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Bluebeard's Eighth Wife
Regie: Ernst Lubitsch
Darst.: Claudette Colbert, Gary Cooper, Edward Everett Horton, David Niven, Elizabeth Patterson, Herman Bing, Warren Hymer, Lawrence Grant u.a.
Der exzentrische Millionär Michael Brandon will in einem Kaufhaus an der Riviera einen Pyjama kaufen, jedoch nur die Jacke, nicht die dazugehörige Hose. Er kaufe grundsätzlich nichts, was er nicht brauche. Die für die Verkäufer peinliche Situation rettet eine junge Frau, die sich bereit erklärt, die unerwünschte Hose zu erwerben. So lernen sich der Amerikaner und Nicole De Loiselle, Tochter eines verarmten französischen Aristokraten, kennen. Brandon verliebt sich Hals über Kopf in die kesse junge Frau – was deren verschuldetem Vater finanziell sehr gelegen kommt – und hält auch bald um ihre Hand an. Doch kurz vor der Hochzeit erfährt Nicole, dass ihr Zukünftiger bereits sieben Mal geschieden ist und sie einen Ehevertrag unterschreiben soll. Sie beschliesst, ihm eine tüchtige Lektion zu erteilen: Er soll mit ihr verheiratet sein, wie er noch nie verheiratet war … Lubitschs temporeiche Screwball-Komödie mit kapitalismuskritischem Einschlag lässt verarmten europäischen Adel auf neureiche Amerikaner treffen und funkelt vor eindeutigen Zweideutigkeiten. Für die Adaption des Theaterstoffs wurde Drehbuchautor Charles Brackett engagiert, dem der junge Autor Billy Wilder für die Dialoge zur Seite gestellt wurde. Es war der Beginn einer langen, höchst erfolgreichen Drehbuch-Partnerschaft, die sie mit Lubitschs «Ninotchka» (1939) bis hin zu «Sunset Boulevard» (1950) unter der Regie von Wilder fortsetzen sollten. Gary Cooper ist nach «Design for Living» und «Angel» erneut in einem Lubitsch-Film zu sehen. Er unterläuft sein damaliges Image als stoischer, harter Kerl und spielt einen arroganten Millionär, der von Claudette Colbert «in die bedingungslose Kapitulation getrieben wird» (Herta-Elisabeth Renk). Colbert, die Mitte der 1930er-Jahre zu den höchstbezahlten weiblichen Stars in Hollywood gehörte, spielt Nicole als selbstbewusste Frau, die «ihrem Millionär mit Vernunft und Courage seine Männlichkeitsrituale austreibt» (Renk). Das Lexikon des Internationalen Films schreibt: «Geistreich-unterhaltsame, leicht frivole Lubitsch-Komödie mit ironischen Untertönen. Der Film lebt durch seine Dialoge und die weltfremde Skurrilität seiner Figuren. Lubitsch zelebriert einmal mehr die von ihm hochentwickelte Kunst der Andeutung.»