Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03429.jsonl.gz/1637

Die Ergebnisse der Nachbefragung unter 1500 Stimmberechtigten, bekannt als die Vox-Analyse, bringen einige zusätzliche Erkenntnisse über den erfreulichen Ausgang der Gripen-Abstimmung. Bei einer Stimmbeteiligung von 55.5 Prozent stimmten total 1'542'165 stimmberechtigte Personen gegen die Beschaffung des Kampfjets Gripen. Gemäss Befragung stimmte mehr als die Hälfte der Personen, die sich selber der politischen Mitte zuordneten, gegen den Gripen. Mit 24 Prozent stimmte beinahe ein Viertel derjenigen, die sich für eine starke Armee aus- sprechen, gegen den Kampfjet. Die Stahlhelm- Fraktion vermochte also nicht einmal ihre ganze übliche Klientel von der sinnlosen militärischen Aufrüstung zu überzeugen. Markante Unterschiede Insbesondere fällt wieder einmal auf, dass Frauen signifikant armeekritischer eingestellt sind als Männer: 58 Prozent der Frauen lehnten Gripen ab, während nur 47 Prozent der Männer dagegen waren. Auch eine allfällige Integration in die militärischen Strukturen der Armee machte sich bemerkbar: Aktuelle oder ehemalige Angehörige der Armee stimmten nur mit 42 Prozent gegen den Gripen, während sich 64 Prozent derjenigen, die nie in der Armee waren, gegen die milliardenteure Beschaffung aussprachen. Entgegen aller Bemühungen und Angstmacherei von Ueli Maurer und der Kampfjet-Lobby: Kaum jemand nahm die Abstimmung als Grundsatzfrage zur Armee wahr. Demgegenüber bildeten finanzpolitische Grün- de die Hauptbasis der Ablehnung. Interessant ist auch der Vergleich der Abstimmungsresultate zur F/A-18-Abstimmung. Bis auf den Sonderfall Tessin, hat sich das Ergebnis über- all markant verbessert. In einzelnen Kantonen - vor allem in der Romandie - veränderte sich das Resultat um über 20 Prozent gegen einen neuen Kampfjet als noch gegen die F/A-18 (vgl. Karte).