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Das Schweizer Quintett gewinnt an den Weltmeisterschaften in Mont Sainte Anne, Kanada, im Team-Relay zum dritten Mal in Folge die Gold-Medaille. Nino Schurter bringt die Equipe als Schlussfahrer mit 16 Sekunden Vorsprung auf die USA und 28 Sekunden vor Frankreich zum insgesamt sechsten Weltmeister-Titel in dieser Auftakt-Disziplin.
Wie das beim Team Relay so ist, lässt sich nach Startfahrer Joel Roth (U23), der an achter Position wechselt und nach Junior Janis Baumann schwer einschätzen, was an diesem Tag möglich ist.
Roth hat eine gute Runde abgeliefert, bekennt jedoch, dass er im ersten Anstieg «zu sehr Gas gegeben» und dafür dann am zweiten Berg Probleme bekommen habe. «Insgesamt bin ich zufrieden und es hat mir die Möglichkeit gegeben, im Downhill voll am Anschlag zu fahren. Das geht im Training ja nicht», meint Roth.
Baumann wechselt an fünfter Stelle, nachdem er «ein bisschen hektisch» losgefahren ist. «Ich habe dadurch viele kleine Fahrfehler gemacht, aber körperlich habe ich mich gut gefühlt», konstatiert Baumann.
Zu diesem Zeitpunkt führen die Dänen, bei denen dann die WM-Zweite des Vorjahrs, Annika Langvad, antritt. Für die Schweiz ist Sina Frei unterwegs. Es wird bald klar, dass Langvad nicht den allerbesten Tag erwischt hat und Sina Frei kann der Marathon-Weltmeisterin eine halbe Minute abnehmen.
Ihre Position kann sie allerdings nicht verbessern. Im ersten Streckenteil lässt sich kaum überholen und im zweiten hat sie es vor sich mit einem Junior zu tun, der sofort dagegen hält, wenn sie angreift.
«Das nervt ein bisschen», bekennt Frei, «im Downhill wäre ich vielleicht ein bisschen schneller gewesen, aber es ist schwierig am Hinterrad zu bleiben, ohne selbst einen Sturz zu riskieren.»
Mit 18 Sekunden Rückstand auf die Niederländer wechselt Sina Frei auf Jolanda Neff. Die verbessert die Schweizer Staffel auf Rang drei, fährt genau gleich schnell wie die Niederländerin Anne Terpstra und schickt Nino Schurter mit diesem Rückstand auf die Schlussrunde.
«Es war sehr hart. Du musst weiterdrücken, obwohl du eigentlich nicht mehr kannst. Ich bin aber ohne Fehler durchgekommen, insofern war alles gut», erklärt Neff.
Nino Schurter geht mit einer gewissen Skepsis in die Schlussrunde. Er hat es bei den Niederländern zwar mit Puck Pieterse, einer Juniorin zu tun, doch bei den US-Amerikanern, die direkt dahinter an zweiter Stelle liegen, geht Keegan Swenson ins Rennen.
«18 Sekunden sind ein bisschen viel, gegen einen Elite-Fahrer auch eine ganze Menge, deshalb war ich skeptisch. Aber zum Glück habe ich ihn im ersten Aufstieg aufgefahren», erzählt Nino Schurter von seiner Runde. «Im zweiten Aufstieg habe ich angegriffen, er hat gekontert und ich bin dann noch mal vorbei.»
Er hängt Swenson in den folgenden Aufwärts-Serpentinen sofort ab und fährt für sein Team zum Auftakt-Gold.
«Mir persönlich bedeutet das nicht so viel, ich mache das mehr für das Team als für mich selbst. Es ist gut dafür die Team-Bindung herzustellen», sagt Nino Schurter.