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In meinem zusammengeschrumpften Manuskript „Tal“ blieb einsam und geduldig San Carlo Borromeo zurück. Er begleitete mich während meines Werkjahrs 1990 ins Tessin, nach Kanada und im Winter in die Bergluft von Grindelwald. Das aktuelle Foto (aufgenommen von Manuel Hutterli) zeigt die Aussicht, die ich damals beim Schreiben in Grindelwald hatte.
In „Tal“ war nun neben dem Mailänder Heiligen viel Platz für andere fiktive und historische Figuren. Als das Buch 2004, vierundzwanzig Jahre nach der in Finnland geschriebenen Fassung, im Waldgut Verlag Frauenfeld mit dem Titel „Das Centovalli Brautgeschenk“ erschien, schrieb der Verleger Beat Brechbühl für die Rückseite des Umschlags unter anderem:
So treten auf, beginnend mit der blutenden Madonna von Re: Hexen, Emanzipationswillige, Schlitzohren, Teufel, Bischöfe, Pfarrer – und zum Beispiel Prof. Ueda Akinari, Doppel eines japanischen Autors aus dem 17. Jahrhundert, San Carlo Borromeo, Bischof von Mailand, Franziska Gräfin zu Reventlow sowie Napoleon III. als Schwängerer der Dienstmagd Barbara H. und als braver Bürger des Kantons Thurgau. Victor Hugo wütet mit seinem Sozialverständnis gegen Napoleon III. Und immer wieder die Frauen: als Schlange, wunderschönes Geschöpf, Hetäre, Emanze, Regisseurin des Schicksals. Im „Protokoll der Befragung der Hexe Faustina durch Dottor Balanzoni-Lombardi anlässlich des Karnevals von Intragna“ erfährt man, was es wirklich ist, das „Brautgeschenk des Teufels“.
1984 wurde auch meine Theaterfassung „Bakunin am Lago Maggiore“ uraufgeführt. Das Stadttheater Bern inszenierte sie in einem Zirkuszelt zum 150-jährigen Jubiläum der Universität Bern. Mein Bruder Werner gestaltete dazu die Bühneneinrichtung und das Plakat.
BAKUNIN Guten Abend! – Nehmen Sie das bitte als Gruss und nicht als Verfremdungseffekt. Man hat mir schon zu Lebzeiten eine gewisse Naivität attestiert, und Sie brauchen auch jetzt nicht nach kunstreichen Kniffen zu suchen, wo ich Ihnen einfach postum von meinen Tagen am Lago Maggiore erzählen möchte…
Michail Bakunin starb 1876 in Bern und wurde dort auf dem Bremgarten-Friedhof beerdigt. In meinem Stück verabschiedet er sich so vom Publikum:
Schwer krank suchte ich in Bern meinen Freund und Arzt Professor Adolf Vogt auf. Ich bat ihn, mir über meinen Zustand offen Auskunft zu geben. Er sagte, dass ich an einer akuten Nierenentzündung und an Wassersucht litt und dass das beständige Harnträufeln von einer Blasenlähmung kam. Ich besuchte noch einmal meinen andern Berner Freund, den Musikdirektor Reichel, liess mir von seinen drei Kindern vormusizieren. Dann begab ich mich in die Mattenhof-Klinik, wo ich am Samstag, dem 1. Juli 1976, um 11 Uhr 56, starb. Kurz vorher hatte ich noch leise auf Russisch gesagt: Ich habe nichts mehr nötig… Ich habe mein Lied zu Ende gesungen.
Das alte Foto zeigt das Grab, das bis heute erhalten geblieben ist.
Bakunins Stimme war dann auf geheimnisvolle Art auf dem Bremagarten-Friedhof in meiner Kurzhörspielserie „Oberassistent Märki“ 1991 / 2012 zu hören.
Ein Theater-Plakat zierte noch 1991 die doppelsitzige Toilette, die zum Sommerhaus unseres finnischen Freunds Lauri gehört.
