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Constantin Brancusi
Constantin Brancusi (1876 – 1957)
1876 Constantin Brancusi wird am 19. Februar im rumänischen Hobitza geboren.
1889 – 93 Lebt in Craiova, wo er als Kellner arbeitet.
1894 Eintritt in die Kunstgewerbeschule von Craiova.
1898 Abschluss an der Kunstgewerbeschule mit Auszeichnung; anschliessend Fortsetzung des Studiums in der Bildhauerklasse an der Kunstakademie von Bukarest, das er 1902 mit einem Diplom abschliesst.
1904 Dank eines Stipendiums Aufbruch nach Paris, wo er zunächst als Tellerwäscher arbeitet und als Messdiener in der rumänischen Kirche dient.
1905 Schreibt sich an der Pariser Ecole nationale des beaux-arts in der Bildhauerklasse ein.
1907 Brancusi arbeitet im Atelier von Auguste Rodin, unter dessen Einfluss sein bisheriges Werk steht; er verlässt dieses aber bald wieder, um künstlerisch selbständig zu werden. Er beginnt direkt aus dem Stein heraus zu arbeiten (taille directe), woraus sich auch eine neue, reduktionistische Bildauffassung ergibt.
1909 In diesem oder dem folgenden Jahr entsteht Brancusis erster weiblicher Torso sowie die erste Muse endormie.
1910 Mit Maïastra entsteht Brancusis erste Vogelskulptur.
1913 Teilnahme an der Armory Show in New York. Le premier pas, Brancusis erste Holzskulptur, entsteht.
1914 Erste Einzelausstellung Brancusis in den Little Galleries of the Photo-Secession in New York.
1916 Bezieht ein neues Atelier in der Impasse Ronsin 8 in Paris. In der Modern Gallery in New York findet Brancusis zweite Einzelausstellung statt.
1918 Es entsteht die erste noch erhaltene Colonne sans fin.
1920 Brancusis Princesse X entfacht im Salon des Indépendants einen Skandal: Das als „obszön-phallisch“ qualifizierte Werk muss vor der Ausstellungseröffnung entfernt werden, wird später jedoch wieder aufgestellt.
1921 Man Ray unterweist Brancusi in der Fotografie.
1926 Erster Amerikaaufenthalt von Ende Januar bis Ende März. In den Wildenstein Galleries in New York findet Brancusis dritte Einzelausstellung statt. Zweiter Aufenthalt in New York von Ende September bis Anfang Dezember. In der dortigen Brummer Gallery wird Brancusis vierte Einzelausstellung organisiert.
1927 Prozess der amerikanischen Zollbehörden gegen Brancusi um den Status eines Oiseau dans l’espace: Ihm wird der Versuch vorgeworfen, als Kunstwerk deklariertes Metall in die USA geschmuggelt zu haben. Ein Jahr später ergeht das Urteil zugunsten von Brancusi.
1938 Einweihung des monumentalen Ensembles von Târgu Jiu, zu dem die Colonne sans fin, die Porte du baiser und die Table du silence gehören.
1940 – 44 Während des 2. Weltkriegs lebt Brancusi zurückgezogen in Paris.
1952 Brancusi nimmt die französische Staatsbürgerschaft an.
1955 Die erste museale Brancusi-Retrospektive findet auf Initiative von James Johnson Sweeney im Solomon R. Guggenheim Museum in New York statt.
1956 Brancusi verfasst sein Testament, in dem er sein Atelier und dessen Inhalt dem französischen Staat vermacht.
1957 Brancusi stirbt am 16. März in Paris und wird auf dem Cimetière de Montparnasse beigesetzt.
1958 Carola Giedion-Welcker veröffentlicht die erste umfassende Monografie zu Brancusi.
1997 Eröffnung des aktuellen Atelier Brancusi im Neubau von Renzo Piano vor dem Centre Pompidou in Paris.