Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03120.jsonl.gz/1395

Dieses Oppidum war die Hauptstadt der Mandubier.
Hier fand die berühmte Entscheidungsschlacht zwischen den Galliern unter Vercingetorix und den Römern unter ihrem Feldherrn Gaius Iulius Caesar im August und September 52 v. Chr. statt. Der Belagerungsring der Römer und deren Verteidigungsring gegen die anrückende gallische Verstärkung von Aussen sind nur auf Luftbildern zu erkennen. Nach der Niederlage der Gallier wurde das Oppidium nicht verlassen.
Bisher wurden auf einem Sechstel des Plateaus Grabungen durchgeführt. Davon kann die Hälfte besichtigt werden. Dazu gehören ein Theater, ein Tempel und das Forum. Ein Haus, das so genannte Ucuetis Bauwerk, ist sehr hoch erhalten, da es in den Hang gebaut wurde. Hier befand sich der Sitz der Bronzegiesser Zunft.
Im Weiteren ist ein grosses Handwerkerquartier erhalten. Gleich zu beginn sind verschiedene Öfen zu sehen. Deren Deutung hat sich ständig gewandelt. Die letzte ist, dass es ich um Vorrichtungen zum Trocknen der Gussformen aus Wachs der Bronzegiesser handelte. Über die Metallhandwerker in Alesia hat sogar Plinius der Ältere berichtet und bezeichnete sie als Spezialisten der Bronzeversilberung.
Am Rande der Siedlung wurde zu Beginn des 5. Jahrhunderts ein Kultort für die heilige Königin eingerichtet, welche hier im 3. Jahrhundert den Märtyrertod fand. Im 6. und 7. Jahrhundert wurden eine Kirche und ein Kloster gebaut.
Die Ausgrabungsstätte hat wie folgt geöffnet: