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SIMON FELTON
The Cost Of Living
Pink Hedgehog Records
«A Clown Without A Face», der Auftakt des sechsten Werks von Simon Felton, thematisiert Ausgrenzung und unerfüllte Träume. «Colin, Colin You Were My Friend In College. The People They Were Horrid To You. I Tried So Hard To See It But I Couldn’t Quite Believe it. You Saw Yourself As An Actor On A Stage. But I Said You Were Living In A Cage. » Untermalt wird diese Erinnerung mit melancholischem, Klavier dominiertem Indiepop. «Drowned In Sound» tendiert mit seiner elektronisch gefärbten Art in Richtung 1980er und Synth-Indiepop. Auch hier ist die Stimmung trotz der fast tanzbaren Elemente eher gedrückt. Das liegt vor allem an Feltons Gesang. Auch der folgende Song «Casualty Ward» ist keine Partynummer: «She Slammed The Door On Me Too Many Times». Gut, mit solchen Textzeilen darf Mann und Frau auch nichts Anderes erwarten. Der aus Weymouth stammende Felton sieht auf dem Cover von «The Cost Of Living» auch nicht gerade überglücklich aus. Felton selbst sieht «The Cost Of Living» fast als ein vierter Teil seiner «Therapeutic Trilogy» (die Alben «Emotional Feedback», «Return To Easton Square», und «Topsy Turvy»). Das bittersüsse «Butter Fingers» zeigt dann schon Zeichen von Hoffnung und die Harmonien bauen auf. «Find Me in Your Words» offenbart dann schon Housemartins-Qualitäten (oder wahlweise The Beautiful South) und hat zudem einen guten, vorwärts treibenden Groove. «Melanie Strange» ist eine veritable Herzschmerz-Ballade. Und im nachdenklichen harmonischen Abschluss «Uninspired Child» schimmert eine Portion (Selbst)ironie durch: «Ich bin kein Träumer, ich bin einfach ein fantasieloses Kind.» Als Musiker und Komponist ist Simon Felton aber weit davon entfernt, fantasielos zu sein.