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Während landesweit Sozialleistungen gekürzt und die Steuern für Besserverdienende zwecks Abbau der Staatsverschuldung erhöht werden sollen, hielt sich der konservative Regierungschef Tony Abbott nach Einschätzung politischer Beobachter weitgehend an sein im September 2013 abgegebenes Wahlversprechen, den Agrarsektor als Motor der australischen Wirtschaft stärker zu unterstützen.
Dieselverbilligung bleibt
So sollen im Gegensatz zu anderen Bereichen unter anderem Haushaltsmittel für ländliche Infrastrukturmassnahmen, Biosicherheitsmassnahmen sowie für die agrarwissenschaftliche Forschung und Entwicklung und für kleine Exporteure aufgestockt werden. Bleiben wird auch die Dieselölverbilligung für Farmer, während die Spritsteuer für alle anderen Bürger angehoben wird.
Auf der anderen Seite will die Regierung aber auch finanzielle Zuwendungen im Agrarbereich kürzen, zum Beispiel für Landschaftsschutzprogramme, Bodenverbesserungsmassnahmen oder genossenschaftliche Forschungseinrichtungen.
Bauernverband mehrheitlich zufrieden
Landwirtschaftsminister Barnaby Joyce sprach von teilweise harten Einschnitten. Das Agrarbudget ermögliche es der Landwirtschaft jedoch auch in Zukunft profitabel und wettbewerbsfähig zu sein. Bauernpräsident Brent Finlay bescheinigte der neuen Regierung, sich trotz des allgemeinen Sparzwangs an zentrale Versprechungen des Wahlprogramms gehalten zu haben, kritisierte jedoch die massiven Kürzungen im Bereich des Landschaftsschutzprogramms, wovon rund 40% der Farmer betroffen seien.
Erleichtert zeigte sich Finlay insbesondere über den Erhalt des Dieselrabatts von 0,38 AUD (0,31 Fr.), dessen Beschneidung oder Wegfall zu schweren finanziellen Einbussen bei den Landwirten geführt hätte.