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Mein Lebensziel
Man nannte jenes Goal im letzten Spiel Kanada gegen Russland im Jahre
1972 das "Jahrhundertgoal". Es berührt mich noch immer,
wenn ich daran denke.
Angst ist ein guter Antreiber, und ich fürchtete mich sehr vor einer
Niederlage gegen die Russen. Kanada ist kein grosses Land, aber Eishockey
ist unser Nationalsport. Jeder im Team fühlte sich verantwortlich,
zu gewinnen. Ich dachte mir, dass unser Team besser war als die Russen,
aber es fiel mir nicht ein, dass ich selbst das entscheidende Goal schiessen
würde. Dieser Treffer gab mir auf jeden Fall eine Stellung, die ich sonst nicht
gehabt hätte. Ich wünschte, damals hätte ich die Situation
etwas besser im Griff gehabt. Wenn mein Leben damals schon eine geistliche
Dimension gehabt hätte, dann hätte ich sicher etwas reifer gehandelt.
Zu jener Zeit waren fast alle meine Bubenträume in Erfüllung
gegangen und es war mir bewusst, dass ich ein privilegierter und gesegneter
Mensch war. Dennoch war eine Unruhe, eine Unzufriedenheit tief in meinem
Innern. Ich konnte das nicht ignorieren. Ich war wütend, bitter und
frustriert. Es gab Dinge in meinem Leben, mit denen ich einfach nicht
umgehen konnte.
Mit den "Maple Leafs", meinem Eishockeyteam, lief einiges schief
und ich hatte viele Streitereien mit dem Eigentümer. Ich spielte
in der Nationalliga, das hatte ich mir mein ganzes Leben lang gewünscht.
Aber ich wurde von Tag zu Tag unzufriedener und wütender, wie ich
es nie zuvor in meinem Leben war.
Ich begann zu trinken, um meine Probleme zu vergessen. Ich denke, wenn
man frustriert und wütend ist, versucht man erst, diese Gefühle
los zu werden. Beim Zusammensein mit den Kollegen tust du glücklich
und fröhlich, aber am nächsten Morgen ist alles wieder beim
alten.
Glücklicherweise hat ein Freund mich dazu ermutigt, mich mit dem
Leben von Jesus auseinander zu setzen. Er erklärte mir, dass ich
mich nicht um meine Seele gekümmert hätte, und dass ich niemals
wirklich im mich hinein geschaut hätte. Das leuchtete mir ein. Deshalb
begann ich in der Bibel zu lesen und beschäftigte mich mit Jesus.
Jesus behauptete, er sei Gott. Und er sagt, dass er mich liebt und mir
ewiges Leben schenken will. Nach 2 Jahren war ich überzeugt davon:
Jesus liebt mich wirklich und möchte, dass ich ihn kennenlerne.
Aber es war für mich sehr schwierig, Christ zu werden. Das hatte
verschiedene Gründe. Erstens war ich bisher stolz darauf, dass ich durch eigene Kraft hochgekommen
bin. Ich war es gewohnt alles im Griff zu haben. Zweitens hatte ich Angst
vor der Reaktion meiner Freunde und drittens hatte ich noch immer die
"du sollst" und "du darfst nicht" der christlichen
Tradition vor Augen, das fand ich so kleinlich.
Kann ich gleichzeitig Christ und ein "richtiger Mann" sein?
Ich machte mir Sorgen, ich müsste zuviel aufgeben.
Zuletzt las ich auch noch das in der Bibel: Wenn ich Gott wirklich lieben
würde, dann hätte ich keine Angst andern davon zu erzählen.
Aber das war gerade der Punkt. Denn wenn ich Christ würde, dann wollte
ich niemandem davon erzählen. Es war also sehr enttäuschend,
denn ich war nicht fähig, irgend einen Schritt zu tun, um etwas zu
verändern.
Eines Tages konnte ich einfach nicht mehr länger kämpfen. Ich
warf alle meine Ängste fort und sprach zu Jesus: "Ich habe Angst
und ich will niemandem davon erzählen." Dann gab ich mein Leben
in Gottes Hand. Seit diesem Tag bin ich nicht mehr derselbe. Gott hat einen positiven
Einfluss in allen Bereichen meines Lebens. Am wichtigsten ist, dass er
meine Wut und Bitterkeit gelöst hat.
Mein Leben war aber keinesfalls problemlos. Eine der schwierigsten Zeiten
war die, als meine Frau im Spital war und wir dachten, dass wir sie verlieren
würden. Ich war böse auf Gott. Aber in jener Nacht hatte ich
begriffen, dass das Leben ein Geschenk Gottes ist und ich hatte beschlossen,
alle Bereiche meines Lebens in seine Hand zu legen.
Gott hat in all den vergangenen Jahren bewiesen, dass er verlässlich
ist. Ich habe gelernt, dass ich keine bessere Wahl habe, als alles ihm
anzuvertrauen. Die Ruhe und Zufriedenheit, der innere Frieden, den ich
täglich spüre, beweisen mir, dass sein Versprechen gilt: Er
liebt uns und kümmert sich um uns. Und das beste an allem: Ich freue
mich auf die Ewigkeit mit ihm.