Nach dem Dichter Stefan George verliess der Anarchist Michail Bakunin mein Buchprojekt „Tal“. Er zog sich in die Villa „La Baronata“ in Minusio zurück, die ihm der italienische Revolutionär Carlo Cafiero finanziert hatte. Auf Cafieros Rat hin beantragte er, ohne Erfolg, in Mosogno im Onsernonetal das Schweizer Bürgerrecht. Ein Schweizer Pass wäre eine Art Schutzbrief für ihn gewesen.
BAKUNIN mit Vehemenz. Alle Klassen, Rangstufen, Privilegien und Unterschiede aller Art sind abzuschaffen und es ist die absolute Gleichheit der politischen Rechte zu verwirklichen. Die Frau ist in jeder Beziehung gleichberechtigt wie der Mann, da sie zwar von diesem verschieden ist, aber ihm nicht nachsteht, intelligent, arbeitsam und frei ist wie er.
Mein Bruder und ich besuchten 1982 die zerfallende Villa. 1983 schrieb ich in Bern das Bakunin-Hörspiel „Ich habe mein Lied zu Ende gesungen“. Es wurde 1984 von Radio DRS gesendet. 2014 war es auf SRF 1 Kultur in einer Sendung zum 200. Geburtstag von Bakunin wieder zu hören.
Die Haushaltshilfe GIUSEPPINA: Guten Morgen, Herr. Bin ich zu früh?
BAKUNIN: Nein. Du kannst das Fenster ganz öffnen. Und vielleicht gewöhnst du dir das „Herr“ doch noch einmal ab. Ich bin Michele.
GIUSEPPINA: Jawohl, Signor Michele.
BAKUNIN: Michele, Donnerwetter! Einfach Michele! Denn erstens gibt es nur einen Herrn, und der ist im Himmel, und zweitens habe ich ihn dort oben auch abgeschafft.
Die Hörspiel-CD zeigt, wie sich die „Baronata“ 1982 präsentierte. Auf dem Foto von 1993 thront sie hoch über dem nördlichen Eingang des Umfahrungstunnels von Locarno.
Der umstrittene Dichter Stefan George ( geboren am 12. Juli 1868 in Büdesheim bei Bingen, Deutschland, gestorben am 4. Dezember 1933 in der Clinica Sant’Agnese in Minusio bei Locarno) verlässt 1982 in Bern mein Manuskript und kehrt von seinem fiktiven Ausflug in die Centovalli nach Minusio ins Mulino dell’Orso zurück. Im Hinblick auf Georges fünfzigsten Todestag schreibe ich das Hörspiel „Dem Dichter bleibt zuhanden der Öffentlichkeit nur noch das Verstummen“, einen fiktiven Monolog, den er kurz vor seinem Tod in Gegenwart seines letzten Lieblingsjüngers, des Bildhauers Victor Frank, hält. Radio DRS sendet das Hörspiel 1983.
Die Fotos zeigen den Dichter und die ehemalige Mühle um 1932.
GEORGE: Ach Frank, ich habe meinen Stab schon lange zerbrochen und so tief in die Erde versenkt, dass ihn so bald niemand mehr finden wird. Was ich sehe, kann ich euch gar nicht alles sagen. Aber ihr werdets alle noch erleben und ausbaden. Und es wird noch viel wüster kommen. Aber das muss so sein, das könnt ihr nur nicht verstehen. Dem Dichter bleibt zuhanden der Öffentlichkeit nur noch das Verstummen.
Georges Grab
Georges Grab
Die Fotos zeigen Georges Grab am jetzigen Standort auf dem Friedhof von Minusio. George war in der Friedhofkapelle aufgebahrt worden, wo Freunde, unter ihnen Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die Totenwache hielten. Am 20. Juli 1944 beteiligte sich von Stauffenberg am Attentatversuch auf Hitler und wurde später mit mehreren Offizieren und Politikern hingerichtet.
