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Patty Schnyder hat im French Open den neuerlichen Coup gegen Jennifer Capriati verpasst und schied im Achtelfinal 4:6, 4:6 aus.
Weil Hewitt und der Argentinier Guillermo Canas (ATP 17) die Neuauflage des letztjährigen Achtelfinals zu einem neuerlichen Abnützungskampf werden liessen und sich während 4:13 Stunden bekämpften, mussten sich Patty Schnyder und Jennifer Capriati gestern Abend zuerst lange gedulden.
Die Warterei werteten die beiden Spielerinnen unterschiedlich. Während Jennifer Capriati sich nach Studium des gestrigen Programms auf einen langen Tag eingestellt hatte, hätte Patty Schnyder lieber früher gespielt. "Die Bedingungen waren nicht mehr gleich wie im Training. Die Bälle sind nicht so hoch gesprungen, wie wenn wir am Nachmittag gespielt hätten. Das war sicherlich ein Vorteil für sie."
Trotz Niederlage gute Leistung
Anderthalb Monate nach ihrem überraschenden Erfolg in Charleston zeigte Patty Schnyder beim 4:6, 4:6 trozdem erneut eine gute Leistung. Sie selber trauerte dem zweiten Satz nach, "den ich ebenso gut für mich hätte entscheiden können. Den Ausschlag haben schliesslich zwei, drei Punkte gegeben".
Mitentscheidend war aber sicherlich auch, dass sich Jennifer Capriati gut auf das Spiel der Schweizerin eingestellt hatte. Sie habe im Training die hohen Topspin-Bälle simuliert, berichtete die Titelverteidigerin.
Obwohl sie ihren zweiten Viertelfinal im French Open nach jenem von 1998 verpasst hat, darf Patty Schnyder Paris trotzdem mit einem guten Gefühl verlassen. "Ich habe ja nicht gegen irgend jemand, sondern gegen einen grossen Champion verloren."
Ihr Abschneiden schlägt sich auch im Ranking nieder. Während Jennifer Capriati am Montag ihre Leaderposition wieder an Venus Williams wird abtreten müssen, kehrt Patty Schnyder wieder in die Top 20 zurück.
swissinfo und Agenturen