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Hunger
E4 • Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert
Dokumentation
GB
2010
In Haiti wurde den Menschen versprochen, ihre Armut habe ein Ende, wenn das Agrarland sich dem internationalen Welthandel öffne. Doch mit der Öffnung des Marktes drängte unter anderem billiger US-amerikanischer Reis ins Land, mit dem die einheimischen Reisbäuerinnen und Reisbauern nicht konkurrieren konnten. In der Folge haben sie ihre Dörfer verlassen und wohnen nun ohne jede Existenzgrundlage in den Slums der Hauptstadt Port-au-Prince. Zu der wirtschaftlichen Not kommt die politisch instabile Lage, die dazu führt, dass Haiti das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ist. Die Hälfte der Bevölkerung leidet an Hunger. Doch es gibt auch positive Signale: Die einheimische Nichtregierungsorganisation "Buy local Haiti" ermutigt die Menschen, wieder selbst Nahrungsmittel zu produzieren und auch einheimische Produkte zu kaufen. Doch ein schweres Erdbeben im Januar 2010 gefährdet den Erfolg dieser hoffnungsvollen Initiative.