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Co-Becetamol ist ein Schmerzmittel (Analgetikum) und wird eingenommen zur kurzfristigen Behandlung von mässig starken Schmerzen (Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen, Schmerzen nach Verletzungen), die durch andere Schmerzmittel wie z.B. Paracetamol oder Ibuprofen alleine nicht ausreichend behandelt werden können.
Co-Becetamol enthält die Wirkstoffe Paracetamol und Codein. Codein gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Opioid-Analgetika genannt werden und die schmerzlindernd wirken. Es kann alleine oder in Kombination mit anderen Schmerzmitteln wie eben z.B. Paracetamol angewendet werden.
Dieses Schmerzmittel sollte nicht ohne ärztliche Kontrolle und nicht über längere Zeit regelmässig angewendet werden. Längerdauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.
Die angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten werden.
Es ist auch zu bedenken, dass eine langdauernde Anwendung von Schmerzmitteln ihrerseits dazu beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiterbestehen.
Die langfristige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.
In folgenden Fällen dürfen Sie Co-Becetamol forte nicht anwenden:
Wenn Sie überempfindlich sind auf die Wirkstoffe Paracetamol oder Codein sowie auf andere Bestandteile des Präparates. Eine solche Überempfindlichkeit äussert sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge (Nesselfieber).
Zur Behandlung von Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen (0-18 Jahre) nach der Entfernung der Gaumenmandeln oder Rachenmandeln (Polypen) wegen eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms.
Wenn Sie wissen, dass Sie Codein sehr rasch zu Morphin verstoffwechseln.
Wenn Sie stillen.
Bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen.
Bei Alkoholüberkonsum.
Bei einer erblichen Leberstörung (sogenannte Meulengracht-Krankheit).
Bei Atemstörungen oder akutem Asthmaanfall.
Bei Krankheitszuständen, wo die Atmung nicht beeinträchtigt werden darf.
Bei Kindern unter 12 Jahren.
Bei vorgeschädigter Niere oder Leber ist eine sorgfältige Überwachung notwendig. Bei Gallenkolik, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Epilepsie, Asthma und Atemwegserkrankungen, schweren Atemstörungen (z.B. Schlafapnoe mit kurzen Atemstillständen während des Schlafens), Muskelschwäche (Myasthenie) und bei Bewusstseinsstörungen ist Vorsicht geboten.
Co-Becetamol sollte bei Suchtgefährdung oder bei früherer oder vorhandener Betäubungsmittelabhängigkeit nicht angewendet werden.
Bei einer seltenen erblichen Krankheit der roten Blutkörperchen, dem sogenannten «Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel» ist Vorsicht geboten. Beim gleichzeitigen Gebrauch von Medikamenten, welche die Leber beeinflussen, namentlich gewisse Mittel gegen Tuberkulose und Anfallsleiden (Epilepsie), bei Medikamenten, die eine zentraldämpfende Wirkung haben (z.B. Schlafmittel, angstlösende Mittel, gewisse Schmerzmittel, gewisse Mittel gegen psychische Krankheiten), bei Medikamenten mit krampflösender Wirkung oder bei Medikamenten mit dem Wirkstoff Zidovudin, die bei Immunschwäche (AIDS) eingesetzt werden, soll die Anwendung nur nach strengen Anweisungen des Arztes erfolgen.
Von der gleichzeitigen Anwendung von Co-Becetamol und Alkohol ist abzuraten. Besonders bei Alkoholkonsum und fehlender gleichzeitiger Nahrungsaufnahme erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung durch Paracetamol.
Bei chronischer Verstopfung sollte Co-Becetamol nicht längere Zeit angewendet werden.
Einzelne Personen mit Überempfindlichkeit auf Schmerz- oder Rheumamittel können auch auf Paracetamol überempfindlich reagieren (siehe Nebenwirkungen).
Codein wird durch ein Enzym in der Leber zu Morphin umgewandelt. Morphin ist die Substanz, welche die Schmerzlinderung bewirkt. Einige Personen haben eine Abwandlung dieses Enzyms, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Bei einigen Personen entsteht kein Morphin oder nur in sehr geringen Mengen und es wird keine ausreichende Schmerzlinderung erreicht. Bei anderen Personen ist es wahrscheinlicher, dass bei ihnen schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, da eine sehr hohe Menge an Morphin gebildet wird. Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich bemerken, beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels und holen Sie sofort ärztlichen Rat ein: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, enge Pupillen, Übelkeit oder Erbrechen, Verstopfung, Appetitlosigkeit.
