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Das Wichtigste in Kürze
- Die Betreiberfirma Slovenske elektrarne (Slowakische Elektrizitätswerke SE) gab am selben Tag bekannt, die benötigten Brennstäbe lägen schon bereit, von technischer Seite gäbe es keine Hindernisse mehr für den Beginn der Stromerzeugung.
Das UJD wies jedoch darauf hin, dass die Bewilligung nicht sofort rechtskräftig sei, weil beispielsweise Atomgegnern das Recht auf Einspruch gewährt werden müsse.
Als sicher gilt, dass Global 2000 und andere Anti-Atomkraft-Organisationen im Nachbarland Österreich ihr Einspruchsrecht wahrnehmen werden. Österreichische Atomgegner hatten schon die 1998 und 2000 erfolgte Inbetriebnahme der beiden ersten Mochovce-Reaktoren vergeblich zu verhindern versucht und trugen mit ihren Protesten dazu bei, dass sich der schon für 2012 und 2013 geplante Start des dritten und vierten Reaktors verzögerte.
Hauptgrund für die jahrelange Verspätung waren aber wirtschaftliche und juristische Probleme der Betreiberfirma. Das ursprünglich staatliche Unternehmen SE wurde zudem seit dem Verkauf des Mehrheitsanteils an den italienischen Energiekonzern Enel immer wieder von Betrugs- und Korruptionsverdacht erschüttert, in denen der AKW-Bau Mochovce eine zentrale Rolle spielte. Die slowakische Polizei führte in den vergangenen Jahren mehrere Hausdurchsuchungen durch und verhaftete führende Manager wegen Korruptionsvorwürfen.