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Die winterliche Landschaft ist ganz in Gelb getaucht. Unter einem mit Nadelbäumen bepflanzten Berghang thront ein grosser Gebäudekomplex mit markantem Mittelturm mit Kuppel. Davor stehen nur wenige, einfache Häuser. Dunkle Spuren markieren die Wege durch den Schnee. Den Hauptfokus setzt der Künstler auf das Sanatorium Valbella. Es liegt an der Mühlestrasse direkt über Davos-Dorf, auf der linken Seite des Hochtals. Als luxuriöses Sanatorium dient es ab 1898 für viele Jahre unter verschiedenen Führungen Tuberkulosekranken als Ort der Erholung. Bekannt wird es unter anderem auch durch Thomas Manns Roman «Der Zauberberg». Manns Frau Katia kuriert 1912 in Davos ihren Lungenspitzenkatarrh aus. Mann besucht sie im Frühling und lässt sich vom Bergort für seinen Roman inspirieren. Aufgrund seiner Eindrücke und anhand der Briefe seiner Frau, die sie ihm aus dem Sanatorium «Waldhotel Davos» schreibt, entsteht ein Roman, den er zwischen 1913 und 1915 verfasst und 1924 veröffentlicht. Mann verwendet die Höhenklinik Valbella als Vorbild seines «Sanatorium Berghof», dem Hauptschauplatz seines Romans. Müllegg ist mit Manns Roman vertraut. Gut möglich ist es, dass er aufgrund des Romans das Sanatorium porträtiert. Manns Roman inspiriert Müllegg auch zu weiteren Gemälden. Er hält das Duell aus dem «Zauberberg» malerisch fest, welches zwischen Dr. Leo Naphta und Ludovico Settembrini ausgetragen wird.
Anja Seiler
Das Bild zeigt Davos.
Der Künstler malt den Winter nicht weiss, sondern gelb.
Geht es um die Sonne in der Höhe?
Wir sehen ein grosses Gebäude.
Dort gehen Kranke zur Kur.
Es ist ein Sana-torium.
Die Stadt in den Bergen ist bei Kranken beliebt.
Besonders eine Krank-heit machte Davos berühmt:
Die Tuber-kulose.
Meistens wird die Lunge davon befallen.
Die Kranken husten.
Sie bleiben sehr lange in der Davoser Berg-Luft.
Menschen aus vielen Ländern treffen sich.
Darüber schreibt Thomas Mann einen Roman.
Er heisst „Der Zauber-Berg“.
Alexander Müllegg kannte den Roman.
Es gibt weitere Bilder dazu.
Sara Smidt