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Daten und Worte zu Akteuren des FC St. Gallen.
01. Juli 2004 bis 30. Juni 2006 im FCSG. -- 48 (44 NLA/4 Cup) Spiele und 2 (1 NLA/1 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 17. Juli 2004 beim 3:3 gegen die Young Boys.
Fabio de Souza "Fabinho" kam vom FC Wil nach dessen Abstieg aufs Espenmoos. -- Der Mittelfeldspieler war Nachfolger seines Landsmanns Jairo. -- Fabinho spielte solide, die Rolle des Spielmachers konnte er jedoch kaum ausfüllen. -- In den zwei Saisons davor erzielte Fabinho 15 NLA-Tore für Wil, im Dress des FCSG gelang ihm nur noch ein Meisterschaftstreffer (am 22.9.2004 per Foulpenalty zum 1:0 gegen Servette, Endstand 1:1).
Fabinho kam in der Saison 1998/99 in die Schweiz. -- Mit 7 Toren in 14 NLB-Spielen für Wil empfahl er sich für den NLA-Aufsteiger SR Delémont. -- Für die Jurassier erzielte er 10 Tore in 34 Spielen, konnte aber den Wiederabstieg nicht verhindern. -- Er bestritt noch 2 NLB-Spiele mit Delémont, ehe er im August 2000 nach Wil zurückkehrte. -- 2002 NLA-Aufstieg mit dem FC Wil, 2004 Cupsieger; Fabinho verwandelte zwei Foulpenaltys zum 3:2-Sieg im Final über die Grasshoppers. -- Nach dem FCSG noch eine Saison beim FC Schaffhausen, für den er noch 8 NLA-Spiele bestritt.
Seit 2007 beim FC Herisau, zuerst in der 1. Liga, 2009/10 in der 2. Liga interregional. -- Nachdem der zweite Abstieg mit Herisau feststand, übernahm Fabinho im Mai 2010 auch das Amt des Cheftrainers, war Spielertrainer und dann Trainer. -- Fabinho spielte in Brasilien für den Blumenau EC, den Moto Club de São Luis (Maranhão) und den Americano FC (Rio de Janeiro).
1. Juli 2014 bis 2. Februar 2016 im FCSG. -- 38 (35 NLA/3 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 14. August 2014 beim 2:0-Auswärtssieg in Basel.
Mickaël Facchinetti wechselte vom Super-League-Absteiger Lausanne-Sport zum FC St. Gallen. -- Der Aussenverteidiger gehört der grossen Neuenburger Fussballer-Familie an, der legendäre Xamax-Präsident Gilbert Facchinetti ist sein Grossvater.
Facchinetti wurde geholt, um auf der linken Abwehrseite Ermir Lenjani Konkurrenz zu machen, was ihm ordentlich gut gelang. -- Und als Lenjani ein halbes Jahr später nach Frankreich wechselte, war Facchinetti bereit und bestritt 15 von 18 möglichen Spielen (davon fehlte er einmal wegen einer Gelbsperre). -- Musste er im Herbst 2015 vermehrt Martin Angha weichen, wurde in der Winterpause mit Florent Hanin ein neuer Konkurrent geholt. -- So zog es Facchinetti vor, zum Klub seines Herzens Neuchâtel Xamax zu wechseln.
Bei Xamax fühlte sich Facchinetti wohl, dass er dort eine Stufe tiefer in der Challenge League spielen musste, nahm er hin. -- Dann aber holte ihn im August 2016 Jeff Saibene nach Thun und damit in die Super League zurück.
Sein Super-League-Debüt gab Mickaël Facchinetti mit Neuchâtel Xamax am 30. Mai 2009 (1:2-Niederlage in Luzern). Knapp ein Jahr später, bei seinem dritten Einsatz in der höchsten Liga, stand er erstmals in der Startformation - in der AFG Arena (der FCSG gewann 2:1). Ab der Saison 2010/2011 kam der jüngste Facchinetti regelmässig zum Einsatz und wurde im Verlauf der Rückrunde zum Stammspieler. In jenem Frühling zog er mit Xamax in den Cupfinal ein, unterlag aber Sion 0:2. -- Im Herbst 2011 steuerte der neue Besitzer von Xamax den Traditionsverein in den Konkurs. Facchinetti wurde im Januar am letzten Tag der Transferperiode von der AC ChievoVerona übernommen. -- In der Serie A kam er nie zum Einsatz, im Sommer 2012 verpflichtete ihn der FC Lausanne-Sport. -- Für die Waadtländer bestritt er in zwei Jahren 59 Super-League-Spiele (total vor seinem Wechsel zum FCSG: 102).
Erste Junioren-Vereine waren der FC Hauterive und der Saint-Blaise FC, später spielte er im Nachwuchs von Lausanne-Sport. -- Facchinetti war Junioren-Internationaler und bestritt ein U21-Länderspiel (am 29. Februar 2012, 2:0-Sieg gegen Österreich in Villarreal, Spanien).
7. August 2007 bis 30. Juni 2008 im FCSG. -- -- 28 (26 NLA/2 Cup) Spiele und 5 (3 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. August 2007 beim 2:1-Heimsieg gegen Neuchâtel Xamax.
Adrian Eduardo Fernandez galt als "Not-Transfer", wurde verpflichtet, nachdem zwei Top-Stürmer (Alex Tachie-Mensah und Francisco Aguirre) verletzt ausfielen. -- Der Argentinier war trotz bescheidener Trefferzahl ein respektabler NLA-Stürmer. -- Zuvor eine Saison im FC Schaffhausen, wo er ebenfalls auf 26 NLA-Einsätze und 3 Tore kam. -- NLA-Debüt am 18. September 2006 gegen Sion. -- Begann seine Profikarriere 1998 in Buenos Aires bei Nueva Chicago, dann 2002 für eine Saison bei El Porvenir. -- Nach 117 Spielen in Argentiniens 1. Division 2003/04 erstes Auslandengagement bei Chiles Topklub Colo Colo. -- 2004/2005 bei Boliviens Spitzenklub The Strongest. -- 2005 - 2007 bei Al Sh'aab in den Vereinigten Arabischen Emiraten. -- Im Sommer 2008 nach Bulgarien zu Tscherno More Varna gewechselt. -- Im Januar 2009 vom Ligakonkurrenten Tschernomoretz 1919 Burgas verpflichtet, wo kurz zuvor mit Krasimir Balakov ein Bekannter aus St. Galler Zeiten das Traineramt übernahm.
11. Juli 2007 bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 112 Spiele (69 NLA/29 NLB/14 Cup) und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Juli 2007 bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen die Grasshoppers.
César Fernando de Souza ist bisher nach Jairo der Brasilianer mit den meisten Pflichtspiel-Einsätzen für die Espen. Anerkennung erhielt er vergleichsweise wenig. Damit stand er aber in einer Tradition anderer linker Aussenverteidiger des FCSG. -- Als Nachfolger für Pascal Cerrone wurde im Sommer 2007 zunächst mit Serdal Kül ein 19-jähriges Talent vom FC Basel geholt. Dann aber hatten Rolf Fringer und René Weiler doch nicht nur auf den Jungen setzen wollen und holten Fernando. -- Der Brasilianer war zuvor mit Schaffhausen abgestiegen, gehörte auf der Breite aber zu den Leistungsträgern, die 2004 in die Super League aufstiegen und ihren Platz in der Elite dreimal erfolgreich verteidigten. -- Nachdem er Kül im ersten Meisterschaftsspiel eine Viertelstunde vor Schlusspfiff ersetzt hatte, war das Talent vom Routinier verdrängt.
Fernando fand sich im FCSG bestens zurecht. Zwar musste er am Ende der Saison zum zweiten Mal absteigen, gewann aber in der Challenge League zumindest von einem Teil des Publikums die Sympathien. -- Er gehörte nun zu dem Team, das in der Premieren-Saison in der AFG-Arena die Rückkehr in die Super League feierte und dann auch in der Elite ziemlich souverän auftrat. -- Fernando wurde nun attestiert, dass er auch auf höchster Stufe mithalten kann und kaum Fehler begeht. -- Ein einziges Tor erzielte er für die Espen - ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub FC Schaffhausen (am 17. Oktober 2010). Fernando hatte in der 3. Minute nach frühem Rückstand postwendend den Ausgleich besorgt. Andernfalls hätte dem FCSG im Cup-Sechzehntelfinal womöglich ein weiterer ungemütlicher Nachmittag gedroht. -- In einem anderen Cupspiel half Fernando dem FCSG unfreiwillig: Im Achtelfinal vom 21. November 2004 hatte er im Penaltyschiessen als einziger nicht verwandeln können (Razzetti hielt seinen Versuch), Schaffhausen schied aus.
