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Die Frage nach einem 'Gottesbeweis' - oder bescheidener nach einer Plausibilitäts-Erklärung für die 'Existenz Gottes' - dürfte Menschen mindestens seit den Griechen beschäftigen. Besonders in neuerer Zeit machen sich unter dem Eindruck naturwissenschaftlicher Erfolge auch materialistisch/atheistische Konzepte breit.
Da Philosophie und Religion das Warum der Welt zum Gegenstand haben, die Naturwissenschaften aber das Wie der Welt beschreiben, haben wir hier zwei Ebenen ohne 'Schnittmenge', womit man eigentlich keine Gegensätze herleiten könnte, wie dies von 'Fliessband-Akademikern' mitunter proklamiert wird, weil letztere diesen Unterschied nicht sehen können oder nicht sehen wollen ('Die Evolutionstheorie macht doch Gott überflüssig').
Im Folgenden wird daher versucht, die Frage nach der Verträglichkeit naturwissenschaftlicher Erkenntnisse mit dem 'Gottesglauben' genauer zu betrachten.
Kopernikus, Galilei, Kepler und Newton, um beispielhaft einige legendäre und bedeutende Naturwissenschafter zu nennen, verstanden Naturforschung zu einem grossen Teil als Spurensuche nach Gott. Dass es sich dabei um vorwiegend in der Astronomie tätige Denker handelte, ist kein Zufall. Der gestirnte Himmel über uns war und ist seit alters her besonders beeindruckend und die physikalisch-apparativen Erfordernisse waren seinerzeit noch überschaubar. Jedoch musste schon damals ein grosser Aufwand an denkerischer und visionärer Leistung erbracht werden. Ein anschauliches Beispiel dazu zeigte sich später noch bei Albert Einstein: 'Papier und Bleistift sind mein Experimentier-Labor'. Mit philosophisch/religiösen Aussagen sind modernere Naturwissenschafter vorsichtiger, da der heutige 'Universitäre Mainstream' eher materialistisch dominiert wird. Weiter unten werden einige Thesen auch moderner und bekannter Naturwissenschafter aufgeführt, die es sich leisten können, entgegen dem Mainstream auszusagen.
Diese 'Gottessuche' in den Naturwissenschaften hat mit dem Überhandnehmen materialistischer Konzepte (öffentlich) an Bedeutung verloren. Dies begann seinerzeit wohl unter dem philosophisch offenbar von vielen Menschen nicht verarbeitbaren gewaltigen Eindruck der plötzlich eröffneten Berechenbarkeit von Planetenbewegungen. Dies gipfelte naturwissenschaftlich im Determinismus [Lehre von der Vorbestimmtheit allen Geschehens] - also der Ansicht, dass der Verlauf der Welt restlos durch Materie und Kraftwirkungen vorbestimmt sei und politisch in der kommunistischen Ideologie. Und heute, im Zeitalter des Dranges nach oben auf der Karriereleiter, gar oft missbräuchlich unter dem Deckmantel 'Bildung', ist die Motivation für die Naturforschung nicht immer von dem oben erwähnten Ziel geleitet. Wenn wir nur daran denken, wie viele Maturanden noch gar nicht wissen, was sie eigentlich studieren wollen und in der Folge die 'Soft-Studiengänge' einen immer grösseren Anteil einnehmen.
Dabei wurde in der Physik der Determinismus bereits vor über hundert Jahren endgültig widerlegt, was in der Öffentlichkeit allerdings wenig zur Kenntnis genommen wird. Im heutigen 'Mainstream' erschallt noch immer die Nichtvereinbarkeit von Gottesglaube und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, wenn auch zunehmend vorsichtiger. Vielleicht auf Grund von neuen Erkenntnissen in der Physik (Quantenphysik) wird man zurückhaltender, denn mechanische Erklärbarkeit und Voraus-Bestimmtheit (Determinismus) der Welt haben ihren Status als 'letztes Wort' verloren.
Ungeachtet fehlender oben erwähnter 'Schnittmenge' wird die biologische Evolution bevorzugt als Zeuge gegen die Existenz Gottes ins Feld geführt und zwar von Leuten, deren Bildungsstand eigentlich eine bessere Urteilsfähigkeit erwarten lassen müsste. Die Nicht-Relevanz der biologischen Evolution für die Frage nach Gott werden wir weiter unten genauer anschauen.
Mitunter taucht in oberen Schulklassen die Frage nach einem Gottesbeweis auf. Dies gerade in naturwissenschaftlichen Unterrichtsstunden mit traditionell strengen Beweisen.
Im Folgenden wird nun versucht, dieser Frage nach einem Gottesbeweis nachzugehen und zwar auf dem Niveau höherer Schulklassen.
Seit dem Altertum gab es immer wieder grosse Denker, die eine Existenz Gottes zu beweisen versuchten. Da in neuerer Zeit - wohlbegründet - immer engere Kriterien für die Akzeptanz eines eigentlichen Beweises eingeführt wurden, muss heute im Grunde bescheiden folgendes festgestellt werden:
Eine Existenz, aber auch Nichtexistenz Gottes kann naturwissenschaftlich nicht bewiesen werden.
