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Marie Lehmann-Nösberger wurde am 9. März 1914 als siebtes von neun Kindern den Eltern Alfons und Elisabeth Nösberger-Brügger in Niedermonten, St. Antoni, geboren. Ihre schulischen Kenntnisse erwarb sie in St. Antoni. Stark gefordert war die Familie von mehreren Schicksalsschlägen. Ein Hausbrand 1927 und 1932 sowie der Tod des Vaters zehn Tage später haben das Familienleben zusammengeschweisst. Nach der Übernahme einer Pacht 1933 in Friesenheid wurde die Familie 1937 erneut von einer Feuersbrunst heimgesucht. Ein Grossteil von Vieh und Fahrhabe sowie die Weizenernte wurden ein Raub der Flammen.
Am 1. Februar 1937 vermählte sie sich mit Johann Lehmann aus Fillistorf. Mit viel Elan und Schaffenskraft bewirtschafteten die beiden von da an das kleine Heimwesen in Galmis. Nach und nach füllte sich das Haus mit drei Mädchen und sechs Buben. Um die Familie zu ernähren, arbeitete Johann Lehmann als Störmetzger, während Marie für die Familie und den Stall zuständig war. Gefordert war sie während der Mobilmachung, als sie auf sich alleine gestellt war. 1962 übernahm die Familie den Pachtbetrieb in der Schürmatt. Dank der Schaffenskraft der Familie wurde der Betrieb weitergebracht. Ein Jahr später brach unter den Schneemassen die Scheune zusammen. Beim Wiederaufbau war sie immer zur Stelle. Mit grosser Freude durfte die Familie 1974 in das neu erstellte Wohnhaus einziehen.
1977 übergab man den Betrieb den Söhnen Paul und René. Von nun an war es ihr vergönnt, sich über die 26 Grosskinder und 36 Urgrosskinder zu erfreuen. Ihr Stolz an den beruflichen und sportlichen Erfolgen war unübersehbar. Ein Besuch bei ihr endete mit einem «Schuggeli». An Familienfesten und an der Goldenen Hochzeit 1987 fühlte sie sich im Kreise der Grossfamilie wohl. Ferien im Wallis, das Jassen an Seniorennachmittagen und das Zusammensein mit Freunden erfüllten ihr Leben. 1996, nach langer Krankheit, verstarb ihr Gatte, den sie liebevoll gepflegt hatte. Nebst ihrer unerschöpflichen Arbeit als Gattin und Mutter nahm ihr Glaube einen festen Platz ein. In den Wallfahrten nach Sachseln, Lourdes, Einsiedeln, Les Marches und Bürglen und regelmässigen Sonntagsgottesdiensten und täglichen Gebeten fand sie den nötigen Halt im Leben. Stolz war sie auf ihren Gemüse- und Blumengarten und auf die Geranien an den Fenstern, Zeichen ihres liebevollen Könnens. Es war ihr vergönnt, fast bis zuletzt ihre Blumen auf dem Hof selber zu ziehen und zu pflegen.
Ein grosser Dank dem Herrgott, dass sie ihr Leben bis ins hohe Alter geniessen durfte. Marie Lehmann-Nösberger starb am 17. Oktober 2010. Die Familie ist ihr von ganzem Herzen dankbar für alles und wird sie in bester Erinnerung behalten. Eing.