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Aarburg-Nord ist ein durch Verkehrsachsen (Kantonsstrasse, SBB-Linie), topographische Lage (klusartige Steillagen) und politisch-administrative Lage (Kantonsgrenze im Norden mit Stadt Olten) benachteiligtes Gebiet. Die Folgen drücken sich im Sozialen, Städtebaulichen und Gewerblichen aus: hohe Fluktuation der Bevölkerung, Vernachlässigung einzelner Wohnsiedlungen, hohe Konzentration von sozial benachteiligten Menschen, Zweiteilung der Religionsgemeinschaften, Abwanderung des Kleingewerbes und Ausbreitung von agglomerationstypischen Gewerben entlang der Kantonsstrasse. Weil eine städtebauliche Vision fehlt, bilden sich an der Aare gelegene Einfamilienhausgebiete heraus, die den Siedlungen und Wohnblöcken im "Hinterhof" der Gewerbebetriebe diametral entgegenstehen. Die Bewohner und Bewohnerinnen des Gebietes finden nicht zueinander, einzelne Strassenzüge innerhalb des Wohngebietes wirken wie soziale Barrieren. 2010 setzte der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe "Masterplan Aarburg-Nord" ein, die im Rahmen des Projektes Stadtaufwertung Aarburg Visionen zur zukünftigen Entwicklung des Stadtteils formulieren soll. Dabei wurde auf eine konzentrierte Planung von städtebaulichen und sozialen Aspekten geachtet. Das Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW bearbeitete den Bereich "Soziales" im Rahmen einer Sozialraumanalyse und entwickelte gemeinsam mit der Ortsplanung und der Verkehrsplanung den Masterplan.