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Neurofeedback als eine Methode des Biofeedbacks wird seit Jahrzehnten zur Therapie eines breiten Spektrums psychischer Störungen klinisch eingesetzt und laufend wissenschaftlich untersucht. Grundlage für die Wirkung von Neurofeedback ist die lebenslange Fähigkeit unseres Gehirns durch Rückmeldung (= Feedback) zu lernen.
In der Therapie wird die Gehirnstromaktivität, das sogenannte Elektroenzephalogramm (EEG), gemessen. Der Computer analysiert diese Aktivität auf das Auftreten von Instabilitäten sowie den Verlauf von Signalen, die mit der Erregbarkeit und Handlungsbereitschaft des Gehirns in Verbindung gebracht werden, und meldet diese Parameter an das Gehirn zurück.
Unser Gehirn als sich selbstorganisierendes, komplexes System kann dieses Feedback dann nutzen, um seine Aktivität zu optimieren und schliesslich reaktionsfähiger und belastbarer zu werden.
Ob es sich um Depression, posttraumatische Belastungsstörungen, Angststörungen oder Stress, Schlafstörungen, Migräne oder Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefitizite handelt, die aktuelle neurobiologische Forschung vermutet, dass all diese Beschwerdebilder ein vermehrtes Auftreten von Instabilitäten der Gehirnaktivität und eine eingeschränkte Aktivierbarkeit des Grundnetzwerks im Gehirn zeigen. Genau hier setzt Neurofeedback an.