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Im normalen Schulalltag haben wir vom Morgen bis am Mittag Schule. Am Nachmittag nach dem Mittagessen haben wir dann Zeit fürs Training. Zurzeit mache ich aber gerade ein Praktikum. Am Vormittag arbeite ich im Schweizer Paraplegikerzentrum in Nottwil und nachmittags trainiere ich auf der Leichtathletikbahn auch in Nottwil.
Eigentlich trainiere ich jeden Tag, ausser nach Wettkämpfen gönne ich meinem Körper eine Pause. Da ich am Morgen die Schule besuche oder am Arbeiten bin, bleibt mir nur der Nachmittag um zu trainieren. Am Dienstag und am Donnerstag absolviere ich jeweils zwei Trainingseinheiten, an den übrigens Nachmittagen eine Trainingseinheit von je 1.5 Stunden. In der Woche sind dies mindestens 13 Stunden.
Zur Leichtathletik kam ich eher zufällig. Ich war mit meinen Eltern in Tenero (Kanton Tessin) in den Ferien. Neben dem Campingplatz war das Sportzentrum, wo ich den Sportlern beim Training zuschauen konnte. Zu dieser Zeit kannte ich den Rennrollstuhl noch nicht. Früher spielte ich auch noch Tennis. Die Wettrennen im Rollstuhl gefielen mir aber immer schon besser. Als ich dann das erste Mal in einem Rennrollstuhl sass, wusste ich, das will ich auch machen.
Die Bronzemedaille an der Elite EM in Swansea dieses Jahr war für mich mein grösster Erfolg meiner Karriere. Auch die Qualifikation und die Teilnahme an den Paralympics in London.
Edith Hunkeler und Manuela Schär sind meine Vorbilder. Sie haben für mich auch immer ein offenes Ohr und geben ihre Erfahrung gerne an die jüngeren Athleten weiter. Beispielsweise wenn man eine Frage zur Technik oder zur Taktik hat, helfen sie gerne und geben Tipps.
Nach einem Wettkampf am Wochenende verzichte ich auf das Training an den folgenden beiden Tagen, um dem Körper eine Pause zu gönnen. Am besten erhole ich mich zu Hause in Azmoos SG bei meinen Eltern und unternehme gar nichts.
Nein, eine spezielle Rennvorbereitung habe ich nicht. Wichtig ist mir das Einfahren und dass ich vorher dem Rennen ein paar Minuten Ruhe habe, damit ich mich darauf konzentrieren und das Rennen im Kopf durchgehen kann.
Es freut mich sehr, dass ich anderen Jugendlichen helfen und ihnen Tipps geben kann. Für mich ist es eine grosse Ehre, dass ich EnableMe Botschafterin sein darf und anderen Betroffenen meine Erfahrung weitergeben kann.