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HINWEIS: Dies ist ein Eintrag aus dem Archiv; dieses Tierarzneimittel ist in der Schweiz nicht mehr zugelassen!
Provet AG
Breitspektrum-Anthelminthikum für Pferde
ATCvet-Code: QP52AC05
ZusammensetzungFebantelum 88,7 mg, Excip. ad 1 g pastam
Fachinformationen Wirkstoffe (CliniPharm)
● Febantel
Eigenschaften / WirkungenFebantel ist in der Regel wirksam (>95%) gegen adulte und zum Teil auch inhibierte larvale Stadien verschiedener Magen-Darm-Nematoden. Febantel selbst ist nicht anthelminthisch wirksam, sondern wirkt als Probenzimidazol. Die anthelminthische Wirkung des Febantels beruht wie bei anderen Benzimidazolen auf einer Hemmung der Polymerisation von Tubulin zu Mikrotubuli. Die dadurch hervorgerufenen strukturellen und funktionellen Störungen des Parasitenstoffwechsels führen durch Erschöpfung der Energiereserven zum Absterben des Parasiten. Febantel erwies sich in chronischen Toxizitätsstudien an Ratten und Mäusen als nicht kanzerogen. Bei Untersuchungen auf mögliche teratogene Wirkungen von Rintal wurden während der ersten 30 Tage der Trächtigkeit Behandlungen mit Überdosierungen durchgeführt. Pferde wurden täglich mit 12 mg/kg KGW, der doppelt empfohlenen Einzeldosis über 188 Tage, beginnend mit dem 40. Tag vor der Belegung, behandelt. Die Zahl der Jungtiere wurde durch die Behandlung nicht beeinflusst. Missbildungen traten nicht auf.
PharmakokinetikFebantel wird nach oraler Applikation bei monogastrischen Tieren und bei Wiederkäuern zu wenigstens 40% resorbiert. Resorbierte Substanz wird innerhalb weniger Stunden vollständig metabolisiert. Die Hauptmetaboliten sind Fenbendazol, Oxfendazol, Febendazol-Sulfon und Febendazol-Sulfoxid; die beiden erstgenannten Metaboliten gelten als die anthelminthisch wirkenden. Febantelmetaboliten verteilen sich im Gesamtorganismus, wobei besonders hohe Konzentrationen in der Leber und Niere erreicht werden. Die Eliminination erfolgt zum überwiegenden Teil mit dem Kot (50-70%), zu einem geringeren Teil auch über den Urin (20-30%) und die Milch.
IndikationenInfektionen mit adulten Stadien der grossen Strongyliden (Strongylus vulgaris, S. edentatus, S. equinus), der kleinen Strongyliden (Triodontophorus spp., Poteriostomum spp., Gyalocephalus capitatus, Oesophagodontus robustus, Craterostomum acuticaudatum, Cyathostomum spp., Cylicocyclus spp., Cylicostephanus spp., Cylicodontophorus spp.) sowie Parascaris equorum und Oxyuris equi.
Dosierung / Anwendung6,8 g Paste pro 100 kg KGW (entspr. 6 mg Wirkstoff pro kg KGW)
Art und Dauer der Anwendung:
Die Applikation mit dem Applikator erfolgt entweder direkt durch den Zwischenzahnspalt auf den Zungengrund oder über das Futter.
Wurmbefall ist stets ein Bestandsproblem. Die wirkungsvollste und wirtschaftlichste Art der Wurmbekämpfung ist daher in einer vorbeugenden (metaphylaktischen) Behandlung zu sehen. Diese, zu strategischen Zeitpunkten durchgeführt, mindert das Risiko von Reinfektionen und verhindert den Ausbruch klinisch manifester Wurmerkrankungen. Stets müssen alle Tiere eines Bestandes behandelt werden.
Pferde sollen 4 × jährlich behandelt werden, v.a. im Frühjahr und Herbst; bei Bedarf (Koppelhaltung) öfter. Stuten 1-2 Wochen vor der Geburt der Fohlen entwurmen. Fohlen 3 Wochen nach der Geburt und dann alle 6-8 Wochen behandeln (im 1. Lebensjahr).
Direkte Eingabe:
Es ist darauf zu achten, dass zur Zeit der Behandlung kein Futter im Maul des Pferdes ist. Es empfiehlt sich, unmittelbar nach der Verabreichung der Paste den Kopf des Tieres durch Druck auf den Unterkiefer für einige Sekunden aufzurichten.
Verabreichung über das Futter:
Ein Teil des Futters soll gut mit der Paste durchgemischt und dann verfüttert werden. Danach kann das restliche Futter angeboten werden.
Verwendung des Applikators:
Der Stellring lässt sich durch eine leichte (1/8) Drehung verstellen. Ist er auf das Körpergewicht des Tieres (Markierungsstriche auf der Skala) eingestellt, so rastet er durch eine leichte Drehung in entgegengesetzter Richtung wieder ein. Bei Pferden über 500 kg wird der Stellring beim Zusammensetzen fortgelassen (siehe Zeichnung).
Die Behandlung besteht aus einer einmaligen Verabreichung von Rintal. Die Wiederholung der Behandlung hängt ab vom Parasitendruck (Reinfektion) und vom Behandlungsprogramm.
Anwendungseinschränkungen
Kontraindikationen:Pferde, von denen Milch als Lebensmittel gewonnen wird, sind von einer Behandlung auszuschliessen.
Vorsichtsmassnahmen:Keine.
Unerwünschte WirkungenKeine bekannt.
AbsetzfristenEssbare Gewebe: 20 Tage
WechselwirkungenKeine bekannt.
Sonstige HinweiseZur gleichzeitigen Bekämpfung von Magenbremsen- und Rundwurmbefall kann Rintal Plus verabreicht werden.
Nicht über 30°C lagern.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
PackungenSchachtel mit 1 Applikator zu 40,78 g Paste
Zulassung erloschen am: 31.12.2005
Abgabekategorie: B
HerstellerBayer AG, Business Group Animal Health
D-51368 Leverkusen
Swissmedic Nr. 43'150
Informationsstand: 11/1999
Dieser Text ist behördlich genehmigt.