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Avocado (Persea americana)
Familie der Lauraceae - Lorbeergewächse
Engl.: avocado
Franz.: avocat
Nährwert (pro 100g):
230 kcal, 962 kJ
1.9g Eiweiss 23.5g Fett
1g Kohlenhydrate
Botanik:
Avocado-Bäume sind rund 10 bis20m hoch und haben blaugrüne, stark geäderte Blätter - Zeichen ihrer Verwandtschaft mit Lorbeer. Die Bäume in Kulturen sind nur ca. 5m hoch, damit man besser ernten kann. Die winzigen, gelbgrünen Blüten bilden dichte Rispen, deren Anzahl so gross ist, dass aus durchschnittlich 5000 Blüten nur eine einzige Frucht entsteht. Avocados sind Steinfrüchte mit Samenkernen wie Aprikosen und können je nach Sorte bis zu 20cm lang werden.
Herkunft:
Vor bereits 8000 Jahren wurden Avocados in Mexico und Guatemala angebaut; ihr Name leitet sich von dem aztekischen Wort ahuakatl ab. 1600 brachte die Europäer die Avocado nach Südspanien, 1833 nach Florida, schliesslich Mitte des 19. Jahrhunderts nach Kalifornien und Asien. Die Avocados, die wir heute essen, stammen von drei Urformen ab: dem fettreichen, dünnschaligen Typ aus dem Hochland Mexico's, dem rauschalige Guatemala-Typ aus Zentralamerika und dem "mageren" westindischen Typ mit glatter, ledriger Schale und grossem Kern, der aus dem zentralamerikanischen Tiefland kommt.
Anbaugebiete:
Avocados wachsen, je nach Typ, in den Tropen und Subtropen. Die Mexico-Avocado verträgt Frost bis-3°C und gedeiht auch im Mittelmeerraum. Die westindische dagegen braucht tropische Temperaturen. Da die Bäume ziemlich wiederstandsfähig gegen Schädlinge sind, setzt man auf Plantagen kaum Pflanzenschutzmittel ein. Die Früchte werden, je nach Sorte, 9 bis 18 Monate nach der Blüte gepflückt, wenn sie reif, aber noch hart sind.
Import:
Während des ganzen Jahres aus allen Kontinenten.
Frucht:
· Geruch und Geschmack: sahnig, nussartig
· Essbar: Fruchtfleisch
· Ungeniessbar: Schale und Kern
· Avocados werden reif wie eine Banane, auf der Schale bilden sich schwarze Pünktchen und der Stielansatz lässt sich leicht auszupfen. Das Fruchtfleisch ist gleichmässig grün und weich wie streichfähige Butter. Bei manchen Sorten ändert sich die Schalenfarbe.
· Überreife Früchte haben ausgeprägte schwarze Flecken auf der Schale und das Fruchtfleisch hat schwarze Schlieren.
· Unreife Früchte sind hart oder, falls zu früh gepflückt, schrumpelig und ohne Aroma
Anwendung:
· Roh mit Zitronensaft oder Pfeffer und Salz zum Auslöffeln
· Für Salate
· Püriert als Creme oder Drink
· Als Suppe
Vorbereitung:
· Der Länge nach rundherum bis zum Kern einschneiden, die Hälften leicht gegeneinander drehen und lösen. Den Kern mit dem Messer herauslösen.
· Das Fleisch mit einem Esslöffel oder Kugelausstecher aus den Schalen holen.
· Die Hälften schälen, mit der Höhlung nach unten auf die Arbeitsfläche legen und in Scheiben schneiden.
Lagerung:
· Ganze weiche Früchte, bis zu 10 Tage im Kühlschrank.
· Aufgeschnittene Früchte mit dem Kern in Folie gewickelt 1 Tag im Kühlschrank.
· Nachreife: 2 bis 10 Tage bei Zimmertemperatur lagern. Zur Beschleunigung des Reifeprozess Avocados mit Äpfeln oder Bananen in eine Tüte legen, da diese Früchte das Reifegas Ethylen abgeben.
Geschichte:
"Advokaat" ist der holländische Name für Eierlikör und stammt von der Avocado. Die Indios hatten einen cremig-sahnigen Likör aus Avocados gebraut, und die Europäer mussten die Tropenfrüchte durch Eier ersetzen.
Tipps:
· Sagen Sie ihrem Fachhändler wann Sie die Frucht essen wollen, er wird ihnen eine Frucht mit dem richtigen Reifegrad geben.
· Das Braunwerden der Avocado, auch wenn man den Kern nicht entfernt, kann man mit Zitronensaft oder durch einwickeln in Folie hinauszögern aber nicht verhindern.
· Avocados werden beim Aufkochen, längerem Heisshalten und auch beim Einfrieren bitter.
Sorten:
· Hass
· Fuerte
· Ettinger