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Insgesamt viele interessante Beiträge mit guten Dias. Aussergewöhnlich erfreulich das strikte Einhalten der Redezeiten.
Vloeberghs M. et al. Dep. of Ped. Neurosurg., Queen's Medical Centre, Univ. of Nottingham, GB
Die Autoren berichteten über 42 Kinder mit Hydrocephalus internus verschiedener Aetiologie, bei denen sie eine endoskopisch geführte Ventrikulostomie des 3. Ventrikels vorgenommen hatten. 2/3 dieser Patienten bedurften danach keiner weiteren Therapie. Beim restlichen Drittel musste nachträglich zusätzlich noch ein Shunt eingelegt werden. Die gleiche Technik wandten sie bei 31 Patienten an, die wegen Shuntkomplikationen oder -infektion operiert werden mussten. Auch in dieser Gruppe lag die Erfolgsrate bei etwa 66%. Die Eingriffe wiesen eine Morbidität von unter 5% auf. Die Mortalität betrug 0%. Die Ursache für das Versagen der Technik ist nach Ansicht der Autoren von der Aetiologie des Hydrocephalus abhängig. Das Alter des Kindes scheint keine Rolle zu spielen.
Gutierrez J.M. et al. Dep.of Surg. "General Yagüe" Hospital, Burgos, Spain
Die Gruppe verfolgte die Entwicklung von vesico-ureteralem Reflux Grad 3-5 bei 19 Kindern, die bei Diagnosestellung 1 Jahr alt oder jünger waren. Die initialen Abklärungen umfassten einen Nieren-US, ein MCUG und ein DMSA-Szintigramm. Der Follow-up betrug bei allen Patientenmehr als ein Jahr. Alle 19 Kinder standen unter Antibiotikaprohpylaxe. Bei 5 Kindern war das initiale DMSA-Szintigramm pathologisch. Ein Patient entwickelte während der Evaluationsperiode neue Narben. Über eine Beobachtungszeit von durchschnittlich 23 Monaten verschwand der Reflux in 63%. Bei 3 Kindern verschlimmerte er sich, bei 2 blieb er unverändert. Bei 2 Patienten musste der VUR operativ bzw. endoskopisch behoben werden.
Jaureguizar E et al. Children's Hospital LA PAZ, Madrid, Spain
27 Patienten mit traumatischen, schweren Urethrarupturen wurden mittels suprapubischem Katheter und 12 wöchiger Wartezeit therapiert. Die Altersspanne war 1-16y. Die Rupturen wurden bei 18 Patienten mit einer End-zu-End-Anastomose über einen transperinealen Zugang versorgt. Bei 4 Patienten erfolgte die Anastomose über einen transpubischen Zugang. Bei den Restlichen wurden ebenfalls eine End-zu-End-Anastomose gemacht über diverse andere Zugänge. Die Resultate wurden mittels Uroflowmetrie, US und MCUG 1 und 5 Jahre postoperativ nachkontrolliert. Bei 21 Patienten wurden die Resultate als befriedigend abgegeben. Bei 6 traten Komplikationen auf:Striktur, Fistel, postmiktionelles Nachträufeln. Die erektile Potenz war bei 15 von den 17 männlichen Patienten intakt. Diese Resultate zeigen, dass eine verzögerte Versorgung von traumatischen Urethrastrikturen nach Ruptur mit einer End-zu-End-Anastomose eine gute Prognose hat.
Caione P. et al. Div. of ped. Urology, Bambino Gesu Children's Hospital, Rome, Italy
Nach unilateraler Ureterneuimplantation ist ein contralateral neu festgestellter Reflux in bis zu 27% zu beobachten. Das C.U.M.A. ( contralateral ureteral meatus advancement) Procedere ist eine mögliche Antwort auf das Dilemma, ob man immer beide Seiten neu implantieren soll. Es wird eine horizontale Y-förmige incision mit den beiden Branchen des Y cranial und caudal des Ureterostiums und der Basis des Y von ca. 1-1,5cm Länge in Richtung des contralateralen Hemitrigonums durchgeführt. Das Ureterostium wird anschliessend nach medial eingenäht. Die Autoren haben bei 53 Kinder anlässlich einer Ureterneuimplantation wegen unilateralem Reflux auf der nicht refluierenden Seite das CUMA Procedere durchgeführt. Keiner dieser Patienten wies nach der Reimplantationsoperation einen Reflux auf. Im Gegensatz dazu fanden sie bei den rein einseitig implantierten Uretern einen neuen postoperativen Reflux contralateral bei 5%.
