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Was Beyoncé anfasst, wird zu Gold. Mit sieben Alben erreichte sie als Solo-Künstlerin bereits Platz 1 der amerikanischen Billboard-Charts. Jetzt landet sie mit ihrem Song «Texas Hold 'Em» auf Platz 1 der Billboard-Country-Charts in den USA – das hat vor ihr noch keine Afroamerikanerin geschafft.
Viele sind überrascht von ihrem Wechsel ins Country-Genre. Wer die Pop-Diva jedoch etwas besser kennt, der weiss: Sie beherrscht den fliessenden Übergang zwischen verschiedenen Musikrichtung so gut wie kaum eine Künstlerin unserer Zeit. Mit ihrem letzten Album «Renaissance» hat sie vor zwei Jahren bewiesen, dass sie auch House und Disco kann.
Ihre beiden Country-Songs «Texas Hold 'Em» und «16 Carriages» – das es übrigens auch in die Top 10 geschafft hat – lassen sich als kleine Kostprobe verstehen. Die gebürtige Texanerin hat nämlich angekündigt, ein ganzes Album in diesem Stil herauszubringen. In einem Superbowl-Werbespot hat die 42-Jährige bekannt gegeben, dass am 29. März 2024 die Fortsetzung ihrer Trilogie «Renaissance Act II» erscheinen soll.
Während ihre Fans sie für ihre Experimentierfreude feiern, fühlen sich einige konservative Verfechter des Südstaaten-Sounds bedroht. So vergleicht der Countrysänger John Schneider in einer Sendung des TV-Senders «One American News Network» die linke Musikerin mit einem Hund: «Sie müssen einfach überall ihr Revier markieren, wie Hunde, die an jeden Baum pissen.»
Der Radiosender KYKC aus Oklahoma wehrte sich dagegen, Beyoncés neuen Song zu spielen. Als die Aufregung im Netz dann zu gross wurde und sich viele Hörer den Song wünschten, knickte er doch noch ein.
Dass die Akzeptanz der schwarzen Künstlerin in der Country-Szene nur gering ist, bewies bereits ihr erster Country-Song von 2014, «Daddy Lessons». Als sie diesen zusammen mit den Dixie Chicks an den Country-Music-Awards performte, gab es viele negative Reaktionen der Zuschauer. Diese echauffierten sich darüber, dass einer Nicht-Country-Musikerin eine Bühne geboten wurde. Sie störten sich zudem an der linken politischen Ausrichtung der Musikerin, die im traditionell eher rechtsgerichteten Genre nichts zu suchen habe.
(anb)
Es ist da: Das Programm der 58. Ausgabe des Montreux Festivals kann man sich auf der Zunge zergehen lassen.