgeberin in Verbindung setze und kein ärztliches Zeugnis seines Arztes einreiche (Urk. 6/45). A m 5. August 2010 meldete sich der Versicherte zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 6/16) und am 1 3. August 2010 stellte er Antrag auf Arbeitslosenentschä di gung ab 1. August 2010 (Urk. 6/1). Dem V ersicherten stand in der Folge ab 5. Augus t 2010 eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug offen (Urk. 6/52). A m 1 9. Okt ober 2010 verfügte die zuständige Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit von X.___ für die Dauer von 39 Tagen eine Einstellung in der Anspruchs berechtigung (Urk. 6/89 ). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 9. November 2010, ergänzt am 2 2. November 2010, Einsprache ( Urk. 6/86, Urk. 6/90). In der Folge war zwischen dem Versicherten und der ehemaligen Arbeitgeberin ein arbeitsrechtlicher Prozess hängig. Bis zu dessen Abschluss sistierte die Ar beits losenkasse des Kantons Zürich das Einspracheverfahren (vgl. Urk. 6/74). Am 3. Juli 2012 fällte das Obergericht des Kantons Zürich im arbeitsrechtlichen Prozess das Urteil (Urk. 6/78 ). Am 1 4. September 2012 und am 19. Dezember 2012 nahm der Versicherte zur Sache erneut Stellung (Urk. 6/81, Urk. 8/86). Mit Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 hiess d ie Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich die Einsprache teilweise gut und reduzierte die Dauer der Ein stellung auf 34 Tage (Urk. 2 = Urk. 6/91). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 erhob der Versic herte am 2 5. Januar 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des Ein spracheentscheides sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen (Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich beantragte in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2013, die Beschwerde sei abzuweisen (Urk. 5). Auf die Aus führungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ). 2. Die versi cherte Person ist gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Ver schulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst ver schuldet, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere durch Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflö sung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat ( Art. 44 Abs. 1 lit. a der Ver ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung ; AVIV). Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit setzt keine Auflösung des Ar beitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 beziehungsweise Art. 346 Abs. 2 des Obligationen recht s (OR) voraus. Es genügt, dass das allge meine Verhalten der ver sic herten Person Anlass zur Kündigung beziehungs weise Entlassung gegeben hat; Bean stan dungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht vor gele gen haben. Mithin ge hö ren dazu auch charakterliche Eigen schaften im weiteren Sinne, die den Arbeit nehmer oder die Arbeitnehmerin für den Be trieb als untragbar erscheinen lassen. Eine Einstellung in der Anspruchsberech tigung kann jedoch nur verfügt werden, wenn das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar fest steh t (BGE 112 V 242 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 E. 7b; SVR 1996 AlV Nr. 72 S. 220 E. 3 b/ bb ; Gerhards, Kommentar zum Bun desgesetz über die obligato risch e Arbeitslosenversicherung und die Insolven zentschädigung, Band I, Rz. 11 zu Art. 30). Das vorwerfbare Verhalten muss zu dem nach Art. 20 lit. b des Überein kommens Nr. 168 der Internationalen Ar beitsorganisation (IAO) über Beschäfti gungs för derung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 2 1. Juni 1988 (SR 0.822.726.8; für die Schweiz in Kraft seit dem 1 7. Oktober 1991, AS 1991 1914) vorsätzlich erfolgt sein, wobei Eventualvorsatz genügt (vgl. BGE 124 V 234 E. 3b, welche Rechtsprechung ge mäss Urteil des Bundesgerichts C 53/00 vom 1 7. Okto ber 2000 E. 3b, auch im Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar ist; bezüglich Eventualvor satz : Urteil des Bundesgerichts C 289/03 vom 2 4. März 2005 E. 1). Bei Differen zen zwischen dem Arbeitgeber und Beschäftigten darf nicht ohne weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ge schlossen werden, wenn der Arbeitgeber nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche er keine Beweise anführen kann (BGE 112 V 242 E. 1 mit Hin weisen; Gerhards, Kommenta r zum Arbeits losen versicherungsges etz, Band I, Bern und Stuttgart 1987, N. 10 ff. zu Art. 30). 3. 3.1 Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin hat sich der Beschwerdeführer ge gen über seiner ehemaligen Arbeitgeberin verschiedene Verfehlungen zuschul den kommen lassen. Zum Fehlverhalten habe die Arbeitgeberin mehrfach schriftlich Angaben gemacht. Bereits am 2 5. August 2010 (richtig: 1. September 2010) habe die Arbeitgeberin im Abklärungsverfahren auf Pflichtverletzungen wie Unpünkt lichkeit, das Nichterscheinen zur Arbeit und Arbeitsverweigerung hingewiesen (Urk. 6/46) und habe die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 2010 (Urk. 6/42) so wie die Kündigungsschreiben vom 3 0. und 3 1. Juli 2010 (Urk. 6/43-44) beige legt. Ferner habe die Arbeitgeberin eine Aktennotiz einge reicht, worin das Fehl verhalten des Beschwerdeführers ausführlich beschrieben worden sei (vgl. Urk. 6/83/2). Insgesamt stehe rechtsgenüglich fest, dass das Fehlverhalten des Be schwerdeführers zur Kündigung geführt habe, weswegen diese als selbstve r schuldet im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbin dung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu betrachten sei (Urk. 2 S. 4 f. Ziff. 4 ; vgl. auch Urk. 6/89 S. 2 f. ). 3.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, ihn treffe kein Verschul den an der Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Die Beschwerdegegnerin messe der von der Arbeitgeberin eingereichten Aktennotiz, die von vier Vorgesetzten unterzeichnet worden sei, zu Unrecht Beweiswert bei. Offenkundig gehe sie da von aus, dass der Darstellung von Vorgesetzten stets höhere Glaubwürdigkeit zu komme als derjenigen eines Arbeitnehmers, was indessen nicht der Fall sei. Steh e Behauptung gegen Behauptung, könne nicht ohne Weiteres davon ge sprochen werden, eine Tatsache stehe in beweisrechtlicher Hinsicht klar fest. Richtig sei einzig, dass zwischen ihm (dem Beschwerdeführer) und dem Küchen chef A.___ Unstimmigkeiten bestanden hätten. Probleme habe es wegen ein seitiger Schichtplanung gegeben, und weil der Vorgesetzte auch ein diskri minierendes Verhalten an den Tag gelegt habe. Ansonsten entsprächen die in der Aktennotiz aufgeführten Vorwürfe nicht den Tatsachen. Die Mahnung vom 9. Juli 2010 enthalte diesbezüglich nur unsubstantiierte Vorwürfe. Belegt sei so mit insgesamt nichts bezüglich arbeitsvertraglichem Fehlverhalten (Urk. 1 S. 4 ff. Ziff. 4 ff.; vgl. auch Urk. 6/81, Urk. 6/86). 4. 4.1 Am 1. September 2010 retournierte die Y.___ AG den von der Be schwerdegegnerin zugestellten Frag e bogen betreffend die Gründe für die Auf lösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Beschwerdeführer. Sie bejahte darin die Frage, ob dienstvertragliche Pflichten verletzt worden seien, verwies zu den De tails aber auf die beigelegten Unterlagen (Urk. 6/46). 4.2 Zu den Beilagen gehört zum einen die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 201 0. Dieser ist zu entnehmen, trotz mehreren mündlichen Gesprächen mit dem Küchenchef A.___ und mit B.