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Juli 1809 Saanen, 29.3.1871 L'Etivaz (Gem. Château-d'Œx), ref., von Saanen. Sohn des Benedikt und der Margrit Luzia geb. Jaggi. Vermutlich ledig. H. war von Beruf Holzfäller, Köhler und - als Autodidakt - naiver Scherenschneider. Seine ersten vier Lebensjahrzehnte liegen im Dunkeln. Der erste farbige Scherenschnitt datiert von 1847. Ihm folgten zahlreiche weitere einzigartige, dekorative Scherenschnitte mit Szenen aus dem Landleben, Alpfahrten und Blumenarrangements, die er im Pays d'Enhaut verkaufte, v.a. rund um Château-d'Œx. Die kleineren Schnitte dienten den Bauern als Buchzeichen. Mit der Zeit wurden H.s Scherenschnitte farbiger, er klebte die Papierlagen wie Collagen übereinander. Als eine Art Signatur verwendete er einen Berner Mutz auf einem Wappen. H. stand mit seinem Talent weit über dem blossen Kunsthandwerk. Die letzten zwanzig Jahre lebte er in grösster Einsamkeit.
Werke
– Musée du Vieux Pays d'Enhaut, Château-d'Œx
Literatur
– BLSK, 465
Autorin/Autor: Hans A. Lüthy