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Acker- und Wiesenbau, Viehzucht.
Sägen. Schönes Dorf in reizender und gut angebauter Gegend. Prachtvolle Waldungen. Pfarrkirche
zu
Saint Jean Baptiste mit schönem Geläute; 1831 erbaut, 1835 geweiht und 1890 restauriert. Die Kirchgemeinde
ist eine der ältesten des Landes und soll bis ins 4. oder 3. Jahrhundert zurückreichen. Die ersten
Herren des Landes waren
die Edeln de Pratellis; ihnen folgten die des Figelz, die die beiden Burgen Prez undSeedorf erbauten
und die Pfarrkirche des
Ortes mit Gütern bedachten. Einige ihrer Angehörigen zeichneten sich in Freiburg
als Gelehrte und Staatsmänner
aus. Das
Schloss Prez ist jetzt Eigentum der Gemeinde und dient als Schulhaus. Eine hier durchgehende römische Wasserleitung,
von der noch zahlreiche Reste erhalten sind, führte das
Wasser der oberhalb der
Mühle von Prez entspringenden
Quelle nach Aventicum
(Avenches). Im 12. Jahrhundert: Pratellis; später
Prees, Prez. Vom latein. pratum, pratellum =
Wiese.
Lange und mühsame Kletterei, schwierig und viel
Vorsicht erheischend.
Zum erstenmal 1868 von C. H. Robarts mit den Führern Jenny und Flury überschritten.
Hat in der Besteigungsgeschichte
des
Piz Bernina eine bedeutende
Rolle gespielt, indem sie den Fusspunkt für die sehr schwierige und nur
geübten Bergsteigern zu empfehlende
Route über die
Berninascharte bildet, die zum erstenmal 1878 von P. Güssfeldt mit den
Führern Hans
Grass und Joh.
Gross erfolgreich begangen worden ist.
Diese
Tour wurde seither mehrfach wiederholt, bleibt aber
stets eine der schwierigsten im
Berninamassiv.
Die Bevölkerungszahl ist seit etwa 30 Jahren in raschem Zunehmen begriffen, besonders durch die Erstellung der kantonalen
Irrenheilanstalt
Le Bois de Céry und die rasche Entwicklung der benachbarten Stadt
Lausanne. 1870: 550 Ew., 1888: 1203 Ew.
Die einst mitten im Dorf stehende Kirche ist 1764 aufgegeben und 1765 durch das zwischen Prilly und
Renens einsam gelegene
jetzige Gotteshaus ersetzt worden. Auf dem Dorfplatz steht eine alte, noch aus der Zeit vor der Reformation
stammende
Linde.
Acker- und Weinbau. Reste aus der Römerzeit; Burgundergräber. Grundeigentümer zu Prilly waren einst zu einem Teil das
Stift
Lausanne und zum andern Teil der
Bischof von
Lausanne persönlich, der seinen Anteil den Rittern von Prilly zu
Lehen gab. 1398 gehörte
dieHerrschaft dem Lausanner Bürger und Propst Jacques de
Penthéréaz und 1480 als gemeinsamer Besitz
einer Reihe von Edeln zusammen, von denen dann Louis de
Gimel und sein Sohn François de
Gimel allmählig das Ganze an sich
zu bringen wussten; der letztere leistete 1537 der
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mehr
Berner Regierung den Treueid. Nachher wurde die Herrschaft Prilly zerstückelt, bis sie 1589 neuerdings als ungeteilter Besitz
an Isbrand de Crousaz und nachher durch seine Enkelin Susanne an ihren Gemahl Benjamin Rosset, Herrn von Vufflens, kam. Dessen
Erben verkauften sie 1729 um den Preis von 85000 Gulden an die Stadt Lausanne, die das Schlossgut 1858 ihrerseits
wieder an einen Privaten veräusserte. 976: Presliacum; im 12. Jahrhundert: Priliacum; 1228: Prillie.