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Sarah Spale und Luna Mwezi in den beiden Hauptrollen von «Platzspitzbaby». Foto: Aliocha Merker
Es war zwar ein aussergewöhnlich schwieriges Kinojahr. Trotzdem sind 2020 zahlreiche neue Schweizer Filme ins Kino gekommen, insgesamt 55 Spiel- und Dokumentarfilme. Aus den 55 Titeln haben die Mitglieder des Schweizerischen Verbands der Filmjournalistinnen und Filmjournalisten (SVFJ) den Preis der Schweizer Filmkritik bestimmt. Als besten Schweizer Film 2020 haben die SVFJ-Mitglieder den Spielfilm «Platzspitzbaby» von Pierre Monnard gewählt.
Der Film startete am 16. Januar 2020 in den Deutschschweizer Kinos. Eine Woche später folgte die Erstaufführung in der italienischen Schweiz. Eine französische Synchronfassung kam im August in der Romandie unter dem Titel «Les enfants du Platzspitz» in die Kinos. Der Film erreichte insgesamt 330'000 Eintritte. Der Film ist eine Produktion der Zürcher C-Films und nach der gleichnamigen Autobiographie von Michelle Halbheer entstanden. Das Budget betrug 3,1 Mio. Franken.
«Platzspitzbaby» spielt im Frühling 1995: Nach der Auflösung der offenen Drogenszene in Zürich ziehen die elfjährige Mia (Luna Mwezi) und ihre Mutter Sandrine (Sarah Spale) ins Zürcher Oberland. Doch das neue Zuhause ist für Mia kein Paradies, denn ihre Mutter ist nach wie vor schwer drogenabhängig. In einer Kindergang findet Mia eine Art Ersatzfamilie und schliesslich auch die Kraft, sich gegen ihre alles beherrschende Mutter aufzulehnen.
Auf Platz zwei der Abstimmung zum besten Schweizer Film 2020 liegt der Spielfilm «Mare» von Andrea Staka und auf Rang drei der Spielfilm «Schwesterlein» von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond. Der SFVJ zählt über 170 Mitglieder aus allen Sprachregionen der Schweiz. Der Preis wird «Platzspitzbaby»-Regisseur Pierre Monnard im Laufe des Jahres bei Gelegenheit überreicht werden.
Franceinfo / jbi
11 Februar 2021