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Die männliche Gesundheit wirkt sich auf den Verlauf der Schwangerschaft aus. Das fand ein Team um den Urologen Dr. Michael Eisenberg von der Stanford University School of Medicine heraus. Die Forscher untersuchten mehr als 950’000 Schwangerschaftsverläufe. Bei etwa jedem vierten werdenden Vater war mindestens eine Komponente des metabolischen Syndroms ausgeprägt. Je stärker das Syndrom ausgeprägt war, umso häufiger traten Fehl- und Totgeburten auf. Auch das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft war höher.
Bei gesunden Männern liegt das Risiko für diese unglücklichen Verläufe bei 17 Prozent. Weisen die Männer allerdings eine oder mehrere Komponenten des metabolischen Syndroms auf, steigt das Risiko für eine negativ verlaufende Schwangerschaft auf bis zu 27 Prozent. Die Forscher vermuten, dass der schlechte Gesundheitszustand des Mannes die Spermienproduktion beeinträchtigt. Die geschädigte Spermien-DNA behindert den Reifungsprozess des Embryo.
Das metabolische Syndrom ist keine Krankheit, sondern eine Sammlung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – die häufigste Todesursache in Industrieländern. Zu diesen Faktoren gehören Übergewicht, Bluthochdruck sowie ein gestörter Blutzucker-, Fett- und Cholesterinspiegel. All diese Faktoren sind mehrheitlich Wohlstandskrankheiten und Folgen eines ungesunden Lebensstils mit zu wenig körperlicher Bewegung und zu viel und einseitiger Ernährung.