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Edelmetalle
Edelmetalle sind Metalle, die korrosionsbeständig sind, das heißt die in natürlicher Umgebung unter Einwirkung von Luft und Wasser dauerhaft chemisch stabil sind. Aufgrund dieser Stabilität sind
Gold und Silber seit dem Altertum zur Herstellung von Schmuck und Münzen in Gebrauch. In den letzten vier Jahrhunderten wurden zusätzlich die Platinmetalle entdeckt, die ähnlich korrosionsbeständig
sind wie Gold. Auf den Weltmärkten spielen heute vor allem Gold, Silber, Platin und Palladium eine Rolle. Alle Edelmetalle und Halbedelmetalle zählen zu den Schwermetallen. © wikipedia.com
Gold (Au - 79)
Silber (Ag - 47)
Platinmetalle
- leichten Platinmetalle
- schweren Platinmetalle
Bild: wikipedia.com
Gold
Gold (von indogermanisch ghel: glänzend, gelb) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Au (von lateinisch aurum) und der Ordnungszahl 79. Das ist die Chemische Erklärung des Begriff Gold.
Das auf der Erde vorkommende Gold ist – wie alle Elemente, die schwerer sind als Eisen – bei dem Supernova-Kernkollaps unseres Sonnenvorgängers unter Energieaufnahme entstanden. Solange die frühe
Erde noch keine feste Kruste hatte, ist alles Gold aufgrund seiner hohen Dichte in den Erdkern gewandert. Wir finden heute nur noch Gold, das nach der Krustenbildung auf die Erde gelangt ist oder
durch vulkanische Prozesse wieder an ihre Oberfläche kam.
Im 4. Jahrtausend vor Christus machten ein paar ägyptische Arbeiter eine Entdeckung: Unter einer Feuerstelle war durch Zufall ein wenig im Boden enthaltenes Gold geschmolzen und hatte sich nach
seiner Abkühlung in einen funkelnden Brocken verwandelt. Seitdem hat sich der Reiz des gelblichen Edelmetalls - begleitet von vielen Mythen - durch die Jahrtausende bewahrt: Vom Kultgegenstand
und als Totenbeigabe über Zahlungsmittel bis hin zum Mordmotiv hat Gold eine bewegende Geschichte hinter sich.
Der Name Gold wurde vermutlich abgeleitet vom indogermanischen „ghel“, was soviel heißt wie „blank" oder „schimmernd". Verwandte Wörter sind auch „glänzend", „gelb" und „glühend". Der griechische
Begriff für Gold, „chrysos", taucht heute noch in vielen Edelsteinnamen auf (z.B.: Chrysokoll, Chrysopras, etc.). Heute wie damals steht das Wort „Gold" für „wertvoll“ und „kostbar“. In Verbindung
mit bestimmten Adjektiven werden auch andere wertvolle Gegenstände als Gold bezeichnet, wie beispielsweise das „Schwarze Gold" (Erdöl), das „Weiße Gold" (Marmor, Salz, Porzellan) oder das „Gold
des Meeres" (Korallen).
Die Troy-Unze bzw. Feinunze bezieht sich auf eine 100%-ige Reinheit von Gold. In der Fachsprache nennt man dies „Feinheit". Die Feinheit gibt den Anteil des reinen Edelmetalls am Gesamtgewicht in
Tausendstel an. Bei uns werden vor allem in der Schmuckindustrie Legierungen mit den Feingehalten 750, 585 und 333 verarbeitet. © goldseiten.de & wikipedia.com
Wer mehr über Gold wissen will, folgende Seite informiert sachlich und verständlich → Goldseiten
Silber
Nach Kupfer und Gold war Silber (engl:. Silver) das dritte Gebrauchsmetall, das die Menschen bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. benutzten. Die Assyrer kannten es als "sarpu", die Germanen verwendeten
das Wort "silabra", die Goten "silubr" und die Römer nannten es "argentum" (nach dem griechischen Wort "argyros", was so viel heißt wie "weiß-metallisch"). Das Wort „Silber“ kommt aus dem altnordischen
Sprachraum und bedeutet "licht", "hell", "weiß". Im alten Griechenland wurden seit dem 7. Jahrhundert vor Christus Silbermünzen geprägt, die aus den Minen in Lavrion, ca. 50 km südlich von Athen,
stammten. Zunächst galt Silber wertvoller als Gold.
