Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/101844

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Unterschiede zwischen den am Tag und in der Nacht über dem Immissionsgrenzwert belasteten Personen der Varianten E und J sind nicht signifikant. Der im Schlussbericht hervorgehobene Unterschied ergibt sich erst bei der Beschränkung auf eine kleine Zahl Betroffener (Tag), wenn die Fehler von 30 Prozent ohne rationale Begründung halbiert werden.</p><p>Warum wird aufgrund fraglicher Unterschiede die Variante J verfolgt, die stärker von der Nordausrichtung abweicht als die Variante E?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund wird in den nächsten Wochen seine Entscheidungen zum SIL-Koordinationsprozess bekanntgeben. Bis Ende Oktober 2009 konnten die am Prozess Beteiligten Stellung nehmen. Dabei wurden die Zahlen der von Lärm betroffenen Personen in keiner Stellungnahme in Zweifel gezogen. Die Variante "J-optimiert" ist neben den beiden Varianten "E-DVO" und "E-optimiert" Gegenstand des Planungsprozesses. Sie weist bei vergleichbarer Kapazität den Vorteil auf, dass am Tag weniger Personen Belastungen über den Immissionsgrenzwerten ertragen müssen als bei den übrigen Varianten. Dies entspricht dem Ziel des Bundesrates im Bericht über die Luftfahrtpolitik der Schweiz vom 10. Dezember 2004, wonach aus umwelt- und raumordnungspolitischer Sicht möglichst wenige Personen schädlichen oder lästigen Lärmimmissionen auszusetzen sind. Dieser Vorteil resultiert bei der Variante "J-optimiert" daraus, dass einerseits die An- und Abflugwellen des Langstreckenverkehrs über den weniger dicht besiedelten Norden abgewickelt werden und sich andererseits Nordanflüge und Ostanflüge phasenweise ablösen.</p>