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Die Obstbranntweine fanden ab dem 14. Jahrhundert in vielen europäischen Klöstern und Abteien Verbreitung, wo sie nur für medizinische Zwecke verwendet wurden.
Die geläufigsten Obstbranntweine sind: Kirsch, Williams, Himbeergeist, Zwetschgenwasser, Mirabellenbrand, Pflaumenschnaps, Apfelbrand, Aprikosenschnaps, Quittenbrand und Vogelbeerbrand.
Die Früchte müssen eine einwandfreie Qualität haben. Für eine Flasche Schnaps braucht es beispielsweise 14 kg Williamsbirnen.
Je nach Frucht wird entweder die Gärung oder die Mazeration verwendet. Grund für diese unterschiedliche Verarbeitung ist der ursprüngliche Zuckergehalt der Frucht. Steinobst wie Kirschen, die verschiedenen Pflaumensorten sowie die Birnen gären natürlich unter dem Einfluss der in ihnen enthaltenen Hefen. Bei Himbeeren, Heidelbeeren und wilden Beeren erfordert der geringe Zuckergehalt die Technik der Mazeration. Die Destillation erfolgt meistens im Wasserbad und immer im Kupfer-Destillierkolben. Das Altern findet im Glasballon, der sogenannten «Dame Jeanne», oder in kleinen Kufen und immer vor Licht geschützt statt.
Mindestens 37,5 Volumenprozent.