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Die Farbe des Meeres - Phytoplankton im Weltozean
Jeder kennt das tiefe Blau des Mittelmeeres, das zum Baden und Erholen einlädt. Aber auch das aufgewühlte fast schon braune Wasser der Nordsee ist jedem ein Begriff. Wie kommt es aber zu diesen Erscheinungen?
Für die Farbe des Meeres ist das Licht der Sonne verantwortlich. Sie dringt mit ihren Strahlen in das Wasser ein, bzw. ihre Strahlen werden an der Meeresoberfläche reflektiert. Der Anteil des Lichtes, der reflektiert wird, ergibt die Farbe des Meeres, die wir sehen. Das braune, aufgewühlte Wasser der Nordsee enthält so viele Schwebstoffe [>Lexikon] , dass es die Farbe dieser Stoffe angenommen hat, oder besser, die Strahlen reflektiert, die auf diese Stoffe treffen, so dass das Meer in einer braunen Farbe erscheint. Das tief blaue Wasser des Mittelmeeres enthält dagegen kaum Schwebstoffe, die die blaue Farbe abändern würden.
Die Meeresfarbe wird vor allem durch die unterschiedliche Konzentration von winzig kleinen Meeresalgen beeinflusst. In Gewässern mit grünem Schimmer herrscht eine relativ hohe Phytoplanktonkonzentration. Das Phytoplankton [>Lexikon] wird auch als Urproduktion der Meere bezeichnet, weil es die Nahrungsgrundlage für alle übrigen Lebewesen im Meer darstellt. Ohne Phytoplankton wäre kein heterotrophes [>Lexikon] Leben im Meer vorhanden. Eine hohe Phytoplanktonkonzentration bedeutet also nicht nur eine Verfärbung des sonst blauen Wassers, sondern es bedeutet auch einen grožen Fischreichtum in dem betreffenden Gewässer.
Meeresströmungen
Lebenswichtig für das Phytoplankton [>Lexikon] sind u.a. die Meeresströmungen, die kaltes, nährstoffreiches Wasser aus den Tiefen an die Oberfläche, in die lichtdurchflossene Zone des Wassers, transportieren. Ohne diese Nährstoffe kann das Phytoplankton keine Biomasse [>Lexikon] aufbauen.
Ein Beispiel dafür, wie wichtig die Meeresströmungen für die Tierwelt sind, bietet der Humboldtstrom. Er verläuft an der Westküste Südamerikas von Süden nach Norden und führt kaltes, nährstoffreiches Wasser mit sich. In ihm gedeiht das Phytoplankton, dass als Nahrung für die Fische dient. Die Fische wiederum sind die Nahrung für die Vögel. Der Humboldtstrom wird alle paar Jahre von warmen, äquatorialen Wassermassen nach Süden verdrängt. Da das warme Wasser nährstoffarm ist, kann das Phytoplankton keine Biomasse aufbauen. Es kommt zu einem Fisch- und Vogelsterben an der gesamten Küste.
Besonders in Schelfgebieten, in Gebieten mit Auftriebsströmungen und in Wasserkörpern mit unterschiedlicher Dichte, aufgrund des unterschiedlichen Salzgehaltes, ist die Phytoplanktonkonzentration hoch.
Quelle: Forum Erdkunde der Uni Kiel