Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/151216

<h2>SubmittedText<h2><p>Eine zunehmende Anzahl Zeitschriften kommt jeden Tag per Post mit Plastik umhüllt in jeden Haushalt angeliefert. Dieses anfallende Plastik kann man dann nur noch entsorgen.</p><p>Gibt es Bestrebungen, diesen Zeitschriftenversand in Zukunft nachhaltig zu tätigen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Kunststoffverpackungen von Zeitschriften werden aus Gründen der Erkennbarkeit des Inhalts und des Schutzes vor Verschmutzung und Nässe gewählt. Zudem sind die Folienverpackungen wesentlich kostengünstiger als der Versand in Papiercouverts.</p><p>Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat die Ökobilanzen der Zeitschriftenverpackungen geprüft. Ihre Untersuchungen zeigen, dass die Verpackung in Kunststofffolien eine rund 20 Prozent bessere Ökobilanz aufweist als der Versand in Couverts. Dies bestätigen auch Resultate einer Empa-Studie über die Ökobilanzierung von Tragtaschen aus den gleichen Materialien wie die Zeitschriftenverpackungen. Auch diese Studie kommt zum Schluss, dass Taschen aus Papier bei einmaliger Verwendung eine schlechtere Ökobilanz als Taschen aus Kunststoff aufweisen.</p><p>Einzig der verpackungsfreie Versand von Zeitschriften mittels direkten Aufdrucks der Adresse schneidet ökologisch besser ab als die Folienverpackung. Dabei entfällt jedoch der vom Handel geforderte Schutz des Inhalts.</p><p>Aus der Sicht des Bundes besteht somit kein Handlungsbedarf für eine rechtliche Regelung für Verpackungen der Zeitschriften. Entsprechende Vorschriften würden zudem einen unverhältnismässigen Eingriff in die Handels- und Gewerbefreiheit darstellen.</p>