Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03240.jsonl.gz/1719

Spiele sind gedacht, um Spass zu haben. Die junge Generation von Spielern verbringt immer mehr Zeit mit Videospielen als mit anderen Unterhaltungen. Spiele sind also immer gefragter und werden zunehmend produziert.
Was sind "Serious Games"?
Leider ist es nicht für alle so einfach vollständige Bewegungen und problemlos diverse Tasten-Kombinationen auszuführen. Dies ist zum Beispiel bei den Patienten der Rehabilitations- Klinik der Fall. Diese Kinder müssen ständig wichtige Physiotherapie-Übungen machen, die ihnen helfen werden, die einzelnen Körperteile, falls möglich, wieder richtig bewegen zu können. Genau in diesen Fällen muss ein Game Designer zeigen, dass Spiele mehr sein können, als nur blosse Unterhaltung. Die meisten Spiele aber benötigen grosse Controller, die nicht zum Ausführen einer flüssigen Bewegung geeignet sind und sich somit auch nicht für Patienten der Physiotherapie eigenen, die ihre vorhandenen Kräfte für spezifischen Bewegungen einsetzen sollten und nicht für das Halten eines schweren Controllers.
Von "Serious Games" spricht man, bei speziellen und ausgearbeiteten Spiele, die zu einem pädagogischen Zweck entwickelt wurden. In einem "Serious Game" ist es wichtig, dass die Kinder gar nicht merken, dass es sich um ein Spiel zum Lernen handelt. Ansonsten werden sie es nicht mehr so gerne spielen. "Serious Games" können in diversen Bereichen eingesetzt werden: in Schulen, Universitäten, Firmen (berufliche Weiterbildung), im Militär, in der Medizin etc. "Serious Games" können aufgrund ihrer Charakteristiken in jeder Altersstufe nützlich sein: bei Kindern, Adoleszenten oder Erwachsenen.
Das Spiel
Bei meinem Spiel handelt es sich auch um ein "Serious Game", das den therapeutischen Übungen eine andere Note verleihen soll. Dieses Game orientiert sich stark an den Bedürfnissen der Patienten, die dieses Spiel spielen werden. Der Faktor "Always in Action" wird hier ein wenig gebremst, aber durch eine lebendige Umgebung ergänzt. Dies, weil viele Patienten ihre Übungen nicht schnell erledigen können, oder ohne externe Hilfe die Ausgangsposition nicht zurück erlangen können. Das ganze Spiel besteht aus verschiedenen Mini-Games, die bekannte Zirkus-Situationen reproduzieren. Das Spiel ist in 3D und wird je nach Level aus verschiedenen Kamera-Perspektiven gespielt. Die speziellen Steuerungsgeräte geben dem Patienten die Möglichkeit jedes Spiel mit fast jeder Art von Bewegung zu spielen. Als Hilfe für die Betreuer wird bei jedem Spiel zusätzlich am Bildschirm gezeigt, wie die Geräte benutzt und positioniert sein sollten. Die verschiedenen Levels spielen alle in derselben 3D Umgebung, nämlich in einem Zirkus-Zelt. In jedem Level erscheinen aber verschiedene Elemente und Situationen, die das Ganze spannender gestalten. Das intuitive "GUI" (Graphical User Interface) gibt den Betreuern und Patienten die Möglichkeit sehr schnell mit dem Spiel starten zu können, ohne komplizierte Einstellungen vornehmen zu müssen.
"Circolino" als Gehirntrainer
Unser Gehirn ist in verschiedene Teile geteilt. Jeder dieser Teile (oder mehrere zusammen) sind für spezielle Funktionen unseres Körpers zuständig. Ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Nervensystemes ist das Myelin. Dieses schützt unsere Nervenverbindungen und beschleunigt die Fortleitung der neuronalen Impulse auf Grund einer elektrischen Isolierung. Dies ermöglicht dem Gehirn Impulse rasch bis zu unseren Muskeln weiterzuleiten, damit wir gewisse Aktionen, wie zum Beispiel Essen, ausführen können. Ab einem mittleren Alter von ca. 35 Jahren wird dieses Myelin langsam abgebaut. Um dies zu vermindern, sollten wir unser Gehirn fit halten, durch Übungen wie zum Beispiel Rechnen oder Gedächtnistraining.
Wieso dieses Spiel?
Dieses Spiel und die Geräte sind extra für Kinder bis zum Alter von 12 Jahren gedacht, die Physiotherapieübungen ausführen sollen. Kinder lieben den Zirkus und seine Vorstellungen, viele träumen davon, selbst mitzumachen. Das Ganze soll also das Ausführen der physiotherapeutischen Aufgaben erleichtern. Eine ähnliche Benutzung des Themas "Circus" zu therapeutischen Zwecken hatte bereits viel Erfolg und ist bekannt unter dem Namen "CliniClowns". Mit diesem Spiel sollen wichtige Physiotherapieübungen spannend gemacht werden.
Ein Wii-Controller kommt für diese Kinder z.B. gar nicht in Frage. Viele Kinder mit Muskelproblemen könnten einen solchen Gegenstand nämlich gar nicht in den Händen halten.
Plattform PC - OSX - Linux