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Dies erklärten mehrere Branchengruppen am Freitag. Dabei geht es um die zu erwartenden Zollkontrollen. Betroffen sind vor allem Unternehmen, die - anders als grosse Pharmakonzerne - keinen eigenen Notfallplan für die Lagerhaltung und Belieferung aufgestellt haben. Sie wollen ihre Waren mit Frachtmaschinen und Fähren nach Grossbritannien bringen, die von der Londoner Regierung eigens dafür zur Verfügung gestellt werden.
Doch trotz mehrfacher Nachfragen sei unter anderem weiter unklar, welche Fähren dafür zwischen welchen Häfen verkehren sollen, sagte Steve Bates, Chef des britischen Verbands der Bio-Industrie. Auch welche Transportwege zur Luft zur Verfügung stünden, sei ungewiss. Da manche Verbindungen über den Ärmelkanal nur eine Stunde, andere aber bis zu sechs Stunden dauerten, könne es bei der Kühlung kritisch werden.
Das Londoner Verkehrsministerium erklärte am Freitag, es habe eine Vorauswahl von acht Unternehmen getroffen, die Pharmazeutika über Wege ins Land bringen könnten, auf denen keine Verzögerungen erwartet werden. Welche das sind, blieb zunächst unklar. Die geplanten Verträge für Fährunternehmen, Charter-Fluggesellschaften und Eurotunnel-Speditionen umfassen laut dem Ministerium Kapazitäten von Tausenden Lastwagen pro Woche. Nach Grossbritannien werden jeden Monat 37 Millionen Arzneimittel-Päckchen aus dem übrigen Europa geliefert.
(AWP)