Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/208507

<h2>SubmittedText<h2><p>In den "Eawag News" vom Juni 2009 sind die Ergebnisse einer Studie zur Dynamik von Biozid- und Pestizideinträgen publiziert worden. Dabei wurde untersucht, welche Quellen für Einträge dieser Stoffe hauptverantwortlich sind. Zitat: "Der urbane Raum trägt wesentlich zur Gewässerbelastung bei."</p><p>- Warum wurde auf Basis der Studie nur die Landwirtschaft als Verursacher untersucht?</p><p>- Wer entscheidet über die Forschungsschwerpunkte des Bundesamtes für Umwelt?</p><p>- Wer hat entschieden, dass der Fokus auf die Landwirtschaft zu richten sei?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Umwelt betreibt selber keine Forschung und kann auch nicht auf eine ihr organisatorisch zugeordnete Forschungsanstalt zurückgreifen. Damit das BAFU seinen Auftrag aus der Umweltgesetzgebung umsetzen kann, erteilt es - je nach Fragestellung - Forschungsaufträge an verschiedene unabhängige Forschungsinstitutionen, darunter auch an die Eawag, das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs. Im Zusammenhang mit der Belastung der Gewässer durch organische Mikroverunreinigungen (u. a. Biozide und Pflanzenschutzmittel) wurden im Auftrag des BAFU verschiedene Studien durchgeführt. Dabei beschränkte sich der Fokus nicht auf die Landwirtschaft. Die durchgeführten Studien lieferten insbesondere die Basis für die Änderung und den nachgelagerten Vollzug des Gewässerschutzgesetzes zur Einführung der Abwasserabgabe des Bundes, mit welcher der Ausbau der Kläranlagen zur Eliminierung von Mikroverunreinigungen aus dem kommunalen Abwasser finanziert wird.</p>