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Die Idee einer gepulsten Radiopfrequenztherapie (PRF) chronischer Neuralgien entstand im Rahmen eines Expertenmeetings. Die erste erfolgreiche Behandlung einer chronischen lumbalen Radikulopathie wurde 1996 durchgeführt. Seither sind bereits einige hochwertige Studien mit einem breiten Anwendungsspektrum und guten Behandlungsergebnissen publiziert worden. Die gepulste Radiofrequenztherapie ist eine hochfrequente Elektrotherapie mit einer Basisfrequenz, „Burst“-Frequenz und einer „Burst“-Dauer. Die Applikation erfolgt über Nadel oder Hautelektroden.
Diese Art von Behandlung ist auch geeignet für die Erkrankungen, die zumindest teilweise durch eine unzureichende Funktion des Immunsystems verursacht werden. (Phys. Med. Rehab Kuror 2014; 24 - A12 DOI: 10.1055/s-0034-1389660)
Die Behandlung verursacht ein Minimum an Unbehagen (Kribbeln). Bisher gab es keine negativen Nebenwirkungen oder unerwünschte Wirkungen, da umfangreiche Erfahrungen mit Behandlungen, bei denen viel intensivere Hochfrequenzfelder (RF-Felder) für andere Zwecke intravaskulär verwendet wurden ohne, dass bekannte Komplikationen erworben wurden.
RF ist ein Wechselstrom mit einer Frequenz in medizinischen Anwendungen, wie sie in Radios verwendet werden, etwa 420.000 pro Sekunde. Die Magnetfelder, die während der RF erzeugt werden, sind vernachlässigbar. HF-Strom wurde schon seit 1960 zur Behandlung von chronischen Schmerzsyndromen und in der Kardiologie verwendet. Wenn eine Nadel mit einer HF-Stromquelle verbunden ist, wird Wärme erzeugt. Daher wurde das Verfahren hauptsächlich verwendet, um Gewebe zu verbrennen zum Beispiel ein Trakt, der schädliche Stimuli im Herzen leitet oder ein kleiner Nerv, der Reize leitet und die Schmerzen verursacht. Pulsierte Radiofrequenz (PRF) wurde 1996 von Prof Dr. med. M. Sluijter entwickelt. Während der PRF wird der Strom nicht kontinuierlich, sondern in kurzen Impulsen angelegt, was zu einer sehr geringen Wärmeproduktion führt, während das Gewebe elektrischen Feldern gleicher Stärke ausgesetzt ist. Es hat im Allgemeinen eine zufriedenstellende klinische Wirkung, mit dem großen Vorteil, dass es keine Gewebezerstörung gibt. Anfänglich wurde PRF nur als eine Alternative für RF bei der Behandlung von Nerven, die schädliche Stimuli ausführen, verwendet.
Im Jahr 2006 wurde beobachtet, dass die PRF auch in schmerzhaften Gelenken wirksam ist, wenn die Nadel innerhalb des Gelenks platziert wird. Da die Nadel dann von Nerven weit entfernt ist, ist die wahrscheinlichste Erklärung eine Wirkung auf das Immunsystem, die durch Bluttests vor und nach der Behandlung bestätigt werden konnte.
Bei der gepulsten Radiofrequenz wird der Strom nicht kontinuierlich abgegeben, sondern in kurzen Intervallen von etwa 20 Millisekunden verabreicht. Durch die Pulsation wird eine Erhitzung vermieden, die Gewebestrukturen werden nicht zerstört, sondern bleiben vollständig erhalten. Dennoch kommt es zu einer ausgeprägten Schmerzlinderung bzw. einem völligen Verschwinden der Schmerzen. Die Nerven reagieren nämlich auf die gepulste Elektrizität mit einer Verhaltensänderung, das heißt, sie geben einfach keine Schmerzimpulse mehr weiter. Sie werden gewissermaßen lahmgelegt. Es kann eine langanhaltende Schmerzfreiheit von Monaten bis zu mehreren Jahren erreicht werden. Sollten die Schmerzen wieder auftreten, ist eine Wiederholung der meist ambulant durchgeführten Behandlung ohne weiteres möglich. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist natürlich, dass auch wirklich der beschwerdeauslösende Nerv getroffen wird.
