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Vorgeschichte der Gesellschaft
Aufruf von Hubert Dupraz und Hilmar Ingensand zur Mitwirkung in einer Arbeitsgruppe (deutsch et français), veröffentlicht in "Vermessung, Photogrammetrie, Kulturtechnik" / "Mensuration, Photogrammétrie, Génie rural" Oktober / Octobre 1997 und das erste Protokoll "Procès-verbal de la 1 re séance, le 30 mai 1994 à Berne". In der gleichen Ausgabe werden die Ziele der Arbeitsgruppe formuliert.
Die Initiative zur Arbeitsgruppe, die sich mit der Geschichte der Vermessung in der Schweiz befasst, ergriff das damalige Institut de mensuration et génie rural der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne mit der Begründung:
"... Au moment où les instruments de mesure, les techniques de calcul et de représentation du sol subissent une révolution totale, il serait regrettable que dans quelques années plus personne sache 'à quoi ça servait' ni 'comment ça marchait'. ... ".
Auf Vorschlag von Prof. A. Dürst sollten als Erstes alte Vermessungsinstrumente erfasst werden. Die Mitarbeiter trafen sich zum gelegentlichen Erfahrungsaustausch. Prof. Ingensand von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ) startete die notwendigen Umfragen und sammelte die eingehenden Informationen.
Das von der Arbeitsgruppe in Angriff genommene Inventar zeigte aber bald den erheblichen Umfang der zu bewältigenden Arbeit. 1998 kündigten die beiden Hochschulen an, dass ihnen Personal, Zeit und Geld fehlten, um die Arbeit weiter zu führen. 1999 erklärte sich Peter Fülscher bereit, die Inventarisierung alleine zu übernehmen. Als Nebenprodukt entstand eine Liste der Konstrukteure.
Bald zeigte sich, dass die Inventarisierung von alten Vermessungsinstrumenten den Blick auf andere, für die Geschichte der Geodäsie nicht minder wesentliche Gebiete lenkte. Auf Initiative von Heinz Aeschlimann entschloss man sich, eine als Verein konstituierte Trägerschaft zu gründen.
Gründung der Gesellschaft
Am 23. November 2001 wurde schliesslich die Gesellschaft für die Geschichte der Geodäsie in der Schweiz in Aarau gegründet. Sie möchte das materielle und intellektuelle Erbe der Geodäsie in der Schweiz bewahren und das Verständnis für einen faszinierenden Zweig der technischen und kulturellen Entwicklung in der Fachwelt und in der interessierten Öffentlichkeit wach halten.
Die Gesellschaft speichert die erhobenen Daten in einem Inventarisierungsprogramm, das vom Historischen Museum Basel übernommen und den spezifischen Erfordernissen angepasst wurde, mit dem Ziel, einen Überblick über die noch vorhandenen Instrumente und entsprechende Literatur zu erhalten. Diese Daten werden auch in einem beschränkten Umfang einer interessierten Öffentlichkeit digital zugänglich gemacht.