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Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand durch generalisierte Hypoxie von Geweben aus verschiedenen Ursachen.
Bilder
Symptome
Hypovolämischer Schock
Patienten mit hypovolämischem Schock haben oft eine Anamnese von Verbrennungen, Trauma, Blutungen, Erbrechen oder Durchfall. Bei der Untersuchung sind die Haut und Schleimhäute trocken. Die Halsvenen sind kollabiert und der Puls schwach.
Im kardiogenen Schock können Schmerzen in der Brust, Atemnot, Herzklopfen und Schwindel auftreten. Bei der körperlichen Untersuchung kann Zyanose zu sehen sein. Die Pulse sind schwach, gelegentlich kann ein systolisches Geräusch zu hören sein. Halsvenenstauung kann auch beobachtet werden.
Distributiver Schock
Im septischen Schock kann Fieber mit Schüttelfrost und Rigor vorhanden sein. Es kann auch Dysurie oder Kurzatmigkeit, abhängig von der Ätiologie auftreten. Eine Anamnese eines Wirbelsäulentraumas kann bei neurogenen Schock vorhanden sein. Weitere Symptome können Areflexie, Einschränkung der Thermoregulation und Schwäche unter dem Niveau der Läsion sein.
Neurologisch
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Verwirrtheit
Kalt-schweißige Haut Blass-gräuliche Hautfarbe Kalte Hände und Füße Frösteln Schneller und flacher Puls Unruhe, Verwirrtheit Zunehmende Teilnahmslosigkeit und Wegdämmern, Bewusstlosigkeit Erste-Hilfe-Maßnahmen Das Kind ansprechen und seine Bewusstseinslage [netdoktor.at]
Die Störungen reichen von Verwirrtheit und Unruhe über Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma. [eref.thieme.de]
Kardiovaskulär
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Hypotonie
Leitsymptome sind Adynamie Adynamie, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Hypotonie Hypotonie bis zum Schock und Bewusstseinsstörungen bis zum Koma. [eref.thieme.de]
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Tachykardie
Typische Symptome, die bei allen Schockformen auftreten, sind: Hypotonie (systolisch 100 mgHg) Tachykardie ( 100/min): Cave: Bei bradykarden Herzrhythmusstörungen sowie unter β-Blocker-Therapie fehlt die Tachykardie. Anurie. [eref.thieme.de]
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Zyanose
Noradrenalin), Kortison, Antihistaminika, Bronchodilatatoren oder Bronchienerweiterung bei Atemnot Hypotonie Tachykardie und Tachypnoe Schock kalter Schweiß Agitiertheit Schwindel bis zur Bewusstseinsstörung Oligurie, Zyanose, Blässe (v.a. bei Hypovolämie [eref.thieme.de]
Weitere Symptome eines Schocks sind: kalter Schweiss ( Sympathikus ) Zyanose (blaue blasse Haut) Durstgefühl (Volumenmangel) Oligurie (Akutes Nierenversagen) Tachypnoe (Hypoxie) 5 Diagnostik Anamnese Klinische Untersuchung Labor EKG Manchmal ist ein Pulmonalarterienkatheter [flexikon.doccheck.com]
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Pulsdefizit
Hypoperfusion Bewertung von Hautperfusion Hautperfusion und -kolorit (kühl bis kaltschweißig bzw. blass bis marmoriert) sowie palpatorische Abschätzung von Pulsqualität und Herzrhythmus (tachykard/bradykard, regulär/irregulär Herzrhythmus, peripheres Pulsdefizit [eref.thieme.de]
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Holosystolisches Geräusch
Herzton, Mitralsystolikum, holosystolisches Geräusch bei Ventrikelseptumdefekt, Perikardreiben. Perkussion und Auskultation der Lunge: Stauung, Erguss. EKG, Echokardiografie, evtl. Pulmonaliskatheter, Koronarangiografie, Links- und evtl. [eref.thieme.de]
Respiratorisch
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Tachypnoe
Unabhängig von der zugrunde liegenden Pathophysiologie ist das klinische Bild fast immer geprägt von Hypotonie, Tachykardie, Tachypnoe, Oligurie, Bewusstseinsstörung und erhöhten Serumlaktatwerten [35]. [eref.thieme.de]
