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Die Republik San Marino hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das Paaren und Einzelpersonen mit Wohnsitz in San Marino erlaubt, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) als Pflegekinder aufzunehmen. Damit regelt die Republik San Marino den rechtlichen Status von UMF, die in Flüchtlingszentren oder anderen Aufnahmeeinrichtungen leben. Auch minderjährige Flüchtlinge, die von griechischen Inseln kommen, können aufgenommen werden. Als Pflegekinder sollen sie die Möglichkeit erhalten, in einem familiären Umfeld aufzuwachsen, das ihnen die nötige moralische, erzieherische, schulische und materielle Unterstützung bieten kann.
Sofern dies möglich ist, sollen die Pflegeeltern den Kontakt zwischen dem Flüchtlingskind und seiner Herkunftsfamilie im Heimatland fördern und aufrechterhalten. Es ist auch ein Mechanismus der «internen Solidarität» vorgesehen: Wer sich an einer Pflegschaft beteiligen möchte, aber nicht in der Lage ist, Kinder in der eigenen Familie aufzunehmen, der kann einen oder mehrere Minderjährige finanziell unterstützen. Die minderjährigen Flüchtlinge werden dann Familien oder Einzelpersonen anvertraut, die sich um sie kümmern können, aber nicht in der Lage wären, sie finanziell zu unterstützen. Um die Pflegepraxis zu erleichtern und zu fördern, möchte die Republik San Marino einen Fonds einrichten für die wirtschaftliche Unterstützung von Pflegefamilien.
Die gemeinnützige Organisation Still I Rise, die u.a. auf der griechischen Insel Samos und in Syrien Schulen für Flüchtlingskinder unterhält, hat das Konzept einer Pflegschaft für minderjährige Flüchtlinge von Anfang an unterstützt. Entsprechend erfreut war man über die Verabschiedung des neuen Gesetzes in San Marino: «Dieses Projekt ergänzt unsere Arbeit um ein grundlegendes Element, das bisher gefehlt hat», sagen Nicolò Govoni und Riccardo Geminiani, Präsident und Vizepräsident von Still I Rise. «Dank des neuen Gesetzes können unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die sich in unseren Schulen in Notsituationen befinden, ihren Weg der Hoffnung in einem sicheren Umfeld fortsetzen – in Familien, die sich um sie kümmern und ihnen die notwendige Unterstützung für ihre weitere Entwicklung geben.»
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Keine
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