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Der 18-jährige Denis Shapovalov, letztes Jahr Juniorensieger in Wimbledon und aktuell die Nummer 143 der Welt, gewann gegen Rafael Nadal einen Krimi in zweidreiviertel Stunden mit 3:6, 6:4, 7:6 (7:4).
- Nerven gezeigt: Nadal verpasste im 3. Satz sämtliche sechs Breakmöglichkeiten, während der in Israel geborene Shapovalov zu keiner einzigen Chance kam. Im Tiebreak führte der 13 Jahre ältere Spanier 3:0, gewann dann aber nur noch einen der letzten acht Punkte.
- Nummer 1 verspielt: Mit dieser Niederlage ist klar, dass Nadal am kommenden Montag nicht die neue Nummer 1 der Welt wird. Der 31-Jährige hätte damit mindestens den Halbfinal erreichen müssen.
Das war mein schwächstes Spiel des Jahres.
Nun winkt Roger Federer die grosse Chance, sich mit dem Turniersieg in Montreal in eine ausgezeichnete Position zu bringen, um nach dem Turnier in Cincinnati seinerseits wieder die Nummer 1 zu werden. Er spielt seinen Viertelfinal heute Freitag gegen Roberto Bautista Agut gegen 20.30 Uhr Schweizer Zeit.
Shapovalov und das Nadal-Poster
Nadal war nach seinem Ausscheiden bedient und fand klare Worte. «Das war mein schwächstes Spiel des Jahres. Einerseits aufgrund des Rankings meines Gegners, andererseits weil ich die Chance hatte, die Nummer 1 zu werden.»
Shapovalov seinerseits konnte sein Glück kaum fassen. Der Linkshänder übernachtet in diesen Tagen bei seinem Tenniskumpel Felix Auger-Aliassime. «Das Erste, was ich gesehen habe, war ein Nadal-Poster. Ich habe ihn gebeten, es runterzunehmen. Vielleicht gab mir das ja die nötige Extra-Motivation», erzählte er lachend.
Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 11.8.17, 6:30 Uhr