Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03165.jsonl.gz/1248

ein unumstößliches Zeugnis für das Todesleiden und die Auferstehung Jesu Christi
Das Grabtuch von Turin
Das Grabtuch von Turin ist ein ca. 442 cm x 113 cm langes Stück antiken Leinens, auf dem man schattenhaft die Umrisse eines gefolterten und gekreuzigten Mannes sieht. Seit den ersten Jahrhunderten wird dieses Leinentuch mit der Person Jesu Christi in Verbindung gebracht. Obwohl die im Jahre 1988 durchgeführte Radiokarbondatierung des Leinenstoffes unerklärlicherweise einen mittelalterlichen Ursprung des Bildes ergab, und obwohl die im Tuch verborgenen Rätsel (z. B. der Bildentstehung) noch nicht gelöst sind, so kommen doch immer mehr namhafte Experten zu dem Schluss, dass dieses Tuch das echte Grabtuch Christi und damit eine wissenschaftliche "Singularität" sein müsse. Anhand von binären Expertensystemen und mit den Erkenntnissen der Kriminalistik fanden nämlich Arnaud-Aaron Upinsky, Oswald Scheuermann, Emanuela Marinelli, Giulio Fanti und andere Wissenschafter heraus, dass es sich bei diesem Mann nur um Jesus von Nazareth handeln kann:
Bei der Untersuchung
des Körperbildes konnte man eindeutig feststellen, dass das gefolterte
und gekreuzigte Opfer ein frommer Jude des ersten Jahrhunderts gewesen
sein musste. (Gesichtszüge, Tibia-Femur-Index, Haartracht), der in
Jerusalem, (Pollen und Pflanzenabbildungen um das Haupt) vermutlich am
7. April des Jahres 30 nach bestialischen Torturen (römische Geißelung,
Dornenkrönung) eine römische Kreuzigung (Lanzenstich, postmortales
Blut der Herzwunde) unter Pontius Pilatus als König der Juden (Dornenkrone,
Titulus, d.h. die Kreuzestafel, eventuell Münzabdruck auf dem rechten
Augenlid) erlitten hat. Aus den Evangelien wissen wir, dass Christus aber
nicht im Grab verblieb, sondern am 3. Tage von den Toten auferstanden ist.
Das schattenhafte Körperbild, das in sich eine dreidimensionale Information
enthält, die ihrerseits auf eine mysteriöse Bildentstehung hinweist,
scheint alle Versuche zu widerlegen, diese fundamentale Glaubenswahrheit
der Auferstehung Christi zu verwässern oder zu leugnen (cf. die Theorie
des "Grabraubes", bzw. "des nicht leeren Grabes"). Ebenso weisen die auf
dem Tuch befindlichen nicht fälschbaren Blutspuren daraufhin, dass
der Körper nicht länger als 36-40 Stunden nach dem Todeseintritt
Kontakt mit dem Tuch hatte. Die nachweislich nach ca. 36 - 40 Stunden unterbrochene
Fibrinolyse (Bluterweichung bei einem Leichnam), die deutlich abgegrenzten,
unverletzten Blutkrusten, das unbeschädigte textile Gewebe, die Abwesenheit
jeglicher Spuren von Verwesung (insbesondere das Fehlen von Verwesungsflüssigkeit
und Ammoniakdämpfen um die Lippen) deuten auf eine Entmaterialisierung
des Leichnams hin, wie es auch bei Johannes 20, 3-8 anklingt. Bei diesem
rätselhaften Verschwinden des Körpers aus dem Tuch muss es zu
einer für die Wissenschaft noch unerklärbaren E-Emission aus
dem Leichnam gekommen sein, die für die Bildentstehung verantwortlich
ist. Das Körperbild scheint demnach auf ein orthogonales Aufblitzen
des Leichnames (innerhalb einer Nanosekunde!) zurückzugehen, wodurch
die Fibrinolyse beendet und die "Materie des Körpers" in "Licht" gewandelt
wurde... (Giulio Fanti, Oswald Scheuermann). Giulio Fanti hat außerdem
im Bereich des Gesichtes und der Hände auf der Rückseite des
Tuches ein zweites schwaches Körperbild entdeckt, was auf eine Büschelentladung
(Corona discharge) im Moment der Bildentstehung schließen lässt.
