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Neugeborenes Kalb im Iglu
Bildbeschreibung und Interpretation
Dieses Simmentaler Kalb ist erst vor kurzem zur Welt gekommen. Sein Fell am Kopf und am Hals ist noch feucht. Es liegt in einem frischen Strohbett. Der weisse Hintergrund deutet darauf hin, dass es sich in einem Kälberiglu befindet. Iglus stehen im Freien und sind dem Aussenklima ausgesetzt. Ist das für das neugeborene Kalb nicht zu kalt?
Ursachen
Die Landwirtin oder der Landwirt haben das Kalb direkt nach seiner Geburt von der Kuh getrennt und in einem sauberen Iglu untergebracht.
Ziel
Ein gesundes Kalb, das sich gut entwickelt.
Massnahme
Ein Kalb direkt nach der Geburt in ein sauberes, möglichst desinfiziertes Einzeliglu zu zügeln, ist im Sinne eines möglichst niederen Keimdrucks eine gute Massnahme. Sie ist Betrieben, die Probleme mit der Kälbergesundheit haben, zu empfehlen. Durch solche Hygienemassnahmen lassen sich Infektionen aller Art (Durchfall, Nabelentzündungen, Atemwegserkrankungen etc.) reduzieren. Das UV-Licht im Freien und die frische Luft verringern auch die Umgebungskeime.
Im mitteleuropäischen Klima sind Einzeliglus auch und gerade für neugeborene Kälber ganzjährig geeignet. Durch seine Form entwickelt sich im Inneren eines Iglus mit der Körperwärme des Kalbs ein Kleinklima. So kühlt es nicht aus. Wichtig ist, dass während des Abtrocknens des Fells der Eingang oder eine obere Öffnung des Iglus nicht vollständig verschlossen werden. Im Winter kann in der ersten Nacht der untere Bereich des Eingangs und somit das liegende Kalb mit einem angelehnten Brett oder einem kleinen Strohballen geschützt werden. Die feuchtwarme Luft, die beim Trocknen entsteht, muss jedenfalls aus dem Iglu entweichen können. Sonst bildet sich Kondenswasser, das nachfolgend wieder auf das Kalb herunter tropft. So wird es wieder feucht. Lediglich lebensschwache, neugeborene Kälber können bei sehr kalten Aussentemperaturen Unterstützung durch z.B. eine Rotlichtlampe, eine Wärmflasche oder eine Kälberdecke benötigen - solange bis ihr Fell vollständig abgetrocknet ist.
Neugeborene Kälber, die in Iglus gehalten werden, haben bei kalten Temperaturen einen besonders hohen Energiebedarf. Diesem Umstand muss schon ab der Versorgung mit Biestmilch Rechnung getragen werden.