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Am 27. Januar 2011 wurde ein Marderhund lebend unter einem parkierten Auto in Laufenburg AG aufgefunden. Der Marderhund – es handelt sich um ein männliches Jungtier – musste wegen Verletzungen eingeschläfert werden und wird nun am Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin in Bern untersucht, wie KORA in einer Medienmitteilung berichtet. Dies ist bereits der 3. Nachweis eines Marderhunds im Kanton Aargau: Der erste wurde 1997 in Leuggern überfahren, der zweite wurde am 27. Januar 2009 beim Aare-Kraftwerk beim Klingnauer Stausee tot angeschwemmt.
Ursprünglich kommt der Marderhund aus Ostasien, wie Jean-Marc Weber, Mitarbeiter des Schweizer Raubtier-Forschungsprojektes Kora erklärt. Zwischen 1928 und Mitte der 50er-Jahre wurde er im europäischen Teil der Sowjetunion ausgewildert und breitete sich Richtung Westen aus. In Deutschland ist die Art heute fast im ganzen Land präsent. In der Schweiz gab es erst wenige Nachweise. Erwünscht ist der Marderhund hierzulande nicht, denn er gehört zu einer Reihe unwillkommener exotischer Arten, welche das Bundesamt für Umwelt auf einer schwarzen Liste führt. Befürchtet wird, dass der Marderhund als Nahrungskonkurrent und Jäger einheimische Arten gefährden könnte, wie der Tagesanzeiger berichtet.
Weitere Informationen (Artikel im Tagesanzeiger)
KORA Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz
Bild: Pkuczynski/wikimedia