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Mit der neu geschaffenen Professur für Anatomie und Botanik an der Universität Basel wurde 1589 ein kleiner Botanischer Garten eingerichtet, der weltweit zu den zehn ältesten seiner Art gehört.
Er lag auf den nordexponierten Terrassen neben dem Universitätsgebäude am Rheinsprung. Durch das Herbarium von Kaspar Bauhin (1), des ersten Botanikprofessors, ist auch ein Teil seines damaligen Pflanzenbestandes dokumentiert.
Im 18. Jh. erfolgte eine Verlegung des Botanischen Gartens in den Bereich des heutigen Universitätsspitals, wo deutlich mehr Fläche zur Verfügung stand.
Dieser Platz wurde im 19. Jh. jedoch für das Spital selbst benötigt, so dass ein weiterer Umzug stattfand, und zwar an die Gartenstrasse in der Nähe des Aeschenplatzes. (2)
Ende des 19. Jhs. sollte die über die ganze Stadt verteilte Universität beim Petersplatz campusartig konzentriert werden. Ein Ratschlag des Grossen Rates von 1896 zeigt einen Überbauungsplan des ehemaligen Spalengottsackers mit mehreren Gebäuden rund um den heutigen Botanischen Garten. (3)
Die mehrteilige Gewächshausanlage wurde Mitte des 20. Jhs. halbiert, um Platz zu schaffen für einen dringend benötigten Neubau der Universitätsbibliothek.
Zusammen mit dem Neubau der Universitätsbibliothek und dem Abbruch des Palmenhauses folgte ab Mitte der 1950er Jahre eine lange Phase der Planung und erbitterter Kämpfe, unter anderem mit Projekten, die gesamte Botanik in den Kannenfeldpark oder nach Brüglingen zu verlegen. Schliesslich entschied man sich doch für den Standort Spalentor.
Das heutige Tropenhaus war 1965 bezugsbereit (4, 5). Dieser inzwischen stark überalterte Bau besitzt dermassen tiefgreifende Schäden, dass ein Neubau einer Sanierung vorgezogen wurde.
Nach wie vor intakt sind hingegen die Fundamente. Diese können weiter verwendet werden.
Heinz Schneider
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Botanischer Garten der Universität Basel, Spalengraben 8, 4051 Basel, Schweiz