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Stiftungszweck
Die Janggen-Pöhn-Stiftung hat zum Zweck, jungen, hervorragend ausgewiesenen Schweizerinnen und Schweizern, die bereits über einen akademischen Abschluss auf Masterstufe verfügen, die weitere wissenschaftliche Ausbildung zu ermöglichen.
Nach dem Willen des Stifters, wie er in der Stiftungsurkunde von 1934 niedergelegt ist, „dürfen nur ausserordentlich begabte, hervorragende Leistungen versprechende, bestbeleumdete und beste Charaktereigenschaften“ aufweisende schweizerische Bewerber und Bewerberinnen
berücksichtigt werden, „von denen man erwarten kann, dass sie auf irgendeinem Gebiet der Allgemeinheit, vor allem aber ihrem Vaterland wirklich nützlich sein können“.
Die Unterstützung von Bewerberinnen und Bewerbern, die gemäss den erwähnten Kriterien als mittelmässig einzustufen sind, wurde vom Stifter ausdrücklich ausgeschlossen. Ziel ist die Förderung der Exzellenz. In Frage kommen alle akademischen Studienrichtungen ausser Theologie. Wegen der grossen Zahl von Gesuchen und der
begrenzten finanziellen Mittel der Stiftung sah sich der Stiftungsrat in den letzten Jahren gezwungen, von seinem Ermessen restriktiv Gebrauch zu machen. Er konzentriert sich bei der Zusprechung von Stipendien auf solche Bewerberinnen und Bewerber, die für eine akademische Laufbahn in Frage kommen oder auf anderen Wegen hervorragende wissenschaftliche Leistungen erwarten lassen. Sie müssen über einen Universitätsabschluss auf Masterstufe verfügen und dürfen das zweiunddreissigste Lebensjahr nicht überschritten haben.
Geschichte
Dr. Arnold Janggen wurde am 12. September 1864 in St. Gallen geboren. Er verlebte seine Jugendzeit in Rorschach. Im Frühjahr 1884 bestand er die Maturität an der Kantonsschule in Frauenfeld. Anschliessend studierte er Jurisprudenz, zuerst in München, Leipzig und Berlin, dann während vier Semestern in Bern. Dort schloss er das Studium 1887 mit dem Doktorat ab.
In der Folge war er in St.Gallen als Anwaltssubstitut tätig. Daneben schrieb er als Korrespondent für die Thurgauer Zeitung, den Bund und die Basler Nachrichten. 1891 eröffnete er eine eigene Anwaltskanzlei in St.Gallen; er erwarb sich bald einen hervorragenden Ruf als Anwalt. Er war auch als Verwaltungsrat in verschiedenen namhaften Industrieunternehmungen tätig.
Nebst seiner Anwalts- und Verwaltungsratstätigkeit verfasste er zahlreiche wissenschaftliche Werke und betätigte sich politisch. So gehörte er von 1894 bis 1906 dem Grossen Rat des Kantons St. Gallen an und übte weitere politische Funktionen aus. 1904 verheiratete er sich mit der Schauspielerin Elsi Pöhn aus Colmar. Ab 1892 war er Mitglied, ab 1896 Präsident der damaligen kantonalen „Kassationsbehörde“, des späteren Kassationsgerichtes. Von 1914 bis 1916 war er, selbst passionierter Berggänger, Zentralpräsident des S.A.C. Ab 1924 zog er sich nach und nach aus seinen amtlichen und wirtschaftlichen Funktionen zurück. Er verstarb im Jahre 1945. 1934 hatte er zusammen mit seiner Frau die Janggen-Pöhn-Stiftung errichtet. Diese nahm 1946 ihre Tätigkeit auf.
Kontakt
Janggen-Pöhn Stiftung
Marktplatz 4
Postfach 646
CH-9004 St.Gallen
Sekretariat
Frau Angelika Schai
Tel. +41 (0) 71 227 25 25
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