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DIE GESCHICHTE DER KOMMUNIKATION
Wir fragen in diesem Grundlagenkurs, wie Kooperation entstanden ist, welche Medien das Miteinander ermöglichen. Wir fragen nach Signal und Zeichen (Semiotik), nach Sprache, nach Koordination von Verhalten (Maturana) und sozialer Sinnkonstruktion (Luhmann).
Am Anfang war die Interaktion - das Miteinander. Können wir die Grundregeln, die Geschichte dieses Miteinander beschreiben? Können Moleküle kommunizieren? Kommunizieren Tiere, Pflanzen - alles was “kreucht und fleucht”? Was unterscheidet das Kommunikationsmedium Sprache von den Verständigungsmitteln anderer Lebewesen?
Unser Universum ist ein Netzwerk von Interaktionen. Es ist ein formschaffender Prozess. Alles Nachdenken über die Welt, die Welt des Lebendigen, die Welt der Ideen, der Kultur, der Sprache, die Welt der Kommunikation, des Miteinanders, der Gesellschaft, gründet auf Bateson's Frage: Wie ist die Welt zusammengesetzt? Welche Muster verbinden alles mit allem? Welches sind die Regeln des interagierenden Ganzen? Wie (und wann) entstanden diese "Vernetzungen"?
SCHLÜSSELBEGRIFFE:
Netzwerk von Interaktionen
"Welches Muster verbindet ..(Lebewesen)? Welche Gedanken kann ich hinsichtlich der gesamten biologischen Welt, in der wir leben und unser Dasein fristen, mit anderen teilen? Wie ist diese Welt zusammengesetzt?" schrieb Gregory Bateson vor fast dreissig Jahren in seinem Buch " Geist und Natur, eine notwendige Einheit". Was verbindet Ideen mit Molekülen? Beide Ebenen des Seins sind Netzwerde von Interaktionen. Unser Universum ist ein Netzwerk von Interaktionen. Es ist ein formschaffender Prozess. Alles Nachdenken über die Welt, die Welt des Lebendigen, die Welt der Ideen, der Kultur, der Sprache, die Welt der Kommunikation, des Miteinanders, der Gesellschaft, gründet auf Bateson's Frage: Wie ist die Welt zusammengesetzt? Welche Muster verbinden alles mit allem? Welches sind die Regeln des interagierenden Ganzen? Wie (und wann) entstanden diese "Vernetzungen"
Kommunikation und Handlung:
Peter Fuchs/ Niklas Luhmann
Reden und Schweigen
Suhrkamp 1989
fuchsschweigen65:
(Die Kommunikation)..Sie müßte sich, um pointiert zu formulieren, so überlistet haben, daß sie - obgleich auf Differenzlosigkeit zugespitzt - Differenzen produziert, die Unterschiede so machen, daß weitere Kommunikation stattfinden kann. Dies geschieht, wie wir behaupten wollen, durch eine Simplifikation: durch Reduktion auf Handlung. Die These ist, daß Sozialsysteme sich als Handlungssysteme der Selbstbeobachtung zugänglich machen, daß Kommunikationen (weil ihre Differentialität in der Welt verteilt, mutualistisch vorkommt) sich unmittelbarer Beobachtung entziehen und deswegen in ihrem Verlauf unentschieden Vorkommendes als Handlungen unterscheiden bezeichnen, zurechnen müssen, weil Kommunikation der laufenden Selbstbeobachtung bedarf. Handlungen ''sind'' unkomplizierter als Kommunikationen. Sie können als Ketten punktuell fixierter Ereignisse gelesen werden, als Tatsachensequenzen, die die Zeit irreversibel interpunktieren und insofern Strukturen ausprägen, die als Bedingung der Möglichkeit von Anschlußfähigkeit fungieren. Das Ereignis, das als Einzelhandlung dem, was in einem fort geschieht und geschieht, abgewonnen wird, kann nur isoliert (und als Handlung verstanden) werden, wenn sie sich im Fundus sozialer BeschreiLungen wiedererkennt. Als Handlung oder Handlungssequenzen können Ereignisse in sozialen Systemen als beginnend, begonnen sich beendend oder beendet beobachtet werden, ohne daß die Autopoiesis der Kommunikation ihrerseits beginnt oder stoppt. Im Gegenteil: An ihnen entzündet sich weitere Kommunikation und setzt sich die Autopoiesis des sozialen Systems fort.
