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von Martin P. Schindler
Die am Westende des Walensees gelegene Stadt Weesen wurde im 13. Jh. gegründet. Der Handel und die Konzentration der habsburgischen Verwaltung machten sie zu einem Zentrum im Linthgebiet. Nach der Schlacht bei Näfels (9.4.1388) wurde die Stadt ohne Plünderung verbrannt und durfte anschliessend nicht mehr aufgebaut werden.
Grössere Notgrabungen von bescheidener Qualität fanden 1978, 1988 und 1993/94 im Stadtgebiet statt. Dank des Einsatzes von Freiwilligen aus Weesen konnten Informationen und Fundmaterial gerettet werden. Dabei zeigte es sich, dass die 1388 zerstörte Siedlung ohne grosse Störungen die Zeit überdauerte und ein grosser Teil des Hausinventars noch vorhanden ist. Damit wird Weesen zu einem bedeutenden Fundort spätmittelalterlicher3 Sachkultur. Bislang fehlt leider eine wissenschaftliche Inventarisierung, Bearbeitung und Auswertung sowie Restaurierung der Funde.
, Martin P. : Das 1388 zerstörte AltWeesen: eine archäologische Fundgrube
Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 6. Jahrgang 2001, Heft 1, .