___ von der Geschäftsleitung habe sich die Einstellung des Beschwerdefü hrers gegenüber dem Kader nicht ge ändert. Er erscheine nach wie vor unpün ktlich zur Arbeit, melde sich weder an noch ab und führe die ihm erteilten Aufträge nur widerwillig aus. Am Don ners tag, den 8. Juli 2010 habe der Beschwerdeführer dem Küchenchef mitge teilt, dass er sich krank fühle. Um 12.30 habe er den Arbeitsplatz verlassen und um 14.00 Uhr mitgeteilt, dass die Praxis seines Hausarztes geschlossen sei, weswe gen er am nächsten Tag den Arzt aufsuchen werde. Zur Arbeit sei er nicht mehr er schienen. Da es nicht das erste Mal gewesen sei, dass der Beschwerdeführer kurzfristig vor seinem freien Tag krank geworden sei, habe er ab sofort nicht nur seinen Hausarzt aufzusuchen, sondern auch den Vertrauensarzt der Arbeit gebe rin, der die Krankheit bestätigen müsse. Sollte der Beschwerdeführer die Arbeits anweisungen weiterhin ignorieren und sich nicht an- und abmelden, so werde das Arbeitsverhältnis aufgelöst (Urk. 6/42). 4.3 Im Kündigungsschr ei ben vom 3 0. Juli 2010 führte die Arbeitgeberin aus, trotz der schriftlichen Verwarnung vom 9. Juli 2010 und dem persönlichen Gespräch mit dem Küchenchef und dem Betriebsassistenten habe keine Verbesserung hin sichtlich Arbeitseinstellung und Weis ung festgestellt werden können, wes wegen das Arbeitsverhältnis nunmehr aufgelöst werde (Urk. 6/43). 4.4 Im Schreiben vom 3 1. Juli 2010 betreffend fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses führte die Arbeitgeberin aus, die Kündigung sei vom Beschwerdefüh rer noch nicht unterzeichnet worden, obschon er dies zugesagt habe. Des Wei teren habe er um 14.00 Uhr die Arbeit nicht angetreten, sondern sich krank ge meldet. Wie in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 angekündigt, habe er sich da her zum Vertrauensarzt zu begeben und er habe auch einen Bericht seines Haus a rztes einzureichen. Dies habe bis zum 4. August 2010 zu geschehen, an sonsten das Arbeitsverhältnis als fristlos aufgelöst gelte (Urk. 6/45). 4.5 In der am 2 9. November 2012 von der Y.___ AG n achgereichten (vgl. Urk. 6/84), nicht datierten Aktennotiz betreffend „Arbeitsverweigerung und dementsprechend Grund der erfolgten ordentlichen Kündigung am 3 0. Juli 2010 per 3 1. August 2010“ sind verschiedene Verstösse des Beschwerdeführers gegen erteilte Weisungen und anderweitiges Fehlverhalten festgehalten, unter anderem die Vorwürfe, übertragene Arbeiten in der Küche nicht ausgeführt zu haben, Mittagspause respektive Feierabend gemacht und dabei unerledigte Ar beiten zu rückgelassen zu haben oder übertragene Reinigungsarbe iten nicht ausgeführt zu haben (Urk. 6/83/2). 5. 5.1 Das Obergericht des Kantons Zürich stellte in seinem Urteil vom 3. Juli 2012 fest, dass eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht gerechtfertigt ge wesen sei. Ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 337 OR habe nicht vorgele gen (Urk. 6/78 S. 6 ff. E. 2). Auf die überzeugenden Darlegungen in diesem Urteil ist zu verweisen. Anlass zu einer abweichenden Betrachtung im vorlie genden Verfahren besteht nicht. 5.2 Fest steht aufgrund der Akten, dass es zwischen dem Beschwerdeführer und der Arbeitgeberin Spannungen und Unstimmigkeiten gab, wobei wechselseitig Vor würfe erhoben wurden. Die Kündigung erfolgte wohl im Zusammenhang mit diesen Spannungen. Die Arbeitgeberin sprach s owohl in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 als auch im Kündigungsschreiben vom 3 0. Juli 2010 nur in allge meiner Weise von Treuepflichtverletzungen, konkrete Vorfälle wurden nicht er wähnt. I m Zusammenhang mit den Krankheitsabsenzen äusserte sie lediglich den Verdacht, der Beschwerdeführer könnte für gewisse Absenzen gesundheitli che Gründe vorgeschoben haben. Ob somit der Beschwerdeführer allein respek tive zur Hauptsache Verursacher der Unstimmigkeiten zwischen ihm und der Arbeit ge be rin gewesen ist, und ob somit die Kündigung selbstverschuldet im Sinne des AVIG ist, lässt sich bei dieser Sachlage nicht mit überwiegender Wahr schein lichkeit feststellen. Die blosse Möglichkeit, dass es sich so verhalten hat, genügt nicht für eine Einstellung. 5.3 Im Eventualbegehren beantragte die Beschwerdegegnerin z usätzliche Beweis massnahmen, konkret die Befragung von Zeugen (Urk. 5 S. 2). Der Beweisantr ag steht im Zusammenhang mit der im Einspracheverfahren von der Arbeitge berin eingereichten Aktennotiz. Diese wurde von vier Mitarbeitern der Arbeitgeberin unterzeichnet, die gegenüber dem Beschwerdeführer eine Vorgesetztenfunktion inne hatten (vgl. Urk. 6/83/2). Die Aktennotiz enthält im Zusammenhang mit der Nichtbefolgung von Weisun gen erstmals inhaltlich konkretere Angaben. Allerdings fehlen auch hier nach wie vor relevante Details, vorab wann sich die entsprechenden Vorfälle ereig neten (Urk. 6/83/2). Zuvor stande n, wie bereits erwähnt, noch unbe stimmte re Beanstandungen im Raume. In der Verwarnung vom 9. Juli 2010 ( Urk. 6/42) wurde pauschal auf bereits früher mit dem Beschwerdeführer mündlich erörterte Mängel im Zu sammenhang mit der Befolgung von Weisungen verwiesen. Dokumente oder Pro tokolle darüber liegen nicht vor. Ansonsten enthält s ie nur den Hinweis, der Beschwerdeführer habe erneut einen Tag vor einem freien Tag die Arbeitsstelle kurzfristig krankheitshalber verlassen, weswegen die Weisung e rlassen werde, bei Krankheit habe er künftig nicht nur ein Attest seines Hausa rztes beizubrin gen, sondern er ha be auch einen Vertrauensarzt zu konsultieren. D as Kündigung sschreiben vom 3 0. Juli 2010 enthält nur den nicht weiter sub stantiierten Vorwurf, eine Verbesserung hinsichtlich Arbeitseinstellung und Be folgung von Weisungen habe nicht festgestellt werden können (Urk. 6/44). 5.4 Nach dem Gesagten brächten weitere Sachverhaltsabklärungen keinen ent scheidenden zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Selbst wenn die in der undatierten und im Einspracheverfahren eingereichten Aktennotiz er wähnten Vorwürfe durch Zeugen bestätigt respektive konkretisiert würden, stünde gleichwohl nicht fest, dass seinerzeit konkret dies die Arbeitgeberin zur Kündigung bewogen hat te. Zu beachten ist zudem, dass der Beschwerdeführer schon im obergerichtlichen Ver fahren das Arztzeugnis vom 9. Juli 2010 eingereicht hatte (Urk. 3/2), aus wel chem hervorgeht, dass er vom 8. Juli 2010 bis zum 13. Juli 2010 tatsächlich krank gewesen ist, das heisst zu einer Zeit, betreffend welche die Arbeitgeberin die Vermutung geäussert hatte, er sei gar nicht krank gewesen, als er um 12.30 Uhr den Arbeitsplatz verlassen habe und am folgenden Arbeitstag nicht zur Arbeit erschienen sei (Urk. 6/78 S. 7 Erwägung II.2b des Obergerichtsurteils). Ein sowohl bezüglich Inhalt als auch Zeitpunkt kon kret und e chtzeitlich dokumen tierte s v ertragswidriges Verhalten steht nicht fest. Auf möglicherweise nachge schobene Kündigungsgründe kann eine Einstellung nicht abgestützt werden. Zusammenfassend ergibt sich, dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers selbstverschuldet ist. Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG fällt ausser Betracht. Die gegen den Entscheid der Beschwerdegegnerin erhobene Beschwerde ist demgemäss begründet und diese ist gutzuheissen. 6. Ausgangsgemäss hat der obsiegende Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘600.-- (inkl. Mehr wert steuer und Barauslagen) festzusetzen. Der Einzelrichter erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der angefochtene Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 und damit die X.___ auferlegte Einstellung in d er Anspruchsberechtigung von 34 Tagen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im Zu sammenhang mit der Kündigung der Y.___ AG vom 3 0. Juli 2010 auf ge hoben. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1‘600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Thomas Gabathuler - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber SpitzWilhelm

