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Die größten Ausstellungen im deutschsprachigen Raum werden durch die Mitgliedsverbände der FCI organisiert. Innerhalb der FCI existieren zwei Arten von Ausstellungen, die sich durch die vergebenen Auszeichnungen unterscheiden:
Nationale Hundeausstellungen
Internationale Hundeausstellungen
Auf nationalen Ausstellungen wird das CAC (Certificat d’Aptitude au Championnat, die Anwartschaft auf den nationalen Schönheits-Champion) der jeweiligen Zuchtverbände vergeben. Auf internationalen Ausstellungen nach dem FCI-Reglement wird zusätzlich zum CAC auch das CACIB (Certificat d’Aptitude au Championnat International de Beauté, die Anwartschaft auf den Internationalen Schönheits-Champion) vergeben. Diese Ausstellungen werden als „Internationale Hundeausstellung mit CACIB der FCI“ bezeichnet.
An einer Hundeausstellung bewerten Zuchtrichter die vorgestellten Hunde auf der Basis von Rassestandards und verbandsspezifischen Richtlinien. Dabei werden Noten, Titel und Championate vergeben.
Für national anerkannte Hunderassen gibt es kein CACIB!
Zur Beurteilung der Hunde anhand des Rassestandards verfasst der Richter für jeden ausgestellten Hund eine schriftliche Kritik, die dessen Stärken und Schwächen beschreibt und die auch die Formwertnote beinhaltet.
Als Formwertnoten sind möglich:
Vorzüglich – für Hunde, die in hohem Maße dem Standard entsprechen
Sehr gut – für Hunde mit einigen kleineren Fehlern
Gut – für Hunde mit größeren Fehlern
Genügend – für dem Rassetyp entsprechende Hunde, die wesentliche Mängel aufweisen
Disqualifiziert – für nicht dem Rassetyp entsprechende Hunde, aggressive Hunde, Hunde mit bestimmten erblichen Fehlern und Hunde mit disqualifizierenden Merkmalen gemäß dem jeweiligen Rassestandard
Ohne Bewertung – für Hunde, die aufgrund ihres Verhaltens oder anderer Umstände nicht gerichtet werden können
Abweichend von diesen Noten gibt es für Hunde in der Jüngstenklasse (Alter 6–9 Monate) die Formwertnoten
vielversprechend, versprechend und wenig versprechend. Diese werden auch bei Ausstellungen in der Puppy class /Baby Klasse (4–6 Monate) vergeben, in der Veteranenklasse (ab 8 Jahren) werden keine Formwertnoten vergeben.
Ablauf des Richtens
Rasseübergreifender Wettbewerb „Best in Show“
Die Hunde jeder Rasse werden nach Geschlecht getrennt gerichtet und dazu in Klassen unterteilt. Die Anzahl Klassen und ihre Bezeichnungen sind landes- und rassespezifisch. Innerhalb jeder Klasse werden die vier besten Hunde hintereinander platziert, sofern sie mindestens mit „sehr gut“ bewertet wurden. Die Bestimmungen, in welchen Klassen ein CAC vergeben werden kann, sind ebenfalls von Land zu Land verschieden.
Die besten Hunde jeder Klasse treten zum Schluss des regulären Richtens zur Ermittlung des besten Hundes der Rasse („Best of Breed“, BOB) und des besten Hundes des anderen Geschlechts („Best of Opposite Sex“, BOS) und bei internationalen Ausstellungen zusätzlich zur Vergabe des CACIB gegeneinander an. Der Richter kann dabei maximal je ein CACIB und ein Reserve-CACIB pro Geschlecht vergeben. Er ist allerdings nicht zur Vergabe von CAC oder CACIB verpflichtet.
Die jeweils besten Hunde jeder Rasse treten nach Abschluss des regulären Richtens nach FCI-Gruppen getrennt gegeneinander an, um den besten Hund der Gruppe, den „Best of Group“, zu bestimmen. Die Gewinner dieser Gruppenwettbewerbe treten wiederum zur Bestimmung des besten Hundes der Ausstellung, des „Best in Show“, an.
Nationale und Internationale Championtitel
Sobald ein Hund in einem Land eine vom nationalen Dachverband festgelegte Anzahl CACs erhalten hat und die vom zuständigen Rasseclub festgelegten Bedingungen erfüllt, wird ihm auf Antrag der Titel „Nationaler Schönheitschampion“ des jeweiligen Landes verliehen. Für den Erwerb des direkt von der FCI verliehenen Titels „Internationaler Schönheits-Champion der FCI“ (CIB Champion International de Beaute) muss ein Hund in mindestens drei verschiedenen der FCI angeschlossenen Ländern unter mindestens drei verschiedenen Richtern vier CACIBs gewinnen, wobei zwischen dem ersten und dem letzten CACIB mindestens ein Jahr und ein Tag liegen müssen. Existiert für die Hunderasse eine Arbeitsprüfung, so muss der Hund diese für die Vergabe des internationalen Championtitels ebenfalls bestanden haben. Hat ein solcher Hund die Arbeitsprüfung nicht abgelegt oder bestanden, so kann er den Titel „Internationaler Ausstellungs-Champion“ (CIE Champion International d’Exposition) erwerben. (Wikipedia)