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CO2 und Treibhausgase in landwirtschaftlichen Böden
Werden Böden landwirtschaftlich genutzt, führt dies in vielen Fällen zu einer Freisetzung von CO2 und zu einer Verringerung des Kohlenstoffgehaltes im Boden. Andererseits können Böden auch neuen Kohlenstoff aufnehmen. Beides hat Auswirkungen auf das Klima und den Boden als eine wertvolle natürliche Ressource. Das Projekt quantifiziert die Emissionen und untersucht Nutzungsmassnahmen zur Minderung der Emissionen und zur Verbesserung der CO2-Bilanz.
Landwirtschaftliche Aktivität steuert die Gehalte an Bodenkohlenstoff und damit die Quellen- und Senkenfunktion der Böden für CO2. Auf der Eintragsseite geschieht dies bei Ackerkulturen vor allem über die Fruchtfolge und bei Grasland vor allem über die Nutzungsintensität.
Organische Böden sind wichtige Kohlenstoffspeicher. In Mooren entstehen sie durch den nicht vollständigen (anaeroben) Abbau von pflanzlichem Gewebe im wassergesättigten Boden. Mit der Entwässerung werden diese Böden zu einer starken und lang anhaltenden CO2 Quelle. Die Nutzung entwässerter organischer Böden durch Ackerbau oder Beweidung führt daher zu Emissionen dieses Treibhausgases.
Die mit der Entwässerung und Nutzung ehemaliger Moore einhergehende Umkehr der Böden von einer CO2 Senke zu einer CO2 Quelle macht es erforderlich, die Emissionen unterschiedlicher Bewirtschaftungsformen zu untersuchen sowie alternative Nutzungsoptionen zu studieren.
Pflanzenkohle wird aus organischem Abfällen bei Temperaturen zwischen 400 - 700 °C unter Sauerstoffausschluss hergestellt. Diese sogenannte Pyrolyse bringt ein sehr kohlenstoffreiches, aromatisches, schwarzes Produkt hervor, welches wie ein Schwamm für Nährstoffe und Lebensraum für Mikroorganismen dienen kann. Auf Grund der hohen Stabilität im Boden gilt es als mögliche CO2-Senke und soll gleichzeitig die Bodenqualität verbessern sowie die Erträge erhöhen.
Böden sind ein wichtiger Speicher für organischen Kohlenstoff. Durch landwirtschaftliche Nutzung und Landnutzungswandel können Böden für bestimmte Zeitabschnitte sowohl Senken als auch Quellen für CO2 werden.
Gemäss der Zuteilung des zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (= Weltklimarat, IPCC) beträgt der Anteil der Landwirtschaft an den gesamten anthropogenen Treibhausgasemissionen der Schweiz 12.4%. Insgesamt summierten sich die Emissionen aus dem Landwirtschaftssektor im Jahre 2016 auf 6.0 Mio t CO2 Äquivalente.