Um dies festzustellen, bedient man sich der sogenannten diagnostischen Blockade, das heißt, es wird eine kleine Menge eines örtlichen Betäubungsmittels an den vermeintlich schmerzleitenden Nerv gespritzt. Wenn Schmerzfreiheit eintritt, ist das der Beweis, dass der richtige Nerv getroffen wurde. Allerdings hält die Schmerzfreiheit nach der Injektion nur für einige Stunden an, ebenso wie die manchmal damit verbundenen Nebenwirkungen in Form von Taubheitsgefühl oder Schwäche im entsprechenden Nervenversorgungsgebiet.
Ganz wesentlich in dieser Phase ist die Mitarbeit der Patienten, denn nur sie können beurteilen, wie die Schmerzen sich bei verschiedenen Bewegungen und Belastungen ändern.
Viele Krankheiten und Zustände, wie Diabetes und Arthritis, verursachen „oxidativen Stress“, eine Störung des Redoxstatus von Zellen, die das Gleichgewicht zwischen Oxidationsmitteln und Antioxidationsmitteln darstellt. Diese verursachen wiederum Entzündungen und die Entzündungen verursachen die Symptome der Krankheit. RedoxPRF ist eine neue Methode zur Behandlung von Zellstress. Es funktioniert durch Anlegen kurzer, harmloser Impulse hochfrequenter Elektrizität durch an der Haut angebrachte Klebeelektroden. Aufgrund der hohen Frequenz spürt der Patient die Impulse nicht.
RedoxPRF ist keine Stimulationsform wie TENS. Es wirkt sich auf die Produktion von „Sauerstoffradikalen“ aus, bei denen es sich um reaktive Moleküle mit einer ungeraden Anzahl von Elektronen handelt, die den oxidativen Stress verursachen. Ein zweiter wichtiger Unterschied ist die Reaktion der Zelle. Nach der Stimulation kehrt die Zelle ohne Gedächtnis schnell in den Ruhezustand zurück. Nach RedoxPRF wird der Effekt im veränderlichen Teil des vererbbaren Materials gespeichert. Daher ist die Wirkung der Behandlung länger (Monate, bei manchen Indikationen sogar Jahre).
RedoxPRF kann sowohl lokal als auch systemisch angewendet werden. Zur systemischen Behandlung werden die Hautplatten am Oberarm platziert. Die Immunzellen passieren dann den Behandlungsbereich wie auf einem Fließband.
Die Liste ist lang, vielfältig und unvollständig, da oxidativer Stress ein häufiger Ausgangspunkt der Pathologie ist:
Bei einer wachsenden Zahl an schmerzhaften orthopädischen Erkrankungen und Verletzungen von Gelenken, Muskeln oder Sehnen gibt es eine Alternative zu den herkömmlichen Therapien. Mit Hilfe von körpereigenem, angereichertem (rich) Blutplasma (PRP) kann die Regeneration des Gewebes beschleunigt und dadurch eine Heilung unterstützt sowie Schmerzen gelindert werden.
Dadurch ist die Therapie mit Eigenblutbestandteilen zunehmend auf Interesse gestossen. Bei dieser Art der Therapie unterstützen körpereigene Wirkstoffe, die sogenannten Wachstumsfaktoren, die Heilung.
Während des Regenerationsprozesses bei geschädigtem Gewebe greifen im Körper des Patienten eine Reihe von verschiedenen Prozessen ineinander, die von sogenannten Wachstumsfaktoren geregelt werden. Diese Wachstumsfaktoren werden von Blutplättchen (Thrombozyten) freigesetzt und aktiviert, so auch bei einer Verletzung oder Entzündung. Die Freisetzung am Ort der Verletzung oder Entzündung startet dann den Heilungsprozess und fördert ihn im weiteren Verlauf.
Durch eine Aufbereitung des eigenen Blutes kann der Regenerationsprozess verstärkt und somit gezielt genutzt werden. Medizinisch ist es erwiesen, dass durch das PRP-Verfahren sowohl die Anzahl der Blutplättchen als auch die Konzentration der Wachstumsfaktoren signifikant erhöht wird. Medizinisch gilt es auch als erwiesen, dass das PRP-Verfahren den Heilungsprozess beschleunigt und dadurch der Schmerz reduziert werden kann.
Das PRP wird aus Eigenblut gewonnen. Dafür wird eine kleine Menge Blut (10-15 ml) wie bei einer Blutuntersuchung aus der Armvene entnommen. In weiteren Schritten wird das PRP von den restlichen Blutbestandteilen abgetrennte und als transparenter Überstand schließlich wieder in die zu behandelnde Region injiziert. Dabei verbleibt das Blutprodukt während des gesamten Prozesses in einem Spritzensystem, was eine höchstmögliche Sicherheit gegenüber Kontaminationen bietet.
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