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Guadeloupe fasziniert. Eine bunte Inselwelt inmitten der französischen Karibik, die mit ihren landschaftlichen Reizen zu beeindrucken weiss. Dschungelartige Regenwälder und Traumstrände locken genauso wie die ansteckende Lebensfreude der Inselbewohner. Guadeloupe ist ein Paradies für Trekking- und Naturfreunde und somit ideal für Aktivferien zum Wandern, Kayaking, Schnorcheln, aber auch zum Relaxen.
In Europa und doch in der Karibik
Guadeloupe ist ein französisches Übersee-Département mit etwa 380’000 Einwohnern und liegt in der südlichen Karibik. Die Inselgruppe besteht aus den beiden Hauptinseln Grande-Terre und Basse-Terre und den kleineren Eilanden Marie-Galante, La Désirade, Saint-Martin und Saint-Barthélémy. Sie ist Teil der Kleinen Antillen. Grande-Terre und Basse-Terre bilden die Form eines Schmetterlings, wobei die grössere der beiden (Basse-Terre) den westlichen und Grande-Terre den östlichen Flügel bilden. Getrennt sind sie durch eine schmale, nur 50 m breite Meerenge namens Rivière Salée.
Die beiden Inseln, die durch die Pont de l’Alliance Brücke miteinander verbunden sind, unterscheiden sich trotz ihrer Nähe landschaftlich stark voneinander. Grande-Terre ist relativ flach und macht einen eher lieblichen Eindruck. Traumhafte palmengesäumte Sandstrände und üppige Zuckerrohrfelder in einem satten Grün bestimmen hier die wunderschöne Natur. Basse-Terre dagegen ist wild und bergig und wird von dem knapp 1’500 m hohen aktiven Vulkan La Grande Soufrière dominiert, der auch für die teilweise schwarzen Vulkansand-Strände an der westlichen Küste verantwortlich ist.
Die Insel mit ihren vielen Flussläufen und Wasserfällen ist ein fantastisches Gebiet zum Wandern. In diesem Landesteil befindet sich auch der 17’000 ha grosse Nationalpark von Guadeloupe, der aufgrund seiner einmaligen Tier- und Pflanzenwelt auf die UNESCO Weltnaturerbe Liste aufgenommen wurde.
Guadeloupe ist Teil Frankreichs und damit auch der Europäischen Union und kann so problemlos mit einem gültigen Personalausweis bereist werden. Für Urlauber bietet dieses ausserdem den Vorteil, dass im Land mit Euro gezahlt wird und komplizierte Umtauschaktionen, wie in anderen Staaten der Karibik, entfallen.
Paradies für Aktivreisende
Das Land ist ein Paradies für Trekking- und Naturfreunde. Während eines Aufenthaltes auf den Inseln ist ein Besuch des 1989 eröffneten Nationalparks ein absolutes Muss. Tropischer Regenwald, der höchste Gipfel der Kleinen Antillen und tosende Wasserfälle bilden eine einmalige Landschaft, die von einem rund 300 km langen Wanderwege-Netz durchkreuzt wird. Im Park sind unter anderem 300 Baumarten und 270 verschiedene Farne beheimatet. Unmittelbar neben den Pfaden, den sogenannten „traces“, gibt es immer wieder Säugetiere, Vögel und farbenprächtige Orchideen zu sehen.
Zu den beliebtesten Wanderzielen gehören die Chutes du Carbet Wasserfälle, die sich aus einer Höhe von 110 m in die Tiefe stürzen. Für den Weg dorthin müssen rund vier Stunden kalkuliert werden. Auch die Cascade aux Ecrevisses, also die Flusskrebs-Wasserfälle, lohnen auf jeden Fall einen Abstecher, auch wenn in ihrem unteren Becken kaum noch Flusskrebse zu finden sind. Eine weitere Herausforderung für Aktivtouristen ist die rund drei Stunden dauernde Besteigung des Vulkans Soufrière. Von oben eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die gesamte Umgebung und direkt in den aktiven Südkrater. Während der erste Teil der Strecke mitten durch den Regenwald führt, geht es in grösserer Höhe durch die eindrucksvolle Bergsavanne. Wer möchte, kann sogar ein Bad in den heissen Thermalquellen geniessen.
Auch Schnorcheln und Tauchen gehören zu den Unternehmungen, die von vielen Urlaubern auf Guadeloupe gerne ausgeübt werden. Der berühmte Jacques Cousteau hielt beispielsweise Pigeon Island für eines der besten Tauchreviere der Welt. In den Gewässern rund um Guadeloupe kommen sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten. Ob im Jacques Cousteau Unterwasserreservat, in der Barrakuda Grotte oder am Sec Paté, die bunten Fische, die farbenprächtigen Korallen und die gemächlich schwimmenden Schildkröten garantieren Tauchgänge, die unvergessliche Eindrücke hinterlassen.
An den schönsten Stränden von Guadeloupe baden
Auf Guadeloupe gibt es Strände für jeden Geschmack. Während Grande-Terre mit seinen feinen, weissen Sandstränden eher Badeurlauber anlockt, gibt es auf Basse-Terre auch Kies-, felsige Natur- und dunkle Vulkanstrände. Einer der schönsten Küstenabschnitte ist der lange Grande Anse Plage mit seinem goldschimmernden Sand. Hier finden sowohl ruhesuchende Gäste als auch Touristen, die Unterhaltung und gastronomische Angebote wünschen, ihren Platz. Das Meer ist an dieser Stelle zwar meistens ruhig, an manchen Tagen kann es aber auch zu einer starken Brandung mit hohen Wellen kommen. Auch der Plage de Malendure mit seinem dunklen Sand ist bei vielen Besuchern beliebt. Besonders zur Stunde des Sonnenuntergangs und in der Abenddämmerung herrscht hier eine ganz besondere Atmosphäre.
