Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03349.jsonl.gz/1703

Rishi Vasishtha "der heilige Seher"
Gemäß eines Loblieds in der Rigveda wurden Agastayaund Vashistha durch einen Samen von Varuna und Mitra geboren, ursprüngliche aus den Gedanken von Brahma geborene Kinder, gemeinsam Aditya genannt. Bei einem Opferfest trafen sie Urvashi, die erste Morgendämmerung. Ihr Samen fiel auf viele Plätze, ins Wasser, auf den Boden und in einen Krug. Vashistha wurde durch den Boden geboren und Agastaya in dem Gefäß.
Es gibt viele Geschichten, die auf Vashistha zurückgehen. Eines Tages kam Vashishta von einem dreitägigen Fasten in den Wäldern zurück und fand einen wilden Hund vor, der Varunas Heim beschützte. Er war hungrig und konnte kaum warten hineinzugehen, wollte aber auch nicht mit dem Hund verhandeln. So sang er ein Loblied, welches den Hund in einen tiefen Schlaf versetzte. Diese Hymne ist in den Rig Veda und auch noch heute wird sie von Dieben verwendet. Vashistha war ein familiärer Priester für viele Könige. König Saudas war einer von ihnen. Eines Tages ging der König auf Jagd und tötete einen Tiger. Aber auf einmal verschwand der Tiger und ließ den König verblüfft zurück. Es war eigentlich eine Rakshasa (Dämon) in Verschleierung. Ein paar Tage später fragte der König Vashistha ein Gebet anzuleiten und Opfer darzubringen. Während Vashistha draußen war um all die geeigneten Dinge für die Zeremonie vorzubereiten, kam der Rakshasa als Koch verschleiert herein. Der listige Rakshasa nahm ein menschliches Fleischstück heraus, welches er mit sich trug und gab es in die Töpfe zum Kochen.
Vashistha kam zum Schauplatz zurück und der König bat ihm höflich Verpflegung an. Vashistha erkannte es durch die Kraft seiner Meditation als menschliches Fleisch. Er war wütend und verfluchte den König indem er eines Tages in einer ähnlichen Situation sein würde und dann aber menschliches Fleisch essen würde. Der arme König war tief bestürzt. Vashistha realisierte, was passiert war, aber es war jetzt zu spät. Er konnte den Fluch nur vermindern, indem er sagte, dass dieser nur für zwölf Jahre gelten würde. Aber es war genug: es war dieser König, der den Weisen Shakti und seine Brüder, alle Söhne von Vashistha aß. Die Geschichte endet hier aber nicht.
Eine andere Version ist, dass Viswamitra, der Vashisthas Gegenspieler war, den König mit einem Zauberspruch belegte. Vashistha war im Herzen gebrochen. Er versuchte sein Leben auf viele Arten und Weisen zu beenden, aber es gelang ihm nicht. Unglaublicher Weise blieb er am Leben – als eine Lawine vom Berg Meru auf ihm fiel, verwandelten sich die Steine in Baumwolle. Er ging durch einen Wald, der in Flammen stand, aber nicht ein Haar wurde versengt. Er versuchte es auf andere Weisen, aber alles misslang. Er ging zu seiner Einsiedelei als gebrochener Mann zurück, er begegnete dem König als Rakshasa verwandelt, welcher versuchte ihn zu verschlingen. Dann befreite Vashistha ihm vom Fluch. Jetzt war der König wieder frei, aber niemand vergaß, dass dies alles durch das Verderben von Rakshasas guten Menschen passiert war. Vielleicht war es aber auch die Handlung von Vishwamitra.