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Sevreu
oder Severeu (Kt. Wallis, Bez. Entremont, Gem. Bagnes).
Hochthälchen, das sich n. Fionnay in etwa 1800 m Höhe zwischen der Rogneuse (2578 m), die es vom Val de Louvie trennt, und den es vom Val du Crêt scheidenden Têtes de Saflau öffnet.
Umfasst einen produktiven und einen öden Abschnitt, von denen jener zusammen mit den Hängen über den Maiensässen und den Häusern von Fionnay eine Korporationsalp bildet, während der obere Teil sich gegen den ins Val de Nendaz hinüberführenden Col de Cleuson (2916 m) hinaufzieht und mit Firn- und Karrenfeldern überdeckt erscheint. Er liegt in 2600-3000 m Höhe zwischen den Felsen der Rionde (3097 m) einerseits, sowie der Rosa Blanche (3348 m) und dem Parrain (3262 m) andrerseits.
Der das Thal entwässernde
Wildbach, Diure de
Sevreu genannt, bildet mit einem seiner Quellarme einen kleinen
See, dessen Abfluss
sich mit einem sehr hübschen
Wasserfall über eine Felsenschwelle stürzt. Im untern Thalabschnitt ist der Bach teilweise
abgelenkt worden, so dass er sich jetzt zu dem das Dorf
Fionnay beherrschenden Felskamm wendet, über
den er sich in 300 m hohem künstlichem Fall bis zu den Hotels hinunterstürzt.