Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03358.jsonl.gz/550

Sie sehen die Not? Sie wollen anpacken? Wir bilden Sie aus!
Zustand von Sozialstaat, Kirche und Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nehmen wir die Situation wie folgt wahr:
- eine christliche Kirche im Spannungsfeld zwischen Moderne und Postmoderne, die zunehmend ihren Einfluss auf die Gesellschaft verliert, soziale Aktivitäten fortschreitend säkularisiert und in der Gefahr steht, sich vor der Welt und deren Herausforderungen zu verschliessen
- ein Sozialstaat, der zunehmend selbst hilfsbedürftig wird: Das Fundament der Solidarität wird brüchig, die Säulen „Finanzen“ und „Leistungen“ werden schwächer und die sozialen Netze „Familie“, „Bildung“, „Sozialversicherungen“ und „Sozialhilfe“ werden löchriger.
- eine Gesellschaft, die durch eine zunehmende Individualisierung, Globalisierung, Beschleunigung sowie Orientierungs-, Sinn- und Hoffnungslosigkeit und gleichzeitig eine abnehmende Solidarität geprägt ist.
In diesem herausfordernden Umfeld sind Christen gefragt, die die Not sehen, sich im Vertrauen auf die Zusagen Gottes auf den Weg zu Lösungen machen und im Dienst am Nächsten Hoffnung und Orientierung geben. Mit diesem Ziel hat die Stiftung Wendepunkt 2004 die Fachschule für Sozialmanagement gegründet.
Hans-Peter Lang, Sozialunternehmer und Pionier der modernen Sozialdiakonie
1993 sah der damalige Baumeister Hans-Peter Lang die Not von Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt hatten. Er begann mit Alkoholikern, Ausgesteuerten und psychisch Beeinträchtigten Häuser zu bauen - und gab ihnen so ihre Würde zurück. Die mit einem Stiftungskapital von CHF 1'000 gegründete Sozialunternehmung Wendepunkt weitete schrittweise ihre Tätigkeitsfelder aus. Anfang der 2000er Jahre mehrten sich die Anfragen, den Wendepunkt in anderen Kantonen zu multiplizieren. Der Stiftungsrat beschloss daraufhin, die Idee zu multiplizieren und Menschen in einer berufsbegleitenden Weiterbildung zu befähigen, selbständig ein Sozialunternehmen oder ein soziales Projekt aufzubauen. Hans-Peter Lang begann zusammen mit dem ersten Schulleiter Georg Schubert und der Unterstützung von Olivier Enderli das Ausbildungsprogramm zu konzipieren und Studierende zu rekrutieren.
Start der Fachschule für Sozialmanagement
Im Herbst 2004 begann der erste Jahrgang seine Ausbildung als Sozialmanager. Die ersten Absolventen schlossen im September 2006 ab und begannen mit dem Aufbau ihrer Projekte. Weitere Meilensteine:
- 2004: Schulstart
- 2006: Neun Dipl. Sozialmanager FSSM
- 2007: erstes SEA Sozialforum unter Leitung der Fachschule
- 2010: Studienreform - Projektarbeit (Umsetzung eines eigenen Sozialprojekts) wird integrierter Bestandteil der Weiterbildung
- 2011: erstes Forum für Sozialmanagement
- 2012: Start der Weiterbildung "Sozialmanagement für Führungskräfte in Sozialinstitutionen"
- 2012: Hans-Peter Lang wird "Aargauer des Jahres"
- 2013: der 100. Sozialmanager schliesst die Ausbildung ab
- 2014: 10 Jahre gelebtes Evangelium
- 2015: Die Fachschule für Sozialmanagement wird Teil der SOVA Social Value GmbH
Initiatorin
Die Stiftung Wendepunkt ist eine innovative und dynamische Unternehmung mit Sitz in Muhen und Betrieben an mehreren Standorten im Kanton Aargau. Sie besteht seit 1993 und hat sich zu einem führenden Sozialunternehmen mit drei Tochterfirmen entwickelt. Ihre marktwirtschaftlichen und sozialen Dienstleistungen machen sie zu einem attraktiven Partner für die Wirtschaft und staatliche Stellen. Die insgesamt 900 Arbeits-, Ausbildungs-, Wohn- und Tagesplätze werden von 190 Fachpersonen auf christlicher und sozialer Grundlage mit dem Ziel geführt, Menschen in ihrer beruflichen und sozialen Integration zu unterstützen.
Zur Stiftung Wendepunkt gehören drei Tocherfirmen: