Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03180.jsonl.gz/2464

Peter Olibet hat im Stadtparlament eine einfache Anfrage zum Theaterprovisorium eingereicht. Er möchte die Diskussion um ein Haus der freien Szene lancieren. Dabei unterstütze ich ihn gerne. Die Idee ist nicht ganz neu, (Das Magazin Saiten hat sich bereits 2018 Gedanken gemacht) kommt aber mit der einfachen ANfrage auf die politische Bühne
Dass sich die freie Szene in der Stadt ein Gebäude wünscht ist länger bekannt. Ebenfalls bekannt ist, dass der Stadrat diesem Wunsch gerne nachkommen würde. Bislang aber gab es anscheinend kein geeignetes Objekt und so blieb der Wunsch bislang ein Papiertiger.
Nun die Idee von Peter Olibet, das Theaterprovisorium für weitere 3 Jahre vor der Tonhalle zu belassen und die freie Szene damit experimentieren zu lassen. Das scheint mir soweit sinnvoll, wenn man bedenkt, dass der Rückbau oder Umzug rund 10 Millionen kosten würde. Soviel hat Altstätten für sich gerechnet als es darum ging, ob das Provisorium in Altsätten einen neuen Platz bekommen soll. In Goldach hat man mit weniger gerechnet. Dort waren rund 8 Millionen veranschlagt. Dabei gilt es zu sagen, dass der Kanton als Besitzer des Provisoriums den Holzbau kostenlos abgeben würde:
Mit der Weitergabe des Holzbaus an Altstätten zeichnet sich eine nachhaltige Lösung für das Gebäude ab. Sowohl der Kanton als auch die Stadt Altstätten profitieren von der Weiternutzung. Die Stadt kann ein Gebäude übernehmen, das in einem sehr guten Zustand ist. Die Stadt hat keinen eigentlichen Kaufpreis zu entrichten, sondern trägt die Kosten für den Abbau, den Transport, den Wiederaufbau sowie für das Land und die Vorbereitungsarbeiten am neuen Standort. Für den Kanton entfallen mit der Weitergabe des Provisoriums die Kosten für den Abbruch.Medienmitteilung Kanton St.Gallen
Es gibt also keine echten Interessenten mehr. Was bedeuten würde, der Kanton müsste das Provisorium abbrechen und würde es an die Erstellerfirma Blumer und Lehmann in Gossau zurückgeben. Die Kosten dafür belaufen sich angeblich auf 450’000 CHF (leider habe ich keine Quelle gefunden)
Leider hat man es beim Provisorium verpasst, geeignete Alternativen zu prüfen, so dass man auf ein eigens erstelltes Provisorium hätte verzichten können. Die Stimmbevölkerung hiess das Provisorium im Rahmen der Theatersanierung gut und so sind wir jetzt da wo wir sind. Rückbau/Abbruch oder Umzug, oder eben, wie Peter Olibet vorschlägt, eine Verlängerung der Baubewilligung um 3 Jahre, damit sich die freie Szene ausprobieren kann. Wie viel in das Provisorium invetstiert werden müsste, damit es die Anforderungen erfüllt, das müsste sich zeigen.
Für mich wäre die weitere Nutzung am heutigen Standort durchaus denkbar. Auf einen Abbruch, Entsorgung und Wiederherstellung der Wiese vor der Tonhalle könnte zur Zeit verzichtet werden, ein millionenschwerer Umzug würde vermieden und das Gebäude müsste nicht „entsorgt“ werden. Von mir gibt es Unterstützung für die Idee.