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Diese Seite wird neu überarbeitet, da sich die Informationen bezüglich Stress, unter Einbeziehung der Polyvagaltheorie, erweitern!!
Es gibt keine einheitliche Definition bezüglich des Begriffs "Stress". Tatsächlich ist Stress eine körperliche Reaktion auf äußere und innere Reize, die den menschlichen Organismus vorübergehend leistungsfähiger machen soll. Dabei werden Stresshormone ausgeschüttet, das sympathische Nervensystem aktiviert und der Mensch auf eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion vorbereitet.
Die individuelle Bewertung einer Situation ist entscheidend für die Wahrnehmung und den Umgang mit Stress. Resilienz und persönliche Ressourcen spielen hierbei eine wichtige Rolle.
Man unterscheidet zwei verschiedene Arten:
Es gibt den sogenannten positiven Stress, der zum Beispiel bei freudigen Ereignissen auftreten kann. Die Geburt eines Kindes oder eine aufregende Achterbahnfahrt sind Beispiele für solche positiv stimulierenden Situationen. In solchen Fällen tritt kurzzeitiger Stress auf.
Nachdem das Ereignis vorüber ist, lässt sich dieser Stress nach einiger Zeit wieder abbauen. Durch die Selbstregulation kehren wir von der Anspannungsphase in die Entspannungsphase zurück und damit in die Homöostase, also in unser Gleichgewicht.
Dies bezeichnet man als negativen Stress, der entsteht, wenn wir uns in Situationen unwohl oder überfordert fühlen. Beispiele für auslösende Faktoren sind stark belastende Lebenslagen wie der Tod eines nahestehenden Menschen, eine schwere Erkrankung, permanenter Zeitdruck oder der Verlust der Arbeitsstelle.
Erst wenn sich Stress häuft und wir in der Anspannungsphase verharren, ohne die Möglichkeit eines Ausgleichs zu finden, kann dies dem Wohlbefinden schaden. Die entstehende Langzeitbelastung kann für eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen verantwortlich sein, wie beispielsweise ein geschwächtes Immunsystem, anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, innere Unruhe, Nackenverspannungen, Migräne, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Beschwerden und vieles mehr.
Unabhängig davon, ob es sich um guten oder schlechten Stress handelt, laufen im menschlichen Körper immer die gleichen Reaktionsmuster ab. Dies wird durch das autonome Nervensystem, auch bekannt als vegetatives (unwillkürliches) Nervensystem, gesteuert. Das autonome Nervensystem ist in einen sympathischen und parasympathischen Zweig unterteilt, die als ergänzende Gegenspieler wirken und den Körper kontinuierlich in Homöostase halten. Homöostase beschreibt einen Zustand des Gleichgewichts, in dem wir uns entspannt und sicher fühlen.
Der Sympathikus reagiert auf Signale, die auf Gefahr hindeuten, und bereitet uns auf Flucht, Kampf oder Erstarrung vor. Dadurch werden wir in die Lage versetzt, augenblickliche Höchstleistungen zu vollbringen. Der Blutdruck und die Herztätigkeit steigen, die Pupillen erweitern sich, ebenso wie die Herzkranzgefäße und die Bronchien. Gleichzeitig wird die Darmtätigkeit gehemmt und die Blasenentleerung unterdrückt.
Der Parasympathikus hat gegenteilige Funktionen im Vergleich zum sympathischen Nervensystem. Er fördert die Energieeinsparung und entspannt den Körper. Zu seinen Aufgaben gehören die Steigerung des Stoffwechsels, die Beteiligung am Aufbau körperlicher Reserven und die Förderung der Regeneration. Gleichzeitig unterstützt er die Erholung der Organe.