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Prof. Dr. Wolfgang von Philipsborn (geb. 1929) studierte zwischen 1949 und 1952 an der FU Berlin und später an der Universität Zürich Chemie, wo er 1956 auch promovierte. Nach einem Aufenthalt am Massachusetts Institute of Technology wurde er 1963 Privatdozent, 1966 Assistenzprofessor, 1969 Assoziierter Professor am Chemischen Institut der UZH; 1974 wurde er nach einer Gastprofessur am Israel Institute of Technology zum Ordinarius ad personam für Organische Chemie der UZH gewählt. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Wolfgang von Philipsborn schliesslich anlässlich seines Altersrücktritts 1997 zum Honorarprofessor ernannt.
Wolfgang von Philipsborns forscherische Domäne war die Kernresonanzspektroskopie. So beschäftigte er sich mit neuen Techniken zur Lösung komplizierter Strukturprobleme, etwa die Analysen der Kernresonanzspektren von N-Oxiden, Dienonen, Purinen und Pteridinen. Seine Forschungsarbeiten verschafften ihm einen internationalen Namen und führten zu zahlreichen Ehrungen und Einladungen für Gastprofessoren im Ausland. Nach seiner Emeritierung fand Wolfgang von Philipsborn an der University of Maryland eine neue akademische Heimat, wo – wie er 1999 an den Rektor der UZH schrieb – «das formale Alter kein Hindernis für Forschung und Lehre ist. Aber wie sagt man doch: „Die Katze lässt das Mausen nicht.“»