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In den Aufbruchsjahren ab 1960 entwickelte sich die amerikanische Musik in San Francisco zu einer experimentellen Kunstform. Die Texte der zeitgenössischen Bands drückten die Sehnsucht nach reiner Spiritualität aus, ihre Musik wollte „die Seele enthüllen“: Die psychedelische Musik war geboren.
Im Avalon Ballroom und im Fillmore Auditorium traten unter anderen The Grateful Dead, The Mothers of Invention, The Doors, Janis Joplin, The Rolling Stones, Santana, The Who, Pink Floyd und The Byrds auf. Wes Wilson und Victor Moscoso gehörten zu den Grafikern, die mit ihren Plakaten den visuellen Auftritt der Rockbands nachhaltig prägten. Diese zeichneten sich durch kaleidoskopisch fliessende Formen, grelle Farben und stark ornamentierte Schriften aus. Stilistisch orientierten sich die psychedelischen Plakate auch stark am europäischen Jugendstil. Asymmetrische Kompositionen, flächig ornamentierte Räume sowie das Spiel mit der Figur-Grund-Wirkung waren formale Elemente, die übernommen wurden. Gegen Ende der 1960er Jahre wurden die psychedelischen Plakate Opfer ihres eigenen Erfolgs. Kommerziell vereinnahmt, liess ihre Qualität merklich nach.
Die Plakatausstellung ist zu sehen in den Schaufenstern der Schweizerischen Nationalbank, Fraumünsterstrasse/Stadthausquai, Zürich.
Eine bebilderte Broschüre zur Ausstellung und Prospekte der Sammlung sind an der Portiersloge, Fraumünsterstrasse 8, zu beziehen.