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Das Wichtigste in Kürze
- Portman schrieb die Musik für über 100 Filme, Fernsehproduktionen und Theaterprojekte.
Sie ist die erste weibliche Komponistin, die einen Oscar in der Kategorie «Beste Originalmusik» gewonnen hat: 1997 für «Emma» von Douglas McGrath mit Gwyneth Paltrow und Ewan McGregor in den Hauptrollen. Sie war auch die erste Komponistin, die einen Primetime Emmy Award gewann, für den Film «Bessie» von Dee Rees. Zwei weitere Oscar-Nominierungen erhielt sie für «The Cider House Rules» und «Chocolat». Die Musik zum Film von Lasse Hallström brachte ihr zudem eine Golden-Globe-Nominierung ein.
Mit Ehrenpreisen wie dem Career Archivement Award zeichnet das ZFF jedes Jahr Filmschafende aus, «deren Werke die Filmlandschaft geprägt und bereichert haben», schreibt das ZFF in einer Mitteilung von Donnerstag. Zudem spiele die Auseinandersetzung mit Filmmusik am ZFF «eine zentrale Rolle».
Portman ist 1960 im Südosten von England geboren worden. Sie studierte Komposition an der Oxford University und wendete sich dann dem Theater und dem Film zu. Den Grundstein für ihre Karriere setzte sie 1982 mit «Privileged».
In Hollywood erregte sie erstmals Aufmerksamkeit mit der Musik zu «Used People» (1992). Im Verlauf ihrer Karriere arbeitete sie mit Regisseuren wie Mike Leigh («Life is Sweet»), Jonathan Demme («The Manchurian Candidate») oder Lynne Ramsay («Ratcatcher») zusammen. Von ihr stammt zudem die Musik beispielsweise zu «Oliver Twist» von Roman Polanski, «Never Let Me Go» von Mark Romanek, «The Legend of Bagger Vance» von Robert Redford oder «A Dog's Purpose» von Lasse Hallström.
Auch dem klassischen Fach widmete sich Portman, etwa mit einer Oper von Saint Exuperys Kleinem Prinzen für die Houston Grand Opera oder «The Water Diviner's Tale», einem Oratorium für die die BBC Proms.
Neben der Ehrung für ihr Lebenswerk hat Portman die Leitung der Jury des 10. Internationalen Filmmusikwettbewerbs in der Tonhalle Zürich übernommen. Diesen Wettbewerb veranstalten das ZFF, die Tonhalle-Gesellschaft Zürich und das Forum Filmmusik.
Die Teilnehmenden treten mit eigenen, neuen Kompositionen zu einem Film an. Drei Nominationen, die im Juli bekannt gegeben werden sollen, werden am 29. September anlässlich der Gala «Cinema in Concert» in der Tonhalle uraufgeführt. Am selben Abend kürt die Jury dann den Gewinner des mit 10'000 Franken dotierten Goldenen Auges für die beste internationale Filmmusik 2022.
Die 18. Ausgabe des ZFF findet vom 22. September bis 2. Oktober statt.