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Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde die craniosacrale Behandlungsform vom Osteopathen Dr. William Garner Sutherland, auf der Basis der Osteopathie, zur «Cranialen Osteopathie» weiterentwickelt. Der Name Craniosacral Therapie tauchte erstmals in den 70er Jahren des selben Jahrhunderts auf und wurde vom amerikanischen Forscher und Osteopathen Dr. John E. Upledger geprägt. Der Begriff setzt sich aus den Worten Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein) zusammen.
Ein zentraler Hintergrund der cranialen Osteopathie ist die Annahme, das Hirn und Rückenmark, wie jedes andere Organ auch, eine rhythmische Eigenbewegung haben. Zudem hat der Liquor cerebrospinalis ("Gehirnwasser") eine rhythmische und fluktuierende Bewegung. Dieses Zusammenspiel nannte Sutherland den Primären Atemmechanismus. Heute wird auch kurz vom „Cranio-Rhythmus“ (CR), oder „Craniosacralen Rhythmus“ (CSR) gesprochen. Diese unwillkürliche Eigenbewegung, mit einer Frequenz von 6-12 Zyklen pro Minute, kann palpiert und beobachtet werden, indem die Hände ganz sachte seitlich an den Schädel angelegt werden. Die Bewegung kann aber auch sonst am ganzen Körper palpiert werden.
Die Craniosacral Therapie ist eine anerkannte manuelle Körperarbeit, bei der mit grosser Sorgfalt, Achtsamkeit und Wertfreiheit der Persönlichkeit der Klientin begegnet wird. Die Craniosacral Therapeuten unterstützen mit feinen manuellen Impulsen, welche eine Eigenregulierung des Körpers einleiten, die Klientin auf dem Weg zur Selbstheilung. Die Gesundheit im Menschen wird unterstützt und Ressourcen werden geweckt, so dass positive Veränderungen stattfinden können. Die craniosacrale Therapie kann bei Menschen jeden Alters (vom Neugeborenen bis hin zum betagten Menschen) angewendet werden, sogar wenn diese in sehr schmerzvollem oder gebrechlichem Zustand sind.
„Erlaube der inneren physiologischen Funktion, ihre unfehlbare Potenz zu manifestieren, statt blinde Kraft von außen anzuwenden“.
Sutherland 2008
„Gently, gently-dont force anything-remember, the fluid in there is working for you.“ (Bleibe sanft, forciere nichts und erinnere dich daran, dass die Flüssigkeit für dich arbeitet).
Sutherland 2008
"You provide an environment for change"
(Du bereitest/bietest ein Umfeld für Veränderungen)
Rollin Becker
Eine Videoanimation des Flüssigkeitskörper und dessen Rhythmus, der allgemein als der Craniorhythmus bekannt ist.
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