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Die amerikanische Regierung will nach einem Bericht des 'Wall Street Journal' (WSJ) noch heute Gesetzesvorschläge zur Netzneutralität vorstellen. Mit den Gesetzesentwürfen will die "Federal Communications Commission" (FCC) sicherstellen, dass alle über die Netze von Internet-Providern verbreiteten Daten gleich behandelt werden. Würden die Vorschläge angenommen, so dürften die Netzbetreiber beispielsweise bandbreitenlastige Dienste wie Tausch- oder Videoplattformen nicht mehr benachteiligen.
Gerade in den USA gibt das Thema seit längerem zu Diskussionen Anlass. Einige amerikanische Provider bekämpfen die Bestrebungen zur Netzneutralität, weil sie für datenintensive Anwendungen mehr Geld verlangen wollen - und dies sowohl vom Anbieter als auch vom Nutzer solcher Dienste. Als Begründung nennen die Provider unter anderem die Notwendigkeit, den intensiven Verkehr auf ihren Leitungen flexibel managen zu müssen und mit den stetig steigenden Investitionen in die Netzstruktur.
Wie das 'WSJ' schreibt, soll der Vorschlag der FCC auch für die Mobilfunknetze gelten, was wiederum auch die Handynetzbetreiber auf die Barrikaden treibt. Damit würde nämlich dort die Sperrung einzelner Dienste, wie etwa Skype, hinfällig. Auch hierzulande sperren die drei Betreiber die Nutzung von Skype über ihre Mobilfunknetze.
Der Chef der FCC, Julius Genachowski, gilt als enger Vertrauter des US-Präsidenten Barack Obama. Dieser wiederum versprach in seiner Wahlkampagne bereits damals, für die Netzneutralität zu sorgen. Noch vor zwei Jahren hatte sich das US-Justizdepartement gegen die "Net Neutrality"
ausgesprochen. (bt)