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Viele Demonstranten hatten Fackeln dabei, andere hielten Plakate mit einem Bild des Staatschefs in Sträflingskleidung hoch. Hernández steht wegen eines Korruptionsskandals stark unter Druck. Die Proteste gegen ihn dauern bereits seit zwei Monaten an.
Hernández hatte im Juni eingeräumt, dass seine konservative Nationalpartei Geld angenommen hat, das bei der Sozialbehörde veruntreut wurde. Er bestritt aber eine Verwicklung in die Affäre. Die Höhe der veruntreuten Summe bezifferte Hernández auf lediglich etwa 136'000 Dollar.
Nach Angaben von Oppositionspolitikern sollen jedoch insgesamt mehr als 300 Millionen Dollar von der Sozialbehörde gestohlen worden sein. Hernández soll davon 90 Millionen Dollar bekommen und 2013 für seinen Wahlkampf verwendet haben.
Der Skandal löste in Honduras eine Protestwelle aus, die sich auch gegen Hernández richtet. Jede Woche gehen tausende Menschen auf die Strasse, um für seinen Rücktritt und die Einsetzung einer internationalen Anti-Korruptionskommission zu demonstrieren. Etwa ein Dutzend Regierungsgegner trat in der Nähe des Präsidentenpalastes in einen Hungerstreik.