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Die junge Frau war in den Sommerferien im Kosovo. Laut Strafbefehl der Aargauer Staatsanwaltschaft beschloss sie bereits während ihres Aufenthalts, die Ferien zu verlängern. Deshalb fragte sie im Kosovo auf der Strasse nach gefälschten Corona-Testresultaten. Und sie war erfolgreich. Für 50 Euro erwarb die 23-Jährige zunächst einen Antikörper-Bluttest mit einem positiven Resultat. Diesen schickte sie an ihrem letzten Ferientag ihrem Chef zu.
Arbeitgeber verlangte zusätzlich einen PCR-Test
Die junge Urkundenfälscherin machte die Rechnung jedoch ohne die Partnerin ihres Chefs. Denn diese forderte die in den Ferien weilende Angestellte dazu auf, einen PCR-Test nachzureichen. Deshalb ging die 23-jährige Aargauerin wieder zur gleichen Kontaktperson im Kosovo und besorgte sich ein positives PCR-Testresultat. Laut Strafbefehl erhielt sie dieses gefälschte Dokument gratis und schickte es wiederum per Whatsapp an ihren Vorgesetzten.
Dessen Partnerin stellte jedoch Unstimmigkeiten auf den beiden Dokumenten fest, weshalb sie die Firma, welche die Dokumente angeblich ausgestellt hatte, kontaktierte. Dort erfuhr sie dann, dass es sich um gefälschte Dokumente handelt, welche nicht durch die angegebene Firma ausgestellt wurden.
Aus 50 Euro werden 1500 Franken
Für die Staatsanwaltschaft war klar: Die Beschuldigte schickte ihrem Arbeitgeber absichtlich die von ihr besorgten, aber gefälschten Testresultate, um sich zusätzliche Ferientage zu verschaffen. Somit sei auch das Unternehmen geschädigt worden, weil dieses den Personalausfall kompensieren musste. Die junge Angestellte erhielt eine Busse in der Höhe von 600 Franken und muss zusätzlich die Gebühr für den Strafbefehl von 900 Franken bezahlen. Neben diesen 1500 Franken erhielt sie zusätzlich eine bedingte Geldstrafe.
Ob die Frau ihren Job trotz dieser Aktion behalten durfte, ist nicht bekannt.