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Hans Brunhart beschreibt im Treuhänder 2006/12 das Anforderungsprofil des Verwaltungsrats und die gewandelte Rolle des Führungsgremiums. In der Rolle als Führungsrat ist der VR gefordert im Strategieprozess und in der Managemententwicklung.
Untersucht man weiter, wer im Unternehmen für welche Art von Veränderung zuständig ist, postuliert Marc Maurer einen Ansatz, der auf die VR-Praxis von Mario Fontana zurückgeht: Die operative Führung ist für das Halten der Wettbewerbsstärke zuständig. Das Steigern der Wettbewerbsstärke ist die Aufgabe der Geschäftsleitung. Das Auslösen oder Anstossen von Sprüngen ist die Zuständigkeit des Verwaltungsrats.
Durchdenkt man dies vertieft, so bedeutet dies, dass die grösste Innovationskompetenz im Verwaltungsrat liegen muss. Da Durchbruchinnovationen meistens mit neuen Technologien verknüpft sind bedeutet dies weiter, dass im VR auch eine entsprechende Technologiekompetenz vorhanden sein muss. Die Checks und Balances müssen stimmen.
Ein Blick auf die Unternehmensgeschichte und die Erfolge und Misserfolge der letzten paar Jahre zeigt rasch, ob die Zusammensetzung des Verwaltungsrats stimmt, oder ob die Wahl einer Persönlichkeit mit Innovations- und Technologiekompetenz in den Verwaltungsrat für die Steigerung des Unternehmenswerts förderlich wäre.