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Definition
Das Pudenduskanal-Syndrom, oder auch Pudendusschmerz genannt, ist eine Irritation des Pudendusnervs, eines wichtigen Nervs des Beckenbodens. Dabei stehen Schmerzen meist im Vordergrund, während motorische Störungen wie Bewegungs- und Blasenentleerungsstörungen nur selten vorkommen.
Das Pudenduskanal-Syndrom
Die klassische Ursache der Pudendusschmerzen ist ein chronischer Druck auf die Nerven im Pudenduskanal, der auch als Alcock-Kanal bezeichnet wird. Dieser Druck kann z.B. durch einen ungeeigneten Fahrradsattel beim Radfahren oder durch eine kontinuierlich sitzende Tätigkeit hervorgerufen werden.
Die Geburt eines Kindes kann ebenfalls Ursache sein, z.B. durch die Kompression des Pudendusnervs durch Blutergüsse nach der Geburt, eine auftretende Vernarbung des Pudenduskanals, die auch nach Blutergüssen oder Infektionen entstehen kann oder durch die Dehnung des Pudendusnervs während des Geburtsvorganges. Letzteres kann z.B. bei einem kindlichen Geburtsgewicht von mehr als 4 kg entstehen bzw. bei einer aktiven Pressperiode, die länger als 30 min andauert oder häufig nach einer Zangengeburt.
Die Verwachsung des Pudendusnervs nach der Operation einer Scheidensenkung oder aufgrund einer Strahlentherapie im kleinen Becken bei gynäkologischen Krebserkrankungen kann ebenso als Ursache für das Pudenduskanal-Syndrom auftreten. Typische Merkmale für das Pudenduskanal-Syndrom sind Schmerzen im Bereich der linken oder rechten Gesässhälfte, die im Sitzen zunehmen können.