Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/113817

<h2>SubmittedText<h2><p>Am 1. Juli 1960 ist das Bundesgesetz vom 23. Dezember 1959 über die friedliche Verwendung der Atomenergie in Kraft getreten, das mit Wirkung vom 1. Februar 2005 vom Kernenergiegesetz (SR 732.1) abgelöst worden ist. Wie viele Bundesgelder sind nach Jahren und kumuliert seither unmittelbar und mittelbar, auch via den ETH-Bereich, in die Atomforschung geflossen, die nicht ausschliesslich zu humanmedizinischen Zwecken betrieben wurde? Der Bundesrat wird gebeten, diese Zahlen nach heutiger Preisbasis abzubilden und, soweit bekannt, die Beträge der beteiligten, kantonal beherrschten Energieunternehmen ebenfalls zu berücksichtigen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zwischen 1957 und 2009 wurden für die Kernforschung durch die öffentliche Hand rund 3169 Millionen Franken aufgewendet. Diese Summe enthält die Aufwendungen des ETH-Bereichs. Die Zahlen der Energieunternehmen liegen nicht vor.</p><p>Diese Zahl ergibt sich aus den Aufwendungen zwischen 2000 und 2009 durch die öffentliche Hand von rund 552 Millionen Franken für die Kernforschung (Liste der Projekte, BFE, Teuerung Stand 2009, nominal 520,4 Millionen Franken) und den Aufwendungen zwischen 1956 und 1999 durch den Bund mit 1692,2 Millionen Franken (nominal) bzw. 2617,1 Millionen Franken (teuerungsbereinigt, Stand 2001, Botschaft 01.022 des Bundesrates zu den Volksinitiativen "MoratoriumPlus" und "Strom ohne Atom" vom 28. Februar 2001, Seite 2689). Mit den 552 Millionen Franken, die die öffentliche Hand zwischen 2000 und 2009 für die Kernforschung aufgewendet hat, wurden hauptsächlich die Bereiche Kernfusion und Kernspaltung finanziert (ungefähr je 50 Prozent). Der grösste Teil der Forschungsausgaben im Bereich der Kernspaltung wurde in die Bereiche "Sicherheit" und "Radioaktive Abfälle" investiert.</p>  Antwort des Bundesrates.