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Südafrika bestätigt Neubauprogramm
Südafrika betreibt mit Koeberg-1 und -2 (zwei PWR, je 930 MW) das einzige Kernkraftwerk Afrikas. Nun hat die südafrikanische Regierung bestätigt, dass sie in Übereinstimmung mit früheren Plänen ein Kernenergie-Neubauprogramm anstrebt. Damit will die Regierung zur Industrialisierung des Landes beitragen, die einheimische Nuklearindustrie beleben, Arbeitsplätze schaffen sowie Wissensaufbau und -transfer stärken. Südafrika strebe an, seine Stellung als Exportland für nukleare Dienstleistungen und Komponenten zu stärken.
Im Zentrum des Neubauprogramms steht ein Plan, der sicherstellen soll, dass die südafrikanische Industrie so weit als möglich eingebunden wird. Waren, Dienstleistungen und Know-how sollen soweit vorhanden aus Südafrika stammen. Die Regierung verweist in diesem Zusammenhang auf die führende Rolle der südafrikanischen Kernenergie-Forschung über die letzten drei Jahrzehnte sowie auf den Leistungsausweis des Forschungsreaktors Safari-1. Dank diesem sei Südafrika heute auf dem Weltmarkt der grösste Produzent von Radioisotopen für medizinische Zwecke.
Regierungsabkommen angestrebt
Das Neubauprogramm sieht vor, zusätzliche 9,6 GW Leistung zu installieren. Südafrika halte an der Kernenergie fest, weil sie sicher, umweltfreundlich und nachhaltig sei, betont das südafrikanische Energiedepartement. Die Regierung habe vor, mit verschiedenen Staaten Abkommen zu unterzeichnen, um strategische Partnerschaften einzugehen und die industrielle Zusammenarbeit im Bereich Kernenergie zu stärken. Ein erstes Abkommen hat Südafrika am 22. September 2014 mit Russland unterzeichnet. Weitere sollen folgen. Die Abkommen gelten als Startschuss für die Vorbereitungen auf zukünftige Ausschreibungsprozesse, die nach geltendem Recht durchgeführt werden sollen.