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Geschichte Wasserversorgung
Geschichte der Wasserversorgung Mosnang
Das älteste Protokoll der Wasserversorgung Mosnang von 1822 erwähnt 4 Dorfbrunnen und ein Waschhaus. Im gleichen Protokoll wird auch von einem Reglement von 1815 geschrieben. Somit liegt der Ursprung der Dorfkorporation Mosnang mindestens 190 Jahre zurück.
1902 beschlossen die Dorfbürger, eine neuzeitliche Wasserversorgung mit Reservoir und Hydranten zu bauen. Schon in den nächsten Jahren erwies sich der Quellzulauf als zu gering, so dass bereits 1907 die Quellen Schönengrund gefasst wurden.
1943 stimmten die Dorfbürger dem Antrag zu, in der Hofwis eine Grundwasserpumpanlage zu erstellen und bewilligten den dafür benötigten Kredit von Fr. 25'000.00. Bereits im folgenden Jahr konnte die Anlage in Betrieb genommen werden. Acht Jahre später war eine zweite Pumpe notwendig.
1968 wurde das Reservoir Bitzi an die Wasserversorgung Mosnang angeschlossen. 1 Jahr später wurden Ausbau- und Erweiterungsprojekte für folgende Leitungen erstellt:
Bitzi – Hinterbitzi – Feld – Bergli, Unterwinkeln – Feld, Bitzi – Schreinersberg sowie Bitzi – Hätschberg
Ferner wurde das Reservoir Boden um 300 m³ auf 600 m³ Inhalt erweitert, was nahezu zwei Tagesverbräuche waren. Mit dem Einbau einer automatischen Steuerung und einer Trübungsüberwachung für das Quellwasser wurde die Anlage optimiert.
1972 wurde das Leitungsnetz vom Bergli nach Grämigen bis zur Neuwies erweitert. Mit dem Bau des Lagerhauses in Lütisburg-Station musste zur Sicherstellung des Feuerschutzes eine Leitung ab Neuwies erstellt werden.
Obwohl die Wasserkorporation Sonnhalden-Dottingen im Jahre 1963 in der Zuckenmatt ein Quellwasserpumpwerk erstellte, herrschten immer wieder akuter Wassermangel und Probleme mit der Wasserqualtität. Im Jahre 1977 übernahm die Dorfkorporation Mosnang das Versorgungsgebiet Sonnhalden-Dottingen-Zuckenmatt. Die bestehende Wasserversorgung Sonnhalden wurde aufgelöst. Mit der Übernahme der Wasserversorgung wurden auch die drei Dorfbrunnen in Sonnhalden und Dottingen der Dorfkorporation übertragen. Ab der Leitung Chürze wurde eine Verbindungsleitung nach Sonnhalden gebaut mit der nötigen Fernsteuerung, welche das Reservoir in Sonnhalden automatisch füllte.
Durch den immer grösser werdenden Wasserbedarf musste nach mehr Wasser gesucht werden.
Hochzone
Bereits in den siebziger Jahren wurden Vorschläge geprüft, höher gelegene Baugebiete mit Lösch- und Trinkwasser zu versorgen. Mit dem Bau einer Druckerhöhungsanlage für das Baugebiet Nettenberg war das Theme „Hochzone“ wieder für einige Jahre vom Tisch.
Als sich dann im Aufeld ein weiterer Holzbetrieb niederliess, wurde für diesen Weiler der Anschluss an die Wasserversorgung der Dorfkorporation Mosnang aus Gründen der Löschwasserversorgung notwendig. Dabei war bereits klar, dass die Bedingungen des Feuerschutzes nur mit dem Bau einer Hochzonenversorgung erfüllt werden konnten.
Schon 1980/1981 zeigte sich, dass die Grundwasserpumpwerke Hofwis während längeren Trockenphasen einen sehr tiefen Grundwasserspiegel aufwiesen. Eine Ausweitung der Fördermengen ab diesem Pumpwerk war nicht mehr möglich oder musste sogar reduziert werden.
1983 wurde zusammen mit Vertretern aller Wasserversorgungen der Gemeinde Mosnang und dem Gemeinderat eine Studie ausgearbeitet, die dem längerfristigen Wasserbedarf mit der Möglichkeit von Wasseraustausch Rechnung trug. Eine zentrale Rolle spielte das Quellwasserpumpwerk der Wasserkorporation Dreien. Im Jahre 1989 gaben die Dorfbürger grünes Licht für den Bau der Hochzonenversorgung Haaggen.
Zusammenschluss mit der Wasserversorgung Libingen
1995 konnte die Wasserversorgung Libingen die Quellen Jonenholz fassen. Die Quellschüttung beträgt im Maximum 900 l/min, im Minimum 650 l/min in ausgezeichneter Wasserqualtität. Angesichts der grossen Wasservorkommen in Libingen beschloss die Dorfkorporation Mosnang, eine Verbindungsleitung zwischen Aufeld und Dietenwil zu bauen. Für den automatischen Wasserbezug wurde in Dietenwil eine Bezugsstation mit den entsprechenden Armaturen erstellt.
Zur Wasservorsorgung der Dorfkorporation Mosnang gehören heute:
- Reservoir Boden mit 600 m³ Brauchreserve
- Hochzonenreservoir Haaggen mit 300 m³ Brauchreserve
- Hochzonenreservoir Haaggen mit 350 m³ Löschreserve
- Grundwasserpumpwerk Hofwis I
- Grundwasserpumpwerk Hofwis II
- Stufenpumpwerk Rüedlingen
- Stufenpumpwerk Hinterdorf
- Leitzentrale Betriebsbüro Oberdorfstrasse
- 6 Druckreduzierstationen
- 130 Hydranten
- 26 km Hauptleitungen
- 13 km Hauszuleitungen
Der Wasserverbrauch im Versorgungsgebiet der Dorfkorporation Mosnang beträgt durchschnittlich 380 m³ bis 500 m³ pro Tag.