Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/964

Die Kosten des Prozessierens (Zivilprozess)
von <email-pii>, Tel. +41 (52) 269 21 00
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie teuer ein Zivilprozess ist? Durch diese Übersicht möchten wir Sie mit den Grundlagen der Kosten des Prozessierens vertraut machen.
Prozesskosten
Prozesskosten sind gemäss Art. 95 Abs. 1 ZPO die Gerichtskosten und die Parteientschädigung.
Gerichtskosten sind nach Art. 95 Abs. 2 ZPO die Pauschalen für das Schlichtungsverfahren; die Pauschalen für den Entscheid (Entscheidgebühr); die Kosten der Beweisführung; die Kosten für die Übersetzung sowie die Kosten für die Vertretung des Kindes.
Unter die Parteientschädigung gemäss Art. 95 Abs. 3 ZPO fallen hingegen der Ersatz notwendiger Auslagen; die Kosten einer berufsmässigen Vertretung und in begründeten Fällen: eine angemessene Umtriebsentschädigung, wenn eine Partei nicht berufsmässig vertreten ist.
Die Höhe der Prozesskosten wird durch die Kantone festgelegt, im Kanton Zürich z.B. durch die Gebührenverordnung des Obergerichtes und die Verordnung über die Anwaltsgebühren. Gemeinsam ist den Gebührenverordnungen der einzelnen Kantone, dass sie den Gerichten einen erheblichen Spielraum hin-sichtlich der Höhe der Kosten einräumen. Nach § 4 Abs. 2 GebV OG (ZH) kann die streitwertbezogene Grundgebühr je nach Zeitaufwand und Schwierigkeit des Falles entweder ermässigt oder sogar bis auf das Doppelte erhöht werden. Wenn es sich um eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit handelt, sind die Gebühren noch schwerer vorherzusagen; § 5 GebV OG (ZH) besagt hier, dass die Gebühr hier nach dem tatsächlichen Streitinteresse, dem Zeitaufwand des Gerichts und der Schwierigkeit des Falles bemessen wird und zwischen CHF 300 und CHF 13‘000 beträgt. Eine Prognose der letztlich anfallenden Gerichtskosten ist daher schwierig und hängt massgeblich vom Einzelfall und dem Verlauf des Verfahrens ab.
Wenn eine Partei im Falle des Unterliegens die Parteientschädigung entrichten muss, verhält es sich hinsichtlich der Kosten einer berufsmässigen Vertretung (Anwaltskosten) häufig vorhersehbarer. Man kann in der Regel damit rechnen, dass diese vom Gericht niedriger angesetzt werden als es zwischen dem Anwalt und dem eigenen Klienten vereinbart wurde. Dies liegt vor allem daran, dass zwischen Rechtsvertreter und Klienten häufig Honorarvereinbarungen abgeschlossen werden, die in ihrer Höhe über das, was in den Anwaltskostenverordnungen festgelegt wird, hinausgehen.
Vorschuss
Zu beachten gilt, dass die Gerichte im Kanton Zürich in der Regel einen Vorschuss von 100 % der mutmasslichen Gerichtskosten verlangen.
URP
Personen, die sich einen Prozess finanziell nicht leistet können, haben die Möglichkeit die sog. „Unentgeltliche Rechtspflege“ (URP) zu beantragen, sofern ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. In dem Gesuch müssen die Vermögensverhältnisse (Einkommen, Lebensunterhaltskosten, …) offengelegt werden. Wenn einer Partei URP gewährt wurde, umfasst diese die Befreiung von Vorschuss- und Sicherheitsleistungen, die Befreiung von den Gerichtskosten und unter gewissen Voraussetzungen auch die gerichtliche Bestellung eines Rechtsbeistandes.
Geringeres Kostenrisiko durch Teilklage
Wenn ein Kläger (gerade bei hohen Streitwerten) das Kostenrisiko geringer halten möchte, besteht für ihn die Möglichkeit eine sog. Teilklage zu erheben. In diesem Fall wird nicht die volle Summe, sondern ein Teil der Forderung eingeklagt, weshalb sich grds. auch die Gerichtskosten reduzieren. Der Vorteil der Teilklage ist, dass man unter geringerem Kostenrisiko seine Prozessaussichten prüfen kann.
Interessiert mich (Email an <email-pii>; wir melden uns )
Deutsches Kapitalmarktrecht II: Erlaubnispflicht nach dem Kreditwesengesetz
von <email-pii>, Tel. +41 (52) 269 21 00
Wer in Deutschland Aktien platzieren will, sieht sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenübergestellt. In der Reihe «Deutsches Kapitalmarktrecht» wollen wir Ihnen eine Übersicht über zu beachtende Punkte bieten, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Wer in Deutschland gewerbsmäßig oder in einem Umfang, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert, Bankgeschäfte betreiben oder Finanzdienstleistungen erbringen will, bedarf der schriftlichen Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
So sind z.B. die Anlageberatung und die Anlagevermittlung erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen. Unter Anlageberatung versteht man dabei die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird. Dies kann unter Umständen schon bejaht werden, wenn sich das Angebot nur an einen bestimmten Personenkreis richtet, z.B. an solche Personen, die man in der Schweiz als institutionelle Anleger einstufen würde. Anlagevermittlung ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten. Die Vermittlung im Sinne der Vorschrift erbringt, z.B. wer als Bote die Willenserklärung des Anlegers an denjenigen, mit dem der Anleger ein solches Geschäft abschließen will, weiterleitet oder wer zielgerichtet die Abschlussbereitschaft des Anlegers fördert, damit dieser ein Geschäft über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten mit einem Dritten abschließt. Daneben gibt es viele weitere Tatbestände, die zu einer Erlaubnispflicht führen.
