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Informationskonzept
Bei ausserordentlich hoher Luftbelastung durch zu viel Ozon steht ein Informationskonzept bereit.
Die Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz BPUK hat am 21. April 2005 nach Absprache mit den Bundesbehörden entschieden, die Bevölkerung bei hohen Ozonwerten aktiv zu informieren. Das Konzept wurde im Jahr 2016 überprüft und im Ablauf leicht angepasst. Der Absender der Medienmitteilung ist neu die Konferenz der Vorsteher der Umweltämter (KVU). Sie orientiert sich dabei am europäischen Schwellenwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m³); bei dessen Überschreitung die Bevölkerung verstärkt informiert werden soll. Diese Konzentration entspricht dem anderthalbfachen Wert des Ozon-Immissionsgrenzwertes der Schweizer Luftreinhalte-Verordnung LRV, der bei 120 μg/m³ im Stundenmittel liegt. Letzterer darf gemäss LRV nur 1-mal pro Jahr überschritten werden.
Inhalt der Medienmitteilung:
- Information über Belastungssituation und -entwicklung
- Auswirkungen und persönliche Verhaltensempfehlungen
- Empfehlungen für persönliche Beiträge
- weitere Schritte und Auskünfte
Auf der Alpennordseite wurden in der Vergangenheit nur vereinzelt Ozonwerte über der Informationsschwelle der EU von 180 μg/m³ registriert. Die Alarmschwelle der EU von 240 μg/m³ wurde im Jahr 2016 in der Schweiz nicht überschritten.
Auf der Alpensüdseite liegen die Ozonspitzen höher als auf der Alpennordseite. In den Tälern der Alpensüdseite wird die Ozonbildung begünstigt durch die Dauer der Sonneneinstrahlung und die Nähe zur Grossagglomeration Mailand (starker Verkehr mit hohem Dieselanteil, viele Industriezentren), deren Abgasfahnen insbesondere das südliche Tessin beeinträchtigen können.
Sommersmog: Informationskonzept der BPUK (27. April 2005)
Ozonbelastungen: Bekämpfung der Ursachen sind dringlich (Pressemitteilung BPUK, 19. April 2007)