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Die Malediven sind eine Inselgruppe im Indischen Ozean und wurden Mitte des 16. Jahrhunderts von den Portugiesen in Besitz genommen und schnell wieder vom damals dort herrschenden Sultan vertrieben. Abermals ein europäisches Land nahm die Malediven dann im 17. Jahrhundert wieder ein – die Niederlande. 1796 gerieten die Inseln dann unter britischen Einfluss nachdem die Niederlande auch Ceylon an die Briten verloren hatten. von 1887 bis 1965 waren die Malediven britische Kolonie, erhielten aber 1932 ihre erste Verfassung und wurden wieder von einem Sultan regiert. Auf der Insel Gan wurde 1942 ein Militärflugplatz gebaut, den die Royal Air Force erst in den späten 1970er Jahren wieder räumte. 1953 rief man auf den Malediven die Republik aus, doch nach einer Volksabstimmung wurde wieder ein Sultanat eingesetzt. Sieben Jahre nach der Unabhängig von Großbritannien kam der Tourismus auf den Inseln in Schwung.
Die Anfänge
Den Anfang machte eine europäische Reisegruppe, die 1972 auf eine der Inseln kam. Dadurch erkannte man im Land, dass es vielleicht günstig ist, wenn man sich auch dem Tourismus öffnet. Heute macht der Tourismus einen großen Teil der Staatseinnahme aus und bescherte den Inselbewohnern rund 22.000 Arbeitsplätze. 2010 kamen rund 800.0000 Touristen auf die Insel, wobei 77.000 aus Deutschland stammten). Auf den Inseln wird ein sanfter Tourismus betrieben, da die meisten Hotels Resorts sind und es sich hier oftmals auch um Privatinseln handelt. Diese Resorts zählen aber weltweit gesehen zu den besten Hotels, die man auf Inseln mieten kann.
Umweltschutz und Probleme
Gerade weil es sich um Inseln handelt, bringt aber auch ein sanfter Tourismus sehr viele Probleme mit sich. Die Auflagen für die Resorts-Betreiber sind in den letzten Jahren verschärft worden. Denn viele haben ungeachtet ihre Abwässer ins Meer geleitet. Und dies sorgte für eine große Umweltverschmutzung. Heute muss jedes Touristeninsel eine eigene Meerwasserentsalzungsanlage und eine Müllverbrennungsanlage haben. Der Strom dazu kommt aus Dieselgeneratoren, weil Stromleitungen auf den Inseln nicht realisierbar sind. Die Inselregierung hat auch eine Müllinsel auserkoren. Hierher wird der Müll aus der Hauptstadt und den nahegelegenen Inseln gebracht. Eine Einrichtung wie das Altöl entsorgt wird, gibt es auf den meisten Inseln nicht.