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Dr. Mikao Usui lehrte gegen Ende des letzten Jahrhunderts in einem christlichen Kloster in Japan. Eines Tages wurde er von einem jungen Schüler gefragt, ob er denn vorführen könne, wie Jesus geheilt hat. Es stehe doch in der Bibel:“ Ihr werdet all dies tun können und noch viel mehr.“
Usui wusste auf diese Frage keine Antwort, war jedoch berührt durch die Tiefe und Ehrlichkeit, mit der sie gestellt worden war. Eigentlich betraf die Frage etwas, wonach er selber schon gesucht hatte.
Er legte sein Amt nieder und begab sich auf die Suche: Nach Amerika, denn in einem christlichen Land würde man wohl mehr darüber wissen.
Er studierte in Chicago christliche Theologie, fand aber keine Hinweise. Er lernte jedoch, dass in älteren Traditionen des Buddhismus geheilt wurde.
Nach sieben Jahren Studium beschloss er, wieder nach Japan zurück zu gehen, um dort weiter zu suchen. Er fand schliesslich ein Kloster, in dem es ihm erlaubt war, alte Schriftrollen zu studieren, die vermutlich von einem Schüler Buddhas geschrieben worden waren.
Er las und meditierte tief über die dort enthaltenen Worte. Eines Tages fand er in den Schriften Hinweise auf körperliche Heilung, und versuchte deren Anwendung, kam aber zu keinem Ergebnis.
In einer tiefen, 21-tägigen Meditation und Fastenzeit auf einem heiligen Berg in der Nähe von Kyoto erhielt er Einsicht, wie die in den heiligen Schriften enthaltenen Symbole und Handlungsanweisungen für Heilung zu verwenden waren.
Reiki war geboren.
Dr. Mikao Usui konnte von nun an durch Auflegen der Hände dem Menschen zur Heilung verhelfen.
Er ging in die Bettlerviertel von grossen Städten, um die Leute von ihrem Leiden zu befreien, damit sie wieder arbeiten und ein sinnvolles Leben führen könnten.
Als er aber nach Jahren einige seiner Schützlinge wieder traf, die zwar gesund waren aber immer noch bettelten, da merkte er, dass zur Heilung mehr gehörte, als nur den Körper zu heilen.
Auch die geistige Einstellung muss verändert werden.