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In Swift Current in der kanadischen Provinz Saskatchewan zeigten Christine Urech, Franziska Kaufmann, Irene Schori und Binia Feltscher vom CC Flims auch beim 9:6-Sieg im Final gegen das Überraschungsteam aus Japan sehr gutes Curling – wie schon während praktisch des ganzen WM-Turniers, das sie mit insgesamt elf Siegen bei nur gerade zwei Niederlagen abschlossen.
Die Schweizerinnen hatten gegen Japan auch bereits in der Round Robin (7:4) und Playoffspiel (8:4) gewonnen. Die dritte Partie der beiden Kontrahenten war die nervenaufreibendste. Hatte anfänglich jede Spielerin fast fehlerfrei agiert, schlich sich in der offensiver geführten Schlussphase der eine oder andere Fehlstein ein. Im 7. End gingen die Schweizer Meisterinnen mit dem ersten Dreierhaus der Partie 5:3 in Führung. Dann ermöglichten sie ihrerseits den Japanerinnen, mit einem Dreier zu kontern. Ein Zweierhaus im 9. End zum 7:6 gab den Schweizerinnen einen kleinen Vorteil zurück. Im 10. End konnten sie den japanischen Skip gehörig unter Druck setzen. Satsuki Fujisawa hätte ihren letzten Stein an einem störenden Schweizer Stein vorbei ungefähr in die Mitte des Hauses legen müssen. Der Versuch geriet unter der grossen Nervenanspannung indessen deutlich zu lang, sodass die Schweizer Meisterinnen zwei Steine stehlen und in Jubel ausbrechen konnten.
Das Schweizer Frauencurling schreibt in diesen Jahren eine wunderbare Geschichte. Zwischen dem zweiten und dem dritten WM-Titel der Schweizerinnen lagen 29 Jahre (1983 bis 2012), aber seit jenem 2012 sind die Weltmeisterinnen nunmehr viermal aus der Schweiz gekommen. Binia Feltschers Crew triumphierte zum zweiten Mal nach 2014. 2012 siegte Davos mit Skip Mirjam Ott, 2015 Baden Regio mit Skip Alina Pätz.
(SDA)