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THC steht für Tetrahydrocannabinol. Dabei handelt es sich um die Substanz, die für die berauschende Wirkung des Cannabiskonsums verantwortlich ist. Der Verkauf von Hanfprodukten mit mindestens 1% THC ist verboten.
CBD steht für Cannabidiol und ist das am zweitstärksten konzentrierte Cannabinoid der Hanfpflanze. CBD - anders als THC - löst keinen Rausch aus. Daher ist es in der Regel möglich, für nicht-medizinische Produkte mit CBD eine Zulassung für den Verkauf zu erhalten - vorausgesetzt, der THC-Gehalt liegt unter 1%.
CBD-haltige Produkte
CBD-haltige Produkte können u. a. als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika inzwischen in zahlreichen Verkaufsstellen gekauft werden.
Viele Menschen versprechen sich eine therapeutische Wirkung von CBD-haltigen Produkten, beispielsweise einen positiven Effekt auf die Stimmung, den Schlaf oder gegen Stress. Diese Effekte sind bislang noch nicht ausreichend erforscht, um gesicherte Aussagen über therapeutische Effekte zu ermöglichen. Ausserdem ist es verboten, mit der therapeutischen Wirkung eines Produktes zu werben.
Tabakersatzprodukte mit CBD
Es gibt Personen, die THC-armes Cannabis (Cannabis mit weniger als 1% THC) mit Tabak vermischt rauchen: Die gesundheitlichen Risiken sind dieselben wie beim Tabakkonsum und betreffen vor allem Krebs-, Herz-, Kreislauf- und Lungenerkrankungen. Manche rauchen CBD-haltiges Cannabis auch, um den Konsum von illegalem THC-Cannabis zu reduzieren.
CBD-Tabakersatzprodukte enthalten immer noch THC - auch wenn nur in geringen Mengen: Dies kann dazu führen, dass der erlaubte Blut-Grenzwert für THC im Strassenverkehr überschritten wird.
- Falls du ein Fahrzeug lenkst, raten wir dir deswegen vom CBD-Konsum ab, da es für dich kaum abzuschätzen ist, wann du den gesetzlichen Grenzwert von 1,5 Mikrogramm THC pro Liter Blut erreichst.
Was passiert, wenn jemand mit CBD-Hanf von der Polizei angehalten wird?
CBD-Hanf und Cannabis mit einem höheren THC-Gehalt lassen sich von aussen nicht unterscheiden. Die Polizei zieht CBD-Hanf deshalb ein und lässt ihn im Labor testen.
Bis das Ergebnis bekannt ist, bekommen Erwachsene eine Busse und Jugendliche einen Termin bei einer Suchtfachstelle oder bei der Jugendanwaltschaft. Falls dann die Laborergebnisse zeigen, dass es sich dabei um CBD-Hanf handelt, wird die Busse zurückerstattet bzw. die Termine bei der Suchtfachstelle / Jugendanwaltschaft abgesagt.
Dürfen Jugendliche CBD-Produkte legal konsumieren?
Wenn das CBD-Produkt Tabak enthält, dann gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Tabakkonsum, die in jedem Kanton anders sind. Mehr dazu findest du im Artikel
Kantonale Gesetze
Enthält das CBD-Produkt keinen Tabak, gelten bisher gesamtschweizerisch keine gesetzlichen Altersbeschränkungen, d.h. wenn das Produkt legal ist, dann darf es auch von Kindern und Jugendlichen konsumiert werden.
Enthält das CBD-Produkt keinen Tabak, gelten bisher gesamtschweizerisch keine gesetzlichen Altersbeschränkungen, d. h. wenn das Produkt legal ist, dann darf es auch von Kindern und Jugendlichen konsumiert werden. Fachexpert*innen raten Kindern und Jugendlichen trotzdem vom Konsum ab, solange keine gesicherten Forschungsergebnisse über die Wirkungen vorliegen (siehe Factsheet von Sucht Schweiz und Fachverband Sucht).
CBD: Dafür oder dagegen?
Kunden wünschen sich Neuheiten und Abwechslung: Daher werden immer wieder neue Produkte lanciert. Wer diese Produkte verkaufen will, scheut sich nicht, ihre therapeutischen oder besonders wohltuenden Wirkungen anzupreisen und attraktive Marketingkampagnen zu starten, welche die Kundschaft zufriedenstellen.
Wir möchten dir empfehlen, vorsichtig und kritisch zu sein, denn es sind zwei Paar Schuhe, was die Werbung verspricht und was man am Ende bekommt. Im Fall von CBD-Produkten ist unbekannt, ob die von Konsumierenden geäusserten positiven Wirkungen allgemein gültig sind und ob der häufige Konsum von CBD-Produkten langfristig gesundheitliche Risiken birgt.
- Da noch so viel unklar ist, lautet unsere Empfehlung, mit dem Konsum von CBD-Produkten zurückhaltend zu sein, bis mehr dazu bekannt ist.
- Vom Rauchen solcher Produkte raten wir grundsätzlich ab. Durch die Verbrennung entstehen gesundheitsschädliche Stoffe – auch dann, wenn THC-armes Cannabis ohne Zugabe von Tabak pur geraucht wird.