Das Körperbild penetriert aber das Gewebe NICHT, sondern die Verfärbung
der Flachsfasern im Bereich des Körperbildes beträgt nur 0,2
u, was dem „primary cell wall" entspricht, wobei das Mark der Faser nicht
verändert ist. Von 80 bis 200 Flachsfasern eines Fadens sind aber
nur 2-3 Fasern, die nicht einmal nebeneinander liegen, verfärbt, gleichsam
„oxydiert". Diese Art der Verfärbung ist manuell unmöglich herzustellen
und schließt jeden Fälschungsversuch eines mittelalterlichen
Fälschers aus.
Kein gewöhnlicher Sterblicher aber kann sich selbst das Leben zurückgeben, denn niemand ist Herr über Leben und Tod, das ist nur Gott. Es ist gerade dieses "Zeichen des Jona" (Mt 12,38 ff), das Jesus von Nazareth als Gottes Sohn ausweist (vgl. Jo 5,21; 5,26; vor allem: 10,17-19 ("Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand nimmt es mir, sondern ich gebe es freiwillig hin. Ich habe die Vollmacht, es hinzugeben, und ich habe die Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen"). Das Grabtuch von Turin erweist sich demnach als stummer, aber dennoch durch die Bildersprache beredter Zeuge eines einmaligen, historischen Geschehens, das Höhepunkt der Inkarnation und Kernaussage unseres Glaubens bildet: Tod und Auferstehung Christi, des für uns Mensch gewordenen Sohnes Gottes, dem " alle Gewalt über Himmel und Erde gegeben ist" (Mt 28,18). (Gertrud Wally, Wien, Mai 2012)
Spirituelle Bedeutung des Grabtuches von Turin
Was die religiösen
Aspekte des Grabtuches von Turin betrifft, so möchte ich fünf
Hauptpunkte näher beleuchten:
Der Tod des Mannes auf dem Grabtuch
Hinweise auf die Gottheit Christi auf dem Grabtuch von Turin
Hinweise auf die Auferstehung auf dem Grabtuch von Turin
Das Grabtuch von Turin und die anderen monotheistischen Religionen
Das Grabtuch als hervorragendes Mittel zur Neuevangelisierung.
1. Der Tod des Mannes auf dem Grabtuch von Turin
Wenn man den Ärzten
Glauben schenken darf, so ist der Mann des Grabtuches von Turin an einer
Perikardtamponade gestorben. Bei einer solchen Todesart stößt
der Sterbende fast immer einen gellenden Schrei aus, sobald die Herzwand
zerreißt und sich das ganze Blut in den Herzbeutel ergießt.
Ein solcher Schrei ist bei den Synoptikern erwähnt {Mk 15,3 7; Mt
2 7,50; Lk 23,46). Aber schon im Psalm 22 spielt der Psalmist auf ein krankes
Herz an (Ps. 22, vsl5.)
Wie Wasser bin ich hingeschüttet, und alle meine Gebeine haben sich zertrennt; wie Wachs ist geworden mein Herz, es ist zerschmolzen inmitten meiner Eingeweide."
Christus ist also nicht eines langsamen, qualvollen Erstickungstodes gestorben, wie ihn sonst die Gekreuzigten erleiden mussten, sondern ganz überraschend - und bei vollem Bewusstsein - an einer Perikardtamponade, einer Herzruptur.
Sogar Pontius Pilatus wunderte sich, dass er schon tot war (Mk 15,44).
