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Gratiszeitung
Gratiszeitungen sind periodisch (täglich oder wöchentlich) erscheinende, kostenlos verteilte Printmedien mit redaktionellen Inhalten. Die Finanzierung erfolgt ausschliesslich aus Anzeigenerlösen. Die Verteilung erfolgt in der Regel entweder im öffentlichen Raum (z. B. an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel bei Pendlerzeitungen) oder an alle Haushalte in einem bestimmten Erscheinungsgebiet (regionale Gratis-Wochenzeitungen, in Deutschland Anzeigenblätter, in der Schweiz Anzeiger genannt). Der Grossteil der Gratiszeitungen erscheint im Tabloid- bzw. Kleinformat. Die inhaltliche Ausrichtung von Gratiszeitungen, der Anteil der redaktionellen, von den Anzeigen unabhängigen Berichterstattung sowie deren Qualität sind äusserst unterschiedlich. Pauschalurteile über diese Mediengattung beherrschen oft die Diskussion, sind aber letztlich nicht haltbar, da sie oft mit Gegenbeispielen widerlegbar sind.
Den Markteintritt von Gratiszeitungen empfanden die jeweils etablierten Kaufzeitungsverlage seit je als Bedrohung. Als Reaktion darauf versuchten sie in der Vergangenheit vergeblich, durch rechtliche Auseinandersetzungen ein Verbot der Gratiskonkurrenz zu erreichen. Mittlerweile haben Gratiszeitungen einen Siegeszug rund um den Erdball angetreten, und die etablierten Kaufzeitungsverlage sind selbst in das Gratiszeitungsgeschäft eingestiegen. Heute gibt es kaum ein grösseres Verlagshaus, das nicht selbst Gratiszeitungen herausgibt oder an Gratiszeitungsverlagen beteiligt ist.
Schweizer Gratiszeitungen
Die grössten Schweizer Gratiszeitungen sind die in Millionenauflagen gedruckten Blätter der Grossverteiler, Coopzeitung und Migros-Magazin. Daneben gibt es seit langem viele lokale und regionale Gratisanzeiger.