Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03287.jsonl.gz/181

|www.impfo.ch/PROBLEMASPEKT.htm|

Statement des Kongressabgeordneten Dr. Dave Weldon M.D.

vorgetragen vor dem Impfsicherheits-Komitee des Institute of Medicine (IOM), Nationale Akademie der Wissenschaften USA, 9. Februar 2004
>
Übersetzung aus dem Englischen von Martin Hirte
ausserdem eine weitere Runde in dieser Kontroverse, referiert im BMJ am 6. August 2005: http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/full/331/7512/310-a?ecoll
Guten Morgen, ich danke Ihnen für die Gelegenheit, mich erneut an Sie zu wenden.
Ich bin von dem starken Wunsch getragen, in diesem Thema Gewissheit zu bekommen, und glaube leidenschaftlich daran, dass wir die Integrität unseres nationalen Impfprogrammes erhalten müssen.
In meiner klinischen Praxis habe ich Tausende von Impfungen verabreicht. Ich bin mir des enormen Nutzens der Impfungen für die Menschheit bewusst, aber auch der Risiken, mit denen ein Vertrauensverlust in das Impfwesen einhergeht.
Mich erreichen immer noch zahlreiche Anrufe und Nachfragen von Patienten, Wissenschaftlern, Autismus-Selbsthilfegruppen und in jüngerer Zeit auch Journalisten. Alle suchen nach Informationen und nach Antworten auf die Ihnen vorliegenden Fragen.
Ich bin sehr beunruhigt durch die immer neuen Berichte von Wissenschaftlern über ihre Erfahrungen bei der Suche nach diesen Antworten. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Personen schikaniert, wenn sie Fragen zur Sicherheit von Impfstoffen stellten. Inzwischen wurden einige Irrtümer eingestanden, etwa im Fall der Poliolebendimpfung, der Pertussis-Ganzkeimvakzine und der Rotavirusvakzine.
Viele beklagen die Gleichgültigkeit, auf die sie bei Regierungsbeamten stießen, die eigentlich mit der Untersuchung dieser Sachverhalte beauftragt sind. Sie beklagen die Schwierigkeiten bei der Veröffentlichung ihrer Arbeiten und den Entzug ihrer Forschungsgelder.
Andere berichten von offenkundigen Abschreckungen, Einschüchterungen und Drohungen, und sie haben deswegen dieses Forschungsgebiet aufgegeben.
Ein Beispiel dafür ist Dr. Andrew Wakefield, der in seinem Brief schildert, wie unerträglich das geistige Klima am Royal Free in London für ihn wurde, und dass er zur Kündigung gezwungen wurde. Seine gesamte derzeitige Forschung muss nun privat finanziert werden, während die, die ihn zu widerlegen versuchen, Geld von der Regierung bekommen. Ich war persönlich Zeuge, als Dr. Brent Taylor bei einem Hearing wiederholt völlig unqualifizierte Kommentare über Dr. Wakefield und seine Arbeit abgab, wodurch mir ernsthafte Zweifel an Dr. Taylors Integrität und Motiven kamen.
Wohlgemerkt hat sich bisher ein guter Teil von Wakefields Theorie als korrekt herausgestellt und wird von der medizinischen Wissenschaft akzeptiert. Hunderte von Kindern mit regressivem Autismus und gastrointestinalen Störungen wurden in letzter Zeit identifiziert, und Kliniker beobachten die von Wakefield beschriebenen entzündlichen Darmerkrankungen. Die National Institutes of Health (NIH) finanzieren den Versuch, Dr. OÕLearys Entdeckung von Masern-RNA in Dr. Wakefields Darmbiopsiepräparaten zu reproduzieren, obwohl mich enttäuscht, dass das so lange dauert. Ein Kliniker, der vor zwei Jahren geplant hatte, Wakefields Arbeit zu reproduzieren, wurde schließlich von der zuständigen Ethikkommission abgewiesen, und man entzog ihm nach und nach seine klinischen Funktionen.
Diese Atmosphäre der Einschüchterung schwebt auch über dem heutigen Hearing. Mir wurden zahlreiche Befürchtungen zugetragen, dass diese Veranstaltung weniger dazu dienen könnte, die Fakten zu klären, als vielmehr dazu, sie unter den Teppich zu kehren. Ich teilte dies Dr. Gerberding (Leiterin der CDC, d.Ü.) mit. Vorige Woche rief sie mich noch an und versicherte mir das Gegenteil. Sie wollte sich mit mir und einigen der betroffenen Eltern, Kliniker und Wissenschaftler treffen, um die richtigen Antworten zu finden. Dieser Kontaktversuch, der vor ihrem Eintreffen stattgefunden hatte, stellte sich leider nicht als ernsthaftes Vorhaben heraus. Vielleicht wird ein Wechsel in der Führung bessere Ergebnisse bringen.
Ich bin bereit, im Bereich Forschungsförderung mitzuarbeiten. Zwar wurden die Forschungsmittel der NIH und der CDC in den letzten Jahren dramatisch erhöht, jedoch stieg damit nicht die Motivation, die von Ihnen erwünschte Forschung zu unterstützen.
Ich habe großes Vertrauen in Sekretär Thompson und in die Kollegen Zerhouni und Gerberding. Doch ihnen wurde von ihren Untergebenen nicht gut zugearbeitet. Vor über einem Jahr schon hatte mir Frau Dr. Gerberding versichert, dass ihr externe Forschung im Vaccine Safety Datalink (VSD) willkommen wäre. Doch es dauerte mehr als ein Jahr, bis unabhängige Forscher Zugang zu den Daten bekamen.
Beim Sichten der Daten wurde sehr schnell klar, das sich aus dem Datenabgleich von Kindern, die seit 1997 thiomersalfreie DTPa-Impfstoffe bekommen hatten, und denen, die mit thiomersalhaltigem DTPa geimpft worden waren, ein dramatischer, statistisch signifikanter Anstieg von Autismus auf der Thiomersal-Seite ergab. Leider haben die CDC die weitere Auswertung verhindert, indem sie sich weigerten, die Daten nach 2000 zugänglich zu machen.
Vorige Woche las ich in Molecular Psychiatry einen Artikel von Dr. Deth, in dem er einen möglichen biomolekularen Mechanismus beschreibt, über den Thiomersal toxisch auf die neurologische Entwicklung wirken könnte. Dieser Artikel war äußerst bemerkenswert, jedoch dachte ich zunächst nicht, dass er das Interesse der Öffentlichkeit wecken würde. Erstaunlicherweise berichtete mir jedoch am nächsten Morgen meine Sekretärin von einer Diskussion über den Artikel in einem örtlichen Country-Music-Sender. Auch in Kanada stieß der Beitrag auf große Aufmerksamkeit.
Eine umfassende Literaturrecherche bringt mehrere Hundert Studien zu Thiomersal zu Tage. Viele von ihnen stellen seine hochtoxischen Eigenschaften heraus, in mehreren neueren Untersuchungen findet sich die Aussage, dass es ebenso toxisch ist wie Methylquecksilber. Erstaunlicherweise wurden einige dieser Studien sogar von Regierungsbeamten zitiert. Andere Offizielle dagegen behaupten, die Toxizität von Thiomersal wäre unbekannt, seine Schädlichkeit unsicher.zurück
Thiomersal und neurologische Entwicklungsstörungen
Im Jahre 2001 machten Sie die Aussage, dass "die Belastung mit thiomersalhaltigen Impfstoffen zu neurologischen Entwicklungsstörungen führen könnte". Ich fordere Sie auf, sich nicht von dieser Aussage zu distanzieren, sondern darauf aufzubauen.
Im Jahr 2001 lautete Ihre sehr weise Empfehlung, es müssten sofortige Anstrengungen unternommen werden, um die Verabreichung thiomersalhaltiger Impfstoffe an Säuglinge zu beenden. Leider wurde das ignoriert. Die vorhandenen Vorräte und unzählige neu produzierte Impfstoffe wurden an Millionen von Säuglingen verabreicht. Die CDC hält weiterhin die Empfehlung aufrecht, Säuglinge im sechsten, siebten und 23. Lebensmonat mit thiomersalhaltigen Grippeimpfstoffen zu impfen.
Einige neuere Veröffentlichungen geben mir Grund zur Sorge:
- Deth beschreibt einen plausiblen Mechanismus, der die besondere Anfälligkeit mancher Kinder für Thiomersal erklärt.
- Bradstreet fand heraus, dass autistischen Kinder nach Chelatbehandlung mehr Quecksilber ausscheiden als Kontrollgruppen.
- Holmes fand weniger Quecksilber im ersten Haarschnitt autistischer Kinder verglichen mit Kontrollen.
- Geier fand im Vaccine Safety Datalink (VSD) eine Assoziation zwischen höhergradiger Quecksilberbelastung und Autismus.
- Sogar die vielgeschmähte Verstraeten-Studie fand bei einigen Gruppen von Krankenversicherten eine Beziehung zwischen höherer Quecksilberbelastung und neurologischer Entwicklungsstörung.
