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Wie einst Bob Dylan's Nummer 1-Hit «The Times They are a changin» sind auch in Russland die Uhren nicht stehen geblieben. Am 1. Juli 2014 beschloss die Staatsduma ein neues Gesetz «Zur Berechnung der Zeit» in seiner endgültigen Fassung. Darin wird festgelegt, dass die Uhren am 26. Oktober 2014 auf permanente Winterzeit gestellt werden. Dieser Beschluss erlaubt den Nordbewohnern eine Stunde früheres Tageslicht während der dunklen Saison mitten im Winter im Vergleich zum letzten Winter.
Der frühere Präsident Medwedew hatte die permanente feste Sommerzeit 2011 festgelegt. Für Grenzgänger zwischen Norwegen und Russland traten dadurch neue Herausforderungen auf. Die Landgrenze zwischen den beiden Ländern wurde zur einzigen Grenze mit einer 3-Stunden-Zeitdifferenz während der Zeit, in der die europäischen Nationen auf Sommerzeit umgestellt hatten. Als Kommentar auf die verwirrende Zeitumstellungspraxis und den Verlust von Tageslicht meinte Wladimir Putin vor einem Jahr: «Etwas wurde wahrscheinlich nicht richtig durchgedacht». Die Abgeordneten in der Staatsduma argumentierten, dass die permanente Sommerzeit zu erhöhtem Stress geführt hatte und dadurch negative Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit entstanden waren. Es war auch die Gesundheitskommission der Duma, welche die Empfehlung, die Winterzeitvorlage anzunehmen, ausgesprochen hatte.
Mit der neuen Regelung für eine permanente Winterzeit wird der Zeitunterschied an der norwegisch-russischen Grenze im Winter zwei Stunden betragen, im Sommer nur eine Stunde. Denn da werden die Norweger auf Sommerzeit umgestellt haben. Noch interessanter wird es an der finnisch-russischen Grenze: im Sommer wird es überhaupt keinen Zeitunterschied geben, im Winter aber eine Stunde. Gleichzeitig mit dieser Umstellung, wo Russland seine Uhren zurückdrehen wird, wird auch die östlichste Zeitzone wieder eingeführt, 9 Stunden vor der Moskau. Damit wird Russland danach 11 Zeitzonen haben, statt deren 9, von Kaliningrad im Westen bis Tschukotka und Uelen im Nordosten dieses riesigen Reiches.
Quelle: Thomas Nilsen, Barents Observer, barentsobserver.com
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