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Zürich, um 1620
Bartholomäus Paxmann (Schnitzer) und
Stephan Aberli (Goldschmied)
Birnbaumholz mit Silbermontierung
H. 29 cm
Inv. 1920.10.
Als Trinkgeschirre und Willkomm-Becher waren kleinplastische Figuren von Winzern und Winzerfrauen in den Weingegenden Süddeutschlands, im Elsass und in der Schweiz in der Renaissance- und Barockzeit besonders verbreitet. Im Gegensatz zu den figürlich steiferen Basler "Büktiträgern" zeichnet den schreitenden Rebmann, der anhand eines signierten Vergleichsbeispiels dem Zürcher Schnitzer Bartholomäus Paxmann zuzuweisen ist, eine differenziert bewegte Gestalt aus. Die Silbermontierung der Standfläche, Eidechse, Krebs und Fliege und die Bütte fertigte der Zürcher Goldschmied Stephan Aberli (zünftig 1612, gestorben 1663). An den vergoldeten Bändern der Bütte hängen 16 silberne Schilder, 13 davon mit Jahrangabe 1679, eines mit 1710. Sie tragen die Wappen der in Schaffhausen ansässigen Familien von Mandach, Hurter, Schwarz, Veith, Mäder, Seiler und Abegg und das Zeichen des bei der Gerbernzunft inkorporierten Küferhandwerks, lassen also den Gebrauch der Figur in dieser Stadt vermuten.