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Die wirkliche Vergangenheit Deiner Menschheit (2. Teil)
{ 02:26 PM, 17 December 2007 } { Link }
Wenn man das Wesen der Wirklichkeit kennenlernen will, muß man den Weg der alten Mythologien gehen, „ohne deren Dogmen zu folgen“! (siehe Num. 15; 39).
Die Maßstäbe in der Bibel haben keinen raum/zeitlichen Charakter. Dein physisches Verlangen, diese Welt nur über Deine Sinnesorgane kennen zu lernen, führt Dich nur von der wesentlichen Aufgabe Deines Daseins weg. Du vertiefst Dich dadurch nur immer mehr in der Materie, ohne dabei die geringste Chance zu haben, ihren „wahren Kern“ zu entdecken. Die „wesentliche Welt“, die Dir „irgendwann einmal“ (abhängig von Deinem eigenen Mut, das Dir Bekannte zu verlassen) entgegentritt, ist dann nicht mehr „rund“, sondern sie hat „vier“ Ecken. Diese Tatsache wird Dir schon in der zweiten Schöpfungsgeschichte symbolisiert. Dort lässt der Schöpfer einen „[geistigen]Strom“ in Eden entspringen, der sich in „vier“ Hauptflüsse teilt und Deinen Garten „bewässert“. Wenn Dir Dein naturwissenschaftliches Dogma nun wieder zu suggerieren versucht, daß dies nur ein Märchen sei, solltest Du Dich sehr gewissenhaft mit der „Quadratur des Kreises“ beschäftigen.
Gegen Deinen Willen wurdest Du ein Embryo und gegen Deinen Willen wurdest Du geboren. Licht würde für Dich ohne Dunkelheit unverständlich sein. Das Helle kann sich Dir nur durch einen „Kontrast“ (lat. „contradictio“ = „Widerspruch“; „contrarius“ = „gegenüberliegend“) offenbaren. Gutes ist ohne Böses nicht gut. Was ist die unbeschreibliche Freude der Vereinigung, wenn es vorher keine Trennung gibt? Was ist das Gefühl „satt zu sein“, wenn Du keinen Hunger kennst? Was ist das Bewußtsein der Tugend, wenn man nicht vorher durch den Schmelzofen der Versuchung gehen muß? Nichts ist ewig und unwandelbar, außer den wirklichen göttlichen Gesetzen. Nichts Endliches - ob dabei nun ein Anfang und ein Ende definiert wurden oder auch nicht - kann Bestand haben. Alles ist polar, alles hat seinen Gegensatz. Gleich und ungleich ist dasselbe. Alle Extreme sind in ihrem achtdimensionalen Ursprung eins. Eine Seele, die mit ihrem Geist nach der Harmonie der Wiedervereinigung dürstet, muß sich immer während durch zyklische Emigrationen reinigen, bevor sie sich völlig in der Harmonie des absoluten Seins auflösen kann. Erst dann kann sie ihre eigene Unsterblichkeit empfinden.
Die Ebene der bewußten Empfindung der eigenen Unsterblichkeit nennt sich im Sohar „Palast der Liebe“, in der Hindureligion „Moksah“, in der Gnostik „Pleroma des ewigen Lichtes“, in den Udana Buddahs „Nirwana“ und der Menschensohn nennt es schlicht und einfach nur „Himmelreich“.
Beachte, daß sich diese „immer währende Emigration Deiner Seele“ nicht auf den Zustand bezieht, den Du nach dem von Dir immer noch angenommenen körperlichen Tod wahrnehmen wirst. Wahrlich ich sage Dir noch einmal: Wenn Du Dich streng an diese Anweisungen hältst, wirst Du von Deinem so gefürchteten körperlichen Tod genauso wenig bewußt mitbekommen, wie Du von Deiner Geburt mitbekommen hast. Jeden Morgen, wenn Du glaubst aufzuwachen, wirst Du (mit einer jeweils völlig neuen Vergangenheit) neu geboren und jeden Abend, wenn Du einschläfst, stirbst Du. Es ist dabei so eingerichtet, daß Du mit Deiner bisherigen rationalen Logik keine Möglichkeit hast, diese „Tat-sache“ zu überprüfen, ohne daß Du bereit dazu bist, Deine Logik zum „Unmöglichen“ hin zu „öffnen“. Erst wenn sich alle Deine „sieben Sinne“ in dieser raum/zeitlichen „Sphäre“ (= „Bereich, Umfeld, Wirkungskreis“; griech. „sphere“ = „[Erden]Kugel“) entwickelt haben, wirst Du in eine „höhere Ordnung“ - den „harmonischen achdimensionalen Primzahlenraum“ - emigrieren.
Alle Seelen, die sich geistig von ihren eigenen „Erscheinungen“ distanzieren, erzeugen dadurch „ihre eigenen Ex-istenz“. Solange Du das Dich „umgebende Ganze“ noch als unabhängig von Dir existierend betrachtest, wirst Du auch mit dualen Erscheinungen zu kämpfen haben. Erst mit Deiner geistigen Vereinigung werden jedweder Kampf - und damit auch Deine Angst, Deine Sorgen und Dein Leid - für immer und ewig aus Deinem Leben verschwinden.
