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Von Sangita Burger (15 Jahre, Text und Bilder)
Mit meiner Familie war ich in den Sommerferien in London. Da meine Geschwister und ich gern Harry-Potter-Filme schauen und ich auch alle Bücher gelesen oder besser gesagt verschlungen habe, besuchten wir die Warner Studios. Darin wurden während zehn Jahren die acht Harry-Potter-Filme gedreht.
Für diejenigen, welche die Filme kennen, ist ein solcher Besuch sehr interessant. Gleich zu Beginn des Rundgangs bekamen wir iPads samt Kopfhörern. So konnten wir viele Kurzfilme schauen, zum Beispiel Interviews mit den Schauspielern, Regisseuren, Kulissenbauern, Tiertrainern und Maskenbildnern und wir erhielten Informationen zur Studiotour.
Es werden viele Kulissen gezeigt: Der Gryffindor-Gemeinschaftsraum mit Kleidern von Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger, die grosse Halle (der Speisesaal), verschiedene Klassenzimmer, Büros der Lehrer, das Zaubereiministerium, das Haus von Harrys Freund Ron und die Hütte des Wildhüters Hagrid. Diese hatte das Requisitenteam zweimal bauen müssen, einmal in Gross- und einmal in Kleinformat.
In der kleinen Hütte wurden die Szenen mit dem Halbriesen Hagrid gedreht, damit er grösser erscheint. In der grossen die Abschnitte mit den anderen Personen. Auch den Jungenschlafsaal von Harrys Klasse konnten wir besichtigen. Die Holzbetten, die darin stehen, hat man auf die Grössen der 11-jährigen Schauspieler gebaut. Als die dann grösser und älter wurden, waren die Betten viel zu klein und zu eng!
Im Klassenzimmer von Snape, dem Zaubertranklehrer, stehen Hunderte Gefässe in allen Formen, alle mit Zaubertrankzutaten versehen. Das war eine Herausforderung für das Kulissenteam: Es hatte die Gläser mit vielen Plastiktieren gefüllt und bunte Flüssigkeiten dazugegossen. Doch dann schien das Ganze zu unecht. Deshalb wurden noch einige Pflanzen und echte Tierknochen dazugegeben. Erst dann waren die Perfektionisten zufrieden.
Wir konnten in den Warner Studios auch viele Requisiten anschauen. Zum Beispiel einige Zauberstäbe, der Pokal des Trimagischen Turniers, Gryffindors Schwert, die riesigen Schachfiguren, die Zeitungen aus der Zauberwelt, das fliegende Motorrad von Hagrid und den magischen Spiegel «Nerhegeb». Ein Raum ist voller Regale, auf denen sich Zauberstabschachteln befinden. Da werden alle Zauberstäbe gelagert, die für die Filme angefertigt wurden.
Auf einem Hof vor den Studios steht «der fahrende Ritter». Das ist der dreistöckige, violette Bus, mit dem Harry im dritten Teil fährt. Er wurde aus drei alten Londoner Bussen zusammengebaut. Um damit die Szenen zu drehen, fuhr das Filmteam extra durch Londons Strassen, die zuvor gesperrt worden waren.
Auch die Apparaturen mit den Besen, mit denen die Szenen vom Quidditch, der magischen Sportart, gedreht wurden, konnten wir bestaunen. Dank der grünen Leinwand kann man einen neuen Hintergrund einsetzen.
Ein Raum in den Studios ist voller geometrischer Zeichnungen, die Gebäude, Räume, Requisiten oder magische Wesen abbilden, welche nach diesen Plänen gebaut wurden.
Die Riesenspinne Aragog, der Hippogreif Seidenschnabel, der Phönix Fawkes und der Hauself Dobby werden ebenfalls ausgestellt. Diese magischen Wesen haben die Filmleute alle selbst gebaut. Das wurde zwar sehr teuer, aber es war immer noch billiger als eine Computeranimation.
Die Maskenbildner hatten alle Hände voll zu tun. Zum Beispiel mussten sie die Gesichter der Kobolde in der Zaubererbank und diejenigen des Werwolfes Greyback konstruieren und kontrollieren, sodass sie an jedem Drehtag richtig sassen.
Gegen Ende der Besichtigung schlenderten wir sogar durch die Einkaufsstrasse der Zauberer, die Winkelgasse. In dem Scherzartikelladen von Fred und George befinden sich viele kleine, bunte Schachteln. Um diese herzustellen und anzumalen, wurden drei Monate benötigt. Leider durften wir nur zum Schaufenster reingucken. Aber das Beste kam ganz zum Schluss: Das riesige Modell der Zauberschule Hogwarts, mit dem alle Aufnahmen in der Vogelperspektive gedreht wurden! Das sieht einfach umwerfend aus!
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Die Jungjournalistin auf einer zauberhaften Entdeckungstour in London.
Von Sangita Burger (15 Jahre, Text und Bilder)