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Kloten kann heute vor eigenem Publikum erstmals den Schweizer Cup gewinnen. Mindestens so sehr lechzt Finalgegner Genève-Servette nach einer Trophäe.
In Kloten will man den ersten Pokal seit dem letzten Meistertitel 1996 wieder in die Höhe stemmen. Die Zürcher Unterländer erreichten im Schweizer Cup bei drei Teilnahmen stets mindestens die Halbfinals. 2015 verloren sie den Final beim SC Bern. Die Cup-Trophäe gewann der fünffache Schweizer Meister auch davor noch nie.
Finalgegner Genève-Servette strebt derweil den ersten nationalen Titelgewinn unter dem seit 2001 amtierenden Headcoach Chris McSorley an. Sieht man von den beiden Spengler-Cup-Triumphen ab (2013 und 2014), wäre es die erste Trophäe für McSorley.
Für die Romandie wäre es gar der erste Titelgewinn seit über 40 Jahren. Genf gewann den Schweizer Cup 1959 und 1972, zuletzt mit einem 4:3-Finalerfolg über Ambri-Piotta. Ein Jahr später ging mit dem sechsten Titelgewinn nacheinander die Dynastie des HC La Chaux-de-Fonds zu Ende. Seither warten die Klubs aus der Romandie auf einen nationalen Titel. Den EHC Biel, der drei Schweizer Meistertitel (1978, 1981 und 1983) gewann, ordnen selbst die Romands der Deutschschweiz zu.
Kloten ist angesichts der aktuellen Formkurve trotz Heimvorteil der Aussenseiter. Der NLA-Zehnte hat bei sieben noch ausstehenden Qualifikationsspielen neun Punkte Rückstand auf den Playoff-Trennstrich. In 15 der letzten 17 NLA-Spiele ging man als Verlierer vom Eis. Captain Denis Hollenstein, einst auch mit kurzem Gastspiel in Genf und unlängst noch NLA-Topskorer, kam in dieser Phase auf bloss sieben Punkte. Zudem ist Kloten das zweitschlechteste Team im Januar. Nur Schlusslicht und Punktelieferant Ambri-Piotta war noch schwächer im neuen Jahr.
Der siebenfache "Vizemeister" Genève-Servette überwand in der aktuellen Meisterschaft unlängst eine Baisse und marschiert mit grossen Schritten Richtung Playoff-Qualifikation. Zum bevorstehenden Cupfinal sagt McSorley: "Wir sind zu weit gekommen, um am Mittwoch nicht Vollgas zu geben."
SDA-ATS