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Als einziges Medium aus der Schweiz hatte GAMES.CH Ende Januar die Möglichkeit, den neuesten Spross des ständig wachsenden „Total War“-Universums anzuspielen. Soviel vorweg: Das Ergebnis macht Lust auf mehr - nicht nur weil Entwickler Creative Assembly mutig zahlreiche bewährte Gameplay-Mechaniken umkrempelt.
Um die Ausgangssituation von „Thrones of Britannia“ besser einordnen zu können, lohnt ein Blick auf die geschichtlichen Ereignisse jener Zeit, genauer gesagt auf die Invasion Englands durch eine zahlenmässig überlegene Wikinger-Armee im Jahr 866. Angeführt von Ivar Ragnarsson (auch Ivar der Knochenlose genannt), gelingt es den Nordmännern zunächst York (866) in Northumbria zu erobern und als eine Art Drehkreuz für weitere Feldzüge auszubauen. Die Folge: Einige Jahre später fallen auch die Königreiche Ostanglien (869) sowie Mercia (874) in die Hände der expansionsfreudigen Dänen. Lediglich das im Süden von England liegende Wessex leistet trotz regelmässiger Gebietsverluste erbitterten Widerstand.
Zeitsprung ins Jahr 878 nach Christus. Nach vielen Entbehrungen gelingt es Alfred dem Grossen, König von England, den Invasoren aus dem hohen Norden in der legendären Schlacht von Edington empfindliche Verluste zuzufügen. Der Sieg der Engländer hat Signalwirkung und führt dazu, dass sich der neue Wikinger-Anführer Guthrum christlich taufen lässt und einen Rückzug in bereits eroberte Gebiete antritt, wo sich viele seiner Landsleute dauerhaft niederlassen.
Die Kampagne des Spiels beginnt kurz darauf. Die Schlacht um Edington ist vorbei und erstmals nach knapp 80 Jahren herrscht so etwas wie Frieden auf den britischen Inseln. Wie lange dieser Zustand anhält, weiss jedoch niemand so recht…