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Beschreibung
Vorkommen und Beschreibung
Cimicifuga racemosa ist ein Hahnenfussgewächs (Ranunculaceae) und wächst in den Wäldern Nordamerikas und Kanadas. Als Waldpflanze fühlt sie sich am Schatten wohl. Auch bei uns wächst die attraktive ausdauernde, mehrjährige Pflanze gerne, wenn man ihr entsprechende Bedingungen bietet. Aus einem dicht bewachsenen imposanten Wurzelstock wächst die bis 2 m hohe Cimicifuga racemosa. Am Aufrechten kahlen Stengel wachsen die bis 60 cm langen relativ grossen, doppelt bis dreifach gefiederten Blätter. Während der Blütezeit von Juni bis September wachsen die kleinen weisslichen Blüten in einer bis 60cm langen Traube. Cimicifuga racemosa verströmt einen unangenehmen Geruch der Insekten und Blattwanzen vertreibt. Daher auch der Name Wanzenkraut. Cimicifuga racemosa wurde schon von den Indianern als Heilpflanze verwendet und wurde im 17. Jhd. zum ersten Mal beschrieben. Den Weg nach Europa fand die Pflanze erst im 19. Jhd. wo sie für eine Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt wurde.
Anwendung der Pflanze
Die Wirkung von Cimicifuga racemosa setzt bereits am Hypothalamus an. Die Östrogenartige Wirkung zeigt sich agonistisch z.B. am Knochen und eignet sich darum hervorragend zur Osteoporose-Profilaxe wie auch antagonistisch z.B. auf östrogenrezeptorpositive Brustkrebszellen sowie auf den Uterus. Zudem wird eine Dämpfung des Lutenisierenden Hormons im Hypothalamus bewirkt was mit einer Abnahme von Hitzewallungen in der Menopause einhergeht. Auch die hypothalamischen temperatur- und kreislaufregulierenden Nervenzellen werden gehemmt. Es kommt zu einer ausgeprägten und lang anhaltenden Gefässerweiterung und peripheren Durchblutungssteigerung mit hypotensiven, antiphlogistischen und hypoglykämischen Eigenschaften. Durch den zentralnervösen und endokrinen regulatorischen Eingriff eignet sich Cimicifuga racemosa zur Behandlung des klimakterischen Beschwerdekomplexes. Besonders auch psychische Symptome wie Antriebsschwäche und emotionale Labilität werden gelindert, dies auch im Rahmen das Prämenstruellen Syndroms. Auch juvenile Zyklusstörungen werden durch Cimicifuga racemosa positiv beeinflusst.