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Dank der seit einigen Jahren regelmässig durchgeführten Aufklärungskampagnen konnte die Bevölkerung für UV-bedingte Hautschäden sensibilisiert werden. Unter den sog. aktinischen (d.h. UV-bedingten) Hautschäden verstehen wir einerseits Vorstadien, die sog. Präkanzerosen wie auch der Hautkrebs, wobei wir einen "weissen" von einem "schwarzen" Hautkrebs unterscheiden.
Das Melanom wird synonym zum "schwarzen" Hautkrebs verwendet, da es aus den Pigmentzellen, den Melanozyten besteht und in der Regel eine braune bis schwarze Färbung aufweist. Dahingegen ist der "weisse" Hautkrebs häufig hautfarben bis rötlich. Den "weissen" Hautkrebs kann man in das Basaliom und Spinaliom unterteilen.
In der Schweiz erkranken jährlich ca. 15`000 Menschen an einem Hautkrebs, wobei rund 90% der Hautkrebspatienten entweder ein Basaliom oder ein Spinaliom aufweisen, gut 10% der Patienten erkranken an einem Melanom.
In der Folge finden Sie dazu eine kurze Übersicht:
Das maligne Melanom (syn: Melanom, Schwarzer Hautkrebs) ist ein von den pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) ausgehender bösartiger Tumor. Es ist der bösartigste aller Hautkrebstumoren, welcher in Abhängigkeit des Stadiums zu Ablegern (sog. Metastasen) führen kann und für über 90% der durch Hautkrebs verursachten Todesfälle verantwortlich ist. Leider ist die Inzidenz (Anzahl der Neuerkrankungen pro Jahr) der Melanome auch in der Schweiz weiterhin steigend (ca. 1500 neue Melanomfälle/Jahr). Gemäss den neuesten Daten belegt die Schweiz den traurigen Spitzenplatz in Europa mit einer jährlichen Neuerkrankungsrate von 25 pro 100`000 Einwohnern. Auch die jährliche Melanom-Sterberate liegt in der Schweiz über dem europäischen Durchschnitt.

Maligne Melanome entstehen nur in ca. 30% der Fälle aus vorbestehenden Muttermalen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind heller Hauttyp, gehäufte Sonnenbrände in der Jugend, viele atypische Muttermale und Melanom in der Familie.
Wir empfehlen Personen, die ein erhöhtes Melanomrisiko haben oder bereits ein malignes Melanom hatten, ihre Haut in regelmässigen Abständen (mind. jährlich) fachärztlich untersuchen zu lassen.
Das Spinaliom (Stachelzellkrebs, Spinozelluläres Karzinom) ist ein Hautkrebs, der von den Stachelzellen der Oberhaut ausgeht. Das Spinaliom bildet nach einem zuerst lokal destruierenden Wachstum erst spät Metastasen aus. Das Spinaliom entsteht fast immer auf sonnengeschädigter Haut oder auf Schleimhäuten. Die jahrelange UV-Strahlung gilt als wichtigster auslösender Faktor.
Klinisch präsentieren sich die Spinaliome meist als verhornend wachsende Hauttumoren. Therapeutisch steht die operative Entfernung an erster Stelle.
Das Basaliom (Basalzellkrebs, «Weisser Hautkrebs») entsteht zwischen der Basalzellschicht und der oberen Lederhaut und bildet sich aus Keratinozyten entlang der Haarfollikel. Er stellt der häufigste Hautkrebs dar - viermal häufiger als das Spinaliom (in der Normalbevölkerung). Basaliome sind weniger aggressiv und führen in der Regel nicht zu Metastasen.
Auch Basaliome entstehen vor allem auf UV-geschädigter Haut, wobei ebenfalls die chronische UV-Schädigung für deren Entstehung verantwortlich zu sein scheint. Klinisch treten sie in verschiedenartigster Form auf und können «Alterswarzen» oder Muttermalen (pigmentierte Varianten), aber auch Narben oder gar Ekzemen sehr ähnlich sehen. Die Therapie richtet sich entsprechend nach dem Basaliomtyp sowie der Lokalisation, und ist meistens operativ.
Aktinische Keratosen (sog. aktinische «Präkanzerose») entsprechen chronischen, durch kumulative UV-Strahlung bedingten Verhornungsstörungen der Haut. Entsprechend findet man sie vermehrt bei älteren Menschen, und dort vorwiegend in chronisch lichtexponierten Hautbereichen (z.B. Stirne, Nase, Wangen, Glatze, Handrücken). Es sind Präkanzerosen, da sich potentiell im Laufe der Zeit (Monate bis Jahre) aus aktinischen Keratosen (in ca. 10% der Fälle) bösartige Tumoren wie das Spinaliom entwickeln können. Aus diesem Grunde empfehlen wir aktinische Keratosen fachgerecht (je nach Lokalisation und Ausdehnung mit unterschiedlichen, nicht operativen Oberflächenmethoden) behandeln zu lassen.