Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03618.jsonl.gz/107

ER
Um auf Jamaica überhaupt einreisen zu können, mussten wir am Check-in in Miami noch ein Retourticket buchen – so kam es, dass wir vor unserem Weiterflug nach Brasilien noch einen Abstecher nach South Beach machen "mussten".
Und wenn wir schon ein paar Tage in Miami verbringen, dann will ich ihr auch Key West zeigen. Schliesslich habe ich im 2005 fast ein ganzes Jahr beim "Southernmost Point" des US Kontinents verbracht, wo ich bei Hyatt Hotel & Resort gearbeitet hatte.
Mit dem Rental Car geht's los über die langen Brücken, welche sich über die Keys erstrecken und upper mit lower Keys verbinden. Nach 4.5 Stunden kommen wir endlich an. 12 Jahre später back on Key West! Erschöpft aber hungrig geht's ins 915 Restaurant. Zu meinem Erstaunen gefällt ihr Key West mega und sie vergleicht den süssen Marine Lifestyle sogar mit Santa Barbara. Klever wie ich bin, habe ich ihr den südlichen Teil von Duval Street gezeigt und nicht den trashigen "Sloppy Joe" und "Rick's" im nördlich Teil von Duval, wo auch zu meinem Erstaunen die netten Restaurants sich in einem aufgefrischten Bild präsentieren.
Am nächsten Tag ging es über den Mallory Square zu meinem Ex-Arbeitgeber Hyatt on Front Street. Nur noch ein einziger Mitarbeiter aus meiner Zeit im 2005 war noch da: Oddie - der Papagei.
Back to Miami South Beach, wo wir in der President Villa on Collins Ave übernachteten. Nach der klassischen Tour on Ocean Drive, wo SIE sich in den Art Deco style verliebte, beschlossen wir den Abend beim Mexikaner on Espanola Way zu verbringen. Nach ein paar Vegi-Tacos (SIE) und meinen Chili con Carne mit ein paar Cervezas trafen wir unseren Kumpel Tommaso on Lincoln Road, den wir in Puerto Plata kennengelernt haben und seit 16 Jahren Weinsommelier in South Beach ist. South Beach hat sich in den letzten Jahren stark verändert, meinte er. All die Restaurants beim Ocean Drive wurden von einem grösseren Konglomerat übernommen und versuchen mit riesigen 2 for 1 Drinks die Passanten in ihre trashigen Restaurant zu locken. Very cheap! Der ganze Charme und Individualität ist verloren gegangen - sehr schade.
Am nächsten Tag trafen wir Javier aus Puerto Rico, ehemaliger Koch aus dem Hyatt Key West, der nach dem kurzen Aufenthalt in Key West beschloss Theologie zu studieren und Pfarrer zu werden. Nach einem netten Wiedersehen und Lunch verabschiedeten wir uns mit: See you in Puerto Rico one day, my friend!
South Beach ist bling-bling, also putzten wir uns abends raus und gingen in die fancy Rooftop Bar "Juvia". Da wir auf open-table keine Reservierung gebucht haben, vergnügten wir uns mit ein paar Drinks und Häppchen an der Bar. Wohl bekannt lernt man an der Bar die spannendsten Leute kennen. Eine kleine Gruppe von Marriott Executives hielten sich ebenfalls in der Bar auf und nachdem wir unser Travel-around-the-world Projekt vorgestellt hatten, gab uns der Area Vice President Philippines & Indonesia sein Kärtchen, falls wir einen Abstecher in seine Region machen würden, sollen wir uns bei ihm melden. Why not?!
Nach fünf Tagen Florida ging es endlich nach dem lang ersehnten Land des Sambas und Caipirinhas: Brazil.
Tudo bem?