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Am 11. Januar 2022 teilte der Bauherr und Betreiber EDF mit, dass er den Zeitplan für die Inbetriebnahme von Flamanville-3 dem «durch die Pandemie erschwerten industriellen Kontext anpassen» musste. So wurde der Termin für die erste Brennstoffbeladung von Ende 2022 auf das 2. Trimester 2023 verschoben. Die Kosten bei Fertigstellung werden neu auf EUR 12,7 Mrd. geschätzt, eine Zunahme von 300 Mio.
Das Unternehmen erklärte weiter, dass die Arbeiten zur Reparatur der Schweissnähte am Reaktorgebäude abgeschlossen und von der französischen Autorité de Sûreté Nucléaire (ANS) als konform eingestuft worden seien. Zudem wurden über 55’000 Dokumentenkontrollen und Überprüfungen an den Installationen durchgeführt, die mehr als 7000 Ausrüstungen betreffen.
Vor der ersten Brennstoffbeladung und den Inbetriebnahmeprüfungen sind laut EDF noch einige Arbeiten erforderlich. Dazu gehören der Abschluss der Nachrüstung der Schweissnähte des Sekundärkreislaufs und die Genehmigung der Massnahmen, die im Anschluss an die Inspektionen der Brennelemente im EPR Taishan-1 in China ergriffen wurden. Den dort festgestellten mechanischen Verschleiss bestimmter Komponenten der Baugruppe gebe es auch bei anderen Reaktortypen in Frankreich. «Dieses Phänomen stellt das EPR-Modell nicht in Frage», schreibt EDF. Zudem würden die dort gesammelten Erfahrungswerte in Flamanville berücksichtigt.
Quelle
M.A. nach EDF, Medienmitteilung, 12. Januar 2022