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|Zum Leidwesen der Pilzzüchter sind die chemischen Bedingungen,
welche eine bestimmte Pilzart zum keimen benötigen, so komplex und weitgehenst noch
unerforscht bzw. unverstanden, dass es nicht so einfach sein dürfte die richtigen
Bedingungen für die Keimung einer bestimmte Pilzart zu schaffen. Vergleicht man die Menge
der abgeworfenen Sporen
(z.B. beim Steinpilz mehrere Millionen pro Stunde), mit deren Erfolgschance zur Keimung,
so bedarf es auch in der freien Natur eines sehr grossen Zufalls die richtigen Bedingungen
zur Keimung zu schaffen. Einige Biologen gehen sogar davon aus, das die Pflanzen
sogenannte Botenstoffe, bei Bedarf nach einer Symbiose, aussenden. Die Pilzzuchtbetriebe
forschen hier seit Jahren und haben es lediglich in relativ wenigen Fällen geschafft die
richtigen Bedingungen für die Zucht einer bestimmten Art zu schaffen. Daher können nur
ein paar wenige Pilzarten erfolgreich gezüchtet werden. So z.B. der allseits bekannte
Agaricus bisporus, der Zuchtchampignon, welcher einem die Sache relativ einfach macht.
Dieses Thema ist auch sehr interessant für die Biologen und Agronomen, könnte doch durch
den gezielten Einsatz von Mykorrhiza-Pilzen eine Art Kunstdüngerersatz geschaffen werden.
Siehe dazu auch "Was versteht man unter Symbiose bzw.
Mykorrhiza?"