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Unzählige Kinder haben keine Familie. Sie sind Waisen oder wurden von ihren Verwandten verstossen. Viele wohlhabendere Familien ziehen solche Kinder gross. Ärmere, die das auch gerne tun würden, haben keine Mittel dazu.
Die Stiftung wählt seit Februar 2011 in der Region Recife verantwortungsbewusste, in der Regel alleinerziehende Mütter aus, die sich mit ihren Kindern schlecht oder recht durchschlagen. Wenn sie weiteren 1 – 3 Kindern eine Ersatzmutter sein wollen, ihnen Liebe, Zärtlichkeit aber auch Erziehung geben können, springt sie ein. – In Zusammenarbeit mit den Behörden vermittelt sie ihnen Kinder wie oben beschrieben und zahlt ihnen monatlich einen fixen Betrag (Kost, Logis, Entgelt) von R$ 380.- (ca. Fr. 120.-) pro Kind. Das gibt den Frauen einen Zustupf an die Haushaltskosten und den Kindern Familienanschluss mit ‚Nestwärme’. Per Juni 2017 betreut die Stiftung so 49 Kinder bei 16 Ersatzmüttern in Igarassu und Araçoiaba.
Das Projekt ist ein voller Erfolg. Die Jugendlichen entwickeln sich gut. Ohne uns wären wahrscheinlich einige von ihnen gestorben:
So setzte die Familie Sofia im Alter von 1 Monat aus. Das Mädchen ist HIV-positiv. Inzwischen ist Sofia 6jährig, nimmt immer ihren Medikamentencocktail und geht regelmässig zum Untersuch ins Spital. Sie besucht den Kindergarten.
Everton litt an Leukämie, als er mit seinem Bruder José Marcos von der Mutter ausgesetzt wurde. Seine Ersatzmutter fuhr mit ihm wöchentlich ins Kinderspital in Recife zur Chemotherapie. Everton wurde am 31.5. 9jährig.
Sara leidet an Blutarmut, Taynara musste am Herzen operiert werden, Mariana und Alice haben eine Milchallergie, usw.
Die 14jährige Gabriela und die 15jährige Maria Eduarda sind seit 6 bzw. 5 Jahren bei uns. Beide sind sehr gute Schülerinnen. Wir fördern sie, indem wir sie in eine Privatschule schicken.