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Mobutu Sese Seko hiess nicht immer so. Das frühere Staatsoberhaupt des Kongo benannte sich während seiner Regierungszeit um, genauso wie das von ihm regierte Land, das fortan Zaire heissen sollte.
Im Rahmen seines Authentizitäts-Programmes mussten sich auch die kongolesischen Einwohner umbenennen, ebenfalls erhielten Städte neue Namen. Die Hauptstadt Léopoldville wurde so beispielsweise zu Kinshasa.
Der «Vater der Nation», wie sich Mobutu selbst bezeichnete, regierte den Kongo über 30 Jahre lang. Im Alleingang. Oppositionelle Meinungen akzeptierte er nicht. Um ein «spektakuläres Exempel» zu statuieren, liess er Regime-Kritiker teilweise öffentlich hinrichten.
Während sein Land wirtschaftlich darbte, flossen Unmengen Geld in Mobutus private Tasche. Man ging von einem Vermögen von mehreren Milliarden US-Dollar aus, ein Teil davon wurde auf Schweizer Konten gehortet.
Mobutu sackte nicht nur Geld ein, sondern liess sich auch darauf abbilden. Praktisch alle Banknoten der Währung Zaire waren mit seinem Gesicht bedruckt. Nach dem Machtwechsel 1997 wurde Zaire zur Demokratischen Republik Kongo und erhielt die neue Währung Kongo-Franc. Bis zum definitiven Währungswechsel benutzte man angeblich die alten Noten mit dem Abbild Mobutus, stanzte aber teilweise seinen Kopf aus.