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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00317 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser Urteil vom 31. Oktober 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerd egegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der am 4. Februar 2002 geborene X.___ reiste im Alter von drei Jahren von Y.___ in die Schweiz ein und besuchte ab August 2006 die obligatorische Schule in Volketswil. Am 1 7. Juli 2007 wurde er von seinen Eltern unter Hinweis auf einen Verdacht auf eine zentrale Spracherwerbsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe zug angemeldet ( Urk. 8/1). Mit Verfügung vom 1 7. Dezember 2007 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Ste ll e, mangels Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen den Anspruch des Versicherten auf eine Kostengutsprache für Logopädie ( Urk. 8/9). 1.2 Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit im Jahr 2018 absolvierte der Ver sicherte ein zehntes Schuljahr in der Z.___ ( Urk. 8/27/23 f.) und nahm in der Folge am 1. August 2020 eine Ausbildung zum Montage-Elektriker EFZ bei der A.___ AG auf ( Urk. 8/12). Der Lehrvertrag wurde am 2 4. März 2021 aufgelöst ( Urk. 8/10), worauf der Versicherte, der inzwischen in eine betreute Wohnform der Sozialen Dienste B.___ eingetreten war ( Urk. 8/14), vom 2 6. April bis am 3 1. Juli 2021 einen befristeten praktischen Arbeitseinsatz in einem Brockenhaus der Stiftung C.___ leistete ( Urk. 8/27/19) und sich am 1 7. August 2021 unter Hinweis auf eine mittelgradige kognitive Störung und eine Sprachentwicklungsstörung für Massnahmen der beruflichen Eingliederung bei der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 8/15). Nach durch geführten Abklärungen stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 4. Januar 2022 die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung in Aussicht ( Urk. 8/30). Hiergegen erhob der Versicherte am 1 0. Februar 2022 Einwand ( Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. April 2022 den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte ( Urk. 8/39 = Urk. 2). %1. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, am 2. Juni 2022 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 29. April 2022 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für eine erstmalige berufliche Ausbildung zu übernehmen; eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm berufliche Massnahmen und / oder Integrationsmassnahmen nach Gesetz zuzusprechen. In formeller Hinsicht beantragte er, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihm in der Person von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1 3. Juli 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7). Hiervon wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 3. August 2022 Kenntnis erteilt. Mit derselben Verfügung wurde ihm die unentgeltliche Prozess führung gewährt und ihm Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt ( Urk. 12). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATS G ), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche run gsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (I VV ) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022, weshalb vorlie gend die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar sind. 1.2 Invalide oder von einer Invalidität ( Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhal ten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen: a. das Alter; b. der Entwicklungsstand; c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens ( Abs. l b i s ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufli che Ein gliederung ( lit. a bi s ), Massnahmen beruflicher Art (Beru fsberatung, erst malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1.3 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versi cherte, die ihre Berufswahl getroffen haben, die noch nicht erwerbs tätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Aus bildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung ihren Fähigkeiten entspricht. Die erst malige beruf liche Ausbildung soll sich nach Möglichkeit an der beruflichen Ein gliederung im ersten Arbeitsmarkt orientieren und bereits dort erfolgen ( Art. 16 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 5 Abs. 1 I VV gilt als erstmalige berufliche Ausbildung nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit: a. die berufliche Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 (BBG); b. der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule; c. die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf eine Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte. 1.4 Als invalid im Sinne von Art. 16 IVG gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen bei einer seinen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung erhebliche Mehrkosten auf sich nehmen muss. Bezüglich psychischer Beeinträchtigungen sind die von der Rechtsprechung zum invalidisierenden geistigen oder psychi schen Gesundheits schaden ( Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG) ent wickelten Grundsätze auch im Bereich des Art. 16 IVG massgeb lich; dabei ist jedoch nicht die Erwerbstätigkeit, sondern der beabsichtigte Aus bildungsgang mit seinen spezifischen Anforderungen Bezugspunkt (BGE 114 V 29 E. 1b in fine mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 159/05 vom 16. März 2006 E. 3.2.2). Sodann ist es unerheblich, ob die versicherte Person bei Erlass der Verwaltungs verfügung an einem invalidisierenden Gesundheits schaden leidet. Denn es kommt im Rahmen von Art. 4 Abs. 1 IVG (in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG), von seinem ausdrücklichen Wortlaut wie von der Systematik der Invalidenversi cherung als final konzipierte Erwerbs ausfallversicherung (AHI 1999 S. 79) her, nicht auf die Gleichzeitigkeit ( Kontemporalität ), sondern auf die Kausalität von Gesundheitsschaden und Erwerbsunfähigkeit an (BGE 126 V 461 E. 2 in fine, AHI 2003 S. 158 E. 2). 1.5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf B G E 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinte rn er medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der ver siche rung sinte rn en ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung damit, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss der versicherungsmedizinischen Beurteilung gesund heitsbedingt nicht eingeschränkt sei. Da somit keine entsprechenden Mehrkosten anfallen würden, seien die Voraussetzungen für eine Unterstützung bei der erst maligen beruflichen Ausbildung nicht gegeben ( Urk. 2 S. 1). Bei den vorliegenden Diagnosen seien die therapeutischen Massnahmen nicht ausgeschöpft. Das kognitive Leistungsvermögen liege im durchschnittlichen Bereich. Im Arztbericht des Hausarztes seien keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angegeben wor den. Weiter sei der Cannabiskonsum zu überdenken und anzupassen, da dieser neben den motivationalen und emotionalen Auswirkungen auch die Gedächtnis leistungen betreffen könnte ( Urk. 2 S. 2). Gemäss den vorliegenden Unterlagen stünden Motivationsprobleme im Vorder grund. Der Beschwerdeführer habe in der Oberstufe von der Sekundarstufe C in die Sekundarstufe B wechseln können. Die Lehrstelle habe er verloren, weil er keine Hausaufgaben erledigt habe, das Arbeitsbuch nicht nachgeführt habe und kein Interesse gezeigt habe. Dass er in den administrativen Belangen und im selb ständigen Wohnen noch Unterstützung benötige, sei in diesem Alter nicht in dem Sinne ungewöhnlich, dass dies einen Unterstützungsansprach rechtfertige. Übli cherweise werde diese Aufgabe von den Eltern übernommen ( Urk. 2 S. 2). Zusammenfassend lägen gemäss den Akten trotz der bestehenden Schwierigkei ten keine Diagnosen vor, welche die Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit dauer haft einschränken würden. Deshalb seien die Voraussetzungen weder für Einglie derungsmassnahmen noch für eine Rente erfüllt ( Urk. 2 S. 2). Die Beschwerdegegnerin ergänzte in der Beschwerdeantwort, der Lehrabbruch sei überwiegend wahrscheinlich aus mangelnder Motivation erfolgt. Dies deute nicht auf eine Invalidität im Sinne des Gesetzes hin. Hinzu komme die Tendenz einer Prokrastination, die sich limitierend auf den Ausbildungserfolg auswirken könne. Hiermit hätten aber wohl junge Erwachsene im Alter des Beschwerdeführers regelmässig zu kämpfen. Im Weiteren könne festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer über gute Schulnoten verfüge und auch in den Stellwerktests gut abgeschnitten habe. Das von der Klinik D.___ vorgeschlagene gestufte Vor gehen (einfache EFZ-Lehre und anschliessend komplexere Ausbildung) sei zwar ratsam, jedoch keine ungewöhnliche Situation, die einen Anspruch auf IV- Leistungen rechtfertige. Zudem lege der Bericht der Klinik D.___, wonach zur lang fristigen Aufrechterhaltung der Motivation die persönlichen Präferenzen und Stärken bei der Schul- und Berufswahl berücksichtigt werden sollten, die Vermu tung nahe, dass es sich bei der Ausbildung zum Elektroinstallateur möglicher weise nicht um den Wunschberuf handle ( Urk. 7 S. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, er sei am 1 3. Juli 2021 in der Klinik D.___ einer neuropsychologischen Untersuchung unterzogen worden, wobei eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung mit einer mittelgradigen kognitiven Störung, residuale Beeinträchtigungen durch die Sprachentwicklungs störung sowie eine Dyslexie festgestellt worden seien. Aufgrund dieser Diagnosen hätten die untersuchenden Ärzte seine Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit als beeinträchtigt beurteilt und dringend zu einer Unterstützung im schulischen Bereich geraten. Ferner hätten sie festgehalten, dass es ihm aufgrund der sprach lichen Defizite nicht möglich sein werde, eine EFZ-Lehre zu bestehen (Urk. 1 S. 4 f.). Der Umstand, dass er eine erste Lehre aufgrund von mangelhaften Leistungen verloren habe, belege die von den Ärzten festgestellten gesundheitlichen Ein schränkungen ebenfalls. Auch wenn er den praktischen Teil der Lehre habe meis tern können, seien die Schulleistungen derart ungenügend gewesen, dass der Lehrvertrag aufgelöst worden sei. Die Beschwerdegegnerin vertrete die Meinung, dass seine schulischen Probleme alleine auf mangelnde Motivation zurückzufüh ren seien. Dabei habe sie jedoch keine Stellung dazu genommen, inwiefern sich das ADHS und die mittelschweren kognitiven Einschränkungen allenfalls auf seine schulischen Fertigkeiten auswirken könnten und habe nicht begründet, inwiefern diese Diagnosen keinen Einfluss auf die Ausbildungs- und Arbeits fähig keit hätten ( Urk. 1 S. 5 f.). Der Umstand, dass noch Behandlungsoptionen offen stünden, sei für sich alleine genommen noch kein Grund, den Leistungsanspruch abzuweisen. Diesbezüglich hätten zunächst eine Auflage sowie allenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfah ren durchgeführt werden müssen ( Urk. 1 S. 6). Insgesamt habe sich die Beschwerdegegnerin weder ausreichend mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass er aus gesundheitlichen Gründen in der Ausbil dungs - und Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, noch begründet, weshalb er auf den ersten Arbeitsmarkt verwiesen werden könne, um eine Ausbildung durchzu führen. Der rechtserhebliche Sachverhalt erweise sich daher als ungenügend ab geklärt ( Urk. 1 S. 6). 2.%1 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung - trotz des insoweit irreführenden Titels «kein Anspruch auf Kostenübernahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung» - über den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufli che Massnahmen an sich sowie auf eine Invalidenrente entschieden ( Urk. 2 S. 2), wobei die Verneinung eines Rentenanspruchs unbeanstandet blieb. Zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen zu Recht verneint hat. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer wurde durch den Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, mit der Frage nach dem Vorliegen von allfälligen neuropsycho- logischen Teilleistungsstörungen an die Klinik D.___ überwiesen, wo er am 13. Juli 2021 von Prof. Dr. rer. nat, F.___ und lic. phil G.___, beide Fachpsychologen für Neuropsychologie, neuropsychologisch untersucht wurde. Die untersuchenden Fachpersonen führten in ihrem Bericht vom 2 0. Juli 2021 aus, der Beschwerdeführer verfüge über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem heterogenen Profil. Die Untersuchung habe Beeinträchtigungen der verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis sowie den attentionalen Funktionen ergeben ( Urk. 8/11/5). Sie kamen zum Schluss, das vorliegende neuropsychologische Profil, einherge hend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und den auffälligen Fragebogenwerten, sei mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstö rung (ADHS, ICD-10 F90.0) zu vereinbaren. Es handle sich dabei um eine mittelgradige kognitive Störung mit Auswirkungen auf die Ausbildungs - und Arbeitsfähigkeit. Die Defizite im sprachlichen Bereich würden auf Residuen einer Sprachentwicklungsstörung (ICD-10 F80) hinweisen. Aufgrund der aktuell bestehenden Defizite im Lesen könne auch die Diagnose einer Dyslexie (ICD-10 F81.0) vergeben werden ( Urk. 8/11/6). Die beschriebenen Defizite würden den Schul- und Ausbildungserfolg des Beschwerdeführers beeinflussen und eine adäquate Umsetzung seines Leistungs potentials erschweren. Dies wirke sich auch auf sein Erleben und Verhalten aus. Die Schwächen im Bereich der Aufmerksamkeit erforderten kognitive und moti vationale Ressourcen. Oft sei es hilfreich, wenn Jugendliche mit einer Aufmerk samkeitsstörung neben einem therapeutischen Setting medikamentös unterstützt würden, dies müsse von einem Facharzt beurteilt werden. Allenfalls könne auch eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 hilfreich sein. Empfehlenswert sei auch das Buch «Clever lernen» sowie ein kurzes tägliches Lesetraining. Bezüglich der sprachlichen Schwierigkeiten sei zudem eine logopädische Therapie empfehlens wert ( Urk. 8/11/6 f). Aufgrund der neurokognitiven Schwierigkeiten sei bei der Berufsausbildung von Beginn an eine Unterstützung im schulischen Bereich wichtig. Aufgrund des neuropsychologischen Leistungsprofils sei eine berufliche Ausbildung auf dem Niveau einer EFZ-Lehre theoretisch möglich. Allerdings seien die sprachlichen Defizite sowie die motivationalen Schwierigkeiten vermutlich limitierend. Auch die Rückmeldungen des Lehrbetriebs betreffend vermindertem Arbeitstempo, Mühe mit vernetztem Denken und starkem Aufschieben würden zeigen, dass die neurokognitiven Defizite den Ausbildungserfolg beträchtlich limitieren könnten. Eventuell sei ein gestuftes Vorgehen unter Berücksichtigung der attentionalen Schwierigkeiten besser geeignet, um die Ziele des Beschwerdeführers zu erreichen ( Attestlehre oder einfache EFZ-Lehre und anschliessend erst komplexere Ausbil dung). Da eine optimal angepasste Berufswahl die Erfolgschancen für einen Abschluss erhöhe, sei eine fundierte Berufsberatung ratsam. Auch der Cannabiskonsum sei zu überdenken und anzupassen. Ein langjähriger regelmäs siger Konsum könne neben den motivationalen, emotionalen Auswirkungen auch Auswirkungen auf die Kognition haben ( Urk. 8/11/7). Falls sich bei der Berufs wahl und -ausbildung Schwierigkeiten ergäben, seien zudem auch berufliche Massnahmen durch die Invalidenversicherung zu erwägen ( Urk. 8/11/7). 