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Eine Universität ist ein hoch differenzierter Organismus, für dessen Funktionieren eine Vielzahl von Akteuren notwendig ist.
Über 550 Jahre die Geschichte all der vielen Studierenden, Professoren und Professorinnen, der DozentInnen und Lehrbeauftragten, der Assistierenden, Hilfsassistierenden, der dienstbaren Geister und Verwaltungsangestellten, des technischen Personals, der Bibliothekare, aber auch der Mitglieder der zahlreichen universitären Gremien, der Amtsinhaber und obrigkeitlichen Vertreter zu verfolgen, ist eine unendliche Aufgabe.
Hier können nur schlaglichtartig einige ausgewählte Aspekte angesprochen werden. Weitere Forschungen und Darstellungen wären dringend erwünscht: Darstellungen von Menschen und ihren Geschichten wie auch Schilderungen von Amtsaufgaben, Institutionen und Gremien und denjenigen, die diese Strukturen über mehr als ein halbes Jahrtausend belebt und getragen haben.
Auf den folgenden Seiten können nur ganz rudimentär und unvollständig einige Fragen zu den beiden zentralen Gruppierungen, den Dozierenden und den Studierenden angeschnitten werden. Auch die zentralen Dienste, ohne die eine Institution wie die Universität nicht funktionieren könnte, müssen weitgehend unbehandelt bleiben.
Ein säkularer Wandel - die Präsenz der Frauen
Ein Aspekt, der die moderne Universität in den letzten Jahrzehnten zunehmend und immer markanter von allen früheren Zeiten unterscheidet, soll allerdings ein wenig systematischer dargestellt werden: die Präsenz der Frauen. Zunächst am Ende des 19. Jahrhunderts nur zögernd zugelassen stellen sie mittlerweile seit Beginn des 21. Jahrhunderts die Mehrheit der Studierenden und sind auch aus dem Lehrkörper nicht mehr wegzudenken.