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Sarten,
russ. Bezeichnung für diejenigen seßhaften Bewohner Turkistans, welche weder Kirgisen noch Uzbeken, aber wahrscheinlich die von den letztern unterjochten iranischen Urbewohner des Landes sind. Infolge ihrer Vermischung mit Arabern, Hindu und Uzbeken haben sie die charakteristischen Merkmale ihrer Rasse sowie ihre dem Persischen entstammende Sprache [* 2] verloren. Sie treiben mit Geschick Ackerbau, wobei sie ihre Felder nach einem vortrefflich organisierten System bewässern, ferner Handwerke und Handel. Sie bauen Weizen, Reis, Hirse, [* 3] Baumwolle, [* 4] Tabak, [* 5] ziehen sehr schöne Äpfel, Aprikosen, Nüsse, ¶
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Wein, vortreffliche Seide. [* 7] Die Wohnungen sind bei arm und reich elende Lehmhütten, ebenso ist die Kleidung überall von gleichem Schnitt; sie besteht bei den Männern aus einem langen Gewand (Chalat), baumwollenen oder seidenen Beinkleidern, ledernen Strümpfen, einem Turban auf dem ganz kahl rasierten Kopf. Die Frauen flechten das Haar [* 8] in Zöpfe, ihre Kleidung ist gleichfalls einfach; berühmt sind die außerordentlich feinen seidenen Hemden, sehr vielfach ist der goldene und silberne Schmuck, zu dem auch große Ringe in einem Nasenflügel und um Handgelenke und Fußknöchel gehören.
Die S. sind fanatische Mohammedaner; sie kaufen ihre Frauen, die Ehe wird durch das Trinken des Heiratskandidaten aus einer Schale Wasser vor dem Molla geschlossen. Die vor der russischen Eroberung bestehenden Beamten, die Kazis, vom Beg eingesetzte Richter, und die Muftis, Richter in geistlichen Angelegenheiten, sind in ihren Funktionen belassen worden, doch müssen Fälle von größerer Wichtigkeit sowie Streitigkeiten zwischen Christen und Mohammedanern vor einen russischen Richter gebracht werden.