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Vulkanianische Eruptionen
Nach Intervallen von 5 bis 10 Stunden hörten die Eruptionen für etwa 5 bis 15 Minuten auf. Während dieser Pausen erstarrte wohl das hoch viskose Magma im Schlot weiter, doch kam es dadurch anschliessend zu umso heftigeren Ausbrüchen, welche den Förderschlot erneut ausräumten. Die erste Folge von 6 Bildern zeigt einen typischen Ablauf; sie enstand innerhalb von genau 2 Minuten am 23. November mittags. Der an Kanonenfeuer erinnernde Lärm schmerzte in den Ohren. Nachts waren diese vulkanianischen Eruptionen weniger spektakulär, weil die Bomben dunkler waren und weniger leuchteten.
Beginn einer vulkanianischen Sequenz mit einem kleineren Ausbruch. Erste Blöcke fallen auf die Ostflanke des Kegels.
Nach 50 Sekunden beginnt die Hauptphase der Eruption: unzählige Bomben sind in der Luft erkennbar.
Bomben fallen überall auf die Kegelflanken, manche sogar ins Meer (vergrössert im Kasten).
Auch der alte Kraterrand rechts wird von Bomben erreicht: Dort standen wir nur wenige Stunden zuvor!
Die ganze Westflanke wird von Glutlawinen und Felsstürzen verdeckt, von denen manche das Meer erreichen (Kasten).
Eine pilzförmige Aschewolke steht über dem Kegel, während weiterhin Bomben auf die Flanken stürzen.
Nach zehn Minuten haben zwei Aschewolken die obere Troposphäre erreicht und werden vom Wind ostwärts getrieben.
Eine weitere, kleinere vulkanianische Eruption ereignet sich im warmen Abendlicht am 23. November.
Felsstürze und Entwicklung einer weiteren Pilzwolke. Beachte Dutzende von Bomben am Himmel links.
Eine vulkanianische Eruption ereignet sich um 23 Uhr am 24. November: beachte Impakt ins Wasser links unten.
Etwa 30 Sekunden nach Eruptionsbeginn verhüllt Staub der Bombenimpakte den Kegel; rechts Buschbrände.
Eruption um 3 Uhr morgens am 24. November: Dutzende Impakte auf dem alten Kraterrand rechts.
|Fotos Marco Fulle,von Rakata Island aus am 23. und 24. November 2007, etwa 5 km SSE von Anak Krakatau. 16mm, 50mm und 135mm-Objektive.|