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Im Durchschnitt trinken Herr und Frau Schweizer täglich eine Tasse Tee, sagen uns die Statistiker. Das heisse Aufgussgetränk ist tatsächlich so populär wie nie, entspricht es doch ganz dem heutigen Trend nach Genuss und Wohlbefinden.
Ursprünglich stammt Tee aus China. Man schätzt, dass dort vor fast 5000 Jahren die Teepflanze entdeckt wurde. Das blieb lange ein gut gehütetes Geheimnis, denn erst ab 700 n. Chr. wurde Tee auch in Japan angebaut. Nach Europa kamen die ersten Tee-Kisten schliesslich Anfang des 17. Jahrhunderts mit den Handelsflotten der holländischen und britischen Kolonialherren.
Tee wird in der Hauptsache aus den obersten Blättern und Blattknospen der Teepflanze zubereitet, welche zur Gattung der Kameliengewächse gehört. Sie wächst überall dort gerne, wo das Klima feucht und warm ist. Hauptanbaugebiete sind China, Indien, Sri Lanka und Kenia. Nach dem Pflücken, das in den meisten Fällen von Hand passiert, werden die Teeblätter gewelkt, gerollt, fermentiert, getrocknet und sortiert. Im Gegensatz zu Kaffee, welcher in roher Form ausgeführt wird, werden die Teeblätter bereits auf den Plantagen aufbereitet und als fertiger Tee exportiert.
Allgemein wird Tee in vier Arten eingeteilt: grüner Tee, weisser Tee und Oolong Tee, die jeweils mit ca. 80°C heissem Wasser aufgegossen werden, sowie schwarzer Tee, für dessen Zubereitung kochendes Wasser verwendet wird, um die volle Geschmacksentfaltung zu erreichen. Pro Tee-Art existieren unzählige Sorten, so z.B. Assam und Darjeeling (beide Schwarztees) oder Sencha (Grüntee). Im deutschen Sprachgebrauch werden als Tee auch teeähnliche Aufgussgetränke wie Kräutertee, Früchtetee und Rooibuschtee bezeichnet. Ebenso gebräuchlich sind aromatisierte Tees, Rauchtees oder geröstete Tees. Tee wird hauptsächlich in Form loser Teeblätter oder als portionierter Tee (Teebeutel) konsumiert, seltener auch als Pulver oder in gepresster Form.
Im Handel sind eine Reihe von Bezeichnungen geläufig, die neben der Teesorte auch Auskunft geben über die Blattgrösse und das Aussehen der Blätter: Orange, Pekoe, Broken, Fannings oder Dust. Daraus ergeben sich Abkürzungen wie FOP, TGFOP, BOPF, die ebenso wie die Hinweise «First Flush» (erste Ernte im Frühjahr) und «Second Flush» (zweite Ernte Ende Mai) als Qualitätsbegriffe funktionieren.
Text:
Claudius Wirz
Fotos: Getty Images
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