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Wann ist Sport für Schwangere nicht mehr erlaubt?
Denken Sie daran, dass regelmässiger Sport (drei bis vier mal in der Woche für jeweils ca. 20 - 30 Minuten) nur dann gesund ist, wenn Sie sich dadurch wohler fühlen. Übertreiben Sie nichts, überanstrengen Sie sich nicht und hören Sie während der Schwangerschaft noch mehr als sonst auf die Signale Ihres Körpers. Wärmen Sie sich langsam und gründlich auf, trinken Sie viel Flüssigkeit, atmen Sie gleichmässig. Ihr Puls sollte nicht auf über 130 Schläge pro Minute ansteigen. Hören Sie sofort auf, wenn Sie
- sich müde,
- schwindelig oder
- kraftlos fühlen,
- ausser Atem geraten,
- Übelkeit spüren,
- Schmerzen oder Krämpfe bekommen.
Und: Stimmen Sie Ihre Übungen auf die jeweilige Schwangerschaftsphase ab! Ab dem dritten Monat sollten Übungen in Rückenlage vermieden werden, weil es dadurch zu Druck auf die grosse Körpervene und Schwindel kommen kann (Vena-cava-Syndrom), aber auch, weil die Bauchmuskulatur dann zu stark belastet wird und auseinanderklaffen kann. Später führt die wachsende Gebärmutter zu einer Schwerpunktverlagerung und zu einer Beckenkippung nach vorne, wodurch Sie leichter das Gleichgewicht verlieren.
Zwischenfälle (z.B. Blutungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Schwächeanfälle, Atemnot) oder vorher nie bemerkte Schmerzen sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin besprechen.
Bestimmte Komplikationen in der jetzigen oder einer früheren Schwangerschaft können natürlich zusätzlich ein Grund sein, warum man Ihnen empfiehlt, die sportlichen Aktivitäten ganz oder teilweise einzuschränken. Erst nach einer Untersuchung bei Ihrer Frauenärztin, Ihrem Frauenarzt und wenn sie/er es ausdrücklich befürwortet, können Sie weiter Sport treiben:
- Blutungen,
- vorzeitige Wehen
- intrauterine Eingriffe (z.B. eine Fruchtwasseruntersuchung),
- Mehrlingsschwangerschaft
- Fehlgeburt, ein vorzeitiger Blasensprung, vorzeitige Lösung der Plazenta und eine Frühgeburt in einer früheren Schwangerschaft,
- bestimmte Grunderkrankungen der werdenden Mutter wie Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, schwere Anämie, Schilddrüsenüberfunktion und extremes Untergewicht oder Übergewicht
Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH / AG