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SriLankan Airlines hat sich nach Jahren mit massiven Verlusten einer Verschlankung verschrieben, um zurück in die Profitabilität zu gelangen - oder zumindest die Verluste einzudämmen. Unter anderem wurden Ende 2016 alle europäischen Ziele mit Ausnahme von London aufgegeben und für Kosten von 170 Millionen Dollar eine Bestellung von vier Airbus A350 annulliert; seitdem positioniert sich SriLankan vor allem als Carrier im indopazifischen Raum und setzt für die globale Anbindung auf das Netzwerk ihrer Oneworld-Partner. Vor wenigen Tagen war überdies bekannt geworden, dass SriLankan Airlines seine Präsenz in amerikanischen und europäischen Märkten durch eine Erweiterung ihres bestehenden Codesharings mit Qatar Airways erweitert.
Nach den verheerenden Anschlägen auf SriLanka im letzten Frühling schreibt die Airline aktuell aber immer noch riesige Verluste. Bereits zuvor war die Airline stark defizitär, für das im März 2019 beendete Geschäftsjahr wurde ein Verlust von 175 Millionen Dollar ausgewiesen. Und just als die Nachfrage für Sri Lanka wieder einsetzt, sorgt die Coronavirus-Krise für schwindende Asien-Nachfrage. SriLankan hat die Flüge nach Guangzhou, Peking und Shanghai deutlich reduziert.
Damit die Airline aber weiterhin flügge bleibt, hat die srilankische Regierung nun einen (weiteren) Kredit von 50 Millionen US-Dollar gewährt, wie «CH-Aviation» unter Berufung auf srilankische Medien berichtet. Es ist eine weitere Finanzspritze in einer langen Reihe; zuvor waren schon zehn Kreditgarantien unterschiedlicher Art gewährt worden. Die srilankische Regierung erklärte aber explizit, dass das Land weiterhin auf eine nationale Airline angewiesen sein, im Lichte des Coronavirus erst recht. Und nicht nur das: Offenbar hat die Regierung die Airline auch beauftragt, zusätzliche Routen aufzulegen, wobei Frankfurt und Paris zuoberst auf der Prioritätenliste stehen. Der europäische Quellmarkt soll wieder besser angezapft werden, damit bis 2025 wieder rund 7 Millionen Touristen ins Land strömen und 10 Milliarden Dollar Umsatz bringen. 2018, noch vor den Anschlägen, lag Sri Lanka bei 2,3 Millionen Touristen und 4,4 Milliarden Dollar Tourismuseinnahmen.
Grundsätzlich ist nichts daran auszusetzen, wenn eine staatliche Airline Geld verliert, solange der Staat davon ausgehen kann, dass dank den Zubringerdiensten für die (Tourismus-)Wirtschaft unter dem Strich ein positives Gesamtresultat herausschaut. Ob dies aktuell der Fall ist, steht auf einem anderen Blatt.