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Du brauchst spontan ein Auto, hast aber kein eigenes? Sponti-Car ist die vollelektrische Lösung. Da die Bedienung aber nicht allen Benutzer:innen klar ist, habe ich selbst ein Videotutorial produziert.
Das Tutorial soll die Bedienung des VW ID3 vereinfachen und erklären. Es kann kurz vor dem Entsperren des Autos angeschaut werden und soll den Benutzer:innen die Angst und Unwissenheit nehmen. Was bei meiner Produktion herausgekommen ist, siehst du in folgendem Video:
(dbo)
Planung und Storyboard
Beim Erstellen des Storyboards stützte ich mich auf eine schriftliche Anleitung, die bereits auf der Website verfügbar ist.
Dann musste ich den Drehtag planen und das Auto für das entsprechende Datum reservieren. Glücklicherweise stellte sich mein Vater als Statist zur Verfügung, was die Planung erheblich vereinfachte.
Dreh
Der Dreh war sehr interessant und lehrreich. Ich benutzte zum ersten mal ein DJI RS2 Gimbal, für eine professionelle Produktion. Um Aufnahmen vom fahrenden Auto zu machen, zog ich mir Inline-Skates an und verfolgte das Fahrzeug. Das stellte sich als schwierig heraus, da ich einen Weg finden musste, ins Rollen zu kommen, ohne dass sich die Kamera in der vertikale bewegt. Mit der Zeit fand hatte ich den Dreh raus und konnte mit den Aufnahmen beginnen. Ich verwendete eine Fuji XT-4, ein 50mm- und ein 18-55mm-Objektiv. Mit 50mm konnte ich Szenen einfangen, wie sie das menschliche Auge aufnimmt. Das Zoom-Objektiv habe ich für die bewegten Aufnahmen auf den Rollschuhen genutzt. So hatte ich ein bisschen Flexibilität, während sich das Fahrzeug bewegte. Für den Dreh nahm ich kein zusätzliches Licht mit. Die Lichtverhältnisse waren so gut, dass ich mit available light arbeiten konnte.
Vertonung
Da der O-Ton in diesem Falle nicht wirklich einen Mehrwert bringt, nutzte ich lediglich einen Soundtrack. Diesen kaufte ich mir für 30 Dollar. Mit einem praktischen Premiere-Feature konnte ich ihn auf die passende Länge zuschneiden, ohne dass es abrupte Schnitte gibt.
Color Correction
Die Farbkorrektur stellte sich als schwierig heraus. Da ich am Morgen aufnahm, veränderten sich die Lichtverhältnisse während des Drehs erheblich. Alles einheitlich zu gestalten, war aufwändig und mühsam. Auf ein Grading verzichtete ich, da ich das Video so natürlich wie möglich halten wollte. Ich habe ausschliesslich in F-Log aufgenommen, was mir ein hoher dynamischer Umfang ermöglichte. Gerade die Szenen im Sonnenlicht konnte ich daher ohne Überbelichtung filmen.
Motion Tracking
Alleine das Bild würde den Nutzer:innen zu wenig Information bieten. Daher entschied ich mich für getrackte Tipps. Diese erstellte und trackte ich in After-Effects.
Das war ziemlich aufwändig, vor allem auch, weil ich das bis anhin noch kaum gemacht habe. Das Footage war oftmals aber ein bisschen zu wackelig, so dass das Tracking nicht gut funktionierte. An diesen Stellen setzte ich einen Frame-Freeze ein und blendete den Tipp auf dem Standbild ein. Das war neben dem Rohschnitt der aufwändigste Teil des Projektes.
Delivery
Eine erste Version kam also zum Kunden, der nach einiger Zeit ein Feedback gab. Das hiess für mich, Anpassungen vornehmen. Z.b. Autonummern musste ich nachträglich zensieren. Ebenfalls mit Motion Tracking.
Als dann alle Änderungen gemacht waren, konnte ich das fertige Produkt an meinen Kunden senden. Dieser hat das Video mittlerweile auf die Website unter dem Standort Aarberg hochgeladen:
Fazit
Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das Video ist verständlich und für ein Tutorial anschaulich gestaltet. Die Farb- und Lichtverhältnisse sind leider nicht vollkommen einheitlich. Mit der Farbkorrektur konnte ich aber das Beste herausholen. Für die Zukunft werde ich sicher vermehrt mit Gimbal filmen. Das hat sich als extrem praktisch herausgestellt. Damit ich aber die Vorteile davon voll und ganz ausnützen kann, werde ich noch ein paar Mal üben müssen.