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Wissenschaftler der University of Ohio haben erstmals mithilfe von Nanotechnologie den Einfluss von Vitamin D auf die Endothelzellen des Herz-Kreislauf-Systems untersucht [1]. Endothelzellen bedecken die Innenwände unseres Herzens und unserer Blutgefäße. Wichtigste Feststellung: Vitamin D kann Schäden an Blutgefäßen reparieren, die durch Bluthochdruck, Diabetes und Atherosklerose verursacht werden.
Weiterhin entdeckten die Wissenschaftler, dass Vitamin D ein starker Stimulator für Stickstoff ist, ein für die Verhinderung von Gerinnseln im Blutkreislauf wichtiges Molekül. Außerdem zeigte sich, dass Vitamin D den oxidativen Stress im kardiovaskulären System vermindert und das Risiko von Herzinfarkten reduziert.
Schon eine frühere Studie [2] hatte ergeben, dass Vitamin-D-Mangel mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck und kardiovaskuläre Erkrankungen assoziiert ist. Ausgehend von dieser neuen Erkenntnis beschlossen die Forscher, mithilfe von Nanotechnologie zu untersuchen, wie die vorteilhafte Wirkung von Vitamin D auf unser Herz und unsere Blutgefäße zustande kommt.
Den Forschern zufolge sind bisher – abgesehen von Vitamin D – so gut wie keine Mechanismen bekannt, die die Endothelzellen von Blutgefäßen reparieren können. Daher sehen sie in Vitamin D eine zudem auch noch recht preiswerte Lösung, da keine neuen, teuren Medikamente entwickelt werden müssen.
Unser Körper kann Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. Tatsächlich ist die Eigenproduktion bei ausreichender Sonneneinstrahlung sogar um ein Vielfaches höher als mit der Nahrung aufgenommen werden kann. Allerdings: In den Niederlanden ist die verfügbare Menge an Sonneneinstrahlung nur in den Monaten Mai bis September ausreichend, um genügend Vitamin D in der Haut zu bilden. Die einzigen Nahrungsquellen mit einem relativ hohen Anteil an Vitamin D sind fettreicher Fisch und Lebertran.
Die empfohlene Tagesdosis in den Niederlanden zielt auf die Aufrechterhaltung eines mittleren Blutspiegels von 30 nmol/l. Leider wird dies in den Niederlanden nicht erreicht. Die Bewohner von Städten in den nördlichen Breiten (nicht nur in den Niederlanden sondern weltweit) kommen im Durchschnitt auf 20 nmol/l. Bei den rund um den Äquator lebenden Jägern und Sammlern sieht das völlig anders aus: Ihre Vitamin-D-Blutwerte liegen bei etwa 115 nmol/l. Ihre natürlichen Werte sind also fast sechsmal höher als die der Stadtbewohner.
Aus orthomolekularer Sicht wird aus verschiedenen Gründen ein Blutwert von mindestens 80 nmol/l empfohlen. Weder die RDA noch die Supplementierungsempfehlungen der niederländischen Gesundheitsbehörde sind dafür ausreichend. Natürlich liegen die Verhältnisse bei jedem Klienten anders, aber die Dosierungen, die nötig sind, um 80 nmol/l zu erreichen, liegen in jedem Fall bei mindestens 45 bis 50 mcg pro Tag. Der Vitamin-D-Gehalt im Blut ist mit einem Bluttest leicht zu bestimmen.
Vitamin D gibt es in verschiedenen Formen: D1 bis D5. Zur Supplementierung werden ausschließlich Vitamin D2 und D3 verwendet. D3 hat dabei den Vorteil, dass diese Form die bei weitem stärkste Bindungskapazität an Zellrezeptoren aufweist und daher wesentlich effektiver als D2 ist [3].
Vitamin D sorgt für viel mehr als gesunde Knochen und Zähne. So zeigt eine neue Studie mit Nanotechnologie, dass Vitamin D eine wichtige Rolle bei der Regeneration von Endothelzellen im Herzen und in Blutgefäßen spielt, die durch Erkrankungen geschädigt sind. Leider liegen die Vitamin-D-Blutwerte bei Stadtbewohnern im Durchschnitt viel zu niedrig. Aus diesem Grund ist Supplementierung – besonders im Winter – dringend zu empfehlen.