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Tiefs gehören zum Leben. Wem es aber dauernd Mühe bereitet, im Alltag zu bestehen, der leidet womöglich unter einer Depression. Besteht ein Verdacht auf eine akute Depression, sollte frühzeitig ärztliche Unterstützung beansprucht werden.
Gemäss einer Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums leiden fünf Prozent der Schweizer Bevölkerung innert eines Jahres an einer ausgeprägten Depression; und jeder Fünfte verspürt alle zwei Wochen depressive Symptome. Die Weltgesundheitsorganisation definiert Symptome einer Depression; zu diesen zählen:
Treten drei oder mehrere dieser Symptome gleichzeitig und während mindestens 14 Tagen auf, können sie gemäss ICD-10-Richtlinien auf eine depressive Erkrankung hinweisen. Die Depression ist individuell wie der Mensch, der unter ihr leidet. Eine Depression unterscheidet sich von einem Stimmungstief. Wer depressiv ist, hat grosse Mühe, im Alltag zu bestehen und soziale Kontakte zu pflegen. Arbeitsunfähigkeit kann eine Folge davon sein. Deshalb ist es wichtig, ärztliche Hilfe zu suchen, wenn mehrere Symptome über einen längeren Zeitraum auftreten.
Die Ursachen einer Depression sind nicht vollumfänglich geklärt. Gemäss der deutschen Depressionshilfe können mögliche Auslöser einer Depression anhaltender negativer Stress, belastende Lebenssituationen, traumatische Kindheitserlebnisse, Mobbing, Arbeitslosigkeit, der Tod eines geliebten Menschen, Alkohol- und Drogensucht und weitere Gründe sein, etwa eine erbliche Komponente.
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Viele depressive Menschen halten sich nicht für krank, sondern suchen die Schuld bei sich oder halten sich sogar für Versager. Dabei ist die Depression aus medizinischer Sicht eine Krankheit. Viele Fachleute vermuten heute, dass für eine Depression unter anderem ein Ungleichgewicht bestimmter Botenstoffe im Gehirn (sogenannte Neurotransmitter) verantwortlich ist. In der Therapie werden deshalb auch Medikamente eingesetzt, die dieses Ungleichgewicht im chemischen Haushalt des Gehirns wiederherstellen.
Depressionen lassen sich im Allgemeinen gut ambulant behandeln. Zur Verfügung stehen verschiedene psychotherapeutische Methoden, Medikamente sowie seltener auch Lichttherapie, Wachtherapie (Schlafentzug) und in ganz schweren Fällen die Elektrokrampfbehandlung. Ist die Depression sehr schwer oder droht Suizidgefahr, ist eine Hospitalisierung hilfreich. Für diese Behandlungen ist eine Konsultation bei einem Arzt notwendig oder zu empfehlen. Es gibt aber auch Dinge, die man selbst anpacken kann, um Depressionen zu lindern oder verhindern.
Sowohl als Vorbeugung, aber auch während der ärztlichen Behandlung einer Depression, gibt es Dinge, die man selbst anpacken kann. Diese Tipps sollen dabei helfen, Depressionen zuhause selbst zu behandeln. Auch wenn eine Depression zurückkommt, können kleine Eingriffe in den Alltag Abhilfe schaffen. Wichtig bleibt aber, dass diese Punkte den Rat eines Arztes nicht ersetzen.
«Depressionen lassen sich durch soziale und körperliche Aktivität, ausreichende Möglichkeiten zur Ruhe und Entspannung, stabile Beziehungen sowie stabile Tagesstrukturen mit ausreichend Schlaf vorbeugen. Dennoch ist man trotz Einhaltung dieser Massnahmen nicht zu 100 Prozent vor einer Depression geschützt.»
«Eine offene Kommunikation im persönlichen Umfeld lohnt sich definitiv. Nur so kann man seine nächsten Personen in den Heilungsprozess mit einbeziehen und diese können sich entsprechend über Depressionen informieren und besser damit umgehen.»