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Gunnar Sohn schreibt unter dem Titel „Wir brauchen den Luhmann-Algorithmus“ über die Fähigkeit, etwas zu finden, was man gar nicht sucht:
„Das 760 laufende Meter umfassende Tessiner Archiv des legendären Ausstellungsmachers Harald Szeemann, wird von einem Chaos der Ordnungen in allen Ebenen beherrscht. Zettel an Schnüren von der Decke, Karteikästen mit Registern auf Tischen, Schubladenschränke, Regale, Kisten und Tüten, Versuche des Reihens und Stapelns, der Serien- und Haufenbildungen. “Unordnung ist eine Quelle der Hoffnung” steht unter einem Regalbrett: “Das Wichtigste ist für mich, mit geschlossenen Augen durchzugehen, und meine Hand wählen zu lassen.” Szeemann baut also einen Zufallsmechanismus in seine analoge Sammlung ein. Im wissenschaftlichen Kontext geht man bekanntlich anders vor. (mehr).