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Der Begriff Psychotherapie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Pflegen der Seele. Ganz allgemein gesprochen handelt es sich dabei um verschiedene Behandlungsverfahren zur Heilung oder Linderung von Störungen im seelischen Bereich, in den sozialen Beziehungen, im Verhalten oder auch in bestimmten Körperfunktionen.
Als Therapieerfolg kann neben einem Verschwinden der seelischen oder körperlichen Symptomatik eine Veränderung des Erlebens, Denkens und Fühlens eintreten, wie sie in grösserer Selbstannahme, Lebensfreude und sozialer Kompetenz zum Ausdruck kommt.
Psychiatrie ist die medizinische Lehre von den Erkrankungen der Seele. Sie beschäftigt sich mit der Erkennung, Vorbeugung, Behandlung und Begutachtung der seelischen Krankheiten und Störungen sowie der seelischen und sozialen Verhaltensauffälligkeiten.
Man unterscheidet drei Gruppen von seelischen Erkrankungen:
- Die erste Gruppe enthält die körperlich begründbaren Krankheiten, die organischen Psychosen. Es handelt sich dabei um Erkrankungen, die direkt das Hirn betreffen wie entzündliche Hirnkrankheiten, Hirnverletzungen oder Hirngefässprozesse. Dazu gehören auch die Erkrankungen, bei denen das Hirn beteiligt ist, wie z. B. bei Vergiftungen, Infektionen oder internistischen Erkrankungen.
- In die zweite Gruppe gehören die endogenen Psychosen, d. h. chronische seelische Erkrankungen, die Manien, schwerste Depressionen (affektive Psychosen) und die Schizophrenien (schizophrene Psychosen) umfassen.
- Die dritte Gruppe wird von den Abweichungen des normalen seelisch-geistigen Wesens gebildet. Hier finden sich neben Depressionen und Angststörungen auch weitere Störungen des Erlebens.