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Im Grunde funktionieren die Wahlen in Deutschland gleich, wie die Bundesratswahlen in der Schweiz. Das Volk wählt die Abgeordneten für den Bundestag, die Legislative. Dieser Bundestag wählt dann in einer geheimen Wahl den Kanzler oder die Kanzlerin. In der Schweiz bildet die Bundesversammlung, bestehend aus Nationalrat und Ständerat, die Legislative, welche bei uns den Bundesrat wählt.
Jeder hat zwei Stimmen
In Deutschland darf, wie in der Schweiz, jeder und jede Staatsangehörige über 18 Jahre wählen gehen. Dabei haben alle zwei Stimmen zu vergeben. Mit der Erststimme wird eine Kandidatin oder ein Kandidat aus dem eigenen Wahlkreis gewählt. Insgesamt gibt es 299 Wahlkreise in Deutschland. Wer am meisten Stimmen in einem Wahlkreis hat, kommt direkt in den Bundestag.
Die Zweitstimme wird für eine Partei abgegeben. Je mehr Zweitstimmen eine Partei erhält, umso mehr Plätze hat sie auch im Bundestag zur Verfügung. Jede Partei hat im Vorhinein eine Liste mit Kandidaten festgelegt. Die verfügbaren Plätze der Parteien werden anschliessend an die Kandidaten dieser Liste vergeben.
Bundeskanzler von Bundestag gewählt
Der neue Bundeskanzler wird dann von den etwa 600 Abgeordneten des Bundestags gewählt. Wenn kein Bundeskanzler-Kandidat die absolute Mehrheit (mehr als 50 Prozent) der Stimmen erhält, werden die Wahlen wiederholt. Es kann bis zu zwei Wochen dauern, bis der neue Bundeskanzler feststeht.