925er Silber ist aus 92,5% Silber und 7,5% anderen Metallen legiert, vorwiegend kommt Kupfer zum Einsatz. Das Silber mit dem Feingehalt 925/1000 wird als Sterlingsilber bezeichnet, weil frühere
englische Silberpennies (Sterlinge) so legiert waren. "Sterling" wiederum leitet sich etymologisch von "easterling" ab, also östlich herstammend. Die ersten Pennies wurden im frühen Mittelalter
als Pfennigmünzen vom (östlich von England gelegenen) europäischen Festland eingeführt, ihre Bezeichnung als Sterlinge wanderte dann von England aus auf den Kontinent zurück und findet
sich beispielsweise auch im französischen Sprachgebrauch etwa bis zum Jahr 1200. © goldseiten.de & wikipedia.com
Halbmetalle
Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Theorie der Redoxreaktionen verfeinert. Neue Reaktionswege wurden entdeckt. Des Weiteren entwickelte man die elektrochemische Methode der Potentiometrie, mit der
man die Stärke von Reduktionsmitteln und Oxidationsmitteln genau messen und vergleichen konnte. Dies gestattete auch eine verfeinerte Einteilung der Metalle nach ihrem edlen oder unedlen Charakter.
Zu den Halbedelmetallen gehören demnach solche, die nicht unter Wasserstoffbildung mit wässrigen Lösungen nichtoxidierender Säuren wie zum Beispiel Salzsäure oder verdünnte Schwefelsäure reagieren.
Das liegt an ihrem Standardpotential, welches höher als dasjenige des Wasserstoffs ist. Diese Metalle sind auch gegen Luftsauerstoff weitgehend inert. Aus diesem Grund kommen sie in der Natur
gelegentlich gediegen vor.
Metalle wie Bismut und Kupfer liegen mit ihrem Standardpotential deutlich näher am Wasserstoff als die klassischen Edelmetalle. An Luft korrodieren sie schneller, und in oxidierenden Säuren wie
konzentrierte Schwefelsäure oder halbkonzentrierte (30-prozentige) Salpetersäure lösen sie sich zügig. Im chemischen Sinne sind Halbedelmetalle also alle Metalle, die in der elektrochemischen
Spannungsreihe ein positives Standardpotential gegenüber Wasserstoff besitzen, ansonsten aber nicht so korrosionsbeständig wie klassische Edelmetalle sind. Nach dieser Definition ist auch das
künstliche und radioaktive Technetium als halbedel zu bezeichnen. Diese Halbedelmetalle nehmen also eine Zwischenstellung zwischen den klassischen edlen und unedlen Metallen ein. Selbst Nickel
und Zinn werden von einigen Autoren dazugezählt, obwohl ihr Standardpotential etwas unter dem Wasserstoff liegt.
Kupfer (Cu - 29)
Rhenium (Re - 75)
Zinn (Sn - 50)
Kurzlebige radioaktive Edelmetalle
Theoretische Überlegungen aufgrund quantenmechanischer Berechnungen sprechen dafür, dass auch die künstlichen Elemente Bohrium, Hassium, Meitnerium, Darmstadtium, Roentgenium und Copernicium
Edelmetalle sind. Praktische Bedeutung kommt diesen Metallen allerdings nicht zu, da ihre bekannten Isotope äußerst instabil sind und schnell (mit typischen Halbwertszeiten von einigen Sekunden,
höchstens von wenigen Minuten) radioaktiv zerfallen.
Bohrium (Bh - 107)
Hassium (Hs - 108)
Meitnerium (Mt - 109)
Darmstadtium (Ds - 110)
Roentgenium (Rg . 110)
Copernicium (Cn - 112)
Blattmetall
Die Herstellung des Blattmetalls ist eigentlich einfach, aber sie erfordern eine grosse Geschicklichkeit des Arbeiters, da das Metall von der Mitte nach den Seiten hin so auszuschlagen, dass in der
Mitte das Goldblättchen am dünnsten ist. Das geschmolzene Metall wird in gusseiserne Eingüsse zu kleinen Zainen (Barren) gegossen, welche zwischen stählernen Walzen, den sogen. Quetschen, zu langen
Streifen ausgewalzt werden. Das Ausschlagen geschieht zuerst mit dem Dampfhammer (Federhammer) und dann folgt die weitere Bearbeitung zwischen Ochsenhäutchen mit dem Handhammer.
© dingler.culture.hu-berlin.de
Bild: c-kreul.de
Blattmetall geflammt
Abgesehen von dem 'normalen' Blattmetall, gibt es aber auch veränderte Oberflächen, wie das geflammte Blattmetall. Je nach Lichteinfall entstehen immer wieder neue, sehr reizvolle Effekte,
welche die Fläche besonders lebendig erscheinen lässt.
