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Eine Entscheidung für oder gegen Koalitionsverhandlungen wird aber noch nicht erwartet - für Freitag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Die Politiker, die Vertraulichkeit über den Stand der Gespräche vereinbart haben, gingen fast wortlos an wartenden Journalisten vorbei.
Am Mittwoch und Donnerstag wollen die Generalsekretäre der Parteien zunächst in kleiner Runde weiterarbeiten, während SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zum Treffen der G20-Finanzminister nach Washington reist. Ziel ist es, zum Ende der Woche eine Zwischenbilanz zu ziehen - und zu entscheiden, ob man zu dritt in Koalitionsverhandlungen eintritt. Der Begriff «Ampel» leitet sich aus den Parteifarben Rot (SPD), Gelb (FDP) und Grün (Grüne) ab.
Grüne und FDP haben sich parallel zu den «Ampel»-Verhandlungen die Möglichkeit einer «Jamaika»-Koalition mit der CDU/CSU (Schwarz-Gelb-Grün) offengehalten. Die SPD ist aufgrund des Wahlergebnisses künftig stärkste Kraft im Bundestag. Sie stellte zuletzt von 1998 bis 2005 mit Gerhard Schröder den Bundeskanzler. Ausserdem sass sie in 12 der 16 Regierungsjahr von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als Juniorpartner in der Bundesregierung.
Die Grünen haben lediglich in den sieben Schröder-Jahren im Bund mitregiert. Die FDP war in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik an fast allen Bundesregierung beteiligt. In den vergangenen 20 Jahren kam sie aber nur auf vier Regierungsjahre, in einer schwarz-gelben Koalition unter Merkel (2019-2013).