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Eugène Ysaÿe (1858-1931)
Eugène Ysaÿe war einer der ganz grossen Violinvirtuosen der franco-belgischen Schule, dem es gelang, die Violintechnik nach Paganini massgebend weiter zu entwickeln.
Berühmt sind heute noch seine 6 Solosonaten für Violine, die neben den grossen Meisterwerken von Bach, Paganini, Reger, Bartòk und Hindemith Bestand haben und zum Repertoire aller Konzertgeiger gehören.
Sein Kompositionsstil weist ihn als Spätromantiker mit starken Anlehnungen an die Polyphonie von J.S. Bach aus.
Ysaÿe wurde 1858 in Lüttich geboren und starb 1931 in Brüssel.
Seinen ersten Violinunterricht erhielt er von seinem Vater, der Dirigent an der Oper in Liège war. Später nahm sich Henri Vieuxtemps des Knaben an und brachte ihn soweit, dass er bereits als 15- jähriger seine Studien abschliessen konnte. Durch Vieuxtemps Vemittlung erhielt er anschliessend ein Stipendium in Paris. Nach seiner Rückkehr 1873 studierte er in Brüssel bei Henryk Wieniawski weiter.
Später, auf seinen Tournéen in Frankreich, machte er die Bekanntschaft mit seinem Landsmann César Franck, der ihm seine berühmte Violinsonate in A-Dur widmete. Komponisten wie Ernest Chausson, Claude Debussy, Camille Saint-Saëns, Edward Elgar und Gabriel Fauré widmeten ihm ebenfalls Kompositionen.