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| Theodoret von Cyrus († 466) - Kirchengeschichte (Historia ecclesiastica)

Drittes Buch [361—363]
8. Gesetze gegen die Christen
Noch tausenderlei andere Frevel wurden um jene Zeit allenthalben zu Wasser und zu Land von den Gottlosen (Heiden) gegen die Christen verübt. Dies ging um so leichter, weil auch der gottverlassene Kaiser nun öffentlich Gesetze gegen den christlichen Glauben erließ. Zuerst verbot er, daß die Söhne der Galiläer — so nannte er nämlich die Anhänger unseres Erlösers — am Unterricht in der Dichtkunst, Redekunst und Philosophie teilnehmen, „Denn”, so sagte er, „wir werden, wie es im Sprichwort heißt, mit unseren eigenen Federn verwundet. Denn aus unseren Schriften entnehmen sie die Waffen, mit denen sie den Krieg gegen uns führen.” Nach diesem Verbot erließ er noch ein anderes Gesetz, das die Galiläer aus dem Heere auszustoßen befahl.