Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03573.jsonl.gz/2244

Grünenwald
|Grünenwald|
|Hauptstadt||Hohenfels|
|Herrschaftsform||de jure: Feudal, de facto:|
|Rang|
|Staatsoberhaupt||vakant, vorher Robert von Hohenfels|
|Reichszugehörigkeit||Kaiserreich Cendara|
|Hauptreligion||Pekarismus, Vathris, Nordgötter, Naturgeister|
|Motto|
|Hymne|
|Wappen|
Grünenwald für den schnellen Leser
Das Fürstentum Grünenwald liegt an der nördlichen Aussengrenze von Cendara. Weite Ebenen, alte Nordwälder, Flüsse und das dragonische Gebirge im Westen prägen die Konturen der Landschaft. Grünenwald kennt eisige Winter und einen späten Frühling. Dafür ist das Land weitgehend fruchtbar und Wasser ist in Massen vorhanden. Die Bevölkerung von Grünenwald ist für ihren Fleiss und ihr Handelsgeschick bekannt. Dies hat ihnen Wohlstand und Frieden gebracht. Viele Bewohner bleiben gerne innerhalb ihrer Grenzen und sind zufrieden mit ihrem Leben. An ihrer Spitze stand bis 1008 n.d.E. Fürst Robert von Hohenfels, der die Geschicke des Landes von Burg Hohenfels aus lenkte. Der Fürst galt als geschickter Kaufmann. Entsprechend hat Grünenwald liberale Gesetze, welche die Freiheit des Einzelnen betonen. Militärische Stärke, alte Aristokratien und Traditionen werden in Grünenwald als Relikte vergangener Tage betrachtet.
Die Konturen der grünenwaldschen Landschaft
Das Fürstentum Grünenwald misst über seine Länge XX Meilen und YY über die Breite. Es liegt im Norden des Kaiserreiches Cendara. Im Westen grenzt Grünenwald an Dragonien, im Nordosten an Schwerenfels, östlich an Kalkback, südöstlich an Heldenau und im Süden an Oberbergen. Die Landschaft ist geprägt durch weitläufige Nordwälder, offene Ebenen und kleinere Gebirge im Norden. Nur im Westen hat Grünenwald Anschluss an ein Hochgebirge, das aber grösstenteils zu Schwerenfels gehört. Die Landschaft ist geprägt durch weitläufige Nordwälder und offene Ebenen. Nur im Westen hat Grünenwald Anschluss an ein Hochgebirge. Die Böden von Grünenwald sind fruchtbar und eignen sich für den Ackerbau. Die Gegend ist durchzogen durch viele Flüsse und unzählige kleine Seen. Sie spenden Land und Leuten genügend Wasser.
Von Wind, Wetter und Kälte
In Grünenwald herrscht ein kühles Klima, welches den Bewohnern lange Winter und späte Frühlinge beschert. In den Wintermonaten gefrieren die Seen in Grünenwald zu und einige kleine Flüsse ebenso. Schnee bedeckt die Landschaft und lässt die Natur ruhen. Ein eisiger Wind zieht durch die Wälder. Erst im späteren Frühling bringt die Sonne ein mildes Klima ins Land und lässt die Menschen die Felder bestellen. Die Böden sind feucht und fruchtbar und es gibt genügend Regen um Getreide, Gemüse und Obst anzubauen. Sonnengetriebene Früchte wie Trauben werden jedoch nicht angebaut, da der früher Winter ihre Reifung nicht zulässt.
