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Wie auch immer Ihre Situation genau aussieht – angesichts der aktuellen Krise ist es ausschlaggebend, dass Sie den aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie kennen. Nur so lernen Sie Ihre persönliche Situation konkreter einzuschätzen, um eventuell erforderliche Massnahmen rechtzeitig treffen zu können.
Ihre Bank benutzt ebenfalls Bewertungsmodelle, um Ihre Liegenschaft zu bewerten. Wenn Sie Ihrem Berater eine eigene professionelle Bewertung vorlegen können, haben Sie eine deutliche bessere Verhandlungsmacht.
Die Schweiz wird wahrscheinlich eine Rezession in Kauf nehmen müssen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dies dürfte auch der Immobilienmarkt zu spüren bekommen, weil in einer Rezession die Nachfrage unter Druck gerät. Welche Auswirkungen zu erwarten sind, hängt grundsätzlich davon ab, wie lange die Pandemie die Schweizer Wirtschaft beeinträchtigt.
Kurzfristig dürften sich aufgrund der konjunkturellen Turbulenzen die Möglichkeiten für den Erwerb von Wohneigentum einschränken. Denn es ist möglich, dass die für Wohneigentum wichtigen höheren Einkommensklassen zwischenzeitlich sinkende Gesamtlöhne und Wertverluste bei ihren Eigenmitteln verkraften müssen. Dies würde zu einer Dämpfung der Nachfrage nach Wohneigentumsobjekten und damit einhergehend wohl auch zu einem temporären Druck auf die Preise für Stockwerkeigentum und Einfamilienhäuser führen.
Die Erfahrung zeigt, dass die Preise von Eigentumswohnungen bei einem konjunkturellen Rückgang stärker sinken als die Preise von Einfamilienhäusern. Dies könnte auch in der jetzigen Situation der Fall sein, wobei in beiden Teilsegmenten Preisrückgänge möglich sind.
(Wüst Partner 19.3.2020)