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19.09.2017 | News
Reichlich Niederschläge, wenig Schmelzwasser aufgrund des Schneemangels und eine aussergewöhnliche Trockenheit im Dezember kennzeichneten das Jahr 2016 aus hydrologischer Sicht. Dies zeigt die Analyse des Wasserhaushalts 2016 durch Forschende der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL und des BAFU auf.
Höhere Lufttemperaturen führten zu einer grösseren Verdunstung als üblich und zu einer überdurchschnittlichen Gletscherschmelze. Deshalb nahmen unter dem Strich die Wasserspeicher in der ganzen Schweiz ab, während die Abflussmengen nah an der Norm blieben. Regionale Betrachtungen weisen auf ein trockenes Jahr im Wallis und Tessin und auf ein eher feuchtes Jahr in der Nordschweiz hin.
Die detailliert nach Regionen beschriebenen Resultate wurden in der Septemberausgabe von „Wasser, Energie, Luft“, der Zeitschrift des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes, veröffentlicht. Dank einer neuen Methodik – der modellgestützten Bilanzierung des Wasserhaushaltes, die im Artikel „Wasserhaushalt der Schweiz 2.0“ beschrieben wird - ist diese Jahresbilanz genauer als die bisherigen, die mit ausschliesslich datenbasierten Ansätzen abgeschätzt wurden. Der Einsatz eines Modells ermöglicht eine genauere Unterteilung der Wasserressourcen zwischen den Speicherkomponenten (Grundwasser, Bodenfeuchte und Schnee) und dem Anteil an verdunstetem Wasser. Damit eignet sich die neue Methode besser für Vergleiche einzelner Jahre.
Der Rückblick auf den Wasserhaushalt der Schweiz soll in Zukunft jährlich erscheinen.