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Magendrehungen sind gefährlich und wenn ein Hund eine erleidet, ist Eile angesagt. Je schneller man reagiert und die Magendrehung operativ behandeln lässt, desto eher überlebt der Hund. Wer eine passende Tierversicherung abgeschlossen hat, kann dabei auf eine finanzielle Beteiligung des Versicherers an den OP-Kosten bauen.
Magendrehung: die Ursache ist ungewiss!
Bis heute ist nicht genau bekannt, warum es bei einem Hund zu einer Magendrehung kommt. In früherer Zeit wurde öfters die Art des Futters als eine Ursache vermutet, was aber inzwischen als eher unwahrscheinlich gilt. Allerdings könnte ein besonders gieriges Fressen durchaus das Risiko einer Magendrehung erhöhen. Möglicherweise vergrössern auch vorangehende Gesundheitsprobleme wie eine vergrösserte Milz das Risiko. Psychische Risikofaktoren sind ebenfalls nicht unmöglich, weil einige Untersuchungen ängstlicheren Hunden ein höheres Risiko bescheinigen. Relativ gesichert ist, dass grössere Hunde eher eine Magendrehung bekommen als kleinere. Ein schmaler, hoher Brustkorb des Hundes gilt ebenfalls als Risikofaktor und einige Experten berichten, dass ältere Hunde ein höheres Risiko haben als jüngere.
Was geschieht bei einer Magendrehung?
Bei einer Magendrehung geschieht genau das, was der Begriff beschreibt: Der Magen verdreht sich, wobei Drehungen bis zu 360 Grad möglich sind. Durch diese Drehung blähen Gase den Magen auf. Die dadurch bedingte Ausdehnung des Magens kann unter anderem dazu führen, dass ein hoher Druck auf Blutgefässe ausgeübt wird. Dadurch wird unter Umständen die Blutzufuhr der Organe deutlich beeinträchtigt und es droht ein Kreislaufschock, der im schlimmsten Fall zum Tod des Hundes führt. Der Schweizer Veterinär Daniel Koch spricht in seiner Publikation „Magendrehung beim Hund“ von einer Mortalitätsrate bei behandelten Magendrehungen, die bei 15% bis 33% liegt.
Symptome: ein Aufblähen des Magens
Ein aufgeblähter Magen kann als gut sichtbares Symptom auf eine Magendrehung hindeuten. Unruhe und langes Sitzen nach dem Fressen können den Verdacht ebenso untermauern wie Erbrechen und Apathie. Hundefreunde sollten solche Anzeichen ernst nehmen und möglichst schnell einen Tierarzt aufsuchen. Eine Magendrehung lässt sich nur operativ behandeln. Im Rahmen der Operation wird das Gas aus dem Magen abgelassen und der Magen wieder in die richtige Position gebracht. Wie bereits geschildert, gibt auch die Operation keine Sicherheit, dass der Hund die Magendrehung überlebt. Aber sie kann die Chancen deutlich steigern.
Tierversicherungen beteiligen sich an den Kosten
Die Kosten einer Operation bei Magendrehung liegen oft bei mehreren Tausend Franken. So nennt die Tierversicherung Animalia als Orientierungswert 3.000 Franken. Hier kann eine Tierversicherung sich als sehr nützlich erweisen, weil sie einen Teil oder sämtliche Kosten der OP übernimmt. Je nach Fall und Notwendigkeit beteiligt sie sich auch an Transportkosten, wenn der Hund etwa durch einen bezahlten Dienst in die Tierklinik gebracht werden muss. Und nicht selten ist ein weltweiter Versicherungsschutz gegeben, sodass die OP auch im Auslandsurlaub bezahlt wird.
Magendrehungen sind gefährlich und wenn ein Hund eine erleidet, ist Eile angesagt. Je schneller man reagiert und die Magendrehung operativ behandeln lässt, desto eher überlebt der Hund. Wer eine passende Tierversicherung abgeschlossen hat, kann dabei auf eine finanzielle Beteiligung des Versicherers an den OP-Kosten bauen.