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Sie wurde 1928 auf Grundlage einer wirksamen Pädagogik gegründet, die den Schüler in den Mittelpunkt der Bildung stellt und von Maria Montessori inspiriert wurde. Die Schule verfügt über tiefe Wurzeln, was ihr das Ansehen gibt, das eine Einrichtung benötigt, die ihre Schüler auf die Hochschulausbildung vorbereitet. Die École des Buissonnets ist jedoch vor allem ein Ort, an dem die Schüler das Gefühl haben sollen, dass sie existieren. Unser Grundsatz: Nicht nur die Stärken und Schwächen eines jeden berücksichtigen, sondern ebenfalls auf seinen Werdegang achten, indem ihm ein vollständiger und stimmiger Lehrplan, eine modulare Organisation, ein System mit Mentoren und ein Zugang zur Technologie angeboten wird. Nichts dürfte also dem Erfolg des Schülers im Wege stehen, was übrigens durch eine Erfolgsvereinbarung zwischen der Schule und dem Schüler besiegelt wird.
Geschichte
Zu ihrer Gründung im Jahr 1928 legte die École des Buissonnets sich zunächst in Siders nieder, wo sie in dieser künstlerischen und kulturellen Stadt die pädagogische Seite darstellte. Corinna Bille, die zum ersten Abschlussjahr zählte (damals war die École des Buissonnets eine Handelsschule für Mädchen) schrieb 1974: „Ich werde diese Zeit immer mit einem gerührten, dankbaren Gefühl in Verbindung bringen, da es die einzige Schule war, an der ich wirklich glücklich war.“
Wenn man sich die bereits trächtige Geschichte der École des Buissonnets ansieht, sticht einem die Initiative und Offenheit dieser Einrichtung ins Auge, die von den Ingenbohler Schwestern zunächst gegründet und daraufhin von 1929 bis 1988 geleitet wurde.
Zwei Beispiele sind besonders vielsagend. Im Jahr 1954 war die École des Buissonnets nach der Universität von Neuenburg die zweite Bildungseinrichtung der Schweiz, die über ein Sprachlabor verfügte. 1969 entschieden sich die Schwestern für eine von Maria Montessori inspirierte Ausbildung, deren Grundsätze noch heute angewendet werden: persönliche Gestaltung der Arbeiten und Ziele, Individualisierung der Arbeitsrhythmen, Verantwortungsbewusstsein der Schüler.
Man kann sich zwar darüber wundern, dass eine religiöse Gemeinschaft solch eine neue Einstellung an den Tag legte, sollte sich daran erinnern, dass es „genau“ eine Schwesterngemeinschaft ist, die dem Leben einen rein humanistischen Sinn geben kann. Die Ingenbohler Schwestern haben einen Lebensstil geschaffen, der auf Werten beruht, die „vor dem Jahrhundert geschützt sind“, was bedeutet, dass sie von den wirtschaftsorientierten Vorurteilen, die in der Welt verankert sind, weit entfernt sind.
1977 entschied sich der Walliser Staatsrat, die zwei Handelsschulen von Siders auf dem Hügel von Goubing zusammenzuführen. Zwei Jahre später wurde die École des Buissonnets eine Privatschule. Die Schwestern richteten die Schule auf ein allgemeines Bildungsangebot aus, ohne dabei auf die Bildungsart der Montessori-Jahre zu verzichten, wodurch die Schule gemischte Stufen von den Primarklassen bis hin zur Schweizerischen Maturität und dem französischen Baccalauréat anbietet.
Neue Schüler kamen somit zur École des Buissonnets, die nun zahlreichen jungen Wallisern die Möglichkeit bot, ein Diplom zu erhalten, mit dem sie ihre beruflichen und schulischen Ziele verfolgen konnten.
In diesem neuen Umfeld wirkte die Montessori-inspirierte Methode erneut Wunder. Die Schule konnte beispielsweise Schüler mit besonderen Bedürfnissen auf die Schweizerische Maturität oder das französische Baccalauréat vorbereiten: mehrere Leistungssportler, die manchmal mehrere Monate aufgrund von Wettkämpfen der Schule fernblieben, ein an Myopathie erkrankter Schüler, der es durch einen aussergewöhnlichen Willen schaffte, seine Maturität zu erhalten, einen Klavier- sowie einen Geigenvirtuosen, die oftmals eher auf die Harmonie als die Philosophie achteten, einen schwerhörigen Schüler, der heute Informatiker geworden ist, sowie mehrere Schüler mit grossem Potenzial, die oftmals unter Erfolgsdruck stehen.
Diese menschlichen Erfahrungen können durch nichts ersetzt werden und treiben die Lehrer der École des Buissonnets voran. Immer mehr junge Menschen aus der Schweiz oder von ausserhalb sind auf der Suche nach einer privilegierten Umgebung, einer personalisierten Betreuung und einer Lernart, die einer Lebenskunst gleichkommt.