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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00028 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 1 3. Dezember 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Roland Zahner Studer Zahner Anwälte AG Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1990 geborene X.___, ohne Ausbildung und von Oktober 2015 bis März/April 2016 mit einem Pensum von 60 % als Verkäuferin bei der Y.___ Tank stelle in Z.___ tätig gewesen, meldete sich am 16. August 2017 unter Hinweis auf eine psychische Beeinträchtigung, Ursache nicht eindeutig bestimmbar, eine Beeinträchtigung des Sehvermögens und körperliche Gewalt durch den Expartner bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und informierte die Versicherte mit Mitteilung vom 4. Oktob er 2018 (Urk. 8/31) über die Kostenübernahme für eine Potenzial abklärung bei der Stiftung A.__ vom 22. Oktober bis 16. November 201 8. Am 13. November 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die Mitteilung vom 4. Oktober 2018 per 9. November 2018 aufgehoben werde, da es für sie (die Versicherte) gemäss eigenen Angaben nicht mehr möglich sei, die Potential abklärung durchzuführen (Urk. 8/36). In der Folge holte die IV-S telle beim B.___ ein bidisziplinäres Gutachten (Psychiatrie und Neuropsychologie) ein (Expertisen vom 11. Juli und 8. September 2019, Urk. 8/57/1-37). Mit Vorbescheid vom 7. Oktober 2019 (Urk. 8/61) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht, wogegen letztere am 7. November 2019 Einsprache (Urk. 8/66) erhob. Am 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) beantworteten die B.___ - Gutachter die von der IV-Stelle am 2. April 2020 gestellten Rückfragen (Urk. 8/76/1-2). Die Versicherte nahm am 27. August 2020 Stellung zu den Ant worten der Gutachter (Urk. 8/87) und legte am 31. August 2020 (Urk. 8/88) das Schreiben des behandelnden Psychiaters Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. August 2020 (Urk. 8/89) vor. Am 2. Dezember 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten ver fügungsweise ab (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 14. Januar 2021 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 2. Dezember 2020 aufzuheben und es sei en ihr – nach Durchführung medizinischer Abklärungen – die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen auszurichten. In formeller Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwerde antwort vom 22. Februar 2021 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab weisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 20. April 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG ). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c ; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres z u mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 A bs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass gemäss dem Gutachten keine Diagnosen vorlägen, welche einen dauerhaften Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (S. 1). Die Berichte der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ AG vom 29. Oktober 2018 enthielten keine neuen versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen, so dass alle echtzeitlichen medizinischen Unterlagen ausreichend gewürdigt worden seien. Ebenso sei die berufliche Abklärung berücksichtigt worden. Im Weiteren sei die Verständigung während der psychiatrischen Untersuchung nicht erschwert gewesen und der psychiatrische Experte der Besc hwerdeführerin neutral begegnet. Die diagnostizierte dissoziale Persönlichkeitsstörung sei sodann leicht ausgeprägt und anhand der diagnostischen Kriterien nach ICD-10 ausreichend begründet und die Kriterien einer instabilen Persönlichkeit sei en bei der gezielten Befragung ver neint worden und eine entsprechende Diagnose habe zum Untersuchungs zeitpunkt nicht bestätigt werden können (S. 2). Im Weiteren hätten die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeitsfunktionen im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung in einem mindestens durchschnittlichen Bereich gelegen und auch der Gesamteindruck deute nicht auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität hin. Schliess lich sei gestützt auf die Angaben des behandelnden Psychiaters vom 27. August und 22. Oktober 2020 keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten. Entsprechend sei das Gutachten schlüssig, weshalb darauf abgestellt werden könne und keine weiteren Abklärungen angezeigt seien (S. 3). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenü ber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass zahlreiche konkrete Indizien gegen das psychiatrische Gutachten sprächen, weshalb weitere medizini sche Abklärungen im Sinne einer Oberbegutachtung vorzunehmen seien (S. 12 Ziff. 9.3). Im Zusammenhang mit der diagnostizierten dissozialen Persönlichkeitsstörung liege im psychiatrischen Gutachten eine unbegründete und widersprüchliche Diagnostik respektive eine unbegründete Bemessung der Arbeitsfähigkeit vor. Nicht nachvollziehbar sei auch die Angabe des psychiatrischen Experten, wonach jegliche Anhal tspunkte für die Diagnose eine r Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenen alter fehlten (S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a ). Im Weiteren sei das psychiatrische Gutachten nicht in Kenntnis der gesamten Vorakten abgegeben worden, wobei insbesondere die Berichte der E.___ vom 29. Oktober 2018 und der D.___ vom 2. Oktober 2017 nicht berücksichtigt worden seien (S. 8 f. lit. b). Zwischen dem psychiatrischen Experten und der Beschwerdeführerin habe zudem nur eine ungenügende sprach liche Verständigung vorgelegen (S. 9 lit. c). Des Weiteren sei die gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität nicht nachvollziehbar (S. 10 f f. lit. d) und es habe dem psychiatrischen Experten an einer ergebnisoffene n Haltung gemangelt (S. 12 lit. e). 3. 3.1 Die neuropsychologische Expertin Dr. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuro psychologi e FSP, verneinte am 11. Juli 2019 das Vorliegen einer kognitiven Störung (Urk. 8/57/29-37 S. 7). Dr. F.___ führte aus, dass sich i m Rahmen der testpsychologischen Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit in den allermeisten Teilbereichen durch schnittliche Leistungen zeigten, wobei die Konzentrationsfähigkeit sogar weit überdurchschnittlich ausgefallen sei. Einzig die figurale Ideenproduktion sei quantitativ leicht unterdurchschnittlich, wobei dies – bei sonst durchwegs regulären kognitiven Leistungen – als Testausreisser zu werten sei, welchem keine klinische und Alltags-Relevanz zukomme. Die kursorisch überprüfte verbale und nonverbale Intelligenz liege im Durchschnittsbereich. Die von der Beschwerde führerin ausgefüllten Fragebogenverfahren betreffend ADHS hätten in die Richtung der erwähnten Diagnose gewiesen. Da die attentionalen Funktionen inklusive Konzentrationsfähigkeit mindestens durchschnittlich ausgefallen seien und sich auch im beobachteten Verhalten während der gesamten neuro psychologischen Untersuchung – welche während mehr als drei Stunden und ohne Pause durchgeführt worden sei (S. 4) – keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität gefunden hätten, lägen keine ausreichenden Hinweise auf ein e ADHS vor (S. 7). Aus rein neuropsychologischer Sicht sei die Funktionsfähigkeit im Alltag – auch unter allen ausbildungsadäquaten beruflichen Anforderungen – nicht ein geschränkt (S. 7). 3.2 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, nannte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 (Urk. 8/57/1-28) folgende Diagnose ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit (S. 21): - dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ). Der psychiatrische Experte führte aus, dass die Beschwerdeführerin während der gesamten Gesprächsdauer ohne Ermüdungserscheinungen aktiv und agil im Ge spräch mitwirke. Stark kontrastierend zu ihren Angaben der allgemeinen Angst vor Menschen und vor erschwerter Kontaktaufnahme im sozialen Bereich zeige sie keinerlei Schwierigkeiten, mit dem Gutachter Kontakt aufzunehmen. Auch hätten sensitive Themen (Verbindungen zur rechtsextremen Szene, Einstellung gegenüber Regeln/Normen, ungünstige Reaktion auf reglementierende Einflüsse) problemlos angesprochen werden können, so dass in der Gesamtschau von einer mindestens durchschnittlichen Frustrationstoleranz auszugehen sei (S. 17). Die Beschwerdeführerin beklage eine Instabilität der Grundstimmung, biete je doch kein affektives Syndrom respektive keine anhaltenden, relevanten Defizite in den Bereichen Affektivität, Psychomotorik und H edonie und weise keine Vor geschichte von hypomanischen oder manischen Episoden auf, so dass die Diagnose einer depressiven Episode aktuell nicht zu stellen sei. Anhand der medizinischen Dokumentation und Anamnese könn e nicht mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass eine depressive Episode in der Vergangenheit vorgelegen habe, weshalb auch keine formelle Diagnose einer remittierten depressiven Episode erfolgen könne (S. 20). Betreffend ADHS hielt der Experte fest, dass die Beschwerdeführerin lediglich von punktuellen Störungen im Unterricht aufgrund von Langeweile und von einer Repetition der 3. Schulklasse aufgrund mangelhafte r Leistungen mit einer Ver besserung der Schulnoten nach de r Klassenwiederholung berichte. Das Fehlen von Motivation sowie oppositionelles Verhalten mit deutlichen dissozialen Zügen dürfe indes nicht automatisch auf ein e ADHS zurückgeführt werden. Aktuell fehlten bei der Beschwerdeführerin jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose eine r ADHS im Erwachsenenalter (S. 20). Obwohl in den Akten eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ aufgeführt sei, verneine die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen hinsichtlich der diagnostischen Kriterien dieser Störung sämtliche Punkte, ohne dass an ihren Angaben gezweifelt werden könne. Eine Abweichung von der Mehrheit der Bevölkerung liege jedoch dahingehend vor, dass die Beschwerdeführerin soziale N ormen, Regeln und Verpflichtungen deutlich und andauernd missachte, eine niedrige Schwelle für ein aggressives und gewalt tätiges Verhalten aufweise, obwohl sie in der Untersuchung keine verringerte Frustrationstoleranz zeige. Sie sei deutlich vermindert imstande, aus negativer Erfahrung – insbesondere Bestrafung – zu lernen und zeige eine deutliche Neigung, andere zu beschuldigen und für das eigene regelwidrige Verhalten plausible Rationalisierungen anzubieten (S. 20 f.). Das Kriterium G1 für eine Persönlichkeitsstörung – Vorliegen einer tiefgreifenden und stabilen Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei erfüllt. Das daraus resultierende Verhalten führe dazu, dass die Beschwerdeführerin in vielen persönlichen und sozialen Situationen unangepasst und unflexibel in ihrem Verhalten reag iere (Erfüllen von Kriterium G2 ). Der nach teilige Einfluss auf die soziale Umgebung sei eindeutig, bei nur fraglichem per sönlichem Leidensdruck (Kriterium G3 ). Die Abweichung bestehe seit spätestens der f rühen Adoleszenz (Kriterium G4 ). Eine Störung aus dem schizophrenen Formenkreis, eine organische psychische Störung oder eine affektive oder sub stanz bezogene Störung bestünden nicht (Kri terien G5 und G6 ). Entsprechend liege bei der Beschwerdeführerin eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ) vor, welche ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei (S. 21). Die Schilderung en der Beschwerdeführerin betreffend die im Jahre 2017 erlebte Episode der häuslichen Gewalt entsprächen hinsichtlich eventuell er trauma relevante r Symptome laienhaften Vorstellungen über eine posttraumatische psychische Pathologie. In den Akten werde zudem nicht das Vollbild einer post traumatischen Belastungsstörung (PTBS) aufgeführt, wobei auch fraglich sei, ob die von ihr erlebte Episode der häuslichen Gewalt dem A-Kriterium für eine PTBS entsprochen habe (S. 21). A uf dem psychiatrischen Fachgebiet lägen keinerlei Anhaltspunkte da für vor, dass die Beschwerdeführerin unter einer organischen, durch die allfälligen Folgen der dokumentierten Gewaltanwendung erklärbaren psychischen Störung leide. Auch sonst werde an keiner Stelle in der vorliegenden medizinischen Dokumentation festgehalten, dass sie solche Folgen der Gewalt anwendung erlitten habe. Sowohl ihre Angaben als auch die dokumentierte Vor geschichte liessen sich durch das Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeit s störung mühelos erklären (S. 2 2 ). Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit attestierte der psychiatrische Experte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (8.5 Stunden pro Tag, S. 26 f. ). 3. 3 In ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) führten die B.___ - Gutachter betreffend den Austrittsbericht der E.___ vom 29. Oktober 2018 (vgl. Urk. 8/ 44 ) aus, d ieser enthalte weder einen AMDP- konformen psychopathologischen Befund noch eine Begründung der gestellten Diagnose gemäss den ICD-10-Kriterien. Es fehle insbesondere eine Unter scheidung zwischen den beklagten und den beobachteten Momenten des Befunds und der Bericht liefere keine neuen, versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen. Im psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 sei eine Analyse der Vorakten enthalten, wobei festgestellt worden sei, dass das bisherige psychiatrische Assessment der Beschwerdeführerin unzureichend gewesen sei. Der in Frage stehende E.___ -Bericht unterscheide sich diesbezüglich nicht von den anderen vorhandenen Akten, weshalb er an der gutachterlichen Beurteilung nichts änder e (S. 2 f.). Der A bschlussbericht der D.___ vom 2. Oktober 2017 (vgl. Urk. 8/ 72 ) weise die gleichen Mängel auf, wobei darin insbesondere ohne weitere Diagnostik von einer vorbekannten ADHS ausgegangen worden sei, ohne die Beschwerdeführerin einer störungsspezifischen Therapie inklusive Gabe von Stimulanzen zuzuführen. Bei diesem Bericht handle es sich zudem nicht um einen ärztlichen Bericht, da er von psychologische n Mi tarbeiterinnen unterzeichnet worden sei (S. 3). Im Weiteren führten die Gutachter aus, eine Persönlichkeitsstörung – mithin eine erhebliche Abwei ch ung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei stets in ihrer Wechselwirkung mit der Umgebung zu betrachten, wobei die Berücksichtigung dieser Wechselwirkung bei der Ermittlung von Funktionsdefiziten wichtig sei. Die Beschwerdeführerin erlebe sich aufgeteilt in eine «böse H.___ » und eine «nette H.___ », wobei der «nette Teil» in der Regel mit schwierigen Situationen gut umgehen und sie steuern könne. Die Funktion des «bösen Teils » bestehe vermutlich darin, sich zu schützen, wobei dieser Schutz im normalen Alltag nicht nötig sei. Die Fests tellung der unbeeinträchtigten Arbeitsf ähigkeit trotz dem Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeitsstörung werde, analog dieser Beschreibung, von der grundsätzlich unbeeinträchtigten Fähigkeit der Beschwerdeführerin, sich beim Vorliegen einer ausreic henden motivationalen Grundlage regelkonform zu verhalten, abgeleitet. Im Weiteren weise d ie Beschwerdeführerin mehr Ressourcen auf, als der Durch schnitt der klinischen Population mit dissozialer Per sönlichkeitsstörung. Es sei ihr noch vor Beginn der Behandlung möglich gewesen, hilfreiche Strategien zu identifizieren, um das eigene Verhalten suffizient zu steuern. In diesem Zusammenha ng sei verdeutlichend zu erwähn en, dass die Persönlichkeitsstörung der Beschwerdeführerin leichten Grades sei (S. 3). Die wichtigste Differenzialdiagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung sei eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, wobei die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen auf die Kriterien dieser Störung sämtliche relevanten Momente verneint habe. Es könne indes nicht ausgeschlossen werden, dass sie in früheren Jahren die diagnostischen Kriterien für eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ erfüllt habe, wobei diese Störung eine geringe intraindividuelle Stabilität aufweise (S. 4). Die Experten führten weiter aus, dass die Beschwerdeführerin ihre erste Lehre aus der bewussten Entscheidung, nicht fremde Kinder betreuen zu wollen, abge brochen habe. Die zweite Lehrstelle sei ihr aufgrund von krankheitsbedingten Absenzen gekündigt worden, wobei es rückblickend als überwiegend wahrschein lich erscheine, dass die Symptomatik einer emotional instabilen Persönlichkeit zum damaligen Zeitpunkt bedeutend stärker ausgeprägt gewesen sei als aktuell. Es hätten sich zudem weder bei der neurops ychologischen noch bei der psychiatrischen Untersuchung relevante Funktionsdefizite gezeigt. Günstig sei bei der Beschwerdeführerin, dass ihre Persönlichkeitsstörung leichten Grades sei und sie deutlich mehr Ressourcen und Entwicklungspotential aufweise als die ver gleichbare Durchschnittsgruppe. Es sei ihr somit besser möglich, mit zunehmendem Alter und vor dem Hintergrund einer Nachreifung der Persönlich keit mit Tendenz zur Rückbildung von pathologischen Aspekten mit ihren Defiziten umzugehen (S. 4). Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten seien sämtliche überprüften attentionalen Funktionen – inklusive K onzentration – in einem mindestens durchschnittlich en Bereich getestet worden. Auch im klinischen Eindruck hätten sich keine Hinweise auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyper aktivität oder Impulsivität gezeigt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin im Kindesalter unter einer hyperkinetischen Störung gelitten habe, wobei bekannt sei, dass sich ADHS-assoziierte Symptome im Erwachsenenalter verändern/zurückbilden könnten. Im Erwachsenenalter liege keine klinisch relevante ADHS-Symptomatik vor (S. 4 f.). 3. 4 Der behandelnde Psychiater der Beschwerdeführerin führte in seinem Bericht vom 27. August 2020 (Urk. 8/89 ) aus, dass sich bei der Beschwerdeführerin seit der gutachterlichen Untersuchung vom 21. Juni 2019 keine neue Situation ergeben habe. Es zeige sich jedoch, dass ihr Gesundheitszustand sehr schwankend und von den äusseren Gegebenheiten abhängig sei. Dabei gebe es Phasen, in denen sie sehr stabil sei, und solche, in denen sie mehr Symptome und mehr Probleme mit der Lebensbewältigung habe (S. 1). 4. 4.1 Die neuropsychologische n und psychiatrischen Gutachten vom 11. Juli und vom 8. September 201 9 (Urk. 8/57/ 1-37) inklusive Ergänzung vom 27. Juli 2020 (Urk. 7/83/2-6) entsprechen den praxisgemässen Anforderungen an den Beweis wert einer Expertise. So sind sie für die streitigen Belange umfassend, geben sie doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin. Sie beruhen sodann auf den notwendigen psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuch ungen. Die Gutachter berücksich tigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander ( Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff. und S. 20 f. ; Urk. 8/57/29-37 S. 2 f. und S. 7 ). Die Expertise n wurde n sodann in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen ( Urk. 8/57/1-28 S. 3 ff. ; Urk. 8/57/29-37 S. 1, Urk. 8/83/2-6 S. 2 ff. ). Die Experten setzten sich mit divergenten Einschätzungen der behandelnden Ärzte auseinander und würdigten diese in einleuchtender Weise ( Urk. 8/57/1-28 S. 25 f. ; Urk. 8/83/2-6 S. 2 f. ). Schliesslich leuchten die Gutachten in der Da rlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen i n den Expertisen sind begründet. In diesem Sinne legte der psychiatrische Gutachter einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung vorliegt, indem sie soziale Normen, Regeln und Ver pflichtungen deutlich und andauernd missachtet und für ein aggressives, gewalt tätiges Verhalten eine niedrige Schwelle aufweist. Er ging nachvollziehbar von einer dissozialen Persönlichkeitsstörung leichten Grad es aus, welche keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat. Im Weiteren verneinte der Experte plausibel da s Vorliegen der diagnostischen Kriterien für eine (remittierte) depressive Episode, ein e ADHS, eine PTBS und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f., Urk. 8/83/2-6 S. 3 f f.). Unter neuropsychologischen Gesichtspunkten legte Dr. F.___ einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine durchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit vor liegt, und ging von einer uneingeschränkten Funktionsfähigkeit im Beruf und Alltag aus. Die Expertin verneinte unter Hinweis auf das Fehlen eine r erhöhte n Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität und Impulsivität das Vorliegen einer ADHS (Urk. 8/57/29-37 S. 7). Die Expertise n erfüllen demnach die praxis gemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen G ut achtens (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c ), weshalb für die Entscheidfindung grundsätzlich darauf abzustellen ist. 4.2 4.2.1 An dieser Beurteilung vermag der Einwand der Beschwerdeführerin betreffend die Unbegründetheit/Widersprüchlichkeit der gutachterlich diagnostizierten dissozialen Persönlichkeit sstörung respektive die Unbegründetheit der attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a) nichts zu ändern. Aus den von der Beschwerdeführerin angefüh rten allgemeinen Kriterien für eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (S. 6 f.) – wonach eine solche immer wieder zu Konflikten im sozialen U mfeld, zu Abwesenheit en sowie Schwierig keiten am Arbeitsplatz und zu kriminellen H andlungen führe –, kann nicht auto matisch auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geschlossen werden. Betreffend die von der Beschwerdeführerin geäusserten Zweifel an der Diagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung und das von ihr postulierte Vorliegen einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung (S. 7) ist daran zu erinnern, dass es im Rahmen der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diag nose a nkommt, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Schliesslich kann die psychiatrische Begut achtung von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen; sie eröffnet der sachverständigen Person deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb welchem verschiedene Interpretationen möglich, zulässig und im Rah men einer Exploration lege artis zu respektieren sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_361 /2016 vom 22. August 2016 E. 4.2.1). Bezüglich des Hinweis es, dass die Persönlichkeit nicht nur aufgrund des Ein drucks während der Exploration abgeleitet werden dürfe, sondern auch aus der gesamten Lebensgeschichte (Urk. 1 S. 7), ist zu bemerken, dass im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung eine ausführliche Anamnese erhebung stattfand, bei welcher insbesondere auch der berufliche Lebenslauf und die Klinik aufenthalte eingehend thematisiert wurden (Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff., S. 25 f. ; Urk. 8/83 /2-6 S. 3 f., S. 5 ). Was die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin anbelangt, ist festzuhalten, dass der Abbruch der Pflegeschule gemäss ihren eigenen Angaben deshalb erfolgt sei, weil sie nicht fremde Kinder habe betreuen wollen. Die zweite Lehrstelle als Bereiterin habe sie gekündigt, weil sie mit dem Chef nicht klargekommen sei. Bei der Tankstelle habe sie zu 60 % gearbeitet, zu 100 % habe sie nicht arbeiten wollen ( Urk. 8/57/1-28 S. 12). Die Tätigkeit im Bro c k enhaus nerve sie jeden Tag und sie gehe nur dorthin, weil sie vom Sozialamt dazu gezwungen werde. Ihr sei jede Art von Tätigkeit bereits nach kurzer Zeit langweilig, verbunden mit der Unlust hinzugehen, weshalb sie sich keine reguläre Tätigkeit vorstellen könne (S. 13). Was die geltend gemachte fehlende psychologische Testdiagnostik betrifft (Urk. 1 S. 7), ist darauf hinzuweisen, dass den Experten bei der Wahl der Methode zur Erstellung des Gutachtens ein grosses Ermessen zukommt, so dass nicht gesagt werden kann, dass nur die Anwendung einer Methode zulässig ist. Massgebend ist vielmehr, dass d ie Expertise gesamthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeugend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260 /2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen; vgl. E. 4.1), was vorliegend zutrifft. Ein wie von der Beschwerdeführerin geltend gemachter unauflösbarer Wider spruch in der psychiatrischen Begutachtung betreffend die emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 1 S. 8) ist nicht ersichtlich. Der Hinweis von Dr. G.