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Nichtsteroidaler Entzündungshemmer für Hunde und Katzen
ATCvet-Code: QM01AC06
Zusammensetzung1 ml Injektionslösung enthält: Meloxicam 5.0 mg, Meglumin, Glycofurol, Poloxamer 188, Natriumchlorid, Glycin, Conserv.: Ethanol 150 mg, Wasser ad injectabila q.s. ad solutionem
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
Eigenschaften / WirkungenMeloxicam ist ein nichtsteroidales Antiphlogistikum der Oxicam-Gruppe und wirkt durch Hemmung der Prostaglandin-Synthese. Meloxicam wirkt antiinflammatorisch, antiexsudativ, analgetisch und antipyretisch. Es hemmt die Infiltration von Leukozyten ins entzündete Gewebe und beugt entzündlichen Knorpel- und Knochenschädigungen vor. Es besteht zudem eine schwache Hemmung der Kollagen-induzierten Thrombocyten-Aggregation.
Die subkutane Verabreichung von Loxicom® 5 mg/ml Injektionslösung ist gut verträglich und verursacht keine lokalen Nebenwirkungen. In vitro und in vivo Studien haben gezeigt, dass Cyclooxygenase-2 (COX-2) durch Meloxicam stärker gehemmt wird als Cyclooxygenase-1 (COX-1).
Meloxicam zeigte, wenn vor dem Einleiten der Anästhesie verabreicht, eine statistisch signifikante Verminderung der Schmerzen bis 24 Stunden nach der Operation.
Pharmakokinetik
AbsorptionMeloxicam ist nach subkutaner Administration vollständig bioverfügbar. Maximale Plasmakonzentrationen von 0.73 µg/ml beim Hund und von 1.1 µg/ml bei der Katze werden jeweils ca. 2.5 Stunden und 1.5 Stunden nach Verabreichung erreicht.
VerteilungIm therapeutischen Dosisbereich besteht eine lineare Beziehung zwischen der verabreichten Dosis und der Plasmakonzentration. Meloxicam ist zu über 97% an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt 0.3 l/kg beim Hund und 0.09 l/kg bei der Katze.
MetabolismusMeloxicam ist überwiegend im Plasma zu finden und wird hauptsächlich über die Galle ausgeschieden. Im Urin sind nur Spuren der Muttersubstanz zu finden. Meloxicam wird zu Alkohol, einem Säurederivat und zu einigen polaren Metaboliten verstoffwechselt. Alle Hauptmetaboliten erwiesen sich als pharmakologisch inaktiv.
EliminationDie Eliminations-Halbwertszeit für Meloxicam beträgt beim Hund 24 Stunden und bei der Katze 15 Stunden. Ungefähr 75% der verabreichten Dosis werden mit den Fäzes ausgeschieden, der Rest über den Urin.
Indikationen
Hunde:Zur Verminderung von Entzündung und Schmerz bei akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Zur Verminderung von post-operativen Schmerzen und Entzündungen nach orthopädischen Eingriffen und Weichteiloperationen.
Katzen:Zur Verminderung von post-operativen Schmerzen nach Ovariohysterektomie und leichteren Weichteiloperationen.
Hunde:
Erkrankungen des BewegungsapparatesEinmalige subkutane Injektion von 0.2 mg Meloxicam pro kg Körpergewicht (entspricht 0.4 ml Loxicom® 5 mg/ml Injektionslösung pro 10 kg Körpergewicht). Für die Weiterbehandlung, beginnend 24 Stunden nach Verabreichung der Injektion, sollte das Präparat Loxicom® 1.5 mg/ml orale Suspension oder Loxicom® 0.5 mg/ml orale Suspension in einer Dosierung von 0.1 mg Meloxicam pro kg Körpergewicht verabreicht werden.
Verminderung post-operativer Schmerzen (innerhalb 24 Stunden)Einmalige intravenöse oder subkutane Injektion in einer Dosierung von 0.2 mg Meloxicam pro kg Körpergewicht (entspricht 0.4 ml Loxicom® 5 mg/ml Injektionslösung pro 10 kg Körpergewicht) vor dem Eingriff, zum Zeitpunkt des Einleitens der Anästhesie.
Katzen:
Verminderung post-operativer SchmerzenEinmalige subkutane Injektion in einer Dosierung von 0.3 mg Meloxicam pro kg Körpergewicht (entspricht 0.06 ml Loxicom® 5 mg/ml Injektionslösung pro 1 kg Körpergewicht) vor dem Eingriff, zum Zeitpunkt des Einleitens der Anästhesie.
Auf eine genaue Dosierung ist besonders zu achten.
Kontaminationen während des Gebrauchs sind zu vermeiden.
