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Einführung
Die Lymphgefässe bilden sich wie die Blutgefässe aus hämangioblastischen Stammzellen.
Ob sich aus den ersten Gefässen Venen oder Lymphgefässe entwickeln, hängt von einer Reihe induzierender Faktoren ab. Erste Anzeichen der Lymphknoten, die eng mit dem Lymphgefässsystem assoziiert sind, finden sich bereits mit ca. 5 Wochen (36 Tage) in der Nähe, wo die V. cardinalis inferior (postcardinalis) und superior (praecardinalis) zusammenfliessen und die V. cardinalis communis bilden.
Es entstehen beidseits Ausstülpungen des Venensystems oberhalb der späteren V. subclavia als Saccus lymphaticus jugularis und etwas später unterhalb als Saccus lymphaticus axillaris, welche sich vereinigen.
In anderen Körperregionen entstehen weitere solche Ausstülpungen, so z. Bsp. ein mesenterieller und lumbaler Lymphplexus.
Lymphgefässsystem
Die Verbindung dieses lymphatischen Gewebes wird durch ein feines Netzwerk von Lymphgefässen gebildet.
Später vereinigen sich mehrere dieser Lymphplexen zu grösseren Gefässen. Wie das Venensystem, ist auch dieses bilateral symmetrisch angelegt und erfährt eine asymmetrische Entwicklung. Auch der Ductus thoracicus entsteht schliesslich durch die Verwachsung von mehreren lokalen Plexen.
Am Ende der Embryonalperiode haben sich 3 bilaterale Systeme gebildet:
- Saccus lymphaticus jugularis-axillaris
- mesenterieller Lymphplexus
- lumbo-inguinaler Lymphplexus
Sie werden durch ein sehr variables Lymphgefässsystem verbunden. Der Ductus thoracicus drainiert die Lymphe der unteren sowie die linke obere Körperhälfte in den linken Venenwinkel zwischen der V. jugularis und der V. subclavia sinistra. Der rechte Arm und die rechte Kopfhälfte wird von jugulären bzw. axillären Lymphplexus welcher in den rechten Venenwinkel mündet, drainiert.