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Während einer videourodynamischen Messung wird die Harnblase mit vorgewärmtem Kontrastmittel (idealerweise 37°C) gefüllt. Während der Speicherphase werden in regelmässigen Abständen kurze Durchleuchtungsaufnahmen der Harnblase in Ruhe und nach Provokation (z. B. Hustenversuch) vorgenommen. Die Morphologie von Harnblase und Urethra, sowie die urodynamischen Messgrößen werden simultan auf einen Monitor projiziert und der Funktionsablauf gespeichert. Die videourodynamische Untersuchung ist vor allem bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen indiziert. Hier kann die videourodynamische Untersuchung die komplexe Funktionsstörung des Harntraktes am besten erfassen. Die Videourodynamik bildet bei Erkrankungsformen mit polymorphem Erscheinungsbild und äußerst variablen neurologischen Störungen eine individuelle Analyse der Funktionsstörung als Grundlage einer an den individuellen Patienten adaptierten Behandlungsstrategie.
Röntgendarstellung von Blase und Harnröhre