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Berlin (ots) - Christian Hollmann (40) ist seit 1. Januar neuer Sportchef der Deutschen Presse-Agentur ...
Erste globale Umfrage über offene Problematik bei Asthma-Behandlung enthüllt mögliche Beeinträchtigung der Behandlungsergebnisse
Milwaukee (ots/PRNewswire) -
- Nebenwirkungen von Asthma-Medikamenten und mangelnde Kommunikation zwischen Arzt und Patient beeinträchtigen Einhaltung der Behandlungsvorschriften
Die Ergebnisse der allerersten globalen, quantitativen Umfrage über die offene Problematik bei der Behandlung von Asthma, die gestern in London veröffentlicht wurden, offenbaren erhebliche Widersprüche bei der Einschätzung von aktuellen Asthma-Behandlungsmethoden aus der jeweiligen Sicht der Ärzte und Patienten. Es geht um Probleme, die das Befinden der Patienten beeinflussen können, u.a. die Nebenwirkungen von Medikamenten, die Aufklärung der Patienten und die Verständigung zwischen Arzt und Patient. Die Global Asthma Physician and Patient (GAPP)-Umfrage, eine Forschungsstudie, die in 16 Ländern weltweit durchgeführt wurde, sollte die Auswirkungen von Asthma auf globaler Ebene deutlich machen, einer Erkrankung, die jedes Jahrzehnt um etwa 50 Prozent zunimmt.
"Die laufende Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen wie Asthma von ausschlaggebender Bedeutung, und die GAPP- Umfrage macht deutlich, dass dieser Dialog in allen Ländern, die wir untersucht haben, noch viel zu wünschen übrig lässt", erklärte G. Walter Canonica, MD, University of Genova, Genua, Italien, von der World Allergy Organization. "Ein guter Ausgangspunkt wäre der Bereich der Nebenwirkungen, da unsere Ergebnisse hier erhebliche Diskrepanzen zwischen Arzt und Patient aufzeigen."
Das tatsächliche Wissen der Patienten um Nebenwirkungen und die Vermutung der Ärzte, wieviel die Patienten eigentlich wissen, klaffen weit auseinander. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass beinahe ein Drittel (31%) aller Patienten angibt, sich der potenziellen Langzeitnebenwirkungen "nicht bewusst" zu sein, die mit der Asthma-Behandlung in Form von inhalierten Kortikosteroiden (ICS) einhergehen, während die Ärzte den Wissensstand der Patienten hinsichtlich der Nebenwirkungen wesentlich höher einschätzten. Nur drei Prozent unter den Ärzten glauben, dass Patienten sich der möglichen Kurzzeitnebenwirkungen "nicht bewusst" sind, bei den Langzeitnebenwirkungen sind es sieben Prozent.
Auftreten von Nebenwirkungen beeinträchtigt Einhaltung der medikamentösen Vorschriften
Vierunddreissig Prozent der Patienten, die Asthma-Medikamente eingenommen haben, meinen Kurzzeitnebenwirkungen verspürt zu haben. Zu diesen zählen orale Candidiasis, Pharyngitis oder Heiserkeit. 19 Prozent glauben, Langzeitnebenwirkungen verspürt zu haben.
Patienten, die Nebenwirkungen verspürt haben, geben diese oft als Begründung dafür an, dass sie sich nicht an die Behandlungsvorschriften halten; nur 26% aller Patienten berichten, dass sie sich zumindest die Hälfte der Zeit an die Medikation halten. Patienten, die sich nicht an die Behandlungsvorschriften hielten, berichten von nachhaltigeren Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Lebensqualität. Hierzu zählen verstärkte Symptome (69%) und häufigere Asthmaanfälle oder Verschlimmerung der Anfälle (41%). Ärzte überschätzten die Häufigkeit der Fälle, in denen Patienten sich an die Behandlung hielten, ganz erheblich.
"Diese Ergebnisse enthüllen, dass es bei der Asthma-Behandlung eindeutig bestimmte unbehandelte Probleme gibt", so Dr. Carlos E. Baena-Cagnani, Catholic University of Cordoba, Cordoba, Argentinien, von der World Allergy Organization. "Patienten, die ihre Asthma-Medikamente nicht weisungsgemäss einnahmen, berichten, dass ihr Asthma ihre Gesundheit und Lebensqualität stärker beeinträchtigte. Konkretere Anweisungen für die Patienten und neue Behandlungsmöglichkeiten könnten einige der Probleme in Angriff nehmen, die in dieser Umfrage angeschnitten wurden, und möglicherweise die Behandlungsergebnisse verbessern."
