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Einige Anleger nutzen Optionen als Teil ihrer Anlagestrategie. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Call-Optionen.
Eine Call-Optionen gibt einem das Recht, ein Finanzprodukt, beispielsweise eine Aktie, zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Call-Optionen sind das Gegenstück zu Put-Optionen. Eine Put-Option gibt einem das Recht, zu verkaufen. Optionen können sich auf verschiedene Finanzinstrumente beziehen, z. B. Aktien, Futures und Indizes.
Der Ausübungspreis einer Call-Option ist der Kurs, zu dem der Halter den zugrundeliegenden Wert verkaufen kann. Optionskontrakte haben meistens einen Umfang von hundert Stück.
Optionen haben ausserdem ein Verfallsdatum.
Es gibt sogenannte amerikanische und europäische Call-Optionen. Der Unterschied zwischen den Optionen hängt damit zusammen, wann das Kaufrecht ausgeführt werden kann. Bei amerikanischen Optionen kann dieses Recht jederzeit ausgeführt werden. Bei europäischen Optionen kann nur zum Fälligkeitstermin vom Kaufrecht Gebrauch gemacht werden.
Ob Optionen amerikanisch oder europäisch sind, hat also nichts mit dem zugrundeliegenden Finanzinstrument zusammen. Call-Optionen von Aktien sind fast immer amerikanisch. Call-Optionen von Indizes sind oft europäisch.
Nehmen wir an, die Call-Option auf Aktien von Unternehmen X hat einen Ausübungspreis von CHF 60. Diese Call-Option gibt einem also das Recht, hundert Anteile des Unternehmens X für je CHF 60 zu kaufen.
Wenn der Kurs der Aktie auf CHF 63 steigt, liefert die Ausübung der Option daher einen Gewinn von CHF 300 (Steigung von CHF 3 * 100). Es ist also möglich, hundert Aktien für je CHF 60 zu kaufen, um sie im Anschluss für CHF 63 an der Börse zu verkaufen.
Wenn der Kurs des zugrundeliegenden Finanzinstruments höher ist als der Ausübungspreis, ist die Call-Option ‹in the money›, d. h. die Ausübung der Option bringt Gewinn.
Ist der Kurs niedriger als der Ausübungspreis, bringt das Ausüben der Call-Option keinen Gewinn. Diese Option ist dann ‹out of the money›.
Wenn Kurs und Ausübungspreis sehr ähnlich sind, ist die Call-Option ‹near the money›.
Mit Call-Optionen können Anleger komplexe Anlagestrategien verfolgen. Call-Optionen passen sowohl zu Strategien, die long als auch short sind gegenüber dem zugrundeliegenden Finanzinstrument. Der Nachteil ist, dass Call-Optionen auch Risiken mit sich bringen. Die Risiken sind abhängig von der Anlagestrategie.
Eine Möglichkeit, um in Call-Optionen anzulegen, ist sie zu schreiben, d. h. sie zu verkaufen. Der Verkäufer bzw. Schreiber einer Option erhält im Gegenzug eine Prämie vom Käufer. So können Anleger, die Call-Optionen schreiben, zusätzliche Rendite erhalten. Der Schreiber hat nun die Pflicht, den zugrundeliegenden Wert zu einem vorher festgelegten Kurs (Ausübungspreis) bis zu einem festgelegten Datum (Verfallsdatum) zu verkaufen.
Gedeckte Call-Optionen zu schreiben ist eine Optionsstrategie, die von vielen Anlegern verfolgt wird, die auf die lange Sicht in Aktien anlegen. Ein Anleger mit dieser Strategie hat beispielsweise ein Aktiendepot, von dem erwartet wird, dass die Kurse gleichzeitig steigen. Ein Anleger schreibt Call-Optionen, um mit den Prämien durch den Verkauf der Optionen zusätzliche Rendite zu erzielen. Jedes Mal, wenn eine Call-Option verfällt, schreibt der Anleger eine neue Call-Option. Dies wird auch als Rollover oder Switch bezeichnet.
Durch das Schreiben von Call-Optionen tauscht ein Anleger die Chance auf einen Kursgewinn durch die Prämie durch den Verkauf. Wenn der Kurs höher steigt als der Ausübungspreis, kann der Käufer die Call-Option schliesslich ausführen. Das bedeutet, dass der Schreiber zum vorher festgelegten Preis verkaufen muss. Dadurch ist der Kursgewinn effektiv beschränkt, den der Schreiber der Call-Option erzielen kann, auf den Ausübungspreis plus die Prämie.
