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Bencic bestand den ersten Härtetest in diesem Jahr in Flushing Meadows gegen die Nummer 8 der Welt mit Bravour und ist noch immer ohne Satzverlust. Im ersten Satz benötigte sie gegen die French-Open-Siegerin von 2020 aber auch das Glück der Tüchtigen, setzte sie sich doch in einem spektakulären, 23 Minuten dauernden Tiebreak erst mit 14:12 durch.
Beide hatten in der Kurzentscheidung mit den Nerven zu kämpfen. Bencic wehrte drei Satzbälle der Polin ab, wobei die Schweizerin bei zwei davon arg in die Defensive geraten war. Bencic ihrerseits nutzte ihren fünften Satzball nach einem Fehler von Swiatek, die bereits vor dem Tiebreak bei 5:6 und Aufschlag Bencic einen ersten Satzball vergeben hatte. So wusste die Ostschweizerin nach der Partie auch um die Bedeutung des Triumphes im Tiebreak für den restlichen Spielverlauf: «Der erste Satz war extrem ausgeglichen und im Tiebreak gehört immer etwas Glück dazu. Daher war ich extrem froh, dass ich dieses gewinnen konnte und den zweiten Satz etwas entspannter angehen konnte.»
Bencic nahm den Schwung aus der ersten Woche mit und war einmal mehr ausgezeichnet in die Partie gestartet. Allerdings verpasste sie es, den Sack frühzeitig zuzumachen. Beim Stand von 3:1 vergab sie drei Breakbälle in Serie zur 4:1-Führung, bei 4:2 einen weiteren, ehe sich Swiatek zurück in die Partie kämpfte.
Im zweiten Satz machte es Bencic besser. Erneut gelang ihr ein frühes Break. Bei eigenem Service geriet sie nun aber nicht mehr in Bedrängnis. Nach 2:07 Stunden verwertete sie ihren zweiten Matchball zu ihrem dritten Viertelfinal-Einzug in New York. Vor zwei Jahren hatte sie im Big Apple sogar den Halbfinal erreicht. Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, wie Bencic nach dem Sieg sagte: «Heute war es ganz besonders schwierig, da Swiatek einen eigenen Spielstil hat.» Mit ihrer eigenen Leistung sei die 24-Jährige nicht ganz zufrieden. Den Beweis, dass sie noch Luft nach oben hat, kann sie bereits am Mittwoch erbringen.
Ihre nächste Herausforderin ist Emma Raducanu (WTA 150), die wie Bencic noch keinen Satz abgegeben hat. Die britische Qualifikantin liess auch Shelby Rogers aus den USA (WTA 43) keine Chance und siegte 6:2, 6:1. Die 18-Jährige, die bereits bei ihrem Grand-Slam-Debüt in Wimbledon die Achtelfinals erreicht hatte, verlor auf dem Weg in die Viertelfinals nur 15 Games und bezwang in der 1. Runde Stefanie Vögele. Sie ist erst die dritte Qualifikantin nach Barbara Gerken (1981) und Kaia Kanepi (2017), die in Flushing Meadows in die Viertelfinals vorstiess. (sda)