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Guten Tag zusammen
Habe schon das Forum durchstöbert, aber zu meiner Frage nichts gefunden.
Wir machen momentan noch eine Einnahmen/ Ausgaben Rechnung und da ist die Fragestellung relativ einfach, im Hinblick darauf, dass wir wohl in 1-2 Jahren auf die doppelte Buchhaltung wechseln müssen, möchte ich mich jedoch vorab schon informieren.
Wenn man eine Sammlung von Artikeln kauft und die Artikel dann einzeln verkauft, die Artikel jedoch einen unterschiedlichen Wert haben, wie verhält sich dass dann mit dem Einkaufspreis?
Als Beispiel: Ich kaufe eine Sammlung für 200 CHF mit 100 Artikeln. 90 davon kann man etwa für 1 CHF verkaufen, 10 davon für etwa 20 CHF. Die teureren Produkte sind beliebter und verkaufen sich somit schneller, auf den günstigen Produkten bleibt man unter Umständen sehr lange sitzen.
Wenn ich jetzt also einen Durchscnittseinkaufspreis von 2 CHF nehme, und am Anfang alle teuren Produkte für 20 CHF Verkaufe, ist das bei jedem Artikel ein Gewinn von 18 CHF. Obwohl ich gesamthaft erst mein Geld zurück bekommen habe, wenn ich alle 10 Artikel verkaufe. Die günstigen Artikel wären dann ein Verlust von 1 CHF, ich müsste dann aber alle Artikel verkaufen, um den zu realisieren und das ist sehr unwarscheinlich und nur einen Teil zu verkaufen dauert schon sehr lange.
Ich würde also einen riesigen fiktiven Gewinn versteuern, was natürlich sehr unschön ist.
Deswegen die Frage, was kann man da machen? Ist es möglich, den Artikeln selbst einen Einkaufspreis zu zu ordnen? Oder ist das zu willkürlich?
Vielen Dank im Voraus für die Antworten.
Gruss
Kovi
Hallo Kovi17
Ich verstehe dein Frage nicht ganz.
Kannst du nicht einfach deine wirklichen Verkäufe verbuchen?
a x 20.00
b x 1.00
Dann siehst du jeweils auch sofort, wie viele von beiden Sorten noch nicht verkauft sind und bestellst ein andermal keine Billigen mehr.
Freundliche Grüsse
klapu
Hallo klapu
Danke für die Rückmeldung.
Ich kaufe nicht einzelne Produkte, also 90 Produkte zu x Franken und 10 Produkte zu y Franken, sondern eine gesamte Sammlung. Ich kann also nicht auswählen, ob ich billige oder teure Produkte einkaufe, sondern kann nur als Gesamtes einkaufen.
Die Sammlung hat einen Gesamtpreis und ich verkaufe die Artikel einzeln. Jedoch sind immer andere Artikel in einer Sammlung und die Artikel, die sich gut Verkaufen, haben einen hohen Wert und somit Preis. Deswegen verkaufen sie sich schnell. Die anderen Artikel, sind quasi Ladenhüter, aber davon habe ich viel mehr Stück.
Im Endeffekt mache ich also den gesamten Gewinn mit den teuren Artikeln und mit den günstigen Artikeln mache ich quasi Verlust (wenn ich sie überhaupt verkaufen kann).
Deswegen ist es sehr ungünstig, die Gesamtkosten der Sammlung durch die Anzahl Artikel zu teilen, um die Kosten pro Artikel zu eruieren. So würde ich quasi sehr viel Gewinn machen am Anfang und dies mit einem Verlust verbuchen über Jahre hinweg und dann noch Abschreibungen machen müssen.
Das Problem ist hier die Einnahmen-Ausgaben Betrachtung
Sie bezahlen Einkäufe von 10, verkaufen die Schnelldreher für 40, Gewinn ist 30, obwohl Sie noch 6.- Warenwert der 10.- am Lager haben.
d.h. Ihr Gewinn wäre 36.-
Also was ist jetzt besser?
