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Tschechische Regierung zieht grösseren Kernenergieanteil in Betracht
An der Konferenz «Energy for Life: European Energy Strategy for the 21st Century», die vom 22.-24. Mai 2005 in Prag stattfand, bekräftigte der stellvertretende tschechische Industrie- und Handelsminister Martin Pecina die Unterstützung seiner Regierung für den Bau von zwei zusätzlichen Reaktorblöcken.
Entgegen früheren Aussagen, wonach zwei kleinere Einheiten mit total 1200 MW Leistung am Standort Temelin gebaut werden sollten, werden nun zwei Einheiten mit je 1400 oder 1500 MW in Erwägung gezogen. Als Gründe nannte Pecina die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Ungewisse Zukunft der Kohleförderung. Auch gewinnt die tschechische Republik aus erneuerbaren Quellen weniger Energie als erwartet. Er hofft, dass mit Hilfe der geplanten Erhöhung der Kernkraftwerksleistung das Land letztendlich in der Stromversorgung unabhängig wird und ab 2030 bis 2040 Elektrizität exportieren kann.
Quelle
M.A. nach NucNet, 24. Mai 2005