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Die Menstruation ist die erste von vier Phasen im weiblichen Zyklus. Doch was genau passiert bei der Periode und wie viel Blut verliert man während der Periode? Hier erfahren Sie alles über die Menstruation in der Pubertät und im Erwachsenenalter.
Die Menstruation ist auch als Periode, Monatsblutung oder Menses bekannt. Sie ist ein natürlicher Prozess des weiblichen Körpers, der üblicherweise zum ersten Mal in der Pubertät auftritt. Die Menstruation findet in der Regel monatlich statt, bis die Wechseljahre eintreten. Frauen und Teenagermädchen können die Periode unterschiedlich wahrnehmen, da die damit verbundenen Erfahrungen individuell sind.
Die Menstruation ist eine Aufräumaktion im Körper. In jedem Zyklus wird beim Eisprung eine reife Eizelle aus einem Eierstock ausgestossen, die dann durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter wandert. In Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft baut sich die Schleimhaut an der Innenwand der Gebärmutter auf, um die Eizelle aufzunehmen. Bleibt die Eizelle unbefruchtet, stirbt die Schleimhaut ab und löst sich von der Gebärmutterwand. Um sich auf den nächsten Zyklus vorzubereiten, wird die Gebärmutter gereinigt: Die Muskeln ziehen sich in einem unregelmässigen Rhythmus zusammen und entspannen sich wieder, um die abgestossene Schleimhaut mit etwas Blut und Schleim durch die Scheide auszustossen. Eine reguläre Monatsblutung dauert zwischen drei und sieben Tage.
Ein typischer Menstruationszyklus dauert etwa 28 Tage. Schwankungen zwischen 21 und 35 Tagen gelten jedoch als normal. Während des Zyklus bereitet sich der weibliche Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Hormone steuern diesen Prozess. Stress, eine Ernährungsumstellung, Reisen oder andere Faktoren können den Zyklus beeinflussen. Dies kann wiederum zu einer früheren, späteren oder ausbleibenden Menstruation führen.
Eine ausbleibende Menstruation in der Pubertät oder eine Menstruation in unregelmässigen Abständen während der Pubertät kann normal sein. Ist die Periode unregelmässig, kann das in der Pubertät daran liegen, dass sich der Körper erst einmal an die hormonellen Veränderungen gewöhnen muss. Ein unregelmässiger Zyklus in der Pubertät ist also zunächst kein Grund zur Sorge. Bleibt der Zyklus dauerhaft unregelmässig oder treten Begleitbeschwerden auf, ist es sinnvoll, mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber zu sprechen.
Die erste Menstruation bei jungen Mädchen heisst Menarche und setzt in der Schweiz zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr ein. Forschende nehmen an, dass der Body-Mass-Index einen Zusammenhang mit dem Beginn der ersten Periode hat. Je höher der Körperfettanteil, desto früher setzt die erste Menstruation ein. Zwischen der ersten und letzten Menstruation liegen im Schnitt 37,1 Jahre.
Im Durchschnitt dauert die Menstruation zwischen drei und fünf Tage. Die Dauer ist individuell verschieden und kann auch von Zyklus zu Zyklus variieren. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Länge der Periode. Dazu gehören Hormonschwankungen, Alter, Lebensstil und allgemeine Gesundheit. Manche Frauen erleben etwa in stressigen Zeiten oder bei bestimmten Lebensstiländerungen eine Veränderung der Periodendauer. Auch in der Pubertät kann die Periode unterschiedlich lange andauern. Achten Sie auf Ihren Körper und suchen Sie bei Bedenken eine Ärztin oder einen Arzt auf.
Auch wenn es sich nach mehr anfühlt: Normalerweise beträgt die Menge an verlorenem Blut bei der Menstruation nur 40 bis 60 Milliliter. Das sind ungefähr zehn Kaffeelöffel voll. Als Faustregel gilt: Bei einer «normalen» Blutung müssen Tampon oder Binde seltener als alle zwei Stunden gewechselt werden.
Nicht selten befinden sich Blutklumpen im Blut bei der Periode. Diese bestehen aus verdicktem Blut und Gewebe. Solche Blutklümpchen sind während der Periode normal. Besonders bei einer starken Periode kann das Menstruationsblut mit Blutklumpen auftreten.
Auch Schmierblutungen vor und nach der Periode können vorkommen. Sie kündigen entweder die bevorstehende Periode an oder treten als deren Nachklang auf. Die Schmierblutungen dauern in der Regel nur kurz. Manche Frauen erleben zudem eine Schmierblutung statt einer regulären Periode. Dies kommt besonders in Phasen hormoneller Veränderungen vor. Sollten Sie regelmässige Schmierblutungen erleben, sprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, um mögliche Ursachen abzuklären.
Tipp: Nutzen Sie einen Periodenkalender, beispielsweise als App. So erhalten Sie einen Überblick über die Regelmässigkeit Ihrer Menstruation. Ausserdem können Sie die ungefähre Menge an verlorenem Blut bei der Menstruation verfolgen.
Von einer starken Menstruationsblutung sprechen Medizinerinnen und Mediziner bei einer Blutmenge von mehr als 80 Millilitern. Sie wird auch als Hypermenorrhoe bezeichnet. Davon betroffen sind etwa zehn von hundert Frauen. Dauert die Regelblutung länger als fünf bis sieben Tage, gilt sie zudem als verlängerte Blutung (Menorrhagie). Hypermenorrhoe und Menorrhagie kommen häufig zusammen vor, da oft dieselbe Ursache dahintersteckt: Die Gebärmutter kann sich nicht richtig zusammenziehen. Grund dafür können grössere gutartige Geschwulste wie Myome in der Muskelschicht der Gebärmutter oder Schleimhautpolypen sein.
Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Periode besonders stark ist, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Manchmal kann nämlich auch eine Endometriose dahinterstecken.
Aus der Farbe des Bluts lassen sich Rückschlüsse auf die Gesundheit ziehen. Ist die Blutung kräftig rot, ist alles in Ordnung. Bräunlich wird es meist gegen Ende der Periode oder ganz zu Beginn, wenn altes Blut ausgeschieden wird. Helles Blut kann auf einen niedrigen Östrogenspiegel sowie Mangelernährung hinweisen und orange-graues Blut ist meist ein Zeichen für eine Infektion. In diesem Fall sollten Sie unbedingt Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt aufsuchen.
Die Tage vor der Periode setzen vielen Frauen zu und verursachen eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Beschwerden: Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen oder auch Migräne sowie Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit und Überempfindlichkeit sind nur einige Beispiele. Diese Beschwerden sind als prämenstruelles Syndrom – oder kurz: PMS – bekannt.
Frauen nehmen ihre Menstruation ganz unterschiedlich wahr. In jedem Fall ist es wichtig, auf die Signale Ihres Körpers zu hören und bei starken oder ungewöhnlichen Symptomen ärztlichen Rat einzuholen.
Die Expertin stand dem Redaktionsteam bei diesem Artikel beratend zur Seite. Nadia Cifarelli (BSc Psychologie, dipl. holistische Gesundheitsberaterin) arbeitet in der Helsana-Gesundheitsberatung. Sie unterstützt Kundinnen und Kunden bei Fragen rund um Prävention, Ernährung und mentale Gesundheit.
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