Plausibilisierung: Eine 'Allmacht' - wie wir sie ja wohl voraussetzen - lässt sich mit mathematischen oder physikalischen Formeln nicht fassen. Einer allmächtigen geistigen Realität, und so müssten wir uns Gott doch irgendwie vorstellen, kann man nicht mit prinzipiell begrenzten naturwissenschaftlichen Methoden aus unserem System heraus habhaft werden. Zu dieser Thematik gibt es interessante Aussagen prominenter Physiker:

Heinz Haber, em. Professor für Astronomie, schrieb in diesem Zusammenhang:|
Die Schöpfung (Anm.: unser System) ist ihrem Wesen nach in drei Kategorien zu begreifen: Materie, Raum und Zeit. Wir selbst bestehen in unserer Körperlichkeit aus Materie, beanspruchen einen gewissen Raum und existieren für eine gewisse Zeit. Es liegt auf der Hand, dass für unser Begreifen dieser drei Kategorien der Schöpfung wohl gewaltige Möglichkeiten bestehen, dass ihm aber auch Grenzen gesetzt sind. Unsere Sinnesorgane sind zwar bewundernswert empfindliche und leistungsfähige Instrumente, die es ermöglichen, uns in den Dimensionen unseres Lebensraumes hervorragend zurecht zu finden und dennoch ist nach eingehendem Nachdenken zu bemerken, dass unsere Sinnesorgane objektiv begrenzt sind. Nur in der Transzendenz unseres Bewusstseins liegt die Fähigkeit, diesen Käfig zu sprengen.
Max Planck, Physiker, Nobelpreisträger und Begründer der Quantenphysik formulierte einen ähnlichen Gedanken sinngemäss wie folgt:
Wir können diese Welt nicht erklären, da wir selber Teil ihres Systems sind und nicht ausserhalb und über dem System stehen.
(Vereinfacht ausgedrückt kann man das vielleicht so sagen: Ein einzelnes Zahnrädchen im Dunkel eines nach aussen abgegrenzten Getriebes kann den Sinn des Getriebes auch nicht erklären.)
Auch der berühmte Baron von Münchhausen [Münchhausen-Trilemma] konnte sich nicht an den eigenen Haaren von innerhalb des Systems selber aus dem Sumpf ziehen. Das hätte nur jemand von ausserhalb Münchhausens (Sumpf-)Systems tun können.
Heinrich Hertz, der Entdecker der elektromagnetischen Wellen ('Funk/Radiowellen') schrieb, nachdem er auf Grund von Maxwells mathematischen Gleichungen die bis anhin unbekannten elektro-magnetischen Wellen im Experiment nachweisen konnte:
'Man wird das Gefühl nicht los, dass diese mathematischen Formeln eine unabhängige Existenz und ihre eigene Intelligenz haben, dass sie gescheiter als wir sind, ja sogar gescheiter als ihre Entdecker, dass wir mehr aus ihnen errechnen, als wir ursprünglich hineinlegten.'
Es gibt zwar philosophische Begründungen für einen Glauben an Gott, die wir hier aber nicht als eigentliche Beweise gelten lassen können, auch wenn sie dem gesunden Menschenverstand durchaus plausibel erscheinen mögen.
So hat zum Beispiel Thomas von Aquin einen sogenannten kausalen Gottesbeweis gegeben:
Alles was ist, muss eine Ursache für seine Existenz haben. Am Ende muss aber dann eine selbst nicht mehr verursachte Ursache stehen.
Ähnlich hatte schon Aristoteles von dem ersten unbewegten Bewegenden gesprochen.
In Anlehnung an Shakespeares Hamlet kann man empfinden:
Das Wunder aller Wunder ist, dass nicht einfach nichts ist.
William Shakespeare prägte in seinem Hamlet auch sinngemäss den folgenden berühmten Satz:
Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich erträumen lässt.
Es geht im Grunde darum, ob ich bereit bin zu akzeptieren, dass der Bereich der 'gesamten Wirklichkeit' grösser ist als meine Vorstellungskraft, beziehungsweise mein Denkvermögen. Das ist für jeden Mathematiker und Physiker völlig selbstverständlich, denn vieles wird dort berechnet, obwohl es bereits unvorstellbar ist. Aus den Berechnungs-Resultaten abgeleitete Experimente zeigen interessanterweise die Richtigkeit von Annahmen, auch wenn letztere sich unserem Vorstellungsvermögen völlig entziehen.
Eigentlich sollte es gar nicht so schwierig sein, von dem naiven Standpunkt des 'Ich glaube nur, was ich sehe' loszukommen, wenn man bedenkt, wie wenig wir allein von der materiellen Welt kennen und wissen. Von da aus kann man sehr wohl zur Einsicht gelangen, dass es Dimensionen der sogenannten Wirklichkeit gibt, zu denen die blosse Vorstellungskraft keinen direkten Zugang hat.
Matthias Claudius formulierte dazu einen schönen Vergleich. Er sagte sinngemäss (beim Betrachten des Halbmondes):
Seht ihr den Mond dort stehen, er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön. So sind gar manche Sachen, die wir getrost verlachen, weil unsere Augen sie nicht sehn.

Dazu ein Einführungs-Beispiel aus der Schule:
Es wurde die Anzahl Ecken oder Aufspann-Punkte verschieden-dimensionaler endlicher und möglichst einfacher Gebilde untersucht:
Man beginnt mit 0 Dimensionen: Das einzig mögliche Gebilde hier ist ein Punkt. Er hat weder Länge, noch Breite, noch Höhe, also keine geometrische Dimension.
Nun verschieben wir diesen Punkt und kommen damit in die 1. Dimension. Es entsteht eine Strecke, die durch zwei Punkte aufgespannt wird.
Nun verschieben wir diese Strecke (der Einfachheit halber senkrecht zu ihrer Richtung und um den Betrag ihrer Länge). Wir kommen so in die 2. Dimension und erhalten ein Quadrat, das durch 4 Punkte aufgespannt ist.
Nun verschieben wir dieses Quadrat wieder senkrecht zu seiner Fläche und zwar um seine Seitenlänge. Wir kommen so in die 3. Dimension und erhalten einen Würfel, der durch 8 Punkte aufgespannt ist.
