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53 Prozent rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit, wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage der National Association of Business Economics (NABE) hervorgeht. Drei Prozent sehen die weltgrösste Volkswirtschaft bereits in eine Rezession. In der vorangegangenen Umfrage vom Oktober 2022 gaben allerdings noch 64 Prozent der Befragten an, dass sich die US-Wirtschaft entweder bereits in einer Rezession befindet oder binnen zwölf Monaten in eine abgleiten werden.
Die rund 60 befragten Branchenverbände erwarten zudem eine Abschwächung der Inflation in ihren Bereichen. Das entsprechende Barometer fiel sogar auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2020. "Die Materialkosten sind seit Juli vergangenen Jahres deutlich gesunken", sagte NABE-Chefvolkswirt Carlos Herrera. "Mehr Befragte erwarten sinkende Kosten in den nächsten drei Monaten."
Die US-Notenbank Federal Reserve hat wegen der stark steigenden Preise ihre Leitzinsen im vergangenen Jahr in mehreren Schritten deutlich erhöht - auf eine Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Experten gehen davon auf, dass die Fed Anfang Februar nachlegen wird, den Leitzins aber nur noch um einen viertel Prozentpunkt heraufsetzen wird.
Angesichts abnehmender Rezessionsgefahren wird die US-Notenbank nach den Worten ihrer Vizechefin Lael Brainard auf Zinserhöhungskurs bleiben. Die Chancen für eine sanfte Landung der Wirtschaft stiegen offenbar, sagte die Stellvertreterin von Fed-Präsident Jerome Powell vergangene Woche. Womöglich könne eine Rezession vermieden werden.
Daten deuteten allerdings auf ein gedämpftes Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr hin. Brainard erwähnte dabei eine "beträchtliche Abschwächung des Industriesektors" und einen verhaltenen Konsum. Auch wenn die Fed die von ihr bewirkten Fortschritte im Kampf gegen die Inflation zunächst analysieren müsse, werde sie "Kurs halten".
(Reuters)