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bigfreddy
: 40.000 Toten für das Gebiet Deutschlands...
Verursacht durch die Hongkong-Grippe.
Die Hongkong-Grippe brach 1968 aus. Sie war die letzte große Grippepandemie, bei der weltweit im Zeitraum von 1968 bis 1970 ca. eine Million Menschen starben.[1][2] Andere Zahlen sprechen von 750.000 bis 2 Millionen Toten. In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) gab es im Winterhalbjahr 1969/70 die schwersten Ausbrüche.[3] Genaue Fallzahlen sind damals im Gewirr der föderalen Zuständigkeiten nicht erhoben worden, allerdings wurde im Nachhinein eine Übersterblichkeit von rund 40.000 Toten für das Gebiet der Bundesrepublik berechnet.[4] Verursacher der Pandemie war das Influenzavirus A/H3N2, und zwar die Variante A/Hong Kong/1/1968 H3N2.[5]
Wegen der nahen Verwandtschaft mit der Asiatischen Grippe von 1957 war der Verlauf der Hongkong-Grippe milder, da die Immunabwehr bei den meisten Menschen noch Antikörper gegen den ähnlichen Influenzatyp H2N2 enthielt.
bigfreddy
: Und weiter geht's mit der Asiatischen Grippe
Ihr fielen 1957 und 1958 weltweit Schätzungen zufolge eine bis zwei Millionen Menschen zum Opfer. In Deutschland waren es "nur" rund 30.000 Menschen-
Die Asiatische Grippe war nach der Spanischen Grippe die zweitschlimmste Influenza-Pandemie des 20. Jahrhunderts. Sie wurde durch das Influenzavirus A/Singapore/1/57 (H2N2) ausgelöst. Die Asiatische Grippe brach 1957 aus und hatte ihren Ursprung vermutlich in der Volksrepublik China. Ihr fielen 1957 und 1958 weltweit Schätzungen zufolge eine bis zwei Millionen Menschen zum Opfer.[1] In Deutschland starben an der Asiatischen Grippe rund 30.000 Menschen.[2] Die Asiatische Grippe wurde von einem Virus-Subtyp ausgelöst, der aus einer Kombination von einem menschlichen mit einem Geflügelpestvirus entstanden war (Antigenshift).[3]
Zur Vorbeugung wurde damals empfohlen, mit Wasserstoffperoxid zu gurgeln und formalinhaltige Tabletten einzunehmen.
bigfreddy
: ...und mindestens 25 Millionen bis 50 Mio Tote
das war der Preis der sog. spanischen Grippe.
Die Spanische Grippe war eine Influenza-Pandemie, die durch einen ungewöhnlich virulenten Abkömmling des Influenzavirus (Subtyp A/H1N1) verursacht wurde und sich zwischen 1918 ? gegen Ende des Ersten Weltkriegs ? und 1920 in mindestens zwei Wellen verbreitete und mindestens 25 Millionen, nach einer Bilanz der Fachzeitschrift Bulletin of the History of Medicine vom Frühjahr 2002 sogar knapp 50 Millionen Todesopfer, bei einer Weltbevölkerung von etwa 1,65 Milliarden, forderte. Die Letalitätsrate mit 1,5 bis 3 Prozent (je nach Versorgungssituation bis zu 6 Prozent) war deutlich erhöht im Vergleich zu Erkrankungen durch andere Influenza-Erreger.[1]
ich wünsche den Schweden wirklich, dass ihr Sonderweg gut geht und nicht in einem Desaster endet. Boris Johnson wird ja vorgeworfen, dass er viel zu spät die erforderlichen Restriktionen eingeleitet hatte.
Schulkinder lernen im Klassenzimmer, selbst die Skisaison geht weiter: In Schweden verläuft das Leben trotz rasant steigender Corona-Zahlen in weiten Teilen normal. Kann das gut gehen?
Seit 13 Jahren lebt Christian Christensen in Stockholm, er mag die Stadt, aber seit einigen Tagen ist ihm mulmig, wenn er aus dem Haus geht. "Die Straßen sind zwar deutlich leerer als sonst, und die meisten Menschen halten Abstand voneinander", erzählt er in einem Skype-Gespräch. "Ich sehe jedoch immer noch volle Restaurants." Bei einem nächtlichen Spaziergang am Wochenende kam er an lebhaft frequentierten Klubs und Bars vorbei. "Die Leute standen dort dicht gedrängt wie immer", fröhlich und trinkend.
"Riskantes Spiel mit der Gesundheit der Bevölkerung" ???
//// START: Aufzeichnung eines Radioberichts: Donnerstag, 9. April 2020
"Stockholm ist die letzte freie Stadt Europas. Cafés, Fitnessstudios, Büros, Friseure, Bars, Kindergärten, Schulen ? alles offen. Als gebe es kein Coronavirus in Schweden. Angesichts der Lage im Rest Europas fühlt sich ein Bummel durch die belebte Stadt wie ein Luxus an. Oder wie eine Bedrohung.
