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Die humanitäre Krise im Gazastreifen hat sich mit der letzten Gewalteskalation im Mai 2021 und der anhaltenden Covid-19-Pandemie dramatisch verschlimmert. Derzeit sind 2,5 Millionen Menschen, darunter 1,2 Millionen Kinder, im Gazastreifen und Westjordanland, einschliesslich Ostjerusalem, auf humanitäre Hilfe angewiesen. UNICEF ist vor Ort und leistet dringend benötigte Hilfe.
Die Situation
Während der jüngsten Eskalation im Gazastreifen im Mai 2021 wurden auf palästinensischer Seite 67 Kinder getötet und 685 verletzt. Auch zwei israelische Kinder wurden getötet und 60 wurden als verletzt gemeldet.
Im Westjordanland, einschliesslich Ostjerusalem, halten die Spannungen an. Zwischen dem 7. Mai und dem 31. Juli wurden neun palästinensische Kinder getötet und 556 Kinder als verletzt gemeldet. Der Bedarf an Kinderschutz, psychischer Gesundheit und psychosozialer Unterstützung ist erheblich gestiegen. Über 675 000 Kinder im Gazastreifen benötigen Unterstützung. Auch die grundlegende Gesundheitsversorgung im Gazastreifen wurde durch die Eskalation im Mai 2021 stark beeinträchtigt. So wurden 33 Gesundheitseinrichtungen während des Konflikts beschädigt. Des Weiteren ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen für einen grossen Teil der Bevölkerung stark eingeschränkt: 1,3 Millionen Menschen im Gazastreifen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
So hilft UNICEF
UNICEF ist vor Ort und hilft:
- Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, Benzin für öffentliche Wasserpumpen und Ersatzteilen für die Reparatur von beschädigten sanitären Anlagen
- Bereitstellung von medizinischen Hilfsgütern
- Psychologische Betreuung traumatisierter Kinder
- Lieferung von therapeutischer Spezialnahrung
- Einrichten von Bildungsstätten und Verteilen von Lernmaterial
- Rechtsbeistand für alle verhafteten Kinder
1,2 Millionen Kinder sind dringend auf lebensrettende humanitäre Hilfe angewiesen. Kein Kind sollte in ständiger Angst vor Gewalt leben müssen!
Bis Ende Juli 2021 hat UNICEF im Gazastreifen
- 415 000 betroffene Menschen mit sauberem Wasser, Sanitäreinrichtungen und Hygiene erreicht;
- medizinische Hilfsgüter an 195 800 Menschen verteilt;
- 4 043 Kindern mit psychosozialer Unterstützung geholfen;
- 326 schwer akut mangelernährte Kinder unter fünf Jahren behandelt;
- 5 000 Primarschulkindern mit Nachhilfeunterricht geholfen
- und 775 Kinder mit Rechtsbeistand begleitet.