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Unter Knochentumoren versteht man alle in knöchernen Geweben vorkommenden Geschwulste. Dabei werden gut- und bösartige Knochentumoren unterschieden.
Gutartige (benigne) Knochentumoren kommen häufiger vor als bösartige (maligne). Die Einteilung der gutartigen Knochentumoren erfolgt nach der Art des Ursprungsgewebes. Dementsprechend teilen Mediziner die Tumoren danach ein, ob sie vom Knochen, Knochenmark oder vom Knorpel ausgehen. So bezeichnet man beispielsweise einen gutartigen Tumor mit seinem Ursprung im Knochengewebe als Osteom und eine Geschwulst mit Knorpel als Muttergewebe als Chondrom. Weichteiltumoren leiten sich von Muskeln, Bindegewebe, Gefässen, Fett- oder Nervengewebe ab und wachsen daher häufig in unmittelbarer Nähe zum Knochen.
Die Ursachen für Knochentumoren sind bisher nicht genau geklärt. Einige werden jedoch vererbt, was auf die Bedeutung genetischer Faktoren hinweist. Zu den wichtigsten Symptomen von gutartigen Knochentumoren gehören Verformungen von Knochen und Gelenken, Druckschäden an Nerven und Blutgefässen sowie Schmerzen. Aus diesem Beschwerdebild ergeben sich die ersten Hinweise zur Diagnose. Funktions- und Schmerztests, wie ein Belastungstest, oder die Beurteilung der Durchblutung können die Diagnose unterstützen. Endgültig zeigt ein Röntgenbild die typischen Veränderungen durch einen Knochentumor. Herrschen Zweifel darüber, ob es sich um gut- oder bösartige Tumoren handelt, sind zusätzliche Untersuchungen notwendig wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT). Zur Sicherung der Diagnose kann der Arzt ausserdem eine Gewebeprobe entnehmen und mikroskopisch untersuchen lassen (Biopsie).
Die Behandlung besteht bei gutartigen Knochentumoren vorwiegend in einer operativen Entfernung. Bei sehr langsam wachsenden Tumoren, die wenige Beschwerden verursachen und nicht die Gefahr eines Knochenbruchs bergen, kann man abwarten und den Verlauf beobachten. Nur in seltenen Fällen tritt der Tumor erneut auf.
Knochentumoren sind der Definition nach alle in knöchernen Geweben vorkommenden Geschwulste. Häufig spricht man in einem Atemzug von Weichteil- und Knochentumoren.
Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Knochentumoren. Primäre Knochentumoren entwickeln sich aus den in den Knochen vorkommenden Zellarten. Sie können gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Gutartige Knochentumoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders langsam wachsen und nicht streuen, also keine Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden.
Sekundäre Knochentumoren entstehen durch Absiedlungen von Zellen verschiedener Krebsarten. Es handelt sich also um Tochtergeschwulste (Metastasen) eines Tumors, der in einem anderen Organ sitzt. Typische Beispiele für sekundäre Knochentumoren sind Knochenmetastasen bei Lungenkrebs oder Brustkrebs. Sekundäre Knochentumoren zählen – wie ihr Ursprungstumor – damit zu den bösartigen Tumoren.
Die Einteilung der gutartigen Knochentumoren erfolgt nach der Art des Muttergewebes. Dementsprechend teilen Mediziner die Tumoren danach ein, ob sie vom Knochen, Knochenmark oder vom Knorpel ausgehen. Weichteiltumoren leiten sich von Muskeln, Bindegewebe, Blutgefässen, Fett- oder Nervengewebe ab und wachsen daher häufig in unmittelbarer Nähe zum Knochen. Dies ist ein Grund für die häufige gemeinsame Benennung.
Bei den Osteochondromen und Chondromen lassen sich solitäre von multiplen Tumoren abgrenzen: Die solitären Formen beschränken sich auf einen einzelnen Knochen, während die multiplen Formen an vielen verschiedenen Stellen auftreten können.
Osteochondrome sind die häufigsten Knochentumoren überhaupt. Sie werden auch als «kartilaginäre Exostosen» bezeichnet, bevor sie verknöchern. Osteochondrome bestehen aus Knorpel- und Knochengewebe. Sie kommen als einzelne Tumoren (solitär) sowie in Ansammlungen (multipel) vor. Osteochondrome sind angeboren und können vererbt werden. Sie treten bereits im Kindesalter auf. Männer sind häufiger von Osteochondromen betroffen als Frauen.
Osteochondrome sitzen den Knochen wie ein Stiel oder auch mit einer breiten Basis auf und haben eine Knorpelkappe, die im Röntgenbild nicht darstellbar ist. Sie kommen bevorzugt in den gelenknahen Abschnitten der Oberarm-, Ober- und Unterschenkelknochen sowie in den Fingerknochen vor. Eine Behandlung der Knochentumoren ist immer dann nötig, wenn es zu Druckschäden an Nerven oder Blutgefässen, zu einer Wachstumsbeeinträchtigung oder einer Verformung von Knochen und Gelenken kommt.
