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Udo Lindenberg hat den Traum von der Überwindung der deutschen Teilung immer aufrechterhalten; er suchte das Gespräch mit der Staatsführung der DDR ebenso wie die Begegnung mit seinen zahlreichen Fans. 1983 durfte er in Ost-Berlin auftreten; von der Staatssicherheit minutiös überwacht, spielte er im Palast der Republik vor FDJ-Publikum und sprach sich vor live übertragendem DDR-Fernsehen entschieden gegen die Stationierung von Raketen auf West- wie Ost-Seite aus. Die für das folgende Jahr zugesagte Tournee durch die DDR wurde ohne Angabe von Gründen abgesagt. Udo Lindenberg wurde 1989 für seine „Beiträge zur Überwindung der deutschen Trennung" das Bundesverdienstkreuz ver liehen. Im Januar 2011 feierte sein Musical „Hinterm Horizont" in Berlin Weltpremiere - die Story basiert auf der Geschichte mit dem „Mädchen aus Ost-Berlin". Das Buch zum Musical stammt von Thomas Brussig, Autor zahlreicher Romane und Drehbücher, darunter dem zu Leander Haussmanns „Sonnenallee". Mit ihm und Michel Gaissmayer, der Udo Lindenberg als persönlicher Unterhändler in allen deutsch-deutschen Belangen zur Seite stand, sprach Udo Lindenberg auf Schloss Neuhardenberg über seine Hoffnungen, Enttäuschungen und Perspektiven des geteilten und vereinigten Deutschlands. Es moderierte Bernd Kauffmann, Generalbevollmächtigter der Stiftung Schloss Neuhardenberg.
Portrait
Udo Lindenberg, 1946 in Gronau/Westfalen geboren, Musiker, Schauspieler und Maler. Er startete seine Karriere in den 1970igern erst als Jazzmusiker. Mit seiner Schallpatte "Alles klar auf der Andrea Doria" hatte er 1973 einen ersten Erfolg zu verzeichnen. Er gründete seine Band, das "Panikorchester" und startete seine Karriere als Deutschlands berühmtester Rocker. 1975 schrieb er sein erstes Buch "Albert Alptraum bis Wotan Wahnwitz", 1980 übernimmt er in "Panische Zeiten" seine erste Filmrolle. Mit dem Titel "Sonderzug nach Pamkow" erregte er 1983 nicht nur musikalische sondern auch politische Aufmerksamkeit. Seine Karriere erreicht 2004 seinen Höhepunkt als er sein 30-jähriges Bühnenjubiläum mit der Tournee "Aufmarsch der Giganten" feiert. Lindenberg wurde 1989 das Bundesverdienstkreuz verliehen. 2006 bekam er die EinsLive Krone für sein Lebenswerk. Thomas Brussig, 1965 in Berlin geboren, wuchs im Ostteil der Stadt auf und arbeitete nach dem Abitur u.a. als Möbelträger, Museumspförtner und Hotelportier. Er studierte Soziologie und Dramaturgie und debütierte 1991 unter Pseudonym mit einem Roman. 1996 erschien sein in zahlreiche Sprachen übersetzter und auch als Bühnenfassung erfolgreicher Roman "Helden wie wir". 1999 erhielt er - zusammen mit Leander Haussmann - den Drehbuchpreis der Bundesregierung. Bernd Kauffmann, Studium der Publizistik und Rechtswissenschaft, ist seit 2001 Generalbevollmächtigter der Stiftung Schloss Neuhardenberg und im Nebenamt Künstlerischer Leiter der Festwochen 'movimentos' der Autostadt Wolfsburg. Von 1992 bis 2001 war er Präsident der Stiftung Weimarer Klassik (mit Unterbrechung von 1996 bis 2000: Generalbeauftragter der Weimar 1999 - Kulturstadt Europas GmbH), daneben Intendant des Kunstfestes Weimar.