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(Mit weiteren Angaben)
WASHINGTON (awp international) - Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich einer Umfrage der US-Notenbank zufolge zuletzt etwas verlangsamt. "Die Berichte der zwölf Federal Reserve Distrikte weisen auf ein anhaltendes Wachstum der Wirtschaftsaktivität im Berichtszeitraum Mitte Juli bis Ende August, aber mit weitverbreiteten Anzeichen einer Abschwächung", wie die US-Notenbank in ihrem am Mittwoch vorgelegten Konjunkturbericht "Beige Book" mitteilte.
In den fünf westlichen Distrikten St. Louis, Minneapolis, Kansas City, Dallas und San Francisco sei die Wirtschaft weiterhin mit einem moderaten Tempo gewachsen. Die Berichte aus Boston und Cleveland zeigten sogar positive Entwicklungen oder Verbesserungen im Vergleich zu dem vorherigen Konjunkturbericht. In den übrigen fünf Distrikten New York, Philadelphia, Richmond, Atlanta und Chicago seien entweder gemischte Bedingungen oder eine Verlangsamung der Wirtschaftsaktivität verzeichnet worden.
Der Bericht, der von der Federal Reserve Bank von San Francisco erstellt wurde, basiert auf Umfragen in allen zwölf Fed-Distrikten. Die Ergebnisse dienen der Vorbereitung auf die nächste Zinsentscheidung am 21. September. Der Leitzins liegt seit Dezember 2008 auf dem Rekordtief nahe Null. Geldpolitische Beobachter rechnen angesichts des verhaltenen Wachstums, der hohen Arbeitslosigkeit und des niedrigen Preisdrucks in nächster Zeit mit keinen Fed-Zinserhöhungen.
Die Konsumausgaben seien per Saldo etwas gestiegen, auch wenn sich die Konsumenten vorsichtiger zeigten und vor allem Güter des täglichen Bedarfs kauften, heisst es in dem Konjunkturbericht. Die Konsumausgaben der US-Verbraucher spielen mit einem Anteil von rund 70% am Bruttoinlandsprodukt (BIP) eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft.
In den meisten Distrikten seien die Einzelhandelsumsätze ohne Berücksichtigung der Automobilverkäufe im Vergleich zum vorigen Berichtszeitraum gestiegen. In New York und Dallas habe sich das Umsatzwachstum abgeschwächt und in Atlanta sei sogar ein Rückgang verzeichnet worden.
Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe - bislang die treibende Kraft hinter der Wirtschaftserholung in den USA - sei im Berichtszeitraum weiter gewachsen, allerdings habe sich das Tempo in vielen Distrikten abgeschwächt. In New York, Richmond, Atlanta und Chicago habe sich der Produktionszuwachs verlangsamt, während Philadelphia, Cleveland und Kansas City eine schwächere Nachfrage als bisher verzeichneten. In fünf Distrikten habe sich vor allem die Nachfrage nach Gütern, die für das Baugewerbe gebraucht werden, spürbar verringert.
Die Aktivität am Markt für Wohnimmobilien hat laut "Beige Book" weiter abgenommen. Die meisten Distrikte hätten niedrige oder sinkende Hausverkäufe verzeichnet, was einige auf das Auslaufen von Steuervergünstigungen der US-Regierung für Erstkäufer von Wohnbauten per Ende Juni zurückführten. Die Bauaktivität sei angesichts der schwachen Nachfrage in den meisten Regionen rückläufig. Der Markt für Gewerbeimmobilien sei weiterhin schwach, auch wenn es in einigen Distrikten Anzeichen für eine Stabilisierung gebe.
Die Berichte der Finanzinstitute zeigten zudem, dass die Nachfrage nach Krediten generell stabil oder etwas niedriger ausfiel als bisher. Die Unternehmen seien hinsichtlich ihrer Expansionspläne weiterhin vorsichtig und die Kreditvergabe an Konsumenten bleibe zumeist schleppend. Bei der Kreditqualität seien allerdings moderate Verbesserungen verzeichnet worden, heisst es. Die Kreditvergabebedingungen blieben weitgehend unverändert.
Trotz höherer Preise für bestimmte Rohstoffe wie Getreide und einige Industriemetalle sei der Preisdruck bei den meisten Gütern und Dienstleistungen eingedämmt geblieben. Der Lohndruck sei weiterhin begrenzt. Der Inflationsdruck dürfte somit weiterhin gedämpft bleiben.
DJG/DJN/kth/flf
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