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Faktenblatt 1: Der Unfall von Three Mile Island in Kürze
Auslöser des Unfalls von Three-Mile-Island-2 war ein kleines Leck mit Wasseraustritt im Reaktorsystem, das erst richtig erkannt wurde, nachdem der nukleare Brennstoff im Reaktorkern schwer beschädigt war. Eine unzulängliche Instrumentierung im Kontrollraum und ein unzulängliches Notfalltraining der Betriebsmannschaft waren die Hauptursachen dafür, dass die Operateure unfähig waren, auf die ungeplante automatische Abschaltung des Reaktors am Mittwoch, 28. März 1979, um 4 Uhr am Morgen richtig zu reagieren.
- Innert Sekunden nach der Auslösung der Abschaltung öffnete sich wie vorgesehen das elektromagnetisch gesteuerte Ausblaseventil im Reaktor-Kühlsystem. Ungefähr zehn Sekunden später hätte es sich wieder schliessen müssen. Es blieb aber offen, wodurch entscheidende Mengen an Reaktor-Kühlwasser in den Druckhalter-Abblasetank ausliefen. Die Operateure gingen davon aus, das Ausblaseventil habe sich wieder geschlossen: Ihre Instrumente zeigten an, dass ein Schliess-Signal zum Ventil geschickt worden war. Sie verfügten jedoch nicht über ein Instrument, das ihnen die aktuelle Stellung des Ventils anzeigte.
Pumpen schalten ein und werden abgestellt
- Als Reaktion auf den Verlust von Kühlwasser pressten Hochdruckpumpen Ersatzwasser in das Reaktorsystem. Da Wasser und Dampf durch das Ausblaseventil austraten, flutete Kühlwasser in den Druckhalter, wodurch der Wasserstand darin anstieg. (Der Druckhalter ist Teil des Reaktor-Kühlsystems. Es handelt sich dabei um einen Tank, der den richtigen Druck des Reaktor-Kühlsystems aufrechterhält. Das Ausblaseventil befindet sich auf dem Druckhalter. In einem Druckwasserreaktor wie in TMI-2 wird das Wasser im primären [nuklearen] Kühlsystem unter hohem Druck gehalten, damit es nicht zu sieden beginnt.)
- Die Operateure reduzierten den Zufluss von Ersatzwasser. Gemäss ihrer Ausbildung war der Wasserstand im Druckhalter die einzige zuverlässige Anzeige der Menge des Kühlwassers im System. Weil die Druckhalter-Füllstandsanzeige anstieg, glaubten sie, das Reaktorsystem sei mit Wasser überfüllt. Im Training hatten sie gelernt, alles zu tun, um zu verhindern, dass sich der Druckhalter mit Wasser auffüllt. Wenn er sich fülle, könnten sie den Druck im Kühlsystem nicht mehr kontrollieren und es könnte auseinanderbrechen.
Der Beginn der radioaktiven Abgaben
- Im Reaktor-Kühlsystem bildete sich Dampf. Weil sie eine Mischung von Dampf und Wasser pumpten, begannen die Reaktor-Kühlpumpen zu vibrieren. Starke Vibrationen hätten die Pumpen beschädigen und unbrauchbar machen können, weshalb die Operateure sie abschalteten. Dadurch wurde die Zwangskühlung des Reaktors beendet. (Die Operateure glaubten noch immer, das System sei beinahe mit Wasser gefüllt, weil das Niveau des Druckhalters hoch blieb.) Da aber das Reaktor-Kühlwasser verdampfte, war der Reaktorkern nicht mehr mit Wasser bedeckt und wurde sogar noch heisser. Die Brennstäbe wurden beschädigt und gaben radioaktives Material an das Kühlwasser ab.
- Um 6 Uhr 22 am Morgen schlossen die Operateure ein Absperrventil zwischen dem Ausblaseventil und dem Druckhalter. Diese Aktion stoppte den Wasserverlust durch das Ausblaseventil. Überhitzter Dampf und Gase blockierten aber den Wasserfluss durch das Kühlsystem. Die Operateure versuchten den ganzen Morgen lang, mehr Wasser in das Reaktorsystem zu pressen. Sie wollten damit die Gasblasen zum Kondensieren bringen, die, so glaubten sie, den Fluss von Kühlwasser blockierten. Am Nachmittag versuchten die Operateure, den Druck im Reaktorsystem zu verringern, um ein Niederdruck-Kühlsystem in Betrieb nehmen und dem Reaktorsystem Notkühlwasser zuführen zu können.
Die Kühlung wird wieder in Betrieb genommen
- Am späten Nachmittag begannen die Operateure mit der Hochdruck-Einspeisung von Wasser in das Kühlsystem des Reaktors, um den Druck zu erhöhen und die Dampfblasen zum Verschwinden zu bringen. Am 28. März um 19.50 Uhr stellten sie die Zwangskühlung des Reaktors wieder her, als sie eine Reaktor-Kühlpumpe in Betrieb nehmen konnten. Der Dampf hatte kondensiert, so dass die Pumpe ohne starke Vibrationen laufen konnte.
