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Glühbirnen und Lampen
Glühbirnen und Lampen:
Besonderheiten kennen, um die richtige Wahl zu treffen
Berühren Sie eine Lampen-Kategorien, um direkt zu ihrer Beschreibung zu gelangen
Mehr Licht mit weniger Strom
Lampen* für den Hausgebrauch (Glühbirnen, Leuchtstofflampen, Spotlampen etc.) lassen sich grob in vier Kategorien gliedern: LED-Lampen, Leuchtstofflampen, Halogenglühlampen (schrittweise vom Markt genommen) und klassische Glühlampen (bereits fast vollständig aus dem Handel genommen).
Die auf den Verpackungen obligatorische Energie-Etikette teilt sie in verschiedene Energieeffizienzklassen ein, genauer gesagt, sie klassifiziert sie nach der Höhe der Lichtausbeute (Lumen pro Watt, (siehe Grafik). Die effizientesten Lampen sind mit A++ gekennzeichnet, die am ineffizientesten sind mit E klassifiziert : A++A+ABCDE
Ein Beispiel: Um die gleiche Menge Licht (1000 Lumen) auf einen Küchentisch zu projizieren, benötigt eine Lampe der Energie-Klasse A+ 5 bis 6-mal weniger Strom als eine Lampe der Klasse C, und 7 bis 8-mal weniger Strom als eine Lampe der Klasse E.
Die Energie-Etikette berücksichtigt den Stromverbrauch der elektronischen Bestandteile der Lampe, die zu ihrem Gebrauch notwendig sind, und sie berücksichtigt ebenfalls das "verlorene" Licht einer Lampe aus gelenkten Lichtbündeln.
Die Kategorien F und G erscheinen nicht mehr auf den Energie-Etiketten der für Haushalte vorgesehenen Produkte, da die Lampen dieser zwei Klassen für den Privatgebrauch im Handel nicht mehr erhältlich sind – Backofenlampen sowie Spezial- oder Dekorationslampen sind davon ausgenommen.
Die Schweiz folgt dem Beschluss der Europäischen Union, die am wenigsten effizienten Lampen und Leuchten schrittweise vom Markt zu nehmen. Deshalb werden jetzt Halogenlampen der Kategorien D und C schrittweise vom Markt genommen.
Mit Lumen (lm) wird die Lichtausbeute angegeben
Bei den herkömmlichen, klassischen Glühlampen war der Stromverbrauch (in Watt) praktisch gleich gross wie die ausgestrahlte Lichtmenge. Da es nun aber viele verschiedene, neuartige und moderne Lampen gibt, sollte man ab jetzt die Anzahl Lumen (lm) beachten. Das Lumen ist die Einheit des Lichtstroms oder anders gesagt die "Lichtausbeute". In der Regel reichen 300 Lumen für eine Nachttischlampe und 400 bis 600 Lumen für eine Schreibtisch- oder Leselampe. 1000 bis 1200 Lumen sind nötig, um einen Esstisch zu beleuchten.
LED-Beleuchtung
Technische Angaben
LED ist ein Akronym und steht für Light-Emitting Diode (auf Deutsch: Lumineszenz- oder lichtemittierende Diode). Das Licht wird produziert, wenn Strom durch einen Halbleiterkristall, also durch eine Diode fliesst (der umgekehrte Vorgang geschieht in einer Photovoltaikzelle eines Sonnenkollektors: Strom wird produziert, wenn Licht durch einen Halbleiter fliesst). Weisses Licht wird hauptsächlich auf 2 Arten produziert:
- Die lichtemittierende Diode strahlt blaues Licht aus. Sie ist mit feinen Phosphorschichten überzogen, welche einen Teil der blauen Lichtwellen absorbieren und diese Energie in Form von anderen Lichtfarben wieder-abstrahlen, was ein für unsere Augen weisses Licht erzeugt. Die meisten der zur Beleuchtung verwendeten LEDs funktionieren auf diese Weise.
- Drei LEDs – in der Regel rot, grün und blau – strahlen gleichzeitig ihr Licht aus. Unseren Augen erscheint die Mischung dieser drei Farben als Weiss (siehe Additive Farbmischung-RGB). Durch Veränderungen der Strahlungsintensität der drei Dioden können für unsere Augen alle Lichtfarben nachgeahmt werden.