Erzählungen aus vergangenen Tagen
Die Bevölkerung von Grünenwald blickt auf eine lange sagenumwobene Geschichte zurück. Dabei sind Sagen, Legenden, Dichtungen und belegbare Ereignisse längst ineinander verwoben. Gerne erzählen die Grünenwalder den Reisenden vom Anfang der Zeit als das Chaos im heutigen Cendara einfiel. Stolz erzählt man sich in Grünenwald, dass die hiesige Bevölkerung den dunklen Schergen erbitterten Widerstand leistet. Selbst Frauen und Kinder sollen zu den Waffen gegriffen haben und ihr Land bis zum letzten Atemzug verteidigt haben. Aus dieser Legende heraus gibt es noch heute einen Verbund von Kämpferinnen in Grünenwald, welche sich der Ausbildung weiblicher Kämpferinnen verschrieben hat. Trotz erbittertem Widerstand fiel auch Grünenwald vor der Stärke der Chaoten. Zur Strafe, oder aus Angst vor einem Widerstand, wie einige erzählen, wurde Grünenwald mit einem schrecklichen Fluch belegt: der Legion von Arkenzul, eine Horde blutrüstiger Geschöpfe, welche fortan in Grünenwald ihr Unwesen trieben. Ein Grossteil der Bevölkerung fiel den Klingen und Zähnen der Legion zum Opfer. Doch nicht alle Hoffnung verzagte, den die Kräfte des Ausgleiches brachten nebst der Legion von Arkenzul auch die Breonen, ein eigenwilliges Naturvolk, mit nach Grünenwald. Zusammen mit Überlebenden der menschlichen Bevölkerung gelang es dem Bündnis, nach Jahren des Widerstandes, die Legion zu Brechen und Grünenwald zu befreien. Die Geschichte der Legion galt über lange Zeit als eine vergessene Sage und Breonen waren nur noch Wesen, von welchen Geschichtenerzähler am Lagerfeuer berichteten. In der Zwischenzeit gedieh das befreite Grünenwald zu einem eigenen Herrschaftsgebiet mit einem ausgeprägten Willen zur Selbstbestimmung. Die Leute halfen sich gerne gegenseitig, doch blieben innerhalb ihrer Grenzen. Erst die aufkommende Macht in Hundertbrück und die Gerüchte eines Kaisers liessen die Bevölkerung über eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Herrschaftsgebieten nachdenken. Da Grünenwald über keine nennenswerte militärische Stärke verfügte, zugleich jedoch ein strategisch wichtigstes Gebiet war, vergingen wenige Jahre, bis des Kaisers Arm nach Grünenwald griff. Nach einigen blutigen Grenzkonflikten beschloss die damalige Herrschaft schnell eine Kapitulation vor des Kaisers Stärke, wobei sie grossen Wert auf einen formell freiwilligen Beitritts Grünenwalds zum Kaiserreich legte. Der Bevölkerung wurden die wirtschaftlichen Vorteile des Kaiserreiches aufgezeigt und bald beschwerte sich in Grünenwald niemand mehr über die neue Herrschaft. Man behielt seinen Glauben und in weiten Teilen seine Unabhängigkeit. Und tatsächlich erschlossen sich neue Märkte für Handel in den fernen Süden Cendaras. Generationen vergingen und in jüngster Zeit ist die Familie von Fürst Robert von Hohenfels an der Macht in Grünenwald. Als nun vor kurzem der hochwürdige Kaiser Nepomuk III eines tragischen Todes starb, ohne eine klare Erbfolge zu hinterlassen kam für Grünenwald eine harten Zeiten welche das Land auf die Probe stellte, da der Magier Ernesto den Fluch (die Legion von Arkenzul) wiederbelebte. Nur dank des Eingreifens tapferer Helden und dem Beistand der längst vergessen geglaubten Breonen, konnte Grünenwald erneut vom Fluch befreit werden. Fürst Robert, gestärkt durch die überwundenen Schwierigkeiten und auf Grund einer alterwürdigen Adelslinie dazu berechtigt, erhob als einer der Kandidaten den Anspruch auf den Kaiserthron.
Die Bevölkerung Grünenwalds
Die Bevölkerung in Grünenwald – sie nennen sich selbst Grünwalder und Grünwalderinnen – ist ein einfaches Volk mit bodenständigen Werten. Sie schätzen ihre Heimat und das Land, welches sie bestellen. Vielen Grünenwaldern ist der Gedanke fern, sich weit von der Heimat weg zu begeben, selbst wenn die Faszination für ferne Destinationen da ist. Man konzentriert sich hauptsächlich auf seine Arbeit. Wer nicht hart arbeitet, ist in der Bevölkerung nicht angesehen. Fleiss und Ehrgeiz werden mit Anerkennung belohnt. Diese Werte werden in der gemeinen Bevölkerung, und selbst in Adelskreisen, oftmals vor Rang und Titel gestellt. Gleiches gilt für die Kriegerkaste, welche einen vergleichsweise tiefen Stellenwert im Fürstentum Grünenwald innehat. Innerhalb dieses Wertesystems konnte sich ein starkes Bürgertum entwickeln, wie es in Cendara selten vorgefunden wird. Das Bürgertum ist wohlhabend, auch wenn viele Menschen dies gerne für sich behalten, und pocht auf eine Vielzahl von Freiheitsrechten. Diese wurden vom schwachen Adel in Grünenwald gewährt, da man auch dort einsah, dass sich Macht und Wohlstand auf diese Weise vermehren lassen. Einen schweren Stand haben die Naturvölker, insbesondere die Breonen, in Grünenwald. Da sie vom wirtschaftlichen Aufschwung ausblieben und sich nicht an den neuen, modernen Formen des Zusammenlebens beteiligen, werden sie von grossen Teilen der Bevölkerung als Zurückgeblieben betrachtet. Die Bevölkerung kleidet sich meist in einfach geschnittene Gewänder aus Wollstoffen. Die Farbe Tannengrün ist beliebt, ist sie auch eine der Wappenfarben des Fürstentums. Die Menschen geben wenig Wert auf Moden und kleiden sich vorwiegend praktisch und bequem. Fellmützen und klassische Hauben sind als Kopfbedeckungen beliebt. Exotische Farben und Stoffe, kostspielige Accessoires sowie ästhetische Verzierungen an den Gewändern lassen einem in Grünenwald schnell auffallen.
