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Das Device punktet mit seiner Bewegungsfreiheit von 255 Grad in alle Richtungen, wodurch sich auch schwer zugängliche Organe erreichen lassen. Der Tentakelarm ist im Rahmen des EU-Projekts «Stiff-Flop» entwickelt worden. Das Design wurde in der Zeitschrift «Bioinspiration and Biomimetics» veröffentlicht.
Stabilität durch Kaffee-Granulate
Der Roboterarm ist 14 Zentimeter lang und drei Zentimeter breit. Der aktuelle Prototyp besteht aus zwei Teilen, die über drei zylindrische Kammern verfügen, in die Luft gepumpt wird. Dadurch kann der Arm verlängert, gebeugt sowie dessen Neigung verändert werden. Im Zentrum befindet sich eine weitere Kammer, die mit Kaffee-Granulaten gefüllt ist.
Vorbild: Oktopusarme. /
Wird die Luft aus diesem Bereich ausgesaugt, pressen sich die Granulate zu einer festen Masse zusammen. Das sorgt für die Stabilität des Roboterarms.
Der Roboter schlängelt sich ähnlich einer Tentakel um das gewünschte Objekt und stabilisiert es somit. Die chirurgischen Instrumente befinden sich an der Spitze. «Traditionelle Operationen erfordern meist eine Vielzahl an spezialisierten Instrumenten wie Greifzangen, Retraktoren, Dissektoren und Bildverarbeitungssystemen», erklärt Tommaso Ranzani von der Sant'Anna School of Advanced Studies. Der Tentakelarm könnte die Zahl der Instrumente wesentlich verringern und Operationen vereinfachen. Bisher ist das Device noch nicht an menschlichen Organen getestet worden. Erste Versuche gab es mithilfe von wassergefüllten Ballons.