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Die Oberwil Rebells verkünden mit Freude, dass die beiden letztjährigen Vertstärkungen aus Übersee Josh Maillet und Josh Merchant ihren Weg erneut nach Europa finden werden. Der Jüngere von beiden meldet sich dieses Jahr zu Wort und erzählt im Interview, weshalb ein Amerikaner in Villach die meisten Tore schiessen wird.
Wie erlebt man Josh privat?
JM: Ich wohne in Rutland, Massachusetts. Das ist ein kleines Städchen ausserhalb von Worcester, nur 45 Minuten von Bosten entfernt. Momentan bin ich noch immer Student. In einem Semester möchte ich mein Wirtschaftsstudium an der Universität von Worcester abschliessen.
Ich habe zwei Geschwister. Meine jüngere Schwester ist 21 Jahre alt und studiert ebenfalls in Worcester. Mein 18-jähriger Bruder startet sein Studium in Fitchburg. Dort wird er im Fussballteam spielen. Meine Eltern sind beide selbstständig.
In meiner Freizeit gehe ich neben dem Hockey gerne ins Fitness. Ich fische, jage und spiele Videospiele, wenn ich nicht gerade mit meinen Freunden abmache.
Wie viele internationale Turniere hast du schon gespielt?
JM: Bis jetzt waren es nur zwei an der Zahl. Meinen ersten Ernstkampf hatte ich an der U20-Welmeisterschaft 2010. Dort spielte ich ebenfalls in Villach mit USA um die Bronzemedaille. Im Penalty-Schiessen verloren wir gegen die Slowakei. Mein zweites Turnier war der World Cup mit den Rebells in Pilsen. Bis heute ist diese eine der besten Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe.
Zurzeit trainiere ich hart, dass ich mit der amerikanischen A-Nationalmannschaft an die kommende Weltmeisterschaft in St John’s reisen darf.
Was bleibt dir von Pilsen am besten in Erinnerung?
JM: Das ist eine einfache Frage. Es ist mit Sicherheit mein entscheidender Treffer in der Verlängerung im Halbfinal gegen Pilsen. Das war ein unglaublicher Moment. Das wichtigste Tor, das ich je in meinem Leben erzielt habe. Ein kurzer Augenblick stand mir der Atem still. Alles andere kann ich nicht mehr in Worte fassen.
Der Augenblick ist nur annähernd zu vergleichen mit der MVP-Auszeichnung an der Junioren-WM. Nur war die Party danach in Pilsen ein wenig ausgiebiger (lacht).
Du wirst das zweite Mal für uns spielen. Bist du besser als im letzten Jahr?
JM: Ich würde behaupten, dass ich nochmals zugelegt habe. Gesundheitlich lief es für mich in Tschechien nicht ideal. Ich hatte ständig Schmerzen an den Leisten, was mein Spiel sicherlich beeinträchtigte. Zudem plagte mich ein Muskelriss am Handgelenk.
Nun fühle ich mich endlich gesund und ich bin enorm gespannt, wie ich den Rebells mit einem fitten Körper zum Erfolg verhelfen kann. Ich habe hart trainiert und erwarte viel von mir am kommenden Turnier in Österreich.
Wieso hat Oberwil den letzten Titel geholt?
JM: In meinen Augen gab es viele Gründe, weshalb wir am Schluss den Pokal in die Höhe stemmen konnten. Einerseits wurden wir von Tibor sensationell gecoached. Er machte einen hervorragenden Job und hat aus jedem Spieler das Beste herausgeholt. So etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Ein anderer Grund war sicher der Teamgeist. Die Chemie stimmte und jeder Spieler akzeptierte seine Rolle in der Mannschaft. Natürlich hat das technische Können der Leader ebenfalls zum Erfolg beigetragen. Alle diese Faktoren führten zum Turniersieg. Wenn wir an unsere Leistungen vom letzten Jahr anknüpfen können, ist wieder alles möglich.
Mit Cody wird ein weiterer Amerikaner ins Team stossen. Was kannst du uns über ihn sagen?
JM: Momentan gehört Cody neben Bobby Housser zu den besten Spielern der USA. Der Junge ist eine Tormaschine. Meiner Ansicht nach, wird kein anderer mehr Tore schiessen in Villach als er. Dass diese Aussage sehr dickaufgetragen klingt, ist mir durchaus bewusst. Aber wenn ihr ihn das erste Mal spielen seht, versteht ihr, was ich meine. Er ist schnell, effizient und spielintelligent. Seine Ballführung ist vielfältig und seine Schüsse von überall brandgefährlich. Deshalb ist es so schwierig gegen ihn zu spielen. Er wird uns Freude bereiten!
Solche Statements gefallen uns. Josh, viel Erfolg!
Autor Die Redaktion