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Weltgeschichte
Halleyscher Komet
Die Wiederkehr eines Schweifsterns
Wohl seit Urzeiten beobachten die Menschen den Himmel. Im Gegensatz zu allen übrigen Erscheinungen tauchten Kometen unverhofft auf, leuchteten eine Weile zum Teil sehr hell am Himmel und verschwanden danach ebenso unerklärlich wieder. Fehlendes Wissen über die Entstehung und Herkunft der Kometen trieb die Menschen in den Aberglauben, sie seien als Zeichen von den Göttern geschickt worden und wurden daher als Vorboten von Katastrophen und Kriegen gedeutet.
Erst im Jahre 1577 konnte der dänische Astronom Tycho Brahe beweisen, dass es sich bei den Kometen um Himmelskörper handelt. Mehr als 100 Jahre später stellte Edmond Halley die Theorie auf, Kometen zögen ebenso wie Planeten auf elliptischen Bahnen um die Sonne – was eine regelmässige Wiederkehr der Kometen zu Folge hätte.
Halleyscher Komet
1682 beobachtete der Astronom Edmond Halley einen Kometen, dessen Bahn er zu berechnen begann. Überzeugt davon, dass Isaac Newtons Annahme richtig sei, dass auch die Kometen der allgemeinen Anziehung gehorchen und in einer flachen, langgestreckten Ellipse um die Sonne kreisen, berechnete er die Umlaufbahn des Schweifsterns auf 76,2 Jahre. Dabei bemerkte er auch, dass die Kometenerscheinungen von 1456, 1531 und 1607 mit derjenigen von 1682 übereinstimmte. Er schloss daraus, dass es sich bei den Beobachtungen um ein und denselben Himmelskörper handeln muss und sagte voraus, dass er 1758 wiederkehren würde. Und er sollte recht behalten. Im Dezember 1758 wurde der von da an nach ihm benannte Komet erneut gesichtet. Er selber konnte dies nicht mehr erleben. Er starb 1742 im Alter von 86 Jahren.
Seither erschien der Halleysche Komet noch dreimal: 1835, 1910 und 1986. Das nächste Mal wird er im Jahre 2061/62 erwartet.
Der Teppich von Bayeux zeigt die Schlacht bei Hastings 1066, als Wilhelm der Eroberer über den englischen König Harold siegte und über das weitere Schicksal der britischen Inseln entschieden wurde.
Eine interessantes Detail dabei ist die erste bildliche Darstellung des Kometen Halley.
Kollisionskurs eines Kometen
Im Gegensatz zu Planeten sind Kometen sehr instabile Himmelskörper. Sie verglühen langsam, können durch die Triebkraft ihrer eigenen Gase aus der Bahn gebracht werden, in das Gravitationsfeld von Planeten geraten oder sogar zerbersten.
Dabei passiert es mitunter, dass Teile auf Planeten stürzen. 1992 brach der Komet Shoemaker-Levy 9 auseinander. Die Teile prasselten zwei Jahre später wochenlang auf den Jupiter, dabei entstanden Feuerbälle, grösser als die Erde. Dies beflügelte Katastrophenszenarien, nach denen der Erde ein ähnliches Schicksal drohen könne.