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Was ist 5G?
Das Prinzip: mehr und schneller
Die Idee hinter 5G ist, kabellos mehr Daten schneller zu übertragen.
Um mehr Daten zu übertragen, sendet ein 5G-Sender die Daten auf zahlreichen Frequenzen. Die Promotoren nennen das 5G auch eine Netz aus Millionen kleiner "Blutbahnen".
Damit die Daten schnell ankommen, nutzt der Sender kleinere Wellen ab 3.4 GHz (3 400 000 000 Wellen pro Sekunde). Kleinere Wellen haben eine kleinere Reichweite und "verpuffen" schon nach einigen 100 Metern. Deshalb müssten 5G-Antennen viel stärker strahlen, als jene für 4G.
Was kann die 5G-Technologie?
Das 5G-Netz verbindet Menschen mit Maschinen. Schon heute kann man problemlos einen Rasenmäher mit dem Handy oder Tablet fernsteuern. Mit 5G könnte man live übers Handy mit dem Rasenmäher "mitfahren" und wenn ein Hindernis kommt, den Rasenmäher ausweichen lassen. Das Bild von der Rasenmäher-Kamera würde in Echtzeit angezeigt, so dass man noch reagieren kann, bevor er mit dem Hindernis zusammenstösst.
Auch könnten Menschen auf der ganzen Welt mit Virtual-Reality-Brillen zusammen gamen, oder die Börsenhändler könnten bei Kursschwankungen schneller reagieren.
Genauso könnten auch Maschinen in Echtzeit und ohne Verzögerungen ferngesteuert werden. Ich könnte z.B. eine Virtual-Reality-Brille auf meinen Kopf aufsetzen und meine Präzisions-Fräsmaschine im Maschinensaal millimetergenau fernsteuern, so als ob ich daneben stehen würde.
Ein weiteres Ziel ist, dass Geräte untereinander kommunizieren können, z.B. zwei hintereinander fahrende Autos entscheiden zusammen, welches auf welcher Spur fährt.
Mit dem 5G-Smartphone kann der Benutzer - direkt neben einer Antenne - noch schneller Videos herunterladen als mit 4G. In den nächsten Jahren soll laut Spezialisten als erstes die Industrie profitieren, nur Technik-Freaks und "Datenhungrige" werden die 5G-Technologie privat nutzen.
Die Mobilfunkunternehmen, gewinnen so tausende neue Kunden: Kühlschränke, Maschinen, Fahrräder, Autos etc.
Die Antennen
Ein Mobilfunkmast hat oben viereckige, meist weisse oder grüne Kunststoff-Quader. In diesen Quadern befinden sich die Sender; für 5G sind dies 64 einzelne Sender pro Quader. Je nachdem, wie viele Geräte Daten empfangen, strahlen die Sender mehr oder weniger.
Für ein durchgehendes Netz ohne Funklöcher braucht es alle 100 bis 150 Meter eine Antenne. Für selbstfahrende Autos braucht es noch ein viel dichteres Netz, voraussichtlich würde fast jede Strassenlaterne als Sendemast genutzt.
Die hohen 5G-Frequenzen haben ein kurze Reichweite und werden von Mauern "geschluckt", deshalb bräuchte es zwischen hohen Gebäuden und im Innern von Gebäuden noch Verstärker-Antennen.
Grenzwerte
Die Grenzwerte werden heute in der Schweiz in sensiblen Bereichen wie z.B. Schlaf- und Wohnzimmer gemessen. Dort dürfen sie die Feldstärke von meist 5 V/m nicht überschreiten. Sind sind also nicht strenger als in anderen Europäischen Ländern, wo man direkt bei der Antenne misst.
Die neuen 5G-Antennen verstecken 64 Antennen im grauen Kunststoffgehäuse. Wenn das Endgerät sich in der Nähe der Antenne befindet, dann würde der Grenzwert in den sensiblen Bereichen eingehalten. Wenn aber die Antenne nach Endgeräten sucht oder wenn mehr und weiter entfernte Endgeräte kommunizieren, werden die Grenzwerte massiv überschritten. Bei voller Auslastung beträgt die Feldstärke an Hausfassaden 61 V/m. Dann darf sich kein Mensch, kein Tier und auch keine Biene mehr der Antenne nähern, da die Gefahr gesundheitlicher Schäden zu gross ist.
Brauchen wir 5G?
Die Mobilfunkunternehmen sagen, wir brauchen 5G. Und die Bevölkerung? Auch wenn das System auf Anhieb funktionieren würde und es keine Auswirkungen auf die Gesundheit hätte, leuchtet es vielen Menschen nicht ein, warum wir 5G wirklich brauchen. Wer von uns möchte in einem selbstfahrenden Auto fahren und gemütlich ein Buch lesen? Bringt uns 5G noch mehr Komfort? Oder nur noch mehr gestresste Menschen? Und woher nehmen wir die Unmengen an Energie, wo entsorgen wir den Elektroschrott?
Brauchen wir 5G wirklich? Was sind uns die Nachteile wert?