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Sportclub Story
Die Marathon-Frauen - Der lange Lauf zur Gleichberechtigung
Sport
Boston, 1967. Beim weltberühmten Marathon passierte Unglaubliches: Die 20-jährige Studentin Kathrine Switzer wurde mitten auf der Strecke plötzlich gewaltsam von einem Offiziellen bedrängt. Der Rennleiter versuchte, ihr die Startnummer vom Hemd zu reißen, sie so zum Abbruch zu zwingen. Nur durch den beherzten Einsatz ihres Freundes konnte Switzer entkommen und das Rennen beenden: Als erste Frau, die offiziell diese Distanz bewältigt hat.
Die Bilder dieses Vorfalls sind bis heute ein weltweites Symbol für die Gleichstellung der Frauen im Sport. Denn bis dahin war Frauen die Teilnahme am Marathon verboten. Die vorherrschenden Gründe waren skurril, so könnten Frauen angeblich danach nicht mehr schwanger werden oder ihnen würden Bärte wachsen.
Die Amerikanerin Switzer schwor sich nach dem Rennen, fortan für die Gleichberechtigung der Frauen im Marathon zu kämpfen. Ihr Einsatz machte sie zur Ikone der Marathon-Frauen.
Etwa zeitgleich bewies in Deutschland der Arzt Ernst van Aaken durch Studien, dass Frauen sogar ausdauerfähiger sind als Männer. Van Aaaken veranstaltete in Deutschland die ersten reinen Marathonläufe für Frauen, damals eine kleine Revolution im Sport.
Doch erst 1984 führte der Einsatz für Gleichberechtigung ins Ziel: bei den Spielen in Los Angeles wurde der Frauen-Marathon zum ersten Mal olympische Disziplin.
"Sportclub-Story"-Autor Ole Zeisler hat mit Zeitzeugen und den Pionierinnen in Deutschland und den USA über den langen Lauf zur Gleichberechtigung gesprochen.
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