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In Tournai, einer der ältesten Städte in Belgien, ist das Kulturerbe ihrer
mehrtausendjährigen Geschichte unübersehbar. Der älteste Belfried Belgiens, der stolz über der Stadt wacht,
und die Kathedrale Notre-Dame sind mittelalterliche Zeugen der Geschichte und zählen zum UNESCO Weltkulturerbe.
Auch die Halle aux Draps ist sehenswert, ebenso die vielen beeindruckenden Jugendstilgebäude der Stadt.
Eines davon, entworfen vom berühmten Architekten Victor Horta, beherbergt heute das Musée des Beaux-Arts.
Zu den 700 Kunstwerken, die sämtlich in Sälen mit natürlichem Oberlicht zu sehen sind, gehören Bilder der altniederländische Malerei bis hin zu Künstlern des 20. Jahrhunderts wie Edouard Manet.
Kathedrale Notre-Dame
Markante Kennzeichen des Bauwerks sind das außerordentlich große romanische Mittelschiff, die Querschiffe in gerundeter Apsisform mit den übergebauten fünf Türmen (ein zentraler Vierungsturm und vier Ecktürme als Glockentürme) und der dazu kontrastierende, im frühgotischen Baustil errichtete Chor. Der Gesamteindruck verleiht der Kathedrale den reizvollen und interessanten Anblick. Sie wurde im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Mit dem Bau der Kirche wurde im Jahre 1110 begonnen, nachdem Mitte des 9. Jahrhunderts ein Brand die Vorgängerkirche zerstört hatte. In der Zeit bis 1191 entstehen als eindrucksvolle Meisterwerke der romanischen Baukunst Mittelschiff, Seitenschiffe, die fünf Türme und der Chor. Das Mittelschiff war ursprünglich flach gedeckt, das Gratgewölbe wurde erst später dazu gebaut. Der romanische Chor wurde jedoch im 13. Jahrhundert wieder abgerissen, weil Bischof Gautier de Marvis (1219-1252) den kompletten gotischen Neubau der Kathedrale plante. Mit den Arbeiten am abgerissenen Chor wurde 1242 begonnen, die Fertigstellung erfolgte 1255. Von den Plänen zu einem kompletten Neubau wurde anschließend Abstand genommen und bis 1325 entstanden nur noch zwei Seitenkapellen im gotischen Stil. Der Lettner ist ein Werk der Renaissance des flämischen Bildhauers und Architekten Cornelis Floris II.
Quelle: Wikipedia
Pont des Trous
Vom berühmten romanischen Pont des Trous, eine Brücke über den Escaut als Teil der mittelalterlichen Befestigung ist nicht viel übrig. Die Brückenbögen des Pont des Trous sind nach langen politischen Auseinandersetzungen im August 2019 abgerissen worden, um die Durchfahrt grösserer Schiffe auf dem Fluss zu ermöglichen. Es blieben nur noch die Türme auf den beiden Seiten des Escaut. Eine Restaurierung der Brücke wurde begonnen. So sah es im August 2021 aus:
Ansichten von Tournai
Die Gärten der ehemaligen Abtei von Saint-Martin wurden 1821 in einen Stadtpark umgewandelt. Die heutige Gestaltung des Parks geht auf das Jahr 1859 zurück und geht auf ein Projekt des Stadtarchitekten Bruno Renard zurück. Der Garten im "französischen Stil" ist mit zwei Wasserbecken geschmückt, die am 21. Mai 1905 eingeweiht wurden, als die öffentliche Wasserleitung in Betrieb genommen wurde. In der Mitte steht die Statue des turinischen Malers Louis Gallait (1810-1887).
Das Folkloremuseum in einem Gebäude aus dem 17. Jh.
der zentrale Platz (Grand-Place)
Der Belfried, der Glockenturm von Tournai, ist der älteste in Belgien. Er stammt aus dem 12. Jahrhundert und dominiert den Grand-Place mit einer Höhe von 72 m. Es war das Symbol der kommunalen Freiheiten. Seine Glocke (die Bancloque ) informierte die Bürger über Gerichtsverfahren und Hinrichtungen und warnte sie vor Invasionen, Bränden. Der Glockenturm wurde als Wachturm, Gefängnis, Glockenturm und Rathaus genutzt. Er gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Reste der Stadtmauer