3.2 Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, stellte in seinem Bericht vom 8. Oktober 2021 die Diagnosen einer ADHS, einer Dyslexie und von Defizi ten im sprachlichen Bereich. Die Fragen zum Ressourcenprofil für berufliche Tätigkeiten konnte er nicht beantworten ( Urk. 8/22/1). Er behandle den Beschwerdeführer nur sehr sporadisch aufgrund von Infekten oder Schmerzen ( Urk. 8/22/3). 3.3 Gemäss Aktennotiz gelangte die Sachbearbeiterin nach einer internen Bespre chung mit Dr. I.___, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vom regionalärztlichen Dienst (RAD), am 1. Dezember 2021 zum Schluss, dass kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 8/29/2). 3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 5. März 2022 legte Dr. I.___ dar, die medizini schen Befunde und Diagnosen seien intern besprochen und bewertet worden. Da im Bericht der Klinik D.___ auch ausführlich über Behandlungsoptionen zu Besserung der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung referiert wor den sei, sei davon auszugehen, dass kein dauerhafter invalidisierender Gesund heitsschaden vorliege, zumal ein durchschnittliches allgemeines kogniti ves Leis tungsvermögen beschrieben werde. Weitere Empfehlungen der Klinik D.___ sowie der Hinweis auf die Prokrastinationstendenzen des Beschwerdefüh rers, die zusätzlich die schulischen und beruflichen Ausbildungsoptionen behin dern wür den, Hessen den Eindruck entstehen, dass bisher noch nicht alle thera peutischen Massnahmen ausgeschöpft worden seien. Dies habe auch in der gemeinsamen Diskussion, die sich auch auf den Bericht von Dr. H.___ gestützt habe, der keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angebe, zur Empfehlung der Abweisung von Leistungen und Durchführung von Therapien geführt (Urk. 8/38/2). 4. 4.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers liegen - neben einem Bericht des Hausarztes Dr. H.___, der zu allfälligen Einschränkungen des Ressourcenpro fils des Beschwerdeführers keine Stellung nehmen konnte (Urk. 8/22/1) und der daher nicht für die Beurteilung einer gesundheitlich bedingten Einschränkung der Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit herangezogen werden kann - einzig die Ergebnisse der am 1 3. Juli 2021 durchgeführten neuropsychologischen Untersu chung ( Urk. 8/11) vor. Letztere ergab ein neuropsychologisches Profil, das, ein hergehend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und auffälligen spezifischen Fragebogenwerten, gemäss den untersuchenden Fachpsychologen für Neuropsychologie mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) zu vereinbaren ist. Der festgestellten mittel gradigen kognitiven Störung schrieben die untersuchenden Fachpersonen Aus wirkungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zu ( Urk. 8/11/6) und hielten insbesondere eine enge Begleitung in der Berufsschule und eine fundierte Berufs beratung für erforderlich ( Urk. 8/11/7). Die Beschwerdegegnerin geht dagegen gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. I.___ vom 1 5. März 2022 ( Urk. 8/38/2) davon aus, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gesundheitsbedingt nicht eingeschränkt ist und somit bei der beruflichen Ausbil dung keine Mehrkosten anfallen, so dass keine Invalidität im Sinne von Art. 16 IVG vorliege ( Urk. 2 S. 1). 4.2 4.2.1 Gemäss Dr. I.___ stellt die anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung festgehaltene einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung keinen dauerhaf ten invalidisierenden Gesundheitsschaden dar, da noch nicht alle Therapiemög lichkeiten ausgeschöpft sind. Eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psy chische Gesundheitsschädigung kann jedoch gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapiere sistenz ausgeschlossen werden (BGE 143 V 409 E. 5.1). Der Umstand, dass gemäss dem Bericht betreffend die neuropsychologische Untersuchung noch Behand lungs möglichkeiten offenstehen, reicht daher nicht aus, um eine Verneinung eines die Arbeits- beziehungsweise die Ausbildungsfähigkeit einschränkenden Gesund heitsschadens zu begründen. Darüber hinaus lassen sich dem erwähnten Bericht keine Hinweise dafür entnehmen, dass es sich bei der Aktivitäts- und Aufmerk samkeitsstörung bei Durchführung der entsprechenden Therapiemass nahmen um einen die Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsfähigkeit nur vorübergehend - im Zusammenhang mit der erstmaligen beruflichen Ausbildung somit nicht wäh rend der gesamten oder mindestens während eines voraussicht lich längeren Teils derselben (vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 4 zu Art. 16, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung) - beeinflussenden Gesundheitsschaden handelt, werden doch lediglich Massnah men erwähnt, die potentiell zu einer Besserung des Gesundheitszustands bezie hungsweise von dessen funktionellen Auswirkungen beitragen könnten. 4.2.2 Weiter hob Dr. I.___ hervor, dass der Beschwerdeführer gemäss der neuropsy chologischen Untersuchung über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem Gesamt-Intelligenzquotienten von 91 verfügt (Urk. 8/11/5). Dies ist zwar zutreffend, indessen ergab die Untersuchung dennoch Teil leistungsschwächen in einzelnen Bereichen, insbesondere Beeinträchtigungen in den verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis und den attentionalen Funktionen, die nach Einschätzung der untersuchenden Fachpersonen einer mittelgradigen kognitiven Störung entsprechen und Auswir kungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zeitigen ( Urk. 8/11/5). Diese kognitiven Schwierigkeiten berücksichtigte Dr. I.___ bei seiner Einschätzung jedoch nicht. Es erweist sich nicht als schlüssig, eine gesundheitlich bedingte Einschränkung der Ausbildungsfähigkeit bereits gestützt auf das festgestellte durchschnittliche kognitive Leistungsvermögen auszuschliessen. 4.2.3 Zusammenfassend bestehen nach dem Gesagten Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der reinen Aktenbeurteilung vom 1 5. März 2022 durch Dr. I.___ ( Urk. 8/38/2). Sie erfüllt daher die allgemeinen beweisrechtlichen Anfor derungen an versicherungsinte rn e ärztliche Feststellungen nicht (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis) und es kommt ihr kein hinreichender Beweis wert zu. 4.3 4.3.1 Bei der aktuellen Aktenlage kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Invali dität im Sinne von Art. 8 ff. IVG gegeben oder dass der Beschwerdeführer zumin dest davon bedroht ist, was für einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen hinreichend ist ( Art. 8 Abs. 1 IVG). Vielmehr liegen gestützt auf die neuropsy chologische Untersuchung vom 1 3. Juli 2021 ( Urk. 8/11) gewichtige Hinweise für das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsscha dens vor. Es greift daher zu kurz, die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers alleine auf fehlende Motivation beziehungsweise altersentsprechende Unterstüt zungsbedürftigkeit und Prokrastinationstendenzen zurückzuführen, zumal die neurokognitiven Defizite gemäss dem neuropsychologischen Untersuchungsbe richt auch den bisherigen Ausbildungserfolg wohl beträchtlich limitiert hätten ( Urk. 8/11/7) und bisher ungeklärt ist, ob und inwiefern die motivationalen Schwierigkeiten mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers z usammen hängen. Die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer die begonnene Ausbildung zum Elektroinstallateur mit überwiegender Wahr scheinlichkeit aus gesundheitsfremden Gründen abgebrochen hat, erscheint vor diesem Hintergrund daher zumindest als fraglich. Auf rein motivationale Probleme lässt sich zudem auch nicht ohne Weiteres aus den guten Schulnoten des Beschwerdeführers schliessen, unterscheidet sich doch das schulische Umfeld hin sichtlich der erwarteten Selbständigkeit und der gewährten Betreuung erheb lich von demjenigen auf dem ersten Arbeitsmarkt. 4.3.2 Indessen bedarf es zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig fest- gestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 2 1. November 2018 E. 2.2; vgl. Silvia Bücher, Eingliede run gsrecht der Inva lidenversiche ru ng, Bern 2011, Rz. 94). Insbesondere hat der Arzt auch im Zusam menhang mit beruflichen Ausbildungsschritten im Sinne von Art. 16 IVG den Gesundheitszustand zu diagnostizieren und zu den sich daraus ergebenden Ein schränkungen Stellung zu nehmen; ferner hat er sich gegebenenfalls darüber zu äussern, ob der Gesundheitszustand die ins Auge gefasste berufliche Vorkehr zulässt und, bejahendenfalls, welche Tätigkeiten hierbei aus medizinischer Sicht angepasst sind (Meyer/ Reichmuth, a.a.O, Rn 5 zu Art. 16). Eine solche umfassende Beurteilung durch einen Facharzt für Psychiatrie liegt derzeit nicht vor, erweist sich indessen als unerlässlich, um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Ausbildungsfähigkeit - unter Ausklammerung allfälliger nicht gesundheitsbedingter motivationaler Schwierigkeiten - rechtsgenüglich beurtei len zu können. Es fehlt daher an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben. 4.4 Des Weiteren lässt die pauschale Verneinung eines invalidisierenden Gesund heitsschadens durch die Beschwerdegegnerin jegliche Bezugnahme auf die Anforderungen einer konkreten Ausbildung vermissen. So hat die Beschwerde gegnerin bisher keinerlei Abklärungen dazu getätigt, ob der Beschwerdeführer seine Berufswahl bereits abschliessend getroffen hat und ob der Beruf als Elektroinstallateur seinen Fähigkeiten entspricht, wie dies für einen Anspruch auf Übernahme von gesundheitsbedingten Mehrkosten einer erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG vorausgesetzt wird. Allenfalls fällt sodann auch der Zugang zu weiteren Eingliederungsmassnahmen wie etwa Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a IVG - für die bei nicht erwerbstätigen Jugendlichen vor Voll endung des 2 5. Lebensjahrs nach neuem Recht ebenfalls nur eine drohende Inva lidität vorausgesetzt wird ( Art. 14a Abs. 1 lit. b I VG) - oder auch Berufsberatung gemäss Art. 15 IVG in Betracht. Indem die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen pauschal verneint hat, hat sie sich nicht damit aus einandergesetzt, in welcher Form der Beschwerdeführer Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung benötigt und welche weiteren Leistungen er hierfür beanspruchen könnte. Dies wird sie allenfalls - bei entsprechendem Resultat der medizinischen Abklärungen - nachzuholen haben. 4.%1 Die Beschwerde ist somit in dem Sinn gutzuheissen, dass die angefochtene Ver fügung vom 2 9. April 2022 ( Urk. 2) aufgehoben und die Sache zur Durchführung von medizinischen Abklärungen, insbesondere einer psychiatrischen Untersu chung, sowie gegebenenfalls zur Prüfung geeigneter beruflicher Massnahmen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 5. 5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt ( Art. 69 Abs. l bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 600. -- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGB 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen sind. 5.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Als weitere Bemessungskriterien nen nen die kantonalen Vorschriften das Mass des Obsiegens, den Zeitaufwand und die Barauslagen ( § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] sowie § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialversicherungsgericht [ GebV SVGer ]). Rechtsanwältin Stephanie C. Elms machte als unentgeltliche Rechtsvertreterin von der Möglichkeit, eine Honora rn ote einzureichen (vgl. Urk. 12 Dispositiv- Ziffer 3), keinen Gebrauch, weshalb die Parteientschädigung ermessensweise fest zusetzen ist. Unter Berücksichtigung der massgebenden Kriterien hat die Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1’800. -- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen, wobei diese direkt der unent gelt lichen Rechtsvertreterin des obsiegenden Beschwerdeführers zuzusprechen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_170/2018 vom 2 0. Juni 2018 E. 1.3 mit Hin weisen). Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 9. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und über den Anspruch des Versicherten auf berufliche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. -- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, eine Prozessentschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. 6. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin FehrEngesser

