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An alle Wahlberechtigten, jeder Glaubensausrichtung
’s isch geschter Gott uf Ärde cho,
mit heiliggschynte Ängusschare.
Är müess mau öpis säge wo
dr Mönsch doch ds Rächt druf heig z erfahre:
„’s hei Bible, Thora u Koran
vergäbe Chrieg, -˜s hei aui zäme
– ob Tüfu/Gott, Allah/Shaitan –
ja nur für d Warheit angri Näme!
U ’s hei ufgrund vo däne Wort
vereinigt, d Mönsche sich entschide:
«So dumm si Stritt u Chrieg u Mord!
Ab itz herrscht Zämehaut u Fride.“
Erlücht‘ si Moslem Jud u Chrischt.
Für d Dänker isch’s bewise worde.
Es strahlet gar dr Satanischt.
U glich git’s geng no son e Sorte
vo unzfridene Kritiker.
Die Paar die göh, (doch nit zum Bätte)
zu Gott, will ’s aus Politiker
paar hochbrisanti Frage hätte:
„Verehrter Gott, verehrte Ängel,
mit tief bedauernsvollem Gfühl,
chöi mir z Grund schwärwiegensten Mängel
gewähren euch hier kein Asyl.
Ihr seid nicht aus der Heimat gflüchtet,
habt keinen Reisepass und ou
kein feschter Wohnsitz und entrichtet
kei Stüren und kei AHV.
Sanspapier sans Portemonnaie
braucht gwüss nicht dieser Ort no meh!!“
U Gott stigt zrügg uf d Himmusstäge
i bitt’rem Schwige u beschliesst
de glich nomau churz öpis z säge
bevor dr Petrus ds Törli schliesst:
„Nid abermaus für euch verschwändi
Jahrtusige vo mir‘ Gedoud!
We sich ab nächschtem Wuchenändi
nüt ändret, sit dr säubergschoud,
de wärde dir mi zimlich rassig
in Gschtaut vo Satan wieder gseh,
mit ere gfäuschte Niderlassigs-
bewilligung Kat’gorie C!
Und wähut ihr tatsächlich das dümmschte Gesicht,
dann fougt auf den Wahlgang das jüngschte Gericht!“
Es sind nun gut zwotausend Jahre:
EIN Mann mit EINEM Holzkreuz macht
von sich zu reden und hat wahre
Glanzleistung damit vollbracht!
Und nun, mit einem Kreuz aus Tinte,
be-stimmt der Wähler als Prophet,
in Zukunft -durch ihm Gleichgesinnte-
wofür das Schweizerkreuzchen steht!