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Bei der eingezogenen Arbeit werden die Büschel in der Mitte zusammengebogen und daselbst durch Messingdraht festgehalten.
Die Löcher werden ganz durchgebohrt und sind unten etwas enger als oben. Man steckt den Draht
[* 8] durch ein Loch, legt das Bündel
in der Mitte auf denselben, führt ihn durch dasselbe Loch wieder zurück, zieht stark an und fährt so
fort, bis der Länge nach eine Reihe fertig ist, worauf man die Enden des fortlaufenden Drahts fest ineinander schlingt, die
Reihe flach auf einen Bleiblock legt und mit einem Beil (Haumesser) mit gerader Schneide das Überflüssige der Borstenreihe
abhaut.
Zur Verdeckung des Drahts an der Oberseite leimt man oft eine dünne Holzplatte darüber. Bei der gedrehten
Arbeit schneidet man die Borsten an beiden Enden in gleiche Länge, schiebt sie als ein Band
[* 9] zwischen zwei Drähte und dreht diese
schraubenartig zusammen, so daß sich mit dem Draht auch die zwischen ihm befindlichen Borsten winden.
Diese Drahtbürsten dienen zum Reinigen von Siederohren, Flintenläufen, Pfeifenrohren, Krügen, Flaschen, Gläsern etc. In neuerer
Zeit arbeitet man auch in der Bürstenfabrikation viel mit Maschinen.
Woodburys Maschine
[* 10] (beschrieben in Dinglers »Polytechnischem Journal«, Bd. 206, S. 178), welche 10-12 Arbeiter ersetzt und gutes,
dauerhaftes Fabrikat liefert, teilt die Borsten in gleiche Bündel von der erforderlichen Größe, faltet
diese doppelt, umwickelt sie an der Umbiegung mit Metalldraht und schraubt sie dann in die Löcher des Bürstenrückens, worauf
die Drahtenden in die Wandungen der Löcher so versenkt werden, daß ein Zurückschrauben oder
Herausziehen unmöglich wird.
Metallbürsten mit kurzen, steifen Borsten und langem Griff dienen zum Blankbürsten und Bronzieren metallener
Gegenstände, zum Reinigen der Feilen etc. (Kratzbürsten).