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Durch die Lage und Form des Vierwaldstättersees konnten sich vielfältige Lebensräume ausbilden. Deshalb ist der See ererstaunlich reich an Wasserpflanzen, trotz hohem Anteil an Steilufern und verbauten Ufern. Die Bestandesdichten der einzelnen Arten sind allerdings niedrig.
Vor allem an den flachen Ufern des Vierwaldstättersees wachsen artenreiche Pflanzengesellschaften. Vom Land gegen das offene Wasser hin lassen sich vier Zonen unterscheiden.
Das Schilfröhricht bildet den Übergang vom Wasser zum Land. Vorherrschend ist das Schilf, andere typische Arten sind der Rohrkolben, der Igelkolben, verschiedene Binsenarten und die gelbe Schwertlilie. Die Wurzeln und die unteren Stängelteile dieser Pflanzen stehen ständig im Wasser.
Schwimmblattpflanzen wachsen bis in eine Tiefe von drei bis vier Metern. Ihre Blätter und Blüten schwimmen auf der Wasseroberfläche, während der Rest der Pflanze unter Wasser liegt. Bekannte Vertreter sind die weisse Seerose und die gelbe Teichrose. Eine weitere Art ist das schwimmende Laichkraut.
Die Laichkrautflur findet man in Tiefen von drei bis sieben Metern. Sie setzt sich aus verschiedenen Arten wie dem namensgebenden Laichkraut, dem Tausendblatt und der Wasserpest zusammen. Die Pflanzen bilden ausgedehnte Dickichte und bringen lediglich ihre Blüten über die Wasseroberfläche. Ein Grossteil der Tiere des Ufers lebt und ernährt sich in dieser Zone.
Ab ca. 6 bis 16 Meter Wassertiefe wachsen die blütenlosen Armleuchteralgen. Sie benötigen nur wenig Licht und überziehen den Seeboden teppichartig. Ihr Aussehen erinnert an Schachtelhalme oder wie der Name sagt an einen Armleuchter.
Karte Vierwaldstättersee (MapViewer)