Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03555.jsonl.gz/954

Da die Hauptstadt São Paulo sich im Inland befindet, fangen wir unsere Strandwanderung diesmal in ihrem Hafen Santos an – und zwar zuerst in südwestlicher Richtung, bis zur Grenze zum Nachbarstaat Paraná – zirka 280 Kilometer Küste sind es bis hier unten! Nur im südlichen Teil haben sich Naturparadiese erhalten, die heute streng geschützt werden – der Naturliebhaber wird also den Süden, als den für ihn interessanteren Teil, vorziehen.
Die Strände sind in der Umgebung von Santos oder São Vicente zum Baden nicht zu empfehlen – in den folgenden Orten Mongaguá und Itanhaém sind die Strände eher langweilig oder von Wochenendhäusern so verbaut, dass wir sie ebenfalls nicht empfehlen möchten. Interessant wird es tatsächlich erst ab dem Städtchen Peruíbe – 138 km südwestlich von São Paulo.
Die Stadt hat einige urbanisierte Strände, verschiedene Optionen für die Unterkunft, ein bewegtes Nachtleben und eine gute Dienstleistungsstruktur. Im Süden befinden sich die weniger frequentierten Strände – Buchten mit transparentem Wasser, umgeben vom Atlantischen Regenwald. Es ist nicht erlaubt, die Estação Ecológica da Juréia zu besuchen – ein erlaubter Weg bis Barra do Una ist schwierig, weil in schlechtem Zustand.
Die Estação Ecológica Jureia-Itatins
Hierbei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet zwischen Peruíbe und Iguape, bedeckt vom Atlantischen Regenwald. Auf einer Fläche von 800 km2 leben seltene, vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie Tapire, Ozelots und gefleckte Jaguare. Der Tourismus hat keinen Zugang, es sei denn an einigen peripheren Stellen des Gebiets: dem Cachoeira do Paraiso (Zufahrt über die die Strasse Guaraú – Barra do Una) und die Strände von Guarauzinho, Barra do Una und Juréia (im Distrikt von Iguape, mit Zugang mittels der Barra de Icapara). Ökologische Studien und Projekte der Naturschutz-Erziehung bedürfen der Genehmigung durch die Secretaria Estadual do Meio Ambiente, in Peruíbe.
Prainha
Ein kleiner, von Felsen umgebener Strand, südlich vom Ort Peruíbe, mit ganz ruhigem Wasser.
Praia Guarauzinho
Ein Strand mit ruhigem Wasser, umgeben von Vegetation. Anfahrt mittels Boot (5 Minuten) über den Rio Guaraú. Um an Land zu gehen braucht man eine Genehmigung der IBAMA oder der Secretaria do Meio Ambiente (Sekretariat für Umweltschutz) in São Paulo (SMA). Die Gegend ist traumhaft und eine solche Genehmigung zu besorgen lohnt sich.
Praia do Arpoador
Ist eine vollkommen wilde Bucht, einsam und ohne irgendwelche Gebäude. Heller Sandstrand und ganz ruhiges Wasser, der rechts und links von Felsen eingerahmt wird. Ganz in der Nähe zwei Wasserfälle. Auch hier ist die Anfahrt nur per Boot möglich, mit einer Genehmigung der SMA.
Praia Deserta
Der Name sagt es schon: ein einsamer Strand, den man auf einem Fusspfad erreichen – oder per Boot anfahren kann.
Praia de Caramborê
Gepflegter kleiner, flacher Strand ganz in der Nähe des Fleckens Barra do Una, der von Felsen rechts und links eingerahmt wird. Umgeben von Atlantischem Regenwald. Das Wasser ist recht ruhig und grünlich-transparent. Eine herrliche Natur-Idylle, die unser Prädikat „Sehr schön“! verdient.
Barra do Una
Der für Besucher offene Abschnitt ist der am linken Ufer des hier ins Meer mündenden Flusses Rio Una do Prelado. Hier befindet sich auch die Estação Ecológica, der die Kontrolle über das beschriebene Naturschutz-Gebiet obliegt, zusammen mit einer kleinen Siedlung von Einheimischen.
Praia do Una
Zufahrt über Barra do Una entlang einer schlechten Erdstrasse von 22 Kilometern. Etwas für Abenteurer, die sich auf einen wunderschönen Naturstrand inmitten der Wildnis des Atlantischen Regenwaldes freuen dürfen!
Der kleine Ort liegt 211 km von der Hauptstadt São Paulo entfernt – ein historischer Ort mit sehr gut erhaltenen historischen Remineszensen. Seine schönen Strände liegen um den Flecken Barra da Ribeira, im Norden.
1999 wurde endlich eine Brücke eingeweiht, welche den Ort mit der vorgelagerten Ilha Comprida verbindet – dies hat einen touristischen Aufschwung gebracht. Der Ort ist umgeben von Flüssen, Inseln, Seen und Mangrove-Wäldern – er liegt südlich des Naturschutz-Gebiets Juréia – Itatins.
Praia da Juréia
Ein sehr schöner Naturstrand mit dunklem Monazyth-Sand und starkem Wellengang. Zufahrt über die Strasse nach Barra do Ribeira – 20 km Erdpiste und anschliessend 10 Minuten per Fähre über den Rio Ribeira de Iguape. Wunderschön – lohnt die Mühe!
