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Curling Club Arosa
Gründung des Curling Clubs Arosa, 18. Januar 1900
Nach den Erfahrungen vor dem Jahr 1900 hatten einige Curlergäste in Arosa begriffen, dass das Openair Curling organisiert werden muss. Zudem die Förderung dieser Sportart und die Mitspielerwerbung im Vordergrund stand, war es unumgänglich, einen Club zu gründen, der die Interessen des Curlings in Arosa vertrat. Die Kenntnis, dass andere Curlingclubs in anderen Winterkurorten entstanden, beflügelte die Initiative zur Gründung des Curling Clubs Arosa. Die Engländer und Schotten bildeten ein sogenanntes Komitee, das aber aus lauter Aroser Gästen bestand.
Aus den Akten ist ersichtlich, dass kein einheimischer Aroser im Club eingeschrieben war. Ziel der Gründung. Gäste und Einheimische zu vereinen und vorhandene Spielregeln zu übernehmen, Turniere und Spielmöglichkeiten zu organisieren, das Spielniveau zu heben und die Lernmöglichkeit für Anfänger. Im Vordergrund stand den echten Curler Geist zu pflegen mit einem gesellschaftlichen Aspekt. Im ersten Komitee sind die Namen wie Mr. Bell, Mr. Einsell, Mr. Robinson, Mr. Rev C.A. Mackenouoehie, Rev. T.C. Pedley und Mr. Pepercoru aufgeführt. Diese Gründer hatten den weisen Beschluss zur Grundsteinlegung des CC Arosa, der im Jahre 2000 bereits sein huntertjähriges Bestehen feiern konnte.
Modernes Curling
Heute hat sich Curling zu einer Wettkampfsportart entwickelt die vor allem in Kanada mit über 1 Million Aktiven und hochdotierten Turnieren ein reges Medieninteresse geweckt hat. In der Schweiz zählt Curling mit etwa 8000 Aktiven zu den kleinen Verbänden bei Swiss Olympic. Dies soll sich jedoch in Zukunft ändern. Zumal in den letzten Jahren Schweizer Teams erfolgreich bei Welt -und Europameisterschaften teilnehmen konnten.
Curling ist seit den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano offizielle Medaillensportart und erzielte bei den Fernsehübertragungen 2010 aus Vancouver glänzende Einschaltquoten.
Die Steinabgabe
Die grosse Schwierigkeit, gleichsam aber auch die grosse Herausforderung für den einzelnen Spieler liegt darin, den Stein in dem gut 40 m entfernt liegenden Ziel zentimeter- bzw. millimetergenau zu platzieren. Hierfür ist eine ausgefeilte Technik nötig, die man Sliding Delivery nennt. Der gesamte Bewegungsablauf wird deshalb schon während der Konzentrationsphase gedanklich vorweggenommen und ist auf das anvisierte Ziel am anderen Ende der Bahn ausgerichtet.
Der Spieler stösst sich dann zunächst zielgerichtet mit einem Fuss vom Hack ab, wobei der Krafteinsatz hierbei je nach Aufgabenstellung variiert. Soll z.B. ein gegnerischer Stein aus dem Haus gespielt werden (Take Out) muss der Spielstein schnell gespielt werden. Der Abstoss ist daher anders als bei einem Draw (Legestein) sehr kraftvoll.
Danach folgt eine Gleitphase (Sliding) vergleichbar mit einem langen Ausfallschritt. Dieses Gleiten (Sliden) wird erst durch spezielles Schuhmaterial ermöglicht, so dass der Spieler nahezu die gleiche Geschwindigkeit wie der Spielstein erreicht, ehe er diesen an der sogenannten Hogline loslassen muss (Release).
Bei der Release dreht der Spieler den Stein entweder mit oder gegen den Uhrzeigersinn (Handle geben), je nachdem, welche Kurve der Stein zum anvisierten Ziel hin beschreiben soll. Die Sliding Delivery erfordert demnach ein hohes Mass an Dynamik, Beweglichkeit, Balance und Fingerspitzengefühl.