___, die diagnostischen Kriterien für eine solche Störung seien nicht erfüllt, betraf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration vom 21. Juni 2019 und erfolgte gestützt auf die damaligen Angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 8/57/1-28 S. 20). Die Aussage vom psychiatrischen Experten vom 27. Juli 2020, wonach die Symptome einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung stärker ausgeprägt gewesen seien, bezog sich demgegenüber auf den Zeitpunkt der Kündigung der zweite n Lehrstelle. Entsprechend wies Dr. G.___ darauf hin, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in früheren Jahren die Kriterien für eine solche Störung erfüllt habe (Urk. 8/83/2-6 S. 4). Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Angabe des psychiatrischen Gutachters, wonach bei ihr jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter fehlten (Urk. 1 S. 8), sei nicht nachvollziehbar, geht ins Leere. Einmal mehr bezog sich die Aussage von Dr. G.___ auf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration (Urk. 8/57/1-28 S. 20), weshalb namentlich der Hin weis der Beschwerdeführerin auf das Verlaufsprotokoll der Berufsberatung vom 13. November 2018, gemäss welchem anlässlich eines Standortgesprächs vom 30. August 2018 auf ihr fehlende s Durchhalten bei verschiedenen Jobs in der Vergangenheit hingewiesen wurde (Urk. 8/37/4), an der Sache vorbeigeht. Dies gilt umso mehr, als der fragliche Hinweis den im psychiatrischen Gutachten beschriebenen motivationalen und oppositionellen Aspekten (Urk. 8/57/1-28 S. 12 f. und S. 20 ) keinerlei Rechnung trägt. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass im Gutachten von Dr. F.___ in nachvollziehbarer Weise keine kognitive Störung diagnostiziert respektive keine neuropsychologische Diagnose – ins besondere auch keine ADHS – gestellt wurde (Urk. 8/57/29-37 S. 7). 4.2.2 Was den Hinweis der Beschwerdeführerin betreffend ungenügende Auseinander setzung mit den Vorakten angeht (Urk. 1 S. 8 f. lit. b), ist Folgendes zu bemerken: Der Abbruch der Potentialabklärung durch die Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 8/ 36, Urk. 8/39 ) wurde im psychiatrischen Gutachten thematisiert (Urk. 8/57/1-28 S. 13, S. 25 f.). Im Weiteren setzte sich Dr. G.___ mit den Berichten der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ vom 29. Oktober 2018 in seiner S tellungnahme vom 27. Juli 2020 auseinander (Urk. 8/ 83/2-6 S. 2 f.). Beide Berichte wurden von Psychologinnen verfasst (Urk. 8/44 S. 7, Urk. 8/72 S. 3), wobei rechtsprechungsgemäss der Gesundheitsz ustand und die Arbeits fähigkeit auf der Grundlage von fachärztlichen (psychiatrischen) Stellungnahmen zu beurteilen sind (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 99 E. 3.2). Der psychiatrische Gut achter hat am 8. September 2019 zudem nachvollziehbar dargelegt, weshalb die von den behandelnden Fachpersonen aufgeführten Diagnosen nicht bestätigt werden können (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). Im Übrigen lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Erhebungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab weichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind ( Urteil des Bundesgerichts 9C_547 /2020 vom 3. März 2021 E. 4.2.3 mit Hinweis ). Derartige Aspekte sind in casu nicht ersichtlich. 4.2.3 Bezüglich des Einwands der ungenügenden Verständigung anlässlich der psychiatrischen Begutachtung (Urk. 1 S. 9 f. lit. c) ist Folgendes festzuhalten: In der psychiatrischen Expertise vom 8. September 2019 wurde ausdrücklich fest gehalten, dass die sprachliche Verständigung ohne Beizug von Drittpersonen ein wandfrei erfolgt sei (Urk. 8/57/1-28 S. 18). Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten vom 11. Juli 2019 (Urk. 8/57/29-37 S. 2) und der Email der Sozialen Dienste der Gemeinde I.___ vom 8. Juli 2019 (Urk. 8/55 ) hat die Beschwerdeführerin angegeben, Dr. G.___ sprachlich nicht gut verstanden zu haben. Der behandelnde Psychiater teilte am 31. Oktober 2019 unter anderem mit, dass es für die Beschwerdeführerin schwierig gewesen sei, den Gutachter zu verstehen respektive sie aufg rund ihres ausgeprägten Berner- Dialektes wahr scheinlich auch für den Gutachter nicht einfach verständlich gewesen sei (Urk. 8/65 S. 2 Ziff. 7). Dr. G.___ wies am 27. Juli 2020 darauf hin, dass das Diktat des Berichts während der Exploration erfolgt sei und die Angaben der Beschwerdeführerin in Echtzeit entweder direkt wiederholt oder in zusammen gefasster Form protokolliert worden sei en, wobei sie jederzeit die Möglichkeit gehabt habe, ihr e Korrekturen anzubringen (Urk. 8/83 /2-6 S. 1 f.). Am 27. August 2020 präzisierte Dr. C.___, dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch der Gutachter der deutschen Sprache mächtig gewesen seien und es keine groben Verständigungsschwierigkeiten gegeben habe, bei der Beschwerdeführerin aber das Gefühl entstanden sei, nicht alles komme so an, wie sie es gemeint habe (Urk. 8/89 S. 2). Unter Berücksichtigung der Angaben von Dr. C.___ betreffend das Fehlen von relevanten Verständigungsproblemen zwischen der Beschwerde führerin und dem psychiatrischen Gutachter, de r Äusserungen von Dr. G.___ bezüglich einwandfreie r Verständigung und Diktat während der Exploration so wie de s Umstand es, dass letzterer während fünf Jahren im Kanton Bern ärztlich tätig gewesen ist und an der Universität Bern promovierte (Urk. 8/83 /2-6 S. 3), sind den Beweiswert der psychiatrischen Expertise in Frage stellende Verständigungsschwierigkeiten z u verneinen. 4.2.4 B etreffend die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte nicht nachvoll ziehbare gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität (Urk. 1 S. 10 ff. lit. d) ist zu bemerken, dass Dr. G.___ – wie die Beschwerdeführerin selbst ausführte (S. 11 am Ende ) – das Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose mit Auswirkungen auf die Ar beitsfähigkeit unabhängig von einer allfälligen Aggravation verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). In diesem Zusammenhang ist da rauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin gegenüber den B.___ -Gutachter n von einem aktiven Tagesablauf berichtet hat, wobei sie jeden Tag g egen 5.00 Uhr aufstehe, mit ihren zwei – respektive am Wochenende drei (den Hund, welcher unter der Woche bei der Mutter in Bern wohne, hole sie jeweils am Wochenende zu sich) – Hunden spazieren gehe, das Frühstück für sich und ihren Partner sowie das Mittagessen für letzteren zum Mitnehmen vorbereite, abermals mit den Hunden nach draussen gehe, am Dienstag/Mittwoch/Donnerstag arbeite und nachmittags allenfalls einkaufen gehe. Im Weiteren mache sie zusammen mit ihrem Partner die Hausabwartsarbeit und erledige den Haushalt zu Hause sehr gut, wobei sie schon fast unter einem « Putzwahn » leide. Sie mache mit ihrem Partner viel Krafttraining, gehe mit den Hunden viel joggen und habe zudem zwei Schlangen, einen Gecko und zwei Vogelspinnen (Urk. 8/57/1- 28 S. 14 f., Urk. 8/57/29-37 S. 3). 4.2.5 Die Beschwerdeführerin stellte die Neutralität und Ergebnisoffenheit von Dr. G.___ unter Hinweis auf eine abwertende Wortwahl im Zusammenhang mit der von ihr erlebten häuslichen Gewalt in Frage (Urk. 1 S. 12 lit. e). Der Um stand, dass der psychiatrische Experte eine psychische Störung als Folge dieses Vorfalls verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 22), reicht nicht aus, um seine neutrale Haltung anzuzweifeln, zumal er dies in sachlicher und deskriptiver und – ent gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht in (ab)wertender Weise tat. Ebenso wenig kann aufgrund des von Dr. C.___ erwähnte n pauschale n Gefühl s der Beschwerdeführerin, sie sei vom Gutachter nicht richtig verstanden worden (Urk. 8/89 S. 2), auf eine fehlende Neutralität des Experten geschlossen werden. 4.2.6 Was schliesslich die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Beein trächtigung des Sehvermögens angeht (Urk. 1 S. 13 Ziff. 10), so fehlen in den Akten jegliche fachärztliche Hinweise auf ophthalmologische Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und wurden im Übrigen von der Beschwerdeführerin auch nicht im Rahmen der psychiatrischen und neuro psychologischen Begutachtung geltend gemacht. 4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Beschw erdeführerin in ihrer angestamm ten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist, weshalb die Beschwerde ab zuweisen ist. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Durchführung eines strukt u rierten Beweisverfahrens nach Massgabe von BGE 141 V 281 sowie BGE 143 V 418, da e ine grössere Arbeitsunfähigkeit al s die gutachterlich attestierte auch aus einer Indikatorenprüfung nicht resultieren kann (Urteil des Bundes gerichts 8C_629 /2019 vom 8. November 2019 E. 4.2.4). Soweit die Beschwerde führerin verlangt, es seien weitere Abklär ungen durchzuführen (Urk. 1 S. 12 Ziff. 9.3, S. 13 Ziff. 10 ), kann darauf in ant izipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen) verzichtet werden. Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. 5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r unterliegenden Beschwerdeführer in aufzuerlegen. 5.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbei ständung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet wer den kann und die Beschwerdeführerin bedürftig ist (Urk. 14/5 ), ist ihr antrags gemäss (Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die de r Beschwerdeführer in auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Da zudem die anwaltliche Verbeiständung notwendig ist, ist Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu bestellen und unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozess es und beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zu züglich Mehrwertsteuer) mit Fr. 2’400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. D ie Beschwerdeführer in wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht (GSVGer) aufmerksam gemacht, wonach sie zur Nach zahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechts pflege verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 1 4. Januar 2021 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr in der Person von Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt, und erkennt : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Roland Zahner - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00028 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 1 3. Dezember 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Roland Zahner Studer Zahner Anwälte AG Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1990 geborene X.___, ohne Ausbildung und von Oktober 2015 bis März/April 2016 mit einem Pensum von 60 % als Verkäuferin bei der Y.___ Tank stelle in Z.___ tätig gewesen, meldete sich am 16. August 2017 unter Hinweis auf eine psychische Beeinträchtigung, Ursache nicht eindeutig bestimmbar, eine Beeinträchtigung des Sehvermögens und körperliche Gewalt durch den Expartner bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und informierte die Versicherte mit Mitteilung vom 4. Oktob er 2018 (Urk. 8/31) über die Kostenübernahme für eine Potenzial abklärung bei der Stiftung A.__ vom 22. Oktober bis 16. November 201 8. Am 13. November 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die Mitteilung vom 4. Oktober 2018 per 9. November 2018 aufgehoben werde, da es für sie (die Versicherte) gemäss eigenen Angaben nicht mehr möglich sei, die Potential abklärung durchzuführen (Urk. 8/36). In der Folge holte die IV-S telle beim B.___ ein bidisziplinäres Gutachten (Psychiatrie und Neuropsychologie) ein (Expertisen vom 11. Juli und 8. September 2019, Urk. 8/57/1-37). Mit Vorbescheid vom 7. Oktober 2019 (Urk. 8/61) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht, wogegen letztere am 7. November 2019 Einsprache (Urk. 8/66) erhob. Am 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) beantworteten die B.___ - Gutachter die von der IV-Stelle am 2. April 2020 gestellten Rückfragen (Urk. 8/76/1-2). Die Versicherte nahm am 27. August 2020 Stellung zu den Ant worten der Gutachter (Urk. 8/87) und legte am 31. August 2020 (Urk. 8/88) das Schreiben des behandelnden Psychiaters Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. August 2020 (Urk. 8/89) vor. Am 2. Dezember 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten ver fügungsweise ab (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 14. Januar 2021 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 2. Dezember 2020 aufzuheben und es sei en ihr – nach Durchführung medizinischer Abklärungen – die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen auszurichten. In formeller Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwerde antwort vom 22. Februar 2021 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab weisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 20. April 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG ). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c ; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres z u mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 A bs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass gemäss dem Gutachten keine Diagnosen vorlägen, welche einen dauerhaften Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (S. 1). Die Berichte der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ AG vom 29. Oktober 2018 enthielten keine neuen versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen, so dass alle echtzeitlichen medizinischen Unterlagen ausreichend gewürdigt worden seien. Ebenso sei die berufliche Abklärung berücksichtigt worden. Im Weiteren sei die Verständigung während der psychiatrischen Untersuchung nicht erschwert gewesen und der psychiatrische Experte der Besc hwerdeführerin neutral begegnet. Die diagnostizierte dissoziale Persönlichkeitsstörung sei sodann leicht ausgeprägt und anhand der diagnostischen Kriterien nach ICD-10 ausreichend begründet und die Kriterien einer instabilen Persönlichkeit sei en bei der gezielten Befragung ver neint worden und eine entsprechende Diagnose habe zum Untersuchungs zeitpunkt nicht bestätigt werden können (S. 2). Im Weiteren hätten die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeitsfunktionen im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung in einem mindestens durchschnittlichen Bereich gelegen und auch der Gesamteindruck deute nicht auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität hin. Schliess lich sei gestützt auf die Angaben des behandelnden Psychiaters vom 27. August und 22. Oktober 2020 keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten. Entsprechend sei das Gutachten schlüssig, weshalb darauf abgestellt werden könne und keine weiteren Abklärungen angezeigt seien (S. 3). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenü ber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass zahlreiche konkrete Indizien gegen das psychiatrische Gutachten sprächen, weshalb weitere medizini sche Abklärungen im Sinne einer Oberbegutachtung vorzunehmen seien (S. 12 Ziff. 9.3). Im Zusammenhang mit der diagnostizierten dissozialen Persönlichkeitsstörung liege im psychiatrischen Gutachten eine unbegründete und widersprüchliche Diagnostik respektive eine unbegründete Bemessung der Arbeitsfähigkeit vor. Nicht nachvollziehbar sei auch die Angabe des psychiatrischen Experten, wonach jegliche Anhal tspunkte für die Diagnose eine r Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenen alter fehlten (S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a ). Im Weiteren sei das psychiatrische Gutachten nicht in Kenntnis der gesamten Vorakten abgegeben worden, wobei insbesondere die Berichte der E.___ vom 29. Oktober 2018 und der D.___ vom 2. Oktober 2017 nicht berücksichtigt worden seien (S. 8 f. lit. b). Zwischen dem psychiatrischen Experten und der Beschwerdeführerin habe zudem nur eine ungenügende sprach liche Verständigung vorgelegen (S. 9 lit. c). Des Weiteren sei die gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität nicht nachvollziehbar (S. 10 f f. lit. d) und es habe dem psychiatrischen Experten an einer ergebnisoffene n Haltung gemangelt (S. 12 lit. e). 3. 3.1 Die neuropsychologische Expertin Dr. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuro psychologi e FSP, verneinte am 11. Juli 2019 das Vorliegen einer kognitiven Störung (Urk. 8/57/29-37 S. 7). Dr. F.___ führte aus, dass sich i m Rahmen der testpsychologischen Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit in den allermeisten Teilbereichen durch schnittliche Leistungen zeigten, wobei die Konzentrationsfähigkeit sogar weit überdurchschnittlich ausgefallen sei. Einzig die figurale Ideenproduktion sei quantitativ leicht unterdurchschnittlich, wobei dies – bei sonst durchwegs regulären kognitiven Leistungen – als Testausreisser zu werten sei, welchem keine klinische und Alltags-Relevanz zukomme. Die kursorisch überprüfte verbale und nonverbale Intelligenz liege im Durchschnittsbereich. Die von der Beschwerde führerin ausgefüllten Fragebogenverfahren betreffend ADHS hätten in die Richtung der erwähnten Diagnose gewiesen. Da die attentionalen Funktionen inklusive Konzentrationsfähigkeit mindestens durchschnittlich ausgefallen seien und sich auch im beobachteten Verhalten während der gesamten neuro psychologischen Untersuchung – welche während mehr als drei Stunden und ohne Pause durchgeführt worden sei (S. 4) – keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität gefunden hätten, lägen keine ausreichenden Hinweise auf ein e ADHS vor (S. 7). Aus rein neuropsychologischer Sicht sei die Funktionsfähigkeit im Alltag – auch unter allen ausbildungsadäquaten beruflichen Anforderungen – nicht ein geschränkt (S. 7). 3.2 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, nannte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 (Urk. 8/57/1-28) folgende Diagnose ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit (S. 21): - dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ). Der psychiatrische Experte führte aus, dass die Beschwerdeführerin während der gesamten Gesprächsdauer ohne Ermüdungserscheinungen aktiv und agil im Ge spräch mitwirke. Stark kontrastierend zu ihren Angaben der allgemeinen Angst vor Menschen und vor erschwerter Kontaktaufnahme im sozialen Bereich zeige sie keinerlei Schwierigkeiten, mit dem Gutachter Kontakt aufzunehmen. Auch hätten sensitive Themen (Verbindungen zur rechtsextremen Szene, Einstellung gegenüber Regeln/Normen, ungünstige Reaktion auf reglementierende Einflüsse) problemlos angesprochen werden können, so dass in der Gesamtschau von einer mindestens durchschnittlichen Frustrationstoleranz auszugehen sei (S. 17). Die Beschwerdeführerin beklage eine Instabilität der Grundstimmung, biete je doch kein affektives Syndrom respektive keine anhaltenden, relevanten Defizite in den Bereichen Affektivität, Psychomotorik und H edonie und weise keine Vor geschichte von hypomanischen oder manischen Episoden auf, so dass die Diagnose einer depressiven Episode aktuell nicht zu stellen sei. Anhand der medizinischen Dokumentation und Anamnese könn e nicht mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass eine depressive Episode in der Vergangenheit vorgelegen habe, weshalb auch keine formelle Diagnose einer remittierten depressiven Episode erfolgen könne (S. 20). Betreffend ADHS hielt der Experte fest, dass die Beschwerdeführerin lediglich von punktuellen Störungen im Unterricht aufgrund von Langeweile und von einer Repetition der 3. Schulklasse aufgrund mangelhafte r Leistungen mit einer Ver besserung der Schulnoten nach de r Klassenwiederholung berichte. Das Fehlen von Motivation sowie oppositionelles Verhalten mit deutlichen dissozialen Zügen dürfe indes nicht automatisch auf ein e ADHS zurückgeführt werden. Aktuell fehlten bei der Beschwerdeführerin jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose eine r ADHS im Erwachsenenalter (S. 20). Obwohl in den Akten eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ aufgeführt sei, verneine die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen hinsichtlich der diagnostischen Kriterien dieser Störung sämtliche Punkte, ohne dass an ihren Angaben gezweifelt werden könne. Eine Abweichung von der Mehrheit der Bevölkerung liege jedoch dahingehend vor, dass die Beschwerdeführerin soziale N ormen, Regeln und Verpflichtungen deutlich und andauernd missachte, eine niedrige Schwelle für ein aggressives und gewalt tätiges Verhalten aufweise, obwohl sie in der Untersuchung keine verringerte Frustrationstoleranz zeige. Sie sei deutlich vermindert imstande, aus negativer Erfahrung – insbesondere Bestrafung – zu lernen und zeige eine deutliche Neigung, andere zu beschuldigen und für das eigene regelwidrige Verhalten plausible Rationalisierungen anzubieten (S. 20 f.). Das Kriterium G1 für eine Persönlichkeitsstörung – Vorliegen einer tiefgreifenden und stabilen Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei erfüllt. Das daraus resultierende Verhalten führe dazu, dass die Beschwerdeführerin in vielen persönlichen und sozialen Situationen unangepasst und unflexibel in ihrem Verhalten reag iere (Erfüllen von Kriterium G2 ). Der nach teilige Einfluss auf die soziale Umgebung sei eindeutig, bei nur fraglichem per sönlichem Leidensdruck (Kriterium G3 ). Die Abweichung bestehe seit spätestens der f rühen Adoleszenz (Kriterium G4 ). Eine Störung aus dem schizophrenen Formenkreis, eine organische psychische Störung oder eine affektive oder sub stanz bezogene Störung bestünden nicht (Kri terien G5 und G6 ). Entsprechend liege bei der Beschwerdeführerin eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ) vor, welche ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei (S. 21). Die Schilderung en der Beschwerdeführerin betreffend die im Jahre 2017 erlebte Episode der häuslichen Gewalt entsprächen hinsichtlich eventuell er trauma relevante r Symptome laienhaften Vorstellungen über eine posttraumatische psychische Pathologie. In den Akten werde zudem nicht das Vollbild einer post traumatischen Belastungsstörung (PTBS) aufgeführt, wobei auch fraglich sei, ob die von ihr erlebte Episode der häuslichen Gewalt dem A-Kriterium für eine PTBS entsprochen habe (S. 21). A uf dem psychiatrischen Fachgebiet lägen keinerlei Anhaltspunkte da für vor, dass die Beschwerdeführerin unter einer organischen, durch die allfälligen Folgen der dokumentierten Gewaltanwendung erklärbaren psychischen Störung leide. Auch sonst werde an keiner Stelle in der vorliegenden medizinischen Dokumentation festgehalten, dass sie solche Folgen der Gewalt anwendung erlitten habe. Sowohl ihre Angaben als auch die dokumentierte Vor geschichte liessen sich durch das Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeit s störung mühelos erklären (S. 2 2 ). Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit attestierte der psychiatrische Experte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (8.5 Stunden pro Tag, S. 26 f. ). 3. 3 In ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) führten die B.___ - Gutachter betreffend den Austrittsbericht der E.___ vom 29. Oktober 2018 (vgl. Urk. 8/ 44 ) aus, d ieser enthalte weder einen AMDP- konformen psychopathologischen Befund noch eine Begründung der gestellten Diagnose gemäss den ICD-10-Kriterien. Es fehle insbesondere eine Unter scheidung zwischen den beklagten und den beobachteten Momenten des Befunds und der Bericht liefere keine neuen, versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen. Im psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 sei eine Analyse der Vorakten enthalten, wobei festgestellt worden sei, dass das bisherige psychiatrische Assessment der Beschwerdeführerin unzureichend gewesen sei. Der in Frage stehende E.___ -Bericht unterscheide sich diesbezüglich nicht von den anderen vorhandenen Akten, weshalb er an der gutachterlichen Beurteilung nichts änder e (S. 2 f.). Der A bschlussbericht der D.___ vom 2. Oktober 2017 (vgl. Urk. 8/ 72 ) weise die gleichen Mängel auf, wobei darin insbesondere ohne weitere Diagnostik von einer vorbekannten ADHS ausgegangen worden sei, ohne die Beschwerdeführerin einer störungsspezifischen Therapie inklusive Gabe von Stimulanzen zuzuführen. Bei diesem Bericht handle es sich zudem nicht um einen ärztlichen Bericht, da er von psychologische n Mi tarbeiterinnen unterzeichnet worden sei (S. 3). Im Weiteren führten die Gutachter aus, eine Persönlichkeitsstörung – mithin eine erhebliche Abwei ch ung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei stets in ihrer Wechselwirkung mit der Umgebung zu betrachten, wobei die Berücksichtigung dieser Wechselwirkung bei der Ermittlung von Funktionsdefiziten wichtig sei. Die Beschwerdeführerin erlebe sich aufgeteilt in eine «böse H.___ » und eine «nette H.___ », wobei der «nette Teil» in der Regel mit schwierigen Situationen gut umgehen und sie steuern könne. Die Funktion des «bösen Teils » bestehe vermutlich darin, sich zu schützen, wobei dieser Schutz im normalen Alltag nicht nötig sei. Die Fests tellung der unbeeinträchtigten Arbeitsf ähigkeit trotz dem Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeitsstörung werde, analog dieser Beschreibung, von der grundsätzlich unbeeinträchtigten Fähigkeit der Beschwerdeführerin, sich beim Vorliegen einer ausreic henden motivationalen Grundlage regelkonform zu verhalten, abgeleitet. Im Weiteren weise d ie Beschwerdeführerin mehr Ressourcen auf, als der Durch schnitt der klinischen Population mit dissozialer Per sönlichkeitsstörung. Es sei ihr noch vor Beginn der Behandlung möglich gewesen, hilfreiche Strategien zu identifizieren, um das eigene Verhalten suffizient zu steuern. In diesem Zusammenha ng sei verdeutlichend zu erwähn en, dass die Persönlichkeitsstörung der Beschwerdeführerin leichten Grades sei (S. 3). Die wichtigste Differenzialdiagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung sei eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, wobei die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen auf die Kriterien dieser Störung sämtliche relevanten Momente verneint habe. Es könne indes nicht ausgeschlossen werden, dass sie in früheren Jahren die diagnostischen Kriterien für eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ erfüllt habe, wobei diese Störung eine geringe intraindividuelle Stabilität aufweise (S. 4). Die Experten führten weiter aus, dass die Beschwerdeführerin ihre erste Lehre aus der bewussten Entscheidung, nicht fremde Kinder betreuen zu wollen, abge brochen habe. Die zweite Lehrstelle sei ihr aufgrund von krankheitsbedingten Absenzen gekündigt worden, wobei es rückblickend als überwiegend wahrschein lich erscheine, dass die Symptomatik einer emotional instabilen Persönlichkeit zum damaligen Zeitpunkt bedeutend stärker ausgeprägt gewesen sei als aktuell. Es hätten sich zudem weder bei der neurops ychologischen noch bei der psychiatrischen Untersuchung relevante Funktionsdefizite gezeigt. Günstig sei bei der Beschwerdeführerin, dass ihre Persönlichkeitsstörung leichten Grades sei und sie deutlich mehr Ressourcen und Entwicklungspotential aufweise als die ver gleichbare Durchschnittsgruppe. Es sei ihr somit besser möglich, mit zunehmendem Alter und vor dem Hintergrund einer Nachreifung der Persönlich keit mit Tendenz zur Rückbildung von pathologischen Aspekten mit ihren Defiziten umzugehen (S. 4). Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten seien sämtliche überprüften attentionalen Funktionen – inklusive K onzentration – in einem mindestens durchschnittlich en Bereich getestet worden. Auch im klinischen Eindruck hätten sich keine Hinweise auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyper aktivität oder Impulsivität gezeigt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin im Kindesalter unter einer hyperkinetischen Störung gelitten habe, wobei bekannt sei, dass sich ADHS-assoziierte Symptome im Erwachsenenalter verändern/zurückbilden könnten. Im Erwachsenenalter liege keine klinisch relevante ADHS-Symptomatik vor (S. 4 f.). 3. 4 Der behandelnde Psychiater der Beschwerdeführerin führte in seinem Bericht vom 27. August 2020 (Urk. 8/89 ) aus, dass sich bei der Beschwerdeführerin seit der gutachterlichen Untersuchung vom 21. Juni 2019 keine neue Situation ergeben habe. Es zeige sich jedoch, dass ihr Gesundheitszustand sehr schwankend und von den äusseren Gegebenheiten abhängig sei. Dabei gebe es Phasen, in denen sie sehr stabil sei, und solche, in denen sie mehr Symptome und mehr Probleme mit der Lebensbewältigung habe (S. 1). 4. 4.1 Die neuropsychologische n und psychiatrischen Gutachten vom 11. Juli und vom 8. September 201 9 (Urk. 8/57/ 1-37) inklusive Ergänzung vom 27. Juli 2020 (Urk. 7/83/2-6) entsprechen den praxisgemässen Anforderungen an den Beweis wert einer Expertise. So sind sie für die streitigen Belange umfassend, geben sie doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin. Sie beruhen sodann auf den notwendigen psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuch ungen. Die Gutachter berücksich tigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander ( Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff. und S. 20 f. ; Urk. 8/57/29-37 S. 2 f. und S. 7 ). Die Expertise n wurde n sodann in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen ( Urk. 8/57/1-28 S. 3 ff. ; Urk. 8/57/29-37 S. 1, Urk. 8/83/2-6 S. 2 ff. ). Die Experten setzten sich mit divergenten Einschätzungen der behandelnden Ärzte auseinander und würdigten diese in einleuchtender Weise ( Urk. 8/57/1-28 S. 25 f. ; Urk. 8/83/2-6 S. 2 f. ). Schliesslich leuchten die Gutachten in der Da rlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen i n den Expertisen sind begründet. In diesem Sinne legte der psychiatrische Gutachter einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung vorliegt, indem sie soziale Normen, Regeln und Ver pflichtungen deutlich und andauernd missachtet und für ein aggressives, gewalt tätiges Verhalten eine niedrige Schwelle aufweist. Er ging nachvollziehbar von einer dissozialen Persönlichkeitsstörung leichten Grad es aus, welche keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat. Im Weiteren verneinte der Experte plausibel da s Vorliegen der diagnostischen Kriterien für eine (remittierte) depressive Episode, ein e ADHS, eine PTBS und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f., Urk. 8/83/2-6 S. 3 f f.). Unter neuropsychologischen Gesichtspunkten legte Dr. F.___ einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine durchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit vor liegt, und ging von einer uneingeschränkten Funktionsfähigkeit im Beruf und Alltag aus. Die Expertin verneinte unter Hinweis auf das Fehlen eine r erhöhte n Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität und Impulsivität das Vorliegen einer ADHS (Urk. 8/57/29-37 S. 7). Die Expertise n erfüllen demnach die praxis gemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen G ut achtens (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c ), weshalb für die Entscheidfindung grundsätzlich darauf abzustellen ist. 4.2 4.2.1 An dieser Beurteilung vermag der Einwand der Beschwerdeführerin betreffend die Unbegründetheit/Widersprüchlichkeit der gutachterlich diagnostizierten dissozialen Persönlichkeit sstörung respektive die Unbegründetheit der attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a) nichts zu ändern. Aus den von der Beschwerdeführerin angefüh rten allgemeinen Kriterien für eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (S. 6 f.) – wonach eine solche immer wieder zu Konflikten im sozialen U mfeld, zu Abwesenheit en sowie Schwierig keiten am Arbeitsplatz und zu kriminellen H andlungen führe –, kann nicht auto matisch auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geschlossen werden. Betreffend die von der Beschwerdeführerin geäusserten Zweifel an der Diagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung und das von ihr postulierte Vorliegen einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung (S. 7) ist daran zu erinnern, dass es im Rahmen der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diag nose a nkommt, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Schliesslich kann die psychiatrische Begut achtung von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen; sie eröffnet der sachverständigen Person deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb welchem verschiedene Interpretationen möglich, zulässig und im Rah men einer Exploration lege artis zu respektieren sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_361 /2016 vom 22. August 2016 E. 4.2.1). Bezüglich des Hinweis es, dass die Persönlichkeit nicht nur aufgrund des Ein drucks während der Exploration abgeleitet werden dürfe, sondern auch aus der gesamten Lebensgeschichte (Urk. 1 S. 7), ist zu bemerken, dass im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung eine ausführliche Anamnese erhebung stattfand, bei welcher insbesondere auch der berufliche Lebenslauf und die Klinik aufenthalte eingehend thematisiert wurden (Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff., S. 25 f. ; Urk. 8/83 /2-6 S. 3 f., S. 5 ). Was die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin anbelangt, ist festzuhalten, dass der Abbruch der Pflegeschule gemäss ihren eigenen Angaben deshalb erfolgt sei, weil sie nicht fremde Kinder habe betreuen wollen. Die zweite Lehrstelle als Bereiterin habe sie gekündigt, weil sie mit dem Chef nicht klargekommen sei. Bei der Tankstelle habe sie zu 60 % gearbeitet, zu 100 % habe sie nicht arbeiten wollen ( Urk. 8/57/1-28 S. 12). Die Tätigkeit im Bro c k enhaus nerve sie jeden Tag und sie gehe nur dorthin, weil sie vom Sozialamt dazu gezwungen werde. Ihr sei jede Art von Tätigkeit bereits nach kurzer Zeit langweilig, verbunden mit der Unlust hinzugehen, weshalb sie sich keine reguläre Tätigkeit vorstellen könne (S. 13). Was die geltend gemachte fehlende psychologische Testdiagnostik betrifft (Urk. 1 S. 7), ist darauf hinzuweisen, dass den Experten bei der Wahl der Methode zur Erstellung des Gutachtens ein grosses Ermessen zukommt, so dass nicht gesagt werden kann, dass nur die Anwendung einer Methode zulässig ist. Massgebend ist vielmehr, dass d ie Expertise gesamthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeugend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260 /2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen; vgl. E. 4.1), was vorliegend zutrifft. Ein wie von der Beschwerdeführerin geltend gemachter unauflösbarer Wider spruch in der psychiatrischen Begutachtung betreffend die emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 1 S. 8) ist nicht ersichtlich. Der Hinweis von Dr. G.___, die diagnostischen Kriterien für eine solche Störung seien nicht erfüllt, betraf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration vom 21. Juni 2019 und erfolgte gestützt auf die damaligen Angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 8/57/1-28 S. 20). Die Aussage vom psychiatrischen Experten vom 27. Juli 2020, wonach die Symptome einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung stärker ausgeprägt gewesen seien, bezog sich demgegenüber auf den Zeitpunkt der Kündigung der zweite n Lehrstelle. Entsprechend wies Dr. G.___ darauf hin, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in früheren Jahren die Kriterien für eine solche Störung erfüllt habe (Urk. 8/83/2-6 S. 4). Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Angabe des psychiatrischen Gutachters, wonach bei ihr jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter fehlten (Urk. 1 S. 8), sei nicht nachvollziehbar, geht ins Leere. Einmal mehr bezog sich die Aussage von Dr. G.___ auf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration (Urk. 8/57/1-28 S. 20), weshalb namentlich der Hin weis der Beschwerdeführerin auf das Verlaufsprotokoll der Berufsberatung vom 13. November 2018, gemäss welchem anlässlich eines Standortgesprächs vom 30. August 2018 auf ihr fehlende s Durchhalten bei verschiedenen Jobs in der Vergangenheit hingewiesen wurde (Urk. 8/37/4), an der Sache vorbeigeht. Dies gilt umso mehr, als der fragliche Hinweis den im psychiatrischen Gutachten beschriebenen motivationalen und oppositionellen Aspekten (Urk. 8/57/1-28 S. 12 f. und S. 20 ) keinerlei Rechnung trägt. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass im Gutachten von Dr. F.___ in nachvollziehbarer Weise keine kognitive Störung diagnostiziert respektive keine neuropsychologische Diagnose – ins besondere auch keine ADHS – gestellt wurde (Urk. 8/57/29-37 S. 7). 4.2.2 Was den Hinweis der Beschwerdeführerin betreffend ungenügende Auseinander setzung mit den Vorakten angeht (Urk. 1 S. 8 f. lit. b), ist Folgendes zu bemerken: Der Abbruch der Potentialabklärung durch die Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 8/ 36, Urk. 8/39 ) wurde im psychiatrischen Gutachten thematisiert (Urk. 8/57/1-28 S. 13, S. 25 f.). Im Weiteren setzte sich Dr. G.___ mit den Berichten der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ vom 29. Oktober 2018 in seiner S tellungnahme vom 27. Juli 2020 auseinander (Urk. 8/ 83/2-6 S. 2 f.). Beide Berichte wurden von Psychologinnen verfasst (Urk. 8/44 S. 7, Urk. 8/72 S. 3), wobei rechtsprechungsgemäss der Gesundheitsz ustand und die Arbeits fähigkeit auf der Grundlage von fachärztlichen (psychiatrischen) Stellungnahmen zu beurteilen sind (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 99 E. 3.2). Der psychiatrische Gut achter hat am 8. September 2019 zudem nachvollziehbar dargelegt, weshalb die von den behandelnden Fachpersonen aufgeführten Diagnosen nicht bestätigt werden können (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). Im Übrigen lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Erhebungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab weichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind ( Urteil des Bundesgerichts 9C_547 /2020 vom 3. März 2021 E. 4.2.3 mit Hinweis ). Derartige Aspekte sind in casu nicht ersichtlich. 4.2.3 Bezüglich des Einwands der ungenügenden Verständigung anlässlich der psychiatrischen Begutachtung (Urk. 1 S. 9 f. lit. c) ist Folgendes festzuhalten: In der psychiatrischen Expertise vom 8. September 2019 wurde ausdrücklich fest gehalten, dass die sprachliche Verständigung ohne Beizug von Drittpersonen ein wandfrei erfolgt sei (Urk. 8/57/1-28 S. 18). Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten vom 11. Juli 2019 (Urk. 8/57/29-37 S. 2) und der Email der Sozialen Dienste der Gemeinde I.___ vom 8. Juli 2019 (Urk. 8/55 ) hat die Beschwerdeführerin angegeben, Dr. G.___ sprachlich nicht gut verstanden zu haben. Der behandelnde Psychiater teilte am 31. Oktober 2019 unter anderem mit, dass es für die Beschwerdeführerin schwierig gewesen sei, den Gutachter zu verstehen respektive sie aufg rund ihres ausgeprägten Berner- Dialektes wahr scheinlich auch für den Gutachter nicht einfach verständlich gewesen sei (Urk. 8/65 S. 2 Ziff. 7). Dr. G.___ wies am 27. Juli 2020 darauf hin, dass das Diktat des Berichts während der Exploration erfolgt sei und die Angaben der Beschwerdeführerin in Echtzeit entweder direkt wiederholt oder in zusammen gefasster Form protokolliert worden sei en, wobei sie jederzeit die Möglichkeit gehabt habe, ihr e Korrekturen anzubringen (Urk. 8/83 /2-6 S. 1 f.). Am 27. August 2020 präzisierte Dr. C.___, dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch der Gutachter der deutschen Sprache mächtig gewesen seien und es keine groben Verständigungsschwierigkeiten gegeben habe, bei der Beschwerdeführerin aber das Gefühl entstanden sei, nicht alles komme so an, wie sie es gemeint habe (Urk. 8/89 S. 2). Unter Berücksichtigung der Angaben von Dr. C.___ betreffend das Fehlen von relevanten Verständigungsproblemen zwischen der Beschwerde führerin und dem psychiatrischen Gutachter, de r Äusserungen von Dr. G.___ bezüglich einwandfreie r Verständigung und Diktat während der Exploration so wie de s Umstand es, dass letzterer während fünf Jahren im Kanton Bern ärztlich tätig gewesen ist und an der Universität Bern promovierte (Urk. 8/83 /2-6 S. 3), sind den Beweiswert der psychiatrischen Expertise in Frage stellende Verständigungsschwierigkeiten z u verneinen. 4.2.4 B etreffend die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte nicht nachvoll ziehbare gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität (Urk. 1 S. 10 ff. lit. d) ist zu bemerken, dass Dr. G.___ – wie die Beschwerdeführerin selbst ausführte (S. 11 am Ende ) – das Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose mit Auswirkungen auf die Ar beitsfähigkeit unabhängig von einer allfälligen Aggravation verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). In diesem Zusammenhang ist da rauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin gegenüber den B.___ -Gutachter n von einem aktiven Tagesablauf berichtet hat, wobei sie jeden Tag g egen 5.00 Uhr aufstehe, mit ihren zwei – respektive am Wochenende drei (den Hund, welcher unter der Woche bei der Mutter in Bern wohne, hole sie jeweils am Wochenende zu sich) – Hunden spazieren gehe, das Frühstück für sich und ihren Partner sowie das Mittagessen für letzteren zum Mitnehmen vorbereite, abermals mit den Hunden nach draussen gehe, am Dienstag/Mittwoch/Donnerstag arbeite und nachmittags allenfalls einkaufen gehe. Im Weiteren mache sie zusammen mit ihrem Partner die Hausabwartsarbeit und erledige den Haushalt zu Hause sehr gut, wobei sie schon fast unter einem « Putzwahn » leide. Sie mache mit ihrem Partner viel Krafttraining, gehe mit den Hunden viel joggen und habe zudem zwei Schlangen, einen Gecko und zwei Vogelspinnen (Urk. 8/57/1- 28 S. 14 f., Urk. 8/57/29-37 S. 3). 4.2.5 Die Beschwerdeführerin stellte die Neutralität und Ergebnisoffenheit von Dr. G.___ unter Hinweis auf eine abwertende Wortwahl im Zusammenhang mit der von ihr erlebten häuslichen Gewalt in Frage (Urk. 1 S. 12 lit. e). Der Um stand, dass der psychiatrische Experte eine psychische Störung als Folge dieses Vorfalls verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 22), reicht nicht aus, um seine neutrale Haltung anzuzweifeln, zumal er dies in sachlicher und deskriptiver und – ent gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht in (ab)wertender Weise tat. Ebenso wenig kann aufgrund des von Dr. C.___ erwähnte n pauschale n Gefühl s der Beschwerdeführerin, sie sei vom Gutachter nicht richtig verstanden worden (Urk. 8/89 S. 2), auf eine fehlende Neutralität des Experten geschlossen werden. 4.2.6 Was schliesslich die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Beein trächtigung des Sehvermögens angeht (Urk. 1 S. 13 Ziff. 10), so fehlen in den Akten jegliche fachärztliche Hinweise auf ophthalmologische Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und wurden im Übrigen von der Beschwerdeführerin auch nicht im Rahmen der psychiatrischen und neuro psychologischen Begutachtung geltend gemacht. 4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Beschw erdeführerin in ihrer angestamm ten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist, weshalb die Beschwerde ab zuweisen ist. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Durchführung eines strukt u rierten Beweisverfahrens nach Massgabe von BGE 141 V 281 sowie BGE 143 V 418, da e ine grössere Arbeitsunfähigkeit al s die gutachterlich attestierte auch aus einer Indikatorenprüfung nicht resultieren kann (Urteil des Bundes gerichts 8C_629 /2019 vom 8. November 2019 E. 4.2.4). Soweit die Beschwerde führerin verlangt, es seien weitere Abklär ungen durchzuführen (Urk. 1 S. 12 Ziff. 9.3, S. 13 Ziff. 10 ), kann darauf in ant izipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen) verzichtet werden. Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. 5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r unterliegenden Beschwerdeführer in aufzuerlegen. 5.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbei ständung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet wer den kann und die Beschwerdeführerin bedürftig ist (Urk. 14/5 ), ist ihr antrags gemäss (Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die de r Beschwerdeführer in auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Da zudem die anwaltliche Verbeiständung notwendig ist, ist Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu bestellen und unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozess es und beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zu züglich Mehrwertsteuer) mit Fr. 2’400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. D ie Beschwerdeführer in wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht (GSVGer) aufmerksam gemacht, wonach sie zur Nach zahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechts pflege verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 1 4. Januar 2021 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr in der Person von Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt, und erkennt : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Roland Zahner - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchleiffer Marais

