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Die Vereinigung Sternenbergs mit der Gemeinde Bauma im Jahr 2015 war der Anlass, auf die Geschichte dieses Ortes zurückzuschauen. Während in frühen Zeiten mangels genauerer Vorstellung und Kenntnis einfach von den «Bergleuten ob Wila» die Rede war, haftet den Sternenbergerinnen und Sternenbergern heute der Ruf an, ein überaus freiheitsliebendes Völklein zu sein.
In sieben Kapiteln beleuchtet Markus Brühlmeier Ausschnitte aus der Geschichte Sternenbergs. Der Text setzt ein mit der Gründung der Kirchgemeinde Sternenberg 1706. Aus der Kirchgemeinde entsteht später die eigenständige politische Gemeinde. Die Frühindustrialisierung im 18. Jahrhundert bietet mit der Baumwollspinnerei als Heimarbeit den Sternenbergerinnen und Sternenbergern Erwerbsmöglichkeiten ausserhalb der bisher dominierenden Landwirtschaft. Die Bevölkerung wächst daher von etwa 150 Menschen auf über 800 gegen Ende des 18. Jahrhunderts an. Das Baumwollgarn erweist sich auch in den folgenden rund hundert Jahren als Schicksalsfaden: Je nach Wirtschaftslage erleben die Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter goldene Jahre, aber auch Perioden grösster Armut.
Die aufkommenden Fabriken schliesslich besiegeln das Schicksal der Heimindustrie. Die Bevölkerungszahl geht von einem Höchststand von gut 1400 stetig zurück. Das Buch schildert nicht nur den wirtschaftlichen Wandel, es beleuchtet auch die politischen Veränderungen und die Lebenswelt der Menschen.
Ursula Eichenberger porträtiert Personen und Orte in Sternenberg, die zusammen mit den Fotos von Tom Kawara ein lebendiges Bild der jüngsten Vergangenheit und der Gegenwart Sternenbergs vermitteln. Die Geschichte des «Sternens» und seiner Wirtinnen kommt ebenso zur Sprache wie die Auseinandersetzungen um die Fusion Sternenbergs mit Bauma.