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Im Januar 2014 füllten wir mit zahlreichen Helfern einen Schiffscontainer mit Kleidern, Medikamenten und medizinischen Geräten. Mit dem Lastwagen wurde der Container zum Hafen transportiert und von dort aus mit dem Schiff nach Mersin in der Türkei. Vor Kurzem sind die Hilfsgüter in Afrin, im Nordwesten Syriens, eingetroffen. Die örtlichen Verantwortlichen in Afrin, das mehrheitlich von Kurden bewohnt ist, organisieren die Verteilung. Nachdem wir im März unter anderem das einzige funktionierende Spital in der Region, ein Flüchtlingslager und ein Waisenheim besucht hatten, waren wir überzeugt, dass die Hilfe dort dringend gebraucht. Weil in Afrin selber bis heute keine grösseren kriegerischen Auseinandersetzungen stattgefunden haben, ist es für Hunderttausende von Binnenflüchtlingen ein Zufluchtsort. Bei unserem Besuch haben wir das Spital und das Waisenhaus mit einem namhaften Betrag direkt finanziell unterstützt.
Nebst den zu erwartenden Schwierigkeiten mit dem Transport der Hilfsgüter nach Syrien gab es zudem Probleme mit lokalen türkischen Behörden und anderen Akteuren. Aufgrund der Lage an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien (Bund vom 24.3.2014) wäre ein Transport im Frühling allerdings nicht möglich gewesen. Die syrische Grenzstadt Azaz war lange Zeit von der Terrorgruppe IS kontrolliert. Die Verzögerung des Hilfstransports aus dem Hafen von Mersin nach Afrin führte zu wesentlich höheren Kosten.