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1923, vier Jahre nachdem sein Vater The Coca-Cola Company von Asa G. Candler gekauft hatte, übernimmt Robert Woodruff die Führung des Unternehmens.
ROBERT WOODRUFF: DER MANN FÜR HERAUSFORDERUNGEN
Der Mann ist aussergewöhnlich: Er hat stets eine Zigarre im Mund, verfügt über eine richtig starke Anziehungskraft und macht Eindruck auf seine Mitarbeiter. Er hasst überflüssige Worte und Mitteilungen, die mehr als eine Seite umfassen, liest er gar nicht. Vor allem aber ist er ein Marketing-Genie.
Der erste grosse Coup: Im Jahr 1928, als er die amerikanische Delegation zu den Olympischen Spielen in Amsterdam begleitet, nutzt er die Gelegenheit, um Coca-Cola in das Universum der Spiele einzuführen. Gleichzeitig macht er die Marke zum „offiziellen Getränk“ der Olympischen Spiele.
1941: Amerika tritt in den Krieg ein. Tausende Männer und Frauen werden ins Ausland geschickt. Das Land wie auch Coca-Cola stehen hinter ihnen. Woodruff ordnet an, dass „jeder, der eine Uniform trägt, eine Flasche Coca-Cola für 5 Cent erhält – egal, wo auf der Welt er sich aufhält und egal, was es das Unternehmen kostet“. 1943 schickt General Eisenhower ein Telegramm an Coca-Cola und fordert darin den dringenden Versand von notwendigen Materialien für den Bau von zehn Abfüllbetrieben an.
Damit beteiligte man sich nicht nur an den Anstrengungen für den Krieg, sondern konnte die Marke endgültig auf den fünf Kontinenten verankern. Von Mitte der 1940er- bis Mitte der 1960er-Jahre hat sich die Anzahl der Länder, in denen das Getränk abgefüllt wurde, fast verdoppelt.
Das Nachkriegs-Amerika strotzte nur so vor Optimismus und Wohlstand. Coca-Cola fand seinen Platz in einem fröhlichen und sorgenfreien Lebensstil.