Da LEDs mit einer niedrigen Stromspannung funktionieren (meistens 3,5 V), benötigen sie einen Transformator, der entweder im Lampensockel versteckt oder in einem separaten Steckernetzteil integriert ist.
Vor- und Nachteile
Obwohl ihre technologische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, können LED-Lampen eine sehr gute Lichtausbeute (> 100 Lumen pro Watt), einen sehr guten IRC-Farbwiedergabe-Index (bis 95%) und eine sehr lange Lebensdauer (mehr als 20 Jahre) aufweisen. LEDs gehen praktisch ohne Verzögerung an, erreichen sofort ihre volle Leuchtkraft, sind sehr robust bezüglich häufigem Ein- und Ausschalten, funktionieren gut in der Kälte, strahlen kein ultraviolettes Licht aus und können in zahlreichen Formen verwendet werden, was die Beleuchtung revolutioniert: es gibt sie als Bänder, Platten, biegsame Röhren bzw. Leuchtkabel. Sie können die meisten anderen Lampen ersetzen: Glühbirnen, Spotlichter, Leuchtstoffröhren, Röhrenglühlampen, Kühlschranklampen, kleine Halogenlampen und auch die am wenigsten effizienten klassischen Glühlampen im Haushalt: Röhren mit Lampenfassung S14, S15 und S19 (siehe Abbildung).
Man findet sogar LED-Lampen mit einer R7s-Fassung, welche diejenigen Lampen im Haushalt ersetzen können, die am meisten Strom fressen: die dünnen Halogenröhren in Bleistiftform der Wohnzimmerlampen für indirekte Beleuchtung. Achten Sie aber darauf, ob das LED-Leuchtmittel Platz im Beleuchtungskörper findet, denn diese Neuheiten sind um einiges grösser als die dünnen Halogenröhren.
Und zudem gibt es nun auch LED-Leuchtfaden-Lampen in klar oder matt, die als Dekoration oder zur Beleuchtung verwendet werden. Im Retro- oder "Vintage"-Stil sehen sie den ersten Edison-Lampen ähnlich – aber sie können auch Kerzenflammen imitieren. Ihre Leuchtfäden bestehen aus vielen aneinandergereihten, winzigkleinen LED-Lämpchen, die mit einer gelben Fluoreszenzschicht überzogen sind. Auch wenn es nicht danach aussieht, so sind doch im Sockel dieser LEDs einige elektronische Elemente versteckt. Hat die Lampe ausgedient, dürfen diese elektronischen Bauteile nicht in den Abfalleimer geworfen werden. Die LED-Leuchtfaden-Lampen (auch LED-Filament-Lampen genannt) sind nicht zu verwechseln mit den dekorativen Glühlampen, die zehnmal mehr Strom verbrauchen.
Bevor 230 V-Halogen-Spots oder Niederspannungs-Halogen-Spots (12 oder 24 V) durch LED-Spots ersetzt werden, muss die Kompatibilität mit dem bereits vorhandenen Dimmer oder Transformer überprüft werden (siehe Herstellerangaben).
Vorsicht ist geboten beim Ersetzen von Leuchtstoffröhren (sogenannte "Neonröhren") durch LEDs. Achten Sie unbedingt:
- auf die elektrische Kompatibilität mit dem vorhandenen Vorschaltgerät. Je nach LED-Röhre muss das Vorschaltgerät entweder ausgewechselt werden oder ausgeschaltet werden (mittels Änderung der elektrischen Verkabelung) oder kann weiterbenutzt werden. In allen Fällen müssen die LED-Röhren dem Norm-Entwurf EN-62560 ensprechen. Basteln Sie nicht: Beim Auswechseln einer Röhre besteht die reale Gefahr eines tödlichen elektrischen Schlags (Elektrokution)!
- auf die Funktionsweise des Beleuchtungskörpers, wenn er Reflektoren oder Gitter besitzt: die Lichtstreuung einer LED-Röhre ist ganz anders als diejenige einer Leuchtstoffröhre, und die Beleuchtung könnte nach dem Auswechseln weniger angenehm ausfallen. Oft empfiehlt es sich, einen den LEDs angepassten Beleuchtungskörper zu kaufen.
