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Alles über die Schuldenkrise und die Wirtschaftslage in Amerika.
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Gläubigerschutz beantragt
Die Behörden der hochverschuldeten Stadt Stockton in Kalifornien haben am Dienstag beschlossen, gerichtlichen Schutz vor ihren Gläubigern zu beantragen. Die 140 Kilometer östlich von San Francisco gelegene Stadt ist mit fast 300 000 Einwohnern die grösste amerikanische Stadt, die je für bankrott erklärt werden musste. Sobald das Konkursverfahren vom Gericht genehmigt wird, werden Schulden in der Höhe von vorderhand 10 Millionen Dollar gestundet, pensionierte frühere Angestellte der Stadtverwaltung werden Reduktionen ihrer Renten hinnehmen müssen, und jetzigen Beamten werden Beiträge für die Gesundheitsversorgung gekürzt werden. Insgesamt weisen die Bücher von Stockton Schulden in der Höhe von 700 Millionen Dollar auf.
Prestigeprojekte
Stockton hatte in der ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts einen Boom erlebt. Häuser- und Wohnungspreise schossen von 2000 bis 2006 auf das Vierfache, und die Stadtverwaltung profitierte von hohen Mehreinnahmen durch Grundstücksteuern. In der Folge nahm sie Anleihen in der Höhe von 300 Millionen Dollar auf, um eine Uferpromenade entlang des San-Joaquin-Flusses zu bauen, mehrere Sportstadien und Pärke für Jugendliche und Kinder zu erstellen und den Bau eines neues Verwaltungsgebäudes in Auftrag zu geben. Die Stadt konnte es sich auch leisten, die Sozialbeiträge für ihre Verwaltungsbeamten zu erhöhen.
Im Jahr 2008 erreichte die Rezession jedoch auch Stockton. Firmen gingen bankrott, die Arbeitslosigkeit schnellte auf 15,5 Prozent hoch, Hausbesitzer konnten ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen. Stockton wies die zweithöchste Rate von Liegenschaftsverpfändungen Amerikas auf. Die Stadt sah sich mit nicht zu bewältigenden Problemen konfrontiert. Vom Jahresbudget im Umfang von 521 Millionen Dollar sind fast drei Viertel für den Betrieb der städtischen Dienste zweckgebunden und können nicht angetastet werden. Das diesjährige prognostizierte Defizit von 26 Millionen Dollar müsste somit aus dem restlichen Viertel des Haushaltes gedeckt werden.
Zunahme der Kriminalität
Schon in den vergangenen Jahren hatte Stockton grosse Sparanstrengungen unternommen. Die Polizeitruppe wurde um ein Viertel verkleinert, die Feuerwehr um 30 Prozent und das Personal der Stadtverwaltung um 43 Prozent. Durch solch verzweifelte Anstrengungen konnten 90 Millionen Dollar eingespart werden, doch war der Preis schmerzhaft. Eine Auswirkung dieser Massnahmen war zum Beispiel, dass die Kriminalität stark zunahm. Die Zahl der Morde lag im vergangenen Jahr um fast 60 Prozent höher als im Vorjahr, die Bandenkriminalität nahm zu, und die Zahl der Besucher von Suppenküchen verdoppelte sich.
Das Magazin «Forbes» nannte Stockton vergangenes Jahr die elendeste Stadt der USA. Als die Stadt vor vier Monaten mit der Tilgung einer Schuld in Höhe von 2 Millionen Dollar in Verzug geriet, musste sie das Gebäude aufgeben, das als neuer Hauptsitz der Verwaltung vorgesehen war. Bis anhin waren es die Bürger, die die Last der Misswirtschaft fast alleine trugen. Durch das Konkursverfahren, das der Stadt erlauben wird, zumindest die wichtigsten Dienste aufrechtzuerhalten, werden nun auch Pensionäre und Angestellte der Stadtverwaltung sowie Gläubiger zur Kasse gebeten. Zwei Rating-Agenturen stuften Stocktons Kreditwürdigkeit mittlerweile auf das Niveau von Ramschpapieren hinab. http://www.nzz.ch/aktuell/international/kalifornische-stadt-geht-bankrot...
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Der Weise gewinnt mehr Vorteile durch seine Feinde als der Dummkopf durch seine Freunde.
Benjamin Franklin
San Bernardino ist nach Stockton und Mammoth Lakes bereits die dritte Stadt in dem Bundesstaat, die sich bankrott melden muss. Bereits im Juli hatte San Bernardino, rund 100 Kilometer östlich von Los Angeles, davor gewarnt, dass im neuen Finanzjahr die Ausgaben die Einnahmen um 45 Millionen Dollar übersteigen.
Ende Juli stimmte die Stadtverwaltung für einen dreimonatigen Not-Finanzierungsplan, wonach beispielsweise die Schuldentilgung ausgesetzt und offene Stellen nicht neu besetzt werden. Derzeit wird ein detaillierter Sanierungsplan ausgearbeitet.
Aus einem jüngsten Bericht der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass die Haushaltsberichte an den Bürgermeister und den Gemeinderat in 13 der vergangenen 16 Jahren gefälscht wurden, um die Ausmasse des Schuldenbergs zu verdecken. San Bernardino leidet unter dem Platzen der Immobilienblase und einer Arbeitslosenquote von 15 Prozent, die die Steuereinnahmen drückt.
:shock: Auch andere Städte in Kalifornien befinden sich in finanziellen Nöten und könnten bald Gläubigerschutz beantragen.
http://www.blick.ch/news/ausland/us-stadt-san-bernardino-ist-bankrott-id...
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Moody's: USA könnten Topnote verlieren - Haushaltsverhandlungen entscheidend
NEW YORK (awp international) - Die Ratingagentur Moody's hat den USA eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit angedroht, falls die Haushaltsverhandlungen im Jahr 2013 nicht zu einer Senkung des Schuldenstandes im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt führen. Sollten diese Verhandlungen kein befriedigendes Ergebnis bringen, dann dürften die USA ihre Topbonität verlieren, und das Rating auf die zweitbeste Note "Aa1" gesenkt werden, teilte Moody's am Dienstag in New York mit. Derzeit haben die USA bei Moody's die Bestnote "Aaa" mit negativen Ausblick.
