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20.1.2012 | Lebensmittel
Goldener Reis (rechts) im Vergleich zu konventionellem Reis.
Bild: International Rice Research Institute (IRRI), de.wikipedia.org
Der Goldene Reis („Golden Rice“) ist eine Gentech-Reissorte, die eine erhöhte Menge an Beta-Carotin (Provitamin A) in den Reiskörnern enthält. Das Beta-Carotin führt zur goldgelben Farbe der Reiskörner. Der genmanipulierte Reis soll für Menschen mit Vitamin-A-Mangel Vorteile bringen und damit im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung einen Beitrag leisten. Der seit über zehn Jahren umstrittene Reis wurde 2011 versuchsweise auf den Philippinen angebaut. Die Verbraucherorganisation foodwatch berichtet nun, dass der "Golden Rice" möglicherweise vor seiner Marktzulassung steht. foodwatch hat zusätzlich einen Report veröffentlicht, wo wichtige Fragen aufgeworfen werden, die vor einer Markteinführung noch geklärt werden sollten. Die Risiken seien unklar: So liegen der Öffentlichkeit bisher keine Fütterungsstudien vor, stattdessen wurde der Reis an chinesischen Kindern getestet. Nach wie vor sei ausserdem unklar, inwiefern die im Reis produzierten Carotinoide vom menschlichen Körper verwertet werden können. Es sei nach wie vor zweifelhaft, ob der verbreitete Vitamin-A-Mangel in Entwicklungsländern durch den Gentech-Reis überhaupt wirksam bekämpft werden kann. foodwatch fordert die Beteiligten des Projektes auf, umfassende und unabhängige Studien zur Risikoabschätzung vorzulegen und die fehlenden technischen Daten zu publizieren.