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Dyspnoe
Dyspnoe rupturiertes Aortenaneurysma, s. Hoch-/Großwuchs (Marfan-Syndrom) Lungenembolie, s. Thorax-/Brustschmerzen, Dyspnoe, Synkope/Kollaps, Hämoptoe/Hämoptyse Mesenterialarterienembolie, s. Bauchschmerzen [eref.thieme.de]
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Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Indikationen zur künstlichen Beatmung sind: globale und schwere partialrespiratorische Insuffizienz mit PaCO2 8 kPa und/oder PaO2 8 kPa unter Sauerstoffzufuhr, persistierende respiratorische Azidose, Tachypnoe 30 – 35/min mit Einsatz der Atemhilfsmuskulatur [eref.thieme.de]
Systemisch
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Blässe
Dieser zeigt sich klinisch in Kaltschweißigkeit und Blässe des Patienten, Bedarfstachykardie und niedrigem Blutdruck. Stadien des hypovolämischen Schockes, s. folgende Tabelle. [eref.thieme.de]
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Bewusstlosigkeit
Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage; Achtung: Bewusstlosigkeit bedeutet beim Schock höchste Lebensgefahr! Reanimationsbereitschaft herstellen! [eref.thieme.de]
Englisch : hypoglycemic shock Definition Bei einem hypoglykämischen Schock kommt es durch das Absinken der Blutglukose-Konzentration zu einer plötzlichen Bewusstlosigkeit. [flexikon.doccheck.com]
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Hypothermie
Adynamie Adynamie, Hypotonie Hypotonie, Bradykardie Bradykardie, Hypothermie Hypothermie und Bewusstseinsstörungen Bewusstseinsstörung sind die Symptome. [eref.thieme.de]
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Hypoxämie
Aus der kapillären Hypoperfusion resultiert zwangsläufig eine zelluläre Hypoxämie Hypoxämie zelluläre mit deletären Konsequenzen. [eref.thieme.de]
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Aortenisthmusstenose
Mögliche Ursachen sind: Perikardtamponade Spannungspneumothorax Massive Lungenembolie Pulmonale Hypertension Hypertrophe Kardiomyopathie Aortenisthmusstenos Aortenstenose Epidemiologische Daten über hypovolämischen Schock stehen nicht zur Verfügung. [symptoma.com]
Gastro-intestinal
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Hämatemesis
Blutung, Teerstuhl, Hämatemesis, Diarrhö ) Einteilung des Schweregrads nach klinischen Zeichen Stadium I: Blässe, Kaltschweißigkeit Stadium II: Hypotonie (RR systolisch ), Tachykardie ( 100/min), Oligurie, kollabierte Halsvenen im Liegen, ZVD Stadium [amboss.com]
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Polydipsie
Polydipsie/-urie peritonealer Schock bei Peritonitis, akutes Abdomen (akute Pankreatitis, Volvulus, Invagination), s. [eref.thieme.de]
Haut
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Schwitzen
Koma treten häufig vegetative Schock Begleitsymptome, vegetative Begleitsymptome auf (Zittern, Schwitzen, Tachykardie). Glukose i. v. Glukagon-Gabe [eref.thieme.de]
Typisch für die Symptomatik sind Krampfneigung, Hyperreflexie, feuchte, blasse Haut und Schwitzen. Eine starke Exsikkose wie beim diabetischen Koma fehlt. [flexikon.doccheck.com]
Diagnostik
Labormedizinische Untersuchungen sind hilfreich bei der Bewertung eines hypovolämischen Schocks, einschließlich Blutbild, Prothrombinzeit, Leberwerte und Blutgruppenbestimmung. Endoskopie des oberen und unteren Gastrointestinaltrakts kann durchgeführt werden, um Blutungen zu festzustellen. Abdominale Bildgebung kann verschiedene andere Ursachen visualisieren. Die Untersuchungen für nicht-hämorrhagische Fälle sollten Kreatinin und Elektrolyte, Lipase und Leberfunktionstests umfassen.
Die Untersuchungen für den Nachweis der Ätiologie des kardiogenen Schocks schließen unter anderem Elektrokardiographie (EKG), Herzenzyme und arterielle Blutgase mit ein.
