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Steigende Lebenserwartung
Führt dazu, dass die Vorsorge-
werke/Pensionskassen die Renten länger als berechnet ausbezahlen müssen.
Sinkendes Zinsniveau
GEMINI muss eine Rendite von ca. 3,5% pro Jahr erzielen, um die Verzinsung der Rentendeckungs-
kapitalien sicherzustellen.
Eine vom GEMINI Stiftungsrat in Auftrag gegebene Studie zur Beurteilung der nachhaltigen Rentenfinanzierung hat ergeben, dass zwischen der notwendigen und der erwarteten Anlagerendite eine Finanzierungslücke von 1,5% pro Jahr besteht. Eine Gruppe von Fachspezialisten hat ein Konzept ausgearbeitet, um die Lücke zu schliessen. Anstelle der gewohnten Massnahmen, also Senkung technischer Zinssatz und Senkung Umwandlungssatz, präsentiert GEMINI ein speziell geschnürtes Massnahmenpaket. Dieses hat den Vorteil, dass jede einzelne Massnahme für sich betrachtet finanziell weniger ins Gewicht fällt.
Um die Höhe der Altersrente zu errechnen, wird das Sparkapital mit dem Umwandlungssatz multipliziert.
Beispiel: Ihr Altersguthaben beträgt CHF 300 000. Bei einer Pensionierung im Alter von 65 Jahren und einem Umwandlungssatz von 5,6% ergibt das eine Rente von CHF 16 800 pro Jahr beziehungsweise CHF 1400 pro Monat.
Beim BVG-Obligatorium gilt der gesetzlich fixierte Umwandlungssatz von 6,8%. Für den überobligatorischen Teil können Vorsorgeeinrichtungen eine anderen Satz anwenden. GEMINI verwendet einen «umhüllenden Umwandlungssatz» für das BVG-Obligatorium und Überobligatorium. Bei dieser Variante wird das gesamte Sparkapital (also für den obligatorischen wie überobligatorischen Teil) mit dem einheitlichen Umwandlungssatz multipliziert; dieser kann auch tiefer als 6,8% sein.
Das folgende Beispiel zeigt, dass ein Versicherter immer den höheren der beiden Beträge ausbezahlt erhält.
|Situation 1|
Paul wird im 2022 mit 65 Jahren pensioniert.
Sein Sparkapital beträgt CHF 350 000, davon ist der obligatorische BVG Teil CHF 250 000.
|Situation 2|
Karl wird im 2022 mit 65 Jahren pensioniert.
Sein Sparkapital beträgt CHF 300 000, davon ist der obligatorische BVG Teil CHF 250 000.
Der technische Zinssatz ist die rechnerische Grösse, die dem langfristig mit grosser Sicherheit erwarteten Anlageertrag entsprechen sollte. Mit anderen Worten: derjenige Zinssatz, der in Zukunft auf dem verbleibenden Kapital im Durchschnitt erwirtschaftet werden muss, um die laufenden Renten zahlen zu können. Wird der technische Zinssatz reduziert, muss das den laufenden Renten zugrundeliegende Kapital erhöht werden, damit die Renten in unveränderter Höhe weiterhin geleistet werden können.