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Im Grossen Gemeinderat waren Cannabis-Pilotversuche schon mehrfach ein Thema. Inzwischen hat die Stadt Winterthur eine mögliche Beteiligung an der geplanten Cannabis-Studie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) und der Stadt Zürich abgeklärt. Wegen mangelnder Ressourcen bei der PUK kann das Projekt in Winterthur frühestens ab Mitte 2022 begonnen werden.
Bereits zwei Postulate forderten eine Beteiligung der Stadt Winterthur an Cannabis-Pilotversuchen. Inzwischen ist der sogenannte Experimentierartikel im Betäubungsmittelgesetz in Kraft getreten, und die Stadt Winterthur hat eine mögliche Beteiligung an der geplanten Cannabis-Studie der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) und der Stadt Zürich abgeklärt.
Aus Ressourcengründen ist es der PUK zurzeit nicht möglich, zeitgleich mit dem Start des Projektes in Zürich ein vergleichbares Projekt in Winterthur zu beginnen. Die PUK Zürich geht aktuell davon aus, dass sie bis Mitte 2022 besser einschätzen kann, ob sie genügend Kapazitäten für das Winterthurer Projekt hat.
Kontrollierte Abgabe und Prävention
Die Zürcher Studie wird während dreieinhalb Jahren den Einfluss des regulierten Verkaufs auf die öffentliche Gesundheit (Public Health) und die einzelnen Konsumierenden untersuchen. Sie soll zeigen, welche Auswirkungen der Verkauf von geprüften Cannabis-Produkten bei zugelassenen Abgabestellen mit Gesundheits- und Präventionskonzepten auf die Cannabis-Konsumierenden hat. Für die Beteiligung der Stadt Winterthur an der Studie geht eine grobe Schätzung von externen Kosten von gegen 600'000 Franken aus.
Der Stadtrat erachtet eine Beteiligung der Stadt Winterthur an der Zürcher Studie trotz verzögertem Start als sinnvoll: Die Städte Winterthur und Zürich pflegen bereits heute einen engen Austausch zum Thema, die Datenbasis der Studie würde verbreitert und Winterthur könnte bereits von ersten Erfahrungen aus der laufenden Studie profitieren.