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Kapitel 1

Der Staat erbringt Leistungen. Staatliche Leistungen knnen beispielsweise sein: Zurverfgungstellung einer Landesverteidigung (Heer), Gewhrleistung der inneren Sicherheit (Polizei), Schaffung von Verkehrswegen (Straen, Bahn), Bereitstellung eines kulturellen Angebotes (Oper).
Das alles kostet Geld. Beispielsweise mssen die Staatsbediensteten (Berufssoldaten, Polizei, Beamte) bezahlt werden. Oder: das Errichten von Straen geschieht von Firmen, die dafr Geld verlangen (mit dem Geld kaufen diese Firmen die Materialien und bezahlen ihre Angestellten).
Woher hat der Staat das Geld dafr? Er holt es sich von den Staatsbrgern : vom Volk. Man nennt das Steuern und Abgaben.
Das ist an sich ein sinnvolles und gesundes System. Reiche zahlen (prozentuell) mehr, Arme zahlen (prozentuell) weniger Steuern. Der Staat nimmt dieses Geld und erbringt damit Leistungen, verteilt es um: Er erbringt damit einerseits Leistungen, die allen ntzen (z. B. Polizei), andererseits gibt der Staat jenen Geld, die es besonders bentigen.
Beispiel fr klassische Umverteilung:
Nun begibt es sich aber, da der Staat heute weniger Geld hat, als er ausgeben mu oder will. Man nennt das Budgetdefizit: Der Staat gibt mehr Geld aus, als er einnimmt. Du hast DM 20,- in der Brieftasche, willst aber DM 30,- ausgeben.
Woher nimmt der Staat das fehlende Geld? Er knnte etwa Staatsanleihen ausgeben. Eine Staatsanleihe ist wie jede Anleihe ein Zahlungsversprechen, etwa in der Art: "Gib mir jetzt DM 1.000. Dafr gebe ich Dir in 5 Jahren DM 1.500,-- zurck." Die Differenz von DM 500,-- nennt man Zinsen.
Wenn man ein Geldsystem so aufbaut, wie es heute der Fall ist, dann mu es Zinsen geben. Fr nichts wrde ja niemand sein Geld herborgen, um es (vielleicht) in 5 Jahren wiederzubekommen. Da wre es besser, es gleich zu behalten. Die Sicherheit wre grer ("wer wei, ob ich es berhaupt wieder bekomme?") und die Verfgbarkeit wre garantiert ("was ist, wenn ich das Geld in zwei Jahren doch brauche?").
Der Staat gibt also Anleihen aus. Und dann gibt es Leute, die diese Anleihen kaufen, aus folgender berlegung heraus: "Ich habe jetzt DM 1.000, die ich gar nicht brauche. Wenn ich sie jetzt herborge, dann bekomme ich in 5 Jahren DM 1.500,- zurck, und das auch noch ohne zu arbeiten. Klasses Geschft, das mache ich."
Wer kauft solche Anleihen? Natrlich nicht die kinderreichen Familien und armen Leute - die haben ohnehin kein Geld und brauchen jeden Pfennig selbst. Sondern: die reichen Leute; in der Realitt wird die groe Masse von Staatsanleihen heute fast ausschlielich von internationalen Banken, Trusts und Investmentgesellschaften gezeichnet - die ihrerseits wieder untereinander verbandelt sind.
Die Zeit vergeht ... 5 Jahre sind vorbei.
Dann klopfen die Banken natrlich an beim Staat und sagen: "Hallo, ich habe Dir vor 5 Jahren DM 1.000 geborgt, jetzt will ich DM 1.500 zurck."
Der Staat zahlt das Geld - und steht dadurch vor folgendem Problem: Er hatte ohnehin schon weniger Geld, als er ausgeben mute. Und jetzt mu er ZUSTZLICH auch noch einen Kredit zurckzahlen (die Staatsanleihe tilgen) und die Zinsen dafr berappen.
Was macht der Staat, damit er das zahlen kann?
Er erhht einerseits die Steuern ("Steuerreform"). Die Masse des Steueraufkommens (absolut) wird aber von den Armen ("dem Volk") aufgebracht, die die groe Mehrheit sind. Mit diesen Mehreinnahmen zahlt er einen Teil der Zinsen.
Dadurch kommt es zu einer negativen Umverteilung:
Andererseits verringert der Staat die Auszahlungen und Leistungen an das Volk: er krzt die Beihilfen fr Familien, das Arbeitslosengeld, den Forschungsetat, die Gehlter der Beamten und Staatsbediensteten; er baut weniger Straen und Kommunikationswege. Er "verschiebt" die Restauration von historischen Bauwerken.
Drittens nimmt er neue Schulden auf. Er geht wieder zu den Banken und sagt: "Hey, borg' mir doch DM 1.500. Ich zahle Dir in 5 Jahren dann DM 2.250,- zurck."
Die Zeit vergeht ... und in 5 Jahren klopfen die Banken wieder an. Und nun ist das Problem noch grer geworden.
Das ist ein Teufelskreis: Mit jedem Jahr und durch jede Neuverschuldung wird der Handlungsspielraum des Staates geringer.
Immer mehr Geld mu er nur fr die Zurckzahlungen von alten Schulden und Zinsen aufgeben.
Fazit:
|-
||Fr die klassische (richtige) Umverteilung bleibt immer weniger Geld.

