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Schweizer Armee 2011 – Blauäugige Schweiz?
Im Vorfeld der Abstimmung zur «Armee XXI» im Jahre 2003 warnten viele Militärexperten vor einem Abbau der Schweizer Wehrfähigkeit. Das Reformprojekt Armee XXI sah einen umfassenden Umbau des Schweizer Militärs vor: Die Landesverteidigung, und damit die Erfüllung des Verfassungsauftrags, stand nicht mehr im Zentrum der strategischen Ausrichtung, sondern «Interoperabilität» und «subsidiäre Einsätze» im In- und Ausland sollten die neuen Aufgaben der Armee werden. Sachliche Einwände gegen das Reformprojekt, nämlich dass die Schweiz damit ihre Verteidigungsfähigkeit und somit auch ihre Souveränität aufs Spiel setze, wurden in den Wind geschlagen, die Kritiker als kalte Krieger oder Ewiggestrige diffamiert. Die Armeereformer wollten der Bevölkerung weismachen, dass unser Land von Freunden umgeben sei, es keine Bedrohung gebe und man rechtzeitig merke, wenn sich die Lage verändere. Und so wurde der Abbau der Armee vorangetrieben. Die Armeeabschaffer rieben sich die Hände. Es kümmerte sie nicht im geringsten, dass die Armee den Verfassungsauftrag, nämlich die Verteidigung des eigenen Landes, nicht mehr erfüllen kann und damit der Schutz der Bevölkerung und des Landes nicht mehr vorhanden ist.
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