Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/107398

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein langfristiges und international abgestimmtes Grossraubtiermanagement in die Wege zu leiten und die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, um Schäden von Wolf, Luchs und Bär langfristig zu minimieren und gleichzeitig die internationalen Verpflichtungen einzuhalten, wie dies Frankreich vormacht.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Wolf breitet sich seit rund 15 Jahren im Alpenraum wieder aus. Von dieser Situation sind auch unsere Nachbarländer Frankreich, Italien und Österreich betroffen. Um gegenseitig von den Erfahrungen zu profitieren und das Wolfsmanagement auf alpenweitem Niveau zu harmonisieren, existieren verschiedene Arbeitsgruppen, in denen sich auch die Schweiz engagiert.</p><p>Damit ein pragmatisches Vorgehen wie in Frankreich möglich ist, braucht es die nötigen rechtlichen Grundlagen. Eine Anpassung in diesem Sinne ist im Rahmen der laufenden Revision der Jagdverordnung vom 29. Februar 1988 (JSV; SR 922.01) vorgesehen. Nach einer entsprechenden Änderung der JSV ist eine Anpassung der nationalen Konzepte mit Managementinstrumenten wie "tir de prélèvement" und "tir de défense" durchaus denkbar, sofern die Rahmenbedingungen wie flächige Verbreitung des Wolfes, dokumentierte Reproduktion, Monitoring der Bestände sowie umgesetzte Herdenschutzmassnahmen nachweislich erfüllt sind.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.