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Im November 2016 erscheinte der Dokumentarfilm «Coca-Castro», welcher das abwechslungsreiche Leben und das einzigartige Schaffen des Künstlers Rudolf Häsler aufzeigt. Politische Ereignisse auf Kuba und die Gedankengänge des Künstlers werden im Film aufgegriffen. Zeitgleich zur Veröffentlichung des Dokumentarfilms findet die Ausstellung in der Bromer Kunst statt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird eine umfassende Publikation zur einmaligen Lebensgeschichte des Künstlers herausgegeben.
Das Leben des Künstlers Rudolf Häsler war - wie sein Schaffen auch - sehr aussergewöhnlich. Rudolf Häsler wurde 1927 in Interlaken geboren und interessierte sich seit seiner Kindheit für unterschiedliche Länder und Kulturen. Kurz nach dem Lehrerseminar fasste er den Entschluss, Künstler zu werden. Nach ausgedehnten Studienreisen durch Europa und Nordafrika liess sich der Berner Oberländer kurzzeitig in Spanien nieder. In Granada lernte er Maria Dolores Soler – eine Kubanerin – kennen. Die beiden verlobten sich und heirateten schliesslich in Kuba. Ursprünglich wollte das Paar zwei Wochen in Kuba verbringen – schlussendlich blieben die beiden über ein Jahrzehnt im karibischen Inselstaat. Häsler wurde kurz nach der Machtübernahme durch Fidel Castro in Kuba Direktor im Nationalinstitut für Kunstgewerbe und gilt bis heute als der höchste ausländische Staatsangestellte nach Che Guevara in Kuba. Rudolf Häsler fiel jedoch bei Fidel Castro in Ungnade und wurde seines Amtes enthoben, weshalb er im Jahr 1969 Kuba mit der ganzen Familie fluchtartig verlassen musste. Ende der 60er-Jahre zog sich der Maler, Grafiker und Zeichner mit seiner Familie nach Spanien zurück und bereiste die Welt. Bekannt wurde Häsler vor allem durch seine realistischen, teilweise auch hyperrealistischen Gemälde. Da Häsler eher zurückgezogen in Spanien lebte und nicht an vielen internationalen, gross angelegten Ausstellungen teilniehm, beschränkt sich seine Bekanntheit auf einen ausgewählten Expertenkreis. Die bromer kunst ist jedoch überzeugt, dass sich diese Tatsache bald ändern wird und Rudolf Häsler seinen verdienten Platz in der internationalen Kunstgeschichte zugesprochen erhält.