SYSTEM-THEORIE
Eine Einführung in das Denken von Niklas Luhmann
GLOSSAR zu Begriffen und Texten Luhmannscher Kommunikationstheorie
Niklas Luhmann Gesellschaftsstruktur und Semantik Suhrkamp 1999
Die Soziologie des Wissens
pg 159
Schlüsselbegriffe: Soziologie des Wissens - Theorie der Erkenntnis - transzendentale Phänomenologie Husserls - daß ein Bewußtsein bei all seinen Operationen immer zugleich auf Phänomene und auf sich selbst referiert. - Unterscheidung von Handeln und Erkennen - Biologie der Kognition - Bedingungen der Kognition sind so komplex, daß sie keinen Eingang ins Bewußtsein finden können. - das Bewußtsein ist auf Repression aller Informationen über Operationen im neurophysiologischen Bereich angewiesen, aber zugleich abhängig von strukturellen Kopplungen zu diesem Bereich, das heißt: abhängig davon, daß der Organismus lebt - Das Bewußtsein kann nur durch seinen eigenen Organismus irritiert werden, also nur durch einen extrem schmalen Weltausschnitt. Eine so scharfe Reduktion von Komplexität ist unerläßlich, wenn das System eigene Komplexität aufbauen, wenn es befähigt sein soll zu lernen. -
Übergang von Was-Fragen zu Wie-Fragen - die Überführung des Grund-Problems in die Zeitdimension, heute vor allem im Formenkalkül von George Spencer Brown ausgearbeitet oder in Derridas Leitidee: daß der Ursprung eine Differenz (Schrift) sei, die zum ständigen Verschieben der Differenz, zur "differance" zwinge.
Systemtheorie:
System:
... dass man das "System" als eine Form bezeichnen kann mit der Massgabe, mit dem Formbegriff immer die Differenz von System und Umwelt zu bezeichnen. Das System ist eine Form mit zwei Seiten. luhmann_system72
Differenztheorie:
Auch die Informationstheorie wird heute oft als Differenztheorie angelegt. Das geht in der inzwischen klassischen Formulierung mit dem Satz, Information sei "a difference that makes a difference", auf Gregory Bateson zurück. Eine Information ist eine Information, wenn sie nicht nur ein vorhandener Unterschied ist, sondern wenn ein System daraufhin den eigenen Zustand ändert, wenn also die Wahrnehmung - oder wie immer man den Input denken will - eines Unterschieds einen Unterschied im System erzeugt. Man wusste etwas nicht; dann bekommt man die Information, die Mitteilung, etwas sei so und nicht anders; dann weiß man es; und dann kommt man nicht mehr umhin, seine eigenen nächsten Operationen an diesem Wissen zu orientieren. A difference that makes a difference! Auch dies ist ein Fall, in dem die Frage offen bleibt, wie die Theorie zu ihrer ersten Differenz kommt. Man geht von einer Differenz aus und landet interessanterweise bei einer Differenz. Das ganze Geschehen der Informationsverarbeitung ist zwischen eine Ausgangsdifferenz und eine Differenz, die dadurch entsteht, aufgehängt. Die entstandene Differenz kann wiederum eine Differenz sein, die weitere Informationen in Gang setzt. Der Prozess verläuft nicht von einer unbestimmten Einheit zu einer bestimmten Einheit, wenn man Hegel so paraphrasieren darf, sondern von einer Differenz zu einer Differenz. Auf dieser Ebene ist der differenzialistische Ansatz bereits lehrbuchfähig. Es gibt Berichte über die Lage der Philosophie in Frankreich und Ahnliches, in denen dies als bekannt vorausgesetzt und nochmals dargestellt wird. Es ist kein Geheimwissen, und es wird auch unter der Marke "Differenztheorie" in der Literatur zu finden sein. Und es gibt viele andere Dinge, die ich nennen könnte. Aber ich möchte auf die nach meiner Einschätzung radikalste Form eines solchen differenzialistischen Denkens: George Spencer Brown Laws of Form. Der Text ist die Darstellung eines Kalküls. Spencer Brown sagt ausdrücklich, dass es sich nicht um eine Logik handelt, vermutlich weil er bei Logik an wahrheitsfähige Sätze denkt. Es ist ein operativer Kalkül, also ein Kalkül, der in der Transformation der Zeichen, die genutzt werden - oder des Zeichens - Zeit voraussetzt. luhmann_system58
Niklas Luhmann Soziale Systeme Grundriss einer Allgemeinen Theorie Suhrkamp 1984 pg11
luhmann_sozsystem11
Im Unterschied zu gängigen Theoriedarstellungen, die, wenn überhaupt, einige wenige Begriffe der Literatur entnehmen, sie in kritischer Auseinandersetzung mit vorgefundenen Sinngebungen definieren, um dann damit im Kontext der Begriffstraditionen zu arbeiten, soll im folgenden versucht werden, die Zahl der benutzten Begriffe zu erhöhen und sie mit Bezug aufeinander zu bestimmen.
