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Der fliegende Holländer
Romantic opera in three acts by Richard Wagner (1813-1883)
Libretto by the composer
In German with German and English surtitles. Playing duration 2 Std. 20 Min. Introduction 45 min before the performance.
March 2018
24Mar
19.00
Der fliegende Holländer
Opera by Richard Wagner
Price E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
German opera subscription
28Mar
20.00
Der fliegende Holländer
Opera by Richard Wagner
Price E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 /
29
Opera House Day
Der fliegende Holländer
Abstract
Der fliegende Holländer
The Welsh baritone Bryn Terfel, who is one of the world’s most sought-after singers, sang at Zurich Opera House for the first time five years ago. In his enthusiastically received début in Zurich, he interpreted the role of the Dutchman in Andreas Homoki’s new production. He can now be heard in the same role again in our theatre. In our revival, Senta will be sung by the Finnish soprano Camilla Nylund, a no less magnificent voice in the dramatic repertoire. Steven Humes, who recently celebrated successes as Wagner interpreter as Landgrave Hermann, King Heinrich and King Brand, will be taking over the role of Daland, and Marco Jentzsch as Erik completes this cast of top-class soloists. Andreas Homoki’s production sets the action in a trading office during the colonial period. The Flying Dutchman penetrates the merchant Daland’s world – characterised by profit maximisation and the ruthless exploitation of the Third World – as an archaic, unreal figure. For Daland’s daughter Senta, a woman who stakes an unconditional claim to personal fulfilment and wishes to flee her father’s excessively rationalised world, the mysterious outsider is a harbinger of hope. However, the encounter ends tragically for both of them.
Der fliegende Holländer
Synopsis
Der fliegende Holländer
A storm has driven a ship belonging to Daland into a remote cove. The ship-owner encounters a curious stranger who roams the world. He offers Daland vast treasures to take him in for just one night. Daland is all the happier to oblige when this seemingly fabulously rich seafarer asks for his daughter Senta’s hand in marriage.
Senta causes a commotion in her father’s house by singing the poignantly spine-chilling ballad about the Flying Dutchman. She is convinced that it is a true story, and that she has been chosen to save the unhappy man from his fate.
The hunter Erik, who is in love with Senta, reproaches her for her infatuation. He is worried that her father intends to marry her off soon, and unsuccessfully asks her to agree to intercede with Daland on his behalf.
Daland arrives with the unknown seafarer, in whom Senta immediately recognises the man whose redemption she has made her purpose in life. The two soon become close, and Senta swears eternal fidelity to the Dutchman. Daland already sees the profitable marriage within reach.
As the sailors celebrate the happy return of the merchant vessel, their high spirits provoke destructive forces that fill them with terror.
Erik once again attempts to win Senta over by reminding her that she once swore eternal fidelity to him. The Dutchman has overheard the conversation and realises that the condition of his redemption is impossible to fulfil. Senta seals her oath of fidelity by taking her own life.
Markus Poschner, Musikalische Leitung
Markus Poschner
Markus Poschner, geboren in München, ist seit seiner Auszeichnung mit dem Deutschen Dirigentenpreis 2004 regelmässig bei den renommiertesten Orchestern zu Gast. Seit 2002 ist Markus Poschner Erster Gastdirigent des Deutschen Kammerorchesters Berlin und seit der Saison 2015/16 Chefdirigent des Orchestra della Svizzera italiana in Lugano, wo er bei seinem Antritt den neuen Konzertsaal LAC mit einem Brahms-Zyklus eröffnete. 2017/18 trat er zudem die Nachfolge von Dennis Russel Davies als Chefdirigent des Brucknerorchesters Linz sowie als Opernchef am Landestheater Linz an. Nach dem Studium in München und Assistenzen bei Sir Roger Norrington sowie Sir Colin Davis wirkte Poschner ab 2006 als Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. 2007–2017 war er Generalmusikdirektor in Bremen, wo er 2010 zum Honorarprofessor am Institut für Musikwissenschaft ernannt wurde. Als Erster Gastdirigent der Dresdner Philharmoniker von 2010 bis 2014 erarbeitete Markus Poschner einen Zyklus sämtlicher Beethoven-Sinfonien. Dem Orchester ist er weiterhin eng verbunden. Gastdirigate führten ihn u.a. zur Staatskapelle Dresden, zu den Dresdner und den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, zum Wiener Kammerorchester, Konzerthausorchester Berlin und zum NHK Symphony Orchestra sowie an die Komische Oper Berlin und die Opernhäuser von Hamburg, Köln und Frankfurt. Mit der Staatsoper Berlin, wo Markus Poschner 2014 mit der Neuproduktion des Wagner/Jelinek-Abends Rein Gold debütierte, verbindet ihn inzwischen eine enge künstlerische Partnerschaft. Seither dirigierte er dort Tosca, Die Zauberflöte und Der fliegende Holländer. Am Opernhaus Zürich dirigierte er zuletzt Fidelio.
