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Die Malaria haemolytica (MH) ist eine Komplikation der Malaria, die durch Protozoen der Gattung Plasmodium ausgelöst wird. Hierbei kommt es zu einer hämolytischen Krise, die nicht nur eine Anämie, Hämoglobinämie und Hämoglobinurie nach sich ziehen kann, sondern in schweren Fällen ein Nierenversagen provoziert. Der Betroffene muss stabilisiert und die ursächliche Malaria behandelt werden. Nach Möglichkeit ist dabei auf die Applikation von Chinin zu verzichten.
Die MH kann sich nur bei Patienten einstellen, die an einer schweren Malaria leiden [1]. Diese zeigt sich vor allem in Fieberschüben, die jedoch nicht notwendigerweise periodisch auftreten. Tatsächlich ist die Unregelmäßigkeit der Fieberschübe sogar ein wesentliches Merkmal der schweren Malaria. Viele Patienten klagen auch über Kopf-, Glieder- und Rückenschmerzen. Manche leiden an Durchfall.
Wenn die Malaria zuvor bereits diagnostiziert wurde, dann nimmt der Patient sehr wahrscheinlich Antimalariamittel ein. Falls die medikamentöse Therapie Aminoalkohole wie Chinin, Halofantrin, Mefloquin oder Lumefantrin umfasst, dann sollte die Diagnose einer MH ernsthaft in Betracht gezogen werden [2] [3] [4].
Das Leitsymptom der MH ist der dunkle Urin des Patienten, der das Resultat der hämolytischen Krise mit anschließender renaler Ausscheidung des Hämoglobins ist. Des Weiteren ist meist ein Ikterus festzustellen, eine Hepatosplenomegalie, die von abdominellen Schmerzen begleitet wird, sowie Erbrechen und Fieber. Wegen der Anämie steigen Herz- und Atemfrequenz und die Patienten können Dyspnoe und Schwindel empfinden. Bei zunehmender Beeinträchtigung der Nierenfunktion nimmt die Urinproduktion immer weiter ab. Eine Anurie kündigt das bevorstehende Nierenversagen an. Vor allem bei pädiatrischen Patienten führt die MH über das Nierenversagen häufig zum Tode.
Menschen, die in Endemiegebieten leben oder hierher gereist sind, können sich mit der Malaria infizieren. In den entwickelten Ländern Mitteleuropas wird die Malaria hauptsächlich bei Patienten gesehen, die nach der Rückkehr von einer entsprechenden Reise Fieberschübe entwickeln. Derartige Umstände sollten immer zu einer Untersuchung auf eine Infektion mit Plasmodium spp. veranlassen. In Blutanalysen fallen in der Regel eine Thrombozytopenie, Lymphopenie und erhöhte Konzentrationen der Laktatdehydrogenase auf. Im Blutausstrich können nicht nur atypische Lymphozyten dargestellt werden, sondern vor allem auch Blutzellen, die mit den intrazellulären Parasiten infiziert sind. Um diese als Plasmodium spp. zu identifizieren, können Fluoreszenzfärbungen realisiert werden. Dazu ist jedoch ein Fluoreszenzmikroskop erforderlich. Die Bestimmung der Spezies ist zudem über molekularbiologische Methoden wie die Polymerase-Kettenreaktion möglich. Die meisten Fälle einer MH sind mit Infektionen durch Plasmodium falciparum assoziiert, aber auch Plasmodium vivax und malariae können derartige Komplikationen auslösen [2] [3] [5] [6] [7].
Bei BH-Patienten zeigen sich in Blutuntersuchungen weiterhin Anzeichen für eine hochgradige Hämolyse. Die Anzahl der Retikulozyten ist gewöhnlich erhöht, während die Haptoglobinkonzentration absinkt. In vielen Fällen sind die hepatischen und renalen Parameter alteriert. Außerdem sollte eine Urinprobe untersucht werden: Charakteristische Befunde sind die dunkle, fast schwarze Farbe des Harns bei hochgradiger Hämoglobinurie.
Eine Leukozytose ist weder für die Malaria an sich noch für die MH typisch. Wenn also eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen ermittelt wird, dann sollte an alternative Diagnosen gedacht werden. Patienten, die in Endemiegebiete der Malaria gereist sind, waren sehr wahrscheinlich auch anderen Pathogenen ausgesetzt, die eine Reihe von Tropenkrankheiten hervorrufen können.