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COCON ist als Langzeitstudie angelegt und untersucht vergleichend drei Altersgruppen, die drei prototypische Stadien des Aufwachsens repräsentieren: 6-Jährige (mittlere Kindheit), 15-Jährige (mittlere Adoleszenz) sowie 21-Jährige (spätes Jugend- beziehungsweise frühes Erwachsenenalter).
Bei den 6- und 15-Jähigen werden neben den Kindern und Jugendlichen auch die wichtigsten Bezugspersonen in die Untersuchung einbezogen. Es handelt sich dabei um den Elternteil, der am meisten Betreuungsarbeit leistet (Hauptbetreuungsperson) sowie um die wichtigste Lehrperson in Form der Kindergärtnerin oder der Hauptlehrerin/des Hauptlehrers.
Die beiden jüngeren Kohorten werden im Rahmen der repräsentativen Längsschnittstudie weiterverfolgt und alle drei Jahre befragt. Zudem werden kurz vor und nach wichtigen Übergängen wie beispielsweise dem Schuleintritt oder dem Übertritt in die Berufsausbildung zusätzliche Datenerhebungen durchgeführt. Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass wichtige Übergänge nicht von allen gleichaltrigen Kindern und Jugendlichen gleichzeitig durchlaufen werden.
COCON besteht aus einer Repräsentativ- und einer Intensivstudie. Im repräsentativen Teil stehen rund 3000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Zentrum, die mit thematisch breit angelegten Fragebögen mündlich befragt werden. Die Intensivstudie ist als Ergänzung der Repräsentativstudie für die 6-Jährigen konzipiert und wird mit 175 zusätzlichen Kindern durchgeführt. Sie fokussiert entwicklungspsychologische Fragestellungen und erforscht bestimmte Aspekte wie beispielsweise die moralische Entwicklung im mittleren Kindesalter vertieft. Damit werden einerseits wichtige Messinstrumente der Repräsentativstudie validiert. Diese werden für psychologische Fragestellungen in der Regel durch umfangreiche Skalen abgefragt, was in der breit angelegten Repräsentativstudie aus methodischen und forschungspraktischen Gründen nicht realisierbar war. Andererseits wird dadurch die entwicklungspsychologische Seite von COCON ausgebaut.
Stichprobenziehung
Für die Ziehung der Repräsentativstudie wurde ein zweistufiges Verfahren eingesetzt. Im ersten Schritt wurden Gemeinden ausgewählt. Im zweiten Schritt sind innerhalb der Gemeinden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der gewünschten Jahrgänge aus den Einwohnerregistern gezogen worden. Auch die Stichprobe für die Intensivstudie wurde nach diesem zweistufigen Verfahren gezogen, wobei die Gemeindeauswahl nicht nach Repräsentativitätskriterien durchgeführt wurde.