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Die Kommunistische Jugend Zürich erinnert an den 142. Geburtstag des russischen Revolutionärs Lenin. Wir haben heute Lenins Exilwohnung in der Zürcher Spiegelgasse 14 einen Besuch abgestattet. Doch für uns bedeutet «Gedenken» nicht nur das Niederlegen von Blumen, sondern praktisches Handeln.
Heute vor 142 Jahren kam Lenin als Wladimir Uljanow im russischen Zarenreich in einer wohlhabenden Familie zur Welt. Auf den wissenschaftlichen Sozialismus, den Marxismus, traf Lenin in seinem Jurastudium. Nachdem er eine revolutionäre Gruppe gegründet hatte, wurde er von der zaristischen Regierung in die Verbannung nach Sibirien geschickt. Dort heiratete er die russische Revolutionärin Nadeschda Krupskaja. Um seine politische Tätigkeit fortzusetzen, ging Lenin nach seiner Verbannung ins Exil; für eine Zeit hielt er sich in Zürich auf. Als sich die Sozialdemokratische Arbeiterpartei in Russland spaltete, wurde Lenin Anführer der Bolschewisten, den «Mehrheitler».
Nachdem der Zar durch die Februarrevolution von 1917 gestürzt wurde, konnte Lenin wieder nach Russland zurückkehren. Die Konterrevolution zwang Lenin aber für kurze Zeit wieder ins Exil. Im Oktober beschlossen die Bolschewisten einen bewaffneten Aufstand gegen die bürgerliche Regierung. Am 7. November desselben Jahres erfolgte der Sieg der sozialistischen Revolution. Es entstand der erste Arbeiterstaat der Welt. Lenin wurde Vorsitzender der revolutionären Regierung. Unter seiner Führung konnte die Revolution vor imperialistischen Interventionen und Konterrevolution verteidigt werden. 1922 wurde schliesslich die Union der sozialistischen Sowjetrepubliken gegründet. Doch schon 1924 starb der grösste Revolutionär der Geschichte.
Gedenken heisst handeln!
Heute gedenken wir aber nicht nur Lenins Leben, sondern auch der Sache, für die er stand. Die Befreiung der Arbeiterklasse, die Verwirklichung der Interessen von Jugend und Arbeitenden – dafür lebte und kämpfte Lenin. Und seine Bemühungen verwirklichten sich in der Russischen Revolution und dem sozialistischen Russland.
Wir leben nicht in einem sozialistischen Land: die Arbeitenden müssen weiterhin ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten verkaufen; die Interessen der Jugend stehen noch immer hinter den Interessen des Kapitals zurück. Um so wichtiger, Lenins Kampf wiederaufzunehmen!
Die Erinnerung an Lenin ist für uns eine Aufforderung, sich zu engagieren. Entsprechend geht die Kommunistische Jugend Zürich mit der «Steuerbonus für dich!»-Initiative auf die Strasse. Mit ihr treten wir gegen das Kapital an und stehen für Jugend und Arbeitende ein.
«So nützen sie sich, indem sie Lenin ehrten und //
Ehrten ihn, indem sie sich nützten, und hatten ihn //
Also verstanden.»
[Bertholt Brecht]
Zürich, 22. April 2012
Kommunistische Jugend Zürich
Auskunft:
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