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Das Schloss in Schwarzenburg wurde hauptsächlich durch freiburgische Handwerker erbaut. Als Baumaterialien dienten auch Abbruchsteine der Grasburg, was den Verfall der einstigen Reichsfeste beschleunigte. Das Schloss ist ein typisches Herrschaftshaus aus dem 16. Jahrhundert, mit rechteckigem Baukörper und Krüppelwalmdach. Es entstand in der Zeitenwende von Spätgotik (äussere Gestaltung) und Renaissance. Es hatte keinen militärischen Zweck, die Türme und Wehrgänge spiegelten Wehrhaftigkeit vor. Der ehemalige Kornhausflügel – entstanden um 1800 – auf der Nordseite diente nach dem Umbau 1869 unter anderem als Polizeiposten, Gerichtsschreiberei und Gefängnis.
Das Schloss diente als Amtssitz der Landvögte, die bis 1798 alle fünf Jahre zwischen den beiden Kantonen Bern und Freiburg wechselten, und seit 1803 der bernischen Regierungsstatthalter. Nach der Annahme der Gebietsreform in der kantonalen Volksabstimmung wurde das Statthalteramt in Schwarzenburg 2009 aufgehoben und das Schloss vom Kanton Bern an die öffentliche «Stiftung Schloss Schwarzenburg» übergeben.