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Die Posaune und die Trompete sind herrliche Instrumente! Wie wunderbar vermögen sie zu klingen und den Lobgesang zur Ehre Gottes zu verstärken. Unerträglich wird es jedoch, wenn sie schlecht gespielt werden. Sie verzeihen keine falsch gespielten Töne, sondern stellen sie krass heraus, viel mehr als zum Beispiel eine Gitarre. Als wir vor Jahren zum Geburtstag des Direktors unserer Bibelschule ein Musikstück spielten, zerstörte mein missglücktes Trompetensolo völlig die Harmonie. Ich hängte sie entmutigt an den Nagel, weil ich erkennen musste, dass man damit ohne tägliches Üben auf keinen grünen Zweig kommt. Eines der sieben Feste, die Gott Seinem Volk Israel gab, das fünfte, ist das Posaunenfest. Jedes Fest hat seine geistliche Bedeutung. In diesem Fall ist sie allerdings erst im Zusammenhang mit den ihm folgenden Festen erkennbar. Allgemein verkündet die von den Priestern geblasene Posaune in der Bibel die Botschaft des Herrn: «Volk Gottes, versammle dich!» Das Posaunenfest bereitete das Volk als das erste der Feste auf die folgenden vor: Auf den grossen Versöhnungstag und das Laubhüttenfest. Israel wird bald, versöhnt mit Gott durch seinen Messias Jesus, das Fest der Gemeinschaft mit Ihm feiern. Jesus hat uns in Seinem Blut zu Priestern Gottes gemacht. Er gab uns die Trompete in die Hand, zum einen mit der Botschaft: «Lasst euch mit Gott versöhnen!», zum andern: «Volk Jesu, bereite dich, denn bald wird die Trompete Gottes dich zur ewigen Gemeinschaft mit Ihm rufen!» Die Botschaft, von Gottes Seite her, ist klar und verständlich. Wird sie aber von der Posaune unseres Lebens auch so eindeutig und klar verkündet, sodass andere sich zum Kampf rüsten? S.H.
«Wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?»
1. Korinther 14,8