Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03345.jsonl.gz/1046

mit Varlela: Der Baum der Erkenntnis
Theorie, Erklärungssystem, Wahrheit,

H. Maturana arbeitete 1954-60 bei W. McCulloch am MIT, ging dann nach Santiago. 1968 ging er in die Gruppe von Heinz von Foerster nach Illinois. Er eröffnete im Kontext seiner Autopoiese-Theorie die kybernetische Sichtweise eines
operational geschlossenen Nerven-Systems, das mit der Umwelt strukturell gekoppelt ist.
Grundlegend für das Verständnis seiner Theorie finde ich seine "Logische Buchhaltung", die er anhand eines "U-Bootes" (Pilot) erläutert, die aber in der Rezeption des radikalen Konstruktivismus praktisch nicht wahrgenommen wurde.
"Ich bin kein Konstruktivist", Interview mit Astrid Kaiser in Päd. Forum 2003.
autopoietische Maschine
Das Gerücht sagt, dass N. Luhmann damals H. Maturana zu gemeinsamen Veranstaltungen eingeladen, und dass H. Maturana dann vor Ort der Luhmannschen Interpretation nicht folgen konnte oder wollte, und die Veranstaltung verliess. So kam es zum radikalen Bruch zwischen den beiden, der textlich an mehreren Stellen in Form von gegenseitigen Kritiken zu finden ist (zb Maturan/Rieger/Vetter 1990:39).
H. Maturana steht in der Tradition der Kybernetik 2. Ordnung, wo Geschlossenheit ganz klar (durch W. Ashby) definiert ist.
"H. Maturan steht der Luhmannschen Theorie unaufgeschlossen gegenüber, für ihn liegt N. Luhmanns grösster Fehler darin, dass er die Menschen auslässt (http://www.soziologiker.info/oarb/C_Eismann-Systemtheorie.pdf , S. 8 (aus Maturan/Rieger/Vetter 1990:39)
„Funktionen haben keinerlei Erklärungswert" Erkennen:191).
Vgl. Marvin Minsky, Mentopolis, Stuttgart 1990. Maturana hat auf sehr interessante Weise auf die Unterschiede zwischen der A.I.-Forschung und seinem eigenen Ansatz bzw. auch dem des BCL aufmerksam gemacht: "Die Artificial-Intelligence-Forscher ahmten biologische Phänomene nach. Wenn man biologische Phänomene nachahmt und dabei nicht zwischen dem Phänomen und seiner Beschreibung unterscheidet, dann ahmt man am Ende die Beschreibung des Phänomens nach." Volker Riegas u. Christian Vetter, Gespräch mit Humberto Maturana, in: Dies., Hg., Zur Biologie der Kognition, Frankfurt am Main 1990, 45.
"Es ist konstitutiv für ein soziales System, dass seine Komponenten Lebewesen sind; denn das soziale System wird dadurch gebildet, dass die Lebewesen ihre Organisation und Angepasstheit durch den Prozess der Integrierung eines sozialen Systems erhalten. Deshalb geht jeder Versuch zur Charakterisierung sozialer Systeme in die Irre, der verkennt, dass die Erhaltung des Lebens der Mitglieder eines sozialen Systems eine konstitutive Bedingung für das Funktionieren des Systems ist. Wird diese bedingung nicht berücksichtigt, so wird lediglich ein System spezifiziert, das die Eigenphänomene sozialer Systeme nicht erzeugen kann. So bildet z.B. eine Menge von Menschen, die die Erhaltung des Lebens ihrer Mitglieder nicht als Teil der Definition ihres Funktionierens als System einschliesst, kein soziales System." (wo?)
kulturkritik.net/: Kritik an der Systemtheorie - http://www.soziologiker.info/oarb/C_Eismann-Systemtheorie.pdf Luhmann und Maturana
1979 ist ein Artikel von Humberto R. Maturana im Cybernetics Forum erschienen, in dem er unter dem Titel „The wholeness of the unity: Conversations with Heinz von Foerster“ beschreibt, wie ihn die Gespräche mit Heinz von Foerster während seines 10omonatigen Aufenthaltes am Biological Computer Laboratory an der University of Illinois während der Jahre 1968 und 1969 zu seinen Überlegungen hinsichtlich der Begriffe Funktion, Zwecke und Ziele von lebenden Systemen inspiriert haben. Diese Begriffe sind keine Aspekte lebender Systeme (etwa Zellen oder Organismen) selbst, sondern erhalten nur Sinn aus der Perspektive eines Beobachters.
The wholeness of the unity: Conversations with Heinz von Foerster -------Operative Definition von "Wissenschaft" in Bezug auf 4 Operationen von Humberto Maturana (1990): " diese vier Operationen sind folgende: I) die Darstellung der Erfahrung (Phänomen), die zu erklären ist, was ein Standard-Beobachter in seinem Bereich der Erfahrungen (Praxis des Lebens) tun muss, um ihn zu erleben. II) die Neuformulierung der Erfahrung (Phänomen), die in Form eines generative Mechanismus zu erklären ist, der, wenn er von einem Standard Beobachter in seinem Bereich der Erfahrungen realisiert wird, es ihm oder ihr erlauben würde, als Ergebnis oder Folge seiner Operation. , um in seinem oder ihrem Bereich der Erfahrungen die Erfahrung zu machen, die unter Ziffer I erläutert werden kann. III) der Abzug von dem in Ziffer II vorgeschlagenen generative Mechanismus sowie von allen operativen zusammenhängen des Bereichs der Erfahrungen eines mit ihm verbundenen Standard Beobachters, von anderen Erfahrungen, die ein Standard Beobachter über die Anwendung haben sollte. Von diesen operativen zusammenhängen und der Operationen, die er oder sie in seinem oder ihrem Bereich der Erfahrungen erkennen muss, um sie zu haben. IV) die Erfahrung eines Standard Beobachters der Erfahrungen (oder Phänomene), die in (III) durch seine oder ihre Verwirklichung in seinem Bereich der Erfahrungen der Operationen abgeleitet wurden, auch in (III). - von Abschnitt " Kriterium der Validierung wissenschaftlicher Erklärungen " in " Wissenschaft und Alltag: die Ontologie wissenschaftlicher Erklärungen ", s.,, s. 18
[vier Operationen]
[Maturana wird 90]
[wp]