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Das Gebäude wurde 1957/1958 errichtet. Zwischen 1983 und 1985 erfolgte eine umfassende Sanierung. Die Fassaden der Wohngeschosse (2. OG bis 8. OG) wurden von aussen mit einer Dämmung und hinterlüfteter Fassade verkleidet. Zudem wurden sämtliche Fenster ausgetauscht. Die Balkone sowie die Attika im 8. Obergeschoss wurden gedämmt und verglast. Sie zählen seither zur beheizten Fläche.
Mit dem Instandsetzungs- und Ausbauprojekt werden die vorhandenen Gebäudetypologien des Eckensembles Pérolles/ Vogt in einer zurückhaltenden und unaufgeregten Art weitergeführt. Der architektonische Ausdruck und die Materialisierung sollen einen Beitrag zur Quartieraufwertung leisten und eine auch aussenräumlich hochwertige und identitätsstiftende sowie nachhaltige Gestaltung aufweisen.
Konsequenterweise wird die für das Pérolles-Quartier typische Gebäudegliederung von Sockel, Hauptfassade und Dachausbildung übernommen. Im architektonischen Ausdruck tritt die neue Dachausbildung zurück und fügt sich in den vorhandenen städtebaulichen Kontext ein. In ihrer dreiteiligen Gliederung und Materialisierung aus alternierend fein und grob strukturiertem Putz für die Hauptfassaden und neu, im Geist von Mansard und der historischen, französisch inspirierten Boulevard-Architektur, in Titanzinkblech verkleideten Dächern, lehnt sich die Gestaltung der Fassaden an den Bestand. Dennoch verleihen die neugestalteten Dachgeschosse genügend Präsenz, um mit den bestehenden Baukörpern in einen Dialog zu treten. Somit erscheint die Gebäudevolumetrie städtebaulich schlüssiger und die tektonische Fassadengliederung ergänzt und variiert die bestehenden Gebäudevolumen in selbstverständlicherer Weise. Hierfür werden die verwitterten Asbestfaserzementplatten an den heutigen Fassaden zurückgebaut. Die vorhandenen Gebäude- und Dachstockflächen werden zu Wohnzwecken um- und ausgebaut.
Die heutige ringsumlaufende Verglasung des 8. Obergeschosses weist im Sommer eine sehr starke Überhitzung auf und schränkt die Wohnnutzung beträchtlich ein. Auch auf den Etagen klagen die Bewohner über hohe Raumtemperaturen in den nachträglich verglasten Balkonräumen. Auch die einfach verglasten Schaufenster im Erdgeschoss entsprechen nicht dem heutigen Standard. Zusätzlich zu den Massnahmen des winterlichen Wärmeschutzes in Form neuer Fenster und neuer gedämmten Aussenhülle sind Massnahmen für den sommerlichen Wärmeschutz zu ergreifen.
Die neuen Grundrisse weisen einen hohen Gebrauchswert auf, das Layout im umgestalteten 8. Obergeschoss ist stimmiger und die Raumabwicklungen sind spannender. Raumhohe Fenster vermitteln zwischen Innen und Aussen. Der architektonische Ausdruck scheint uns allgemein klarer und robuster. Alle Wohnungen sind barrierefrei zugänglich. Raum für gemeinschaftliche Begegnungen bietet der zenital mit Tageslicht belichtete Flur in der neugestalteten obersten Etage ‚Pérolles‘.
Flächendeckend soll die Aussenhülle thermisch nachhaltig eingepackt werden. Der Fernwärmeanschluss soll über Groupe E gesichert werden. Das Verhältnis von offenen und geschlossenen Fassadenelementen scheint uns ausgewogen. Somit streben wir – nebst der städtebaulichen und architektonischen Haltung – mit der geplanten Sanierung und dem Ausbau sowie der Umgestaltung des Dachstockes einen auch energetisch nachhaltigen Eingriff, eine hohe Volumen- und Flächeneffizienz, vernünftig vertretbare Erstellungskosten sowie einen kostengünstigen Betrieb und Unterhalt an.