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Fairtrade-Code
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Hinter jedem Produkt stehen Menschen
Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.
Die Kaffee-Kooperative Yaxcoffee Café Verde in Mexiko
Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte• Direkte Auszahlung eines Teils der Fairtrade-Prämie an die Mitgliedsfamilien der Kooperative
• Schulungsprogramme zur Verbesserung der Qualität & Produktivität. Die Kleinbauernorganisation verfügt über ein technisches Team aus jungen Agronomen, die den Produzenten direkte Unterstützung in guten Landwirtschaftspraktiken und im Biolandbau bieten.
• Erneuerung der Kaffeegärten mit Jungpflanzen
• Finanzierung von Sparprogrammen: In den einzelnen Gemeinschaften sollen Sparkassen geschaffen werden, um die Kleinbauern zur persönlichen Vorsorge zu motivieren.
• Implementierung eines Qualitätssicherungssystems mit dem Ziel, den Qualitätsansprüchen internationaler Kunden gerecht zu werden.
• Verbesserung des internen Kontrollsystems, um die Einhaltung der Fairtrade- und Bio-Standards sowie die Rückverfolgbarkeit des Produkts zu gewährleisten
• Integration und Förderung der Arbeitsmöglichkeiten von Jugendlichen der Ethnien Choles und Tzeltales durch Gemeinschaftsarbeit
Die Kooperative
Yaxcoffee wurde als Kooperative gegründet. Oberstes Entscheidungsgremium ist die Delegiertenversammlung, bestehend aus 77 Delegierten jeder Basisgruppe. Sie wählt den Vorstand und entscheidet über die Jahresplanung, Projekte und Aktivitäten Yaxcoffees. Gleichzeitig bilden die gewählten Delegierten das Bindeglied zwischen der Organisation und den 716 Kleinbauern an der Basis, die so in alle wesentlichen Entscheidungen eingebunden sind. Sitz der Organisation ist Yajolón im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas.
Die Kleinbauern
Die 716 Mitglieder sind allesamt indigene Kleinbauern mit durchschnittlich 2 – 3 Hektar Land. Sie siedeln in 5 Gemeinden der Region Selva Yajolón: Tila, Túmbala, Chilón, Yajolón und Salto de Agua und gehören zu den Ethnien der Choles und Tzeltales. Hauptanbauprodukt in der gesamten Region ist Arabica Kaffee. Die meisten Mitglieder bebauen das Land, ohne es zu besitzen. Das Land gehört der Gemeinschaft, die Familien verfügen über das Nutzungsrecht. Je nach Grösse der Familien und zu bewirtschaftenden Flächen kommen vor allem bei der Kaffeeernte zusätzlich Saisonarbeiter zum Einsatz. Die meiste Arbeit erledigen allerdings die Familienmitglieder selbst. Nebst dem Anbau und der Ernte des Kaffees bereiten sie die Kaffeekirschen zudem zu Pergamentkaffee auf (Entpulpen der Kaffeekirschen, Fermentieren, Waschen und Trocknen der Kaffeebohnen).
Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.
Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.
Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rechte stärken, Lebensalltag verbessern
Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.
Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.
Prämie und politische Teilhabe
Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.
Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.
Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.