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Norwegen hat beschlossen, AstraZeneca-Impfstoffe an Länder zu vergeben, die sie trotz der Risiken einsetzen wollen. In Norwegen ist es wahrscheinlicher, dass man an dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca stirbt als an Corona, hat das norwegische Gesundheitsamt FHI festgestellt.
Durch den Verzicht auf den Impfstoff könnten potenziell 10 Todesfälle aufgrund von Nebenwirkungen verhindert werden, zitiert die Zeitung Verdens Gang den FHI. Das Institut hat errechnet, dass in Norwegen auf 100.000 Geimpfte 2,3 Menschen durch den AstraZeneca-Impfstoff gestorben sind.
Wenn wir weiter impfen, setzen wir jüngere Frauen einem „unangemessenen Risiko“ aus. Außerdem ist das Institut gegen die Bereitstellung eines Impfstoffs von AstraZeneca auf freiwilliger Basis. Der FHI hält eine solche Alternative für unethisch. „Es besteht eine gute Chance, dass die Menschen die Risiken, denen sie ausgesetzt sind, nicht vollständig verstehen.“
Der FHI ist der Meinung, dass das Vertrauen in Impfprogramme sinken wird, wenn der Impfstoff von AstraZeneca im Umlauf bleibt. Eine Umfrage des Instituts ergab, dass 76 Prozent der Befragten mindestens einem der Impfstoffe skeptisch gegenüberstehen.
Die norwegische Regierung ist der Meinung, dass es noch zu früh ist, die Zusammenarbeit mit AstraZeneca vollständig zu beenden und hat nun eine neue Expertengruppe gebildet, die sowohl den Impfstoff von AstraZeneca als auch den von Janssen untersuchen soll. Die Impfstoffe, die das Land noch vorrätig hat, werden jedoch in die umliegenden Länder geschickt. 200.000 Dosen gehen nach Schweden und 16.000 nach Island.
Die schwedische Gesundheitsbehörde hat geurteilt, dass der Nutzen des Impfstoffs von AstraZeneca die Risiken überwiegt.