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Was sind Orchideen?
Orchideen gehören zur Familie der einkeimblättrigen Pflanzen, den Monocotyledonen. Sie haben,
wie alle einkeimblättrigen Pflanzen, ein einziges Keimblatt und einen dreiteiligen Blütenaufbau.
Die Orchideen sind eine der grössten Blütenpflanzenfamilien. Sie wetteifern mit der Gänseblümchen-
oder Sonnenblumenfamilie, den Asteraceae (Korbblütler) um den Titel der grössten Blütenpflanzen-
familie der Welt. Gegenwärtig sind etwa 25'000 Orchideenarten bekannt und Schätzungen, basierend
auf der heutigen Häufigkeit, mit welcher neue Arten entdeckt und beschrieben werden, lassen vermuten,
dass die Zahl sogar bis 30'000 steigen wird.
Orchideen sind eine weltweit verbreitete Familie, die vom nördlichen Polarkreis bis nach Feuerland und
auf den Inseln südlich Australiens vorkommen. Nur im offenen Wasser oder in richtigen Wüsten fehlen sie.
Die kleinste Orchidee ist mit 3-4mm Grösse - so glaubt man - Bulbophyllum minutissimum (Abb. 1).
Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3
Die grössten Orchideen sind wahrscheinlich Vanillen, welche Lianen bis in die Kronen der Regenwald-
bäume bilden und zwanzig Meter oder noch länger werden können (Abb. 2). Manche tropische Orchideen
bilden auch sehr grosse Horste auf Felsen oder auf Bäumen. Aus Südostasien gibt es mehrere Berichte
von mehreren hundert Kilo schweren Grammatophyllum speciosum-Pflanzen (Abb. 3).
Was aber haben all diese unterschiedlichen Pflanzen gemeinsam, dass man sie in eine gemeinsame Familie,
die 'Orchidaceen' stellt? Antwort: Die unverwechselbare Eingenschaften, die sie von allen anderen Blüten-
pflanzen unterscheiden, liegen im Wesentlichen in ihren Blüten.