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Aktuell sind im Schnitt 22,6 Prozent aller Parlamentssitze der Welt von Frauen besetzt, wie die Zahlen der Interparlamentarischen Union (IPU) zeigen (Stand 1. Februar). Ein Jahr zuvor waren es noch 22,1 Prozent. Innert von 20 Jahren hat sich die Frauenquote global fast verdoppelt.
Trend nach oben in der Schweiz
Auch in der Schweiz zeigt der Trend nach oben. 2015 wurden 64 Politikerinnen in den Nationalrat gewählt, so viele wie nie zuvor. Dennoch büsst die Schweiz im Ranking erneut zwei Plätze ein. Mit einem Frauenanteil von 32 Prozent im Nationalrat belegt sie derzeit den 36. Rang unter 191 Staaten.
Im Jahr 2004 hatte die Schweiz noch an 22. Stelle rangiert. Seither wurde sie vor allem von afrikanischen und lateinamerikanischen Staaten überholt. Ein afrikanisches Land ist es auch, das die IPU-Rangliste seit Jahren dominiert: Ruanda, dessen Parlament zu fast zwei Dritteln weiblich besetzt ist. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Bolivien und Kuba.
Von den Nachbarn schneidet mit Rang 26 nur Deutschland besser ab als die Schweiz. Italien findet sich auf dem 42. Platz, Österreich auf dem 44., Frankreich auf dem 58. und Liechtenstein auf dem 88. Rang. Überdurchschnittlich viele Frauen sitzen in den Parlamenten der nordischen Länder, während in einigen arabischen und pazifischen Staaten die männlichen Abgeordneten unter sich bleiben.
Frauen in den kantonalen Parlamenten
Männerlastiger als der Nationalrat präsentieren sich innerhalb der Schweiz die kantonalen Parlamente. Wie aus den vom Bundesamt für Statistik (BFS) anlässlich des internationalen Frauentags präsentierten Zahlen hervorgeht, sind dort im Schnitt 25,8 Prozent aller Sitze von weiblichen Abgeordneten besetzt.
Damit hat sich der kantonale Frauenanteil wieder etwas erholt, nachdem er in der Periode 2008-2011 erstmals leicht zurückgegangen war. Von Kanton zu Kanton unterscheidet sich die Frauenquote erheblich. In acht Parlamenten (BL, ZH, AG, BE, BS, SO, AR, VD) beträgt sie 30 Prozent oder mehr. Spitzenreiter ist Basel-Landschaft mit fast 37,8 Prozent, Schlusslicht das Wallis mit 15,4 Prozent.
(sda/me/ama)