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Es wird ein künstliches Hochwasser sein, das entweder am nächsten Donnerstag, dem 22., oder dann eine Woche später, am 29. Oktober, von der Staumauer Rossens bis zum Schiffenensee donnert. Das Unternehmen Groupe E, das die Wasserkraftwerke an der Saane betreibt, wird dann die Schleusen an der Staumauer in Rossens öffnen, bis ein Maximalabfluss von 225 Kubikmeter pro Sekunde erreicht ist. Das entspricht fast dem Hundertfachen der normalen Abflussmenge, wie es in einer Medienmitteilung von Groupe E heisst. Die künstliche Flut spüle die Saane durch und belebe das Flussbett.
Groupe E führt den ausserordentlichen Wasserablass im Auftrag des Kantons Freiburg durch. Er wurde organisiert in Zusammenarbeit mit dem WWF, Pro Natura, dem Verein La Feyère und dem Freiburgischen Verband der Fischervereine. Die Überwachung der Saane durch Organisationen, Kanton und Groupe E zeige, dass sich der allgemeine Zustand des Flusses verschlechtere, heisst es in der Mitteilung. Der Wasserablass sei eine Massnahme zur Sanierung des Flusses.
Seit die Staumauer in Rossens gebaut wurde, gibt es weniger Hochwasser. Dadurch bewegt sich das Material auf dem Grund des Flusses weniger, was zur sogenannten Kolmation führt: Das Material am Boden, der sogenannten Gewässersohle, verdichtet sich. Auch wuchern mehr Algen, was sich negativ auf die Fortpflanzung der Fische und weiterer Wasserlebewesen auswirkt. Ein künstliches Hochwasser spült die Algen weg und verringert die Kolmation.
Die Saane wird Mitte Oktober durchgespült, weil dann die Jungfische des Vorjahrs so gross sind, dass sie das Hochwasser unbeschadet überstehen können. Zudem haben die Forellen noch nicht gelaicht.
Groupe E fordert die Bevölkerung auf, sich zum Zeitpunkt des Wasserablasses nicht am Ufer oder gar im Flussbett der Saane aufzuhalten und besonders vorsichtig zu sein.