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«Mir fehlt die Sprache. Für diesen Anblick habe ich keine Worte», sagte ein philippinischer General einem Journalisten. Er betont, er habe in über 30 Dienstjahren, schon vieles gesehen. Aber nicht das.
Schon dem heftigen Wind hat vieles nicht standgehalten, und die folgenden Sturmwellen haben Mauerstücke, Autos, Schiffe, Bäume gegen alles geschleudert, was noch stand. Auch bereits eingerichtete Notunterkünfte in Schulen wurden so zerstört. Brücken stürzten ein, das Kommunikationsnetz ist kollabiert.
Kontakt abgebrochen
Kontakt zu ferneren Inseln ist noch nicht möglich. Niemand weiss, wie es dort aussieht. «Die Leute dort sind auf sich selber angewiesen», sagt Ivo Sieber, Schweizer Botschafter in Manila, zu Radio SRF. Laut dem Botschafter sind 10 Millionen Menschen vom Sturm betroffen, über 600'000 wurden obdachlos. Sie sind verzweifelt. Zudem wird geschätzt, dass dem Sturm bis jetzt 10'000 Menschen zum Opfer gefallen sind.
Der Flughafen der zerstörten Stadt Tacloban wird von Hunderten belagert. Sie hoffen auf Trinkwasser und Nahrungsmittel. Hilfsgüter sind unterwegs, aber die Verteilung ist schwierig. Die Strassen liegen in Schutt.
Zudem drohen Seuchen: Wegen des verschmutzten Trinkwassers könnten sich Typhus, Ruhr und Cholera ausbreiten.
Anzahl Tote weiterhin ungewiss
Wie viele umgekommen sind, ist unklar. Mehr als 10‘000 Personen, schätzte ein Polizeichef. Anwohner sprechen von einem unvorstellbaren Geruch der Verwesung. Leichen liegen in den Strassen. Die Lokalbehörden bereiten Massengräber vor.
Am Montag traf der Taifun in Vietnam auf die Küste, allerdings deutlich abgeschwächt. Dennoch wurden in der Provinz nördlich von Hanoi Bäume entwurzelt, teilte die Wetterbehörde mit.
In der südchinesischen Provinz Hainan starben mindestens drei Menschen, als ein heftiger Sturm und sintflutartige Regenfälle am Montag auf die östlich von Nordvietnam gelegene Inselprovinz niedergingen.