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Die morgendliche Tasse Kaffee könnte mit einem geringeren Sterberisiko verbunden sein, so das Ergebnis einer Studie, die in The Annals of Internal Medicine veröffentlicht wurde. Diejenigen, die 1,5 bis 3,5 Tassen Kaffee pro Tag tranken, hatten ein bis zu 30 Prozent geringeres Sterberisiko während des Studienzeitraums als diejenigen, die keinen Kaffee tranken.
Die Forschenden analysierten Daten zum Kaffeekonsum aus der britischen Biobank, einer grossen medizinischen Datenbank mit Gesundheitsdaten von Menschen aus ganz Grossbritannien. Sie analysierten demografische, Lebensstil- und Ernährungsdaten von mehr als 170000 Personen im Alter zwischen 37 und 73 Jahren, die im Durchschnitt sieben Jahre lang beobachtet wurden. Das Sterblichkeitsrisiko blieb bei denen, die sowohl koffeinfreien als auch koffeinhaltigen Kaffee tranken, geringer. Bei denjenigen, die Kaffee mit künstlichen Süssungsmitteln tranken, waren die Daten nicht schlüssig.
Ergebnisse sind mit Vorsicht zu geniessen – wie Koffein
Bei der Interpretation dieser Studie gibt es jedoch einige Vorbehalte. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie, das heisst die Daten können nicht abschliessend betrachtet werden. Möglicherweise tragen auch andere Lebensstilfaktoren zu dem geringeren Sterberisiko von Kaffeetrinker*innen bei, wie beispielsweise eine gesunde Ernährung oder ein konsequentes Sportprogramm.
Diese neue Studie ist dennoch die jüngste in einer Reihe von Forschungsarbeiten, die die potenziellen gesundheitlichen Vorteile von Kaffee belegen. Frühere Untersuchungen haben den Kaffeekonsum mit einem geringeren Risiko für Parkinson, Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes, Leber- und Prostatakrebs und anderen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht.
Was macht Kaffee gesund? Oder gesünder?
Die Wissenschaftler*innen wissen nicht genau, was Kaffee so vorteilhaft macht, aber die Antwort könnte in seinen antioxidativen Eigenschaften liegen (verhindern oder verzögern von Zellschäden). Kaffeebohnen enthalten grosse Mengen an Antioxidantien. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Kaffeetrinker*innen im Allgemeinen gesündere Entscheidungen treffen. Sie entscheiden sich vielleicht für ein kaltes Gebräu oder eine Tasse Filterkaffee statt für eine weniger gesunde Koffeinquelle wie einen Energydrink oder eine Limonade.
Trotz dieser – scheinbar – positiven Ergebnisse für den Kaffeekonsum gibt es noch nicht genug Daten, um wirklich zu empfehlen, dass Menschen, die derzeit keinen Kaffee trinken, einen Zwischenstopp bei Starbucks in ihre morgendliche Routine einbauen sollten. Und selbst begeisterte Kaffeetrinker*innen sollten die Studie nicht als Rechtfertigung für endlosen Konsum nutzen. Die Studie zeigte, dass die Vorteile des Kaffees bei Menschen, die mehr als 4,5 Tassen Kaffee pro Tag tranken, nachliessen.