Radioaktive Gase aus dem Reaktor-Kühlsystem konzentrierten sich im Aufbereitungstank des Hilfsgebäudes. Am 29. und 30. März benutzten die Operateure ein System von Rohrleitungen und Kompressoren, um das Gas in die Abgas-Zerfallstanks zu bringen. Die Kompressoren waren aber leck, weshalb radioaktives Gas teilweise in die Umgebung abgegeben wurde.
Wasserstoffblase
- Als der Reaktorkern unbedeckt war, hatte am Morgen des 28. März eine chemische Hochtemperatur-Reaktion zwischen Wasser und den Metallrohren, die die Kernbrennstoff-Tabletten enthalten, zur Bildung von Wasserstoffgas geführt. Am Nachmittag des 28. März zeigten die Kontrollraum-Instrumente einen plötzlichen Druckanstieg im Reaktorgebäude an, was auf einen Wasserstoffbrand deutete. Wasserstoffgas sammelte sich auch am oberen Ende des Reaktordruckgefässes. Vom 30. März bis zum 1. April entfernten die Operateure diese Wasserstoffgas-Blase durch regelmässiges Öffnen des Entlüftungsventils am Druckhalter des Reaktor-Kühlsystems. Verantwortliche des NRC glaubten eine gewisse Zeit, die Wasserstoffblase könnte explodieren. Eine solche Explosion war aber zu keinem Zeitpunkt möglich, da sich zu wenig Sauerstoff im System befand, um eine explosive Mischung zu bilden.
Kalte Abschaltung
Am 27. April setzten die Operateure die Zirkulation des Kühlmittels durch Naturumlauf in Gang. Der Reaktorkern wurde damit durch die natürliche Strömung des Wassers statt durch mechanisches Pumpen gekühlt. Die Anlage war im Zustand der "kalten Abschaltung".
Faktenblatt 2: Die Ereignisse von Freitag und Samstag, 30. und 31. März 1979
Wer sich den Unfall im Kernkraftwerksblock Three-Mile-Island-2 (TMI-2) in Erinnerung ruft, fragt sich häufig, was in diesem Block in der Folge des Störfalls am Freitag und Samstag, 30. und 31. März 1979 geschah. Angst, Stress und Verwirrung, die vom Unfall im Block TMI-2 ausgelöst wurden, kamen an diesen beiden Tagen im vollen Umfang zum Tragen. Die damals herrschende Stimmung und die Gründe dafür sind im 1982 erschienenen Buch "Crisis Contained, The Department of Energy at Three Mile Island" von Philip L. Cantelon und Robert C. Williams gut beschrieben. Es handelt sich dabei um die offiziell autorisierte Geschichte des Unfalls, die die Rolle des Department of Energy während des Unfalls aufzeigt. Der folgende Ausschnitt ist diesem Buch entnommen:
"Der Freitag schien einen Wendepunkt im Ablauf des Unfalls zu markieren. Zwei Ereignisse deuteten darauf hin: Der am Mittwoch von den Instrumenten im Kontrollraum festgestellte plötzliche Anstieg des Reaktordrucks (der 'Wasserstoffbrand'), der auf eine Wasserstoff-Explosion schliessen liess und der Nuclear Regulatory Commission NRC erst am Freitag bekanntgegeben wurde, sowie das geplante Ablassen von radioaktiven Gasen am Freitag morgen, das eine Messung von 1200 Millirem direkt über dem Kamin des Hilfsgebäudes verursachte. Diese beiden Ereignisse wurden aufgrund einer Serie von Missverständnissen sehr bedeutend. Die Missverständnisse wurden, zumindest teilweise, durch Kommunikationsprobleme innerhalb verschiedener Staats- und Bundes-Organisationen ausgelöst. Konfuse Telefongespräche zwischen Personen, die über den Zustand der Anlage nicht informiert waren, führten bei den Verantwortlichen zum Schluss, die 1200-Milirem-Messung sei eine Messung ausserhalb des Anlagengeländes. Sie gingen auch davon aus, es sei eine weitere Wasserstoff-Explosion möglich, die NRC habe eine Evakuation angeordnet und ein Kernschmelzen sei vorstellbar. Die von den Medien wiedergegebenen unvollständigen Gespräche lösten eine Debatte über die Evakuation aus. Ob es Evakuationspläne gab oder nicht, wurde bald zu einer akademischen Angelegenheit. Was am Freitag geschah, war nicht eine geplante Evakuation, sondern ein Weekend-Exodus, der nicht darauf basierte, was wirklich in Three Mile Island geschah, sondern darauf, was gemäss Meinung von Regierungsvertretern und Medien geschehen könnte. Am Freitag lösten die widersprüchlichen Aussagen Panik aus." (Seite 50 des erwähnten Buches.)
