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Der Computerkonzern Apple ist von der US-Technologiebörse Nasdaq ermahnt worden. Das Unternehmen hatte die Vorlage des Geschäftsberichts über das vergangene dritte Quartal aufgrund von Unregelmässigkeiten bei der Vergabe von Aktienoptionen verschoben. Das Verschieben der Geschäftsergebnisse verstösst gegen die für eine Listung an der Nasdaq vorgeschriebenen Börsenregeln. Nach der Meinung von Experten handelt es sich allerdings bloss um eine Formalie, da Apple eine der meistgehandelten Nasdaq-Aktien ist.
Apple teilte am Freitag mit, dass nun eine Anhörung vor dem "Nasdaq Listing Qualifications Panel" beantragen werde. In der Zwischenzeit werden die Apple-Wertpapiere weiterhin an der Nasdaq gehandelt. Apple rechnet im Moment damit, dass es in den Quartalsergebnissen "erhebliche Änderungen" geben wird. Gemäss den vorläufigen Zahlen
stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich um 24 Prozent auf 4,37 Milliarden Dollar und der Reingewinn um 48 Prozent auf 472 Millionen Dollar.
Apple hatte bereits am 29. Juni von Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Aktienoptionen an Mitarbeitende berichtet. Anfänglich wurden Unregelmässigkeiten für die Jahre zwischen 1997 und 2001 festgestellt. Vor zehn Tagen weitete die US-Börsenaufsicht SEC die Untersuchungen gegen Apple aus
. Die vergangenen vier Jahre werden nun auch untersucht. Apple hat parallel eine interne Untersuchung angeordnet.
Bei den Unregelmässigkeiten von Apple geht es um die von vielen Firmen
angewendete Praxis des "Backdating". Dabei werden Aktienoptionen vor dem Verkauf an Führungskräfte zurückdatiert, damit der Preis niedriger ist. Der Optionsbesitzer kassiert anschliessend bei höherem Börsenkurs die Differenz zu dem niedrigen Ausgabekurs als Gewinn. "Backdating" ist erlaubt, muss aber in den Geschäftsberichten erwähnt werden. (mim)