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Insbesondere grössere Hunderassen besitzen sogenannte Wolfskrallen, bekannt auch unter den Begriffen «Afterkralle», «Wolfsklaue» oder «Hubertusklaue». Die Bezeichnung «Wolfskralle» ist insofern ungeeignet, da Wölfe diese Afterkrallen an den Hinterläufen gar nicht besitzen.
Die Wolfskralle ist eine zusätzliche Kralle an der Innenseite der Hinterläufe des Hundes und gesellt sich dort zu den vier anderen Zehen (Polydaktylie). Meist ist sie mit der Haut verwachsen und somit kein selbstständiges Gliedmass. Im Gegensatz dazu besitzen Hunde an ihren Vorderpfoten jeweils fünf Zehen, einschliesslich der sogenannten «Daumenkralle», die mit Knochen und Gelenken verbunden ist. Dem Hund dient die Daumenkralle zum Klemmen und Fixieren; sie ist also keinesfalls funktionslos.
Wir unterscheiden somit zwischen der Daumenkralle an den Vorderläufen sowie den Wolfskrallen an den Hinterläufen. Erstere hat – ausser beim Sprint – normalerweise beim Laufen keinen Bodenkontakt. Ob sie auch zur Stabilität beim Laufen beiträgt, ist noch nicht hinreichend erforscht. Die Wolfskralle kann bei Hunden ein- oder auch beidseitig vorhanden sein und befindet sich, wie bereits ausgeführt, an der Innenseite der Hinterläufe mit grossem Abstand zu den anderen Zehen. Sie kann zuweilen auch eigenständig angelegt sein, mit einem eigenen Zehenknochen und Zehengelenk. In anderen Fällen besitzt die Kralle zwar eine eigene Blutversorgung, allerdings ohne knöcherne Verbindung zum Skelett. (…)
Den vollständigen Beitrag können Sie in der Ausgabe 2/20 lesen.