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In einer Umfrage der linksliberalen Zeitung «El País» vom Sonntag gaben 49 Prozent der Befragten einer Monarchie mit dem künftigen König Felipe VI. den Vorzug.
Positives Feedback für Juan Carlos
36 Prozent sprachen sich dafür aus, dass Spanien eine Republik mit einem Präsidenten an der Spitze des Staates werden solle. 15 Prozent wollten sich in der Umfrage nicht festlegen. 62 Prozent der Befragten traten allerdings dafür ein, dass die Spanier «irgendwann» in einem Referendum darüber abstimmen sollten, ob die Monarchie beibehalten oder Spanien eine Republik werden solle.
In einer Umfrage der konservativen Zeitung «La Razón» stuften gut 77 Prozent der Befragten die Amtsführung von König Juan Carlos als gut oder sehr gut ein. 72 Prozent meinten, dass die Monarchie ein wichtiger Faktor für die politische Stabilität sei.
Nicht alle freut's
Der 76-jährige Juan Carlos hatte am Montag überraschend seine Abdankung angekündigt. Kronprinz Felipe soll nach der – noch nicht offiziell bestätigten – Terminplanung am 19. Juni im Parlament zum neuen König erklärt und vereidigt werden.
In den vergangenen Tagen hatten immer wieder Tausende Spanier gegen die Monarchie demonstriert. Die Demonstranten forderten eine Volksabstimmung darüber, ob Spanien weiterhin ein monarchistisches Staatssystem behalten oder eine Republik werden soll.
Derweil verabschiedete sich der scheidende König Juan Carlos auf einer militärischen Zeremonie von den Streitkräften des Landes. Der Monarch, der nach der Verfassung der Oberbefehlshaber der Armee ist, nahm zusammen mit Kronprinz Felipe, Königin Sofía und Prinzessin Letizia in Madrid an einer Feierstunde zur Ehrung gefallener Soldaten teil. Hunderte Schaulustige empfingen den Monarchen und den Thronfolger mit Beifall und Hochrufen.