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Auf die Jahre [14]52, [14]54 und [14]55 datierte homiletische und pastoraltheologische Textsammlung, die aus dem Bodenseeraum nach Einsiedeln kam. Die Hauptwerke sind Nikolaus von Dinkelsbühl: Sermones de sanctis, De tribus partibus poenitentiae, De indulgentiis, De oratione Dominica; eine Sammlung der lateinischen Schriften Marquards von Lindau OFM; Jordanus de Quedlinburg OESA: Sermones super commune sanctorum, Sermones ad personas religiosas.
Online seit: 21.12.2010
Der Liber ordinarius ist ein liturgisches Werk, in dem die täglichen und festlichen Zeremonien für eine bestimmte Kathedrale oder eine bestimmte Kollegiats- oder Klosterkirche beschrieben wurden. In diesem Falle handelt es sich um ein Liber für Augustinereremiten, das nach einer Anmerkung auf f. 63v-64r vom Bruder Georius Vituli des Konvents der Augustinereremiten von Freiburg im Breisgau geschrieben wurde. Dieser enthält auch verschiedene Predigten, Unterweisungen und einen Traktat zu den zehn Geboten in deutscher Sprache. Von Freiburg im Breisgau gelangte dieser zu einem ungekannten Zeitpunkt ins Augustinerkloster in Freiburg (Schweiz).
Online seit: 19.03.2015
Die „Philosophenbiographien“ stellen eine Unterkategorie des antiken Literaturgenres „Biographien berühmter Männer“ dar, das ab dem 12. Jahrhundert neu aufgenommen wurde. Der lateinische Text dieser Handschrift, das Liber de vita et moribus philosophorum veterum, der Gautier Burley zugeschrieben wird (tatsächlich ein anonymer italienischer Autor des frühen 14. Jahrhunderts), besteht aus einer Sammlung moralischer Leitsprüche von verschiedenen Philosophen, deren Namen am Ende des Werkes indexiert sind (f. 93r-94r). Diese Kopie von 1452 stammt vielleicht aus der Abtei von Saint-Denis und befand sich danach im Besitz von Paul und Alexandre Petau, bevor sie im Rahmen des Vermächtnisses von Ami Lullin zum Bestand der Bibliothèque de Genève stiess (1756).
Online seit: 10.10.2019
Dieser Vocabularius brevilogus wurde laut Kolophon f. 329v durch den Schreiber Martinus Hartmann im Jahre 1452 in Hildesheim kopiert. Die Lemmata sind durch rubrizierte Initialen unterteilt, für grössere Initialen wurde Platz freigelassen, die mit wenigen Ausnahmen jedoch nicht ausgeführt wurden. Die Handschrift wurde 1505 von ihrem Besitzer Johannes Hertlin aus Augusta Regia an die Kirche St. Alexander und Theodor in Ottobeuren verschenkt; im 20. Jahrhundert befand sie sich im Besitz der jurassischen Kantonsbibliothek in Porrentruy.
Online seit: 23.09.2014
Die beiden Hauptteile der Handschrift bilden die Viten der St. Galler Hausheiligen (Gallus, Otmar, Wiborada und Notker Balbulus), der Apostel und frühchristlicher Heiliger und Märtyrer sowie die St. Galler Klosterchronik – von den Casus sancti Galli Ratperts (612-883) bis zur Continuatio des Conradus de Fabaria (1204-1234). Die Texte der Klostergeschichtsschreibung hat der St. Galler Reformator Vadian teils ausführlich und kritisch mit Randnotizen versehen. Der Codex enthält ausserdem chronikalische Notizen zu St. Gallen und der Schweiz (14./15. Jh.), die Reise in das Heilige Land des Steffan Kapfman sowie komputistische, medizinische, astronomische und theologische Texte. Auf zwei freigebliebenen Seiten (p. 324-325) hat im Jahr 1824 der St. Galler Stiftsbibliothekar Ildefons von Arx vier Rezepte zum Lesbarmachen verblasster Schrift eingetragen.
Online seit: 22.06.2010