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Der Kronprinz von Saudi-Arabien will Tesla Konkurrenz machen: Mohammed bin Salman hat ein Unternehmen für Elektroautos gegründet. Er wolle damit den Automobilsektor des Königreichs zu stärken.
Ceer heisst das erste Elektroautounternehmen des Landes, wie der «Telegraph» schreibt. Es handelt sich dabei um ein Joint-Venture zwischen dem Staatsfonds des Königreichs und dem taiwanesischen Technologieunternehmen Foxconn. Letzteres baut die iPhones von Apple zusammen.
Der Konzern wird eine von BMW Deutschland lizenzierte Technologie nutzen und Autos im gesamten Nahen Osten verkaufen, wie es weiter heisst. «Saudi-Arabien baut nicht nur eine neue Automarke auf, wir setzen eine neue Industrie in Gang», sagt der Kronprinz.
Vertreter des saudischen Joint-Ventures erklärten, es werde 150 Millionen Dollar an ausländischen Direktinvestitionen generieren und bis zu 30’000 Arbeitsplätze im Land sichern. Die Fahrzeuge sollen bis 2025 fertiggestellt sein.
Saudischer Fonds war Grossinvestor von Tesla
Der saudische Public Investment Fund (PIF) war früher ein Grossinvestor in Elon Musks Elektroautounternehmen Tesla. 2019 verkaufte der Fonds allerdings fast seine gesamte Beteiligung in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Denn PIF und Musk hatten einen privaten Streit über den gescheiterten Versuch des Tesla-Milliardärs, das Elektroautounternehmen im Jahr 2018 zu übernehmen.
Aus Textnachrichten, die im Rahmen eines US-Gerichtsverfahrens veröffentlicht wurden, beschuldigte Musk den Leiter des PIF, «mich vor den Bus zu werfen», nachdem er bei seinen Bemühungen, das Unternehmen zu einem Preis von 420 Dollar pro Aktie zu übernehmen, kalte Füsse bekommen hatte.
Weiter ging aus den Nachrichten hervor, dass saudische Beamte eine Tesla-Fabrik im Königreich bauen wollten, was nicht zustande kam.
Seither hat Saudi-Arabien massiv in konkurrenzierende Elektrofahrzeugunternehmen investiert. So etwa hat das Königreich 1 Milliarde Dollar in Lucid Motors investiert. Lucid baut zurzeit eine Fabrik im Land.
Der saudische Kronprinz hat eine ganze Reihe ehrgeiziger Infrastruktur- und Technologieprojekte in Angriff genommen, um seine Wirtschaft von seinem Status als Petrostaat zu diversifizieren. Dazu gehört eine 500 Milliarden Dollar teure Megastadt namens Neom, zu der auch eine 110 Meilen lange Stadt namens The Line gehören wird.
(bsc)