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Jada Pinkett Smith und Spike Lee werden die «weisse Oscarverleihung» nicht besuchen und kritisieren die Nominiertenauswahl. Die schwarze Präsidentin der Academy zeigt sich reuig.
«Für Anerkennung zu betteln oder auch nur danach zu fragen, mindert die Würde», sagt Jada Pinkett Smith (Magic Mike XXL) in einem Facebookvideo und kündigt an, der Oscarverleihung am 28. Februar fern zu bleiben.
Nachdem bekannt wurde, dass kein afroamerikanischer Schauspieler oder Regisseur für einen Oscar nominiert wurde, ist in den USA ein Sturm der Entrüstung entbrannt.
Die Frau von Will Smith, der selbst zwei Mal für den Preis als bester Schauspieler nominiert war, betont, dass Schwarze zuerst sich selber respektieren müssen, bevor das andere tun. «Wir sind würdevolle und starke Menschen, das dürfen wir nicht vergessen.»
Die 44-Jährige plädiert für eine Veränderung. «Die Academy hat das Recht, diejenigen zu würdigen und einzuladen, die sie will. Es liegt jetzt in unserer Verantwortung, Dinge zu verändern. Vielleicht müssen wir unsere Ressourcen zurückziehen und sie in unsere Community und unsere Programme stecken. Denn diese sind genau so gut wie die sogenannten Mainstreams.»
Auch der Filmregisseur Spike Lee (58, Inside Man) wird bei der Verleihung nicht dabei sein. «Wir können das nicht unterstützen», schreibt er auf Instagram.
Jetzt reagiert die Präsidentin der Academy, Cheryl Boone Isaacs. Auf Twitter zeigt sie sich bestürzt: «Ich bin zugleich frustriert und enttäuscht über die mangelhafte Einbeziehung. Das ist eine schwierige, aber wichtige Konversation und es wird Zeit, was zu verändern.» Sie verspricht, in kommenden Tagen das Aufnahmereglement zu überprüfen, um künftig mehr Diversität zu ermöglichen.