ÜberdosierungBei Überdosierung soll eine symptomatische Behandlung gestartet werden.
Anwendungseinschränkungen
a. KontraindikationenLoxicom® 5 mg/ml Injektionslösung sollte nicht bei säugenden oder trächtigen Tieren angewendet werden. Die Verabreichung ist kontraindiziert bei Tieren mit gastrointestinalen Störungen, wie Ulzerationen oder Blutungen, sowie bei Tieren mit Leber-, Kreislauf- und Nierenstörungen. Nicht anwenden bei Tieren mit nachgewiesenen Blutgerinnungsstörungen oder bekannter individueller Überempfindlichkeit gegenüber Meloxicam oder einem der Hilfsstoffe.
Nicht anwenden bei Tieren die jünger sind als 6 Wochen oder bei Katzen mit einem geringeren Körpergewicht als 2 kg.
b. VorsichtsmassnahmenDie Anwendung bei altersschwachen Tieren ist mit einem erhöhten Risiko verbunden. Wenn die Anwendung bei solchen Tieren nicht vermieden werden kann, so hat dies unter genauer klinischer Beobachtung zu geschehen.
Nicht anwenden bei dehydrierten, hypovolämischen oder hypotonischen Tieren, da ein potenzielles Risiko von renaler Toxizität besteht.
Bei Verabreichung während der Anästhesieeinleitung empfiehlt es sich den Blutdruck und die Nierenperfusion routinemässig durch eine gleichzeitige und die Anästhesie überdauernde Infusionstherapie zu unterstützen.
Die orale Weiterbehandlung mit Meloxicam oder anderen NSAIDs ist bei Katzen kontraindiziert, da eine sichere Dosierung für die wiederholte orale Verabreichung nicht etabliert ist.
Die Sicherheit für die post-operative Schmerzlinderung bei Katzen ist nur nach Narkose mit Thiopental/Isofluran dokumentiert.
Unerwünschte WirkungenVetVigilance: Pharmacovigilance-Meldung erstatten
Es ist mit den für nicht-steroidale Antiphlogistika typischen Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall, okkultes Blut im Kot (teerartiges Aussehen), Apathie und Nierenversagen zu rechnen. Wenn unerwünschte Wirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen werden und ein Tierarzt aufgesucht werden.
Bei Hunden treten diese Nebenwirkungen in der Regel innerhalb der ersten Behandlungswoche auf, sind in den meisten Fällen vorübergehend und verschwinden für gewöhnlich nach Absetzen der Behandlung. In einzelnen sehr seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenden oder lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen. Sehr selten kann es vereinzelt zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die symptomatisch behandelt werden sollten.
WechselwirkungenAndere nicht-steroidale Antiphlogistika, Diuretika, Antikoagulantien, Aminoglykosid-Antibiotika und Substanzen mit einer hohen Plasma-Protein-Bindung können um die Protein-Bindung konkurrieren und somit zu toxischen Effekten führen. Loxicom® sollte nicht zusammen mit anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika oder Glukokortikoiden verabreicht werden. Die gleichzeitige Verabreichung potentiell nephrotoxischer Präparate sollte vermieden werden. Bei Tieren mit einem erhöhten Narkoserisiko (z.B. ältere Tiere) sollte während der Anästhesie eine intravenöse oder subkutane Flüssigkeitstherapie in Erwägung gezogen werden. Werden Anästhetika und NSAID zusammen verabreicht, kann eine Beeinflussung der Nierenfunktion nicht ausgeschlossen werden.
Eine Vorbehandlung mit entzündungshemmenden Substanzen kann zusätzliche oder verstärkte Nebenwirkungen hervorrufen, daher sollte vor einer Weiterbehandlung eine behandlungsfreie Zeit mit diesen Mitteln von mindestens 24 Stunden eingehalten werden. Bei der Dauer der behandlungsfreien Zeit sind die pharmakokinetischen Eigenschaften der zuvor verabreichten Präparate zu berücksichtigen.
Sonstige HinweiseSicherheitsvorkehrungen, die von der verabreichenden Person zu beachten sind:
Die versehentliche Selbstinjektion kann schmerzhaft sein. Personen, die überempfindlich auf nicht-steroidale Antiphlogistika reagieren, sollen den direkten Kontakt mit der Injektionslösung vermeiden. Im Falle einer versehentlichen Selbstinjektion sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
Bei Raumtemperatur (15 - 25°C) lagern. Aufbrauchfrist nach erster Entnahme: 28 Tage. Nicht appliziertes aufgezogenes Material ist zu verwerfen. Das Präparat darf nur bis zu dem mit "Exp." bezeichneten Datum verwendet werden. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
PackungenFlasche à 20 ml
Informationsstand: 06/2012
Dieser Text ist behördlich genehmigt.