Trotzdem blieb ein Heimspiel im März 2010 gegen Basel in Erinnerung, indem er einen für einmal missratenen Match mit einem Eigentor "krönte", nachdem die Espen nach 0:3-Rückstand auf 2:3 herangekommen waren. -- Ein Jahr später stand Fernando nicht mehr auf dem Platz. Nachdem er zum Rückrundenstart beim 1:4 gegen die Grasshoppers kurz vor der Pause zum zweiten Mal verwarnt und für ein Spiel gesperrt worden war, hatte er seinen Stammplatz verloren. -- Nach dem erneuten Abstieg wurde sein Vertrag nicht mehr verlängert.
Fernando, der es auf ein Total von 280 Spielen in den höchsten zwei Schweizer Ligen brachte, kehrte nach Brasilien zurück. Zunächst schloss er sich dem unterklassigen Verein Toledo Côlonia Work an. Seit Februar 2014 spielt er beim Maringá FC, der ebenso in der Serie B des Campeonato Paranaense spielt. Zumindest bei seinem neuesten Klub wird er "Fernandinho" genannt.
1999 - 2001 spielte Fernando erstmals in der Schweiz und bestritt in zwei Saisons im SC Kriens 55 NLB-Spiele. -- Zwei Jahre später holte ihn der FC Schaffhausen, für den er es in vier Saisons zu 113 NLA-/NLB-Spielen brachte. -- Zuvor (1997/1998) und dazwischen (2001/2002) in seinem Heimatland beim Comercial FC (Ribeirão Prete, São Paulo), Ceará Sporting Clube (Fortaleza) und 1999 beim (Grün-Weissen) Rio Preto Esporte Clube (São José do Rio Preto) unter Vertrag. Geboren und aufgewachsen ist Fernando in Jardinópolis im Bundesstaat São Paulo.
2. August 2006 bis 30. Juni 2008 im FCSG. -- 37 (33 NLA/3 Cup/1 UI-Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 12. August 2006 beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Zürich.
Guy Armand Feutchine wurde als Ersatz für den verletzten Davide Callà geholt. -- Der Kamerunische Nationalspieler kam vom PAOK Saloniki, wo er bereits unter Rolf Fringer spielte, nach St. Gallen. -- In der ersten Saison Stammspieler, danach bereits von Fringer nicht mehr oft berücksichtigt, unter dessen Nachfolger Weiler und Balakov kam er zu keinem Einsatz mehr, war aber im Januar 2008 im Aufgebot des Afrika-Cups.
Feutchine begann in seiner Heimat bei Union Douala. -- 1997/1998 in Polen bei Wisla Krakau. -- Dann der Wechhsel nach Griechenland, wo er von 1998 - 2000 für PAS Giannina und ab 2001 beim PAOK spielte.
Nach dem FCSG ging Feutchine nochmals für vorerst ein Jahr in Griechenland, wo er für Diagoras Rhodos in der zweithöchsten Liga spielte. -- Im September 2009 nach Frankreich zu SR Colmar (CFA/vierthöchste Liga). -- Ab 2010 drei Jahre in Aserbaidschan beim FK Kapaz Ganca. -- Anfang 2013 ein drittes Mal in Griechenland, wo er für GS Kallithea in der OPAP-Liga (zweithöchste Spielklasse) spielte. Nach einer halben Saison beim Klub aus Attika gab er im Sommer 2013 offenbar seinen Rücktritt vom Profifussball.
Rund 20 Länderspiele für Kamerun, Teilnehmer am Afrika-Cup 2006.
27. Januar bis 30. Juni 1998 im FCSG. -- 10 (8 NLA/2 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 7. März 1998 beim 0:0 in Sitten.
Marc Fiechter kam vom 1. FC Nürnberg aufs Espenmoos, war vom FC Lugano ausgeliehen. Bei den Franken konnte er sich in der 2. Bundesliga nicht durchsetzen (nur 3 Spiele). Im FCSG kam Fiechter allerdings auch nicht weit. Der Aussenverteidiger schaffte es nur dreimal in die Startformation. Im Cupfinal gegen Lausanne-Sport wurde Fiechter eingewechselt und verwandelte im verlorenen Penaltyschiessen seinen Elfer. -- Der FCSG sah von einer definitiven Verpflichtung ab, Fiechter wechselte zum FC Baden.
Nach zwei NLB-Saisons im FC Baden im Sommer 2000 zum FC Aarau, für den er in zwei Saisons 44 NLA-Spiele bestritt. -- Im September 2002 wieder in der NLB beim SC Kriens. -- Ab Februar 2003 in die 1. Liga beim SC Zofingen, für den er ausserdem die Verantwortung im Nachwuchsbereich übernahm. -- In der Sommerpause 2003 zum FC Grenchen. -- 2004 vom FC Subingen (2. Liga interregional) als Spielertrainer engagiert. -- Ab 2008 Trainer des SC Derendingen (2. Liga).
Der SC Derendingen war auch Fiechters Junioren-Klub. -- Im Sommer 1992 zum FC Grenchen, später zum FC Solothurn (NLB). -- Im Sommer 1995 vom FC Lugano übernommen, bei dem Fiechter seine besten zwei Jahre haben sollte (38 NLA-Spiele für die Bianconeri).
1. Juli 1988 bis 30. Juni 1989 im FCSG. -- 17 (16 NLA/1 Cup) Spiele und 2 NLA-Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 23. Juli 1988 bei der 2:3-Auswärtsniederlage in Luzern.
Marco Filomeno wechselte vom FC Schaffhausen nach St. Gallen. -- Den torgefährlichen und laufstarken Mittelfeldspieler soll der FCSG schon länger im Blick gehabt haben, seine Fans wurden im Cup-Viertelfinal auf ihn aufmerksam. Die Espen scheiterten beim NLB-Klub, Filomeno erzielte das zweite Schaffhauer Tor (Endstand 2:1 nach Verlängerung). -- Noch bekannter wurde er im Halbfinal: Filomeno erzielte auswärts bei YB mit einem Distanzschuss den einzigen Treffer der Partie, Schaffhausen erreichte als fünfter Unterklassiger den Cupfinal. -- Dieser ging gegen die Grasshoppers zwar 0:2 verloren, doch holten Filomeno (auch wenn er, wie er später erzählte, zu Beginn furchtbar nervös war) und die Schaffhauser mit ihrem mutigen Auftritt im Wankdorf landesweit Sympathien.
Filomeno spielte mit Vorliebe auf der rechten Flanke und wurde bei seinem NLA-Debüt für Manfred Braschler eingewechselt. -- Bis auf zwei Spiele im Herbst 1988 musste er sich meist mit Kurzeinsätzen begnügen. -- Immerhin konnte er mit seinen zwei Toren jeweils den 1:1-Ausgleich sichern. In Bellinzona brachte es im September im fünften Anlauf den ersten Auswärtspunkt. -- Im Mai 1989 spielte der Schaffhauer noch einmal einen Final im Wankdorf. Er bestritt mit dem FCSG den Nachwuchs-Cupfinal gegen Lugano (1:2-Niederlage). -- Während der FCSG im Sommer 1989 mit Ivan Zamorano und Hugo Rubio durchstartete, liess sich der rootharige Filomeno an den FC Winterthur ausleihen und spielte fortan wieder in der NLB. -- Ab Januar 1991 wieder beim FC Schaffhausen, doch schon in der Sommerpause gab er seinen Rücktritt und wurde Junioren-Obmann. -- 1992 wechselte er über die Strasse und wurde beim "kleinen Bruder", der Spielvereinigung Schaffhausen, Trainer. -- Mit der "Spielvi" schaffter er 1994 den Aufstieg in die 1. Liga. -- Drei Jahre später führte er die Spielvi gar erstmals in der Klubgeschichte in die NLB. -- Die Amateure der SV Schaffhausen stiegen zwar wieder ab, Filomeno aber blieb ein gefragter Trainer. Im Mai 1998 wollten ihn die kriselnden Young Boys nach Bern holen.
