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Geschichte
Pfarreigeschichte
1071:
Stiftung der Pfarrei und der Pfarrkirche Appenzell durch Abt Norbert (Kloster St. Gallen) und Zugehörigkeit zum Bistum Konstanz
1248:
Rom gewährt dem St. Galler Abt Berchthold von Falkenstein das Recht, die Kirche Appenzell nach dem Rücktritt oder Tod des Kirchenherrn zur eigenen Nutzung zu behalten.
1300:
Ungefähr um 1300 wurde eine neue Pfarrkirche gebaut, weil die alte zu klein geworden war.
1353:
1420:
Erste urkundliche Erwähnung des Kirchenpatrons St. Mauritius in der Marktrechtsurkunde
Nach den Freiheitskämpfen verweigerten die Appenzeller dem Abt von St. Gallen den Zehnten. Dieser reichte daraufhin Klage ein. Diese blieb jedoch ohne Wirkung.
1426:
Berchthold von Wildungen, stellvertretender Richter in kirchlichen Sachen, erlässt ein Mandat gegen die Appenzeller mit einer Frist von 30 Tagen, sich entweder zu unterwerfen oder eine begründete Einsprache gegen die Forderungen des Abtes einzulegen. Die Einsprache wurde jedoch nicht mehr berücksichtigt und so wurde über Appenzell der Kirchenbann verhängt.
1429:
Man einigt sich darauf, dass die Appenzeller nun doch den Zehnten entrichten. Daraufhin wird der Kirchenbann gebrochen. In Appenzell dürfen wieder Sakramente gespendet werden.
1512 / 1513:
1513:
Bau eines neuen spätgotischen Chores und einer Krypta (Stephanskapelle)
Weihe des Kirchenbaus. Appenzell wird als 13. Ort in die Eidgenossenschaft aufgenommen.
1537:
Dem Abt von St. Gallen wird eine Abfindung gezahlt und die Inkorporation der Pfarrei Appenzell aufgehoben.
1560:
Beim Dorfbrand vom 18. März wird neben etlichen Wohnhäusern in Appenzell auch die Kirche grösstenteils durch das Feuer zerstört. Der Wiederaufbau begann noch 1560.
1590:
1819:
Weihe der wieder hergestellten Kirche durch Weihbischof Balthasar Wurer von Konstanz
Am 09. Oktober wurde Appenzell der Administratur des Churer Bischofs unterstellt
1823:
Am 7. Dezember fasst die Kirchhöri den Beschluss, ein neues grösseres Kirchenschiff zu bauen.
1843:
1866:
Weihe der neuen Kirche durch Weihbischof Brünster, Brixen
Am 5. Januar wird die apostolische Administratur von Appenzell vom Bistum Chur ans Bistum St. Gallen übertragen
Ende 19. Jhd:
Die Krypta wird nur noch als Abstellraum verwendet.
1952 / 1953:
1969 / 1970:
1971:
1999 – 2001:
2001:
Restaurierung und Altarweihe in der Krypta durch Bischof Dr. Josephus Meile
Kirchenrestaurierung und archäologische Grabungen im Inneren der Kirche
Die Kirche wird restauriert und unter den Schutz der schweizerischen Eidgenossenschaft gestellt.
Erweiterung der Sakristei im modernen Stil
Sanierung der Stephanskapelle und Erneuerung der Galerie zur Hauptgasse
2013:
Am 22. September wird die Seelsorgeeinheit Appenzell mit den Pfarreien St. Mauritius Appenzell, St. Josef Schlatt, St. Josef Eggerstanden, St. Sebastian Brülisau, St. Martin Schwende, St. Verena Gonten und Maria Hilf Haslen errichtet.
2018-2019:
von Januar bis Ende März 2018 werden Renovierungsarbeiten in der Stephanskapelle durchgeführt.
Nach der Landsgemeinde 2018 bis Ostern 2019 wird die Pfarrkirche St. Mauritius im Inneren restauriert und belibt in dieser Zeit für Gottesdienste geschlossen.
Quelle: Franz Stark, 900 Jahre Kirche und Pfarrei St. Mauritius, Genossenschaftsdruckerei Appenzell 1971 und Johannes Huber, Pfarrkirche St. Mauritius, 2010