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Die am 19. Juni 2009 vom Bundesamt für Umwelt BAFU veröffentlichte CO2-Statistik zeigt, dass sich die CO2-Emissionen aus dem Verbrauch von Brennstoffen zwischen 2007 und 2008 nur wenig verändert haben. Sie sind in diesem Zeitraum nur ganz leicht gesunken, nachdem zwischen 2006 und 2007 noch ein deutlicher Rückgang von 6,5 % zu beobachten war. In diesem Rückgang widerspiegelte sich der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend von fossilen zu nichtfossilen Energieträgern. Dieser Trend setzte sich 2008 nicht fort. Dies ist unter anderem auf das starke Bevölkerungswachstum und die noch gute Konjunktur zurückzuführen.
Die Brennstoffemissionen lagen 2008 bei 88,8 Prozent des Wertes von 1990 und damit deutlich über der Schwelle von 86,5 Prozent, die das Parlament bei der Genehmigung der CO2-Abgabesätze festgelegt hatte. Die CO2-Abgabe wird somit auf den 1. Januar 2010 von 12 Franken auf 36 Franken pro Tonne CO2 erhöht. Dies entspricht ungefähr einer Erhöhung der bestehenden CO2-Abgabe von heute 3 Rappen um 6 Rappen auf 9 Rappen pro Liter Heizöl.
Die Erhöhung der CO2-Abgabe setzt einen Anreiz, Energie effizienter einzusetzen oder auf alternative Energieträger umzusteigen, damit die Schweiz unabhängiger von fossilen Brennstoffen wird. Einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leistet auch die vom Parlament am 12. Juni 2009 beschlossene Teilzweckbindung der CO2-Abgabe für ein Gebäudeprogramm.
Im Treibstoffsektor fällt insbesondere die sehr starke Zunahme beim Dieselabsatz auf. Ein Teil der starken Zunahme von 10 Prozent dürfte auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen sein, die den Tanktourismus beeinflussen. In der ersten Jahreshälfte 2008 dürfte der starke Euro einen wesentlichen Teil des Mehrabsatzes von über 14 Prozent verursacht haben. Mit der Abschwächung des Euro und der Konjunktur verringerte sich die Zunahme in der zweiten Jahreshälfte auf 6 Prozent.