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Weniger als zwei Monate nach einer Ellbogen-Operation nähert sich Stefanos Tsitsipas wieder der Topform. Im Viertelfinal gegen Jannik Sinner spielt sich Tsitsipas mit 6:3, 6:4, 6:2 in einen Rausch.
Womöglich hat der Fünfsatz-Thriller gegen den Amerikaner Taylor Fritz bei Stefanos Tsitsipas (ATP 4) alle gesundheitlichen Bedenken zerstreut. Der 23-jährige Grieche liess dem Top-10-Gegner Jannik Sinner nicht den Hauch einer Chance. In allen drei Sätzen gelangen Tsitsipas frühe Breaks. Derweil kam der erst 20-jährige Sinner im zweistündigen Spiel zu keiner einzigen Breakmöglichkeit. Tsitsipas erreichte zum dritten Mal die Halbfinals des Australian Open.
Tsitsipas begann die Partie hochkonzentriert und wirkte viel stärker als in all seinen Partien in Australien zuvor, in denen er gegen Diego Schwartzman (Niederlage am ATP Cup), Sébastian Baez, Benoît Paire und Taylor Fritz mehrere Sätze abgegeben hatte.
Dass Tsitsipas gegen Sinner derart ungefährdet durchmarschierte, kam überraschend. Sinner stieg mit zehn Siegen de suite in diesen Viertelfinal. Allerdings traf er im Januar in Australien nur auf Gegner von ausserhalb der Top 40 (2) und sogar ausserhalb der Top 100 (5).
Danielle Collins und Iga Swiatek in den Halbfinals
Die Amerikanerin Danielle Collins (WTA 30) und die Polin Iga Swiatek (WTA 7) komplettierten die Halbfinals bei den Frauen vom Donnerstag. Die 28-jährige Danielle Collins besiegte die Französin Alizé Cornet in 90 Minuten 7:5, 6:1. Collins gelang vor drei Jahren mit einer Halbfinalqualifikation in Melbourne der Durchbruch. Vorher hatte sie an keinem Grand-Slam-Turnier auch nur eine Runde überstanden.
Der zweite Halbfinal am Australian Open drei Jahre später bedeutet Collins aber noch viel mehr. Sie schaffte das Comeback trotz grosser gesundheitlicher Probleme im letzten Jahr. In den letzten drei Jahren sei sie durch die Hölle gegangen. Im April 2021 musste Danielle Collins notfallmässig operiert werden (Endometriose). Vorher und nachher gab sie letzte Saison an vier Turnieren verletzt auf.
Auch in Melbourne kam Collins nicht ohne gesundheitliche Schwächen durch. Im Achtelfinal gegen die Belgierin Elise Mertens (4:6, 6:4, 6:4) machten ihr die Hitze und der Rücken zu schaffen. Sie konnte bei den Seitenwechseln nicht einmal absitzen. Von diesen Problemen zeigte sie sich gegen Alizé Cornet indessen gut erholt.
In den Halbfinals trifft Collins schon am Donnerstag auf die Polin Iga Swiatek, die sich in mehr als drei Stunden gegen Kaia Kanepi (WTA 115) 6:4, 6:7 (2:7), 6:3 durchsetzte. Die bald 37-jährige Estin Kanepi verbessert sich dank der Viertelfinalqualifikation in Melbourne von 115 auf 63 in der Weltrangliste und sichert sich damit für 2022, ihrer letzten Saison auf der Tour, die Teilnahme an den übrigen drei Major-Turnieren.