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Seit 2013 sind elektrische Kuhtrainer auf neu eingerichteten Standplätzen verboten. Kuhtrainer-Alternativen verfolgen – ohne den Einsatz von Strom – dasselbe Ziel: Sie sollen die Kühe an die Hinterkante des Lägers steuern, damit die Tiere in den Schwemmkanal koten oder harnen. Je nach Typ wirken diese Steuerungssysteme an unterschiedlichen Körperstellen der Kuh (Nacken-, Kopfbereich, Widerrist).
4 Alternativen
Mitarbeiter des Bundes besuchten 61 Praxisbetriebe. auf denen vier Typen von bewilligten Kuhtrainer-Alternativen im Einsatz waren: Klappbare Rohre und Bügel, pendelnde und fest installierte Bügel sowie ein aktives Steuerungsverfahren. Untersucht wurden das Auftreten von Hautveränderungen im Wirkungsbereich des Kuhtrainers, die Tiersauberkeit und die Funktionalität der Systeme.
Nur bei Systemen, welche die Tiere von der Krippe aussperren, konnten gemäss Agroscope Hautveränderungen im Nackenbereich festgestellt werden. Dies war entweder darauf zurückzuführen, dass die Kuhtrainer-Alternative zu «scharf» eingestellt war oder dass Futter ausserhalb der Fütterungszeiten in der Krippe vorhanden war, was gemäss den mit der Bewilligung verbundenen Auflagen für diesen Typ von Kuhtrainer-Alternativen nicht zulässig ist.
60% koten in Harnkanal
In der Regel konnten die Kühe auf den untersuchten Betrieben ausreichend sauber gehalten werden. Im Durchschnitt über alle Typen von Kuhtrainer-Alternativen hatten weniger als 10% der Kühe stark verschmutzte Ober- oder Unterschenkel. Da es zwischen den Betrieben grosse Unterschiede gab, dürften weitere Faktoren, zum Beispiel die Einstreumenge, einen Einfluss auf die Sauberkeit der Tiere haben.
Bei zwei Systemen (Bügel fest installiert und Bügel aktiv) konnte ein hoher Anteil von Kühen beobachtet werden, die sich zum Koten und Harnen an den hinteren Rand des Lägers bewegten. Im Durchschnitt über alle Systeme koteten oder harnten mehr als 60% der Tiere in den Schwemmkanal. Neben der korrekten Positionierung der Kuhtrainer-Alternative ist eine an das System angepasste Futtervorlage eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz einer Kuhtrainer-Alternative.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen gemäss Agroscope, dass es mit allen untersuchten Typen von Kuhtrainer-Alternativen möglich ist, Kühe so zu steuern, dass sie nicht oder nur selten auf das Läger koten oder harnen.