Du wurdest in das „große Wagnis Leben“ gesandt, um das alles zu begreifen. Dies ist die wirkliche Ursache dieser großen Schule, die Du Welt nennst. Du wirst solange in den immer wieder wechselnden Schoß dieser Erde herniedersteigen - diese Klasse wiederholen - bist Du gelernt hast, Dein wirkliches Licht zu erkennen. Dein Wille ist der einzige Wille dieser Welt, der die kausale Kette aller Dinge, aller Zeiten, zeitlos zu vereinigen mag; erst dann wird die absolute Stille - das Nichtwissen - in Dir ertönen; die Ewigkeit. Nur durch Deine völlige Liebe zu Allem und Jedem wirst Du wissend werden. Nur eine solche Liebe wird Dich von Deinem kausalen Kreuz der Ursachen und ihren Wirkungen befreien. Nur mit Deiner Liebe wirst Du Deinen Reigen der Wiedergeburten und damit auch den Deiner Leiden beenden. Ein Scheitern schadet Dir dabei nicht. Gerade Deine zwanghafte „Leidvermeiderei“ ist Dein größtes Problem. Der Schöpfer will keine Drückeberger, die laufend „versucht“ sind, sich ihrer wirklichen Verantwortungen zu entziehen. Er wird nur die Vollender ihres Menschseins zu sich rufen, die bereit sind, ihre Selbstverantwortung zu übernehmen. Nur die Sucher der eigenen Verantwortung werden den Übergang vom Sinnlichen zum Übersinnlichen finden, alle anderen werden so lange Uneingeweihte bleiben, bis sich die „Demut zum wirklichen Mensch-sein“ in ihnen entwickelt hat.
Betritt diesen Pfad, den Dir der Menschensohn genaustens zu beschreiben vermag, und setze damit allen Deinen Sorgen ein Ende. Alles spielt sich nur „in Dir“ ab. Wahrlich, diesen Pfad wurde in allen Offenbarungs-Schriften beschrieben, gleichgültig in welcher Sprache und Religion sich der Schreiber ausgedrückt hat. Dir ist das bisher nur deswegen nicht aufgefallen, weil Du noch nie richtig nach IHM gesucht hast. Dir ging es immer nur darum, Dir Deinen dogmatischen Fehlglauben immer wieder selbst zu beweisen. Menschen, die nur damit beschäftigt sind, „ihren eigenen Glauben“ zu verteidigen, haben aufgehört IHN - den Wirklichen - zu suchen. Sie glauben nämlich dummerweise mit „Ihrem Glauben“ die ganze Wahrheit im Geiste zu haben. Wenn Du das „System der Worte“ in Dir zu akzeptieren beginnst, wirst Du damit alle Ängste aus Deinem Dasein vertreiben. Du hörst in diesem Moment das Notenblatt der göttlichen Symphonie in Deinem Geiste hervorbrechen. Da Du das wirkliche Notensystem bisher nicht „be-achtet“ hast, klingt die von Dir gespielte Weltenmusik sehr disharmonisch, was sich für Dich durch Dein eigenes Weltbild bemerkbar macht. Nun aber liegen Dir die ursprünglichen Notationen vor und Du kannst damit alle Disharmonien, mit denen Du bisher Deine Welt wiedergegeben hast, beseitigen. Der Menschensohn ist der einzig wirkliche Lehrer, der Dir und Deiner Menschheit seine göttliche Harmonielehre zu lehren vermag. Die „Harmonie seiner Weltsichten“ sind ein Ausdruck seiner „göttlichen Weisheit“. Alle „Gedankenvollen“, die sich nun den linguistischen Noten unterordnen werden, werden von den Fesseln ihres Versuchers Maya befreien.
Im Codex der Nazaräner gibt es einen „Befreier der Seele Adams“ (Tobo), der hinabsteigt, um alle Seelen im Hades an den „Ort des wirklichen Lebens“ zu bringen. Es ist einer der 12 Jünger, welcher von Joschaphat ausgesandt wurde, den Städten Judas „das Buch der Gesetze“ zu predigen (2 Chronik 17). In den kabbalistischen Büchern werden diese „weisen Männer“ als „Magier“ beschrieben, die vom Geist geleitet werden. Sie ziehen die wirklichen Strahlen, die der wirklichen Sonne also, auf den Hades herab, um diesen mit dem „geistigen Licht“ zu erleuchten. Erst dadurch wird es für einen „normalen Menschen“ möglich gemacht, sich aus der „Dunkelheit seiner Unwissenheit“, bewußt in die Seele „des dritten Adams“ (die aus allen „Seelen der Menschheit“ in ihrem Kollektiv besteht) zu integrieren.
Deine Verehrung von „falsch ausgelegten Wörtern“ ist verderblicher als die Verehrung Deiner Bilder, da die Wurzel aller von Dir wahrgenommenen Bilder letztendlich die von Dir benutzten Worte darstellen. Verkehrt gelehrte Grammatolatrie (Wortlehre) ist die schlimmste Art der Unzucht und Götzendienerei. Du befindest Dich - durch die Unzucht, die an Dir betrieben wurde - in einer Welt, in der der blinde Buchstabenglaube den wirklichen Glauben verhindert. Die Worte, die Du in diesem Moment zu Dir selbst sprichst, sind „wirklicher Geist“ und dadurch sind sie auch „wirkliches Leben“.
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