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Zwei heute gemachte Aufnahmen aus dem ETH-Hauptgebäude:
Ist es in Ordnung, dass religiöse Organisationen an öffentlichen Hochschulen werben, also missionieren? Aber selbstverständlich! Mehr noch: Eine international bekannte Einrichtung wie die ETH muss natürlich noch ein paar Glaubensgemeinschaften mehr einbinden, um weitere Geschmäcker abzudecken.
Wie wäre es mit einer «Hochschulgruppe Scientology»? Angebracht wäre doch auch - um des Pluralismus und religiösen Friedens willen - auch eine «Satanistische Hochschulgruppe Zürich»? Und vielleicht, aber nur vielleicht sogar eine - Gott bewahre! - «Muslimische Hochschulgruppe».
Wie alle anderen Menschen dürfen Studierende und Hochschul-Mitarbeitende glauben, woran ihnen beliebt. Organisierte Religion aber hat an Hochschulen nichts zu suchen: Hochschulen müssen Orte des organisierten Skeptizismus sein - Orte, an welchen keine Dogmen herrschen, sondern sich Argumente in einem steten kooperativen Wettbewerb um die vorläufig bessere Erklärung der Welt bemühen.