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Zürich 20 April 1870.
Hochverehrter Herr!
In größter Eile erlaube ich mir Ihnen ein Paar vorläufige Mittheilungen zu machen, zu welchen mir Ihre offizielle Zuschrift vom 9 dss. Mon. & Ihr Privatschreiben von demselben Tage Veranlassung geben, wobei ich mir vorbehalte, Ihnen später eine förmliche Erwiederung auf die offizielle Zuschrift zukommen zu lassen.
Die von den verehrl. Bankhäusern & Bankinstituten gewünschte Anfertigung eines Statutenentwurfes ist im Gange. Um den Entwurf auf eine Grundlage zu stellen, welche hinlängliche Gewähr für die Durchführbarkeit desselben darzubie| ten geeignet ist, habe ich zu Wege gebracht, daß das Statut von unserm Consortiumsausschuß & von der für die Gotthardangelegenheit niedergesetzten Spezialcommission des Bundesrathes gemeinschaftlich ausgearbeitet wird. In Folge dieser Veranstaltung kann darauf gezählt werden, daß der Entwurf seiner Zeit von Seiten der Staatsgewalt der Schweiz keine Beanstandung zu erfahren haben wird. Ich hoffe, daß der Entwurf in der mit dem 1 Mai beginnenden Woche wird zu Ende gebracht werden können und ich gedenke, denselben dannzumal meiner vorhin erwähnten förmlichen Erwiederung Ihrer offiziellen Zuschrift vom [9?] dss Mon. beizulegen.
Die von den Bankhäusern gewünschten zwei Exemplare eines Situationsplanes, | sowie eines Längen-& Höhenprofiles des Gotthardbahnnetzes, wie es gemäß den Beschlüssen der internationalen Conferenz in Aussicht genommen ist diese in Ausführung begriffen & würden Ihnen mit Ende dieser Woche zugesandt werden können. Die Ihnen angekündigte Brochüre zur Erläuterung des neusten Projectes einer Splügenbahn ist unter der Presse. Ich hoffe Ihnen dieselbe in den gewünschten 300 Exemplaren im Laufe der ersten Hälfte der nächsten Woche zukommen lassen zu können. In Beilage übermittle ich Ihnen endlich gemäß Ihrer Anregung eine kleine Rimesse zur Deckung Ihrer Baarauslagen.
In der Schweiz steht die Gotthardsache günstig, wie wäre [...?], bei Ihnen auch. [...?] [...?] verwundbare [...?] ist Ita| lien & in diesem Lande der Poesie &st es das prosaische Rothschild'sche Geld, von welchem wir allein, aber in sehr gefährlicher Weise, bedroht sind!
Von ganzem Herzen Ihr
Dr A Escher