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Ruth Crawford Seeger (1901-1953)
Music for Small Orchestra (1926)
Rissolty, Rossolty für Orchester (1939)
George Lewis (*1952)
Memex für Orchester (2014)
Charles Ives (1874-1954)
Sinfonie Nr. 4 für Chor und Orchester (1898-1916, rev. 1921-25)
BALDUR BRÖNNIMANN, LEITUNG
Laurent Zufferey, Leitung
Ludovic Van Hellemont, Klavier
BASLER BACH-CHOR (Einstudierung: Joachim Krause)
Mit visionärer Musik aus den USA klingt nicht nur die Saison der Basel Sinfonietta aus, sondern auch die Zusammenarbeit mit Principal Conductor Baldur Brönnimann, der das Orchester zu einem erstklassigen Klangkörper für zeitgenössische Musik geformt hat.
Die US-amerikanische Komponistin Ruth Crawford Seeger war eine Exponentin der Ultra-Modernisten, einem avantgardistischen Kreis in der Nachfolge von Charles Ives. Ihre Musik für kleines Orchester ist souverän ausgearbeitet. Das kurze Orchesterstück «Rissolty Rossolty» hat seinen Ausgangspunkt in einer ihrer Transkriptionen amerikanischer Volksmusik.
Für sein Orchesterwerk «Memex» liess sich der US-amerikanische Komponist George Lewis von einem Artikel des Ingenieurs Vannevar Bush aus dem Jahr 1945 inspirieren. Darin beschrieb dieser mit dem Memex (Memory Extender) ein Arbeitsgerät, in dem eine Person «all ihre Bücher, Aufzeichnungen und Kommunikation speichern» könnte. Das Memex-Gedankenexperiment war eine Inspirationsquelle für das Hypertext-Konzept, das wiederum zur Erfindung des World Wide Web führte.
Gäbe es einen Wettbewerb für das irrwitzigste Werk der Musikgeschichte, die vierte Sinfonie von Charles Ives wäre ein Top-Favorit: ein Chor ohne Text, ein absichtlich verstimmtes Klavier und ein Streicherensemble, das möglichst weit weg vom Orchester sitzen soll. In diesem Schlüsselwerk zieht Ives ein Fazit seiner musikalischen Ideen und stellt hohe interpretatorische Anforderungen, etwa durch das simultane Übereinanderschichten von Instrumental-gruppen, die in unterschiedlichen Metren und Tempi musizieren.
Konzerteinführung 18.15
Schweizer Erstaufführung
Programmänderungen vorbehalten