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@ Fumaria1
….Auch da liegst Du falsch, denn die Wanderung des Frühlingspunktes kommt durch die Bewegung der Sonne um das Galaktische Zentrum zustande …...
Eben nicht. Du verwechselst den Himmelsäquator, der eine Projektion des Erdäquators an den Himmel darstellt, mit dem galaktischen Äquator.
Die Neigung des Himmelsäquators zur Ekliptik (Erdumlaufbahn um die Sonne) wird vom rechten Winkel zur Erdachse bestimmt, welche nicht stabil läuft, sondern bei ihrer leichten Trudelbewegung einen Kreis beschreibt, bis sie nach 26.000 Jahren wieder auf denselben Punkt zeigt, wie vorher (zur Zeit zeigt sie am Nordhimmel auf den Polarstern).
Die beiden Schnittpunkte des Himmelsäquators mit der Ebene der Erdumlaufbahn um die Sonne (Ekliptik) sind die Orte, wo die Tag- und Nachtgleichen stattfinden, welche sich mit der sich ändernden Achsenrichtung der Erde alle 72 Jahre um ein Grad rückwärts bewegen (die Neigung zur Ekliptik von ca 23,5° bleibt dabei immer dieselbe). Das ist alles.
Guckstu: https://de.wikipedia.org/wiki/Zyklus_de ... %A4zession
Eine Umkreisung unserer Sonne um das Zentrum der Galaxie hingegen dauert 250 Millionen Jahre.https://de.wikipedia.org/wiki/Galaktisches_Jahr
….Es gibt auch keinen Wandel in der Bedeutung der Sternzeichen, weil sie selbst ja nichts machen, sondern schon immer nur als Projektionsfläche und Ideenspeicher für die Menschen und deren Geschichte dienten. …...
Ganz recht. Deswegen warens ja auch Menschen, die nicht begriffen haben, dass sich ihre Mess-Einrichtung verschiebt, und nicht das, was gemessen wird. Der Effekt ähnelt der Situation, wo man am Bahnhof im Zug sitzt, welcher gerade losfährt, und wo man meint, der Zug bliebe stehen, und der Bahnhof führe weg.
Da bereits zur Römerzeit die Sternzeichen nicht mehr identisch mit den Sternbildern waren, wie es zur Zeit der Erfindung des Tierkreises vor ca 5000 Jahren der Fall war (von 9° Stier bis 0° Fische = 69°x72 Jahre), hat man spätestens nachdem der Frühlingspunkt ab 100 v Chr. bei 0° Widder lag, dem ersten Sternzeichen nach Frühlingsbeginn keine Stiereigenschaft mehr zugemessen, sondern Widdereigenschaften. Dem Amun- (Widder-)Kult der Ägypter zufolge, welcher den Hathor- (Stier-)Kult ablöste, endete das Stierzeitalter jedoch schon 1000 Jahre vorher.
Alles, was also nach dieser Zeitenwende kam, war eigenwillige, astronomisch bedingte „Pfuscharbeit am Bau“ und kann nicht mehr als echte hermeneutische Tradition bewertet werden.
Wenn man diese Änderung nun auch noch auf die Erdraumfelder überträgt, welche vom Asc aus gezählt werden, bekommt auch das erste Haus eine andere Bedeutung, als die, die es ursprünglich mal hatte, wo die ursprüngliche „heilige Symmetrie“ noch existierte.
Die Umkehrung der Häuserreihenfolge vom Ascendenten aus, wonach das ursprünglich erste Haus überm Horizont zum 12. wird, behält jedoch die Bezeichnung des letzten Hauses unterhalb des Horizontes als das Widderhaus bei. Das Gleiche ist der Fall beim letzten Haus überm Horizont, welches der Waage unterstellt ist, sodass sich unterm Strich nur die anderen Häuser in ihrer ursprünglichen Bedeutung geändert haben.….Denn es gibt ja auch andere Sternbilder mit Ihren Geschichten, die jedoch von der südlich mittelalterlichen Astrologie gar nicht mehr beachtet werden. und Deine sogenannten Verwechslungen nur Deine Meinung sind, weil Du Dich nicht mit Astrologie beschäftigst, sondern alten Geschichten nachhängst, die es schon seit Jahrtausenden nicht mehr gibt und erst im nächsten platonischen Jahr wiederkommen werden....
Ich befasse mich mit der Geschichte der Astrologie, um zu begründen, warum das, was ursprünglich damit mal beabsichtigt wurde - nämlich ein Weltbild zu schaffen, welches oben (im geistig-weltanschaulichen Sinne) genauso funktioniert, wie unten (in der physischen Realität) - schon seit den Römern bezüglich der Zuweisung von Bedeutungen nicht mehr hinhaut.….Zu Beginn des Lebens steht auch das Ende schon fest, die Inder koppeln das geschickt an die Zahl der Atemzüge, die einem im Leben vergönnt sind, weil die ja keiner Zählen kann. ….
