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Swissgrid beginnt mit den Tunnelbauarbeiten für die unterirdische Kabelverbindung der Höchstspannungsleitung zwischen dem Unterwerk La Bâtiaz und Le Verney in Martigny.
Die Mini-Tunnelbohrmaschine in den Farben des Wallis und der Schweiz erhält am Freitag, dem 2. Oktober 2020 auf der Baustelle in Le Verney in Anwesenheit von Anne-Laure Couchepin Vouilloz, Stadtpräsidentin von Martigny, traditionellerweise einen weiblichen Vornamen. Die rund 60 Tonnen schwere Maschine hört in Zukunft auf den schönen Namen Giorgia und wird kurz nach ihrer Taufe in den Schacht in Le Verney herabgelassen.
Sie wird rund acht Monate brauchen, um den Tunnel zwischen Le Verney und dem Unterwerk La Bâtiaz mit einem Durchmesser von 2.5 m in 12 bis 20 m Tiefe zu graben und zu befestigen. Während der Bohrarbeiten sind keine Arbeiter im Tunnel. Die Mini-Tunnelbohrmaschine wird komplett von der Leitstelle aus gesteuert, die in Le Verney oberirdisch installiert ist.
Zweijährige Bauarbeiten
Der Bau der unterirdischen Kabelverbindung zwischen La Bâtiaz und Le Verney hat im Juni 2020 mit dem Ausheben des Schachts in Le Verney begonnen und wird zwei Jahre dauern. Der Schacht in La Bâtiaz wird parallel zu den Tunnelbauarbeiten ausgehoben. Die Ausbauarbeiten im Tunnel folgen anschliessend ab Sommer 2021. Das Abspanngerüst, das die Erdverkabelung mit der 380-kV-Freileitung Chamoson – Romanel in Le Verney verbindet, wird danach gebaut. Zuletzt folgt das Verlegen der Kabel im Tunnel. Die Inbetriebnahme der unterirdischen Leitung von 1.2 km Länge ist für das Jahr 2022 geplant.
Das Kraftwerk Nant de Drance ist bereits am Netz
Swissgrid ist für den Anschluss des Kraftwerks Nant de Drance an das Höchstspannungsnetz zuständig. Das Kraftwerk wird rund 2.5 Milliarden kWh Strom pro Jahr erzeugen und ist damit eines der leistungsstärksten Pumpspeicherkraftwerke Europas.
Zwei der drei Abschnitte der Höchstspannungsleitung von Nant de Drance wurden bereits Ende November 2018 in Betrieb genommen. Es handelt sich um die 6.5 km lange unterirdische Verbindungsleitung, die das Kraftwerk über den Zugangstunnel mit dem Unterwerk Châtelard verbindet, und um die 12.5 km lange Freileitung, die die Unterwerke Châtelard und La Bâtiaz verbindet. Bis zur Inbetriebnahme des dritten und letzten Abschnitts ist das Kraftwerk Nant de Drance bereits mit dem Stromnetz verbunden, da 2019 mit der Erhöhung der Spannung für eine der beiden Freileitungen zwischen La Bâtiaz und Le Rosel auf 380 kV eine Übergangslösung gefunden werden konnte.