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Die Geschichte des Kaffee reicht weit in die Vergangenheit zurück, auch wenn das den meisten Kaffeetrinkern gar nicht so bewusst ist. Die Ursprünge des Kaffees liegen in Afrika, wobei allgemein Äthiopien und noch konkreter die Provinz Kaffa als ursprünglichstes Herkunftsgebiets des Kaffees angenommen wird. Die früheste schriftliche Erwähnung von Kaffee im 9. Jahrhundert unterstreicht diese Annahme.
In Äthiopien selbst gibt es mehrere verbreitete Erzählungen, die die Entdeckung der Kaffeepflanze bestätigen. Eine der bekanntesten Legenden besagt, dass ein Hirte mit seiner Ziegenherde auf einem Feld graste und beobachtete, wie zwei seiner Ziegen von einem etwas abseits gelegenen Busch mit weißen Blüten und roten Beeren fraßen. In der Nacht stellte er dann fest, dass alle seine Ziegen schliefen und nur diese beiden noch wach und sogar noch ziemlich aktiv waren. Als er selbst diesen Busch untersuchte und von seinen Früchten aß, waren diese jedoch so bitter, dass er sie ins Feuer spuckte, worauf durch das Rösten ein angenehmer Duft die Luft erfüllte. Weiterhin stellte er auch bei sich selbst eine positiv belebende Wirkung fest, genauso wie die Mönche, die später den Strauch untersuchten.
Ob an dieser Geschichte nun etwas Wahres dran ist, lässt sich heute nicht mehr genau rekonstruieren; Fakt ist jedoch, dass in Äthiopien die Kaffeepflanze und deren Wirkung schon sehr lange bekannt ist und dementsprechend genutzt wird. Die nächste Erwähnung von Kaffee und Kaffeeanbau findet sich erst im 15. Jahrhundert wieder, in der Arabien, genauer gesagt die Stadt Mocha (Mokka), als Handelszentrum für Kaffee genannt wird, von der aus sich das beliebte Getränk im Verlauf des 16. Jahrhunderts schnell in weiten Teilen Afrikas und Südwest-Asiens verbreitete.
In Europa wurden Mitte des 17. Jahrhunderts die ersten Kaffeehäuser in Italien, England und Frankreich gegründet, die sich größter Beliebtheit erfreuten und ihre Verbreitung daher in allen Ländern rasant zunahm. Da Kaffee jedoch zu dieser Zeit immer noch sehr teuer war, war dessen Konsum zu großen Teilen nur den vermögenden Bevölkerungsschichten vorenthalten, so dass der Genuss von Kaffee schnell ein Zeichen von Wohlstand wurde. Die weniger begüterten Bürger dieser Zeit mussten sich mit koffeinlosem Ersatzkaffee aus Getreide zufrieden geben.
Nach der Ankunft von Kaffee in Europa versuchte man sich langsam von der Abhängigkeit von Afrika und Arabien, den einzigen Anbaugebieten der Kaffeepflanze, zu lösen und selbst Kaffee zu kultivieren. Letztendlich fanden die Kolonialmächte in ihren Kolonien gute Bedingungen für den Anbau von Kaffee vor und brachten auf diese Weise die Kaffeepflanze in die heute bekannten Hauptsanbaugebiete in Südamerika, der Karibik und Afrika.
Heute können wir Kaffee in der uns bekannten Form und all seinen neuen Varianten genießen.