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Die französische Regierung hat grünes Licht für die Übernahme eines Grossteils des Energiegeschäfts von Alstom durch den US-Industriekonzern General Electric (GE) für 12,4 Milliarden Euro (rund 15 Milliarden Franken) gegeben.
Die Zustimmung war notwendig, um die im Juni vertraglich beschlossene Allianz beider Konzerne zu realisieren. Die französische Regierung hatte bei GE auf den Erhalt von Alstom-Arbeitsplätzen in Frankreich und einen strategischen Einfluss im Stromsektor gedrungen.
Wenn das Geschäft mit GE abgeschlossen sei, werde Frankreich einen Anteil von bis zu 20 Prozent an Alstom vom Grossaktionär Bouygues übernehmen, sagte Wirtschaftsminister Emmanuel Macron am Mittwoch weiter.
Alstom teilte ausserdem mit, man werde die Aktionäre auf einer für den 19. Dezember angesetzten Generalversammlung über das Geschäft abstimmen lassen. Das Unternehmen verkauft sein Gasturbinen-Geschäft an den US-Industrieriesen und bildet bei Stromnetzen, erneuerbaren Energien und der Atomkraft sowie Dampfturbinen drei Joint Ventures mit GE. Der US-Konzern hatte die deutsche Siemens im Rennen um den französischen Elektrokonzern ausgestochen.
Wachstum des verbliebenen Geschäftes
Alstom ist vor dem Abschluss der Transaktion zuversichtlich gestimmt: Im verbleibenden Geschäft mit Zügen und Bahntechnik will der Konzern mittelfristig jährlich 5 Prozent wachsen, wie Alstom-Chef Patrick Kron am Mittwoch sagte.
In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2014/15 stand im Bahngeschäft ein Auftragsrekord zu Buche. Das Volumen der Neubestellungen legte binnen Jahresfrist um mehr als das Doppelte auf 6,4 Milliarden Euro zu. Dazu trug vor allem ein Grossauftrag über vier Milliarden Euro bei. Der Umsatz erhöhte sich im Halbjahr um 13 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.