Im November 2017 überrascht mich in Bern die Künstlerin Claudia Walther mit der Mitteilung, dass sie jetzt die Besitzerin des Mulino dell’Orso ist. Claudia war von 1970-72 in der Sekundarschule Muri-Seidenberg bei Bern eine Schülerin von mir. In Verscio besuchte sie später den Unterricht von Léo Maillet, der dort als Maler und Graphiker sein Atelier hatte. Ihr Studium (Kunst und Fotografie) schloss sie 1985 am California Institute of Arts mit dem Master of Fine Arts ab. Sie unterrichtete während Jahren Fotografie, Fotokunst und -theorie an der Schule/Hochschule für Gestaltung, Basel, leitete zahlreiche Workshops für Fotokunst und lebt seit 2010 als freischaffende Künstlerin in Luzern.
www.claudia-walther.ch
Gut verschnürt schicke ich im Dezember 1980 mein Manuskript „Tal“ aus Vassor, Finnland, an meinen Verleger in der Schweiz. Die Lektorin teilt mir mit, dass ihr das Projekt gefalle, dass die vorliegende Fassung aber zu umfangreich sei. Sie bittet mich, das Manuskript auf mögliche Kürzungen hin durchzulesen und entsprechende Vorschläge zu machen. Ich streiche den ganzen letzten Teil des geplanten Buches. Ein fiktiver Jungdichter, der auf dem Älpchen Ögna sein „Öniesisches Album “ schreibt, muss auf meinen Entschluss hin die Centovalli verlassen. Das Foto von 1961 zeigt, wo ich ihn 1980 in „Tal“ einquartiert hatte.
Ich bin immer noch am Überarbeiten meines Textes, als mir der Verleger mitteilt, dass sein Verlag auf die Veröffentlichung von Erwachsenenliteratur verzichte und das Programm wieder auf Bilder-, Kinder- und Jugendbücher beschränke.
Nachfolger meines öniesischen Jungdichters wird 2008 der 25-jährige Reto Tschanz in meiner mehrstimmigen Tessiner Erzählung „Der Salon der Witwe Rusca“. Ich siedle ihn in einer Alphütte über dem Dorf Aurigeno im Maggiatal an. Dort plant er einen Farbanschlag auf den prominenten Literatur- und Filmkritiker Urs Martin Stich. Gleichzeitig schreibt er an einem Buch über ein 1797 geplantes Attentat auf den Politiker und Schriftsteller Karl Viktor von Bonstetten.
Der mit ungiftiger Farbe verübte Anschlag findet aber nicht im Maggiatal, sondern in den Centovalli statt, in einer Schlucht zwischen Intragna und Rasa, wo Stich nackt zu baden pflegt.
Mit einem hallenden Schrei schreckte Urs Martin Stich aus seinem wohligen Dösen auf. Ein kalter Strahl hatte sich von oben auf seinen sonnenwarmen nackten Körper ergossen. Er sah an der Felswand empor, ohne den Ursprung des Wassergusses zu entdecken. Dann blickte er an sich hinunter und erstarrte: Immer blauer verfärbte sich die getroffene Haut, sie leuchtete wie der Enzian, der breitblättrige oder Keulen-Enzian, der im Mai auf der sauren Matte von Doledo seine Kelche öffnete.
Die Fotos zeigen den Ri di Vacariccio von Corcapolo aus und H.M. Stichs Lieblingsplätzchen in der Schlucht.
Dank unserer vielen Finnland-Aufenthalte ist dieses Land, wie die Centovalli, zu einem Teil meiner inneren Heimat geworden – gerade auch, weil in Finnland manches eben doch nicht wie im Tessin ist: die Weite der Landschaft, die Tiefe der Wälder, all die See-Spiegel, die unzähligen Insel, der grosse finnische Himmel, der den Gefühlen und Gedanken so viel Platz lässt, die rotbraunen Häuser mit den weissen Tür- und Fensterrahmen, die Süsse der Traubenkirschenblüten und die herben Düfte der Sümpfe, das weiche Licht, der Küstenwind im Sanddorngebüsch, die Sommernächte, die Tag bleiben, die langen Winternächte, die Eisdecke mit den eingefrorenen Seerosenblättern, die Granitblöcke mit Schneekappen, die sich in den Strahlen der Mittagssonne, die knapp über die Kiefernwipfel steigt, rosa färben und blaue Schatten werfen, mein eigener Riesenschatten, wenn ich mit dem Tretschlitten über die zugefrorene Bucht glitt.
