Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03518.jsonl.gz/1111

Myrrhe war in der Antike nicht nur ein wichtiges Heilbalsam, es wurde vor allem auch von den hebräischen Frauen für seinen sinnlichen Duft begehrt. Die Bibel erzählt davon, dass die Frauen ihr Bett mit Myrrhe und Aloe beträufelten um die Erotik und die Sinnlichkeit zu entfachen, Königin Esther wurde vor ihrer Hochzeit sechs Monate in Myrrhe gebadet. Myrrhe war aber auch ein Teil des heiligen Salböls und ein Geschenk, dass die drei Könige Jesus zur Geburt schenkten. Die Myrrhe ist aber ein bekannter Name von Personen, Myriam bedeutet die Myrrhe vom Meer und im neuen Testament finden wir die lateinische Abwandlung Maria. Es gibt mehrere Quellen, die diese Namen auch mit "die Geliebte", "die Widerspenstige" oder "die Bittere" übersetzen, die letzte Übersetzung führt uns allerdings wieder zu der Myrrhe, denn diese wurde wegen ihres bitteren Geschmack so benannt. Mir ist aufgefallen, dass der Name Maria auffällig häufig im Leben von Jesus vorkommt. Da ich Zahlen und Symbole liebe, habe ich mich ein bisschen in die Geschichten dieser Frauen vertieft und gezählt, wie oft sie nun tatsächlich vorkommen, natürlich werde ich weiter unten in diesem Artikel auch noch erklären, was diese Zahlen bedeuten, ich bin immer wieder berührt darüber wie viele wertvolle Wahrheiten Gott in den Details und Symbolen seines Wortes versteckt hält. In der ganzen Bibel habe ich 8 Frauen mit Namen Maria (Myriam) gefunden, 5 davon kamen während der Lebenszeit von Jesus vor und 3 standen an seinem Kreuz.
Die erste Myriam (Maria) finden wir neben Mose, es war seine Schwester und die erste Person, die mit Prophet(in) betitelt wird. Auch die letzte Prophetin, die in der Bibel erwähnt wird, ist eine Frau, ein schönes Bild dafür, dass bei Gott Frauen und Männer schon immer gleichberechtigt waren.
In dieser Geschichte von Myriam, sehen wir zum ersten Mal etwas, was uns immer wieder begegnet, wenn die Myrrhe (als Pflanze oder als Name) in der Bibel erwähnt wird. Es ist immer eine grosse Ungerechtigkeit, die durch menschliches Handeln geschieht und Gott, der aus dieser Ungerechtigkeit umso grössere Freiheit und Wiederherstellung schafft. Myriam taucht zum ersten Mal auf, als der Pharao alle erstgeborenen Söhne der Israeliten umbringen lässt, weil dieses Volk zu stark wird, sie versteckt das Baby Moses, ihren Bruder und er wird später das ganze Volk mit Gottes Hilfe aus der Sklaverei befreien.
Myrrhe ist, wie wir schon gehört haben, ein bitteres Kraut, der Baum gedeiht am Meer und blüht kurz vor der Regenzeit. Seine Zweige erinnern ein bisschen an die Dornenkrone von Jesus. Das Harz, das aus ihm gewonnen wird, ist ein wunderschöner Balsam, der gelblich, in Tränenform aus seiner Rinde quirlt, es ist antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend und wirkt wundheilend. Der Duft ist betörend, daher war er sehr beliebt in teuren Parfums, in der Antike galt er als Aphrodisiakum.
Das Harz wird gewonnen, in dem die Rinde des Baumes angeritzt wird. Ein Bild, dass mich an Jesus erinnert, dessen Seite aufgeschnitten wurde. Er trug alles Bittere dieser Welt, Sünde, Ungerechtigkeit, Krankheit und Schmerz ans Kreuz, damit die heilende Kraft seines Geistes in uns gegeben werden kann. Heilung, Wiederherstellung und vollkommene Gerechtigkeit hat er für uns ermöglicht, er hat das Wort Gerechtigkeit neu definiert, es soll nicht mehr Böses mit Bösem vergolten werden, sondern er kommt mit dem Balsam seiner Gnade, die nicht nur vergibt, sondern wiederherstellt, um ein vielfaches zurückerstattet und für jedes Leiden umso grösseren Segen schenkt.
Dem wohlriechenden Balsam selber begegnen wir zum ersten Mal, als Joseph, von seinen eigenen Brüdern, als Sklave verkauft wurde. Auf der Karawane nach Ägypten wurde auch Myrrhe transportiert. Ein starkes Bild von Gottes Gnade, die schon da ist, bevor das Unheil beginnt. Wir kennen die Aussage von Joseph: "Nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott, er hat mich zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten gesetzt."
Joseph konnte seinen Brüdern vergeben, weil er seinen Fokus in jeder Situation mehr auf den Segen Gottes als auf die Ungerechtigkeiten der Menschen gerichtet hat, und wir wissen, dass er wirklich sehr viel davon erlebt hat. In einer Kinderbibel fand ich den Ausspruch von Joseph sehr schön dargestellt: "Ihr gedachtet mir Böses zu tun, doch Gott hat Gutes daraus gemacht."
Esther wurde ebenfalls gegen ihren Willen in das Harem des Königs gebracht. Etwas, das für unsere Ohren irgendwie romantisch tönt, aber eigentlich waren alle diese Frauen nur da, um die sexuellen Begierden des Königs auszuführen. Esther jedoch wurde Königin und konnte einen Völkermord abwenden.
