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Das BAFU ist für den Vollzug des eidgenössischen Jagdgesetzes zuständig. In der Schweiz existieren zwei Jagdsysteme: Die Revier- und die Patentjagd. Wer jagen will, braucht eine kantonale Jagdberechtigung.
Das eidgenössische Jagdgesetz verpflichtet die Kantone dazu, die Bestände der Wildhuftiere mittels Bejagung oder anderer Massnahmen so zu regulieren, dass diese die natürliche Waldverjüngung nicht verhindern und keine grossen Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen entstehen.
Bei regionalen Rückgängen von Beständen von Arten, die nach dem Bundesgesetz jagdbar sind, müssen die Kantone die Nutzung einschränken. Örtlich bedrohte Arten sind zu schonen.
Zum Schutz und zur Erhaltung von seltenen und bedrohten wildlebenden Säugetieren und Vögeln sowie zur Erhaltung von gesunden, den örtlichen Verhältnissen angepassten Beständen jagdbarer Arten, hat der Bund ein Netz von eidgenössischen Jagdbanngebieten und Wasser- und Zugvogelreservate ausgeschieden. Dieses Netz wird von den Kantonen durch weitere Schutzgebiete und Ruhezonen für Wildtiere ergänzt.
Jagdsysteme
Patentjagd: Die Patentjagd erlaubt die Jagd auf dem ganzen Gebiet des Kantons (mit Ausnahme der eidgenössischen und der kantonalen Jagdbanngebiete). Die Jäger müssen beim Kanton ein Patent erwerben und dazu die Patentgebühr entrichten. Pro Patent darf eine bestimmte Anzahl Tiere erlegt werden. Die Jagdzeit ist auf wenige Wochen im Herbst beschränkt.
Patentkantone sind: Bern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Fribourg, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Jura.
Revierjagd: Beim Revierjagdsystem verpachten die politischen Gemeinden das Jagdrecht durch Vertrag an eine Gruppe von Jägern (Jagdgesellschaft) für eine bestimmte Periode (meist acht Jahre). Ende Saison müssen die Jäger dem Kanton melden, welche und wie viele Tiere sie erlegt haben. Die Anzahl Abschüsse hat einen Einfluss auf den Pachtzins.
Revierkantone sind: Zürich, Luzern, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Land, Schaffhausen, St.Gallen, Aargau, Thurgau.
Spezialfall Regiejagd: Im Kanton Genf wurde die Jagd 1974 nach einer Volksabstimmung abgeschafft. Seitdem regulieren wo nötig staatlich besoldete Wildhüter die Wildhuftierbestände.
Jagdausbildung
Die Ausbildung zum Jäger und die entsprechenden Prüfungen werden von den Kantonen organisiert.
Die Ausbildung zur Jägerin oder zum Jäger ist in zwei Teile unterteilt.
- Der theoretische Teil vermittelt Kenntnisse über das Wild und die Natur, die Hege und Jagdhunde, das Gesetzeswesen sowie die Jagdausübung und Waffenkunde.
- Der praktische Teil besteht aus einer Schiessprüfung und der Waffenhandhabung.
Detaillierte Unterlagen sind bei den kantonalen Jagdverwaltungen erhältlich.
Weiterführende Informationen
Links
Dokumente
Rechtsfragen zum Vollzug des Jagdgesetzes (PDF, 1 MB, 16.08.2013)Gutachten von ecoptima, im Auftrag des BAFU
Recht
Rechtsfragen zum Vollzug des Jagdgesetzes (PDF, 1 MB, 16.08.2013)Gutachten von ecoptima, im Auftrag des BAFU
Daten
Letzte Änderung 30.06.2015