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Nach dem Flugzeugabsturz in Russland haben Rettungskräfte alle 43 Leichen geborgen. Taucher seien insgesamt 30 Mal in die Wolga gestiegen, in die Teile der Maschine gestürzt waren, teilte das Zivilschutzministerium am Donnerstag mit.
Zwei Insassen überlebten den Absturz vom Mittwoch. Sie waren nach Spitalangaben in einem kritischen Zustand, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Insgesamt waren 45 Menschen an Bord der Maschine vom Typ Jak-42, darunter die Spieler des russischen Erstliga-Hockeyclubs Lokomotive Jaroslawl.
Es waren auch ausländische Spieler unter den Toten, darunter der schwedische Torhüter und Olympiasieger Stefan Liv und der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich. Das Team war unterwegs zu einem Auswärtsspiel in der weissrussischen Hauptstadt Minsk.
Die wahrscheinlichste Unglücksursache sei, dass eines der Triebwerke ausgefallen sei, sagte ein Flughafenmitarbeiter zu Interfax. Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti zitierte einen Mitarbeiter der Luftfahrtindustrie, nach dessen Ansicht das Flugzeug mit minderwertigem Treibstoff betankt worden sei.
Gründliche Untersuchung angekündigt
Angeblich gewann die Maschine nach dem Start vom Flughafen Jaroslawl zu langsam an Höhe, streifte eine Antenne und zerschellte dann am Boden. Der russische Staatschef Dmitri Medwedew nannte das Unglück "eine Tragödie, eine Aufsehen erregende Katastrophe".
Bei einem Besuch am Unglücksort im Dorf Tunoschna in unmittelbarer Nähe der Stadt Jaroslawl am Donnerstag kündigte er eine genaue Untersuchung des Unglücks an. "Ich habe das Untersuchungskomitee und die Regierung angewiesen, eine gründliche Untersuchung vorzunehmen."
Medwedew: Nicht möglich, so weiter zu machen
Gleichzeitig räumte der Präsident schwerwiegende Probleme bei der russischen Luftfahrt ein. Probleme bei der Luftfahrtsicherheit seien in der Vergangenheit schon ausführlich diskutiert worden. "Finanzielle Mittel wurden freigegeben, aber die Lage bleibt schlecht, wie die Serie der Luftfahrtkatastrophen dieses Sommers zeigt", sagte Medwedew
Bereits im Juni, Juli und August hatten sich in Russland drei schwere Flugzeugunglücke mit alten Maschinen mit insgesamt 63 Todesopfern ereignet.
Es sei "nicht möglich, so weiter zu machen", machte Medwedew während eines Treffens mit Verkehrsminister Igor Lewitin und Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu deutlich.