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LID. Der Vorstand der Zentralschweizer Milchproduzenten ZMP hat der Verhandlungsdelegation unter der Leitung von Nationalrat Toni Eberhard das Vertrauen ausgesprochen. Er fasste ferner seine Forderungen zur Lösung der Milchmarktkrise zusammen, wobei er explizit von "gesamtheitlichen Verhandlungen und nicht nur Preisverhandlungen" spricht. Eine Milchpreissenkung, wie sie von den Verarbeitern verlangt werde, könne die Probleme allein nicht lösen, heisst es in einem Communiqué vom 24. Juli. Als Alternative solle auf Einschränkungsmilch eine zusätzliche Abgabe zur Stützung der Pulverexporte in den Preisstützungsfonds der Schweizer Milchproduzenten (SMP) erhoben werden. Verlangt wird zweitens für 2003 ein Moratorium beim Stützungsabbau. Gleichzeitig solle überprüft werden, ob mit einer erhöhten Verkäsungszulage die nachhaltige Entwicklung des Käses im In- und Ausland verbessert werden könne. Drittens solle der Bund als Ausgleich für die schlechte Einkommenslage der Milchproduzenten eine Milchkuhprämie ausrichten. Die Strukturen in den gewerblichen Käsereien müssten viertens den zukünftigen Rahmenbedingungen angepasst werden. Mit einem neuen Anreizsystem soll ein Umsteigen von silofreier Milch zu Molkereimilch unterstützt werden. Die ZMP meinten schliesslich, dass die Zusatzmenge bei der Milchkontingentierung auf den 1. Mai 2003 neu beurteilt und festgelegt werden müsse. Die von den Verbänden der Ob- und Nidwaldner Milchproduzenten beantragte privatrechtliche Mengenrücknahme von 4,5 Prozent wurde vom Vorstand als nicht umsetzbar abgelehnt.
Mediendienst Nr. 2576 vom 25. Juli 2002