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Am Sonntagabend passierte es erneut: Wie bereits vor einem Monat ist ein Geländewagen mit bernischem Kontrollschild beim Einwassern eines Bootes in den Murtensee gerutscht. Beide Male fuhren die Fahrer im Hafen von Murten ihren Anhänger rückwärts Richtung See, bis das Boot auf dem Wasser lag. Kurz darauf rutschte dann das Auto in den See und versank teilweise. Bei beiden Vorfällen sei glücklicherweise kein Öl oder Benzin ausgetreten, sagt Simon Züger, Hafenverwalter in Murten, auf Anfrage.
Die Schuld für das Malheur habe nicht beim Fahrer gelegen, so Züger. «Da die hinteren Reifen im Wasser standen, konnten die vorderen Reifen auf dem glatten Beton das Auto nicht mehr halten.» Nun prüfe er Massnahmen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. «Zum Beispiel könnten Rillen in den Beton gefräst werden. Auch könnte der Beton mit Split versetzt werden, um die Griffigkeit zu erhöhen», so Züger. Am sichersten sei es, den Bootsanhänger und das Zugfahrzeug mit einem Seil zu verbinden – «so wie es bei Segelbooten gemacht wird. Somit wäre das Zugfahrzeug weit genug vom Wasser entfernt.»
Dass ein Fahrzeug beim Einwassern selbst im Wasser landet, hat im Hafen von Murten Seltenheitswert. Neben den zwei aktuellen Fällen sei ein solches Unglück zuletzt vor zwei Jahren geschehen.