Ein weiteres NLB-Engagement nahm er schliesslich im April 1999 beim FC Schaffhausen an. -- Der Klub, für den er die ganze Juniorenzeit durchlief und in dessen Fanionteam er als noch nicht 16-Jähriger debütierte, war inzwischen auch in der Krise. -- Im Frühling 2000 liess sich der Abstieg nicht mehr vermeiden, Jürgen Seeberger übernahm in der 1. Liga das Amt von Filomeno. -- Der einstige Cup-Held ist Sportlehrer und hat eine ebenfalls bekannte und zwei Jahre ältere Schwester. Unter dem Künstlernamen Marriella Farré vertrat die Schlagersängerin zweimal (1983 und 85) die Schweiz am Concours Eurovision de la Chanson.
1. Juli 1987 bis 30. Juni 1995 im FCSG. -- 293 (231 NLA/30 NLB*/20 Cup/12 Intertoto-Cup) Spiele und 11 (10 NLA/1 NLB) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 8. August 1987 beim 0:0 auswärts gegen die Grasshoppers.
Urs Fischer hat mit 532 Spielen in der NLA am zweitmeisten Matches in der obersten Liga bestritten und ist zur Personifizierung des FC Zürich geworden. -- Er begann als Junior im FCZ, sein Transfer nach St. Gallen mit 21 Jahren war sein erster Klubwechsel überhaupt. -- Fischer wechselte nicht zuletzt wegen des Trainers zum FCSG: Markus Frei kannte er vom FCZ, und Frei drängte den FCSG, Fischer ein Angebot zu machen. -- Zudem, sagte Fischer später, wollte er nicht immer nur der kleine Junior sein.
In St. Gallen war Urs Fischer von Beginn weg Stammspieler, in seiner ersten Saison schafften es die Espen mühelos in die Finalrunde. -- Dem sportlich guten Einstand standen lange Akzeptanzprobleme gegenüber. Er habe in den ersten zwei Jahren "schwer untendurch" gehen müssen, sagte Fischer, es seien zwischenmenschliche Distanzen zwischen ihm und den St. Gallern gewesen. Sein Selbstbewusstsein soll im Umfeld als Arroganz ausgelegt worden sein. -- Als auch noch Kurt Jara Fischers Fürsprecher Markus Frei ablöste, wurde auch die Kritk des Trainers härter. -- Doch Fischer biss sich durch und zeigte die richtige Einstellung, gerade auch in der Auf-/Abstiegsrunde.
Nachdem Fischer zu Beginn meist im Mittelfeld - auf wechselnden Positionen - eingesetzt wurde, konnte er im April 1988 (3:2-Auswärtssieg gegen... den FCZ) erstmals als Libero aushelfen, seiner Lieblingsposition aus Juniorenzeiten. -- Ab Sommer 1989 war Urs Fischer die Nummer eins als "freier Verteidiger". Fischer mochte es, den Libero offensiv zu spielen. -- Vorne stürmten die Espen mit Zamorano und Rubio zum "Wintermeister", und im Dezember wurde er von Uli Stielike aus der U21 ins A-Nationalteam geholt. -- Am 13. Dezember 1989 gegen Spanien in Teneriffa (1:2-Niederlage) hat er das erste von vier Länderspielen bestritten.
Urs Fischer lehnte in seiner St. Galler Zeit wiederholt Angebote anderer Clubs ab, und als der FCSG im Frühling 1993 den Abstieg in die NLB nicht verhindern konnte und die finanzielle Situation ernst war, blieb der Zürcher im Espenmoos, mit stark reduzierten Bezügen (es wurde von Halbierung des Lohns gesprochen). -- Unter Trainer Uwe Rapolder wechselte der FCSG auf Raumdeckung, und Captain Urs Fischer spielte fortan wieder vermehrt im Mittelfeld. Dem sofortigen Wiederaufstieg folgte die Etablierung in der NLA. -- Im Frühling 1995, kurz vor Saisonschluss, entschied sich Urs Fischer zur Rückkehr zu "seinem" FC Zürich.
Rückkehr zum FCZ
Der "Stadtclub" war unter dem Motto "Löwengebrüll im Letzi" in Aufbruchstimmung, und Fischer sollte als Identifikationsfigur eine wichtige Rolle spielen. Die sportlichen Leistungen vermochten unter Trainer Raimondo Ponte vorerst nicht mit dem forschen Marketing mitzuhalten. -- Der Aufwärtstrend kam dann doch, und 1998 qualifizierte sich der FC Zürich nach 15 Jahren wieder für den UEFA-Cup. -- Im Sechzehntelfinal erzielte Urs Fischer sein wichtigstes (und schönstes Tor) zum 1:1 auswärts gegen Celtic Glasgow. Die Zürcher gewannen das Rückspiel 4:2. -- In der St. Galler Meistersaison 1999/2000 schliesslich gewann der FCZ den Cupfinal gegen Lausanne-Sports, 2:2 nach Verlängerung, 3:0 im Penaltyschiessen. -- Den ersten Penalty versenkte Captain Urs Fischer. Und bei der Pokalübergabe gönnte er Präsident Sven Hotz das Privileg, die Trophäe als Erster in die Höhe zu stemmen. -- Es war der erste Titel des FCZ nach 19 Jahren, und für Fischer der einzige in seiner langen Karriere als Aktiver.
Start in die Trainer-Karriere
Urs Fischer beendete seine Karriere 2003. Er hätte weitergespielt, Trainer Lucien Favre wollte nicht mehr auf ihn zählen. -- Fischer blieb im FCZ, war zunächst U14-Trainer, bereits ab Oktober half er Favre als Coach. -- Später Trainer der U21, unter Bernard Challandes auch wieder Assistent der ersten Mannschaft. -- Am 19. April 2010 - einem Sechseläuten-Montag - wurde Fischer (vorerst interimistisch) Cheftrainer. -- Und auch in dieser Rolle blieb Fischer stets auf dem Boden, mit schnörkellosen Ansagen, immer authentisch, ob sein Team gerade auf einer Durstrecke befindet oder um den Titel spielt. -- Am 12. März 2012 - einen Tag nach dem 1:0-Sieg in Lausanne - wurde Fischer als Trainer freigestellt und sein bisheriger Assistent Harald Gämperle zum interimistischen Nachfolger befördert. -- Fischer wurde mangelnde Entwicklung der Spieler und zu wenig attraktive Spielweise in Heimspielen vorgeworfen. Im Januar-Transferfenster hatte er allerdings den Verkauf von gleich fünf Stammspielern mittragen müssen.
Ende November 2012 unterschrieb Urs Fischer einen Vertrag beim FC Thun - im Berner Oberland wurde er damit erneut Nachfolger von Bernard Challandes. -- Fischer wurde für Thun zum Glücksfall - und brachte ihm wiederholt die Bestätigung, als Trainer auf dem richtigen Weg zu sein. Fischer führte den FCT auf Rang 5 und erreichte über die Qualifikation die Gruppenphase der Europa League. --Frei von Abstiegssorgen blieb Thun auch in der zweiten Saison mit Fischer (Platz 6), 2014/15 setzte sein Team nach durchzogener ersten Saisonhälfte ab Anfang April gar zum Höhenflug an und holte sich mit dem 4. Schlussrang erneut einen Startplatz in der Europa-League-Qualifikation. -- Als sich beim FC Basel abzeichnete, dass dessen Trainer die Schweiz verlassen möchte, kam bald auch Urs Fischer ins Gespräch. -- Tatsächlich wurde der Stadtzürcher am 18. Juni 2015 als neuer Basler Trainer verpflichet.
* Weit verbreitet gilt Urs Fischer mit 545 (auch 547) NLA-Spielen als Rekordhalter. Auf dieser Seite werden die 13 Spiele aus der Auf-/Abstiegsrunde im Frühling 1994 als NLB-Spiele gezählt, da der FCSG aus der NLB kam. Somit würde Philippe Perret, der seine 540 Spiele alle für Xamax bestritten hat, Rekordhalter sein (und Urs Fischer je nach Zählung bei 532 bzw. 534 stehen).
1. Juli 1993 bis 30. Juni 1994 im FCSG. -- 24 (4 NLA/17 NLB/3 Cup) Spiele und 3 (1 NLB/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 28. Juli 1993 beim 5:1-Heimsieg gegen den FC Sursee.
