Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03171.jsonl.gz/734

Ihr vierjähriger Sohn scheint an allem beteiligt zu sein. Er ist ständig unterwegs, kann nicht lange genug still sitzen, um seinen Snack zu beenden oder ein Bilderbuch zu hören, ist leicht abzulenken, geht von einer unvollendeten Aktivität zur nächsten, löst bei Wutanfällen große Wutanfälle aus, unterbricht Gespräche, entreißt Artikel Impulsiv aus den Händen eines anderen, verlangsamt er sich nicht genug, um den Anweisungen zu folgen, und ist unruhig und krümmt sich. Könnte ich ADHS haben?
Die Diagnose von ADHS bei einem Kind in diesem Alter ist kompliziert. Wie unterscheidet man normales Vierjahresverhalten von ADHS-Verhalten? Fast alle oben beschriebenen Verhaltensweisen sind für die Entwicklung eines Vierjährigen geeignet. Sie kennen wahrscheinlich nicht viele Vierjährige, die nicht impulsiv, unruhig, aktiv und energisch sind.
Fragen zu berücksichtigen
- Wie vergleicht sich Ihr Kind mit Gleichaltrigen?
- Ist das Verhalten dem anderer gleichaltriger Kinder ähnlich oder ist es extremer und störender?
- Führt das Verhalten zu chronischen Problemen im täglichen Funktionieren?
- Tritt das Verhalten in mehr als einer Umgebung auf (z. B. in der Vorschule und zu Hause)?
- Ist das Verhalten dem Kind angeboren oder könnte es durch andere Faktoren und Bedingungen verursacht werden?
Auf der Suche nach einer Diagnose
Ihr Arzt muss Informationen sammeln, um die Diagnose stellen zu können. Viele zögern, ADHS bei einem Kind unter 5 Jahren zu diagnostizieren. Es ist wichtig, andere Ursachen für das Verhalten auszuschließen: Angstzustände, Lernstörungen, sensorische Integrationsprobleme, Schlafstörungen und mehr. Eine vollständige medizinische, Entwicklungs- und Familienanamnese sowie detaillierte Informationen von Eltern, Lehrern und anderen Erwachsenen, die in anderen Umgebungen Kontakt mit dem Kind haben, sind unerlässlich. Oft ist eine neuropsychologische Beurteilung hilfreich.
Was ist nach einer Diagnose zu tun?
Ein klares Verständnis des frühen Verhaltens Ihres Kindes ist sicherlich von Vorteil. Sobald Sie wissen, dass die Probleme durch ADHS verursacht werden, können Sie Strategien implementieren, um Ihrem Kind zu helfen. Frühzeitiges Eingreifen kann bemerkenswerte Vorteile haben, darunter:
- positive Verhaltensmanagement-Ansätze
- Erhöhte Struktur und Vorhersehbarkeit.
- Ablenkungen reduzieren
- Routinen erstellen
- ein kleineres Klassenzimmer
Ziele und Belohnungen sind einfache Umweltveränderungen, die für diese kleinen Kinder oft genug sind. Diese Interventionen können sogar dazu beitragen, negative Probleme mit dem Selbstwertgefühl zu vermeiden, die sich nach wiederholten Frustrationen, Fehlern und negativen Interaktionen mit anderen entwickeln.
Bei Kindern mit schwereren ADHS-Symptomen kann eine niedrige Dosis von Stimulanzien empfohlen werden, wenn die Umweltveränderungen nicht ausreichen, um die Symptome signifikant zu verbessern. Diese kleinen Kinder sollten bei der Einnahme von Medikamenten engmaschig überwacht werden.
Das Erkennen von Kindern, die von Anfang an ADHS-Merkmale aufweisen können, und das Erhalten von Eltern und Lehrern im Vorschulalter, um die Bildung, Fähigkeiten und Unterstützung zu erhalten, die sie benötigen, um diesen Kleinen zu helfen, kann sich wirklich positiv auf diese Kinder und ihre Familien auswirken. . Bewusstsein und Früherkennung können eine gute Sache sein!