Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03149.jsonl.gz/413

Am Donnerstg (29.03.) sind mit Martina Hingis und Roger Federer die letzten Schweizer Vertreter bei den Players Championships auf Key Biscayne ausgeschieden. Hingis scheiterte in 100 Minuten 3:6, 6:7 (6:8) an Venus Williams, Federer verlor den Viertelfinal gegen Patrick Rafter in 57 Minuten 3:6, 1:6.
Bei Venus Williams war die Erinnerung an die 1:6, 1:6-Demütigung von Melbourne vom ersten Return an vergessen: Schon in den ersten beiden Games totalisierte sie wohl mehr Gewinnschläge als in Australien in der gesamten Partie. Sie schaffte sofort ein Break, ein weiteres zum 3:0 und hatte im ersten Satz auch nur mässigen Widerstand zu brechen. "Für sie konnte es nicht mehr schlimmer kommen, als in Melbourne. Sie spielte befreit auf",erklärte Hingis.
Im zweiten Satz fand Hingis besser ins Spiel: Die Ostschweizerin hatte bei 6:5 im Tiebreak des zweiten Satzes einen Ball zum Ausgleich, den Williams nach einem langen Ballwechsel mit einem leichten Smash abwehrte. "In einem dritten Satz hätte ich wohl eher die besseren Chancen gehabt", mutmasste Hingis. Der Sieg von Williams, die mit ihrem fünften Erfolg in den letzten sieben Spielen im Head-to-Head auf 8:10 verkürzte, war aber verdient, sie war permanent die aktivere Spielerin.
Federer: Zuversichtlich an den Davis-Cup
Federer konnte in seinem ersten Masters-Series-Viertelfinal nur in der Anfangsphase von einem Showdown mit Agassi träumen. Bis zum 3:2 hatte er mehr vom Spiel und auch zwei Breakbälle, die er aber nicht verwerten konnte. Dann verlor er aber fünf Games in Serie und der Australier konnte sein Service-Volley-Spiel in beeindruckender Weise aufziehen. Im zweiten Satz war Rafter der klare Chef.
Federer kann trotz der 6. Niederlage im 27. Einzel des Jahres, der klarsten notabene, sehr zuversichtlich an den Daviscup reisen. Er hat erstmals bei einem Masters-Series-Turnier den Sprung unter die letzten acht geschafft und wird in der Weltrangliste am Montag eventuell zum zweiten Mal unter den Top 20 auftauchen.
swissinfo und Agenturen