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Am 8. Februar 2024 unterzeichneten Westinghouse und die SMR-Entwicklungsgesellschaft CNP eine Vereinbarung, die es ermöglichen soll, den ersten privat-finanzierten SMR-Park mit AP300 von Westinghouse in Grossbritannien einzusetzen. Damit sei der erste Schritt auf dem Weg zu einem kommerziellen Betrieb in den frühen 2030er-Jahren gemacht. CNP hat auf LinkedIn verlauten lassen, dass «alle Voraussetzungen und Vereinbarungen, die für dieses bahnbrechende Vorhaben erforderlich sind – Land, Kapazitäten, Technologie, private Kapitalfinanzierung und die kommunale Notwendigkeit – vorhanden sind».
«Die Vereinbarung sieht den Bau von vier AP300-SMRs in der Region North Teesside im Nordosten Englands vor. Die Region erlebt eine bedeutende industrielle und wirtschaftliche Entwicklung, die zu einer steigenden Nachfrage nach kohlenstofffreier, zuverlässiger Elektrizität führt», schrieb Westinghouse. CNP arbeite mit strategischen Partnern, darunter Jacobs und Interpath Advisory, an der Erschliessung eines vollständig genehmigten Standorts für das privatfinanzierte Projekt. Diese Arbeiten wolle CNP bis 2027 abschliessen.
Das AP300-Projekt in North Teesside stehe im Einklang mit der am 11. Januar 2024 von der britischen Regierung angekündigten öffentlichen Befragung zu «Alternative routes to market for new nuclear projects» und «ergänzt und unterstützt die Teilnahme von Westinghouse am Auswahlverfahren für die SMR-Technologie von Great British Nuclear (GBN)», so Westinghouse. Der Druckwasser-SMR AP300 basiere auf der Technologie des bereits weltweit in Betrieb stehenden und bewährten AP1000 des Unternehmens, einem grossen Kernreaktor der Generation III+. Gemäss Westinghouse kann durch die Nutzung von Komponenten und der Lieferkette des AP1000 «eine straffe Lizenzierung und die optimale Nutzung der vorhandenen technischen Fachkompetenzen» ermöglicht werden. Alle Faktoren zusammengenommen, gebe dies «Zuversicht, dass die erste betriebsbereite Einheit in den frühen 2030er-Jahren zur Verfügung stehen wird».
Grüner Strom wichtig für wirtschaftliche Entwicklung der Region
Als Standort der SMRs hat CNP die Gemeinde Stockton North genannt: Die North Tees Limited besitzt dort am Nordufer des Flusses Tees, das «North Tees Estate» (Google Maps) – ein stillgelegtes und saniertes Industriegelände. «In Teesside gibt es eine ausgereifte, marktgesteuerte Nachfrage nach sauberer, zuverlässiger Energie», so CNP, die mit dem SMR-Projekt grünen Strom produzieren und damit die «Entwicklung eines grünen Energie- und Chemiedrehkreuzes» unterstützen will. Das Ziel sei «am Nordufer des Flusses Tees, in der Nähe von Stockton-on-Tees, ein Ökosystem zu errichten, das Energie in Flüssigkeiten (E-Treibstoffe und E-Chemikalien) umwandeln soll». Man wolle so ausländische Investoren anziehen und hochwertige Arbeitsplätze schaffen.
In der als Standort ausgewählten Region Teeside entwickelt sich derzeit rasch ein Netto-Null-Industriezentrum, das mehrere Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und Wasserstofferzeugung umfasst, darunter fünf Energieprojekte. Im Jahr 2021 schloss sich das Zentrum in Teeside mit einem benachbarten Industriezentrum in Humber zusammen, um den East Coast Cluster zu bilden. Dieser sei bereit, «50% der CO2-Emissionen der britischen Industriecluster zu beseitigen, Tausende von Arbeitsplätzen zu schützen und die Region als weltweit wettbewerbsfähiges klimafreundliches Zentrum für Industrie und Innovation zu etablieren.»
Quelle
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