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China verspricht dem Andenstaat sieben Milliarden Dollar für den Ausbau der Infrastruktur. Hintergrund sind politische und wirtschaftliche Interessen in der Region. Bolivien ist reich an Rohstoffen.
Im Zuge der Investitionsoffensive in Lateinamerika will China Bolivien mit Krediten in Höhe von sieben Milliarden Dollar beim Ausbau des Strassen- und Eisenbahnnetzes helfen. Präsident Evo Morales sieht in China einen wichtigen Partner.
Wie Morales am Freitag (Ortszeit) mitteilte, sollen damit Fernstrassen gebaut, die Energieversorgung modernisiert und eine Bahnlinie nach Puerto Busch an der Grenze zu Brasilien realisiert werden, wo es grosse Eisenvorkommen gibt.
Europa verliert an Einfluss
Während Europa an Einfluss in der Region zu verlieren scheint, will China hier massiv investieren und unter anderem eine Eisenbahnlinie von Brasilien bis an den Pazifik nach Peru bauen, damit von dort Güter schneller nach China kommen.
Wie Morales mitteilte, habe Staatspräsident Xi Jinping eine weitere Kreditlinie über zehn Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Chinesische Unternehmen sind bereits stark im Land tätig und haben auch ein Interesse, zum Beispiel bei der geplanten Lithiumförderung zum Zuge zu kommen.
Potenzial dank Elektroautos
Am Salzsee von Uyuni werden die weltweit grössten Vorkommen vermutet, zumindest ein kleiner Teil soll gefördert werden. In Erwartung einer deutlichen Zunahme der Nachfrage nach Elektroautos liegt hier grosses ökonomisches Potenzial, der Preis für Lithium-Karbonat ist von rund 2500 Dollar (2005) auf rund 6400 Dollar pro Tonne gestiegen.
(sda/gku)