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Verbreitungsgebiet: Ursprünglich stammt die Amsel aus Nordafrika, Europa und Asien (bis Ostchina), sie wurde aber auch in Australien, Tasmanien und Neuseeland eingeführt
Lebensraum: Lebt als Zivilisationsfolger in Kulturlandschaften wie Parks, Gärten und Industriegebieten mit Baum- und Strauchgruppen, in offener Feldflur mit Sträuchern sowie in naturnahen, alten Laubwäldern. Amseln sind Teilzieher: vor allem viele Jungvögel ziehen im Oktober/November fort
Nahrung: Regenwürmer, Schnecken, Insekten, kleine Wirbeltiere, Beeren und Früchte
Größe: 24 - 25 cm
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Amsel Turdus merula
Die Amsel, auch Schwarzdrossel genannt, gehört zu den bei uns einheimischen Singvögeln.
Aussehen, Geschlechtsdimorphismus und Unterscheidungsmerkmale zu Star:
Die männliche Amsel ist ganz schwarz mit leuchtendem gelbem bis orangegelbem Schnabel und gelbem Lidring und ist daher mit dem Star kaum zu verwechseln.
Die Amsel ist im Gegensatz zum Star kein Schwarmvogel. Sie hat einen langen Schwanz, den sie oft stelzt und langsam wieder senkt. Die Amsel hüpft oft rasch beidbeinig oder geht einige Schritte, um dann einige Sekunden ganz stillzustehen, um nach Würmern Ausschau zu halten. Dann geht sie wieder einige Schritte usw. Der Star hingegen trippelt mit ruckartigen Bewegungen, statt beidbeinig zu hüpfen.
Ausserdem hat die Amsel keine hellen Flecken im Gefieder.
Die weibliche Amsel ist dunkelbraun mit etwas hellerer Kehle und diffuser Brustfleckung.
Die Amsel hat verhältnismässig lange Flügel und ist deshalb ein guter Flieger.
In Abhängigkeit von der Lage ihres Brutgebietes führt sie weite Wanderungen durch.
Stimme:
Die Amsel ist stimmfreudig und verfügt über ein vielfältiges Repertoire. Neben verschiedenen Rufen (Lockruf, Erregungsruf, Warnruf bei Entdecken einer Katze oder Eule, den metallisch hämmernden Serien heller pli pli pli pli vor dem Aufsuchen des Übernachtungsplatzes) ist vor allem der melodisch und weiche Gesang mit klaren und lauten Flötentöne in gemächlichem Tempo und mit oft grossen Tonsprüngen sowie mit angehängtem, gepresstem Zwitschern hörenswert. Männchen singen, besonders abends von einem erhöhten Platz z.B. Dächern, Antennen, aber auch im Wald auf Baumspitzen.
Brutbiologie:
Die Weibchen bauen die aufwändigen schalenförmigen Nester alleine. Diese befinden sich in Gebüsch, auf Bäumen in Wäldern, Parks oder Gärten, in Spalieren, auf Dachbalken und sogar auf Balkonen in Blumenkästen. Ein Gelege umfasst meist 4 - 6 Eier, das vom Weibchen während 13 – 14 Tagen bebrütet wird. Die Nestlingsdauer beträgt 13 – 16 Tage. Das Männchen füttert die flügge gewordenen Jungvögel, während sich das Weibchen um die nächste Brut kümmert.
Literatur / Quellen:
-Vögel – Zootierhaltung / Tiere in menschlicher Obhut, W. Grummt, H. Strehlow (Hrsg.) Verlag Harri Deutsch
-Der neue Kosmos Vogelführer, Kosmos-Verlag Stuttgart, 1999