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Im Final bezwingt das Schweizer Duo die Deutschen Alexander Zverev und Angelique Kerber mit 2:1 Siegen. Den entscheidenden zweiten Punkt holten «Benderer» durch das 4:3 (5:3), 4:2 im abschliessenden Mixed, das im Format «Fast 4» (maximal sieben Games, bei 3:3 Tiebreak auf maximal 9 Punkte) ausgetragen wurde.
Davor hatte für Bencic beim 4:6, 1:6 gegen Kerber die einzige Niederlage in total zwölf Schweizer Partien in Perth resultiert.
«Jeder Sieg ist emotional», sagte die 20-jährige Ostschweizerin. «Aber mit Roger zu gewinnen, macht es noch spezieller.» Federer stellte fest, dass sie bereits letztes Jahr, als sie den Final knapp verpasst hatten, eine tolle Zeit hatten. «Dieses Jahr haben wir den Titel aber angestrebt.» Damals kam der 36-jährige Basler von einer halbjährigen Verletzungspause zurück, diesmal von einem traumhaften Comeback-Jahr.
Für Federer war der zweite persönliche Triumph am Hopman Cup - 2001 hatte er das Exhibition-Turnier im Westen Australiens an der Seite von Martina Hingis gewonnen - die Bestätigung, in der Vorbereitung auf das Australian Open alles richtig gemacht zu haben.
Er war technisch und physisch parat. «Ich setze auf die Qualität der Trainings, nicht auf die Quantität», sagte er nach dem 6:7 (4:7), 6:0, 6:2. «Ich arbeite quasi halbtags, zur Hälfte bin ich Ehemann und Vater.»
Es scheint, als sei Federer noch besser in Form als 2017. Derweil seine Konkurrenten reihenweise angeschlagen sind (Nadal), ihren Start am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits abgesagt haben (Murray, Nishikori) oder dort nach Verletzungspausen ihr Comeback planen (Djokovic, Wawrinka), präsentiert sich der 36-jährige «Maestro» topfit und im Spiel und Service noch variantenreicher.
Gute Aussichten für Bencic
Auch die Aussichten der wiedergenesenen und spielfreudigen Bencic sind gut. Zwar resultierte im Einzel gegen die zweifache Grand-Slam-Siegerin Kerber die erste Niederlage nach 18 Siegen in Serie. Doch im Mixed zeigte die ehemalige Nummer 7 der Welt, die zum Ende des letzten Jahres drei ITF-Turniere gewonnen hatte, eine starke Leistung am Netz.
Bencic zeigt sich in Perth in guter Form.Bild: EPA/AAP
In Perth bezwang Bencic als Nummer 74 der Welt in den Einzeln mit der Japanerin Naomi Osaka (WTA 68), der Russin Anastasia Pawljutschenkowa (WTA 15) und der Amerikanerin Coco Vandeweghe (WTA 10) drei teils deutlich besser klassierte Spielerinnen. Wenn es die Auslosung für das Australian Open gut meint, ist Bencic in der aktuellen Verfassung einiges zuzutrauen.
«Kerber spielte toll», gab sie neidlos zu. «Aber ich fühle mich gut auf dem Platz.» Sie sei froh, wieder auf Kurs zu sein. «Vor so vielen Leuten zu spielen, ist so viel besser als zuhause verletzt rumzusitzen.» Die Perth Arena war wie bei jedem Schweizer Spiel mit rund 14'000 Besuchern restlos ausverkauft. (abu/sda)
«Nach all diesen Jahren wieder hier stehen zu können, ist unglaublich. Ich war damals in einer ähnlichen Situation wie Belinda. Jung und auf dem Weg nach oben. Belinda, du hast heute super gespielt. Ich hoffe, wir werden im nächsten Jahr wieder hier sein.» Federer freut sich vor allem über den mit Diamanten bestückten Tennisball aus Silber. «Den wollte Martina damals schon unbedingt gewinnen, jetzt hat ihn auch Belinda gewonnen. »
«Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Angelique war im Einzel zu stark für mich, deshalb bin ich froh, dass mir es Mixed noch geschafft haben. Ich möchte Roger danken, dass er mit mir hier gespielt hat. Für mich ist ein Traum wahr geworden, ich hätte mir keinen besseren Partner wünschen können.»
