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Die Infektion mit HPV
Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit HPV. In der Regel führt die Infektion zu keinen Beschwerden. Deshalb kann es sein, dass betroffene Personen gar nicht merken, dass sie infiziert sind und so unwissentlich andere Personen mit HPV anstecken.
- Bei rund etwa 90% der infizierten Personen heilt die Infektion innerhalb von ein bis zwei Jahren von selbst aus.
- Bei den verbleibenden rund 10% der Infizierten können HPV später im Leben bestimmte Krebserkrankungen verursachen.
Fünf Fakten über HPV, die Sie unbedingt kennen sollten
- HPV sind weit verbreitet und können bei Jugendlichen und Erwachsenen auftreten.
- Die Ansteckung mit den HPV erfolgt von Mensch zu Mensch, durch Haut- und Schleimhautkontakt.
- HPV können bestimmte Krebsarten und Krebsvorstufen verursachen.
- Zu den häufigsten HPV-bedingten Krebsarten gehören Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs sowie Mund- und Rachenkrebs.
- Safer Sex und Impfungen können helfen, bestimmte HPV-bedingte Krankheiten zu verhindern.
HPV-bedingte Krebsarten
Bei Frauen können HPV zu Gebärmutterhalskrebs, Vaginal-, und Vulvakrebs führen. Bei Frauen und Männern können die Viren auch Genitalwarzen sowie Anal- und Mund- und Rachenkrebs verursachen. Bei Männern können HPV auch Peniskrebs verursachen.
Jedes Jahr werden weltweit bei rund 690’000 Frauen und Männern HPV-bedingte Krebserkrankungen diagnostiziert. HPV sind die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs. In der Schweiz erkranken jährlich rund 250 Frauen daran.
Möglichkeiten der Prävention
Das Risiko einer HPV-Infektion und der von ihnen verursachten Krankheiten kann durch vorbeugende Massnahmen gesenkt werden. Dazu zählen:
Safer Sex
Auch wenn ein Kondom keinen vollständigen Schutz vor HPV-Infektionen garantiert, sollten Sie bei einem neuen Partner/einer neuen Partnerin Kondome verwenden. Denn die Viren können auch über die Schleimhaut, die nicht vom Kondom oder Femidom abgedeckt ist, übertragen werden - zum Beispiel vor dem Geschlechtsverkehr oder bei Oralsex.
Impfung
Es gibt Impfstoffe, die vor den Hochrisiko-HPV-Typen schützen können. Der Nutzen einer Impfung ist am grössten, wenn sie vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgt. Daher ist die HPV-Impfung in der Schweiz für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 11 und 26 Jahren im Rahmen der kantonalen Impfprogramme empfohlen und kostenlos.
Ausführliche Informationen über HPV und wie Sie sich und Ihre Kinder davor schützen können, finden Sie hier.