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(früher und noch jetzt volkstümlich Sálona [s. d., Bd.
14] genannt), Hauptort der Eparchie Parnasis im griechischen NomosPhthiotis-Phokis, 183 m hoch, am Nordende
eines 12 km langen, 2 km breiten, fruchtbaren, mit Ölbäumen und Wein bepflanzten Thales gelegen und mit seinem Hafen Itéa
durch eine Fahrstraße verbunden, zählte 1890: 5180 Einw. Öl und Wein sind ihre Hauptprodukte, und in Amphissa sind 4 Dampfölpressen
in Betrieb. Es ist außer Lamia die einzige Stadt in Griechenland,
[* 6] wo noch Kamele
[* 7] gezüchtet werden, und
zwar in großer Zahl.
Stadt der westl. (ozolischen) Lokrer im mittlern Griechenland, 10 km nordwestlich von
Delphi am nördl. Ende einer noch jetzt sehr fruchtbaren Ebene, auf der Stelle des jetzigen Salona. Weil nach der Zerstörung
von Krissa (s. d.) und dessen Hafen Kirrha die Einwohner von den Hafen wiederhergestellt und von den zur See nach Delphi
Pilgernden Zölle erhoben, auch mit dem Fluche belegte Ländereien teilweise benutzt hatten, wurde die Stadt von Philipp von
Macedonien nach dem Beschlusse des Amphiktyonenrats 339 v. Chr. zerstört. Doch erfolgte bald ihre Wiederherstellung. Von
den Römern wurde die Stadt mit dem Rechte der Steuerfreiheit beschenkt. Nach der Schlacht bei Actium erhielt
sie durch Einwanderung von Ätolern, die, um nicht nach dem von Augustus gegründeten Nikopolis übersiedeln zu müssen, lieber
nach Lokris zogen, einen bedeutenden Zuwachs und stand noch zur Zeit der letzten röm. Kaiser in Blüte.
[* 8]