Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/186549

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, von der für 2019 geplanten Auflösung der Skialpinismus-Mannschaft des Grenzwachtkorps (GWK) abzusehen. In jedem Fall ist der Entscheid zu vertagen, bis die laufenden Massnahmen zur Anerkennung dieser Sportart als olympische Disziplin abgeschlossen sind.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Bewältigung der Herausforderungen an unseren Aussengrenzen hat für den Bundesrat Priorität. Gerade auch der Kanton Wallis ist aufgrund seiner geografischen Lage von illegaler Migration und grenzüberschreitender Kriminalität betroffen. Nicht zuletzt erfordern es auch die gestiegenen politischen und wirtschaftlichen Anforderungen, dass sich das Grenzwachtkorps auf seinen Grundauftrag fokussiert. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Patrouille des Glaciers insbesondere für den Kanton Wallis eine wichtige Veranstaltung darstellt. Er ist aber auch der Meinung, dass sich die Bundesbehörden auf ihre Kernaufgaben konzentrieren müssen, die zur Sicherheit der gesamten Schweiz beitragen. Deshalb ist auch die EZV angehalten, ihre Ressourcen so einzusetzen und nötigenfalls zu verschieben, dass sie die Erfüllung ihres Kernauftrags weiterhin gewährleisten kann.</p><p>Mit dem Entscheid der EZV, sich im Rahmen einer notwendigen Priorisierung auf die Spitzensportförderung von Biathlon und Langlauf zu konzentrieren, konnte ein vertretbarer Kompromiss gefunden werden. Auf die zukünftige Organisation der Patrouille des Glaciers durch die Armee hat dieser Entscheid keinen Einfluss. Ausschlaggebend für die notwendige Auswahl waren insbesondere der internationale Bekanntheitsgrad dieser Disziplinen und die Konzentration auf einen Verbandspartner. Die Tatsache, dass es olympische Disziplinen sind, war zweitrangig. Der Bundesrat hat bereits in seiner Antwort auf die Interpellation Buttet 17.3993 entsprechend argumentiert. Eine mögliche zukünftige Anerkennung dieser Sportart als olympische Disziplin hätte keinen Einfluss auf den getroffenen Entscheid.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.