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Ein US-Gericht brummt der Tabakfirma R.J. Reynolds eine Rekordbusse von 23 Milliarden Dollar auf.
Die Geschworenen des Gerichts in Pensacola, Florida, sorgen für einen neuen Rekord bei Strafzahlungen: Sie sprachen der Klägerin Cynthia Robinson einen Schadenersatz von 23,76 Milliarden Dollar zu. Sie hatte gegen den Tabakgiganten R. J. Reynolds (RJR) geklagt, weil ihr Ehemann im Jahr 1996 wegen Lungenkrebs früh verstarb.
Vor Gericht machte Robinsons Anwalt Willie Gary geltend, der Konzern habe Robinsons Ehemann über die Gefahren des Rauchens getäuscht. Anwalt Gary ist eine schillernde Persönlichkeit, so besitzt er etwa eine Boeing 737 namens «Wings of Justice II» (Flügel der Gerichtigkeit 2).
Über 3000 Klagen gegen RJR
RJR verkündete gleich nach dem Verdikt, man gehe in Berufung. Die Klage von Robinson ist nur eine von über 3000, die Private gegen Tabakfirmen in Florida vor Gericht einreichten, schreibt das Fachportal «The AM Law Litigation Daily».