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2022.00317 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser Urteil vom 31. Oktober 2022 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerd egegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Der am 4. Februar 2002 geborene X.___ reiste im Alter von drei Jahren von Y.___ in die Schweiz ein und besuchte ab August 2006 die obligatorische Schule in Volketswil. Am 1 7. Juli 2007 wurde er von seinen Eltern unter Hinweis auf einen Verdacht auf eine zentrale Spracherwerbsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe zug angemeldet ( Urk. 8/1). Mit Verfügung vom 1 7. Dezember 2007 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Ste ll e, mangels Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen den Anspruch des Versicherten auf eine Kostengutsprache für Logopädie ( Urk. 8/9). 1.2 Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit im Jahr 2018 absolvierte der Ver sicherte ein zehntes Schuljahr in der Z.___ ( Urk. 8/27/23 f.) und nahm in der Folge am 1. August 2020 eine Ausbildung zum Montage-Elektriker EFZ bei der A.___ AG auf ( Urk. 8/12). Der Lehrvertrag wurde am 2 4. März 2021 aufgelöst ( Urk. 8/10), worauf der Versicherte, der inzwischen in eine betreute Wohnform der Sozialen Dienste B.___ eingetreten war ( Urk. 8/14), vom 2 6. April bis am 3 1. Juli 2021 einen befristeten praktischen Arbeitseinsatz in einem Brockenhaus der Stiftung C.___ leistete ( Urk. 8/27/19) und sich am 1 7. August 2021 unter Hinweis auf eine mittelgradige kognitive Störung und eine Sprachentwicklungsstörung für Massnahmen der beruflichen Eingliederung bei der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 8/15). Nach durch geführten Abklärungen stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 4. Januar 2022 die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung in Aussicht ( Urk. 8/30). Hiergegen erhob der Versicherte am 1 0. Februar 2022 Einwand ( Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. April 2022 den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte ( Urk. 8/39 = Urk. 2). %1. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, am 2. Juni 2022 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 29. April 2022 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für eine erstmalige berufliche Ausbildung zu übernehmen; eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm berufliche Massnahmen und / oder Integrationsmassnahmen nach Gesetz zuzusprechen. In formeller Hinsicht beantragte er, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihm in der Person von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1 3. Juli 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7). Hiervon wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 3. August 2022 Kenntnis erteilt. Mit derselben Verfügung wurde ihm die unentgeltliche Prozess führung gewährt und ihm Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt ( Urk. 12). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATS G ), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche run gsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (I VV ) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022, weshalb vorlie gend die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar sind. 1.2 Invalide oder von einer Invalidität ( Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhal ten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen: a. das Alter; b. der Entwicklungsstand; c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens ( Abs. l b i s ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufli che Ein gliederung ( lit. a bi s ), Massnahmen beruflicher Art (Beru fsberatung, erst malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1.3 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versi cherte, die ihre Berufswahl getroffen haben, die noch nicht erwerbs tätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Aus bildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung ihren Fähigkeiten entspricht. Die erst malige beruf liche Ausbildung soll sich nach Möglichkeit an der beruflichen Ein gliederung im ersten Arbeitsmarkt orientieren und bereits dort erfolgen ( Art. 16 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 5 Abs. 1 I VV gilt als erstmalige berufliche Ausbildung nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit: a. die berufliche Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 (BBG); b. der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule; c. die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf eine Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte. 1.4 Als invalid im Sinne von Art. 16 IVG gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen bei einer seinen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung erhebliche Mehrkosten auf sich nehmen muss. Bezüglich psychischer Beeinträchtigungen sind die von der Rechtsprechung zum invalidisierenden geistigen oder psychi schen Gesundheits schaden ( Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG) ent wickelten Grundsätze auch im Bereich des Art. 16 IVG massgeb lich; dabei ist jedoch nicht die Erwerbstätigkeit, sondern der beabsichtigte Aus bildungsgang mit seinen spezifischen Anforderungen Bezugspunkt (BGE 114 V 29 E. 1b in fine mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 159/05 vom 16. März 2006 E. 3.2.2). Sodann ist es unerheblich, ob die versicherte Person bei Erlass der Verwaltungs verfügung an einem invalidisierenden Gesundheits schaden leidet. Denn es kommt im Rahmen von Art. 4 Abs. 1 IVG (in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG), von seinem ausdrücklichen Wortlaut wie von der Systematik der Invalidenversi cherung als final konzipierte Erwerbs ausfallversicherung (AHI 1999 S. 79) her, nicht auf die Gleichzeitigkeit ( Kontemporalität ), sondern auf die Kausalität von Gesundheitsschaden und Erwerbsunfähigkeit an (BGE 126 V 461 E. 2 in fine, AHI 2003 S. 158 E. 2). 1.5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf B G E 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinte rn er medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der ver siche rung sinte rn en ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung damit, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss der versicherungsmedizinischen Beurteilung gesund heitsbedingt nicht eingeschränkt sei. Da somit keine entsprechenden Mehrkosten anfallen würden, seien die Voraussetzungen für eine Unterstützung bei der erst maligen beruflichen Ausbildung nicht gegeben ( Urk. 2 S. 1). Bei den vorliegenden Diagnosen seien die therapeutischen Massnahmen nicht ausgeschöpft. Das kognitive Leistungsvermögen liege im durchschnittlichen Bereich. Im Arztbericht des Hausarztes seien keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angegeben wor den. Weiter sei der Cannabiskonsum zu überdenken und anzupassen, da dieser neben den motivationalen und emotionalen Auswirkungen auch die Gedächtnis leistungen betreffen könnte ( Urk. 2 S. 2). Gemäss den vorliegenden Unterlagen stünden Motivationsprobleme im Vorder grund. Der Beschwerdeführer habe in der Oberstufe von der Sekundarstufe C in die Sekundarstufe B wechseln können. Die Lehrstelle habe er verloren, weil er keine Hausaufgaben erledigt habe, das Arbeitsbuch nicht nachgeführt habe und kein Interesse gezeigt habe. Dass er in den administrativen Belangen und im selb ständigen Wohnen noch Unterstützung benötige, sei in diesem Alter nicht in dem Sinne ungewöhnlich, dass dies einen Unterstützungsansprach rechtfertige. Übli cherweise werde diese Aufgabe von den Eltern übernommen ( Urk. 2 S. 2). Zusammenfassend lägen gemäss den Akten trotz der bestehenden Schwierigkei ten keine Diagnosen vor, welche die Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit dauer haft einschränken würden. Deshalb seien die Voraussetzungen weder für Einglie derungsmassnahmen noch für eine Rente erfüllt ( Urk. 2 S. 2). Die Beschwerdegegnerin ergänzte in der Beschwerdeantwort, der Lehrabbruch sei überwiegend wahrscheinlich aus mangelnder Motivation erfolgt. Dies deute nicht auf eine Invalidität im Sinne des Gesetzes hin. Hinzu komme die Tendenz einer Prokrastination, die sich limitierend auf den Ausbildungserfolg auswirken könne. Hiermit hätten aber wohl junge Erwachsene im Alter des Beschwerdeführers regelmässig zu kämpfen. Im Weiteren könne festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer über gute Schulnoten verfüge und auch in den Stellwerktests gut abgeschnitten habe. Das von der Klinik D.___ vorgeschlagene gestufte Vor gehen (einfache EFZ-Lehre und anschliessend komplexere Ausbildung) sei zwar ratsam, jedoch keine ungewöhnliche Situation, die einen Anspruch auf IV- Leistungen rechtfertige. Zudem lege der Bericht der Klinik D.___, wonach zur lang fristigen Aufrechterhaltung der Motivation die persönlichen Präferenzen und Stärken bei der Schul- und Berufswahl berücksichtigt werden sollten, die Vermu tung nahe, dass es sich bei der Ausbildung zum Elektroinstallateur möglicher weise nicht um den Wunschberuf handle ( Urk. 7 S. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, er sei am 1 3. Juli 2021 in der Klinik D.___ einer neuropsychologischen Untersuchung unterzogen worden, wobei eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung mit einer mittelgradigen kognitiven Störung, residuale Beeinträchtigungen durch die Sprachentwicklungs störung sowie eine Dyslexie festgestellt worden seien. Aufgrund dieser Diagnosen hätten die untersuchenden Ärzte seine Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit als beeinträchtigt beurteilt und dringend zu einer Unterstützung im schulischen Bereich geraten. Ferner hätten sie festgehalten, dass es ihm aufgrund der sprach lichen Defizite nicht möglich sein werde, eine EFZ-Lehre zu bestehen (Urk. 1 S. 4 f.). Der Umstand, dass er eine erste Lehre aufgrund von mangelhaften Leistungen verloren habe, belege die von den Ärzten festgestellten gesundheitlichen Ein schränkungen ebenfalls. Auch wenn er den praktischen Teil der Lehre habe meis tern können, seien die Schulleistungen derart ungenügend gewesen, dass der Lehrvertrag aufgelöst worden sei. Die Beschwerdegegnerin vertrete die Meinung, dass seine schulischen Probleme alleine auf mangelnde Motivation zurückzufüh ren seien. Dabei habe sie jedoch keine Stellung dazu genommen, inwiefern sich das ADHS und die mittelschweren kognitiven Einschränkungen allenfalls auf seine schulischen Fertigkeiten auswirken könnten und habe nicht begründet, inwiefern diese Diagnosen keinen Einfluss auf die Ausbildungs- und Arbeits fähig keit hätten ( Urk. 1 S. 5 f.). Der Umstand, dass noch Behandlungsoptionen offen stünden, sei für sich alleine genommen noch kein Grund, den Leistungsanspruch abzuweisen. Diesbezüglich hätten zunächst eine Auflage sowie allenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfah ren durchgeführt werden müssen ( Urk. 1 S. 6). Insgesamt habe sich die Beschwerdegegnerin weder ausreichend mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass er aus gesundheitlichen Gründen in der Ausbil dungs - und Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, noch begründet, weshalb er auf den ersten Arbeitsmarkt verwiesen werden könne, um eine Ausbildung durchzu führen. Der rechtserhebliche Sachverhalt erweise sich daher als ungenügend ab geklärt ( Urk. 1 S. 6). 2.%1 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung - trotz des insoweit irreführenden Titels «kein Anspruch auf Kostenübernahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung» - über den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufli che Massnahmen an sich sowie auf eine Invalidenrente entschieden ( Urk. 2 S. 2), wobei die Verneinung eines Rentenanspruchs unbeanstandet blieb. Zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen zu Recht verneint hat. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer wurde durch den Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, mit der Frage nach dem Vorliegen von allfälligen neuropsycho- logischen Teilleistungsstörungen an die Klinik D.___ überwiesen, wo er am 13. Juli 2021 von Prof. Dr. rer. nat, F.___ und lic. phil G.___, beide Fachpsychologen für Neuropsychologie, neuropsychologisch untersucht wurde. Die untersuchenden Fachpersonen führten in ihrem Bericht vom 2 0. Juli 2021 aus, der Beschwerdeführer verfüge über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem heterogenen Profil. Die Untersuchung habe Beeinträchtigungen der verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis sowie den attentionalen Funktionen ergeben ( Urk. 8/11/5). Sie kamen zum Schluss, das vorliegende neuropsychologische Profil, einherge hend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und den auffälligen Fragebogenwerten, sei mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstö rung (ADHS, ICD-10 F90.0) zu vereinbaren. Es handle sich dabei um eine mittelgradige kognitive Störung mit Auswirkungen auf die Ausbildungs - und Arbeitsfähigkeit. Die Defizite im sprachlichen Bereich würden auf Residuen einer Sprachentwicklungsstörung (ICD-10 F80) hinweisen. Aufgrund der aktuell bestehenden Defizite im Lesen könne auch die Diagnose einer Dyslexie (ICD-10 F81.0) vergeben werden ( Urk. 8/11/6). Die beschriebenen Defizite würden den Schul- und Ausbildungserfolg des Beschwerdeführers beeinflussen und eine adäquate Umsetzung seines Leistungs potentials erschweren. Dies wirke sich auch auf sein Erleben und Verhalten aus. Die Schwächen im Bereich der Aufmerksamkeit erforderten kognitive und moti vationale Ressourcen. Oft sei es hilfreich, wenn Jugendliche mit einer Aufmerk samkeitsstörung neben einem therapeutischen Setting medikamentös unterstützt würden, dies müsse von einem Facharzt beurteilt werden. Allenfalls könne auch eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 hilfreich sein. Empfehlenswert sei auch das Buch «Clever lernen» sowie ein kurzes tägliches Lesetraining. Bezüglich der sprachlichen Schwierigkeiten sei zudem eine logopädische Therapie empfehlens wert ( Urk. 8/11/6 f). Aufgrund der neurokognitiven Schwierigkeiten sei bei der Berufsausbildung von Beginn an eine Unterstützung im schulischen Bereich wichtig. Aufgrund des neuropsychologischen Leistungsprofils sei eine berufliche Ausbildung auf dem Niveau einer EFZ-Lehre theoretisch möglich. Allerdings seien die sprachlichen Defizite sowie die motivationalen Schwierigkeiten vermutlich limitierend. Auch die Rückmeldungen des Lehrbetriebs betreffend vermindertem Arbeitstempo, Mühe mit vernetztem Denken und starkem Aufschieben würden zeigen, dass die neurokognitiven Defizite den Ausbildungserfolg beträchtlich limitieren könnten. Eventuell sei ein gestuftes Vorgehen unter Berücksichtigung der attentionalen Schwierigkeiten besser geeignet, um die Ziele des Beschwerdeführers zu erreichen ( Attestlehre oder einfache EFZ-Lehre und anschliessend erst komplexere Ausbil dung). Da eine optimal angepasste Berufswahl die Erfolgschancen für einen Abschluss erhöhe, sei eine fundierte Berufsberatung ratsam. Auch der Cannabiskonsum sei zu überdenken und anzupassen. Ein langjähriger regelmäs siger Konsum könne neben den motivationalen, emotionalen Auswirkungen auch Auswirkungen auf die Kognition haben ( Urk. 8/11/7). Falls sich bei der Berufs wahl und -ausbildung Schwierigkeiten ergäben, seien zudem auch berufliche Massnahmen durch die Invalidenversicherung zu erwägen ( Urk. 8/11/7). 