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Bei unserer Suche nach "vergessenen Igeln" haben wir schnell gelernt, dass sich die Grundsätze bei der Wahl von Standorten für Befestigungsbauten über die Jahrhunderte kaum geändert haben. So sind
Bunker bei ehemaligen römischen Wachtürmen entlang dem Rhein zu finden, an Hügeln, an denen Burgen stehen, oder aber auch direkt integriert in mittelalterlichen Befestigungsanlagen wie im zürcherischen
Regensberg.

Kartenausschnitt Anlagen von Buchs, Niederglatt und Regensberg (1:25'000)
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Geschichte
Das malerische Städtchen Regensberg liegt auf dem Felssporn der Juraausläufers Lägern. Diese einmalige strategische Lage ist wohl auch der Grund, warum hier im Jahr 1244 von den Freiherren von
Regensberg eine Stadt erbaut wurde. Trotz seiner Nähe zu Zürich brachte die Siedlung seinen Besitzern wohl nicht genug Geld ein, so dass diese bereits 1304 das Städtchen an die Habsburger verkaufen
mussten. Diese verpfändeten 1409 das Städtchen an Zürich und 1417 wurde Regensberg endgültig zürcherischer Besitz.
Sperrstelle Regensberg - Niederglatt
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs brachen wieder unruhige Zeiten an. Während kurz vor dem Krieg die Grenze am Rhein durch Bunker und Infanteriewerke befestigt wurde, wurde erst mit Bezug der
Limmatstellung auch der Befestigungsbau im Landesinneren gestartet. Dabei war der Vorraum der Limmatstellung nur sehr spärlich befestigt. Im Jahre 1940 wurde dann auf der Linie Regensberg - Niederglatt
eine Abwehrstellung errichtet. Westlichster Stützpunkt war wiederum auf dem Lägern das Städchen Regensberg. Hier wurden zwei MG-Bunker errichtet. Während A5290 am westlichen Ende der Stadt in den Rebbergen errichtet wurde, wurde das östliche Werk A5291 direkt hinter der historischen Stadtmauer errichtet. Für die
Scharten des MG und des Beo / Lmg Standes wurden zwei Öffnungen in der Stadtmauer errichtet. So entstand
auf engstem Raum eine Symbiose aus Befestigungsbauten verschiedenster Jahrhunderte.
Pläne des Bunkers A5290 R1 [ Friends only ]
Pläne des Bunkers A5291 R3 [ Friends only ]
Östlich von Regensberg wurde in Niederglatt im Ortsteil Nöschikon ein weiterer MG Bunker errichtet. Der Stand A5292 steht offen in einem Feld und ist von weit her gut sichtbar. Auch er weist eine
Besonderheit auf. Auf der Bunkerrückseite wurde auf dem Dach ein Wehrgang für Gewehrschützen errichtet.
Plan des Bunkers A5292 Nöschikon [ Friends only ]
Die Anlagen sind heute alle leer und schon lange entklassifiziert. Wir danken N.V., welcher uns zwei dieser Anlagen geöffnet hat und uns so einen Blick ins Innere ermöglicht hat.
Sperrstelle Buchs
Zwischen der Sperrstelle bei Regensberg und der Stadt Zürich sind heute keine weiteren Bunker zu finden. Trotzdem wurde dieser Raum auch für eine Verzögerung vorbereitet. So sind im Raum Buchs noch
einige Sprengobjekte und Tankbarrikaden mit dazu gehörenden Unterständen zu finden. Einer dieser Unterstände (A5281) fällt durch ein besonderes Relief auf. Es zeigt die Glücksgöttin Fortuna, auf deren Hilfe die Verteidiger damals gehofft hätten. Ein Teil der Tankbarrikaden wurden in jüngerer Zeit modernisiert und durch GPH 66 ersetzt, andere komplett
rückgebaut.

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Sperrstellen Buchs
Bunker Regensberg
Bunker Niederglatt