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Zwei Fischer aus der arktischen Siedlung Antipayuta auf der Halbinsel Yamal fuhren kurz vor Weihnachten mit ihren Schneemobilen im Golf von Ob auf dem zugefrorenen Meereis, als ihre Schneemobile im Eis einbrachen und versanken. Mit viel Glück konnten sich die beiden auf eine große Eisscholle retten, waren dann aber gestrandet und den Elementen schutzlos ausgeliefert.
Sie trieben 24 Stunden lang auf der Eisscholle und waren dabei Temperaturen von bis zu minus 35 Grad Celsius ausgesetzt, wie lokale Medien berichteten. Die Männer schafften es, ein SOS-Signal abzusetzen, aber es war nicht in der Lage, ihren genauen Standort zu bestimmen, was bedeutete, dass die Retter, die nach ihnen suchten, ein weites Gebiet abdecken mussten. Die Suche entwickelte sich zur Suche nach der ‘Nadel im Heuhaufen’.
Tatsächlich deckten die Suchtrupps ein Gebiet von der Größe der Schweiz ab, um die vermissten Fischer aufzuspüren. Zufällig war der Eisbrecher «Alexander Sannikov» in dieser Gegend unterwegs. Die Besatzung des Eisbrechers hörte von dem Notfall und beteiligte sich an der Suchaktion nach den Fischern und entdeckte die beiden Männer ‘keinen Moment zu früh’. Ihre Chancen auf eine Rettung waren so gut wie unmöglich“, sagte ein Vertreter der Firma Gazprom Neft, Besitzerin des Eisbrechers. Als sich die Eisbrecher-Crew mit einem riesigen Suchscheinwerfer und Nachtvisieren der Suche anschloss, wurden die Männer in etwas mehr als zwei Stunden gefunden.
Die beiden Männer wurden auf dem Eisbrecher vom Bordarzt untersucht, mit neuen Kleidern ausgestattet und verpflegt. Die Fischer waren warm angezogen und hatten Lebensmittel mit dabei, was ihnen half zu überleben, bis die Hilfe eintraf. „Beide Männer fühlten sich unter den Augen der Ärzte des Eisbrechers wohl“, sagte Gazprom Neft, nachdem sie an Bord geholt worden waren.
Heiner Kubny, PolarJournal