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Christian Solidaritiy International (CSI) fordert die Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und die Schweiz auf, die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien rasch aufzuheben. Auch Bundespräsident Alain Berset bekam einen Brief.
Eine Woche nach den Erdbeben in der Türkei und Syrien mit Zehntausenden von Toten, Hunderttausenden von Verletzten und Millionen von Menschen, die obdachlos wurden, wendet sich die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) an die Regierungen der USA, Grossbritanniens, Frankreichs, Deutschland und der Schweiz mit der Aufforderung, die Wirtschaftssanktionen gegen Syrien aufzuheben.
In einem Brief an Bundespräsident Alain Berset verweist der internationale Präsident von CSI, John Eibner, auf die Erhebungen des Welternährungsprogramms (WFP). Danach hat sich die Zahl jener Syrer, die von Ernährungsunsicherheit betroffen sind, innerhalb von nur zwei Jahren fast verdoppelt. 85 % der syrischen Haushalte sind nicht mehr in der Lage, ihre Grundbedürfnisse zu decken.
Das Erdbeben vom 6. Februar 2023 brachte den durch die Sanktionen verursachten eklatanten Mangel an Gütern ans Licht. «In nur wenigen Stunden starben Tausende von Menschen und Zehntausende wurden in Städten obdachlos, in denen es kein funktionierendes Gesundheitssystem und kaum Strom und Treibstoff für Bagger, Bergungsgeräte und Krankenwagen gibt. Wir werden nie erfahren, wie viele Menschen unter den Trümmern sterben mussten, nur weil die Geräte für die Bergung gefehlt haben», schreibt John Eibner an Alain Berset. Eines sei sicher: «Die humanitäre Krise in Syrien war noch nie grösser als heute.»
Die von den USA angekündigten Ausnahmeregelungen würden angesichts der umfassenden Verbote von Treibstoff, Finanztransaktionen und Wiederaufbau kaum Wirkung zeigen, befürchtet John Eibner von CSI. Deshalb fordert er den Bundesrat auf, den Wirtschaftskrieg gegen Syrien nicht weiter zu unterstützen, sondern den vom Erdbeben schwer getroffenen Menschen in Syrien direkte Not- und Wiederaufbauhilfe zukommen zu lassen. Zudem stünde es der Schweiz gut an, auf das Ende der einseitigen Syrien-Sanktionen hinzuwirken, so wie es sich für einen neutralen Staat gehöre, der sich nach den Genfer Konventionen richte.
Dokumente:
Brief an Bundespräsident Alain Berset
Medienmitteilung
Kontakt:
Rolf Hoeneisen, <email-pii>, Medienverantwortlicher CSI-Schweiz
Joel Veldkamp, <email-pii>, Leiter internationale Kommunikation CSI
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