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Eine junge Nonne – zerrissen zwischen ihrem Glauben und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben
Mit nur 18 Jahren beschliesst Colette Livermore, alles aufzugeben: Familie, Freunde und ihr normales Leben. Sie möchte den Ärmsten der Armen helfen und tritt in Mutter Teresas Orden »Missionarinnen der Nächstenliebe« ein. Sie arbeitet in den Armenvierteln von Manila, Papua Neuguinea und Kalkutta und führt ein Leben für Gott. Aber was ist das für ein Gott, dessen gläubigste Dienerinnen blinden Gehorsam und Unterwerfung fordern und mit unerbittlicher Strenge agieren?
Portrait
Ärztin zu werden war immer der Wunsch von Colette Livermore. Doch 1977, nach Berichten über die Hungersnot von Biafra und einem TV-Film über Mutter Teresa, entscheidet sich die idealistische 18-Jährige spontan, deren Orden der „Missionarinnen der Nächstenliebe“ beizutreten und den Ärmsten der Armen zu helfen. Nach elf Jahren und Hilfsmissionen in Manila, Calcutta und Papua Neu Guinea, erträgt sie die autoritären Strukturen nicht mehr. Sie verlässt den Orden und realisiert ihren Traum, sich als Ärztin um Menschen zu kümmern. Heute arbeitet sie als praktische Ärztin in Australien und hilft so anderen Menschen.