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75 Milliarden weniger für Klimahilfen, sagt Studie
Wohlhabende Länder werden voraussichtlich 75 Milliarden Dollar weniger als versprochen bereitstellen, um einkommensschwache Länder bei der Bewältigung der Klimakrise zu unterstützen, sagt eine Analyse der Entwicklungsorganisation Oxfam.
Das eigentliche Ziel, jährlich 100 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen, würde nicht einmal bis 2025 erreicht, so Oxfam in einer Medienmitteilung. Über den Zeitraum würden den Empfängerländern zwischen 68 und 75 Milliarden Dollar an Unterstützung fehlen.
Die Klimafinanzierung sei einer der Hauptpfeiler des Pariser Abkommens und von entscheidender Bedeutung, um die Klimakrise zu bewältigen, so die Mitteilung weiter. Viele der Empfängerländer seien auf die versprochene Unterstützung angewiesen, um auf saubere Energie umzustellen und sich an die Erderwärmung anzupassen, etwa sich vor Ernteausfällen, zunehmenden Unwettern oder dem steigenden Meeresspiegel zu schützen.
Der Handlungsdruck sei niemals größer gewesen. Ungewöhnlich heiße und kalte Temperaturen forderten bereits heute jedes Jahr fünf Millionen Todesopfer. 2020 sei weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung gewesen, fast 100 Millionen Menschen seien von Überschwemmungen, Stürmen und anderen klimabedingten Katastrophen betroffen gewesen.
Die Klimakrise könne wirtschaftliche Verluste verursachen, die doppelt so hoch seien wie die der Corona-Krise, so die Mitteilung.