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Instrumente - Basstrommeln

Dunun ist ein generell verwendeter Name für Basstrommeln welche oft das Rückgrat eines Mande Trommel-Ensembles darstellen. Zu deutsch sagt und schreibt man eher 'Dundun', auf Französisch eher 'Doundoum'. Das eigentliche Basstrommel-Set besteht aus drei, in verschiedenen Tonhöhen gestimmten, Basstrommeln. Die höchste wird zu Deutsch 'Kenkeni', die mittlere 'Sangban' und die tiefste 'Dundumba' genannt. In der traditionellen Spielweise der Region Hamana (Guinea), wo diese Trommeln ihren Ursprung haben, werden mit der mittleren und der tiefen Basstrommel auch metallene Glocken gespielt. Diese wiederum können auch seht unterschiedliche Bauformen haben, wie zum Beispiel rund (röhrenförmig) oder flach. In den modernen Zeiten von heute werden oftmals auch drei Glocken gespielt (an jeder Dundun eine). Im Ballett-Stil oder auch bei "Personalmangel", können die Bässe auch mal aufgestellt und von nur einer Person und ohne Glocken gespielt sein.
| Typisch für afrikanische, ländliche
Verhältnisse ist auch, dass man mangels Instrumentenständer die beiden
grossen Dunduns aufeinander stapelt und zwei Personen sich gegenüberstehend
spielen. Die Kenkeni kann auch noch drauf gehalten werden (sie wird
ja ohne Glocke gespielt, also ist noch eine Hand frei), oder man trägt
so an einem Bändel über die Schulter. So steht das Bass-Ensemble sehr
nahe beisammen und kann leicht miteinander kommunizieren.

Um Basstrommeln zu spielen braucht man hölzerne Stöcke. Diese sind unterschiedlich gross und schwer, wobei westliche Leute eher einen Hang zur Effizienz und Gleichförmigkeit haben und deshalb gefertigte Rundholzstangen (Dübelstäbe, Besenstiele) verwenden. Der Dorftrommler holt sich seine Stöcke vom nächsten Gebüsch, zumeist ein abzweigender Ast. Vielleicht etwas geschnitzt oder auch schlicht und einfach nur abgerissen, verwendet er dann das dickere Ende des Stockes um auf dem Fell zu spielen. Zum Glockenspiel werden meist metallene Ringe, Nägel oder Gegenstände (Armierungseisen, Essbesteck, Schraubenzieher) verwendet. Je nach Gewicht und Masse klingen dann die Glocken natürlich lauter.
Die Dunduns selber werden in der Regel aus Holz gefertigt, wobei heutzutage wegen der Erhältlichkeit und dem Preis von Stämmen mit grossem Durchmesser auch öfters schon blecherne Fässer verwendet werden. Für Basstrommeln nach Malinke-Bauart wird dickes Kuhfell verwendet, die Khassonka-Dunun aus Mali, sowie das ebenfalls malische Konkoni ist mit Ziegen- oder sonst einem dünneren Fell bezogen.

Die Spannung der Häute übernimmt ein Seil, das vom einen Zylinderende zum Anderen hin und her gezogen ist und so das Leder auf dem Holzkörper hält. Mittels einer Querspannung mit Schnur können Dunduns gestimmt werden. Für die etwas leiseren Töne gibt es noch sogenannte Djidunduns - Wassertrommeln. Diese bestehen aus relativ grossen, getrockneten und Wasserfest gemachten Kürbishälften. Die Hälfte mit dem grösseren Durchmesser ist mit Wasser gefüllt und darin schwimmt eine andere, kleinere Kürbishälfte mit der Öffnung nach unten. Man spielt auf dem schwimmenden Kalebasse, entweder mit der baren Hand oder mit kleineren Kalebassenhälften oder mit Holzstöcken, die vorne etwas gepolstert sind. Gerne verweise ich auf drei, meiner Meinung nach wertvolle Seiten, wo du mehr finden kannst zum Thema Basstrommeln: Wikipedia deutsch, Wikipedia englisch oder Djembemoves.