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In einer sozialwissenschaftlichen Studie wurde untersucht, ob Modellökosystemversuche dazu beitragen, die Bereitschaft zur Durchsetzung bzw. zur Akzeptanz umweltpolitischer Massnahmen zu fördern. Insgesamt wurden 15 Interviews mit Politikern sowie mit Personen aus der übrigen Bevölkerung geführt.
Die Untersuchung zeigte, dass drei verschiedene Grundhaltungen bezüglich naturwissenschaftlicher Untersuchungen und deren Rolle in der öffentlichen Umweltdiskussion bei den Politikern bestehen. Ob Modellökosystemversuche einen Einfluss auf die Bereitschaft zur Ergreifung von Massnahmen haben, hängt von der Einstellung der Politiker gegenüber der Wissenschaft ab. Bei der Akzeptanz von umweltpolitischen Massnahmen spielen bei der übrigen Bevölkerung die direkte Wahrnehmung von Umweltproblemen, das Umweltwissen und das Ausmass der Betroffenheit durch die Massnahmen eine Rolle. Da eine direkte Wahrnehmung von Umweltproblemen oft nicht möglich ist, können Modellökosystemversuche einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung dieser Wahrnehmung leisten.
Beteiligte
- Astrid Wallner (Projektbearbeiterin)
Publikation
- Wallner, A. 1999: Welche Rolle spielen naturwissenschaftliche Untersuchungen in der öffentlichen Umweltdiskussion? Inf.bl. Forsch.bereich Landsch. WSL 42: 1-3.