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Brustvergrösserung mit Eigenfett | BRAVA
Eine
Alternative zur Brustvergrösserung mit Implantaten ist der Aufbau mit
Eigenfett. Diese Methode steht seit ca. 5-7 Jahren zur Verfügung. Bisher zeigten
retrospektiven Studien keine negativen Auswirkungen auf die Brust oder ein
erhöhtes Auftreten von Brustkrebs. Aufgrund einer nicht ganz ausgeschlossenen möglichen Stimulation von Krebszellen durch Fettstammzellen gibt es besondere Vorsichtsmassnahmen, die je nach Familiengeschichte und individuellem Risiko evaluiert werden müssen. So sollten aktuell keine Fettinjektionen in die Brust erfolgen, wenn z. B. ein Brustkrebsgen (BRCA-1, BRCA-2) in der Familie bekannt ist.
Falls nicht genügend Haut vorhanden ist, muss ggf. eine Vorbehandlung mit dem BRAVA-System erfolgen. Dieses System wirkt wie eine externe Vakuumhaube, die die Brusthaut dehnt und das vorhandene Gewebe vergrössert. Es wird über vier Wochen nachts vor der Operation und nochmals zwei Wochen danach angewendet.
Prinzipiell kann man nach Fettinjektionen in die Brust damit rechnen, dass ca. 40–60 % des Fettes verbleiben (mit BRAVA bis 75 %). Der Rest wird innerhalb von drei Monaten resorbiert. So muss man ggf. ein bis drei Sitzungen einplanen, um das gewünschte Volumen zu erreichen.
Das Wichtigste in Kürze
- OP-Dauer: 1–2 Stunden
- Narkose: Vollnarkose
- Spitalaufenthalt: Ambulant
- Nachbehandlung: Antibiotikum für fünf Tage, Metallfreier Sport-BH für sechs Wochen
- Arbeitsunfähigkeit: Einige Tage (abhängig von der körperlichen Belastung)