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Wäre der Gewinn der Silbermedaille im Olympia-Doppel an der Seite von Martina Hingis nicht gewesen, würde sie sogar auf knapp drei Monate zum Vergessen zurückblicken. Seit der Halbfinal-Qualifikation beim Heimturnier in Gstaad gewann die 27-Jährige bei sechs Turnieren im Einzel nur noch drei Partien, keine davon gegen eine Spielerin der Top 60.
In Peking verpasste sie eine gute Chance auf ein Erfolgserlebnis. Bacsinszky startete gegen die in Moskau geborene Gavrilova gut und ging im ersten Durchgang dreimal mit einem Break in Führung. Erst der Servicedurchbruch zum 6:4 brachte ihr jedoch den Satzgewinn. Danach riss der Faden eine gute halbe Stunde lang völlig. Vom Gewinn des ersten Satz bis zum 0:3 im Entscheidungsdurchgang verlor Bacsinszky neun Games in Folge.
Die Hypothek war nicht mehr zu korrigieren. Im Gegensatz zur Vorwoche in Wuhan, als sie mit einem heftigen Krampf aufgeben musste, blieb die Lausannerin zwar dran. Mehr als das Aufholen eines Breaks lag aber nicht mehr drin. Nach 2:21 Stunden bedeutete der dritte Matchball den Schlusspunkt einer kuriosen und irgendwie unbefriedigenden Partie. Insgesamt verlor Bacsinszky sieben Mal ihren Aufschlag.
Im vergangenen Jahr hatte die Nummer 15 der Welt beim Turnier der höchsten WTA-Kategorie in Chinas Hauptstadt den Final erreicht. Dennoch sollte sie das Jahr im Normalfall in den Top 20 abschliessen können, da sie in den nächsten Wochen keine Punkte mehr zu verteidigen hat.
(SDA)