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Bei Wendy Holdener und der Piste Silvano Beltrametti in Lenzerheide ist der Beobachter geneigt, von einer Liebesbeziehung zu sprechen - nach ihrem neuerlichen Triumph in der Kombination sowieso.
Diese speziell erfolgreiche Beziehung begann mit dem erfolgreichen Abschneiden in Kinderrennen, fand 2011 ihre Fortsetzung mit zwei Medaillengewinnen an Schweizer Meisterschaften und jeweils 5. Plätzen im Slalom an den Weltcup-Finals 2013 und 2014. Zwei Jahre später stand die Schwyzerin gar zuoberst auf dem Podium, wobei ihr der Kombinationssieg auch gleich die kleine Kristallkugel einbrachte.
Den Disziplinensieg hat Weltmeisterin Holdener heuer noch nicht auf sicher, da es sich am Freitag um das erste Kombinationsrennen im Olympia-Winter handelte. Die ursprünglich für Mitte Dezember in St. Moritz vorgesehene Prüfung hatte wegen des schlechten Wetters verschoben werden müssen. Das zweite und letzte Rennen findet Anfang März in Crans-Montana statt. Mit Holdener in der Pole-Position für den Gewinn der zweiten kleinen Kristallkugel nach derjenigen von 2016 ebenfalls in der Kombination.
Nun auch Favoritin in Südkorea
Für die 24-jährige Schwyzerin ist es kein Problem, dass sie in Südkorea nun erst recht zu den Top-Anwärterinnen auf Kombi-Gold gehören wird. "Das sagen mir so viele, dann wird es wohl so sein. Aber eigentlich ist mir das egal. Als Weltmeisterin gehörte ich sowieso schon zu den Favoritinnen."
Voraussichtlich läuft in dieser Disziplin an den Winterspielen wohl alles auf ein Duell zwischen Holdener und Mikaela Shiffrin hinaus. Diese verzichtete am Freitag im Bündnerland nach ihren zuletzt zwei Ausfällen im Riesenslalom von Kronplatz und im Super-G von Cortina auf einen Start. Doch in Südkorea beabsichtigt die Amerikanerin, die bislang in dieser Saison nicht nur im Slalom und Riesenslalom, sondern auch schon in der Abfahrt einmal triumphierte, in allen fünf Disziplinen anzutreten. Einzig auf den Teamwettkampf verzichtet Shiffrin, welche die Wertungen im Gesamt- und Slalom-Weltcup hochüberlegen anführt.
Doch Holdener mochte am Freitag, dem ersten von drei Renntagen in Lenzerheide, nicht allzu lange über Olympia sprechen. Lieber betonte die Innerschweizerin, dass sie auch ihren dritten Weltcupsieg als speziell empfinde, "denn ich habe noch nicht viele Rennen gewonnen". Dem Sieg schreibt Holdener nicht nur eine beruhigende Wirkung zu. "Hinzu kommt die Bestätigung für mich und das Team."
SDA-ATS