Von Ackerbau, Werkstätten und Handel
Grünenwald gehört in Cendara zu den Regionen mit der stärksten Wirtschaftskraft. Durch das unabhängig agierende Bürgertum und die geschickt eingefädelten Handelsverträge der Eliten, profitiert die Bevölkerung von einem ausgeprägten Wohlstand. Grünenwald verfügt über eine umfassende Produktion von Lebensmitteln. Im Vordergrund stehen Getreidesorten, welche dem rauen Klima trotzen können. Diese werden im grossen Stil nach Dragonien geliefert und für Erze und Metalle aller Art eingetauscht. In Grünenwald sagt man, dass die Dragonier ihr Erz nicht Essen können, in Grünenwald jedoch ein Leben ohne Metall denkbar ist, weshalb man stets gute Konditionen erhalten konnte. Zusätzlich zum Getreide wird in Grünenwald die Viehzucht betrieben, wobei man sich auf die Domestizierung von Schafen und Rindern konzentriert hat. Doch die weiten Tannenwälder Grünenwalds beherbergen auch eine Vielzahl von Wildtieren, was einem Jägersmann sowohl Fleisch wie auch Felle und Pelze bringt. Ein Gut, worauf die Bevölkerung besonders stolz ist, ist der Tannenhonig aus Grünenwald. Er wird in grossen Mengen produziert und die Imkerkunst des Fürstentums ist weit über seine Landesgrenzen hinaus bekannt. Nebst leckerem Honigkuchen wird der Tannenhonig auch gerne zur Produktion von Tannenmet verwendet, ein Gut, welches so nur in Grünenwald erhältlich ist. Trotz der Vielfalt von Produkten, welche aus der heimischen Erde gewonnen werden, hat sich Grünenwalds Wohlstand durch den Handel und seine Werkarbeiter aufgebaut. So verfügt Grünenwald beispielsweise nicht über Eisenerz, jedoch werden in seinen Schmieden unzählige Handwerkswaren, Geschirre, Werkzeuge und sogar Waffen produziert und sogleich wieder an andere Länder exportiert. Dies geschieht über das eigene Handelshaus, das im Besitz der Fürstenfamilie ist. Das Handelshaus „Silberstrasse“, wie es genannt wird, verfügt über Aussenposten in allen bedeutenden cendarischen Städten und kann mit eigenen Karawanen, bestehend aus Pferden und Kamelen, bewaffneten Eskorten und geschickten Feilschern für einen sicheren und lohnenden Transport und Verteilung aller Waren sorgen.
Von Lanzen und Schwertern
Grünenwald verfügt über keine nennenswerte Kriegerkaste und weist eine geringe militärische Stärke aus. Der Fürst ist Oberbefehlshaber seiner eigener Truppen und dem „Landschutz Grünenwald“ einer Einheit, welche für die Sicherung der Grenzen und für Spezialbefehle des Fürsten zur Verfügung steht. Übrige Einheiten sind direkt den in Grünenwald ansässigen Adligen unterstellt und werden von diesen befehligt.
