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Als die Titan auf eine Raumverzerrung trifft, wird sie aus dem Warp geworfen. Sie findet sich in einem Schlachtfeld wieder, in dem die zerstörten Überreste eines Schiffes treiben. Das, wie sich herausstellt, niemals eine Mannschaft hatte. Auf der Suche nach Antworten entfernt das Aussenteam den Computerkern. Nachdem das Gerät wieder hergestellt ist, wird klar, dass es sich nicht bloß um einen Computer handelt, sondern um eine Künstliche Intelligenz.
Sie gibt sich als SecondGen White-Blue zu erkennen und entstammt einer Zivilisation, die sich aus empfindungsfähigen Computern zusammensetzt. Vor geraumer Zeit waren diese Künstlichen Intelligenzen damit beauftragt worden, die erste Verteidigungslinie gegen eine zerstörerische Macht zu stellen, die so allverzehrend ist, dass Generationen um Generationen unaufhörlich Krieg geführt haben, um diesen Schrecken zurückzuschlagen. Captain Riker bietet ihnen Hilfe an, aber die Jahre des Krieges haben die KI argwöhnisch und misstrauisch werden lassen, besonders gegenüber organischen Wesen.
Aber das Blatt wendet sich. Die Macht gewinnt die Oberhand. Wenn sie freikommt, wird sie alles in diesem System zerstören. Und anschliessend seine sinnlose Zerstörung ins Herz der Föderation tragen.
Im Schweben streckte Melora Pazlar ihren Arm aus und umfasste zart und vorsichtig den Stern in ihrer Hand. Ein sanfter Glanz strich über ihre Handinnenfläche. Einen Moment lang hielt sie ihn so und dachte über die Schatten nach, die sie auf ein Dutzend Welten warf, die grosse Dunkelheit, die sie über sie gebracht hatte. Wenn sie wollte, könnte sie es sich ansehen. Ein einfacher Befehl, laut ausgesprochen. Eine Veränderung im Blickwinkel, hinab auf die staubige Oberfläche eines namenlosen Planetoiden. Ganz einfach.
"Das Problem an diesem Ort ist", sagte eine Stimme, "dass es einem leicht zu Kopf steigen kann, hier zu arbeiten."
Melora lächelte und liess die Sonne frei. Dann schwebte sie rückwärts nach unten. Mitten in der Luft drehte sie sich. Die Wände des Stellarkartografielabors der Titan umfingen sie wieder, und am Steuerpodium erblickte sie Christine Vale, die zu ihr aufsah. "Es heisst, es sei leicht, sich in der Weite zu verlieren."
Vale strich sich ein paar verirrte Haare hinters Ohr und richtete damit unbewusst eine erst vor Kurzem hinzugefügte silberne Strähne in ihrem kastanienbraunen Haar. "Als würde man dem Universum ins Auge blicken, oder?"
"Darum sind wir hier draussen." Melora schwebte sanft auf die gleiche Ebene hinunter, auf der sich der Commander befand - es war nur eine Kleinigkeit, aber sie empfand es als schlechtes Benehmen, auf einen Senior-Offizier hinabzublicken -, und näherte sich dem Podium. Der schmale Laufsteg und die offene Steuerkonsole waren die einzigen Bereiche, in denen die Schwerkraft dem Standard der Erde entsprach. Der Rest des Raumes replizierte die Mikrogravitationsumgebung, an die Melora von ihrem Zuhause auf der Kristallwelt gewöhnt war. Sie vertrug die sogenannte Standard-g-Einstellung, die auf den meisten Schiffen vorherrschte, nur schlecht, und wenn sie sich nicht im Stellarkartografielabor oder in ihrem Quartier aufhielt, war ihr Körper auf einen einschränkenden Antigravitationsanzug angewiesen, um die Belastungen auszuhalten. Die Technologie war zwar meilenweit von dem Rollstuhl oder den Exoframes entfernt, die sie in der Vergangenheit benutzen musste, aber immer noch nicht ausgereift genug, um ihr das Leben ausserhalb des Labors angenehm zu machen.
Holografische Projektionsgitter, die in den Wänden versteckt waren, erschufen skalierte Abbildungen der Sterne, der Nebel sowie aller anderen astralen Phänomene und erfüllten das Labor mit seinem eigenen kleinen Universum. Es war eine grosse Verbesserung gegenüber den früheren Versionen des Darstellungssystems, die auf den alten Schiffen der Galaxy-Klasse installiert gewesen waren. Die herkömmliche Flachbildschirmwiedergabe war von dieser Darstellung der interstellaren Tiefen abgelöst worden. Melora lächelte Vale zu. "Wollen Sie sich mir anschliessen?"