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1961-1982
1960
Studio Bern übernimmt allein die Produktion der weltpolitischen Aktualitätssendung „Echo der Zeit“. Weiterhin ist keine Koordination mit den Nachrichtensendungen der SDA möglich.
Die Herstellung von portablen Transistorradios in Gross-Serien lassen das Radio endgültig „mobil“ werden.
Das Medium Radio muss sich der Konkurrenz durch das Fernsehen stellen, das sich zum Massenmedium entwickelt. Die Hörgewohnheiten ändern sich, das Radio wird zum Begleitmedium. Das individuelle Radiohören in allen Lebenslagen kommt immer mehr auf.
1961
Erste Versuche mit stereofonischen Programm-Aufnahmen. Schrittweise werden Spezialsendungen für die Gastarbeiter in italienischer, griechischer und spanischer Sprache eingeführt. Radio Beromünster sendet an Samstagen durchgehend; an Werktagen wird die nachmittägliche Sendepause beibehalten.
1962
Einführung der Informations-Sendungen für die Automobilisten „Im Auto durch die Schweiz“ und etwas später „Chömet guet hei“.
1964
Die SRG erhält eine revidierte Konzession für Radio und Fernsehen und organisiert sich neu:
Als erste Regionalgesellschaft konstituiert sich die Radio- und Fernsehgesellschaft der deutschen und der rätoromanischen Schweiz DRS). Später folgen Regionalgesellschaften im Welschland und im italienischsprachigen Teil der Schweiz.
Eröffnung der Programmstellen in Luzern und St.Gallen. Während der Landesausstellung in Lausanne wird ein vielbesuchtes Aufnahme- und Demonstrationsstudio betrieben. Die dabei eingeführten 16.00 Uhr-Kurznachrichten werden auch nach der EXPO beibehalten.
Bundespräsident H.P. Tschudi eröffnet das Radio- und Fernsehzentrum im Bundeshaus.
1966
Zu den vier SDA-Nachrichtenbulletins kommen Kurznachrichten, die Radio DRS unabhängig von der SDA produziert.
In Chur wird für die rätoromanischen Sendungen eine eigene Programmstelle eingerichtet.
Radio DRS nimmt zum ersten Mal mit einem Studio an einer Publikums-Messe (50. MUBA) teil.
Die bisherigen Sendepausen am Nachmittag entfallen; Radio DRS sendet damit auch an Werktagen durchgehend.
Das Radio geht näher!
Mit dem Aufkommen des Fernsehens verliert das Medium Radio einen Teil seiner bisherigen Bedeutung. Radio wird zu einem Medium, das seine Hörerinnen und Hörer rund um die Uhr begleitet, unterhält und informiert.
1968
DRS-l und DRS-2 erhalten längere Sendezeiten und erfahren eine bessere inhaltliche Trennung. Die Schwerpunkte bei DRS-l : Information und Unterhaltung.
DRS-2: Klassische Musik und kulturelle Sendungen.
Erste vollständige Übertragung einer Nationalratsdebatte: Es geht um die Ereignisse in der CSSR und das Thema der geistigen Landesverteidigung.
1969
Live-Sendungen zur ersten bemannten Mondlandung der USA.
In der Nationalratsdebatte über die Sicherstellung der Information in Kriegszeiten wird das Radio als äusserst wichtiges Medium eingestuft.
1971
Die Nachrichtenbulletins werden von Radio DRS neu in eigener Verantwortung erstellt. Bisher war für alle Hauptnachrichten-Sendungen die SDA alleine zuständig.
1972
Beginn der rätoromanischen Nachrichten „Novitads“, die als erste romanische Sendung national ausgestrahlt werden.
1976
Neue Richtlinien der SRG für das Beschwerdewesen treten in Kraft. Der vorgeschlagene Verfassungsartikel über Radio und Fernsehen wird vom Volk abgelehnt.
1978
Einführung der „Regionaljournale“ für die DRS-Regionen.
Der Kurzwellendienst wird in Schweizer Radio International (SRI) umbenannt.
Das Programmangebot von Radio DRS wird neu gegliedert: Auf DRS-l werden moderierte Begleitprogramme eingeführt.
1980
Gründung der Radio- und Fernsehgesellschaft Aargau-Solothurn (RFGAS) und Einrichtung einer Programmstelle in Aarau.
1981
Radio DRS sendet jetzt rund um die Uhr (24 Stunden).
Die ersten Compact-Disc-Geräte werden in den Studios installiert.
1982
Einführung des Verkehrsfunks (ARI).
Der Siegeszug des Mediums Fernsehen kommt ins Stocken, das Medium Radio erlebt einen zweiten Frühling. Die tägliche Hördauer des Radios nimmt noch einmal deutlich zu und liegt heute bei rund 200 Minuten pro Tag und Einwohner. Das Radio findet als Medium mit der raschesten Informations-Vermittlung breite Anerkennung.