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Charta
Die Charta der Patrouille des Glaciers (PDG) beschreibt das Selbstverständnis und die Werte der PDG. Sie legt die Leitlinien für die Organisation und die Durchführung fest. Mit dem Begriff PDG werden sowohl der Wettkampf wie auch Strukturen und handelnde Personen umschrieben. Alle in der PDG mitwirkenden Personen, Armeeangehörige, Zivilpersonen, freiwillige Helfer, aber auch die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer, sind aufgefordert, die Werte und Leitlinien dieser Charta zu respektieren und ihr Verhalten und Handeln entsprechend auszurichten.
Die PDG ist ein sportlicher Gebirgswettkampf, geführt und organisiert von der Schweizer Armee. Der Wettkampf richtet sich in erster Linie an Militärpatrouillen, steht aber auch Zivilpatrouillen offen, die sich der einzigartigen Herausforderung stellen.
Die PDG führt die Idee der ersten Durchführung während des Zweiten Weltkrieges weiter. Mit der ersten PDG von 1943 wurden Ausbildungsstand, Einsatzfähigkeit und Durchhaltewillen der Gebirgssoldaten getestet. In der Verpflichtung dieser Tradition richtet sich die PDG sowohl an Freizeitsportler wie auch an Athleten, welche aussergewöhnliche Ausdauerkraft auf der hochalpinen Strecke zwischen Zermatt, Arolla und Verbier unter Beweis stellen wollen, und zwar als Teil einer Seilschaft und im Geist jener Solidarität, der Bergbewohner und Alpinisten auszeichnet.
Die PDG ist Teil der Schweizer Armee und als solche nicht von weiteren Institutionen oder Organisationen abhängig; sie ist als militärisches Kommando organisiert. Sie gibt sich Rechenschaft darüber, dass sie ein einzigartiges Schaufenster für die Leistungen und Fähigkeiten der Schweizer Armee darstellt. Sie erwartet von allen unter ihrem Kommando dienstleistenden Kadern und Soldaten ein einwandfreies Verhalten.
Die PDG will jenes sportliche Streben fördern, das körperlich wie auch mental ohne einseitige Fixierung auf Ränge und Resultate auf das Über-sich-selbst-Hinauswachsen zielt. Dazu gehören Fairness und Respekt vor der hochalpinen Natur und die Absage an alle unüblichen oder unerlaubten Verfahren oder Hilfsmittel. Die PDG setzt alle ihre Fähigkeiten und verfügbaren Mittel ein, um ein Maximum an Sicherheit für die Patrouillen und alle Mitwirkenden zu garantieren.
Die PDG ist sich der Verbundenheit bewusst, die ihr in ihrer Stammregion entgegen gebracht wird. Sie fördert deshalb gezielt privilegierte, persönliche Kontakte zu Behörden und Bevölkerung.
Die Patrouille des Glaciers operiert in einer aussergewöhnlichen Umgebung, den Walliser Alpen, die sich sowohl durch ihre Schönheit als auch durch ihre Zerbrechlichkeit auszeichnet. Sie achtet besonders darauf, diese natürliche Umwelt nach dem heutigen technischen und ökologischen Wissen zu schützen. Dies vor, während und nach dem Rennen. Jegliche - auch vorübergehende - Schädigung der Landschaft wird vermieden, insbesondere durch die Ablehnung jeglicher Form von Werbung auf der Bergstrecke.
Seit 2012 hat der CEO eine Klimastrategie festgelegt. Ihre CO2-Bilanz wird daher bei jeder Ausgabe ausgewertet und nach ISO-Normen verifiziert.
Die Besonderheit des Rennens erfordert erhebliche Lufttransportmittel für die Logistik und die Sicherheit der Läufer, des Militärs und der Zuschauer. Diese werden optimiert, um ihre Auswirkungen zu minimieren. Der militärische Bodentransport wird zentralisiert, rationalisiert und mit Fahrzeugen auf höchstem Niveau durchgeführt. Für den Transport der Läufer und Zuschauer zum und vom Start- und Zielbereich werden öffentliche Verkehrsmittel empfohlen. Auch ausländische Militärpatrouillen favorisieren dieses Transportmittel.
Die Sensibilisierung des Militärs sowie der Läufer und Zuschauer in ihrer Aktivität und Praxis wird Gegenstand von Botschaften sein, die sie zum Respekt vor der Umwelt, in der sie tätig sind, auffordern: Mülltrennung an Öko-Punkten, individuelle Verantwortung für die Müllabfuhr auf der Strecke außerhalb der offiziell eingerichteten Betankungspunkte, Achtung der markierten und genehmigten Passagen. Die Restmüllsammlung auf der gesamten Strecke wird nach jeder Ausgabe von der Armee durchgeführt. Der Abfall am Start- und Zielort wird sortiert und, wo möglich, wiederverwertet. Und um die Auswirkungen des Abfalls zu minimieren, wird systematisch biologisch abbaubares Geschirr anstelle von Plastikgeschirr bevorzugt.
Beachten Sie auch, dass die auf dem Kurs verwendeten Generatoren in ihrer Größe verändert wurden und dank einer immer stärkeren Digitalisierung das Papiervolumen stark reduziert wurde.
Diese verschiedenen Massnahmen stehen in völliger Übereinstimmung mit den Umweltbemühungen der Gemeinden Zermatt und Bagnes, die beide das Label "Cité de l'Energie" tragen, sowie der Gemeinde Evolène, die sich im Begriff befindet, das Label zu erhalten.
Die PDG fördert ihren Bekanntheitsgrad und ihre nationale und internationale Ausstrahlung. Sie nutzt dazu die Wirkung von Kommunikation und Marketing und strebt qualitativ hochstehende Partnerschaften an, vermeidet jedoch aufdringliche Verkaufsmethoden. Bei der Wahl ihrer Partner achtet die PDG darauf, dass diese in Uebereinstimmung mit den Anliegen dieser Charta handeln und dass bei der Umsetzung der Partnerschaften Geschichte, Tradition, Regeln und Geist der Patrouille des Glaciers respektiert bleiben.