Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03247.jsonl.gz/1445

Machmur ist ein Flüchglingscamp im Irak, in einer Gegend, die wir hier fast ausschliesslich mit Krieg verbinden und nicht mit Menschen, die in einer Gemeinschaft leben, die ihr Leben in die eigenen Hände genommen haben, deren Grundwerte Demokratie und Gleichstellung sind.
Die Menschen, die in Machmur leben, sind in den 1990-er Jahren aus den kurdischen Gebieten der Türkei geflohen, als das türkische Militär dort mehr als 5'000 Dörfer zerstört hatte. Sie haben das Camp im Irak selbst aufgebaut und verwalten es heute basisdemokratisch und autonom. Der Türkei und ihren Verbündeten ist das Camp ein Dorn im Auge und die Situation der Menschen spitzt sich aufgrund des vor drei Jahren auferlegten Embargos immer mehr zu.
Im Rahmen des CAS der Accademia Dimitri «Performing Arts in Conflict Zones» begaben sich im Frühjahr und Herbst 2021 Theaterschaffende aus der Schweiz zwei Mal für jeweils drei Wochen nach Südkurdistan/Nordirak, um dort gemeinsam mit der Theatergruppe aus Machmur ein Projekt zu erarbeiten. Vor dem Hintergrund ihrer Arbeit mit Kindern und der Erfahrungen der Bewohner:innen von Machmur entwickelten sie gemeinsam mit den Theaterschaffenden vor Ort ein Theaterstück, in dessen Fokus die Geschichte verschiedener Alltagsheld:innen des Flüchtlingcamps steht.
Begleitet von Bildern und Videos stellen Teilnehmerinnen und Leitende des CAS ihre Arbeit vor und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum über diese Erfahrungen und darüber, was die Theaterarbeit in Konfliktgebieten und zwischen den Kontinenten bewegen kann.
Simultanübersetzung deutsch-französisch, französisch-deutsch.
Gratis, aber mit der Bitte um Anmeldung unter
<email-pii>