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Graureiher
Graureiher kehren für die Brut immer wieder an denselben Ort zurück.
Graureiher
ARDEA CINERA
Der Graureiher ist der häufigste Reiher in Mitteleuropa und wird auch «Fischreiher» genannt. Wie sein Zweitname andeutet, ist er vor allem als Fischjäger bekannt. Lange Zeit wurde er als Fischereischädling verfolgt, in der Schweiz zeitweise sogar per Gesetz. Seit 1926 ist er bei uns allerdings geschützt und in den letzten Jahren haben sich die Bestände erholt. Die anpassungsfähigen Graureiher sind an vielen Orten zu Kulturfolgern geworden und sind mittlerweile auch in Städten anzutreffen. 2016 lebten in der Schweiz rund 1400 Brutpaare.
Der Graureiher jagt stehend im seichten Gewässer, wo er blitzschnell an der Oberfläche schwimmende Fische mit dem spitzen Schnabel packt und dann ganz herunterwürgt. Dadurch ist die Grösse seiner Beutetiere beschränkt auf etwa 20 Zentimeter Länge. Tiere, die sich ruhig verhalten wie z.B. Hechte, werden von den nur auf Bewegung reagierenden Reihern meist übersehen.
Graureiher sieht man oft auch auf der Nahrungssuche auf Wiesen und Feldern. Dort jagen sie nach Feldmäusen, Ratten oder Schermäusen.
Über ganz Europa weit verbreitet, ist der Graureiher im Norden Europas ein Zugvogel, der in Südeuropa und Afrika überwintert. In der Schweiz ist er das ganze Jahr anzutreffen, da unsere Seen nur selten vereisen und er so ganzjährig Nahrung finden kann. Zur Brutzeit kehren die Vögel einer Kolonie immer wieder an den gleichen Ort zurück und besiedeln die alten Horste. Eine solche Kolonie kann über hunderte von Jahren bestehen, wobei aber ein einzelner Graureiher nur bis an die zwanzig Jahre alt wird.
Im Natur- und Tierpark Goldau nisten die Graureiher jedes Jahr in den Bäumen rund um den Wald- und Blauweiher.