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Projektwettbewerb, 1. Preis
Schulanlage für bis zu 66 Abteilungen, verteilt auf 11 Unterrichtscluster und Raum für rund 1400 Schüler/-innen, Räume für den Fachunterricht, Sporthallen, Schuladministration, ein Zentrumsbereich, Aussenräume
5000 Aarau
Eine einfache, übersichtliche Grundanordnung kennzeichnet die Setzung der fünf Baukörper des neuen Oberstufenzentrums Telli. Sie ist Grundlage, um mit zahlreichen weiteren Interventionen auf unterschiedlicher Ebene die doch sehr grosse Schulanlage auf ein «jugendliches» Mass herunter zu brechen. Der Zentrumsbau entlang der Tellistrasse fügt sich in die grossmassstäblichen Volumen von Berufsschule, der Schwimm- und Sporthallen sowie des Tellizentrum vis-a-vis ein. Er dient als Vermittler und Kommunikator zur Öffentlichkeit und beinhaltet die mehrheitlich öffentlichen Nutzungen Mensa, Aula sowie die grossen Sporthallen. Die unter die Sporthallen geschobene Schulnutzungen bespielen das ganze Erdgeschoss.
Die Haupterschliessung im Arealinneren parallel zur Tellistrasse ist ein langgezogener Platz. Er erschliesst sämtliche Schulnutzungen. Gegen Süden gibt er immer wieder Blicke in die Tiefe und ins Grüne frei und verbindet mit einem feinmaschigen Wegnetz die Schule allseitig mit den umliegenden Quartieren.
Die vier Schulhäuser sind zu zwei Paaren gruppiert. Dadurch entstehen Nachbarschaften in einem Massstab zwischen der Gesamtanlage und dem eigentlichen Schulcluster. Bückenartige Terrassen zwischen diesen beiden Häusern dienen als Pausenraum und Treffpunkt zwischen den Clustern und den Häusern. Sie ermöglichen den kurzzeitigen Aufenthalt im Aussenraum auch in den oberen Geschossen der fünfgeschossigen Häuser. Im Süden der Gebäude führt die zweite Fluchttreppe in Form einer Aussentreppe ins Erdgeschoss. Sie dient als direkte Verbindung in den Garten und zurück. Zwischen den beiden Häusern spannt sich ein gegen Süden offener Hof auf. Dieser wird durch die Erdgeschossnutzungen der Schule genutzt. Die Werkstätten können draussen arbeiten, die Hauswirtschaft zieht Gemüse und Kräuter im Hof.
Der Raum zwischen den beiden Schulhauspaaren ist die übergeordnete grüne Lunge der ganzen Schule. Durch diesen Raum führt der direkte Weg von der Weihermattstrasse durchs Schulareal, über die Telli-Siedlung bis in den Aareraum. Hier verbringen die Schüler*innen längere Pausen oder essen über Mittag ein Sandwich aus der Mensa.
Das Projekt schafft die Voraussetzungen für eine Zertifizierung nach dem Standard SNBS Bildungsbauten oder dem zukünftigen SNBS-Arealstandard. Dazu werden auf Gebäude- und Arealebene die Gebäude und Umgebungsgestaltung nach gesamtheitlichen Nachhaltigkeitsanforderungen über die beschriebenen Hauptbereiche Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt geplant. Im Gebäudebetrieb wird eine hohe Energieeffizienz angestrebt. In Bezug auf die energetischen Anforderungen erfüllen die Gebäude die Anforderungen von Minergie-P-Eco.
Auftrageberin: Stadtbauamt Aarau, Sektion Hochbau
Landschaftsarchitekt: Studio Vulkan Landschaftsarchitektur AG, Zürich
Bauingenieure: dsp Ingenieure + Planer AG, Uster
Gebäudeingenieur HLKS: Kalt+Halbeisen Ingenieurbüro AG, Zürich und HKG Engineering AG, Schlieren
Bauphysik, Akustik und Nachhaltigkeit: Durable Planung und Beratung GmbH, Zürich
Visualisierung: jeudi.wang, Paris