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Analyseregionenwerden gebildet, z.B. um bestimmte Phänomene in einem Land zu verdeutlichen, die mittels institutionellen und regionalpolitischen Gliederungen nicht oder nur ungenügend zum Ausdruck gebracht werden können.
Die nachfolgenden analytischen Gliederungen werden derzeit vom BFS angeboten bzw. nach Gemeinde- und Gebietsmutationen jeweils nachgeführt:
Für regionale bzw. internationale Vergleiche wurden auf Basis der Kantone sieben Grossregionen geschaffen. Diese sind mit den NUTS 2 von EUROSTAT (Statistikamt der europäischen Union) und den TL-2 Regionen der OECD deckungsgleich. Seit 1997 sind sie für die Schweizer Statistik zudem verbindlich.
Grossregionen: Zusammensetzung und Bevölkerungszahl
Nr.
Name
Kantone
Bevölkerung zum 31.12.2015 (STATPOP)
1
Genferseeregion
Genf, Waadt, Wallis
1'593'839
2
Espace Mittelland
Bern, Fribourg, Jura, Neuchâtel, Solothurn
1'842'251
3
Nordwestschweiz
Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt
1'128'723
4
Zürich
Zürich
1'466'424
5
Ostschweiz
Appenzell A. Rh, Appenzell I. Rh, Glarus, Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau
Die Agglomerationen werden durch das BFS nach statistischen Kriterien definiert, damit ein räumlicher Vergleich zwischen städtischen Gebieten möglich wird.
Bei der Methode zur Definition von Agglomerationen handelt es sich um ein mehrstufiges Verfahren: Zunächst werden Dichten von Einwohner/innen, Beschäftigten und Logiernächten untersucht, um potentielle Agglomerationskerne zu identifizieren. Auf diese Weise kann der Einfluss von historisch gewachsenen institutionellen Grenzen minimiert werden. Anschliessend werden Agglomerationsgürtel abgegrenzt, wobei die auf Kerne ausgerichteten Pendlerintensitäten massgebend sind. Schliesslich müssen der Kernbereich und der Gürtel zusammen eine gewisse Grösse aufweisen, um als Agglomeration zu gelten.
Analysen zur Raumstruktur beruhend auf Daten von 2012 haben gezeigt, dass der städtische Raum nur teilweise mittels Agglomerationen beschrieben werden kann. Daher wurden die Agglomerationen mit weiteren Kategorien ergänzt.
Weiterführende Informationen zu den Agglomerationen sowie zur Typologie Raum mit städtischem Charakter 2012 sind unter Räumliche Typologien zu finden.
Als «Metropolräume» oder «Metropolen» werden funktional eng verbundene, häufig territorial zusammenhängende Agglomerationssysteme bezeichnet. Ihre Abgrenzung erfolgt aufgrund der Pendlerverflechtungen zwischen den Agglomerationen. Die Metropolräume 2000 beruhen allerdings auf der nicht mehr aktuellen Agglomerationsdefinition 2000.
Die Sprachgebiete stellen die älteste nicht-institutionelle Gliederung in der Schweizer Statistik dar.
Anhand der Resultate der Volkszählungen scheidet das BFS seit 1860 Gebiete aus, in denen die Bevölkerung mehrheitlich deutscher, französischer, italienischer oder rätoromanischer Hauptsprache ist. Die Sprachgebiete sind als dynamische Raumgliederung konzipiert und wurden bisher alle 10 Jahre aktualisiert.
Die Sprachgebiete in der Schweiz wurden 2016 zum ersten Mal seit der Volkszählung 2000 neu berechnet und werden in Zukunft alle fünf Jahre aktualisiert. Die Festlegung der Sprachgebiete stützt sich auf die von einer Mehrheit der Bevölkerung in einer Gemeinde gesprochenen Landessprache. Berechnet wird dies anhand der Strukturerhebung.
Die 106 MS-Regionen (MS = mobilité spatiale) werden insbesondere als mikroregionale Zwischenebene für zahlreiche wissenschaftliche und regionalpolitische Zwecke verwendet. Sie wurden 1982 im Rahmen eines Forschungsprojektes über räumliche Mobilität (PNR5) aus bestehenden Berggebietsregionen und Raumplanungsgebieten gebildet. Sie zeichnen sich durch eine gewisse räumliche Homogenität aus und gehorchen dem Prinzip von Kleinarbeitsmarktgebieten mit funktionaler Orientierung auf Zentren. Einzelne MS-Regionen sind kantonsübergreifend. Die MS-Regionen gelten bis heute als wichtige mikroregionale Analysegliederung der Schweiz. Die Basiseinheit dieser Raumgliederung ist die Gemeinde.
Bei den 16 Arbeitsmarktregionen handelt es sich um Zusammenzüge der MS-Regionen. Sie erlauben die Darstellung von Phänomenen, bei denen eine grossregionale Differenzierung wichtig ist. Die Arbeitsmarktregionen werden v.a. dann eingesetzt, wenn das dargestellte Merkmal und die Daten aus einer Stichprobenerhebung stammen, die keine feinere Gliederung erlaubt.
Mit der Applikation der Schweizer Gemeinden lassen sich die Gemeinden ab Stand 1.1.1960 den verschiedenen Raumgliederungen zuordnen. Diese Applikation ermöglicht die Abfrage des historisierten Gemeindeverzeichnisses aus der Datenbank.