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FAST 150 JAHRE TRADITION
Die Geschichte des SV Schmerikon
Im Jahre 1875 wurde in Schmerikon der Militärschützenverein gegründet. Der damalige Schiessplatz befand sich auf der grossen Allmend, östlich des Weges zum Schwarzen Steg. Die Scheiben wurden herwärts des rechten Seitengrabens gestellt, und die Schiessübungen, die unter straffer Leitung standen, auf freiem Felde durchgeführt.
Verbunden mit der Weihe eines eigenen Banners führte der Militärschützenverein 1907 ein Fahnenweihschiessen durch. Im Jahre 1910 wurden die Arbeiten für die neue Schiessanlage zwischen Aabach und der Allmeindstrasse vergeben. Die Kosten beliefen sich auf CHF 2159.90 für die Zeigeranlage und CHF 6156.45 für das Schützenhaus. Zur Eröffnung wurde im Mai 1911 ein Freischiessen mit vier Stichen und einem Gruppenwettkampf veranstaltet.
Die Gründung eines zweiten Schiessvereines erfolgte 1901: dies war der Infanterieschützenverein. 1942 fusionierte der Infanterieschützenverein mit dem Militärschützenverein. Ein zweites Fahnenweihschiessen wurde darauf hin im Jahre 1957 durchgeführt. An der Hauptversammlung vom 9. März 1968 wurde mit 30 Stimmen bei einem absoluten Mehr beschlossen, in Uznach weiter zu schiessen. Dies gegen eine angemessene Entschädigung an die Gemeinde. Dieser Entscheid drängte sich durch die gemeinderätliche Bewilligung zum Bau des Standhotels in unmittelbarer Nähe des Alten Schützenhauses auf. Damals betrug die Entschädigung CHF 2000.00, dieser Betrag konnte somit noch als freundschaftlich bezeichnet werden. Doch die Enschädigungen wurden im Laufe der Jahre immer höher. 1985 belief sich diese dann auf CHF 15 000.00, was ein erneutes Nachdenken über eine idealere Lösung forderte.
Durch glückliche Umstände konnten die Behörden von Schmerikon und Tuggen von der Notwendigkeit eines gemeinsames Schützenhauses überzeugt werden. Somit bewilligte die Gemeindeversammlung von Schmerikon und von Tuggen einen Baukredit. Schmerikon übernahm einen Anteil von 55 Prozent, was einen Betrag von CHF 537 000.00 ergab Der Spatenstich erfolgte 1986. Mit einem gelungenen Einweihungsschiessen 1990 mit 1756 Schützenteilnehmern wurde die neue Schiessanlage in Betrieb genommen. Im Jahre 1994 wurde die Neue Standarte mit einem Schützenfest eingeweiht.
Schon bald drängte sich eine Erweiterung der Schiessanlage von 10 auf 12 Scheiben auf. Als 1999 das St. Galler Kantonalschützenfest durchgeführt wurde, beschloss man im Vorfeld, dass zur Lärmeindämmung noch Schiesstunnels montiert werden. Die beiden Schiessvereine wurden von den Gemeinden Schmerikon, Tuggen und Uznach finanziell unterstützt. Nach dem grossen Erfolg, den der SV Schmerikon beim St. Galler Kantonalschützenfest erleben durfte, beschloss man 2001, ein Jubiläumsschiessen durchzuführen. Dieses fand allgemein einen sehr guten Anklang.
2007 fand das »1. Grynau-Schiessen« statt. Es nahmen fast 1000 Schützen an diesem erfolgreichen Anlass teil. 2008 wurde beschlossen, dass 2009 ein zweites Grynau-Schiessen durchgeführt wird. Dieses 2. Grynau-Schiessen war so erfolgreich, dass 2011 das 3. Grynauschiessen mit neuer Zeigeranlage durchgeführt wurde, die im Herbst zuvor eingebaut und getestet wordern war. Somit wurde eine Tradition etabliert, die bis heute anhält und zu den Höhepunkten im Vereinsleben des SV Schmerikon zählt.
Der Chronist: Ehrenpräsident Kaspar Rhyner