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Gemäss einer aktuellen Nielsen-Studie belegt die Schweiz die No. 1 bezüglich Internet-Verbindungsgeschwindigkeiten bei Heimcomputern. Das lässt darauf schliessen dass wir weitaus fortschrittlicher sind und weniger konservativ als oft behauptet.
Die Nielsen-Studie unterscheidet dabei in die Kategorien „langsam“ (-512Kb), „medium“ (512Kb bis 2Mb) und „schnell“ (2Mb-8Mb) und „superschnell“ (ab 8Mb). Im Vergleich mit Nationen wie USA, Deutschland oder Brasilien verfügen wir als über die grösste Dichte an schnellen/superschnellen Anschlüssen zu Hause.
Als Privatpersonen sind wir also, zumindest technisch, weit fortgeschritten. Entsprechend wiedersprüchlich mutet die Tatsache an, dass wir bezüglich Einstellungen (siehe Google-Prozess) und unternehmerischem Verhalten doch eher zurückhaltend agieren. Beispiel Verteilung von Marketingbudgets: während in UK das Online-Marketing bereits vor Jahren die klassischen Medien ein- und überholt hat ist die Schweiz diesbezüglich noch am Aufholen. Oder Social Media Marketing: u.a. rund 2,5Mio. Facebook-User in der Schweiz und die Entscheidungsträger sind nach wie vor erst zögerlich bereit, mehr Mittel in die Social Networks zu kanalisieren. Als Beispiel ziehe ich hier mal den Einsatz von animierten Inhalten oder Videos hinzu: während früher die Ladezeiten eher vom Einsatz solcher Elemente absehen liessen hätten wir heute eine hervorragende Ausgangslage. Nach wie vor ist trotz Youtube, Vimeo und Co. der Einsatz von Web-Videos noch eher bescheiden.
Ich kann zwar einen Ferrari kaufen, aber besser Autofahren werde ich deshalb nicht. Verfügbarkeit und erstklassige Infrastruktur sind also kein Treiber für den durchgängig optimierten Einsatz, oder?