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Um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert arbeitete an der Kanonengasse in Liestal ein Messerschmied namens Daniel Rosenmund, er begründete den Anfang der Firmengeschichte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts betrieb Carl Rosenmund, eine Bau- und Kunstschlosserei und später die Fabrikation von Kochherden.
Ende des 19. Jahrhunderts trat Louis Rosenmund-Ritter ins väterliche Geschäft ein und begann mit der Montage von Sanitär-Installationen. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg und den darauffolgenden harten zwanziger Jahre stagnierte die Entwicklung des Unternehmens, bis 1927 der Sohn Louis Rosenmund nach seiner Ausbildung zum Heizungsingenieur in die Firma eintrat und die Heizungsabteilung gründete.
Nach dem Eintritt des zweiten Sohnes Hans Rosenmund, der eine Ausbildung im Sanitärfach absolviert hatte, lag die Geschäftsführung ab 1930 bis 1972 in den Händen der beiden Brüder, was auch durch die Umwandlung der Firma in die Kollektivgesellschaft L. + H. Rosenmund vorm. Louis Rosenmund-Ritter im Jahre 1935 zum Ausdruck kam.
In diese Zeit fällt auch die stetige Entwicklung des Unternehmens mit seiner bewährten Diversifikation zu einem Mittelbetrieb von beachtlicher Grösse. 1935 wurde der Schritt gewagt, in Basel an der Riehentorstrasse einen Zweigbetrieb zu eröffnen. Dies war notwendig, um dem Basler Gesamtarbeitsvertrag unterstellt zu werden, und damit auf dem Stadtgebiet arbeiten zu können.
Bilder: Schau-Küchen und Badezimmer aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhundert.
Das Wachstum der Firma, besonders in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erforderte auch immer wieder bauliche Massnahmen, um dem stets steigenden Raumbedarf für qualifizierte Arbeitskräfte zu entsprechen. So wurde 1947 in Liestal anstelle der zuvor abgebrannten Sägemühle am Gestadeckplatz ein Werkstattgebäude errichtet. 1961 erfolgte an gleicher Stelle der Büroneubau, wo die Geschäftsleitung mit allen technischen und kaufmännischen Abteilungen untergebracht werden konnte.
In den sechziger Jahren erlebte der Betrieb in Basel eine rasante Entwicklung, welche im Jahre 1970 den Neubau des Geschäftshauses mit Büros, Werkstatt und Magazin an der Hammerstrasse 46 notwendig machte.
Bild: Der ehemalige Hauptsitz der Firma ROSENMUND Haustechnik AG am Gestadeckplatz in Liestal.
Auf den 1. Januar 1973 nach dem Tode von Louis Rosenmund Gerster wurde die Kollektivgesellschaft L. + H. Rosenmund in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die jüngere Generation, Peter Rosenmund und Hansueli Rosenmund, traten 1963 resp. 1976 in die Firma ein.
Die allgemeine wirtschaftliche Rezession um die Jahreswende 1973/74 brachte Mitte der siebziger Jahre ein starkes Abschwächen der Baukonjunktur mit sich und stoppte vorerst die bis dahin konstante Aufwärtsentwicklung unseres Betriebes. Doch zeigte sich hier, dass die bereits erwähnte Diversifikation, d.h. die Tätigkeit auf verschiedenen Gebieten des Ausbaugewerbes sowie der Fabrikation einen guten Schutz gegen Krisenanfälligkeit des Gesamtunternehmens darstellt und so auch die Rezession relativ schadlos überstanden wurde.
Bilder: Das alte Büro in Liestal am Gestadeckplatz.
Zu den historisch gewachsenen, „klassischen“ Betriebszweigen Heizung, Sanitär, Lüftung, Mechanik, Schlosserei und Rohrleitungsbau kam im Laufe der Jahre die Abteilung Kühlung, Zellenbau sowie das Sanitär-Fertigbad-Programm „Santec“ hinzu.
Das Tätigkeitsprogramm der Haustechnikabteilung umfasst Projektierung und Ausführung von Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Kühlanlagen und Reinraumtechnik jeder Art. Angefangen vom Einfamilienhaus, über Mehrfamilien- und Geschäftshäuser, Verwaltungsbauten, Hotels bis hin zu Fabrikationsanlagen und Spitalbauten.
Bilder: Firmenwagen, Pumpstation, Heizkessel, Lüftungsanlage.
Die Energie- und Umweltsituation brachte es mit sich, dass wir uns vermehrt den Alternativenergien (Sonnenenergie, Wärmepumpen usw.) zugewendet haben.
Dass dies alles nur mit zuverlässigem und gut qualifiziertem Personal zu bewältigen ist, liegt auf der Hand. Um nicht von einem schwankenden Arbeitsmarkt völlig abhängig zu sein, bemüht sich das Unternehmen stets, durch betriebsinterne und externe Schulungsprogramme den beruflichen Stand der Mitarbeiter laufend zu verbessern.
Schliesslich versuchte man auch erfolgreich mit der Zeit zu gehen und so wurden erste vereinzelte Computer schon relativ früh eingeführt.
Nicht wenige Mitarbeiter haben nach Ihrer Ausbildung bei ROSENMUND ein Leben lang für diesen Betrieb gearbeitet.
War dies in früheren Zeiten noch relativ gängig, verstehen wir die zahlreichen aktuellen Mitarbeiter mit mehreren Dienst-Jahrzehnten durchaus als ein Zeichen von gegenseitiger Wertschätzung.
Zwischen den beiden Bildern von den drei Herren am Schreibtisch, liegen knapp 30 Jahre.
An der Fortsetzung der Geschichte arbeiten wir bis heute!