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Nachträge und Berichtigungen zu früheren Jahrbüchern
Damit sie nicht wieder vergessen werden, bringe ich im folgenden einige Versehen zur Sprache, die in den Abschnitt „ Neue Bergfahrten in den Schweizeralpen - gehörten, aber dort, weil veraltet, nicht mehr gut untergebracht werden konnten, und füge zwei neue Gipfelnotizen hinzu.
Zu Jahrbuch XXXIX, pag. 317, Mont Blanc, Variante vom Glacier du Börne aus, machte mich Mr. A. V. Valentine Richards vor längerer Zeit schon darauf aufmerksam, daß die hier erwähnte Besteigung der Herren Ed. Pichl und Aemilius Hacker vom 7. August 1903 wahrscheinlich nicht neu, sondern identisch mit der von Mr. und Mrs. de Fonblanque am 7. August 1897 eingeschlagenen Route sei ( siehe A.J. XIX, pag 90 ). „ Der einzige Unterschied ist, daß, während die de Fonblanque die ganze Länge des Rückens begangen haben, welcher die zwei Arme des Domegletschers trennt, die Österreicher diesen Grat höher oben betraten. Aber die auf Seite 58 ff. des Jahrbuches XXXIX beschriebene Route ( der Herren Dr. Fankhauser und N. Stöcklin-Mttller ) ist davon ganz verschieden; sie liegt auf dem obern Teil des Grates der Aiguilles Grises westlich von dem Westarm des Domegletschers. "
Der nämliche Korrespondent schrieb mir seinerzeit über Mr. J. J. Withers Besteigung des Galenstocks über die Siklostwand vom 5. September 1903 ( siehe A.J., Nr. 162, pag. 564, und S.A.C. XXXIX, pag. 326/327 ): „ Ich vermute, die Route Mr. Withers sei nicht neu, sondern im wesentlichen identisch mit der im Jahrbuch S.A.C. XXXVII, pag. 309, beschriebenen ( der Herren Dr. R. v. Wyß und Max v. Wyß, 29. September 1901 ). Mr. Withers gab mir dies selbst zu, wünschte aber, die Route im „ Alpine Journal " zu veröffentlichen, weil er sie gemacht hatte in der Meinung, sie sei neu, und weil sie sehr zu empfehlen sei. "
Frau E. Krumbein in Bern schrieb mir am 2. April 1905 über das Tsching ellochüghorn, daß die Herren Dr. Panchaud und Martin alle vier Zacken dieses Gipfels 1903 als erste erstiegen, aber nichts darüber publiziert hätten; daß die Führer Abraham jun. und Gottfried Müller von Kandersteg mit einem jungen Engländer 1904 als zweite und sie mit ihrem Manne, Dr. F. Krumbein, und den nämlichen Führern als dritte Partie diese Besteigung mit einer Variante im Einstieg vollführt hätten. .,Dann habe ich eine kleine neue Variante am Groß-Bigerhorn zu gute. Als ich vorigen Sommer ( 1904 ) von Saas-Fee aus das Nadelhorn ( bis 3900 m ) erstieg und darauf das Ulrichshorn, den Balfrin und das Groß-Bigerhorn traversierte, war es mir zu langweilig, denselben Weg wieder zurückzugehen, und ich habe deshalb meine Führer veranlaßt, den direkten Abstieg auf den Riedgletscher zu nehmen. Wir kletterten teilweise im vereisten Couloir, teilweise in den sehr brüchigen Felsen auf der einen oder anderen Seite desselben und kamen so auf das Geröll am Südfuß des Großen Bigerhorns hinunter. Die betreffenden Rippen und das Couloir finden sich auf der Karte am weitesten links von der Spitze; es wäre also der Südsüdwestgrat. An diesem Tage betraten wir dreimal das Windjoch, ein Besuch, wie er diesem Paß gewiß nicht oft zu teil wird. "
Redaktion.