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Für den 28-jährigen Ma Long, die Weltnummer 1, ist der erste Olympia-Triumph mehr als nur eine Genugtuung für das Unrecht, das ihm vor acht Jahren an den Sommerspielen im eigenen Land, in Peking, widerfahren ist. Er hätte damals als Dritter der Weltrangliste zum Aufgebot der Tischtennis-Grossmacht China gehören müssen, wurde jedoch aus kaum nachvollziehbaren Gründen übergangen.
Der ebenfalls 28 Jahre alte Zhang Jike hätte als erster Spieler zum zweiten Mal Olympiasieger werden können, aber nach davor überzeugenden Leistungen war er im Final von Beginn an klar unterlegen.
In der 1988 ins olympische Programm aufgenommenen schnellen Sportart stellt China nun zum dritten Mal in Folge den Olympiasieger. Der einzige Triumph eines Europäers bleibt der des legendären Schweden Jan-Ove Waldner 1992 in Barcelona.
Der lange Weissrusse Wladimir Samsonow verpasste mit 40 Jahren mit Sicherheit die letzte Chance auf olympisches Edelmetall. Er verlor das Spiel um Bronze gegen den Japaner Jun Mizutani 1:4. Samsonow dürfte seine lange Karriere, in der er unter anderem dreimal Einzel-Europameister wurde, bald beenden.
(SDA)