Zurzeit wird die Entscheidungsfindung im US-Kongress durch unterschiedliche Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus erschwert. Beobachter befürchten, dass diese Situation auch nach den Wahlen im November anhalten könnte. Es sei schwierig vorherzusehen, wann der Kongress im Jahr 2013 die Verhandlungen abschliessen kann, schreibt Moody's. Bis dahin dürften die USA ihre Bestnote noch behalten.
Neben Moody's gibt derzeit die Ratingagentur Fitch den USA die Bestnote. Standard & Poor's hat die USA jedoch bereits herabgestuft und bewertet die Kreditwürdigkeit mit der zweitbesten Note "AA+". Die Herabstufung durch S&P hatte die Kreditaufnahme der USA allerdings nicht erschwert./jsl/bgf
Quelle: www.nzz.ch
Ich verliere nie! Entweder ich gewinne oder ich lerne!
Die Rating-Agentur Moody's warnt die USA vor Untätigkeit im Kampf gegen die wachsende Staatsverschuldung. Ohne entschiedene Schritte gegen das Haushaltsdefizit könne das Land die Top-Bonitätsnote verlieren.
Der negative Ausblick werde daher bestätigt. Sollte der neu gewählte Kongress Anfang nächsten Jahres bereits beschlossene Sparmassnahmen und Steuererhöhungen zurücknehmen und nicht durch adäquate Massnahmen zur Defizitverringerung ersetzen, sei die Topnote weg, machte Moody's deutlich.
Für die USA wäre diese Herabstufung bedeutender als die im vergangenen Jahr durch Standard & Poor's vorgenommene, weil damit erstmals eine Mehrheit der drei grossen Bonitätswächter den Vereinigten Staaten die Topnote aberkennen würde. Theoretisch müsste dies zur Folge haben, dass die Refinanzierungskosten für die US-Regierung steigen. In der Praxis werden allerdings keine grossen Auswirkungen erwartet. Es gebe einfach keinen vergleichbar liquiden Markt als Ersatz, heisst es an der Wall Street.
Vor der Präsidentschaftswahl, die in knapp acht Wochen stattfindet, sind sämtliche Kompromissverhandlungen zwischen den beiden politischen Lagern längst zum Erliegen gekommen. Nach der Wahl bleibt den Parteien allerdings nur noch wenig Zeit, sich zusammenzuraufen. Allerdings will Moody's mit seiner Entscheidung über eine US-Herabstufung bis einige Zeit nach dem Amtsantritt der neuen Regierung warten – eine substanzielle Übereinkunft müsse im Laufe des nächsten Jahres gefunden werden, stellt die Rating-Agentur fest.
anhaltend harzende US-Wirtschaft
Die wirtschaftliche Lage in den USA bleibt bescheiden. Vom Arbeitsmarkt und von der Konjunktur dürfte Barack Obama kaum viel Rückenwind für seine Wiederwahl erhalten. Am letzten Freitag sank zwar die Arbeitslosenquote wieder von 8,3% auf 8,1%. Doch unter die Schwelle von 8% oder gar noch weiter in die Richtung des Vorkrisenniveaus von weitestgehend unter 6% sinkt die Quote einfach nicht. Zu schwach ist das Wachstum und zu strukturell sind die Probleme im Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten.
Die wirtschaftlichen Frühindikatoren machen wenig Hoffnung auf einen baldigen Umschwung. Im Gegenteil: Es besteht sogar die Gefahr, dass sie noch weiter abrutschen. Die beiden Indizes des privaten Institute for Supply Management (ISM) für das verarbeitende und nicht verarbeitende Gewerbe kämpfen weiterhin mit der 50-Punkte-Marke. Werte von über 50 signalisieren dabei eine Expansion des Wirtschaftszweiges, Werte unter 50 eine Kontraktion. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sank jüngst auf 49,6 Zähler und jener für das nicht verarbeitende Gewerbe (überwiegend Dienstleistungen) kletterte immerhin auf 53,7 Punkte. Damit vollziehen beide Frühindikatoren weiterhin einen Balanceakt. Viele Beobachter rechnen daher damit, dass sich die amerikanische Konjunktur anhaltend schleppend entwickeln wird.
Die Stimmung der Verbraucher ist gemessen am Bloomberg-Consumer-Comfort-Index seit dem Aufschwung im Frühjahr deutlich gefallen. Am morgigen Freitag kommt dann der Index der Universität Michigan. Auch dieses Barometer für die Konsumentenstimmung zeigte zuletzt nach unten.
US/Verbraucherpreise steigen im August wie erwartet
WASHINGTON (awp international) - In den USA haben die Verbraucherpreise im August aufgrund höherer Energiekosten wie erwartet zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,6 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten dies zuvor erwartet. Die Jahresrate stieg ebenfalls wie erwartet von 1,4 Prozent im Vormonat auf 1,7 Prozent.
Der Kernindex ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie- und Lebensmittel stieg im August zum Vormonat um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet. In dieser Abgrenzung sank die Jahresrate von 2,1 Prozent auf 1,9 Prozent. Dies ist der niedrigste Anstieg seit Juli 2011.
US-Industrie mit starkem Rücksetzer im August (AF)
WASHINGTON (awp international) - Die US-Industrie hat im August einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen müssen: Von Juli auf August sank die Produktion um 1,2 Prozent und damit so stark wie seit fast dreieinhalb Jahren nicht mehr. Entsprechend stark ging die Kapazitätsauslastung zurück. Sie verlor einen ganzen Prozentpunkt auf 78,2 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit einem dreiviertel Jahr.
