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Simona de Silvestro wünschte sich in Mid Ohio Regen. Aber es kam anders. So blieb nur Platz 23 für die 23-Jährige.
Die schlechte Nachricht für Simona de Silvestro beim zwölften IndyCar-Lauf in Mid Ohio kam zwei Stunden vor dem Rennen. Der Regen hörte auf. Im Warmup am Morgen war die 23-jährige aus Thun auf nasser Strecke Vierte.
Auf der Rutschbahn spielte das 80 PS-Defizit ihres Lotus-Turbo keine Rolle. «Ich wünsche mir Regen», sagte sie danach. Ihr Wunsch wurde nicht erhört. So hatte sie in einem Rennen mit nur einem Ausfall und ohne eine einzige Gelbphase keine Chance. Am Ende blieb nur der 23. Platz, zwei Runden hinter dem Sieger.
«Es ist immer das gleiche», ärgerte sich Simona. «In der Zielkurve bin ich eine der schnellsten, und dann pfeifen sie auf der Geraden links und rechts an mir vorbei.»
Auch mit Risikostrategie geht nichts bei HVM-Lotus. «Wir haben nicht nur wenig Leistung, sondern auch einen hohen Spritverbrauch. Ich muss drei Mal tanken, andere nur zwei Mal.»
Scott Dixon wiederholte seinen Vorjahressieg. Der Neuseeländer ging an Will Power beim zweiten Boxenstopp vorbei. Die Ganassi-Crew tankte schneller als Powers Penske-Mannschaft. Dixon ist mit seinem zweiten Saisonsieg wieder mitten drin im Titelrennen. Sein Konto kletterte drei Rennen vor Meistersschaftsende auf 351 Punkte.
Ein Quartett aus vier Fahrern darf sich noch Hoffnungen machen, den dreimaligen Meister Dario Franchitti zu beerben, der selbst keine Chancen mehr hat. Power übernahm durch seinen zweiten Platz mit 379 Punkten die Führung vor dem bisherigen Spitzenreiter Ryan Hunter-Reay (374), der sechs Runden vor dem Ziel mit Motorproblemen aufgeben musste.
Auch Helio Castroneves (353) konnte als 16. nur wenig für seinen Punktestand tun. Dixon meinte nach seinem Sieg: «Jetzt muss Franchitti für mich fahren. In den letzten drei Jahren war es umgekehrt.»