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- Don-Alvin Adegeest |
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Die durchschnittliche Jeans ist eine Belastung für die Umwelt, da jede Phase der Produktion eine Gefahr für die Nachhaltigkeit darstellte. Von der Baumwollproduktion, die große Mengen an Wasser verbraucht (25.000 Liter pro kg), über den Einsatz gefährlicher Pestizide für den Baumwollanbau bis hin zu Chemikalien, die für die Veredelung der Kleidungsstücke verwendet werden.
Es ist kein Staatsgeheimnis, wie Denim einen starken chemischen Färbe- und Veredelungsprozess durchläuft, beginnend mit dem, was dem Stoff seine charakteristische Indigofarbe verleiht (ursprünglich ein Farbstoff auf Pflanzenbasis, der heute jedoch weitgehend durch eine synthetische Version ersetzt wurde). Nach dem Färben werden die Stoffe wiederholt mit einer Vielzahl von Chemikalien wie Bleichmitteln behandelt und gewaschen, um den Stoff weicher, blasser oder texturierter zu machen. Die meisten unserer bevorzugten Farbtöne und Stile – acid-washed, light-washed oder die gelöcherte Hose – erfordern zusätzliche Behandlungen und Chemikalien. Alles in allem erfordert die Herstellung einer einzigen Jeans eine immense Menge an Wasser und Energie und verursacht eine beträchtliche Umweltverschmutzung, so der US-amerikanische Natural Resources Defense Council (NRDC).
Wenn sich die Nachfrage ändert, muss sich die Produktion anpassen
Viel Kritik wurde an die Denim-Produzenten gerichtet, von Umweltschützern bis hin zu einer besser informierten Generation von Verbrauchern. Umweltfreundliche Jeans waren bisher in der Minderheit, aber die Marken spüren den Druck und eine neue Ära nachhaltig hergestellter Jeans trägt dazu bei, veraltete Prozesse auslaufen zu lassen und sie durch innovative, umweltfreundliche Produktionsmethoden zu ersetzen.
Die offensichtlichste umweltfreundliche Herstellung von Jeans ist die Produktion mit upgecycelten und wiederverwendeten Materialien. Während dies für große Konzerne problematisch ist, können geringe Stückzahlen und begrenzte Kapselkollektionen für kleinere Marken und Designer ein kommerzieller Antrieb sein. Die Wiederverwendung von Indigo-Baumwollstoffen oder das Flicken von alten Denim zu neuen Modellen reduziert den Abfall und vermeidet die Färbe- und Veredelungsprozesse.
Waschen mit Sorgfalt
Traditionelle Methoden der Denim-Wäsche, um ein gealtertes und abgenutztes Aussehen zu erhalten, sind nicht gut für die Umwelt, da sie schädliche Chemikalien und viele Liter Wasser benötigten. Neue Lösungen beinhalten die Verwendung von Ozonmaschinen, die Ozongas verwenden, um Kleidungsstücke auf natürliche Weise zu bleichen. Ein Vorreiter auf diesem Gebiet ist das italienische Unternehmen Officina+39, das nachhaltige Chemikalien herstellt. Es hat vor kurzem Oz-One Powder vorgestellt, eine Behandlung, die es Wäschereien ermöglicht, gebleichte, strapazierte oder sauer gewaschene Kleidungsstücke auf eine umweltfreundliche Art und Weise zu erhalten, die mit Ozon vergleichbar ist, und zwar mit herkömmlichen Maschinen ohne Wasser.
Laut dem Sourcing Journal hat die Pandemie eine Reihe von Modetrends inspiriert. Einer davon ist die "Lived-in"-Jeans, die nur auf zwei Arten entwickelt werden kann: durch tatsächliches Tragen oder durch innovative Finishing-Methoden, die diesen Look imitieren. Während traditionelle Finishing-Technologien mit Bimssteinen, Kaliumpermanganat (PP)-Spray oder anderen angeblich schädlichen Praktiken arbeiten, wurde kürzlich ein neues System entwickelt, bei dem Sicherheit und Umwelt im Vordergrund stehen.
Das so genannte Jecostone System wurde vom italienischen Schleifmittelhersteller Itexa Group nach vierjähriger Zusammenarbeit mit Wäschereiexperten entwickelt. Zwei Produkte kommen dabei zusammen, um das System zu schaffen: Jecostone, ein scheuernder Multifaserteppich, der die gesamte Trommel einer Industriewaschmaschine bedeckt, und Jecorock, ein Schleifpad mit einem Durchmesser von nur sieben Zentimetern, das ähnlich wie Bimssteine frei in der Maschine arbeitet.
Der leichte und langlebige aktive Abrieb erzeugt einzigartige Effekte auf Baumwolle, Denim, Strickwaren und Leder – einschließlich des beliebten, von den 80er Jahren inspirierten Stonewash-Effekts für Denim und eines weicheren Handgefühls für Strickwaren. Das System wird bereits von Partnern in der Lieferkette in der gesamten Branche eingesetzt, einschließlich Diesel. Die Marke führt den Großteil seiner Produktion in Tunesien mit Jecorocks durch.
Die Technologie ist derzeit auf dem Weg, kreislauffähig zu werden, sobald sie das erforderliche Mindestvolumen erreicht hat. Geplant ist, das gesamte verbrauchte Material am Ende seiner Lebensdauer wieder einzusammeln und für verschiedene Zwecke wie Straßenbelag und Wärmedämmung wiederzuverwenden.
Dieser übersetzte Beitrag erschein zuvor auf FashionUnited.ukBilder: Oz-One jeans, Jecostone Jeans