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Weltgebetstag der Frauen 2023
Seit 1927 ist der Weltgebetstag der Frauen eine internationale Organisation. In der Schweiz wird er seit 1936 gefeiert. Seit 1969 wird der Weltgebetstag weltweit am ersten Freitag im März als ökumenische Initiative «von unten» begangen.
2023 kommt die Liturgie aus Taiwan. Viele kennen die Insel Taiwan, die 180 km weit vor der Küste Chinas zwischen Japan und den Philippinen liegt, noch unter dem Namen Formosa («die Schöne»). So wurde sie im 16. Jahrhundert von portugiesischen Seefahrern benannt. Die Hauptinsel bietet mit ihren zahlreichen umliegenden Inseln eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Naturschönheiten und natürlichen Ressourcen. 23 Millionen Menschen leben in Taiwan, davon mehr als zwei Millionen in der hochmodernen Hauptstadt Taipeh.
Die Bevölkerung Taiwans besteht zur grossen Mehrheit aus Nachkommen von Eingewanderten aus China. Daneben gibt es mehr als ein Dutzend indigene Völker mit ihren eigenen Sprachen. Das Christentum kam im 17. Jahrhundert mit der niederländischen und spanischen Kolonialisierung auf die Insel. Es ist mit 6,5 Prozent eine Minderheitsreligion neben Buddhismus, Taoismus und anderen Religionen. Taiwan hat in der Weltrangliste einen Spitzenplatz bezüglich religiöser Vielfalt und Religionsfreiheit.
Nach politisch sehr bewegten Zeiten mit vielen Machtwechseln sieht sich Taiwan heute als souveräner Staat, wird aber nur von wenigen Ländern der Welt als solcher anerkannt. Für die Volksrepublik China ist Taiwan eine chinesische Provinz, deshalb hat Taiwan seit 1971 auch keinen Sitz mehr in der UNO.
Ich habe von eurem Glauben gehört (Eph 1,15)
In Taiwan wird der Weltgebetstag seit 1935 gefeiert. Die Vorbereitungen für 2023 fanden im Pandemiejahr 2020 unter erschwerten Bedingungen statt. Die Frauen des taiwanischen Komitees haben darüber nachgedacht, wie die Ermunterung des Apostel Paulus an die Gemeinde in Ephesus in ihrem Alltag gelebt und für andere sichtbar wird. Ihre Glaubensgeschichten offenbaren das selbstlose Engagement für ihre Familien, für gesellschaftlich Benachteiligte, für verletzliche Menschen und für die Umwelt.
Das Titelbild auf dem Liturgieheft stammt von der 1993 geborenen Künstlerin Hui-Wen Hsiao. Es ist Abbild ihres eigenen Glaubens und ihrer Hoffnungen. Vor dem dunklen Hintergrund einer unsicheren Zukunft dominieren die roten Schmetterlingsorchideen, der Stolz Taiwans. Der Mikadofasan und der Schwarzgesichtlöffler – zwei für Taiwan bedeutsame, aber vom Aussterben bedrohte Vögel – symbolisieren Eigenschaften des taiwanischen Volkes: Zuversicht und Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten.
Im Namen des Schweizerischen
Weltgebetstagskomitees
Elisabeth Aeberli
Live beim Weltgebetstag dabei
Am Freitag, den 3. März 2023, wird der Gottesdienst zum Weltgebetstag in einer Online-Premiere auf YouTube übertragen.
www.youtube.com/channel/UCj0u8TG64AKaSU_pznyrYjw
Website des Weltgebetstags Schweiz
https://wgt.ch/