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Nachhaltigste Winterspiele aller Zeiten? Neureuther wollte Lust auf Olympia 2026 machen, doch sah «erschreckendes»
Felix Neureuther wollte mit seiner Dokumentation «Spiel mit den Alpen» Lust auf die Olympischen Winterspiele 2026 machen. Worauf er in Norditalien teilweise stiess, war für den 39-jährigen «erschreckend».
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- In der Dokumentation «Spiel mit den Alpen» besucht Felix Neureuther Austragungsorte der Olympischen Winterspiele 2026.
- Neureuther hatte zu Beginn der Dokumentation die Absicht, «Lust auf Olympia 2026 zu machen». Er habe dann letztendlich schnell festgestellt, dass gewisse Versprechungen des Veranstalters nicht eingehalten wurden.
- Der ehemalige Ski-Profi besucht auch Austragungsorte der Olympischen Winterspiele 2006 und trifft auf Ruinen.«Das war schon erschreckend», blickt Neureuther zurück.
Die Olympischen Winterspiele kehren auf europäisches Festland zurück. Nach einem Asien-Abstecher 2018 (Pyeongchang) und 2022 (Peking), finden die Wettkämpfe 2026 in Italien statt. Austragungsort: Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Der Veranstalter der Spiele 2026 warb mit «den nachhaltigsten und unvergesslichsten Winterspielen aller Zeiten». Der olympische Wettbewerb in zwei Jahren wird die Spiele der verstreuten Wettkämpfe. Die Sportstätten sind in ganz Norditalien verteilt.
Felix Neureuther, der 2006 in Turin seine ersten von insgesamt drei Olympischen Winterspielen betritt, beleuchtet in der Dokumentation «Spiel mit den Alpen» die Vorbereitungen für den Grossanlass.
Neureuther spricht über Versprechungen des Veranstalters
«Lass uns Lust auf Olympia 2026 machen», so die Devise des ehemaligen Ski-Profis für die Dokumentation. Er wollte etwas Positives darstellen. Unter anderem hätte der Veranstalter damit geworben, keine neuen Sportstätten erbauen zu lassen. «Wir haben relativ schnell festgestellt, hoppla, so ist es doch eigentlich überhaupt nicht.»
In der 45-minütigen Dokumentation besucht Felix Neureuther beispielsweise die Biathlon-Anlage in Antholz, «wo ein tolles Stadion steht, wirklich genial». 2020 hätten dort noch die Weltmeisterschaften stattgefunden – Felix Neureuther war überzeugt: «Dieses Stadion ist perfekt, da musst du nichts verändern für Olympische Spiele.»
Die Realität schaut anders aus. Auf den Bildern ist von einer Biathlon-Arena weit und breit keine Spur, stattdessen sind Berge von Dreck und schwere Arbeitsgeräte zu sehen. Offenbar eine Grossbaustelle, für dessen Projekt 50 Millionen Euro budgetiert sind.
Ein Blick zurück
Neureuther besucht auch Orte, an denen 2006 die Olympischen Spiele stattfanden. Beispielsweise Pragelato, der Austragungsort des Skispringens. Dort, wo Andreas Küttel noch auf den fünften Platz flog, wächst auf der Landebahn nun Gestrüpp. Die Anlage ist verwahrlost. «Das war schon erschreckend», erinnert sich Neureuther beim Gespräch mit «ARD» zurück.
Obschon Neureuther eine andere Absicht mit der Dokumentation hegte, freut er sich auf die Olympischen Spiele. Es gehe nun darum, aufzuzeigen, was man besser machen könne.
Die Spiele in Italien finden in zwei Jahren statt, die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Viel Spielraum, um noch grosse Änderungen vorzunehmen, gibt es da womöglich nicht. Anders sieht es bei den Winterspielen 2030 aus: Der Austragungsort ist noch offen und wird voraussichtlich im kommenden Juli definiert. Die Chance, um in Sachen Nachhaltigkeit einen weiteren Schritt zu machen.