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Und die Geschwister…?
Ein systemischer Blick auf den Einbezug von Geschwistern in stationären Institutionen
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Frage, wie Geschwister von platzierten Kindern und Jugendlichen einbezogen und als Ressource genutzt werden können, welche theoretischen und empirischen Konzepte es bereits gibt und welche konzeptionellen Überlegungen sich daraus ableiten lassen.
Im ersten und theoretischen Teil der Arbeit werden die relevanten Informationen zu Geschwisterbeziehungen, deren Veränderung im Laufe des Lebens sowie auch bestehende systemische Konzepte in einer Literaturrecherche zusammengetragen. Im zweiten, dem empirischen Teil der Arbeit werden fünf offene Leitfaden Interviews mit Fachpersonen aus stationären Institutionen durchgeführt. Diese werden nach festgelegten Kriterien ausgewertet, um zu sehen, wie bereits existierende Konzepte in der Praxis konkret umgesetzt werden. In der Theorie, wie auch in der Praxis, hat sich gezeigt, dass die Geschwister eine zentrale Rolle spielen. Die Arbeit mit den Eltern ist teilweise konzeptuell verankert und in der Praxis gibt es überall standardisierte Vorgehen. Im Vergleich zur Arbeit mit den Eltern fehlen für den Einbezug von Geschwistern Konzepte und es gibt auch kein bewährtes Vorgehen in der Praxis. Aus diesen Erkenntnissen werden die folgenden konkreten Handlungsansätze für die Praxis abgeleitet: Als Fachperson ist es wichtig, in Bezug auf die Gestaltung der Geschwisterbeziehungen eine aktive Rolle einzunehmen. Es geht darum, Platzierungen als Folge einer Familienthematik zu betrachten, weshalb auch das Miteinbeziehen und Kennen von Fachwissen über Geschwisterbeziehungen wichtig ist.