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2013.00025 I. Kammer Sozialversicherungsrichter Spitz als Einzelrichter Gerichtsschreiber Wilhelm Urteil vom 28. November 2014 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Gabathuler Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war ab 9. Juni 2009 bei der Y.___ AG als Küchenmitarbeiter angestellt (Urk. 6/38). Am 3 0. Juli 2010 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis auf den 31. August 2010 (Urk. 6/44). Am 3 1. Juli 2010 erfolgte die fristlose Auflösung des Arbeits verhältnisses durch die Arbeitgeberin. Die fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses erfolgte für den Fall, dass sich der Versicherte nicht mit dem Vertrau en sarzt der Arbeitgeberin in Verbindung setze und kein ärztliches Zeugnis seines Arztes einreiche (Urk. 6/45). A m 5. August 2010 meldete sich der Versicherte zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 6/16) und am 1 3. August 2010 stellte er Antrag auf Arbeitslosenentschä di gung ab 1. August 2010 (Urk. 6/1). Dem V ersicherten stand in der Folge ab 5. Augus t 2010 eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug offen (Urk. 6/52). A m 1 9. Okt ober 2010 verfügte die zuständige Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit von X.___ für die Dauer von 39 Tagen eine Einstellung in der Anspruchs berechtigung (Urk. 6/89 ). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 9. November 2010, ergänzt am 2 2. November 2010, Einsprache ( Urk. 6/86, Urk. 6/90). In der Folge war zwischen dem Versicherten und der ehemaligen Arbeitgeberin ein arbeitsrechtlicher Prozess hängig. Bis zu dessen Abschluss sistierte die Ar beits losenkasse des Kantons Zürich das Einspracheverfahren (vgl. Urk. 6/74). Am 3. Juli 2012 fällte das Obergericht des Kantons Zürich im arbeitsrechtlichen Prozess das Urteil (Urk. 6/78 ). Am 1 4. September 2012 und am 19. Dezember 2012 nahm der Versicherte zur Sache erneut Stellung (Urk. 6/81, Urk. 8/86). Mit Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 hiess d ie Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich die Einsprache teilweise gut und reduzierte die Dauer der Ein stellung auf 34 Tage (Urk. 2 = Urk. 6/91). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 erhob der Versic herte am 2 5. Januar 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des Ein spracheentscheides sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen (Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich beantragte in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2013, die Beschwerde sei abzuweisen (Urk. 5). Auf die Aus führungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ). 2. Die versi cherte Person ist gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Ver schulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst ver schuldet, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere durch Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflö sung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat ( Art. 44 Abs. 1 lit. a der Ver ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung ; AVIV). Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit setzt keine Auflösung des Ar beitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 beziehungsweise Art. 346 Abs. 2 des Obligationen recht s (OR) voraus. Es genügt, dass das allge meine Verhalten der ver sic herten Person Anlass zur Kündigung beziehungs weise Entlassung gegeben hat; Bean stan dungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht vor gele gen haben. Mithin ge hö ren dazu auch charakterliche Eigen schaften im weiteren Sinne, die den Arbeit nehmer oder die Arbeitnehmerin für den Be trieb als untragbar erscheinen lassen. Eine Einstellung in der Anspruchsberech tigung kann jedoch nur verfügt werden, wenn das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar fest steh t (BGE 112 V 242 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 E. 7b; SVR 1996 AlV Nr. 72 S. 220 E. 3 b/ bb ; Gerhards, Kommentar zum Bun desgesetz über die obligato risch e Arbeitslosenversicherung und die Insolven zentschädigung, Band I, Rz. 11 zu Art. 30). Das vorwerfbare Verhalten muss zu dem nach Art. 20 lit. b des Überein kommens Nr. 168 der Internationalen Ar beitsorganisation (IAO) über Beschäfti gungs för derung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 2 1. Juni 1988 (SR 0.822.726.8; für die Schweiz in Kraft seit dem 1 7. Oktober 1991, AS 1991 1914) vorsätzlich erfolgt sein, wobei Eventualvorsatz genügt (vgl. BGE 124 V 234 E. 3b, welche Rechtsprechung ge mäss Urteil des Bundesgerichts C 53/00 vom 1 7. Okto ber 2000 E. 3b, auch im Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar ist; bezüglich Eventualvor satz : Urteil des Bundesgerichts C 289/03 vom 2 4. März 2005 E. 1). Bei Differen zen zwischen dem Arbeitgeber und Beschäftigten darf nicht ohne weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ge schlossen werden, wenn der Arbeitgeber nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche er keine Beweise anführen kann (BGE 112 V 242 E. 1 mit Hin weisen; Gerhards, Kommenta r zum Arbeits losen versicherungsges etz, Band I, Bern und Stuttgart 1987, N. 10 ff. zu Art. 30). 3. 3.1 Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin hat sich der Beschwerdeführer ge gen über seiner ehemaligen Arbeitgeberin verschiedene Verfehlungen zuschul den kommen lassen. Zum Fehlverhalten habe die Arbeitgeberin mehrfach schriftlich Angaben gemacht. Bereits am 2 5. August 2010 (richtig: 1. September 2010) habe die Arbeitgeberin im Abklärungsverfahren auf Pflichtverletzungen wie Unpünkt lichkeit, das Nichterscheinen zur Arbeit und Arbeitsverweigerung hingewiesen (Urk. 6/46) und habe die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 2010 (Urk. 6/42) so wie die Kündigungsschreiben vom 3 0. und 3 1. Juli 2010 (Urk. 6/43-44) beige legt. Ferner habe die Arbeitgeberin eine Aktennotiz einge reicht, worin das Fehl verhalten des Beschwerdeführers ausführlich beschrieben worden sei (vgl. Urk. 6/83/2). Insgesamt stehe rechtsgenüglich fest, dass das Fehlverhalten des Be schwerdeführers zur Kündigung geführt habe, weswegen diese als selbstve r schuldet im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbin dung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu betrachten sei (Urk. 2 S. 4 f. Ziff. 4 ; vgl. auch Urk. 6/89 S. 2 f. ). 3.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, ihn treffe kein Verschul den an der Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Die Beschwerdegegnerin messe der von der Arbeitgeberin eingereichten Aktennotiz, die von vier Vorgesetzten unterzeichnet worden sei, zu Unrecht Beweiswert bei. Offenkundig gehe sie da von aus, dass der Darstellung von Vorgesetzten stets höhere Glaubwürdigkeit zu komme als derjenigen eines Arbeitnehmers, was indessen nicht der Fall sei. Steh e Behauptung gegen Behauptung, könne nicht ohne Weiteres davon ge sprochen werden, eine Tatsache stehe in beweisrechtlicher Hinsicht klar fest. Richtig sei einzig, dass zwischen ihm (dem Beschwerdeführer) und dem Küchen chef A.___ Unstimmigkeiten bestanden hätten. Probleme habe es wegen ein seitiger Schichtplanung gegeben, und weil der Vorgesetzte auch ein diskri minierendes Verhalten an den Tag gelegt habe. Ansonsten entsprächen die in der Aktennotiz aufgeführten Vorwürfe nicht den Tatsachen. Die Mahnung vom 9. Juli 2010 enthalte diesbezüglich nur unsubstantiierte Vorwürfe. Belegt sei so mit insgesamt nichts bezüglich arbeitsvertraglichem Fehlverhalten (Urk. 1 S. 4 ff. Ziff. 4 ff.; vgl. auch Urk. 6/81, Urk. 6/86). 4. 4.1 Am 1. September 2010 retournierte die Y.___ AG den von der Be schwerdegegnerin zugestellten Frag e bogen betreffend die Gründe für die Auf lösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Beschwerdeführer. Sie bejahte darin die Frage, ob dienstvertragliche Pflichten verletzt worden seien, verwies zu den De tails aber auf die beigelegten Unterlagen (Urk. 6/46). 