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Der WWF reicht keine Beschwerde gegen die Abschussverfügung eines Wolfes im Vallon de Rechy und im Val d’Anniviers ein. Er bedauert aber grundsätzlich den möglichen Abschuss.
«Nach vertieften Abklärungen hat der WWF entschieden, keine Beschwerde gegen die Abschussverfügung des Wolfs im Vallon de Rechy und im Val d’Anniviers einzureichen. Der Entscheid des Kantons ist rechtlich auf einer klaren Basis. Da in diesen Tälern in den Vorjahren keine Risse vorgekommen sind, mussten keine prioritären Herdenschutzmassnahmen getroffen werden», schreibt der WWF in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Grundsätzlich bedauert die Umweltorganisation den möglichen Abschuss aber. Ein so kleines Gebiet wie das Vallon de Réchy und Val d’Anniviers als eine nicht-prioritäre Zone zu definieren, sei für den WWF realitätsfremd. Der Wolf sei in beiden Nachbartälern seit längerem präsent und könne innerhalb weniger Stunden ins Val d’Anniviers gelangen. «Daher kann in keiner Weise behauptet werden, diese Täler seien vom Wolf überrascht worden. Der Wolf ist seit 20 Jahren im Wallis.»
Für den WWF ist klar, dass im nächsten Alpsommer auch hier Herdenschutzmassnahmen umgesetzt werden muss. «Dann wird der Fall klar sein: Wenn der Herdenschutz ungenügend ist, und es deshalb zu Schäden kommt, wird dies keine Begründung für einen Abschuss des Wolfs darstellen.»pd / zen