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Immer grösser und spezialisierter
Grosse Betriebe mit mindestens 30 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche in der Schweiz werden häufiger, die Zahl der kleineren Betriebe sinkt.
17.03.2020
Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe mit einer Fläche von mindestens 30 ha steigt und die Spezialisierung nimmt zu, vor allem bei der Tierhaltung. Doch im Vergleich zu den Nachbarländern verläuft der Strukturwandel in der Schweiz langsamer. Das zeigt ein wissenschaftlicher Artikel von Agroscope. Der Bericht zeichnet die Entwicklung der Schweizer Landwirtschaft im Zeitraum von 2000 bis 2018.
Wenig überraschend zeige sich, dass mit dem Rückgang der Zahl der Landwirtschaftsbetriebe die restlichen Betriebe flächenmässig wachsen. Besonders Höfe mit einer Fläche von mehr als 30 ha werden häufiger, die Zahl der kleineren Betriebe schwindet, heisst es im Bericht. Gleichzeitig steige die Spezialisierung, vor allem bei der Tierhaltung: Die Haltung von Milchkühen und Schweinen konzentriere sich auf immer weniger Betriebe. Im Pflanzenbau spezialisieren sich Betriebe auf den Anbau von Hackfrüchten und Gemüse.
Langsamere Entwicklung als in Nachbarländern
Der Strukturwandel in der Schweizer Landwirtschaft verläuft laut dem Agroscope-Bericht langsamer als in den Nachbarländern. In der Schweiz sank die Anzahl Betriebe von 2005 bis 2016 mit einer jährlichen Rate von 1,8 %, in Frankreich mit 2,0 %, in Österreich mit 2,3 %, in Deutschland mit 3,1 % und in Italien mit 3,7 %. Auch das Flächenwachstum der Schweizer Betriebe sei mit einer jährlichen Rate von 1,7 % langsamer als in Frankreich (2,1 %), Deutschland (3,0 %) und Italien (3,7 %). Nur in Österreich wachsen die Betriebe flächenmässig langsamer (0,5 %), was durch einen starken Rückgang der landwirtschaftlichen Nutzfläche bedingt ist
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