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Nach der grossen Ernte von 2017 können wir endlich wieder einmal Honig verkaufen (und nicht nur verschenken). Für Details siehe diesen Flyer.
Es gibt aber in der ganzen Schweiz noch viele andere Imker, die gerne Honig verkaufen. Eine Übersicht inkl. Bestellmöglichkeit ersieht man auf dieser Karte
Im fortgeschrittenen Alter beschloss ich mich wieder unter die Jungen zu mischen, wenigstens unter die "Jungimker". Der Anlass bildete unser blühender Kirschbaum, an dem keine einzige Biene anzutreffen war. Ohne Bienen keine Bestäubung, und ohne Bestäubung keine Kirschen. Abklärungen ergaben, dass südlich von Downtown Walzenhausen kein einziger Imker Bienen hielt. Also eine echte Marktlücke für die Natur.
So begann ich mit dem Bau eines Bienenstandes, und schon bald zogen die ersten Bienen ein.
Aber auch die Bienen waren nicht untätig, und vermehrten sich fleissig durch Schwärme, so dass schon bald eine Erweiterung des Bienenstandes durch eine Plattform mit Bienenmagazinen nötig war.
Genau 2 Jahre nach dem ersten Spatenstich konnte der erste Honig geerntet werden. Die Honigwaben werden in einer Zentrifuge geschleudert, der Honig läuft damit aus den Waben aus und kann abgefüllt werden.
Ungefähr am längsten Tag des Jahres weist ein Bienenvolk die grösste Anzahl Bienen auf. Sind das im Winter etwa 10'000 Bienen, können es dann bis zu 50'000 sein. Es wird eng im Stock, und wenn auch das Nektarangebot der Blumen nicht mehr sehr üppig ist sind die Bienen unterbeschäftigt.
Dann teilt sich das Volk und fliegt mit seiner Königin davon auf der Suche nach einer neuen Behausung, d.h. es schwärmt. Der Schwarmtrieb dient dem natürlichen Bestreben eines Bienevolks sich durch Teilung zu vermehren, und so das Überleben zu sichern.
Damit das abgeschwärmte, das sog. Muttervolk weiter existieren kann braucht es eine neue Königin, da nur die Königin Eier legen und Nachkommen produzieren kann. Dazu bauen die Bienen etwa zwei Wochen vor dem Schwärmen grössere Königinnenzellen, sog. Weiselzellen, in welche die bisherige Königin je ein Ei legt. Durch die Fütterung der Larven mit einem speziellen, von den Ammenbienen erzeugten Futtersaft, dem Gelée Royale, wachsen potenzielle Königinnen heran. D.h. Bienenkönigin wird man nicht durch Vererbung oder spezielle Gene, sondern allein durch die andere Fütterung. Am 16. Tag nach der Eiablage schlüpft die erste neue Königin und vernichtet alle anderen Konkurrentinnen. Etwas vorher schwärmt deshalb die alte Königin, konkret ab dem 9. Tag, wenn die Königinnenzellen verdeckelt sind, womit deren Fortbestand gesichert ist.
Sie verlässt mit einem Viertel bis zur Hälfte aller Bienen schlagartig den Stock und fliegt in einer riesigen, summenden Bienenwolke zu einem Ort in der Nähe, meist einem Baum, wo dann Kundschafter ausgeschickt werden, sog. Spurbienen, zum Suchen einer passenden neuen Behausung, zum Beispiel einem hohlen Baum. Dies kann einige Stunden, selten sogar Tage dauern.
In dieser Zeit hat der Imker Gelegenheit den Schwarm einzufangen, und dieses neue Volk bei sich einzulogieren, oder einem Kollegen weiterzugeben, der mehr Völker braucht.
|Ich habe ein Vídeo gemacht eines Schwarmes, wie er sich bildet, zu einem nahen Apfelbaum fliegt, dort eine Traube bildet und dann wieder von mir eingefangen wird.|
Praxis ist Eines, Theorie etwas Anderes. Nach gut 30 Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit wollte ich natürlich auch die Theorie in meine neue Arbeit als Imker einbeziehen.
Die fünf hauptsächlichen Projekte waren:
|Datum||Link||Titel|
|5. Juli 2016||Varroa Produkte: Kriterien für Varroabefall, Vergleich verschiedenster Produkte gegen Varroa|
|5. Mai 2015||Schwarmverhinderung: Vorteile, Nachteile, Massnahmen|
|3. Nov. 2012||Die Website des Imkerverbands St.Gallen - Appenzell: Was nützt sie mir?|
|3. Nov. 2012||Afrikaniserte Bienen (vulgo Killerbienen): Abstammung, Eigenschaften und Imkereimöglichkeiten|
|© P. Fritz,|