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Ständerat – Kanton Jura feiert seinen ersten Ständeratspräsidenten
Mit einem Sonderzug ist der neue Ständeratspräsident Claude Hêche am 26. November 2014 in den Kanton Jura gereist. Auf dem Weg in seinen Wohnort Courroux, wo der offizielle Empfang stattfindet, machte der SP-Ständerat auch im bernischen Moutier Halt.
Hêche wurde in Moutier vom dortigen Stadtpräsidenten, dem Autonomisten und SP-Grossrat Maxime Zuber, empfangen. Moutier sei das Symbol der Jura-Frage,
sagte Hêche bei seinem rund halbstündigen Aufenthalt. Einige Mitglieder der separatistischen Gruppe «Bélier» schwenkten zu Hêches Empfang in Moutier jurassische Fahnen.
Dass Hêche im Kanton Bern einen Zwischenstopp einlegte, war im Vorfeld auf Kritik im Lager der Berntreuen gestossen. Der Halt widerspreche den guten Sitten, sagte die Berner SVP-Grossrätin Anne-Caroline Graber, die sich für einen Verbleib von Moutier im Kanton Bern einsetzt. Der Aufenthalt in Moutier verlief jedoch ohne
Zwischenfälle.
Einen Zwischenstopp legte Hêche nach Moutier auch in der jurassischen Hauptort Delsberg ein. Von dort ging es weiter ins Nachbardorf Courroux, dem Wohnort des neuen Ständeratspräsidenten. Ein Bankett in der Nachbargemeinde Vicques bildet den Abschluss der Feierlichkeiten.
Hêche ist der erste Vertreter des jüngsten Schweizer Kantons - der Jura hatte 1979 seine Souveränität erlangt - an der Spitze von einer der beiden eidgenössischen Kammern. Entsprechend grosse Bedeutung wird der Wahl von Hêche beigemessen: Die Zeitung «Quotidien jurassien» veröffentlichte am 26. November einen zwölfseitigen Spezialbund zu Ehren von Hêche.
Der 61-jährige Sozialdemokrat war am Montag mit 44 Stimmen zum
Ständeratspräsidenten gewählt worden. Als eher diskrete und dem Dialog verpflichtete Persönlichkeit setzt sich Hêche insbesondere für den öffentlichen Verkehr ein.
Quelle: SDA