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„Vor dem Krieg hatte ich ein schönes Leben.“
Jomaa, 55 Jahre alt, stammt aus Homs in Syrien. Im Jahr 2014 wurde er bei einem Bombenangriff an der Schulter verletzt. Seit 2016 lebt er im Libanon und erhält dort Rehabilitationsmassnahmen von Handicap International, denn auch mehr als zwei Jahre nach dem Unfall spürt er die Folgen noch immer.
"Portrait created as part of a photo report funded by ECHO (European Commission's Directorate-General for European Civil Protection and Humanitarian Aid Operations), for the exhibition, ‘BOMBED’ | (c) Philippe Poulpiquet / Handicap International
„Vor dem Krieg hatte ich in Syrien ein schönes Leben“, erzählt Jomaa. „Ich habe zunächst als Landwirt gearbeitet und später mein eigenes Mietwagengeschäft aufgebaut. Das war mein letzter Beruf, bevor der Krieg in meinem Land ausbrach und ich verletzt wurde.“ Heute lebt der fünfundfünzigjährige Syrer als Flüchtling im Libanon und kann nicht mehr arbeiten. Seine beiden erwachsenen Söhne bestreiten den Lebensunterhalt für die ganze Familie.
„Ich erinnere mich noch sehr genau an den Tag meines Unfalls“, ergänzt Jomaa zwischen zwei Rehabilitationsübungen. „Ich war in Homs mit meiner Frau und meiner Tochter auf der Strasse, als mich Granatsplitter an der Schulter trafen. Ich wurde sofort zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Aber auch zwei Jahre nach dem Zwischenfall spüre ich die Folgen noch immer…“ Mohamad, Physiotherapeut von Handicap International, erklärt ihm Bewegungsübungen zur vollständigen Wiederherstellung seiner Schulter.
„Ich bin dankbar dafür, dass uns Handicap International hier hilft“, seufzt der Familienvater. „Nachdem das Leben in meiner Stadt unerträglich geworden war, kam ich vor acht Monaten in den Libanon. Ohne die Arbeit der vielen Hilfsorganisationen könnten wir hier nicht überleben – da wir auf der Flucht alles zurücklassen mussten“, schliesst er. Bei diesen Worte sitzt er auf einem kleinen Sofa. Es ist das einzige Möbelstück in der baufälligen Garage, in der er seit seiner Ankunft mit seiner Familie lebt.