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Ilya und Emilia Kabakov (Ukraine/USA) schufen für den Bahnhofplatz einen eigentümlichen Trinkbrunnen aus Carrara-Marmor. Wer bemerkt, dass es sich bei der vermeintlich abstrakten Form um einen männlichen Unterleib handelt?
Ein Manneken-Pis-Brunnen in der Gestalt moderner Skulptur, aus Material, das bereits Michelangelo verwendete. Eine Anspielung auch auf das skandalöse "Urinoir" des Kunstrevolutionärs Marcel Duchamp. Oder bloss ein kitschiges Trinkbrunnenobjekt, wie es auf vielen Bahnhöfen oder in Innenstädten anzutreffen ist?
Kabakovs Skulptur sucht die Beziehung zum Menschen und vertritt diesen quasi auf dem grossen Platz und erst dank der Fantasie wird die Welt ganz.