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Bären-Kindern droht in den ersten Monaten ihres Lebens eine grosse Gefahr durch Männchen, die sie zu töten versuchen. In der Paarungszeit von Mai bis Juli beissen Männchen junge Bären tot, um deren Mütter wieder zur Paarung zu bewegen. Bärinnen mit Jungen sind normalerweise nicht paarungsbereit.
Skandinavische Forscher haben jahrelange Bären in einem schwedischen Wald beobachtet und berichten nun im Fachblatt “Proceedings of the Royal Society B”: Die dort lebenden Bärenmütter hielten sich in der riskanten Paarungszeit auffällig oft in der Nähe menschlicher Siedlungen auf.
“Normalerweise halten sich Bären vom Menschen fern”, sagte Studienautor Sam Steyaert zur Nachrichtenagentur AFP. In der Nähe des Menschen fühlten sich Bärinnen mit Jungen offenbar aber vergleichsweise sicher vor aggressiven Männchen, die den Menschen prinzipiell auf Distanz halten.
“Wenn die Paarungszeit vorbei ist, ändern die Bärinnen mit Jungen ihr Verhalten wieder”, sagte Steyaert. Sie zögen sich dann wieder tiefer in den Wald zurück, weil von den Männchen keine Gefahr mehr ausgehe.
Für die Studie verfolgten die Forscher zwischen 2005 und 2012 insgesamt 26 Bärenmütter mit Hilfe eines Ortungssystems. 16 der Mütter brachten ihre Jungen durch. Zehn verloren sie. Die erfolgreichen Mütter hielten sich durchschnittlich nur 780 Meter von menschlichen Siedlungen entfernt auf. Bei den Müttern, die ihre Kinder verloren, waren es mit 1210 Metern deutlich mehr.
(SDA)