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Hans Schatzmann war Bundeskanzler von 1910 bis 1918.
Gymnasium in Aarau; Rechtsstudium in Zürich, Heidelberg, München und Berlin; Anwaltspatent; nach 1871 Fürsprecher in Brugg und Lenzburg; 1874 Gerichtsschreiber und ein Jahr später Gerichtspräsident in Aarau. 1879 trat Schatzmann als Sekretär und Bureauchef in die Bundeskanzlei ein; 1881 wurde er vom Bundesrat zum Vizekanzler gewählt. Als erster Kanzler hatte sich Schatzmann in der Bundesverwaltung hochgedient. Im 20. Jahrhundert wurden mit zwei Ausnahmen nur noch Vizekanzler zu Kanzlern gewählt (Karl Huber hingegen war zuvor Generalsekretär des Volkswirtschaftsdepartements gewesen, Annemarie Huber-Hotz Generalsekretärin der Parlamentsdienste).
Verwaltungskarriere
Als Vizekanzler hatte Schatzmann Ringier während der längeren Krankheits- und Kurabwesenheiten oft vertreten müssen. Schatzmanns Wahl 1909 war aufgrund dieser Erfahrung unbestritten. In Schatzmanns Kanzlerzeit wurde die Reorganisation der Bundesverwaltung 1914 mit einem Verwaltungsorganisationsgesetz abgeschlossen. Dabei war Schatzmann aufgrund seiner jahrzehntelangen Verwaltungserfahrung ein gefragter Berater. Schatzmann förderte namentlich die Herausgabe des Bundesblattes auch in italienischer Sprache. Er trat kurz vor dem Generalstreik per Ende 1918 von seinem Amt zurück; fünf Jahre später starb er unerwartet an einem Schlaganfall.