Bei der Auswahl beachten
Bei den im Handel erhältlichen LED-Beleuchtungen steigt die Qualität im gleichen Masse wie die Preise sinken. Aber aufgepasst: Unter den LEDs figurieren Produkte ganz unterschiedlicher Güte! Das Qualitätsniveau reicht von ausgezeichnet bis zu sehr mittelmässig. Aus diesem Grund lohnt es sich, sich an namhafte Hersteller zu halten sowie die zusätzlich zur Energie-Etikette auf der Verpackung gedruckten Angaben gründlich zu studieren (vgl. den Artikel Glühbirnen wählen – mit der Sonne als Vorbild). Weist die Verpackung keine näheren Angaben zu Lumen, IRC (oder Ra) oder Farbtemperatur auf, ist es besser, die Lampe nicht zu kaufen.
• Da das Licht aus einer LED-Lampe in eine bestimmte Richtung strahlt, muss es mittels einer Streulinse verteilt werden, um die Lichtstrahlen weiter aufzufächern. Die Beleuchtung fällt allerdings weniger gleichförmig aus als bei klassischen Glühlampen oder Kompaktleuchtstofflampen. Was für eine auf ein Bild gerichtete Spotlampe oder für eine Lampe in Glühbirnenform, die einen Tisch beleuchtet, den Vorteil ausmacht, ist für andere Leuchtkörper ein Nachteil, da ihr Design eine gleichmässige Lichtverteilung verlangt: das sind zum Beispiel grosse, transluzente Kugelleuchten, kunstvolle Lampenschirme oder auch Deckenleuchten mit Reflektor. Bevor man eine ganze Reihe Lampen ersetzt, kann man auch erst einmal mit einer vom Nachbar ausgeliehenen Lampe eine Probe machen.
• Achten Sie beim Kauf einer Schreibtisch-, Nachttisch- oder Wohnzimmerlampe mit integrierten LEDs darauf, dass der Schalter die Stromversorgung des Transformators unterbricht, so dass er nicht ununterbrochen unter Spannung steht (siehe Nachttischlampe).
• Vorsicht, Versuchung! LEDs bieten viele neue Verwendungsmöglichkeiten, besonders für die Dekoration: Girlanden, Beleuchtung von Boden, Fassade oder Garten – und nicht zu vergessen die Beleuchtungssteuerung via Smartphone oder Internet. Letzlich läuft man fast schon die Gefahr, den Stromverbrauch zu steigern statt zu senken(!).
Bei der Entsorgung beachten
LED- enthalten elektronische Bestandteile. Wie alle elektronischen Abfälle müssen sie in ein Verkaufsgeschäft zurückgebracht oder in einer Wertstoffsammelstelle abgegeben werden.
Wissenwert
Auf einem Band aufgereiht erzeugen LEDs eine bessere Beleuchtung als in einer Glühbirne konzentriert. Hinzu kommt, dass Wärme ihre Lichtausbeute und ihre Lebensdauer verringern. Deshalb ist es besser, wenn sie vom Transformator getrennt sind, statt durch diesen zusätzlich erwärmt zu werden, wie dies bei den LED-Glühbirnen der Fall ist. Aber abgesehen davon: muss man einen bereits installierten Beleuchtungskörper beibehalten, sind qualitativ hochwertige LED-Glühbirnen trotzdem die richtige Wahl.
Vorsichtsmassnahmen
"Nackte" oder anders gesagt "unverkapselte" LED-Lampen, deren Licht ohne Diffusor direkt ins Auge fällt, können stark blenden, da ihr Licht sehr gebündelt ist. Für einen angenehmen Sehkomfort wird man Lampen mit Diffusor wählen (zum Beispiel matte Glühbirnen bei denen man die LEDs nicht sieht). Man sollte es vermeiden, direkt in "nackte" LEDs mit hoher Farbtemperatur zu schauen (>4000°K, cool white/kalt-weiss und daylight/Tageslicht), denn ihr Spektrum enthält viel Blaulicht – je höher die Farbtemperatur, desto grösser der Blauanteil. Da unsere Augen aber auf dieses Blau besonders empfindlich reagieren, besteht seitens einiger Mediziner die Befürchtung, dass bei übermässiger Exposition die Netzhaut auf Dauer unheilbar beschädigt werden kann (Makuladegeneration). Sicherheitshalber wird man es deshalb vermeiden, direkt und auch nicht indirekt in das Licht der kleinen blauen und sehr hellen LEDs zu blicken, wie es bei einigen elektronischen Geräten oder Spielzeugen, LED-Projektoren (zur Beleuchtung von Stadien, Strassen oder Werkstätten) und dem Tagfahrlicht von Fahrzeugen vorkommt.
