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Die weltweite Nachfrage nach Gold ist im Sommer auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gesunken. Grund seien vor allem die schwachen Verkäufe in Indien, teilte der Weltgoldrat am Donnerstag in London mit.
Die Nachfrage nach Schmuck sank dort im dritten Quartal um 25 Prozent im Vorjahresvergleich, die nach Münzen und Barren um 23 Prozent. Verantwortlich ist die Bargeldreform in Indien, die Premier Narendra Modi vor einem Jahr zur Bekämpfung der Korruption gestartet hatte.
Die Nachfrage nach Gold weltweit ging den Angaben zufolge im dritten Quartal um neun Prozent auf 915 Tonnen im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres zurück. Die Verkäufe in Indien haben grosse Auswirkungen – das Land ist der zweitgrösste Abnehmer weltweit.
Nummer eins ist China; hier legte die Nachfrage von Juli bis September kräftig zu. Auch in den USA kauften viele Menschen Gold: Mit knapp 27 Tonnen stieg die Nachfrage dort auf den höchsten Wert in einem dritten Quartal seit 2012.
Eine Feinunze des Edelmetalls kostete am Donnerstag 1283,71 Dollar (rund 1107 Euro). Der Preis pendelt seit geraumer Zeit um diese Marke. Gold gilt als sichere Anlage. Der Kurs schwankte in den vergangenen Jahren allerdings teils erheblich. Zudem bringt das Edelmetall keine Zinsen.