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Schlammtrockungsanlage der ARA bis zur Inbetriebnahme des Biofilters ausser Betrieb
Im Spätsommer 2008 wurde in der Abwasserreinigungsanlge (ARA Einsiedeln) die solare Schlammtrocknungsanlage in Betrieb genommen. Dabei wird der zu trocknende Faulschlamm nach der Entwässerung in das Glashaus befördert und dort durch die Bodenheizung und mit Sonnenenergie getrocknet. Der getrocknete Klärschlamm wird in der Zementindustrie als Brennstoff entsorgt. Bereits im Herbst 2008 gingen erste Reklamationen wegen dauernder Geruchsbelästigung aus der Nachbarschaft ein. Zur Bekämpfung der Geruchsimmissionen wurde darauf dem entwässerten Schlamm ein Geruchsmittel (Parfum) beigegeben. Diese (teure) Lösung brachte keine wesentliche Verbesserung. Als weitere Massnahmen wurde der Schlamm direkt in das Glashaus eingebracht, wo die Trocknung durch UV-Brenner unterstützt wurde. Diese Massnahmen brachten eine geringfügige Verbesserung, aufgrund des grossen Luftaustauschs aber nicht die nötige Geruchsverminderung. Im Winterhalbjahr verminderten sich die Geruchsimmissionen, welche bei geschlossenen Fenstern natürlich auch weniger wahrgenommen werden. Eine im Winter 2008 durch das UMTEC in Rapperswil (Institut der Hochschule Rapperswil) vorgenommene olfaktometrische Messung ergab eine deutlich unter der Toleranz von 300 Geruchseinheiten (GE) liegende Geruchsbelastung. Im Frühjahr und Sommer 2009 wurden sinnvolle Lösungen für eine Abluftbehandlung der Trocknungsanlage gesucht. Ein chemischer Wäscher wurde nach einer Besichtigung in Altenrhein aufgrund des grossen Chemieeinsatzes und hoher Unterhaltskosten ausgeschlossen. Im Sommer 2009 entschied sich der Bezirksrat für eine Abluftbehandlung mit einem Biofilter. Infolge der grossen Luftumwälzung von ca. 50'000 m3/h wird ein grosser Flächenbedarf notwendig, welcher auf dem Dach des Betriebsgebäudes aber gedeckt werden kann. Die Evaluationen ergaben, dass die schlechten Gerüche durch die Biofilter-Anlage eliminiert werden können. Eine erneute Messung im Spätsommer 2009 ergab über der Toleranz liegende Geruchsimmissionen. Das Ressort Infrastruktur ging davon aus, dass die Zeit bis zur Inbetriebnahme des Biofilters durch die Besprühung der Abluft mit einem angenehmen Geruchsstoff (Parfumierung) überbrückt werden könnte, ohne den Nachbarn unhaltbare Immissionen zuzumuten. Offensichtlich haben die Geruchsimmissionen bei wärmerer Witterung aber wieder zugenommen und es sind beim Bezirk entsprechend deutliche Reklamationen eingegangen. Der Bezirksrat hat die Situation nochmals beurteilt und ist zum Schluss gekommen, dass die Immissionen der Nachbarschaft der ARA nicht mehr zugemutet werden können. Die Schlammtrocknungsanlage wurde deshalb vor Wochenfrist umgehend ausser Betrieb genommen. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt nach Inbetriebsetzung des Biofilters, voraussichtlich im Januar 2011. Der Auftrag zum Bau der Filteranlage wurde an die Likusta Umwelttechnik GmbH in Lich (Deutschland) erteilt. Der Klärschlamm muss bis dann wieder direkt der Verbrennung zugeführt werden, was zu Mehrkosten führt. Diese können aber noch über das Budget des laufenden Jahres der Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung finanziert werden. Der Bezirksrat und das Ressort Infrastruktur bedauern, dass die Anwohner durch die Geruchsimmissionen über Gebühr belastet wurden und danken für die gezeigte Geduld.
Verschiedenes
Der Bezirksrat
Erlässt die Änderung des Gestaltungsplanes "Willzent West", Willerzell;
nimmt Stellung zur Richtplanergänzung Mitte und beantragt darin die Erstellung einer Deponie Stähliboden in Biberbrugg;
erteilt dem Schulrat den Auftrag zur Erstellung eines Konzeptes mit Zeitplan bis Ende 2010 zur Einführung des Zweijahreskindergartens im Bezirk Einsiedeln;
genehmigt Beiträge der Kulturkommission an Karl Hensler für die Herstellung der Erinnerungsschrift mit dem Titel "Üsre Dichter Meinrad Lienert", an die Theatergruppe des Kulturvereins Chärnehus für die Theaterproduktion "Lochmatt" mit total 19 Aufführungen von August bis September 2010, an die Kulturgruppe MärchenKlang für die Aufführung im Chärnehus vom 25. September 2010, an Annemarie Babcock-Merz für das Konzert des gemischten Chores aus Kaluga (Russland) im Grossen Saal des Klosters am 23. Oktober 2010, an die Konzerte des Chors "90 Stimmen" in der Klosterkirche vom 21. und 28. November 2010, an das Konzert des Vokalesembles TonAnTon vom 3. Juli 2010 im Kloster Einsiedeln.