Nun wird beiläufig die Frage gestellt: 'Wie viele Aufspann-Punkte oder Ecken wird wohl ein 4-dimensionaler Würfel haben?' Schnell meldet sich ein Schüler mit der richtigen Antwort '16'. Er hat natürlich eine Gesetzmässigkeit in der Zahlenreihe 1, 2, 4, 8 entdeckt. (Ohne es zu sehen glaubt er daran.)
Nun kommen die Fragen:
Wie kommt man auf 16?
Wer hat einen solchen Würfel je gesehen?
Wer kann ihn beschreiben oder zeichnen?
Jemand hätte allerdings einwenden können, dass diese Dimensions-Betrachtung eine reine Gedankenspielerei sei, ohne jeden Bezug zur Realität und deshalb nicht überprüfbar.
Eine mögliche Antwort:
In der Physik wird mit gutem Grund vermutet, dass unser Universum ein in der vierten Dimension gekrümmter Raum ist, weil nur so seine Grenzenlosigkeit bei gleichzeitig endlicher Grösse erklärbar ist. Das entzieht sich natürlich völlig unserem Vorstellungsvermögen, aber nicht unserem logischen Denken (Einsteins Relativitätstheorie und dieser entsprechende Resultate von Experimenten).
Als Modellvorstellung für den Schulunterricht - jedoch eine Dimension tiefer - können wir uns eine Eisenbahnschiene um die Erdkugel vorstellen, wobei Anfang und Ende miteinander verbunden sind. Eine Fahrt eines 'zweidimensionalen Lebewesens' auf dieser Schiene dauert unendlich lang, es kommt nie an ein Ende, obwohl die Schiene nicht unendlich lang ist. Sie ist nicht begrenzt, aber trotzdem endlich lang, ist aber in der dritten - vom zweidimensionalen Lebewesen nicht erkennbaren Dimension - gekrümmt.
Kommen wir zum eigentlichen Thema zurück:
Wenn aber ein Gottesbeweis im naturwissenschaftlichen Sinn prinzipiell unmöglich ist, so können wir immerhin wenigstens auf Spurensuche nach Gott gehen.
Es erscheint durchaus sinnvoll, zunächst den eigenen Verstand auszuschöpfen, um beim Erreichen dessen Grenze eine Grundlage für einen vernünftigen Glauben geschaffen zu haben, denn jeder Mensch glaubt an 'irgend etwas', auch der Atheist. Letzterer z. B. an den allmächtigen 'Zufall':
Es sei hier in diesem Sinne versucht, in Schülersprache und nach Schulfächern geordnet auf Spurensuche nach Gott zu gehen. Entscheiden muss jeder Mensch schlussendlich aber selber und gerade dies könnte eine seiner Lebens-Aufgaben sein. Glauben ist eine Entscheidung, womit vom philosophischen Standpunkt her ein klarer Lebenssinn begründet werden könnte.
Betrachten wir also verschiedene Schulfächer im Zusammenhang mit einer Spurensuche nach Gott.
Vor allem in der Biologie wird mit dem Begriff Evolution immer wieder versucht, die Existenz Gottes zu verneinen und an seine Stelle Zufall und Automatismen zu setzen. Aber müsste man sich dann nicht redlicherweise die Frage stellen: Woher kommen denn diese Automatismen (Fähigkeiten der Atome und Moleküle)?
Die Evolutionstheorie beschreibt einen Weg, wie sich das Leben entfaltet haben könnte, nicht aber dessen eigentliche Entstehung und woher die atomaren und molekularen Gesetze kommen, auf denen die Evolution beruht.
Bilder: Ein Rätsel (und Problem der Evolutionstheorie)
Die 'unnützen/unnötigen/überflüssigen
Schönheiten' des Lebens.
Kurz und bündig: 'Wenn Gott Lebewesen erschaffen will, kann er das über eine Evolution oder über irgend einen andern Weg. Er bedarf sicher nicht unserer Begutachtung und unseres Einverständnisses seines gewählten Weges.'
Es ist aber so: Wer sich für die Ursachen und nicht nur den Weg der Evolution interessiert und dabei einen intelligenten Plan in Betracht zieht, also modern ausgedrückt Intelligent Design [nicht 'Kreationismus'] für durchaus möglich erachtet, wird schnell mal als Kreationist abgestempelt. Dies ist auch auf anderen Gebieten eine gängige Methode, Andersdenkende durch absichtlich konstruierte falsche und irreführende Assoziazionen in die Ecke zu stellen.

Genaueres zu 'Evolution vs. Gott'Ein konstruierter (Schein-)Zusammenhang versucht mit der Evolutionstheorie eine Nicht-Existenz beziehungsweise Überflüssigkeit Gottes zu proklamieren, bzw. den Unterschied zwischen 'warum' und 'wie' zu vernebeln und ungelöste Probleme dieser Theorie werden ignoriert.
Unter Evolution verstehen wir kurz gesagt die Lehre, wonach alle Lebewesen sich in einer Art Stammbaum-Entfaltung aus einfacheren entwickelt haben und zwar durch Anpassung an Umweltbedingungen und durch den sogenannten 'Kampf um's Überleben'. Die jeweils besser an die Umgebung angepassten Individuen haben die besseren Überlebens-Chancen und werden sich zahlreicher vermehren. Es besteht hier keineswegs die Absicht, die Evolution zu verneinen. Es gibt gute Argumente dafür, die man in jedem Schulbuch nachlesen kann. Nur sollte man im Sinne der Ausgewogenheit Gegenargumente nicht unterdrücken. War die Evolution wirklich so simpel, wie sie heute in den Schulen gelehrt und oft unkritisch übernommen wird? Dabei wird mit der ausführlichen Beschreibung des Weges der Evolution eigentlich nur die Frage nach deren Ursache und der Herkunft ihrer atomaren Grund-Gesetze überdeckt.
