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Nachdem die wichtigsten Königreiche Buganda und Bunyoro unter brit. Einfluss geraten waren, wurde 1896 ganz U. ein brit. Protektorat. 1962 erlangte es seine Unabhängigkeit. Der Bundesrat anerkannte diese am 9. Oktober desselben Jahres, stellte 1966 diplomat. Beziehungen her und eröffnete 1972 in der Hauptstadt Kampala ein Konsulat. In den 1950er Jahren nahm die Zahl der Schweizer Bürger, darunter kath. Missionare, Entwicklungshelfer und Firmenchefs, auf einige Dutzend Personen zu, blieb während der Jahrzehnte des Terrors und der Bürgerkriege gering und stieg erst gegen Ende des 20. Jh. wieder an: 2010 lebten 110 Schweizer in U. und 167 Ugander in der Schweiz. 1965 begannen die Verhandlungen über das 1971 abgeschlossene bilaterale Abkommen über Investitionsschutz. Zu Beginn der langen Schreckensherrschaft unter Idi Amin Dada und der Hungersnöte beschloss der Bundesrat 1972 im Rahmen einer multilateralen Aktion, 200 Flüchtlinge asiat. Herkunft (ind. Geschäftsleute) in der Schweiz aufzunehmen. In der Folgezeit leisteten private Hilfswerke und internat. Organisationen humanitäre Hilfe in U. Als der afrikan. Staat durch den Preiszerfall des Kaffees auf dem Weltmarkt schwer getroffen wurde, unterstützte die Schweiz ab 1988 das Land mittels eines Kompensationsprogramms für Exportverluste im Rohstoffhandel. Hatte die Schweiz 1981 noch ein Gesuch U.s um Finanzhilfe ausgeschlagen, beteiligte sie sich ab 1988 an der Zahlungsbilanzhilfe für U. und trat dem Club de Paris der Gläubigerländer bei. Zu Beginn des 21. Jh. gehörte U. nicht zu den Schwerpunktländern der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und blieb als Handelspartner der Schweiz unbedeutend.
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– EDA, Dok.
Autorin/Autor: Marc Perrenoud / MD