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Die saisonale Grippe
Datum: 24/02/2020 16:02
Welches sind die Symptome der saisonalen Grippe?
Hohes Fieber (Temperatur über 38°C), Schauder, trockener Husten, Kopfschmerzen (Kopfweh), Muskel- und Gelenkschmerzen (Muskelkater), allgemeines Unwohlsein, Halsschmerzen und Nasenlaufen. Es kann vorkommen, dass ältere Menschen kein Fieber haben. Bei Kindern können auch Durchfall und Abdominalschmerzen auftreten. Einige dieser Symptome sind denen der Erkältung und des Schnupfens ähnlich, weshalb diese beiden Krankheiten manchmal verwechselt werden.
Was ist der Unterschied zwischen der Grippe und dem Schnupfen?
Grippe und Schnupfen sind zwei virale Erkrankungen, wobei die Grippe eine akute Infektion ist, die durch das Influenzavirus verursacht wird. Schnupfen ist in der Regel die Folge einer Erkältung. Die Grippesymptome treten plötzlicher auf. Sie kann ein bis zwei Wochen oder sogar länger dauern. Der Schnupfen, wenn er nicht zu anderen Komplikationen führt (Bronchitis, Sinusitis, Otitis, Pneumonie, Krupp bei Kleinkindern), dauert nur wenige Tage und führt vor allem zur Entzündung der Atemwege: Nasensekrete, Niesen, Halsschmerzen. Diese Symptome treten im Gegensatz zur Grippe schrittweise auf.
Ist die Grippe gefährlich?
Schwangere Frauen, ältere Menschen (ab 65 Jahre), Frühgeborene, Kinder von 6 Monaten bis 5 Jahre sowie Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Herz, Atemwege oder Diabetes) gelten als gefährdete Bevölkerungsgruppen, da bei ihnen eher schwere Komplikationen möglich sind, die sogar zum Tod führen können. Gesundheitsfachpersonen und Personen, die sich um ältere Menschen oder Säuglinge kümmern, müssen ihrerseits besondere Schutzmassnahmen ergreifen, um die Krankheit nicht an ihre Umgebung weiterzugeben.
Sollte man bei einer Grippe einen Arzt aufsuchen?
Es ist nicht immer notwendig, zum Arzt zu gehen. Wenn sich die Symptome jedoch verschlechtern – insbesondere wenn die Temperatur bei Erwachsenen 40°C oder bei Kindern 39°C übersteigt – oder länger als eine Woche andauern, ist es besser, sich an den Arzt zu wenden. Im Zweifelsfall kann man immer noch online den Rat eines Arztes einholen (jener Ihrer Versicherung oder einer Online-Plattform wie DrNow.ch), der Sie auf die richtigen Massnahmen hinweist. Besonders gefährdete Menschen müssen den Krankheitsverlauf aufmerksam beobachten und bei Problemen sofort einen Arzt konsultieren.
Ist die Grippe ansteckend?
Infizierte Personen sind bereits einen Tag vor dem Auftreten der Symptome ansteckend und bleiben es während drei bis fünf Tagen (bis zu zehn Tage bei Kindern). Dieser Zeitraum kann jedoch je nach Person variieren. Am Anfang der Krankheit ist das Ansteckungsrisiko am höchsten. Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Symptomen zuhause zu bleiben.
Wie wird die Grippe übertragen?
Das Grippevirus wird leicht durch direkten Kontakt (Niesen, Tröpfchen, Husten oder Hände) übertragen, insbesondere in geschlossenen Räumen, aber auch durch indirekten Kontakt (Türgriffe, Touchscreens, verschiedene Gegenstände).
Wie kann das Risiko einer Grippeübertragung minimiert werden?
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass infizierte Personen sich regelmässig mit Wasser und Seife die Hände waschen, sich beim Niesen mit der Hand oder dem Ellenbogen den Mund bedecken, zum Schnäuzen ein Papiertaschentuch verwenden und es sofort danach wegwerfen. Geschlossene Räume sollten regelmässig gelüftet und Körperkontakt mit den betroffenen Personen vermieden werden.
Wie kann ich eine Grippe behandeln?
