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Was hat WeQ mit einem Ochsen zu tun?
von Anna Gamma (Kommentare: 0)
Kennen Sie die Geschichte vom Ochsen? Nicht die berühmte Zen Geschichte vom Ochsen und dem Hirten. Nein, dieser Ochse war 1906 auf einem Jahrmarkt in England Mittelpunkt einer Wette. Wer mit der Schätzung seines Gewichts am nächsten kam, sollte einen begehrten Preis gewinnen. Diese Wette zog viele Leute an, darunter auch Francis Galton, selbst ein Viehzüchter und nebenher auch Forscher von physischen und geistigen Eigenschaften. Nachdem der Gewinner feststand, erwarb Galton die Zettel mit den Gewichtsangaben, um damit verschiedene statistische Tests durchzuführen. Er wollte unter anderem beweisen, dass eine bunt gemischte Gruppe von Fachleuten – in diesem Beispiel waren es Bauern und Metzger – und Nicht-Experten, weit entfernt von einer richtigen Lösung wären. Er mittelte dazu die Angaben aller aus und kam zu einem erstaunlichen Ergebnis. Der Bulle wog 1‘198 Pfund. Der Mittelwert aller Gewichtsangaben ergab fast genau so viel, nämlich 1‘198 Pfund!
Mit dieser Geschichte beginnt James Surowiecki sein Buch über die Weisheit der Vielen. Die Frage ist, unter welchen Bedingungen eine vielfältig durchmischte Gruppe intelligentere und letztlich weisere Entscheidungen trifft als einzelne Experten dieser Gruppe. Dieser und anderen Fragen werde ich in den nächsten Blogs nachgehen. Also, Fortsetzung folgt…