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Der Südsudan leidet unter einem schrecklichen Bürgerkrieg. Als Folge davon sind inzwischen mehr als 1 Million Menschen in das südliche Nachbarland Uganda geflüchtet. Dort erhalten sie dauerhaftes Bleiberecht, inklusive Zugang zu einer Grundversorgung durch Hilfsprogramme. Doch die Flüchtlinge sind besonders anfällig für die langfristigen Folgen des Konflikts. Sie leiden unter Armut, Hunger und Krankheiten sowie Perspektivenlosigkeit.
Wie die Recherchen für eine neue Studie von World Vision zeigen, sind die Menschen besonders besorgt, dass sie nicht mehr genug Nahrungsmittel für sich und ihre Familien bekommen. Zudem gibt es kaum Möglichkeiten, den eigenen Lebensunterhalt zu finanzieren, da es nicht genug Arbeit für alle gibt. Einige Flüchtlinge haben die Möglichkeit, 2 Tage pro Woche zu arbeiten und erhalten für diese Zeit aber weniger als 3 US-Dollar. Benson Okabo, World Vision-Programmmanager und Koordinator der humanitären Hilfe für die Region, betont: «Viele Menschen haben grosse Sorgen, da die Preise für Lebensmittel auf dem Markt immer weiter steigen, sie keine Möglichkeit haben, selbst Geld zu verdienen und daher abhängig von Nahrungsmittelhilfe sind.»
Für die Studie wurden 1‘135 Flüchtlinge und Gastgeberfamilien im Bezirk Arua im Norden Ugandas befragt. «In dieser Situation müssen wir sicherstellen, dass Flüchtlingskinder besonders geschützt werden und wenn sie hier ankommen, sich schnell in die Gesellschaft integrieren können», erläutert Enid Kabasinguzi Ocaya, zuständig für Katastrophenvorsorge bei World Vision. Sie befürchte, dass die Kinder und Jugendlichen ansonsten in den Südsudan zurückkehrten und dort in den Konflikt verwickelt würden.
«Kein Land der Welt nimmt derzeit so viele Flüchtlinge auf wie Uganda. Den ankommenden Familien wurden Grundstücke zur Verfügung gestellt, damit sie sich selbst Häuser bauen und Gärten anlegen können. Die Regierung koordiniert ihre Hilfe mit den Organisationen, um Nahrungsmittel, Wasser und wichtige Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Auch unterstützt sie Kinderschutzprojekte», so Gilbert Kamanga, World Vision-Direktor in Uganda. «Es ist jetzt an der Zeit, Projekte zu fördern, die den Menschen helfen, sich selbst zu helfen, sowie Friedensprojekte zu entwickeln, damit die Menschen in den Gastgemeinden integriert werden.»
World Vision ist seit 2014 im Rahmen der Flüchtlingskrise in Uganda aktiv. «Es muss dringend mehr getan werden, um zu verhindern, dass die Krise ausser Kontrolle gerät. Vor allem die Kinder brauchen besondere Unterstützung, genug zu essen und die wirtschaftliche Förderung der Flüchtlinge und Gastgemeinden muss sichergestellt werden», so Okabo.