Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03193.jsonl.gz/3177

Ein Tellurium (lat.: tellus – die Erde) stellt die zeitlichen und räumlichen Konstellationen der Erde, des Mondes und der Sonne dar.
Anstoß zu diesem Projekt war ein Bericht über den "Mechanismus von Antikythera" vom 27.08.2006. Die Vorstellung, dass bereits vor 2200 Jahren ein Ingenieurwesen im heutigen Sinne existierte, faszinierte und fesselte mich derart,dass ich noch am selben Tag mit den Berechnungen meines „Telluriums“ begann.
Im Vordergrund stand immer die Darstellung des Heliozentrischen Weltbildes, das unter anderem von "Nikolaus Kopernikus" (Latein: Nicolaus Copernicus, 1473 - 1543) aufgrund seiner Beobachtungen und Berechnungen proklamiert wurde. Aber das Heliozentrische Weltbild war schon im dritten vorchristlichen Jahrhundert von "Aristarchos von Samos" vertreten und begründet worden. Jedoch galt bis tief ins Mittelalter die Vorstellung des Geozentrischen Weltbildes das von der katholischen Kirche diktiert wurde.
Der Mechanismus besteht im Wesentlichen aus fünf Hauptbaugruppen, der Mondbaugruppe (MBG), der Sonnenbaugruppe (SBG), der Präzessionsbaugruppe (PBG) , dem Sonnenwendemechanismus und dem Jahreswechselmechanismus. Jede Baugruppe besteht aus bis zu acht Unterbaugruppen, die in Konstruktionseinheiten zusammengefasst sind. Im Gegensatz zum Antikythera-Mechanismus wird beim AAD-Tellurium die Anzeige der astronomischen Konstellationen nicht nur über Zifferblätter angezeigt, sondern der Mechanismus entspricht einem realistischen Modell, bei dem sich die Erde und der Mond in einer Bahn um die Sonne bewegen.
Die Konstruktion umfasst heute aktuell 17 Komplikationen. Als Komplikation wird ein Modul oder Baustein bezeichnet der für die analoge Anzeige der Zyklen verantwortlich ist.Die eingesetzten Bearbeitungsverfahren und Werkstoffe mussten weitgehend mit denen des Antikythera-Mechanismus übereinstimmen. Eine der Hauptherausforderungen war also ein möglichst kompliziertes Getriebe mit 2000 Jähriger Technologie herzustellen. Um eine möglichst große Transparenz zu erreichen, ist der gesamte Mechanismus soweit wie möglich skelettiert.