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Die Schweiz ist ein autonomes, souveränes und militärisch neutrales Land, eine Willensnation ohne politische Beteiligung an der Europäischen Union. Im Artikel 58 Abs. 2 der Bundesverfassung ist geregelt:
Die Armee dient der Kriegsverhinderung und trägt bei zur Erhaltung des Friedens; sie verteidigt das Land und seine Bevölkerung. Sie unterstützt die zivilen Behörden bei der Abwehr schwerwiegender Bedrohungen der inneren Sicherheit und bei der Bewältigung anderer ausserordentlicher Lagen. Das Gesetz kann weitere Aufgaben vorsehen.
Sämtliche Forderungen vereinzelter Splittergruppen, welche die Abschaffung oder die Teilabschaffung der Armee zum Ziel hatten, wurden vom Stimmvolk bisher abgelehnt. Im Rahmen einer Ersatzbeschaffung eines Teilbereiches dieser Armee wurde nun von linken Gruppierungen das Referendum ergriffen, um eine dringend notwendige Modernisierung unserer Luftwaffe zu verhindert. Das Primärziel ist jedoch erkannt: Es geht um eine deutliche Schwächung unserer Landesverteidigung.
Selbstverständlich sind wir alle froh, dass die Schweiz innerhalb des geografisch kontinentalen Kerns heute relativ befriedet ist, und dass ernste luftpolizeiliche Angelegenheiten bisher kaum nötig wurden. Die Schweiz zählt für die Grossmächte auch nicht zur „Achse des Bösen“, wenigstens was terroristische Aktivitäten angeht. Es mussten weder despotische noch terroristische Regimes entfernt werden. Dennoch, es wäre sehr vermessen anzunehmen, dass der europäische Frieden aus diesen Gründen ewig halten würde. Besonders in unserer globalisierten Welt können sich kleine, regionale Konflikte rasch international ausdehnen, besonders wenn verschiedene Allianzen aufeinandertreffen.
Man kann ausserdem nicht verleugnen, dass gemäss dem „Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI)“ im Jahr 2009 weltweit 1‘531‘000‘000‘000 USD (1,5 Billionen) ausgegeben wurden, was im Vergleich zum Jahr 2000 einen Anstieg von 49% bedeutet. Noch führt die USA die Hitliste mit 739.3 Millarden USD (2011) an, doch China rüstet ebenso massiv auf, dieses Jahr kratzen sie an der 100 Milliarden Euro Grenze. Die europäischen Länder UK, Frankreich und Deutschland kamen im Jahr 2011 auf gemeinsame 165,7 Milliarden USD, während dem die Nuklearstreitmacht Russland mit wahrscheinlich 52.7 Milliarden knapp hinter Japan steht. Wenn sich also alle Völker dieser Erde darüber einig wären, dass „nie mehr Krieg“ eine realistische Option wäre, weshalb dreht dann die internationale Aufrüstung auf noch nie dagewesene Höhen? Und um ebenso etwas zu Fabulieren: Könnte der kommende Grund für einen internationalen Konflikt nicht bei den knapper werdenden Ressourcen liegen?
Die Schweiz als kleines und unabhängiges Land wird kaum je im Fokus einer internationalen Aggression stehen. Ausser einer sehr schönen Landschaft in einem gemässigten Klima mit inzwischen abgeschafften vorteilhaften Bankengesetzen bietet das Land nicht viel, ausser einem arbeitswilligen und –fähigen Volk. Die herstellenden Betriebe des Landes würden vor einer Invasion im Rahmen einer wahrscheinlich nur kleinen Auseinandersetzung mit der Schweizer Armee vernichtet werden, was eine Annexion im Anschluss zu ad absurdum führen würde. Ausserdem würden später die Partisanenkämpfe ausarten, weil die Schweizer Regierung korrekterweise das eigene Volk nie entwaffnet hat. Dieses Faktum wurde übrigens schon von der OHL im Deutschen Reich erkannt. Jedes Dorf hat seinen Schiesstand, und das Feldschiessen auf getarnte B-Scheiben in 300 Meter Distanz ist das grösste Schützenfest der ganzen Welt.
Doch leider sind interkontinental ausgetragene Konflikte selten ruhig und beschaulich, und die Schweiz mit der erhaltenen und intakten Infrastruktur bietet als Nebenschauplatz durchaus Potential, besonders wenn rundherum alles zerstört wurde. Somit braucht die Schweiz eine Armee als letztinstanzliche Schutzmacht. Und diese Armee besteht nun mal aus der Symbiose aus Heer und Luftwaffe.
