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Kantate zu Exaudi, für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Oboe d’amore I+II, Oboe da caccia I+II, Violoncello piccolo, Streicher und Basso continuo
Die auf ein Libretto der Leipziger Patriziertochter Mariane von Ziegler zurückgehende Kantate BWV 183 beginnt mit einem düsteren Johanniswort, das Bach bereits im Vorjahr 1724 im Rahmen der Kantate BWV 44 vertont hatte. An die Stelle der dortigen Aria-Chor-Form rückt in unserer Kantate ein Bassrezitativ, dessen exquisite Instrumentierung mit vier Holzbläsern einen entrückten Tonfall formuliert, der sich in der gesamten Kantate fortsetzt. In aller Entschlossenheit, für Glaube und Wahrheit notfalls sein Blut und Leben hinzugeben, scheint dennoch eine Zartheit auf, die sich in der von einem Violoncello piccolo begleiteten Arie «Ich fürchte nicht des Todes Schrecken» zu einem ergreifenden Tombeau steigert und später dem Heiligen Geist als Tröster tänzerische Verbindlichkeit und klangliche Wärme zuspricht.