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Einen Tag nach der spektakulären Landung des Mini-Labors «Philae» auf dem Kometen «67P» hat das Kontrollzentrum am Morgen wieder Kontakt zum Gerät herstellen können.
«Die Verbindung läuft gut», sagte ein Sprecher im Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA in Darmstadt (DE). Das Labor auf dem Kometen scheine in einem «sehr soliden» Zustand zu sein.
In der Nacht hatte es einen Verbindungsunterbruch gegeben, da sich der Komet «67P / Tschurjumow-Gerassimenko» sowie die Raumsonde «Rosetta» in der Nähe bewegt haben. Das auf dem Kometen «Tschuri» sitzende Labor «Philae» hat darum nicht immer Funkkontakt zur Raumsonde, von der aus die Signale weiter zur Erde geschickt werden.
Datensammlung hat begonnen
Der Chef des ESA-Flugbetriebs im Satelliten-Kontrollzentrum Esoc in Darmstadt, Paolo Ferri, ging davon aus, dass «Philae» trotz der holprigen Landung auf dem Kometen stehen bleiben wird.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln prüft derzeit, ob «Philae» nicht nur zwei, sondern sogar noch ein drittes Mal auf dem Kometen aufgesetzt hat. Laut dem DLR-Sprecher Andreas Schütz ist es aber erst sicher, wenn die Daten ausgewertet sind. Dies könnte noch heute klar sein.
In den ersten Stunden nach der Landung hätten bereits wichtige Daten gesammelt werden können, sagte Ferri. Neben der Übermittlung von Fotos sei es etwa gelungen, das Tomographie-Projekt «Consert» zu starten. Dabei durchleuchten «Philae» und «Rosetta» den Kometen in Teamarbeit.
Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt gelang damit die Landung auf einem Kometen. Beim Aufsetzen gab es aber Schwierigkeiten. Zwei Harpunen zum Verankern von «Philae» auf «Tschuri» wurden nicht ausgelöst, eine Düse zum Aufdrücken des Labors auf dem Kometen funktionierte nicht.