Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03330.jsonl.gz/2118

Das reine Mundart-Theater
Die neue Mundart-Komödie mit Beat Schlatter, Bettina Dieterle, Anja Martina Schärer und Pascal Ulli.
«Die Bank-Räuber» ist das Nachfolgestück der Mundart-Komödie «Polizeiruf 117» von Krimi-Autor Stephan Pörtner und Schauspieler und Autor Beat Schlatter. Während der gut 3-jährigen Tournee konnten zahlreiche Vorstellungen in der Deutsch-Schweiz ein begeistertes Theater-Publikum erreichen. Mit der damaligen Mundart-Komödie wurde ein Stück geschaffen und ein Genre bedient, welches in der heutigen Kultur- und Veranstaltungs-Landschaft kaum noch Beachtung findet: das reine Mundart-Theater. Für die neue Produktion konnte wieder das gleiche künstlerische Team zusammengestellt werden um an den Erfolg des Erstling-Werkes anknüpfen zu können.
Zum Stück
Caspar Lamm leitet in vierter Generation die Privatbank Lamm&Cie, eine traditionelle, grundsolide Institution, die bei wohltätigen Stiftungen beliebt ist, die mündelsicher anlegen wollen. Symbol dieser Solidität ist der historische Tresor, der im Direktionsbüro steht. Darin liegen die Goldbarren, mit denen Theodor Lamm 1871 die Bank gegründet hatte. Seither musste noch nie auf diese Reserve zurückgegriffen werden. Bis Caspar Lamm wegen seines Engagements als Sponsor eines Musikfestivals in Schwierigkeiten gerät und immer mehr Gold verkauft. Als Rod Stewart seine Gage in der Höhe von einer Million Franken in bar verlangt, ist der Tresor endgültig leer. In seiner Verzweiflung bittet Lamm den Erfinder Eberhard, der keine Chance hat, einen Kredit zu bekommen, um das Patent seiner revolutionären Erfindung zu verlängern, den Tresor aufzubrechen, um einen Bankraub vorzutäuschen. Frau Berisha, Lamms Personal Assistant, zerstört diesen Plan. Zudem braucht Frau Suter vom Kinderdorf Pestalozzi dringend Geld, um die Heizung zu ersetzen, da die Waisenkinder zu erfrieren drohen. Lamm bittet seinen Konkurrenten Alain Küng von der UBS um einen Überbrückungskredit. Doch der verlangt, als Garantie das legendäre Gold der Bank Lamm zu sehen.
Lamm und Eberhard, die ihr jeweiliges Lebenswerk sichern müssen, verfallen auf den verzweifelten Plan, Küngs Bank zu überfallen. Schon der Probelauf geht derart schief, dass Frau Berisha, von den kriminellen Plänen ihres Chefs erfährt. Sie ist zwar bereit bei der Rettung der Bank zu helfen, weil aber das Einbürgerungsgesuch ihrer Familie bereits zweimal abgelehnt wurde und sie nicht in den Verdacht der Komplizenschaft geraten will, wird sie illegale Aktivitäten sofort der Polizei melden. Genau solche bieten für Lamm und Eberhard den letzten Ausweg. Ein alter Schacht führt in den Heizungskeller der Bank gegenüber, wo Küng das legendäre Gold Gaddafis versteckt hat, mit dem der Tresor wieder gefüllt werden könnte. Durch die Wand des Chefbüros in den Schacht vorzudringen, ohne dass Frau Berisha etwas davon bemerkt, wäre schwierig genug, doch die Not der Waisenkinder und ein zunehmend verschnupfter Rod Stewart komplizieren den beiden das Leben zusätzlich.
Dass am Schluss doch noch alles gut kommt, ist einem Missverständnis und einer Wendung mit Tiefgang zu verdanken.
Schauspieler:
Beat Schlatter (als Caspar Lamm)
Andreas Matti (als Erfinder Eberhard)
Bettina Dieterle (als Frau Suter)
Anja Martina Schärer (als Frau Berisha)
Pascal Ulli (als Alain Küng)
Idee & Text: Stephan Pörtner & Beat Schlatter
Regie: Pascal Ulli
Bühne : Gabor Nemeth
Musik: Christian Häni
Ticketpreise: CHF 39/49/59
Bühne: FAUTEUIL