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Der Name
CASPAR (für CinémAthèque Suisse PapierARchiv) bezeichnet den Archivkatalog der Papierbestände der Cinémathèque suisse. Das Akronym ist eine seltene Form des Vornamens Kaspar (Gaspard, Casper, Gaspare, Jasper…). Etymologisch ist Caspar auf das lateinische gaspardus zurückzuführen, welches seinen Ursprung in Sanskrit gathaspa hat, „der, der schauen kommt“, oder aus dem hebräischen ghaz „Tresor“ und bar „verwalten, administrieren“. Der Name Caspar ist folglich bestens geeignet für eine Archivdatenbank, die wertvolle Archivdokumente verwaltet und vermittelt.
Online verfügbarer Inhalt
In der Datenbank Caspar sind die Papierbestände der Cinémathèque suisse erschlossen, die im Archivierungs- und Forschungszentrum Penthaz (Signaturen CSL und DD) und in der Dokumentationsstelle Zürich (Signaturen CSZ und DDZ) konserviert werden. Jedem Bestand ist eine Normdatei zugeordnet, die die physische oder moralische Person (Bestandsbildner) vorstellt, von der der Bestand übernommen wurde. Die Verzeichnung erfolgt auf Französisch oder Deutsch. Die Erschliessung der Bestände in Caspar ist noch nicht abgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Publikation im Sommer 2016 ist ein Drittel der Bestände in summarischer oder detaillierter Form erfasst. Die Verzeichnung wird laufend erweitert.
Mit Ausnahme von einigen Dokumentationsdossiers sind in Caspar nur die Papierbestände und keine weiteren Bestände der Cinémathèque suisse erfasst. Wenn es sich um einen gemischten Bestand (fonds mixte) handelt und in anderen Sektoren Dokumente desselben Bestandes vorliegen, sind diese in der Bestandsbeschreibung erwähnt.
In Caspar sind keine digitalen oder digitalisierten Dokumente verfügbar. Aus rechtlichen Gründen ist deren Konsultation nur vor Ort im Archivierungs- und Forschungszentrum Penthaz möglich.
Software und Normen
Caspar basiert auf der Webanwendung Atom (Akronym für Acces to Memory). Es handelt sich um eine Open Source Software, die durch die kanadische Firma Artefactual im Auftrag des International Council on Archives (ICA) entwickelt wurde. Diese Archivdatenbank wird von zahlreichen Institutionen auf der ganzen Welt verwendet. AtoM setzt die folgenden internationalen Normen um: ISAD(G) für die Verzeichnung des Archivguts, ISAAR(CPF) für die Normdateien und ISDIAH als Norm für die Verzeichnung von Institution mit Archivbeständen. Die Cinémathèque suisse verwendet die Version AtoM 2.2 seit 2015 und AtoM 2.5.3 seit Januar 2020. Seit Sommer 2016 sind die ersten archivischen Beschreibungen online verfügbar.
Für die Cinéphilen
Es gibt keine Beziehung zwischen Caspar und Casper, dem Gespenst, Film von Pierre Tchernia, Les gaspards (1974), oder weiteren Werken zu den Heiligen Drei Königen.