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Plötzlich auftretende Angstzustände
Was steckt hinter Panikattacken?
Panikattacken sind durch plötzlich auftretende, intensive Angstzustände gekennzeichnet, die von einer ganzen Reihe äusserst beunruhigender Symptome begleitet sind.
In den 60er Jahren begannen Forscher und Kliniker das Symptombild der Panikattacken von demjenigen anderer Angstneurosen abzugrenzen. Panikstörungen wurden aber erst im Jahre 1980 als eigenständiges Krankheitsbild erkannt und definiert.
Symptome
Charakteristisch für eine Panikstörung sind unerwartete und unprovozierte Panikattacken. Ihre wichtigsten, vereinzelt oder gehäuft auftretenden Symptome sind intensive Angst, Steigerung der Herzfrequenz, Atemnot, Übelkeit, Schwindelgefühle, Zittern, Schweissausbrüche, Hitze- oder Kältewallungen und Erstickungsgefühle. Sie sind häufig verbunden mit der Angst zu sterben, einen Herzinfarkt zu erleiden, verrückt zu werden oder die Kontrolle über sich selbst zu verlieren.
Diese Symptome treten oft schlagartig auf, manchmal sogar im Schlaf; sie erreichen innert weniger Minuten ihr Intensitätsmaximum und klingen meist nach ca. 20 Minuten wieder ab. Sie können sich aber unter Umständen mehrmals nacheinander wiederholen. Die Nachwirkungen der damit verbundenen Angstgefühle dauern mehrere Stunden.
Frauen stärker betroffen
Rund 10% der Bevölkerung erleiden im Lauf ihres Lebens mindestens eine Panikattacke, bei 1,5% treten solche Angstzustände gehäuft vor, so dass man von einer eigentlichen Panikstörung spricht. Betroffen sind - statistisch gesehen - am häufigsten die 23- bis 24jährigen, Frauen rund doppelt so häufig wie Männer.
Kombination mit "Platzangst"
Panikstörungen sind in einem Drittel der Fälle von Platzangst (sog. Agoraphobie) begleitet; betroffene Menschen vermeiden Situationen oder Orte, wo es erstmals zu einer Panikattacke gekommen ist. Dazu gehören zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel und gesellschaftliche Anlässe. Etwa 40% der Patienten dieser Kategorie sind durch ihr Vermeidungsverhalten deutlich behindert. Im Extremfall sind sie nicht mehr in der Lage, ihre Wohnung zu verlassen, und sind in hohem Masse von anderen Personen abhängig.
Medizin