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Mit dem am Donnerstag publizierten Urteil bestätigte das Verwaltungsgericht den Entscheid des Kantonsparlaments, das die Initiative vor einem Jahr wegen Verletzung von übergeordnetem Recht für ungültig erklärt hatte. Das Parlament war damals einem Antrag der Bündner Regierung gefolgt.
Hirschbestand steigt massiv an
Die Exekutive und der Grosse Rat hatten sich in ihrer Argumentation auf ein wildbiologisches Gutachten gestützt, das nun auch vom Gericht berücksichtigt wurde. Gemäss dem Gutachten würde der Hirschbestand von derzeit 15'000 Tieren innert zehn Jahren auf 20'000 bis 27'000 Exemplare ansteigen. Parallel käme es zu mehr Wildschäden im Wald. Die gleiche Entwicklung sieht das Gutachten beim Rehwild.
Die Regierung zeigte sich in einer Stellungnahme vom Urteil befriedigt. Um den Hirschbestand zu stabilisieren und wo nötig zu reduzieren, sei eine Sonderjagd im November und Dezember weiterhin unerlässlich. Nur durch die Erfüllung der Abschusspläne beim Hirsch- und Rehwild sei die natürliche Verjüngung des Waldes gewährleistet und könnten Schäden an der Landwirtschaft auf ein tragbares Mass begrenzt werden.
Sonderjagd wurde 1986 eingeführt
Die umstrittene Sonderjagd wurde 1986 eingeführt. Sie wird im November und Dezember veranstaltet, wenn auf der Hochjagd zu wenig Tiere geschossen wurden. Die Gegner der Sonderjagd monieren, es komme dabei immer wieder zu moralisch, ethisch und jagdlich verwerflichen Szenen, da Regeln der ordentlichen Jagd ausser Kraft seien. Das Urteil des Verwaltungsgerichtes kann an das Bundesgericht weitergezogen werden.