Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/2384

In einer in medRxiv veröffentlichten Vorstudie warnen Forscher aus den Niederlanden und Deutschland, dass der COVID-19-Impfstoff von Pfizer-BioNTech eine komplexe Reprogrammierung angeborener Immunantworten induziert, die bei der Entwicklung und Verwendung von Impfstoffen auf der Basis von mRNA berücksichtigt werden müssen.
Von Sally Robertson :
In der vorliegenden Studie (nicht von Experten begutachtet *) haben das Forschungsteam des Radboud University Medical Center und Erasmus MC in den Niederlanden sowie das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Hannover die Medizinische Fakultät (MHH) und die Universität Bonn bestätigten die Wirksamkeit des BNT162b2-Impfstoffs bei der Induktion einer wirksamen humoralen und zellulären Immunität gegen verschiedene Varianten von SARS-CoV-2.
Sie zeigten jedoch auch, dass der Impfstoff die Produktion von entzündlichen Zytokinen durch angeborene Immunzellen nach Stimulation sowohl mit spezifischen (SARS-CoV-2) als auch mit unspezifischen (viralen, pilzlichen und bakteriellen) Stimuli veränderte.
Jorge Domínguez-Andrés und seine Kollegen bestätigen, dass der Impfstoff zwar eine Wirksamkeit von bis zu 95% bei der Verhinderung einer Infektion durch das schwere akute respiratorische Syndrom Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) und das nachfolgende COVID-19 aufweist, jedoch nur wenig ist bekannt über die weitreichenden Auswirkungen, die der Impfstoff auf angeborene und adaptive Immunantworten haben kann.
Nach der Impfung zeigten angeborene Immunzellen eine verringerte Reaktion auf Toll-like Rezeptor 4 (TLR4), TLR7 und TLR8, die alle Liganden sind, die eine wichtige Rolle bei der Immunantwort auf eine Virusinfektion spielen.
Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass die Zytokinreaktion auf Pilze nach der Impfung zunahm.
„Der BNT162b2-mRNA-Impfstoff induziert eine komplexe funktionelle Reprogrammierung angeborener Immunantworten, die bei der Entwicklung und Verwendung dieser neuen Klasse von Impfstoffen berücksichtigt werden sollte“, schreibt das Forscherteam.
Die vorläufige Version des Forschungspapiers ist auf dem medRxiv-Server verfügbar .
Im Oktober 2020 veröffentlichte die National Library of Medicine der National Institutes of Health (NIH) der Vereinigten Staaten außerdem eine Studie mit dem Titel „Offenlegung der Einwilligung in Impfstoffversuche zum Risiko von COVID-19-Impfstoffen, die die klinische Erkrankung verschlimmern“, in der die Wissenschaftler Timothy Cardozo und Ronald Veazey zum Schluss kommen, dass „COVID-19-Impfstoffe, die neutralisierende Antikörper hervorrufen sollen, geimpfte Personen für schwerwiegendere Krankheiten sensibilisieren können, als wenn sie nicht geimpft wären“.