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Einen Monat nach dem historischen Schweizer Dreifachsieg an den Olympischen Spielen duellierten sich Neff und Frei an der WM im Finish um den 3. Platz. Die Olympiazweite aus Zürich, am Donnerstag erste Weltmeisterin im Short Race, hatte dabei knapp die Nase vorne. Linda Indergand, die Dritte auf dem Podest von Tokio hinter Neff und Frei, wurde Zwölfte, zwei Ränge hinter Alessandra Keller.
«Ein fairer Sprint mit dem besseren Ende für mich und eine starke Leistung von uns beiden angesichts der Müdigkeit. Ich denke, wir haben das Maximum herausgeholt. Die Silbermedaille von Tokio hat mich extrem beflügelt», erklärte Frei im Interview mit dem Schweizer Fernsehen.
Überlegene Britin
Das begehrte Regenbogentrikot sicherte sich Evie Richards mehr als eine Minute vor der Niederländerin Anne Terpstra. Die 24-jährige Engländerin, die mit der Referenz von zwei Short-Race-Siegen sowie zwei U23-WM-Titeln antrat und im Weltcup noch nie besser als Dritte war, ist die erste britische Weltmeisterin im Cross-Country.
Neff war zu Beginn des Rennens zunächst die erste Verfolgerin von Ferrand-Prévot, die einen Blitzstart hinlegte und sich rasch ein ordentliches Polster schuf. Die St. Gallerin, deren Training seit dem Triumph in Japan zu kurz kam, konnte ihre Pace aber wie die entthronte französische Weltmeisterin der letzten beiden Jahre nicht halten. «Ich hatte nicht die allerbesten Beine und nicht das beste Gefühl. Mehr als dieser 4. Platz lag mit dieser Vorbereitung wohl nicht drin. Es gab nicht viel, das ich besser hätte machen können», befand Neff.
Ferrand-Prévot auf Platz 6 durchgereicht
Nicht so Evie Richards. Die neue Weltmeisterin machte ab der zweiten von fünf Runden ihren Rückstand von mehr als einer halben Minute auf Ferrand-Prévot innert Kürze wett und zog ab Rennmitte an der Spitze alleine ihre Kreise.
Hinter Richards entglitten Ferrand-Prévot als Sechste auch noch die weiteren Podestplätze. Um Bronze kämpften in der Schlussrunde schliesslich Frei, Neff und die Polin Maja Wloszczowska. Letztere nahm sich mit einem Fehler in einer technischen Passage vor dem Sprint selber aus der Medaillen-Entscheidung. Erstere schaffte es, sich in der entscheidenden Passage vor der letzten Abfahrt in die günstigste Position zu bringen und sich vor Neff zu behaupten.