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Die FDP begründete ihre Idee eines Grosstunnels damit, dass die via Sattel und Rothenthurm führende Kantonsstrasse in einem "katastrophalen Zustand" sei und teilweise die Kapazitätsgrenze erreicht habe. Ferner litten die Anwohnerinnen und Anwohner unter dem Durchgangsverkehr.
Ein Tunnel sei nur auf den ersten Eindruck eine zu ehrgeizige Idee, hiess es in der Interpellation. Bei näherer Betrachtung fänden sich Ansätze, um komplexe Probleme landschonend und effizient zu lösen. Die Dörfer würden vom Verkehr entlastet, die Sicherheit steige, es könne auf andere Strassenausbauten verzichtet werden und die attraktive Strassenverbindung gebe neue wirtschaftliche Chancen.
Der Regierungsrat argumentierte in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort umgekehrt. Die Idee möge auf den ersten Blick verlockend erscheinen, sie überzeuge bei genauerem Hinschauen aber nicht, erklärte er. Der neue Strassentunnel wäre der längste der Schweiz und somit ein "gigantisches" Projekt.
Der Regierungsrat schätzte die Baukosten auf 2,5 Milliarden Franken, dazu kämen hohe Betriebs- und Unterhaltskosten. Dies sei, wenn an einem gesunden und attraktiven Finanzhaushalt festgehalten werden solle, nicht zu stemmen. So müssten, um den Tunnelbau zu finanzieren, die Motorfahrzeugsteuern versechsfacht werden.
Der Tunnel würde die Fahrzeit zwischen Schwyz und Pfäffikon um zehn Minuten verkürzen. Profitieren würden täglich rund 10'000 Fahrzeuge. Der Nutzen wäre somit beschränkt, weil viel Verkehr aus den Dörfern entlang der heutigen Kantonsstrasse stamme, erklärte der Regierungsrat. Zudem könnte der Tunnel zusätzlichen Verkehr anziehen.
(sda)