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Unter «Kulturfranchising» oder «Kultur Franchising» versteht man die Anwendung des Franchise-Prinzips im kulturellen Sektor. Das heisst, Kulturunternehmen, -institutionen, -verbände, -vereine und -projekte nutzen als Franchisegeber (Franchisor) das Konzept, die Inhalte, Massnahmen, Prozesse und Werkzeuge des Franchisings, um ihr jeweiliges kulturelles Geschäftskonzept zu replizieren. Sie bieten es anderen Unternehmen, Instituten, Verbänden, Vereinen oder Einzelpersonen als Franchisenehmer:innen (Franchisees) gegen Gebühr zur Nutzung an.
Die Franchisenehmer:innen erhalten dadurch Zugang zu dem erprobten und bewährten Geschäftskonzept, zu Produkten, Ressourcen, Leistungen und zum Knowhow, das für den Aufbau und zur Führung eines eigenen Kulturunternehmens oder Projektes notwendig ist. Dabei dürfen sie den bekannten Markennamen des Franchisegebers oder der Franchisegeberin, unter vorab vereinbarten Bedingungen, nutzen. Im Kulturbereich gewinnt das Franchise-Prinzip zunehmend an Bedeutung, um kulturelle Konzepte, Produkte und Dienstleistungen schneller und marktdurchdringender international zu verbreiten. Dabei können die notwendigen Investitionen für den Aufbau und die Kosten für die Unternehmensführung auf mehrere Partner verteilt werden.
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