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Die Farbmaus ist, im Gegensatz zur Vielzitzenmaus, eine von Menschenhand gezüchtete Mäuseart. Unsere heutigen Farbmäuse stammen von der gewöhnlichen Hausmaus ab. Die Hausmaus war ursprünglich in den Steppengebieten Zentralasiens beheimatet und verbreitete sich durch Ackerbau und Handelsschiffe in weitere Kontinente aus. Die Hausmaus bevorzugte die nähe des Menschen, da dort stets Nahrung zu finden war. Aber ebenso bewohnt die Hausmaus auch Steppen- und Wüstengebiete inwelchen sie unterirdische Höhlengänge gräbt und bewohnt.
Die Vielzitzenmaus nennt man gerne "die Hausmaus von Afrika". Es gibt 7-8 verschiedene Arten der Vielzitzenmaus. So sind unsere Heimtiere alles Hybriden.
Ihren Namen verdanken die Vielzitzenmäuse dem Umstand, dass sie mit 16 - 24 Zitzen deutlich mehr haben, als andere Säuger. Die Vielzitzenmaus ist sehr reproduktiv und gilt in ihrem Heimatland Afrika als Plage und Krankheitsverbreiter. Sie lebt dort in Menschennähe, um wie die Farbmaus auch, ein ständiges Nahrungsnagebot vorzufinden, und bewohnt Savannen, Halbwüsten und Trockenwälder.
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Mäuse fühlen sich in großen Gruppen ab vier Tieren ab wohlsten. Allerdings sollten die Tiere nicht zu häufig neu vergesellschaftet werden und gerade ältere Semester fühlen sich auch in einer ruhigen Zweierbeziehung wohl.
Farb- und Vielzitzenmäuse sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und sollten tagsüber möglichst nicht gestört werden. Werden die Tiere geweckt und womöglich noch zum "Spielen" aus dem Käfig gezerrt, bedeutet das enormen Stress für die Tiere. Dieser Stress kann sich lebensverkürzend auswirken!
Wer sich für Vielzitzenmäuse entscheidet, sollte bedenken, dass sie ein eigenwilliges, manchmal auch aggressives Wesen haben und eher zum Beißen neigen als Farbmäuse.
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Ein großer und mit natürlichen Einrichtungsgegenständen eingerichteter Mäusekäfig ist ein Blickfang in jeder Wohnung und ein schönes Zuhause für Farb- und Vielzitzenmäuse.
Das Mindestmaß für ein Farbmausgehege ist Länge 120 x 60 cm und 80 cm Höhe für eine Mäusegruppe mit bis zu 10 Tieren. Ausgestattet mit vielen Etagen entspricht dies dem natürlichem Bewegungsdrang von Mäusen.
Solche geeigneten Gehege sind im Handel leider fast nicht erhältlich. So wird empfohlen, ein artgerechtes und genug grosses Gehege für Farbmäuse oder Vielzitzenmäuse selbst zu bauen. Artgerechte Gehege lassen sich auch aus Schränken umbauen.
Aquarien aus Glas, wie sie für Hamster oder Rennmäusen gerne gebraucht werden, sind nur bedingt für Farb- oder Vielzitzenmäuse geeignet. Es kommt zu Ammoniakdämpfen am Aquarienboden, da der Mäuseurin viel Ammoniak bildet, sammelt er sich am Aquarienboden. Wird das Gehege nicht sehr oft gereinigt, kann das zu Lungenschäden führen.
Farbmäuse und auch Vielzitzenmäuse dürfen nicht außerhalb der Wohnung gehalten werden. Farbmäuse haben nicht mehr das robuste Immunsystem ihrer wilden Verwandten. Farbmäuse stammen von Labormäusen ab, welche über viele Generationen lang in gemäßigten und klimatisierten Räumen lebten und sich an diesen Lebensraum angepasst haben. Ihre Lungen sind im Vergleich zu denen anderer Tiere zu klein und zu empfindlich, eine mögliche Infektion kann dramatische Folgen haben. Aufgrund ihres schwachen Immunsystems vertragen sie ebenfalls keine Temperaturschwankungen und keine Zugluft.
Die wilden Verwandten unserer Farbmäuse leben häufig in Erdhöhlen, die sie auch selbst graben. Deshalb sollte man zumindst in einem Teil des Geheges und unter einem unten offenen Häuschen eine hohe Einstreuschicht anbieten.
Eine geeignet Einstreu, indem die Gänge auch halten, besteht aus möglichst grossen und staubarmen Holzspähnen. Von Liebhaber geprüfte und bevorzugte Einstreumarken sind z.Bsp. das Allspan oder Pfeifer, was in den meisten Landi-Filialen erhältlich ist.
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Der größte Käfig nutzt den Mäusen nichts, wenn er nicht ihren Bedürfnissen entsprechend eingerichtet ist. Zu jedem Mäusekäfig gehört auch das passende Mäusehaus, Etagen, Spielmöglichkeiten, weitere Unterschlüpfe und Klettergerüste.
