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Corona-Lexikonvon Katja Zellweger
Mobile Impftruppe, die
Bezeichnung für eine neuartige, während der nationalen Impfwoche mobilgemachte, einberufene Impfeinheit, die möglichst lokal, niederschwellig und möglichst vor Wintereinbruch die Durchimpfungsrate zu steigern versuchte. Mit dem hehren Auftrag, die Freiheit derer zu gewähren, die so frei waren, sich freiwillig zu impfen. Einsatzgebiet: an der Immunitätsfront. Waffen: Spritze und gute Argumente. Goodie: Zertifikat und Impfanreize wie Kaffee, Berliner, wahlweise auch Bratwürste. Ob die m. I. auf dem Einsatz auch inkognito auf Ja-Stimmen-Fang für die Covid-Gesetz-Abstimmung ist, oder dies gar in behördlichem Auftrag tut, wird im Falle einer Annahme des Gesetzes die Opposition anhand einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) aufklären wollen.
Impfikon [Ort]
Kosename für das grösste, künstlich errichtete Impfdorf der Schweiz in der Zürcher Bahnhofshalle während der ersten nationalen Impfwoche im November 2021. I. hat einen flüchtigen, Pop-up-artigen Charakter, versprüht Raclette-Stuben-Charme gemischt mit Desinfektionsspray, strahlt Wiesn-Flair und Verzweiflung aus und hat keine eigentlichen Einwohner*innen, wird aber vorwiegend von ➝ Booster-Boomern aufgesucht. Das Suffix -kon verweist auf die begrenzte Ausbreitung des Dorfes, respektive der damit bezweckten Impfsteigerung. Semantische Zugehörigkeit zur satirischen Ortsbezeichnung wie ➝ St. Krawallen oder Lockdon, ideelle Zugehörigkeit zu anderen Impfstrategien wie ➝ Impfbus, Impftaxi, ➝ Impfschiff, Impfnacht.