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Dieses Buch erzählt die Geschichte von Rudolf Vrba, einem slowakischen Juden, der 1944 zusammen mit einem anderen KZ-Häftling aus Auschwitz geflohen ist. Die beiden verfassten einen Bericht über die höllischen Zustände in Auschwitz und warnten vor der Deportation hunderttausender ungarischer Juden, deren Vernichtung bereits vorbereitet wurde. Da schließlich hauptsächlich die Eliten aus dem Judenrat davon erfuhren, die meisten Betroffenen jedoch nicht, konnte der Bericht der ersten Auschwitz-Entflohenen nicht seine volle Wirkung entfalten.
Das Besondere an dieser Geschichte und der Person Vrba ist, dass sie im heutigen Israel kaum bekannt ist. Vrbas Buch über seine Erlebnisse im KZ, 1963 auf Englisch erschienen, wurde erst 1998 ins Hebräische übersetzt. Die Autorin Ruth Linn zeichnet nach, wie mit dem Vrba-Wetzler-Bericht und der Person Vrba umgegangen wurde. Aus ihrem Buch geht schließlich hervor, dass Vrba und der Bericht konsequent totgeschwiegen wurden, um die Rolle des Judenrats hinsichtlich der Deportationen zu vertuschen. Dies setzte sich bis hin zu Kampagnen gegen Vrba fort, als er einen Ehrendoktor an einer israelischen Universität empfing. Ruth Linn leistet somit einen Beitrag zu einem eher unbekannten Aspekt um den Umgang mit dem Holocaust.