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Unwetter im Rückblick
Mehrere Tornados in Sachsen
Schäden durch schwere Unwetter
Am 29.07.2005 gab es in Sachsen gleich mehrere Tornados. Davon betroffen waren die Ort Gelenau, Auerbach, Klingenthal, Schwarzenberg und das Sehmatal, wo sich sogar 3 Tornados bildeten.
In schwülheißer Luft bei Temperaturen um 33 Grad bildete sich zunächst am frühen Abend gegen 19 Uhr ein Tornado an einer sogenannten Superzelle eines Hitzegewitters. Der nur sehr kurzzeitig aufgetretene Tornado derKlasse F1 knickte einen Strommasten und mehrere Bäume um. In der Gewitterzelle, die sich in der feuchtheißen Luft und zusätzlichem Auftrieb am Erzgebirge immer weiter verstärkte, bildeten sich Hagelkörner mit örtlich 6 bis 12 Zentimeter Durchmesser. Es gab große Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen.
Mit der Passage einer Gewitterlinie in der Nacht zum 30.07.2005 kam es zu weiteren Unwettern. Gegen 23 Uhr entstand ein Tornado der Klasse F2 im Bereich Klingenthal und Zwota. Er hinterließ erhebliche Forstschäden auf einer etwa 8 Kilometer langen und bis zu 150 Meter breiten Schneise. Zwischen 23:15 und 23:30 Uhr verursachte ein weiterer F2-Tornado erhebliche Forst- und Sachschäden in der Nähe von Johanngeorgenstadt, Erlabrunn und Antonsthal in einem bis zu 15 Kilometer langen und 500 Meter breiten Korridor. Das Verwaltungsgebäude der Kliniken Erlabrunn wurde fast komplett abgedeckt und der komplette Klinikpark zerstört.
Weitere Tornados folgten im Sehmatal. Gegen 23:30 Uhr knickte ein F1-Tornado bei Crottendorf auf einer Länge von etwa 4 Kilometer zahlreiche Bäume um. Im Ort Sehma sorgte der nächste Tornado der Klasse F2 für hohe Forst- und Sachschäden. Die Schneise des Tornados betrug dort 6 Kilometer. Weitere große Waldschäden gab es auf einer etwa 5 Kilometer langen Schneise im östlichen Sehmatal bis nach Königswalde durch einen in etwa zeitgleich auftretenden dritten Tornado (F1).