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Riesen-Wollbiene
Riesen-Wollbiene (Anthidium septemspinosum)
Die Riesen-Wollbiene, auch Auen-Wollbiene genannt, ist eine extrem seltene Wildbiene. Aktuell ist sie nur im Tessin und in der Stadt Basel zu finden. Sie besiedelt trockene Stellen in Feuchtgebieten, wechselfeuchte Magerwiesen, Feuchtwiesen und Ruderalflächen. Ihre Nester baut sie in vorhandene Hohlräume, wie z.B. in Fels- und Mauerspalten oder Käferfrassgängen in Holz und kleidet diese mit Pflanzenhaaren aus.
Die Männchen schlafen gerne in Gruppen. Dabei beissen sie sich bei gutem Wetter in Pflanzenteilen fest und lassen sich entspannt hängen, sobald sie richtig eingeschlafen sind. Bei schlechtem Wetter ziehen sie sich in geschützte Hohlräume zurück. Es handelt sich bei ihnen um keine Pollenspezialisten. Trotzdem haben sie manche Pflanzen lieber als andere, wie z.B der Weidenblättrige Alant oder die Saat-Luzerne. Wichtig für ihren Erhalt sind zusätzlich auch die Pflanzen, von den sie die Pflanzenhaare für ihre Nester sammeln können. Dazu gehört z.B. die Gewöhnliche Eselsdistel und die Schwarze Königskerze.
Steckbrief
Wissenschaftlicher Name: Anthidium septemspinosum
Status CH: Vom Aussterben bedroht
Flugzeit: Juni bis Mitte August
Foto: unbekannte Herkunft
Unterstützende Pflanzen: Weidenblättriger Alant (Inula salicina), Saat-Luzerne (Medicago sativa), Vogel-Wicke (Vicia Cracca)