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Entschädigung bei Erwerbsausfällen aufgrund des Coronavirus
Am 16. März 2020 hat der Bundesrat verschärfte Massnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Coronavirus bekanntgegeben und eine «ausserordentliche Lage» ausgerufen. Es wurde eine Entschädigung in Form eines Taggeldes festgesetzt, welches 80% des durchschnittlichen Einkommens deckt, das vor dem Unterbruch erzielt wurde, höchstens CHF 196.00 pro Tag.
Die COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall basierte auf dem Notrecht mit einer beschränkten Geltungsdauer von sechs Monaten vom 17. März bis zum 16. September 2020. Ab dem 17. September gilt das COVID-19-Gesetz.
Neuigkeiten Corona-Erwerbsersatz
Besonders gefährdete Personen
Der Bundesrat hat am 13. Januar 2021 mittgeteilt, dass neu auch für besonders gefährdete Personen eine Erwerbsersatzentschädigung beantragt werden kann.
Die Anspruchsvoraussetzungen für eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung als „besonders gefährdete Person“ sind folgende:
- Die Erwerbstätigkeit muss unterbrochen werden, weil aus organisatorischen oder aus technischen Gründen die Arbeit nicht im Homeoffice verrichtet werden kann.
- Ein ärztliches Attest muss bei der Anmeldung beigelegt werden, aus welchem hervorgeht, dass es sich um eine „besonders gefährdete Person“ handelt.
Der Anspruchsbeginn für die Entschädigung beginnt frühestens ab dem 18. Januar 2021 und endet sobald die Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen wird oder spätestens am 28. Februar 2021. Die Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen AHV-pflichtigen Einkommens.
Das Online-Anmeldeformular werden wir - so rasch wie möglich - hier aufschalten. Bis dahin bitten wir Sie um Geduld, vielen Dank.
Ausbau Härtefallhilfe
Die Unterstützung der Härtefälle wird ausgebaut. Die Verantwortung und Zuständigkeit liegt bei den Kantonen (nicht bei der Ausgleichskasse).
Arbeitgebende - Wofür gibt es eine Corona-Entschädigung?
Arbeitsunterbruch von Mitarbeitenden wegen angeordneter Quarantäne
- Ausschliesslich für gesunde Personen, die sich in einer ärztlichen oder behördlich verordneten Quarantäne befinden aufgrund von Kontakt mit einer infizierten Person oder einem Verdachtsfall.
- Bei Rückkehr aus einem Risikogebiet, das zum Einreisezeitpunkt nicht auf der Liste der Risikostaaten war.
Arbeitsunterbruch von Mitarbeitenden wegen Wegfall der Fremdbetreuung für Kinder
Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist. Ein Anspruch wird ausgelöst durch eine Schliessung der Betreuungseinrichtung aufgrund eines aktuellen Covid-19-Falls oder der Tatsache, dass die Betreuung nicht mehr möglich ist, weil sie von einer Person sichergestellt wird, die sich in Quarantäne begeben musste.
» | Anmeldeformular für Arbeitnehmende (nur sofern keine Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber geleistet wurde)
Selbständigerwerbende / Arbeitgeberähnliche Stellung
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 4. November 2020 die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus verabschiedet. Der Begünstigtenkreis wurde rückwirkend per 17. September 2020 bis zum 30. Juni 2021 erweitert:
- Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die ihren Betrieb aufgrund kantonaler Massnahmen oder von solchen auf Bundesebene schliessen müssen und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden.
- Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, deren Veranstaltung infolge eines geltenden Veranstaltungsverbots nicht stattfinden kann, sofern ein Erwerbsausfall vorliegt.
- Selbstständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die aufgrund der beschlossenen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus eine Umsatzeinbusse von mindestens 55% im Vergleich zu den Jahren 2015-2019 erfahren und dadurch einen Erwerbsausfall erleiden und die im Jahr 2019 ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen von mindestens CHF 10'000.00 erzielt haben.
Weiterhin besteht der Anspruch für Selbständigerwerbende, die aufgrund der Massnahme von Bund und Kanton ihren Betrieb schliessen oder Veranstaltungen absagen mussten.