Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03321.jsonl.gz/2458

Die Koalition "Securing Indigenous Peoples Rights in the Green Economy" (SIRGE)
Der Koalition zur Sicherung der Rechte Indigener Gemeinschaften in der "grünen Wirtschaft" (SIRGE) gehören Indigene Gemeinschaften und Leader:innen an, die gemeinsam mit solidarischen Nichtregierungsorganisationen für eine gerechte Energiewende eintreten und dabei Indigene Gemeinschaften bestärken. Die SIRGE-Koalition fordert die Entscheidungsträger:innen in Regierungen, Unternehmen und der Finanzwelt auf, nicht die Fehler der kolonialen Vergangenheit zu wiederholen und die Rechte und die Selbstbestimmung Indigener Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu garantieren.
Die Ziele der SIRGE Koalition
Das Hauptziel der SIRGE-Koalition ist es, Indigene Gemeinschaften beim Kampf für Selbstbestimmung zu unterstützen. Im Hinblick auf die Lieferketten von Übergangsmineralien konzentriert sich die SIRGE-Koalition auf die dringende Notwendigkeit, die in der Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte Indigener Völker (UNDRIP) verbrieften Rechte einzuhalten, insbesondere das Recht auf freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) vollständig umzusetzen.
Die Organisation der SIRGE Koalition
Die SIRGE-Koalition verfügt über ein Exekutivkomitee, das sich aus Vertreter:innen von fünf Organisationen zusammensetzt, und wird von einem Indigenen Lenkungsausschuss geleitet. Dieser setzt sich aus je zwei Indigenen Vertreter:innen aus sieben Indigenen soziokulturellen Regionen der Welt sowie dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees zusammen. Zur SIRGE Koalition gehören folgende fünf Organisationen:
Cultural Survival:
Seit 1972 setzt sich die in den USA ansässige Organisation «Cultural Survival» für die Rechte Indigener Gemeinschaften weltweit ein und unterstützt deren Selbstbestimmung, kulturelle und politische Resilienz. «Cultural Survival» engagiert sich für die Rechte Indigener Gemeinschaften, deren Selbstbestimmung und Selbstverwaltung durch Advocacy, Kommunikation, Kompetenzenförderung und die Vergabe von Fördergeldern.
Batani:
Die Internationale Indigene Stiftung für Entwicklung und Solidarität «Batani» wurde 2004 als Initiative Indigener Gemeinschaften gegründet, um Entwicklungsprogramme für Indigene Gemeinschaften in Russland, in den Regionen Primorskij, Sakhalin und anderen Regionen im Osten Russlands zu organisieren. «Batani» entwickelt Instrumente und Mechanismen für Verhandlungen zwischen Indigenen Gemeinschaften und Unternehmen und fördert die internationale Zusammenarbeit zwischen Indigenen in Russland, den USA, Kanada, Norwegen, Bolivien und anderen Ländern.
First Peoples Worldwide:
«First Peoples Worldwide» (Colorado, USA) setzt sich für die Achtung der Rechte Indigener Gemeinschaften in der Wirtschaft ein. Die Organisation engagiert sich für die Sorgfaltsprüfung der Unternehmen gegenüber Indigenen Gemeinschaften am Schnittpunkt von Wirtschaft, Recht und Finanzwelt und sensibilisiert diese für die Folgen ihrer Wirtschaftsprojekte. «First Peoples Worldwide» setzt dafür auf internationale Lobbyarbeit, Kapazitätenaufbau, Vernetzung und Forschung.
Earthworks:
Seit 1988 unterstützt die US-amerikanische Organisation «Earthworks» Gemeinschaften dabei, ihre Gesundheit, ihr Land, ihr Wasser und ihre Luft vor den negativen Auswirkungen der Rohstoffindustrie zu schützen. Gleichzeitig fördert «Earthworks» nachhaltige Lösungen. Dabei arbeitet Earthworks mit den Gemeinschaften an vorderster Front zusammen, nutzt die Wissenschaft auf innovative Weise und fördert die Selbstbestimmung der Menschen, um eine gerechtere und lebenswertere Zukunft zu gewährleisten.
Gesellschaft für bedrohte Völker:
Die «Gesellschaft für bedrohte Völker» (GfbV) ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich für Minderheiten und indigene Gemeinschaften einsetzt. Sie dokumentiert Menschenrechtsverletzungen, informiert und sensibilisiert die Öffentlichkeit und vertritt die Interessen der Betroffenen gegenüber Behörden und Entscheidungsträger:innen. Sie unterstützt lokale Bemühungen zur Stärkung der Menschenrechte von Minderheiten und Indigenen Gemeinschaften. Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen des Rohstoffabbaus auf Indigene Gemeinschaften und Minderheiten. Die «Gesellschaft für bedrohte Völker» hat sowohl beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) als auch beim Europarat beratenden Status.