Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03298.jsonl.gz/2617

Novak Djokovic liess nach der Vier-Satz-Niederlage gegen Jannik Sinner im Halbfinal des Australian Open nicht lange auf sich warten, ehe er sich den Medien stellte - und dabei kein Blatt vor den Mund nahm.
Novak Djokovic, wie haben Sie den Match erlebt?
«Sinner steht völlig verdient im Final. Er hat mich heute (Freitag) komplett dominiert. Aber ich war auch schockiert von meinem Niveau. In den ersten zwei Sätzen habe ich ziemlich gar nichts gut gemacht (lächelt). Ich denke, das war einer der schlechtesten Grand-Slam-Matches, die ich je gespielt habe. Soweit ich mich erinnern kann. Das ist kein sehr schönes Gefühl.»
Was kann man da machen?
«Man versucht, irgendwie Ruhe zu finden, aber auch, am eigenen Spiel irgendwie etwas zu verbessern. Die Zuschauer waren grossartig, und im dritten Satz habe ich angefangen, etwas besser zu spielen. Es war ein gutes Tiebreak, ich wehrte einen Matchball ab. Aber dann kam im vierten Satz bei 1:2 wieder ein absolut schreckliches Game.»
Hatten Sie Anzeichen, dass es nicht gut herauskommen könnte?
«Einerseits schon. Aber ich hätte nicht gedacht, in den ersten beiden Sätzen derart schlecht zu spielen. Anderseits habe ich im gesamten Turnier mit ganz wenigen Ausnahmen nie zu meinem besten Tennis gefunden. Nicht zu dem Standard, den ich in Australien sonst jeweils hatte.»
Eine Serie von 33 Siegen am Australian Open in Folge geht damit zu Ende.
«Einmal musste sie ja reissen. Zumindest habe ich unter schwierigen Umständen, obwohl ich schlecht gespielt habe, alles versucht. Und zumindest habe ich gegen einen sehr guten Spieler bverloren, der beste Chancen hat, hier sein erstes Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Diese Stadt ist sehr speziell für mich, es ist mein erfolgreichstes Turnier. Ich hoffe einfach, dass ich die Chance bekomme, noch einmal zurückzukommen, noch einmal hier anzutreten.»
Ist das nun die Wachablösung durch die neue Generation?
«Wir werden sehen, ich weiss es nicht. Es ist erst der Anfang der Saison. Ich habe immer noch hohe Ambitionen für die weiteren Grand Slams, die Olympischen Spiele. Aber das Gefühl ist nicht das gleiche. Es war immer unglaublich befriedigend, die meisten Saisons mit einem grossen Titel zu beginnen. Diesmal ist es anders, ich habe nicht auf meinem gewohnten Niveau agiert. Aber das muss noch nicht der Anfang vom Ende sein.»