Das geschieht mit Begriffen wie: Sinn, Zeit, Ereignis, Element, Relation, Komplexität, Kontingenz, Handlung, Kommunikation, System, Umwelt, Welt, Erwartung, Struktur, Prozeß, Selbstreferenz, Geschlossenheit, Selbstorganisation, Autopoiesis, Individualität, Beobachtung, Selbstbeobachtung, Beschreibung, Selbstbeschreibung, Einheit, Reflexion, Differenz, Information, Interpenetration, Interaktion, Gesellschaft, Widerspruch, Konflikt.
Unterscheiden - Beobachten
Niklas Luhmann Die Gesellschaft der Gesellschaft Suhrkamp 1998 pg 120
Begriff des Beobachtens - Beobachten als Bezeichnen im Kontext einer Unterscheidung und verlangt zusätzlich Gedächtnis als Fähigkeit, Vergessen und Erinnern zu diskriminieren. Sinnhafte Kognition ist dann nur noch ein Sonderfall, allerdings der Fall, der für die Gesellschaftstheorie allein in Betracht kommt. Kognition ist anders gesagt, die Fähigkeit, neue Operationen an erinnerte anzuschliessen. Sie setzt voraus, daß Kapazitäten des Systems durch Vergessen freigemacht werden; aber zugleich auch, daß neue Situationen zu hochselektiven Rückgriffen auf Kondensate vergangener Operationen führen können.luhmann_ges120
Peter Fuchs Der Sinn der Beobachtung Velbrück Wissenschaft 2004 pg 11
Soziale Systeme:
Humberto Maturana:
Der Baum der Erkenntnis Seite 196:
Soziale Phänomene : Als soziale Phänomene bezeichnen wir solche Phänomene, dle mit der Teilnahme vonOrganismen an der Bildung von Einheiten dritter Ordnung durch rekursive Interaktionen zu tun haben, wobei diese Interaktionen eine operationale Umgrenzung definieren, die sle selbst einschliesst.
Kommunikation : Als kommunikatives Verhalten bezeichnen wir als Beobachter solches Verhalten, das im Rahmen sozialer Koppelung auftritt; als Kommunikation bezeichnen wir jene Koordination des Verhaltens, die aus der sozialen Koppelung resultiert.
Der Baum der Erkenntnis Seite 223: Das Reich der Sprache
Sprache - Als sprachlich bezeichnen wir ein ontogenetisches kommunikatives Verhalten (d. h. ein Verhalten, das in der ontogenetischen Strukturkoppelung von Organismen entsteht), welches ein Beobachter semantisch beschreiben kann - Den Menschen eigentümlich ist jedoch, daß sie in ihrer sprachlichen Verhaltenskoordination einen neuen Bereich von Phänomenen hervorbringen, nämlich das Reich der Sprache. Sprache entsteht durch die ko-ontogenetische Koordination ihrer Handlungen - Wir sind in der Sprache, oder - noch besser - wir «sprachen» (to language) nur dann, wenn wir durch eine reflexive Handlung eine sprachliche Unterscheidung einer sprachlichen Unterscheidung treffen. In der Sprache zu operieren, bedeutet also in einem Bereich kongruenter, ko-ontogenetischer Strukturkoppelung zu operieren. - Sprache als ein Phänomen in der Rekursion sprachlicher Interaktionen, das heißt, in sprachlichen Koordinationen sprachlicher Koordinationen von Handlungen. - Linguolaxis (sprachliche Tropholaxis)
Niklas Luhmann:
Kommunikation: Wenn wir die Fragestellung auf das Problem zuschneiden, was eine Kommunikation ist, was ihr unit act ist, worin die elementare Einheit eines Systems besteht, dann kann man diese Unterscheidung von Information, Mitteilung und Verstehen benutzen, allerdings in der Form von Komponenten einer Einheit. Das würde die These implizieren, dass eine Kommunikation nur dann zustande kommt, wenn diese Einheit aus Mitteilung, Information und Verstehen zustande kommt.
