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Der Niederländische Tourismusverband NBTC spricht am DTTT Global, einem Forum für Digitalen Journalismus, vom 4. bis 5. Dezember, über seine neue Tourismusstrategie «Perspektive 2030 – Eine neue Vision für niederländische Reiseziele zum Nutzen aller Niederländer».
Bisher habe die Regierung und die Tourismusindustrie das Land so beworben, um mehr Gäste anzulocken. «Wir können nun feststellen, dass mehr nicht immer besser ist – und keinesfalls überall», steht im Strategie-Paper. Die neue Strategie setze auf Nachhaltigkeit.
Die Tourismusströme müssten so gelenkt werden, dass die Einheimischen davon wirtschaftlich profitieren, ihre Lebensqualität aber durch die Besucher nicht eingeschränkt werde. Es müsse dafür gesorgt werden, dass manche Ziele, wie Amsterdam, nicht von Touristen überschwemmt werden. Die verschiedenen Destinationen müssten miteinander kooperieren, um einen nachhaltigen Tourismus zu generieren und die Lebensqualität der Holländer weiter zu gewährleisten.
Verdoppelung bis 2030
Die Behörden möchten zudem auch darauf achten, wer ins Land einreist. Man arbeite darauf hin, Touristen anzuziehen, die zum Land positiv beitragen und keine Probleme machten. Erste Massnahmen wurden bereits ergriffen. Amsterdam verbietet seit April Führungen durch das berühmte Rotlichtviertel.
Laut Schätzungen wird die Zahl der in die Niederlande einreisenden Besucher von 18 Millionen (2017) auf 29 Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Hält das aktuelle Wachstum jedoch wie bisher an, könnte die Zahl internationaler Besucher bis 2030 sogar auf 42 Millionen ansteigen. (TI)