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Kaum ein Pharao des alten Ägyptens ist so umstritten wie Echnaton, für die einen ist er ein Ketzer, für die anderen ein visionärer Gründer der ersten monotheistischen Gesellschaft der Menschheitsgeschichte. Er war Pharao während der 18. Dynastie (Neues Reich) und seine Eltern waren Amenophis III und Teje. Doch nicht nur Echnaton sondern auch seine Frau Nofretete gehören zu den interessantesten Personen des alten Ägyptens.
Das Geburtsjahr von Echnaton ist unbekannt und nach seinem Tode wurde sein Name aus den meisten Tempeln und Reliefen wieder getilgt, weshalb man lange Zeit nichts von ihm wusste. Zu Echnatons Lehre gehörte die Liebe seines Gottes zu allen Geschöpfen der Erde, dies sagt zumindest der Sonnengesang, der von Echnaton selbst verfasst wurde.
„Jahr 6, 13. Tag der Winterzeit (So sah der Kalender aus, nach dem die Ägyptologen rechnen. Ist es präzise genug?)
An diesem Tage war der König in der Stadt des Lichtortes des Aton. (Wie würde ein prähistorische Beobachter Cape Caneverel, Florida – bezeichnen? Stadt des Lichtortes vielleicht?) Seine Majestät bestieg einen großen Wagen aus Silbergold, erscheinend wie der Aton..(Ich würde wirklich an einen Raumschiff oder wenigstens Landekapsel typen…) Er veranstaltet ein großes Opfer für den Gott von Brot, Bier, Rindern, Vögeln, Wein und Weihrauch. Danach kehrte er zurück und ließ sich auf seinem Thron nieder. Nun sagte er: ‚Bringt meine Gefolgsleute herbei, die Großen und die Mächtigen, die Anführer der Soldaten und die Vornehmen des ganzen Landes‘. Sie wurden vor ihn geführt, lagen auf ihren Bäuchen vor Seiner Majestät und küßten die Erde wegen seines mächtigen Willens. Da sprach Seine Majestät zu ihnen: Schaut Achet-Aton, von dem Aton wollte daß es ihm geschaffen werde als Denkmal für seinen Namen für alle Zeit! Aton aber, mein Vater, war es, der auf Achet-Aton wies…“
Echnaton hat den Aton als sein V ater bezeichnet. Auf vielen Stelen und Abbildungen wird eine grosse strahlende Kugel gezeigt, die von Mainstream-Wissenschaftler als „SONNE“ interprätiert. Jedes Kind aber zeichnet die Sone so, dass die Strahlen herum gehen, nicht „NUR“ nach unten.
Dieser Gott gibt Fruchtbarkeit und Leben. Nicht umsonst laufen in allen Abbildungen die Sonnenstrahlen in Hände aus, die das Henkelkreuz tragen. Diese Hieroglyphe, das Anch, bedeutet Leben.
Demzufolge besteht der Sonnengesang hauptsächlich aus poetischen Naturschilderungen.
„Alles Vieh ist befriedigt durch seine Weide,
die Bäume und Kräuter ergrünen.
Die Vögel entflattern ihren Nestern,
ihre Flügel erhebend zum Preise deiner Kraft!
Alles Jungwild springt auf seinen Füßen,
alles, was da fliegt und sich niederlässt,
es lebt, denn du bist über ihm aufgegangen …
Der du der Frauen Leib fruchtbar machst
und aus Samen Menschen bereitest,
der du den Sohn ernährst im Leibe seiner Mutter
und ihn beruhigst, auf daß er nicht weine,
du Amme im Mutterleibe! …
Wie unermeßlich sind deine Werke!
Sie sind den menschlichen Blicken verborgen,
du einziger Gott, der nicht seinesgleichen hat! …“
Ist es wirklich ein Sonnengesang?
Und warum haben alle (einschließlich Kinder) verlängerte Schädel?
Bis heute konnte die Mumie von Echnaton nicht gefunden oder zumindest nicht eindeutig identifiziert werden. Im Grab KV 55 im berühmten Tal der Könige wurde 1907 der einbalsamierte Körper eines jüngeren Mannes gefunden, bei dem es sich möglicherweise um Echnaton gehandelt haben könnte. Der Ketzerkönig starb bereits in seinem 17. Regentschaftsjahr und wurde um die 40 Jahre alt.
Da kursierten schon Vermutungen, ob Echnaton ein Eunuch, ein Zwitter oder aber gar in Wirklichkeit eine Frau war. Hatte ein Wasserkopf sein Äußeres entstellt oder litt er am Marfan-Syndrom, das unter anderem Langgliedrigkeit, Langschädel (Dolichozephhalie) und allgemeine Bindegewebsinstabilität bewirkt? Alwyn L. Burridge weist auf eine damit verbundene, starke Einschränkung des Sehvermögens oder sogar Blindheit hin und erinnert daran, dass Echnaton häufig Hand in Hand mit Nofretete oder auch seiner Mutter zu sehen ist. Für Burridge ein Indiz für die Richtigkeit der Marfan-Hypothese. Demnach benötigte der Pharao stets Hilfe. Und das grelle Licht der Sonne muss dem behinderten Pharao sehr willkommen gewesen sein, verschaffte es ihm doch weit bessere Sicht und Sicherheit. Laut einer ähnlichen Theorie soll auch Tutanchamun behindert gewesen sein – gehbehindert, wie manche sagen, aufgrund einer Wirbelsäulenverkrümmung. Tutanchamun war ein enger Verwandter, vielleicht sogar Sohn des Echnaton. Seine Behinderung habe ihm einer These zufolge auch den fatalen Sturz eingebracht, der ihn mit nicht einmal 20 Jahren jäh aus dem Leben riss.
Aber… Die Augen kommen mir irgendwie bekannt vor.