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Jeder Schweizer verbraucht im Durchschnitt dauernd eine Leistung von 8300 Watt und setzt jährlich 9 Tonnen CO2 frei. Wenn das die gesamte Menschheit machen würde, dann würde die Versorgung kollabieren; wir alle hätten mit noch viel massiveren Unwetttern zu kämpfen, als wir schon kennen, und die Landwirtschaft hätte immense Ernteausfälle, da unser Verbrauch die Erderwärmung massiv anheizt. Das heisst, alle würden hungern ausser jenen, die die Macht repräsentieren. Und das bist weder Du noch ich.
Wir möchten möglichst unseren Wohlstand behalten, daher stimmen wir an der Urne gegen Zuwanderung, wohl nicht dass noch mehr in so einem Überfluss leben können, wie wir das tun. Doch was ist Wohlstand? Sich sich 42 Stunden die Woche abrackern, unsinnige Dinge anhäufen, die man sich eigenltlich trotz der vielen Arbeit gar nicht leisten kann und die man auch nicht braucht, um anderen Menschen zu imponieren, die man gar nicht mag? Sich pro Person auf 55 Quadratmeter Wohnfläche tummeln und 400 Quadratmeter Siedlungsfläche zu beanspruchen? Weltweit hat sich die Bevölkerung seit 1900 vervierfacht, doch in der Schweiz nur verdoppelt. Die Zuwanderung beschränken zu wollen ist ein Hohn! Uns ist es in der Schweiz zu eng geworden, weil alle zuviel Platz verbrauchen, weil jeder Zweite das Gefühl hat, er brauche sein eigenes Häuschen im Grünen und müsse dann mit dem SUV dorthin blochen, wo das Leben stattfindet.
Wir sind Egoisten, weil wir den Planeten masslos ausbeuten. Ab und an haben wir ein schlechtes Gewissen und ziehen mit bei «Zweimal Weihnachten» oder dergleichen Menschen, die durch unseren Wohlstand ausgebeutet werden, den Speck durch den Mund. Denn wir haben unseren Wohlstand nur, weil es arme Menschen auf der Welt gibt. Die schneidern uns die Kleider, die wir billig im H&M kaufen, die ernten die Erdbeeren, die wir im Winter günstiger kaufen können, als wenn sie bei uns Saison haben. Ist bei uns Saison, holen wir aus Polen und Portugal Erntehelfer, die zu äusserst prekären Arbeitsbedingungen für uns schufften. Wir schmücken uns mit Gold und Diamanten, die die Sklaven der Moderne aus Afrikas Boden holen. Wir vertilgen jährlich 52 Kilo Fleisch, dass mit Getreide produziert wurde, das sich die Armen nicht mehr leisten können (weil die Wertschöpfung in der Mast grösser ist). Und und und....
Wir haben den Verbrauch an Antidepressive in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Ist das Wohlstand? Offensichtlich sind wir nicht glücklicher geworden, weil wir schenken können und beschenkt werden, weil wir mit unserem Konsum das Wachstum fördern - das Wachstum, dass uns über kurz oder lang wie ein Krebs auslöschen wird.
Was ist Glück? Für Dich? Für andere?
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Hallo I
Guten Beitrag der den Punkt genau trifft.
Glück für mich heisst wählen zu können und den Luxus zu haben verzichten zu dürfen/können. Verzichten auf Erdbeeren zu Weihnachten, auf teure Markenkleider, übertriebene Wochenendausflüge, einen SUV etc.
Ein Grossteil der Sachen die Du beschreibst haben wir der Globalisierung zuzuschreiben, da sehe ich mich auch nicht in der Verantwortung. Billige Produktion in Südostasien, Erntehelfer aus Marokko all das ist sicher keine gesunde Entwicklung. Aber leider auch nicht durch uns direkt beeinflussbar.
Wir sollten den Moment geniessen, den positiven Aspekt unseres Wohlstandes, wir haben relativ friedliche Zeiten (in Europa), denna ich das wird sich wieder einmal ändern.
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Ein Grossteil der Sachen die Du beschreibst haben wir der Globalisierung zuzuschreiben, da sehe ich mich auch nicht in der Verantwortung. Billige Produktion in Südostasien, Erntehelfer aus Marokko all das ist sicher keine gesunde Entwicklung. Aber leider auch nicht durch uns direkt beeinflussbar
Natürlich kannst du das beeinflussen, Peter! Mit deinem Konsumverhalten steuerst du, ob lokale Produktion überleben kann oder nicht. Und nur schon nachfragen, woher denn etwas kommt und es dann eben nicht zu kaufen, wenn das nicht gesagt werden kann oder wenn etwa China genannt wird hilft enorm!
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Bis auf ein paar Punkte stimmt, was Sie schreiben.
Zuwanderung:
Je mehr Leute in die Schweiz kommen desto mehr wird sie zubetoniert was bedeutet, landwirtschaftliche Fläche verschwindet, der Selbstversorgungsgrad sinkt was eben genau dazu führt das immer mehr Lebensmittel aus fragwürdiger Produktion importiert werden muss.
Schon einmal aus dieser Perspektive gesehen?
Bevölkerungswachstum:
Auch hier muss man sich fragen, ob es nicht auch eine Form von Egoismus darstellt trotz der Zustände auf der Welt immer noch mehr als 1-2 Kinder auf die Welt zu stellen ohne sie teilweise überhaupt ernähren zu können? Hauptsache Sex, was nachher kommt ist vielen egal.
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Zuwanderung: Je mehr Leute in die Schweiz kommen desto mehr wird sie zubetoniert...
In dieser Diskussion ist die Zuwanderung höchstens eine Folgeerscheinung. Es geht um den unhaltbaren Ressourcenverschleiss des «zivilisierten» Westen. Und so wie wir Schweizer, Deutsche, Amerikaner und so weiter diesen betreiben, so produzieren wir erst die Zuwanderung. Merke: Die Erde wird sich in den nächsten fünfzig bis hundert Jahren um rund vier bis sechs Grad erwärmen, wenn wir mit unserem «Wohlstand» so weitermachen. Dann werden wir erst recht mit Klimaflüchtlingen konfrontiert werden, denn es werden diverse Regionen nicht mehr bewohnbar sein. Darum müssen wir schauen, dass dies möglichst nicht passiert und dies geht nur, wenn wir unseren unsinnigen Ressourcenverbrauch minimieren. Übrigens beanspruchen die Zuwanderer im Schnitt nur einen Drittel der Fläche, welche die «Eingeborenen» für sich beanspruchen. Dass die Schweiz durch die Zuwanderung zubetoniert werde, ist Polemik, die nur den Ausbeutern dient, welche die SVP finanzieren.
Bevölkerungswachstum: Auch hier muss man sich fragen, ob es nicht auch eine Form von Egoismus darstellt trotz der Zustände auf der Welt immer noch mehr als 1-2 Kinder auf die Welt zu stellen (…)
Da gebe ich Ihnen recht, ich bin kinderlos vasektomiert, da ich der Überzeugung bin, dass es schon genug Menschen auf dieser Erde gibt und dass das Genmaterial von Naturvölkern in Afrika, Amerika und Australien viel besser geeignet ist, fortgepflanzt zu werden. Denn dort ist Solidarität, Suffizienz, Nächstenliebe und Sorge zur Natur noch tief verankert, dort geht es noch um Bedürfnisse und nicht um Begierde!