|-
||Fr die negative (falsche) Umverteilung geht immer mehr Geld drauf.

|-
||Die Masse des Volkes wird immer rmer: sie zahlen immer mehr Steuern

bei immer weniger staatlicher Gegenleistung.
|-
||Die Bankiers werden immer reicher: sie kassieren in immer grerem Ausma

die Steuern des Volkes ber den Mittler Staat.
Ohne nderung dieses Systems wre irgendwann die groe Masse des Geldes (und Vermgens) des Volkes nach folgendem Schema umverteilt:
Und dabei sind viele andere Aspekte noch gar nicht bercksichtigt, etwa: Was macht eine kinderreiche Familie, deren Beihilfe vom Staat gekrzt oder aufgelassen wurde?
Richtig: Sie geht zur Bank und nimmt sich selbst 'nen Kredit ...
Am Ende steht die Versklavung des Volkes durch die Banken. Das Volk arbeitet nur mehr, um (privaten und staatlichen) Zinsverpflichtungen nachzukommen. Der Staat existiert nur mehr, um vom Volk Steuern zur Deckung von staatlichen Zinsverpflichtungen einzutreiben.
Im nchsten Teil werden wir erlutern, warum die Versuche des Staates, da gegenzusteuern (Erhhung von
Kapitalertragssteuern, Erhhung der Hchststeuerstze...) vollkommen vergeblich sind.
Kapitel 2
Wir haben im letzten Teil dargestellt, wieso das vor allem durch die Zinsen bestimmte, etablierte Geldsystem zu einer Bereicherung der Banken und zu einer Verarmung des Volkes fhrt. Im nachfolgenden wollen wir begrnden, wieso die heute gngigen Manahmen, dem entgegenzusteuern, nicht greifen knnen. Und diesen Ausfhrungen wollen wir ein Beispiel voranstellen.
Nimm' an, Du wrst ein innovativer, kluger Geist, dem das Schicksal deiner Mitbrger am Herzen liegt. Du willst nicht nur einfach abzocken, sondern etwas schaffen, was auch ntzlich ist. Du denkst lange darber nach und arbeitest wie ein Besessener. Jahrelang schuftest Du, um etwas wirklich Groartiges zu schaffen - manchmal auch 16 Stunden am Tag. In all der Zeit lebst Du von kleinen Gelegenheitsjobs - viel ist es nicht, was da zusammenkommt, aber was soll's? Du bist jung, gesund und anspruchslos. Und Deine eigentliche Arbeit lt Dich aufleben.
Und schlielich sind Deine Bemhungen von Erfolg gekrnt: Du hast es erfunden: ein Gert, mit dessen Hilfe Blinde sehen knnen. Ein solches Gert wre wirklich ntzlich, da es Tausenden Menschen ein neues Leben verschafft. Zusammen mit ein paar Freunden schaffst Du es auch, eine Firma auf die Beine zu stellen, die den Vertrieb Deiner Erfindung bernimmt. Produzieren lt Du es von einem lokalen Industriebetrieb.
Deine Erfindung ist ein Bombenerfolg. Alle wollen so ein Gert haben; private Vereine und staatliche Institutionen bernehmen fr bedrftige Blinde dann auch noch einen erheblichen Teil der Kosten - soda es sich wirklich jeder leisten kann. Und schon rollt die Knete auf Dein Bankkonto. - Und die hast Du Dir wirklich verdient.
Jahre der Entbehrungen liegen hinter Dir, Jahre des Risikos, Jahre der Ungewiheit; alle haben Dich verlacht, haben gesagt, man knnte sowas gar nicht machen. Doch nun hast Du es ihnen gezeigt, und es ist auch etwas Ntzliches ... Du freust Dich ber das Werk und das Geld, und nun willst Du Dir erstmals in Deinem Leben etwas gnnen...
Doch Deine Freude wird schnell getrbt. Papa Staat schickt Dir eine Steuervorschreibung - und will 60 % Deines Einkommens haben. 60 Prozent! Du tobst! Ist es nicht genug, da Du fr das Volk etwas Ntzliches geschaffen hast? Da du deine Angestellten weit ber dem Kollektivvertrag beschftigst? Da Du bei jedem Verkauf ohnehin 20 % Umsatzsteuer abfhren mut? Da Du fr Deine Arbeitnehmer einen Gutteil der Sozialversicherung bernimmst? Da Du Lohnnebenkosten von 98 Prozent hast? Da Du eine Reihe von sonstigen Abgaben, von der Lohnsummensteuer, ber die Taxen bis hin zur Kammerumlage hast? Da die Bank von Dir 11 % Zinsen kassiert? Nicht zuletzt: Da Dein innovativer Geist die Wirtschaft belebt, einigen Leuten Arbeit gibt und durch Deine Auftrge auch die Arbeitspltze im Industriebetrieb, bei dem Du produzierst - und bei dessen Lieferanten - gesichert werden?
Dieses - sicherlich pathetische - Beispiel soll zeigen, da das Problem der negativen Umverteilung durch das Zins-Geldsystem nicht so einfach zu lsen ist. Besorgte Geister hatten zunchst vorgeschlagen: "Na, wenn die Reichen immer reicher werden, dann besteuern wir die Reichen eben bis zum geht nicht mehr."
