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| Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).

Sechstes Buch
XVI. Kapitel
148.
1. Die große Masse aber schreibt, zusammen mit den Philosophen, das Wachsen und die Veränderungen der Hauptsache nach den Gestirnen zu und beraubt so, soviel an ihr liegt, den Vater aller Dinge seiner nie ermüdenden Macht.
2. Die Elemente aber und die Gestirne, das heißt die zur Durchführung der Weltordnung bestimmten Mächte, wurden beauftragt, das auszuführen, was für die Weltverwaltung nötig ist, und sie selbst müssen gehorchen und sich von den ihnen übergeordneten Mächten so leiten lassen, wie sie das Wort des Herrn führt, da die göttliche Macht ihrem Wesen nach alles in verborgener Weise bewirkt.
3. Wer also behauptet, er selbst habe etwas von dem ersonnen oder geschaffen, was zur Schöpfung gehört, der wird für sein gottloses Beginnen zur Rechenschaft gezogen werden.
4. Das zehnte Gebot aber handelt von allen Begierden.1 Wie nun der bestraft wird, der sich nach dem ihm nicht Zustehenden gelüsten [S. 341] läßt, so ist es in der gleichen Weise nicht gestattet, nach falschen Dingen zu streben oder anzunehmen, daß von dem Geschaffenen die beseelten Wesen von sich aus heilen oder schaden können, die unbeseelten dagegen dies durchaus nicht können. Und wenn jemand behauptet, das Gegengift könne nicht heilen und der Schierlingstrank nicht töten, so verwendet er unvermerkt einen Trugschluß.
5. Denn nichts von dem wirkt ohne den, der die Heilpflanze oder das Giftmittel anwendet, so wenig wie das Beil ohne den, der damit schlägt, und die Säge ohne den, der sägt.
6. Wie aber die Werkzeuge für sich allein nicht wirken, aber gewissen natürliche Eigenschaften haben, die zusammen mit der Tätigkeit des Handwerksmeisters die ihnen eigene Wirkung ausüben, so wird durch die alles umfassende göttliche Vorsehung ihre kraftvolle Wirkung durch die unmittelbarer bewegten Kräfte im weiteren Verlauf auf alles einzelne verteilt.
1: Ex 20,17.