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Temperament
Schon in der frühen Kindheit beobachtbare emotionale und aufmerksam-keitsbezogene Reaktion und Selbstregulation. Typische Temperaments-merkmale sind Aktivität, Regelmäßigkeit biologischer Rhythmen sowie Annäherung – Vermeidung bei neuen Reizen. Hat eine starke genetische Grundlage.
Visuelle Klippe
Versuchsaufbau von E. Gibson und Walk (1960) eines simulierten Ab-grunds, um die Fähigkeit zur Tiefenwahrnehmung bei Säuglingen zu untersuchen
Zone proximaler Entwicklung
Diese Zone umfasst die Spanne zwischen dem spontanen Können eines Kindes und dem Können, was es maximal unter Anleitung zeigen kann. Damit ist das kognitive Potenzial eines Kindes angesprochen.
Was bedeutet nach Wygotsky, dass das Intermentale das Intramentale konstruiert?
Nach Wygotsky entsteht und verändert sich kindliches Denken durch die Interaktion zwischen dem Kind und einer anderen Person, und zwar dadurch, dass das Kind den Inhalt der Interaktion internalisiert. Der Austausch zwischen dem Kind und einer anderen Person (das Intermentale) wird zur Gedankenwelt inner-halb des Kindes (das Intramentale).
Was besagt der Ansatz der mikrogenetischen Methode nach Wygotsky?
Dieser Ansatz besteht darin, das kindliche Denken nicht nur anhand einer Aufgabe zu untersuchen, sondern mit Hilfe von Aufgabenbatterien. Hierdurch soll in unterschiedlichen Aufgabenkontexten und z.B. an eng aufeinander folgenden Untersuchungszeitpunkten der genaue „Moment der Entwicklung“ aufgefangen werden. Wygotsky wollte den Prozess der Veränderung des kindlichen Denkens damit erfassbar machen
Warum führt ein verbessertes Wissen zu einer verbesserten Gedächtnisleistung?
Man geht davon aus, dass das Wissen wie ein Netzwerk organisiert ist, bei dem miteinander verwandte Inhaltsbereiche enger beieinander angesiedelt sind als wenig verwandte Inhalte. Neue Stimuli aus einem Inhaltsbereich, zu dem ein reichhaltiges Netzwerk existiert, werden daher mit vielen anderen thematisch verwandten Inhalten vernetzt. Die Wahrscheinlichkeit, einen neuen, vernetzten Inhalt zu erinnern ist wegen der vielen Zugänge im Vergleich zu neuen Inhalten, die in ein wenig reichhaltiges Netzwerk oder in gar kein bestehendes Netzwerk eingeordnet werden können, größer.
Ab wann können Kinder wissenschaftlich denken, was muss bei der Interpretation relevanter Ergeb-nisse beachtet werden?
Wissenschaftliches Denken ist ab dem Vorschulalter (ab 4 Jahren) möglich, wenn die Aufgabenstellungen an die kognitiven Voraussetzungen der Kinder im Hinblick auf ihre informationsverarbeitenden Prozesse wie Verarbeitungskapazität, Strategieeinsatz, aktiviertes Vorwissen und ihr Metagedächtnis angepasst sind. Zu beachten ist, dass bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen Vorwissen in das Urteil einfließt und dadurch entstehende Interferenzen das Schlussfolgern behindern können.
Worin bestehen die Charakteristiken der Sprachpragmatik des Vorschulalters?
Vorschulkinder beachten das Alter des Gesprächspartners und vereinfachen z.B. ihre Sprache, wenn sie mit jüngeren Kindern sprechen. Sie setzen sprachliche Konventionen wie z.B. Höflichkeit ein und verwenden bestimmte pragmatische Sprachkategorien, wenn sie dazu aufgefordert werden. Sie haben aber Schwie-rigkeiten, sich auf den Wissenstand des Gegenübers einzustellen.