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Bei hoher Konzentration von Saharastaub kann man ihn von blossem Auge deutlich erkennen, insbesondere in hohen Lagen: Der Himmel wirkt milchiger als sonst, da die winzigen Teilchen das Licht tendenziell streuen. Bei Sonnenauf- und –untergängen entsteht dabei eine ganz spezielle Stimmung.
Weiter hat der Sandstaub auch eine Auswirkung auf die Wolkenbildung. Der Saharastaub bewirkt, dass sich in den höheren Schichten der Troposphäre mehr Kondensationskerne befinden, an denen sich Tropfen bilden können. So entstehen in der Höhe ziemlich dichte Schleierwolken, sogenannte Cirren-Wolken.
Saharastaub hat auch Einfluss auf die Natur
Für Allergiker ist das Aufkommen von Saharastaub selten eine gute Nachricht: Diese Staubpartikel sind eine natürliche Quelle von Feinstaub, der ab einer bestimmten Konzentration gesundheitliche Folgen haben kann.
Auch für Pflanzen kann der Staub zu Problemen führen: Saharasandpartikel verhindern nämlich die lebensnotwendige Fotosynthese, wenn er die Pflanzenblätter bedeckt. Anderseits enthält der Saharastaub aber wichtige Mineralstoffe, die den Pflanzen als Nährstoffe dienen können.
Jährlich 500 Millionen Tonnen Sandpartikel transportiert
Insgesamt wehen jedes Jahr rund 500 Millionen Tonnen Sand aus der Sahara in verschiedene Erdteile. Von der Sahara nach Westen über den Atlantik werden viel grössere Mengen an Sand transportiert, als in Richtung Europa.
Die Passatwinde bringen die Partikel bis in den Amazonas und die Regenwälder der Karibik, wo sie entscheidend zum Pflanzenwachstum beitragen: Schätzungen zu Folge lagert sich rund 40 Millionen Tonnen Sandstaub im Amazonas-Gebiet ab, der als natürlicher Dünger für die lokale Biosphäre dient.
Der Saharastaub wirkt sich auch auf die Sturm- und Hurrikanbildung auf dem Atlantik aus. Die trockene und staubige Luft unterdrückt jegliche Sturmbildung, auch wenn alle anderen Faktoren günstig für die Sturmbildung stehen.