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Künstliche Intelligenz KI – Artificial Intelligence AI
Was ist Künstliche Intelligenz? Diese Frage habe ich Cleverbot gestellt.
Cleverbot ist ein webbasierter Chatbot, der durch Kommunikation mit Menschen lernt, menschliche Unterhaltungen nachzuahmen.
Seit seiner Veröffentlichung, im November 1997, wurden bis heute mehr als 65 Millionen Unterhaltungen mit ihm geführt.
Frage: Definition of artificial intelligence?
Antwort: How do you define love?
Ist diese Antwort nun sarkastisch gemeint?
Doch wie definiert man, ob eine KI menschliches Denkvermögen nachahmen kann?
Der sogenannte Turing-Test (benannt nach seinem Erfinder Alain Turing) soll bestimmen, ob ein Computer, ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen hat.
Cleverbot wurde bei einem formellen Turing-Test als 59.3% menschlich erklärt, die menschlichen Konkurrenten (Referenzpersonen) erzielten 63.3%
Ich habe Cleverbot nochmals gefragt, aber dieses Mal so, als würde ich meinem Dozenten die Frage stellen und nicht Google.
Frage: How would you define artificial intelligence?
Antwort: A nonhuman thing that can think for itself
Die gleiche Frage habe ich nun auch unserem Dozenten Daniel Niklaus gestellt.
Frage: Wie würdest du künstliche Intelligenz definieren?
Antwort: Künstliche Intelligenz ist so weit fortgeschrittene Technologie, dass die Menschen sie nur mit Zauberei oder eben künstlicher Intelligenz erklären können.
Abstufungen der Künstlichen Intelligenz
Schwache KI
- Konkreter Anwendungsbereich, soll in Einzelbereichen unterstützen.
- Nahezu jede heutige verfügbare Künstliche Intelligenz ist als schwache KI zu definieren.
Starke KI
- Computersysteme, die auf Augenhöhe mit dem Menschen arbeiten und ihn unterstützen.
Wie funktioniert KI
Wie oben beschrieben, gibt es mehrere Stufen von KI. Grundsätzlich wird erstmal ein System mit Daten und Fakten “gefüttert”. Der Computer wertet Daten aus und zieht selbstständig, aufgrund seiner programmierten “Intelligenz“, Schlüsse aus diesen Daten.
Dahinter steht die Überlegung, dass die Datenmengen schon heute kaum mehr zu bewältigen sind und in den nächsten Jahren nochmals massiv zulegen werden. Was für Menschen unübersichtlich ist, liefert für selbstlernende Systeme ideale Bedingungen: Viel Stoff zum Lernen und Erkennen von Mustern.
Anwendungsgebiete im Alltag
- Virtuelle Assistenten
- Digitale Bilderkennung
- Sprachbefehle
- Verkehrssteuerung
- Chatbots
- Newsfeed (personalisierte Informationen)
- Einparkhilfen
Anwendungsgebiete im eigenen Unternehmen
Wie kann KI die Bestellerfassung erleichtern und den Sachbearbeiter unterstützen?
Jährlich erfassen wir tausende Bestellpositionen in unserem ERP, wobei wir ca. 50% automatisiert per EOS (Electronic Order System) erhalten und 50% händisch im System erfassen.
Wir wenden meiner Meinung nach sehr viel Zeit auf, um manuell Bestellungen zu erfassen. Dabei sind Effizienz und Fehlerminimierung zwei Schlagwörter.
Welche Daten muss die KI bei einer Bestellung erkennen?
- Rechnungs-/Lieferadresse
- Projektbezeichnung / Projektnummer
- Bestellnummer
- Referenzperson
- Artikelnummer
- Bestellmenge
Welchen Dokumententyp muss die KI einlesen können:
- Excel
- Word
Welchen Dokumententyp sollte die KI einlesen können?
