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Am Mittwoch stellten die Regierungen der beiden Basel eine neue Version des S-Bahn-Projekts «Herzstück» vor. Mitgearbeitet hat auch das Architektenbüro Herzog und de Meuron. Sie waren dafür zuständig, das ganze Projekt in einen städtebaulichen Zusammenhang zu stellen.
Geplant ist unter anderem eine S-Bahn-Station in der Mitte der Stadt. Dies sei von grosser Wichtigkeit, betont Pierre de Meuron: «Wird dieses Zentrum von der S-Bahn umfahren, dann wird die Innenstadt zu einem gallischen Dorf». Ausserdem gebe es im Stadtzentrum viele leere Büroflächen. «Meistens ist die Begründung dafür, dass es zu wenig Parkplätze gibt», so de Meuron. Mit einem S-Bahn-Anschluss wäre dieses Problem gelöst.
Zwei Basler Bahnhöfe
Gut vorstellen könnte sich Pierre de Meuron auch, dass es in Zukunft nicht nur einen, sondern zwei Basler Bahnhöfe gibt. Den bisherigen Bahnhof SBB und den Badischen Bahnhof. Auch diesen könnten die Basler als Hauptbahnhof nutzen mit internationalen Verbindungen von und nach Deutschland, sowie eine Weiterfahrt nach Zürich und in andere Städte. Diese Idee ist im Projekt allerdings nicht explizit vorgesehen.
Angedacht ist dafür, dass der Basler Bahnhof ein neues Gesicht erhält. Unter anderem mit einem neuen Platz. Anstelle der Margarethenbrücke könnte eine neue Brücke gebaut werden, von der Grösse eines eigentlichen Stadtplatzes. Über diesen Margarethen-Platz würde ein neuer grosser Zugang zum Bahnhof SBB entstehen.
Die Idee erinnert an ein anderes Projekt, das vor vier Jahren aktuell war: Den Central Park. Hier sollten die Zuggeleise von einem Park überdeckt werden. Die Central-Park-Initianten warfen Herzog und de Meuron deswegen vor, die Idee sei geklaut. Pierre de Meuron wehrt sich gegen diesen Vorwurf: «Das kann ich nicht nachvollziehen. Das sind zwei völlig verschiedene Projekte. Wir planen einen Platz und keinen Park», so de Meuron.
Dass sich das Gesicht des Bahnhofs ändert sei dringend nötig. «Der Bahnhof, wie er heute daher kommt, ist ein Krüppel. Ich schäme mich manchmal richtig dafür.»