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Häufig Niederschlag und wenig Sonne
Der Februar zeigte über weite Strecken unbeständige Witterung. Vorwiegend mild-feuchte atlantische Luftmassen brachten fast täglich Niederschlag. Auf der Alpensüdseite, im Wallis und in der Westschweiz wurden die durchschnittlichen Februarmengen bereits zur Monatsmitte überschritten. Etwas Neuschnee fiel nur vereinzelt bis in tiefe Lagen, so am 9. in der Ostschweiz, am 12. in der Westschweiz und vom 24. auf den 25. in verschiedenen Regionen der Alpennordseite. Die Tieflagen der Alpensüdseite registrierten über den ganzen Monat keinen Neuschnee.
Die in kurzen Zeitabständen sich folgenden Störungszonen reduzierten die Sonnenscheindauer stark. Verbreitet wurden nur 50 bis 70 Prozent der Norm 1981–2010 registriert. In der West- und Nordwestschweiz sowie im Kanton Graubünden war es einer der sonnenärmsten Februarmonate in den seit 1959 verfügbaren homogenen Messreihen. La Chaux-de-Fonds erhielt nur gerade 49 Sonnenstunden. Sonnenärmer mit mageren 25 Sonnen-stunden war hier nur der Februar 1970.
Stürmische Tage
Eine kräftige Südwestlage löste am 6. und 7. Februar über den Alpen einen heftigen Föhnsturm aus. In den Föhntälern der Alpennordseite wurden Windspitzen zwischen 100 und knapp 150 km/h gemessen. In Berglagen erreichten die Windspitzen bis 160 km/h. Auf der Alpensüdseite fielen derweil verbreitet 20 bis 50 mm Niederschlag. Die Schneefallgrenze sank dabei bis in tiefere Lagen. Oberhalb von 1500 m gab es 40 bis 60 cm Neuschnee. Unmittelbar nach dem Föhnsturm übernahm am 8. und 9. eine stürmische Westströmung das Regime. In den Niederungen der Alpennordseite erreichten die Windspitzen um 100 km/h, lokal sogar bis 125 km/h. In Gipfellagen stiegen sie erneut gegen 160 km/h.
Periodisch frühlingshaft mild
Eingebettet in den insgesamt milden Februarverlauf zeigten sich drei Perioden mit speziell milden Verhältnissen. Am 1. und 2., am 8. und 9. sowie am 21. und 22. Februar stieg die Tagesmitteltemperatur verbreitet 6 bis 11 Grad über die Norm 1981–2010, während die Überschüsse sonst maximal 4 bis 5 Grad erreichten. Die Wärmeschübe erfolgten bei unterschiedlich sonnigen Verhältnissen. Am 1. und 2. erhielten vor allem die Ostalpen, das Wallis und die Alpensüdseite Sonne. Am 8. und 9. war es mehrheitlich trüb, während der 21. und 22. Februar mit reichlich Sonne den Frühling in die Schweiz holten.
In Samedan stieg am 21. Februar die Tagesmaximum-Temperatur auf den Februar-Rekord von 11.7 Grad. Derselbe Wert wurde hier auch am 19.2.1998 erreicht. Güttingen registrierte am 22. mit 16.9 Grad den höchsten, Pully am 21. mit 15.8 Grad den zweithöchsten und Genf ebenfalls am 21. mit 17.4 Grad den dritthöchsten Februarwert. Die Messreihe der homogenen Tagesmaxima reicht in Samedan bis 1869 zurück, in Güttingen, Pully und Genf sind über 50-jährige Messreihen verfügbar.
Mit Föhn nochmals Schnee am Alpensüdhang
Während einer kräftigen Föhnströmung auf das Monatsende hin fielen in Berglagen vom südlichen Wallis über das nördliche Tessin bis ins Misox 40 bis 60 cm, lokal sogar bis 90 cm Neuschnee. Die Schneefallgrenze lag zwischen 900 m und 1300 m. Der Föhn erreichte in Gipfellagen 100 bis 120 km/h, am Lauberhorn in der Jungfrauregion bis 170 km/h.
Monatsbilanz Februar
Die Februartemperatur stieg verbreitet 2 bis 3 Grad über die Norm 1981–2010. Auf der Alpensüdseite und in den südlichen Walliser Tälern gab es regional auch geringere Überschüsse. Extrem mild mit 4.6 Grad über der Norm zeigte sich der Februar am Messstandort Samedan. Ähnlich mild war hier der Februar 2002 mit 4.7 Grad, und deutlich milder nur der Februar 1966 mit 5.2 Grad über der Norm 1981–2010. In Magadino, Stabio und Lugano wurde ebenfalls der drittmildeste Februar registriert. Allerdings lagen hier die Überschüsse nur zwischen 2.0 und 2.4 Grad.
Die Niederschlagsmengen erreichten auf der Alpensüdseite verbreitet 200 bis 290 Prozent der Norm 1981–2010. Im Wallis und im Engadin fielen 150 bis 200 Prozent, während die übrigen Gebiete meist 120 bis 150 Prozent der Norm erhielten.
Die Sonnenscheindauer bewegte sich verbreitet zwischen 50 und 70 Prozent der Norm 1981–2010. In der Westschweiz erreichte sie regional nur 30 bis 50 Prozent, am Bodensee sowie lokal im Alpenraum hingegen auch 80 bis 90 Prozent der Norm.
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Text: Meteo Schweiz