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Der Tunnelquerschnitt wurde aufgrund der geologischen Situation richtig gewählt. Ein um 50 cm grösser Ausbruchsquerschnitt in den beiden je 16 km langen Tunnelröhren zwischen Bodio und Faido hätte wesentlich mehr gekostet, als die jetzt laufenden Nachprofilierungsarbeiten.
Der in der NZZ am Sonntag erschienene Artikel "Die beiden Neat-Tunnel im Tessin sind zu eng" könnte den Eindruck erwecken, der Tunnelquerschnitt des Gotthard-Basistunnels sei zu eng. Dies trifft nicht zu.
Im Streckenabschnitt mit druckhaftem Gebirge, wurden die Tunnelbohrmaschinen (TBM) in der Ost- und in der Weströhre im Frühling 2006 eingeklemmt. Nach der Durchfahrt der TBM hat sich nun in diesem Abschnitt in beiden Röhren der Fels im Gewölbebereich auf einer Länge von je rund 300 Metern bis zu 50 cm deformiert. Das dadurch entstandene Unterprofil wird jetzt mit Abbauhämmern und Spitzgeräten korrigiert. Dadurch ist der Ausbau des Innengewölbes für rund fünf Monate unterbrochen.
Nachprofilierungsarbeiten zur Erweiterung des Querschnittes sind im Tunnelbau üblich. Sie müssen immer dann vorgenommen werden, wenn druckhaftes Gebirge den ausgebrochenen Querschnitt verengt. Im Abschnitt Bodio - Faido bedeutet dies: Auf eine Ausbruchsklänge von zwei Mal 16 km werden rund 600 m nachprofiliert.
Um Nachprofilierungsarbeiten zu vermeiden, hätte in beiden, je 16 km langen Tunnelröhren, ein um rund 50 cm grösserer Tunnelquerschnitt gewählt werden müssen. Dieses Vorgehen wäre erheblich teurer gewesen als die jetzt laufenden Nachprofilierungsarbeiten.
Der Innenausbau im Abschnitt Bodio - Faido hat in der Oströhre 9'496 Meter (71%) und in der Weströhre 11'232 Meter (80%) erreicht.