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dePasco, Hauptstadt des peruan. Depart.
Junin, unfern des nördl.
Endes des Chinchaycochasees, in 4302 m Höhe,
in wüster, unfruchtbarer Gegend gelegen und durch Eisenbahn über Oroya mit Lima
[* 5] verbunden, verdankt ihre Entstehung den 1630 entdeckten
Silberminen und führt ihren
Namen von dem etwas südlicher gelegenen, früher von
Bergleuten stark bevölkerten
Pasco, nach welchem auch der Gebirgsknoten von
Pasco genannt wird. Cerro de Pasco ist sehr schlecht auf dem unebenen Gebiete der Gruben
selbst erbaut, hat (1889) 14000
E., der Mehrzahl nach Indianer und Mestizen; einBerg- und Handelsgericht.
Die Münze ist seit 1845 geschlossen. Es ist eine Stadt der Teurung, des wüstesten Lebens und des Hazardspiels.
Das Höhenklima unterwirft jeden Fremden anfangs der peinlichen
Soroche oder Punakrankheit. Der Silberbergbau liefert jetzt
nicht mehr die
Ausbeute, die ihn zur Zeit der span. Herrschaft weltberühmt machte. Bis 1878 hat er etwa 535 Mill.
Doll. ergeben. Die
Silbererze kommen hier auf zwei Hauptgängen vor, die fast unter dem Marktplatz der
Stadt sich kreuzen.
res (lat.), etwas Bestimmtes. Unter einem
Heresexcerta re versteht man einen
Erben, welcher zwar als
Erbe eingesetzt
ist, aber mit der
Beschränkung auf ein bestimmtes Vermögensstück oder bestimmte Vermögensstücke,
z.B. X soll mein
Erbe sein auf mein Grundstück. Eine solche Erbeinsetzung enthält einen
Widerspruch in sich, da der
Erbe der
Gesamtrechtsnachfolger ist. Das röm.
Recht legt das Hauptgewicht auf die Erbeinsetzung, wird aber dadurch zu einer die einzelnen
Fälle unterscheidenden Regelung genötigt.
Grundsätzlich folgt ihm noch das Gemeine
Recht, jedoch wird nicht selten, weil der
AusdruckErbe nicht
die gleiche formelle Bedeutung hat wie früher, die
Auslegung zu dem Ergebnisse gelangen, daß nur ein
Vermächtnis gemeint
sei. Das Sächs.
Bürgerl. Gesetzbuch schließt sich dem Gemeinen
Rechte an und gelangt dadurch zu seinen §§. 2181–86,
in welchen die einzelnen Fälle geregelt werden. Ähnlich, wenn auch sachlich nicht übereinstimmend,
das
Bayrische Landr.
III, 3, §. 9. Das
Preuß. Allg. Landr. I, 12, §. 263 erklärt denjenigen, welchem nur eine bestimmte Sache oder
Summe im
Testament zu seinem Erbteile ausdrücklich angewiesen ist, «im
Verhältnisse
gegen die übrigen
Erben» als einen bloßen Legatar. Von dem
Codecivil dürfte nach Art. 1002 fg. das
Gleiche gelten, nicht minder von dem Österr.
Bürgerl. Gesetzb. §§. 553 fg.
(Unger, §. 8, Anm. 4); indessen ist es stets
eine Frage der
Auslegung, ob nicht doch eine Erbeinsetzung gewollt ist.
(lat.), im allgemeinen jeder Schein, jede als Ausweis dienende schriftliche,
besonders auch amtliche Versicherung. Im Zollwesen sind die Ursprungscertifikate (Ursprungszeugnisse) über die Herkunft
von Waren wichtig. Bestehen nämlich zwischen verschiedenenStaatenVerträge über Verkehrserleichterungen
und Zollbefreiungen zu Gunsten der aus dem betreffenden andern
Staate oder Gebietsteile herstammenden Waren, so erfordert
die Ausübung dieser Vergünstigung den amtlichen Nachweis, daß die Waren, für welche die Vergünstigung beansprucht wird,
in dem betreffenden andern
Staate wirklich erzeugt sind. Im deutschen Zollgebiete haben derartige
Beglaubigungen die
Firmen des
Absenders und Empfängers, das Nettogewicht der Ware, die Zahl der Frachtstücke und die Art der Verpackung anzugeben.
Die Certifikat werden dann behufs Prüfung der Grenzzollbehörde des Bestimmungslandes übersandt und danach nebst
Begleitschein (s. d.) und der betreffenden Warenmenge an das Zollamt des
Bestimmungsortes weiter befördert; letzteres behält die Certifikat zurück. Außerdem sind
von Bedeutung die Ausgangscertifikate, wie sie im zollpflichtigen Warenverkehr auf fortlaufendes Conto (s. d.)
sowie auf
Meßconto (s. d.) vorkommen.
Sollen nämlich zollpflichtige Waren, die auf fortlaufendes Conto abgelassen worden
sind, nach dem
Auslande oder nach andern Packhofsstädten versendet oder zur amtlichen
Niederlage angemeldet werden, so hat
der Contoinhaber unter anderm über jede Warenpost ein Certifikat unter seiner Handlungsunterschrift
oder der
Unterschrift des Prokuristen oder eines andern mit ausdrücklicher schriftlicher
Vollmacht versehenen Bevollmächtigten
und unter Beifügung des Handlungsstempels oder Handlungssiegels auszustellen.
Dieses Certifikat muß enthalten: das Folium, welches dem Contoinhaber in der Contobuchhalterei gegeben ist, die fortlaufende
Nummer des bezüglichen Verkaufspostens, die Angabe der Warengattung nach Anleitung des Zolltarifs, des
Nettogewichts, des
Auslandes, aus welchem die Waren abstammen, die handelsüblichen Benennungen der Waren unter Angabe der
Zahl der
Stücke, das Folium der Verkaufs-, Versand- u. s. w.
Bücher, endlich die Versicherung an Eidesstatt, daß die gemachten
Angaben richtig seien.
Die Certifikat sind nur vier Wochen, vom
Tage ihrer
Ausstellung an gerechnet, gültig und begründen keinen
Anspruch
auf
Abschreibung vom Conto, wenn sie dem Abfertigungsamte nach dieser Frist vorgelegt werden. Fällt der
Tag des
Ablaufs der
Gültigkeitsfrist auf einen
Sonn- oder
Feiertag, so dürfen dieselben auch am
Tage darauf noch angenommen werden.
Den Certifikat sind die Deklarationen (s. d.) beizufügen, welche zum
Zwecke der Ausgangsabfertigung abzugeben sind. Die Inhaber von Meßconten haben über jede von ihnen verkaufte zollpflichtige
Warenpost zwei übereinstimmende Certifikat unter
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