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Oscar Wilde, The Soul of Man under Socialism (1891)
Wildes Essay befürwortet einen libertären Sozialismus, weil er davon ausgeht, dass im Kapitalismus viel Kreativität der Menschen in Erwerbsarbeit gebunden ist und sich die Individueen freier entfalten und ihren (kreativen, künstlerischen) Talenten nachgehen könnten, wenn Eigentums- und Arbeitsverhältnisse grundlegend geändert würden. Dabei interessieren ihn weniger die ökonomischen Aspekte von Kapitalismus/Sozialismus, sondern ästhetische Gesichtspunkte. Z.B. sagt er konnten nur wenige Dichter im viktorianischen England große Literatur schreiben, weil sie ökonomisch so gut abgesichert waren, dass sie keiner Erwerbsarbeit nachgehen mussten.