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Wer ein landwirtschaftliches Grundstück, das grösser als 25 Aren (Rebland 15 Aren) ist, oder ein landwirtschaftliches Gewerbe kaufen möchte, braucht eine Bewilligung durch Landwirtschaft Aargau.
Folgende Kriterien müssen geprüft und eingehalten sein:
- Der Käufer muss das Grundstück selber bewirtschaften.
- Der Preis darf nicht übersetzt sein.
- Das Grundstück liegt im ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich.
Keine Bewilligung ist erforderlich beim Erwerb eines Grundstückes durch
- die Erben,
- die Nachkommen,
- den Ehegatten,
- die Eltern,
- die Geschwister oder Geschwisterkinder des Verkäufers.
Ausnahmen der Selbstbewirtschaftung können gemäss Art. 64 BGBB bewilligt werden – beispielsweise wenn kein Angebot eines Selbstbewirtschafters nach öffentlicher Ausschreibung durch eine Urkundsperson vorliegt.
Bei einer Zwangsverwertung findet die Preisbegrenzung gemäss Art. 63 Abs. 2 BGBB keine Anwendung.
Wird ein bisher verpachtetes, landwirtschaftliches Grundstück verkauft, hat der Pächter ein gesetzliches Vorkaufsrecht am Pachtgegenstand, wenn er dieses seit mindestens sechs Jahren gepachtet hat und Eigentümer eines landwirtschaftlichen Gewerbes im ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich ist. Das Vorkaufsrecht ist im Streitfall auf dem zivilrechtlichen Weg durchzusetzen.
Der abgeschlossene Vertrag ist durch den Notar an Landwirtschaft Aargau zur Bewilligung einzureichen. Es können vorgängig Abklärungen getroffen werden betreffend Selbstbewirtschaftung, Preis oder ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich. Der Entscheid wird dem Notar und falls vorhanden dem Pächter zugestellt. Er wird nach Ablauf der Beschwerdefrist beziehungsweise nach Eingang aller Beschwerdeverzichte rechtskräftig, sodass die Handänderung im Grundbuch eingetragen werden kann.