Das Osteom ist ein gutartiger Tumor des reifen Knochens, wobei die Bezeichnung von dem griechischen Wort osteon für Knochen abgeleitet ist. Es gibt zwei Formen dieses gutartigen Knochentumors: Das kompakte Osteoma durum und das schwammartige Osteoma medullare.
Das kompakte Osteom besteht ausschliesslich aus Knochen und kommt bevorzugt am Schädel sowie an den Gesichtsknochen vor. Häufig tritt es als Begleitreaktion des Knochens (reaktive Hyperostose) bei Meningeomen auf. Unter Meningeomen versteht man gutartige Tumoren der weichen Hirnhäute, die vorwiegend im Schädel, seltener aber auch in der Wirbelsäule auftreten.
Das schwammartige Osteom enthält zusätzlich zum Knochenanteil knochenmarkhaltige Hohlräume, woraus sich der Vergleich mit einem Schwamm ergibt. Osteome können vermehrt im Rahmen von bestimmten Erbkrankheiten auftreten, wie dem Gardner-Syndrom. Das Gardner-Syndrom ist durch eine Vielzahl von Darmpolypen, Hauttumoren und Osteomen des Schädels gekennzeichnet.
Für gutartige Knochentumoren existieren keine Angaben zur allgemeinen Häufigkeit. Innerhalb der Knochentumoren tritt das einzelne (solitäre) Osteochondrom allerdings am häufigsten auf. Chondroblastome und Chondromyxoidfibrome sind dagegen selten.
Gutartige Knochentumoren können unterschiedliche Ursachen haben. Oft sind die Ursachen aber nicht vollständig geklärt. Bei einigen Tumorarten spielen genetische Faktoren eine wesentliche Rolle. So sind bestimmte Formen der Osteochondrome sowie der Osteome vererbbar.
Gutartige Knochentumoren zeigen oft unterschiedliche Symptome, abhängig von der jeweiligen Tumorart und von der Tumorlage. Zu den häufigen Symptomen gehören:
Bei Knochentumoren ergeben sich die ersten Hinweise auf die richtige Diagnose aus dem Beschwerdebild – insbesondere wenn sich Knochen und Gelenke bereits verformt haben. Funktions- und Schmerztests, wie ein Belastungstest, oder die Beurteilung der Durchblutung können die Diagnose unterstützen.
Die endgültige Diagnose von Knochentumoren wird in der Regel aufgrund typischer Veränderungen im Röntgenbild gestellt. Herrschen Zweifel darüber, ob es sich um gut- oder bösartige Tumoren handelt, sind zusätzliche Untersuchungen notwendig wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT). Zur Sicherung der Diagnose kann der Arzt ausserdem eine Gewebeprobe entnehmen und mikroskopisch untersuchen lassen (Biopsie).
Auch die Lage des Knochentumors kann die Diagnose erhärten. So treten einige Knochentumoren bevorzugt an bestimmten Stellen innerhalb des Skelettsystems auf. Osteochondrome bevorzugen die gelenknahen Abschnitte der Ober- und Unterschenkelknochen. Andererseits gibt es Skelettabschnitte, wo nur äusserst selten Knochentumoren vorkommen, beispielsweise an den Rippen.
Gutartige Knochentumoren benötigen oft eine unterschiedliche Therapie. Sie richtet sich jeweils nach der jeweiligen Tumorart sowie dem Sitz des Tumors. Für gewöhnlich wird der Knochentumor operativ entfernt. Dabei gehen die Chirurgen so schonend wie möglich vor.
Bei sehr langsam wachsenden Tumoren, die wenige Beschwerden verursachen und nicht die Gefahr eines Knochenbruchs bergen, kann man abwarten und den Verlauf beobachten («wait-and-see»).
Besonders bei Osteochondromen sollte eine Operation erfolgen, da diese Art des gutartigen Knochentumors in zehn bis 20 Prozent der Fälle dazu neigt, zu entarten und sich zu bösartigem (malignen) Knochenkrebs zu entwickeln.
Gutartige Knochentumoren sind selten lebensbedrohlich. Bei den Tumoren, die in ihrem Verlauf entarten und sich so in einen Knochenkrebs umwandeln können, hängt die Überlebensrate von einer frühzeitigen Diagnose und Therapie ab. In seltenen Fällen tritt der Tumor erneut auf (Rezidiv).
Es sind keine Massnahmen bekannt, welche der Entstehung von gutartigen Knochentumoren vorbeugen können. Wenn Beschwerden, wie Schmerzen oder gar sichtbare Verformungen von Knochen auftreten, empfiehlt es sich, die Ursache von einem Arzt abklären zu lassen.