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Chromosom 13: Gene und Krebs
Die Teilung unserer Körperzellen ist durch spezielle Gene sehr gut gesteuert (mehr dazu erfährst du hier). So teilen sich Zellen nicht einfach, wenn es ihnen passt, sondern nur da, wo Gewebe wachsen soll (z.B. die Fingernägel) und um verletzte Zellen zu ersetzen, etwa nach einer Hautschürfung. Dann stehen die Zellsignale auf grün, und die Zelle darf sich teilen.
Krebs entsteht, wenn sich Zellen unkontrolliert teilen, weil die Steuer-Gene Fehler aufweisen und ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen. Es gibt zwei Sorten Steuer-Gene, die im Zusammenhang mit Krebserkrankungen stehen. Die Onkogene und die Tumor-Suppressor-Gene. Ein Tumor-Suppressor-Gen beinhaltet die Bauanleitung für ein Eiweiss, das die Teilung der Zelle unterdrückt. Ist das Gen defekt, schalten die Signale fälschlicherweise auf grün und die Zelle teilt sich.
Das Retinoblastoma (Rb)-Gen
Auf dem Chromosom 13 liegen mehrere Gene, welche in fehlerhafter Form Krebs auslösen können. Bei einem defekten Rb-Gen entsteht oft ein Tumor im Auge. Manchmal ist das Rb-Gen sogar ganz verloren gegangen. Wenn man die Chromosomen betroffener Personen untersucht und anfärbt, fehlt ein ganzes Band, also ein ziemlich langes Stück DNS, welches das Rb-Gen enthält.
Ein mutiertes Gen führt nicht immer zu einer Krebserkrankung. Damit ein Tumor entsteht, müssen verschiedene Kontrollmechanismen in der Zelle ausfallen. Man kann daher sagen, Krebs entwickelt sich als Folge der Ansammlung verschiedener Gen-Fehler.
Ursachen für Krebs: Gen-Fehler
Die Gen-Fehler können von den Eltern vererbt sein oder in den Zellen entstehen, etwa durch Abschreibfehler des DNA-Kopierers bei der Zellteilung. Auch Umwelteinflüsse lösen Fehler aus. Wie Du sicher weisst, schädigen ein Sonnenbrand oder Rauchen die Gene in den Zellen, was zu Krebserkrankungen führen kann.