Manuel, Vassor November 1980
Priska, Vassor November 1980
Marianne, Vassor 1980
Vassor, K.H. finnlandisiert 1980
Die Fotos stammen aus Mariannes Vassor-Album von 1980/81.
Zum ersten Mal reiste ich 1972, achtundzwanzigjährig, mit Frau, fünfjährigem Töchterchen und dreijährigem Söhnchen nach Finnland, auf eine Einladung von Freunden hin – sie Schweizerin, er Finne -, die aus der Schweiz nach Helsinki gezogen waren. Für Marianne ging mit dieser Reise in den Norden ein alter Traum in Erfüllung; ich war neugierig, mehr nicht.
Ehrlicherweise muss ich hier einen Traum erwähnen, den ich als etwa Zwölfjähriger geträumt hatte: eine herbstbunte Landschaft, von der ich damals aus unerfindlichen Gründen wusste, dass sie im hohen Norden lag, ein märchenhaftes Laubfeuerwerk, für das ich heute das finnische Wort „ruska“ habe. Aber daraus eine irgendwie angeborene Finnland-Anfälligkeit abzuleiten, schiene mir zu kühn.
Tatsache ist, dass ich 1972 schon beim Verlassen des Flugzeugs in Helsinki von Finnland, genauer: vom finnischen Sommer, überrumpelt wurde. Wir waren in Zürich bei kühlem Wetter ins Flugzeug gestiegen, in Helsinki kamen wir schon beim Aussteigen ins Schwitzen. Finnland hatte in einem Sommer wie demjenigen von 1972 mit mir ein leichtes Spiel. So viel Sonne, so viel Wasser, abgeschliffene Granitfelsen und Quarzsand – meine Familie und meine Freunde kennen meinen Ausruf, wenn es mir an einem für mich neuen Ort wirklich gut gefällt: „Fast wie im Tessin“, schwärme ich dann.
Mit jedem weiteren Aufenthalt wurde es für mich in Finnland immer mehr „fast wie im Tessin“, wie in den Centovalli, wo auf saurem Boden zwischen Granitblöcken Heidel- und Preiselbeeren reifen, Pilze wachsen und Birken uns von der Talstrasse abschirmen.
Wie im Tessin wuchs in Finnland unser Freundeskreis und vertieften sich die alten Freundschaften.
Das Foto stammt aus Mariannes Album und wurde in Vassor im Sommer 1980 aufgenommen.
Als ich 1980/81 von Eidgenossenschaft und Kanton Bern ein Schriftsteller-Werkjahr zugesprochen bekam, um an einem Buch zu arbeiten, das in den Centovalli spielt, fassten wir – meine Frau, unsere beiden Kinder und ich – den Entschluss, für ein Jahr nach Finnland zu ziehen, um die finnische Natur im Wechsel der Jahreszeiten zu erleben. Für ein halbes Jahr würde uns eine befreundete Familie begleiten.
Auf ein Inserat im „Vasabladet“ hin konnten wir uns im ehemaligen Volksschulhaus von Vassor bei Vaasa einmieten (Bild oben). Wir hatten bewusst eine Unterkunft im schwedischsprachigen Gebiet gesucht: Mit dem Schwedischen würden wir bald einmal einigermassen zurechtkommen, ans Finnische wagten wir uns nicht.
