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Hier finden Sie Ihre Gemeinde, eingebettet zwischen Berg und Tal. Der Ortsteil Felben, der in der Thurtalebene ruht oder Wellhausen, welcher sich eher an den Wellenberg anschmiegt.
Geschichtlich erscheint der Name «Velven», später dann «Felwen», was Weidenbäume bedeutet, erstmals 1178.
Der alte Dorfkern von Felben bildet mit den Reihen westostgerichteter Häuser und der Kirche ein Siedlungsviereck. 1178 wurde dem Kloster Alt St. Johann im Toggenburg das Besitztum Felben vom Papst bestätigt. Einige vorgeschichtliche Funde – zwei römische Münzen – deuten auf römerzeitlichen Verkehr. Zur Römerzeit verlief die Heerstrasse Winterthur - Pfyn durch die Gemeinde. Wahrscheinlich wurde sie im Lauf der Zeit verlegt, denn Reste wurden in der Nähe der Thur, als auch beim Römerhof gefunden. Die niedere Gerichtsbarkeit lag schon früh bei der Stadt Frauenfeld, die sich seit der Reformation in die Kollatur über die Kirchen mit den jeweiligen Gerichtsherren auf Schloss Wellenberg teilte.
Wellhausen, 1302 erstmals genannt, gehörte zum Besitz der Reichenau und unterstand der niederen Gerichtsbarkeit der jeweiligen Inhaber des Schlosses Wellenberg. 1815 ging die Herrschaft an Joachim Leonz Eder von Stans über, der die Zeit der Regeneration im Thurgau an der Seite Bornhausers entscheidend mitgeprägt hat. Der Ortsname Wellhausen «Wellehusen» verbirgt sich im Namen des Schlosses Wellenberg und weist auf den ursprünglichen Besitzer der Burg namens «Wello» hin.
An der Gemeindegrenze gegen Frauenfeld richtete um 1812 Staatskassier, Strasseninspektor und Regierungsrat Johann Konrad Freyenmuth auf zum Teil sumpfigem und sandigem Land einen Gutsbetrieb, den «Römerhof» ein. Damit war die Absicht verbunden, beispielhaft zu wirken und zu beweisen, dass es mit neuartigen Anbaumethoden möglich sei, auch auf schlechtem Boden gute Erträge zu erzielen. Mit der Einführung des Brabanter Pfluges, der Sämaschine, der Stallhaltung des Viehs, mit der Einsaat neuer Grasarten und dem Futterbau wies er den Weg zu ertragreicherem Ackerbau und der Milchwirtschaft.
Nachdem die in Felben einst blühende Stickereiindustrie nach Ende des ersten Weltkrieges zum Erliegen gekommen war, bezog 1922 die selbständig gewordene Abteilung «Buchbindereimaschinen» der Maschinenfabrik Martini in Frauenfeld die leerstehenden Fabrikräume. Seither hat sich das Unternehmen – heute Müller Martini Buchbindesysteme AG – dank einer ununterbrochenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit als erfolgreich erwiesen. Im Westen der Gemeinde hat sich die grossflächige Industrieanlage der Galvaswiss AG etabliert.
Nachdem sich die beiden Schulgemeinden Felben und Wellhausen 1944 vereinigten, erfolgte 1983 auch der politische Zusammenschluss der beiden Dörfer.
Ein Kornspeicher aus Wellhausen (Spychergasse) steht heute auf dem Ballenberg und kann dort bewundert werden:
http://www.ballenberg.ch/de/themen/hauslandschaften/6-oestliches-mittelland/622/
|Jahr||Ereignis|
|9. Jahrhundert||Erste Erwähnung der Kirche Felben|
|1568||Bau des Schützenhauses in Wellhausen|
|1777-1784||Bau der Hauptstrasse von Islikon nach Konstanz|
|1831||527 Einwohner|
|1850||Bau des Schulhauses mit Glockentürmchen an der Weinfelderstrasse|
|1855||Betriebsaufnahme auf der Bahnstrecke Winterthur - Romanshorn. Fahrzeit ca. 1 Std. und 40 Min., ein Billet der 3. Klasse kostete 3 Franken|
|1876||Hochwasser Thur und Bäche, Schäden ca. 45000 Franken|
|1896||Bau der Stickereifabrik Billwiller Brothers für 190 Arbeiter und 64 Maschinen|
|1900||Übernahme des Schlosses Wellenberg durch die Familie Schenkel|
|1925||Das Postauto fährt das erste Mal von Frauenfeld nach Steckborn und zurück|
|1930||755 Einwohner|
|1957||Neubau Turnhalle an der Bahnhofstrasse|
|1960||848 Einwohner|
|01.09.1963||Anschluss von Felben-Wellhausen an die ARA Frauenfeld|
|01.01.1976||Abschluss der Güterzusammenlegung|
|10.08.1978||Thurhochwasser|
|24.08.1978||Eröffnung der Autobahn A7 bis zur Pfynerbrücke|
|01.01.1979||Neubau Sportplatz bei der Schulanlage|
|31.05.1979||Schliessung des Bahnüberganges Im Ständeler|
|01.10.1979||Aufhebung des Bahnüberganges Bahnhofstrasse und Bau der Unterführung|
|11.04.1983||Anschaffung der ersten EDV-Anlage für die Verwaltung|
|01.06.1983||Gemeindezusammenschluss|
|1990||1632 Einwohner|
|07.09.1991||Einweihung Gemeindehaus Poststrasse 13|
|28.04.1994||Einweihung Reservoir Lochrüti|
|19.05.1994||Thurhochwasser|
|12.06.1998||2000 Einwohner|
|01.08.1998||Homepage www.felben-wellhausen.ch online|
|01.04.2001||Bezug Haus Lerchensang durch Grundbuchamt und Betreibungsamt|
|20.09.2002||Einweihung Unterführung Ständeler-Heuberg|
|29.06.2003||Einweihung Doppelturnhalle «Heuberghalle»|
|11.09.2004||Einweihung Sekundarschulhaus Hauptstrasse|
|31.08.2008||Jubiläum 25 Jahre Politische Gemeinde Felben-Wellhausen|
Die alten Wappen wurden nach dem Gemeindezusammenschluss 1983 zu einer gelungenen Einheit zusammengeschmolzen, was auch das künftige Zusammengehen symbolisieren soll. Im oberen Teil findet sich stilisiert in Rot eine weisse Weide. Rot und weiss stammt aus der Zeit vor 1798, da Felben noch unter der Stadt Frauenfeld stand. Im unteren Teil findet sich in Gelb eine gefugte schwarze Burg mit Tor und zwei Türmen. Diese deutet auf die ehemalige Zugehörigkeit zum Schloss Wellenberg hin. Die Farben sind ebenfalls die der Herren von Wellenberg.