Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03407.jsonl.gz/1305

Teilen
Drucken
Kommentare
Artikel teilen
Mail
Facebook
Messenger
Twitter
LinkedIn
Xing
GetPocket
Pinterest
Ein Erbverzicht findet vor dem Tod des Erblassers statt. In einem von einem Notar öffentlich beurkundeten Erbverzichtsvertrag kann ein pflichtteilgeschützter Erbe endgültig oder vorübergehend auf seinen Erbteil verzichten.
Bei einem endgültigen Verzicht erhält der Erbe als Gegenleistung meist eine einmalige Ausgleichszahlung (Erbauskauf). Dieses Vorgehen ermöglicht es dem Erblasser, seinen Nachlass besser zu planen, und gibt gleichzeitig dem Erben die Gelegenheit, lange vor dem Tod des Erblassers zu finanziellen Mitteln zu kommen.
Oft verzichten die Kinder in einem Erbverzichtsvertrag auf ihren Erbteil beim Tod des ersten Elternteils und erben erst, wenn auch der zweite Elternteil verstorben ist. So können die Eltern verhindern, dass der überlebende Elternteil die Kinder auszahlen muss und dadurch in finanzielle Schwierigkeiten gerät und zum Beispiel das Haus verkaufen muss. Die Kinder erben dann beim Tod des zweiten Elternteils alles, was noch vorhanden ist.
Laien verwenden den Begriff «Erbverzicht» auch für die Ausschlagung oder die Abtretung des eigenen Erbteils an einen Miterben (zum Beispiel Verzicht zugunsten eines Elternteils).
Um Erbschaftsgeschäfte abzuwickeln, kann der Erblasser im Testament oder Erbvertrag einen Willensvollstrecker bestimmen oder die Erbengemeinschaft einen Erbenvertreter. Guider zeigt Beobachter-Abonnenten, wie sie im einzelnen Fall vorgehen, einen Erbschein bestellen oder das Erbe ausschlagen.
Wollen Sie sicher sein, dass Ihr Testament gültig, klar und vollständig ist? Im «Testament-Check» von Guider analysieren Experten aus dem Beobachter-Beratungszentrum Ihre Dokumente und beraten Sie zu möglichen Änderungen.