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Am Freitag, 6. Juli 2018, nahmen die Angehörigen, Freunde und Bekannte in der gut besetzten Kirche Kerzers Abschied von Arthur Schwab-Plattner, der am 4. Juni 2018 verstorben ist. Arthur Schwab-Plattner ist am 6. September 1936 geboren und in Kerzers auf einem Bauernbetrieb aufgewachsen. Er übernahm mit seiner Frau Annerös den elterlichen Betrieb an der Holzgasse und ergriff früh die Chance, im Rahmen der Güterzusammenlegung eine stattliche Moossiedlung, den Kardenhof, zu realisieren. Dort konnten ihre fünf Töchter eine unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit verbringen.
Der Kardenhof wurde für Arthur Schwab ein eigentliches Experimentierfeld. Hier konnte der vielseitig begabte und kulturell Interessierte seine Projektideen verwirklichen: Seine Scheune wurde Spielort für Theateraufführungen, seine Felder bewirtschaftete er nach neuen Methoden, das heisst, dass er auf den schweren, lehmhaltigen Böden darauf verzichtete, den Pflug einzusetzen, um eine bessere Bodenfruchtbarkeit zu erzielen. Hier legte er seinen berühmten Getreidesortengarten an mit über dreissig verschiedenen Getreidesorten. Rund um den Hof pflanzte er Bäume, und den Grossen Kanal und die Parzellengrenzen bestockte er mit Heckenstreifen, lange bevor andere Organisationen das Gleiche taten. Mit grosser Freude durfte er feststellen, dass die Grillen auch im Moos wieder zirpten. Um seinen Bemühungen, im Grossen Moos der Natur wieder mehr Platz einzuräumen, mehr Gewicht zu verleihen, gründete er mit Gleichgesinnten die «Interessengemeinschaft Grosses Moos».
Als Mitglied der Arbeitsgruppe Natur/Landwirtschaft im Rahmen der Regionalplanung Seebezirk erwirkte er, dass ein Koordinationsblatt «Sonderperimeter Grosses Moos» erstellt wurde. Dieses Koordinationsblatt war dann wiederum Voraussetzung für die Schaffung des kantonsübergreifenden Projektes «Biotopverbund Grosses Moos» (Krümmi, Hinterem Horn etc.), das ohne seine ideelle Vorarbeit vermutlich nicht zustande gekommen wäre.
Die Gemeinschaft ist Arthur Schwab und seiner Familie dankbar für ihren Einsatz zugunsten einer lebenswerten Umwelt.