Zu den wichtigsten Untersuchungen bei distributivem Schock gehören komplettes Blutbild mit Differentialblutbild, Prothrombinzeit, arterielle Blutgase, C-reaktives Protein, Urinanalyse und Kulturen mit Gram-Färbung. Abdominale Bildgebung kann durchgeführt werden, um Abszesse, Pankreatitis und Darmverschluss auszuschließen.
Therapie
Die Behandlung von Schock, hängt von der Ursache ab.
Die Volumensubstitution steht im Vordergrund. Isotone kristalline und kolloidale Infusionslösungen sollten angewandt werden [5] [6]. Positiv inotropen Substanzen können auch bei Bedarf gegeben werden.
Kardiogener Schock
Bei kardiogenem Schock wird die Herzfunktion durch positiv inotrope Substanzen wie Dopamin, Dobutamin oder Noradrenalin verbessert [7] [8]. Thrombolytische Therapie wird angewandt, wenn eine thrombotische Ätiologie etwa bei Myokardinfarkt oder Lungenembolie vermutet wird. Frühe Revaskularisation durch Angioplastie oder Bypass-Operationen kann erforderlich sein. Eine bestehende Arrhythmie, muss korrigiert werden.
Distributiver Schock
Frühe Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für eine bessere Prognose in den Fällen von septischem Schock [9]. Eine antimikrobielle Therapie sollte unverzüglich gestartet werden, wenn die Diagnose von septischem Schocks gestellt wurde. Nach Erhalt der Befunde der Kulturen kann die antibiotische Therapie dem ursächlichen Erreger angepasst werden. Positive inotrope Mittel können verwendet werden [10]. Bei neurogenem Schock werden Infusionen gegeben, um eine hämodynamische Stabilität zu erreichen. Inotrope Unterstützung durch Dopamin sollten zur Verfügung gestellt werden. Wenn der Patient an schwerer Bradykardie leidet, kann Atropin verwendet werden.
Prognose
Ältere Patienten und Patienten mit Vorgeschichte von Herzinfarkt haben eine schlechte Prognose bei kardiogenem Schocks. Die Mortalität der Patienten mit septischem Schock ist höher bei Kleinkindern und älteren Personen und bei immunsuppressiven Zuständen, wie Neutropenie, Diabetes mellitus, Alkoholismus und Nieren- und Lungenversagen. Positive Blutkulturen für die Erreger bedeutet erhöhte Morbidität. Bestimmte Stämme von Bakterien, wie Pseudomonas verursachen eine besonders hohe Sterblichkeit. Hypovolämischer Schock ist in der Regel mit einer günstigen Prognose assoziiert, wenn Bluttransfusionen und intravenöse Flüssigkeiten zeitnah gegeben werden.
Ätiologie
Hypovolämischer Schock
Hypovolämischer Schock ist in der Regel mit Blutverlust verbunden. Die Ätiologie des Blutverlustes kann variieren. Trauma der Leber, Milz, Lunge oder Knochen mit übermäßigen Blutungen können zu hypovolämischen Schock führen [1]. Gastrointestinale Blutungen aus Geschwüren, Polypen und Tumoren können auch zu erheblichem Blutverlust führen. Andere Ursachen für Blutverlust sind Ruptur von Aneurysmen, Eileiterschwangerschaft und hämorrhagische Zysten. Hypovolämischer Schock kann auch durch nicht-hämorrhagische Ursachen wie Dehydratation (bei Erbrechen und Durchfall) und schwere Verbrennungen entstehen.
Kardiogener Schock
Die Risikofaktoren für die Entwicklung von kardiogenem Schock sind die folgenden:
Kardiogener Schock kann auch im Rahmen von akutem Myokardinfarkt, dilatativer Kardiomyopathie, Herzrhythmusstörungen, Klappenfehlern, Perikardtamponade, konstriktiver Perikarditis und Aortendissektion auftreten.
Distributiver Schock
Bei distributivem Schock entsteht aufgrund einer abnormen Verteilung des Blutflusses eine relative Hypovolämie. Der septische Schock ist die häufigste Form des distributiven Schocks. Anaphylaktischer Schock und neurogener Schock sind auch häufige Formen des distributiven Schocks. Neurogener Schock entsteht unter anderem durch Läsionen des Rückenmarkes, Spinalanästhesie oder durch Trauma.
