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Der englische Begriff Peeling bedeutet Abschälen. Ein Abschälen der haut wird in der kosmetischen Dermatologie mit chemischen Substanzen, genauer gesagt mit Säuren unterschiedlicher Stärke durchgeführt. Wird die säurehaltige Tinktur auf der Hautoberfläche verteilt, so kann sie gleichmässig eindringen. Je nach Konzentration der Säure, die stufenweise abgeändert werden kann, lässt sich der gewünschte Effekt in gewünschter Weise dosieren und steuern. So kann viel präziser gearbeitet werden als mittels mechanischem Abschälen. Ziel ist es, durch Abtragen von oberen Hautschichten das Wachstum in unteren Schichten anzuregen, wodurch eine Erneuerung der Epidermis in Gang gesetzt wird. So kann ein Prozess eingeleitet werden, der die Haut erneuert und verjüngt und gleichzeitig auch eine Hautstraffung herbeiführt, der eine Reduzierung von Gesichtsfalten bewirkt. Das Gesamtbild der Gesichtshaut wird somit durch Peeling wesentlich verbessert.
Wie wirkt chemisches Peeling?
Die auf die Gesichtshaut aufgetragene säurehaltige Lösung dringt je nach Konzentration tiefer oder weniger tief in die Haut ein. Ziel ist es, die oberen Hautschichten zu zerstören oder so auf sie einzuwirken, dass sie durch tiefer gelegene Schichten ersetzt werden. Die Hautschichten wachsen kontinuierlich von unten nach oben. Die aussen gelegene Hautschicht besteht aus abgestorbenen Zellen, die sich normalerweise als Schuppen ablösen. Dieser natürliche Vorgang wird durch Peeling beschleunigt. Wird die obere Schicht abgetragen, so reagiert der Körper darauf und versucht, sie so schnell wie möglich zu ersetzen. Je mehr von der Epidermis abgetragen worden ist, umso länger dauert der Heilprozess, also das nachwachsen der oberen Schicht. Umso deutlicher ist aber auch der Verjüngungseffekt. Doch bei radikalem Peeling erhöht sich auch das Risiko, dauerhafte Pigmentstörungen herbeizuführen. Je heller der Hauttypus ist, umso kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, solche Pigmentflecke zu riskieren und umso gravierender könnte man dementsprechend beim Peeling vorgehen.
Die drei Abstufungen des chemischen Peeling
Wir haben gesehen, dass je nach Art und Konzentration des Säure-Wirkstoffs im eingesetzten Präparat das Entfernen der oberen Hautschicht in unterschiedlichem, abgestuftem Grad vorgenommen werden kann. Das lässt sich auch über die Menge der aufgetragenen Tinktur erreichen, d.h. indem man eine oder auch mehrere lagen auf die Gesichtshaut aufbringt.
- Das oberflächliche Peeling. Es ist die leichteste Form des chemischen Peelings und kann in mehreren, aufeinanderfolgenden Sitzungen vorgenommen werden (dann gegebenenfalls in steigender Konzentration). Die nur schwache Glykolsäure löst die Bindung zwischen den Hautzellen der Epidermis, ohne die Zellstruktur zu zerstören. Die Säure dringt nicht tiefer ein. Bewirkt wird die Regenerierung der Hornhautschicht und auch eine gewisse Stimulierung der Kollagenneubildung. Oberflächliches Peeling hinterlässt kaum äussere Spuren; man ist schon am Tag nach der Anwendung wieder gesellschaftsfähig.
- Das mitteltiefe Peeling. Hier wird etwas stärkere Säure eingesetzt, die in etwas tiefere Hautschichten eindringt. Dabei stirbt die äussere Schicht der Epidermis komplett ab – sie schält sich innerhalb von etwa drei Tagen. Ihre Regenerierung dauert etwa 10 Tage. In der Abheilphase sollte neutrale Feuchtigkeitscreme aufgetragen werden. beim mitteltiefen Peeling sine die Verjüngungseffekte bereits deutlich ausgeprägter als beim oberflächlichen Peeling. Die Behandlung kann auch hier wederholt werden, allerdings in weniger häufigen Etappen.
- Das tiefe Peeling. Bei dieser Behandlungsvariante reicht die Zerstörung der Hautoberfläche in die untere Hautschicht, in die retikuläre Dermis. Es wird eine radikale Erneuerung bewirkt, mit verstärktem Nachwachsen von Hautzellen aus der Basalzellenschicht sowie der Stimulierung der Kollagenneosynthese in der Lederhaut, die insgesamt zu einer Hautverjüngung und Hautstraffung führen. Kleinere Fältchen verschwinden, und die Haut wird geglättet. Allerdings ist bei tiefem Peeling der Heilungsprozess auch entsprechend lange: Er dauert mindestens zwei Wochen. Die Haut bleibt danach eine Zeitlang gerötet und ist empfindlich. Auch sollte man den Gesichtsbereich danach über zwei Monate hinweg der Sonne nicht aussetzen, da sonst Pigmentstörungen auftreten können.