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Haiti ist eines der weltweit am stärksten vom Klimawandel und von Naturkatastrophen betroffenen Länder. Mehr als 66% der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig, die stark von den natürlichen Ressourcen abhängig ist. Die nationale Agrarproduktion ist aber gering und der Handel ist in der Hauptstadt Port-au-Prince zentralisiert. So wird die Nachfrage weitgehend durch Importe ausländischer Produkte gedeckt. Das Ökosystem der Küsten bietet ein grosses Potenzial für die lokale Entwicklung, welches aber bisher nur wenig genutzt wird. HEKS unterstützt die Gemeinschaften der Grand’Anse, um das Management der natürlichen Ressourcen zu optimieren und ihre Lebensgrundlagen und ihre Widerstandsfähigkeit zu verbessern.
Begünstigte:
Vom Projekt profitieren mehr als 6000 Personen in den Gemeinden Corail und Roseaux der Grand’Anse. Dazu gehören im Wesentlichen Menschen, welche in der Fischerei oder Verarbeitung tätig sind, sowie Schulkinder in den Gemeinschaftsschulen, mit welchen HEKS und seine Partnerorganisationen auch in anderen Projekten zusammenarbeitet.
Ziele:
Ziel dieses Projekts ist die Verbesserung der Lebensgrundlagen und der Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften der Grand’Anse durch den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meeres- und Küstenbiodiversität.
Aktivitäten:
Dorfgemeinschaften an den Küsten werden in die Wiederherstellung der Meeres- und Küstenökosysteme einbezogen. Zuerst wird eine Bestandsaufnahme der Meeres- und Küstenökosysteme erstellt und den betroffenen Gemeinschaften und den AkteurInnen der öffentlichen Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und des Privatsektors zugänglich gemacht. Der Bestand der Mangroven und Korallenriffe soll durch gemeindegestützte Massnahmen erhalten und wenn möglich vergrössert werden. Dafür werden unter anderem die Dorfgemeinschaften für eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen sensibilisiert und weitergebildet. Zudem soll die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung in sozioökonomischen und ökologischen Belangen gestärkt werden. Dazu wird eine Bestandesaufnahme zum kommerziellen Potenzial der lokalen, nichtindustriellen Fischerei durchgeführt und Massnahmen zur Entwicklung der lokalen Wertschöpfungsketten umgesetzt. Wichtig ist dabei, die Zusammenarbeit zwischen FischerInnen und HändlerInnen zu vereinfachen.