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Kenia
Handicap International unterstützt besonders schutzbedürftige Menschen in Kenias Flüchtlingslagern. Weitere wichtige Bereiche unserer Arbeit sind der Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern, die Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit und der Chancen auf Arbeit sowie die Stärkung der politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
Flüchtlingslager Dagahaley, HI Kenia | © B. Blondel / HI
Laufende aktivitäten
Im Flüchtlingslager Dadaab im Nordosten von Kenia leben aktuell 235.269 registrierte Geflüchtete und Asylsuchende (Zahlen des UNHCR, Januar 2018). Im Camp in Kakuma, im Nordwestem von Kenia, leben mehr als 147.000 Geflüchtete (Zahlen des UNCRH, Januar 2018). HI arbeitet in beiden Camps und bietet Reha-Versorgung für besonders schutzbedürftige Menschen an, vor allem für Menschen mit Behinderung. Außerdem verteilt HI Mobilitätshilfen wie Krücken und Rollstühle und sorgt dafür, dass auch besonders schutzbedürftige Menschen Zugang zu humanitärer Hilfe bekommen. Zudem bildet HI Teams aus, um die Bedürfnisse der besonders Schutzbedürftigen zu erfassen.
HI kämpft in Kenia gegen sexuelle Gewalt an Kindern – vor allem an Kindern mit Behinderung. Unsere Fachkräfte klären Kinder, Familien, andere Hilfsorganisationen sowie lokale Autoritäten über ihre Rechte nach der UN-Kinderrechtskonventon und der UN-Behindertenrechtskonvention auf und helfen den Überlebenden und ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten, sofortige und langfristige Hilfe zu bekommen.
Die Aktionen haben zum Ziel die gesundheitlichen Rahmenbedingungen für Mütter, Neugeborene und Kleinkinder zu verbessern. HI bildet lokale NGOs aus, wie man effektiv Mütter und Babys ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen in Nairobi versorgen kann, insbesondere Menschen mit Behinderung.
Hintergrund
Kenia ist eine ehemalige britische Kolonie, die 1963 die Unabhängigkeit erlangte. Nach gewaltsamen Unruhen in Folge der Wahlen von 2007/2008 scheint das Land, trotz der Terrorgefahr, die weiterhin aus dem Osten nahe der somalischen Grenze besteht, wieder einen gewissen Grad an Stabilität erreicht zu haben.
Anfang 2017 führte eine Dürre dazu, dass sich der Zustand in den trockenen Regionen Kenias stark verschlechterte. Das führte zu einer erhöhten Nahrungsunsicherheit und einem schlechteren Gesundheits- und Ernährungszustand zu einer Zeit, in der auch die politische Situation unstabiler wurde. In diesem Kontext ist das Wohlergehen von Menschen mit Behinderung und anderen besonders schutzbedürftigen Menschen besonders bedroht. Auch der Zugang zu Bildung und Gesundheitsleistungen ist gefährdet.
Das Land beherbergt eine große Zahl an Geflüchteten, die vor allem in den östlichen und nord-westlichen Regionen leben. Diese besonders schutzbedürftgen Menschen brauchen medizinische Versorgung und Lebensmittel. Menschen mit Behinderung, die in solch einer Situation lebe,n haben mit zusätzlichen Herausforderungen zu kämpfen.