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Wegen eines grossangelegten Streiks sind am Samstag in Grossbritannien die meisten Züge in den Bahnhöfen stehen geblieben. Nur rund elf Prozent der üblichen Verbindungen sollten verkehren, wie ein Sonderfahrplan zeigte.
In einigen Regionen des Landes fuhren demnach gar keine Bahnen. Im Kampf um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen wollten Zehntausende Bahn-Beschäftigte verschiedener Betreiber für 24 Stunden ihre Arbeit niederlegen. Erstmals hatten mehrere Bahngewerkschaften gleichzeitig zum Streik aufgerufen. Weitere Streiktage sollen in Kürze folgen. Der Tarifkonflikt läuft seit Monaten, bislang ist noch immer keine Einigung in Sicht.
Teilnehmer des Londoner Marathons, der am Sonntag in der britischen Hauptstadt stattfinden sollte, hatten teilweise Probleme bei ihrer Anreise, wie unter anderem der Sender BBC berichtete. Gleiches galt auch für Mitglieder der konservativen Tory-Partei, deren Parteitag am Sonntag in Birmingham anfangen soll.
Mike Lynch, Generalsekretär der Gewerkschaft Rail, Maritime and Transport Union entschuldigte sich bei der Bevölkerung für die entstandenen Unannehmlichkeiten. «Wir haben auf keinen Fall auf den London Marathon abgezielt, eher auf den Tory-Parteitag, wenn wir ehrlich sind, denn diese Leute sind verantwortlich für die Situation», sagte er der BBC. Die britische Regierung rief die Gewerkschaften auf, ihre Streiks zu überdenken. Die Störungen im Zugverkehr würden Passagiere vom Zugfahren abschrecken, hiess es aus dem Verkehrsministerium.