Volkswirte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) kommentierten, die Zahlen dürften die Notenbank Fed in ihrer jüngsten Lockerungsrunde bestärken. Am Donnerstagabend hatte die Federal Reserve eine dritte Runde von Asset-Käufen eingeläutet. Angesichts der aus ihrer Sicht schwachen Konjunktur und einer hohen Arbeitslosigkeit will sie auf unbegrenzte Zeit Hypothekenpapiere im Wert von monatlich 40 Milliarden US-Dollar kaufen. Ausserdem verspricht die Fed, ihren Leitzins bis mindestens Mitte 2015 nicht zu erhöhen.
PRODUKTION AUF BREITER FRONT RÜCKLÄUFIG
Auch im Detail zeigt sich, dass der August alles andere als ein guter Monat für die amerikanische Industrie war. Bis auf die Gaserzeugung war die Produktion in allen Bereichen rückläufig. Besonders stark traf es den Ausstoss von Vorleistungsgütern, der um 1,5 Prozent sank. Die Produktion von Konsumgütern gab nur wenig schwächer um 1,2 Prozent nach, während der Rückgang bei den wichtigen Investitionsgütern mit 0,2 Prozent moderater ausfiel.
Die schwachen Produktionszahlen kommen unterdessen nicht ganz überraschend: Der stark beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe liegt bereits seit drei Monaten unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dieser Indikator gilt als guter Vorläufer für die tatsächliche Industrieproduktion.
Wirtschaftlich hat Brasilien einige gestandene Industrienationen bereits überholt. Beim Wechselkurs des Real will das südamerikanische Schwellenland allerdings auf die Bremse treten. http://www.cash.ch/news/topnews/brasiliens_kampf_gegen_realaufwertung-12...
Amerikas Banken haben ein mühsames Quartal hinter sich, und die Gewinne werden voraussichtlich auch wegen Sonderbelastungen unter dem Vorjahresniveau liegen.
JP Morgan Chase wird am kommenden Freitag mit der Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse für das per Ende September abgelaufene Quartal die Berichtssaison für die Wall-Street-Institute eröffnen. Und rosig sind die Prognosen für die Dreimonatsperiode nicht: Im Allgemeinen wird damit gerechnet, dass Erträge und Nettoergebnisse unter dem Niveau des Vorquartals liegen werden. Damit deutet sich an, dass die kräftige Erholung der amerikanischen Bankenbranche seit dem ersten Quartal 2010 an Kraft verliert (siehe Grafik).
Der Blick der Branchenexperten wird sich ab kommendem Freitag vor allem auf die Erträge konzentrieren. Die seit der Finanzkrise stark ansteigenden Jahresgewinne sind nämlich erheblich durch Sonderfaktoren verzerrt worden. So hat etwa die Auflösung von Rückstellungen für die Risikovorsorge die Gewinnzahlen generell sehr stark nach oben gebracht. Dass die Banken hier möglicherweise zu viele ihrer Sicherheitspolster abgebaut haben, diese Befürchtung haben jüngst diverse Aufsichtsbehörden geäussert.
Überdies wird für das abgelaufene Quartal damit gerechnet, dass Wertberichtigungen auf die bankeigenen Bonds («debit valuation adjustments» oder DVA) die Gewinne unter dem Strich drücken werden. Diese DVA haben in den letzten Quartalen bei einigen Banken zu heftigen Schwankungen der Nettoergebnisse geführt. Als weitere Sonderfaktoren kommen die Kosten aus dem juristischen Aufwasch der Finanzkrise hinzu. Ein bestes Beispiel dafür, wie die Ergebnisse unter dem Strich im dritten Quartal von Sonderfaktoren belastet werden könnten, ist die Bank of America. So hat sie jüngst eine Sammelklage im Zusammenhang mit dem Kauf von Merrill Lynch mit einer Zahlung von 2,43 Mrd. $ beigelegt und hat überdies angekündigt, dass das Nettoergebnis des dritten Quartals mit 1,9 Mrd. $ durch DVA belastet werden wird.
Was die eigentliche Geschäftstätigkeit der amerikanischen Banken angeht, sind die Erwartungen eher gedämpft. Das Investment Banking verläuft weiterhin dürftig. So leidet das Merger-&-Akquisition- oder auch das IPO-Geschäft unter den eingetrübten Konjunkturaussichten. Auf die einstige Geldmaschine, den Handel mit festverzinslichen Papieren, drückten generell verstärkt die Regulierungsvorschriften wie Basel III; allerdings hat hier in den letzten Wochen das Geschäft wieder etwas angezogen, vor allem im Bereich von Hypothekenbonds. Geringe Handelsvolumen an den Aktienbörsen dürften für ein rückläufiges Equity-Geschäft sorgen. Das Niedrigzinsumfeld und aus der US-Finanzmarktreform resultierende niedrigere Einnahmen im Retail-Banking haben ebenfalls die Gewinnaussichten getrübt.
Angesichts der Tatsache, dass viele Banken vor vier Jahren vor dem Aus gestanden hatten, könnten die für das dritte Quartal zu erwartenden Nettoergebnisse als zufriedenstellend gewertet werden. Auch gehören Amerikas Grossbanken zu den Grossverdienern von Corporate America; nur 20 im S&P-500-Index enthaltende Firmen haben in den letzten vier Quartalen mehr als 10 Mrd. $ an Gewinnen ausweisen können – 6 davon waren Banken.
Die Aktionäre werden aber wohl kaum in Jubel ausbrechen. Sie müssen seit der Finanzkrise damit leben, dass die Banken in Relation zu den von ihnen zur Verfügung gestellten Mitteln – also dem Eigenkapital – immer weniger erwirtschaften. Die Eigenkapitalrenditen sind bei vielen Banken nur noch einstellig. Ein krasses Beispiel etwa ist die Investmentbank Goldman Sachs, die bei ihrem Börsengang 1999 eine Eigenkapitalrendite von über 40% ausweisen konnte, aber im letzten Jahr gerade einmal auf 3,6% kam.
