Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/126997

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht aufzuzeigen, wie er das Ressourcenmanagement der Verwaltung im Personalbereich handhabt, insbesondere unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Arbeitsstunden, welche die Personen mit Vertrauensarbeitszeit erbringen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat erachtet die Arbeitszeit nach wie vor als wichtige Kenngrösse im Bereich des Ressourcenmanagements. Nicht zuletzt deswegen wurde ein Projekt zur Standardisierung der Zeitwirtschaft in der Bundesverwaltung lanciert, welches bundesweite Auswertungen zu An- und Abwesenheiten erlaubt. Der Rollout der standardisierten Zeitwirtschaft erfolgt etappenweise und soll bis Anfang 2014 abgeschlossen sein. Bei über 90 Prozent der Mitarbeitenden wird die Arbeitszeit detailliert erhoben. Wichtige Daten wie Ferienguthaben, Krankheits- oder Ausbildungsabsenzen werden auch von Mitarbeitenden mit Vertrauensarbeitszeit erfasst und erlauben entsprechende Auswertungen. Insbesondere die bestehenden Ferienguthaben ermöglichen dabei Aussagen zur Arbeitsbelastung.</p><p>Das Ressourcenmanagement generell sowie das Management der Arbeitszeit im Besonderen sind jedoch in erster Linie zentrale Führungsaufgaben der direkten Linienvorgesetzten. Die Führungsfunktion wurde in den letzten Jahren in der Bundesverwaltung - nicht zuletzt auch auf Empfehlung des Parlamentes - gestärkt und ausgebaut. Es ist widersprüchlich, die Führung zwar mit mehr Handlungsspielraum und Kompetenzen auszustatten, sie aber gleichzeitig in einem wichtigen Bereich wie der Arbeitszeit durch systematische Kontrollen wieder einzuschränken. Führungskräfte sollten in der Lage sein, auch ohne detaillierte Erfassung der Arbeitsstunden den Ressourceneinsatz sowie den Output ihrer Mitarbeitenden einschätzen zu können und gegebenenfalls einzugreifen. Hilfreich ist hier vor allem auch das Instrument der Zielvereinbarung, bei welchem nicht der Input, sondern der Output - die Zielerreichung - im Fokus steht.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.