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Mels ist stolz auf das Kapuzinerkloster, das am 11. Oktober 1654 durch den Churer Bischof geweiht wurde. Das Konzil von Trient (545-63) hatte den Reformbestrebungen auch im Sarganserland mächtigen Auftrieb gegeben. Viele Kapellen gehen auf diese Zeit zurück, auch das Kapuzinerkloster Mels. Da in der Landvogtei Sargans in der ersten nachreformatorischen Zeit bei der ländlichen Bevölkerung eine Festigung im alten Glauben dringend nötig war, forderten die katholischen Orte der Eidgenossenschaft eine Niederlassung der Kapuziner im Sarganserland. Sie standen bei der armen Landbevölkerung als Pioniere der Festigung und Erneuerung des alten Glaubens in hohem Ansehen. Schliesslich obsiegte unter den verschiedenen Gemeinden, die sich um das Kloster bemühten, der Standort Mels. Das Kloster wurde mit Mitteln der katholischen Orte, der sarganserländischen Gemeinden und sogar mit einer Sammlung in der Erzdiözese Mailand ermöglicht.
Es wurden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Renovationen durchgeführt, die bedeutendste und nicht unbestrittene in den Jahren 1964/65. Damals gelangten erstmals im Sarganserland die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Anwendung. Der Altar wurde unter den Chorbogen gestellt. Links vom Altar brachte man den Ambo an und im rechten Seitenaltar bewahrte man die Eucharistie auf. Die barocken Altäre wurden herausgenommen und die alten Bilder an den freien Wänden aufgehängt.
Die segensreiche Wirksamkeit der Kapuziner ist unbestritten. Im Kloster selber standen sie den Menschen beratend zur Seite, feierten Gottesdienste und nahmen die Beichte ab. Seit Jahrhunderten treten sie als Aushilfen in den Pfarreien auf. Auch in den Pfarreien des Oberlandes, im Fürstentum Liechtenstein sowie in den Gemeinden Gams, Wildhaus und Alt St. Johann waren die einfachen Kapuzinerbrüder vonMels immer gerne gesehen. lhren seelsorgerischen Dienst erwiesen sie auch der Bevölkerung in der Diaspora der Bündner Herrschaft. Nachhaltig wirkten sie in den Gemeinden des Domleschg und rund um Obervaz. Beim heute herrschenden Priestermangel kommt ihrem unermüdlichen Seelsorgeeinsatz erst recht grosse Bedeutung zu. Das neue Leitbild sieht vor, dass das Kloster vor allem die Funktion eines geistlichen Zentrums mitten in den neu sich formenden Seelsorgeeinheiten bilden soll.
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Kapuzinerkloster Mels
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8887 Mels