Sehr kleine Kinder sind durch eine übermässige Exposition ganz besonders gefährdet, denn ihre Augenlinsen sind sehr durchlässig. Auch ältere Personen sind sehr empfindlich, denn bei Ihnen hat die Netzhaut der Augen bereits den Stress vieler Lebensjahre kumuliert – und ganz besonders empfindlich sind Personen, bei denen eine Katarakt-Operation (Grauer Star) vorgenommen wurde (die trübe Augenlinse wurde dabei durch eine durchsichtige ersetzt).
LED mit einer warmen Farbtemperatur von 2500-3000°K (warm white, warmweiss) haben ein Lichtspektrum, das wenig Blau enthält: Sie können zwar stark blenden, wenn die LEDs nicht verkleidet sind, aber ihr Licht schädigt die Netzhaut nicht.
• Gegen Tagesende und am Abend besteht ein anderer Grund, weshalb eine starke Beleuchtung mit hohen Farbtemperaturen vermieden werden sollte: der übermässige Blauanteil im Licht kann auf die Regulierung unseres Tagesrhythmus, das heisst auf unseren natürlichen Schlaf-Wach-Zyklus einwirken und durch einen gestörten Melatoninzyklus zu Schlafstörungen führen.
• Einige LED‑Lampen mit elektronischem Vorschaltgerät von mangelhafter Qualität verursachen ein Flackern mit grosser Amplitude (flicker auf Englisch und von den Berufsfachleuten für Beleuchtungskörper mit Flickern ins Deutsche übernommen), das von einem kaum sichtbaren Flimmern bis zu richtiggehendem Blinken reicht und die Augen stark ermüdet und zu Kopfschmerzen führt. Dieses Phänomen rührt von der ungenügenden Umwandlung des Netzstroms (230V/50Hz) in Gleichstrom. Es kann auch auftreten, wenn die Lichtintensität der Lampe mit einem Dimmer verringert wird. Glühlampen und Halogenlampen generieren zwar ebenfalls ein Flickern, aber mit viel schwächerer Amplitude. Leuchtstoffröhren, die mit einem einfachen magnetischen Vorschaltgerät ausgerüstet sind, weisen ebenfalls ein starkes Flickern auf – wie dies bei der alten Generation von Kompaktleuchtstoffröhren (den sogenannten "Energiesparlampen") der Fall war.
Ob ein solches Flickern besteht lässt sich recht einfach feststellen, indem man die Lampe ganz nahe unter einem Smartphone im Modus "Photo/Film" betrachtet. Das Flickern wird auf dem Bildschirm in einer Abfolge von hellen und dunklen, mehr oder weniger deutlich voneinander abgegrenzten und tanzenden Bändern wiedergegeben (Interferenzmuster). Ein anderer Test besteht darin, mit der Hand vor der Lampe zu wedeln: verursacht die Lampe ein Flickern, ergibt sich zusammen mit dem Winken ein Stroboskopeffekt. Im Smartphone betrachtet zeigen LED-Lampen von guter Qualität kein Interferenzmuster.
• LEDs produzieren wenig Wärme, aber der Sockel einer LED-Lampe kann durch den darin untergebrachten Transformator sehr heiss werden. Er verursacht hingegen viel weniger Elektrosmog als Transformatoren von Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen), denn er erzeugt einen Gleichstromfluss.
LED-Lampen, Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Dimmen von LED – Gewusst wie, EnergieSchweiz
Leuchtstofflampen
Technische Angaben
In den mit fluoreszierendem Pulver beschichteten Glasröhren ist gasförmiges Quecksilber eingeschlossen. Wird der Quecksilberdampf elektrischen Stromschwingungen ausgesetzt, setzt er in sehr schneller Folge Entladungen von ultraviolettem Licht frei, welches vom Beschichtungspulver absorbiert wird. Das Pulver wiederum strahlt die empfangene Energie in Form von weissem Licht ab. Leuchtstoffröhren ("Neonrören") – stabförmig oder wie ein U gebogen – benötigen ein magnetisches oder elektronisches Vorschaltgerät, das in ihrer Haltevorrichtung integriert ist. Bei den Kompaktleuchtstofflampen ("Energiesparlampen") befindet sich dieses Vorschaltgerät im Sockel.
