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Carin van Heerden, die sowohl als Oboistin wie auch als Blockflötistin tätig ist, wurde im südafrikanischen Kapstadt geboren. Ihr Musikstudium führte sie nach Köln und Amsterdam, wo sie im Flötenspiel bei Günther Höller sowie Walter Hauwe und auf der Oboe von Helmut Hucke ausgebildet wurde. 1985 gewann sie den Tonger-Wettbewerb, 1989 errang sie beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München den Zweiten Preis – ein Erster Preis wurde nicht vergeben. Als Solistin auf der Oboe war Carin van Heerden bei zahlreichen namhaften Festspielen zu Gast: beim Schleswig-Holstein und dem Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, den Europäischen Festwochen Passau sowie den Internationalen Barocktagen Stift Melk. Gemeinsam mit Michi Gaigg gründete sie 1996 das L’Orfeo Barockorchester; zusätzlich leitet sie seit 2007 das L’Orfeo Bläserensemble, das unlängst die Harmoniemusiken von Josef Myslivecek eingespielt hat. Carin van Heerden, die heute in Österreich lebt, konzertiert regelmässig mit renommierten Ensembles der Alten Musik und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Konrad Junghänel, Ton Koopman, Alan Curtis und Hermann Max zusammen. Als Pädagogin lehrte sie von 1993 bis 2004 am Salzburger Mozarteum, von 2004 bis 2008 war sie als Professorin für Blockflöte an der Kölner Musikhochschule verpflichtet; ausserdem unterrichtet sie seit 1993 Barockoboe an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Derzeit arbeitet Carin van Heerden an der Übersetzung von Bruce Haynes’ The Eloquent Oboe, einer Abhandlung zur Geschichte des Hautbois im 17. und 18. Jahrhundert.
Juni 2009