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deutschWiflisburg (Kt. Waadt,
Bez. Avenches). 480 m. Kleine Stadt, Hauptort des Bezirkes und Kreises
gleichen Namens; 32 km w. Bern,
12 km nw. Freiburg
und 3 km s. vom
Murtensee, auf einem Hügelzug über der Ebene der
Broye, zwischen Dondidier
und
Faoug, am SW.-Ende der römischen Umfassungsmauer von Aventicum. Station der Linie
Palézieux-Payerne-Lyss.
Postwagen nach
Cudrefin und
Estavayer. Postbureau, Telegraph, Telephon. 202
Häuser, 1800 zum grössten Teil reform. Ew. Eine
um 1830 angesiedelte Kolonie elsässischer
Juden zählt 200 Glieder und betreibt den Kleinhandel. Triebfedernfabrik und Stahlhütte,
Fabrik kondensierter Milch. Bewohner meist Ackerbau treibend; der Boden fruchtbar. Bedeutender Tabakbau. Das eidgenössische
Hengstendepot beansprucht w. der Stadt eine weite Fläche.
Die heutige auf dem Hügelzuge liegende Stadt, auf dem einst das Capitol der römischen Niederlassung gestanden haben soll,
ist von recht malerischem Aeussern. An dem von der Eisenbahnstation nach rechts abzweigenden
Wege das
Schloss; früher bischöfliche
Residenz, im 16. Jahrhundert von den Bernern umgebaut und heute Sitz der Bezirks- und Gemeindebehörden.
Von hier umfassende Rundsicht auf das Thal der
Broye, den
Murtensee und den
Mont Vully. Gegenüber dem Eingange der Hauptstrasse
in die Stadt eine weite elliptische Bodensenkung, das ehemalige römische Amphitheater, ö. von einem starken, zweistöckigen
und viereckigen
Turm abgeschlossen, in dem das archäologische Museum untergebracht ist.
Die die Stadt in ihrer ganzen Länge durchziehende Hauptstrasse erweitert sich vor der reformierten Kirche zu einem weiten
Platze, gegen den das schöne Rathaus in Renaissance-Styl seine Front kehrt.
Rings um die Stadt Ueberreste der mittelalterlichen
Festungswerke, die kaum 1 km Umfang hatten, während die Umfassungsmauer der römischen Stadt sich über
deren mehr als sechs erstreckte. Am
O.-Abhang des Hügels die
Kapelle der freikirchlichen Religionsgemeinschaft und am S.-Abhang
die Synagoge.
Geschichte.
Avenches beansprucht in der historischen Geographie der
Schweiz eine ganz besonders bedeutende Stellung, weil es durch Lage
und Namen enge mitAventicum, der grössten und wichtigsten Stadt der Helvetier, verknüpft ist. ^[Note:]
«Dem von
Norden kommenden Wanderer, der das Altertum nur aus den Büchern oder den künstlichen Sammlungen der grossen Museen
kennt, ist der Besuch von Avenches, wo Museum und Ruinenfeld zusammen ein Ganzes bilden und sich gegenseitig befruchten,
eine wahre Offenbarung. Hier tritt er zum ersten
Male in unmittelbare persönliche Berührung mit dem
Altertum.» (Prof. Erman in einer in der «Gazette deLausanne» Juli 1900 veröffentlichten Besprechung des «Guide illustré
du musée d'Avenches» von Em. Dunant.)
Diese geschichtliche Bedeutung erfordert für unser Geographisches Lexikon derSchweiz eine eingehendere Darstellung. Immerhin
ist zu beachten, dass Aventicum und Avenches jedes seine eigene, vollkommen von der des andern gesonderte
geschichtliche Vergangenheit haben, indem das erstere seine
Rolle ungefähr zweihundert Jahre früher ausgespielt hatte, ehe
die geschichtlichen Quellen für das zweite zu fliessen beginnen.
Helvetische und römische Zeit.
