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Fotos von:
Lothar Opilik {LO}
Michelle Ettlin {ME}
Klaus Hoffmann {KH}
Stathis Mamalakis {SM}
© LO
© SM
„piano forte“ von R. Häusermann
© ME
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Proben „piano forte“ von R. Häusermann
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„piano forte“ von R. Häusermann
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Proben „piano forte“ von R. Häusermann
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Johann Sebastian Bach
Die Kunst der Fuge
(Contrapunctus IX)
Julius Eastman
Evil Nigger
(Anfang)
Julius Eastman
Gay Guerrilla
(Ausschnitt)
Ruedi Häusermann
Quartett N°70
(Anfang)
Ruedi Häusermann
Quartett N°73
(Ausschnitt)
Das
Kukuruz Quartett
wurde 2014 im Rahmen einer Musiktheater-Produktion von Ruedi Häusermann gegründet, um Musik für vier „wohl-präparierte Einhand-Klaviere“ zu spielen. Es handelt sich also um eine aussergewöhnliche Formation, für die es fast kein herkömmliches Repertoire gibt. Die Musikerin und die Musiker entwickeln über längere Zeit gemeinsame Präparationen und Konstruktionen. Das Kukuruz Quartett ist gleichermassen auf Theaterbühnen und in Konzertsälen zu Hause. Es wurde 2015 in den Roten Salon der Berliner Volksbühne eingeladen und spielte anschliessend in einer Konzertreihe in den Zürcher Clubs Exil und Hive und an verschiedenen aussergewöhnlichen Konzertorten in Amsterdam, wie etwa einer Bierbrauerei, einer Druckerei oder einer alten Turnhalle. 2016 folgte die Musiktheater-Produktion „piano forte“ von Ruedi Häusermann, die 20 Mal im ausverkauften Schauspielhaus Zürich gezeigt wurde und in deren Zentrum das Kukuruz Quartett zu sehen und hören war.
Ausserdem korrepetierte das Kukuruz Quartett den Zürcher Flüchtlings-Chor von Christoph Homberger und organisierte ein Festival mit präparierter Klaviermusik in der Schlosserei Nenniger in Zürich, spielte im Rahmen der documenta 14 im Megaron in Athen und wird 2018 zum ersten Mal für Konzerte und Workshops nach Südamerika reisen. Das Kukuruz Quartett arbeitet eng mit Komponistinnen und Komponisten zusammen, 2015 und 2016 entstanden so zwei Musiktheaterproduktionen im Zürcher Architekturforum mit elektroakustischer Musik von Marcel Zaes, für die das Quartett mit einer Vielzahl von Instrumenten experimentierte, selbstgebastelte Metronome zu einem virtuosen Quartett zusammenfügte oder mit selbstgelöteten Kontaktmikrofonen Alltagsgegenstände zum Klingen brachte. Aktuell plant das Quartett Uraufführungen von Lara Stanić, Martin Lorenz und Léo Collin und wird die Zusammenarbeit mit Marcel Zaes weiterführen.
2018 wird die erste Einspielung des Kukuruz Quartett beim renommierten Label Intakt Records erscheinen – mit Musik von Julius Eastman.
Philip Bartels,
geboren 1978 in Berlin (Ost) und aufgewachsen an der polnischen Grenze auf der Insel Usedom, lebt seit 2002 in der Schweiz, wo er an der Hochschule für Musik und Theater Zürich sein Regiestudium bei Stephan Müller abschloss. Daneben studierte er Komposition für Bühne und Film bei André Bellmont. Nach dem Ende seines Studiums arbeitete er als Theater- und Musiktheater-Regisseur an den Stadttheatern Biel/Solothurn und St. Gallen, seine Inszenierungen als freier Regisseur waren in der Schweiz unter anderem im Zürcher Theater Rigiblick, dem Basler Gare du Nord, der Lokremise St.Gallen oder dem Südpol Luzern zu sehen. Viele seiner Arbeiten werden aber auch an ungewöhnlichen Orten gezeigt wie zum Beispiel das Open-Air-Musical „Mordnacht“ im Luzerner Stadthauspark, die aktionistische Performance „Zone Lido“ im Strandbad Lido Luzern oder die Kammeroperette „Docteur Miracle“ im Kino Alass Zofingen.
Einen Schwerpunkt bildet seit einigen Jahren die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Musikensembles wie dem Ensemble für Neue Musik Zürich, mit dem er 2011 die Uraufführung von Daniel Fueters Oper „Forelle Stanley“ inszenierte oder dem Ensemble TaG für Neue Musik Winterthur, mit dem er im Theater am Gleis die experimentellen Musiktheaterproduktionen „more or less normal“ und „Elefanten im All“ realisierte.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur schreibt Philip Bartels Filmmusik (u.a. für „Connie“ von Judith Kurmann, der 2009 auf dem Filmfestival in Locarno den Prix Action Light gewann und für Dokumentarfilme des Statistischen Bundesamts), konzipiert und begleitet Theaterstücke, Liederabende und Lesungen als Bühnenmusiker und Pianist und leitet Musikwerkstätten für Kinder mit Migrationshintergrund.
Philip Bartels lebt in Zürich.
⮞⮞ www.philipbartels.ch
Duri Collenberg,
geboren 1985 in Chur, studierte an der Zürcher Hochschule der Künste Klavier in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub und Komposition bei Mathias Steinauer. Im Sommer 2010 schloss er sein Klavierstudium mit dem Master ab und studierte von 2011 bis 2015 Komposition am Conservatorium van Amsterdam bei Willem Jeths und Wim Henderickx.
