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Marc Double Conversion NR-52F1 hergestellt von einem japanischen Hersteller.
Der Multibandempfänger NR-52F1 mit zahlreichen AM- und auch VHF-Bereichen wurde unter verschiedenen Bezeichnungen als sog. Exportempfänger vertrieben, nicht selten stösst man auf Geräte mit der Bezeichnung „Marc Double Conversion“ oder auch „Tokyo Skylark„.
Beim „Marc Double Conversion NR-52F1“ handelt es sich um einen Multibandempfänger in Analogtechnologie, der nicht nur die AM-Bereiche von der Langwelle bis zu den Kurzwellen und UKW, sondern auch VHF-Bereiche abdeckt. Aus diesem Grund war in der Schweiz nur der Besitz, nicht aber der Betrieb auf den unerlaubten Bandbereichen erlaubt; in Deutschland war auch der Besitz eines solchen „Exportgeräts“ verboten. Lange umgab ein Hauch des Verbotenen solche Geräte, die Empfangsqualitäten wurden höher gelobt, als sie sich in der Realität zeigten.
Die Front des Kofferempfängers wird von der grossen Frequenzskala und dem Abstimmknopf dominiert, dieser ist mit einem mechanischen Feintrieb ausgestattet.
Unten rechts neben dem Lautsprecher ist ein Panel mit den Schaltelementen angeordnet, unten fünf Drehregler und darüber fünf Kippschalter.
Wenn man den Deckel, auf der Innenseite ist eine Scheibe zur Umrechnung der Ortszeit in den verschiedenen Zeitzonen angeordnet, wird das Tastenaggregat des Bandbereichsschalters zugänglich, ganz links die runde Drucktaste der Skalenbeleuchtung.
An der Oberseite sind die Antennen für die AM- und VHF-Bereiche angeordnet, an der rechten Schmalseite Anschlüsse für eine externe Antenne. Dazu verfügt das Gerät über zwei Ferritantennen wahrscheinlich für Lang- und Mittelwelle.
Das Gerät kann mit acht UM-2 Batterien, einer 12 V - Spannung von der Autobatterie oder vom Netz betrieben werden. Hier findet sich beim vorliegenden Gerät rechts neben dem Batteriefach beim Durchgang des Netzkabels ein Schiebeschalter, der zwischen 110 und 220 V umschaltet. Auch wenn die europäischen Geräte in der Regel auf 220 V eingestellt sind, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die Schalterstellung, bevor Spannung angeleght wird.
Zum (Netz)Betrieb wird das Gerät mit dem Kippschalter POWER auf „ON“ eingeschaltet, der Betriebsartenschalter muss in AC (Wechselstromnetz) stehen, natürlich ist das Gerät auf RADIO-Betrieb und nicht auf Tonbandwiedergabe (TAPE) zu stellen.
Zum Empfang in den AM-Bereichen muss der Bereichsschalter auf „AM“ stehen. Mit den Drucktasten oben rechts wird der entsprechende Bandbereich gewählt, in der Mitte des Bereichs „SW1“ liegt das 49 m - Band, dort kann nun auf Senderjagd gegangen werden; eine gewünschte Station kann mit der Feinabstimmung optimal eingestellt werden. Mit dem Drehregler „RF GAIN“ ist in der Nullstellung resp. am linken Anschlag die automatische HF-Regelung (AGC) aktiviert, bei Überladungssituationen beispielsweise beim Anschluss einer Aussenantenne kann mit dem RF-Gain-Regler die HF-Verstärkung manuell eingestellt werden.
Zum Empfang einer CW- oder SSB-Amateurfunkstation kann mit dem entsprechenden Drehregler ein BFO aktiviert werden. Mit vorsichtigem Durchdrehen kann bei SSB-Aussendungen auf optimale Sprachverständlichkeit eingestellt werden. Allerdings ist der SSB-Empfang mit dem Marc NR-52F1 mit seiner groben Frequenzeichung und AAbstimmung und dem BFO ohnehin nur behelfsmässig möglich.
Zum UKW-Empfang wird der entsprechende Kippschalter auf „VHF“ gestellt, für den Rundfunkempfang muss der linke Schalter VHF DOUBLE CONV auf „OFF“ stehen. Nur für den Schmalbandempfang wird der Regler auf „ON“ geschaltet, beim UKW-Empfang kommt es zu schweren Verzerrungen; mit etwas Glück kann man im 2m-Band um 144 MHZ oder um UHF-Bereich im 70 cm Afu-Band Funkamateure hören.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.
Zum Abnehmen der Rückwand werden hinten oben drei und unten jeweils drei Schrauben entfernt, die Rückwand ist dann nach links wegzuklappen, die Antennenanschlüsse sind mit Kupferklammern fixiert. Bei meinem Gerät benötigten die Drucktastenaggregate und die krachenden Kippschalter eine gründliche Reinigung mit Ballistol.
Das Schema oder das technische Handbuch liegt mir leider nicht vor.
Das Gerät wurde in Japan gefertigt, die Herstellerfirma konnte noch nicht definitiv geklärt werden. Das Gerät wurde als Tokyo Skylark, MARC oder Shebro NR-52F1 vertrieben; ebenso von der Schweizer Firma Globe Electronic als Globephone ICF-2003DX
Das Gerät taucht in verschiedenen Gehäusefarben auf, als „Marc“ meist in grau mit mehrfarbiger Skala auf grauem Grund; als Tokyo Skylarc mal in gleicher Aufmachung, mal in schwarz.