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Die Kosten für die familienergänzende Kinderbetreuung (Kitas, Tagesfamilien, Spielgruppen, Tagesstrukturen) werden bis Ende der Primarschule vom Kanton und den Gemeinden gemeinsam finanziert. Der Kanton sorgt für die Einhaltung von Qualitätsstandards und für gute Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Angeboten.
Argumente
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann nur gewährleistet werden, wenn ein qualitativ hochstehendes und attraktives Betreuungsangebot zur Verfügung steht. Die hohen Kosten für familienergänzende Betreuung verhindern die Gleichstellung der Familien. Die Betreuung muss man sich leisten können: Familienergänzende Betreuung muss Teil des Service Public sein.
Es ist sehr wichtig, in die ersten Lebensjahre der Kinder zu investieren, da sich familienergänzende Angebote nachweislich positiv auf die Entwicklung eines Kindes auswirken. Sie haben einen direkten Einfluss auf Chancengleichheit, Bildungserfolg und Integrationsfähigkeit.
Trotz Einführung von Subjektfinanzierungen (Betreuungsgutscheinen) sind die Betreuungskosten für die meisten Familien viel zu hoch. Die Erfahrungen zeigen, dass sich Mütter vor allem aus Mittelstandsfamilien zur Berufsaufgabe entscheiden und ihre Kinder selber betreuen, weil ihr gesamter Lohn für die Kita-Kosten eingesetzt werden müsste.