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Die Arbeitsplätze liegen zu über 70% in den Agglomerationskerngemeinden. Die Arbeitsplätze haben in den letzten Jahren vor allem in den Agglomerationen stark zugenommen. Vorwiegend ländlich geprägte Gemeinden verzeichneten hingegen deutlich schwächere Zunahmen.
Die räumliche Verteilung der Arbeitsplätze – bzw. der Beschäftigten, die Begriffe werden hier synonym verwendet – sowie deren Entwicklung über die Zeit ist für die Raumplanung ein zentraler Indikator. Zum Beispiel lässt sich so die Attraktivität von Regionen, Städten und Standorten ablesen.
Die räumliche Verteilung der Arbeitsplätze hat im Zusammenspiel mit der Verteilung der Bevölkerung auch einen grossen Einfluss auf die Pendlerwege. Und nicht zuletzt gestaltet die Raumplanung die Rahmenbedingungen für die Wirtschaftsentwicklung wesentlich mit, indem sie Flächen für unternehmerische Tätigkeiten bereitstellt und diese Flächen auch erschliesst (insbesondere Verkehrswege, Wasser-, Energie- und Telekommunikationsleitungen).
2018 zählte die Schweiz gut 5.2 Millionen Beschäftigte. Zwischen 2012 und 2018 kamen rund 330'000 Beschäftigte dazu – eine Zunahme von knapp 7 Prozent innert 6 Jahren. 2018 befanden sich gut 70% aller Arbeitsplätze (und knapp 60% der Einwohnerinnen und Einwohner) in den statistisch definierten Agglomerationskerngemeinden.
Die Entwicklung über die letzten Jahre (2012-2018) begünstigte die zentralen Lagen zusätzlich: Die Kategorie der Nebenkerne verzeichnet die höchste Wachstumsrate. Hingegen wiesen Gemeinden, die nicht dem statistisch definierten Raum mit städtischem Charakter zugeteilt sind, zwischen 2012 und 2018 unterdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Entsprechend liegen in diesem Gebiet mittlerweile nur noch knapp 12% aller Arbeitsplätze.
Die künftige Entwicklung der Beschäftigten wurde in den Branchenszenarien des Bundes modelliert. Gemäss diesen wird vor allem der dritte Sektor (Dienstleistungen) bis 2060 weiter an Bedeutung gewinnen, namentlich aufgrund des erwarteten starken Wachstums im Gesundheits- und im Bildungssektor. Es ist auch künftig von einem überdurchschnittlichen Arbeitsplatzwachstum in den urbanen Regionen auszugehen.