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Eine Psychose ist ein Überbegriff für verschiedene schwere psychische Störungen. Sie haben gemeinsam, dass Betroffene den Bezug zur Wirklichkeit vollständig verlieren und sowohl sich selbst als auch ihre Umwelt verzerrt wahrnehmen. Das kann auch mit Wahnvorstellungen und Halluzinationen einhergehen. Neben dem Verfolgungswahn gibt es noch den Beziehungswahn. Dabei beziehen Betroffene alles, was geschieht, auf sich selbst, meistens in bedrohlicher und paranoider Form. Typisch für Psychosen sind sind auch affektive Störungen wie die Depression.
Psychotische Schübe äussern sich vor allem in verändertem Verhalten, unverständlichen Emotionen, falschen Überzeugungen und Sichtweisen, Denk- und Konzentrationsstörungen, Halluzinationen, Schizophrenie und Affekten. Die Diagnose in der Psychiatrie ist nur durch eine medizinische Klassifikation möglich, um die Psychose-Symptome einem bestimmten Typ zuzuordnen. Häufig gibt es auch durch Drogen induzierte Psychosen, wobei die psychotischen Symptome durch den Konsum oder Entzug auftreten.
Eine höhere Verletzlichkeit ist genauso zu beobachten wie körperliche Auswirkungen. Daneben gibt es akute und wieder vorübergehende psychotische Störungen, die unter anderem durch den Verlust eines nahe stehenden Menschen oder starken Stress auftreten. Wahnhafte Störungen wiederum zeigen sich für andere als nicht nachvollziehbare Überzeugungen. Die normale Urteilsfähigkeit ist eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich.
Psychosen werden durch ihre vielfältigen Symptome in primäre und sekundäre Psychosen unterteilt. Primäre sind vor allen Dingen nicht-organische und funktionelle, sekundäre eher organische und symptomatische Psychosen. Primäre Psychosen treten bereits vor dem akuten Schub auf, oft sogar Monate oder Jahre vorher. Die Betroffenen leiden an Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen und Antriebsmangel. Sekundäre Psychosen zeigen deutliche körperliche Symptome, wobei diese reversibel sind. Zu den primären Psychosen gehören:
Zu den sekundären Psychosen gehören:
Die Schizophrenie zählt zu den primären Psychosen. Sie unterscheidet sich noch einmal in affektive und schizophrene Störungen. Spezifische Merkmale sind bei diesen Erkrankungen die Beeinträchtigung der Wahrnehmung, Wahnvorstellungen, Halluzinationen und ein gestörtes Denken und Fühlen. Wer an an dieser Art Psychose leidet, kann die Realität nicht mehr als solche erkennen und unterliegt der Illusion seiner eigenen Wahrnehmung. Das stört das rationale Denken und das Ich-Empfinden. Alle Sinneswahrnehmungen, die dabei ohne einen Reiz von aussen einwirken, sind Halluzinationen. Das können Stimmen, Bilder, Musik oder Botschaften sein. Wahnhafte Störungen treten wiederum etwas anders auf. Bei ihnen sind Betroffene von etwas überzeugt, dass nicht existiert; zum Beispiel, dass sie verfolgt oder überwacht werden.
Psychosomatische Störungen sind noch einmal etwas anders als Psychosen. Innerhalb der Psychosomatik sind damit Störungen gemeint, die körperliche Auswirkungen haben. Geist und Körper bilden eine Einheit und reagieren aufeinander. Das macht es schwierig, die Psychose-Symptome einzuordnen. Nicht immer müssen körperliche Erkrankungen auch organische Ursachen haben, sondern können ebenso von Faktoren abhängen, die Geist und Seele betreffen. Störungen der Psychosomatik sind zum Beispiel:
In der Psychiatrie werden Psychosen auch in organische und nicht organische Ausprägungen eingeteilt.. Organisch bedingte Psychosen sind Folgen von Hirnschädigungen, Demenz, Drogenmissbrauch und ähnlichem, während die nicht organischen Psychosen eher bipolare Störungen und Schizophrenie umfassen. Sehr häufig treten innerhalb der Psychose Angststörungen auf, wobei mehr Frauen als Männer darunter leiden. Auch Panikattacken oder die Sozialphobie zählen dazu, wenn der Kontakt zu Anderen gemieden wird.
Hilfe ist für Menschen mit Psychosen möglich, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Psychosen treten bei Kindern seltener auf als bei Erwachsenen, sind jedoch oft eine Auswirkung traumatischer Erlebnisse oder von Hirnschädigungen. Die Gesundheit ist stark angeschlagen bei diesem Krankheitsbild. Der Verlauf einer Psychose ist trotz entsprechender Psychotherapie langwierig und kann Jahre dauern. Meistens gibt es eine Vorläuferphase, eine Phase der unbehandelten Psychose, eine Akut- und eine Langzeitphase. Innerhalb einer Therapie ist es möglich, dass sich einige Symptome schnell bessern, aber das Risiko eines Rückfalls bleibt bestehen. Jedoch kann die Psychotherapie die Entstehungsursache klären, damit die Behandlung dann ambulant oder stationär mithilfe von Medikamenten erfolgen kann.
