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Die Bodenackerfähre ist die letzte von vier Gierfähren zwischen Thun und Bern. Alten Quellen nach zu urteilen, gab es in dieser Gegend bereits vor dreihundert Jahren Fähren, die zum Übersetzen von Reisenden, Arbeitern, Vieh, Zugkarren und anderen Gütern über den Fluss dienten. Im Jahre 1835 ist die älteste Konzession zum Betreiben einer Fähre in einem Protokoll der Regierung vermerkt.
Bis Mitte des letzten Jahrhunderts benutzten Frauen und Männer die Fähre als kürzesten Arbeitsweg. Nach einschlägigen Aussagen von alten Fahrgästen setzten in den sechziger Jahren Angestellte mit der Fähre von Muri nach Wabern über, um ins damalige Bundesamt für Mass und Gewicht arbeiten zu gehen. Ein Auto konnten sich damals nicht alle leisten.
Aktuell fördert die Fähre jährlich gegen die vierzigtausend Fahrgäste über die Aare. Fünf Fährmänner führen das Schiff während 358 Tagen im Jahr von einem Ufer zum anderen. Nur im Februar steht der Betrieb für eine Woche still. Da wird das Schiff nach Bern geführt und zur Revision in die Werft gebracht. Die Fährmänner lösen dafür das Schiff von ihrem Seil, lassen sich Richtung Stadt treiben und einzig der Ruderschlag ist ab und zu in der Winterstille zu hören.