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Information Independent Commission of Experts Switzerland-Second World War (ICE) (UEK)
Info UEK/CIE/ICE ( deutsch français italiano english): ________________________
Bern an Sec. State, 26.9.1947
Ausschnitt aus der National-Zeitung (Basler Tageszeitung) vom 24.9.1947 gegen ehemaligen den deutschen Konsul Rausch. Gegen Rausch wird am Luganer Militärgerichtshof ein Prozess wegen Wirtschaftsspionage für eine ausländische Macht durchgeführt. Rausch stammt aus einer angesehenen Schaffhauser Familie und war noch vor dem 1. Weltkrieg nach Berlin ausgewandert. Gegen Ende der 20er Jahre wurde er dt. Konsul in Lugano, und blieb in Lugano bis zu seiner Auswechslung durch von Neurath, dem Sohn des Baron Konstantin von Neurath.
U.S. Legation Bern an Office of the US Poltical Adviser for Germany, 25.10.1946
Informationen zu der Zahlung von Sfr. 215'000 von Sponholz über die Bank Hoffmann an Walter Keller-Staub im Auftrag des Oberkommandos der Kriegsmarine sollen nach Bern weitergeleitet werden. Keine weiteren Angaben hierzu
Department of State Bericht vom 22.4.1946 "Report on German Safehaven Operations in Switzerland"
Weiterleitung des Berichts über die Bemühungen des Bundesrats zur Säuberung der Schweiz von faschistischen und nationalsozialistischen Personen. Es herrscht dennoch grosse Unzufriedenheit auf Seiten der Alliierten und der demokratischen Gruppierungen in der Schweiz betreffend Swiss safehaven program. Beispiel: Nazi-Zentrale Davos im Umfeld von Konsul Burchardthaus, die Deutsche Heilstätte und das Deutsche Kriegerkurhaus. Laut einem Bericht der OSS vom 10.4.1945 bestanden drei Gruppe dt. Patienten in diesen Sanatorien Industrielle, Parteimitglieder und Adelige 200 recent German refugees dt. Staatsangehörige in Davos auf Chur Obwohl jeder dt. Patient von einem Schweizer Arzt kontrolliert werden sollte und bei vorgefundener Genesung wieder nach Dt. zurückgesandt werden sollte, haben dt. Ärzte sich erfolgreich gegen eine Kontrolle der Schweizer Behörden wehren können. OSS-Bericht über Vermögensverschiebungen nach Davos im September 1944. Görings Agenten mit Diplomatenpässe ausgestattet haben grosse Einzahlungen bei der Davoser Filiale der Glarner Kantonalbank und bei der Lausanner Filiale der Waadtländer Kantonalbank getätigt. "This move by Goeirng coincided with a report that Nazi Party chiefs were taking out all deposits from the Sueddeutsche Diskonto Gesellschaft AG in Baden and Wuerttemberg". Mitte Oktober kamen Postwagen aus Nürnberg und München, begleitet von dt. Polizisten, über die Grenze bei Buchs-St. Margrethen in Davos an, die Geld und Wertschriften enthielten. Ein Teil dieser Gelder sollte an das dt. Sanatorium in Davos gehen. Es wird vermutet, dass Göring hinter der Aktion stand. OSS berichtet weiter, dass Göring auf den Namen eines Dr. Ingmanns rund 16 Mio. RM in der Schweiz deponiert habe. Dass Franz von Papen grosse Gelder in der Schweiz angelegt hat, ist inzwischen bekannt geworden. Dezember 1944 hatte er Wertschriften bei einer Zürcher Bank deponiert. Die Quittung der Depotmiete liegt vor. Bernhard Berghaus, Besitzer der Lübecker Maschinenfabrik und Präsident der Versuchsstation und Laboratoriums Bernyard, wird allgemein als Görings Finanzagent bezeichnet. (Göring verneint eine solche Beziehung). Am 12.4.1945 kam er in die Schweiz, um, so die Aussage von Schellenberg, seine Vermögen zu schützen. Kurz vor Kriegsende habe er, so Schellenberg, SD-Leute in der Schweiz darum gebeten, seine Vermögen zu tarnen. Er habe damit geprahlt, dass er mehr als 2000 Patente im Bereich der Metallurgischen Industrie in den neutralen Staaten besitzen würde. Carl Moritz Bunge, dt. Staatsangehöriger und ehemaliger Manager der Hamburg-Amerika-Linie in Buenos Aires, lebte während des Krieges im Tessin. "it became known that Bunge was directing a group of six German and Swiss Nationals engaged in moving valuables and securities out of France into Switzerland." Georges Beridze, Georgier, kam nach Lausanne im Sommer 1944 von Paris. In einem Interview mit einem alliierten Beamten in Bern hat er ausgesagt, dass er als Intermediär der Deutschen Bank und der Berliner Handelsgesellschaft, dabei tätig war, frz. Vermögen in der Schweiz aufzuspüren und diese gegen Franz. Francs den Besitzern "abzukaufen". Die Gelder gingen an die Konten der Deutschen Bank und der Berliner Handelsgesellschaft bei der Credit Suisse, der SBG und dem SBV. Er soll auch für den Nachrichtendienst unter der Direktion von Kaltenbrunner, Schellenberg und Bormann, Gelder in der Schweiz deponiert haben.
Liste jener liechtensteinischen und Schweizer Firmen, die im Verdacht stehen deutsch kontrolliert zu sein, insgesamt 30 Seiten