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Die Sonnenblume ist bekannt für ihren Heliotropismus, d. h. die Pflanze folgt in ihrer Ausrichtung der Bewegung der Sonne. Ihre Samen werden meist zu Öl verarbeitet, das reich ist an Omega-6-Fettsäuren. Als Nutzpflanze ist die Sonnenblume in der Region um das Schwarze Meer weit verbreitet; die Zukunft der Sonnenblumenölindustrie hängt allerdings auch stark von der Politik in dieser Region ab.
Die weltweit führenden Exporteure von Sonnenblumenerzeugnissen (Ukraine, Russland und Argentinien) verarbeiten ihre Ernte noch vor Ort zu Mehl und Öl – einerseits um ihre Industriekapazitäten optimal zu nutzen, und andererseits auch aus Gründen, die mit der Politik zusammenhängen (z. B. Exportsteuern, Handelsabkommen usw.). Dementsprechend hängt die langfristige Entwicklung der Gewinnmargen der Erzeuger von der politischen Entwicklung in dieser Region ab.
Mit der steigenden Binnennachfrage nach hochwertigen Futtermittelmischungen in der Region um das Schwarze Meer entstand auch eine Nachfrage nach besonders nährstoffreichem Sojaschrot (z. B. mit höherem Lysingehalt). Dies setzt den Markt für Sonnenblumenmehl unter Druck und drängt die Landwirtschaft dazu, mehr Soja anzubauen.
Hinzu kommt, dass die von den Kernen getrennten Schalen häufig zur Energiegewinnung in den Verarbeitungsanlagen verbrannt werden, was die Erzeuger energieautark macht. Aber auch in der EU finden die zu Pellets verarbeiteten Schalen mit der zunehmenden Verbreitung von Biomasseheizkraftwerken und dem wachsenden Markt für Bioenergie mehr und mehr Absatz.
Reis ist für die Hälfte der Menschheit ein Basiskonsumgut und wird zu 90% in Asien angebaut und konsumiert. Der Anbau dieser Nutzpflanze steht infolge von Richtlinien zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit und zur Sicherung des Einkommens der Landwirte in den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt vor Herausforderungen.
Zunächst gibt es beim Reis unterschiedliche Qualitäten und Verarbeitungsprozesse, die sich je nach Art der Speisen, in denen er verzehrt wird, unterscheiden: Parboiled-Reis wird häufig in der indischen Küche verwendet, im Gegensatz zu den meisten chinesischen und südostasiatischen Küchen. Diese Tatsache beeinflusst Handelswege, die sich an der Bevölkerung und ihren Kochgewohnheiten ausrichten (z. B. Unterschiede in verschiedenen Regionen usw.). Einige Produkte haben sogar ganz bestimmte Ziele, wie etwa Bruchreis, der nach Westafrika exportiert wird.
Reis wird in Schwellenländern überwiegend als Grundnahrungsmittel produziert. Zur Wahrung der sozialen Stabilität müssen die betroffenen Regierungen die Ernährungssicherheit gewährleisten und einen Kompromiss zwischen der Erschwinglichkeit von Reis in städtischen Gebieten und dem erwirtschafteten Einkommen in den ländlichen Regionen finden, die in einigen Fällen ein einflussreiches Stimmgewicht bei Wahlen besitzen. Zu diesem Zweck können sie eine Vielzahl von Maßnahmen zur Regulierung ihrer Märkte anwenden, wie etwa Zölle und nichttarifäre Handelshemmnisse, Mindestpreise, Unterstützungsprogramme oder staatliche Lagerbestände. Die Entwicklung dieser Politik und der relative Preis anderer Getreidesorten, die in Lebensmittelprogramme einbezogen werden (vorwiegend Weizen), können sich auf die Reispreise auswirken.
Am 25. März 2020 gab der Schweizer Bundesrat Maßnahmen zur Unterstützung Schweizer KMU angesichts der COVID-19-Krise bekannt. BNP Paribas (Suisse) SA hat selbstverständlich beschlossen, sich diesem Programm anzuschließen, um seine Unterstützung für die Schweizer Wirtschaft zu demonstrieren.
