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Von Varanasi fuhren wir mit dem Nachtzug in 12 Stunden gut 800 km weiter ostwärts nach Kolkata; früher hiess die Stadt u.a. Kalkutta.
Die Stadt mit ihren etwa 14 Mio Einwohnern liegt in West Bengalen an der Grenze zu Bangladesh im Gangesdelta an einem Nebenarm des Ganges, dem Hugli (anglisiert Hooghly).
Kolkata war bis 1911 unter britischer Herrschaft Indiens Hauptstadt. Aus der Englischen Kolonialzeit ist sie stark geprägt. Zahlreiche Gebäude wie das Victoria Memorial, Kirchen oder Regierungs-Gebäude sind Zeugen von dieser Zeit. Daneben ist eine Vielzahl von Moschen und Tempeln zu erkunden.
Aber das alles wird vom lebendigen Strassenleben mit seinen Märkten, offenen Garküchen, Händlern, Kleinst-Läden und dem Verkehr übertroffen. Was wir während der bisherigen Reise quer durch Indien erlebt haben, wird hier komplett in den Schatten gestellt. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. An jeder Ecke könnte problemlos eine Stunde Pause gemacht werden um mit schauen, schauen und nochmals schauen zu verbringen.
Zentral für Kolkata ist die riesige, fast 700 Meter lange Howrah Bridge über den Hugli. Die Brücke darf nur von PW's, kleinen Bussen, Motorrädern, Radfahrern und Fussgänger benutzt werden. 120'000 Fahrzeuge und eine halbe Million Fussgänger nutzen die Brücke täglich. Diesen Spaziergang liessen wir uns nicht entgehen.
Etwas Ruhe und Besinnlichkeit fanden wir im Park Street Friedhof und im Mutter Teresa Haus. Dies war ihr Zentrum und hier liegt sie auch gegraben.
Am letzten Tag "wanderten" wir von 7 Uhr in der früh bis Mittags durch das ursprüngliche Kolkata, das Quartier Shova Bazzar. Hier wird die Bengali-Kultur so richtig greifbar. Ein eindrücklicher Schlusspunkt.