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Klavier
Evgeny Kissin
Debüt beim Luzerner Sinfonieorchester 23. Januar 2023
Klavier
Debüt beim Luzerner Sinfonieorchester 23. Januar 2023
Der russische Pianist Evgeny Kissin gehört zu den überragenden Musikern seiner Generation. Er wird von Publikum und Kritikern in der ganzen Welt bewundert für sein virtuoses und ausdrucksvolles Spiel und seine Interpretationen.
Evgeny Kissin wurde im Oktober 1971 in Moskau geboren. Begabt mit ganz ungewöhnlicher Musikalität, begann er schon kurz nach seinem zweiten Geburtstag, nach dem Gehör auf dem Klavier zu spielen und zu improvisieren, und bereits vorher war er voller Begeisterung für das Instrument gewesen.
Er trat 1985 erstmals in Osteuropa auf, unternahm im Jahr darauf eine Japantournee und hatte seinen ersten Auftritt in Westeuropa 1987 im Rahmen der Berliner Festspiele. Im Sommer 1988 spielte er Herbert von Karajan vor, der ihn prompt einlud, beim kommenden Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker als Solist des Klavierkonzerts Nr. 1 von Tschaikowsky aufzutreten. Der Mitschnitt der Aufführung, den Deutsche Grammophon 1989 nur wenige Wochen nach Karajans Tod veröffentlichte, fand sofort Anerkennung als Meilenstein in der Aufnahmegeschichte des Werks.
In seiner Diskografie finden sich unter anderem ein mit dem Grammy ausgezeichnetes Album mit Solowerken von Skrjabin, Medtner und Strawinsky; sämtliche Klavierkonzerte von Beethoven mit dem London Symphony Orchestra und Sir Colin Davis; Prokofjews Klavierkonzerte Nr. 2 und 3 mit dem Philharmonia Orchestra und Vladimir Ashkenazy, ebenfalls mit einem Grammy ausgezeichnet; sowie Alben mit Solowerken von Brahms, Chopin und Schumann. Hinzu kommt eine Reihe bedeutender früher Aufnahmen für Deutsche Grammophon, darunter von den Kritikern gefeierte Aufführungen mit den Berliner Philharmonikern, Herbert von Karajan und Claudio Abbado. Im Juni 2017 unterzeichnete Kissin einen neuen Exklusivvertrag mit dem gelben Label.
Zahlreiche renommierte Auszeichnungen und Preise wurden Evgeny Kissin verliehen. Er erhielt 1991 den Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana und wurde 1995 der jüngste «Instrumentalist des Jahres» von Musical America. Weitere Ehrungen sind der Schostakowitsch-Preis (2003), die Ehrenmitgliedschaft der Royal Academy of Music in London (2005), der Herbert von Karajan Musikpreis (2005), der Premio Arturo Benedetti Michelangeli (2007) und Ehrendoktorwürden der Manhattan School of Music (2001), University of Hong Kong (2009), Hebrew University of Jerusalem (2010) und Ben-Gurion University des Negev (2014). Seine Sammlung autobiografischer Schriften «Memoirs and Reflections» erschien 2017.