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Am Samstag traf der ecuadorianische Präsident Lenín Moreno in London ein. Seine Regierung versucht, den WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange zum Verlassen der dortigen ecuadorianischen Botschaft zu bewegen, in der er 2012 politisches Asyl erhalten hat.
Wenn Assange die Botschaft verlässt, wird er von Großbritannien wegen eines Verstoßes gegen seine Kautionsbedingungen verhaftet. Danach ist dem australischen Staatsbürger eine Auslieferung an die USA so gut wie sicher, wo ihm ein Schauprozess wegen Spionage droht.
Auf Anweisung der Moreno-Regierung hat die ecuadorianische Botschaft in London Assange seit dem 28. März jede Kommunikation nach außen und jeden Besuch verboten. Lediglich seine Anwälte sind davon ausgenommen.
Da Großbritannien ihn verhaften würde, sobald er die Botschaft verlässt, lebt Assange seit sechs Jahren als Gefangener in dem kleinen Gebäude. Sein Gesundheitszustand hat sich in dieser Zeit deutlich verschlechtert. Die Kommunikationssperre ist ein Versuch, ihn psychologisch so unter Druck zu…..