Das wurde tatschlich durchgefhrt, in Deutschland, sterreich und anderswo: der Spitzensteuersatz in Schweden lag bei 90 Prozent. Im ganzen war es aber ein Ablenkungsmanver und zeitigte nur negative Effekte. Besteuert wurden nmlich nicht die Bankiers, Trusts und Investmentgesellschaften, sondern der schaffende, produktive Unternehmer - zu Lasten der gesamten Wirtschaft. Ohne Unternehmer keine Arbeit. Massenweise schlitterten sie in den Konkurs.
Sie wurden so hoch besteuert, um dem Staat Geld fr seine Zinszahlungen an die Banken zu beschaffen - und zu nichts anderem. Die Sozialisten aber waren zufrieden, denn endlich sahen sie, da "gegen das Kapital" etwas getan wird. Und das ist etwas, was Sozialisten nicht verstehen: Es gibt einen Unterschied zwischen dem schaffenden Unternehmer und "demKapital". Nicht jeder, der zu einem hohen Wohlstand gelangt, wird zu unrecht reich. Der schaffende Unternehmer, der kleine Gewerbebetrieb, der verantwortungsbewute Industrielle - sie alle stecken in die Volkswirtschaft immer mehr hinein, als sie herausnehmen. Sie produzieren ntzliche Gter und Dienstleistungen, sie schaffen Arbeitspltze, sie halten das Getriebe der Wirtschaft in Gang -- kurz: sie sind die Ursache allen Wohlstandes. Die bermige Besteuerung dieser geschmhten Reichen ntzt nichts, sondern schadet nur.
Whrend der schaffende, innovative Unternehmer solcherart besteuert wurde - und immer noch wird, lachen sich die wahren Nutznieer und beltter ins Fustchen. Sie liegen auf der faulen Haut und zocken ab. Noch immer gibt es in vielen Lndern keine Steuern auf Zinsertrge.
Das wurde natrlich auch erkannt; und als Antwort begann man, in einigen Lndern die Kapitalertrge (Zinsen) zu besteuern. Der Staat dachte sich : "Na, wenn die schon soviel abzocken, und das auch noch von mir, dann soll zumindest ein Teil des Geldes wieder in meine Kassen zurckflieen." Gemeint sind Konzeptionen wie "Quellensteuer" oder "Kapitalertragssteuer".
Nun sind diese im Vergleich zur Besteuerung des innovativen Unternehmers (in vielen Lndern bis 50 % oder mehr) natrlich lcherlich gering (in vielen Lndern zwischen 10 % und 20 %). Wer es sich richten kann, der richtet es sich.
Aber das ist nicht das eigentliche Problem. Das Hauptproblem ist, da diese Steuern nmlich vollkommen wirkungslos sind!
Nein mehr: im Grunde sind auch sie nur ein Vehikel, um die Zinszahlungen des Staates an die Banken zu finanzieren - und nicht umgekehrt.
Konzeption
Der Staat borgt sich Geld von den Banken.
Der Staat zahlt den Banken dafr Zinsen.
Einen Teil der Zinsen mssen die Banken
dem Staat wieder zurckgeben.
Konsequenz: Der Staat zahlt nicht ganz so hohe Zinsen (Zinsen minus Kapitalerstragssteuer).
Unschwer auszumalen, warum das nicht funktioniert: die internationalen Banken heben einfach das Zinsniveau, wenn ihr Bedarf dannach ist - und kassieren soviel wie vorher. Wer es sich richten kann, der richtet es sich.
Auf der Strecke bleiben aber all jene, die es sich nicht richten knnen: die Gromutter, die sich von ihrer Rente Geld vom Munde abspart. Die Familie, die fr die Ausbildung ihrer Kinder Geld zurcklegt. Das junge Ehepaar, das auf ein Eigenheim hofft.
Sie alle mssen pltzlich einen Teil ihres hart erarbeiteten Geldes dem Staat abliefern; der Staat verwendet es seinerseits, um seine Zinsschuld bei den Banken zu begleichen. Und so finanziert und sichert ausgerechnet die Versteuerung des Zinsertrages die Ertrge aus Zinswirtschaft.
Ein Paradoxon?
Kaum: Das Problem ist systemimmanent. Es gibt keinen Ausweg innerhalb des Zinssystems; nicht einmal ber die direkte Besteuerung der Kapitalgeber. - Die wrden diese "erhhten Kosten" ohnehin nur auf ihre Kunden umlegen.
Die Kunden?
Vater Staat und das Volk.
Im nchsten Teil werden wir beleuchten, was Banken so treiben. Dabei werden wir eine seltsame Entdeckung machen.
Kapitel 3
Im zweiten Teil haben wir beschrieben, warum auch die Besteuerung der Zinsertrge oder "des Kapitals" kein Ausweg aus der Misere sein kann. Heute wollen wir berprfen, woher die Banken das Geld, das sie dem Staat und dem Volk verleihen, berhaupt haben. Auf Bumen wchst es bekanntlich nicht.
