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<h2>SubmittedText<h2><p>Die "NZZ am Sonntag" vom 30. März 2014 befasste sich eingehend mit dem Medikament Ritalin und befragte dazu den Soziologen und Uno-Berater in Genf, Pascal Rudin. Dieser sagte im Interview: "Der Ritalinkonsum sollte massiv reduziert werden!"</p><p>Ritalin wird in der Schweiz zu viel, zu oft und falsch als Medikament bei Kindern eingesetzt. Es hat starke Nebenwirkungen wie Wachstumsstörungen, Appetitlosigkeit und erzeugt Suizidgedanken. Man geht zudem davon aus, dass Ritalin langfristig Parkinson begünstigen könnte, räumt man im Bericht ein. </p><p>Weiter sagt Pascal Rudin: "Ein erster Schritt, zu dem die Uno raten wird, ist die Erstellung von detaillierten Statistiken, um die Lage zu erfassen. Auch zur Diagnosepraxis wird sie sich äussern. Heute verschreiben manche Ärzte bereits nach einem halbstündigen Gespräch Ritalin. Schliesslich wird die Uno an die Kinderrechte, etwa das Recht auf Selbstbestimmung, appellieren!"</p><p>1. Ist das Interview von Sarah Nowotny mit Pascal Rudin dem Bundesrat bekannt?</p><p>2. Wenn ja, wird er dafür sorgen, dass die neuesten Berichte, Statistiken, Studien und Empfehlungen der Uno zu diesem Thema auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden?</p><p>3. Wie fortgeschritten ist der detaillierte Bericht zum Ritalinkonsum, deren Veröffentlichung der Bundesrat für die zweite Hälfte 2014 in Aussicht gestellt hat?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1./3. Das "NZZ"-Interview vom 30. März 2014 mit Herrn Pascal Rudin (Repräsentant des Internationalen Verbands Sozialarbeitender bei den Vereinten Nationen in Genf) ist dem Bundesrat bekannt. Die darin gemachten Aussagen zur Verschreibung von Ritalin in der Schweiz sind in medizinischen Fachkreisen umstritten, zumal Herr Rudin keine Angaben dazu macht, auf welche Daten er seine die Schweiz betreffenden Aussagen stützt.</p><p>Der Bericht "Leistungssteigernde Arzneimittel" in Erfüllung der Postulate Fehr Jacqueline 09.3665, der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates 13.3012 und Ingold 13.3157, der sich zum Ritalinkonsum äussert, wurde vom Bundesrat am 19. November 2014 verabschiedet (<a href="http://www.bag.admin.ch/themen/drogen/00042/00643/15108/index.html?lang=de">http://www.bag.admin.ch/themen/drogen/00042/00643/15108/index.html?lang=de</a>).</p><p>2. Der zweite, der dritte und der vierte Bericht der Schweiz zur Umsetzung des Übereinkommens der Uno über die Rechte des Kindes wurden im Juli 2012 vom Bundesrat verabschiedet. Die Berichte können auf der Website der Bundesverwaltung abgerufen werden:</p><p><a href="http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/topics/intorg/un/humun/humrtr/humrep/childr.html">http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/topics/intorg/un/humun/humrtr/humrep/childr.html</a>.</p><p>Eine Schweizer Delegation begibt sich im Januar 2015 nach Genf, um diese Berichte vor dem Uno-Ausschuss für die Rechte des Kindes mündlich zu präsentieren. In Kenntnis dieser Präsentation verabschiedet der Uno-Ausschuss seine Schlussbemerkungen, die an die Schweiz gerichtete Empfehlungen für eine bessere Umsetzung des Übereinkommens enthalten. Diese Empfehlungen werden veröffentlicht und allen interessierten Kreisen zur Verfügung gestellt. Die Schweiz muss dann innert fünf Jahren ihren nächsten Staatenbericht zur Umsetzung des Übereinkommens und insbesondere zur Befolgung der Empfehlungen des Ausschusses vom Januar 2015 abgeben.</p>  Antwort des Bundesrates.