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«Ich bin nicht Stiller» behauptet ein Mann, der bei seiner Einreise in die Schweiz festgenommen wird. Sein amerikanischer Pass lautet auf James Larkin White und an diesem Namen hält er fest. Obwohl ihn alle als Anatol Stiller identifizieren und versuchen, es ihm mit allen erdenklichen Mitteln zu beweisen, streitet er ab, Stiller zu sein, und gibt sich als Fremder aus.
Im Gefängnis erzählt er dem Wärter abenteuerliche Geschichten aus seiner Vergangenheit als Weltenbummler, die immer widersprüchlicher werden. Als seine Frau Julika aus Paris anreist und ihn erkennt, behandelt er auch sie als Fremde, fühlt sich aber immer mehr zu ihr hingezogen.
Stiller gehört zu den wichtigsten Romanen der Schweizer Literatur. Er verhalf Max Frisch zum Durchbruch, sodass er fortan von seinen Büchern leben konnte. Thematisiert wird die Unstimmigkeit zwischen Erwartungen und Selbstbild, die die Frage nach der Wirklichkeit der eigenen Identität aufwirft. Eine Thematik, die sich nicht nur wie ein roter Faden durch das Stück, sondern durch unsere Zeit zieht.