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Vermögen weitergeben
Welche Werthaltungen legen die Generationen (Eltern und Kinder) gegenüber Geld und Vermögen an den Tag? Das Wissen darum und das Aussprechen erleichtert in der Folge die Vermögensweitergabe.
Überlegungen zur Vermögensweitergabe
Welche Einstellung habe ich zu Geld?
Die Einstellung zu Geld leben wir unseren Nachkommen – bewusst oder unbewusst – vor. Welche Sätze haben Sie früher zu hören bekommen? „Erzähle niemanden davon, dass wir vermögend sind.“ „Spare in der Zeit, so hast du in der Not.“ „Unser Geld ist das Resultat harter Arbeit“. Und welche Sätze sagt man heute selbst? Noch mehr als Äußerungen vermitteln Handlungen die Grundeinstellung zu Geld. Sie zeigt sich darin, was man sich gerne leistet, was man seinen Nachkommen kauft und welche Wünsche man ihnen und sich selbst verwehrt.
Wie sind Sie durch Ihre Eltern geprägt worden? War Geld ein Streitthema oder wurde es wenig thematisiert? Worauf mussten Sie früher verzichten? Sehen Sie es heute – mit einigem Abstand – als schlimm an oder können Sie darüber lachen? Zusammenfassend lässt sich sagen: Sich darüber klar zu werden, welche Einstellung man zu Geld hat, und zwar so, dass man das auch seinen Nachkommen gegenüber formulieren kann, ist gar nicht so einfach.
Wie stehe ich zu (meinem) Vermögen?
Ein zweiter Aspekt betrifft die Werthaltungen, welche die Eltern bzw. Kinder mit dem Vermögen verbinden. Ist es Bescheidenheit, dass man sein Vermögen nicht zur Schau stellt? Ist es Arbeitsethik, dass mit dem Vermögen ein Auftrag an die nächste Generation verbunden ist? Ist es Freiheit, dass Vermögen einem erlaubt, sein Leben frei zu gestalten? Oder ist es die Verantwortung, mit dem Vermögen soziale oder kulturelle Zwecke zu unterstützen? Wie lässt sich ein Konsens finden, wenn die Generationen unterschiedliche Werthaltungen einnehmen?