3.2 Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, stellte in seinem Bericht vom 8. Oktober 2021 die Diagnosen einer ADHS, einer Dyslexie und von Defizi ten im sprachlichen Bereich. Die Fragen zum Ressourcenprofil für berufliche Tätigkeiten konnte er nicht beantworten ( Urk. 8/22/1). Er behandle den Beschwerdeführer nur sehr sporadisch aufgrund von Infekten oder Schmerzen ( Urk. 8/22/3). 3.3 Gemäss Aktennotiz gelangte die Sachbearbeiterin nach einer internen Bespre chung mit Dr. I.___, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vom regionalärztlichen Dienst (RAD), am 1. Dezember 2021 zum Schluss, dass kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 8/29/2). 3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 5. März 2022 legte Dr. I.___ dar, die medizini schen Befunde und Diagnosen seien intern besprochen und bewertet worden. Da im Bericht der Klinik D.___ auch ausführlich über Behandlungsoptionen zu Besserung der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung referiert wor den sei, sei davon auszugehen, dass kein dauerhafter invalidisierender Gesund heitsschaden vorliege, zumal ein durchschnittliches allgemeines kogniti ves Leis tungsvermögen beschrieben werde. Weitere Empfehlungen der Klinik D.___ sowie der Hinweis auf die Prokrastinationstendenzen des Beschwerdefüh rers, die zusätzlich die schulischen und beruflichen Ausbildungsoptionen behin dern wür den, Hessen den Eindruck entstehen, dass bisher noch nicht alle thera peutischen Massnahmen ausgeschöpft worden seien. Dies habe auch in der gemeinsamen Diskussion, die sich auch auf den Bericht von Dr. H.___ gestützt habe, der keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angebe, zur Empfehlung der Abweisung von Leistungen und Durchführung von Therapien geführt (Urk. 8/38/2). 4. 4.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers liegen - neben einem Bericht des Hausarztes Dr. H.___, der zu allfälligen Einschränkungen des Ressourcenpro fils des Beschwerdeführers keine Stellung nehmen konnte (Urk. 8/22/1) und der daher nicht für die Beurteilung einer gesundheitlich bedingten Einschränkung der Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit herangezogen werden kann - einzig die Ergebnisse der am 1 3. Juli 2021 durchgeführten neuropsychologischen Untersu chung ( Urk. 8/11) vor. Letztere ergab ein neuropsychologisches Profil, das, ein hergehend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und auffälligen spezifischen Fragebogenwerten, gemäss den untersuchenden Fachpsychologen für Neuropsychologie mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) zu vereinbaren ist. Der festgestellten mittel gradigen kognitiven Störung schrieben die untersuchenden Fachpersonen Aus wirkungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zu ( Urk. 8/11/6) und hielten insbesondere eine enge Begleitung in der Berufsschule und eine fundierte Berufs beratung für erforderlich ( Urk. 8/11/7). Die Beschwerdegegnerin geht dagegen gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. I.___ vom 1 5. März 2022 ( Urk. 8/38/2) davon aus, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gesundheitsbedingt nicht eingeschränkt ist und somit bei der beruflichen Ausbil dung keine Mehrkosten anfallen, so dass keine Invalidität im Sinne von Art. 16 IVG vorliege ( Urk. 2 S. 1). 4.2 4.2.1 Gemäss Dr. I.___ stellt die anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung festgehaltene einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung keinen dauerhaf ten invalidisierenden Gesundheitsschaden dar, da noch nicht alle Therapiemög lichkeiten ausgeschöpft sind. Eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psy chische Gesundheitsschädigung kann jedoch gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapiere sistenz ausgeschlossen werden (BGE 143 V 409 E. 5.1). Der Umstand, dass gemäss dem Bericht betreffend die neuropsychologische Untersuchung noch Behand lungs möglichkeiten offenstehen, reicht daher nicht aus, um eine Verneinung eines die Arbeits- beziehungsweise die Ausbildungsfähigkeit einschränkenden Gesund heitsschadens zu begründen. Darüber hinaus lassen sich dem erwähnten Bericht keine Hinweise dafür entnehmen, dass es sich bei der Aktivitäts- und Aufmerk samkeitsstörung bei Durchführung der entsprechenden Therapiemass nahmen um einen die Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsfähigkeit nur vorübergehend - im Zusammenhang mit der erstmaligen beruflichen Ausbildung somit nicht wäh rend der gesamten oder mindestens während eines voraussicht lich längeren Teils derselben (vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 4 zu Art. 16, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung) - beeinflussenden Gesundheitsschaden handelt, werden doch lediglich Massnah men erwähnt, die potentiell zu einer Besserung des Gesundheitszustands bezie hungsweise von dessen funktionellen Auswirkungen beitragen könnten. 4.2.2 Weiter hob Dr. I.___ hervor, dass der Beschwerdeführer gemäss der neuropsy chologischen Untersuchung über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem Gesamt-Intelligenzquotienten von 91 verfügt (Urk. 8/11/5). Dies ist zwar zutreffend, indessen ergab die Untersuchung dennoch Teil leistungsschwächen in einzelnen Bereichen, insbesondere Beeinträchtigungen in den verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis und den attentionalen Funktionen, die nach Einschätzung der untersuchenden Fachpersonen einer mittelgradigen kognitiven Störung entsprechen und Auswir kungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zeitigen ( Urk. 8/11/5). Diese kognitiven Schwierigkeiten berücksichtigte Dr. I.___ bei seiner Einschätzung jedoch nicht. Es erweist sich nicht als schlüssig, eine gesundheitlich bedingte Einschränkung der Ausbildungsfähigkeit bereits gestützt auf das festgestellte durchschnittliche kognitive Leistungsvermögen auszuschliessen. 4.2.3 Zusammenfassend bestehen nach dem Gesagten Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der reinen Aktenbeurteilung vom 1 5. März 2022 durch Dr. I.___ ( Urk. 8/38/2). Sie erfüllt daher die allgemeinen beweisrechtlichen Anfor derungen an versicherungsinte rn e ärztliche Feststellungen nicht (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis) und es kommt ihr kein hinreichender Beweis wert zu. 4.3 4.3.1 Bei der aktuellen Aktenlage kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Invali dität im Sinne von Art. 8 ff. IVG gegeben oder dass der Beschwerdeführer zumin dest davon bedroht ist, was für einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen hinreichend ist ( Art. 8 Abs. 1 IVG). Vielmehr liegen gestützt auf die neuropsy chologische Untersuchung vom 1 3. Juli 2021 ( Urk. 8/11) gewichtige Hinweise für das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsscha dens vor. Es greift daher zu kurz, die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers alleine auf fehlende Motivation beziehungsweise altersentsprechende Unterstüt zungsbedürftigkeit und Prokrastinationstendenzen zurückzuführen, zumal die neurokognitiven Defizite gemäss dem neuropsychologischen Untersuchungsbe richt auch den bisherigen Ausbildungserfolg wohl beträchtlich limitiert hätten ( Urk. 8/11/7) und bisher ungeklärt ist, ob und inwiefern die motivationalen Schwierigkeiten mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers z usammen hängen. Die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer die begonnene Ausbildung zum Elektroinstallateur mit überwiegender Wahr scheinlichkeit aus gesundheitsfremden Gründen abgebrochen hat, erscheint vor diesem Hintergrund daher zumindest als fraglich. Auf rein motivationale Probleme lässt sich zudem auch nicht ohne Weiteres aus den guten Schulnoten des Beschwerdeführers schliessen, unterscheidet sich doch das schulische Umfeld hin sichtlich der erwarteten Selbständigkeit und der gewährten Betreuung erheb lich von demjenigen auf dem ersten Arbeitsmarkt. 4.3.2 Indessen bedarf es zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig fest- gestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 2 1. November 2018 E. 2.2; vgl. Silvia Bücher, Eingliede run gsrecht der Inva lidenversiche ru ng, Bern 2011, Rz. 94). Insbesondere hat der Arzt auch im Zusam menhang mit beruflichen Ausbildungsschritten im Sinne von Art. 16 IVG den Gesundheitszustand zu diagnostizieren und zu den sich daraus ergebenden Ein schränkungen Stellung zu nehmen; ferner hat er sich gegebenenfalls darüber zu äussern, ob der Gesundheitszustand die ins Auge gefasste berufliche Vorkehr zulässt und, bejahendenfalls, welche Tätigkeiten hierbei aus medizinischer Sicht angepasst sind (Meyer/ Reichmuth, a.a.O, Rn 5 zu Art. 16). Eine solche umfassende Beurteilung durch einen Facharzt für Psychiatrie liegt derzeit nicht vor, erweist sich indessen als unerlässlich, um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Ausbildungsfähigkeit - unter Ausklammerung allfälliger nicht gesundheitsbedingter motivationaler Schwierigkeiten - rechtsgenüglich beurtei len zu können. Es fehlt daher an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben. 4.4 Des Weiteren lässt die pauschale Verneinung eines invalidisierenden Gesund heitsschadens durch die Beschwerdegegnerin jegliche Bezugnahme auf die Anforderungen einer konkreten Ausbildung vermissen. So hat die Beschwerde gegnerin bisher keinerlei Abklärungen dazu getätigt, ob der Beschwerdeführer seine Berufswahl bereits abschliessend getroffen hat und ob der Beruf als Elektroinstallateur seinen Fähigkeiten entspricht, wie dies für einen Anspruch auf Übernahme von gesundheitsbedingten Mehrkosten einer erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG vorausgesetzt wird. Allenfalls fällt sodann auch der Zugang zu weiteren Eingliederungsmassnahmen wie etwa Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a IVG - für die bei nicht erwerbstätigen Jugendlichen vor Voll endung des 2 5. Lebensjahrs nach neuem Recht ebenfalls nur eine drohende Inva lidität vorausgesetzt wird ( Art. 14a Abs. 1 lit. b I VG) - oder auch Berufsberatung gemäss Art. 15 IVG in Betracht. Indem die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen pauschal verneint hat, hat sie sich nicht damit aus einandergesetzt, in welcher Form der Beschwerdeführer Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung benötigt und welche weiteren Leistungen er hierfür beanspruchen könnte. Dies wird sie allenfalls - bei entsprechendem Resultat der medizinischen Abklärungen - nachzuholen haben. 4.%1 Die Beschwerde ist somit in dem Sinn gutzuheissen, dass die angefochtene Ver fügung vom 2 9. April 2022 ( Urk. 2) aufgehoben und die Sache zur Durchführung von medizinischen Abklärungen, insbesondere einer psychiatrischen Untersu chung, sowie gegebenenfalls zur Prüfung geeigneter beruflicher Massnahmen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 5. 5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt ( Art. 69 Abs. l bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 600. -- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGB 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen sind. 5.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Als weitere Bemessungskriterien nen nen die kantonalen Vorschriften das Mass des Obsiegens, den Zeitaufwand und die Barauslagen ( § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] sowie § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialversicherungsgericht [ GebV SVGer ]). Rechtsanwältin Stephanie C. Elms machte als unentgeltliche Rechtsvertreterin von der Möglichkeit, eine Honora rn ote einzureichen (vgl. Urk. 12 Dispositiv- Ziffer 3), keinen Gebrauch, weshalb die Parteientschädigung ermessensweise fest zusetzen ist. Unter Berücksichtigung der massgebenden Kriterien hat die Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1’800. -- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen, wobei diese direkt der unent gelt lichen Rechtsvertreterin des obsiegenden Beschwerdeführers zuzusprechen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_170/2018 vom 2 0. Juni 2018 E. 1.3 mit Hin weisen). Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 9. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und über den Anspruch des Versicherten auf berufliche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. -- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, eine Prozessentschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. 6. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin FehrEngesser