Andreas Homoki, Inszenierung
Andreas Homoki
Andreas Homoki wurde als Sohn einer ungarischen Musikerfamilie 1960 in Deutschland geboren und studierte Schulmusik und Germanistik in Berlin (West). 1987 ging Andreas Homoki als Regieassistent und Abendspielleiter an die Kölner Oper, wo er bis 1993 engagiert war. In den Jahren 1988 bis 1992 war er ausserdem Lehrbeauftragter für szenischen Unterricht an der Opernschule der Musikhochschule Köln. Hier entstanden erste eigene Inszenierungen. 1992 führte ihn seine erste Gastinszenierung nach Genf, wo seine Deutung der Frau ohne Schatten internationale Beachtung fand. Die Inszenierung, die später auch am Pariser Théâtre du Châtelet gezeigt wurde, erhielt den französischen Kritikerpreis des Jahres 1994. Von 1993 bis 2002 war Andreas Homoki als freier Opernregisseur tätig und inszenierte u.a. in Köln, Hamburg, Genf, Lyon, Leipzig, Basel, Berlin, Amsterdam und München. Bereits 1996 debütierte er an der Komischen Oper Berlin mit Falstaff, es folgten Die Liebe zu drei Orangen (1998) sowie im Jahre 2000 Die lustige Witwe. 2002 wurde Andreas Homoki als Nachfolger von Harry Kupfer zum Chefregisseur der Komischen Oper Berlin berufen, deren Intendant er 2004 wurde. Neben seinen Regiearbeiten an der Komischen Oper Berlin inszenierte er während seiner Intendanz u.a. am Théâtre du Châtelet in Paris, an der Bayerischen Staatsoper München, am New National Theatre Tokyo, an der Sächsischen Staatsoper Dresden und der Hamburgischen Staatsoper. Im Juli 2012 inszenierte er unter der musikalischen Leitung von William Christie David et Jonathas von Marc-Antoine Charpentier für das Festival in Aix-en-Provence – eine Produktion, die später auch u.a. in Edinburgh, Paris und New York gezeigt wurde. Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist Andreas Homoki Intendant des Zürcher Opernhauses und inszenierte seither Der fliegende Holländer (Koproduktion mit der Mailänder Scala und der Norwegischen Staatsoper Oslo), Lady Macbeth von Mzensk, Fidelio, Juliette, Lohengrin (Koproduktion mit der Wiener Staatsoper), Luisa Miller (Hamburgische Staatsoper), Wozzeck, My Fair Lady (Komische Oper Berlin), I puritani, Medée sowie zuletzt Das Land des Lächelns. Andreas Homoki ist seit 1999 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.
