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Fracking kommt aus dem Englischen: „to fracture: aufreißen, aufbrechen“. Mit Frackinggas ist Gas gemeint, welches im Gestein gebunden ist und mit aufwendigen Methoden herausgebrochen wird. Dabei wird Wasser mit sehr hohem Druck ins Erdreich gepresst, was Risse im Gestein ermöglicht, so dass das Gas entweichen kann. Das Wasser wird nur benötigt, um Druck auszuüben. Für verschiedene Zwecke werden Stoffe zugesetzt, die giftig, zumindest jedoch bedenklich, sind.
Vielfach wird behauptet, dass die kommerzielle Gewinnung von Erdgas mittels unkonventionellem Fracking verboten sei. Dies jedoch ist eine reine Deutungssache. Tatsächlich wird Fracking nicht verboten. Eine Ausnahme wird im Bundesnaturschutzgesetz gemacht, in dem das Fracking in Naturschutzgebieten eindeutig verboten ist. Ansonsten wird mit anderen Begriffen jongliert, wie „nicht zulässig“ (Allgemeine Bundesbergverordnung) oder Erlaubnisse „versagen“ (Wasserhaushaltsgesetz).
Der Unterschied von konventionellem und unkonventionellem Fracking wird in der Politik gemacht. Dieser liegt in der Art der Gesteinsformationen, Sandstein, konventionell, oder Schiefergestein, unkonventionell.
Bei den Argumenten für das Fracking fällt auf, dass sie hauptsächlich auf die Wirtschaft abzielen. Gegner des Frackings machen sich Sorgen über die Umwelt. Gute Argumente, die nicht nur Umweltprobleme als Kontra aufführen, gibt es auf dieser Seite:
10 Exxon-Argumente Pro-Fracking und unsere Argumente dagegen.
Dass viele der Stoffe giftig sind, ist unbestritten. Kritiker haben oft US-amerikanische Verhältnisse vor Augen. In Deutschland sind die Bedingungen für das Fracking schärfer, als in den USA. Laut der Bundesregierung werden nur ungiftige oder schwach giftige Stoffe verwendet.
ExxonMobil behauptet in einem Fracking-Dossier von 2016, dass sie eine Mixtur entwickelt habe, die nur zwei ungiftige und biologisch abbaubare Chemikalien enthalte, Butoxyethoxyethanol und Cholinchlorid.
Der Streitpunkt ist, dass bei Unfällen oder unsachgemäßer Behandlung diese Gifte ins Erdreich und ins Grundwasser gelangen könnten. Hinzu kommt der Rückfluss der Frackingflüssigkeit, die auch im Erdreich vorhandene Giftstoffe wie Arsen oder Strontium an die Oberfläche bringen. Bei einem Leck in der Bohrung könnte das für die umliegenden Bewohner katastrophal werden. Auch Erdbeben könnten ausgelöst werden.