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Die Waadtländer FDP-Nationalrätin Isabelle Moret präsidiert im kommenden Jahr die grosse Kammer und gilt damit als höchste Schweizerin. Die 48-Jährige ist zu Beginn der Wintersession mit einem Rekordresultat gewählt worden. Moret erhielt 193 von 198 gültigen Stimmen.
Bisher am meisten Stimmen hatte 2011 der Thurgauer SVP-Nationalrat Hansjörg Walter erhalten, nämlich 185. Die Vorgängerin Morets, die neue Tessiner Ständerätin Marina Carobbio Guscetti (SP), war vor einem Jahr mit 154 Stimmen gewählt worden, dem Durchschnittswert in der Wahlhistorie.
Vier Jahre nach Christa Markwalder ist damit wieder eine FDP-Politikerin mit dem Nationalratspräsidium betraut. Vor Moret waren bereits 19 Nationalrätinnen und Nationalräte aus der Waadt auf dem Posten, zuletzt 2007/2008 André Bugnon (SVP). Isabelle Moret ist zudem die 14. Frau, die das Präsidium innehat.
Seit 1848 wurden bereits 197 Nationalratspräsidenten und -präsidentinnen gewählt. Diese leiten jeweils die Verhandlungen des Rats, legen im Rahmen der Sessionsplanung des Büros die Tagesordnung fest, leiten das Ratsbüro und vertreten den Rat nach aussen.
Die Ratspräsidentin äussert sich in der Regel nicht zur Sache und stimmt nur dann mit, wenn die Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder jedes Rates erforderlich ist. Bei Stimmengleichheit fällt sie den Stichentscheid.