Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03621.jsonl.gz/1394

Operationen bei Belastungsinkontinenz
Ursache der Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz) ist ein schlechter Harnröhrenverschluss bei körperlicher Belastung.
Die Belastungsinkontinenz ist Folge einer Erschlaffung der Aufhängebänder, welche die Harnröhre am Schambein fixieren. Bei erschlafften Bändern senkt sich unter körperlicher Belastung (wie Husten) die Scheidenwand. Die Harnröhre öffnet sich trichterförmig und Urin spritzt heraus.
Erfolgreiche Inkontinenzoperationen müssen durch einen möglichst kleinen Eingriff die Harnröhre wieder stabilisieren, sodass sich bei körperlicher Belastung die Harnröhre nicht mehr öffent und kein Urin mehr verloren geht. Die normale Blasenentleerung darf jedoch nicht behindert werden.
Die erfolgreichsten und am wenigsten invasiven Inkontinenzoperationen sind die TVT- oder TVT-O-Band-Operationen. Diese werden in lokaler Anästhesie durchgeführt, meistens während einem dreitägigen Spitalaufenthalt, selten ambulant.
In speziellen Fällen sind andere Operationstechniken notwending, zum Beispiel die Stabilisierung der Scheidehaut durch Aufhängenähte am Schambeinast (Kolposuspensionsoperation). Dieser Eingriff ist etwas grösser und erfordert einen längeren Spitalaufenthalt.