Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03301.jsonl.gz/655

Die biochemische Struktur und die Wirksamkeit sind genau gleich.
Folsäure in der Natur vorkommend, ist sehr oft mit Aminosäuren verkoppelt. Während der Verdauung, müssen diese zuerst von Darmenzymen abgespalten werden. So ist die Aufnahme verzögert und etwa nur die Hälfte der eingenommenen Folsäure wird effektiv vom Körper aufgenommen.
Die natürliche Folsäure (oft als Folat bezeichnet) ist relativ instabil, d.h. durch die Lagerung der Lebensmittel geht ein beträchtlicher Teil dieses Vitamins verloren. Noch mehr verloren geht durch Erhitzen, d.h. beim Kochen wird ein Teil der Folsäure vernichtet und kann somit nicht vom Körper aufgenommen werden.
Synthetisch hergestellte Folsäure wird vom Körper annähernd zu 100% aufgenommen und auch bei der Lagerung verringert sich der Gehalt nicht.
Die empfohlene Tagesmenge für Folsäure bei Erwachsenen (nicht schwangeren) liegt bei 0.2mg. Für Schwangere ist dies viel höher. Sie sollten während der Schwangerschaft täglich 0.6mg - 0.8mg Folsäure einnehmen.
Im praktischen Alltag sieht dies wie folgt aus- 0.4mg Folsäure sind enthalten in:
300g Spinat
400g Broccoli
700g Rosenkohl
1.2kg Bohnen
1,2kg Kopfsalat
1.2kg Vollkornbrot
Anhand dieser Menge ist sofort zu erkennen, dass eine Folsäurezufuhr lediglich über die Ernährung fast unmöglich ist- oder hätten Sie Lust jeden Tag so viel Rosenkohl oder Bohnen zu essen?
Deshalb liest man oft die Empfehlung, 0.4mg zusätzliche Folsäure pro Tag vor und während den ersten 3. Schwangerschaftsmonaten einzunehmen. Diese zusätzliche Menge kann mit einer Tablette gedeckt werden.
Folsäure ist von Beginn unseres Lebens an wichtig- sie ermöglicht die Bildung von Zellkernmaterial (DNA). Ohne Folsäure ist keine Zellteilung möglich und somit auch kein Entstehen von Leben. Deshalb nennt man dieses Vitamin auch oft Lebensvitamin.
© Andreabal AG