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Auch das Flussbett der Maira, das ebenfalls allfälliges neues Murgangmaterial aufnehmen soll, ist praktisch ausgeräumt, wie die Gemeinde Bregaglia, zu der Bondo gehört, am Dienstag mitteilte. Seit dem letzten grossen Murgang vom 31. August wurden bereits 360'000 Kubikmeter Steine, Schutt und Sand ausgehoben und westlich von Bondo deponiert. Das entspricht einem Volumen von 360 Einfamilienhäusern.
Seit Anfang Oktober arbeiteten die Räumungsmannschaften in zwei Schichten. Der Nachtbetrieb belastete die Gegend mit erheblichen Emissionen von Baulärm und Flutlicht. Aufgrund der gemachten Fortschritte wird der Zweischichtbetrieb am Mittwoch aufgehoben. Weiterhin wird aber an sieben Tagen pro Woche gearbeitet.
Nun werden bestehende Schutzbauten optimiert oder verstärkt. Und es werden zusätzliche, provisorische Schutzbauen erstellt. Ortsteile und einzelne Bauwerke sollen so besser vor erneuten Murgängen geschützt werden.
Der Abschluss dieser Arbeiten ist eine Voraussetzung dafür, dass die weiterhin evakuierten Zonen freigegeben werden können. Es handelt sich um die Weiler Spino und Sottoponte, sowie um einen Teil von Bondo. Insgesamt dürfen nach wie vor knapp 100 Personen nicht in ihre Häuser zurückkehren.
Erst letzten Samstag wurde eine erste evakuierte Zone wieder freigegeben. Es handelte sich um die sogenannte "grüne Zone" von Bondo, den von Murgängen nicht bedrohten Ortsteil. 65 Menschen konnten nach 52 Tagen wieder nach Hause zurück.
(SDA)