4.2 Zu den Beilagen gehört zum einen die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 201 0. Dieser ist zu entnehmen, trotz mehreren mündlichen Gesprächen mit dem Küchenchef A.___ und mit B.___ von der Geschäftsleitung habe sich die Einstellung des Beschwerdefü hrers gegenüber dem Kader nicht ge ändert. Er erscheine nach wie vor unpün ktlich zur Arbeit, melde sich weder an noch ab und führe die ihm erteilten Aufträge nur widerwillig aus. Am Don ners tag, den 8. Juli 2010 habe der Beschwerdeführer dem Küchenchef mitge teilt, dass er sich krank fühle. Um 12.30 habe er den Arbeitsplatz verlassen und um 14.00 Uhr mitgeteilt, dass die Praxis seines Hausarztes geschlossen sei, weswe gen er am nächsten Tag den Arzt aufsuchen werde. Zur Arbeit sei er nicht mehr er schienen. Da es nicht das erste Mal gewesen sei, dass der Beschwerdeführer kurzfristig vor seinem freien Tag krank geworden sei, habe er ab sofort nicht nur seinen Hausarzt aufzusuchen, sondern auch den Vertrauensarzt der Arbeit gebe rin, der die Krankheit bestätigen müsse. Sollte der Beschwerdeführer die Arbeits anweisungen weiterhin ignorieren und sich nicht an- und abmelden, so werde das Arbeitsverhältnis aufgelöst (Urk. 6/42). 4.3 Im Kündigungsschr ei ben vom 3 0. Juli 2010 führte die Arbeitgeberin aus, trotz der schriftlichen Verwarnung vom 9. Juli 2010 und dem persönlichen Gespräch mit dem Küchenchef und dem Betriebsassistenten habe keine Verbesserung hin sichtlich Arbeitseinstellung und Weis ung festgestellt werden können, wes wegen das Arbeitsverhältnis nunmehr aufgelöst werde (Urk. 6/43). 4.4 Im Schreiben vom 3 1. Juli 2010 betreffend fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses führte die Arbeitgeberin aus, die Kündigung sei vom Beschwerdefüh rer noch nicht unterzeichnet worden, obschon er dies zugesagt habe. Des Wei teren habe er um 14.00 Uhr die Arbeit nicht angetreten, sondern sich krank ge meldet. Wie in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 angekündigt, habe er sich da her zum Vertrauensarzt zu begeben und er habe auch einen Bericht seines Haus a rztes einzureichen. Dies habe bis zum 4. August 2010 zu geschehen, an sonsten das Arbeitsverhältnis als fristlos aufgelöst gelte (Urk. 6/45). 4.5 In der am 2 9. November 2012 von der Y.___ AG n achgereichten (vgl. Urk. 6/84), nicht datierten Aktennotiz betreffend „Arbeitsverweigerung und dementsprechend Grund der erfolgten ordentlichen Kündigung am 3 0. Juli 2010 per 3 1. August 2010“ sind verschiedene Verstösse des Beschwerdeführers gegen erteilte Weisungen und anderweitiges Fehlverhalten festgehalten, unter anderem die Vorwürfe, übertragene Arbeiten in der Küche nicht ausgeführt zu haben, Mittagspause respektive Feierabend gemacht und dabei unerledigte Ar beiten zu rückgelassen zu haben oder übertragene Reinigungsarbe iten nicht ausgeführt zu haben (Urk. 6/83/2). 5. 5.1 Das Obergericht des Kantons Zürich stellte in seinem Urteil vom 3. Juli 2012 fest, dass eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht gerechtfertigt ge wesen sei. Ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 337 OR habe nicht vorgele gen (Urk. 6/78 S. 6 ff. E. 2). Auf die überzeugenden Darlegungen in diesem Urteil ist zu verweisen. Anlass zu einer abweichenden Betrachtung im vorlie genden Verfahren besteht nicht. 5.2 Fest steht aufgrund der Akten, dass es zwischen dem Beschwerdeführer und der Arbeitgeberin Spannungen und Unstimmigkeiten gab, wobei wechselseitig Vor würfe erhoben wurden. Die Kündigung erfolgte wohl im Zusammenhang mit diesen Spannungen. Die Arbeitgeberin sprach s owohl in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 als auch im Kündigungsschreiben vom 3 0. Juli 2010 nur in allge meiner Weise von Treuepflichtverletzungen, konkrete Vorfälle wurden nicht er wähnt. I m Zusammenhang mit den Krankheitsabsenzen äusserte sie lediglich den Verdacht, der Beschwerdeführer könnte für gewisse Absenzen gesundheitli che Gründe vorgeschoben haben. Ob somit der Beschwerdeführer allein respek tive zur Hauptsache Verursacher der Unstimmigkeiten zwischen ihm und der Arbeit ge be rin gewesen ist, und ob somit die Kündigung selbstverschuldet im Sinne des AVIG ist, lässt sich bei dieser Sachlage nicht mit überwiegender Wahr schein lichkeit feststellen. Die blosse Möglichkeit, dass es sich so verhalten hat, genügt nicht für eine Einstellung. 5.3 Im Eventualbegehren beantragte die Beschwerdegegnerin z usätzliche Beweis massnahmen, konkret die Befragung von Zeugen (Urk. 5 S. 2). Der Beweisantr ag steht im Zusammenhang mit der im Einspracheverfahren von der Arbeitge berin eingereichten Aktennotiz. Diese wurde von vier Mitarbeitern der Arbeitgeberin unterzeichnet, die gegenüber dem Beschwerdeführer eine Vorgesetztenfunktion inne hatten (vgl. Urk. 6/83/2). Die Aktennotiz enthält im Zusammenhang mit der Nichtbefolgung von Weisun gen erstmals inhaltlich konkretere Angaben. Allerdings fehlen auch hier nach wie vor relevante Details, vorab wann sich die entsprechenden Vorfälle ereig neten (Urk. 6/83/2). Zuvor stande n, wie bereits erwähnt, noch unbe stimmte re Beanstandungen im Raume. In der Verwarnung vom 9. Juli 2010 ( Urk. 6/42) wurde pauschal auf bereits früher mit dem Beschwerdeführer mündlich erörterte Mängel im Zu sammenhang mit der Befolgung von Weisungen verwiesen. Dokumente oder Pro tokolle darüber liegen nicht vor. Ansonsten enthält s ie nur den Hinweis, der Beschwerdeführer habe erneut einen Tag vor einem freien Tag die Arbeitsstelle kurzfristig krankheitshalber verlassen, weswegen die Weisung e rlassen werde, bei Krankheit habe er künftig nicht nur ein Attest seines Hausa rztes beizubrin gen, sondern er ha be auch einen Vertrauensarzt zu konsultieren. D as Kündigung sschreiben vom 3 0. Juli 2010 enthält nur den nicht weiter sub stantiierten Vorwurf, eine Verbesserung hinsichtlich Arbeitseinstellung und Be folgung von Weisungen habe nicht festgestellt werden können (Urk. 6/44). 5.4 Nach dem Gesagten brächten weitere Sachverhaltsabklärungen keinen ent scheidenden zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Selbst wenn die in der undatierten und im Einspracheverfahren eingereichten Aktennotiz er wähnten Vorwürfe durch Zeugen bestätigt respektive konkretisiert würden, stünde gleichwohl nicht fest, dass seinerzeit konkret dies die Arbeitgeberin zur Kündigung bewogen hat te. Zu beachten ist zudem, dass der Beschwerdeführer schon im obergerichtlichen Ver fahren das Arztzeugnis vom 9. Juli 2010 eingereicht hatte (Urk. 3/2), aus wel chem hervorgeht, dass er vom 8. Juli 2010 bis zum 13. Juli 2010 tatsächlich krank gewesen ist, das heisst zu einer Zeit, betreffend welche die Arbeitgeberin die Vermutung geäussert hatte, er sei gar nicht krank gewesen, als er um 12.30 Uhr den Arbeitsplatz verlassen habe und am folgenden Arbeitstag nicht zur Arbeit erschienen sei (Urk. 6/78 S. 7 Erwägung II.2b des Obergerichtsurteils). Ein sowohl bezüglich Inhalt als auch Zeitpunkt kon kret und e chtzeitlich dokumen tierte s v ertragswidriges Verhalten steht nicht fest. Auf möglicherweise nachge schobene Kündigungsgründe kann eine Einstellung nicht abgestützt werden. Zusammenfassend ergibt sich, dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers selbstverschuldet ist. Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG fällt ausser Betracht. Die gegen den Entscheid der Beschwerdegegnerin erhobene Beschwerde ist demgemäss begründet und diese ist gutzuheissen. 6. Ausgangsgemäss hat der obsiegende Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘600.-- (inkl. Mehr wert steuer und Barauslagen) festzusetzen. Der Einzelrichter erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der angefochtene Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 und damit die X.___ auferlegte Einstellung in d er Anspruchsberechtigung von 34 Tagen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im Zu sammenhang mit der Kündigung der Y.___ AG vom 3 0. Juli 2010 auf ge hoben. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1‘600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Thomas Gabathuler - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber SpitzWilhelm