Codein wird nicht für die Anwendung bei Jugendlichen mit Atemproblemen empfohlen, da die Symptome einer Morphinvergiftung bei diesen Kindern stärker ausgeprägt sein können.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen! Dies gilt in verstärktem Masse, wenn gleichzeitig Alkohol und/oder zentraldämpfende Medikamente (z.B. Schlafmittel, angstlösende Mittel, gewisse Schmerzmittel, gewisse Mittel gegen psychische Krankheiten) angewendet werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
? an anderen Krankheiten leiden,
? Allergien haben oder
? andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Schwangerschaft
Co-Becetamol sollte während der Schwangerschaft nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses angewendet werden.
Sie sollten während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten
oder den Arzt oder den Apotheker bzw. die Ärztin oder die Apothekerin um Rat fragen.
Aufgrund bisherigen Erfahrungen ist bei kurzfristiger Anwendung vom Wirkstoff Paracetamol
in der angegebenen Dosierung kein Risiko für das Kind bekannt. Für Codein sind jedoch bei Tier und Mensch Missbildungen und Effekte am Neugeborenen beobachtet worden.
Stillzeit
Paracetamol und Codein sowie Morphin treten in geringen Mengen in die Muttermilch über. Nehmen Sie Co-Becetamol nicht ein, wenn Sie stillen.
Dieses Arzneimittel sollte nicht länger als drei Tage eingenommen werden. Wenn die Schmerzen nach drei Tagen nicht besser geworden sind, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.
Co-Becetamol darf bei Kindern unter 12 Jahren auf Grund des Risikos für schwere Atemprobleme nicht angewendet werden.
Suppositorien 500mg/10mg: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg: 1-4 x tägl. 1 bis 2 Suppositorien (max. 8 Suppositorien 500 mg/10 mg pro Tag).
Suppositorien 1000 mg/20mg: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg: 1?4 x tägl. 1 Suppositorium (max. 4 Suppositorien 1000 mg/20 mg pro Tag).
Die Suppositorien werden tief in den Enddarm eingeführt.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Co-Becetamol auftreten:
In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge bis hin zu schweren Hautreaktionen, Übelkeit, Atemnot oder Asthma auftreten. Treten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion auf, so ist das Medikament abzusetzen und der Arzt oder die Ärztin zu konsultieren.
Häufig kommt es zu Verstopfung, leichten Kopfschmerzen und Schläfrigkeit und vor allem zu Beginn der Behandlung zu Übelkeit und Erbrechen. Gelegentlich tritt Verwirrtheit oder Schwindel auf, selten Ohrgeräusche, Mundtrockenheit, Schlafstörungen. In Einzelfällen kann Codein zu einer Gewichtszunahme führen. Es kann zu Beschwerden beim Harnlassen, Sehstörungen und Euphorie kommen.
Codeinhaltige Medikamente können eine Abhängigkeit verursachen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Die Suppositorien sind unter 30 °C und und ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Bei unkontrollierter Anwendung oder Einnahme (Überdosis) ist unverzüglich ein Arzt oder eine Ärztin zu konsultieren. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, allgemeines Krankheitsgefühl, verminderte Atmung, Schläfrigkeit, Lethargie können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein. Gewisse Anzeichen können aber erst mehrere Stunden bis einen Tag nach Anwendung auftreten.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Suppositorium 500 mg/10 mg enthält 500 mg Paracetamol und 10 mg Codeinphosphat als Wirkstoffe sowie Hilfsstoffe.
1 Suppositorium 1000 mg/20 mg enthält 1 g Paracetamol und 20 mg Codeinphosphat als Wirkstoffe sowie Hilfsstoffe.
46357 (Swissmedic)
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Suppositorien 500mg/10mg: Schachtel zu 10 Suppositorien.
Suppositorien 1000 mg/20mg: Schachtel zu 10 Suppositorien.
Gebro Pharma AG, 4410 Liestal
Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.