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Vorgeschichte
Ende 1999 wurde das von der Gemeinde Aarberg eingereichte Projekt „AARbiente“ im Rahmen des kantonalen Wettbewerbes „Attraktivierung der Kernzonen“ vom Kanton Bern zusammen mit zwei andern Gemeinden zum Siegerprojekt gekürt. Ein Preisgeld von total Fr. 500’000.– stachelte die Spezialkommission noch mehr an, die insgesamt 7 Bausteine umzusetzen, da die Auszahlung des Preisgeldes an die Bedingung geknüpft wurde, die Projekte bis Ende 2004 umzusetzen.
Der Baustein „Begegnungszone“ war in der Wettbewerbsphase noch kein Thema. Erst als die Spezialkommission nach dem Gewinn des Wettbewerbes an die Planung zur Umsetzung der Bausteine ging, bekam sie vom Gemeinderat zusätzlich den Auftrag, die Einführung einer Flanierzone im Stedtli zu prüfen. Diese sollte zusammen mit dem Stedtlibaustein „AARena“, besser bekannt unter dem Namen „Kubus“, koordiniert und eingeführt werden.
Zu diesem Zeitpunkt waren aber die gesetzlichen Grundlagen für die rechtliche Einführung noch nicht gegeben. Erst im Jahre 2002 wurde die Begegnungszone in der Gesetzgebung verankert und somit das Instrument für die Gemeinden geschaffen, Begegnungszonen einführen zu können.
Zweck und Ziel der Begegnungszone
Die mit der Ortskernattraktivierung „AARbiente“ angestrebte Aufwertung des Stedtli als zentraler Einkaufs-, Begegnungs- und Kulturort deckt sich weitgehend mit den Zielen der Verkehrsanordnung der Begegnungszone: ermöglichen einer sicheren und attraktiven Koexistenz aller Verkehrsteilnehmenden in einem begrenzten, charakteristischen Bereich. Die architektonische Einheit des historischen Stadt- bzw. Marktplatzes bietet ideale Voraussetzungen dafür.
Mit der Begegnungszone wird auch eine verkehrslenkende Wirkung angestrebt: Der orts- und zentrumsquerende Verkehr (Fremdverkehr) sollen möglichst auf die dafür vorgesehene und besser geeignete Bahnhofstrasse gelenkt werden, ohne die erwünschten „StedtlikundInnen“ abzuwehren bzw. ungebührlich zu schikanieren.
Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Begegnungszone ist, dass sie vom Gewerbe und den Anwohnenden akzeptiert und als Chance zur Aufwertung ihres Geschäfts- und Wohnumfeldes unterstützt wird. Dies scheint mindestens in der Bewilligungsphase gelungen zu sein, hat es doch keine einzige Einsprache gegen die Einführung der Begegnungszone gegeben.
Beschreibung vorher – nachher
Vorher: Tempo 30 mit Parkierung
Nachher: Begegnungszone mit Parkierung