Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/13215

<h2>SubmittedText<h2><p>Die sogenannten Rationalisierungsmassnahmen der Unternehmen führen zu einem Abbau von Arbeitsplätzen, weil es gilt, die Produktionskosten zu senken: Die Arbeit ist zu teuer geworden, sei es, weil der technologische Fortschritt Arbeitskräfte in vielen Sektoren überflüssig macht, oder sei es, weil andere Länder die gleichen Arbeiten zu deutlich niedrigeren Preisen anbieten.</p><p>Einer der Wege zur Lösung des Arbeitslosenproblems, das in diesem Kontext entsteht, ist der Versuch, die Arbeit zu verbilligen und somit attraktiver zu machen. Eine allgemeine Senkung der Löhne stellt zwar eine Möglichkeit dar, führt aber zu einer Verminderung der Lebensqualität sowie zu einem Konsumrückgang, d. h. zu unheilvollen Auswirkungen auf sozialer und wirtschaftlicher Ebene.</p><p>Eine Reduzierung der Sozialabgaben eignet sich unserer Meinung nach besser, um auf die tiefgreifenden Veränderungen, denen das Produktionssystem heute unterworfen ist, zu reagieren. Es geht darum, insbesondere den Anteil des Arbeitgebers an den Sozialbeiträgen (je nach Branche und Region etwa 20 Prozent) anders zu finanzieren.</p><p>Wir ersuchen daher den Bundesrat, gesetzliche Reformen zu prüfen, die geeignet sind, die Finanzierung der Sozialversicherungen und der Sozialleistungen möglichst zu diversifizieren, damit sie die Arbeitskosten weniger belastet. Es gilt, die Arbeit für die Unternehmer attraktiver zu machen sowie die Wirtschafts- und die Sozialpolitik in einen kohärenten Rahmen zu stellen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2>Der Bundesrat ist bereit, das Postulat im Rahmen des Mandates der IDA-Fiso 2 entgegenzunehmen.