Viele Leute gehen davon aus, da der Staat selbst das Geld irgendwie "macht". Er hat eine Notenbank mit Druckpresse und die schaltet er in Wrdigung seiner Verantwortung fr die Stabilitt des Geldwertes ein oder aus. Sie nehmen ferner an, da die Banken so wie andere Leute auch in letzter Konsequenz nur Geld verwenden knnen, da der Staat "gemacht" hat. Und damit das Geld etwas wert ist und angenommen wird, nehmen sie drittens an, da es durch feste Werte gedeckt ist: vor allem durch Gold.
Keine einzige dieser Annahmen stimmt.
Frher, und auch nur in einigen Staaten (z. B. den USA) war das Geld tatschlich durch Gold gedeckt. Deckung bedeutet: Du kannst jederzeit zum Staat gehen und Dein Geld gegen Gold zu einem genau definierten, unvernderlichem Kurs umtauschen (in den USA waren es 1 $ fr 1/73 Unze Gold). Bedeutet auch: Fr jeden ausgegebenen Dollar mssen entsprechende Goldreserven vorhanden sein. Von jeder anderen angeblichen "Deckung" hast Du nichts. Dieses System wurde aufgelassen, damit der Beschi seinen Lauf nehmen kann.
Heute ist das Geld gerade das Papier wert, aus dem es besteht. Da Dein Geld trotzdem akzeptiert wird, beruht nur auf dem V e r t r a u e n der Leute in den Umstand, da es auch alle anderen akzeptieren werden. Dieses Vertrauen beruht auch nicht zuletzt auf dem Vertrauen darauf, da das Geld etwas wert ist (gedeckt ist) - was es aber nicht ist. Darum das Verwirrspiel mit den Gold- und Devisenreserven (wertloses Papier anderer Staaten). Wenn dieses Vertrauen erschttert werden wrde, kannst Du aus Deinen DM 100,- Scheinen Papierflieger machen. - Niemand wird es nehmen, weder Dein Nachbar und schon gar nicht der Staat.
Die Herstellung von Geld selbst ist also etwas sehr Sensibles. Man druckt ein paar Zahlen auf ein Blatt Papier - und schwupps, kann man sich ein Bier, einen Fernseher, ein Auto oder gar ein Haus kaufen. Ja, klar, das mu dem Staat vorbehalten sein. Denn das Geld soll fr uns alle da sein. Und wenn ein Privater das macht, wird er wegen "Geldflscherei" hinter Gitter gebracht. Ja, sicher, nicht einmal Banken drfen das machen, sondern nur eine einzige "Staatsbank".
Vergessen wir die Details fr den Augenblick, dann ist das richtig. Nur: diese "Staatsbank" ist nicht staatlich. Die Deutsche Bundesbank, die sterreichische Nationalbank, die US-amerikanische Federal Reserve Bank, sie alle sind in Privatbesitz.
Da haben einige das Goldene Los gezogen, vom Staat das Recht zugesprochen bekommen zu haben, das Geld zu erzeugen. - Wir wollen hier nicht darauf eingehen, wer das ist.
Die Eigentmer der Staatsbank knnen zwar nicht willkrlich Geld schpfen (was sie aber ber Umwege trotzdem tun), sondern nur nach Magabe der Gesetze. Aber das Entscheidende ist : Der Staat selbst kann kein Geld mehr schpfen ("machen"). Daher mu er sich bentigtes Geld stets von den Banken ausborgen - und dafr feste Zinsen berappen. Das ist der Grundstein zum Zins-Geldsystem, dessen Konsequenzen wir schon zart angedeutet haben. Ihr drft dreimal raten, wer diese Zinsen zahlt: natrlich das Volk, von dem immer neue und hhere Steuern eingehoben werden!
Ein denkbar dummes System mchte man meinen. Wie wird es begrndet?
Gar nicht, weil niemand dannach fragt. Aber historisch betrachtet: den Brgern wurde eingeredet, der Staat knnte sein Geldschpfungsmonopol "mibrauchen" - etwa durch willkrliches Anwerfen der Notenpresse. Und daher wre es klger, dieses Monopol in die Hnde von verantwortungsbewuten "Experten" (private Bankiers) zu legen - die sich da auskennen und das natrlich nie mibrauchen wrden.
Indem der Staat so verpflichtet sei, fr aufgenommenes Geld Zinsen zu bezahlen, wie jeder andere auch, werde er gezwungen, verantwortungsbewut zu wirtschaften. Das Geld wird selbst zur Ware erhoben, fr die man zu bezahlen hat (Zinsen). Der Erfinder dieses Systems war brigens Kaynes - der mit "deficit spending" einen ungeahnten Wohlstand prophezeite.
Die Schpfungskraft der Banken beschrnkt sich aber nicht nur auf das Drucken von Noten - tatschlich sind diese gemessen an der gesamten Geldmenge heute unbedeutend.
Nein, mehr noch: Die Banken - und zwar jede Bank (!) - schpft Geld buchstblich aus dem Nichts, in Form von Scheckgeld und Buchgeld. Und das funktioniert so:
Herr Maier geht zur Bank und nimmt sich einen Kredit von DM 10.000,-. Nachdem Herr Maier eine Hypothek auf sein Haus unterschrieben hat, gewhrt die Bank diesen Kredit. Die Bank tippt ein paar Zahlen in den Computer und - welch wundersamer Zauber - auf dem Konto des Herrn Maier befinden sich pltzlich DM 10.000,-.
