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Das sind die Gewinner*innen des «PRIX SWISSPERFORM – Schauspielpreis», der am Sonntag, 23. Januar 2022, im Rahmen der 57. Solothurner Filmtage verliehen wird: Isabelle Caillat wird für ihre Hauptrolle in «Cellule de Crise» und Julian Koechlin als Hauptdarsteller in «Neumatt» mit dem Schauspielpreis ausgezeichnet. Ebenfalls für eine Rolle in der Serie «Neumatt» erhält Marlise Fischer den Preis für die beste Nebendarstellung. Estelle Bridet wird mit einem Spezialpreis der Jury für ihre Rolle in «Sacha» ausgezeichnet.
Seit 2001 ehrt der «PRIX SWISSPERFORM – Schauspielpreis» Schauspieler*innen in Fernsehproduktionen, seit 2011 wird er im Rahmen der Solothurner Filmtage verliehen. Jeder der vier Preise ist mit CHF 10'000.- dotiert.
Die Jury setzt sich in diesem Jahr aus dem Schauspieler Hanspeter Müller-Drossart, der Produzentin Magdalena Welter und Tanja Weibel, Programmverantwortliche bei den Solothurner Filmtagen zusammen.
Isabelle Caillat
BESTE HAUPTDARSTELLERIN
Der Preis für die beste Hauptdarstellerin geht an Isabelle Caillat für Ihre Rolle als Suzanne Fontana in «Cellule de Crise». Die Darstellung einer Unidozentin, die zur Präsidentin einer humanitären Organisation berufen wird und dabei nicht nur auf offenen Widerstand trifft, sondern auch alles hinterfragen muss, woran sie bislang geglaubt hat, befand die Jury als absolut überzeugend. Caillats intensive darstellerische Gestaltungskraft verleiht der Figur eine beeindruckende Komplexität. Daneben hat Isabelle Caillat in den beiden Serien «Sacha» und «La chance de ta vie» ihr grosses Talent unter Beweis gestellt.
Isabelle Caillat wurde 1978 in New York geboren und wuchs in Genf auf, wo sie an Theaterkursen von Claude Delon teilnahm. Im Jahr 2003 schliesst sie ihre Schauspielausbildung am Stella Adler Studio in New York ab. Nach ihrer Rückkehr nach Genf im Jahr 2005 arbeitet sie sowohl im Theater als auch auf der Leinwand. 2011 erhielt sie den Schweizer Filmpreis als beste weibliche Darstellerin für den Film «All that remains» von V. Rotelli und P.-A. Irlé.
An den 57. Solothurner Filmtgen ist Isabelle Caillat in «Cellule de crise» von Regisseur Jacob Berger zu sehen. Die ersten zwei Episoden der Serie werden am Sonntag, 23.01.2022 um 20:15 Uhr im Kino Canva Blue gezeigt.
Julian Koechlin
Bester Hauptdarsteller
Julian Koechlin spielt in «Neumatt» den Bauernsohn und Consultant Michi Wyss. Ein junger Überflieger der aufgrund des Suizids seines Vaters von der Stadt zurück auf den Familienhof kehrt. Julian Koechlin erhält für seine herausragende Verkörperung der Figur den Preis als bester Hauptdarsteller. Die Jury war beeindruckt von Koechlins Spiel, in dem er den emotionalen Klinsch seiner Figur zwischen Erhaltung seiner Familie und seinem Drang, beruflich vorwärtszugehen, glaubhaft verkörpert.
