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Die militärpolitische Lage im Europa der fünfziger und sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts war durch die Rivalität der Grossmächte Preussen und Frankreich gekennzeichnet.
Das Königreich Preussen unter König Wilhelm I. und dessen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck arbeitete zielbewusst auf die Hegemoniestellung in Deutschland hin. Die Gründung des Deutschen Bundes, in welchem der preussische König die Rolle des Bundespräsidenten und Bundesfeldherrn einnahm, bildete das Ergebnis dieser Bemühungen. Vorher war im preussisch-österreichischen Krieg das Kaiserreich Österreich militärisch und politisch als Grossmacht ausgeschaltet worden. Die entscheidende Schlacht bei Königgrätz (Böhmen) am 3. Juli 1866 war von Preussen gewonnen worden. Die preussische Armee kämpfte damals mit dem Dreyse-Zündnadelgewehr, Modell 1848, einem einschüssigen Hinterlader, welcher bereits im deutsch-dänischen Krieg von 1864 Verwendung gefunden hatte. Die Überlegenheit über die Österreicher mit ihren Vorderladerwaffen war offensichtlich.