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Zum heutigen Welt-Wassertag
… widme ich diesen Beitrag dem Wasser.
Die chemische Formel für Wasser = H2O
Ziemlich öde, oder? Aber – Wasser ist der Hauptbestandteil eines Hundekörpers – Wasser ist das Lebenselixier par excellence. Ohne Wasser sind wir nach 3 Tagen tod. Ein Hund ist ohne Wasser nach 6 bis 7 Tagen dehydriert, was schwerwiegende gesundheitliche Folgen hat und natürlich auch zum Tode führen kann.
Das Wasser ist zuständig für den Nährstofftransport aus dem Darm via der Blutbahn ins Gewebe. Wasser ist für den Zellstoffwechsel und die Ausscheidung der harnpflichtigen Stoffe über die Nieren zuständig.
Wasser spielt eine wichtige Rolle beim der Temperaturregulation.
Wasser bringt wichtige Mineralien und Spurenelemente in den Körper.
Ohne Wasser läuft buchstäblich NICHTS.
Über den Urin und den Kot, die Atmung und über die Haut verliert dein Hund Wasser. Demzufolge sollte er so viel trinken, um wieder in Balance zu kommen.
Trinkmenge
Wieviel dein Hund am Tag trinken soll hängt von diversen Faktoren ab:
- Jahreszeit (Sommer / Winter), also der Umgebungstemperatur
- Aktivität
- Stress
- Erkrankung (Durchfall und Erbrechen)
- Fütterung
Die nötige Trinkmenge hängt tatsächlich zu einem grossen Teil von der Fütterung ab.
Bei der Rohfütterung oder Nassfütterung nimmt der Hund schon über die Nahrung viel Wasser auf.
Die Futterrationen enthalten ca. 70% Feuchte.
Beim Trockenfutter gehen wir davon aus, dass es ca. 10% Feuchtigkeit enthält.
Ein 20kg Hund, welcher Roh oder mit Nassfutter ernährt wird benötigt täglich zwischen 100 und 200 ml
(1 bis 2 Deziliter)
Ein 20kg Hund, welcher Trockenfutter frisst, sollte täglich zwischen 800 bis 1000 ml (8 Deziliter bis 1 Liter) Wasser trinken.
Bei Temperaturen unter 20°C und bei Fütterung von Feuchtfutter wird die nötige tägliche Trinkmenge mit
5 – 10 ml pro kg Körpergewicht berechnet.
Bei wärmeren (heissen) Temperaturen und erhöhter Aktivität steigt der Bedarf selbstverständlich an.
Dehydration
So kannst du bei deinem Hund feststellen, ob er zu wenig trinkt – also dehydriert ist.
Im Nacken mit zwei Fingern eine Hautfalte nach oben ziehen. Diese Falte sollte sofort wieder zurückgehen. Bleibt sie stehen und bildet sich nicht in 2 bis 3 Sekunden zurück, ist dein Hund dehydriert. Ein weiteres Symptom ist zäher, klebriger Speichel. Dehydrierte Hunde sind oft auch abgeschlagen und müde.
Damit dein Hund mehr trinkt, kannst du:
- Das Wasser aufpimpen mit:
- Knochenbrühe
- Rahm, Joghurt, Schaf- / Ziegenmilch, Kefir
- Le Parfait
- Thonsaft
- Tee
- Auch beim Herausfischen von Leckerlis aus dem Napf, nimmt dein Hund mehr Wasser auf
- Das Futter mit Wasser vermischen
Einfach schauen, was dein Hund mag und auch verträgt.
Einige Hunde wollen nur Wasser aus Pfützen trinken. Davon rate ich jedoch ab. Stehende Gewässer und Pfützen sind immer stark mit Bakterien belastet. Dies kann unter Umständen eine Leptospirose verursachen. Auch finden sich Dünger und Pflanzenchemikalien oft in diesen Wasserquellen.
Dembe darf nicht aus Pfützen trinken, das haben wir ganz einfach so geübt. Bei sehr heissen Temperaturen habe ich für meinen Lieblingshund einfach immer eine Flasche Wasser dabei. Ich bin der Meinung, dass Dembe genau weiss, dass seine Lieblingsmenschin das nötige „Flüssige“ für ihn mittransportiert und er keinen Anlass hat, sich seinen Durst via den „grüsligen“ Pfützen, zu stillen.
Falls du Regenwasser sammelst, kannst du dies deinem Hund gerne anbieten – es sollte jedoch nicht zu lange abgestanden sein.
Die Gourmets unter den Hunden trinken manchmal auch einfach lieber ein Wasser aus der Flasche (Mineral ohne Kohlensäure) – das ist dann halt so und du kannst deinen Hund so mit der nötigen Wassermenge versorgen.
Es gibt auch einige Krankheiten, welche zum Vieltrinken führen:
- CNI (Niereninsuffizienz)
- Diabetes
- Cushing
- Gastritis
- Blasenentzündung
- Gebärmutterentzündung
Wenn dir auffällt, dass dein Hund bedeutend mehr trinkt, draussen die Temperatur nicht gestiegen ist und auch die Aktivitäten so sind, wie immer… dann könnte dies ein Zeichen für eine Krankheit sein.
Oft wird ein Mehr an der Trinkmenge erst festgestellt, wenn der Hund plötzlich in der Nacht raus muss oder gar ins Haus pinkelt.
Bitte kläre das veränderte Trinkverhalten deines Lieblingshundes bei deinem Tierarzt ab – schon dann, wenn du in deinem Bauch ein Gefühl hast, welches dich in die Richtung Krankheit schubsen will.