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Infrastrukturfonds sind grosse Profiteure der Kreditkrise – viele Anleger fühlen sich von ihrem stabilen Zahlungsstrom angezogen. Die Einlagen in solche Fonds wuchsen von 7 Mrd Dollar 2005 auf 31 Mrd Dollar im zurückliegenden Jahr. Im Mai investierten Anleger fast 10 Mrd Dollar in Fonds, die von Morgan Stanley Infrastructure Partners und Global Infrastructure Partners gemanagt werden. Damit lag die Nachfrage um etwa 4 Mrd Dollar höher als erwartet. «Wir waren vom grossen Interesse der US-Anleger überrascht», sagt Adebayo Ogunlesi, Vorstandschef von Global Infrastructure Partners, einem Joint Venture von Credit Suisse und General Electric.
Der Bedarf wird vor allem von Schwellenländern bestimmt, die nach Möglichkeiten suchen, ihre Wasserleitungen, Häfen, Strassen und Flughäfen zu modernisieren. Laut David Yeung, Vorstandsvorsitzender von AIG Capital Partners, die über ihre Highstar-Fonds in die Infrastruktur von Schwellenländern investieren, bedarf es in den kommenden fünf Jahren 1 Billion Dollar für die Modernisierung der weltweiten Infrastruktur.
Schwellenländer profitieren
«Etwa 15% der bestehenden globalen Infrastruktur befindet sich in Schwellenländern; dort leben aber 80% der Menschen», so Yeung. «Die Leute in diesen Ländern werden reicher, sie haben andere Bedürfnisse, für die sie auch zu zahlen bereit sind. Als Resultat öffnen viele Regierungen in Schwellenländern Infrastrukturprojekte für private Investoren.» Laut Sadek Wahba, Chef von Morgan Stanley Infrastructure, wird das meiste Geld nach Indien und China fliessen.
Etablierte Infrastrukturinvestoren wie Babcock & Brown oder die australische Bank Macquarie treten der zunehmenden Konkurrenz auf dem Markt entgegen, indem sie ihre Verbindungen zu den Regierungen intensivieren. «Über einen langen Zeitraum haben wir ein starkes Netz an lokalen Repräsentanzen aufgebaut, die uns einen guten Einblick in die lokalen und globalen Trends vermitteln», sagt Peter Hofbauer, Infrastrukturchef bei Babcock & Brown.