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Ulrike Längle ist österreichische Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und Schriftstellerin. Sie studierte Germanistik und Romanistik, war Lehrbeauftragte am Germanistischen Institut der Universität Innsbruck und Jurorin beim Bachmann-Wettbewerb. Seit 1984 leitet sie das Franz-Michael-Felder-Archiv zur Vorarlberger Literatur in Bregenz, wo sie auch lebt. In den 1990er Jahren vier vergriffene Prosabände bei S. Fischer, zuletzt erschien von ihr der Roman «Seesucht» (Collection Montagnola Nr. 3, 2013).
Der erste Eindruck: Verwirrung. Nach einer kurvenreichen Fahrt auf einen Pass hatte Ada die Orientierung verloren. Jedenfalls befand sie sich auf 1100 Metern Höhe, neben einer Kapelle und einem Funkmast, in einem Zimmer mit Fenstern in zwei Richtungen. Die Berggipfel tatsächlich wie ein versteinertes Meer, im Tal Nebelschwaden, der Himmel bewölkt, mit kleinen hellblauen Föhnfenstern. […]