Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03181.jsonl.gz/2052

Selbstfahrende Taxis sollen CO2 reduzieren
Selbstfahrende Autos könnten dazu beitragen, die Menge des CO2-Ausstosses im Strassenverkehr massiv zu senken. Wissenschaftler haben die möglichen Einsparungen berechnet, wenn es nur noch automatisch betriebene Taxis geben würde, und diese sollen enorm sein.
Selbstfahrende Autos sollen im Strassenverkehr nicht nur sicherer sein, als die von Menschen gesteuerten PKWs, sie könnten auch dazu beitragen das CO2 zu reduzieren. Zwei Wissenschaftler prognostizierten, wie viel CO2 und Energie durch den Aufbau eines Netzes automatischer Taxis gespart werden kann. Dabei kamen sie zu einer CO2-Ersparnis von 87% bis 94%, gegenüber konventionellen Taxis. Jeffery Greenblatt und Samveg Saxena von der Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA stützen ihre Berechnungen auf einen Vergleich mit den CO2-Werten von 2014. Ihr Modell bezieht sich auf das Jahr 2030, da sie davon aus gehen, dass bis dahin automatisierte Fahrzeuge weit verbreitet sind und erneuerbare Energien vermehrt genutzt werden.
Besondere Vorteile liegen in der effizienten Nutzung der fahrerlosen Taxis, die sich aus einem solch automatisierten System ergeben würden. So könnten sie zum Beispiel ohne erhöhtes Risiko dichter hintereinander fahren und den Windschatten des vorher fahrenden Autos nutzen, um Energie einzusparen. Auch durch die optimale Anpassung der Grösse des Fahrzeugs an die Bedürfnisse des Fahrgastes lässt sich der Verbrauch reduzieren. So benötigt eine Einzelperson ein kleineres Taxi als eine Gruppe oder jemand mit viel Reisegepäck.
Der Aufbau eines flächendeckenden Systems der automatisierten Taxis wäre jedoch auch eine finanzielle und bürokratische Frage. Ob ein solches Konzept sich realisieren lässt, hängt jedoch in letzter Konsequenz von der Bereitschaft der Fahrgäste ab, in ein solches Taxi einzusteigen.
Quelle: scinexx.de, wissenschaft.de, Text: Regina Rohland