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Leben
1920 - 1942
In den Zwanziger und Dreissiger Jahren wirkt Baumann besonders in dem Bereich "Volkskunst" kreativ und ungemein vielseitig. Zusammen mit Ernst Keiser und Jakob Mumenthaler malt er 1924 für die Bajazzo-Clique eine grosse Fasnachtslaterne. Immer geht es Baumann, ausgehend von textilen Arbeiten über das Puppentheater bis zu Töpfereien, Spielen und illustrierten Lesebüchern, um die Gesamtkunst. In einem Lebenslauf für ein Künstlerlexikon schreibt er 1937: "Heute konzentriere ich mich ganz auf eine Malerei ohne Problematik aus heiterster, leichtester Seelenlage, die auch das einfache Volk erwärmt."
Während rund 25 Jahren unterrichtet Baumann an den zwei wichtigsten Kunstschulen Basels. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler werden durch seinen Unterricht beeinflusst. Zu den bekanntesten gehören Charles Hindenlang, Otto Abt und Walter Kurt Wiemken, die bei ihm an der Gewerbeschule die Fächer "Farbe" und "Form und Entwerfen" besuchen. Das Nebeneinander von Lehrtätigkeit und persönlichem künstlerischem Schaffen belastet ihn. So sehr er auch die Tätigkeit an den Kunstschulen und den Kontakt mit den jungen Menschen schätzt, trägt er doch schwer an diesem dauernden Konflikt. Er zweifelt an seinem persönlichen künstlerischen Können. Schwierige Umstände lösen Depressionen aus und in auswegloser Situation nimmt sich Fritz Baumann am 9. Oktober 1942 das Leben.