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Französischer Restaurantkritiker Christian Millau ist tot
Er gehörte zu den Gründern des Restaurantführers „Gault&Millau“, erfand die „Nouvelle Cuisine“: Der französische Gastro-Kritiker Christian Millau ist im Alter von 88 Jahren gestorben.
Der französische Restaurantkritiker Christian Millau, Mitgründer des Restaurantführers „Gault&Millau“, ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren, wie der „Gault&Millau“ bekannt gab. Millau hatte den Restaurantführer 1969 zusammen mit seinem Journalistenkollegen Henri Gault geschaffen und zu einem der bekanntesten Gourmet-Ratgeber der Welt gemacht.
Die beiden prägten auch den Begriff der Nouvelle Cuisine – eine Kochbewegung, die in den Siebzigerjahren eine Zubereitung favorisierte, die sich auf frische Produkte vom Markt stützte, sich nach den Jahreszeiten richtete und regionale Traditionen kultivierte. Der „Gault&Millau“ bewertet Restaurants nach dem französischen Schulnotensystem von 0 bis 20 Punkten und ist in zwölf Ländern vertreten.
„Er hat die Welt der Gastronomie revolutioniert, indem er sich auf Köche verließ, die er selbst entdeckt hatte, wie Michel Guérard und Joël Robuchon“, sagte der Generaldirektor von Gault&Millau, Côme de Chérisey. Die Nouvelle Cuisine sei ein Urknall im Gastronomieuniversum gewesen, „ein Manifest, das weltweit Widerhall gefunden hat“.
Im Jahr 1992 zog sich Christian Millau aus dem Geschäft zurück und widmete sich der Schriftstellerei. Er veröffentlichte mehrere Romane, berühmt blieb er aber ein Leben lang vor allem als Gastronomiekritiker.