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Australian
Open 2005 - my Favourites - Andre Agassi
Ich hoffe fast, dass die US Open Andre
Agassis letztes Grand Slam-Turnier sein werden. Denn es wird Zeit, abzutreten.
Die letzten beiden Jahre zog die
Sommersaison mit den Grand Slam-Turnieren in Paris und Wimbledon beinahe
unter Ausschluss von Andre Agassi vorbei. Dies aufgrund der anhaltenden Hüft-
und sonstigen Beschwerden des US-Amerikaners.
Bei den beiden Grand Slam-Turnieren auf
Hardcourt in Australien und den USA zeigte sich Agassi aber jeweils in
sehr guter Verfassung. Und so wird es wohl auch beim diesjährigen
Auftritt in Flushing Meadows sein, wo er 1994 und 1999 als US
Open-Champion vom Platz ging. Es wird seine 19. Teilnahme in New York
sein, wo er seit 1986 ununterbrochen antrat und eine Siegesbilanz von
67:16 aufzuweisen hat.
Der 35-jährige aus Las Vegas hat alle
vier Grand Slam-Turniere (insgesamt 8 Titel) gewonnen und wurde Olympiasieger. In seiner
langen Karriere erzielte er bisher 854 Siege gegenüber 264 Niederlagen
und erspielte sich dabei ein Preisgeld von 30 Millionen Dollar. Das sind
alles Werte der Superlative. Und in Los Angeles gab es zu Beginn des
Monats den 60. ATP-Turniersieg seiner Karriere, den Ersten seit gut
einem Jahr.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Marat Safin
"Today it was a relief for me. Two
Grand Slams, it's already something. One Grand Slam you can win by
mistake, like I did in 2000." Das sagte der Russe nach seinem Sieg
an den Australian Open diesen Januar mit einem verschmitzten Lächeln.
Mit dem "win by mistake"
meinte Safin übrigens die US Open, die er als 20-jähriger gewann und
kurz danach auch die Führung in der Weltrangliste übernahm. Was ihn
damals aber alles zusammen überforderte.
Doch obwohl Safin bei seinem Grand
Slam-Sieg in diesen Januar einen sehr starken Auftritt zeigte, blieb der
Erfolg in Melbourne bislang sein einziger Turniersieg im Jahr 2005.
Er ist ein Lebemensch. Ihm fehlt ganz
einfach die Motivation, sich konstant voll auf sein Tennisspiel zu
konzentrieren. Deshalb spreche ich ihm bei der aktuellen Konkurrenz auch
jegliche Chance ab, die Nummer 1 Position in der Weltrangliste zu
erreichen.
Um so stärker ist der Russe dafür,
wenn er sich auf sein Spiel fokussiert und bei ihm alles zusammen passt.
Dann nämlich kann er jeden schlagen. Und deshalb ist Marat Safin bei
den grossen Turnieren so gefährlich. Ganz getreu dem Motto "er
kam, sah und siegte" liegt bei ihm immer der ganz grosse Coup drin.
Das Auf und Ab in Safins Karriere zeigt
sich auch in seinen all-time Zahlen. Zwar sind seine Siegesbilanzen mit
17:5 bei den US Open sowie 321:176 in seiner gesamten Karriere
beeindruckend, können aber mit einem Agassi oder Federer nicht
mithalten. Das selbe gilt für seine 15 Turniersiege. Von diesen hatte
er übrigens allein deren 7 im Jahr 2000 erzielt. Die bisher 12
Millionen Dollar an Preisgeld sind dabei eine ganz ordentliche Summe.
Leider musste Marat Safin seine
Teilnahme kurz vor den US Open aufgrund einer Knieverletzung absagen.
Diese schleppt er schon länger mit sich herum. Er wollte sie ohne
Operation abklingen lassen, das hat wohl aber leider nicht funktioniert.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Roger Federer
Seit dem 2. Februar 2004 führt Roger
Federer die Weltrangliste an. Und er tut dies er in überlegener Manier.
