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Die Schweiz hat erstmals nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak 2011 gesperrte Gelder aus dessen Umfeld an Ägypten zurückgezahlt. Es handelt sich dabei um 32 Millionen Franken, die ursprünglich dem Geschäftsmann und Politiker Ahmed Ezz gehört hatten.
Möglich wurde die Restituierung der gesperrten Vermögenswerte durch eine Versöhnungsvereinbarung zwischen der ägyptischen Regierung und dem Geschäftsmann, wie André Marty, Informationschef der Bundesanwaltschaft, einen Bericht der «NZZ am Sonntag» bestätigte. Das Strafverfahren gegen Ezz in der Schweiz stehe nicht im Widerspruch zur Rückerstattung der Gelder.
Die Schweiz führt nach wie vor ein Strafverfahren gegen sechs Personen aus dem Umfeld des inzwischen verstorbenen Mubarak, darunter zwei von dessen Söhnen. Die Verfahren waren wegen des Verdachts auf Geldwäscherei und Unterstützung einer kriminellen Organisation eröffnet worden. Der Wert der in der Schweiz gesperrten Vermögenswerte beläuft sich aktuell noch auf rund 400 Millionen Franken.
Ursprünglich waren sogar Vermögenswerte von rund 700 Millionen Dollar in der Schweiz gesperrt worden. Seit 2011 hat sich der Wert der gesperrten Vermögen kontinuierlich vermindert. Bisher gingen zurückgezahlte Gelder nicht an den ägyptischen Staat, sondern an ursprünglich Verdächtige. (sda)