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1906 wurde der Simplontunnel als Bahnverbindung zwischen Italien und der Schweiz eröffnet. Damit verkürzte sich die Anreise vom Süden her massiv. Die Gornergrat Bahn intensivierte deshalb ihre Werbung in Italien.
Mit dem Simplontunnel wurde 1906, vor 117 Jahren, nicht nur der bis Ende der 1970er Jahre längste Gebirgstunnel der Welt eröffnet. Die Weltausstellung 1906 in Mailand fand anlässlich der Eröffnung des Eisenbahntunnels statt und wählte als Leitthema das Transport- und Verkehrswesen. Vielleicht machte auch diese neue Verbindung, die Italien näher an die Westschweiz und an Frankreich rückte, die Weltausstellung zu einem Erfolg: Zwischen 7,5 und 10 Millionen Personen sollen die Ausstellung besucht haben.
Mehr Verkehr bei der Gornergrat Bahn
Im Mai 1906 wurde der 19,8 km lange Tunnel zwischen der Schweiz und Italien in Betrieb genommen. Die Fahrt von Domodossola nach Brig dauerte nun nur noch rund 50 Minuten statt wie bisher 9 Stunden. Zuvor mussten Reisende den Simplonpass mit Postkutschen traversieren. Die Neue Zürcher Zeitung schrieb in ihrer Ausgabe vom 30. Mai 1906: «Es sei noch erwähnt, dass auch nach der Eröffnung des Bahnbetriebes durch den Simplontunnel vom 1. Juni bis 19. September ein Postkurs über den Simplon verkehrt, ab Brig 6.30 Uhr, an Simplon-Hospiz 11.30 Uhr, an Iselle 3.25 Uhr.» Die Eisenbahn konnte deutlich mehr Reisende transportieren als die Postkutschen, dies erhöhte die Frequenzen bei der Visp-Zermatt-Bahn und bei der Gornergrat Bahn.
Mehr Passagiere dank Werbung
Im Geschäftsbericht der Gornergrat Bahn von 1905 war nachzulesen: «Rechtzeitig wurde für eine wirksame Vertretung unserer Bahn an der Simplon-Ausstellung in Mailand Sorge getragen; unter anderem wird daselbst das grosse Wehrli’sche Gornergrat-Panorama zur Ausstellung gelangen.»
Im Geschäftsbericht 1906 stand schliesslich: «Neben der allgemeinen Reklame wurde dieses Jahr speziell an der Simplon-Ausstellung in Mailand gemeinsam mit der Visp-Zermatt-Bahn und den Herren Gebrüder Seiler eine intensive Reklame betrieben. Der Erfolg derselben ist nicht ausgebliegen, und es kann ein grosser Teil der diesjährigen Mehreinnahmen (Anmerkung +17 Prozent) auf diese Reklame zurückgeführt werden.»