Vor- und Nachteile
Mit dem Aufkommen der LEDs sind Kompaktleuchtstofflampen nicht mehr die erste Wahl bezüglich Energiesparen und Umweltschutz, dies insbesondere aufgrund der weniger guten Lichtausbeute, der Verbreitung von stärkeren elektromagnetischen Feldern (Elektrosmog), der möglichen UV-Strahlung und der Schwierigkeiten beim Recycling (Quecksilber in den Röhren). Ausserdem sind Kompaktleuchtstofflampen kälteempfindlich und erreichen im Gegensatz zu den LEDs ihre volle Leuchtkraft nicht sofort beim Einschalten.
Dünne Leuchtstoffröhren (26 mm und 16 mm Durchmesser) können eine sehr gute Lichtausbeute (Klasse A+) sowie eine grosse Leuchtkraft aufweisen. LED-Röhren machen ihnen jedoch bereits schon Konkurrenz.
Bei der Auswahl beachten
Im Handel sind Kompaktleuchtstofflampen und -röhren von sehr unterschiedlicher Qualität erhältlich. Für eine gute Wahl beachten Sie den IRC-Farbwiedergabe-Index und die Farbtemperatur. Leuchtstoffröhren, die dazu verwendet werden, Wohnräume oder einen Arbeitsplatz auszuleuchten, sollten besser ein "elektronisches Vorschaltgerät" als ein "magnetisches Vorschaltgerät" besitzen, um etwaiges Lichtflackern zu vermeiden: das Flackern selbst ist oft kaum wahrnehmbar, aber es stört den Sehkomfort. Man kann die Lichtstabilität einer Leuchtstoffröhre mit dem Smartphone prüfen.
Bei der Entsorgung beachten
Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen enthalten Quecksilber, ein für die Gesundheit und die Umwelt sehr schädliches Schwermetall: Solche Lampen sind "Sonderabfall" und müssen sehr vorsichtig transportiert sowie in einer Sammelstelle abgegeben werden (Verkaufsgeschäft oder Gemeindesammelstelle). Ausser dem Quecksilber enthalten Kompaktleuchtstofflampen auch ein elektronisches Vorschaltgerät in ihrem Sockel: ein weiterer Grund, warum sie nicht in den Abfalleimer geworfen werden dürfen.
Vorsichtmassnahmen
Die Glasröhren der Kompaktleuchtstofflampen enthalten Quecksilber und giftiges Pulver. Zerbricht eine solche Lampe, ist es wichtig, den Raum ausgiebig zu lüften. Benutzen Sie keinen Staubsauber, um die Scherben einzusaugen, so vermeiden Sie eine weitere Verteilung des Pulverstaubs im Raum. Benutzen Sie ein Klebeband, um die kleinen Splitter aufzunehmen und bringen Sie alles in ein Verkaufsgeschäft oder in die Sammelstelle Ihrer Gemeinde.
• Kompaktleuchtstofflampen können UV-Strahlen absondern, wenn das Lampenglas nicht gleichmässig mit dem weissen Pulver beschichtet ist.
• Damit die schnellen Folgen der Lichtentladungen kein für unsere Augen sichtbares Flackern entstehen lassen, arbeiten die elektronischen Vorschaltgeräte mit Hochfrequenz, was mehr Elektrosmog generiert als dies bei herkömmlichen Glühlampen oder LEDs der Fall ist. Nach dem Vorsorgeprinzip (vorausschauendes Handeln) wird empfohlen, eine Mindestdistanz von 30 cm zu Kompaktleuchtstofflampen bzw. von wenigstens einem Meter zu Leuchtstoffröhren einzuhalten.
Halogenbeleuchtung
Ab dem 1. September 2018 sind im Handel nur noch Halogenlampen erhältlich, die mindestens die Klasse B auf der Energie-Etikette erreichen. Die gewöhnlichen, bis anhin erhältlichen Halogenlampen (Fassung E27 und E14) mit Energieeffizienzklasse C und D werden nach und nach aus den Verkausgeschäften verschwinden: Die Läden haben bis zum 1. September 2019 Zeit, die verbleibenden Lagerbestände mit diesen Lampen noch zu verkaufen.
Halogenlampen mit R7 oder G9 Sockel, die in die Energieeffizienzklasse C fallen, dürfen vorläufig noch weiterhin verkauft werden, ebenso Halogenlampen, für welche es aufgrund ihrer Form oder Einsatzweise noch keine Alternative gibt.