Waag K.-L. et. al. Dept. of Ped. Surgery, University Hosp., Mannheim, Germany
Die Gruppe führte seit 1982 bei 20 Kindern eine Darmverlängerungsoperation nach der von Bianchi beschriebenen Methode durch. Von den 20 Kindern haben bis heute 15 überlebt. 5 sind an fulminanter Sepsis, Leberversagen, Aspiration und Candidasepsis verstorben. 14 der 15 Überlebenden sind nach einer durchschnittlichen postoperativen Phase von 4.2 Monaten vollständig ohne parenterale Ernährung. Es werden diverse Komplikationen beschrieben. Bei allen Überlebenden wird ein befriedigendes Wachstum und eine altersentsprechende Entwicklung beobachtet.
Leider hat keine Postersession stattgefunden. Insgesamt aussergewöhnlich professionelle Präsentation der einzelnen Poster. Langsam gehen die Zeiten der "Habe alles selbst gemacht und mit der Schere ausgeschnitten" zu Ende.
Wessel L.M. et al. , Dep. of Ped.Surg. / Radiology / Traumatology, University Hosp. , Mannheim, Germany
Die Autoren empfehlen bei Kinder bis zum Alter von etwa 12 Jahren bei V.a. ligamentäre, knöcherne und knorpelige Läsionen im Rahmen eines traumatischen Hämarthros des Kniegelenkes primär die Durchführung eines MRI`s. Die Arthroskopie soll nur dann durchgeführt werden, wenn das MRI eine Läsion zeigt, die auch arthroskopisch definitiv therapiert werden kann.
Caffarena P. et al. Dep. of Ped.Surg./ Anesthesiology, Gaslini Inst., Univ. of Genoa, Italy
Die Autoren haben 78 Kinder nach akuter Laugenverätzung gemäss 3 verschiedenen Schematas therapiert. Gruppe 1 erhielt Antibiotika, Steroide, H2-Blocker und eine Magensonde über die sie enteral ernährt wurden. Gruppe 2 erhielt Antibiotika, H2-Blocker und eine Magensonde für die enterale Ernährung. Gruppe 3 erhielt H2-Blocker und Antibiotika. Es wurde keine Magensonde gelegt, dafür erfolgte die Ernährung parenteral. Die Schweregrade der Verätzung war bei allen 3 Gruppen gleich verteilt. Der Outcome wurde nach Stenoseentwicklung und Operationsbedarf beurteilt. Es zeigte sich, dass in Gruppe 3 die besten Resultate erzielt wurden.
Falchetti et al. Dep. of Ped. Surg., Ospedale dei Bambini "Umberto 1°", Brescia, Italy
Beschrieben wird die Therapie einer Pankreaspseudocyste bei einem Patietenten mit Addison-syndrom und fraglich traumat. Genese. Die im Pancreaskopf nahe der Magenwand gelegene Cyste wurde mittels gastroskopisch eingelegtem double-pigtail stent im Sinne einer Cystogastrostomie drainiert. Die Nachkontrollen zeigten eine komplette Involution der Cyste, der Stent war anlässlich der 3- Monatskontrolle nicht mehr nachweisbar und offensichtlich unbemerkt abgegangen.
Erez I. et al. Dep. of Ped. Surg., Meir General Hospital, Kfar Saba, Israel
Diese Autoren untersuchten den Erbgang sowie die Möglichkeit einer Prognose bei 6 Kindern mit kongenitalem Kurzdarmsyndrom mit Malrotation. Auf Grund der Studien an den 6 Kindern und deren Familien konnte ein autosomal rezessiver Erbgang festgestellt werden. Prognostisch zeigt sich, dass alle Patienten mit Symptomen (galliges Erbrechen und wässrigen oder blutigen Stühlen) vor der ersten Lebenswoche trotz voller Intensivbehandlung und TPN nicht überlebt haben. Alle 3 Patienten mit früh postnatal aufgetretenen Symptomen starben innert 6 Monaten an septischen Komplikationen. Die anderen 3 Patienten zeigten erst im Alter von 2 Monaten erste Symptome ihres Kurzdarmes. Sie hingegen haben alle überlebt und sind heute über 10 Jahre alt.