Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03613.jsonl.gz/865

Hauptsache ist, dass die Kinder ein glückliches Zuhause haben und in den Genuss einer Erziehung kommen, die sie auf das Leben vorbereitet und sie beschäftigt, so dass sie nicht im Bahnhofquartier herum hängen.
Der Entscheid, Kinder zu haben, ist normalerweise freiwillig und sollte vorgängig alle Aspekte (soziales Umfeld, Kosten, etc.) ausleuchten. Kinder sind Teil der Familie, und somit Teil unserer sozialen Verantwortung. Wenn beide Elternteile arbeiten möchten (ebenfalls ein freiwilliger Entscheid), muss u.U. für die Kinder eine zusätzliche Struktur vorhanden sein (Kita, Tagesschulen, Grosseltern, etc.). Ob diese Struktur kostenpflichtig ist, ist nebensächlich.
Beide Elternteile arbeiten: das Familieneinkommen ist tendenziell höher als bei Einzeleinkommen, und eine kostenpflichtige Erziehungsstruktur kann durch den Mehrverdienst bezahlt werden.
Nur ein Elternteil arbeitet: der andere Elternteil kann sich kostenlos um die Kinder kümmern (und somit das sparen, was Doppelverdiener dafür ausgeben).
Kinderzulagen werden, auch im Fall von Doppelverdienern, nur an einen Elternteil ausbezahlt (ein Kind - eine Zulage). Weshalb fremdbetreute Kinder in den Genuss eines Steuerabzuges kommen, und dadurch eine zusätzliche Kostenreduktion für die Eltern generieren, ist schleierhaft und diskriminiert in der Tat Familien mit nur einem Einkommen, die "nur" die Kinderzulage erhalten.
Anstelle von komplizierten Hochrechnungen und abgestuften Abzugsmöglichkeiten für Fremd- bzw. Selbstbetreuung plädiere ich für eine Streichung der heutigen Steuerabzugsmöglichkeiten für fremdbetreute Kinder. So sind alle Familien gleich behandelt und das Kind ist kein "Steuergrund" mehr.
Für Alleinerziehende sind selbstverständlich Steuerabzüge (oder substantiell höhere Kinderzulagen) vorzusehen, da diese nicht arbeiten und gleichzeitig Kinder betreuen können.