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kleines familiäres sauberes hotel mit wenigen grossen zimmern. Direkt an einer künstlichen lagune gelegen. Geeignet für famielien mit kinder
Archiviert
AlexFebruar 2003
Ohne Schnickschnack, mit Bonus
4,7/6
Diese Bewertung bezieht sich auf einen schon 2 Jahre zurückliegenden Urlaub: Das Hotel selbst ist dem Stil einer "Karawansei" nachempfunden. Architektonisch sehr entzückend. Der Garten im Innenhof des u-förmig angelegten Gebäudes mit 1 (oder 2?) Obergeschoßen ist nicht ganz so grün wie auf den Internet-Fotos, und nachts romantisch beleuchtet. Die Zimmereinrichtung ist sehr spartanisch, kein TV, die Zimmerheizung (Februar!) war lärm- und geruchsbedingt nicht für den Betrieb geeignet, und das winzige Bad ohne Fenster (stattdessen Lüftungskanal) war etwas gewöhnungsbedürftig. Ein kleiner Balkon mit einem wackeligen Tischchen und 2 Stühlen war immerhin vorhanden. Aber es war ja auch ein Sparhotel, und so gesehen gab es keinen Grund, sich zu beklagen. Bonus: Zwar verfügt das Hotel über einen Speisesaal/Restaurant im Erdgeschoß eines der U-Flügel, mit schönem Blick auf den Garten bzw. auf die Lagune, jedoch war dieser saisonbedingt geschlossen. Die Verpflegung wurde stattdessen im 4-Stern Hotel "Sultan Bey", einige Schritte weiter entlang des Lagunenstrandes, oder ein paar Schritte über die Kopfsteinpflaster-Straße auf einer großen überdachten Terrasse geboten (Dieses Haus wurde ebenfalls von Swiss Inn betrieben). Zum Frühstück (Buffet) gab es zwar dort u.a. eine angemessene Auswahl an frischem Obst, und eine gute Auswahl an den sonst üblichen kalten und warmen Speisen. Frucht/Gemüsesäfte aus dem Spender. Das Brot war ein bißchen hart. Auch gab es ein etwas saftigeres süßes Hefe-Blätterteig-Gebäck in verschiedenen Formen und mal mit einem Mini-Stückchen Ananas, dann wieder mit einem Stückchen kandierte Kirsche (oder war es nur ein Kirsch-Imitat?), es schmeckte jedoch immer gleich. Insgesamt sehr ok und ein Grund, morgens aufzustehen :-). Das Abendessen (Buffet) war sehr bemüht, visuell ansprechend angerichtet, teilweise auch nach Bedarf von einem Koch hinter dem Buffet vor dem Gast zubereitet. Geschmack? Naja, ich gebe zu, ich bin wählerisch, und auch in 5-Stern-Anlagen gehe ich ungern zum Buffet. Ich kann aber nicht sagen, ob es an den lokalen Zutaten oder an der lokalen Ausbildung der Köche liegt. Der Strand der Swiss-Inn-Kette ist am "schnellsten" mit dem kostenlosen Shuttle-Böötchen erreichbar. In der Nebensaison ist dies aber nur etwa 1x in der Stunde gefahren. Der Bottsbetrieb macht auch ausgiebig Mittagspause (Die 45 Minuten zwischen den Fahrten reichen wohl nicht :-)). Und macht am späten Nachmittag Schluß. Ungenügend. Ansonsten kann man auch eine große Umrundung der Lagune zu Fuß beschreiten, um zum Strand zu gelangen; und einen Teil der Strecke kann man im kostenpflichtigen Kleinbus-Shuttle zurücklegen, aber auch der unterliegt einem Fahr-Intervall. Am Strand gibt es feinen Sand und eine Bar mit einem gar nicht kleinen Speisenangebot. Direkt am Ufer ist es steinig - da benutzt man besser den Holzsteg, um ins Wasser zu kommen. Beim Anflug auf den Flughafen vom Süden her blickt man in die diversen Hotelkomplexe, die aus dem Sand gestampft, ummauert sind, und außerhalb der Mauern liegt allerlei Müll und Schrott. Zwischen den Anlagen und dem Schrott stehen dann auch häufig Bau-Ruinen. Davon darf man sich nicht erschrecken lassen :-)) El Gouna ist ein malerisches künstliches Lagunen-Dorf nördlich des "billigen" Hurghadas, mit bewachten Einfahrten. Innerhalb El Gounas gibt es zahlreiche Bars, Banken, Apotheke, Minimarkets, und eben ein Dutzend Hotels. Was die Bars betrifft, so haben wir uns Abends immer in die selbe gesetzt, die mit den beiden Lagerfeuern am Ufer der Lagune. Dort habe ich meinen Erdbeersaft oder meinen frisch gepressten O-Saft bekommen :-), und mein Freund Bier oder arabischen Kaffee. Cocktails hat er nur in der Happy Hour (2 zum Preis von 1) konsumiert, so gut dürften sie also nicht gewesen sein :-) Sehr arabisch ist das Angebot jedenfalls nicht. Vorsicht vor einer Bude im Inneren der Lagune, wo offenbar mit "bayerischem Stil" speziell deutschsprachige Gäste geködert werden. Ungenießbar. Daß wir es überhaupt probiert haben, spricht nicht für uns :-) Vorsicht auch vor den "Kunsthandwerk"-Händlern. Wir haben bis zum Einschlafen verhandelt... Und doch gabs am Flughafen nach dem Check-In den selben Ramsch zu einem Bruchteil des Preises.