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UV-Filter im Geschinersee
Sonnenschutzmittel schützen uns nicht nur vor Sonnenbrand, sondern gelangen während dem Badebetrieb auch direkt in Gewässer. Einige der 30 Substanzen, die als UV-Filter in Sonnenschutzmitteln zugelassen sind, können jedoch gefährlich für Wasserorganismen sein. Daher hat das Oekotoxzentrum das Umweltteam des Pfadibundeslagers, das im Sommer 2022 mit mehr als 30000 Teilnahmenden am Geschinersee durchgeführt wurde, dazu beraten, mit welchen Massnahmen sich das Risiko für den kleinen See verringern lässt.
Das Lager bot ausserdem eine ideale Gelegenheit, um die biologischen Effekte und Umweltkonzentrationen von UV-Filtern bei einem kontrollierten Badebetrieb zu messen. Daher wurden in Zusammenarbeit mit dem Umweltteam Wasserproben im See vor und während des Lagers genommen. Das Oekotoxzentrum untersuchte nun, ob sich eine hormonelle Wirkung durch die UV-Filter nachweisen liess, da einige von ihnen wie Hormone wirken. Ausserdem sollten die bekannten UV-Filter im See chemisch analysiert werden.
Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass an den Standorten mit Badeaktivität mehr östrogene Stoffe gefunden wurden als an einer Kontrollstelle ohne Badeaktivität. Die Konzentration der Stoffe nahm nach dem Beginn des Lagers zu und war während des Lagers höher als davor. Die chemische Analyse zweier chemischer UV-Filter (Benzophenon-3 und Octocrylen) hat gezeigt, dass diese ebenfalls nach Beginn des Lagers in höheren Konzentrationen als davor nachgewiesen wurden. Wir werden unsere Proben noch extern auf eine grössere Menge von UV-Filtern analysieren lassen.