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Gasthöfe; stark besuchter klimatischer Kurort. Schöne Wiesengründe. In Churwalden liegt Donat von
Vaz begraben; Heimat des hervorragenden Naturforschers Professor Dr. Christian
Brügger (1833-1899). Rudolf von
Rothenbrunnen
gründete hier 1167 ein Prämonstratenserkloster, das in der Folge über grosse
Güter verfügte und dessen letzter Abt 1599 starb.
Doch bestand es noch bis zu Anfang des 19. Jahrhunderts; dient heute als katholische Pfarrwohnung. Die
jetzt paritätische Kirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und birgt zwei bemerkenswerte Nebenaltäre in gotischem Stil.
Ein 1311 entstandenes Norbertinerkloster ging nach wenigen Jahren wieder ein. Die Landschaft
Churwalden-Parpan ist mit einer
mächtigen Decke von erratischen Schuttmassen überführt, den
Zeugen einstiger Vergletscherung und gewaltiger
diluvialer
Bergstürze vom
ParpanerRoth- und
Weisshorn. Die Art der Mischung von Gletscherschutt mit den Hornblendeschiefern,
Gneissen, Triaskalken und Dolomiten der Sturzmaterialien gestattet die zeitliche Bestimmung dieser
Bergstürze. Der
Heidsee
und andere kleine Wasserbecken des Gebietes sind durch Wälle von Sturzschutt aufgedämmt worden. Vergl. Tarnuzzer, Chr.
Dieerratischen Schuttmassen der LandschaftChurwalden-Parpan... (Beilage zum Kantonsschulprogramm 1897/98).Chur 1898.
oder Ciardonnay(La),laBecca und leBec de Ciardonnet (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
Drei Gipfel, in der wenig
bekannten Gruppe von Ciardonnet, hinter dem obern Ende des
Val de Bagnes, auf der Grenze gegen Italien, zwischen dem linken
Ufer des Otemmagletschers und dem
Valpelline und auf dem den
Col de Fenêtre mit demCol de Collon (im
Hintergrund
des
Val d'Arolla) verbindenden
Kamm. Die Nomenklatur der Gruppe auf den Karten ist eine unbestimmte. Vom
Col de Crête Sèche
(2888 m) im SW. steigt der
Grat zur Ciardonnet der Siegfriedkarte (hier ohne Höhenkote; auf der italienischen Karte unbenannter
Punkt 3079 m)
an und trägt auf seiner Fortsetzung nach NO. die
Becca de Ciardonnet der italienischen
Karte (3263 m; Siegfriedkarte: unbenannter Punkt 3256 m; erste Besteigung 1890 durch W. Leaf).
Von dieser durch den Gletscherpass des
Col de Ciardonnet (3200 m) getrennt steht auf dem von der Ciardonnet der Siegfriedkarte
abzweigenden
O.-Grat der
Bec de Ciardonnet (3398 m der Siegfriedkarte; 3347 m der italienischen Karte;
erste Besteigung 1882 durch Cust), dessen SW.-Schulter der Berlon (3154 m) bildet und an dessen
SO.-Hang der kleine Ciardonnet
Gletscher liegt, welcher Name im Uebrigen auch dem vom
Col de Ciardonnet auf Schweizer
Seite absteigenden kleinen Firnfeld,
einem linksseitigen Nebenarm des Otemmagletschers, gegeben werden sollte.
Mehrgipflige Felsmasse, in der Kette zwischen
Misox u. Calancathal.
Springt gerade w.
vom Dorf
Misox aus der Hauptkette nach W. vor und endet nö.
Rossa im Calancathal mit dem Triangulationspunkt 2457 m. Andere
Gipfelpunkte erreichen 2622, 2780 und 2713 m.
Fil = Reihe, Kette,
Grat.
La Cibourg hat während der Zeit der
Neuenburger Unabhängigkeitsbewegung
eine gewisse
Rolle gespielt, indem hier die Republikaner von
La Chaux de Fonds sich vor 1848 zu versammeln
pflegten, wenn sie wieder einmal das Bedürfnis fühlten, unter der Schweizerfahne zu raten und zu taten.