Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03452.jsonl.gz/2625

Kolkrabe
Corvus corax
Der grösste Singvogel der Welt sieht zwar wie die bekannte Krähe aus, ist jedoch bedeutend scheuer. Kolkraben meiden meist menschliche Siedlungen. Sie kommen im Bergland und in einsamen Wäldern des Flachlandes vor. Nebst Europa besiedeln sie auch weite Teile Nordamerikas, Nordafrikas und Nordasiens.
Im Flug ist ihm kaum ein Tier gewachsen, häufig kann man ihn Adler und andere grössere Greifvögel durch gezielte Sturzflüge ärgern sehen. Kolkraben sind sehr intelligente Tiere, welche durchaus Kunststücke erlernen können. In der Natur nützen sie ihre Intelligenz, um auch die verborgenste Nahrung zu finden. Kolkraben ernähren sich von toten und lebendigen Tieren, soweit sie diese erwischen können. Auch viel Obst und Getreide gehört in ihren Speiseplan. Da Kolkraben sich häufig von Aas ernähren, bekamen sie vor allem in früheren Jahrhunderten auch einen schlechten Ruf. Dieser rührte wohl daher, dass man sie während Kriegen an Leichen fressen sah.
Kolkrabenweibchen sind ausserordentlich gute Mütter, welche ihren Jungen sogar das „Bett machen“, indem sie je nach Temperatur das Nest unterschiedlich auspolstern. In der Regel legt das Weibchen im Februar vier bis sechs Eier. Während es brütet, wird es vom Männchen gefüttert. Die Jungen schlüpfen nach höchstens drei Wochen und verlassen nach gut eineinhalb Monaten das Heim.
Im Tierpark Goldau haben die Kolkraben Ende 2005 ein erweitertes Gehege oberhalb der Bartgeier erhalten, wo man sie jedes Jahr bei der Jungenaufzucht beobachten kann. Diese werden nach Erreichen der Selbstständigkeit in geeignete Zoos innerhalb Europas gebracht, wo sie ein neues Zuhause finden.
Weitere Informationen