In ihrem Buch weisen Cantelon und Williams auf hunderte von Umweltproben hin, die ausser bei den Edelgasen keine unüblich hohen Messwerte und praktisch kein Jod ergaben. Die Proben waren während des Unfall durch Vertreter des Energieministeriums DOE, das dabei die führende Rolle spielte, und durch das damalige Department of Environmental Resources des Staates Pennsylvania genommen worden. Die Messwerte bewegten sich weit unter den Gesundheitslimiten. Dennoch startete aufgrund von Verwirrung und Fehlinformation ein politischer Sturm.
Faktenblatt 3: Was beim Unfall im Block TMI-2 geschah/Was nicht geschah
Was geschah:
- Der Reaktorkern war nicht mehr mit Wasser bedeckt, und mehr als ein Drittel des Brennstoffs schmolz.
- Unzulängliche Instrumentierung und Trainingsprogramme behinderten zu jener Zeit die Möglichkeiten der Operateure, auf den Unfall zu reagieren.
- Den Unfall begleiteten Kommunikationsprobleme, die bei der Bevölkerung zu widersprüchlichen Informationen führten, was zur Verängstigung beitrug.
- Aus dem Kernkraftwerk wurde Strahlung abgegeben. Die Abgaben waren nicht schwerwiegend und stellten für die Gesundheit keine Gefahr dar. Dies bestätigten Tausende von Proben aus der Umwelt und weitere Proben und Messungen, die während des Unfalls gemacht wurden.
- Das Sicherheitsgebäude des Reaktors arbeitete wie vorausgesehen. Trotz der Tatsache, dass rund ein Drittel des Kerns schmolz, blieb das Reaktordruckgefäss unversehrt und hielt den beschädigten Brennstoff zurück.
Was nicht geschah:
- Es gab kein "China-Syndrom"
- Als Folge des Unfalls gab es keine Verletzungen oder messbaren Einflüsse auf die Gesundheit, ausgenommen den anfänglichen Stress.
Langzeitwirkung
- Durch die Anwendung der Lehren, die aus dem Unfall gezogen worden waren, wurden wichtige, anhaltende Verbesserungen der Leistung und Zuverlässigkeit von Kernkraftwerken eingeführt.
- Der Unfall führte zu einem besseren Verständnis des Brennstoffschmelzens und untermauerte die sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein "China-Syndrom"- Schmelzvorgang das Reaktordruckgefäss oder das Sicherheitsgebäude durchdringen kann.
Faktenblatt 4: Keine Beeinträchtigung der Gesundheit durch Strahlung
Der Unfall im Block Three-Mile-Island-2 löste in der Umgebung des Kernkraftwerks Besorgnis aus. Man fürchtete sich vor strahlungsbedingten Folgen für die Gesundheit, in erster Linie vor Krebs. Ausgelöst durch diese Ängste führte das Pennsylvania Department of Health während 18 Jahren ein Register mit den Daten von mehr als 30'000 Personen, die zum Zeitpunkt des Unfalls im Umkreis von fünf Meilen um das Kernkraftwerk gelebt hatten. Dieses staatliche Register wurde im Juni 1997 geschlossen, nachdem keine ungewöhnlichen Entwicklungen bei der Gesundheit festgestellt worden waren.
Mehr als ein Dutzend umfassende, unabhängige Studien über die Auswirkungen des Unfalls auf die Gesundheit gaben auch Jahre nach dem Ereignis keine Hinweise auf eine abnormal hohe Zahl von Krebsfällen in der Region um das Kernkraftwerk. Der einzige messbare Effekt war die psychologische Belastung während des Unfalls und kurz nach dem Unfall.
Die Studien ergaben, dass die radioaktiven Abgaben während des Unfalls minimal waren und deutlich unter der Limite lagen, die man als gesundheitsschädigend betrachtet. Durchschnittlich wurde bei den Leuten im Umkreis von zehn Meilen um das Werk eine Dosis von acht Millirem gemessen. Keine einzelne Person erhielt eine Dosis höher als 100 Millirem. Acht Millirem entspricht ungefähr der Dosis, die ein Mensch bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs aufnimmt, und 100 Millirem entspricht ungefähr einem Drittel der durchschnittlichen Hintergrundsstrahlung, der ein US-Bürger in einem Jahr ausgesetzt ist.
Im Juni 1996, 17 Jahre nach dem Unfall, wies Richterin Sylvia Rambo vom Harrisburg U.S District Court Judge eine juristische Kollektivklage zurück, in der Auswirkungen des Unfalls auf die Gesundheit statuiert wurden.
Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Die Berufung liegt beim Third Circuit Court of Appeals. In ihrer Urteilsbegründung hatte Richterin Rambo unter anderem erwähnt:
- Für die Maureen-Hatch-Studie (erarbeitet für den Public Health Fund von Three Mile Island) wurden Bestrahlungs-Muster mit Hilfe von Computermodellen der radioaktiven Abgaben hochgerechnet. Diese Daten lassen sich sehr gut mit den Daten derjenigen TMI-Dosimeter (Thermolumineszenz-Dosimeter) vergleichen, die während des Unfalls im Einsatz standen. Das zeigt, dass diese Dosimeter vermutlich für die Messung der Abgaben hinreichten.
- Dass die maximale Dosis, der eine Person ausserhalb des Areals von Three Mile Island ausgesetzt war, vielleicht bei 100 Millirem lag, und dass die befürchteten fatalen Krebserkrankungen bei weniger als einem Fall lagen.
- Die Unfähigkeit der Kläger, ihre Anschuldigung zu beweisen, wonach eine oder mehrere nicht gemeldete Wasserstoff-Deflagrationen im Reaktorsystem eine oder mehrere nicht gemeldete Strahlungs-Spitzen verursachten, die eine eng umgrenzte, aber hoch konzentrierte radioaktive Gasfahne zur Folge hatten.
Richterin Rambo schloss mit folgenden Aussagen: "Die Parteien des laufenden Verfahrens hatten fast
zwei Jahrzehnte Zeit, um Beweise zur Stützung ihrer jeweiligen Standpunkte zusammenzustellen ... Der Mangel an Beweisen, die die Sache der Kläger unterstützen könnte, ist manifest. Das Gericht hat nach jedem erdenklichen Anzeichen gesucht, das als unverfälschte Tatsache für die Kläger positiv ausgelegt werden könnte und ihre Klage gegenüber der Jury rechtfertigen würde. Diese Anstrengung war vergeblich."
Faktenblatt 5: Gesundheitsstudien können keine Verbindung zwischen Krebs und dem Unfall von Three Mile Island herstellen
Übersicht:
Mehr als ein Dutzend umfassende, unabhängige Studien haben die Strahlungs-Abgaben und deren mögliche Auswirkungen auf die Bevölkerung und die Umwelt um Three Mile Island seit dem Unfall in Block 2 im Jahre 1979 untersucht. Die neuesten Studien und ihre Ergebnisse sind:
Die Hatch-Susser-Studie (Columbia University)
In erster Linie als Reaktion auf die Angst der Bevölkerung hat der "Three Mile Island Public Health Fund" Maureen C. Hatch von der Abteilung für Epidemiologie an der Columbia University School of Public Health und drei ihrer Kollegen beauftragt, das Muster der Abgaben in der Folge des Unfalls zu studieren. Sie sollten abklären, ob diese Abgaben einen Zusammenhang mit dem Aufreten von Krebs in der Umgebung von Three Mile Island zeigten. Die Mitarbeiter von Maureen C. Hatch waren Jan Beyea, Jeri Nieves und Mervyn Susser.
Das Hatch-Susser-Team konzipierte und realisierte eine ausführliche Studie, die einerseits auf mathematischen Modellen des Problems basierte, wohin die Abgaben aus Three-Mile-Island-2 verfrachtet wurden. Andererseits griffen sie auf Tausende von Patientenblättern aus 19 Spitälern in der Region um Three Mile Island zurück.
Zuerst mussten sie klären, ob die Abgaben bis ins Detail bekannt waren. Trotz unterschiedlicher Annahmen darüber, was freigesetzt worden war, fand die Hatch-Susser-Gruppe, dass "die Höhe der Abgaben in jedem Fall als sehr gering erachtet wurde" - im Durchschnitt ungefähr zehn Millirem bei einer projizierten Maximaldosis von 100 Millirem.
In der September-1990-Ausgabe des "American Journal of Public Health" berichtete das Hatch-Susser-Team, dass "die frühere Erwartung, die auf geschätzten Abgaben und einer konventionellen Radiobiologie ohne Auftreten von übermässiger Krebshäufigkeit basierten, unter den meisten Gesichtspunkten oder sogar in jeder Hinsicht bestätigt wurden."
Studie des National Cancer Institute
Auf Anfrage von Senator Edward M. Kennedy, dem Vorsitzenden des "Senate Committee on Labor and Human Resources", führte das "National Cancer Institute" NCI in der Umgebung von 52 Kernkraftwerken (inklusive Three Mile Island) und neun Anlagen des Energieministeriums DOE eine Studie über die Sterbehäufigkeit aufgrund von Krebs durch. Die NCI-Studie vergleichte Verwaltungsbezirke (counties) mit nuklearen Anlagen mit Kontroll-Bezirken in der gleichen Region.
