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«Lasst die Opfer in Frieden ruhen».
Mit der fadenscheinigen Begründung, das Anbringen von 14 so genannten Stolpersteinen vor den Häusern von Holocaustopfern würde «neuen Hass und Spaltung» schaffen, sprach sich im italienischen Ort Schio (40'000 Einwohner) Alberto Bertoldo, Mitglied der mitte-rechts Regierungskoalition, gegen den Vorschlag der oppositionellen mitte-links Demokratischen Partei aus, mit den Stolpersteinen das Andenken an die im Krieg umgekommenen Stadtbewohner zu ehren. «Lasst die Opfer in Frieden ruhen», fühlte Bertoldo sich noch gemüssigt, hinzuzufügen. Das Projekt der Stolpersteine war 1992 vom deutschen Künstler Günter Demnig ins Leben gerufen worden. Inzwischen gibt es in 21 Ländern total 70'000 kupferne Steine, die den Namen, das Geburtsjahr, den Tag der Verhaftung und das Schicksal der betreffenden Person festhalten. Die Ablehnung des Vorschlags führte zu heftigen Reaktionen unter den vielen Repräsentanten lokaler und nationaler Behörden, wie auch von der Italienisch-Jüdischen Gemeinde.