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Die gutartige Vergrösserung der Prostata ist die häufigste Erkrankung des alternden Mannes. Ab dem 50. Altersjahr beginnt sich die Prostata auszudehnen, meist gutartig. Drückt sie auf die Harnröhre, treten Schwierigkeiten beim Wasserlösen auf. Nicht alle Männer sind betroffen und vor allem nicht alle gleich stark. Ein Drittel der über 65 jährigen hat aber grosse Probleme, so dass der Arzt beigezogen werden muss. Die meisten Patienten klagen über ein lästiges Nachtropfen, Harnstrahlunterbrüche und schlafraubendes Wasserlösen während der Nacht. Bei unvollständiger Entleerung der Harnblase kann es zu Harnblaseninfekten, Schäden am Blasenmuskel, Blutungen in die Harnblase oder auch zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen. Je nach Grösse der Prostata und Beschwerden des Patienten kann die Operation durch Medikamente für eine gewisse Zeit herausgezögert werden.
Die Bipolare Prostataresektion oder eben “transurethrale Resektion der Prostata” (TUR-P) ist das, nach ausgeschöpfter medikamentöser Therapie, am besten untersuchte Standardverfahren zur Beseitigung des einengenden Prostatadrüsengewebes. Obwohl die TUR-Prostata ein seit Jahrzehnten bewährtes Verfahren ist, zögern dennoch viele Patienten, sich diesem Eingriff zu unterziehen. Gründe dafür sind unter anderem die Angst vor unkontrolliertem Urinverlust (Inkontinenz), Verlust der Manneskraft (Potenz), erhöhtem Blutverlust und einem längeren Spitalaufenthalt.
Die chirurgische Therapie der gutartigen Vergrösserung der Prostata ist seit Jahren ein Schwerpunkt in meiner urologischen Praxistätigkeit. Erfreulicherweise stehen uns heute schonende Operationsmethoden zur Verfügung:
Bis vor wenigen Jahren wurde bei der konventionellen TUR Prostata ein monopolarer Strom verwendet, bei dem die Energie von der Resektionsschlinge durch das Prostatagewebe und das umgebende Körpergewebe zu einer am Bein aufgeklebten Elektrode wandert. Dieses Funktionsprinzip hat verschieden Nachteile und birgt Gefahren.