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Studie zu den Folgen der Pestzidfrei-Initiative
Die Studie von Professor Charles Gottlieb (Universität St. Gallen) befasste sich mit den Folgen der Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide». Da mit den Anforderungen der Initiative die Erträge im Durchschnitt tiefer liegen, würde die Annahme derjenigen einen Rückgang des Selbstversorgungsgrads mit sich bringen. Dieser sänke in der Folge von aktuell 58 Prozent auf 42 Prozent. Zu erwarten wären ausserdem grosse Veränderungen im Sortiment von in der Schweiz produzierten Agrarprodukten. Insbesondere wäre das inländische Angebot an Zucker, Früchten, Gemüsen, Kartoffeln und Fleisch – vor allem Schweine- und Geflügelfleisch – stark beeinträchtigt.
Die Studie weist zudem auf die Wichtigkeit von Bioziden in der Lebensmittelverarbeitung zur Gewährleistung einer einwandfreien Lebensmittelqualität hin. Auch wäre die Lagerung von Lebensmitteln und Rohstoffen betroffen.
Die Schweiz exportiert heute hohe Mengen an Lebensmitteln, die aus importierten Rohstoffen wie Kaffee oder Kakao hergestellt werden. Um den Bedarf der Industrie bei der Annahme der Initiative zu decken, würden 21 Prozent der weltweiten Bio-Kaffeeproduktion und 50 Prozent der weltweiten Bio-Kakaoproduktion benötigt. Die auferlegten Importbeschränkungen könnten Lebensmittelhersteller dazu veranlassen, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. Die Folge wäre der Verlust von zehntausenden von Arbeitsplätzen in der Schweiz. Alle erwähnten Faktoren hätten Auswirkungen auf die Konsumentenpreise, was den Einkaufstourismus anheizen würde.