Technische Angaben
Bei Halogenlampen handelt es sich um eine verbesserte Variante der herkömmlichen Beleuchtung mit klassischen Glühbirnen. Durch einen Glühdraht aus Wolfram lässt man Strom fliessen, was diesen Faden so stark erhitzt, bis er weiss glüht: so entsteht das Licht in der Glühlampe. Damit der Glühfaden nicht verbrennt, enthält der unter Druck stehende kleine Quartzglaskolben von Halogenlampen ein Gasgemisch aus Brom und Jod, die sogenannten Halogen-Atome, deren Zerfall die metallischen Wolframatome dazu veranlassen, sich wieder auf dem Glühfaden abzuscheiden. Die Lichtausbeute kann verstärkt werden, indem Strom mit einer niedrigen elektrischen Spannung verwendet wird (12 oder 24V), und mit einer Behandlung des Glaskolbens, welche die (nicht sichtbaren) infrarot-Strahlen gegen den Glühdraht zurückstrahlen.
Vor- und Nachteile
Eine Halogenbeleuchtung schafft ausgezeichnetes Licht, viel weisser (2800-3000°K) als dasjenige herkömmlicher Glühlampen. Sie bietet eine hervorragende Farbwiedergabe (IRC=100) und die Helligkeit kann mit einem Dimmer angepasst werden. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt etwa 2000 Stunden.
Bei der Auswahl beachten
Es gibt zwei verschiedene Arten von Halogenlampen:
- Halogenlampen, die mit 230V (Netzspannung der Steckdose) betrieben werden. Beachten Sie die Effizienzklasse auf der Energie-Etikette: die meisten dieser Modelle gehören der Klasse C an. Die Hersteller beliefern den Markt auch mit Halogenlampen mit gewöhnlicher Fassung (E14 und E27), in welche zur Effizienzsteigerung ein Transformator 230/12 V integriert ist (siehe Zeichnung). Diese Glühlampen gehören zur Energieeffizienzklasse B und verbrauchen zweimal weniger Strom wie eine klassische Glühbirne.
- Halogenlampen, die mit 12 oder 24 V funktionieren (Niederstromspannung). Sie benötigen einen Transformator, der oft in der Wand oder in einer Zwischendecke versteckt ist (z.B. bei Halogen-Spots) oder sich im Lampenfuss des Beleuchtungskörpers befindet (Schreibtisch-, Wohnzimmer- oder Nachttischlampe.
Bei der Entsorgung beachten
Die meisten Quartzglaskolben der Halogenlampen enthalten keine giftigen Bestandteile oder elektronische Komponenten. Sie können deshalb in den Abfalleimer für Haushaltsmüll geworfen werden. Glühlampen, in deren Sockel ein 230/12 V-Transformator eingelassen ist, müssen in ein Verkaufsgeschäft oder in die Gemeindesammelstelle zurückgebracht werden.
Vorsichtmassnahmen
Aufgrund der sehr hohen Temperatur des Glühdrahtes emittieren Halogenlampen UV-Strahlen. Der Glaskolben dieser Lampen muss beschichtet sein, welche die UV-Strahlen herausfiltert sowie die Augen schützt. Bevorzugen sie bekannte Marken.
• In einer Beleuchtungsinstallation mit Niederstromspannung (12 oder 24 V) ist der Stromfluss viel intensiver als in einer 230 V-Installation – deshalb die stärkeren magnetischen Felder (Elektrosmog) , die von den Drähten ausgehen, wenn die Lampen angezündet werden. Vorsichtshalber wird empfohlen, sich nicht lange in der Nähe der Drähte aufzuhalten. Im Bereich der Verkabelung sollte man auch beachten, dass der Lampenschalter den Transformator vom Stromnetz trennt, wenn man das Licht ausschaltet. So vermeidet man, dass unnötigerweise ständig ein bisschen Strom verbraucht wird und dass ununterbrochen Elektrosmog emittiert wird.
• Die Glaskolben von Halogenlampen können sehr heiss werden. Die Halogen-Glasröhren von Wohnzimmerlampen zur indirekten Beleuchtung können Verbrennungen an Händen und sogar Zimmerbrände verursachen, wenn sie nicht mit einer Glasscheibe geschützt sind (was zum Beispiel den Kontakt mit einem Vorhang verhindern kann).
Herkömmliche Beleuchtungskörper
Konventionelle Glühlampen wurden ab 2012 vom Markt genommen. Nur ein paar wenige Speziallampen sind noch erhältlich, zum Beispiel die kleinen Glühlampen für Backöfen.
