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Der Stadtteil Aarau-Rohr ist ein typisches suburbanes Stadterweiterungsgebiet, geprägt von der introvertierten Privatheit der Einfamilienhäuser. Die Genossenschaft Graphis plant hier einen Ersatzneubau im MINERGIE-P-ECO-Standard für eine Siedlung aus den 50er Jahren.
Die volumetrische Setzung folgt einer weichen Strategie der Einfügung in den Kontext mit seinen punktförmigen Gebäudetypen. Drei 4- bis 5-geschossige kompakte Hauptbaukörper werden mit niedrigeren Anbauten zu gegliederten L-förmigen Volumen ergänzt, die im Zusammenspiel mit der umgebenden Bebauung klar gefasste Aussenräume mit unterschiedlichen Charakteren definieren.
Jedes Gebäude wird als effizienter 4- oder 5-Spänner mit einem grosszügigen zentralen Treppenhaus erschlossen. Durch die Polygonalität der Baukörper orientieren sich alle 39 Wohnungen mindestens zu zwei Seiten. Die sehr ökonomischen Grundrisse werden um einen mäandrierenden öffentlichen Raum aus Entrée, Wohnzimmer und Essküche organisiert und erhalten so eine aussergewöhnliche Grosszügigkeit trotz der knappen Grundrissflächen.
Die Fassaden aus vorgefertigten Holzelementen sind im Ausdruck einfach und rational. Die Positionierung der grossen, quadratischen Fensteröffnungen im Zusammenspiel mit einer von Fassade zu Fassade verspringenden Sockellinie zwischen grobem Putz oben und Keramikplatten unten erlaubt es Proportionen der Baukörper zu betonen und Bezüge zu den Nachbargebäuden aufzubauen.