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Acrobat 6 Professional und seine Druckmarken als Helvetica
Herr Borg,
die Helvetica Condensed ist, wie Sie selbst herausgefunden haben, nicht der problemverursacher, denn sonnst hätte die Meldung im Acrobat Distiller nicht
%%[ Error: FVQAAA+Helvetica cannot be embedded due to licensing restrictions.]%%
gelautet, sondern
%%[ Error: FVQAAA+HelveticaCondensed cannot be embedded due to licensing restrictions.]%%
(nur mit einer anderen führenden, sechsstelligen Buchstabenkombination).
Layout-Programme betten eine Helvetica oder eine TimesRoman, welche häufig für INTERNE Zwecke benötigt werden nicht ein, da sie davon ausgehen, dass diese Fonts standardmässig auf jedem PostScript-Ausgabegerät zu finden sind. Leider werden jedoch seit Acrobat 4 nicht mehr die 13 PostScript basefonts mit installiert (aus Kostengründen :-( ).
Wenn Sie aus Adobe Acrobat 6 oder Adobe InDesign eine Druckdatei mit Druckmarken und Seiteninformation ausgeben, wird sehr wohl die benötigte Helvetica eingebettet, weil Sie ja zum Seiteninhalt (wenn auch außerhalb des zu reproduzierenden Endformats) beiträgt und somit nicht durch eine x-beliebige Geräte-Helvetica ersetzt werden darf. Dies ist also ein anderer Fall als der oben beschriebene.
Die Adobe Produkte betten jedoch den Helvetica-Font ein, den Sie ihnen vorsetzen. Wenn dies ein TrueType-Font mit integrierten lizenzrechtlichen Einschränkungen in Bezug auf die Einbettung in PDF-Dateien ist, dann ist spätestens beim Acrobat Distiller Schluß, der sich dann nämlich weigern wird, die im PostScript-Code als Type 42 Font enthaltene TrueType Schrift in dieser Form in die zu generierende PDF-Datei zu übernehmen. Besorgen Sie sich also einen nicht beschränkten Helvetica-Font und die Welt ist wieder in Ordnung.
Da der Font wie gesagt bereits in der Druckdatei eingebettet ist, nutzt es nichts dem Acrobat Distiller über Schriftordner eine andere Helvetica zu zeigen. Die primäre Quelle für benötigte Schriften ist die zu konvertierende PostScript-Datei. Erst wenn darin eine Schrift nicht zu finden ist, wird alternativ auf den Schriftordner Mechanismus zurückgegriffen.
Wir begrüßen übrigens das Abspecken der Schriften im Acrobat Paket sehr, weil es den Anwender umso mehr zwingt darauf zu achten, seine benötigten Fonts korrekt in die PostScript-Datei einzubetten. Wenn es nach mir ging würde ich sogar bis auf den Courier-Schnitt und die beiden beiden MultipleMaster-Fonts alles andere auch eliminieren. Was ich dagegen mache ist eine hochwertige Helvetica und TimesRoman in den Acrobat Fontordner zu kopieren um das oben beschriebene Problem zu umgehen.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Zacherl
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