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Atemwege
Mit Heilpflanzen die Atemwege frei halten
Bei Erkältungen bzw. grippalen Infekten, aber auch bei Heuschnupfen machen uns die Atemwege immer wieder zu schaffen. Es gibt einige Heilpflanzen die Linderung verschaffen.
Schnupfen
Schnupfen ist eine der häufigsten Krankheiten überhaupt und trifft im Winter drei Viertel der Bevölkerung Europas. Verantwortlich hierfür sind um die 200 verschiedene Schnupfen- und Erkältungsviren. Ein banaler Schnupfen kann sich leicht zu einer Erkältung auswachsen. Die geschwollene Nasenschleimhaut und gesteigerte Sekretproduktion können den Ausgangspunkt für einen fortschreitenden Infekt bilden.
Abhilfe vermag hier die Küchenschelle zu schaffen (Pulsatilla pratensis). Sie kann in homöopathischer Form bei Schnupfen jeglicher Art bereits bei Säuglingen angewendet werden.
A. Vogel rät:
- Achten Sie bereits vorbeugend darauf, Ihr Immunsystem durch geeignete Massnahmen (frischkostreiche Ernährung und Abhärtungsmassnahmen wie Sauna und Sport) winterfit zu machen.
- Stützen Sie die Abwehrkräfte mit dem Roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) und natürlichem Vitamin C.
Nasennebenhöhlenentzündung
Die Nasennebenhöhlen und Stirnhöhlen laufen aufgrund ihrer anatomischen Besonderheit Gefahr, Sekret anzusammeln. Speziell dann, wenn der Ausführungsgang in die Nasenhöhle wegen einer Schleimhautschwellung verstopft ist. Dieser Sekretstau führt in der Folge rasch zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen.
Hilfe vermag, die Kanadische Gelbwurz (Hydrastis canadensis) zu bringen. Sie wirkt abschwellend auf die Schleimhäute und reguliert die Schleimproduktion.
A. Vogel rät:
- Stützen Sie die Abwehrkräfte mit Echinacea, dem Roten Sonnenhut, und natürlichem Vitamin C.
- Setzen Sie während der Heizperiode einen Luftbefeuchter ein.
- Festsitzender Schleim kann durch Spülungen mit einer physiologischen (= 0.9%-igen) Meersalzlösung verflüssigt werden.
- Wärmebehandlung mit Rotlicht oder Inhalation warmer Kräuterdämpfe kann Behandlung unterstützen.
- Bei chronischen Nasennebenhöhlenproblemen sollte bis zur Besserung eine möglichst tiereiweissarme Diät eingehalten werden.
Rachenentzündung/Pharyngitis
Eine Rachenentzündung ist häufig Vorbote einer beginnenden Bronchitis. Tritt sie im Rahmen einer Erkältung auf, hilft wiederholtes Gurgeln mit Echinacea, dem Roten Sonnenhut, die Abwehrzentren im Rachen zu mobilisieren und ein Fortschreiten der Infektion zu stoppen.
A. Vogel rät:
- Linderung bei rauem Hals bringt eine Pflanze mit schleimhautschützenden und antiseptisch wirkenden Inhaltsstoffen: die Bartflechte (Usnea barbata).
- Wichtig ist innerliche und äusserliche Wärmezufuhr (warme Getränke und Wollschal). Kalte Speisen und Flüssigkeiten sind tabu.
Bronchitis/Husten/Auswurf
Eine Erkältung, die bereits die Bronchien ergriffen hat, zeigt sich in Symptomen wie Husten und Auswurf. Die Entzündung der Bronchien zeigt sich anfangs oft als Reizhusten. Im weiteren Verlauf wird der Husten von Auswurf begleitet. Pflanzen vermögen die verschiedenen Stadien der Entzündung der Bronchien wirksam zu behandeln. Bei über Tage anhaltendem Husten, bei Fieber oder Brustschmerzen besteht Gefahr, dass bereits die Lunge und das Rippenfell angegriffen sind; in diesem Fall muss ein Arzt konsultiert werden.
A. Vogel rät:
Pflanzliche Unterstützung bieten:
- Sonnentau (Drosera rotundifolia): Er lindert krampfartigen Husten.
- Tannenspitzen (Sumitates piceae abietis): Sie enthalten Inhaltsstoffe, die sowohl antiseptisch/ keimhemmend als auch schleimlösend wirken. Sie helfen bei Husten mit Auswurf und bei trockenem Husten.
- Spitzwegerich (Plantago lanceolata): Er enthält einhüllende Schleimstoffe und ist daher speziell günstig bei trockenem Reizhusten.
- Efeu (Hedera helix): Er vermag den Schleim zu verflüssigen und hilft bei Husten mit zähem wie auch bei Husten ohne Auswurf.
- Thymian (Thymus vulgaris) und Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus): Sie wirken zusätzlich keimhemmend durch ihre antibiotisch wirksamen Inhaltsstoffe. Sie unterstützen die lokalen Abwehrvorgänge.
Daneben wichtig:
- Die Abwehrkräfte mit dem Roten Sonnenhut (Echinacea purpurea) und natürlichem Vitamin C stützen.
- Die Atemwege warmhalten, im Winter nicht bei offenem Fenster schlafen.
- Für ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen.
- Während der Heizperiode einen Luftbefeuchter einsetzen.
Heuschnupfen/allergischer Schnupfen
Heuschnupfen ist eine überschiessende Reaktion des Immunsystems auf Pollen von Gräsern und anderen Gewächsen. Zu den häufigsten Verursachern des Heuschnupfens gehören Haselnuss, Weide, Erle, Birke, Pappel sowie verschiedene Gräser und Getreidearten. Diese lösen eine Überempfindlichkeitsreaktion an der Nasenschleimhaut und Augenbindehaut aus. Auch andere Reizstoffe vermögen dies zu tun. Das vermehrte Auftreten von Heuschnupfenerkrankungen hängt unter anderem mit einer Mehrbelastung des Immunsystems und der Luftverschmutzung zusammen.
A. Vogel rät:
- Pestwurz hilft gegen die allergischen Erscheinungen an Augen und Nase. Sie erwies sich in wissenschaftlichen Untersuchungen als ebenso wirksam wie die übliche Therapie mit Antihistaminika, jedoch ohne deren Nebenwirkungen.
- Bei Heuschnupfenbeschwerden hat sich die Kombination verschiedener Pflanzen in homöopathischer Aufbereitung bewährt. Zentral wirksam gegen allergische Erscheinungen an der Atemwegs- und Bindehautschleimhaut ist die Galphimie (Galphimia glauca).
- Vielen Menschen hilft die vorbeugende Anwendung ab Januar/Februar mit einem Brennessel-Kalzium Komplex und einheimischem Blütenhonig. Ein altes Hausmittel ist die Durchführung einer Reiztherapie im Frühjahr mit frischen Brennesseln auf der Haut.
Massnahmen während der Pollenflugsaison: