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Der Kindesunterhalt wird im Allgemeinen in Form von monatlichen Renten vorgesehen. Meist sind gestaffelte Beträge vorgesehen, die mit dem Kindesalter variieren (z.B. bis zum sechsten Lebensjahr, dann vom siebten bis zum zwölften Lebensjahr usw.)
Der Unterhalt für ein Kind von 6 Jahren kostet selbstverständlich weniger als der Unterhalt für ein Kind von 12 Jahren, welches wiederum weniger Kosten verursacht als ein jugendliches Kind von 15 Jahren.
Wenn Sie entscheiden, Ihr Scheidungsbegehren und Ihre Scheidungskonvention mit Onlinescheidung.ch zu erstellen, so steht Ihnen die Möglichkeit offen, die Unterhaltsbeiträge dem Kindesalter entsprechend zu staffeln.
Gemäss Artikel 285 Abs. 3 ZGB ist der Unterhaltsbeitrag im voraus, d.h. vor dem betreffenden Monat zu entrichten. Im Allgemeinen wird präzisiert, dass der Unterhaltsbeitrag zusätzlich zu den Kinder- und Familienzulagen zu überweisen ist. Die auf Onlinescheidung.ch bereitgestellte Scheidungskonvention wurde nach diesem Grundsatz formuliert.
Das Gesetz sieht ausserdem eine zusätzliche Unterhaltspflicht beim Eintreten zusätzlicher Unterhaltskosten vor (Art. 286 Abs. 1 ZGB), z.B. bei Anmeldung in eine Privatschule oder bei kieferorthopädischen Behandlungen.
Sind mehrere Kinder vorhanden, so müssen sie in ihren objektiven Bedürfnissen gleich behandelt werden (BGE 116 II 110 ; 5A_10/2010). Die Unterhaltsbeiträge der Kinder müssen im Prinzip für die jeweilige Altersstufe gleich sein, so dass keine Diskriminierung oder Bevorzugung unter den Kindern vorliegt.
Dies verhindert nicht, spezifische Elemente in Betracht zu ziehen, wie zum Beispiel die Privatschule eines der Kinder (5A_593/2014).
Der Grundsatz der Nichtdiskriminierung zwischen den Kindern findet auch Anwendung für die Kinder, welche aus der Zeit nach der Scheidung stammen. Die Halbgeschwister dürfen nicht kürzer kommen. Allenfalls kann diese dauerhafte und grosse Veränderung der Situation zur Änderung des Scheidungsurteiles führen, um einen Ausgleich zu schaffen.
Prinzipiell wird der Unterhalt in Form einer Rente jeweils zu Beginn des Monats überwiesen.
Eine Abfindung (anstatt einer Rente) ist nur möglich, wenn besondere Umstände es rechtfertigen gemäss Art. 126 Abs. 2 ZGB. Ein solcher besonderer Umstand kann darin bestehen, dass sich der Schuldner in naher Zukunft im Ausland niederlassen wird oder dieser die Rente oftmals zu spät bezahlt hat. Das Risiko des frühzeitigen Todes oder die Möglichkeit, dass der Schuldner nicht bezahlt, werden grundsätzlich nicht als "besondere Umstände" angesehen (5A_726/2017).