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Ludwig van Beethoven hat die 10. Sinfonie nicht beendet, bevor er im Alter von 56 Jahren im Jahr 1827 starb. Die letzte von Beethoven fertiggestellte Sinfonie ist somit die 9. Sinfonie in d-Moll op. 125, welche im Jahr 1824 uraufgeführt wurde. Von der 10. Sinfonie verblieben nur einige Skizzen und Notizen.
Künstliche Intelligenz vollendet die 10. Sinfonie
Beethoven selbst konnte die 10. Sinfonie nicht fertigstellen. Die Skizzen und Notizen des Künstlers sowie neue Technologien haben aber ein Experten-Team aus Musikwissenschaftlern und Programmieren auf die Idee gebracht, die unvollendete Sinfonie von einer künstlichen Intelligenz, also einem Computer, fertigstellen zu lassen. Anlass war zudem der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven.
Künstliche Intelligenz (KI) lernt anhand dem, was man ihr zum Lernen gibt. Das Experten-Team trainierte daher den Algorithmus der KI sowohl mit den verbliebenen Skizzen des Komponisten als auch fertiggestellten Werken. Außerdem erhielt die Künstliche Intelligenz Input anderer zeitgenössischer Komponisten von Beethoven. Möglich war dies, da Musik ähnlich wie eine Sprache funktioniert. Und in Sachen Sprache ist die Künstliche Intelligenz bereits aus den Kinderschuhen heraus.
Das Ziel des Experimentes war es, die Lücken in der Komposition zu füllen, so wie es möglicherweise der Künstler höchstpersönlich gemacht hätte. Das Ergebnis sind verschiedene Varianten, wie die 10. Sinfonie lauten könnte. Das Experten-Team wählte davon die beste Variante aus. Seit 2021 können sich nun Neugierige das Mensch-Maschine Experiment anhören. Die Uraufführung fand bereits am 9. Oktober 2021 unter der Leitung von Dirk Kaftan und dem Beethoven-Orchester Bonn statt. Die meisten Zuschauer waren von dem Ergebnis des Experiments begeistert und schenkten dem Orchester einen langanhaltenden Beifall.
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Insgesamt komponierte der berühmte Beethoven rund 750 Werke. Aufgeteilt werden die Werke in Werkgruppen mit Opuszahl und ohne Opuszahl sowie unvollendete Werke. Bemerkenswert ist, dass Beethoven ab seinem 30 Lebensjahr Einschränkungen mit seinem Gehör hinnehmen musste, bis er fast vollständig taub wurde. Daher sind insbesondere seine letzten Werke eine bemerkenswerte Leistung. Die 9. Sinfonie konnte er nach eigenen Aussagen selbst nicht mehr anhören.
Das erste Mal trat Beethoven im Alter von sieben Jahren öffentlich auf. Er wurde danach als „klavierspielendes Wunderkind“ bezeichnet. Heute gilt Beethoven als ein Komponist, der überall auf der Welt seine Spuren hinterlassen hat. Sogar ins Weltdokumentenerbe der UNESCO hat Ludwig van Beethoven es mit einem Teil der 9. Sinfonie geschafft und ist somit ein globales Kulturgut.
Sein Zitat „ich schreibe lieber 10.000 Noten als einen Buchstaben“ bringt seine Leidenschaft zur Musik sehr gut zum Ausdruck. Auch wenn er selbst sehr viele Buchstaben in seinen zahlreichen Briefen niedergeschrieben hat.
Bis heute ist nicht wirklich eindeutig geklärt, woran Beethoven tatsächlich starb. Es gibt viele Theorien und eine aktuelle Theorie besagt, dass Beethoven an einer Bleivergiftung gestorben sei. Andere wiederrum gehen von einer langen Krankheit und einer Leberzirrhose als Todesursache aus.