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Olga studierte Geschichte an der Universität in der Stadt Nikolajew. Als sie die frisch gewaschenen Kleidungsstücke auf dem Balkon trocknen lassen wollte, streckte sie sich, auf dem wackeligen Stuhl stehend, nach der zu hoch gespannten Leine aus, verlor das Gleichgewicht und stürzte über das Geländer. Beim Aufprall erlitt die Verunglückte mehrere komplizierte Knochenbrüche, innere Blutungen sowie schwere Beschädigungen der inneren Organe. Ihre Eltern Svetlana (1957) und Nikolaj (1959) sind als Reinigungskraft tätig und mit ihrem kleinen Verdienst waren sie nicht imstande, die lebensrettende Behandlung ihrer einzigen Tochter zu finanzieren. Sie wandten sich an die Schweizer Bürger mit dem Bittgesuch, ihrer verunglückten Tochter eine karitative Unterstützung zu leisten.
Der Hilferuf von Olgas Eltern wurde erhört – die mildherzigen Schweizer liessen ihrer Tochter die finanzielle Hilfe zukommen. Damit konnte Svetlana Olgas Behandlung einschliesslich der wichtigen Operationen bezahlen. Die zerschmetterten Knochen wurden zusammengesetzt und fixiert. Danach wurde Olgas Zustand für eine Weile besser. Aber Ende April verschlimmerte sich die Situation. Die Brustschmerzen wurden stärker. Die Untersuchung zeigte, dass Olga an einer Lungenentzündung litt. Sie wurde in die Reanimation eingeliefert. Eine sich schnell entwickelnde Herzinsuffizienz machte die Situation noch ernster. Die Krankheit war stärker als Olga, und am 10. April ist Olga gestorben. Ihre Mutter dankt allen Spendern, die das Leiden ihrer Tochter gelindert haben.