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Chinas Ausweg aus den DVD-Patentgebühren5. Dezember 2006 um 13:33
"Wir bauen einfach keine mehr."
"Wir bauen einfach keine mehr."
Rund 20 der führenden Hersteller von DVD-Playern haben nach einem Bericht von 'China.org' beschlossen ab 2008 keine solchen Geräte mehr zu produzieren. Ursache sind die teils erheblichen Lizenzgebühren, die seitens der chinesischen Unternehmen für die Herstellung von No-Name DVD-Playern an die Lizenzinhaber Sony, Philips, Pioneer, Panasonic, JVC, Hitachi, Toshiba, Mitsubishi Electric, Time Warner und Thompson zu entrichten sind. Während diese für Markengeräte oftmals gar nicht erhoben wurden, zahlten die Hersteller für eigene Produkte bis zu 30 US-Dollar pro Gerät.
Der staatlich verordnete Ausstieg aus der Abhängigkeit von ausländischen Patenten findet seinen Abschluss nun in dem Umstieg auf das Enhanced Versatile Disc (EVD) Format. Hier, wie bei zwei anderen Verfahren, die in der engeren Auswahl waren, liegen die Rechte bei chinesischen Firmen. EVD dient als preiswerte Alternative zu den vor allem von Hollywood bevorzugten Formaten HD-DVD und BlueRay, die den gleichen Rattenschwanz an Patenten mit sich bringen, wie zuvor die DVD.
Technisch mit der DVD verwand, sollen vor allem neu Kompressionsverfahren der EVD genügend Kapazität für Spielfilme bescheren. Die ersten 50 neuen EVD-Player wollen die in der EVD Industry Alliance zusammengeschlossenen Anbieter noch diese Woche präsentieren. Ob sich das Verfahren auch in Europa durchsetzt, dürfte vor allem von dem Verhandlungsgeschick Pekings mit den grossen Filmstudios abhängen. Vielleicht bewegt ja die Hoffnung auf eine Reduzierung der Raubkopien und regelmässiger Einnahmen aus dem Reich der Mitte die Studiobosse zu einem Einlenken. (tm)
(Foto (c) Shinko: EVD/Player)
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