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Das schon 1487 erwähnte Haus an den Steinen "mit dem Ausgang an den hinderen Bach" gelangte 1815 in den Besitz des Bierbrauers Johann Rudolf Harder-De Bary. Auf Anfrage wurde dem neuen Eigentümer sogleich die obrigkeitliche Erlaubnis erteilt, die Liegenschaft zu einer Bierbrauerei umzubauen. Das Löwenfels Bier, von 1835 bis 1852 von Heinrich Specker und bis 1873 von Gustav und Rudolf Brändlin hergestellt, galt bald als "das kräftigste Bier" Basels. Und deshalb war es nicht verwunderlich, dass in der heimeligen Gaststube während des Frühschoppens kaum je ein Platz frei blieb. Die ansteigende Produktion, deren Ausmass schliesslich einzig dasjenige der Merianschen Brauerei an den Thorsteinen nicht erreichte, beanspruchte auch den Lagerkeller des Holeeschlösschens. Die Qualität des Gerstensafts, die lange Zeit mit höchstem Lob bedacht wurde, verschlechterte sich aber nach der Entlassung eines Braumeisters derart, dass um 1875 die Brauerei aufgegeben werden musste.
1894 ging das Haus zum Löwenfels an die Altzofinger. Schon 1851 hatte die Studentenverbindung Zofingia ihre Zelte im alten Haus mit der vorspringenden Holzwinde aufgeschlagen. Von studentischem Leben zeugte denn auch der inoffizielle Name der Brauerei "Breo", der sich einerseits vom Familiennamen der Bierbrauer Brändli ableitete, andererseits aber auch an die in Deutschland übliche Bezeichnung für Brauereien erinnerte. "Die Nachbarschaft war nicht immer über den Betrieb erbaut, der für den Breo bezeichnend war. Wenn so hundert leistungsfähige Kehlen sich gegenseitig zu überbieten suchten und die Rapiere auf den Tischen ihre Begleitmusik klopften, dass man schon vom Marktplatz her den ersten Lärm tönen hörte, so brauchte es schon die gesunden Nerven, die den Bewohnern der Steinenvorstadt nachgerühmt wurden, um dies in Ruhe ertragen zu können." Neben den Zofingern hatten auch der Turnverein Amicitia und die Fasnachtsclique der Alten Steinlemer ihren Stammtisch im Breo. 1919 wurde das Gasthaus zum Löwenfels, in welchem auch der radikale Nazarenerverein tagte und ein Jacob Burckhardt ein- und ausging, von einem Brand heimgesucht, was das Ende seines Daseins bedeutete. 1927 ist das Gebäude abgerissen und an seiner Stelle das 900 Plätze bietende "alte" Cinéma-Theater-Variété Capitol errichtet worden, in welchem bis 1979 der Basler Filmwelt "alle erstklassigen internationalen Grossproduktionen" vorgeführt wurden.Quellen:
- Meier 1995: 159