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Im Jahr 2011 fand der erste Bergwaldprojekteinsatz in Matt statt.
Lage
Matt liegt im Kanton Glarus im Sernftal. Der Kanton Glarus ist einer der kleinsten Kantone der Schweiz und das Sernftal ist das kleinere seiner zwei bewohnten Haupttäler. Deshalb heisst es unter den Glarnern „d`s Chlytal“, das Kleintal. Matt ist das mittlere der drei Dörfer im Tal.
Mit einer Fläche von rund 170 Quadratkilometern macht das Chlytal einen Viertel des Kantons aus, zählt aber in seinen drei Dörfern wenig mehr als 2`000 Einwohner oder gut fünf Prozent.
Matt liegt auf 831 m ü. M und hat eine Fläche von gut 41 km2. Die ehemalige politische Gemeinde Matt wurde auf den 1. Januar 2011 mit anderen Gemeinden zur neuen Gemeinde Glarus Süd zusammengelegt. Matt besteht aus steilen bewaldeten Berghängen, hochgelegenen Alpen sowie aus mehreren hohen Berggipfeln. Von der ehemaligen Gemeindefläche sind rund 40% landwirtschaftliche Nutzfläche, 32% sind Wald, 1% ist Siedlungsfläche und 27% ist unproduktive Fläche.
Geologie
Das Sernftal liegt mitten in de UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona. Anhand der Glarner Hauptüberschiebung, einem wesentlichen Teil der Tektonikarena Sardona, ist die Entstehung von Gebirgen mittels Plattentektonik eindrücklich sichtbar. Beim Zusammenstossen der Europäischen und der Afrikanischen Platte türmten sich diese auf und brachten so 250 bis 300 Millionen Jahre altes Verrucanogestein auf jüngeres 35 bis 50 Millionen Jahre altes Flyschgestein.
Geschichte
Das Dorf entstand auf dem Schuttkegel des Chrauchbaches am Eingang des Chrauchtals. 1273 wurde ein damaliges Gut Mattun urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Wiese. Die heutige Kirche von Matt stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 1497 und ist die älteste erhalten gebliebene Kirche im Glarnerland. In ihrem Innern befindet sich eine bedeutende spätgotische Holzdecke. Im Jahr 1799 zogen General Suworow und seine Armee auf ihrem Weg über den Panixerpass durch Matt. Missernten und Überbevölkerung zwangen Mitte des 19. Jahrhunderts viele Einwohner zum Auswandern. 1868 kam es zur Gründung der Spinnerei Spälty, welche 1967 stillgelegt wurde. Im Steinbruch nördlich von Matt wurden von 1912 bis 1972 Pflaster- und Randsteine hergestellt. Land- und Alpwirtschaft sowie der Schieferabbau im benachbarten Landesplattenberg in Engi waren bis zum 20. Jahrhundert die wichtigsten Einnahmequellen der Einwohner von Matt. Die älteste Baufirma des Kantons Glarus, die Marti AG, wurde 1860 gegründet.
Wald
Seit jeher bedrohen aufgrund der geologischen und meteorologischen Gegebenheiten Naturgefahren den Lebensraum Glarnerland, z.B. Hochwasserkatastrophen im 17., 18. und 19. Jahrhundert, und die Bewohner/Innen mussten schon früh lernen, mit ihnen umzugehen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts versumpfte die Linthebene, da durch Geschiebe und Überschwemmungen der Linth und ihrer Seitenbäche der Wasserspiegel von Linth und Walensee immer höher stieg.
Um weiteren Schaden zu verhindern, wurde die Linthkorrektion in den Jahren 1807 bis 1816 durchgeführt und Einzugsgebiete wieder aufgeforstet. 1954 vernichtete ein Windwurf 110 Hektaren Wald, einen Viertel der nutzbaren Waldfläche der Gemeinde. Vier Jahre später begann die arbeitsintensive Aufforstung für drei Millionen Franken: Im Chrauchtal wurden beispielsweise mit Trockensteinmauern Terrassen gebaut, auf denen wiederum Fichten gepflanzt wurden. In jüngerer Zeit haben vor allem der Sturm Vivian (1990) und das Unwetter von 2005 für grössere Schäden gesorgt. Durch hohen Wilddruck ist zudem das Aufkommen von standortgerechten Baumarten erschwert.
Moorgebiet Weissenberge
Das Gebiet der Weissenberge liegt auf einer Hangschulter hoch über der Ortschaft Matt zwischen rund 1`200 m ü. M. und 1`800 m ü. M. Die grossen Moorflächen sind auf den gegen das Sernftal abfallenden, südwestexponierten Hangbereichen zu finden. Zum grössten Teil handelt es sich um Kleinseggenrieder basischer bis saurer Ausprägung mit einer relativ geringen Streueproduktion. Einige Moorgebiete im Gebiet Weissenberge sind von nationaler Bedeutung. Die Problematik in diesen schlecht erschlossenen moorreichen Gebieten besteht viel mehr in der fehlenden Bewirtschaftung als in der Übernutzung. Daher werden Massnahmen getroffen, um die Verbuschung und Verwaldung von Moorflächen zu vermeiden, das heisst es erfolgt, wenn möglich, eine jährliche Mahd und ein gezieltes Zurückschneiden der aufkommenden Gehölze.
So kann die wertvolle alpine Kulturlandschaft, ein vielfältiges Mosaik von extensiv genutzten Magerwiesen, Hoch- und Flachmooren, Zwergstrauchheiden und Waldflächen erhalten bleiben.
Arbeiten
Die Hauptarbeiten des Bergwaldprojektes in Matt sind Zurückschneiden von Sträuchern und Bäumen, um Moorflächen und Magerwiesen zu erhalten, das Mähen des Rieds, Stangenholzpflege, Wegunterhalt und der Rückbau alter Alu-Lawinenverbauungen.
|04.08. – 10.08.2013 (27CH) -> Ausgebucht|
|11.08. – 17.08.2013 (28CH) -> Anmelden|
|18.08. – 24.08.2013 (29CH) -> Anmelden|
|Lage:||Kt. Glarus, Weissenberge|
|www.gemeinde-matt.ch|
|Unterkunft:||Forsthaus Bruch, 1400 m ü. M., kein Warmwasser/Strom, Massenlager, zelten möglich.|
|Berichte:||Teilnehmerberichte|