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Als Qualitätsverfahren werden Wettbewerbe im Konkurrenzverfahren verstanden, welche das Erreichen einer hohen Qualität zum Ziel haben. Im wirtschaftlichen Sinn ist Wettbewerb das Ringen mehrerer Anbieter um einen Auftrag. In der Regel geschieht dies in Form einer Submission, bei welcher der günstigste Preis Hauptkriterium für den Zuschlag ist. Umfasst die Submission nur ein Zwischenprodukt, welches aber für die Qualität und den Preis des Endprodukts entscheidend ist, führt die Preis-Submission meistens nicht zum Ziel. Denn billig ist als Folge des Zeit- und Kostendrucks oft ungenügend. Nicht die einzelne Teilarbeit soll kostengünstig und wirtschaftlich erbracht werden, sondern das ganze Werk. Planungswettbewerbe werden seit über 100 Jahren durchgeführt. Im Bereich der Raumplanung sind sie noch wenig verbreitet, obwohl ihre Anwendung hier besonders sinnvoll ist, z.b.:
- wenn die Planung ein grösseres Gebiet betrifft;
- wenn wichtige öffentliche Interessen im Spiel sind;
- wenn schwierige Rahmenbedingungen bestehen;
- wenn besondere Umweltanliegen zu lösen sind;
- wenn die gute Gestaltung sehr wichtig ist;
- wenn neue Lösungsansätze nötig sind;
- bei Planungsvorhaben mit grosser Beachtung.
Im Bereich der Raumplanung sind Planungswettbewerbe üblich, die nach dem Muster der Projektwettbewerbe bei Architekturaufgaben durchgeführt werden, wie im Folgenden beschrieben.