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1980 fand Emil Carlen bei Grabarbeiten neben seinem Haus in Ritzingen aus der Latenzeit (5. Jahrhundert vor Christus) einen Ringsatz mit Kreisaugendekor, Sanguisuga – Fibeln, Drahtarmringe und zwei Bernsteinkugeln. Damit war der Beweis erbracht, dass hier schon Kelten gelebt haben.
1237 schenkte Graf Boso ll. von Gradetsch die Grafschaft dem Bischof von Sitten. So waren die Grafschafter nun Freie und unterstanden direkt dem Bischof.
Die Grafschaft, bestehend aus den Dorfschaften Ritzingen, Biel und Selkingen und Gluringen war nun ein Freigericht und wurde von einem Ammann verwaltet, der auch Richter war und aus den eigenen Reihen erwählt wurde. Er konnte Todesurteile aussprechen, die aber vom Bischof bestätigt werden mussten.
500 Jahre später, nachdem das Goms durch die Franzosenkriege viel leiden musste, wurden die Gemeinwesen neu geordnet und aus den 4 Dorfschaften wurden eigenständige Gemeinden.
Im Jahre 2000 beschlossen Selkingen, Biel und Ritzingen sich wieder zu einer Gemeinde zusammenzuschliessen und bilden neu mit ca. 194 Einwohner die Gemeinde Grafschaft.
von Cäsar Biderbost
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