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Im Zeitraum von 1770 bis 1830 herrschte in der Musik die Hochklassik oder auch Wiener Klassik vor. In dieser Musikrichtung fand eine Vermischung mehrerer stilistischer Komponenten statt, die von der galanten und empfindsamen Musik des Barocks bis hin zu deutschen, italienischen und französischen Einflüssen reichte.
Musikstadt Wien
Als Zentrum dieser Musik etablierte sich die Stadt Wien. Wien verfügte über eine Vielfalt an Musikstilen. Noch heute ist Österreichs Hauptstadt mit der Wiener Staatsoper und dem Opernball eng mit dieser Musik verbunden.
Wien war für viele Komponisten das soziale und künstlerische Zentrum. Im 18. Jahrhundert stieg die Stadt mit den Komponisten Haydn und Mozart endgültig zur Musikhauptstadt auf.
Der Stil der Hochklassik
Der Stil der Hochklassik war hauptsächlich geprägt von der Vermischung internationaler Musikrichtungen aus Deutschland, Italien und Frankreich. Jeder Musikstil brachte dabei spezifische Elemente in die neue Musikrichtung ein. Die Eigenschaften des ehemals galanten und empfindsamen Stils wurden ebenfalls miteinander kombiniert. Beherrscht wird diese Musik durch das Streichquartett, die Sinfonie und das Konzert. War in der spätbarocken Musik noch der Gesang dominant, so wurde dieser nun allmählich durch rein instrumentale Stücke abgelöst. Auch der Aufbau der Werke war kontrastreicher. Es wechselten ruhige Passagen mit lauten Intermezzi ab. Die Melodien, die diesen Werken zugrunde lagen, waren leichter verständlich und gingen ins Ohr. Die meisten Sinfonien wurden nicht mehr nur für Adelige geschrieben, sondern auch für das gemeine Volk, weshalb sie sich wohl so großer Beliebtheit erfreuten. Auch die konzertanten Veranstaltungen blieben nicht nur auf die Kaiser- und Königshöfe beschränkt. Es gab öffentliche Konzerte, die für jedermann zugänglich waren. Manche Komponisten wurden dadurch überaus bekannt und beliebt, wohl auch ein Grund dafür, warum Mozart der erste Popstar der Geschichte genannt wird.
Musikalische Vertreter
Zu den musikalischen Vertretern dieser Stilrichtungen zählen vor allem die drei Komponisten, Josef Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Josef Haydn schrieb dabei über hundert Sinfonien. Ludwig van Beethoven brachte es auf neun Sinfonien und Wolfgang Amadeus Mozart komponierte 41 Sinfonien. Zu den bekanntesten davon gehören Eine kleine Nachtmusik und Die Zauberflöte. Teilweise wird auch noch Franz Schubert zu den Vertretern der Wiener Klassik gezählt.
Noch heute sind die Werke dieser Komponisten die tragende Säule der klassischen Musik. Manche Popstars, wie der Österreicher Falco, hatten sogar einige Musiker aus dieser Zeit als Vorbilder.