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| Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)

Zweites Buch.
Briefe von Augustins Erhebung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputation mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XX. (Nr. 34.) An Eusebius
1.
Gott, dem die Geheimnisse des menschlichen Herzens offenkundig sind, weiß, daß ich zwar den Frieden unter den Christen überaus liebe, ebenso aber auch die gottesräuberischen Handlungen derer verabscheue, die in unwürdiger und gottloser Weise unaufhörlich diesen Frieden in Zwiespalt verkehren. Er weiß, daß ich trotz dieses Abscheues in meiner Seele nach Frieden verlange, daß ich auch nicht beabsichtige, jemanden wider seinen Willen zur Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zu zwingen. Vielmehr soll allen Irrenden die offenbare Wahrheit erklärt werden, damit sie mit Gottes Beistand durch unsere Vermittlung ans Licht komme und sich selbst jeglichem empfehle, daß er sie annehme und ihr folge.