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Noch immer wird nach dem Flugzeugabsturz in einen Fluss in Taiwans Hauptstadt Taipeh nach den Vermissten gesucht. Nun haben Retter weitere Leichen aus dem Wasser geborgen. Suchtrupps stiessen am Freitag auf vier weitere Todesopfer.
Dies berichteten taiwanesische Medien. Damit stieg die Zahl der Toten nach dem Unglück auf 35. Acht Menschen gelten weiter als vermisst.
Die Maschine der TransAsia war am Mittwoch kurz nach dem Start in eine Brücke gekracht und anschliessend in einen Fluss gestürzt. Insgesamt befanden sich 58 Menschen an Bord der Maschine. 14 Passagiere und eine Stewardess konnten gerettet werden.
Der getötete Pilot Liao Chien Tsung war am Donnerstag im Internet und in Medienberichten zum Helden erklärt worden. Am Freitag lobte auch Taipehs Bürgermeister Mayor Ko Wen-je das heroische Verhalten des Piloten. «Wir müssen ihm wirklich danken», sagte Ko.
Dem Piloten sei es gelungen, das zweimotorige Turboprop-Verkehrsflugzeug ATR-72 an den Wohnhäusern in dem Stadtviertel vorbei in den Fluss zu steuern. Hätte die Maschine ein Haus getroffen, wären noch viel mehr Menschen ums Leben gekommen.
Der Überlebende Huang Jin-sun erzählte im Spital, er habe kurz vor dem Absturz ein mulmiges Gefühl gehabt. «Das Triebwerk fühlte sich merkwürdig an», sagte der 72-Jährige dem Fernsehsender ETTV.
Er habe ein seltsames Geräusch gehört. Taiwans Luftfahrtbehörde veröffentlichte den letzten Funkspruch aus dem Cockpit. «Mayday! Mayday! Triebwerk-Ausfall!», sagte der Pilot. Danach riss die Verbindung zu dem Flugzeug ab.
Die taiwanesische Fluggesellschaft TransAsia hatte nach dem Absturz mehrfach betont, es habe keine Hinweise auf technische Probleme mit dem Flugzeug gegeben.
Bei regulären Sicherheitsuntersuchungen noch in den Wochen zuvor seien keine Unregelmässigkeiten festgestellt worden, und das Flugzeug sei nicht einmal ein Jahr alt gewesen. Trotzdem erteilte Taiwans Luftfahrtbehörde vorsorglich ein Flugverbot für alle Maschinen des Typs ATR-72.
Für TranAsia war es schon das zweite Unglück innerhalb von sieben Monaten. Die Auswertung der Daten aus der Blackbox soll nun den Hintergrund des Absturzes klären.
(sda/dpa)