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Ein Fahrzeug für die Seelsorge
Kirghizistan 02/2020
KIRGISTAN 2/2020
Kirgistan war bis 1991 eine Sowjetrepublik. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde das zentralasiatische Land, das im Südosten an China grenzt, unabhängig. Auf einer Fläche von fast 200.000 Quadratkilometern leben nur rund 6,3 Millionen Menschen, die verschiedenen Volksgruppen angehören. 75 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam.
Die meisten der kirgisischen Muslime sind eher tolerant, aber unter den jüngeren Muslimen sind in jüngster Zeit zunehmende Radikalisierungstendenzen zu verzeichnen. Die übrige Bevölkerung ist zu 20 Prozent orthodox. Die restlichen 5 Prozent gehören einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaften an. Katholiken machen eine winzige Minderheit aus, die zumeist polnische, ukrainische oder deutsche Wurzeln haben. Es gibt drei reguläre Pfarreien und zwanzig kleine Gemeinden, in denen sich die Gläubigen versammeln. Oft lebt aber auch nur eine einzige katholische Familie in einem Dorf – weit entfernt von anderen Gläubigen.