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1. Mit Blick auf die Genese von Innovationen und neuen Applikationen ist es sinnvoll, zwischen der Kritikfunktion, der Selbstbeschreibungsfunktion und der Leistungsfunktion der Geistes- und Sozialwissenschaften zu unterscheiden. Dabei ist zu beachten, dass die Produkt- oder Leistungsfunktion oftmals eine Folge der erstgenannten Funktionen ist.
- Empfehlung: Die Kritik- und Selbstbeschreibungsfunktion ist in angemessener Form in die Förderung einzubeziehen.
2. Die Kritik- und Selbstbeschreibungsfunktion kann eigenständig in Form von verhinderten Kosten bzw. vermiedenen Fehlallokationen wertschöpfend sein.
- Empfehlung I: Die sozialwissenschaftliche Prüfung von neuen Technologien oder Applikationen sollte als Förderbereich bedacht werden, namentlich bei Grosstechnologien.
- Empfehlung II: Ein breiteres Verständnis der Wertschöpfungskette, welches die Kritik- und Selbstbeschreibungsfunktion einschliesst, empfiehlt sich.
3. Technische und soziale Innovationen gehen immer mehr Hand in Hand (Verschmelzung von Sachgütern und Dienstleistungen). Anstelle einer blossen, analysierenden und interpretierenden Begleitforschung sollten die Sozialwissenschaften in einem frühen Stadium der technologischen Entwicklung in ihrer gestaltenden Funktion einbezogen werden.
- Empfehlung: Bei technologischen Entwicklungen sollten die Sozialwissenschaften frühzeitig zur Gestaltung dieser Entwicklungen einbezogen werden.
4. In engem Bezug zu Punkt 3 steht die noch kaum entwickelte und nicht systematisierte Dienstleistungsforschung (Service Enigneering). Die aus der Verschmelzung von Sachgütern und Dienstleistungen fliessende hybride Wertschöpfung birgt ein hohes Potenzial.
- Empfehlung I: Zu prüfen ist, ob im Rahmen eines Sonderprogramms ein Startimpuls für die noch kaum existierende Dienstleistungsforschung gegeben werden sollte.
- Empfehlung II: Bei der Entwicklung von neuen Sachgütern sollten damit einhergehende Dienstleistungen integraler Bestandteil des Innovationsprozesses sein.