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Darum gehts bei den Von-Wattenwyl-Gesprächen
Wer trifft sich wo?
An den Von-Wattenwyl-Gesprächen kommen jeweils eine Delegation von Mitgliedern des Bundesrates und die Spitzen der Bundesratsparteien zusammen. Man will jeweils über wichtige anstehende Geschäfte diskutieren. Das Ziel ist, Konsenslösungen im Konkordanz-System zu erleichtern. Die regelmässig abgehaltenen informellen Gespräche tragen den Namen des Hauses in der Berner Altstadt, in dem sie stattfinden: Beatrice-von-Wattenwyl-Haus.
Das Haus von Beatrice von Wattenwyl ging aufgrund eines Schenkungsvertrages von 1929 nach dem Tod Jakob Emanuels von Wattenwyl 1934 an die Schweizerische Eidgenossenschaft über und trägt seither den Namen der Gattin des Verstorbenen.
Wann finden die Gespräche statt?
Die Gespräche gibts viermal pro Jahr. Es sind quasi regelmässige Gesprächsrunden im Vorfeld der Parlamentssessionen.
Was wird besprochen?
Beim Treffen am Freitag geht es vorrangig um die Energie- und Umweltpolitik sowie die Migrationspolitik. In dieser Runde sind Alain Berset, Albert Rösti, Elisabeth Baume-Schneider und Bundeskanzler Walter Thurnher anwesend.
Seit wann gibt es die Von-Wattenwyl-Gespräche?
Bundeskanzler Karl Huber lancierte das erste Von-Wattenwyl-Gespräch im Jahr 1970. Damals ging es um den Gedankenaustausch und die freie Aussprache. Die erste Runde traf sich noch im Westflügel des Bundeshauses. Auf der Traktandenliste standen Massnahmen, um die «wirtschaftliche Überhitzung» abzufedern.
Das erste Treffen im Haus von Wattenwyl war wohl dasjenige am 15. Juni 1970, wie der Bund vermutet. Der Begriff «Von-Wattenwyl-Gespräche» bürgerte sich ab Mitte der 1970er Jahre ein, wird aber erst seit den 1980er Jahren konsequent angewendet.