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Schon lange vermutet, jetzt bestätigt: Ungesunde Ernährung fordert weltweit die meisten Todesopfer. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Institute for Health Metrics and Evaluation in Seattle, das von 1995 bis 2017 Daten aus 195 Ländern sammelte. Laut den Studienführern ist jeder fünfte Todesfall weltweit auf eine ungesunde Ernährungsweise zurückzuführen. Diese äussert sich in einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislaufleiden – beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall – oder für Krebserkrankungen und Typ-II Diabetes.
Die Analyse hat Erstaunliches ergeben: Der Mangel an gesunden Lebensmitteln ist vermutlich gravierender als der Konsum von ungesunden. So hat sich gezeigt, dass sich eine Ernährung mit zu wenig Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und Omega-3- Fettsäuren (z. B. in Fisch und Avocados) negativer auf die Gesundheit auswirkt als der Verzehr von zu viel Zucker, rotem Fleisch und ungesunden Fetten (beispielsweise in Frittiertem oder Fertigprodukten). Die Studie legt ausserdem nahe, dass ein erhöhter Salzkonsum für viele Gesundheitsprobleme verantwortlich ist.
Laut den Wissenschaftlern zeigen diese Erkenntnisse, dass eine neue Strategie zur Steigerung des Ernährungsbewusstseins in der Bevölkerung gefragt ist. Nicht mehr das Verteufeln und Verbieten von ungesunden Produkten sollte im Vordergrund stehen, sondern das Anpreisen von gesunden Lebensmitteln.
Platz 1 mit den am wenigsten ernährungsbedingten Todesfällen belegte übrigens Israel, gefolgt von Frankreich und Spanien. Die Schweiz liegt auf Platz 6.