Gesellschaft:
Niklas Luhmann
Einführung in die Systemtheorie
Carl Auer 2004
pg 72
Ein Sozialsystem entsteht, wenn sich Kommunikation aus Kommunikation entwickelt -
"reentry", Wiedereintritts der Form in die Form oder der Unterscheidung in das, was unterschieden worden ist. - dass schon die Anfangsweisung: Draw a distinction, Mach eine Unterscheidung, eine Weisung ist, die eine Operation betrifft, die aus zwei Komponenten besteht, nämlich der Unterscheidung selbst und der Bezeichnung der einen Seite, dem Hinweis, wo man sich befindet, wo man weitermachen soll. Die Unterscheidung ist in der Unterscheidung bereits vorgesehen. - Wiedereintritt der Form in die Form - Gemeint ist, dass ein System sich selbst von seiner Umwelt unterscheiden kann. Die Operation als Operation erzeugt die Differenz - Wenn das System entscheiden muss oder, sagen wir einmal vorsichtiger, zwischen einer Kommunikation und einer weiteren Kommunikation Kopplungen herstellen muss, dann muss es ausmachen, beobachten, festlegen können, was zu ihm passt und was nicht. Ein System, das die eigene Anschlussfähigkeit kontrollieren will, muss also über etwas verfügen, was wir zunächst einmal Selbstbeobachtung nennen können. - Beobachter - Differenz zwischen System und Umwelt beobachten, also Selbstreferenz und Fremdreferenz trennen zu können. - Struktur von Kommunikation: Kommunikation kommt nur zustande, wenn etwas mitgeteilt wird, und zwar, wenn eine Information mitgeteilt wird. Das ist bereits zweiteilig. Außerdem muss es auch noch verstanden werden. Zunächst einmal kann man sagen: Es wird über etwas gesprochen. Ein Thema wird behandelt. - dass in die Operation selbst immer schon die Differenz von Fremdreferenz qua Information und Selbstreferenz qua Mitteilung eingebaut ist. Dies ist wiederum eine Erläuterung des allgemeinen Themas des "reentry": Das System tritt in sich selbst wieder ein oder kopiert sich in sich selbst hinein.
Kommunikation : Texte:
Evolution der Kommunikation:
Interaktion:
John Maynard Smith and Eörs Szathmary The Origins of Life Oxford 1999 pg 16 The major transitions
Intelligence:
James Kennedy/ Russell C.Eberhardt
Swarm Intelligence Academic Press 2001 pg xiii
Preface:
intelligence - arises from interactions among individuals
(Kennedy/Eberhardt: Swarm Intelligence Academic Press 2001 pg 3
Models and concepts of life and intelligence
Swarm Intelligence : Keywords: sociality - intelligence - whatever this "intelligence" is, it arises from interactions among individuals - social animals: rules and norms of our communities - language: the medium of interpersonal communication - similarities between computer programs and minds - artificial intelligence: symbolic information - AI researchers assumed that cognition is something inside an individual's head - to socialise - modelling individuals in a social context, interacting with one another - We argue here against the view, widely held in cognitive science, of the individual as an isolated information processing entity - social animals: rules and norms of our communities - language: the medium of interpersonal communication
Mind:
Wolf Singer
Der Beobachter im Gehirn
Essays zu Hirnforschung
Suhrkamp 2002
pg 34
Die neuropsychologischen Befunde und vor allem die entwicklungsbiologischen Erkenntnisse belegen eindrucksvoll, daß mentale Funktionen aufs engste mit der Funktion der Nervennetze verbunden sind. Lässt sich doch bei der Erforschung der Hirnentwicklung Schritt für Schritt nachvollziehen, wie aus der Aggregation einfacher Grundbausteine der Materie zunehmend komplexere Strukturen entstehen und wie der jeweils erreichte Komplexitätsgrad des Systems mit der Komplexität der je erbrachten Leistung zusammenhängt. Die Entwicklung von Gehirnen stellt sich als stetig und im Rahmen der bekannten Naturgesetze erklärbar dar.Dieser im Alltag des Forschens selten hinterfragten Annahme einer materiellen Gebundenheit mentaler Phänomene wird eine Reihe gewichtiger