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Zu meines Großvaters Zeiten pflegte man zu sagen: "Jedes Bodengrün im Rebberg ist der Feind des Winzers." Die meisten Böden in den Steillagen des höchsten Weinberg Europas sind offen, d.h. ausser den Reben wachsen hier keine Pflanzen. Durch die starke Trockenheit ist es schwierig, eine geeignete Flora aufzubauen, die das ökologische Gleichgewicht unterstützt. Es gibt zwar Pflanzenmischungen für den Rebbau aber die Erfahrung hat gezeigt, dass sich wegen der Trockenheit nur die Gräser durchsetzen, welche schliesslich gemäht werden müssen. Das Mähen in den oft engen Reihen ist aber mühsam und es besteht die Gefahr, dass dabei auch die Reben verletzt werden. Der Nachteil an dieser Art der Bewirtschaftung ist, dass durch die Offenhaltung den Böden der natürliche Stickstoff fehlt. Dieser muss Ende Jahr, den Böden von Hand wieder zugegeben werden.
Der Trend geht aber dahin, dass bei Neupflanzungen meist auf die Drahterziehung im Terrassenbau umgestellt wird. Hier wird eine Begrünung gefördert, weil sonst die Böschungen durch Erosion geschädigt werden. Die Reihenabstände sind grösser und es ist mehr Platz vorhanden, um die Grünflächen zu mulchen bzw. zu mähen.