Bild: c-kreul.de
Blattmetall gemustert oder geflockt
Bild: c-kreul.de
Anwendung & Zubehör
Wie wendet man das Blattmetall an und was sollte man noch wissen, bevor man den Grosseinkauf plant. Hier eine kurze Zusammenstellung, was noch sinnvoll sein könnte:
Anlegemilch (Kleber)
Die Anlegemilch ist ein Spezialkleber für Blattmetall und Blattmetallflocken. Dieser Kleber ist auf Wasserbasis hergestellt und wird mit einem Pinsel dünn auf die zu veredelnde Fläche aufgetragen.
Je nach Hersteller ca. zwanzig Minuten später kann das Blattmetall aufgelegt werden - das Auflegen, Auftragen von Blattmetallen ist bis zu 24h nach der Anwendung der Anlegemilch möglich.
Der Zeitraum hängt von der Saugfähigkeit des Untergrundes ab. Die Anlegemilch gibt es auch als Stift.
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Zapon-Lack
Ein wasserheller Nitro-Kombilack der dünn aufgetragen wird und sehr schnell trocknet. Er bildet einen unsichtbaren Schutzfilm, der auf glänzenden Metallflächen Mattwerden, Verfärbung und
Korrosion (Patina) verhindert. Bestens geeignet für Pokale, Vasen, Krüge, Messing, Bronze, Zinn, Eisen. Es gibt den Zapon-Lack auch als Spray. Für Anwendungen im Innen- und Außenbereich.
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Kalkum Pulver
Talkumpulver wird vielseitig verwendet und ist daher in den unterschiedlichsten Konsumgütern vorzufinden. Im Haushalt verwendet man das Pulver gern als Pflege- und Reinigungsmittel,
als Gleitmittel bei klemmenden Schubladen, als Gummischutz usw. Wir kennen es vielleicht auch beim Klettern gegen Handschweiss. Talkum stellt gleichzeitig einen der Hauptbestandteile
des Specksteine dar.
Talkumpuder ist ein gutes Hilfsmittel beim Vergolden mit Blattmetallen. Wird der Untergrund vor dem Vergolden mit Talkumpuder sauber mit einem weichen Pinsel bestrichen,
ergeben sich exakte und saubere Konturen beim Vergolden. Eventuelle Talkumpuderrückstände lassen sich nach dem Vergolden vorsichtig mit einem feuchten Tuch entfernen.
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Anhebepinsel
Ein Anhebepinsel ist ideal, damit man das Blattgold und Blattsilber besser aufnehmen kann. Dieser spezielle Pinsel hebt das feine Blattgold und Blattsilber wie ein Magnet spielend an.
Die Pinselhaare werden elektrisch aufgeladen. Es kann auch ein 'normaler' Synthetikpinsel verwendet werden, vorher muss er nur statisch aufgeladen werden. Dies macht man, indem der
Pinsel mehrmals über die eigene Haut oder Haare gestreicht werden. Gleichzeitig können breitere Fächer-Pinsel ideal zum Auftragen verwendet werden, da sie viel feiner als unsere Finger sind
und keine Abdrücke hinterlassen.
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Blattgold
Bei Blattgold handelt es sich um eine aus hochgoldhaltige Legierung hergestellte Folie, die sehr dünn ist. Es wird hauptsächlich dazu genutzt, um Gegenständen, die meistens nicht metallisch sind, zu vergolden,
sodass sie letztendlich von echtem Gold nicht mehr zu unterscheiden sind. Diesen Vorgang nennt man „vergolden“. Die Herstellung von Blattgold heisst Goldschläger.
Das reine Gold oder Gold zusammen mit Zusatzstoffen (Platin, Silber, Kupfer) wird geschmolzen und in 2-5 Millimeter dicke Zaine (Barren) gegossen. Je nachdem, was für ein Zusatzstoff gewählt
wird, so wird anschließend auch die Farbe des Blattgoldes aussehen.
Das geschmolzene Gold wird in gusseiserne Eingüsse zu kleinen Zainen gegossen, welche zwischen stählernen Walzen, den sogen. Quetschen, zu langen Goldstreifen ausgewalzt werden. Das Ausschlagen
geschieht zuerst mit dem Dampfhammer (Federhammer) und dann folgt die weitere Bearbeitung zwischen Ochsenhäutchen mit dem Handhammer. Unterschieden wird zwischen wetterfesten Ölvergoldungen, Leimvergoldungen und Polimentvergoldungen und Sturmgold.
