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Der im Nordosten der USA gelegene Bundesstaat Connecticut hat die Todesstrafe abgeschafft. Gouverneur Dannel Malloy unterzeichnete am 25. April 2012 ein Gesetz, das die Todesstrafe durch lebenslange Haft ersetzt.
«Die Gesetzgeber von Connecticut haben mit dieser Entscheidung das Richtige getan und starken politischen Willen bewiesen. Wir sind zuversichtlich, dass weitere Staaten diesem Beispiel folgen werden», sagte Suzanne Nossel, Direktorin bei Amnesty International in den USA.
Die neue Höchststrafe schliesst für Verurteilte jede Möglichkeit aus, vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden. Bereits 2009 hatte es einen Anlauf gegeben, der Todesstrafe ein Ende zu setzen. Am 5. Juni 2009 brachte die damalige Gouverneurin des Bundesstaats, M. Jodi Rell, allerdings ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe durch ihr Veto zu Fall. Beide Kammern des Parlaments hatten sich zuvor mit zum Teil deutlichen Mehrheiten für einen solchen Schritt ausgesprochen.
Die Todesstrafe wurde in Connecticut 1973 wiedereingeführt. Am 13. Mai 2005 fand die erste und bislang einzige Hinrichtung in diesem Bundesstaat statt. Vollzogen wurde sie an einem Delinquenten, der auf alle Berufungsmöglichkeiten verzichtet hatte. Der Verurteilte wurde exekutiert, obwohl nach über 17 Jahren Haft im Todestrakt Zweifel an seiner psychischen Verfassung aufkamen. Elf Gefangene sind derzeit vom Vollzug der Todesstrafe bedroht. Sie könnten auch noch nach Abschaffung der Todesstrafe hingerichtet werden, da das jetzt unterzeichnete Gesetz nicht rückwirkend gilt.
In den vergangenen fünf Jahren haben sich bereits die Bundesstaaten Illinois, New Jersey, New Mexico und New York von der Todesstrafe verabschiedet. Im November 2012 steht auch im Bundesstaat Kalifornien eine Abstimmung über die Abschaffung der Todesstrafe an.
Mehr aktuelle Informationen zur Todestrafe in den USA (auf Englisch).