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christlichen
Kultus ursprünglich nichts zu thun hatten, daß die als
Nachahmung antiker
Muster aufzufassenden
Figuren von den
Künstlern einer mittelalterlich-heidnischen Nordseeküstenbevölkerung mit dem
Grabstichel in den von den Kulturvölkern
des
Mittelmeers
[* 2] in den
Handel gebrachten Glasfluß eingraviert worden sind. Er glaubt, daß mindestens zwei antike
Modelle vorgelegen
haben:
Viktoria, dem
Krieger dem Siegeszweig überreichend, und
Viktoria stehend vor dem
Imperator. Jedenfalls
gehören wohl die Alsengemmen dem 7.-9. Jahrh. an.
Vgl.
»Zeitschrift für Ethnologie 1882,1883,1887, 1889«.
Bei dem von C.
Netto 1888 beschriebenen und neuerdings von der
Alliance Aluminium Company zu Walsend bei
Newcastle
[* 8] im großen ausgeführten
Verfahren zur
Darstellung von Aluminium wird dasselbe aus dem
Kryolith (6 NaFl, Al2Fl6) ^[(6NaFl,
Al2Fl6)] durch
Reduktion mit
Natrium gewonnen, während früher fast ausschließlich das auf ziemlich umständlichem
und kostspieligem Wege herzustellende Natriumaluminiumchlorid als Ausgangsmaterial benutzt wurde.
Zwar hatten H.
Rose und J.
^[John]
Percy bereits 1855 auf die Verwendbarkeit des
Kryoliths zur Aluminiumdarstellung aufmerksam
gemacht, indessen liegt der
Schmelzpunkt des
Minerals so hoch (etwa 800°), daß beim Erhitzen eines
Gemenges von
Kryolith und
Natrium letzteres zum größten Teil verdampft, ehe es hätte reduzierend einwirken können. Um dies
zu verhindern, wird bei dem obigen
Verfahren das
Natrium in Form großer
Blöcke (von 5-7 kg) in den vorher geschmolzenen
Kryolith,
der sich in eisernen konverterähnlichen
Gefäßen befindet, eingeführt und darin durch einen geeigneten
Apparat untergetaucht.
Aluminiums aus
Kryolith. Die aus Fluornatrium bestehende
Schmelze wird durchSchmelzen mit Aluminiumsulfat
auf künstlichen
Kryolith und Natriumsulfat verarbeitet; letzteres läßt sich durch
Auslaugen mit
Wasser leicht entfernen.
Das aus der
Schlacke gewonnene
Material bietet dem Rohkryolith gegenüber den Vorteil eines geringern Siliciumgehalts.L. Grabau
wendet als Ausgangsmaterial zur Aluminiumdarstellung unschmelzbares Fluoraluminium an und zwar ohne Zusatz von
Flußmitteln.
Das Fluoraluminium braucht zur
Zersetzung mit
Natrium nur auf etwa 600-700° vorgewärmt zu werden, behält
dabei den festen Aggregatzustand und kann deshalb in jedem feuerfesten
Material oder in Metallgefäßen ohne
Gefahr einer Verunreinigung
durch das Gefäßmaterial genügend erhitzt werden. Dagegen schmilzt
Kryolith bereits bei Rotglut und zerstört jedes feuerfeste
Material in kürzester Zeit. Man wählt vorteilhaft die Mengenverhältnisse des Fluoraluminiums und
des
Natriums derart, daß nach der
Reaktion das leichtflüssige Aluminiumnatriumfluorid (Al2Fl6 , 6NaFl,
Kryolith) vorhanden ist.
Man wärmt das Fluoraluminium auf etwa 600° vor und schüttet es auf das geschmolzene
Natrium. Über 90 Proz. des letztern
können für die
Reaktion nutzbar gemacht werden. Bei derselben entsteht eine so hohe
Temperatur, daß
der dabei sich bildende
Kryolith dünnflüssig wird und das Aluminium sich auch ohne Zusatz eines
Flußmittels zu einem
Regulus ansammelt.
Das Zersetzungsgefäß überzieht sich mit einer Kruste von festem
Kryolith und wird infolgedessen nicht angegriffen.L. Grabau
führt seinVerfahren in der
Fabrik in
Nienburg
[* 11]
a. d.
Weser mit gutem Erfolg aus; es ist das die erste deutsche
Fabrik, in welcher Aluminium auf chemischem Wege hergestellt wird.
Mit 1-2 Proz. Silicium ist das Metall schon sehr grau, aber in der Kälte noch ziemlich weich und zäh, in der Wärme
[* 18] freilich
kaum mehr schmiedbar. Über 2 Proz. Silicium machen das Metall schon spröde und brüchig. Für die Hämmer-
und Walzbarkeit des Aluminiums ist die Verunreinigung mit geringen Mengen von Eisen und namentlich von Kupfer noch schädlicher
als die mit Silicium. von der Qualität 0 und I lassen sich in der Kälte wie in der Wärme ausgezeichnet
schmieden, II aber infolge seines Silicium- und Eisengehalts nur schwer oder gar nicht.