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(Kt. Wallis,
Bez. Goms).
1315 m. Gemeinde und nach
Münster grösstes Dorf im obern
Goms, zu beiden
Seiten
der
Rhone nahe der Furkastrasse; 3 km sw.
Münster, 1 km nö.
Gluringen und 32 km nö. der Station
Brig der Simplonbahn. Postablage,
Telegraph; im Sommer Postwagen
Brig-Furka-Göschenen, im Winter
Brig-Oberwald. 69
Häuser, 314 kathol. Ew. Pfarrei. 1745 erbaute,
grosse und schöne Pfarrkirche, vom Historiker Furrer als die schönste des Bezirkes bezeichnet, obwohl
sie an reicher innerer Ausstattung den Gotteshäusern von
Münster und
Aernen nachsteht. Hohe, düstere und einförmige
Holzhäuser.
Gasthöfe. Eine Glockengiesserei. Ueber dem Dorf liegen einige Roggenäcker. Nahe Reckingen münden der
Reckingenbach und
der
Blindenbach in die
Rhone, deren ersterer
¶
forlaufend
vom Galmihorn und dem an seiner S.-Flanke hängenden Bächigletscher gegen SSO. herabfliesst, während der andere von dem
an der N.-Flanke des Blindenhorns und der Strahlgräte liegenden Blindengletscher nach NNW. sich wendet. Die von diesen Wildbächen
durchzogenen, mit Wald und Alpweiden bestandenen Thälchen gehören zur Gemeinde Reckingen, die auch noch
das Thälchen des im kleinen Hohbachsee entspringenden und zwischen Reckingen und Münster in die Rhone mündenden Hohbaches
umfasst. Auf dem Staldenbühl am Eingang ins Blindenthal eine interessante Kapelle. Reckingen wurde vom Bischof Boson von Granges 1237 dem
Philipp von Fiesch abgekauft und der Landschaft Goms (s. diesen Art.) zugeteilt. Gräber aus der Eisenzeit
mit Fibeln vom Golaseccatypus. Funde von römischen Vasen, Ohrringen und Armspangen. 1270: manso Richingerro; 1312: Richingen.