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Luzern (ots)
- Anlässlich der Medienkonferenz zum Eidg.
Feldschiessen 2010 in Lungern, informierte der SSV im
Schiesssport-Zentrum Brünig Indoor zum Eidg. Feldschiessen und die
Gefährdung durch die Waffenverbotsinitiative «Schutz vor
Waffengewalt.»
Die Präsidentin des SSV, Frau Dora Andres zeigte in ihren
Ausführungen auf, dass der Schiesssport in einem friedlichen und
gewaltfreien Umfeld mit klaren Bedingungen und hohen
Sicherheitsvorschriften ausgeübt wird. Deshalb stellt die
Waffenverbotsinitiative ist eine Bedrohung der schiesssportlichen
Aktivitäten dar.
Die Initiative fordert im Wesentlichen vier Dinge:
- einen Bedarfs- und Fähigkeitsnachweis für den Erwerb und den
Besitz von Feuerwaffen;
- ein Verbot von so genannten "besonders gefährlichen Waffen" wie
Seriefeuerwaffen und "Pump Actions";
- die Errichtung eines zentralen Waffenregisters;
- einen Verzicht auf die Heimabgabe der persönlichen Waffe an die
Angehörigen der Armee.
Eine Annahme der Initiative würde die Ausübung des Schiesssports
mit dem geforderten Bedarfs- und Fähigkeitsnachweis massiv
erschweren. Eine solche Nachweispflicht kommt einem Paradigmenwechsel
gleich: Heute ist die Gesetzgebung darauf ausgerichtet, Missbräuche
einzudämmen. Künftig wäre alles verboten, was nicht explizit durch
Ausnahmen erlaubt wird. Dies bedeutet den Wandel von einem
Missbrauchsbekämpfungsgesetz, wie wir es heute in der Schweiz kennen,
zu einem Verbotsgesetz. Leidtragende sind die Schützen, Jäger und
andere verantwortungsbewusste Waffenbesitzer.
Die Schweiz hat heute eine gültige Gesetzgebung, die alles
abdeckt, was vernünftigerweise im Bereich der Sicherheit geregelt
werden kann. Das Waffengesetz bietet ausreichende Möglichkeiten, um
gefährlichen oder gefährdeten Menschen den Zugang zu Schusswaffen zu
verhindern. Zudem verbietet es den Angehörigen gewisser Staaten den
Besitz von Waffen. Das Gesetz muss einfach konsequent umgesetzt
werden.
Im Bereich der Heimabgabe der persönlichen Armeewaffe wurden
sinnvolle Massnahmen getroffen, um das Missbrauchsrisiko weiter zu
senken.
Zum Beispiel:
- den Einzug der Taschenmunition bei den AdA
- Die Möglichkeit, die persönliche Dienstwaffe im Zeughaus zu
deponieren
- Die verbesserte Risikoprüfung bei der Rekrutierung
- Die Meldemöglichkeit für Ärzte und Psychologen bei der Erkennung
von Gefährdungspotenzial.
Das Ziel nach mehr Sicherheit kann nicht durch die
Waffenverbots-Initiative erreicht werden. Vielmehr müssen die
bestehenden, guten Gesetze konsequent umgesetzt werden.
Der Schiesssport in der Schweiz ist in seiner Existenz bedroht.
Deshalb setzt sich der Schweizer Schiesssportverband (SSV) vehement
gegen die Waffenverbots-Initiative ein. Jede und jeder der 150'000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhält am diesjährigen Feldschiessen
eine Handkarte mit der unmissverständlichen Botschaft: Wenn die
Waffenverbots-Initiative angenommen wird, kann das Feldschiessen in
Zukunft nicht mehr stattfinden.
Gemäss der Aussage des Ressortleiter Bundesübungen SSV, Michael
Merki rechnet der SSV auch dieses Jahr mit einer
Feldschiessen-Beteiligung von rund 150'000 Teilnehmer. Das Ziel des
SSV ist analog der Entwicklung im Kanton Obwalden die Steigerung der
Teilnehmerzahl in den nächsten Jahren.
ots Originaltext: Schweizer Schiesssportverband (SSV)
Internet: www.presseportal.ch
Kontakt:
Schweizer Schiesssportverband SSV
und Waffenverbotsinitiative
Frau Dora Andres, Präsidentin SSV
Mobile: +41/79/344'66'44
Eidgenössisches Feldschiessen
Herr Michael Merki, Ressortleiter EFS SSV
Mobile: +41/76/356'73'42
Allgemeine Fragen Info und Medien SSV
Herr Ivo Hermann, Chef Info und Medien SSV
Mobile: +41/79/524'64'66