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Das rechteckige Gebäude, neben dem Oratorium der Vergine Addolorata, besteht aus drei Etagen. An der Fassade gibt es zwei Weihfresken, dargestellt durch die Trauer von Christis Tod und der ewige Vater unter den Heiligen, welche vom berühmten Maler Giuseppe Mattia Borgnis von Craveggia realisiert wurden.
Neben den genannten Fresken kann man auf der gleichen Fassade eine Sonnenuhr mit den Wörtern “Fermati o passeggier e pensa al (?) ponto a cui si riducono le ore a render conto a Dio” und das Wappen der Familie Pedrazzini erkennen.
Oberhalb des Baches gibt es ein weiteres, beeindruckendes Gebäude mit einer leicht schrägen Fassade, auf welchem zwei Fresken dargestellt sind. Das Oratorium von San Giovanni Battista ist Teil dieses Gebäudes.
Im 18. Jahrhundert präsentierte sich dieses Haus wie auf der obenstehenden Aquarellzeichnung: „Pedrazzini Häuser gegen Mittag“ von Stefano Lamberti im Jahre 1825 realisiert.
Die zentralen Fresken stellen die Jungfrau Maria, San Michele und Sant‘Antonio dar und auf der linken Seite der ewige, makellose Vater. Im Gebäude gibt es noch mehrere Specksteinöfen, um die Räumlichkeiten zu heizen. Wie man auf dem Bild sehen kann, waren die Gärten sehr herrschaftlich.
Hinter dem Hauptgebäude gab es zwei weitere Häuser, die leider abgerissen wurden.
Heute gehören die Häuser verschiedenen Familien von Campo und werden meist nur in der Ferienzeit besucht. Einige Teile der Strukturen wurden renoviert, andere hingegen nicht
Die Pedrazzini-Häuser
Die Pedrazzini Häuser wurden von der Familie Pedrazzini im 18. Jahrhundert in den Jahren 1730 und 1782 erbaut.
Die Strukturen wurden durch Gaspare Pedrazzini (1640-1724) und seine Kinder Giovanni Battista (1673-1749) und Guglielmo (1675-1744) gebaut, welche ihr Geld im 17. und 18. Jahrhundert in Deutschland, Kassel, verdient haben.
Die Familie gründete in Deutschland ein Handelsunternehmen und verfolgte mehrere kommerzielle Aktivitäten in anderen Städten des Landes.
Gaspare Pedrazzini kam alle fünf Jahre zurück nach Campo. Generell galt, dass ein männliches Mitglied der Familie für eine gewisse Zeit die Geschäfte in Kassel geführt hat und dann von einem anderen abgelöst wurde. So konnte jeder im rotierenden System Zeit bei der Familie in Campo verbringen.