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Systemische Sklerose: Rituximab bessert Haut und Lunge langfristig
Der Anti-CD20-Antikörper Rituximab wirkt bei Patienten mit systemischer Sklerose (SSc) positiv auf die Hautmanifestationen. Das konnte er bereits in einer zwölfmonatigen Studie unter Beweis stellen. Wird der Wirkstoff nach zwölf Monaten weiter verabreicht, steigern sich diese Effekte noch, und auch die Lungenfunktion bessert sich. Das zeigt eine japanische Studie.
In der ersten Studie waren zunächst Wirksamkeit und Sicherheit des B-Zell-depletierenden Antikörpers bei 49 SSc-Patienten über ein Jahr hinweg untersucht worden. Während dieser Zeit verbesserten sich die Hautmanifestationen, gemessen als Modified Rodnan Skin Score (MRSS), signifikant (1,2).
31 Patienten nahmen im Anschluss die Möglichkeit wahr, weiter mit Rituximab behandelt zu werden. Für 29 konnten die Wissenschaftler die Daten nach einem medianen Follow-up von 96 Wochen auswerten (3).
Haut verbesserte sich direkt nach der ersten Rituximab-Gabe
Wie die retrospektive Analyse ergab, fiel der MRSS direkt nach der ersten Rituximab-Gabe im Anschluss an die ursprüngliche Studie noch einmal signifikant um durchschnittlich 7 Punkte und sank dann kontinuierlich weiter. Die Verbesserung der Lungenfunktion erreichte nach der dritten Rituximabgabe statistische Signifikanz und stieg danach im Verlauf ebenfalls weiter an.
Besonderes Augenmerk legten die Forscher auf die Identifizierung eventueller Responsemarker. Es zeigte sich, dass High-Responder mit einer MRSS-Verbesserung ≥ 9 einen stärkeren Abfall der Serumspiegel von IgA und IgM aufwiesen als Low-Responder (MRRS-Verbesserung ≤ 8). Auch der Anstieg der Lungenfunktion (gemessen an der forcierten Vitalkapazität) war mit einem stärkeren Abfall der IgA- und IgM-Spiegel assoziiert.
Bei fast allen Patienten traten unerwünschte Ereignisse auf, wobei Infektionen der oberen Atemwege am häufigsten waren.