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Die Entstehung des KKL LuzernWir nehmen Sie mit auf eine Reise durch die Zeit und bringen Ihnen die Entstehung des KKL Luzern, wie wir es heute kennen, näher. Die Bilder stammen zu einem grossen Teil aus dem Buch «Die KKL-Story | Ein Ort | 100 Jahre | drei Bauten», welches am Ticketschalter im KKL Luzern erhältlich ist.
Der Artikel erschien ursprünglich in der Klangwelle Nr. 57.
1929
Der Stadtrat Luzern schreibt einen Architekturwettbewerb für den Bau eines Kunst- und Kongresshauses (KKH) aus, um den Rollschuhpalast auf dem Bahnhofplatz zu ersetzen.
1930
Armin Meili gewinnt mit seinem Projekt den Wettbewerb und der Bau des Kunst- und Kongresshauses wird von den Luzerner Stimmberechtigten, trotz der Weltwirtschaftskrise, angenommen. Noch im selben Jahr beginnen die Bauarbeiten.
1933Drei Jahre nach Baubeginn wird das KKH in seiner vollen Pracht eingeweiht.
1938
Die Internationalen Musikfestwochen Luzern, welche heute unter dem Namen Lucerne Festival bekannt sind, werden zu einem wichtigen Nutzer des KKH.
1980
Nach über 40 Jahren ist das Kunst- und Kongresshaus von Armin Meili baufällig.
1988
Aufgrund des schlechten Zustandes des Kunst- und Kongresshauses wird die Stiftung «Konzerthaus» unter dem Präsidenten Walter von Moos gegründet. Noch im selben Jahr schenkt Alice Bucher, Verlegerin und Mäzenin, der Stadt Luzern 960’000 Franken für die Durchführung eines erneuten Architekturwettbewerbs. Dabei werden renommierte Architekt:innen zur Teilnahme eingeladen.
1989
Die Sieger des Architekturwettbewerbs stehen fest: Jean Nouvel und Emmanuel Cattani aus Paris liegen mit ihrem umstrittenen Entwurf «Opus» auf dem ersten Platz. Den zweiten Rang belegt der spanische Architekt Rafael Moneo und der dritte Rang geht an Rodolphe Luscher aus Lausanne.
Die Stadt Luzern wie auch die Stiftung «Konzerthaus» entscheiden sich jedoch gegen die Projekte von Nouvel/Cattani und Moneo, da sie die Wettbewerbsbedingungen durch die Beanspruchung von zu viel Seegrund nicht eingehalten haben. Stattdessen nominieren sie das drittplatzierte Projekt «Mauli Bay» von Rodolphe Luscher.
1991Das Erziehungsdepartement des Kantons Luzern entscheidet, das alte Kunst- und Kongresshaus nicht ins kantonale Denkmalschutzverzeichnis aufzunehmen. Dem Projekt «Kultur- und Kongresszentrum am See» steht nichts mehr im Wege. Gleichzeitig wird Unternehmensberater Thomas Held Gesamtkoordinator Kulturraum.
1992
Rodolphe Luscher verzichtet auf das Projekt. Die Trägerschaft bewegt Jean Nouvel zum Wiedereinstieg. Noch im selben Jahr legt er das überarbeitete architektonische Konzept vor und Russell Johnson, Akustiker und Architekt, wird auf Wunsch der Internationalen Musikfestwochen Luzern (heute Lucerne Festival) zum Projekt hinzugezogen.
1993Im November bewilligt die Regierung von Stadt und Kanton Luzern 94 Millionen Franken für den Bau des neuen Kulturund Kongresszentrums.
1994Die historische Volksabstimmung zum Bau des Kultur- und Kongresszentrums am See wird mit 65,7 Prozent Ja-Stimmen angenommen und damit dem Kredit von 94 Millionen Franken für den Bau des KKL Luzern zugestimmt.
1995Im Januar finden das Baggerfest und der erste Spatenstich statt.
1996
Die KKL Luzern Management AG wird durch Luzerner Persönlichkeiten zum Betrieb des Hauses gegründet.
1997
Am 28. Februar findet das Aufrichtfest für den Konzertsaal mit Marktständen aus Nationen, die bei den Arbeiten am Bau beteiligt waren (Albanien, Deutschland, Griechenland, Italien, Portugal, Schweiz), statt.
1998
Am 18. August findet der Festakt zur Eröffnung des Konzertsaals mit dem Luzerner Sinfonieorchester (LSO), dem Luzerner Trompeten-Ensemble und dem damaligen Bundespräsidenten Flavio Cotti statt.
1998
Am 19. August treten zum Eröffnungskonzert der Internationalen Musikfestwochen Luzern (heute Lucerne Festival) der Dirigent Claudio Abbado und die Berliner Philharmoniker auf.
2000
Das Kultur- und Kongresszentrum Luzern und das Kunstmuseum öffnen offiziell ihre Pforten.