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Die APG hat sich aus ihren Auslandsmärkten verabschiedet, bis auf Serbien, wo im vergangenen Jahr knapp 11 Mio. Fr. oder 3% des Gruppenumsatzes gemacht wurden.
Vor über zweieinhalb Jahren verkündete der Aussenwerber APG die Ausschüttungspolitik, wonach für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 die ordentliche Dividende mit einer Sonderdividende verdoppelt werden solle. Diese Regelung wird das nächste Mal auslaufen. Darum wird die Gruppenführung am folgenden 28. Februar, anlässlich der Ergebnispräsentation, eine neue Dividendenpolitik bekanntgeben.
Mit der aktuell gültigen haben die Aktionäre zuletzt, nach der Verdoppelung der ordentlichen Dividende, für 2015 total 23 Fr. je Aktie erhalten. Das ergibt eine Rendite von 5,6%.
Ein Ziel der Verdoppelungsregelung war es, den stark angewachsenen und operativ nicht benötigten Cashbestand zurückzuführen. Gelungen ist das bisher nicht: Ende 2014 betrugen die liquiden Mittel netto, nach Abzug von Finanzschulden, fast 148 Mio. Fr. Ende des folgenden Dezembers werden es den Aussagen von CEO Markus Ehrle nach zu schliessen abermals um 140 Mio. Fr. sein, auch dank eines Liegenschaftsverkaufs. Der Cashberg rührt aber vor allem von der Fähigkeit her, im Schweizer Aussenwerbegeschäft alljährlich einen hohen freien Cashflow zu erwirtschaften. Als die APG in der letzten Dekade in Schwierigkeiten kam, lag das daran, dass sie das im Heimmarkt verdiente Geld in Auslandsengagements, speziell in Griechenland, verschleuderte.
Diese Flurschäden sind bereinigt. Die APG hat sich aus ihren Auslandsmärkten verabschiedet, bis auf Serbien, wo im vergangenen Jahr knapp 11 Mio. Fr. oder 3% des Gruppenumsatzes gemacht wurden. Mit Aussenwerbung in der Schweiz setzte die APG rund 302 Mio. Fr. um.
Im heimischen Aussenwerbemarkt hält die 1900 gegründete Allgemeine Plakatgesellschaft einen Anteil um 70%, abhängig ein wenig von der Definition von Aussenwerbung. Der Anteil der Nummer zwei, Clear Channel, beträgt etwas weniger als einen Viertel. Die Konsolidierung ist hier damit weit fortgeschritten, auch im Vergleich zum Ausland.
Für die APG geht es darum, den Markt in der Schweiz weiterzuentwickeln, etwa mit digitalen Werbeträgern. So wird das Unternehmen Anfang 2017 ein neues digitales Produkt in der Schweiz einführen: Die Escalator ePanels, die an fünf Rolltreppen im Zürcher Hauptbahnhof installiert werden. Grundsätzlich bietet Aussenwerbung einige Vorteile. So geniesst sie verglichen zu anderer Werbung wie im Fernsehen eine hohe Akzeptanz. Und sie gilt als konjunkturresistenteste Werbeart.
Gut geführt wird die APG weiter beträchtliche freie Cashflows generieren, die sie an die Aktionäre zurückführen kann. So werden ihre Aktien im Kreis der besten Schweizer Dividendentitel bleiben. «Finanz und Wirtschaft» geht davon aus, dass das Ausschüttungsniveau auch mit der neuen Dividendenpolitik mindestens gehalten wird.