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Angela Esterhammer, Mo 12:15-13:45, Vorlesung, Lehrveranstaltungssprache: English
These lectures will explore the literary culture of the English Romantic period (approximately 1780-1830) with particular attention to the rapid changes that were occurring in media, markets, and audiences. The perspectives, genres, and themes chosen by writers throughout the Romantic period were influenced by the advent of nineteenth-century forms of “mass media,” including newspapers, literary magazines, visual culture, and a wide variety of theatrical entertainments. We will examine the way these new media and institutions affected the creation and reception of Romantic literary works, and especially how they contributed to the modern notion of celebrity. Writers – including Mary Robinson, Joanna Baillie, Madame de Staël, Lord Byron, Letitia Landon, and Walter Scott – will be studied in the context of Romantic-period theories of celebrity, imitation, and influence. The rise of international celebrities and relevant developments in music and visual culture will also be considered.
Klaus Müller-Wille, Di 15:00-15:45, Vorlesung, Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
1877 publiziert der dänische Autor Aron Meïr Goldschmidt mit Livserindringer og Resultater eine umfangreiche Autorbiographie, in der er sich eingehend mit der Frage seiner jüdischen Identität und der daraus resultierenden sozialen Stigmatisierung auseinandersetzt. Schon rund 30 Jahre vorher veröffentlicht Goldschmidt einen Roman, der die Thematik des Jüdischen mit dem schlichten Titel Ein Jude (En Jøde, 1845) unterstreicht. Beide Texte nehmen eine Schlüsselstellung in der Geschichte der jüdischen Literatur Europas ein, die bislang sowohl von der skandinavischen wie der nicht-skandinavischen Forschung übersehen worden ist. Diese Nichtbeachtung ist durchaus symptomatisch. Denn während die Geschichte der jüdischen Literatur wie diejenige jüdischer Themen etwa in der deutschsprachigen Literaturwissenschaft verhältnismässig gut erforscht ist, lässt sich das Interesse an einer entsprechend Forschung in Skandinavien erst seit jüngster Zeit nachweisen. Die Vorlesung soll in diesem Sinne auch einen Einblick in ein aktuelles Forschungsvorhaben bieten. Dabei wird sich die Veranstaltung einerseits mit der Darstellung von Juden und Judentum in literarischen Texten im Skandinavien des 19. Jahrhundert (von der Romantik bis zur Jahrhundertwende) beschäftigen. Dabei wird es insbesondere um die Frage gehen, welche Funktion diese Schilderungen (und die anti- und philosemitischen Stereotypen, die sie zum Teil bedienen) im Kontext der einzelnen Werke haben. Andererseits soll die Frage diskutieren werden, ob und inwiefern überhaupt von einer "jüdischen Literatur" in Skandinavien gesprochen werden kann, die sich durch ihre Verankerung in einer spezifischen Gedächtniskultur auszeichnet.
Um die Besonderheit der Entwicklung in Skandinavien zu markieren, werden Bezüge zu anderen europäischen Literaturen (insbesondere zur deutschsprachigen Literatur) hergestellt. Schliesslich sollen die theoretischen Aspekte entfalten werden, die mit der Thematik verknüpft sind.
Boris Previsic, Mo 16:15-18:00, Ringvorlesung, Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Die Literaturwissenschaft fällt systemtheoretisch aus dem Rahmen, insofern sie weder der Wissenschaft noch der Literatur eindeutig als klar abgegrenztes System zugeordnet werden kann. Diese Problematik ist allgemein einem mediologischen und spezifischer einem literarischen Befund geschuldet. Im Gegensatz zum Ornithologen etwa, der keine Eier legen muss, teilen die Akteure der Literaturwissenschaften mit dem Gegenstand ihrer Analyse sowohl das Medium (was auch die Linguisten, Religionswissenschaftlerinnen, Historiker, ja, alle "Textwissenschaftlerinnen" tun) wie auch die literarisch-rhetorischen und poetologischen Mittel des Mediums. Darin ist die Literaturwissenschaft einmalig. Dass die literaturtheoretischen Produkte Effekte der Lektüre sind, bringt schon eine grobmaschige Durchsicht der grossen literaturwissenschaftlichen Theorien der letzten hundert Jahre ans Licht. Ob Psychoanalyse, Strukturalismus, Narratologie, Hermeneutik oder Kulturtheorie, die theoretischen Vorstösse von Disziplinen unterschiedlichster Provenienz organisieren sich im Rückgriff auf den Fundus literarischer Formationen. Sigmund Freud entfaltet die Traumdeutung anhand griechischer Mythenkomplexe, Ferdinand de Saussure verlegt die Fundamente zu seiner Theorie der Anagramme im Rahmen einer Lektüre des Proömiums von Lukrez' De rerum natura, Roman Jakobson entwickelt "die Poesie der Grammatik" an der "Grammatik der Poesie", Paul de Man die Allegorien des Lesens am Kleist'schen Bären aus dem Marionettentheater, Jacques Derrida das Konzept der 'différance' an der Türhüterlegende aus Kafkas Process, und Clifford Geertz liest den Hahnenkampf der Balinesen als textanaloges Gebilde mit permanentem Blick auf Aristoteles' Theorie der Tragödie in der Poetik.
