Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03645.jsonl.gz/1502

Der Reichtum an Wasserressourcen in Südasien ermöglicht die Produktion von rund einem Drittel der weltweiten Nahrungsmittel der Region. Bangladesch, Indien, Nepal, Sri Lanka und Bhutan sind reich an Flüssen, Seen, Reservoirs, Teichen, Feuchtgebieten und an Grundwasser. Die zunehmende Verschmutzung des Wassers durch verschiedene von Menschen gemachte und natürliche Ursachen setzen die Region aber stark unter Druck. Sich weiter verschärfende zwischenstaatliche Konflikte bis hin zum völligen Kollaps des Wassersystems in Südasien sind denkbar. Südasien beheimatet nur einen Viertel der globalen Bevölkerung, jedoch zwei Fünftel der unter der Armutsgrenze Lebenden und einen Drittel der Unterernährten. Ein Grossteil lebt mit mangelnder Ernährungssicherheit und in Gebieten, die von immer extremeren Katastrophen, vor allem als Folge des Klimawandels, heimgesucht werden. Die Verschlechterung der Wasserqualität und -quantität übt grossen Druck auf die Lebensgrundlagen, das Klima und die Gesundheit der Bevölkerung aus.
Landwirtschaft, Tierhaltung, sowie weitere vom Land ausgehende Verschmutzung zählen zu den Hauptursachen der Wasserverschmutzung in Südasien, welche sich negativ auf das Klima, die Biodiversität, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung auswirkt. Trotz zunehmender Massnahmen gegen die Wasserverschmutzung hat sich die Situation bis anhin nicht verbessert. Dies liegt (1) am Versäumnis, eine systematische Aufarbeitung und Analyse durchzuführen. Weiterhin (2) sind die Kenntnisse und Fähigkeiten der Wasserverbraucherinnen und -verbraucher sowie der nationalen Akteure zu mangelhaft, um landgestützte Wasserverschmutzung zu verringern. Dies wird auch anhand der ineffektiven Massnahmen und der mangelnden Implementierung vorhandener Gesetze deutlich. (3) Trotz der hohen Anzahl an bewährten Methoden in unterschiedlichen Ländern (z.B. Integriertes Wasserressourcen-Management, kurz IWRM) werden vorhandenes Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen auf der regionalen Ebene zu wenig ausgetauscht. Ein weiteres Problem (4) ist die Abwesenheit gut funktionierender regionaler Kooperations-, Koordinations- und Kommunikationsmechanismen, um die Vernetzung zu stärken und eine regionale, multilaterale Wasserregulierung bzw. ein Wassermanagement zu erreichen. Die Karte zeigt die wichtigsten Flüsse in Südasien, zur Veranschaulichung der regionalen Verbindung zwischen Indien, Bangladesch, Nepal und Bhutan hinsichtlich Wasserverschmutzung.
Die Karte zeigt die wichtigsten Flüsse in Südasien, zur Veranschaulichung der regionalen Verbindung zwischen Indien, Bangladesch, Nepal und Bhutan hinsichtlich Wasserverschmutzung.