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Die Rechtsprechung ist
Sache der
Gerichte, für die Verwaltung dagegen sind besondere Verwaltungsbehörden bestellt, welch letztern
folgende Thätigkeiten zugewiesen sind: I) die auswärtige (äußere) Verwaltung, d. h.
die Regelung des
Verkehrs mit andern
Staaten;
2) die Finanzverwaltung, d. h. die Beschaffung der für die Erreichung der Staatszwecke
erforderlichen wirtschaftlichen
Mittel;
5) die innere Verwaltung, welcheLorenz v.
Stein als »die Verwendung der Macht und der
Mittel des
Staats für die
Förderung des Einzelnen in seinen individuellen Lebensverhältnissen« definiert.
In denKreis
[* 9] dieser innern Verwaltungsthätigkeit
fallen folgende Gegenstände: das Gesundheitswesen;
endlich die
Verwaltung des gesellschaftlichen
Lebens, des
Familien-,
Gesinde-,
Armen- und
Vereinswesens. Es ist das physische, geistige und wirtschaftliche
Leben der
Nation, welches den Gegenstand der innern Verwaltung bildet, die vorzugsweise Verwaltung genannt zu werden
pflegt.
Die vollständige Trennung der Verwaltung von der
Justiz wurde in
Deutschland erst in der Neuzeit durchgeführt.
Früher waren es vielfach dieselben Behörden, vor welche
Justiz- und Verwaltungssachen gehörten. Das
französische Gerichtsverfassungsgesetz (Décret sur l'organisation judiciaire) von 1790 nahm zuerst eine grundsätzliche
Scheidung vor. Heutzutage ist auch in
Deutschland allenthalben den ordentlichen
Gerichten das
Privatrecht und das
Strafrecht als
das Hauptgebiet ihrer Thätigkeit zugewiesen. Dazu kommt noch die sogen.
freiwillige Gerichtsbarkeit, d. h. die Mitwirkung
der
Gerichte bei der Begründung gewisser Rechtsverhältnisse unter
Privatpersonen, und das Pflegschaftswesen.
Die vor
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