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Gewählt haben 65 Prozent der Wahlberechtigten. Im Süden des Landes wird am 7. Dezember abgestimmt, erst danach beginnt die Stimmauszählung.
Der Urnengang fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt - zwei Wahllokale müssen dennoch das Votum wiederholen, nachdem Säure auf die Urnen gespritzt wurde und Zettel beschädigt wurden. In einem anderen Wahllokal im Nordosten wurde der Betrieb kurzzeitig ausgesetzt, weil ein Sprengsatz gefunden wurde. Verletzt wurde niemand.
Die Wahlen besiegeln den Übergang des Himalaya-Staates von einer Monarchie zu einem demokratischen, föderalen Staat. Nepal hatte nach dem Ende des zehnjährigen maoistischen Aufstands 2006 eine neue Verfassung ausgearbeitet.
Es dauerte jedoch neun Jahre, bis diese nach jahrelangen politischen Turbulenzen und häufig wechselnden Regierungen verabschiedet wurde. Beobachter hoffen, dass die Wahlen dem verarmten und von Korruption geprägten Land politische Stabilität und wirtschaftlichen Aufschwung bringen.
Das Land leidet noch immer unter den Folgen des verheerenden Erdbebens im Jahr 2015. Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran. "Ich wünsche mir mehr Entwicklung und bessere Leistungen in unserem Bezirk", sagte der 18-jährige Erstwähler Shanta Bhujel, der östlich der Hauptstadt Kathmandu seine Stimme abgab.
Die Verfassung von 2015 krempelt das politische System um. So wird die bislang zentralisierte Macht teilweise auf die sieben neu gegründeten Provinzen verteilt. Ein Teil der Sitze in den neuen Parlamenten ist für Frauen, für Angehörige indigener Völker sowie für Mitglieder der untersten Kaste Dalit reserviert.
(SDA)