Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03202.jsonl.gz/2303

Nanztal
Das Nanztal ist ein heute unbewohntes, kleines Seitental im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz. Es verläuft von Süd nach Nord und liegt auf dem Gebiet der Gemeinden Visperterminen und Brig zwischen dem Vispertal und dem Simplonpass. Das Tal beginnt beim Gamsagletscher unterhalb des Fletschhorns und wird durch den Gebirgsbach Gamsa durchflossen, welcher bei Gamsen in die Rhone mündet. Es führt keine öffentlich zugängliche Strasse ins Nanztal. Im hinteren Teil liegt der kleine Blausee am Westhang des Tales.
Touristisch wird das Tal nur sanft genutzt. So führt die nationale Wanderroute 6 von Wanderland Schweiz, der sogenannte Alpenpässe-Weg, von Chur nach Saint-Gingolph auf der Etappe vom Simplonpass über den Bistinepass durch das Nanztal und weiter über den Gibidumpass nach Gspon. Die Wanderzeit für diesen Abschnitt beträgt ca. 8½ Stunden. Ein weiterer Wanderweg führt von Visperterminen unterhalb des Gibidums über die Wissy Flüe in Nanztal und weiter bis Brig.
Seit über 1000 Jahren führt die Suone Heido Wasser aus dem Nanztal über den Gibidumpass auf die trockenen Weiden von Visperterminen. Der Gibidumsee wird von der Heida befördert und dient als Wasserspeicher. Ursprünglich gab es zwei Wasserleitungen die der Gibidum See beförderten, die obere und die untere Heida Suon. Heute ist nur noch der obere funktionstüchtig. Jedoch kann man noch Spuren der unteren im Gelände erkennen. Seit 1916 wird durch einen 2,65 km langen Wasserstollen unter dem Gibidum hindurch Wasser direkt von der Gamsa nach Visperterminen geleitet. Die Fassung erfolgt bei der grasreichen Nidristi Alp. Ein anderer Teil des Wassers wird durch einen weiteren Stollen dem entlegenen KraftwerkAckersand 1 bei Stalden im Mattertal zugeführt.
Historisch nachweisbar ist, dass von den 3000 Lombarden, die über den Simplonpass zogen, um Karl den Kühnen von Burgund in Murten gegen die Eidgenossen zu unterstützen, ein Teil durch das Nanztal vordringen wollte und hier von den Vispern aufgerieben wurde.
Quelle: Wikipedia
Links:
Allgemeine Informationen
Walliser Alpen auf einer größeren Karte anzeigen