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Die Freiburger Leichtathleten erfreuen sich in dieser noch jungen Hallen-Saison einer guten Frühform. Nachdem Pascal Mancini bereits kurz zuvor beim internationalen Meeting in Sindelfingen (GER) über die 60 Meter eine Zeit von 6,80 Sekunden gelaufen war, wurde er Ende Januar beim nationalen Hallen-Meeting in Magglingen im Vorlauf in 6,72 Sekunden und im Final in 6,66 Sekunden gestoppt. Damit blieb der Sprinter der FSG Estavayer-le-Lac gleich zweimal unter der Limite (6,74) für die Hallen-EM in Belgrad (SER/3. bis 5. März), und kam zudem bis auf sechs Hundertstel an seine persönliche Bestzeit heran.
Am vergangenen Wochenende, wiederum bei einem Hallen-Meeting in Magglingen, verbesserte sich Mancini noch einmal. Während er im Vorlauf mit 6,65 Sekunden eine Saisonbestzeit lief, stoppte die Zeit im Final bei 6,71 Sekunden, womit er die EM-Limite abermals unterbot und natürlich das Rennen gewann. «Ich habe eine Vorliebe für die 60-Meter-Distanz», sagt Mancini. «In dieser Disziplin kann ich auf eine Medaille hoffen.» 2015, bei der Hallen-EM in Prag, hatte der 27-Jährige Freiburger das Edelmetall als Fünfter in 6,62 Sekunden noch knapp verpasst. «Ich habe sicher noch ein Steigerungspotenzial von fünf oder sechs Hundertsteln», ist sich Mancini sicher. So könne er die Technik, um schnell aus den Startblöcken zu kommen, noch verbessern, und mit Pilates arbeite er daran, das Zusammenspiel von Rumpf und Beinen weiter zu optimieren.
Nicht mehr an Bronze geglaubt
Im Rahmen des Hallen-Meetings in Magglingen wurden am Sonntag auch die Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften ausgetragen. Im Fünfkampf der Frauen verpasste Julia Francesca Kropf als Vierte das Podest nur knapp. Mit dem Total von 3609 Punkten realisierte die 20-jährige Athletin des TSV Düdingen zwar einen neuen Freiburger Rekord in der Kategorie U23, auf die drittplatzierte Lea Herrsche (KTV Altstätten) fehlten aber 27 Punkte. Paradox ist des Weiteren, dass Kropf mit 3697 Zählern zwar bereits die Freiburger Rekordhalterin in der Sparte U20 ist, dieses Punktetotal aber, obwohl es höher liegt, nicht für die U23 gilt. Grund dafür ist die Regelung, dass sich eben nur Athletinnen im Alter von 20 bis 22 Jahren für die U23-Kategorie einschreiben können.
Noch vor Jahresfrist hatte Kropf an den Schweizer Fünfkampf-Meisterschaften der Aktiven Silber geholt. Damals hatte Kropf allerdings davon profitiert, dass die nationale Spitze bis auf Géraldine Ruckstuhl (STV Altbüron), die am Sonntag hinter Caroline Agnaou (Satus Biel-Stadt) Silber gewonnen hat, nicht am Start vertreten gewesen war. Auch diesmal hätte es sich Kropf beinahe zunutze machen können, dass sich mit Ellen Sprunger die Favoritin nach drei Nullern im Weitsprung gleich selber aus dem Rennen nahm. «Vor dem abschliessenden Lauf über 800 Meter war mir klar, dass ich Vierte werde, weil 200 Punkte Rückstand auf Lea eigentlich nicht mehr wettzumachen waren. Das entspricht 20 Sekunden», sagt Kropf. Leider habe sie dann aber zu spät realisiert, dass es doch noch reichen könnte, weil Herrsche so weit zurück lag. «Mental hatte ich schon vor dem Lauf mit dem Wettkampf abgeschlossen. Das wurde mir zum Verhängnis.»
Fokus auf Siebenkampf
Insgesamt bezeichnet Kropf ihren Fünfkampf als durchzogen. «Hürden (9,48) waren okay, Hoch (1,69) war super, Kugel (11,62) eine kleine Katastrophe, Weit (5,27) gut und die 800 Meter (2:30,62) lief ich ohne Zug.» Dies alles, nachdem sie vor dem Wettkampf mit einer Grippe noch vier Tage im Bett gelegen hatte und der Magen immer noch rebellierte. Magglingen sei für sie eine Standortbestimmung gewesen. «Der Schwerpunkt liegt auf dem Siebenkampf. Für die Freiluft-Saison habe ich einige Ziele.»
Magglingen
Arnaud Dupré läuft U23-Rekord über 800 Meter
Neben Julia Francesca Kropf stellte beim vom LA Bern organisierten Hallen-Meeting von Magglingen auch Arnaud Dupré einen neuen Freiburger U23-Rekord auf. Der 20-Jährige vom CS Le Mouret lief am Sonntag über die 800 Meter die Zeit von 1:52,71 Minuten. Damit unterbot Dupré den alten Rekord von Alex Geissbühler aus dem Jahr 1986 um 23 Hundertstel. Gleichzeitig war es die drittschnellste Zeit über die zwei Bahnrunden, die in dieser Saison schweizweit gelaufen wurde. Bereits am Samstag hatte Dupré in 49,17 Sekunden über die 400 Meter überzeugt.
Bei den Frauen startet ein Freiburger Trio über die beiden Kurz-Distanzen. Während Anika Krone (CA Freiburg) in diesem internen Wettkampf über die 60 Meter mit der besten Leistung aufwartete (7,85 Sekunden), lief Veronica Vancardo (TSV Düdingen) im Rennen über 200 Meter die schnellste Freiburger Zeit (25,54 Sekunden). Derweil setzte sich die Freiburgerin Melanie Fasel (GG Bern) mit 4,05 Metern im Stabhochsprung durch.
Magglingen. Hallen-Meeting des LA Bern. Männer. 60 m: Pascal Mancini (FSG Estavayer-le-Lac) 6,67. Adrien Bosson (CA Farvagny) 7,48. 400 m: Arnaud Dupré (CS le Mouret) 49,17. 800 m: Arnaud Dupré 1:52,71. Frauen. 60 m: Anika Krone (CA Freiburg) 7,85. Marine Egger (CA Freiburg) 7,86. Veronica Vancardo (TSV Düdingen) 7,94. 200 m: Veronica Vancardo 25,54. Anika Krone 25,55. Marine Egger 25,81. Stab: Melanie Fasel (GG Bern) 4,05 m. Fanny Leimgruber (CA Belfaux) 4,00 m.
«Ich habe sicher noch ein Steigerungs– potenzial von fünf oder sechs Hundertsteln.»
Pascal Mancini
Sieger über 60 m
«Mental hatte ich schon vor dem Lauf mit dem Wettkampf abgeschlossen. Das wurde mir zum Verhängnis.»
Julia Kropf
Fünfkämpferin