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Mit jedem geschlagenen Ass will Nick Kyrgios für die Opfer der Buschbrände in Australien spenden und inspiriert mit seiner Aktion seine Berufskollegen. Auch der australische Tennisverband kündigt Hilfe an.
Seit Monaten wüten in Australien verheerende Buschbrände, gemäss Schätzungen starben bisher bereits 480 Millionen Tiere und 12 Menschen in den Flammen. Bis zu 1'000 Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht – und das Unheil scheint noch lange nicht überstanden. Am Samstag werden vom Wetteramt für die Region Temperaturen jenseits der 40-Grad-Grenze und starker Wind erwartet. Dadurch könnten die verheerenden Buschbrände noch einmal angefacht werden.
Gleichzeitig beginnt in Australien am Freitag die neue Tennissaison. Während die geplanten Matches in Sidney, Brisbane oder Perth nicht gefährdet sind, ist unklar, ob das Challenger-Turnier in Canberra, wo der Rauch die ganze Stadt einhüllt, ausgetragen werden kann. Unabhängig davon kündigen einheimische Tennisprofis nun aber ihre Hilfe an – allen voran Nick Kyrgios (ATP 30).
Kyrgios ergreift die Initiative
Der Tennisrüpel ruft am Neujahrstag den australischen Verband auf Twitter zu Taten auf: «Kommt schon, wir können sicher eine Exhibition vor den Australian Open durchführen, um Spenden für die Betroffenen der Brände zu sammeln?»
Der Verband reagiert prompt auf den Vorschlag und will bald darüber informieren, wie man helfen will. Der Turnierdirektor der Australian Open und Vorstandsvorsitzende von Tennis Australia, Craig Tiley, kündigt kurz darauf Spendenaktionen für die Opfer der Waldbrände in Australien an. Im Rahmen der Australian Open, des ATP-Cups und weiterer Turniere in den kommenden Wochen wolle man Geld sammeln.
Die Organisatoren des ATP-Cups geben noch am Donnerstag zu Protokoll, dass sie für jedes geschlagene Ass mehr als 62 Euro für Opfer der Waldbrände in Australien spenden wollen. Man erwarte mehr als 1'500 Asse und damit mehr als 90'000 Euro.
De Minaur und Millman ziehen mit
In der Zwischenzeit ergreift Nick Kyrgios aber selbst die Initiative und verkündet auf Twitter die nächste Spendenidee: «Ich werde 200 Dollar pro Ass spenden, das ich in diesem Sommer schlage.» Auch dieser Vorschlag bleibt nicht lange unbeantwortet. Ohne zu zögern, zieht Landsmann Alex de Minaur (ATP 18) mit – und erhöht den Betrag gar auf 250 Dollar. Die Begründung: «Weil ich nicht denke, dass ich so viele Asse schlagen werde wie du.»
Und auch John Millman (ATP 48) eilt zur Hilfe: «Ich bin nicht auf eurem Level, Jungs. Aber ich will involviert sein. 100 Dollar für jedes Ass in diesem Sommer …»