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Eine der berühmtesten Kirchen der Welt ist zweifellos die Westminster Abbey in London. Ihre Geschichte kann man in einem einschlägigen Buch nachlesen, The Story of Westminster Abbey von Lawrence E. Tanner M. V. O., M. A., F. S. A. (die Briten lieben diese Buchstaben hinter dem Namen, die Orden, akademische Grade oder Mitgliedschaften anzeigen!) aus dem Jahr 1932.
Die Geschichte der Kirche reicht sehr weit zurück, ebenso ihre Verbindung mit dem englischen Königshaus. Dort, wo heute das britische Parlamentsgebäude mit dem weltbekannten Glockenturm steht, wurde im Mittelalter ein Palast errichtet, der lange Zeit die Hauptresidenz der englischen Könige war. Vor Allem wegen der geographischen Nähe wurde die Klosterkirche (das Kloster wurde unter Heinrich VIII. aufgelöst) zur Krönungs- und Begräbnisstätte der Monarchen; seit Wilhelm dem Eroberer ist fast jeder Herrscher Englands in Westminster gekrönt worden (letztmals 1953) – und zwar meistens auf dem Coronation Chair, jenem historischen Stuhl, den Eduard I. in der Kirche aufstellen liess.
Ob je wieder eine Krönung in der Westminster Abbey stattfinden wird, ist ungewiss; aber es wird dort sicher weiterhin auf die prominenteste Weise geheiratet und begraben werden (eine letzte Ruhestätte in Westminster ist so ziemlich die grösste Ehre, die einem Menschen im Vereinigten Königreich überhaupt zuteil werden kann).