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Nach der Entlassung des Sekretärs der Kommission für Kommunikation und Medien und des Sprechers der Bischofskonferenz (SBK), Simon Spengler, entfällt der katholische Medienpreis 2015. Das Auswahlverfahren wird gestoppt. Ob die 1994 begonnene Tradition fortgesetzt werde, sei offen, schreibt der abtretende Kommissions-Präsident ad interim, Werner De Schepper. Die «plötzliche Kündigung» ihres Sekretärs und die Demission von De Schepper und Kommissionsmitglied Othmar Baeriswyl (die FN berichteten) mache ein geordnetes Wahlverfahren unmöglich. Ebenso wenig sei eine angemessene Preisverleihung realisierbar.
Die Kommission entschuldige sich bei den «vielen qualifizierten Bewerbungen für den Preis». Sie hatte den Preis im November ausgeschrieben. Ob der Preis in Zukunft wieder durchgeführt werde, «stehe in den Sternen», so De Schepper, ebenso, was mit der Medienkommission geschehe. «Vielleicht werden mit der Neuausrichtung der bischöflichen Kommunikation auf Marketing nur noch Journalisten ausgezeichnet, welche die Bischöfe ins beste Licht rücken.»Der Preis ist mit 5000 Franken dotiert. Die Kirche anerkenne mit dem Preis die Bedeutung der Medien als kritisches Korrektiv und schätze sie als Instrumente des Austauschs von Ideen, Idealen und Interessen, schrieb die Kommission im Rahmen der Ausschreibung. kath.ch