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Seit 1850 wird hier Schafwolle mit Wasser aus dem Mühlbach gewaschen und anschliessend gekardet. Ab 1873 wurde auch maschinell Garn gesponnen. 1915 kam eine Weberei dazu, die bis etwa 1955 erstklassigen Kleiderstoff produzierte.
Konrad Kürsteiner-Zogg baute 1837 eine „Spinnfabrik“, in der anfänglich hauptsächlich Baumwolle verarbeitet wurde. 1877 wurde die Baumwollverarbeitung eingestellt. Dafür wurde die
Schafwollkarderei durch Spinnmaschinen ergänzt. Von 1877 bis 1915 gab es hier auch eine Stickerei. Danach wurden die Karderei und Spinnerei um eine Weberei und Färberei erweitert.
Strickwolle, Wolldecken und Stoffe für Herrenbekleidung von hoher Qualität und langer Lebensdauer verliessen jahrelang diesen Betrieb. Viele Grabser bezogen den Stoff für ihr Konfirmanden- oder Hochzeitskleid bei dieser Weberei. Lange Zeit war die Firma Sturzenegger die in der Schweiz führende Schafwollspinnerei.
Seit 1990 wird hier Schafwolle nur noch gewaschen und gekardet. Die Firma „H.U. Sturzenegger Schafwollverarbeitung“ ist heute der einzige Schweizer Betrieb, der Schafwolle auch in kleinen Mengen selber wäscht.
Das mittelschlächtige Wasserrad (ein Zuppinger-Rad) treibt seit 1968 einen Generator an, welcher den Strom für die Wassererwärmung liefert. Früher trieb das Wasserrad über die Transmission mehrere Maschinen an.