Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03590.jsonl.gz/325

Die Kleidung während deiner Pfadiaktivität hat zweifellos mehrere Funktionen, aber sie ist hauptsächlich dafür gedacht:
-als Schutz vor Verletzungen (festes Schuhwerk gegen scharfkantige Äste, robuste Hosen gegen Brennnesseln und Brombeeren …);
-und zur Erhaltung der Körpertemperatur (Wärme, wenn es kalt ist, Kühle, wenn es heiss ist).
Das Gefühl von Wärme oder Kälte ist persönlich. Sie wird nicht nur durch die Umgebungstemperatur bestimmt, sondern auch durch den Energieverbrauch deines Körpers. Jemand, der zum Beispiel joggt, ist wärmer als jemand, der stillsitzt.
Auch Kälte ist subjektiv; die Windgeschwindigkeit kann das Kälteempfinden verstärken. Zehn Grad Celsius fühlen sich an wie zehn Grad Celsius, wenn es windstill ist. Aber bei einer Windgeschwindigkeit von über 40 km pro Stunde fühlt es sich an wie minus zwei Grad Celsius. Genauso kann sich minus sieben wie minus dreissig anfühlen, wenn der Wind mit einer Geschwindigkeit von 56 km pro Stunde weht.
Bei kaltem Wetter gibt es eine goldene Regel: arbeite in Schichten. Es ist besser, mehrere dünne Schichten übereinander zu tragen als einen dicken Jacke über dem T-Shirt. Wenn es dir bei körperlicher Anstrengung zu warm wird, kannst du eine Schicht ausziehen.
Selbstverständlich solltest du darauf achten, dass du eine wasserabweisende Oberschicht trägst, denn es kann immer mal regnen. Wasserabweisend ist nicht gleich wasserdicht. Der Körper produziert nämlich ständig Schweiss, der verdunsten oder trocknen können muss, sonst wird man nass und fröstelt. Die verdunstende Flüssigkeit entzieht der Haut Wärme. Eine gute Idee ist ein einfacher «Poncho», z. B. eine Fahrrad-Regenplane, die man über sich und seinen Rucksack hängt.
Kalte, nasse Füsse kühlen schnell und unangenehm ab. Achte darauf, dass du wasserabweisende und atmungsaktive Schuhe trägst. Meide Gummistiefel. Sie sind wasserdicht, aber man kann darin sehr schwitzen.
Eine Mütze ist bei sehr kaltem Wetter ebenfalls sehr wichtig, da der Kopf 1/7 der gesamten Körperoberfläche bedeckt.
Wenn du dich während einer Pause hinsetzt, sorge dafür, dass du eine Isolierung zwischen dir und dem kalten Boden hast (eine Matte ist ein guter Anfang).
Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle für die Körpertemperatur. Manchmal hilft ein Sandwich mehr als ein zusätzlicher Pullover. Und natürlich ist ein leckerer Eistee bei Unterkühlung nicht wirklich zu empfehlen.
Also denk daran:
Es ist besser, viele dünne Schichten zu haben als eine dicke.
Es ist einfacher, sich warm zu halten, als sich wieder aufwärmen zu müssen.
Trocken bleiben ist oft dasselbe wie warm bleiben.