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Weitere Luftaufnahmen von Echandens
Es beherrscht stolz seinen Weinberg im Süden, versteckt hinten einen Baumvorhang steht eine Fassade, in der sich die grossen gotischen Pfostenfenster öffnen und sich eine lange beschattete Terrasse ausdehnt.
Natürlich sind die westlichen und nördlichen, sichtbaren Fassaden der Rue du Château die bekanntesten. Aber sind sie nicht auch die schönsten mit ihren Türmen und ihren Ecktürmchen, ihren Aussengalerien, ihrem Eingangsportal mit griechisch-römischen Giebel und Kolonnen, und dieser liebenswerte Hof, der von einem ausgearbeiteten Tor geschützt wird?
1838
Auf den Ruinen einer feudalen Festung, die zum Kapitel von Lausanne gehörte, wurde das derzeitige Gebäude (renoviert im 17. und 18. Jahrhundert), ab 1554 von Ferdinand de Loys gebaut, der Herr von Denens, Bürger und Bürgermeister von Lausanne. Die Eröffnung fand in 1629 statt.
Man gab damals den massiven Stil der mittelalterlichen Festung auf, um eine Übergangsstruktur zwischen dem gotischen und der Renaissance zu gestalten. Die Noblesse, die es zu dieser Zeit sehr bequem hatte, dank der Anwesenheit des mächtigen Besetzers aus Bern, träumte nur noch von mehr Komfort, von architektonischer Eleganz. Sicherlich flankierte man das Gebäude mit reizenden Ecktürmchen, die vor allem als Dekoration dienten. Das Schloss und sein Gebiet gingen nach und nach in die Hände der Praroman, der Rosset, der de Crousaz, der Johannot (Bürger von Echandens seit 1734) und der Redard, Bürger von Genf, ein. Es ist gerade diese Margerite Franko-Redard, von der die Gemeinde von Echandens am 29. Mai 1978 das Schloss und das Eigentum zurückkaufte.
"Eine einmalige Gelegenheit wurde unserer Gemeinde gegeben, im Zentrum des Dorflebens, um ihren Einwohnern eine gut tuende riesige Lunge anzubieten. Wer hätte keine Lust, entlang der Umfriedungsmauer des Parks spazieren zu gehen, und sich in den Schatten seiner Bäume zu legen? Eine kleine grüne Insel, wie diese, die zum Teil unserer Bevölkerung zur Verfügung gestellt wurde, ist von einem unschätzbaren Wert ist."
Die gesamte Kosten: 2.280.000 Franken. Die notarielle Urkunde wurde in Morges am Dienstag, den 25. Juli 1978 um 14 Uhr unterzeichnet.
Somit ist es zu einem politischen Zentrum - die Gemeinde hält hier ihre Sitzungen - und Zentrum kultureller Aktivitäten geworden. Die Verantwortlichen für die Belebung und lokale Gesellschaften organisieren dort Festlichkeiten mit Schauspielen im Hof, im Park und in diesen so intimen und so frischen Kellern (Kabarettabende) sowie Ausstellungen.
Nachdem der Chansonnier Jean Villard Gilles der Mieter des Schlosses im Jahre 1946 wurde, wählte der belgische Schriftsteller Georges Simenon dort seinen Wohnsitz von 1957 bis 1963. "Dieses Eigentum gehört zu meinen wertvollsten Erinnerungen“, schrieb er später an den Rechtsberater Jean-Marc Diserens. „Meine Kinder sind dort aufgewachsen, und das letzte ist sogar dort geboren (...) ich bin sicher, dass durch sie und ihre Berater das Schloss der Versammlungsort wird, den Ihre Gemeinde verdient hat."
Bibliographie