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Wofür du eine Liquiditätsplanung brauchst.
Wie erstelle ich eine richtige Liquiditätsplanung?
Eine Liquiditätsplanung erstellst du am besten am Jahresende oder zum Jahresanfang. In der Jahresübersicht, die in Monate unterteilt ist, wird ersichtlich, wann du eine Investition tätigen kannst, wann du etwas Geld auf die Seite legen solltest und wann du eventuell sogar eine Finanzierung benötigst.
Die Liquiditätsplanung baust du wie folgt auf:
- Aufführung des Geldflusses für das gewünschte Jahr
- Erträge
- Ausgaben
Die Erträge und Ausgaben unterteilst du gemäss ihrer buchhalterischen Zuweisung.
Dein KMU hat Erträge aus «Warenhandel» und Erträge aus «Dienstleistungen». Dem gegenüberstehend führst du zuerst die Fixkosten (zum Beispiel die Miete), danach die variablen Kosten (zum Beispiel Einkauf Material, Marketing, Weiterbildung) auf. Auch die Personalkosten dürfen nicht vergessen werden. Wichtig ist, dass die Zahlen in dem Monat eingetragen sind, in dem die Rechnungen bezahlt werden, d.h. wenn das Geld fliesst.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Am 15. Januar verkaufst du Waren im Wert von CHF 15‘000.–. Zahlungsziel: 30 Tage. Diese CHF 15‘000.- nimmst du somit für den Februar in die Liquiditätsplanung auf und nicht für den Januar. Ebenso ist mit deinen Lieferantenrechnungen zu verfahren. Diese Einnahmen minus Ausgaben ergeben eine Zwischensumme: «Total Geschäftstätigkeit».
Jetzt werden die Investitionen aufgeführt. Wird betriebliches oder immaterielles Anlagevermögen angeschafft, ist wichtig zu wissen wann die erste Zahlung getätigt wird und wann die Schlusszahlung erfolgen muss (zum Beispiel bis Ende März erste 70% und Ende Juli nach Montage die restlichen 30%).
Gibt es eine Finanzanlage, die wir tätigen? Diese Kosten werden pro Monat von der Summe der Geschäftstätigkeit abgezogen oder dazugerechnet (falls Verkauf aus Anlagevermögen). Von dieser Zwischensumme werden nun allenfalls weitere Finanzierungstätigkeiten abgezogen. Beispiel: Du musst ein langfristiges Darlehen zurückzahlen oder eine Auszahlung der Dividenden (Gewinnausschüttung an z.B Aktionäre) kommt auf dich zu.
Das Total ergibt den «Total Mittelfluss» und zeigt, wie die Liquidität zu- oder abnimmt. Wichtig ist natürlich, dass die Liquidität am Anfang der neuen Periode sauber eingetragen wird.
Mehr Flexibilität und Kontrolle mit einer Liquiditätsplanung.
Natürlich besteht die Möglichkeit, dass sich eine Lieferantenzahlung herauszögert, ein grosser Betrag eines Kunden erst später bezahlt wird oder du ein grosses Projekt mit der entsprechenden Summe erst später (ein-)gerechnet hast. Keine Sorge: All diese Zahlen kannst du eintragen, verschieben und bei Bedarf ändern und konkretisieren. Wichtig dabei ist, dass du immer ein Auge auf die flüssigen Mittel und den effektiven Anfangsbestand auf dem Firmenkonto hast und es nicht vergisst, die Liquiditätsplanung bei Bedarf anzupassen.
Wir helfen dir bei der Erstellung deiner Liquiditätsplanung.
Eine Liquiditätsplanung von neu aufbauen ist mit viel Aufwand verbunden. KLARA bietet dir ein kostenloses Muster, mit dem du gleich loslegen kannst und viel Zeit sparst.