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Der in der Region Basel tätige Pianist Michelangelo Rinaldi hat es sich zur Aufgabe gemacht, in den nächsten Jahren das gesamte Klavierwerk von Franz Schubert aufzuführen. Diese Werke sind eine grosse Leidenschaft von Rinaldi, die er durch das Spielen auf einen Konzertflügel aus Schubert Zeit wieder entdeckt hat.
Als Hauptspeise dieses Abends wird er die überraschenden “Drei Klavierstücke” D 946 für uns spielen.
Das erste Konzert dieser Reihe hat uns alle begeistert, nun sind wir gespannt auf das zweite dieser Reihe.
- Michelangelo Rinaldi
- Klavier
Schuberts drei Klavierstücke D 946 aus dem Mai 1828 sind private Bekenntnismusik. Das es-moll-Stück gibt sich als ein düster dahinjagendes, energiegeladenes, von starken dynamischen Kontrasten geprägtes Allegro assai, das im Andante-Mittelteil Beruhigung erfährt. (Eine weitere Episode wurde von Schubert gestrichen.) Das zweite trägt lyrischen Charakter in den Hauptteilen, der jedoch von dem in gespenstischem pianissimo ansetzenden c-moll-Teil und dem von Unruhe getriebenen as-moll-Teil konterkariert wird: ein Zusammenprall von erschreckenden Kontrasten auf engstem Raum. Nur das dritte Stück in C-dur trägt hellen, wirbelnden Tanzcharakter, von Synkopierungen durchgesetzt, wobei im Mittelteil die rythmische Stetigkeit durch ungemein farbige Harmonik aufgelockert erscheint.
Alfred Beaujean