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Junioren-EM in Tallinn EST
Dreimal Gold für Schweizer Nachwuchs

|Strahlende Schweizer Goldmedaillen-

gewinner (vl.) Pascal Bachmann, Christoph
Dürr und Manuel Lüscher.
18.06.2016 - Gold mit der Standardpistole 25m für Frederik Zurschmiede und das Team sowie auch Gold für die Gewehr-Junioren liegend: Damit ist die Schweiz drittbeste Nation an der Junioren-EM in Tallinn. Am Schlusstag gab es noch einen 4. Platz für Zurschmiede im OSP-Final.
Alle Resultate
Nachdem Frederik Zurschmiede im Wettkampf mit der Schnellfeuerpistole bei Halbzeit geführt hatte und die Qualifikation mit egalisiertem Junioren-Schweizerrekord von 575 Punkten auf Rang 1 abschloss, bestanden berechtigte Hoffnungen auf eine weitere Medaille für den Appenzeller, der mit der Standardpistole Gold im Einzel- und Teamwettbewerb geholt hatte. Im OSP-Final, wo auf den Klappscheiben der vorgegebene Zentrumsbereich getroffen werden muss, um möglichst viele Trefferpunkte zu erzielen in den Fünferserien, konnte Zurschmiede nie mehr als drei Treffer landen. Das war zuwenig, um ganz vorne mitzuhalten. So beendete er den Final nach sechs Serien mit 15 Trefferpunkten auf Rang 4 und verpasste damit seine dritte Medaille. Diese gehen an den Tschechen Lukas Skoumal, der mit 24 Trefferpunkten Gold holt vor dem Franzosen Nicolas Thiel, der sich mit 23 Trefferpunkten nur knapp geschlagen geben musste. Dritter wird der Ukrainer Maksym Horodynets.
Bei den Junioren 3x40 platzten die Medaillenträume stehend
Im Dreistellungswettbewerb 3x40 der Junioren hielten Manuel Lüscher und Christoph Dürr kniend und liegend gut an der Spitze mit. Dürr schloss liegend allerdings mit einer 94 ab und verlor so schon wichtiges Terrain vor dem entscheidenden Stehendprogramm. Dort vermochten die beiden Schweizer nicht zu überzeugen. Manuel Lüscher legte wie gewohnt mit hoher Kadenz vier 92er-Serien hin und kam auf ein Total von 1150 Punkten. Das brachte ihn in der Qualifikation auf Rang 10, zwei Zähler hinter dem finalberechtigten 8. Rang, den der Norweger Henrik Larsen einnahm. Christoph Dürr startete stehend mit 93 und 95 gut, dann erzielte er aber nur noch 91 und zum Schluss gar nur noch 82 Punkte, was ihn mit total 1140 Zählern auf Rang 29 zurückfallen liess. Der dritte Schweizer Junior, EM-Neuling Christian Alther, kämpft wacker und realisierte letztlich 1121 Punkte, was für den Ostschweizer Rang 48 unter 56 Klassierten ergab. Für das gegenüber dem Liegendmatch auf einer Position veränderte Schweizer Trio schaute so der bescheidene 8. Rang heraus in der Teamwertung, die an die Ungarn ging vor Norwegen, das wie liegend hinter der Schweiz erneut den Ehrenplatz belegt, und den überraschenden jungen Slowaken, die vor Kroatien und Serbien Bronze gewannen.
