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Es war vor drei Jahren, als der Verein Nos Oiseaux die ersten Fischadler-Küken aus Schottland auf dem Areal der Strafanstalten von Bellechasse in Galmiz aufzog. Gross und stark genug, zogen sie noch im selben Jahr Richtung Afrika. Nun erwartet der Westschweizer Verein die Greifvögel zurück. Denn Fischadler bleiben ihrer Heimat treu: Als ausgewachsene Tiere kehren sie für die Fortpflanzung immer dorthin zurück, wo sie ihre Flügel drei bis vier Jahre zuvor zum ersten Mal aufgeschlagen haben. Wie der Verein nun auf seiner Website schreibt, ist alles bereit für die Rückkehr: «Wir haben in der Drei-Seen-Region sieben prächtige Nester gebaut und ein weiteres renoviert.» Es sei wichtig, dass der Fischadler bei seiner Ankunft eine Auswahl an Nestern vorfindet. Weitere Nester in Bäumen an bester Lage würden folgen. «Auch wenn es gut sein kann, dass sich der eine oder andere Greifvogel sein Nest lieber selber baut.»
Der Verein verfolgt das Ziel, den Fischadler in der Schweiz wieder anzusiedeln. Die letzte Brut von Fischadlern in der Schweiz stammt aus dem Jahr 1914. Für ihr Verschwinden waren Wilderer und Eiersammler verantwortlich. Heute ist der Fischadler geschützt.
Die Methode, Küken für die Wiederansiedlung an einen neuen Ort zu bringen, hat sich bereits andernorts bewährt. 2015 importierte der Verein Nos Oiseaux sechs Fischadler-Küken aus Schottland. 2016 folgten zwölf Küken aus Deutschland und Norwegen. 2017 waren es erneut ein Dutzend junge Fischadler aus Deutschland und Norwegen, die der Verein auf dem Areal der Anstalten von Bellechasse aufzog.