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Sechstes Buch.
Friedrich der Große
in
seinen späteren politischen und landesväter lichen Sorgen.
„ Quant à ma méthode de ne me point ménager, elle est soujours la méme; pus on se soigne, plus le corps derient délicat et foible. Mon méier reut du travail et de Taction; il faut que mon corps et mon esprit se plient à leur deroir. 11 n'est pas nécessaire que je rive, m «ris bien que j'ag isse; je m'en suis toujours bien trouvé.“
Vermälung mit Jagello, Großherzog von Lithauen, welcher diese Land mit Polen vereinigen und dem Heidenthume entsagen wollte Er nannte sich seit der Taufe Wladislav 2. und wurde den 17. Fe bruar 1386 als König von Polen in Krakau gekrönt. Obgleich Polen und Lithauen fortan unter Einem König standen und 1569 auch förmlich zu Einem Reiche verbunden wur den; so hebt hier doch schon eigentlich Polens Verderben an: d aus der reinen Erbmonarchie ein Wahlreich geworden war; denn Jagello's Wahlvertrag (Pacta conventa), mit den Großen de Reichs geschlossen, wurde auch von allen seinen Nachfolgern be schworen. Bald gelangte der Adel noch dahin, durch Landboten ode Deputirte sich zu vertreten. So entstanden die Reichstage und de König durfte endlich kein Gesetz geben, in wichtigeren Dingen nicht entscheiden, ohne Einwilligung der Stände. Alle Beamte, auch di Minister, waren nur dem Reichstage verantwortlich und das Hee stand unter zweien, von dem Landesherrn unabhängigen Krongroß feldherren: einem polnischen und einem lithauischen. Nur die Bür ger von Thorn, Krakau, Wilna und Lublin hatten das Recht, Land güter zu besitzen, welche, da sonst nur dem Adel das Besitzrecht au dieselben zustand, schlechthin adlige Güter hießen. Es fehlte den Lande ein kräftiger Bürgerstand; freie Bauern ") kannte man ga nicht: „es gab nur Herrn und Knechte.“ So war die Verfassung Polens, als bei dem Tode Sigis munds 2. August, des letzten Jagellonen, der Reichtstag 1573 der 16. Mai Heinrich von Valois zum Könige wälte, welcher, den dritte Sohn Heinrichs 2. und Bruder Karls des 9. von Frankreich, alle, nach und nach in der Verfassung eingetretene, den Monarchen beengende Veränderungen beschwur; den 18. Jun aber schon in seine Heimath zurückkehrte. Eigentlich war schon jetzt die Würde des polnischen Königthums vernichtet, weil die Pacta conventa als Statsgesetz verordneten: es solle die Krone wälbar sein und niemals ein König sich einen Nachfolger geben; es solle alle zwei Jahre ein allgemeiner Reichstag sein; es solle jeder edle Pole bei der Königswahl eine Stimme haben; es solle jeder Unterthan von dem Eide der Treue
1) v. Grevenitz Der Baner in Polen. Berlin 1818.
) „Polonia confusione regitur!“ .) „La voix libre du Citoyen on Observations sur le Gouvernement
de Pologne.“ i) Claude-Carloman de Rulhière Histoire de l'Anarchie de Pologne et du démembrement de eette République. Suivie des Anecdotes sur la révolution de Russie, en 1762, par le méme auteur. Paris 1807. 4 Voll. 8. (vergleiche die Kritik von Dupont de Remours in den Europäischen Annalen. 1812. Stück 8. 9. Als Fortsetzung die