Niemand weiss im Grunde, wie das Leben entstanden ist und doch liest man es überall. Viele Schreiber und 'Publizisten' machen es sich oft leicht und verzichten auf die Mühe des eigenen Beobachtens und Nachdenkens, obwohl dies ihrem Bildungsniveau durchaus zuzumuten wäre. Sie übernehmen lieber die fertig-zubereitet servierten Mainstream-Lehrmeinungen von 'Vordenkern'. Das ist bequem und man eckt nicht an - auch nicht beim Lohnkonto.
Es seien im Folgenden nur beispielhaft einige bekannte, aber von der öffentlichen Lehrmeinung gern 'vernebelte' Probleme kurz angedeutet:
Minimaler Denkaufwand offenbart schon folgendes:
Die Evolution basiert auf der Extrapolation von Mikroevolution über riesige Zeiträume. Dazu ist aber folgendes zu sagen: Einerseits können kleine Schritte nicht aus einem Fuss einen Flügel produzieren, denn ein Nutzen und damit ein Auswahlvorteil der Zwischenstufen ist gar nicht gegeben.
Anderseits müssten solche Zwischenstufen dieser unermesslichen Zeiträume doch bei den Fossilien zu finden sein. Versteinerungen zeigen nun aber, dass Arten immer voll ausgebildet auftreten und während ihrer Existenz auf Erden keine grundsätzlichen Änderungen erfahren. Das kann man selber natürlich nicht nachprüfen, aber wäre dem nicht so, würde es bis in die letzten Ecken der Welt hinaus posaunt.
Bsp.: Wenn sich Veränderungen von der Schlange zum Spatz im Laufe von vielen Millionen Jahren langsam aber stetig zugetragen hätten, dann müssten versteinerte Übergangsformen jener Lebewesen gefunden werden, die zeigen, wie der Schlange langsam Federn und Flügel wuchsen. Ebenso müssten Fossilien entdeckt worden sein, die Zwischenformen von Fischen, Reptilien, Vögeln und Säugetieren darstellen. Die Flügel des Vogels sind nach der Methode 'langsame Anpassung an die Umgebung' nicht plötzlich in voller Grösse da, aber erst in diesem Moment hätten sie ja einen Evolutionsvorteil, nämlich die Flugfähigkeit. Sie können demnach kaum einfach allein nach 'Zufall, Versuch und Irrtum' entstanden sein.
Bsp.: Anachronismen zeigen ('Zeitalter-Unstimmigkeiten'), wenn man verschiedene Quellen studiert:
So sollen die Reptilien aus den Amphibien entstanden sein. Seltsam daran ist nur, dass die ersten Reptilien bereits zwanzig Millionen Jahre vor dem ersten Auftreten der Amphibien gelebt haben.
Fazit: Evolution kann kaum allein mit einfachen mechanistischen Gesetzen begründet werden. Diese Aussage bedeutet keine Ablehnung der Evolution an sich.
Auch z. B. die Fähigkeit von Lebewesen, Immunreaktionen gegen 'unbekannte Eindringlinge' (Viren, Bakterien) innerhalb ganz weniger Tage zu entwickeln und bereit zu stellen, muss selber denkende Menschen erstaunen, braucht doch die medizinische Forschung dazu viele Jahre.

Philosophische SpekulationDie Existenz eines sich selbst erkennenden und hinterfragenden Bewusstseins wäre rein 'evolutions-mechanistisch' gar nicht nötig. Es könnte auch Leben auf der Erde in Form von rein biologischen 'Robotern' geben. Aber dieses Bewusstsein ist für jeden Menschen einzigartig: 'Ein Mensch sieht sich selber gewissermassen von Innen, alle anderen Menschen aber von Aussen'. Vom eigenen Standpunkt aus betrachtet empfindet der Mensch: 'Mich gibt es nur einmal, ich bin einzigartig'. Verbirgt sich etwa hier ein Teil des Geheimnisses 'Der Mensch als Ebenbild Gottes'?
Der Biologe Goerttler meinte dazu: 'Ein Schimpanse kann nicht sprechen lernen; erstens, weil sein Kehlkopf es nicht gestattet, zweitens, weil er nichts zu sagen hat.'
Mit schönen Skizzen wird in Schulen gelehrt, wie Augen sehen und Ohren hören. Aber wird damit 'Sehen' und 'Hören' wirklich erklärt? Letztlich wird hier nur das Umsetzen von Licht- oder Schall- Eindrücken in Nervenreize gezeigt, etwa vergleichbar mit der Beschreibung der Funktionsweise einer Web-Camera oder eines Mikrofons. Wie Bild und Ton in unser Bewusstsein gelangen, also das Wissen, wie wir wirklich sehen und hören, entzieht sich der Biologie.
Die Lebewesen sind derart kompliziert aufgebaut (man denke etwa an das Auge, das Ohr oder an die Leber), dass die Behauptung einer 'automatischen' Entstehung auch bei Zeiträumen von Milliarden von Jahren eben auch ein Glaube bleibt.
Auch im molekularen Bereich ergeben sich Unstetigkeiten, deren Behandlung hier aber zu weit führen würde.
Im Weiteren: Auch wenn das Leben automatisch entstanden wäre, woher hätten dann die Atome ihre genialen Fähigkeiten? Woher 'wissen' die Atome, wie sie sich verhalten müssen, also warum ist Evolution überhaupt möglich? Eben, wie schon gesagt: Es geht in der ganzen eigentlich überflüssigen Diskussion um verschiedene Ebenen.
