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Wasserressourcen durch Umweltgifte und Toxine bedroht.
Die Umweltgifte Blei und Quecksilber sowie toxische Pestizide und Radionuklide bedrohen Wasser und Böden. Das Programm Wasser–Leben–Frieden umfasst technische Interventionen, die Ausbildung von Betroffenengruppen sowie den Aufbau und die Stärkung von institutionellen Kapazitäten, was die Erhaltung von lebenswichtigen Wasserressourcen und den Zugang zu sauberem Trinkwasser fördert.
Mit technischen Interventionen sind Lösungen für die massive Verschmutzung im Wassereinzugsgebiet des Marilao-Flusses und zur Sanierung der Militärbasen Clark und Subic Bay auf den Philippinen erarbeitet und umgesetzt worden. Bei den lokalen Projekten in Rudnaya Pristan im Fernen Osten Russlands und in Mailuu Suu (Kirgistan) sowie bei der Sanierung von Uranminen in Tadschikistan geht es um die Wiederherstellung von Wasserressourcen, die verseucht sind. Weitere Projekte in Thiaroye sur Mer (Senegal) und in Dong-Mai (Vietnam) befassen sich mit Bleiverschmutzung durch Autobatterienrecycling.
Green Cross Schweiz ist mit dem Monitoring und der Evaluation von Projekten zur Pestizidentsorgung in zehn Ländern auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion sowie mit der Erstellung von Leitlinien für das Pestizid- und Altlastenmanagement beauftragt. Es besteht ein ernsthaftes Risiko, dass schwer abbaubare POP-Pestizide (persistent organic pollutants) in Grund- und Oberflächenwasser gelangen. Als Prävention werden in Osteuropa, im Kaukasus, in Zentralasien und in Westafrika zur Beseitigung alter Pestizide mehrere Projekte umgesetzt. Ziel ist es, die Bevölkerung über die Gefahren von Pestiziden zu informieren, Experten in der gefahrlosen Beseitigung der Chemikalien auszubilden sowie ungiftige Alternativen zur Schädlingsbekämpfung einzuführen.
Das Programm Wasser–Leben–Frieden entwickelt und realisiert Green Cross unter der Leitung von Dr. Stephan Robinson in Zusammenarbeit mit dem Blacksmith Institute, UNEP, FAO, WHO, Weltbank und lokalen Partnern. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), die Global Environment Facility (GEF) sowie diverse Sponsoren unterstützen das Programm.