Die Myrrhe war im heiligen Salböl da, als das Gesetz eingeführt wurde. Wie wir wissen, hatte Gott nie Freude am Gesetz, die Israeliten haben es der persönlichen Beziehung zu Gott vorgezogen, eine Entscheidung, die viel Leid verursachte. Doch das Salböl ist eins von vielen Bildern, die auf Jesus hinweisen, der das Gesetz erfüllen und somit einen neuen Bund der Gnade beginnen wird. Übrigens, die letzte Prophetin hiess Gnade (Hanna) und hielt Jesus als Baby in ihren Armen. Myrrhe war da, als Maria nach einer mühseligen Reise im Stall gebären musste und sie war da, als Jesus am Kreuz hing.
Dies war der Moment, als alle seine Jünger davon rannten, am Kreuz standen nur noch drei Maria's und Johannes. Drei ist die Zahl des dreieinigen Gottes und die Myrrhe (Maria) sein Symbol für seine höheren Pläne, über den Ungerechten Plänen der Menschen. Johannes ist das wunderschöne Tüpfchen auf dem i, sein Name bedeutet nämlich, Gott ist gnädig und dieser Gott erschafft immer Segen, Leben und Freiheit, gerade auch in und durch schwierige Stunden hindurch.
Auch wir leben gerade in Zeiten, in denen wir diesen Zuspruch gebrauchen können, Gottes Pläne sind auch jetzt gerade so viel höher und besser als alle schwierigen und zum Teil auch schlimmen Umstände. Er hat auch jetzt noch gute Pläne für jeden Einzelnen von uns und seine Gnade hört nie auf. Als Jesus auf dieser Erde war, gab es 5 Maria's in seinem Umfeld, 5 ist die Zahl der Gnade.
Gnade bedeutet unverdienter Segen. Gottes Plan für Dein Leben ist es Dich zu segnen und Dein Leben erstrahlen zu lassen, er möchte Dir tiefen Frieden und übernatürliche Freude in allen Umständen schenken, Deine Aufgabe ist es nur, diesen Worten zu glauben und sie für Dein Leben dankend annehmen.
Und obwohl wir die Myrrhe im Hohelied sieben mal finden, gibt es hier keine Ungerechtigkeit, noch keine. Dieses Buch ist sehr prophetisch und es zeigt, wie wunderschön die Liebe sein kann, es beschreibt wertschätzende, gleichgestellte Sexualität, es zeigt, wie zwei Seiten sich umwerben und für einander bereit sind ihr Leben hinzugeben. Zum einen beschreibt es die Liebe zwischen Mann und Frau, zum andern ist es aber auch die Liebe zwischen Gott und den Menschen.
Ich weiss nicht, ob Dein Liebesleben so perfekt aussieht, einige der schrecklichsten Verbrechen geschehen täglich im Bereich der Sexualität und einige der tiefsten Wunden sind im Namen der Liebe entstanden. Es gibt Milliarden von Geschichten über Enttäuschungen, Ungerechtigkeiten, geplatzte Träume und Wunden, die nie zu heilen scheinen. Ich persönlich glaube, dass gerade darum die Myrrhe sieben Mal in diesem Buch steht. Sieben steht für Vollkommenheit und Ganzheit, es ist Gottes grösster Wunsch, Heilung und Wiederherstellung in den Bereich der Liebe zu bringen. Dazu lässt er zuerst den Balsam seiner Liebe in Deine Wunden fliessen, damit Deine geheilte Liebe weiterfliessen kann. Myrrhe hat die Form von Tränen, Tränen sind kostbar für Gott und heilsam für unser Herz. Erzähl ihm Deinen Schmerz, Deine Scham, die Erniedrigungen und die Ungerechtigkeiten, bring ihm die Wut, die Angst und die Trauer, die daraus entstanden sind, bitte ihn um seine Wiederherstellung, er wird Dich hören und Dich heilen, genau so, wie Du es brauchst, oft geht es Stück für Stück in die Freiheit, ich bitte dich bleibe dran und gib nie auf, er wird dich auf seinen Flügeln dahin tragen, denn er ist treu und du liegst ihm am Herzen. Es gibt nichts, was er nicht wiederherstellen könnte. Er kann Dir Menschen über den Weg schicken, die Dich verstehen und Dir gut tun, er kann Dich an Orte führen an denen Du Heilung findest, er kann aber auch bei Dir Zuhause Deinem Herzen begegnen und er wird es tun.
Jetzt bleibt noch eine Frage offen, wieso haben wir 8 Maria's in der Bibel. Nun, 7 sind es bis zu Jesus Tod und Auferstehung. Jesus hat das Gesetz erfüllt und die Mächte der Finsternis besiegt. Es ist vollbracht! Die 8te Maria finden wir im Brief an die gläubig gewordenen Römer. Wir erinnern uns, das Israel von den Römern belagert war, nun bekehren sich diese und es entsteht eine Gemeinde in der Israeliten die Hirten für ihre Unterdrücker werden. 8 ist der Neuanfang. Etwas Neues hat begonnen. Gott hat seinen heiligen Geist in die Menschen gelegt, sein Reich auf dieser Erde beginnt sich auszubreiten. Seine grösseren Pläne sind nun für jede Frau und jeden Mann erlebbar, wir können sie jederzeit im Kleinen und im Grossen ergreifen, können uns daran festhalten und wir sollen darüber reden, denn in unseren Worten liegt schöpferische Kraft. Erinnere Dich, Gott hat die Welt mit seinen Worten erschaffen und Jesus wird als das lebendig gewordene Wort bezeichnet.
Wie spannend ist es doch, dass wir die Myrrhe, in der heutigen Zeit, hauptsächlich noch in Produkten für die Mundhygiene finden.
be blessed
Damaris