Der frühesten geschichtlichen Erwähnung von Aventicum begegnen wir bei Tacitus, der den
Ort im Jahre 69 n. Chr.
als die Hauptstadt oder das beträchtlichste Bevölkerungszentrum der Helvetier Caput gentis nennt. Aus den Commentaren Caesars
und archäologischen Schlussfolgerungen lässt sich aber feststellen, dass der
Ursprung der Stadt bis in jene Zeit zurückreichen
müsse, da sich die Helvetier im schweizerischen
Mittellande festsetzten. Sie scheint jedoch zuerst die
übrigen Ansiedelungen an Bedeutung nicht übertroffen zu haben, und es ist unmöglich, zu bestimmen, aus welcher Zeit ihre
Erhebung zu der Stellung eines Caput gentis datiert. Es würde daher der Wahrheit nicht entsprechen, wenn man sich das Aventicum
der helvetischen Zeit als die Hauptstadt eines wirklichen, ungefähr das Gebiet der heutigen
Schweiz umfassenden
Staatswesens vorstellen wollte.
Die Helvetier teilten ihren Wohnsitz in vier pagi ein, von dessen einem, wahrscheinlich dem pagus Tigurinus, Aventicum das
Stadtzentrum vorstellte. Dieser Umstand, verbunden mit ihrer durch die geographische Lage bedingten Bedeutung als Durchgangsort
des Verkehrs, wird der Stadt zu dem Range verholfen haben, den ihr Tacitus zuweist. Man hat im
Walde von
Charmontet (am
Mont Vully) und an der SW.-Ecke des
Waldes von
Faoug Grabhügel aufgedeckt, die älter als die römische Zeit
sind.
Ein im Museum aufbewahrter, für das Schlagen von gallischem Gelde bestimmter Münzstempel bezeugt das
Vorhandensein einer Münzstätte und damit eines politischen und Handelszentrums wenigstens für einen der helvetischen Stämme.
Diese Matrize diente zur Herstellung von Goldmünzen, die denen der makedonischen Könige nachgebildet waren und auf dem
Avers einen Apollokopf, auf dem
Revers einen mit zwei Pferden bespannten
Wagen zeigen. Endlich scheint die in
ein Säulencapitäl des Museums eingehauene Inschrift LUGOVES der Name einer keltischen Gottheit zu sein, die mit LUG, dem
Beschützer des Handels, verwandt sein dürfte. Das ist so ziemlich
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forlaufend
alles, was wir von der Stadt wissen, die die Römer Aventicum nannten, die aber vor deren Auftreten einen keltischen, wahrscheinlich
aus der in Aventia sich wiederfindenden Wurzel des Wortes Aventicum bestehenden Namen getragen haben dürfte.
Besser bekannt wird die Geschichte der Helvetier von dem Zeitpunkt an, da sie mit Caesar zusammenstiessen.
Als sie im Jahre 58 v. Chr. bei ihrem Auszuge ihre zwölf Städte zerstörten, befand sich auch Aventicum unter diesen, wurde
aber wieder aufgebaut, als Caesar das Volk nach der entscheidenden Niederlage von Bibracte in seine alten Wohnsitze zurücktrieb.
Von den Bauwerken der Stadt vor dem Jahre 58 scheint aber beinahe gar nichts mehr übrig geblieben zu
sein.
Nach der Unterwerfung Galliens durch Caesar, um das Jahr 49, trat im Lande ein ungefähr 120 Jahre andauernder Ruhezustand
ein, während dessen die Helvetier in ein geschlossenes Staatswesen, die Civitas Helvetia (nach Caesar) oder die CivitasHelvetiorum (nach den Inschriften) zusammengefasst waren.
Wahrscheinlich infolge seiner Bedeutung entwickelte sich Aventicum zur politischen Hauptstadt dieser Civitas Helvetiorum
und erhielt Zuzug von Bewohnern römischen Stammes und Namens, die vom Militärdienste unter der Bedingung sich loskaufen
konnten, dass sie unter sich in Friedenszeiten eine Bürgergarde bildeten. Wir kennen einige historische Daten aus dieser,
den Flaviern vorangehenden Zeit.
