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Inhalt
Die ‹Tragödie des hässlichen Mannes› war Ausgangspunkt für das Libretto, das Alexander Zemlinsky mit diesen Worten bei Franz Schreker bestellt hatte und das dieser schliesslich selbst vertonte. Der reiche Genuese Alviano Salvago hat eine Insel vor der Stadt als Elysium ausgestattet und will sie dem Volk schenken – doch junge Adlige haben die Insel für Orgien mit entführten Jugendlichen missbraucht und wollen die Schenkung und die damit verbundene Entdeckung verhindern. Der Konflikt zwischen geistiger und sinnlicher Schönheitsliebe wiederholt sich in der Rivalität zwischen dem Ästheten Alviano und dem leidenschaftlichen Grafen Tamare um Carlotta, die schöne Tochter des Podestà und Malerin.
Die symbolistisch-expressionistische Musik lässt alle Facetten von Leidenschaft, Sehnsucht, Glück und Unglück schillern. Nach 1933 fast vergessen, fand die Schweizer Erstaufführung erst 1992 statt. Der Selbsthass und die (Selbst-)Zerstörungswut der von ihren scheinbar schrankenlosen und doch so beschränkten Möglichkeiten überforderten Akteure bilden für Regisseur und Ausstatter Antony McDonald den Schlüssel zum Verständnis dieses grossartigen und rätselhaften Werks.