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2022.00317 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser Urteil vom 31. Oktober 2022

IV.2022.00317

IV.2022.00317

IV.2022.00317 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser

Urteil vom 31. Oktober 2022

Urteil vom 31. Oktober 2022 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms

vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms schadenanwaelte AG

schadenanwaelte AG Industriestrasse 13c, 6300 Zug

Industriestrasse 13c, 6300 Zug gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerd egegnerin

Beschwerd egegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Der am 4. Februar 2002 geborene X.___ reiste im Alter von drei Jahren von Y.___ in die Schweiz ein und besuchte ab August 2006 die obligatorische Schule in Volketswil. Am 1 7. Juli 2007 wurde er von seinen Eltern unter Hinweis auf einen Verdacht auf eine zentrale Spracherwerbsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe zug angemeldet ( Urk. 8/1). Mit Verfügung vom 1 7. Dezember 2007 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Ste ll e, mangels Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen den Anspruch des Versicherten auf eine Kostengutsprache für Logopädie ( Urk. 8/9).

1.1 Der am 4. Februar 2002 geborene X.___ reiste im Alter von drei Jahren von Y.___ in die Schweiz ein und besuchte ab August 2006 die obligatorische Schule in Volketswil. Am 1 7. Juli 2007 wurde er von seinen Eltern unter Hinweis auf einen Verdacht auf eine zentrale Spracherwerbsstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe zug angemeldet ( Urk. 8/1). Mit Verfügung vom 1 7. Dezember 2007 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Ste ll e, mangels Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen den Anspruch des Versicherten auf eine Kostengutsprache für Logopädie ( Urk. 8/9). 1.2 Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit im Jahr 2018 absolvierte der Ver sicherte ein zehntes Schuljahr in der Z.___ ( Urk. 8/27/23 f.) und nahm in der Folge am 1. August 2020 eine Ausbildung zum Montage-Elektriker EFZ bei der A.___ AG auf ( Urk. 8/12). Der Lehrvertrag wurde am 2 4. März 2021 aufgelöst ( Urk. 8/10), worauf der Versicherte, der inzwischen in eine betreute Wohnform der Sozialen Dienste B.___ eingetreten war ( Urk. 8/14), vom 2 6. April bis am 3 1. Juli 2021 einen befristeten praktischen Arbeitseinsatz in einem Brockenhaus der Stiftung C.___ leistete ( Urk. 8/27/19) und sich am 1 7. August 2021 unter Hinweis auf eine mittelgradige kognitive Störung und eine Sprachentwicklungsstörung für Massnahmen der beruflichen Eingliederung bei der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 8/15). Nach durch geführten Abklärungen stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 4. Januar 2022 die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung in Aussicht ( Urk. 8/30). Hiergegen erhob der Versicherte am 1 0. Februar 2022 Einwand ( Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. April 2022 den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte ( Urk. 8/39 = Urk. 2).

1.2 Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit im Jahr 2018 absolvierte der Ver sicherte ein zehntes Schuljahr in der Z.___ ( Urk. 8/27/23 f.) und nahm in der Folge am 1. August 2020 eine Ausbildung zum Montage-Elektriker EFZ bei der A.___ AG auf ( Urk. 8/12). Der Lehrvertrag wurde am 2 4. März 2021 aufgelöst ( Urk. 8/10), worauf der Versicherte, der inzwischen in eine betreute Wohnform der Sozialen Dienste B.___ eingetreten war ( Urk. 8/14), vom 2 6. April bis am 3 1. Juli 2021 einen befristeten praktischen Arbeitseinsatz in einem Brockenhaus der Stiftung C.___ leistete ( Urk. 8/27/19) und sich am 1 7. August 2021 unter Hinweis auf eine mittelgradige kognitive Störung und eine Sprachentwicklungsstörung für Massnahmen der beruflichen Eingliederung bei der Invalidenversicherung anmeldete ( Urk. 8/15). Nach durch geführten Abklärungen stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1 4. Januar 2022 die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung in Aussicht ( Urk. 8/30). Hiergegen erhob der Versicherte am 1 0. Februar 2022 Einwand ( Urk. 8/34), worauf die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 9. April 2022 den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte ( Urk. 8/39 = Urk. 2). %1. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, am 2. Juni 2022 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 29. April 2022 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für eine erstmalige berufliche Ausbildung zu übernehmen; eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm berufliche Massnahmen und / oder Integrationsmassnahmen nach Gesetz zuzusprechen. In formeller Hinsicht beantragte er, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihm in der Person von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1 3. Juli 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7). Hiervon wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 3. August 2022 Kenntnis erteilt. Mit derselben Verfügung wurde ihm die unentgeltliche Prozess führung gewährt und ihm Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt ( Urk. 12).

%1. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, am 2. Juni 2022 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 29. April 2022 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für eine erstmalige berufliche Ausbildung zu übernehmen; eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm berufliche Massnahmen und / oder Integrationsmassnahmen nach Gesetz zuzusprechen. In formeller Hinsicht beantragte er, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und es sei ihm in der Person von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bewilligen ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1 3. Juli 2022 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 7). Hiervon wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2 3. August 2022 Kenntnis erteilt. Mit derselben Verfügung wurde ihm die unentgeltliche Prozess führung gewährt und ihm Rechtsanwältin Stephanie C. Elms als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt ( Urk. 12). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATS G ), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche run gsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (I VV ) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATS G ), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche run gsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (I VV ) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).

In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022, weshalb vorlie gend die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar sind.

Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022, weshalb vorlie gend die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar sind. 1.2 Invalide oder von einer Invalidität ( Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:

1.2 Invalide oder von einer Invalidität ( Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhal ten oder zu verbessern; und

a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhal ten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen:

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen: a. das Alter;

a. das Alter; b. der Entwicklungsstand;

b. der Entwicklungsstand; c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und

c. die Fähigkeiten der versicherten Person; und d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens ( Abs. l b i s ). d. die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens ( Abs. l b i s ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufli che Ein gliederung ( lit. a bi s ), Massnahmen beruflicher Art (Beru fsberatung, erst malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d).

Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufli che Ein gliederung ( lit. a bi s ), Massnahmen beruflicher Art (Beru fsberatung, erst malige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1.3 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versi cherte, die ihre Berufswahl getroffen haben, die noch nicht erwerbs tätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Aus bildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung ihren Fähigkeiten entspricht. Die erst malige beruf liche Ausbildung soll sich nach Möglichkeit an der beruflichen Ein gliederung im ersten Arbeitsmarkt orientieren und bereits dort erfolgen ( Art. 16 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 5 Abs. 1 I VV gilt als erstmalige berufliche Ausbildung nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit:

1.3 Nach Art. 16 Abs. 1 IVG haben Versi cherte, die ihre Berufswahl getroffen haben, die noch nicht erwerbs tätig waren und denen infolge Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Aus bildung in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen, Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung ihren Fähigkeiten entspricht. Die erst malige beruf liche Ausbildung soll sich nach Möglichkeit an der beruflichen Ein gliederung im ersten Arbeitsmarkt orientieren und bereits dort erfolgen ( Art. 16 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 5 Abs. 1 I VV gilt als erstmalige berufliche Ausbildung nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit: a. die berufliche Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 (BBG);

a. die berufliche Grundbildung nach dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 2002 (BBG); b. der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule;

b. der Besuch einer Mittel-, Fach- oder Hochschule; c. die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf eine Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte. c. die berufliche Vorbereitung auf eine Hilfsarbeit oder auf eine Tätigkeit in einer geschützten Werkstätte. 1.4 Als invalid im Sinne von Art. 16 IVG gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen bei einer seinen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung erhebliche Mehrkosten auf sich nehmen muss. Bezüglich psychischer Beeinträchtigungen sind die von der Rechtsprechung zum invalidisierenden geistigen oder psychi schen Gesundheits schaden ( Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG) ent wickelten Grundsätze auch im Bereich des Art. 16 IVG massgeb lich; dabei ist jedoch nicht die Erwerbstätigkeit, sondern der beabsichtigte Aus bildungsgang mit seinen spezifischen Anforderungen Bezugspunkt (BGE 114 V 29 E. 1b in fine mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 159/05 vom 16. März 2006 E. 3.2.2). Sodann ist es unerheblich, ob die versicherte Person bei Erlass der Verwaltungs verfügung an einem invalidisierenden Gesundheits schaden leidet. Denn es kommt im Rahmen von Art. 4 Abs. 1 IVG (in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG), von seinem ausdrücklichen Wortlaut wie von der Systematik der Invalidenversi cherung als final konzipierte Erwerbs ausfallversicherung (AHI 1999 S. 79) her, nicht auf die Gleichzeitigkeit ( Kontemporalität ), sondern auf die Kausalität von Gesundheitsschaden und Erwerbsunfähigkeit an (BGE 126 V 461 E. 2 in fine, AHI 2003 S. 158 E. 2).

1.4 Als invalid im Sinne von Art. 16 IVG gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen bei einer seinen Fähigkeiten entsprechenden Ausbildung erhebliche Mehrkosten auf sich nehmen muss. Bezüglich psychischer Beeinträchtigungen sind die von der Rechtsprechung zum invalidisierenden geistigen oder psychi schen Gesundheits schaden ( Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG) ent wickelten Grundsätze auch im Bereich des Art. 16 IVG massgeb lich; dabei ist jedoch nicht die Erwerbstätigkeit, sondern der beabsichtigte Aus bildungsgang mit seinen spezifischen Anforderungen Bezugspunkt (BGE 114 V 29 E. 1b in fine mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 159/05 vom 16. März 2006 E. 3.2.2). Sodann ist es unerheblich, ob die versicherte Person bei Erlass der Verwaltungs verfügung an einem invalidisierenden Gesundheits schaden leidet. Denn es kommt im Rahmen von Art. 4 Abs. 1 IVG (in Verbindung mit Art. 7 und 8 Abs. 1 ATSG), von seinem ausdrücklichen Wortlaut wie von der Systematik der Invalidenversi cherung als final konzipierte Erwerbs ausfallversicherung (AHI 1999 S. 79) her, nicht auf die Gleichzeitigkeit ( Kontemporalität ), sondern auf die Kausalität von Gesundheitsschaden und Erwerbsunfähigkeit an (BGE 126 V 461 E. 2 in fine, AHI 2003 S. 158 E. 2). 1.5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf B G E 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinte rn er medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der ver siche rung sinte rn en ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

1.5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf B G E 125 V 351 E. 3b/ ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinte rn er medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der ver siche rung sinte rn en ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung damit, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss der versicherungsmedizinischen Beurteilung gesund heitsbedingt nicht eingeschränkt sei. Da somit keine entsprechenden Mehrkosten anfallen würden, seien die Voraussetzungen für eine Unterstützung bei der erst maligen beruflichen Ausbildung nicht gegeben ( Urk. 2 S. 1). Bei den vorliegenden Diagnosen seien die therapeutischen Massnahmen nicht ausgeschöpft. Das kognitive Leistungsvermögen liege im durchschnittlichen Bereich. Im Arztbericht des Hausarztes seien keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angegeben wor den. Weiter sei der Cannabiskonsum zu überdenken und anzupassen, da dieser neben den motivationalen und emotionalen Auswirkungen auch die Gedächtnis leistungen betreffen könnte ( Urk. 2 S. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung der Kostenübe rn ahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung damit, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gemäss der versicherungsmedizinischen Beurteilung gesund heitsbedingt nicht eingeschränkt sei. Da somit keine entsprechenden Mehrkosten anfallen würden, seien die Voraussetzungen für eine Unterstützung bei der erst maligen beruflichen Ausbildung nicht gegeben ( Urk. 2 S. 1). Bei den vorliegenden Diagnosen seien die therapeutischen Massnahmen nicht ausgeschöpft. Das kognitive Leistungsvermögen liege im durchschnittlichen Bereich. Im Arztbericht des Hausarztes seien keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angegeben wor den. Weiter sei der Cannabiskonsum zu überdenken und anzupassen, da dieser neben den motivationalen und emotionalen Auswirkungen auch die Gedächtnis leistungen betreffen könnte ( Urk. 2 S. 2). Gemäss den vorliegenden Unterlagen stünden Motivationsprobleme im Vorder grund. Der Beschwerdeführer habe in der Oberstufe von der Sekundarstufe C in die Sekundarstufe B wechseln können. Die Lehrstelle habe er verloren, weil er keine Hausaufgaben erledigt habe, das Arbeitsbuch nicht nachgeführt habe und kein Interesse gezeigt habe. Dass er in den administrativen Belangen und im selb ständigen Wohnen noch Unterstützung benötige, sei in diesem Alter nicht in dem Sinne ungewöhnlich, dass dies einen Unterstützungsansprach rechtfertige. Übli cherweise werde diese Aufgabe von den Eltern übernommen ( Urk. 2 S. 2).

Gemäss den vorliegenden Unterlagen stünden Motivationsprobleme im Vorder grund. Der Beschwerdeführer habe in der Oberstufe von der Sekundarstufe C in die Sekundarstufe B wechseln können. Die Lehrstelle habe er verloren, weil er keine Hausaufgaben erledigt habe, das Arbeitsbuch nicht nachgeführt habe und kein Interesse gezeigt habe. Dass er in den administrativen Belangen und im selb ständigen Wohnen noch Unterstützung benötige, sei in diesem Alter nicht in dem Sinne ungewöhnlich, dass dies einen Unterstützungsansprach rechtfertige. Übli cherweise werde diese Aufgabe von den Eltern übernommen ( Urk. 2 S. 2). Zusammenfassend lägen gemäss den Akten trotz der bestehenden Schwierigkei ten keine Diagnosen vor, welche die Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit dauer haft einschränken würden. Deshalb seien die Voraussetzungen weder für Einglie derungsmassnahmen noch für eine Rente erfüllt ( Urk. 2 S. 2).

Zusammenfassend lägen gemäss den Akten trotz der bestehenden Schwierigkei ten keine Diagnosen vor, welche die Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit dauer haft einschränken würden. Deshalb seien die Voraussetzungen weder für Einglie derungsmassnahmen noch für eine Rente erfüllt ( Urk. 2 S. 2). Die Beschwerdegegnerin ergänzte in der Beschwerdeantwort, der Lehrabbruch sei überwiegend wahrscheinlich aus mangelnder Motivation erfolgt. Dies deute nicht auf eine Invalidität im Sinne des Gesetzes hin. Hinzu komme die Tendenz einer Prokrastination, die sich limitierend auf den Ausbildungserfolg auswirken könne. Hiermit hätten aber wohl junge Erwachsene im Alter des Beschwerdeführers regelmässig zu kämpfen. Im Weiteren könne festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer über gute Schulnoten verfüge und auch in den Stellwerktests gut abgeschnitten habe. Das von der Klinik D.___ vorgeschlagene gestufte Vor gehen (einfache EFZ-Lehre und anschliessend komplexere Ausbildung) sei zwar ratsam, jedoch keine ungewöhnliche Situation, die einen Anspruch auf IV- Leistungen rechtfertige. Zudem lege der Bericht der Klinik D.___, wonach zur lang fristigen Aufrechterhaltung der Motivation die persönlichen Präferenzen und Stärken bei der Schul- und Berufswahl berücksichtigt werden sollten, die Vermu tung nahe, dass es sich bei der Ausbildung zum Elektroinstallateur möglicher weise nicht um den Wunschberuf handle ( Urk. 7 S. 2).

Die Beschwerdegegnerin ergänzte in der Beschwerdeantwort, der Lehrabbruch sei überwiegend wahrscheinlich aus mangelnder Motivation erfolgt. Dies deute nicht auf eine Invalidität im Sinne des Gesetzes hin. Hinzu komme die Tendenz einer Prokrastination, die sich limitierend auf den Ausbildungserfolg auswirken könne. Hiermit hätten aber wohl junge Erwachsene im Alter des Beschwerdeführers regelmässig zu kämpfen. Im Weiteren könne festgestellt werden, dass der Beschwerdeführer über gute Schulnoten verfüge und auch in den Stellwerktests gut abgeschnitten habe. Das von der Klinik D.___ vorgeschlagene gestufte Vor gehen (einfache EFZ-Lehre und anschliessend komplexere Ausbildung) sei zwar ratsam, jedoch keine ungewöhnliche Situation, die einen Anspruch auf IV- Leistungen rechtfertige. Zudem lege der Bericht der Klinik D.___, wonach zur lang fristigen Aufrechterhaltung der Motivation die persönlichen Präferenzen und Stärken bei der Schul- und Berufswahl berücksichtigt werden sollten, die Vermu tung nahe, dass es sich bei der Ausbildung zum Elektroinstallateur möglicher weise nicht um den Wunschberuf handle ( Urk. 7 S. 2). 2.2 Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, er sei am 1 3. Juli 2021 in der Klinik D.___ einer neuropsychologischen Untersuchung unterzogen worden, wobei eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung mit einer mittelgradigen kognitiven Störung, residuale Beeinträchtigungen durch die Sprachentwicklungs störung sowie eine Dyslexie festgestellt worden seien. Aufgrund dieser Diagnosen hätten die untersuchenden Ärzte seine Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit als beeinträchtigt beurteilt und dringend zu einer Unterstützung im schulischen Bereich geraten. Ferner hätten sie festgehalten, dass es ihm aufgrund der sprach lichen Defizite nicht möglich sein werde, eine EFZ-Lehre zu bestehen (Urk. 1 S. 4 f.). Der Umstand, dass er eine erste Lehre aufgrund von mangelhaften Leistungen verloren habe, belege die von den Ärzten festgestellten gesundheitlichen Ein schränkungen ebenfalls. Auch wenn er den praktischen Teil der Lehre habe meis tern können, seien die Schulleistungen derart ungenügend gewesen, dass der Lehrvertrag aufgelöst worden sei. Die Beschwerdegegnerin vertrete die Meinung, dass seine schulischen Probleme alleine auf mangelnde Motivation zurückzufüh ren seien. Dabei habe sie jedoch keine Stellung dazu genommen, inwiefern sich das ADHS und die mittelschweren kognitiven Einschränkungen allenfalls auf seine schulischen Fertigkeiten auswirken könnten und habe nicht begründet, inwiefern diese Diagnosen keinen Einfluss auf die Ausbildungs- und Arbeits fähig keit hätten ( Urk. 1 S. 5 f.).

2.2 Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, er sei am 1 3. Juli 2021 in der Klinik D.___ einer neuropsychologischen Untersuchung unterzogen worden, wobei eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung mit einer mittelgradigen kognitiven Störung, residuale Beeinträchtigungen durch die Sprachentwicklungs störung sowie eine Dyslexie festgestellt worden seien. Aufgrund dieser Diagnosen hätten die untersuchenden Ärzte seine Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit als beeinträchtigt beurteilt und dringend zu einer Unterstützung im schulischen Bereich geraten. Ferner hätten sie festgehalten, dass es ihm aufgrund der sprach lichen Defizite nicht möglich sein werde, eine EFZ-Lehre zu bestehen (Urk. 1 S. 4 f.). Der Umstand, dass er eine erste Lehre aufgrund von mangelhaften Leistungen verloren habe, belege die von den Ärzten festgestellten gesundheitlichen Ein schränkungen ebenfalls. Auch wenn er den praktischen Teil der Lehre habe meis tern können, seien die Schulleistungen derart ungenügend gewesen, dass der Lehrvertrag aufgelöst worden sei. Die Beschwerdegegnerin vertrete die Meinung, dass seine schulischen Probleme alleine auf mangelnde Motivation zurückzufüh ren seien. Dabei habe sie jedoch keine Stellung dazu genommen, inwiefern sich das ADHS und die mittelschweren kognitiven Einschränkungen allenfalls auf seine schulischen Fertigkeiten auswirken könnten und habe nicht begründet, inwiefern diese Diagnosen keinen Einfluss auf die Ausbildungs- und Arbeits fähig keit hätten ( Urk. 1 S. 5 f.). Der Umstand, dass noch Behandlungsoptionen offen stünden, sei für sich alleine genommen noch kein Grund, den Leistungsanspruch abzuweisen. Diesbezüglich hätten zunächst eine Auflage sowie allenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfah ren durchgeführt werden müssen ( Urk. 1 S. 6).

Der Umstand, dass noch Behandlungsoptionen offen stünden, sei für sich alleine genommen noch kein Grund, den Leistungsanspruch abzuweisen. Diesbezüglich hätten zunächst eine Auflage sowie allenfalls ein Mahn- und Bedenkzeitverfah ren durchgeführt werden müssen ( Urk. 1 S. 6). Insgesamt habe sich die Beschwerdegegnerin weder ausreichend mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass er aus gesundheitlichen Gründen in der Ausbil dungs - und Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, noch begründet, weshalb er auf den ersten Arbeitsmarkt verwiesen werden könne, um eine Ausbildung durchzu führen. Der rechtserhebliche Sachverhalt erweise sich daher als ungenügend ab geklärt ( Urk. 1 S. 6).

Insgesamt habe sich die Beschwerdegegnerin weder ausreichend mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass er aus gesundheitlichen Gründen in der Ausbil dungs - und Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, noch begründet, weshalb er auf den ersten Arbeitsmarkt verwiesen werden könne, um eine Ausbildung durchzu führen. Der rechtserhebliche Sachverhalt erweise sich daher als ungenügend ab geklärt ( Urk. 1 S. 6). 2.%1 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung - trotz des insoweit irreführenden Titels «kein Anspruch auf Kostenübernahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung» - über den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufli che Massnahmen an sich sowie auf eine Invalidenrente entschieden ( Urk. 2 S. 2), wobei die Verneinung eines Rentenanspruchs unbeanstandet blieb. Zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen zu Recht verneint hat.

2.%1 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung - trotz des insoweit irreführenden Titels «kein Anspruch auf Kostenübernahme für eine erstmalige berufliche Ausbildung» - über den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufli che Massnahmen an sich sowie auf eine Invalidenrente entschieden ( Urk. 2 S. 2), wobei die Verneinung eines Rentenanspruchs unbeanstandet blieb. Zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen zu Recht verneint hat. 3.

3. 3.1 Der Beschwerdeführer wurde durch den Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, mit der Frage nach dem Vorliegen von allfälligen neuropsycho- logischen Teilleistungsstörungen an die Klinik D.___ überwiesen, wo er am 13. Juli 2021 von Prof. Dr. rer. nat, F.___ und lic. phil G.___, beide Fachpsychologen für Neuropsychologie, neuropsychologisch untersucht wurde. Die untersuchenden Fachpersonen führten in ihrem Bericht vom 2 0. Juli 2021 aus, der Beschwerdeführer verfüge über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem heterogenen Profil. Die Untersuchung habe Beeinträchtigungen der verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis sowie den attentionalen Funktionen ergeben ( Urk. 8/11/5). Sie kamen zum Schluss, das vorliegende neuropsychologische Profil, einherge hend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und den auffälligen Fragebogenwerten, sei mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstö rung (ADHS, ICD-10 F90.0) zu vereinbaren. Es handle sich dabei um eine mittelgradige kognitive Störung mit Auswirkungen auf die Ausbildungs - und Arbeitsfähigkeit. Die Defizite im sprachlichen Bereich würden auf Residuen einer Sprachentwicklungsstörung (ICD-10 F80) hinweisen. Aufgrund der aktuell bestehenden Defizite im Lesen könne auch die Diagnose einer Dyslexie (ICD-10 F81.0) vergeben werden ( Urk. 8/11/6).

3.1 Der Beschwerdeführer wurde durch den Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Allge meine Medizin, mit der Frage nach dem Vorliegen von allfälligen neuropsycho- logischen Teilleistungsstörungen an die Klinik D.___ überwiesen, wo er am 13. Juli 2021 von Prof. Dr. rer. nat, F.___ und lic. phil G.___, beide Fachpsychologen für Neuropsychologie, neuropsychologisch untersucht wurde. Die untersuchenden Fachpersonen führten in ihrem Bericht vom 2 0. Juli 2021 aus, der Beschwerdeführer verfüge über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem heterogenen Profil. Die Untersuchung habe Beeinträchtigungen der verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis sowie den attentionalen Funktionen ergeben ( Urk. 8/11/5). Sie kamen zum Schluss, das vorliegende neuropsychologische Profil, einherge hend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und den auffälligen Fragebogenwerten, sei mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstö rung (ADHS, ICD-10 F90.0) zu vereinbaren. Es handle sich dabei um eine mittelgradige kognitive Störung mit Auswirkungen auf die Ausbildungs und Arbeitsfähigkeit. Die Defizite im sprachlichen Bereich würden auf Residuen einer Sprachentwicklungsstörung (ICD-10 F80) hinweisen. Aufgrund der aktuell bestehenden Defizite im Lesen könne auch die Diagnose einer Dyslexie (ICD-10 F81.0) vergeben werden ( Urk. 8/11/6). Die beschriebenen Defizite würden den Schul- und Ausbildungserfolg des Beschwerdeführers beeinflussen und eine adäquate Umsetzung seines Leistungs potentials erschweren. Dies wirke sich auch auf sein Erleben und Verhalten aus. Die Schwächen im Bereich der Aufmerksamkeit erforderten kognitive und moti vationale Ressourcen. Oft sei es hilfreich, wenn Jugendliche mit einer Aufmerk samkeitsstörung neben einem therapeutischen Setting medikamentös unterstützt würden, dies müsse von einem Facharzt beurteilt werden. Allenfalls könne auch eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 hilfreich sein. Empfehlenswert sei auch das Buch «Clever lernen» sowie ein kurzes tägliches Lesetraining. Bezüglich der sprachlichen Schwierigkeiten sei zudem eine logopädische Therapie empfehlens wert ( Urk. 8/11/6 f).

Die beschriebenen Defizite würden den Schul- und Ausbildungserfolg des Beschwerdeführers beeinflussen und eine adäquate Umsetzung seines Leistungs potentials erschweren. Dies wirke sich auch auf sein Erleben und Verhalten aus. Die Schwächen im Bereich der Aufmerksamkeit erforderten kognitive und moti vationale Ressourcen. Oft sei es hilfreich, wenn Jugendliche mit einer Aufmerk samkeitsstörung neben einem therapeutischen Setting medikamentös unterstützt würden, dies müsse von einem Facharzt beurteilt werden. Allenfalls könne auch eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 hilfreich sein. Empfehlenswert sei auch das Buch «Clever lernen» sowie ein kurzes tägliches Lesetraining. Bezüglich der sprachlichen Schwierigkeiten sei zudem eine logopädische Therapie empfehlens wert ( Urk. 8/11/6 f). Aufgrund der neurokognitiven Schwierigkeiten sei bei der Berufsausbildung von Beginn an eine Unterstützung im schulischen Bereich wichtig. Aufgrund des neuropsychologischen Leistungsprofils sei eine berufliche Ausbildung auf dem Niveau einer EFZ-Lehre theoretisch möglich. Allerdings seien die sprachlichen Defizite sowie die motivationalen Schwierigkeiten vermutlich limitierend. Auch die Rückmeldungen des Lehrbetriebs betreffend vermindertem Arbeitstempo, Mühe mit vernetztem Denken und starkem Aufschieben würden zeigen, dass die neurokognitiven Defizite den Ausbildungserfolg beträchtlich limitieren könnten. Eventuell sei ein gestuftes Vorgehen unter Berücksichtigung der attentionalen Schwierigkeiten besser geeignet, um die Ziele des Beschwerdeführers zu erreichen ( Attestlehre oder einfache EFZ-Lehre und anschliessend erst komplexere Ausbil dung). Da eine optimal angepasste Berufswahl die Erfolgschancen für einen Abschluss erhöhe, sei eine fundierte Berufsberatung ratsam. Auch der Cannabiskonsum sei zu überdenken und anzupassen. Ein langjähriger regelmäs siger Konsum könne neben den motivationalen, emotionalen Auswirkungen auch Auswirkungen auf die Kognition haben ( Urk. 8/11/7). Falls sich bei der Berufs wahl und -ausbildung Schwierigkeiten ergäben, seien zudem auch berufliche Massnahmen durch die Invalidenversicherung zu erwägen ( Urk. 8/11/7).

