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Ordnerverwaltung für Produkt- und Distributionspolitik
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Welche Möglichkeiten der Distribution gibt es? Erläutern Sie diese anhand von Beispielen!
Es gibt die Möglichkeit der direkten oder der indirekten Distribution,
Bei der direkten Distribution erfolgt der Vertrieb vom Hersteller direkt an den Endkunden über eigene Filialen, Flag-Ship-Stores, Outlet-Stores, Vertreter (z.B. Vorwerk).
Bei der indirekten Distribution erfolgt der Vertrieb über den Handel an den Endkunden über den Einzelhandel, Großhandel, etc.
Wie nennt man den direkten bzw. indirekten Vertrieb in Bezug auf den Handel noch?
Der direkter Vertrieb an den Kunden wird auch Umgehungsstrategie genannt, da der Handel umgangen wird. Der indirekte Vertrieb wird auch Kooperationsstrategie genannt, weil der Hersteller mit dem Handel koopoeriert.
Was bezeichnet die Konfliktstrategie bei der Wahl des Vetriebswegs?
Bei Übergang vom indirekten zum direkten Vertrieb kommt es häufig zum Konflikt. Diese Strategie heißt deshalb auch Konfliktstrategie.
Was bezeichnet man als Anpassungsstrategie bei der Wahl des Vetriebswegs?
Als Anpassungsstrategie bezeichnet man es, wenn sich der Hersteller an die Konditionen des Handels anpasst oder umgekehrt.
Welche Arten des Vertriebs unterscheidet man? Erläutern Sie das Prinzip und nennen Sie die jeweils drei Vorteile!
Man unterscheidet zwischen Allein-/Exklusivvertrieb, selektivem Vertrieb und universellem/intensivem Vertrieb.
Beim Alleinvertrieb wird nur ein Händler mit dem Vertrieb beauftragt (Gebietsschutz). Vorteile sind:
künstliche Verknappiung
besser steuer-/messbar
wieder zurückziehbar
Beim selektiven Vertrieb werden mehrere Händler unter besonderen Gesichtspunkten ausgewählt.
Vorteile sind:
die ausgewählten Händler kennen sich gut mit dem Produkt aus
der Handel übernimmt die Verkaufs- und in vielen Fällen auch die Servicefunktion
die Verkausstellen pro Gebiet sind eingeschränkt auf wenige, die zum Produkt passen
Beim universellen Vertrieb vertreiben viele Händler das Produkt.
Vorteile sind:
Ubiquität: das Produkt ist überall erhältlich (Massenprodukte, Produkte des tägöichen Bedarfs)
die Kosten für den eigenen Vertrieb/Außendienst
geringe Verkaufsabwicklungs- und Lagerkosten
Welche Arten der vertraglichen Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel sind möglich?
Folgende Arten der vertraglichen Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Handel sind möglich:
Depot-Vertrag: Mindestabnahmemenge wird abgerufen
Kommissionsvertrag: Ware wird nur "ausgeliehen"
Franchising: Lizenz zum Verkauf wird an selbstständigen Partner für eine bestimmte, vertraglich verinbarte Laufzeit gegeben
Welche internationalen Strategien gibt es für Produkteinführungen?
Bei Produkteinführungen gibt es die Möglichkeit
der Sprinklerstrategie, bei der das Produkt in allen Ländern gleichzeitig eingeführt wird.
die Wasserfallstrategie, bei der das Produkt in unterschiedlichen Ländern nacheinander eingeführt wird.
Welche Eigenschaften kennzeichnen die Sprinkler- bzw. die Wasserfallstrategie?
Bei der Sprinklerstrategie werden Produkte schneller als vom Wettbewerb eingeführt. Sie ist mit größeren Risiko behaftet. Und es sind große Kapazitäten notwendig.
Bei der Wasserfallstrategie wird das Produkt erst in einem Land ausprobiert und optimiert, bevor es ausgerollt wird.