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Solist: Antonio Meneses (Violoncello)
Als erstes beglückte unser Ohr die Suite für Orchester op.80 „Pélleas et Mélisande“, Gabriel Fauré (1845-1924). Besonders der Ohrwurm „La Sicilienne“. Dem Lauscher schmeichelte der Flötist mit seiner hervorragenden Interpretation. Im Gegensatz zu Maurice Ravel und Claude Debussy, die der nachfolgenden französischen Komponistengeneration angehören, ist Fauré im internationalen Musikleben weitaus weniger präsent. Er wird auch der „französische Schumann“ genannt.
Dann folgte das Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op.33 von Camille Saint-Saens (1835-1921). Grösste Bewunderung gilt dem Solisten Antonio Meneses. Mit seinem Violoncello ist es ihm gelungen in einer Virtuosität wie ein Schmetterling über die etwa hundertköpfige orchestrale Untermalung zu fliegen. Der Cellist umarmte beim Musizieren sein Instrument als ob er mit ihm verwachsen wäre.
Nach der Pause hörten wir „Jeux“ poéme dansé von Claude Debussy (1862-1918). Die Klangbilder des eifersüchtigen Geplänkels zwischen einem jungen Mann und zwei Mädchen beim Tennisspiel waren deutlich herauszuhören. Ursprünglich als Ballettmusik komponiert, fehlte es auch ohne Tänzer keineswegs an imaginären Bildern.
Genauso erging es einem bei der Orchestersuite Nr. 2 „Daphnis et Chloé“ von Maurice Ravel (1875-1937). Im ersten Satz „Lever du jour“ war die Morgendämmerung geradezu spürbar. Im dritten Satz „Danse générale“ wurde die meisterhafte Beanspruchung aller Instrumentengruppen bis zum Höhepunkt gesteigert.
Der Dirigent Daniele Gatti, leitet auch seit 2009 das Orchester des Zürcher Opernhauses, verstand es, uns die Musik mit einer differenzierten Feinfühligkeit unter die Haut zu manövrieren.
Ein grosses Bravo gilt den Veranstaltern Migros-Kulturprozent-Classics mit dem Motto: Wir bringen Euch Klassik. Schon die dritte Saison erfreuen sie ein treues Publikum und immer neue Zuhörende mit internationalen Orchestern, Solistinnen und Solisten sowie Schweizer Talenten.