Julian Koechlin wurde 1992 in Basel geboren. Nach seiner Fachmatur im Bereich Kunst und Gestaltung arbeitete er ein Jahr lang als Bühnentechniker am Theater Neumarkt in Zürich und schloss 2018 seinen Master in Schauspiel an der Hochschule der Künste in Bern ab. Seit 2018 ist er festes Ensemblemitglied am Stadttheater Aachen. Neben diversen Rollen am Theater stand Koechlin für verschiedene Film- und TV-Produktionen vor der Kamera. Grössere Bekanntheit erlangte Julian Koechlin jedoch mit einer durchgehenden Nebenrolle in der Schweizer Erfolgsserie Wilder. Dort lernte Koechlin auch den Regisseur Pierre Monnard kennen, für den er anschliessend in seiner ersten grossen Hauptrolle in der Schweizer Drama-Serie «Neumatt» (Regie: Sabine Boss, Pierre Monnard) vor der Kamera stand.
Marlise Fischer
Beste Nebendarstellerin
Marlis Fischer verkörpert in der Serie «Neumatt» Trudi Wyss, die nach dem Suizid Ihres Sohnes weiter mit dessen Frau und Sohn auf dem Hof Neumatt lebt. Fischer spielt diese Grossmutter, die an ihren Werten und ihrer Familie festhält, mit einer unaufwendigen und dennoch glaubhaften Präsenz und wahnsinniger Überzeugung. Die erfahrene Theaterschauspielerin verleiht der Figur eine faszinierende und eindringliche Vitalität.
Marlise Fischer ist 1953 in Bern geboren. Sie machte ihren Abschluss 1976 an der Schauspielschule in Bern und ist seit 1995 freischaffend. Sie war mehrere Jahre festes Ensemblemitglied des Stadttheaters Bern und hat u.a. in Luzern, Zürich, Chur, St. Gallen, Solothurn, Frankfurt a/M, Ingolstadt und Berlin gastiert. Heute ist sie tätig in den Bereichen Schauspiel (Theater, Radio, Film) und Regie. Sie ist im Leitungsteam des «Theater überLand, CH-Autorentheater-Langenthal».
Estelle Bridet
SPEZIALPREIS DER JURY
Mit dem Spezialpreis möchte die Jury dieses Jahr ein Schauspieltalent ehren, das trotz wenig Erfahrung auf der Leinwand absolut überzeugt hat. Estelle Bridet spielt in «Sacha» die Rolle der Elsa Dupraz, die Tochter der Hauptfigur. Sie überzeugte die Jury mit Ihrem Spiel, dass die Zerrissenheit der Figur zwischen den positiven Gefühlen für Ihre Mutter und der haarsträubenden Erkenntnis, was diese getan hat, glaubhaft rüberbringt. Die Kamera schaut Estelle Bridet gerne zu, wenn sie ihre Dramen erzählt, emotional aufgeladen im Innern aber zurückhaltend gegenüber der Aussenwelt.
Estelle Bridet wird 1994 in Sitten geboren und wächst in einem zweisprachigen, deutsch-französischen Umfeld im Wallis auf. Sie absolviert die Manufacture de Lausanne und erhält 2017 und 2018 den Studienpreis für Schauspiel des Migros-Kulturprozent. Nebst zahlreichen Theaterprojekten in der Westschweiz ist ihre Rolle in der RTS-Fernsehserie «Sacha» ihr Debüt vor der Kamera.
Der «PRIX SWISSPERFORM – Schauspielpreis» (ehemals Fernsehfilmpreis) ehrt Schauspielerinnen und Schauspieler in Schweizer Fernsehproduktionen. Die von SWISSPERFORM gestiftete Auszeichnung ist mit je CHF 10'000 dotiert und wird von einer Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der SWISSPERFORM und den Solothurner Filmtagen vergeben. Sie setzt sich in diesem Jahr aus dem Schauspieler Hanspeter Müller-Drossart, der Produzentin Magdalena Welter und Tanja Weibel, Programmverantwortliche der Solothurner Filmtage zusammen.
SWISSPERFORM ist die Verwertungsgesellschaft für die Leistungsschutzrechte in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Die Gesellschaft handelt mit den Nutzern und ihren Verbänden Tarife aus und sorgt dafür, dass die entsprechenden Gelder eingezogen und an die Berechtigten im audiovisuellen Bereich verteilt werden.