Auch mit dem genetischen Code ist es so eine Sache: Es wurden zum Beispiel Gene - also Erbinformationen - für die Augenfarbe in den Zellen gefunden. Daraus aber letztlich den Schluss zu ziehen, der Augen-Bauplan sei 'geknackt', ist etwa so, wie wenn man aus der Kenntnis der Wirkung eines Autoschlüssels (Starten des Motors) eines Autos darauf schliessen will, wie es hergestellt wurde und warum es fährt.
Wir halten fest: Wo der wirkliche Bauplan z. B. von Auge und Ohr ist, weiss die Biologie nicht. Gene sind Mittel und nicht Ursache des Lebens.
Es wird oft behauptet, unser Bewusstsein und Denken seien ein Produkt der Tätigkeit unseres Gehirns.
Eine mögliche (spekulative) aber interessante Erklärung: Der Wissenschaftsphilosoph Popper und der Gehirnchirurg und Nobelpreisträger Eccles geben dazu sinngemäss folgenden Vergleich: So wenig als ein Klavier von sich aus Musik macht, erzeugt ein Gehirn von sich aus Bewusstsein und Denken.
Zum Vergleich betrachten wir ein Fernsehgerät: Würde jemand ernsthaft auf die Annahme kommen, dass das Gerät die Filme auf dem Bildschirm selbst erzeugt? Analog gesprochen tun Anhänger materialistischer Thesen aber im Grunde genommen dies.
Eccles kommt zu folgender Überzeugung: Das Gehirn und in der Folge das Klavier werden von einem "Geist" geleitet. Das Gehirn ist gewissermassen 'Bindeglied' zwischen Geist und Materie.
Die Geschichtsforschung im weitesten Sinne zeigt: Seit es Menschen gibt, war Religion immer da. Religion hat sich nicht einfach als Ordnungssinn allmählich entwickelt, als sich die Menschen immer mehr gegenseitig 'auf die Füsse traten'. Warum war sie immer da? Zeigt sich hier eine Urahnung im menschlichen Geist?
Auf grossen alten Musikinstrumenten findet sich manchmal der schöne lateinische Satz: musica praeludium vitae aeternae. Frei übersetzt:' Musik ist das Vorspiel des ewigen Lebens.' Jeder Mensch, der durch Musikstücke ergriffen werden kann, kennt diese 'andere Welt', in die man beim Zuhören oder gar beim selber Musizieren 'eintaucht. Wie kommt das? Hier wird die Seele bzw. gar der Geist tief getroffen, obwohl physikalisch nur eine einzige Luftdruckkurve wie bei jedem anderen Tonereignis vorhanden ist. Schon die Tatsache, dass aus einer einzigen Kurve - vergleichbar mit der Tonrille einer alten Grammofon-Platte - die verschiedensten Instrumente und Stimmen 'einzeln' herausgehört werden können, ist erstaunlich, ebenso das in der Musik bekannte 'Zurechthören leichter Verstimmung'.
Da ist zunächst die extrem präzise Abstimmung der Naturkonstanten im Kosmos zu erwähnen. Es ist erstaunlich, dass ein Satz von nur wenigen physikalischen Grössen alle Naturphänomene bestimmt: die sogenannten Naturkonstanten. Eine dieser Naturkonstanten - die sogenannte Gravitationskonstante - bestimmt zum Beispiel den Grad der gegenseitigen Anziehungskraft von Materie. Es hat sich herausgestellt, dass die Werte der verschiedenen Naturkonstanten sehr fein (im Promillebereich) aufeinander abgestimmt zu sein scheinen. Wären sie nur geringfügig anders, hätte es nie Sterne, Planeten oder gar Leben gegeben. Wodurch sie aber festgelegt wurden, liegt vollkommen im Dunkeln. Die erste Naturkonstante, die als solche erkannt wurde, ist die bereits erwähnte Gravitationskonstante, das Mass für die Stärke der Schwerkraft. Der britische Physiker Isaac Newton führte sie vor etwa 300 Jahren bei der Entdeckung des Schwerkraftgesetzes ein.
Dazu sagte Astronomie-Professor Gustav Tammann, Basel:
"Das Weltall ist uns so unwahrscheinlich günstig gesinnt, dass es geplant zu sein scheint. Wäre zum Beispiel die Materiedichte im Urknall nur um den zehn-hoch-vierzigsten Teil grösser gewesen, wäre das Universum in kurzer Zeit wieder kollabiert."
Mit dieser Erkenntnis kann Tammann in sein Weltbild problemlos Gott einbauen, der - symbolisch gesprochen - die Naturgesetze zunächst festgelegt und das Weltall angeschoben hat.
Um eine Welt entstehen zu lassen, in der sich Planeten und letztendlich auch das Leben entwickelte, waren die Naturkonstanten offenbar mit höchster Präzision vorgegeben worden und zwar bereits im Moment des sogenannten Urknalls vor ca. 14 Milliarden Jahren. Physikalisch/chemische "Spielregeln" - also Naturgesetze - müssen bereits am Anfang beim Urknall vorhanden beziehungsweise gesetzt worden sein. Im neuerer Zeit sind Inhomogenitäten (also Unregelmässigkeiten) in der Urmaterie an Hand von Satellitenaufnahmen entdeckt worden. Diese für die Bildung von Sternsystemen nötigen Inhomogenitäten dürfte es eigentlich gar nicht geben. Dennoch sind sie da, warum?
