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Etwas gutes hatte ja die Päpsterei der letzten Wochen: Dank der Idee von “Spiegel Online”, dass der neue Papst eigentlich “George Ringo” heissen müsste, da es ja “John Paul” schon gegeben hat, kam ich wohl dazu, wieder mal die guten alten Beatles vermehrt zu hören. Das hat Tradition: So etwa alle 3-4 Jahre hab ich eine Beatles-Phase.
Das begann so: Als etwa 7jähriger (nach der Glenn-Miller-, James-Last- und Weihnachtslider-im-Sommer-hör-Phase) liebte ich die Beatles zum ersten Mal, vor allem die komischen Geräusche im “Jellou Sammariin”. “She Loves You” hiess für mich “Schilattu jee jee jee”, die Woche hatte wie selbstverständlich acht Tage, und “For no One” wurde 1984 der Titelsong unseres ersten Films.
Hans, mein Vater, hatte damals auch zwei Cassetten im Auto: Eine mit Rock’n’Roll (nachgespielte Hits von irgend einer doofen Coverband, wie ich kürzlich feststellte) – und eine mit Abba auf der A- und Beatles auf der B-Seite. Die hörten wir zwischen 1979 und 1985 stundenlang – “Your Mother Should Know” war mein Favorit drauf. Und mit “And Your Bird Can Sing” von Nalps zurück nach Sedrun fahren (und später “Ring Ring” und “Dancing Queen”…) – eine meiner liebsten Nostalgie-Erinnerungen. Tami, wieso kommt heute das Zeug nicht mehr am Radio?!
Mein erster Zugang zu guter Musik war aber ein Tape von Stefi, meiner Mutter, die irgendwann in den 70ern das Beatles-Songs auf ein BASF-Tape kopiert hatte – zuammen mit “Ir Ysebahn” von Mani Matter. Nach der Chue am Waldrand kam also “A Hard Days Night”… und die Bezeichnung, dass das Tape Stefi gehört, hab ich frech etwas nachkorrigiert:
Fazit: Gebt euren Kindern… Honig, ja, klar – aber auch solche alten Tapes. Nicht nur, um denen beizubringen, dass EMTEC mal BASF hiess, was wiederum “Badische Anilin- und Sodafabrik” bedeutet – was zum Henker ist übrigens “Anilin”? – Wobei, naja, heute müsste man die wohl zuerst iPod-fähig machen. Immerhin konnte ich so schon eine Gruppe von pubertierenden 10-16jährigen Cousins und Cousinen von den “Doors” überzeugen: Auf der Fahrt zum Gorges du Verdon im Sommer 2003 durften sie die Musik wählen, auf der Rückfahrt ich. Nach anfänglichem Gefluche sangen wir alle vereint “Riders on The Storm” und “Love Her Madly”, während über der Provence die Sonnme unterging.
Das erinnert mich auch an ein Interview mit Ravi Shankar anno 1989, in etwa meiner dritten Beatles-Phase, als mein Lieblinsgbuch das hier war – ich wollte dem Inder, der Goerge und den anderen das Sitarspielen beigebracht hatte, partout fast nur Fragen stellen, wie es denn damals mit den Fab Four gewesen sei, und er wollte verständicherweise nur über seinen Auftritt in Basel sprechen. Oberpeinlich, selbst 16 Jahre nach diesem Inti laufe ich immer noch rot an. Aber das schien damals in der ausgehenden Pionierphase der Lokalradios zum Glück niemanden zu stören.