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Härtefallregelung bei der Hörgeräteversorgung
Mit der Härtefallregelung bei Hörgeräteversorgungen hat das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV die Möglichkeit eingeführt, dass Hörgeräteträger/innen von der Invalidenversicherung (IV) höhere Beiträge an ihre Hörgeräte erhalten, wenn der Versorgungsaufwand und die daraus resultierenden Kosten eine durchschnittliche, einfache und zweckmässige Versorgung in unzumutbarer Weise übersteigen.
Möchten Sie von der Härtefallregelung Gebrauch machen? Sind Sie unsicher, wie Sie die damit verknüpften Bedingungen erfüllen? Unsere Broschüre «Härtefall bei Hörgeräteversorgung» gibt Ihnen eine Orientierungshilfe.
Wegweisendes Bundesgerichtsurteil
In einem Bundesgerichtsurteil vom Mai 2015 wurde einer hörbehinderten Lehrerin ein Härtefallantrag zur Hörgeräteversorgung bewilligt, obwohl sie die audiologischen Kriterien nicht erfüllte. Weil sie die bessere Versorgung braucht.
Das Bundesgericht stellte mit diesem Entscheid den Integrationsbedarf dieser Lehrerin in den Vordergrund und weist darauf hin, dass die konkrete beruflich-erwerbliche Situation massgebend zu sein hat für die Beurteilung von invaliditätsbedingten Leistungsansprüchen aus der Invalidenversicherung (IV). Da die Lehrerin für die Berufsausübung zwingend auf qualitativ hochwertige Hörgeräte angewiesen ist, wurden ebensolche als «einfach und zweckmässige» und nicht «bestmögliche» Versorgung eingestuft.
Laut der Verordnung über die Pauschalvergütung für Hörgeräte sowie der Härtefallregelung bei Hörgeräteversorgung besteht für Hörbehinderte nur Anspruch auf Finanzierung einer «einfachen und zweckmässigen» Versorgung durch die IV. Im erwähnten Fall bewertete das Bundesgericht die teureren Hörgeräte jedoch als «einfach und zweckmässig», weil die Lehrerin für die konkrete Berufsausübung darauf angewiesen ist.
Lassen Sie sich von pro audito schweiz beraten, wenn Sie beruflich auf eine überdurchschnittlich gute Hörversorgung angewiesen sind und IV-Leistungen beantragen möchten.
Beratung zur Härtefallregelung