Diese geringere Rentabilität der Banken drückt natürlich generell auf die Kurse der Bankaktien, die sich zwar in diesem Jahr etwas erholt haben, aber im Vergleich mit dem Vorkrisenniveau nur noch ein Schatten ihrer selbst sind (siehe Grafik). Anleger und Analytiker werden denn auch in der bevorstehenden Bilanzsaison auf Aussagen des Bankmanagements warten, wie die Erträge trotz dem ja mehrheitlich strukturellen, durch die neuen Regulierungen erzeugten Druck erhöht werden können. Umfangreiche Aussagen zu neuen Geschäftsfeldern oder zukunftsweisenden Strategien können sie aber wohl nicht erwarten. Die Banken werden sich daher eher bemühen, die Kosten weiter zu senken, was weitere Entlassungen und niedrigere Boni bedeuten dürfte.
US/Auftragseingang langlebiger Güter steigt stärker als erwartet
25.10.2012 14:45
WASHINGTON (awp international) - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im September stärker als erwartet gestiegen. Die gesamten Aufträge seien im Monatsvergleich um 9,9 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich einen Zuwachs von 7,5 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Aufträge noch um revidierte 13,1 Prozent gesunken (zunächst: minus 13,2 Prozent).
"Nach dem unerwartet starken Rückgang im Vormonat können sich die Aufträge dank zahlreicher Flugzeugbestellungen wieder erholen", kommentierten Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Zahlen.
Ohne Transportgüter stiegen die Aufträge im September um 2,0 Prozent. Erwartet wurde ein Plus von 0,9 Prozent. Im Vormonat waren die Aufträge ohne Transportgüter um revidierte 2,1 Prozent gesunken (zunächst: minus 1,6 Prozent).
Quelle: www.cash.ch
In den USA haben die Vorsitzenden der beiden Kongresskammern nach Präsident Obamas Wiederwahl Kompromissbereitschaft beim Schuldenabbau und in Steuerfragen angedeutet. Ende Jahr droht dem Land der Sturz vom «fiscal cliff».
Nachdem der amerikanische Präsident Obama in seiner Siegesrede in der Nacht auf Mittwoch gelobt hatte, sich stärker um Kompromisse mit den Republikanern zu bemühen, haben der republikanische Speaker des Repräsentantenhauses, Boehner, und der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Reid, in ihren ersten Stellungnahmen ebenfalls Flexibilität angedeutet. Die Zeit drängt: Noch vor Ende Jahr muss ein Kompromiss über künftige Steuersätze und zum Schuldenabbau gefunden werden. Sonst droht dem Land der Sturz vom «fiscal cliff» – ein drastisches Kürzen der Staatsausgaben und eine schlagartige Erhöhung der Einkommenssteuersätze.
Erschwerende Verknüpfung
Experten weisen seit Monaten auf die Gefahr hin, dass ein solcher doppelter Schock die Vereinigten Staaten vom Pfad einer zwar schleppenden, aber doch steten Erholung abdrängen und in eine weitere Rezession stürzen würde. Die drohenden Budgetkürzungen sind das Resultat des grossen Pokerns um die Schuldengrenze im Sommer 2011. Sie sehen zwingende Einsparungen vor allem im Verteidigungssektor vor, könnten aber relativ einfach mit einer Gesetzesänderung vermieden werden, um mehr Zeit für eine Lösung zu finden. Es ist das, was die Amerikaner «kicking the can down the road» nennen: Die Dose wird nicht entsorgt, sondern einfach nochmals getreten, damit sie vorläufig aus dem Weg ist – und sie im besten Fall jemand anders aufhebt. http://www.nzz.ch/aktuell/international/rauchzeichen-aus-dem-capitol-nac...
Der Kommentar von Simona wurde ignoriert. Um die Kommentare von Simona wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
US-Präsident Barack Obama.Washington – Nur kurz nach seiner Wiederwahl wächst der Druck für US-Präsident Barack Obama immer stärker, mit der republikanischen Opposition rasch einen Sparkompromiss auszuhandeln. Das unabhängige Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) warnte am Donnerstag erneut vor einer Rezession, sollte es im kommenden Jahr zur sogenannten “Fiskalklippe” kommen. Das ist eine Kombination aus drastischen Budgetkürzungen und Steuererhöhungen von von mehr als 600 Milliarden Dollar.Obama will das Problem an diesem Freitag in seiner ersten öffentlichen Erklärung seit der Wahlnacht ansprechen. Nach Angaben des Weissen Hauses will er kurz nach 19.00 Uhr MEZ im Weissen Haus über die Schritte sprechen, “die wir ergreifen müssen, um die Wirtschaft am Wachsen zu halten und um unser Defizit zu verringern”.Republikaner stellen sich weiter gegen SteuererhöhungenDemokraten und Republikaner im Kongress hatten sich im vergangenen Jahr nicht über ein umfassendes Sparprogramm zum Schuldenabbau einigen konnten. Nun drohen automatische Ausgabenkürzungen ab nächstem Jahr und ein Auslaufen von Steuererleichterungen. Obama will die Erleichterungen für die Mittelschicht beibehalten, aber nicht für die Reichen. Der republikanische Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, erklärte aber am Donnerstag in einem Interview des Senders ABC erneut, dass Steuererhöhungen mit den Republikanern nicht zu machen seien.Tieferes Defizit vs. WachstumDem Haushaltsbüro des Kongresses zufolge könnte die Kombination aus Kürzungen und höheren Steuern das Defizit bis zum Herbst nächsten Jahres um rund 500 Milliarden Dollar verringern. Aber das würde die Wirtschaft 2013 um 0,5 Prozent schrumpfen lassen und zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote bis Ende 2013 auf 9,1 Prozent führen, zitierte das “Wall Street Journal” aus einem CBO-Report. (awp/mc/ps)•The White HouseGruss,
Simona
Sollte eine nachhaltige Lösung gefunden werden, wird das den Dollar stärken, was wiederum Auswirkungen auf in Dollar gehandelte Rohstoffe haben wird. Ein zu starker Doller ist schlecht für die Exporte der USA.
