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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Viertes Buch
XIII. Kapitel
89.
1. Und diese Fragen enthalten den Stoff zu ausführlichen Erörterungen, die wir uns aber für später aufsparen müssen; seiner Zeit jedoch wollen wir sie gründlich behandeln.
2. Valentinus aber schreibt in einer Predigt wörtlich: "Von Anfang an seid ihr unsterblich und seid [S. 62] Kinder eines ewigen Lebens, und ihr wolltet den Tod unter euch aufteilen, damit ihr ihn verbrauchtet und vernichtetet und damit der Tod unter euch und durch euch sterbe.
3. Denn wenn ihr die Welt auflöst, ihr selbst aber nicht aufgelöst werdet, so seid ihr Herren über die Schöpfung und über alles vergängliche Wesen."
4. Auch er nimmt nämlich, ähnlich wie Basileides, ein von Natur zur Seligkeit bestimmtes Geschlecht an und glaubt, daß eben dieses auserlesene Geschlecht von oben herab zu uns gekommen sei, um den Tod zu vernichten, und daß die Entstehung des Todes das Werk dessen sei, der die Welt erschuf.
5. Deshalb faßt er auch jenes Schriftwort "Niemand wird das Angesicht Gottes sehen und am Leben bleiben"1 in dem Sinn auf, daß damit Gott als Urheber des Todes bezeichnet sei.
6. Von diesem Gott spricht er im folgenden andeutungsweise, wenn er wörtlich so schreibt: "In dem gleichen Maße, wie das Bild hinter dem lebenden Angesicht zurücksteht, in dem gleichen Maße ist auch die Welt geringer als der lebendige Aion (d.h. die vergängliche Welt als das ewige Zeitalter).
1: Ex 33,20.