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hat, denn die Wurzel liefert nur circa 1% reines A. Vor kurzem haben jedoch die deutschen Alizarinfabrikanten beschlossen,
vom an den Preis für 20 prozentige Alizarinpasten um 50% zu erhöhen. Hauptproduzent von A. ist Deutschland, welches 1874 schon 12 Alizarinfabriken
besaß, Frankreich und England je eine, welche zusammen jährlich 1250000 k A. in Teigform von 10% Gehalt
im Werte von 14000000 Mk. produzierten, hiervon kamen allein auf Deutschland 900000 k. Seitdem sind
noch zwei Fabriken in der Schweiz entstanden, dagegen haben in Deutschland zwei den Betrieb eingestellt. Dennoch wurde die
Produktion für 1876 auf 4 Mill. k (10 prozentiges) angegeben. Reines
Anthracen liefert durchschnittlich
50% seines Gewichtes an trockenem A. Einfuhr:zollfrei. - Im Jahre 1880 belief sich der Wert der Ausfuhr von
Alizarin aus dem deutschen Reiche auf 20607000 Mk., der der Einfuhr nur auf 62000 Mk.
im Handel und industriellen Leben versteht man hierunter nur die Hydrate des
Kali und
Natron, auch Ätzkali und Ätznatron;
vom wissenschaftlichen Standpunkte aus gehören ausser
Kali und Natron nebst ihren Hydraten
auch noch Cäsion, Rubidion und Lithion hinzu. -
Kalk,
Baryt und Strontian bezeichnet man öfter als erdigeAlkalien.
Häufig
wird auch das
Ammoniak mit zu den A. gerechnet.
(Org. Basen). Mit diesem Namen belegt man diejenigen stickstoffhaltigen organischen Verbindungen, welche
basische Eigenschaften haben und fertig gebildet im Pflanzenreiche vorkommen. Die Zahl derselben ist schon ziemlich groß
und steht zu erwarten, daß auch noch weitere entdeckt werden. Die meisten derselben sind starke Gifte
und zugleich wertvolle Heilmittel. Diejenigen die im Handel vorkommen sind unter ihren Namen beschrieben; sie sind größtentheils
weiße kristallinische oder auch amorphe Körper ohne Geruch, nur das
Coniin und Nicotin sind flüssig und haben einen starken
Geruch. Die Versendung geschieht in Glasgefäßen oder bei größeren Posten in Büchsen von Weißblech.
Im Detailverkauf dürfen die A. nicht abgegeben werden. Die gangbarsten A. sind:
Chinin, Morphin,
Aconitin,
Strychnin,
Atropin,
Veratrin,
Physostigmin, Curarin und Coffeïn, sowie deren
Salze. - Einfuhr:zollfrei.
(Henna, rote Ochsenzunge, rote
Schlangenwurzel, lat. radixAlcannae, fr.
orcanette, engl. orchauet); ein Artikel des Droguenhandels, die Wurzel von Anchusa tinctoria
oder auch von Alcanna tinctoria, einer im südöstlichen Europa und Kleinasien heimischen Pflanze, die namentlich in Ungarn
angebaut wird. Die Wurzel ist spindelförmig, wenig ästig, 10-15 cm lang, mit einer sich leicht abblätternden, dunkelvioletten
bis braunroten Rinde bedeckt, welche der Träger des Farbstoffs ist, während der leicht zerbrechliche
Holzkörper auf dem Querbruche nur gelblichweiß erscheint. Deutschland bezieht seinen Bedarf meist aus Ungarn; in England
werden jährlich über 15000
engl. Pfunde verbraucht, in Nordamerika ebensoviel. Die A. wird
zum Rotfärben von Haarölen, Pomaden und Weingeistlacken verwendet. -Einfuhr:zollfrei.
ist der in der Alkannawurzel enthaltene rote Farbstoff;
er kommt im unreinen Zustande als breiförmige Masse
in den Handel und wird durch Extraktion der Wurzel mit Benzol und Abdestillieren des Benzols aus dieser Lösung gewonnen.
In Wasser ist dieser Farbstoff unlöslich, er löst sich aber leicht in fetten und ätherischen
Ölen,
sowie auch in
Alkohol mit prächtig roter Farbe, die durch
Alkalien in Blau übergeht.
dieser Name bedeutet, wenn ohne jede nähere Bezeichnung gebraucht, in der Wissenschaft stets so viel als
Weingeist,Äthylalkohol oder
Spiritus (s. d.).
