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Der Karibik-Staat wurde von Hurrikan «Matthew» schwer getroffen. Der Sturm raste mit 240 km/h über das Land und brachte Tod und Verwüstung. Über 1000 Menschen sind dem Wirbelsturm zum Opfer gefallen, über 2 Million Menschen sind von den schweren Folgen betroffen. Davon benötigen 1,4 Millionen humanitäre Hilfe. Besonders im Süden des Landes hat der Sturm eine Spur der Verwüstung hinterlassen. An die 90 % der Häuser sind zerstört.
In der ersten Phase der Not- und Katastrophenhilfe war es vor allem wichtig, die Opfer mit sauberem Trinkwasser und Notunterkünften zu versorgen. Da der Wirbelsturm nicht nur Wasserleitungen beschädigt und Latrinen zerstört, sondern auch viel Schmutz in die Wasserquellen geleitet hat, drohte eine Cholera-Epidemie. World Vision verteilte deswegen unter anderem Wasserkanister und Tabletten zur Aufbereitung von Trinkwasser.
World Vision arbeitet bereits seit 38 Jahren in Haiti und war gut vorbereitet. Bereits vor dem Eintreffen des Hurrikans, dem sogenannten «Landfall», wurden wichtige Hilfsgüter an rund 15 000 Familien verteilt. In den ersten Wochen erhielten fast 50 000 Menschen Hygieneartikel, Wolldecken, Blachen, Lampen und Kits zur Aufbereitung von Trinkwasser, um der Cholera-Gefahr vorzubeugen. 600 Kinder wurden in Kinderschutzzonen betreut.
Für die nächste Zeit planen wir einen Ausbau der Hilfe, so dass noch mehr Menschen erreicht werden. Rund 75 000 Bauern werden Unterstützung erhalten, um ihre Felder wieder bebaubar zu machen. 10 000 Menschen werden in Seuchen-Vermeidung geschult. Die Kinderschutzzonen werden ausgebaut, so dass noch mehr schutzbedürftige und traumatisiserte Kinder betreut werden können.
Mit einer Spende von beispielsweise 63 Franken erhält ein Haushalt Essensgutscheine für einen Monat.
Der Wirbelsturm Matthew fegte mit Stärke 4 über Haiti, die Dominikanische Republik und weitere Länder.
In Haiti bedrohen Ernteausfälle die erzielten Fortschritte in der Ernährungssicherung.