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Anna Pieri hat an den Solothurner Filmtagen den Preis für die beste weibliche Hauptrolle verliehen bekommen.
Pieri spielt in der RTS-Serie «Double vie» von Bruno Deville «eine postmoderne Frau, die ihre Unabhängigkeit verteidige, aber trotzdem bereit sei, sich einzulassen aufs Leben, wie es daherkomme», heisst es über ihre Darstellung im RTS-Sechsteiler, deren Hauptdarsteller, Thibaut Evrard, am Sonntagabend an der Verleihung ebenfalls ausgezeichnet wurde.
Evrard, der in der Solothurner Reithalle als bester Schauspieler beklatscht wurde, spielt als Robin Favre «einen Lebenskünstler mit grossem Herz, der den Zuschauer genauso verführt, wie die zahlreichen Frauen, die ihm im Film erliegen».
Als bester Nebendarsteller erhielt Beat Marti den Fernsehfilmpreis 2019. Im Fernsehfilm «Amur senza fin» von Christoph Schaub entfalte Marti als «Urs» «sein komödiantisches Potenzial in rätoromanischer Sprache».
Subtil und nuanciert interpretiere der Schauspieler den männlichen Part in einer eingeschlafenen Beziehung, «die von einem Seitensprung aufgeweckt werde», heisst es über die Geschichte. «Gehörnt von seinem Jagdfreund Gieri, räche sich Urs, indem er diesem den Abschuss eines Steinbocks vermassle.»
Der Spezialpreis der Jury ging an Annina Euling. Sie habe in «Weglaufen geht nicht» überzeugt. Im Film von Markus Welter spielt Annina Euling «Elodie», die nach einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist.
«Ohne Tristesse und Larmoyanz adaptiert Annina Euling die Rolle der querschnittgelähmten Frau, die (auch) dank dem Sport ihren Schicksalsschlag überwindet. Die physisch extrem fordernde und psychisch komplexe Rolle spielt Annina Euling lebhaft, frisch und modern», heisst es in der Jury-Begründung.