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Die USA wollen künftig besser auf mögliche Bedrohungen durch Pandemien und den gezielten Einsatz von biologischen Waffen vorbereitet sein. Die US-Regierung hat deshalb eine neue behördenübergreifende Verteidigungsstrategie entwickelt, wie ein hochrangiger Beamter des Nationalen Sicherheitsrates in Washington mitteilte. Es gehe darum, solche Bedrohungen «unabhängig davon, ob sie natürlich auftreten, absichtlich herbeigeführt oder versehentlich verursacht wurden», früh zu erkennen und ihnen vorzubeugen. Die Reaktion darauf solle besser koordiniert, die Auswirkungen sollten verringert und die Massnahmen zur Erholung der Wirtschaft und Umwelt schneller eingeleitet werden.
Konkret soll in den USA unter anderem ein «robuster, ständiger Kader von Gesundheitspersonal in allen 50 US-Bundesstaaten» aufgebaut werden – bestehend aus Fachleuten wie Labortechnikern, Epidemiologen, Tierärzten und Gesundheitshelfern in den Kommunen. Die USA wollen auch andere Länder im Umgang mit Infektionskrankheiten unterstützen und sich für eine Stärkung der internationalen Normen im Kampf gegen biologische Waffen und im Bereich der Laborsicherheit einsetzen. Biowaffen sind solche, bei denen Krankheitserreger oder natürliche Giftstoffe gezielt als Waffe eingesetzt werden.
Die Weltgemeinschaft kämpfe derzeit mit Ausbrüchen von Affenpocken, Polio, Ebola in Uganda, der Vogelgrippe und anderen Infektionskrankheiten, sagte der Regierungsbeamte. All dies zehre an den Ressourcen und zeige, dass die derzeitige Bereitschaft zur Pandemiebekämpfung «lückenhaft» sei. Die Gefahr einer Pandemie, die genauso schlimm oder schlimmer als Covid-19 sei, stelle eine «reale Bedrohung» dar. Modellierer sagten voraus, dass eine solche Pandemie innerhalb der nächsten 25 Jahre erneut eintreten könnte, wenn nicht sogar früher.