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«sportlounge»: Der Spagat zwischen Kunst und Sport
- Montag, 14. Dezember 2009, 22:25 Uhr
Stéphane Lambiel im Dilemma zwischen Kunst und Sport, zwischen Anspruch und Realität.
Immer wieder verletzt, glaubte er im Herbst 2008, genug zu haben vom Sport, und zog sich zurück. Er wollte seinen Körper schonen und tun, wozu er Lust hatte. Eiskunstlaufen nur noch an Shows und Galas, sich verwirklichen, präsentieren, so, wie er wollte, ohne bis an die Grenzen gehen zu müssen.
Doch irgendetwas fehlte ihm, vollkommen glücklich wurde er nicht und will nun zurück auf die grosse Bühne, sich den Regeln des Sports stellen, auch wenn sie ihn einschränken in dem, was er kann, was er eigentlich könnte. Er will Olympiasieger werden!
Was muss er dafür tun, was muss er lassen? Muss er langweiliger werden, dafür effizienter? Wie stehen seine Chancen, sein grosses Ziel zu erreichen?
Diese Fragen diskutierten folgende Gäste:
Stéphane Lambiel, zweifacher Eiskunstlauf-Weltmeister und Olympia-Silbermedaillen-Gewinner in Turin.
Sepp Schönmetzler, Herausgeber Eissport Magazin, ehem. deutscher Eiskunstlaufmeister, Biomechaniker.
Richard Wherlock, Direktor und Chefchoreograf des Ballett Basel.
Beiträge
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Probleme auf dem Weg nach Vancouver
Stéphane Lambiel übt sich zur Zeit in Geduld. Die anhaltenden Schmerzen behindern ihn beim täglichen Training. «Zur Zeit mache ich mehr Physiotherapie als Training», sagt Stéphane Lambiel und weist auf die Wichtigkeit seiner Gesundheit auf dem Weg an die Olympischen Spiele in Vancouver hin. Er schildert seine Schwierigkeit, gleichzeitig alle geforderten technischen Elemente auszuführen und trotzdem einen stimmungsvollen, emotionalen Auftritt abzuliefern.
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Limitiertes Bewertungssystem
Richard Wherlock weist auf den körperlichen «Verschleiss» hin, wenn man wie Stéphane Lambiel versucht, eine perfekte Aufführung zu schaffen. «Die Schritte und Pirouetten werden unterschätzt», sagt Sepp Schönmetzler. Begeistert von Lambiels Intensität und Schnellkraft, meint er, dass das Spektrum des Bewertungssystems nicht ausreicht, um Lambiels Pirouetten gerecht bewerten zu können. Ein Beitrag erklärt dieses komplexe Bewertungssystem.
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Gelingt Lambiel in Vancouver die Sensation?
Wie kann Stéphane Lambiel derart schnelle Pirouetten drehen, ohne dass ihm dabei schwindlig wird? «Nach drei Wochen Urlaub kann auch ich nach einer Pirouette nicht direkt einen Sprung machen», gesteht Stéphane Lambiel in der Sendung. Er möchte an den Olympischen Spielen in Vancouver die Preisrichter und das Publikum mit einer komplett neuen, sehr eleganten Kür überzeugen und für eine Überraschung sorgen.