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Beim Militär gehören lange und unter erschwerten Bedingungen stattfindende Märsche zur Grundausbildung und zu den grundlegenden taktischen Manövern ("Taktische Verschiebung von Kräften", Reglement 52.055 d). Jeder Rekrut in der Schweizer Armee absolviert während seiner Rekrutenschule mindestens einen 50 km Marsch, die Offiziersanwärter absolvieren in der Offiziersschule noch mal einen 100 km Marsch.
Sowohl die Planung als auch die Durchführung und Absolvierung eines Marsches können durch das Schaffen von günstigen Voraussetzungen erheblich erleichtert werden. Die nützlichsten Tipps und Tricks gibt's in unseren Checklisten zum Download.
Die Aufgabe des Zugführers während dem Marsch (Oblt Sauser, Fritz, 1936): "Es liegt mir einzig daran, etwas über die aussergewöhnlich wichtige Rolle des Zugführers bei der Erhaltung der Marschfähigkeit und der Marschdisziplin zu sagen. Der Zugführer hat während des Marsches drei Hauptaufgaben:
1. Ueberwachung und Beobachtung seiner Leute (Schaffung und Erhaltung der Marschdisziplin).
2. Fürsorge. 3. Gutes Beispiel geben" (S. 375).
Marschtüchtigkeit (Maj H. Heusser, 1936): Ein ehemaliger Fremdenlegionär schreibt in Erinnerung an einen 600 Kilometer langen Marsch darüber: «Man marschierte mechanisch weiter, wenn man einmal in Bewegung gesetzt war, jeder in schnurgerader Linie hinter seinem Vordermann. Selbst die leiseste Berührung eines aus der Linie geschwankten Kameraden wurde von dem geplagten Körper wie eine neue Last empfunden und mit derben Schimpfworten quittiert». Die gewohnte feste Ordnung gibt selbst völlig Ermatteten einen letzten Halt, an den sie sieh willig anklammern (S. 567).