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Die im Jahr 2003 durchgeführte Studie Grundlagen wirksamer Gewaltprävention in der Stadt Zürich setzte sich zum Ziel, die Behörden der Stadt Zürich bei der Auswahl von geeigneten Präventionsprogrammen zu unterstützen. Die Studie untersuchte die bestehenden Präventions- und Interventionsstrukturen und erarbeitete Empfehlungen für Präventionsprogramme.
Aus der Zusammenarbeit zwischen den städtischen Behörden und dem Projektteam entstand 2004 das Zürcher Interventions- und Präventionsprogramm an Schulen (zipps). Es beinhaltet zwei sich ergänzende Projekte: Im Rahmen des Zürcher Programms zur Förderung sozialer Kompetenzen an Schulen (z-ok) wurden die zwei Präventionsprogramme Triple P und PFADE in nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Schulklassen der ersten und zweiten Primarschule umgesetzt. Die Programmumsetzung wurde vom Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürichkoordiniert und finanziert. Das Zürcher Projekt zur sozialen Entwicklung von der Kindheit ins Erwachsenenalter (z-proso) erforscht die soziale Entwicklung von der Kindheit ins Jugend- und Erwachsenenalter und prüft fortlaufend die Wirksamkeit der beiden Frühpräventionsprogramme.
Stichprobe
Die Grundgesamtheit der Studie bilden alle Kinder aus der Stadt Zürich, die im Jahr 2004 in die erste Klasse der öffentlichen Primarschule eingetreten sind. Die Stichprobenziehung und die Zuweisung zu den Experimentalbedingungen erfolgten auf der Ebene der Schulhäuser. Zunächst wurden mit Hilfe eines geschichteten Stichprobenverfahrens 56 Primarschulen mit 113 ersten Klassen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Anschliessend wurden je 14 Schulhäuser zufällig den vier Versuchsbedingungen zugewiesen: der "Kontrollgruppe"; der "PFADE-Gruppe"; der "TripleP-Gruppe" und der kombinierten "PFADE/TripleP-Gruppe".
Im Herbst 2004 traten 1'675 Kinder in die erste Klasse der ausgewählten Primarschulen ein. Die Eltern von 1'366 Kindern (82 %) waren mit der Teilnahme ihrer Kinder an der Studie einverstanden. 1'240 Mütter und Väter (74 %) waren bereit, auch selbst an der Studie teilzunehmen und befragt zu werden.
In der 9. Klasse, als die teilnehmenden Jugendlichen selbst über ihre Teilnahme entscheiden konnten, wurde mit 1'446 Teilnehmenden die höchste Teilnahmerate verzeichnet (86 %). Bei der jüngsten Erhebung im Alter von 24 Jahren nahmen noch 1'160 Personen teil.
Die hohen Teilnahme- und Halteraten ebenso wie die multikulturelle Zusammensetzung der Stichprobe und die Studiendauer von bald 20 Jahren zeichnen z-proso auch im internationalen Vergleich als einen Forschungsdatensatz von unschätzbarem Wert aus, aus welchem bereits über 120 Beiträge in renommierten wissenschaftlichen Zeitschriften hervorgegangen sind.