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Der 20. Mai 2000 war so etwas wie der Startschuss von Sergei Aschwandens Karriere. In Polen krönte sich der damals 24-Jährige sensationell zum Europameister. Zwar hatte der Sohn eines Schweizers und einer Kenianerin im Vorjahr bereits auf sich aufmerksam gemacht. An den Titelkämpfen in Breslau gelang ihm aber auf eindrückliche Art und Weise der Durchbruch.
Aschwanden entschied in der Klasse bis 81 Kilogramm sämtliche 5 Kämpfe auf dem Weg zum EM-Titel vorzeitig für sich. Dabei hatte er sich Anfang Jahr nach einer Operation am Handgelenk unterziehen müssen.
Das lange Warten auf eine Olympia-Medaille
An seinen ersten Olympischen Spielen in Sydney setzte es für Aschwanden 4 Monate später eine bittere Enttäuschung ab. Bereits nach dem ersten Kampf war für ihn der Medaillen-Traum geplatzt. Das gleiche Schicksal ereilte ihn auch 4 Jahre später in Athen.
Dazwischen feierte der Judoka mit dem Gewinn von WM-Bronze (2001) und WM-Silber (2003) sowie einem weiteren EM-Titel 2003 regelmässig grosse Erfolge. Mit Olympia hatte Aschwanden aber lange eine Rechnung offen.
Diese beglich der mittlerweile 4-fache Vater 2008 in Peking. In der Klasse bis 90 Kilogramm schaffte er es via Hoffnungsrunde in den Bronze-Kampf – und holte mit 32 Jahren die lang ersehnte Olympia-Medaille.
Historischer Schweizer Tag in Peking
Mit dem Gewinn von Olympia-Bronze sorgte Aschwanden an diesem 13. August in Peking für einen noch historischeren Schweizer Tag. Vor ihm hatten Fabian Cancellara und Karin Thürig Gold respektive Bronze im Zeitfahren gewonnen. Die Schweizer Delegation kam in Chinas Hauptstadt gar nicht mehr aus dem Feiern heraus.
Drei Monate nachdem Aschwanden seinen Olympia-Fluch besiegt hatte, beendete er seine Spitzensport-Karriere.