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Vorhautverklebung
gemacht und vor gewaltsamem Zurückziehen der Vorhaut gewarnt werden, da es sonst zu Einrissen der Vorhaut und schliesslich zu einer narbigen Vorhautenge kommen kann. Eine medizinische Indikation zur Lösung von Vorhautverklebungen vor dem 6. Lebensjahr besteht nur bei Komplikationen wie Entzündung der Eichel, Harnwegsinfekt oder Ballonierung der Vorhaut beim Wasserlösen.
Vor einem operativen Lösen der Verklebungen sollte zunächst ein konservativer Therapieversuch mit örtlicher Anwendung einer corticosteroidhaltigen Salbe durchgeführt werden (z.B. Emovate®-Salbe 2 x täglich für 3 bis 4 Wochen). Hierunter sehen wir Erfolgsraten von ca. 80 %. Nach unserer Einschätzung sollte sich die Vorhaut bis zum Pubertätsalter (ab ca. 10. Lebensjahr) vollständig von der Eichel gelöst haben. Einerseits kann es sonst durch die hormonbedingte Grössenzunahme des Gliedes zu Schwierigkeiten kommen, andererseits sollte die notwendige Hygiene durch vollständiges Zurückstreifen der Vorhaut gewährleistet sein.
Ausgeprägte Verklebungen sollten beim Versagen der konservativen Therapie bis spätestens zur Einschulung (6. Lebensjahr) gelöst werden.