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Kurzbeschreibung
Man definiert einen Begriff, indem man seine Bedeutung ausführlich erläutert.
Funktionsweise und Leistung
Eine Definition soll die Bedeutung eines Begriffs möglichst präzise erläutern, damit verschiedene KommunikationspartnerInnen sich unmissverständlich verständigen können, wenn sie den Begriff verwenden. Es gibt unterschiedliche Weisen und Auffassungen von Definition. Man kann z.B. das tatsächliche Wesen eines Sachverhalts, den Sinn eines Begriffs im alltäglichen Sprachgebrauch (deskriptiv) oder eine wissenschaftliche Arbeitsdefinition (provisorisch festsetzend) definieren.
Die gängige Auffassung einer Definition entspricht einer „Äquivalenzdefinition“, bei der man es mit einer Gleichung zwischen dem zu definierenden Begriff (das Definiens) und der definierenden Erläuterung (das Definiendum) zu tun hat. Sprachlich: „Unter X (Definiens) versteht man Y (Definiendum).“ Eine solche Definition beinhaltet einen synonymen Bedeutungsgehalt.
Will man den inhaltlichen Sinn eines Begriffs definieren, spricht man von der „Intension“ und gibt die zur Bestimmung notwendigen Eigenschaften an (z.B. für „Apfel“ die Definition „runde essbare Frucht mit Kernen und relativ hartem Fruchtfleisch, die in gemässigten Zonen an Bäumen wächst, einen süsssäuerlichen Geschmack aufweist und als Kulturobst hohe Wertschätzung geniesst.“) Das entspricht der Lexikondefinition.
Man kann jedoch einen Begriff auch dadurch definieren, indem man auf sämtliche Einzelfälle zeigt, die unter den Begriff fallen (wovon die Beispiele die prominentesten sind). Um also zu definieren, was ein Auto ist, zeige ich schlicht auf sämtliche je produzierten und alle noch zu produzierenden Autos. Dieses Vorgehen wird als extensionale Definition bezeichnet, da sie den „Umfang“ der Menge aller mit dem Begriff zu bezeichnenden Einzelfälle hat.
Vorgehen
Zunächst muss man sich im Klaren darüber sein, ob man eher eine deskriptive oder eine festsetzende Definition benötigt. Also: Will man einen Begriff definieren, wie er schon in Verwendung ist, oder einen, den man selber einführen oder zumindest mit einem spezifischen Sinngehalt präzisieren möchte?
Da man in der Regel zentrale Begriffe bzw. Ausdrücke definiert, sollte man dies kenntlich machen, indem man sie in Anführungszeichen setzt. (Also: „Ich definiere den Begriff ‚Apfel‘ folgendermassen:“)
In der Regel wird man dann eine Form der Äquivalenzdefinition mit einer intensionalen Beschreibung erstellen. Um die Brauchbarkeit der Definition zu überprüfen, sollte man sicherstellen, dass sie hinreichend genau ist, d.h. dass man darunter nicht auch noch anderes als das Definiens verstehen könnte (z.B. ist „süsse Frucht“ zu ungenau, um „Apfel“ zu definieren“, da darunter auch andere Früchte fallen) und dass nicht einzelne Fälle des Definiens ausgeschlossen werden (z.B. ist „grüne Frucht“ zu eng, da es ja auch rote Äpfel gibt).
Konkretes Beispiel
- Die provisorische Arbeitsdefinition zentraler Begriffe zu Beginn einer wissenschaftlichen Untersuchung. (Z.B. „Unter dem Begriff ‚Kybernetik‘ verstehe ich im Weiteren…“)
- In vertraglichen Dokumenten werden rechtlich relevante Begriffe häufig explizit definiert (z.B. „Unter ‚Dienstleistung‘ soll im Folgenden …“)
Prominente TheoretikerInnen
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Probleme
Es gibt sehr unterschiedliche Auffassungen zum Thema, was die Materie etwas kompliziert macht.
Verknüpft mit
- Ein Beispiel Geben
- Implizites explizit Machen
Übersicht über die Techniken
Vom Einfachen zum Komplexen
- Freies Assoziieren (Brainstorming)
- Mind Map
- Relevantes Auswählen
- Unterscheiden und Sortieren
- Relevantes Auswählen
- Definieren
- Grafisch Visualisieren
- Gestalt Finden
- Perspektive bzw. Standort Wechseln
- Objektivieren
- Zusammenfassen
- Paraphrasieren
- Beispiel Geben
- Metapher Bilden
- Narrativ Entwickeln
- Implizites explizit Machen
- Dogmen und Prämissen hinterfragen
- Ordnung Herstellen
- Logisches Schliessen und Beweisen
- Verallgemeinern / Aus Erfahrung schliessen (Induktion)
- Grundstruktur des (wissenschaftlichen) Erkennens
- Von der Erfahrung zur Theorie (Bottom-Up) oder umgekehrt (Top-down)
- Hermeneutisches Verstehen