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Bern - SVP-Präsident Toni Brunner bekräftigt den Anspruch seiner Partei auf den Sitz von FDP-Bundesrat Hans-Rudolf Merz. Merz müsste inzwischen erkennen, "dass es besser wäre, abzutreten und den Weg frei zu machen", sagte Brunner dem "SonntagsBlick".
Er sei Hans-Rudolf Merz als Ostschweizer "natürlich verbunden", erklärte der SVP-Präsident im Zeitungsinterview. Merz' Problem sei, dass er "zu weich ist". Er verhandle mit guten Absichten, doch "das Ergebnis ist meistens das Gegenteil". Weil Merz aber "nicht der Schlimmste sei", müsse ein Rücktritt sein persönlicher Entscheid bleiben, betonte Brunner.
Wenn Hans-Rudolf Merz aber gehe, "wollen wir seinen Sitz". Nachdem man die FDP bei der Wahl von Didier Burkhalter in die Landesregierung noch unterstützt habe, "sind wir jetzt am Zug." Brunner hatte sich bereits am Wahltag vom 16. September dafür ausgesprochen, den allenfalls frei werdenden Sitz von Hans-Rudolf Merz zu attackieren.
Nach Ansicht von Brunner müssten auch die beiden SP-Bundesräte Moritz Leuenberger und Micheline Calmy-Rey "schon lange abtreten". Ihr Leistungsausweis sei "dürftig" und nach linker Lesart seien beide zu alt, weil sich die SP permanent für ein Rentenalter 62 einsetze. Mit deren Rücktritten rechnet Brunner aber nicht vor dem Wahljahr 2011.
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