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Abkühlung durch Gewitter
Die Gewitteraktivität hat in der Region Jura gegen Mittag begonnen und sorgte später auch auf der übrigen Alpennordseite für eine Abklühlung, auf der Alpensüdseite dagegen wurde die dritthöchste Temperatur seit Messbeginn registiert.
Wie Pilze aus dem Boden
Im Vorfeld einer Kaltfront ist heute mit einer schwachen südwestlichen Höhenströmung feuchte und labil geschichtete Luft zu uns gelangt und sorgte gegen Mittag zuerst über dem Jura, im Simplongebiet und im Nordtessin für die ersten Gewitter. Im Laufe des Nachmittags bildeten sich auch in den Freiburger und Waadtländer Alpen, im Berner Oberland, später auch der Zentral- und Ostschweiz Gewitter.
Weiterer Hitzetag mit dritthöchstem Wert in Locarno-Monti
Der heutige Tag begann vielerorts meist sonnig, aber bereits am Vormittag bildeten sich besonders dem Jura, sowie den Voralpen und Alpen entlang vermehrt Quellwolken. Trotz zunehmender Bewölkung reichte es in den Niederungen nochmals verbreitet für einen Hitzetag. Bei der Swissmetnetstation in Locarno-Monti wurde mit einer Temperatur von 36.8 Grad sogar der dritthöchste Wert seit Messbeginn vor 80 Jahren registriert. Die Tageshöchstwerte wurden auf der Alpennordseite mit 35.2 Grad in Kloten und 35.1 Grad in Leibstadt, Würenlingen und Zürich-Affoltern gemessen.
Im Norden sorgen Gewitter für eine Abkühlung
Wie bereits erwähnt bildeten sich um die Mittagszeit zuerst über dem Jura Gewitterzellen, die lokal auch heftig ausfielen, später entstanden sie auch in den Alpen und zogen anschliessend in organisierter Struktur langsam nordwärts. Ein Gewitter im glarnischen Klöntal sorgte durch das Ausfliessen für eine Böenspitze von 120 km/h in Glarus. In Giswil brachten die gewittrigen Schauer innerhalb von 20 Minuten eine Abkühlung von 30 auf 18 Grad. Dabei prasselten innerhalb von 10 Minuten auch 23 mm herunter. Eine grössere Niederschlagszone, die sich aus den Gewittern gebildet hatte, erfasste in den frühen Abendstunden das zentrale Mittelland und das angrenzende Zürcher Unterland. Gleichzeitig entstanden über dem Jura und über dem Prättigau bereits wieder neue kräftige Gewitter. Inneralpin vom Wallis über das Gotthardgebiet bis nach Mittelbünden blieb es während des ganzen Tages praktisch trocken. Im Süden blieb die Gewittertätigkeit trotz der hohen Temperaturen eher bescheiden.