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„Sind Sie einverstanden, sich die Frage zu stellen, ob sich Ihre Augen jetzt lieber schliessen möchten oder offen bleiben?... (und dann, egal, welche Reaktion kommt:) Prima! ... wären Sie jetzt einverstanden, Ihren Körper zu fragen, ob es noch irgendetwas gibt, was Sie tun könnten, damit er sich noch ein bisschen wohler fühlt?... Prima!“
Körperspaziergang
„Nun schlage ich Ihnen vor, Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Füsse zu richten, und dort nur wahrzunehmen, was Sie gerade jetzt spüren können ... ob kalt oder warm? ... Können Sie die Schuhe wahrnehmen? ... den Kontakt mit dem Boden? ... und dann die Unterschenkel? ... die Knie? ... die Oberschenkel? ... einfach nur wahrnehmen ... nichts ändern wollen ...“ (und dann in dieser Weise weiter, den ganzen Körper hinauf, Körperteil nach Körperteil).
Erster Wunsch rechts
Sind wir beim Scheitel angekommen, halten wir inne: „Vielleicht können Sie jetzt spüren, dass Ihr Körper allein durch Ihre neutrale, absichtslose Aufmerksamkeit begonnen hat, sich hier oder dort zu entspannen ... ganz von alleine ... eine gewisse Ruhe, die eingekehrt ist ... Super! ... Und jetzt schlage ich Ihnen vor, dass Sie sich die Frage stellen, was Sie jetzt am liebsten rechts neben sich hätten ... was Sie sich jetzt rechts neben sich wünschen ... einfach so ... spontan ... Sie können sich Zeit nehmen ...“ Wir warten etwas zu, ob wir eine Regung erkennen. Wenn nicht, können wir ermunternd offene Vorschläge machen: „Es kann etwas Beliebiges sein, ein Mensch, ein Gegenstand, ein Tier, eine Landschaft, eine Musik, ein Gefühl ...“ Und dann: „Sobald Sie diesen Wunsch gefunden haben, steht es Ihnen frei, ob Sie ihn mir mitteilen möchten, oder ob Sie mir durch ein feines Kopfnicken zeigen wollen, dass Sie Ihren Wunsch gefunden haben.“
Anerkennung
Sobald der Patient signalisiert, dass ein Wunsch erschienen ist, reagiere ich nahezu stammhirnmässig und sage: „Super!“ oder „Wunderbar!“, egal ob ich erfahren habe, was es ist, oder im Dunkeln tappe. Dies tue ich mit dem besten Gewissen der Welt, denn damit würdige ich, dass diesem Wunsch mit unumstösslicher Bestimmtheit etwas Konstruktives zugrunde liegt.
Die anderen fünf Wünsche
Einerlei, ob der Patient mir seinen Wunsch anvertraut – dann notiere ich ihn kurz – oder ob er ihn für sich behält (manchmal hat man Wünsche, die intim bleiben wollen), fahre ich fort: „Sind Sie einverstanden, das gleiche jetzt mit der linken Seite zu tun: Was wünschen Sie sich jetzt links von Ihnen?“ und ich fahre nach dem genau gleichen Muster fort. Sobald ich wieder mein „Super!“ habe aussprechen können, schreite ich weiter und stelle im gleichen Sinn immer wieder die Frage, was er sich jetzt hinter ihm, unter ihm, über ihm und vor ihm wünsche. Diese Reihenfolge ist dabei nicht zwingend.
Zentrierung und paradoxer Raum
„Wunderbar. Jetzt lade ich Sie ein, sich bewusst zu werden, dass Sie im Mittelpunkt stehen ... (da mache ich aus der Erfahrung mit meiner ersten Patientin heraus eine kleine Künstlerpause: „Im Mittelpunkt sein ...“: Wie reagiert der Patient darauf? s. Text Nr. 14) ... im Mittelpunkt Ihrer sechs Wünsche ... Sie sitzen ja in der Mitte zwischen dem Wunsch rechts und dem Wunsch links, in der Mitte zwischen dem oben und dem unten, und ebenso in der Mitte zwischen dem vor und dem hinter Ihnen ... Rund um Sie herum, in allen drei Dimensionen, spannt sich ein hilfreicher Raum auf ... bestehend aus Ihren sechs Wünschen ... und dieser Raum weist eine interessante Eigenschaft auf: Er befindet sich gleichzeitig aussen um Sie herum und in Ihnen drin ... Es sind ja alles Ihre inneren Bilder ... es gibt keine Grenze mehr zwischen innen und aussen ... im normalen Wachzustand ist dies nicht möglich ...“
Die sechs Wirkungen
„Jetzt schlage ich Ihnen vor, sich Ihrem Wunsch rechts zuzuwenden und sich zu fragen, ob Sie vielleicht von dieser Seite her kommend irgendeine Wirkung verspüren können... vielleicht eine Kraft ... vielleicht eine besondere Ruhe ... vielleicht wird auch nichts Besonderes spürbar ... und wenn Sie etwas spüren ... lassen Sie es wirken ... Super! ... und dann können Sie sich dem Wunsch links zuwenden. .. und die beiden Wirkungen vergleichen ... “ So geht es dann weiter, bis alle sechs möglichen Wirkungen erkundet und verglichen sind und sich gegebenenfalls miteinander verweben.
Der Abschluss
„Nun lassen Sie sich Zeit, damit diese Wirkungen ihre Arbeit verrichten können ... bleiben Sie so lange dabei, wie es für Sie interessant ist ... bis Sie einen für Sie guten Abschluss finden ... und dann können Sie ganz auf Ihre Art und Weise in den normalen Wachzustand zurückkehren ... Guten Morgen!“
Gewisse ganz einfache, aber wesentliche Punkte sind bei der Anwendung der „3D-Methode“ allemal zu beachten, wie beispielsweise die Formulierung „wünschen“ und nicht „vorstellen“, das „Super!“, oder die Haltung des „konsequenten interaktiven Explorierens“. Weshalb dem so ist, und Vieles mehr dazu erfahren Sie in den nächsten Texten ...