In spätestens 52 Tagen wissen wir mehr.
Der Kommentar von MarcusFabian wurde ignoriert. Um die Kommentare von MarcusFabian wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Seit 1962 wurde die Schuldenobergrenze 76 mal nach oben gesetzt (Quelle). Im Schnit also alle 8 Monate.
Ich zweifle keine Sekunde daran, dass sie auch diesmal wieder nach oben gesetzt wird. Dass das allerdings nachhaltig sein könnte, kann ich nicht nachvollziehen.
Wer nur zurückschaut, kann nicht sehen, was auf ihn zukommtKonfuzius
Republikaner und Demokraten haben angedeutet, sich einigen zu wollen.
Der Kommentar von weico wurde ignoriert. Um die Kommentare von weico wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
USA schon bald grösster Energieproduzent
"Die Grundpfeiler des weltweiten Energie-Systems kommen ins Wanken, prognostiziert die Energieagentur IEA. Schon in fünf Jahren sollen die USA der weltgrösste Öl- und Gasproduzent sein."
http://www.20min.ch/wissen/news/story/USA-schon-bald-groesster-Energiepr...
weico
Elias hat am 12.11.2012 - 16:12 folgendes geschrieben:
Wer nur zurückschaut, kann nicht sehen, was auf ihn zukommtKonfuzius
Wir wollen aber trotzdem nicht vergessen, uns die Frage zu stellen: "Wie ist das in der Vergangenheit ausgegangen."Macht nämlich Sinn für die Wahrscheinlichkeitsrechnung und 76:0 ist ein starkes Indiz.
(Ok, zugegeben, eigentlich 83:2 wenn wir weiter zurück gehen, denn in den 1950er Jahren wurde die Schuldenobergrenze auch zweimal gesenkt. (
Und wenn wir schon am Sprüche-Klopfen sind: "Die Aussage: 'Diesmal wird alles anders' ist die teuerste der Börsengeschichte". (Jesse Livermore)
MarcusFabian hat am 13.11.2012 - 21:33 folgendes geschrieben:
Elias hat am 12.11.2012 - 16:12 folgendes geschrieben:
Wer nur zurückschaut, kann nicht sehen, was auf ihn zukommtKonfuzius
Wir wollen aber trotzdem nicht vergessen, uns die Frage zu stellen: "Wie ist das in der Vergangenheit ausgegangen."Macht nämlich Sinn für die Wahrscheinlichkeitsrechnung und 76:0 ist ein starkes Indiz.
(Ok, zugegeben, eigentlich 83:2 wenn wir weiter zurück gehen, denn in den 1950er Jahren wurde die Schuldenobergrenze auch zweimal gesenkt. (
Und wenn wir schon am Sprüche-Klopfen sind: "Die Aussage: 'Diesmal wird alles anders' ist die teuerste der Börsengeschichte". (Jesse Livermore)
Vergiss es. Schau nach vorne.
Dieses Defizit ist in seinem Ausmass und Folgen anders. Noch nie war man sich in den USA so einig, dass das Ruder (oder auch Steuer) herumgerissen werden muss.
Wenn schon zurückschauen: Dass die Steuern erhöht werden müssen, habe ich schon vor Jahren gepostet und auf die Nachkriegszeit verwiesen, wo in erheblichem Masse Schulden abgebaut wurden. Die Steuern betrugen damals bei den Reichen bis zu 90%.
Steuerfrage: Immer mehr Republikaner schwenken um
Immer mehr US-Republikaner rütteln angesichts der immensen Staatsverschuldung an einem der zentralen Grundsätze der Partei, niemals die Steuern zu erhöhen.
In dieser Woche gesellte sich ein weiterer Senator zu der noch kleinen aber wachsenden Gruppe, die sich von dem Dogma verabschieden wollen, um eine Lösung im Haushaltsstreit zwischen Republikanern und Demokraten zu erzielen und so eine drohende Rezession zu verhindern. Die Verhandlungen dazu sollen in Kürze beginnen. US-Präsident Barack Obama pocht auf Steuererhöhungen für reiche Amerikaner und sieht sich in diesem Punkt durch seine Wiederwahl Anfang November bestätigt.
Für die meisten Republikaner im Kongress sind Steuererhöhungen allerdings bislang absolut inakzeptabel. Das haben sie sogar schriftlich versichert. Fast alle von ihnen haben ein entsprechendes "Gelöbnis zum Schutz des Steuerzahlers" der Interessenvertretung "Amerikaner für eine Steuerreform" unterzeichnet. Geführt wird die Gruppe von einem der einflussreichsten Lobbyisten in Washington, Grover Norquist, der das Gelöbnis 1986 auflegte. Im Repräsentantenhaus sitzen gegenwärtig gerade einmal sechs von mehr als 200 Republikanern, die die Norquist-Beteuerung nicht unterschrieben haben.
Sich gegen Norquist aufzulehnen, kommt unter Republikanern einer Revolution gleich. Und doch regt sich immer mehr Widerstand, je näher der Jahreswechsel rückt. Bis dahin muss der Etatstreit im Kongress gelöst sein. Sonst drohen die USA von der sogenannten Haushaltsklippe ("fiscal cliff") zu stürzen.
"Mir geht es mehr um mein Land"
Kompromissbereitschaft lautet also das Gebot der Stunde, und es scheint, als ob es von immer mehr Republikanern angenommen wird. "Mir geht es mehr um mein Land als um ein 20 Jahre altes Gelöbnis", sagte etwa Senator Saxby Chambliss am Donnerstag dem Lokalsender WMAZ. Wenn man weiterhin an Norquists Forderungen festhalte, würden die USA verschuldet bleiben. "Und da stimme ich einfach nicht mit ihm überein."
