Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/90164

<h2>SubmittedText<h2><p>Für die Erkennung von Opfern von Menschenhandel ist geschultes Personal notwendig.</p><p>Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat zu treffen, damit sowohl bei den Migrations-, den Justiz- und den Polizeibehörden informiertes und geschultes Personal zur Verfügung steht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Menschenhandel ist ein komplexes Verbrechen, das schwierig zu erkennen und zu beweisen ist. Für die Bekämpfung von Menschenhandel muss somit Personal eingesetzt werden, das entsprechend ausgebildet ist und die Besonderheiten dieser Deliktsform kennt. Die Durchführung von spezialisierten Ausbildungen ist in der Prioritätenliste der Massnahmen gegen Menschenhandel enthalten, welche für die Tätigkeit der vom Bundesrat eingesetzten Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel (KSMM) massgebend ist. Um die verschiedenen Zielgruppen der Ausbildung, also Polizei, Justiz- und Migrationsbehörden richtig anzusprechen, müssen die Ausbildungen in Zusammenarbeit mit Ausbildungsträgern durchgeführt werden, die in den jeweiligen Berufsgebieten verankert sind. Im Jahre 2007 konnte erstmals am Schweizerischen Polizeiinstitut (SPI) eine spezialisierte Ausbildung für Polizeiangehörige durchgeführt werden. Der Kurs ist Bestandteil des Ausbildungsangebotes am SPI. In Zusammenarbeit mit dem Competence Center Forensik und Wirtschaftskriminalistik wird im November 2008 eine Ausbildung für Justizangehörige angeboten. Diese Ausbildung richtet sich an die Untersuchungsbehörden, also Angehörige der Untersuchungsrichterämter und Staatsanwaltschaften sowie der urteilenden Justiz. Die Planung und Vorbereitung von Ausbildungen für weitere Zielgruppen, namentlich für Angehörige der Migrationsbehörden, findet in der ständigen Arbeitsgruppe Ausbildung der KSMM statt.</p>