Widersprüchliche Berichte über den Zeitaufwand für die Anweisung der Patienten
In jedem der befragten Länder machten die Patienten und Ärzte grundlegend unterschiedliche Angaben darüber, wieviel Zeit für die Anweisung der Patienten während eines Praxisbesuchs aufgewendet wurde: 23% aller Patienten schätzten global, dass während ihres Praxisbesuchs überhaupt keine Zeit darauf verwandt wird, das Verfahren für eine erfolgreiche Asthma-Behandlung zu diskutieren; demgegenüber waren 87% der Ärzte der Meinung, dass bei bis zu 50% der Praxiskonsultationen genau dieses Thema mit den Asthma-Patienten behandelt würde.
Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis ist, dass bis zu 50% aller Patienten ihren Angaben zufolge die Kurz- oder Langzeitnebenwirkungen nie mit ihrem Arzt besprechen; eine überwältigende Anzahl der Ärzte behauptet jedoch, die Nebenwirkungen mit ihren Patienten zu diskutieren.
Die GAPP-Umfrage zeigt nicht nur eindeutig offene Probleme bei der Asthma-Behandlung, sondern enthüllt auch, dass eine direkte Beziehung zwischen der Arzt/Patient-Kommunikation und der Einhaltung der Behandlungsvorschriften besteht. Patienten, die häufiger mit ihrem Arzt über die Methode einer erfolgreichen Asthma-Behandlung diskutieren, halten sich ihren Angaben zufolge auch eher an die Behandlungsvorschriften.
Patienten und Ärzte erkennen gleichermassen die Notwendigkeit für verbesserte Asthma-Behandlung an
Obwohl Patienten und Ärzte die Asthma-Behandlungsmethoden unterschiedlich einschätzen, stimmen sie doch darin überein, dass die augenblicklich verfügbaren Asthma-Behandlungsmethoden sehr zu wünschen übrig lassen. Während die überwältigende Mehrheit der Ärzte (95%) glaubt, dass ICS immer noch den 'Goldstandard' zur Behandlung von Asthma darstellen, zeigen sie sich mit den 'Nebenwirkungen' der gegenwärtig verfügbaren ICS-Möglichkeiten überhaupt nicht zufrieden.
Ärzte würden aller Wahrscheinlichkeit nach (85%) eine neue ICS-Behandlung verschreiben, wenn diese unbedenklicher und besser verträglich wäre. Eine derartige neue ICS-Behandlung mit vergleichbarer Wirkung und verbesserter Tolerierbarkeit wird vornehmlich von einer Reihe von Patienten-Untergruppen befürwortet, deren Leben durch Asthma besonders stark beeinträchtigt wird.
Informationen über das GAPP Survey Advisory Board (Umfragegremium)
Das GAPP Survey Advisory Board setzt sich aus den folgenden professionellen Organisationen und Patienten-Interessengruppen zusammen:
- World Allergy Organization
Die 'World Allergy Organization' (WAO) ist ein internationaler Dachverband, dessen Mitglieder sich aus 80 regionalen und nationalen Allergologie-, Asthma- und klinischen Immunologievereinen aus der ganzen Welt zusammensetzen. Die WAO organisiert durch ihre Zusammenarbeit mit anderen Verbänden für Mitglieder in 92 Ländern unmittelbare Ausbildungsprogramme, Symposien und Gastvorlesungen. Die Organisation wurde im Jahr 1951 gegründet und hat seitdem mit Erfolg 18 grosse Kongresse veranstaltet.
- American College of Allergy, Asthma & Immunology
Die Organisation 'American College of Allergy, Asthma & Immunology' (ACAAI) ist ein amerikanischer Berufsverband mit 4.900 Allergologen/Immunologen, der im Jahr 1942 gegründet wurde. Das ACAAI widmet sich durch Forschungstätigkeit, Fürsprache sowie professionelle und öffentliche Schulung der Verbesserung der Patientenversorgung im allergologischen und immunologischen Bereich.
- Allergy Asthma Network/Mothers of Asthmatics
Die Organisation 'Allergy Asthma Network/Mothers of Asthmatics' (AANMA) wurde im Jahr 1985 gegründet. AANMA ist ein gemeinnütziges USA-Netzwerk von Familien, die sich dafür einsetzen, Allergien und Asthma zu bezwingen anstatt zu bewältigen.
