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Heute startet die zweite Austragung der zweiten Auflage der Champions Hockey League. Als erste Schweizer Vertreter sind Meister Davos, Fribourg-Gottéron und die ZSC Lions im Einsatz.
Nach fünfjährigem Unterbruch wurde in der vergangenen Saison die Champions Hockey League neu lanciert. Den Titel gewann in einem rein schwedischen Final Lulea mit dem Schweizer Internationalen Dean Kukan. Von den sechs Schweizer Teams hatten nur Genève-Servette und Fribourg-Gottéron die Gruppenphase überstanden, worauf beide in der ersten K.o.-Runde, den Achtelfinals, scheiterten.
«Ich glaube, dass die Champions Hockey League bei allen Vereinen einen hohen Stellenwert haben wird, da die Schweiz in der vergangenen Saison nicht sehr gut abgeschlossen hat und das sicher korrigieren will», sagte Peter Zahner, der CEO der ZSC Lions. «Auch wir haben etwas gutzumachen.»
Im Vergleich zur letzten Austragung erfuhr die Champions Hockey League einige Änderungen. Die Anzahl der Teilnehmer wurde von 44 auf 48 Teams erhöht. Gespielt wird nicht mehr in Vierer-, sondern in Dreiergruppen – mit je einem Heim- und einem Auswärtsspiel. Die besten zwei Teams pro Gruppe erreichen die Sechzehntelfinals, die am 22. September beginnen.
Dauerte die Gruppenphase in der vergangenen Saison vom 21. August bis 8. Oktober, werden die sechs Runden diesmal innert 18 Tagen gespielt. Somit stehen sämtliche Vorrundenpartien noch vor dem Meisterschaftsstart in der NLA am 9. September im Programm. Der Champions-League-Sieger wird am 9. Februar 2016 erneut in nur einer Final-Begegnung ermittelt.
«Auf den ersten Blick ist es schon vernünftiger», so SCB-Schlüsselspieler Martin Plüss zum neuen Modus. «Es ist dem Interesse dienlich, wenn es von Anfang an um etwas geht. Dann kommt man in eine andere Dynamik rein. Es ist aber auch schwieriger, da du nur wenige Spiele hast, die du gleich gewinnen musst.»
Im Vergleich zur letzten Austragung ersetzt Davos die Kloten Flyers. Die Bündner, die heute in Karlstad (Sd) gegen Färjestad antreten, nehmen die Gruppenphase allerdings stark ersatzgeschwächt in Angriff. Vom Ausländertrio steht zu Beginn, wenn überhaupt, nur Marcus Paulsson zur Verfügung. Zudem fehlen Félicien Du Bois und Dino Wieser.
«Ich hätte gerne in diesem Jahr in der Champions League etwas gerissen, aber es wird schwierig», sagte Trainer Arno Del Curto. Der Erfolgscoach hofft, dass sich sein Team gegen Färjestad und Pardubice irgendwie durchmogelt. Dann sähe die Situation wieder besser aus.
Bern, Fribourg-Gottéron (heute gegen Lukko Rauma/Fi), die ZSC Lions (heute bei Gap Repaces/Fr) und Zug waren als Gründungsmitglieder gesetzt und sind dies voraussichtlich auch in der kommenden Saison. Genève-Servette hat sich als Playoff-Halbfinalist wie der HCD sportlich qualifiziert.
Servette (Sparta Prag, Storhamar Dragons/No) und die Lions (Eisbären Berlin, Gap Rapaces) wurden vermeintlich leichteren Gruppen zugelost. Bern (Linköping, IFK Helsinki), Fribourg (Lulea, Lukko Rauma) und Zug (Djurgarden Stockholm, Tappara Tampere) bekommen es mit einem schwedischen und finnischen Team zu tun. Die beiden Nationen aus dem hohen Norden waren in der vergangenen Saison ab den Viertelfinals unter sich. Die KHL ist erneut nicht dabei, was sich in naher Zukunft jedoch ändern könnte. «Dann wäre es eine echte Champions League», so Del Curto. (pre/si)