Technische Angaben
Indem man durch einen Glühfaden aus Wolfram ausreichend elektrischen Strom leitet, wird dieser Faden weissglühend erhitzt. Damit er dabei durch die Reaktion mit Sauerstoff nicht verbrennt, ist er in einem Glaskolben eingeschlossen, der entweder luftleer oder mit inertem Gas gefüllt ist (Krypton oder Argon). Der Glühfaden wird allerdings nach längerem Gebrauch dennoch brechen oder verdampfen (was den Glaskolben schwarz färbt).
Vor- und Nachteile
Glühlampen dieser Art sind sehr kostengünstig herzustellen; sie produzieren warmes Licht (2700°K) mit einem sehr guten Farbwiedergabeindex (100), und auch ihre Entsorgung bereitet keine Probleme. Ihre Energieeffizienz ist hingegen sehr schlecht, ungefähr 95% des elektrischen Stroms wird in Wärme statt Licht umgewandelt – daher die Gefahr von Verbrennungen an den Händen und Zimmerbränden. Ihre Lebensdauer beträgt im Mittel nicht mehr als 1000 Stunden.
Bei der Auswahl beachten
Wenn eine herkömmliche Glühlampe ihr Lebensende erreicht hat, ist es besser, sie durch eine gute LED-Lampe zu ersetzen, als eine weitere klassische Glühlampe aus dem Reservelager zu verwenden: der Jahresverbrauch an Stromkosten für ein 100 Watt-Birne (Brenndauer rund 1000 Stunden) beträgt etwa CHF 25.- (wenn die kWh 25 Rappen kostet). Auf lange Sicht ist sie viel teuer als eine qualitativ gute LED-Lampe.
Bei der Entsorgung beachten
Alte Glühlampen enthalten weder gesundheitsschädliche noch elektronische Bestandteile. Sie können in den normalen Abfalleimer für Haushaltsmüll geworfen werden.
Wissenswert
Nur einige Spezialleuchtmittel, die nur schwer durch andere Technologien zu ersetzen sind – hauptsächlich die Beleuchtung für Backöfen und professionelle Dekoration – dürften noch zu kaufen sein. Aber der Handel hält bereits eine neue Generation Deko-Glühlampen bereit, auf deren Verpackung ein Logo prangt, das anzeigt, dass sie nicht für den Hausgebrauch bestimmt sind (!). Diese Glühlampen verbrauchen in der Regel 60W, also zehnmal mehr Strom als die Deko-Glühlampen mit LED-Filamenten. Deshalb besser vermeiden...
Vorsichtmassnahmen
Klassische Glühbirnen können sehr heiss werden und Hautverbrennungen und sogar Zimmerbrände verursachen. Erinnern Sie Ihre Kinder daran, denn seit dem Aufkommen der LEDs werden die Lampen nicht mehr so heiss wie früher.
Lampenkauf ganz allgemein
Begibt man sich in ein Verkaufsgeschäft, um eine neue Lampe zu kaufen, ist es immer nützlich, die alte mitzunehmen. So geht man sicher, dass man ein Modell mit der gleichen Fassung und der entsprechenden Leuchtkraft kauft. Dabei kann man gleichzeitig die alte Lampe zur Entsorgung abgeben.
Hersteller von Beleuchtungsmaterial haben ein viel grösseres Sortiment als das, was die Supermärkte in ihrer Auslage anbieten. Die verfügbaren Modelle – und die technischen Angaben – findet man im Internet auf den jeweiligen Web-Sites. Man kann sie entweder direkt bestellen oder bei einem bekannten Anbieter im Laden kaufen (siehe nützliche Links).
* Umgangssprachlich verwendet man die Bezeichnung "Lampe" oft sowohl für den Glaskolben, welcher das Licht aussendet (Glühlampe in Birnenform, Glühlampe in Form einer langen Glasröhre, kleine runde Glühlampe etc.) als auch für die Haltevorrichtung des Glaskolbens (Nachttischlampe, Schreibtischlampe, Wohnzimmerlampe, Deckenlampe etc.).
Fachleute hingegen unterscheiden zwischen "Lampen" als Lichtquelle (z.B. Glaskolben, die Licht ausstrahlen) und "Beleuchtungskörpern" bzw. "Beleuchtungsapparaten", welche die Lampen in ihren Fassungen tragen.