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« Zum Meister kam ein Mann, der trotz seiner beruflichen Karriere, seines Reichtums und gesellschaftlichen Erfolges nicht glücklich war.
"Ich habe alles, was ich mir wünschen kann", sagte der Mann. "Haus, Auto, genug Geld auf dem Konto, Frau und Kinder sind gesund, und doch fühle ich mich nicht wohl. Der Wohlstand ist einerseits natürlich beruhigend, aber andererseits fühle ich mich hilflos, weil ich weiss, dass nicht immer alles so bleiben muss."
"Du erinnerst mich an den Mann, von dem ich einmal hörte", antwortete der Meister. "Dieser Mann versuchte eines Abends, ein Tor nach aussen hin aufzustossen. Doch so sehr er sich auch bemühte, das Tor öffnete sich ihm nicht. Verzweifelt versuchte er es weiter, und da er es nicht öffnen konnte, fühlte er sich eingesperrt und vermeinte, da draussen sei seine Freiheit. Schliesslich war es Nacht geworden, und erschöpft sank er nieder und schlief ein. Als er am Morgen erwachte, stellte er fest, dass sich das Tor nach innen öffnen liess." »
Norbert Lechleitner
Photo von Wolfgang Rottmann auf Unsplash