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Angeblich sollen zwei russische Langstreckenbomber des Typs Tu-95 mit „hochpräzisen“ Lenkwaffen militärische Ziele (Lagerhallen mit Kampfpanzern T-72) in Kiew bombardiert haben.
Aufgrund der ursprünglich konzipierten Nuklearfunktion sind diese Lenkwaffen aber nicht als „hochpräzis“ zu bezeichnen. Die Zerstörung militärischer Ziele dürfte vielmehr zufälliger Natur sein.
Der Bombertyp Tu-95 wird mit vier gegenläufigen Propellerpaaren angetrieben. Der Erstflug erfolgte 1954. Die neuesten Versionen erreichen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 845 km/h eine Reichweite von bis 10’900 km (1).
An Waffen können diese Bomber bis zu 16 Lenkwaffen Kh-22 mitführen. Diese Lenkwaffen, die auch als Marschflugkörper bezeichnet werden, erreichen eine Reichweite von 460 km.
Ursprünglich waren sie mit einem Gefechtskopf von 350 KT TNT nur für nukleare Einsätze vorgesehen.
Seit den Bombardierungen der syrischen Städte durch die russischen Luftstreitkräfte dienen sie auch für Einsätze mit konventionellen Gefechtsköpfen.
1 Gunston, B., Tupolew Aircraft, Putnam, London, 1995, S. 168.