Unter der Herrschaft der römischen Kaiser aus der Familie der Flavier (Vespasians und seiner zwei Söhne Titus und Domitian,
69-96 n. Ch.) vollzog sich dann die Umwandlung des Staates der Helvetier in eine römische Kolonie. Damit brach auch für
Aventicum die Zeit seiner höchsten Blüte an, die ungefähr 200 Jahre dauerte. Um sich die Gunst zu
erklären, deren sich Aventicum von Seiten Vespasians und seiner Nachfolger zu erfreuen gehabt hat, wird mit Recht der Umstand
betont, dass die Helvetier in den Kämpfen gegen Vitellius den römischen Herrschern tatkräftigen Beistand geleistet hatten.
Man weiss ausserdem aus einer Stelle bei Sueton, dass sich Sabinus, der Vater Vespasians, nach seiner
Rückkehr aus Asien bei den Helvetiern als Bankier niederliess und da auch gestorben ist.
Mit dem Anwachsen ihrer politischen Bedeutung nahm auch die äussere Entwicklung der Stadt zu. Nach und nach verschwand die
noch in die helvetische Zeit hinaufreichende Einteilung des Landes in vier pagi oder Gaue, und die 12 oppida
und 400 Dörfer der Helvetier machten zahlreichen römischen vici (Ortschaften) Platz. Die Glieder der helvetischen Colonie
erhielten zwar das römische Vollbürgerrecht nicht; Vespasian oder seine Söhne verliehen ihnen aber die Stellung als Bundesgenossen,
die dem Lande eine grössere Autonomie sicherte und zugleich seinen Bewohnern die Möglichkeit gewährte,
das römische Bürgerrecht unter Umständen zu
erlangen.
Aventicum war das Verwaltungszentrum des Landes der Helvetier. Dieses umfasste den grössern Teil des schweizerischen Mittellandes
von den Alpen bis zum Jura und erstreckte sich im O. bis zum Thale der Thur; der westliche Abschnitt zwischen
dem Flusse Aubonne und der Rhone (bei ihrem Austritt aus dem Genfersee) war von Caesar vom übrigen Gebiete abgetrennt und zu
einer eigenen civitas mit der Hauptstadt Noviodunum (Nyon) erhoben worden, die zuerst den Namen Civitas Equestrium trug und
dann zur Kolonie, ColoniaJuliaEquestrium, umgewandelt wurde.
Das so abgegrenzte, hie und da als römisches Helvetien (der Ausdruck Helvetia findet sich niemals für
sich allein in den Urkunden) bezeichnete Gebiet bildete aber keine eigene Provinz des römischen Reiches, sondern war zuerst
der Provinz Belgica zugeteilt, die alles Land n. und ö. der Seine und Saône umfasste, und kam später
zur Germania Superior (Elsass, Pfalz).
Einen weitern Vorteil zog Aventicum aus dem Umstande, dass es an der grossen Militär- und Handelsstrasse gelegen war, die
über den Grossen Sankt-Bernhard nordwärts nach Mainz und Köln, dem Hauptort der Germania Superior, führte. Nicht dass
ihm, etwa wie Vindonissa, eine besondere strategische Bedeutung zugekommen wäre; seine Wichtigkeit beruhte
vielmehr darauf, dass es als Etappenstation für die in ihre Garnisonen heimkehrenden Soldaten der 21. Legion, Rapax, und
später der 11., ClaudiaPiaFidelis, sowie für die reisenden Kaufleute diente. Es scheint, dass der Handel in Aventicum
vorzüglich blühte, wie man dies aus der grossen Zahl der hier aufgefundenen antiken Münzen schliessen
darf. Als Ausfuhrartikel konnte das Land Tannenholz, Harze, Talg, Wachs, Butter und Käse bieten, während die Einfuhr Wein,
Oel, Südfrüchte, Austern, wohlriechende Essenzen, italienischen und griechischen Marmor und ägyptischen Porphyr umfassen
mochte; auch der Durchgangshandel dürfte von Bedeutung gewesen sein.
