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Die erste Gesamtsiegerin der Tour de Suisse Women heisst Elizabeth Deignan. Die ehemalige Strassen-Weltmeisterin überholt Elise Chabbey am zweiten und letzten Tag in Frauenfeld dank fünf bei Zwischensprints gewonnenen Bonussekunden noch ganz knapp.
Deignan triumphierte letztlich mit einer Sekunde Vorsprung vor Chabbey, die am Samstag den Zweier-Sprint gegen die Britin überraschend gewonnen und die 2. Etappe als Leaderin mit vier Sekunden Vorsprung in Angriff genommen hatte.
Chabbey am Sonntag gestürzt
«Ich wollte das Trikot unbedingt verteidigen und habe alles versucht. Doch auf diesem technisch schwierigen Parcours und auf nasser Strasse war es schwierig. Nun bin ich natürlich ein bisschen enttäuscht», sagte die 28-jährige Genferin. Chabbey bekundete am Sonntag noch Pech, indem sie einen Sturz auf ihre linke Seite erlitt, weil ihr eine andere Fahrerin hinten ins Rad fuhr.
Trotz der Enttäuschung über den knapp verpassten Gesamtsieg wertet die Schweizer Meisterin das Heimrennen als Erfolg: «Mit dem Sieg in der ersten Etappe gelang mir ein Riesenschritt vorwärts. Ich werde nächstes Jahr zur Tour de Suisse Women zurückkommen und versuchen, den Gesamtsieg zu holen.»
Deignan käme 2022 gerne zurück
Eine von Chabbeys Konkurrentinnen dannzumal wird wohl erneut Elizabeth Deignan sein: «Ich würde gerne wieder vorbeikommen und den Titel verteidigen. Hoffentlich findet das Rennen, dann vielleicht sogar ein bisschen länger als zwei Tage, auch nächstes Jahr wieder statt.»
Gesamt-Dritte wird die Bernerin Marlen Reusser (0:34 zurück), Vierte die St. Gallerin Jolanda Neff (0:44). Auch die Zürcherin Sina Frei klassierte sich als Zehnte mit 4:36 Minuten Rückstand gerade noch in den Top 10.
Indergand Etappen-Vierte
Den Etappensieg am Sonntag holte sich nach den elf Runden à 8,8 km Marta Bastianelli. Die 34-jährige Italienerin, Teamkollegin von Marlen Reusser, war im Sprint einer Achter-Ausreissergruppe die Schnellste.
Linda Indergand vom Swiss Cycling Team belegte den 4. Rang. Das Feld mit allen Gesamt-Ersten kam mit sechs Sekunden Rückstand ins Ziel.