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00028 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais Urteil vom 1 3. Dezember 2021

IV.2021.00028

IV.2021.00028

IV.2021.00028 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Senn Ersatzrichterin Gasser Küffer Gerichtsschreiberin Schleiffer Marais

Urteil vom 1 3. Dezember 2021

Urteil vom 1 3. Dezember 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Roland Zahner

vertreten durch Rechtsanwalt Roland Zahner Studer Zahner Anwälte AG

Studer Zahner Anwälte AG Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen

Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1990 geborene X.___, ohne Ausbildung und von Oktober 2015 bis März/April 2016 mit einem Pensum von 60 % als Verkäuferin bei der Y.___ Tank stelle in Z.___ tätig gewesen, meldete sich am 16. August 2017 unter Hinweis auf eine psychische Beeinträchtigung, Ursache nicht eindeutig bestimmbar, eine Beeinträchtigung des Sehvermögens und körperliche Gewalt durch den Expartner bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und informierte die Versicherte mit Mitteilung vom 4. Oktob er 2018 (Urk. 8/31) über die Kostenübernahme für eine Potenzial abklärung bei der Stiftung A.__ vom 22. Oktober bis 16. November 201 8. Am 13. November 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die Mitteilung vom 4. Oktober 2018 per 9. November 2018 aufgehoben werde, da es für sie (die Versicherte) gemäss eigenen Angaben nicht mehr möglich sei, die Potential abklärung durchzuführen (Urk. 8/36). In der Folge holte die IV-S telle beim B.___ ein bidisziplinäres Gutachten (Psychiatrie und Neuropsychologie) ein (Expertisen vom 11. Juli und 8. September 2019, Urk. 8/57/1-37). Mit Vorbescheid vom 7. Oktober 2019 (Urk. 8/61) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht, wogegen letztere am 7. November 2019 Einsprache (Urk. 8/66) erhob. Am 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) beantworteten die B.___ - Gutachter die von der IV-Stelle am 2. April 2020 gestellten Rückfragen (Urk. 8/76/1-2). Die Versicherte nahm am 27. August 2020 Stellung zu den Ant worten der Gutachter (Urk. 8/87) und legte am 31. August 2020 (Urk. 8/88) das Schreiben des behandelnden Psychiaters Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. August 2020 (Urk. 8/89) vor. Am 2. Dezember 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten ver fügungsweise ab (Urk. 2).