Chambliss reihte sich damit ein in eine bislang noch kleine Gruppe von Abweichlern unter Republikanern, die sich in den vergangenen Monaten bereits ähnlich äußerten. Dazu zählen etwa Senator Lindsey Graham und die Abgeordneten Steve LaTourette und Scott Rigell. "Sich mit Grover Norquist anzulegen, ist heute nicht mehr der Todeskuss, der es noch vor einem oder fünf Jahren gewesen wäre - besonders, wenn ein Präsident die Wiederwahl gewonnen hat, nachdem er Steuererhöhungen für die Reichen zum Herzstück seiner Kampagne gemacht hat", sagt der Politikwissenschaftler Norm Ornstein vom konservativen American Enterprise Institute, einer Denkfabrik in Washington. http://www.cash.ch/news/alle/steuerfrage_immer_mehr_republikaner_schwenk...
US/FHFA-Hauspreisindex steigt weniger als erwartet
27.11.2012 16:14
NEW YORK (awp international) - In den USA sind die Preise von Einfamilienhäusern im September weniger gestiegen als erwartet. Der FHFA-Hauspreisindex habe im Monatsvergleich um 0,2 Prozent zugelegt, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mit. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Vormonatswert von 0,7 auf 0,5 Prozent nach unten revidiert.
Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von Freddie Mac und Fannie Mae gekauft oder garantiert wurden./
US-Industrie: Auftragseingang stabil
Die Aufträge der US-Industrie sind im Oktober stabil geblieben. Die Bestellungen für langlebige Güter verharrten auf dem Niveau des Vormonats.
Das teilte das Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Analysten hatten ein Minus von 0,6 Prozent erwartet, nachdem die Aufträge im September um 9,2 Prozent nach oben geschnellt waren. Während die Nachfrage nach Maschinen, Computern und Elektronik anzog, sanken die Bestellungen für Autos und Flugzeuge.
Macht nämlich Sinn für die Wahrscheinlichkeitsrechnung und 76:0 ist ein starkes Indiz.
(Ok, zugegeben, eigentlich 83:2 wenn wir weiter zurück gehen, denn in den 1950er Jahren wurde die Schuldenobergrenze auch zweimal gesenkt.
Macht nämlich Sinn für die Wahrscheinlichkeitsrechnung und 76:0 ist ein starkes Indiz.
(Ok, zugegeben, eigentlich 83:2 wenn wir weiter zurück gehen, denn in den 1950er Jahren wurde die Schuldenobergrenze auch zweimal gesenkt.
Stocks Rise on Positive 'Fiscal Cliff' Comments
Stocks held their gains across the board Wednesday, with the S&P 500 trading above 1,400, after President Barack Obama addressed the ongoing “fiscal cliff” issue and following some positive comments from Speaker John Boehner. http://www.cnbc.com/id/49993099
Stocks Rise on Positive 'Fiscal Cliff' Comments
Stocks held their gains across the board Wednesday, with the S&P 500 trading above 1,400, after President Barack Obama addressed the ongoing “fiscal cliff” issue and following some positive comments from Speaker John Boehner. http://www.cnbc.com/id/49993099
Der Kommentar von Nebukadnezar wurde ignoriert. Um die Kommentare von Nebukadnezar wieder zu sehen, klicken Sie folgenden Link:
Obama 'crazy' to claim unilateral debt ceiling power
Sen. John Cornyn (R-Texas), who will soon be the second-ranking Republican in the Senate, on Friday panned a proposal by the White House that would allow President Obama to raise the debt ceiling without congressional approval.
Cornyn was referring to a plan Treasury Secretary Tim Geithner presented to Speaker John Boehner (R-Ohio) on Thursday that was meant to avoid the "fiscal cliff" of tax increases and spending cuts.
The plan, which sparked strong Republican criticism, included a provision allowing the White House to raise the debt ceiling without the consent of Congress.
"Well, it's outrageous," Cornyn said on Fox News.
"It's like saying we maxed out our credit card so I'm going to get a new credit card with no limit so I can keep spending. There needs to be some accountability here and, so far, we're spending 42 cents out of every dollar in Washington and that's borrowed money. And that's money that our kids and grandkids are gonna have to pay back."
http://thehill.com/blogs/blog-briefing-room/news/270373-cornyn-obama-cra...
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Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
US-Konjunkturdaten belasten Tokioter Börse
Überraschend schwache Konjunkturdaten aus den USA haben am Dienstag die Tokioter Börse belastet.
Der Nikkei ging mit einem Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel, auch weil Anleger Gewinne aus den vergangenen Tagen mitnahmen. Eine Umfrage hatte ergeben, dass die US-Industrie im November schrumpfte und so schwach wie seit drei Jahren nicht mehr war. Japanische Exportunternehmen sind vom Konsum in den USA abhängig. Auch der Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern sorgt weiter für Unruhe.
Hiroichi Nishi von SMBC Securities sagte, die Investoren warteten nach den Gewinnen der vergangenen Wochen zunächst ab. Der Handel habe sich in dem Moment verlangsamt, als der Nikkei die Marke von 9500 Punkten berührt habe. Anleger hatten in den vergangenen zweieinhalb Wochen darauf gesetzt, dass nach der Parlamentswahl am 16. Dezember der Druck auf die japanische Notenbank größer wird, bei der Geldpolitik aggressiver vorzugehen. Ein schwächerer Yen wirkt sich auf Exporteure günstig aus, weil ihre im Ausland erzielten Gewinne in der Bilanz mehr wert sind.
Der Nikkei-Index mit den 225 Standardwerten ging mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 9432 Punkte aus dem Handel. Der breiter aufgestellte Topix zeigte sich bei einem Stand von 781 Zählern fast unverändert. Auch an anderen Börsen in Asien gab es keine klare Richtung. Die Ausschläge bei den Indizes hielten sich in Grenzen. Der Euro hielt sich stabil mit 1,3055 Dollar. Das war im Vergleich zum Schlusskurs am Montag in New York ein minimaler Zuwachs.
