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Gerzensee, das wird jedem Besucher schnell klar, zeichnet sich durch seine aussergewöhnliche Lage aus. Auf halbem Weg zwischen Bern und Thun und am Fusse des Belpbergs gelegen, preist sich die Gemeinde zu Recht als «Dorf mit Weitsicht» an. Die Aussicht auf den namensgebenden Gerzensee, auf die Aare und vor allem die Alpen ist atemberaubend. Dieses Panorama sowie die Lage an einem Südhang und das entsprechend angenehme lokale Klima schätzten auch jene Berner Aristokraten, die in Gerzensee ihre Sommerresidenzen errichteten. Mit seinen fünf Patrizierhäusern, den dazugehörigen Gärten und Wirtschaftsgebäuden hebt sich das Dorf von anderen Dörfern vergleichbarer Grösse ab. Stolz kann Gerzensee gleich zwei Schlösser vorweisen: das «Alte» und das «Neue Schloss». Hinzu kommen die Anwesen «Rosengarten», «Freudheim» und «Friedberg», ebenfalls ehemaligen Sommersitze.
Der Ursprung des Gasthofes Bären ist nicht genau definiert, geht aber auf jeden Fall ins 19. Jahrhundert zurück, wahrscheinlich bereits ins 18. Jahrhundert.
Bis ca. 1960 dominierte der Bären das Gerzenseer Ortsbild durch einen mächtigen Holzbau mit Hotel, Trinkhalle und Turm. So eindrücklich das Gebäude war, es entsprach den Bedürfnissen der Nachkriegsjahre zunehmend weniger. So wurde - aus heutiger Sicht vielleicht ein Fehler - das Gebäude Ende der 60iger Jahre abgerissen und 1971 durch Vinzenz Losinger und Jürg Stuker im Stile eines bernischen Landhauses neu aufgebaut. Ebenfalls neu errichtet wurde das Restaurant Kreuz, welches 1969 abgebrannt war.
Beide Restaurants wurden zusammen mit dem Schloss, Landwirtschaftsbetrieb und See 1980 an die Schweiz. Nationalbank verkauft. Nachdem diese Anfang 2000 das Restaurant Kreuz verkaufte und dieses zu einem Wohnhaus umfunktioniert wurde, war es dem Unternehmer Jobst Wagner ein Anliegen, das Restaurant Bären als Gastwirtschaft im Dorf zu erhalten, was mit dem Kauf von der Nationalbank Ende 2010 gelang. Damit befindet sich der Gasthof Bären nach 30 Jahren wieder in Privateigentum.
Geführt wird der Betrieb seit Mitte Januar 2011 durch Michel Brossard und sein Team.
Mit dieser Postkarte versuchte der «Bären» schon um 1900, Kunden nach Gerzensee zu locken. Im Unterschied zu heute war der Bären nicht nur Gasthof sondern auch Hotel und Pension mit dem Namen «Hotel & Pension zBären».
Quelle: Gerzensee, Chronik bis Ende
1999 von Rudolf Tschannen, S. 21
Zwei Fotos links: Innenräume auf einer alten Postkarte
Drei Fotos rechts: Als der Bären noch ein Hotel mit Türmli und Terrasse war.
Quelle: Gerzensee, Chronik bis Ende 1999 von Rudolf Tschannen, S. 123
Im Rahmen des Re-Design, wurde dem Parkplatzeingang die nötige Gewichtigkeit mit einem wunderschönen Vordach gegeben. Der Aufgang zur Gaststube wurde mit dem Kunst-Rieg und dem neuen Beleuchtungskonzept angepasst. In der Bärenstube die Stühle, Vorhänge, Sideboards und Raumtrenner ausgetauscht. So das wir Ihnen heute ein mit den Materialien und der Beleuchtung angepasstes TOP-Restaurantkonzept präsentieren können. Im Jahre 2017 wurde die ganze Fassade saniert und farblich neu konzipiert. Herzlichen Dank an den Eigentümer der Liegenschaft, Herr Jobst Wagner.