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Vor dem Jahr 2000 gab es gerade eine Handvoll organisierter Airsoft-Vereine in der Schweiz. Es gab Vereine wie STORM, GAGC, OST, Battle Angels, sowie noch eine überschaubare Anzahl anderer Vereine.
Vorreiter in Sachen Verbandsarbeit waren die Ostschweizer, die im Jahr 2000 den sog. Schweizerischen Softair Ring, kurz SSAR, gründeten. Die Mitglieder des SSAR legten den Grundstein für die Verbandsarbeit und erstellten einheitliche FPS-Regeln. Anscheinend gab es innerhalb des SSAR grosse Differenzen, welche 2002 zu dessen Auflösung führte. Dennoch taten sich einige motivierte Mitglieder wieder zusammen und gründeten aus den Hinterlassenschaften den ASVS (Airsoft Verband Schweiz).
Zwischen 2002 und 2006 wurde vor allem daran gearbeitet, die Differenzen, die sich aus den unterschiedlichen Ansichten zur Verbandsarbeit ergaben, auszuräumen. Das gipfelte in einer Initiative, als der Vorstand im Sommer 2006 die zerstrittenen Vereine zu einem Treffen einlud. Es kam zu einer Aussprache, bei der die Vereine ihre Streitigkeiten schlichteten und sich ab 2007 aktiver an der Arbeit im ASVS beteiligten.
Parallel wurde 2007 IGAS (Interessengemeinschaft Airsoft Schweiz) gegründet. Die Initiatoren von IGAS waren mit den Leistungsangebot des ASVS unzufrieden und wollten andere Ideen einbringen. Dem stellte sich der ASVS und wurde ab 2007 deutlich aktiver. Der ASVS kam damit den verschiedenen Forderungen seitens der Spieler, Vereine und IGAS nach. Es gab die ersten vom ASVS organisierten Events, es wurden Arbeitsgruppen gebildet und die Verbandsstruktur definiert.
Die Mitgliederzahlen im ASVS stiegen mit diesem Leistungsangebot und dank intensiver Lobbyarbeit auf 53 Vereine an. Zu den Mitgliederversammlungen kamen über 100 Mitglieder, die der ASVS ins Mövenpick Hotel in Egerkingen einlud. Die IGAS löste sich 2009 aufgrund des gestiegenen Leistungsangebots des ASVS auf.
Das Jahr 2007 bot dem ASVS ausserdem die Möglichkeit, einen wichtigen Entwicklungsschritt für die gesamte Schweizer Airsoft-Community zu machen, denn die Verbände der drei Sprachregionen schlossen sich zu einem Gesamtverband zusammen. Erst fusionierte der Tessiner Teil mit der Deutschschweiz und kurz darauf mit dem Verband der Romandie. Der Gesamtschweizer Verband besteht seither als SASF (Swiss Airsoft Federation) und setzt sich aus den drei Landesteil-Verbänden zusammen:
Es zeigte sich dann 2008 wie wichtig es war, sich schweizweit zusammen zu schliessen. Im Zuge einer Revision des Waffengesetzes wollten Politiker und Behörden Airsoft komplett unterbinden. Der ASVD nahm Kontakt mit dem Bundesamt für Polizei (fedpol) auf und konnte die Behörde davon überzeugen, Airsoft unter verschiedenen Auflagen beizubehalten (z.B. Leihvertrag für Airsoft-Spieler unter 18 Jahren).
Es ist dem aktiven Vorgehen des damaligen Vorstands zu verdanken, dass Airsoft heute noch in der Schweiz gespielt werden darf. In diesem Zusammenhang muss man aber auch erwähnen, dass der ASVD sich glücklich schätzen kann, dass er von der fedpol als Ansprechpartner wahrgenommen wurde.
Nach der Änderung des Waffengesetzes, wurde im Jahr 2009 von Adrian Oertli eine Untersuchung publiziert, in der 210 Airsoftspieler zu verschiedenen Aspekten des Airsofts Stellung nahmen (Adrian Oertli, “Airsoft – Eine psychologische Untersuchung” Lizentiatsarbeit der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich, 2009). Diese Untersuchung setzte sich differenziert mit den Aspekten der Gewalt auseinander und kam zum Schluss, dass Airsoft als Sport kein Gewalt fördert.
Auch hatte der ASVD bzw. SASF Anträge bei Swiss Olympic eingereicht um Airsoft als Sport zu deklarieren. Mit der Anerkennung als Sport wäre es den Vereinen möglich, die gleichen Leistungen einer Gemeinde in Anspruch zu nehmen, wie andere Sportarten sie erhalten. Die Anträge wurden von Swiss Olympic jedes Mal abgelehnt, so dass Airsoft keine anerkannte Sportart ist. Trotz der Ablehnung bekennt sich der ASVD zur Ethik-Charta (http://www.swissolympic.ch/Ethik/Ethik-Charta-3/Die-neun-Prinzipien-der-Ethik-Charta-im-Sport) im Sport.
Die ethischen Aspekte schlagen sich deutlich in der Nachwuchsförderung nieder, dem sog. AS-Starter®. Das Projekt AS-Starter® wurde ab 2014 fest in den ASVD eingegliedert. Vorher wurde es in loser Zusammenarbeit zwischen dem ASVD und verschiedenen Vereinen durchgeführt. Nachdem immer mehr Vereine Starter-Spieler organisierten, dabei aber meist nur ihre spezifischen Spielfeldregeln erklärten, hat der ASVD am 11.3.2016 die Rechte für die Marke AS-Starter® beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum beantragt. Dem Gesuch ist entsprochen worden, womit der ASVD einen wichtigen Schritt in eine einheitliche, regel- und ethikkonforme Nachwuchsförderung eingeleitet hat.