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Die SVP hat bereits vor dem Wahlkampf eine Findungskommission unter der Leitung des ehemaligen Aargauer Regierungsrates Ernst Hasler eingesetzt. Diese Kommission sollte mögliche Kandidaten für einen zweiten Bundesratssitz finden. Offiziell sind noch keine Namen bekannt.
Klar ist, dass viele in der SVP gerne Parteipräsident Toni Brunner kandidieren sehen würden. Der Toggenburger winkt jedoch immer ab. Fast so häufig genannt wird Heinz Brand, Nationalrat und Präsident der SVP Graubünden. Für ihn spricht, dass er die Ostschweiz vertreten könnte und in Asylfragen stets auf Kurs der SVP ist.
Ein weiterer Wunschkandidat wäre auch der ehemalige Thurgauer Nationalrat Peter Spuhler, der aber immer betont, dass er für das Amt nicht zur Verfügung stehe, da er sich auf seine Firma Stadler Rail konzentrieren wolle.
Ein “Kompromisskandidat” dürfte der Schaffhauser Ständerat Hannes Germann sein. Er hat sich auch ausserhalb der eigenen Partei Sympathien als Ständeratspräsident geholt, weicht in seinen Positionen jedoch oft von der Haltung der SVP-Bundeshausfraktion ab. Ein weiterer Schaffhauser mit Chancen wäre auch der Nationalrat Thomas Hurter.
Zumindest in der Westschweiz wird eine Kandidatur von Nationalrat Guy Parmelin favorisiert. Er hat sogar schon sein Interesse am Amt angekündigt. Gegen den Waadtländer spricht die fehlende Exekutiverfahrung. Zudem wäre er der dritte Vertreter der Romandie im Bundesrat.
Es würde nicht wirklich überraschen, wenn die SVP nebst all diesen prominenten Namen noch den einen oder anderen Überraschungskandidaten aus dem Hut zaubern würde. Vielleicht kehrt ja das Tessin in den Bundesrat zurück? Klar ist: Gewählt wird am 9. Dezember. Und der zweite Sitz der SVP ist unbestritten.
(rr)