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Ein neues Requiem in heutiger Zeit?
Unter den vielfältigen liturgisch-kirchlichen Musikerscheinungen nimmt die Form des „Requiems“ eine besondere Stellung ein. War das Requiem in früheren Zeiten als schlichte Begleitmusik während einer Begräbnisfeier gedacht, entwickelte es sich in der Neuzeit zu einer gross angelegten Konzertmusik. Komponisten wie Verdi, Dvorak oder Berlioz schufen monumentale Werke unter Verwendung eines Sinfonieorchesters. Andere haben bei der Niederschrift eines Requiems noch immer an seine Verwendung in kirchlichen Anlässen gedacht. Bruckner schrieb in diesem Zusammenhang Werke für Chor a capella oder verwendete zusätzlich ein kleines Bläserensemble.
Das Bach-Collegium hat in 15 Jahren seines Bestehens vor allem barock-klassische Musik konzertant aufgeführt, darunter Heinrich Schütz‘ EXEQUIEN und Johann Sebastian Bachs JOHANNES-PASSION. Der Tablater Konzertchor musizierte in den 80er Jahren u.a. Haydns SCHÖPFUNG, Mozarts REQUIEM und das BRAHMS-REQUIEM, Werke, die damals mehrmals in der Stadt und im Kanton St. Gallen zur Aufführung gelangten. Es hat mich deshalb gereizt, gegen Ende meiner Musiker-Tätigkeit ein persönliches REQUIEM zu komponieren und aufzuführen. Im Zentrum des Werkes stehen grössere Chorpartien. Einzelne Textstellen sind einem Duett von Sopran und Alt anvertraut, andere dem solistisch besetzten Bariton. Chor und SolistInnen werden begleitet von drei Posaunen und der Orgel.
Pfarrerin Kathrin Bolt wird das Thema „Requiem“ in ihrer Besinnung in unsere Zeit einbringen.