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Seit Tesla seine stromlinienförmigen Luxusboliden baut, gelten Elektroautos nicht mehr als Verzichtmobile, sondern als begehrenswert. Auf Schweizer Strassen sieht man erstaunlich oft die teuren Tesla-Modelle S und X.
Doch schon vor vielen Jahren waren Elektromobile in unserem Land zeitweise recht beliebt. Zu verdanken war das unter anderem dem Zürcher E-Auto-Pionier Johann Albert Tribelhorn, der bereits 1902 ein erstes Elektrofahrzeug konstruierte. In den folgenden Jahren baute er in Feldbach am Zürichsee einen Betrieb auf, in dem mit immer grösserer Routine Elektroautos hergestellt wurden.
Elektrisch angetriebene Fahrzeuge galten damals als brauchbare Alternative zu Benzinern, wobei das nichts mit Ökologie zu tun hatte. Verbrennungsmotoren hielten manche Leute schlicht für gefährlich, weil sie mit einem explosiven Treibstoff liefen. Nicht nur Tribelhorns Manufaktur, sondern auch andere einheimische Firmen begannen darum Elektroautos zu bauen – so etwa die Schweizerische Industriegesellschaft (SIG).
Eine eigentliche Blütezeit erlebten Schweizer Elektroautos dann während des Zweiten Weltkriegs. Etliche einheimische Firmen setzten in der Zeit der Benzinrationierung aus Not auf E-Fahrzeuge. Auch die Migros benützte damals SIG-Elektroautos, aber auch viele Lastwagen mit Holzvergaser. Schliesslich mussten die Waren weiterhin zu den Kunden gelangen.
Heute engagiert sich die Migros auf vielfältige Art für Elektromobilität – so etwa mit der Firma M-way, dem einheimischen Marktführer im Elektro-Zweirad-Handel.