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Walo Lüönd klingt für deutsche Ohren nicht gerade urschweizerisch. Auch nicht Guy Krneta. Letzterer, ein Berner Mundartdichter, hat seinen Nachnamen von einem kroatischen Grossvater. Walo Lüönd kennt so ziemlich jeder Schweizer, unter anderem war er seinerzeit der Partner von Emil Steinberger in den „Schweizermachern“. Der Familienname Lüönd kommt vermutlich von Lienhard und ist in der Schweiz tatsächlich häufiger als Schiller.
Natürlich gibt es viele Namen, die sich auch für Deutsche typisch schweizerisch anhören: Bünzli (ein Synonym für Spiesser), Rösti und Mörgeli (zwei SVP-Politiker), Egli (ein Fisch und ein ziemlich häufiger Name) oder Rüedi. Den häufigsten Familiennamen teilen sich Deutschland und die Schweiz brüderlich: Müller.
Regional gibt es natürlich andere Namenshits. So ist in Einsiedeln der Name Kälin dermassen häufig, dass etwa jeder Zwölfte Einsiedler Kälin heisst. Trifft man jemanden mit diesem Namen, ist die Chance ziemlich gross, dass er oder mindestens seine Familie aus diesem Ort mit dem berühmten Kloster im Kanton Schwyz stammt. Eigentlich wurden Familiennamen ja eingeführt, damit es nicht so leicht zu Verwechslungen kommt, aber in Einsiedeln tut man sich damit schwer – wenn auch Korea, Vietnam und Schweden noch mehr mit Namenshäufungen zu kämpfen haben. Jedenfalls soll es in Einsiedeln die Kälins der „Nebels“ und der „Pariser“ geben, weil anscheinend ein Kälin zu einem anderen rief, der auf einem Dach arbeitete: „Siehst Du Paris?“ Die Antwort lautete: „Nein, es hat Nebel.“
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