Es wurde argumentiert, es gäbe keinen Grund zur Sorge, weil Methyl- und Äthylquecksilber im Organismus sehr unterschiedlich reagieren, und die Äthylquecksilber-Belastung zu niedrig sei, um Schäden anzurichten. Es gibt kaum wissenschaftliche Belege für diese Behauptung fehlender Schädlichkeit. Ganz im Gegenteil ergibt ein Review der medizinischen Literatur eine überaus hohe Schädlichkeit von Thiomersal. Auch Dr. Neal Halseys Auswertung der Daten von Pichichero (2003) fand bei etlichen Kindern Belastungen über der Toxizitätsgrenze.
Im Jahre 2001 empfahlen Sie Studien zum Vergleich von Kindern mit und ohne Thiomersalbelastung. Sie verlangten auch die begleitende Dokumentation der Häufigkeit neurologischer Entwicklungsstörungen, als das Thiomersal aus den Impfstoffen herausgenommen wurde. Leider haben die Regierungsbeamten keines von beiden realisiert. Externe Wissenschaftler sind etwas weiter gekommen, aber ihnen wurde der Zugang zu den Dateien der VSD verwehrt.zurück
MMR und Autismus
Hinsichtlich MMR-Impfung und Autismus verlange ich vom Komitee, auf den Schlussfolgerungen und Empfehlungen von 2001 aufzubauen. Ein gewichtiges Signal von Ihrer Seite könnte die Einschüchterungsversuche eindämmen, durch die die Forschung auf diesem Gebiet behindert wird.
Sie vertreten die Meinung, dass es infolge der Impfpflicht Sache der Regierung ist, die Sicherheit des MMR-Impfstoffes zu gewährleisten, sollten auch die mutmaßliche Nebenwirkungenn sehr selten sein. Ich stimme dem zu.
Ebenso wie beim Thiomersal habe ich weiterhin große Bedenken bezüglich der MMR-Impfung:
- Die NIH fördern gegenwärtig eine Studie, die die Ergebnisse von Wakefield nachvollziehen soll.
- Aus entzündetem Darmgewebe von Kindern mit regressivem Autismus konnten Masern-Impfviren isoliert werden.
- Im Liquor von Kindern mit regressivem Autismus fand man Antikörper gegen Masernviren.
- Es gibt beobachtete und dokumentierte Rückfälle von regressivem Autismus nach erneuter Exposition.
- Die medizinische Welt hat weithin eine neue Form von Darmerkrankung bei Kindern mit Autismus akzepiert.
Die Bundesforschungsförderung hat die meisten Ihrer Forschungsempfehlungen unberücksichtigt gelassen.
Ein weiteres Manko des heutigen Treffens ist, dass Dr. Wakefield nicht eingeladen wurde. Im Jahr 2001 waren Sie noch der Meinung, Autismus-Rückfälle nach MMR-Reexposition wären ein Beleg für eine ursächliche Beziehung. Meinem Verständnis nach hat Dr. Wakefield solche Fallserien veröffentlicht. Es ist mir ein Rätsel, warum er nicht eingeladen wurde.zurück
CDC-interner Interessenskonflikt
Während ich großen Respekt vor Dr. Gerberding habe, habe ich Zweifel an daran, ob das National Immunization Programm der CDC geeignet ist, diese Angelegenheiten objektiv zu untersuchen. Die CDC haben einen immanenten Interessenskonflikt, der zur Voreingenommenheit bei jeglicher Untersuchung führt.
Aufgabe der CDC ist es, Impfungen zu fördern, für hohe Durchimpfungsraten zu sorgen und die Sicherheit der Impfstoffe zu überwachen. Sie sind ihr eigener Wachhund, was weder üblich noch erwünscht ist, wenn es um unvoreingenommene Untersuchungen geht.
Eine solche Konstellation ging schon bei anderen Behörden vollkommen schief. Vor kurzem fand es der Kongress weise, die FAA aufzusplitten wegen ihrer widersprüchlichen Aufgabe, einerseits das Flugwesen zu fördern, andererseits öffentliche Flüge zu regulieren. Nach dem Unglück der Raumfähre Columbia kam die Gehmann-Komission zu der Einschätzung, ein entscheidendes Problem im Shuttle-Programm sei es gewesen, dass für Pünktlichkeit und Sicherheit der Flüge dieselben Personen verantwortlich waren.
Genau in einem solchem Konflikt stehen auch die CDC. Ungünstige Sicherheitsstudien würden zu niedrigeren Impfraten führen. Außerdem müssten bei einem Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus die Beamten der CDC zugeben, dass ihre Politik Tausende von Kindern irreparabel geschädigt hätte. Wer von uns sähe sich gerne mit einer solchen Schlussfolgerung konfrontiert? Aber genau das wird von den CDC verlangt.
