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Neue BAK-Studie im Auftrag des SECO zeigt Preissenkungspotenzial im Detailhandel bei Abschaffung von Importbarrieren auf
Im Jahr 2005 hat das Staatssekretariat für Wirtschaft im so genannten Dienstleistungsbericht ein bedeutendes Wachstumspotenzial für die Schweizer Volkswirtschaft durch eine Liberalisierung der Dienstleistungsbranchen festgestellt. Im Bericht wurde mit quantitativen Studien belegt, dass in einer branchenspezifischen Dienstleistungsliberalisierung, die sich an «Best Practice» in der EU orientiert, ein bedeutendes Wachstumspotenzial für die Schweizer Volkswirtschaft läge.
Bezüglich Handelsdienstleistungen (Detail- und Grosshandel) stellte der Bericht fest, dass „Sonderfaktoren“, die zu einer gewissen Abschottung der Schweizer Märkte vom Ausland beitragen, die Entwicklung des Handels nachteilig beeinflussen. Zu diesen Sonderfaktoren gehören die Nichtzugehörigkeit der Schweiz zur europäischen Zollunion, die nationale (statt wie in der EU regionale) Erschöpfung im Patentrecht und abweichende Standards und Deklarationsvorschriften (Nicht-Befolgen des Cassis de Dijon-Prinzips). Durch diese Sonderfaktoren werde die Dynamik der Handelsdienstleistungen gebremst.
Die Liberalisierung des internationalen Warenverkehrs wird in der öffentlichen Diskussion nicht selten als wichtigstes Liberalisierungsfeld im Bezug auf den Detailhandel genannt. Für eine wirtschaftspolitische Prioritätensetzung muss aber zunächst geklärt werden, welche Bedeutung die Regulierung der internationalen Warenbeschaffung für die wirtschaftliche Entwicklung des Detailhandels überhaupt hat.