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Das Bachelorstudium an der Universität Basel ist ein Grundstudium (Propädeutikum) und ein Aufbaustudium aufgeteilt. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.
Das erste und zweite Semester des Psychologiestudiums ist das Grundstudium und nennt sich Propädeutikum. Am Ende dieses Jahres schreibt man sechs Prüfungen, deren Bestehen Voraussetzung für das Aufbaustudium ist. Diese Prüfungen umfassen die Fächer Sozialpsychologie, Statistik, Kognitive Psychologie, Klinische Psychologie, Entwicklungspsychologie und Biologische Grundlagen.
Häufig gestellte Fragen
Habt ihr Tipps zur Organisiation bei der Prüfungsvorbereitung (z.B. bezüglich Lehrplan) und Lesetipps?
Es ist wichtig, möglichst früh und konsequent zu lernen, damit es kurz vor der Prüfung keinen Stress gibt. Bei einigen Vorlesungen ist es sinnvoll, dass man die Literatur vor der Vorlesung liest, damit man während der Vorlesung nur Neues ergänzen muss. Beim Lesen der Bücher steht häufig am Ende des Kapitels eine Zusammenfassung. Liest man diese zu Beginn hat man schon einen guten Überblick und weiss, worum sich das Kapitel dreht. Euer bester Freund während der nächsten Jahre wird der Leuchtstift; habt also immer genug Reserve. Markiert euch nur das Wichtigste! Manchmal sind auch zwei verschiedene Farben sinnvoll. Einer für zentrale Begriffe und einer für die wichtigsten Textstellen.
Gewöhnt euch an einen eigenen Lernplan anzulegen, wann ihr was erledigen möchtet. Organisation ist während des Studiums alles!
Wie viel Zeit muss ich für das Studium investieren? Kann ich nebenher arbeiten?
Das Studium ist ziemlich aufwendig; trotzdem arbeiten viele noch 20-30% nebenher. Es ist vielleicht sinnvoll in den ersten Monaten des Studiums nicht zu arbeiten, um feststellen zu können, wie sehr euch das Studium fordert bzw. wie viel Freizeit einem zum Arbeiten zu Verfügung steht. Will oder muss man mehr arbeiten, ist es zu empfehlen das Propae auf zwei Jahre zu verlängern.
Wann erfahre ich die Prüfungsresultate?
Die Ergebnisse sind ca. 2 Wochen nach der Prüfung bekannt. Es lohnt sich nicht den Dozenten direkt darauf anzusprechen. Alle Prüfungsergebnisse werden vom Sekretariat an alle gleichzeitig verschickt.
Muss ich die Bücher, die als Pflichtliteratur angegeben sind, lesen?
Es empfiehlt sich die Pflichtliteratur zu lesen, da viele Vorlesungen auf der Literatur aufgebaut sind. Jedoch muss man nicht immer alle vorgeschlagenen Bücher kaufen. Vor allem in der Klinischen Psychologie ist die Pflichtliteratur jedoch sehr zu empfehlen, da die Prüfungsfragen darauf aufbauen. Auserdem kann die empfolene Literatur als vorbereitung für die Statistikprüfung sehr hilfreich sein. Für Dozenten die ihre Vorlesung bereits im Vorjahr gehalten haben, lohnt es sich, Studierende eines höheren Semesters nach ihren Erfahrungen zu fragen um herauszufinden ob sich der Kauf lohnt. Man kann sich die gewünschten Bücher aber auch in der Uni-Bibliothek ausleihen, statt sie zu kaufen (Achtung: häufig vergriffen!). Zudem verkaufen viele Studenten ihre Bücher günstig auf www.unibas.ch/markt oder am schwarzen Brett im Institut.
Was ist eine Wahlveranstaltung?
Wahllehrveranstaltungen sind Veranstaltungen, die vom Studierenden selber ausgewählt werden und nicht zu einem bestimmten Modul gehören. Diese können sowohl aus dem ausserfakultären Wahlbereich als auch aus einem innerfakultären Modul stammen.
Kann ich auch Veranstaltungen ausserhalb der Psychologie besuchen? Welche Veranstaltungen sind für Psychologiestudenten besonders interessant?
