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Basierend auf einer repräsentativen schriftlichen Befragung von 776 Betriebsleitern und Betriebsleiterinnen über 40 Jahren und ihren Kindern sowie mehreren Gruppendiskussionen hat Agroscope FAT Tänikon die Situation der Hofnachfolge in der Schweiz untersucht. Eine Analyse der Einflussfaktoren und Prozesse, die zur Hofübergabe oder zum Ausstieg aus der Landwirtschaft führen, ist zentral für das Verständnis des landwirtschaftlichen Strukturwandels.46 % der Befragten gehen von einer Hofnachfolge aus, bei je 27 % ist keine Nachfolge vorhanden oder die Frage ungeklärt. Ein Vergleich der Betriebe mit und ohne Nachfolge zeigt, dass ökonomische, soziale und kulturelle Gründe die Wahrscheinlichkeit einer Hofübernahme beeinflussen. Die Hofnachfolge wird nicht nur aufgrund von ökonomischen Kriterien wie die Betriebsgrösse entschieden, sondern auch von familiären Prozessen und Wertvorstellungen beeinflusst. Keine Existenzsicherung und fehlendes Interesse der Kinder sind die meistgenannten Gründe für eine Betriebsaufgabe.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.