Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03182.jsonl.gz/577

In den kommenden zwölf Monaten werde der Rubel stärker nachgeben als bislang erwartet, und es werde Kapital aus dem Land abfliessen, sagte Wirtschaftsminister Maxim Oreschkin am Mittwoch. Ausserdem müsse vermutlich die Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 1,8 Prozent von 1,9 Prozent zurückgenommen werden. Auch dürfte die Inflation wegen des schwächeren Rubels und der schwächeren Getreideernte stärker anziehen als erwartet.
Präsident Wladimir Putin kritisierte die Strafmassnahmen der USA als kontraproduktiv, äusserte aber gleichzeitig die Hoffnung auf bessere Beziehungen. "Ich hoffe, dass unsere amerikanischen Partner irgendwann erkennen, dass diese Politik keine Zukunft hat und wir wieder normal zusammenarbeiten können", sagte Putin nach einem Treffen mit seinem finnischen Kollegen Sauli Niinisto in Sotschi.
Erst am Dienstag hatten die USA weitere Sanktionen gegen russische Unternehmen verhängt. Noch am Mittwochabend sollten weitere Strafmassnahmen in Kraft treten, die die USA zu Beginn des Monats angekündigt hatten. Angesichts der Sanktionen ist die russische Währung zum Dollar auf einen ihrer tiefsten Stände seit zwei Jahren abgerutscht.
Die USA hatten wegen des Anschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Südengland weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt. Das Attentat mit dem Nervengift Nowitschok wird Russland angelastet, das jedwede Verwicklung bestreitet.
(Reuters)