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6. April 2022 – Rund 300 Liter Trinkwasser verbrauchen wir Schweizer jeden Tag – In der Küche, beim Duschen, für die WC-Spülung. Ein Fortschritt: 1977 waren es noch 500 Liter. Allerdings vergessen wir gern, dass sich jede Menge Wasser in den Produkten unseres Alltags versteckt. Virtuelles Wasser nennt man die Ressource, die für Herstellung und Transport von Waren benötigt wird. Etwa 4000 Liter davon verbraucht jeder Schweizer täglich.
Orangensaft
Ein Glas O-Saft enthält durchschnittlich rund 220 Liter virtuelles Wasser. Seinen Wasserfussabdruck verkleinert, wer Saft aus italienischen Orangen trinkt. Auf afrikanische Ware sollte man besser verzichten, denn dort ist mehr Bewässerung nötig.
Eier
Nahrungsmittel aus tierischen Produkten haben einen besonders hohen Wasserbedarf. So sind in einem Frühstücksei etwa 200 Liter Wasser versteckt. Der grösste Teil davon geht auf die Haltung und Fütterung der Hühner zurück.
Baumwolle
Baumwolle ist sehr empfindlich und im Anbau extrem wasserintensiv. Bei einer Stoffserviette (150 Gramm) schluckt allein die Stoffproduktion 1650 Liter. Das sind zwölf volle Badewannen!
Kaffee
Bis der Wachmacher in der Tasse landet, ist viel Aufwand nötig. Die Kaffeepflanzen müssen bewässert, die Produktionsmaschinen gereinigt und die Bohnen verarbeitet werden. Das macht ca. 130 Liter virtuelles Wasser pro Tasse.
Speck
170 Liter Wasser werden verbraucht, bis eine einzige Scheibe Speck (35 Gramm) auf Ihrem Frühstückstisch landet. Diese Zahl setzt sich zusammen aus dem Wasser für den Anbau des Schweinefutters, dem Schlachten und der Weiterverarbeitung des Fleischs.
Bildquelle: iStock/juefraphoto