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Die Olympus OM-2 besass als Besonderheit eine sogenannte „autodynamische“ Belichtungssteuerung. Das Licht wurde dabei direkt auf der Filmoberfläche gemessen und die Belichtungszeit entsprechend gesteuert. Diese Methode hatte Vorteile bei Langzeitbelichtungen sowie im Makrobereich. Im Blitzbetrieb wurde die Lichtmenge passender Blitzgeräte automatisch angepasst. Die OM-2 war somit die erste Kamera mit einer TTL-Blitzbelichtungsmessung- und Steuerung. Ein Verfahren das andere Hersteller erst viele Jahre später einführten.
Auf den Bildern sehen Sie zwei verschiedene Exemplare der OM-2. Das frühe erste Modell besitzt den Blitzschuh Typ 2, der für das Blitzgerät Quick Auto 310 nötig war. Für die TTL Steuerung des ebenfalls abgebildeten Blitzgerätes T32 war der Blitzschuh Typ 3 nötig, den man auf der zweiten OM-2 sieht. Heute ist das natürlich undenkbar, dass man den Blitzschuh je nach Blitzgerät wechseln muss. Schon 1975 war mit dem passenden Zubehör entfesseltes TTL-Blitzen möglich. Dazu wurde der „TTL Auto Connector Type3“ benötigt, der anstelle des Blitzschuhs montiert wurde. Dort konnte das passende Kabel angeschlossen und zum Blitzgerät T32 (das Quick Auto 310 besass keinen Anschluss dafür) geführt werden. Für das Blitzgerät war auch noch ein separater Handgriff mit Schiene erhältlich. So wurde das Kompaktblitzgerät zu einem Stabblitz. Diese Schiene besitze ich leider nicht.
Die Kameras der OM Serie waren im Vergleich zu Kameras anderer Hersteller sehr klein und leicht gebaut. Die OM-1 war 1972 die kleinste und leichteste Kleinbild-Spiegelreflexkamera auf dem Markt. Einzig Pentax brachte ein Jahr später mit der Pentax ME eine noch kompaktere SLR auf den Markt.
Fotos: kleinbildkamera.ch