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«Ist unsere Regierung verrückt geworden?», fragte die israelische Zeitung Haaretz, nachdem Israels Innenminister Eli Jischai den deutschen Schriftsteller Günter Grass zur Persona non grata erklärt und ihm ein Einreiseverbot erteilt hattte. O-Ton Jischai: «Ich sehe es als Ehre an, ihm die Einreise ins Heilige Land zu verbieten»; zudem forderte er: Man müsse Grass nun eigentlich den Literaturnobelpreis aberkennen. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu legte in einem Interview nach: Die Worte von Grass seien «ein absoluter Skandal». «Dass dies von einem deutschen Nobelpreisträger kommt und nicht etwa von einem Teenager einer Neonazi-Partei, macht es noch empörender»; die Zeilen von Grass offenbarten einen «Zusammenbruch des moralischen Urteilsvermögens», ereiferte sich Netanjahu weiter.