Alle Verfasser von Schriften über Aventicum sind mit Ch. Morel darüber einig, dass es nicht in dem Masse
wie andere römische Hauptstädte das gesamte Verwaltungsleben in sich vereinigte. Alle Bewohner des Landes, die Bauern wie
die Städter, waren sich in civilrechtlicher Beziehung gleichgestellt, alle besassen das Bürgerrecht der römischen Bundesgenossen
und konnten Mitglieder des Senates der Kolonie werden. Die Römer liessen den Helvetiern eine ausnahmsweise
freiheitliche Verwaltung angedeihen, indem sie mit ausserordentlicher Staatsklugheit sich den örtlichen Ueberlieferungen
anbequemten und dem ausgeprägten Selbständigkeitstrieb Rechnung trugen, der manches administrative Räderwerk unnütz machte.
Und die Helvetier benützten diese verhältnismässige Freiheit, um unter sich Verbindungen einzugehen, die mehr
oder weniger freiwillige Abgaben erhoben und die für
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forlaufend
öffentliche Unternehmungen bestimmten Gelder verwalteten. Die äussere Blüte der Stadt während und nach der Herrschaft
der Flavier musste ihrer neuen politischen Stellung und dem Anwachsen ihrer Bevölkerung auf 30-40000 Seelen entsprechen. Die
nächste Folge war der Bau einer befestigten Ringmauer, die ein Polygon von 6 km Umfang darstellte und das
heutige Dorf Donatyre und den stufenförmigen Abfall s. der Stadt derart umfasste, dass nur der Wald von Châtel mit dem römischen
Castellum ausserhalb ihres Umkreises blieb. Dieses letztere, von dem heute noch einige Spuren übrig geblieben sind, datiert
aus einer weit spätern Zeit als der Bau der Ringmauer selbst.
Wie die Terrainbeschaffenheit den römischen Baumeistern den Verlauf der Ringmauer vorschrieb, hat sie
auch deren Bauart beeinflusst. So ruht in der sumpfigen Niederung gegen den Murtensee ihr Unterbau auf Pfählen aus Eichenholz,
und beim Bau der Mauer selbst ist hier der Jurakalk weit mehr zur Verwendung gelangt als auf der S.-Seite
der Mauer, wo der weichere Sandstein von Châtel und La Molière vorherrscht. Die Vorwerke sind überall von der Oberfläche
des Bodens verschwunden; auf der Terrasse des Museums wird blos noch eine einzige der Steinplatten aufbewahrt, die die Mauer
oben in einer Höhe von ca. 6 m über dem Erdboden durchgängig bedeckten. Das am vollständigsten erhaltene
Stück der Mauer ist der Abschnitt, der von der Tornallaz (einem römischen Wachtturm) zum Osttore führt.
Die Tornallaz, der einzige der stehen gebliebenen Mauertürme, hat aber ihre ursprüngliche Gestalt nicht mehr beibehalten,
indem in ihr am Ende des 18. Jahrhunderts ein Tordurchgang durchgebrochen und sie 1856 einer wenig glücklichen
Restauration unterzogen wurde. Der 12 m hohe Turm zählt heute ausser dem Erdgeschoss zwei mit Fenstern und Schiessscharten
versehene Stockwerke. Nach den Angaben von Fr. v. Graffenried dürfte die gesamte Ringmauer ca. 80 derartige Wachttürme
gezählt haben.
Die zum Zwecke der Anhandnahme systematischer Nachgrabungen 1885 gegründete AssociationProAventico
hat der Reihe nach an den wichtigsten der erhaltenen Mauerreste zwischen dem Bahnhofe und der Oertlichkeit La Maladaire Sicherungsarbeiten
vornehmen lassen. Den besten Ueberblick über die ursprüngliche Maueranlage gestattet der Abschnitt Tornallaz-Osttor; hier
zeigt die Mauer bei einer Mächtigkeit (an der Basis) von 3 m eine Höhe von 3½-4 m.