Im Jahr 2005 hat er nur drei Niederlagen einstecken müssen und
triumphierte bei neun Turnieren. Bei der Anzahl an Turniersiegen kann
Rafael Nadal zwar mithalten, nicht aber bei den wenigen Niederlagen (9).
Die beiden teilten sich auch die diesjähirgen Masters
Series-Turniersiege unter einander auf (je 3).
Und trotz allem begann das Jahr nicht
wie erhofft für Roger Federer. Denn zwei seiner drei Niederlagen
steckte er ausgerechnet bei den wichtigsten Turnieren ein. In den
Halbfinals der Australian Open sowie der French Open jeweils gegen die
Geburtstagskinder und späteren Sieger Safin und Nadal.
Doch mit dem dritten Triumph in Folge
beim bedeutendsten Turnier der Welt in Wimbledon machte er diese beiden
Niederlagen vergessen und unterstrich seine Vormachtstellung im
Herrrentennis. Und er geht auch für letzte Grand Slam-Turnier des
Jahres in Flushing Meadows als Favorit an den Start.
2004 gab es 11 Turniersiege bei 6 Niederlagen. Dieses Ergebnis kann
Roger Federer also noch problemlos übertreffen.
Der Titelverteidiger weist bei den US
Open eine Positivbilanz von 18:4 Siegen auf. Auf der ATP-Tour hat er
dank 374 Siegen gegenüber 119 Niederlagen bisher beinahe 18 Millionen
Dollar an Preisgeld verdient. In seinem Palmares stehen 31
ATP-Turniersiege im Einzel, davon fünf Grand Slam-Titel. Und dabei ist
Federer am 8. August erst 24-jährig geworden.
Am TV fehlt mir bei den Federer-Matches
oft die Spannung, weil er in seinem Spiel untastbar wirkt. Erst wenn ihm
ein starker Gegner gegenüber steht, wird es so richtig interessant.
Dann merkt man nämlich erst, was der Basler alles drauf hat.
Im Gegensatz dazu war es fantastisch, als ich Roger Federer in Melbourne
live spielen sah. Jeder Schlag ein Hingucker was Technik, Kraft, Tempo
und Drall des Ball an geht. Vor allem wenn man ganz nah dabei ist.
Und mit den zwei verfehlten Titeln in Melbourne und Paris und der
aufkommenden Gegenwehr Rafael Nadals um die Führung in der
Weltrangliste ist meine Unterstützung für Roger Federer klar
angewachsen. Er ist die verdiente Nummer 1 und soll das auch bleiben.
Und Marat Safin ist der Kerl für die grossen Auftritte. So lautet meine
Rollenverteilung.

Carlos
Moya führte Spanien im Jahr 2004 zum Davis Cup-Triumph im Finale über
die USA und beendete das Jahr als Nummer 5 der Weltrangliste. Im Januar
2005 startete er mit dem Turniersieg im indischen Chennai. Seither ist
er aber auf Rang 32 zurückgefallen. Ein arger Absturz.
Seinen grössten Erfolg erreichte
Carlos Moya mit dem Sieg am Grand Slam-Turnier in Paris 1998. Da der
Mann aus Mallorca aber auch auf anderen Belägen stark spielte, schaffte
er es 1999 sogar bis an die Spitze der ATP-Weltrangliste.
Carlos Moya ist ein vorbildlicher
Athlet und Sportsmann, aber sagt durchaus auch seine Meinung. Ganz
abgesehen davon, dass er sich auf Rasen nicht sehr wohl fühlt und sein
Spiel für diesen schnellen Belag nicht prädestiniert ist, hat er sich
gegen die Verantwortlichen in Wimbledon aufgelehnt. Er drohte mit einem
Boykott des Turniers, falls er in der Setzliste trotz seiner top
Weltranglistenpositionen nicht angemessen bzw. überhaupt
berücksichtigt würde. Im Jahr 2001 war Wimbledon dann das erste Grand
Slam-Turnier, dass die Setzliste von 16 auf 32 Spieler erweiterte. Ein
Kompromiss, der für die Sandplatzspezialisten gefunden werden musste.
