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Kurz bevor das Flugzeug abheben will, weigert sich eine Passagierin ihren Platz einzunehmen. Sie will die Abschiebung eines Mannes nach Afghanistan verhindern. Die Flugcrew und die Passagiere werden aus ihrer Routine gerissen und sind plötzlich damit konfrontiert, Position zu beziehen.
Die Inspiration für den Kurzfilm erhielt die norwegische Regisseurin Rikke Gregersen durch einen Fall, der durch die internationale Presse ging. Eine junge schwedische Studentin buchte 2018 ein Flugticket, um die bevorstehende Abschiebung eines Mannes nach Afghanistan zu verhindern. Ihren Protest streamte die Aktivistin live auf Facebook, dabei filmte sie sich selbst mit ihrem Smartphone. Rikke Gregersen dreht die Perspektive in ihrem Kurzfilm um. Statt des Gesichts der Aktivistin sind ausschliesslich das Flugpersonal und die Passagiere zu sehen.
«Die Betroffenen» zwingt die Zusehenden, sich mit ihrer eigenen Haltung zu beschäftigen. Unweigerlich stellt man sich die Frage «Wie würde ich handeln?». Der Film regt an, die eigenen moralischen Urteile zu hinterfragen und sich mit anderen Perspektiven auseinanderzusetzen.