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Wie verläuft eine HIV-Infektion?
Der Verlauf der HIV-Infektion ist individuell unterschiedlich. Krankheiten können, müssen aber nicht auftreten. Selbst bei einem voll entwickelten Immundefekt kann die Infektion bis zum Auftreten schwerster Erkrankungen zunächst symptomslos verlaufen.
Wie stark sich HIV* vermehrt und dadurch das Immunsystem schädigt, kann durch Blutuntersuchungen gemessen werden: je stärker die HIV-Vermehrung, desto höher die Zahl freier Viren im Blut (Viruslast), und je grösser die Schädigung des Immunsystems, desto geringer die Zahl der Helferzfellen (CD4-Zellen).
Die ersten Wochen
Bereits kurz nach der Übertragung des HIV beginnt das Virus, sich sehr stark zu vermehren. Bei vielen Menschen treten in den ersten Wochen keine Symptome (Krankheitszeichen) auf. Bei der Mehrzahl jedoch entwickeln sich etwa nach zwei Wochen grippeähnliche Symptome (Primärinfekt), die nach ein bis zwei Wochen wieder abklingen.
Bei allen Infizierten kommt es zu einer Abwehrreaktion, bei der Antikörper gebildet werden. Diese können bereits nach 3-6 Wochen, spätestens aber in der Regel nach 3 Monaten nachgewiesen werden (Antikörper-Test im Volksmund Aids-Test).
Nach Jahren
Da das Immunsystem andauernd belastet wird schwächt es sich immer mehr ab, bis das Immunsystem sich gegen Krankheitserreger nicht mehr wehren kann. Es treten Hautkrankheiten, Lymphknotenschwellungen, erhöhte Temperatur und Nachtschweiss auf.
Aids
Sinkt das Immunsystem unter die 200 CD-4* Zellen-Grenze und es treten lebensbedrohliche Krankheiten auf wie Krebs oder Lungenentzündung, um nur zwei zu erwähnen, spricht man von Aids.
Nach dem Ausbruch von Aids beträgt die Lebenserwartung, ohne Behandlung, noch wenige Monate bis drei Jahre.