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Alpenkönig und der Menschenfeind1993
Informationen zum Stück
Die Hauptfigur - Herr von Rappelkopf - ist ein unzufriedener, misstrauischer Schlossherr, der sich und seiner Umwelt durch einen krankhaften Argwohn, ja Verfolgungswahn das Leben zur Hölle macht. Überall vermutet er Komplotte und Anschläge auf sein Leben: selbst ein gewöhnliches Küchenmesser hält er für eine Mordwaffe, seinen harmlosen Diener für seinen zukünftigen Mörder.
Immer mehr verleiden ihm diese Wahnvorstellungen seine Mitmenschen und engen seinen Lebensbereich ein, bis er schliesslich in die Einsamkeit eines grossen Waldes flieht. Hier erscheint ihm der Alpenkönig Astragalus, um dem Griesgram Wahn und Menschenfeindlichkeit auszutreiben.
Als er den starrsinnigen Rappelkopf nicht anders beikommt, führt er ihn auf dessen Landgut, gibt ihm die Gestalt seines Schwagers Silberkern und nimmt selber das Aussehen des Menschenfeindes an. Da sieht nun Rappelkopf zum ersten Mal seine eigene widerwärtige Gestalt ihr Unwesen treiben, und erst diese Spiegeldarstellung seiner selbst hilft zu guter Letzt seiner Selbsterkenntnis: Aus dem Menschenfeind wird ein Menschenfreund.
Autor
Ferdinand Raimund
Regie
Als Bauernkind wurde ich 1952 in Fällanden (ZH) geboren. Nach dem Sekundarlehrerinnen-Diplom absolvierte ich an der Schauspiel-Akademie in Zürich das Fach Theaterpädagogik. Anschliessend arbeitete ich als Schauspielerin und Theaterpädagogin drei Jahre im "Theater für den Kanton Zürich", Winterthur, und ein Jahr im Kinder- und Jugendtheater "Spatz & Co". Nach einer einjährigen Journalistenlehre bei der "Arbeiter-Zeitung", Schaffhausen, wurde ich 1989 Mitgründerin des ehemaligen "TiF"s, des "Ensembles Theater im Fass", Schaffhausen, und nahm daselbst als Spielerin an zwei Produktionen teil.
Mit 18 Jahren bin ich ins Amateurtheater eingestiegen und habe in diesem Bereich schon verschiedene Inszenierungen gemacht, wobei die Vorlagen meistens von mir um- oder bearbeitet worden sind. Für das Theater 88 ist es meine sechste Produktion.
1993 "Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raymund
1995 "Himmelwärts" von Ödön von Horvath
1996 "Der Schütze Tell" von Hansjörg Schneider
2000 "Currywurst mit Pommes" von Frank Pinkus und Nick Walsh
2010 "Pension Schöller" von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs
2018 "Die Widerspenstige" von Christoph Eckert