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Wer beim Longieren an eine Longe denkt, läuft beim Hundelongieren in die falsche Richtung. Es muss auch nicht immer im Kreis gelaufen werden. Das Longieren mit dem Hund ist in erster Linie ein Training, bei dem der Hund Befehle aus der Distanz erhält. Der Hund wird auf einen Weg geschickt, den er bewältigen muss, um danach zu seinem Trainer zurückzukehren. Die Aufgabe kann sein, einen Baum, einen Gegenstand oder einen Menschen zu umrunden, vielleicht auch um zwei einander gegenüberstehende Bäume im Kreis oder einer Acht zu umlaufen, oder, wenn das Hund-Mensch-Team gut trainiert und auf einander eingestimmt ist, gar in verschiedenen Richtungen nacheinander um mehrere Kreise zu laufen.
Beim Longieren kommt es zunächst darauf an, dass der Hund lernt, neben seinem Trainer herzulaufen und auf seine Körpersprache zu achten. Genauso kommt es darauf an, dass der Trainer in seiner Körperhaltung sehr genau und differenziert ist. Befiehlt er dem Hund ein „Komm!“, der Körper zeigt aber ein „Geh!“, verwirrt das den Hund und er weiß nicht, was er machen soll.
Die ersten Übungen im Longieren bestehen darin, den Hund um einen Gegenstand herumzuschicken. Zuerst muss man mit dem Hund gemeinsam gehen, damit er weiß, was von ihm verlangt wird. Später reicht eine Handbewegung, und der Hund umrundet, was man ihm vorgibt.