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Von 2004 bis 2008 hiess der unbestrittene König von New York Roger Federer. Fünfmal konnte er in Flushing Meadows als Sieger vom Platz gehen, ehe er 2009 im Final gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro in 5 Sätzen den Kürzeren zog. «Dies ist eines der Finalspiele, denen ich am meisten nachtrauere», sagt Federer rückblickend.
Das frühe Out gegen Robredo
Nach 2009 ging es für den 33-Jährigen in der US-Metropole stetig abwärts: 2010 und 2011 scheiterte Federer im Halbfinal an Novak Djokovic, 2012 im Viertelfinal am Tschechen Tomas Berdych. 2013 kam dann in einem ohnehin schwierigen Jahr der Tiefpunkt: Bereits im Achtelfinal war gegen den Spanier Tommy Robredo Endstation, Federer unterlag diskussionslos in 3 Sätzen.
Mit wiedererlangtem Vertrauen
Doch nun stehen die Chancen gut, dass sich die Abwärtsspirale in diesem Jahr nicht weiter dreht. Als frisch gebackener Turniersieger von Cincinnati spielt Federer in der ersten Runde gegen den Australier Marinko Matosevic mit neuer - und alter - Sicherheit.
Die Weltnummer 3 erreichte in den letzten 4 Turnieren den Final - Halle, Wimbledon, Toronto und Cincinnati - und machte sich mit dem jüngsten Triumph zum 80-fachen Turniersieger.
«Ich habe das Gefühl, dass dieses Jahr wirklich wieder etwas möglich ist», gibt sich Federer selbstbewusst. «Ich habe wieder vollstes Vertrauen in meine Beinarbeit.» Dies ermögliche es ihm, wieder um jeden Ball zu kämpfen und an seine Chance zu glauben. «Man glaubt es kaum, aber genau diese kleinen Details können ein Spiel wieder drehen», sagt der 17-fache Grand-Slam-Sieger.
Sollte es mit dem 6. Titel in New York klappen, wäre Federer mit 33 Jahren der erste «Ü30-Champion» bei den US Open seit Sampras 2002 und der älteste Sieger überhaupt seit dem 35-jährigen Australier Ken Rosewall 1970.
Wie stark ist Djokovic momentan?
Aus den Top 5 spielte an den letzten zwei Turnieren keiner so konstant wie Vierfachvater Federer. Mit 49 Triumphen ist er zudem der Spieler mit den meisten Siegen in diesem Jahr auf der ATP-Tour. Seinen Chancen weiter zuträglich ist der Umstand, dass mit Rafael Nadal der Titelverteidiger nicht am Start steht und die Weltnummer 1 Novak Djokovic in Toronto und Cincinnati früh ausschied. Wie es um den Formstand des Serben tatsächlich steht, ist momentan nur schwer abzuschätzen.
Sendebezug: Radio SRF 4 News, Abendbulletin, 21.08.2014, 19:45 Uhr