Die Osterlämmer wurden um drei Uhr Nachmittag geschlachtet und ihr Blut, das während des Sterbens austrat, hatte Sühnefunktion. Von den Evangelien her wissen wir, dass Jesus genau zu dem Zeitpunkt stirbt, in dem auch die Osterlämmer geschlachtet werden. Er wird von Anfang an als das wahre Osterlamm bezeichnet (Johannes 1,29 und 1,37). Nach seinem Tod wird auf Jesus als das Osterlamm bei Petrus und Paulus hingewiesen (1 Petrus 1,19 und Paulus 1 Korinther 5,7). Da er nun das wahre Osterlamm ist, so hat sein Herzblut, das im Sterben in den Herzbeutel fließt, höchste Sühnefunktion. Jedoch wurde dieses Sühneblut erst sichtbar, als das Herz mit einer Lanze durchbohrt wurde (Jo 19,34: „Einer der Soldaten öffnete seine Seite mit einer Lanze und sogleich floss Blut und Wasser heraus.") Übrigens ist diese Todesart, die Perikardtamponade, der Grund dafür, dass bei der Herzöffnung Blut und Serum aus der Herzwunde fließen. Denn das im Herzbeutel angesammelte Blut koaguliert, d.h. gerinnt nicht, sondern zersetzt sich in Blut und Serum. Johannes berichtet daher als Augenzeuge, denn ein medizinischer Laie kann solche Symptome nicht erfinden. Dieser reichliche Blutfluss, der aus dem Herzen strömte, ist der Hauptbeweis, dass der Mann des Grabtuches, Jesus, bereits am Kreuz gestorben war, denn sonst gäbe es keinen solchen Blutaustritt. Dieses Faktum ist der Haupttodesbeweis gegen alle abstrusen Hypothesen, dass Jesus die Kreuzigung überlebt hätte. (Übrigens auch das blutige Lungenödemsgemisch, das auf dem Schweißtuch von Oviedo ersichtlich ist, bestätigt den Tod Jesu, denn es ist mit jeglicher Atemtätigkeit unvereinbar.) Wenn Jesus noch gelebt hätte, wie die beiden mit ihm gekreuzigten Schacher, dann hätte ihm der „Exactor mortis", der Soldat, der für den geregelten Ablauf der Hinrichtung verantwortlich war, die Beine zerschlagen. Aber am Grabtuch ist - so wie es in den Evangelien steht -(Jo 19, 33: „Sie zerschlugen ihm daher die Beine nicht") nichts davon zu sehen.
Die „transverberatio", der Herzeinstich, war also nicht ein Gnadenstoß, sondern der Beweis, dass der Gekreuzigte bereits tot war. Das Grabtuch bestätigt daher in verblüffender Weise die historische Wahrheit der Evangelien.
Diese überraschend
schnelle und unvorhersehbare Todesart ist ebenso ein Hinweis, dass der
Mann des Grabtuches, Jesus, wahrhaft sowohl der „Gottesknecht"
(Is.52,13-53,12) als auch das „Lamm
Gottes ist", (Jo 1,29), denn im Aramäischen
werden beide Begriffe mit dem Wort „talia" wiedergegeben, wie es der Hl.
Vater in seinem Buch „Jesus von Nazareth" betont hat.
Man hat sich lange Zeit gefragt, ob ein junger Mann von ca. 30 Jahren Opfer einer Herzruptur werden könne. Heute weiß man, dass insbesondere junge Sportler und Künstler nach einer hohen psychischen Streßsituation und einer starken physischen Anstrengung einen solchen Tod erleiden können.
(Ratzinger, Josef, Benedikt XVI: Jesus von Nazareth, Freiburg, Herder, 2007'S. 48). Der Arzt Luigi Malantrucco (Malantrucco, Alessandro,figlio diL. M.: La doppia morte di Cristo, AAVV: Atti del Convegno sulla Santa Sindone, Orvieto 2000) ist der Meinung, dass der psychische Stress am Ölberg und die physische Schwächung durch das Blutschwitzen einen Myokardinfarkt hervorgerufen hätten. Denn am Ölberg hat Jesus die Sünden der gesamten Welt auf sich geladen, er hat innerlich gekämpft und gerungen, um den Willen des Vaters zu erfüllen. Er sah vorher, wie viele sein Selbstopfer ablehnen würden, er sah alle Profanierungen der hl. Eucharistie voraus, er sah voraus, was mit seinem mystischen Leib, der Kirche, im Laufe der Jahrhunderte geschehen würde. All das trug dazu bei, dass ihm das Herz brach.Viele fragen sich, weshalb der Vater diesen grausamen und qualvollen Tod gefordert hat. Wir müssen aber in erster Linie bedenken, dass Christus sein Blut freiwillig und aus Liebe zu uns vergossen hat. Dieser Tod war kein Schicksalszwang, kein Zufall, kein Justizirrtum, sondern ein völlig