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Frieden ist eine sechsteilige historische Dramaserie, die im November herausgekommen ist. Sie spielt um 1945 in der Schweiz, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg und zeigt die verschiedenen Folgen und Probleme des Krieges auf. Gedreht hat man in den Kantonen Zürich, Bern, Glarus, Luzern und Freiburg vom 13. Mai bis zum 28. August 2019, wie in mehreren Schweizer Medien berichtet wurde. Michael Schaerer hat Regie geführt.
Petra Volpe ist die Drehbuchautorin von Frieden. Sie hat sich schon 2017 einem wichtigen Thema der Schweizer Geschichte gewidmet, nämlich der Erlangung des Frauenstimmrechtes 1971 mit dem Drehbuch zum Film Die göttliche Ordnung. Frieden ist eine Koproduktion vom Schweizer Radio und Fernsehen und Arte, und hat mehr als 8 Millionen Franken gekostet. Es spielen 1200 Statisten und mehr als 70 Schauspielerinnen und Schauspieler mit, ohne die Leute mitzuzählen, die hinter der Kamera mitgearbeitet haben.
Eine Geschichte, drei Handlungen
Es werden drei Handlungen geschildert, die miteinander verknüpft sind:
Die erste Handlung erzählt die Geschichte der überlebenden Kinder und Jugendlichen, welche von den Amerikanern aus dem KZ Buchenwald befreit und in die Schweiz gebracht wurden. Doch die Buchenwaldkinder bekommen bald zu spüren, dass sie in der Schweiz nicht willkommen sind. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) hat eigentlich Kinder unter zwölf Jahren erwartet. Allerdings entscheidet sich dann die Kinderhilfe des SRK trotzdem dazu, alle Kinder aufzunehmen.
Im Heim arbeitet unter anderem Klara (Annina Walt), die gelernte Lehrerin und Tochter der Unternehmerfamilie Tobler ist. Ihre Eltern jedoch sind von ihrem Einsatz im Heim nicht wirklich begeistert. Vor allem ihre Mutter Lisbeth-Marie (Sylvie Rohrer) ist misstrauisch.
In der zweiten Handlung werden die wirtschaftlichen und finanziellen Probleme eines Textilunternehmens aufgezeigt. Es handelt sich um eine Fabrik, welche Klaras Vater Alfred Tobler (Urs Bosshardt) gehört. Er übergibt die Verantwortung der Fabrik aufgrund von gesundheitlichen Problemen seinem Schwiegersohn Johann Leutenegger (Max Hubacher). Nun versucht Johann Leute zu finden, die ihn und sein Kunstfaserprojekt finanziell unterstützen wollen und können. Carl Frei (Stefan Kurt), ein Anwalt und Onkel seiner Ehefrau Klara, ist mit dubiosen Leuten in Kontakt und kann Johann weiterhelfen.
Johanns Bruder Egon (Dimitri Stapfer) ist die Hauptfigur der dritten Handlung. Ihre Mutter ist Elsie Leutenegger (Therese Affolter). Sie arbeitet im Heim bei den Buchenwaldkindern. Egon war während dem Krieg als Soldat tätig und arbeitet nun bei der Bundesanwaltschaft. Er sucht in der Schweiz nach eingewanderten Nationalsozialisten, welche aus Deutschland geflohen sind und sich zu verstecken versuchen. Die Bundesanwaltschaft übergibt sie den Alliierten und gleichzeitig soll die Untergrundbewegung gestoppt werden. Dabei stösst er auf Hinweise und stellt fest, dass sein Bruder Johann in Schwierigkeiten steckt.
Mitreissend und lehrend
Frieden bietet jeder an der Schweizer Geschichte interessierten Person einen Einblick in das Leben der Menschen in der Schweiz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Es lohnt sich, diese unterhaltsame Serie anzuschauen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Geschichte zu lernen.
Frieden – Ein Schweizer Meisterwerk
Die Schweizer Neuheit Frieden ist eine äusserst spannende und gut inszenierte Serie. Die drei verschiedenen Teilgeschichten sorgen für Abwechslung und bieten dem Zuschauer einen Überblick des Gesamten, den die einzelnen Charakteren nicht haben. Die Handlungen basieren auf jahrelangen Recherche-Arbeiten wahrer Begebenheiten. Der Frieden bringt neue Probleme auf, die dem Krieg zu Grunde liegen. Frieden macht den Zuschauern ein noch ziemlich unbekannter Teil Schweizer Geschichte zugänglich.
Alle sechs Folgen von Frieden sind nach der Ausstrahlung kostenlos auf dem SRF-Player verfügbar.