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Aktuelles
UNO rügt Schweiz wegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen
Menschen mit Behinderungen werden in der Schweiz auf dem Arbeitsmarkt und in der Bildung diskriminiert und sind einem deutlich höheren Armutsrisiko ausgesetzt. Der UNO-Ausschuss über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte hat ein entsprechendes Papier veröffentlicht, berichtet Inclusion Handicap.
Der in der Schweiz seit 1992 gültige UNO-Pakt I verpflichtet die Vertragsstaaten unter anderem, auf jegliche Diskriminierung zu verzichten. Regelmässig wird überprüft, ob der Pakt eingehalten wird. Vor wenigen Tagen hat der zuständige Ausschuss der UNO seine aktuellen Ergebnisse zur Schweiz vorgelegt, schreibt der Dachverband der Behindertenorganisationen Inclusion Handicap auf seiner Webseite.
Demnach hat der Ausschuss die Schweiz in mehreren Punkten wegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen gerügt. So würden diese Menschen beim Zugang zum Arbeitsmarkt häufig diskriminiert, ausserdem garantiere eine Arbeit im zweiten Arbeitsmarkt, den sogenannten geschützten Werkstätten, heute kein Einkommen für einen angemessenen Lebensstandard.
Viele Kinder mit Behinderungen würden diskriminiert, indem sie Sonderschulen besuchen müssten. Die Schweiz solle stattdessen die inklusive Schule fördern, namentlich durch eine verbesserte Ausbildung der Lehrkräfte.
Ausserdem seien Menschen mit Behinderungen in der Schweiz einem deutlich höheren Armutsrisiko ausgesetzt. Entsprechend müsse die Schweiz eine Strategie zur Armutsprävention und -bekämpfung ausarbeiten und umsetzen, so der UNO-Ausschuss.