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Das "Französische Paradoxon" und der Malanser Blauburgunder
Wein kann die Gesundheit positiv beeinflussen und sogar vor einigen Krankheiten schützen
In den neunziger Jahren stellten Wissenschaftler fest, dass die Bevölkerung in Frankreich - im Unterschied zu anderen Ländern - eine signifikant geringere Rate an Herz-Kreislauferkrankungen aufweist. Die Lebenserwartung der Franzosen sei zum Beispiel um zweieinhalb Jahre höher (76,5 Jahre gegenüber 74 Jahren) als die der Amerikaner.
Die Franzosen sind nicht für eine spartanische Lebensweise bekannt. Gänseleber, üppige Saucen und viel Käse sind nicht gerade gesundheitsfördernd. Und noch dazu trinken sie gerne Rotwein.
Da soll der Grund liegen, so die Wissenschaftler, weshalb sie beim höheren Genuss sogar die bessere Lebenserwartung hätten, als andere. Denn im Wein, besonders im Rotwein sind Stoffe enthalten, die die Sterblichkeitsrate aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, niedriger erscheinen lassen, als etwa in den USA.
Welche Stoffe im Wein sind es, die sich auf unsere Gesundheit positiv auswirken?
Wein besteht zu 80 - 85 Prozent aus Wasser, aus Alkohol, Zucker, Säure, Mikronährstoffen und Aromastoffen. Eine sehr wichtige Rolle für die gesundheitliche Wirkung von Wein spielen die Polyphenole.
Die Polyphenole sind Stoffe, die vor allem in der Haut der blauen Trauben, sowie in geringeren Mengen in Erdnüssen, Himbeeren und Granatäpfeln vorkommen. Es sind organische Verbindungen, wie zum Beispiel Farb- und Gerbstoffe, die aus der Traube in den Wein herausgelöst werden. Mittlerweile konnten beinahe 4.000 Polyphenol-Arten nachgewiesen werden. Am besten erforscht sind die Polyphenole Quercetin, Catechin, Epicatechin und Resveratrol.
Quercetin hat er eine gefässerweiternde Wirkung und wirkt entspannend, die Durchblutung wird gefördert, Bluthochdruck verhindert und die Verkalkung der Arterien gehemmt. Catechin wirkt antioxidativ und senkt das Thrombosen - und das Herzinfarktrisiko. Resveratrol unterbindet die Entstehung von freien Radikalen, hat eine gute Schutzwirkung gegen Herz- und Gefässerkrankungen. Es wirkt Krebs vorbeugend und entzündungshemmend, beeinflusst den Fettstoffwechsel und ist auch für die Thrombozyten günstig. Ein weiterer positiver Effekt ist die Verlangsamung des Alterungsprozesses.
Für die gesundheitliche Wirkung des Weins ist die Symbiose von Phenolen und Alkohol verantwortlich. Zudem wirkt sich Alkohol, in kleineren Mengen, positiv auf den Cholesterinspiegel im Blut aus. Das heisst, Alkohol hebt das gute protektive HDL (high density lipoprotein) und senkt das schlechte LDL (low density lipoprotein). Ausserdem ist er entscheidend wichtig für die Aufnahmefähigkeit der Polyphenole.
Regelmässig wenig ist besser als selten viel
Die positiven Wirkungen von Wein gelten jedoch nur bei moderatem Konsum. Auch für Wein gilt der Paracelsus'sche Grundsatz: "Die Dosis macht das Gift".
Die Empfehlung richtet sich nach dem im Wein enthaltenen Alkohol. Für den gesunden Erwachsenen lässt sich aus der Vielzahl der Studien eine Dosis ableiten, bei der gesundheitliche Vorteile aber noch keine Nachteile zu erwarten sind:
Für die Frau: 20 - 30 g Alkohol/Tag = 0,2 - 0,3 l Wein
Für den Mann: 30 - 40 g Alkohol/Tag = 0,4 l Wein
Der Malanser Blauburgunder 2010 von Wegelin, Scadenagut
hat eine hohe Konzentration an Gesundheitsstärkenden Polyphenolen
Degustation
Intensives Rubinrot mit Granatrotreflex. Subtile und filigrane Aromen mit Noten von Kirsche, Granatapfel und Preiselbeere. Im Gaumen ist er fruchtig und ausgewogen. Die Tannine halten sich im Hintergrund und sorgen für einen guten Auftritt. Der eleganter,
gradliniger Malanser Blauburgunder zeigt sich sehr angenehm - und im Finale verfügt er über einen langen Abgang.
Machen Sie die Weinprobe zu Hause! »