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Kapitel aus OcCC-Bericht: Extremereignisse, Naturgefahren und Naturkatastrophen: Eine Begriffsklärung
OcCC Bericht: Extremereignisse und Klimaänderung
Extremereignisse sind seltene Ereignisse, die stark von einem statistischen Mittelwert abweichen. Sie sind nicht unbedingt mit Schäden verbunden. Eine Naturkatastrophe ist ein Schadenereignis, dessen Folgen von den Betroffenen nicht alleine bewältigt werden können. Sie wird nicht immer durch Extremereignisse verursacht. Naturgefahren sind natürliche Prozesse und Zustände, die Gesellschaft und Umwelt bedrohen.
Als extrem werden in diesem Bericht Ereignisse bezeichnet, die markant von einem Durchschnittswert oder Trend abweichen und deshalb ausserordentlich sind. Die Definition von Extremereignissen gründet also auf statistischen Kriterien. Oft haben Extremereignisse negative Konsequenzen für den Menschen und die Umwelt. Beispiele für Extremereignisse in der Schweiz sind die Winterstürme Vivian (1990) und Lothar (1999), die extremen Hochwasser in den Kantonen Uri (1987) und Wallis (Brig 1993; Gondo 2000) sowie die Kältewelle 1963, bei der die grossen Schweizer Seen letztmals zufroren.
Der Vergleich mit langen Messreihen erlaubt es, die Seltenheit eines Extremereignisses zu quantifizieren. Sie wird mit der Wiederkehrperiode oder Jährlichkeit ausgedrückt. Ein Ereignis, das statistisch betrachtet alle 10 Jahre zu erwarten ist, hat eine Wiederkehrperiode oder Jährlichkeit von 10 Jahren. Im vorliegenden Bericht wird keine generelle Grenze für die Wiederkehrperiode definiert, ab welcher ein Ereignis als extrem eingestuft wird. Dies nicht zuletzt deshalb, weil eine sinnvolle Unterscheidung unter anderem von der Art und Häufigkeit der Ereignisse sowie vom gewählten räumlichen Massstab abhängt.
Quelle: OcCC (Hrsg.), 2003. Extremereignisse und Klimaänderung. Bern.