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Die Eireifung und der Eisprung können mit Hormonen angeregt werden. So kann gewährleistet werden, dass sich befruchtungsfähige Spermien zum idealen Zeitpunkt, nämlich kurz vor dem erwarteten Eisprung, im Eileiter finden.
Hormonbehandlung
Ist die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch ein verspäteter oder ausbleibender Eisprung, kann er mit einer Hormonbehandlung in Form von Tabletten (Letrozol, Femara®) gefördert werden. Insbesondere beim polycystischen Ovarsyndrom ist dies die Behandlung der Wahl.
Das früher verwendete Clomifencitrat ist in der Schweiz im Handel nicht mehr erhältlich; ausserdem ist es erwiesen, dass Letrozol jedenfalls beim polycystischen Ovarsyndrom (PCOS) wirksamer ist. Nach der Tabletteneinnahme über 5 Tage kontrollieren wir am 10. oder 12. Zyklustag mittels Ultraschall Anzahl und Grösse der Eibläschen.
Der Eisprung kann mit einer Hormoninjektion (Beta-HCG, z.B. Choriomon®, Ovitrelle®, Pregnyl®, Profasi®) ausgelöst werden.
Mögliche Ursachen der
Unfruchtbarkeit
Die Ursachen reichen von hormonelle Störungen, die zu einem Ausbleiben des Eisprungs oder zu einer ungenügenden Reifung der Eizelle führen. Verschluss oder Verwachsungen des Eileiters, die die Beweglichkeit einschränken und so die Chance auf eine Schwangerschaft beeinträchtigen. Störungen der Gebärmutterschleimhaut und Fehlbildungen der Gebärmutter, so dass sich der Embryo nicht richtig einnisten kann. Fehlen oder schlechte Qualität des Spermas.
Allgemein liegt die Ursache in 30% der Fälle beim Mann, in 30% bei der Frau und in 30% bei beiden Partnern. In 10% aller Fälle bleibt die Ursache jedoch auch nach allen Abklärungen unklar. Um eine aussagekräftige Grundlage für ein Behandlungskonzept zu schaffen, sollten beide Partner in einem frühen Stadium der Abklärungen miteinbezogen werden.
Ultraschallkontrolle
Um eine allfällige Gefahr von höhergradigen Mehrlingen rechtzeitig zu erkennen und die Therapie entsprechend abzubrechen, ist es wichtig, dass die Hormonbehandlung immer unter Ultraschallkontrolle durchgeführt wird. Vor der ersten Ultraschallkontrolle sollte deshalb kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.
Alternative mit
Hormonspritzen
Eine Alternative ist die Behandlung mit niedrig dosierten Hormonspritzen (FSH, z.B. Fostimon®, Gonal F®, Ovaleap®, Puregon® oder HMG, z.B. Menopur®, Merional®). Auch diese Injektionen beginnen in der Regel um den 3. Zyklustag (spätestens am 5. Zyklustag), die erste Ultraschallkontrolle wird am 8. Zyklustag durchgeführt.
Der Eisprung muss mit einer Hormoninjektion ausgelöst werden, sobald ein sprungreifes Eibläschen vorhanden ist. Die Spritzen (Injektionen) können mit den heutigen modernen Präparaten auf einfache Weise direkt unter die Haut erfolgen, sodass diese nach einer entsprechenden Unterrichtung gut durch die Frau selber oder durch ihren Partner appliziert werden können.
Eine Stützung der Gelbkörperphase (Lutealphase) mit Gelbkörperhormon (Progesteron, z.B. Utrogestan®, Crinone®, Prolutex®) verbessert die Schwangeschaftschancen.