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Der Schweizer Schriftsteller, Journalist und Kommunikationsberater Giuseppe Gracia setzt sich immer wieder mit der Frage auseinander, ob die Welt ohne Religion eine bessere wäre. Seine Antwort ist eindeutig.
Auch wenn manche glauben und meinen, dass es ohne Religion weniger Fanatiker und weniger Kriege gäbe, sieht es Gracia diametral anders. Mit Blick auf seinen aktuellen Roman «Der letzte Feind» sagt er, dass einige Protagonisten in seinem Roman an die Tatsache erinnern, dass im 20. Jahrhundert mit dem Kommunismus und dem Nationalsozialismus «zwei grosse Bewegungen versucht haben, eine bessere Welt ohne Judentum und Christentum zu bauen», was als Resultat «100 Millionen Tote durch kommunistische Regimes, 50 Millionen Tote durch den 2. Weltkrieg» nach sich gezogen habe.
Und Gracia provoziert mit der Aussage: «Man könnte sagen: Der Atheismus hat allein im 20. Jahrhundert mehr Menschen getötet als alle Religionen zusammen.» Wie er selbst Weihnachten feiert und den Glauben lebt, erzählt er in diesem Talk mit Ruedi Josuran.