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Die Gurke ist wohl das einzige Gemüse, das im Duden als Verb verewigt ist. "Gurken" heisst umgangssprachlich in Deutschland so viel wie "fahren". In der Schweiz ist "angurken" geläufiger. "Es gurkt mich an" heisst so viel wie "Es ödet mich an" oder "Es widert mich an". Dass die Gurke nun für so unangenehme Zusammenhänge hinhalten muss, ist eigentlich unfair. Denn die Gurke hat Geschmack, sie löscht den Durst und ist gut für die Linie. Dass die Schweizerinnen und Schweizer der Gurke nicht gar so abgeneigt sind, zeigt die Statistik: Immerhin steht die Gurke auf der Rangliste der meistkonsumierten Gemüse auf Platz sieben.
Viel Wasser, wenig Kalorien
Eine Gurke besteht zu 97 Prozent aus Wasser, sie hat nur 13 Kilokalorien und ist damit das energieärmste Gemüse. Sie liefert auch die Vitamine A (gut für die Augen), C (gut fürs Immunsystem) und K (gut für die Blutgerinnung). Dazu kommen die Mineralstoffe Kalzium, Zink, Mangan, Jod, Eisen und Phosphor. Diese häufen sich direkt unter der Schale. Am besten sollte die Gurke deshalb gar nicht oder nur dünn geschält werden. Die Gurke senkt auch den Blutzuckerspiegel und ist deshalb gut verträglich für Diabetiker.
Die Gurke landet meist im Salat, kann aber auch gekocht werden, halbiert, gefüllt und gratiniert oder mit Tomaten und Zwiebeln zusammen geschmort. Mit der Gurke sind auch süsse Backwaren möglich (siehe Rezept).
Süsser Gurkencake
Für 1 Cakeform von 30 cm Länge
Backpapier für die Form;
125 g Butter, weich; 200 g Zucker;
2 TL Zimt; 1 Zitrone, abgeriebene Schale;
1 Prise Salz; 3 Eier; 2 EL Zitronenlikör oder Grand Marnier;
250 g Freilandgurke, geschält, an der Röstiraffel geraffelt; 200 g gemahlene Haselnüsse; 250 g Mehl;
2 TL Backpulver; Puderzucker zum Bestreuen und Dekorkerzchen nach Belieben
Butter rühren, bis sich Spitzchen bilden. Zutaten bis und mit Salz dazurühren. Eier beifügen, rühren, bis die Masse hell ist. Likör, Gurken und Haselnüsse darunter mischen. Mehl und Backpulver mischen, dazusieben und darunter rühren.
Teig in die mit Backpapier ausgelegte Form füllen, glatt streichen.
Auf der untersten Rille des auf 180 °C vorgeheizten Ofens 55-60 Minuten backen, auskühlen lassen.
Mit Puderzucker bestreuen und mit Kerzchen garnieren.
Anstelle eines Cakes können auch kleine Muffins gebacken werden.
Quelle: www.swissmilk.ch/rezepte
Aromatische Freiland-Variante
Neben den Salatgurken aus dem Gewächshaus werden die Nostrano-Gurken immer beliebter, die etwas aromatischer sind, vom Freiland kommen und eine dickere und dunklere Schale haben. Bei den Konsumenten finden auch die Minigurken Anklang, die gleich schmecken wie die Salatgurken, aber nur etwa halb so gross sind.
In den Schweizer Gewächshäusern ist die Gurkensaison in vollem Gang, fast 600 Tonnen kommen in dieser Woche auf den Markt.
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