Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/130304

<h2>SubmittedText<h2><p>Laut "Sonntags-Zeitung" vom 12. Dezember 2011 sind in der Visumabteilung der schweizerischen Botschaften in Yaoundé und Bangkok gravierende Verfehlungen festgestellt worden.</p><p>- Gibt es inzwischen weitere solche Fälle?</p><p>- Sind disziplinarische Massnahmen gegen die verantwortlichen Botschafter ergriffen worden?</p><p>- Wenn nein, warum nicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das EDA hat ein grosses Interesse an der Rechtmässigkeit seiner Geschäftstätigkeit. Entsprechend werden gerade im Visumbereich regelmässig Überprüfungen durchgeführt.</p><p>In Yaoundé wurden verschiedene Mängel in den Abläufen im Visumbereich festgestellt. Der betroffene Mitarbeiter wurde umgehend nach Bern zurückgerufen, und in der Folge wurde das Arbeitsverhältnis mit ihm aufgrund einer negativ ausgefallenen Sicherheitsprüfung beendet. Die Arbeit und der Einsatz des Missionschefs gaben keinen Anlass zu disziplinarrechtlichen Massnahmen. </p><p>In Bangkok wurde festgestellt, dass ein Mitarbeiter Namen und Adressen von Visumantragstellern, die ihren Pass nicht selbst abholen wollten, an eine andere Person weitergegeben hat, damit diese mit dem Nachsenden etwas verdienen konnte. Weiter wurden verschiedene Mängel in den Abläufen im Visumbereich festgestellt. Die Unregelmässigkeiten wurden von der Botschaft aufgedeckt und von der Missionschefin selbst der Zentrale gemeldet. Bereits während der Prüfung wurden von der Botschaft verschiedene Massnahmen umgesetzt, einzelne zusätzliche Massnahmen wurden später angeordnet. Die betreffende Person wurde entlassen. Die Arbeit und der Einsatz der Missionschefin gaben keinen Anlass zu disziplinarrechtlichen Massnahmen. Zwei weitere Sonderprüfungen wurden im Visumbereich auf den Vertretungen in Guatemala-Stadt und in Colombo durchgeführt.</p><p>In Guatemala-Stadt wurde festgestellt, dass es zu keinen gravierenden Verfehlungen im Visumbereich gekommen war.</p><p>In Colombo wurden fünf Visa ausgestellt, obwohl die Voraussetzungen nicht gegeben gewesen wären. Es ergaben sich keine Hinweise auf Korruption. Auch in Colombo hatte der Missionschef selbst die Zentrale auf die Vorfälle aufmerksam gemacht. Die Arbeit des Missionschefs gab ebenfalls keinen Anlass zu einer disziplinarrechtlichen Massnahme. </p>