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Das Wirtschaftswachstum in Lateinamerika beschert dem Panama-Kanal eine rekordhohe Auslastung. Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum 2014 soll eine neue Schleuse für Supertanker eingeweiht werden.
Die durch den Panama-Kanal transportierte Fracht hat in den vergangenen zwölf Monaten ein Rekordniveau erreicht. Fast 334 Millionen Tonnen Güter hätten den Kanal im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr passiert, sagte Kanalverwalter Jorge Quijano.
Das seien 12 Millionen Tonnen mehr gewesen als im Geschäftsjahr davor. Grund sei vor allem das starke Wirtschaftswachstum in Lateinamerika: «Wir sind nicht mehr allein abhängig von den grossen alten Wirtschaftsnationen.»
Die meiste Fracht, die den Kanal passierte, kam laut Quijano aus den USA oder hatte dieses Ziel. Nummer zwei war China, danach kam bereits Chile. Auch Peru, Kolumbien, Ecuador, Mexiko, Panama selbst und Venezuela zählen zu wichtigen Nutzern.
Der Panama-Kanal wurde 1914 eröffnet. Er verbindet Pazifik und Atlantik und macht auf diese Weise für Schiffe den teuren und schwierigen Weg um das Kap Horn an der Südspitze Amerikas überflüssig. Bis 1999 kontrollierten die USA den Kanal.
Zurzeit wird der Kanal um eine dritte Schleuse erweitert, die auch den grössten neuen Frachtern, Kreuzfahrtschiffen und Supertankern ausreichend Platz für eine Durchquerung bieten soll. Die Arbeiten sollen bis zum 100. Geburtstag im Jahr 2014 abgeschlossen sein.
(tke/muv/sda)