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<h2>SubmittedText<h2><p>Die Expo.02 ist und bleibt sowohl organisatorisch wie auch finanziell eine Fehlgeburt. In bewährter Salamitaktik und mit laufend falschen Versprechungen werden die wechselnden Expo-Leitungen der öffentlichen Hand bis zum Schluss gegen eine Milliarde Franken abgeknöpft haben. Die Expo-Leitung steht unter enormem Spar- und Zeitdruck. Es besteht die Gefahr, dass daher bei der Sicherheit und beim Ausbaustandard gespart wird.</p><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Wie kann die Expo-Leitung gewährleisten, dass nicht bei der Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gespart wird?</p><p>2. Kann für alle einzelnen Projekte sichergestellt werden, dass alle notwendigen Sicherheitsmassnahmen (z. B. Notausgänge, Fluchträume, Sicherheitsabstände usw.) umgesetzt werden?</p><p>3. Die Expo.02 rechnet mit durchschnittlich rund 70 000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag; an schönen Wochenenden dürften es wohl über 100 0000 sein. Dabei ist zu berücksichtigen, dass einzelne Arteplages beliebter sein werden als andere. Für wie viele Besucherinnen und Besucher gleichzeitig ist eine Arteplage angelegt? Wie viele Zu- und Abgänge haben die einzelnen Arteplages?</p><p>4. Der grosse Besucherinnen- und Besucherandrang wird zu langen Schlangen vor dem Eingang, zu grossem Gedränge auf den Arteplages und erneut zu langen Schlangen vor dem Ausgang führen. Sind für alle Arteplages ausreichende Notfalldispositive für den Worst Case vorhanden (z. B. Ausbruch einer Panik infolge eines Brandausbruchs oder eines Bombenalarms)?</p><p>5. Bei den Arteplages handelt es sich um künstliche Inseln, die nur über beschränkte Zu- und Abgänge verfügen. Wie kann sichergestellt werden, dass bei Ausbruch einer Panik auf einer überfüllten Arteplage nicht Menschen zerdrückt oder in den See gestossen werden?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat kann die fünf gestellten Fragen aufgrund der Informationen der Generaldirektion der Expo.02 wie folgt beantworten:</p><p>1. Wie jede andere Person oder Organisation hat auch die Expo.02 alle Gesetze auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene zu respektieren. Dazu gehören auch die Sicherheitsvorschriften. Die Gesamtheit der von der Expo.02 ausgearbeiteten Sicherheitsmassnahmen muss von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Es werden keinerlei Abweichungen geduldet.</p><p>2. Alle Projekte der Expo.02 werden von den zuständigen Behörden kontrolliert. Dabei kommen die ordentlichen, geltenden Gesetze in diesem Bereich zur Anwendung.</p><p>3. Die Ausstellungen sind für eine Höchstzahl von Personen berechnet. Der Sicherheitsdienst ist verantwortlich dafür, dass diese Zahl zu jeder Zeit eingehalten wird. Die Zugänge zu den Arteplages sind für eine begrenzte Zahl von Personen berechnet. Der Sicherheitsdienst der Expo.02 ist verantwortlich für die Umsetzung.</p><p>Die Einrichtungen wurden aufgrund der Schätzungen eines Referenztages definiert (d. h. eines Tages, der als Grundlage für die Berechnung der Ausmasse der Einrichtungen dient). Man kam zu folgenden Schätzungen:</p><p>- Expo.02: rund 97 000 Besucherinnen und Besucher an einem Tag;</p><p>- Biel: rund 33 000 Besucherinnen und Besucher an einem Tag;</p><p>- Murten: rund 13 000 Besucherinnen und Besucher an einem Tag;</p><p>- Neuenburg: rund 32 000 Besucherinnen und Besucher an einem Tag;</p><p>- Yverdon: rund 19 000 Besucherinnen und Besucher an einem Tag.</p><p>Für Spitzentage wird mit 25 Prozent zusätzlichen Besucherinnen und Besuchern gerechnet.</p><p>Die Anzahl Besucherinnen und Besucher, welche sich zum gleichen Zeitpunkt auf einem Gelände befinden, wurde wie folgt geschätzt (Berechnung aufgrund eines Referenztages):</p><p>- Expo.02: rund 68 000 Besucherinnen und Besucher;</p><p>- Biel: rund 25 000 Besucherinnen und Besucher;</p><p>- Murten: rund 10 000 Besucherinnen und Besucher;</p><p>- Neuenburg: rund 21 000 Besucherinnen und Besucher;</p><p>- Yverdon: rund 12 000 Besucherinnen und Besucher.</p><p>Aufgrund der gegenwärtigen Informationen sind die folgenden Zu- und Abgänge geplant:</p><p>- Biel: Publikum: Haupteingang und -ausgang, Nebeneingänge und -ausgänge und Ein- und Ausgänge für Boote, Iris, VIP; Lieferanten: zwei Ein- und Ausgänge für Logistik und Sicherheit;</p><p>- Murten: Hier gibt es weder Ein- noch Ausgänge (offenes Gelände), jedoch Kontrollen bei den Gebäuden (Ausstellungen, Theater usw.);</p><p>- Neuenburg: Publikum: Haupt- und VIP-Ein- und -Ausgang; Lieferanten: zwei Ein- und Ausgänge für Logistik und Sicherheit und zwei Zugangstore (im Prinzip nur nachts);</p><p>- Yverdon: Publikum: Haupteingang und -ausgang und Neben- und VIP-Ein- und -Ausgang; Lieferanten: zwei Ein- und Ausgänge für Logistik und Sicherheit.</p><p>4. Bei den Eingängen für Besucherinnen und Besucher sind die nötigen Abstände vorgesehen, um eine gute Lenkung der Warteschlangen zu ermöglichen. Für den äusseren Bereich existiert im Rahmen des Generalstabs Sicherheit Expo.02 eine Koordination der einzusetzenden Mittel. Laut Angaben des Generalstabs, dem Vertreterinnen und Vertreter der offiziellen Organe angehören, sind alle internen Sicherheitskonzepte für die Expo.02 positiv. Die Ausgänge sind so dimensioniert, dass die Besucherinnen und Besucher bequem und ohne Warteschlangen aus dem Gelände gehen können. Es wird verschiedene "Katastrophenszenarien" geben, welche mit den offiziellen Instanzen koordiniert werden. Dazu ist eine gross angelegte Übung Sicuro vorgesehen, um die Gesamtheit der Massnahmen zu testen.</p><p>5. Der Zugang zu den Arteplages wurde für eine beschränkte Anzahl Personen berechnet. Der Sicherheitsdienst der Expo.02 ist für die Umsetzung verantwortlich. Rund um das ganze Gelände und bei den Zugangswegen zum Forum wird es Abschrankungen haben, um Panikausbrüche zu vermeiden.</p>  Antwort des Bundesrates.