Die Risikofaktoren für die Entwicklung von septischem Schock sind die folgenden:
- Alter (über 65 Jahre)
- Immunsuppression
- Pneumonie
- Unterernährung
- Neoplastische Erkrankungen
- Die häufigste Ursache von septischem Schock bei älteren Menschen ist Harnwegsinfektion [2].
Obstruktiver Schock
Obstruktiver Schock tritt auf, wenn eine akute Obstruktion des pulmonalen oder systemischen Blutflusses als Folge angeborener oder erworbener Faktoren entsteht. Mögliche Ursachen sind:
Epidemiologie
Epidemiologische Daten über hypovolämischen Schock stehen nicht zur Verfügung. Die Häufigkeit von kardiogenem Schock bei Patienten mit einem akuten Myokardinfarkt beträgt 5 bis 10%. Schwere Sepsis tritt bei weniger als 3 Personen pro 1000 Einwohner in den Vereinigten Staaten auf. Eine Studie zeigte, dass septischer Schock in den Industriestaaten die häufigste Art von Schock mit 57% der Patienten zu sein scheint [3].
Pathophysiologie
Die Pathophysiologie des Schocks ist abhängig von dem Typ.
Hypovolämischer Schock
Hypovolämischen Schock entsteht durch deutlich reduziertes Volumen an Blut ,wodurch die Perfusion von Geweben nicht wirksam aufrechterhalten werden kann.
Kardiogener Schock
Kardiogenen Schock entsteht durch das Versagen der Pumpfunktion des Herzens.
Distributiver Schock
Obstruktiver Schock
Obstruktiver Schock tritt auf, wenn eine akute Obstruktion des pulmonalen oder systemischen Blutflusses durch angeborene oder erworbene Faktoren entsteht.
Prävention
Es gibt keine praktische Möglichkeit, hypovolämischen oder neurogenen Schock zu vermeiden. Kardiogener Schock kann durch die Reduzierung der Risikofaktoren für Herzinfarkt und Herzrhythmusstörungen (wie beispielsweise die Vermeidung von Rauchen, Adipositas-Prävention und Vermeidung der Überdosierung von Medikamenten, die Herzrhythmusstörungen verursachen) verhindert werden. Septischer Schock kann verhindert werden, wenn adäquate antimikrobielle Therapie in der frühen Phase der Sepsis gestartet wird.
Zusammenfassung
Patientenhinweise
Quellen
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- Krcmery V. [Etiology and pathogenesis of septic shock]. Vnitrni lekarstvi. Jul 1996;42(7):467-469.
- Fisher JD, Nelson DG, Beyersdorf H, Satkowiak LJ. Clinical spectrum of shock in the pediatric emergency department. Pediatric emergency care. Sep 2010;26(9):622-625.
- Ackerman AD, Singhi S. Pediatric infectious diseases: 2009 update for the Rogers' Textbook of Pediatric Intensive Care. Pediatric critical care medicine : a journal of the Society of Critical Care Medicine and the World Federation of Pediatric Intensive and Critical Care Societies. Jan 2010;11(1):117-123.
- Annane D, Siami S, Jaber S, et al. Effects of fluid resuscitation with colloids vs crystalloids on mortality in critically ill patients presenting with hypovolemic shock: the CRISTAL randomized trial. JAMA : the journal of the American Medical Association. Nov 6 2013;310(17):1809-1817.
- Kobayashi L, Costantini TW, Coimbra R. Hypovolemic shock resuscitation. The Surgical clinics of North America. Dec 2012;92(6):1403-1423.
- Bourdarias JP, Dubourg O, Gueret P, Ferrier A, Bardet J. Inotropic agents in the treatment of cardiogenic shock. Pharmacology & therapeutics. 1983;22(1):53-79.
- Mueller HS. Inotropic agents in the treatment of cardiogenic shock. World journal of surgery. Feb 1985;9(1):3-10.
- Carcillo JA, Davis AL, Zaritsky A. Role of early fluid resuscitation in pediatric septic shock. JAMA : the journal of the American Medical Association. Sep 4 1991;266(9):1242-1245.
- Oba Y, Lone NA. Mortality benefit of vasopressor and inotropic agents in septic shock: A Bayesian network meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of critical care. Apr 26 2014.