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René Burri studierte an der Kunstgewerbeschule in seiner Heimatstadt Zürich. Von 1953 bis 1955 arbeitete er als Dokumentarfilmemacher und machte während des Militärdienstes seine ersten Bilder mit einer Leica. 1955 wurde er Teil der Fotografenagentur Magnum und machte die Welt mit einer seiner ersten Reportagen über taubstumme Kinder, publiziert im Life Magazin, auf sich aufmerksam.
René Burri schuf Ikonen der Fotografiegeschichte des 20. Jahrhunderts und entführte uns als viel reisender Fotograf mit seinen eindringlichen Bildreportagen in alle Winkel dieser Welt. Seine fotografischen Arbeiten waren dabei immer an der Sache interessiert, engagiert, vielschichtig und empathisch. Er wollte die Welt nicht nur dokumentieren, er wollte sie mit seinen Bildern auch verändern. Für das Schweizern Periodikum Du porträtierte er berühmte Persönlichkeiten wie Picasso, Le Corbusier oder Giacommetti und seine Bilder des Revolutionärs Che Guevara mit Zigarre gingen um die Welt.
Der Dr. Erich Salomon Preis der Deutschen Fotografiestiftung 1998 ging an René Burri und eine grosse Retrospektive, die 2004-2005 im Maison Européenne in Paris startete, tourte durch mehrere europäische Museen. Im Juli 2013 gründete René Burri in der Schweiz seine eigene Stiftung. Diese ist heute im Musée de l’Elysée in Lausanne untergebracht. Im September 2014 eröffnete René Burri seine letzte Ausstellung mit dem Titel Mouvement in Paris im Maison européenne de la Photographie. Aus einer Vielzahl unveröffentlichter Fotos kreiert er für diesen Anlass Triptychen in Schwarz-Weiss und Farbe rund um den Begriff der Bildbewegung. René Burri stirbt einen Monat später, am 20. Oktober 2014, im Krankenhaus in Zürich.
Unter dem Kuratorium von Marc Donnadieu und Mélanie Bétrisey, zeigt das Musée de l’Elysée vom Januar bis Mai 2020 ein grosse Retrospektive mit dem Titel «René Burri, Explosion des Sehens».