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Die Katholische Kapellengemeinde (gegründet nach Kriegsende, ca. 1943) erwarb im Jahre 1964 im idyllisch gelegenen Rondellen-Quartier (mitten im Dorfkern) das entsprechende Bauland.
Am 24. September 1967 wurde der Bauplatz eingesegnet und der erste Spatenstich ausgehoben. Der Grundstein zu diesem katholischen Gotteshaus wurde am 10. Dezember 1967 gelegt. Dieser gab den Auftakt für den Beginn der Fronarbeit, die durch Hauptwiler in Gemeinschaft mit den Südländern in lobenswerter Weise geleistet wurde.
Man hatte zum Vorneherein an einen einfach gehaltenen Bau gedacht. Aus betrieblichen Gründen schuf der Architekt (Franz Bucher) zwei Eingänge, wobei der eine ohne Schwellen oder Tritte (auf dem Zugangsweg) auch älteren und gebrechlichen Leuten den Zutritt erleichtern soll. So ergab sich ein gedeckter Vorplatz.
Der Glockenstuhl ist nicht als eigentlicher Turm ausgebildet, sondern als Krone am höchsten Punkt des Kirchenraumes.
Um für alle Kirchgänger eine fast gleichwertige Sicht auf den Altar zu schaffen, wurden die Bänke mit 120 Sitzplätzen entsprechend angeordnet und der Boden ansteigend gestaltet.
Am 26. Mai 1968 wurden die drei, in ihrer Grösse bescheidenen Glocken geweiht. Am nächsten Tag kann die Schuljugend zu dem seltenen Erlebnis des Glockenaufzuges.
Einen strahlenden sonnigen Herbsttag schenkte Gott der Bevölkerung und im Besonderen den Katholiken von Hauptwil, um am 27. Oktober 1968 dem Christkönigstag ihrem neuen Gotteshaus, der Antoniuskirche, kirchliche Weihe zu geben.
Suche nach der Wahrheit und Festlegung des Friedens dürften die brennenden Anliegen dieser Zeit gewesen sein. In diesem Sinne wurden auch die Patrone für die Kapelle gewählt. Der heilige Antonius (geboren am 15. August 1195 in Lissabon , gestorben am 13. Juni 1231 in Padua). Sein Gedenktag ist der 13. Juni.
Aus der Überlegung heraus, dass die Kapelle in politisch unruhiger Zeit erbaut wurde, gab man der Kleinkirche als „patronussecundarius“, den Bruder Klaus (geboren 1417 im Flüeli bei Sachseln, gestorben am 21. März 1487). Zugleich sollte es eine dankbare Erinnerung an die 500 Jahrfeier des Eintrittes von Bruder Klaus in die Einsiedelei sein. Obwohl sein Todestag der 21. März war, wurde bei seiner Heiligsprechung der 25. September als offizieller Gedenktag festgelegt.
Am 31. März 2004 wurde die Kapellengemeinde Hauptwil aufgelöst und mit einem neu zu schaffenden Reglement ersetzt, die des Kapellenrates Hauptwil. Die Rechnungsführung wurde an die Kirchgemeinde Bischofszell abgetreten.
Gottesdienstordnung