freiwilliges Sühneopfer Christi, das man allerdings nur im Lichte des Alten Testamentes verstehen kann. Im Buch Levitikus, Kap. 17, 11 lesen wir, dass Gott den Menschen das Blut als Mittel zur Sühne gegeben hat. Aus diesem Grund wurden im Tempel Tieropfer dargebracht, insbesondere am großen Versöhnungstag, dem Yom Kippur, um Gott mit seinem Volk einmal im Jahre zu versöhnen und um die Vergebung der Sünden zu erbitten. Der heilige Paulus spielt auf diesen alten Versöhnungsritus an, wenn er das freiwillige Sühneopfer Christi mit dem Sühneopfer des Yom Kippur, des Versöhnungstages, vergleicht. Bei dieser hochheiligen Handlung des Alten Testamentes besprengt der Hohepriester die "kapporeth", die Sühneplatte, mit dem Blut eines Stieres und eines Ziegenbockes (Lev 16,14-15). (Kippur und kapporeth haben übrigens dieselbe etymologische Wurzel, kaphar, = wegwischen, bedecken - so wie auch die Wörter Sühne und Versöhnung dieselbe etymolog. Wurzel haben). Die "kapporeth" war der goldene Deckel der Bundeslade, in der sich die zwei Gesetzestafeln befanden, "das Zeugnis" bzw. der Dekalog. Im Römerbrief Kap. 3, 25 (und auch im Hebräerbrief, Kap. 9) lesen wir, dass Christus für uns zur blutbefleckten "Sühneplatte" geworden ist. Er ist also das Sühnopfer, das ein für alle Mal die blutigen Opfer des Yom Kippur, des Alten Testaments, vollendet.
Der wertvolle Stoff des Grabtuches war übrigens der neuesten Forschung nach von dem kunstvoll gewebten Linnen genommen, mit dem sich der Hohepriester am Yom Kippurtag bekleidete (Sadin shel buz). Demnach war Jesus wie ein Hoherpriester am Yom Kippurtag bestattet worden. Ein Hoherpriester, der mit seinem eigenen Blut unsere Sünden tilgt und einen neuen und ewigen Bund mit Gott besiegelt hat:
So heißt es im
Hebräerbrief
9,13-14. „Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren (...) die
Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein
werden, wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst kraft ewigen
Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen von toten
Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen".
Müssten wir da nicht - aus dieser Sicht heraus - den Augenblick der
hl. Wandlung in der hl. Messe neu überdenken, wo der Priester den
Wein in das Blut Christi verwandelt?
Führt es uns nicht in ein tiefes Staunen, dass das freiwillig am Kreuz hingegebene Blut Raum und Zeit überbrückt, indem es durch die Macht des Priesterwortes im hl. Messopfer gegenwärtig wird? (Wallner, P. Karl Josef OCist: Sühne heute aktuell, Wien 1999)
Angesichts dieses Herztodes und dieses Sühnetodes, müsste man da nicht die Herz-Jesu-Verehrung, die in den letzten Jahren oft vernachlässigt oder sogar belächelt wurde, wieder neu beleben? Müsste man nicht die Sühnemessen am ersten Freitag, dem monatlichen Herz-Jesu-Freitag und die Heilige Stunde am Donnerstagabend sowie alle Gedenkfeiern, in denen wir das Pascha Mysterium verehren, angesichts dieser letzten wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem neuen Licht betrachten?
2. Hinweise auf die Gottheit Christi auf dem Grabtuch von Turin
Die meisten Wissenschafter vertreten heute nicht mehr die Hypothese eines Kontaktabdruckes hinsichtlich der Entstehung des Grabtuches, sondern teilen immer mehr die Ansicht, dass es zu einem unerklärbaren Energieschub aus dem Leichnam gekommen sein muss. Umso mehr, als es auch an denjenigen Stellen des Körpers ein Bild gibt, wo das Leichentuch sicher NICHT in Kontakt mit dem Körper war. G. Fanti hat 2002 eine verblüffende Entdeckung gemacht, nämlich, dass auf der Rückseite des Tuches im Bereich des Gesichtes und der Hände ganz schwache Abbildungen des Gesichtes und der Hände zu sehen sind. Es gibt also an diesen Stellen jeweils an der Oberfläche des Tuches - vorne und hinten - ein Bild, während das dazwischen liegende Mark der bildtragenden Fasern nicht verändert ist (Fanti, Giulio: La Sindone rinnovata, misteri e certezze, PEM, Vigodarzere 2003).
