Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03398.jsonl.gz/2670

Sicherheitsabstand bei Melanomexzision
Insbesondere die lymphatische Metastasierung und das Lokalrezidivrisiko sollen durch das Ausmass der Exzision beim malignen Melanom beeinflusst werden. Die Meinungen über den notwendigen Sicherheitsabstand im gesunden Hautgewebe gehen auseinander. Die folgende Studie hat untersucht, wie sich ein Abstand von 1 cm, respektive von 3 cm vom Melanom weg aufs Rezidivrisiko und die Mortalität auswirkt.
900 Patienten mit einem malignen Hochrisikomalignom (dicker als 2 mm) wurden in die randomisierte, kontrollierte Studie eingeschlossen. Der Tumor wurde entweder mit einem Sicherheitsabstand von 1 cm oder mit einem von 3 cm exzidiert. Endpunkte waren Lokalrezidivrisiko, Tod durch Melanom und die Gesamtmortalität. Der follow up betrug 5 Jahre.
In der 1 cm Gruppe traten signifikant mehr Lokalrezidive auf als in der 3 cm Gruppe (168 versus 142, 0=0.05). Todesfälle durch das Malignom waren in der 1 cm Gruppe 128 zu verzeichnen, in der 3 cm Gruppe 105 (p=0.1). Die Gesamtmortalität war in beiden Gruppen gleich hoch.
Konklusion der Autoren: Bei Melanomen mit einer schlechten Prognose (dicker als 2 mm) ist ein Sicherheitsabstand von 1 cm bei der Tumorexzision mit einem höheren Lokalrezidivrisiko assoziiert als bei einem Abstand von 3 cm. Die Mortalität über 5 Jahre scheint durch das Ausmass des Sicherheitsabstandes nicht beeinflusst zu werden.
Abstract
NEJM 2004;350:757-766 - J. M. Thomas et al
19.02.2004 - dde