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Stan Wawrinka sorgt am Australian Open in Melbourne für ein Ausrufezeichen. Der Waadtländer schlägt in den Achtelfinals die Weltnummer 4 Daniil Medwedew aus Russland 6:2, 2:6, 4:6, 7:6 (7:2), 6:2.
Zu Beginn und in der Endphase der Partie war Wawrinka der dominante und klar bessere Spieler. Dazwischen hatten der Schweizer zu leiden, als Medwedew bewies, warum er der grosse Aufsteiger der letzten Monate und die Nummer 4 der Weltrangliste ist.
Die Wende zum Guten kam für Wawrinka im Tiebreak des vierten Satzes, nachdem er zuvor drei Durchgänge lang nur zu einer einzigen Breakchance gekommen war. Der Schweizer ging in der Kurzentscheidung nach zwei Minibreaks sogleich mit 3:0 in Führung und gab den Vorsprung nicht mehr preis.
Auch zu Beginn des finalen Satzes spielte Wawrinka nahezu perfekt und schaffte gleich das Break. Danach hatte noch einmal einen heiklen Moment zu überstehen, die drei Chancen des Russen zum Rebreak beim Stand von 1:2 wehrte er aber in überzeugender Manier ab. Nach knapp dreieinhalb Stunden verwerte er seinen ersten Matchball.
Während der knapp dreieinhalb Stunden dauernden Partie hatte der Romand aber auch zu leiden. Vor allem im zweiten und im dritten Satz deutete Medwedew an, weshalb er im letzten halben Jahr zwei Masters-1000-Turniere gewonnen und den US-Open-Final erreicht hatte. Am Ende musste aber auch die Nummer 4 des Rankings vor Wawrinka den Hut ziehen: «Ich war selten so wenig enttäuscht nach einer Niederlage», sagte Medwedew. «Er war einfach besser als ich.»
«Es war ein fantastischer Match bei einer fantastischen Atmosphäre», sagte Wawrinka nach seinem Auftritt in der Margaret Court Arena. «Das Niveau war sehr hoch.» Für den Romand war es der erste Sieg im dritten Duell mit Medwedew. Nach Wimbledon 2017 – der letzten Partie vor seiner Knieoperation – hatte der Schweizer auch im letztjährigen US-Open-Viertelfinal gegen den Russen den Kürzeren gezogen.
Im Viertelfinal, seinem fünften in Melbourne, trifft Wawrinka am Mittwoch auf Alexander Zverev (ATP 7). Der Deutsche zeigte eine bärenstarke Leistung, er warf den Russen Andrej Rublew (ATP 16) mit 6:4, 6:4, 6:4 aus dem Turnier. Gegen Zverev verlor Wawrinka die beiden bisherigen Duelle.
«Es gibt keinen Grund, nicht zuversichtlich zu sein», sagte Zverev nach seinem glatten Sieg gegen Rublew, der zuvor 15 Partien in Serie gewonnen hat. Dass er im Viertelfinal auf Wawrinka trifft, hatte er nicht unbedingt erwartet. «Überrascht bin ich aber nicht», sagte er. «Stan ist noch immer einer der schwierigsten Gegner auf der Tour. Warum er ein Champion ist, hat er gegen Medwedew gezeigt.» (ram/sda)