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The Play House
Buster Keaton, Edward F. Cline, USA, 1921o
Als Bühnenarbeiter eines Vaudeville-Theaters träumt Buster von einer Aufführung, in der er sämtliche Nummern bestreitet und gleich noch sein eigenes Orchester und Publikum ist. Nach dem unsanften Erwachen in den Kulissen geht das Spiel der Doppelungen und Täuschungen mit einem Zwillingspaar, zwei Türen und Spiegeln weiter, bis der Arbeiter wirklich auf die Bühne genötigt wird, weil der Star einer Schimpansen-Nummer entlaufen ist. Das fortwährende Troubleshooting kulminiert in der brachialen Rettung einer Unterwasser-Akrobatin.
Keatons ironische Hommage an die Welt des Vaudeville-Theaters, in der er als Sohn eines Komiker- und AkrobatInnenpaars selbst aufwuchs, schon als Dreijähriger auftrat und seine stupende Körperbeherrschung lernte. Der Film ist gebaut wie ein bunter Abend in einem dieser zeitgenössischen Unterhaltungstheater für «bildungferne Schichten»: eher eine Nummernrevue als eine geschlossene Erzählung, doch neben dem berühmten Bravourstück zum Auftakt, bei dem Keatons Vervielfachung mit Abkaschierung von Bildpartien, Mehrfachbelichtung des gleichen Filmstreifens und hochpräzisem Timing erreicht wurde, sind auch die Zwillings-, die Affennummer und das Finale voller umwerfender Einfälle. Legionen späterer Filmemacher haben sich bei The Play House bedient, man denke nur an die Aquariumszene von Mission Impossible. Die wengisten sind Keaton auch nur nahe gekommen.Andreas Furler
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