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Glaubendes Gebet aus großer Schwachheit nach Ps 142
Glaubendes Gebet aus großer Schwachheit Ps 142.
König bemerkte zu diesem Psalm: "Positive Gründe dagegen, dass dieser Bittpsalm der Seele Davids auf seinen Fluchtwegen vor Saul entströmt sei, gibt es nicht." - David befindet sich in einer Höhle und wohl auch seine seele in einer Schwermutshöhle, er fühlt sich (äußerlich wie innerlich) umschlossen, eingeengt, gefangen (Ps 142:8). Da tut er das einzig Richtige: Er klammert sich an das große Du des Ewigseienden (Ps 142:4 - Ps 142:6), und was er in Ps 142:4 zum Ausdruck bringt, erinnert an das Lied der Dichterin Hedwig von Redern:
- Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;
- das macht die Seele still und friedevoll.
Er rechnet im Glauben damit, dass dieser Herr ihm helfen wird. - Wohl dem, der in dunklen Zeiten oder in düsterer Stimmung, wenn die Seele sich eingeengt und von Freunden verlassen fühlt, es macht wie David: Er schreit geradezu zum Herrn, schüttet seine Klage vor ihm aus und vertraut ihm als seiner Zuflucht. So gewinnt er neue Hoffnung.