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Wenn das Pantheon zur gigantischen Camera Obscura wird
Das Pantheon in Rom ist auch eine gigantische Camera Obscura. Das ist die Idee hinter der Installation „InsideOut“, die Cosimo Scotucci für das 2000jährige Bauwerk vorschlägt. Mit ihr soll dem Lockdown und der Corona-Pandemie gedacht werden. Er will sie den Menschen und „ihrem Mut und ihrer
Ausdauer“ in jener Zeit widmen.
Quelle: Gabriella Clare Marino, Unsplash
Das Pantheon in Rom: einst ein Tempel, später eine Kirche und schliesslich eine temporäre Camera Obscura zum Gedenken an den Lockdown und das Coronavirus?
Quelle: djedj, Pixabay-Lizenz
Das Oberlicht des Pantheons soll für die Installation abgedeckt werden.
Quelle: Giovanni Battista Piranesi, Wikimedia, gemeinfrei
Querschnitt des Pantheons. Radierung von Giovanni Battista Piranesi (1756 (?)-1810) um 1790.
„Drinnen bleiben zu müssen ist nicht einfach, aber wir haben es für ein grösseres Ziel getan“, schreibt der Architekt dazu. Es sei eine Zeit der Innenschau gewesen. „Manche haben ihr Selbst ergründet, manche haben ein neues Selbst entdeckt.“ Man habe erkennen müssen, das eine Kleinigkeit ausreiche, um die Welt aus den Angeln zu heben.
„InsideOut“ soll diese Gedanken visualisieren. Das geschieht, in dem Scotucci das Pantheon zu einer gigantischen Camera Obsura umfunktioniert: Er will dazu das Oberlicht der Kuppel mit einer Scheibe von acht Metern Durchmesser, deren Mitte mit einem 12 Millimeter grossen Loch versehen worden ist, abdecken. Mit Hilfe einer Kamera soll dann der je nach Tageszeit und Wetter sich wandelnde Himmel über dem Pantheon ins Innere projiziert werden. (mai)