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Ludwig Wicki
Geboren im Kanton Luzern, Schweiz, wuchs Ludwig Wicki in einem musikalischen Umfeld auf, geprägt von Volks- und Kirchenmusik. Er studierte Posaune und war bereits in jungen Jahren Mitglied des Luzerner Sinfonieorchesters. Daneben folgten Studien in Dirigieren und Chorleitung in Bern. Weitere Dirigierstudien führten ihn nach Dresden zu Kreuzkantor Martin Flämig und nach Pescara zu Professor Donato Renzetti. Daneben widmete er sich intensiv der Kammermusik und gründete das Philharmonic Brass Quintett Luzern. Es folgten CD-, Radio- und Fernsehaufnahmen sowie eine Einladung zum Empire Brass Quintett an das Tanglewood Institut in Boston. Als Barockposaunist hat er viele Erfahrungen in Orchestern und Ensembles mit historischen Instrumenten sammeln können, was er nun als Dirigent umsetzen kann. In dieser Zeit konnte er mit Persönlichkeiten wie Andrew Parrott, Nikolaus Harnoncourt, Jeremy West und Simon Standage arbeiten.
Als Dirigent verfolgt Ludwig Wicki verschiedene Stile. Als Stiftskapellmeister der Hofkirche Luzern pflegt er das sakrale Repertoire vom Gregorianischen Choral bis zu zeitgenössischer Musik. Der Schwerpunkt bilden Messen der Klassiker (vor allem Haydns), das Werk von J.S. Bach, und Meisterwerke der Renaissance von Palestrina, Monteverdi, Schütz und anderen. Als künstlerischer Leiter des Renaissance Ensemble „Il Dolcimelo“ widmet er sich vor allem dem Werk von Schütz, Monteverdi und Gabrieli. Als Dirigent sinfonische Konzerte gehören zu seinem Repertoire Werke der Spätromantik, des Impressionismus, der Wiener Klassik, wie auch die Werke für Kammerensemble von Stravinsky, Schönberg und Zeitgenossen.
1999 gründete er das 21st Century Symphony Orchestra, dessen künstlerischer Leiter Ludwig Wicki ist. Inzwischen spielt das Orchester eine Saison mit über zehn besonderen Filmmusik-Projekten. Dadurch arbeitete er mit renommierten Filmmusik-Komponisten wie Howard Shore, Michael Giacchino, Patrick Doyle, George Fenton, Danny Elfman, James Horner, Alan Silvestri, Randy Newman, Martin Böttcher zusammen. Eine Vorliebe gehört auch den klassischen Stummfilmen mit Live-Musik von Charlie Chaplin, Buster Keaton oder Kultfilmen wie Nosferatu.
2008 leitete Ludwig Wicki die Weltpremiere von „The Fellowship of the Ring“ im KKL Luzern mit dem 21st Century Symphony Orchestra & Chorus, der ersten Live-Aufführung der Original- Filmmusik zum ersten Film der Trilogie „The Lord of the Rings“. Seither hat er dieses Werk u.a. in München, Washington (Wolftrap), Lyon, Sydney, mit dem L’ Orchestre de la Suisse Romande, dem Chicago Symphony Orchestra, Philadelphia Symphony Orchestra, mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall und mit seinem 21st Century Symphony Orchestra in der Radio City Music Hall und im Lincoln Center in New York dirigiert. Es folgten 2009 die Weltpremieren von „The Two Towers“, 2010 von „The Return of the King“. Weiter dirigierte er die Weltpremieren von „The Pirates of the Caribbean“, Fantasia, Gladiator, Star Trek, Alice in Wonderland, The Perfume, Titanic, Ratatouille, Indiana Jones, Amadeus, Batman und vielen mehr. 2011 dirigierte er die Premiere des Jugendprojekts “Ristorante Allegro“ mit den Münchner Philharmoniker. 2012 leitete er die erste Aufnahme der „Lord of the Rings“ Sinfonie. 2014 dirigierte er die Aufnahmen von Michael Giacchino’s Soundtrack zu Jupiter Ascending und 2015 zu Book of Henry in den Abbey Road Studios.
Als Dozent ist er an den Hochschulen Luzern und Bern tätig. Im Jahr 2007 wurde Ludwig Wicki mit dem Anerkennungspreis der Stadt Luzern ausgezeichnet. 2013 wurde ihm vom Global Thinkers Forum ein Award for Excellence in Cultural Creativity verliehen.