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Forscher der Universität Heidelberg befragten 1'086 Studentinnen nach ihrem Sexualleben.
Fast alle hatten in den vergangenen sechs Monaten sexuelle Kontakte. Bei 32.4% der Teilnehmerinnen lag nach Angaben der Forscher eine Female Sexual Dysfunction (FSD, weibliche sexuelle Dysfunktion) vor.
FSD ist ein Oberbegriff für sexuelle Störungen bei der Frau und beinhaltet: Erregungsstörungen, Orgasmusstörungen, mangelnde Befriedigung sowie mangelnde Lust. Das Ergebnis erstaunte die Forscher nicht weiter, da andere grössere Studien bereits gezeigt hatten, dass etwa 40% aller Frauen grosse Probleme mit ihrem Sexualleben haben.
Eher staunten die Forscher über den Zusammenhang zwischen hormoneller Verhütung und FSD: Es zeigte sich, dass die FSD am seltensten bei jenen Frauen vorkam, welche nicht verhüten oder keine Hormone zur Verhütung einsetzen. Das grösste FSD-Risiko hatten jene Frauen, welche mit Hormonen verhüten, insbesondere bei der Anwendung von nicht oralen hormonellen Verhütungsmethoden – zum Beispiel Hormon-Spiralen oder Hormonspritzen.
Den Zusammenhang können sich die Forscher jedoch nicht genau erklären. Sie vermuten eher eine umgekehrte Kausalität, nämlich dass Frauen Östrogene zur Steigerung der Libido – zur Lustverschaffung - einsetzen. Bei Frauen nach den Wechseljahren werden zum Teil Androgene eingesetzt; die Wirkung ist aber auch hier eher bescheiden.
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(J Sex Med. 2006;3:589-95); Journal of Sexual Medicine (2010; doi: 10.1111/j.1743-6109.2010.01742.x)
25.05.2010