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Geschichte
Die Goldschlägerkunst reicht weit zurück. Die Chinesen sollen schon 2000 v. Chr., die Aegypter 1600 v. Chr. das Blattgold verwendet haben. König Salomo liess von dem auf dem Zuge nach Ophir
erbeuteten Golde und von dem reichen Goldschatze, welchen er von der Königin von Saba zum Geschenke erhielt, Blattgold hämmern und schmückte damit 989 v. Chr. die Wände des von ihm erbauten
Tempels und Palastes. In Ecbatana, der Residenz des medischen Reiches, waren die Säulen, das Gebälk und die Täfelungen mit Platten von Gold und Silber überzogen. Die Griechen und Römer
verwendeten das Blattgold hauptsächlich beim ionischen Stile und zur Verzierung von Statuen und Bildern.
Durch die Römer kam die Kenntniss der Herstellung des Blattgoldes nach Frankreich und Deutschland. Man verzierte damit Kirchen und Heiligenbilder, aber erst im Alter der Renaissance und noch
mehr zur Rococozeit wurde die Verwendung eine allgemeinere. Da dieser letztere Stil seinen Ausgangspunkt in Frankreich hatte, so ist leicht erklärlich, dass auch die Goldschlägerkunst zu Ende
des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts ihren Hauptsitz in Frankreich bezieh. in Paris hatte und von dort aus den Weltmarkt beherrschte, so dass im Auslande nur das Pariser Gold bekannt war.
Es wurde zwar auch in den anderen Ländern Blattgold hergestellt, aber der Verbrauch beschränkte sich auf das Inland.
Durch den Krieg von 1870/71 wurde jedoch der Absatz für Frankreich sehr erschwert und namentlich durch die Belagerung von Paris zeitweilig ganz unmöglich gemacht.
Diese Situation wurde von den deutschen, besonders den Nürnberger und Fürther Fabrikanten ausgenützt, um ihre Fabrikate auf den Weltmarkt zu bringen, und der Güte ihrer Erzeugnisse haben sie
es zu verdanken, dass auch nach Beendigung des Krieges das erworbene Absatzgebiet nicht wieder verloren ging.
Die Blattgoldfabrikation ging in Frankreich um die Hälfte zurück und auch die englische wurde zum Theil vom Weltmarkte verdrängt. © dingler.culture.hu-berlin.de
Leimvergoldung
Die Leimvergoldung kann nur im innern verwendet werden. Hier kommt als Klebemittel ein organischer Leim auf einer Kreidegrundierung zum Einsatz. Sie eignet sich auf Kalk- und Gipsverputz,
namentlich auf Stuckverzierungen, Leisten und Sims, sowie auf jeden Leimfarbengrund, ferner auf Papier, Pergament und Stoffe.
Ölvergoldung
Bei der Ölvergoldung wird ein Öl (Leinöl) als Bindemittel für das aufzulegende Goldblatt benutzt. Das nennt man 'Mixtionieren' (franz. Mischen). Die Mixtion ist ein Klebemittel auf Leinölbasis
und wird sehr dünn auf einen fett- und staubfreie Fläche gestrichen. Bei der Ölvergoldung spricht man auch von einer Mattvergoldung.
Denn sie ist nicht polierbar, da der Grund nicht elastisch genug ist.
Ein Glanz wie bei einer Polimentvergoldung (Glanzvergoldung) kann hier nicht erzielt werden. An Strapazierbarkeit ist die Ölvergoldung der Polimentvergoldung weit überlegen. Eine richtig
ausgeführte Ölvergoldung hält 20 bis 30 Jahre, wenn nicht länger. Ideal für Metall, Glas, Stein, Kunststoff usw.
© goldankauf123.de / © diamantportal.de / © falkengold.de
Polimentvergoldung
Die Polimentvergoldung ist eine Vergoldungstechnik für eine hochglänzende Vergoldung auf Holz. Sie ist nur im Innenbereich anzuwenden. Im Freien kann Polimentgold nicht angewandt werden,
da der Untergrund im Wasser löslich ist und im Regen bald zerstört sein würde.
