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Ich Denkmal kräftig über eine museale Licht-Kunst nach
Stell dir vor hier in Basel, wir hätten immer warm, immer Sommer wie am Äquator, kein Winter, Frühling, Sommer und Herbst.
Stell dir vor hier in Basel, wir hatten Monate lang immer dunkel oder immer hell wie in Norwegen, Schweden, Finnland, Kanada, Russland, Grönland oder Antarktis, kein täglicher Wechsel von Tag und Nacht.
Stell dir vor hier in Basel, wir wären rundum umgeben von anderen Kantonen, wie in der Innerschweiz, kein Elsass und kein Markgräfler Land.
Wir hier in Basel habe es gut. Wir haben den Rhein, immer gleich und doch jeden Tag, ja jeden Augenblick wieder anders. Er verbinden den Tag mit der Nacht, den Winter mit dem Sommer, die Stadt mit dem Land und dem Elsass und dem Markgräfler Land. Er verbindet am einen Ende den Rheinfall bei Schaffhausen mit den Niagara-Fällen bei Toronto beinahe am anderen Ende unserer Welt. Wer will kann es selber mit dem Schiff ausprobieren, es funktioniert. Der Rhein verbindet uns mit der Welt. Der Rhein, die Basler Seidenstrasse. Kaufleute und Refugianten wie die Socin, Battier, Passavant und Werthemann brachten entlang dieser Basler Seidenstrasse die Seide zu uns nach Basel und begründeten entsprechende Betriebsstätten. So erfuhr die Schweizer Seidenindustrie im 19. Jh. ein beachtliches Wachstum. Novartis und Roche wären ohne diese Vorgeschichte, ohne Basler Seidenstrasse ohne den Rhein nicht denkbar.
Wäre da ein kleines Denkmal für den Rhein nicht angebracht? Aber ein Denkmal aus Gotthard-Granit, Peccia-Marmor oder Jura-Kalk, würde das gehen? Eine Eisenplastik, eine Kunst-Performens, ein Theaterstück, eine Symphonie, ein Wasser-Symposium, eine Video-Installation oder ganz baslerisch ein Museum gleich dem limnologischen Museum in Listwjanka am Ufer des Baikalsees?
Für aussergewöhnliche, bemerkenswerte Menschen errichtet man manchmal Denkmäler. Der Rhein, er braucht kein Denkmal, er ist ja schliesslich selber bereits eines.
Denkmäler werden nachts mit Scheinwerferlicht angestrahlt, erleuchtet, erhellt. Wenn wir den Rhein als Denkmal sehen möchten, müssten wir ihn nachts eigentlich nur noch mit Scheinwerferlicht erleuchten lassen und schon hätten wir das perfekte Denkmal für unseren Basler Rhein.
Er würde zum Museum ohne je museal zu werden und der Eintritt wäre kostenlos, aber eine Schwimmweste sollte man schon anziehen. Als Museumswärter käme die Basler Wasserpolizei bei der Johanniterbücke zum Einsatz. Sie würden diejenigen raus fischen, die es nicht selber geschafft haben, das Museum rechtzeitig zu verlassen.
Lasst uns doch einfach mal kräftig darüber nachdenken!