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Allgemein ausgedrückt, ist eine Bilanz eine Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden. Die Differenz zwischen Vermögen und Schulden ist das Eigenkapital.
Fasst man das Inventar des obigen Beispiels zu einer Bilanz zusammen, erhält man folgendes Bild
Die Aktiv- und Passivseite
Die linke Seite wird als Aktivseite, die rechte Seite als Passivseite bezeichnet:
Die Aktivseite zeigt die Mittelverwendung: Wofür ist das Kapital der Passivseite verwendet worden? Steckt es z. B. in Vorräten und Immobilien oder ist in Teil in Form flüssiger Mittel verfügbar?
Die Passivseite zeigt die Mittelherkunft: Woher stammt das Kapital des Unternehmens? Sind es eigene Mittel (Eigenkapital) oder sind es fremde Mittel, die zurückgezahlt werden müssen (Fremdkapital)?
Die Bilanz wird einmal jährlich, i. d. R. am 31.12., erstellt und ist stichtagbezogen, d. h. sie zeigt die Bestände der einzelnen Bilanzpositionen am Stichtag der Bilanzerstellung
Wie wird die Bilanz auf der Aktiv- und auf der Passivseite gegliedert.
Aktivseite - Liquiditätsprinzip
Je liquider (d. h. je schneller sich die entsprechende Bilanzposition zu Geld machen lässt), desto weiter oben steht die entsprechende Position in der Bilanz (Art. 959a Abs. 1 OR).
Passivseite – Fälligkeitsprinzip
Je schneller etwas zurückgezahlt werden muss, desto weiter oben steht es. Das Eigenkapital wird normalerweise nie zurückgezahlt, deshalb steht es unten (Art. 959a Abs. 2 OR).
Was ist der Unterschied zwischen Umlauf- und Anlagevermögen?
Zum Umlaufvermögen zählen die flüssigen Mittel sowie alle Vermögenswerte, die voraussichtlich innerhalb eines Jahres zu flüssigen Mitteln werden. Beispielsweise werden Vorräte verkauft, Kunden (= Forderungen zahlen ihre Rechnungen usw.) während alle Vermögensgegenstände, die länger als ein Jahr im Betrieb verbleiben zum Anlagevermögen gehören.