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Dem Bergbauern Kaspar Tanner aus Oberschwand, genannt der «schwarze Tanner», scheint es unsinnig, dass Bergwiesen in Ackerland umgewandelt werden sollen, dass auf steilen, steinigen Hängen etwas angepflanzt werden soll. Er weigert sich, einen Teil seines Landes in Agrar-Anbauflächen umzuwandeln, wie es die Bundesbehörden in Bern, anlässlich der von Bundesrat Wahlen geschaffenen «Anbauschlacht, anordnen. Landesweit soll nämlich im Zweiten Weltkrieg der gesamte Boden landwirtschaftlich genutzt werden, um die bedrohte Versorgung zu sichern. Die Schweizer sollen so vor einem Nahrungsmittel-Not¬stand bewahrt werden. Während sich die meisten Dorfbewohner von der kriegsbedingten Planwirtschaft überzeugen lassen, bleibt Kaspar Tanner unbeugsam. Er macht nicht mit. Er wirtschaftet lieber autark, ganz im Sinne seiner Vorfahren. Hartnäckig, mit Witz und List widersetzt er sich weiterhin allen Auffor¬derung der Behörden. Sein Kampf gegen die Staatsorgane treibt ihn im Dorf in die Isolation, und er gerät schon bald in die Mühlen der Justiz. Er landet zuletzt im Gefängnis, wird todkrank und bleibt uneinsichtig.