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Bei der Berechnung der Feuchtelast eines Schwimmbads sind drei Faktoren zu berücksichtigen.
Bei der Berechnung der Feuchtelast eines Schwimmbads sind drei Faktoren zu berücksichtigen.
- Die Verdunstung vom Pool – trägt positiv zur Feuchtelast bei
- Anwesende Personen und Benutzer – tragen positiv zur Feuchtelast bei
- Aussenluft – trägt normalerweise negativ zur Feuchtelast bei
Die Berechnung der Verdunstung des Schwimmbadwassers kann mithilfe von unterschiedlichen Formeln vorgenommen werden. Wir von Dantherm nutzen die deutsche Richtlinie VDI 2089, die in Europa als üblicher Standard gilt.
Wir haben jedoch entschieden, die Konstanten für den Aktivitätsgrad anzupassen, die in der VDI 2089 für private Schwimmbäder und Hotelschwimmbäder vorgesehen sind, da die Werte der VDI-Richtlinie 2089 nach unseren Erfahrungen für den Aktivitätsgrad in diesen zwei Bereichen zu hoch sind.
Darüber hinaus wird der Entfeuchtungsbedarf in kleinen, privaten Schwimmbädern häufig stärker durch die Luftumwälzung als durch das Ausmass der Aktivität im Schwimmbad bestimmt.
Folgende Faktoren werden verwendet, um die Verdunstung des Schwimmbadwassers zu berechnen:
- Wassertemperatur
- Lufttemperatur
- Luftfeuchte
- Schwimmbeckengrösse
- Grad der Aktivität im Schwimmbad
So wirken sich Nutzer und anwesende Personen auf die Entfeuchtungsanforderungen aus
Wenn ein öffentliches Schwimmbad für Schwimmwettkämpfe genutzt wird, werden in der Regel die Raum- und die Wassertemperatur herabgesetzt. Das bedeutet, dass die Feuchtelast durch Verdunstung abnimmt und dass der durch Nutzer und anwesende Personen verursachten Feuchtigkeit entgegengewirkt wird.
In diesem Fall ist es nicht notwendig, den Feuchtigkeitsbeitrag der Nutzer und anwesenden Personen separat hinzuzufügen.
Aussenluft trägt zur Entfeuchtung bei
Die Luftqualität eines Schwimmbads ist äusserst wichtig für den Komfort, und schlechte Luftqualität steht häufig mit einem hohen rF-Wert und hohen Chlor- oder CO₂-Werten in Verbindung.
Mit anderen Worten: Die Zufuhr von Aussenluft ist ein wesentlicher Faktor, um für eine angenehme Umgebung zu sorgen. Gleichzeitig stellt die Aussenluft bei der Auswahl der Art und der Grösse des Entfeuchters einen zentralen Aspekt dar. Die Aussenbedingungen sind häufig für die Entfeuchtung des Raums entscheidend, da der Wassergehalt der Aussenluft in der Regel niedriger ist als der Wassergehalt der Raumluft.
Im Sommer kann die Aussenluft in einigen Teilen der Welt, vorrangig im Nahen Osten und in Asien, längere Zeit derartig feucht sein, dass die Aussenluft erst entfeuchtet werden muss, bevor sie der Raumluft zugeführt wird. Dies kann beispielsweise durch ein Kühlregister erfolgen.
Finden in einem Schwimmbad Schwimmwettkämpfe mit einer grösseren Anzahl Nutzer und Zuschauer statt, muss eine separate Berechnung für die erforderliche Aussenluftmenge angestellt werden. Diese Berechnung muss gemäss den vor Ort geltenden Bestimmungen erfolgen.
Raumgrösse und Dämmung sind von Bedeutung
Die Grösse des eigentlichen Raums ist unbedingt zu berücksichtigen, da die Umwälzung entscheidend für den Entfeuchtungsprozess ist. Wenn die Luft im Raum nicht in ausreichendem Masse zirkuliert, dringt die trockene Luft nicht in alle Bereiche vor, sodass nicht erreichte Bereiche nicht entfeuchtet werden. Die Kapazität des Entfeuchters muss im Hinblick auf die Luftmenge für die Grösse des jeweiligen Raums ausgelegt sein.
Dämmung ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Wenn die Dämmung unzureichend ist, muss der Sollwert für den rF-Wert gesenkt werden. In einigen Fällen kann ein rF-Wert von 50 % erforderlich sein, um Kondensationsprobleme zu vermeiden.