Um solche grundsätzlichen Probleme zu umgehen, bringen materialistisch orientierte Naturwissenschafter mitunter exotische Konstrukte:
Einige suchen bei der Multiversum-Hypothese Zuflucht, wonach es unendlich viele verschiedene Universen gäbe und bei 'unserem' eben zufällig alles stimme. (Multiversum-Hypothese). Hier liegt aber ein grundsätzlicher Denkfehler vor: Zählen kann man nur Dinge im selben System. Irgendein Zusammenhang der gezählten Dinge muss bestehen. Dazu ein Beispiel: Die Ansicht 'Es gibt viele Universen' setzt voraus, dass beispielsweise die 'Zeit' über unserem und nicht innerhalb unseres Universums steht. Das erscheint aber eher absurd. Die Multiversum-Hypothese ist keineswegs eine philosophisch/mathematisch sinnvolle Aussage:
'Das ist eine Sache, mit der kann ich überhaupt nichts anfangen. Ehrlich gesagt ist das der verzweifelte Versuch, um Gott herum zu kommen(..) Im Übrigen verschiebt die Multi-Welten-Theorie die Frage ja auch nur weiter nach hinten, wer dann zuständig ist für diese ganzen Multiversen. Letztlich sind das eben Grenzfragen, die wir nicht beantworten können' (Harald Lesch).
Damit wir uns darunter etwas vorstellen können, stellen wir uns einen 'idealen' Billardtisch mit einigen Kugeln darauf vor. Stossen wir nun eine Kugel an, wird sie nach Zusammenstössen mit anderen Kugeln und den Wänden des Billardtisches einen komplizierten Zick-Zack-Weg ausführen und auch die dabei getroffenen anderen Kugeln werden sich bewegen. Der gesamte Bewegungsablauf auf dem Tisch lässt sich bei unseren Voraussetzungen (in erster Näherung!) berechnen, wenn man die Massen aller Kugeln und die auf die erste Kugel ausgeübte Kraftwirkung in Betrag und Richtung kennt. Der Zustand auf dem Tisch kann also für einen beliebigen Zeitpunkt vorausberechnet - oder zurückberechnet - werden. (Die heutige Physik zeigt, dass prinzipiell nicht einmal dies über grössere Zeiträume möglich wäre.)
Nicht zuletzt die vorgängig entdeckte erstaunliche Voraus- und Zurück-Berechenbarkeit von Planeten-Bewegungen und Aufenthaltsorten noch unbekannter Planeten hat den französischen Mathematiker Laplace zu folgender Überlegung veranlasst: Was wäre, wenn ein hypothetisches 'unendlich gescheites' Wesen theoretisch die physikalisch-mechanischen Gesetze auf alle Atome im Weltall anwenden würde. Damals galt noch die Ansicht, dass die gesamte Welt durch einfache mechanische Kraftgesetze beschrieben werden könne und er formulierte die Idee dieses hypothetischen Wesens, später benannt mit dem bereits erwähnten Namen Laplacescher Dämon. Dieser Laplacesche Dämon kennt also Ort, Masse und Geschwindigkeit aller Materieteilchen und Kraftfelder im Universum und verfügt über unendliche Rechenfähigkeit. Solche unendliche Rechenfähigkeit wird der Mensch zwar nie haben, was aber für unsere Betrachtung keine Rolle spielt. Es geht nur darum, ob die Sache rein prinzipiell möglich ist. Diesem Dämon - so argumentierte Laplace - müsste es möglich sein, aus der Kenntnis der Wechselwirkungen und des augenblicklichen Zustands der Welt - also aller Atome oder Moleküle - die zukünftige Entwicklung in allen Einzelheiten abzuleiten - somit auch die Funktion unseres Gehirns. Damit wäre der Verlauf des Weltgeschehens vollständig vorherbestimmt.
Das hätte natürlich gravierende Konsequenzen: Ein 'freier Wille' würde nicht existieren. Somit gäbe es auch keine Verantwortung und die Frage nach einem Lebenssinn würde problematisch. Nachwirkungen dieser Ansicht finden sich allerdings sogar noch heute z.B. in der 'Rechtslehre', wo der Begriff 'Eigenverantwortung' nur noch eine marginale Rolle spielt.
Dass der ‚Laplacesche Dämon' aber nur eine Art Wunschtraum, bzw. eine Utopie bleiben wird, ahnte schon Laplace 1812 in seinem ‚Essai Philosophique sur la Probabilite'. Trotzdem fand der Laplacesche Dämon bis in die heutige Zeit viele Anhänger, obwohl er wissenschaftlich widerlegt ist (wie? --> siehe weiter unten).

Laplace, ein Atheist?Laplace war ein bedeutender Mathematiker und Astronom. Von 1799 bis 1823 verfasste er seine Abhandlung über die Himmelsmechanik. Diese gibt einen Überblick über alle seit Newton gewonnenen himmelsmechanischen Erkenntnisse. Newton hatte in seinem Werk ein von Zeit zu Zeit nötiges ordnendes Eingreifen Gottes in das mechanische Geschehen bei den Planetenbahnen postuliert, um rechnerisch erkannte langsam (im Verlauf von Jahrhunderten) auftretende Störungen bei den Planetenbahnen, die zunehmend Unordnung ins Planetensystem brachten und das System zu zerstören drohten, wieder zurechtzurücken. Laplace gelang ein für damalige Rechenmöglichkeiten erstaunlicher mathematischer Nachweis, dass diese Störungen ‚wellenförmig' ablaufen und das Planetensystem insgesamt für 'menschliche Zeiträume' stabil ist. Laplace stellte sein Buch - auch den vorgenannten mathematischen Nachweis enthaltend - Napoleon Bonaparte vor. Eine folgende Diskussion zwischen Laplace und Bonaparte wird in zahlreichen Varianten überliefert. Der französische Astronom Hervé Faye gibt diese wie folgt wieder:
Bonaparte zu Laplace: ‚Newton sprach in seinem Buch von Gott. Ich habe das Ihrige durchgesehen und dabei diesen Begriff kein einziges Mal gefunden.' Laplace erwiderte: ‚Ich habe dieser Hypothese nicht bedurft.'
