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Eine internationale Studie unter Schweizer Leitung stellt einen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung und schlechter Lungengesundheit bei Erwachsenen her. Weltweit sterben jährlich 3,7 Millionen Menschen zu früh wegen schmutziger Luft, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. In der Schweiz sind es laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) 3000 bis 4000 Menschen pro Jahr.
Die Forschenden verglichen die Lungengesundheit mit Verkehrsdaten aus der Wohngegend der Teilnehmenden sowie dem Ausstoss von Stickoxiden und Feinstaub. Der Effekt der Luftverschmutzung war bei Übergewichtigen besonders stark, vermutlich weil bei ihnen das Risiko für Entzündungen in der Lunge erhöht ist, wie die Forscher in einer Mitteilung des Fachjournals erklärten. «Luftverschmutzung hat einen negativen Einfluss auf die Lunge – nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen», ist das Fazit der Studienleiter vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH).
Eine frühere Studie des Instituts kam zum Schluss, dass Abgase entlang stark befahrener Strassen für einen grossen und vermeidbaren Anteil des chronischen Asthmas bei Kindern sowie der akuten Verschlimmerung der Symptome verantwortlich sind. Die Schädigungen der Kinderatemwege seien vergleichbar mit jenen, die durch Passivrauchen entstehen.