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Ozon und Forschung
Verwechslungsmöglichkeiten von Ozonsymptomen
Um Symptome an Blättern und Nadeln bestimmten Schadstoffen zuordnen zu können, muss man differenziert vorgehen: Im Freiland kann es notwendig sein, vor Ort eine Diagnose des Baumkrankheitszustandes unter Abwägung der Ursachenfaktoren (Differenzialdiagnose) vorzunehmen, wenn Symptome undeutlich ausgeprägt sind oder von anderen Symptomen überlagert werden.
Blattverfärbung an Esche, hervorgerufen durch Ozon
Ansonsten sind stereomikroskopische Untersuchungen notwendig. Grundsätzlich gilt: Je rascher die Untersuchung durchgeführt wird, desto einfacher ist die primäre Diagnose. Folgeschädlinge, die das Schadbild verwischen können, haben sich dann noch nicht entwickelt. Erfahrung mit der Erkennung von Symptomen verschiedener Art führt im Fall der meisten Immissionsschäden über das Ausschlussverfahren zum Erkennen der Ursache. Die chemische Analyse liefert hinsichtlich saurer Schadgase und Auftausalze den Beweis. Immissionen durch bodennahes Ozon sind ein Sonderfall, da die Symptome meist schwer morphologisch von anderen zu trennen sind, und Nachweisverfahren anatomischer Gewebeuntersuchungen erfordern, die noch nicht praxisreif sind. [weiter]