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<h2>SubmittedText<h2><p>Die Ernährung der Bevölkerung trägt etwa 25 Prozent zu den Gesamtumweltbelastungen durch den privaten Konsum in der Schweiz bei. Die Ernährung ist damit auch ein wesentlicher Faktor für indirekte Gesundheitsschäden durch Schadstoffe und Hitzeperioden oder die Gefährdung der Ernährungssicherheit durch den Klimawandel, Wasserknappheit und andere Umwelteinflüsse.Zwischen den Zielen einer gesunden Ernährung und einer umweltfreundlichen Ernährung gibt es Spannungsfelder. Insbesondere die Reduktion von tierischen Nahrungsmitteln (Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte) stellen eine Herausforderung dar.</p><p>Die Schweizer Ernährungsempfehlungen sind eine wichtige Grundlage, um das Ernährungsverhalten der Bevölkerung zu beeinflussen. Zurzeit werden diese durch das BLV überarbeitet. Für die Erarbeitung von nachhaltigen Ernährungsempfehlungen haben gemäss BLV die direkten Gesundheitsfolgen Priorität gegenüber den allgemein anerkannten Pfeilern der Nachhaltigkeit. </p><p>Im Zusammenhang mit der Erarbeitung der neuen Ernährungsempfehlungen bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie werden in den zukünftigen Ernährungsempfehlungen wichtige Umweltaspekte wie Klimawandel, Wasserknappheit, Reduktion tierischer Produkte und Ernährungssicherheit berücksichtigt? </p><p>2. Werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Ökobilanzierung in den Ernährungsempfehlungen einbezogen?</p><p>3. Welche wissenschaftliche Fachgebiete beteiligen sich an der Erarbeitung der neuen Empfehlungen? Wie werden diese Fachgebiete und das BAFU einbezogen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1 und 2. Die Aktualisierung der Schweizer Ernährungsempfehlungen im Rahmen der Schweizer Ernährungsstrategie 2017-24 (www.blv.admin.ch &gt; Lebensmittel und Ernährung &gt; Ernährung &gt; Strategie und Aktionsplan) stützt sich auf wissenschaftliche Grundlagen, welche im Auftrag des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) erarbeitet werden. Im Rahmen dieses Projekts wird die Umweltbelastung der in der Schweiz konsumierten Lebensmittel beziehungsweise Lebensmittelgruppen mit Hilfe der Ökobilanzierung berücksichtigt. Die Umweltbelastungen der verschiedenen Lebensmittelgruppen sind sehr unterschiedlich. Anschliessend wird ein Optimierungsmodell verwendet, welches ermöglicht, sowohl die ernährungsphysiologischen Aspekte (z.B. Nährstoffgehalt) der Lebensmittel als auch verschiedene Umweltauswirkungen (z.B. Klimawandel) zu berücksichtigen. Die aktualisierten Ernährungsempfehlungen sollten im Jahr 2024 publiziert werden.</p><p>3. Die Überarbeitung der Schweizer Ernährungsempfehlungen wurde in verschiedene Arbeitspakete aufgeteilt. Im ganzen Prozess werden vom BLV verschiedene Akteure integriert. Dies sind unter anderem die Eidgenössische Ernährungskommission, verschiedene Bundesämter (Bundesamt für Gesundheit, Bundesamt für Umwelt [BAFU], Bundesamt für Landwirtschaft, Bundesamt für Bauten und Logistik), die Kantone, Agroscope, Hochschulen, Verbände (z.B. Schweizerische Gesellschaft für Ernährung; Schweizerische Verband der Ernährungsberater und -beraterinnen), Konsumentenschutzorganisationen, die Wirtschaft sowie Organisationen aus dem Gesundheitsbereich. Das BAFU hat sein Know-how bei der Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen aktiv eingebracht und wird auch bei der Anwendung des Optimierungsmodells einbezogen.</p>  Antwort des Bundesrates.