Diese DM 10.000,- sind reales Geld, das aus dem Nichts entstand. Es war vorher n i c h t d a . Ihm stehen insbesondere auch keine Einlagen entgegen, wie oft angenommen wird.
Viele glauben, eine Bank funktioniert so: Herr Huber legt DM 10.000,- ein. Dieses Geld darf die Bank nun nehmen und damit Kredite vergeben: alles bis auf eine Rcklage, die gesetzlich bestimmt ist, z. B. 20 Prozent. In diesem Falle drfte die Bank also DM 8.000,- als Kredit vergeben.
Nein, aber so luft es nicht: die mit der Rcklagenquote verbundene Schpfungsmacht der Bank bezieht sich auf die Gesamteinlage. Bei einer Rcklagenquote von 20 Prozent drfte die Bank in diesem Falle DM 50.000,- als Kredit vergeben (!). DM 10.000,- steht eine Einlage in selber Hhe entgegen, das knnte man noch irgendwie rechtfertigen; bleiben aber die restlichen DM 40.000,-. Diese werden aus dem Zauberhut geschpft (in Form von Buchgeld- und Scheckgeld) und in den Wirtschaftskreislauf gepumpt - es gab sie vorher nicht (!).
Die tatschliche Rcklagenquote wird immer niederer (sie mu immer niederer werden; siehe dazu spter); und liegt in den meisten Lndern heute zwischen fnf und fnfundzwanzig Prozent.
Aber mit diesem durch Zauber geschpften Geld kann Herr Maier sehr reale Dinge tun. Er kauft sich einen Fernseher und berweist die DM 2.000,- auf das Konto des Hndlers. Er lt sein Auto reparieren und berweist DM 3.000,- auf das Konto des Mechanikers. Und auch die restlichen DM 5.000,-- sind schnell verprasst.
Konsequenz: Die Bank hat aus dem Nichts DM 10.000,- geschpft, reales Geld, das nun im Verkehr ist. Fr dieses Geld, fr das sie n i e gearbeitet hat, das ihr Nichts gekostet hat - verlangt sie nun auch noch Zinsen (!), nicht zu wenig: 10 Prozent.
Nach einem Jahr hat Herr Maier genug verdient, um das Geld zurckzuzahlen, inzwischen DM 11.000,-. Die DM 10.000,- wandern in den Computer, die DM 1.000,- Zinsen steckt die Bank ein - als Gewinn.
Ergebnis: Keine Arbeit, keine Mhe, aber DM 1.000,- Gewinn. Ja, nicht einmal ein Risiko gibt es bei diesem wunderbaren Geschft. Htte Herr Maier nicht zahlen knnen - dann wre sein Haus eben im Schlund der Bank verschwunden.
So schn kann Geld sein, wenn man wei, wie man's macht ...
Im vierten Teil werden wir beleuchten, was dieser Hokuspokus fr katastrophale Auswirkungen hat - das gibt dem
Zins-Geldsystem den Rest.
Kapitel 4
Im dritten Teil haben wir erlutert, wie die Banken aus dem Nichts Geld schpfen und damit satte Gewinne einfahren - ohne Arbeit, ohne Mhe, ohne Leistung, ohne etwas zu produzieren, ohne Risiko und alles auf Kosten des arbeitenden Volkes.
Verwerflich genug wre das schon alleine. Aber heute wollen wir uns damit beschftigen, welche furchtbaren Auswirkungen das hat.
"Den Bankern gehrt die Erde. Nehmt ihnen die Erde, aber lat ihnen die Macht,
Rcklagen zu bilden, und mit einem Federstrich werden sie gengend
Rcklagen schpfen, um sie wieder zurckzukaufen.
Immerhin, nehmt sie ihnen weg, dann wrden alle groen Vermgen
der Banker gleich dem meinen verschwinden.
Dann wrden wir in einer glcklicheren und besseren Welt leben.
Aber wenn Sie wnschen, die Knechte der Bankleute zu bleiben und
ihnen noch die Kosten fr ihre eigene Knechtschaft zu zahlen,
dann lat sie weiter Rcklagen schpfen."
(Sir Josiah STAMP, Prsident der Bank of England)
Viele Leute verlieren den berblick, wenn es um groe Zahlen geht. Darum wollen wir die Konsequenzen an einer kleinen Volkswirtschaft zeigen, die nur aus einer Bank und drei Personen besteht.
Unsere kleine Volkswirtschaft besteht aus einer gesamten Geldmenge (Bargeld, Buchgeld & Scheckgeld) von DM 360.000. Herr Maier hat DM 160.000, Herr Huber hat DM 200.000, Herr Schmidt ist ein armer Schlucker und hat gar kein Geld.
Also geht Herr Schmidt zur Bank und pumpt sich DM 40.000, auf 30 Jahre, zu einem Zinssatz von 15,25 %. Die Bank tippt ein paar Zahlen in den Computer - und auf dem Konto von Herrn Schmidt befinden sich pltzlich DM 40.000 - Geld das es vorher nicht gab, es wurde originr geschpft (siehe Teil 3).
Damit haben wir folgende Situation:
Und siehe da: Die gesamte Geldmenge (Bargeld, Buchgeld & Scheckgeld) ist pltzlich von DM 360.000 auf DM 400.000 gewachsen. Jedoch ist der Warenmenge (Summe der produzierten Gter und Dienstleistungen) gleich geblieben.
Konsequenz: Inflation.
|Inflation bedeutet:
||Die Geldmenge wird grer als die Warenmenge.