Die NCI-Studie, im September 1990 veröffentlicht, "folgert, dass die Untersuchung keinen Hinweis auf ein übermässiges Auftreten von Krebs als Folge des Aufenthalts in der Nähe von Kernanlagen ergeben hat." Auf Senator Kennedys Wunsch nahm die Studie das Werk Three Mile Island und das Kernkraftwerk Pilgrim in Massachusetts besonders genau unter die Lupe.
Studie des Pennsylvania Department of Health
Das Pennsylvania Department of Health führte ein Register mit fast 35'000 Personen, die während des Unfalls im Umkreis von fünf Meilen um das Kernkraftwerk Three Mile Island lebten. Diese Datenbank wurde durch weitere, dem Department ebenfalls zugängliche statistische Aufzeichnungen erweitert. Das Department stellte fest:
- Bis einschliesslich 1993 war kein signifikanter Anstieg der Krebsraten unter den registrierten Personen festzustellen.
- Sieben Fälle von angeborener Hypothyreose (herabgesetzte Tätigkeit der Schilddrüse) im Lancaster County, ausserhalb der Zehn-Meilen-Zone um Three Mile Island, "wurden nicht mit dem Unfall von Three Mile Island in Zusammenhang gebracht". (1981)
- Bei der Kindersterblichkeit wurden innerhalb der Zehn-Meilen-Zone um Three Mile Island keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Auffällig hoch war die Zahl von Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht, deren Mütter während des Unfalls schwanger gewesen waren und zu viele Medikamente gegen den Stress eingenommen hatten. Eine fünf Jahre später durchgeführte Kontrollstudie ergab, dass die Kinder Normalgewicht erreicht hatten. (1984)
Resultate aus anderen Studien
Die folgenden Abschnitte sind eine kurze Auflistung weiterer unabhängiger Studien über die Folgen des Unfalls im Kernkraftwerksblock Three-Mile-Island-2. Die meisten dieser Studien wurden von Staatsoder Bundesstellen durchgeführt.
Population Exposure and Health Impact of the Accident at the Three Mile Island Nuclear Station -
Diese Studie wurde durch Experten erstellt, die unter dem Namen "Ad Hoc Population Dose Assessment Group" zusammenarbeiteten. Ihre Mitglieder kamen von der U.S. Nuclear Regulatory Commission (NRC), vom U.S. Department of Health and Human Services und von der U.S. Environmental Protection Agency. Der Bericht kommt zum Schluss, dass keine unmittelbar gesundheitsbeeinträchtigenden Wirkungen auftauchten und dass latente oder Langzeit-Wirkungen minimal wären, wenn es überhaupt welche gäbe.
Report of the President's Commission on the Accident at Three Mile Island, 1979 -
Die Studie wurde durch eine von Präsident Jimmy Carter ernannten und von John G. Kemeny, dem damaligen Präsidenten des Dartmouth College, geleiteten Kommission erstellt. Ihre Schlussfolgerungen über die Auswirkungen auf die Gesundheit zeigten, dass dem Unfall keine Krebserkrankungen oder genetisch bedingten Krankheitsfälle zugeschrieben werden konnten. Die Studie zeigte weiter auf, dass der mentale Stress sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Angestellten des Werks die stärksten Auswirkungen auf die Gesundheit hatte.
Three Mile Island: A Report to the Commissioners and to the Public, 1980 -
Dieser Bericht, von der amerikanischen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde für kerntechnische Anlagen NRC in Auftrag gegeben, wurde durch das in Washington, D.C., domizilierte Anwaltsbüro Rogovin, Stern & Huge erarbeitet. Seine Schlussfolgerung war, dass Gesundheitsfolgen für die gesamte Bevölkerung, wenn sie überhaupt existierten, weder messbar noch nachweisbar seien.
Report to the Nuclear Regulatory Commission from the Staff Panel on the Commission's Determination of an Extraordinary Nuclear Occurence, 1980 -
Dieser Bericht wurde vom NRC veröffentlicht. Er basierte auf Arbeiten von Mitarbeitern der NRC, der Environmental Protection Agency, des U.S. Department of Health and Human Services, des früheren Pennsylvania Department of Environmental Resources und des amerikanischen Energieministeriums DOE. Er bestätigte die von der "Ad Hoc Population Dose Assessment Group" gemachten Dosis-Abschätzungen, den Bericht der Kommission des Präsidenten und den von Metropolitan Edison erarbeiteten Bericht.
Investigations of Reported Plant and Animal Health Effects in the Three Mile Island Area, 1980 -
Der Bericht, veröffentlicht vom NRC, basierte auf den Erkenntnissen von Untersuchungsorganen der NRC, des Pennsylvania Department of Agriculture, der U.S Environmental Protection Agency und des Argonne National Laboratory. Die Schlussfolgerung dieses Berichtes war: "Es scheint, dass keine der erfassten Auswirkungen auf die Gesundheit bei den beobachteten Pflanzen und Tieren (die im Bericht bewertet wurden) direkt mit dem Normalbetrieb oder dem Unfall von Three-Mile-Island-2 in Bezug gebracht werden kann."
