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Der linke Verband der Studierenden will mehr – viel mehr. Noch nachvollziehbar ist, dass die Initianten der Einheitsstipendien-Initiative zum Giesskannenprinzip wechseln wollen und so rund ½ Milliarde mehr für Ausbildungsbeihilfen fordern. In Zukunft sollen rund 20% der Studentinnen und Studenten monatlich à-fonds-perdu 1000 CHF vom Staat erhalten. Begründet wird dies mit dem Schlagwort Gerechtigkeit. Doch halt! Vielleicht lohnt es sich nachzudenken, was denn „gerecht“ oder eben „sozial“ ist! Und hier beginnt das Paradox.
Liebe Sozialromantiker: Ist es gerecht, wenn ihr den künftigen Grossverdienern (auch schon als Abzocker beschimpft) – die erst noch erst ab 25-30 Jahren mit Arbeiten beginnen – ihr Leben vergoldet? Wäre es nicht klüger, sozialer und gerechter, wenn diese rückzahlbare Darlehen bekämen? Wäre es nicht intelligent, sozial und verantwortungsbewusst durch Darlehen Studenten auch damit zu verpflichten, damit sie der Gesellschaft auch etwas zurückgeben? Ist es gerecht, wenn Berufstätige ab 16 über Steuern für ein Studentenleben aufkommen? Ist ein Umverteilungsstaat effizient, der Studenten erst subventioniert und dann später über hohe Steuern wieder abschröpft?
Vielleicht, aber auch nur vielleicht wäre ein System der Eigenverantwortung über Darlehen ja besser, gerechter, effizienter und sozialer als ein bürokratisches, staatliches Umverteilungssystem, welches nur falsche Anreize setzt.