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Einige bedeutende Flimser
Hans von Capol (1470 - 1560)
In der Schlacht an der Calven 1499 (Schwabenkrieg) Fähnrich und nach dem Tode von Benedetg Fontana Führer der Bündner. Als Ammann seiner Gemeinde und Landrichter des Grauen Bundes führte er zusammen mit seinem Bruder Wolf von Capol in den Jahren 1526 - 1528 die Reformation in Flims durch.
Wolf von Capol (1473 - 1563)
Der Bündner Reformator und Schriftsteller Ulrich Campell zählte Wolf von Capol zu den bedeutendsten Männern seines Landes. Wolf war Bündner Landvogt und Landrichter des Grauen Bundes. Er hinterliess uns eine wertvolle Chronik, die nicht nur Ereignisse des Dorfes, sondern auch solche Bündens und der Eidgenossenschaft betrifft.
Stephan Gabriel (gest. 1638)
Gabriel wirkte von 1593 - 1599 als Pfarrer in Flims und verheiratete sich hier, doch stammte er aus Ftan. An den Bündner Wirren des Dreissigjährigen Krieges war er als politischer Führer beteiligt, wirkte am Strafgericht von Thusis (1618) mit und musste darauf Graubünden für die Dauer von fünf Jahren verlassen. Sein grosses Verdienst liegt darin, dass er eine romanische Glaubenslehre ("Ilg ver sulaz da pievel giuvan", 1611 in Basel erschienen) schrieb und damit der surselvischen Muttersprache den Weg öffnete.
Luzi Gabriel (gest. 1663)
Sohn Stephan Gabriels, Pfarrer in Flims von 1632 bis 1638. Luzi beendigte die Arbeit seines Vaters, indem er das Neue Testament ins Surselvische übersetzte. Der kostbare, im Jahre 1648 gedruckte Band ist noch heute in protestantischen Bauernstuben zu finden. "Ich rechne damit", schrieb Luzi Gabriel, der damals in Ilanz wirkte, "dass ich keine grössere und heiligere Arbeit leisten konnte."
Die Übersetzung des Alten Testaments erschien erst im Jahre 1717. Sie war das gemeinsame Werk verschiedener Pfarrherren, besonders des Trinsers Peter Saluz (1659 - 1729), der ursprünglich auch aus dem Engadin stammte.
Johann Gaudenz von Capol (1641 - 1723)
Ausgebildet an den Universitäten von Zürich und Basel, wurde J.G. von Capol bald einer der erfahrensten und gewandtesten Bündner Politiker seiner Zeit. Er bekleidete eine Reihe von Ämtern seiner Heimat und diente darauf als Gesandter der Drei Bünde an den Höfen von Wien, Venedig, Den Haag und London. König Wilhelm III. von England verlieh dem Flimser den Titel eines Baronets. Bis ins hohe Alter war Johann Gaudenz auch in seiner Gemeinde als Ammann tätig. Er starb während einer Ratssitzung im ehemaligen Gerichtshaus am Platz.
Von seiner Baufreude und seinem hohen Geschmack zeugen das Flimser Schlössli, vollendet 1682, und der neu gebaute Untere Tagstein oberhalb Thusis. Da die Ehe zwischen Johann Gaudenz von Capol und seiner Gattin Amalie von Schorsch kinderlos blieb, fielen beide Bauten als Erbschaft an die Familien von Salis-Seewis und von Salis-Soglio.
Johann Peter Malacrida (1683 -1764)
Der Engadiner Malacrida wirkte während 44 Jahren als Pfarrer in Flims, nachdem er mehr als ein Jahrzent als "pasteur du désert", als "Wüstenprediger", den von Ludwig XIV. und seinem Nachfolger unterdrückten, versteckten und fliehenden Hugenotten in Frankreich beigestanden hatte. Malacrida machte sich auch als romanischer Schriftsteller verdient.
Andris Ragettli (1756 - 1813)
Parteigänger und Agent der Franzosen zur Zeit der Französischen Revolution; Oberst einer helvetischen Halbbrigade unter Napoleon. Ragettli kämpfte 1799 bei Reichenau gegen die Bündner Oberländer, dann in der Zweiten Schlacht bei Zürich gegen die Truppen Korsakows. 1812 zog er unter Napoleon nach Russland und starb kurz nach der Niederlage an der Beresina. Sein Haus stand gegenüber der Alten Post im Unterwaldhaus.
Johann Martin Darms (1823 - 1907; geboren in Ilanz)
Pfarrer in Flims von 1863 bis 1879; einer der Gründer des Kurortes Flims 1875. Er ist der Verfasser eines Berichtes über die Gemeinde, der seit 1868 im Turmknopf der Martinskirche aufbewahrt ist.
Darms machte sich auch um die Pflege des Volksgesanges verdient (Ligia Grischa).
Gian Fontana (1897 - 1935)
Spross eines Fidazer Walsergeschlechts. Dichter und Lehrer in Flims; Verfasser bedeutender Gedichte, Novellen und Erzählungen in surselvischer Sprache. Gedenkbrunnen in Fidaz und Gedenktafel im Ehrenhof von Trun.
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