Volle Transparenz wäre 36.-
Milchbüchleinrechnung ist 30.-
Bis 500’000 Umsatz können Sie so weiterfahren, dann müssen Sie wie die jP auch Buchhaltung mit Lager betreiben.
Im Moment steuerlich günstiger, aber auf lange Frist sparen Sie nichts.
Vielen Dank für die Rückmeldung.
Das Problem ist halt, dass die Sammlungen sehr extrem sind. Ich hab da vielleicht 250 Artikel, 10 davon verkaufen sich gut und machen den Einkaufspreis wieder gut. Die anderen 240 Artikel verkaufen sich sehr schleppend, wenn überhaupt.
Bei der Milchbüchleinrechnung fällt also fast kein Gewinn an. Wenn ich jedoch volle Transparenz übers Inventar möchte (was ich eigentlich bevorzuge) dann muss ich halt für die Buchung einen Einkaufswert heranziehen. Ich habe also einen riesigen Gewinn mit den Schnelldrehern, und die anderen bleiben noch mit einem Buchwert im Inventar, welcher viel zu hoch ist. Ich müsste also jedesmal noch riesige Abschreibungen vornehmen, weil sich die schlechten Artikel ja dann nur deutlich unter dem Einkaufspreis verkaufen lassen.
Deswegen halt die Überlegung, ob ich nicht zum Beispiel den Einkaufswert nur durch die Schnelldreher teilen kann und die anderen Artikel quasi mit null in der Bilanz habe? Irgendeine praktischere Lösung als Kosten auf alle Artikel gleichermassen aufzuteilen müsse es ja geben.
Bis 500’000 ist doppelte Buchhaltung ohne Lager möglich? Was meinen Sie mit jP?
jp jur. Pers. wie GmbH
In meinem Zahlenbsp. machen Sie mit Milchbüchlein sogat weniger Gewinn, da immer die für die ganze Sammlung bezahlte Ausgaben gelten.
Das ist genau das Gegenteil von dem wo Sie schreiben… „ein Riesengewinn“ damit wir ein Schritt weiterkommen machen Sie bitte ein Zahlenbespiel, danke.
Milchbüchlein kann ich ja einfach die gesamten Ausgaben mit den gesamten Einnahmen verrechnen. Da ist es ja kein Problem wenn ich eine Sammlung Ankaufe mit 20’000 Artikeln für 10’000 CHF und zb. im 1. Jahr 100 Artikel für 50 Fr. verkaufe und im 2. Jahr 100 Artikel für 50 Fr. Da hab ich im ersten Jahr einfach einen Verlust von 5’000 und im 2. Jahr einen Gewinn von 5’000.
Bei der doppelten Buchhaltung (ab 100’000 Umsatz?) und der Umwandlung zur GmbH müsste ich dann ja dem Verkauf ein Einkaufspreis gegenüber stellen.
Bei 20’000 Artikeln wäre der Durchschnittseinkaufspreis 0.50 Fr. die 100 Artikel im 1. Jahr wären also ein Gewinn von 49.50 pro Artikel. Im 2. Jahr dasselbe.
Mal angenommen ich kann die restlichen 19’800 Artikel nur für 5 Rappen Pro Artikel verkaufen. Würde ich da ja jedesmal einen Verlust von 45 Rappen buchen. Und der Verkauf zieht sich über mindestens 5 Jahre.
Deswegen würde ich ja dann quasi einen viel zu hohen Gewinn in Jahr 1 und 2 Verbuchen und müsste dann entweder warten, bis alle Artikel für 5 Rappen verkauft wurden, oder Abschreibungen vornehmen. Und so verhält es sich dann mit allen anderen Sammlungen, die ich ankaufen würde.
Deswegen meine Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, den Einkaufswert bei der doppelten Buchhaltung so zu wählen, dass er näher am intrinsischen Wert der Artikel liegt. Zum Beispiel einfach 10’000 CHF teilen durch die 200 wert haltigen Artikel, die sich schnell verkaufen.
