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Zwischen sonnigen Abschnitten fielen zeitweise heftige Niederschläge – meist in Form von Regen. Bedeutende Neuschneemengen gab es aufgrund der Wärme nur auf den Gipfeln des Hochgebirges. Die Verhältnisse für Berg- und Hochtouren waren zunächst meist günstig. Mit der Schneeschmelze kam gegen Ende August auf den Gletschern immer mehr Blankeis zum Vorschein.
Der August 2019 reihte sich in der Höhe in die wärmsten Augustmonate seit Messbeginn ein. Gemäss dem Klimabulletin von MeteoSchweiz verzeichneten die Messstationen Jungfraujoch und Grosser St. Bernhard mit 1,6 °C resp. 1,9 °C über der Norm den siebt- bzw. fünftwärmsten August seit Messbeginn. Die Tageshöchsttemperaturen auf 3000 m lagen oft zwischen 5 und 10 °C (vgl. Abbildung 1).
Nach einem wechselhaften Start in den Monat August (vgl. Abbildung 2) war es am Wochenende vom 03. und 04.08. ziemlich sonnig.
Vom Montag, 05. bis am Mittwoch, 07.08. fiel oft Regen. Einige Schauer und Gewitter waren intensiv. Verbreitet fielen 20 bis 40 mm Niederschlag, im Oberengadin bis 50 mm, in weiten Teilen des Wallis hingegen nur bis 20 mm. Die Schneefallgrenze sank nur vorübergehend unter 3500 m, sodass lediglich die höchsten Alpengipfel etwas Neuschnee abbekamen (vgl. Abb 3).
Nach zwei trockenen Tagen läuteten am Freitagabend, 09.08. kräftige Gewitter im Norden die nächste Niederschlagsphase ein. Am heftigsten waren die Niederschläge im Tagesverlauf des Sonntags, 11.08. und Montags, 12.08. (vgl. Abbildung 4). Die Schneefallgrenze lag während des Niederschlags über längere Zeit oberhalb von 3500 m und sank erst im Verlaufe des Montags vorübergehend auf etwa 3000 m. Somit fiel nur auf den höchsten Alpengipfeln etwas Schnee. Es verwundert daher nicht weiter, dass die Niederschläge einige Murgänge und Felsstürze auslösten, hingegen keine Lawinenabgänge bekannt wurden.
Von Dienstag, 13. bis Freitag, 16.08. beruhigte sich das Wetter unter leichtem Hochdruckeinfluss. Allerdings blieb es recht kühl (vgl. Abbildung 1). Mit etwas Neuschnee in der Höhe waren die Bedingungen auf vielen Touren optimal (vgl. Abbildung 5).
Pünktlich auf das Wochenende vom 17. und 18.08. meldete sich der Sommer mit zwei Hitzetagen zurück. Am Sonntagabend, 18.08. leiteten kräftige Gewitter die nächste Niederschlagsphase ein, welche in der Nacht auf Mittwoch, 21.08. auch im Osten endete. Die Schneefallgrenze sank nur zögerlich von 3500 m auf knapp unter 3000 m. Schnee blieb also erneut nur im Hochgebirge liegen, grössere Mengen nur oberhalb von 3800 m.
Auch im August liessen sich vielerorts und auf erstaunlich tiefen Höhenlagen Überreste von Lawinenablagerungen des Winters 2018/19 finden. Es ist beeindruckend, wie lange es dauert, bis die kompakten Lawinenkegel abschmelzen, insbesondere wenn sie von Baumresten und Erdmaterial bedeckt sind (vgl. Abbildungen 8 und 9).
Im August wurde dem SLF kein Lawinenunfall gemeldet.
Auch im August wurde kein situationsbezogenes Lawinenbulletin publiziert. Das letzte Lawinenbulletin des Sommers 2019 geht auf den 10.06. zurück. Im Sommer und im Herbst publiziert das SLF nur bei grossen Schneefällen Lawinenbulletins. Auch wenn das SLF kein Lawinenbulletin publiziert, sollte die Lawinensituation auch im Sommer beachtet werden. Sie können sich via Push-Alert, SMS oder RSS-Feed über die Herausgabe eines Bulletins informieren lassen.
Der nächste Monatsbericht erscheint Anfang Oktober.