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Pfarrkirche St. Anton
Innenraum (Kirchenschiff)
Pfarrkirche St. Anton
Adresse
6438 Ibach
SZ
Architektur
Kunst am Bau
Die Ibacher Pfarrkirche gehört zum umfangreichen, die Zentralschweiz prägenden sakralen Werk von Joseph Steiner. St. Anton ist einer der wenigen Putzbauten und mutet in ihrer schlichten Gestalt deutlich moderner an, als die meisten anderen Sakralbauten Joseph Steiners, etwa die in der Konzeption verwandte, fünf Jahre ältere Pfarrkirche von Immensee.
Chronologie
Die von Joseph Steiner konzipierte Pfarrkirche St. Anton wurde in den Jahren 1938 bis 1939 errichtet, die alte Ibacher Dorfkappelle musste dem Neubau weichen. Der Sakralbau hat sich weitgehend in seinem ursprünglichen Zustand erhalten.
Lage
Die Pfarrkirche St. Anton befindet sich im Schwyzer Talkessel im Norden des Ibacher Dorfkerns. Sie liegt zwischen der alten Gasse und der Gotthardstrasse, die Brunnen und Schwyz verbindet, und ist von Wohnhäusern umgeben. Die Erschliessung der Pfarrkirche erfolgt von Süden über einen grosszügigen Platz, der von einer baumbestandenen Grünfläche gefasst wird.
Beschreibung
Die schlichte, hell verputzte Basilika ist parallel zur Gotthardstrasse angeordnet. Die Südfassade wird von einer eingezogenen Vorhalle dominiert und ist mit einer monumentalen Skulptur des Kirchenpatrons geschmückt. Die drei Öffnungen in der Mittelachse heben sich durch eine Natursteinfassung hervor. Die dahinterliegenden Portale sind im gleichen Raster angeordnet. An die Giebelfassade grenzen im Osten ein Verbindungstrakt und der Kirchturm, im Westen ein abgewalmter Kapellenannex. Der Kirchturm ist mit einem flachen Zeltdach gedeckt und weist vier kurze und vier langgezogene Fensterschlitze auf. Die Schallarkaden im Glockengeschoss sind dreigeteilt, die Öffnungen mit Lamellen geschlossen. Der gesamte Bereich kontrastiert in einer roten Farbfassung und bildet den Hintergrund für die vier Uhren. Im Norden schliesst die Kirche mit einem eingezogenen Chor. Schiff und Chor sind unter einem Satteldach zusammengefasst. Der Chorschluss ist ein weiteres Mal eingezogen und auch in der Dachhöhe abgesetzt. An den beiden Traufseiten sind jeweils elf dicht aufeinanderfolgende, hochrechteckige Fenster angeordnet. Zwei weitere belichten den Chor und eines an der Westfassade den Portalbereich. Die Seitenschiffe sind weitgehend fensterlos und mit einem Pultdach gedeckt. Das östliche, an die Gotthardstrasse grenzende Seitenschiff wurde nachträglich um einen verglasten Nebeneingang ergänzt. Die Sakristei fügt sich als quadratischer Anbau an die westliche Chorflanke.
Der Innenraum ist von der dreischiffigen, basilikalen Konzeption beziehungsweise einer massiven Pfeilergliederung geprägt. Er ist wie der Aussenbau hell verputzt. Das Mittelschiff ist mit einer Holzkassettendecke abgeschlossen. Drei Stufen markieren den Übergang zum Chor. Den Chorschluss ziert ein monumentales Kreuz. Ein auf die Seitenschiffwände gemalter Kreuzwegzyklus des Künstlers Lothar Albert ergänzt die künstlerische Ausstattung. Farbig verglaste Fenster setzen je nach Tageszeit intensive Lichtakzente. Die Orgelempore ist über der Vorhalle angeordnet, ihre Brüstung ragt in das Schiff hinein.
Literatur