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Otto Brändlis Buchtipp:
Jeffrey
D. Sachs ist einer der 100 einflussreichsten von mittlerweile 6,6 Milliarden
Menschen auf dieser Erde. Er ist unter anderem ökonomischer Berater
des UN- Generalsekretärs. Als Direktor des Earth Institutes der Columbia
Universität mit seinen 850 Wissenschaftlern und Studenten in New
York will er unseren Planeten als integriertes System verstanden wissen
und seine nachhaltige Weiterentwicklung möglich machen. Ich selber
habe 2007 mein Sabbatical an diesem Institut verbracht, nachdem ich durch
seine Beiträge im „Scientific American“ auf ihn gestossen
war. Besonders ambitiös ist das UN Millenium Villages Projekt: 400‘000
Menschen in 12 „Dörfern“ oder Regionen in den 10 ärmsten
Ländern Afrikas, zb in Äthiopien, soll ein Weg aus Armut und
Krankheit ermöglicht werden (mein gegenwärtiger New Yorker Mitarbeiter
betreut dabei das Tuberkuloseprogramm!).
Jeffrey D. Sachs (* 1954 in Detroit) ist ein US-amerikanischer Ökonom und seit 2002 Sonderberater der Millennium Development Goals.
1976 erhielt Sachs den Bachelorabschluss summa cum laude von Harvard und 1980 seinen Doktortitel, ebenfalls von Harvard.
1980 wurde er zunächst Lehrbeauftragter, 1983 auch Professor an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Harvard.
Im Jahr 2002 wurde Sachs Direktor des “The Earth Institute at Columbia University”, Professor für nachhaltige Entwicklung und Professor für Gesundheitspolitik und -management an der Columbia Universität. Er ist ebenfalls Sonderberater für die Millennium Development Goals des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki-moon und Forschungsmitglied am National Bureau of Economic Research. Sachs war außerdem Berater für den IWF, die Weltbank, die OECD, die WTO und das UNDP.
In den 1980er und 1990er Jahren war er beratend für mehrere Staaten mit wirtschaftlichen Problemen aktiv: ab 1985 in Bolivien, ab 1989 in Polen, ab 1991 in Russland, ab 1994 in Indien. Seit 1995 beschäftigt er sich besonders mit den Problemen Afrikas.
ZIELE
Seine Forschungsinteressen gelten insbesondere der Verbindung zwischen Gesundheit und wirtschaftlicher Entwicklung, ökonomische Geographie, Globalisierung, Transformation zur Marktwirtschaft, internationalen Finanzmärkten, internationaler makroökonomischer Politikkoordination, emerging markets, Entwicklungsökonomik und wirtschaftliches Wachstum, globalem Wettbewerb und makroökonomischer Wirtschaftspolitik in Entwicklungs- und Industrieländern.
Sachs
engagiert sich für weitgehenden Schuldenerlass für extrem arme
Staaten und im Kampf gegen Krankheiten, insbesondere HIV/AIDS in Entwicklungsländern.
Er kritisiert die WTO und den IWF, weil die Geldgeber dieser Organisationen
nicht bereit seien, effektive Hilfe für die extrem Armen zu leisten.
Der amerikanischen Regierung wirft er vor, dass sie nicht bereit sei,
0,7 % des Bruttosozialprodukts für Entwicklungshilfe zur Verfügung
zu stellen