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Die Abwasserkanalisation im Gebiet Luzernerhof ist bei starken Regenfällen regelmässig überlastet. Verschmutztes Abwasser fliesst dann direkt in den See. Die Gewässerschutzvorschriften können so nicht eingehalten werden. Um Abhilfe zu schaffen, hat sich der Bau eines grossen Regenüberlaufbeckens beim Carl-Spitteler-Quai samt neuer Zuleitung als beste Variante herausgestellt. Um ein konkretes Bauprojekt zu erarbeiten, beantragt der Stadtrat beim Parlament einen Projektierungskredit über 1,4 Mio. Franken.
Ausgangslage
Die Kanalisationsleitungen in der Haldenstrasse, der Töpferstrasse, der Löwenstrasse, der Dreilindenstrasse und im gesamten Wey-Quartier sind bei starken Regenfällen oft überlastet. Dann vermögen sie das Regenwasser und das Abwasser aus den Liegenschaften (z. B. aus WCs) nicht mehr vollständig aufzunehmen. Ein Teil davon fliesst dann via Überläufe ungefiltert in den Vierwaldstättersee. Untersuchungen an diesen Überlaufstellen haben ergeben, dass die Gewässerschutzvorschriften nicht eingehalten werden können: Sowohl die Menge des in den See eingeleiteten Wassers als auch dessen Verschmutzungsgrad sind zu hoch. Dieses Problem muss von Gesetzes wegen behoben werden.
Massnahmen
Die Variante mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis beinhaltet ein Regenüberlaufbecken am Carl-Spitteler-Quai samt Zuleitung und zwei Trennbauwerken. Kostenpunkt: um die 18 Mio. Franken. Bei dieser Variante wird in den erwähnten Quartieren viel Abwasser über die neue Leitung Richtung Becken am Carl-Spitteler-Quai umgeleitet. Das neue Becken hat die Masse von zirka 46 Metern Länge, 21 Metern Breite und 8 Metern Tiefe. Es fasst rund 2000 Kubikmeter Wasser, das entspricht etwa 13’000 gefüllten Badewannen. Es ist damit fast doppelt so gross, als jene im Gebiet Steghof geplanten (siehe Mitteilung vom 3. Februar 2022).
Das ganze System funktioniert wie folgt: Bei starken Regenfällen sorgen zwei Trennbauwerke vor dem Becken dafür, dass nur so viel Abwasser in die bestehende Ableitung stadteinwärts fliesst, damit diese nicht überlastet ist. Das restliche Abwasser wird in das Becken umgeleitet und dort zwischengespeichert. Feststoffe und Partikel setzen sich auf den Grund des Beckens. Sollte das Becken voll werden, fliesst Abwasser durch einen höher gelegenen Rechen in den Notüberlauf und von dort in den See. Diese Verschmutzung ist dank des Absetzvorgangs um ein Vielfaches geringer und der von Bund und Kanton geforderte Gewässerschutz kann eingehalten werden. Sobald die Ableitung nicht mehr überlastet ist, wird das im Becken gespeicherte Abwasser automatisch in diesen Kanal und so Richtung Kläranlage gepumpt.
Die verworfenen Varianten beinhalten einen Stollen durch den Allenwindenhügel bis zum Rotsee, ein Regenbecken am Luzernerhof sowie mehrere kleine dezentrale Becken im Perimeter.
Termine
Für den Bau des Beckens am Quai werden wegen der Nähe zum See technisch aufwendige Bauarbeiten nötig sein. Während der Bauzeit von etwa 1,5 Jahren ist der Park nur begrenzt für die Öffentlichkeit nutzbar. Danach wird er wieder ohne Einschränkung zur Verfügung stehen.
In einem nächsten Schritt soll ein detailliertes Bauprojekt ausgearbeitet werden. Möglicher Baustart ist 2025/2026.
|Was||Termin|
|Start Bearbeitung Bauprojekt||Herbst 2022|
|Möglicher Baustart||2025/2026|
Finanzierung
Für die Arbeiten hat der Stadtrat einen Projektierungskredit über 1,4 Mio. Franken beantragt. Das Stadtparlament hat am 12. Mai 2022 darüber befunden und den Kredit gutgeheissen. Dem Baukredit wird später noch die Stimmbevölkerung zustimmen müssen.
Aktuelles
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