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Seit dem Raubüberfall auf die Stiftung E.G. Bührle im Februar 2008 ist die Sammlung des Industriellen nur noch eingeschränkt zugänglich. Jetzt kommt die Ausstellung "Van Gogh, Cézanne, Monet" ins Kunsthaus Zürich.
Vom 12. Februar bis 16. Mai sind im Kunsthaus Zürich 173 Werke der Bührle-Sammlung zu sehen. "Van Gogh, Cézanne, Monet" heisst die hochkarätige Schau, welche die beiden Kuratoren Lukas Gloor und Christoph Becker im Bührle-Saal des Museums eingerichtet haben.
Sie umfasst 155 Gemälde und 16 Skulpturen, zudem zwei monumentale Seerosen-Gemälde Claude Monets, die Emil Bührle dem Kunsthaus geschenkt hatte.
Im Mittelpunkt der Sammlung steht die französische Kunst des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. 2015 soll sie in den von David Chipperfield geplanten Erweiterungsbau des Kunsthauses umziehen.
Damit würde Zürich neben Paris "das bedeutendste europäische Zentrum für französischen Impressionismus", wie das Kunsthaus in einer Medienmitteilung verlauten liess.
Beim Raubüberfall vom Februar 2008 waren vier Gemälde entwendet worden. Zwei davon - Van Goghs "Blühender Kastanienzweig" und Monets "Mohnfeld bei Vétheuil" - sind wieder aufgetaucht und in der Ausstellung zu sehen.
Verschwunden bleiben Cézannes "Knabe mit der roten Weste" und "Ludovic Lepic und seine Töchter" von Degas.
Zur Sammlung gehören auch van Goghs "Sämann bei Sonnenuntergang", Renoirs "Petite Irène" und Picassos "Italienerin", zudem wichtige Werke von Frans Hals, Ingres, Delacroix, Manet, Degas, Gauguin, Signac, Vlaminck und Braque.
Das holländische "Goldene Zeitalter", venezianische Meister aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und eine Gruppe gotischer Holzfiguren vertreten die ältere Kunst.
Emil Bührle (1890-1956) hatte den grössten Teil seiner Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg gekauft. Das Kunsthaus verdankt ihm einige seiner wertvollsten Schenkungen. Immer wieder ist die Sammlung allerdings auch in die Debatte um Raubkunst in der Schweiz mit einbezogen worden.
swissinfo.ch und Agenturen