D.h. auf der Vorder- und der Rückseite des Stoffes befindet sich schattenhaft ein Bild, das das Gewebe NICHT wie die Blutspuren durchdringt. Von insgesamt 200 Fasern eines Fadens weisen nur 2 oder höchstens 3 Fasern, die noch dazu nicht immer nebeneinander liegen, eine solche zarte Verfärbung auf, d.h. der äußerste Umfang der Faser, die äußerste Zellschicht, die Epidermis, ist schwach verfärbt, gleichsam oxydiert, aber die Verfärbung geht nie tiefer als 0,2 Mikrometer, (d.h. 2 Zehntausendstel eines Millimeters), während das Mark der Faser nicht verändert ist.
Dieses Phänomen deutet auf eine kurze intensive Strahlung, besser noch auf ein Aufblitzen des Körpers hin. Eine Art „Büschelentladung", eine Corona Discharge, wie es der Physiker Oswald Scheuermann als erster in verschiedenen Versuchen entdeckt hat. Eine Büschelentladung kommt in freier Natur aber nur bei Blitzentladungen vor (Oswald Scheuermann: Turiner Tuchbild aufgestrahlt, Nachweisversuch VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008). Die Kennzeichen der Corona Discharge sind zunächst Spitzenentladungen, die bei den auf dem Tuch abgebildeten Gegenständen - wie Blumen, Pflanzen, eventuell Münzen - ersichtlich sind, und zudem ein doppeltes Oberflächenphänomen (doppelte Oberflächenverfärbung) wie es Giulio Fanti und Oswald Scheuermann in verschiedenen Versuchen bekräftigt haben.
P. di Lazzaro hat in
den letzten Jahren ebenfalls Versuche mit Laserstrahlen unternommen. Er
hat Leinen mit Lasern bestrahlt und eine Oberflächenverfärbung
ähnlich der auf dem Grabtuch erzielt. Um ein Bild mit einer Prägefläche
von 1,7 m2 wie auf dem Grabtuch zu erhalten, müsste
man - seiner Meinung nach - im Leichnam eine Energiequelle von 14.000 Lasern
zur Verfügung haben und eine Spannung von 60-100 Megavolt (60-100
Millionen Volt!), wobei die Bildentstehung innerhalb einer Nanosekunde
(Milliardstel Sekunde) erfolgen müsste. Menschlich gesprochen ein
Ding der Unmöglichkeit!! Carlo Goldoni (ital. Pathologe 1935 - 2008)
hat 2008 eine überraschende Entdeckung gemacht, nämlich, dass
sich antikes Blut bei intensiver UV-Strahlung hellrot färbt. Es ist
äußerst interessant zu bemerken, dass das Blut des Grabtuches
eine hellrote Farbe aufweist, die getrockneten Blutflecken des Schweißtuches
von Oviedo hingegen ihren bräunlichen Charakter bewahrt haben. Sollte
diese Tatsache bereits ein Hinweis auf die Lage der Tücher bei der
Bildentstehung sein? Nach der neuesten Forschung lag das Schweißtuch
von Oviedo nicht mehr auf dem Haupt Jesu, sondern abseits. Vielleicht ist
dadurch auch die unterschiedliche Färbung der Blutflecken auf dem
Grabtuch und dem Schweißtuch von Oviedo erklärbar. Die Blutflecken
des Grabtuches sind hellrot, weil sie dem „Energieblitz" unmittelbar ausgesetzt
waren, die Blutflecken des Schweißtuchen haben vermutlich eine bräunliche
Farbe angenommen, weil sie von diesem „Energieschub" durch ihre entferntere
Lage weit weniger getroffen wurden.
