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Die Gastarbeiter ---
für viele eine Segen, für andere Grund Ängste aufzubauen. Diese reichten von der Angst die eigene Arbeit an einen günstiger verdienenden zu verlieren, über die unbekannte Mentalität, bis hin zur Befürchtung das die Chance bei den Frauen sinkt, weil z.B. rassige Südländer plötzlich attraktiver schienen. Lach!
Ich könnte ein Lied über Vorurteile singen, da mein Opa mit ca. 18-jährig als eben ein solcher (Gastarbeiter) in die Schweiz kam. Das muss vor 1946 gewesen sein. Er fand hier Arbeit als Gipser auf dem Bau. Ebenfalls hörte ich Geschichten von Papa, (als Schweizer) der als junger Mann im Tunnelbau, als Starkstromleitungsbauer, später als Schlosser auf Baustellen arbeitete und mit "Fremden" Kollegen zu tun hatte.
Er verstand sich gut mit ihnen, sprach mit Italienern ein Mischmasch aus Italo / Deutsch und Schweizerdeutsch. Ausser wenn er wütend war, dann sprudelte es Italienisch aus ihm hervor, als sei er ein dort geborener. Übrigens, dass selbe Verhalten legte er auch bei Franzosen (meist Elsässer) an den Tag. Und viele Jahre später hörte ich Schatz im selben Kauderwelsch mit jemandem reden. Lach!
Ich erinnere mich, dass Opa als er schon viele Jahre hier in der Schweiz lebte, dies Schweizerischer als ein Schweizer, lach! über Gastarbeiter redete. Wir Kinder mussten über seine Geschichten immer lachen, stellte er sie als Temperamentvoller Mensch mit Händen und Füssen, uns äusserst bunt dar.
Genauso als er älter wurde, er Geschichten über *ALTE* zum Besten gab... Lach! "Aber Opa, der oder die ist genauso alt wie du." erinnerten wir ihn immer wieder mal und dann lachen wir mit ihm.
Im Laufe der Jahre kamen so viele Nationalitäten in die Schweiz.
Tibeter, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Tamilen. (das habe ich hier entnommen)
Ich selbst habe in meinem Berufsleben auch mit Italienerinnen, Ungarn, Franzosen, Türken, Kurden, Spaniern, Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien und einer Tibeterin zusammengearbeitet. Letztere werde ich nie vergessen, sie war so eine positive und lustige Person.
Allerdings spreche ich hier von Secondos - Kinder der einstigen Gastarbeiter & Einwanderer.
Mir gefällt das bunte in einer Gesellschaft bis heute sehr. Denn was zählt ist der gute Umgang, der Austausch und das Miteinander und ob das gegeben ist, liegt nicht an der Nationalität, sondern an jedem Menschen egal woher er stammt.