Followup Studies on Biological and Health Effects Resulting from the Three Mile Island Nuclear Power Plant Accident of March 28, 1979 -
Diese Studie wurde vom Committee on Federal Research into the Biological Effects of Ionizing Radiation erarbeitet und vom National Institute of Health veröffentlicht. Das "TMI Followup Research Subcommittee" der Gruppe setzte sich aus Vertretern folgender Institutionen zusammen: National Institute of Health; Food and Drug Administration; Alcohol, Drug Abuse and Mental Health Administration; Communicable Disease Center; Environmental Protection Agency; Nuclear Regulatory Commission; Department of Energy und Department of Defense. Die Schlussfolgerung der Studie war, der Unfall werde keine nachweisbaren Auswirkungen auf die Gesundheit auslösen.
Report of the Governor's Commission on Three Mile Island, 1980 -
Dieser Bericht wurde von einer von Gouverneur Dick Thornburgh eingesetzten Kommission erarbeitet. Er stimmte mit den Folgerungen im Bericht der President's Commission überein, wonach die Auswirkungen des Unfalls auf die Gesundheit geringfügig seien, und er stellte fest, dass die vom Unfall ausgelöste seelische Anspannung für die allgemeine Bevölkerung vorübergehend sei.
Impact of TMI Nuclear Accident Upon Pregnancy Outcome, Congenital Hypothyroidism and Mortality, 1981 -
Diese Studie wurde durch das Pennsylvania Department of Health erarbeitet. Sie zog den Schluss, dass bei schwangeren Frauen, die den radioaktiven Abgaben aus dem Unfall ausgesetzt waren, keine messbaren Unterschiede gegenüber unbelasteten Frauen festgestellt werden konnten. Die Untersuchung umfasste Frühgeburten, angeborene Missbildungen, Kindstod und weitere Faktoren. Das "TMI Mother-Child Registry", für diese Studie eingerichtet, wird vom Health Department weiter überwacht. Es veröffentlicht seine Berichte im Fünfjahresrhythmus. Das Health Department stellte als Folge einer Bestrahlung durch radioaktives Iod bei Minderjährigen auch kein verstärktes Auftreten von Hypothyreose fest. Sieben Fälle von angeborener Hypothyreose im Lancaster County, ausserhalb des Zehn-Meilen-Radius, in dem die Untersuchungen durchgeführt wurden, konnten nicht als Folge des Unfalls identifiziert werden. Diese Erkenntnisse wurden durch ein vom Health Department organisiertes unabhängiges "Hypothyroidism Investigation Committee" gestützt.
Krebssterblichkeit und Erkrankungsziffern rund um TMI, 1985 -
Diese Studie wurde vom Pennsylvania Department of Health durchgeführt, das Department führt auch Anschlussuntersuchungen durch. Sie fand bei den Bewohnern in der Nähe von Three Mile Island keine erhöhten Krebsrisiken.
Assessment of Off-Site Radiation Doses from the Three Mile Island Unit 2 Accident, 1979 -
Dieser Bericht, von Metropolitan Edison in Auftrag gegeben, wurde durch die in Washington D.C. domizilierte Beratungsfirma Pickard, Lowe and Garrick, Inc. erstellt. Ihre Erkenntnisse über die beim Unfall freigesetzten Dosen stimmten im wesentlichen mit denjenigen Studien überein, die folgerten, dass die radioaktiven Abgaben in Folge des Unfalls zu gering gewesen waren, um feststellbare Auswirkungen auf die Gesundheit auszulösen.
Faktenblatt 6: Die Aufräumarbeiten im Block Three-Mile-Island 2 - herausfordernd und erfolgreich
Die Aufräumarbeiten im beschädigten Kernreaktor-System des Blocks Three-Mile-Island-2 benötigten nahezu zwölf Jahre, die dafür aufgewendeten Kosten belaufen sich auf rund $ 973 Millionen. Die Arbeiten waren technisch und radiologisch betrachtet eine einmalige Herausfordernung. Oberflächen in der Anlage mussten dekontaminiert werden. Während der Aufräumarbeiten gebrauchtes und gelagertes Wasser musste aufbereitet werden. Und ungefähr 100 Tonnen beschädigten Uran-Brennstoffs mussten aus dem Reaktor entfernt werden - alles ohne Risiko für die Reinigungsmannschaften und die Bevölkerung.
Es wurde ein spezieller Reinigungsplan entwickelt und von einem mehr als 1000 ausgebildete Angestellte umfassenden Team sicher und erfolgreich umgesetzt.