Aurore König gute 16. im Dreistellungswettbewerb 3x20
Abgeschlossen wurden die Junioren-Europameisterschaften in der estnischen Hauptstadt Tallinn mit dem Dreistellungswettbewerb 3x20 der Juniorinnen. Dabei zeigte die einzige Westschweizerin im Schweizer Team, Aurore König aus Renens, als EM-Neuling eine gute Leistung. Sie realisierte in den drei Stellungen 568 Punkte (187/195/186) und 19 Innenzehner. Mit nur zwei Punkten mehr hätte sie mit dieser Anzahl Mouchen an ihrer ersten EM gleich den Einzug in den Final der besten Acht geschafft. Das gelang der jungen Deutschen Sabrina Hoessl mit 570/16x, die auf der gleichen Position den Final abschloss. Dort gab es mit Mandy Mulder eine holländische Siegerin, die sich gegen die Norwegerin Jenny Vatne durchsetzte. Dritte wurde Anne-Lena Kinateder aus Deutschland, das Rang 2 eroberte in der Teamwertung hinter den starken Norwegerinnen, die alle drei den Final erreichten. Die beiden anderen Schweizerinnen, Franziska Stark und Muriel Züger, erzielten 560 bzw. 557 Punkte und nehmen damit die Ränge 34 und 39 ein unter 57 Konkurrentinnen. Das ergab für das komplett neue Schweizer Juniorinnen-Trio Rang 9 in der Teamwertung hinter Serbien, aber noch vor den jungen Französinnen, die liegend so gut geschossen hatten und sich nur knapp den Deutschen geschlagen geben mussten. (atp)
Teamgold auch für die Schweizer Junioren Gewehr 50m liegend
Am dritten Wettkampftag der Junioren-EM in Tallinn EST gewinnen die Schweizer Gewehr-Junioren Christoph Dürr, Manuel Lüscher und Pascal Bachmann Gold im Teamwettkampf 50m liegend. Christoph Dürr schafft zudem als Viertbester den Einzug in den Final und belegt dort den 7. Rang.
Den Teamsieg Gewehr 50m liegend konnten sich die Schweizer Junioren sichern dank einer soliden Mannschaftsleistung in der Qualifikation. Als bester Schweizer erzielte dort Christoph Dürr (Gams) 621.1 Punkte, was ihm auf Position 4 den Einzug in den Final der besten Acht ermöglichte. Ganz knapp an dieser Hürde gescheitert ist Manuel Lüscher (Ennetbürgen). Er kam auf 618.3 Zähler. Bei Punktgleichheit hatte der Innerschweizer wegen der mit 102.3 um einen Zehntel schlechteren Schlusspasse das Nachsehen gegenüber dem Polen Filip Smol, dem späteren Zweiten im Final. Mit guten 616.9 Punkten konsolidierte Pascal Bachmann das Ergebnis, was den Schweizern mit einem Total von 1856.3 die Goldmedaille einbrachte mit 1.2 Zählern Vorsprung auf Norwegen und schon über 8 Punkten Differenz zu den drittplatzierten Kroaten.
Drei Neuner warfen Dürr im Final nach gutem Start zurück
Im Finalwettkampf ist Christoph Dürr mit 31.4 Zählern aus den ersten drei Schüssen gut gestartet und lag auf Position 3. In der zweiten Dreierpasse folgten dann aber zwei Neunerwertungen, was ihn auf Position 6 zurückfallen liess. Mit einer weiteren 9.8 im siebten Schuss verlor er noch eine Position, so dass der Ostschweizer nach zehn Schuss mit einem Total von 101.1 auf Rang 7 als zweiter Schütze die Segel streichen musste im Final. Diesen entschied der Ungar Istvan Peni, Doppelsieger am diesjährigen ISSF Junior World Cup in Suhl und Silbermedaillengewinner an der 10m-EM 2016 in Györ, erwartungsgemäss für sich. Dies vor dem Polen Filip Smol, der als Achter hauchdünn den Final erreicht hatte, und dem Norweger Benjamin Tingsrud Karlsen, dem Siebtplatzierten in der Qualifikation. Diese hatte der Rumäne Dragormir Iordache, der letztlich 4. wurde im Final, acht Zehntel vor Peni gewonnen.
Kein Exploit von Marvin Flückiger auch mit der Freipistole 50m
Am Donnerstag fiel auch die Entscheidung im dritten Pistolenwettbewerb der Junioren. Die Schweizer konnten in der Qualifikation Freipistole 50m nicht vorne mithalten. Als Bester belegt der Ostschweizer Marvin Flückiger Rang 20 mit 526 Zählern. Der Baselbieter Adrian Schaub wird mit 522 Punkten 22. Der dritte Schweizer Junior, Davide Ferrari aus Ludioano TI, nimmt mit 517 Zählern Platz 26 ein unter 33 Konkurrenten. Das ergibt für die Schweizer Rang 7 unter 9 Klassierten im Teamwettbewerb, wo Russland den Sieg holt vor der Ukraine und den punktgleichen Deutschen. Im Einzelfinal gewinnt dann aber der Deutsche Simon Weiss Gold vor einem Russen und Ukrainer.
