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Der in Wien geborene Gerwald Rockenschaub ist Autodidakt und trat zum ersten Mal mit größerem Publikumsinteresse Anfang der 80er Jahre in Erscheinung, also mitten in der Aufbruchsstimmung der Neuen Wilden Malerei. Gerwald Rockenschaub gilt als analytisch denkender Pragmatiker, der wesentlichen Anteil an der Dekonstruktion des konventionellen Bildbegriffs und dessen Neubestimmung hat.
Zu Beginn der 1980er- Jahre entwickelt Rockenschaub eine signethafte Malerei, die auf einfachen Formen, Piktogrammen und einer klaren Farbigkeit basiert und im Kontext des Neo-Geo rezipiert wird. Farbige oder transparente Plexiglasscheiben, begehbare Gerüste, Treppen oder aufblasbare Skulpturen lenken seit Ende der 1980er-Jahre die Bewegungen des Betrachters im Raum und offerieren neue Wahrnehmungsmöglichkeiten. Rockenschaubs ästhetische Praxis ist angesiedelt im fluktuierenden Crossover zwischen Club-Culture, Design, Architektur, Kunstdiskurs und Popkultur.
Ein Grundprinzip in Rockenschaubs Arbeitsweise ist die Konzentration auf wenige, aber wesentliche Elemente und Strukturen, die für jeden Auftritt oder Ausstellungsort neu definiert werden. Das Werk Ohne Titel (2008) besteht aus fünf Flash-Animationen, welche der Künstler eigens für die Ausstellung Swing in der Kunsthalle Bern konzipierte. Ph. P. (Philippe Pirotte) und J. R. (Julian Reidy)