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Meerschweinchen und Kaninchen sind:
Tiere mit einem ausgesprochenen Nagetrieb. Sie haben Schneide- und Backenzähne, die ständig nachwachsen und deswegen eine kontinuierliche Abnutzung benötigen.
- Genügend Rauhfutter ad libitum geben: Heu, Stroh
- Frische Zweige z.B. von gefällten Weiden und Birken
- Brot trägt nicht zur Abnutzung der Zähne bei, die Tiere werden nur dick!
Pflanzenfresser. Als Vegetarier haben sie Gemüse, Früchte und Gräser sehr gerne.
- Salat, Grünkohl, Brokkoli, Karotten, Sellerie, Gurken, Fenchel, Orangen
- Äpfel, Tomaten, Mandarinen, Melonen, Trauen, Kiwi, Beeren, Gartenkräuter
- Löwenzahn, Petersilie, Gras, Klee, Brennnesseln, Paprika...
Das Grünfutter muss mit Mass angeboten werden, denn es kann zu Durchfall führen. Um Krankheiten zu vermeiden muss das verdorbene Grünfutter jeden Tag entfern werden.
Meerschweinchen und Kaninchen brauchen:
Wasser. Das Wasser muss täglich gewechselt werden und immer vorhanden sein. Wir empfehlen Wasser in Schalen und nicht in Trinkflaschen anzubieten.
Vitamin C. Im Gegensatz zum Kaninchen können Meerschweinchen Vitamin C nicht selber produzieren. Dieses muss über das Futter gegeben werden. Dazu eignen sich beispielsweise:
- Petersilie, Löwenzahn, Zitrusfrüchte, kommerzielle Zusätze
Mineralstoffe. Ein Nagerleckstein stellt ein wichtiger Beitrag zur optimalen Mineralversorgung dar.
Körner sind ein Leckerbissen. Meerschweinchen und Kaninchen brauchen in der Regel keine Körner, ausser Tiere, die im Winter draussen gehalten werden, sowie säugende Muttertiere und wachsende Tiere.
Generelle Informationen
- Caecotrophie: Es ist normal, dass Meerschweinchen und Kaninchen den eigenen, weichen Kot fressen. Es führt zu einer deutlich höheren Nutzung von Nährstoffe, insbesondere des Proteins und zu einer besseren Versorgung mit Vitaminen.
- Giftige Pflanzen: Herbstzeitlose, Tollkirsche, Goldregen, schwarzer Nachtschatten, Schierling, Hundpetersilie, Eibengewächse
- Heu ist wichtig für die Darmmotorik und sollte zwei bis drei Stunden vor dem Grünfutter gegeben werden.
- Meerschweinchen und Kaninchen sind neugierig. Eine abwechslungsreiche Fütterung bietet eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für die Nager, jedoch sollten sich grössere Futterumstellungen über eine Dauer von vierzehn Tagen erstrecken, um Durchfall zu vermeiden.
- Bei Fütterung von Fertigfutter sollte die tägliche Menge den Empfehlungen des Herstellers entsprechen (ein bis zwei Esslöffel pro Tier und Tag)