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Jekami in der Linguistik
Früher war Barhara traditioneller Heiler der Suri (Äthiopien). Von weit her brachte man kranke Leute zu ihm, damit er sie heilen sollte. Er behandelte sie, indem er Schlamm auf die kranke Körperstelle auftrug und Beschwörungen aussprach. Natürlich machte er dies nicht umsonst, sondern verlangte je nach Fall ein Huhn, eine Ziege oder ein Kalb dafür. Er war in seiner Tätigkeit so erfolgreich, dass er reich wurde und sich viele Frauen leisten konnte. Seine Grossfamilie füllte ein ganzes Dorf. Doch er konnte nicht alle Kranken kurieren. Bartulu, heute Mitarbeiter der Bibelübersetzung für Barharas Sprache, war damals auch bei ihm, weil seine Beine von Kind auf verkrüppelt waren. Sein Vater brachte ihn zu Barhara, doch die Behandlung blieb erfolglos.
Das Wycliffe-Team lernte Barhara vor ein paar Jahren kennen. Der Schweizer Mitarbeiter M. wusste schon damals, dass es wichtig war, für ihn zu beten. Ein Mann, der so weitum unter den Suri bekannt war, konnte zu einer Schlüsselperson für die Verbreitung des Evangeliums werden. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch seine Sprachkenntnisse unzureichend, und er konnte nicht mit Barhara über den Glauben sprechen. Er begann zu beten, dass Gott diesen Mann für sich öffnen würde. In Rundbriefen und Vorträgen lud er Leute dazu ein, ebenfalls für Barhara zu beten.
Letzten Sommer erfuhr M., dass Gott die Gebete erhört hatte. Barhara war nämlich im Frühling zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Was für eine Nachricht! – Natürlich braucht dieser Mann weiterhin unser Gebet. Noch ist sein Glaube jung und hat keine tiefen Wurzeln. In seinem Dorf gibt es keine Gemeinde und so trifft er nur gelegentlich auf Christen, die ihn im Glauben anleiten könnten. Da er nicht geschult ist, hat er keinen Zugang zur Bibel auf Amharisch. In seiner Sprache ist die Bibel noch nicht übersetzt; er könnte sie auch gar nicht lesen, da er es nicht gelernt hat.
Unser Gebet ist, dass er dennoch im Glauben und in der Liebe zu Gott und den Menschen wachsen und regelmässig Gemeinschaft mit anderen Christen haben kann.
Bitte beten Sie für die Suri!