Mit diverse Etagen die durch Korkröhren, Rebenhölzer oder Holzbrücken miteinander Verbunden sind können wunderschöne Mäusegehege gestaltetet werden. Buddelboxen mit Sand, Kokosfaserhumus etc. bieten den Mäusen Abwechslung.
Mäuse sollten ein Laufrad zur Verfügung gestellt werden, damit sie die Möglichkeit haben, einfach mal los zu rennen. Das Laufrad muss folgende Kriterien erfüllen:
Mehrere geräumige Häuschen sollte nicht fehlen. Mäuse müssen immer die Möglichkeit haben, sich in eine dunkle Höhle zurück zu ziehen. Dabei ist es wichtig, dass die ganze Gruppe in das Haus passt, denn die Tiere schlafen gern zusammen. Es muss aber auch möglich sein, dass die Mäuse sich aus dem Weg gehen und unterschiedliche Schlafplätze aufsuchen können.
Ein Haupthaus sollte die Mindestmaße von 15 x 15 x 10 cm für eine große Gruppe nicht unterschreiten, weitere Häuser dürfen und sollten auch etwas kleiner sein, denn Mäuse mögen es mitunter eng und kuschelig. Ideal sind Häuser mit abnehmbarem Deckel wie die Mehrkammerhäuser vom Samtpfötli Shop, damit beim Reinigen des Geheges oder falls mal Nachwuchs ansteht, das Nest kontrolliert werden kann, ohne das Nest zu zerstören. Bei allen Häusern und Einrichtungsgegenstände ist darauf zu achten, dass keine Öffnungen vorhanden sind, die kleiner als 4 cm sind.
Das komplette Saubermachen ihres Heimes empfinden Mäuse als extrem stressend. Durch das Reinigen gehen alle gelegten Duftspuren verloren, sie können sich schlechter orientieren. Es kann sogar zu Stress in der Gruppe führen, vor allem bei instabilen, neuen Gruppen, denn die Reviermarkierungen sind ebenfalls nicht mehr vorhanden und so kann es passieren, dass neue Reviere ausgefochten werden müssen.
Mäuse benötigen unbedingt Trinkwasser, gerade bei warmem Wetter oder wenn sie weniger Frischfutter zu sich nehmen benötigen sie sehr viel Wasser. Vor allem im Winter bei trockener Heizungsluft steigt der Wasserbedarf ebenfalls an.
Über ein paar Hirse- oder Flachsstengel in der Streu freuen sich die Mäuse immer, wenn zwischendurch der Hunger anklopft. Das Hauptfutter sollte im Gehege verstreut werden, damit die Farb- oder Vielzitzenmäuse einen grossen Teil ihrer Wachphase mit der Futtersuche beschäftigt sind, so wie sie es in der Natur auch sind.
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Damit die Mäuse lange gesund bleiben, ist eine optimale Ernährung wichtig. Wilde Farbmäuse fressen fast alles, sind deshalb aber trotzdem keine Müllschlucker. Unsere Farb- und Vielzitzenmäuse in der Heimtierhaltung benötigen eine abwechslungsreiche Kost, bestehend aus einer artgerechten Futtermischung mit Getreide, Sämereien und etwas tierischem Eiweiss. Zusätzlich können Äste und frische oder getrocknete Kräuter angeboten werden.
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Nicht zur einer tiergerechten Ernährung von Mäusen gehören viele Leckerlis, die Sie im Fachhandel angeboten bekommen. Joghurtdrops, Nagergebäck, Rollies, Knabberstangen und ähnliche Knabbereien enthalten zu viel Zucker und sind nicht empfehlenswert.
Im Samtpfötli Shop sind einige geeignete Leckerlies erhältlich, die ab und zu von Hand oder als Beschäftigungsfutter verfüttert werden dürfen.
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Frischfutter in Form von Gemüse, frischen Küchen- und Wiesenkräuter oder selbst gezüchtetes wie z.Bsp. Katzengras oder einer Saatenmischung aus dem Samtpfötli Shop und etwas Obst sind ein tolle Futterergänzung mit vielen wichtigen Vitaminen und Spurenelementen.
Frischfutter kann täglich oder mehrmals die Woche angeboten werden. Zuviel Frischfutter auf einmal kann Durchfalls auslösen, falls das bemerkt wird, sollte einfach etwas weniger davon gegeben werden.
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Die Nagerhilfe / Nager Info ist eine kleine Organisation mit Hauptsitz in Osnabrück. Die Nagerinfo ist seit dem Jahr 2000 beständig und hat einen sehr grossen Teil zur heuten, artgerechten Haltung und Ernährung von Kleinnager in Deutschland und der Schweiz beigetragen.
Nager Info
Die Bilder wurden von lieben Kunden mit Einverständnis zur Verfügung gestellt.