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IMAX
IMAX ist ein von dem gleichnamigen kanadischen Unternehmen IMAX Corporation entwickeltes Kino-System. Es beruht mit 70-mm-Film auf dem breitesten genormten Filmformat bei gleichzeitig größtem üblichen Bildformat auf dem horizontal geführten Film. Die sich daraus ergebende hohe Auflösung ermöglicht helle und scharfe Projektionen auf besonders großen Leinwandflächen, die das Blickfeld des Zuschauers nahezu vollständig ausfüllen. Dadurch tritt der Vektions-Effekt auf, die Zuschauer sollen sich fühlen, als befänden sie sich selbst im Filmgeschehen.
Das Wort „IMAX“ entstand aus den Worten „Images MAXimum“, was auf Deutsch in etwa „größtmögliche Bilder“ bedeutet. Mittlerweile existieren unter der Marke IMAX auch Kinos mit digitaler 2K-DLP-Doppelprojektion, deren Bildwandgrößen im Bereich üblicher Multiplex-Kinos liegen.
- Standorte in Deutschland
IMAX-Kinos in Deutschland gibt es in Berlin (CineStar IMAX), Karlsruhe (Filmpalast am ZKM), Brühl (Simulatoren im Phantasialand) sowie in den Technikmuseen Sinsheim (IMAX 3D) und Speyer (Dome).
Das ehemals erfolgreichste IMAX-Kino der Welt, das Discovery Channel IMAX Berlin, welches 1997 als erstes IMAX-Theater in Berlin eröffnet wurde, befand sich bis zur Schließung am 30. Juli 2006 in der Nähe des Potsdamer Platzes; es wurde anschließend zum Musicaltheater „Bluemax-Theater“ umgebaut, in dem aktuell die Blue Man Group gastiert. Das neuere, Cinestar IMAX 3D befand sich bis zum 27. März 2011 im Sony Center (ebenfalls am Potsdamer Platz); in diesem wurden auf einer 588 m² (28 x 21 m) großen Leinwand ausschließlich IMAX-3D-Filme sowie aktuelle DMR-Versionen normaler Spielfilme gezeigt. Am 18. Mai 2011 wurde es nach Umbau auf eine verkleinerte 300 m² Silberleinwand mit Barco 4K 3D-Projektion, als CineStar Event Cinema wiedereröffnet. Nach einer Umbaupause wurde das CineStar EVENT Cinema am 19. Juni 2013 als CineStar IMAX wiedereröffnet. Die Projektion erfolgt derzeit mit zwei digitalen DLP-Projektoren in 2K-Auflösung, eine Umrüstung auf Laser Illuminated Projectors (LIP) ist geplant.
Das IMAX im Cinecittà Nürnberg hatte, ebenso wie das bereits erwähnte Discovery Channel IMAX Berlin, zwei IMAX-Systeme in einem Kinosaal untergebracht, zum einen IMAX Dome mit einer nach hinten (Parkposition) und nach vorne (Vorführposition) schwenkbaren Leinwand und zum anderen IMAX 3D. Dieses Theater bietet den Zuschauern im Dome ein circa 1000 m² großes Bild und besitzt damit die größte Kinoleinwand Deutschlands. Die flache Leinwand, auf der 3D-Filme gezeigt werden, ist zwar mit 609 m² (29 x 21 m) kleiner als die Kuppelleinwand, sprengt aber immer noch jegliche Dimension herkömmlicher Kinoleinwände. Das Nürnberger IMAX-Kino war das größte Europas und befindet sich komplett unter der Erde. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde 2010 der Vertrag mit IMAX gekündigt. Seitdem werden in dem Saal unter dem Namen Cinemagnum normale 3D-Filme gezeigt.
Im ehemaligen Space Center (jetzt Waterfront) Bremen befand sich bis zur Schließung am 26. September 2004 ebenfalls ein IMAX-Kino, das während der Parköffnungszeiten eine auf 25 Minuten gekürzte Fassung von Space Station 3D zeigte, nach Parkschluss aber als reguläres IMAX-Kino diente.
Durch eine Kooperation mit der CinemaxX-Gruppe wurde im November 2010 das erste digitale IMAX-3D-Kino Deutschlands im größten Saal des Bremer CinemaxX eröffnet. Die Projektion erfolgte hier mit 2 2K-DLP-Projektoren auf eine Leinwand, die nur unwesentlich größer als eine normale Multiplex-Kinoleinwand ist. Die Kooperation wurde am 28. Januar 2013 beendet.
Das IMAX-Kino im Forum der Technik München (in der Nähe des Deutschen Museums), welches ebenfalls 3D-Filme im Angebot hatte, musste Anfang 2005 wegen Insolvenz des Betreibers geschlossen werden. Nach Wiedereröffnung als „Forum am Deutschen Museum“ wurde der IMAX-Saal für konventionelle Filmvorführungen, teilweise mit digitaler Projektion, genutzt. Ab dem 30. August 2007 wurden in diesem Kino wieder 3D-Filme, abwechselnd mit „normalen“ Spielfilmen, in digitaler 2K-Projektion vorgeführt. Im Zuge der Generalsanierung des Deutschen Museums wurde der Kino-Komplex im Jahr 2009 durch das Museum zurückgekauft und wird in einen neuen Eingangsbereich für das Museum umgewandelt. Zusammen mit den anderen noch vorhandenen Kinos wurde auch das IMAX-Kino damit Ende Juni geschlossen. Ein Ersatz ist nicht geplant.
In Düsseldorf befand sich bis 2001 im UFA-Palast am Hauptbahnhof ein IMAX-Kino. Auch die IMAX-Kinos in Dettelbach/Franken, Bochum (eröffnet im Dezember 1997, seit März 2003 geschlossen) und Frankfurt am Main (war seit Mitte 2007 als 3D-Kino mit digitaler Projektion in 2K in Betrieb unter dem Namen Cinemagnum, welches im April 2012 geschlossen wurde) mussten wegen Insolvenz schließen. Als Grund für die häufigen Schließungen wird, neben den hohen Investitionen, die geringe Publikumsresonanz aufgrund einer geringen, nicht abendfüllenden, und zu wenig durch aktuelle Filme ergänzten Filmauswahl genannt.