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Seuzach
Stellwerk und Gleisplan Seuzach
Der Vermerk lautet Beilage zur DV 250 vom 5. März 1948. In der Liste der Korrekturen rechts unten ist in Feld b eine Änderung ohne Datumsangabe vermerkt. Welchem Stand dieser Plan entspricht, kann also nicht genau festgestellt werden.
Plan Sammlung P. Pfeiffer
Ich hatte Seuzach mal besucht, um die mechanischen Signale zu fotografieren. Leider sind die Fotos nicht von guter Qualität, aber immerhin habe ich mir das Datum notiert, es war am 23. April 1985.
Bei der Ankunft konnte ich das Einfahrsignal Seite Etzwilen mit zwei geöffneten Flügeln fotografieren.
Das Stationsgebäude macht nicht den besten Eindruck. Das Stellwerk befindet sich im Blechhäuschen rechts. Leider habe ich es nicht fotografiert.
Ich bin dann nochmals zum schon fotografierten Einfahrsignal Seite Etwilen gegangen. Das Signal ist mit einer Rückstellvorrichtung ausgerüstet: Wird das Signal auf Fahrt gestellt, hebt sich das Pedal neben der Schiene. Wenn der Zug vorbeifährt, wird das Pedal niedergedrückt und das Signal fällt automatisch auf Halt. Das war hier wichtig, weil die Strecke noch ohne Block war. So wird sichergestellt, dass das Signal nicht ungewollt für einen zweiten Zug in Fahrtstellung verbleibt.
Ausfahrsignal C nach Etzwilen und...
... Ausfahrsignal B nach Winterthur. Die Ausfahrsignale sind nur einflüglig.
Schliesslich noch das Einfahrsignal A 1/2 Seite Winterthur.
Alle Fotos S. Niklaus
Ansonsten habe ich über diese unscheinbare Station sehr wenig Material gefunden. In den SBB-Nachrichtenblätter 1924-1983, die ich durchforscht habe, habe ich zu Seuzach nur gerade den Hinweis gefunden, dass die mechanischen Vorsignale durch Lichtsignale ersetzt wurden (Heft 10/1948). Dass passt immerhin zur DV von 1948, aus der der abgebildete Plan stammt. Die Strecke war wie schon erwähnt zum Zeitpunkt meines Besuchs noch nicht mit Streckenblock ausgerüstet, als eine der letzten der SBB.
In den folgenden Jahren wurde die Station dann modernisiert und wurde sogar zum Endpunkt einer Linie der Zürcher S-Bahn. Ob die auf den Fotos ersichtlichen Bauarbeiten schon zum Stationsausbau gehören, bin ich nicht mehr sicher.
Das mechanische Stellwerk, von dem ich nur das Häuschen fotografiert habe, war vom Typ Bruchsal J und stammte aus dem Jahr 1906. Gemäss dem Buch von H.G. Wägli wurde es 1988 durch ein provisorisches Domino-Stellwerk abgelöst. Am 1. März 1990 wurde schliesslich ein Stellwerk Domino 69 in Betrieb genommen.
Eine Foto, die das Einfahrsignal Seuzach zeigt, habe ich nach langem Suchen in den Tiefen des Internet doch noch gefunden. Sie befindet sich auf der Homepage "Club DR Ehrenlokführer", die (unter anderem) viele historische Fotos zu den Eisenbahnen im Raum Winterthur enthält: Link