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Ein Lastwagenchauffeur war auf ein Auto aufgefahren, dessen Fahrer gebremst hatte, um einen Fussgänger über einen Zebrastreifen zu lassen. Es entstand Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. Das Strassenverkehrsamt Glarus wollte dem Chauffeur das «Billett» für einen Monat entziehen. Er gelangte ans kantonale Verwaltungsgericht. Dieses hob den Entzug auf und sprach im Hinblick auf den guten automobilistischen Leumund des Chauffeurs und sein nur leichtes Verschulden lediglich eine Verwarnung aus.
Das Strassenverkehrsamt beschwerte sich vor Bundesgericht – und bekam recht: Im vorliegenden Fall sei ein Ausweisentzug zwingend. Zwar sei beim Unfall niemand verletzt worden, aber der Chauffeur sei durch Unaufmerksamkeit mit seinem schweren Lastwagen ins Auto geprallt und habe dessen Lenker konkret gefährdet. Solche Unfälle könnten zu schweren Verletzungen führen. Es liege eine mittelschwere Gefährdung vor, die zwingend zum Mindestentzug des Führerscheins von einem Monat führt.
Bundesgericht, Urteil vom 8. Januar 2009 (1C_271/2008)