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Wie jedes Jahr, bekommen wir auch dieses Jahr eine Menge Bewerbungen für die Lehre als Drogistin, respektive für eine Schnupperlehre. Das folgende stammt aus einer solchen Bewerbung, die ein paar Zeugnisse mit enorm viele Absenzen enthielt:
„ …Wie sie sicher bemerkt haben, habe ich in den Zeugnissen der X. Klasse viele Absenzen eingetragen.
Ich hatte keine Motivation mehr in die Schule zu gehen, da ich mich in der Schule nicht wohl fühlte. Leider habe ich nicht bedacht, dass das Auswirkungen auf meine Zeugnisse haben könnte und ich mich mit den Zeugnissen auf eine Lehrstelle bewerben muss.
Erst später ist mir klargeworden, dass ich sehr auf Absenzen und Verspätungen achten muss, wenn ich mich für eine Berufslehre entscheide.
In der Schule in der ich jetzt bin (ein Brückenangebot) gefällt es mir sehr und ich fühle mich wohl in der Klasse. Ich besuche die Schule regelmässig und habe keine Absenzen. Mein Lehrer …. kann Ihnen das bestätigen.
Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir trotz meiner Absenzen die Chance geben würden, mich vorzustellen und bei ihnen zu schnuppern. …“
Wenn ich das lese, habe ich etwas gemischte Gefühle.
Einerseits macht die Bewerbung der Absenzen wegen wirklich keinen guten Eindruck. Andererseits: es sieht so aus, als ob sie jetzt Einsicht zeigt und wenn sie es wirklich ernst meint, hat sie noch eine Chance verdient. Aber (ja. ABER) , ich denke auch, dass die Chancen, dass sie bei auftretenden Schwierigkeiten in der Lehre ähnlich reagiert (sprich: unmotiviert fernbleibt) doch recht hoch ist.
Wenn Ihr Eltern seid: sagt es Euren Kindern deutlich, dass das was sie tun Auswirkungen hat auf später. Die Schule ist wichtig für später, auch wenn einem nicht alle Fächer passen. Man muss nicht super Noten haben, aber man sollte sehen, dass man sich bemüht und dass es einem wichtig ist. Viele und vor allem unentschuldigte Absenzen sagen: „Es ist mir nicht wichtig“.