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Wird Social Networking die Killerapplikation für mobile Datenservices?
Wie Chris DeWolfe, Mitgründer und CEO der Social Networking-Site MySpace gegenüber der 'Financial Times' erklärte, will das momentan vor allem noch in den USA Furore machende Unternehmen bald auch in Europa aktiv werden. Anfangs Jahr begann man mit der Gründung einer Niederlassung in Grossbritannien, nun soll die Expansion in elf weitere Länder vorangetrieben werden, darunter Deutschland und Frankreich.
Ob auch die Schweiz unter diesen ersten elf Ländern ist, erwähnte DeWolfe nicht. Verantwortlich für die Geschäfte in Europa wird David Fischer sein, früher bei AOL Europe beschäftigt, der gestern als Managing Direktor von MySpace für Großbritannien und Europa vorgestellt wurde. Gemäss Fischer sollen die ersten lokalisierten MySpace-Versionen noch in diesem Sommer online gehen.
MySpace, erst vor drei Jahren gegründet und im letzten Jahr von Rupert Murdochs News Corp. für 580 Millionen Dollar übernommen, hat gemäss eigenen Angaben weltweit bereits von 85 Millionen User und ist in den USA vor allem unter Jugendlichen ein Renner.
Um die Ausbreitung von MySpace zu fördern will Fischer auch Allianzen mit Mobilfunkanbietern suchen. Handy-Nutzer sollen von unterwegs ihren MySpace-Account abfragen können, und zusätzlich will MySpace über diesen Kanal auch Musik und andere Inhalte vermarkten. Fischer verspricht sich davon "signifikante" Umsätze und ist zuversichtlich, dass auch die Telekommunikationsunternehmen daran glauben.
Diese sind schon lange auf der Suche nach einer "Killerapplikation", welche die zögerlichen Konsumenten zum vermehrten Gebrauch von mobilen Datenservices bewegen könnte. Fischer: "Ich glaube, die meisten [Mobilfunkanbieter] glauben, dass MySpace die Killerapplikation sein könnte." (Hans Jörg Maron)