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Streik führt zu neuen Lohnverhandlungen
21. September 2010
Die CCC hat gleichzeitig die verschiedenen Markenfirmen und Detaillisten, die ihre Ware aus Kambodscha beziehen (z.B. GAP, PUMA, H&M, Inditex/Zara), aufgefordert, gegenüber der Regierung in Kambodscha klar zu kommunizieren, dass die Anhebung des Mindestlohnes auf ein existenzsicherndes Niveau nicht in Verlagerung der Produktion resultieren wird.
Die Clean Clothes Campaign ist sehr besorgt um die Sicherheit der GewerkschafterInnen. In der Folge des Streiks wurden über 200 Gewerkschafter entlassen. Die CCC ist auch sehr besorgt über anhaltende Berichte über Gewalt und Vergeltungsschläge gegen GewerkschafterInnen, sowie juristische Klagedrohungen gegen Organisationen.
Die ArbeiterInnen wehren sich gegen den kürzlich eingeführten neuen Mindestlohn. Dieser wurde im Juli 2010 festgelegt und sollte im Oktober 2010 für die gesamte kambodschanische Bekleidungsindustrie in Kraft treten. Drei kambodschanische Partnerorganisationen der CCC unterstützen den Streik, weil der neu angekündet Mindestlohn von 61US$ pro Monat weit unter dem errechneten Existenzlohn von 93US$ liegt. Die Regierung will den neuen Mindestlohn zudem bis 2014 einfrieren, obwohl mit einer Inflation von 5-7% gerechnet wird.
Mit einem gesetzlichen Mindestlohn von weniger als 2 US$ pro Tag gehört Kambodscha zu den Ländern mit den tiefsten Löhnen in der Bekleidungsindustrie.