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Ausgehend von dem Angriff, "der sich auf die Erdölpreise auswirken könnte", habe er, falls erforderlich, die Freigabe genehmigt, twitterte er. Die Menge habe er noch nicht festgelegt. Aber sie werde ausreichend sein, "um die Märkte gut zu versorgen".
Er habe zudem die zuständigen Behörden informiert, um die Genehmigungsverfahren für die Erdölpipelines in Texas und anderen Staaten zu beschleunigen.
Die strategischen Erdölreserven der USA umfassen nach Angaben des US-Energieministeriums rund 630 Millionen Barrel. Saudi-Arabien produzierte der Opec zufolge im vergangenen Monat rund 9,8 Millionen Barrel Erdöl pro Tag. Zuvor hatte bereits das US-Energieministerium mitgeteilt, im Falle von Engpässen seien die USA zur Freigabe von Erdölreserven bereit.
Die Erdölpreise sprangen am Sonntag bei der Markteröffnung deutlich nach oben - der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent um mehr als 19 Prozent auf 71,95 Dollar. Bei US-Leichtöl musste mehr als 15 Prozent, also 63,34 Dollar, für ein Barrel bezahlt werden.. Nach den Äusserungen Trumps schrumpften die Preisanstiege umgehend auf etwas über zehn Prozent zusammen.
Die Drohnenangriffe auf die Ölraffinerie in Saudi-Arabien liessen die Erdölproduktion in dem Königreich einbrechen. Die Produktionsmenge sei infolge der "terroristischen Attacken" um 5,7 Millionen Barrel auf etwa die Hälfte des üblichen Volumens pro Tag eingebrochen, hatte die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA berichtet. Obwohl sich die Huthi-Rebellen im benachbarten Jemen zu den Angriffen bekannten, machten die USA den Iran dafür verantwortlich. Teheran bestritt jegliche Beteiligung.
Die USA untermauerten unterdessen ihren Vorwurf, dass der Iran hinter den Angriffen auf die Erdölanlagen Saudi Arabiens steckt. Es gebe Hinweise, dass die Flugkörper aus west-nordwestlicher Richtung und damit aus Richtung des Iran gekommen seien - und nicht aus südlicher Richtung aus dem Jemen, sagte ein US-Regierungsvertreter am Sonntag (Ortszeit). Saudi-Arabien habe zudem darauf hingewiesen, dass es Anzeichen gebe, dass auch Marschflugkörper bei den Attacken eingesetzt worden seien. An den Erdölanlagen seien 19 Einschlagspunkte gezählt worden.
(SDA)