|Inflation bedeutet:
||Du bekommst fr jede erarbeitet Mark weniger als frher

(als Du sie verdient hast).
|Inflation bedeutet:
||Du wirst um einen erheblichen Teil der Frchte deiner

Arbeit betrogen.
Das ist die Situation, die wir laufend haben. - Beschi im Reinformat.
Aber es geht noch weiter: Herr Schmidt wirtschaftet nun 30 Jahre lang mit seinem Geld. Wirtschaften bedeutet: Er produziert Gter (z. B. Schnitzen von Holzfiguren) oder Dienstleistungen (z. B. Schneiden von Haaren) und verkauft diese an die anderen Teilnehmer der Volkswirtschaft. Dafr bekommt er von diesen Geld.
In den 30 Jahren hat Herr Schmidt, fleiig wie er ist, eine Menge Dienstleistungen produziert, und diese an die anderen Teilnehmer der Volkswirtschaft - Herrn Maier und Herrn Huber - verkauft. Dafr hat er ordentlich Geld kassiert.
Nach 30 Jahren herrscht also beispielsweise folgende Situation:
Herr Maier hat Herrn Schmidt insgesamt Gter und Dienstleistungen im Wert von DM 100.000 abgekauft, Herr Huber im Wert von DM 60.000,-. Das fhrt zu einer entsprechenden Verminderung des Geldes von Maier und Huber, und zu einer entsprechenden Erhhung des Geldes von Schmidt. Es kommt beim Kauf nur zu einer Verschiebung des Geldes - es wird aber kein Geld neu geschaffen, noch geht Geld aus dem Wirtschaftskreislauf verloren. Die gesamte Geldmenge der Volkswirtschaft betrgt weiterhin DM 400.000,-.
Und nun, nach 30 Jahren, klopft die Bank bei Herrn Schmidt an und will das Geld zurck, das sie ihm geborgt hatte, mit Zins & Zinseszinsen: DM 180.000,-. Herr Schmidt zahlt das Geld. DM 40.000,- wandern in den Computer, DM 140.000,- sind der Gewinn der Bank.
Damit haben wir zwei Effekte:
|1.
||Herr Schmidt, der fleiige Arbeiter, wurde um einen wesentlichen Teil

seines Arbeitsertrages betrogen.
|2.
||Die Geldmenge ist wieder so gro, wie sie vorher war: DM 360.000,-

DAS JEDOCH NUR DANN, wenn die Bank dieses Geld nimmt und wieder in den Wirtschaftskreislauf zurckfhrt. Und das tut sie zu einem groen Teil auch: sie bezahlt ihre Angestellten, baut neue Bankniederlassungen, kauft Wirtschaftsunternehmen, beteiligt sich an Aktiengesellschaften usw.
ABER SIE FHRT NICHT ALLES GELD WIEDER IN DEN WIRTSCHAFTSKREISLAUF ZURCK!
Einen Teil des Geldes nimmt sie und bildet Rcklagen, um neue (hhere) Kredite vergeben zu knnen. Und dieses Geld ist dann dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Nehmen wir an, die Bank wrde von den DM 140.000 Zinsertrag nur DM 20.000,- nehmen und als Rcklage verwenden.
Dann htten wir folgendes Bild:
Konsequenz: Die Geldmenge der Volkswirtschaft wre von DM 360.000 auf DM 340.000 gesunken.
Sinkende Geldmenge bedeutet: Deflation
|Deflation bedeutet:
||Die Geldmenge wird kleiner als die Warenmenge.

|Deflation bedeutet:
||Dein erarbeitetes Geld wird von Tag zu Tag mehr wert.

