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Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Publiziert am: 27.09.2018
Die grundsätzliche Einschätzung ist ergänzt worden: Beispiele von Entführungen, redaktionelle Änderungen
Reisehinweise für Somalia
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Grundsätzliche Einschätzung
Von Reisen nach Somalia wird abgeraten.
Schweizer Staatsangehörige, die entgegen der Empfehlung des EDA nach Somalia reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.
Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 1991 ist Somalia als Einheitsstaat zerfallen. Seit 2012 gibt es in Mogadischu zwar wieder eine international anerkannte, föderale Regierung. Sie kann jedoch die Staatsgewalten nur in wenigen Gebieten ausüben.
In verschiedenen Landesteilen finden militärische Operationen der AMISOM (Mission der Afrikanischen Union in Somalia) und der somalischen nationalen Armee gegen die terroristischen Al-Shabaab-Milizen statt. Ausserdem gibt es immer noch Kampfhandlungen zwischen den verschiedenen somalischen Bürgerkriegsparteien. Es besteht landesweit die Gefahr von Minen und Blindgängern.
Es besteht ein hohes Entführungsrisiko. Entführungsopfer werden sowohl Somalis wie Ausländer (Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen). Beispiele: Im August 2018 wurden mehrere Mitarbeiter der somalischen Gesellschaft vom Roten Kreuz in der Nähe von Baidoa entführt. Im Mai 2018 wurde eine ausländische Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuzes in Mogadischu entführt.
Im ganzen Land besteht ein hohes Risiko von Terroranschlägen. In Mogadischu sowie im Süden und Zentrum des Landes werden besonders viele Anschläge verübt. Sie richten sich hauptsächlich gegen die lokalen Behörden sowie gegen in- und ausländische Sicherheitskräfte. Auch zivile Ziele wie Märkte und öffentliche Verkehrsmittel werden immer wieder angegriffen. Zudem werden gezielt Anschläge gegen humanitäre Organisationen, ausländische Staatsangehörige und Einrichtungen, in denen sich Ausländer häufig aufhalten verübt, z.B. Restaurants, Hotels und die Umgebung des internationalen Flughafens. Am 14. Oktober 2017 forderte ein besonders schwerer Anschlag in der Nähe eines Hotels in Mogadischu mehrere Hundert Todesopfer und Verletzte. Auch im Jahr 2018 haben zahlreiche Anschläge immer wieder Opfer gefordert.
Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen
Gewaltkriminalität ist verbreitet. Im Indischen Ozean und in den somalischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Maritime Piraterie
Nützliche Adressen
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Nairobi, Kenia
Helpline EDA
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Es gibt keine offizielle Vertretung Somalias in der Schweiz. Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilt jedoch die nachstehende Stelle. Sie informiert auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren (elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.): Somalische Botschaft in Deutschland, Postfach 100374, 10563 Berlin, Tel. 0176-77107752.
Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.