- Handgeschriebene Scans
Mit diesen Informationen ist es möglich, mit minimaler menschlicher Interaktion eine Bestellung direkt ins ERP einzulesen.
Zukunftsaussicht/Chancen
Wir nutzen KI bereits heute im Alltag, warum nicht auch im Unternehmen? Für Firmen kann der Nutzen einer KI eine erhebliche Effizienzsteigerung bedeuten, ob das nun zur Organisation und Sortierung von Daten ist oder als Chatbot auf der Webseite. Monotone Arbeiten können praktisch ohne menschliches Eingreifen schneller erledigt werden.
Aus der “Data Age 2025” Studie des IT-Beratungsunternehmens IDC von 2017 geht hervor, dass wir täglich 220 Mal eine KI nutzen. Bis ins Jahr 2025 wird dies auf 4800 Mal am Tag ansteigen.[i] Das ist eine enorme Steigerung, welche sich meiner Meinung nach in jeder Branche widerspiegeln wird.
Ich denke nicht, dass die KI uns die Jobs wegnehmen wird. Es werden aber definitiv immer mehr monotone Tätigkeiten von einer KI übernommen, um die Menschen zu unterstützen. Daher ist es in jedem Unternehmen wichtig, die Mitarbeiter zu informieren und ihnen die Angst zu nehmen, dass sie durch KI ersetzt werden, sondern komplexere Aufgaben übernehmen können. Weiterbildungen für Mitarbeiter müssen daher frühzeitig geplant werden.
Risiken
Künstliche Intelligenz, in welcher Form auch immer, wird gewisse Ängste auslösen, ob das nun selbstfahrende Autos sind oder ein System, welches Bestellungen selber erfassen kann. Meiner Meinung nach ist die Angst, die Kontrolle über eine Tätigkeit zu verlieren, so tief in uns verwurzelt, dass es schwer zu akzeptieren wird, dass KI in naher Zukunft einen noch grösseren Teil unseres Alltags definieren wird.
Bereits morgen könnte ein Grossteil unserer Arbeit durch KI übernommen werden. Deshalb ist es wichtig sich als Mensch weiterzubilden, damit man nicht durch eine KI ersetzt werden kann. Jobs werden wegfallen, neue Jobs geschaffen, wenn wir in die Vergangenheit blicken, war das schon in der Industrialisierung so.
Fazit
Jedes Unternehmen muss sich genau überlegen, wo und in welcher Form KI eingesetzt werden soll. Will man komplexe Arbeitsabläufe automatisieren und teilweise aus der Hand geben oder will man monotone Tätigkeiten automatisieren. Darüber muss man sich frühzeitig Gedanken machen, damit man von den Mitbewerbern nicht überholt oder sogar abgehängt wird.
Bei einer Analyse der Arbeitsplätze in der nordamerikanischen und europäischen Fertigung wurde festgestellt, dass etwa 48% der Stunden hauptsächlich auf den Einsatz manueller oder körperlicher Arbeit zurückzuführen sind.
Es wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2030 nur noch 35% der Zeit für solche Routinearbeiten aufgewendet werden.[ii]
Ebenso werden die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze ab Mitte der 2020er Jahre spürbar werden.
Es wird prognostiziert, dass bis zum Jahr 2025 10-15 % der Arbeitsplätze in den drei Sektoren Fertigung, Transport und Lagerung sowie Gross- und Einzelhandel eine hohe Automatisierung aufweisen werden.
Bis 2035 wird die Spanne der Arbeitsplätze mit hohem Automatisierungspotenzial in diesen Sektoren näher bei 35-50% liegen.
[i] Reinsel D. - Gantz J. - Rydning J. ”The Digitization of the World”. In: Sea Gate
(Stand 11.2018)
[ii] Desjardins J. “The Outlook for Automation and Manufacturing Jobs in Seven Charts”.
In: Visual Capitalist https://www.visualcapitalist.com/automation-manufacturing-jobs-7-charts/ (Stand 19.02.2019)