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Die Organisation
Ein Grossteil der peruanischen Bevölkerung ist indigener Abstammung und lebt im andinen Hochland von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen sind viele Familien ins Einzugsgebiet von Lima abgewandert (insbesondere während der Auseinandersetzungen zwischen der Guerilla-Bewegung des „Leuchtenden Pfades“ und der Armee), wo sie sich mit Gelegenheitsarbeiten und dem Verkauf von Handwerk durchschlagen. Die Vereinigung CIAP gehört wie Allpa und Minka (claro code 683 und 687) zu den vielen Organisationen, die einen Beitrag zur Armutsverringerung leisten und mit Gemeinschaftsprojekten und Lobbyarbeit der indigenen Bevölkerung in Stadt und Land zu Verdienstquellen und zur Anerkennung ihrer Kultur und ihrer Rechte verhelfen wollen. Dabei spielen die faire Vermarktung von traditionellem Handwerk und die nationale und internationale Vernetzung mit Fair-Handelsorganisationen eine wichtige Rolle. CIAP bzw. der Vermarktungsarm Intercrafts sorgt nicht nur für die Koordination der Aufträge und den Export der Produkte, sondern fördert auch die Absatzchancen im Inland, u.a. durch die Einrichtung zweier Läden in Lima und Puno und durch den Aufbau eines nationalen Netzwerkes für Fairen Handel. Zudem hat sich CIAP stark für die Verabschiedung des Gesetzes eingesetzt, das die HandwerkerInnen seit 2007 offiziell anerkennt, so dass ihnen unter anderem Sozialleistungen und Kredite zustehen. Seit ihrer Gründung unterstützt die Vereinigung den Aufbau von demokratischen Gruppenstrukturen; die Mitgliedergruppen sind im Verwaltungsrat vertreten, die Generalversammlung entscheidet über die Verwendung allfälliger Gewinne. Zu ihren Hauptleistungen gehören ferner verschiedenste Ausbildungskurse, eine Kredit- und Sparkasse sowie ein alternatives Tourismusprojekt, das weitere Verdienstquellen schafft.
Das Produkt
Derzeit bietet claro neben handgetöpferten Krippenartikeln insbesondere handgestrickte Fingerpuppen von der Frauengruppe Aymara Camacani an. Die Herstellung von Wollwaren verhilft im Dorf Camacani am Titicacasee 65 Kleinbäuerinnen aus dem Volk der Aymara zu einer unentbehrlichen Verdienstquelle.
Die Auswirkungen des fairen Handels
- Einkommensbeschaffung für die indigene Bevölkerung
- Beitrag zur Wahrung der indigenen Kulturen und Handwerkstraditionen
- Unterstützung bei der Produktentwicklung
- Vorfinanzierung, Abnahmegarantie sowie Gewinne zugunsten von Gemeinschaftsprojekten