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Bündner Ortschaften bieten vielerlei Interessantes wie Hausmalereien (Sgraffiti), mit Blumen geschmückte Balkone, Brunnen oder Strassen, Holzbauten, Plätze oder Kirchen.
„Dorfansichten“ ist eine neue Reihe im Magazin, in der einzelne Ortschaften in Graubünden im Mittelpunkt stehen. Manche Orte sind weltbekannt, andere wiederum kennt kaum jemand ausserhalb Graubündens. Das hübsche Engadiner Dorf Guarda gehört eher in die populäre Gruppe; Guarda ist eines der schönsten Dörfer, oder wird zumindest in den Medien immer wieder so dargestellt ;o)
Welches das „schönste Dorf“ ist, kann natürlich jede/r für sich selbst entscheiden – Guarda ist aber nicht ohne Grund für seine „Schönheit“ bekannt geworden, es ist wirklich schön dort. Insbesondere die Ansichten der Engadiner Häuser, jedes einzigartig, verziert mit Sgraffiti, Stein dominiert.
Guarda: Wissenswertes
In Guarda wird mehrheitlich (49.2 %) Rätoromanisch (Vallader) gesprochen, das Dorf besteht aus etwa siebzig Häusern und liegt auf einer Terrasse auf einer Höhe von etwa 1650 M.ü.M. Bis Ende 2014 war Guarda eine eigenständige politische Gemeinde, danach fusionierte Guarda mit den vier Gemeinden Ardez, Ftan, Sent und Tarasp zur Gemeinde Scuol. Das Dorf Guarda liegt zwischen Ardez und Lavin.
Höchster Punkt auf Gemeindegebiet ist der bekannte Piz Buin mit 3312 M.ü.M. und der tiefstgelegene Punkt Magnacun bei der Einmündung zum Inn auf Höhe 1420 M.ü.M. Von 195 Einwohner sind 135 stimmberechtigt. 61.5% der Einwohner gehören einer Evangelisch-reformierten Konfession an.
Selina Chönz verfasste 1945 das Kinderbuch „Schellen-Ursli„, verziert mit Illustrationen von Alois Carigiet, in dem die Geschichte in Guarda spielt. Neben „Heidi“ wohl die bekannteste Figur aus Bündner Geschichten. Die Geschichte des Ursli, der für den Chalandamarz die extra grosse Glocke vom Maiensäss holte, wurde 1953 auch schon von Hollywood verfilmt:
Die erste Verfilmung des Schellenursli stammt aus dem Jahr 1953; sie wurde durch den Thurgauer Fotografen und Filmemacher Ernst A. Heiniger realisiert. Der als verschollen geltende Streifen dieses Oscar-Preisträgers wurde in den Disney-Studios produziert und lief erfolgreich als Vorprogramm in amerikanischen Kinos. Die beiden Hauptrollen wurden von Not und Tilli Schlegel aus Bos-cha bei Guarda besetzt, die später heirateten… (Quelle)
1975 wurde Guarda vom Schweizer Heimatschutz mit dem Wakker-Preis geehrt und für das schöne Ortsbild ausgezeichnet:
1975: Guarda
Das Dorf im Unterengadin kann sich rühmen, eines der charaktervollsten und besterhaltenen Ortsbilder der Schweiz zu besitzen. Keine Selbstverständlichkeit für eine Gemeinde, welche zur Hauptsache von der kargen Berglandschaft und von einem bescheidenen Tourismus leben muss. Vor allem die Abwanderung der jungen Leute in die städtischen Agglomerationen des Unterlandes gehört zu den schwersten Problemen, mit denen das Dorf zu ringen hat. (Quelle)
Foto-Collection 2: Barbara Steinemann
Die folgenden 25 Fotos stammen vom Juni 2015 aus der privaten Sammlung von Barbara Steinemann, die mir die Fotos zur freien Verfügung zusendete – herzlichen Dank!
In diesem Sinne sollen die Fotos #GRischashot-Fotos sein, also „Public Domain“ – frei nutzbar für alle.
Informationen zu den Fotos:
Die Fotos liegen allesamt in einer hohen Qualität vor: Bei 6016×4000 Pixel Breite/Höhe mit 24.6 Megapixeln und einer Dateigrösse bis 7.4MB. Die Fotos sind eine Auswahl von vielen weiteren schönen Aufnahmen von Guarda und seiner Umgebung; sie sind 100% unbearbeitet!
Guarda: #GRischashot-Fotos
In der #GRischashot-Fotodatenbank von Graubünden Online findet man auch Fotos aus Guarda:
Guarda: Videos auf Youtube
In der Videoplattform Youtube findet man viele Videos zum Engadiner Dorf, hier eine kleine unsortierte Auswahl zu Guarda:
Guarda: Links im Internet
Auch in Onlinemagazinen und Blogs findet man vielfältige Beiträge zu Guarda. Das Dorf eignet sich auch bestens für Wanderungen in der Umgebung, hier ein paar unsortierte Links im Internet: