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In den vergangenen Jahren engagierte der Cirque Phenix in Paris für seine Winterspielzeit vor allem Truppen aus Asien. Nun brach der Veranstalter mit dieser Tradition und lud stattdessen die 20-köpfige Truppe Zip Zap aus dem südafrikanischen Kapstadt nach Paris ein. Die meisten Artisten sind ehemalige Strassenkinder, die in Heimen aufgewachsen sind. Unter dem riesigen Chapiteau mit 5'000 Sitzplätzen darf das bunt zusammengewürfelte Ensemble nun seine Kunst vorführen. Der Showtitel "Rhapsodie" bezieht sich aber vor allem auf das fünfzehnköpfige Orchester mit gesanglicher Begleitung, das Pop- und Rockhits von Tina Turner über Johnny Hallyday und Genesis bis hin zu traditioneller südafrikanischer Musik aneinanderreiht.
Der rote Faden der Show ist Trompie, ein 30-jähriger Clown, der scheinbar alles kann: Lachen, Jonglieren, Saltos schlagen und Tanzen. Die Mehrheit der Darbietungen wird durch die gesamte Truppe bestritten. Stellvertretend sei hier der Klatschtanz mit den weissen Gummistiefeln erwähnt. Hier duelliert sich die Artistentruppe auf beeindruckende Art und Weise mit dem Schlagzeuger. Diese Darbietung soll übrigens auf die farbigen Arbeiter in den Goldminen während der Apartheid verweisen. Sie waren an ihren Arbeitsplätzen angekettet und durften nicht sprechen. Um miteinander zu kommunizieren, entwickelten die Minenarbeiter eine Geheimsprache, indem sie mit ihren Schuhen klopften.
Aus der Truppe heraus entwickeln sich immer wieder Einzeldarbietungen. Erwähnenswert sind zwei Frauen an den Vertikaltüchern, ein Artist am Roue Cyr oder an den Strapaten sowie zwei Kaskadeure.
Der Cirque Phénix gastiert noch bis 15. Januar 2023 in Paris.