Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03241.jsonl.gz/2567

Wer die via San Gottardo in Richtung Dorf nimmt, kommt um den Anblick der beiden Kirchen nicht umhin. Die majestätische Einfachheit der romanischen Steinkirche San Pietro steht ganz im Gegensatz zu der vielgestaltigen und komplexen Struktur der mächtigen Pfarrkirche San Carlo. Schon 1855 war die Idee einer neuen Kirche geboren, «die für die Besucher besser erreichbar sein sollte», weshalb man zwischen 1890 und 1897, einschliesslich finanzieller Streitigkeiten und Schwierigkeiten, mit ihrem Bau begann. Den Entwurf übernahm seinerzeit der Mailänder Architekt Carlo Maciachini. Die Kirche in Biasca ist im Tessin das einzigartige Zeugnis dieser Architektur mit kreuzförmigen Zentralbau, die jedoch nie vollendet wurde.
Monsignor Stabarini gab während seiner Zeit als Propst (1952/1996) wichtige Arbeiten in Auftrag, wie den achteckigen Tiburio mit Loggien, neue Fussböden und Buntglasfenster. In dem Gotteshaus ist ein Gemälde aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zu sehen, das den Heiligen Antonius von Padua zeigt, sowie ein von Paolo Pisoni aus Ascona (1697) geschnitztes und vergoldetes Holztabernakel und ein spätgotisches Kruzifix.