Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03285.jsonl.gz/2336

Die FIFA gab am Donnerstag (19.06.) bekannt, dass sie veranlassen wird, die Bereitstellung von Verpflegung in den Stadien der WM zu normalisieren. Denn dies war einer der vom Publikum meist kritisierten Punkte in dieser ersten Woche der WM. Und die eigene Verpflegung mitzubringen ist, darüber hinaus, auch noch verboten!
In Brasília war die Schlange zum Kauf von etwas zum Essen besonders gross. Wer im Stadion war, um dort das Spiel zwischen der Elfenbeinküste und Kolumbien zu sehen, hatte viel zu bemängeln.
“Wir haben Schwierigkeiten, um Sandwichs und warme Speisen zu kaufen. Hier fehlen warme Speisen“, sagt ein Besucher in Brasília.
“Die Leute betreten das Stadion um 10:00 Uhr und um 14:00 Uhr gibt es nirgends etwas zu essen“, bestätigt ein Fan aus Kolumbien.
Die Kolumbianerin hat einen ermüdenden Tag hinter sich, um ins Stadion zu gelangen. “Wir sind ungefähr achtzehn Stunden unterwegs gewesen, fühlen uns nun wie gerädert und finden hier nicht einmal etwas zu essen“, beschwert sie sich.
Ein brasilianischer Fan war bereits bei anderen Spielen und musste sich anstrengen, um etwas zum essen zu finden. “Es gibt nichts. Ich war bereits im Castelão (Fortaleza), in der Arena Pantanal (Cuiabá) und jetzt hier. Nirgendwo gibt es etwas zu essen – es ist einfach schwierig zu einem Lunch zu kommen, wenn man im Stadion ist“, reklamiert er.
Die Produktion des “Jornal Nacional“ (Tageszeitung) konstatierte, dass bei den ersten zwei WM-Spielen in der Arena Amazônia, in Manaus, die “Lanchonetes“ (Lunch-Kioske) kein Wasser hatten und auch nichts zu essen, als das Publikum in der Pause danach fragte. Dasselbe geschah beim bisher einzigen Spiel in der Arena da Baixada, in Curitiba.
Im Maracanã, in Rio de Janeiro, waren die fehlende Verpflegung und die Menschenschlangen ebenfalls ein Problem beim ersten Spiel. Beim zweiten dann nicht mehr.
Bei den beiden Spielen in der Arena Pantanal, in Cuiabá, mussten die Zuschauer von den oberen Tribünen zu den “Lanchonetes“ im unteren Teil heruntersteigen, um etwas zu essen zu bekommen.
Wer in der Arena Pernambuco (Recife) beim bisher ersten Spiel etwas zu essen wollte, konnte lediglich Eis am Stil und Popcorn auftreiben.
Die Stadien in Fortaleza und in Porto Alegre hatten Lunch-Optionen beim ersten WM-Spiel – beim zweiten jedoch gab es lediglich Salzgebäck in Paketen.
Im Stadion Mineirão, in Belo Horizonte, gab es ebenfalls kaum Auswahl an Verpflegung – das änderte sich jedoch beim zweiten Spiel.
Natal (Rio Grande do Norte) gab es hinsichtlich Verpflegung keine Reklamationen.
In keinem der Stadien reklamierten die Fans das Fehlen alkoholischer Getränke, und das könnte sich als Problem erweisen. Denn Alkohol auf den leeren Magen trinken, kann zu Streitigkeiten führen, besonders wenn die Leidenschaften aufeinander prallen.
Wer sich in der Arena Corinthians (São Paulo) Uruguay gegen England ansah und nicht für England die Daumen gehalten hatte, verliess das Stadion zufrieden mit dem Ergebnis. Und wer zwischendurch einen Lunch haben wollte, war ebenfalls zufrieden.
“Ich habe eine kleine Zwischenmahlzeit gekauft, es war ruhig, eine normale Schlange, war prima“, sagte eine Frau aus dem Publikum.
“Es war teuer, aber alles war sehr gut“, sagte ein anderer Fan.
In einem kollektiven Interview, an diesem Donnerstag, sagte der Marketing-Direktor der FIFA, Thierry Weil, dass alle für die Lieferung von Verpflegung in die Stadien verantwortlichen Unternehmen zusammenarbeiten, um die Probleme zu lösen, die von gestern auf heute bereits abgestellt worden seien und man bemühe sich, diesen Service zu verbessern.