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Schweizerisches UNIMA-Zentrum, Winterthur ZH
Seit 1972 sind die Mitglieder der →SVfP an die Weltorganisation Union Internationale de la Marionnette (UNIMA) angeschlossen, ab 1980 mit einer eigenen Zentralstelle, die gleichzeitig das Büro der Vereinigung ist. Mit der neuen Namensgebung von 2002 "UNIMA Suisse, Vereinigung Puppen- und Figurentheater" wird diese institutionelle Vernetzung betont und weitergeführt. 1975 organisierte das S. ein Treffen des UNIMA-Exekutivkomitees in Zürich. Als eines von rund sechzig nationalen Zentren steht das Büro des S. mit dem Generalsekretariat der UNIMA im französischen Charleville-Mézières in Kontakt, erteilt Auskünfte und leitet die von der UNIMA erhaltenen Informationen in geeigneter Form an die Mitglieder weiter. An der Jahresversammlung der Vereinigung werden die Vertreter gewählt, die als UNIMA-Räte im Parlament der UNIMA sitzen und durch Wahlen und Motionen sowie durch die Mitarbeit in Kommissionen ihr Mitspracherecht ausüben. Sieben UNIMA-Räte haben bisher die Interessen der Schweizer Mitglieder vertreten. Die UNIMA wurde 1929 in Prag zur Förderung des Figurentheaters und des internationalen Erfahrungsaustausches zwischen den Theaterschaffenden gegründet und vereinigt heute mehrere tausend Mitglieder aus mehr als hundert Ländern. Die Organisation von Kongressen, Konferenzen, Festivals, Ausstellungen und Wettbewerben gehört zu ihren Hauptaufgaben. Zudem bilden die Bereiche Ausbildung (Förderung professioneller Ausbildungsstätten) und theoretische und historische Forschung Schwerpunkte der UNIMA-Aktivitäten.
Autor: Gustav Gysin
Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:
Gysin, Gustav: Schweizerisches UNIMA-Zentrum, Winterthur ZH, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1657.