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Weiherpflege inkl. Bagger
Im Jahr 2022 wurde klar, dass der NVS gewisse Arbeiten in den Biotopen nicht mehr selbst bewältigen konnte: in jedem Biotop war mindestens 1 Weiher vollständig von Schilf durchwachsen, und in der Seematt war die Uferböschung des grössten westlichen Weihers durch den Bau der Sauberwasser-Ableitung zu steil geworden, um dort noch selbst das Schilf mähen zu können. Deshalb gab der NVS im Herbst eine Offerte bei Firma Schauli, Zeiningen, in Auftrag. Mit ihren grossen Geräten wäre es ihnen möglich. unsere Pläne zu realisieren.
Die Wetterlagen im November bis Februar liessen leider keinen solchen Einsatz zu. Mitte März war es aber nach einer langen Periode mit abwechselnd Regen und nächtlichen Minustemperaturen endlich wieder möglich, Schilfschnitt und Baggerarbeiten auszuführen. Die Amphibien waren noch nicht in die durchwachsenen Weiher eingewandert und es gab noch keinen Laich in den insgesamt 12 Weihern der 3 Standorte.
Es wurde ein leichterer Bagger ("nur" 5 Tonnen schwer) mit Raupenantrieb eingesetzt, um in den angrenzenden Wiesen möglichst nur minimale Spuren zu hinterlassen. In der Seematt wurden die beiden kleineren, östlich gelegenen Weiher vollständig ausgebaggert:
Im Bild ist der Schilfbewuchs im hinteren Weiher gut zu sehen. Beim Baggern wurde auch klar, dass beide Weiher ursprünglich mit einer Betonwanne ausgekleidet wurden:
Die beiden Weiher wurden von der dicken Schilfschicht befreit. Der Aushub war von Steinen durchsetzt und konnte deshalb nicht der Grünabfuhr zugeführt werden. Stattdessen wurde die Erdmasse am Rande des Abhangs an der Bahnlinie abgelagert. Die beiden Weiher sollten nun den Tieren wieder für etliche Jahre als besonnte Wasserfläche dienen können:
Die Verbindung zwischen den beiden Weihern wurde wieder auf die ursprüngliche Betonmasse zurückgesetzt und die Wasserzufuhr (links oben im Bild) geschont:
Durch die Bagger Bewegungen wurde die Grasnarbe am Leitungswall neben den Weihern leicht beschädigt und nach der Arbeit regeneriert, so dass sich bald wieder eine geschlossene Bewuchsschicht bilden kann:
Am dritten, grösseren Weiher, waren keine Baggerarbeiten notwendig. An den steilen Ufern wurde aber das Schilf gemäht und zur Grüngutsammelstelle geführt:
Am zweiten Ort, im Biotop Bustelbach, war der südlichste, lange und seichte Weiher von Schilf total durchwachsen. Das Schilf war vom NVS bereits geschnitten und abgeführt worden, die Wurzelschicht nun noch vollständig ausgebaggert:
Die Schilfschicht wurde in beträchtliche Tiefe entfernt, was am Rand z.T gut sichtbar ist:
Trotzdem blieben Schilfwurzeln zurück, die mit der Zeit wohl wieder Sprossen bilden werden. Der in den letzten Jahren schräger werdende Uferbaum wurde stehen gelassen, nur die untersten Äste gekappt, damit der Bagger Zugang zum Weiher hatte:
Gemäss Schätzung des Baggerführers mussten mindestens 30 Kubikmeter Erd- und Wurzelschicht entfernt und an verschiedenen Stellen ausserhalb des umgebenden Walls (aber nicht auf die angrenzende Ökowiese) abgelagert werden, z.B. links oben im folgenden Bild:
Die Schäden in der Grasnarbe durch das Heranführen des Baggers hielten sich in Grenzen und werden bald nicht mehr zu sehen sein:
Am dritten Ort, dem "Gebiet Nase" beim Kraftwerk, war der mittlere der oberen Weiher total mit Schilf zugewachsen. Er wurde ebenfalls ausgebaggert...
... und der Aushub auf das bestehende Schilfdepot am Hang unterhalb des Weihers gelagert. Dort kann in Zukunft weiterer Schilf Verschnitt deponiert werden (in Bildmitte):
Die Grasnarbe der angrenzenden Extensivwiese wurde nur minimal verändert und wird sich rasch erholen:
Der NVS bedankt sich bei Peter und Leo von Schauli AG für die präzisen und schonenden Arbeiten! Das Ausbaggern wird erst in einigen Jahren wieder notwendig sein, der Schilfschnitt am grossen Weiher der Seematt wird aber jährlich wieder in Auftrag zu geben sein.