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Tja, da ist er wieder: Jonathan Lethem, der mit »Chronic City« und »Motherless Brooklyn« schon zwei herausragende Romane über ein weisses (?) Amerika der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschrieben hat. Jonathan Lethem findet sich in einem Zimmer mit Thomas Pynchon, J.D. Salinger, John Kennedy Toole. Schaut zweifellos durch sein eigenes Fenster auf die Welt, aber alles andere wäre ja absurd.
Weit weg von vielem, das literarisch gerade angesagt ist, schreibt Lethem die Geschichte seiner quasi autistischen Figuren (Charaktere) weiter. Alexander Bruno ist Backgammonspieler, der rund um den Globus wie ein Rächer Milliardäre und jede Art von sonst von-sich-Eingenommenen ausnimmt. Zwischen sich und der realen Welt ein Fleck. Ein Fleck, der sich nach einer weiteren Backgammonorgie als Tumor ohne Rückkehr erweist. Bruno begegnet einem alten Highschoolfreund, der ihm die Operation bei einem outstanding Neurochirurgen finanziert und damit beginnt ein aberwitziger Ritt in eine von Hippietum, Anarchismus und »Zabriskie Point«-Ästhetik durchsetzte Welt. California Dreaming. Höhepunkt: ein irres Backgammonspiel mit verkohlenden Slidern (Burgern) auf einem Grill. Ziemlich durchgeknallter Pageturner. Nicht für alle, aber für Freunde des Dude – ich sage nur »Big Lebowksi« – ganz bestimmt.