Auch in Sachen Muscle-Shirt war er ein Vorreiter. Anfangs mussten
Spieler wie er oder zum Beispiel Tommy Haas noch Bussgelder abdrücken,
wenn sie im ärmellosen Shirt antraten. Aber das hat sich mittlerweile
auch geändert.
Bei den US Open erreichte der Spanier
im Jahr 1998 das Halbfinale. Seine Siegesbilanz steht bei 18:9. Beim
Karriere-Preisgeld bringt er es auf 11,5 Millionen Dollar. In seinen 466
Matchgewinnen bei 239 Niederlagen gelangen ihm 18 Turniersiege.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Fernando Gonzalez
Der Chilene aus La Reina holte sich in
diesem Jahr Turniersiege im neuseeländischen Auckland sowie im
niederländischen Amersfoort.
Bei den Australian Open sowie den
French Open scheiterte er jeweils in der dritten Runde an Nalbandian
beziehungsweise Federer. Überraschen konnte der 25-jährige mit den
pfeilschnellen Aufschlägen und Vorhandschlägen beim Rasenturnier in
Wimbledon, wo er es bis ins Viertelfinale gegen Roger Federer schaffte.
Bei den US Open erreichte er sein
bislang bestes Ergebnis mit dem Viertelfinale im Jahr 2002. In New York
weist eine Bilanz von 7 Siegen bei 4 Niederlagen auf. In seiner Karriere
reichte es bei 171:101 Siegen zu 6 Titeln auf der ATP-Tour, was ihm ein
Preisgeld von 3 Millionen Dollar bescherte.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Radek Stepanek
Am meisten Aufmerksamkeit zog Radek
Stepanek in diesem Jahr auf sich, als er bei der Fünfsatzniederlage in
der dritten Runde von Roland Garros gegen Sebastien Grosjean das
Publikum provozierte. Das französische Publikum stellte sich in diesem
Jahr sehr arrogant auf die Seite ihrer Landsleute. Aber Stepanek trieb
es mit seinen Gesten natürlich absichtlich auch auf die Spitze. So
etwas stachelt ihn an.
Zu Beginn des Jahres in Mailand stand
er beim zweiten ATP-Finale seiner Karriere nahe am ersten Turniersieg im
Einzel. Er unterlag dem Schweden Söderling erst im Tie-Break des
dritten Satzes.
Doch selbst ohne Triumph im Einzel hat
sich der 26-jährige Tscheche bereits 2,5 Millionen Dollar an Preisgeld
erspielt. Einiges davon stammt aus seinen 11 Erfolgen bei
Doppelturnieren, zwei davon in diesem Jahr in Dubai und Marseille.
Auch bei den US Open stammt sein bestes Resultat aus der
Doppelkonkurrenz. Im Jahr 2002 schaffte er zusammen mit Jiri Novak den
Einzug ins Finale. Im Einzel weist er in Flushing Meadows eine
2:3-Negativbilanz auf. In seiner Einzelkarriere ist die Bilanz dank
106:92 Siegen leicht positiv.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Mark Philippoussis
Als Ersatz für Safin nehme ich
Philippoussis ins Team. Vom oft verletzten Australier hat man auch in
diesem Jahr nicht viel gehört. Vier Turniere im Februar und März auf
amerikanischen Hartplätzen, drei Rasenturniere inklusive Wimbledon
sowie das Hartplatzturnier in Washington als Vorbereitung auf die US
Open.
Dabei schaute einzig in s'Hertogenbosch
in der Woche vor Wimbledon mit dem Halbfinale ein ansprechendes Resultat
heraus.
In Wimbledon selbst richteten sich die Blicke auf seine
Dreisatzniederlage gegen Marat Safin in der zweiten Runde, da in diesem
Match zwei grosse Namen, Aufschläger und Powermänner aufeinander
trafen.
