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Levante wird für das Liga-Spiel gegen Athletic Bilbao am Sonntag wohl ohne Torhüter Aitor Fernandez auskommen müssen, nachdem er für die Arbeit in einem Wahllokal aufgeboten wurde.
In Spanien finden am Sonntag die Parlamentswahlen statt. Und Levante-Goalie Fernandez steht dummerweise in seiner Heimatstadt Mondragon auf einer Reserve-Liste von Einwohnern, die am Morgen der Abstimmung im Wahllokal anwesend sein müssen, um zu sehen, ob sie erforderlich sind.
Personen, die sich dispensieren lassen wollen, müssen mildernde Umstände geltend machen. Der Antrag von Levante wurde aber von der lokalen Wahlkommission abgelehnt, wie «Sky Sports» berichtet.
Als wäre die Situation für die Mannschaft aus Valencia nicht schon schlimm genug, ist Ersatzmann Oier Olazabal verletzt, sodass Levante es möglicherweise ohne einen erfahrenen Torhüter gegen Bilbao aufnehmen muss.
Präzedenzfall Inaki
Fernandez bleibt trotz verzwickter Lage optimistisch: «Der Klub arbeitet daran, dass ich am Sonntag nicht dorthin muss. Ich konzentriere mich ganz auf das Spiel und bin sicher, dass ich dabei sein werde. Wenn nötig, schlafe ich zuhause, dann gehe ich zum Wahllokal und fahre anschliessend mit dem Auto zum Stadion.» Für die 600 Kilometer lange Strecke muss er mit fünfeinhalb Stunden Fahrzeit rechnen.
Levante will heute Freitag einen zweiten Antrag für die Freistellung von Fernandez stellen und sich auf einen Präzedenzfall von Bilbao-Spieler Inaki Williams vor vier Jahren berufen. Williams war auch an einem Spieltag für das Wahllokal aufgeboten worden, wurde aber von der Bürgerpflicht befreit und schoss danach sogar einen Treffer.
Fernandez' Teamkollege Jorge Miramon wurde in seiner Heimatstadt Saragossa ebenfalls zur Arbeit für das Wahllokal aufgeboten – der Verteidiger bekam aber die Dispens, damit er gegen Bilbao spielen kann.