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Holzbein-Hannes schnitzt einen Holzengel, den er gegen ein Stück Braten dem Dorfarzt für das Wartezimmer schenken möchte. Er wird von Olga, der Köchin, abgewiesen; sie verdächtigt ihn, ihrem Gockel Bubi vergiftete Maiskolben hingelegt zu haben, die dieser aber nicht gefressen hat. Das Krähen des Gockels hat nicht nur Lieschen, die Nachbarin, in Rage gebracht, das ganze Dorf gerät in Aufruhr. In der Folge dient Holzbein-Hannes den verfeindeten Parteien als Sündenbock für alle Untaten. Der tiefe Graben zwischen Lieschen und Olga zerstört nicht nur die zarte Liebe ihrer Kinder, er bringt dem Dorf Gewalt, Brand und Tod.
Der von der Köchin verschmähte Holzengel fängt plötzlich an zu sprechen, wird zu einer hübschen jungen Frau, in die sich Holzbein-Hannes verliebt. Ein schöner Traum zuerst, doch am Schluss bleibt nur ein verkohltes Holzscheit. Der Gockel hingegen stirbt an Altersschwäche. Der Streit geht trotzdem weiter.