Zverev hat genug
Erst sind die Verlierer mit ihren Reden dran! Zverev macht Federer Vorwürfe, er hat langsam genug: «Immer gewinnt ihr Schweizer», sagt er mit dem Schalk im Gesicht. Der «Maestro» selbst kann da nur verlegen schmunzeln.
Der Matchbericht
Roger Federer und Belinda Bencic sorgten dafür, dass die Schweiz erstmals seit 2001 wieder den Hopman Cup gewann. Das Duo setzte sich in Perth im Final gegen Deutschland mit 2:1 Siegen durch.
Im Gegensatz zum vorzeitig entschiedenen Halbfinal gegen die USA wurde das Mixed im Endspiel nicht mehr zur reinen Show-Veranstaltung. Nach Federers 6:7 (4:7), 6:0, 6:2 gegen Alexander Zverev konnte Bencic gegen Angelique Kerber den ersten Matchball nicht nutzen. Die Ostschweizerin, die davor 18 Einzel in Folge gewonnen hatte, unterlag der zweifachen Grand-Slam-Siegerin 4:6, 1:6.
Deshalb musste das Mixed über den Gewinner entscheiden. In der Endausmarchung zeigte sich Bencic dann stark verbessert. Am Netz punktete sie wesentlich effizienter als Kerber. Das im Format «Fast 4» ausgetragene Mixed (maximal sieben Games, bei 3:3 Tiebreak auf maximal 9 Punkte) gewannen «Benderer» mit 4:3 (5:3), 4:2.
Bei der vierten Finalteilnahme ging die Schweiz zum dritten Mal als Siegerin hervor. Bislang hatten 1992 Jakob Hlasek/Manuela Maleeva und 2001 Federer/Martina Hingis die inoffizielle Mixed-WM im Westen Australiens für sich entschieden.
Momentan läuft gerade die Siegerehrung! Die Organisatoren loben ihr Turnier in den Himmel. Nicht ganz zu Unrecht, wir haben ja auch sensationelles Tennis gesehen, mit einem perfekten Schweizer Abschluss. Lieber würden wir allerdings hören, was die Protagonisten zu sagen haben. Die durften bislang nämlich nur auf die Kamera unterschreiben.
Federer lässt zum Schluss gar nichts mehr anbrennen und serviert das Match souverän nach Hause! Die Schweiz gewinnt gegen Deutschland 4:3, 4:2 und fährt damit nach 1992 (Jakob Hlasek/Manuela Maleeva) und 2001 (Roger Federer/Martina Hingis) den dritten Sieg am Hopman Cup ein.
Die halbe Miete ist eingefahren! Federer/Bencic holen gegen Zverev/Kerber den ersten Satz im Tiebreak. Den Unterschied macht in der Kurzentscheidung nach Fast-4-Modus die Ostschweizerin aus, die extrem aggressiv zu Werke geht.
Das Mixed-Doppel zwischen #Benderer und #Kerbev hat begonnen.
Hauptsache Fahne
von Luca Brasi
Witzig, in Perth gibt es sogar mehr Schweizer Fans. Denn welcher echte Schweizer Fan feuert sein Land schon mit Fahnen an, die auf der Seite einen deutschen Schuhhersteller oder eine Grossbank drauf haben. :P
Warum hat es eigentlich so viele Schweizer Fans in Perth?
Ganz einfach, vor dem Betreten des Stadions können alle Zuschauer eine Nationalflagge gratis mitnehmen. Wegen Federer wählen viele die Schweizer Fahne. Er ist eben ein Weltbürger, unser Roger.
Angelique Kerber lässt Belinda Bencic trotz eines Blitzstarts der Schweizerin keine Chance und gewinnt 6:4, 6:1. Nach dem 0:2 überlässt die Deutsche ihrer Kontrahentin nur noch vier Games – damit war sie ähnlich «on fire» wie Federer. Für Bencic ist es die erste Einzel-Niederlage in dieser Saison nach zuletzt 18 Siegen in Folge. Jetzt wird also das Mixed-Doppel die Entscheidung bringen müssen. Wer hat das bessere Ende für sich? Es wird spannend.
Es sieht schlecht aus für Bencic: Die 20-jährige Ostschweizerin muss auch im zweiten Satz ihren Aufschlag ein erstes Mal abgeben. Kerber fehlen nun drei Games zum Matchgewinn und somit zum Ausgleich. Sollte es so weit kommen, müsste das Mixed-Doppel den Final am Hopman Cup entscheiden. Federer wirkt besorgt.
