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Die ZBS entstand 1930 aus der Fusion der damaligen Stadtbibliothek von Solothurn mit der Kantonsbibliothek.
Stadtbibliothek
Die 1763 gegründete Stadtbibliothek konnte zum Aufbau ihres Bestandes Schenkungen solothurnischer Patrizierfamilien entgegennehmen, wovon noch heute Teile des historischen Bestands der ZBS geprägt sind, beispielsweise die kostbar ausgestatteten Bände der Familienbibliothek vom Staal. Ab 1838 war sie im Gemeindehaus der Stadt Solothurn untergebracht.
Kantonsbibliothek
Auf dem Höhepunkt des Solothurner Kulturkampfs wurden 1874 das Kloster Mariastein und die Chorherrenstifte St. Urs in Solothurn und St. Leodegar in Schönenwerd aufgehoben. Durch diese Aufhebungen kam der Kanton Solothurn in den Besitz umfangreicher Büchersammlungen. Für diese Bestände sowie die 1833 an den Kanton übergegangene «Professorenbibliothek» des ehemaligen Jesuitenkollegiums und die 1857 käuflich erworbenen Reste der Bibliothek des Franziskanerklosters errichtete der Kanton 1883 die Kantonsbibliothek Solothurn, zunächst im Thronsaal des Ambassadorenhofs.
Zentralbibliothek
Die räumliche und organisatorische Trennung von Stadt- und Kantonsbibliothek erwies sich aus praktischen und finanziellen Gründen als unzweckmässig. So entschieden sich Stadt und Kanton Solothurn 1930 nach langen Verhandlungen zur Fusion und damit zur Gründung der Zentralbibliothek. Zunächst verblieben die Bestände an ihren bisherigen Standorten. Nach einer Volksabstimmung von 1953 wurde ein Bibliotheksneubau neben der Gibelin-Zetterschen Liegenschaft aus dem 17. Jahrhundert an der Bielstrasse 39 errichtet, der 1958 eingeweiht werden konnte. Unermüdlich vorangetrieben hatte das Projekt der damalige Bibliotheksdirektor Dr. Leo Altermatt, der die ZBS auch um eine zeitgemässe Freihandbibliothek und eine Kinder- und Jugendabteilung ergänzte und so ihre Funktion als öffentliche Bibliothek für Stadt und Region Solothurn stärkte.
1973 wurde die ZBS schliesslich um eine moderne Musikbibliothek nach angelsächsischem und skandinavischem Vorbild erweitert. Die fortschrittliche Anschaffungspolitik ihres ersten Leiters Dr. Hans-Rudolf Dürrenmatt berücksichtigte auch Pop- und Rockmusik, weshalb die ZBS heute über eine bemerkenswerte Sammlung auch populärer Musik der letzten Jahrzehnte auf Schallplatten, CD und anderen Ton- und Bildträgern verfügt.
1985/1986 wurde die Ausleihe automatisiert, 1992 die Katalogisierung und seit 1996 ist der Katalog der ZBS über das WWW abfragbar. Die ZBS war damit eine der ersten Schweizer Bibliotheken mit einem Webkatalog.