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Geschichte
Der älteste Zirkus der Schweiz
Beim Circus Nock handelt es sich um das zweitgrösste Zirkus-Unternehmen und um den ältesten Zeltzirkus der Schweiz. Ihre Anfänge fand die Dynastie Nock bereits im 17. Jahrhundert. Seit ca. 1860 reist die Familie Nock mit Arena und Zirkus durch die Schweiz und ist somit der älteste Zirkus des Landes. Alte Inserate berichten von Gastspielen in Richterswil (1890) und Davos (1892). Schon damals war Nock ein etabliertes Unternehmen mit Elefanten, eigenem Orchester und Generator. Und bereits anno dazumal beschäftigte man ausländische Artisten.
Während des ersten Weltkrieges reiste die dritte Nock-Generation getrennt. 1940 trafen sich drei Söhne von Pius Nock und Klara, geb. von Puttkammer und beschlossen, wieder gemeinsam zu reisen. Franz, Karl und Gustav Nock schafften ein 4-Mast-Zelt an, das jedoch ein Jahr später vom Sturm zerfetzt wurde. Zum Glück hatte man noch ein Zeltteil als Reserve. So konnte nach einigen Tagen unter freiem Himmel wieder in einem Chapiteau gespielt werden.
1942 wurde der Traum von Kommender Grösse erneut vom Sturm zerstört und die nächsten zwölf Jahre musste sich der Circus Nock ohne Zelt aushelfen. Die Krisenzeiten verunmöglichten den Kauf eines neuen Chapiteaus.
Dies war erst 1954 wieder möglich. Seither wurde das Nock-Zelt mehrmals zerstört, zuletzt 1992 nach der letzten Vorstellung in Luzern. Trotzdem konnte das Unternehmen stets mit eigenen Mitteln und ohne fremde Hilfe weitergeführt werden.
Die Circus Nock AG ist ein Familienunternehmen und bezieht keine Subventionen. Seit 1985 wird das Zirkusunternehmen in Form einer Familien-Aktiengesellschaft mit Sitz in Oeschgen AG geführt. Heute wird der Zirkus von den Schwestern Franziska und Alexandra Nock (7. Generation) geleitet.
Als einziges Zirkus-Unternehmen bereist Nock regelmässig den Kanton Graubünden und überwindet dabei mit dem Flüela, Julier- und Lukmanierpass drei Alpenpässe. Im Engadin wird der Circus Nock liebevoll als «Engadiner Nationalzirkus» bezeichnet. Der Circus Nock transportiert das gesamte Material fast ausschliesslich auf der Strasse und legt pro Saison etwa 2000 km zurück.