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Das Wichtigste in Kürze
- Die Kluft zwischen Arm und Reich wird nachweislich immer grösser.
- Eine OECD-Studie zeigt, dass dies den Personen in Industrieländern Sorgen bereitet.
Eine Mehrheit der Menschen in den Industriestaaten macht sich laut einer OECD-Studie Sorge über wirtschaftliche und soziale Ungleichheit. Deutschland und Österreich gehören zu den Ländern, in denen es viele Menschen für sehr schwer halten, aus der Armut auszubrechen.
Befragte in Deutschland gehen davon aus, dass vom ärmsten Teil der Bevölkerung auch die Kinder mehrheitlich in Armut leben werden. Für die Studie wertete die OECD über verschiedene Jahre erhobene Daten aus teils länderübergreifenden Untersuchungen aus.
71 Prozent der Befragten sind demnach der Meinung, dass Steuern und Sozialleistungen die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich verringern. In Deutschland meinen dies 65 Prozent der Befragten.
Deutschland will kleinere Kluft
Zwischen den Ländern gibt es grosse Unterschiede bezüglich der Rolle, die die Regierung bei der Verringerung von Ungleichheit spielen sollte. So glaubt in Polen jeder Vierte, dass Armut vor allem eine Folge mangelnder Anstrengung ist. Sie habe weniger mit Ungerechtigkeit oder Pech zu tun hat. In Deutschland waren nur vier Prozent der Befragten dieser Ansicht.
In Deutschland glaubt die Hälfte der Menschen, dass die unteren Einkommen zu niedrig und die oberen zu hoch sind. Die Menschen sind sich jedoch uneinig, ob die Spitzeneinkommen zu hoch oder die unteren Einkommen zu niedrig sind.