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Der Prinz zieht sich nach dem Tod seiner Gattin für einige Wochen
in ein Kloster zurück.
Wenn er die Orange zerteilt, achtet er drauf, darauf,
dass ihm der Saft nicht den weissen Kragen und die Manschetten, die
er ohnehin jeden Tag wechselt, bespritzt.
Denn er ist nervöser als sonst schon,
weil er die Stadt so plötzlich verlassen musste und in dieses Kloster
herausziehen musste,
05 wo es nur Mönche gibt, die mit Blicken seine Seele zu retten versuchen.
Aber das ist doch besser, als in dem feuchten Palast zu bleiben
und sich wie Pastetenfleisch von der Jammertunke von fünfzig Frauen
immeneu
immer übergiessen und ganz durchtränken zu lassen.
Hier ist es wenigstens trocken,
10 und niemand verlangt von ihm Trauer um das Mädchen, das er nur förm-
lich gekannt hat.
(Im Bett braucht man gottseidank nicht zu sprechen.)
Hier kann er, nachdem die wenn die Sonne hinter den baumlos erstarr-
ten Wogen unterging, zusehnschaun
wie man das einzige Rosenbeet mitten im Kohlplatz wässert,
und kann dann, damit man sein Gähnen nicht sieht, hineingehen und ge-
nau darauf achten,
15 dass ihm beim Zerteilen der Orange der Saft nicht den Kragen und die
Manschetten bespritzt,
die er ohnehin jeden Tag wechselt.
1955