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Funktionsweise
In der Schweiz werden zwei verschiedene Reaktortypen verwendet.
Siedewasserreaktor
Im Siedewasserreaktor wird das Wasser bei den Brennstäben, in welchen die Kernspaltung stattfindet, erhitzt. Der dadurch entstandene Dampf wird durch Rohre in die Turbine geleitet. Diese Turbinen erzeugen Strom. Der Dampf geht weiter durch die Rohre und in den Kondensator. Im Kondensator kondensiert der Dampf zu Wasser, welches anschliessend wieder zum Reaktor gepumpt wird, wo es erneut erwärmt wird.
Druckwasserreaktor
Im Druckwasserreaktor wird das Wasser im Reaktor, durch die Brennstäbe erhitzt. Dieses Wasser kann aufgrund des hohen Druckes nicht verdampfen und fliesst durch Rohre, welche durch einen weiteren Tank führen, hindurch. In diesem Tank befindet sich Wasser, welches, durch die Hitze der Rohre, verdampft, durch Rohre fliesst und Turbinen antreibt. Danach wird das Wasser in den Kondensator gepumpt, wo es kondensiert. Das Wasser fliesst zurück in den Tank und alles beginnt von vorne.
Unterschied
Im Druckwasserreaktor hat es zwei Kreisläufe. Einer, der mit dem Reaktor verbunden ist in welchem das Wasser unter so hohem Druck ist, dass es nicht verdampfen kann und einen anderen in dem das Wasser verdampft, weil die heissen Rohre, vom vorherigen Kreislauf durch einen Tank führen, es erhitzen und dann die Turbine antreibt. Im Siedewasserreaktor hat es jedoch nur einen Kreislauf, darin siedet das Wasser und treibt die Turbine an.
Kühlung
Ein Atomkraftwerk wird im Inneren fast immer mit einem Kondensator gekühlt. Durch diesen führen Rohre mit Kühlwasser, welche den Wasserdampf des Atomkraftwerkwassers abkühlen.
Die Rohre mit Kühlwasser zwingen das Atomkraftwerkwasser zum Kondensieren. Danach kann das Atomkraftwerkwasser wieder zur Stromgewinnung benutzt werden.
Zu dem gibt es nun auch noch zwei verschiedene Typen der Kühlwasservesorgung:
Frischwasserkühlung
Bei der Frischwasserkühlung wird aus einer Wasserquelle (meistens einem Fluss) Wasser entnommen. Dieses wird in den Kondensator gepumpt und kühlt dort das Atomkraftwerkwasser. Nach seinem Einsatz wird das Wasser zurück zum Fluss geleitet und fliesst wieder weiter. Danach wird neues Wasser aus dem Fluss geholt und der Kreislauf beginnt von vorne. Diese Kühlung wird nur an Orten mit genügender Frischwasserversorgung genutzt.
Kreislaufkühlung
Die Kreislaufkühlung wird verwendet, wenn zu wenig Wasser in der Wasserquelle vorhanden ist. Es wird Wasser ins AKW gepumpt und dies bleibt dort fast für immer. Dieses Wasser wird im Kondensator verwendet und dann in einen Kühlturm gepumpt wo es abkühlen kann. Im Kühlturm verdampft ein ganz kleiner Teil des Wassers welcher aus der Wasserquelle wieder geholt wird. Wenn das Wasser kalt genug ist kommt es zurück ins AKW und der Kreislauf beginnt von neuem.
Vorkommen und Wichtigkeit
in der Schweiz + Elektrische Leistung
In der Schweiz hat es 5 Atomreaktoren aber nur 4 AKWs. Diese AKWs produzieren 40% des Schweizer Stroms.
Folgende AKWs sind in der Schweiz:
-Beznau 1 und 2 - 760 MW Leistung beider Reaktoren
-Mühleberg - 373 MW Leistung
-Leibstadt - 1190 MW Leistung
-Gösgen - 970 MW Leistung
Hier beschrieben sind die Nettoleistungen.
Vor- und Nachteile
Vorteile
-Hohe Stromproduktion
-Verlässliche Stromquelle
-Nicht witterungsabhängig
-Viele Arbeitsplätze
Nachteile
-Radioaktiver Abfall
-Hohes Unfallrisiko
Zukunft
Die Zukunft der Atomkraftwerke ist unsicher. In der Schweiz und in Deutschland plant man eine Komplettabschaltung der AKWs. Doch die meisten Staaten der Welt planen noch keinen Atomausstieg. Unserer Meinung nach sollen alle AKWs abgeschaltet werden. Dies wäre das Mindeste was wir für unsere Nachfolger tun können. Doch das Problem ist, dass in der ganzen Welt der Strom zu einem grossen Teil durch Atomenergie gewonnen wird.