1. Die 1990 geborene X.___, ohne Ausbildung und von Oktober 2015 bis März/April 2016 mit einem Pensum von 60 % als Verkäuferin bei der Y.___ Tank stelle in Z.___ tätig gewesen, meldete sich am 16. August 2017 unter Hinweis auf eine psychische Beeinträchtigung, Ursache nicht eindeutig bestimmbar, eine Beeinträchtigung des Sehvermögens und körperliche Gewalt durch den Expartner bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/4). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und informierte die Versicherte mit Mitteilung vom 4. Oktob er 2018 (Urk. 8/31) über die Kostenübernahme für eine Potenzial abklärung bei der Stiftung A.__ vom 22. Oktober bis 16. November 201 8. Am 13. November 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass die Mitteilung vom 4. Oktober 2018 per 9. November 2018 aufgehoben werde, da es für sie (die Versicherte) gemäss eigenen Angaben nicht mehr möglich sei, die Potential abklärung durchzuführen (Urk. 8/36). In der Folge holte die IV-S telle beim B.___ ein bidisziplinäres Gutachten (Psychiatrie und Neuropsychologie) ein (Expertisen vom 11. Juli und 8. September 2019, Urk. 8/57/1-37). Mit Vorbescheid vom 7. Oktober 2019 (Urk. 8/61) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht, wogegen letztere am 7. November 2019 Einsprache (Urk. 8/66) erhob. Am 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) beantworteten die B.___ Gutachter die von der IV-Stelle am 2. April 2020 gestellten Rückfragen (Urk. 8/76/1-2). Die Versicherte nahm am 27. August 2020 Stellung zu den Ant worten der Gutachter (Urk. 8/87) und legte am 31. August 2020 (Urk. 8/88) das Schreiben des behandelnden Psychiaters Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. August 2020 (Urk. 8/89) vor. Am 2. Dezember 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten ver fügungsweise ab (Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte am 14. Januar 2021 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 2. Dezember 2020 aufzuheben und es sei en ihr – nach Durchführung medizinischer Abklärungen – die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen auszurichten. In formeller Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwerde antwort vom 22. Februar 2021 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab weisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 20. April 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15).

2. Dagegen erhob die Versicherte am 14. Januar 2021 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei die Verfügung vom 2. Dezember 2020 aufzuheben und es sei en ihr – nach Durchführung medizinischer Abklärungen – die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen auszurichten. In formeller Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwerde antwort vom 22. Februar 2021 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab weisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 20. April 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG ).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG ). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c ; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne W eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 1 43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13 9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c ; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres z u mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres z u mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 A bs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 A bs. 2 IVG). 1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass gemäss dem Gutachten keine Diagnosen vorlägen, welche einen dauerhaften Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (S. 1). Die Berichte der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ AG vom 29. Oktober 2018 enthielten keine neuen versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen, so dass alle echtzeitlichen medizinischen Unterlagen ausreichend gewürdigt worden seien. Ebenso sei die berufliche Abklärung berücksichtigt worden. Im Weiteren sei die Verständigung während der psychiatrischen Untersuchung nicht erschwert gewesen und der psychiatrische Experte der Besc hwerdeführerin neutral begegnet. Die diagnostizierte dissoziale Persönlichkeitsstörung sei sodann leicht ausgeprägt und anhand der diagnostischen Kriterien nach ICD-10 ausreichend begründet und die Kriterien einer instabilen Persönlichkeit sei en bei der gezielten Befragung ver neint worden und eine entsprechende Diagnose habe zum Untersuchungs zeitpunkt nicht bestätigt werden können (S. 2). Im Weiteren hätten die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeitsfunktionen im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung in einem mindestens durchschnittlichen Bereich gelegen und auch der Gesamteindruck deute nicht auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität hin. Schliess lich sei gestützt auf die Angaben des behandelnden Psychiaters vom 27. August und 22. Oktober 2020 keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten. Entsprechend sei das Gutachten schlüssig, weshalb darauf abgestellt werden könne und keine weiteren Abklärungen angezeigt seien (S. 3).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass gemäss dem Gutachten keine Diagnosen vorlägen, welche einen dauerhaften Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (S. 1). Die Berichte der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ AG vom 29. Oktober 2018 enthielten keine neuen versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen, so dass alle echtzeitlichen medizinischen Unterlagen ausreichend gewürdigt worden seien. Ebenso sei die berufliche Abklärung berücksichtigt worden. Im Weiteren sei die Verständigung während der psychiatrischen Untersuchung nicht erschwert gewesen und der psychiatrische Experte der Besc hwerdeführerin neutral begegnet. Die diagnostizierte dissoziale Persönlichkeitsstörung sei sodann leicht ausgeprägt und anhand der diagnostischen Kriterien nach ICD-10 ausreichend begründet und die Kriterien einer instabilen Persönlichkeit sei en bei der gezielten Befragung ver neint worden und eine entsprechende Diagnose habe zum Untersuchungs zeitpunkt nicht bestätigt werden können (S. 2). Im Weiteren hätten die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeitsfunktionen im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung in einem mindestens durchschnittlichen Bereich gelegen und auch der Gesamteindruck deute nicht auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität hin. Schliess lich sei gestützt auf die Angaben des behandelnden Psychiaters vom 27. August und 22. Oktober 2020 keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten. Entsprechend sei das Gutachten schlüssig, weshalb darauf abgestellt werden könne und keine weiteren Abklärungen angezeigt seien (S. 3). 2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenü ber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass zahlreiche konkrete Indizien gegen das psychiatrische Gutachten sprächen, weshalb weitere medizini sche Abklärungen im Sinne einer Oberbegutachtung vorzunehmen seien (S. 12 Ziff. 9.3). Im Zusammenhang mit der diagnostizierten dissozialen Persönlichkeitsstörung liege im psychiatrischen Gutachten eine unbegründete und widersprüchliche Diagnostik respektive eine unbegründete Bemessung der Arbeitsfähigkeit vor. Nicht nachvollziehbar sei auch die Angabe des psychiatrischen Experten, wonach jegliche Anhal tspunkte für die Diagnose eine r Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenen alter fehlten (S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a ). Im Weiteren sei das psychiatrische Gutachten nicht in Kenntnis der gesamten Vorakten abgegeben worden, wobei insbesondere die Berichte der E.___ vom 29. Oktober 2018 und der D.___ vom 2. Oktober 2017 nicht berücksichtigt worden seien (S. 8 f. lit. b). Zwischen dem psychiatrischen Experten und der Beschwerdeführerin habe zudem nur eine ungenügende sprach liche Verständigung vorgelegen (S. 9 lit. c). Des Weiteren sei die gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität nicht nachvollziehbar (S. 10 f f. lit. d) und es habe dem psychiatrischen Experten an einer ergebnisoffene n Haltung gemangelt (S. 12 lit. e).

2.2 Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenü ber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass zahlreiche konkrete Indizien gegen das psychiatrische Gutachten sprächen, weshalb weitere medizini sche Abklärungen im Sinne einer Oberbegutachtung vorzunehmen seien (S. 12 Ziff. 9.3). Im Zusammenhang mit der diagnostizierten dissozialen Persönlichkeitsstörung liege im psychiatrischen Gutachten eine unbegründete und widersprüchliche Diagnostik respektive eine unbegründete Bemessung der Arbeitsfähigkeit vor. Nicht nachvollziehbar sei auch die Angabe des psychiatrischen Experten, wonach jegliche Anhal tspunkte für die Diagnose eine r Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenen alter fehlten (S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a ). Im Weiteren sei das psychiatrische Gutachten nicht in Kenntnis der gesamten Vorakten abgegeben worden, wobei insbesondere die Berichte der E.___ vom 29. Oktober 2018 und der D.___ vom 2. Oktober 2017 nicht berücksichtigt worden seien (S. 8 f. lit. b). Zwischen dem psychiatrischen Experten und der Beschwerdeführerin habe zudem nur eine ungenügende sprach liche Verständigung vorgelegen (S. 9 lit. c). Des Weiteren sei die gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität nicht nachvollziehbar (S. 10 f f. lit. d) und es habe dem psychiatrischen Experten an einer ergebnisoffene n Haltung gemangelt (S. 12 lit. e). 3.

3. 3.1 Die neuropsychologische Expertin Dr. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuro psychologi e FSP, verneinte am 11. Juli 2019 das Vorliegen einer kognitiven Störung (Urk. 8/57/29-37 S. 7).

3.1 Die neuropsychologische Expertin Dr. phil. F.___, Fachpsychologin für Neuro psychologi e FSP, verneinte am 11. Juli 2019 das Vorliegen einer kognitiven Störung (Urk. 8/57/29-37 S. 7). Dr. F.___ führte aus, dass sich i m Rahmen der testpsychologischen Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit in den allermeisten Teilbereichen durch schnittliche Leistungen zeigten, wobei die Konzentrationsfähigkeit sogar weit überdurchschnittlich ausgefallen sei. Einzig die figurale Ideenproduktion sei quantitativ leicht unterdurchschnittlich, wobei dies – bei sonst durchwegs regulären kognitiven Leistungen – als Testausreisser zu werten sei, welchem keine klinische und Alltags-Relevanz zukomme. Die kursorisch überprüfte verbale und nonverbale Intelligenz liege im Durchschnittsbereich. Die von der Beschwerde führerin ausgefüllten Fragebogenverfahren betreffend ADHS hätten in die Richtung der erwähnten Diagnose gewiesen. Da die attentionalen Funktionen inklusive Konzentrationsfähigkeit mindestens durchschnittlich ausgefallen seien und sich auch im beobachteten Verhalten während der gesamten neuro psychologischen Untersuchung – welche während mehr als drei Stunden und ohne Pause durchgeführt worden sei (S. 4) – keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität gefunden hätten, lägen keine ausreichenden Hinweise auf ein e ADHS vor (S. 7).

Dr. F.___ führte aus, dass sich i m Rahmen der testpsychologischen Überprüfung der kognitiven Leistungsfähigkeit in den allermeisten Teilbereichen durch schnittliche Leistungen zeigten, wobei die Konzentrationsfähigkeit sogar weit überdurchschnittlich ausgefallen sei. Einzig die figurale Ideenproduktion sei quantitativ leicht unterdurchschnittlich, wobei dies – bei sonst durchwegs regulären kognitiven Leistungen – als Testausreisser zu werten sei, welchem keine klinische und Alltags-Relevanz zukomme. Die kursorisch überprüfte verbale und nonverbale Intelligenz liege im Durchschnittsbereich. Die von der Beschwerde führerin ausgefüllten Fragebogenverfahren betreffend ADHS hätten in die Richtung der erwähnten Diagnose gewiesen. Da die attentionalen Funktionen inklusive Konzentrationsfähigkeit mindestens durchschnittlich ausgefallen seien und sich auch im beobachteten Verhalten während der gesamten neuro psychologischen Untersuchung – welche während mehr als drei Stunden und ohne Pause durchgeführt worden sei (S. 4) – keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität oder Impulsivität gefunden hätten, lägen keine ausreichenden Hinweise auf ein e ADHS vor (S. 7). Aus rein neuropsychologischer Sicht sei die Funktionsfähigkeit im Alltag – auch unter allen ausbildungsadäquaten beruflichen Anforderungen – nicht ein geschränkt (S. 7).

Aus rein neuropsychologischer Sicht sei die Funktionsfähigkeit im Alltag – auch unter allen ausbildungsadäquaten beruflichen Anforderungen – nicht ein geschränkt (S. 7). 3.2 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, nannte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 (Urk. 8/57/1-28) folgende Diagnose ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit (S. 21):

3.2 Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, nannte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 (Urk. 8/57/1-28) folgende Diagnose ohne Auswirkung en auf die Arbeitsfähigkeit (S. 21): - dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ). dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ). Der psychiatrische Experte führte aus, dass die Beschwerdeführerin während der gesamten Gesprächsdauer ohne Ermüdungserscheinungen aktiv und agil im Ge spräch mitwirke. Stark kontrastierend zu ihren Angaben der allgemeinen Angst vor Menschen und vor erschwerter Kontaktaufnahme im sozialen Bereich zeige sie keinerlei Schwierigkeiten, mit dem Gutachter Kontakt aufzunehmen. Auch hätten sensitive Themen (Verbindungen zur rechtsextremen Szene, Einstellung gegenüber Regeln/Normen, ungünstige Reaktion auf reglementierende Einflüsse) problemlos angesprochen werden können, so dass in der Gesamtschau von einer mindestens durchschnittlichen Frustrationstoleranz auszugehen sei (S. 17).

Der psychiatrische Experte führte aus, dass die Beschwerdeführerin während der gesamten Gesprächsdauer ohne Ermüdungserscheinungen aktiv und agil im Ge spräch mitwirke. Stark kontrastierend zu ihren Angaben der allgemeinen Angst vor Menschen und vor erschwerter Kontaktaufnahme im sozialen Bereich zeige sie keinerlei Schwierigkeiten, mit dem Gutachter Kontakt aufzunehmen. Auch hätten sensitive Themen (Verbindungen zur rechtsextremen Szene, Einstellung gegenüber Regeln/Normen, ungünstige Reaktion auf reglementierende Einflüsse) problemlos angesprochen werden können, so dass in der Gesamtschau von einer mindestens durchschnittlichen Frustrationstoleranz auszugehen sei (S. 17). Die Beschwerdeführerin beklage eine Instabilität der Grundstimmung, biete je doch kein affektives Syndrom respektive keine anhaltenden, relevanten Defizite in den Bereichen Affektivität, Psychomotorik und H edonie und weise keine Vor geschichte von hypomanischen oder manischen Episoden auf, so dass die Diagnose einer depressiven Episode aktuell nicht zu stellen sei. Anhand der medizinischen Dokumentation und Anamnese könn e nicht mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass eine depressive Episode in der Vergangenheit vorgelegen habe, weshalb auch keine formelle Diagnose einer remittierten depressiven Episode erfolgen könne (S. 20).

Die Beschwerdeführerin beklage eine Instabilität der Grundstimmung, biete je doch kein affektives Syndrom respektive keine anhaltenden, relevanten Defizite in den Bereichen Affektivität, Psychomotorik und H edonie und weise keine Vor geschichte von hypomanischen oder manischen Episoden auf, so dass die Diagnose einer depressiven Episode aktuell nicht zu stellen sei. Anhand der medizinischen Dokumentation und Anamnese könn e nicht mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass eine depressive Episode in der Vergangenheit vorgelegen habe, weshalb auch keine formelle Diagnose einer remittierten depressiven Episode erfolgen könne (S. 20). Betreffend ADHS hielt der Experte fest, dass die Beschwerdeführerin lediglich von punktuellen Störungen im Unterricht aufgrund von Langeweile und von einer Repetition der 3. Schulklasse aufgrund mangelhafte r Leistungen mit einer Ver besserung der Schulnoten nach de r Klassenwiederholung berichte. Das Fehlen von Motivation sowie oppositionelles Verhalten mit deutlichen dissozialen Zügen dürfe indes nicht automatisch auf ein e ADHS zurückgeführt werden. Aktuell fehlten bei der Beschwerdeführerin jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose eine r ADHS im Erwachsenenalter (S. 20).

