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Der Staat Wallis und die Tamoil SA haben sich über die Einzelheiten der Sanierung im Untergrund der 5 belasteten Bereiche auf dem Gelände der Raffinerie Collombey geeinigt. Mit den auszuführenden Massnahmen soll in diesen wenigen Bereichen die Grundwasserqualität wiederhergestellt und nachhaltig gesichert werden. Als erstes soll in einem Pilotversuch festgestellt werden, ob die vorgelegten Verfahren auch wirksam und wie gross die Sanierungseinrichtungen zu dimensionieren sind.
Mit der Raffinierung und Lagerung von Rohöl wurde am Standort Collombey 1963 begonnen. Im Zuge diverser Störfälle kam es auf dem weitläufigen Industriegelände zu örtlichen Verschmutzungen des Untergrunds, weshalb der Standort heute gemäss Altlasten-Verordnung (AltlV) als beobachtungsbedürftig einzustufen ist und auch fünf, allerdings relativ kleine Flächen umfasst, die sanierungsbedürftig sind.
Nachdem die Tamoil SA ihr Sanierungsprojekt im September 2016 vorgelegt hatte, überprüfte die Dienststelle für Umweltschutz (DUS) mit Unterstützung unabhängiger Experten jede einzelne der von den Tamoil-Experten zur Sanierung des Untergrunds und somit für den nachhaltigen Schutz des Grundwassers vorgeschlagenen Massnahmen. Nach dieser Überprüfung erliess die DUS eine Verfügung, in der die Sanierungsziele, die technischen Einzelheiten und die Sanierungsfristen festgelegt wurden.
Bei einem 6-monatigen Pilotversuch in einem der 5 sanierungsbedürftigen Bereiche wird man die Wirksamkeit der geplanten In-situ-Behandlungsverfahren prüfen und Anhaltspunkte für die Dimensionierung der Sanierungseinrichtungen sammeln können. Darüber wird der DUS bis Ende August 2018 ein Bericht zur Abnahme vorzulegen sein.
Die Sanierungsmassnahmen sehen mittels unterschiedlicher Verfahren vor, den biologischen Schadstoffabbau zu befördern und die Kohlenwasserstoffe aus dem Untergrund auszutragen, insbesondere jene, die sich auf dem Grundwasser- spiegel angesammelt haben, wie dies in einer eingegrenzten Zone üblich ist. Stellenweise wird der Boden auch auszuheben sein. In einem der belasteten Bereiche wird die Massnahme lediglich in der Überwachung des natürlichen Schadstoffabbaus bestehen.
Die Verfügung der DUS beinhaltet auch eine Erfolgskontrolle für die Sanierung und Massnahmen, die bei Nichterreichung der Sanierungsziele zu ergreifen sind. Ausserdem wurden darin auch die Erstellung einer Prognose über die Ent-wicklung der Schadstoffkonzentrationen sowie eine Langzeitüberwachung der Grundwasserqualität angeordnet.