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Das römische Militärlager auf dem Septimerpass
Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen 2007 und 2008
Dr. Werner Zanier, Bayerische Akademie der Wissenschaften
Auf dem Septimerpass (2340 m ü. M.) kam es in den Jahren 2007 und 2008 zu gemeinsamen archäologischen Untersuchungen des Archäologischen Dienstes Graubünden und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Ein 1,3 ha großes römisches Militärlager auf der Passhöhe bot Platz für maximal 600 Soldaten, die in Zelten untergebracht waren. Gestempelte Schleuderbleie bezeugen die Anwesenheit von Soldaten der 3., 10. und 12. Legion. Es handelt sich um das höchst gelegene Militärlager im gesamten römischen Reich. Von etwa 30 v. bis 10 n. Chr. diente es saisonal der Sicherung und Kontrolle des Passübergangs.