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Eine der beiden Turboanlagen wurde bereits am 28. Juni 1999 abgestellt, um die Neuberohrung des Hauptkondensators zu ermöglichen. Schwerpunkte der Revision bilden die Wiederholungsprüfungen von Schweissnähten mit Ultraschall am und im Reaktordruckbehälter sowie die Prüfung des Containments auf Dichtheit. Gleichzeitig werden die Steuerungen einer Turbine und eines weiteren Teiles der Lüftungsanlagen sowie die elektrischen Nebeneinrichtungen beider Generatoren ausgetauscht. Von den 240 Brennelementen werden 40 durch neue ersetzt.
Für die nächste Jahresrevision geplant ist der Einbau eines Gasgenerators zur Erzeugung von Wasserstoff, der kürzlich bei Siemens bestellt wurde. Mit der kontinuierlichen Zugabe von Wasserstoff in das Reaktorspeisewasser kann eine Korrosion der Einbauten im Reaktordruckbehälter von Siedewasserreaktoren wirksam unterdrückt werden. Der Wasserstoff und der zu seinem späteren Abbau benötigte Sauerstoff werden im Reaktorkühlsystem selbst erzeugt. Hierzu wird kontinuierlich eine kleine Teilmenge des Hauptkondensats mittels Polymer-Elektrolyt-Membranen (PEM) elektrolytisch in die jeweils erforderliche Gasmenge zersetzt. Der Wasserstoff und der Sauerstoff werden dann direkt dem Reaktorspeisewasser bzw. dem Abgassystem zugeführt.
Quelle
M.E. nach Pressemitteilungen der BKW vom 23. Juli 1999 und Siemens/KWU vom 30. Juli 1999