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Viele Wege führen zu Gesundheit: Projekte schweizerischer Organisationen
Mutter/Kind HIV-Präventionsprojekt
Von Nicolas Regamey / AIDS & KIND
Das Projekt will den Nachweis erbringen, dass eine Mutter/Kind HIV-Prävention auch in einer sehr ländlichen Gegend, bei vorwiegend nomadisierenden Frauen, möglich ist.
Das Projekt will den Nachweis erbringen, dass eine Mutter/Kind HIV-Prävention auch in einer sehr ländlichen Gegend, bei vorwiegend nomadisierenden Frauen, möglich ist.
Ziel des Projektes ist, die direkte Übertragung von HIV von der Mutter auf das Kind durch Aufklärung und Beratung, den kostenlosen Zugang zu HIV-Tests und die begleitete Abgabe von Nevirapine zu verhindern beziehungsweise zu reduzieren.
Im Ngaoubela Hospital werden schwangere Frauen über HIV/Aids aufgeklärt und, falls sie es wünschen, auf HIV getestet. Schwangere mit einem HIV-positiven Testresultat werden medizinisch betreut und begleitet. Sie erhalten das Medikament Nevirapine, das die Übertragung des Virus auf das Neugeborene vermindert. Bisher wurden rund über 4000 schwangere Frauen im Spital untersucht, über die Hälfte davon machten den freiwilligen HIV-Test. Von den getesteten Frauen waren im Jahr 2000 4.8 Prozent, 2001 6.2 Prozent und 2002 7.8 Prozent HIV-positiv. Sie wurden medizinisch betreut und erhielten Nevirapine für sich und ihr Kind. Insgesamt wurden bisher über 150 Mutter/Kind-Paare behandelt.
Zu Beginn war die Akzeptanz der HIV-Testung in der Bevölkerung nicht sehr hoch, und es gab viele kritische Stimmen. Inzwischen ist sie bei schwangeren Frauen zur Routine geworden. Der HIV-Test wird zusammen mit dem Syphilistest durchgeführt. Ngaoubela hat sich zum Referenzspital der Region entwickelt. Mit der Projekterweiterung auf zwei weitere Spitäler in der Gegend wurde begonnen.

Land/Region: Kamerun, Ngaoubela, Adamaoua Plateau