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Viele Asiaten können in der Aussprache nicht zwischen «R» und «L» unterscheiden. Auf diesem Umstand basierende Witze sind allerdings seit den 1970er Jahren ausser Mode und werden heute zurecht als rassistisch eingestuft. Cristina Fernández de Kirchner (61) hat das vielleicht nicht mitbekommen. Unabhängig davon sollte die Präsidentin Argentiniens solche Sprüche lassen – vor allem, wenn sie in China auf Staatsbesuch ist. Diesen Tweet setzte sie gestern ab:
In drei Wörtern, «Cámpora» (eine politische Jugendorganisation in Argentinien), «Arroz» (spanisch Reis) und «Pétroleo» (Erdöl), ersetzte sie ein R mit einem L. Wenig später setzte sie einen weiteren Tweet ab, in dem sie erklärte, es handle sich um einen Witz:
Etwas Dummes Sagen und später nachreichen, es sei doch nur ein Witz gewesen, wirkt immer unglücklich. In China, wo Twitter offiziell gesperrt ist, zeigten sich viele unbeeindruckt vom Humor des hohen Gasts. «Während ihres Besuchs hat die argentinische Präsidentin einen sehr schlechten Witz auf unsere Kosten gemacht. Ist sie lebensmüde?», fragte ein User des chinesischen Twitter-Pendants Weibo.
Zur Verteidigung Kirchners: Auf ihrem Account erscheinen praktisch im Minutentakt neue Tweets, was die Frage aufwirft, ob sie den geschmacklosen Witz überhaupt selbst abgesetzt hat.
Peinliche Witze über Chinesen sind auch in Europa noch nicht ganz ausgemerzt worden. Erinnern wir uns an diese Episode aus «Holland's Got Talent»:
Immerhin: Auch in diesem Fall machte sich der Witzbold derart lächerlich, dass man fast nicht hinschauen mag. (kri)