Die Reinigung des Blocks TMI-2 begann im August 1979 mit dem ersten Abtransport von durch den Unfall erzeugtem leicht radioaktivem Abfall nach Richland, Washington. Während der Abschlussarbeiten der Reinigung im Jahr 1991 wurden abschliessende Messungen an Brennstoff in unzugänglichen Teilen des Reaktordruckgefässes vorgenommen. Ungefähr ein Prozent Brennstoff und Schutt verbleibt im Druckkessel. Ebenfalls 1991 wurde das letzte noch verbliebene Wasser aus dem Reaktor TMI-2 gepumpt. Die Reinigungsarbeiten endeten im Dezember 1993, als der Block 2 von der Nuclear Regulatory Commission die Bewilligung erhielt, in den Zustand der "überwachten Lagerung nach dem Entladen des Brennstoffs" (Post Defueling Monitored Storage PDMS) überzugehen.
In einem frühen Zeitpunkt der Reinigungsarbeiten waren alle Verbindungen zum Block TMI-1 abgebrochen worden. Heute ist der Block TMI-2 ein überwachtes Langzeit-Lager. Ein weiterer Betrieb der Anlage ist nicht vorgesehen. Die Ventilations- und Regenwasser-Systeme werden überwacht. Die notwendigen Instrumente, um die Anlage als sicheres Langzeitlager weiter zu betreiben, werden in Betrieb gehalten.
Zentraler Punkt der Reinigungsarbeiten war die Entfernung des Brennstoffs aus dem Reaktordruckgefäss. Während der Entladearbeiten beliess man den beschädigten Brennstoff unter Wasser. Nach fast sechs Jahren Vorbereitungsarbeiten standen im Oktober 1985 Arbeiter auf einer Plattform über dem Reaktor. Mit langstieligen Werkzeugen ausgerüstet begannen sie, den Brennstoff in Kanister zu laden, die unterhalb der Plattform hingen. Gesamthaft wurden 342 Brennstoffkanister zur Langzeitlagerung sicher ins Idaho National Laboratory überführt. Dieses Programm wurde im April 1990 abgeschlossen. Bei den Aufräumarbeiten wurdem über 2,8 Millionen Gallonen (umgerechnet 10,6 Millionen Liter) Abwasser aus der Anlage entfernt, die durch den Unfall entstanden waren. Dieses Wasser wurde aufgearbeitet, gelagert und abschliessend sicher durch Verdampfung aus der Anlage entfernt. Die Arbeiten zur Verdampfung begannen im Januar 1991 und wurden im August 1993 abgeschlossen.
Die "National Society of Professional Engineers" zeichnete das Aufräumprogramm im Block TMI-2 im Februar 1991 als eine ingenieurmässige Höchstleistung aus, die im Jahr 1990 in den Vereinigten Staaten von Amerika abgeschlossen worden war.
Faktenblatt 7: Bessere Ausbildung für unerwartete Ereignisse
Als sich der Unfall im Block Three-Mile-Island-2 ereignete, wurden die Operateure im Kontrollraum durch eine unzulängliche Instrumentierung und verwirrende Prozeduren in die Irre geführt. Noch schwerwiegender aber war die Tatsache, dass ihre Arbeit behindert wurde, weil ihre Ausbildung zur Reaktion auf unerwartete Ereignisse Mängel aufgewiesen hatte.
Die Erfahrungen aus dem Unfall förderten ein völlig neues Konzept bei der Ausbildung von Kernkraftwerks-Operateuren - "Zuerst hältst Du den Kern bedeckt, sorge Dich erst anschliessend darum, was geschehen ist." Die Fähigkeit der Operateure, Schlüsselsysteme zu schützen, wurde deutlich verbessert. Der Unfall im Kernkraftwerk Three-Mile-Island-2 führte zur Gründung des Institute of Nuclear Power Operations (Inpo) in Atlanta und zu ihrer National Academy for Nuclear Training. Diese beiden Industrie-Organisationen waren seither bei der Förderung ausgezeichneter Leistungen im Betrieb von Kernkraftwerken und bei der Beglaubigung ihrer Ausbildungsprogramme sehr erfolgreich.
Die Inpo wurde 1979 nach dem Unfall im Block Three-Mile-Island-2 gebildet. Die National Academy for Nuclear Training wurde unter der Schirmherrschaft der Inpo 1985 etabliert. Die Ausbildung der Operateure von Three Mile Island hat seither drei Beglaubigungsüberprüfungen durchgangen.
Ausbildungsreformen gehören zu den wichtigsten Auswirkungen des Unfalls im Block Three-Mile-Island-2. Die Ausbildung wurde, unabhängig davon, was das auslösende Problem sein könnte, auf den Schutz der Kühlkapazitäten einer Anlage ausgerichtet. Beim Unfall im Werk Three-Mile-Island-2 hatten die Operateure einem Anleitungsbuch die Punkte entnommen, die dem Ereignis zu entsprechen schienen. Heute werden die Operateure durch eine Reihe von "Ja-Nein-Fragen" geführt, um zuerst sicherzustellen, dass der Brennstoffkern des Reaktors mit Wasser bedeckt bleibt. Erst anschliessend stellen sie die spezifische Fehlfunktion fest.
