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Barbaratag 2000

In Uniformen der Ordonnanz 1861 geht am Montag dem 4. Dezember zum Barbaratag eine Sammelgruppe von R&G auf die Basler Gassen. Sie verteilen den Barbaraweggen an die Kinder und sammeln Geld für das Kinderheim Lindenberg, was 1998 erstmals geschah.
Die Herren in ihren farbenprächtigen Uniformen werden begleitet von zwei nicht minder prächtig gekleideten Damen. Es kristallisierte sich bald heraus, dass sich gefälligst eines des Mannsbilder mit der wuchtigen Macho-Sammelbüchse aus massivem Holz abmühen soll.
Die Sammelgruppe setzt nun nach dem Absteig von der Pfalz mit der Münsterfähre über den Rhein. Strahlender Sonnenschein und eine prächtige Kulisse verlangen geradezu nach einem Gruppenbild mit Weggenkorb, Damen und Wettsteinbrücke.
Die Geschützmannschaft tritt zum Drill an. Vier Fünftel dieser Mannen haben schon etliche WK's in der realen Armee hinter sich, während einer in der Truppe noch das Vergnügen der Rekrutenschule vor sich hat (suchen Sie die verräterischen Details.)
Vom Artillerie-Verein Basel-Stadt wurde mittlerweile die Feldkanone 1903 herangeschafft, um welche sich die Mannschaft gruppiert um die Handhabung zu üben, damit in der Dunkelheit des Abends alles wie geplant abläuft. Der Chef achtet mit Argusaugen über den Drill.
Natürlich hantieren der Munitionswart und der Munitionszuträger hier nicht mit scharfen Granaten, auch wenn die so aussehen. Die blinden Projektile wurden zu Übungszwecken auf leere Hülsen montiert, die mit Silikon gefüllt wurden.
Das Laden der Verschlusses ist stets eine diffizile Sache; denn wenn der Lader nicht aufpasst schnappt sich der Verschluss seine Finger. Hier wird mit vorschriftsmässig geballter Faust eine der Übungsgranaten im Rahmen des Drills in den Verschluss eingeführt.
Als Informationshilfen und Gehörschutzverteiler fungierten in diesem Jahr zwei Herren in Polizeitenües der 1930er Jahren. Zwar stimmt die Ordonnanz nicht mit den 1898er Uniformen der Geschützbesatzung überein; doch der Wiedererkennungswert war noch immer hoch.
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