Betreffend ADHS hielt der Experte fest, dass die Beschwerdeführerin lediglich von punktuellen Störungen im Unterricht aufgrund von Langeweile und von einer Repetition der 3. Schulklasse aufgrund mangelhafte r Leistungen mit einer Ver besserung der Schulnoten nach de r Klassenwiederholung berichte. Das Fehlen von Motivation sowie oppositionelles Verhalten mit deutlichen dissozialen Zügen dürfe indes nicht automatisch auf ein e ADHS zurückgeführt werden. Aktuell fehlten bei der Beschwerdeführerin jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose eine r ADHS im Erwachsenenalter (S. 20). Obwohl in den Akten eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ aufgeführt sei, verneine die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen hinsichtlich der diagnostischen Kriterien dieser Störung sämtliche Punkte, ohne dass an ihren Angaben gezweifelt werden könne. Eine Abweichung von der Mehrheit der Bevölkerung liege jedoch dahingehend vor, dass die Beschwerdeführerin soziale N ormen, Regeln und Verpflichtungen deutlich und andauernd missachte, eine niedrige Schwelle für ein aggressives und gewalt tätiges Verhalten aufweise, obwohl sie in der Untersuchung keine verringerte Frustrationstoleranz zeige. Sie sei deutlich vermindert imstande, aus negativer Erfahrung – insbesondere Bestrafung – zu lernen und zeige eine deutliche Neigung, andere zu beschuldigen und für das eigene regelwidrige Verhalten plausible Rationalisierungen anzubieten (S. 20 f.).

Obwohl in den Akten eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ aufgeführt sei, verneine die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen hinsichtlich der diagnostischen Kriterien dieser Störung sämtliche Punkte, ohne dass an ihren Angaben gezweifelt werden könne. Eine Abweichung von der Mehrheit der Bevölkerung liege jedoch dahingehend vor, dass die Beschwerdeführerin soziale N ormen, Regeln und Verpflichtungen deutlich und andauernd missachte, eine niedrige Schwelle für ein aggressives und gewalt tätiges Verhalten aufweise, obwohl sie in der Untersuchung keine verringerte Frustrationstoleranz zeige. Sie sei deutlich vermindert imstande, aus negativer Erfahrung – insbesondere Bestrafung – zu lernen und zeige eine deutliche Neigung, andere zu beschuldigen und für das eigene regelwidrige Verhalten plausible Rationalisierungen anzubieten (S. 20 f.). Das Kriterium G1 für eine Persönlichkeitsstörung – Vorliegen einer tiefgreifenden und stabilen Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei erfüllt. Das daraus resultierende Verhalten führe dazu, dass die Beschwerdeführerin in vielen persönlichen und sozialen Situationen unangepasst und unflexibel in ihrem Verhalten reag iere (Erfüllen von Kriterium G2 ). Der nach teilige Einfluss auf die soziale Umgebung sei eindeutig, bei nur fraglichem per sönlichem Leidensdruck (Kriterium G3 ). Die Abweichung bestehe seit spätestens der f rühen Adoleszenz (Kriterium G4 ). Eine Störung aus dem schizophrenen Formenkreis, eine organische psychische Störung oder eine affektive oder sub stanz bezogene Störung bestünden nicht (Kri terien G5 und G6 ). Entsprechend liege bei der Beschwerdeführerin eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ) vor, welche ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei (S. 21).

Das Kriterium G1 für eine Persönlichkeitsstörung – Vorliegen einer tiefgreifenden und stabilen Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei erfüllt. Das daraus resultierende Verhalten führe dazu, dass die Beschwerdeführerin in vielen persönlichen und sozialen Situationen unangepasst und unflexibel in ihrem Verhalten reag iere (Erfüllen von Kriterium G2 ). Der nach teilige Einfluss auf die soziale Umgebung sei eindeutig, bei nur fraglichem per sönlichem Leidensdruck (Kriterium G3 ). Die Abweichung bestehe seit spätestens der f rühen Adoleszenz (Kriterium G4 ). Eine Störung aus dem schizophrenen Formenkreis, eine organische psychische Störung oder eine affektive oder sub stanz bezogene Störung bestünden nicht (Kri terien G5 und G6 ). Entsprechend liege bei der Beschwerdeführerin eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.2 ) vor, welche ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei (S. 21). Die Schilderung en der Beschwerdeführerin betreffend die im Jahre 2017 erlebte Episode der häuslichen Gewalt entsprächen hinsichtlich eventuell er trauma relevante r Symptome laienhaften Vorstellungen über eine posttraumatische psychische Pathologie. In den Akten werde zudem nicht das Vollbild einer post traumatischen Belastungsstörung (PTBS) aufgeführt, wobei auch fraglich sei, ob die von ihr erlebte Episode der häuslichen Gewalt dem A-Kriterium für eine PTBS entsprochen habe (S. 21). A uf dem psychiatrischen Fachgebiet lägen keinerlei Anhaltspunkte da für vor, dass die Beschwerdeführerin unter einer organischen, durch die allfälligen Folgen der dokumentierten Gewaltanwendung erklärbaren psychischen Störung leide. Auch sonst werde an keiner Stelle in der vorliegenden medizinischen Dokumentation festgehalten, dass sie solche Folgen der Gewalt anwendung erlitten habe. Sowohl ihre Angaben als auch die dokumentierte Vor geschichte liessen sich durch das Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeit s störung mühelos erklären (S. 2 2 ).

Die Schilderung en der Beschwerdeführerin betreffend die im Jahre 2017 erlebte Episode der häuslichen Gewalt entsprächen hinsichtlich eventuell er trauma relevante r Symptome laienhaften Vorstellungen über eine posttraumatische psychische Pathologie. In den Akten werde zudem nicht das Vollbild einer post traumatischen Belastungsstörung (PTBS) aufgeführt, wobei auch fraglich sei, ob die von ihr erlebte Episode der häuslichen Gewalt dem A-Kriterium für eine PTBS entsprochen habe (S. 21). A uf dem psychiatrischen Fachgebiet lägen keinerlei Anhaltspunkte da für vor, dass die Beschwerdeführerin unter einer organischen, durch die allfälligen Folgen der dokumentierten Gewaltanwendung erklärbaren psychischen Störung leide. Auch sonst werde an keiner Stelle in der vorliegenden medizinischen Dokumentation festgehalten, dass sie solche Folgen der Gewalt anwendung erlitten habe. Sowohl ihre Angaben als auch die dokumentierte Vor geschichte liessen sich durch das Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeit s störung mühelos erklären (S. 2 2 ). Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit attestierte der psychiatrische Experte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (8.5 Stunden pro Tag, S. 26 f. ).

Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit attestierte der psychiatrische Experte eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (8.5 Stunden pro Tag, S. 26 f. ). 3. 3 In ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) führten die B.___ - Gutachter betreffend den Austrittsbericht der E.___ vom 29. Oktober 2018 (vgl. Urk. 8/ 44 ) aus, d ieser enthalte weder einen AMDP- konformen psychopathologischen Befund noch eine Begründung der gestellten Diagnose gemäss den ICD-10-Kriterien. Es fehle insbesondere eine Unter scheidung zwischen den beklagten und den beobachteten Momenten des Befunds und der Bericht liefere keine neuen, versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen. Im psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 sei eine Analyse der Vorakten enthalten, wobei festgestellt worden sei, dass das bisherige psychiatrische Assessment der Beschwerdeführerin unzureichend gewesen sei. Der in Frage stehende E.___ -Bericht unterscheide sich diesbezüglich nicht von den anderen vorhandenen Akten, weshalb er an der gutachterlichen Beurteilung nichts änder e (S. 2 f.).

3. 3 In ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 2020 (Urk. 8/83/2-6) führten die B.___ Gutachter betreffend den Austrittsbericht der E.___ vom 29. Oktober 2018 (vgl. Urk. 8/ 44 ) aus, d ieser enthalte weder einen AMDP- konformen psychopathologischen Befund noch eine Begründung der gestellten Diagnose gemäss den ICD-10-Kriterien. Es fehle insbesondere eine Unter scheidung zwischen den beklagten und den beobachteten Momenten des Befunds und der Bericht liefere keine neuen, versicherungspsychiatrisch relevanten Informationen. Im psychiatrischen Gutachten vom 8. September 2019 sei eine Analyse der Vorakten enthalten, wobei festgestellt worden sei, dass das bisherige psychiatrische Assessment der Beschwerdeführerin unzureichend gewesen sei. Der in Frage stehende E.___ -Bericht unterscheide sich diesbezüglich nicht von den anderen vorhandenen Akten, weshalb er an der gutachterlichen Beurteilung nichts änder e (S. 2 f.). Der A bschlussbericht der D.___ vom 2. Oktober 2017 (vgl. Urk. 8/ 72 ) weise die gleichen Mängel auf, wobei darin insbesondere ohne weitere Diagnostik von einer vorbekannten ADHS ausgegangen worden sei, ohne die Beschwerdeführerin einer störungsspezifischen Therapie inklusive Gabe von Stimulanzen zuzuführen. Bei diesem Bericht handle es sich zudem nicht um einen ärztlichen Bericht, da er von psychologische n Mi tarbeiterinnen unterzeichnet worden sei (S. 3).

Der A bschlussbericht der D.___ vom 2. Oktober 2017 (vgl. Urk. 8/ 72 ) weise die gleichen Mängel auf, wobei darin insbesondere ohne weitere Diagnostik von einer vorbekannten ADHS ausgegangen worden sei, ohne die Beschwerdeführerin einer störungsspezifischen Therapie inklusive Gabe von Stimulanzen zuzuführen. Bei diesem Bericht handle es sich zudem nicht um einen ärztlichen Bericht, da er von psychologische n Mi tarbeiterinnen unterzeichnet worden sei (S. 3). Im Weiteren führten die Gutachter aus, eine Persönlichkeitsstörung – mithin eine erhebliche Abwei ch ung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei stets in ihrer Wechselwirkung mit der Umgebung zu betrachten, wobei die Berücksichtigung dieser Wechselwirkung bei der Ermittlung von Funktionsdefiziten wichtig sei. Die Beschwerdeführerin erlebe sich aufgeteilt in eine «böse H.___ » und eine «nette H.___ », wobei der «nette Teil» in der Regel mit schwierigen Situationen gut umgehen und sie steuern könne. Die Funktion des «bösen Teils » bestehe vermutlich darin, sich zu schützen, wobei dieser Schutz im normalen Alltag nicht nötig sei. Die Fests tellung der unbeeinträchtigten Arbeitsf ähigkeit trotz dem Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeitsstörung werde, analog dieser Beschreibung, von der grundsätzlich unbeeinträchtigten Fähigkeit der Beschwerdeführerin, sich beim Vorliegen einer ausreic henden motivationalen Grundlage regelkonform zu verhalten, abgeleitet. Im Weiteren weise d ie Beschwerdeführerin mehr Ressourcen auf, als der Durch schnitt der klinischen Population mit dissozialer Per sönlichkeitsstörung. Es sei ihr noch vor Beginn der Behandlung möglich gewesen, hilfreiche Strategien zu identifizieren, um das eigene Verhalten suffizient zu steuern. In diesem Zusammenha ng sei verdeutlichend zu erwähn en, dass die Persönlichkeitsstörung der Beschwerdeführerin leichten Grades sei (S. 3).

Im Weiteren führten die Gutachter aus, eine Persönlichkeitsstörung – mithin eine erhebliche Abwei ch ung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung – sei stets in ihrer Wechselwirkung mit der Umgebung zu betrachten, wobei die Berücksichtigung dieser Wechselwirkung bei der Ermittlung von Funktionsdefiziten wichtig sei. Die Beschwerdeführerin erlebe sich aufgeteilt in eine «böse H.___ » und eine «nette H.___ », wobei der «nette Teil» in der Regel mit schwierigen Situationen gut umgehen und sie steuern könne. Die Funktion des «bösen Teils » bestehe vermutlich darin, sich zu schützen, wobei dieser Schutz im normalen Alltag nicht nötig sei. Die Fests tellung der unbeeinträchtigten Arbeitsf ähigkeit trotz dem Vorliegen einer dissozialen Persönlichkeitsstörung werde, analog dieser Beschreibung, von der grundsätzlich unbeeinträchtigten Fähigkeit der Beschwerdeführerin, sich beim Vorliegen einer ausreic henden motivationalen Grundlage regelkonform zu verhalten, abgeleitet. Im Weiteren weise d ie Beschwerdeführerin mehr Ressourcen auf, als der Durch schnitt der klinischen Population mit dissozialer Per sönlichkeitsstörung. Es sei ihr noch vor Beginn der Behandlung möglich gewesen, hilfreiche Strategien zu identifizieren, um das eigene Verhalten suffizient zu steuern. In diesem Zusammenha ng sei verdeutlichend zu erwähn en, dass die Persönlichkeitsstörung der Beschwerdeführerin leichten Grades sei (S. 3). Die wichtigste Differenzialdiagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung sei eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, wobei die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen auf die Kriterien dieser Störung sämtliche relevanten Momente verneint habe. Es könne indes nicht ausgeschlossen werden, dass sie in früheren Jahren die diagnostischen Kriterien für eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ erfüllt habe, wobei diese Störung eine geringe intraindividuelle Stabilität aufweise (S. 4).

Die wichtigste Differenzialdiagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung sei eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung, wobei die Beschwerdeführerin bei gezieltem Befragen auf die Kriterien dieser Störung sämtliche relevanten Momente verneint habe. Es könne indes nicht ausgeschlossen werden, dass sie in früheren Jahren die diagnostischen Kriterien für eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ erfüllt habe, wobei diese Störung eine geringe intraindividuelle Stabilität aufweise (S. 4). Die Experten führten weiter aus, dass die Beschwerdeführerin ihre erste Lehre aus der bewussten Entscheidung, nicht fremde Kinder betreuen zu wollen, abge brochen habe. Die zweite Lehrstelle sei ihr aufgrund von krankheitsbedingten Absenzen gekündigt worden, wobei es rückblickend als überwiegend wahrschein lich erscheine, dass die Symptomatik einer emotional instabilen Persönlichkeit zum damaligen Zeitpunkt bedeutend stärker ausgeprägt gewesen sei als aktuell. Es hätten sich zudem weder bei der neurops ychologischen noch bei der psychiatrischen Untersuchung relevante Funktionsdefizite gezeigt. Günstig sei bei der Beschwerdeführerin, dass ihre Persönlichkeitsstörung leichten Grades sei und sie deutlich mehr Ressourcen und Entwicklungspotential aufweise als die ver gleichbare Durchschnittsgruppe. Es sei ihr somit besser möglich, mit zunehmendem Alter und vor dem Hintergrund einer Nachreifung der Persönlich keit mit Tendenz zur Rückbildung von pathologischen Aspekten mit ihren Defiziten umzugehen (S. 4).

Die Experten führten weiter aus, dass die Beschwerdeführerin ihre erste Lehre aus der bewussten Entscheidung, nicht fremde Kinder betreuen zu wollen, abge brochen habe. Die zweite Lehrstelle sei ihr aufgrund von krankheitsbedingten Absenzen gekündigt worden, wobei es rückblickend als überwiegend wahrschein lich erscheine, dass die Symptomatik einer emotional instabilen Persönlichkeit zum damaligen Zeitpunkt bedeutend stärker ausgeprägt gewesen sei als aktuell. Es hätten sich zudem weder bei der neurops ychologischen noch bei der psychiatrischen Untersuchung relevante Funktionsdefizite gezeigt. Günstig sei bei der Beschwerdeführerin, dass ihre Persönlichkeitsstörung leichten Grades sei und sie deutlich mehr Ressourcen und Entwicklungspotential aufweise als die ver gleichbare Durchschnittsgruppe. Es sei ihr somit besser möglich, mit zunehmendem Alter und vor dem Hintergrund einer Nachreifung der Persönlich keit mit Tendenz zur Rückbildung von pathologischen Aspekten mit ihren Defiziten umzugehen (S. 4). Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten seien sämtliche überprüften attentionalen Funktionen – inklusive K onzentration – in einem mindestens durchschnittlich en Bereich getestet worden. Auch im klinischen Eindruck hätten sich keine Hinweise auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyper aktivität oder Impulsivität gezeigt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin im Kindesalter unter einer hyperkinetischen Störung gelitten habe, wobei bekannt sei, dass sich ADHS-assoziierte Symptome im Erwachsenenalter verändern/zurückbilden könnten. Im Erwachsenenalter liege keine klinisch relevante ADHS-Symptomatik vor (S. 4 f.).

Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten seien sämtliche überprüften attentionalen Funktionen – inklusive K onzentration – in einem mindestens durchschnittlich en Bereich getestet worden. Auch im klinischen Eindruck hätten sich keine Hinweise auf eine erhöhte Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyper aktivität oder Impulsivität gezeigt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin im Kindesalter unter einer hyperkinetischen Störung gelitten habe, wobei bekannt sei, dass sich ADHS-assoziierte Symptome im Erwachsenenalter verändern/zurückbilden könnten. Im Erwachsenenalter liege keine klinisch relevante ADHS-Symptomatik vor (S. 4 f.). 3. 4 Der behandelnde Psychiater der Beschwerdeführerin führte in seinem Bericht vom 27. August 2020 (Urk. 8/89 ) aus, dass sich bei der Beschwerdeführerin seit der gutachterlichen Untersuchung vom 21. Juni 2019 keine neue Situation ergeben habe. Es zeige sich jedoch, dass ihr Gesundheitszustand sehr schwankend und von den äusseren Gegebenheiten abhängig sei. Dabei gebe es Phasen, in denen sie sehr stabil sei, und solche, in denen sie mehr Symptome und mehr Probleme mit der Lebensbewältigung habe (S. 1).

