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- Bei einem Zugunglück im Osten Taiwans sind mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Das berichteten die Behörden.
- Mehr als 160 Menschen wurden demnach verletzt, darunter viele schwer.
- Fünf von acht Waggons kamen von den Schienen ab.
Das Unglück mit dem Puyuma-Expresszug passierte in Suao im Kreis Yilan an der Küste südöstlich der Hauptstadt Taipeh. Der Zug sei entgleist und habe sich dann überschlagen, teilten die Behörden mit. Demnach ereignete sich das Unglück um 16.50 Uhr (Ortszeit, 10.50 MESZ).
«Ich hörte ein lautes Geräusch und ich fragte mich, ob wir irgendwo gegen gefahren sind. Dann überschlug sich der Waggon», sagte ein Passagier der «Apple Daily». Eine Frau schilderte: «Ich weiss nicht, wie es passiert ist. Ich hatte die Augen zum Schlafen zugemacht und meine Mutter legte mir eine Decke über. Da stürzten wir plötzlich.»
Die meisten Waggons kamen am Bahnhof von Suao von der Strecke ab. Die weiss-roten Wagen lagen verkeilt im Zickzack quer über den Schienen, einige waren umgestürzt. Auch Masten und Oberleitungen waren umgestürzt, Schienen aus dem Boden gerissen worden.
Die Ursache ist bisher unklar. Der Zug sei erst seit sechs Jahren in Betrieb gewesen, berichtete die Bahnbehörde. Deren Generaldirektor, Jason Lu, entschuldigte sich auf einer Pressekonferenz bei den Taiwanesen förmlich für das Unglück.
Bergung in der Dunkelheit
Die wenig später einbrechende Dunkelheit erschwerte die Bergungsarbeiten. Feuerwehr, Polizei und freiwillige Helfer kletterten mit Leitern auf die umgestürzten Waggons und bemühten sich verzweifelt, Verletzte und Eingeschlossene zu bergen.
Opfer wurden auf Bahren oder in Decken weggetragen, wie in Fernsehbildern zu sehen war. Es wurde befürchtet, dass Passagiere auch Stunden später noch in den Trümmern feststeckten. Nach Angaben der Feuerwehr sassen 366 Passagiere in dem Zug auf dem Weg in die südliche Stadt Taitung.