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Metropolitan Opera: Eröffnung mit Oper eines Afroamerikaners
Das Wichtigste in Kürze
- Die Met Oper von New York feierte ihre Wiedereröffnung nach langer Corona-Pause.
- Erstmals wurde das Stück «Fire Shut Up in My Bones» aufgeführt.
- Die Zuschauer konnten die Premiere auch vom Time Square aus verfolgen.
Nach anderthalbjähriger Schliessung wegen der Coronavirus-Pandemie hat die New Yorker Metropolitan Opera ihre Türen wieder geöffnet. Den Auftakt machte die erstmalige Aufführung eines Werks eines afroamerikanischen Komponisten in der Geschichte des Opernhauses.
Die Zuschauer feierten am Montagabend die Premiere von «Fire Shut Up in My Bones», komponiert von dem Jazz-Trompeter Terence Blanchard. Blanchard hatte zuvor unter anderem Filmmusik für Regisseur Spike Lee geschrieben. Die Oper basiert auf der gleichnamigen Autobiografie von Charles Blow über dessen Kindheit und Jugend im südlichen US-Bundesstaat Louisiana.
Erste Aufführung eines Stückes eines afroamerikanischen Komponisten
«Es ist eine phänomenale Ehre und überwältigend. Gleichzeitig sehe ich das auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge.» Sagte der 59-jährige Blanchard zuvor der «New York Times». In der gesamten 138 Jahre langen Geschichte des renommierten Opernhauses war zuvor keine Oper eines afroamerikanischen Komponisten aufgeführt worden.
«Die Black Lives Matter-Bewegung hatte da ohne Zweifel einen grossen Einfluss», sagte Met-Chef Peter Gelb der Zeitung. «Es hat sich so angefühlt, als ob es wichtig wäre, dass die Met antwortet.»
Die Aufführung der Metropolitan Opera wurde auch auf dem Time Square übertragen
Die Spielzeiteröffnung der liebevoll Met abgekürzten Metropolitan Opera gilt in New York jedes Jahr als gesellschaftliches Grossereignis. 2019 war die Saison mit einer Aufführung von «Porgy und Bess» eröffnet worden. Im Publikum waren Stars wie Donna Karan, Anna Netrebko, Maggie Gyllenhaal und Iman dabei. Im März 2020 musste die Oper, die zu den besten der Welt gezählt wird, wegen der Pandemie schliessen.
In diesem Jahr war das Eröffnungs-Spektakel wegen der Corona-Krise deutlich eingeschränkt, ein roter Teppich wurde gar nicht erst ausgerollt. Künstler, Mitarbeiter und Zuschauer mussten einen Impfnachweis vorlegen, die Oper hatte sich zuvor zum «komplett geimpften Haus» erklärt.
Live übertragen wurde die Aufführung auf Videobildschirmen am Times Square und in einem Park in Harlem. Eine weitere Aufführung des Stücks am 23. Oktober soll weltweit live in Kinos übertragen werden, auch in Deutschland.
Zuvor hatten nach langen Corona-Pausen auch die New Yorker Philharmoniker und das New Yorker Ballet wiedereröffnet. Andere Institutionen landesweit sind entweder schon wieder in Betrieb oder wollen folgen, darunter am Donnerstag die Symphoniker in Boston.
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