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Für die meisten Arbeitsbeziehungen reicht ein einfaches mündliches Übereinkommen über die wichtigsten Punkte aus. Einige Vertragsklauseln sind allerdings nur gültig, wenn sie in schriftlicher Form vorliegen. Diese Klauseln sind gesetzlich explizit festgelegt. So ist im Obligationenrecht vorgesehen, dass bestimmte Verträge wie Lehr- oder Heimarbeitsverträge schriftlich vorliegen müssen, damit sie gültig sind.
In einigen Wirtschaftszweigen gibt es Gesamtarbeitsverträge und Normalarbeitsverträge, die nach Stellungnahme der betroffenen Berufsorganisationen von den Kantonen oder vom Bund vorgegeben werden. Im Wallis gibt es für folgende neun Bereiche und Personalkategorien Normalarbeitsverträge:
Landwirtschaft
Ingenieur- und Architekturbüros
Kellerarbeiter/innen
Hauswirtschaftliche Arbeitnehmer/innen
Personal der Käsereien
Personal der Bergbahnen
Personal der Transportunternehmen
Verkaufspersonal des Detailhandels
Personal des Sektors der industriellen Wartung und Reinigung
Der Arbeitsvertrag muss mindestens Folgendes enthalten:
Namen der Parteien: Arbeitgeber/in und Arbeitnehmer/in
Datum des Vertragsbeginns
Zu leistende Arbeit
Vereinbarte Lohnsumme
Im Obligationenrecht und in den Gesamtarbeitsverträgen sind weitere Punkte wie beispielsweise der Ferienanspruch geregelt, der vier Wochen pro Jahr beträgt (fünf für unter 20-Jährige).
Seit 1981 enthält die Bundesverfassung folgenden Grundsatz: «Frau und Mann haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.» Das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz), das 1996 in Kraft getreten ist, verbietet Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts.
Aktualisierung 29.01.2016