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Moldawien gilt als ärmstes Land Europas. Leider habe ich nicht viel Zeit, um das Land zu erkunden, da ich unbedingt noch nach Transnistrien fahren möchte. Ein russophiles, abtrünniges Gebiet, das offiziell zu Moldawien gehört, faktisch aber unabhängig ist. Und so mache ich mich rasch auf den Weg, um die Hauptstadt Chisinau zu erkunden.
Nebst einigen Kirchen fallen mir die Pärke auf. Wo Leute gemütlich beisammen sitzen – oder tanzen und Sport machen. Es passt ins Klischee eines armen Staates, wo sich die Leute nicht unterkriegen lassen. Ich spaziere ein wenig durch die Stadt und treffe auf ein seltsames Gebäude, das irgendwie nicht hierher passt. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Zoo gewesen, den ich nicht finde, aber auch das hier sieht spannend aus.
Ich nähere mich der Türe und frage mich, ob ich hier hereingehen darf. Im Inneren erblicke ich einen Innenhof, der mediterran und sympathisch aussieht. Plötzlich kommt jemand und ich fühle mich ertappt. Aber statt abgewiesen, werde ich eingeladen, das Gebäude genauer anzuschauen. Ich kriege eine kleine Führung und finde mich wieder in einem Kulturprojekt, das ich eher im „Westen“ erwartet hätte. Es ist eine Art Kommune, wo es auch kulturelle Abendveranstaltungen gibt.
Heute allerdings ist nichts los und ich gehe in ein Restaurant, das mir empfohlen worden ist. Es gibt typisch osteuropäische Küche, die ich sehr gerne mag, die aber auch ein wenig exotisch ist. Schwarzbrot mit Fett, roten Zwiebeln und Dill, eine Kombination, die in Zusammenhang mit den Beilagen und Saucen durchaus gut schmeckt.