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ana.words, zurueck zum internethassen
prisca hat noch zum lesezirkel(word) geschrieben:
irony/ironic
Ein interessantes Thema. Ich bin noch daran den Watson-Artikel und die
Links darin durchzugehen, danke dafür :-)
Ich frage mich gerade: ist Jarett Kobeks Diskussion über Ironie im
Kapitel 17 (in meiner Version ab S. 278) teilweise ironisch? ;-)
Zuerst gibt er ja die Definition "beabsichtigte Bedeutung als Gegenteil
der ausgesprochenen Bedeutung", was nicht richtig ist, weil Ironie noch
andere Definitionen hat. Er macht sich lustig über Amerikaner, welche
das Wort „Ironie“ nicht korrekt verwenden. Danach schreibt er aber
kritisch und leicht sarkastisch über Leute, die sich herablassend über
andere Leute äussern, welche Sprache scheinbar nicht korrekt benutzen.
Die Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken sei schliesslich nichts
Naturgegebenes (meine eigene Umschreibung und Zusammenfassung). Während
er also SELBER sich gerade im Absatz vorher lustig gemacht hat und eine
„enge“ Definition von „irony“ gegeben hat??
Solche Sachen störten mich ein wenig im Buch. Ich finde Jarett Kobek
etwas arrogant und besserwisserisch und oft nicht auf dem höchsten
Niveau.
prisca
und:
Noch ein Nachtrag:
Meint Kobek seine eigene Definition von seinem Erzeugnis ironisch? Er
schreibt ja, er habe einen schlechten Roman geschrieben. Er meint das ja
nicht wörtlich, denn die sogenannten guten Romane findet er ja schlecht.
Er findet, man MÜSSE über die Gegenwart schlechte Romane schreiben, also
so schreiben wie er, denn gute Romane könne man darüber nicht schreiben
und die grossen Schriftsteller würden (darin) versagen. (Seid ihr
einverstanden mit dieser Zusammenfassung von mir?) Also er meint das ja
ernst, ganz klar. Und gleichzeitig will er, meines Erachtens, dass wir,
die Leserinnen, sein Buch nicht so ernst nehmen.
prisca
tbz denkt:
das ist ja die klassischste ironie-definition
bei wikipedia
"Die einfachste Form der rhetorischen Ironie besteht darin, das Gegenteil dessen zu sagen, was man meint."
und tbz kam noch folgender filmausschnitt dazu in den sinn
(ton leider etwas leise):
https://youtu.be/7GM--22zOlw
und tbz ueberlegt
ob grundsaetzlich etwas nicht richtig ist
wenn es nicht vollstaendig ist?
dann waere irgendwie ziemlich viel nicht richtig
denn was wird schon abschliessend beantwortet?
so ein spontaner allgemeiner gedanke
dem tbz aber noch nachgehen muss.
und beim schlechten roman
geht es ja um eine aussendefinition
- hier von der cia -
was ein guter roman ist
die man kritisiert
und der man nicht entsprechen kann oder eher nicht will
oder nicht?
tbz muss wohl nochmals nachlesen.
meinungen von leuten
die das buch (i hate the internet/ich hasse dieses internet)
gelesen hatten?
morgen dann gratis und guenstig.
-- = -- -- = -- -- = --
a n a . w o r d s
aus dem hellblauen salon
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ana.txt seite 444
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