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Tagesbericht vom 05.11.2010
Was hat uns der deutsche Tourist auf dem Zweirad gesagt? Ab Anfangs November ist in Laos jeden Tag mit schönem Wetter zu rechnen. Die aufgehende Sonne und das aufgehende Garagentor wecken uns. Ein neuer Tag voller Erwartungen bricht an. Wir kochen uns ein paar Eier. Der Garagenchef fährt los. Bald kehrt er zurück. Schlechte Nachrichten: die Ersatzteile für das defekte Getriebe sind in Thailand nicht erhältlich. Der Garagenchef beginnt zu basteln. In die Welle wird eine Nute eingefräst. Die Gegenseite, die Büchse, erhält ein Gegen-Gleich.
Aus einem Stück Eisen wird ein Stück gebastelt, das die Welle und Büchse durchquert. Anschliessend erhält das Stück Eisen mit der Büchse eine Schweissnaht, die die beiden Teile auf ewig verbindet. Unser Getriebe hat jetzt zwei Möglichkeiten: entweder es akzeptiert, dass das Schaltgetriebe mit dem Vierradgetriebe etwas fester verbunden ist, oder es akzeptiert dies nicht und geht in die ewigen Jagdgründe ein.
Unterdessen ist das Getriebe fast fertig zusammengebaut. Ein paar Zahnräder, Simmerringe und Lager liegen noch herum. Wahrscheinlich gehören sie nicht zu unserem Getriebe...
Die Tochter des Garagenchefs hat einen Bären. Als Gegenleistung zur Getriebereparatur näht Liseli dem Bären den Bauch und andere Stellen zu.
16:00 Uhr, die Kühlerhaube wird montiert. Jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Glücklich auch diese Hürde genommen zu haben fahren wir zurück zur Stadt Huayxai. Im Hotel Riverside, am Ufer des Mekong, an Position Nord 20° 16' 35.2'' und Ost 100° 24' 41.4'' schlagen wir unser Zelt auf. Wir freuen uns auf die Dusche. Fünf Tage Staub fliessen via Dusche in den Mekong. Wir fühlen uns wieder frischer. Das Nachtessen nehmen wir im gleichen Restaurant ein, das wir bereits am 31. Oktober besucht haben. Der Kreis ist somit geschlossen; fünf Tage nach dem ersten Besuch sind wir wieder am gleichen Ort. Nur Sir James hat eine kleine Veränderung durchgemacht: er erhielt eine neue Kupplungsscheibe, einen neuen Kupplungsdeckel und ein geschweisstes Zahnrad. Man könnte sich Fragen, wieso sich die Hersteller von Autos so viele Mühe machen Zahnräder in das Getriebe einzubauen, wenn sie nachträglich mittels Schweissen versteift oder ausser Betrieb gesetzt werden. Ein kurzes Telefon mit dem Chef unserer Toyota-Garage in Frauenfeld ermutigt uns die Reise unbeschwert fortzusetzen. Toyotas sind solide Autos, denen die Wegoperation von ein paar Radzähnen keine grossen Beschwerden zubereiten.