Imre Fodor kam von Ferencvaros Budapest zum FCSG. -- Er war im neuen Ausländertrio der Routinier und spielte als Regisseur hinter den Spitzen Gilewicz und Tiefenbach. -- Fodor war in der NLB-Qualifikation Stammspieler und hatte wesentlichen Anteil am sicheren Erreichen der Auf-/Abstiegsrunde. -- Nach der Winterpause aber wurde Fodor von Abdelaziz Bouderbala verdrängt und musste oft als "überzähliger Ausländer" auf die Tribüne.
Nach dem Wiederaufstieg wechselte Fodor zum FC Gossau, bat aber bereits im Oktober 1994 um Auflösung seines Vertrages, um in die Heimat zurückzukehren. -- In Ungarn spielte er eine letzte Saison in der höchsten Liga beim Videoton FC Szekesfehervar, der damals unter dem Namen "FC Parmalat" spielte. -- Ab Sommer 1995 Spielertrainer, vorerst vermutlich beim BVSC Budapest. In der Saison 1996/97 im BKV Elöre, für den er zum Abschied in der Barrage als Torschütze zum Klassenerhalt in der zweitobersten Liga beitrug. -- Danach "nur noch" Trainer, zuerst des Dunakeszi VSE, dann im FC Hatvan.
Imre Fodor spielte vor seiner Zeit in St. Gallen bei drei Grossklubs seiner Heimatstadt Budapest. Zuerst von 1979 bis 1986 im MTK, zwischen 1986 und 1991 für Honved und in der Saison 1992/93 für die Grün-Weissen des Ferencvaros Torna Club. -- Dazwischen 1991 beim Siofoki Banyasz FC. -- Mit Honved feierte Fodor drei Meistertitel (1988, 89 und 91). 1989 gewann er auch den Cup, wobei Fodor im Final gegen Ferencvaros einziger Torschütze war. -- Mit Ferencvaros 1993 erneut Cupsieger. -- Fodor bestritt 6 Länderspiele für Ungarn.
Imre Fodor verstarb am 9. April 1999 bei einem Autounfall, unterwegs zu einem Auswärtsspiel.
1. Juli 2008 bis 1. März 2011 Trainer des FCSG. -- Für 100 (58 NLA/30 NLB/12 Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 26. Juli 2008 beim 2:0-Heimsieg gegen Concordia Basel.
Als der FCSG im Mai 2008 dabei war, sich aus den Trümmern des Abstiegs neu aufzustellen, wurde Uli (Ulrich) Forte als Wunschtrainer kontaktiert und zwei Tage nach der offiziellen Übernahme des neuen Präsidenten Michael Hüppi auch bereits als FCSG-Trainer vorgestellt. -- Forte hatte davor als junger Trainer des FC Wil auf sich aufmerksam gemacht.
Mit Forte gelang es einerseits, dass einige Spieler trotz des Abstiegs ihre Verträge verlängerten. Zudem glückten die meisten Transfers, angefangen bei Rückkehrer Moreno Merenda. Aus Wil holte Forte nebst seinem Assistenten Roman Wild zuerst Lukas Schenkel und Sebastian Kollar, dann Adrian Winter und später auch noch Pa Modou Jagne in die AFG-Arena. -- Von Bedeutung war aber auch, dass Forte aus Mangel an einer "Nummer 10" den bisherigen Stürmer Moreno Costanzo ins Mittelfeld zurückzog. Der Toggenburger, der bis dahin und auch zwei Jahre zuvor in Wil unter Forte kaum zu Einsätzen gekommen war, schlug in der neuen Rolle voll ein. Später gab es für Costanzo von den Young Boys eine beträchtliche Ablösesumme. -- Mit Forte startete der FCSG schwungvoll in die Saison, die Zuschauerzahlen beeindruckten in der ganzen Schweiz. Dazu hatte die Freude am neuen Stadion grossen Anteil. -- Doch auch die Mannschaft hatte viel für die zurückgewonnene Begeisterung getan und sorgte in manch einem Spiel für Spektakel. -- In keinem der Schlüsselspiele rutschte der FCSG aus, und obwohl der FC Lugano über die ganze Saison im Nacken war, wurde der Wiederaufstieg schon in der drittletzten Runde gefeiert.
Kristian Nushi, den Forte schon in Wil trainierte, und Mario Frick waren die beiden bedeutenden Neuerwerbungen für das Comeback auf höchster Stufe, nach Meisterschaftsbeginn konnte mit dem von Basel ausgeliehenen Fabian Frei ein dritter wichtiger Transfer getätigt werden. -- Im Startspiel gegen den FC Basel triumphierte der FCSG in der ausverkauften AFG-Arena. Dieser 2:0-Sieg verlieh dem Aufsteiger zusätzlichen Rückenwind. -- Den erfreulichen Herbst 2009 schloss der FCSG mit einer grandiosen Leistung im Schweizer Cup ab: Mit einem 4:1-Auswärtssieg gegen Luzern qualifizierten sich die Espen für den Halbfinal. -- Die Auslosung brachte ein Heimspiel gegen den Challenge-League-Klub Lausanne-Sport. Im Umfeld gab es über drei Monate Vorfreude. Doch mit dem Einzug in den Final wurde nichts - der FCSG verlor 1:2 und erlebte wieder einmal ein jähes Scheitern. -- Die Niederlage sollte im Klub - und beim Trainer - tiefe Spuren hinterlassen. -- Forte trennte sich zum Saisonende von einigen Spielern, unter anderen von Marc Zellweger, dem der Trainer nicht zumuten wollte, nur noch als zweite Wahl im Kader zu verbleiben. Der FCSG-Rekordspieler hätte offenbar allerdings nichts dagegen gehabt.
Die im Sommer 2010 getätigten Transfers schlugen nicht wie erhofft ein, der FCSG fand sich bald im Abstiegskampf. -- Dazu kam durch Spätfolgen des Stadionbaus und einer Ablehnung des Sanierungsplans im Gemeinderat eine Finanzkrise auf den FC St. Gallen zu, die existenzbedrohend war. -- Am Ende wurde durch pivate Engagements die Rettung geschafft, doch war längst klar, dass der Substanzverlust im sportlichen Bereich schwerwiegend war. -- Forte konnte mit fünf neuen Spielern in die Rückrunde starten, zum Auftakt kamen die Grasshoppers als direkter Konkurrent im Abstiegskampf. Es herrschte wieder viel Optimismus - doch schon nach wenigen Minuten gingen die Gäste in Führung, das erste Gegentor erzielte der wenige Wochen zuvor von Forte aussortierte Mario Frick. Zur Pause stand es 1:4. -- Die Espen verloren auch die nächsten drei Spiele, dem 0:1 zuhause gegen Thun folgte die Freistellung von Uli Forte. -- Später sprach Forte davon, dass er zu verbissen war in jenen kritischen Wochen.
Über ein Jahr blieb der Shooting Star unter den Schweizer Fussballtrainern ohne neues Engagement. -- Am 16. April 2012 wurde er von den Grasshoppers verpflichtet, nachdem Ciriaco Sforza das Amt zur Verfügung gestellt hatte. -- Die Grasshoppers befanden sich abermals im Tiefflug, vom neuen Führungsteam mit Präsident André Dosé wurde Forte bald als Wunschtrainer gehandelt. Forte wiederum nannte die Grasshoppers seinen Lieblingsklub. -- Der Einstieg war wenig erbaulich, nach zwei Unentschieden setzte es für GC unter Forte vier Niederlagen ab. -- Doch nach der Sommerpause lief es den Zürchern plötzlich rund, nicht zuletzt weil wieder einmal namhafte Transfers glückten. -- Trainer Forte war wieder der strahlende, Optimismus verbreitende Chef, wie er es zu Beginn in St. Gallen war. -- Lange war GC Leader, blieb auch nach einem kleinen Einbruch im Frühling 2013 in Kontakt mit dem späteren Meister FC Basel - und behauptete im Duell mit dem FCSG Platz 2 und die Chance auf die Champions-League-Qualifikation. -- Vor allem aber wurde Forte zum Trainer, der mit dem Cupsieg den ersten Titel seit 10 Jahren sicherte. -- Umso überraschender kam noch vor dem letzten Saisonspiel die Bekanntgabe seines abrupten Wechsels zum BSC Young Boys.
