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Punk ist eine Jugendkultur, die Mitte der 1970er Jahre in New York und London entstand. Charakteristisch für den Punk sind provozierendes Aussehen, eine rebellische Haltung und nonkonformistisches Verhalten. Der einzelne Angehörige dieser Subkultur nennt sich ebenfalls Punk (Plural: Punks) oder auch Punk-Rocker; deutsche Bezeichnungen sind auch Punker und für weibliche Punks Punkerin (Plural: Punkerinnen) oder (selten) Punkette (Plural: Punketten).
Herkunft des Begriffs
Das Wort Punk [pʌŋk] aus dem Englischen bezeichnet in der Hauptbedeutung faulendes Holz, also etwas Wertloses, was allenfalls als Zunder taugt. Das Wort ist erstmals für 1596 belegt und wurde wenig später auch von William Shakespeare verwendet, z. B. in Maß für Maß, wo es eine Prostituierte bezeichnet. Später gab es eine Bedeutungsverschiebung von „Prostituierte“ auf „Homosexueller“, insbesondere für den empfangenden Partner. Ab etwa 1923 wurde damit eine unerfahrene Person oder ein Neuling bezeichnet, vor allem auch im kriminellen Umfeld, mit Anspielung auf die sexuelle Bedeutung. In Bezug auf einen musikalischen Stil verwendete Lenny Kaye, der Gitarrist der Patti Smith Group, den Begriff „punk rock“ 1972 erstmals in den Erläuterungen einer von ihm veröffentlichten Anthologie Nuggets über den US-amerikanischen Garagenrock der 1960er Jahre.
In den 1970er Jahren gelangte der Begriff in die Soziale-Rollen-Diskussion im Feld der US-Pädagogik mit Delinquenten. Jene Jungen, die die unterste Stufe einer Peer Group oder Gang bildeten, waren in der Szenesprache Scapegoats, Queers, Rats oder Punks.
Nach Großbritannien gebracht wurde der Begriff „Punk Rock“ durch die Musikjournalistin Caroline Coon, die damalige Freundin von Paul Simonon, dem Bassisten von The Clash. Sie bezeichnete mit dem Begriff die damals jungen englischen Rockbands wie die Sex Pistols, The Clash und The Damned. Vorher war in England für diese Art von Musik der Begriff „Working Class Rock ’n’ Roll“ geläufig.