Bencic verliert den 1. Satz
Völlig unnötig muss Bencic den ersten Durchgang Kerber überlassen. Die Schweizerin verliert nach einem frühen Break den Faden und macht einfach zu viele Fehler. Zum Schluss wird sie im dümmsten Moment gebreakt. Weiterkämpfen jetzt!
Mittlerweile hat auch das Match zwischen Belinda Bencic und Angelique Kerber begonnen. Die Schweizerin legt gleich einen Traumstart hin und nimmt der ehmaligen Weltnummer 1 sogleich den Aufschlag ab.
Der Matchbericht
Die Schweiz hat im Final des Hopman Cups gegen Deutschland zwei Matchbälle. Roger Federer sorgt mit dem 6:7 (4:7), 6:0, 6:2 gegen Alexander Zverev für den ersten Punkt. Nach Startschwierigkeiten dreht Federer im Spiel gegen die erst 20-jährige Nummer 4 der Weltrangliste mächtig auf. Für den zweiten Durchgang benötigt Federer nur gerade 22 Minuten, für den dritten 29. Seinen dritten Matchball verwertet er mit einem sehenswerten Cross-Stoppball.
Im letzten Jahr hatte Federer gegen den deutschen Youngster in der Gruppenphase noch verloren. Diesmal zeigte sich der Maestro insbesondere mit dem Aufschlag unwiderstehlich. Er schlug 16 Asse und liess bei eigenem Service nur 19 Punkte des Gegners zu. Zudem wehrte Federer alle vier Breakbälle ab.
Belinda Bencic könnte mit einem Sieg gegen Angelique Kerber den dritten Schweizer Triumph am Hopman Cup (bei vier Finals) perfekt machen. Die bisherigen drei Duelle mit der Gewinnerin des Australian Open und des US Open 2016 hat Bencic allesamt ohne Satzverlust gewonnen.
Federer der Teilzeit-Arbeiter 😂
“It’s nice. I work part time now. I work in the morning, I’m off in the afternoons... It’s good being a dad, it’s good being a husband and it’s good being a tennis player.”
Leicht erkältet ist der «Maestro», dennoch bestens gelaunt: «Ein Stoppball habe ich beim Matchball glaubs noch nie gespielt. Ich bin überglücklich, dass ich gewonnen habe und wir jetzt führen. Natürlich hat Alexander Zverev nach dem 1. Satz etwas nachgelassen, aber ich habe auch stark gespielt.»
6:7 6:0 6:2 - Match - Roger Federer
Mit einem Stoppball bringt Federer das Match ins Trockene! Die Schweiz führt im Hopman-Cup-Final gegen Deutschland dank einer tollen Leistung des «Maestros» mit 1:0. Den ärgerlichen Verlust des 1. Durchgangs im Tiebreak steckt er souverän weg und gesteht Alexander Zverev in der Folge nur noch zwei Games zu. Teilweise zeigte Federer aber auch überragendes Offensiv-Tennis.
Federer versucht es wieder mit einem Stoppball, diesmal klappt es nicht.
15:0
Zverev mit einem Service-Winner.
6:7 6:0 3:1 - Game - Roger Federer
Federer bestätigt das Break souverän. Dank seinem Aufschlag hat der den Ausrutscher aus dem ersten Satz souverän korrigiert und marschiert hier fast unaufhaltsam Richtung Matchgewinn.
40:15
Hoppla, Federer hämmert eine Vorhand aus dem Feld ins Netz.
40:0
Federer punktet mit einem Volley-Stopp.
30:0
Federer jetzt wie auf Schienen, Zverev zum Zuschauen verdammt.
15:0
Federer punktet mit dem Aufschlag.
6:7 6:0 2:1 - Break - Roger Federer
Federer holt sich das Break dank einem nächsten unnötigen Fehler von Zverev. Der Deutsche spielt ja meist mit Licht und Schatten. Mittlerweile hier aber mit deutlich mehr Schatten. Federer kann das egal sein, er nützt das eiskalt aus.
Vorteil Federer - Breakball
Was für ein Punkt von Federer! Er schlägt ein Vorhand-Winner mit unfassbarem Winkel. Nächste Breakchance.
