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Datum: 8. Februar 2010 Ende der Butter-Milchpulver-Strategie Auch wenn der Mindestpreis an der Börse auf dem Weltmarktpreis für Milchpulver und dem Schweizer Butterpreis basiert, muss nach anderen Verwertungsmöglichkeiten der Abräumungsmilch gesucht werden. von Alimenta Import Teilen Newsletter Input group with success Ihre E-Mail-Adresse Δ Das Reglement der Branchenorganisation (BO) Milch schreibt vor, dass «die Abräumungsmilch und die daraus hergestellten Produkte exportiert werden müssen, ohne die bestehenden Märkte zu konkurrenzieren». Dieses Jahr sollen andere Lösungen als der Export von Butter oder Milchpulver in Betracht gezogen werden. Der für das Jahr 2010 vorgesehene Kredit für das Schoggigesetz beträgt 70 Millionen Franken, was nicht genügt. Dies bedeutet, dass bis zum Sommer das Geld fehlen wird, um den Preis der einheimischen Rohstoffe für Exportprodukte der Verarbeiter zweiter Stufe, zum Beispiel Schokolade oder Gebäck, auf das europäische Niveau zu senken. Dies betrifft sowohl Milchprodukte als auch Getreide. Ein Zusatzkredit wird verlangt werden, es muss aber verhindert werden, dass die Verarbeiter zweiter Stufe auf Rohmaterialimporte zurückgreifen. Die BO Milch sucht nun die vorteilhafteste Lösung für die Branche. Eine andere Idee von Michel Pellaux, Generalsekretär von Cremo, betrifft das Milchfett, das zur Herstellung verschiedener Glacé verwendet wird. Für Marken wie Mövenpick wurde dessen Preis dank Geld aus einem Fonds von SMP und dem Bund bis Ende letzten Jahres verbilligt. Diese Stützungen wurden nun gestrichen und Nestlé, Besitzerin der Glacémarke Mövenpick, sieht vor, Milchfett durch pflanzliches Fett zu ersetzen. Auch hier sollte es nach Ansicht von Pellaux möglich sein, inländisches Milchfett zu einem höheren Wert zu verkaufen als auf dem Weltmarkt. In beiden Fällen könnte die Milch zwar in der Schweiz verwertet werden, dies hätte aber eine Senkung des Gesamtpreises zur Folge. Industriekäse Für den Industriekäse stellt sich die Frage nach einer Rückkehr in den heimischen Markt deutlich weniger als etwa bei Butter, weil die Grenzen zur EU sowieso offen sind. Jacques Gygax, Direktor der Fromarte, sagt klar: «Wir müssen aus der Butter-Milchpulver-Strategie aussteigen und versuchen, ein Maximum an Käse und daher auch an Milchfett zu exportieren. Diese vermehrten Exporte sollen sowohl das Gewerbe stärken als auch die Marktlücke des Industriekäses füllen, ohne Nachahmungen der gewerblichen Produkte.» Eine solche Strategie würde es dank einem tieferen Preis erlauben, die Mengen zu erhöhen.