Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/117188

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, risikosenkende Massnahmen auf dem gefährlichen Teilstück der A2 Basel-Augst insbesondere bei der Verzweigung Augst zu prüfen. Zu prüfen ist dabei insbesondere auch eine generelle Senkung der Geschwindigkeit auf der ganzen Teilstrecke auf 80 Stundenkilometer. Dem Parlament ist über die möglichen Massnahmen zur Senkung des nicht länger tolerierbaren Gefährdungspotenzials Bericht zu erstatten.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Teilstrecke der Autobahn A2 zwischen Basel und Augst wurde zwischen 2006 und 2008 umfassend saniert. Im Rahmen der Projektierung dieser Sanierungsarbeiten wurden auch die entsprechenden Störfallrisiken auf dieser Teilstrecke ermittelt. Dabei wurde in der Tat ein erhöhtes Störfallrisiko festgestellt, namentlich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der erhöhten Unfallrate des Schwerverkehrs.</p><p>Im Zuge der Sanierungsarbeiten 2006 bis 2008 wurden unter anderem zwei wesentliche Massnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit umgesetzt: Im Bereich der Verzweigung Augst wurde eine neue Verkehrsführung eingerichtet. Zudem wurde im Anschluss an die Verzweigung Augst eine dynamische Signalisation der Höchstgeschwindigkeit installiert. Diese regelt die signalisierte Höchstgeschwindigkeit im Bereich von 60 Stundenkilometern und 120 Stundenkilometern in Abhängigkeit von der Verkehrsmenge.</p><p>Erste Untersuchungen in den Jahren 2009 und 2010 über die Wirkung der umgesetzten Massnahmen zeigen eine deutliche Reduktion der Unfallrate, insbesondere eine Reduktion der Schwerverkehrsunfälle um 70 Prozent. Die Kantonspolizei Basel-Landschaft bestätigt denn auch, dass die Verzweigung Augst dank den getroffenen Sicherheitsmassnahmen seit 2008 keinen Unfallschwerpunkt mehr bildet.</p><p>Unter diesen Umständen sind derzeit nach Auffassung des Bundesrates keine weiteren Massnahmen angezeigt. Auch eine generelle Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 80 Stundenkilometer ist in Anbetracht der heutigen dynamischen Signalisation abzulehnen, da diese das aktuelle Verkehrsaufkommen mitberücksichtigt und unter Umständen sogar tiefere Geschwindigkeiten als 80 Stundenkilometer vorschreibt.</p><p>Um die festgestellte positive Entwicklung zu untermauern, wird der Bund das Unfallgeschehen auf dem Streckenabschnitt schliesslich auch weiterhin überwachen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.