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Der Bündner Kapuziner Mauro Jöhri hat dem Papst vor kurzem einen Brief des Pilgerprojekts «Kirche mit den Frauen» (die FN berichteten) überreicht. Dies geschah in der Pause einer Audienz von 140 Ordensoberen. Jöhri vertritt alle Männerorden beim Papst. «Ich sagte dem Papst, das sei der Brief der Frauen, die nach Rom gepilgert sind. Darin stehe, dass Frauen ernster genommen werden wollten bei den Entscheidungen, die in der Kirche getroffen werden», sagte Jöhri. Franziskus habe Schachtel und Brief angenommen. Jöhri fragte nach, was er denn jetzt den Verantwortlichen mitteilen solle. «Da sagte er so spitzbübisch zu mir: ‹Sag ihnen, ich habe alles in Empfang genommen. Und das Nächste, was ich mache, ist: Ich lese den Brief›» erzählt Jöhri. Er will an der Sache dranbleiben und beim Papst nachfragen, sobald er Gelegenheit dazu habe.
Der Brief wurde zum offiziellen Abschluss des Pilgerprojekts «Kirche mit den Frauen» anlässlich einer Messe im Petersdom verlesen. «Wir bitten Sie, dafür zu sorgen, dass Frauen mitwirken, mitgestalten und mitentscheiden können», heisst es darin. Initiantin Hildegard Aepli äusserte sich erfreut über die erfolgte Übergabe. Zu wissen, dass der Papst von der Gruppe erfahren hat, war ihr wichtig. Aepli hofft, dass der Papst – wie an der Übergabe versprochen – den Brief liest. Die Pilger starteten ihre Wanderung am 2. Mai in St. Gallen und kam am 2. Juli in Rom an. Unterwegs gesellten sich weitere Pilger und Pilgerinnen hinzu.