Wer während seines Urlaubes gerne viele verschiedene Strände entdeckt, ist auf Guadeloupe, das eine grosse Anzahl davon zu bieten hat, genau richtig. Zu den schönsten Stränden gehören auch die Plage de Bois Jolan mit dem seichten, kristallklaren Wasser, Sainte Anne und die Plage de Clugny. Interessant ist ausserdem, dass Guadeloupe zu den besten Surfspots in der Karibik gehört und Fans dieser Sportart an vielen Stränden von Grande-Terre auf ihre Kosten kommen.
Must-sees auf Guadeloupe
Ein Besuch des weltweit grössten Museums zur Geschichte der Sklaverei ist ein Muss während eines Aufenthaltes auf Guadeloupe. Am Hafen von Pointe-à-Pitre auf Grande-Terre wurde im Jahr 2015 das „Mémorial Acte“, das grösste Museum seiner Art weltweit eröffnet. In den 20 Räumen des auffälligen Gebäudes erfahren Interessierte in anschaulicher Form viele Details aus der Geschichte des Sklavenhandels, der erst 1848 endgültig verboten wurde.
Ganz in der Nähe findet von Montag bis Samstag ein farbenfroher Markt statt. Ein Bummel über den Marché de la Darse am Hafen von Pointe-à-Pitre ist eine Erfahrung für alle Sinne. Die Einheimischen decken sich hier regelmässig mit den Produkten des täglichen Lebens ein. Von fangfrischem Fisch über exotisches Obst und Gemüse bis hin zu Hüten und Kleidern wird hier so gut wie alles angeboten. Für Europäer ist das Schlendern über einen karibischen Markt immer wieder ein spannendes und authentisches Erlebnis, bei dem sie in direkten Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung kommen. Dabei fällt deren beneidenswerte Gelassenheit ebenso auf, wie ihre pure Lebensfreude, die auf jeden ausländischen Besucher ansteckend wirkt. Sie drückt sich auch in der allgegenwärtigen Reggae Musik aus, die stets Karibikfeeling pur verbreitet!
Ein Ausflugsziel, das bei jedem Urlauber des Landes auf dem Programm stehen sollte, ist der östlichste Punkt von Grande-Terre, der Pointe des Chateaux. Von diesem herrlichen Ort aus bietet sich ein fantastischer Blick auf den Ozean und die Stelle, an welcher das Karibische Meer und der Atlantik aufeinandertreffen. Für Pflanzenfreunde lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch des Botanischen Gartens von Deshaies. Der wunderschön angelegte Park zeigt die ganze Vielfalt der tropischen Vegetation und sogar Papageien und Kolibris fliegen zwischen den duftenden Blüten der Blumen und Sträucher umher.
Karibik kulinarisch
Besonders auf Grande-Terre wird die Landschaft von den sattgrünen Zuckerrohrplantagen geprägt. In mehreren Destillerien, die zum Teil auch besichtigt werden können, wird daraus dann eines der wichtigsten Produkte der Karibik gebrannt – Rum. Es ist nicht erstaunlich, dass Rum auch der wichtigste Bestandteil des heimlichen Nationalgetränks von Guadeloupe ist. Der sogenannte „Ti Punch“, der nur aus Rum, Rohrzucker und Limettensaft besteht, passt angeblich zu jedem Essen.
Die einheimische Küche ist eine köstliche Mischung aus westindischen, kreolischen und französischen Einflüssen. Fisch und Meeresfrüchte stehen natürlich häufig auf den Speisekarten der Restaurants. Ob als „Blaff“, einem in Limettensaft und Kräutern marinierten Fisch oder in Form von „Accras“, den allgegenwärtigen Stockfisch-Bällchen. Auch Krabben, die auf verschiedenste Art zubereitet werden oder Hühnchen in pikanter Currysosse sollten unbedingt einmal probiert werden.
Auf ins Karibik-Paradies
Guadeloupe ist ein traumhaft schönes Land mit einer ungewöhnlichen Naturvielfalt und für einen reinen Badeurlaub viel zu schade.
Aktivtouristen, die eine Fernreise in die Karibik planen, finden speziell auf Basse-Terre ideale Voraussetzungen für eine ganze Reihe von Outdoor-Aktivitäten. Zu den zahlreichen angebotenen Wassersportarten kommen noch Unternehmungen wie Trekking, Reiten oder Canyoning, die während einer Aktivreise für Abwechslung sorgen. Aufgrund der relativ geringen Grösse des Landes lassen sich auch mehrere Inseln gut miteinander verbinden. Guadeloupe eignet sich hervorragend für eine Kombination aus Erholungs- und Aktivurlaub.
Wer möchte sich da nicht selber gleich in den Flieger setzen und der Sonne entgegen reisen. Vielleicht heisst es ja schon bald für euch: Guadeloupe, du Perle der Karibik, wir kommen!
Hier geht’s zum Karibischen Aktivurlaub auf Guadeloupe.