Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/265794

<h2>SubmittedText<h2><p>Das EU-Parlament will die neuen Züchtungsmethoden (Genom Editierung) zulassen. Ein solcher Grundsatzentscheid steht auch in der Schweiz an. Aus wissenschaftlicher Sicht stellt die herkömmliche Züchtung mit ungezielter Mutagenese einen Eingriff in das Genom der Pflanzen dar. Um Mutationen hervorzurufen, wird das Erbgut der Pflanzen mit Chemikalien behandelt oder radioaktiv bestrahlt. Das gilt auch für viele Sorten in der biologischen Landwirtschaft, welche wir heute tagtäglich konsumieren. Im Gegensatz dazu ermöglichen neue Züchtungstechnologien durch Genom Editierung eine gezielte Mutagenese.</p><p>&nbsp;</p><p><span style="color:black;">Der Bundesrat wird gebeten, in diesem Kontext zu den neuen Züchtungstechnologien folgende Fragen zu beantworten:</span></p><p>- Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass neue Züchtungstechnologien im Bereich des Pflanzenbaus einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der regionalen und nachhaltigen Produktion leisten können?</p><p>- Teilt der Bundesrat die grundlegende Auffassung, dass auf Basis der wissenschaftlichen Tatsachen die ungezielte und gezielte Mutagenese bezüglich Anbaupraxis gleich zu behandeln sind?</p><p>- Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass es falsch wäre, der Schweizer Landwirtschaft den unkomplizierten Zugang zu Pflanzen, welche mit neuen Züchtungstechnologien (Genom Editierung ohne artfremde DNA) gezüchtet wurde durch bürokratische Koexistenzregeln, zu verwehren?</p><p>- Ist sich der Bundesrat bewusst, dass eine restriktivere Zulassungsregelung als die EU die inländische Landwirtschaft und die Züchtungsbranche wettbewerblich benachteiligen und den Handel deutlich erschweren würde?</p><p>- Stimmt der Bundesrat darin überein, dass es sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus rechtlicher Sicht keinen Sinn macht, ungezielte und gezielte Mutagenese im Hinblick auf die Deklaration und Rückverfolgbarkeit ungleich zu behandeln?</p>