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Beim letzten Mal hatte Nicolas Hulot alleine mit der Androhung seiner Kandidatur zur Präsidentenwahl die Bewerber der grossen Parteien zu einem Umweltpakt genötigt. In der Praxis blieb die umweltpolitische Wende jedoch aus. Jetzt will der populäre 55-jährige TV-Abenteurer und Umweltschützer selbst zur Wahl antreten.
Am Mittwoch erklärte der Filmemacher im Pariser Vorort Sevran, er wolle 2012 kandidieren, um "den Weg zu frei zu machen für eine neue, ökologische und soziale Gesellschaft".
Die französischen Grünen bekommen damit einen starken Konkurrenten im eigenen Lager. Auch Präsident Nicolas Sarkozy und der Bewerber der Sozialisten müssen bei einer Kandidatur befürchten, Stimmen an Hulot zu verlieren.
Bei den Sozialisten haben bisher der frühere Parteichef François Hollande und Sarkozys Gegenkandidatin von 2007, Ségolène Royale, ihren Willen zur Kandidatur bekundet, doch werden dem IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn oder Parteichefin Martine Aubry grössere Siegeschancen eingeräumt, wenn sie antreten sollten. Die Rechtsextremen werden mit Marine Le Pen ins Rennen gehen.