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Die Wald- und Holzwirtschaft trägt auf verschiedene Weise zur Minderung des Treibhauseffektes bei. Dies durch die Senkenfunktion des Waldes, die Lagerung von Koh-lenstoff in Holzprodukten sowie die Substitution von fossilen Rohstoffen durch die Verwendung von Holz. Dieser Bericht behandelt die Frage, wie durch Waldbewirtschaftung und Holzverwendung der Beitrag der Schweiz zur Verbesserung der CO2-Bilanz optimiert werden kann.
Mittels verschiedener Szenarien wird der Effekt der Holznutzung auf die CO2-Senkenleistung und auf die CO2-Emissionen dargestellt. Nicht untersucht wurde ein Szenario «Vorratsabbau», da dies dem Parlamentsbeschluss, CO2-Senken anzurechnen, widersprechen würde. Ausgangspunkt der Studie waren die Holznutzungszahlen noch vor Lothar, daher sind Teile der gewählten Szenarien heute schon Realität. Die Szenarien gehen mit einer Ausnahme davon aus, dass der Aussenhandel von Holz und Holzprodukten nicht verändert wird. Die Wirkungen einer solchen Veränderung sind zu komplex und gehen bis hin zur kaum abschätzbaren Veränderung der Holznutzung von Wäldern in Drittländern und der globalen Entwicklung des Holzmarktes.
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass es aus Sicht der CO2-Politik zweckmässig ist, die Holznutzung im Wald zu erhöhen und langfristig zu optimieren. Bei der Herstellung von Produkten aus Holz oder bei dessen Verbrennung werden CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern vermieden. Bei einer nachhaltigen Holznutzung ist dieser Effekt zeitlich unbegrenzt. Das Ergebnis der Szenarien zeigt auch, dass eine massvolle Senkenbildung im Schweizer Wald noch für eine gewisse Zeit möglich ist. Eine einseitige Betonung der Senkenleistung würde aber in eine Sackgasse führen, weil die Bäume nicht endlos wachsen, und sich ein überalterter Wald in eine Quelle verwandeln würde. Eher überraschend ist aber das Ergebnis, dass bei einer massvollen Erhöhung des Vorrates im Wald auch der Holzzuwachs noch leicht zunehmen würde. Senke und Holznutzung stehen also nicht vollständig im Widerspruch. Eine Reduktion des Holz-vorrates im Wald würde dagegen die Produktivität des Waldes und damit auch das Holzangebot für spätere Generationen tendenziell vermindern.
Source: Bundesamt für Umwelt (Hrsg.), 2007. CO2-Effekte der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Szenarien zukünftiger Beiträge zum Klimaschutz. 102 S.