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In vielen unserer vorherigen Berichte über die Finanzlage der einzelnen US-Bundesstaaten ging es entweder um massiv einbrechende Steuereinnahmen oder große Entlassungswellen unter den Arbeitnehmern, die im Staatsdienst beschäftigt sind. Das war allerdings noch gar nichts gegen die Meldung, welche die New York Times gestern aufmachte. Laut den Offiziellen der Bundesstaaten stünden die öffentlichen Schulen vor einer riesigen Entlassungswelle, die im Juni bis zu 300.000 Arbeitsplätze im ganzen Land eliminieren könnte. Die USA flirteten momentan mit einer Bildungskatastrophe, so der Bildungsminister.
Schulbezirke im gesamten Land warnen momentan davor, dass die Arbeitsplätze von hunderttausenden Lehrern im Juni dieses Jahres abgebaut werden könnten … die gewöhnlichen Einnahmequellen der Bezirke – Anteile an den Steuern der Bundesstaaten sowie lokale Grundstückssteuern – sind äußerst hart getroffen worden durch die Rezession, so die NYT. Zusätzlich sind die staatlichen Gelder aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung, die für das Bildungswesen vorgesehen waren, zum größten Teil bereits aufgebraucht in diesem Jahr … Die Schulbezirke in Kalifornien haben sich bereits zu insgesamt 22.000 Entlassungen unter Lehrern entschieden. Die Behörden in Illinois prognostizieren, dass 17.000 Arbeitsplätze in öffentlichen Schulen abgebaut werden. Und der Bundesstaat New York hat davor gewarnt, dass nahezu 15.000 Lehrer im Juni ihren Job verlieren dürften. Bildungsminister Arne Duncan schätzte, dass die Budgetkürzungen der Bundesstaaten insgesamt 100.000 bis 300.000 Arbeitsplätze in öffentlichen Schulen gefährden könnten. In einem Interview am Montag sagte er, dass die Vereinigten Staaten mit einer Bildungskatastrophe flirteten.