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16.09.2009
Unterstützung von Projekten in Moçambique und im Jura
Die Städte Schaffhausen, Winterthur und St.Gallen unterstützen im Rahmen der Städtepartnerschaft auch im Jahr 2010 zwei Vorhaben. Als Inlandhilfeprojekt erhält ein Projekt der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden in Soyhières im Kanton Jura einen finanziellen Beitrag. Als Auslandprojekt einigten sich die Städte auf ein Vorhaben des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung in Moçambique.
Im Inland entschieden sich die drei Stadtregierungen für ein von der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden empfohlenes Projekt in der Gemeinde Soyhières im Kanton Jura. Dieses umfasst zum einen den Einbau einer kombinierten Pellet-/Holzschnitzelheizanlage im Schulhaus. Diese Anlage versorgt das Schulhaus, die Turnhalle und den Werkhof. Zudem werden die Turnhalle saniert und der Werkhof neu gebaut. Soyhières hat gegenwärtig 474 Einwohnerinnen und Einwohner, die Tendenz ist steigend. Die Gemeinde ist finanzschwach, betrug die direkte Bundessteuer im 2005 pro Kopf lediglich 274 Franken, während der jurassische Kantonsdurchschnitt bei 506 Franken und der schweizerische Mittelwert bei 1'087 Franken liegt.
Als Auslandhilfeprojekt des Jahres 2010 unterstützt die Städtepartnerschaft ein Vorhaben des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks SAH in Moçambique. Dessen Ziel ist, die Gemeindeorganisationen zu stärken, damit die Armut reduziert werden kann. Ausserdem treibt es die umweltschonende Ressourcennutzung voran. Der Anbau von diversifizierten Produkten ist darauf ausgerichtet, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Schliesslich bekommen die Entwicklungskomitees, die Dorfgemeinschaften und involvierten lokalen Organisationen Weiterbildungsseminare. Die Förderung einer gleichberechtigten Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen spielt zudem eine wichtige Rolle. Insbesondere in Afrika zeigt sich nämlich, dass den Frauen zur Verfügung gestellte Mittel einen grösseren Multiplikator-Effekt bewirken, als wenn sie über die traditionellen Strukturen verteilt würden. Nach Schätzung des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks profitieren von diesem Projekt rund 500 Personen direkt und gegen eine Million Menschen indirekt.
Die Städte Schaffhausen, Winterthur und St.Gallen arbeiten seit Jahren bei der Auswahl sowie Finanzierung von Ausland- und Inlandhilfsprojekten zusammen. Das Auslandhilfeprojekt wird gemeinsam mit 240'000 Franken unterstützt, das Inlandhilfeprojekt mit insgesamt 80'000 Franken. Die Beiträge der einzelnen Städte werden nach ihrer Grösse aufgeteilt: Winterthur 45 %, St.Gallen 35 %, Schaffhausen 20 %. Dies entspricht für die Munotstadt 16'000 Franken beim Inland- und 48'000 Franken beim Auslandhilfsprojekt.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei: (Mi-Vm, sowie Mi-Nm bis 14.15 Uhr und von 15.00-16.00 Uhr)
Dr. Urs Capaul, Stadtökologe
Tel.: +41 52 632 52 20
E-Mail: <email-pii>