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Das Vertrauen ist umso grösser, je näher die Befragten bei den zwei Standorten wohnen, wo gegenwärtig Eignungsabklärungen laufen.
Auf nationaler Ebene wurden 1006 Personen befragt, um ihr Vertrauen in die zuständigen Organisationen zu messen. Zudem wurden Wissensfragen über das Vorhaben, bestrahlten Kernbrennstoff in einem geologischen Tiefenlager zu beseitigen, gestellt. Die Befragten konnten ihr Vertrauen in die nukleare Sicherheitsbehörde SKI, die Strahlenschutzbehörde SSI sowie die SKB auf einer fünfteiligen Skala von 1 (sehr schwach) bis 5 (sehr stark) bewerten. In den beiden Gemeinden Oskarshamn und Östhammar, die als mögliche Standorte gelten, Hess die SKB zusätzlich je 800 Personen interviewen. Dabei wurden die gleichen Fragen wie auf nationaler Ebene gestellt und zudem um die Meinung über den möglichen Bau eines Tiefenlagers in der Nähe und die Information darüber gebeten.
Die Befragten benoteten das Vertrauen in die drei Organisationen mit 3,6 auf nationaler Ebene, in Oskarshamn mit3,9 und in Östhammar mit3,7. Dies ist laut den Meinungsforschern als hoch zu bezeichnen. Im ganzen Land wissen gemäss der Umfrage freilich drei von vier Personen nicht, in welchen Gemeinden Standortuntersuchungen laufen und für welche Lagertechnik sich die SKB entschieden hat. Nur 18% waren gut im Bild. 85% teilten die Ansicht, der Brennstoff solle in Schweden beseitigt werden; lediglich 7% würden eine Beseitigung im Ausland vorziehen. In Oskarshamn sprachen sich 69% für den Bau des Tiefenlagers in ihrer Gemeinde aus und 23% dagegen. In Östhammar waren 65% dafür und 27% dagegen. In Oskarshamn zeigten sich 67% überzeugt, das Projekt sei für die Gemeinde positiv. In Östhammarwaren es 56%. In beiden Gemeinden gibt über die Hälfte der Befragten an, sie wüssten wenig über die gewählte Beseitigungstechnik. Dennoch sind rund zwei Drittel mit der Information über das Vorhaben zufrieden.
Quelle
P.B. nach NucNet, 16. Juli 2003, und Unterlagen der SKB