Man muss sich also fragen, wieso eine solche Energie aus einem toten Körper ausbrechen konnte? Eine derartige Energie hat man noch nie bei einem anderen Menschen festgestellt, weder zu seinen Lebzeiten, noch nach seinem Tod (Rodante, Sebastiano.La scienza convalida la Sindone, errata la datazione medievale, Massimo, Milano 1994, p.82).
Wer ist also dieser
Mensch, der über dem Tod zu stehen scheint?
Aus den Evangelien wissen wir, dass Christus wegen seines Anspruches, Sohn Gottes zu sein, zum Tode verurteilt wurde. Vor seinem Tod hat er uns folgende Worte hinterlassen, in denen diese Souveränität zum Ausdruck kommt (Jo 10,17-18):
„Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben gebe, auf dass ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich gebe es von mir selbst. Ich habe Gewalt, es zu geben, und habe Gewalt, es wieder zu nehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen."
Das Grabtuch von Turin enthält klare Hinweise, dass Jesus das Leben wieder „an sich genommen hat", wie er es angekündigt hatte. Aber nicht im Sinne einer Wiederbelebung eines Toten, sondern in einer neuen, verklärten Weise. Kein Mensch ist fähig, sich selbst das Leben zu geben, geschweige denn sich das Leben nach dem Tod zurückzugeben. Wir können uns höchstens das Leben nehmen, d.h. uns umbringen.
Daher enthält das Grabtuch klare Indizien, dass der in das Tuch eingehüllte Mann wirklich der Gottmensch Jesus ist, denn er hat sich als „Herr über Leben und Tod erwiesen."
Vergessen wir nicht, dass das Doppelbild des Grabtuches ebenfalls ein Hinweis auf die Gottheit Christi ist, denn, wenn diese intensive Energieexplosion nicht aus dem Körper selbst, sondern von außen gekommen wäre, dann hätten wir nicht diese beiden deutlich getrennten Bilder, die gleiche Verfärbungs- und Helligkeitswerte aufweisen, wie verschiedene Versuche ergeben haben (z.B. Giovanna de Liso hat verschiedene Gegenstände im Piemont anlässlich eines Erdbebens einer Radonstrahlung ausgesetzt. Die Bilder der Tuchober- und der Tuchunterseite sind in Helligkeit und Verfärbung total verschieden. Es gibt also keine Helligkeitsidentität wie auf dem Doppelbild des Grabtuches).
3. Das Grabtuch von Turin und die Auferstehung Christi
Einige Theologie- bzw. Religionsprofessoren verbreiten seit Jahrzehnten die Meinung, dass die Auferstehung kein historisches Ereignis war, sondern dass sie nur in der Phantasie der Apostel anzusiedeln sei. Sie vertreten die Ansicht, dass der Leichnam im Grab verblieben sei, bzw. wiederholen das, was die ersten Juden bereits nach der Auferstehung verlauten ließen, um das leere Grab zu erklären (Mt 28,13-15), nämlich dass der Leichnam gestohlen worden sei.
Aber auch hier gibt
uns das Grabtuch eine klare Antwort: a )Wenn der Leichnam im Grab geblieben
und verwest wäre, dann hätten wir kein Grabtuch, denn es wäre
gleichfalls verrottet. Wir hätten niemals ein so intaktes Grabtuch,
das keinerlei Anzeichen von Verwesung aufweist, noch Spuren von Verwesungsflüssigkeit
enthält, die bekanntlich die Zwischenräume zwischen den Gewebefasern
zementiert hätte.
Man kann außerdem weder um die Nasenlöcher noch um den Mund einen Hof von Ammoniakgasen ausmachen. Der Gesichtsausdruck ist von majestätischer Gelassenheit, er zeigt keine konvulsiv verzerrten Gesichtszüge. Das ist wiederum ein Hinweis, dass dieser Mann nicht langsam erstickt ist, sondern eines plötzlichen Todes gestorben ist. b) was die Hypothese des Grabraubes anbelangt, so kann man bei der Überprüfung der Blutspuren ein verblüffendes Phänomen feststellen: Sie sind überraschend klar auf dem Leinen abgebildet, und weisen keinerlei verwischte Konturen auf. Als die Gerichtsmediziner die sogenannte Fibrinolyse (d.h. die Erweichung der Blutkrusten) untersuchten, haben sie festgestellt, dass diese Erweichung zwar ca. 20 Stunden nach dem Todeseintritt stattgefunden hat, der Kontakt von „Blut und Tuch" aber in dem Augenblick unterbrochen wurde, als man die präzisesten Blutabdrücke erhalten konnte, also ca. 36 bis 40 Stunden nach dem Tod. Das Fehlen jeder Spur von verschmierten Rändern wäre unmöglich, wenn der Leichnam aus dem Tuch genommen worden wäre, außerdem wäre das Gewebe des Grabtuches beschädigt oder sogar zerrissen und die Lage der Tuchbahnen total verändert gewesen.
