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Fukushima-Daiichi: Ergebnisse der Myonen-Tomografie von Block 2
Wie bereits am Block 1 von Fukushima-Daiichi liess die Tepco an der Westseite des Reaktorgebäudes von Block 2 ein Myonen-Messgerät installieren, mit dem Bilder vom Innern des Reaktorgebäudes erzeugt werden konnten. Das Prinzip ist vergleichbar mit Röntgenaufnahmen.
Das Gerät sammelte zwischen März und Juli 2016 Daten. Nach Auswertung der Messdaten vermutet die Tepco nun, dass sich ein Grossteil des Brennstoffs von Fukushima-Daiichi-2 am Boden des Reaktordruckbehälters befindet. Vergleiche mit Simulationsdaten weisen zudem darauf hin, dass sich geringe Mengen sehr dichter Stücke – wahrscheinlich ebenfalls Kernbrennstoff – auch ausserhalb des Druckbehälters befinden. Mit Sicherheit könne man dies aber nicht sagen, da Gebäudestrukturen die Messgenauigkeit in diesem Bereich verschlechtern, erklärte die Tepco.
Die Tepco hatte ein Jahr zuvor am Reaktorgebäude von Fukushima-Daiichi-1 zwei Myonen-Detektoren installieren lassen und aus den Messdaten schliessen können, dass ein Grossteil des Reaktorkerns geschmolzen war.
Myonen-Tomografie
Auf der Erdoberfläche treffen in einer Minute pro Quadratmeter rund 10’000 Myonen ein. Die Elementarteilchen werden pausenlos in der oberen Erdatmosphäre durch kosmische Strahlung erzeugt. Da sie beim Durchqueren von Materie mit hoher Dichte stärker gestreut werden als bei Materie mit niedrigerer Dichte, kann ins Innere von Gebäuden geschaut werden.