Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/2020

Das multifunktionale Stadion beherbergt nicht nur die Heimspiele des Fussballclubs Zürich und des Grasshopper-Clubs Zürich sowie das alljährliche Leichtathletik-Meeting „Weltklasse Zürich“ sondern es ist auch eine Plattform für Kunst- und Kulturevents wie Open-Air-Konzerte mit bis zu 50’000 Zuschauern.
David – der Sportliche: Die Mitgliedern des FC Zürichs eröffneten das Stadion im Jahr 1925 mit einem Stadtderby zwischen den stets rivalisierenden Zürcher Fussballclubs GC und FCZ. In den folgenden Jahren trug sogar die Nationalmannschaft ihre Spiele im Letzigrund aus. Ein weiteres Highlight der Stadiongeschichte war das erste Cupfinal der Schweiz, das im Letzigrund gespielt wurde. Im Jahr 1935 musste der FC Zürich das Stadion aufgrund von wirtschaftlichen Problemen an die Stadt Zürich abtreten.
Im Jahr 1996, gut 70 Jahre nach der Eröffnung des Stadions, nutzte die Stadt den Letzigrund zum ersten Mal für ein Open-Air-Konzert. Bon Jovi begeisterte mit seiner Rockband das Publikum. Zehn Jahre später wurde der Letzigrund abgebrochen, um einem neuen, EM-tauglichen Stadion platz zu machen. Dessen Eröffnung erfolgte bereits ein Jahr darauf. Am 7. September 2007 fand vor 26’500 Zuschauern der erste Sportanlass im neuen Stadion statt – das Leichtathletik-Meeting 2007.
Das Stadion sticht dir durch die rote Farbe seines beinahe schwebenden Dachs und die 31, über das Dach hinaus ragenden, Scheinwerfer ins Auge. Seine Höhe jedoch ist weniger beeindruckend – das Stadion ist kaum höher als die Dächer der umliegenden Häuser. Wenn du das Stadion betrittst – oder durch die rostenden Stäbe blickst – erkennst du schnell weshalb: Die Spiel- sowie ein Teil der Sitzfläche sind in den Boden hinein gebaut sind. So fügt sich der Letzigrund gut ins Quartier ein – zumindest solange kein Spiel stattfindet.
Der Klugscheisser: Seit 1959 wurden im Stadion Letzigrund bereits 24 Weltrekorde aufgestellt.