In Tokio gerieten Exporttitel unter Druck: So gaben Papiere des Kameraherstellers Nikon um 3,1 Prozent nach. Bei Nissan betrug der Verlust 3,7 Prozent. Einen Gewinn von 1,2 Prozent gab es dagegen beim angeschlagenen Elektronikhersteller Sharp. Das Unternehmen will offenbar zusammen mit dem US-Chiphersteller Qualcomm Displays entwickeln. (Reporter: Ayai Tomisawa; geschrieben von Thomas Seythal; redigiert von Ralf Bode)
Den USA drohen auch Ungemach bei Schulden
Die USA drohen nicht nur von der «Fiskalklippe» zu stürzen, sie könnten sich bald auch böse den Kopf an der «Schuldendecke» stossen.
Denn in der letzten Woche des Jahres dürften die Ausgaben des Bundes die Schuldenobergrenze ("debt ceiling") von 16,4 Billionen Dollar reißen, wenn sich der Kongress nicht auf eine Anhebung einigt. Vor einigen Tagen erklärten die Demokraten von Präsident Barack Obama, dass dies nur gemeinsam mit einer Lösung für den Haushaltsstreit ("fiscal cliff") geschehen werde. Am Mittwoch warnte Obama die Republikaner davor, ihre Zustimmung zu einer höheren Schuldenobergrenze zu verweigern, um Druck bei den Haushaltsverhandlungen aufzubauen. "Das Spiel spiele ich nicht mit," sagte er.
Bereits im Sommer 2011 hatte ein Streit im Kongress über die Schuldenobergrenze die USA an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht. Damals hatte das Finanzministerium in Washington mit einer Reihe von Tricks die wichtigsten Posten noch drei Monate zahlen können. Dieses Mal dürften derartige Maßnahmen den Stichtag nur vier bis acht Wochen hinauszögern können. Das wäre bis Februar.
Der laufende Streit über den Haushalt ist eigentlich eine Folge der bitter erkämpften Einigung zur Schuldenobergrenze im Sommer. Damals hatten sich Obama und der Kongress auf automatische Abgabenkürzungen und Steuererhöhung verständigt, sollte man bei den Sparmaßnahmen für den Haushalt nicht übereinkommen. Die Zwangsmaßnahmen könnten zum Jahresbeginn etwa 600 Milliarden Dollar betragen, die gefürchtete "Fiskalklippe". Experten warnen, die USA könnten dadurch in die Rezession abgleiten.
Obama und Boehner verhandeln über Budgetkrise
10.12.2012 02:15
Im Ringen um einen Ausweg aus der Budgetkrise haben sich US-Präsident Barack Obama und der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, getroffen. Im Weissen Haus verhandelten sie über Massnahmen, zur Umgehung der sogenannten Fiskalklippe.
Ein Sprecher teilte in Washington mit, die beiden hätten vereinbart, keine Inhalte ihres Gesprächs bekannt zu machen. Die Verhandlungen vom Sonntag seien jedoch weiterhin offen, sagte er. Es war das erste Treffen der beiden Politiker unter vier Augen seit der Wiederwahl Obamas Anfang November.
Das Weisse Haus und die Republikaner, die das Repräsentantenhaus beherrschen, haben verschiedene Vorstellungen zur Lösung der Krise. Obama hatte unter anderem 1,6 Billionen Dollar Mehreinnahmen durch Steuererhöhungen innerhalb von zehn Jahren vorgeschlagen.
Dabei will er auch Steuererhöhungen für Topverdiener mit Jahreseinkommen von mehr als 250'000 Dollar. Das lehnen die Republikaner ab. Sie fordern massive Ausgabenkürzungen.
Für die Einigung auf einen Kompromiss bleibt nicht mehr viel Zeit. Bleibt eine Lösung bis zum Jahreswechsel aus treten Etatkürzungen und Steuererhöhungen im Umfang von 600 Milliarden Dollar in Kraft.
Erst wenige Stunden vor dem Spitzengespräch in Washington hatte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, vor den Folgen der Fiskalklippe gewarnt. Ohne eine Einigung drohe im nächsten Jahr Null-Wachstum in den USA.
Schwache Weihnachtsgeschäfte im US-Einzelhandel
Schwächer die Kassen kaum klingeln: Im US-Einzelhandel herrscht Enttäuschung über ein mageres Weihnachtsgeschäft.
Erste Daten deuten auf das geringste Umsatzplus seit der jüngsten Rezession im Jahr 2008 hin. Die am Mittwoch veröffentlichte SpendingPulse-Erhebung von MasterCard Advisors ergab nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg von lediglich 0,7 Prozent im Zeitraum vom 28. Oktober bis zum 24. Dezember.
Im vergangenen Jahr lag der Zuwachs noch bei zwei Prozent. Erfasst wurden unter anderem Einnahmen aus dem Verkauf von Kleidung, Elektroartikeln, Luxusgütern und Einrichtungsgegenständen.
"Es könnten ziemlich unfrohe Weihnachten für die Einzelhändler werden", sagte Analystin Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group. Andere Experten verwiesen auf den Dämpfer durch den US-Haushaltsstreit. Viele Verbraucher zögerten demnach mit Käufen, weil zum Jahreswechsel höhere Steuern auf sie zukommen könnten. Die Branche hofft nun auf ein reges Nachfeiertagsgeschäft.
Das Repräsentantenhaus sollte im Laufe des Tages ebenfalls über den Gesetzentwurf abstimmen. Im Folgenden einige Details zum Inhalt des Kompromisses:
* Der Start automatischer Ausgabenkürzungen im Volumen von 1,2 Billionen Dollar über zehn Jahre (sogenannter "Sequester")wird um zwei Monate verschoben. In diesem Zeitraum müssen dennoch 24 Milliarden Dollar eingespart werden. Die Hälfte davon soll durch Sparmaßnahmen bei Verteidigung und in anderen Ressorts kommen, die andere Hälfte durch neue Einnahmen.
