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Size matters! Unter diesem Aspekt haben wir die grossen Drohnen in einem früheren Artikel näher betrachtet. Doch auch bei den kleinen Drohnen tut sich einiges.
Ursprünglich hatte sich die DARPA 1997 zum Ziel gesetzt, mit rund 35 Millionen US-Dollar die Entwicklung einer Billig-Drohne mit den Ausmassen von 15 cm und zwei Stunden Flugzeit anzustossen. Am Ende des Programms im Jahre 2000 musste sie jedoch zum Schluss kommen, dass mit dem Stand der Technik kaum eine brauchbare Drohne von 15 cm Grösse zu erstellen sei. Die heute kleinsten einsetzbaren Drohnen (Class I UAV) besitzen ungefähr die doppelte Grösse, beispielsweise das RQ-16A Micro Air Vehicle von Honeywell (ca. 33 cm, 11kg Gewicht, 1.5 kg Ladekapazität, 40 Minuten Flugzeit, 74 km/h Fluggeschwindigkeit; siehe Bild oben links). Im Januar 2008 bestellte die US-Navy von dieser Drohne 372 Stück (186 Systeme mit ja 2 Stück und 93 Bodenstationen für je 2 Systeme). Sie sind mit einem optischen sowie einem infraroten Sensor ausgerüstet und sollen zwischen Juni und November diesen Jahres einsatzbereit sein. Die Drohne wird im Rahmen der Aufklärung, beispielsweise zum Aufspüren von IEDs, eingesetzt werden.
Ein weiteres erfolgreiches Modell stellt der RQ-11 Raven dar. 2005 beschloss die US Army 6000 Stück des Ravens anzuschaffen. Im Februar 2008 gab der Hersteller, AeroVironment bekannt, dass die US-Army einen 45,8 Millionen US-Dollar Auftrag für 1900 RQ-11 Einheiten gesprochen habe (Lieferzeit: 12 Monate). Beim Raven handelt es sich um einen vom Soldaten von Hand gestarteten Mini-Flieger (140 cm Flügelspannweite, 109 cm Länge, 1.9 kg Gewicht, 110 Minuten Flugzeit, 95 km/h Fluggeschwindigkeit; siehe Bild rechts). Er ist standardmässig mit einem optischen sowie einem infraroten Sensor ausgerüstet und sein Einsatzbereich gleicht dem des RQ-16A. Bis zum Februar 2008 wurden mit dem Raven zusammengerechnet rund 150.000 Einsatzstunden geflogen.
Gemäss einem Strategiepapier der britischen Royal Society könnten kleine UAV in Zukunft eine stärkere Rolle bei der Detektion von radioaktiven Quellen spielen. Das Problem bei der Detektierung radioaktiver Quellen liegt darin, dass je nach Stärke der Strahlungsquelle eine Überflughöhe über einige 100 m meist wenig brauchbare Resultate liefert. Da kleine Drohnen eine deutlich geringere Überflughöhe aufweisen können, als dies beispielsweise bei einem Hubschrauber der Fall ist, sind sie für solche Einsätze besser geeignet. Weitere Vorteile liegen im günstigen und schnellen Einsatz der Drohnen sowie der Vermeidung einer Dekontamination, weil ferngesteuert. Ein Beispiel für den Einsatz zur Detektierung von radioaktiven Quellen ist die Casper Drohne der israelischen Streitkräfte, die vom Aussehen der RQ-11 Raven ähnelt (siehe Video unten).
High energy gamma radiation, above a few hundred keV, can be observed up to a distance of approximately 100m above ground. Lower energy radiation limits the potential for airborne observations to altitudes of 30m. [Special nuclear materials] could be detected from the air in open spaces through the radioactive signatures of uranium-235 (235U) and the plutonium decay product, americium-241 (241Am). These emit low energy gamma rays and require operational altitudes as low as 10-30 m.
[…]
Airborne radiation surveys have a well developed history of use with applications ranging from mineral exploration and geological mapping, to fallout mapping, nuclear site characterisation and source searches under diverse conditions. They have a key role to play in emergency response to map areas after contamination, and UAV platforms are particularly suited to this application. The Israeli Caspar UAV prototype can fly at a height of up 700 m at speeds of 20-85 km/h for up to 1.5 hours, and its field of view is over 10 km. The Caspar includes an off-the-shelf, combined gamma and neutron CsI(TI) (caesium iodide doped with thalium iodide) radiation detector, in addition to a camera and a global positioning system (GPS). It can fly at low altitude and transmit both its detection data and position in real time to a ground based team. (Quelle: The Royal Society, “Detecting nuclear and radiological materials“, März 2008, S. 13)