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Adrien Dailly und Isabeau Courdurier heissen die Sieger des zweiten Rennens der Enduro-World-Series. Beide fahren beim Tourstop in Tasmanien ihren ersten Sieg ein. Vom Pech gleich mehrfach verfolgt, sind die Schweizer: Carolin Gehrig wird gute Siebte, kommt wegen eines Zwischenfalls aber um einen möglichen Podestplatz. Max Chapuis stürzt heftig und beendet das Rennen unter Schmerzen.
Zwei Wochen nach dem Auftaktrennen in Rotorua/ Neuseeland, wird in Derby auf Tasmanien das zweite Rennen der Enduro-World-Series abgehalten. Die leidige Gemeinsamkeit mit dem Rennen in Rotorua – der starke Regen, der den Teilnehmern die Aufgabe erschwert. Wiederum sorgen die misslichen Verhältnisse für ein spannendes Rennen, so oft wie sich der Zwischenstand bei den Männern verändert.
Am Ende ist es Adrien Dailly (Lapierre Gravity Republic), der seinen ersten Elite-Sieg feiert, nachdem er 2016 noch in der U21-Klasse fuhr. Bis nach der sechsten Etappe liegt jedoch der Ire Greg Callaghan (Cube Action Team) in Führung. Ein Crash auf der letzten Etappe kostet in jedoch den Sieg. Nach einem harzigen Start kommt der Australier Sam Hill immer besser in Fahrt. Dank den Bestzeiten auf den Etappen fünf und sieben, holt er den dritten Rang hinter Callaghan.
Etwas überwältigt nach seinem Sieg sagt Dailly: «Ich bin überglücklich, aber auch echt überrascht. Nachdem ich 2016 noch bei den U21 gewonnen hatte, ist mein erster Elite-Sieg schon eine riesige Sache. Ich mochte aber auch die Strecken hier in Derby und die Zuschauer machten trotz dem Regen eine unglaubliche Stimmung!»
Wenig glücklich verläuft das Rennen für Maxime Chapuis. Genaugenommen nimmt das Unglück schon vor dem Rennen seinen Lauf, als ihm und seinen Schweizer Kollegen die Bikes gestohlen werden. Chapuis muss mit einem geliehenen Bike an den Start. Er startet gut auf dem zwölften Zwischenrang, stürzt dann aber zwei mal und auf der vierten Etappe einmal heftig. «Ich hatte danach starke Schmerzen im Knie und wollte nur noch das Rennen beenden», sagt der Romand, der trotz allem noch 51. wird.
Erster Sieg für Courdurier und Gehrigs wildgewordener Ersatzschlauch
Im Rennen der Frauen läuft es bei Seriensiegerin Cecile Ravanel (Commencal Vallnord Enduro Team) nicht nach Plan. Ihre Landsfrau Isabeau Courdurier (SUNN) hingegen läuft zur Hochform auf und gewinnt die ersten drei Etappen. Ravanel kommt mit den Bestzeiten auf den Etappen vier und fünf kurzzeitig näher, doch schlägt Courdurier auf den letzten zwei Abschnitten erneut zu und holt so ihren ersten World-Series-Sieg. Ebenso überrascht wie Dailly bei den Männern, gibt Courdurier zu Protokoll: «Nach dem Rennen in Rotorua, an dem ich krank war, hätte ich das nie erwartet. Heute fühlte ich mich zwar sehr gut, aber ich war darauf bedacht, jeweils sicher runter zu kommen, damit ich nicht wieder eine Nullrunde habe. Dass ich nun gewonnen habe, dafür habe ich grad keine Worte.»
Auf Rang drei konzentrieren muss sich Canyon-Factory-Team-Fahrerin Ines Thoma. Die Deutsche liegt das ganze Rennen hindurch nie weit vor Noga Korem aus Israel. Doch beweist sie starke Nerven und holt einen weiteren Podestplatz in der noch jungen Saison.
Ihr bisher bestes Rennen fährt Carolin Gehrig und das Podest ist in Sichtweite, doch es kommt anders. Weder Sturz noch Defekt mischen sich ein, sondern der Ersatzschlauch, der am Bike befestigt ist, macht sich selbstständig und verheddert sich im Laufrad. Dieser Zwischenfall kostet viel Zeit und trotz dessen sie sich fängt und danach wieder sauber fährt, ist das Podest zu weit weggerückt. Trotzdem schliesst Gehrig das Rennen auf dem guten so siebten Rang ab.
Ihrer Schwester Anita bleibt das Glück an diesem Tag ebenfalls fern. Schon früh machen sich Probleme bei an der Hinterradbremse bemerkbar und noch vor Rennhälfte fällt sie ganz aus. Dass es trotzdem noch ein paar Punkte gibt, beendet Anita Gehrig das Rennen trotzdem. Nach ihrem dritten Rang in Rotorua ist der 19. Rang in Derby aber eine bittere Enttäuschung.
Auch Camille Balanche, der Viertplatzierten von Rotorua, ergeht es nicht besser. Wie Chapuis wurde auch ihr Bike gestohlen. Dank geliehenem Bike kann sie zwar starten, doch ein irreparabler Reifendefekt wirft Balanche ganz aus der Tagesentscheidung.
Dritter Stopp auf Madeira
Nach Neuseeland und Tasmanien zieht die Enduro-World-Series für das dritte Rennen wieder auf eine Insel. Die portugiesische Atlantik-Insel Madeira empfängt die Weltserieteilnehmer am 13./14. Mai 2017.
www.enduroworldseries.com