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Das Standardwerk vom "Herodot des Judentums" Mit Paragraphenzählung nach Flavii Josephi Opera Recognovit Benedictus Niese (Editio Minor) Mitreissend und dabei dennoch den historischen Tatsachen verpflichtet schildert der wegweisende römisch-jüdische Chronist Flavius Josephus in seinem monumentalen Werk die dramatischen Ereignisse des Aufstandes der Juden gegen die römische Fremdherrschaft im Jahr 66 n. Chr., den er selbst als Augenzeuge im Gefolge des Heerführers Titus miterlebte. Flankiert wird dieses Standardwerk von zwei kleineren Schriften des Josephus: Der Selbstbiographie, in der er minutiös von seiner Herkunft, seinem Werdegang und seinen Kriegserlebnissen berichtet, sowie der Verteidigungsschrift Gegen Apion, die gegen judenfeindliche antike Autoren Stellung bezieht. Für die Erhellung der Geschichte des Judentums im 1. Jahrhundert n. Chr. sind die erhaltenen Werke des jüdischen Chronisten Flavius Josephus von unschätzbarem Wert. Im Jüdischen Krieg, seinem ersten Werk, berichtet Josephus akribisch von den Ereignissen, die beginnend mit der Besetzung Jerusalems um 174 v. Chr. zu dem langen und entbehrungsreichen Kampf der Juden gegen die Fremdherrschaft Roms führten. Daran angeschlossen sind zwei kleinere Schriften, von Josephus, die Selbstbiographie und die Verteidigungsschrift Gegen Apion. Sie zeigen, dass der Historiograph zugleich ein Talent für den gallig-amüsanten, scharfzüngigen Ton besitzt. Wissenschaftlich betreut, mit der Paragraphenzählung nach Benedikt Niese, einem Vorwort sowie einem ausführlichen Namenregister versehen wurde die Ausgabe von Prof. Dr. Michael Tilly.
Portrait
Flavius Josephus (37/38 n. Chr. bis vermutlich nach 100 n. Chr.) war während des jüdischen Krieges gegen Rom Militärkommandeur in Galiläa. Bei der römischen Eroberung des Gebiets wechselte er die Seiten und wurde Berater der Römer im Kampf gegen die jüdischen Aufständischen und bei der Einnahme Jerusalems. Später erhielt er das römische Bürgerrecht und eine stattliche Pension zuerkannt, dank derer er sich ausschliesslich seiner schriftstellerischen Arbeit widmen konnte. Prof. Dr. theol. Michael Tilly, geb. 1963, leitet das Institut für antikes Judentum und hellenistische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen und ist Verfasser von zahlreichen Fachbüchern, Aufsätzen und Lexikonartikeln zu judaistischen und bibelexegetischen Themen. Im marixverlag sind von ihm erschienen: marixwissen Das Judentum; als Herausgeber: Flavius Josephus, Jüdische Altertümer; Die Mönchsviten des heiligen Hieronymus; Traum und Traumdeutung im Talmud; Die verborgenen Akten der ersten Christen; Apokryphe Apokalypsen und Julius Höxters Quellentexte zur jüdischen Geschichte und Literatur.