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Ayabonga ist Schüler des Salesian Institute Youth Projects (SIYP)in Kapstadt mit Bildungs- und Berufsförderungsprogrammen für Kinder der Townships. Die Lehrer waren schon länger auf einen Jungen aufmerksam geworden, der während des Schuljahres nach jedem Mittagessen den Speisesaal freiwillig aufräumte, ohne von den Lehrern ermutigt worden zu sein.
Alle wussten, dass Ayabonga Radfahren liebte, obwohl er kein eigenes Fahrrad besass. Nach langem Suchen fanden die Lehrkräfte im Schulkeller ein altes Fahrrad, welches sie flickten und Ayabonga in Anerkennung seiner vorbildlichen Hilfsbereitschaft als Sonderpreis bei der jährlichen Preisverleihung im Jahr 2015 schenkten.
Nach den Schulferien Anfang 2016 stellten sie fest, dass Ayabonga nach dem Besuch bei seinen Grosseltern im Ostkap wieder zu Fuss in die Schule kam. Auf die Frage, ob das Velo gestohlen worden oder kaputt gegangen sei, erzählte er, dass seine Grosseltern in einer ländlichen Siedlung weit weg von der nächsten Stadt und Einkaufsmöglichkeiten leben. Ayabonga schenkte sein Fahrrad seinem Grossvater, weil er wusste, dass es seinen Grosseltern viel mehr helfen würde. Diese hatten nun ein dringend benötigtes Transportmittel für den Einkauf in der Stadt.
Angelo Casu, Besitzer des Grand Dédale Country House und Johan Fourie, ein bekannter südafrikanischer Ex-Radprofi fahren am Mountainbike Rennen Cape Epic, einem der härtesten und bekanntesten Etappenrennen der Welt, jeweils zur Unterstützung von StreetSmart South Africa. Johan gehörte in den 1980er Jahren zu den weltweit führenden 1500m–Streckenprofis, durfte aber aufgrund sportlicher Sanktionen während der Apartheid nicht international starten. Angelo Casu hörte von der selbstlosen Tat des Jungen und beschloss zusammen mit Johan, das Rennrad zu spenden, mit dem Johan einst sein erstes Cape Epic Race gefahren war. Sie wollten Ayabonga ermutigen, weiter zu biken.
Ayabonga trat darauf einem Bike-Club in Houtbay bei und genoss es, täglich mit seinem Rennrad unterwegs zu sein. Weil Angelo die Ambitionen des Jungen sah und das Talent erkannte, schenkte er ihm zusätzlich auch ein Mountainbike. Denn Ayabonga träumte davon eines Tages ein drei-tägiges Bikerennen zu fahren.
Dieser Traum wurde 2018 wahr, Angelo Casu fragte ihn, ob er mit ihm am «Wines2Whales», einem der grössten Mountainbike-Events, im November 2018 fahren möchte. Das Wines2Whales dauert 3 Tage, die Streckenlänge ist 207km, vom Wein zu den Walen, Region Somerset West nach Hermanus.
Zum Trainieren nahmen Angelo und Ayabonga an zwei Nationalrennen teil, um sich besser kennenzulernen und besser zu verstehen, bevor sie das Mountainbike Rennen Wines2Whales im November 2018 antraten, bei welchem die Strecken nach den Weinsorten Pinotage, Chardonnay und Shiraz benannt sind. Das Resultat: Ayabonga und Angelo fuhren gemeinsam die erste Strecke von 69km in 5Std 45Min. Angelo beendete alle drei Strecken des Wines2WhalesRennens von 207km und 4320m Höhendifferenz in total 13Std und 23Min.
Diese Geschichte handelt nicht nur von Ayabonga. Es geht um jedes Kind, das Träume und Potential hat. Bildung und Hobbies ermöglichen gefährdeten Jugendlichen den Weg zu selbständigen und zukunftsorientierten Erwachsenen. Ayabonga bekam von Angelo im November 2018 für die Sommersaison einen Arbeitsvertrag.
Angelo sammelte mit seinem Team «Morgenster StreetSmart SA» im 2018 von April bis Oktober 30 000 Rand (ca. CHF 2000).
In Western Cape warten 2100 km signalisierte Mountainbike Trails. Die Trails wurden von Mountainbiker für Mountainbiker gebaut und deshalb sind alle angelegten Kurvenradien auch fahrbar. Alle Trails sind perfekt ausgeschildert und auch ohne Navi einfach zu finden. Bei den meisten Mountainbike Trails ist die Fahrtrichtung vorgegeben, Sie können also immer Vollgas geben. Viel Wert wird auf den Unterhalt gelegt, dafür kostet es überall einen kleinen Beitrag für den Trail Permit.