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Mit der Maurenherrschaft im achten Jahrhundert wurde der Reis in Portugal eingeführt.
Auf dem ersten Blick scheint Reis eher unbedeutend in der portugiesischen Küche zu sein.
Doch beim genaueren Studieren, wenn wir an Arroz de pato (Entenreis), Arroz de mariscos (Reis mit Meeresfrüchten) oder den Arroz doce (Süsser Reis) denken, der am heiligen Abend traditionell gegessen wird, dann bekommt Reis auf dem portugiesischen Speiseplan einen anderen Stellenwert.
D. Dinis forcierte Ende des 13. Jahrhunderts die Landwirtschaft und förderte den Reisanbau in Portugal.
Heute wird Reis hauptsächlich in den Flussbecken der Flüsse Mondego, Tejo, Sorraia, Sado und Guadiana angebaut.
Die jährliche Reisproduktion in Portugal mit ca. 150.000 Tonnen ist aber im Vergleich zum grössten Reisproduzenten China mit ca. 200 Millionen Tonnen unerheblich.
Interessant ist, dass die Portugiesen, mit einem pro Kopf Verbrauch von 15 Kilo Reis, die grössten Reiskonsumenten Europas sind. Portugal importiert mehr als 40 % des konsumierten Reis.
Also zurück in die portugiesische Küche. Beim genaueren Betrachten stechen einen dann doch die vielfältigen Reisgerichte, vor allem verschiedene Fischgerichte wie Sardinen-Risotto oder Reis mit Tamboril (Seeteufel) ins Auge.
Und – sie sind es alle wert, ausprobiert zu werden.