3. 4 Der behandelnde Psychiater der Beschwerdeführerin führte in seinem Bericht vom 27. August 2020 (Urk. 8/89 ) aus, dass sich bei der Beschwerdeführerin seit der gutachterlichen Untersuchung vom 21. Juni 2019 keine neue Situation ergeben habe. Es zeige sich jedoch, dass ihr Gesundheitszustand sehr schwankend und von den äusseren Gegebenheiten abhängig sei. Dabei gebe es Phasen, in denen sie sehr stabil sei, und solche, in denen sie mehr Symptome und mehr Probleme mit der Lebensbewältigung habe (S. 1). 4.

4. 4.1 Die neuropsychologische n und psychiatrischen Gutachten vom 11. Juli und vom 8. September 201 9 (Urk. 8/57/ 1-37) inklusive Ergänzung vom 27. Juli 2020 (Urk. 7/83/2-6) entsprechen den praxisgemässen Anforderungen an den Beweis wert einer Expertise. So sind sie für die streitigen Belange umfassend, geben sie doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin. Sie beruhen sodann auf den notwendigen psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuch ungen. Die Gutachter berücksich tigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander ( Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff. und S. 20 f. ; Urk. 8/57/29-37 S. 2 f. und S. 7 ). Die Expertise n wurde n sodann in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen ( Urk. 8/57/1-28 S. 3 ff. ; Urk. 8/57/29-37 S. 1, Urk. 8/83/2-6 S. 2 ff. ). Die Experten setzten sich mit divergenten Einschätzungen der behandelnden Ärzte auseinander und würdigten diese in einleuchtender Weise ( Urk. 8/57/1-28 S. 25 f. ; Urk. 8/83/2-6 S. 2 f. ). Schliesslich leuchten die Gutachten in der Da rlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen i n den Expertisen sind begründet.

4.1 Die neuropsychologische n und psychiatrischen Gutachten vom 11. Juli und vom 8. September 201 9 (Urk. 8/57/ 1-37) inklusive Ergänzung vom 27. Juli 2020 (Urk. 7/83/2-6) entsprechen den praxisgemässen Anforderungen an den Beweis wert einer Expertise. So sind sie für die streitigen Belange umfassend, geben sie doch Antwort auf die Frage nach dem Gesundheitszustand und der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh rerin. Sie beruhen sodann auf den notwendigen psychiatrischen und neuropsychologischen Untersuch ungen. Die Gutachter berücksich tigten detailliert die geklagten Beschwerden und setzten sich damit auseinander ( Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff. und S. 20 f. ; Urk. 8/57/29-37 S. 2 f. und S. 7 ). Die Expertise n wurde n sodann in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, wobei sich die Gutachter zur Krankheitsentwicklung äusserten und Bezug auf die medizinischen Vorakten nahmen ( Urk. 8/57/1-28 S. 3 ff. ; Urk. 8/57/29-37 S. 1, Urk. 8/83/2-6 S. 2 ff. ). Die Experten setzten sich mit divergenten Einschätzungen der behandelnden Ärzte auseinander und würdigten diese in einleuchtender Weise ( Urk. 8/57/1-28 S. 25 f. ; Urk. 8/83/2-6 S. 2 f. ). Schliesslich leuchten die Gutachten in der Da rlegung der medizinischen Zusammen hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen i n den Expertisen sind begründet. In diesem Sinne legte der psychiatrische Gutachter einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung vorliegt, indem sie soziale Normen, Regeln und Ver pflichtungen deutlich und andauernd missachtet und für ein aggressives, gewalt tätiges Verhalten eine niedrige Schwelle aufweist. Er ging nachvollziehbar von einer dissozialen Persönlichkeitsstörung leichten Grad es aus, welche keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat. Im Weiteren verneinte der Experte plausibel da s Vorliegen der diagnostischen Kriterien für eine (remittierte) depressive Episode, ein e ADHS, eine PTBS und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f., Urk. 8/83/2-6 S. 3 f f.). Unter neuropsychologischen Gesichtspunkten legte Dr. F.___ einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine durchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit vor liegt, und ging von einer uneingeschränkten Funktionsfähigkeit im Beruf und Alltag aus. Die Expertin verneinte unter Hinweis auf das Fehlen eine r erhöhte n Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität und Impulsivität das Vorliegen einer ADHS (Urk. 8/57/29-37 S. 7). Die Expertise n erfüllen demnach die praxis gemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen G ut achtens (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c ), weshalb für die Entscheidfindung grundsätzlich darauf abzustellen ist.

In diesem Sinne legte der psychiatrische Gutachter einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine Abweichung im Denken, Handeln und Fühlen von der Mehrheit der Bevölkerung vorliegt, indem sie soziale Normen, Regeln und Ver pflichtungen deutlich und andauernd missachtet und für ein aggressives, gewalt tätiges Verhalten eine niedrige Schwelle aufweist. Er ging nachvollziehbar von einer dissozialen Persönlichkeitsstörung leichten Grad es aus, welche keine Ein schränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat. Im Weiteren verneinte der Experte plausibel da s Vorliegen der diagnostischen Kriterien für eine (remittierte) depressive Episode, ein e ADHS, eine PTBS und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f., Urk. 8/83/2-6 S. 3 f f.). Unter neuropsychologischen Gesichtspunkten legte Dr. F.___ einleuchtend dar, dass bei der Beschwerdeführerin eine durchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit vor liegt, und ging von einer uneingeschränkten Funktionsfähigkeit im Beruf und Alltag aus. Die Expertin verneinte unter Hinweis auf das Fehlen eine r erhöhte n Unaufmerksamkeit, Ablenkbarkeit, Hyperaktivität und Impulsivität das Vorliegen einer ADHS (Urk. 8/57/29-37 S. 7). Die Expertise n erfüllen demnach die praxis gemässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen G ut achtens (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c ), weshalb für die Entscheidfindung grundsätzlich darauf abzustellen ist. 4.2

4.2 4.2.1 An dieser Beurteilung vermag der Einwand der Beschwerdeführerin betreffend die Unbegründetheit/Widersprüchlichkeit der gutachterlich diagnostizierten dissozialen Persönlichkeit sstörung respektive die Unbegründetheit der attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a) nichts zu ändern. Aus den von der Beschwerdeführerin angefüh rten allgemeinen Kriterien für eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (S. 6 f.) – wonach eine solche immer wieder zu Konflikten im sozialen U mfeld, zu Abwesenheit en sowie Schwierig keiten am Arbeitsplatz und zu kriminellen H andlungen führe –, kann nicht auto matisch auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geschlossen werden.

4.2.1 An dieser Beurteilung vermag der Einwand der Beschwerdeführerin betreffend die Unbegründetheit/Widersprüchlichkeit der gutachterlich diagnostizierten dissozialen Persönlichkeit sstörung respektive die Unbegründetheit der attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit (Urk. 1 S. 6 ff. Ziff. 9.2 lit. a) nichts zu ändern. Aus den von der Beschwerdeführerin angefüh rten allgemeinen Kriterien für eine dissoziale Persönlichkeitsstörung (S. 6 f.) – wonach eine solche immer wieder zu Konflikten im sozialen U mfeld, zu Abwesenheit en sowie Schwierig keiten am Arbeitsplatz und zu kriminellen H andlungen führe –, kann nicht auto matisch auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geschlossen werden. Betreffend die von der Beschwerdeführerin geäusserten Zweifel an der Diagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung und das von ihr postulierte Vorliegen einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung (S. 7) ist daran zu erinnern, dass es im Rahmen der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diag nose a nkommt, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Schliesslich kann die psychiatrische Begut achtung von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen; sie eröffnet der sachverständigen Person deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb welchem verschiedene Interpretationen möglich, zulässig und im Rah men einer Exploration lege artis zu respektieren sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_361 /2016 vom 22. August 2016 E. 4.2.1).

Betreffend die von der Beschwerdeführerin geäusserten Zweifel an der Diagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung und das von ihr postulierte Vorliegen einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung (S. 7) ist daran zu erinnern, dass es im Rahmen der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diag nose a nkommt, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Schliesslich kann die psychiatrische Begut achtung von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen; sie eröffnet der sachverständigen Person deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb welchem verschiedene Interpretationen möglich, zulässig und im Rah men einer Exploration lege artis zu respektieren sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_361 /2016 vom 22. August 2016 E. 4.2.1). Bezüglich des Hinweis es, dass die Persönlichkeit nicht nur aufgrund des Ein drucks während der Exploration abgeleitet werden dürfe, sondern auch aus der gesamten Lebensgeschichte (Urk. 1 S. 7), ist zu bemerken, dass im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung eine ausführliche Anamnese erhebung stattfand, bei welcher insbesondere auch der berufliche Lebenslauf und die Klinik aufenthalte eingehend thematisiert wurden (Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff., S. 25 f. ; Urk. 8/83 /2-6 S. 3 f., S. 5 ). Was die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin anbelangt, ist festzuhalten, dass der Abbruch der Pflegeschule gemäss ihren eigenen Angaben deshalb erfolgt sei, weil sie nicht fremde Kinder habe betreuen wollen. Die zweite Lehrstelle als Bereiterin habe sie gekündigt, weil sie mit dem Chef nicht klargekommen sei. Bei der Tankstelle habe sie zu 60 % gearbeitet, zu 100 % habe sie nicht arbeiten wollen ( Urk. 8/57/1-28 S. 12). Die Tätigkeit im Bro c k enhaus nerve sie jeden Tag und sie gehe nur dorthin, weil sie vom Sozialamt dazu gezwungen werde. Ihr sei jede Art von Tätigkeit bereits nach kurzer Zeit langweilig, verbunden mit der Unlust hinzugehen, weshalb sie sich keine reguläre Tätigkeit vorstellen könne (S. 13).

Bezüglich des Hinweis es, dass die Persönlichkeit nicht nur aufgrund des Ein drucks während der Exploration abgeleitet werden dürfe, sondern auch aus der gesamten Lebensgeschichte (Urk. 1 S. 7), ist zu bemerken, dass im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung eine ausführliche Anamnese erhebung stattfand, bei welcher insbesondere auch der berufliche Lebenslauf und die Klinik aufenthalte eingehend thematisiert wurden (Urk. 8/57/1-28 S. 5 ff., S. 25 f. ; Urk. 8/83 /2-6 S. 3 f., S. 5 ). Was die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin anbelangt, ist festzuhalten, dass der Abbruch der Pflegeschule gemäss ihren eigenen Angaben deshalb erfolgt sei, weil sie nicht fremde Kinder habe betreuen wollen. Die zweite Lehrstelle als Bereiterin habe sie gekündigt, weil sie mit dem Chef nicht klargekommen sei. Bei der Tankstelle habe sie zu 60 % gearbeitet, zu 100 % habe sie nicht arbeiten wollen ( Urk. 8/57/1-28 S. 12). Die Tätigkeit im Bro c k enhaus nerve sie jeden Tag und sie gehe nur dorthin, weil sie vom Sozialamt dazu gezwungen werde. Ihr sei jede Art von Tätigkeit bereits nach kurzer Zeit langweilig, verbunden mit der Unlust hinzugehen, weshalb sie sich keine reguläre Tätigkeit vorstellen könne (S. 13). Was die geltend gemachte fehlende psychologische Testdiagnostik betrifft (Urk. 1 S. 7), ist darauf hinzuweisen, dass den Experten bei der Wahl der Methode zur Erstellung des Gutachtens ein grosses Ermessen zukommt, so dass nicht gesagt werden kann, dass nur die Anwendung einer Methode zulässig ist. Massgebend ist vielmehr, dass d ie Expertise gesamthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeugend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260 /2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen; vgl. E. 4.1), was vorliegend zutrifft.

Was die geltend gemachte fehlende psychologische Testdiagnostik betrifft (Urk. 1 S. 7), ist darauf hinzuweisen, dass den Experten bei der Wahl der Methode zur Erstellung des Gutachtens ein grosses Ermessen zukommt, so dass nicht gesagt werden kann, dass nur die Anwendung einer Methode zulässig ist. Massgebend ist vielmehr, dass d ie Expertise gesamthaft gesehen nachvollziehbar begründet und überzeugend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260 /2016 vom 13. Juli 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen; vgl. E. 4.1), was vorliegend zutrifft. Ein wie von der Beschwerdeführerin geltend gemachter unauflösbarer Wider spruch in der psychiatrischen Begutachtung betreffend die emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 1 S. 8) ist nicht ersichtlich. Der Hinweis von Dr. G.___, die diagnostischen Kriterien für eine solche Störung seien nicht erfüllt, betraf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration vom 21. Juni 2019 und erfolgte gestützt auf die damaligen Angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 8/57/1-28 S. 20). Die Aussage vom psychiatrischen Experten vom 27. Juli 2020, wonach die Symptome einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung stärker ausgeprägt gewesen seien, bezog sich demgegenüber auf den Zeitpunkt der Kündigung der zweite n Lehrstelle. Entsprechend wies Dr. G.___ darauf hin, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in früheren Jahren die Kriterien für eine solche Störung erfüllt habe (Urk. 8/83/2-6 S. 4).

Ein wie von der Beschwerdeführerin geltend gemachter unauflösbarer Wider spruch in der psychiatrischen Begutachtung betreffend die emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Urk. 1 S. 8) ist nicht ersichtlich. Der Hinweis von Dr. G.___, die diagnostischen Kriterien für eine solche Störung seien nicht erfüllt, betraf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration vom 21. Juni 2019 und erfolgte gestützt auf die damaligen Angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 8/57/1-28 S. 20). Die Aussage vom psychiatrischen Experten vom 27. Juli 2020, wonach die Symptome einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung stärker ausgeprägt gewesen seien, bezog sich demgegenüber auf den Zeitpunkt der Kündigung der zweite n Lehrstelle. Entsprechend wies Dr. G.___ darauf hin, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin in früheren Jahren die Kriterien für eine solche Störung erfüllt habe (Urk. 8/83/2-6 S. 4). Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Angabe des psychiatrischen Gutachters, wonach bei ihr jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter fehlten (Urk. 1 S. 8), sei nicht nachvollziehbar, geht ins Leere. Einmal mehr bezog sich die Aussage von Dr. G.___ auf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration (Urk. 8/57/1-28 S. 20), weshalb namentlich der Hin weis der Beschwerdeführerin auf das Verlaufsprotokoll der Berufsberatung vom 13. November 2018, gemäss welchem anlässlich eines Standortgesprächs vom 30. August 2018 auf ihr fehlende s Durchhalten bei verschiedenen Jobs in der Vergangenheit hingewiesen wurde (Urk. 8/37/4), an der Sache vorbeigeht. Dies gilt umso mehr, als der fragliche Hinweis den im psychiatrischen Gutachten beschriebenen motivationalen und oppositionellen Aspekten (Urk. 8/57/1-28 S. 12 f. und S. 20 ) keinerlei Rechnung trägt. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass im Gutachten von Dr. F.___ in nachvollziehbarer Weise keine kognitive Störung diagnostiziert respektive keine neuropsychologische Diagnose – ins besondere auch keine ADHS – gestellt wurde (Urk. 8/57/29-37 S. 7).

Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Angabe des psychiatrischen Gutachters, wonach bei ihr jegliche Anhaltspunkte für die Diagnose einer ADHS im Erwachsenenalter fehlten (Urk. 1 S. 8), sei nicht nachvollziehbar, geht ins Leere. Einmal mehr bezog sich die Aussage von Dr. G.___ auf den Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration (Urk. 8/57/1-28 S. 20), weshalb namentlich der Hin weis der Beschwerdeführerin auf das Verlaufsprotokoll der Berufsberatung vom 13. November 2018, gemäss welchem anlässlich eines Standortgesprächs vom 30. August 2018 auf ihr fehlende s Durchhalten bei verschiedenen Jobs in der Vergangenheit hingewiesen wurde (Urk. 8/37/4), an der Sache vorbeigeht. Dies gilt umso mehr, als der fragliche Hinweis den im psychiatrischen Gutachten beschriebenen motivationalen und oppositionellen Aspekten (Urk. 8/57/1-28 S. 12 f. und S. 20 ) keinerlei Rechnung trägt. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass im Gutachten von Dr. F.___ in nachvollziehbarer Weise keine kognitive Störung diagnostiziert respektive keine neuropsychologische Diagnose – ins besondere auch keine ADHS – gestellt wurde (Urk. 8/57/29-37 S. 7). 4.2.2 Was den Hinweis der Beschwerdeführerin betreffend ungenügende Auseinander setzung mit den Vorakten angeht (Urk. 1 S. 8 f. lit. b), ist Folgendes zu bemerken: Der Abbruch der Potentialabklärung durch die Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 8/ 36, Urk. 8/39 ) wurde im psychiatrischen Gutachten thematisiert (Urk. 8/57/1-28 S. 13, S. 25 f.). Im Weiteren setzte sich Dr. G.___ mit den Berichten der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ vom 29. Oktober 2018 in seiner S tellungnahme vom 27. Juli 2020 auseinander (Urk. 8/ 83/2-6 S. 2 f.). Beide Berichte wurden von Psychologinnen verfasst (Urk. 8/44 S. 7, Urk. 8/72 S. 3), wobei rechtsprechungsgemäss der Gesundheitsz ustand und die Arbeits fähigkeit auf der Grundlage von fachärztlichen (psychiatrischen) Stellungnahmen zu beurteilen sind (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 99 E. 3.2). Der psychiatrische Gut achter hat am 8. September 2019 zudem nachvollziehbar dargelegt, weshalb die von den behandelnden Fachpersonen aufgeführten Diagnosen nicht bestätigt werden können (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). Im Übrigen lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Erhebungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab weichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind ( Urteil des Bundesgerichts 9C_547 /2020 vom 3. März 2021 E. 4.2.3 mit Hinweis ). Derartige Aspekte sind in casu nicht ersichtlich.

