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Wir führen die Messungen und Probenahmen auf den Seen mit einem gemischten Team aus den drei kantonalen Gewässerschutzfachstellen mit den gleichen Instrumenten und Geräten durch. Damit sparen wir einerseits Kosten und tauschen andererseits das vorhandene Fachwissen aus.
Die gemeinsam erhobenen Daten sind damit sehr gut miteinander vergleichbar. Schiffe der Seepolizei oder der Feuerwehr dienen uns als Plattform für die Untersuchungen.
Die Messungen finden auf allen Seen monatlich statt. Mindestens zweimal pro Jahr wird zusätzlich Wasser aus verschiedenen Tiefen mit einer Schöpfflasche entnommen und im Labor auf die klassischen Parameter analysiert (Chemie / Wasserchemie).
An der tiefsten Seestelle werden mit einer Multiparametersonde Tiefenprofile aufgezeichnet. Das Messgerät wird an einem Drahtseil langsam abgesenkt und misst dabei in schneller Abfolge und gleichzeitig Tiefe, Temperatur, elektrische Leitfähigkeit, Lichttransmission, pH und Sauerstoff, Fluoreszenz (Chlorophyll a) sowie PAR (Photosynthetisch-Aktive-Radiation). Die Werte werden fortlaufend gespeichert und können auf dem Schiff auf einen Computer ausgelesen werden.
Diese Daten erlauben sehr gute Aussagen über die Schichtung und Primärproduktion (das Algenwachstum) im See und damit auch über die jahreszeitliche Sauerstoffentwicklung.
Die Schöpfflasche zur Entnahme von Wasserproben wird auf eine beliebige Tiefe hinuntergefahren und dann mit einem Fallgewicht geschlossen. Im Labor werden die Wasserproben analysiert.
Das pflanzliche Plankton (die Algen) sind für das Wachstum auf Sonnenlicht angewiesen. Je klarer das Wasser, desto tiefer kann das Licht eindringen. Eine grosse Algenproduktion führt u.a. zu trübem Wasser und geringen Eintauchtiefen des Sonnenlichts.
Die Wassertiefe, bis zu der die Photosynthese noch möglich ist, ist daher ein Mass für den Zustand des Sees und wird mit dem PAR-Sensor bestimmt.
Im komplexen Nahrungsnetz stellen die Algen die Nahrungsgrundlage für alle höheren Lebewesen dar. Die Daten über die Menge und Zusammensetzung der Algen sowie die Konzentration des Photosynthese-Pigment Chlorophyll a geben Auskunft über die Produktivität des Sees. Das Wasser für die Analysen wird mit der Schröderflasche entnommen. Auf Grund der speziellen Form und Konstruktion sammelt sich im inneren Glasbehälter pro Meter Wassersäule immer gleich viel Wasser. Damit kann bis zu einer Tiefe von maximal 20 m eine homogene Mischprobe entnommen werden.
Das Zooplankton ernährt sich von Algen und ist selber die Nahrungsgrundlage für viele Fische. Die Kenntnis der Artenzusammensetzung und Menge dieser winzigen Organismen ist ein wichtiger Mosaikstein bei der Beschreibung des Seezustandes. Mit diesem schliessbaren Zwillingsnetz kann das Zooplankton aus beliebigen Tiefenstufen filtriert werden.