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Auf dieser Seite finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um das Thema Notfall- und Krisenmanagement. Klicken Sie auf die gewünschte Frage, um die Antwort einzublenden. Unsere Antworten erklären Begrifflichkeiten und Vorgehensweisen oder geben Hinweise zur praktischen Umsetzung.
Als Notfall gilt jede Situation, in der eine drohende Gefährdung für Sachen, Tiere oder die körperliche Unversehrtheit von Menschen eintritt.
Unter einer Unternehmenskrise wird in der Unternehmensführung eine Gefährdung des Fortbestehens eines Unternehmens oder eines wesentlichen Geschäftsbereichs verstanden.
Krisenmanagement ist eine besondere Form der Führung von höchster Priorität, deren Aufgabe es ist, all jene Prozesse in der Unternehmung zu vermeiden oder zu bewältigen, die ansonsten in der Lage wären, den Fortbestand der Unternehmung substantiell zu gefährden oder sogar unmöglich zu machen (Quelle: Die grosse Enzyklopädie der Wirtschaft, 2009).
Betriebskontinuitätsmanagement (BKM; englisch business continuity management (BCM)) bezeichnet die Entwicklung von Strategien, Plänen und Handlungen, um Tätigkeiten oder Prozesse – deren Unterbrechung der Organisation ernsthafte Schäden oder vernichtende Verluste zufügen würden (etwa Betriebsstörungen) – zu schützen bzw. alternative Abläufe zu ermöglichen. Ziel ist somit die Sicherstellung des Fortbestands des Unternehmens.
Ein Krisenhandbuch beinhaltet Szenarien und Lösungsansätze, Stakeholder (intern, extern), Krisenorganisation inkl. Stellvertretungen, Alarmierungsprozess, Hilfsmittel in der Stabsarbeit, wichtige Telefonnummern und Checklisten.
Ein Krisenstab beinhaltet in einem mittelgrossen bis grossen Unternehmen idealerweise einen Crisis Manager (z.B. CEO), einen Leiter Krisenstab (z.B. COO), Stabsfunktionen (z.B. Betrieb, HR, Kommunikation) und ein Supportteam. In einem kleineren Unternehmen bilden mindestens zwei Leitungsfunktionen den Krisenstab.
Das ist abhängig von der Grösse der Organisation respektive der Komplexität. Ein Krisenstab beinhaltet minimal zwei Personen, in grossen Betrieben kann ein Krisenstab fünfzig und mehr Mitglieder umfassen.
Das ist nie möglich. Ein Krisenstab funktioniert in der Regel als Milizorganisation. Das heisst, wer kommen kann, hilft mit. Deshalb ist es sinnvoll die Funktionen im Krisenstab nach Möglichkeit mit mindestens drei Personen zu besetzen (1. Priorität, 2. Priorität, Ersatz oder Ablösung).
Stakeholder oder auch Anspruchsgruppen oder Akteure sind Personen, für die es aufgrund ihrer Interessenlage von Belang ist, wie ein bestimmtes Unternehmen sich verhält (z. B. Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten).
Die 4C sind die unterschiedlichen Disziplinen im Krisenmanagement. C1: Command (Krisenorganisation), C2: Communication (Krisenkommunikation), C3: Care (Betreuung Betroffener oder Angehöriger) und C4: Compliance (Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen sowie interner Richtlinien).
Für eine Krisenstabsübung wird für die entsprechende Organisation ein realistisches Szenario entwickelt. Die Übung findet angekündet oder unangekündigt statt. Weiter ist zu definieren, ob Partnerorganisationen involviert werden und die Übung nur im Krisenstab (Table Top) oder auch auf dem Schadenplatz stattfinden soll.
Eine Table Top oder auch Desktop Übung ist eine Planübung. Es werden keine Vorfälle (z.B. Explosion, Brand, etc.) 1:1 durchgespielt sondern die entsprechenden Lösungsansätze im Krisenstab theoretisch abgewickelt.