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Judith Schalansky wandert durch die Weltgeschichte auf der Suche nach Dingen, die im Lauf der Zeit verloren gingen, (mutwillig) zerstört oder vergessen wurden, die Lieder der Sappho etwa, eine ausgestorbene Tigerart oder eine im Pazifik versunkene Insel. Im Zentrum ihrer Geschichten stehen Figuren, die gegen diese Vergänglichkeit ankämpfen: Ein alter Mann hortet das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten, ein Ruinenmaler erschafft die Vergangenheit, wie sie niemals war, und die Schriftstellerin Schalansky spürt in den Leerstellen ihrer Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR.
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihre Werke, darunter «Verzeichnis einiger Verluste» (2018), wurden vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der «Naturkunden» und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.