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Spoiler
- Entgegen der früheren Annahme wirkt sich Kaffee positiv auf unser Herz-Kreislauf-System aus.
- Zwei bis drei Tassen am Tag senken das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekommen oder an ihnen zu sterben.
- Die Art des Kaffees, ob frisch gemahlen, instant oder entkoffeiniert, spielt ebenfalls eine Rolle.
Auch interessant ist die Bedeutung, welcher Kaffee getrunken wurde. Am besten schneidet aus ganzen Bohnen frisch gemahlener Kaffee ab, der mit einem 17 Prozent geringeren Sterberisiko assoziiert werden konnte. Instantkaffee machte ebenfalls einen Unterschied, wenngleich etwas geringer, gefolgt von entkoffeiniertem Kaffee. Neben der Sterblichkeitsrate vermerkt die Studie geringere Risiken für koronare Herzkrankheiten, Herzinsuffizienz sowie ischämische Schlaganfälle. Die beiden Varianten mit Koffein wirkten zudem Herzrhythmusstörungen entgegen.
Für die Studie wurden zwischen 2006 und 2010 mehr als eine halbe Million Teilnehmer im Alter von 40 bis 69 Jahren erfasst und langfristig analysiert. Berücksichtigt wurden die körperliche Gesundheit, Risikofaktoren und Lebensstile inklusive Kaffeekonsum und -art, Teekonsum, Body-Mass-Index, Rauchstatus und Alkoholgenuss. Patienten, die bereits an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung litten, wurden ausgeschlossen.
Unter Ärzten hat Kaffee nicht den besten Ruf und gerade Kardiologen rieten in der Vergangenheit häufig zum Umstieg auf die entkoffeinierte Version, um das Herz zu schützen. Mittlerweile wird das beliebte Heissgetränk von der European Society of Cardiology als nicht schädlich bis eventuell sogar gesundheitsförderlich eingestuft, solange der Konsum in Massen erfolgt.
Also heisst es von nun an: Ganz entspannt erstmal einen Kaffee für Herz und Seele trinken.