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Die russischen Luftstreitkräfte haben inmitten wachsender Spannungen mit dem Westen ein nach eigenen Angaben bisher beispielloses Grossmanöver mit mehr als 100 Kampfflugzeugen begonnen. Auch die NATO will Manöver verstärken.
Zum ersten Mal startet Russland ein Manöver, das sich über drei Verteidigungsbezirke des Riesenreichs erstreckt. An den Übungen des westlichen und zentralrussischen Verteidigungsbezirks seien Kampfjets und Helikopter verschiedener Klassen beteiligt. Dies teilte der Luftwaffensprecher Igor Klimow am Montag mit.
Geübt werde die Vernichtung von Luft- und Bodenzielen nicht zuletzt mit echten Raketenstarts auf dem Truppenübungsgelände in Aschuluk im Gebiet Astrachan am Kaspischen Meer, sagte Klimow. Auch das Zusammenspiel von Flugzeugen und Raketenabwehranlagen sowie das Betanken von Militärmaschinen in der Luft werde getestet. Die Übung sei eine Etappe für die in diesem Jahr geplante Zusammenlegung von Teilen der Luftstreitkräfte.
Derweil plant auch die Nato als Reaktion auf Russlands fortdauernde Unterstützung der Aufständischen in der Ukraine verstärkte Militärübungen. «Die russische Aggression war ein Alarmsignal und hat eine neue Sicherheitssituation in Europa geschaffen», sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen der französischen Zeitung «Midi Libre». Ziel des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei es, neue Einflusszonen an den Grenzen Russlands zu errichten. Die Nato werde daher eigene «Militärmanöver verstärken und neue Verteidigungspläne ausarbeiten». (whr/sda)