4.2.2 Was den Hinweis der Beschwerdeführerin betreffend ungenügende Auseinander setzung mit den Vorakten angeht (Urk. 1 S. 8 f. lit. b), ist Folgendes zu bemerken: Der Abbruch der Potentialabklärung durch die Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 8/ 36, Urk. 8/39 ) wurde im psychiatrischen Gutachten thematisiert (Urk. 8/57/1-28 S. 13, S. 25 f.). Im Weiteren setzte sich Dr. G.___ mit den Berichten der D.___ vom 2. Oktober 2017 und der E.___ vom 29. Oktober 2018 in seiner S tellungnahme vom 27. Juli 2020 auseinander (Urk. 8/ 83/2-6 S. 2 f.). Beide Berichte wurden von Psychologinnen verfasst (Urk. 8/44 S. 7, Urk. 8/72 S. 3), wobei rechtsprechungsgemäss der Gesundheitsz ustand und die Arbeits fähigkeit auf der Grundlage von fachärztlichen (psychiatrischen) Stellungnahmen zu beurteilen sind (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 99 E. 3.2). Der psychiatrische Gut achter hat am 8. September 2019 zudem nachvollziehbar dargelegt, weshalb die von den behandelnden Fachpersonen aufgeführten Diagnosen nicht bestätigt werden können (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). Im Übrigen lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten andererseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Erhebungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab weichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind ( Urteil des Bundesgerichts 9C_547 /2020 vom 3. März 2021 E. 4.2.3 mit Hinweis ). Derartige Aspekte sind in casu nicht ersichtlich. 4.2.3 Bezüglich des Einwands der ungenügenden Verständigung anlässlich der psychiatrischen Begutachtung (Urk. 1 S. 9 f. lit. c) ist Folgendes festzuhalten: In der psychiatrischen Expertise vom 8. September 2019 wurde ausdrücklich fest gehalten, dass die sprachliche Verständigung ohne Beizug von Drittpersonen ein wandfrei erfolgt sei (Urk. 8/57/1-28 S. 18). Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten vom 11. Juli 2019 (Urk. 8/57/29-37 S. 2) und der Email der Sozialen Dienste der Gemeinde I.___ vom 8. Juli 2019 (Urk. 8/55 ) hat die Beschwerdeführerin angegeben, Dr. G.___ sprachlich nicht gut verstanden zu haben. Der behandelnde Psychiater teilte am 31. Oktober 2019 unter anderem mit, dass es für die Beschwerdeführerin schwierig gewesen sei, den Gutachter zu verstehen respektive sie aufg rund ihres ausgeprägten Berner- Dialektes wahr scheinlich auch für den Gutachter nicht einfach verständlich gewesen sei (Urk. 8/65 S. 2 Ziff. 7). Dr. G.___ wies am 27. Juli 2020 darauf hin, dass das Diktat des Berichts während der Exploration erfolgt sei und die Angaben der Beschwerdeführerin in Echtzeit entweder direkt wiederholt oder in zusammen gefasster Form protokolliert worden sei en, wobei sie jederzeit die Möglichkeit gehabt habe, ihr e Korrekturen anzubringen (Urk. 8/83 /2-6 S. 1 f.). Am 27. August 2020 präzisierte Dr. C.___, dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch der Gutachter der deutschen Sprache mächtig gewesen seien und es keine groben Verständigungsschwierigkeiten gegeben habe, bei der Beschwerdeführerin aber das Gefühl entstanden sei, nicht alles komme so an, wie sie es gemeint habe (Urk. 8/89 S. 2). Unter Berücksichtigung der Angaben von Dr. C.___ betreffend das Fehlen von relevanten Verständigungsproblemen zwischen der Beschwerde führerin und dem psychiatrischen Gutachter, de r Äusserungen von Dr. G.___ bezüglich einwandfreie r Verständigung und Diktat während der Exploration so wie de s Umstand es, dass letzterer während fünf Jahren im Kanton Bern ärztlich tätig gewesen ist und an der Universität Bern promovierte (Urk. 8/83 /2-6 S. 3), sind den Beweiswert der psychiatrischen Expertise in Frage stellende Verständigungsschwierigkeiten z u verneinen.

4.2.3 Bezüglich des Einwands der ungenügenden Verständigung anlässlich der psychiatrischen Begutachtung (Urk. 1 S. 9 f. lit. c) ist Folgendes festzuhalten: In der psychiatrischen Expertise vom 8. September 2019 wurde ausdrücklich fest gehalten, dass die sprachliche Verständigung ohne Beizug von Drittpersonen ein wandfrei erfolgt sei (Urk. 8/57/1-28 S. 18). Gemäss dem neuropsychologischen Gutachten vom 11. Juli 2019 (Urk. 8/57/29-37 S. 2) und der Email der Sozialen Dienste der Gemeinde I.___ vom 8. Juli 2019 (Urk. 8/55 ) hat die Beschwerdeführerin angegeben, Dr. G.___ sprachlich nicht gut verstanden zu haben. Der behandelnde Psychiater teilte am 31. Oktober 2019 unter anderem mit, dass es für die Beschwerdeführerin schwierig gewesen sei, den Gutachter zu verstehen respektive sie aufg rund ihres ausgeprägten Berner- Dialektes wahr scheinlich auch für den Gutachter nicht einfach verständlich gewesen sei (Urk. 8/65 S. 2 Ziff. 7). Dr. G.___ wies am 27. Juli 2020 darauf hin, dass das Diktat des Berichts während der Exploration erfolgt sei und die Angaben der Beschwerdeführerin in Echtzeit entweder direkt wiederholt oder in zusammen gefasster Form protokolliert worden sei en, wobei sie jederzeit die Möglichkeit gehabt habe, ihr e Korrekturen anzubringen (Urk. 8/83 /2-6 S. 1 f.). Am 27. August 2020 präzisierte Dr. C.___, dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch der Gutachter der deutschen Sprache mächtig gewesen seien und es keine groben Verständigungsschwierigkeiten gegeben habe, bei der Beschwerdeführerin aber das Gefühl entstanden sei, nicht alles komme so an, wie sie es gemeint habe (Urk. 8/89 S. 2). Unter Berücksichtigung der Angaben von Dr. C.___ betreffend das Fehlen von relevanten Verständigungsproblemen zwischen der Beschwerde führerin und dem psychiatrischen Gutachter, de r Äusserungen von Dr. G.___ bezüglich einwandfreie r Verständigung und Diktat während der Exploration so wie de s Umstand es, dass letzterer während fünf Jahren im Kanton Bern ärztlich tätig gewesen ist und an der Universität Bern promovierte (Urk. 8/83 /2-6 S. 3), sind den Beweiswert der psychiatrischen Expertise in Frage stellende Verständigungsschwierigkeiten z u verneinen. 4.2.4 B etreffend die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte nicht nachvoll ziehbare gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität (Urk. 1 S. 10 ff. lit. d) ist zu bemerken, dass Dr. G.___ – wie die Beschwerdeführerin selbst ausführte (S. 11 am Ende ) – das Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose mit Auswirkungen auf die Ar beitsfähigkeit unabhängig von einer allfälligen Aggravation verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). In diesem Zusammenhang ist da rauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin gegenüber den B.___ -Gutachter n von einem aktiven Tagesablauf berichtet hat, wobei sie jeden Tag g egen 5.00 Uhr aufstehe, mit ihren zwei – respektive am Wochenende drei (den Hund, welcher unter der Woche bei der Mutter in Bern wohne, hole sie jeweils am Wochenende zu sich) – Hunden spazieren gehe, das Frühstück für sich und ihren Partner sowie das Mittagessen für letzteren zum Mitnehmen vorbereite, abermals mit den Hunden nach draussen gehe, am Dienstag/Mittwoch/Donnerstag arbeite und nachmittags allenfalls einkaufen gehe. Im Weiteren mache sie zusammen mit ihrem Partner die Hausabwartsarbeit und erledige den Haushalt zu Hause sehr gut, wobei sie schon fast unter einem « Putzwahn » leide. Sie mache mit ihrem Partner viel Krafttraining, gehe mit den Hunden viel joggen und habe zudem zwei Schlangen, einen Gecko und zwei Vogelspinnen (Urk. 8/57/1- 28 S. 14 f., Urk. 8/57/29-37 S. 3).

4.2.4 B etreffend die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte nicht nachvoll ziehbare gutachterliche Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität (Urk. 1 S. 10 ff. lit. d) ist zu bemerken, dass Dr. G.___ – wie die Beschwerdeführerin selbst ausführte (S. 11 am Ende ) – das Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose mit Auswirkungen auf die Ar beitsfähigkeit unabhängig von einer allfälligen Aggravation verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 20 f.). In diesem Zusammenhang ist da rauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin gegenüber den B.___ -Gutachter n von einem aktiven Tagesablauf berichtet hat, wobei sie jeden Tag g egen 5.00 Uhr aufstehe, mit ihren zwei – respektive am Wochenende drei (den Hund, welcher unter der Woche bei der Mutter in Bern wohne, hole sie jeweils am Wochenende zu sich) – Hunden spazieren gehe, das Frühstück für sich und ihren Partner sowie das Mittagessen für letzteren zum Mitnehmen vorbereite, abermals mit den Hunden nach draussen gehe, am Dienstag/Mittwoch/Donnerstag arbeite und nachmittags allenfalls einkaufen gehe. Im Weiteren mache sie zusammen mit ihrem Partner die Hausabwartsarbeit und erledige den Haushalt zu Hause sehr gut, wobei sie schon fast unter einem « Putzwahn » leide. Sie mache mit ihrem Partner viel Krafttraining, gehe mit den Hunden viel joggen und habe zudem zwei Schlangen, einen Gecko und zwei Vogelspinnen (Urk. 8/57/1- 28 S. 14 f., Urk. 8/57/29-37 S. 3). 4.2.5 Die Beschwerdeführerin stellte die Neutralität und Ergebnisoffenheit von Dr. G.___ unter Hinweis auf eine abwertende Wortwahl im Zusammenhang mit der von ihr erlebten häuslichen Gewalt in Frage (Urk. 1 S. 12 lit. e). Der Um stand, dass der psychiatrische Experte eine psychische Störung als Folge dieses Vorfalls verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 22), reicht nicht aus, um seine neutrale Haltung anzuzweifeln, zumal er dies in sachlicher und deskriptiver und – ent gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht in (ab)wertender Weise tat. Ebenso wenig kann aufgrund des von Dr. C.___ erwähnte n pauschale n Gefühl s der Beschwerdeführerin, sie sei vom Gutachter nicht richtig verstanden worden (Urk. 8/89 S. 2), auf eine fehlende Neutralität des Experten geschlossen werden.

4.2.5 Die Beschwerdeführerin stellte die Neutralität und Ergebnisoffenheit von Dr. G.___ unter Hinweis auf eine abwertende Wortwahl im Zusammenhang mit der von ihr erlebten häuslichen Gewalt in Frage (Urk. 1 S. 12 lit. e). Der Um stand, dass der psychiatrische Experte eine psychische Störung als Folge dieses Vorfalls verneinte (Urk. 8/57/1-28 S. 22), reicht nicht aus, um seine neutrale Haltung anzuzweifeln, zumal er dies in sachlicher und deskriptiver und – ent gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht in (ab)wertender Weise tat. Ebenso wenig kann aufgrund des von Dr. C.___ erwähnte n pauschale n Gefühl s der Beschwerdeführerin, sie sei vom Gutachter nicht richtig verstanden worden (Urk. 8/89 S. 2), auf eine fehlende Neutralität des Experten geschlossen werden. 4.2.6 Was schliesslich die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Beein trächtigung des Sehvermögens angeht (Urk. 1 S. 13 Ziff. 10), so fehlen in den Akten jegliche fachärztliche Hinweise auf ophthalmologische Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und wurden im Übrigen von der Beschwerdeführerin auch nicht im Rahmen der psychiatrischen und neuro psychologischen Begutachtung geltend gemacht.

4.2.6 Was schliesslich die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Beein trächtigung des Sehvermögens angeht (Urk. 1 S. 13 Ziff. 10), so fehlen in den Akten jegliche fachärztliche Hinweise auf ophthalmologische Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und wurden im Übrigen von der Beschwerdeführerin auch nicht im Rahmen der psychiatrischen und neuro psychologischen Begutachtung geltend gemacht. 4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Beschw erdeführerin in ihrer angestamm ten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist, weshalb die Beschwerde ab zuweisen ist. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Durchführung eines strukt u rierten Beweisverfahrens nach Massgabe von BGE 141 V 281 sowie BGE 143 V 418, da e ine grössere Arbeitsunfähigkeit al s die gutachterlich attestierte auch aus einer Indikatorenprüfung nicht resultieren kann (Urteil des Bundes gerichts 8C_629 /2019 vom 8. November 2019 E. 4.2.4). Soweit die Beschwerde führerin verlangt, es seien weitere Abklär ungen durchzuführen (Urk. 1 S. 12 Ziff. 9.3, S. 13 Ziff. 10 ), kann darauf in ant izipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen) verzichtet werden. Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.

4.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Beschw erdeführerin in ihrer angestamm ten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist, weshalb die Beschwerde ab zuweisen ist. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Durchführung eines strukt u rierten Beweisverfahrens nach Massgabe von BGE 141 V 281 sowie BGE 143 V 418, da e ine grössere Arbeitsunfähigkeit al s die gutachterlich attestierte auch aus einer Indikatorenprüfung nicht resultieren kann (Urteil des Bundes gerichts 8C_629 /2019 vom 8. November 2019 E. 4.2.4). Soweit die Beschwerde führerin verlangt, es seien weitere Abklär ungen durchzuführen (Urk. 1 S. 12 Ziff. 9.3, S. 13 Ziff. 10 ), kann darauf in ant izipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen) verzichtet werden. Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. 5.

5. 5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r unterliegenden Beschwerdeführer in aufzuerlegen.

5.1 Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts kosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 7 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de r unterliegenden Beschwerdeführer in aufzuerlegen. 5.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbei ständung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).

5.2 Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus setzungen für die Bewilli gung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbei ständung notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115). Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet wer den kann und die Beschwerdeführerin bedürftig ist (Urk. 14/5 ), ist ihr antrags gemäss (Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die de r Beschwerdeführer in auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.

Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet wer den kann und die Beschwerdeführerin bedürftig ist (Urk. 14/5 ), ist ihr antrags gemäss (Urk. 1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die de r Beschwerdeführer in auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Da zudem die anwaltliche Verbeiständung notwendig ist, ist Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu bestellen und unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozess es und beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zu züglich Mehrwertsteuer) mit Fr. 2’400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

Da zudem die anwaltliche Verbeiständung notwendig ist, ist Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu bestellen und unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozess es und beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zu züglich Mehrwertsteuer) mit Fr. 2’400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen. D ie Beschwerdeführer in wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht (GSVGer) aufmerksam gemacht, wonach sie zur Nach zahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechts pflege verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.

D ie Beschwerdeführer in wird auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozial versicherungsgericht (GSVGer) aufmerksam gemacht, wonach sie zur Nach zahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechts pflege verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht beschliesst:

Das Gericht beschliesst: In Bewilligung des Gesuchs vom 1 4. Januar 2021 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr in der Person von Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt,

In Bewilligung des Gesuchs vom 1 4. Januar 2021 wird der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und es wird ihr in der Person von Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, ein unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt, und erkennt :

und erkennt : 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts kasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Roland Zahner, St. Gallen, wird mit Fr. 2’400.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Roland Zahner

Rechtsanwalt Roland Zahner - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind bei zulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubSchleiffer Marais