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Der Verwaltungsrat der Swiss Open Gstaad AG hat in Bezug auf die Zukunft des Turniers in drei Bereichen bedeutende Weichenstellungen vorgenommen, die die langfristige Positionierung, die Sicherung der Durchführungsrechte und personelle Veränderungen im Führungsgremium beinhalten.
Das „Crédit Agricole Suisse Open Gstaad" hat bekanntlich infolge der ATP-Kalenderänderung ab 2015 (zusätzliche Turnierwoche zwischen Paris und Wimbledon) eine Belagsänderung von Sand auf Gras erwogen, und diese bei der ATP beantragt. Die von der ATP inzwischen stipulierten Bedingungen, die u.a. einen zusätzlichen Match-Court sowie insgesamt 5 Grasplätze umfassen, können zurzeit nicht erfüllt werden. Demzufolge hat die ATP signalisiert, dass sie nicht auf das Gesuch eintreten wird.
Der Verwaltungsrat wird diesen Sommer - zusammen mit den beiden Aktionären Einwohnergemeinde Saanen und Swiss Tennis - ein Positionspapier „Agenda 2024" über die langfristige Ausrichtung des Turniers erarbeiten. Inhalt und Zielsetzung von „Agenda 2024" werden schwerpunktmässig die Sicherung dieses traditionellen Events in Gstaad, die Optimierung von Infrastruktur und Organisation sowie die langfristigen ATP-seitigen Rahmenbedingungen (Turnierkategorie, Kalender, Belag) sein.
Die Durchführungsrechte („ATP-Sanction") des Turniers wurden 2006 über eine Tochtergesellschaft mit Sitz auf den Bahamas von der Einwohnergemeinde Saanen und Swiss Tennis käuflich erworben. Der Verwaltungsrat hat diese Rechte kürzlich vollumfänglich und direkt in die Swiss Open Gstaad AG überführt und die Tochtergesellschaft liquidiert. Das aufwändige Repatriierungsverfahren ist inzwischen abgeschlossen und von der ATP sanktioniert.
Damit und mit anderen abgeschlossenen Massnahmen wie einer intensiven Qualitätskontrolle u.a. hat die Gesellschaft ihre mittelfristigen Ziele erreicht und setzt die vor Jahresfrist angekündigte Erneuerung des bisherigen Verwaltungsrates fort. An der Generalversammlung, die letzte Woche in Bern stattgefunden hat, wurden die bisherigen Verwaltungsräte Ruth Wipfli Steinegger und Michel Brand bestätigt. Für die zurücktretenden Verwaltungsräte René Stammbach (Präsident), Markus Kappeler (Vizepräsident) und Dieter Siegel wurden neu Marcel Bach (Unternehmer, Gstaad), Marco Strahm (Rechtsanwalt und Notar, Bern) und Felix Jaray (Präsident Swiss Tennis Regionalverband Zentralschweiz, Luzern) gewählt. Neue Präsidentin des Verwaltungsrates ist Ruth Wipfli Steinegger (Rechtsanwältin, Flüelen), neuer Vizepräsident Michel Brand (Unternehmer, Gstaad).
Neu wurde René Stammbach dafür in das Advisory Board gewählt, dem unter anderem auch alt Bundesrat Adolf Ogi angehört.
Das Crédit Agricole Suisse Open Gstaad findet vom 20. - 28. Juli 2013 statt. Weitere Informationen