Weiterhin ist die Beziehung zwischen den CDC und den Impfstoffherstellern extrem eng geworden.
Unter diesen Voraussetzungen müssen Studien beurteilt werden, die durch oder für die CDC durchgeführt werden. Es wäre die Aufgabe des Institute of Medicine (IOM), zu überlegen, wie dieser Interessenskonflikt gelöst werden könnte. Ich fordere das IOM auf, sich mit dieser Angelegenheit zu befassen.
Mein Vertrauen in die CDC bei der Gewährleistung der Impfstoffsicherheit wurde noch mehr erschüttert, als ich Zeuge wurde, wie ein unabhängiger Wissenschaftler Zugang zum VSD suchte und was wir dabei erlebten. Die CDC hatten exzessive Barrieren errichtet und den Zugang zu den Daten massivst eingeschränkt.
- die Forscher bekamen keine Daten über die Zeit nach Dezember 2000, was die unabhängige Beurteilung der Effekte nach Herausnahme des Thiomersal aus Impfstoffen schwer beeinträchtigt.
- Das Zulassungsverfahren durch die Ethikkomission (Institutional Review Board, IRB) erfordert die Zustimmung von sieben verschiedenen IRB's, jede mit anderen Kriterien.
- Die CDC limitiert auf das Strengste Daten, die den Wissenschaftlern zugänglich gemacht werden. Der Zugang zum kompletten Datensystem ist unmöglich, und zugängliche Daten werden auf einem minderwertigen PC präsentiert.
- Die Rohdatensätze, die die CDC für ihre Studien benutzt, sind für unabhängige Wissenschaftler nicht zugänglich. Sie bekommen nur modifizierte Datensätze, sodass die Studien der CDC sich der Überprüfung durch externe Wissenschaftler entziehen. Muss Wissenschaft nicht die Möglichkeit haben, Fakten zu überprüfen und Arbeitsgänge nachzuvollziehen?zurück
Schlussfolgerungen
Ich fasse zusammen:
Vorige Woche war ich mit Frau Gerbering übereingekommen, dass sie sich persönlich für diese Angelegenheit Zeit nimmt und dass die Forschung in dieser Sache mit dem heutigen Treffen nicht beendet werden darf. Sie machte ihren Wunsch zur Weiterführung der Forschung deutlich und betonte, dass die Wahrheit sich durchsetzen müsste, egal welche Konsequenzen dies haben würde.
- Ich fordere Sie auf, auf den Empfehlungen und der Aufdeckung möglicher Zusammenhänge, die ihr Bericht aus dem Jahr 2001 zu MMR und Autismus enthielt, aufzubauen. Es gibt zunehmend Gründe für Besorgnis.
- Es gibt immer weitere Belege für eine persistierende Maserninfektion im Magendarmtakt und Liquor von Kindern mit regressivem Autismus. Weitere diesbezügliche Untersuchungen müssen gefördert werden.
- Die Ergebnisse der Studie, die Wakefields Ergebnisse reproduzieren soll, werden nicht vor diesem Sommer bekannt sein.
- Studien, die von den CDC oder in Verbindung mit ihnen durchgeführt werden, sollten im Kontext mit dem immanenten Interessenskonflikt dieser Organisation beurteilt werden.
- Weder das gesamte VSD noch die von den CDC für ihre Studien verwendeten Dateien werden für eine unabhängige Überprüfung zugänglich gemacht.
- Es ist mehr Forschung notwendig, um die Fragen mit einer für wissenschaftliche Ansprüche ausreichenden Sicherheit beantworten zu können.
Zum Schluss will ich ein Zitat aus der Studie von Verstraeten anführen. Während ich schwere Zweifel an einigen Ergebnissen dieser Studie anmelde, gehe ich konform mit einer ihrer abschließenden Empfehlungen. Die Autoren schreiben:
"Wir sind der Meinung, dass weitere Forschung nötig ist, erstens wegen der praktisch die gesamte Geburtskohorte der USA umfassenden Verabreichung von Impfungen und zweitens wegen der Bedeutung von Sprech- und Sprachstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Um weiter zu erforschen, ob es zwischen der Belastung mit Thiomersal und neurologischen Entwicklungsstörungen eine Beziehung gibt, brauchen wir zusätzlich Studien mit unterschiedlichen Designs."
Ich stimme damit vollkommen überein und bitte Sie, diese Empfehlungen zu beherzigen und die Forschungsanstrengungen zu verdoppeln.
Dave Weldon
Das gesamte Hearing ist einsehbar unter http://www.nationalautismassociation.org/iom.php

2005 www.impfo.ch