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Vodka Lemon war 7 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im Juli 2004.

Vodka Lemon
Hiner Saleem, Armenien, 2003
173 Min.
«Vodka Lemon» spielt in einem kurdischen Dorf im winterlichen Kaukasus. Er erzählt die Geschichte von Hamo, einem Ex-Offizier der Roten Armee. Die einzigen Besitztümer des verwitweten Mannes in den Sechzigern sind ein alter Schrank, ein Fernsehgerät sowjetischer Bauart, seine Militäruniform und eine monatliche Rente von umgerechnet sieben Dollar. Wenn Hamo nicht auf den Markt geht, um seine letzten Besitztümer zu Geld zu machen, fährt er jeden Tag zum Friedhof, wischt den Schnee vom Grabsteinfoto seiner verstorbenen Frau und erzählt ihr die letzten Neuigkeiten aus dem Dorf und von ihren gemeinsamen Kindern. Ein paar Gräber weiter wischt derweil eine schöne Frau in den Fünfzigern den Schnee vom Grabstein ihres verstorbenen Gatten. Im klapprigen Autobus, der die Beiden vom Friedhof in ihre Dörfer zurück bringt, sitzen Hamo und Nina ein paar Reihen auseinander. Oft sind sie die einzigen Fahrgäste, und meistens muss sich Nina den Fahrpreis vom gutmütigen Chauffeur anschreiben lassen, weil es ihr wirtschaftlich noch schlechter geht als dem ehemaligen Offizier. Auf der Fahrt durch die verschneite Landschaft, wo das monotone Weiss nur von ein paar grauen Steinen unterbrochen wird, werfen die beiden Passagiere gelegentlich einen scheuen Blick nach einander.
Hamo und seine verstorbene Frau hatten stets grosse Hoffnungen in ihre Söhne gesetzt. Doch Dilovan ist ob der Aussichtslosigkeit seines Lebens in der Provinz zum Alkoholiker geworden, während sein Bruder auf der Suche nach Arbeit nach Frankreich ausgewandert ist und nur selten von sich hören lässt. Auch Nina ist für ihr Überleben auf die bescheidene Unterstützung ihrer Tochter angewiesen, die sich in der nächstgelegenen Stadt mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Nina selber muss froh sein, vorübergehend als Verkäuferin in einer ungeheizten Bretterbude Arbeit zu finden, wo sie flaschenweise einen Vodka Lemon verkauft, der, wie sich ein Kunde beklagt, mehr nach Mandeln statt nach Zitrone riecht. Als Hamo von einem Nachbarn erfährt, dass das Postamt im nächst grösseren Provinzort einen eingeschriebenen Brief aus Paris annonciert habe, den er persönlich abholen müsse, macht er sich hoffnungsvoll auf den Weg. Regisseur Hiner Saleem wurde 1964 im irakischen Kurdistan geboren. Mit 20 Jahren floh er vor dem Regime Saddam Husseins nach Europa. Seit zehn Jahren lebt Hiner Saleem nun als politischer Flüchtling in Paris.
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