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Im Jahr 2000 findet in Berlin eine «Fuckparade» statt. Dabei wird ein auffällig gestylter Mann gefilmt. Er trägt nur Hosen und Schuhe und präsentiert so seinen muskelbepackten Oberkörper. Die Art, wie er Bart und Haare trägt, erinnert an einen Wikinger. Zu Beginn des Clips weist er einen rüpelhaften Tänzer zurecht. Am Auffälligsten und Beeindruckendsten ist jedoch sein Tanzstil.
Erst sechs Jahre später wird der Clip zu einem der ersten grossen Web-Phänomene.
Der Künstler Matthias Frisch, der den Film aufgenommen hat, präsentiert die Auswirkungen seiner Aufnahme auf Festivals und Symposien. Bis er Ende 2009 ein Schreiben des Anwalts des Tänzers erhält. Darin wird er aufgefordert, die weitere Verbreitung des Filmes zu unterlassen.
Was darauf folgt, ist das juristische und diskursive Aufeinanderprallen von Kunstfreiheit, Recht am eigenen Bild und «Web-Volkskultur».
Der Künstler wird in den meisten Fällen schuldig gesprochen. Er lässt sich jedoch nicht beirren und lanciert im Sommer dieses Jahres eine Crowdfunding-Kampagne, um einen Film zur ganzen Technoviking-Story zu drehen. Sie war erfolgreich und dem Dreh steht nichts mehr im Wege.
Hier nun der Trailer:
Wenn Sie sich die ausführliche Story zu Gemüte führen wollen, dann lesen Sie diesen Artikel auf heise.de.
Depeche Mode trifft auf Rammstein und Leni Riefenstahl. So könnte man den Stil des 21 Jahre alten Rammstein-Musikvideos «Stripped» beschreiben.
Im Clip zu sehen sind Videosequenzen aus Leni Riefenstahls Film «Fest der Völker», ein Propagandafilm aus dem Jahr 1938, der propagandistisch die während des Nationalsozialismus in Berlin ausgetragenen Olympischen Spiele dokumentiert. Nur eine Woche lang war das Rammsteins Musikvideo 1998 auf «MTV» zu sehen, bevor es der Sender wegen Bedenken …