Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03403.jsonl.gz/2863

In der von Armut stark betroffenen Provinz Battambang (300 km von Phnom Penh entfernt, an der Grenze zu Thailand) sollen deshalb junge Frauen und junge Mütter, welche Opfer von Menschen-handel und sexueller Ausbeutung wurden oder stark gefährdet sind, ausgebeutet zu werden, in einem Zentrum aufgenommen werden und dort neben Unterkunft, Verpflegung, psychosozialer Beratung und Kinderbetreuung auch eine Ausbildung in verschiedenen Berufszweigen erhalten, für welche in der Region ein Bedarf besteht.
Mit dem Bau der Berufsschule sollen pro Jahr fünfzig junge Frauen und Mütter, die keine Chance hatten, eine entsprechende richtige Schulbildung zu bekommen, ausgebildet werden. Diese Mädchen und Frauen stammen meist aus Familien, deren Eltern - aus der wirtschaftlichen Not heraus - gezwungen waren, immer wieder in Thailand Arbeit zu suchen und ihre Kinder deshalb alleine zurückliessen. So wurden viele Mädchen und junge Frauen Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung. Diese bekommen nun eine geeignete Unterkunft und sie werden in verschiedenen Ausbildungszweigen unterrichtet. Ausserdem erhalten sie die nötige psychosoziale Unterstützung sowie Kinderbetreuung, damit sie ihr Selbstvertrauen stärken und sich der Ausbildung widmen können. Auf diese Weise lernen die Mütter, Verantwortung für ihre Kinder zu tragen und sind dank der Ausbildung in der Lage, später für ihren Lebensunterhalt und ihre Kinder aufzukommen, ohne gezwungen zu sein, erneut nach Thailand zu migrieren. Nebst der beruflichen Ausbildung nehmen die jungen Frauen auch an Diskussionen und am Austausch mit Gleichaltrigen und diversen sportlichen und kulturellen Aktivitäten teil.
Nach der Ausbildung wird weitere Unterstützung bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft geboten. Den Frauen wird bei der Arbeitssuche geholfen. Konkret wird hier auch versucht, die Frauen an andere Hilfswerke zu vermitteln. Jenen Frauen, die sich selbständig machen wollen, wird bei der Unternehmensgründung geholfen. Caritas Kambodscha koordiniert sich dabei eng mit anderen NGOs, die auf dem selben Gebiet arbeiten.
Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren (1.4.2013 – 31.3.2017) und besteht aus zwei Phasen: einer Investitionsphase von einem Jahr (1.4.2013 – 31.3.2014) und einer ersten Betriebsphase von drei Jahren (1.4.2014 – 31.3.2017). In der Investitionsphase wird das Zentrum gebaut und das Personal rekrutiert. In der Betriebsphase werden die jungen Frauen aufgenommen und ausgebildet. Ein Ausbildungszyklus dauert 1 Jahr. Pro Jahr werden 50 Frauen ausgebildet. Die Kindertagesstätte bietet Platz für 25 Kinder.