Wolfgang Gussmann, Bühne
Wolfgang Gussmann
Wolfgang Gussmann arbeitet seit seiner ersten eigenständigen Ausstattung am Staatstheater Darmstadt 1979 freischaffend als Bühnen- und Kostümbildner. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn vor allem mit den Regisseuren Willy Decker und Andreas Homoki. Insgesamt schuf er bisher über 180 Gesamtausstattungen als regelmässiger Gast an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper München, der Hamburgischen Staatsoper, der Semperoper Dresden, der Staatsoper Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin und der Komischen Oper Berlin, der Ruhrtriennale, bei den Salzburger Festspielen, an der Opéra Bastille und am Théâtre du Châtelet in Paris, in Amsterdam, Mailand sowie an anderen führenden Opernhäusern in Italien, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und dem Teatro Real in Madrid, den Opernhäusern von Genf, Oslo, Kopenhagen und Brüssel, der San Francisco Opera und der Metropolitan Opera New York. Viele seiner Produktionen wurden in europäische, amerikanische und japanische Opernhäuser übernommen. Neben Kritikerpreisen in Frankreich, Italien und Spanien wurde ihm für seine Verdienste um das kulturelle Leben in Frankreich im Jahre 2002 in Paris der Orden «Chevalier des Arts et des Lettres» verliehen. In Zürich stattete er Willy Deckers Inszenierung von Il ritorno d’Ulisse in patria aus, Andreas Homokis Inszenierungen des Fliegenden Holländers, Lohengrin und Das Land des Lächelns sowie Brittens The Turn of the Screw und Das verzauberte Schwein.
Susana Mendoza, Kostüme
Susana Mendoza
Susana Mendoza begann ihre Karriere als Kostümassistentin bei den Bühnen der Stadt Köln, wo sie u.a. mit Gottfried Pilz und Andreas Reinhardt zusammenarbeitete. Von 1991 bis 1997 studierte sie Kostümbild an der Hochschule der Künste in Berlin. In dieser Zeit begann ihre Zusammenarbeit mit Wolfgang Gussmann, die sie u.a. an die Deutsche Oper Berlin, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, die Pariser Opéra Bastille und die Nederlandse Opera in Amsterdam führte. Ausserdem kreierte sie die Kostüme für Manon Lescaut an der Nationale Reisopera in Rotterdam. Sie arbeitete u.a. mit Reto Nickler und seit 1998 intensiv mit der Regisseurin Sabine Hartmannshenn bei Produktionen wie Peter Grimes an der Hamburgischen Staatsoper, Cavalleria rusticana/Pagliacci und Schule der Frauen am Theater Lübeck, Lulu an der Oper Göteborg, Werther am Staatstheater Nürnberg in Koproduktion mit Oslo und Santander sowie Lucia di Lammermoor am Staatstheater Kassel. Weitere Arbeiten führten sie nach Hamburg, Amsterdam, Innsbruck, Salzburg, Wien, Barcelona, nach Rheinsberg, zur Ruhrtriennale, nach New York, Düsseldorf und Köln (Rinaldo). Zuletzt entwarf sie das Kostümbild für The Rake’s Progress an der Deutschen Oper am Rhein, für Falstaff am Deutschen Nationaltheater Weimar, für Il tabarro in Köln, für den Fliegenden Holländer, Il ritorno d’Ulisse in patria, The Turn of the Screw, Das verzauberte Schwein und Das Land des Lächelns am Opernhaus Zürich, für Giovanna d’Arco sowie Romeo und Julia auf dem Lande in Bielefeld, für Lohengrin in Düsseldorf, für Die Fledermaus in Weimar, das Weisse Rössl in Bern und für Lulu an der Wiener Staatsoper.
Franck Evin, Lichtgestaltung
Franck Evin
Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u.a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u.a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieto und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. Im März 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Seit Sommer 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Franck Evin wirkt neben seiner Tätigkeit in Zürich weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.
Tieni Burkhalter, Video-Design
Tieni Burkhalter
Tieni Burkhalter studierte Bildende Kunst an der Züricher Hochschule der Künste. Seine Arbeiten waren Bestandteil von mehreren Ausstellungen und Videofestivals, u.a. der Videoex in Zürich und der Biennale de l‘image en mouvement in Genf. Daneben war er als freier Mitarbeiter für das Schweizer Fernsehen sowie für verschiedene Filmagenturen als Kameramann und Ausstatter tätig und unterstützt bis heute zahlreiche Zürcher Galerien in Zusammenarbeit mit ihren KünstlerInnen. Seit 2009 ist er als Videooperateur und -produzent tätig. Am Opernhaus Zürich war Tieni Burkhalter Videodesigner für Der fliegende Holländer (Inszenierung: Andreas Homoki) und das Balletts A-Life (Choreografie: Douglas Lee).
