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Projekte
Brunegg
Anbau und Umbau Doppeleinfamilienhaushälfte, 2023
Anbau und Umbau Doppeleinfamilienhaushälfte
Mit einem dreigeschossigen Anbau an bestehende Doppeleinfamilienhaushälfte und mit dem Ausbau von Kellerraum zu Wohnraum wird die bestehende Doppeleinfamilienhaushälfte mit bisher einer Wohnung zu einem Mehrgenerationenhaus mit zwei übereinanderliegenden Maisonette-Wohnungen erweitert.
Die obere Wohnung ist über die bestehende Treppe erschlossen und reicht von Kellerabteil über Entrée und Schlafzimmer im Erdgeschoss und dem komplett von der oberen Wohnung besetzten Obergeschoss bis ins Dachgeschoss hinauf. Der Wohnbereich befindet sich dabei im geschosshoch befensterten Anbau, wo sich den Bewohnern weite Blicke entlang der historischen Häuserzeilen der Waffenplatzstrasse und der Brunaustrasse eröffnen. Im bereits 1990 zum Wohnraum umfunktionierten Dachstock erfolgt eine Klärung der Raumstruktur mit freistehender Wanne im Hauptraum, Raumabschluss zum Treppenhaus hin und einer separaten Toilette.
Die untere Wohnung erstreckt sich über Entrée, Gästetoilette, Küche und den ebenfalls im hell belichteten Anbau angeordneten Wohnraum über eine neu erstellte Treppe nach dem Sockelgeschoss. Dort befinden sich zwei Schlafzimmer mit jeweils angelagertem Bad. Eines davon ist räumlich offen konzipiert; mit freistehender Wanne und Durchgang zum Schlafbereich.
In der Fassadengestaltung stellt der Anbau den Zusammenhang zum Bestandesbau über die Sockel- und Traufhöhe her. Die Holzfassade in Erd- und Obergeschoss des Anbaus wird durch schmale, doppelflügelige Fenster und die filigranen Fassadenpfosten geschmückt. Gegen Osten zum Bruneggweg hin sind die Fenster sparsam, aber präzise gesetzt, wohingegen sie zur Kreuzung Waffenplatz- / Brunaustrasse strukturell die Fassade besetzen. Zwischen jedem Geschoss und zum Abschluss vor dem Dach verläuft jeweils ein schmales, umlaufendes Gesims. Zusammen mit den Fassadenpfosten, der Fassadenebene und den Fenstern entsteht ein subtiles Spiel mit der Tiefe der Fassade und gliedert diese nuanciert und vielfältig.
Bautechnisch ist neben der Vollholzkonstruktion des Anbaus ab der Oberkante des Sockelgeschosses auch die statische Einbettung in die Hangtopographie erwähnenswert: So wird der Anbau strassenseitig auf einer zwei Meter hohen Fundamentwand gelagert; hangseitig ist die zweite Fundamentwand noch einen Meter hoch.
Um die benötigte Raumhöhe in den neu als Wohnraum genutzten Bereichen des bestehenden Kellergeschosses zu erreichen musste das Bodenniveau um einen Meter gesenkt werden. Dazu wurden abschnittsweise unter die tragenden Innen- und Aussenwände ergänzende Betonwände eingebaut.
Die Haustechnischen Installationen wurden komplett ersetzt. In den Neubaubereichen erfolgt das Heizen über Fussbodenheizungen und in den Bereichen bestehender Deckenaufbauten konventionell mit Heizkörpern. In der Küche Obergeschoss wurde ein flaches, für Sanierungen geeignetes Fussbodenheizsystem erstellt. Heizwärme wird mittels Sole-Wasser-Wärmepumpe aus zwei 180 Meter tiefen Erdsonden gefördert.
Architektur, Bauleitung, Baumanagement: Paul Archibald Hänny, Zürich
Montagebau in Holz: Aregger Holzbau GmbH, Eschenbach
Fenster aus Holz: Vogel Fensterbauer AG, Goldach
Spenglerarbeiten: Sada AG, Opfikon
Metallbauarbeiten: Wolfermann-Nägeli Metallbau AG, Zürich
Elektroanlagen: Christoph Bieri Elektroanlagen, Zürich
Heizungsanlagen: Burkhardt Heizung + Sanitär AG, Dübendorf
Sanitäranlagen: Benz + Cie. AG, Zürich
Innere Verputzarbeiten und Gipserarbeiten: Rolf Schlagenhauf AG, Zürich
Schreinerarbeiten: Hans Mahler AG, Zürich
Malerarbeiten: Gipser- und Malergenossenschaft GMGZ, Zürich