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Chronische Müdigkeit (auch Fatigue oder chronisches Erschöpfungssyndrom genannt) kann als Folge von körperlichen oder psychischen Erkrankungen sowie deren Behandlungen auftreten. Sie kann aber auch nach geringer körperlicher Belastung wie einem Spaziergang auftreten. Betroffene zeigen unterschiedliche Symptome, die je nachdem stärker oder schwächer ausgeprägt sind. Eine alleinige Ursache ist bisher nicht bekannt, weshalb eine Behandlung nicht immer einfach ist.
Kennzeichnend für die Erkrankung ist eine extreme Müdigkeit, welche mindestens sechs Monate anhält und auch nicht durch ausreichend Schlaf und Ruhe gelindert wird. Betroffene fühlen sich ständig stark erschöpft und haben Mühe, ihren Alltag zu bewältigen. Um zumindest auf der Arbeit fit genug zu sein, kommt es häufig vor, dass Betroffene z. B. Freizeitaktivitäten absagen, um Energieressourcen zu sparen.
Es wird vermutet, dass in der Schweiz zwischen 17'000 und 34'000 Menschen an chronischer Müdigkeit erkrankt sind. Die Zahl der Betroffenen herauszufinden ist allerdings schwierig, da bei vielen die Erkrankung nicht erkannt wird. In der Regel sind jüngere Menschen zwischen 20 und 50 Jahren davon betroffen, wobei Frauen häufiger an chronischer Müdigkeit leiden als Männer. Die Müdigkeit dauert bei den meisten Personen aber nicht viel länger als sechs Monate.
Bei einer chronischen Müdigkeit wirken verschiedene Faktoren zusammen. In der Medizin werden z. B. Infektionen (z. B. Viruserkrankungen, bakterielle Infekte), körperliche Erkrankungen (z. B. Diabetes, Schilddrüsenfehlfunktion, Blutarmut), Störungen im Immunsystem, eine Veränderung der Darmflora, psychosoziale Faktoren, genetische Bedingungen oder auch Unfall- oder Operationsfolgen als Auslöser diskutiert. Bei einer psychischen Erkrankung wie einer Depression oder Angststörung kann ebenfalls eine chronische Müdigkeit auftreten.
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Folgende Symptome sprechen für eine chronische Müdigkeit:
- Plötzlicher Beginn: Betroffene können den Zeitpunkt, an dem die Symptome angefangen haben, genau benennen
- Intensive Müdigkeit: Betroffene fühlen sich körperlich und geistig so erschöpft, dass sie viele gewohnte Aktivitäten vermeiden.
- Lange Dauer: Betroffene haben die Beschwerden seit mind. sechs Monaten.
- Keine Erholung: Ausgiebiger Schlaf und viel Ruhe verbessern den Zustand nicht.
- Kognitive Schwierigkeiten: Betroffene haben Probleme beim Denken.
- Nur Liegen: Beim Aufstehen fühlen sich viele Betroffene schwindelig.
Typisch ist, dass die Müdigkeit erst zwölf bis 48 Stunden nach einer Aktivität auftritt. Die chronische Müdigkeit wird häufig von körperlichen oder neurologischen Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Störungen), Empfindlichkeiten auf Sinnesreize (z. B. auf Geräusche oder Licht) sowie Unverträglichkeiten auf Nahrungsmittel begleitet.
Um die Diagnose einer chronischen Müdigkeit zu stellen, wird abgeklärt, ob körperliche und/oder psychische Erkrankungen die Auslöser sein könnten. Zudem kann eine Blutuntersuchung sichtbar machen, ob z. B. ein Infekt besteht oder bestanden hat. Sind die grundlegenden Kriterien (siehe Symptome) gegeben, kann eine chronische Müdigkeit diagnostiziert werden.
Da sich die Erkrankung von Person zu Person unterscheidet und unterschiedlich stark auftritt, gibt es nicht eine bestimmte Therapieform. Häufig werden jedoch Verhaltens- oder Bewegungstherapien durchgeführt. Betroffene lernen dabei, wie sie mit den verbliebenen Energien richtig umgehen. Falls nötig, werden auch Medikamente wie Schmerzmittel oder Antidepressiva verschrieben.
Betroffene sollten Stress vermeiden, sich regelmässig bewegen, ausgewogen ernähren sowie Alkohol und Lebensmittel, die sie nicht vertragen, meiden.
Folgende Angebote können helfen, zur Ruhe zu kommen:
Auf Hebsorg.ch gibt es noch viele weitere Bewegungsangebote.
Quellen: