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Schriftliche Anfrage betreffend Olympia-Engagement für die Kandidatur 2010
Session
: 08.10.2001
Die Olympischen Spiele 2010 finden definitiv nicht in unserem Kanton statt. Unser Kanton hat sich dabei in den Jahren 2000 und 2001 in der Task force personell wie auch finanziell stark engagiert.
Es würde mich daher interessieren, welche Kosten der Kanton Graubünden aus diesem Engagement zu tragen hat.
Daher bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie hoch sind die Gesamtaufwendungen in Franken nur für unseren Kanton, abgesehen vom Zeitaufwand für unsere Regierung und Verwaltung für ihr Engagement für drei Kandidatur-Versionen: "Graubünden 2010", "Graubünden/Zürich/Schwyz 2010" und "Davos 2010" ?
2. Wie hoch belaufen sich die Kosten für Aufwendungen von externen Büros/Personen, die vom Kanton übernommen werden. Um welche Büros/Personen handelt es sich dabei und wie hoch sind die jeweiligen Beträge für alle Kandidatur-Versionen seit der Einsetzung der Task Force durch die Regierung?
3. Sollte - wider Erwarten - im Jahr 2014 wieder eine Kandidatur von privater Seite in Betracht gezogen werden, würde sich unser Kanton resp. die Regierung wieder einbinden lassen ?
Chur, 8. Oktober 2001
Name: Looser
Session: 08.10.2001
Vorstoss: dt SchriftlicheAnfrage
Antwort der Regierung
1. Die Aufwendungen des Kantons für die Kandidaturdossiers „Graubünden 2010“, „Graubünden / Zürich / Schwyz“ und „Davos 2010“ belaufen sich auf insgesamt Fr. 295'000.--. Diese setzen sich zusammen aus Beiträgen von Fr. 15'000.-- an die Ausarbeitung der Projektskizze „Graubünden 2010“, von Fr. 180'000.-- an die gemeinsame Kandidatur „Graubünden / Zürich / Schwyz“ und von Fr. 100'000.-- an die Kandidatur „Davos 2010“.
Im vorstehend erwähnten Betrag sind Entschädigungen und Spesen im Zusammenhang mit den Sitzungen der Task Force von rund Fr. 21'000.-- nicht enthalten.
2. Direkt übernimmt der Kanton lediglich einen Beitrag von Fr. 15'000.-- an die Studie „RhB-Ausbau Prättigau“, welche durch die Firma Hartmann & Sauter erstellt wird.
3. Die Frage, ob und wie sich die Regierung allenfalls für eine Kandidatur Olympische Winterspiele 2014 einbinden lassen würde, stellt sich für die Regierung zurzeit nicht. Diese Frage wird sich - wenn überhaupt - frühestens im Herbst 2003 nach der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2010 stellen und wird aufgrund der zu jenem Zeitpunkt vorliegenden Tatsachen und Umstände dannzumal zu beurteilen und zu beantworten sein.
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