Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03126.jsonl.gz/699

Da meine liebe VeneficaCanus und ich mit dem ÄV anreisten und das Wetter nich gerade dazu einludt, sich lange vor dem geschlossenen Stollen aufzuhalten, kam es, dass wir erst ankamen, als die erste Band schon auf der Bühne stand. Schon kurz nachdem wir eingetroffen waren, trafen wir ein paar Bekannte, mit denen wir uns zunächst etwas unterhielten und auch endlich einmal die Kontaktdaten im facebook austauschten. Da keiner von uns die ersten drei Bands wirklich kannte, nutzten wir die Zeit, um etwas zu Essen und in diesem Jahr dann auch endlich einmal den Sektor Angst zu besuchen. Dieser war eine Art Geisterbahn in zwei alten SBB-Wagons, die in einem Nebenstollen standen. Angst habe ich nicht wirklich bekommen, im Gegenteil, es war an manchen Stellen sogar eher lustig. Gut gemacht waren allerdings die Verkleidungen der "Geister" und deren langsamen und dann plötzlich schnellen Bewegungen.
Nach dem Besuch der "Geisterbahn" liessen wir dann noch ein Photo von uns machen; denn auch hier war ein Photograph anwesend, der ein Gratis-Shooting machte. Gut, Shooting ist etwas übertrieben; denn er machte nur ein Photo, maximal 2 Photos. Leider ist das Photo bisher nur im facebook zu finden. Darum hat es hier auch keinen Verweis auf dieses Photo.
Das besondere Highlight der Nacht war jedoch eine simulierte Sprengung, die gegen 22:15 Uhr statt fand. Dazu traf man sich an einer Abzweigung und wurde von einer Damen empfangen, die kurz den Ablauf erklärte. Sie sagte, dass man in der Regel so sprengt, dass der Tunnel um etwa 4m verängert wird und man dazu bei dem dortigen Durchmesser 240 bis 250 kg Sprengstoff benötigen würde. Da aber im Fall der Tunnel aber nicht verlängert werden sollte, wurde weniger Sprengstoff eingesetzt. Die Sprengung erfolgt normalerweise in mehreren aufeinanderfolgenden kleineren Detonationen, damit nicht mehr als gewollt gesprengt wird und auch der Druck nicht zu hoch wird. Das könnte nämlich zum Einsturz des gesammten Tunnels führen. Von dem Gehörschutz für die Konzerte riet uns die Dame ab, da diese bei Weitem nicht ausreichen würden, sondern wir einen Finger in die Ohren stecken sollten, da das effektiver sei. Dann lies sie einen Warnton erklingen und zählte von drei ab. Kurz darauf erfolgte eine kleine Detonation und innert weniger Sekunden eine weitere und zum Schluss die stärkste. Von der Lautstärke waren alle in etwa gleich laut, allerdings gab es bei den Druckwellen einen grossen Unterschied. Waren die beiden ersten noch recht leicht, so hatte man bei der letzten das Gefühl eine Sturmböe direkt abzubekommen. Zudem hatte man noch den Eindruck, dass es ein Erdbeben gegeben hätte, da die Detonation so stark war. Auch wenn die fliegenden Gesteinsbrocken und der Staub fehlten, so war es doch sehr eindrücklich.
Und mit diesen Eindrücken ging es dann zurück zum Bühnen-Tunnel; denn der Auftritt von Clan of Xymox stand unmittelbar bevor. Und ab jetzt standen wir dann auch fast auf der Bühne. Clan of Xymox und im folgenden auch Diary of Dreams kamen so gut an, dass beide nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurden. Nach dem Auftritt von Diary of Dreams hiess es dann Party. Wir blieben auf dem grossen Dancefloor; denn der 2. war nur ein kleiner Nebenraum und die Lautstärke war fast so wie bei den ersten Detonationen der Spregung, also viel zu laut. Anfangs war die Musik für meinen Geschmack nicht so gut zum Tanzen geeignet, aber mit dem DJ-Wechsel, änderte sich das. Und plötzlich war es dann schon 05:00 Uhr und wir mussten auf das Taxi, für welches wir uns einen Platz reserviert hatten. Wir hatten den Eindruck, dass dieses Mal die Zeit viel schneller vergangen war als im 2016. Das lag wohl zum Einen daran, dass in diesem Jahr mehr Bands aufgetreten waren und somit die Partyzeit kürzer war und wir noch keine Spuren von Müdigkeit zeigten.
Wie auch schon im letzten Jahr, steht der Termin für die nächste "Eine Nacht im Bergwerk" wieder fest: 14. und 15.09.2018.