Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/1939

Zum zweiten Mal spielten die Damen in dieser Saison zuhause im Farlifang. Familie und Freunde kamen, um die beiden Spiele zu sehen. Gesehen haben sie zwei nervenaufreibende Spiele. Zuvor zog der Tabellenführer gegen den Zweiten in letzter Sekunde den Kopf aus der Schlinge.
Im ersten Spiel trafen die Zürisee Frauen auf das Team aus Waldenburg und somit auf das Team, das in der Tabelle genau hinter den Zürisee Frauen platziert ist. Im letzten Vergleich konnten die unberechenbaren Waldenburgerinnen noch in letzter Minute ausgleichen. Selbiges wollte man nicht nochmals zulassen. Die ersten Spielminuten verliefen nach Plan, bald schon stand es, dank einem satten Backhandschuss von Kathrin, 1:0. Etwas später fand Nadine ihre Schwester Tamara, diese setzt sich in der linken Ecke durch, wo sie eine völlig verweiste Leonie fand. Mittels one-timer netzte diese kühl zum 2:0 ein. Das Spiel wog hin und her, Zürisee diktierte zwar je länger je mehr das Spiel, der Gegner blieb aber immer brandgefährlich und beklagte bei einem Lattenschuss auch Pech.
In der Pause erinnerte der Coach an die im Training besprochene Auslösung. Zudem war der Auftrag klar; nicht verwalten sondern das 3:0 suchen. Die folgende Halbzeit began exemplarisch, da die Zürisee-Frauen mit genau dieser Taktik einige Male vors gegnerische Tor zogen. Kathrin kam auf der rechten Seite auf Schussdistanz und legte, zum Ärgernis des Coaches, auf Michelle, diese zog aber die Gegnerinnen auf sich und passte den Ball wieder zurück zu Kathrin, welche nun dem unausgesprochenen Wunsch ihres Coaches nachkam und mit ihrem zweiten Tor auf 3:0 erhöhte. Damit aber nicht genug, Kathrin war in Tor-Laune (motiviert durch die eigene Familie in den Rängen) und netzte kurze Zeit später, wieder backhand, gekonnt zum 4:0 ein. Die vier Tore waren nicht gestohlen, der Vorsprung wiederspiegelte aber nicht das Kräfteverhältnis auf dem Platz. Waldenburg hatte immer wieder gute Chancen, scheiterte aber Teils an sich selbst und teils an Claudia.
Mitunter begünstigt durch viele Wechsel in den Linien (es sollten alle Spielerinnen zum Zuge kommen) kam trotz der Führung Unruhe bei den Zürisee-Frauen auf. Die Zuteilung vor dem Tor stimmte überhaupt nicht und so konnten die Gegnerinnen ihr erstes Tor, mittels sattem Schuss erzielen. Wenig später wurden zwei gute Angriffe der Gegnerinnen zwar im ersten Moment noch geblockt, der frei umherspringende Ball im Slot buxierten die Waldenburgerinnen aber zu einem Doppelschlag jeweils über die Linie. Trotz den zwei Gegentoren innerhalb weniger Minuten fingen sich die Zürisee-Frauen wieder und konnten abermals einige Male vors gegnerische Tor ziehen. Nun scheiterten sie aber an sich selbst oder an der gegnerischen Torfrau.
Anders sah das bei den Gegnerinnen aus. Mit dem Momentum, geboren aus dem Mute der Verzweiflung, nutzten sie eine schlechte Zuteilung vor dem Zürisee Tor aus und glichen durch einen schönen Schuss aus. Zürisee forcierte nun die heissesten Kräfte. Ein Sieg war wichtiger, als eine Niederlage schlimm gewesen wäre. Dies weil man unbedingt am Tabellenersten dranbleiben musste, um überhaupt noch eine Chance auf den Gruppensieg zu wahren. Es folgten hitzige Minuten ohne Tore und so trennte man sich wieder mit einem Unentschieden. Wieder ein Unentschieden, das sich wie eine Niederlage anfühlte.
So musste das Team nun zeigen, wie man ein ärgerliches Resultat möglichst schnell ad acta legt, um es im nächsten Spiel besser machen zu können. Der zahlreiche Anhang war hier natürlich hilfreich. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank an die Fans. Das Team freute sich enorm über die laute Unterstützung, überhaupt wäre diese Runde ohne die Tatkräftige Unterstützung von Familien und Freunden nicht durchführbar gewesen!
In nächsten Spiel trafen die Zürisee-Frauen auf die Gegnerinnen aus Schwarzenbach. Nach einem intensiven, aber erfolgreichen ersten Spiel gegen die Black Creek Indians, waren sich alle bewusst, dass auch das zweite Spiel viel Laufarbeit und taktische Disziplin erfordern würde.
Wie schon im ersten Spiel konnten die Zürisee-Frauen auch in diesem Spiel vorlegen. Ladina fasste sich ein Herz und knallte einen Weitschuss aufs Tor. Tamara vor dem Tor nahm der Torhüterin die Sicht und so fand der Ball den Weg ins Tor. 1:0 für Zürisee – die Fans auf der Tribüne jubelten mit dem Team mit!
Im Spielverlauf zeigte sich, dass die Gegnerinnen hauptsächlich auf Konterchancen lauerten, sonst aber nicht viel zum Spiel beitragen (konnten). Da das Backchecking bei Zürisee allerdings ein ums andere Mal mässig gut durchgeführt wurde, blieb Schwarzenbach immer gefährlich. Einen dieser Konter nutzten die Gegnerinnen auch aus und netzten zum 1:1 Ausgleich ein. Erinnerungen aus dem ersten Spiel wurden wach, aber da war auch noch die Erinnerung an das Ziel dieses Spieles: 2 Punkte. Zürisee blieb spielbestimmend, und die Centers fanden die Räume wie noch im Training besprochen vor. Black Creek verteidigte verbissen, trotzdem fanden die Blauen vermehrt Abschusspositionen. Schliesslich war es Leonie, die sich, gegnerischen Notbremsen zum Trotz, durchsetzte und die völlige zugestellte, gegnerische Torhüterin zum 2:1 bezwang. Kurz zuvor knallte sie den Ball noch an die Latte, was sich allerdings nicht mehr rächen sollte, da Zürisee trotz des Minimalsvorsprungs die Gefahr vom eigenen Tor fernhielt und die zwei Punkte zuhause behielt. Nichtsdestotrotz, als die Schlusssirene ertönte und der Sieg feststand, war die Erleichterung nicht nur bei den Spielerinnen, sondern auch bei den Fans gross.
Während man sich gegen die direkten Tabellennachbarn um einen resp. zwei Punkte verbessern konnte, zog Obwalden nun wohl doch vorentscheiden vorne um einen weitern Punkt weg. Das Defizit beträgt 3 Runden vor Schluss 5 Punkte. Zwei von diesen fünf Punkten könnten die Zürisee-Frauen allerdings schon im nächsten Spiel aufholen, falls es gelingt, dem Tabellenführer die erste Saisonniederlage zu verpassen und die eigene Serie von 9 Spielen ohne Niederlage weiter auszubauen. Der Hunger ist da, mal schauen wie gekocht wird.