Bei den US Open stand Mark
Philippoussis 1998 im Finale, wo er seinem Landsmann Patrick Rafter
unterlegen war. Bisher erzielte er 16 Siege bei 8 Niederlagen. In
seiner Karriere liegt diese Bilanz bei 300:190. Seine Karrierepreisgeld
beläuft sich auf knapp 7 Millionen Dollar, von welchem allerdings den
Gerüchten zu Folge nichts mehr vorhanden ist...

Australian
Open 2005 - my Favourites - Daniela Hantuchova
Der grösste Erfolg in diesem Jahr war
der Grand Slam-Sieg an den French Open im Mixed Doppel zusammen mit
Fabrice Santoro. Damit fehlt Daniela nur noch der Titel an den US Open
für den "Mixed-Grand Slam", wenn wir den so nennen wollen.
Die anderen drei hat sie schon. Fragt mich nicht, warum sie im Mixed
Doppel so erfolgreich ist... naja, die Männer an ihrer Seite wachsen
verständlicherweise jeweils wohl über sich hinaus.
Die Saison 2005 war besser als die
letztjährige. Der
letzte Effort datierte auf die überraschende Finalteilnahme in
Eastbourne im Juni 2004 zurück. Doch im August 2005 machte Daniela dank
dem Sieg über Dementieva und der Finalteilnahme in Los Angeles von sich
Reden.
Neuerdings spielt sie ab und zu auch einen Stopball, achtet mal darauf.
Das finde ich persönlich ein sehr probates Mittel und bringt einen
guten Spielwitz hinein.
Bei den Grand Slam-Turnieren scheitere
die 22-jährige jeweils in den dritten Runden an Dementieva, Clijsters
und V. Williams. Vor allem Kim und Venus waren harte Auslosungen, da die
beiden zu den jeweiligen Zeitpunkten unterklassiert und deshalb tief
gesetzt waren.
Im Doppel läuft es gut. Mit
Ai Sugiyama hat sie seit Mai eine erfahrene Doppelpartnerin gefunden,
mit der sie sehr gut harmoniert. Die beiden haben zusammen das
Rasenturnier in Birmingham gewonnen.
Die Resultate in diesem Jahr lassen
sich auf die gesamte Karriere der Daniela Hantuchovà beziehen.
Insgesamt stehen da 3 Grand Slam-Siege im Mixed Doppel, 5 Turniersiege
im Doppel und erst ein einziger WTA-Turniersieg im Einzel in ihrem
Palmares. Immerhin war dieser eine Sieg beim Tier I-Turnier in Indian
Wells 2002 wenigstens ein prestigeträchtiger. Damit kommt sie bei 222:133
(WTA-Turniere inkl. Qualifikation sowie ITF-Turniere) Siegen auf ein Preisgeld von 3 Millionen Dollar.
Bei den US Open steht ihre Siegesbilanz bei 8:4. In ihrem besten
Karrierejahr in 2002 erreichte sie das Viertelfinale.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Klara Koukalova
Nach der Finalteilnahme im letzten Jahr
hat es diesen Juni beim Rasenturnier im niederländischen
s'Hertogenbosch endlich geklappt mit dem ersten Turniersieg. Dank der
insgesamt siebten Finalteilnahme ihrer Karriere beim Sandplatzturnier in
Palermo einen Monat später ist die Tschechin mit Rang 33 in der
Weltrangliste so weit oben zu finden wie noch nie zuvor. Doch um ehrlich
zu bleiben, waren dies beides nur kleinere WTA-Turniere. Aber auch
diese muss man erst einmal gewinnen.
Beim Preisgeld steht die 22-jährige
derzeit bei 600'000 Dollar. Ihre Siegesbilanz (WTA-Turniere inkl.
