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Als Ersatz für das ausgelaufene Förderprogramm PORINFA wurden in Brasilien bisher bereits zwei Versteigerungen im Windbereich durchgeführt. In 2009 wurden Projekte mit einer Gesamtkapazität von 1.‘800 MW durch die Regulierungsbehörde ANEEL unter Vertrag genommen. Im vergangenen Jahr waren es über 2‘000 MW. Der durchschnittliche Angebotspreis lag 2010 bei BRL 134/MWh (US-Dollar 75.4/MWh) und war somit niedriger als der im Vorjahr. Betreiber, die bei den Auktionen berücksichtigt worden sind, erhielten einen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement) mit einer Laufzeit von 20 Jahren.
Erhebliche Investitionen notwendig
Das hohe Wirtschaftswachstum und die damit verbundene hohe Wachstumsprognose des Energiemarktes machen in Brasilien insbesondere im Bereich der Stromerzeugung erhebliche Investitionen notwendig. Bisher wird vor allem die Wasserkraft zur Energieerzeugung genutzt (über 70 Prozent im Strombereich). In diesem Kontext kann die Windenergie einen besonderen Beitrag zum Ausgleich jahreszeitabhängiger Schwankungen leisten. Insbesondere dann, wenn die Wasserstände in den Staubecken niedriger sind, verfügt das Land über ein hohes Windaufkommen. Vor diesem Hintergrund konnte sich der brasilianische Windmarkt zu einem der dynamischsten der Region entwickeln. Prognosen gehen für 2012 von einer kumulierten installierten Kapazität von 2‘750 MW aus. Derzeit wird angenommen, dass ca. 900 MW an Leistung installiert sind.
Auch Biomasse und Wasserkraft
Das Energieministerium plant zukünftige Versteigerungen im Bereich der Stromerzeugung gemeinsam mit anderen Technologien durchzuführen. Neben der Windenergie werden dann auch Biomasseprojekte, konventionelle Gaskraftwerke sowie Wasserkraftwerke über diesen Modus vergeben. Für jede ausgeschriebene Technologie werden im Vorfeld Quoten vergeben. Somit stehen sie nicht in einem direkten Wettbewerb zueinander.
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Weitere Informationen: Empresa de Pesquisa Energética (EPE)>>