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“Man on the moon” von REM: Mit dem gleichen Song, mit dem ich mich bei Radio 24 verabschiedet hatte, ging ich im März 1997 bei DRS3 auf Sendung.
Vier Jahre später (2001) traf ich REM-Sänger Michael Stipe sogar persönlich – in einem Pariser Hotel. Und im Herbst 2004 konnte ich Michael Stipe ein zweites Mal interviewen: Diesmal ein Viertelstunden-Interview in Wien. Michael sagte mir zur Verabschiedung: “See you next time, Peter.”
Zwischen 1998 und 2002 lebten auf DRS 3 diese gloriosen 80er Jahre nochmals auf: Jeden Samstag um 17 Uhr in der 80er Jahre-Show “Kosmos”.
Nina Hagen begrüsste die Hörer mit schriller Stimme, dann gab’s die grossen Hits der 80er Jahre von Bananarama bis Pia Zadora – und dazu meldeten sich aus den Tiefen des Archivs die bekannten Figuren der 80er Jahre zurück: Elisabeth Kopp, die erste Bundesrätin der Schweiz, liess sich nochmals “rechtlich und moralisch nichts vorwerfen”. Léon Huber, der bekannte Tagesschau-Sprecher, liess nochmals seinen Pudel Ronny kläffen. Die Swissair hebte nochmals zu glorreichen Zeiten ab. Und Michael Dreher, der Präsident der Autopartei, warf nochmals seinen Flammenwerfer gegen alle Grünen und Alternativen.
Zum Glück gaben während der Laufzeit der Sendung gleich einige 80er Jahr-Stars ihr Comeback: Im “Kosmos” packten sie aus, über frühere Zeiten. Kim Wilde verriet, wie sie zu ihrer atemberaubenden blonden Mähne kam. Nik Kershaw behielt während des ganzen Interviews die Sonnenbrille an. Lionel Richie gab in der Kantine des Radiostudios und live im “Kosmos” ein fantastisches Akustik-Konzert. Und Howard Jones (“What Is Love”) wollte kein Wort über die 80er Jahre reden, nur über sein neues Album, das aber dann doch niemanden interessierte.
Im Februar 2005 gewährte mir Phil Collins in Genf ein Exklusiv-Interview. Der frühere Genesis-Schlagzeuger sah sich zuvor die Show von “The Musical Box” an – einer kanadischen Band, die die legendären, aber nie gefilmten Genesis-Shows der 70er Jahre detailgetreu nachstellt. Für die Zugabe setzte sich Phil Collins selber ans Schlagzeug. Im Interview gestand mir der Weltstar: “Bei den Proben am Nachmittag tönte ich noch wie ein kompletter Amateur…”
Meine Leidenschaft für Musik kennt keine Grenzen. Zwischen dem Jahr 2000 und 2015 moderierte ich den “World Music Special” auf SRF 3. Als Musikredaktor recherchierte ich zu aktuellen Musikthemen, unter anderem arbeitete ich an der preisgekrönten Jahresserie “50 Meisterwerke” mit.
Die Welt lebendig werden lassen – im Kino fürs Ohr: Seit 2010 gestalte ich regelmässig Radio-Features. Für das Feature “Brüder fürs Leben” im Kontext auf SRF 2 besuchte ich während Jahren vier Brüder im Glarnerland, die völlig abgelegen seit ihrer Kindheit als Bergbauern arbeiten. Ich fuhr für den Doppelpunkt von SRF 1 mit einer japanischen Reisegruppe aufs Junfraujoch hoch oder fragte bei Hackbrettbauern und Weissküfern im traditionsvernarrten Appenzell, ob ihnen nicht das moderne Leben fehlt.
Bis Sommer 2016 moderierte ich bei SRF 3 die Personality-Show “Sonntagnacht mit Peter Walt”. Wie schon in der legendären 80er Jahre-Show “Kosmos” lieh die deutsche Punk-Mutter der Sendung ihre Stimme.