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Zehntausende Menschen haben bei der jährlichen Schwulen- und Lesbenparade in San Francisco das uneingeschränkte Eherecht bejubelt. «Wir feiern die Gleichberechtigung für alle», schrieb Bürgermeister Ed Lee auf Twitter.
Rund 26'000 Menschen marschierten mit, Hunderttausende Zuschauer verfolgten die Kundgebung vom Strassenrand aus. Die Veranstalter sprachen von der grössten Gay Pride-Party, die sie je organisiert hätten.
Teilnehmer und Zuschauer schwenkten Regenbogenfahnen und trugen Banner mit der Aufschrift «Liebe gewinnt». Auf der Hauptbühne heirateten zwei Frauen unter lautstarkem Jubel.
Das höchste US-Gericht in Washington hatte am Freitag die Ehe auch für schwule und lesbische Paare im ganzen Land geöffnet. Unter den Teilnehmern in San Francisco am Sonntag war Jim Obergefell, der Hauptkläger vor dem Supreme Court. Obergefell hatte sich durch alle Instanzen gekämpft, um als Witwer seines im Alter von 48 Jahren gestorbenen Partners John Arthur anerkannt zu werden.
Nicht überall wurde gefeiert. In Istanbul antwortete die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfer auf einen Gay-Pride-Marsch. (wst/sda/dpa)
Der Anwalt des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Rudy Giuliani, ist wegen strafrechtlicher Ermittlungen im Zusammenhang mit der Wahl 2020 vor einer Geschworenenjury im US-Bundesstaat Georgia erschienen. US-Medienberichten zufolge verbrachte er am Mittwoch (Ortszeit) mehr als sechs Stunden in einem Gerichtsgebäude in Atlanta. Dort sei er von einer sogenannten Grand Jury befragt worden. Eine Grand Jury wird eingeschaltet, um Beweise in möglichen Verbrechensfällen zu prüfen und zu entscheiden, ob Anklage erhoben werden soll.