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Gehörlosen-Futsal-WM: Wenn die Fahne zur Pfeife wird
Noch bis am 16. November 2019 findet in der Winterthurer Eulachhalle die 4. Futsal-WM der Gehörlosen mit Schweizer Beteiligung statt.
Futsal Die Organisatoren sind das internationale Sportkomitee für die Gehörlosen (ICSD) und der Schweizerische Gehörlosen Sportverband (SGSV-FSSS). 12 Damen- und 16 Herren-Nationalteams bestreiten die Gruppen- und Finalspiele. Während das Schweizer Herrenteam sich für die Viertelfinals qualifiziert hat, bestreiten die Schweizer Damen die Trostrunde. Bei den Schweizerinnen ist Nationalspielerin Laura Setz mit Winterthur verbunden. «Sie studiert an der ZHAW Physio, wohnt in der Eulachstadt und spielt nicht nur an der WM, sondern massiert auch mit ihren hörenden Studienkolleginnen», bemerkt Roman Pechous, Geschäftsführer SGSV-FSSS. «Die jüngste Spielerin bei unserem Team ist Melanie Widmer mit 15 Jahren», so Pechous.
Fahne ersetzt Pfeife
Beim Gehörlosen-Futsal ersetzt die Fahne das bekannteste Utensil der Schiedsrichter. In die Pfeife wird nur pro forma geblasen. Mit der Flagge müssen sich die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter bemerkbar machen. Gespielt wird mit fünf Akteuren. Diese Spielart ist auch von der FIFA anerkannt. Laut Roman Pechous wird in der Schweiz zum ersten Mal eine WM durchgeführt. «Daher mussten sich die Schweizer Teams nicht über die EM für die Heim-WM qualifizieren. Aber die 6. EM Futsal 2022 ist aktuell noch nicht vergeben.» Vermutlich aus politischen Gründen ist der amtierende Weltmeister Iran nicht dabei. Bei den Herren zählen Spanien (Europameister), Thailand und Russland zu den Titel-Favoriten. Brasilien, der zweifache Weltmeister Russland und Europameister Polen werden wohl um die Titelkrone kämpfen.
Robert Blaser