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Endlich kommt Bewegung in die Suche nach einem Nachfolger von Sean Simpson. Verbandsdirektor Ueli Schwarz verhandelt mit Jukka Jalonen (51). Der Finne ist inzwischen Kandidat Nummer 1.
Der ehemalige finnische Nationaltrainer (2007 bis 2013) ist eine grosse Nummer. Und eine grosse Nummer muss der Nachfolger des Silberschmiedes von 2013 schon sein.
Jukka Jalonen holte mit den Finnen 2011 durch einen 6:1-Sieg gegen Schweden den WM-Titel. Letzte Saison scheiterte er als Klubtrainer bei St. Petersburg. Slawa Bykow wird dort sein Nachfolger.
Im kleinen Kreis hat Jukka Jalonen soeben verraten, dass er eine Anfrage von Ueli Schwarz bekommen habe und dass er am Job als Schweizer Nationaltrainer sehr interessiert sei – falls er nicht doch noch eine lukrative Offerte aus der KHL erhält. Er wird in Begleitung seiner Frau auch nach Minsk kommen und dem Spiel Finnland gegen die Schweiz beiwohnen.
Unser möglicher neuer Nationaltrainer ist ein im Wesen und Wirken heiterer, kommunikativer, sozusagen «zivilisierter» Finne ohne die Marotten und Verrücktheiten eines Hannu Jortikka, Reimo Summanen oder Juhani Tamminen. Er ist nicht einem Film von Aki Kaurismäki entstiegen.
Jukka Jalonen – nicht zu verwechseln mit Kari Jalonen, dem Trainer des KHL-Finalisten Prag – war als Spieler nur eine Saison aktiv (1985/86 für JyP). Anschliessend spielte er lediglich Amateurhockey und begann 1992 seine Trainerkarriere bei Ilves Tampere. Später machte er Lehr- und Wanderjahre in Italien (Alleghe) und England (Newcastle). 2001 kehrte er heim nach Finnland. Viermal in sechs Jahren beendet er mit Hämeenlinna die Meisterschaft auf dem 3. Platz (2002, 2003, 2005, 2007) und 2006 holte er den Titel.
Im Sommer 2007 wurde Jukka Jalonen Assistenztrainer von Finnlands neuem Nationaltrainer Doug Shedden und als der Kanadier nach Zug wechselte, wurde er Nationaltrainer und blieb bis 2013 im Amt.
Wenn Ueli Schwarz die Verpflichtung von Jukka Jalonen gelingt, dann hat er die Nachfolge von Sean Simpson geregelt. Selbst wenn der Finne nicht erfolgreich sein sollte, wird Schwarz zu Recht sagen können: Aber am Nationaltrainer lag es nicht. Wir haben den bestmöglichen Mann geholt.