@@start.t1@@ Die mit der Umfrage betraute GAPP-Arbeitsgemeinschaft
- Michael S. Blaiss, University of Tennessee Health Science Center,
Memphis, TN, USA, für das American College of Allergy, Asthma &
Immunology
- Carlos E. Baena-Cagnani, Katholische Universität von Cordoba, Cordoba,
Argentinien, für die World Allergy Organization
- G. Walter Canonica, Universität von Genua DIMI, Genua, Italien, für die
World Allergy Organization
- Ronald Dahl, Aarhus University Hospital, Department of Respiratory
Diseases, Aarhus, Dänemark, für die World Allergy Organization
- Michael A. Kaliner, Institute for Asthma & Allergy, Chevy Chase, MD,
USA, für die World Allergy Organization
- Nancy Sander, The Allergy and Asthma Network Mothers of Asthmatics,
Fairfax, VA, USA
- Erkka J. Valovirta, Turku Allergie-Zentrum, Turku, Finnland, für die
World Allergy Organization Aufbau und Methodik der Studie@@end@@
Harris Interactive(R) führte die Umfrage im Auftrag des GAPP Survey Advisory Board mittels Online-, telephonischen und persönlichen Befragungen von 18. Mai bis 24. August 2005 durch. Insgesamt wurden 3.459 Befragungen in 16 Ländern durchgeführt (1.726 Erwachsene, die mindestens 18 Jahre alt waren und unter Asthma litten sowie 1.733 Allgemeinärzte oder Spezialisten, die Erwachsene behandeln): Teilnehmer waren Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Japan, die Niederlande, Polen, Südafrika, Spanien, Schweiz, Grossbritannien und die USA. Pro Land wurden etwa je 100 Patienten und Ärzte befragt, ausser in den USA, wo es etwa 200 pro Gruppe waren. Die Ärzte hatten folgende Kriterien zu erfüllen: sie mussten zum Zeitpunkt der Umfrage zwischen 3 und 30 Jahren praktiziert haben, mindestens drei erwachsene Asthma-Patienten pro Woche behandeln und mindestens ein Rezept für Asthmamedizin pro Woche ausstellen. Zu den Allgemeinärzten zählen Hausärzte, praktische Ärzte, Internisten und Spezialisten, einschliesslich Allergologen, Pneumologen und Atemwegspezialisten.
Die US-Daten wurden als einzige gewichtet. Die ärztlichen Daten wurden nach Fachgebiet des Arztes, Geschlecht und Anzahl der Praxisjahre gewichtet, um die Charakteristika von Ärzten in der Stammdatei von Ärzten der American Medical Association zu reflektieren. Die Patientendaten wurden nach Geschlecht, Bildungsstand, Alter, Familienstand, Einkommen und Herkunft gewichtet, um die Charakteristika erwachsener Asthma-Patienten des National Health Interview zu reflektieren. Die Daten der anderen befragten Länder wurden nicht gewichtet.
Die GAPP-Umfrage wurde von dem Unternehmen ALTANA Pharmaceuticals gesponsert.
Informationen zu Asthma
Asthma ist eine chronische Lungenerkrankung, die durch eine Entzündung der Atemwege hervorgerufen wird und auf bestimmte Reizstoffe mit der Blockierung der Atemwege reagiert. Allergien sind für über 50 Prozent aller Asthmafälle bei Erwachsenen verantwortlich. Atopische Individuen - Patienten, die eine persönlich oder familiär bedingte Veranlagung zur Sensibilisierung und Produktion von IgE-Antikörpern auf Allergene haben - leiden häufig unter mehr als einer allergischen Erkrankung. Allergische Rhinitis, allergische Konjunktivitis und atopisches Ekzem kommen oft gleichzeitig mit allergischem Asthma vor. Dieses äussert sich durch eine Vielzahl von Symptomen, u.a. pfeifende Atmung, Husten und Verengung der Atemwege, was Atemnot verursacht und lebensgefährlich werden kann. Laut Angaben der Global Initiative for Asthma (GINA) leiden weltweit über 300 Millionen Menschen an Asthma. Die Todesfälle belaufen sich jährlich weltweit auf über 180.000.
Unternehmensprofil Harris Interactive(R)
Harris Interactive Inc. (www.harrisinteractive.com), mit Firmensitz in Rochester, New York, ist das dreizehntgrösste und am schnellsten wachsende Marktforschungsunternehmen der Welt. Das Unternehmen ist weithin für 'The Harris Poll(R)' und seine bahnbrechende Führungsrolle in der Online-Marktforschungsbranche bekannt. Durch die Kombination von wissenschaftlich fundierter innovativer Forschung und der Kunst strategischer Beratung vermittelt das Unternehmen Kenntnisse, die zu messbaren und bleibenden Wertungen führen. Es hat sich damit bei seinen Kunden seit langem den Ruf erworben, Einsichten zu vermitteln, die souveräne Geschäftsentscheidungen möglich machen.
Harris Interactive betreut durch seine Geschäftsstellen in den USA, Europa (www.harrisinteractive.com/europe) und Asien, seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Novatris in Paris, Frankreich (www.novatris.com) und ein unabhängiges globales Netzwerk angeschlossener Marktforschungsunternehmen Kunden in aller Welt.
ots Originaltext: World Allergy Organization
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch
Pressekontakt:
Rachel Pell für die World Allergy Organization, +1-646-935-4137,
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