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Das Kloster Romainmôtier befindet sich in der gleichnamigen Gemeinde in Waadt in der Schweiz. Romainmôtier ist ein Benediktinerkloster, das im 5. Jahrhundert mit grösster Wahrscheinlichkeit von St. Romain gegründet wurde.
Das Kloster Romainmôtier - das älteste Kloster der Schweiz
Im 6. Jahrhundert wurde es von den Alemannen zerstört, woraufhin von Félix Chramnélène 632 eine zweite Abtei gegründet wurde. Diese Abtei wurde nach den Regeln des heiligen Columban gebaut und 723 von Papst Stefan II. direkt dem heiligen Stuhl unterstellt. Seitdem lebten dort Mönche gemäss den benediktinischen Ordensregeln. Doch im Lauf der Zeit wurde die Abtei immer mehr zu einem Eigenkloster der Könige von Burgund die es 928/929 dem Reformkloster Cluny übergaben. Bis 1447 wurde das Kloster als Priorat bezeichnet, dann erhielt es wieder den Titel "Abtei". Trotzdem empfing das Kloster von dem damaligen König Rudolf III. von Burgund und reichen waadtländern Familien grosszügige Schenkungen.
Diese Schenkungen bescherten dem Kloster Romainmôtier grosse Blütezeiten, weshalb sie bis 1027 eine Kirche im romanischen Stil errichten liess. Das Vorbild für diese Kirche war die zweite Abteikirche in Cluny.
Der Niedergang der Abtei begann im 13. Jahrhundert, als sie unter dem Einfluss des Königshauses von Savoyen fiel. Seitdem durften nur noch Günstlinge und Sympathisanten von Savoyen das Prior werden. Nachdem dann Waadt von Bern erobert wurde, wurde das Kloster Romainmôtier 1536 aufgehoben. Grund dafür war wohl die Verbindung zu Savoyen, einem der grössten Feinde von Bern. Aufgrund der Aufhebung wurden der Kreuzgang und die Konventsgebäude niedergerissen, einzig das Priorhaus wurde erhalten. Nun ist die Klosterkirche eine Pfarrkirche.
Das Kloster Romainmôtier als Kraftort
Als Kraftort bezeichnet man einen Ort, in dem man sich entspannt, beruhigt und gestärkt fühlt. Die Gefühle, die ein Kraftort bei Menschen auslöst, können mythischer, magischer oder geomanischer Natur sein. Sie werden durch Kraftlinien verursacht, die die Erde durchziehen. Diese Kraftlinien strahlen starke Energie aus, und Orte, die auf diesen Kraftlinien liegen und eine sehr klare und beruhigende Atmosphäre haben, werden aufgrund dessen als Kraftorte bezeichnet. Viele Klöster weltweit gelten als Kraftorte, da sie für Junge und Alte, Gesunde und Kranke und Christen und Angehörige anderer Religionen gleichermassen Ruhe und Seligkeit ausstrahlen. Das Kloster Romainmôtier gilt wohl aufgrund seiner weitreichenden und vielfältigen Geschichte als Kraftort, denn es zieht Gläubige aus der ganzen Welt an, die diesen Ort ebenfalls als Ort der Kraft empfinden.
Wie entstehen Kraftorte?
Das Kloster Romainmôtier wird als Ort der Kraft bezeichnet. Doch wie sind diese ruhigen, entspannenden Orte entstanden?
Der Begriff "Kraftort" wird von vielen Menschen verschieden aufgefasst. Für die einen ist es der kleine Teich im Garten, an dem sie Kraft tanken, für andere vielleicht eine Grotte, an der sie beten können. Doch es gibt auch Orte der Kraft, an denen viele Menschen gleichermassen Ruhe und Entspannung empfinden. Sie entstanden damit, dass Menschen schon zu frühen Zeiten besonders schöne Orte, wie Quellen oder Waldlichtungen markierten. Dazu benutzten sie Holzpfähle oder Steinhaufen. Daraus entwuchsen im Laufe der Zeit Steinkreise wie Stonehenge, Steinreihen und Erdställe.
Die wurden von den frühen Schamanen und Priestern zur astronomischen Forschung genutzt. Die Monumente dienten als Sternen- Mond- oder Sonnenobservatorien. Die Forscher markierten Fixierpunkte an diesen Bauwerken, die Beobachtungen wie Sonnenwenden ermöglichten. Aus diesen frühen Bauwerken und Landschaftsgebilden entstanden zum Beispiel die Sonnenpyramiden von Mexiko, die Pyramiden von Gizeh oder Stonehenge. Und im Laufe der Zeit galten dann immer wieder andere Orte für die Menschheit als Ort der Kraft, und zwar immer die, an denen sie sich am wohlsten gefühlt haben. Und scheinbar fühlen sich auch viele Gläubige im Kloster Romainmôtier sehr wohl, weshalb es auch ein bekannter und beliebter Ort der Kraft geworden ist.