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ackerte Feld gepflanzt und bleibt ein solcher Acker drei Jahre in Benutzung, um dann im vierten neu bepflanzt zu werden.
Die Blüthe beginnt etwa um die Mitte des Septembers und dauert bis Ende Oktober.
Die Ernte wird häufig noch durch mancherlei Umstände geschmälert, indem das Wild, Feldmäuse, Insekten und ein eigenthümlicher Pilz, der sog. Safrantod, vielfach arge Verwüstungen anrichten.
Das Einsammeln erfolgt sofort nach Beginn der Blüthe.
Diese werden früh Morgens geschnitten, vorläufig auf Haufen geworfen und dann später die Griffel mit den Narben herausgekniffen.
Letztere werden nun, locker ausgebreitet, entweder an der Sonne, oder durch künstliche Wärme getrocknet. Da man berechnet hat, dass zu 1 kg Saffran 60-80000 Blüthen erforderlich sind, lässt sich leicht ermessen, wie mühsam das Geschäft des Einsammelns ist.
Man unterscheidet eine ganze Reihe von Handelssorten, von denen die wichtigsten der französische und spanische Safran sind.
Ferner sind zu nennen der italienische, sowie der türkische oder persische, auch wohl Levantiner genannte Safran.
Der sehr schöne österreichische, ebenso der englische Safran, kommt für den Export nicht in Betracht, da er gänzlich in der Heimath verbraucht wird.
Früher war die persische oder türkische Sorte als Crocus orientalis die geschätzteste.
Dieselbe ist aber meist unrein und vielfach gefettet, ist daher neuerdings von den weit schöneren spanischen und französischen Sorten mehr und mehr verdrängt.
Trotz des mühsamen Einsammelns kommen jährlich 200-300000 kg in den Handel, und fällt von diesem Quantum die bedeutendste Ziffer auf die spanische Produktion.
Die französische Produktion ist weniger gross, trotzdem der Export Frankreichs ein noch grösserer ist als der Spaniens. Es wird nämlich ein grosses Quantum spanischen Safrans über Frankreich und durch französische Häuser als französischer Safran in den Handel gebracht.
Diese letztere Sorte ist heute, ihrer schönen Farbe halber und wegen besonders sorgsamer Behandlung, die geschätzteste;
doch sollen ihr die bessern spanischen Sorten an Güte völlig gleichstehen.
Frankreich kultivirt den Safran namentlich im Departement du Loire und hier liefert wieder das Arrondissement Gâtinais die besten Sorten.
Man unterscheidet vom Safran de Gâtinais wiederum zwei Sorten, den Safran d'Orange, der, durch künstliche Wärme getrocknet, von besonders schöner Farbe ist, und den Safran Comtal, der, an der Sonne getrocknet, ein weniger gutes Aussehen hat.
Der italienische Saffran, meist sehr hell von Farbe, soll nicht von Crocus sativus, sondern von Crocus odorus stammen.
Der Versand des spanischen Safrans geschieht entweder in Säcken von Packleinen oder Schafleder zu 20-40 kg oder in mit Blech ausgelegten Holzkisten von sehr verschiedenem Inhalt. - Gâtinais kommt in Säcken von 12,5 kg Inhalt in den Handel und persischer früher in Lederbeuteln von etwa gleichem Gewicht. ¶
Guter Safran muss von lebhafter, feuriger Farbe und kräftigem Geruch sein und darf beim völligen Austrocknen nicht mehr als 10-12 % am Gewicht verlieren.
Getrockneter Saffran soll beim Verbrennen 5-6% Asche hinterlassen. Er muss ferner möglichst frei sein von den gelben vielfach beigemengten Staubgefässen der Blüthe.
Ist er hiervon durch Auslesen gänzlich befreit, heisst er elegirt.
Bestandtheile. Gelber, in Wasser und Alkohol löslicher Farbstoff, Crocin, auch Polychroit genannt, 40-60 %;
ausserdem ätherisches Oel und Traubenzucker.
Bei dem hohen Preise des Safrans ist derselbe zahllosen Verfälschungen unterworfen.
Dieselben bestehen zunächst in der Beimischung ähnlich gefärbter Blumenblätter (wie Flor. carthami, calendulae, Blüthen von Punica granátum), ferner die getrockneten, meist künstlich aufgefärbten Staubfäden des Crocus, die unter dem Namen Feminell als besondere Waare in den Handel kommen, und endlich neuerdings in der Beimengung von eigens zu diesem Zweck präparirten und gefärbten Fleischfasern;
sodann durch Fetten des Safrans.
Drittens durch Tränken mit Glycerin, Honig oder Sirup und endlich durch die sog. Beschwerung.
Diese letzte Verfälschung geschieht in der Weise, dass der Safran mit irgend einer klebrigen Flüssigkeit getränkt, hierauf mit Schwerspath, Gyps oder kohlensaurem Kalk durchgearbeitet und dann getrocknet wird.
Beschwerter Safran lässt sich übrigens schon äusserlich leicht erkennen;
er erscheint rauh, nicht fettglänzend und fällt sofort auf durch sein hohes spezifisches Gewicht.
Neuerdings hat man in Frankreich eine Beschwerung des Safrans beobachtet, welche nicht auf die gebräuchliche Weise ausgeführt, sondern durch Tränken des Safrans mit verschiedenen Salzen bewerkstelligt war.
Der Safran war von gutem Aussehen, fühlte sich dagegen nicht fettig an, klebte beim Drücken zusammen und zeigte ein hohes spez.
Gewicht. Bei der Veraschung fand man einen Zusatz von ca. 40 % Salzen, bestehend aus schwefelsaurem und borsaurem Natron, Salpeter und Chlorammon.
Bei dem Uebergiessen mit Schwefelsäure zeigte sich nicht die für reinen Safran charakteristische Blaufärbung der Säure, sondern ein schmutziges Gelbroth.
Prüfung. Die Oelung des Safrans oder die Beimischung von Glycerin lässt sich leicht erkennen, wenn man ihn zwischen weissem Papier presst;
es zeigen sich dann deutliche Fettflecke.
Mit Honig oder Sirup behandelter Safran klebt beim Pressen zwischen den Fingern zusammen, namentlich wenn man ihn in gepresstem Zustände trocknet.
Im weiteren Verlauf der Prüfung thut man ca. ½ Gramm in ein Fläschchen, übergiesst ihn mit reichlichem Wasser und lässt ihn nach öfterem Umschütteln 5 Minuten ruhig stehen.
War der Safran beschwert, so haben sich die mineralischen Beimischungen am Boden der Flasche abgesetzt und können weiter untersucht werden.
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