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Esoterik, Räucherstäbchen, LSD und freie Liebe. Das sind die ausschlaggebenden Attribute der Blumenkinder. In «Hair» sucht die Hippiebewegung der 68er ein neues Lebensgefühl: Eine Gesellschaft jenseits von Krieg, Rassentrennung und Autorität. Eine Ära im Zeichen von «Aquarius» und «Let the Sunshine In».
Im Mittelpunkt stehen der aus patriotisch-bürgerlichen Verhältnissen stammende Claude Bukowski und die Hippie- Truppe von George Berger und seinen Freunden. Der zu seiner Einberufung nach New York gereiste Claude wird durch seine Erfahrungen mit den Hippies immer mehr in einen inneren Konfl ikt getrieben. Wird er seine neu erworbenen, pazifistischen Ideale ignorieren und als Soldat in Vietnam seinem Land dienen?
Ende der 1960er-Jahre waren über eine halbe Million Soldaten in Vietnam stationiert. Als Antwort auf den Vietnam- Krieg und die herrschenden Verhältnisse entwickelte sich ein Protest aus Demonstrationen, Studentenunruhen und Aufmärschen. Diese Revolte fiel zusammen mit der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Apartheid, Rassismus und Gewalt. Lange Haare, Blumenschmuck und die freie Liebe stilisierten sich hierbei als Symbole des Widerstands. Dass diese Ära durchaus ambivalent betrachtet werden muss, hat die Geschichte in der Zwischenzeit gezeigt. Das Musical «Hair» gilt allerdings bis heute als Meilenstein des Musiktheaters.
Fotos © Frank Serr Showservice