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Jury Locarno 2008
Alexander Deeg (Deutschland)
hat in Erlangen evangelische Theologie studiert und Judaistik an der Hebrew University in Jerusalem. Er ist ordinierter Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und seit 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent für Praktische Theologie in Erlangen. 2005 promovierte er zum Dr. theol. mit einem Beitrag zur homiletischen Textlektüre im Dialog mit dem Judentum. In seiner Predigt- und Gottesdienstlehre hat der Film eine eminente Bedeutung als Paradigma für praktische Handlungsvollzüge der Kirche.
Felipe Espinosa Torres (Mexiko)
ist katholischer Priester und Mitglied des Jesuitenordens. Er hat mit einem Master in Kommunikation abgeschlossen und ist auf Filmkritik spezialisiert. Nachdem er während zwanzig Jahren in verschiedenen Rundfunkstationen und als Erzieher unter mexikanischen Campesinos gewirkt hat, war er Direktor des Zentrums für Radio und Video des Jesuitenordens in Mexico-City. Er ist jetzt Professor und Direktor für öffentliche Beziehungen an der Ibero-Amerikanischen Universität Torreόn und Vice-Präsident von SIGNIS-Mexico.
Douglas Fahleson (Irland)
ist Schriftsteller, Direktor und Produzent. Er begann seine Laufbahn als Schauspieler in London, nachdem er dort die Studien an der Kunstakademie für Musik und Dramaturgie LAMDA erfolgreich abgeschlossen hatte. Er erwarb ein M.D. als Drehbuchautor von USC, wo er Filmkritik zusammen mit Kenneth Turan studierte, dem Chef Filmkritiker für die Los Angeles Times. Er ist Vize-Präsident der katholischen Medienvereinigung CIMA, einem US-Mitglied von SIGNIS. 2008 war er Mitglied der Ökumenischen Jury an der Berlinale.
Serge Molla (Schweiz) – Präsident
hat 1984 nach dem Studium der evangelischen Theologie angefangen, als Gemeindepfarrer zu wirken, und 1992 hat er zum Dr. theol. promoviert. Er war von 1995–1996 Lehrbeauftragter an den theologischen Fakultäten in Lausanne und Neuenburg und ist in der evang.-ref. Kirche des Kantons Waadt zuständig für den Bereich «Kult und Kultur». Er ist Autor verschiedener Publikationen u. a. über M. L. King und zum Thema «Gott – eine Geisel der Werbung?» Er ist u. a. Mitarbeiter der Zeitschrift CinéFeuilles, schreibt regelmässig Filmkritiken und war 2008 Mitglied der Interreligiösen Jury am Festival Visions du Réel in Nyon.
Astrid Polz-Watzenig (Österreich)
studierte katholische Theologie an der Universität in Graz und ist Direktorin des Afro-Asiatischen Instituts in Graz, Filmberaterin des Bischofs der Diözese Graz-Seckau und Beraterin der Medienbüros der österreichischen Bischofs sowie Mitglied des Vorstands von SIGNIS Europa. Sie organisiert Filmexerzitien im Benediktinerkloster St. Lambrecht und war mehrfach Mitglied von SIGNIS-Festivaljuries (z. B. Alba, Mailand, Venedig, Oberhausen, Linz). Für die Diözese Graz-Seckau ist sie ebenfalls in der DIAGONALEJury vertreten.
Sham P. Thomas (Indien)
ist ordinierter Pfarrer der Syrischen «Mar Thoma Kirche» von Malabar (Indien) und a. o. Professor und Leiter der Abteilung für Kommunikation am Theologischen College in Bangalore. Sein Forschungsinteresse gilt der Vermittlung von Religion in den Medien, und er lehrt u. a. über «Christliche Prinzipien der Kommunikation». An der von INTERFILM organisierten ökumenischen Filmkonferenz «Peacemaking in Cinema» in Edinburgh 2007 präsentierte er ein Referat mit einem speziellen Blick auf das indische Kino.
Montag, 7. Juli 2008, 10:04