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Am Ende des vierten von sechs Grand Slams der Saison mussten sie sich dem derzeit konstanteten Team geschlagen geben. Nach 55 Minuten durften Emanuel/Alison jubeln. Die Brasilianer, die Nummer 1 der Weltrangliste und Weltmeister von Rom, setzten sich gegen die starken Schweizer Widersacher 21:16, 18:21, 17:15 durch. Dabei lag für Heuscher/Bellaguarda der zehnte Turniersieg eines helvetischen Männerduos zum Greifen bereit. Sie führten im dritten Satz 12:8 und hatten zwei Matchbälle (14:13, 15:14), ehe die Gegner dreimal in Folge punkteten und ihrerseits die erste Chance auf den bereits vierten Turniersieg in dieser Saison nutzten.
"Wir waren schon näher am perfekten Spiel als auch schon. Taktisch haben wir vieles richtig gemacht", analysierte Heuscher den zweiten Podestplatz des Duos nach dem dritten Rang am Grand Slam von Peking. "Ich denke, wir sind auf dem richtigen weg. Es ist alles sehr nah beisammen und man muss die Siege nehmen, wenn sie kommen." Mit den beiden Top-3-Klassierungen und dem fünften Rang in Stavanger, einem weiteren Turnier der höheren Kategorie, sind Heuscher/Bellaguarda auf direktem Weg Richtung Olympia 2012.
In der Weltrangliste hatten sie vor dem Event in der verregneten russischen Hauptstadt Rang 10 belegt, dank dem erneuten Topresultat werden die Routiniers weiter vorrücken. Die Fortschritte bestätigen nicht nur die Ergebnisse, sondern primär vor allem die Leistungen auf dem Court. "Unsere temporäre Schwäche im Block und in der Defensive, die wir in Gstaad hatten, konnten wir innert drei Trainings massiv ausmerzen", so Heuscher, der an der Seite seines früheren Mitspielers Stefan Kobel drei World-Tour-Turniere gewonnen hat. Sein aus Brasilien stammender Partner zeigte gerade im Final gegen seine Landsleute einige herausragende Abwehraktionen.
Ihre gute Form hatten Heuscher/Bellaguarda im kompletten Verlauf der K.o.-Phase gezeigt. Sie eliminierten höher eingestufte Deutsche (Klemperer/Koreng), angriffige brasilianische Qualifikanten (Thiago/Harley) und vor allem die Olympiasieger. Der Sieg in drei Sätzen gegen Todd Rogers/Phil Dalhausser, die Weltmeister von 2007, ermöglichte Heuscher/Bellaguarda den Einzug in den Final. "Ich habe in der Vergangenheit nie gegen sie gewonnen", sagte Heuscher. "Auch nicht mit meinen vorherigen Partnern. Aber alles ändert sich einmal..." In den beiden vorherigen Duellen der Saison hatten die Schweizer jeweils einen Satz geholt, aber die Partie verloren.