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1553, wenige Jahre nach der Gründung des spanischen Vizekönigreiches Peru, wurden die ersten Weintrauben in die fruchtbaren Regionen Perus getragen. Aus den Tälern des Ica wurde der Schnapps in die Hafenstadt Pisco gebracht, um ihn in die Welt zu verschiffen.
Bald war die Stadt, die ihren Namen den dort in grosser Zahl brütenden Vögeln verdankt - von den Inkas "Piskko" genannt - für seinen Weinbrand unter den Weltenseglern und Händlern sehr geschötzt.
Mit dem Erfolg des Pisco entdeckten auch die Chilenen, dass ihr Land für den Weinbau geeignet war.
Die Unabhängigkeit Perus von 1821 brachte ein kriegerisches und unruhiges Jahrhundert, das dem Handel und der Bekanntheit des Piscos schadete.
Das gab den Chilenen die Gelegenheit den Pisco für sich zu beanspruchen. Um internationalem Recht genüge zu tun, das als Ursprungsnachweis für einen bekannten Namen einen Ort oder Region gleichen Namens verlangt, beschloss das chilenische Parlament 1934 die mitten im chilenischen Weinbaugebiet gelegene kleine Ortschaft "La Unión" in "Pisco Elqui" umzubenennen. So konnten Sie den Pisco für sich beanspruchen.
Der erbitterte Rechtsstreit um den Pisco zwischen Peru und Chile dauert bis heute an.