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Oskar Grözinger ist seit 1.1.2012 Mitglied des ENSI-Rats.
Oskar Grözinger hat 2012 und 2013 am EU-Stresstest zur sicherheitstechnischen Überprüfung der europäischen Kernkraftwerke unter anderem als Leiter der Überprüfungskommissionen für die Kernanlagen der Niederlande, der Slowakei und Spanien teilgenommen. Ferner leitete er 2013 im Auftrag der Europäischen Kommission eine entsprechende Überprüfung der Kernanlagen in Taiwan.
Zuvor war er beruflich ausschliesslich für das Land Baden-Württemberg tätig und dabei überwiegend in dem für die atomrechtliche Genehmigung und Aufsicht jeweils zuständigen Ministerium.
Von 2005 bis Ende 2011 leitete Oskar Grözinger die Abteilung «Kernenergieüberwachung und Strahlenschutz» im Umweltministerium. Er war dabei verantwortlich für die nukleare Überwachung des Betriebs und der Stilllegung (einschliesslich Bewilligungsverfahren) der Kernanlagen in Baden-Württemberg. Während dieser Zeit wurde die Behörde 2008 und 2011 mit guten Ergebnissen von internationalen Experten der IAEA im Rahmen eines Integrated Regulatory Review Service (IRRS) überprüft.
Zuvor arbeitete Oskar Grözinger im Umweltministerium von 2001 bis 2005 als Leiter des Referats «Immissionsschutz» sowie stellvertretender Abteilungsleiter «Industrie und Gewerbe» und von 1996 bis 2001 als Leiter des Referates nukleare «Entsorgung und Stilllegung». Davor leitete er von 1990 bis 1996 die Abteilung «Luft, Strahlenschutz, Lärm, Arbeitsschutz» bei der Landesanstalt für Umweltschutz in Karlsruhe.
Nach dem Studium der Physik und der Promotion zum Dr. rer nat war er zuerst bis 1981 als Referent für Forschungs- und Versuchsreaktoren und von 1981 bis 1989 als Referent und Projektverantwortlicher für Bau, Inbetriebnahme und später Betrieb des Kernkraftwerks Neckarwestheim II tätig.