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2013.00025 AL.2013.00025

AL.2013.00025 I. Kammer

Sozialversicherungsrichter Spitz als Einzelrichter

Gerichtsschreiber Wilhelm

Urteil vom 28. November 2014

Urteil vom 28. November 2014 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Gabathuler

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Gabathuler Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich

Schifflände 22, Postfach 126, 8024 Zürich gegen

gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur

Brunngasse 6, Postfach, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1967, war ab 9. Juni 2009 bei der Y.___ AG als Küchenmitarbeiter angestellt (Urk. 6/38). Am 3 0. Juli 2010 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis auf den 31. August 2010 (Urk. 6/44). Am 3 1. Juli 2010 erfolgte die fristlose Auflösung des Arbeits verhältnisses durch die Arbeitgeberin. Die fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses erfolgte für den Fall, dass sich der Versicherte nicht mit dem Vertrau en sarzt der Arbeitgeberin in Verbindung setze und kein ärztliches Zeugnis seines Arztes einreiche (Urk. 6/45).

1. X.___, geboren 1967, war ab 9. Juni 2009 bei der Y.___ AG als Küchenmitarbeiter angestellt (Urk. 6/38). Am 3 0. Juli 2010 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis auf den 31. August 2010 (Urk. 6/44). Am 3 1. Juli 2010 erfolgte die fristlose Auflösung des Arbeits verhältnisses durch die Arbeitgeberin. Die fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses erfolgte für den Fall, dass sich der Versicherte nicht mit dem Vertrau en sarzt der Arbeitgeberin in Verbindung setze und kein ärztliches Zeugnis seines Arztes einreiche (Urk. 6/45). A m 5. August 2010 meldete sich der Versicherte zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 6/16) und am 1 3. August 2010 stellte er Antrag auf Arbeitslosenentschä di gung ab 1. August 2010 (Urk. 6/1). Dem V ersicherten stand in der Folge ab 5. Augus t 2010 eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug offen (Urk. 6/52).

A m 5. August 2010 meldete sich der Versicherte zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 6/16) und am 1 3. August 2010 stellte er Antrag auf Arbeitslosenentschä di gung ab 1. August 2010 (Urk. 6/1). Dem V ersicherten stand in der Folge ab 5. Augus t 2010 eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug offen (Urk. 6/52). A m 1 9. Okt ober 2010 verfügte die zuständige Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit von X.___ für die Dauer von 39 Tagen eine Einstellung in der Anspruchs berechtigung (Urk. 6/89 ). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 9. November 2010, ergänzt am 2 2. November 2010, Einsprache ( Urk. 6/86, Urk. 6/90).

A m 1 9. Okt ober 2010 verfügte die zuständige Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit von X.___ für die Dauer von 39 Tagen eine Einstellung in der Anspruchs berechtigung (Urk. 6/89 ). Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 1 9. November 2010, ergänzt am 2 2. November 2010, Einsprache ( Urk. 6/86, Urk. 6/90). In der Folge war zwischen dem Versicherten und der ehemaligen Arbeitgeberin ein arbeitsrechtlicher Prozess hängig. Bis zu dessen Abschluss sistierte die Ar beits losenkasse des Kantons Zürich das Einspracheverfahren (vgl. Urk. 6/74). Am 3. Juli 2012 fällte das Obergericht des Kantons Zürich im arbeitsrechtlichen Prozess das Urteil (Urk. 6/78 ). Am 1 4. September 2012 und am 19. Dezember 2012 nahm der Versicherte zur Sache erneut Stellung (Urk. 6/81, Urk. 8/86).

In der Folge war zwischen dem Versicherten und der ehemaligen Arbeitgeberin ein arbeitsrechtlicher Prozess hängig. Bis zu dessen Abschluss sistierte die Ar beits losenkasse des Kantons Zürich das Einspracheverfahren (vgl. Urk. 6/74). Am 3. Juli 2012 fällte das Obergericht des Kantons Zürich im arbeitsrechtlichen Prozess das Urteil (Urk. 6/78 ). Am 1 4. September 2012 und am 19. Dezember 2012 nahm der Versicherte zur Sache erneut Stellung (Urk. 6/81, Urk. 8/86). Mit Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 hiess d ie Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich die Einsprache teilweise gut und reduzierte die Dauer der Ein stellung auf 34 Tage (Urk. 2 = Urk. 6/91).

Mit Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 hiess d ie Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich die Einsprache teilweise gut und reduzierte die Dauer der Ein stellung auf 34 Tage (Urk. 2 = Urk. 6/91). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 erhob der Versic herte am 2 5. Januar 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des Ein spracheentscheides sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen (Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich beantragte in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2013, die Beschwerde sei abzuweisen (Urk. 5).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 erhob der Versic herte am 2 5. Januar 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des Ein spracheentscheides sei von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen (Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich beantragte in der Beschwerdeantwort vom 1. März 2013, die Beschwerde sei abzuweisen (Urk. 5). Auf die Aus führungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Auf die Aus führungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ).

1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Be schwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit ( § 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht; GSVGer ). 2. Die versi cherte Person ist gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Ver schulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst ver schuldet, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere durch Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflö sung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat ( Art. 44 Abs. 1 lit. a der Ver ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung ; AVIV). Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit setzt keine Auflösung des Ar beitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 beziehungsweise Art. 346 Abs. 2 des Obligationen recht s (OR) voraus. Es genügt, dass das allge meine Verhalten der ver sic herten Person Anlass zur Kündigung beziehungs weise Entlassung gegeben hat; Bean stan dungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht vor gele gen haben. Mithin ge hö ren dazu auch charakterliche Eigen schaften im weiteren Sinne, die den Arbeit nehmer oder die Arbeitnehmerin für den Be trieb als untragbar erscheinen lassen. Eine Einstellung in der Anspruchsberech tigung kann jedoch nur verfügt werden, wenn das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar fest steh t (BGE 112 V 242 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 E. 7b; SVR 1996 AlV Nr. 72 S. 220 E. 3 b/ bb ; Gerhards, Kommentar zum Bun desgesetz über die obligato risch e Arbeitslosenversicherung und die Insolven zentschädigung, Band I, Rz. 11 zu Art. 30). Das vorwerfbare Verhalten muss zu dem nach Art. 20 lit. b des Überein kommens Nr. 168 der Internationalen Ar beitsorganisation (IAO) über Beschäfti gungs för derung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 2 1. Juni 1988 (SR 0.822.726.8; für die Schweiz in Kraft seit dem 1 7. Oktober 1991, AS 1991 1914) vorsätzlich erfolgt sein, wobei Eventualvorsatz genügt (vgl. BGE 124 V 234 E. 3b, welche Rechtsprechung ge mäss Urteil des Bundesgerichts C 53/00 vom 1 7. Okto ber 2000 E. 3b, auch im Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar ist; bezüglich Eventualvor satz : Urteil des Bundesgerichts C 289/03 vom 2 4. März 2005 E. 1). Bei Differen zen zwischen dem Arbeitgeber und Beschäftigten darf nicht ohne weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ge schlossen werden, wenn der Arbeitgeber nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche er keine Beweise anführen kann (BGE 112 V 242 E. 1 mit Hin weisen; Gerhards, Kommenta r zum Arbeits losen versicherungsges etz, Band I, Bern und Stuttgart 1987, N. 10 ff. zu Art. 30).

2. Die versi cherte Person ist gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Ver schulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbst ver schuldet, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere durch Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflö sung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat ( Art. 44 Abs. 1 lit. a der Ver ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung ; AVIV). Die Einstellung in der Anspruchsberechti gung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit setzt keine Auflösung des Ar beitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 beziehungsweise Art. 346 Abs. 2 des Obligationen recht s (OR) voraus. Es genügt, dass das allge meine Verhalten der ver sic herten Person Anlass zur Kündigung beziehungs weise Entlassung gegeben hat; Bean stan dungen in beruflicher Hinsicht müssen nicht vor gele gen haben. Mithin ge hö ren dazu auch charakterliche Eigen schaften im weiteren Sinne, die den Arbeit nehmer oder die Arbeitnehmerin für den Be trieb als untragbar erscheinen lassen. Eine Einstellung in der Anspruchsberech tigung kann jedoch nur verfügt werden, wenn das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar fest steh t (BGE 112 V 242 E. 1; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 E. 7b; SVR 1996 AlV Nr. 72 S. 220 E. 3 b/ bb ; Gerhards, Kommentar zum Bun desgesetz über die obligato risch e Arbeitslosenversicherung und die Insolven zentschädigung, Band I, Rz. 11 zu Art. 30). Das vorwerfbare Verhalten muss zu dem nach Art. 20 lit. b des Überein kommens Nr. 168 der Internationalen Ar beitsorganisation (IAO) über Beschäfti gungs för derung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 2 1. Juni 1988 (SR 0.822.726.8; für die Schweiz in Kraft seit dem 1 7. Oktober 1991, AS 1991 1914) vorsätzlich erfolgt sein, wobei Eventualvorsatz genügt (vgl. BGE 124 V 234 E. 3b, welche Rechtsprechung ge mäss Urteil des Bundesgerichts C 53/00 vom 1 7. Okto ber 2000 E. 3b, auch im Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar ist; bezüglich Eventualvor satz : Urteil des Bundesgerichts C 289/03 vom 2 4. März 2005 E. 1). Bei Differen zen zwischen dem Arbeitgeber und Beschäftigten darf nicht ohne weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ge schlossen werden, wenn der Arbeitgeber nur unbestimmte Gründe geltend zu machen vermag, für welche er keine Beweise anführen kann (BGE 112 V 242 E. 1 mit Hin weisen; Gerhards, Kommenta r zum Arbeits losen versicherungsges etz, Band I, Bern und Stuttgart 1987, N. 10 ff. zu Art. 30). 3.

