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Innere Hämorrhoiden
Die inneren Hämorrhoiden liegen weiter oben im Enddarm und werden von unempfindlicher Darmschleimhaut bedeckt.
Sie bestehen aus Geflechten von Arterien und Venen und bilden kleine, sackartige Kissen. Aus den folgenden Gründen können sie anschwellen und nach aussen vorfallen:
- Bindegewebeschwäche
- Schwangerschaft bei vorbestehender Bindegewebeschwäche
- ballastarme Kost
- psychischer Stress, erhöhter Schliessmuskeldruck
Innere Hämorrhoiden verursachen häufig verschiedene Beschwerden gleichzeitig. Die folgende Zusammenstellung ist nach Häufigkeit des Auftretens geordnet:
- Blutung
- Schmerzen
- Juckreiz
- Vorfall
Alle diese Symptome sind aber nicht beweisend für das alleinige Vorliegen von Hämorrhoiden und können auch andere Ursachen haben. Insbesondere muss, wenn Blutungen vorliegen, durch den spezialisierten Arzt das Vorliegen von Mastdarm- oder Dickdarmkrebs ausgeschlossen werden.
Die Behandlung soll in leichteren Fällen medikamentös und durch Ernährungsanpassung erfolgen. Reichen diese Massnahmen nicht aus, kann häufig durch Gummibandligatur die Operation einige Zeit hinausgeschoben werden. Bei der Gummibandligatur wird an die Wurzel des Hämorrhoidenkissens ein kleines, die Durchblutung drosselndes Bändchen angebracht. Beim Vorliegen von ausgeprägten Hämorrhoiden oder bei ungenügendem Erfolg der konservativen Therapie empfehlen wir die Operation. In unserer Klinik bevorzugen wir die bewährte, geschlossene Hämorrhoidenoperation, bei der die Knoten einzeln entfernt und danach die Haut und Schleimhaut vernäht wird.
In den letzten Jahren wird eine neue und schmerzfreie Hämorrhoidenoperation angepriesen, bekannt unter dem Namen des italienischen Professors Longo. Wir stehen kritisch zu diesem Eingriff, weil er sich nur für wenige Hämorrhoiden eignet, weil die Materialkosten etwa 40-mal so hoch sind wie bei der geschlossenen Hämorrhoidenoperation und vor allem, weil nach der Longo-Methode, wenn auch nur sehr selten, schwerste verstümmelnde Komplikationen und Todesfälle aufgetreten sind.