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Nur zwei Jahre nach der Eröffnung schliesst der amerikanische Industriebetrieb Tiffin Metal Products bereits seine Filiale in Schmitten, wie die Tageszeitung «La Liberté» berichtet. Die Schliessung wird zum 31. Dezember wirksam.
Das in Ohio ansässige Unternehmen, das die Vertriebszentren von Online- und Einzelhandelsriesen ausstattet, habe das gesamte Personal seiner Tochtergesellschaft Tiffin Metal Products Switzerland Sàrl entlassen, wie «La Liberté» schreibt. Die Tochtergesellschaft war erst im Juni 2020 gegründet worden und hatte sich im November 2020 im Gebäude der Buchbinderei Schumacher AG niedergelassen.
Nach einem vielversprechenden ersten Jahr scheint die unsichere Wirtschaftslage den amerikanischen Industriellen gestoppt zu haben. Da diese besonders unter der angespannten geopolitischen Weltlage leiden, haben Tiffins Hauptkunden – etwa Amazon, DHL, FedEx und UPS – die meisten ihrer für 2022 und das nächste Jahr geplanten Projekte zum Bau von Logistikzentren eingefroren.
Erster Standort ausserhalb der USA
Das damals schnell wachsende Unternehmen Tiffin hatte die Schweiz und den Kanton Freiburg gewählt, um seinen ersten Standort ausserhalb der USA zu errichten. Die Entscheidung für die Schweiz sei aufgrund ihrer zentralen Lage in Europa, der Qualität der Arbeitskräfte und des Steuerniveaus gefallen. Tiffin hatte mehrere Millionen Dollar in die Gründung seiner Freiburger Niederlassung investiert.
In Schmitten belegt Tiffin eine Fläche von 3000 Quadratmetern. Das Unternehmen, das mit Lieferanten aus Freiburg und der Schweiz zusammengearbeitet hat, baute seine Förderanlagen und insbesondere sein Hauptprodukt, die Spiralrutschen, zusammen. Diese Elemente, deren Konzept patentiert ist, werden für den Transport von Paketen in Lagern verwendet. Vom Sensebezirk aus wurden sie unter anderem nach Italien, Spanien und Grossbritannien, aber auch nach Asien verschickt.