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Dr. Michel Buchmann ist ein Vorzeigeapotheker der Westschweiz, der viele Aktivitäten betreibt, sei dies in seiner Apotheke Pharmacieplus de la Tête Noire in Romont (FR), bei der internationalen pharmazeutischen Vereinigung (FIP), in der Politik des Kanton Freiburgs oder als Wegbereiter zur Einführung der Qualitätszirkel.
Pharmapro hatte die Chance, ihn zu interviewen, und führt damit eine neue Serie von Interviews ein, die auf einem Modell von 10 Fragen mit Schweizer Apothekern basieren. Diese Serie mit einer Persönlichkeit zu beginnen, die so viel für die Bedeutung und die Wichtigkeit dieses Berufes unternimmt, ist uns eine grosse Ehre.
1. Was tun Sie als erstes, wenn Sie morgens zur Arbeit kommen?
Lesen der elektronischen und Briefpost, dringende Fragen erledigen, Kontrolle der Aufgaben des Personals und lesen von Zeitungen.
2. Beschreiben Sie mit wenigen Worten Ihren beruflichen Werdegang (Studium, Stellen)?
Ich habe in Lausanne Pharmazie studiert und in dieser Stadt ebenfalls doktoriert. Während meiner Karriere habe ich mehrere Weiterbildungen besucht (insbesondere FPH). Ich habe gearbeitet und bin Besitzer einer öffentlichen Apotheke in Romont (FR). Ebenfalls habe ich zum Einführen von Qualitätszirkeln einen gewissen Beitrag geleistet. Zudem wurde ich in den letzten Jahren zum Präsident der FIP gewählt.
Anmerkung von Pharmapro: seine Karriere und seine Aktivitäten sind so zahlreich, dass es schwierig ist, sie in wenigen Worten zusammenzufassen. Sie finden weitere Informationen auf seiner Internetseite, um den ganzen Werdegang genau zu lesen. Klicken Sie hier, um den vollständigen Lebenslauf zu sehen.
3. Was mögen Sie am Beruf des Apothekers?
Die kundennahe Beziehung mit Kunden und Patienten, wie auch die intensive Zusammenarbeit mit Fachkollegen aus dem Bereich der Medizin und Pflege.
4. Was denken Sie vom Satz „Der Kunde ist König (oder steht im Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit)“?
Ja, aber in einem Verhältnis von gegenseitigem Respekt.
5. In welchem Gebiet kann der Apotheker für die Gesellschaft von Nutzen sein? Oder anders gesagt: Welches ist der Wert des Apothekers im Jahr 2014?
Zwei Drittel der Patienten mit Symptomen, die wahrscheinlich auf Gesundheitsbeschwerden zurückgehen, konsultieren keinen Arzt. Viele von Ihnen gehen zu einem Apotheker. Es handelt sich hier um eine wichtige Mission des Apothekers für die öffentliche Gesundheit: Die pharmazeutische Triage, dessen Ziel es ist, alarmierende Symptome zu erkennen, die eine Konsultation eines Arztes dringend notwendig macht. Die Alternative ist es, für ein Problem eine Behandlung von kurzer Dauer zu starten.
Meine Erfahrung hat mir ebenfalls die Notwendigkeit einer interprofessionellen Zusammenarbeit gezeigt, um die Wahl des Medikamentes durch den Arzt zu optimieren und auf die Compliance des Patienten bei der Behandlung Einfluss zu nehmen.
6. Haben Sie einen Traum, eine berufliche Ambition?
Genügend Berufsleute zu haben, die gut ausgebildet und motiviert sind, um eine Integration des Apothekers in die Grundversorgung zu gewährleisten.
7. Wie sehen Sie die Zukunft dieses Berufes z.B. in der Prävention von chronischen Krankheiten? Spielt der Apotheker da eine Rolle?
Grundlegend. Vorausgesetzt, er engagiert sich und zeigt seinen Mehrwert. Denken wir im Bereich der chronisch Kranken an deren schlechte Compliance, die das Gesundheitssystem Millionen von Franken kostet.
8. Was ist die grösste Herausforderung im Beruf des Apothekers?
Genügend Vertrauen zu haben, um jederzeit Änderungen durch einen Eingriff in die Ausbildung, wie auch in die Umsetzung von neuen Dienstleistungen mit Mehrwert einzuleiten und durchzuführen.
9. Haben Sie eine Weiterbildung absolviert oder haben Sie vor, eine zu machen?
Ja (sehen Sie auch unter Punkt 2).
Anmerkung von Pharmapro: Klicken Sie hier, um den vollständigen Lebenslauf von Dr. Michel Buchmann zu sehen.
10. Zum Schluss: Mögen Sie lieber Tee oder Kaffee?
Kaffee mit der Morgenpresse.
Pharmapro dankt Ihnen und möchte zum Schluss ein sehr interessantes Video von Dr. Buchmann zeigen, das die grosse Vielfalt und Nützlichkeit des Apothekerberufes für die Gesellschaft zeigt.
Das Interview wurde durch Xavier Gruffat (Apotheker) im Mai 2014 mit der Unterstützung der Redaktion von Pharmapro.ch, eine Gesellschaft aus mehreren Schweizer Apothekern, realisiert.
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