Meistens werden die Symptome mit einem Medikament auf Basis von Paracetamol gemildert. Vermeiden Sie Aspirin, da es bei einigen Menschen zu Komplikationen führen kann. Während der gesamten Dauer der Symptome sollte man zuhause bleiben, sich warm halten, viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch Fieber auszugleichen und sich ausruhen. Gefährdeten Personen können antivirale Behandlungen verschrieben werden.
Muss man sich gegen die Grippe impfen lassen?
Ohne Zweifel und es ist ganz einfach: Die meisten Apotheken bieten Grippeschutzimpfungen für gesunde Menschen ab 16 Jahren an (siehe Liste der Apotheken, welche Impfungen anbieten auf www.impfapotheke.ch). Diese Impfung wird jenen Personen dringend empfohlen, die zu sogenannten Risikogruppen gehören (Schwangere zum Schutz von Mutter und Kind, Personen über 65 Jahre, Frühgeborenen ab sechs Monaten in den ersten beiden Grippe-Saisons sowie Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen: Herz, Atemwege oder Diabetes), jedoch ist eine vorherige Arztkonsultation unerlässlich. Pflegepersonal oder Personen, die mit gefährdeten Personen, Säuglingen oder Kleinkindern in Kontakt sind, müssen ebenfalls geimpft werden, da der Impfstoff die Übertragung des Grippevirus an Personen in ihrem Umfeld verhindert. Die Grippeimpfung ist die wirkungsvollste, einfachste und sicherste Weise, um eine Ansteckung im Winter zu vermeiden.
Ist die Grippeimpfung wirksam?
Die Wirksamkeit der Impfung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Alter, Immunkompetenz der geimpften Person und Grad der Übereinstimmung zwischen dem Grippeimpfstoff und den Viren im Umlauf. Bei älteren Menschen mit chronischen Krankheiten oder mit einem schwachen Immunsystem ist die Wirksamkeit geringer. Dennoch trägt der Impfstoff dazu bei, die Schwere der Erkrankung sowie das Risiko von Komplikationen zu verringern. Der Grippeimpfstoff wird jedes Jahr an die sich im Umlauf befindlichen Virusstämme angepasst und schützt in der Regel 6 Monate. Nach der Injektion des Impfstoffs dauert es ein bis zwei Wochen, bis der Körper die optimalen Abwehrkräfte entwickelt hat. Wenn man in diesen zwei Wochen angesteckt wird, kann man dennoch an der Grippe erkranken.
Wo und wann kann man sich gegen die Grippe impfen lassen?
In der Apotheke (Liste der Apotheken, welche Impfungen anbieten auf www.impfapotheke.ch), bei Ihrem Arzt oder in einem Impfzentrum. Idealerweise sollte die Impfung zwischen Mitte Oktober und Mitte November durchgeführt werden, damit das Immunsystem Zeit hat, seine Abwehrkräfte aufzubauen, bevor die Grippe eintrifft. Grippeviren entwickeln sich ständig weiter, und die Zusammensetzung des Impfstoffs wird zweimal jährlich angepasst: Daher wird empfohlen, sich jedes Jahr gegen die Grippe zu impfen.
Hat die Grippeimpfung Nebenwirkungen?
Reaktionen wie Fieber, Muskelschmerzen oder Unwohlsein können bei 5% bis 10% der geimpften Personen auftreten, weil ihre Abwehrkräfte stimuliert wurden. Diese Reaktion ist ungefährlich und klingt innerhalb von ein bis zwei Tagen ab. Eine Rötung, eine leichte Schwellung oder Schmerzen an der Injektionsstelle können manchmal bis zu zwei Tage anhalten. Im Allgemeinen ist das Risiko schwerer Grippekomplikationen viel höher als die Gefahr schwerwiegender Nebenwirkungen infolge der Impfung.
Anmerkung:
Die oben stehenden Angaben sind nicht erschöpfend und dienen nur zu Informationszwecken. Im Zweifelsfall oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Abilis-Partnerapotheke oder Ihren Arzt.
Quellen:
Bundesamt für Gesundheit BAG
Weltgesundheitsorganisation