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Ivo Pogorelich, 1958 in Belgrad geboren, erhielt mit sieben Jahren ersten Klavierunterricht, wurde als Zwölfjähriger an die Zentrale Musikschule Moskau und später an das Tschaikowsky-Konservatorium in Leningrad aufgenommen, ehe er ab 1976 seine Ausbildung bei Aliza Kezeradze fortsetzte, die er 1980 heiratete und die ihn als Pädagogin bis zu ihrem Tod im Jahr 1996 betreute. Bereits 1978 gewann Pogorelich den «Concorso Alessandro Casagrande» im italienischen Terni. Zwei Jahre danach führte sein vorzeitiges Ausscheiden beim Chopin-Wettbewerb in Warschau zu einem Skandal: Jury-Mitglied Martha Argerich legte nach dem Mehrheitsentscheid gegen Pogorelich unter Protest ihr Mandat nieder und verliess das Komitee mit den Worten «Er ist ein Genie!». Damit freilich war die internationale Musikwelt auf den jungen Pianisten aufmerksam geworden. Er debutierte 1981 in der New Yorker Carnegie Hall und konzertierte in den Folgejahren mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Chicago und dem Boston Symphony Orchestra, dem Los Angeles und dem New York Philharmonic. Heute gastiert Ivo Pogorelich in vielen Musikzentren Europas, Nordamerikas und Asiens. 2012/13 bestritt er gemeinsam mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Leitung von Myung-Whun Chung eine Konzertreise, die ihn nach Paris, Dortmund, Luxemburg, Innsbruck und Berlin führte. Im Oktober 2013 unternahm er eine Rezital-Tournee durch Spanien, im Dezember wird er mit drei Auftritten in Japan zu erleben sein. Ivo Pogorelich engagiert sich für die Nachwuchsförderung: Dazu rief er eine eigene Stiftung ins Leben und veranstaltete von 1989 bis 1997 ein Festival in Bad Wörishofen, bei dem er hochtalentierte junge Musiker vorstellte. Er unterstützt humanitäre Projekte in Bosnien und wurde von der UNESCO zum «Ambassadeur de la bonne volonté» ernannt.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 8. September 1983 mit einem reinen Chopin-Programm, darunter die Zweite und die Dritte Klaviersonate.
November 2013