Zurschmiede führte bei Halbzeit mit OSP – Rang 21 für Rebecca Villiger mit Sportpistole
Frederik Zurschmiede ist am Freitag sehr gut in seinen dritten Wettkampf an der Junioren-EM gestartet. Der Appenzeller führte bei Halbzeit im Wettbewerb mit der Schnellfeuerpistole das Zwischenklassement an. Er realisierte 290 Punkte (98/99/93) und lag damit einen Punkt vor dem Polen Oskar Miliwek und hattt fünf Zähler Vorsprung auf den Russen Alexander Petrov. Die einzige Schweizer Pistolejuniorin, Rebecca Villiger aus Bad Ragaz, erreichte mit der Sportpistole 25m Platz 21 unter 40 Klassierten. Sie hat in dem an zwei Tagen ausgetragenen Qualifikationsprogramm 558 Punkte realisiert, 280 Zählern in der Präzision liess sie 278 Punkte folgen im Schnellfeuer. Morgen Samstag fällt die Entscheidung im Schnellfeuerwettbewerb. Dann werden zum Abschluss der Junioren-EM die Gewehrjunioren- und -juniorinnen auch noch die Dreistellungswettbewerbe austragen. (atp)
Doppelgold für Schweizer Junioren mit der Standardpistole 25m
Im zweiten Anlauf hat es geklappt für die Schweizer Pistolenjunioren an der EM in Tallinn: mit der Standardpistole 25m gewinnt Frederik Zurschmiede (Trogen) Gold und auch das Team mit Adrian Schaub (Zunzgen) und Marvin Flückiger (Zuzwil) holt den EM-Titel für die Schweiz mit neuem Teamrekord von 1660 Punkten.
Schweiz vor Deutschland und Ukraine
Weitere Impressionen von der Siegerehrung
Tagesbericht ESC-Homepage mit weiterem Statement von Zurschmiede (Englisch)
«Ich kann es noch nicht recht glauben, dass ich Europameister geworden bin. Ich werde das wohl erst morgen richtig realisieren»: So lautet die erste Reaktion von Frederik Zurschmiede auf den Gewinn der Goldmedaille mit der Standardpistole 25m an der Junioren-EM in Tallinn EST. Er habe sich beim schönen Wetter in Estland sehr gut gefühlt am Morgen beim Start zu seinem zweiten Wettkampf. Der Auftakt sei ihm mit zwei 98er-Passen in 150 Sekunden perfekt gelungen. Im weiteren Wettkampfverlauf habe er sich dann ganz auf die Technik konzentriert und konnte so seine Nervosität tief halten, erklärt der frisch gebackene Junioren-Europameister aus Trogen. Zurschmiede, der mit 563 Punkten (196/188/179) den Ukrainer Yuriy Kolesnyk um vier und den Russen Alexander Petrov, den Sieger mit der Sportpistole am Vortag, um sechs Zähler hinter sich liess, zeigte sich auch stolz Stolz auf das Team und die Trainer, die den Doppelerfolg möglich gemacht hätten.
Stolzer Goldmedaillengewinner Frederik Zurschmiede
Adrian Schaub verhalf als Vierter dem Team zum Sieg
Tatsächlich siegten die Schweizer Pistolenjunioren auch im Teamwettbewerb mit einem Total von 1660 Punkten – was neuen Schweizerrekord bei den Junioren bedeutet – vor den Deutschen und Ukrainern. Wesentlich zum Teamsieg beigetragen hat EM-Neuling Adrian Schaub. Der Baselbieter wuchs mit der Standardpistole über sich hinaus: er realisierte 556 Punkte (187/184/185) und belegt damit Rang 4, nur einen Zähler von der Bronzemedaille entfernt. Marvin Flückiger, der mit Zurschmiede zusammen hervorragend startete (195), liess in den schnelleren Serien deutlich nach (172/174) und beendete so den Wettkampf mit total 541 Zählern im 17. Rang unter 25 rangierten Junioren.