Das Programm beinhaltet zwei Arten von Darlehen. Kunden, die eine Unterstützung im Rahmen dieses Programms beantragen, müssen Bestandskunde der Bank sein:
- COVID-19: bis zu 500 Tsd. CHF, zu 100% durch den Bund (über Kreditgarantiekonsortien) garantiert, Zinssatz 0%
- COVID 19 Plus: (zusätzlich zum COVID-19-Darlehen) zwischen 500 Tsd. CHF und 20 Mio. CHF, max. 10% des Umsatzes, 85% des Risikos durch den Bund garantiert, 15% des Risiko durch die Bank. Zinssatz von 0,5% für den vom Bund garantierten Teil.
Bestandskunden können die Unterstützung wie folgt beantragen:
- Füllen Sie das Formular „Aide transitoire COVID 19“ oder „Aide transitoire COVID 19 Plus“ aus und unterzeichnen Sie es. Es steht auf folgender Internetseite zur Verfügung: https://covid19.easygov.swiss/fr/
- Wenden Sie sich an Ihren Kundenbetreuer und senden Sie ihm/ihr das unterschriebene Formular zusammen mit den erforderlichen Unterlagen zu.
Weitere Informationen:
Schuld ist nicht die Technologie – die wahren Hürden liegen bei der Unternehmensführung, den Zuständigkeiten und der Fähigkeit, Veränderungen anzunehmen.
Bei genauerer Betrachtung erscheint die Ausführungsweise von Rohstoff-Handelsgeschäften für Branchenfremde antiquiert. Noch immer werden Transaktionen anhand von Papierdokumenten durchgeführt, wodurch der Abgleich von Informationen zwischen den Parteien oder intern zwischen den unterschiedlichen IT-Tools viel Zeit und Energie in Anspruch nimmt.
Die meisten Menschen, die mit Außenhandelsfinanzierungen zu tun haben, würden zustimmen, dass ausschließlich digital abgewickelte Transaktionen einfacher, schneller und preiswerter wären. Durch die Vermeidung von Datenredundanzen und Schnittstellentools dürften Kosten eingespart werden. In letzter Zeit sehen wir endlich mehr potenzielle Integration zwischen der Abwicklung von Rohstoffhändlern nach dem Abschluss und der Finanzierung dieser Transaktionen. Die Herausforderung ist nicht eine gemeinsame langfristige Vision, sondern in der Umsetzung erster Schritte, um diese Vision zu erreichen.
Wie bei sozialen Netzwerken können Blockchain-Projekte Nutzern nur dann einen Mehrwert verschaffen, wenn viele von ihnen miteinander verbunden sind. Ersetzt man beispielsweise die Kommunikationsmittel zwischen Akkreditivbanken durch eine Blockchain-Lösung, muss diese mindestens von einem Banken-Pool angenommen werden. Mit der Entwicklung von komgo, Voltron und Marco Polo in Konsortien gehen Banken diese Anforderungen an einen Netzwerkeffekt an.
Die Definition angemessener Governance für eine solche Struktur ist eine weitere Herausforderung. Aus aufsichtsrechtlicher Sicht muss bei dieser das Wettbewerbsrecht eingehalten werden. Wirtschaftlich gesehen greifen ihre Geschäftsmodelle in die Akquisition und den Vertrieb der Banken ein. Mit der Zeit können wir uns auch vorstellen, dass die Interessen der beteiligten Parteien auseinanderdriften.
Leider kann nicht der gesamte Transaktionsprozess mit vielen Parteien auf einmal digitalisiert werden, daher müssen wir irgendwo anfangen und dann die Brüche beheben. Irgendwo müssen die neuen Prozesse in die bestehenden greifen. Dies wirft neue Fragen auf: Wie erstellt man beispielsweise eine Papierversion von Frachtdokumenten, wenn der Kunde diese digital erworben hat, sein Käufer jedoch nur Papierdokumente entgegennehmen will? Hier ist der Gedanke, eine Reihe von neuen Regeln und Zuständigkeiten zu definieren, die von den Parteien vereinbart werden, um die Grenzen abzustecken.
