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Das Münchner Startup Lilium will das Geld nutzen, um einen Prototypen zu bauen, der fünf Personen Platz bietet und bis zu 300 Kilometer pro Stunde schnell fliegen kann, nachdem sein bestehendes zweisitziges Testmodell im April erfolgreich den ersten Flug absolvierte, sagte Chief Commercial Officer Remo Gerber in einem Interview.
Der chinesische Internetriese Tecent unterstützt das Unternehmen. Weitere Unterstützer sind die Liechtensteiner Privatbank LGT Group, Twitter-Mitbegründer Ev Williams Obvious Ventures und der britischer Investor Atomico, wodurch das eingesammelte Gesamtkapital des Unternehmens auf mehr als 100 Millionen Dollar steigt.
"Wir denken, dass unsere Technologie schnell in städtischen Gebieten oder zwischen Städten angewendet werden könnte - alles, was Sie brauchen, ist ein Landeplatz", sagte der aus der Schweiz stammende Gerber. "Wir suchen nach Partnern, die den Flugbetrieb zu einem Preis, der mit dem Zug oder dem Taxi vergleichbar ist, durchführen können".
Massenproduktion erst in einigen Jahren
Während fliegende Taxis noch ganz am Anfang stehen - Gerber schätzt es wird noch mehrere Jahre dauern, bis Lilium-Jets für die Massenproduktion bereit sind - hat diese Transport-Art bereits Investitionen von Daimler in das deutschen Startup Volocopter angezogen, ebenso wie Investments von Airbus in das automatisiertes Flugprojekt namens Vahana. Da es sich noch um Prototypen handelt, sind bestimmte behördliche Prüfungen notwendig, bevor der kommerzielle Einsatz stattfinden kann.
Gegründet im Jahr 2015 von vier Akademikern an der Technischen Universität München, hat Lilium seither leitende Angestellte von Gett Taxis, Airbus und Tesla abgeworben. Das Testflugprogramm im April beinhaltete einen Mid-Air-Übergang vom Hover-Modus zum vorwärts gerichteten Flügel-Flug.
"Was man hier derzeit sieht, sind eine Menge von Konzepten, die auf verschiedenen Technologien basieren - unter anderem Drohnen und Flugzeuge", sagte Gerber.
(Bloomberg/cash.ch)