Also Milchüchlein ist ab 500TCHF vorbei.
Komisches Bsp. 10’ Einkauf und 2 x 5’ Verkauf, d.h sie haben keinen Bruttogewinn?
Nun, Ende Jahr wird das Lager gezählt, bewertet max zum EP oder wenn VP unter EP sank dann zum VP.
Thats it
Hallo Konvi17
Einfach mal zu Definition: Der EP eines Artikels ist dessen Einkaufspreis plus sämtliche Spesen.
Wenn Du jetzt ein Konvolut kaufst, also für 250 Artikel einen Gesamtpreis zahlst, ist der EP eben geteilt durch 250.
Es ist unerheblich, für welchen Preis Du dann die einzelnen Artikel verkaufst.
Du hast jedoch die Möglichkeit. Dein Lager um 1/3 unterzubewerten (steuerlich).
Das heisst für Dich im Endeffekt: Weg mit dem Milchbüechli und hin zur doppelten BuHa. Gibt nämlich letztendlich spätestens bei den Steuren weniger aufwand, weil Du alle Zahlen da rausziehen kannst.
Gruess Hanspeter
Irgendwie kommen wir in diesem Beispiel nicht in die Gänge.
Man kauft ja ein: 100 oder ein Stück, aber verbucht wird, was bezahlt wird, also 100 Stück.
Ende Jahr dann, wird Inventar aufgenommen, wenn dann noch 90 Stück da sind, gilt es die zu bewerten, vorher macht man gar nichts, ausser man würde laufende Inventur machen, aber das macht ausser Coop und underen schnell drehenden Konsumgütergeschäften kaum einen KMU, oder?
Danke für die Antworten. Die Idee war eigentlich via Software ein laufendes Inventar zu machen, wenn dann zur GmbH gewechselt wird. Aber so wies aussieht macht das keinen Sinn.
Wenn wir jetzt Ende Jahr das Inventar machen und wir von den 100 Stück nur 10 verkauft haben, jedoch der Rest nichts mehr wert ist, wie wird da genau gebucht? Also nehmen wir an Einkaufspreis 100 (1 pro Stück). Verkaufspreis von 10 ist jeweils 15 pro Stück (also total 150), kann ich dann 50 Gewinn und 100 Warenaufwand buchen und die restlichen 90 Stück abschreiben auf zb 1 Rappen pro Stück?
Denke im momentanen Wachstum werden wir wohl eher noch Einzelunternehmen bleiben, so können wir den Warenaufwand abziehen und der Übersteigt wohl noch für einige Zeit den Ertrag.
waa ist der Verkaufswert dieser 90 Stück?
Null, Inventar also 90.- x 0.- ist O.
Keine Buchung.
Und Bewertungstegel immer das Kleinere von:
Ok, ja die Artikel sind halt dann in 10’000enden vorhanden und wenn die alle aufs Mal verkauft werden sollen, dann wären die etwa 1-2 Rappen wert. Natürlich verkaufe ich die einzeln nicht so günstig, da sich der Aufwand nicht lohnt. Deshalb biete ich die für 20 Rappen pro Artikel an, jedoch verkauft sich so vielleicht etwa 1-3% pro Jahr.
Meiner Ansicht nach wäre also eine Bewertung zu 1-2 Rappen am realistischsten. Ist dies hier konform?
Sie sagen der Verkaufswert ist 90 x 1 Rp.
Das ergibt dann 90 Rp.
Da stellt sich mir die Frage ob wir da in einer Detaildiskussion verfallen sind, ausser Sie hätten 100’000 solcher Art.
Ja wir haben pro Jahr 100’000 Artikel dieser Art und deswegen hab ich halt die Frage gestellt. Weil es einen rechten Unterschied macht, ob ich die mit 1-2 Rappen bewerten kann, oder zu 20 Rappen.
Die 90 Stück waren einfach aus Ihrem Beispiel aufgegriffen, damit wir das gleiche Beispiel verwenden.
haben Sie ein echtes Bsp?