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Zwei Jahre nach einer Schimpansen-Attacke hat eine Amerikanerin ein neues Gesicht erhalten. Die Transplantation sei erfolgreich verlaufen, teilte das Spital in Boston mit, in dem die Frau Ende Mai 20 Stunden lang operiert worden war.
"Sie sieht fantastisch aus", sagte ihre Tochter am Freitag gegenüber dem dem Sender MSNBC. Es war die dritte komplette Gesichtstransplantation in den USA und das erste Mal, dass zugleich auch Hände verpflanzt wurden.
Die 57 Jahre alte Frau aus dem US-Bundesstaat Connecticut war 2009 von einem Schimpansen angegriffen worden, den sich eine Freundin als Haustier hielt. Sie verlor ihre Augen und ihr Mund wurde so zerstört, dass sie keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen konnte.
Sie atmete gemäss Medienberichten mit Hilfe eines Schlauches und verbarg ihr Gesicht unter einem Schleier - so schlimm war sie entstellt. Ein Wermutstropfen: Die gleichzeitige Transplantation von zwei Händen schlug fehl. Sie mussten nach Angaben von Ärzten des Brigham and Women's Hospitals wieder amputiert werden.
Hände wieder amputiert
Eine Lungenentzündung der Patientin hatte die Blutzufuhr so stark beeinträchtigt, dass die Hände nicht anwuchsen. Die Ärzte wollen es nach Medienberichten möglicherweise noch einmal versuchen.
Die 57-Jährige wird auch nach der Operation weiter blind sein. Die Mediziner sind optimistisch, dass die Frau im Laufe der nächsten Monate ihre Gesichtsmuskeln immer stärker benutzen kann und in der Lage sein wird, durch die Nase zu atmen und zu riechen.