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Im Rahmen einer Praxiserhebung wurden Daten zum Festfutterverzehr und zur Lebendgewichtsentwicklung von Mutterkuhkälbern von der Geburt bis im Alter von 305 Tagen erhoben und analysiert. Daraus wurden Schätzformeln zur Gewichtsentwicklung und zum Festfutterverzehr von Mutterkuhkälbern in der Schweiz abgeleitet. Es zeigte sich, dass das Alter und Geschlecht der Kälber sowie der Rassentyp der Mutter die Gewichtsentwicklung von Mutterkuhkälbern beeinflussen. Letzteres dürfte auf Unterschiede in der Milchleistung der Mutter zurückzuführen sein. Kälber mit F1-Müttern (Mast- × Milchrasse) nahmen bis zum 150. Tag 13 % mehr zu als reine Mastrassentiere, in der zweiten Altersphase waren es sogar 23 %. Von der Geburt bis zum Alter von 150 Tagen wurde eine Verzehrssteigerung von 0 auf 3,4 kg TS/Tag Festfutter berechnet, für die Altersphase von 151 bis 305 Tagen eine von 3,5 auf 7,0 kg TS/Tag. Die Formeln zur Schätzung des Festfutterverzehrs von Mutterkuhkälbern beinhalten die Faktoren Lebendgewicht (LG) oder Alter der Kälber sowie in der zweiten Altersphase zusätzlich den Rassentyp der Mutter. Die Milchleistung der Mutterkühe scheint auch den Festfutterverzehr ihrer Kälber zu beeinflussen. Kälber mit F1-Müttern haben ab einem Alter von 150 Tagen wesentlich weniger Festfutter aufgenommen als reine Mastrassentiere. Bis zum Alter von 150 Tagen sind die ermittelten Werte zum summierten Grundfutterverzehr von Mutterkuhkälbern mit den Richtwerten in den Grundlagen für die Düngung landwirtschaftlicher Kulturen (GRUD) vergleichbar. Von der Geburt bis zum Alter von 305 Tagen war der summierte Grundfutterverzehr jedoch um 32 % höher (793 vs. 600 kg TS) als derjenige der GRUD, wobei das LG ebenfalls um 19 % höher war (418 vs. 350 kg). Der summierte Grundfutterverzehr ist aufgrund dieser Differenzen im LG nicht direkt mit den Werten der GRUD vergleichbar.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.