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Babys schlafen zu Beginn ihres Lebens sehr viel und kennen auch den Unterschied zwischen Tag und Nacht nicht. Dementsprechend sind die Zeiten, in denen sie wach sind, nicht davon abhängig, ob die Sonne scheint oder der Mond leuchtet.
Wenn ein Baby nicht von sich aus irgendwann selbstständig ein- und durchschläft, kann dies mit einer sanften Methode "trainiert" werden.
Was ist ein Schlaftraining?
Beim Schlaftraining geht es darum, dass das Baby selber die Fähigkeit entwickelt, in der Nacht mehrere Stunden durchzuschlafen. Und sollte es nachts trotzdem erwachen, sich selber zu beruhigen und wieder von alleine einzuschlafen.
Doch wie soll ein Baby erkennen, wann von ihm erwartet wird, mehrere Stunden am Stück zu schlafen? Um diesen Tag-Nacht-Rhythmus zu entwickeln, braucht es Ihre Unterstützung. Zeigen Sie Ihrem Baby, wann es Zeit ist zu Essen, wann zum Spielen und wann zum Schlafen. Mit diesen Strukturen und Ihrer geduldigen Begleitung entwickelt Ihr Baby nach und nach ein Gefühl dafür, wann es Zeit für einen längeren erholsamen Nachtschlaf ist.
Was ein Schlaftraining nicht ist
Das Wort Schlaftraining ist irreführend, denn es bedeutet nicht, dass Sie Ihr Baby trainieren oder ihm etwas beibringen. Sie können Ihr Kind nicht dazu auffordern, zu schlafen.
Leider werden Ihnen im Internet Methoden zum Schlaftraining empfohlen, die das Vertrauen des Babys in Sie erschüttern können. So zum Beispiel der Rat, dass Sie Ihr Baby schreien lassen sollen, bis es sich irgendwann müde geweint hat und einschläft. Ein Kind schreien zu lassen bis es erschöpft und resigniert einschläft, ist aber niemals eine gute Idee. Damit es einschlafen kann, muss es sich geborgen und sicher fühlen und das tut es bestimmt nicht, wenn es alleine weinend im Bettchen liegt und den Schlaf nicht findet. Ihr Baby sollte Einschlafen nicht als etwas Bedrohliches erleben und braucht jederzeit die Gewissheit, dass Sie da sind, wenn es Sie braucht.
Wie ein Schlaftraining funktioniert
Das Schlaftraining findet nicht nur abends statt, wenn es Zeit ist, das Baby für die Nacht hinzulegen. Wichtig für ein Schlaftraining ist auch das, was tagsüber geschieht:
Entwickeln Sie einen Tagesrhythmus mit festen Essens- und Schlafenszeiten.
Gestalten Sie den Tag aktiv. Besuchen Sie zum einen Babyschwimmkurs, eine Krabbelgruppe und verbringen Sie viel Zeit an der frischen Luft. Ihr Baby wird am Abend von den vielen Eindrücken des Tages müde sein.
Rituale wie eine Babymassage, ein Bad oder das Singen eines Schlafliedes beim Zubettgehen signalisieren dem Baby, dass es Schlafenszeit ist. Auch wenn Ihr Kind noch sehr klein ist, wird es diese täglich wiederkehrenden Momente wiedererkennen.
Das Schlaftraining ist also etwas, das viele Eltern instinktiv tun, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Wann mit dem Schlaftraining beginnen?
In den ersten drei Monaten erwachen die meisten Babys in der Nacht, weil sie Hunger haben. Ihr kleiner Magen kann noch nicht genügend grosse Portionen zu sich nehmen, dass sie die ganze Nacht satt wären. Mit ungefähr vier Monaten werden die Schlafphasen zwischen den Mahlzeiten länger und ab diesem Zeitpunkt macht es Sinn, mit dem Schlaftraining zu beginnen.
In diesem Alter sind die meisten Babys tagsüber auch längere Zeit wach, nehmen ihre Umgebung wahr und beginnen, sie zu erforschen. Vielleicht können Sie bis zu diesem Zeitpunkt bereits einen gewissen Rhythmus erkennen, indem Ihr Baby zum Beispiel morgens immer etwa zur gleichen Zeit erwacht.
Ab dem vierten Lebensmonat können Sie also allmählich eine Schlafroutine entwickeln. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind nicht positiv darauf reagiert, war es vermutlich zu früh. Versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
Brauchen wir ein Schlafcoaching?
Wenn Ihr Baby trotz aller Bemühungen keinen gesunden Schlafrhythmus entwickelt und auch Sie als Eltern darunter leiden, kann Ihnen ein Schlafcoaching helfen. Ein Schlafcoach übernimmt nicht direkt das Schlaftraining für Sie, aber zusammen versuchen Sie herauszufinden, warum Ihr Kind schlecht schläft. Ausserdem werden Sie und Ihr Kind auf dem Weg zu einem gesunden Schlaf begleitet.
Ein Schlafcoach kann Ihnen dann unterstüztend und beratend zur Seite stehen, wenn:
Ihr Kind grundsätzlich schlecht einschlafen kann.
Ihr Kind nur mit Geräuschen einschlafen kann.
Ihr Kind nur belgeitet einschlafen kann und Sie sich davon lösen möchten.
Ihr Kind nachts häufig erwacht.
Ihr Kind nachts häufig längere Zeit wach ist und die Nacht zum Tag macht.
Ihr Kind jeweils sehr früh am Morgen erwacht.
Ihr Kind zum Schlafen immer Körperkontakt braucht und erwacht, wenn es keinen hat.
Ihr Kind tagsüber müde ist.
Sie wegen des Schlafmangels erschöpft sind.
Sie schon alles ohne Erfolg ausprobiert haben.
Ein Schlafcoaching bezieht alle Familienmitglieder ein. Meist sind nicht nur die Eltern und das Kind von unruhigen Nächten betroffen, sondern auch Geschwisterkinder.