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Woher der Name Wila kommt, ist umstritten. Einige leiten den Namen von den lateinischen Wörtern «Villa»(Landhaus) oder« Villara» (Weiler) ab. Andere vermuten die keltischen «Velia» oder «Veleia» dahinter, was «die Seherei» bedeutet.
Eines ist sicher: Bereits um das Jahr 700, in der Frühzeit des Christentums, stand auf dem heutigen Kirchenhügel eine Kapelle aus Holz. Das haben Ausgrabungen bewiesen. Schriftlich wird der Dorfname erstmals 1275 erwähnt, in einer Urkunde des Bistums Konstanz. 1288 wurde erstmals in einem Dokument die Wallfahrtskapelle Wila erwähnt. Später entbrannte zwischen den Bewohnern der Dörfer Turbenthal und Wila ein Streit darüber, welche der beiden Kirchen Mutter- und welche Filialkirche sei. 1383 wurde der Streit zugunsten von Turbenthal entschieden. Schon 1466 wurde Wila allerdings selbstständige Pfarrei.
Die Geschichte Wilas ist eng mit jener des Adelsgeschlechts der Landenberger verknüpft. Das Dorf war im Besitz verschiedener Familienzweige. Am längsten gehörte es den Herren von Breitlandenberg, deren Schloss sich ob Turbenthal befand. 1444 kauften die Breitlandenberger das Dorf und übten hier während mehr als 300 Jahren die Gerichtsherrschaft aus.
Wila war schon früh nicht nur ein Bauerndorf. Bereits im 16. Jahrhundert begann die Heimarbeit aufzukommen. Laut einem Chronisten wurde schon damals im Dorf Baumwolle gesponnen. Ihren Höhepunkt erreichte die Heimarbeit um 1800: Damals fand mehr als die Hälfte der Dorfbevölkerung mit Spinnen und Weben ein Auskommen - auch Kinder mussten in den dunklen und feuchten Webkellern arbeiten. Ihre Produkte brachten die Heimarbeiter in die Städte. Das war mühsam, denn bis in die dreissiger Jahre des 19. Jahrhunderts gab es im Tösstal keine durchgehende Strasse; Fuhrwerke benutzten das holprige Flussbett der Töss. Mit der Strasse veränderte sich das Dorfbild: Entlang der Strasse entstanden neue Häuser. Die Eisenbahnlinie von Winterthur nach Rapperswil wurde 1876 gebaut. Die Elektrizität kam um das Jahr 1910 nach Wila.
Im 19. Jahrhundert siedelten sich im Dorf auch einige Industriebetriebe an. 1830 nahm die erste mechanische Spinnerei den Betrieb auf. Später gab es in Wila gar eine Teigwarenfabrik. Die zahlreichen Gewerbebetriebe blieben bis heute wichtige Arbeitgeber.
Die Häusertafeln „Spuren der Zeit“ stellte der Verkehrsverein Wila 2001 zusammen.
2022 werden die Häusertafeln überarbeitet.
Ortsmuseum WIla
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