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Dort gründete er Neuhelvetien, das er vor allem landwirtschaftlich nutzen wollte. Die Siedlung gedieh, Sutter gründete die Stadt Sacramento als Verwaltungssitz, und im Auftrag der mexikanischen Obrigkeit vertrieb er pflichtschuldigst die ortsansässigen Indianer.
Das Verhängnis für Sutter und Neuhelvetien begann, als er seinen Mitarbeiter James Wilson Marshall damit beauftragte, an einem Seitenarm des American River eine Sägemühle zu bauen. Bei einem seiner morgendlichen Kontrollgänge – heute vor 172 Jahren – sah James. W. Marshall etwas Glänzendes im Wasser liegen. Bei genauerem Hinsehen erkannte er, dass es ein Goldnugget war. Er überbrachte den Fund und die Nachricht Sutter, der seinen Mitarbeitern sogleich befahl, niemandem etwas davon zu sagen. Das war natürlich illusorisch. Schnell machte der Goldfund die Runde und wurde in den Zeitungen verbreitet. In kürzester Zeit zogen riesige Menschenmassen nach Kalifornien.
San Francisco zum Beispiel wuchs innerhalb von zwei Jahren von 1000 auf 25'000 Einwohner. Schiffe blieben in den Häfen liegen, da die sich Matrosen gleich nach der Ankunft auf die Goldsuche machten. Unternehmen mussten ihre Tore schliessen, da die Arbeiter nicht mehr zur Arbeit erschienen, sondern ihr goldenes Glück suchten. Recht und Ordnung brachen in den Gebieten der Goldfunde weitgehend ein. Die rasanten Veränderungen ruinierten auch Sutters Imperium.
Bei aller Tragik fällt es mir schwer, Mitleid mit Sutter zu haben. Ein Rausch hinterlässt eben immer auch einen mächtigen Kater. Und übrigens habe ich nicht herausfinden können, was aus seiner Frau und seinen Kindern in Burgdorf geworden ist.