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In der Eigenständigkeitserklärung der Seminararbeit hältst du fest, dass du sie allein und ausschließlich unter Verwendung der angegebenen Quellen verfasst hast. Die Eigenständigkeitserklärung wird der Seminararbeit beigefügt und gilt in den meisten Fällen als unerlässlich, damit diese als Prüfungsleistung anerkannt wird. Hier erfährst du, was du bei der Eigenständigkeitserklärung einer Seminararbeit beachten musst.
Definition: Eigenständigkeitserklärung der Seminararbeit
Die Eigenständigkeitserklärung einer Seminararbeit ist ein Dokument, das versichert, dass die betreffende Prüfungsleistung in Eigenarbeit entstanden ist und alle verwendeten Quellen gemäß gültiger Zitierregeln angegeben wurden. Eine Eigenständigkeitserklärung dient als Grundlage, um akademische Arbeiten als erbrachte Prüfungsleistung akzeptieren zu können. Sie besteht aus der genannten Erklärung und der Unterschrift des Verfassers.
Streng genommen ist die Eigenständigkeitserklärung der Seminararbeit kein Teil der wissenschaftlichen Arbeit, sondern eine Aussage über die Arbeit. Im Falle einer Publikation wird sie nicht mit abgedruckt. Beim Einreichen der Prüfungsleistung befindet sich die Eigenständigkeitserklärung der Seminararbeit üblicherweise hinter der letzten Seite. Manche Institute schreiben hingegen vor, die Eigenständigkeitserklärung vor dem Inhaltsverzeichnis zu platzieren. In beiden Fällen erhält sie keine Seitenzahl. Ferner bestehen unter wissenschaftlichen Instituten Unterschiede im genauen Wortlaut der Eigenständigkeitserklärung, die sich sinngemäß jedoch kaum voneinander unterscheiden.
Darüber hinaus handelt es sich beim Wort Eigenständigkeitserklärung um einen Oberbegriff, unter den auch die Selbstständigkeitserklärung oder die Ehrenwörtliche Erklärung fallen. Die Eidesstattliche Erklärung ist eine besondere Form der Eigenständigkeitserklärung, die juristisch stärker ins Gewicht fällt.1
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Relevanz der Eigenständigkeitserklärung
Seminararbeiten sind aufwendige Prüfungsleistungen, die über längere Zeiträume in Heimarbeit entstehen. Anders als in Klausuren ist es den Prüfern nicht möglich, die Eigenleistung der Studierenden sicherzustellen. Daher müssen diese mit ihrer Unterschrift bestätigen, die vorgelegte Leistung selbst erbracht und alle verwendeten Quellen in adäquater Form angegeben zu haben. Sollte sich herausstellen, dass der Studierende Teile der Arbeit nicht selbst verfasst oder Quellen plagiiert hat, dient die Eigenständigkeitserklärung der Seminararbeit als Beleg für einen bewussten Täuschungsversuch. Tritt dieser Fall ein, wird eine Seminararbeit mit einer 5,0 bewertet und gilt als nicht bestandene Prüfungsleistung.
Bestandteile der Eigenständigkeitserklärung der Seminararbeit
Die Eigenständigkeitserklärung einer Seminararbeit besteht aus vier Kernelementen, die um zusätzliche Klauseln erweitert werden können. Die Kernelemente sind:
- die Erklärung, dass die vorliegende Leistung eigenständig erarbeitet wurde
- der Titel der vorliegenden Leistung
- die Erklärung, dass alle zitierten Quellen durch ein nachvollziehbares Zitationsverfahren angegeben sind
- die Unterschrift des Verfassers
Normalerweise nimmt die Eigenständigkeitserklärung einer Seminararbeit nicht mehr als zehn bis zwanzig Zeilen ein. Sie sollte allerdings eine vollständige (ansonsten leere) Seite beanspruchen, um nicht mit inhaltlichen Teilen der Arbeit verwechselt zu werden.
Eigenständigkeitserklärung der Seminararbeit: Beispiele
Die meisten Institute bieten Vorlagen für Eigenständigkeitserklärungen an, die du bequem ausdrucken und für deine Seminararbeit verwenden kannst. Wir haben fünf Beispielerklärungen für dich zusammengetragen.
