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Etablissements scolaires
Etablissements scolaires
Description
LAGE / GESCHICHTE
Ergänzung der bestehenden Bauten. Das Bauwerk ist Teil des Sportzentrums „Aux Isles“, das sich am östlichen Ufer des „canal oriental“ auf einem 9’906 m2 grossen Grundstück befindet. Dieses entstand durch die Aufschüttung von Material beim Bau der Autobahn.
Der Neubau unterstreicht die Verdichtungstendenzen in der Stadt Yverdon und bildet für die lokale Bevölkerung einen Siedlungsschwerpunkt von hoher Qualität. Das Programm beinhaltet eine Dreifachturnhalle und einen Betreuungspavillon für ausserschulische Aktivitäten, zusammengefasst in zwei Baueinheiten.
Die Gesamtfläche beträgt 7’700 m2 mit einer ebenerdigen Grundfläche von 3’672 m2, was einem Bauvolumen von insgesamt 48’107 m3 entspricht. Die Dreifachturnhalle kann 1‘000 Zuschauer aufnehmen. Der Betreuungspavillon seinerseits ist vielfach nutzbar und beinhaltet zusätzlich eine Kantine und Kinderkrippe.
Das Projekt entspricht dem Standard Minergie. Der Pavillon ist umgeben von einer begrünten Anlage mit einem Garten, der direkt auf die Bedürfnisse der Kinderkrippe zugeschnitten ist. 116 Aussenparkplätze gehören ebenfalls zur Anlage.
PROJEKT
Die Turnhalle setzt sich aus einer Dachstruktur, die auf einem Sichtbetonsockel ruht, zusammen. Markante Träger schaffen grosszügige Eingangsbereiche mit einem grossen Vordach.
Die Dachstruktur ist mit opalgrünlichen Polycarbonatplatten verkleidet. Diese sorgen bei Tag für eine Hinterleuchtung des Tragwerks und fassen regelmässig angeordnete Fensteröffnungen ein.
Der Aufbau besteht aus verleimtem Schichtholz. Jeder Träger übt einen Druck von 25 Tonnen auf die seitlichen Wiederlager aus armiertem Beton aus. Diese übertragen die Lasten in den Boden, wo ein Pfahl-System bis zu 25 m verankert ist.
Die Garderoben und Nasszellen sind im südöstlichen Teil des Gebäudes angelegt. Sie werden durch ein Fensterband mit Tageslicht versorgt, das bis 90 cm unter die Geschossplatte reicht.
Beim Betreuungspavillon stellten die unterschiedlichen Nutzungs-Anforderungen eine grosse Herausforderung dar: grosse offene Flächen für die Kantine und kleine geschlossene Einheiten für die Kinderkrippe. Diese Aufgabe wurde geschickt gelöst, indem die Kantine im Parterre und die Kinderkrippe im ersten Geschoss untergebracht wurden.
In diesem rechteckigen Gebaüde sind die Eingänge und Balkone tief ins Mauerwerk versetzt. Im Innern wurde die Orthogonalität zugunsten von schrägen Linienführungen, welche auf beiden Geschossen grosse organisatorische Freiheiten bieten, aufgehoben.
Die Fenster in drei verschiedenen rechteckigen Grössen sind wie zufällig angeordnet. Auch dies entspricht den Anforderungen einer vielfältigen Nutzung.
Die Fenster, welche sich öffnen lassen, befinden sich ausserhalb der Reichweite von Kindern. Andere sind auf 40 cm Höhe angebracht. Die Fensterbänke bieten zusätzliche Sitzmöglichkeiten, sodass die Kinder auch nach draussen schauen können.
Dieses räumliche Konzept gilt auch für das Erdgeschoss; In der Schulkantine wird die Fassade mit aussenbündigen Fenstern ebenfalls beibehalten.
Die Energieerzeugung erfolgt über Photovoltaikmodule auf dem Dach der Turnhalle (70 kW) und die Holzschnitzel-Heizung, welche Wärme für die neuen Gebaüde wie auch für das benachbarte Gymnasium erzeugen.