Gewehr-Juniorinnen liegend im Mittelfeld
Die Schweizer Juniorinnen, die am Mittwoch Gewehr 50m liegend ins Wettkampfgeschehen eingriffen, konnten als EM-Neulinge nicht über sich hinauswachsen. Alle drei erzielten auf einen Zehntel das genau gleiche Resultat ((2x 606.3 und 606.2). So nehmen Franziska Stark (Adliswil), Olivia Hagmann (Dietfurt) und Aurore König (Renens) die Ränge 28 bis 30 ein im Wettbewerb, den die Norwegerin Jenny Watne für sich entschied vor der Deutschen Tona Lehrich und der Französin Emilie Winterberger. Deutschland vor Frankreich lautet auch die Reihenfolge im Teamwettkampf. Den 3. Rang belegt Finnland, ganz knapp vor den Norwegerinnen. Das komplett neue Schweizer Juniorinnen-Trio landet auf Rang 10 unter 16 klassierten Teams. (atp)
Tallin aus der Sicht eines Juniors
Zwei 5. Plätze für Frederik Zurschmiede und das Team zum Auftakt
Zum Auftakt der Junioren-EM in Tallinn EST blieben die Schweizer Junioren ohne Medaille. Mit der Sportpistole 25m erreichten Frederik Zurschmiede und das Team mit Marvin Flückiger und Adrian Schaub jeweils den 5. Rang.
Bildergalerie vom 14. Juni
Mit 574 Punkten (285 Präzision und 289 im Schnellfeuer) erreichte der Appenzeller Frederik Zurschmiede als 5. das beste Resultat der Schweizer Junioren im Auftaktwettbewerb mit der Sportpistole an der EM in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Der 18-jährige Nachwuchsschütze aus Trogen, der 2015 an der «richtigen» EM in Maribor mit der Sportpistole die Silbermedaille geholt hatte, verfehlte nun an der separaten Junioren-EM die Medaillenränge um vier Zähler und sechs Innenzehner. Vor allem der Auftakt zum Wettkampf mit 93 Punkten in der Präzionsserie gelang Zurschmiede nicht optimal. Danach vermochte sich Zurschmiede zu steigern und lieferte im Schnellfeuerprogramm mit 289 eine gute Leistung ab. Vier Athleten waren im windigen Tallinn jedoch besser. der Kroate Leon Luka Celic als 4. mit 575, der Pole Oskar Miliwek, der mit 578 Bronze gewann, der Franzose Nicolas Thiel als 2. mit 580 und allen voran der junge Russe Alexander Petrov. Dieser egalisierte mit 590 Zählern den vom Ukrainer Pavlo Korostylov 2013 an den Europameisterschaften in Osijek CRO aufgestellten Junioren-Weltrekord.
Marvin Flückiger, dem zweiten Schweizer Trumpf bei den Pistole-Junioren, gelang nach ansprechenden 287 Zählern in der Präzision mit der Sportpistole das Schnellfeuer nicht nach Wunsch. Mit nur 278 Punkten hier kam er auf ein Total von 565 und landete damit auf dem 15. Rang. Der dritte Schweizer Junior, Adrian Schaub aus Zunzgen, musste bei seiner Première an europäischen Titelkämpfen noch etwas Lehrgeld bezahlen. Mit Passen von 274 und 277, was ein Total von 551 ergibt, erreichte der junge Baselbieter Platz 25 unter 34 rangierten Junioren. Das ergab zusammen 1690 Punkte für die Schweizer Nachwuchsleute und ebenfalls Rang 5 in der Teamwertung. Gewonnen wurde diese von Russland mit einem Zähler Vorsprung auf Frankreich. Den 3. Rang belegt Deutschland. Auch Polen totalisierte noch drei Punkte mehr als die Schweizer und wurde 4. im Teamranking mit der Sportpistole.
Trainerteam «im Grossen und Ganzen zufrieden» mit erstem Auftritt
Delegationsleiterin Claudia Verdicchio Krause zeigte sich nach Wettkampfschluss im Namen des ganzen Trainerteams «im Grossen und Ganzen zufrieden mit dem ersten Auftritt der Pistolen-Jungs». Diese hätten gut gearbeitet, gekämpft mit den windigen Verhältnissen in Tallinn und versucht, ihre Technik umzusetzen, betont die Nationaltrainerin Pistole. (atp)
Vier Trümpfe unter den 13 Schweizer Nachwuchsleuten
13 Nachwuchsleute – acht Junioren und fünf Juniorinnen – vertreten die Schweizer Farben an der Junioren-EM in Tallinn EST, die am Dienstag, 14. Juni startete. Christoph Dürr, Manuel Lüscher, Marvin Flückiger und Frederik Zurschmiede sind die grössten Trümpfe.
