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Die Galaxie der Schweizer Forschung
355 000 Kooperationen, 45 000 Forschende, 25 000 Projekte: In diesem Netz sind alle zwischen 2006 und 2015 vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projekte dargestellt. Die Computergrafik wurde von Martin Grandjean von der Universität Lausanne (UNIL) erstellt, einige Tage nach der Veröffentlichung der Datenbank P3 (Personen, Projekte und Publikationen).
(Aus "Horizonte" Nr. 109 Juni 2016)
Die Punkte stellen die Forschenden dar. Die Grösse der Punkte ist proportional zur Anzahl Projekte, an denen die Forschenden mitwirken. Ihre Farbe gibt von dunkel bis hell die Anzahl Kooperationen an. Diese sind durch Linien wiedergegeben.
Eng verknüpfte Gemeinschaften lassen sich im zentralen Bereich des Netzes finden, das Zentrum selbst weist allerdings nicht die grösste Dichte auf. Wie Satelliten im fernen Orbit schweben weiter aussen Wissenschaftler, deren Namen nur in einer begrenzten Anzahl von Projekten auftauchen oder die in einem Bereich forschen, in dem nur sehr wenige, ebenfalls isolierte Personen tätig sind.
Die Forschungsdisziplin ist ein strukturierendes Element des Netzwerks: Medizin und Informatikwissenschaften befinden sich links, Chemie und Biologie oben, Erdwissenschaften und Physik rechts und Geistes- und Sozialwissenschaften unten.
"Diese frühe Analyse bleibt auf einer strukturellen Ebene", erklärt Martin Grandjean: "Wirklich aufschlussreich wird die Grafik erst, wenn systematisch weitere qualitative Ebenen wie die Disziplinen, die Einrichtungen oder auch die Mobilität der Forschenden einbezogen werden. Diese Informationen sollen mit einer Datenbank aller Schweizer Professoren verknüpft werden und in Zusammenarbeit mit Pierre Benz und Thierry Rossier vom Observatoire des élites suisses der UNIL umfassendere Analysen ermöglichen."
dsa