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Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) sind schwer abbaubare Chemikalien, die jahrzehntelang in der Industrie eingesetzt wurden. Die Entfernung von PFAS aus dem technischen Wasserkreislauf stellt die europäischen Wasserversorger vor Probleme. Es gibt zwar Technologien, mit denen die meisten PFAS entfernt werden können, aber sie sind nicht nachhaltig (technisch zu komplex, hohe Ressourcenintensität und der Entstehung von PFAS-haltigen Rückständen). Für EurEau ist deshalb klar, jegliche Emissionen von Chemikalien dieser Gruppe in die Umwelt müssen unter Anwendung des Vorsorgeprinzips und Vermeidung an der Quelle minimiert werden. Ein EU-weites Verbot aller PFAS-Verwendungen sei angezeigt. EurEau stellt ein Positionspapier zur Verfügung.
Die Beobachtungsliste der Trinkwasserrichtlinie wurde im Januar 2022 veröffentlicht. Es wurden neu für endokrine Stoffe Benchmarkwerte festgelegt:
Mit diesen Richtwerten soll festgestellt werden, ob die Wasserressource durch behandelte Abwässer oder andere Abwässer, die hormonaktive Stoffe enthalten, belastet ist.
Am 29. November 2021 veranstaltete die Kommission einen Workshop zur Evaluierung der Richtlinie. Der Standpunkt von EurEau ist, dass die Richtlinie gut funktioniert habe, aber kleine Verbesserungen benötigt werden, wie z.B. eine Erhöhung der Anzahl der Proben (pro Monat der Badesaison) und die Einbeziehung schädlicher Algenblüten auf nationaler/lokaler Ebene.
Der Entwurf der SAIO-Verordnung definiert die Anforderungen an die Datenerhebung vor allem für Pestizide. Das EU-Parlament schlägt vor, auch Biozide, Düngemittel, Tierarzneimittel und Antibiotika in Tierfutter einzubeziehen. Der Zugang zu solchen Daten würde das Risikomanagement im Rahmen der Trinkwassersicherheit erheblich erleichtern. EurEau arbeitet derzeit an einer Erklärung für den Trilog, in der viele der Änderungsanträge des Parlaments unterstützt werden.
Obwohl im Programm der EU-Kommission nicht ausdrücklich vorgesehen, sollte die Quecksilberverordnung 2022 überarbeitet werden. Im Fokus von Eureau ist die schrittweise Abschaffung von Zahnamalgam. Eine öffentliche Konsultation sollte in Kürze eingeleitet werden.
Eureau wurde als Partner von «Sanitation and Water for All (SWA)» aufgenommen. SWA ist eine globale Partnerschaft, die sich für den allgemeinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und angemessenen sanitären Einrichtungen einsetzt. Mehr über die Organisation erfahren Sie auf ihrer Website.
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