Auftaktbericht auf ESC-Homepage
Erste Eindrücke der Schweizer Delegation
In den Jahren mit Olympischen Sommerspielen werden von der European Shooting Confederation (ESC) jeweils separate Europameisterschaften für den Nachwuchs, der ansonsten auch an den «normalen» Titelkämpfen in- und outdoor teilnehmen kann, organisiert. In diesem Jahr wird diese Junioren-EM in den Disziplinen Gewehr 50m sowie Pistole 50 und 25m nun vom 12. bis 19. Juni in Tallinn, der Hauptstadt der baltischen Republik Estland, ausgetragen. 2012 fanden die Titelkämpfe in der italienischen Stadt Bologna statt. Dort gewann Jan Lochbihler als Junior den EM-Titel in der Dreistellung und kann nun vier Jahre später an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen. Das beweist, dass solche Nachwuchsmeisterschaften bedeutende Talente hervorbringen können.
Acht Gewehr- und fünf Pistolenschützen
Der Schweizer Schiesssportverband SSV hat nun für die kommende Junioren-EM insgesamt 13 Nachwuchsleute selektioniert. Teilnehmen werden fünf Pistolen- und acht Gewehrschützen bzw. fünf Juniorinnen und acht Junioren. Es sind dies: Pistole: Rebecca Villiger (Bad Ragaz), Frederik Zurschmiede (Trogen), Davide Ferrari (Ludiano), Marvin Flückiger (Zuzwil) und Adrian Schaub (Zunzgen). Gewehr: Christoph Dürr (Gams), Pascal Bachmann (Wila), Manuel Lüscher (Ennetbürgen), Christian Alther (Grub), Muriel Züger (Galgenen), Olivia Hagmann (Dietfurt), Franziska Stark (Adliswil) und Aurore König (Renens).

|Marvin Flückiger
||Frederik Zurschmiede
||Davide Ferrari
||Adrian Schaub
||Rebecca Villiger

|Christoph Dürr
||Manuel Lüscher
||Christian Alther
||Pascal Bachmann

|Aurore König
||Franziska Stark
||Olivia Hagmann
||Muriel Züger

Frederik Zurschmiede hat an der EM 2015 in Maribor die Silbermedaille gewonnen mit der Sportpistole und Rang 4 erreicht im Schnellfeuerwettbewerb. Er gehört in diesen Disziplin nun erneut zu den Medaillenanwärtern. Dank seiner Routine aus bereits mehreren Titelkämpfen gilt ebenfalls Marvin Flückiger als Medaillenhoffnung in den Disziplinen Sport- und Standardpistole 25m sowie Freipistole 50m. Für Spitzenplätze und eventuell auch eine Medaille gut sind Gewehr 50m zudem Christoph Dürr und Manuel Lüscher, die bereits an der EM 2015, an der WM 2014 in Granada oder an der EM 2013 in Osijek Medaillen geholt haben. Auch die einzige Pistole-Juniorin, Rebecca Villiger, verfügt bereits über EM- und WM-Erfahrung, ist jedoch nur bei ausserordentlich guter Leistung eine Medaillenkandidatin mit der Sportpistole 25m. Davide Ferrari (nur FP) und Adrian Schaub (FP/SP/STR) ergänzen das Schweizer Pistolenteam in diesen drei Disziplinen. Während Ferrari zusammen mit Dominic Suter, der wegen Prüfungen nicht an der Junioren-EM dabei sein kann, zum Junioren-Kader des SSV gehört, kann Nachwuchsmann Schaub erstmals an europäischen Titelkämpfen teilnehmen.
