Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/70422

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen ersucht:</p><p>1. Wie hoch ist die Morbidität (durchschnittliche krankheitsbedingte Abwesenheit) pro Mitarbeiter und Jahr insgesamt und aufgeschlüsselt nach Departementen? </p><p>2. Wie hoch ist die Anzahl Ferientage (normale Ferientage, Feiertage und weitere bezahlte Ferien) pro Mitarbeiter und Jahr insgesamt und aufgeschlüsselt nach Departementen? </p><p>3. Wie hoch ist die Invaliditätsquote (gemäss IVG) sowie die Invaliditätsquote (inklusive Berufsinvaliden) insgesamt und aufgeschlüsselt nach Departementen? </p><p>4. Wie hoch sind die Angaben von 1 bis 3 für die einzelnen ehemaligen Regiebetriebe (SBB, Post, Skyguide, Swisscom, Ruag)?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./3. Bisher fehlten für die Bundesverwaltung einheitliche und systematisch erfasste Kennzahlen im Bereich der Absenzen (krankheitsbedingte Abwesenheiten, Invaliditätsquote usw.). Der Bedarf an diesen bundesweiten Führungskennzahlen ist jedoch erkannt. Entsprechende Kennzahlen sollen möglichst rasch definiert werden und in das ordentliche parlamentarische Reporting einfliessen (erste Daten sollen im Frühjahr 2008 verfügbar sein). Voraussetzung dazu ist die zeitgerechte Schaffung einer entsprechenden Datengrundlage. Das Absenzmanagement stellt somit in Zukunft einen wichtigen Bestandteil des integralen Controllingsystems zur Steuerung der Umsetzung der Personalpolitik in der Bundesverwaltung dar.</p><p>Die Thematik ist auch in das Projekt Betriebliche Gesundheitsförderung in der Bundesverwaltung BGF-B eingebettet (Arbeitssicherheit, Massnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung usw.). Dieses wurde aufgrund von Fragen der Geschäftsprüfungskommission des Ständerates (vgl. Bericht des Bundesrates zu Fragen der GPK-S vom 27. August 2004 zur IV-Situation beim Bund und Stellungnahme des Bundesrates zur Motion GPK-S 05.3469, Schaffung von Transparenz bezüglich der IV-Situation beim Bund) angeregt und soll dem Bundesrat noch dieses Jahr unterbreitet werden.</p><p>2. In der Bundesverwaltung bestehen folgende Regelungen bezüglich Ferien und freier Tage (gemäss Bundespersonalverordnung, BPV):</p><p>- Ferien (Art. 67 BPV): </p><p>5 Wochen bis und mit dem Kalenderjahr des 20. Geburtstages;</p><p>4 Wochen ab Beginn des Kalenderjahres des 21. Geburtstages;</p><p>5 Wochen ab Beginn des Kalenderjahres des 50. Geburtstages;</p><p>6 Wochen ab Beginn des Kalenderjahres des 60. Geburtstages;</p><p>- Ausgleichswoche (Art. 64 BPV):</p><p>5 zusätzliche freie Tage (bei Vollzeitbeschäftigung), da die meisten Mitarbeitenden auf Basis einer 42-Stunden-Woche anstelle der vom Bundesrat seit 1995 als Normalarbeitszeit festgelegten 41-Stunden-Woche arbeiten;</p><p>- Ausgleich von Sonn- und Feiertagen (Art. 66 BPV):</p><p>Es wird von 63 freien Tagen (Sonntage und Feiertage während der Woche) ausgegangen. Gibt es weniger Sonn- und Feiertage, können diese freien Tage nachbezogen werden, bzw. bei mehr Sonn- und Feiertagen werden die Ausgleichstage (s. oben) gekürzt.</p><p>4. Sobald bundesweite Kennzahlen im Bereich der Absenzen verfügbar sind, sollen entsprechende Angaben bei der Post und der SBB ebenfalls - jedoch einmalig und ohne präjudizielle Wirkung - erhoben werden. So wird ein Vergleich bzw. eine Standortbestimmung in dieser Thematik ermöglicht.</p><p>Die Unternehmen Skyguide, Swisscom und Ruag unterliegen nicht der Berichterstattung nach Artikel 5 des Bundespersonalgesetzes und werden daher nicht in diese Erhebung einbezogen.</p>  Antwort des Bundesrates.