3. 3.1 Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin hat sich der Beschwerdeführer ge gen über seiner ehemaligen Arbeitgeberin verschiedene Verfehlungen zuschul den kommen lassen. Zum Fehlverhalten habe die Arbeitgeberin mehrfach schriftlich Angaben gemacht. Bereits am 2 5. August 2010 (richtig: 1. September 2010) habe die Arbeitgeberin im Abklärungsverfahren auf Pflichtverletzungen wie Unpünkt lichkeit, das Nichterscheinen zur Arbeit und Arbeitsverweigerung hingewiesen (Urk. 6/46) und habe die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 2010 (Urk. 6/42) so wie die Kündigungsschreiben vom 3 0. und 3 1. Juli 2010 (Urk. 6/43-44) beige legt. Ferner habe die Arbeitgeberin eine Aktennotiz einge reicht, worin das Fehl verhalten des Beschwerdeführers ausführlich beschrieben worden sei (vgl. Urk. 6/83/2). Insgesamt stehe rechtsgenüglich fest, dass das Fehlverhalten des Be schwerdeführers zur Kündigung geführt habe, weswegen diese als selbstve r schuldet im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbin dung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu betrachten sei (Urk. 2 S. 4 f. Ziff. 4 ; vgl. auch Urk. 6/89 S. 2 f. ).

3.1 Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin hat sich der Beschwerdeführer ge gen über seiner ehemaligen Arbeitgeberin verschiedene Verfehlungen zuschul den kommen lassen. Zum Fehlverhalten habe die Arbeitgeberin mehrfach schriftlich Angaben gemacht. Bereits am 2 5. August 2010 (richtig: 1. September 2010) habe die Arbeitgeberin im Abklärungsverfahren auf Pflichtverletzungen wie Unpünkt lichkeit, das Nichterscheinen zur Arbeit und Arbeitsverweigerung hingewiesen (Urk. 6/46) und habe die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 2010 (Urk. 6/42) so wie die Kündigungsschreiben vom 3 0. und 3 1. Juli 2010 (Urk. 6/43-44) beige legt. Ferner habe die Arbeitgeberin eine Aktennotiz einge reicht, worin das Fehl verhalten des Beschwerdeführers ausführlich beschrieben worden sei (vgl. Urk. 6/83/2). Insgesamt stehe rechtsgenüglich fest, dass das Fehlverhalten des Be schwerdeführers zur Kündigung geführt habe, weswegen diese als selbstve r schuldet im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbin dung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu betrachten sei (Urk. 2 S. 4 f. Ziff. 4 ; vgl. auch Urk. 6/89 S. 2 f. ). 3.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, ihn treffe kein Verschul den an der Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Die Beschwerdegegnerin messe der von der Arbeitgeberin eingereichten Aktennotiz, die von vier Vorgesetzten unterzeichnet worden sei, zu Unrecht Beweiswert bei. Offenkundig gehe sie da von aus, dass der Darstellung von Vorgesetzten stets höhere Glaubwürdigkeit zu komme als derjenigen eines Arbeitnehmers, was indessen nicht der Fall sei. Steh e Behauptung gegen Behauptung, könne nicht ohne Weiteres davon ge sprochen werden, eine Tatsache stehe in beweisrechtlicher Hinsicht klar fest. Richtig sei einzig, dass zwischen ihm (dem Beschwerdeführer) und dem Küchen chef A.___ Unstimmigkeiten bestanden hätten. Probleme habe es wegen ein seitiger Schichtplanung gegeben, und weil der Vorgesetzte auch ein diskri minierendes Verhalten an den Tag gelegt habe. Ansonsten entsprächen die in der Aktennotiz aufgeführten Vorwürfe nicht den Tatsachen. Die Mahnung vom 9. Juli 2010 enthalte diesbezüglich nur unsubstantiierte Vorwürfe. Belegt sei so mit insgesamt nichts bezüglich arbeitsvertraglichem Fehlverhalten (Urk. 1 S. 4 ff. Ziff. 4 ff.; vgl. auch Urk. 6/81, Urk. 6/86).

3.2 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, ihn treffe kein Verschul den an der Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Die Beschwerdegegnerin messe der von der Arbeitgeberin eingereichten Aktennotiz, die von vier Vorgesetzten unterzeichnet worden sei, zu Unrecht Beweiswert bei. Offenkundig gehe sie da von aus, dass der Darstellung von Vorgesetzten stets höhere Glaubwürdigkeit zu komme als derjenigen eines Arbeitnehmers, was indessen nicht der Fall sei. Steh e Behauptung gegen Behauptung, könne nicht ohne Weiteres davon ge sprochen werden, eine Tatsache stehe in beweisrechtlicher Hinsicht klar fest. Richtig sei einzig, dass zwischen ihm (dem Beschwerdeführer) und dem Küchen chef A.___ Unstimmigkeiten bestanden hätten. Probleme habe es wegen ein seitiger Schichtplanung gegeben, und weil der Vorgesetzte auch ein diskri minierendes Verhalten an den Tag gelegt habe. Ansonsten entsprächen die in der Aktennotiz aufgeführten Vorwürfe nicht den Tatsachen. Die Mahnung vom 9. Juli 2010 enthalte diesbezüglich nur unsubstantiierte Vorwürfe. Belegt sei so mit insgesamt nichts bezüglich arbeitsvertraglichem Fehlverhalten (Urk. 1 S. 4 ff. Ziff. 4 ff.; vgl. auch Urk. 6/81, Urk. 6/86). 4.

4. 4.1 Am 1. September 2010 retournierte die Y.___ AG den von der Be schwerdegegnerin zugestellten Frag e bogen betreffend die Gründe für die Auf lösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Beschwerdeführer. Sie bejahte darin die Frage, ob dienstvertragliche Pflichten verletzt worden seien, verwies zu den De tails aber auf die beigelegten Unterlagen (Urk. 6/46).

4.1 Am 1. September 2010 retournierte die Y.___ AG den von der Be schwerdegegnerin zugestellten Frag e bogen betreffend die Gründe für die Auf lösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Beschwerdeführer. Sie bejahte darin die Frage, ob dienstvertragliche Pflichten verletzt worden seien, verwies zu den De tails aber auf die beigelegten Unterlagen (Urk. 6/46). 4.2 Zu den Beilagen gehört zum einen die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 201 0. Dieser ist zu entnehmen, trotz mehreren mündlichen Gesprächen mit dem Küchenchef A.___ und mit B.___ von der Geschäftsleitung habe sich die Einstellung des Beschwerdefü hrers gegenüber dem Kader nicht ge ändert. Er erscheine nach wie vor unpün ktlich zur Arbeit, melde sich weder an noch ab und führe die ihm erteilten Aufträge nur widerwillig aus. Am Don ners tag, den 8. Juli 2010 habe der Beschwerdeführer dem Küchenchef mitge teilt, dass er sich krank fühle. Um 12.30 habe er den Arbeitsplatz verlassen und um 14.00 Uhr mitgeteilt, dass die Praxis seines Hausarztes geschlossen sei, weswe gen er am nächsten Tag den Arzt aufsuchen werde. Zur Arbeit sei er nicht mehr er schienen. Da es nicht das erste Mal gewesen sei, dass der Beschwerdeführer kurzfristig vor seinem freien Tag krank geworden sei, habe er ab sofort nicht nur seinen Hausarzt aufzusuchen, sondern auch den Vertrauensarzt der Arbeit gebe rin, der die Krankheit bestätigen müsse. Sollte der Beschwerdeführer die Arbeits anweisungen weiterhin ignorieren und sich nicht an- und abmelden, so werde das Arbeitsverhältnis aufgelöst (Urk. 6/42).