Letzten Endes müssen diese digitalen Plattformen Schnittstellen zu den „Altsystemen“ der Banken erhalten. Die Bankenbranche war einst eine der ersten Branchen, die Computer eingesetzt hat, daher haben ihre IT-Systeme eine höhere Lebenserwartung als in den meisten Branchen. Berücksichtigt man die Umsetzungskosten für solche Verbindungen, müssen Banken zwischen den Ressourcen, den verschiedenen möglichen Plattformen und der verbleibenden Lebensdauer der Tools, die eine Verbindung benötigen, abwägen.
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, und ebenso wird auch die Außenhandelsfinanzierung nicht über Nacht digitalisiert werden. Die Umsetzung agiler und schlanker Methoden und die Einbeziehung von Nutzern in den Designprozess von IT-Tools haben die Zeit bis zur Markteinführung für die Lieferung bereits beschleunigt. Ferner hat dies durch einfachere Kommunikation zwischen Nutzern und Entwicklern zu einem besseren Design geführt. Für Banken ist das Management der Kostenstruktur zwar sehr wichtig, um in einer sich schnell entwickelnden Welt wettbewerbsfähig zu bleiben, aber sie müssen auch mit ihren Kunden in Verbindung bleiben. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Ärmel hochzukrempeln, mit der Einführung dieser neuen Plattformen zu beginnen und sich dabei den neuen Herausforderungen zu stellen.
Verfasser: Louis-Jérôme Monnier, Origination & Structuring Manager Agribusiness, BNP Paribas in der Schweiz. Veröffentlicht in der Agefi-Sonderausgabe zum Thema Rohstoffe im April 2019.
Ariane Dehn wurde am 18. März zum Head of BNP Paribas Asset Management für die Schweiz ernannt.
Ariane Dehn ist als Country Head von Asset Management Switzerland der BNP Paribas für den Vertrieb von Active- und Passive-Asset-Management-Lösungen verantwortlich.
Vor ihrer Tätigkeit für die BNP Paribas hatte sie bei Janus Henderson Investors seit 2001 verschiedene Positionen in Deutschland und der Schweiz inne. In ihrer letzten Funktion war sie als Head of Sales für die deutschsprachige Schweiz und Österreich verantwortlich für das Großkundengeschäft mit Unternehmen und Institutionen.
Dehn hat einen Abschluss als Qualified Insurance Specialist and Certified Hedgefund Adviser.
“Ich freue mich auf meine neue Aufgabe bei BNP Paribas AM als starken Marktführer in ESG und der Qualität Ihrer Produktpalette”
Sie berichtet direkt an Fabien Madear, Co-Head of Distribution Europe und Head of Southern Europe von BNP Paribas Asset Management.
„Ich bin sehr stolz darauf, Ariane willkommen zu heißen. Sie verfügt über ein fundiertes Wissen über den Schweizer Markt, eine extrem wichtige Eigenschaft, um Vertrauen bei unseren Kunden aufzubauen.“
Ausstieg aus Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen
Um die nationalen und internationalen Umweltziele zu erreichen, haben Automobilhersteller alternative kraftstoffbetriebene Autos entwickelt.
Tatsächlich haben viele Länder – beispielsweise China, Frankreich, Dänemark, Indien, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Norwegen und Schweden – beschlossen, den Verkauf neuer PKWs mit fossilen Brennstoffen bis 2030–2040 zu verbieten.
Einige Städte haben sogar die Fossil Fuel Free Streets Declaration („Erklärung für einen Straßenverkehr ohne fossile Treibstoffe“) unterzeichnet, und sich damit verpflichtet, bis 2030 alle nicht-emissionsfreien Fahrzeuge zu verbieten: Auckland, Barcelona, Brüssel, Kapstadt, Kopenhagen, London, Los Angeles, Madrid, Mexiko-Stadt, Mailand, Paris, Rom und Vancouver, um nur einige zu nennen. Das Ziel ist klar: Die Reduzierung der CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen – wie Benzin und Diesel –, die den Klimawandel verursachen.
In diesem Zusammenhang sind drei Hauptalternativen zu fossilen PKWs entstanden: Elektrofahrzeuge (EV), Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) und Fahrzeuge, die Biokraftstoffe nutzen.
