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Steigendes Interesse von internationalen Minengesellschaften in Portugal
Nach einer Genehmigung werden ca. fünf Jahre für Bodenuntersuchungen,und Studien kalkuliert.
Eine Reihe von Verträgen, die innerhalb einer Woche von der portugiesischen Regierung mit internationalen Konzernen über den Abbau von Gold, Öl, Gold, Eisen und Edelmetallen unterschrieben bzw. zugestimmt wurden, zeigt nun das Interesse, das internationale Bergbau-Konzerne an Portugals Bodenschätzen haben.
Dabei handelt es sich u. a. um die australische Minengesellschaft Rio Tinto.
Der Branchenführer ist in der Endphase der Verhandlungen mit der portugiesischen Regierung für ein Zugeständnis an Eisenerz aus den Minen von Moncorvo im Distrikt Bragança, im Norden Portugals.
Seit drei Jahrzehnten wird in Moncorvo kein Eisen mehr Gewonnen, da die Minen unwirtschaftlich waren.
Rio Tinto sieht das anscheinend anders, da der internationale Bergbaukonzern ca. eine Milliarde Euro in das Vorhaben investiert.
Gold im Alentejo
Auch der kanadische Konzern Colt Resources/Iberian Resources ist zuversichtlich im Hinblick auf Portugals weitgehend unerschlossene unterirdische Ressourcen. Das internationale Bergbauunternehmen investiert im Alentejo in den Abbau von Gold und Silber.
Die Konzession der kanadischen Minengesellschaft umfasst ein Gebiet von 728 Quadratkilomtern in Montemor sowie ein Gebiet nahe Évora.
Gold wurde im Alentejo erstmals in den 50er Jahren entdeckt, aber erst in den 80er Jahren starteten internationale Bergbauunternehmen mit dem Abbau.
Eine Vielzahl von Minengesellschaften versuchten ihr Glück im Süden Portugals aber der niedrige Goldpreis und Insolvenzen brachten wenig Gewinn.
Der Goldpreis auf Rekordniveau scheint den Abbau wieder anzukurbeln.
Hat der Abbau von Erzen in Portugal Tradition?
Der Abbau von Metallen hat bei portugiesischen Unternehmen wenig Tradition, dafür verstärkt der Abbau von nicht-metallischen Bodenschätzen, der weniger Investitionen erfordert und schneller Gewinn bringt.
Portugiesische Firmen gelten zudem als weniger risikofreudig in diesen Sektor. Kein Wunder, sind doch 99 % aller Projekte erfolglos.
Ölbohrungen vor der Küste der Algarve
Fast gleichzeitig wurde bekannt, das vor der Küste der Algarve nach Gas und Öl gebohrt werden wird. Die portugiesische Regierung hat den Öl-Konzernen Repsol und RWE Genehmigungen zu Probebohrungen erteilt.
An der Algarve zeigt sich dafür jedoch wenig Begeisterung besonders von den betroffenen Bürgermeistern von Faro, Olhäo und Vila Real de Santo António im Sotavento der Algarve.
Das Öl der Algarve ist bekanntlich der Tourismus, der zudem der wichtigste Wirtschaftsfaktor Portugals ist.
Die Ölbohrungen vor der Küste der Algarve könnten die Naturreservate der Ria Formosa gefährden.
Eine Bohrung erfolgt nur 5 Kilometer nahe Faro und dem Naturschutzgebiet.
Zudem werden die Bohrtürme von der Küste aus sichtbar sein, was für den Tourismus nicht förderlich ist.
Bei erfolgreichen Bohrungen sind mit Verträgen von 30 bis 55 Jahren zu rechnen und einer dauernden Gefahr von Verunreinigungen und Ölkatastrophen.
In der Vergangenheit bohrten Chevron und Challenger im Jahre 1974 und Esso im Jahre 1980 bereits mit mässigem Erfolg.