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Einem Bericht zufolge planen die USA die Bombardierung der nuklearen Anlagen im Iran – und das bereits im kommenden Monat. Wird das der Auftakt zu einem großen Krieg?
Während das Weiße Haus gestern ein Treffen zur Iran-Politik abhielt, bei dem auch leitende Vertreter des Pentagons und Regierungsberater unter dem nationalen Sicherheitsberater (und Iran-Hasser) John Bolton stattfand und bereits während der letzten Wochen ein intensiver Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump auf der einen und der iranischen Regierungsspitze auf der anderen Seite geführt wurde, berichtet der australische Sender ABC, dass die US-Regierung bereits an einem Plan arbeitet, sämtliche (vermuteten und tatsächlichen) nuklearen Einrichtungen des Irans zu bombardieren.
“Leitende Personen der australischen Turnbull-Regierung teilten ABC mit, dass sie glauben, die Vereinigten Staaten seien darauf vorbereitet, die nuklearen Fähigkeiten des Irans zu bombardieren. Die Bombardierungen könnten bereits im nächsten Monat stattfinden”, so der große australische Sender. Und diese Warnung sollte man durchaus ernst nehmen. Denn Australien ist Teil der sogenannten “Five Eyes”, bestehend aus den USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland, die eine umfassende Geheimdienstkooperation besitzen und sich auch geopolitisch eng untereinander abstimmen.
Laut dem Sender sollen die militärischen Einrichtungen Australiens wohl auch eine Rolle dabei spielen, mögliche Ziele im Iran zu identifizieren, wobei man sich in Canberra offenbar noch nicht schlüssig ist, wie aktiv man die US-Angriffsbemühungen unterstützen will. Offenbar soll laut dem Bericht die “Pine Gap” gemeinsame Verteidigungseinrichtung im Northern Territory eine führende Rolle bei den Angriffen der USA und möglicherweise auch Großbritanniens (der ehemaligen Kolonialmacht über das alte Persien) spielen.
Auch wenn Australien im Falle eines Angriffs auf den Iran eine wichtige Rolle spielen wird, so versuchen die Regierungsvertreter in Canberra derzeit noch auf die diplomatische Karte zu setzen. Außenministerin Julie Bishop sagte dem Sender: “Australien fordert den Iran dazu auf, eine Kraft für Frieden und Stabilität in der Region zu sein.” Man scheint in Down Under wohl auch zu wissen, dass ein solcher Angriff extreme Konsequenzen für die geopolitische Sicherheitsarchitektur haben wird – nicht nur im Nahen Osten, sondern weltweit.