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Das Buch hat sowohl die Entdeckungsgeschichte frühkindlicher Reflexe als auch die historische Entwicklung der allgemeinen Reflexlehre zum Thema. Es wird zunächst ein Überblick gegeben über das umfangreiche Gebiet der geschichtlichen Entwicklung der allgemeinen Reflexlehre vom Altertum bis ins 21. Jahrhundert, orientiert an einer Reihe von grossen Entdeckern und ihren jeweiligen Beiträgen zur Weiterentwicklung der Erkenntnisse über Reflexe. Gleichsam als Brücke zur Beschreibung der Entdeckungsgeschichte frühkindlicher Reflexe folgt dann ein kurzer Blick auf die Geschichte der Kinderneurologie. Die Epoche der Entdeckung der frühkindlichen Reflexe dauerte etwa von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit werden 13 ausgewählte frühkindliche Reflexe in historischer Reihenfolge entsprechend dem Zeitpunkt ihrer Erstbeschreibung behandelt. Dabei werden für jeden Reflex zunächst die Biographie des Erstbeschreibers, dann die physiologischen und anthropologischen Aspekte des jeweiligen Reflexes beschrieben. In der Diskussion zur gesamten Arbeit wird unter anderem aufgezeigt, dass frühkindliche Reflexe nicht nur einzeln, sondern auch in Kombination miteinander auftreten können. Ausserdem wird herausgearbeitet, welche Beziehungen zwischen den einzelnen frühkindlichen Reflexen bestehen. Abschliessend wird auf die Bedeutung bestimmter frühkindlicher Reflexe für die kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen hingewiesen.
Claudia Kotter studierte Humanmedizin an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Nach Abschluss ihres Studiums schrieb sie ihre Dissertation bei Prof. Dr. Eckart am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg.