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Er, das Superhirn der musikalischen Avantgarde. Vehement, aggressiv, polemisch und immer schon einen Schritt weiter, wenn ihn seine Anhänger einholen.
Er pfeift ein Konzert von Igor Strawinsky aus (den er eben noch öffentlich verehrt hat), um die Leute darauf zu bringen, dass es noch einen viel wichtigeren Komponisten gibt: Arnold Schönberg, den Erfinder der Zwölftontechnik. Dann sagt er «Schönberg est mort» und erfindet die sogenannte «serielle Technik», die noch strenger ist als Schönbergs Methode.
Und schliesslich geht er wieder einen Schritt weiter: Lasst die serielle Technik hinter euch, verkündet er, lasst den Zufall wieder hinein in die Musik.
Zu seinem 90. Geburtstag zeichnen Thomas Meyer und Roland Wächter den Weg von Pierre Boulez nach.