Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03432.jsonl.gz/793

Die Universität Bern hat in Kooperation mit der Nationalen Bodenbeobachtung (NABO) für das Bundesamt für Landwirtschaft untersucht, ob Gehalte von Arsen, Cadmium, Blei und Uran in Böden von Ackerbaugebieten mit hohen phosphorhaltigen Mineraldüngergaben erhöht sind, wie hoch die Schadstofffrachten durch Mineraldünger sind und ob ein Anreicherungsrisiko vorliegt.
Die Studie liefert keine Hinweise, dass Arsen und Blei signifikant durch Mineraldüngung in Ackerböden eingetragen werden. Für Cadmium zeigen die untersuchten Ackerbaustandorte im Oberboden eine Anreicherung gegenüber dem Unterboden. Ackerbauböden zeigen durchschnittlich höhere Uran-Gehalte als Wiesen und Weiden, die ackerbaulich genutzten Oberböden höhere Gehalte als Unterböden.
Auch wenn von keiner akuten Umwelt- und Gesundheitsgefährdung auszugehen sei, so gelte es dennoch, den Eintrag von Schadelementen durch Dünger im Sinne der Vorsorge möglichst zu vermeiden. So hätten Anpassungen der Agrarpolitik dazu geführt, dass heute im Vergleich zu 1990 nur noch ein Viertel der Menge an mineralischem Phosphordünger ausgebracht wird.