Qualifikation sowie ITF-Turniere) lautet 203:156. Bei den US Open musste
sie bei ihren zwei bisherigen Auftritten jeweils Auftaktniederlagen
einstecken.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Kim Clijsters
Nach ihrer langen Verletzungspause
kehrte die Belgierin in Antwerpen auf die Tour zurück. Bei den beiden
nächsten Turnieren in Indian Wells und Miami holte sich Kim Clijsters
bereits wieder ihre ersten Turniersiege. Diese bedeutenden Turniere
gewann Clijsters als Nummer 133 bzw in Miami bereits wieder als Nummer
38 der Weltrangliste. Bei beiden Turnieren war sie die am tiefsten
klassierte Spielerin, welche je den Turniersieg errang. Vor ihr gewann
erst Steffi Graf diese beiden Turniere im selben Jahr.
Dank drei weiteren Turniersiegen in
Eastbourne, Stanford und Toronto hat sich Clijsters eindrucksvoll an der
Weltspitze zurückgemeldet. Speziell dank ihren diesjährigen Leistungen
auf den nordamerikanischen Hartplätzen ist sie eine der ganz
grossen Favoritinnen auf den Titel bei den US Open.
Bei den Grand Slam-Turnieren blieb sie allerdings weiterhin sieglos. In
Paris und Wimbledon scheiterte die sie jeweils im Viertelfinale
(unnötig) an Lindsay Davenport.
Die US Open-Finalistin von 2003 weist
in New York eine 16:5-Siegesbilanz auf. In ihrer gesamten Karriere kommt
sie auf 352:85 (WTA-Turniere inkl. Qualifikation sowie ITF-Turniere) und
ein Preisgeld von 10 Millionen Dollar. Die 22-jährige hat bereits die
stolze Anzahl von 27 Turnieren gewonnen. Allerdings fehlt ihr wie
erwähnt immer noch der Gewinn eines Grand Slam-Titels.

Da
bin ich wieder weit gleich weit, wie beim letzten
Mal im bezug auf die verbleibenden Plätze in meinem
Favoritinnen-Team.
Myriam
Casanova (SUI, ohne WTA-Klassierung, 20 Jahre, 172cm)
Tamira
Paszek (AUT, ohne WTA-Klassierung, 14 Jahre, 165cm)
Lubomira
Kurhajcova (SVK, WTA 178, 21 Jahre, 180cm)
Leider heisst es bei Myriam Casanova
zur Zeit Rücktritt vom Profitennis. Und das mit 20 Jahren.
Bei den beiden Fed Cup-Partien der
Schweiz in diesem Jahr beeindruckte Tamira Paszek aus Österreich am
meisten. Sie ist allerdings noch so jung, dass sie noch gar keine
Matches auf der WTA-Tour bestreiten darf!
Lubomira Kurhajcova schockte mich durch
ihre starke Leistung in Neuenburg, obwohl sie doch eigentlich eine miserable Saison
spielt. Potential wäre bei ihr durchaus vorhanden. Sie ist in diesem
Jahr aber weit aus den Top 100 herausgefallen und wird wohl auch die
Qualifikation für die US Open nicht überstehen.
Deshalb suche ich mir andere
Favoritinnen...

Australian
Open 2005 - my Favourites - Maria Kirilenko
In dieser Saison konnte sich die Russin
von den Top 100 in die Top 50 spielen. Die besten Resultate gelangen ihr
in der Hardcourtsaison nach den Australian Open bei Turnieren in
Hyderabad, Doha und den USA.
Maria Kirilenko steht noch ohne
Turniersieg da. An den US Open, bei welchen sie 2002 in der
Juniorenkonkurrenz siegte, hat sie bei den Profis eine positive
3:2-Bilanz vorzuweisen. Ihr Preisgeld von 400'000 Dollar erspielte sie
sich mit 96 Siegen bei 56 Niederlagen (WTA-Turniere inkl. Qualifikation
sowie ITF-Turniere).
