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Drei ehemalige Mitarbeiter und ein Angestellte der Schweizer Grossbank Credit Suisse werden im östlichen Distrikt des US-Bundesstaates Virginia angeklagt. Sie sollen zusammen mit anderen Bankern Kunden geholfen haben, Steuern zu hinterziehen und so die USA um Einnahmen betrogen haben.
Laut der Klage hätten die vier Banker illegale, grenzüberschreitende Banktransaktionen getätigt. Sie hätten US-Kunden geheime Konten, die vor dem Zugriff der Steuerbehörden verborgen wurden, eingerichtet, schreibt Staatsanwalt John Di Cicco.
Marc Dosch, Mediensprecher der Credit Suisse, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, die Bank könne nicht bestätigen, dass es sich bei den Angeklagten um Mitarbeiter der CS handle. Gleichzeitig sagte Dosch: "Wir arbeiten bei der Untersuchung gegen die vier Personen mit den Behörden zusammen." Die Bank sei aber nicht Gegenstand der Untersuchung, es gehe um die vier Individuen. "Die Untersuchung zielt nicht auf die Credit Suisse", so Dosch.
Langjähriger Betrug
DiCicco und IRS-Chef Doug Shulman werfen der CS vor, die Verschwörung zur Steuerhinterziehung gehe bis ins Jahr 1953 zurück. Bis im Sommer 2008 habe die Bank tausende geheimer Konten von Kunden aus den USA mit einem Gesamtwert von bis zu 3 Milliarden Dollar gehabt.
Der Betrug involviere bereits zwei Generationen von Steuerhinterziehern, die geheime Konten geerbt hätten, schreiben die Behörden in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.
Einer der Banker sei für die Credit Suisse in Genf tätig gewesen, einer in New York und zwei seien jeweils in die USA gereist, um sich mit Kunden zu treffen. Im Falle einer Verurteilung drohen den Bankangestellten bis zu fünf Jahre Gefängnis und eine Busse von 250'000 Dollar.
Als die Bank 2008 beschloss, die geheimen Konten von US-Kunden zu schliessen, hätten die Angeklagten ihre Kunden ermuntert, die Gelder auf Konten anderer Banken in der Schweiz und in Hong Kong umzuleiten.
SDA-ATS