In der indische Lehre ist von den vier Weltzeitaltern (Yugas) die Rede, die angeblich Millionen von Jahren andauern, wie es für die Menschheit völlig bedeutungslos ist, weil sie noch gar nicht so lange existiert und auch nicht existieren wird. Wenn man die Jahre jedoch in Sekunden (Atemzüge) umrechnet, kommt so auf sehr realistische 80-90 Erdenjahre, wie es auch einer tatsächlichen, maximalen Lebensspanne beim Menschen entspricht.
Ähnlich ist es auch mit anderen Begriffen aus der indischen Sprache, die im Vergleich mit der europäischen sehr malerisch wirkt, und – wenn man das nicht begreift – leicht wörtlich interpretiert und damit falsch verstanden wird, wie etwa die Bezeichnungen: „früheres, jetziges und nächstes Leben“, was nichts Anderes heißt, als die „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, und nicht etwa jedesmal ein komplett neues Leben, denn der Mensch hat leider nur dieses eine, wie es bereits in den Upanishaden steht, die damals natürlich nur die Brahmanen lesen konnten, welche dem Volke was Anderes verkündeten, damit es – genau wie im römischen Christentum auch – den Lohn für seine Mühe im Leben erst nach seinem Tode erwartete.
….Aber es gibt astrologische Formeln, die das Ende des Lebens auf 14 Tage genau berechnen können, nur gilt das heute als höchst unmoralisch so etwas zu tun.....
Es ist genauso unmoralisch, dem Menschen einzureden, sein Leben sei schon von höherer Seite her vorbestimmt, sodass er gar keine andere Chance hat, als die, die ihm der Sternengucker offenbart. Da die Zukunft aber noch nicht bewirkt worden ist, kann man sie auch nicht vorhersehen, sondern nur Vermutungen darüber anstellen, was sein könnte, wenn man so oder anders handelt. In diesem Rahmen macht Beratung Sinn, und sonst nicht.
Sogenannte Medienschulen ermutigen zukünftige Quacksalber dazu, ihre „gefühlten“ Vermutungen ohne Selbstzweifel von sich zu geben, sodass ihre Unbeirrberkeit eine Sicherheit suggeriert, mit der sie ihren Mist verkünden, die den Unerfahrenen beeindrucken und von einer Komplizenschaft mit einer höheren Macht überzeugen soll, was mindestens genauso unmoralisch ist, wie die Behauptung, man könne an einer Sternenkonstellation eine Zeitqualität ablesen, die angeblich typisch für bestimmte Ereignisse sei, obwohl die - metagnostisch nachweisbar - diesen Rhythmen NICHT folgen.
@ Dalshe_
….Was an der antiken Bedeutung (von Saturn) hermeneutisch sein soll, erschließt sich mir aus dem Satz nicht. ….
Das hermeneutische oder auch senkrechte Weltbild unterteilt alle Seinsebenen senkrecht in 7 Tortenstücke, aus denen sie zusammengesetzt und eindeutig beschreibbar sind (wie etwa nach Größe, Leuchtkraft, Stärke, Oberflächenbeschaffenheit und Lebensdauer usw). Dieses ist auch mit dem damals bekannten 7-teiligen Planetensystem gemacht worden, wobei jedem Planeten jeweils eine andere Eigenschaft zugeschrieben wurde.
Die Betrachtungsweise, die man also unten (auf der Welt) praktizierte, hat man auch oben (im Weltraum) angewendet, und kann sie auch auf den Seinsebenen von Körper, Seele und Geist anwenden, sodass eine ganzheitliche Betrachtungs- und Bewertungsbasis geschaffen wurde, was nicht bedeutet, dass alle Prozesse im Himmel auch eine kausale Auswirkung auf irdische Prozesse haben müssen, wie diejenigen Astrologen meinen, die nicht wissen, wie dieses weltanschauliche System zustande gekommen ist, und wozu es taugt, und wozu nicht.
Der synchronistische oder auch magische Ansatz geht davon aus, dass es eine höhere Ursache gibt, die sowohl die Bewegung von Planeten, als auch die ihrem Wesen jeweils ähnlichen Prozesse auf der Erde gleichermaßen bewirkt. Das müsste aber dann auch wirklich zeitgleich stattfinden, weil sonst auch dieser scheinbar akausale (synchrone) Zusammenhang nachweislich nicht existiert.
Ansonsten lässt sich die Planetenuhr natürlich hervorragend zur Messung von vergangenen und auch zukünftigen Zeitabschnitten verwenden, ohne die ein systematisches Sammeln von Erfahrungswerten und eine selbstbestimmte Zukunftsplanung gar nicht möglich wäre. Auf die Idee jedoch, dass die Zeiger einer Uhr noch irgendwas Anderes bewirken könnten, als die Zeit anzuzeigen, kommt heute kein aufgeklärter Mensch mehr.