* Über einen Zeitraum von zehn Jahren werden Einnahmen im Volumen von 600 Milliarden Dollar durch eine Reihe von Steuererhöhungen für wohlhabende Amerikaner generiert.
* Die im Jahr 2001 unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush eingeführten Steuererleichterungen für Bezieher von Einkommen unter 400.000 Dollar (Einzelpersonen) oder 450.000 (Familien) sollen dauerhaft bestehen bleiben. Wer mehr verdient muss künftig einen Spitzen-Steuersatz von 39,6 Prozent statt bislang 35 Prozent bezahlen.
* Über dieser Einkommensgrenze sollen Kapitalerträge und Dividenden statt mit 15 Prozent künftig mit 20 Prozent besteuert werden.
* Ausnahmeregeln für Einkommen über 250.000 Dollar (Einzelperson) oder über 300.000 Dollar (Haushalt) werden abgeschafft.
* Die Zuwendungen aus der Arbeitslosenversicherung werden für zwei Millionen Menschen um ein Jahr verlängert.
* Steuervorteile für Kinder und deren Erziehung werden um fünf Jahre verlängert.
* Kürzungen für die Honorare von Ärzten, die Medicare-Patienten behandeln, werden vermieden.
* Landwirtschaftsprogramme werden vorübergehend verlängert.
* Eine Erhöhung der Bezüge für Kongressmitglieder wird gestrichen. http://www.cash.ch/news/top_news/die_kernpunkte_des_usetatkompromisses-3...
Das Repräsentantenhaus sollte im Laufe des Tages ebenfalls über den Gesetzentwurf abstimmen. Im Folgenden einige Details zum Inhalt des Kompromisses:
* Der Start automatischer Ausgabenkürzungen im Volumen von 1,2 Billionen Dollar über zehn Jahre (sogenannter "Sequester")wird um zwei Monate verschoben. In diesem Zeitraum müssen dennoch 24 Milliarden Dollar eingespart werden. Die Hälfte davon soll durch Sparmaßnahmen bei Verteidigung und in anderen Ressorts kommen, die andere Hälfte durch neue Einnahmen.
* Über einen Zeitraum von zehn Jahren werden Einnahmen im Volumen von 600 Milliarden Dollar durch eine Reihe von Steuererhöhungen für wohlhabende Amerikaner generiert.
* Die im Jahr 2001 unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush eingeführten Steuererleichterungen für Bezieher von Einkommen unter 400.000 Dollar (Einzelpersonen) oder 450.000 (Familien) sollen dauerhaft bestehen bleiben. Wer mehr verdient muss künftig einen Spitzen-Steuersatz von 39,6 Prozent statt bislang 35 Prozent bezahlen.
* Über dieser Einkommensgrenze sollen Kapitalerträge und Dividenden statt mit 15 Prozent künftig mit 20 Prozent besteuert werden.
* Ausnahmeregeln für Einkommen über 250.000 Dollar (Einzelperson) oder über 300.000 Dollar (Haushalt) werden abgeschafft.
* Die Zuwendungen aus der Arbeitslosenversicherung werden für zwei Millionen Menschen um ein Jahr verlängert.
* Steuervorteile für Kinder und deren Erziehung werden um fünf Jahre verlängert.
* Kürzungen für die Honorare von Ärzten, die Medicare-Patienten behandeln, werden vermieden.
* Landwirtschaftsprogramme werden vorübergehend verlängert.
* Eine Erhöhung der Bezüge für Kongressmitglieder wird gestrichen. http://www.cash.ch/news/top_news/die_kernpunkte_des_usetatkompromisses-3...
Schau ma mal, was am Ende rauskommt.
Die Schuldenobergrenze wird auf jeden Fall, wie ich erwartet habe, nicht erhöht. :ok:
Moody's fordert von USA weitere Massnahmen zum Defizitabbau
03.01.2013 08:25
NEW YORK (awp international) - Die US-Ratingagentur Moody's hat sich zurückhaltend zum Kompromiss im US-Haushaltsstreit gezeigt und weitere Massnahmen zum Abbau des gewaltigen Defizits gefordert. Die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern auf vergleichsweise moderate Steuererhöhungen sei zwar ein weiterer Schritt der Regierung zur Eindämmung des Haushaltsdefizits, hiess es in einer am Mittwochabend veröffentlichten Einschätzung. Allerdings erwartet Moody's in den kommenden Monaten weitere Massnahmen zur Reduzierung. Nur wenn neue Schritte erfolgen, könne der derzeit negative Ausblick der Kreditbewertung wieder auf "stabil" angehoben werden, hiess es.
Bei Moody's werden die Vereinigten Staaten derzeit mit der Bestnote "Aaa" bewertet. Mit dem negativen Ausblick ist allerdings eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit möglich. In der aktuellen Mitteilung drohte Moody's: Sollte es keine weiteren Anstrengungen zur Reduzierung des Haushaltsdefizits geben, "könnte dies die Kreditbewertung negativ beeinflussen". Wenn die USA ihre Topnote bei Moody's weiter halten wollen, müsse "mittelfristig ein Abwärtstrend" bei der Staatsverschuldung erkennbar sein.
Allgemein wird von Experten erwartet, dass die Ratingagenturen bis Ende Februar keine Kreditbewertung der USA vornehmen und die Entscheidung zur Schuldenobergrenze abwarten. Bisher haben die USA noch bei den Ratingagenturen Moody's und Fitch die Bestnote. Bei Standard & Poor's hat die grösste Volkswirtschaft der Welt die Topnote bereits verloren./
Elias hat am 01.01.2013 - 14:17 folgendes geschrieben:
Schau ma mal, was am Ende rauskommt.
ohne Worte
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hihi... habe nun wunde Finger vom runterscrollen auf dem Iphone zuvor.
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