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... war Dolores Chefin gleich in dreierlei Hinsicht. Das ist zumindest Dolores' Meinung, während sie bei der Polizei den einstigen Mord an ihrem Mann gesteht.
Aber eigentlich wird die Haushälterin zum Tod dieser alten Dame verhört, der unter mysteriösen Umständen im Beisein eines Nudelholzes vonstatten ging. War Dolores auch in diesem Fall eine Mörderin?
Dolores Geschichte wird durch einen Monolog von ihr selbst erzählt. Sie wird von der Polizei zu den Geschehnissen vernommen, aber es kommt ausschließlich Dolores selbst zu Wort.
Sie erzählt, wie sie vor Jahrzehnten die Arbeit als Haushälterin antrat, von den Schlägen ihres Mannes, den Ängsten um ihre Kinder und dem wohl gemeinten Rat ihrer Chefin:
"Männer sterben jeden Tag, Dolores. Sie sterben und hinterlassen ihren Frauen ihr Geld."
Hier wird auf die gewohnten Horror-Elemente verzichtet und der Leser blickt in den Abgrund zweier Frauen, die sich nicht anders zu helfen wussten, als Luder zu sein.
Obwohl mir "Dolores" ausgesprochen gut gefallen hat, hätte ich mir ein etwas grausigeres Geheimnis hinter den Ereignissen gewünscht. Trotzdem hat mich die Geschichte fasziniert und man könnte beinah glauben, dass sie auf einer wahren Begebenheit beruht.
"Dolores" ist also kein Horror-Roman im gewohnten King-Stil, sondern ein schauriges Stück Alltagsgeschichte, wie wir es in der Tageszeitung finden könnten.
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