Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03616.jsonl.gz/1413

Wenn es draussen so grau ist wie heute und die Sonner gar nicht erst sichtbar war, ist es vielleicht trotzdem tröstlich zu wissen, dass in den Tagen um den 10. Dezember bereits der früheste Sonnenuntergang ist. Der kürzestete Tag ist zwar erst am 21. Dezember und der spätestete Sonnenaufgang erst Anfang Januar, aber zumindest am Abend kann man schon ab heute wieder den Eindruck haben, dass die Tage wenn auch nur ganz ganz langsam wieder etwas länger werden. Richtig spürbar wird die Entwicklung aber erst ab Mitte Januar.
Dass der Tag mt dem spätesten Sonnenaufgang und der Tag mit dem frühesten Sonnenuntergang nicht mit dem kürzesten Tag zusammenfallen, hat einerseits mit der elliptischen Form der Erdbahn um die Sonne, andererseits mit der die Neigung der Erdachse zur Bahnebene zu tun. Auf der Internetseite der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft ist das mit folgenden Worten erklärt:
„Bekanntlich umkreist die Erde die Sonne auf einer leicht elliptischen Bahn, was dazu führt, dass sie Anfang Januar schneller, im Juli hingegen langsamer unterwegs ist. Da die Erdrotation aber gleichmässig ist, haben wir den Eindruck, als stünde die Sonne mal zu früh, dann wieder zu spät im «Mittag». Diesen Effekt gilt es übrigens auch beim Ablesen von Sonnenuhren zu korrigieren. Besonders ungenau geht die Sonnenuhr Anfang November und um den 11. Februar herum. Wir nennen diese Vorauseilen oder Hinterherhinken die Zeitgleichung. Am 11. Dezember müsste das Tagesgestirn theoretisch um 12:26 Uhr MEZ im Süden stehen, würde die Erde mit gleichmässiger Geschindigkeit die Sonne umkreisen. In der Tat ist Mittag jedoch bereits um 12:19 Uhr MEZ, also 7 Minuten zu früh. Entsprechend verfrüht sich auch der Sonnenuntergang (16:35 Uhr MEZ).“