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Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Holzteppich zu machen?
Mein Vater war Schreiner und hat mich bereits als Kind immer in seine Werkstatt mitgenommen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, dass meine Projektarbeit etwas mit Holz zu tun haben muss. Ein Jahr zuvor habe ich ein Bild gesehen mit einem Holzteppich, das ich dann aufbewahrt habe.
Wie hast du dich für das Projekt vorbereitet, was waren deine ersten Schritte?
Natürlich musste zuerst einen Plan bezüglich Budget, Ablauf oder Muster des Teppichs entwerfen. Doch ich wollte mit der Arbeit starten und nicht gross planen. Ich hatte mein Ziel vor Augen, und ich wusste in etwa, wie ich das Projekt realisieren wollte. Aus diesem Grund wollte ich so früh wie möglich mit der Arbeit beginnen. Natürlich muss man zuvor jeweils planen, weshalb meine Lehrerin mich ein bisschen stoppen musste. Sie erklärte mir die Wichtigkeit der Planung, doch ich wollte doch einfach anfangen. Später fand ich ein Möbelhaus, der einen Holzteppich ausstellte, der meinen Vorstellungen sehr entsprach. Ich fand danach heraus, wer diese diesen Teppich produziert. Anschliessend fragte ich den Produzenten an, ob sie mir die Produktion erklären könnten. Doch sie waren sehr verschlossen, was auch verständlich ist, schliesslich ist das Ihr Firmengeheimnis. Sie haben mir freundlicherweise ein Muster angeboten, jedoch verlangten sie dafür 400 Franken. Somit verwarf ich die Idee, Hilfe zu holen. Ich fing an, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich das machen könnte. Ich sammelte Informationen und durfte dann endlich mit der Produktion starten.
Wie ist die Produktion verlaufen?
Eigentlich relativ gut. Ich hatte Freude an dem Projekt, weshalb es mich auch nicht störte, einmal einen Samstag dafür hinzugeben. Anfangs war es nur rohes Holz, das ich zuschneiden musste. Danach wurde gehobelt, aufgetrennt und erneut gehobelt. Der nächste Schritt bestand darin, die speziellen elastischen Fugen einzusetzen, damit der Teppich zusammenrollbar wird. Die Schwierigkeit dabei war, dass die Fugen bündig sein mussten, damit das Ganze gleichmässig eben ist. Dies konnte ich mit Hilfe einer Schleifmaschiene erreichen. Schliesslich wurde der Teppich auf die richtige Grösse geschnitten, die Oberfläche wurde geölt – und der Teppich war fertig. Ich durfte anschliessend in einem Möbelhaus den Holzteppich zusammen mit verschiedenen Möbeln präsentieren und danach für meine Dokumentation fotografieren.
Was war schwierig beim Wettbewerb?
Die Präsentation, damals noch im Hotel Palace in Luzern, vor der Jury wa eine herausfordernde Erfahrung. Natürlich war ich sehr nervös. Dank der Authentizität mit meinem Projekt, konnte ich eine spannende Präsentation durchführen. Mit dem gewonnenen Railaway-Gutschein konnte ich auf das Jungfraujoch – was noch einmal ein tolles Erlebnis war.
Wie hast du dich auf die Präsentation vorbereitet?
Ich konnte einmal an einem Mittwochnachmittag an eine Infoveranstaltung gehen. Meine Lehrerin begleitete mich freundlicherweise. Trotzdem ist man natürlich sehr nervös.
Reto Zemp
Geboren am 17. Februar 1993
Aufgewachsen in Doppleschwand, Kanton Luzern
Er absolvierte die Lehre als Schreiner, momentan in Ausbildung zum Produktionsleiter Schreinerei mit Fachausweis.