Seitdem Secretan im «Bulletin» II der Gesellschaft ProAventico 1888 auf das ehemalige, im Centrum der nö. Front der Ringmauer
gelegene Osttor aufmerksam gemacht hat, sind 1897-1900 von J. Mayor an dieser Stelle Nachgrabungen vorgenommen worden, die denn
auch wirklich den Unterbau eines monumentalen Tores bloslegten. Und zwar musste dieses Tor eines der
bedeutendsten der Stadt gewesen sein, da die durch dasselbe führende Strasse,
die die alte Stadt der Länge nach durchschnitt
und sie in zwei Hälften teilte, selbst die Hauptverkehrsader derselben, die decumana major war.
Direkt der Ringmauer eingefügt, stand dieses Osttor keineswegs etwa in der Art eines Triumphbogens frei
für sich da. Ein viereckiges Bauwerk von ca. 29 m Länge und 20 m Breite lehnte es sich mit seiner Längsseite an die Ringmauer
an und liess die Fahrstrasse in einem centralen Torweg durchgehen. Seitlich von diesem dienten zwei besondere Gänge dem Fussgängerverkehr,
während zwei weitere diesen parallel verlaufende, aber nach Aussen verschlossene ins Innere von zwei
runden Aussentürmen führten, die die Front des Tores flankierten und dessen Uebergang in die Ringmauer vermittelten.
Der zentrale Torweg war an jeder Seite durch eine halbkreisförmig ausgebuchtete Ausweichstelle für die Erleichterung des
Wagenverkehrs zweckmässig eingerichtet. Auf der Aussenseite des Tores fanden sich Reste einer gepflasterten
Römerstrasse, die vermutlich rund um die Ringmauer herumlief. Vielleicht krönte die Mauer auch noch eine ausgezackte Schutzwehr
mit dahinter befindlichem Rundgang, zu dem in den Wachttürmen angebrachte Holztreppen hinaufführen mochten.
Der Körper des Osttores bestand aus einem durch festen Mörtel verkitteten Mauerwerk von gerundeten
Kieseln und Trümmerstücken aus gelblichem Kalkstein. Den inneren Wall derMauer bildeten kleine rechteckige Bruchsteine von
10-12 cm Höhe, deren Fugen ein sehr widerstandsfähiger Mörtel ausfüllte und die an einzelnen Stellen wunderbar gut sich
erhalten haben. Die grossen behauenen Blöcke des Aussenwalles, die zugleich dem Ganzen zum Schmucke
dienen sollten, sind leider überall weggerissen und zu Bauzwecken verwendet worden.
Um den Nachgrabungsarbeiten auf dem ganzen Abschnitte der Ringmauer zwischen dem Tore und der Tornallaz und an dieser letzteren
Stelle selbst ihren ungestörten Fortgang zu sichern, haben der Staat Waadt
und die Gemeinde Avenches die hiefür notwendigen Grundstücke
käuflich erworben. Das Osttor ist von der waadtländischen Kommission für historische Denkmale unter
ihre Obhut genommen worden.
Geht man auf dem von Combes herkommenden Wege vom Osttore aus der Stadt entgegen, so findet man zur Linken bei der «En
Selley» genannten Stelle die Reste des alten römischen Theaters, das einst das rechteckige Forum
(den öffentlichen Platz) nach S. abschloss. Während die Ringmauer und der «Cigognier»
Eigentum der Gemeinde sind und das Museum mit dem Amphitheater dem Staate Waadt
gehört, waren die Reste des Theaters bis 1896 teilweise
der Gemeinde, teilweise Privaten zu Eigen. Im genannten Jahre erwarb die AssociationProAventico die
privaten Grundstücke um die auf dem Wege der Subskription aufgebrachte Summe von 2200 Franken, worauf das Ganze, nachdem
auch die Gemeinde
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