In der Bar Tjoget im hippen Stadtteil Hornstull klirren um 22.30 Uhr die Gläser, Stimmengewirr füllt den Raum. Am Fenster sitzen, wegen der lauten Musik dicht beieinander, Ebba und ihre Freundinnen. Die Bar ist nicht überfüllt wie sonst, aber doch voll.....
Ich drücke den Schweden die Daumen, dass der Versuch gut geht.
StockholmDie Covid-19-Pandemie wird in Schweden wesentlich anders gehandhabt als in anderen Ländern. Die Selbstisolierung wird nicht angeordnet, der Bevölkerung das Rausgehen nicht verboten. Und so laufen die öffentlichen Vergnügungen weiter, das gesellige Versammeln, der Betrieb von Gaststätten. Schulen und Sporthallen bleiben in Schweden offen und die Bürger werden vom Staat ermutigt, an die frische Luft zu gehen.
Aber wieso gibt es diesen schwedischen Sonderweg überhaupt? Die Schweden sind auf Konsens getrimmt, heißt es. Sie vertrauen einander und ihrer Regierung.Sie folgen Regeln, die sie für vernünftig halten, und glauben an Eigenverantwortung. So kommt es, dass nicht drakonische staatliche Maßnahmen die Antwort auf die Ängste der Bevölkerung sind, sondern die Stimme der Experten des öffentlichen Gesundheitssystems die Nation durch die gefährlichen Zeiten der Seuche führt. Auch heißt es, Schweden pflege eine lange voluntaristische Tradition der Kooperation der Bürgerschaft in Zeiten ansteckender Krankheiten. Göran Eriksson schrieb im Svenska Dagbladet am 28. März, dass Schweden gar eine ?nicht-autoritäre Tradition? pflegt, um die öffentliche Gesundheit zu sichern.
Was soll uns diese Zahl sagen? Bei der Influenza liegt die Sterberate bei 0,1-0,2%. Eine Grippewelle läuft so um die 3-.5 Monate. Bei 0,2% heißt das: 17/18 gab es um die 12 Mio. Infizierte. Die Grund-Ansteckungsrate bei Influenza: 1,3 (heißt ein Infizierter steckt durchschnittlich 1,3 Leute an.
Eine Grippewelle läuft so um die 3-.5 Monate. Je nach Stärke, je nach Witterung, je nach Virus. Bei einer Ansteckungsrate von 1,3% braucht - ausgehend von 1000 Infizierten - ungefähr 27 Ansteckungsintervalle, um auf 12 Mio. Infizierte zu kommen. Ohne jeden Eingriff in die Ausbreitung.
Ein Vergleich von Corona gegen Influenza braucht also mindestens Klarheit über die Grundansteckungsrate und die tatsächliche Sterberate. Haben wir nur in Näherungen und außerdem haben wir massive Eingriffe in die Ausbreitungsgeschwindigkeit.
Nach den Erfahrungen in Wuhan und anderswo wird die (ungehemmte) Grundansteckungsrate von Corona auf minimal 1,5 und maximal 2,3 eingeschätzt. Nehmen wir 1,5 (statt 1,3 bei Influenza): Nach ungefähr 27 Ansteckungsintervallen (ohne Eingriffe) wäre man dann statt bei 12 Mio. Influenzafällen bei 56 Mio. Coronafällen. So relevant sind die 2 Zehntel hinter dem Komma. Selbst bei gleicher Sterberate (0,2%) wären das dann statt 25000 Toten 17/18 ei Corona 112000 Tote. Schon das durchaus ein relevanter Unterschied. Nun muss man aber von einer Sterberate von 0,3 bis 0,5% ausgehen. Heißt: 168000 bis 280000 Toten. Das heißt: 1. Es macht schon einen Riesenunterschied, wenn man die Ansteckungsrate einzugrenzen versucht. 2. Es ist absolut sinnlos, einfach mal so die Zahl derer, die 2017/18 infolge der Grippewelle gestorben sind. Und ich schreibe mit bedacht: "infolge". Weil auch die Grippetoten zumeist Leute mit irgendwelchen aktuellen Schwächen sind, so genannte "Vorerkrankte". Davon gibt es immer und zu jederzeit viele Millionen.
