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Material / technique
Transportable Kleinorgel mit einem Manual, ohne Pedalklaviatur. Das Gehäuse besteht aus truhenförmigem Unterbau und aufgesetztem Oberbau. Der obere Abschluss ist geschweisst, vor dem Prospekt stehen die Flügeltüren. Die Orgel bietet vier klingende Register, die Balganlage weist Trethebel und Riemenzug auf.
Measures
116 × 67 × 205 cm
Object history
Über die Geschichte des Instruments geben die Befunde am Instrument selbst Auskunft. 1783 dürfte das Baujahr der Orgel sein. Das Monogramm LOJ verweist auf die vermutlichen Auftraggeber und ersten Besitzer, Vater Linard und Sohn Otto Juvalta aus Bergün. Die Verwendung von Arvenholz sowie Beschriftungen in romanischer Sprache im Inneren der Orgel lassen annehmen, dass das Werk in der Region hergestellt wurde. Der Orgelbauer ist unbekannt. Bauliche Merkmale und die farbige Fassung des Gehäuses weisen grosse Ähnlichkeiten mit Hausorgeln aus dem Appenzell auf. Der offensichtliche Zusammenhang zwischen dem Engadiner Instrument und dem Toggenburger/Appenzeller Hausorgelbau könnte in Beziehungen der pietistischen Pfarrherren in beiden Regionen zu finden sein. Die Orgel diente als Hausinstrument. Neben Liedbegleitungen, frommen Psalmen und Chorälen wurden wohl auch lustige Tänze und aktuelle Gassen- hauer darauf gespielt.