Je nach Universität unterscheidet sich der Wortlaut der Eigenständigkeitserklärung für eine Seminararbeit. Die Unterschiede bestehen darin, dass manche Institute bestimmte Quellentypen (meistens Internetquellen und/oder Abbildungen) hervorheben. Des Weiteren halten Eigenständigkeitserklärungen bisweilen fest, dass die unterzeichnende Person weiß, was ein Plagiat ist. Diese zusätzlichen Klauseln haben den Zweck, dass sich die unterzeichnende Person detailliert vergegenwärtigt, was sie mit der Eigenständigkeitserklärung ausdrückt. Sie sind ein belehrender und kein inhaltlicher Beitrag zur Eigenständigkeitserklärung einer Seminararbeit.
Eine Eigenständigkeitserklärung, die von allen verwendeten Quellen und der eigenständigen Anfertigung einer Arbeit spricht, impliziert bereits jeden Quellentyp und ein Verständnis von Plagiaten. Hinsichtlich der Prüfungsordnung ist sie ebenso wirksam wie eine ausführlichere Eigenständigkeitserklärung.
Eigenständigkeitserklärung vs. Eidesstattliche Erklärung
Eine eidesstattliche Erklärung («an Eides statt») ist eine besondere Form der Eigenständigkeitserklärung. Sie ist über die Prüfungsordnung hinaus rechtlich bindend und strafrechtlich relevant. Demnach kann ein Verstoß zu schweren juristischen Konsequenzen führen, die weit über eine Exmatrikulation hinausgehen. Eine normale Eigenständigkeitserklärung kann zwar ebenfalls vor Gericht wirksam werden, wiegt jedoch weniger schwer als Verstöße gegen eine Erklärung an Eides statt, die mit hohen Geldbußen und im Härtefall sogar mit Freiheitsstrafen geahndet werden können.
Ob des juristischen Gewichts wird eine eidesstattliche Erklärung meist nur bei Abschlussarbeiten gefordert, während eine Eigenständigkeitserklärung bei Seminararbeiten und anderen in Hausarbeiten entstehenden Prüfungsleistungen anfällt.2 Im Zweifelsfall gibt dir dein Prüfer Auskunft darüber, welche Form von Eigenständigkeitserklärung für die Seminararbeit gewünscht ist.
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Häufig gestellte Fragen
Die eidesstattliche Erklärung («an Eides statt») ist eine rechtlich (stärker) bindende Form der Eigenständigkeitserklärung. Bei Abschlussarbeiten wird in der Regel nach einer eidesstattlichen Erklärung verlangt, während für andere wissenschaftliche Arbeiten eine einfache Eigenständigkeitserklärung (oder auch: ehrenwörtliche Erklärung) genügt. Inhaltlich sagen beide Erklärungen das gleiche aus.
Die Eigenständigkeitserklärung einer Seminararbeit muss erklären, dass du die vorliegende Arbeit (mit Titel) allein und nur unter Einsatz der angegebenen Quellen verfasst hast. Damit sie gültig wird, benötigt sie zudem deine Unterschrift. An manchen Instituten wird die Eigenständigkeitserklärung um weitere Aussagen ergänzt. Erkundige dich diesbezüglich bei deinem Betreuer.
Die Eigenständigkeitserklärung befindet sich hinter der letzten Seite der Seminararbeit. Sie ist streng genommen nicht Teil der Arbeit, sondern eine Aussage über die Arbeit.
Nein, die Eigenständigkeitserklärung steht nicht im Inhaltsverzeichnis und erhält in der Regel auch keine Seitenzahl.
Die Eigenständigkeitserklärung versichert, dass du eine (mehr oder weniger) unbeaufsichtigt erbrachte Prüfungsleistung tatsächlich selbst erbracht hast. Sie dient als Grundlage, um dir die Leistung zuschreiben und anrechnen zu können.
Quellen
1 Lubzyk, Jessica; Fitzke, Christiane; Frey, Sabine; Funck, Dirk; Hauffe, Hans-Karl; Lepp, Sylvia; Loewy, Dana; Rüdiger; Reinhardt; Rothfuß, Uwe; Schramm, Kerstin; Pekrun, Carola: Wie man eine wissenschaftliche Arbeit erstellt – Ein Leitfaden für Studierende, in: www.hfwu.de, April 2017, [online] https://www.hfwu.de/fileadmin/user_upload/IBIS/Leitfaeden/Leitfaden_wiss_Arbeiten_April_2017.pdf (zuletzt aufgerufen am 07.03.2023)
2 Noack, Dr. Eva Maria; Heinrich, Barbara: Leitfaden zum Konzipieren und Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten, in: www.uni-goettingen.de, 31.10.2013, [online] https://www.uni-goettingen.de/de/document/download/7a92740ee120e4dc66af41b165e7ae80.pdf/Leitfaden_Wissenschaftliche_Arbeiten.pdf (zuletzt aufgerufen am 07.03.2023)