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Nationales Forum Alter und Migration
Das Nationale Forum setzt sich mittels nationaler und internationaler Vernetzung, Öffentlichkeits- und Grundlagenarbeit sowie Lobbying dafür ein, die gesundheitliche und soziale Situation älterer Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zu verbessern. Das Nationale Forum hat sich zum Ziel gesetzt, die Rechte der älteren Migranten und Migrantinnen in der Schweiz zu stärken und den Respekt für die Leistungen dieser Generation zu fördern.
In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts prägte der Schriftsteller Max Frisch das Bonmot: «Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kommen Menschen.» Zu jener Zeit (und noch lange darüber hinaus) herrschte die Vorstellung, die Arbeitsmigranten und -migrantinnen würden sich nur für wenige Jahre in der Schweiz aufhalten, um dann wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Tatsächlich bleiben viele von ihnen auch nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit in unserem Land – weil die Kinder hier leben, die frühere Heimat fremd geworden ist, und noch aus manchen anderen Gründen.
Das weitgehende Fehlen einer Integrationspolitik in der Vergangenheit macht sich heute bemerkbar: Die erste Migrationsgeneration nach dem Zweiten Weltkrieg hatte wenig Bildungschancen und trägt an den Spätfolgen anstrengender Arbeit: Sie weist einen schlechteren Gesundheitszustand auf gleichaltrige Schweizer und Schweizerinnen. Sie verfügt auch im Durchschnitt über ein geringeres Einkommen.
Behörden und soziale Institutionen haben erst in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts begonnen, sich mit der Alterung der Migrationsbevölkerung auseinanderzusetzen. Eine Wegmarke war die Fachtagung «Alter und Migration» im September 1999, die von der Eidgenössischen Ausländerkommission und Pro Senectute Schweiz gemeinsam organisiert wurde. Aus diesem Trägerkreis und weiteren Organisationen entstand 2003 das «Nationale Forum Alter und Migration».