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Der Film «Zulu» zeigt, wie Südafrika von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Ein Film über Selbstjustiz, Vergebung und die Frage nach Gerechtigkeit.
Willst du Frieden mit deinen Feinden haben, dann arbeite mit deinen Feinden – und sie werden deine Partner», sagte Nelson Mandela einst. Nach diesen Leitworten lebt Ali Sokhela (Forest Whitaker) im Film Zulu, ein schwarzer Kriminalkommissar, in Kapstadt. Sokhela zur Seite steht sein Partner Brian Epkeen (Orlando Bloom), dessen Leben zusammengehalten wird von One-Night-Stands und Alkohol. Die beiden Partner haben wenig gemeinsam, einzig vereint in der Geschichte des Landes, die sich in beiden Leben wiederspiegelt.
Die Handlung beginnt mit dem Fund der Leiche einer jungen Frau. Die Nachforschungen führen die beiden in die umliegenden Townships und auf die Spuren des organisierten Drogenhandels. Bald wird aber klar, dass hinter den Drogen mehr steckt. Der Begriff «Project Coast» fällt: ein gerüchteumwobenes Projekt aus der Zeit der Apartheid, das ursprünglich chemische und biologische Waffen zur Verteidigung entwickeln sollte und später die Dezimierung der schwarzen Bevölkerung zum Ziel hatte.
Die beiden Hauptprotagonisten arbeiten sich der Wahrheit langsam entgegen. Dass dabei die legalen Mittel nicht ausreichen, nimmt Epkeen in Kauf, während Sokhelas Mantra der Vergebung angesichts der bitteren Realität langsam zu verstummen beginnt. Der Film erzählt die Handlung mit viel Tempo, wobei es an unvorhergesehenen Wendungen nicht mangelt. Gewalt ist nicht nur ein Thema, sondern wird gezeigt. Ob nun Selbstjustiz vertretbar ist, Vergebung als Fundament einer funktionierenden Gesellschaft ausreichend Stabilität gibt und sich der Kampf für Gerechtigkeit lohnt, das sind Fragen, die der Film anspricht. Eine abschliessende Antwort darauf gibt er nicht, zum Nachdenken darüber regt er aber allemal an.