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3. Die Reise beginnt Hartmann in den USA
Er mag ein Träumer sein, aber stets einer mit einer guten Portion Abenteuerlust in sich. 1865, kurz vor Abschluss seines Studiums17, unternimmt Hartmann eine Ferienreise nach Frankreich, die seinem Leben eine entscheidende Wendung geben wird. Es zieht ihn nach Paris. Dort angekommen, beschließt er, einen Ausflug ans Meer zu unternehmen, eine Vergnügungsfahrt [] auf einem train de plaisir. An einem Samstagabend bricht er auf, er reist nach Le Havre und plant, bereits am nächsten Montag zurück zu sein. Doch es kommt anders, denn das Schicksal hatte es anders bestimmt18.
Im Hafen wird ihm eine Stelle als Schiffsarzt auf dem amerikanischen Paketboot Mercury angeboten, das Auswanderer nach New York bringen soll. Kurz entschlossen nimmt Hartmann an, bricht alle Brücken hinter sich ab, und aus dem Wochenendausflug nach Le Havre wird so eine Reise nach New York. Achtzehn Jahre wird Hartmann in Amerika bleiben.
Angekommen in den USA, lässt sich Hartmann zunächst in St. Louis, Missouri, nieder, dort herrscht zu diesem Zeitpunkt eine Cholera-Epidemie, und Ärzte werden dringend gebraucht.19
Er beendet sein Studium als MD (Dr. med.), praktiziert daraufhin als Augenarzt und nimmt 1867 die amerikanische Staatsbürgerschaft an.20 Er scheint sich in dieser Phase seines Lebens dauerhaft niederlassen zu wollen und seine Heimat in den Vereinigten Staaten gefunden zu haben.
Doch schon 1870 gibt er das ruhige Leben und seine gut gehende Praxis wieder auf. Erneut ergreift ihn die Abenteuerlust, treibt ihn weiter, und er nimmt eine ausgedehnte Reisetätigkeit auf, vornehmlich zu den indigenen Völkern Amerikas. Er durchstreift Missouri alleine, ohne Führer, und besucht die dort ansässigen Indianerstämme, wo er die freundlichste Aufnahme21 findet. Er lebt und spricht mit ihnen und studiert ihre Kultur, ihre spirituellen Gebräuche und möchte insbesondere ihre religiösen Anschauungen kennen lernen.22 So besucht er unter anderem die Shawnee, die Seneka, die Choktaw und Chirokee23.. Er ist beeindruckt von ihrer Verbundenheit mit der Natur und der Vertrautheit mit deren Geheimnissen.
Er geht sogar so weit zu sagen, dass er seinen ersten Unterricht in der Theosophie