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Die Realisierung von drei neuen Rechenzentren für die Armee und die Bundesverwaltung wird rund 250 Millionen Franken teurer als ursprünglich geplant. Das Projekt wird rund 1,1 Milliarden Franken statt der budgetierten 900 Millionen
kosten. Zudem soll das 2010 gestartete Vorhaben erst 2028 abgeschlossen sein – fünf Jahre später als geplant. Dies geht aus einem Projektbericht des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hervor.
Die drei neuen Rechenzentren an unterschiedlichen Lagen sollen die bisherigen dezentralen Bundes-RZ zusammenfassen, um die Betriebskosten zu optimieren. Von den Data Center "Fundament", "Kastro II" und "Campus" sollen die beiden ersten für rein militärische Zwecke genutzt werden. Bereits 2019 wurde bekannt
, dass das VBS an den beiden Standorten mit grossen Problemen zu kämpfen hat.
Ursprünglich hätte eines der drei Rechenzentren im Berner Oberland in einem ehemaligen Munitionslager aus dem Zweiten Weltkrieg
realisiert werden sollen. Dort hatten 1947 drei grosse Explosionen etwa die Hälfte der eingelagerten 7000 Tonnen Munition vernichtet, der Rest liegt noch in den eingestürzten Anlageteilen und dem Schutt. 2018 stellte das VBS dann fest, dass die Explosionsgefahr den Bau des RZ verunmögliche. Es wurde ein Projekt über 500 bis 900 Millionen Franken bis 2045 aufgegleist, um die Anlage zu räumen. Den neuen Standort des Rechenzentrums gibt das VBS nicht bekannt.
Die Fehlplanung im Berner Oberland ist aber nicht das einzige Probleme mit dem sich der Bund herumschlägt: Zwei neue Rechenzentren gingen im letzten Jahr in Betrieb. Wegen defekter Bodenplatten und anderer Schäden sind dort bereits Reparaturen notwendig. Möglicherweise ergeben sich noch rechtliche Folgen, nachdem der Generalplaner das Mandat niedergelegt hat.