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(griech.), nach Haidinger Bezeichnung derjenigen Veränderungen der Gesteine, welche unter dem Einfluß der
Atmosphärilien, des Sauerstoffs, des Wassers und der Kohlensäure, verlaufen, also namentlich die Oxydation (z. B. von Spateisenstein),
die Aufnahme von Wasser (z. B. Gipsbildung aus Anhydrit), die Bildung von Kohlensäuresalzen aus Silikaten
(Verwitterungsprozeß).
nannte Haidinger alle diejenigen Veränderungen der Gesteine, die unter dem Einflüsse der Atmosphärilien, also
an der
Erdoberfläche oder in der Nähe derselben von oben nach unten stattgefunden haben oder noch stattfinden.
Die wichtigsten anogenen Prozesse bestehen:
1) in der Umwandlung wasserfreier in wasserhaltige Gesteine (so wird Anhydrit durch Aufnahme von Wasser zu Gips), 2) in der
Oxydation gewisser gesteinbildender Mineralien (so wird Spateisenstein durch Aufnahme von Sauerstoff zu Brauneisenstein, Eisenkies
zu Eisenvitriol), 3) in der Bildung von Carbonaten durch Zersetzung von Silikaten, und zwar namentlich von Feldspaten. Auf diesem
Vorgange beruht die Verwitterung vieler in frischem Zustande sehr fester Gesteine, z. B.
des Granits und Basalts; er ist deshalb von der größten Tragweite für die ganze organische Welt und ermöglicht das
pflanzliche und tierische Leben auf der Erde, da durch ihn der solide Felsengrund zu Grus, sandigem Lehm und Ackerkrume umgestaltet
wird. Manche Geologen nahmen Umwandlungsvorgänge an (die sog. Plutonische Metamorphose), die in einer den anogenen Umwandlungen
entgegengesetzten Richtung, nämlich vom glutflüssigen Erdinnern herauf, sich bethätigen sollen, und nannten diese katogen.