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Am Rüchligweg in Riehen sind Anfang der 2000er Jahre Mehrfamilienhäuser mit Holzfenstern erstellt worden. An…
Die zwei eingeschossigen Autoeinstellhallen aus den 70er-Jahren wurden in Stahlbeton ausgeführt. Die Decken spannen als Pilzdecken zwischen den Stahlbetonstützen und den Aussenwänden. Diese tragen die Lasten in die Fundierung ab. Auf den Decken der Autoeinstellhallen sind Erdaufschüttungen von ca. 70 cm sowie zwei Spielplätzte vorhanden. Neben den kleineren Wasserinfiltrationen sind vor allem die sichtbaren Durchbiegungen der Decken ein Problem.
Zusammen mit dem Bauingenieur wurde eine materialtechnologische Zustandsanalyse sowie eine Überprüfung der Tragsicherheit durchgeführt. Die Durchstanzsicherheit der Decke über den Stützen konnte rechnerisch nicht nachgewiesen werden, weshalb Sofortmassnahmen in Form von einer Notspriessung ergriffen wurden. Im Anschluss wurden noch Sondagen erstellt damit die Abmessungen der Fundamente eruiert werden konnte um danach die Verstärkungsmassnahmen planen zu können.
Es sind zwei Massnahmen geplant, welche nun detailliert ausgearbeitet werden. Vorgesehen ist erstens die Auflast der Decken zu minimieren, das bedeutet die vorhandene Aufschüttung mit Erdmaterial von 70cm durch einen leichteren Aufbau mit Leca-Beton und danach einer Humusschicht zu ersetzten. Zweitens werden Negativpilze, also ein Überbetonieren von ca. 15cm, auf die Decke aufgebracht womit die Durchstanzsicherheit der Decke erhöht wird. Die Submission für die Erdarbeiten wird nun in Angriff genommen, damit Ende Mai / Anfang Juni 2022 mit dem Rückbau und Entsorgen der Erdüberdeckung begonnen werden kann.