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Nationaler und internationaler Kontext
Wie auch andere bibliothekswissenschaftliche Tätigkeiten steht die Digitalisierung unter dem Vorzeichen der Zusammenarbeit und Komplementarität zwischen Institutionen, die ähnliche Ziele verfolgen. Dies trifft auf die Nationalbibliothek und die Kantonsbibliotheken zu, die damit beauftragt sind, das schriftliche und ikonographische Erbe des Landes zu sammeln, zu bewahren und der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Die Koordinierung ihrer Digitalisierungsbemühungen zeigt die Existenz kohärenter Konvolute auf, wie z.B. die alten Schweizer Drucke vom 15. bis zum 19. Jahrhundert, die in der digitalen Bibliothek e-rara.ch versammelt sind, oder die mittelalterlichen Handschriften der Sammlung e-codices.ch. Der koordinierte Digitalisierungsansatz kommt auch anderen Dokumenttypen zugute wie den Plakaten im Gesamtkatalog der Schweizer Plakatsammlung , den digitalisierten Zeitschriften und den Zeitungen (Schweizer Presse online ).
Die öffentlich-privaten Partnerschaften haben sich bei der Digitalisierung von Zeitungssammlungen, die sich über einen langen Zeitraum erstrecken und deren Inhalte teilweise noch urheberrechtlich geschützt sind, als nützlich erwiesen. Die Digitalisierung des Journal de Genève (1826-1998) vereinte die Bibliothèque de Genève, die Schweizerische Nationalbibliothek und den Verlag Le Temps in einem gemeinsamen Projekt, das 2008 abgeschlossen wurde.
Die digitale Bibliothek Rero Doc ist eine gemeinschaftliche Plattform, auf der eine breite Vielfalt digitaler Dokumente zu finden ist, die vom Westschweizer Bibliotheksverbund hergestellt werden, zu dem auch die Bibliothèque de Genève gehört.
Internationale Kooperationen sind insbesondere dann sinnvoll, wenn Dokumentensammlungen universelle Themen oder Persönlichkeiten betreffen wie die Aufklärung (namentlich die Werke von Rousseau und Voltaire) oder die alten Kataloge zu Kunstauktionen.