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Der Arbeitgeber muss schwangeren Frauen die erforderliche Zeit zum stillen freigeben. Nur wenn die Frauen im Betrieb stillen, gilt die gesamte Zeit, die für das stillen aufgewendet wird als Arbeitszeit, sonst nur die Hälfte.
Da das Arbeitsgesetz schwangeren Frauen verbietet mehr als 9 Stunden zu arbeiten, muss der Arbeitgeber die Sollarbeitszeit herabsetzen, damit keine Minusstunden generiert werden.
Die maximale wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt 50 Stunden. Nur in Ausnahmefällen darf diese Höchstarbeitszeit überschritten werden. In einem Jahr dürfen die Überzeitstunden, das heisst diejenigen Stunden über 50 Stunden pro Woche, nicht mehr als 140 Stunden betragen.
Das Arbeitsgesetz gilt für alle Angestellten, die nicht in leitender Stellung sind. Zu den Ärzten in leitender Stellung zählen Chefärzte und Leitende Ärzte, sofern sie Budgetverantwortung für einen ganzen Betriebsteil haben, ihre Sprechstunde selber organisieren, selbständig Personal anstellen dürfen und Privathonorare erzielen dürfen. Die Bezeichnung leitende Ärzte alleine reicht nicht, um die Unterstellung unter das Arbeitsgesetz zu umgehen.
Die Pause zählt nur dann zur Arbeitszeit wenn sie im Betrieb verbracht werden muss. Mittagspausen, die automatisch abgezogen werden, obwohl keine Möglichkeit bestand diese zu nehmen, müssen nachträglich als Arbeitszeit gewertet werden.
Als Überstunden gelten alle Stunden zwischen dem vertraglichen Arbeitspensum und 50 Stunden pro Woche. Alles über 50 Stunden pro Woche ist Überzeit und muss zwingend mit einem Zuschlag ausbezahlt werden, sofern die Stunden nicht kompensiert werden können.