Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/204066

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Pflanzenschutzmittelverordnung ist so zu ändern, dass keine Pestizide mehr zugelassen werden, für die eine höhere Konzentration eines Metaboliten als 0,1 Mikrogramm pro Liter im Sickerwasser vorhergesagt wird. Ausgenommen sind Stoffe, die auch in der Natur vorkommen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat anerkennt, dass die Bevölkerung besser vor Metaboliten von Pflanzenschutzmitteln geschützt werden muss. Die geforderte Regelung geht aber sehr weit und würde die landwirtschaftliche Produktion einschränken. </p><p>Damit die Bevölkerung besser geschützt werden kann, muss die Verwendung von Pestiziden vor allem im Zuströmbereich von Trinkwasserfassungen, d. h. im Einzugsgebiet, in welchem der versickernde Regen und damit auch die Metaboliten zur Trinkwasserfassung transportiert werden, eingeschränkt werden. </p><p>Im Falle einer Annahme der Motion beantragt der Bundesrat im Zweitrat folgende Änderung: Der Zulassungsentscheid und die Kennzeichnung von Pflanzenschutzmitteln muss beinhalten, ob das Produkt im Zuströmbereich von Trinkwasserfassungen eingesetzt werden darf oder nicht. Im Zuströmbereich von Trinkwasserfassungen dürfen nur Pflanzenschutzmittelprodukte eingesetzt werden, welche nicht zu Metaboliten-Konzentrationen von über 0,1 Mikrogramm pro Liter führen. </p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.