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Die Funktion des Gehörs
Unser Ohr ist ein hochentwickeltes, komplexes und sehr sensibles Organ. Hauptaufgabe des Ohres ist es, Geräusche zu erfassen und zu analysieren. Zusätzlich zum Gehör ist im Innenohr auch der Gleichgewichtssinn angesiedelt.
Die Ohren hören übrigens individuell, wie neuere Studien zeigen. Ein Hörverlust betrifft nie beiden Seiten gleichermassen.
Von der Schallwelle zum Geräusch
Wenn Schallwellen auf unsere Ohren treffen und ins Gehör eindringen, sich also von der Ohrmuschel durch den Gehörgang bewegen, lassen sie das Trommelfell vibrieren. Das wiederum bringt das Ossiculum respektive Hammer, Amboss und Steigbügel im Mittelohr zum Schwingen.
Diese Schwingungen übertragen sich auf die Flüssigkeit in der Hörschnecke im Innenohr (Cochlea) und stimulieren Tausende winzig kleine Haarzellen. Dadurch verwandeln sich die Schwingungen in elektrische Impulse. Diese werden vom Gehirn als Geräusch wahrgenommen.
Die Etappen des Hörprozesses
- Schallwellen treffen im Gehörkanal ein und bringen das Trommelfell zum Schwingen.
- Das Trommelfell schwingt in der Frequenz des Schalls.
- Die Schwingungen gelangen über die Gehörknöchelchen in die Cochlea.
- Die Schwingungen versetzen die Flüssigkeit in der Cochlea in Bewegung.
- Da sich die Flüssigkeit bewegt, «biegen» sich die Haarzellen. Diese lösen neuronale Signale aus, die vom Hörnerv aufgefangen werden. Die Haarzellen am Eingang der Cochlea verarbeiten die hohen Frequenzen, diejenigen an der Spitze die tiefen.
- Der Hörnerv übermittelt die Signale an das Gehirn, wo sie als akustische Ereignisse interpretiert werden.