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Dölf Schütz ist in Seebach für die 1940er und 1950er Jahre vermerkt. Über ihn ranken viele Gerüchte, ähnlich wie beim Schatzelibäi und manchmal wurde sagar vermutet, es wäre ein und die selbe Person. Aus diesem Grunde sind die nachfolgenden Ausführungen mit Vorsicht zu geniessen.
Personen, welche mehr über Dölf Schütz wissen und mithelfen könnten, diesen Eintrag zu verbessern, wollen sich bitte an die OGS wenden.
Ursprünglich technischer Zeichner in der MFO. Sein Herkunftsort war Bachs ZH. Dölf Schütz war verheiratet, aber kinderlos. Er hatte eine sehr liebe Frau, die unerwartet früh starb. Das konnte Dölf Schütz nicht verwinden und er begann aus lauter Traurigkeit zu trinken. Irgendwann kündigte er seine gute Stelle bei der MFO und widmete sich vor allem den Fässern voll Reben. Er verzichtete in der Folge auf eine Wohnung und führte seinen Hausrat in einem Leiterwagen mit sich. Das Geld, welches er mit dem Bemalen von Wein- und Menütafeln verdiente, verwandelte er direkt in ein Bier oder wenn's reichte in roten Wein und etwas zum Futtern.
Normalerweise fand er immer wieder ein einfaches Logis, manchmal in einer ungeheizten, aber wenigstens trockenen Mansarde, manchmal in einem Gartenhüsli und widrigenfalls eben auf einer Bank oder sogar im windgeschützten Wald. Zum Trinken liess er sich immer gerne auch einladen und das kam nicht selten vor. Dann erzählte er den freundlichen Spendern die tollsten Biertischgeschichten.
Von Dölf Schütz wird auch folgende Geschichte erzählt: Einmal nächtigte er nach reichlicher Zecherei in einer grossen Materialkiste vor dem Werkhof an der Friesstrasse. Damit er genügend Luft bekam, hatte er den Deckel nicht ganz geschlossen. Als er am frühen Morgen immer noch seine «Kiste» ausschlummerte, kam ein Kraftwagen von der Wasserversorgung vorbei und ein paar Arbeiter beförderten die tags zuvor für einen Arbeitseinsatz vorbereitete Materialkiste auf die Ladebrücke. Deren Inhalt war eine reservierte Lieferung für eine Baustelle auf dem Zürichberg, sowie unbewussterweise auch eine berauschte Mannsperson. Durch die lärmige Fahrt erwachte Dölf irgendwann und fand sich auf dem Zürichberg wieder. Es soll ein Weilchen gedauert haben, bis Dölf wieder zu Hause in Seebach ankam, denn er hatte in aller Regel kein Bargeld auf sich.
In schneereichen Wintern baute er sich auch mal einen Iglu im Wald, fast so wie die Eskimo. Da er aber keine Isolierdecke benützte, sondern nur gewöhnliche Emballagesäcke, soll er sich ein Bein so unterkühlt haben, dass es sich versteifte und sich nicht mehr richtig erholte. So humpelte er fortan. Es sei nochmals wiederholt: Die Geschichte des Dölf Schütz lässt sich heute nicht mehr genau ermitteln, da er allzu häufig mit einem anderen Unikum wie dem Schatzelibei verwechselt wurde und immer noch wird, sodass die hier erzählten Episoden aus seinem Leben möglicherweise ein Zerrbild liefern. Unter diesem Vorbehalt möge man die Geschichte lesen.