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unter dem durchziehenden fremden Kriegsvolk (Russen, Franzosen und Oesterreicher) zu leiden. Während der Helvetik war dann
Uznach dem Kanton
Linth zugeteilt. 1803 kam es an den neugegründeten Kanton St. Gallen,
strebte aber schon 1814 die Vereinigung mit Schwyz
an und
ersuchte den Grossen
Rat um Lostrennung von St. Gallen. Nach Annahme der neuen Kantonsverfassung am wurde
Uznach mit
Rapperswil dem st. gallischen Seebezirk zugeteilt. Die Ortsgemeinde Uznach besitzt ausgedehntes Korporationsgut:
grosse Waldungen
(Burgerwald) und viel Acker-, Streu- und Rietland.
Von hervorragenden Männern sind zu nennen: P. Anselm Schubiger († 1888 in
Einsiedeln), angesehener Komponist und Verfasser
mehrerer geschichtlicher Werke (z. B. Die Antonier und ihr Ordenshaus in Uznach im Geschichtsfreund.
34, 1879);
Isidor
Klaus,
Bischof von Tubuna und
apostolischer Vikar der Goldküste, 1905 gestorben und in Uznach begraben;
Nationalrat B. Schubiger († 1859) und Ständerat
Emil Schubiger († 1906), zwei hervorragende Grossindustrielle. In der Umgebung von Uznach werden schon
seit sehr langer Zeit interglaziale Schieferkohlen abgebaut, die dem selben Niveau angehören wie die
Kohlen von
Wetzikon und
Dürnten.
Während früher jährlich bis zu 50000 Tonnen
Kohle gefördert wurden, ist der Ertrag jetzt stark zurückgegangen
und lässt sich eine rasche Erschöpfung des Flözes voraussehen.
Von ihm sind noch
kleine Reste in Form von Wasserbecken und Tümpeln erhalten. Im UznacherRiet findet der Ornithologe ein hochinteressantes
Feld der Beobachtung, indem die Vogelfauna der Linthebene als eine der interessantesten der
Schweiz bezeichnet wird. Im Frühling
rücken die Zugvögel in grossen Scharen ein, um hier bis in den Herbst zu verweilen und an versteckten,
möglichst unzugänglichen
Stellen zu brüten. Es finden sich jeweilen auch verschiedene Raubvögel ein, um sich aus der zahlreichen
Vogelwelt ihre Beute zu holen.
Lange war es den Jägern unbekannt, dass die Lachmöve auf den UznacherRietern brüte.
Die Katholiken sind nach
Bichwil eingepfarrt, bauen sich aber jetzt im Dorf
Oberuzwil eine eigene Kirche. Eine mechanische Weberei und eine Färberei; mehrere grosse Stickereien. Grosse Mühlenbauwerkstätte
mit etwa 1200 Arbeitern. Giesserei und mechanische Werkstätten mit rund 300 Arbeitern. Das Dorf entwickelt
sich rasch und bildet mit Uzwil und Niederuzwil der Gemeinde
Henau eine zusammenhängende grosse Siedelung. Mineralbad
Buchen.
Vom
Vogelsberg hat man eine schöne Aussicht. Sekundarschule in Oberuzwil. Die reform. Kirche ist 1765 mit finanzieller Unterstützung
des Pfarrers Konrad
Blum erbaut worden. Urkundliche Namensformen 817: Uzzevilare; 819: Uzzinewilare. Vergl.
Juchler, J. J. Kleine Kirchenchronik der evangel. Pfarrgemeinde Oberuzwil.Trogen 1866.
(Kt. Tessin,
Bez. Mendrisio).
380 m. Gem. und Pfarrdorf im
Mendrisiotto; 2,5 km n. der Station
Chiasso der Linie
Bellinzona-Lugano-Chiasso
der Gotthardbahn und 300 m von der italienischen Grenze entfernt. Postablage, Telephon; Postwagen
Chiasso-Muggio.
Zollamt. Gemeinde, mit
Rongiana und
San Simone 148
Häuser, 923 kathol. Ew.; Dorf: 114
Häuser, 654 Ew. Weinbau und Zucht der
Seidenraupe. Ueppiger Pflanzenwuchs. Tabak- und Zigarrenfabrikation. Periodische Auswanderung der jungen Männer als
Maurer
und Gipser in die übrigen Kantone. Vom Dorf hat man eine schöne Aussicht aufs
Mendrisiotto und die lombardische
Tiefebene. Heimat des Bidhauers Lironi und des
Malers Magati.