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Was hat es mit dem geheimen Zeitreise-Experiment von Quentin Kurtz auf sich? Weshalb wurden er und seine Tochter Aurora vom CIA gesucht? Und wohin verschwanden die beiden vor mehr als 30 Jahren spurlos? Als die drei ??? sich dieses mysteriösen Falles annehmen, scheinen die Gesetze der Logik ausser Kraft zu treten: Denn plötzlich steht die verschollene Aurora leibhaftig vor ihnen - ohne auch nur einen Tag gealtert zu sein...
01. Insektenstachel
02. Premierenfieber
03. Hinterhältiger Plan
04. Blick in die Vergangenheit
05. In Luft aufgelöst
06. Ein neuer Fall
07. Beklemmendes Gefühl
08. Spurlos verschwunden
09. Unsichbare Materie
10. Schwieriges Frauenzimmer
11. Notruf
12. Dem Wahnsinn nahe
13. Konserviert
14. Erpressung
15. Die Maske fällt
16. Unsichtbar
"Das perfekte Verbrechen gibt es nicht!" Mit übertriebener Geste deutete die Inspektorin auf den runden, wurmstichigen Holztisch in der Mitte der Bibliothek und genoss ihren Auftritt allzu offensichtlich. Auf dem Tisch befand sich unter einem umgestülpten Weinglas eine Wespe. Auffallig gross und leblos. Die anderen Anwesenden, vier weitere Personen, hatten sich um den Tisch versammelt und lauschten gespannt den Erlauterungen der stark geschminkten Frau mit den markanten, beinahe maskulin wirkenden Gesichtszügen.
"Rufen wir uns das Geschehen vom letzten Sonntag in unser Gedachtnis zurück." Aus der Innentasche ihres Jacketts zog die Inspektorin einen kleinen Notizblock hervor und rückte dann ihre Brille zurecht. "Ich habe mir genau notiert, zu welchem Zeitpunkt wir auf der Sonnenterrasse von Mrs Brownie zusammengekommen waren: exakt um sechzehn Uhr zwanzig. Ich stand namlich direkt hinter dem Korbsessel, in dem die besagte Dame sass, und hatte daher die Kirchturmuhr, die man von dieser Position aus hinter den Baumen deutlich sehen konnte, gut im Blick." "Nun spannen Sie uns doch nicht so unnötig auf die Folter, Inspektor", drängte Mrs Folder, eine korpulente Dame in fortgeschrittenem Alter. Ihr breitkrempiger Sonnenhut sah aus wie das Accessoire einer Hollywood-Diva aus alten Zeiten und verlieh ihr einen Hauch mondänen Glamours.
Mr Finger, ein schmächtiger, in ein luftiges weisses Dinnerjacket gekleideter Herr, streckte seinen Zeigefinger belehrend in die Höhe. "Müsste die korrekte Anrede nicht - Inspektorin - heissen?", warf er schulmeisterlich in den Raum, während er seiner Vorrednerin einen missbilligenden Blick zuwarf.
"Lassen wir die Wortklauberei", entgegnete die Inspektorin grosszügig. "Die Emanzipation darf meinetwegen auf höherer Ebene stattfinden. An erster Stelle steht für mich die Überführung des Mörders, der in diesem Fall wirklich gerissen vorgegangen ist. Er schaffte es nämlich, es so aussehen zu lassen, als sei Mrs Brownie an den Folgen eines Wespenstichs - gegen dessen Gift sie höchst allergisch war - verstorben."
Wieder deutete sie auf das umgestülpte Weinglas. "Aber dem war nicht so. Es war Mord!"
"Und was veranlasst Sie zu dieser Behauptung?", mischte sich nun Doktor Hopper in die Erläuterungen ein. "Ich selbst habe die Obduktion der Verstorbenen vorgenommen. In ihrem Blut fanden sich nachweislich die Spuren des tückischen Wespengiftes."
Die Inspektorin warf dem Doktor einen abschätzigen Blick zu.