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23.02.2024, 13:17 Uhr
Was an vielen anderen Orten schon gang und gäbe ist, steht jetzt auch im Ferienparadies Hawaii kurz bevor: Die Regierung will von Touristinnen und Touristen für den Aufenthalt eine Gebühr erheben. Bereits dieses...
Nationalparks gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in fremden Ländern. Manche von ihnen sind derart gross, dass es Tage oder sogar Wochen dauern kann, um sie zu erkunden. Das haben grössten Nationalparks der Kontinente zu bieten.
Der Yellowstone-Nationalpark ist grösser als der US-Bundesstaat Delaware und ungefähr so gross wie Wales. Er galt als riesig, als er 1872 zum ersten Nationalpark der Welt wurde. Das ist längst nicht mehr so.
Im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert wurden zahlreiche Gebiete unter Schutz gestellt, mit denen die ältere Generation von Nationalparks hinsichtlich ihrer Grösse nicht mehr mithalten kann. Einige der Neulinge sind laut «CNN» mehr als 50-mal grösser als der Yellowstone-Nationalpark.
Diese Übersicht zeigt die grössten Nationalparks auf den verschiedenen Kontinenten:
Der Nordost-Grönland-Nationalpark erstreckt sich über fast die Hälfte der grössten Insel der Welt und ist derzeit der grösste Nationalpark und das grösste landgestützte Schutzgebiet der Welt.
Es ist schwer, sich die Fläche vorzustellen. Sie beträgt 972'000 Quadratkilometer. Damit ist der Nordost-Grönland-Nationalpark mehr als zweieinhalb Mal so gross wie Deutschland. Nur 29 Länder auf der ganzen Welt sind grösser als das Schutzgebiet auf Grönland.
Der riesige grönländische Eisschild umfasst den grössten Teil des Parks, aber es gibt auch eine lange, zerklüftete Küste, die Moschusochsen, Eisbären und viele andere arktische Tiere beheimatet.
Der beste Weg, den Park von Ittoqqortoormiit, der nächstgelegenen Stadt, aus zu erreichen, sei im Sommer mit dem Boot und im Winter mit dem Hundeschlitten, sagt Mette Pike Barselajsen von Nanu Travel, das geführte Ausflüge nach Ostgrönland anbietet.
Die grössten Parks Südamerikas liegen in den am dünnsten besiedelten Regionen des Kontinents – dem Amazonas und Patagonien. Champion ist der Chiribiquete-Nationalpark im Südosten Kolumbiens. Er hat eine Fläche von 43'000 Quadratkilometer und ist damit ein gutes Stück grösser als die Schweiz.
Der Park schützt ein riesiges Stück Amazonas-Regenwald, Tepui-Berge mit flachen Gipfeln und wilde Flüsse. Er erinnert eher an Szenen aus dem Holllywood-Blockbuster «Jurassic Park» als an eine moderne Landschaft. Es gibt zwar keine Dinosaurier, das Gebiet wird aber von eindrucksvollen Raubtieren der heutigen Zeit bewohnt.
Der Chiribiquete-Nationalpark bietet eine grosse Vielfalt an Flora und Fauna sowie mehr als 75'000 antike Felsmalereien, von denen einige vor über 24'000 Jahren angefertigt wurden.
Relativ neu ist Australiens grösstes Naturschutzgebiet. Der Munga-Thirri-Simpson-Wüsten-Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 36'000 Quadratkilometer und wurde 2021 zum Schutz der Wüstenlandschaften im äussersten Norden Südaustraliens erklärt.
Der Park umfasst eines der grössten Dünenfelder der Welt, Akazienwälder, Spinifex-Grasland und Playa-Seeketten (trockene Seen). Neben mehr als 150 Vogelarten bietet der Park einen trockenen Lebensraum für kleine Beuteltiere (viele davon nachtaktiv), Dingos, wilde Kamele und die Perentie (Australiens grösste Eidechse).
Derzeit verfügt der Park über keine Besuchereinrichtungen und keine asphaltierten Strassen. Jeder, der sich auf eigene Faust in die Simpson-Wüste wagt, sollte sich mit dem Überleben in der Wildnis gut auskennen. Aufgrund der extremen Hitze ist der Park im australischen Sommer geschlossen.
