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Ein Kreuzfahrtschiff mit knapp 200 Menschen an Bord ist auf der Donau mit einem Frachter zusammengestossen und leckgeschlagen. Bei dem Unfall im niederbayerischen Winzer am späten Freitagabend wurde niemand verletzt.
Der Schiffsverkehr konnte nach einer Sperrung für vier Stunden wieder freigegeben werden. Dennoch solle die Donau über Nacht in beiden Richtungen gesperrt werden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern.
Die havarierte Schiff "Avalon Tranquility" soll demnach am (morgigen) Sonntag in eine Werft geschleppt werden. Taucher hätten am Samstag das 40 mal 60 Zentimeter grosse Loch in der Bordwand soweit notdürftig abdichten können.
Die unter Malteser Flagge fahrende "Avalon Tranquility" hatte am Freitagabend mit 198 Menschen an Bord den Ort Winzer passiert, als sich gegen 21.30 Uhr durch den Wellengang ein am Ufer befestigter Frachter aus der Verankerung löste.
Der Frachter stiess gegen das Passagierschiff und drückte es gegen einen Stein auf dem Grund des Flusses. Dabei riss der Stein ein Loch in die Bordwand, durch die eine grosse Menge Wasser in den Motorraum strömte.
Alle Passagiere evakuiert
Dem Kapitän gelang es, das Schiff an einem Sportplatz ans Ufer zu lenken. Ein zweites Passagierschiff, das in Gegenrichtung unterwegs war, nahm die Passagiere auf. Eine 71-jährige Passagierin aus Australien erlitt einen Schock und wurde ins Spital gebracht.
Das Schiff war mit Fahrgästen aus den USA, Australien und Neuseeland auf dem Weg von Budapest nach Amsterdam. Nach der Räumung blieben zunächst noch sieben Besatzungsmitglieder an Bord.
Der Frachter war bereits am Nachmittag in einen Unfall verwickelt. Bei dem Versuch, seinen festgefahrenen Anhänger frei zu schleppen, hatte der Kapitän ein anderes Gütermotorschiff übersehen und gerammt. Das Güterschiff konnte trotz eines Lecks weiterfahren.