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Nach einer Nacht ausser Haus haben rund 500 Bewohner eines Dorfs in Rheinland-Pfalz wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Das Dorf war evakuiert worden, nachdem bei einem Waffenliebhaber grosse Mengen hochexplosiver Sprengstoff und andere Kriegswaffen gefunden worden waren.
An mehreren Orten hatten die Ermittler zahlreiche Kriegswaffen, Handgranaten, Munition und Sprengstoff entdeckt. "Es ist vermutlich der bundesweit grösste Waffen- und Sprengstoff-Fund bei einem Privatmann", sagte der Einsatzleiter der Polizei am Sonntag.
Beim Alter der Waffen und des Sprengstoffes müsse teilweise "bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg" zurückgegangen werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Rentner wegen Verstosses gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Mann - im Ort bekannt als "Pulver-Kurt" - äusserte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.
Das Dorf hatte am Samstag aus Sicherheitsgründen geräumt werden müssen. Die meisten Anwohner kamen bei Bekannten und Verwandten unter, einige wurden in einer Turnhalle im Nachbarsdorf untergebracht. Drei pflegebedürftige Bewohner verbrachten die Nacht in umliegenden Spitälern.
Am Samstagabend brachten Experten einen Teil des Sprengstoffs kontrolliert zur Explosion. Eine genaue Zahl der gefundenen Waffen konnte der Einsatzleiter nicht nennen. Bei einer Durchsuchung des Anwesens des Mannes war am vergangenen Dienstag bereits eine ganze Lastwagenladung Waffen abtransportiert worden.
SDA-ATS