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Wenige Tage vor der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl hat Amtsinhaber Nicolas Sarkozy deutliche Rückschläge hinnehmen müssen. In einer Umfrage fiel er weiter hinter seinen sozialistischen Herausforderer François Hollande zurück.
In einer am Dienstagabend veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CSA liegt Hollande bereits im ersten Wahlgang am Sonntag mit 29 Prozent fünf Punkte vor Sarkozy. Im zweiten entscheidenden Wahlgang am 6. Mai beträgt der Abstand gar 16 Prozentpunkte.
Bislang lagen in den Umfragen beide Kandidaten zumindest im ersten Durchgang annähernd gleichauf. Die Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, kann laut CSA mit 17 Prozent, der Kandidat der Linksfront, Jean-Luc Melenchon, mit 15 Prozent rechnen. Auf den Zentrumskandidaten Francois Bayrou entfallen zehn Prozent.
Neben den schlechten Umfragewerten wird der Wahlkampf Sarkozys auch zunehmend von ehemaligen Unterstützern beeinträchtigt, die sich von ihm abwenden. Zuletzt erklärte die frühere Stadtplanungsministerin Fadala Amara, sie werde für Hollande stimmen. Auch andere, früher in konservativen Regierungen tätige Politiker wollen dem Sozialisten ihre Stimme geben.
Dazu gehören der ehemalige Armutsbekämpfungs-Beauftragte Martin Hirsch, der frühere Staatssekretär für Gleichstellung, Azouz Begag, und Ex-Kulturminister Jean-Jacques Aillagon. Auch Sarkozys konservativer Vorgänger Jacques Chirac hat sich nach Informationen aus seinem Umfeld für Hollande ausgesprochen.
SDA-ATS