Dieses Vorgehen wird "Symptom-basiert" genannt. Dadurch soll auf die Ereignisse in einer Anlage zielgerichtet reagiert werden. Dieses Vorgehen basiert auf einem Ausbildungsstil, der den Operateuren ein Grundwissen vermittelt, sowohl die theoretischen als auch die praktischen Aspekte des Anlagenbetriebs zu verstehen. "Wir geben unseren Operateuren im fundamentalen Bereich Werkzeuge", sagt ein Lehrer im Kernkraftwerk Three Mile Island. "Wir trainieren sie nicht nur an vorgesehenen Abläufen. Sie sollen lernen, zu merken, wann sie sich jenseits der vorgegebenen Abläufe befinden und wie sie auf solche Ereignisse reagieren müssen."
Das Training geht deutlich weiter als nur bis zum Drücken von Knöpfen. Neben dem Üben von Kommunikation untereinander und Teamwork wird grosses Gewicht auf effektive Interaktion zwischen den Mitgliedern des Teams gelegt. Solche Aspekte sind nun Teil des Ausbildungs-Lehrplans im Kernkraftwerk Three Mile Island.
Die lizenzierten Operateure im Kontrollraum von Three Mile Island werden jährlich mehr als 200 Stunden weitergebildet. Die Zahl der Ausbildungsstunden ist aber nicht so wichtig wie das Feststellen des Ausbildungsbedarfs - und dass dieser Bedarf dann auch gedeckt wird.
Beinahe die Hälfte der Ausbildung der Operateure findet in einem in Originalgrösse nachgebauten elektronischen Simulator des Kontrollraums von Three Mile Island statt. Auf diesem Simulator (Kosten: $18 Millionen) werden die Operateure ausgebildet und auch auf ihr Verhalten beim Auftreten von Unfallszenarien aller Art getestet.
Faktenblatt 8: Kernkraftwerke - sicherer und zuverlässiger
Die aufgrund der Lektionen des TMI-2-Unfalls entstandene Disziplin bei der Ausbildung, beim Betrieb und bei der Meldung von Ereignissen haben die Kernenergie deutlich sicherer und zuverlässiger gemacht. Diese Entwicklung wurde vom Institute for Nuclear Power Operations (Inpo) - von der Industrie nach dem Unfall ins Leben gerufen - gefördert und verfolgt. Um fortgesetzt gut dazustehen, muss ein Kernkraftwerk sowohl die hohen Normen der Inpo als auch die Vorschriften der amerikanischen Genehmigungsbehörde NRC erfüllen.
"Die Analyse der Ereignisse und das Weitergeben der daraus gezogenen Lehren, und dabei Wiederholungen zu vermeiden. Dies war einer der Hauptaufträge der Kommission des Präsidenten (der Kemeny-Commission), die den Unfall von Three Mile Island untersuchte. Die Industrie hat dieses Mandat im Verlauf der Jahre mit grossem Erfolg in die Tat umgesetzt." Mit diesen Worten fasste Zack T. Pate, ehemaliger Präsident und CEO von Inpo, seine 17 Jahre bei der Organisation (bis März 1998) in deren Jahresbericht 1997 zusammen.
Ein Schlüsselindikator ist die Graphik der wichtigen Ereingisse in den Werken, die auf Daten basiert, welche von der NRC gesammelt worden sind. Die Zahl von wichtigen Ereignissen ist von 2,38 pro Reaktorblock im Jahr 1985 auf 0,1 am Ende des Jahres 1997 gesunken. Dies, so führte Pate aus, "zeigt in den vergangenen zwölf Jahren eine Abnahme um einen Faktor 20, was eine bemerkenswerte Leistung darstellt."
Bei der Zuverlässigkeit der Anlagen stieg die mittlere Arbeitsverfügbarkeit - der Prozentsatz der maximal produzierbaren Energie eines Kernkraftwerks - von 62,7% im Jahr 1980 auf 81,6% im Jahr 1997. Ziel der Betreiber ist es, im Jahr 2000 87% zu erreichen.
Andere Indikatoren für US-Kernkraftwerke, die vom Inpo und seinem weltweit tätigen Gegenstück, der World Association of Nuclear Operators Wano, verfolgt werden, sind der ungeplante Arbeitsverfügbarkeits-Verlust, die ungeplanten automatischen Schnellabschaltungen, das Betriebsverhalten der Sicherheitssysteme, die thermische Effizienz, die Zuverlässigkeit des Brennstoffs, die gute chemische Betriebsführung, die kollektive Strahlendosis, das Volumen des festen radioaktiven Abfalls und die Häufigkeit von Arbeitsunfällen. All diese Punkte wurden seit 1980 substantiell verbessert.