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Die Bedürfnisse von Musikern und Zuhörern sind eigentlich ganz einfach. Als Live-Musiker möchten Sie Ihr eigenes Instrument und die Instrumente Ihrer Kolleginnen und Kollegen hören und sicher sein, dass für das Publikum jedes Instrument deutlich wahrzunehmen ist. Und das Publikum möchte die Musiker auf der Bühne hören und sehen – einzeln und als Ensemble. Bis die Live-Musik elektronisch verstärkt wurde, war dies alles eine Selbstverständlichkeit. Die Musiker spielten akustisch und hörten deswegen die von ihnen erzeugten Klänge natürlich und unverfälscht. Und da jeder Ton von der Klangquelle, die ihn produzierte, ausgestrahlt wurde, war es dem Publikum möglich, die direkte Verbindung zwischen Optik und Akustik – Auge und Ohr – zu genießen, denn jedes einzelne Instrument war sofort zu lokalisieren und konnte uneingeschränkt gewürdigt werden. Als neue Musikstile mehr und mehr Zuhörer in immer größere Veranstaltungsstätten lockten, begann man allmählich, Vocals oder bestimmte Instrumente wie Gitarren zu verstärken. Bereits wenige Jahre später – in den 1960ern – wurden nahezu alle Instrumente der Live-Musik-Szene elektrisch verstärkt gespielt. Live-Auftritte fanden mit immer höheren Lautstärken vor immer größerem Publikum statt. Das Problem dabei: Es fiel immer schwerer, die Musik überhaupt hören zu können... Das bahnbrechende Konzert der Beatles im Shea Stadium 1965, bei dem die Band nur von wenigen Anwesenden zu hören war, zeigte deutlich die Grenzen der Verstärkung einzelner Instrumente und Stimmen. Ein Problem war, dass konventionelle Lautsprecher auf der Bühne unangenehm laut, in größerem Abstand von der Bühne dagegen wirkungslos waren. Als weiteres Manko kamen die durch die Verstärkung mit Mikrofonen und Pickups erzeugten Rückkopplungen hinzu. Es war höchste Zeit umzudenken.