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Der Unterschied zwischen grünem, schwarzem und Oolongtee
Alle Tees stammen von derselben Pflanze (camellia sinensis). Der wichtigste Unterschied liegt in der Fermentation.
Grüner Tee wird nach der Pflückung gedämpft, damit die Enzyme, die das Blatt braun färben würden, zerstört werden. Grüner Tee ist unfermentiert.
Schwarztee ist fermentierter Tee.
Oolongtee ist etwas dazwischen; man lässt ihn für eine Weile welken, sodass er anfermentiert wird. Nach einer Zeit wird er gedämpft, um die Fermentation zu unterbrechen. Oolongtee ist teilfermentiert.
Anbauweise, Bodenbeschaffenheit, Herstellungsprozess
Die Teewelt ist unglaublich vielfältig. Pflanzenzüchtungen, Bodenbeschaffenheit, Anbauhöhe, Verarbeitungsweisen, Lagerung, Verarbeitungstemperatur – alles beeinflusst das Endprodukt. Tee beruht auf einer wunderbaren, teils hunderte Jahre alte Tradition und ist eine Wissenschaft zum Staunen und Entdecken, auch für uns, jeden Tag!
Koffein
Am meisten Koffein (Teein) enthalten grüne Japan Tees aus früher Pflückung (Gyokuro, Shincha, Sencha).Andere Grüntees und schwarze Tees enthalten ebenfalls Koffein, aber deutlich weniger als Kaffee. Früchtetee, Kräutertee (ausser Matetee und Guayusa) und Rooibushtee enthalten kein Koffein.
Wer auf Koffein empfindlich reagiert, sollte Tee statt Kaffee trinken. Und den Tee länger ziehen lassen; Koffein löst sich schon in der ersten Minute; Gerbstoffe erst ab der 3. Minute.
Da Gerbstoffe das Koffein einhüllen und es so vom Körper langsamer aufgenommen wird, macht diese Zubereitungsart den Tee nicht nur bekömmlicher, sondern auch die Wirkung länger anhaltend.
Die in Tee enthaltenen Aminosäuren reduzieren die Symptome, die koffeinempfindliche Menschen verspüren, ebenfalls. Allgemein gilt deshalb Teein als bekömmlicher als Koffein aus Kaffee, bei gleichem positiven Effekt auf Körper und Geist.
Gerbstoffe beruhigen den Magen
Eine Tasse Grüntee oder Schwarztee tut dem nervösen Magen gut, weil die Gerbstoffe die Schleimhäute des Verdauungstraktes beruhigen.
Catechine
Ein Teil dieser wertvollen Flavonoide geht bei der Fermentation verloren, deshalb enthält Grüntee etwas mehr Catechine als Schwarztee. Catechine haben ein sehr grosses antioxidatives Potenzial und gelten als Jungbrunnen.
Aminosäuren (Theanin und Gaba)
Auch hier geht bei der Fermentation zu schwarzem Tee ein Teil verloren. Aminosäuren sind wichtig für das zentrale Nervensystem und haben möglicherweise eine stressreduzierende, ausgleichende Wirkung.
Funktionstees aus Japan
In Japan werden viele Tees mit dem Ziel, den Aminosäuregehalt zu erhöhen, speziell behandelt. Die frühe Beschattung des Blattes fördert den Gehalt an Theanin.
Am längsten beschattet wird der Gyokuro (Schattentee), gefolgt vom Kabusecha (Halbschattentee). Auch viele hochwertige Senchas werden beschattet.
Beim sogenannten Gaba Tee erfolgt ein Teil des Herstellungsprozesses unter Ausschluss von Sauerstoff, was den Gehalt an Gabasäure (eine Aminosäure) stark erhöht. Es gibt Hinweise darauf, dass Gaba stressreduzierend wirken kann.
Säure in Früchtetees
Manche Menschen reagieren empfindlich auf die in einigen Früchtetees enthaltenen sauren Bestandteile (vor allem Hibiskus und Hagebutte). Der Vorteil von eher säuerlichen Tees ist ihre Frische und Spritzigkeit. Es gibt aber viele als «mild» gekennzeichnete Früchtetees, die ebenso voll aromatisch sind, aber weniger säurebetonte Zutaten haben.
Rooibushtees
Rooibushtee besteht aus kleinen nadelförmigen Blättern des Rooibush Strauches im südlichen Afrika. Er hat ein ganz eigenes Aroma und enthält viele wertvolle Mineral- und Vitalstoffe, aber kein Koffein.