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Nach Russlands Invasion in der Ukraine hat der amerikanische Rennstall Haas am letzten von drei Testtagen auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona ein Zeichen gesetzt. Am Auto des Teams von Mick Schumacher fehlte nicht nur das Logo des russischen Hauptsponsors, sondern auch die gewohnte rot-blau-weisse Lackierung, die an die russische Flagge erinnert.
Nun prüft Haas Möglichkeiten, wie es (auf Druck der US-Regierung) aus der Partnerschaft mit dem Geldgeber aus Russland aussteigen kann. Pikant: Mehrheitseigentümer beim Hauptsponsor ist Dimitri Masepin, der Vater von Nikita Masepin, dem zweiten Fahrer von Haas. Auch dessen Zukunft in der Formel 1 ist offen.
Sportlich scheint Haas, das 2021 ohne Punkte blieb, der Konkurrenz weiter hinterherzuhinken. An der Spitze stand zum Abschluss des dreitägigen Tests in Spanien Mercedes mit Lewis Hamilton. Der Rekord-Weltmeister war dabei nur knapp schneller als sein neuer Teamkollegen George Russell, dahinter folgten in den Red Bull Sergio Perez und Weltmeister Max Verstappen. Der Niederländer war im Gegensatz zur Konkurrenz allerdings nicht mit der weichsten Reifenmischung unterwegs.
Wie andere Teams schlug sich auch Alfa Romeo mit technischen Problemen herum. Valtteri Bottas konnte am Freitagnachmittag nur zehn Runden absolvieren. Am Vormittag hatte der von Mercedes gekommene Finne das Cockpit des in Hinwil gebauten Autos dem chinesischen Formel-1-Neuling Zhou Guanyu überlassen. Als 13. und 16. büssten Zhou und Bottas im neuen C42, der erst am Sonntag offiziell vorgestellt wird, viel Zeit auf die Besten ein.
Aufschlüsse über die Stärkeverhältnisse der einzelnen Teams nach der grossen Regel-Reform lieferten die ersten Testfahrten nur wenige. Bevor die Formel 1 am 20. März in Bahrain in die neue Saison starten, steht gleichenorts vom 10. bis 12. März noch ein zweiter Testblock an.