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Hat dir schon mal jemand gesagt, dass Gamen absolute Zeitverschwendung ist und keinen Nutzen bietet? Gute Nachrichten: Nachdem du diesen Artikel gelesen hast, kannst du deinen Kritikern die Wahrheit genüsslich um die Ohren hauen.
Es ist gar nicht so lange her, als sich die ganze Welt gegen sogenannte «Killer-Games» verschworen hatte. Damals war der eindeutige Tenor: Games provozieren reale Gewalt. Zum Glück sind diese Zeiten grösstenteils vorbei. Denn tatsächlich könnten die Kritiker gewaltig danebengelegen haben.
Eine US-Langzeitstudie betreffend Gewaltmedien unter der Leitung von Psychologe Christopher Ferguson, beweist, dass keine Verbindung zwischen Gewaltmedien (inklusive Games) und gewalttätigem Verhalten besteht.
Eine zweite Studie, die sich mit Gewalt in Videospielen befasst hat, untermauert das. Sie zeigt, dass nach dem Erscheinen von Games mit gewalttätigem Inhalt die Gewaltbereitschaft sogar zurückgeht.
In einer dritten Studie wird darauf hingewiesen, dass Videospiele mit gewalttätigem Inhalt die Gewaltbereitschaft nur fördern, wenn die Person bereits gewisse Anlagen aufweist. Die Studie stützt sich auf FBI-Daten von über 30 Jahren.
Gewaltspiele machen also nicht gewalttätig. Das Gegenteil könnte sogar der Fall sein.
In einer 2014 von der University of Buffalo durchgeführten Studie ist herausgekommen, dass sich Leute, die sich in einer virtuellen Umgebung schlecht verhalten haben, oftmals auch nach dem Gamen schlecht fühlten. Dies wiederum hat dazu geführt, dass sich die Spieler netter im echten Leben verhalten haben, um ihr schlechtes Verhalten beim Gamen zu kompensieren.
Normalerweise sind Menschen, die in Videospielen gut sind, ebenfalls gut darin, auf mehrere Dinge gleichzeitig zu achten. Diese Fähigkeit braucht der Spieler, um beispielsweise in Egoshootern zu überleben.
Wissenschaftler von der University of Rochester haben herausgefunden, dass das Spielen von Action-Games die Probanden darauf trimmt, die richtigen Entscheidungen schneller zu treffen. Games fördern die Multitasking-Fähigkeiten. Deshalb können sie die Fahrkompetenz erhöhen, Kleingedrucktes kann besser gelesen werden, Freunde werden in Menschenmassen schneller erkannt und der Orientierungssinn verbessert.
Eine Untersuchung an 500 Zwölfjährigen hat ergeben: Gamer schreiben und malen kreativer als Nicht-Gamer. Das Benutzen von Smartphones, dem Internet und Computer (ohne damit zu spielen) hat hingegen keinen Einfluss auf die Kreativität. Das Spielen von Videogames ist nach heutigem Wissensstand die einzige Technologie, mit welcher Kreativität gefördert werden kann. Dies übrigens unabhängig davon, ob es sich dabei um harmlose oder brutale Games handelt.
Die Anzahl von Operationen per Joystick (Laparaskopie und Endoskopie) nehmen deutlich zu. Im Bereich der laparoskopischen Chirurgie sind Chirurgen, welche mindestens drei Stunden pro Woche Videogames spielen nicht nur 27 Prozent schneller, sie begehen auch 37 Prozent weniger Fehler. Dies sind die Resultate einer Studie des Beth Israel Medical Centers in Boston.
Hast du jemals lange ein Spiel gespielt und anschliessend geträumt, dass du es noch immer spielst? Nun, das hat nichts mit einer Studie zu tun, ich wollte mich einfach vergewissern, dass ich nicht der Einzige bin, dem das passiert.
Gemäss Jayne Gackenbach, Psychologin einer kanadischen Universität, repräsentieren Träume und Videospiele alternative Realitäten. Gackenbach glaubt, dass stundenlanges Gamen den Spielern hilft, die Umgebung in ihren Träumen zu kontrollieren, da sie es sich gewohnt sind, das Gleiche in Videospielen zu tun.
