Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03226.jsonl.gz/1072

Die Wappen der beiden Sensler Gemeinden Alterswil und Heitenried sind sich sehr ähnlich: Beide haben die silberne Lilie, das Emblem der Familie Maggenberg, übernommen. Die Blasonierung, also die offizielle Beschreibung des Wappens von Alterswil lautet: «In Rot eine silberne Lilie». Und von Heitenried: «Geteilt von Rot mit wachsender silberner Lilie und von Silber.» Die Wappen kamen beide in den 1930er-Jahren auf, wie die Gemeinden auf ihren Homepages schreiben. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts seien viele der heutigen Gemeindewappen entstanden, sagt Leonardo Broillet, stellvertretender Staatsarchivar des Kantons Freiburg. Für die 650-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft sollten nämlich die Wappen sämtlicher Gemeinden der Schweiz ausgestellt werden. Nur hatten viele Gemeinden damals gar kein Wappen, weshalb neue Wappen kreiert wurden.
Alterswil und Heitenried bezogen sich in ihren Wappen auf die Zähringer-Familie von Maggenberg, welche im 12., 13. und 14. Jahrhundert Ländereien auf den heutigen Gemeindegebieten besassen. In der Gemeinde Alterswil befinden sich noch heute die Ruinen der Burg Ober-Maggenberg. Sie diente den Herren wahrscheinlich als Zufluchtsort, wie im Historischen Lexikon der Schweiz zu erfahren ist. Ihre Stammburg war Unter-Maggenberg bei Tafers. Die Familie war einflussreich: Sie stellte fünf Schultheissen der Stadt Freiburg. Dieses Amt ist vergleichbar mit dem heutigen Gemeindepräsidenten.
Im Rahmen einer Sommerserie stellen die FN die Wappen verschiedener Gemeinden aus dem Sense- und Seebezirk vor.