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Hinsichtlich der Bilanz der Wintersaison zeigen sich unsere französischen Nachbarn mit dem vergangenen Winter zufrieden, der ihnen vor allem eine Zunahme der Besucherzahlen bei der internationalen Kundschaft brachte.
Die Stationen konnten eine Zunahme der Kurzaufenthalte und der Last-Minute Reservationen feststellen. Die Zahlen der unterschiedlichen Observatorien und Dachverbände zeigten folgende branchenspezifische Ergebnisse: Auslastung der Stationen +1.3 %, Aktivitäten der Skigebiete +2 %, Langlaufaktivitäten +13 %, Skischulaktivitäten +3 % und Aktivitäten der Sportgeschäfte in den Stationen +9 %. Die Fachleute der Skigebiete erinnern allerdings daran, dass man trotz dieser Erfolge nicht die grundsätzlichen Probleme wie die Erosion bei den Jungen, den Rückgang der Bettenzahl und die Klimaprobleme vernachlässigen darf.
Die Akquisition einer neuen Kundschaft wird in diesem Zusammenhang zu einer strategisch zentralen Herausforderung. Um diese neue Zielkundschaft gewinnen zu können, reicht die Garantie der Schneesicherheit nicht aus. Die Herausforderung ist enorm und betrifft die Seilbahnen genauso wie die Skischulen, die Gastgeber, die Sportgeschäfte und alle übrigen Akteure des Tourismus. Die Erschliessung der Schwellenländer, das betrifft vor allem China, gehört zu den privilegierten Strategien. In dem Zusammenhang ist die Aussage von Agnés Pannier-Runache, Generaldirektorin der «Compagnie des Alpes», sehr interessant: «Aus der Sicht von China wird Frankreich nicht als Alpenregion wahrgenommen. Für chinesische Touristen liegt Chamonix in der Schweiz». Die zweite Strategie besteht darin, die Erosion bei den Skischulklassen zu bremsen, da diese es ermöglichen, Gäste schon im jugendlichen Alter für das Skifahren zu gewinnen. Denn Kinder und Jugendliche sind die Kundschaft von morgen.