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Loïc Meillard erreichte in Saalbach auch im Slalom erstmals das Podium auf Weltcup-Stufe. 24 Stunden nach seinem 2. Platz im Riesenslalom wurde Meillard erneut Zweiter, geschlagen nur von Seriensieger Marcel Hirscher.
Meillard arbeitete sich im zweiten Lauf vom 12. Platz um gleich zehn Positionen nach vorne. Eigentlich schien ein solcher Vorstoss angesichts seines Rückstandes fast unmöglich. Hirscher beispielsweise rettete von seinen 2,13 Sekunden Vorsprung auf stark nachlassender Piste noch 38 Hundertstel ins Ziel.
Aus Schweizer Sicht war indes Loïc Meillard das grosse Thema. Der gebürtige Neuenburger sah in der Leaderbox, wie Gegner um Gegner scheiterte, seine Marke zu knacken. Der Norweger Henrik Kristoffersen lag bei der letzten Zwischenzeit noch 84 Hundertstel vor Meillard, doch im Ziel waren es 0,09 Sekunden Rückstand. Immerhin reichte es dem Skandinavier auch noch aufs Podest.
Meillard hatte sich im ersten Durchgang mit Nummer 19 auf Platz 12 gesetzt. Schon da war offensichtlich, wie schwer sich die Fahrer mit höheren Nummern auf der weichen Piste schwer taten. Danach gelang dem Walliser aber ein ganz starker zweiter Lauf "ohne Fehler", wie Meillard selber präzisierte. Damit übertraf er seine eigenen Erwartungen um Längen. "Mit einem Ergebnis in den Top 10 wäre ich schon zufrieden gewesen, aber das jetzt ist unglaublich." Meillards bisher beste Klassierung im Slalom war der 6. Rang, den er im November des letzten Jahres in Levi erreicht hatte.
Neben Meillard schafften es auch Daniel Yule als Fünfter und Ramon Zenhäusern als Zehnter in die Top 10. Yule, Achter bei Halbzeit, verbesserte sich um drei Positionen. 31 Hundertstel fehlten ihm zu einem Podestplatz. Zenhäusern, als Fünfter der bestklassierte Schweizer nach dem ersten Lauf, verlor fünf Ränge. Der Olympia-Zweite aus dem Wallis startete mit einer schützenden Schiene, nachdem er sich am letzten Sonntag am linken Daumen verletzt hatte.
Weltcup-Punkte gab es zudem für Luca Aerni (17.) und Sandro Simonet (26.). Tanguy Nef schied im zweiten Lauf aus.