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Genf - Ein Vater, der seiner 19 Monate alten Tochter ein Methadon- statt ein Fieberzäpfchen verabreicht hatte, ist von der Genfer Justiz verurteilt worden. Er erhielt 18 Monate Gefängnis mit dreijähriger Bewährungsfrist.
Das Gericht befand den ehemaligen Drogensüchtigen der fahrlässigen Tötung für schuldig. Die Richter trugen jedoch der Tatsache Rechnung, dass der Vater schwer an der Last der Tat trägt und das sein Leben lang, erklärte der Staatsanwalt gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Während des Prozesses hatte der Vater vor den Richtern des Polizeigerichts sein Bedauern über den tragischen Tod seiner kleinen Tochter ausgedrückt. "Ich denke jeden Tag daran", sagte er unter Tränen.
Er hatte dem Baby im März 2008 ein Methadonzäpfchen verabreicht in der Meinung, es sei ein Fieberzäpfchen. Das Kind starb im Schlaf an einer Überdosis Methadon.
Der Staatsanwalt sprach von einem sehr schweren Verschulden und hatte eine 30-monatige Freiheitsstrafe verlangt, davon sechs Monate unbedingt. Mit dem gefällten Urteil bleibt der Mann aber in Freiheit.
SDA-ATS