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Die industrielle Herstellung von Kleidung beziehungsweise Stoffen zu deren Fertigung trug immens zur Entwicklung der Städte bei. So machte die industrielle Verarbeitung von Baumwolle im Jahr 1830 etwa acht Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Großbritannien aus und führte zur nahezu explosionsartigen Entwicklung einzelner Städte.
Seither hat sich viel getan. In Deutschland beispielsweise stellt die Textilindustrie den mittlerweile größten Wirtschaftszweig mit den meisten Beschäftigten dar. Selbstverständlich zählen dazu auch alle Teilschritte, wie die Herstellung von Garnen, Knöpfen und so weiter. Nicht alle Beschäftigten sitzen an der Nähmaschine.
Die Herstellung von Stoffen konnte unter anderem bereits 3000 vor Christus in China nachgewiesen werden. Dort spann man Seide zur Herstellung von Kleidungsstücken. Diese Art der Verarbeitung und der Stoff selbst wurden schließlich unter anderem über die heute noch sehr bekannte Seidenstraße nach Indien und von dort nach Spanien und Italien verbreitet. In verschiedenen westlichen Ländern hatte man zu dieser Zeit bereits das Weben von Stoffen für sich entdeckt.
Aus Indien wiederum verbreitete sich die Baumwolle in die Welt. Obwohl die Herstellungsverfahren für Stoffe und Kleidung bereits so früh ihren Ursprung hatten, industrialisierte man diese in Deutschland erst etwa 1840.
Heute steht an erster Stelle der Bekleidungsindustrie das sogenannte Outsourcing. Früher noch von Hand in Deutschland gesponnen, werden unsere Kleidungsstücke, auch aufgrund der Masse, die benötigt wird, heute unter anderem in Bangladesch oder Taiwan hergestellt. Damit trägt die Textilindustrie einen großen Teil zur Globalisierung bei. Der Rohstoff, also die Baumwolle zum Beispiel, kommt aus Südamerika, diese wird in England zu Stoffen verarbeitet und zur Herstellung von T-Shirts nach Bangladesch verschifft. Die T-Shirts wiederum werden nach Thailand geschickt, um sie zu bedrucken. Verkauft wird das Kleidungstück von einer türkischen Firma via Internet in die ganze Welt.