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Mittlerweile halten erste Vorzeichen des Sommers Einzug in Brugg und verkünden das Ende der Winterzeit und der damit verbundenen Grippesaison. Eine Grippe lässt sich heutzutage glücklicherweise meistens innerhalb von ein bis zwei Wochen auskurieren,. Doch das war nicht immer so. Die wohl ursprünglich aus Asien stammende sogenannte Spanische Grippe, welche gegen Ende des Ersten Weltkrieges Europa erreichte und mehr Tote forderte als das vorausgehende Kriegsgeschehen, zählt als grösste demographische Krise des 20. Jahrhunderts – auch in der Schweiz! Das Wüten dieser Krankheit forderte vor hundert Jahren, zwischen Juli 1918 und Juni 1919, schweizweit 24‘449 Tote, wovon vor allem die junge Bevölkerung betroffen war. Auch der Aargau mit 750 Opern blieb nicht verschont, trotz zeitweiliger Schliessung der Schulen und Versammlungsverboten der Aargauer Regierung, welche beispielsweise die Durchführung von Märkten oder den Besuch von Theater- und Tanzveranstaltungen sowie von Gottesdiensten betrafen. Allein in Brugg wurden im Oktober 1918 rund 767 Fälle von an der Spanischen Grippe erkrankten Personen gemeldet. Der Kontext der Epidemie, ihr Verlauf und die Folgen für Brugg wird uns der Historiker Titus J. Meier in seinem Vortrag am 2. Juni erläutern. Die Spanische Gruppe fand in den Schweizer Medien ein starkes Echo. In der Wechselvitrine des Museums können anschliessend an die Veranstaltung diverse Zeitungsartikel und -ausschnitte der Brugger Presse aus den Jahren 1918 und 1919 näher studiert werden. Vom grossen Sterben zeugen sowohl fassungslose Anzeigen als auch allerlei Werbetexte für obskure Heilmittel.
02.06.2019
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