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Die ethnischen Minderheiten der Roma, Ashkali und Balkan-Ägypter werden in Kosovo gesellschaftlich ausgeschlossen und sind häufig von Arbeitslosigkeit und grosser Armut betroffen. Sie haben häufig nur eingeschränkten Zugang zu öffentlichen Einrichtungen. HEKS unterstützt ihre soziale und gesellschaftliche Integration mit einem umfassenden Projektansatz in den Bereichen Schulbildung, Antidiskriminierung, Zugang zum Arbeitsmarkt und Verbesserung der Wohnverhältnisse.
Begünstigte:
Vom Projekt profitieren sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche, junge Frauen und junge Männer aus ungefähr 20 Gemeinden im Kosovo, die meist den Minderheiten der Roma, Ashkali und Balkan-Ägypter angehören.
Ziele:
Das übergeordnete Ziel des Projektes ist eine multiethnische Gesellschaft im Kosovo, in der Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter vom Staat und der Gesellschaft als gleichberechtigt behandelt werden und die gleichen Rechte, Pflichten und Chancen haben. Dazu stärkt das Projekt die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen für die soziale Inklusion benachteiligter Bevölkerungsgruppen, thematisiert den Antiziganismus als Ursache von Ausgrenzung und unterstützt konkrete soziale Massnahmen zur Verbesserung der Bildungschancen und der Wohnsituation.
Aktivitäten:
In einer ersten Projektphase wurden schulische Unterstützungsmassnahmen wie Förderunterricht und Stipendienprogramme für SchülerInnen aus benachteiligten Verhältnissen eingeführt, die es in einem nächsten Schritt ins lokale Schulsystem zu integrieren gilt. Zudem sieht das Projekt den Aufbau von Arbeitsintegrationsprogrammen vor, um die Eingliederung diskriminierter Bevölkerungsgruppen in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Dazu zählen unter anderem Praktikumsprogramme für gut ausgebildete, arbeitslose Jugendliche, Soft Skills-Training und Coachings. Die Häuser in informellen Siedlungen sollen ins Kataster eingetragen und Besitzverhältnisse geklärt werden, um die Legalisierung von informellen Siedlungen voranzutreiben. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist im Weiteren die Sensibilisierungsarbeit zur Bekämpfung von Diskriminierung und Antiziganismus. Nebst Diversitiy-Trainings von ArbeitgeberInnen im privaten und öffentlichen Sektor sollen auch Roma-Gemeinschaften mittels Informations-veranstaltungen und Austauschtreffen für dem Umgang mit Diskriminierung gestärkt werden. Wichtig ist auch die Durchführung gemeinsamer Aktivitäten von Roma und Nicht-Roma in Schulen, Gemeinschaftszentren und kulturellen Institutionen.