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Futsal: Die Schweiz qualifiziert sich gegen Deutschland
Am Montag, 9. November, traf die Schweiz in Ludwigsburg (D) im Rückspiel der Playoffs für die Qualifikation zur EM 2022 auf Deutschland. Die Schweiz hatte das Hinspiel mit 4:2 gewonnen und kam mit einem enormen Siegeswillen nach Deutschland.
Den Deutschen gelang in der 7. Spielminute mit einem Freistoss, nach einer gut ausgeführten Kombination, das 1:0 – dies nach bereits zuvor zwei vergebenen Grosschancen. In der 12. Minute bezwang der deutsche Wittig Sangines den Schlussmann der Schweizer mit einem satten Schuss in den Winkel (2:0). Je mehr Zeit verstrich, desto besser kamen die Schweizer ins Spiel, insbesondere nach einer gut getimten Auszeit von Trainer Joao Pinto. Bei einem Gegenangriff in der 17. Spielminute konnte Barreira Malta den antrittschnellen Buckson nach links lancieren. Dieser verkürzte mit einem Schuss aus kürzester Entfernung, der den Weg durch die Beine des Torhüters fand, auf 2:1. Vor der Halbzeit wurde die Schweiz durch einen indirekten Freistoß auf der Sechsmeterlinie nochmals wachgerüttelt. Torhüter und Kapitän Sangines gelang jedoch eine entscheidende Parade, wodurch die Schweiz "nur" mit einem 1:2 in die Katakomben ging.
Die zweite Halbzeit begann verhalten. Erst in der 26. Spielminute gelang Sangines seine erste, nennenswerte Parade. Die Schweizer überließen den Ball freiwillig den Deutschen und versuchten, auf Konter zu spielen. Dies erwies sich als sehr effektiv: In der 29. Spielminute lief Buckson zum Gegenstoss an, dribbelte einen Verteidiger geschickt aus, ehe er das Eins gegen Eins mit dem deutschen Torwart zu seinen Gunsten zum 2:2 entschied. Nur 16 Sekunden später kontrollierte Gössi bei einem langen Auskick das Leder gekonnt, bevor er einen Gegner stehen liess und den Torhüter ebenfalls bezwang - 3:2. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Deutschen aufgrund der Auswärtstor-Regel noch vier Treffer erzielen, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren.
Aber wie es im Futsal so oft der Fall ist, können sich die Dinge sehr schnell ändern. Tatsächlich schossen die Deutschen innerhalb von 90 Sekunden (30. und 32. Minute) zwei Tore und brachten das vor sich hinplätschernde Spiel wieder in Gang. Deutschland erarbeitete sich weitere Chancen, Sangines jedoch blieb wachsam. Weniger als vier Zeigerumdrehungen vor dem Ende nahm Deutschland eine Auszeit und setzte den fliegenden Torhüter ein. In der 38. Minute erzielten die Deutschen das 5:3, nachdem ein Pass auf den zweiten Pfosten einen Spieler fand, der mutterseelenallein in das leere Netz einschieben konnte. Zu diesem Zeitpunkt war die Schweiz noch qualifiziert, musste aber noch zwei Minuten durchhalten. Aufopferungsvoll verausgabten sich die Spieler - ihre letzten Kraftreserven fanden ein Ende in dieser Schlacht. Trotz einer letzten Grosschance für Deutschland konnten die Schweizer am Ende der Partie ihre Freudentränen fliessen lassen.
Mit der Qualifikation in der Tasche bereitet sich die Schweiz nun auf ihre Hauptrundenspiele gegen Spanien, Slowenien und Lettland vor.
(SFV)