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Während Großbritanniens Regierung versucht, die bevorstehende Schließung der Vauxhall Automobilfabrik in Ellesmere Port mit allen Mitteln zu verhindern, bangen 2.100 Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze. Das in Besitz des US-Fahrzeugproduzenten General Motors befindliche Werk soll den Kostensenkungsplänen des Unternehmens in Europa zum Opfer fallen. Auf der Abschussliste befinden sich jedoch auch das deutsche Opel-Werk in Bochum und eine weitere Fabrik in Spanien. Analysten erklärten, dass Überkapazitäten an Europas Fahrzeugmärkten auf diese Weise abgebaut werden sollen.
Das Ringen um die Schließung von zwei GM-Werken in Europa geht in seine Endphase
Analysten der britischen Fahrzeugindustrie sind der Ansicht, dass die Überkapazitäten an Europas Automobilmärkten durch die geplante Schließung von zwei GM-Werken abgebaut werden könnten. Dabei handelt es sich voraussichtlich um das deutsche Werk in Bochum und ein weiteres Werk in Spanien oder Großbritannien. Um eine Schließung der Fabrik in Ellesmere Port zu verhindern, reiste der britische Wirtschaftsminister Vince Cable gestern kurzerhand nach New York, um die GM-Bosse davon zu überzeugen, auf eine Schließung der Vauxhall-Fabrik zu verzichten. Doch Lobbyarbeit zum Erhalt ihrer Werke wird auch durch die deutsche und spanische Regierung betrieben, deren Repräsentanten sich schon bald auf der Couch der GM-Bosse wiederfinden werden. Die offizielle Ankündigung zu einer Schließung von Ellesmere Port würde sich für Großbritanniens Regierung als fatal erweisen, da das Land aufgrund seiner beschlossenen Sparkürzungen bereits tausende Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor abbauen musste.
Darüber hinaus droht Großbritannien in diesem Jahr in eine neue Rezession zu stürzen, was sich bereits nach Ablauf des ersten Quartals bewahrheiten könnte. Das Wachstum fiel im vierten Quartal 2011 negativ aus, und wenn sich diese Entwicklung im ersten Quartal dieses Jahres fortsetzen sollte, würde sich das Land nach klassischer Definition erneut in einer Rezession befinden. Finanzminister George Osborne, wird aus diesem Grunde schon bald neue Maßnahmen der Regierung vorstellen, um das zukünftige Wachstum des Landes anzukurbeln. Die Maßnahmen sollen auch ein Programm zur Vergabe günstiger Kredite an Kleinunternehmen beinhalten.
Nachdem General Motors in den letzten Jahren tausende von Arbeitsplätzen in den Vereinigten Staaten abbaute, scheint die Jobsense nun über den europäischen Autofabriken des Konzerns niederzugehen. Im vergangenen Geschäftsjahr fuhr General Motors Verluste in Höhe von £468 Millionen aus seinen europäischen Fahrzeugaktivitäten ein. Eine Schließung von Ellesmere Port würde sich äußerst negativ auf die Versprechungen der britischen Regierung auswirken, die die Bürger des Landes seit Monaten davon zu überzeugen versucht, dass sich Großbritannien von dem immensen Abschwung im Jahr 2008/2009 erholt hat. Besonders überzeugt zeigen sich die Briten allerdings nicht, da die Lage an den Arbeitsmärkten weiterhin katastrophal ist und die Banken des Landes im Zuge ihrer Quartalszahlen zuletzt über horrende Verluste berichteten. GM teilte unterdessen mit, dass mit den für Ellesmere Port zuständigen Gewerkschaften eine gesetzlich bindende Vereinbarung zur Aufrechterhaltung der Produktion bis 2014 bestünde. Diese Tatsache sei allerdings kein Garant dafür, dass eine offizielle Ankündigung zur Schließung des Werks in diesem Monat ausbleiben wird.