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Oberrhein, 1606
Gusseisen
D. 15 cm, L. 83 cm
Inv. 1901.19.
Mit den Blättern des zangenförmigen Waffeleisens wird dünnes, beidseitig bebildertes Gebäck geformt. Auf die erhitzten Flächen mit vertiefter Zeichnung wird rahmflüssiger, wenig gesüsster Teig gegeben, der in der Zange kurz erhitzt zu einem flachen Fladen erstarrt. Oft ist die eine Fläche mit Waben ("Waffeln") gerastert, was ein schnelles Entweichen des Dampfes aus der zähflüssigen Masse ermöglicht. Solche "Eisenkuchen" wurden zu Festtagen von Familien und Klöstern verschenkt. Zahlreiche Waffeleisen in der Sammlung des Historischen Museums stammen aus der elsässischen Region. Unser Beispiel zeigt auf seinem linken Blatt die Verkündigung Mariae in ähnlicher Darstellung wie auf dem Basler Julius-Banner und den Stab aus dem Bistumswappen, auf dem Gegenblatt die hl. Katharina von Alexandrien mit ihrem Marterinstrument, dem Rad. Das Waffeleisen war im Besitz der Familie Jakobus und Catharina Enderlin-Keifler aus dem elsässischen Dorf Sierentz (zwischen Mühlhausen und Basel).