Argumente entgegengehalten. So führt man an, daß subjektive Empfindungen, sogenannte Qualia, wie die Empfindung von Schmerz oder die Gestimmtheit beim Genuß von Musik, prinzipiell nicht auf Wechselwirkungen zwischen materiellen Komponenten des Gehirns zurückgeführt werden können. Entgegnet wird ferner, daß der reduktionistische Ansatz nicht mit unserer Erfahrung vereinbar sei, über freien Willen zu verfügen und zielgerichtet handeln zu können. Nicht zuletzt wird darauf hingewiesen, daß moralische Kategorien, Wertesysteme und soziale Verantwortung nur aus kulturhistorischen und gesellschaftlichen Bezügen herleitbar und nicht auf die Funktion individueller Gehirne reduzierbar seien.Wie lässt sich eine Annäherung zwischen diesen scheinbar unversöhnlichen Positionen erreichen? Zunächst muss man sich klarmachen, daß sowohl die Aussagen der Hirnforschung wie die skizzierten philosophischen Positionen nur innerhalb der jeweiligen Beschreibungssysteme Gültigkeit beanspruchen können. In den Geisteswissenschaften wie in den Naturwissenschaften erfolgt alles Erklären, alles Verstehen ausschließlich innerhalb abgegrenzter Bezugssysteme. Als wahr oder zutreffend wird akzeptiert, was innerhalb dieser Wissensgebiete widerspruchsfrei und mit den Phänomenen des jeweiligen Objektbereiches vereinbar ist.
Kognition:
Consciousness - Bewusstsein:
GERALD EDELMANN
THE UNIVERSE OF CONSCIOUSNESS
How Matter becomes Imagination
Basic 2000
Edelmann207
Higher-order consciousness, which includes the ability to be conscious of being conscious, is dependent on the emergence of semantic capabilities and, ultimately, of language.
Signal und Zeichen (Semiotik)
PHEROMONE - ZEICHEN - SYMBOLE
Semiotik -
Informations-Theorie -
Memetik :
Kommunikations-Medien:
Sprache: Sprachtheorie
Humberto Maturana/Francisco Varela:
Der Baum der Erkenntnis
Scherz 1987
Seite 223
Das Reich der Sprache
Humberto Maturana /Bernhard Pörksen
Vom Sein zum Tun
Ursprünge der Biologie des Erkernnens
Carl Auer 2002
pg12 : Vorwort - Erkennen
pg84
...dass Sprache kein Instrument der Informationsübertragung und kein System der Kommunikation darstellt, sondern eine Art und Weise des Zusammenlebens in einem Fluss der Koordination von Verhaltenskoordinationen, die dem Strukturdeterminismus interagierender Systeme nicht widerspricht.
Niklas Luhmann
Einführung in die Systemtheorie
Carl Auer 2004
pg 223
Der Sinnbegriff - Das Medium Sinn
pg 288
Kommunikation als selbstbeobachtende Operation
...dass das System völlig von der Operation her produziert und dann auch in der Beobachtung so definiert wird. Wir haben eine Operation als den Systemproduzenten, wir müssen die Theorie so einstellen, dass sie auf diese Operation bezogen wird, und das heißt, dass Systemtheorie und Kommunikationstheorie zusammengedacht werden müssen. Denn diese Operation, das hatte ich bereits gesagt, ist die Kommunikation
Niklas Luhmann
Die Gesellschaft der Gesellschaft
Suhrkamp 1998
pg 45
Medium Sinn
Bernhard Poerksen
Die Gewissheit der Ungewissheit
Gespräche zum Konstruktivismus
Carl Auer 2002
Seite 178
Siegfried Schmidt:
Alle Vorstellungen, die Kommunikation als einen schlichten Transfer von Informationen begreifen, sind aus dieser Perspektive auszuschließen. Kommunikation wird als Prozess sozialer Sinnkonstruktion im Individuum verstanden.
Fundamental ist, dass das Verhältnis der Begriffe Medienwirklichkeit und Wirklichkeit neu bestimmt wird. Aus konstruktivistischer Perspektive lässt sich nur sagen: Die Wirklichkeit, die die Medien konstruieren, ist die Wirklichkeit, die die Medien konstruieren - und das ist alles! Die Frage, wie sich diese Medienwirklichkeit zur tatsächlichen Wirklichkeit oder eben der Realität verhält, ist nun nur noch ein Thema für philosophisch dilettierende Publizisten, die von der Annahme ausgehen, sie könnten einen Vergleich dieser Wirklichkeiten zustande bringen und dann aufgeregt feststellen: Der Journalismus bildet ja gar nicht die Wirklichkeit ab!
