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| eschreibung |
Mohn, Schlafmohn, Blaumohn
Der Mohnsamen befindet sich im Blütenkelch der 70 bis 120 m hohen einjährigen Pflanze. Die winzigen, nierenförmigen Samen welche in Europa im Handel sind, haben eine grau bläuliche Färbung. In Indien wird vorwiegend der gelbliche und in der Türkei der bräunliche Samen geerntet. Das berüchtigte Rauschgift wird aus der noch unreifen Mohnkapsel gewonnen. Die Kapseln werden eingeritzt und der milchige Saft wird zu Opium, Morphin, Codein oder Heroin weiterverarbeitet.
| eschichte |
Die kretischen Mohngöttin d.h. ihre steinerne Statue aus dem Jahre 1400 v. Chr. zeigt wie der Mohnsaft geerntet wird. Die schmerzstillende und einschläfernde Wirkung des Opiums war den alten Ägyptern ebenso bekannt wie den alten Griechen und den Römern. Bei den Römern galten geröstete Mohnsamen mit Honig vermischt als Delikatesse. Im 17. Jh. wurde durch die Engländer der Opiumhandel in China aufgebaut. Das Opium rauchen oder die Sucht daraus war eine lukrative Einnahmequelle. Im 19. Jh. wurde die Wirkung des Opiums auch in Europa bekannter. Eine Zeit lang konnte Morphium und Heroin frei in den Apotheken von jedermann gekauft werden. Heute tja, was soll man dazu noch sagen...
| inweise |
Der Mohnsamen enthält keine psychoaktiven Substanzen und kann problemlos in der Küche verwendet werden. In Europa finden wir die Mohnbrötchen beim Bäcker, in den arabischen Ländern wird die Mohnpaste für allerlei Schleckereien verwendet.

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