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Derzeit liegt die Mehrheit im Senat in der Hand der Konservativen, die im Votum erneut die Nase vorn haben dürften. Das Mitte-Lager von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, das in der Fläche deutlich schlechter verankert ist als die einstigen grossen Volksparteien der Republikaner und Sozialisten, verfügt nur über 24 Sitze in der Parlamentskammer. Aussichten auf erheblich mehr Vertreter aus den eigenen Reihen kann Macron sich Berichten zufolge eher nicht machen. Für ihn geht es demnach vor allem darum, die Sitze zu halten.
Der Senat setzt sich aus 348 Mitgliedern zusammen, die für sechs Jahre gewählt werden. Alle drei Jahre wird etwa die Hälfte der Sitze neu besetzt. Der Senat redet bei der Gesetzgebung mit. Bei Konflikten mit der Nationalversammlung sitzen die dortigen Abgeordneten am längeren Hebel. Doch mit dem Verlust der absoluten Mehrheit des Macron-Lagers in der Nationalversammlung im vergangenen Jahr hat der Senat als Verhandlungspartner für die Regierung an Bedeutung gewonnen.