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An der Studie beteiligt waren die «University of Virginia» sowie das «Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften». Das Hormon Oxytocin stärkt Vertrauen und fördert soziale Bindungen. Seine Produktion wird angekurbelt bei Blickkontakt, Empathie oder angenehmen Berührungen. Für ihre Studie beobachteten die Wissenschaftler eine Freispiel-Interaktion zwischen Müttern und ihren fünf Monate alten Kindern. «Bei diesem Besuch und etwa ein Jahr später, als das Kind 18 Monate alt war, haben wir sowohl bei der Mutter als auch beim Säugling Speichel gesammelt», erklärt Kathleen Krol von der «University of Virginia». «Wir fanden heraus, dass die epigenetischen Veränderungen in der DNA der Säuglinge durch die Qualität des mütterlichen Engagements vorhergesagt wurden. Haben sich Mütter in der Spiel-Interaktion mit ihren Kindern besonders eingesetzt und gekümmert, zeigte sich dies ein Jahr später an einer veränderten DNA-Methylierung des Oxytocin-Rezeptorgens. Ein höheres mütterliches Engagement hat also das Potenzial, das Oxytocin-System bei menschlichen Nachkommen hochzuregulieren», erklärt die Wissenschaftlerin.
Die Ergebnisse der Studie deuten klar darauf hin, dass sich besondere Zuwendung positiv auswirkt. Kinder sind auf diese frühen, grundlegenden Interaktionen angewiesen, die es ihnen letztendlich erleichtern, sich mit anderen zu verbinden und zu beschäftigen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Elternschaft für die Förderung generationenübergreifender Gesundheit.
Meldung aus factum 09/2019.