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Das Rotzloch ist untrennbar mit dem Namen Kaspar Blättlers verbunden. Der Bauunternehmer und liberale Politiker betrieb hier erfolgreich die väterliche Papierfabrik, bevor er 1857 ein Kurhotel eröffnete, wo sich die fremden Gäste bei Molken- und Badekuren in den Rotzlocher Schwefelquellen erholen konnten.
Kaspar Blättler hat sich um die Tourismus- und Verkehrserschliessung Nidwaldens sehr verdient gemacht. Neben dem Hotel im Rotzloch baute er 1860 die erste Achereggbrücke bei Stansstad und schloss damit Nidwalden an das schweizerische Strassennetz an. Seit 1862 betrieb er eine Dampfschifflinie auf dem Alpnachersee. Seine grösste touristische Pionierleistung war jedoch die Erschliessung des Pilatusgipfels mit dem Bau des Touristenwegs von Hergiswil zum Klimsen, wo er 1860 das Hotel Klimsenhorn als erste Gästeunterkunft auf dem Pilatus eröffnete und damit einen breiten Fremdenverkehr ermöglichte.
Die Nidwaldner Industrie hatte ihre Anfänge im Rotzloch, wo sich neben einer Papierfabrik, die seit 1598 das erste Innerschweizer Papier herstellte, weitere Gewerbebetriebe wie etwa eine Eisenschmelze ansiedelten. Alle waren sie auf das Holz aus den ausgedehnten Fichtenwäldern der Umgebung angewiesen.
Die vom Unternehmer und späteren Hotelier Kaspar Blättler 1836 modernisierte Papierfabrik im Rotzloch gehörte zusammen mit dem Glasereibetrieb in Hergiswil zu den Hauptabnehmern der Waldwirtschaft Unterwaldens. Diese wurde dank der Industrialisierung zu einem lukrativen Geschäft. Denn die langen, starken Baumstämme aus den Fichtenurwäldern Unterwaldens waren als Schiff- und Bauholz in ganz Europa begehrt. Im 19. Jahrhundert kam es deshalb verbreitet zu Kahlschlägen mit verheerenden Folgen für die Umwelt. Erst die Forstgesetzgebungen der 1870er-Jahre lenkten die Waldnutzung in geordnete Bahnen.