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Der ukrainische Ex-Präsident Viktor Janukowitsch hat nach eigenen Worten Russland nicht um eine Entsendung russischer Truppen zur Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung gebeten.
In einem Schreiben an den russischen Staatschef Wladimir Putin habe er 2014 lediglich die Entsendung einer "polizeilichen Friedensmission" auf die Schwarzmeerhalbinsel Krim vorgeschlagen, sagte der heute im russischen Exil lebende Politiker am Freitag in Moskau.
In Kiew läuft jedoch gegen den Ex-Präsidenten ein Verfahren wegen Hochverrats. Hauptvorwurf ist ein von Janukowitsch verfasster Brief, der damals von russischer Seite im Uno-Sicherheitsrat präsentiert wurde. Darin hiess es, Russland solle Truppen auf die Krim schicken. Dies habe der ukrainischer Anklage zufolge Moskau als Legitimation für den Truppeneinsatz und die spätere Annexion der Krim gedient.
Janukowitsch droht bei einer Verurteilung eine bis zu 15 Jahre lange Gefängnisstrafe. In dem Verfahren sagten bislang zahlreiche Vertreter der damaligen Opposition und auch Präsident Petro Poroschenko als Zeugen aus. Janukowitsch floh nach monatelangen Protesten im Winter 2013/2014 in der Ukraine nach Russland.