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Mit fast 30 Prozent der Wohnbevölkerung, die ausserhalb ihrer Grenzen geboren wurden, ist die Schweiz eines der beliebtesten Einwanderungsländer in Europa. Weltweit gesehen leben die meisten Migranten in der arabischen Golfregion. Doch entgegen der landläufigen Meinung blieben diese Einwanderungsquoten während der letzten 25 Jahre relativ stabil.
In absoluten Zahlen sind die USA immer noch das grösste Einwanderungsland der Welt – sie beherbergen rund 20 Prozent aller Einwanderer. Danach folgen Deutschland, Russland und Saudi-Arabien. Diese Länder kommen gemeinsam auf 14 Prozent.
Während die Mehrheit der Eingewanderten in Nordamerika und Europa lebt, waren die Migrationsbewegungen im letzten Jahr eher zwischen Entwicklungsländern als von solchen in die Industrieländer zu beobachten.
Laut Statistiken der Vereinten Nationen (UNO) leben in folgenden Golfstaaten gemessen an der Gesamtbevölkerung die meisten Eingewanderten: Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate.
Nichtregierungs-Organisationen (NGO) prangern regelmässig den Missbrauch von Wandererbeitern in Golfstaaten an. Diese Länder sind stark auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen, um ihr Wirtschaftswachstum aufrecht zu erhalten. Ein Bericht der Internationalen Organisation für Migration zeigt, dass die Bevölkerung in den Golfstaaten der Einwanderung gegenüber generell positiv eingestellt ist.
Zu bemerken ist hier, dass die Definition eines Einwanderers nur auf dem Geburtsland einer Person basiert, und nicht auf deren Nationalität. Alle, die nicht in ihrem Wohnland geboren worden sind, gelten als Eingewanderte. Gemäss dieser Definition sind rund 30% der Schweizer Wohnbevölkerung Eingewanderte (24,6% nach Nationalität). In 30 Ländern lebt ein höherer Anteil Einwanderer als in der Schweiz. Der Grossteil von ihnen lebt in Kleinstaaten wie Luxembourg, Monaco und Singapur.
Die untenstehende Grafik zeigt die Veränderungen der Einwanderungszahlen zwischen 1990 und 2015 nach geografischer Region und in ausgewählten Ländern.
Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der UNO sorgte für Schlagzeilen, weil er behauptete, die Zahl der Einwanderer habe seit 2000 weltweit um 41 Prozent auf 244 Millionen Menschen zugenommen. Eine beeindruckende Zunahme der Einwanderung, aber sie ist irreführend, weil sie die Zunahme der Weltbevölkerung nicht in Betracht gezogen hatte. Diese nahm in derselben Zeit um 20 Prozent zu.
Wenn man die Zahlen der Einwanderer und der Weltbevölkerung gegenüberstellt, fällt auf, dass die Quote über die vergangenen 25 Jahre relativ stabil geblieben ist – bei etwa 3 Prozent. Das heisst, seit 2000 ist eine Zunahme der Einwanderung um lediglich 0,5% festzustellen.
Einwanderungs-Serie
Masseneinwanderungs-Initiative, Brexit, Spannungen innerhalb der Europäischen Union angesichts des Zustroms von Asylsuchenden: Die Einwanderung steht im Zentrum der Sorgen des gesamten Kontinents – und darüber hinaus.
In der Schweiz und im Vereinigten Königreich scheint man bereit zu sein, die Zahl der Einwanderer auf die Gefahr hin zu beschränken, den Zugang zum europäischen Markt zu gefährden.
Anhand von Grafiken präsentiert swissinfo.ch eine Serie zur Einwanderung. Von den weltweiten Migrationsströmen über die historische Entwicklung bis zu Schweizer Besonderheiten. Jede Woche gibt es hier die wichtigsten Zahlen zu diesem Thema.