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Die Schwulen-Ehe ist von diesem Wochenende an auch in New York erlaubt. Die Behörden machen deswegen eine Ausnahme und öffnen am Sonntag die Standesämter. Der Andrang wird gewaltig sein.
Der von den Republikanern dominierte Senat des Bundesstaates New York in Albany hat vor einem Monat mit knapper Mehrheit die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen beschlossen. 33 Senatoren stimmten dafür, 29 dagegen. Befürworter gab es vor allem unter den Demokraten.
Vorangegangen war eine monatelange Debatte, in der sich die Opponenten gegenseitig scharf und auch sehr persönlich angriffen. Vor zwei Jahren war ein entsprechender Gesetzentwurf im damals noch von den Demokraten beherrschten Senat gescheitert. New York ist der sechste und bei weitem bevölkerungsreichste Bundesstaat, der Homosexuellen die Heirat erlaubt.
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg hat für den ersten Geltungstag des Gesetzes, obwohl ein Sonntag, extra die Standesämter der Stadt geöffnet. Den Angestellten wurde die Arbeit freigestellt, es fanden sich aber genügend Freiwillige.
Bloomberg ging sogar noch weiter: Normalerweise müssen zwischen Anmeldung und Heirat 24 Stunden vergehen, auch diese Zwangsfrist hat die Stadt ausgesetzt. Mehrere hundert Homosexuelle wollen am ersten Tag des neuen Rechts heiraten.
Obama für Ende des Verbots
Bislang sind für Homosexuelle Ehen bereits in den Neuengland-Staaten Connecticut, Massachusetts, New Hampshire und Vermont möglich, ausserdem in Iowa und der US-Hauptstadt Washington.
New Jersey erlaubt nicht die Heirat, aber die Eintragung einer Beziehung mit den gleichen Rechten wie eine Ehe. Einige Staaten dagegen, darunter Texas, Florida und andere Süd- und Mittelwest-Staaten, haben die Schwulenehe sogar in ihrer Staatsverfassung ausdrücklich verboten.
US-Präsident Barack Obama möchte das im Bundesrecht geltende Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen abschaffen. Er unterstützt die nun im demokratisch dominierten US-Senat anstehende Beratung für eine Änderung des Gesetzes aus dem Jahr 1996.