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Alles begann 1514
Der Begriff Badenfahrt taucht das erste Mal 1514 in einer Aufzeichnung von Thomas Murner auf. Er bezieht sich auf die Geschichte Badens als Heilkurort. Bereits im Spätmittelalter reisen sowohl der europäische Adel als auch die eidgenössichen Eliten nach Baden zur Kur. Diese Badenfahrten führen zu einem regen, gesellschaftlichen Leben im Städtchen Baden.
Im Jahr 1818 beginnt ein neuer Aufschwung der Kurstadt. Zu dieser Zeit erscheint das Buch «Die Badenfahrt» von David Hess. Er referiert darin die Geschichte Badens, seiner Bäder und der damit verbundenen Vergnügungen seit der Römerzeit und erfindet darin eine Sage über die Entstehung der Stadt Baden, die zwischen 1880 und 1910 einen letzten Höhepunkt vom internationalen Bädertourismus erlebt.
Während des Ersten Weltkriegs stürzt der Badener Kurbetrieb in eine Krise. Als der Bädertourismus 1914 einbricht, entwickelt sich Baden mit der 1891 gegründeten Brown, Boveri & Cie. (BBC) zum wichtigen Industriestandort.
1923 planen die Biedermeier ein Fest, um der vorherrschenden gedrückten Stimmung, der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Not entgegenzuwirken. Ein Fest, das alle auf das Gemeinsame hinweist – von allen für alle. In Anlehnung an das Buch von David Hess nennt das Planungskomitee das Fest Badenfahrt und knüpft mit der Festbezeichnung an eine Glanzzeit Badens an, die zu neuem Schwung verhelfen soll.
Und so zeigt jede Badenfahrt auf Ihre Art und Weise, das der Name in Anlehnung an das Buch von David Hess perfekt passt: Das Fest ist für eine ganze Region und es nimmt die ganze Stadt ein. Wie früher, fahren Menschen aus der ganzen Region und darüber hinaus nach Baden, um zehn Tage lang dem Zauber der Badenfahrt zu verfallen.