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vom Sinusknoten ausgehende Herzfrequenzerniedrigung (Sinusbradykardie)
Blutdruckabfall (arterielle Hypotonie)
Pupillenverengung (Miosis)
Fehlende Reflexe (Areflexie)
Krampfanfall
Im weiteren Verlauf Lungenödem und Koma
Diagnose:
Trias Bewusstseinsstörung, Atemdepression, Miosis
Toxikologische Diagnostik
Therapie:
Herzkreislaufstabilisierung
Beatmung, nach Möglichkeit mit Maske, allenfalls Intubation
Gabe von Naloxonhydrochlorid (Opioidantagonist)
Naloxonhydrochlorid:
Aufhebung von Koma und Atemdepression nach Opioidvergiftung
Bei Opioidintoxikation erhalten Erwachsene 0,4-2 mg Naloxonhydrochlorid langsam intravenös. Die Patientin oder der Patient wird 3 Minuten lang beobachtet. Bessert sich der Zustand nur unzureichend, wird eine weitere Dosis von 0,4 mg verabreicht. Wenn nötig, folgen weitere Dosen jeweils alle 2-3 Minuten. Wenn nach Gabe von 10 mg keinerlei Wirkung beobachtet wird, sollte die Diagnose einer opioidbedingten Vergiftung in Frage gestellt werden.
Neu steht ein Naloxon-Nasenspray zur Verfügung (Nyxoid®Nasenspray 1.8 mg). Bei Opioidüberdosierung mit Atemdepression Verabreichung 1 Sprühstoss in ein Nasenloch; bei nicht ansprechen erneute Gabe nach 2-3 Minuten bzw. ansprechen und erneute Atemdepression erneute Gabe. Abgabe kann durch geschulte Laien und Peers erfolgen, ersetzt jedoch nicht die Behandlung durch den ärztlichen Rettungsdienst.
Es muss darauf geachtet werden, dass die Wirkungsdauer von Opioiden länger sein kann als die von Naloxon, wodurch ein Wiederauftreten der Atemdepression möglich ist. Eine sorgfältige Überwachung der Patientinnen und Patienten ist daher unerlässlich.
Cave Buprenorphin: hat eine grössere Rezeptoraffinität, weshalb Naloxonhydrochlorid höher dosiert eingesetzt werden muss (5-10 mg i.v.), besser wird die Verabreichung über eine Infusion eingesetzt. Lange Überwachung notwendig wegen langer Halbwertszeit von Buprenorphin.
Eine vollständige Aufhebung der Opioidwirkung bei süchtigen Patientinnen und Patienten ruft ein akutes Entzugssyndrom hervor.
Wegen Opioidintoxikation mit Naloxon behandelte Patientinnen und Patienten laufen Gefahr, aufgrund schlagartig einsetzendem massivem Verlangen nach Heroin auch gegen ärztlichen Rat fluchtartig das Behandlungssetting zu verlassen, um erneut Heroin zu konsumieren, dies mit dem Risiko des Auftretens einer noch schwereren Intoxikation nach Abklingen der Naloxon-Wirkung.