Im Doppel hingegen hat sie bereits
einen Titel gewonnen. Zusammen mit Maria Sharapova siegte sie 2004 beim
Rasenturnier in Birmingham.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Ana Ivanovic
Der Aufstieg von Ana Ivanovic war
vorherzusehen. Dass Tempo, mit dem er stattgefunden hat, überrascht
aber doch.
Nachdem sie sich im Jahr 2004 von der
Weltranglistenposition 703 auf Rang 97 verbessert hatte, startete die
Serbin gleich mit ihren ersten Turniersieg in die Saison 2005. Als
Qualifikantin gewann sie das Turnier in Canbarra im Vorfeld der
Australian Open.
Auch ihre Grand Slam-Auftritte waren
beeindruckend. Ihr Grand Slam-Debüt gab sie in Australien, wo sie die
dritte Runde erreichte. Bei den French Open in Paris stand sie bereits
auf der Liste der gesetzten Spielerinnen (!) und spielte sich bis ins
Viertelfinale durch. Im Wimbledon, wo sie im Vorjahr im Final des
Juniorenturniers gestanden war, erreichte sie die dritte Runde.
In diesem Jahr hat Ivanovic bereits
drei Top 10-Spielerinnen bezwungen: Kuznetsova in Miami, Zvonareva in
Warschau und natürlich ihr bislang aufsehenerregendster Sieg in der
dritten Runde der French Open gegen Amelie Mauresmo.
Der Sprung unter die besten 20 der
Weltrangliste ist bei jungen Spielerinnen wie Ana Ivanvic hoch
einzustufen. Denn bis zum 18. Lebensjahr unterliegen die Spielerinnen
Altersbeschränkungen, welche die Anzahl Turniere limitieren, welche auf
der WTA-Tour gespielt werden dürfen.
Für ihr erstes US Open reist sie mit
einer Karrierebilanz von 82:20 Siegen (WTA-Turniere inkl. Qualifikation
sowie ITF-Turniere) an und einem Turniersieg an. Ihre Siegesbilanz ist
unter anderem so unglaublich hoch, da sie im Jahr 2004 eine 31:0-Bilanz
auf der ITF-Tour hatte. Aber auch ihre Grand Slam-Bilanz ist mit 8:3
ausserordentlich stark. Beim Preisgeld bringt sie es mit ihren 17 Jahren
bereits auf 400'000 Dollar.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Vera Zvonareva
Was ist bloss mit Vera Zvonareva los? -
Lediglich bei der Titelverteidung in Memphis sowie dem Halbfinale in Rom
zeigte sie in diesem Jahr ansprechende Leistungen.
Von ihren 15 Niederlagen im Jahr 2005
kassierte sie deren 10 gegen Spielerinnen auf den Plätzen 50 bis 75 der
Weltrangliste sowie eine gegen die Nummer 111 der Welt. Drei weitere
Niederlagen setzte es gegen Spielerinnen zwischen Rang 20 und 40 ab. Nur
bei einer einzigen Niederlage, nämlich der im Halbfinale von Rom gegen
Amelie Mauresmo, war ihre Gegnerin stärker klassiert als sie.
Und ihre Siege? - Elena Likhovtseva war als Nummer 16 die einzige Top
20-Spielerin, welche Zvonareva in diesem Jahr bezwingen konnte.
Dass nagt natürlich am
Selbstvertrauen. Vor allem, wenn man nur "eine von vielen
Russinnen" ist, zur Zeit die Siebentbeste.
Die russischen Tennisspielerinnen im Allgemeinen zeigen sich auf der
WTA-Tour nicht mehr so dominant wie noch im Jahr 2004. Gewannen sie
damals die Titel der French Open (Myskina), von Wimbledon (Sharapova),
der US Open (Kuznetsova) und des Masters (Sharapova), stehen sie 2005
noch ohne Erfolg da. Die Rückkehrerinnen Serena Williams, Justine
Henin-Hardenne und Venus Williams haben die Titel eingeheimst.
