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Eine Maschine der Fluggesellschaft Air Algérie ist am Donnerstag über Westafrika verschwunden. Nach UNO-Angaben ist die Maschine mit 116 Passgieren über Mali abgestürzt. An Bord der vermissten Maschine haben sich nach Angaben eines Air-Algérie-Vertreters etwa 50 Franzosen und ein Schweizer befunden. Weitere Passagiere stammen nach Angaben von Kara Terki aus Burkina Faso, dem Libanon, dem Kamerun, der Ukraine und Rumänien.
Die Maschine und die Besatzung stammte aus Spanien. Die meisten Insassen waren Transitpassagiere, auf dem Weg nach Europa, dem Nahen Osten oder Kanada, wie der algerische Vertreter nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters weiter sagte.
Kontakt brach 50 Minuten nach dem Start ab
Wie Air Algérie in einer Erklärung mitteilte, brach der Kontakt zu Flug AH5017 am frühen Donnerstagmorgen etwa 50 Minuten nach dem Start in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, ab. Wie ein Kommandant der UNO-Mission in Mali, Brigadegeneral Koko Essien, der Nachrichtenagentur dpa sagte, verunglückte die Maschine im Zentrum des Landes zwischen den Städten Gao und Tessalit.
Zum Einsatz kam eine 18-jährige Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-83 der spanischen Fluggesellschaft Swiftair, wie das Unternehmen mitteilte. Es seien 110 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord gewesen. Offenbar verlor man den Kontakt in der Region Gao im Norden Malis (siehe Karte).
Passagiermaschinen über Krisenregionen
An Bord der verschollenen Air-Algérie-Maschine waren vermutlich zahlreiche Franzosen. Das sagte der französische Verkehrsstaatssekretär Frédéric Cuvillier in Paris. Nach Angaben des Aussenministeriums wurde ein Krisenzentrum eingerichtet.
In der vergangenen Woche war eine Boeing 777 von Malaysia Airlines mit fast 300 Menschen an Bord über der Ostukraine vermutlich abgeschossen worden. Die ukrainische Regierung verdächtigt prorussische Rebellen, was diese zurückweisen. Der Fall hat eine weltweite Debatte darüber ausgelöst, ob Passagiermaschinen weiter über Krisenregionen fliegen sollten.
(reuters/sda/gku/me/dbe)