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Auf Basis dieses Berichts des Instituts für Tierpathologie der Universität Bern habe die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) Strafanzeige eingereicht, teilte der Kanton Wallis am Freitag mit. Die Raubkatze war Mitte Oktober in einem Geröllfeld auf der Strecke der Suone von Rho von einem Spaziergänger gefunden worden, der anschliessend die Wildhüter alarmierte, wie DJFW-Vorsteher Nicolas Bourquin gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.
Bei der Autopsie wurden laut dem Kanton Metallsplitter gefunden, die mit denen eines Kugelschusses übereinstimmen und deren Lokalisation und Ausmass auf einen direkten Zusammenhang mit dem Tod des Tieres hindeuten. Der Luchs sei eine streng geschützte Tierart und seine Wilderei stelle ein Vergehen dar, welches von Amtes wegen verfolgt werde.
Die Dienststelle hatte bereits im November 2021 eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen der mutmasslichen Wilderei eines Luchses in Vernayaz im Unterwallis eingereicht. Das Tier war nach einer Kollision mit einem Fahrzeug tot auf der Autobahn A9 aufgefunden worden. Der Autopsiebericht zeigte indes, dass die Raubkatze früher bereits eine Kugel abbekommen hatte.
Eine im Juni 2021 veröffentlichte Studie der Universität Bern war zum Schluss gekommen, dass nur die Wilderei die schwache Luchspopulation im Wallis im Vergleich zu den Waadtländer oder Berner Voralpen erklären könne. Die Forscherinnen und Forscher stellten eine ungewöhnlich niedrige Dichte der Raubkatze im Kanton fest, die nur 12 bis 20 Prozent des erwarteten Bestandes betrug.