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Der Herold
Der Herold war im Mittelalter ein offizieller Bote eines Lehnsherrn, eine Vorform des Diplomaten.
Herolde waren Kenner des einschlägigen Rechts (Anfänge des Kriegs-, Urkunden- und Staatsrechts). Sie genossen diplomatische Immunität und waren an einen eigenen Ehrenkodex gebunden, der das Tragen von Waffen oder das Ausspionieren gegnerischer Stellungen verbot. Herolde trugen als Heroldstracht einen besonderen, mit dem Wappen ihres Dienstherren geschmückten Mantel, den Tappert. Dazu nahmen sie, wie auch die Wappenkönige und Persevanten, einen Amtsnamen an. Gewählt wurde der Name der Region, Namen des Stammsitzes seines Herren.
Die Herolde waren u. a. verantwortlich für die Identifizierung der Ritter anhand ihrer Wappen im Turnier bzw. im Krieg. Zu diesem Zweck wurden Wappenrollen und Wappenbücher aufgezeichnet, die die Unterscheidung von Wappen erleichterten. Diese Verzeichnisse waren in einer besonderen Fachsprache abgefasst, die eine eindeutige Beschreibung, das Blasonieren (von französisch blason ‚Wappen‘), erleichterte. Der Gehilfe und die Vorstufe zum Herold ist der Unterherold, Persevant oder Persefant (von poursuivant‚ der (dem Herold) Nachfolgende (Wappenfolger), Amtsanwärter)
Aus der Stilistik der Wappen ging die Heraldik hervor; die Führung der Wappenregister übernahmen staatliche Heroldsämter.
Ein heutiger Herold ist Herold Wyko von der Grafschaft zu Hirschthal.
Einst als junger Wandersmann durchreiste wykø im Jahre des Herr 1278 das helvetische Reich. Von Dorf zu Dorf, Stadt zu Stadt und Burg zu Burg, umso dem einfachen Volk zu berichten was sich aus den Nachbarsdörfer so zugetragen hatte. Zu Anfang wart er mit einer Gauklertruppe dessen als Wanderzirkus bekannt wurde unterwegs. Bei diesen hatte er die Aufgabe die Leute zu unterhalten. Ein jeder Schausteller präsentiert er mit Worten die ein jedem schon bildlich vorstellen könnte was gezeigt würde.
Und so kam es, dass seine Wanderschaft sich immer mehr ausdehnte und er die Landesgrenzen überschritten hatte. Seine Wissensbegierde hatte ihn regelrecht gepackt. Er besuchte vermehrt die grossen Turneyen, denn hier waren die Adligen und Herrscher über Ländereien mehr vertreten als sonst irgendwo. Der Weltenbummler wurde immer bekannter mit seinen Geschichten, dadurch bekam er auch immer mehr Kontakte zu den Obrigkeiten. So wurde er auch auf dem Hofe der Grafschaft Hirschthal beordert um zu hören was die Welt da draussen zu berichten hat. Dies entstand nicht ohne Hintergedanken, denn sie hatten das Geschick ihn zu verpflichten und an sich zu binden. So begleitet seither der Wandersmann nun als Herold der Grafschaft die Gräflichen Bogenschützen von Turney zu Turney, kündet diese an wie es einem Grafen gehört und prahlet welch Abenteuer sie bestritten hatten.
Der Reisende der Welten, wie er auch gerne genannt wurde, hatte eine Einladung an das Treffen der edlen Familien in Panitzsch bei Leipzig erhalten. Was ihn da erwarten würde, war ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Er wurde getestet, geprüft und für gut befunden um zukünftig am königlichen Hofe von Böhmen dem Johann von Luxenburg zu dienen. Dem Herold ward dies eine Ehre doch die Verpflichtung seiner Grafschaft zu Hirschthal war ihm mehr als nahe. So wurde er nach Böhmen gerufen als Berater und an grossen Turneyen als Herold wenn es dem König beliebt war. Die restliche Zeit diente er im Dienst der Grafschaft. Dies bescherte dem ursprünglich einfacher Wandersmann grossen Einfluss im gesamten Reich und viele Freundschaften auf den Reisen durch die Ländereien. Man darf auch behaupten er wart ein gerne gesehener Gast in vielen Häusern und Lager um zu berichten was in der grossen Welt geschehen mag.
Gezeichnet der Reisende der Welten aus dem helvetischem Reich. Das Volk kennt ihn als Marktschreier zu Burgdorf und Rothrist seine Freunde nennen ihn DER Herold der Grafschaft zu Hirschthal Im HRR ist er im Dienste des Johan von Luxenburg dem König von Böhmen Sein Name lautet schlicht und bescheiden einfach nur wykø
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