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Gedanken zum Advent: Die uralte Prophezeiung geht in Erfüllung
Wir besitzen einen unvollständigen, lateinischen Kommentar eines anonymen Verfassers zum Matthäus-Evangelium aus dem 5. Jahrhundert, dort lesen wir, dass „man auf einem fernen Bergheiligtum bei den Persern schon immer das Kommen des Erlösers mit dem Aufscheinen eines Sternes erwartet habe“. Auch der Kirchenvater Eusebius von Cäsarea (geb. um 260 n.Chr.) schreibt über die uralte Überlieferung im persischen Raum und verbindet diese mit der Weissagung des Propheten Bileam, der ja ebenfalls über den „aufgehenden Stern“ gesprochen hatte. In Ekbatana, dem Zentrum der Mager, existierte eine jüdische Gemeinde, die bei der medischen Bevölkerung in hoher Achtung stand. Man kann davon ausgehen, dass es unter den Gelehrten einen regen Informationsaustausch über die jüdischen Prophezeiungen gab und so war es naheliegend, dass die Meder beschlossen, einige ihrer Männer nach Jerusalem zu schicken, denn nur dort könnten sie erfahren, wo der „König“ geboren werden solle.