Obwohl Asien der grösste Kontinent ist, hat es im Rennen um die grössten Nationalparks der Welt das Nachsehen. Der 2021 gegründete Sanjiangyuan-Nationalpark in China ist aktuell der grösste des Kontinents. Er hat eine Fläche von 123'100 Quadratkilometern und ist damit nur ein bisschen kleiner als Griechenland.
Der Nationalpark ist ein riesiger Teil des tibetischen Plateaus, der die Quellgebiete der Flüsse Jangtsekiang, Gelber Fluss und Lantsang beherbergt. Im abgelegenen Hochland ist eine Reihe seltener, gefährdeter Tierarten zu finden – von Schneeleoparden und Himalaya-Wölfen bis hin zu wilden Yaks und Alpenmoschushirschen. Der Park umfasst auch kulturelle Stätten.
Einige der höchsten und grössten Sanddünen der Welt sind das Herzstück des Namib-Naukluft-Nationalparks im Westen Namibias , der mit 49'768 Quadratkilometern der grösste Afrikas ist.
Die Dünen, von denen einige mehr als 200 Meter hoch sind, entstanden durch Jahrtausende von Wellen und auflandigen Winden, die Sand in der ältesten Wüste der Welt ablagerten.
Die Hauptstrasse des Parks lässt sich leicht mit dem eigenen Fahrzeug erkunden und führt zu den lebhaften Sossusvlei-Dünen und dem fotogenen Dead Vlei mit seinem gespenstischen Wald. Heissluftballonflüge bieten einen Blick aus der Vogelperspektive auf die atemberaubende Wüstenlandschaft.
Zusätzlich zu den legendären Dünen ist Namib-Naukluft bekannt für seine Wüstenschluchten, die von Schiffen zerstörten, glitzernden Meeresküsten sowie für die Flora und Fauna, die sich an einen der trockensten Orte der Erde angepasst hat.
Afrikas grösstes Schutzgebiet, bei dem es sich allerdings nicht um einen Nationalpark handelt, ist die grenzüberschreitende Zone Kavango-Zambezi (520'000 Quadratkilometer), das 2012 zum Schutz angrenzender Teile von Sambia, Simbabwe, Mosambik, Angola und Namibia gegründet wurde.
Angesichts ihrer geringen Grösse im Vergleich zu anderen Kontinenten wirken viele der grössten Nationalparks Europas eher mickrig. Das heisst aber nicht, dass sie tatsächlich klein sind.
Der mit Abstand grösste ist Islands Vatnajökull-Nationalpark (14'141 Quadratkilometer). Das Reservat verkörpert das Feuer- und Eis-Ethos der Insel, ein Wunderland aus Vulkanen und heissen Quellen, Fjorden und Gletschern, das sich leicht auf eigene Faust (Camping, Wandern und Vogelbeobachtung) oder bei geführten Ausflügen erkunden lässt.
Am unteren Ende des Planeten gibt es noch keine Nationalparks. aber das einzige offizielle Naturschutzgebiet der Antarktis ist das Ross Sea Marine Protected Area. Das 2016 gegründete Reservat erstreckt sich über 1,55 Millionen Quadratkilometer und ist die Heimat von Millionen Polartieren, darunter Pinguine, Wale, Robben und Seevögel.
Doch irgendwann in der Zukunft könnte der gesamte Kontinent zum Antarctic World Park werden. Mit 14,2 Millionen Quadratkilometern wäre es etwa zehnmal grösser als jedes andere Reservat.
«In den 1980er Jahren förderten Nichtregierungsorganisationen die Idee, die Antarktis zum Weltpark zu erklären», sagt Claire Christian, Geschäftsführerin der Antarctic & Southern Ocean Coalition. «Aber das ist nicht passiert.»
Stattdessen unterzeichneten die Antarktisvertragsstaaten ein neues internationales Abkommen namens Umweltschutzprotokoll, das den Bergbau verbietet und Regeln zur Minimierung der Umweltauswirkungen von Tourismus und wissenschaftlichen Forschungsaktivitäten in der Antarktis festlegt.