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Das Vereinigte Königreich erhält einen neuen Monarchen. König Charles der Dritte wird nicht nur als Staatsoberhaupt und Führungsfigur des Commonwealth arbeiten, sondern überschaut auch ein gewaltiges Portfolio an Immobilien, Kunstschätzen und anderen Anlagen. Ein Überblick über die Güter, die Charles jetzt unterstehen:
Viele Immobilien im Londoner West End
The Crown Estate: Ein Immobilienportfolio im Wert von 16,5 Milliarden Pfund (19,2 Milliarden Dollar), zu dem Einzelhandelsimmobilien im Londoner West End im Wert von 8 Milliarden Pfund, Gewerbeflächen im ganzen Land und sogar der britische Meeresgrund gehören. Im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 327,8 Millionen Pfund, 8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Allerdings gehört das Anwesen nicht den Windsors persönlich, die alle Einnahmen an die Regierung abtreten. Im Gegenzug erhalten sie von den Steuerzahlern den so genannten Sovereign Grant in Höhe von 25 Prozent der Gewinne des Crown Estate, um die königlichen Abgaben und den Unterhalt mehrerer Paläste zu bezahlen. Im vergangenen Jahr belief sich dieser Betrag auf 86,3 Millionen Pfund.
Das Herzogtum Cornwall: Ein Besitz im Wert von 1 Milliarde Pfund, das dem Erben des Monarchen gehört - und somit von Charles auf seinen älteren Sohn William übergehen wird - und sich von der Küste im Südwesten Englands bis zum Oval Cricket Ground in London erstreckt. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen Betriebsgewinn von 24,6 Millionen Pfund, 16 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Herzogtum Lancaster: Ein über ganz Grossbritannien verteilter Besitz im Wert von 818 Millionen Pfund, gehört dem Monarchen. Es meldete im vergangenen Jahr einen Betriebsgewinn von 23,3 Millionen Pfund, 4 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Königsfamilie Windsor ist von Steuern grossteils befreit
Auffällig: Der grösste Teil des Besitzes ist in Immobilien gebunden. Zudem geniesst Charles auch weiterhin das Privileg von den meisten Steuern befreit zu sein, auch wenn schon seine verstorbene Mutter teils freiwillige Zahlungen leistete. Eine Analyse der New York Times zeigte, dass das Portfolio des Monarchen künftig eher an Wert verlieren dürfte. Vor allem der Trend zur Heimarbeit drückt die Bewertungen des riesigen Portfolios an Bürogebäuden, die dem Königshaus gehören.
(red)