Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03635.jsonl.gz/541

Zum ersten Mal seit der Gründung der Storchenstation im Jahr 1967 haben über 100 Störche den Weg ins Schweizer Nationalgestüt von Agroscope gefunden. Die diesjährige Rückkehr der Störche fand zwischen Mitte Januar bis Mitte März statt. Einige von ihnen haben in der Umgebung ihres Brutortes überwintert. Die Erfahrung zeigt, dass sich diese Vögel insbesondere in milden Wintern damit die besten Brutplätze sichern wollen. Die begehrtesten Brutplätze im Gestüt sind die vier Kamine der Reithalle und alle weiteren am höchsten gelegenen Horste. In aller Regel gelingt es starken Paaren aber, ihren bevorzugten Horst vom letzten Jahr auch dann zu verteidigen, wenn sie erst spät zurückkehren.
Agroscope geht davon aus, dass zahlreiche Störche „Ausland-Erfahrungen" haben, dass sie also im Winter in den Süden ziehen. Insgesamt sind neun Meldungen über den Aufenthaltsort von „Gestüts-Störche" eingegangen. In sechs Fällen befanden sie sich ca. 20 km südlich von Madrid auf einer Kehrichtdeponie. In den restlichen drei Fällen kamen Meldungen aus dem Gebiet zwischen Sevilla und Jerez (Südwest-Spanien).
Die meisten Paare haben mit der Brut begonnen. Davon brüten 18 Paare auf sogenannten Horst-Plattformen, 23 Paare direkt auf Dachgiebeln und Kaminen in Horsten der Marke „Eigenbau". Neun Paare bauten ihre Horste selbständig, sehr geschickt auf Bäumen in luftiger Höhe.