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Die plündernden Soldaten waren überwältigt von der Pracht
Es muss für die Inka ein grosser Schock gewesen sein, als sie im Jahre 1532 von einer recht kleinen Gruppe spanischer Soldaten überfallen wurden. Dabei kam dem Eroberer Francisco Pizarro der Umstand zugute, dass das einstmals so mächtige Sonnenreich nach und nach verfiel, weil es sich in Bürgerkriegen aufgerieben hatte. Als die Eindringlinge Cuzco erreichten, waren die Spanier überwältigt von der Pracht dieser Stadt. "Es ist der reichste Tempel auf der Erde", schrieb ein Chronist in sein Tagebuch. Die Glücksritter aus Europa plünderten die goldenen Schätze. Doch so manches blieb erhalten und ist heute zum Teil sogar in christlichen Kirchen zu finden.
Das grosse Fest zur Sonnenwende des Winters in Sacsayhuaman
Cuzco liegt in einem weiten Tal am Fusse der Anden und ist auf Peru Rundreisen häufig Ausgangspunkt zu ausgedehnten Wanderungen zu den magischen Städten der Inkas. Das heilige Urubamba-Tal dieser ausgelöschten Kultur erstreckte sich einst zwischen Ollantaytambo und Pisac und diente dem Volk als landwirtschaftliche Grundlage ihres Daseins. Im Norden Cuzcos erhebt sich das Ruinenfeld von Sacsayhuaman, dessen Mauern in der Mythologie der Inkas den Zähnen eines Pumas nachempfunden wurden. Hier findet in jedem Jahr zur Sonnenwende des Winters am 24. Juni das traditionelle Inti Raymi-Fest statt, bei dem Besucher in ihren farbenfrohen Kostümen die Zeremonien der Inkas nachstellen.
Machu Pichu - ein zu Stein gewordenes Geheimnis der Inkas
Machu Pichu ist das Highlight jeder Peru Reise und gibt den Wissenschaftlern noch immer Rätsel auf. War die riesige Anlage am Berg, die der Archäologe Hiram Bingham 1906 eher zufällig entdeckte, ein geheimer Ort ritueller Prozesse? Oder war dies ein astrologisches Zentrum und das letzte Bollwerk gegen die Spanier? Machu Pichu bleibt mit seinen zahlreichen Tempeln ein Mysterium. Die "verlorene Stadt" ist ein Meisterwerk der Baukunst und ein zu Stein gewordenes Geheimnis. Auch deshalb, weil die sonst so genialen Inkas die Kunst der Schrift nicht beherrschten und es somit keine Überlieferungen gibt. 750'000 Besucher kommen jährlich zu diesem Weltkulturerbe der UNESCO, und wer die 3000 Stufen erklimmt, der empfindet diese körperliche Pein zuweilen als eine ganz besondere Art der Meditation.