Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03625.jsonl.gz/2502

Die Schotten haben mit einer klaren Mehrheit von 62 Prozent für den Verbleib in der EU gestimmt. 38 Prozent stimmten für einen Brexit. Jetzt stemmt sich die schottische Regierung gegen die Kappung der Verbindungen zur EU.
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon sagte, ein erneutes Unabhängigkeitsreferendum sei weiter eine Option und nun sogar «höchst wahrscheinlich». Sie werde sich dafür einsetzen, Schottlands Platz in der Europäischen Union zu sichern.
Erst 2014 war ein Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands gescheitert. Vor dem Referendum über den EU-Austritt Grossbritanniens hatte sie jedoch angekündigt, dass es zu einem weiteren Referendum kommen könnte, sollte Schottland gegen seinen Willen zu einem Austritt gezwungen werden.
Nordiren bleiben wohl beim Königreich
Nordirlands Regierungschefin hat nach dem Brexit-Votum jeglichen Ideen eines Austritts Nordirlands aus dem Königreich eine Absage erteilt. Ein Referendum für ein vereinigtes Irland wäre niemals erfolgreich, sagt die Erste Ministerin Arlene Foster.
Die irisch-nationalistische Partei Sinn Fein hatte zuvor eine Abstimmung über eine Wiedervereinigung Irlands gefordert. Ein solches Referendum zur Abschaffung der irischen Grenze sei ein «demokratischer Imperativ», denn Nordirland hatte für einen Verbleib in der Europäischen Union gestimmt.
(Sendebezug: Sondersendungen zum Brexit bei SRF)