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Ouistreham
Ouistreham ist eine Gemeinde und Kantonshauptort im französischen Departement Calvados (Region Basse-Normandie) und liegt an der Küste des Ärmelkanals, rund 14 Kilometer nördlich von Caen. Die Nachbargemeinden sind Colleville-Montgomery im Westen, Saint-Aubin-d'Arquenay und Bénouville im Süden, sowie Merville-Franceville-Plage und Sallenelles im Osten.
Der Name Ouistreham ist germanischen Ursprungs und wird auf die Besiedlung durch sächsische Siedler im 4. oder 5. Jahrhundert zurückgeführt. Er geht vermutlich auf die Lage im Westen (frz.: Ouest) der Mündung des Flusses Orne zurück, nach einer anderen Theorie auf das Vorkommen von Austern.
Im Herzen von Ouistreham steht die Pfarrkirche von Saint-Samson die von 1150 bis 1180 erbaut wurde. Die Kirche, die als historisches Denkmal eingeordnet ist, und als markantes Bauwerk das Zentrum des mittelalterlichen Ouistreham dommoniert zeigt auf, dass dank ihrem Hafen die Stadt zu blühendem Wohlstand und Reichtum kam.
Aristide Briand besass ein Landhäuschen und Grundstück in der Nähe des Caen-Kanals. Aristide Briand (* 28. März 1862 in Nantes, Frankreich; † 7. März 1932 in Paris) war ein französischer Politiker. Briand bekleidete zwischen 1909 und 1932 mit Unterbrechungen wechselnd die Ämter des französischen Ministerpräsidenten, des Unterrichts-, Justiz- und des Aussenministers. Er war insgesamt elfmal Regierungschef und dreiundzwanzigmal Minister in den rasch wechselnden Kabinetten der Dritten Republik. 1926 erhielt er für seine Mitarbeit an den Verträgen von Locarno zusammen mit Gustav Stresemann den Friedensnobelpreis.
Aber auch sonst hat der Ort für das Auge viel schönes und auch kurioses auf Lager, wie das alte Kino, oder ein Laden der nur Sardienendosen verkauft, gemütliche Strassencafes und einen farbenfrohen Markt, auf dem ich doch sage und schreibe frischen echten Emmentaler Käse bekommen habe.
Bei den alliierten Landungen in der Normandie im Zweiten Weltkrieg lag der Ort im Strandabschnitt Sword Beach. Ein Monument am Strand wurde zu Ehren der Soldaten und an den Kämpfen beteiligten Einheiten aufgestellt.
Ouistreham ist der Handelshafen von Caen, mit dem es über den Caen-Kanal verbunden ist. Seit 1986 gibt es eine Fährverbindung nach Portsmouth, die von Brittany Ferries SA betrieben wird. Ausserdem gibt es einen Yachthafen und einen kleinen Fischerhafen.
Heute präsentiert sich der Ort friedlich, lediglich zwei Museen erinnern an den ereignisreichen 6. Juni 1944.
3. Musée
n°4 Commando 49°17'18.90"N 0°15'34.80"W
(Besucher 2009 73'000)
4 Musée
du mur de l'Atlantique 49°17'14.90"N 0°15'8.40"W
(Besucher 2009 59'700)
In dem früheren Bunker, Kommandoposten und Feuerleitstelle befindet sich ein eindrückliches Museum. Dieser in seiner Art einzigartige Turm aus Beton wurde völlig restauriert und umgebaut, um ihm wieder das Aussehen zu verschaffen, das er am 6. Juni 1944 hatte. Geöffnet vom 04.02. bis zum 30.12.
Besonders eindrücklich ist die Sicht von der Beobachtungs- und Feuerleitplattform aus über den Strand, aber auch der Blick vom Strand zum Bunker ist furchteinflössend.
Der Leuchtturm von
Ouistreham (französisch: Phare de Ouistreham) ist ein zylindrischer Turm
auf dem Festland nahe der Stadt.. Er steht im Bereich der Mündung der
Orne, genauer: an der Meeresschleuse des 14 Kilometer langen Canal de
Caen à la mer.
Bis zur Plattform des Leuchtturms müssen 171 Granitstufen bewältigt werden. Der Turm ist mit einer 650-Watt-Halogenlampe ausgestattet und arbeitet seit 1993 vollautomatisch. Die ehemalige Arbeitswohnung der Leuchtturmwärter kann wie der gesamte Bereich um den Turm von Touristen besichtigt werden.
Ouistreham ist heute ein pulsierender Ferien- und Badeort und wird durch die Vielfalt seiner Nachbarschaft charakterisiert. Die mittelalterliche Stadt, dann der Hafen und sein Leben an und auf dem Meer, der Strand, der nicht nur zum Baden einlädt sondern auch zu ausgedehnten Spatziergängen und zum geniessen eines herrlichen Sonnenuntergang.
Weitere Bilder aus
Ouistreham im
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