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Ein 40-jähriger Mann sorgte 2018 in Luzern für Aufregung, als er mehrere Male drohte, eine Bombe hochgehen zu lassen. Im Frühling dieses Jahres verkündete das Kriminalgericht das Urteil. Doch die Staatsanwaltschaft meldet Berufung an.
Der Bombendroher von der Mall of Switzerland sollte für ein Jahr ins Gefängnis. So das Urteil des Luzerner Kriminalgerichts im April dieses Jahres. Die restlichen 19 Monate der Haftstrafe schob das Gericht auf Bewährung auf, dies bei einer Probezeit von vier Jahren (zentralplus berichtete).
Für die Staatsanwaltschaft fiel dieses Urteil zu milde aus. Sie hat darum Berufung gegen das Urteil angemeldet. Die Staatsanwaltschaft fordert als Strafe für die Vergehen des 40-jährigen Mannes sechs Jahre Haft. Darum wird der Fall am Luzerner Kantonsgericht nochmals neu verhandelt.
Mann gestand Tat
Bei der Gerichtsverhandlung im Frühling gestand der Bombendroher seine Tat. Allerdings merkte er an, dass die von der Staatsanwaltschaft geforderten sechs Jahre Haft zu viel seien. Bei seiner Aktion sei letztlich niemand verletzt worden, darum erachtete er eine Haftstrafe von sechs Jahren als unverhältnismässig.
Hintergrund der Anklage sind mehrere Bombendrohungen, die der Mann 2018 ausgerufen hatte. Damit wollte er Geld erpressen. Wegen der ersten Drohung in der Mall of Switzerland musste das ganze Gebäude innert Kürze evakuiert werden. Die Polizei fand jedoch keine Bombe. Der Aufwand kostete die Mall rund 180’000 Franken (zentralplus berichtete).