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Der Schweizer. Olympischen Verbandes (SOV) hat an der vorolympischen Medienkonferenz in Buochs viel Zuversicht ausgestrahlt: "Wir können in Sydney eine ähnliche Bilanz erreichen wie in Atlanta", sagte Hansjörg Wirz, Chef der Schweizer Olympia-Delegation.Dieser Inhalt wurde am 18. August 2000 - 16:39 publiziert
Nach Lillehammer 1994, Atlanta 1996 und Nagano 1998 ist der 57- jährige Schaffhauser Hansjörz Wirz zum vierten Mal in leitender Funktion an Olympischen Spielen tätig. Er hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Leistungausweis erworben.
Atlanta 1996 waren mit drei Gold- und vier Silbermedaillen die erfolgreichsten Sommerspiele seit vier Jahrzehnten. Und in Sydney (15. September bis 1. Oktober) besitzt das Schweizer Team mit 105 oder 106 Athletinnen und Athleten (Vakanz Franziska Rochat-Moser) gemäss Wirz das Potenzial, nahtlos an die 96er-Spiele anzuknüpfen.
Medaillenchancen in 13 Sportarten
In nicht weniger als 13 der 16 Sportarten, in denen Schweizer Sportler im Einsatz stehen, rechnet sich Wirz Medaillenchancen aus: "Ich will damit nicht sagen, dass wir überall Medaillen gewinnen, aber wir haben die Möglichkeiten dazu. Die Sportler und Sportlerinnen haben es an den Europa- und Weltmeisterschaften sowie den Weltcup-Anlässen bewiesen, dass sie unter die ersten drei kommen können."
Drei der 13 Sportarten, das Reiten, Rudern und den Radsport, hob Wirz besonders hervor: "In diesen Sparten besitzen wir in verschiedenden Disziplinen mehrere Trümpfe, da sollte der eine oder andere stechen."
In den andern Sportarten - ausser Segeln, Moderner Fünfkampf und Tennis - hat Wirz zumindest eine(n) potenzielle(n) Medaillenanwärter(in) ausgemacht. Er warnte aber davor, so genannte Medaillenchancen einfach zu addieren und hochzurechnen: "Wir ziehen bei unseren Erwartungen und Bilanzen auch die Finalplätze in Betracht."
In Atlanta holten die Schweizer neben den sieben Auszeichungen noch 17 Finalplätze. Die Schweizer würden in "down under" sicher nicht "down" sein und "untergehen", scherzte Wirz.
Erfahrene Führungscrew
Um diese hoch gesteckten Erwartungen zu erfüllen, soll, so SOV- Präsident René Burkhalter, "nichts dem Zufall überlassen werden". Für das organisatorische Know-how bürgt die Crew um Hansjörg Wirz mit Planungschef Hans Babst, Medienchef Daniel Steiner und SOV- Generalsekretär Martin Rutishauser, die alle schon mehrfach an Olympischen Spielen teilgenommen haben.
Fast 20 Mio. Franken für Mission Sydney
Neben den 105 oder 106 Athletinnen und Athleten wird die Schweizer Mannschaft noch 74 Offizielle (Trainer, Coaches, Mechaniker, Ärzte und Physiotherapeuten) umfassen. Dazu befinden sich noch Tabea Steffen (Fechten) und Stefan Steiner (Rudern) mit so genannten P-Akkreditierungen in Australien auf Pikett.
Aufgrund der olympischen Bestimmungen können sie erst nachselektioniert werden, wenn eine Athletin oder ein Athlet ausfällt und seine Akkreditierung abgibt.
In Olympia 2000 sind, die Vorbereitungen eingerechnet, fast 20 Mio. Franken investiert worden, die durch Partnerschaften mit führenden Unternehmen der Schweizer Wirtschaft gedeckt sind. Die reine Sydney-Expedition kostet 2,1 Mio. Franken; allein die Reise- und Transportkosten (mit sieben Tonnen Material!) machen 712'000 Franken aus.
Aus dem Swiss- Olympic- Top- Programm von SOV und Sporthilfe flossen im Verlauf der letzten vier Jahre über 11. Mio. Franken in bar und über 6 Mio. Franken in Naturalleistungen in Olympia-Projekte und die Nachwuchsförderung. Dazu kommt das Sport-Toto für einen Grossteil der Expeditionskosten auf.
Die Top-Sponsoren decken auch die Erfolgsbeiträge, die von 20'000 Franken für den Olympiasieg bis zu 3'000 Franken für einen 8. Rang reichen.
Outfit in Edelmetall-Farbe
Zumindest bezüglich offizieller Olympia-Kleidung, die von Caroline Lüthi (Rudern), Magali Messmer (Triathlon), Christian Belz (Leichtathletik) und Karel Novy (Schwimmen) in Buochs präsentiert wurden, kann kaum etwas schief gehen. Der Grundton der Farbe ist, wie Modespezialisten präzisieren, nicht grau-in-grau, sondern "Silber"grau.
swissinfo und Agenturen
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