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Ein Leben mit Morbus Crohn
Erfahrungsberichte Adéla Fanta leidet unter der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn und hat seit Jahren mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall und Gelenkschmerzen zu kämpfen.
Seit wann leiden Sie unter Morbus Crohn?
Die Diagnose bekam ich, nach einem langen Leidensweg, im Jahre 1996. Bereits im Alter von zwölf Jahren beklagte ich mich über Bauchschmerzen, was stets mit Gründen pubertärer Entwicklung abgetan wurde. Ich litt unter anderem an Durchfall, Bauchkrämpfen, Appetitlosigkeit und Brechreiz.
Im Spital wurde vermutet, es handele sich um Darmkrebs, chronische Darmerkrankungen oder Salmonellenbefall. Jedoch war es Morbus Crohn; eine Krankheit, über die es zum damaligen Zeitpunkt wenig Informationen gab. Man verschrieb mir ein Medikament, welches heute überhaupt nicht mehr eingesetzt wird. Also folgte im Anschluss eine grosse Odyssee, die passende Therapie zu finden.
In welcher Situation beeinflusst Sie die Krankheit am meisten?
Innerhalb meines ganzen Alltags werde ich durch die Krankheit eingeschränkt. Als kaufmännische Angestellte hatte ich bereits den optimalen Beruf, dennoch kann ich wegen der stetigen Schmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und der Müdigkeit meinen Beruf nicht mehr ausüben.
Sobald ich verreisen möchte, muss dies exakt durchgeplant werden: Wie bekomme ich meine Medikamente (Cortison, Breitband-Antibiotika etc.) durch den Zoll, wie kann ich diese lagern und entsorgen? Wo ist das nächste Krankenhaus und wie komme ich schnell wieder nach Hause? Auch sportliche Aktivitäten muss ich aufgrund meiner diversen Symptome, wie zum Beispiel starker Gelenkschmerzen, vermeiden.
Und die Nebenwirkungen meiner starken Medikation verbieten mir den Aufenthalt in der Sonne, da hierbei ein erhöhtes Krebsrisiko besteht. Dies schränkt dann natürlich auch mein Sozialleben extrem ein.
Wie gross ist die psychische Belastung durch die Krankheit?
Gross, denn das Wissen, dass es sich um eine chronische, unheilbare Krankheit handelt, löst eine Ohnmacht in mir aus, mit der eine grosse Unsicherheit bezüglich des weiteren Krankheitsverlaufs einhergeht.
Wie möchten Sie, dass die Mitmenschen mit Ihnen umgehen?
Ich würde mir mehr Toleranz und Akzeptanz wünschen, obgleich das Thema Verdauung noch gemeinhin eines ist, welches leider mit extremen Schamgefühlen verbunden wird.