Gleichzeitig schränkt das Schreiben von Call-Optionen das Risiko von Kursrückgängen ein. Sinkt der Kurs, läuft die Call-Option ab. Solang der Kursrückgang kleiner ist als die Prämie, kann so selbst bei Kursrückgang ein Gewinn erzielt werden.
Gehen wir wieder von einer Call-Option auf Aktien von Unternehmen X zu einem Preis von CHF 60 aus. Zu dem Zeitpunkt, als der Anleger die Option schreibt, steht der Kurs bei CHF 63. Die Prämie, die der Schreiber erhält, beträgt CHF 200.
Wenn der Kurs bis zum Verfalldatum bei CHF 63 bleibt, läuft die Option ab, ohne dass der Käufer dadurch einen Vorteil hat und der Schreiber hat immer noch seine Prämie von CHF 200. Steigt der Kurs der Aktie auf über CHF 63, verändert sich diese Situation. Der Schreiber hat noch immer seine Prämie von CHF 200, aber verpasst den Kursgewinn der Aktie jenseits der CHF 63. Wenn der Kurs auf mehr als CHF 65 steigt, ist der verpasste Kursgewinn grösser als die Prämie (da die Steigung von CHF 2 * 100 = CHF 200 beträgt).
Sinkt der Kurs auf CHF 57, hat der Schreiber noch immer seine Prämie von CHF 200, allerdings auch den Kursverlust von CHF 300.
Es ist jederzeit möglich, geschriebene Call-Optionen zurückzukaufen. Je näher das Verfallsdatum rückt, desto näher ist der Kurs der Option am Wert bei der Ausübung. Anleger können so verhindern, dass sie zugrundeliegende Werte verkaufen müssen und können eventuelle Kursgewinne selbst realisieren.
Eine andere Anlagestrategie ist das Schreiben von ungedeckten Call-Optionen. In diesem Fall besitzt der Schreiber der Call-Optionen das zugrundeliegende Finanzinstrument nicht selbst. Der Anleger spekuliert darauf, dass der Kurs nicht so sehr steigt, dass er höher als der Ausübungspreis sein wird. Falls dies doch passiert und der Kurs auch stärker steigt als die Prämie, erlebt der Anleger einen Verlust.
Ein Anleger, der ungedeckte Call-Optionen schreibt, ist grossem Risiko ausgesetzt. Es gibt nämlich keinen maximalen Verlust. Der Kurs des zugrundeliegenden Finanzinstruments kann theoretisch unbegrenzt steigen. Je höher der Kurs steht, desto höher ist auch der Verlust. Wenn der Kurs steigt, können die geschriebenen Optionen auch zurückgekauft bzw. der zugrundeliegende Wert gekauft werden. Das Schreiben von ungedeckten Call-Optionen ist eine sehr risikoreiche Anlagestrategie, die nur für sehr erfahrene Anleger geeignet ist.
Vor dem Schreiben einer Call-Option verlangen Broker eine Sicherheitsleistung. Dieser reservierte Betrag heisst auch initial margin. Die Sicherheitsleistung fällt in Höhe einiger Prozent des Kontraktwerts aus.
Auf unserer Anlageplattform finden Sie neben dem Namen des Produkts auch die dazugehörige Risikokategorie. Diese Risikokategorie gibt an, wie viel initial margin hinterlegt werden muss, um den Vertrag abzuschliessen.
Möchten Sie in Call-Optionen anlegen? Bei DEGIRO können Sie in Optionen verschiedener europäischer oder amerikanischer Börsen anlegen. Da wir Optionen als komplexe Finanzprodukte betrachten, brauchen Sie für das Handeln mit Optionen einen Active- oder Trader-Account. Schauen Sie sich unser Preisverzeichnis an, um mehr Informationen zu erhalten und mehr über das Schreiben von Optionen auf unserer Plattform zu erfahren.
Die Informationen in diesem Artikel sind nicht als Anlageberatung gedacht und sollen keine Anlageprodukte empfehlen. Anlegen birgt Verlustrisiken. Sie können (einen Teil) Ihre(r) Einlage verlieren. Wir empfehlen, nur in Finanzprodukte anzulegen, die zu Ihrem Kenntnisstand und Ihrer Erfahrung passen.
Notiz:
Anlegen birgt Verlustrisiken. Sie können (einen Teil) Ihrer(r) Einlage verlieren. Wir empfehlen, nur in Finanzinstrumente anzulegen, die zu Ihrem Kenntnisstand und Ihrer Erfahrung passen.
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