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Laura Dahlmeier gewinnt bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nach dem Sprint auch das Verfolgungsrennen. Lena Häcki stösst von Startplatz 26 in den 8. Rang vor.
Dahlmeier siegte nach nur einem Schiessfehler im Alpensia Centre überlegen und verwies Anastasiya Kuzmina um 29,4 Sekunden auf Platz 2. Die Slowakin, als 13. gestartet, gewann den Zielsprint um Silber gegen die Französin Anaïs Bescond. Dahlmeier bescherte Deutschland im dritten Biathlon-Wettkampf in Südkorea das dritte Gold. Die 24-jährige Bayerin ist die erste Biathletin überhaupt, die bei Olympia sowohl den Sprint als auch die Verfolgung gewinnen konnte.
Beste Schweizerin wurde Lena Häcki als Achte (drei Strafrunden). Die Engelbergerin stiess von Startplatz 26 dank einer starken Laufleistung (elftbeste Zeit) in einen Diplom-Rang vor. Als Bestresultat in diesem Winter steht für Häcki im Weltcup bislang ein 11. Rang zu Buche. Lediglich einmal war sie auf höchster Stufe besser klassiert gewesen als nun beim Saison-Highlight in Pyeongchang - Anfang Dezember 2016 als Vierte in der Verfolgung von Östersund.
16. Platz für Cadurisch
Irene Cadurisch lag bei Halbzeit nach zwei fehlerlosen Liegendschiessen im 3. Zwischenrang. Beim ersten Stehend-Anschlag blieben jedoch gleich drei Scheiben stehen. Am Ende klassierte sich Cadurisch als zweitbeste Schweizerin im 16. Rang.
Nur zwei der fünf Biathletinnen des Schweizer Olympiateams gehören nicht zu den Gasparin-Schwestern. Mit den Namen Gasparin wird der Frauen-Biathlon hierzulande in Verbindung gebracht, insbesondere seit Selina mit zwei Weltcupsiegen und Silber an den Spielen in Sotschi prestigeträchtige Erfolge feierte, Elisa vor vier Jahren ein olympisches Diplom gewann und Aita bei Staffel-Einsätzen die Familien-Story möglich machte. In Pyeongchang sorgen nun aber die "Nicht-Gasparins" für Aufsehen.
Zunächst gelang Irene Cadurisch am Samstag im Sprint mit dem 8. Rang ein Coup - für diese Klassierung wird noch das letzte olympische Diplom ausgehändigt. Nun doppelte Lena Häcki in der Verfolgung als Achte nach und machte das Glück in der Wohngemeinschaft perfekt. Die beiden belegen im olympischen Dorf ein Appartement und öffneten die Türe vor Beginn der Spiele für Journalisten im Rahmen einer Besichtigung. Damals hätte kaum einer gedacht, dass die beiden Frauen auch mit ihren sportlichen Leistungen in den Fokus geraten würden.
"Jetzt können wir zwei Diplome aufhängen", freute sich Cadurisch, eine der ersten Gratulantinnen von Häcki. Die Engelbergerin verneinte, in den vergangenen Tagen Neid verspürt zu haben. Sie gratulierte Cadurisch nochmals, bevor sie für sich sprach: "Ich freue mich riesig. Es ist ein geniales Gefühl."
Elisa Gasparin wurde in der Verfolgung vom Montag 35., ihre ältere Schwester Selina klassierte sich im 39. Rang. Beide mussten fünfmal in die Strafrunde.
SDA-ATS