Im Spiritushandel versteht man unter A. die schlechteste
Sorte des rectifizierten Sprits, die nicht zur Bereitung geistiger Getränke, u. s. w. verwendet
werden kann, sondern nur an chemische Fabriken verkauft wird. - Zoll: S. Tarif im Anh.
Allgemeinname für eine große Gruppe chemischer Verbindungen, die mit dem Weingeist
oder
Spiritus, dem Hauptrepräsentanten der Gruppe gewisse Ähnlichkeiten im chemischen Verhalten und der chemischen Konstitution
zeigen. Im Handel kommen für gewöhnlich nur folgende A. vor: Äthylalkohol
(Spiritus), Methylalkohol,Amylalkohol, Phenol,Cresol,
Thymol und
Glycerin.
es sind Senkwagen oder Aräometer, die zur bequemen Bestimmung des Alkoholgehaltesalkoholischer Flüssigkeiten
durch das spezifische Gewicht benutzt werden. Im deutschen Reiche sind jetzt nur geaichte Normalalkoholometer
zulässig;
sie sind aus
Glas gefertigt, mit Thermometer versehen und bilden einen Handelsartikel derjenigen Firmen, die mit
optischen und physikalischen Apparaten handeln. - Zollfrei.
ein Artikel des Droguenhandels, besteht aus dem eingetrockneten Saft der Blätter verschiedener
Arten der Aloëpflanze. Man unterscheidet im Handel zwei Hauptformen von A., nämlich Leberaloë
(Alëehepatica) und glänzendeAloë (Aloëlucida); die zu letzterer gehörigen Sorten sind stark glänzend, auf der Bruchfläche und in dünnen Schichten
durchscheinend, während die ersteren, die Leberaloësorten, matt, leberfarben und undurchsichtig sind. Sämtliche Sorten
von A. besitzen einen äußerst bitteren Geschmack und einen eigentümlichen Geruch. - Man unterscheidet
folgende zur Aloë lucida gehörige Sorten:
1) Socotrin-Aloë oder
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mehr
türkische A. (Aloë socotrina); diese Sorte wurde früher auf der Insel Socotora im Golf von Aden gewonnen; jetzt kommt
jedoch keine A. mehr von dort, sondern man belegt mit diesem Namen teils die von Maccula unweit Kosseir an der arabischen
Südküste kommende, teils auch die von Zanzibar. Man erhält diese Sorte in großen braunroten, innen
oft noch weichen Stücken mit muschligem, glasglänzendem Bruche, an den Kanten granatrot durchscheinend. Stammpflanzen sind
Aloë vulgaris und A. socotrina.
2) Kap-Aloë (Aloë capensis), kommt vom Kap der guten Hoffnung, hat eine tief braune Farbe, ist außen grünlich
bestäubt. Diese bei uns gebräuchlichste Sorte soll aus Aloë arborescens, A. ferox, A. africana, A. spicata
u. and. bereitet werden.
3) Curaçao-Aloë (Aloë curassavica), von der gleichnamigen Insel, ist außen glänzend schwarz, im Bruche dunkelbraun,
undurchsichtig, kommt fast gar nicht in unseren Handel; dasselbe gilt auch von der indischen oder Bombay-Aloë. Unter den
Leberaloësorten ist die beste
4) die Barbados-Aloë (Aloë Barbadensis), welche in Westindien aus verschiedenen dort kultivierten Aloësorten, hauptsächlich
aber Aloë vulgaris gewonnen wird. Man erhält sie von Jamaika und Barbados in Kürbisflaschen; sie ist gewöhnlich schwarzbraun,
undurchsichtig, im Bruche uneben, wenig wachsglänzend und riecht beim Anhauchen safranartig.
Als geringere Sorten von Leberaloë gehen im Handel die nicht glänzenden arabischen, griechischen und
Bombayaloësorten. Echte Leberaloë zeigt in dünnen Splittern mit Wasser befeuchtet unter starker Vergrößerung hellgelbe,
prismatische Kristalle von Aloin, welches in den glänzenden Aloësorten fehlt, weil es in diesen verändert ist. - Die A. wird
zu medizinischen Zwecken, neuerdings auch zur Herstellung brauner Farben für die Färberei verwendet.
Eine für medizinische Zwecke nicht brauchbare, Sand und Unreinigkeiten enthaltende Sorte ist die Roßaloë (Aloë caballina),
sie bildet eine schwarze glanzlose Masse und wird aus Blättern gewonnen, die bereits extrahiert wurden. In Apotheken hat
man ein Aloëextract (Extractum Aloës), der wäßrige, eingedickte Auszug der A. - Die Einfuhr
der A. ist zollfrei.