Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/152907

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit Kurzem wird die Eisenbahn bei Städteverbindungen über die Grenze durch Fernbusse stark konkurrenziert. Busse haben klare Preisvorteile: von Zürich nach München 15 Euro, nach Berlin oder Hamburg 33 Euro, nach Wien 31 Euro. Busse bedrohen das bewährte Schweizer ÖV-Konzept, internationale Bahnverbindungen zu verbessern und so viel Verkehr wie möglich auf die Schiene zu verlagern.</p><p>Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat, diese Fehlentwicklung beim Strassenverkehr zu stoppen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat sieht vorderhand keinen Grund, in den Wettbewerb zwischen Bus und Bahn im internationalen Personenverkehr einzugreifen. Oft verbinden die internationalen Linienbusse Städte, die aus der Schweiz kein attraktives Angebot per Eisenbahn aufweisen. Grenzüberschreitende Linienbusverkehre sind bereits seit mehreren Jahrzehnten erlaubt und werden auch schon seit Langem angeboten.</p><p>Der Bundesrat nimmt die Entwicklung der Konkurrenzsituation jedoch ernst und hat am 22. Oktober 2014 die Annahme des Postulates 14.3673 beschlossen. Dieses Postulat der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates verlangt, dass der Bundesrat einen Ist-Soll-Vergleich im internationalen Personenverkehr anstellt. Dazu soll er die Wettbewerbssituation zwischen Eisenbahnen und Bussen im grenzüberschreitenden Verkehr untersuchen und bei Bedarf Massnahmen vorschlagen, wie der Soll-Zustand erreicht werden kann. Das Postulat wurde vom Nationalrat noch nicht behandelt.</p>