Zugegeben, das klingt ein bisschen weit hergeholt. Ist es aber nicht. Die gute Dame hat zahlreiche Studien durchgeführt, um ihre Hypothese zu stützen.
Das Resultat der Studien ist wie folgt: Gamer erleben ihre Träume vermehrt aus der Dritten-Person-Perspektive. Zudem können sie öfter zwischen der Ersten-Person- und der Dritten-Person-Perspektive wechseln.
Gackenbach ist davon überzeugt, dass sich die Selbstkontrolle in Träumen mit VR-Brillen à la Oculus Rift noch deutlich steigern wird.
Zum Verständnis: Unter Dyslexie versteht man Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Wörtern oder Texten bei normalem Seh- und Hörvermögen der betroffenen Person.
Gemäss einer Studie von 2013 können Action-Games tatsächlich die Lese-Fähigkeiten von an Dyslexie leidenden Kindern verbessern. Die Kinder lesen dadurch schneller und gleichzeitig sorgfältiger. Dies, weil sie bei dieser Art von Spielen ihr Hirn darauf trainieren, schneller auf audiovisuelle Effekte zu reagieren, um im Spiel zu überleben.
Die Studie wurde von Dr. Andrea Facoetti, der übrigens selber an Dyslexie leidet, durchgeführt. Dieser hat den Grossteil seiner Karriere damit verbracht, die Beziehungen von an Dyslexie leidenden Kindern und Videospielen zu erforschen.
Bei der Studie hat man sich auf Zehnjährige fokussiert, die zwölf Stunden (über mehrere Etappen) Action-Games gespielt haben. Aus den Resultaten lässt sich folgern, dass die Auswirkungen des Spielens von Action-Games gleichbedeutend sind, wie der Lesefortschritt über ein ganzes Jahr gesehen.
Im Fernsehen gibt es zahlreiche Werbungen über Games, die vor dem mentalen Zerfall schützen sollen. Aber gibt es dafür auch tatsächlich wissenschaftliche Belege? Ja, die gibt es. Und zwar haufenweise.
Im sonnigen Florida, in Pensacola, wurde eine Studie in einem Altersheim durchgeführt. Diese Studie fand heraus, dass sich die Herzfrequenz der Senioren mit dem Spiel «Wii Bowling» um bis zu 40 Prozent erhöhen konnte. Laut Jason Allaire, einem Professor für Psychologie, eignet sich die Wii-Konsole perfekt für Senioren und Seniorinnen, weil sie nicht nur einfach zu bedienen ist, sondern die Spieler zwingt, sich körperlich zu betätigen. Spiele wie «Wii-Bowling» können die Reflexe, Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit merklich verbessern.
In einer anderen Studie, durchgeführt von der Universität von Iowa, wurden 681 gesunde Erwachsene, die das 50. Lebensjahr bereits überschritten haben, angewiesen, ein Spiel names «Road Tour» zu spielen. In diesem Spiel müssen sich die Spieler Bilder eines Autos oder eines Verkehrsschilds merken. Das Bild erscheint nur für ein paar wenige Sekunden. Je weiter die Spieler kommen, desto schwieriger wird es. Deshalb müssen sich die Senioren auf ihr schnelles Denken und den scharfen Verstand verlassen, um das Spiel zu gewinnen.
Nach zehn Spielstunden, entweder zuhause oder im Labor, konnten die Spieler ihre Fähigkeiten schnell zu denken und sich Dinge zu merken, um drei Jahre verlängern. Manche Testpersonen haben das Spiel zusätzliche vier Stunden gespielt und es dabei geschafft, weitere vier Jahre rauszuholen. Oder anders formuliert, konnte der geistige Zerfall um drei, respektive vier Jahre hinausgezögert werden.
Könnten Games dabei helfen, Demenz zu bekämpfen? Wir werden es sehen, aber die Ansätze sind vielversprechend.
Mach mit diesen Informationen was du willst! Mein Tipp: Überzeuge deinen/deine Eltern/FreundIn/Frau/Mann mit diesen Argumenten davon, dass du unbedingt jeden Tag gamen musst, weil du nur Vorteile geniesst.
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