Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03187.jsonl.gz/2212

Den verschiedenen Beiträgen kann entnommen werden, dass es in den Bädern von Bonn nicht immer sittlich zuging, resp. es wurde zu Sittlichkeit aufgerufen. So ist in einem Bonnbüchlein von 1662 nachzulesen: «Nach dem Bad soll man Weiber lassen Weiber sein.» 1656 befahl der Rat von Freiburg die Abschaffung von «Spyllüthen» (Musikanten), da getanzt wurde. «Boese iippige und unziichtige Geberden sollen keineswegs allhier geduldet, sondern gestrafft werden.» Zudem beschloss der Rat, dass auch «Uncatholische» sich in Bonn an die Fastengebote zu halten hätten.
Im Jahre 1747 lautete eine Klage gegen die Bonner Wirtin so: «Es werde allda ein Ergerliches dantzen, Sauff- und Fresserey gantze Nächte hindurch wider die oberkeitliche Reglementer zum grössten Verderben der Jugend geübt.» az