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Nora Brägger, 1996 in St.Gallen geboren, zog nach Biel für den gestalterischen Vorkurs und studiert seit 2017 am Schweizerischen Literaturinstitut. Als Maturaarbeit schrieb sie den Jugendroman Das Rascheln des Präriegrases, der 2017 im Orte Verlag veröffentlicht wurde. Sie ist in Bewegung, schreibt zwischen Biel, Bern und St.Gallen. Sie sucht, sie gestaltet, sie möchte etwas erzählen.
Muttermal erzählt von drei Generationen: Grossmutter, Mutter, Kind. Alva, die Protagonistin, versucht, sich mit ihrem Erbe auseinanderzusetzen. Dabei werden die Rollen in der Familie neu vermessen. Alva ist als Meteorologin eine genau Beobachterin, aber hilft ihr das, um der Sprachlosigkeit ihrer Herkunftsfamilie etwas entgegenzusetzen? Schafft sie es, sich von ihrer Mutter und Grossmutter zu lösen?
Mich interessiert, wie die Figuren im Alltag zurechtkommen, ihr Aufeinandertreffen und ihr Scheitern. Es ist die Geschichte einer Aufopferung, einer Ablösung, und der Suche nach dem möglichen Leben. Es ist der Versuch, in den Geschichten der anderen seine persönliche Geschichte zu finden.