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«Die Dritte» heisst die Insel, weil sie als dritte der Azoren-Gruppe entdeckt wurde. Angra de Heroísmo gilt mit ihren prachtvollen Palästen und Kirchen und den gemütlichen Cafés als die schönste Inselhauptstadt der Azoren: Zwar wurde sie 1980 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört, danach aber so originalgetreu wieder aufgebaut, dass sie 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Stadt ist ein Paradebeispiel für die Baukunst der Renaissance.
Rund um die Insel bricht das Land steil zum Meer hin ab. Die Küste selbst ist daher rau und nur schwer zugänglich. Durch das Inselinnere führen nur wenige Wege und der ländliche Teil ist noch immer von der Landwirtschaft geprägt. Oberhalb 400 m findet man fast nur noch Viehweiden. Hier haben die Rinder das Sagen. Rund 50 000 Rinder liefern frische Milch und gutes Fleisch. Daneben züchtet man auf eigens abgesteckten Weiden auch die Stiere der Touradas. Ein Grossteil der Insel wurde für die Landwirtschaft früh gerodet. Nur noch im Westen findet man ein grösseres zusammenhängendes Waldstück.