Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03247.jsonl.gz/419

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist das grösste humanitäre Netzwerk der Welt. Seit über 150 Jahren bietet die Bewegung unparteiische und neutrale Hilfe und Schutz für Menschen in Not. Die Bewegung setzt sich aus dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation (IFRC) und den 192 nationalen Gesellschaften zusammen.
Die nationalen Gesellschaften haben zusammen fast 14 Millionen Freiwillige und unterstützen jährlich 160 Millionen Menschen. Als nationale Gesellschaft des Landes, in dem die Internationale Föderation ihren Sitz hat, kommt dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) bei der Föderation ex officio das Vizepräsidium zu (eines der fünf Vizepräsidien). In ihrer Rolle als Vizepräsidentin der Föderation nahm Brigitta M. Gadient aktiv an den Sitzungen des IFRC Governing Board teil.
Corona-Pandemie
Auch für die Rotkreuzbewegung war mit 2021 ein weiteres Jahr von der Corona-Pandemie geprägt. Die Mitglieder konnten auf den Erfahrungen des Vorjahres aufbauen und übernahmen weitere, pandemiebedingte Dienstleistungen. So setzte sich die Bewegung unter anderem für eine verbesserte globale Impfgerechtigkeit ein. Wichtig bei allen Tätigkeiten ist die gegenseitige Unterstützung sowie der Auftrag der nationalen Gesellschaften, im Rahmen ihrer auxiliaren Rolle, den Staat in seinen humanitären Aufgaben zu unterstützen.
Konflikte, Naturkatastrophen und Armut
Gleichzeitig setzte die Bewegung alles daran, dass auch die nicht durch Corona bedingten Nöte und Bedürfnisse – ausgelöst durch Konflikte, Naturkatastrophen und Armut – nicht in Vergessenheit gerieten und auch diese Menschen auf Hilfe in der Not zählen durften.
Die statutarischen Versammlungen, die für Dezember 2021 geplant waren, wurden wegen der Pandemie auf Juni 2022 verschoben.
Klima- und Umweltcharta
Die Föderation und das IKRK setzten 2021 mit der Verabschiedung der Klima- und Umweltcharta für humanitäre Organisationen ein Zeichen für die Dringlichkeit einer weiteren globalen Herausforderung – der Klimakrise. Ende 2021 zählte die Charta schon 200 unterzeichnende Organisationen, inklusive des Schweizerischen Roten Kreuzes.