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Gefecht bei Thanvillé, Mai 2003

Im Deutsch-französischen Krieg fand am 17. August 1870 vor Thanvillé im Elsass ein Gefecht statt. Im Gedenken daran wurde auf dem Feld vor der Burg ein Re-enactment veranstaltet. Im Biwak fand sich auch ein Detachement von Rost & Grünspan ein, um die Schweizer Armee jener Tage zu vertreten.
Die Zusammenarbeit mit dem Bourbaki-Panorama hatte Rost & Grünspan Kontakte mit einer französchen Gruppe und eine Einladung nach Thanvillé gebracht. So stellten wir nun zwischen Preussen und Franzosen die neutralen Schweizer dar. Grenadier Henke bei einer Vorführung vor aufmerksamem Publikum.
Da wir auch das Fachgebiet des Roten Kreuzes vertraten, versahen wir den historischen Sanitätsdienst. Um für das kommende Gefecht zwischen Deutschen und Franzosen bereit zu sein, wurde rechtzeitig das ganze Sanitätsmaterial ausgebreitet um es zu gegebener Zeit an Wunden aller Nationen auszuprobieren.
Auf der Wiese vor dem Schloss Thanvillé fand dann am 18. Mai das nachgestellte Gefecht statt. Die Stadt plante das Feld mit einem Kindergarten zu überbauen, und wollte zuvor nochmals die Gelegenheit für eine historische Darstellung auf dem Areal nutzen. So marschierten also das 3ème Régiment de Zouaves auf.
Das Schweizer Detachement machte sich angesichts des aufziehenden Kampfes bereit, die supponierte Landesgrenze zu schützen, auf dass der Krieg bei den Kriegenden bleibe. Die kleine Grenadiergruppe schickt sich an die Musketen zu laden. Im Hintergrund steht auch schon ein Sanitäter bereit.
Das Re-enactment verteilte sich über zwei Tage, so dass unsere Leute dazu kamen verschiedene Chargen zu bekleiden. Übernachtet wurde im Biwak im mitgebrachten Zelt. Auf dem Feld vor dem Schloss hatten sich nunmehr neben den Franzosen auch die Truppen des preussischen Königs eingefunden.
Das Gefecht begann. Auf beiden Seiten knallten die Chassepots und die Dreyses. Über das Gefechtsfeld wabberte bald schon Pulverdampf und das Publikum verfolgte wie sich die einheimischen Rothosen gegen die Pickelhauben schlugen. Die Schweizer Miliz wachte über ihren Grenzen und kämpfte nicht.
Aber mit zwei Sanitätern hatten wir dennoch Akteure zu bieten die ins Gefecht eingreifen konnten. Vorerst sassen unsere Zuzüger aus Zürich wie bei einem Länderspiel am Spielfeldrand um den Verlauf der Dinge zu beobachten. Natürlich allzeit bereit um zu retten und zu bergen.
Der Moment der Wahrheit. Durch imaginären Kugelhagel und reale Pulverschwanden eilten unsere Sanitäter im Schutze des Roten Kreuzes aufs Feld. Edel ist es, auf diese Weise Ruhm zu ernten, auch wenn es die Sache nicht gerade einfach macht, wenn der Verwundete das sperrige Gewehr mit auf die Trage nehmen will.
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