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Allein in der Schweiz leiden ca. 1,2 Millionen Menschen an konstanten oder immer wieder auftretenden chronischen Schmerzen, deren Behandlung eine grosse Herausforderung für Ärzte und Psychologen darstellt.
Das medizinische Modell betrachtet chronischen Schmerz als einen physischen Prozess. Hingegen ist das Verständnis der Natur des Schmerzes einiges komplexer.
Natürlich können physische Prozesse Schmerzen verursachen, beispielsweise wenn man sich in den Finger schneidet. Jedoch kümmert sich der Körper selbst um die physischen Verletzungen und chronischer Schmerz tritt erst dann auf, wenn die Wunde bereits verheilt ist oder wenn der gebrochene Knochen wieder zusammengewachsen ist.
Da es dann keine physische Begründung mehr gibt, kann davon ausgegangen werden, dass die Schmerzen psychisch erschaffen werden.
Wir Menschen haben die Fähigkeit, Schmerz nicht wahrzunehmen oder auszublenden. Im Umkehrschluss besitzen wir jedoch auch die Fähigkeit, physischen Schmerz hervorzurufen und sprechen dann von Phantomschmerz.
Auch Migräne, Kopf-, Gelenk-, oder Rückenschmerzen - ja, jede Art von Schmerzen - können im Geiste einer Person erschaffen werden. Entscheidend ist, dass sie immer einem "Zweck" dienen. Dieser Zweck muss nicht unbedingt bekannt sein und es ist gut möglich, dass der Schmerz im aktuellen Leben gar nicht mehr sinnvoll ist.
Bei der Auflösung des Schmerzes kann die Hypnosetherapie sehr hilfreich sein.
Schmerz ist ein Element, das erlernt wurde. In einer Bestimmten Situation oder durch eine bestimmte Erfahrung fand eine unbewusste Konditionierung statt.
Durch die Hypnosetherapie kann eine Rekonditionierung ("Umlernen") stattfinden, sodass der chronische Schmerz letztendlich verschwindet.