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Da Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre unterschiedliche Erkenntnisobjekte zum Gegenstand haben, ist die Definition des Begriffes Kapazität unterschiedlich ausgefallen. Einzige Gemeinsamkeit in beiden Disziplinen ist die maximale Leistungsfähigkeit von Produktionsfaktoren je Zeiteinheit. Die Volkswirtschaftslehre befasst sich dabei primär mit Fragen zu Produktionspotenzialen und Engpass-Sektoren, die das Bruttoinlandsprodukt limitieren können und Kapazitätsauslastungen. Ansonsten greift sie im Rahmen einer Aggregation auf die einzelnen betrieblichen Kapazitäten zurück, die die Betriebswirtschaftslehre liefert.
Die Kapazität eines Produktionssystems hängt von drei Komponenten ab, nämlich der Intensität mit der produziert wird, der Anzahl der vorhandenen Aggregate (Maschinen) bzw. der Anzahl der Arbeitskräfte und dem Zeitraum, in welchem sie eingesetzt werden.[1] Wird der Zeitraum, in welchem Produktionsfaktoren zum Einsatz kommen, verkürzt (etwa durch Arbeitszeitverkürzung), so verringert sich die Kapazität und umgekehrt. Ein zwecks Kapazitätsmessung gewählter langer Zeitraum zeigt Kapazitätsschwankungen eher auf als ein kurzer.[2]
Während die Kapazität die maximal mögliche mengenmäßige Produktion wiedergibt, macht die Kapazitätsauslastung (Ausbringungsmenge) Aussagen über die tatsächlich produzierte Menge im Verhältnis zur maximal möglichen Menge. Entsprechend ist der Kapazitätsauslastungsgrad (oder kurz Auslastungsgrad) der Prozentsatz, zu dem die mit 100 % angenommene Kapazität tatsächlich genutzt wird. Die Intensität gibt Auskunft darüber, ob durch technische Möglichkeiten (Erhöhung der Ausbringungsmenge pro Zeiteinheit) oder zeitliche Optionen (Einführung von Schichtarbeit) die Kapazität erhöht werden kann. Um Kapazitäten zu messen, muss deshalb die Intensität konstant bleiben.