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Die Marcel-Benoist-Stiftung vergibt ihren diesjährigen, mit 100'000 Franken dotierten Preis an den Mittelalterphilosophen Ruedi Imbach. Mit Imbach erhält erstmals ein Philosoph den "Schweizer Nobelpreis", wie die Stiftung schreibt.Dieser Inhalt wurde am 10. Oktober 2001 - 14:54 publiziert
Der 55-jährige, aus dem Kanton Luzern stammende Imbach ist im letzten Jahr einem Ruf der Pariser Sorbonne gefolgt und besetzt dort den neu geschaffenen Lehrstuhl für mittelalterliche Philosophie. Vorher lehrte er während über 20 Jahren sowohl an der Theologischen als auch an der Philosophischen Fakultät der Westschweizer Universität Freiburg.
Schwerpunkt mittelalterliche Geistesgeschichte
Imbach verfasste über 200 wissenschaftliche Publikationen, darunter rund 30 Bücher. Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeit bilden Studien zu Dietrich von Freiberg, Dante Alighieri und Thomas von Aquin. Ruedi Imbach ist es gelungen, eine eigentliche Schule zu gründen, die einen ausserordentlich starken Einfluss auf die Erforschung der mittelalterliche Philosophie erlangt hat.
Die Marcel-Benoist-Stiftung würdigt vor allem Imbachs Verdienst, das Verständnis für die mittelalterliche Geistesgeschichte "tiefgreifend erneuert" zu haben.
Preis wird seit 1920 verliehen
Seit 1920 geht der Marcel-Benoist-Preis jedes Jahr an Wissenschaftler in der Schweiz in Anerkennung ihrer Forschungsleistung und deren Bedeutung für das menschliche Leben. Seit 1997 kann er auch an Human- und Sozialwissenschafter verliehen werden.
Bundesrätin Ruth Dreifuss, Präsidentin der Stiftung, wird Ruedi Imbach den Preis am 2. November an der Universität Freiburg überreichen.
swissinfo und Agenturen
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