|Deflation bedeutet:
||Wirtschaftskrise. Wenn das Geld ohne irgendwas zu tun,

immer mehr wert wird, flchtet alles in Geld. Niemand kauft
mehr Waren, die er nicht unbedingt bentigt. Denn morgen
wrde er um dasselbe Geld schon doppelt soviele Waren bekommen.
|Deflation bedeutet:
||Aufgrund der sinkenden Nachfrage knnen die Unternehmer

ihre Gter und Dienstleistungen nicht mehr absetzen.
Konkurse, Kndigungen und Arbeitslosigkeit sind die Folge.
Glcklicherweise haben wir aber nie Deflation. Dafr sorgen schon die Banken. Was machen sie?
Sie schpfen Geld aus dem Nichts und vergeben neue Kredite!
Und hier ist der teuflische Effekt:
Um die vorherige Geldmenge von DM 400.000,- wiederherzustellen, mssen sie nun nicht mehr DM 40.000,-- sondern schon DM 60.000,- als Kredit vergeben! Und beim nchsten Mal ist es noch mehr, und dann wieder mehr. Mit jeder Kreditrckzahlung - und mit jeder Rcklage, die die Bank bildet - mu mehr an Krediten ausgegeben werden, um die vorherige Geldmenge wiederherzustellen, damit die Deflation verhindert wird!
Dieser Effekt wird durch die von Jahr zu Jahr steigende Gtermenge (Summe der erzeugten Dienstleistungen & Gter = BSP) noch erheblich beschleunigt, da die Geldmenge auch an die wachsende Gtermenge angepat werden mu.
Konsequenz:
Es mssen immer mehr und immer hhere Kredite vergeben (genommen) werden, um die Deflation zu verhindern. Irgendwann sind die Leute aber schon so verschuldet, da kaum mehr etwas geht. Sie leiden schon an den alten Zinslasten und knnen neue Kredite nur mehr schwerlich nehmen.
Das ist die Situation, die wir heute haben.
Und was machen dann die Banken?
Die Kredite mssen billiger werden - damit man es sich noch leisten kann. Die Banken senken also die Zinsen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Durch die zustzlichen Kredite wird einfach wieder Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt, mit dem Arbeiter, Dienstleistungen und Gter bezahlt werden knnen.
Das funktioniert eine Zeit lang, aber nur bis zu einem gewissen Punkt:
|1.
||Der Teufelskreis wird lediglich verlangsamt; die drohende Wirtschaftskrise wird nur verzgert, aber nicht aufgehalten.

|2.
||Immer niederere Zinsen bedeuten auch, da die Banken immer weniger verdienen. Das ist fr die Banken natrlich hchst unbefriedigend.

Und wenn das der Fall ist, wechseln die Banken die Strategie.
Dem Strategiewechsel gehen stets einige wirtschaftliche Kennzahlen voran:
|-
||hohe Verschuldung des Staates und des Volkes (Verschuldete knnen

keine weiteren Kredite nachfragen)
|-
||hohe Arbeitslosigkeit (Arbeitslose knnen keine Kredite nachfragen)

|-
||eine hohe Zahl von Konkursen und Ausgleichen (kaputte

Wirtschaftsunternehmen knnen keine Kredite mehr nachfragen)
|-
||sehr niedrige Zinsen (man kann sie nicht mehr senken, um dadurch

eine erhhte Kreditnachfrage zu erzeugen)
|-
||geringe Inflation (da zu wenig Kredite nachgefragt werden, schafft man

