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Nothilfe in der Ukraine
HEKS ist mit einem humanitären Team in der Ukraine präsent und setzt sich dafür ein, intern Vertriebenen Schutz zu bieten und die Not der Menschen in den umkämpften Gebieten im Süden und Osten des Landes zu lindern.
Nothilfe im Kriegsgebiet
Mit einem in Kiew stationierten humanitären Team setzt HEKS seit Kriegsbeginn verschiedene Nothilfe-Massnahmen um. Diese haben zum Ziel, insbesondere Menschen entlang der Frontlinien in der Süd- und Ostukraine mit dem Nötigsten zu versorgen: Nahrungsmittel, Wasser, Notfallpakete, medizinische Geräte und Verbrauchsmaterialien (mehr erfahren).
In verschiedenen Städten im Süden und Osten der Ukraine verteilt HEKS Hygieneartikel, Trinkwasser und Lebensmittelpakete: kleine Pakete (7kg) für Menschen auf der Durchreise und grosse Pakete (18 kg) für intern Vertriebene, die in kollektiven Aufnahmezentren Schutz gesucht haben. In Gemeinschaftsküchen in verschiedenen Städten (Cherson, Mykolajiw) bereitet HEKS zudem täglich warme Mahlzeiten zu.
Des Weiteren hat HEKS eine Bargeldunterstützung aufgebaut: 2500 besonders verletzliche Menschen und Haushalte erhalten je 200 Euro, in mehreren Tranchen, um ihre individuellen Bedürfnisse decken zu können.
Winterhilfe
In der Ukraine fiel Mitte November der erste Schnee der Saison. Aufgrund der gezielten russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes sind Millionen Menschen ohne Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung. Viele leben zudem in beschädigten Gebäuden, die sie nicht vor der Kälte schützen können.
Um den Menschen durch die kalten Wintermonate zu helfen, verteilt HEKS derzeit rund 2300 Überwinterungspakete mit Schlafsäcken, Socken, Mützen, Schals, Handschuhen, winterfesten Jacken, Hausschuhen und Winterstiefeln für Kinder. Verteilt werden diese Pakete etwa in den schwer zugänglichen Gebieten von Cherson.
Zudem rüstet HEKS verschiedene Notunterkünfte, in denen intern vertriebene Menschen Schutz gesucht haben, für den Winter auf, etwa indem es undichte oder kaputte Fenster repariert und abdichtet, und Dächer und Wände isoliert.
Hilfe für intern Vertriebene
HEKS arbeitet bereits seit vielen Jahrzehnten mit der «Reformierten Kirche in Transkarpatien» im Westen der Ukraine zusammen. Insgesamt haben in Transkarpatien seit Kriegsbeginn etwa 1.8 Millionen Menschen aus den umkämpften Gebieten zeitweise oder dauerhaft Schutz gesucht – so viele wie nirgendwo sonst in der Ukraine. HEKS unterstützt die Reformierte Kirche daher dabei, Geflüchtete unterzubringen und diese mit dem Nötigsten zu versorgen. Die etablierten Projekte für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigung, die nicht ausser Landes flüchten wollen oder können, wurden mit zusätzlichen Mitteln aufgestockt, damit diese auch in Zeiten von extrem steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten weiterlaufen können.
Auch in der Süd- und Ostukraine, etwa in Cherson und Odessa, unterstützt HEKS kollektive Aufnahmezentren und Notunterkünfte, in denen intern vertriebene Menschen vorübergehend Schutz finden, etwa mit Infrastruktur, kleineren Reparaturen, Küchen-Utensilien und mit Hygiene-Kits.
Letzte Aktualisierung: 14.12.2022