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Am 4. Januar 2019 um 17.09 Uhr verliess eine Ryanair-Maschine den Londoner Flughafen Stansted mit einer kleinen Verspätung. Die Passagiere an Bord der Boeing 737 gingen zum Zeitpunkt des Starts davon aus, dass sie in wenigen Stunden in der griechischen Stadt Thessaloniki landen und ihr gemütliches Hotelzimmer beziehen werden. Doch die Pläne der 200 Fluggäste wurden komplett über den Haufen geworfen.
Als die Maschine über Mazedonien hinwegflog, verdichtete sich der Nebel über der Hafenstadt Thessaloniki. Dies veranlasste den Piloten dazu, nur 200 Kilometer vom Ziel entfernt die Flugrichtung zu ändern, wie der «Stern» berichtet. Der nächstgelegene alternative Flughafen befand sich in der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Von dort aus wäre ein Weitertransport der Passagiere keine problematische Sache gewesen, doch die Maschine flog einfach weiter. Auch Sofia, die Hauptstadt Bulgariens, wurde überflogen. Der Flieger landete schliesslich in Timisoara, eine Stadt im Nordwesten von Rumänien, wo Ryanair eine Basis hat. So fanden sich die Fluggäste mitten in der Nacht 800 Kilometer weit vom gewünschten Zielort entfernt und auf die Hilfe von Ryanair hofften sie offenbar vergeblich.
Die einzige Möglichkeit, welche die Airline seinen Gästen anbot, war eine 18-stündige Busfahrt nach Thessaloniki, die von einem einzigen Busfahrer durchgeführt werden sollte. 99 Passagiere weigerten sich den Bus zu nehmen und ihnen blieb nichts anderes übrig, als die Nacht am Flughafen zu verbringen. Daraufhin reagierte die griechische Regierung und schickte ein Flugzeug der Aegean Airlines, um die gestrandeten Passagiere nach Thessaloniki zu bringen.
Die Entrüstung über das Verhalten der Fluggesellschaft Ryanair wurde auf den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #boycottryanair kundgetan.