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ie Schweiz nahm gleich nach der Unabhängigkeit des Landes regelmässige Beziehungen zur Republik Nordmazedonien auf und integrierte das Land in ihr Transitionsprogramm. Heute sind die bilateralen Beziehungen geprägt durch das bedeutende Schweizer Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit sowie die grosse Diaspora aus der Republik Nordmazedonien in der Schweiz
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Nordmazedonien
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte die Republik Nordmazedonien am 12. Mai 1993. Die Beziehungen sind gut und geprägt von Fragen im Zusammenhang mit der grossen Diaspora in der Schweiz von Bürgern aus Nordmazedonien (Familiennachzug, polizeiliche Zusammenarbeit) und dem bedeutenden Schweizer Programm der Entwicklungszusammenarbeit.
Wirtschaftliche Beziehungen
Der wirtschaftliche Austausch zwischen den beiden Ländern ist mit 137 Millionen CHF (2018) bescheiden. Wachstumspotenzial besteht beim Handel und bei den Schweizer Direktinvestitionen in Nordmazedonien. Bei den Exporten nach Nordmazedonien dominieren chemische und pharmazeutische Produkte sowie Fahrzeuge, bei den Importen in die Schweiz Textilien sowie Leder-, Gummi-, und Plastikerzeugnisse. Vor allem Schweizer Staatsangehörige mit Herkunft Nordmazedonien, die oft in der Schweiz studiert oder gearbeitet haben, entdecken allmählich die Attraktivität und das Geschäftspotenzial ihres Herkunftslandes. So haben einige erfolgreich in ihrem Land ein KMU aufgebaut, mit eigenen Mitteln oder in Partnerschaft mit einem Schweizer Unternehmen.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Nordmazedonien können sich um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben. Seit seiner Beteiligung im Jahr 1964 hat Nordmazedonien 48 Stipendien erhalten.
Zudem unterstützt die Schweiz im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit Bildungsprojekte zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.
Entwicklungszusammenarbeit
Die Schweiz unterhält in Nordmazedonien seit 1992 bilaterale Kooperationsprojekte und leistet Beiträge an regionale und internationale Programme. Die heutige Kooperationsstrategie mit der Republik Nordmazedonien (2017–2020) konzentriert sich auf die Unterstützung der Reformprozesse in den Bereichen demokratische Regierungsführung, Wirtschaft, Infrastruktur und Umwelt.
Als noch junger unabhängiger Staat befindet sich Nordmazedonien in einer Phase der Entwicklung und Stärkung der nationalen Identität. Trotz relativer Stabilität und einem gewissen Aufschwung steht das Land auf dem Weg zur europäischen Integration noch vor zahlreichen Herausforderungen. Die Schweiz unterstützt das Land auf diesem Weg.
Kulturaustausch
Die Schweiz ist punktuell an Veranstaltungen präsent, insbesondere im Rahmen der Frankophonie und der Woche der italienischen Sprache.
Schweizerinnen und Schweizer in der Republik Nordmazedonien
Ende 2018 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 357 Schweizerinnen und Schweizer in der Republik Nordmazedonien.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Ein Jahr nach der Unabhängigkeit des Landes akkreditierte die Schweiz 1994 ihren Botschafter in Sofia in Nordmazedonien und unterstützte diplomatische Missionen zu dessen Stabilisierung. Die Schweiz beteiligte sich im Rahmen der UNO mit sechs Polizeibeamten an friedenserhaltenden Massnahmen, unterstützte die Volkszählung 1994, und half 1995 in Skopje bei der Gründung eines Lokalradios für Minderheiten.
Seit 1996 ist Nordmazedonien ein Schwerpunktland der Schweizer Ostzusammenarbeit. Aufgrund der wachsenden Bedeutung ihres Engagements eröffnete die Schweiz 2000 eine Botschaft in Skopje. Die Schweiz ist heute eine geschätzte Partnerin Nordmazedoniens und unterstützt das Land ergänzend zu den EU-Programmen mit bedeutenden Mitteln in Bereichen mit einzigartiger Schweizer Kompetenz.