Janko Kastelic, Choreinstudierung
Janko Kastelic
Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.
Camilla Nylund, Senta
Camilla Nylund
Camilla Nylund, im finnischen Vaasa geboren, gehört zu den international gefragtesten lyrisch-dramatischen Sopranistinnen. Sie studierte am Salzburger Mozarteum, war 1995–1999 Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover und gehörte 1999–2001 dem Ensemble der Sächsischen Staatsoper in Dresden an. 2008 wurde sie zur Sächsischen Kammersängerin ernannt. Gastengagements führten sie seither u.a. an die Mailänder Scala, das Teatro La Fenice, die Staatsopern von Wien, Hamburg, München und Berlin, an das New National Theatre in Tokio, die Finnische Nationaloper, die Vlaamse und die Nederlandse Opera, die Deutsche Oper Berlin, das ROH Covent Garden, nach Bayreuth und zu den Salzburger Festspielen. Zu ihren wichtigsten Partien gehören Elisabeth (Tannhäuser), die Titelrollen in Salome, Arabella und Rusalka, Leonore (Fidelio), Elsa (Lohengrin), Marschallin (Der Rosenkavalier), Primadonna/Ariadne (Ariadne auf Naxos), Elisabetta (Don Carlo), Chrysothemis (Elektra) und Tatjana in Eugen Onegin. Zu Camilla Nylunds Konzertrepertoire zählen u.a. Henzes Oratorium Das Floss der Medusa, Strauss’ Vier letzte Lieder und Mahlers 8. Sinfonie. 2016/17 war Camilla Nylund u.a. als Leonore (Fidelio) und mit ihrem Debüt als Kaiserin in Die Frau ohne Schatten an der Berliner Staatsoper unter Zubin Mehta zu erleben, sang Arabella, Leonore, Sieglinde und Marietta/Marie (Die tote Stadt) an der Wiener Staatsoper sowie Senta an der Finnischen Nationaloper und Elisabeth/Venus (Tannhäuser) an der Deutschen Oper Berlin. In jüngster Vergangenheit war sie als Sieglinde (Die Walküre) in Bayreuth, als Marie (Wozzeck) an der Deutschen Oper am Rhein und als Gräfin (Strauss’ Capriccio) in Frankfurt zu erleben.
Liliana Nikiteanu, Mary
Liliana Nikiteanu
Liliana Nikiteanu begann ihre Gesangsausbildung 1977, zunächst im Musikgymnasium, dann im Konservatorium in Bukarest. Ihr erstes Festengagement erhielt sie 1986 im Musiktheater Galati. Sie gewann zahlreiche internationale Preise: 1984 Barcelona Francesco Vinas, 1986 Belgrad, 1989 Wien Belvedere und 1991 Genf. Ihr Repertoire beinhaltet über 80 Rollen, die sie in Zürich, wo sie seit 1991 Mitglied des Ensembles ist, oder in anderen wichtigen Opernhäusern gesungen hat: Octavian (Der Rosenkavalier) an der Bastille in Paris, der Wiener und Hamburger Staatsoper, Ježibaba (Rusalka) in Montreal, Sesto (La clemenza di Tito) in Dresden, Rosina (Il barbiere di Sivigla) in Wien und München; Dorabella (Così fan tutte) in Dresden, München, Salzburg, Aix-en-Provence, Fjodor (Boris Godunov) in Salzburg, Orfeo (Gluck) in Cité de la Musique in Paris, Margarethe (Damnation de Faust) in Bruxelles, Dulcinee (Don Quichotte) in Theater an der Wien, etc. In Zürich verkörperte Liliana Nikiteanu alle Mozartpartien ihres Faches: Idamante, Cherubino, Dorabella, Despina, Zerlina, Don Ramiro, Cecilio, Giacinta, Annio, Marcellina und sang auch Partien im dramatischeren Fach wie z.B. Ljubascha (Die Zarenbraut), Die Amme (Dukas’ Blaubart) und Fricka (Das Rheingold). Als Konzertsängerin hat sie ein Repertoire von Bach bis Berio. In Bamberg sang sie Berenice von Haydn unter Adam Fischer, in Paris Berlioz’ Les Nuits d’Eté unter Heinz Holliger, in Sao Paulo Mozarts Requiem mit John Neschling, in Kopenhagen Verdis Requiem unter Aldo Ceccato und in Tel Aviv und Haifa Bruckners Te Deum unter Zubin Mehta. 2005 sang Liliana Nikiteanu im Petersdom in Rom zur 500-Jahr-Feier der Schweizergarde des Papstes. Zu den Dirigenten, die sie geprägt haben, gehören Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado, John Eliot Gardiner, Fabio Luisi, Franz Welser-Möst, Vladimir Fedosejew, Philippe Jordan u.a.