Duri Collenberg spielt in mehreren Kammermusikformationen, unter anderem in einem Liedduo mit der Sopranistin Lydia Opilik. Seit 2012 ist er Mitglied der Musiktheatergruppe Fleurville.
Sein bisheriges kompositorisches Schaffen in der Schweiz hat zu Zusammenarbeiten mit dem Aargauer Orchester InTakt, mit dem Bündner Vokalensemble InCantanti sowie der Bündner Theatervereinigung Pergament geführt.
In den Niederlanden wurden Duri Collenbergs Kompositionen unter anderem im Rahmen der Gaudeamus Muziekweek und der Boom Opera aufgeführt. Im Jahr 2011 wurde ihm der Bündner Kulturförderpreis sowie der Werkbeitrag der Stadt Chur zugesprochen.
Duri Collenberg lebt in Zürich.
Simone Keller,
geboren 1980, absolvierte ihre Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub an der ZHdK und wurde unter anderem mit dem 1. Preis beim Landolt-Wettbewerb, dem 2. Preis beim Hans-Ninck-Wettbewerb und dem EMCY-Kammermusikpreis beim Europäischen Klassik-Festival Ruhr ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des ENSEMBLE TZARA, Trio Retro Disco und des Trabant Echo Orchestra. Als Gast spielte sie regelmässig beim Musikkollegium Winterthur, der Südwestdeutschen Philharmonie und dem Collegium Novum Zürich und wurde unter anderem vom Ensemble Contrechamps Genf, dem Glassfarm Ensemble New York und dem Hong Kong New Music Ensemble eingeladen.
Für den Böhlau-Verlag Wien hat sie Ustwolskajas Klaviersonaten eingespielt, des weiteren hat sie verschiedene Aufnahmen in Zusammenarbeit mit dem SWR Experimentalstudio, dem Schweizer Radio DRS und dem Merian-Verlag realisiert.
Daneben nimmt die kontinuierliche Arbeit als Theatermusikerin einen wichtigen Platz ein. Simone Keller wirkte als Pianistin und Darstellerin in unzähligen Produktionen am Schauspielhaus Zürich, Theater Basel, Kaserne Basel, Vorstadttheater Basel, Stadttheater Bern, Theater Neumarkt in Zürich, Theater Chur, Schlachthaus Theater Bern, Theater Rigiblick Zürich oder dem Theater Winterthur und dem Theater am Gleis Winterthur mit, wo sie unter anderem mit Regisseurinnen und Regisseuren wie Ursina Greuel, Ruedi Häusermann oder Joachim Schloemer arbeitete.
Simone Keller lebt in Zürich.
⮞⮞ www.simonekeller.ch
Lukas Rickli,
geboren 1986 in Basel, studierte an der Hochschule für Musik in Basel im Hauptfach Klavier bei Jean-Jacques Dünki, Komposition bei Balz Trümpy und Jakob Ullmann, sowie Freie Improvisation bei Alfred Zimmerlin und Fred Frith. Nach zwei erfolgreichen Masterstudienabschlüssen in Musikpädagogik und in zeitgenössischer Musik arbeitet Lukas Rickli als freischaffender Pianist und Klavierlehrer.
Verschiedene Projekte als Improvisator, als Kammermusiker, Theatermusiker und als Bandmitglied führen ihn auf Konzertreisen und an Festivals im In- und Ausland.
Lukas Rickli lebt mit seiner Familie in Basel.
⮞⮞ www.lukasrickli.ch
„Vier wohlpräparierte Klaviere, die von dem Schweizer Klavierquartett Kukuruz ganz virtuos gespielt werden. Sie zeigen, was man für unglaublichste, unterschiedlichste Töne dem Klavier entlocken kann, indem man es präpariert.”
Radio Bayern 2 Kultur, 13.1.2016
„Um desfecho arrebatador para um dos mais importantes lançamentos do ano.”
⮞⮞ zum Artikel (portugiesisch)
FreeForm, FreeJazz , 15.6.2018
The resurrection and rediscovery of the powerful music composed by Julius Eastman before the gay African-American composer died penniless and homeless in 1990 has been one of the great stories in contemporary classical music over the last few years, and this dynamic Swiss four-piano ensemble has added fuel to the movement with this stunning collection. The Kukuruz Quartet features four of Switzerland’s boldest new music pianists, and while they didn’t form with the goal of tackling Eastman’s work, it has become something of a mission. This beautifully recorded effort allows the rhythmic vitality and electric dynamics of Eastman’s work to seethe, simmer, and explode. His “Fugue no. 7” aimed to capture the ringing of European church bells ricocheting across a town with four pianos, and the massive gap between the piano’s high and low ends is masterfully exploited to such a purpose; the low end hits here like a crushing bomb. There’s almost a punk rock fury to the way one of the ensemble numbers counts off out loud (as Eastman did in his own recording) between sections of the furious yet transcendent epic “Evil N**ger,” as waves of meticulously registered lines send sonic shockwaves that practically thrust the listener backwards. On the other hand, “Buddha” is a work of stunning fragility, with inside-the-piano machinations that whisper. The album concludes with a masterful reading of Eastman’s classic “Gay Guerilla.”
Best of Bandcamp Contemporary Classical: June 2018 (P. Margasak)