es gerade noch, die Geldmenge an die Gtermenge anzupassen; da
keine Kredite nachgefragt werden, wird die Geldmenge aber nicht viel grer)
Da geht dann einfach nichts mehr.
Im fnften Teil werden wir feststellen, da das schon mal passiert ist. Es war die Groe Wirtschaftskrise der dreiiger Jahre. Dabei wurden die Banken reicher als jemals zuvor: sie machten Kasse und tauschten ihr Geld gegen handfeste Vermgenswerte. Die restlose Verarmung der Vlker war die Folge.
Kapitel 5
Im vierten Teil haben wir beschrieben, wie das Zins-Geldsystem einerseits dazu fhrt, da das Volk um einen guten Teil der Frchte seiner Arbeit betrogen wird. Andererseits haben wir ausgefhrt, wie das Zins-Geldsystem den Staat und das Volk zu immer hherer Verschuldung ntigt - bis nichts mehr geht. Heute wollen wir darstellen, was die Banken tun, wenn nichts mehr geht; und zwar am Beispiel der Groen Wirtschaftskrise der Dreiiger.
"Wer auch immer die Geldmenge in einem Land beherrscht,
ist unumschrnkter Herr von allem Gewerbe und allem Handel."
James A. GARFIELD, Prsident der USA
Die Wirtschaftskrise der Dreiiger ist ein Phnomen. Sie befiel alle westlichen Staaten und zog sich ber Jahre - exakt bis zum Jahr 1939. Kein westlicher Staat blieb von ihr verschont: mit Ausnahme des Deutschen Reiches, das sich seltsamerweise schon 1934 rapide davon zu erholen begann. Aber das Deutsche Reich wollen wir fr den Augenblick mal links liegen lassen.
Man hat allerlei Leute fr die Krise verantwortlich gemacht: die Politiker htten falsch reagiert; und viele Politiker muten ihren Hut nehmen; andere wurden als Beseitiger der Krise gefeiert. Aber das sind alles Lgen! Die Politiker hatten weder etwas fr ihr Zustandekommen, noch etwas fr ihr Verschwinden getan. Die Banken alleine verursachten die Krise, und die Banken alleine lieen sie verschwinden. - Wie, das wollen wir im folgenden vereinfacht darstellen - stellvertretend fr alle Staaten (mit Ausnahme Deutschlands) am Beispiel Kanadas, weil es ein besonders gutes Beispiel ist.
Nehmen wir Kanada im Jahre 1930. Kanada hatte keine Kriegsreparationen zu bezahlen. Kanada hatte fruchtbares Ackerland, gewaltige Wlder, riesige Rohstoffvorkommen. Die Arbeiter waren genauso tchtig, die Bauern waren genauso fleiig, die Unternehmer waren genauso innovativ wie zuvor. Kanada hatte ein ausgebautes und hoch wirksames Transportwesen an Eisenbahnen und Straennetzen und Wasserwegen im Inland und auf dem Meer. Die Nachrichtenverbindungen gehrten zu den besten der Welt, nutzten Telefon, Telegraf, Rundfunk und ein gut arbeitendes Postwesen. Kein Krieg hatte die Stdte oder Landschaften verwstet. Keine Epidemie hatte die Bevlkerung geschwcht, ja, es gab sogar einen deutlichen Geburtenberschu. Keine Hungersnot hatte das Land betroffen.
Und trotzdem kam es pltzlich zu einer Krise gewaltigen Ausmaes. Eine Krise, die aus der Situation Kanadas vllig unerklrlich ist, eine Krise, die es gar nicht geben htte drfen. Die rechtlichen Voraussetzungen waren unverndert, die infrastrukturellen Rahmenbedingungen hatten sich stets verbessert, die Schornsteine rauchten, die Stdter arbeiteten, die Forstarbeiter hackten, die Farmer pflgten. --
Und dennoch: pltzlich stockte das Getriebe. Einfach so. Aus heiterem Himmel. -- Gottes Wille?
Kaum. Wir brauchen uns nur anzusehen, was die Banken zu dieser Zeit trieben.
|1.
||Die Bankiers begannen, Milliarden aus dem Wirtschaftskreislauf zu ziehen,

indem sie anfingen, die Zinsen auf ungeahnte Ausmae zu erhhen.
Utopische Zinsen vermindern die Kreditnachfrage: die Leute knnen sich
die Kredite nicht mehr leisten. Verminderte Kreditnachfrage fhrt zur
Minderung der Geldmenge (siehe Teil 4). Ohne die neuen Kredite konnten
die Unternehmer ihre Lieferanten und Arbeiter nicht mehr bezahlen,
sie muten ihre Produktion mindern, Arbeiter kndigen oder schlitterten in
den Konkurs. Ohne die neuen Kredite ging die Nachfrage nach Gtern und
Dienstleistungen zurck. Das fhrte zu Produktionsflauten, Arbeitslosigkeit
und Anschlukonkursen.
|2.
||Hohe Zinsen fhren zur selben Hand zu vermehrten Sparen (Bankeinlagen).

Auch dieses Geld ist temporr dem Wirtschaftskreislauf entzogen, und fhrt
zu einer (faktischen) Minderung der im Umlauf befindlichen Geldmenge.
Blo faktisch deshalb, weil das Geld als Buchgeld ja weiterhin da ist.
Es wird aber nicht benutzt. (Effekt wie oben)
|3.
||Die Bankiers begannen, dem Staat, den Industrien, den Gewerbebetrieben

und den Bauern Darlehen zu verweigern. (Effekt wie oben)
|4.
||Die Bankiers verlangten gleichzeitig aber die Rckzahlung der bestehenden

Darlehen und Kredite. Das fhrte abermals zu einer Minderung der Geldmenge.
(Effekt wie oben)
Kanada war somit in eine Wirtschaftsflaute sondergleichen gebracht worden. Gter waren vorrtig, um verkauft zu werden. Arbeiten warteten darauf, getan zu werden. Aber niemand konnte es bezahlen. Es war zu wenig Geld da. Fnfundzwanzig von Hundert Arbeitern wurde gekndigt.
Zur gleichen Zeit zockten die Banken ab! Weil durch die Wirtschaftsflaute viele Betriebe in den Konkurs wanderten, wurden die Banken per Hypotheken die Eigentmer von Zehntausenden von land- und forstwirtschaftlichen Anwesen (in der Gre von ber einer Million Quadratkilometer -> das ist dreimal die Flche Deutschlands) und von weiteren Zehntausenden Gewerbebetrieben und Industrien.
Dreimal die Flche Deutschlands und Industrien in Milliardenwerten - ohne Arbeit, ohne Mhe, ohne Leistung, ohne Risiko.
Toll, wat?
Und hier ist der Beweis - die Zahlen der Geldmenge/Kopf von Kanada:
|1929 ......... 302 CAN-$

1933 ......... 236 CAN-$
1934 ......... 237 CAN-$
1935 ......... 247 CAN-$
1938 ......... 274 CAN-$
Zahlen sagen mehr als Worte.
Geld kann schn sein, wenn man wei, wie man's verschwinden lt!