Bryn Terfel, Holländer
Bryn Terfel
Bryn Terfel, Bassbariton aus Wales, wurde berühmt, als er 1989 den Liedpreis beim Internationalen Gesangswettbewerb Cardiff gewann. Seither ist er in allen bedeutenden Opernhäusern der Welt aufgetreten und wird für seine Interpretationen des Falstaff, Dulcamara, Wotan, Boris Godunow und der Titelrolle in Der fliegende Holländer besonders geschätzt. Zu seinen weiteren Partien gehören Méphistophélès (Gounods Faust), Don Giovanni und Leporello, Jochanaan (Salome), Scarpia (Tosca), Gianni Schicchi, Nick Shadow (The Rake’s Progress), Wolfram (Tannhäuser), Balstrode (Peter Grimes) und die Titelrolle in Sweeney Todd. Terfel ist ausserdem ein vielseitiger Konzertsänger. U.a. trat er bei den BBC Proms auf, gab Liederabende in allen grossen Städten der Welt und leitete neun Jahre lang sein eigenes Festival in Faenol, North Wales. Seine Diskografie umfasst Opern von Mozart, Wagner und Strauss sowie über zehn Solo-Alben. Er gewann den Grammy, den Classical Brit und den Gramophone Award. 2003 wurde ihm der Titel «Commander of the Order of the British Empire» verliehen, 2006 erhielt er die Queen’s Medal for Music und 2017 wurde er für seine Verdienste um die Musik zum Ritter geschlagen. Wichtige Stationen der letzten Zeit waren seine Rollendebüts als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) an der Welsh National Opera, als Reb Tevye (The Fiddler on the Roof) mit der Grange Park Opera und als Boris Godunow in Covent Garden sowie seine Interpretationen von Scarpia in Paris und Berlin, Hans Sachs in Covent Garden und Dulcamara an der Wiener Staatsoper. Am Opernhaus Zürich war er zuletzt in der Titelrolle von Wagners Fliegendem Holländer und in einem Liederabend zu erleben.
Steven Humes, Daland
Steven Humes
Der amerikanische Bass Steven Humes etabliert sich zunehmend als einer der erfolgreichsten Sänger seines Fachs. Er studierte am New England Conservatory und an der Boston University und war 2003 Finalist bei den Metropolitan Opera National Council Auditions. Im selben Jahr wurde er ins Ensemble der Bayerischen Staatsoper engagiert. In München und an anderen Opernhäusern war er seither in einer Vielzahl von Rollen zu erleben, darunter Sarastro (Die Zauberflöte), Ramfis (Aida), Oroveso (Norma), Wurm (Luisa Miller), Gremin (Eugen Onegin), Eremit (Der Freischütz), Colline (La bohème), Commendatore (Don Giovanni) und Publio (La clemenza di Tito). Engagements der letzten Spielzeiten beinhalten Rocco (Fidelio) und Daland (Der fliegende Holländer) am Teatro Regio in Turin und in St. Gallen, Commendatore am Théâtre des Champs-Élysées und Sarastro an der Hamburgischen Staatsoper. In der Rolle des Alaskawolfjoe (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), die er bereits unter James Conlon in Los Angeles und in einer Inszenierung von La Fura dels Baus in Madrid sang, war er am Bolschoi-Theater zu Gast. Nach seinem Rollendebüt als Fafner (Rheingold, Siegfried) in München, verkörperte er diese Partie auch in der Neuinszenierung des Ring am Grand-Théâtre de Genève wie auch an der Opéra de Monaco. Weitere Engagements waren König Karl (Fierrabras) in Brüssel, Commendatore in Boston sowie Rollendebüts als Banco (Macbeth) in St. Gallen und als König Marke (Tristan und Isolde) am Théâtre des Champs-Elysées unter der Leitung von Daniele Gatti. Geplant ist u.a. Wesener (Die Soldaten) am Teatro Real in Madrid.
