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LKAB Eisenerzgrube Kiruna
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Die reichen Eisenerzvorkommen im Norden Schwedens sind schon seit dem siebzehnten Jahrhundert bekannt. Auf Grund der unwirtlichen Bedingungen und der fehlenden Transportmöglichkeiten unterblieb aber der Abbau der Vorkommen bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. 1890 wurde die Luosavaara & Kiirunavaara AB gegründet, welche heute die Eisenerzgruben in Kiruna und Malmberget betreibt. Die Abfuhr der Bergbauprodukte erfolgt mit der eigenen Eisenbahngesellschaft MTAB, welche die Transporte der Bergbauprodukte nach den Seehäfen Lulea und Narvik besorgt.
Die Stadt Kiruna wurde vor über hundert Jahren für die Bergbauarbeiter gegründet. Die Mine liegt südlich der Stadt und ist schon von weitem zu sehen. Das Eisenerzvorkommen liegt in einer etwa sechzig Grad steilen Schichtung, die mindestens zwei Kilometer in die Tiefe reicht, etwa vier Kilometer lang und achzig Meter breit ist. Auf der linken Seite des Bildes trat früher der Eisenerzkörper an die Oberfläche, wo der Tagebau begonnen hat. In den sechziger Jahren waren die von der Obefläche zugägnlichen Vorkommen erschöpft, so dass auf Untertagebau umgestellt werden musste.
Heute wird das graue schwedische Eisenerz aus über tausend Meter tiefe an das Tageslicht gefördert. Im Gegensatz zu den in Tagebaubetrieben abgebauten australischen und brasilianischen Erzen hat es einen sehr hohen Eisengehalt, enthält aber auch einen hohen Phosphoranteil.

Das meiste Erz wird in Form von vorverarbeiteten hochofenfertigen Produkten verkauft.
Das Roherz wird gemalen, von Verunreinigungen befreit, konzentriert und zusammen mit Olivin zu kleinen Kügelchen von ca einem Zentimeter Durchmesser gesintert. Diese sogenannten Pellets können ohne weitere Zuschläge mit Koks in Hochöfen verhüttet werden.
Für den nahen Osten, wo auf Grund der hohen Ölvorkommen der Direktreduktions Prozess zur Anwendung kommt, werden auch Pellets mit Dolomit als Bindemittel hergestellt.
Ein kleiner Anteil der Erzproduktion wird ungesintert als Schlick ausgeliefert. Dieses Produkt sieht dunkel grauem Sand ähnlich.
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Zusammengestellt
von P. Christener