Die Poliment – oder Glanzvergoldung ist die älteste und die vielseitigste aller Vergoldungsarbeiten. Glanzvergoldung wird sie genannt, weil sie die einzige ist, bei der sich das Gold
nachträglich polieren läßt. Die Bezeichnung “Poliment“ rührt von dem Material Bolus (Erdpigment - besteht aus Ton) her, dem Material, dass die Goldauflage am wirksamsten festhält und
dem Grunde die Geschmeidigkeit gibt, die nötig ist, um polierbar zu sein.
Heute wird für gewöhnliche Malerarbeiten Ölvergoldung verwendet, auch an Stuckarbeiten, die sonst, z.B. in der Rokokozeit, fast immer mit Polimentgold versehen wurde. Die Polimentvergoldung hat
sich erhalten bei der Ausschmückung kirchlicher Arbeiten (Bildhauerwerken, Altären, Statuen usw.) und bei der Rahmenfabrikation.
© richter-vergoldung.de
Sturm- Transfer- Abziehgold
Unter Sturmgold versteht man auf Seidenpapier aufgebrachtes Blattgold. Da die losen dünnen Goldblättchen beim Arbeiten im Freien schwer zu handhaben sind, kammen Goldblättchen in den Handel,
welche in ähnlicher Weise wie die Abziehbilder auf Papier befestigt sind. Bei diesem sogenannten Transfer- oder Abziehgold spart man viel an Material, da man jedes einzelne Blättchen fest in der
Hand hat und nach Bedarf teilen kann. Diese Folien werden gern draussen zB. für Inschriften in Gedenksteinen und Epitaphien in ein vertieftes Klebebett eingelegt. Diese Art Blattgold lässt
sich allerdings nicht so gut polieren.
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Schlagmetall / Kompositions Metall
Die Bezeichnung Schlagmetall / Kompositionsgold steht für alle Blattmetalle (Schlag-, Kompositionsmetall), ohne Gold- und Silberanteil.
Es wird genauso wie echtes Blattgold produziert, ist dicker und somit etwas leichter in der Verarbeitung. Die Haltbarkeit ist aber mit echtem Blattgold nicht zu vergleichen. Oxidationen
sind kaum aufzuhalten und meist nach einigen Jahren deutlich zu sehen. Bei kleinen Vergoldungen empfehlen wir immer echtes Blattgold. Bei größeren Vergoldungen (Wandgestaltungen) ist der
Kostenunterschied deutlich höher und daher sinnvoll abzuwägen.
Blattmetall silberfarben ist aus reinem Aluminium und relativ stabil gegen oxidative Verfärbungen. Als Klebemittel wird Anlegemilch oder das bessere Kölner Permacoll verwendet.
Ölmixtion ist auch möglich, aber wegen dem Geruch nicht in Innenräumen zu empfehlen.
© credo-blattgold.de
Blatt Silber oder Aluminium
Da Silber eine geringere Elastizität und Dehnbarkeit als Gold aufweist, kann es nicht ganz so dünn aufgeschlagen werden. Blattsilber kann in allen Auflegetechniken verarbeitet werden, sollte
aber immer einen Schutzüberzug erhalten. Nicht für den Aussenbereich geeignet. Wegen seiner Empfindlichkeit gegen die schwefelhaltigen Beimischungen in der
Atmosphäre, die es schwarz anlaufen lassen, wird es nur noch wenig verwendet. Es muss zum Schutz gegen das Anlaufen mit farblosen Lacküberzügen behandelt werden.
Als Ersatz für Blattsilber wird heute üblicherweise Blattaluminium verwendet. © wikipedia.com
Stanniol (Alunium-Folie)
Das Stanniol (von lateinisch stagnum, stannum, ursprünglich eine Bleisilberlegierung, später Zinn), auch Zinnfolie, ist eine dünn ausgewalzte oder gehämmerte Folie aus Zinn. Heute wird der
Begriff umgangssprachlich auch für Folien aus Aluminium (Alufolie) verwendet, da Produkte aus dem wesentlich kostengünstigeren Aluminium das Stanniol aus seinen Anwendungsgebieten verdrängt haben.
Stanniol wird heute nur noch in Ausnahmefällen zum Verpacken von Lebensmitteln (u. a. für Weinkapseln, Schraubverschlüsse, zur Käsereifung usw.) eingesetzt. Weiterhin findet es bei technischen
Spezialanwendungen in Labors und in der Medizintechnik (Elektroden) seinen Einsatz. In Metallfolienkondensatoren und als Dekoration und Christbaumschmuck (Lametta) ist der Werkstoff auch noch zu
finden.
Wir kennen es aber hauptsächlich auch noch als Stanniol-Lametta. Diese werden gerne an Weihnachten bei der Dekoration des Weihnachtsbaum verwendet.
