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Dies teilte Kultusministerin Maria Cristina García am Freitag mit. Der Erhalt des Archivs trage dazu bei, Leben und Werk von einem der wichtigsten spanischsprachigen Schriftsteller besser kennenzulernen, betonte das Ministerium.
Die zahlreichen Manuskripte, Artikel, Dokumente und auch Fotografien des Schriftstellers sollen an das nationale Institut der schönen Künste und Literatur übergeben werden. Paz ("Das Labyrinth der Einsamkeit") war 1998 im Alter von 84 Jahren gestorben.
Nach dem Tod seiner Witwe im vergangen Juli war zunächst unklar gewesen, was mit dem Nachlass passieren sollte, da sie kein Testament hinterlassen hatte. Paz war 1990 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden.
Er hat aber nicht nur vom Schreiben gelebt. Von 1943 bis 1953 war er Diplomat in London und Paris und von 1962 an mexikanischer Botschafter in Neu Delhi. 1968 legte er den Posten unter Protest nieder, nachdem die mexikanische Armee unter demonstrierenden Studenten ein Massaker angerichtet hatte.
Politisch war Paz in jungen Jahren dem Marxismus zugeneigt, brach damit aber schon nach dem Hitler-Stalin-Pakt 1939. Er begrüsste den Zusammenbruch des Kommunismus, warnte aber 1990 in seiner Nobelpreisrede auch vor Exzessen des Marktes und der Konsumgesellschaft.
(SDA)