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Nachdem wir einige der namhaften Weingüter in Zentralchile besucht hatten, machten wir einen Abstecher ins Valle Casablanca. Wir umfuhren Santiago in einem grossen Bogen – die Stadt haben wir vor 18 Jahren besucht und schöner ist sie in der Zwischenzeit auch nicht geworden. Die Weingüter im Valle Casablanca, gefielen uns nicht besonders – sie waren gigantisch gross und lagen zum grössten Teil entlang der Autobahn. Kurz vor Valparaiso bogen wir in Richtung Norden ab.
Durchs Hinterland, via das wunderschöne Valle Hurtado und über den Paso Tres Cruzes erreichten wir das Valle Elqui. In diesem Tal werden vor allem Moscato- und Pedro Jimenez-Trauben angepflanzt, aus denen Pisco produziert wird. Pisco ist das Nationalgetränk der Chilenen aber auch der Peruaner. Beide Länder nehmen für sich in Anspruch das Getränk «erfunden» zu haben. Der Streit führte dazu, dass ein früherer chilenischer Staatspräsident einen Ort im Valle Elqui, der früher La Union hiess, in Pisco Elqui umtaufte. Doch auch das half nichts, denn gemäss Quellen wurde der Pisco im Jahre 1613 zum ersten Mal in einem Dokument in Peru erwähnt! Bruderstreit hin oder her! Am besten schmeckt uns der Pisco als Pisco sour. Die Ingredienzien sind: Pisco (40%), Eis, Zucker und frischer Zitronensaft. Das Wichtigste jedoch sind die süssen Trauben. Und diese wachsen im Valle Elqui, wo wir uns kurz nach der Traubenernte befanden,
Ein weiterer Anziehungspunkt in diesem Teil des Landes sind die Observatorien. Trockene Luft, Höhen von bis zu 5’000 Metern und wenig Lichtverschmutzung schaffen beste Bedingungen um ins Weltall zu schauen. Das erste, das wir besuchten, war das Observatorio Cruz del Sur. Es hat keine wissenschaftliche Funktion und ist auf den Tourismus ausgerichtet. Ein anderes bekanntes Observatorium, das auch wissenschaftlichen Zwecken dient, ist das Observatorio Cerro Tololo. Weiter nördlich stehen die Observatorien Cerro La Silla, Las Campanas und ganz oben im Norden, in der Nähe von Iquique, das Obseravatorio Cerro Paranal, das von der ESO (European Southern Hemsisphere Observatory) betrieben wird: https://www.eso.org/public/germany/. Leider fanden wir keinen Platz für die Führung im Observatorium Cerro Tololo. Die beiden Führungen waren aufgrund der Pfingst-Feiertage ausgebucht!
Apropos trockene Luft: Die macht durstig! Darauf trinken wir einen Pisco sour! Salud!