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Eishockey 2. Liga, Gruppe 1: Illnau-Effretikon – Bassersdorf 10:1 (2:0, 4:1, 4:0)
EIE zum zweiten Mal zweistellig in Folge
hmi. Keine Gnade mit Nachbar Bassersdorf zeigte der EHC Illnau-Effretikon (EIE). Die Zürcher Oberländer entschieden das Duell gegen die achtplatzierten Gäste aus dem Unterland weit klarer als vermutet. Zum zweiten Mal in Folge (nach dem Kantersieg im letzten Heimspiel über Sursee), gewann der EIE mit dem gleichen zweistelligen Resultat von 10:1 (2:0, 4:1, 4:0).
Für Pierre Paterlini gab es mittwochs in Effretikon ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern. Auf das Eselriet hatte er auf die Saison 1985/96 von Kloten kommend hin zu Illnau-Effretikon in die Erstliga gewechselt. Zwei Jahre trug er das EIE-Dress und stieg mit den Zürcher Oberländern und dem damaligen Trainer Peter Lüthi in die Zweitliga ab. Paterlini übernahm zehn Jahre später als Nachfolger des Interimsduo Reto Züger/Stefan Kellenberger (lösten im Laufe der damaligen Saison Günter Waritsch vorzeitig ab) den Trainerposten auf dem Eselriet. Und mit Pierre Paterlini vollzog Illnau-Effretikon Ende Saison 1995/96 den letztmaligen Aufstieg in die Erstliga. 1996/97 kam Toni Brandi vom SC Aarau zum EIE. Brandi wurde später Trainer des EHC Bassersdorf und führte die Zürcher Unterländer auch in die laufende Zweitliga-Meisterschaft 2004/05. Pierre Paterlini (hatte nach seinem Trainerjob auch für ein Jahr das Präsidium des EHC Illnau-Effretikon übernommen), debütierte nach einigen Jahren Hockey-Abstinenz bei Bassersdorf als sportlicher Leiter und rechte Hand von Trainer Brandi. Im Laufe der Vorrunde gab Brandi nach schwachen Leistungen und enttäuschenden Resultaten die Verantwortung der ersten Mannschaft vorzeitig ab. Seither ist Pierre Paterlini wieder im Trainergeschäft aktiv. Mit erstarkten Leistungen gegen Sursee (6:1), 5:1 auswärts bei Playoff-Kandidat Chiasso, dem 6:5 im Heimspiel gegen Nivo und einem 5:1 Sieg über Ascona verschaffte sich Bassersdorf willkommene Luft im Abstiegskampf. So gesehen, konnte sich Illnau-Effretikon keinesfalls auf einen Spaziergang gegen seinen (Orts)-Nachbar freuen.
Paterlini ist die positive sportliche Entwicklung seines ehemaligen Vereines natürlich nicht entgangen. „Ja“, gestand Bassersdorfs-Trainer vor Spielbeginn. „Deiner Mannschaft läufts momentan ja ausgezeichnet“, fand Paterlini zu seinem Trainerkolleg Dieter Wieser. Die Tatsache, dass Bassersdorf am vergangenen Samstag in Luzern nur knapp mit 1:3 unterlag, stimmte die Unterländer zuversichtlich. Doch die Ernüchterung folgte schnell. Die Hierarchie auf dem Effretiker Eselriet war schnell her gestellt. Das zweitrangierte Illnau-Effretikon, das samstags eine Zwangspause einschalten musste (Nivo erschien nicht zur Rückrundenpartie) brauchte einige Minuten, um den eigenen Rhythmus zu finden. Wenn auch in den ersten Minuten keine Tore fielen, so zeigte die Spielverlagerung schon, in welche Richtung sich dieser Match entwickeln würde. Illnau-Effretikon hatte von Beginn weg die meisten Scheibenbesitze, liess phasenweise gekonnt Puck und Gegner laufen, zeigte das weitaus kreativere Kollektivspiel mit besseren und einstudierteren Kombinationen als die Gäste.