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Dort, wo die Gilmore Girls auf Harry Potter treffen und es sich anfühlt, als flaniere man durch die Winkelgasse und springe jeden Moment eine Elfe oder ein Zwerg aus einem der Büsche, beginnt die Reise in ein Märchenland. Eine Wundertüte mit Panoramen aus längst vergangenen Zeiten, in der die Moderne lebt und die jeden Besucher in Staunen versetzt. North Virginia. Tür an Tür mit Amerikas Hauptstadt Washington D.C.
Keine andere als die englische Königin Elisabeth I. war die Namensvetterin desjenigen Bundesstaates der Vereinigten Staaten von Amerika, der 1788 nach 150 Jahren englisch-britischer Krone mit zwölf anderen Kolonien die Unabhängigkeit erlangte und als der zehnte Staat die Verfassung der USA ratifizierte. Als Walter Raleigh im Zuge seiner Expedition von 1584 die erste Siedlung auf Roanoke Island gründete und es sich dabei und seiner Meinung nach um die Besiedlung und Urbarmachung eines Landes handelte, wurde der Name zu Ehren der Königin gewählt, die als unverheiratetes gekröntes Haupt den Namen «Jungfräuliche Königin», «Virgin Queen», trug.
Amerikas Kleinod
Als eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Bundesstaaten ist Virginia eine der wohlhabendsten Gegenden der USA. Durch die unmittelbare Nähe zur Hauptstadt Washington sind insbesondere Fairfax County und Loudoun County mit den herrlichen und beeindruckenden Anwesen Wohnsitz zahlreicher Senatoren und Politiker. Hier nahm auch die Geschichte der US-Präsidenten ihren Lauf, als George Washington, der auf seinem Gut Mount Vernon lebte, 1789 zum ersten Präsidenten der USA gewählt wurde. Allein aus dem «alten Herrschaftsgebiet», «Old Dominion», das auch «Mother of the Presidents» genannt wird, stammen acht US-Präsidenten.
Die Vielfältigkeit von North Virginia begeistert nicht nur durch ihre malerischen Kulissen, idyllischen Städtchen mit den schimmernden Pflastersteinen, die besonders im Herbst, bedeckt mit goldenen Blättern, äusserst bezaubernd sind, herzlichen, feierlustigen Menschen, sondern mit einem anziehenden Laissez-faire-Country-Side-Flair, kulinarischer Fülle und ausgezeichneten Restaurants. Es ist eine Gegend, in der eine gehobene Lebensqualität pulsiert und gleichzeitig auch die Batterien heruntergefahren werden. Endlose Wälder, deren sattes Grün oder buntes, rot-orangenes Laub sich wie ein Mantel über die Landschaft ergiesst, dicke Nebelschwaden, die morgens aus den Seen emporkriechen, bis die Sonnenstrahlen sie verschlucken, ein Besuch in Mount Vernon, dem ehemaligen Landsitz von George Washington oder die Erkundung der kulinarischen Hotspots und Austern essen, bietet North-Virginia-Touristen eine aussergewöhnliche Vielfalt an Highlights.
Alexandria
Die Geburtsstätte George Washingtons zählt zu den zehn meistbesuchten Hotspots der USA und ist unter die drei romantischsten Städte des nordamerikanischen Kontinentes gewählt worden. Die Hunde-freundliche City mit dem kosmopolitischen Flair, endlosen Flaniermeilen und einer bezaubernden «Wasserfront» wurde 1749 gegründet und trumpft mit 200 unabhängigen Restaurants sowie Boutiquen auf. Über die schier endlose «King Street», eine der «grossen Strassen» der USA, verteilen sich Shoppingmöglichkeiten und Gourmet-Tempel in einer architektonischen Kulisse, die seit ihren Gründungszeiten und der Ära George Washingtons unverändert geblieben ist. Wer über die glatten Pflastersteine vorbei an Klinkerhäusern, bunten Fassaden, romantisch verspielten Dekorationen bummelt, wähnt sich eher in einem malerischen irischen oder schottischen Städtchen, als in den USA und wenige Kilometer entfernt vom Capitol.
