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Fluoridsalze, die allgemein als "Fluorid" bezeichnet werden, kommen natürlicherweise in vielen Mineralien vor. Sie kommen im Wasser, in der Erde, in Pflanzen, in der Luft und in geringen Mengen im menschlichen Körper vor. Bei lebenden Organismen ist es hauptsächlich für die Festigkeit von Knochen und Zähnen verantwortlich. Nach der jüngsten Kontroverse über die Fluoridzufuhr befasst sich HELVIDENT erneut mit dem Fluoridverbrauch in der Schweiz.
Trinkwasser und Fluoridkonzentration in der Schweiz
In der Schweiz ist die Konzentration von Fluorsalzen im Trinkwasser klar geregelt. Darüber hinaus begrenzt das Bundesgesetz die Höchstwerte. Für Erwachsene gilt die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) geht davon aus, dass eine ausreichende Fluoridzufuhr zwischen 3,1 und 3,8 mg pro Tag liegt. Die Fluoridmengen in Lebensmitteln und im Leitungswasser sind jedoch im Vergleich zu diesen Empfehlungen sehr gering. Daher empfehlen die offiziellen Behörden die Verwendung von Mundpflegeprodukten, die fluoridhaltige Salze enthalten, sowie von fluoridhaltigem Speisesalz.
Ist Fluorid in der Schweiz giftig?
Die Debatte über die Toxizität von Fluorid beruht auf einer Verwechslung mit einem giftigen Gas, das "Fluor" genannt wird. Fluorid, das in winzigen Mengen beim Zähneputzen und in der Nahrung aufgenommen wird, erweist sich als völlig harmlos für die menschliche Gesundheit. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) erklärt: "Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Fluorid fast zehnmal weniger giftig ist als Tafelsalz".
Die wahrscheinliche Toxizitätsschwelle (PTD/Probable Toxic Dose) wird auf 5 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Ab dieser Schwelle treten die ersten Anzeichen einer Vergiftung auf. Das Risiko einer Überdosierung bleibt jedoch sehr selten.
Es kann auftreten :
- Für einen Erwachsenen mit einem Gewicht von 60 kg: Nach dem Schlucken von 3 Tuben gewöhnlicher fluoridhaltiger Zahnpasta (75 ml, 1400 ppm Fluorid), verdünnt oder unverdünnt.
- Für ein 5-jähriges Kind mit einem Gewicht von 18 kg: Nach dem Schlucken von etwa 2,5 Tuben (75 ml, 500 ppm Fluorid).
Fluoridkonzentration in Zahnpasten
Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO rät zur Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpasta. In Wirklichkeit halten sich die meisten Hersteller an die Kosmetikverordnung und die Empfehlungen von Berufsverbänden wie dem SSO bezüglich der Fluoridkonzentration in Zahnpasten. Dies wird durch die Abkürzung "ppm" angegeben, die für "ein Teil pro Million" steht.
Die Mehrheit der Zahnpasta für Erwachsene enthalten 1400 ppm Fluorid. Anders ausgedrückt: Ein Gramm Zahnpasta enthält 1400 Millionstel Gramm Fluorid, das sind 1,4 mg. Eine 75-ml-Tube Zahnpasta enthält also insgesamt etwa 105 mg Fluorid.
Eine 1 cm große Dosis Zahnpasta, die zum Zähneputzen verwendet wird (75 ml, 1400 ppm Fluorid), enthält ca. 0,7 mg Fluorid. Eine haselnussgroße Menge Kinderzahnpasta (75 ml, 500 ppm Fluorid) enthält ca. 0,15 mg.
Fluorid zur Vorbeugung von Zahnkaries
Die Bakterien im Zahnbelag verursachen Karies, indem sie Zucker in Säuren umwandeln. Nun ist es wissenschaftlich erwiesen, dass fluoridhaltige Produkte die Vorbeugung von Zahnkaries auf eine effektive Weise. Sie haben eine dreifache Wirkung:
- Der direkte Kontakt von Fluorid mit den Zähnen erhöht die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes gegen Säureangriffe.
- Er fördert auch die Remineralisierung des Zahnschmelzes durch die Wirkung des Speichels. Dies kann die Entwicklung einer beginnenden Karies blockieren oder sie sogar rückgängig machen.
- Es verlangsamt die Entkalkung, die durch diese Säuren verursacht wird, die von den Bakterien im Zahnbelag abgesondert werden.
Daher ist die Verwendung einer fluoridhaltigen Zahnpasta zur Vorbeugung von Karies unerlässlich. Fluorid stärkt nicht nur die mineralische Struktur der Zähne, sondern bildet auch eine Schutzschicht auf der Zahnoberfläche.
Fluoridaufnahme bei Kindern
Die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta bei Kindern hilft, den Zahnschmelz zu härten und zu stärken, sobald die Zähne erscheinen. Die Zahnärzte in Freiburg und Lausanne empfehlen, eine spezielle fluoridhaltige Zahnpasta für Kinder zu verwenden, sobald der erste Milchzahn durchbricht. Wählen Sie eine Dosierung von 500 ppm Fluorid. Beim Durchbruch der bleibenden Zähne (bei einem Durchschnittsalter von 6 Jahren) rät die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO zur Verwendung einer Zahnpasta mit bis zu 1500 ppm Fluoridsalzen. Wenn ein erhöhtes Risiko für Zahnkaries besteht, wenden Sie sich bitte an Ihren Zahnarzt und passen Sie die Fluoridkonzentration entsprechend an.
Zögern Sie nicht, bei HELVIDENT einen Termin mit einem Zahnarzt oder einer Dentalhygienikerin zu vereinbaren. Unsere Zahnkliniken empfangen Sie in Lausanne, Freiburg und Aigle.