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Das Krankendossier von Michael Schumacher ist gestohlen worden. Die Polizei ermittelt. «Seit einigen Tagen werden einigen Medienvertretern gestohlene Dokumente und Daten zum Kauf angeboten, von denen der Anbieter behauptet, es handele sich um die Krankenakte von Michael Schumacher», teilte Schumachers Managerin Sabine Kehm mit.
«Wir können nicht beurteilen, ob die Unterlagen echt sind.» Fakt sei jedoch, dass sie gestohlen wurden. Laut der Bild hat der Verkäufer «als Mindestpreis 60'000 Schweizer Franken festgesetzt». Die Dokumente werden offenbar verschiedenen Medien in Deutschland, England und Frankreich angeboten. Die Echtheit belegt der Verkäufer mit angeblichen Details zu chirurgischen Eingriffen.
Kehm betonte, dass der Ankauf solcher Unterlagen und Daten sowie deren Veröffentlichungen verboten seien. Die Managerin kündigte für jeden einzelnen Verstoss Strafanzeige an, falls gegen die Wahrung der Intimsphäre von Schumacher verstossen werde.
Bislang drangen in den fast sechs Monaten kaum Details über Schumachers Zustand nach aussen. Auch wenn Fremde schon versucht hatten, sich Zugang zu verschaffen. Gleich zu Beginn hatte sich ein Mann als Priester verkleidet, um zu Schumacher zu gelangen. Später hatten zwei Personen versucht, ins Zimmer auf der Intensivstation des Uni-Hospitals in Grenoble zu gelangen, um Schumacher zu fotografieren.
Schumacher war vor einer Woche von der Uniklinik in Grenoble nach Lausanne verlegt worden, nachdem er nicht mehr im Koma lag. Er war am 29. Dezember beim Skifahren verunglückt. (pre/si)