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Dieser Indikator ist ein Indiz für die Qualität der Wohnverhältnisse. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Bewohnerin bzw. Bewohner ist von der Haushaltsgrösse sowie der Wohnfläche abhängig. Es ist ebenfalls zu berücksichtigen, dass Personen mit Migrationshintergrund häufiger in Städten und Grossstädten leben. Dort ist der Wohnraum im Allgemeinen teurer und kleiner. Unter sonst gleichen Bedingungen hat dies Auswirkungen auf die zur Verfügung stehende Wohnfläche.
In der obigen Grafik wird die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in Quadratmetern im Jahr 2017 nach Migrationsstatus des Haushalts sowie nach Anzahl Personen im Haushalt (eine Person bzw. zwei oder mehr Personen) dargestellt.
Bei den Einpersonenhaushalten besteht ein Unterschied von durchschnittlich 14m2, je nachdem, ob die Person einen Migrationshintergrund hat oder nicht (70m2 gegenüber 84m2). Somit stehen in den Einpersonenhaushalten ohne Migrationshintergrund 1,2-mal mehr Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung als in Haushalten mit Migrationshintergrund. In den Haushalten mit zwei oder mehr Personen ist der relative Unterschied grösser (1:1,4), obwohl dort ebenfalls eine ähnliche absolute Differenz von 13m2 zwischen Haushalten mit und ohne Migrationshintergrund besteht (32m2 gegenüber 45m2). Bei den gemischten Haushalten mit/ohne Migrationshintergrund beläuft sich die durchschnittliche Wohnfläche pro Person auf 35m2.
Einpersonenhaushalte
Im Allgemeinen unterscheiden sich die Einpersonenhaushalte ohne Migrationshintergrund in Bezug auf die Wohnfläche kaum von jenen mit Migrationshintergrund. Ein deutlicherer Unterschied ist jedoch bei den Wohnungen mit sechs oder mehr Zimmern zu beobachten, wo die Haushalte mit Migrationshintergrund im Durchschnitt über eine grössere Wohnfläche verfügen als die Haushalte ohne Migrationshintergrund (+15m2).
Haushalte mit zwei oder mehr Personen
Bei den Ein- bis Fünfzimmerwohnungen verfügen die Haushalte mit zwei oder mehr Personen ohne Migrationshintergrund im Durchschnitt über eine grössere Wohnfläche pro Person als die Haushalte mit Migrationshintergrund und die gemischten Haushalte mit/ohne Migrationshintergrund. Am grössten ist dieser Unterschied bei den Vierzimmerwohnungen (10m2). Bei den Wohnungen mit sechs oder mehr Zimmern ist bezüglich Wohnfläche fast kein Unterschied nach Migrationsstatus auszumachen (Unterschied von 1m2).
Betrachtet man die Einpersonenhaushalte nach Migrationsstatus fallen die durchschnittlichen relativen Unterschiede in allen Kantonen ziemlich ähnlich aus. Das geringste Verhältnis weist der Kanton Genf auf (73m2 gegenüber 68m2), das höchste der Kanton Appenzell Innerrhoden (96m2 gegenüber 70m2).
Bei den Haushalten mit zwei oder mehr Personen sind die grössten relativen Unterschiede zwischen den Haushalten ohne und mit Migrationshintergrund in den Kantonen St. Gallen, Glarus, Freiburg und Aargau zu beobachten (Verhältnis von rund 1,5 zu 1). Besonders gering sind die Differenzen in den Kantonen Zug, Genf, Nidwalden und Tessin (Verhältnis von rund 1,2 zu 1). Die gemischten Haushalte mit/ohne Migrationshintergrund verfügen in allen Kantonen über eine im Durchschnitt etwas grössere Wohnfläche als die Haushalte mit Migrationshintergrund. Einzige Ausnahme bildet der Kanton Genf (30m2 bei den Haushalten mit Migrationshintergrund gegenüber 28m2 bei den gemischten Haushalten).
Tabellen
Definitionen
Durchschnittliche Wohnfläche pro Bewohner in den bewohnten Wohnungen. Die Summe der Wohnfläche (in Quadratmetern) der bewohnten Wohnungen wird durch die Summe der Anzahl Personen dieser bewohnten Wohnungen dividiert.