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Kürzlich äusserte sich die Gattin des Schweizer Milliardärs Christoph Blocher über arbeitende Frauen. Sie hält es für eine Modeerscheinung, dass viele Frauen arbeiten gehen. Ihre Töchter sind soweit ich informiert bin übrigens berufstätig. Ich teile die Ansicht von Frau Blocher nicht. Eine Frau, die nicht gerade einen Milliardär als Ehemann hat, sollte berufstätig sein. Dies aus folgenden Gründen:
1. Die Mehrheit der Ehen wird mit der Zeit geschieden. Es lohnt sich deshalb, sich ein eigenes Einkommen und damit etwas Unabhängigkeit zu bewahren.
2. Wer einen Beruf erlernt hat, der sollte am Ball bleiben um den Anschluss an die weitere Entwicklung nicht zu verlieren. Frauen, die erst wieder ins Berufsleben einsteigen nachdem ihre Kinder erwachsen sind, haben auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Karten.
3. Eine Berufstätigkeit bringt Abwechslung und neue soziale Kontakte und ist darüber hinaus gut für das Selbstbewusstsein.
4. Gutausgebildete Frauen können mehr verdienen als ein Kindermädchen kostet.
Natürlich gibt es auch noch Gründe weshalb manche Frauen berufstätig sein müssen. Wer nicht gerade einen Milliardär als Ehemann hat, muss unter Umständen zum Lebensunterhalt beitragen und aus diesem Grund arbeiten gehen. Manche Frauen sind auch alleinerziehend. Wer sich kein Kindermädchen leisten kann, der ist auf Kinderkrippen und Ganztagesschulen angewiesen. Diese können ein Vorteil für das Kind sein. In Kinderkrippen ist ein Kind mit anderen Kindern und Betreuern zusammen und kann im Umgang mit diesen seine Sozialkompetenz steigern.
In früheren Zeiten war es übrigens normal, dass bei der arbeitenden Bevölkerung auch Frauen gearbeitet haben. Nur adlige Frauen und Frauen reicher Kaufleute mussten natürlich nicht arbeiten. Auch heute ist es immer noch eine Selbstverständlichkeit, dass die Frau eines Bauern im Betrieb mitarbeitet. Dies trotz Subventionen des Bundes für die Landwirtschaft.
Deutsche Bauersfrau im Jahr 1941 bei der Kartoffelernte in Pommern