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Sechzig Jahre nach dem Volksaufstand in Ungarn widmet sich das Ringier Bildarchiv dem Thema mit einer Bilderschau.
Am 23. Oktober 1956 protestierte die ungarische Bevölkerung in Budapest gegen die sowjetische Abhängigkeit und für ihre demokratischen Forderungen. Doch die Situation eskalierte und es begann ein heftiger Strassenkampf zwischen der aufständischen Bevölkerung und der Staatssicherheit. Ende Oktober lenkte die sowjetische Regierung ein. Die Neutralität Ungarns schien in greifbarer Nähe. Doch in der Nacht auf den 4. November rückte die Rote Armee erneut ein und besetzte das Land – die Hoffnungen waren zerstört. 200‘000 Ungarinnen und Ungaren flüchteten daraufhin ins westliche Ausland.Die Schweizer Bevölkerung zeigte sich angesichts der Ereignisse betroffen und engagierte sich auf vielfältige Weise. Deutlich bezog die Schweiz während des Kalten Krieges Stellung für den Westen und gegen die sowjetische Grossmacht.
ATP-Ungarn - der Bildbestand zum Volksaufstand
Der Grossteil der gezeigten Bilder stammt aus dem Teilbestand ATP-Ungarn des ehemaligen Bilderdienstes Arnold-Theodor-Pfister. Der Bestand beinhaltet Pressebilder rund um die Solidaritätsbekundungen in der Schweiz, was die Bedeutung der Ereignisse für die damalige Zeit unterstreicht. Die Fotografen haben die Geschehnisse vom Aufstand über die Flucht bis hin zu den Sympathiebekundungen begleitet. Die Bilder demonstrieren eindrucksvoll die Solidarität gegenüber einem Land und seiner Bevölkerung, welche sich zu befreien versuchte.
Die Ausstellung läuft bis März 2017 im Stadtmuseum Aarau, Etage «F».
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