Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/267718

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Postulant:innen bitten den Bundesrat, mit einem Aktionsplan darzulegen, wie die nachfolgenden Ziele erreicht werden können. Dabei soll insbesondere dargelegt werden, welche gesetzlichen und organisatorischen Massnahmen notwendig sind und welche Auswirkungen die Umsetzung dieser Massnahmen auf die Versorgungssicherheit und die Kostenentwicklung – auch mittelfristig - im Gesundheitswesen haben.</p><ul><li><strong>Grundversorgung stärken:</strong> Die Ausgaben in der Grundversorgung stagnieren, während jene der Spezialist:innen steigen. Die Verschiebung weg von der Grundversorgung zu den Spezialist:innen ist nicht nur teuer, sondern auch unnötig und kann zur Fehlversorgung führen.&nbsp;</li><li><strong>Fehlversorgung reduzieren:&nbsp;</strong><span style="background-color:white;color:black;">Durch eine gute und regionale Spitalplanung (Massnahme 14*) sowie die interkantonale Umsetzung der ambulanten Zulassungssteuerung kann das Angebot bedarfsgerecht, im stationären Bereich konzentriert und in hoher Qualität angeboten werden. Damit sollen auch Doppelspurigkeiten abgebaut werden.&nbsp;</span></li><li><strong>Generika-Anteil erhöhen&nbsp;</strong>(Massnahme 24*): In der Schweiz liegt der Anteil von Generika derzeit bei rund 22%, 2019 lag er in Deutschland bereits bei über 80%. Apotheker:innen und selbstdispensierende Ärzt:innen sollen verpflichtet werden, bei einer Verschreibung von Originalpräparaten günstigere Generika abzugeben, sofern vom Arzt oder der Ärztin nicht aus medizinischen Gründen eine Substitution ausgeschlossen wird.</li><li><strong>Prävention stärken</strong>: Eine gesunde Bevölkerung ist aus menschlicher als aber auch aus finanzieller Sicht vorteilhaft. Doch noch immer fehlt eine gesetzliche Grundlage für Prävention. Der Bundesrat soll darlegen, welche Bemühungen bereits erfolgt sind, um die Prävention zu stärken und wie noch bestehende Lücken in der Prävention geschlossen werden können.</li></ul>