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Frage:
Meine Frau erleidet sehr starke Schmerzen infolge Osteoporose und damit Zusammenbruch einiger Wirbel. Das Problem ist beim Aufstehen und wieder hinlegen ins Bett sowie beim Sitzen. Sie bekommt vom Hausarzt Novalgintropfen und Tramal Zäpfchen. Aber die Schmerzen gehen nicht weg. In Ruhelage (im Bett) sind die Schmerzen minimal.
Antwort von Prof. Dr. med. Robert Theiler:
Beim Problem der osteoporotischen Wirbelfrakturen muss abgeklärt werden, wie stark sich die Wirbelsäule verkrümmt hat. Durch die Verkrümmung der Wirbelsäule kommt es zu einer Fehlbelastung der kleinen Wirbelgelenke. Das Alter Ihrer Frau ist mir leider nicht bekannt. Bei starken Schmerzen mit Zeichen für Nervenkompressions-Syndrome muss abgeklärt werden, ob einzelne Wirbelkörper den Spinalkanal verengen und eine Spinalkanalstenose bewirken. Bei Hinweisen für sogenannte Instabilitäten (Wirbelgleiten) muss ein Mieder oder sogar Massmieder (Korsett) verordnet werden. Dies kann die Schmerzen deutlich lindern. Die Schmerzen können medikamentös wie von Ihnen beschrieben mit Novalgin-Tropfen behandelt werden, wobei eine längere Einnahme dieser Präparate bezüglich der Blutbildung problematisch sein kann. Bei starken Schmerzen empfehle ich eine niedrig dosierte Opiattherapie z.B. mit Oxycodon. Die Osteoporose sollte natürlich auch behandelt werden. In jedem Fall empfehle ich eine fachärztliche Abklärung, da bei andauernden starken Schmerzen auch andere Erkrankungen vorliegen können.