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„Imagine if libraries could represent themselves together in a way the Web could see and understand.“
Die Libhub Initiative hat zum Ziel, eine Gemeinschaft von Bibliotheken zu bilden, die ausprobieren und lernen was es braucht, um mit der Publikation und Verlinkung von bisher unsichtbaren (bibliografischen) Daten die Sichtbarkeit der Bibliotheken und deren Dienste im Web zu erhöhen.
Ein Aufruf, die Bewegung im Bereich der (digitalen) Bibliotheken mitzugestalten!
Stichworte: Linked Data, BIBFRAME
Die von der der Library of Congress (LoC) im Mai 2012 angekündigte Bibliographic Framework Transition Initiative zeigt einen Weg für den Übergang der bibliografischen Daten im Format MARC (21) zu einem neuen, auf dem Linked Data Konzept basierenden Format auf: BIBFRAME. LoC arbeitet dabei mit Library and Archives Canada, der British Library, der Deutschen Nationalbibliothek und weiteren Nationalbibliotheken sowie den MARC Benutzervereinigungen und den MARC advisory committees zusammen.
Das Format BIBFRAME unterstützt wie MARC das gemeinsame Verwenden und den robusten Austausch von Datensätzen. BIBFRAME ermöglicht das Katalogisieren zunehmend grösserer Bestände bei gleichbleibender Qualität der Metadaten und ohne Kostensteigerung. Zusätzlich bildet BIBFRAME die Grundlage zur Vernetzung der Datensätze (über Kataloggrenzen hinweg).
Das BIBFRAME Modell ist einfacher als dasjenige der Functional Requirements For Bibliographic Records (FRBR). Es stützt sich auf folgende Grundlagen:
- maschinenlesbare Kennzeichnungen zur eindeutigen Identifikation von Entitäten
- klare Trennung zwischen Werken und Instanzen von Werken
- Verknüpfung der Entitäten zur Offenlegung von Beziehungen zwischen den Entitäten (linked data)
Die offizielle Website der Bibliographic Framework Transition Initiative (http://bibframe.org/) bietet ausführliche Information, BIBFRAME Beispiel-Datensätze und einen online-Dienst für die Konversion von eigenen MARCXML-Datensätzen in das Format BIBFRAME sowie die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung an der Initiative.
Weil das offene Format EPUB3 für (Enhanced) E-Books die Einbindung externer Metadatensätze in verschiedenen Formaten erlaubt (z.B. MARCXML), können E-Books zukünftig auch Metadaten im Format BIBFRAME enthalten. Das ist der Grundstein für ein Web of E-Books.
Welche Schweizer Bibliotheken befassen sich schon mit BIBFRAME? Ich werde im Unterricht im Bachelorstudium jedenfalls den Unterrichtsblock zu FRBR durch einen Unterrichtsblock zu BIBFRAME ersetzen (wegen der knappen zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit).
Quellen:
Library of Congress: Bibliographic Framework as a Web of Data: Linked Data Model and Supporting Services. November 2012. (http://www.loc.gov/marc/transition/pdf/marcld-report-11-21-2012.pdf)
Kevin Ford: LC’s Bibliographic Framework Initiative: An Update. Semantic Web in Bibliotheken, 26. – 28. November 2012, Köln. ( http://3windmills.com/kefo-swib12-bfi/)