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Ein junger Schweizer hat in einem argentinischen Zoo mehrere Dutzend Vögel freigelassen. Der aus Genf stammende Mann wurde auf einem Campingplatz in der Nähe des Zoos vorübergehend festgenommen.
Der 22-Jährige habe in Santiago del Estero, 1000 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires, nachts das Vogelgehege des lokalen Zoos geöffnet und alle Tiere ausfliegen lassen, wie die Zeitung «El Litoral» am Mittwoch berichtete. Der erste Verdacht, es handle sich um einen Tiersammler oder -Schmuggler wurde von der Polizei fallengelassen.
Der Schweizer habe bei seiner Festnahme nur einen Papagei bei sich gehabt. Er erklärte, er sei Mitglied einer Umweltschutzorganisation, wie es im Bericht der lokalen Zeitung hiess.
Das Stadtparlament von Santiago del Estero hatte im April die Schliessung des Zoos beschlossen, unter anderem, weil die Tiere in zu kleinen Gehegen gehalten wurden. Die Tiere sollten in andere Tiergärten verlegt werden.
Nach Experten erfüllt die grosse Mehrzahl der über hundert Zoos in Argentinien nicht die international anerkannten Ziele von Forschung, Publikumsbildung, Artenerhaltung und Lebensqualität der Tiere.
«Die improvisierte Freisetzung von Tieren führt aber fast immer zu deren Tod», erklärte der ehemalige Direktor des Zoos von Buenos Aires, Claudio Bertonatti, der Nachrichtenagentur dpa. Ohne einen wissenschaftlichen Plan könnten ausserdem freigelassene Zoo-Tiere der wilden Fauna schweren Schaden durch Ansteckung von Krankheiten verursachen.
Die Schweizer Botschaft hat nach Medienangaben dem Vogelbefreier einen Rechtsanwalt zur Verfügung gestellt. Das zuständige Gericht habe vorerst seinen Pass einbehalten. Der Schweizer darf Argentinien vorerst nicht verlassen. Es wird wegen Schaden gegen Stadteigentum ermittelt. Die Schweizer Botschaft wollte auf Anfrage keine Stellung zum Fall nehmen. (rar/sda/dpa)
Ein schweres Erdbeben hat den Norden Perus am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) erschüttert. Das nationale seismologische Institut des südamerikanischen Landes gab die Stärke des Erdstosses in der Amazonas-Region mit 7,5 an. Das Zentrum lag demnach etwa 100 Kilometer östlich der Stadt Santa María de Nieva in einer Tiefe von rund 131 Kilometern. Laut Behörden bestand keine Gefahr eines Tsunamis. Wenige Stunden zuvor hatte ein Beben der Stärke 5,2 die Küstenregion weiter südlich nahe der Hauptstadt Lima getroffen.