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6. Mai 2022 18:39
Faktencheck BVG21: Frauen profitieren
In letzter Zeit wird immer wieder behauptet, der Nationalrat weigere sich im Rahmen der BVG-Reform, «die bereits heute skandalös tiefen PK-Renten der Frauen zu verbessern», insbesondere die Frauen hätten «mit massiven Renteneinbussen das Nachsehen» oder «Frauen – welche schon seit 40 Jahren auf Lösungen in der 2. Säule warten – sollen noch einmal 15 Jahre vertröstet werden, ohne jede Garantie, dass dannzumal eine Rentenverbesserung erfolgt, sollen sie bis dahin teuer bezahlen – für die Pensionskassenmanager und Versicherer».
Alle diese Aussagen haben eines gemeinsam: sie sind falsch.
Tatsache ist: Im BVG werden Männer und Frauen grundsätzlich gleich behandelt (ausser im Invaliditätsfall). In diesem Fall erhalten Frauen aufgrund des tieferen Rentenalters tiefere Renten. Eine Gleichstellung beim Rentenalter würde den Unterschied reduzieren.)
Der Nationalrat verbessert in seinem Modell die Situation der Frauen. Denn sein Modell verbessert die Situation von Teilzeitbeschäftigten und Tieflöhnern. Auch das Kompensationsmodell des Nationalrats hilft Frauen. C-alm hat dies für das Einzelbeispiel einer Frau mit Medianlohn und Teilzeitbeschäftigung durchgerechnet. (Siehe Screenshot) Resultat: Die Rentenverbesserung beträgt 3’046 CHF pro Jahr (neu 9’478 CHF statt wie bisher 6’432 CHF).