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Geschlechtergerechte Sprache ist eine Sprache, die Frauen und Männer gleichermassen sichtbar macht und gleichermassen anspricht. Das generische Maskulinum erhebt den Anspruch,
vom konkreten Geschlecht zu abstrahieren und beide Geschlechter zu repräsentieren. Verschiedene Studien konnten aber zeigen, dass das generische Maskulinum bei Probandinnen und Probanden tatsächlich weniger Vorstellungen von weiblichen Personen hervorruft
als geschlechtergerechte Formen (Gygax et al. 2008, Heise 2000, Stahlberg & Sczesny 2001). Zudem konnte die französische Studie von Chatard et al. (2005) zur Feminisierung von Berufsbezeichnungen zeigen, dass Schülerinnen und Schüler
mehr Vertrauen in ihre Fähigkeit haben, in einem Beruf erfolgreich zu sein, wenn ihnen der Beruf in der weiblichen und männlichen Form präsentiert wird als wenn dies nur in der männlichen Form erfolgt. Zum Test, welche Bilder Sprache evoziert,
lohnt sich gelegentlich die «Umkehrprobe». Ein Beispiel: Die Konferenz der Schweizer Rektorinnen sprach sich dafür aus, den Professorinnen mehr Ressourcen für die Betreuung von Doktorandinnen zukommen zu lassen.