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Queen Elizabeth ist die am längsten regierende Monarchin der Welt. Doch wie gut kennst du sie wirklich?
Das Bondgirl
Nein, kein Witz: Die Queen spielte 2012 im Kurzfilm «Happy and Glorious» an der Seite von James-Bond-Darsteller Daniel Craig sich selbst. Der Film wurde damals zur Eröffnung der Olympischen Spiele in London gezeigt. Für den Kurzfilm erhielt sie ein Jahr später einen Ehrenpreis für die Unterstützung der britischen Filmindustrie.
Dank ihres Onkels zur Königin geworden
Eigentlich war es nicht vorgesehen, dass Elizabeth Königin wird. Sie kam während der Regentschaft ihres Grossvaters Georg V. zur Welt und stand somit an dritter Stelle in der Thronfolge. Ihr Vater war zweiter und dessen älterer Bruder Edward VIII. hätte nach dem Tod von Georg V. König werden sollen. Es wurde erwartet, dass ihr Onkel eigene Kinder haben und sie somit in der Thronfolge weiter nach hinten rutschen würde. Doch es kam anders: Am 11. Dezember 1936 dankte ihr Onkel Edward VIII. ab und verzichtete auf den Thron, um eine geschiedene amerikanische Schauspielerin zu heiraten. So wurde ihr Vater König und nach seinem Ableben bestieg sie den Thron.
In Kenia Königin geworden
1951 verschlechterte sich der Gesundheitszustand des amtierenden Königs und Vaters von Elizabeth. Sie sprang daher öfters für ihn bei öffentlichen Reisen ein. Anfang 1952 reisten sie und Prinz Philip nach Kenia, um von dort aus nach Australien und Neuseeland weiter zu reisen. Am 6. Februar 1952 starb König Georg und Elizabeth wurde zur neuen Königin.
Theoretisch hätte es damals die Möglichkeit gegeben, dass das Königshaus den Namen von Elizabeths Ehemann annehmen könnte, dann hätte es Haus Mountbatten geheissen. Doch die Grossmutter der Queen und Premierminister Winston Churchill wollten den Namen Windsor beibehalten. In der Biografie von Queen Elizabeth und Prinz Philip, dem Buch «Philip und Elizabeth: Porträt einer Ehe», beklagte sich der Gatte, dass er wohl der einzige Mann im Land sei, der seinen Nachnamen nicht an seine Kinder weitergeben könne.
Neue Hunderasse
Hunde und die Queen gehören einfach zusammen. Corgis und Mischlinge zwischen Dackeln und Corgis gehören zu ihren Favoriten. Diese Mischlinge heissen Dorgis und wurden von der Queen zum ersten Mal gezüchtet. Das erste Mal war ein Versehen, als sich einer der Corgis der Queen mit dem Dackel ihrer Schwester Margaret paarte. Seither züchten die beiden Frauen die Hunde.
Der Hundefriedhof
Schon als Kind hatte sie ihre ersten Corgis. Mehr als 30 Tiere soll sie gemäss ihrer Biografin schon überlebt haben. Die verstorbenen Tiere werden auf einem Hundefriedhof in Sandringham beerdigt, den Königin Victoria 1887 anlegen liess.
Die Sache mit den Schwänen
Alle Schwäne auf britischem Boden gehören bis auf wenige Ausnahmen der Queen. Sie ist auch die einzige, die die Tiere essen darf. Gilt es dann als Hochverrat, wenn man einen ihrer Schwäne tötet? Dieser Frage ging die britische Zeitung «Express» nach: Nein, es ist kein Hochverrat. Aber es gibt eine happige Strafe.
Das schreckliche Jahr
Das Jahr 1992 war für die Queen das «Annus horribilis», also das schreckliche Jahr. Es ist eine persönliche Bewertung, die sie in einer Rede zu ihrem 40. Thronjubiläum verwendete. Der bedeutendste Grund dafür war, dass vier Tage vor der Rede ein Feuer im Windsor Castle ausgebrochen war. Doch auch andere Gründe führten zu dieser Bewertung: Ihre beiden Söhne trennten sich in diesem Jahr von ihren Ehefrauen, die Scheidung ihrer Tochter wurde rechtskräftig und das Buch über Prinzessin Diana sorgte für einen grossen Skandal.
Reisen ohne Ausweise
Die Queen liebt das Autofahren. Sie steigt immer wieder gerne selbst hinter das Steuer. Dazu braucht sie als einzige in der Königsfamilie keinen Führerschein. Sie musste gemäss der britischen Zeitung «Express» auch nie eine Fahrprüfung absolvieren. Der Grund: Das Gesetz. Gemäss diesem braucht sie keinen Führerschein, da sowieso alle Führerscheine in ihrem Namen ausgestellt werden.
Der Handtaschen-Code
Die Queen trägt immer eine Handtasche bei sich. Doch die Tasche soll nicht nur ein Accessoire sein, sondern ihre Angestellten auch über ihren Gemütszustand informieren. So soll der Code angeblich lauten:
- Trägt sie die Tasche am linken Arm, ist alles ok.
- Stellt sie die Tasche links von sich auf den Boden, will sie aus einer unangenehmen Situation herausgeholt werden.
- Wechselt die Tasche den Arm oder wird sie auf einem Tisch abgestellt, bedeutet das, dass sich die Queen langweilt.
Der Code wurde in mehreren Biografien über die Queen festgehalten, vom Hof aber nie offiziell bestätigt.
Die Lastwagenfahrerin
Sie fährt nicht nur gerne Auto, sondern ist auch ausgebildete Lastwagenfahrerin und Mechanikerin. Diese Ausbildung erhielt sie im Zweiten Weltkrieg.
Gemeinsame Vorfahren
Sie und ihr verstorbener Gatte Prinz Philip sind entfernt miteinander verwandt: Königin Victoria, die von 1819 bis 1901 lebte, ist die Ururgrossmutter der beiden.
Zwei Geburtstage
Ihr Geburtstag wird zweimal pro Jahr gefeiert. Geboren wurde sie am 21. April 1926. Doch da das Wetter auf der britischen Halbinsel im April meist regnerisch ist, wird der Geburtstag an einem Samstag im Juni mit ihren Untertanen nachgefeiert – bei besserem Wetter natürlich.
(gch)