Juniorinnen-Team ganz neu zusammengesetzt
Bei den Gewehrschützen erlebt eine ganze Reihe von Neulingen ihre Feuertaufe an der EM in Tallinn. Das sind bei den Junioren Christian Alther, der kürzlich an den Shooting Hopes in Pilsen mit 619.2 Punkten Gewehr 50m liegend eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt und Rang 6 erreicht hat im Final, und Pascal Bachmann. Das Nachwuchstalent aus dem Zürcher Oberland siegte im Mai am JIWK in Schwadernau vor Alther in der Dreistellung und holte an den Shooting Hopes erste Erfahrungen international. Solche konnten kürzlich an Nachwuchswettbewerben ebenfalls die Zürcherin Franziska Stark und Aurore König machen. König ist die einzige Westschweizerin im ganz neuen Team der Schweizer Gewehrjuniorinnen. Zu diesem gehören weiter noch Muriel Züger – die Schwyzerin ist neu Mitglied im Schweizer Junioren-Kader – und Olivia Hagmann. Die Ostschweizerin ist das Nachwuchstalent im nicht olympischen Gewehrbereich und hat 2015 auch schon am Europacupwettkampf 300m in Thun teilgenommen. Hagmann wurde für die Junioren-EM Martina Kaiser, Teilnehmerin an der EM G10m 2016 in Györ und Siegerin G50m liegend am Alpencup in Schwadernau, vorgezogen, «weil sie eine gute Liegendschützin ist und konstante Leistungen 3x20 gezeigt hat an den Shooting Masters in diesem Frühjahr».
Burger: «Die Jungen dürfen auch lernen können»
So erklärt Nationaltrainer Daniel Burger diese Nomination. Wie Burger weiter betont, ist das Team für die Junioren-EM «sehr breit und mit guter Qualität aufgestellt». Pistole wie auch Gewehr könnten einige Schweizer Nachwuchsleute vorne mitmischen. «Wenn der Tag passt und das Momentum auf unsere Seite fällt, dürfen wir sicher auf die eine oder andere Medaille hoffen», sagt Burger. 2012 gab es neben dem Gold für Jan Lochbihler noch eine Silbermedaille für Christian Klauenbösch mit der Sportpistole sowie je eine Bronzemedaille für das Schweizer Team Sport- und Standardpistole. «Eine Junioren-EM ist aber auch immer dazu da, dass die jungen Sportler lernen können dürfen», hält der Schweizer Nationaltrainer Daniel Burger abschliessend fest.
Andreas Tschopp
Wettkampfprogramm mit Schweizer Einsätzen
Dienstag, 14. Juni: 9.15-12 Uhr und 12.45-15 Uhr: Sportpistole 25m Junioren mit Flückiger/Schaub/Zurschmiede
Mittwoch, 15. Juni: 10-11.15 Uhr: Standardpistole 25m mit Flückiger/Schaub/ Zurschmiede
10.15-11 Uhr: Gewehr 50m liegend Juniorinnen mit König/Hagmann/Stark
Donnerstag, 16. Juni: 8.45-11.30 Uhr: Sportpistole 25m Juniorinnen (Präzision) mit Rebecca Villiger
10-10.50 Uhr: Gewehr 50m liegend Junioren mit Bachmann/Dürr/Lüscher (Final: 12 Uhr)
12.15-13.45 Uhr: Freipistole 50m Junioren mit Flückiger/Ferrari/Schaub (Final: 14.45 Uhr)
Freitag, 17. Juni: 10-12 Uhr: Sportpistole 25m Juniorinnen (Schnellfeuer) mit Rebecca Villiger (Final: 13 Uhr)
14-17 Uhr: Schnellfeuerpistole 25m (1. Teil) mit Frederik Zurschmiede
Samstag, 18. Juni: 9.15-11.45 Uhr: Schnellfeuerpistole 25m (2. Teil) mit Frederik Zurschmiede (Final: 13 Uhr)
11-13.45 Uhr: G50m 3x40 Junioren mit Dürr/Lüscher/Alther (Final: 15.15 Uhr)
14.45-16.30 Uhr: G50m 3x20 Juniorinnen mit König/Stark/Züger (Final: 17.45 Uhr)
Rückkehr der Schweizer Delegation aus Tallinn: Sonntag, 19. Juni, 10.20 Uhr Zürich-Flughafen mit Flug Lufthansa LH 1186. Als einziger kehrt Marvin Flückiger bereits am Freitag mit demselben Flug zurück.