Wir unterrichteten die Kinder selbst, teilten uns in die Haushaltsarbeiten, ich schrieb an meinem Buch, und vor allem: Wir erlebten Finnland so intensiv, wie wir es erhofft hatten. Und wenn ich am Schreibtisch, den ich mir aus einem alten Küchenmöbel zuammengebastelt hatte, auch immer wieder in die Centovalli zurückkehrte, zum Kardinal Erzbischof Carlo Borromeo, zum Anarchisten Michail Bakunin und zum Dichter Stefan George, die ich im Tessiner Tal Rückschau auf ihr Leben halten liess, so schrieb ich in ein besonderes Heft doch auch Finnland-Gedichte – sie wurden 1982 unter dem Titel „Finnlandisiert“ veröffentlicht – und machte erste Notizen für meinen Finnland-Roman „Elchspur“, der 1986 erschien. Die Eindrücke und Materialien für mein Jugendbuch „Die sanfte Piratin“ (erschienen 1994) sammelte ich während späteren Finnland-Aufenthalten.
Wie es dazukam, dass wir als Wohnort für mein Werkjahr ein Dorf in Finnland wählten, erzähle ich in meinem nächsten Beitrag.
K.H. am Schreiben, Vassor 1980
Priska und Manuel, Vassor 1980
Marianne, Insel bei Vassor
Die beigefügten Fotos stammen aus dem Album von Marianne.
1970 fuhr und wanderte ich in die Centovalli-Dörfer, um Fotos für mein Buch „Die Centovalli“ zu machen.
In Borgnone beobachtete der junge Pfarrer, eine grün-weiss-rote Giro d’Italia-Schildmütze auf dem Kopf, wie Arbeiter das Steindach des Pfarrhauses abdeckten. Auf einer aus dicken Brettern gezimmerten Rutschbahn liessen sie die Granitplatten in den Pfarrhausgarten sausen. Mit den Platten schickten sie auch alte Bücher vom Dachboden hinunter. Zerdrückt und zerfetzt kam so nach und nach eine ganze pfarrherrliche Bibliothek unten an.
Ich stellte mich dem Pfarrer vor, erklärte ihm mein Buchprojekt und wies auf die schwer beschädigten Bücher hin. „Altes Zeug“, sagte er. „Feucht und absolut wertlos. Es hat keinen Sinn, dass ich die trockne und weiter aufbewahre.“
Auf den nächsten Platten reitend kam ein Buch in erstaunlich gutem Zustand bei uns an. „Darf ich es anschauen?“ „Aber sicher.“ Ich schlug es auf: La vita di San Carlo Borromeo. Der Pfarrer warf ebenfalls einen Blick hinein: „Total veraltet. Über San Carlo gibt es heute viel bessere Bücher.“ „Kann ich es Ihnen abkaufen?“ „Ich schenke es Ihnen. Aber wenn Sie der Kirche eine kleine Spende machen wollen?“ Ich drückte ihm zwanzig Franken in die Hand. Wir waren beide sehr zufrieden mit dem Handel.
Zehn Jahre später begleitete mich das Buch nach Finnland…
Seit dem 26. Januar 2018 führt eine Spur von Vancouver in die Centovalli, genauer: von der „Rare Books Collection“ der Universität von British Columbia nach Borgnone.
Marianne und ich brachten eine Manuskriptkopie von „Meine mitgebrachte Kindheit“ mit Text- und Fotodokumentation in mein persönliches Archiv, dazu drei seltene Bücher, die im Zusammenhang mit von mir verfassten Texten stehen. Eines davon ist „La vita di San Carlo Borromeo“, 1610 in Rom gedruckt, im Jahr der Heiligsprechung des Kardinalerzbischofs von Mailand. In den Centovalli wird San Carlo in mehreren Kirchen und Wegkapellen verehrt.
Das Buch war die wichtigste historische Quelle für die fiktiven San Carlo-Kapitel in meinem Buch „Das Centovalli Brautgeschenk“. Wie ich vor fast fünfzig Jahren in Borgnone in den Besitz dieses Buches kam, berichte ich in einem nächsten Blog-Beitrag.
Das Foto zeigt das „Irving K. Barber Learning Centre“, in dem sich die „Rare Books and Special Collections“ und ein damit verbundener Lesesaal befinden.