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Simon, wie sieht es Stand heute mit deinem Ziel als Bobpilot aus, wie weit bist du?
Simon: Es gibt enorm viele Dinge, die als Pilot noch erledigt werden müssen. Dazu gehören Teammitglieder suchen, Sponsoren suchen, das Budget aufstellen, die Saisonplanung machen und natürlich selber noch trainieren. Ich bin noch lange nicht am Ziel, aber auf gutem Wege. Und ich werde sicherlich bereit sein für meine erste Saison.
Wie gestalten sich Sommer- und Wintertraining für dich im Bobsport?
Simon: Von Frühling bis Anfang Sommer befinde ich mich jeweils in der Aufbauphase in Sprint, Kraft und Sprung. Ab Mitte Sommer beginnt die Phase, in der Schnellkrafttraining, Einzel-Anschub Training und erste Leistungstests in den Fokus rücken. Im späten Sommer wechselt der Fokus auf das Team-Anschub Training und die Maximalkraft. Im Herbst beginnt dann das Training auf den Eisbahnen, um Fahrpraxis zu erhalten. Im Winter finden an den Wochenenden fast immer Rennen statt, wo ich weitere Gelegenheiten für Erfahrung und Fahrpraxis kriege. Unter der Woche fokussiere ich mich auf die Maximal- und Schnellkraft.
Was waren bis anhin deine Highlights im Bobsport?
Simon: Der 4. Rang an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang ist momentan sicher mein persönliches Karrierehighlight. Ein weiteres Highlight meiner Karriere stellt die 2er Bob Goldmedaille am Weltcup in Sotschi (RUS) zusammen mit dem Steuermann Rico Peter.
Wie beurteilst du die Sicherheit im Bobsport?
Simon: Der Bobsport ist sehr sicher. Es gibt Reglemente, welche genau vorschreiben, wie schmal, wie hoch und wie aerodynamisch ein Bob gebaut werden darf, um sicherheitstechnisch alle Risiken zu minimieren. Weiter schützen wir uns durch einen Helm und eine Kevlar-Weste unter dem Renndress. Die Weste schützt uns vor allfälligen Verbrennungen bei einem Sturz.
Kannst du vom Bobsport leben?
Simon: Nein, das reicht leider nicht. Der grösste Teil der Schweizer Bob Athleten arbeitet durch den Sommer. Im Winter sind wir dann die ganze Zeit unterwegs. Von der Sporthilfe bekommen wir grosse Unterstützung und einige Athleten werden auch noch durch die Armee unterstützt.