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Aku-
punktur
Akupunktur
Bei einer Akupunkturbehandlung werden Akupunkturpunkte durch Einstechen von feinen Nadeln stimuliert. Dadurch wird einerseits das Qi in den Leitbahnen reguliert, andererseits werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte angeregt.
Eine Akupunkturbehandlung beinhaltet oft weitere Formen der TCM wie Tuina, Schröpfen, Gua Sha, Moxibustion und Elektroakupunktur. Erfahren Sie hier mehr zu den weiteren Behandlungsmethoden der Akupuntkur:
Weitere Behandlungsformen
Behandlungsmethoden
Moxibustion
Bei der Anwendung von Moxibustion, auch „Moxa“ genannt, wird das Kraut Beifuss (Artemisa vulgaris) verbrannt und somit als Hitzequelle genutzt. Es wird über Akupunkturpunkten oder Körperarealen verbrannt und bewirkt dort eine Stimulation der Akupunkturpunkte, Areale oder Meridiane und wird besonders bei diagnostizierten Kältezeichen eingesetzt.
Gua Sha
Der Name Gua Sha kombiniert die zwei chinesischen Begriffe Gua (刮, "schaben") und Sha (痧, "akute Krankheit"). Es handelt sich dabei um eine sehr effektive Methode, um etwa akute Erkältungen zu behandeln oder Muskelverpannungen zu lösen. Dabei wird mit der Kante des Gua Sha-Werkzeugs (zumeist ein Porzellanlöffel) über spezifische Bereiche der Haut gestrichen, bis sich die Haut verfärbt. Diese Verfärbung ist ein Zeichen für die Lösung der Verspannung und bringt ein wohltuendes und befreiendes Gefühl mit sich.
Schröpfen
Unter Schröpfen versteht man das Aufsetzen von Glaskugeln auf der Haut des Patienten, die Unterdruck erzeugen und damit die Haut von tieferen Gewebeschichten abheben.
Als Resultat wird dieser Körperbereich stärker durchblutet und der Lymphstrom wird aktiviert. Stoffwechselprodukte werden dadurch besser ab- und ausgeleitet, mehr Sauerstoff gelangt in das Gewebe und Verspannungen sowie dazugehörige Schmerzen werden eliminiert. Die Methode des Schröpfens wird im Allgemeinen für Muskelschmerzen, Verspannungen und in der kosmetischen Anwendung eingesetzt.
Ohrakupunktur
Die Ohrakupuktur, auch als Auriculotherapie bezeichnet, ist ein Teilgebiet der Akupunktur. Der französische Arzt Paul Nogier stellte erstmals 1956 die Beziehung zwischen bestimmten Punkten auf dem Ohr und dem Körper dar und somit die Verbindung der Ohrmuschel zum Gehirn über die Formatio reticularis (Schaltstellen zwischen Gehirn und Körper). Reize auf die Ohrmuschel werden über diesen Weg zum Gehirn oder zum Körper weitergeleitet. Während der Behandlung werden ausgewählte Ohr-akupunkturpunkte mit Nadeln stimuliert. Sie wird insbesondere für die Behandlung von Schmerzen, Allergien, psychischen Beschwerden, Sucht-entwöhnung und Gewichtsreduktion erfolgreich eingesetzt.
Elektroakupunktur
Bei der Anwendung wird pulsierender elektrischer Strom an Akupunkturnadeln angeschlossen. Die Methode wurde in China als Erweiterung von Handmanipulation von Akupunkturnadeln entwickelt. Elektrischer Strom strömt von einem Pol zum anderen und bewegt sich von Minus nach Plus, somit ergibt es ein Reizmittel zwischen diesen beiden Polen. Es wird generell eingesetzt, um Akupunkturpunkte zu stimulieren und Muskelverspannungen zu lösen. Für neuro-logische Erkrankungen und chronische Schmerzen, die mit Lähmungen und Krämpfen verbunden sind, ist es ebenfalls sehr geeignet. Die Elektroakupunktur ist nicht schmerzhaft und an der Grenze der Wahrnehmung des Patienten.