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Abgeschieden, im hohen Norden Thailands, in der Grenzregion zu Myanmar, liegt das «Orphanage House Bethesda». Die Bewohner dieser Region zählen mehrheitlich zu der Minderheit der Akha. Ein Bergvolk welches sich von China her über Myanmar und Thailand ausgebreitet hat. Die Akha bewirtschaften ihre Felder, um die Selbstversorgung zu gewährleisten. Traditionsreich ist die Kultur der Akha in Form von Tänzen, Kostümen und Schmuck sowie Volksfesten. Durch ihre fleissige Art behielten die Akha eine Grundform von Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit welches den Umgang mit ihnen sehr angenehm gestaltet. Jedoch herrschten, bis vor zirka 20 Jahren in der Bergregion Grenzkonflikte und Korruption, welche den Drogenbanden freie Geschäfte gewährten. Die Drogenbanden und gewaltbereiten Banden kamen über die grüne Grenze aus dem angrenzenden Myanmar. Als die thailändische Regierung härter durchgriff eskalierte die Situation. Ein kurzer Grenzkrieg mit Myanmar war die Folge. Heutzutage ist die Situation einigermassen normal. Leider sind Drogen immer noch sehr präsent und gut erhältlich, jedoch ist das Militär und die Polizei aktiv um jeglichen Handel zu unterdrücken. Die Gegend zählt heute zu den eher sichereren Thailands. Nicht ganz unschuldig ist die ehrliche Kultur der Akha’s. Die bewegte Vergangenheit und die zittrige Zukunft hat leider Auswirkung auf die Schwächsten, die Kinder. Viele von ihnen sind Waisen, wachsen bei Verwandten oder Grosseltern auf, leben in ärmlichen Behausungen und erhalten zu wenig Essen. Andere Probleme sind, dass einige Dörfer zu abgeschieden sind um den Kindern eine Schulbildung sowie Zukunftsperspektiven zu bieten.
Dort greift das Haus Bethesda seit 1993 ein. Die Unterstützung der meist überforderten Grosseltern oder der allein erziehenden Mütter, beginnt mit der Einquartierung des Kindes in einem der gut 15 Doppelstockbetten, entweder im Mädchen- oder Knabenschlafsaal. Häufig kommen die Kinder ab 4 Jahren ins Waisenhaus, wo ihnen einfachste Dinge wie duschen oder Zähne putzen beigebracht werden muss. Häufig zeigt sich durch den plötzlich geregelten Alltag eine Auffälligkeit des Kindes. Die Ziele welche das Haus Bethesda verfolgen sind ein sicheren Schlafplatz sowie 3 Mahlzeiten am Tag, Toilettenartikel, medizinische Versorgung sowie Unterricht in Lebensfragen und ethischem Verhalten, um den Kindern ein stabiles Gerüst für die Zukunft zu geben zum Beispiel auch eine Ausbildung für die Zukunft bis hin zur Universität.
Der Alltag beginnt normalerweise frühmorgens um 5:30-6:00 Uhr um die Morgentoilette zu erledigen, zu frühstücken und die zugeteilten Ämtli zu erledigen. Um 7:30 Uhr werden die Kinder in die Thai-Tagesschule gefahren in welcher sie bis 15:00 Uhr sind. Anschliessend beginnt um 16:00 Uhr die Chinesen-Schule welche um 19:00 Uhr endet. Dann werden die Kinder wieder abgeholt. Sie haben etwas Freizeit, bis um 20:00 Uhr das Abendessen serviert wird. Danach geht es unter die Dusche und teilweise gibt es eine gemeinsame Aktivität um 21:30 Uhr pünktlich ins Bett zu gehen. Dieser Tagesablauf wiederholt sich Montag bis Freitag. Samstag dürfen die Kinder nur in die Chinesen Schule, welche von 9 Uhr bis 15 Uhr stattfindet und der Sonntag steht meistens für gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung.
Das Ziel dieses straffen Zeitplans ist es, den Kindern die bestmögliche Bildung mit auf den Lebensweg zu geben. Bewusst wird auf Chinesisch gesetzt, um im asiatischen Raum eine grössere Chance im Tourismus zu erhalten. Trotz all den Sprachen, welche die Kinder lernen müssen, wird auch auf die eigene Sprache Rücksicht genommen. Die Kinder müssen die Akha-Sprache lernen. Dies um die Kultur und Tradition zu bewahren. Es gibt verschiedene Anlässe, bei welchen die Kinder die traditionellen Tänze aufführen können. Häufig ist die gesprochene Sprache im Kinderheim deshalb auch die Akha-Sprache.
Der Verein Waisenhäuser Thailand und Asien greift bei der Finanzierung des täglichen Ablaufs (die Kalkulation des Budgets für den täglichen Ablauf beinhaltet: Esswaren, Toilettenartikel, Kleider, Matratzen, Schuhe, Rucksäcke und vieles mehr dazu), sowie bei gesundheitsfördernden Massnahmen (Trinkwasserfilter Montage und Bau eines Wassertanks) und Bauprojekten (Wohnhausrenovation welches z.B. ein neues Dach benötigt hat) ein. Desweiteren gehören regelmässige Besuche vor Ort dazu, bei welchem zudem auf einen gewissen Spassfaktor für die Kinder geachtet wird. So werden Marktbesuche realisiert, kulturelle Ausflüge in der Region oder einfach einmal plantschen gehen. Wobei gesagt werden muss, dass die Kinder die alleinige Anwesenheit des Vereinspräsidenten am meisten schätzen und geniessen. Die Kinder wollen Zeit und Zugehörigkeit geschenkt bekommen, das macht sie glücklich. Weiter verfolgt der Verein eine nachhaltige Entwicklung des «House Bethesda Orphanage». Dies wird versucht mit speziellen Projekten in der Landwirtschaft, welche einen nachhaltigen Zyklus generieren soll.
Zukunftsplanend sind wir an Projekten in Chiang Rai involviert, bei welchem Studenten aus dem «House Bethesda Orphanage» die Möglichkeit haben, die Universität zu besuchen und ihre Selbstständigkeit zu fördern. Ein weiteres Projekt ist die Vergrösserung des Waisenhauses. Es ist geplant, einen neuen Schlafsaal zu bauen um weiteren Kindern die Möglichkeit für eine stabilere Zukunft zu geben. Es sind auch noch Wasserfilter für Duschwasser, welches zur Zeit bräunlich verfärbt ist, zu installieren. Immer wieder müssen auch Betten, Matratzen und Kissen welche langsam in die Jahre gekommen sind, ersetzt werden. Es sind auch regelmässig Schulgebühren zu bezahlen.
Somit nimmt der Verein Waisenhäuser Thailand und Asien gerne jegliche Spenden an und gibt diese 100% weiter an die verschiedenen Projekte. Gerne dürfen Sie uns unterstützen und den Betrag direkt an die IBAN
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überweisen.
Der Verein ist im Handelsregister eingetragen und wurde steuerlich befreit, somit werden für alle Einzahlungen Steuerbestätigungen verschickt.
Herzlichen Dank im Namen der Kinder und des Vereins Waisenhäuser Thailand und Asien.