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Am Morgen des zweiten Tages in Luang Prabang wachte ich schon sehr früh auf und da Thomas angekündigt hatte, länger schlafen zu wollen, beschloss ich kurz zu duschen und danach schon mal einen morgendlichen Spaziergang durch die Altstadt von Luang Prabang zu machen.
Beim Verlassen des Hotels, bemerkte ich, dass in der Quergasse zu der Sackgasse, in der sich unser Hotel befand, schon recht viele Leute unterwegs waren. Das machte mich neugierig, da dort am vorherigen Abend auf dem Heimweg vom Nightfoodmarket gar nichts los gewesen ist. Als ich in diese Gasse einbog, fand ich mich mitten auf einem quirligen Lebensmittelmarkt wieder.
Ich stand direkt vor einigen Frauen, die gerade damit beschäftigt waren, große Fischen gekonnt mit ihren riesigen Messern auseinander zunehmen oder diesen den Kopf abzuschlagen. Da ich noch nichts gefrühstückt hatte und dann doch noch etwas empfindlich bin, ging ich schnell weiter bis ich die „Fischabteilung“ verlassen hatte.
Hier gab es nun einige Gemüsestände, bei denen oft nur das frische Gemüse auf einer Decke auf dem Boden ausgebreitet da lag. Daneben wurden bereits diverse Fleischstücke auf Spießen und Würste in allen Größen gegrillt. Weiter hinten gab es vorbereitete Suppen und andere Gerichte, die Tütenweise an Kunden verkauft wurden, während am Stand nebenan gerade damit begonnen wurde, Bananenblattpäcken und Maiskolben zu dämpfen.
An anderen Ständen wurden Tee, Kaffee und allerlei abgepackte Gewürze sowie spannende Snacks verkauft. Hier bestand die Zielgruppe wohl eher aus ausländischen Touristen. Die Zielgruppe beschränkte sich zu dieser frühen Morgenstunde jedoch auf meine Person und ein amerikanisches Paar, das mit einem Guide unterwegs war. Dies bedeute glücklicherweise nicht, dass ich von den Verkäuferinnen an diesen Ständen besondere Aufmerksamkeit bekommen hätte, sondern mich in Ruhe umschauen konnte.
Danach ging es weiter mit Ständen, die verschiedene Reissorten, Eier und lebenden Hühner anboten. Diesen schlossen sich dann wieder Gemüsestände und Wurstbratereien an. So wiederholte sich das dann bis zum fernen Ende der Gasse. An einer Stelle zweigte der Markt dann noch in eine weitere Gasse ab. Hier befand sich die “Frischfleischabteilung”, die ich an diesem frühen Morgen aber gekonnt ignorierte.
An frischen Lebensmitteln konnte ich auf dem Morningmarket natürlich nichts einkaufen, denn ich kann ja schlecht einen frischen Fisch im Rucksack durch die Gegend schleppen. Dafür habe ich mich bei den Ständen mit den abgepackten Gewürzen eingedeckt. Unter anderem habe ich dort auch eine Packung des spannenden Gewürzholzes Mai Sakhaan und Mak Tua Nao gekauft.
06000 Ban Pakham Luang, Luang Prabang
Laos