Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/134850

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Auswirkung der Franchise auf die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen zu prüfen. Insbesondere stellt sich die Frage,</p><p>1. ob die Höhe der Franchise aus Prämienspargründen so gewählt wird, dass diese für Versicherte nicht tragbar ist und so zu einem Verzicht auf Leistungen führt;</p><p>2. ob neben den tiefsten Einkommensklassen auch Familien der Mittelklasse mit zwei oder mehr Kindern oder mit unterstützungsbedürftigen Angehörigen wegen der höheren Franchise auf medizinische Leistungen verzichten;</p><p>3. ob allenfalls ein Systemwechsel denkbar ist, welcher die Höhe der Franchise aufgrund des steuerbaren Einkommens oder der Anzahl unterstützungsbedürftiger Angehöriger einer Familie festlegt.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat im Januar 2013 die Gesamtschau "Gesundheit 2020" verabschiedet. Damit die Leistungen des Gesundheitssystems für kranke, behinderte und sozial schwächere Menschen bezahlbar und zugänglich bleiben, ist darin als Massnahme vorgesehen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beim selbstgetragenen Anteil an den entstandenen Gesundheitskosten stärker zu berücksichtigen. Der Bundesrat erachtet es daher als sinnvoll, die Frage der Auswirkungen der Kostenbeteiligung auf die Inanspruchnahme von Leistungen vertieft zu analysieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.