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Der kurdische Sänger Miço Kendeş hat sich ein Gespräch zwischen mehreren Sufi-Dichtern aus unterschiedlichen Epochen und Regionen vorgestellt, die sich jeweils in ihrer eigenen Sprache ausdrücken: die Kurden Melayê Cezîrî (1570-1640) und Feqiyê Teyran (1590-1660), die Perser Araghi (1211-1289) und Mawlana Djalâl ad Dîn Rûmî (1207-1273) und die Araber Rabia al-Adawiyya (717-801) und Ibn al-Farid (1181-1235). Begleitet von spirituellem Tanz haucht der klassische orientalische Gesang ihren Gedichten neues Leben ein.
In Zusammenarbeit mit der iranischen Sängerin Sara Hamidi, dem Oudspieler Pejman Tadayon, der Choreografin Rana Gorgani und dem Tombakspieler Darius Soltani präsentiert Miço Kendeş ein originelles, bewegendes Projekt, das Tradition und Moderne verbindet.
SARA HAMIDI
1987 in Isfahan in Iran geboren, hat Sara Hamidi sechs Jahre lang das Repertoire der klassischen iranischen Musik (Radif) mit Maedeh Tabatabaei studiert, einem Schüler von M. R. Shajarian, dem großen Meister des zeitgenössischen iranischen Gesangs. Da sie durch ihr großes Talent und das Timbre ihrer Stimme auf sich aufmerksam machte, wurde sie schon bald in verschiedene musikalische Formationen aufgenommen, unter anderem in den Chor von Isfahan. Angesichts der politisch-religiösen Bedingungen, die Frauen Darbietungen als Solistinnen verbieten, konnte Sara Hamidi nur mit einem Chor oder als Duo auftreten. Dann zog sie nach Paris. Neben ihrer Tätigkeit auf dem Gebiet der iranischen Musik studiert sie an der Musikhochschule Nanterre klassischen westlich-abendländischen Gesang und Oper.
RANA GORGANI
Die aus Iran stammende französische Künstlerin Rana Gorgani hat sich auf die Tänze der persischen Welt spezialisiert und in Iran Sufi-Musik studiert. Seit 2008 kreiert und interpretiert sie choreografische Werke, die Authentizität und Kreativität verbinden und insbesondere auf Sufi-Tanz ausgerichtet sind, den Tanz der »drehenden Derwische«. Als Anthropologin erforscht sie die Essenz der Sufi-
Spiritualität im Tanz. Ihre Auftritte sind durchdrungen von der persischen mystischen Dichtung, der sie einen sehr persönlichen, zeitgemäßen Ausdruck verleiht.
PEJMAN TADAYON
Der 1977 in Isfahan in Iran geborene Pejman Tadayon ist Musiker, Komponist und Maler. Er begann sehr jung, das alte persische Musikrepertoire (Radif) und traditionelle Instrumente wie die orientalische Laute (Oud), Setar und Târ unter der Anleitung der Meister Kamran Keyvan, Mohammed Reza Lotfi und Behrooz Hemmati zu erlernen. Nach einer langen Reihe von Konzerten in Iran ging er zunächst nach Florenz, wo er musikalische Komposition in der Musikschule Fiesole und Malerei in der Kunstakademie studierte. 2005 zog er nach Rom um, wo er mit der Gruppe für traditionelle persische Musik Sarawan-Drums of Iran arbeitet.
DARIUS SOLTANI
Der aus einer Musikerfamilie stammende Darius Soltani lernte schon als Kind unter der Anleitung verschiedener Meister, insbesondere Bijan Chemirani, Tombak spielen. Er spielt auch Daf. Darius lebt in Avignon.