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Guillaume
(spr. gĭjóhm), Claude Jean Bapt. Eugène, franz. Bildhauer, geb. zu Montbard (Côte d'Or), empfing den ersten Unterricht in Dijon und kam nach Paris in die École des beaux-arts und ins Atelier von Pradier. Als er hier 1845 für sein Erstlingswerk: Theseus, der das Schwert seines Vaters findet, den großen römischen Preis erhielt, setzte er in Italien seine Ausbildung fort und sandte von dort aus eine Amazone, einen Schnitter und das Grab der Gracchen ein, stellte 1852 in Paris seinen in Rom gearbeiteten Anakreon aus, welcher großen Beifall fand, worauf dann die bronzene Doppelbüste der Gracchen (1853) und für die Kirche Ste. Clotilde vier Reliefs aus dem Leben dieser Heiligen und der heil. Valeria folgten. Noch bekannter wurde er durch die Karyatiden und den Giebelschmuck des Pavillon Turgot (1857) und durch die Marmorbüste Napoleons I., die er nachher (1867) mit sieben andern Büsten ausstellte, welche denselben in verschiedenen Lebensaltern zeigen. Zu den Arbeiten des letzten ¶
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Decenniums gehören: die Statue Napoleons I. als Artillerieleutnant, die Musik an der Fassade der Neuen Oper, die äußerst fein empfundene Marmorstatue: die Quelle der Poesie, die Büste des Erzbischofs Darboy und das Grab einer Römerin. Meisterhaft sind auch die Statue des heil. Ludwig für das Palais de Justice und eine Bronzestatue des Orpheus; weniger gefiel das Modell für die in Avignon zu errichtende Statue Philippe de Girards, des Erfinders der Flachsspinnmaschine, und noch weniger das Gipsmodell einer Statue Colberts für die Stadt Reims. G. ist seit 1865 Direktor der Académie des beaux-arts; 1855 erhielt er das Ritter-, 1867 das Offizier- und 1875 das Kommandeurkreuz der Ehrenlegion.