Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03605.jsonl.gz/1200

Von der Blauzungenkrankheit sind neben den domestizierten Wiederkäuern wie Schafe, Ziegen und Rinder auch die wild lebenden wiederkäuenden Wildtiere wie Dam-, Reh- und Rotwild betroffen.
Vom Virus sind bislang 24 Serotypen bekannt, die weltweit unter-schiedlich verbreitet sind. Die Übertragung findet nur durch kleine Stech-mücken, sogenannte Gnitzen oder Bartmücken, statt und wird nicht über eine Ansteckung direkt von Tier zu Tier weiter gegeben. Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr.
Die Inkubationszeit beträgt drei bis zu zwanzig Tage. Die Symptomatik verläuft bei den betroffenen Tierarten uneinheitlich. Bei Rinder ist der Krankheitsverlauf eher schleichend und nicht so schwer wie bei Schafen. Daher bleibt die Infektion oft unbemerkt.
Die vom Schaf bekannten Symptome, wie erhöhte Körpertemperatur, Apathie, Absonderung von der Herde, Schwellungen der geröteten Maulschleim-häute, vermehrter Speichelfluss und Schaum vor dem Maul, eine sich Blau verfärbende und an-schwellende sowie aus dem Maul hängende Zunge, zeigen sich nach heutigem Kenntnisstand nur bei Muffelwild gleich ausgeprägt. Bei Reh- und Rotwild sind die genannten Symptome nur schwach ausge-prägt und nicht typisch.
Ohne Laboruntersuchung ist daher eine Bestimmung der Krankheit bei Wildtieren praktisch unmöglich.
Das Fleisch erkrankter Schlachttiere wird nicht verwertet, auch wenn der Verzehr grundsätzlich un-bedenklich sein sollte.
Folgend eine Information zur Blauzungenkrankheit des Landkreis Günzberg sowie eine Fachinformation des BVET und ein ergänzender Bericht zur Situation im Jahre 2009. Dazu die Erklärung der Seuchenfreiheit der Schweiz aus dem Jahre 2012: