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Der Begriff 'Wasserschloss' als Flurbezeichnung der Region über den Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat mit den angrenzenden Auen, Kulturlandschaften und Hügelzügen ist weder in alten Plänen noch in den neuen Landeskarten zu finden.
Der Biologe Heiner Keller als profunder Kenner dieser Region schreibt:
«Beim Begriff Wasserschloss handelt es sich um eine moderne Wortschöpfung. Der Ausdruck hat sich im Zusammenhang mit den Bemühungen zum Schutz des Wasserschlosses in den letzten 30 Jahren in Akten und im Volksmund eingebürgert.
Das Wasserschloss ist mehr als die geomorphologisch bedingte Tatsache des Zusammenfliessens dreier grosser Flüsse. Diese bilden lediglich das lebendige, aderartige Gerippe der Landschaft. Erst das geordnete Mosaik von grossräumigen Geländeformen, Lebensräumen mit aussergewöhnlichen Standortbedingungen, die besonders auffälligen oder seltenen Pflanzen und Tiere und die unübersehbaren menschlichen Aktivitäten ergeben die ganze Landschaft. Diese vermittelt in ihrer Gesamtheit einen einmaligen Einblick ins eiszeitliche und nacheiszeitliche Geschehen, in die Entstehung der heutigen Oberfläche.
Es ist an uns, die Besonderheiten der Landschaft zu erkennen, darzustellen und so zu entwickeln, dass Aare, Reuss und Limmat nicht zu fixierten Skeletten in einer ins Uferlose genutzten und verbauten Gegend irgendwo im Schweizer Mittelland werden.»