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Die PC-Krise lässt auch den Chipriesen nicht ungeschoren. Billig-Tablets und -Laptops sollen Abhilfe schaffen.
Die weltweit rückläufige Nachfrage nach PCs trifft logischerweise auch den Chiphersteller Intel, mit dessen Produkten der Löwenanteil der PCs ausgerüstet ist. Der Umsatz von Intel betrug im zweiten Quartal dieses Jahres noch 12,8 Milliarden Dollar, 5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Gewinn sank um fast 30 Prozent auf 2 Milliarden Dollar.
Als Reaktion kündigte der frisch gebackene CEO Brian Krzanich
eine neue Offensive im Bereich der "ultramobilen Geräte" an, wo Intel noch wenig Marktanteil hat. Unter seiner Führung, so Krzanich, sollen Intels Atom-Chips, die für diesen Bereich konzipiert werden, den gleichen Stellenwert im Unternehmen erhalten, wie die Core- und Xeon- CPUs für PCs und Server.
Krzanich hofft insbesondere auf einen Nachfrageschub durch billigere, Intel-basierte Touchscreen-Laptops und Tablets. Bisher verwendeten die Hersteller Intel-Chips in diesem Bereich überwiegend für hochpreisigere Geräte. Auf der Basis der nächsten Atom-Generation "Bay Trail" sollen die Hersteller nun aber auch deutlich günstigere Geräte auf den Markt bringen. Krzanich erwartet, dass in den kommenden Monaten die Preise für Intel-basierte Laptops mit Touchscreen bis gegen 300 Dollar und die Preise für Intel-Tablets sogar auf bis zu 150 Dollar sinken werden.
Noch ist Intel aber weit davon entfernt, mit seinen Atom-Chips auch nur annähernd so viel Umsatz zu machen wie mit den CPU-Familien Core und Xeon. Im abgelaufenen Quartal machte er in dieser Beziehung sogar einen Schritt zurück, da der Umsatz mit Atom-Chips sogar stärker sank, als in den übrigen Bereichen. Die "Data Center Group" (hauptsächlich Xeon) konnte ihren Umsatz mit 2,7 Milliarden Dollar im Jahresvergleich halten. Für die "PC Client Group", wo die Core-CPUs angesiedelt sind, sank der Umsatz im zweiten Quartal um 7,5 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar. Die "Other Intel Architecture Group", die unter anderem für die Atom-CPUs verantwortlich ist, verzeichnete demgegenüber einen Umsatzrückgang um 15 Prozent auf 942 Millionen Dollar. (hjm)