Mit den Bernern wurde Forte in der ersten Saison Zweiter und 2015 Dritter. Dazu schaffte YB 2014 die Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase. -- Wie in den Jahren zuvor scheiterten die Young Boys in jenem Herbst im Cup an einem Unterklassigen - dem SC Buochs aus der 2. Liga interregional. Als dann in der Meisterschaft auch noch ein Heimspiel gegen Vaduz verloren ging, wurde der Trainer öffentlich "angezählt". Das darauf folgende Auswärtsspiel in der Europa League ging gegen Napoli ebenfalls - und wie erwartet - verloren. -- Nun aber setzte YB zu einer positiven Serie an. 13 Spiele lang blieben die Young Boys in der Super League ungeschlagen - ausgerechnet in St. Gallen ging die Serie zu Ende. Fortes YB hatte Eindruck hinterlassen, wurde als ernsthafter Herausforderer von Serienmeister Basel gesehen. -- Der Saisonstart im Sommer 2015 war durchzogen: dreimal 1:1 in der Liga, deutlich an Monaco gescheitert in der Champions-League-Qualifikation. YB hatte keine Geduld mehr und stellte Forte am 6. August frei.
Seine Trainerkarriere startete Uli Forte 2002 beim FC Red Star. Die Stadtzürcher waren nach langer Zeit aus der 1. Liga abgestiegen und schafften mit Forte als Spielertrainer ein Jahr später die Rückkehr. -- Zumindest im Zürcher Regionalfussball wurde Forte bald als herausragende Persönlichkeit wahrgenommen. -- 2006 verpflichtete ihn schliesslich der FC Wil, der wiederholt einem Trainer den Einstieg in den Profifussball ermöglichte. -- In seiner ersten Saison wurde Forte mit Wil Achter der Challenge League und bezwang im Schweizer Cup im Viertelfinal die Young Boys, ehe der FC Basel im Halbfinal Endstation war. In der zweiten Saison wurde die Barrage nur um einen Punkt verpasst, Wil wurde Dritter.
Karriere als Spieler
Uli Forte begann als Junior beim FC Brüttisellen, am Ende spielte er beim ehemaligen NLB-Klub im Fanionteam in der 1. Liga. -- 1994 wechselte er erstmals zum FC Red Star, für den er bis 1999 in der 1. Liga verteidigte. -- Zwischen 1999 und 2002 war Forte beim SC Kriens, für den er 83 NLB-Spiele bestritt. -- Danach war er bis zu seinem Wechsel nach Wil Spielertrainer von Red Star.
Als Junior und bis 30. Juni 2014 im FCSG. -- 8 (6 NLA/1 Europaup/1 Cup) Spiele für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. August 2013 im Schweizer Cup beim 8:1-Sieg im Spiel der 1. Hauptrunde in Schönbühl.
Marco Franin spielte über drei Jahre regelmässig mit der U21 in der 1. Liga und schaffte im Sommer 2013 den Sprung ins Kader des Fanionteams. Die guten Leistungen in den Vorbereitungsspielen weckten Hoffnung in den Defensivspieler. -- Im Frühling 2014 kam Franin zu einigen Einsätzen in der Meisterschaft, dreimal stand er in der Startformation. -- Er drängte sich zuwenig auf und wechselte zum FC Chiasso in die Challenge League. -- Für die Tessiner bestritt Franin in zwei Jahren 18 Spiele in der Challenge League. -- Im Sommer 2016 kehrte er zurück nach St. Gallen und schloss sich dem SC Brühl (Promotion League) an.
2008 spielte Franin vorübergehend in der 2. Liga für den FC Winkeln.
7. Juli 2009 bis 30. Juni 2011 im FCSG. -- 72 (64 NLA/8 Cup) Spiele und 18 Tore (13 NLA/5 Cup) für die Espen. -- FCSG-Debüt am 18. Juli 2009 beim 1:1 auswärts gegen die Young Boys.
Die Verantwortlichen des FCSG hätten Fabian Frei bereits ein halbes Jahr zuvor vom FC Basel ausleihen wollen, nach dem Aufstieg klappte es schliesslich. -- Der Start in St. Gallen verlief für Fabian Frei noch harzig. Im phantastischen Startspiel gegen "seinen" FC Basel (2:0-Heimsieg in ausverkaufter AFG ARENA) durfte er aufgrund einer Bedingung im Leihvertrag nicht spielen. -- Dann spielte Moreno Costanzo in neuer Rolle so gut, dass Frei vorerst nur als Joker zum Zuge kam, schliesslich fiel er auch noch ein paar Wochen verletzt aus. -- Doch der Thurgauer fand seine Rolle, auch wenn er anfangs eher defensiv spielen musste. -- Später, und vor allem in der zweiten Saison nach dem Abgang von Costanzo, auch immer mehr Spielgestalter und hängende Spitze. -- Costanzo wuchs in St. Gallen von der Nachwuchshoffnung zum richtigen Profi, zu einer Persönlichkeit, die Verantwortung übernahm. -- Als im Abstiegskampf aus Teilen des Publikums Polemiken gegen ihn aufkamen, liess er sich davon kaum beeinflussen - und bot weiterhin kämpferisch einwandfreien Einsatz. -- Frei hätte sich beim Klassenerhalt einen Verbleib im FCSG vorstellen können. Die Espen stiegen aber ab, und der FC Basel signalisierte ihm auch, dass er auf ihn setzen würde.
Grandiose Fortsetzung in Basel
In Basel setzte sich im Herbst 2011 Fabian Freis Aufstieg fort. -- Höhepunkt waren die Einsätze in der Champions League. Gegen den rumänischen Vertreter Otelul Galati traf Fabian Frei im Hin- und Rückspiel, geradezu grandios war das 3:3 auswärts gegen Manchester United, als Fabian Frei der 1:2-Anschlusstreffer glückte und die Basler am Ende ein 3:3 feierten. Das schliesslich mit der Achtelfinal-Qualifikation im Rückspiel gegen den gleichen Gegner noch getopt wurde. -- Der Europacup bot für Fabian Frei wiederholt eine grosse Bühne, 56 internationale Einsätze für den FCB sollten es am Ende sein. Erneut entscheidend war sein Tor im Dezember 2014 auswärts gegen Liverpool, das seinem Team eine weitere Achtelfinal-Teilnahme in der Champions League sicherte. -- Bis zum Sommer 2015 feierte Fabian Frei mit Basel vier Meistertiel in Folge, insgesamt fünf durfte er in sein Palmarès eintragen. 172 NLA-Spiele und 16 Tore, 255 Pflichtspiele insgesamt wurden Frei in seiner FCB-Zeit angerechnet, als der Transfer zum FSV Mainz 05 vollzogen wurde.
Im September 2011 erfolgte auch das erste Aufgebot von Ottmar Hitzfeld für die Nationalmannschaft. -- Fabian Frei rückte nach, weil sich Pirmin Schwegler verletzt hatte. -- Am 7. Oktober Nati-Debüt bei der 0:2-Niederlage in der EM-Qualifikation gegen Wales (in Swansea). -- Bisher 4 Länderspiele. -- Zuvor 22 U21-Länderpsiele (5 Tore), die meisten als FCSG-Spieler und als Höhepunkt die erfolgreiche EM-Endrunden-Teilnahme in Dänemark, wo die Schweiz bis in den Final vorstossen konnte und sich die Olympia-Qualifikation sicherte. -- Fabian Frei kam in allen 5 Endrunde-Spielen zum Einsatz. Er traf im zweiten Gruppenspiel gegen Island (2:0-Sieg) bereits in der 1. Minute und bereitete den zweiten Treffer vor.
Die Anfänge
Der Thurgauer startete im Nachwuchs-Spitzenfussball beim FC Winterthur, zuvor war er Junior des FC Frauenfeld. -- Ab 2003 im Nachwuchs des FC Basel. Sein Vater, ex-FCSG-Trainer Markus Frei, war Nachwuchschef bei den Grasshoppers, und sah seinen Sohn lieber nicht im eigenen Klub. -- Mit den Rot-Blauen debütierte er am 22. Juli 2007 in der NLA und brachte es auf Anhieb zu 24 Einsätzen und seinem ersten Meistertitel.
2011/12 und 2013 bis Dezember 2015 im FCSG.
Torhüter Jim Freid hatte zur Rückrunden-Vorbereitung im Januar 2015 Ilija Kovacic als Nummer 3 verdrängt und nahm nun in der Goalie-Hierarchie den Platz hinter Daniel Lopar und Marcel Herzog ein, die den Platz zwischen den Pfosten in jener Saison planmässig abwechselten. -- Im Sommer 2014 startete Freid mit der U21 als Nummer 1 in die Promotion League. Am 26. April 2015 stand er erstmals im Aufgebot für ein Super-League-Spiel (gegen Vaduz, 1:2-Niederlage). Marcel Herzog hatte an jenem Sonntag eine Sperre abzusitzen.
