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Nissan hat bis jetzt seinen Geländewagen Qashqai in Grossbritannien gefertigt. Nun überlegt sich das Management, ob es die grösste Autofabrik Englands weiter betreiben will.
Der japanische Autokonzern Nissan will angesichts des bevorstehenden Brexits im kommenden Monat entscheiden, ob auch das nächste Modell des Geländewagens Qashqai in Grossbritannien gebaut wird. Der Konzern verlange von der britischen Regierung keine Bevorzugung, sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn in Yokohama. «Aber wir wollen auch keine Wettbewerbsfähigkeit verlieren.»
Nissan hat im vergangenen Jahr in seinem Werk in Sunderland rund 475’000 Fahrzeuge gefertigt, die überwiegend in den europäischen Export gingen. Neben vielen anderen Modellen wird in Sunderland auch der bei Käufern beliebte SUV Qashqai gebaut. Die Autofabrik im Norden Englands ist die grösste in ganz Grossbritannien.
Ghosn traf May
Ghosn, der sich in der vergangenen Woche mit der britischen Premierministerin Theresa May getroffen hatte, sagte, er habe die Zusicherung erhalten, dass die britische Regierung «extrem vorsichtig» sein werde, um die Konkurrenzfähigkeit von Sunderland zu erhalten. Solange er diese Garantie habe, könne er mit mehr Gelassenheit auf die Zukunft des Werkes blicken.
Die Produktion des neuen Qashqai soll 2018 oder 2019 beginnen. Angesichts des Vorlaufes dafür muss Nissan rasch entscheiden, wo das Fahrzeug gebaut werden soll. Unternehmen befürchten, dass Grossbritannien bei einem harten Brexit den vollen Zugang zum europäischen Binnenmarkt mit seinen rund 500 Millionen Konsumenten verlieren könnte und damit die Ausfuhren teurer würden
(reuters/mbü/chb)