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Direkte Demokratie und die Benachteiligung von Immigranten
Herzlich willkommen auf der Homepage für das Forschungsprojekt ‚citizenship.ch’.
In vielen Ländern werden direktdemokratische Verfahren immer beliebter. Die direkte Demokratie wird dabei oft als das demokratischste Instrument, Gesetze zu erlassen und politische Entscheide zu fällen, gepriesen. Doch was bedeutet es für ethnische Minderheiten, wenn Entscheidungen von der Mehrheit der Stimmberechtigten anstatt von gewählten Politikern gefällt werden? Stehen Minderheiten in der direkten Demokratie schlechter da, als in der repräsentativen Demokratie?
Im Rahmen eines vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projektes beschäftigten sich die Forscher Jens Hainmueller (Massachusetts Institute of Technology) und Dominik Hangartner (London School of Economics und Universität Zürich) mit diesen Fragen im Zusammenhang mit Einbürgerungen in der Schweiz. Sie gingen erstens der Frage nach, ob Menschen je nach Herkunftsland unterschiedliche Chancen haben vom Stimmberechtigten an der Urne oder an Gemeindeversammlungen eingebürgert zu werden; und zweitens, wie sich Einbürgerungsraten veränderten, nachdem nicht mehr direkt die Stimmberechtigten an der Urne oder an Gemeindeversammlungen, sondern gewählte Politiker und Politikerinnen in Gemeinderäten oder -Parlamenten über Einbürgerungsgesuche entschieden.
Ausführlichere Informationen zum Projekt erhalten Sie oben im Video und hier. Zudem stehen rechts die Forschungsbeiträge zum Herunterladen bereit.