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Hallo, ich bin Nikita!
Nikita ist 21 Jahre alt. Er wohnt zusammen mit sieben anderen Bewohnerinnen und Bewohnern in einer Wohngruppe auf dem Schürmatt-Areal und besucht die Beschäftigung. Nikita liebt es, Texte zu verfassen, vor allem Rap-Texte. Seine Beeinträchtigung schränkt seine Bewegungsfreiheit stark ein. Die Kommunikation mit Nikita ist ausschliesslich mittels Sprachcomputer möglich. Diesen steuert er mit seinen Augen, was einen enormen Aufwand bedeutet. Mit der Kolumne «Nikitas Welt» wird ihm eine Plattform geboten. Hier erzählt er, was ihn beschäftigt und umtreibt oder er setzt sich mit aktuellen Themen auseinander.
Beim Sprachcomputer handelt es sich um einen handelsüblichen Laptop mit einer speziellen Software, die Nikita braucht, um den Computer mit der Augensteuerung bedienen zu können. Der Laptop ist für Nikita deshalb so wichtig, weil er sonst nur mit ja und nein antworten kann. Er schaut auf die Finger der Person, welche mit ihm spricht. Ein Finger steht für ja und ein Finger für nein. Nikita gestaltet sein Leben mit dem Computer: Mit ihm ist er selbständiger und auf weniger Hilfe angewiesen.
Viel Spass beim Lesen!
Zu den Texten: Die Texte werden grösstenteils von Nikita selber geschrieben. Sie werden nur minim überarbeitet. Die Themen sind teilweise vorgegeben oder mit ihm abgesprochen.
Ich heisse Nikita Bologov. Ich bin 21 Jahre alt und wohne in der Schuermatt.
Mein Hobby ist Hiphop und ich gehe gerne an Openairs. Ich Höre selbst gerne hiphop. Ich schreibe auch Rap-Texte. Mit viel Fantasie denke ich mir die Texte aus und schreibe diese direkt auf dem Computer auf. Manche mögen meine Rap-Texte nicht. Aber das stört mich nicht. Jeder hat seinen Geschmack. Ich bin im Russland geboren und habe dort Verwandte. Mein Vater lebt immer noch in Russland. Meine Mutter lebt in der Schweiz. Wir hatten früher einen Hund. Seit ich in der Schweiz bin, bin ich in die Schürmatt gegangen und ja, das war es eigentlich von mir.
Warum das Sommerfest dieses Jahr ausfällt? Ich denke wegen Corona-Virus, kann es nicht stattfinden. Es ist zu gefährlich, wenn zu viele Leute zu nah zusammen sind. Die Gefahr für eine Ansteckung ist dann grösser. Aber ich bin nicht so traurig, dass das Sommerfest dieses Jahr ausfällt. Am Sommerfest bin ich oft KARUSSEL gefahren und letztes Jahr habe ich einen Hund gestreichelt. Manchmal konnte ich auch nicht teilnehmen. Ich war dann daheim bei meiner Mutter, wenn das Sommerfest war.
Autor: Nikita Bologov