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Phillip Island, eine Insel vor der Küste der südaustralischen Stadt Melbourne, war schon immer ein Ort, an welchem sich nachts Abertausende von Zwergpinguinen (Eudyptula minor) versammeln. Die zunehmende menschliche Besiedlung des Kontinents und der Stadt hat der Insel einen Ausflustourismus beschert, welcher die Pinguine mehr und mehr verdrängte.
Mit einer langfristig angelegten Schutzpolitik hat die Regierung des Bundesstaats Victoria den Pinguinen wieder Platz eingeräumt. Das Bewohnen des westlichen Endes der Insel, der Halbinsel Summerland, wurde bereits 1985 verboten. Den paar hundert damaligen Bewohnern liess man Zeit zum Umzug. Seit Juli 2010 gehört die Halbinsel nun wieder ganz den 60'000 Pinguinen. Es ist ihr letztes grosses Refugium in Ozeanien, nachdem andernorts Häuser und Strassen ihren Lebensraum raubten und Hunde, Katzen und Füchse ihnen nachstellen.
Heute steht auf Summerland nur noch drei Gebäude, und die sind ganz den kleinen Inselbewohnern gewidmet: ein Pinguin-Forschungszentrum, ein Pinguin-Hospital und ein Info-Zentrum für die jährlich 500'000 Besucher, deren Eintrittsgeld die Arbeit der Schutzmassnahmen finanziert. Der Besuch ist das Geld wert: Von einer Tribüne aus kann das abendliche Schauspiel der Ankunft der Pinguine verfolgt werden.
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