Aufgrund der neurokognitiven Schwierigkeiten sei bei der Berufsausbildung von Beginn an eine Unterstützung im schulischen Bereich wichtig. Aufgrund des neuropsychologischen Leistungsprofils sei eine berufliche Ausbildung auf dem Niveau einer EFZ-Lehre theoretisch möglich. Allerdings seien die sprachlichen Defizite sowie die motivationalen Schwierigkeiten vermutlich limitierend. Auch die Rückmeldungen des Lehrbetriebs betreffend vermindertem Arbeitstempo, Mühe mit vernetztem Denken und starkem Aufschieben würden zeigen, dass die neurokognitiven Defizite den Ausbildungserfolg beträchtlich limitieren könnten. Eventuell sei ein gestuftes Vorgehen unter Berücksichtigung der attentionalen Schwierigkeiten besser geeignet, um die Ziele des Beschwerdeführers zu erreichen ( Attestlehre oder einfache EFZ-Lehre und anschliessend erst komplexere Ausbil dung). Da eine optimal angepasste Berufswahl die Erfolgschancen für einen Abschluss erhöhe, sei eine fundierte Berufsberatung ratsam. Auch der Cannabiskonsum sei zu überdenken und anzupassen. Ein langjähriger regelmäs siger Konsum könne neben den motivationalen, emotionalen Auswirkungen auch Auswirkungen auf die Kognition haben ( Urk. 8/11/7). Falls sich bei der Berufs wahl und -ausbildung Schwierigkeiten ergäben, seien zudem auch berufliche Massnahmen durch die Invalidenversicherung zu erwägen ( Urk. 8/11/7). 3.2 Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, stellte in seinem Bericht vom 8. Oktober 2021 die Diagnosen einer ADHS, einer Dyslexie und von Defizi ten im sprachlichen Bereich. Die Fragen zum Ressourcenprofil für berufliche Tätigkeiten konnte er nicht beantworten ( Urk. 8/22/1). Er behandle den Beschwerdeführer nur sehr sporadisch aufgrund von Infekten oder Schmerzen ( Urk. 8/22/3).

3.2 Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, stellte in seinem Bericht vom 8. Oktober 2021 die Diagnosen einer ADHS, einer Dyslexie und von Defizi ten im sprachlichen Bereich. Die Fragen zum Ressourcenprofil für berufliche Tätigkeiten konnte er nicht beantworten ( Urk. 8/22/1). Er behandle den Beschwerdeführer nur sehr sporadisch aufgrund von Infekten oder Schmerzen ( Urk. 8/22/3). 3.3 Gemäss Aktennotiz gelangte die Sachbearbeiterin nach einer internen Bespre chung mit Dr. I.___, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vom regionalärztlichen Dienst (RAD), am 1. Dezember 2021 zum Schluss, dass kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 8/29/2).

3.3 Gemäss Aktennotiz gelangte die Sachbearbeiterin nach einer internen Bespre chung mit Dr. I.___, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vom regionalärztlichen Dienst (RAD), am 1. Dezember 2021 zum Schluss, dass kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorliege ( Urk. 8/29/2). 3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 5. März 2022 legte Dr. I.___ dar, die medizini schen Befunde und Diagnosen seien intern besprochen und bewertet worden. Da im Bericht der Klinik D.___ auch ausführlich über Behandlungsoptionen zu Besserung der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung referiert wor den sei, sei davon auszugehen, dass kein dauerhafter invalidisierender Gesund heitsschaden vorliege, zumal ein durchschnittliches allgemeines kogniti ves Leis tungsvermögen beschrieben werde. Weitere Empfehlungen der Klinik D.___ sowie der Hinweis auf die Prokrastinationstendenzen des Beschwerdefüh rers, die zusätzlich die schulischen und beruflichen Ausbildungsoptionen behin dern wür den, Hessen den Eindruck entstehen, dass bisher noch nicht alle thera peutischen Massnahmen ausgeschöpft worden seien. Dies habe auch in der gemeinsamen Diskussion, die sich auch auf den Bericht von Dr. H.___ gestützt habe, der keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angebe, zur Empfehlung der Abweisung von Leistungen und Durchführung von Therapien geführt (Urk. 8/38/2).

3.4 In seiner Stellungnahme vom 1 5. März 2022 legte Dr. I.___ dar, die medizini schen Befunde und Diagnosen seien intern besprochen und bewertet worden. Da im Bericht der Klinik D.___ auch ausführlich über Behandlungsoptionen zu Besserung der einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung referiert wor den sei, sei davon auszugehen, dass kein dauerhafter invalidisierender Gesund heitsschaden vorliege, zumal ein durchschnittliches allgemeines kogniti ves Leis tungsvermögen beschrieben werde. Weitere Empfehlungen der Klinik D.___ sowie der Hinweis auf die Prokrastinationstendenzen des Beschwerdefüh rers, die zusätzlich die schulischen und beruflichen Ausbildungsoptionen behin dern wür den, Hessen den Eindruck entstehen, dass bisher noch nicht alle thera peutischen Massnahmen ausgeschöpft worden seien. Dies habe auch in der gemeinsamen Diskussion, die sich auch auf den Bericht von Dr. H.___ gestützt habe, der keine Einschränkungen im Fähigkeitsprofil angebe, zur Empfehlung der Abweisung von Leistungen und Durchführung von Therapien geführt (Urk. 8/38/2). 4.

4. 4.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers liegen - neben einem Bericht des Hausarztes Dr. H.___, der zu allfälligen Einschränkungen des Ressourcenpro fils des Beschwerdeführers keine Stellung nehmen konnte (Urk. 8/22/1) und der daher nicht für die Beurteilung einer gesundheitlich bedingten Einschränkung der Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit herangezogen werden kann - einzig die Ergebnisse der am 1 3. Juli 2021 durchgeführten neuropsychologischen Untersu chung ( Urk. 8/11) vor. Letztere ergab ein neuropsychologisches Profil, das, ein hergehend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und auffälligen spezifischen Fragebogenwerten, gemäss den untersuchenden Fachpsychologen für Neuropsychologie mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) zu vereinbaren ist. Der festgestellten mittel gradigen kognitiven Störung schrieben die untersuchenden Fachpersonen Aus wirkungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zu ( Urk. 8/11/6) und hielten insbesondere eine enge Begleitung in der Berufsschule und eine fundierte Berufs beratung für erforderlich ( Urk. 8/11/7). Die Beschwerdegegnerin geht dagegen gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. I.___ vom 1 5. März 2022 ( Urk. 8/38/2) davon aus, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gesundheitsbedingt nicht eingeschränkt ist und somit bei der beruflichen Ausbil dung keine Mehrkosten anfallen, so dass keine Invalidität im Sinne von Art. 16 IVG vorliege ( Urk. 2 S. 1).

4.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers liegen - neben einem Bericht des Hausarztes Dr. H.___, der zu allfälligen Einschränkungen des Ressourcenpro fils des Beschwerdeführers keine Stellung nehmen konnte (Urk. 8/22/1) und der daher nicht für die Beurteilung einer gesundheitlich bedingten Einschränkung der Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit herangezogen werden kann - einzig die Ergebnisse der am 1 3. Juli 2021 durchgeführten neuropsychologischen Untersu chung ( Urk. 8/11) vor. Letztere ergab ein neuropsychologisches Profil, das, ein hergehend mit den anamnestisch berichteten Schwierigkeiten und auffälligen spezifischen Fragebogenwerten, gemäss den untersuchenden Fachpsychologen für Neuropsychologie mit dem Vorliegen einer einfachen Aktivitäts- und Auf merksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) zu vereinbaren ist. Der festgestellten mittel gradigen kognitiven Störung schrieben die untersuchenden Fachpersonen Aus wirkungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zu ( Urk. 8/11/6) und hielten insbesondere eine enge Begleitung in der Berufsschule und eine fundierte Berufs beratung für erforderlich ( Urk. 8/11/7). Die Beschwerdegegnerin geht dagegen gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. I.___ vom 1 5. März 2022 ( Urk. 8/38/2) davon aus, dass die Ausbildungsfähigkeit des Beschwerdeführers gesundheitsbedingt nicht eingeschränkt ist und somit bei der beruflichen Ausbil dung keine Mehrkosten anfallen, so dass keine Invalidität im Sinne von Art. 16 IVG vorliege ( Urk. 2 S. 1). 4.2

4.2 4.2.1 Gemäss Dr. I.___ stellt die anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung festgehaltene einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung keinen dauerhaf ten invalidisierenden Gesundheitsschaden dar, da noch nicht alle Therapiemög lichkeiten ausgeschöpft sind. Eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psy chische Gesundheitsschädigung kann jedoch gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapiere sistenz ausgeschlossen werden (BGE 143 V 409 E. 5.1). Der Umstand, dass gemäss dem Bericht betreffend die neuropsychologische Untersuchung noch Behand lungs möglichkeiten offenstehen, reicht daher nicht aus, um eine Verneinung eines die Arbeits- beziehungsweise die Ausbildungsfähigkeit einschränkenden Gesund heitsschadens zu begründen. Darüber hinaus lassen sich dem erwähnten Bericht keine Hinweise dafür entnehmen, dass es sich bei der Aktivitäts- und Aufmerk samkeitsstörung bei Durchführung der entsprechenden Therapiemass nahmen um einen die Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsfähigkeit nur vorübergehend - im Zusammenhang mit der erstmaligen beruflichen Ausbildung somit nicht wäh rend der gesamten oder mindestens während eines voraussicht lich längeren Teils derselben (vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 4 zu Art. 16, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung) - beeinflussenden Gesundheitsschaden handelt, werden doch lediglich Massnah men erwähnt, die potentiell zu einer Besserung des Gesundheitszustands bezie hungsweise von dessen funktionellen Auswirkungen beitragen könnten.

4.2.1 Gemäss Dr. I.___ stellt die anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung festgehaltene einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung keinen dauerhaf ten invalidisierenden Gesundheitsschaden dar, da noch nicht alle Therapiemög lichkeiten ausgeschöpft sind. Eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psy chische Gesundheitsschädigung kann jedoch gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapiere sistenz ausgeschlossen werden (BGE 143 V 409 E. 5.1). Der Umstand, dass gemäss dem Bericht betreffend die neuropsychologische Untersuchung noch Behand lungs möglichkeiten offenstehen, reicht daher nicht aus, um eine Verneinung eines die Arbeits- beziehungsweise die Ausbildungsfähigkeit einschränkenden Gesund heitsschadens zu begründen. Darüber hinaus lassen sich dem erwähnten Bericht keine Hinweise dafür entnehmen, dass es sich bei der Aktivitäts- und Aufmerk samkeitsstörung bei Durchführung der entsprechenden Therapiemass nahmen um einen die Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsfähigkeit nur vorübergehend - im Zusammenhang mit der erstmaligen beruflichen Ausbildung somit nicht wäh rend der gesamten oder mindestens während eines voraussicht lich längeren Teils derselben (vgl. Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 4 zu Art. 16, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung) - beeinflussenden Gesundheitsschaden handelt, werden doch lediglich Massnah men erwähnt, die potentiell zu einer Besserung des Gesundheitszustands bezie hungsweise von dessen funktionellen Auswirkungen beitragen könnten. 4.2.2 Weiter hob Dr. I.___ hervor, dass der Beschwerdeführer gemäss der neuropsy chologischen Untersuchung über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem Gesamt-Intelligenzquotienten von 91 verfügt (Urk. 8/11/5). Dies ist zwar zutreffend, indessen ergab die Untersuchung dennoch Teil leistungsschwächen in einzelnen Bereichen, insbesondere Beeinträchtigungen in den verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis und den attentionalen Funktionen, die nach Einschätzung der untersuchenden Fachpersonen einer mittelgradigen kognitiven Störung entsprechen und Auswir kungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zeitigen ( Urk. 8/11/5). Diese kognitiven Schwierigkeiten berücksichtigte Dr. I.___ bei seiner Einschätzung jedoch nicht. Es erweist sich nicht als schlüssig, eine gesundheitlich bedingte Einschränkung der Ausbildungsfähigkeit bereits gestützt auf das festgestellte durchschnittliche kognitive Leistungsvermögen auszuschliessen.