Diese Aussage wurde/wird vielfach als Laplacesches Bekenntnis zum Atheismus gedeutet. Allerdings meinte Laplace mit seiner Antwort wohl etwas ganz anderes, nämlich dass er bei seiner mathematischen Lösung des Stabilitätsproblems Gott (im Gegensatz zu Newton) nicht als ‚periodischen Wieder-Instandsetzer' bemühen musste.
Die Physik des 20. Jahrhunderts brachte uns die Quantentheorie und diese zeigt, dass eine vollständige Bestimmung des Zustandes der Welt aufgrund der Unschärferelation prinzipiell gar nicht möglich ist. Aus der Kenntnis des aktuellen Zustands eines Systems lassen sich nur gewisse Wahrscheinlichkeitsaussagen über dessen weitere Entwicklung ableiten. Das Weltgeschehen und besonders das Verhalten der einzelnen Menschen sind also letztlich doch nicht einfach vorausbestimmt und der Determinismus wurde vor über 100 Jahren durch diese Erkenntnisse der Physik überwunden. Die Kenntnis dieser Tatsache ist auch heute noch erstaunlich wenig verbreitet.
Weitere erstaunliche Erkenntnisse der Quantentheorie seien hier beispielhaft nur ganz kurz angedeutet:
Zwei interessante physikalische Experimente zur Quantenphysik zeigen, dass die Welt nicht so einfach nach rein mechanischen Gesetzen wie ein Uhrwerk vorausbestimmt abläuft.
Beim sogenannten Doppelspaltexperiment [20 MB, mp4] zeigt sich bildlich gesprochen, dass ein Elektron gewissermassen weiss, ob noch andere Elektronen da sind oder da gewesen sind und ob gemessen wird, also jemand zuschaut oder nicht. Die 'Flugbahn' oder besser, das Verhalten eines Elektrons ist nicht bestimmt.
Bei sogenannt Verschränkten Teilchen [16 MB, mp4] zeigt sich, dass zwei 'Geschwister' - zum Beispiel ein Elektronenpaar oder ein Photonenpaar - wissen, was der Partner gerade macht und dies unabhängig von der gegenseitigen Distanz und absolut gleichzeitig - also mit Überlichtgeschwindigkeit (was in diesem Fall aber nicht gegen Einsteins Theorie verstösst). Diese Teilchen kennen offenbar keine Distanz, beziehungsweise: Sie stehen gewissermassen darüber.
Mathematik ist die einzige Natur-Wissenschaft, die nicht an 'Material' gebunden ist. Sie lebt von 'Ideen'. Warum kann Mathematik Vorgänge in der Natur beschreiben? Offenbar kennt die Mathematik die Natur, obwohl sie (für uns) von der Natur eigentlich unabhängig ist. Mathematik lässt sogar Voraussagen für Naturerscheinungen machen, die dann mitunter jahrzehntelang gesucht - und schliesslich gefunden werden. Vorherberechnet wurde etwa die Existenz von Radiowellen, Planeten, subatomaren Teilchen - neuerdings der Higgs-Teilchen und vieles Andere. Die Mathematik kann Vorgänge in der Physik beschreiben, welche sich kein Mensch mehr vorstellen kann. Aber physikalische Experimente bestätigen die Richtigkeit dieser mathematischen Beschreibungen. Kann es nur ein Zufall sein, dass Mathematik und Physik einander kennen, obwohl sie für uns eigentlich getrennte Dinge sind?
Prof. (Dr. Ing.) Werner Gitt, emeritierter Leiter des Fachbereiches Informationstechnologie an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig sagt dazu sinngemäss und leicht gekürzt:
'Aus der Interpretation der Informatik und der Stochastik kann man folgern, dass Information nicht aus dem Nichts entstehen kann, sondern immer einen Urheber haben muss. Das gilt sowohl für Schriftwerke, Computer-Programme und -Dateien, ferner für alle Arten von Codes und damit auch für alle biologischen Systeme. Daher kann auch aus Überlegungen der Wahrscheinlichkeitsrechnung jegliche biologische Information beziehungsweise Informationskette in Lebewesen, wie die DNA oder etwa die 'Programmierung' der Zugvögel unmöglich zufällig entstanden sein, sondern erforderten das Wirken eines intelligenten Schöpfers.'
Kommen wir noch zur sogenannten 'Künstlichen Intelligenz', von der man heute so viel zu hören bekommt. Es stellt sich dringend die Frage, ob hier durch bewusste Assoziazionen jeweils die Absicht besteht, die menschliche Intelligenz auf rein mechanistische Abläufe wie in einem Computer zu reduzieren. Mit dem Ausdruck 'Künstliche Intelligenz' werden übermässige und mindestens teilweise unberechtigte Assoziationen zu menschlichen 'Intelligenz-Leistungen' hergestellt. Schon ein einfaches Schul-Beispiel zeigt aber die Problematik: Bei der Suchmaschine GOOGLE kann man bekanntlich nach Bildern suchen lassen. Für die Rangordnung - das ranking - der Bilder kann GOOGLE nicht auf das Zählen der Anzahl Klicks auf das jeweilige Bild verzichten, denn nur der Mensch - also sein Geist - kann entscheiden, ob und wie genau ein Bild zum Suchbegriff 'passt'. Auch eine 'hochintelligente künstliche Intelligenz' wird dies nie können. Im Übrigen wird die sogenannte 'Künstliche Intelligenz' durch menschliche Intelligenz erst möglich. Der Mensch baut die Maschinen und programmiert ihre Abläufe.

