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Die Entscheidung im amerikanisch-russischen Duell fiel mit der viertletzten Übung am Boden, als ein Sturz von Jordan Chiles die amerikanische Aufholjagd jäh stoppte. Zuvor hatten die Russinnen mit zwei Stürzen am Schwebebalken ihren am Sprung und Stufenbarren erarbeiteten Vorsprung fast wieder eingebüsst.
Für Rätsel sorgte Simone Biles. Der 24-jährigen Ausnahmekönnerin war der Sprung zum Auftakt in den Final komplett misslungen. Ein seltenes Malheur, wobei Biles bei der Landung beinahe noch gestürzt wäre. Danach verliess sie kurz die Halle, kehrte zurück, verzichtete in der Folge aber auf weitere Einsätze - aus «medizinischen Gründen», wie der amerikanische Turnverband mitteilte. Die Turnerin selbst sprach von «Dämonen in ihrem Kopf».
Bereits in der Qualifikation hatte Biles ungewohnte Schwächen gezeigt, dennoch aber das beste Mehrkampf-Ergebnis aller Teilnehmerinnen erzielt. Danach sprach die vierfache Olympiasiegerin von 2016 in den sozialen Medien vom enormen Druck, der auf ihr laste.
Nach den Olympiasiegen 2012 und 2016 musste die USA damit wieder einer anderen Nation den Vortritt lassen. Die Russinnen taten es den Männern gleich und holten erstmals seit 1992 wieder Olympia-Gold, als sie als Gemeinschaft Unabhängiger Staaten triumphierten.