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Lausanne–Echallens
|Kürzel||LE|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1873-11-05|
|Mutiert||Ab 1913-01-01 Lausanne–Echallens–Bercher|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1873 teilweise, 1874 vollständig eröffnete LE war im Besitz einer Aktiengesellschaft und die erste Schmalspurbahn der Schweiz. Am Aktienkapital beteiligte sich «subventionsweise» (Statistik 1873, 34) auch der Kanton Waadt mit 300'000 Franken. Da die Papiere des Kantons erst ab einer illusorischen Rendite von über 7 Prozent dividendenberechtigt waren, handelte es sich faktisch um ein zinsloses Darlehen. Neben der eigenen Strecke besorgte die LE auf Rechnung den Betrieb der 1889 fertiggestellten Verlängerung Echallens–Bercher, die der Central Vaudois (CV) gehörte. Auf den 1. Januar 1913 erwarb die LE die CV zum Preis von 90'000 Franken (Anlagekosten 530'000 Franken), woraus die Lausanne–Echallens–Bercher-Bahn (LEB) entstand. Die beiden Einzelgesellschaften verschwanden damit aus der Statistik.
Die LE geriet nach 1878 wegen rückläufiger Passagierzahlen zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten, was 1883 zur Bereinigung der Bilanz eine Herabsetzung des Aktienkapitalwerts von 178'500 Franken erzwang. Hernach besserte sich die Finanzlage langsam. Die LE konnte Schulden abbauen, Reserven anlegen und – allerdings erst ab 1901 ¬– eine minime Dividende ausrichten. Im Personalbestand der LE ist ab 1889 das Betriebspersonal für die CV inbegriffen. Gleiches gilt für das Rollmaterial, da die CV über kein eigenes verfügte.
Die hauptsächlich auf den Personenverkehr ausgerichtete LE führte eine 1. und eine 2. Klasse. Das Passagieraufkommen der 1. Klasse nahm jedoch beständig und massiv ab. 1877 beförderte die LE gemäss der Statistik 14'500 «Luxusreisende», 20 Jahre später waren es nur mehr 54 Fahrgäste. Trotzdem hielt die LE bis 1912 an der 1. Klasse fest.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: