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Die Gewichtszunahme nach dem Aufhören (im durchschnitt 3.2 kg) ist in Wirklichkeit auf das Aufholen des Gewichts zurückzuführen, welches Sie zu beginn des Rauchens verloren haben!
Nikotin, ein Kalorienverbrenner
Nikotin ist das Molekül, das für die Veränderung des Körpergewichts von Beginn des Rauchens an und beim Aufhören verantwortlich ist.
Seine Aufnahme führt zu einem erhöhten Energieverbrauch des Körpers und bremst den Appetit. Das in der Zigarette enthaltene Nikotin hat darüber hinaus eine kalorienverbrennende chemische Wirkung.
Es wurde nachgewiesen, dass der Konsum von 20 Zigaretten pro Tag zu einem zusätzlichen Energieverbrauch von 200 Kcal pro Tag führt. Dieser Verbrauch ist umso höher, je höher der tägliche Zigarettenkonsum ist.
Aus diesem Grund wird eine langsam einsetzende Nikotinsubstitution oder eine medikamentöse Behandlung dringend empfohlen, um die Gewichtszunahme einzuschränken.
Ein künstlich niedriges Körpergewicht
Zwischen dem Rauchen und dem Körpergewicht besteht ein negativer Zusammenhang. Im Durchschnitt sind Raucherinnen und Raucher 2,5 bis 5 kg leichter (durch. 3.2 kg) als Nichtraucherinnen und Nichtraucher. Dieser Unterschied nimmt mit der Dauer des Rauchens und mit dem Alter zu.
Es ist daher ratsam, vor Beginn der Entwöhnung 2-3 kg abzunehmen, um der Gewichtszunahme im Voraus entgegen zu wirken.
Die appetitzügelnde Wirkung von Nikotin
Mit jeder gerauchten Zigarette, die ebenfalls durch das Nikotin verursacht wird, steigt der Blutzuckerspiegel. Glukose wird in die Pfortader freigesetzt und dann von spezialisierten Zellen in der Pfortaderwand wahrgenommen, die mit dem peripheren Nervensystem verbunden sind.
Das periphere Nervensystem leitet die Nachricht „Glukose an das Gehirn“ weiter, was zu einer Aktivierung der Gehirnregion führt, die an der Steuerung des Hunger- und Sättigungsgefühls beteiligt ist: dem Hypothalamus. Auf diese Weise wird das Hungergefühl allmählich verringert: das ist die hungerstillende Wirkung der Zigarette!
Der.die Raucher.in neigt dazu, weniger gesund zu essen.
Der Appetitzügler-Effekt wird jedoch nicht von allen Rauchenden wahrgenommen und ist nicht der einzige Grund für eine Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp. Letztere ernähren sich in der Regel reichhaltiger als Nichtraucherinnen und Nichtraucher.
Einer der Hauptgründe dafür ist, dass Zigarettenrauch das Geschmacksempfinden beeinträchtigt: Aufgrund der eingeschränkten Geschmackskompetenz neigt der Konsument dazu, sehr schmackhafte oder salzige Lebensmittel zu bevorzugen, die den Geschmack des Gerichts verstärken.
Die Rauchentwöhnung ist also ein guter Zeitpunkt, um Ihren Speisplan zu überprüfen. Lassen Sie sich dabei von einer Ernährungsberatung unterstützen.
Der glykämische Index
Die sogenannten Snackprodukte – Eis, Bonbons, Schokoladenriegel, Kekse – haben einen hohen glykämsichen Index (GI). Der glykämische Index variiert je nach Menge und Qualität des in den Lebensmittel enthaltenen Zuckers (Kohlenhydrate).
Lebensmittel mit hohem glykämischen Index lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, weil direkt nach dem Verzehr eine Insulinausschüttung bewirkt wird. Je höher der Glykämische Index eines Nahrungsmittels ist, desto grösser ist die Gefahr, dass der Körper es in Form von Fett speichert. Ausserdem führt ein starker Anstieg des Blutzuckerspiegels zu einem Hungergefühl.
Die Kunst besteht darin, die Frustration des Rauchstopps mit verschiedenen kleinen Freuden zu überbrücken, bevorzugt etwas Gesundes, ohne zu übertreiben und wenn möglich ohne zu übertreiben und diese so gesund wie möglich zu halten. Wenn möglich sollen diese Kleinigkeiten ausgetauscht werden mit etwas Gesundem.
Quellen:
- Molarius A, Seidell JC, Kuulasmaa K, Dobson AJ, Sans S.Smoking and relative body weight: an international perspectivefrom the WHO MONICA Project. J Epidemiol Comm Health 1997;51:252-60.
- JM Le cerf, Tabagisme et poids, Smoking and Weight, La lettre du pneumologue, Vol XIII, n°4, Juillet-Aout 2010.
- D Albanes, D Y Jones, M S Micozzi, and M E Mattson . Associations between smoking and body weight in the US population: analysis of NHANES II. Am J Public Health. 1987 April; 77(4): 439–444.
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