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François Rochaix, am 2. August 1942 in Genf geboren, wächst in Morges auf, bis er als sechsjähriger nach Bern kommt, bedingt durch den Beruf seines Vaters, eines Ingenieurs. Als jener 1961 die Verantwortung für den Sektor „Land und Wald“ der Landesausstellung 1964 übernimmt, kehrt die Familie in die Romandie zurück. Nach seiner Maturität in Bern studiert François Rochaix in Genf Sprach- und Literaturwissenschaft und bildet sich gleichzeitig zum Schauspieler aus. 1963 bildet er seine eigene professionelle Theatergruppe. 1966 heiratet er die Schauspielerin Laurence Montandon. 1972 wird er Vater von Yvan und 1976 von Leticia. „Die Kinder waren das grösste Abenteuer meines Lebens.“
1981 inszeniert er seine erste Oper in Genf. Mit vierzig Jahren arbeitet er als unabhängiger Regisseur in der Schweiz und im Ausland. 1986 wird er Co-Direktor am Nationaltheater Bergen in Norwegen. 1986 inszeniert er Wagners Ring des Nibelungen an der Oper im amerikanischen Seattle. Von 1992 bis 1999 bereitet er die Fête des Vignerons in Vevey vor. 1996 wird er Co-Direktor des American Repertory Theatre und Direktor des Institute for Advanced Theatre Training at Harvard University, USA. Nach seinem Eröffnungsspektakel für die Expo.02 inszeniert er in Moskau Nabokov und in Seattle Wagners Parsifal und übernimmt ab Juli 2002 wieder die Direktion des Théâtre de Carouge, das er bereits von 1975 bis 1981 leitete.
Ab Sommer 2008 ist er wieder freischaffend und inszeniert das Offertorium magorum von Guy Bovet, Calvin Genève en flammes von Michel Beretti (zum 500. Geburtsjahr von Jean Calvin), Monterverdis L’Incoronazione di Poppea, und ein Diptychon zum 200. Geburtsjahr von Charles Darwin : Darwin en finit avec les Cirripèdes von Michel Beretti und La Confession de Darwin von Dominique Caillat.
Rochaix hat mehr als 100 Stücke und 70 Opern inszeniert und ungefähr 50 Rollen gespielt. In den letzten Jahren hat er den Inquisitor in Manfred Karge’s Inszenierung von Galileo gespielt, Karl Marx in Michel Beretti’sDarwin en finit avec les Cirripèdes und Léon in Michel Viala’s S.D.F. Zurzeit spielt er mit Guy Bovet Die Pilgerfahrt von Liszt in Fribourg und A Pretty Dinner (in Samuel Pepys Begleitung).
Er ist Preisträger verschiedener Auszeichnungen: die Beaumarchais Medaille in 1982, der Weltpreis Nessim Habif in 1988 (zusammen mit Jean-Claude Maret), der Hans-Reinhart Ring in 1989, der Grosse Preis der Stadt Genf in 1995, der Preis Belles-Lettres in 2000, die Anerkennung der Stadt Carouge in 2008. Ausserdem ist er Ehrenbürger seiner Gemeinde Mies seit 1999 und von der rumänischen Gemeinde Pădureni seit 2011.