Praia do Leste
Heisst bei den Einheimischen auch Praia do Varela. Sehr ansprechende Gegend – bei Ebbe kann man bis zur Praia da Juréia wandern. Hier gibt es eine Süsswasser-Lagune, die nicht nur exzellent zum Baden sondern auch zum Angeln ist!
Die Ilha Comprida
Ist eine Area de Proteção Ambiental (Naturschutz-Areal), aber diesmal für Besucher offen! Die durch einen Meereskanal vom Festland abgetrennte Insel – ursprünglich nichts weiter als eine Sandbank – hat 74 km Länge und ihre durchschnittliche Breite liegt bei 4 km. Der nördliche und der mittlere Abschnitt sind die am meisten frequentierten. Weiter nach Süden findet man gute Strände zum Angeln.
Praia Meu Recanto, Praia de Icaraí, Praia Boqueirão Norte, Praia do Encanto
Diese Strände liegen alle in unmittelbarer Nähe der neuen Brücke, die von Iguape zur Ilha Comprida führt. Es sind die meist frequentierten auf der langen Insel. Hier gibt’s nächtliche Strandbeleuchtung, ein Flanier-Trottoir, ein Kommerz-Zentrum und Volleyball-Plätze auf dem Sand. Wenn Sie Anschluss suchen, sind diese Strandabschnitte richtig.
Praia Juruvaúva und Praia Boa Vista
Strände mit Dünen bis 6 Meter Höhe. Ein gestrandetes Schiffswrack unweit vom Strand, das besonders die Taucher interessiert. Schöne, vom Regenwald begrenzte, Landschaft.
Liegt 258 km von der Hauptstadt entfernt. Der historische Ort, einer der ältesten Gründungen Brasiliens, aus dem gleichen Jahr wie São Vicente (1532), hat keine Strände aber sehr interessante historische Gebäude. Touristen besuchen von hier aus, in der Regel, die Ilha do Cardoso oder die Ilha Comprida. Die Bevölkerung lebt von der intensiven Austernzucht. Die Ilha do Bom Abrigo kann ebenfalls per Boot angefahren werden.
Die Ilha do Cardoso
Insel und staatlicher Naturpark von seltener Schönheit – 140 km² gross! Liegt 303 km von São Paulo entfernt + 10 Minuten per Boot – oder 258 km bis Cananéia + 1 Stunde per Schnellboot oder 3 Stunden per normalem Boot. Letzter Küstenabschnitt innerhalb des Bundesstaates von São Paulo, fast an der Grenze zum Nachbarstaat Paraná. Der Insel-Naturpark hat einsame Strände, Wanderwege und viel Atlantischen Regenwald, der die Insel zu 90% bedeckt!
Es gibt zweierlei Arten, ihn kennen zu lernen: Wer sich in Cananéia einquartiert, wo sich die besseren Hotels befinden, kann Tagesausflüge zum Norden der Insel unternehmen, der sich in etwa 40 Minuten Entfernung per Boot befindet (es gibt keine regulären Fahrten dorthin). Im Süden liegt Marujá, eine Fischersiedlung, man erreicht sie, per regulären Boot, innerhalb von 3 Stunden – Abfahrt ebenfalls in Cananéia. Hier gibt es allerdings nur rustikale Optionen zur Unterkunft und zum Essen, in Häusern von darauf eingerichteten Bewohnern – aber vielleicht gerade deshalb für den Abenteurer eine gute Option! Egal, was Sie wählen oder wie Sie es anstellen – die Insel ist traumhaft. Gerade wegen ihrer Schwierigkeiten der Anfahrt!
Praia de Cambriú
Schöne Bucht auf der Ilha do Cardoso im nordöstlichen Abschnitt. Der Strand hat feinen, hellen Sand. Riffs und eine kleinere Insel hinter der Ponta do Cabriú (Landspitze) sind exzellent zum Tauchen oder auch zum Angeln.
Praia do Kayan
Ein kleiner, völlig einsamer Strand mit Blick auf die Insel Ilhota do Cação. Zugang auf einem Pfad von der Praia de Cambriú aus oder auch dem nächsten Strand, Praia do Fole Pequeno.
Praia do Fole Pequeno und Fole Grande
Zwischen Felsen, am Fuss des Inselberges Morro da Tapera gelegene Strände – sie sind durch einen Felsbrocken voneinander getrennt. Zufahrt per Boot oder auch zu Fuss zu erwandern, ab Praia de Cambriú.
Praia do Laje
Ausgedehnte Gerade mit Felsen am Anfang und am Ende – gute Stellen zum Angeln. Zugang über einen Fussweg (1 Stunde) von den Stränden Praia do Morretinho oder Praia do Fole Grande aus. Sehr zu empfehlen!
Praia do Morretinho
Strand zum offenen Meer. Heller, feiner Sand und schöne Wellen davor für Surfer. Zufahrt per Boot oder Wanderung über einen Pfad (1 Stunde) vom Strand Praia de Marujá aus.
Praia de Marujá
Dieser Strand befindet sich auf einer schmalen Landzunge zwischen dem Meer und dem Canal de Ararapira. Er hat 18 km Länge und feinen, hellen Sand – der längste Strand der Insel. Man erreicht ihn über einen leicht zugänglichen Fussweg von der Siedlung Marujá aus. Sicht auf die Insel Ilha de Castilhos. Am südlichen Ende der Landzunge beginnt der Bundesstaat Paraná.