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Die Unterschriftensammlung zum Referendum «Nein zur 2. Röhre am Gotthard» ist gestartet. In den nächsten 100 Tagen müssen 50’000 Unterschriften zusammenkommen, um den Bau der zweiten Röhre zu verhindern.
Der Gotthard-Strassentunnel ist in einem schlechten Zustand und muss zwischen 2020 und 2025 umfassend erneuert werden. Eine der drei vom Bundesrat vorgeschlagenen Möglichkeiten ist der Bau einer zweiten Röhre ohne Kapazitätserweiterung. Es sollen dabei nie mehr als zwei Spuren gleichzeitig geöffnet werden.
Mit diesem Kniff werde der Alpenschutzartikel umgangen, denn die geplante Regelung im „Bundesgesetz über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet“ könne jederzeit wieder geändert werden. «Machen wir uns nichts vor: Sobald die 2. Röhre steht, wird der Ruf laut, alle vier Spuren zu nutzen», so Caroline Beglinger, Co-Präsidentin des Vereins «Nein zur 2. Gotthardröhre» und Co-Geschäftsleiterin des VCS Verkehrs-Club der Schweiz.
Wie Jon Pult, Co-Präsident des Vereins «Nein zur 2. Gotthardröhre» und Präsident der Alpen-Initiative erklärte, verursache das gleiche Fahrzeug in einem Alpental gegenüber dem Mittelland die dreifache Schadstoffkonzentration, bei ungünstigen Wetterlagen sogar eine noch viel höhere. Die zweite Röhre würde zudem noch mehr Verkehr anziehen und so das Tessin stärker belasten, betonte Nationalrätin Marina Carobbio (SP/TI), Vizepräsidentin der Alpen-Initiative. Ausserdem müsste die bestehende Röhre zuerst für 140 Tage gesperrt und notsaniert werden, was das Tessin von der übrigen Schweiz abschneiden würde.
Greenpeace Schweiz gehört neben rund 50 nationalen und regionalen Organisationen dem Verein «Nein zur 2. Gotthardröhre» an und will den Bau der zweiten Röhre und die unnötige Belastung der Alpen verhindern.
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