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Vor dem Hintergrund der militär. Auseinandersetzungen in Oberitalien weitete sich die Könizer Kirchweih vom 26.6.1513 infolge der Agitation wild gegen Frankreich geworbener Reisläufer zu einem Aufruhr gegen die Bezüger heimlicher franz. Pensionen im Berner Rat aus. 300 Gesellen drangen plündernd in Bern ein, und der Rat sah sich gleichentags sowie im Abschied zu Köniz vom 2. Juli zu Zugeständnissen genötigt. Pensionenempfängern und Söldnerführern drohte die Bestrafung, während die Aufständischen unbehelligt davonkamen. Der Könizbrief vom 28. Juli räumte der Landschaft zudem die Mitwirkung bei künftigen Bündnissen mit fremden Mächten mittels Ämterbefragung ein. Gleichzeitig gelang es den Landgemeinden, ihre Freiheitsbriefe erneuern zu lassen.
Literatur
– K. Wimmer, Die Untertanen, der Venner und der Wein. Eine Innenansicht des Könizaufstandes von 1513, Seminararbeit Bern, Ms., 1994 (StABE)
– Berns grosse Zeit, hg. von E.J. Beer et al., 1999, 350-353
Autorin/Autor: Georg Modestin