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Eine Studie der University of Tennessee Institute of Agriculture untersuchte die Auswirkung unterschiedlicher landwirtschaftlicher Flächen und Pflanzenschutzmitteln auf Honigbienen. Das Ergebnis ist überraschend.
Im Rahmen der Studie "Agrarlandschaften und Pestizid-Effekte auf die biologischen Merkmale der Honigbiene" wurden 16 Honigbienen-Völker auf vier unterschiedlichen Landschaften untersucht: Einer nicht-landwirtschaflichen Fläche und drei mit verschiedener Nutzungsintensität, vor allem mit Reihenkulturen und etabliertem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Forscher untersuchten während eines Jahres Gewichtsveränderungen, Brutproduktion und Wärmeregulierung der Bienenvölker und deren gesammelten Pollen.
Bienen sind gesünder auf Agrarflächen
Ergebnis der Studie: Die Landschaft hat eine bedeutende Auswirkung auf die Gesundheit und die Entwicklung der Bienen. Auf Agrarlandschaften wachsen sie schneller und werden grösser als in nicht-landwirtschaftlichem Gebiet. Aufgrund der grösseren Völker ist die Wärme in den Bienenstöcken zudem besser reguliert.
In urbanen Gebieten ist die Brutaktivität zwar höher, aber die Bienen kommen nur schwer zu Nahrung und vermehren sich weniger. Während der Studie starben zwei der Völker aufgrund von Nahrungsmangel.
Die Brutaktivität sei in einem Mischgebiet aus Agrarfläche, Forst und urbaner Aktivität am höchsten gewesen. "Die Vielfalt der Pollen haben hier die Entwicklung des Volkes gefördert", bestätigt der leitende Forscher Mohamed Alburaki gegenüber dem Nachrichtenportal agrarheute.com.
Trotz Pestiziden eine wertvolle Nahrungsressource
In der Studie wurde auch die Auswirkung von Pflanzenschutzmitteln, darunter ein Neonicotinoid, untersucht. Bienenvölker sind laut Studie nicht weniger produktiv, wenn sie mehr Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt sind. Trotz dem Pestiziden-Risiko sind landwirtschaftliche Nutzpflanzen eine wertvolle Nahrungsquelle. "Wir behaupten nicht, dass Pestizide keine Auswirkungen auf die Honigbienen haben. Es gab vereinzelt Fälle während der Saison, in denen nahrungssuchende Bienen durch Insektizid-Applikation getötet wurden. Aber unsere Studienergebnisse zeigen, dass die Vorteile der Agrarflächen durch ein besseres Nahrungsangebot überwiegen.", so Alburaki.
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Im Vorfrühling und gegen den Sommer ist in der Schweiz die Nahrung für Bienen meist knapp. Neben Privaten können auch die Profis aus Gartenbau, Forstwirtschaft, Landwirtschaft oder Strassenunterhalt den Bienen helfen.