Martin Lienhard, Mo 16:15-18:00, Vorlesung, Veranstaltungssprache: Spanisch
A partir de una selección de textos o fragmentos de textos de procedencia e índole diversa, escritos o transcritos entre 1500 y hoy, se discutirán sucesivamente algunos de los contextos más significativos para la emergencia de la literatura (escrita, en primer lugar, pero sin olvidar las prácticas literarias orales) en las diferentes áreas histórico-geográficas de Hispanoamérica, con algunas incursiones a Brasil. Partiendo del cuestionamiento de la propia noción de « literatura », se prestará particular atención a la problemática político-cultural de las relaciones entre América y Europa (« periferia » / « centro ») y a las múltiples repercusiones que tiene la heterogeneidad social, cultural y lingüística de la región contemplada en los procesos literarios.
Un « reader » estará a disposición de las / los participantes a comienzos del semestre.
Thomas Strässle, Mi 16:15-18:00, Seminar, Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Die Gruppe »Oulipo«, ein 1960 gegründetes und bis heute bestehendes internationales AutorInnenkollektiv (»Oulipo« ist ein Akronym von »Ouvroir de littérature potentielle«, »Werkstatt für potentielle Literatur«), ist eine der radikalsten und kreativsten Strömungen innerhalb der literarischen Avantgarden. Ziel dieser Gruppe, zu der nicht nur Schriftsteller, sondern auch schreibende Mathematiker, Linguisten, Schachtheoretiker, Architekten etc. zählen, war und ist es, an die Stelle des mystifizierenden Begriffs der ›Inspiration‹ den Begriff der ›Organisation‹ zu setzen und mittels selbst erfundener und selbst auferlegter Regeln im Möglichkeitsspielraum der Sprache systematisch auszuloten, was darin angelegt ist. Daraus ergeben sich Texte von einer ganz eigenen Faszinationskraft, die einen spielerischen, verspielten Umgang mit der Materialität der Sprache pflegen.
Im Seminar sollen nicht nur die einschlägigen oulipotischen Texte von Raymond Queneau bis Oskar Pastior gelesen, sondern auch die literaturgeschichtlichen Hinter-gründe aufgearbeitet werden, vor denen die Gruppe »Oulipo« steht, wie etwa der Surrealismus oder die sogenannte »Pataphysik«, die »Wissenschaft von den imaginären Lösungen«. Zudem soll der Blick auch auf die verwandten Strömungen in den anderen Künsten gerichtet werden, unter anderem auf »Oupeinpo« (»Werkstatt für potentielle Malerei«), »Oumupo« (»Werkstatt für potentielle Musik«) oder »Oucipo« (»Werkstatt für potentielles Kino«). Es ist sogar denkbar, eine Sitzung dem "Oucuipo" zu widmen, der "Werkstatt für potentielle Küche".
Das Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich auf experimentelle Formen der Literatur - der Kunst überhaupt - einzulassen.
Der genaue Seminarplan wird in der ersten Sitzung (23.9.) bekanntgegeben. Wegen einer auswärtigen Verpflichtung kann das Seminar leider erst in der zweiten Semesterwoche beginnen.
Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:
Fritz Gutbrodt, Di 16:15-18:00, Seminar, Lehrveranstaltungssprache: Englisch
The texts we are discussing range from William Wordsworth’s celebration of childhood in the Lake District (The Prelude, Books I & II) to the grimmer urban setting of Charles Dickens’s Oliver Twi st (Oxford World’s Classics) and the claustrophobic atmosphere in Toni Morrison’s The Bluest Eye (Vintage). Readings also include a flight to Neverland with Peter Pan (Peter and Wendy, Oxford World’s Classics) and a trip to Emerald City, where Dorothy meets the Wonderful Wizard of Oz (Penguin Popular Classics). These two narratives stand out not only because they have become icons in the canon of Children’s Literature, but also because Peter’s Neverland marks a late engagement with England’s colonial past and the Land of Oz stands at the beginning of what some have called an “American century.”
Students taking 3 KPs give a presentation on one of the texts discussed in class, those taking 6 KPs select an additional text for a paper to be handed in at the beginning of the following semester. Students are asked to order the texts individually; the selection from The Prelude is included in the Norton Anthology of English Literature.
