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US-Präsident Donald Trump hat einen Nachfolger für den gefeuerten nationalen Sicherheitsberater John Bolton gefunden: Es ist Robert C. O'Brien, zuvor Sondergesandter für Geiselnahmen im US-Aussenministerium. Trump gab am Mittwoch die Ernennung O'Briens über Twitter bekannt.
«Ich habe lange und intensiv mit Robert zusammengearbeitet. Er wird einen grossartigen Job machen!», schrieb Trump auf Twitter. O'Brien war zuletzt in den Schlagzeilen, als er den US-Rapper A$AP Rocky aus seiner schwedischen Haft befreite.
O'Brien ist bereits der vierte nationale Sicherheitsberater unter Trump. Der Vorgänger Bolton musste gehen, weil es zwischen ihm und Trump Meinungsverschiedenheiten gab. Zuletzt stritt man sich anscheinend um das Vorgehen in der Causa Iran.
Trump sagte zudem, Bolton habe «einige sehr schwere Fehler» gemacht - etwa als er ein «libysches Modell» zur atomaren Abrüstung für Nordkorea vorgeschlagen habe. Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hatte 2003 unter internationalem Druck zugestimmt, sein Programm für Massenvernichtungswaffen aufzugeben. 2011 wurde Gaddafi bei einem von der Nato unterstützten Volksaufstand entmachtet und getötet.
Der Nationale Sicherheitsberater spielt bei der Ausarbeitung der amerikanischen Aussen- und Sicherheitspolitik eine wichtige Rolle. Er ist dem Präsidenten direkt unterstellt. Trump hatte am Dienstag auf einem Flug von Albuquerque nach Mountain View nach Angaben mitreisender Journalisten die Namen von fünf Kandidaten für den Job genannt, die in der engeren Auswahl waren.
Darunter war auch O'Brien, über den der US-Präsident den Angaben zufolge sagte: «Ich denke, dass er fantastisch ist.» Nach dem Rauswurf Boltons hatten mehrere US-Medien übereinstimmend berichtet, dass auch der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, als möglicher Nachfolger gehandelt werde.
(aeg/jaw)