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Wenn die Beschwerden und elektrophysiologischen Veränderungen nur gering ausgeprägt sind, kann eine konservative Therapie ohne Operation durchgeführt werden. Dabei werden die Beschwerden auslösenden Bewegungen und Haltungen des Ellbogens vermieden. Allenfalls kann eine Ellbogenmanschette mit einem Polster über dem Nerv getragen werden. In der Handtherapie können Nervengleitübungen durchgeführt werden.
Nützt die konservative Behandlung nichts, oder zeigen sich bereits ausgeprägte Sensibilitätsstörungen, Muskelschwund und/oder deutlich verschlechterte Leitungsfähigkeit des Nervs, ist die Operation notwendig. Bei diesem Eingriff wird das Band durchtrennt, welches den Sulcus ulnaris überspannt. Der Nerv kann je nach Situation im Kanal belassen (einfache Dekompression) oder auf die Vorderseite des Ellbogens verlagert werden. Die einfache Dekompression kann offen über einen längeren Hautschnitt im Bereich der Ellbogeninnenfläche oder unter Kamerasicht (endoskopisch) über einen kleineren Hautschnitt unmittelbar vor dem Sulcus ulnaris durchgeführt werden. Eine Vorverlagerung kann nur offen über einen grösseren Hautschnitt durchgeführt werden. Dabei wird der Nerv entweder in das Unterhautfettgewebe, in die Muskulatur (intramuskulär) oder unter die Muskulatur (submuskulär) des inneren Ellbogens gelegt.
Wird bei der Operation lediglich das Band gespalten und der Nerv an Ort und Stelle belassen, reicht ein Verband sowie Schonung während zwei Wochen. Wird der Nerv nach vorne unter die Muskulatur verlagert, werden Ellbogen und Handgelenk während zwei Wochen ruhiggestellt, damit die abgelösten Muskeln wieder anwachsen können. Eine Vollbelastung ist je nach Operationsmethode nach zwei bis sechs Wochen möglich. In der Handtherapie können Nervengleitübungen durchgeführt werden.
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