Peter Fröhlicher, Mi 16:15-18:00, Seminar, Lehrveranstaltungssprache: Französisch
Dans les nombreuses références à la Suisse qu’on trouve dans la littérature française du 18e et du 19e siècle se croisent les discours les plus variés. L’image topique d’un pays idyllique peuplé de paysans et de bergers heureux est souvent subvertie par des réflexions d’ordre anthropologique, sociologique, philosophique ou esthétique. Ainsi selon Chateaubriand, qui les compare aux Scythes, les Suisses auraient perdu leur innocence et leur bonheur après avoir découvert l’argent, illustrant de manière paradigmatique la décadence d’un peuple. Victor Hugo, admirant le lever du soleil sur le Rigi, s’explique les nombreux « idiots » qu’il croit avoir rencontré dans les Alpes par la beauté excessive de la nature, difficile à supporter. Ce sont en effet les émotions fortes suscitées par le paysage suisse que plusieurs générations d’écrivains, de Rousseau à Maupassant, mettent en scène dans leurs textes. L’expérience du sublime, théorisé entre autres par Burke dans son traité A Philosophical Enquiry into the Origin of Our Ideas of the Sublime and Beautiful (1757), sera un des objets principaux de notre réflexion.
Un dossier avec des textes de Rousseau, Madame de Staël, Chateaubriand, Senancour, Stendhal, Lamartine, Balzac, Hugo, Dumas et Maupassant pourra être téléchargé par les participants inscrits.
Pierre Bühler, Fr 10:15-12:00, Vorlesung/Übung, Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Ziel der Veranstaltung ist eine allgemeine Einführung in die Hermeneutik: Klärung von Begriff und Sache der Disziplin, wichtige Stadien ihrer Geschichte, gegenwärtige Fragestellungen, mögliche Anwendungsfelder. Da der Grundkurs im Bereich der Theologie und Religionswissenschaft angesiedelt ist, liegt ein Schwerpunkt auf der theologischen Hermeneutik und der Hermeneutik der Religion. Die Orientierung an Grundproblemen der Verstehensprozesse schliesst jedoch nicht aus, sondern erfordert gerade, dass auch andere Felder hermeneutischer Arbeit zur Sprache kommen (Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte, Psychologie, Sozialwissenschaften, usw.). Da manche Ausprägungen der Hermeneutik Gegenstand teils heftiger Debatten wurden (und werden), ist immer auch der Kritik an einem bestimmten Entwurf Rechnung zu tragen.
Als Theorie des Verstehens ist die Hermeneutik von Hause aus interdisziplinär angelegt. Insofern ist die Veranstaltung nicht nur für Studierende der Religionswissenschaft und der Theologie von Interesse, sondern auch für Angehörige anderer Fächer (vor allem der geistes- und sozialwissenschaftlichen). Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Anfänger/innen, bietet aber auch Fortgeschrittenen Gelegenheit zur Vertiefung ihres Wissens.
Methode: Der Grundkurs vermittelt manche Stoffe in Vorlesungsform, anderes wird im Seminarstil gemeinsam erarbeitet. Begleitlektüre wird laufend besprochen. Organisatorisches wird am Anfang des Semesters besprochen.
Unterrichtsmaterialien/Einführende Literatur:
Ulrich Eigler, Barbara Naumann, Mo 14:00-15:45, Seminar, Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
*Der Vesuvausbruch vom 24.-26. August 79 n. Chr. führte zur Verschüttung der Städte Pompeji und Herculaneum. Erst 1709 entdeckte man bei Brunnengrabungen Reste von Herculaneum, was einen Boom von archäologischen Aktivitäten und schliesslich eine völlig neue Begeisterung für die Altertümer der Antike auslöste. Man legte im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts die beiden verschütteten in grossen Teilen Städte frei. Die Funde beflügelten die Imagination nicht nur im touristischen Sinne; die Pompejibegeisterung tangierte besonders die Literatur und die Malerei in ganz Europa. Diese sollen im Seminar untersucht werden, vor allem im Hinblick auf die Wendungen des Verhältnisses von Imagination und Historie, auf das Genre der Reiseliteratur und auf das "Pittoreske". Von grundsätzlichem Interesse ist dabei der Zusammenhang von ästhetischen, poetischen und kulturwissenschaftlichen Fragen. Literatur: Für eine erste, lockere und vergnügliche Information: Pompeji und Herculaneum. Ein Reisebegleiter. (Hrsg. v. D. Richter). Insel Taschenbuch, Frankfurt 2005. - Weiterhin: Christiane Zintzen, Von Pompeji nach Troja. Archäologie, Literatur und Öffentlichkeit im 19. Jahrhundert, Wien 1998. - Thorsten Fitzon: Reisen in das befremdliche Pompeji. Berlin 2004. - Die beiden berühmten Vesuvbriefe des jüngeren Plinius (epistulae 6, 16; 6, 20) kann man auf Deutsch lesen z.B. in: Helmut Kasten (Hrsg.): Plinius: Briefe. Lateinisch-Deutsch. 7. Aufl., Zürich u.a. 1995.- Zur Vorbereitung ebenfalls empfohlen: Die entsprechenden Passagen von Goethe ("Italienische Reise"), Seume ("Spaziergang nach Syrakus") und K. Ph. Moritz ("Reisen eines Deutschen in Italien...").
Eine Vorbesprechung findet nicht statt.