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Das Wichtigste in Kürze
- Vor über einem Jahr starb Mikaela Shiffrins Vater. Die Skifahrerin brach ihre Saison ab.
- Auch heute wird sie noch fast täglich an ihn erinnert.
- Das letzte Geschenk von ihm, ein Weihnachtsgnom, hat sie immer dabei.
Es war ein Schock: Jeff Shiffrin, Vater des US-Skistars Mikaela Shiffrin, verstarb im Februar 2020 nach einem Unfall überraschend. Für die Skifahrerin ein schwerer Schlag, denn ihr Vater war immer dabei, wenn die Tochter am Berg stand. Sie brach die Saison ab, um mit ihrer Familie zu trauern.
Den Trauerprozess hat sie bis heute nicht abgeschlossen. Am Vatertag sprach sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP: «Ich vermisse ihn jeden Tag.» Sie werde fast täglich von einem Bild, Lied oder Moment an ihren Vater erinnert.
Mikaela Shiffrin: «Papa, du lenkst mich ab»
Selbst auf den Ski und während der Rennen wird Mikaela Shiffrin immer wieder an ihren Vater erinnert. Wenn sie nach einem Fehler jeweils schrie, habe ihr Vater gesagt, er wundere sich, ob das nicht noch mehr ablenke. «Manchmal erinnere ich mich auf der Piste daran und mache prompt einen Fehler», so Shiffrin.
Dann erinnere sie sich wieder an ihren Vater und denke: «Papa, du lenkst mich ab.» Es sei ein Schneeball-Effekt. Doch in gewissen Momenten höre sie auch ein Wort, dass ihr Vater ihr immer wieder gesagt habe: «Fokus!»
Sie stand zwar während der Saison 2021 auf den Ski, doch an einigen Tagen wollte sie nicht da sein. «Ich wollte in meinem Hotelzimmer sein», sagte sie. «Mit der Türe geschlossen und den Lichtern aus.»
Trotz der Trauer zeigte Mikaela Shiffrin eine gute Saison 2021. Bei den Weltmeisterschaften in Cortina holte sie vier Medaillen, im Gesamtweltcup wurde sie Vierte. Zudem ist sie seit Kurzem mit dem norwegischen Ski-Fahrer Aleksander Aamodt Kilde zusammen.