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Willkommen bei der Heinrich Bullinger-Stiftung
Heinrich Bullinger übernahm nach dem frühen Tod Zwinglis (Oktober 1531) als junger Mann das Steuer der Zürcher Kirche und machte Zürich zu einem bedeutenden Zentrum im protestantischen Europa.
Er hinterliess einen Briefwechsel, an dem sich mehr als 1‘100 Personen beteiligt haben. Dieser besteht aus 10’000 an ihn gerichteten und 2’000 von ihm selbst geschriebenen Briefen. Seine Korrespondenz ist damit eine der umfangreichsten des 16. Jahrhunderts.
Handschrift Bullingers: ein auf Latein am 11. August 1547 verfasster Brief — Zürich, Staatsarchiv, E II 342, 175
Ein auf Frühneuhochdeutsch am 3. Juni 1547 von Johannes Gast verfasster Brief — Zürich, Staatsarchiv, E II 366, 194
Bedeutung von Bullingers Briefwechsel
Bullingers Korrespondenz enthält Informationen zum damaligen politischen und kirchenpolitischen Zeitgeschehen und zu deren Hintergründen, zur sozialen Stimmung, zu den zeitgenössischen Drucken, zur Wirtschaft, zum Klima, zu Ernten, Teuerungen, Seuchen, Himmelserscheinungen, ja auch – was für Biograph:innen und Genealog:innen besonders interessant ist – zu unzähligen Lebensschicksalen.
Zudem ermöglicht dieser Briefwechsel als sprachgeschichtliches Korpus interessante Beobachtungen zur Entwicklung des Frühneuhochdeutschen und des Lateins im 16. Jh.
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Ziel der Heinrich Bullinger-Stiftung
Die Heinrich Bullinger-Stiftung hat zum Ziel, die kulturhistorisch bedeutende Korrespondenz des Zürcher Reformators Heinrich Bullinger der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und neue historische und sprachwissenschaftliche Forschungen zu ermöglichen. Dazu muss die etwa 12’000 Briefe umfassende Korrespondenz entziffert, übersetzt, inhaltlich erläutert und in ihren kulturhistorischen Kontext gestellt werden.
Nachdem 3’120 Briefe veröffentlicht worden sind, ist seit Anfang 2021 die Finanzierung der Briefausgabe nicht mehr gesichert.
Um mit der Erschliessung der noch unbekannten Briefe fortfahren zu können, wurde Ende 2020 die Heinrich Bullinger-Stiftung ins Leben gerufen.