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Die erste nationale Bauzonenstatistik zeigt auf, dass in der Schweiz massiv überdimensionierte Baulandreserven existieren. Pro Natura fordert daher, dass die gesamte Bauzonenfläche auf keinen Fall weiter wachsen darf. Diese Forderung wird von zahlreichen Fachleuten unterstützt.
Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat heute die erste amtliche Bauzonenstatistik der Schweiz vorgestellt. Zum ersten Mal liegen somit verlässliche Angaben über die Grösse der Bauzonenfläche in unserem Land vor. Zudem wurden Abschätzungen über den zukünftigen Bauland-Bedarf vorgestellt. Das Resultat: Die Schweizer Bauzonenflächen sind massiv überdimensioniert: Die vorhandenen Bauzonenreserven (52'800 Hektaren) sind doppelt so gross wie der geschätzte Bedarf bis ins Jahr 2030 (27'300 Hektaren). Von den bestehenden 227'000 Hektaren Bauzonen sind 17 bis 24 Prozent unüberbaut.
Gemäss dem Raumplanungsgesetz sollen die Bauzonen dem voraussichtlichen Bedarf der nächsten 15 Jahre entsprechen. Daraus folgt nach Meinung von Pro Natura, dass die meisten Kantone das Raumplanungsrecht krass missachten. Denn die heutigen unüberbauten Bauzonen würden – mit der durchschnittlichen Schweizer Siedlungsdichte – für nicht weniger als zusätzliche 1,5 bis 2 Millionen Einwohner ausreichen. Ein solcher Zuwachs ist in den nächsten 15 Jahren weder vorstellbar noch wünschenswert. Daher fordert Pro Natura die Kantone auf, die Bauzonenfläche auf das vom Gesetz geforderte Mass zu redimensionieren.