Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03486.jsonl.gz/169

Literarisches Mischmasch, sogar in Indien
Die letzten Tage war ich mit einer leichten Erkältung nicht so ganz auf dem Dampfer. Was also besseres tun als zu lesen? Am besten gleich alles durcheinander: Wenn ich im Bus zur Arbeit fahre, lese ich "Eragon" von Christopher Paolini (so eine Art Tolkien-Verschnitt, leicht ins schnulzige abdriftend, schon mal gelesen aber lange genug her, dass ich mich nicht mehr an alle Details erinnere), wenn ich vor dem Computer sitze lese ich zwischendurch in Rudyard Kiplings "Kim" weiter. Schlussendlich lese ich von Vangelis Hatziyannidis "Vier Wände" auf Griechisch ("Οι τέσσερις τοίχοι"), allerdings brauche ich dafür etwas mehr Konzentration.
Als ich gestern ein paar Seiten in Kiplings Buch las passierte etwas seltsames. Auf dem #zope irc channel kam jemand vorbei mit ein paar Fragen wegen etwas was in seinem Code nicht funktioniert. An der Art seiner Sprache schien mir etwas seltsam und ich wusste nicht, ob das dran lag, dass ich grade Kiplings altertümliche und indisches Englisch nachahmende Sprache gelesen hatte. Ich hatte das Gefühl als wäre ich noch halb im Buch. Schliesslich schaute ich per /whois nach, woher er kam und siehe da... aus Indien. Was für ein Zufall.
Ich nutzte die Gelegenheit, ihn zu fragen, ob er Kiplings Buch für Quatsch hält, oder ob er denkt dass es zumindest etwas mit Indien zu tun hat. Er meinte dass Kipling ein uraltes Indien beschreibt, dass Indien sehr vielfältig ist ("India is too diverse to describe in one book.") und dass ich doch vorbeikommen und es mir anschauen sollte. Da hat er wohl recht.