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Erste Ergebnisse zeigen auf, dass Konsumentinnen und Konsumenten eine ziemlich genaue Vorstellung von einer schonenden Verarbeitung haben. So sei ein Produkt schonend verarbeitet, wenn der Gehalt an wichtigen Nährstoffen, der Geschmack und der natürliche Zustand des Ursprungsprodukts nicht bzw. möglichst wenig beeinträchtigt werde. Zudem solle das Ausgangsprodukt bei der Verarbeitung nicht bzw. möglichst wenig «gestresst» werden. Das heisst: Die Belastung, die auf das Produkt etwa in Form von Hitze und Druck ausgeübt wird, sowie die Anzahl Prozessschritte, die ein Produkt durchläuft, sollen möglichst gering gehalten werden.
Kennzeichnung wäre wichtig
Mit der Frage, ob ein bestimmtes Produkt als «schonend verarbeitet» bezeichnet werden kann oder nicht, taten sich die Befragten aber schwer. Sowohl bei einem bekannten Produkt wie UHT Milch als auch bei einem unbekannten Produkt wie PEF Fruchtsaft, der mit elektrischen Impulsen behandelt ist, waren sich die Befragten unsicher.
Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Kennzeichnung für schonend verarbeitete Produkte sehr wichtig wäre. Dafür müssen der Begriff der schonenden Verarbeitung und entsprechende Beurteilungskriterien aber erst definiert werden.
Claudia Meier, Hanna Stolz, Bernadette Oehen, FiBL
Weiterführende Informationen
Projekt: Leitfaden für die Bio-Lebensmittelverarbeitung (FiBL-Webseite)
Hofverarbeitung (Rubrik Markt)