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Morbus Parkinson, Lewy-Körper-Demenz und Multisystematrophie zählen zu den Synucleinopathien, charakterisiert durch Alpha-Synuclein-Ablagerungen, insbesondere in Lewy-Körperchen. Einige vermuten eine Prion-ähnliche Ausbreitung im Gehirn. Diese Ablagerungen finden sich nicht nur in den Basalganglien, sondern auch im autonomen Nervensystem, Haut, Magen-Darm-Organe und Drüsen.
Es wird spekuliert, dass Prione möglicherweise über den Darm oder den Riechnerv ins Gehirn gelangen. Vor den typischen Parkinson-Symptomen können orthostatische Hypotonie und Riechstörungen auftreten. Orthostatische Hypotonie, ein häufiges Frühsymptom, resultiert in einem plötzlichen Blutdruckabfall beim Aufstehen, verursacht durch «venöses Pooling» in den Beinen.
Die PDRisk-Studie des National Institute of Neurological Disorders and Stroke nutzte Positronen-Emissions-Tomografie mit dem Tracer 18F-Dopamin, um orthostatische Hypotonie zu untersuchen. Dieser Tracer ermöglicht die Visualisierung der sympathischen Nervenfasern am Herzen, da Noradrenalin, der die Herztätigkeit steuert, aus Dopamin synthetisiert wird.
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Demenz beeinflusst nicht nur den erkrankten Menschen, sondern auch seine Pflegepersonen, oft Partner oder Kinder. Es gibt verschiedene Formen der Demenz, wobei die Alzheimer-Erkrankung die häufigste ist. Neben dem Gedächtnisverlust beeinträchtigt Demenz auch andere Fähigkeiten, wie Orientierung, Sprache und emotionale Kontrolle. Die meisten Formen, einschließlich Alzheimer, sind nicht heilbar, aber Medikamente können den geistigen Abbau verlangsamen. Verschiedene Therapieansätze, darunter Ergotherapie, können je nach Krankheitsform und -schwere helfen. Trotzdem werden Menschen mit Demenz letztendlich auf Unterstützung und Pflege angewiesen, wenn sie den Alltag nicht mehr alleine bewältigen können.
Und hier noch der Link zu den neuen Leitlinien Demenz.
Eine neue medizinische Leitlinie zu Parkinson wurde von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) veröffentlicht. Medizinische Leitlinien sind dokumentierte Verfahren zur Diagnostik und Therapie in speziellen medizinischen Bereichen, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und klinischen Erfahrungen. Sie dienen der Qualitätssicherung in der Patientenversorgung, indem sie Empfehlungen für die optimale Vorgehensweise bei bestimmten Erkrankungen geben.
Die Parkinson-Leitlinie empfiehlt den Begriff «Parkinson-Krankheit» anstelle von «Idiopathisches Parkinson-Syndrom» aufgrund neuer genetischer Erkenntnisse. Die Leitlinie betont die Berücksichtigung nicht-motorischer Symptome bei der Diagnose und empfiehlt frühzeitig eine kraniale Magnetresonanztomografie. Für bestimmte Patientengruppen wird eine genetische Untersuchung vorgeschlagen. Therapeutische Empfehlungen gelten für beide Formen der Parkinson-Krankheit, und invasive Verfahren sollten bei Levodopa-Problemen in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung für ein Verfahren sollte umfassend auf motorischen und nicht-motorischen Symptomen, Patientencharakteristika und Präferenzen basieren.
Die Leitlinie ist eine Konsultationsfassung, die bis zum 24. Oktober 2024 zur Kommentierung freigegeben ist. Dies ermöglicht Fachleuten und der Öffentlichkeit, Feedback zu geben und Anpassungen vorzuschlagen. Der kollaborative und transparente Ansatz bei der Erstellung von Leitlinien trägt dazu bei, die Qualität, Akzeptanz und Anwendbarkeit sicherzustellen.
Was sind die diagnostischen Kriterien, Therapieoptionen und Behandlungsempfehlungen bei der Parkinson-Krankheit? Einen detaillierten Bericht dazu bietet die S2k-Leitlinie Parkinson. Den schnellen Überblick erhalten Sie im gleichnamigen Leitlinienpodcast mit Leitlinienkoordinator Prof. Dr. Günter Höglinger, München.
Studien zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede im Auftreten und Verlauf von Parkinson. Eine neue Untersuchung mit 300 Parkinson-erkrankten Frauen legt nahe, dass frauenspezifische Gesundheitsfaktoren wie natürliche Geburt, schwangerschaftsbedingte Depression oder Gebärmutterentfernung den Krankheitsverlauf beeinflussen könnten. Es handelt sich jedoch nicht um einen definitiven kausalen Zusammenhang, und weitere Studien sind erforderlich, um die Rolle frauenspezifischer Faktoren bei Parkinson zu verstehen.
«Mein Alltag hat sich enorm verbessert», sagt Patient Marc aus Frankreich. Ihm wurden Elektroden im Rückenmark und ein elektrischer Impulsgenerator unter der Bauchhaut implantiert.
Björn Hellkvist ist 44 Jahre alt und unheilbar krank. Dennoch arbeitet der Schwede als Eishockeytrainer auf höchstem Niveau – dank Implantaten, die sein Gehirn stimulieren.
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Magnes ist ein Spin-off der ETH Zürich und hat seinen Hauptsitz in Zürich. Es konzentriert sich auf die Analyse menschlicher Bewegungen mithilfe von KI-Algorithmen und tragbaren Sensoren, die Biofeedback liefern. Die Anwendungsfälle unserer Technologie reichen von der Behandlung neurologischer Erkrankungen über Sturzprävention und AR/VR-Rehabilitation bis hin zu digitalen Biomarkern für neue Medikamente.