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||Seit 1987 schuf der in Zürich lebende Komponist Yehoshua Lakner (1924-2003) mit dem Commodore 64 Computer sogenannte «audio-visuelle Zeit-Gestalten». Der Computer, so Lakner, fordert «einen geradezu heraus, ihn für die Gestaltung dieser drei Dimensionen – Zeit, Bild und Klang – einzusetzen und unter Umständen auch für das Wort. Es sollte doch dem Medium am besten entsprechen, wenn von Anfang an der Zeitverlauf des Hörbaren und des Sichtbaren integriert werden kann. Dies steht im Gegensatz zur üblichen Prozedur, wo zu einer bestehenden Animation eine 'passende' Musik gesucht wird oder wo man vor dem Problem steht, was man dem Augen bieten könnte, während die primär geschaffene Musik aus den Lautsprechern kommt.»

Yehoshua Lakners spätes Hauptwerk ist die dreiteilige Komposition Segante für zwei Computer, zwei Bildschirme, Sprecherin und Sprecher mit den drei Sätzen «Giovanni Segantini», «Bergvariationen» und «S + N». Das langsame Verschwinden des C-64 führt heute zunehmend zu Problemen, die man aus der «historischen Aufführungspraxis» kennt: Es fehlen geeignete Instrumente. Lakners Programme können vorderhand nur auf dem C-64 abgespielt werden.