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Für die Walliser FDP ist die Verteidigung ihres Sitzes in der Regierung nach dem Wahlsonntag in weite Ferne gerückt. Christian Varone erzielte zwar im ersten Durchgang mit 32'422 Stimmen ein respektables Resultat. Im Vergleich zu Oskar Freysingers Spitzenresultat von 53'178 Stimmen verblasste Varones Ergebnis allerdings.
Varone zog am Montagabend seine Kandidatur zurück. Er stelle das Wohl der Partei über seine eigenen Interessen, sagte er vor über 500 anwesenden FDP-Mitgliedern bei einer ausserordentlichen Generalversammlung. Er bedankte sich bei allen, die ihn unterstützten.
Bereits am Montagnachmittag hatte der Parteivorstand bekannt gegeben, beim zweiten Wahlgang erneut antreten zu wollen. Dafür schlug der Vorstand am Abend Léonard Bender vor. Die Generalversammlung wählte ihn per Akklamation. Keiner der anwesenden FDP-Mitglieder verlangte das Wort.
Ehemaliger Präsident der FDP Wallis
Der 56jährige Bender ist kein Unbekannter in der Walliser Politik. Er präsidierte bis 2009 die Walliser FDP und war von 2004 bis 2008 auch Vize-Präsident der FDP Schweiz. Sein verstorbener Vater sass von 1965 bis 1979 im Walliser Staatsrat.
Mit der Kandidatur von Bender ändert das Rennen. Bender stammt aus dem Bezirk Martigny und ist deshalb kein direkter Konkurrent von Oskar Freysinger, der im Bezirk Sitten antritt. Die Walliser Kantonsverfassung lässt nur einen Staatsrat pro Bezirk zu. Aus dem Bezirk Martigny stammt keiner der bisherigen Kandidaten.