Von Gemeinen und Adligen
Grünenwald gibt wenig auf die Einhaltung aristokratischer Traditionen und Sitten, wie sie die Cendarer vielerorts gerne ausüben. So sind weder Prunkfeste, Adelsturniere oder eigens reservierte Jagdgebiete der Adligen oft gesehen. Im Gegenzug wurde der Bevölkerung über einen Rechtsbrief eine Reihe von unantastbaren Freiheitsrechten eingebracht, was sie in vielen Belangen den Adligen gleichstellen liess. An der Spitze des Adels steht in Grünenwald Fürst Robert von Hohenfels. Seine verstorbene Ehefrau hinterliess ihm eine einzige Tochter, Leonora von Hohenfels, welche bisher sein einziges Kind ist. Fürst Robert hat nicht wieder geheiratet, was bei vielen Grünenwaldern auf Unverständnis stösst. Der Machthaber regiert Grünenwald mit scharfem Verstand und kühler Logik. Was zum Wohle seines Landes ist, wird umgesetzt – ob man dabei unkonventionell vorgeht oder alten Eliten vor den Kopf stösst, ist nicht von Belang. Jeder Mann und jede Frau kann unter seiner Regentschaft reich und wohlhabend werden. Dafür wird der Bevölkerung viel abverlangt und für Zurückgebliebene oder jene, welche die Natur der zivilisierten Gesellschaft bevorzugen, bleibt kein Platz. Diese Haltung hat dem Fürsten in grossen Teilen der Bevölkerung den Respekt verdienen lassen. Sein Volk liebt ihn nicht, dafür ist er selbst zu streng, eigensinnig und erfolgsorientiert, jedoch weiss die Bevölkerung, dass es seit seiner Machtübernahme vielen Leuten besser geht als zuvor. Fürst Robert verfügt über ein eigenes Gebiet, rund um die Provinzhauptstadt Hohenfels, und lässt die übrigen Gebiete über seine Grafen und Freiherren kontrollieren. Auch Vögte sind in seinem Dienste. Nicht wenige der Adligen gehören dem Neuadel an und erhielten ihr Land und Titel von Fürst Robert verliehen. Damit hat der Fürst die alten Adelsgeschlechte nicht nur einmal vor den Kopf gestossen und gilt in ihren Reihen als Schänder alter Traditionen, ungehobelter Bursche oder schlicht seines Titels nicht würdig. Händler in Grünenwald pflegen zu sagen, dass der Fürst die alten Eliten bewusst auf die Probe stellt und sie zu einem Wandel bewegen will. Der wirtschaftliche Erfolg, welcher sich im Wohlstandsgewinn aller Grünenwalder zeigt, gibt ihm dabei eine wichtige Stütze, welche auch die alten Eliten nicht ignorieren können. So wird wohl auch in Zukunft in Grünenwald eine Tradition nach der nächsten Fallen.
Von Gesetzen und Erlassen
Grundsätzlich gilt, dass in Grünenwald jeder Mensch (nicht Kreatur, explizit Mensch) über die gleichen Rechte verfügt. Von der Fürstenfamilie explizit garantiert werden die Freiheitsrechte, wobei das Recht zum Handel, freier Vertragsabschluss und die Besitzgarantie explizit erwähnt werden. Als Folge davon wurden jegliche Zölle innerhalb der eigenen Landesgrenzen verboten. Nicht als ein Recht, sondern als eine Tradition, werden die Adelsprivilegien betrachtet. Damit werden „Sonderprivilegien“ von Adligen erklärt, ohne dass diese „Sonderrechte“ bekämen. Als Gerichtsstand gelten die regierenden Adligen. Es steht jedem Menschen frei, sein gesprochenes Unrecht einem höheren Adligen vorzulegen oder ein „Gericht der Gemeinen“ zu fordern. Dieses kann – über alle anderen Instanzen erhaben – Recht gelten lassen (jedoch sind Entscheide über Traditionen ausgenommen). Die Rechte von Kreaturen, welche nicht als Menschen gelten, sind nicht gesichert und unterliegen oftmals den Launen der herrschenden Adligen.
Von Göttern und Geweihten
Durch die weite Entfernung Grünenwalds zu Hundertbrück, ist in den Landen der Mysterienzirkel um Pekar weniger stark vertreten. Dennoch machen die Pekariten den grössten Teil der Gläubigen aus. Zu ihnen gehört auch die Fürstenfamilie. Die Einflüsse von Vathris und der Kirche Karem sind in Grünenwald spürbar, da das Land nahe beim Schattenbachtal liegt. Aber auch eine Vielzahl weiterer Naturgeister werden in Grünenwald verehrt und teilweise auch die alten Nordgötter. Der Glaube kann im Fürstentum frei ausgelebt werden und nur selten als relevanter Charakterzug einer Person betrachtet. Dennoch geniessen die Geweihten Pekars in Grünenwald ein hohes Ansehen und werden gerne um Rat gefragt.