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Dabei wird ein Satz von 1 Prozent "derzeit als Haltepunkt für Ende 2020" betrachtet, wie die Rabobank-Strategen Richard McGuire und Lyn Graham schreiben. Derzeit notiert die Benchmark-Rendite für 10-jährige US-Staatsanleihen bei 1,8 Prozent.
"Wir würden die Risiken für diese Prognose als nach unten gerichtet einschätzen”, erklärten sie mit Blick auf die
Renditeprognose. Bei Besuchen bei Investoren an der US-Ostküste im Oktober sei eine der am häufigsten gestellten Fragen gewesen, wie wahrscheinlich es sei, dass die US-Renditen letztendlich negativ werden, sagten die Strategen.
In der Schweiz bewegen sich die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen seit Anfang Januar 2019 wieder im negativen Bereich. Zuvor lagen sie zwischen 2015 und 2017 mehrheitlich im Minus. Den Tiefstand erreichten die Renditen Mitte August 2019 bei minus 1,07 Prozent.
Die Strategen von Rabobank rechnen auch damit, dass die Federal Reserve die Zinssätze senkt und die Untergrenze ihres Zielbereichs bis Ende 2020 auf Null senkt. Hintergrund dabei ist, dass die Fed im April erneut zu einer Zinssenkung gezwungen wird, wenn die Wirtschaftsbkühlung "ausgeprägter" wird, und dann bei jeder weiteren Sitzung eine Senkung vornimmt, bis das untere Ende Null erreicht wird.
Rabobank geht auch davon aus, dass die Zinsen der Europäischen Zentralbank verringert werden, wobei der Einlagensatz im März, Juni und September um jeweils 10 Basispunkte auf letztlich -80 Basispunkte fallen dürften.
(Bloomberg/cash)