Jim Freid kam im Sommer 2011 vom FC Wil nach St. Gallen. Für die Saison 2012/13 wurde er dem FC Sirnach ausgeliehen und spielte als 19-Jähriger für die Hinterthurgauer einige Matches in der 2. Liga interregional.
1. Juli 1994 bis 30. Juni 1996 und 1. Juli 2009 bis 7. Januar 2011 FCSG. -- 112 (101 NLA/11 Cup) Spiele und 18 (16 NLA/2 Cup) Tore für die Espen. -- FCSG-Debüt am 27. Juli 1994 in Luzern (0:3-Niederlage).
Sein erstes Engagement im Profifussball verdankte Mario Frick als 19-jähriger 36 Toren in einer Zweitliga-Saison mit dem FC Balzers. -- Verschaffte sich in der NLA bald Respekt und Vertragsangebote. -- Zur Rückkehr in die Ostschweiz war Frick längst Liechtensteins Rekord-Nationalspieler und -Torschütze (bis dato 117 Länderspiele/16 Tore). -- Erster NLA-Torschütze nach dem Wiederaufstieg 2009 gegen ... denselben FC Basel, gegen den er sein zuvor letztes Tor für die Espen erzielte (am 31. März 1996), und zu dem er danach wechselte. -- Der schwungvollen Rückkehr in die Ostschweiz folgten lange Phasen ohne Torerfolg. -- Als es der Mannschaft im Herbst 2010 nur selten gut lief, schien auch Mario Frick nicht aus dem Tief zu finden. -- Schliesslich wurde der Vertrag in der Winterpause vorzeitig aufgelöst, wenig später unterschrieb Frick bei den Grasshoppers.
Im ersten Spiel mit den "Hoppers" kam es zum Direktduell gegen den FCSG, Frick erzielte in der 8. Minute den Führungstreffer, GC gewann 4:1 und überliess den Espen wieder den letzten Tabellenplatz. -- Es blieb sein einziger Torerfolg in 8 Spielen für die Zürcher. -- Frick beendete seine Profi-Karriere und ging im Sommer 2011 zurück zu seinem Stammklub FC Balzers, der in die 1. Liga zurück gekehrt war. Im Herbst 2012 sprang Frick interimistisch als Trainer ein, hatte mit der neuen Funktion Erfolg - blieb dann definitiv Spielertrainer und schaffte den Klassenerhalt in der 1. Liga Classic letzlich souverän.
80 NLA-Spiele und 30 Tore in drei Jahren für den FC Basel. -- 1999 der Wechsel zum FC Zürich, der ihn nicht ganz glücklich machen sollte (41 NLA-Matches/7 Tore), trotz des Cupsiegs 2000.
Ende Oktober 2000 zu Arezzo in die italienische Serie C1, wo er mit 16 Toren in 23 Partien nachhaltig auf sich aufmerksam machte. -- 2001 erstmals in der Serie A mit Hellas Verona (7 Tore in 24 Spielen, abgestiegen). -- Ab 2002 vier Saisons in der Serie B mit Ternana (131 Spiele/44 Goals). -- Der Club aus Terni steuerte in wirtschaftlichen Sorgen dem Abstieg entgegen. -- Mario Frick aber schaffte die Rückkehr in die Serie A mit Siena, wo er es von 2006 bis 2009 auf weitere 87 Serie-A-Einsätze brachte (13 Tore) und dreimal mithalf, den Abstieg zu verhindern.
Seinen 50. NLA-Treffer erzielte Frick am 29. August 2009 in Luzern (zur 1:0-Führung).
14. April 2006 bis 8. Oktober 2007 Trainer des FCSG. -- Für 62 (55 NLA/5 Cup/2 Intertoto-Cup) Spiele an der Seitenlinie verantwortlich. -- Erstes Pflichtspiel als FCSG-Trainer am 15. April 2006 beim 2:0-Heimsieg gegen Yverdon.
Bevor Rolf Fringer als Nachfolger von Ralf Loose verpflichtet wurde, rutschte der FCSG langsam in den Abstiegskampf. -- Fringer leitete am Karfreitag das erste Training, schon am Samstag stand das Heimspiel gegen Yverdon an, dem danach drei Matches gegen Spitzenteams folgten. Entsprechend gross war der Druck, gegen die Waadtländer gewinnen zu müssen. Das Soll erfüllte die Mannschaft unter Fringer: 2:0 gegen Yverdon, dann drei (erwartete) Niederlagen gegen Basel, Zürich und die Young Boys, aber wieder ein 1:0 gegen Xamax, das drei Runden vor Schluss den Verbleib in der Super League so gut wie sicherte.
In die neue Saison startete der FCSG mit zwei Unentschieden in Schaffhausen und zuhause gegen die Grasshoppers. In der 3. Runde kam Basel aufs Espenmoos, der neue Stürmer Francisco Aguirre erzielte alle drei Tore zum 3:2-Sieg - es war zugleich der erste Heimsieg gegen einen "Grossen" seit über zwei Jahren. Als zwei Wochen später auch der Meister FC Zürich geschlagen wurde (3:1), schien endgültig klar: Unter Fringer ist mit dem FCSG wieder zu rechnen. Vor allem aber brachte er Freude zurück. Der Höhepunkt kam nach der OLMA, als der FC Sion im Spitzenspiel zuhause 5:1 geschlagen wurde. St. Gallen ging als Dritter, punktgleich hinter Sion, in die Winterpause. -- Ins Trainingslager ging es nach Argentinien, manch ein Fan erinnerte sich an die Zeiten mit Zamorano und Rubio, als der FCSG sich in deren Heimat Chile vorbereitete. -- Der FCSG startete mit drei Siegen in die zweite Saisonhälfte, später legte er eine sagenhafte (und wohl noch nie dagewesene) Serie von acht Unentschieden hin. Das zweite dieser Remis wurde nachträglich in eine Forfait-Niederlage umgewandelt, der am Vortag im Spiel der U21 vom Platz gestellte Philipp Muntwiler hätte nicht eingewechselt werden dürfen. -- Fringer hatte am Irrtum keine Schuld. -- Bei der Unentschieden-Serie waren noch einmal ein paar Highlights dabei, etwa die beiden Spiele gegen Basel (3:3 auswärts, 0:0 im Espenmoos) oder das 2:2 zuhause gegen den FC Zürich. -- Der FCSG blieb auf Europacup-Kurs, bis zum letzten Heimspiel - das 0:3 gegen Sion war eine erste herbe Enttäuschung.
Immerhin reichte es für den UI-Cup, der als Vorstufe des Europacups ausgetragen wurde. -- Der FCSG durfte in der 2. Runde gegen den Sieger der Paarung FK Baku - Dacia Chisinau starten. In der 3. Runde wartete der Hamburger SV. -- St. Gallen reiste schliesslich nach Moldawien zu Dacia Chisinau, gewann dank eines Kopfballtores von Juan-Pablo Garat 1:0. -- Im Rückspiel erlebten die St. Galler einen Albtraum. Sie scheiterten im Angriff kläglich und kassierten in der 56. Minute ein Gegentor. Am Ende kam es zum Penaltyschiessen, in dem Francisco Aguirre und Juan-Pablo Garat die Latte trafen und Marcos Gelabert verschoss. Die Schützen von Dacia hingegen verwandelten und reisten mit ihrem Team eine Woche später nach Hamburg. -- Rolf Fringer könnte das Spiel als Déja-vu erlebt haben, musste er doch einst als Nati-Trainer in Baku zusehen, wie sein Team den Start zur WM-Qualifikation verpatzte.
Die Vorzeichen standen schlecht, und dann kam auch noch Pech dazu. Im ersten Meisterschaftsspiel der Saison gegen die Grasshoppers verpasste Alex Tachie-Mensah zuerst mehrere grosse Torchancen, dann schied er nach einer harten Intervention von Boris Smiljanic verletzt aus - und kehrte nicht mehr zurück. -- Für den Ghanaer holte der FCSG in der Not zwei Stürmer, die nur knapp genügten. -- Nach fünf Niederlagen gewann der FCSG Ende August zwei Heimspiele. Ende September wurde nach einem 5:3 gegen die Grasshoppers der letzte Platz erstmals abgegeben - an die Zürcher. -- Der FCSG atmete nur kurz auf, es folgte ein 0:3 in Basel - und ein demütigendes Heimspiel gegen den FC Thun - 0:4. -- Zwei Tage später wurde Fringer entlassen.