4.2 Zu den Beilagen gehört zum einen die schriftliche Verwarnung vom 9. Juli 201 0. Dieser ist zu entnehmen, trotz mehreren mündlichen Gesprächen mit dem Küchenchef A.___ und mit B.___ von der Geschäftsleitung habe sich die Einstellung des Beschwerdefü hrers gegenüber dem Kader nicht ge ändert. Er erscheine nach wie vor unpün ktlich zur Arbeit, melde sich weder an noch ab und führe die ihm erteilten Aufträge nur widerwillig aus. Am Don ners tag, den 8. Juli 2010 habe der Beschwerdeführer dem Küchenchef mitge teilt, dass er sich krank fühle. Um 12.30 habe er den Arbeitsplatz verlassen und um 14.00 Uhr mitgeteilt, dass die Praxis seines Hausarztes geschlossen sei, weswe gen er am nächsten Tag den Arzt aufsuchen werde. Zur Arbeit sei er nicht mehr er schienen. Da es nicht das erste Mal gewesen sei, dass der Beschwerdeführer kurzfristig vor seinem freien Tag krank geworden sei, habe er ab sofort nicht nur seinen Hausarzt aufzusuchen, sondern auch den Vertrauensarzt der Arbeit gebe rin, der die Krankheit bestätigen müsse. Sollte der Beschwerdeführer die Arbeits anweisungen weiterhin ignorieren und sich nicht an- und abmelden, so werde das Arbeitsverhältnis aufgelöst (Urk. 6/42). 4.3 Im Kündigungsschr ei ben vom 3 0. Juli 2010 führte die Arbeitgeberin aus, trotz der schriftlichen Verwarnung vom 9. Juli 2010 und dem persönlichen Gespräch mit dem Küchenchef und dem Betriebsassistenten habe keine Verbesserung hin sichtlich Arbeitseinstellung und Weis ung festgestellt werden können, wes wegen das Arbeitsverhältnis nunmehr aufgelöst werde (Urk. 6/43).

4.3 Im Kündigungsschr ei ben vom 3 0. Juli 2010 führte die Arbeitgeberin aus, trotz der schriftlichen Verwarnung vom 9. Juli 2010 und dem persönlichen Gespräch mit dem Küchenchef und dem Betriebsassistenten habe keine Verbesserung hin sichtlich Arbeitseinstellung und Weis ung festgestellt werden können, wes wegen das Arbeitsverhältnis nunmehr aufgelöst werde (Urk. 6/43). 4.4 Im Schreiben vom 3 1. Juli 2010 betreffend fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses führte die Arbeitgeberin aus, die Kündigung sei vom Beschwerdefüh rer noch nicht unterzeichnet worden, obschon er dies zugesagt habe. Des Wei teren habe er um 14.00 Uhr die Arbeit nicht angetreten, sondern sich krank ge meldet. Wie in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 angekündigt, habe er sich da her zum Vertrauensarzt zu begeben und er habe auch einen Bericht seines Haus a rztes einzureichen. Dies habe bis zum 4. August 2010 zu geschehen, an sonsten das Arbeitsverhältnis als fristlos aufgelöst gelte (Urk. 6/45).

4.4 Im Schreiben vom 3 1. Juli 2010 betreffend fristlose Auflösung des Arbeitsver hältnisses führte die Arbeitgeberin aus, die Kündigung sei vom Beschwerdefüh rer noch nicht unterzeichnet worden, obschon er dies zugesagt habe. Des Wei teren habe er um 14.00 Uhr die Arbeit nicht angetreten, sondern sich krank ge meldet. Wie in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 angekündigt, habe er sich da her zum Vertrauensarzt zu begeben und er habe auch einen Bericht seines Haus a rztes einzureichen. Dies habe bis zum 4. August 2010 zu geschehen, an sonsten das Arbeitsverhältnis als fristlos aufgelöst gelte (Urk. 6/45). 4.5 In der am 2 9. November 2012 von der Y.___ AG n achgereichten (vgl. Urk. 6/84), nicht datierten Aktennotiz betreffend „Arbeitsverweigerung und dementsprechend Grund der erfolgten ordentlichen Kündigung am 3 0. Juli 2010 per 3 1. August 2010“ sind verschiedene Verstösse des Beschwerdeführers gegen erteilte Weisungen und anderweitiges Fehlverhalten festgehalten, unter anderem die Vorwürfe, übertragene Arbeiten in der Küche nicht ausgeführt zu haben, Mittagspause respektive Feierabend gemacht und dabei unerledigte Ar beiten zu rückgelassen zu haben oder übertragene Reinigungsarbe iten nicht ausgeführt zu haben (Urk. 6/83/2).

4.5 In der am 2 9. November 2012 von der Y.___ AG n achgereichten (vgl. Urk. 6/84), nicht datierten Aktennotiz betreffend „Arbeitsverweigerung und dementsprechend Grund der erfolgten ordentlichen Kündigung am 3 0. Juli 2010 per 3 1. August 2010“ sind verschiedene Verstösse des Beschwerdeführers gegen erteilte Weisungen und anderweitiges Fehlverhalten festgehalten, unter anderem die Vorwürfe, übertragene Arbeiten in der Küche nicht ausgeführt zu haben, Mittagspause respektive Feierabend gemacht und dabei unerledigte Ar beiten zu rückgelassen zu haben oder übertragene Reinigungsarbe iten nicht ausgeführt zu haben (Urk. 6/83/2). 5.

5. 5.1 Das Obergericht des Kantons Zürich stellte in seinem Urteil vom 3. Juli 2012 fest, dass eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht gerechtfertigt ge wesen sei. Ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 337 OR habe nicht vorgele gen (Urk. 6/78 S. 6 ff. E. 2). Auf die überzeugenden Darlegungen in diesem Urteil ist zu verweisen. Anlass zu einer abweichenden Betrachtung im vorlie genden Verfahren besteht nicht.

5.1 Das Obergericht des Kantons Zürich stellte in seinem Urteil vom 3. Juli 2012 fest, dass eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht gerechtfertigt ge wesen sei. Ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 337 OR habe nicht vorgele gen (Urk. 6/78 S. 6 ff. E. 2). Auf die überzeugenden Darlegungen in diesem Urteil ist zu verweisen. Anlass zu einer abweichenden Betrachtung im vorlie genden Verfahren besteht nicht. 5.2 Fest steht aufgrund der Akten, dass es zwischen dem Beschwerdeführer und der Arbeitgeberin Spannungen und Unstimmigkeiten gab, wobei wechselseitig Vor würfe erhoben wurden. Die Kündigung erfolgte wohl im Zusammenhang mit diesen Spannungen. Die Arbeitgeberin sprach s owohl in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 als auch im Kündigungsschreiben vom 3 0. Juli 2010 nur in allge meiner Weise von Treuepflichtverletzungen, konkrete Vorfälle wurden nicht er wähnt. I m Zusammenhang mit den Krankheitsabsenzen äusserte sie lediglich den Verdacht, der Beschwerdeführer könnte für gewisse Absenzen gesundheitli che Gründe vorgeschoben haben. Ob somit der Beschwerdeführer allein respek tive zur Hauptsache Verursacher der Unstimmigkeiten zwischen ihm und der Arbeit ge be rin gewesen ist, und ob somit die Kündigung selbstverschuldet im Sinne des AVIG ist, lässt sich bei dieser Sachlage nicht mit überwiegender Wahr schein lichkeit feststellen. Die blosse Möglichkeit, dass es sich so verhalten hat, genügt nicht für eine Einstellung.

5.2 Fest steht aufgrund der Akten, dass es zwischen dem Beschwerdeführer und der Arbeitgeberin Spannungen und Unstimmigkeiten gab, wobei wechselseitig Vor würfe erhoben wurden. Die Kündigung erfolgte wohl im Zusammenhang mit diesen Spannungen. Die Arbeitgeberin sprach s owohl in der Verwarnung vom 9. Juli 2010 als auch im Kündigungsschreiben vom 3 0. Juli 2010 nur in allge meiner Weise von Treuepflichtverletzungen, konkrete Vorfälle wurden nicht er wähnt. I m Zusammenhang mit den Krankheitsabsenzen äusserte sie lediglich den Verdacht, der Beschwerdeführer könnte für gewisse Absenzen gesundheitli che Gründe vorgeschoben haben. Ob somit der Beschwerdeführer allein respek tive zur Hauptsache Verursacher der Unstimmigkeiten zwischen ihm und der Arbeit ge be rin gewesen ist, und ob somit die Kündigung selbstverschuldet im Sinne des AVIG ist, lässt sich bei dieser Sachlage nicht mit überwiegender Wahr schein lichkeit feststellen. Die blosse Möglichkeit, dass es sich so verhalten hat, genügt nicht für eine Einstellung. 5.3 Im Eventualbegehren beantragte die Beschwerdegegnerin z usätzliche Beweis massnahmen, konkret die Befragung von Zeugen (Urk. 5 S. 2). Der Beweisantr ag steht im Zusammenhang mit der im Einspracheverfahren von der Arbeitge berin eingereichten Aktennotiz. Diese wurde von vier Mitarbeitern der Arbeitgeberin unterzeichnet, die gegenüber dem Beschwerdeführer eine Vorgesetztenfunktion inne hatten (vgl. Urk. 6/83/2).

