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Noch stehen keine Listenverbindungen fest. Trotzdem eröffnet die Basler FDP am Montagabend mit ihrem Nominations-Parteitag das Rennen um die Basler Sitze für die nächsten National- und Ständeratswahlen im Oktober.
Vorläufig stellt die FDP nur ihre eigenen Kandidaturen sowie die Unterlisten-Verbindungen vor. Gerne hätte der Basler FDP-Präsident auch die Listenverbindungen bekannt gegeben, doch dafür ist es zu früh, Entscheidungen stehen noch aus. Die Absicht von FDP-Präsident Daniel Stolz ist jedoch klar: Neben der zu erwartenden Listenverbindung mit der LDP will Stolz möglichst viele Mitte-Parteien ins Boot holen.
Mögliche Listenverbindung: grosse Allianz Mitte-Rechts
Das ergäbe eine grosse Mitte-Rechts-Allianz, also für eine Listenverbindung der FDP, LDP zusammen mit den Mitte-Parteien CVP, EVP, GLP und BDP. Eine solche Verbindung würde dieser Mitte-Rechts-Allianz vermutlich zwei Sitze sichern. Damit wäre der Sitz der FDP mit Daniel Stolz und der Sitz der CVP von Markus Lehmann gesichert. Die übrigen Parteien im Verbund sorgen für die nötigen Listenstimmen.
Dieser Rechnung könnte allerdings dann nicht aufgehen, wenn der heutige Regierungsrat der LDP, Christoph Eymann seine Kandidatur bestätigt. Noch hat er sich nicht definitiv festgelegt. Sagt Eymann aber zu, so könnte er auch wegen seiner Bekanntheit als Regierungsrat Lehmann sowie Stolz überholen, derjenige mit den wenigsten Stimmen wäre dann aus dem Rennen.
Mögliche Listenverbindung: kleine Mitte-Allianz
Eine andere Variante wäre eine Mitte-Allianz. Also FDP und LDP würden zusammen eine eigene Listenverbindung eingehen, daneben würden sich CVP, EVP, GLP und BDP zusammenschliessen. Bei dieser Ausgangslage würden, im Fall einer Eymann-Kandidatur Christoph Eymann und Daniel Stolz untereinander das Rennen ausmachen, ohne Eymann-Kandidatur wäre der Sitz von Daniel Stolz gesichert. Daneben könnte sich Markus Lehmann seinen CVP-Sitz sichern, dafür würde der Support der übrigen Mitte-Parteien reichen, so wie dies schon vor vier Jahren gelang.
Doch dieses Jahr könnten die Grünliberalen der grosse Spielverderber sein, nämlich dann, wenn die Partei eine eigene Kandidatur stellt, zum Beispiel Martina Bernasconi. Als Regierungsrats-Kandidatin konnte sie bei den letzten Wahlen überraschend viel Stimmen für sich gewinnen. Ein solches Szenario könnte sich die Partei vorstellen, heisst es auf Anfrage, allerdings sei noch nicht entschieden, sagt GLP-Parteipräsident David Wüst Rudin.
Alleingang der SVP
Sicher scheint auf alle Fälle, dass die SVP auch diesen Herbst wieder alleine in die Wahlen zieht. Er sei zwar für alles offen, sagte der Parteipräsident Sebastian Frehner, wie schon vor vier Jahren. Doch bisher habe ihn noch keine andere Partei aktiv angefragt. Dabei bleibt es wohl auch, wie Anfragen bei den anderen Parteien zeigen.
Wie das Grüne Bündnis die Nationalratswahlen angehen will, verraten die Parteispitzen am Dienstag. Mit grösster Wahrscheinlichkeit gehen die Linken auch in diesem Jahr eine Listenverbindung ein, mit dem Ziel, die Mitte anzugreifen und sich den verlorenen Sitz der Grünen wieder zurück zu holen.
(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)