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Im Zeitalter der "Weltkriege und Revolutionen" konnte Krumwiede durch Erinnerungen einen Beitrag leisten. Die christliche Erziehung im Elternhaus führte ihn zur Auseinandersetzung mit dem totalitären, rassistischen Staat und dem Ringen um die Gewißheit des rechten Glaubens. Seine erste (phil.) Dissertation unter der Leitung von R. Wittram "Glaube und Geschichte in der Theologie Luthers. Zur Entstehung des geschichtlichen Denkens in Deutschland" (1952) hat zunächst seinen Weg bestimmt, so daß er von der philosophischen zur theologischen Fakultät wechselte. Später schrieb er aus Anlaß des Luther-Gedenkjahres (1983) zum allgemeinen Verständnis "Glaubenszuversicht und Weltgestaltung bei Martin Luther" mit einem Ausblick auf Dietrich Bonhoeffer. Seine Berufung auf die territorialgeschichtliche (niedersächsische) Professur fand ihre Erfüllung in zwei Bänden der "Kirchengeschichte Niedersachsens" (1996). Die letzte Phase in Lehre und Forschung galt besonders der Neuzeit, einschließlich der Zeitgeschichte: "Geschichte des Christentums III" (2.Aufl. 1987). Die methodische Grundlage für diesen Teil war, daß die Deutschen, besonders an den Universitäten, nicht einseitig durch Anklagen, sondern nach ihrem wirklichen Handeln zu beurteilen seien. Eine Grundlage für den Historiker ist dabei die von Krumwiede begründete "Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen" (hier Bd. V 1999).
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