Unter Rolf Fringer litt der FCSG ab Sommer 2007 unter aussergewöhnlich viel Verletzungspech. -- Doch im Rückblick entstand der Eindruck, dass ab dem Winter-Trainingslager in der Mannschaft die Homogenität verloren gegangen war und manche Spieler zu spüren bekamen, dass Fringer nicht mehr jedem dieselbe Wertschätzung zeigte. -- Vielleicht war es dieselbe Unbeschwertheit Fringers, die dem FCSG schwungvolle Monate bescherte, die dann mit dazu beitrug, dass Spiele wie gegen Dacia Chisinau verloren gingen.
Nach dem FCSG
Es dauerte über ein Jahr, bis Fringer eine nächste Chance erhielt. -- Ende Oktober 2008 übernahm er als dritter Trainer beim FC Luzern, der nach Ciriaco Sforza und Roberto Morinini abgeschlagen Tabellenletzter war. -- Auch bei Fringer hatte sich der Effekt des Trainerwechsels nicht unmittelbar gezeigt, Luzern war auch zur Winterpause noch Letzter. Doch verabschiedete er sich mit einem 5:1-Kantersieg über Leader Basel in die Ferien. -- Am Ende rettete sich Luzern immerhin in die Barrage, die gegen den FC Lugano nach grossem Zittern im Hinspiel (0:1-Niederlage) gewonnen wurde. Ein 5:0 im Rückspiel sorgte für einen glücklichen Abschied aus dem Stadion Allmend. -- Ab dem Sommer 2009 sah die Super League einen stark verbesserten FC Luzern. Hakan Yakin verhalf im Emmenbrücker Stadion-Provisorium zu Höhenflügen, der FCL wurde mit Fringer Vierter und schaffte die Qualifikation für die Europa-League. -- Fringer gelang es, die Euphorie in Luzern weiter zu steigern. Mit Daniel Gygax als namhaftesten Neuzugang wurde zum Saisonstart der FCSG 4:0 geschlagen. -- Der FCL wurde "Wintermeister". Im neuen Jahr übernahm der FC Basel bald die Tabellenspitze und zog davon, Luzern hatte nicht mehr ganz so viel Schwung. -- Schliesslich schwelte langsam ein Konflikt auf, Fringer suspendierte Hakan Yakin, der scheinbar schon länger gegen ihn intrigierte, Präsident Walter Stierli versagte dem Trainer die Rückendeckung. -- Der beim Luzerner Publikum beliebte Fringer wurde am 3. Mai 2011 freigestellt, es kam zu Fanprotesten, doch bald konnte Stierli seinen Wunschtrainer Murat Yakin verpflichten. -- In Luzern war Rolf Fringer näher dran als in St. Gallen, es fehlten nur ein paar Wochen - aber erneut blieb ihm verwehrt, mit der Mannschaft in ein neues Stadion zu ziehen.
Ein Jahr später engagierte der FC Zürich Rolf Fringer als Nachfolger von Urs Fischer. -- Der Plan war, dass der Trainer die Mannschaft erst in der Vorbereitung zur neuen Saison und damit "unverbraucht" übernimmt. -- Wochenlang konnte er sich im Frühling 2012 von der Tribüne ein Bild vom Zustand der Truppe machen. -- Als es soweit war, schien Fringer noch immer der lockere, nie um einen guten Spruch verlegene Chef zu sein. Frech und mutig sollte der FC Zürich spielen. -- Zwar startete er mit einem 1:1 in Luzern, doch richtig auf Touren kam der FCZ kaum. -- Fringer sah kleine Fortschritte in der Entwicklung des Zusammenhalts im Team, um bald wieder zu kritisieren, dass Junge gerne Kopfhörer tragen und deshalb nicht mehr miteinander reden. -- Nach einer 0:2-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Servette wurde Fringer entlassen, mit einer Bilanz von nur zwei Siegen in neun Heimspielen. Der Entlassung folgte ein lange dauernder arbeitsrechtlicher Streit mit dem FC Zürich, der vom Zürcher Obergericht Mitte Dezember 2014, gut zwei Jahre später, zu Gunsten des Trainers entschieden wurde. -- Nur eine Woche später und einen Tag vor Heiligabend wurde Fringer als Sportchef des FC Luzern verpflichtet. Wie 6 Jahre zuvor waren die Zentralschweizer bei Fringers Amtsantritt Tabellenletzter.
Beginn der Trainer-Laufbahn
Bevor Rolf Fringer Trainer des NLB-Klubs FC Schaffhausen wurde, hatte er in der Saison 1986/87 bereits eine Saison als Spielertrainer des FC Altdorf in der 1. Liga gewirkt. -- Am 8. August 1990 wurde er beim FCS nach schlechtem Saisonstart (drei Niederlagen in drei Spielen, 0:5 Tore), Nachfolger von Hubert Münch. Mit Fringer fand der FC Schaffhausen sofort zur Korrektur und qualifizierte sich für die Auf-/Abstiegsrunde. -- In der Saison 1991/92 gewann Schaffhausen seine NLB-Gruppe und kam im Frühling der NLA noch näher. Punktgleich hinter Bulle wurde Schaffhausen in der Auf-/Abstiegsrunde Dritter, drei Tore fehlten zum Coup. -- Fringer, der in Schaffhausen einen gewissen Joachim Löw trainierte, hatte sich längst einen guten Ruf als Trainer erarbeitet und wurde vom FC Aarau engagiert. Zum Zeitpunkt der Unterschrift hätte Aarau noch ab- und Fringer aufsteigen können.
Aarau blieb erstklassig, und Fringer brachte neue Stabilität ins Team, machte aus der "grauen Maus" eine kampf- und konterstarke Mannschaft. -- Im Herbst 1992 qualifizierte sich der FCA vorzeitig für die Finalrunde. -- Als Fünfter und mit drei Punkten Rückstand startete Aarau im Frühling 1993 als Aussenseiter in die Finalrunde - und wirbelte die Liga durcheinander. Was ein paar Jahre davor mit Ottmar Hitzfeld noch verpasst wurde, klappte nun mit Fringer: Aarau wurde zum dritten Mal Schweizer Meister. -- In der Qualifikation zur Champions League scheiterte Aarau am späteren Gewinner AC Milan nur knapp (0:1, 0:0). Die Finalrunde erreichte der Klub vom Brügglifeld mit Fringer auch in den nächsten zwei Jahren. Nach dem Meistertitel zwar nur knapp, dafür hatte Aarau erneut einen starken Frühling und qualifizierte sich 1994 für den UEFA-Cup.
1995 holte der ins Schlingern geratene VfB Stuttgart Fringer in die Bundesliga. -- Zuvor wurde er in der Schweiz noch zum Trainer des Jahres gewählt. -- Für einen guten Spruch blieb Fringer auch beim VfB gut, die Mannschaft fing sich unter ihm auf, verpasste aber am Ende einen Europacup-Platz. -- Unter Fringer bildete sich das "magische Dreieck" mit Krassimir Balakov und den Stürmern Fredi Bobic und Giovane Elber - es sollte später für Furore sorgen. Zudem holte Fringer seinen "Musterschüler" aus Schaffhauser Zeiten, Joachim Löw, aus Frauenfeld in die Bundesliga. Der spätere Bundestrainer wirkte als Fringers Assistent.
Im Mai 1996 wurde Fringer als VfB-Trainer bestätigt; Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder wollte ihn durch Christoph Daum ersetzen, setzte sich aber (erstmals in seiner langen Amtszeit) nicht gegen den übrigen Vorstand durch. -- Fringer startete mit Stuttgart in die neue Saison. Als Ende Juli bekannt wurde, dass Artur Jorge den SFV verlässt und in Portugal Nationaltrainer wird, galt Fringer als erster Nachfolge-Kandidat. -- Schon im Herbst 1995, als Jorge angestellt wurde, wünschten viele Fringer als neuen Schweizer Nati-Trainer. -- Schliesslich erteilte ihm der VfB Stuttgart die Freigabe, am 13. August 1996 unterschrieb Fringer beim SFV, Löw wurde (vorerst interimistisch) Stuttgarts Cheftrainer.
