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Das Wichtigste in Kürze
- Am Dienstag begann in der Vatikanstadt der historische Prozess gegen Kardinal Becciu.
- Dieser wird beschuldigt, Geld aus Wohltätigkeitsfonds abgezweigt zu haben.
- Schlussendlich wurde der Prozess wegen mangelnder Vorbereitungszeit vertagt.
In Vatikanstadt begann am gestrigen Dienstag ein historisches Gerichtsverfahren gegen den einst mächtigen Kardinal Angelo Becciu. Papst Franziskus hatte Becciu vergangenes Jahr wegen des Verdachts entlassen, Geld aus Wohltätigkeitsfonds für Verwandte abgezweigt zu haben.
Dem 73-Jährigen und neun weiteren Beschuldigten werden im Zusammenhang mit einem ruinösen Immobiliengeschäft in London Veruntreuung, Amtsmissbrauch und mehr vorgeworfen. Es ist das erste Mal, dass ein Kardinal von der vatikanischen Strafverfolgung angeklagt wird.
Der Kardinal bestreitet jegliches Fehlverhalten. Zu den weiteren Angeklagten zählt unter anderem der ehemalige Leiter der vatikanischen Finanzaufsicht, der Schweizer Anwalt René Brülhart.
Nach dem ersten Verhandlungstag am Dienstag wurde der Prozess von Richter Guiseppe Pignatone auf den 5. Oktober vertagt. Dies hatten verschiedene Anwälte zuvor aufgrund fehlender Beweismaterialien und mangelnder Vorbereitungszeit gefordert.