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Diplomatische Transkription: Die Dietrich-Edition strebt eine möglichst diplomatische Transkription des Originals an, was sowohl für die Orthografie, Gross- und Kleinschreibung als auch für Interpunktion, Korrekturen, Worttrennungen und Unterstreichungen gilt.
Texteingriffe: Ausnahmen vom Grundsatz des diplomatischen Transkribierens werden als editorische Texteingriffe gekennzeichnet.
Leseunsicherheiten: Die Orthografie bietet wegen Dietrichs meist sorgfältiger Schrift wenige Leseschwierigkeiten, bei letzteren findet sich jeweilen eine textkritische Anmerkung. Nur der für das 17. Jahrhundert typische variierende Gebrauch der Gross- und Kleinschreibung generiert manchmal Zuweisungsschwierigkeiten. In Zweifelsfällen wird deshalb generell eine Minuskel transkribiert.
Korrekturen: Streichungen, Korrekturen und Ergänzungen durch den Autor sind selten. Sie werden markiert und nach Möglichkeit auch rekonstruiert bzw. mit einem Rekonstruktionsvorschlag versehen.
Stillschweigende Veränderungen: Sie sind nur in eindeutig definierbaren Fällen vorgenommen worden und dienten der Entlastung des Editionsbildes. Das betrifft am häufigsten das diakritische Zeichen für «ú», das wegen seiner Eindeutigkeit und Konsequenz nicht transkribiert werden muss. Daneben kommen Getrenntschreibung von Wortstamm und Endung vor, die zwar im 17. Jahrhundert durchaus üblich sind, bei Dietrich aber meist auf einen unterbrochenen Schreibfluss zurückzuführen sind. Umgekehrt verwendet Dietrich ungewöhnliche Zusammenschreibungen, so fehlen beispielsweise öfters Spatien zwischen Partikeln und Infinitiven.
Kommentare und Übersetzungen: Neben der diplomatischen Transkription wird zu Gunsten des interdisziplinären Zielpublikums auch eine leserfreundliche Fassung angestrebt. Dazu gehören die zahlreichen Sachkommentare in Fussnoten und das Glossieren veralteter neuhochdeutscher Begriffe sowie die Übersetzung des Lateinischen. Zudem werden Abkürzungen wie «R.P.» (Reverendus Pater) oder «H.» (heilig, hoch, Herr) im Transkriptionstext direkt aufgelöst. Letztere könnten durch die Leser anhand des parallel aufgeschalteten Originals problemlos rekonstruiert werden.
Technisches: Die Texteingabe erfolgte mit T-Pen, wonach mit Hilfe von XML-Kodes zentrale Einzelinformationen wie Datierungen, Lokalisierungen, Personen, Wetterbeobachtungen, Lateinübersetzungen usw. markiert wurden, die von den Benutzenden bei Bedarf dank der Mouseover-Funktion direkt gelesen werden können. Die Volltextsuche wird in einem späteren Arbeitsschritt ermöglicht werden.
Layout: Das Transkribieren und das Layout basieren weitgehend auf den Vorgaben Dietrichs. Die Transkription geschieht seiten- und zeilenweise, eingeleitet vom Seitentitel, der Jahresangabe (und der Archivpaginierung). Auch die Zweispaltigkeit des Originals für den Haupttext und die Marginalien ist meist darstellbar.
Tabellen: Schwieriger darzustellen sind allerdings Tabellen für Abrechnungen und Planungen, wo Dietrichs Intention manchmal nur in eine ähnliche Form transportiert werden kann. Ferner ist der von Dietrich angestrebte Blocksatz letztlich nicht kopierbar, weil das Auflösen der zahlreichen Titelabkürzungen die Zeilen beliebig verlängert.