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MIT-Forscher bringen Laufroboter Cheetah zum Hüpfen
Die Steuerung des vierbeinigen Laufroboters Cheetah vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) konnte ein Forschungsteam des Instituts so modifizieren, dass er auch in unwirtlichstem Gelände sicher seine Wege gehen kann, indem er mit einem Sprung Gräben quert.
Quelle: Screenshot, Video MIT
Cheetah ist ein von Boston Dynamics entwickelter Laufroboter mit einem dem Geparden nachempfundenen Bewegungsapparat; Er kann bis zu 46 Stundenkilometer schnell unterwegs sein.
Bislang seien Lösungen in Sachen Echtzeit-Sehen und Übertragung auf die Beine nicht zuverlässig genug gewesen, erklärt Gabriel Margolis vom MIT.
Mit dem neuen Steuerungssystem kann Cheetah nun aus den Bildern, die er mit der an seiner Vorderseite montierten Videokamera aufnimmt, in Echtzeit die nötigen Informationen ziehen, die er braucht, um zu wissen, wie er sich bewegen soll. Im Gegensatz zu anderen Steuerungstechnologien für vierbeinige Roboter muss für Cheetahs System das Gelände, in dem er unterwegs ist, im Vorfeld nicht kartiert werden. Damit kann sich der Laufroboter überall fortbewegen, sei es bei einer Notfall-Mission im Wald oder auf einer Treppe.
Neuronales Netzwerk für Cheetah
Der Controller, der Cheetahs Bewegungen steuert, ist im Prinzip ein neuronales Netzwerk, das aus Erfahrung lernen kann. Es gibt eine Zielbahn aus, die die Steuerung verwendet, um Drehmomente für jedes einzelne der zwölf Gelenke des Roboters zu ermitteln.
Das Wissenschaftsteam des MIT hat die Steuerung mittels „Try an Error“ trainiert: Cheetah wurde auf unterschiedlichsten Terrains losgeschickt, und das System danach „belohnt“ wenn er einen Parcours erfolgreich absolviert hatte. Damit konnte sein Algorithmus im Laufe der Zeit lernen, für welche Verhaltensweisen es die grösste Belohnung gibt. (mai/mgt)
Video des MIT.