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Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein in Japan heimischer Blatthornkäfer. Von dort wurde er zunächst, anfangs des 20. Jahrhunderts, in die USA und nach Kanada verschleppt, wo er grosse Schäden verursachte. Im Sommer 2014 wurde er das erste Mal in der Nähe von Mailand in Italien festgestellt. Von dort breitet er sich weiter aus und wurde jährlich in gestellten Pheromonfalle nahe der Italienischen Grenze gefunden. Im Sommer 2020 wurden dann erstmals adulte Japankäfer in einem Weinberg im südlichen Tessin festgestellt.
Die Ausbreitung kann, abgesehen vom Flug der adulten Käfer, durch lebende Pflanzen, aber auch mit Trägermaterialien wie Grünabfällen und Erde (Käferlarven und Eier) geschehen. Das Wirtspflanzenspektrum umfasst mehr als 300 verschiedene Nutz- und Zierpflanzenarten wie beispielsweise Apfel, Brombeere, Ulme, Weinrebe, Linde, Kirsche, Ahorn, Pfirsich, Sojabohnen und Rosen. Adulte Käfer ernähren sich neben den Blättern auch von den Blüten, ihre Larven ernähren sich von Wurzeln verschiedener Gräser.
Der Japankäfer gilt als Quarantäneorganismus im Sinne der Pflanzengesundheitsverordnung (PGesV) und ist daher sowohl in der Schweiz wie auch in der EU melde- und bekämpfungspflichtig.