Soziologie - Linguistik -
Charles Whitehead
Social Mirrors and Shared Experiential Worlds
Journal of Consciousness Studies
Vol.8, no.4 2001
Humberto Maturana / Berhard Pörksen
Vom Sein zum Tun
Die Ursprünge der Biologie des Erkennens
Carl Auer 2002
Wie sich geschlossene Systeme begegnen
...dass Sprache kein Instrument der Informationsübertragung und kein System der Kommunikation darstellt, sondern eine Art und Weise des Zusammenlebens in einem Fluss der Koordination von Verhaltenskoordinationen, die dem Strukturdeterminismus interagierender Systeme nicht widerspricht.
Douglas Adams : Is there an Artificual God?
http://www.biota.org/people/douglasadams/index.html
....“anything that happens happens, anything that in happening causes something else to happen causes something else to happen and anything that in happening causes itself to happen again, happens again”. In fact you don’t even need the second two because they flow from the first one, which is self-evident and there’s nothing else you need to say; everything else flows from that. So, I think we have in our grasp here a fundamental, ultimate truth, against which there is no gain-saying. It was spotted by the guy who said this is a tautology. Yes, it is, but it’s a unique tautology in that it requires no information to go in but an infinite amount of information comes out of it. So I think that it is arguably therefore the prime cause of everything in the Universe.
....What is the fourth age of sand?
Let me back up for a minute and talk about the way we communicate. Traditionally, we have a bunch of different ways in which we communicate with each other. One way is one-to-one; we talk to each other, have a conversation. Another is one-to-many, which I’m doing at the moment, or someone could stand up and sing a song, or announce we’ve got to go to war. Then we have many-to-one communication; we have a pretty patchy, clunky, not-really-working version we call democracy, but in a more primitive state I would stand up and say, ‘OK, we’re going to go to war’ and some may shout back ‘No we’re not!’and then we have many-to-many communication in the argument that breaks out afterwards!
Urs Boeschenstein
Vorlesung Mensch und Sprache I/2
Die Evolution des Geistes
Ein moderner Mythos
Urs Boeschenstein
Patriarchat und Matriarchat
Eine Geschichte der Gewalt - Homo homini lupus
GESELLSCHAFTEN : VERGESELLSCHAFTUNG
HOBBES - ROUSSEAU - MORGAN - MARX/ENGELS
Urs Boeschenstein: Lucy in the Sky with Diamonds
Wie aus gescheiten Affen dumme Menschen wurden
On the lookout for creative ideas I came across an Essay in a journal that that for me is often a source of basic ideas : Cybernetics&HumanKnowing
Terry Marks-Tarlow
Fractal Dynamics of the Psyche
FRACTAL GEOMETRY - COMPLEXITY - SELF-SIMILARITY - DYNAMICS - TIME - REENTRY
Terry Marks-Tarlow
Cybernetics & Human Knowing vol 11, no1, 2004 Semiotic Seams: Fractal Dynamics of Reentry
Summary in quotes: Abstract:
This essay concerns fractal geometry as a bridge between the imaginary and the real, mind and matter, conscious and unconscious. The logic rests upon Jung's theory of number as the most primitive archetype of order for linking observers with the observed. Whereas Jung focused upon natural numbers as the foundation for order that is already conscious, I offer fractal geometry, with its endlessly recursive iteration on the complex number plane, as the underpinning for a dynamic unconscious destined never to become fully conscious.
Everywhere in nature, fractal separatrices articulate a paradoxical zone of bounded infinity that both separates and connects nature's edges. By occupying the "space between" dimensions and levels of existence, fractal boundaries exemplify reentry dynamics of Varela's autonomous systems, as well as Hofstadter's ever-elusive "tangled hierarchy" where brain and mind are most entwined.
At this second-order, cybernetic frontier, the horizon of observers observing the observation process remains infinitely complex and ever receding from view. I suggest that the property of self-similarity, by which the pattern of the whole permeates fractal parts at different scales, represents the semiotic sign of identity in nature.