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(Kt. Bern,
Amtsbez. Seftigen).
547 m. Gem. und Dorf, am linken Ufer der
Aare und 1,2 km w. der Station
Kiesen der Linie
Bern-Thun.
Gemeinde, mit
HinterJaberg, Vorder Jaberg und
Stoffelsrüti: 26
Häuser, 162 reform. Ew.; Dorf: 20
Häuser, 125 Ew. Kirchgemeinde
Kirchdorf. Acker- und Wiesenbau. Seit 1835
Brücke über die
Aare nach
Kiesen. Nahe Jaberg sollen an einer
jetzt bewaldeten Stelle einst eine feste Burg und eine kleine Stadt gestanden haben. Grabhügel aus der ersten Eisenzeit
(Hallstatt Periode).
(Kt. Schwyz
u. Uri).
Kalkkamm, in der SO.-Ecke des Kantons Schwyz
und auf der Grenze zwischen diesem und dem
urnerischen
Urnerboden. Ausserordentlich ödes und felsiges Gebiet, das (wie die weiter n. gelegene
Karrenalp und der
Kirchberg)
aus nahezu
wagrecht liegenden, aber stark verwitterten und zerklüfteten Schichten von Malmkalk besteht.
Diese ruhen auf
einer Unterlage von Dogger, Lias und rotem triasischen Quartenschiefer.
Das Ganze bildet eine horizontal geschichtete Masse,
die auf den Flysch des
Urnerbodens und des
Linththales aufgeschoben ist.
Der
Kamm der Jägernstöcke zeigt zahlreiche Einzelgipfel,
die alle über 2400 m hoch sind (z. B. der
Scheienberg mit 2609 m) und zusammen mit den
Märenbergen s. über der im Malm erodierten
Wanne des
Glattensees und der Glattenalp aufsteigen.
Das Gebiet dieser unterirdisch sich entwässernden
und über 1850 m gelegenen
Wanne wird meist blos von Gemsjägern besucht.
Man
findet hier auf kleinem Raum eine bemerkenswerte Verschiedenheit der Gesteinsschichten.
Während nämlich das
Madrishorn aus
Gneis und krystallinen Schiefern und der
SaaserCalanda aus triasischen Kalken bestehen, ist das Jägglishorn zusammen mit
seinem
S.-Grat aus Bündnerschiefern aufgebaut.
Diese Verschiedenartigkeit des geologischen Aufbaues zeigt sich deutlich auch
auf den ersten Blick in den verschiedenen äussern Formen und Farben dieses Gebietes.
Das Jägglishorn bildet einen kühnen
Felskopf, der dem Wanderer beim Aufstieg gegen St. Antönien sofort auffällt. Im W. hat sich eine Runse, wie
solche für die Zone der Bündnerschiefer charakteristisch sind, tief in den Berghang hineingefressen. Da die benachbarten
Gipfel höher sind, wird das Jägglishorn trotz seiner sehr schönen Aussicht nur selten besucht. Es ist von
Küblis aus auf
einem guten Weg über
Telfs,
Runcalina, Clavamartsch und Flurisboden in 4 Stunden zugänglich;
der Aufstieg
von St. Antönien über die Ascharuneralp erfordert nur 2½ Stunden.