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Ex-Präsident Gbagbo in Heimatdorf in Elfenbeinküste zurückkehrt
Der frühere Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo (76), ist nach knapp zehn Jahren im Exil in sein Heimatdorf zurückgekehrt. Tausende jubelnde Menschen nahmen den ehemaligen Staatschef am Sonntag in de Mama im Südwesten des westafrikanischen Landes in Empfang.
Im März hatte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag den Freispruch für Gbagbo in einem Verfahren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit bestätigt. Dies ebnete den Weg für die Rückkehr in seine Heimat. Mitte Juni reiste Gbagbo zunächst in die Hauptstadt Abidjan.
Gbagbo hatte 2010 nach zehn Jahren an der Macht seine Niederlage bei der Präsidentschaftswahl nicht anerkannt und eine Übertragung der Amtsgeschäfte an den Wahlsieger und bis heute amtierenden Präsidenten Alassane Ouattara verweigert. Bei Unruhen nach der Wahl wurden mehr als 3000 Menschen getötet. Gbagbo wurde schliesslich aus dem Amt vertrieben, festgenommen und an den IStGH ausgeliefert.
Gbagbo war das erste Staatsoberhaupt, das sich vor dem Haager Tribunal verantworten musste. 2019 sprach der Gerichtshof den Ex-Präsidenten sowie dessen ehemaligen Jugendmilizführer Charles Blé Goudé jedoch in einem überraschenden Urteil frei. Danach lebte Gbagbo in Brüssel. Er kündigte wiederholt an, in die Elfenbeinküste zurückkehren zu wollen. In seinem Heimatland geniesst er weiterhin starken Rückhalt.