Menschen mit einer histrionischen Persönlichkeitsstörung (HPS) haben starke Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl. Sie machen sich von der Aufmerksamkeit und Bestätigung abhängig, die sie von ihren Mitmenschen bekommen. Sehr typisch ist auch ein theatralisches und dramatisches Auftreten, das sie an den Tag legen, um von anderen beachtet zu werden. Histrioniker vermitteln anderen Personen oftmals das Bedürfnis, im Mittelpunkt zu stehen, und sind sehr verletzlich, wenn ihre Bedürfnisse nicht befriedigt werden. Selbstbezogenheit ist ebenfalls ein charakteristisches Merkmal von Menschen, die unter einer histrionischen Persönlichkeitsstörung leiden. Andererseits können sie verführerisch oder provokant auftreten, um ihre Wünsche durchzusetzen. Erfahre hier mehr zum Thema.
Wer unter Reizdarm leidet, muss unterschiedlichste Beschwerden ertragen. Manche plagen Durchfall und Bauchschmerzen, andere bekommen Verstopfung oder unangenehme Darmgeräusche. Eine breite Palette an Symptomen wird dem Reizdarm-Syndrom zugeordnet. Was die Wissenschaft über die Ursachen und die Therapie der Krankheit weiss, wie du selbst für die Behandlung aktiv werden kannst und was Stress damit zu tun hat, erfährst du in unseren FAQs.
Jeder Handgriff ist eine Herausforderung, jede Entscheidung anstrengend. Die Tage verlieren sich in trübem Grau. Alles ist schwer und das soziale Umfeld wird zur Belastung. Die Erschöpfungsdepression ist schon lange als Krankheit bekannt und wurde auch in den Diagnosemanualen klassifiziert. Ursachen und Symptome ähneln denen des Burnout-Syndroms, hinter dem sich keine klar umrissene medizinische Diagnose verbirgt. Umso wichtiger ist eine Abgrenzung. Das Ausbrennen durch Überforderung führt in eine tiefe Erschöpfung, aber in vielen Fällen in langwierige und nicht zu unterschätzende psychische Erkrankungen wie die Erschöpfungsdepression.
Hast du schon einmal einen Lottoschein ausgefüllt und vom Millionengewinn geträumt? Die Vorstellung, dass ein paar Kreuze das ganze Leben verändern und die Sorgen ums Geld mit einem Schlag beenden, ist verlockend. Spielen macht Spass und Gewinnen macht glücklich. Das Gefühl erleben bereits Kinder bei Würfel- oder Kartenspielen und auch Erwachsene kämpfen bei Skat, Doppelkopf oder Schach um den Sieg. Im Unterschied zu diesen Spielen geht es beim Glücksspiel ausschliesslich um den Gewinn von Geld. Lotterien werben mit Millionenjackpots, Spielautomaten stehen in Cafés und Kneipen, Casinos laden zum Glücksspiel ein und schnell wird das Spielen zur Sucht.
Die Depression ist eine der am häufigsten auftretenden psychischen Erkrankungen. Die medizinische Analyse zeigt bei dieser Krankheit häufig einen Mangel an Serotonin oder Noradrenalin im Gehirn. Diese Botenstoffe der Nervenzellen spielen auch bei Angststörungen eine Rolle. Medikamente mit dem Wirkstoff Mirtazapin verordnen Psychiater daher häufig bei Depressionen und teilweise auch bei Angst- und Panikstörungen. Wegen einer – zur Bekämpfung von Depressionen eher unerwünschten Wirkung – ist es auch möglich, dass es dir gegen Schlafstörungen hilft und du es deswegen einnimmst. Alles rund um den Wirkstoff erläutern wir dir hier.
Die Wirklichkeit, die von jedem Menschen individuell wahrgenommen wird, steht im Mittelpunkt eines Krankheitsverlaufes, dessen Symptomatik einen Realitätsverlust beschreibt. Dieser geistige Zustand birgt ein hohes Selbstgefährdungspotenzial, da die betreffende Person nicht mehr in der Lage ist, Lebenssituationen korrekt zu beurteilen. Als Folge eines traumatischen Erlebnisses, eines Schockzustandes, eines Drogenmissbrauchs oder einer psychischen Erkrankung kann ein zeitweiliger Realitätsverlust durch die Einnahme von Neuroleptika behandelt werden. Dies sind antipsychotisch wirkende Substanzen beziehungsweise Medikamente. Neuroleptika sind somit Arzneimittelstoffe, welche die aus den Fugen geratene Welt des Patienten wieder ins rechte Lot rücken und ihn von den möglichen Konsequenzen einer Realitätsverschiebung befreien sollen.