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Envy (2004)
Neid
Envy (2004) Neid
Oder: Scheisse weg, Kohle daher!
Tim (Ben Stiller) und Nick (Jack Black) sind beste Freunde, Nachbarn und erst noch Arbeitsgenossen. Das Leben der beiden gleicht einer furzlosen Einöde und droht im selben Stil fortzufahren, bis das Unglaubliche geschieht: Nick erzählt seinem Kumpel Tim, von seiner genialen Idee: Einem Hundekot-Wegspray!! *pfsst*
Nick benötigt zur Entwicklung und Fertigstellung noch 5'000 $ und fragt Tim, ob er als Teilhaber "fifty-fifty" mit ins Geschäft einsteigen wolle. Doch dieser glaubt nicht an Nicks Spraygeschichte, schon gar nicht, dass sie funktionieren könnte. Also keine 5'000$ für sowas. Doch *ohweh* für Tim, doch *juche* für Nick: Der "Vapoorize", der Spray, der Hundekot und all das andere Exkrementezeug in Luft "auflöst". Wohin genau der Kot sich entwindet, ist keinem bekannt... doch was man nicht weiss, macht einem nicht... Der "Vapoorize" wird der absolute Verkaufsschlager und Nick über Nacht zum Millionär.
Tim, der Nicks Idee mit den läppischen 5'000$ damals nicht unterstützen wolllte, verpasste somit auch die Chance, am Reichtum von Nick teilzuhaben. Langsam steigert sich Tim in einen Neidwahn, der, als ein komischer Typ um die 60 (Christopher Walken) auftaucht, von diesem noch gescheuert wird und bald nicht mehr zu steuern ist. Tims Leben gerät je neider je mehr ausser Kontrolle... und Nicks ebenso. Denn auch wenn sich die Kothäufchen in Luft aufzulösen scheinen, irgendwo müssen sie doch sein?!
DVD-Rating
Wenn sich ein Hauptdarsteller öffentlich für einen Film entschuldigt, dann scheint mir das ein schlechtes Zeichen zu sein. Wenn ein Film zwei Jahre unter Verschluss gehalten wird, weil die Reaktionen dazu so schlecht und negativ waren, dann scheint mir auch das nicht gerade ein Grund zu sein, den Film zu gucken. Nunja, ich habs gemacht und bereue es noch jetzt....
Eigentlich und ganz grundsätzlich mag ich beide Typen hier. Ben Stiller, von dem man halten kann, was man will, hat schon viel Kacke in seiner Karriere abgeliefert. Aber immerhin hat er zwischendurch auch mal wieder einen Hit und die Chance grad so einen lohnenswerten Film zu erwischen, ist also gegeben. Währenddessen sein Kumpel Jack Black seinen School of Rock-Bonus so langsam aber sicher verspielt hat. Er braucht dringend einen neuen Hit, den er relativ sicher mit King Kong liefern wird. Aber dort ist er nur einer unter vielen, während er hier den Film zu tragen versucht. Also ist Envy eine Enttäuschung? Ja, muss man leider sagen. Da hilft auch der skurrile Auftritt von Christopher Walken nichts. Er vermag zwar einigermassen witzig daherkommen und man sieht ihn halt einfach gerne, aber den Film retten vermag er leider nicht.
Die weiblichen Rollen, die unter anderem immerhin mit Rachel Weisz aus The Mummy returns oder Constantine besetzt wurde, verkommt zur nervigen Nebenfigur und hätte lieber auf ein anderes Pferd gesetzt.
Was gibt es sonst noch zu sagen... *hmmm*, die Geschichte hätte recht witzig und interessant sein können, wenn man nicht so grauslig langweilige Szenen aneinander gereiht hätte. So ists weder lustig, noch spannend, sondern einfach grottenlangweilig und weiss Gott einer Betitelung als Komödie unwürdig. Da helfen auch die schrägen Frisuren und Outfits des zu Geld gekommenen Jack Black nichts.
Fazit: Envy ist eine grosse Enttäuschung, die ich eigentlich nicht wahrhaben wollte. Gerne hätte ich geschrieben, dass der Film nach anfänglichen Schwierigkeiten Fahrt aufnimmt und sich zum komödiantischen Highlight entwickelt. Doch leider ist dem bei Weitem nicht so und man fragt sich wirklich, ob man die 90 Minuten nicht besser hätte nützen sollen. Allerdings muss ich dem Film noch ein Zugeständnis machen. So ein "Va-POO-rize" wäre ein absoluter Verkaufsrenner. Könnte das nicht mal jemand in Real erfinden?
Die DVD bietet einen soliden Ton und ein scharfes Bild ohne Geruckel und Konsorten. Was die Extras angeht, ist leider totale Sense angesagt. Denn ausser der normalen Szenenauswahl und den Ton/Untertitel-Einstellungen gibt's hier keinerlei Bonusmaterial. Noch nicht mal ein Werbe-Making-of. Es scheint, als hätte man definitiv keine Energie für diese DVD-Release verbraucht.
OutNow.CH:
22.03.2005 / muri
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