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Systematik
Die Gattung Lynx umfasst heute vier Arten, je zwei in Nordamerika (Rotluchs L. rufus in den USA und Mexiko, Kanadaluchs L. canadensis in Kanada und Alaska) und in Eurasien (Eurasischer Luchs L. lynx und Pardelluchs L. pardinus in Spanien). Phylogenetisch stehen die Luchse den Grosskatzen (Pantherinae) nahe, sind aber typische Jäger von mittelgrossen Säugetieren (Hasen).
Der Eurasische Luchs hat sich nacheiszeitlich zum Jäger kleinerer Paarhufer entwickelt und ist heute etwa doppelt so schwer (17–30 kg) wie sein engster Verwandter, der Kanadaluchs (10–15 kg).
Für den Eurasischen Luchs sind viele Unterarten beschrieben, von denen neun generell anerkannt sind. In Europa leben der Nordluchs L. l. lynx (Nominatform, Skandinavien), der Karpatenluchs L. l. carpathicus, der stark gefährdete Balkanluchs L. l. balcanicus (SW Balkan) und der Kaukasus-Luchs L. l. dinniki.
Verbreitung der Unterarten des Eurasischen Luchses
Nach heutigem Stand der Forschung scheint die Aufteilung der Art in neun Unterarten angebracht: Nordluchs L. l. lynx, Karpatenluchs L. l. carpathicus, Balkanluchs L. l. balcanicus, Kaukasusluchs L. l. dinniki, Turkestanluchs L. l. isabellinus, Altailuchs L. l. wardi, Baikalluchs L. l. kozlovi, Sibirischer Luchs L. l. wrangeli, Amurluchs L. l. stroganovi. Bei den wieder-angesiedelten Populationen in Zentral- und Westeuropa handelt es sich entweder um Karpatenluchse (grünblau) oder um Zootiere unklarer Herkunft (hellbraun). Aus dem Luchs-Buch. © Salm Verlag