Der Gripen E, welche unsere veraltete Tigerflotte teilweise ersetzen wird, gehört zu den modernsten und leistungsfähigsten Mehrzweckkampfflugzeugen der Welt. Anbei eine kurze Erläuterung zu den Besonderheiten, welches dieses Flugzeug für die Schweiz so ideal macht:
- Das AESA-Radar des Typs ES-05 Raven vom schottischen Hersteller Selex beispielsweise besitzt ein Feld von kleinen Antennen, welches die gleichzeitige und richtungsgetrennte Überwachung von Boden- oder Luftzielen gleichzeitig zulässt. Da dies nicht mechanisch erfolgt, arbeitet das Gerät verzugslos.
- Das IRST Skyward G ebenso von Selex ist ein elektro-optisches Gerät, welches alle Wärmebilder in der Luft, am Boden oder auf dem Wasser erkennen kann. Als passiver Sensor bleibt IRST für Gegner unerkannt.
- Das Electronic Warfare, EW System sucht die relevante Umgebung nach fremden Energiequellen ab, und die bekannte Radarwarnanlage RWR ist dort bereits integriert, um Angriffe eines Gegners zu lokalisieren. Das EW System ist ausserdem in der Lage, ein gegnerisches Radarsignal empfindlich zu stören.
- Das Laser Designation Pod, LDP ist in der Lage, Bodenziele mittels lasergesteuerter Bomben Millimeter genau zu treffen. Der beleuchtende Laser kann dazu vom Boden, von einem anderen Kampfflugzeug oder vom Gripen ausgestrahlt werden. In der eingesetzten Kombination mit dem FLIR (Forward Looking Infrared) kann die Besatzung das Ziel visualisieren. Selbstverständlich können diese Daten mit dem modernen Kommunikationssystem FAC (Forward Air Controller) mit Datenlink an das Kommando übermittelt werden. Dank dem Datenaustauschstandard Link 16 ist der Gripen E bereits heute an unser FLORAKO System kompatibel.
Luft-Luft Bewaffnungsmöglichkeiten
- Ganz vorne weg zu erwähnen ist die METEOR Rakete, welche dem neusten europäischen Gemeinschaftsprojekt entspringt. Der eigene Antrieb, welcher computergesteuert den Treibstoff auf der ganzen Flugbahn dosiert, ermöglicht doppelt so hohe Reichweiten wie herkömmliche Lenkwaffen. Die weiteren Eigenschaften sind zurzeit noch klassifiziert. Als Alternative können auch andere Raketen wie die AMRAAM eingesetzt werden.
- Für kürzere Luft-Luft Distanzen wird die IRIS-T Rakete eingesetzt, welche dank der Schubvektorsteuerung auch auf Ziele abgefeuert werden können, die sich hinter dem Gripen befinden. Selbstverständlich sorgt die konventionelle 27mm Hochgeschwindigkeitskanone BK27 nötigenfalls für Ordnung.
Luft-Boden Bewaffnung
- Ein Mehrzweckkampfflugzeugen wäre keins, wenn man nicht auch Bomben aufrüsten könnte. Hier gibt es eine Vielzahl von Typen, wobei erwähnenswert nur die GBU-49 und GBU-39 sind, welche die Ziele GPS gesteuert treffen. Die GBU-39 hat zusätzlich ausklappbare Flügel, welche die Reichweite zusätzlich erhöhen.
- Daneben können auch Luft-Boden Raketen mitgeführt werden. Die RBS15F ER, eine Weiterentwicklung einer ursprünglichen Rakete zur Schiffsbekämpfung, können dank dem Extended Range Bodenziele in 200 Km Entfernung anvisiert werden. Ausserdem ermöglichen die TAURUS Lenkwaffen das Knacken gepanzerter Ziele wie eingegrabene Betonbunker oder speziell geschützte Radaranlagen. Zusätzlich ist der Gripen E mit der AGM-65 Lenkwaffe bestückt, welche Panzer oder gepanzerte Fahrzeuge knackt. Der Einsatz der moderneren MBDA Dual-Mode Brimstone (DMB) wird zurzeit geprüft.
Der Gripen E benötigt eine Piste von lediglich 500 – 600 Meter, was den Einsatz auch auf gesperrten Strassenabschnitten ermöglicht. Auf einen Nachbrenner kann zugunsten eines tieferen Treibstoffverbrauchs verzichtet werden. Das Flugzeug kann 2 Stunden und 45 Minuten in der Luft bleiben.
Der Gripen ist bereits in Schweden (96 + 60 Stück), in Südafrika (26 Stück) sowie in Tschechien, Ungarn, Thailand und England im Einsatz, bald folgt Brasilien und wohl demnächst die Schweiz.
Der Gripen E ist das richtige Flugzeug für die Schweiz. JA zur Armee, JA zum Gripen.
Nachstehender Film zeigt den Gripen im Einsatz