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01. Dezember 2020
Die Rufe hier erinnern an helle Flöten- oder Glockentöne. Aber es handelt hierbei nicht um Eulenrufe, sondern um ein Amphibium. Ganz nach seinem Ruflaut heisst die Amphibie im Volksmund Glögglifrosch. Die Geburtshelferkröte legt bis in den Spätsommer Eipakete in geeignete Gewässer ab. Die aus den Eier geschlüpften Kaulquappen verwandeln sich noch im gleichen Herbst zu landlebenden Tieren oder überwintern als Larven im Gewässer. Die Kröte wandert nur über kurze Distanzen. Neubesiedlungen von neu entstandenen Lebensräumen sind nur bis 1.5 km Distanz nachgewiesen und kommen selten vor. Den bestehenden Habitate ist deshalb besonders Sorge zu tragen. Die Aufnahme entstand im Spätsommer in der Bolle.
Neben dem Glöggli-Ruf ist auf der Aufnahme im Hintergrund auch der plätschernde Gesang eines Rotkehlchens zu vernehmen. Während der Glögglifrosch nun schon länger verstummt ist, singt das Rotkehlchen auch im Winter fortwährend. Es ist sogar in kalten Winternächten zu hören.