Biokraftstoff-Fahrzeuge
Biokraftstoffe, wie Ethanol oder Biodiesel, sind alternative Kraftstoffe, die direkt aus Biomasse (Pflanzen oder organischen Abfällen) hergestellt werden. Theoretisch sind Biokraftstoffe kohlenstoffneutral, da das Kohlendioxid, das von den Pflanzen während ihres Lebens aufgenommen wird, mehr oder weniger gleich dem Kohlendioxid ist, das bei der Verbrennung des Kraftstoffs freigesetzt wird. Darüber hinaus gelten Biokraftstoffe im Allgemeinen als erneuerbare Energien, da die Pflanzen schnell nachwachsen können.
Im Jahr 2018 lag der Anteil der Biokraftstoffe am gesamten Kraftstoffbedarf des Verkehrs leicht über 3 %. Ethanol ist der erste alternative Kraftstoff, der weltweit verbraucht wird. Die Hauptproduzenten/Exporteure von Biokraftstoffen befinden sich in großen Agrarländern (Brasilien, Argentinien und Indonesien) oder in Ländern mit einer günstigen Versteuerung von Biokraftstoffen (USA). Kontinentaleuropa ist der wichtigste Verbraucher/Importeur von Biokraftstoffen.
Elektrofahrzeuge (EV)
Elektrofahrzeuge stellen eine schnell wachsende Alternative zu Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen dar. EVs verwenden Strom, um einen Elektromotor anzutreiben. Der benötigte Strom – der aus einer Vielzahl von Quellen erzeugt werden kann, etwa erneuerbare Quellen wie Solar- und Windenergie – wird in Batterien gespeichert. Heute verwenden die meisten EVs Lithium-Ionen-Batterien aufgrund ihrer hohen Energie- und Leistungsdichte und ihrer langen Lebensdauer.
Im Jahr 2018 stieg der weltweite Absatz neuer EVs auf zwei Millionen Stück (+70 % mehr als 2017!), wobei rund 50 % des weltweiten Umsatzes in China erzielt wurden. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf die erheblichen Kostensenkungen, die verbesserte Leistung von Batterien und auf staatliche Subventionen einiger Länder wie China zurückzuführen. Vorreiter sind heute China, Europa und die USA mit dem größten Bestand an Elektrofahrzeugen im Umlauf.
Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV)
EVs können anstelle einer Batterie auch eine Brennstoffzelle zum Antreiben eines Elektromotors verwenden. Die Brennstoffzelle nutzt Sauerstoff aus der Luft und Druckwasserstoff zur Stromerzeugung. Bei der Umwandlung von Wasserstoffgas in Strom fallen lediglich Wasser und Wärme als Nebenprodukt an. Wird der Wasserstoff mithilfe erneuerbarer Energien (z. B. Sonne, Wind) hergestellt, stellt die Verwendung von Wasserstoff eine vollständige Entkarbonisierung der Mobilität dar.
Ende 2018 betrug der kumulierte Absatz von Brennstoffzellenfahrzeugen weltweit 10 000 Stück. Drei FCEVs wurden für die gewerbliche Vermietung und den Verkauf eingeführt: der Hyundai Nexo, der Honda Clarity und der Toyota Mirai. Im Durchschnitt können diese Modelle in 3 bis 5 Minuten betankt werden und haben eine Reichweite von 500 km (ca. 300 Meilen). Diese Vorteile werden von den Verbrauchern sehr geschätzt. Um den Einsatz von FCEVs jedoch weiter zu entwickeln, sind Infrastrukturen entscheidend: Es werden mehr Wasserstofftankstellen benötigt. Das ist heute die größte Herausforderung.
Die Nutzung alternativer kraftstoffbetriebener Fahrzeuge vorantreiben
Die eingangs vorgestellten Alternativen werden sicherlich dazu beitragen, die Mobilität per Fahrzeug – zumindest teilweise – zu entkarbonisieren. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, aber es wurden Fortschritte erzielt, und die Entwicklung geht aufgrund von Regulierung und Verbrauchernachfrage immer schneller voran. Aufgrund seiner Schlüsselrolle in der Rohstofffinanzierung kann BNP Paribas helfen, diesen Prozess zu beschleunigen, indem es die gesamte Wertschöpfungskette von Biokraftstoffen (von der Produktion bis zum Vertrieb), die Komponenten der Lithium-Ionen-Batterien (Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel und Graphit) finanziert und die Entwicklung von Wasserstoff als Energieträger beschleunigt.