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Für den Bundesrat stelle der Freiberger eine einzige Rasse dar und die Anerkennung einer zweiten Zuchtorganisation sei gesetzlich unmöglich, da dies das Überleben der einzigen einheimischen Pferderasse in Frage stelle, schreibt der Verband in einer Medienmitteilung.
Der Schweizerische Freibergerverband (SFV) ist eine vom Bund anerkannte Zuchtorganisation, die alle Genossenschaften und aktive Zuchtverbände vereint, darunter ist auch der Eidgenössischer Verband des reinrassigen Freibergerpferdes (RRFB). Er berücksichtigt dabei alle Spezifika seiner Mitglieder, weshalb unter anderem im Jahr 2013 eine neue Herdebuchkategorie Stud-Book Urfreiberger geschaffen wurde.
Label «reinrassig»
Der Urfreiberger unterscheidet sich genetisch nicht von den anderen Freibergern. Das bedeute, dass man das Label «reinrassig» nicht ausschliesslich einer Kategorie der Freiberger-Pferde mit 0% Fremdblut verleihen könne, heisst es weiter in der Mitteilung. Gemäss Antwort des Bundesrates sei dies «aus wissenschaftlicher Sicht abzulehnen».
Die Förderungs- und Erhaltungsprojekte des Bundes kommen allen Freibergern zugute, inklusive dem Urfreiberger. Der letztere braucht keine speziellen Schutzmassnahmen und die Hengste des Schweizer Nationalgestüts (SNG) in Avenches, im Besitz des Bundes, decken die gesamte genetische Vielfalt der Rasse ab.
Gemäss der eidgenössischen Tierzuchtverordnung und der Tatsache, dass der Urfreiberger auch zur Freibergerrasse gehört, kommt die Anerkennung einer zweiten Zuchtorganisation nicht in Betracht. Ausserdem würde eine Aufspaltung des Freibergerbstands das Überleben der Rasse gefährden, aufgrund unter anderem des Risikos einer Steigerung des Inzuchtgrades.
Die Interpellation von Beat Jans.