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Philadelphia, Sonntagabend, Major League Baseball. Die Phillies treffen auf die New York Mets, als Michael Conforto nach dem Wurf von JoJo Romero einen Foul Ball schlägt. Mit umgerechnet 156 km/h fliegt die harte Kugel auf die Zuschauertribüne – wo ihn ein Fan mit blosser Hand fängt und dafür entsprechend gefeiert wird. Und getoppt wird seine Aktion noch dadurch, dass er in der anderen Hand ein Glacé hält, das er so souverän balanciert wie der Oberkellner im berühmten Wiener Café Sacher Tortenstücke und Kaffeetassen. Da verkommt das Resultat (8:7 für die Mets) zur Nebensache. (ram)
Wir alle vertun uns mal in der Entscheidungsfindung. Wie schlecht diese Entscheidungen effektiv waren, zeigt sich erst im Verlauf der Zeit. Und so kommt es manchmal, dass aus schlechten Entscheidungen miserable Entscheidungen werden.
Niemand trifft aus Spass schlechte Entscheidungen. Wir entscheiden uns in der Regel basierend auf den uns bekannten Fakten und mit möglichst guter Absicht (zumindest was unsere eigene Position betrifft). Der Haken daran ist, dass wir niemals alle Fakten und Faktoren kennen können.
Und in dieser Blackbox - nennen wir sie kalkuliertes Risiko - wird aus einem klug abgewägten Entscheid unter Umständen ziemlich rasch ein miserabler Beschluss, über den man heute besserwisserisch den Kopf schüttelt. …