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Quellenangaben und Zitate in wissenschaftlichen Texten
Wann muss man zitieren?
Grundsätzlich gilt, dass man dort, wo man sich an einem fremden Text oder fremden Ideen orientiert, entsprechende Angaben machen muss; manchmal also auch dann, wenn man etwas nicht wörtlich übernommen hat.
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Vermutlich stützt sich jedes Wissen, über das man verfügt, auf fremdes Wissen. Wann man das fremde Wissen als solches kennzeichnen muss, hat viel damit zu tun, wer der Adressat bzw. die Adressatin des Textes ist.
- Wenn ein Begriff wie «formative Beurteilung» ohne kritische Stellungnahme in einer Arbeit an ein pädagogisch/didaktisch gebildetes Publikum verwendet wird und man den Begriff als bekannt voraussetzen kann, dann ist eine Literaturangabe dazu unnötig.
- Wird der Begriff «formative Beurteilung» dagegen in einem bestimmten Sinn verwendet, eine besondere Definition vorausgesetzt oder Ähnliches, dann ist eine Quellen oder Literaturangabe sinnvoll und nötig.
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Wenn ein ganzer Textteil oder ein längerer Abschnitt aus einer Publikation sinngemäss, d.h. nicht wortwörtlich aus einem anderen Text übernommen wird, genügt es, wenn man zu Beginn im Lauftext oder auch in einer Fussnote angibt, worauf man sich stützt.
- (2003: 27) beschreibt den Beurteilungskreislauf wie folgt: …
- Der Beurteilungskreislauf enthält vier Aspekte, nämlich Lernziel festlegen, beobachten, beurteilen und Fördermassnahmen festlegen (vgl. 2003).
- Angaben wie « (2003)» beziehen sich auf eine Publikation und nicht (nur) auf den Autor bzw. die Autorin.
- Bezieht man sich auf einen längeren Textteil oder auf die Publikation als Ganzes, genügt die Angabe der Jahreszahl; bezieht man sich auf eine konkrete Stelle, ist die Angabe für die Lesenden sehr hilfreich.
- Wie viel man im Einzelfall zitiert, ist zum Teil auch vom Fach oder von der Disziplin abhängig. Wichtig ist aber der Grundsatz, dass Verweise auf andere Quellen stets eine Funktion erfüllen müssen (siehe auch Welche Funktionen können Zitate haben?).
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Bei wörtlicher Übernahme ist die Quellenangabe in jedem Fall notwendig! Das gilt auch dann, wenn nicht ein ganzer Satz, sondern ein grösserer Ausschnitt eines Satzes Wort für Wort übernommen wird.
- Hinzu kommt, dass Lesen und Schreiben «ein historisch durchaus veränderliches Profil» aufweisen ( 2002: 123).
Alle Informationen sind auch in der Handreichung «Quellenangaben und Zitate in wissenschaftlichen Texten» zu finden. Ideal zum Ausdrucken und → Nachschlagen:
Ausführliche Broschüre zum Zitieren, zu Quellen und Quellenverzeichnissen