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Für die Unabhängigkeit Polens! Berichte und Standpunkte der Schweizer Presse im Ersten Weltkrieg
Piotr Bednarz
Dr. habil. Piotr Bednarz, Leiter des Lehrstuhls für Geschichte des 19. Jahrhunderts und Osteuropas am Historischen Institut der Maria Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, hat eine Studie darüber vorgelegt, wie während des Ersten Weltkrieges die polnische Frage in der schweizerischen Publizistik behandelt wurde. In der Berichterstattung ist die jeweilige Nähe zu den Mittelmächten oder den Alliierten zu erkennen, ohne dass deren Positionen unkritisch übernommen worden wären. Im Gegenteil lässt sich eine differenzierte Entwicklung der Meinungsbildung beobachten. Einhellig traten die Schweizer Zeitungen im Übrigen für die Freiheit und Unabhängigkeit Polens ein. Die Studie ist ein grundlegendes Werk über die Auseinandersetzung mit der polnischen Frage während des Ersten Weltkriegs, die einen wesentlichen Beitrag zur Erringung der staatlichen Unabhängigkeit leistete. Zugleich weist sie auf wichtige innerschweizerische Entwicklungen hin.
Freiwillig nach Auschwitz
Witold Pilecki
Er ging freiwillig, und er konnte fliehen: Witold Pilecki begab sich absichtlich als Häftling ins KZ Auschwitz. Sein Ziel: Informationen über die Vorgänge im Konzentrationslager nach draußen zu schmuggeln und im Lager eine Widerstandsorganisation unter den KZ-Insassen aufzubauen.
Witold Pilecki schrieb einen Bericht, der den Lauf der Geschichte hätte ändern können. Doch die Alliierten glaubten, dass Pilecki übertrieben hatte, und lehnten eine Befreiung des KZ Auschwitz ab. Ein unglaubliches Dokument des Muts und des menschlichen Widerstandswillens.