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Die vorgeschlagenen Massnahmen zum Ausbau des Radwegnetzes in Uri gehen von einem Investitionsbedarf von gesamthaft 25,6 Millionen Franken aus, wie der Regierungsrat in seinem Antrag an den Landrat schreibt, den er am Dienstag publizierte. Die neu geplanten Radwege umfassen 19 Strecken mit einer Gesamtlänge von 9,1 Kilometern, vornehmlich im dicht besiedelten Urner Talboden.
Dort seien die die Wege kurz und die Topographie flach, es macht laut der Regierung daher Sinn, das Velo als Verkehrsmittel zu stärken. Heute bestehen in Uri sechs kantonale Radwege mit einer Länge von 6,7 Kilometern.
Stimmt das Parlament dem Verpflichtungskredit zu, erhält das Urner Stimmvolk voraussichtlich 2020 die Möglichkeit, darüber abzustimmen. Mit einem Ja können weitere Investitionen in den Langsamverkehr ausgelöst werden.
Bei den 11,2 Millionen Franken handelt es sich um neue Ausgaben. Dazu kommen 14,4 Millionen Franken gebundene Ausgaben, etwa für Ausbauten. Der Bund beteiligt sich mit 35 Prozent an den Kosten, die Regierung rechnet mit Beiträgen von rund 7 Millionen Franken.
Die Umsetzung des Radwegkonzepts dürfte gut zehn Jahre beanspruchen. Als erste würden der Radweg Altdorf-Seedorf, der Radweg Attinghausen Reussbrücke und der Radweg Attinghausen-Schattdorf erstellt.
Mit dem Kredit will die Regierung ein Defizit im Strassenverkehr beheben. Der Kanton Uri habe nämlich beim Bau von Radwegen grossen Nachholbedarf - heute fehlten entlang der Kantonsstrassen vielerorts gute Ortsverbindungen für die Velofahrenden.
(sda)