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Nach 53 Jahren kommt das Ende. Die Schoeck-Gesellschaft soll als Verein aufgelöst und die im Gange befindliche Herausgabe des restlichen Gesamtwerks durch ein kleines Team sichergestellt werden.
Zwei Jahre nach dem Tod des Komponisten Othmar Schoeck ist 1959 mit Sitz in Zürich die Othmar-Schoeck-Gesellschaft gegründet worden. Bei der Gründung waren 150 Personen anwesend, die fast alle Schoeck selber noch persönlich gekannt haben. Später stieg die Mitgliederzahl bis auf 700 an, sinkt aber nun seit Jahren ständig. Auch ist der Besuch an den Veranstaltungen der Gesellschaft stark zurückgegangen. DerVorstand der Gesellschaft beantragt darum der nächsten Generalversammlung vom 22. November, dass die Gesellschaft als Verein per Ende Jahr aufgelöst werden soll. Es ist davon auszugehen, dass diesem Antrag zugestimmt wird. Zumal die Gesellschaft ihre Aufgabe weitgehend erfüllt hat. Dazu gehörten in den ersten drei Jahrzehnten vor allem die Durchführung von Konzerten, Kompositions- und Vortragswettbewerben, die Förderung von Einspielungen und die Herausgabe von Tonträgern.
Ambitiöses Projekt vor 20 Jahren
Vor rund zwanzig Jahren wurde zudem das ambitiöse Projekt angegangen, das Gesamtwerk von Schoeck als wissenschaftliche Gesamtausgabe zu ermöglichen. Seit 1995 sind 15 Bände erschienen, darunter mit mehreren Opern, mit frühen Liedern, Konzerten und Chorwerken. Derzeit im Gange ist die Drucklegung der grossen Oper «Penthesilea». DieWeiterführung dieser Gesamtausgabe soll gemäss Vorstand auch ohneVereinsstruktur möglich sein und in der Nachfolge durch eine Einfache Gesellschaft getragen werden. Dazu sollen eine Editionsleitung, ein Sekretariat, eine Finanzverwaltung und eine Geschäftsführung eingesetzt werden. Mitglieder würde es keine mehr geben. Othmar Schoeck (1886–1957) ist einer der bedeutendsten Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist weitgehend der Spätromantik verpflichtet. Schoeck war Schüler von Max Reger und eng mit Hermann Hesse befreundet. Aus dem Gesamtwerk vor allem bekannt sind die grossen Liedzyklen, die symphonischenWerke, Sonaten und Konzerte sowie mehrere grosse Opern. Schoeck ist in Brunnen geboren, aufgewachsen und verstand Brunnen immer als heimatlichen Hort.
Bote der Urschweiz
Autor
Bote der Urschweiz
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- Dies & Das
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schwyzkultur.ch/rZy3vx