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Schmerzvolle Erfahrung ohne Erfüllung des Kinderwunsches
Für meinen Mann und mich war es klar, dass wir nach unserer Heirat früher oder später auch gerne Kinder hätten. Ohne Zeitdruck setzte ich also die Pille ab und dachte vorerst nicht mehr weiter über die Familienplanung nach. Ein Jahr nach unserer Heirat war ich noch nicht schwanger. Wir suchten schlussendlich meinen Frauenarzt auf, und die üblichen Untersuchungen, zuerst bei meinem Mann, dann auch bei mir wurden eingeleitet. Da das Problem bei mir zu liegen schien, verschrieb mir mein Arzt eine Hormontherapie und zusätzlich kontrollierte ich meinen Monatszyklus mühsam während Monaten mit dem Thermometer. Unmerklich wurden die Beschwerden während der Menstruation von Monat zu Monat grösser. Da ich auch schon als junge Frau unter recht starken Schmerzen litt, achtete ich nicht weiter darauf.
Ein weiteres Jahr später suchte ich einen anderen von Freunden empfohlenen Arzt auf, und neue Untersuchungen kombiniert mit einer weiteren Kur begannen. Nach nur wenigen Monaten waren meine Monatsbeschwerden so stark, dass ich auch meinen Arzt darauf ansprach. Sein Verdacht auf Endometriose wurde dann auch kurz darauf bei einer Laparoskopie bestätigt.
Mein Arzt nahm sich sehr viel Zeit, mir und meinem Mann die Krankheit und die möglichen Behandlungen zu erklären. Ausserdem erhielt ich von ihm die Adresse der Selbsthilfegruppe in Zürich. Es war eine grosse Hilfe für mich, mit anderen Betroffenen zu sprechen.
Als Behandlung empfahl mir mein Arzt sofort nach der Laparoskopie eine künstliche Menopause über sechs Monate einzuleiten. Schon die erste Menstruation nach der Kur war verbunden mit Schmerzen und der bitteren Erkenntnis, dass alles umsonst war! Mit der verlorenen Hoffnung in die klassische Medizin versuchte ich mein Glück mit Akupunktur, Massagen und sogar Geistheilern. So ziemlich alles, was mir von Freunden und Bekannten empfohlen wurde, probierte ich und hielt jeweils für einige Monate durch. Bald kam jeweils die Ernüchterung, auch damit nichts erreichen zu können. Wärend all dieser Zeit war ich jeden Monat während zwei Tagen absolut arbeitsunfähig und benötigte jeweils etwa eine Woche, um mich von den Strapazen zu erholen.
Etwa vier Jahre nach der Diagnose Endometriose suchte ich doch einen Frauenarzt, spezialisiert auf IVF auf. In einer ersten Diskussion betreffend der möglichen Therapien, hat er ein Entfernen der Endometrioseherde mit Laser und einer nachfolgenden künstlichen Menopause über vier Monate empfohlen.
Diese Therapie wurde durchgeführt, leider jedoch ohne Erfolg. Von IVF hat er in Folge der Stärke der Endometriose und der Gefahr auf Verschlimmerung dieser durch die vorgängige Hormonbehandlung abgeraten.
In all diesen Monaten und Jahren wurde der Wunsch, ein Kind zu haben, langsam vom Wunsch, schmerzlos zu leben, abgelöst. Nach einem erneuten Untersuch hat der Arzt eine stark vergrösserte Gebärmutter festgestellt. Eine Entfernung dieser wurde unumgänglich. Die Operation wurde auf Empfehlung des Arztes durch Bauchschnitt durchgeführt, damit gleichzeitig möglichst viele der vorhandenen Endometrioseherde entfernt werden konnten. Zu unserem Erstaunen war ich nach dieser Operation von den Zyklusschmerzen völlig befreit. Die Operation liegt nun schon 5 1/2 Jahre zurück und meine Lebensqualität hat sich enorm verbessert.
Viel geholfen hat mir in dieser Zeit vor allem die grosse Unterstützung durch meinen Mann. Er hat mit mir gehofft und noch mehr gelitten. Für ihn war Schmerzbekämpfung schon sehr bald viel wichtiger als ein Kind.
Name dem Verein bekannt