Marco Jentzsch, Erik
Marco Jentzsch
Marco Jentzsch studierte Gesang bei Irmgard Hartmann-Dressler. Nach einem Engagement als Stipendiat an der Staatsoper Unter den Linden gehörte er 2005/06 zum Ensemble des Theaters Erfurt. Von 2006 bis 2008 war er am Niedersächsischen Staatstheater Hannover engagiert, wo er u.a. als Tamino, Belmonte, Steuermann, Edgardo und Rosillon zu hören war. Gastengagements führten ihn als Belmonte an die Staatsoper Unter den Linden, als Max (Der Freischütz) und Lohengrin an das Theater Dortmund sowie – ebenfalls als Lohengrin – an die Oper Leipzig. In Köln gab er 2009 sein Rollendebüt als Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg) und war in dieser Partie auch an der Komischen Oper Berlin (Regie: Andreas Homoki) sowie beim Glyndebourne Festival 2011 zu hören. Sein Rollendebüt als Erik (Der fliegende Holländer) gab er 2010 an der Nederlandse Opera Amsterdam. Kurz darauf debütierte er an der Mailänder Scala als Froh (Das Rheingold) unter Daniel Barenboim und sang diese Partie später auch an der Staatsoper Unter den Linden. In Köln sang er 2011 die Titelpartie von Wagners Parsifal. Weitere Höhepunkte der jüngsten Zeit waren Erik an der Hamburgischen Staatsoper, Bacchus (Ariadne auf Naxos) und Tambourmajor (Wozzeck) in Köln, Die Fledermaus mit Zubin Mehta in Tel Aviv, Apollo (Daphne) am Theater Basel, Lohengrin und Erik in Wiesbaden, Parsifal in Köln, Max (Der Freischütz) an der Sächsischen Staatsoper Dresden sowie Alfred (Die Fledermaus) an der Oper Köln.
Omer Kobiljak, Steuermann
Omer Kobiljak
Omer Kobiljak, geboren 1994, wurde von 2008 bis 2013 von Davide Thorner am Konservatorium Winterthur ausgebildet. 2010 erhielt er u.a. den Kulturpreis des Rotaryclubs Oberthurgau. Im gleichen Jahr folgte ein Gastauftritt im Schweizer Fernsehen in der Sendung Die Grössten Schweizer Hits. Seit 2010 besucht er regelmässig Meisterkurse von Jane Thorner-Mengedoht, David Thorner und Jens Fuhr. 2012 erhielt er beim Thurgauer Musikwettbewerb den 1. Preis mit Auszeichnung, im Jahr darauf sang er bereits bei den Salzburger Festspielen einen Lehrbuben (Die Meistersinger von Nürnberg) unter Daniele Gatti in der Inszenierung von Stefan Herheim. Seit 2014 studiert er an der Kalaidos Fachhochschule Aarau Gesang bei David Thorner. 2016 debütierte er in der Rolle des Baron von Kronthal (Lortzings Der Wildschütz) an der Operettenbühne Hombrechtikon und im Frühjahr 2017 sang er an der Mailänder Scala in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Mitglied im IOS, wo er u.a. in Salome, Ronja Räubertochter, La fanciulla del West, Le Comte Ory sowie in L’incoronazione di Poppea zu erleben ist.