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Die künstlerische Arbeit "When They Say Family They Mean You" von Deborah Kelly und Tina Fiveash aus dem public art project Hey Hetero! scheint eine Antwort auf die Frage zu geben, was eigentlich der Signifikant Familie bezeichnet. Es verdeutlicht sich, dass die damit verknüpften Vorstellungsbilder nicht beliebig und nicht sehr vielfältig sind, ja sich vielmehr ein bestimmtes sogar aufzudrängen scheint. Dieses dominante sich Aufdrängen von bestimmten Darstellungsweisen bezeichnet Kaja Silverman als das 'Vor-gesehene' und verweist dabei auf die Ordnungen und Dominanzen, welche innerhalb des kulturellen Bilder-/Zeichenrepertoires herrschen (vgl. Silverman 1997). D.h. es gibt viele Möglichkeiten der Darstellung von Familie, aber es sind wenige, die zirkulieren und dabei evident und normal erscheinen. Die Normalität und Regelhaftigkeit dieses Familienbildes wird von den Künstler_innen durch das Ausstellen von Heterosexualität, whiteness, Mittelklasse, Nicht-Behinderung aus seiner Unsichtbarkeit und Unbenanntheit herausgeholt und kritisch hinterfragt. Das Hey Hetero!-Familienbild ist damit auch eine künstlerische Arbeit, die die heteronormative Strukturiertheit und Ausrichtung des kulturellen Bilder-/Zeichenrepertoires offenlegt, welche die Prozesse des Sehens und Zu-sehen-Gebens prägen. Heteronormativ bezeichnet dabei die gesellschaftliche Norm von Heterosexualität, welche Institutionen und soziales Handeln strukturiert und hierarchisiert.