Hoppala, da ist das nächste Break und Zverev droht die Höchststrafe, ein Satzverlust zu null.
15:40 - Breakball
Federer jetzt wie auf Schienen, Zverev kann nur zuschauen. Zwei weitere Breakbälle für den «Maestro».
15:15
Zverev wehrt sich nach Kräften und bleibt dank der starken Rückhand dran.
0:15
Federer macht mächtig Druck und auch den Punkt.
6:7 4:0 - Game - Roger Federer
Federer bringt seinen Aufschlag trotz Breakball für Zverev durch, dank dem vierten Spielgewinn in Folge führt er hier jetzt bereits 4:0.
Vorteil Federer
Noch ein Service-Winner des Schweizers.
Einstand
Der Service hilft Federer mal wieder aus der Patsche.
Vorteil Zverev - Breakball
Unnötiger Fehler von Federer, Breakball für Zverev.
Einstand
Zverev bleibt dank seiner bärenstarken Rückhand in diesem Game.
40:30
Federer verhindert einen Breakball dank seiner starken Vorhand.
30:30
Der zweite Smash von Federer sitzt.
15:30
Federer stürmt nach dem Aufschlag ans Netz, verzieht den Volley allerdings.
15:15
Zverev versucht es mal wieder mit einem Lob, diesmal klappt das allerdings nicht.
0:15
Federer beginnt mit einem unnötigen Fehler.
6:7 3:0 - Break - Roger Federer
Zverev ärgert sich über das zweite Break von Federer in Serie! Nicht ganz zu unrecht, Federer fordert nach einem falschen Ausruf beim Aufschlag des Deutschen eine Wiederholung des Punkts und kriegt diese. Fraglicher Entscheid des Schiedsrichters.
30:40 - Breakball
Zverev schaut auf die Linie, doch es erfolgte kein Aus-Ruf und er nahm die Challenge nicht. Der nächste Breakball für Federer.
30:30
Federer erwischt Zverev mal wieder mit einem Stoppball.
30:15
Zverev hilft der Service aus der Patsche.
15:15
Federer punktet nach dem starken Return mit der Vorhand.
6:7 2:0 - Game - Roger Federer
Federer bestätigt das Break zu null. Stark gemacht!
30:0
Der Schweizer legt mit dem Aufschlag gleich nach.
15:0
Federer schliesst den Punkt am Netz mit einem Smash ab.
6:7 1:0 - Break - Roger Federer
Da ist das Break! Zverev schenkt Federer den ersten Aufschlagsdurchbruch mit einem einfachen Vorhand-Fehler. Allez!
30:40 - Breakball
Zverev wehrt den ersten Satzball mit einem Rückhand-Winner ab.
15:40 - Breakball
Nach einem Doppelfehler von Zverev hat Federer jetzt zwei Breakchancen.
15:30
Federer spielt Zverev zweimal aus, der Schweizer macht seinem Ärger vom Satzverlust Luft und gleich viel Druck.
15:0
Service-Winner von Zverev.
6:7 0:0 - Satz - Alexander Zverev
Zverev gewinnt den ersten Satz im Tiebreak! Ziemlich ärgerlich für Federer, hatte er doch zuvor einen Satzball und war auch im Tiebreak am Drücker, doch dann unterlief ihm ein fataler Volley-Fehler. Jä nu, Krönchen auflesen, abputzen und weiterspielen.
Roger Federer baut sein Marken-Imperium aus – und lässt ein neues Logo schützen
Seit Januar hat Roger Federer keinen Ernstkampf mehr bestritten. Recherchen von CH Media zeigen: Der Tennisspieler hat die Zeit genutzt, um sein Geschäftsimperium zu erweitern. Besonders Auffällig: ein neues, bisher unbekanntes Markenlogo.
Anfang Dezember verkündete Roger Federer die frohe Kunde für seinen Anhang. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft stehen wieder mit seinem ikonischen RF-Logo bedruckte Kappen zum Verkauf – und das gleich in acht verschiedenen Farben. Erst im Februar hatten Federer und sein früherer Ausrüster Nike sich nach zwei Jahren Tauziehen einigen können. Die Rechte wurden von Nike auf die Tenro AG übertragen, unter deren Dach Federer seine kommerziellen Aktivitäten zusammenfasst.