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Rund 350 Trauergäste haben am Samstag (24.02.) in Rossinière (VD) dem Maler Balthus die letzte Ehre erwiesen. Unter den Trauergästen befanden sich Bundesrätin Ruth Dreifuss und Bono, der Sänger der irischen Popgruppe U2.
Der Trauergottesdienst in der Dorfkirche wurde gemäss Balthus' letztem Willen von einem polnischen Priester zelebriert. Anschliessend überführte eine von zwei Pferden gezogene Kutsche den mit schwarzen Tüchern verhängten Sarg zum Grab. Der Maler wurde am Fusse eines Hügels auf einer der Stiftung Balthus gehörenden Parzelle beigesetzt. Die letzte Ruhestätte liegt nicht weit von dem Chalet, das der Künstler während gut 23 Jahren bewohnt hatte.
Bono, ein enger Freund des Verstorbenen, sang am Grab. An Prominenz gaben dem Maler auch Prinz Sadruddin Aga Khan, der Fotograf Henri Cartier-Bresson und das Model Elle McPherson das letzte Geleit. Die Regierungen Frankreichs und Italiens hatten Vertretungen entsandt. Innenministerin Ruth Dreifuss nahm als Privatperson am Begräbnis teil.
Balthus war am vergangenen Sonntag in seinem Chalet in Rossinière zehn Tage vor seinem 93. Geburtstag verstorben. Die Werke des am 29. Februar 1908 in Paris als Balthasar Klossowski de Rola geborenen Grafen aus polnischer Familie befinden sich zum grössten Teil im Besitz privater Sammler.
Der Maler wird zu den grössten Künstlern des 20. Jahrhunderts gezählt. Seine Bilder erlangten jedoch erst Mitte der fünfziger Jahre öffentliche Anerkennungen. Er ist einer der wenigen Maler, die schon zu Lebzeiten im Louvre gezeigt wurden. Der Autodidakt Balthus gehörte weder einer Schule noch einer Richtung der Malerei an.
swissinfo und Agenturen