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Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana)
Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) breitet sich in der Schweiz aus. Durch ihre Grösse sieht sie furchterregend aus, ist aber für uns Menschen harmlos. Wenn sich die Spinne bedroht fühlt, kann sie zubeissen. Der Biss kann zwicken und bei Menschen eine Reaktion, ähnlich einem Mückenstich, auslösen.
Merkmale und Lebensweise
Nosferatu-Spinnen gehören zur Familie der Kräuseljagdspinnen. Bei ausgestreckten Beinen kann die Spinne eine Länge von 5 cm erreichen. Ihr Körper ist gelblich-weiss gefärbt, die Beine gelb-grau bis dunkelgrau mit schwarzen Ringeln. Auf dem Vorderkörper trägt sie eine totenschädelähnliche Zeichnung, gefolgt von einer weiteren Zeichnung, die einem Schmetterling ähnelt. Das Hinterleib weist ein dunkles Band mit drei dunklen Flecken auf.
Nosferatu-Spinnen bauen keine Netze und fangen ihre Beute als freilaufende Jäger. Dabei macht sie sich nicht aktiv auf die Suche nach Beute, sondern wartet und greift im richtigen Moment an. Ihre Beute erfasst sie mit einem Giftbiss. Bei Bedrohung durch Menschen wird in der Regel die Flucht ergriffen.
Die Spinne ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber häufig in Rollladenkästen, unter Balkonvorsprüngen oder hinter Dachrinnen. Ausgewachsene Tiere werden vor allem im Herbst und Winter gefunden.
Ungefährlich für Menschen
Die Spinne ist in der Lage die menschliche Haut an weniger dicken Stellen zu durchdringen. Dieser Biss kann als ein Zwicken empfunden werden und eine Reaktion auslösen. Diese Reaktion kann mit einem Mückenstich verglichen werden und ist für uns Menschen harmlos.
Ob Allergiker heftiger reagieren, kann nicht gesagt werden. Bis heute sind keine medizinisch relevanten Zwischenfälle bekannt, welche auf die Nosferatu-Spinne zurückgeführt werden müssten.
Aus dem Mittelmeerraum eingewandert
Die Spinne stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde im Jahr 1994 erstmals im Raum Basel entdeckt. In den Jahren darauf folgte eine Ausbreitung entlang der Transportwege der Süd-Nord-Hauptverkehrsachsen (Tessin, Kriens). Eine weitere Ausbreitung wird aufgrund der Klimaerwärmung begünstigt.
Keine Meldung erforderlich, Aussetzung im Freien
In den ersten Jahren ihres Auftretens, wurde die Bevölkerung aufgerufen, Funde zu melden. Bis 2012 kamen gegen 100 Meldungen zusammen.
Da sich die Spinne jedoch weiter ausgebreitet hat und schon fast "heimisch" geworden ist, sind zurzeit keine Meldungen mehr notwendig.
Wer eine Spinne in der Wohnung findet, kann diese mit Hilfe eines Gefässes (Becher, Glas, etc.) und einem Blatt Papier einfangen und im Freien aussetzen.