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Violine
Augustin Hadelich hat sich als einer der großen Geiger seiner Generation etabliert. Er konzertiert mit allen bedeutenden amerikanischen Orchestern und auch bei seinen immer zahlreicher werdenden Auftritten in Großbritannien, Europa und Fernost eilt ihm ein phänomenaler Ruf voraus. Kritiken loben seine überragende Technik, die Poesie und Sensibilität seines Spiels und seinen hinreißenden Ton.
Ein besonderer Höhepunkt der Spielzeit 2017/2018 ist seine Rückkehr zum Boston Symphony Orchestra, mit dem er unter Leitung von Thomas Adès das Violinkonzert von Ligeti spielen wird. Im Rahmen der Aufführung bringt er als US-Premiere die von Adès geschriebene neue Kadenz zu Gehör. Darüber hinaus ist er Solist beim San Francisco Symphony sowie bei den Sinfonieorchestern von Atlanta, Detroit, Fort Worth, Houston, Indianapolis, Nashville, Oregon, Pittsburgh, Seattle, St Louis und Utah. Außerhalb der Vereinigten Staaten führen ihn Engagements zum Seoul Philharmonic Orchestra, Polish National Radio Symphony Katowice, Prague Philharmonia, Lahti Symphony, Royal Scottish National Orchestra, The Hallé Orchestra, Münchner Kammerorchester und Orquesta Sinfónica de Castilla y León.
Augustin Hadelich ist gern gesehener Gast bei internationalen Sommerfestivals. Er spielte wiederholt mit dem Boston Symphony Orchestra in Tanglewood und dem Cleveland Orchestra beim Blossom Music Festival. Weitere Einladungen führten ihn nach Aspen, Bravo! Vail, Britt, Chautauqua, Grand Teton, Eastern, Marlboro, Sun Valley und in die Hollywood Bowl in Los Angeles. In Deutschland trat er unter anderem beim Rheingau Musik Festival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern auf.
Zu seinen jüngst zurückliegenden Engagements gehören Konzerte mit dem BBC Philharmonic, BBC Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Concertgebouw Orchestra Amsterdam, Netherlands Philharmonic Orchestra, Danish National Symphony Orchestra, Finnish Radio Symphony Orchestra, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Münchner Philharmoniker, Luzerner Sinfonieorchester, Mozarteumorchester Salzburg, São Paulo Symphony, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Hong Kong Philharmonic Orchestra sowie den Rundfunkorchestern in Frankfurt, Köln, Saarbrücken und Stuttgart.
Hadelich hat mit vielen namhaften Dirigenten zusammengearbeitet, darunter Roberto Abbado, Thomas Adès, Marc Albrecht, Marin Alsop, Herbert Blomstedt, James Conlon, Christoph von Dohnányi, Thierry Fischer, Rafael Frühbeck de Burgos, Alan Gilbert, Hans Graf, Giancarlo Guerrero, Miguel Harth-Bedoya, Manfred Honeck, Jakub Hrůša, Carlos Kalmar, Hannu Lintu, Andrew Litton, Cristian Macelaru, Jun Märkl, Sir Neville Marriner, Fabio Mechetti, Juanjo Mena, Ludovic Morlot, Andris Nelsons, Sakari Oramo, Andrés Orozco-Estrada, Peter Oundjian, Vasily Petrenko, David Robertson, Donald Runnicles, Jukka-Pekka Saraste, Lahav Shani, John Storgards, Yan Pascal Tortelier, Krzysztof Urbański, Gilbert Varga, Edo de Waart und Jaap van Zweden.
Mit Rezitalen ist er unter anderem in der Carnegie Hall New York, in der Kioi Hall in Tokyo, im Kennedy Center in Washington D.C., in Philadelphia, Los Angeles, in der Wigmore Hall, im Louvre und im Concertgebouw Amsterdam aufgetreten. Als begeisterter Kammermusiker musizierte er gemeinsam mit Inon Barnatan, Jeremy Denk, James Ehnes, Alban Gerhardt, Richard Goode, Gary Hoffman, Kim Kashkashian, Robert Kulek, Cho-Liang Lin, Midori, Charles Owen, Vadim Repin, Mitsuko Uchida, Joyce Yang sowie Mitgliedern des Guarneri und des Juilliard Quartetts. Im Sommer 2017 führte ihn ein Trioprojekt mit Martin Helmchen und Marie-Elisabeth Hecker nach Portugal und Aspen.
Augustin Hadelich wurde 2016 für seine Aufnahme des Violinkonzerts „L‘Arbre des songes“ von Dutilleux mit einem Grammy Award in der Kategorie „Best Classical Instrumental Solo“ ausgezeichnet. Er spielte das Werk gemeinsam mit dem Seattle Symphony Orchestra unter Ludovic Morlot für das orchestereigene Label ein. In seinem aktuellen CD-Projekt widmet er sich Niccolò Paganini. Eine Kompletteinspielung der 24 Capricen wird im Frühjahr 2018 bei Warner Classics erscheinen. Zuletzt veröffentlicht wurden Liveaufnahmen der Violinkonzerte von Tschaikowsky und Lalo (Symphonie espagnole) mit dem London Philharmonic Orchestra (LPO 2017) sowie ein Album mit Duowerken für Violine und Klavier – eine Zusammenarbeit mit der Pianistin Joyce Yang (Avie 2016). Zuvor bei Avie erschienen sind eine CD mit Violinkonzerten von Mendelssohn und Bartók (2015), eingespielt mit dem Norwegian Radio Orchestra und Miguel Harth-Bedoya, sowie eine Aufnahme der Konzerte von Sibelius und Adès mit dem Royal Liverpool Philharmonic und Hannu Lintu (2014). Letztere war für einen Gramophone Award nominiert.
Ein bedeutender Karrieresprung gelang Hadelich 2006 mit dem Gewinn der Goldmedaille beim Internationalen Violinwettbewerb von Indianapolis. Ab da folgte eine bedeutende Auszeichnung auf die andere: 2009 erhielt er in New York den prestigeträchtigen "Avery Fisher Career Grant". 2011 wurde er mit einem Fellowship des Borletti-Buitoni Trust, 2012 mit dem „Martin E. Segal Award“ des Lincoln Center geehrt. 2015 gewann Hadelich den erstmalig ausgelobten Warner Music Prize, 2016 folgte der Grammy Award. Im Dezember 2017 wird ihm in Großbritannien die Ehrendoktorwürde der University of Exeter verliehen.
Augustin Hadelich, heute amerikanischer Staatsbürger, wurde 1984 als Sohn deutscher Eltern in Italien geboren. Er studierte bei Joel Smirnoff an der New Yorker Juilliard School und beendete seine Ausbildung mit einem Artist Diploma. Er spielt auf der "Ex-Kiesewetter” Stradivari von 1723, einer Leihgabe von Clement und Karen Arrison durch die Stradivari Society in Chicago.