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AMD winkt mit günstigerer Ultrabook-Plattform.
Extrem dünn, ausdauernd und immer bereit, sollen Ultrabooks den Vormarsch der iPads stoppen und dem Laptop-Markt wieder Leben einhauchen, so der Plan des Chipherstellers Intel. Doch meist sind die Geräte noch viel zu teuer. Während einige Hersteller schon Ultrabooks für unter 700 Dollar angekündigt haben und Intel verspricht, mit der neuen "Ivy Bridge"-Plattform die Durchschnittspreise auf 799 bis 999 Dollar zu senken, regt sich die ewige Nummer zwei AMD mit einer eigenen Plattform. Unter dem Codenamen "Ultrathin" soll diese auf der zweiten Generation der Trinity-Plattform aufbauen und deutlich günstiger sein.
Intel als eigentlicher Initiator hinter der Idee der Ultrabooks hat zwar die Vorgabe gemacht, dass die Geräte im Einstieg nicht mehr als 1000 Dollar kosten dürfen, langt aber bei den CPU-Preisen selbst derart zu, dass die Preisvorgabe kaum einzuhalten ist. Wie Taiwans Industriesprachrohr 'Digitimes' berichtet, will AMD beim Launch der Ultrathin-Plattform die Gesamtkosten für die Geräte gegenüber denen auf Intel-Basis um 10 bis 20 Prozent drücken. Das klingt wie eine Kampfansage und wird im Markt auch so gesehen. Auf der CES in Las Vegas vor einer Woche wurde die AMD-Plattform bereits vorgestellt und "AMD-Ultrabooks" für rund 500 Dollar in Aussicht gestellt.
Ein Launchtermin wurde noch nicht genannt. 'Digitimes' hat aber aus Lieferantenkreisen erfahren, dass der Launch zeitgleich mit der "Deccan"-Plattform eben im Juni angesetzt sei. Letztere soll 2012 mit den "Krishna"- und "Wichita"-APUs (Accelerated Processing Unit) kommen und 2013 übergeleitet werden zur Kerala-Plattform mit "Kabini"-APU, mit der AMD in den beiden Jahren gegen Intels "Ivy Bridge" und "Haswell" Front machen will. Bei beiden vollzieht der CPU-Marktführer schon den Sprung von der 32- zur 22-Nanometer-Fertigung.
'Digitimes' zufolge werden für 2012 rund 95 neue Ultrabook-Modelle erwartet, 20 davon schon auf Basis der neuen AMD-Plattform. Mit der Kampfansage an Intel hätten manche Hersteller schon die Befürchtung geäussert, dass AMDs Ultrathin-Notebooks die Preise kaputt machen würden. Ob diese sich "Ultrabooks" nennen dürfen, ist fraglich. Denn Intel hat sich die Bezeichnung offenbar schützen lassen, was AMD bei Vorstellung der eigenen Plattform auch prompt angeprangert hat, zumal der Herausforderer darauf beharrt, selbst die treibende Kraft hinter ultradünnen Notebooks gewesen zu sein. AMDs oberster Marketingchef John Taylor sagte denn auch, dass Platz für jedem in dem Markt sei. (kh)