Eine genaue Einzelfallprüfung ist unumgänglich, da die Betreibung von Bankgeschäften sowie die Erbringung von Finanzdienstleistungen ohne Erlaubnis empfindliche Strafen nach sich ziehen können.
interessiert mich (Email an <email-pii>; wir melden uns)
Deutsches Kapitalmarktrecht I: Die Prospektpflicht nach dem WpPG
von <email-pii>, Tel. +41 (52) 269 21 00
Wer in Deutschland Aktien platzieren will, sieht sich einer Vielzahl von Herausforderungen gegenübergestellt. In der Reihe «Deutsches Kapitalmarktrecht» wollen wir Ihnen eine Übersicht über zu beachtende Punkte bieten, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Wenn ein Anbieter Aktien oder gewisse andere Wertpapiere in Deutschland öffentlich anbieten möchte, z.B. über Telefonmarketing, unterliegt er grundsätzlich der Prospektpflicht des Wertpapierprospektgesetzes (WpPG). Der Prospekt muss alle wesentlichen Angaben über den Emittenten und die angebotenen Wertpapiere beinhalten und veröffentlicht werden. Sofern Angaben falsch oder unvollständig im Prospekt wiedergegeben sind, führt dies grundsätzlich zu einer Haftung. Zweck einer solchen Prospektpflicht ist der Anlegerschutz. Einen Prospekt zu erstellen, der den Anforderungen entspricht ist ein zweitaufwendiges und kostspieliges Unterfangen.
Da eine Prospektpflicht aus verschiedenen Gründen nicht in jedem Fall sachgerecht ist, finden sich im WpPG auch Ausnahmen zur Prospektpflicht. Diese beziehen sich z.B. auf Art und Umfang des Angebots. So gilt die Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Prospektes z.B. nicht für ein Angebot von Wertpapieren, das sich in jedem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums an weniger als 150 nicht qualifizierte Anleger richtet oder das sich an Anleger richtet, die Wertpapiere ab einem Mindestbetrag von 100 000 Euro pro Anleger je Angebot erwerben können.
interessiert mich (Email an <email-pii>; wir melden uns)
Zusammen mit dem nächsten Schuhpaar für Frühjahr oder Herbst – wünschen sich viele Kunden ein Ganzjahres-rundum-sorglos-Paket. Dazu bietet Ihnen unser Kunde Redford das All-in-One Schuh- und Service-Abo an.
Je nach Anspruch und Bedarf gibt es ein Jahrespaket bestehend aus einem neuen Redford Handcrafted Schuh und einer Rundum-Erneuerung (Second Run Service) ab CHF 199.- pro Jahr.
weitere Informationen finden Sie unter: www.redford.ch
von <email-pii>, Tel. +41 (52) 269 21 00
Auch Forderungen auf eine fremde Währung werden nach SchKG vollstreckt.
Eine Forderung ist auch dann nach dem SchKG zu vollstrecken, wenn sie auf eine fremde Währung lautet. Die auf eine ausländische Währung lautende Forderung erfolgt aus Praktikabilität in CHF gemäss Art. 67 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG. Geschuldet ist trotzdem weiterhin die vertraglich vereinbarte Fremdwährung, weshalb dem Schuldner grundsätzlich die Rückforderungsklage gemäss Art. 86 SchKG offensteht, falls er infolge Währungsveränderungen mehr bezahlt hat bzw. dem Gläubiger die Nachforderung auf dem Weg einer neuen Betreibung, falls die Fremdwährung bis zum Ende des Betreibungsverfahrens steigt. Entsprechend darf das Gericht im Erkenntnisverfahren nur eine Zahlung in der geschuldeten Fremdwährung zusprechen (BGE 134 III 151).
interessiert mich (Email an <email-pii>; wir melden uns)
Von <email-pii>, Tel. +41 (52) 269 21 00
Bei einer Fremdwährungsschuld ist der Schuldner nach Art. 84 Abs. 2 OR berechtigt, aber nicht verpflichtet, in Landeswährung zu leisten (vgl. hierzu BGE 134 III 151).
Grundsätzlich sind Geldschulden in der geschuldeten Währung zu bezahlen. Der Schuldner einer auf Fremdwährung lautenden und in der Schweiz erfüllbaren Schuld ist jedoch ermächtigt, in CHF zu erfüllen, ausser die Parteien haben diese Möglichkeit ausgeschlossen. Dies bedeutet, dass der Gläubiger sowohl eine Zahlung in CHF als auch in der Fremdwährung anzunehmen hat. Der Schuldner ist aber lediglich verpflichtet in der Fremdwährung zu bezahlen. Ob er in CHF bezahlt, liegt in seiner Wahl.
interessiert mich (Email an <email-pii>; wir melden uns )