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Wir sprachen mit Fabian Rieder über seinen Sprung in den Profi-Fussball, seine ersten Einsätze, sowie seine Zeit bei den Junioren des FC Solothurn.
Am 17. Oktober 2020 gab der ehemalige FCS-Junioren-Spieler Fabian Rieder beim Schweizer Meister Young Boys Bern im Auswärtsspiel bei Servette Genf sein Debüt in der Super League. Er kam sogar von Beginn an zum Einsatz. Nur wenige Tage später kam er im Heimspiel gegen die AS Roma auch international zu seinem ersten Profi-Einsatz. Seitdem kam Fabian bei YB zu insgesamt 10 Einsätzen in der Super League und 5 Einsätzen in der Europa League (Stand 22.1.2021).
Wir sprachen mit Fabian Rieder über seinen Sprung in den Profi-Fussball, seine ersten Einsätze, sowie seine Zeit bei den Junioren des FC Solothurn.
Du warst ja zu Saisonbeginn noch in der U21 von YB. Wann bist zur 1. Mannschaft berufen worden und war dies für diese Saison bereits geplant?
Fabian: Durch die Corona-Pandemie war die Planung für die laufende Saison anders als sonst, da die 1. Mannschaft im Sommer noch die vergangene Saison zu Ende gespielt hat, während wir mit der U21 schon in der Vorbereitung für die Saison waren. Ich hatte dann ein Gespräch mit Herrn Spycher, in dem besprochen wurde, dass ich langsam an die 1. Mannschaft heran geführt werden sollte. Im Oktober wurde ich dann ins Training der 1. Mannschaft berufen.
War es für Dich dann überraschend, dass Du beim Spiel bei Servette Genf in der Startelf standest?
Ja, das kam schon etwas überraschend. Erst eine Woche zuvor wurde ich ins Training der 1. Mannschaft berufen, auch, weil es viele Verletzte gab. Vor dem Servette-Spiel war es dann so, dass gerade auf meiner Position im zentralen Mittelfeld viele Spieler ausgefallen sind. Am Donnerstag vor der Partie hat mir der Trainer mitgeteilt, dass ich spielen werde und ich mich darauf vorbereiten solle.
Du hast es vorhin schon erwähnt, dass durch die Corona-Pandemie momentan alles anders ist. Ist es für Dich als junger Spieler, der gerade den Sprung in die 1. Mannschaft geschafft hat, ärgerlich, dass die Spiele momentan ohne Zuschauer stattfinden, oder es ist sogar eher ein Vorteil für Dich?
Diese Frage wurde mir schon oft gestellt. Ich kann dazu nur sagen, dass ich dies nicht beurteilen kann, da ich nicht weiss, wie es ist, vor 30.000 Zuschauern zu spielen. Seit ich mit dabei bin, gab es bislang nur Geisterspiele, daher ist es für mich derzeit normal. Mit Ausnahme des Spiels in Rom, wo wir vor etwa 1.000 Zuschauern spielten. Aber das war natürlich auch nicht mit dem Normal-Zustand vergleichbar.
Jüngst hat Dir YB einen Profivertrag bis Sommer 2024 gegeben. Sportchef Christoph Spycher hat Dich als Vorbild für alle YB-Nachwuchsspieler bezeichnet. Ein sehr schönes Kompliment!
Ja, diese Wertschätzung freut mich natürlich sehr. Und sie passt auch dazu, wie man bei YB mit mir umgeht und mit mir die Zukunft plant.
Welche Ziele hast Du für die Zukunft?
Ich bin ja noch ein sehr junger Spieler. Daher ist das Hauptziel erst einmal in jedem Training Fortschritte zu machen. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Jeder Einsatz, den ich bekomme, hilft mir, mich weiter zu entwickeln und die Anweisungen des Trainers noch besser umzusetzen. Langfristig gesehen, möchte ich mich natürlich gerne zum Stammspieler entwickeln.
Hast Du noch Erinnerungen an Deine Juniorenzeit beim FC Solothurn, auch wenn Du jetzt ja schon einige Jahre bei YB bist?
Auch wenn ich jetzt schon einige Jahre bei YB bin, habe ich noch viele Erinnerungen an die Zeit beim FC Solothurn. Ich habe von der U10 bis zur U15 dort gespielt. Es war eine sehr schöne Zeit und ich erinnere mich an viele positive Erlebnisse. Ich habe auch noch viele Kontakte zu ehemaligen Mitspielern.
Die letzte Frage hast Du damit schon vorweg genommen, ob Du noch Kontakte zu Deinen ehemaligen Mitspielern beim FC Solothurn hast. Auch in der Hinsicht, dass in der letzten Zeit einige Spieler Deines Jahrgangs in unsere 1. Mannschaft integriert worden sind.
Ja, ich habe noch regelmässigen Kontakt zu Jano Loosli und Colin Bähler. Wir kennen uns nun schon seit 8 Jahren und sind gute Freunde geworden.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Fabian Rieder für das interessante Gespräch und wünschen ihm für seine hoffentlich noch lange Profi-Karriere alles Gute!
Interview geführt durch Christopher Infanger