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Auf Initiative von Karl Emil Ringk von Wildenberg aus Schaffhausen wurde 1873 in Bern der «Verein von Gasfachmännern der Schweiz» mit Sitz in Zürich gegründet. 14 Jahre später kam das Wasserfach hinzu, und der Schweizerische Verein von Gas- und Wasserfachmännern war geboren.
Eine gewaltige Gasexplosion 1909 in Genf, die 13 Tote zur Folge hatte, führte 1911 zur Schaffung des Technischen Inspektorats der Schweizerischen Gaswerke. Dieses wurde in den SVGW integriert. Nach und nach baute der Verein ein Regelwerk und die Ausbildung auf.
Für die Gasversorgung bedeutend waren die 1970er-Jahre. Damals wurde von Stadtgas auf Erdgas umgestellt. Später verlieh seine Eigenschaft als schadstoffarmer Energieträger dem Erdgas nochmals einen Aufschwung.
Neben der Technik wurden in der Wasserversorgung in der Nachkriegszeit der Ressourcenschutz und die Hygiene zentrale Themen. Auch die Professionalisierung der Branchen und der Wissenstransfer gewannen stetig an Bedeutung. 1979 erfolgte die Änderung auf den noch heute gültigen Namen Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches.
Seit 2015 engagiert sich der Verein auch für Fernwärme/-kälte; entsprechend wurden die Statuten angepasst und die technische Kompetenz wurde aufgebaut. Vor dem Hintergrund der Energiestrategie 2050 gewinnen erneuerbare Gase und Netzkonvergenz zunehmend an Bedeutung.
Vereinszweck ist die sichere und nachhaltige Wasser-, Gas- und Wärmeversorgung. Im Energiebereich fördert der SVGW eine effiziente Bereitstellung und Nutzung herkömmlicher wie zunehmend auch erneuerbarer gasförmiger Energieträger, verflüssigter Energiegase und von Wärme. Zudem setzt er sich für die Verhütung von Störungen, Schäden und Unfällen ein.
Beim Trinkwasser fördert der SVGW die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser in ausreichender Menge und die Koordination innerhalb der Branche. Der Verein setzt sich beim Wasser auch für den Schutz der Ressourcen ein.