Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03233.jsonl.gz/611

Kosmos Kammermusik – Quatuor Ébène
Kosmos Kammermusik – Quatuor Ébène
Pierre Colombet Violine
Gabriel Le Magadure Violine
Marie Chilemme Viola
Aleksey Shadrin Violoncello
György Ligeti Streichquartett Nr. 1 «Métamorphoses nocturnes»
Robert Schumann Streichquartett a-Moll op. 41 Nr. 1
Es gibt Komponisten, die Dutzende von Streichquartetten komponiert haben. Und andere, die diese Form nur selten nutzten: Zu diesen gehörten Robert Schumann und György Ligeti. Dass sich beide in ihren Werken auf fleissigere Quartett-Komponisten beziehen, ist da kaum ein Zufall. Schumanns op. 41 Nr. 1 ist Mendelssohn gewidmet und klingt streckenweise auch nach ihm; Ligetis Streichquartett Nr. 1 «Métamorphoses nocturnes» dagegen ist unüberhörbar von Bartók inspiriert.
Der dritte Komponist im Programm, der Brite Henry Purcell, hat noch weniger Streichquartette geschrieben als Schumann und Ligeti, nämlich gar keine – weil es die Form im 17. Jahrhundert noch gar nicht gab. Aber manche von Purcells Fantasien für vier Gamben lassen sich mühelos auf die modernere Besetzung übertragen. Und immerhin: Die Instrumente von Stradivari, Guarneri und Co., welche die Musiker*innen des Quatuor Ébène spielen, sind fast so alt wie Purcells Werke.