Der Einstand mit der Schweizer Nationalmannschaft misslang völlig. Die Schweiz unterlag in Baku gegen Aserbaidschan 0:1, was damals als grösste Blamage der jüngeren Geschichte galt. -- Im weiteren Verlauf der WM-Qualifikation erlebte die Schweiz ein Auf- und Ab: Dem 2:1-Auswärtssieg in Finnland folgte ein 0:1 in Bern gegen Norwegen. Im August 1997 hielt Stéphane Chapuisat mit dem späten Ausgleich in Ungarn die Schweizer Hoffnungen aufrecht - es folgte im nächsten Spiel ein 1:2 in Lausanne gegen Finnland - dann ein 0:5 auswärts gegen Norwegen. -- Dazu kamen Dissonanzen des Trainers mit seinem Captain Ciriaco Sforza. -- Fringers Zeit als Schweizer Nationaltrainer lief früh wieder ab. -- Nach dem Schlusspfiff beim letzten Spiels der WM-Qualifikation (5:0 gegen Aserbaidschan in Zürich) war klar, dass Fringer keine Zukunft im Verband haben würde. Fringer, der eine wochenlange Kampagne des Boulevards über sich ergehen lassen musste, verabschiedete sich würdevoll. Obwohl am Ende nur noch der Nationalmannschafts-Delegierte, der St. Galler Eugen Mätzler, hinter ihm stand.
Im Dezember löste Fringer seinen Vertrag mit dem SFV auf. Die Grasshoppers verpflichteten ihn als Nachfolger von Christian Gross, der zu Tottenham Hotspur wechselte. -- Fringer führte die "Hoppers" überlegen zum Meistertitel. Trotz einer Auftaktniederlage gegen Servette hatte GC am Ende 16 Punkte Vorsprung auf die Genfer - ohne Punkte-Halbierung wären es gar rekordverdächtige 19 Punkte Differenz gewesen. -- Zwar verpasste Fringer die Qualifikation zur Champions League, doch spielte die Mannschaft eine gute Meisterschaft und beendete die Qualifikation als Zweiter mit 6 Punkten Rückstand auf Servette - was bei Halbierung für den Finalrundenstart zu 3 Punkten Abstand führte. -- Trotzdem wurde Rolf Fringer Mitte Dezember 1998 entlassen. Der Technische Direktor Erich Vogel wollte Roger Hegi und warf Fringer sportliche Erfolglosigkeit vor.
Fringer musste bis Mai 2000 warten, um wieder als Trainer arbeiten zu können. -- Der FC Aarau engagierte ihn als Nachfolger von Jochen Dries. Erst in der letzten Runde wurde der Ligaerhalt geschafft. -- In der Saison 2000/01 musste Aarau in die Auf-/Abstiegsrunde und bestand recht souverän. Ein Jahr später verpasste Aarau den Verbleib in der NLA, Fringer erklärte am Tag nach dem Abstieg den Rücktritt. -- Weil aber drei Vereine keine NLA-Lizenz erhielten, musste Aarau doch nicht in die NLB. -- Fringer litt in seiner zweiten Aarauer Amtszeit auch unter einer Ehekrise, die ihn später bewog, ins Ausland zu gehen.
Von Mitte März bis Anfang Juni 2003 war Fringer Trainer von Al-Wahda in Abu Dhabi (Ver. Arab. Emirate). -- Gegenüber dem Internet-Portal der Nationalliga sagte er damals, dass er wieder in der Schweiz arbeiten möchte und die Erfahrung bei Al-Wahda als "fruchtbares Erlebnis" empfand. -- Vorerst wartete er vergeblich auf Angebote aus seiner Heimat. -- Ende Februar 2004 holte ihn Apollon Limassol. In Zypern blieb er nur bis Saisonende, hatte dann aber auch gute Kontakte nach Griechenland. -- Ende September 2004 wurde er vom PAOK Saloniki verpflichtet. Der griechische Spitzenklub war schlecht in die Saison gestartet, verbesserte sich vorerst unter Fringer. Er hatte sich den Bulgaren Petar Alexandrov, der in der Aarauer Meistersaison sein Topskorer war, als Assistenten geholt. -- Im Februar 2004 mussten beide gehen. -- Fortan war Fringer bis zum St. Galler Engagement bei verschiedenen Klubs als Kandidat gehandelt worden, aber zwei Jahre lang ohne Job geblieben.
Karriere als Spieler
Rolf Fringer spielte als Junior beim FC Adliswil, für den er am Ende in der 2. Liga spielte. -- 1978 holte ihn der NLA-Vertreter CS Chênois. -- Sein Debüt in der höchsten Spielklasse gab Fringer am 1. März 1980 beim 3:0-Heimsieg gegen den FCSG. -- Bis Sommer 1981 bestritt Fringer 29 NLA-Spiele für Chênois, dann wechselte der Verteidiger zum FC Luzern, für den er in zwei Jahren 36 NLA-Spiele bestritt. -- Ab 1983 beim SC Zug, mit dem er in der ersten Saison mit Trainer Ottmar Hitzfeld NLB-Meister wurde und in die NLA zurückkehrte. -- Der SC Zug stieg 1985 wieder ab, Fringer verliess den Klub offenbar. -- Nächste bekannte Station ist der FC Altdorf. Beim damaligen Erstligisten war Fringer in der Saison 1986/87 Spielertrainer. -- Ab 1987 als Spieler beim FC Schaffhausen. Mit dem NLB-Klub erreichte er nach Siegen über den FCSG (im Viertelfinal) und die Young Boys den Cupfinal. Schaffhausen verlor den Final gegen die Grasshoppers 0:2. Fringers Einsatz war im Vorfeld wegen einer Verletzung ungewiss. Er wurde in der 2. Halbzeit durch Roberto Di Matteo ersetzt. Und kehrte - als Spieler - nicht mehr zurück.
Seit Juniorenzeiten und bis August 2009 im FCSG. -- 1 NLB-Spiel für das Fanionteam des FCSG am 25. Mai 2009 beim 1:3 in Lugano.
Frrokaj kam am Ende seiner dritten Saison mit der U21 des FCSG zu seiner Premiere im Profifussball. -- Er bewies in der 1. Liga öfter seine Torgefährlichkeit (als Verteidiger 11 Tore in zwei Jahren). -- In der Saison 2014/15 spielte Norbert Frrokaj erneut für den FCSG. Er wurde in die U21 geholt, in der er den Nachwuchsspielern als Routinier in der Promotion League zur Seite stehen sollen. -- Frrokaj kam in der Hinrunde in 10 Spielen zum einsatz und erzielte 4 Tore. -- Im Sommer 2015 wechselte er zum FC Sirnach (2. Liga interregional).
Im August 2009 wurde Frrokaj der USV Eschen/Mauren (1. Liga) ausgeliehen. -- Ab Sommer 2010 im FC Gossau. -- Im Januar 2011 zum FC Rapperswil-Jona. -- Im Sommer 2011 zur gemeinsam mit dem FCSG in die NLB abgestiegenen AC Bellinzona. -- Nachdem er bei den Tessinern nur zu zwei Einsätzen (2 NLB+1 Cup) kam, wurde Frrokaj im Sommer 2012 dem SC Brühl (1. Liga Promotion) ausgeliehen. -- Ab Juli 2013 noch einmal eine Saison beim USV Eschen/Mauren (1. Liga Classic).
Erster Junioren-Klub war der FC St. Otmar.
1. Juli 1996 bis 31. Juli 1997 im FCSG. -- 20 (19 NLA/1 Cup) Spiele und 1 Cup-Tor für die Espen. -- FCSG-Debüt am 10. Juli 1996 beim 0:0 in Lugano.
Rico Fuchs kam vom FC Wil aufs Espenmoos. -- Der Innenverteidiger hatte sich auf Anhieb seinen Stammplatz erkämpft, musste aber im Lauf des Herbst öfter auf die Bank und fiel ab November wegen einer Zerrung im Sprunggelenk länger aus. -- Obwohl Fuchs ab Mitte April nochmals zu weiteren 7 Einsätzen kam, verliess er Ende Saison den FCSG wieder zurück Richtung Wil.
Mit dem FC Wil zwischen 1992 und 96 sowie 1997 und 2001 rund 245 Meisterschaftsspiele (und beachtliche 35 Tore). -- 1998 im Cup-Halbfinal, fuchs fehlte aber wegen einer Sperre. -- Junioren-Klub von Rico Fuchs ist der FC Bazenheid, dazwischen soll er einen Abstecher zum FC Kirchberg gemacht haben und im Nachwuchs des FCSG gewesen sein.