Bild: www.yatego.com
Diverses Gold-Silber Material
Hier wird alles Gold-Silber Material, was nicht den anderen Register zugeordenet werden kann, aufgeführt.
Wischmetall
Wischmetall heisst die Pastöse Metallic-Creme zur Restaurierung vergoldeter Rahmen und Figuren. Einfach mit einem weichen Tuch oder Finger auftragen und später mit einem staubfreien Tuch
nachpolieren. Eine zusätzliche Lackschicht schützt die Farbe. Das Wischmetall ist terpentinlöslich und später Wasserdicht.
Das Wischmetall kann in Streich-, Tupf- oder Wischtechnik auftragen werden. Dazu kann ein Tuch, einen Schwamm oder einen Pinsel verwenden werden.
Bild: leibundgutag.ch
Gold, Silber & Co. als Lebensmittel
Generell ist Blattgold ab 22 Karat zum Verzehr geeignet (Gold als Lebensmittelfarbstoff E175 bezeichnet / Silber E171). Essbares Blattgold ist ein eingeschränkt verwendbarer Zusatzstoff
für Pralinen, Likör, Süßwaren und Gebäck. Es wird in Blättern, Pulver, Flüssig, Spray/Lack angeboten.
Es sieht nobel aus, ist unbedenklich verzehrbar und absolut geschmacksneutral. Klar etwas teurer als 'nackt', aber Gut-Aussehen hat schon immer etwas gekostet! ツ
Ess/Speise Pulver
Gold Pulver wird zum Dekorieren von Lebensmittel verwendet. Das Pulver kann trocken verstreut werden oder mit Alkohol/Wasser vermischt und wie Farbe auf der gewünschten
Fläche aufgetragen werden. Es kann aber auch direkt mit dem Lebensmittel, wie Marzipan, Glasuren, Fondant oder Buttercrème gemischt werden. Einfach die Anwendungs Beilage des gekauften Produkts beachten.
Bild: © credo-gourmet.com
Ess/Speise Spray / Lack
Das Gold oder Silber kann aber auch direkt als Spray oder Esslack gekauft werden. Mit Esslack ist das absolut einfach. Er eignet sich zum Veredeln kulinarischer Kreationen jeder Art. Deckel ab und
aufsprühen. Fertig. Dabei ist er unbedenklich verzehrbar und absolut geschmacksneutral. Es gibt Esslack auch in den Farben rot und blau.
Bild: © the-deli-garage.de
in flüssiger Form
Die essbare flüssige Lebensmittelfarben eignet sich perfekt zum Aufmalen und Färben von Massa Ticino, Rollfondant, Zuckerglasuren und Icing Massen.
Zum Aufmalen einen weichen Pinsel verwenden. Die Farbe kann mit Iso-Propyl Alkohol verdünnt werden.
Bild: bakeria.ch
Gold-Gel
Dieser Gold Gel wird direkt aus der Tube auf die zu dekorierende Oberfläche aufgebracht. Es ist perfekt für das Schreiben von Nachrichten, um Punkte und Linien
zu zeichnen oder einfach andere Zeichen, welche jeden Kuchen, Gebäck verschönern können.
Bild: © 'Wilton Gel' - cooker.ch
Goldwasser - Kräuterlikör
Doch Blattgold wir auch in der Lebensmittelindustrie verwendet. Man findet mehrere Formen von Goldwasser, wie Danziger Goldwasser (Likör) oder Schwabacher
Goldwasser (Kräuterlikör). Diesem Wasser wird Blattgold beigefügt, um es zu veredeln und es für den Käufer interessanter zu machen. Gesundheitlich hat Blattgold keinen Einfluss. Es ist weder
gesund, noch ungesund.
Der menschliche Körper verarbeitet es nicht, sondern scheidet es unverdaut wieder aus. Man nutzt es auch zur direkten Vergoldung von Speisen. Essbares Blattgold kann auf jede beliebige
Speise gelegt werden, wo es völlig ohne Eigengeschmack verzehrt werden kann. Doch besonders in Sekt und Wein macht Blattgold einen ganz besonderen Eindruck. Champagner mit Blattgold ist
etwas ganz Besonderes und wird immer beliebter. Doch auch Blattgold Sekt macht einen sehr guten Eindruck. © goldankauf123.de
Wer mehr über das Danziger Goldwasser wissen will, hier gehts weiter zur Sage in PDF Format.
Bild: delafee.com