Hier die üblichen Korrekturen: 1. :"Bei einer Ansteckungsrate von 1,3% braucht..." - nicht 1,3% sondern schlicht 1,3. 2.: "Es ist absolut sinnlos, einfach mal so die Zahl derer, die 2017/18 infolge der Grippewelle gestorben sind," - fehlt "in die Runde zu werfen"
.....Doch Tegnell hatte von Anfang an auch die sozialen Folgen im Blick: Die Einschränkungen sollten nicht zu streng sein, damit Menschen auch bereit sind, diese über Monate zu akzeptieren. Zudem hofft er darauf, dass auf diese Weise genug widerstandsfähige Menschen an Covid-19 erkranken, um eine Immunität gegen den Erreger zu entwickeln.......
Interessante Erkenntnisse in dem Artikel. Lohnt sich , da mal reinzuschauen.
Auf jeden Fall: Viel Glück für Schweden, ich drücke die Daumen!
Seit Wochen lehnt Schweden den Lockdown als Mittel gegen das Coronavirus ab. Viele Schulen, Kitas, Restaurants und Cafés sind weiterhin geöffnet. Eine Gesundheits-Katastrophe bleibt dem Land aber erspart. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt zuletzt sogar. Wie kann das sein?
beurteilen. Immerhin ist bislang dort kein Drama alla Lombardei oder New York zu verzeichnen. Ihre Testfrequenz ist eher gering. Sieht man an dem sehr hohen Verhältnis von Toten zu registrierten Fällen. Ich geh mal nicht davon aus, dass die Schweden leichter sterben als andere. Also haben sie eine sehr hohe Dunkelziffer. Was nicht weiter schlimm ist, wenns ansonsten nicht so dramatisch läuft. Wenn die Sterberate, wie bisher angenommen, bei 3-4% liegt, müssten sie so um die 350.000 Infizierte haben, um auf 1200 Tote zu kommen. Heißt eine Dunkelziffer von rund 30facher Anzahl zu den registrierten Fällen. Wenn dem so ist und das so bliebe mit der Ausbreitungsrate, dann könnte man von ihnen lernen, was geht und was nicht geht. Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass das ein sehr dünn besiedeltes Land mit wenigen (eher kleinen) Großstädten ist. Deshalb wären die Zahlen aus Malmö und Stockholm besonders interessant.
herauszukristallisieren, dass besonders große Menschenansammlungen wie Großveranstaltungen, die auf engem Raum stattfinden, Partys in geschlossenen Räumen und volle Nahverkehrsmittel besonders stark zur Ausbreitung beitragen. (Sh. Ischgl und Co., New York und Lombardei). Das alles haben die Schweden ja auch drastisch eingeschränkt. Das Alltagsleben mit einigen Vorsichtsmaßnahmen scheint nicht so ausbreitungsintensiv. Das hieße: deutlich weniger drastische Maßnahmen könnten auch die Ausbreitung im Rahmen halten. Das zumindest könnte man doch eventuell lernen... Aber wie gesagt, ein bisschen warten muss man schon noch und die besondere Lage Schwedens (Randlage, wenige HotSpots, kaum Grenzen zu Nachbarländern , dünn besiedelt), die muss man schon mit einbbeziehen.
" Es scheint sich jedenfalls herauszukristallisieren, dass besonders große Menschenansammlungen wie Großveranstaltungen, die auf engem Raum stattfinden, Partys in geschlossenen Räumen und volle Nahverkehrsmittel besonders stark zur Ausbreitung beitragen."
Grossveranstaltungen gab es noch bis Mitte März im ganzen Bundesgebiet...... z.B. Fussball
oder Benutzung von Nahverkehrsmittel sowie Partys in geschlossen Räumen usw.
Gab es denn eine starke Ausbreitung in Deutschland ....ausgenommen die wenigen Hotspots ??????
Ja klar gab es eine starke Ausbreitung. Am Anfang war die Ausbreitungsrate beachtlich. Sie wurde erst durch die Maßnahmen eingebremst. Eine starke Ausbreitung fängt immer klein an. Aber wenn man sie laufen lässt, dann geht bes ab einer bestimmten kritischen Menge dramatisch ab. Am Anfang merkt man das nicht. Das ist das Problem mit der exponentiellen Ausbreitung.
Es gibt diverse, einigermaßen verstreute, aber nicht gleich verteilte Ausgangspunkte. Würde man alles laufen lassen, dann würde sich das immer weiter nivellieren. Eine Grippewelle tritt am Anfang auch eher sporadisch auf und die Ausbreitung verläuft regional ungleichzeitig. Sonst würde sie ja nicht 3-5 Monate dauern. So lange ist ja keiner krank.
strikten Maßnahmen hat man die Brandherde eingegrenzt. Süddeutschland war besonders betroffen von durch Skiurlauber und von Urlaubern aus Italien eingeschlepptes Virus. In NRW kam der Karneval als Beschleuniger dazu.
MeckVopo ist dünn besiedelt und hat kaum Großstädte. Da hats selbst ein aggressives Virus schwer, sich auszubreiten...