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"Der Prozess der Verkäufe ist abgeschlossen", sagte CEO Ivan Glasenberg anlässlich einer Pressekonferenz in Baar am Montag Abend. Dank der Reorganisation dürfte die Gruppe im laufenden Jahr auf Stufe EBITDA Erträge in der Höhe von 14 Mrd USD erzielen. Der Cashflow kommt laut Glasenberg bei 7 Mrd USD zu liegen und die Verschuldung reduziert sich auf unter 10 Mrd USD, nachdem sie Ende 2016 noch rund 15,5 Mrd betrug.
Verschuldungssorgen und tiefe Rohstoffpreise hatten das Management im Jahr 2015 zu drastischen Massnahmen gezwungen. Daher verkaufte das Unternehmen in den letzten Jahren Anteile an Minen in Afrika, Kasachstan, Australien und Chile. Zudem veräusserte man Eisenbahninfrastrukturen in Australien und entledigte sich fast der Hälfte der Division Agrarprodukte.
Diese Schlankheitskur habe nun Früchte getragen. Glencore kam im vergangenen Jahr zurück zu alter Stärke und erwirtschaftete einen den Aktionären zurechenbaren Gewinn von 1,38 Mrd USD, gegenüber einem Nettoverlust von 4,96 Mrd im Vorjahr. Für dieses Jahr erhöhte die Gruppe somit das EBIT-Ziel für die Handelsaktivität auf 2,3 Mrd bis 2,6 Mrd USD, gegenüber 2,2 Mrd bis 2,5 Mrd zuvor.
In Bezug auf die Dividende plant die Gruppe im Jahr 2017 fast 1 Mrd USD auszuschütten, was 7 Cent je Aktie bedeutet, die zu zwei gleichen Raten in der ersten und zweiten Jahreshälfte ausgezahlt werden sollen.
Nun setzt Glencore zudem auf die Elektroautobranche als nächsten Wachstumsmotor. Die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erreiche nach Angaben der Gruppe ein Volumen von 13,4 Millionen Elektro- und Hybridfahrzeugen bis zum Jahr 2020 und 52 Millionen bis zum Jahr 2025.
Dieses Wachstum werde die Nachfrage nach Metallen ansteigen lassen. Eine elektrische Autobatterie erfordert laut Glencore rund 38kg Kupfer und 11kg Kobalt und Nickel. Das Fahrzeug selbst benötige 100kg Kupfer und die Ladeanschlüsse rund weitere 20kg Metall.
al/sta/rw
(AWP)