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Von Proust zu lernen, nie genug an ihm zu bewundern: wie jeder Gegenstand, den er anrührt, Poesie wird. Die Welt ist ihm Poesie. Kunst ist die Verwandlung des Alltäglichen in sein Gegenteil, und zwar nicht durch eine Steigerung ins Pathetische, «Bedeutende», sondern durch eine ganz leichte, scheinbar beiläufige Berührung, die das Banale kostbar macht, den dichtesten, gröbsten Stoff durchsichtig und schwebend macht. // Von Benn zu lernen (siehe Artikel von Fabri in der FAZ): Dass auch sprachlich die Grenze zwischen „Poesie“ und „Prosa“ nicht existiert, dass man sehr viel durch das Überspielen der Grenze zwischen Vers und Prosa erreichen kann. Es gibt einen breiten Raum ( und gerade er ist für mich interessant) zwischen dem Vers im strengen, traditionellen Sinn und der Prosa im strengen Sinn. Dieser Raum ist vielleicht heute der eigentliche Wohnort der Kunst.