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Die Nothilfe von Caritas Schweiz: Wiederaufbau und Existenzsicherung
In der Region Les Cayes ist im April 2017 ein Nothilfeprojekt mit den Partnerorganisationen Ahaames und Caritas Les Cayes angelaufen. Dieses Projekt konzentriert sich auf Camp-Perrin, aber auch auf die Gemeinden Arniquet und Saint-Jean. Caritas Schweiz unterstützt in diesen Dörfern 480 Familien mit Baumaterial und gibt gleichzeitig lokalen Maurern und Schreinern technische Anleitung im sturmsicheren Bauen. Um die aktuelle Pflanzsaison zu nutzen und die nächste Ernte sichern zu können, werden an rund 1500 Bäuerinnen und Bauern ausserdem Setzlinge und Saatgut verteilt. Cash-for-Work-Aktivitäten erlauben es den Menschen, weiteres Material für den Wiederaufbau ihrer Häuser zu kaufen oder andere dringende Bedürfnisse zu decken. Caritas beabsichtigt, die Bevölkerung langfristig zu unterstützen und möchte über die Nothilfe und den Wiederaufbau nachhaltig zur Entwicklung beitragen.
Abgeschlossene Nothilfeprojekte
Unmittelbar nach dem Hurrikan befand sich die ländliche Region um Camp-Perrin, nördlich von Les Cayes, in einer gravierenden Notlage. Von Dezember 2016 bis Mai 2017 hat Caritas Schweiz zusammen mit der lokalen Partnerorganisation Ahaames deshalb dort ein Nothilfeprogramm durchgeführt. Die Bevölkerung arbeitete mit bei der Räumung ihrer Felder und befreite das Bewässerungssystem auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern von Schutt. Etwa 1770 Haushalte konnten so ihre Felder besser bestellen für die Erntesaison Ende Sommer. Für diese Arbeiten wurden finanzielle Unterstützung und Geräte bereitgestellt. Zudem wurden sieben Tonnen Mais und 18 Tonnen Bohnen an 1550 Kleinbauern-Haushalte verteilt, ebenso 600'000 Süsskartoffel-Stecklinge und 500'000 Maniok-Setzlinge.
In Arniquet stellte Caritas Schweiz bis Ende Februar über Caritas Les Cayes Lebensmittel und Cholera-Kits zur Verfügung und führte Sensibilisierungskampagnen zum Thema Cholera durch. Über ein lokales Telekommunikationsunternehmen erhielten besonders stark betroffene Familien (2'700 Haushalte) direkte finanzielle Hilfe.
Abgeschlossen ist zudem die Nothilfe im Gebiet um Léogane (Delatte und Gros Morne) südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Dort erhielten 1270 Bauernfamilien schnell reifendes Saatgut und Bohnen. Zudem verteilte Caritas Nägel und Wellbleche zur Reparatur der Häuser an 1360 Haushalte. An 30 Schulen wurden Wellblechdächer verteilt, sodass der Schulunterricht wieder geordnet stattfinden kann. Weiter half Caritas bei der Instandsetzung von Strassen.
Caritas-Schulen und -Häuser haben dem Wirbelsturm standgehalten
Die fünf grösseren Schulzentren, die Caritas nach dem Erdbeben von 2010 erstellt hat, haben dem Wirbelsturm standgehalten. 2500 Kinder können dort die Schule besuchen. Auch die 600 erdbebensicheren Häuser, die ebenfalls nach dem Erdbeben gebaut wurden, blieben weitgehend unbeschädigt.