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Alcon zahlt vorab 475 Millionen Dollar für die Akquisition, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zudem könne Alcon verpflichtet werden, nach der Vorauszahlung zusätzliche Zahlungen zu leisten, falls bestimmte regulatorische und kommerzielle Meilensteine erreicht werden, heisst es. Die Transaktion werde voraussichtlich im ersten Quartal 2022 abgeschlossen, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen und der behördlichen Genehmigung.
Durch die Übernahme stärke Alcon das Portfolio zur chirurgischen Behandlung des Grünen Stars. Ivantis hat den sogenannten «Hydrus Microstent» entwickelt, ein Gerät für die minimal-invasive Glaukomchirurgie, das den Augendruck senkt.
2018 von der FDA zugelassen
Das Gerät wurde im August 2018 von der amerikanischen Heilmittelbehörde FDA zugelassen. In Grossbritannien, Kanada, Australien, Singapur und Deutschland sei der «Hydrus Microstent» für das primäre Offenwinkelglaukom in Verbindung mit der Kataraktchirurgie oder als eigenständiges Verfahren indiziert.
Eine fünfjährige klinische Studie habe gezeigt, dass 65 Prozent der Patienten fünf Jahre nach der Implantation medikamentenfrei blieben, heisst es. «Das Glaukom ist nach dem Grauen Star die zweithäufigste Erblindungsursache, von der weltweit mehr als 75 Millionen Menschen betroffen sind, und es besteht ein erheblicher ungedeckter Patientenbedarf», wird Alcon-CEO David Endicott in der Mitteilung zitiert.
Ivantis ist laut den Angaben ein privates Unternehmen, das aktuell einer Gruppe von Investoren angehört. Der Hauptsitz ist in Irvine, Kalifornien.