Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03214.jsonl.gz/427

Tränenersatzmittel - was Sie unbedingt wissen sollten
Die Zusammensetzung der Tränen hängt primär vom Gleichgewicht zwischen der Produktion und Verteilung der verschiedenen Komponenten des Tränenfilms ab. Jede Störung kann zunächst zu einer Erhöhung der Verdunstungsrate und dadurch zu erhöhter Tränenosmolarität (Salzkonzentration) führen. Die Behandlung des trockenen Auges bzw. die Befeuchtung erfolgt primär symptomatisch. Dazu beinhalten Tränenersatzmittel Gleit- und Verdickungsmittel (Filmbildner), Salze zur Einstellung der Osmolarität sowie Puffer zur Stabilisierung des pH-Wertes.
Traditionelle Tränenersatzmittel enthielten Gleit- und Verdickungsmittel, die keine oder nur eingeschränkte viskoelastische Eigenschaften aufwiesen. Durch hohe Konzentrationen konnte zwar eine bessere Wirksamkeit erzielt werden, jedoch führte dies auch zu verschwommenem Sehen und höherer mechanischer Belastung der ohnehin angegriffenen äusseren Zellschichten. 1998 kamen die ersten Augentropfen auf den Markt, die Hyaluronan als Gleit- und Verdickungsmittel beinhalteten. Neben den viskoelastischen Eigenschaften bringt diese Substanz zahlreiche weitere Eigenschaften mit sich, die sich positiv auf die Behandlung eines gestörten Tränenfi lms auswirken.
Die Quellenangaben finden Sie hier: Literaturverzeichnis