Für das Bachelorstudium ist es Pflicht mindestens 15 Kreditpunkte in ausserfakultären Vorlesungen zu belegen. Man kann alle Vorlesungen besuchen, die keine Zulassungsvoraussetzungen haben (Diese stehen jeweils auf der Veranstaltungsseite im Vorlesungsverzeichnis). Äusserfakultäre Vorlesungen gibt es viele, je nachdem, welchen Master ihr besuchen möchtet oder was eure Interessen sind, könnt ihr euch die spannendsten aussuchen. Interessant sind z.B.:
- Forensik und Rechtsmedizin an der Juristischen Fakultät
- Marketing, Human Ressources an der Wirtschaftsfakultät
- English for Psychology am Sprachzentrum
- Vorlesung im Bereich Gender Studies
Was muss ich beachten, wenn ich das Propae auf zwei Jahre aufteilen möchte?
Das Propädeutikum kann wahlweise auch auf zwei oder mehr Jahre aufgeteilt werden, dies können die Studierenden per Belegung im Frühjahrssemester selbst steuern indem sie die Kurse und damit die dazugehörige Prüfung wählen oder nicht. Zu beachten gilt, das man im ersten Studienjahr nur die Propädeutischen Vorlesungen sowie die Veranstaltung Lernen und Geschichte der Psychologie oder ausserfakultäre Veranstaltungen belegen darf. Erst nach Bestehen des Propädeutikums dürfen weiterführende Veranstaltungen der Fakultät für Psychologie besucht werden.
Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite der Fakultät für Psychologie (Studiendekanat).
Was mache ich wenn ich nicht bestehe?
Jede propädeutische Prüfung kann einmal wiederholt werden. Die Nachholprüfungen finden einige Wochen nach den ersten Prüfungen statt. Besteht man jedoch auch bei den Nachholprüfungen eine Prüfung nicht, ist man vom Psychologiestudium in der ganzen Schweiz ausgeschlossen.
Gibt es Zusammenfassungen? Wenn ja, wo?
Fragt Studenten der höheren Semester oder bildet Lerngruppen.
Es ist fürs Lernen sinnvoll, wenn man eigene Zusammenfassungen schreibt, da man sich beim Zusammenfassen intensiv mit dem Stoff auseinandersetzt. Zudem weiss man selbst, was man schneller vergisst und welches Wissen schon vorhanden ist und nicht mehr gelernt werden muss.
Ausserdem bieten wir von der FG manchmal Zusammenfassungen der Propädeutischen Vorlesungen zum Verkauf an. Die Verkaufsdaten werden Ende März in den Vorlesungen bekannt gegeben.
Was ist das schwerste Fach? Beziehungsweise, für welches ist am meisten Aufwand nötig?
Vom Aufwand her sind sicher Statistik und die biologische Grundlagen am intensivsten. Statistik erfordert v.a. viel Zeit für die Übungen. Zudem werden für die klinische Psychologie meist mehrere Bücher als Pflichtliteratur angegeben. Diese drei Veranstaltungen bilden wahrscheinlich den grössten Stoffumfang. Die Biologischen Grundlagen der Psychologie sind für Studenten ohne Vorwissen sehr Lern- und Zeitintensiv. Aber auch die anderen Fächer sind vom Lernaufwand nicht zu unterschätzen.
Ratschlag der FG: Das Wichtigste ist euer Zeitmanagement!
Wie lerne ich am Besten?
Das ist sicherlich individuell verschieden. Die einen schreiben Zusammenfassungen, andere arbeiten mit Karteikärtchen, bilden Lerngruppen, zeichnen Mind-Maps und wieder andere brauchen erst den Stress kurz vor den Prüfungen, um richtig in Schwung zu kommen.
Es ist sinnvoll, wenn man die verschiedenen Medien und angebotenen Materialien nutzt, das heisst, die Folien bearbeitet, diese mit dem Wichtigsten aus der Vorlesung ergänzt und auch intensiv mit den Büchern arbeitet.
Wann muss ich mit dem Lernen anfangen?
Es ist empfehlenswert sich regelmässig vorzubereiten. Von vielen Dozenten wird erwartet, dass man zur Veranstaltung Texte und Literatur liest. Da können schon einmal 100-200 Seiten pro Woche oder mehr zusammenkommen. Liest man diese Texte erst kurz vor den Prüfungen ist das kaum zu schaffen. Zudem ist es sinnvoll, die Folien und Skripte mit dem Wichtigsten aus der Literatur zu ergänzen, damit diese schon vollständig und fürs spätere Lernen fertig sind.
Man sollte außerdem die Semesterferien gut zum Wiederholen und Lernen nutzen, damit zumindest der Stoff des 1. Semesters schon einigermassen sitzt und nur noch vor der Prüfung repetiert werden muss. Auch bei diversen Statistik-Übungen ist es sicher angebracht, sie noch einmal zu rechnen und vor allem regelmäßig ins Tutorat zu gehen.
Weitere Fragen und Informationen findet ihr auf der Webseite der Fakultät.