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Gemeindammann Johannes Nüesch erbaute 1872/73 im Steinacker diese Stickfabrik für fünf Maschinen. 1896 erwarb Elise Nüesch, sie war die Witwe eines Seidenwebers, die Handstickfabrik. "Ihre Söhne Hans und Robert mussten ihr jeweilen nach der Schule beim Einfädeln helfen. Die lebhaften Knaben wären lieber herumgetollt, als 300 Nadeln einzufädeln, die jede Maschine benötigte. Mit jedem neuen "Nädlig" musste die Geduldsarbeit wiederholt werden. Erleichtert begrüssten die Knaben die neue Fädelmaschine" (Zitat aus der Zürcher Illustrierten, Nr. 46, 1932).
Nach dem Tode von Elise kam die Liegenschaft 1905 auf die freiwillige Gant. Der Meistbietende war Jakob Zurburg. Er war einer der drei letzten Handsticker in Balgach. Zwischen 1932 und 36 kam für Zurburgs Maschine das Aus.
Zwei Stickfabriken mit je 4 Maschinen gab es an der Turnhallestrasse. Früher hiess es dort "in der Wiesen". 1881 baute Jakob Schmidheiny die Scheune seines äusseren Heimwesens in eine Stickerei um. 1885 erwarb Johannes Messmer, der Sohn des Hirschenwirts, beide Heimwesen, also das Haus mit der Stickerei und die Wirtschaft z. Wiesenthal mit Scheune und Torkel. Auf das Torkelgebäude setzte Messmer 1900 einen Saal für 4 Stickmaschinen. Fürs Jahr 1903 versicherte Messmer in beiden Liegenschaften zusammen 8 Maschinen.
Die äussere Liegenschaft ging 1906 an Metzger Nüssli. Der Stickereibetrieb wurde eingestellt. Als 1919 das Wiesental mit dem nebenstehenden Keltereigebäude den neuen Besitzer Johannes Schawalder bekam, befand sich im oberen Stock nur noch eine Stickmaschine. Den verbleibenden Raum belegte nun eine Wohnung.
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