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Ada Yonath wurde in Jerusalem geboren, studierte an der dortigen Hebräischen Universität und doktorierte am Weizmann Institut. Nach postdoktoralen Aufenthalten inden USA kehrte sie1970 an das Weizmann Institut zurück und baute dort das erste Laboratorium für Proteinkristallographie in Israel auf, das weltberühmt wurde durch die Röntgen Kristallstrukturaufklärungen an Ribosomen, den chemischen Fabriken der Zellen. Ribosomen sind jene supramolekularen Ribonucleinsäure-Protein-Komplexe mit Molekülmassen grösser 1'000'000 Dalton, an denen die Aminosäuren für die Proteinsynthese prozessiert werden. Frau Yonath und ihren Mitarbeitern gelang erstmals die Kristallisation von solchen ribosomalen Komplexen, so dass ihre genaue dreidimensionale Struktur, ihre Architektur, bestimmt werden konnte, was zu neuen Erkenntnissen über die Katalyseprozesse und -wege in den Ribosomen führte. Für ihre Arbeiten erhielt sie als erste Wissenschafterin den im Jahre 2000 erstmals vergebenen Europäischen Preis für Kristallographie.
Frau Prof. Dr. Ada Yonath ist Inhaberin des Martin S. und Helen Kimmel Lehrstuhls am Weizmann Institut in Rehovot/Israel und Leiterin der Forschungsgruppe für Molekularbiologie des Max Planck Instituts am DESY (Deutsches ElektronenSynchrotron) in Hamburg.
Die «Stiftung für die Paul Karrer-Vorlesung», deren Präsident Rektor Hans Weder ist, wurde vor bald 45 Jahren auf Anregung von Freunden und Schülern von Paul Karrer (Professor für Chemie an der Universität Zürich von 1919 – 1959 und Nobelpreisträger für Chemie 1937; † 1971) gegründet. Sie hat die Aufgabe, in ein- bis zweijährigem Turnus herausragende Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Chemie zu einer wissenschaftlichen Vorlesung an die Universität Zürich einzuladen und bei diesem Anlass die «Paul Karrer-Medaille in Gold» zu verleihen. Unter den bisherigen Trägern der Paul Karrer-Medaille befinden sich neun Nobelpreisträger für Chemie und Medizin.