Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03336.jsonl.gz/190

Um die Tiger besser zu schützen, wurde am 24.7.2012 vorläufig ein landesweites Verbot in den Kernzonen erlassen.
Hunderte von Hotels, Pools usw. sind wie Pilze in den Tiger-Reservaten aus dem Boden geschossen. Der WWF unterstützt diesen Ökotourismus, der die Tiger stört und die Wälder in Mitleidenschaft zieht. Aus dem Ökotourismus wurde ein wirtschaftlicher Massentourismus, bei dem der Tigerschutz am wenigsten profitiert.
Der Tiger-Rummel des WWF richtet mehr Schaden an, als dass er nutzt. Vasudha Chakravarthi (Reservat Kanha): "Ich lebe seit vier Jahren hier und hatte in der Zeit sieben direkte Begegnungen mit einem Tiger. Ich habe sie dabei nie bedrängt oder gestört. Aber der Tiger-Tourismus bringt eine Menge Abgase und Lärm in die Schutzgebiete. Was meinen Sie, wie sich ein Tiger fühlt, der von Jeeps umstellt wird? Nur weil ihr die Macht und das Geld habt, könnt ihr mit dem Jeep mitten in die Tiger-Schutzzonen hineinfahren. Im Namen des Öko-Tourismus wird der ursprüngliche Wald zerstört."
Indien beherbergt über die Hälfte der geschätzten 3'200 Tiger weltweit. Die meisten leben in den rund 40 geschützten Reservaten welche seit 1970 etabliert wurden.
Unzählige Hotels und Shops versuchen in den Reservaten Geschäfte mit den Touristen zu machen. Diese Störungen sind nicht mehr vertretbar, laut einem ersten Urteil des Obersten Gerichtes, nachdem ein Tierschützer wegen dem leidigen Treiben geklagt hat. Er verlangt, dass die Tigerreservate von allen menschlichen Störungen verschont bleiben, inklusive des Tourismus. Ein endgültiges Urteil wird in den kommenden Monaten erwartet.
Hunderte Touristen müssen sich ab sofort eine neue Unterkunft ausserhalb der Reservate suchen.
Vor ein paar Wochen hat ein Staat in Indien Wilderern den Krieg erklärt (Tierschutznews berichtete). Die Regierung von Maharashtra sagt, dass das Verletzen oder Töten eines gesetzlosen Jägers kein Verbrechen mehr ist.