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Das frühhimmlische Bagua (Xiantian Bagua, 伏羲八卦) findet im Feng Shui vielfältige Anwendung und ist in weiten Kreisen bekannt. Oft wird seine Ableitung aus dem HeTu zusammen mit der überlieferten Entstehungsgeschichte und dessen Schöpfer Fu Xi 伏羲 erwähnt. Auch wird oft erwähnt, dass Fu Xi ein aufmerksamer und feinfühliger Naturbeobachter war, der seine Erkenntnisse aus diesen Beobachtungen gewann. Übrigens war Fu Xi nicht alleine unterwegs, sondern lebte vereint mit seinem Schamanenweib Nvwa zu einer Zeit, als man die Energien von Yin 阴 und Yang 陽 auszugleichen trachtete.
Doch zurück zum frühhimmlischen Bagua.
Im Bagua (übersetzt: „acht Guas“) werden die 8 Trigramme entsprechend ihrer Himmelsrichtungen gezeichnet. Durchgezogene Linien entsprechen dabei dem Yang 陽 und durchbrochene Linien dem Yin 阴 Prinzip. Im frühhimmlischen Bagua sind die Entsprechungen für alle Dinge wie sie wirklich sind widergegeben, erst im Lo Shu sind die Dinge nach ihren äusseren Erscheinungen widergegeben.
Im frühhimmlischen Bagua begegnen wir also den unabänderlichen Gesetzen der Natur. Da die Dinge, um wahrgenommen werden zu können, im Raum angeordnet sein müssen, spannt das Bagua den Raum auf. Es ist ein Gleichnis für den Raum der unabänderlichen Gesetze.
Das grösste Yang befindet sich im Süden, das grösste Yin im Norden:
Wikipedia Artikel zum Bagua
Ab hier braucht man nur den alten Kinderreim zur Hilfe zu nehmen:
Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen.
Passt doch wunderbar auf das frühhimmlische Bagua: Mitternacht als Palast des Nordens mit dem grössten Yin, Zunahme der Yang-Energie im Verborgenen vor Sonnenaufgang im Nordosten, im Osten der Sonnenaufgang mit der aufsteigenden Sonne, Zunahme des Lichtes am Vormittag im Südosten, grösste Helligkeit und grösstes Yang im Süden, Ursprung des Yin mit beginnendem Abstieg der Sonnenbahn im Südwesten, Sonnenuntergang und Anbruch der Dunkelheit im Westen, tiefstes Absteigen und Abschied des Yang und Verdichtung des Yin im Nordwesten.
Die Energien stehen sich polar gegenüber und gleichen sich aus. Dasselbe Prinzip kann natürlich auf grössere Kreisläufe wie bspw. den Jahreslauf angewendet werden.