5.3 Im Eventualbegehren beantragte die Beschwerdegegnerin z usätzliche Beweis massnahmen, konkret die Befragung von Zeugen (Urk. 5 S. 2). Der Beweisantr ag steht im Zusammenhang mit der im Einspracheverfahren von der Arbeitge berin eingereichten Aktennotiz. Diese wurde von vier Mitarbeitern der Arbeitgeberin unterzeichnet, die gegenüber dem Beschwerdeführer eine Vorgesetztenfunktion inne hatten (vgl. Urk. 6/83/2). Die Aktennotiz enthält im Zusammenhang mit der Nichtbefolgung von Weisun gen erstmals inhaltlich konkretere Angaben. Allerdings fehlen auch hier nach wie vor relevante Details, vorab wann sich die entsprechenden Vorfälle ereig neten (Urk. 6/83/2).

Die Aktennotiz enthält im Zusammenhang mit der Nichtbefolgung von Weisun gen erstmals inhaltlich konkretere Angaben. Allerdings fehlen auch hier nach wie vor relevante Details, vorab wann sich die entsprechenden Vorfälle ereig neten (Urk. 6/83/2). Zuvor stande n, wie bereits erwähnt, noch unbe stimmte re Beanstandungen im Raume. In der Verwarnung vom 9. Juli 2010 ( Urk. 6/42) wurde pauschal auf bereits früher mit dem Beschwerdeführer mündlich erörterte Mängel im Zu sammenhang mit der Befolgung von Weisungen verwiesen. Dokumente oder Pro tokolle darüber liegen nicht vor. Ansonsten enthält s ie nur den Hinweis, der Beschwerdeführer habe erneut einen Tag vor einem freien Tag die Arbeitsstelle kurzfristig krankheitshalber verlassen, weswegen die Weisung e rlassen werde, bei Krankheit habe er künftig nicht nur ein Attest seines Hausa rztes beizubrin gen, sondern er ha be auch einen Vertrauensarzt zu konsultieren.

Zuvor stande n, wie bereits erwähnt, noch unbe stimmte re Beanstandungen im Raume. In der Verwarnung vom 9. Juli 2010 ( Urk. 6/42) wurde pauschal auf bereits früher mit dem Beschwerdeführer mündlich erörterte Mängel im Zu sammenhang mit der Befolgung von Weisungen verwiesen. Dokumente oder Pro tokolle darüber liegen nicht vor. Ansonsten enthält s ie nur den Hinweis, der Beschwerdeführer habe erneut einen Tag vor einem freien Tag die Arbeitsstelle kurzfristig krankheitshalber verlassen, weswegen die Weisung e rlassen werde, bei Krankheit habe er künftig nicht nur ein Attest seines Hausa rztes beizubrin gen, sondern er ha be auch einen Vertrauensarzt zu konsultieren. D as Kündigung sschreiben vom 3 0. Juli 2010 enthält nur den nicht weiter sub stantiierten Vorwurf, eine Verbesserung hinsichtlich Arbeitseinstellung und Be folgung von Weisungen habe nicht festgestellt werden können (Urk. 6/44).

D as Kündigung sschreiben vom 3 0. Juli 2010 enthält nur den nicht weiter sub stantiierten Vorwurf, eine Verbesserung hinsichtlich Arbeitseinstellung und Be folgung von Weisungen habe nicht festgestellt werden können (Urk. 6/44). 5.4 Nach dem Gesagten brächten weitere Sachverhaltsabklärungen keinen ent scheidenden zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Selbst wenn die in der undatierten und im Einspracheverfahren eingereichten Aktennotiz er wähnten Vorwürfe durch Zeugen bestätigt respektive konkretisiert würden, stünde gleichwohl nicht fest, dass seinerzeit konkret dies die Arbeitgeberin zur Kündigung bewogen hat te. Zu beachten ist zudem, dass der Beschwerdeführer schon im obergerichtlichen Ver fahren das Arztzeugnis vom 9. Juli 2010 eingereicht hatte (Urk. 3/2), aus wel chem hervorgeht, dass er vom 8. Juli 2010 bis zum 13. Juli 2010 tatsächlich krank gewesen ist, das heisst zu einer Zeit, betreffend welche die Arbeitgeberin die Vermutung geäussert hatte, er sei gar nicht krank gewesen, als er um 12.30 Uhr den Arbeitsplatz verlassen habe und am folgenden Arbeitstag nicht zur Arbeit erschienen sei (Urk. 6/78 S. 7 Erwägung II.2b des Obergerichtsurteils). Ein sowohl bezüglich Inhalt als auch Zeitpunkt kon kret und e chtzeitlich dokumen tierte s v ertragswidriges Verhalten steht nicht fest. Auf möglicherweise nachge schobene Kündigungsgründe kann eine Einstellung nicht abgestützt werden.

5.4 Nach dem Gesagten brächten weitere Sachverhaltsabklärungen keinen ent scheidenden zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Selbst wenn die in der undatierten und im Einspracheverfahren eingereichten Aktennotiz er wähnten Vorwürfe durch Zeugen bestätigt respektive konkretisiert würden, stünde gleichwohl nicht fest, dass seinerzeit konkret dies die Arbeitgeberin zur Kündigung bewogen hat te. Zu beachten ist zudem, dass der Beschwerdeführer schon im obergerichtlichen Ver fahren das Arztzeugnis vom 9. Juli 2010 eingereicht hatte (Urk. 3/2), aus wel chem hervorgeht, dass er vom 8. Juli 2010 bis zum 13. Juli 2010 tatsächlich krank gewesen ist, das heisst zu einer Zeit, betreffend welche die Arbeitgeberin die Vermutung geäussert hatte, er sei gar nicht krank gewesen, als er um 12.30 Uhr den Arbeitsplatz verlassen habe und am folgenden Arbeitstag nicht zur Arbeit erschienen sei (Urk. 6/78 S. 7 Erwägung II.2b des Obergerichtsurteils). Ein sowohl bezüglich Inhalt als auch Zeitpunkt kon kret und e chtzeitlich dokumen tierte s v ertragswidriges Verhalten steht nicht fest. Auf möglicherweise nachge schobene Kündigungsgründe kann eine Einstellung nicht abgestützt werden. Zusammenfassend ergibt sich, dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers selbstverschuldet ist. Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG fällt ausser Betracht. Die gegen den Entscheid der Beschwerdegegnerin erhobene Beschwerde ist demgemäss begründet und diese ist gutzuheissen.

Zusammenfassend ergibt sich, dass nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers selbstverschuldet ist. Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG fällt ausser Betracht. Die gegen den Entscheid der Beschwerdegegnerin erhobene Beschwerde ist demgemäss begründet und diese ist gutzuheissen. 6. Ausgangsgemäss hat der obsiegende Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘600.-- (inkl. Mehr wert steuer und Barauslagen) festzusetzen.

6. Ausgangsgemäss hat der obsiegende Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ( GSVGer ) Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘600.-- (inkl. Mehr wert steuer und Barauslagen) festzusetzen. Der Einzelrichter erkennt:

Der Einzelrichter erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde werden der angefochtene Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 und damit die X.___ auferlegte Einstellung in d er Anspruchsberechtigung von 34 Tagen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im Zu sammenhang mit der Kündigung der Y.___ AG vom 3 0. Juli 2010 auf ge hoben.

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der angefochtene Einspracheentscheid vom 2 1. Dezember 2012 und damit die X.___ auferlegte Einstellung in d er Anspruchsberechtigung von 34 Tagen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit im Zu sammenhang mit der Kündigung der Y.___ AG vom 3 0. Juli 2010 auf ge hoben. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1‘600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Prozessent schä digung von Fr. 1‘600.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Thomas Gabathuler

Rechtsanwalt Thomas Gabathuler - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthal ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der EinzelrichterDer Gerichtsschreiber

SpitzWilhelm