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Meine Teeeltern bemühen sich eine eigenständige europäische Teekultur zu pflegen, obwohl die praktizierte Form japanisch und von dem Urasenke-Stil ist. In ihrem Haus am Bodensee werden versucht möglichst nur euorpäische Köstlichkeiten aus der Region auf dem Kaiseki-Set zu servieren und ein an der hiesigen Tradition und Kultur annährendes Praxis auszuprobieren. Nur der Tee kann man leider nicht ersetzen, seufzt oft mein Teevater D.
„Vielleicht doch, wie so nicht mit Brennesel?“ Ja, gemahlende Brenneselblätter! Jubelte er einmal. Aber der Geschmack…? Er sah die gezogenen Gesichter der Anwesenden. Wir verzichten auf diese Idee.
Nun musste ich seit einer Woche diesen Tee trinken, der die scheinbar einfachste, aber notwendigste und trivialste Tätigkeit eines Menschen erleichtern sollte – Wasserlassen. Was hilft überhaupt bei einer Blasenentzündung? Mein Arzt am Zürcher See schwörte auf den „siegreichen, pflanzlichen und profitreichen Pilze-Apparat“, während ich mich auf meine „rein pflanzliche“ Schachtelhalm-Pulver verlasse.
Es sieht so aus, dass ich den Krieg gegen die Bakterien gewinnen könnte – nach einer Woche im Bett liegen…
Ich trinke seit einer Woche immer die gemahlten Schachtelhalmpulver. Plötzlich kam ich auf die Idee: warum nicht mit Chasen (Teebesen) die Pulver schlagen? Wäre es nicht etwas für den „europäisierten“ Matcha?