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Auf dem Areal des heutigen Zentrums Bethlehem soll eine dichte Überbauung mit vielfältigen Nutzungen wie Wohnen, Arbeiten und Einkaufen entstehen, wie die Stadt Bern ausführt.
Um diese Entwicklung zu ermöglichen, habe der Gemeinderat auf der Grundlage des Masterplans Chantier Bethlehem West eine Überbauungsordnung erarbeitet. Diese habe er nun zur öffentlichen Mitwirkung verabschiedet, die bis am 25. August 2022 dauert.Auf dem Areal des Zentrums Bethlehem (Riedbachstrasse 8, 9, 10 und 12) im Chantier Bethlehem West solle eine nutzungsdurchmischte Überbauung entstehen.
An der Projektträgerschaft beteiligt seien neben den beiden Grundeigentümerschaften Genossenschaft Migros Aare (GMAA) und Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik der Stadt Bern (Fonds) auch die Band-Genossenschaft und die gemeinnützige Wohnbauträgerschaft Baugenossenschaft Brünnen-Eichholz als Baurechtsnehmende. Die Projektverantwortlichen beabsichtigen eine Arealentwicklung, die mehrheitlich preisgünstige Wohnungen mit verschiedenen Einkaufs- und Gewerbeflächen und attraktiven Aussen- und Grünräumen kombiniert.
Geplant seien private, halböffentliche und öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität und einem Anteil von Flächen mit hoher Biodiversität. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, sei der Erlass einer Überbauungsordnung nötig.Auf dem nördlichen Teil des Areals West (heutiges Zentrum Bethlehem) plant die GMAA die Realisierung eines eigenen neuen Supermarkts, ergänzt durch Drittmietende (vorwiegend Detailhandel).
Zudem beabsichtigt sie, rund 130 1,5- bis 5,5-Zimmerwohnungen zu erstellen, ein Drittel davon preisgünstig. Auf dem südlichen Arealteil sei die Realisierung von rund 70 preisgünstigen 1,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen geplant.
Diese Wohnungen erstellt die gemeinnützige Wohnbauträgerschaft Baugenossenschaft Brünnen-Eichholz auf einem Baurechtsgrundstücks des Fonds. Damit werde insgesamt ein Anteil preisgünstiger Wohnungen von über 50 Prozent erreicht.Die Band-Genossenschaft werde ihren Standort von der Riedbachstrasse 9 in den südlichen Teil des Areals West verlegen und dort ebenfalls auf einem Baurechtsgrundstück des Fonds neue Gewerbe- und Dienstleistungsangebote aufbauen.
Insgesamt werden auf diesem Arealteil über 300 Arbeits- und Integrationsplätze realisiert. Am bisherigen Band-Standort sollen später vorwiegend Wohnungen entstehen, wobei die Stadt Bern (Fonds) die genaueren Entwicklungsabsichten zu gegebener Zeit konkretisieren wird.Im Zentrum des Areals West solle am sogenannten Mittelweg ein Quartierplatz als Begegnungs- und Aufenthaltsort entstehen.
Der Mittelweg stellt eine wichtige neue Quartierverbindung zwischen der Parkanlage Brünnengut und der Überbauung Tscharnergut für den Fuss- und Veloverkehr sicher. Innerhalb der beiden Baubereiche im nördlichen und südlichen Teil des Areals West seien grössere zusammenhängende und ökologisch wertvolle Frei- und Grünflächen für Spiel und Begegnung vorgesehen.
Im Wirkungsbereich der Überbauungsordnung seien mindestens 15 Prozent der Fläche als naturnahe Lebensräume auszugestalten.Obwohl die geplanten Flächen der Detailhandelseinrichtungen gleich gross seien wie im heutigen Einkaufszentrum und zusätzlich Raum für Wohnen und Arbeiten entsteht, bleibt die Anzahl Fahrten gegenüber heute gleich hoch. Ein Mobilitätskonzept definiert wichtige Eckwerte für eine quartierverträgliche Verkehrsabwicklung.
Massnahmen seien unter anderem die Limitierung der Anzahl Parkplätze für Autos, eine Parkplatzbewirtschaftung, die Erstellung von zahlreichen Veloabstellplätzen oder eine Mobilitäts- und Informationsplattform. Der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser solle durch den Anschluss an das Fernwärmenetz von ewb gedeckt werden.Die Entwicklung des Zentrums Bethlehem basiert auf dem Masterplan Chantier Bethlehem West, den der Gemeinderat im März 2020 verabschiedet hatte.
Der Masterplan legt die langfristige räumliche Entwicklungsstrategie für den Chantier Bethlehem West behördenverbindlich fest und dient als planerische Grundlage für die einzelnen Arealentwicklungen und Aufwertungsmassnahmen im öffentlichen Raum. Die ortsbauliche Integration in die umliegenden Quartiere, insbesondere in die Grossüberbauung Tscharnergut, sei somit gegeben.Der Gemeinderat habe die Überbauungsordnung Riedbachstrasse 8, 9, 10 und 12 nun zur öffentlichen Mitwirkung verabschiedet.
Diese dauert vom 30. Juni bis 25. August 2022. Da es sich bei einer Überbauungsordnung um eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung handelt, werden Stadtrat und Stimmberechtigte über die Vorlage befinden können. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich im Herbst 2024 statt..
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