Das sog. Allmachts-ParadoxonMitunter hört man folgenden 'Beweis' der Unmöglichkeit eines allmächtigen Gottes:
Kann ein allmächtiger Gott einen Stein machen, der so schwer ist, dass er ihn nicht mehr zu tragen vermag?
Dazu die 'Argumentation': Wenn Gott diesen Stein machen kann, vermag er nicht alles zu tragen, wenn Gott aber alles zu tragen vermag, kann er offenbar diesen Stein nicht machen.
Obiger 'Beweis' ist wohl 'interessant', aber ist er auch sinnvoll? Die Fragestellung ist unter dem Namen Allmachts-Paradoxon in der Philosophie ein Begriff und wird dort seit Jahrhunderten diskutiert.
Ein möglicher Erklärungs-Ansatz:
Die Fragestellung kann letztlich auf eine gleichwertige reduziert werden:
'Kann ein Wesen allmächtig [kann jeden Stein heben] und zugleich nicht allmächtig [kann einen Stein nicht heben] sein?'
Nicht jede Frage ist a priori sinnvoll. Eine unsinnige Frage wird nicht durch eine Verknüpfung mit dem Wort 'Gott' plötzlich sinnvoll. Die Frage aber, ob etwas 'sein kann' und zugleich 'nicht sein kann' ist wenig sinnvoll und verstösst gegen die Regeln der Logik.
Jede korrekte Frage-/Antwort-Kette führt schliesslich auf Axiome (nicht beweisbare Grundannahmen) zurück. Im Weiteren hat der Geltungsbereich unserer Logik allseits anerkannte Grenzen: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat nämlich David Hilbert versucht, die Mathematik durch (formale) Logik auf ein 'festes' Fundament zu stellen. Kurt Gödel hat 1931 bewiesen, dass dies prinzipiell nicht in vollem Umfang gelingen kann. Die 'Logik' ist ein Konstrukt unseres Verstandes. Ueber die Beschaffenheit der Welt sagt sie nichts aus. Dass die Welt ausserhalb unseres Verstandes unserer Logik folgt, ist eine reine Annahme. Eine seit Gödel unübersehbare Einschränkung, der auch die Mathematik unterworfen ist. Der 'physikalische' Raum oder 'unsere' Zeit sind weitere nicht absolute 'Gebilde' (Newton --> Einstein). Ebenso ist 'unsere Logik' wohl kaum absolut und ultimativ.
Letztlich müssen wir uns eben damit abfinden, dass wir mit den Methoden unseres 'Daseins-Systems' und als darin 'Gefangene/Eingebundene' das System selber als Ganzes - also gewissermassen von aussen - eben nicht erklären können [nach Max Planck]. Darum sind ja auch in exakten Wissenschaften Axiome (unbewiesene Grundannahmen) unausweichlich.
Galileo Galilei
Von Carl Friedrich Gauss, dem berühmten deutschen Mathematiker und Physiker, stammen die Worte:
Wenn unsere letzte Stunde schlägt, wird es unsere unsagbar grosse Freude sein, den zu sehen, den wir in unserem Schaffen nur ahnen konnten.
Von Physik-Nobelpreisträger Entdecker der Quantennatur der Physik Max Planck stammen die Worte:
Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen. Religion und Naturwissenschaft - sie schliessen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten (Laplacescher Dämon), sondern sie ergänzen und bedingen einander.
Und Max Planck weiter:
Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft, auch bei gründlich-kritischer Betrachtung, bildet die historische Tatsache, dass gerade hervorragende Naturforscher wie Kepler, Newton, Leibniz u.v.a. von tiefer Religiosität durchdrungen waren.
Von Albert Einstein stammen die Worte:
Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum erstenmal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. - Die gängige Vorstellung, ich sei Atheist, beruht auf einem grossen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen.
Von Pascal Jordan, einem berühmten deutschen Physiker und Mitbegründer der Quantenmechanik, stammen die Worte:
Die moderne Entwicklung hat die früheren Hindernisse einer Harmonie von Naturwissenschaft und religiöser Weltauffassung beseitigt. Die heutige naturwissenschaftliche Erkenntnis liefert keinen Einwand mehr gegen einen Schöpfergott.
Was meint Jordan damit? Natürlich die weiter oben bereits erwähnte Widerlegung des durch den Laplaceschen Dämon proklamierten Determinismus, also der Vorbestimmtheit allen Geschehens, durch die Quantenphysik des 20. Jahrhunderts, wie wir vorher gesehen haben.
Vom Atomphysiker Werner Heisenberg stammt folgendes Zitat:
Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grunde des Bechers wartet Gott.
Auf den Schulalltag bezogen kann man dies so verstehen:
Auf der Gymnasialstufe, wenn man plötzlich verschiedene mächtige naturwissenschaftliche Theorien kennenlernt, verleitet dies oft zu einer gewissen Überheblichkeit. Man glaubt es sei möglich, die ganze Welt (naturwissenschaftlich) zu erklären. Wenn man aber weiterhin Wissenschaft betreibt, merkt man, dass mit jeder gelösten Frage 'zehn neue' auftreten und das macht dann wohl etwas demütiger.
Wahrscheinlich ist Otto von Guericke ('Magdeburger Halbkugeln-Experiment') Urheber folgenden Zitates:
Ich in meinem bescheidenen Verstande mache einen Unterschied zwischen dem Vakuum und dem Nichts.
Aus einem Dialog zwischen Albert Einstein und Niels Bohr:
Einsteins weltberühmte Aussage (zur Quantenphysik): GOD DOES NOT PLAY DICE! ('Gott würfelt nicht'.)
Bohrs Antwort: „WHO ARE YOU TO TELL GOD WHAT TO DO?” ('Wer bist Du um Gott zu sagen, was er zu tun hat'.)