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Der Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis, welcher Amphibien befällt, ist schon lange bekannt. Er rafft vor allem Frösche reihenweise dahin, in Panama zum Beispiel hat er bereits 40 Prozent aller Froscharten ausgerottet. In wärmeren Regionen wütet der Pilz besonders stark, aber mittlerweile ist er weltweit verbreitet. Auch in der Schweiz kommt er vor, besonders betroffen ist die Geburtshelferkröte. Nun haben Forscher herausgefunden, weshalb der Pilz so erfolgreich ist.
Der Chytridpilz befällt die Haut der Frösche, greift die Hornsubstanz Keratin an und verstopft die Poren. Die infizierten Tiere ersticken, da Amphibien auch über die Haut atmen. Doch warum breitet er sich so problemlos aus? Wissenschaftler der Vanderbilt University School of Medicine in Nashville (US-Bundesstaat Tennessee) haben herausgefunden, dass der Pilz offenbar in der Lage ist, die Immunabwehr der Tiere zu blockieren. Er sorgt im Körper der Frösche für ein Signal, das Lymphozyten dazu veranlasst, sich selbst zu zerstören. Diese weissen Blutkörperchen sind wichtig um Krankheitserreger zu erkennen und zu bekämpfen. Ohne diese kann das Immunsystem nicht richtig auf die Infektion reagieren und der Pilz kann ungehindert wachsen. Inwiefern diese Erkenntnisse auf der Suche nach einer Lösung des Problems helfen werden, ist noch nicht bekannt.
Bild: Felix Reimann [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons