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Beim Dreh des Hollywood-Films «Rust» kam es zu einem schrecklichen Zwischenfall, als Alec Baldwin, 63, laut US-Medienberichten zufolge eine Kamerafrau erschossen hat. Der Unfall fand bei der Produktion des Filmes «Rust» statt, bei dem Baldwin als Hauptdarsteller und Produzent fungiert. Die tödlichen Schüsse sollen aus einer Pistole, die mit Platzpatronen geladen war, abgefeuert worden sein. Dabei sei es zu einer Fehlzündung gekommen, wie das Büro des Sheriffs von Santa Fe County mitteilt. Die Kamerafrau Halyna Hutchins wurde dabei von Teilen getroffen und mit schweren Verletzung ins Spital eingeliefert, wo sie wenig später verstarb.
Immer wieder kommt es bei Filmproduktionen zu schlimmen Unfällen – seit 1990 starben mindestens 43 Beteiligte an Film- und TV-Sets in den USA, wie die «Daily Mail» schreibt. Mehr als 150 Personen erlitten in dieser Zeitspanne schwerste Verletzungen. Laut einer Statistik von «The Telegraph» werden jedes Jahr 20 bis 40 Menschen an Filmsets verletzt oder sogar getötet. Das macht den Beruf im Filmgeschäft zu einem der gefährlichsten der Welt. Sogar die Arbeit im Bergbau fordert weniger Opfer.
Das sind die tragischsten Unfällen der Filmgeschichte
1994 – «The Crow»
Ebenfalls durch eine Pistole wurde der Schauspieler Brandon Lee, Sohn der Martial-Arts-Legende Bruce Lee, beim Dreh zum Film «The Crow» getötet. In einer Szene wurde eine 44er-Magnum-Pistole mit Projektilen ohne Schiesspulver verwendet. Eine dieser Patronen blieb im Lauf der Pistole stecken, was nicht entdeckt wurde. Als in einer nächsten Einstellung die Waffe mit Platzpatronen wieder zum Einsatz kam, schleuderte der Druck das vergessene Projektil heraus und traf Brandon Lee aus nächster Nähe in den Bauch. Der Schauspieler verstarb kurze Zeit darauf im Spital.
Die Dreharbeiten zu «The Crow» wurden mit dem Einverständnis von Lees Familie weitergeführt und der Film geniesst bis heute Kultstatus.
2004 – «Midnight Rider: The Greg Allman Story»
Bei einer Szene, die eine Traumsequenz auf einem Bahngeleise darstellen sollte, wurde die 27-jährige Kameraassistentin Sarah Jones von einem Zug erfasst und getötet. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen stand die Strecke unter regulärem Bahnbetrieb, was die Macher von «Midnight Rider: The Greg Allman Story» völlig falsch einschätzten.
Besonders tragisch an diesem Unfall ist die Tatsache, dass Regisseur Randall Miller keine Bewilligung für die Aufnahmen auf den Geleisen einholte. Deswegen kam es nach dem Todesfall zu einem historischen Urteil: Miller bekannte sich schuldig und wurde zu zwei Jahren Haft, zehn Jahren Bewährung, einer Geldstrafe und einem Berufsverbot verurteilt.
2008 – «The Dark Knight»
Der Batman-Film «The Dark Knight» ist aus mehreren Gründen tragisch in die Filmgeschichte eingegangen. Bei den Dreharbeiten verstarb Kameramann Conway Wickliffe, als er in einem Wagen parallel zu einem Stunt-Auto fuhr, um dieses spektakulär zu filmen. Sein Fahrer verpasste dabei eine 90-Grad-Kurve und prallte mit zirka 30 Stundenkilometern in einem Baum. Wicklife, der sich zu diesem Zeitpunkt für eine gute Perspektive aus dem Fenster lehnte, verstarb auf der Unfallstelle.
Noch bevor der Film ins Kino kam, starb auch Hauptdarsteller Heath Ledger im Alter von nur 28 Jahren an einer Überdosis Medikamenten. Es wird spekuliert, dass er sich dermassen in die Rolle des Jokers hineinversetzte, dass er schlussendlich daran zerbrach. Posthum wurde der Schauspieler für seine Leistung mit einem Oscar ausgezeichnet.
2017 – «Resident Evil: The Final Chapter»
Stuntdouble Olivia Jackson, welche die Hauptdarstellerin Milla Jovivich bei gefährlichen Szenen vertrat, verunfallte bei einer Motorrad-Szene schwer, als sie mit hoher Geschwindigkeit in einen Kamera-Arm fuhr. Jackson zog sich beim Unfall schwerste Kopfverletzungen und eine Lungenriss zu und musste für zwei Monate ins künstliche Koma versetzt werden. Weil ihre Verletzungen so gravierend waren, musste der Stuntfrau später der linke Arm amputiert werden.
Nur zwei Tage nach dem schrecklichen Unfall, wurde Crew-Mitglied Ricardo Cornelius von einem Militär-Jeep erdrückt, der von einer Plattform rutschte. Cornelius verstarb mit nur 34 Jahren am Set.
2017 – «Deadpool 2»
Eine Motorradszene bei den Dreharbeiten der Marvel-Comic-Verfilmung «Deadpool 2» endete für die professionelle Motorradfahrerin und Stuntfrau Joi «SJ» Harris tödlich. Sie hatte bei einer Action-Szene im New Yorker Stadtteil Brooklyn die Kontrolle über ihr Motorrad verloren haben und war mit hoher Geschwindigkeit in die Glasfassade eine Gebäudes gerast. «SJ» Harris soll aus dramaturgischen Gründen keinen Helm getragen haben – die Dreharbeiten wurden nach dem tragischen Unfall sofort abgebrochen.