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Nikyo (kote mawashi/Hand drehen) entsteht aus dem Ki, das Tori von Uke übernehmen kann, wenn Uke den Arm streckt. Während Uke’s Streckbewegung wickelt Tori die äussere Hand um Uke’s Hand, so dass Uke’s Handgelenk gedreht und sein oder ihr Gleichgewicht gebrochen wird. Anschliessend kann Uke immobilisiert werden.
Omote waza: Tori führt die Technik wie oben beschrieben im Blickfeld von Uke aus. Uke verliert das Gleichgewicht über dem vorderen toten Punkt und kann es nicht wieder aufbauen.
Ura waza: Tori verlängert Ukes Streckbewegung ausserhalb von Ukes Blickfeld. Dafür gibt es bis jetzt drei Möglichkeiten.
O-Sensei Morihei Ueshiba fasste mit der inneren Hand Ukes Handgelenk und wickelte seine äussere Hand während des Tenkans um Uke’s Handgelenk. Uke verliert das Gleichgewicht und muss den Ellbogen biegen, um es wieder zu erlangen. Dieser Impuls reicht Tori um das Gleichgewicht via Uke’s hinteren toten Punkt endgültig zu brechen und Uke anschliessend zu immobilisieren. Laut Katsuo Chiba habe O-Sensei bis zu seinem Tod alles laufend optimiert, ausser Nikyo ura.
Der zweite Doshu Kisshomaru Ueshiba entwickelte eine Variation für grosse Ukes. Wenn Uke deutlich grösser ist als Tori, empfiehlt es sich für Tori, Uke’s Arm zuerst via Ellbogen auf das eigene Knie zu spannen, Uke’s Handgelenk für Nikyo zu greifen und erst nachher mit der inneren Hand die Verlängerungsbewegung abzuschliessen, indem man Uke’s Handgelenk fasst. Sobald Uke’s Ellbogen wieder frei ist, kann Uke sich wieder bewegen und versuchen, das Gleichgewicht wieder aufzubauen.
Shihan Masatomi Ikeda unterrichtete eine Variation für Toris, die kleiner und auch weniger kräftig sind als Uke. Tori kann während des Tenkans Ukes Handgelenk fassen und Ukes Bewegung sehr tief nach unten verlängern, bis Ukes Arm mit dem inneren Arm eingeklemmt werden kann (hiji kime osae). Die Verlängerungsbewegung wird abgeschlossen, indem Tori mit der äusseren Hand für Nikyo fasst. Bei dieser Version kann Tori mehr Körpergewicht einsetzen und auch die Bewegungsfreiheit von Uke kontrollieren, wenn Uke versucht, das Gleichgewicht wieder zu erlangen.
Nikyo (kote mawashi/turn the hand) develops from the ki, that tori can absorb if uke straightens the arm. During that extending motion, tori wraps the outer hand around ukes wrist in a way that ukes wrist is bent and uke loses the balance. After that, uke can be immobilized.
Omote waza: Tori executes the technique as described above in front of uke. Uke loses balance over the dead spot in front and cannot regain it.
Ura waza: Tori extents the extending motion outside ukes range of vision. To date, three ways to do that are passed down.
O-Sensei Morihei Ueshiba grabbed ukes wrist with his inner hand and wrapped his out hand around ukes wrist during the tenkan step. Uke loses balance and must bend the elbow in the attempt to regain it. This impulse is sufficient for tori to finally break uke’s balance in the rear dead spot and immobilize uke thereafter. According to Katsuo Chiba, O-Sensei optimized everything throughout his lifetime, except nikyo ura.
The second Doshu Kisshomaru Ueshiba developed a variation for tall ukes. If uke is significantly taller than tori, it is of advantage to first fix ukes arm on toris knee, grab ukes wrist for nikyo, and eventually terminate the extending motion by grabbing ukes wrist with the inner hand. As soon as the control on ukes elbow is released, uke can move again and try to regain balance.
Shihan Masatomi Ikeda was teaching a variation for short or weak toris. Tori can grab ukes wrist during the tenkan, and extend ukes movement almost downwards to the tatamis, until tori can catch ukes arm (hiji kime osae). Tori terminates ukes extending motion by grabbing ukes wrist for nikyo with the outer hand. This version allows tori to work with the body weight, and to dose ukes attempts to regain balance.