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Als Schüler von Armin Hofmann und Emil Ruder an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel wird Rudi Meyer 1963 Assistent von Gérard Ifert an der Expo 64 in Lausanne. 1964 zieht er nach Paris. Dort arbeitet er als unabhängiger Grafiker, Industriedesigner, Innenarchitekt, Fotograf, Kartograf und Typograf. Er entwirft Logos und Corporate-Identity-Programme für Waterman und die Banque Nationale de Paris, Plakate für Esso, für das Festival du Marais in Paris, für die Kieler Woche, für LVMH und weitere Unternehmen. Gestaltet Bücher, Kataloge und Geschäftsberichte für die Unternehmen Michelin, Polaroid, Renault, IBM und Compagnie Bancaire und entwickelt Orientierungssysteme für die Capgemini University und die Ecole nationale supérieure des Arts Décoratifs (EnsAD) in Paris.
1974 werden seine Uhrenentwürfe für das Unternehmen LIP vom Komitee «Die gute Industrieform iF» Hannover ausgezeichnet. Als herausragende Repräsentanten eines modernistischen Designs geniessen sie bis heute Kultstatus. In der Folge entwickelt er Kartografien für die Französische Staatsbahn (SNCF) und die Expressbahn von Paris (RER). 1982 entwickelt er die ersten rein digitalen Armaturenbretter für Renault.
Von 1999 bis 2006 gestaltet er etwa 100 Plakate für das Théâtre du Châtelet in Paris. Es entstehen Werke von starker dramatischer Poesie. Zeugen seiner Auseinandersetzung mit Typografie, Bild und Bedeutung: Typografie im Raum, überlagert, kombiniert und kollagiert mit Fotografien und abstrakten Gestaltungsmitteln. Dieses Handwerk, diesen Forschergeist und die Wichtigkeit von Gestaltungsprinzipien als Grundlage vermittelt er von 1967 bis 2004 als Dozent an der Ecole nationale supérieure des Arts Décoratifs einer ganzen Generation von Grafikerinnen und Grafikern. Als Schweizer Grafiker und Meister des französischen Designs ist er zudem «Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres» und «Chevalier de l’Ordre national du Mérite».