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Ägypten: Unterstützung von und für Flüchtlinge
In Ägypten bilden wir Flüchtlinge aus, um andere Flüchtlinge zu unterstützen. Tdh arbeitet mit dem Cairo Psychosocial Training and Services Institute (PSTIC) zusammen, das Flüchtlingen eine an ihre Kultur und ihren Kontext angepasste Unterstützung durch die Gemeinschaft bietet. Zu diesem Zweck wurden 110 Psychosozialarbeiter aus Flüchtlingsgemeinschaften geschult, um Menschen in Not bei der Bewältigung ihrer migrationsbedingten Herausforderungen zu helfen: Schutz, psychische Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden. Diese Menschen unterstützten 14’000 Migranten, Flüchtlinge und Asylbewerber im Jahr 2018. Lernen Sie Abdi* kennen, selbst ein Flüchtling, der anderen hilft, sich zu integrieren und zu einem normalen Leben in Ägypten zurückzukehren.
„Den Flüchtlingen hier fehlt es an Sicherheit und Stabilität. Sie brauchen Schutz, Nahrung, Unterkunft und finanzielle Unterstützung. Sie sind oft Opfer von Diskriminierung und Belästigung und müssen einen langen Prozess durchlaufen, um ein Aufenthaltsvisum zu erhalten.
Ich wurde mit den Bedürfnissen meiner Gemeinschaft konfrontiert, was mich motivierte, für andere zu arbeiten und mehr Fähigkeiten zu erwerben. Ich habe als Freiwilliger angefangen, mit PSTIC zu arbeiten. Nach sieben Monaten wurde ich zum Psychosozialarbeiter befördert.
Im Rahmen meiner Arbeit mit PSTIC unterstütze ich Flüchtlinge durch Hausbesuche. Ich biete ihnen Beratung und psychosoziale Unterstützung, gebe Informationen über verfügbare Gemeinschaftsdienste und reagiere auf ihre dringenden Bedürfnisse. Integration ist auch eine Herausforderung, insbesondere für Neuankömmlinge. Ich sensibilisiere die Menschen, damit sie in Harmonie mit ihren Nachbarn leben können. Rechtshilfe ist auch wichtig, weil Flüchtlinge verhaftet werden können, weil sie kein Visum für den Aufenthalt in Ägypten haben.
Es hilft mir sehr, mit Flüchtlingen in ihrer Sprache kommunizieren zu können. Es ist für sie sehr beruhigend. Als Flüchtling weiss ich, wie sich andere Flüchtlinge fühlen, ich verstehe ihr Leiden.“
Abdi, 36, kommt aus Somalia. Er arbeitet als Koordinator für Notfälle und psychosoziale Themen in Ägypten, wo er 2010 angekommen ist.
*Name geändert
Bildnachweis: © Tdh/Ollivier Girard