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Gysel, Alfred (1917-)--DB1419
Person
Lebensdaten
16.05.1917-
Mädchenname, Herkunftsort bzw. Heimatort
Wilchingen
Zivilstand, Konfession, Nachkommen
Heirat mit Anna Jucker 1944
Soziale Herkunft, verwandtschaftliche Beziehungen
Bauernsohn aus Trasadingen
Ausbildung, berufliche Tätigkeit und Funktionen in der Öffentlichkeit
Ausbildung
Ing. agr. ETH 1938-1942; Kantonsschule Schaffhausen, Sekundarschule Hallau
Berufsausübung
Abteilung für Landwirtschaft im Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD): Adjunkt 1969-1982, Mitarbeiter 1961-
Funktionen in landwirtschaftlichen Institutionen
Funktionen in anderen Institutionen
Schweizerische Landwirtschaftliche Monatshefte: Redaktor 1950-1986 (als Nachfolger von Schlosser, Heinrich (1886-1950)--DB3118); SVIAL: Aktuar 1953-1962 (als Nachfolger von Huber, Edwin (1905-)--DB1669 und als Vorgänger von Vonder Mühll, Rodolphe (1893-1981)--DB3675), Redaktor des SVIAL-Bulletin 1953-1962 (als Nachfolger von Vonder Mühll, Rodolphe (1893-1981)--DB3675 und zugleich Vorgänger von Vonder Mühll, Rodolphe (1893-1981)--DB3675)
Funktionen in der Politik
Biographische Skizze
Alfred Gysel arbeitete nach der Maturität 1936 auf dem elterlichen Betrieb, auf dem Gutsbetrieb der Conservenfabrik Hero in Hallau sowie in einem Kinderheim in Teufen. Nach dem Studium der Agronomie an der ETH wirkte er ab 1942 als Mitarbeiter von Wahlen, Friedrich Traugott (1899-1985)--DB3702) im landwirtschaftlichen Produktionskataster. Von 1943 bis 1948 war Gysel Assistent am Institut für Pflanzenbau an der ETH, das zuerst unter der Leitung von Volkart, Albert (1873-1951)--DB3669 und dann von Wahlen stand. Am Anfang leitete er vor allem pflanzenbauliche und getreidezüchterische Versuche sowie die agronomischen Praktika. Von 1946 bis 1948 arbeitete Gysel dann vor allem im Bereich der Versuchstechnik und Getreidezüchtung; dazu gehörten mehrwöchige Praktikumsaufenthalte in Norwegen, Dänemark und Schweden, wo er auf dem Filialbetrieb der Züchtungsanstalt Svalöv, Ultuna arbeitete.
Von 1948 bis 1952 war Gysel wissenschaftlicher Mitarbeiter der Eidgenössischen Agrikulturchemischen Anstalt Liebefeld-Bern, die unter der Leitung von Gisiger-Brunner, Leo (1901-1989)--DB1273 stand. In dieser Funktion beschäftigte er sich u.a. mit der Bodenbearbeitung, Düngungsversuchen, Zuckerrübensortenversuchen und der Unkrautbekämpfung. Neben mehrwöchigen Aufenthalten in England und Schweden arbeitete Gysel im Sommer 1950 im Auftrag der technischen Hilfe der FAO in Afghanistan.
1952 wechselte Gysel an die unter der Leitung von Gutknecht, Hermann (1902-1970)--DB1408 stehende Landwirtschaftliche Versuchsanstalt Liebefeld-Bern. Hier beschäftigte er sich vor allem mit dem Futterbau, hauptsächlich dem Silomais sowie der Tierhaltung, besonders der Jungvieh- und Schweinemast. So leitete er u.a. die Mastleistungsprüfungen an der Molkereischule Rütti und bereitete die Gründung des regionalen Schweinegesundheitsdienstes im Kanton Bern vor.
1961 wurde Gysel Sachbearbeiter für das landwirtschaftliche Beratungswesen in der Abteilung für Landwirtschaft im EVD in Bern. Berufsbegleitend bildete er sich an der Uni Bern im Bereich der Pädagogik und allgemeinen Psychologie weiter. 1969 wurde er Sektionschef.
Von besonderer Bedeutung ist Gysels 36 Jahre, bis zur Auflösung der Zeitschrift dauernde Tätigkeit als Redaktor der Schweizerischen Landwirtschaftlichen Monatshefte. In dieser Funktion übte er einen grossen Einfluss auf die in der Nachkriegszeit geführten agronomischen Diskurse aus.
Autor: Peter Moser
Quellen und Literatur
Eigene Publikationen
- Beiträge zur Technik des landwirtschaftlichen Versuchswesens, in: SLM, 1951, S. 98-102
- Veröffentlichungen in den Schweizerischen Landwirtschaftlichen Monatsheften und im Kleinviehzüchter
Quellen
- Archivbestand Alfred Gysel (AfA Nr. 735)