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Bei den Abtreibungsmethoden der Absaugung und Ausschabung können Schleimhaut, Muttermund und Gebärmutter durch die Instrumente verletzt werden. Es kann zu unkontrollierbaren Blutungen kommen. Weil die Gebärmutter sehr weich ist, besteht die Gefahr der Perforation (Durchstechen) der Gebärmutter. Aufgrund der Notwendigkeit einer Narkose besteht zudem ein Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen und allergische Reaktionen.
Als Spätkomplikationen von Abtreibungen können chronische Entzündungen der Eileiter und der Gebärmutter entstehen, was oft zu Dauerschmerzen führt.
Infolge der gewaltsamen Öffnung des Muttermundes kann sich eine Muttermundschwäche entwickeln. Diese kann bei nachfolgenden Schwangerschaften zu Früh- und Fehlgeburten führen.
Aufgrund der möglichen Entzündungen und der Narben an den Eileitern kommt es in der Folge häufiger zu Eileiterschwangerschaften.
In seltenen Fällen tritt nach einer Abtreibung Unfruchtbarkeit ein.
Es werden ausserdem psychische Probleme wie Schuldgefühle oder Depressionen von Frauen berichtet, die eine Abtreibung hinter sich haben: Jede Abtreibung bedeutet einen tiefen Einschnitt in die Psyche und das Leben der Frau. Das Gefühl, ihr Kind nicht kennen gelernt zu haben, kann bei Frauen zu Depressionen und Schuldgefühlen führen. Die Operation lässt sich verhältnismässig schnell erledigen, doch mit den psychischen Folgen haben die Frauen unter Umständen ein ganzes Leben lang zu kämpfen.
Da das seelische Leid aufgrund einer Abtreibung noch immer ein Tabuthema ist, schweigen viele Frauen darüber, weil sie sich schämen. Nicht selten richten sie ihre Wut gegen die Ärzte, ihren Partner und auch gegen sich selbst. Dies kann zu Beziehungsstörungen führen.
Durch andauernde Gefühle von Verlust und Leere kann das emotionale Leben der Frau verkümmern (Roboter feeling).
Viele Frauen berichten auch von Schlafstörungen, Albträumen oder auch von der Angst einer erneuten Schwangerschaft.
Manche Frauen verdrängen die hochkommenden Erinnerungen an die erfolgte Abtreibung teils massiv ins Unterbewusste. Dadurch können vegetativ-neurotische Störungen wie Unterleibsschmerzen, Kopf- und Rückenschmerzen oder Schwindel auftreten.