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Zuletzt litt das Kaffeegeschäft von Nestlé, das vom Konzern als Hochwachstumskategorie definiert wurde, in Europa unter dem deflationären Umfeld und damit starkem Preisdruck. Nestlé habe nicht mit den tiefen Preisen der Konkurrenten mithalten wollen, da der Konzern profitabel wachsen wolle, sagte Settembri.
"Aber wir waren überzeugt: Eines Tages kommt der Kaffeepreis zurück." Nun wachse das Segment wieder von Monat zu Monat. Nestlé profitiert hier von der Vertriebslizenz für den Kaffee von Starbucks. Die ersten Resultate der Lancierung des Starbucks-Kaffees seien "wunderbar", sagte Settembri.
Ebenfalls zufrieden zeigte sich der EMENA-Chef mit der Lancierung des pflanzenbasierten Burgers von Nestlé. Der Burger sei sehr gut gestartet, weitere Produkten sollen noch folgen. Eine Kannibalisierung befürchtet Settembri aber nicht: "Wir sind ja nicht gross im Fleischgeschäft aktiv." McDonald's sei einer der Kunden, aber nicht die einzige Option.
Weiter äusserte er sich zum Brexit: Heute wisse noch niemand, was genau geschehen werde. Das Vereinigte Königreich sei einer der grössten Märkte in EMENA und er hoffe natürlich, dass eine gute Vereinbarung gefunden werde.
Er glaube aber nicht wirklich, dass eine Krise eintreffen werde. Ohnehin habe Nestlé aber schon so manche Krisen in verschiedenen Ländern durchgestanden. "Wir können auch in einem Exit-Szenario weitermachen." Das Vereinigte Königreich trägt weltweit rund 3 Prozent zu den Nestlé-Umsätzen bei.
tt/ra
(AWP)