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(Kt. Genf,
LinkesUfer, Gem.
Meinier). 435 m. Burgruine mit
Graben mitten in einem grossen Moor;
6,5 km nö. Genf
und 600 m von einer Haltestelle der elektrischen Strassenbahn
Genf-Douvaine entfernt. Die Burg hatte die Gestalt
eines in die Länge gezogenen Viereckes und war an den vier
Ecken von je einem Rundturm flankiert. Die
Ueberlieferung schreibt ihre Gründung dem Burgunderkönig Gundobad zu, doch dürfte sie in Wirklichkeit wohl erst 1318 vom
Ritter Humbert de Cholex an der Stelle einer frühern burgundischen Burg erbaut worden sein.
Hiess nach ihrem Erbauer die
Bâtie Cholex oder auch wegen der Nähe der Burg Compeys die
Bâtie Compeys und
wurde bald von Eduard von Savoyen zerstört, später aber wieder aufgebaut. Nach dem Geschichtsschreiber Galiffe ist es zweifelhaft,
ob sie je gänzlich ausgebaut worden ist. Die Burg gehörte im 16. Jahrhundert den Lullin, Nachkommen der
Grafen von Genf,
wurde 1536 von
den Genfern genommen und noch im selben Jahr an die
Berner abgetreten, die sie 1564 dem
Grafen von Savoyen
überliessen.
Von den Genfern 1589 neuerdings genommen und diesmal in Asche gelegt. Nach Blavignac bildete der Bau ein Viereck von 154,
bezw. 121 Fuss Seitenlänge; der Burggraben war 80 Fuss breit und entwässerte sich nach dem
Genfersee hin. Nachgrabungen
haben blos unbedeutende Reste von Waffen zu Tage gefördert. Der Name wird von den einzelnen Schriftstellern
verschieden geschrieben: Rouëlbeau, Rouelbou, Roelbo, Roillebau, Roillebot. Gesprochen wird er «Roillebot».
Unsicher ist auch die Etymologie: entweder von den
Genfer Dialektausdrücken roiller = schlagen und bo = Kröte, oder (nach
Fontaine-Borgel) von Rollbo, worunter eine Siedelung in sumpfigem Gelände zu verstehen sei. Der
grosse
Marais de Rouëlbeau, auch
Marais de
la Touvière genannt, dient im Winter als Schlittschuhbahn.