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Die tiefer im Erdreich gefundenen Belastungen seien darauf zurückzuführen, dass in der Vergangenheit mit belastetem Material ehemalige Gruben aufgefüllt oder Terrainaufschüttungen vorgenommen wurden, wie der Kanton Wallis mitteilte. Bei manchen Parzellen in Turtig reichte die Quecksilberverschmutzung über drei Meter tief in den Boden. Das wirft auch Fragen bezüglich der Sanierung gemäss Altlasten-Verordnung auf. Als Boden gilt dort nur die oberste Erdschicht, in der Pflanzen wachsen können. Die darunterliegenden Schichten werden als Untergrund bezeichnet. Eine genaue Abgrenzung zwischen "Boden" und "Untergrund" müsse erst noch festgelegt werden, teilte der Kanton Wallis mit. Experten des Kantons nehmen nun geostatistische Auswertungen vor, um das Ausmass der Verschmutzung genauer einzugrenzen.
Zugleich wird im Gebiet der Fussballplätze in Raron und Visp mit Pilotsanierungen begonnen. Beide Plätze sind stark verschmutzt; allerdings beschränkt sich die Belastung auf die obersten 40 Zentimeter des Bodens.
Hausbesitzer fordern rasche Sanierung
Die Sanierungen werden vom Chemieunternehmen Lonza vorfinanziert, das zwischen 1930 bis 1976 bis zu 50 Tonnen des hochgiftigen Schwermetalls in einen lokalen Kanal abgeleitet hatte. Die Verschmutzungen kamen 2010 bei Bauarbeiten für die Autobahn A9 ans Tageslicht.
Die Interessengemeinschaft Quecksilber, in der sich die betroffenen Hausbesitzer organisiert haben, fordert, dass bei den stark verschmutzten Parzellen möglichst bald mit der Sanierung begonnen wird. Die Parzellen mit Quecksilberbelastungen, die unter dem Sanierungswert liegen, müssten hingegen aus dem Kataster der Altlasten gestrichen werden. Ein Katastereintrag verringere den Grundstückswert für die Eigentümer beträchtlich. (sda)