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Dieses neue Zeitalter lässt sich am besten besten durch den folgenden Begriff beschreiben: soziale Komplexität. Soziale Komplexität bezeichnet eine immer enger vernetzte Gesellschaftsstruktur, in der Individuen in politische Hierarchien geordnet sind und wirtschaftlich aufeinander angewiesen sind. Aber soziale Komplexität entwickelte sich nicht in allen Gesellschaften gleichzeitig, und einige Gesellschaftsstrukturen sind nach wie vor den altertümlichen Gesellschaften ähnlicher als den sozial komplexen. Und ob ein Mensch in einer sozial komplexen Gesellschaft geboren ist oder nicht, ist von absoluter Wichtigkeit für dessen Gesundheit, Bildung und Lebensgestaltungsmöglichkeiten.
Somit stellt sich die Frage, weshalb gewisse Gesellschaften den Übergang zur komplexen Gesellschaft gemacht haben und andere nicht. Diese Frage hat viele Denker schon seit hunderten von Jahren beschäftigt, und viele interessante Theorien wurden vorgeschlagen. Unser Beitrag zu dieser Debatte ist, dass wir moderne Methoden der Wirtschaftswissenschaften auf diese Fragestellung anwenden: Zusammenstellung grosser Datensätze, die mithilfe von statistischen Methoden und mathematischen Modellen analysiert werden.
Der Anfangspunkt stellt daher die Zusammenstellung eines grossen Datensatzes dar, der den Übergang zu sozialer Komplexität dokumentiert. Wir benutzen hier einen neuen Ansatz, indem wir Information von archäologischen Ausgrabungsstätten von allen Weltregionen zusammentragen und diese mit umweltwissenschaftlichen Daten verbinden. Somit können wir zuerst die Geburt sozialer Komplexität im globalen Rahmen beobachten, und dann diese mit den Veränderungen in den Umweltbedingungen vergleichen. Wir sind gespannt, welche neuen Einsichten aus den gesammelten Daten ergeben werden.