Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03589.jsonl.gz/3059

In der Schweiz ist über Arsen in der Umwelt wenig bekannt. Zur Untersuchung der ökotoxikologischen Risiken dieses Schadstoffs wurde ein vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes Forschungsprojekt gestartet. Im Mittelpunkt dieses Projektes steht die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen, die zur Risikoabschätzung der Wirkungspfade Pflanze – Mensch, Pflanze – Tier – Mensch nötig sind. Bisher weiss man wenig über den Arsentransfer vom Boden in die Pflanzen. Zur Untersuchung der Arsenaufnahme von Pflanzen wurden Eiweisserbse, Mais, Raigras und Raps in arsenhaltige Nährlösung getestet. Die Resultate zeigten, dass die untersuchten Pflanzen in der Lage sind, über 1 mg As pro kg (bezogen auf die Trockenmasse) aufzunehmen. Somit enthalten sie mehr Arsen in der Trockenmasse als es dem geltenden Grenzwert der WHO für Futtermittel (1 mg As pro kg) entspricht. Um die erzielten Ergebnisse auf das komplexe System Boden übertragen zu können, werden die getesteten Pflanzen im Rahmen eines Gefässversuchs im Gewächshaus auf arsenhaltigem Boden getestet.
Bender S.F., Schulz S., Martínez-Cuesta R., Laughlin R.J., Kublik S., Pfeiffer-Zakharova K., Vestergaard G., Hartman K., Parladé E., Römbke J., Watson C.J., Schloter M., van der Heijden M.G.A.
Gilgen A., Felder R., Baumgartner S., Herzog F., Jeanneret P., Séchaud R., Paunovic S., Merbold L.