Fairfax County
Endlose Wälder, üppiges Laub, schmucke Häuser und schlossartig anmutende Anwesen sind typisch für diesen Bezirk, der nach Loudoun County als eine der reichsten Counties der USA zählt. Zu den besonders beliebten Attraktionen gehören der Nationalpark, ein Besuch von George Washingtons Landsitz Mount Vernon, wo in den verschiedenen Gärten Blumen, Pflanzen, Gemüse und Kräuter wie zu Zeiten der Ära des ersten Präsidenten angepflanzt werden, der sich viel lieber auf seinem Landsitz als in Washington aufgehalten hat. Ein weiterer atemberaubender Ort ist Lake Anne Village Center in Reston, der eine einzigartige Gruppe unabhängiger Shops und Restaurants beherbergt. Lake Ann, das als nationales historisches Wahrzeichen im National Register of Historic Places aufgenommen wurde, entspringt der Vision von Robert E. Simon jr., der für die Bewohner eine sozial interaktive und architektonisch einzigartige Oase erschaffen wollte, in der nicht nur gewohnt und gearbeitet, sondern vor allem gelebt wird.
Arlington
«Just around the corner» und einen Hüpfer von Washington D.C. entfernt, eignet sich Arlington perfekt als Ausgangspunkt für einen City-Break in die Hauptstadt der USA. Speziell die nahe an Washingtons Highlights gelegene Gegend «Rosslyn» bietet mit einer sehr guten Metro-Verbindung und kurzen Fahrtzeiten einen idealen Aufenthaltsort, günstigere Hotelpreise als beispielsweise Washington sowie eine Vielfalt an Restaurants. Der Besuch des Nationalfriedhofs Arlington, nur eine Haltestelle von Rosslyn entfernt, ist ein Muss. Uralte, knorrige Eichenbäume erstrecken sich über unzählige auf den Hügeln angeordnete Gräber verstorbener US-Bürger, die ihrem Land gedient haben. Es ist eine Oase des Friedens, verteilt auf 4.000 Quadratmeter und für die mindestens ein halber Tag eingeplant werden sollte.
Loudoun County
Knappe 40 Kilometer von Washington D.C. entfernt, befindet sich eine wahre Goldgrube an Kulinarik und ein Schlaraffenland für Weinliebhaber. Auf einer Fläche, die in etwa einem Drittel der Schweiz entspricht, laden prämierte Weingüter und 23 Bierbrauereien zu Wein- und Bierverkostung sowie idyllischem Farm-to-table-Dining ein. Besiedelt wurde Loudoun County zwischen 1720 und 1730 von Quäkern, Iren, Schotten, Deutschen sowie Engländern und Sklaven aus den küstennahen Gebieten Virginias. Seit der Inbetriebnahme des Flughafens Washington Dulles International Airport haben sich unzählige Unternehmen in Loudoun niedergelassen und gehört dieser bis dahin ländliche Bezirk zu den Countys mit der am schnellsten wachsenden Bevölkerung der USA.
Donald’s Stadt
Nur durch eine Brücke von Arlington, Rosselyn, getrennt, ist Washington bei einem Besuch von North Virginia unumgänglich, oder umgekehrt. Die Hauptstadt ist eine edle, ästhetische Beauty mit den wahrscheinlich amerikaweit schönsten Metro-Stationen. Besonders empfehlenswert ist ein endloser und beeindruckender Spaziergang vom atemberaubenden Capitol in Washington bis zum Weissen Haus, der vor allem am frühen Abend inklusive Sonnenuntergang ein unvergessliches Erlebnis ist. Der Weg führt durch die National Mall, vorbei an der National Gallery of Art, dem Smithsonian National Air and Space Museum, Smithsonian Castle bis zum Washington Monument, um entweder von dort rechts abzubiegen und das Weisse Haus anzusteuern oder aber bis zum Lincoln Memorial zu schlendern und von dort per Taxi und in wenigen Fahrminuten zum Wohnsitz des Präsidenten zu fahren. Grossstadt-Metropole meets Edel-Country-Vergnügen mit winzigen, verträumten Orten.