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Braucht das Rheintal ein international abgestimmtes Evakuierungskonzept? EBP klärte ab, inwiefern eine grossräumige Evakuierung bei Hochwasser unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte wie Gesellschaft oder Naturraum überhaupt machbar ist.
Die internationale Hochwasserübung Fluss-GAU hat 2013 aufgezeigt, dass die Rhein-Anrainer über kein ausreichendes, abgestimmtes Evakuierungskonzept verfügen. EBP erhielt deshalb den Auftrag, in einem ersten Schritt zu klären, ob eine vorsorgliche, grossräumige und strukturierte Evakuierung möglich und eine entsprechende Planung erforderlich ist.
Weder im Fürstentum Liechtenstein, noch in Vorarlberg oder im Kanton St. Gallen gibt es Erfahrungen mit grossräumigen Evakuierungen. Daher war in einem ersten Schritt zu klären, für welche Form einer Evakuierung die Abklärungen stattfinden sollen und was dabei zu berücksichtigen ist. Anhand von Kenngrössen wurden in einem nächsten Schritt die generelle Situation im Rheintal erfasst und basierend darauf Evakuierungsszenarien entwickelt.
Analysen grossräumiger Evakuierungen im Ausland (z. B. New Orleans, Hurrikan Katrina 2005; Elbe/Donau, Hochwasser 2013) und Planungsgrundlagen des schweizerischen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz wurden herangezogen, um Erfolgsfaktoren für eine grossräumige Evakuierung zu identifizieren.
Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie: Eine grossräumige, länderübergreifende und strukturierte Evakuierung des Rheintals ist bei einem Hochwasser grundsätzlich möglich. Als weitere Ergebnisse konnten Handlungsfelder und zudem mögliche Evakuierungsstrategien identifiziert werden.
Die Machbarkeitsstudie dient den Rhein-Anrainern als Grundlage für weiterführende Evakuierungsplanungen. EBP wird die Arbeiten weiterhin begleiten.
Bildquelle: VBS