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Die AHV-Beitragspflicht von Erwerbstätigen beginnt am 1. Januar nach dem 17. Geburtstag und endet mit dem ordentlichen Rentenalter (für Frauen 64 Jahre und für Männer 65 Jahre) oder bis zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit, sofern Sie über das ordentliche Rentenalter hinaus tätig sind. Personen ohne Erwerbstätigkeit sind vom 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahrs bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters zur Zahlung der Beiträge verpflichtet. Einzahlungslücken haben in der Regel eine Kürzung der ordentlichen AHV-Rente zur Folge. Ein fehlendes Beitragsjahr führt in etwa zu einer Kürzung von mindestens 2,3 Prozent der ordentlichen Altersrente. Sind Sie nicht erwerbstätig, so werden Ihre geschuldeten Beiträge als einbezahlt angesehen, wenn Ihr Ehepartner bzw. der eingetragene Partner einem Erwerb nachgeht und die bezahlten Beträge – zusammen mit den Anteilen des Arbeitgebers – mindestens das Doppelte des Mindestbeitrags ausmachen.
Sie sollten auf eine lückenlose Beitragsabrechnung besonders in den nachstehenden Fällen achten:
- Sie haben viele und eher kurze Arbeitseinsätze bei unterschiedlichen Arbeitgebern geleistet.
- Sie waren länger im Ausland.
- Sie haben nach einem Unfall oder einer Krankheit Taggeldleistungen einer Versicherung bezogen.
- Sie haben während der Studienjahre keine AHV-Beiträge bezahlt.
Falls einer der oben genannten Punkte für Sie zutrifft, lohnt es sich, zu prüfen, ob Beitragslücken bestehen. Dies können Sie tun, indem Sie bei Ihrer kontoführenden Ausgleichskasse einen Gesamtauszug (IK-Auszug) bestellen. Der Auszug zeigt, ob solche Lücken bestehen. Innert 30 Tagen nach Zustellung des Auszugs können Sie bei der Ausgleichskasse eine Berichtigung verlangen.
Einzahlungslücken können geschlossen werden, indem die fehlenden Beiträge nachbezahlt werden. Das gilt aber nur für Lücken aus Zeiten, in denen Sie in der Schweiz versichert waren und die innert der letzten fünf Jahre entstanden sind. Nachzahlungen, die über diese Zeitperiode hinausgehen, sind nicht mehr möglich.
Haben Sie Beitragslücken, weil Ihr Arbeitgeber Zahlungen an die Ausgleichskasse nicht ausgeführt hat, müssen Sie belegen können, dass Sie in der besagten Periode gearbeitet haben und dass Ihr Arbeitgeber die AHV-Beiträge von Ihrem Gehalt abgezogen hat. Wenn dieser Beweis gelingt, werden die entsprechenden Guthaben gutgeschrieben – sogar dann, wenn die Ausgleichskasse die geschuldeten Beträge beim damaligen Arbeitgeber nicht mehr einkassieren kann.
Sollten Sie eine Beitragslücke feststellen, kontaktieren Sie Ihre Ausgleichskasse, die für den Beitragsbezug zuständig war, als die Lücke entstand, oder diejenige, die heute Ihre Beiträge bezieht, und liefern die Dokumente (z. B. Lohnausweise und -abrechnungen) nach, die Ihre Gehaltsansprüche glaubhaft machen.