Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/2621

Dezentralisierte und kleine Organisationsstrukturen dominieren den Wasserversorgungssektor im Kanton Basel-Landschaft. Generell hat jede Gemeinde ihre eigene Wasserversorgung. Es gibt lediglich einige wenige grössere Wasserversorgungen, welche stärker zentralisierte Strukturen mit geteilter Eigentümerschaft aufweisen und mehrere Gemeinden versorgen. Diese kleinräumigen Strukturen stossen zunehmen an ihre Grenzen, um den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen in der Wasserversorgung des Kantons gerecht zu werden. Betroffen sind insbesondere kleine Wasserversorgungen, die aufgrund ansteigender Qualitäts- und Quantitätsanforderungen und begrenzter finanzieller Mittel sowie fehlendem Know-how mit zunehmenden Schwierigkeiten konfrontiert sind.
Das Projektziel ist, über potenziell aussichtsreiche zukünftige Wasserversorgungsstrukturen in verschiedenen Regionen des Kantons Basel-Landschaft Aufschluss zu geben. Um dieses Ziel zu erreichen, beinhaltet das Forschungsprojekt folgende Schritte:
(1) eine Analyse der Stärken und Schwächen der gegenwärtigen Wasserversorgungsstrukturen im Kanton, um die wichtigsten gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen;
(2) eine Evaluation der Vor- und Nachteile von alternativen Strukturen (z.B. vermehrt zentralisierte oder sektorübergreifende Formen mit unterschiedlichen Finanzierungsmodellen und Regulierungen) unter Berücksichtigung anderer Strukturen in der Wasserversorgung sowie anderen Sektoren (bspw. Stromversorgung, Abwasser) in der Schweiz und
(3) die Erarbeitung von Empfehlungen für den Kanton Basel-Landschaft bezüglich der Eignung dieser alternativen Strukturen, möglicher Hindernisse und Massnahmen zur Umsetzung.