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Botanik:
Die Eiche (lat.: Quercus robur) bevorzugt ihren Standort in den Laubwäldern Europas. Sie stammt aus der Familie der Buchengewächse (lat.: Fagaceae), von denen es mehr als 1800 Arten gibt und 40 davon sind in Deutschland beheimatet. Sie können bis zu 1500 Jahre alt werden und erreichen eine Höhe von bis zu 50 Metern. Ihre Rinde ist glatt und grau, tief gefurcht und schwarz im Alter. Die Blätter sind bis zu 12cm lang, von denen bis 250000 an einem Baum hängen und eine mächtige Krone bilden.
Inhaltsstoffe und Wirkung:
Die u.a. in der Eichenrinde enthaltenen Gerbstoffe (20%), Flavonoide, Mineralien und Bitterstoffe haben eine adstringierende, Heilungsprozess beschleunigende, blutstillende, Juckreiz lindernde, antimikrobielle und antivirale Wirkung.
Die Rinde wird eher zu äusserlichen Zwecken angewendet und zwar als Umschläge oder Bäder bei Hauterkrankungen, Fussschweiß, Hämorrhoiden, Analfissuren und vielem mehr eingesetzt.
Zur innerlichen Anwendung wird sie bei Durchfallerkrankungen usw. verabreicht.
Geschichte:
Dioskurides beschreibt die medizinische Wirkung der Eiche als zusammenziehend und austrocknend, weshalb sie bei Magenbeschwerden, Dysenterie und Bluthusten verwendet wurde.
Im Mittelalter wurde das alte Laub der Eiche als Aufguss bei Ruhr, Blut im Urin und bei genitalem Ausfluss eingesetzt.
Der Name „Quer“ stammt aus dem keltischen und bedeutet „schön“ und „cuez = Baum“. „Robur“ kommt aus dem lateinischen und steht für „Kraft“.