Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03473.jsonl.gz/683

Sizewell-C: Kosteneinsparungen von 20% möglich
Anlässlich der Unterzeichnung des strategischen Investitionsabkommens für den Bau der zwei EPR-Einheiten am Standort Hinkley-Point-C im Oktober 2015 hatten die Regierung Grossbritanniens, die Electricité de France SA (EDF) und die China General Nuclear Power Group (CGN) auch vereinbart, am Standort Sizewell-C in Sussex zwei EPR-Einheiten zu bauen. Der UK EPR wurde im Dezember 2012 für den britischen Markt zugelassen.
Dank der Übernahme der Erfahrungen aus dem Bau von Hinkley-Point-C und dem Ausloten neuer Finanzierungsmodelle dürfte der Bau von Sizewell-C GPB 4 Mrd. (CHF 5,4 Mrd.) – also 20% – weniger kosten als Hinkley-Point-C, meinte Rossi in seiner Rede «New Nuclear – responsibilities and chances» im EDF-Trainingszentrum Cannington Court, in der Nähe der Baustelle von Hinkley Point. Durch die Übernahme der EPR-Auslegung von Hinkley-Point-C werden Zehntausende Stunden Ingenieursarbeiten gespart. Notgeneratoren beispielsweise könnten ebenfalls kostengünstiger nachgebaut werden, da Entwicklungs- und Zertifizierungskosten wegfielen. Laut Rossi soll Sizewell-C termingerecht 2025 Strom erzeugen.
Mit der Regierung sollten wir nach alternativen Finanzierungsmodellen suchen, die die Bedingungen schaffen, unter denen institutionelle Anleger wie Pensionskassen teilnehmen können, was sie vorher nicht konnten, meinte Rossi. Sizewell-C wird eine bewährte Technologie sein – die 7. und 8. EPR-Einheit – und die ersten vier solche Einheiten werden bald in China, Frankreich und Finnland in Betrieb gehen. «Ich sage nicht, dass die Finanzierung einfach sein wird», ergänzte er, aber mit dem richtigen Rahmen werde es möglich sein. «Alle diese Kostensenkungen machen Sizewell-C zu einer einzigartigen Möglichkeit, deutlich billiger als Hinkley-Point-C zu sein und mit gleichwertigen Alternativen wettbewerbsfähig zu sein», so Rossi weiter.
Rossi erklärte auch, dass Sizewell-C von der bestehenden Infrastruktur für den Netzanschluss am Standort profitieren werde. Der Standort wurde mit einem Netzanschluss gebaut, der in der Lage ist, ein grösseres Kraftwerk zu bewältigen und befindet sich relativ nah. Laut Rossi könnte dies zu erheblichen Einsparungen bei den Netzanschlusskosten führen.