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Alkohol gehört zu den am meisten konsumierten Suchtmitteln. Der Alkoholkonsum ist in der Gesellschaft tief verankert und ist in einem gesunden Rahmen auch akzeptiert. Für viele Menschen gehört es dazu, zum Beispiel bei speziellen Anlässen, Feierlichkeiten, Treffen mit Freunden oder nach dem Feierabend etwas Alkoholisches zu trinken.
Es gibt aber auch viele Menschen, welche Alkohol missbräuchlich konsumieren und regelmässig zu viel Alkohol trinken. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind in der Schweiz rund 250'000 bis 300'000 Personen alkoholabhängig. Aber ab wann wird eigentlich von einer Abhängigkeit gesprochen?
Generell spricht man von Alkoholismus, wenn der Alkoholkonsum zur Sucht geworden ist und eine Abhängigkeit besteht. Der Alkoholkonsum gilt als kritisch, wenn er nicht mehr nur dem Genuss dient, sondern andere Funktionen wie z. B. Beruhigung oder Problemlösung erfüllt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mehrere Kriterien festgelegt, die Aufschluss darüber geben, ob eine Alkoholabhängigkeit besteht:
- Unwiderstehliches Verlangen nach Alkohol
- Kontrollverlust bezüglich Beginn, Beendigung und Menge des Konsums
- Toleranzentwicklung gegenüber der Wirkung von Alkohol
- Vernachlässigung anderer Interessen, um Alkohol zu konsumieren
- Anhaltender Alkoholkonsum trotz schädlicher Folgen (psychisch, physisch, sozial)
- Körperliches Entzugssyndrom bei Reduzierung oder Beendigung des Konsums (z. B. Unruhe, Zittern, Schweissausbrüche)
Laut WHO müssen mindestens drei der Kriterien innerhalb der letzten 12 Monate erfüllt sein, um von einer Abhängigkeit sprechen zu können. In diesem Fall spricht man von einer chronischen Suchterkrankung.
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Folgen von Alkoholismus
Alkoholismus ist gefährlich und führt bei Betroffenen zu verschiedenen körperlichen, physischen und sozialen Folgen. Ein überhöhter Alkoholkonsum kann zu Nerven- und Hirnschäden führen. Aufgrund des Alkohols sterben Gehirnzellen ab und es kommt zu Beeinträchtigungen des Gedächtnisses. Auch die Psyche leidet stark unter Alkoholismus. So sind Depressionen, Panik- und Angststörungen, eine beeinträchtigte Sinneswahrnehmung oder Persönlichkeitsveränderungen keine Seltenheit.
Sämtliche Organe leiden ebenfalls stark unter dem Konsum, insbesondere die Leber, die den Alkohol abbauen muss. Aber auch das Herz, die Bauchspeicheldrüse oder der Magendarmtrakt können sich aufgrund des Alkoholismus entzünden und dadurch schwere Erkrankungen begünstigen. Zudem können verschiedene Formen von Krebs, Bluthochdruck und Störungen der Sexualfunktion ihre Ursache im chronischen Alkoholkonsum haben.
Zuletzt kann eine Alkoholabhängigkeit auch im sozialen Umfeld schwerwiegende Folgen haben: Jobverluste, Trennungen, Isolation, soziale Abgrenzung oder Wohnungsverluste sind häufig der Fall.
Der Übergang vom «normalen» Konsum bis hin zur Abhängigkeit vollzieht sich meist schleichend. Viele Betroffene merken anfangs gar nicht, dass sie sich in eine Abhängigkeit bewegen. Bereits beim Erkennen eines der Kriterien ist es deshalb sinnvoll, Suchtberatungsstellen aufzusuchen, damit der Alkoholkonsum nicht in der Abhängigkeit endet.
Ein Online-Selbsttest kann helfen, um herauszufinden, ob der eigene oder der Alkoholkonsum eines nahestehenden Menschen risikohaft ist.
Betroffene und Angehörige finden hier Unterstützung:
www.safezone.ch (kostenlose und anonyme Online-Beratung und Selbsttest)
Quellen: