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Bern (awp/sda) - Der frühere UBS-Konzernchef Peter Wuffli beurteilt im Rückblick das Wachstum, das die UBS im Investment Banking verfolgte, kritischer. Im Übrigen würde er heute die Bilanz anders steuern.
"Wir haben diese (die Bilanz) stark risikogewichtet gesteuert und uns zu sehr auf Modelle, Rating-Agenturen und externe Experten abgestützt", sagte Wuffli im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" vom Samstag. Wuffli stand bis Juli 2007 an der Spitze der UBS.
Mit Blick auf die Managerlöhne sagte er, es gebe unethische Prozesse beim Festlegen von Entschädigungen, wenn sie zu wenig auf Leistung basierten. Eine ethische Qualifizierung der Höhe von Entschädigungen sei dagegen problematisch.
"In Grosskonzernen werden auch durch angestellte Manager oft unternehmerische Leistungen erbracht, die enorme Wertsteigerungen bedeuten können", führte er aus.
Mit Blick auf sein Buch "Liberale Ethik", das am kommenden Donnerstag erscheint, sprach er sich unter anderem dafür aus, "wer Wohlstand, Ressourcen, Ausbildung und Talent hat, sollte höhere ethische Ansprüche erfüllen".
"Wenn Menschen, die mehr Erfolg haben und auch mehr Glück hatten, nicht bereit sind, auch grössere Verantwortung freiwillig zu übernehmen, dann wird die Globalisierung mit der Zeit gefährdet sein, denn diese fördert die Unterschiedlichkeit und macht sie auch sichtbarer", sagte er.
Zu seinen ethischen Grundüberzeugungen zählten Engagement und Bescheidenheit. Daher habe er einen bedeutenden Teil seines Vermögens in eine Stiftung eingebracht, "um jenen Menschen Chancen zu ermöglichen, die bis jetzt nicht von der Globalisierung profitieren konnten".
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