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Giacomettis Geliebte erzählt
Marco Luca Castelli zeigt mit «Alberto & Caroline – Giacomettis letzte Muse» in der Churer Klibühni eine Amour fou zwischen Alberto Giacometti und seinem Modell. Premiere ist am Dienstag.
Jetzt sind sie still. Wenn sie aufeinander sind, sind sie ruhig. Ich muss sie retten.» Caroline Tamagno steht vor einem Stuhl, auf den ein Hocker getürmt ist. Ein paar Schritte entfernt von den Stühlen zündet sie sich eine Zigarette an und fängt zu erzählen an: «Ich wurde als Yvonne-Marguerite Poiraudeau geboren. Meine Mutter war allein. Naja … es gab Herren.» Einen Augenblick später fährt sie fort, ihr Vater sei ein Zuhälter gewesen, der sich erhängt habe. Eine Pfarrersfamilie habe sie als Pflegekind aufgenommen. «Beten … stundenlang», sagt sie und fragt, ob es einen Gott gebe.