Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03553.jsonl.gz/2342

In einer Untersuchung von 23 Nahrungsergänzungsmitteln (Tabletten, Kapseln, Tropfen etc.) wurde geprüft, ob der auf der Verpackung deklarierte Gehalt an Vitamin D auch tatsächlich enthalten war. Die Angaben auf den Etiketten versprachen 10 bis maximal 70 Mikrogramm (µg) pro empfohlener Tagesportion. Ernährungsfachleute schlagen, je nach Alter und Risikogruppe, die Aufnahme von 10-20 µg pro Tag vor.
Bei 3 Erzeugnissen stimmte der Inhalt nicht mit der Gehaltsangabe überein. In einem Fall enthielten Vitamin-Tropfen nur marginale Spuren des Vitamins anstelle der deklarierten 60 µg/Portion. In einer Probe Kapseln war die Unterdosierung mit -24 % (53 anstatt 70 µg/Kapsel) weniger dramatisch, aber immer noch sehr gross. Ein drittes Produkt in der Form von angereicherten Gummibärchen enthielt dafür 143 µg statt der angegebenen 50 µg. Erlaubt sind höchstens 70 µg. Aufgrund dieser massiven Überdosierung konnte eine Gesundheitsschädlichkeit nicht ausgeschlossen werden. Die nach toxikologischer Bewertung sichere Zufuhr von maximal 100 µg war deutlich überschritten. Deshalb wurde das Produkt nicht nur beanstandet, sondern ein Rückruf von den Konsumentinnen und Konsumenten verfügt.
Neben der analytischen Untersuchung wurde auch die Kennzeichnung der Proben geprüft. Diese war bei 7 Erzeugnissen mangelhaft. Auffallend waren häufige Abweichungen bei der Werbung, wurde doch mit Anpreisungen über einen angeblichen gesundheitlichen Nutzen hausiert, die über den zulässigen Rahmen hinausgingen. Auch hier gilt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten nicht mit fragwürdigen Versprechungen getäuscht werden dürfen. Insgesamt wurden 8 von total 23 Nahrungsergänzungsmitteln beanstandet.