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- Johanniskraut (Hypericum perforatum) wirksam gegen Depressionen
In-Vitro-Experimente mit peripheren mononukleären Blutzellen haben ergeben, dass Extrakte von Johanniskraut biochemische Prozesse unterdrücken, die durch den während der Immunreaktion gebildeten Botenstoff Interferon-gamma induziert werden. Die Johanniskrautextrakte hemmen massiv den Tryptophanabbau. Genau genommen hemmen die Inhaltsstoffe die Zytokinproduktion, was zur Unterdrückung jener Immunaktivierungskaskaden führt, die für die Störung des Tryptophanhaushalts und die damit verbundene Depressionsneigung bei verschiedenen chronischen Krankheiten verantwortlich ist.
- Johanniskraut hilft der Leber
Eine weitere Studie der Universität Heidelberg ergab, dass sechs Prozent Johanniskraut eingenommen hatten, ohne dass der Arzt darüber aufgeklärt war. Dies kann unter Umständen lebensgefährlichen Folgen haben. "Nehmen Patienten beispielsweise neben Johanniskrautextrakten auch andere Medikamente ein, muss die Dosierung um bis über das Zehnfache gesteigert werden", sagt Haefeli. Denn Johanniskraut führe zu einem schnelleren Abbau von Medikamenten in der Leber.
- aus der Märchenwelt der Ärzte!
Johanniskraut
beeinflusst Wirksamkeit der Pille nicht
Johanniskraut-Präparate beeinträchtigen die Empfängnis verhütende Wirkung von oralen Antikonzeptiva nicht. Frauen, die einen standardisierten Johanniskraut-Extrakt und gleichzeitig die Antibaby-Pille einnehmen, müssen keine ungewollte Schwangerschaft befürchten. Das sind die Ergebnisse von Interaktionsversuchen, welche im Juli 2002 bei einem Symposium der American Society for Clinical Pharmacology und Therapeutics (ASCPT) in Bethesda / USA vorgestellt wurde. Schwerpunkt der Tagung waren Interaktionen zwischen chemisch-synthetischen Arzneimitteln und pflanzlichen Produkten.
Für viele Patientinnen und Patienten mit leichten bis mittelschweren Depressionen stellen Johanniskraut-Präparate eine wirksame und gut verträgliche Behandlungsmöglichkeit dar. In Bezug auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gibt es vereinzelte Berichte über Interaktionen zwischen Hypericum-Extrakten und Cyclosporin, Digoxin oder Antikoagulantien. Anfang diesen Jahres berichtete die schwedische Arzneimittelbehörde in Stockholm über zwei Patientinnen, bei denen es unter Behandlung mit Johanniskraut und trotz Einnahme von Verhütungsmitteln zu einer Schwangerschaft gekommen sein soll. Professor Stephen D. Hall, klinischer Pharmakologe und Toxikologe an der Indiana Universität in Indianapolis, führte im Auftrag der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA Interaktionsversuche mit einem Johanniskraut-Extrakt und oralen Antikonzeptiva durch. Er fand heraus, dass Hypericum den Hormonspiegel nicht beeinflusst und die Empfängnis verhütende Wirkung der Pille erhalten bleibt. Bei gleichzeitiger Einnahme eines Johanniskraut-Präparates und der Antibaby-Pille können allenfalls vermehrt Zwischenblutungen auftreten. Möglicherweise traten auch bei den Frauen, die ungewollt schwanger wurden, Zwischenblutungen auf, worauf sie die Pille abgesetzt haben könnten.
Quelle: ASCPT-Symposium “Drug Interactions with Herbal Products & Food”,
July 2002, Bethesda / Maryland;
Therapie Woche Schweiz, Ausgabe 10 / 02
Sonnwendkraut, Walpurgiskraut, Grundheil, Hexenkraut, Jagateufel, Herrgottsblut, Marias Bettstroh, Teufelsflucht, Blutkraut, Wundskraut, Frauenkraut oder Elfenblut nannten heilkräuterkundige Urgrossmütter das Johanniskraut
. Sie wussten von der blutdrucksenkenden, krampflösenden und verdauungsfördernden Wirkung des Krautes und glaubten an seine heilenden Kräfte bei Wunden, Verletzungen oder Verbrennungen. Dafür eignete sich jedoch nicht jedes Johanniskraut, und die Weisesten unter den Frauen wussten genau, unter welcher Eiche oder an welchem Waldrand die wirkungsvollsten Kräuter zu finden waren.
Die Standortabhängigkeit anerkennt auch die moderne Wissenschaft, gegenüber den früheren Anwendungen verhält sie sich jedoch weitgehend neutral.
einige Pflanzen zeigen z.B. den Schwermetallgehalt im Boden an wärend sie wachsen da Sie eine hohe Affinität dazu haben bzw diese zum Teil resorbieren (werden in Blättern und Wurzeln eingelagert). Diese Pflanzen werden als "Zeigerpflanzen" bezeichnet. Da bei der industriellen Verarbeitung zumeist der obere Teil der Pflanze verwendet wird ist mit einer Schwermetallbelastung mit geringer Intensität zu rechnen. Siehe auch das "Johanniskraut-Projekt der Universität Basel" Karin Berger, Biologin Uni Basel
weiterführende Literatur und eine interessante Zusammenfassung unter:
notesweb.uni-wh.de/wg/medi/wgmedi.nsf/1084c7f3cb4b7f4ac1256b6f005851c5/7a5b65e9da31f9bbc1256fa20074ea84/ als PDF Datei.