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Der Regierungsrat hat mit den Gemeinden über ihre Siedlungsreserven verhandelt. Gewisse Gemeinden mussten ihre Reserven einschränken, andere durften sie noch etwas ausbauen. Unter dem Strich blieb die Reserve mit 30'000 Hektaren unverändert. Dies entspricht 17 Prozent der gesamten Fläche.
Um das künftige Wachstum zu bewältigen, müsse beim Bauen noch mehr verdichtet werden, hiess es dazu im Rat. Die bürgerliche Mehrheit ist zufrieden mit der Arbeit des Regierungsrats. Linksgrün möchte hingegen noch mehr Land freihalten. Insbesondere die Grünen wollen die Richtplandebatte nutzen, um ihre Kulturlandinitiative durchzusetzen. Ihre Anträge dürften jedoch kaum eine Mehrheit finden. Falls die Grünen mit ihren Anträgen tatsächlich scheitern, haben sie bereits eine sogenannte Durchsetzungsinitiative angekündigt.
In einem weiteren Punkt haben sich die Bürgerlichen schon durchgesetzt: Das zusätzliche Verkehrsvolumen im Kanton Zürich muss nur zu 50 Prozent vom öffentlichen Verkehr bewältigt werden. Linke und Grüne hätten diesen Anteil auf 80 Prozent erhöhen wollen.
Zum Beispiel: «Der Biswind» in Herrliberg
Die Richtplandebatte dauert etwa 50 Stunden und dürfte sich auf etwa sieben Tage verteilen. Ein konkretes Beispiel, worum es in der Debatte geht, ist der «Biswind», eine grüne Wiese oberhalb von Herrliberg. Umweltschützer möchten mit verschiedenen Anträgen in der Debatte erreichen, dass solche Wiesen geschützt sind. Sie verweisen auf die Kulturlandinitiative, welche 2012 von den Stimmberechtigten des Kantons Zürich angenommen wurde.
Die Gemeindebehörden von Herrliberg möchten auf einem kleinen Teil der Wiese jedoch ein Gewerbegebiet schaffen. Dort sollen lärmige Betriebe angesiedelt werden, welche in der Wohnzone nicht erwünscht sind.