4.2.2 Weiter hob Dr. I.___ hervor, dass der Beschwerdeführer gemäss der neuropsy chologischen Untersuchung über ein durchschnittliches allgemeines kognitives Leistungsvermögen mit einem Gesamt-Intelligenzquotienten von 91 verfügt (Urk. 8/11/5). Dies ist zwar zutreffend, indessen ergab die Untersuchung dennoch Teil leistungsschwächen in einzelnen Bereichen, insbesondere Beeinträchtigungen in den verbalen mnestischen und sprachlichen Funktionen, im Arbeitsgedächtnis und den attentionalen Funktionen, die nach Einschätzung der untersuchenden Fachpersonen einer mittelgradigen kognitiven Störung entsprechen und Auswir kungen auf die Ausbildungs- und Arbeitsfähigkeit zeitigen ( Urk. 8/11/5). Diese kognitiven Schwierigkeiten berücksichtigte Dr. I.___ bei seiner Einschätzung jedoch nicht. Es erweist sich nicht als schlüssig, eine gesundheitlich bedingte Einschränkung der Ausbildungsfähigkeit bereits gestützt auf das festgestellte durchschnittliche kognitive Leistungsvermögen auszuschliessen. 4.2.3 Zusammenfassend bestehen nach dem Gesagten Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der reinen Aktenbeurteilung vom 1 5. März 2022 durch Dr. I.___ ( Urk. 8/38/2). Sie erfüllt daher die allgemeinen beweisrechtlichen Anfor derungen an versicherungsinte rn e ärztliche Feststellungen nicht (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis) und es kommt ihr kein hinreichender Beweis wert zu.

4.2.3 Zusammenfassend bestehen nach dem Gesagten Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der reinen Aktenbeurteilung vom 1 5. März 2022 durch Dr. I.___ ( Urk. 8/38/2). Sie erfüllt daher die allgemeinen beweisrechtlichen Anfor derungen an versicherungsinte rn e ärztliche Feststellungen nicht (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis) und es kommt ihr kein hinreichender Beweis wert zu. 4.3

4.3 4.3.1 Bei der aktuellen Aktenlage kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Invali dität im Sinne von Art. 8 ff. IVG gegeben oder dass der Beschwerdeführer zumin dest davon bedroht ist, was für einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen hinreichend ist ( Art. 8 Abs. 1 IVG). Vielmehr liegen gestützt auf die neuropsy chologische Untersuchung vom 1 3. Juli 2021 ( Urk. 8/11) gewichtige Hinweise für das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsscha dens vor. Es greift daher zu kurz, die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers alleine auf fehlende Motivation beziehungsweise altersentsprechende Unterstüt zungsbedürftigkeit und Prokrastinationstendenzen zurückzuführen, zumal die neurokognitiven Defizite gemäss dem neuropsychologischen Untersuchungsbe richt auch den bisherigen Ausbildungserfolg wohl beträchtlich limitiert hätten ( Urk. 8/11/7) und bisher ungeklärt ist, ob und inwiefern die motivationalen Schwierigkeiten mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers z usammen hängen. Die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer die begonnene Ausbildung zum Elektroinstallateur mit überwiegender Wahr scheinlichkeit aus gesundheitsfremden Gründen abgebrochen hat, erscheint vor diesem Hintergrund daher zumindest als fraglich. Auf rein motivationale Probleme lässt sich zudem auch nicht ohne Weiteres aus den guten Schulnoten des Beschwerdeführers schliessen, unterscheidet sich doch das schulische Umfeld hin sichtlich der erwarteten Selbständigkeit und der gewährten Betreuung erheb lich von demjenigen auf dem ersten Arbeitsmarkt.

4.3.1 Bei der aktuellen Aktenlage kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Invali dität im Sinne von Art. 8 ff. IVG gegeben oder dass der Beschwerdeführer zumin dest davon bedroht ist, was für einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen hinreichend ist ( Art. 8 Abs. 1 IVG). Vielmehr liegen gestützt auf die neuropsy chologische Untersuchung vom 1 3. Juli 2021 ( Urk. 8/11) gewichtige Hinweise für das Vorliegen eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsscha dens vor. Es greift daher zu kurz, die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers alleine auf fehlende Motivation beziehungsweise altersentsprechende Unterstüt zungsbedürftigkeit und Prokrastinationstendenzen zurückzuführen, zumal die neurokognitiven Defizite gemäss dem neuropsychologischen Untersuchungsbe richt auch den bisherigen Ausbildungserfolg wohl beträchtlich limitiert hätten ( Urk. 8/11/7) und bisher ungeklärt ist, ob und inwiefern die motivationalen Schwierigkeiten mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers z usammen hängen. Die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer die begonnene Ausbildung zum Elektroinstallateur mit überwiegender Wahr scheinlichkeit aus gesundheitsfremden Gründen abgebrochen hat, erscheint vor diesem Hintergrund daher zumindest als fraglich. Auf rein motivationale Probleme lässt sich zudem auch nicht ohne Weiteres aus den guten Schulnoten des Beschwerdeführers schliessen, unterscheidet sich doch das schulische Umfeld hin sichtlich der erwarteten Selbständigkeit und der gewährten Betreuung erheb lich von demjenigen auf dem ersten Arbeitsmarkt. 4.3.2 Indessen bedarf es zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig fest- gestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 2 1. November 2018 E. 2.2; vgl. Silvia Bücher, Eingliede run gsrecht der Inva lidenversiche ru ng, Bern 2011, Rz. 94). Insbesondere hat der Arzt auch im Zusam menhang mit beruflichen Ausbildungsschritten im Sinne von Art. 16 IVG den Gesundheitszustand zu diagnostizieren und zu den sich daraus ergebenden Ein schränkungen Stellung zu nehmen; ferner hat er sich gegebenenfalls darüber zu äussern, ob der Gesundheitszustand die ins Auge gefasste berufliche Vorkehr zulässt und, bejahendenfalls, welche Tätigkeiten hierbei aus medizinischer Sicht angepasst sind (Meyer/ Reichmuth, a.a.O, Rn 5 zu Art. 16). Eine solche umfassende Beurteilung durch einen Facharzt für Psychiatrie liegt derzeit nicht vor, erweist sich indessen als unerlässlich, um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Ausbildungsfähigkeit - unter Ausklammerung allfälliger nicht gesundheitsbedingter motivationaler Schwierigkeiten - rechtsgenüglich beurtei len zu können. Es fehlt daher an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben.

4.3.2 Indessen bedarf es zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig fest- gestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 2 1. November 2018 E. 2.2; vgl. Silvia Bücher, Eingliede run gsrecht der Inva lidenversiche ru ng, Bern 2011, Rz. 94). Insbesondere hat der Arzt auch im Zusam menhang mit beruflichen Ausbildungsschritten im Sinne von Art. 16 IVG den Gesundheitszustand zu diagnostizieren und zu den sich daraus ergebenden Ein schränkungen Stellung zu nehmen; ferner hat er sich gegebenenfalls darüber zu äussern, ob der Gesundheitszustand die ins Auge gefasste berufliche Vorkehr zulässt und, bejahendenfalls, welche Tätigkeiten hierbei aus medizinischer Sicht angepasst sind (Meyer/ Reichmuth, a.a.O, Rn 5 zu Art. 16). Eine solche umfassende Beurteilung durch einen Facharzt für Psychiatrie liegt derzeit nicht vor, erweist sich indessen als unerlässlich, um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Ausbildungsfähigkeit - unter Ausklammerung allfälliger nicht gesundheitsbedingter motivationaler Schwierigkeiten - rechtsgenüglich beurtei len zu können. Es fehlt daher an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes ( Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben. 4.4 Des Weiteren lässt die pauschale Verneinung eines invalidisierenden Gesund heitsschadens durch die Beschwerdegegnerin jegliche Bezugnahme auf die Anforderungen einer konkreten Ausbildung vermissen. So hat die Beschwerde gegnerin bisher keinerlei Abklärungen dazu getätigt, ob der Beschwerdeführer seine Berufswahl bereits abschliessend getroffen hat und ob der Beruf als Elektroinstallateur seinen Fähigkeiten entspricht, wie dies für einen Anspruch auf Übernahme von gesundheitsbedingten Mehrkosten einer erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG vorausgesetzt wird. Allenfalls fällt sodann auch der Zugang zu weiteren Eingliederungsmassnahmen wie etwa Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a IVG - für die bei nicht erwerbstätigen Jugendlichen vor Voll endung des 2 5. Lebensjahrs nach neuem Recht ebenfalls nur eine drohende Inva lidität vorausgesetzt wird ( Art. 14a Abs. 1 lit. b I VG) - oder auch Berufsberatung gemäss Art. 15 IVG in Betracht. Indem die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen pauschal verneint hat, hat sie sich nicht damit aus einandergesetzt, in welcher Form der Beschwerdeführer Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung benötigt und welche weiteren Leistungen er hierfür beanspruchen könnte. Dies wird sie allenfalls - bei entsprechendem Resultat der medizinischen Abklärungen - nachzuholen haben.

4.4 Des Weiteren lässt die pauschale Verneinung eines invalidisierenden Gesund heitsschadens durch die Beschwerdegegnerin jegliche Bezugnahme auf die Anforderungen einer konkreten Ausbildung vermissen. So hat die Beschwerde gegnerin bisher keinerlei Abklärungen dazu getätigt, ob der Beschwerdeführer seine Berufswahl bereits abschliessend getroffen hat und ob der Beruf als Elektroinstallateur seinen Fähigkeiten entspricht, wie dies für einen Anspruch auf Übernahme von gesundheitsbedingten Mehrkosten einer erstmaligen beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG vorausgesetzt wird. Allenfalls fällt sodann auch der Zugang zu weiteren Eingliederungsmassnahmen wie etwa Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a IVG - für die bei nicht erwerbstätigen Jugendlichen vor Voll endung des 2 5. Lebensjahrs nach neuem Recht ebenfalls nur eine drohende Inva lidität vorausgesetzt wird ( Art. 14a Abs. 1 lit. b I VG) - oder auch Berufsberatung gemäss Art. 15 IVG in Betracht. Indem die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen pauschal verneint hat, hat sie sich nicht damit aus einandergesetzt, in welcher Form der Beschwerdeführer Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung benötigt und welche weiteren Leistungen er hierfür beanspruchen könnte. Dies wird sie allenfalls - bei entsprechendem Resultat der medizinischen Abklärungen - nachzuholen haben. 4.%1 Die Beschwerde ist somit in dem Sinn gutzuheissen, dass die angefochtene Ver fügung vom 2 9. April 2022 ( Urk. 2) aufgehoben und die Sache zur Durchführung von medizinischen Abklärungen, insbesondere einer psychiatrischen Untersu chung, sowie gegebenenfalls zur Prüfung geeigneter beruflicher Massnahmen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.

4.%1 Die Beschwerde ist somit in dem Sinn gutzuheissen, dass die angefochtene Ver fügung vom 2 9. April 2022 ( Urk. 2) aufgehoben und die Sache zur Durchführung von medizinischen Abklärungen, insbesondere einer psychiatrischen Untersu chung, sowie gegebenenfalls zur Prüfung geeigneter beruflicher Massnahmen und zur neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 5.

5. 5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt ( Art. 69 Abs. l bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 600. -- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGB 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen sind.

5.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt ( Art. 69 Abs. l bis IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 600. anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGB 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwer degegnerin aufzuerlegen sind. 5.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Als weitere Bemessungskriterien nen nen die kantonalen Vorschriften das Mass des Obsiegens, den Zeitaufwand und die Barauslagen ( § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] sowie § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialversicherungsgericht [ GebV SVGer ]).

5.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Als weitere Bemessungskriterien nen nen die kantonalen Vorschriften das Mass des Obsiegens, den Zeitaufwand und die Barauslagen ( § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [ GSVGer ] sowie § 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi gungen vor dem Sozialversicherungsgericht [ GebV SVGer ]). Rechtsanwältin Stephanie C. Elms machte als unentgeltliche Rechtsvertreterin von der Möglichkeit, eine Honora rn ote einzureichen (vgl. Urk. 12 Dispositiv- Ziffer 3), keinen Gebrauch, weshalb die Parteientschädigung ermessensweise fest zusetzen ist. Unter Berücksichtigung der massgebenden Kriterien hat die Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1’800. -- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen, wobei diese direkt der unent gelt lichen Rechtsvertreterin des obsiegenden Beschwerdeführers zuzusprechen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_170/2018 vom 2 0. Juni 2018 E. 1.3 mit Hin weisen).

Rechtsanwältin Stephanie C. Elms machte als unentgeltliche Rechtsvertreterin von der Möglichkeit, eine Honora rn ote einzureichen (vgl. Urk. 12 Dispositiv- Ziffer 3), keinen Gebrauch, weshalb die Parteientschädigung ermessensweise fest zusetzen ist. Unter Berücksichtigung der massgebenden Kriterien hat die Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1’800. (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen, wobei diese direkt der unent gelt lichen Rechtsvertreterin des obsiegenden Beschwerdeführers zuzusprechen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_170/2018 vom 2 0. Juni 2018 E. 1.3 mit Hin weisen). Das Gericht erkennt :

Das Gericht erkennt : 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 9. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und über den Anspruch des Versicherten auf berufliche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 2 9. April 2022 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese im Sinne der Erwägungen verfahre und über den Anspruch des Versicherten auf berufliche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. -- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, eine Prozessentschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der unentgeltlichen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug, eine Prozessentschädigung von Fr. 1'800.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Stephanie C. Elms

- Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

- Bundesamt für Sozialversicherungen

sowie an:

- Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

6.

6. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

FehrEngesser