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Letzte Woche fiel Oberleutnant Vadym Adachko in russische Gefangenschaft. Er diente in der ukrainischen Armee als stellvertretender Kompaniekommandant. Er gehörte zur Feuerunterstützungseinheit des 108. Gebirgssturmbataillons in der 10. Gebirgssturmbrigade.
Nach seiner Gefangennahme unterrichtete er die Russen im Gebrauch des schwedischen Granatwerfers AT4. Der Berufsoffizier hatte am NATO-Training teilgenommen, in dem Ukrainer die Anwendung des modernen Granatwerfers lernten. Ebenso nahm er an gemeinsamen Übungen mit NATO-Partnern teil. Er verriet den Russen den Code für den AT4-Werfer: die “schwedische Fliege”.
Zuerst müsse der Stift gezogen werden. Dann sei das Schulterstück in Position zu bringen wie auch der zweite Handgriff. Dann sei die Optik einzurichten – so individuell wie möglich. Als nächstes komme der Verschluss dran, vor dem Schubriegel. Der Verschlusskopf stelle sicher, dass die Schussauslösung erst bei vollkommen entsicherter Waffe geschehe.
Adachko: “Sobald du das Ziel siehst, entspanne die Sicherung mit dem roten Hebel. Ziele präzis. Fasse gleichzeitig den roten Abzug auf der rechten Seite des Werfers.
Frage eines russischen Offiziers: “Gleichzeitig?”
Adachko: “Ja, gleichzeitig. Geh auf den Druckpunkt, ohne dass du das Ziel aus den Augen lässt. Dann drückst du den Abzug durch.”
Zum Schluss hebt der Ukrainer hervor: “Nach dem Schuss kann der Werfer entfernt werden.”
Der russische Offizier: “Danke, Vadim, gut gemacht.”
Instruktion auch an der Panzerabwehrwaffe NLAW
Ein anderer gefangener ukrainischer Offizier führte die Russen in den Gebrauch der Panzerabwehrwaffe NLAW ein.