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mittelaterlichen
Burg auf dem sog. Gallispitz zeugen weder Urkunden noch Ueberreste. Der
Ort gehörte zur
GrafschaftKiburg,
kam mit dieser an die Stadt
Zürich und bildete eine Bestandteil des innern Amtes der kiburgischen Landvogtei. Die Kollatur
stand seit 1358 dem Kloster
Töss zu und ging im Reformationszeitalter 1525 anZürich
über. Vergl.
Hauser, K.
Das Gefecht bei Veltheim; Beitrag zur Heimatkunde des BezirksWinterthur (im Sonntagsblatt des Landboten vom 19 März 1893).
-
Rahn, J. R. Die Kirche von Veltheim und ihre Wandmalereien (in der Neuen Zürcher Zeitung. 1899, Nr 225).
Nach O. fällt der Berg
weniger steil ab und trägt
Wald und
Wiesen.
Bequemer Aufstieg auf dieser
Seite von
Levron aus in 5/4 Stunden.
Bildet einen mächtigen Klotz obern Jurakalkes, der auf Dogger und Lias ruht.
Schon seit längerer Zeit befürchtet man den
Absturz des vom Bergkörper durch eine tiefe Spalte getrennten Felskopfes
RocSaint Jean (1395 m), der dem obern Abschnitt
des Dorfes
Sembrancher verderblich werden könnte.
Wird von einer Bürgergenossenschaft der Gemeinde
Saint Martin bewirtschaftet und
gewöhnlich vom 7. Juli bis Ende September mit 68 Kühen, 50 Rindern, 15 Kälbern, 3 Stieren, 13 Schweinen
und 350 Ziegen bezogen. 7
Hütten, 2
Speicher und Käsekeller, 23 Ställe.
oder Vendeline (Kt. Bern,
Amtsbez. Pruntrut).
475-396 m. Rechtsseitiger Zufluss der Coeuvate. Entspringt in der Landschaft
Ajoie
(Elsgau) s. vom Dorf
Vendlincourt am Fuss einer mit schönem
Wald bestandenen Anhöhe, wendet sich nordwärts gegen
Bonfol und nordnordwestwärts gegen Beurnevésin, um dann beim Grenzstein Nummer 153 in einer
Höhe von 417 m
die
Schweiz zu verlassen, das französische Dorf Réchésy zu durchfliessen und in Courtelevant nach 11,5 km langem
Lauf (wovon 7 auf
Schweizer Boden) zu münden.
Die Vendline gehört somit dem Einzugsgebiet des
Doubs und damit der
Rhone
an.
Sie ist fischreich und speist die grossen
Weier von
Vendlincourt und
Bonfol, in denen eine umfangreiche Karpfenzucht betrieben
wird.
Die vom Flüsschen durchzogene wellige Landschaft ist zwar stellenweise sumpfig, im ganzen aber fruchtbar und gut angebaut.
oder Vendelincourt, deutsch
Wendelinsdorf (Kt. Bern,
Amtsbez. Pruntrut).
450 m. Gem. und Pfarrdorf im
NO.-Abschnitt der Landschaft
Ajoie
(Elsgau), in fruchtbarer und gut angebauter
Ebene und nahe der Stelle, wo die
Vendline am
Fuss einer bewaldeten Anhöhe entspringt; 8 km onö.
Pruntrut und 1,4 km von der Landesgrenze gegen den Ober Elsass entfernt.
Station der Stichbahn
Pruntrut-Bonfol, die in Bälde an das Netz der elsässischen Bahnen angeschlossen
werden soll.
Postbureau, Telegraph, Telephon. Zollamt und Grenzwachtposten. 155
Häuser, 794 kathol. Ew. französischer Zunge. Sekundarschule.
Elektrisches Licht und Druckwasserversorgung. Ackerbau und Viehzucht.
Steinbrüche und Kiesgruben. Holzschuhfabrikation und
Holzhandel. Uhrenmacherei. Käserei. Die Waldungen s. und sö. vom Dorf bieten reizende Spazierwege. Ausflug
nach dem 6 km ö. der Station Vendlincourt gelegenen
Schloss Morimont im Elsass. Urkundliche Namensformen: 1136 Wandelincort, 1230 Wendelincurth, 1266 Wandlincort.
Heimat eines Edelgeschlechtes. 1266 war ein Eberhart de Wendlincourt Vogt von
Pruntrut. Seine Söhne gehören zu den Wohltätern
des
KlostersKleinlützel
(Lucelle). Nachdem
Schloss und
Herrschaft Vendlincourt eine zeitlang an die
Grafen
von Mömpelgard gekommen, nahm sie Eberhard von Vendlincourt 1316 wieder an sich.
Jean Philippe de Vendlincourt diente unter
dem Admiral Coligny gegen Karl IX, und fand 1570
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mehr
in einem Gefecht den Tod. Thiébaut de Vendlincourt, Chorherr des Stiftes St. Michel in Pruntrut, trat alle seine Rechte auf
Vendlincourt an den Bischof von Basel
ab, worauf diese Herrschaft 1570 endgiltig an das Fürstbistum überging, dem sie bis 1793 angehörte.
Nachdem die Gemeinde zuerst bis 1619 nach Damphreux und dann nach Bonfol eingepfarrt gewesen, wurde sie 1816 eigene
Kirchgemeinde. Die dem h. Leodegar geweihte Kirche stammt aus 1864. Als sich nach der Proklamation der sog. Badener Artikel
im katholischen Jura eine lebhafte Opposition geltend machte, musste Vendlincourt, dessen Bewohner in hellen Aufruhr geraten
waren, militärisch besetzt werden. Funde von römischen Münzen.