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(altpers. magu-sh), bei den Medern und Persern die Mitglieder der Priesterkaste, die einem
bestimmten Stamm Mediens angehörten. Sie waren im Besitz der wissenschaftlichen Kenntnisse und übten die priesterlichen Funktionen
der Zoroastrischen Religion aus; weil sie aber auch die Zukunft aus den Sternen, Träumen u.s.w. voraussagten, wurde der NameMagie, wohl auch infolge der Verwechselung von Magier und Chaldäern, der Ausdruck für Scheinkunst im allgemeinen.
Die in Ostiran entstandene Religion Zoroasters fand vermutlich sehr früh Aufnahme bei den Mederkönigen, die sie zur Reichsreligion
machten und den medischen Stamm der Magier zu Priestern derselben einsetzten. Beim Fall des Medischen Reichs ging Religion und Priesterschaft
auf Persien
[* 6] über, wo man um 522 v.Chr. den Magier Gaumâta, den falschen Smerdis, als Usurpator des Throns
findet. Auch unter den Sassaniden waren die Magier die Priester der Zoroastrischen Religion, ebenso mächtig wie verfolgungssüchtig.
An der Spitze derHierarchie stand der Obermôbedh, eine der wichtigsten Personen des Staates. Das Priestertum war erblich, aber
nicht kastenartig abgeschlossen, wie noch heute bei den Parsen.