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Ein Gerichtsmediziner schreibt einen Autopsiebericht über den Toten auf dem Grabtuch
Der Amerikaner Dr. Robert Bucklin sagt über sich selbst, dass er in den 50 Jahren seiner Berufstätigkeit als Gerichtsmediziner mehr als 25.000 Leichen mittles Autopsie untersucht hat. 1997 erstellte er einen Autopsiebericht über den Toten auf dem Grabtuch. Im Folgenden daraus einige Zitate:
Bei der Untersuchung des Rückenbildes wird deutlich, dass es sich um eine Reihe von traumatischen Verletzungen handelt, die sich von den Schulterpartien über den unteren Teil des Rückens bis zum Gesäß und den Hinterseiten der Waden erstrecken. Diese Bilder sind zweigeteilt und scheinen durch eine Art Gegenstand entstanden zu sein, der als Peitsche eingesetzt wurde und hantelförmige Abdrücke in der Haut hinterlassen hat, aus denen Blut ausgetreten ist. Die Richtung der Verletzungen verläuft von lateral nach medial und nach unten, was darauf schließen lässt, dass die Peitsche von jemandem angewendet wurde, der hinter der Person stand.
Und weiter:
Ein interessanter Befund befindet sich über dem Schulterblattbereich auf der rechten und linken Seite. Dabei handelt es sich um eine Abschürfung oder Entblößung der Hautoberflächen, die auf einen schweren Gegenstand, z. B. einen Balken, zurückzuführen ist. Er liegt über den Schulterblättern und erzeugt einen Schürfeffekt auf der Haut.
Die Wunde auf der rechten Seite besteht sowohl aus Blut als auch aus Nicht-Blut-Komponenten. Für den Gerichtsmediziner legt sich der Schluss nahe, dass ein einstechendes Instrument eine wässrige Art von Flüssigkeit aus den Körperhöhlen sowie Blut aus dem Herzbereich freigesetzt hat.
Dr. Bucklin kommt zu dem Schluss:
Die Merkmale auf diesem Bild sind so klar und medizinisch so genau, dass die pathologischen Fakten, die man hier nachweisen kann, im Hinblick auf das Leiden und den Tod des hier abgebildeten Mannes meiner Meinung nach jenseits allen Zweifels sind.
Seinem Bericht nach war der Tote zum Zeitpunkt seines Ablebens zwischen 30 und 35 Jahre alt und seine Körpergröße betrug 1,80 Meter. Auch das wäre wieder ein Argument gegen die mittelalterliche Fälschungstheorie: Im Mittelalter gab es kaum Menschen, die eine solche Körpergröße erreichten. Skelettfunde in Palästina aus der Zeit Jesu zeigen, dass die Durchschnittsgröße für Männer damals bei etwa 1,78 Meter lag.