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Baku, Aserbaidschan (ots/PRNewswire) - In Aserbaidschan finden heute die Präsidentschaftswahlen statt. Während sich die Oppositionsparteien als zerstrittene Gruppe mit insgesamt neun verschiedenen Kandidaten präsentieren, profitiert der amtierende Präsident Ilham Aliyev von einer hohen Zustimmungsquote.
Eine im Vorfeld der Wahl unter 1.000 möglichen Wählern landesweit durchgeführte Befragung des angesehenen US-amerikanischen Meinungsforschungsunternehmens Arthur J. Finkelstein and Associates hat ergeben, dass die Zustimmungsquote von Aliyev bei 86 Prozent liegt. Bei Personen, die sich selbst als "regelmässige Wähler" bezeichneten, liegt sie sogar bei 90,5 Prozent.
Aliyev, der nunmehr seine dritte Amtszeit anstrebt, profitiert laut Umfrage von seiner Führungsstärke, die er beispielsweise im Umgang mit der anhaltenden Besatzung von zwanzig Prozent des aserbaidschanischen Hoheitsgebietes durch Armenien demonstriert hat.
Armenien besetzt die Region Bergkarabach und umliegende aserbaidschanische Provinzen seit zwei Jahrzehnten und verstösst dabei gegen internationales Recht sowie zahlreiche Resolutionen der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und weiterer internationaler Organisationen. Hierdurch sind über eine Million Aserbaidschaner in ihrer Heimat zu Binnenvertriebenen geworden. Das Problem ist in Aserbaidschan nach wie vor ein emotionales Thema, bei dem sich Wähler aus dem gesamten politischen Spektrum einig sind.
Zweiundachtzig Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage von Arthur J. Finkelstein and Associates an, Aliyevs Umgang mit dem armenischen Aggressionsproblem zu befürworten, und 87 Prozent sind mit den Massnahmen seiner Regierung zur Absicherung des Landes gegen den Terrorismus einverstanden. Mit dem Iran als direkter Nachbar im Süden und Russland im Norden stellt dieser Punkt eine allgegenwärtige Bedrohung dar.
Auch für seine Steuerung der Wirtschaft hat Aliyev Beifall geerntet: Mehr als die Hälfte der Befragten erklärte, das Land sei wirtschaftlich auf dem richtigen Weg. Seit Aliyev im Amt ist, floriert die aserbaidschanische Wirtschaft und verzeichnet durchschnittliche Wachstumsraten von über 13 Prozent. Zudem hat das Land von gezielten Diversifizierungsbemühungen profitiert, da Baku die reichhaltigen petrochemischen Vorkommen des Landes genutzt hat, um seine übrigen inländischen Industrien auszubauen und zu stärken.
Derweil bleibt die Opposition ein stark fragmentiertes Gebilde. Opposition und unabhängige Parteien haben insgesamt neun Kandidaten zur Wahl gestellt, deren Nominierung sich entweder als weitestgehend unvorteilhaft erwies oder deren Bekanntheitsgrad bei der Umfrage im Vorfeld der Wahl grösstenteils gen Null tendierte.
Mehr als 1.000 ausländische Beobachter verschiedener Nichtregierungsorganisationen sowie der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa und der Wahlbeobachtungsmission der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten werden die Wahl voraussichtlich mitverfolgen.
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Kontakt: Eli Hadzhieva (+32-472-485-987)