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80 Prozent der Schweizer kaufen gelegentlich Biolebensmittel, ein Viertel kaufen diese sehr häufig. Nur 1,3 Prozent greifen nie zu Biolebensmitteln. Frauen und Städter haben dabei einen höheren Biokonsum als Männer und Landbwohner. Zu diesen Resultaten kommt der «Biobarometer Schweiz», den das FiBL durchgeführt hat und am 13. Februar an der Nürnberger Messe Biofach vorstellen wird. Die Westschweiz hat beim Biokonsum gegenüber der Deutschschweiz aufgeholt.
Der Biomarkt bleibe auf Wachstumskurs, schreibt das FiBL in einer Mitteilung, die meisten befragten Konsumentinnen und Konsumenten gaben an, in Zukunft eher mehr Biolebensmittel zu konsumieren. Der prognostizierte durchschnittliche Biokonsum für das Jahr 2020 sei deshalb signifikant höher als der aktuelle, auch wenn sich das Wachstum im Vergleich zu früheren Studien abzuschwächen scheine.
Biolebensmittel werden vor allem mit natürlicher, umwelt- und klimaschonender und artgerechter Produktion assoziert, aber auch für regionale, rückstandsfreie und gesunde Produkte. Die wichtigsten Argumente dabei die «artgerechte Tierhaltung», die «umwelt- und klimaschonende Produktion» und die «gesunde Ernährung». «Artgerechte Tierhaltung» ist im Vergleich zu einer früheren Studie im 2015 von Platz 6 auf Platz 1 vorgerückt.
Ein Drittel der Befragten geht davon aus, dass IP-Suisse ebenfalls ein Biolabel ist. Der Grund dafür sei, dass IP-Suisse auch mit natürlicher Produktion assoziiert werde. Der Biobranche gingen hier beduetende Marktanteile verloren. Hier müsse der Handel die Konsumenten besser über die Unterschiede zwischen Labels aufklären, findet das FiBL.
Für die repräsentative Studie wurden 528 Personen befragt.