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Im Finanzbereich ist eine Annuität eine gleichmässig fliessende Zahlung, die aus einer Tilgung und einem Zins besteht, und in der Historie jährlich (lateinisch Annus) getätigt wurde.
Annuitäten werden in der Regel nicht in Jahresbeträgen bezahlt, sondern in halbjährlichen, vierteljährlichen oder monatlichen Ratenintervallen. Auch bei kleineren Intervallen umfassen die Raten einen Zins- und Tilgungsanteil, der sich von Intervall zu Intervall verändert. In der Summe bleibt die zu bezahlende Rate jedoch über den Zeitverlauf gleich. Wobei der Zinsanteil bei Beginn einer Zahlung per Annuitäten im Vergleich zum Tilgungsanteil noch sehr hoch ist. Mit den kontinuierlichen Tilgungsraten sinkt der Restbetrag, den der Kreditnehmer bei einem Kreditgeber noch zu begleichen hat. Somit sinkt mit jeder Annuität auch der Zinsanteil, da sich der Restbetrag ebenfalls reduziert. Gleichzeitig nimmt der Tilgungsanteil bei konstantem Gesamtbetrag wiederum rechnerisch zu. Das hat zur Folge, dass der Schuldner den Kredit mit jeder Rate schneller abbezahlt. Dieses Prinzip ist der wesentliche Unterschied zu einer konstanten Tilgungsrate. Der Schuldner wird durch ein Annuitätendarlehen immer gleichmässig belastet. Aus diesem Grunde ist die Annuitätenzahlung gegenüber der Ratentilgung meist beliebter.
Wird zum Beispiel von einem Schuldner ein Kredit über die Summe von 10‘000 Euro aufgenommen und er möchte diesen Betrag mit einem Zinssatz von 4 Prozent p. a. sowie einer Tilgungsrate von 2 Prozent p. a. über ein Annuitätsdarlehen abbezahlen, so ergibt sich folgende Rechnung: Die Ratenintervalle können mit 600 Euro pro Jahr festgelegt werden. Die erste Rate besteht aus 400 Euro Zinsen und 200 Euro Tilgung. Nach der ersten Rate bleibt eine Restsumme von 9‘800 Euro stehen. Die zweite Rate mit 600 Euro setzt sich aus einem Anteil von 392 Euro Zinsen und 208 Euro Tilgung zusammen