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DeviceN: ...ist ein beliebiger mehrkanaliger Farbraum mit bis zu 32 Kanälen; es können die Prozessfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black sowie Schmuckfarben beliebig miteinander gemischt werden (also z.B. Black plus 1 Schmuckfarbe, oft für Duplexbilder erforderlich, oder Cyan + Magenta - kommt öfters mal vor nachdem eine Seite überfüllt wurde, oder Black plus sieben Schmuckfarben - wird eher im Verpackungsdruck vorkommen, usw.); da das Aussehen/die Anmutung solcher willkürlicher Farbkanalkombinationen nirgends vordefiniert ist, muss mindestens über einen "alternate space" (Alternativdarstellung) angegeben werden, wie die Farbkombinationen auf einem Gerät aussehen (sollen), das die Farbkanäle nicht direkt unterstützt (z.B. Bildschirm oder Farbdrucker/-proofer; nur in einer Auflagendruckmaschine kann man dann ja davon ausgehen, dass die einzelnen Farbkanäle/Druckfarben verfugbar sind)
NChannel: ... ergänzt das DeviceN-Konstrukt dahingehend, dass ausführlichere Informationen quasi im DeviceN-Farbraum mit angegeben werden, die sowohl die Ausgabe auf Geräten optimieren helfen, die die Farbkanäle nicht direkt unterstützten, sowie eine bessere Konvertierung in andere Farbkanalkombinationen/Prozessfarbräume (z.B. Hexachrome) erlauben.
Genau genommen schadet NChannel in keinem Fall. Es bietet mehr Möglichkeiten bei Simulation und Farbkonvertierung. Die Unterstützung in existierenden Tools und Systemen ist allerdings minimal bis nicht vorhanden, ein Hauptgrund hierfür ist, dass ja jemand am Anfang der Prozesskette (also bei der Erstellung eines PDFs mit NChannel) definieren müsste, wie entsprechende Angaben für Simulation/Konvertierung denn aussehen sollten. Allerdings wird NChannel von aktuellen Creative Suite-Produkten regelmäßig mit herausgeschrieben, wenn DeviceN zur Anwendung kommt - hier drücken diese Adobe-Applikationen ihr "eingebautes"/fest-verdrahtetes Verständnis davon aus, wie Simulationen/Konvertierungen aussehen sollte. Leider kann man diese Angaben derzeit praktisch nicht beeinflussen (und entsprechende Bedienungsoberflächen würden für die meisten Anwender auch eine Überforderung darstellen - nicht nur wegen der Komlexität, sondern auch mangels zugrundzulegender Daen/Informationen, die einem eine entsprechende Definition von NChannel-Informationen auf sinnvolle Weise erlauben würden). Persönlich halte ich NChannel für nicht zielführend (außer in sehr spezifischen Verarbeitungskontexten - wie evtl. Verpackunsgdruck? Obwohl es dort bislang nach meiner Kenntnis nicht aufgeriffen wurde- , für die Adobe sich das möglicherweise auch ausgedacht hat). Die grafische Industrie ist mit ihrer Produktions- und Anforderunsgvielfalt an einem Punkt angelangt, wo man nur noch mit spektralen Messdaten zu Druckfarben und Substraten wirklich weiterkommen kann (das würde aber eine deutliche Erweiterung der ICC-Architektur um spektrale Kodierungen und Umrechnungen nötig machen - der Leidensdruck scheint aber noch nicht ausreichend groß zu sein, um das Thema ernsthaft anzugehen).