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Aktuell arbeiten mehr als 35 Forschungsinstitute verschiedener Universitäten und Unternehmen weltweit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. So soll die Ausbreitung von COVID-19 gestoppt und eine neue Pandemie verhindert werden.
Viele Initiativen werden von CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovation) gefördert. Dieses internationale Bündnis wird unter anderem von Australien, Deutschland, Kanada, Norwegen und Japan finanziert. Zusätzliche Unterstützer sind die Bill & Melinda Gates Foundation sowie der britische Wellcome Trust – die beiden grössten privaten Stiftungen zur medizinischen Forschung.
Aktuelle Forschungsansätze
Alle Impfstoffe zielen darauf ab, das Immunsystem – ohne eine Erkrankung zu veranlassen – Antikörper gegen das Coronavirus bilden zu lassen und so eine Immunität gegen das Virus zu erlangen.
- Lebendimpfstoff mit Vektorvirus: Ein harmloses Virus wird so verändert, dass es dem Immunsystem vorgaukelt, das Coronavirus zu sein. Das Immunsystem wird aktiviert und bildet Antikörper.
- Totimpfstoff mit Virusproteinen: Unschädliche Teile des Virus werden dem Körper verabreicht, der daraufhin Antikörper bildet. So funktionieren auch die Impfungen gegen Tetanus, Grippe und Diphtherie.
- Genbasierter Impfstoff: Einzelne DNA- oder mRNA-Teile des Virus werden verabreicht, wodurch der Körper harmlose Virusproteine bildet. Das Immunsystem reagiert darauf mit Antikörpern.
Von der Forschung zum Impfstoff
Es dauert mehrere Monate, bis ein Impfstoff gefunden, erprobt, zugelassen und in Masse produziert werden kann.
- Untersuchung des Virus: Welche Eigenschaften hat der Erreger?
- Entwicklung des Impfstoffs: Welche Teile des Virus soll er enthalten?
- Erprobung mit Tieren: Wie wirksam ist der Impfstoff? Wie gut ist er verträglich?
- Erprobung am Menschen: Treten dieselben Ergebnisse ein wie bei Tierversuchen?
- Zulassungsverfahren: Erfüllt der Impfstoff die Bedingungen für eine Zulassung?
- Produktion: Wie kann die Massenherstellung möglichst schnell erfolgen?
Aktuell werden erste Impfstoffe gegen das Coronavirus bereits an Tieren untersucht. Trotzdem gilt es als unwahrscheinlich, dass Impfstoffe zur Massenanwendung noch 2020 verfügbar sein werden.