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Die Second-Screen-Nutzung beim Fernsehen führt zwar zu Verblödung. Doch unser Autor will auf keinen Fall darauf verzichten.
Kürzlich bin ich beim TV-Zapping bei «Django Unchained» hängen geblieben. Im US-Western geht es um den Sklaven Django in Amerikas Süden im Jahr 1858. Mit dabei: Djangos Kumpel, Dr. King Schultz, sowie der Plantagenbesitzer Calvin Candie, gespielt von Leonardo DiCaprio. Das Problem war, der Film lief schon seit 100 Minuten. Lohnt es sich, die restlichen 66 Minuten dranzubleiben?
Leider habe ich ein TV-Gerät, bei dem man nicht mal eben zurück- und vorspulen kann. Doch ich bin ein geübter Second-Screen-Nutzer: Ich starre beim Fernsehen stets auf mein Smartphone. Diese Angewohnheit führt zwar zu Verblödung, lassen kann ich es trotzdem nicht. Der Vorteil: Ich habe bei Wikipedia schnell den kompletten Film-Plot gelesen.
So erfuhr ich, dass Django seine versklavte Frau Broomhilda aus den Fängen von Candie rettet und Dr. Schultz ihm dabei hilft. Laut Wikipedia endet alles in einer wilden Schiesserei, Django sprengt mit Dynamit das Herrenhaus und reitet mit Broomhilda in die Nacht.
Vor allem das Ende klang super kitschig. Also habe ich lieber etwas Sinnvolles gemacht. Statt Kitsch-TV habe ich online ein paar Rechnungen bezahlt. Danach schaute ich trotzdem noch kurz zum Fernseher: Explosion. Django und Broomhilda reiten in die Nacht. Dank Wikipedia war Fernsehen noch nie effizienter.