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Die sogenannte „Drainage-Therapien“ gehören zu den ältesten medizinischen Verfahren.
Schon Paracelsus (1493-1541) sagte „Dort wo die Natur schädliche Dinge ansammelt, macht man ein Loch und lässt sie heraus“
Der gemeinsame Faktor der Drainage-Techniken liegt bei dem Einwirken auf das Zellzwischengewebe oder genauer auf die extrazelluläre Matrix. Alle Erkrankungen beginnen zunächst auf dieser Ebene. Stoffwechselabfälle, Umweltgifte und Infektionen die diese Matrix nicht überschreiten oder in der Matrix ihren Abdruck hinterlassen, erzeugen möglicherweise pathologische Schäden, die dann auf klinischem Wege zu Tage treten.
Es ist nur wenig bekannt, dass das Lymphsystem drei Mal mehr Flüssigkeit enthält als der Blutkreislauf. Das Lymph-System besteht aus vielen Transportwegen, das sich aus einem feinen Netzwerk von kommunizierenden Gefäßen zusammensetzt die sich vor den Lymphknoten verbreitern und im venösen Blutkreislauf enden. Die Lymph-Gefäße entwässern das Gewebe und transportieren die Lymph-Flüssigkeit. Das ist eine klare Flüssigkeit die aus Zellen, Wasser, Vitaminen, Mineralien, Proteinen und Stoffwechselresten besteht.
Was führt zu einer Veränderung der Lymph-Drainage und worin liegen die Ursachen?
Die Störungen unterscheiden sich in Lage und Ausdehnung. Sie sind möglicherweise:
– Kardiologische Dysfunktionen
– Venöse Erkrankungen
– Lymphödeme
– Gewebsazidosen
– Entzündungen
Schlechte physische Mobilität, eine bewegungsarme Lebensweise, oder Übergewicht fördern die Dysfunktion des Lmph-Systems und führen z.B. zu Beinödemen
Welche Drainage-Techniken werden bei Ortho-Bio-Med angeboten und was sind deren Eigenschaften?
Das Grundproblem das die Patienten belastet wird mit unterschiedlichen Drainage-Methoden angegangen:
1) Die Baunscheidt Methode ist eine Erfindung des Deutschen Carl Baunscheidt der um 1850 ein Gerät entwickelte, mit dem man kleine oberflächliche Punktierungen mit sehr feinen Nadeln machen konnte. Es folgt die Klammerung die mit einem speziellen Öl durchgeführt wird, dies führt zu Rötungen, Hitze und der Bildung von kleinen Bläschen die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Es ist einen sehr starke Stimulanz und wird in Fällen von ernsten Muskelblockaden angewendet. Es ist eine sinnvolle Ergänzung der Therapie bei Fällen von Bronchitis, Asthma und Becken-Schmerzen. Der Schmerz ist ertragbar, denn die Nadeln sind sehr kurz und sehr fein.
2) Das Pflaster mit Spanische Fliege ist eine des intensivsten Drainage-Techniken in der Naturheilkunde. Die Cantharide, oder auch Lytta vescicatoria, ist ein Insekt , das seit der Antike zur Produktion von Cantharidin verwendet wird. Heute gibt es auf dem Markt Pflaster mit Cantharidin zur komfortablen Anwendung. Das Pflaster wird auf eine schmerzende Stelle gelegt und nach ein paar Stunden formiert sich auf der Haut ein Bläschen mit Lymphflüssigkeit. Je ernster die Erkrankung am Punkt der Behandlung ist umso größer ist die Menge an Flüssigkeit. Danach kommt ein Verband auf die Stelle. Die Hauptindikation sind Schmerzen in den Gelenken
3) Die klassische Packung wurde insbesondere durch Pfarrer KNEIPP um das Jahr 1800 klinisch erprobt und verbreitet. Die Wirkung kommt von einer milden Stimulation von verschiedenen Teilen des sensorischen und vegetativen Nervensystems. Es führt zu einer Verbesserung der hautnahen Durchblutung (an der Stelle an der die Kompresse angelegt wird) und durch die sogenannten „viszeralen Reflexe“ auch bei den tiefer liegenden Hautschicht.
4) Schröpfungen wurden, wie bereits erwähnt, schon bei antiken Kulturen verwendet. Statt, wie damals Terrakotta und Kuhhörner, werden heute Gläser verwendet, durch Wärme oder mechanische Einflüsse wird in den Glas ein Unterdruck erzeugt und das Glas auf die Haut des Patienten gelegt. Die längste Anwendung sollte auf dem Rücken erfolgen. Es hat sich gezeigt, dass sviele Systeme in den behandelten Gebieten reagieren: Das Lymph-System, die Kapillaren (arteriell und venös), die Haut, das subkutane Gewebe und die Muskeln. Die Technik verringert die lokale Acidose und mögliche Muskelverspannungen. Dazu wird das Immunsystem stimuliert.
5) Blut entnahme: In der Vergangenheit sahen viele dies als ein Allheilmittel gegen alle Arten von Krankheiten, durch die Blutreinigung, an. Heute erlebt der Aderlass eine kleine Renaissance, denn die wissenschaftliche Literatur beweist seine Nützlichkeit bei kardiovaskulären Erkrankungen.
Besonders wenn er mit modernen Methoden wie der „metabolischen Blutaktivierung“ (Eigenbluttherapie mit Ozon, Blutbestrahlung mit UV-Licht, endogener Laser) kombiniert wird hat der Aderlass einen großartigen positiven Effekt auf den Blutfluss und auf die Fähigkeit Sauerstoff zu transportieren. Es werden etwa 120-400 ml Blut entnommen. Die Entnahme von Blut muss klarerweise unter sorgfältiger Kontrolle des Blutflusses unternommen werden.
6) Linfamat: Dies ist ein System zur automatischen Lymph-Drainage. Es dient der Unterstützung der Behandlungen der manuellen Lymph-Drainage.
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