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Zweiter Teil zum Thema gespaltene Schweiz.
Aufgrund der aktuellen Lage in der USA und in Europa wird oft von "partisanship" gesprochen. Also davon, dass Länder und die Politik zunehmend in zwei Lager gespalten sind die keine Kompromisse machen können.
Auch in der Schweiz wird immer wieder der Röstigraben oder ein Stadt-Land Konflikt heraufbeschworen. Aber kann dies mit den Abstimmungsdaten auch gerechtfertigt werden? Dies möchte ich gerne ein bisschen genauer untersuchen. In diesem ersten Post zu diesem Thema beschränke ich mich auf eine relativ einfache Analyse der Varianz. Später möchte ich auch komplexere Analysen zum Thema machen.
Varianzanalyse
Ich habe die Prozentanteile der Ja Stimmen von 25 Kantonen (ohne Jura) und von 622 Abstimmungen genommen. Danach habe ich pro Abstimmung die Varianz der Ja-Anteile der Kantone berechnet. Jeder Kanton hat dabei das gleiche Gewicht, unabhängig von der Grösse.
Wenn man die Varianz gegen die Zeit plottet kriegt man den folgenden Plot:
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Dies zeigt klar auf, dass die relativen Abstimmungsunterschiede zwischen den Kantonen konstant zurückgingen. Natürlich gibt es trotzdem Unterschiede zwischen den Kantonen aber zumindest aufgrund von dieser Analyse kann von einer zunehmenden Spaltung keine Rede sein.
Gerade bei den ersten Abstimmungen waren die Unterschiede zwischen den Kantonen gewaltig. Ein kleines Beispiel mit der zweiten Abstimmung vom 14.01.1866 "Mass und Gewicht": Zürich und Neuenburg haben mit 91.4% bzw. 89.4% angenommen während Appenzell Innerrhoden und Graubünden gerade mal 1% und 5.6% Ja stimmen hatten!
Die Nutzung der Varianz für diese Analyse ist ein bisschen heikel, weil sie sehr empfindlich auf Ausreisser reagiert.