Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03588.jsonl.gz/361

Abgasmessungen
Gemäss LRV müssen alle Öl- und Gasfeuerungen bis 1 MW periodisch einer Kotrolle unterzogen werden. Der Vollzug der Verordnung obliegt den Kantonen. Sie können auch die Gemeinden damit beauftragen. In der Vergangenheit wurde ein amtlicher Feuerungskontrolleur für die Kontrollen eingesetzt. Im Verlaufe der Zeit zeigte sich, dass die Feuerungskontrolle im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zeitgerechter gestaltet werden soll und dass im Sinne des revidierten Umweltschutzgesetzes eine Zusammenarbeit mit der Heizungsbranche anzustreben ist. (Art. 41a). Eine Kommission, die sog. FEUKO 2000, in der neun Branchenverbände sowie über den Cercl’Air die Kantone vertreten waren, hat im Sinne einer Empfehlung an die Kantone bzw. an die Gemeinden drei Modelle für die Organisation der Feuerungskontrolle ausgearbeitet:
Modell "teilliberalisiert"
Periodische Messung und Kontrolle ausschliesslich durch den amtlichen Feuerungskontrolleur. Dies ist eine von der zuständigen Behörde beauftragte Person („mandatierte Stelle“). Bei Nachkontrollen können Messberichte eines Fachmanns der Heizungsbranche anerkannt werden (deshalb „teilliberalisiert“).
Modell "liberalisiert"
Der Anlagebesitzer kann zwischen amtlichem Kontrolleur und Fachmann der Heizungsbranche wählen. Wer misst, muss der Behörde die Resultate in einem Formular mitteilen.
Modell "liberalisiert mit Label"
Wie Modell 2, aber keine Meldung an die Behörde bei ordnungsgemässen Anlagen sondern Bescheinigung mittels Attestkleber. Nur Beanstandungen werden der Behörde gemeldet