Die Siegesbilanzen der dreifachen
Turniersiegerin Vera Zvonareva lauten bei den US Open 7:3 sowie 180:92 (WTA-Turniere inkl. Qualifikation
sowie ITF-Turniere)
in ihrer gesamten Karriere. Die 20-jährige aus Moskau hat sich bislang
ein Preisgeld von 2 Millionen Dollar erspielt.
In der Woche vor den US Open hat Vera
Zvonareva ihre verletzungsbedingte Absage bekannt gegeben.

Da hat mich Lubomira Kurhajcova gleich
wieder geschockt. Ich dachte, sie sei in der zweiten Qualifikationsrunde
zu den US Open gegen Tara Snyder ausgeschieden. Sie lag im dritten Satz
2:5 zurück und alles machte den Anschein, dass die Partie vorüber sei.
Doch das Endresultat lautet 7:5 für die Slowakin.
In dieser Zeit hatte ich bereits die Info über Dinara Safina
geschrieben. Sie wird nun wieder zum Ersatz degradiert und kommt nicht
ins Team, falls Kurhajcova tatsächlich die Qualifikation für das
Hauptfeld schaffen sollte.
Kommen wir nun also zur 21-jährigen
aus Bratislava. In sieben Grand Slam-Teilnahmen kam sie nie über die
erste Runde hinaus. Zwei Siege hintereinander wie jetzt in der
Qualifikation zu den US Open gab es zuvor erst einmal in diesem Jahr, in
der Qualifikation in Rom. Auf der WTA-Tour (ohne Matches in den
Qualifikationen) weist Kurhajcova in diesem Jahr eine Bilanz von
miserable 1:8 auf.
Im letzten Jahr zum Beispiel sah das
Ganze noch viel besser aus für die Slowakin. Dank guten Resultaten
stand sie im Mai 2004 auf Position 59 der Weltrangliste. Ihr bisheriger
Höchststand.
Ihre Karrierebilanz steht zur Zeit 172
Siegen gegenüber 145 Niederlagen (WTA-Turniere inkl. Qualifikation
sowie ITF-Turniere) und einem Preisgeld von 300'000 Dollar. Turniersiege
auf der WTA-Tour gab es noch keine. Bei den US Open hat sie eine Bilanz
von 0:2.
Wie gewonnen so zerronnen. Nach ihren
beiden Siegen hätte sie in der entscheidenden Qualifikationsrunde nur
noch ein Erfolg gegen die gerade erst 16-jährig gewordene Yung-Jan Chan
aus Tapei her gemusst, welche bisher noch kein einziges Turnier auf der
WTA-Tour bestritten hat. Gegen Chan, die in diesem Jahr bereits zwei
ITF-Turniere gewonnen hat, blieb Kurhajcova aber chancenlos.

Australian
Open 2005 - my Favourites - Dinara Safina
Eine Russin, bei der es in diesem Jahr
gut läuft, ist Dinara Safina. Sie mischt nicht ganz vorne mit, steht
aber mit ihrer aktuellen Weltranglistenposition 22 auf dem
Karrierehöchststand.
Die 19-jährige beendete bereits das
Jahr 2002 klar in den Top 100 des Rankings. Seither ging es nur noch in
kleinen Schritten von Platz 50 in Richtung 20.
In diesem Jahr hat Safina zwei
Turniersiege errungen. Den ersten gab es im Februar in der Halle in
Paris dank einem Finalsieg über Amelie Mauresmo. Im Mai kam beim
Sandplatzturnier in Prag der zweite Turniersieg hinzu.
In ihrer Karriere konnte die Schwester
von Marat Safin insgesamt vier Turniersiege feiern und kommt auf ein
Preisgeld von 900'000 Dollar.
Ihre Siegesbilanz steht bei 129:65 (WTA-Turniere inkl. Qualifikation
sowie ITF-Turniere). An den US Open kommt sie auf 4:3, wobei sie im Jahr
2003 als klar bestes Ergebnis die vierte Runde erreicht hatte.