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Oktober 2013: Schwingen
Schwingen: Entdecke die Nationalsportart und erfahre mehr über Matthias Sempach.
Matthias Sempach: Seit letzten Monat ist dieser Name in der Schweiz bekannt! Matthias Sempach ist nämlich dieses Jahr Schwingerkönig geworden. Der 27-jährige Alchenstorfer gewann alle acht Gänge und sicherte sich am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2013 in Burgdorf den Königstitel. Spätestens jetzt weisst du bestimmt über welche Sportart wir diesen Monat berichten.
Übrigens: Das grösste Sportereignis und Volksfest der Schweiz findet alle drei Jahre an einem anderen Ort statt. Mehr als 250'000 Besucherinnen und Besucher nehmen daran teil.
Seit wann gibt es diese Sportart?
Die Wurzeln des Schwingens (auch Hosenlupf genannt) sind nicht ganz eindeutig. Eine erste Darstellung aus dem 13. Jahrhundert, in der Kathedrale in Lausanne, zeigt bereits die typische Art, Griff zu fassen.
Im 19. Jahrhundert brachten wichtige Schwingfeste und engagierte Sportlehrer das Schwingen in die Städte. So entstand aus dem ursprünglichen Spiel der Hirten und Bauern ein Nationalsport, der alle Schichten umfasst. In den letzten Jahren haben Schwingfeste eine hohe Popularität erreicht.
Die Spielregeln
Auf einem Boden aus Sägemehl kämpfen zwei Spielerinnen oder Spieler gegeneinander. Sie geben sich zunächst die Hand und greifen sich dann an die sogenannte Schwingerhose. Dabei versuchen sie, den Gegner durch das Anbringen von "Schwüngen" auf den Rücken zu zwingen. Das Schwingen kennt verschiedene Hauptschwünge, die folgende Namen haben:
- "Kurz"
- "Übersprung"
- "Brienzer"
- "Hüfter"
- "Buur" oder
- "Wyberhaagge"
Der Sieg ist gültig, falls der überlegene Schwinger den Unterlegenen mit mindestens einer Hand an der Schwinghose festhält und der Unterlegene den Boden mit beiden Schulterblättern oder mindestens zwei Dritteln des Rückens berührt. Nach dem Ende des Kampfes wischt traditionsgemäss der Sieger dem Verlierer die Sägemehlspäne vom Rücken.
An einem Schwingfest bestreiten die Schwinger sechs (am Eidgenössischen sogar acht) Gänge.
Schwingen in Basel
Interessiert? Der Basler Schwingerkeller befindet sich an der General-Guisanstrasse 29. Das Training der Jungschwinger ist jeweils am Dienstag und beginnt um 18:00 Uhr. Das Training der Aktivschwinger ist ebenfalls am Dienstag und beginnt um 19:30 Uhr.
Interessierte und neue Schwinger sind herzlich willkommen! Um in den Schwingerkeller zu gelangen, benötigt man einen Code. Wenn auch du beim Schwingerverband Basel hereinschauen willst, kannst du den Code entweder beim Jungschwingerobmann Marco Wildhaber (Mobile: +41 79 211 40 39) erfahren oder beim Trainingsleiter der Aktiven Raymond Stalder.
Wir wünschen dir viel Spass!