Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03244.jsonl.gz/583

Klimaschutz erfordert zwingend internationale Zusammenarbeit. Deren Bilanz fällt bisher gemischt aus. Einerseits haben internationale und nationale Klimaschutzpolitiken den globalen Anstieg der Treibhausgasemissionen in den letzten 20 Jahren nicht signifikant bremsen können. Andererseits haben Emissionsabgaben und Regulierungen, begleitet durch technischen Fortschritt, in einer Reihe von Ländern zu einem erheblichen Emissionsrückgang geführt, ohne die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen.
Die internationale Politik hat sich 2015 in Paris für das 2-Grad-Ziel entschieden und entsprechend verbleibt noch weniger als ein Drittel des für die Erreichung dieses Ziels erlaubte Kohlenstoff-Gesamtbudgets. Wie dieses Gesamtbudget an Emissionen unter den Ländern und über die Zeit verteilt werden soll, ist eine ethische und wirtschaftliche Frage, wobei in der politischen Diskussion grundsätzlich das Prinzip der «gemeinsamen aber differenzierten Verantwortung» gilt.
Das bedeutet, dass nicht alle gleichviel dazu beitragen müssen, denn nicht alle tragen gleichviel Verantwortung für das Problem. Die bisher von den verschiedenen Ländern freiwillig eingegangenen Verpflichtungen sind wesentlich kleiner als für die Erreichung des 2-Grad-Ziels nötig.
Die 26. Klimakonferenz (COP26) in Glasgow ist am 13. November zu Ende gegangen. Wichtige Themen der Konferenz waren die Erreichung des 1.5-Grad-Ziels, griffige Regeln für Emissionsverminderungen im Ausland und für die Berichterstattung, sowie der Umgang mit klimawandelbedingten Verlusten und Schäden. Die Länder haben sich auf Regeln geeinigt, welche die doppelte Anrechnung von im Ausland erzielten Emissionsverminderungen zwischen Staaten ausschliessen. Damit wurden die letzten Umsetzungsregeln des Abkommens verabschiedet. Die Schweiz hat sich an der Konferenz stark dafür eingesetzt, dass Doppelzählungen verhindert werden. Im Rahmen mehrerer Bilateraler Abkommen hat sie sich bereits zuvor zur Einhaltung von strengen Marktregeln verpflichtet.Bild: Creative Commons
Am 9. August erschien der Sechste Bericht des Weltklimarates IPCC zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. In diesem Beitrag legen wir den Fokus auf die Aussagen zu den Extremereignissen und setzen sie in Kontext zum Klimawandel in der Schweiz. Der IPCC-Bericht ist auch eine wichtige Grundlage für den UN-Klimagipfel (engl.: Conference of the Parties, COP), der aktuell in Glasgow stattfindet.
In dieser neuen Ausgabe des Folios erfahren Sie, welchen wichtigen Beitrag Geoinformationen zur Umsetzung der Schweizer Energiestrategie leisten können. Die verschiedenen Artikel zeigen, wie wichtig die Daten und Dienstleitungen von swisstopo in der wissenschaftlichen Forschung oder bei den Behörden sind, um Wissen zu generieren, das zur Eindämmung der Erwärmung des Klimasystems beiträgt.Bild: swisstopo
Kontakt
SCNAT
ProClim − Forum für Klima und globalen Wandel (ProClim)
Haus der Akademien
Postfach
3001 Bern