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Yasmin, 21 (Somalia), ist in der Schweiz geboren und in Zürich aufgewachsen. Nach dem Abschluss der Sekundarschule hat sie sich für eine Berufslehre als Verkäuferin in einer Bäckerei entschieden. Sie war nicht glücklich, hat ihre Lehre abgebrochen und als Serviceangestellte gearbeitet. Im Sommer 2014 kam ihr Sohn Jamal zur Welt. Nach einer Babypause ist sie auf der Suche nach einer Lehrstelle auf das AMIE-Programm für junge Mütter aufmerksam geworden. Seit Januar 2016 nimmt sie daran teil. Ihre Lehrstelle als KV-Angestellte hat sie in der Zwischenzeit gefunden. Zusammen mit ihrem Mann Ranle – sie haben im Januar 2017 geheiratet – kann sie schon bald in eine neue Wohnung einziehen.
Merhawi war 16 Jahre alt, als er 2008 ohne seine Familie aus Eritrea flüchtete. Sein Weg führte ihn über Äthiopien, den Sudan, Libyen und Sizilien nach Allschwil. Hunger, Durst, Angst und der Tod von Mitreisenden waren seine ständigen Begleiter. Immer wieder musste er warten, bis Verwandte Geld für den nächsten Schlepper schickten. Nach einer acht monatigen Odyssee stellte er endlich seinen Asylantrag. Er war in Sicherheit. Nach mehreren intensiven Deutschkursen machte er zwei Jahre lang Praktika in der Küche, im Recycling, im Service und als Hauswart.
Im März 2014 kam die syrische Kurdin Issa mit ihrer Familie in die Schweiz. Die politische Situation in ihrer Heimatstadt Qamischli war für die Familie bedrohlich, so dass sie zu Fuss in den Irak flüchteten. Ein Jahr lebten sie bei ihrem Bruder. Ihr Mann war krank, sie hatte keine Arbeit und die Kinder konnten nicht in die Schule. Ihr Schwager wohnte schon in der Schweiz und schlug ihnen vor, ebenfalls zu kommen. Issa wollte zuerst nicht. Sie hatte Angst vor einem fremden Land, vor einer fremden Sprache. In Winterthur fand die Familie ein neues zuhause.