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Gemäss der Energiestrategie des Bundes muss bis im Jahr 2020 ein erstes Gaskraftwerk ans Netz. Ein solches könnte bis 2018 auf dem Gelände des ehemaligen Ölkraftwerks Chavalon betriebsbereit sein. Diesen Zeitplan zeichnet Alexis Fries, CEO der federführenden EOS Holding.
Das geplante Werk in Chavalon ist das am weitesten gediehene Projekt dieser Art in der Schweiz. Wie Verkehrsministerin Doris Leuthard diese Woche gegenüber Radio DRS sagte, braucht es bis 2050 möglicherweise vier bis sechs Gaskombikraftwerke.
Die fünf Schweizer Atomkraftwerke produzierten zusammen jährlich rund 2,5 Gigawatt Strom, rechnete Alexis Fries gegenüber der Nachrichtenagentur sda vor. Ein Gaskraftwerk liefere 400 Megawatt. Deshalb würden sechs solcher Kraftwerke benötigt, um die Leistung des Nuklearparks nach dem Ausstieg aus der Kernenergie zu kompensieren.
Fries rechnet insgesamt aber mit "einem bis vier Gaskraftwerken". Die Anzahl hänge vom Erfolg der Förderung erneuerbarer Energien sowie des Gebäudesanierungsprogramms ab. Der Bundesrat will die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien bis 2050 um einen Drittel erhöhen. Die Bundesgelder für die Sanierungen sollen auf 600 Millionen Franken im Jahr aufgestockt werden.
Fries rechnet überdies mit einem steigenden Strompreis. Dieser Anstieg werde "die Türe öffnen für Alternativen, die heute noch nicht rentabel sind".
Das Gaskraftwerk Chavalon sei bereits 2007 "im Schatten der Kernergie" aufgegleist worden, sagte Fries. Der Vorteil der Anlage liegt in der bereits vorhandenen Infrastruktur. Die Gemeinde Vouvry hatte 2009 die Baubewilligung für das Kraftwerk erteilt. Gegen das Projekt sind mehrere Rekurse hängig.
SDA-ATS