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Gewässerqualität - Indikatoren
Überwachung der Grundwasserqualität im Wallis
Seit Beginn der 2000-er Jahre führt die DUW in der Rhoneebene eine Grundwasserqualitätsüberwachung durch. Die dabei gewonnenen Daten werden jenen der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA-SPEZ und NAQUA-TREND sowie den aus den Altlastenuntersuchungen und Baustellenüberwachungen gewonnenen Daten gegenübergestellt, um so Gebiete ausfindig machen zu können, in denen die Grundwasservorkommen der Rhoneebene ein Qualitätsdefizit aufweisen. Zurzeit werden Informatikwerkzeuge entwickelt, um die Ergebnisse der von 2000 bis 2018 durchgeführten Überwachungskampagnen unter Verwendung unterschiedlicher Grundwasserqualtitätsfunktionalitäten und -indikatoren zu verarbeiten und auszuwerten. Die daraus abgeleiteten Daten sollen schliesslich, im Sinne von Art. 32. Abs. 3 GSchV, der Optimierung der kantonalen Strategie für den Schutz der Wasserressourcen im Gewässerschutzbereich AU dienen.
Entwicklung bei den Pestiziden in der Rhone
Die jährliche anhand von Wasserproben aus der Rhone hochgerechnete Gesamtbelastung durch Pestizide aus der Industrie lag im Jahr 2019 bei 39 kg. Dies bestätigt die im Verlauf des Jahrzehnts beobachtete allgemein rückläufige Tendenz (15 kg im Jahr 2018, 11 kg im Jahr 2017, 103 kg im Jahr 2016). Zur Erinnerung: Im Jahre 2006, als diese Erhebungen begannen, wurde die Belastung durch phytosanitäre Produkte auf 1450 kg hochgerechnet. Die Belastung durch den landwirtschaftlichen und den sog. häuslichen Gebrauch (private Gärten und Gemeindeareale zusammen) waren leicht rückläufig (92 kg/Jahr im Jahr 2019). Die Werte für Glyphosat und AMPA werden seit 2012 erhoben und ihre grösste Konzentration wurde im Jahr 2017 (256 kg/Jahr) gemessen.
Quelle: Bernard M. et al. 2020. Micropolluants dans les eaux du Rhône Amont. Rapp. Comm. int. prot. eaux Léman contre pollut., Campagne 2019, 2020, 128-145.
Qualitätsmonitoring der Oberflächengewässer
Der umfassende Gewässerschutz verlangt eine genaue Kenntnis des Gewässerzustands. Ausser der chemischen Analyse des Wassers müssen sowohl die Gewässerstruktur, die Abflussmenge, die Tier- und Pflanzenbestände wie auch die Mikroorganismen untersucht werden. Im Rahmen des Modul-Stufen-Konzepts (MSK) erarbeitet das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zusammen mit der Eawag und den kantonalen Dienststellen Methoden zur standardisierten Analyse und Bewertung der Schweizer Gewässer.
Seit 1991 untersucht der Kanton Wallis begleitend die Qualität der Gewässer in Bezug auf den Makrozoobenthos (IBGN / IBCH-Indices) und den Diatomeen (DI-CH-Indices).
Kanton Wallis / DUV - Stand Januar 2020
Wasser-Indikatoren des Bundesamtes für Umwelt (BAFU)
Hier werden anhand ausgewählter Kenngrössen Zustand und Entwicklung der Umwelt im Bereich Wasser veranschaulicht und bewertet.
Publikation: 17.10.2019. © Bundesamt für Umwelt. BAFU 2019