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Deutsch: Buschmeister
Spezies: Lachesis muta
Familie: VIPERIDAE
Die grösste aller südamerikanischen Vipern – sie erreicht eine Länge von mehr als 4 Metern! Ihr Gift ist blutgerinnend und in der Lage, die Aminsäuren lebender Materie aufzulösen, und provoziert so schlimme Blutungen, Ödeme und Wundbrand am gebissenen Glied. Der Angriff auf den Menschen ist selten – die Statistik geht nicht über 3% aller Schlangenbisse. Man findet das Tier in Wäldern zwischen den Bundesstaaten Espirito Santo und Bahia bis hinauf zum Tal des Amazonas und einigen Nachbarstaaten.
Die Schlange ernährt sich von kleineren Nagern und anderen kleinen Säugetieren. Im Gegensatz zur Jararaca reagiert die Surucucu empfindlich auf Veränderungen in ihrem Habitat. Wenn ein Teil ihres angestammten Waldgebietes abbrennt oder ihre Umgebung sonst wie verändert wird, verschwindet sie aus diesem Gebiet. Sie versteckt sich tagsüber in Bodenlöchern oder den Vertiefungen hohler Bäume. Das weibliche Tier bringt keine lebenden Junge zur Welt sondern legt Eier.
Kuriositäten: Um das Tier zu identifizieren genügt es, sich die Schwanzschuppen anzusehen. Wenn diese stark nach aussen gewölbt erscheinen, wie in Aufregung aufgestellt, dann handelt es sich immer um eine Surucucu. Diese gewölbte Schuppenanordnung hat ihr im Volksmund deshalb auch den Namen „Pico-de-Jaca“ eingebracht, weil die „Jaca-Frucht“ solche Schuppenformation besitzt. Ihr Gift ist nicht so stark wie das von der Klapper- oder der Korallenschlange, aber in der Amazonas-Region ist sie wegen ihrer Grösse und ihrer Angriffslust die am meisten gefürchtetste Viper.