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Rowing Center Lake Rotsee, Lucerne
Städtebaulich bietet der durch die Mündung des alten Bachs entstandene Unterbruch des Hügelzuges eine räumliche Verbindung des städtischen Gewebes mit dem Rotsee und stellt heute einen wichtigen Freizeit- und Naherholungsraum für die Region Luzern dar. Der horizontale Gebäudekörper des neuen Ruderzentrums greift die in ihrer gleichmässigen Ausbildung künstlich anmutende lange Form des Rotsees auf und führt diese in einem Holzbau weiter, der entfernt in seiner langestreckten Proportion an ein elegantes Ruderboot erinnern soll. Das Obergeschoss ist auf zwei leicht versetzten Betonkörpern aufgelagert, wodurch es einen schwebenden, leichten Ausdruck erhält, der dem heterogenen Charakter der Freizeitlandschaft am Rotsee gerecht wird. Das Gebäude fungiert als Bindeglied zwischen den auslaufenden Hügelzügen im Westen und im Osten und bildet eine klare Front zur Rotseewiese welche in der heutigen Form bestehend bleibt.
Im funktional gehaltenen Erdgeschoss, geprägt durch die beiden leicht gegeneinander versetzten Betonboxen welche einen minimalen Footprint einnehmen, befinden sich in serieller Anordnung die Lager und Bootshallen. Sämtliche Technikräume, Nebenräume und die öff. WC-Anlage sind ebenfalls im vorwiegend unbeheizten Erdgeschoss angeordnet.
Der Haupteingang zum Ruderzentrum nimmt den von oben belichteten Aussenraum zwischen den Betonkörpern auf. Eine repräsentative Aussentreppe führt ins Obergeschoss.
Das Obergeschoss des neuen Ruderzentrums liegt ungezwungen als vorfabrizierte Holzkonstruktion auf dem in Stahlbetonweise erstellten Erdgeschoss und ist zweibündig organisiert. Der mit einer grossen Oblichtöffnung versehene Empfangsraum bildet den Auftakt und Verteiler zu den eigentlichen Nutzräumen des Ruderzentrums, die jeweils eigene Eingangstüren besitzen. Die meisten Räume werden unter dem Jahr von der Four Forest International School genutzt, während den Sommerferien von den Ruderern der internationalen Wettkämpfe. Die Nebenräume wie Garderoben, Duschen und WC-Anlagen sind südseitig angeordnet, die Büroräume und der Trainingsraum nordseitig mit Blick auf den See.
Die Wahl der einfachen und robusten Materialien - Sichtbeton, verzinktes Metall und Holz - betont den funktionalen Charakter des Gebäudes.
Project: AFGH, Competition: Carlo Fumarola, Lukas Schlatter, Andrej Zouev, Project leader: Daniel Stankowski, Martina Guler