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LINSMAYERS KORRESPONDENZEN MIT SCHWEIZER AUTORINNEN UND AUTOREN GEHEN ANS LITERATURARCHIV
02.03.2018 Der Germanist, Herausgeber, Publizist und Literaturvermittler Charles Linsmayer (Bild) hat dem in der Nationalbibliothek in Bern beheimateten Schweizerischen Literaturarchiv (SLA) seine Korrespondenzen mit zahlreichen Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftstellern übergeben.
Foto: © Peter Friedli
In seiner Tätigkeit als Herausgeber tauschte sich Charles Linsmayer mit vielen Schweizer Autorinnen und Autoren schriftlich aus. Nun übergab er dem Schweizerischen Literaturarchiv seine Korrespondenz zum Thema Schweizer Literaturen.
Charles Linsmayers literarisches Archiv ist im Rahmen seiner Tätigkeiten als Herausgeber, Literaturkritiker und Literaturveranstalter entstanden. Er hat mit vielen Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftstellern korrespondiert und tut es auch weiterhin.
Diese Korrespondenz bildet den Grundstock seines Archivs. Als Herausgeber hat er zudem literarische Dokumente erworben und geschenkt erhalten, die mit der Herausgabe von älteren Schweizer Texten in Zusammenhang stehen, wie etwa ein Typoskript und Briefe von Kurt Guggenheim, oder Korrespondenzen von Regina Ullmann.
Der Germanist, Publizist und Literaturkritiker Charles Linsmayer, geboren 1945 in Kilchberg bei Zürich, gehört zu den renommiertesten Herausgebern der Schweiz. Er gilt als wichtigster Neuentdecker vergessener Schweizer Literatur.
Linsmayer studierte in Zürich und Berlin Literaturwissenschaft und promovierte bei Wolfgang Binder in Zürich mit der Dissertation «Das Todesproblem bei Hans Henny Jahnn». Zunächst Gymnasiallehrer, dann Verlagslektor und Journalist, spezialisierte er sich bald einmal auf die Kultur- und Literaturgeschichte der Schweiz und gab 1980 bis 1983 die Edition «Frühling der Gegenwart» heraus. Überdies editierte er Neuausgaben von Friedrich Glauser, Heinrich Federer, Lore Berger, Cécile Ines Loos u.v.a.
Neben seiner herausgeberischen Tätigkeit ist Linsmayer auch als Ausstellungsmacher in Erscheinung getreten. Er realisierte verschiedene Ausstellungen in Genf, Solothurn und Zürich.
Im Jahr 2005 wurde Linsmayer mit dem Ehrendoktor der Historisch-Philosophischen Fakultät der Universität Basel ausgezeichnet, 2007 mit dem hoch angesehenen Deutschen Sprachpreis. Im Jahr 2017 erhielt er im Rahmen der Schweizer Literaturpreise den Spezialpreis für Literaturvermittlung.
sla
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