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Federica Brignone kürt sich zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Méribel und Courchevel zur ersten italienischen Kombination-Weltmeisterin. Wendy Holdener gewinnt Silber. Mikaela Shiffrin entgleitet der Sieg kurz vor dem Ziel.
Brignone war im Super-G klar die Schnellste und verblüffte im Slalom mit der zweitbesten Zeit. In der Endabrechnung verwies sie Holdener um mehr als anderthalb Sekunden auf den 2. Platz. Bronze ging überraschend an die österreichische Speed-Spezialistin Ricarda Haaser.
Brignone, Holdener und Haaser profitierten vom Ausfall von Mikaela Shiffrin. Die amerikanische Topfavoritin, die am letzten Grossanlass, den Olympischen Spielen 2022 in Peking, entgegen aller Erwartungen ohne Medaille geblieben war, verpasste im Slalom auf Goldkurs liegend das drittletzte Tor. Petra Vlhova, eine weitere starke Allrounderin, verzichtete auf einen Start.
Gisin enttäuscht, Gut-Behrami verzichtet
Nicht zuletzt durch Shiffrins späten Patzer hätte Michelle Gisin in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Die Olympiasiegerin aus Engelberg kam jedoch in beiden Läufen nicht auf Touren und verpasste die ersten drei als Sechste um mehr als eine Sekunde. Nach dem Super-G war Gisin im 14. Rang gelegen, einen Platz vor Holdener.
Lara Gut-Behrami reihte sich am Morgen auf Platz 2 ein. Die günstige Ausgangslage stimmte die Tessinerin aber wie erwartet nicht um, zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder einen Slalom zu bestreiten.
Brignone die erste und älteste
Brignone, Dritte in der Olympia-Kombination 2022 und Gesamtweltcupsiegerin 2020, avancierte zur ersten italienischen Kombinations-Weltmeisterin. Mit 32 Jahren ist sie ausserdem die älteste Weltmeisterin in der schleichend untergehenden Disziplin, die in diesem Winter zwar noch zum WM-Programm gehört, im Weltcup aber seit drei Jahren nicht mehr stattfindet.
Den Grundstein zum Triumph legte die Mailänderin im Super-G, in dem sie die Konkurrentinnen um mindestens sieben Zehntel distanzierte. Noch verblüffender trat Brignone indes im Slalom auf. Einzig Holdener war in diesem um einige Hundertstel schneller als die Allrounderin, die im Weltcup nur sporadisch zwischen den engen Toren antritt.
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