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Landwirtschaftliche Direktvermarktung erlangt in der Schweiz zunehmend Bedeutung. Zwischen 2010 und 2016 verzeichnete dieser Betriebszweig schweizweit eine Zunahme von 60 Prozent, gemessen am Einstieg in diese Vertriebsform. An einem Querschnittvergleich des Kantons Bern wurde untersucht, inwieweit sich die beiden Betriebsformen Bio und konventioneller Landbau in der Struktur der Direktvermarktung unterscheiden. Daten des Jahres 2018 zeigen, dass Biobetriebe anteilsmässig wesentlich häufiger in der Direktvermarktung aktiv sind als Betriebe, die nicht nach biologischen Richtlinien produzieren. In der landwirtschaftlichen Talzone betreiben 44 % der Biobetriebe Direktvermarkung, während die Nicht-Biobetriebe einen Anteil von 11 % erreichen. In der Bergzone III steigt der Anteil bei Biobetrieben auf 98 %, jener von Nicht-Biobetrieben liegt bei 7 %. In den übrigen Zonen ist die Direktvermarktung bei Biobetrieben um etwa das Vierfache häufiger vertreten als bei Betrieben ohne Biolandbau. In Bezug auf das Verhältnis der Direktvermarktung zum übrigen betrieblichen Umsatz kann kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen Biolandbau und den übrigen Betrieben festgestellt werden. Allerdings können grosse Unterschiede innerhalb der Gruppen identifiziert werden. Das Verhältnis Direktvermarktungsumsatz zu übrigem Umsatz reichte von tiefen einstelligen Prozentwerten bis über 130 %. Biobetriebe erwirtschafteten im Kanton Bern mit der Direktvermarktung einen Median-Umsatz von rund 15 000 Franken, während die anderen Betriebe rund 25 000 Franken erreichten.
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Direktvermarktung bei landwirtschaftlichen Biobetrieben im Kanton Bern weit verbreitet