Der Leichnam hingegen scheint aus dem Tuch verschwunden zu sein OHNE die Blutkrusten und das Stoffgewebe beschädigt und ohne die Lage der Stoffbahnen verändert zu haben.
Als Johannes am Ostermorgen die Stoffbahnen in derselben Lage sah, wie er sie zuletzt am Freitag Abend gesehen hatte, jedoch ohne das Volumen des Körpers, da heißt es, „er sah und glaubte" (Joh 20,3-8).
Für den Grabtuchforscher, Mathematiker und Informatiker Arnaud-Aaron Upinsky ist dieses Phänomen ein klarer Hinweis auf die historische Echtheit der Auferstehung, welche im Leichentuch verschlüsselt vorhanden ist (Upinsky Arnaud-Aaron: L'Enigme du Linceul ou la prophetie de Van 2000, Paris, Fayard 1998). Natürlich kann die Wissenschaft die Auferstehung nicht mit herkömmlichen Mitteln beweisen, da sie ja nicht nachvollziehbar ist, aber vom wissenschaftlichen Standpunkt aus kann man sehr wohl die klaren unverschmierten Konturen der Blutspuren feststellen, die ja nur möglich sind, wenn der Körper auf übernatürliche Weise aus dem Tuch verschwunden ist, und die so den Glauben an die Auferstehung untermauern. Dieses nicht verweste Blut ist die Visitenkarte des Mannes des Grabtuches, wie es im Psalm 16 (16,9-10) steht:
"Darum freut sich mein Herz, es frohlockt meine Seele, und auch mein Leib wird ruhen in Frieden. Denn nicht dem Totenreiche gibst du meine Seele anheim, deinen Heiligen lässt du nicht schauen die Grube."
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Wunden der Geißelung, der Dornenkrone, des Kreuztragens und der Lanze sehr wohl gleichsam wie in einem wissenschaftlichen Evangelium die Identität des Mannes des Grabtuches enthüllen. Ja noch mehr: Denn sowohl dieses geheimnisvolle Verschwinden des Leichnams aus dem Grabtuch ohne Zerbröseln oder Verschmieren der Blutkrusten so wie das Körperbild selbst, dessen Entstehung für die Wissenschaft immer noch ein Rätsel ist, konnten weder bei irgendeinem anderen Leichnam noch bei irgendeinem anderen Religionsstifter festgestellt werden.
Daher kann man angesichts der Wunden des Mannes des Grabtuches mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schließen, dass dieser niemand anderer als Jesus von Nazareth sein kann, der historische Jesus, der uns in den Evangelien beschrieben wird; aber man kann ebenso mit Upinsky und anderen Wissenschaftern wie Oswald Scheuermann, Emanuela Marinelli, Giulio Fanti u.a. daraus ableiten, dass der Mann des Grabtuches niemand anderer als unser auferstandener Herr und Gott, Jesus Christus, sein muss.
Das Grabtuch ist daher „ein stummer aber zugleich beredter Zeuge" der Inkarnation und des Kerygmas unseres Glaubens, der christlichen Glaubensverkündigung, ein einzigartiger Zeuge der Auferstehung von den Toten. (Giovanni Paolo II, Presenza cristiana, 1998, p. 27).
(Quelle: "St.
Athanasius Bote" Nr. 15/Febr. 2013, S. 1 - 5, Feldafing)
Exemplare vom "St. Athanasius Bote" können kostenlos oder gegen Spende bestellt werden bei:
Initiative kath. Christen - Verein St. Petrus Canisius e. V. , Postfach 88, 82337 Feldafing e-mail: ikc(at)gmx.net