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Der Energie-Konzern Axpo prüft den Verkauf seiner 50-prozentigen Beteiligung am Wasserkraftwerk Wägital im Kanton Schwyz. Der Regierungsrat will, dass die Anteile in einheimische oder inländische Hand kommen. Selber als Käufer einspringen soll der Kanton vorerst nicht.
Es sei nicht primäres Ziel des Kantons sich an Kraftwerken zu beteiligen, schreibt der Schwyzer Regierungsrat in einer am Freitag publizierten Antwort auf eine Anfrage aus der SP-Fraktion im Kantonsrat.
Es sei aber im Interesse des Kantons, wenn die Anteile des auf Schwyzer Boden liegenden Kraftwerks von einer einheimischen oder mindestens inländischen Unternehmung übernommen würden, schreibt die Regierung. Dies sei gegenüber der Axpo klar gemacht worden.
Das Pumpspeicherwasserkraftwerk am Wägitalersee bei Siebnen ist seit 1926 in Betrieb. Zweite Eigentümerin neben der Axpo ist das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich. Zur Anlage gehört unter anderem eine rund 111 Meter hohe Staumauer.
Einen Kauf schliesst die Schwyzer Regierung aber nicht aus. Sollte sich dies im weiteren Verlauf als notwendig erweisen um die Schwyzer Interessen wahren zu können, müsse Bericht und Vorlage an den Kantonsrat gestellt werden, um eine entsprechende Ausgabe zu bewilligen.
Im Gegensatz zu Schwyz planen andere Kantone, sich stärker in der Wasserkraftproduktion zu engagieren. Uri will gemäss seiner neuen Energiestrategie alle grossen Wasserkraftwerke mehrheitlich in seinen Besitz bringen. Eine vergleichbare Strategie verfolgen die Kantone Graubünden, Tessin und Wallis. Der Kanton Tessin ist bemüht, sämtliche Kraftwerksanlagen im Kanton in seinen vollständigen Besitz zu bringen.