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Seit 1974 setzt sich die Schweizer Menschenrechtsorganisation Incomindios für die Rechte der Indigenen Völker weltweit ein. Wobei ein besonderer Fokus auf Nord-, Mittel- und Südamerika gelegt wird. Seit 2003 hat Incomindios den Beraterstatus an der UNO (ECOSOC).
Die Frage, welche ethnische Gruppen als indigen bezeichnet werden können beziehungsweise sich selbst dieser Kategorie zuordnen, gibt weiterhin Anlass für Kontroversen. Letztlich enden alle Debatten immer wieder bei einer Arbeitsdefinition, die der ecuadorianische Anwalt und Diplomat José Martínez Cobo in seiner von den Vereinten Nationen in den 1970er Jahren in Auftrag gegebenen Studie zur Diskriminierung indigener Bevölkerungen formulierte.
Sie basiert auf verschiedene objektive Kriterien und einer subjektiven Selbstidentifikation. Zu den Gemeinsamkeiten indigener Gruppen zählt er die historischen Erfahrungen von Kolonialismus und Eroberung, die kulturelle Differenz von der nationalen Mehrheitsgesellschaft sowie die gegenwärtige Marginalisierung und Benachteiligung. Indigenität geht also nicht zwingendermassen mit einer bestimmten Lebensweise einher.
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Das Jahresthema 2015 von Incomindios widmet sich den Frauen der indigenen Völker. Der Schwerpunkt liegt auf der Begegnung von Frauen aus verschiedenen Teilen der Welt, die wir im Rahmen der UNO-Konferenzen in Genf und New York treffen. Es ist geplant, mit Ihnen Interviews durchzuführen und uns über ihre Lebenswege, ihr Volk und über den unermüdlichen Einsatz für das Wohl ihrer Familien und Völker erzählen zu lassen. Insgesamt werden zwölf Monatsporträts auf unserer Website, im E-Newsletter sowie im gedruckten Newsletter erscheinen.
Monatsporträt Januar: June Lorenzo (Dinè)
Ihre Tätigkeit
June L. Lorenzo gehört der indigenen Gemeinschaft von Laguna Pueblo/Diné in New Mexico, USA, an. Lorenzo schloss ihren Bachelor of Law mit magna cum laude an der Universität Colorado Women’s College in Denver. Im Jahr 1974 erhielt sie den Doktortitel von der Cornell Law School. June arbeitete jahrelang in staatlichen, privaten und non-profit Institutionen. Durch ihre Arbeit auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene hat sie eine breite Erfahrung in Belangen und Problematiken von indigen Gemeinschaften sammeln können. Heutzutage arbeitet sie als Anwältin und als Teilzeitrichterin für die Zuni Gemeinschaft und ist Mitglied der „Laguna-Acoma Koalition für eine sichere Umwelt“, eine Organisation die sich mit den rechtlichen Aspekten und auch mit den umwelt- und gesundheitsschädlichen Auswirkungen, beschäftigt. Weiterlesen