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Eine durch Anlagen verursachte Veränderung des Geschiebehaushalts im Gewässer kann die einheimische Tier- und Pflanzenwelt und ihre Lebensräume, den Grundwasserhaushalt und den Hochwasserschutz ernsthaft beeinträchtigen. Sie kann die Grösse, die Zusammensetzung und die Vielfalt der Biozönosen von Pflanzen und Tieren wesentlich verändern. Das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (GSchG) schreibt deshalb vor, dass die Inhaber dieser Anlagen geeignete Massnahmen treffen müssen um solche wesentliche Beeinträchtigungen durch die Veränderung des Geschiebehaushalts zu verhindern oder zu beheben.
Das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (GSchG) setzt eine Frist von 20 Jahren (bis zum 31. Dezember 2030), um die bestehenden Anlagen welche solche wesentliche Beeinträchtigungen verursachen zu sanieren. Der Kanton muss die erforderlichen Sanierungsmassnahmen gemäss GSchG planen und Fristen für deren Umsetzung festlegen. Der Kanton hat seine Planung Ende 2014 beim Bund eingereicht und muss diesem fortan alle vier Jahre Bericht über die durchgeführten Massnahmen erstatten. Die Inhaber der betroffenen Anlagen müssen die Sanierungsmassnahmen ausführen, innerhalb der Frist welche Ihnen in einer entsprechenden kantonalen Verfügung gesetzt wird.
Künstliches Hochwasser der Saane, 14.-15. September 2016
Groupe E hat am 14. und 15. September 2016 in Zusammenarbeit mit den Dienststellen des Staats Freiburg in der Saane, zwischen der Staumauer Rossens und dem Schiffenensee ein künstliches Hochwasser erzeugt. Die Massnahme hatte zum Ziel, die Gewässersohle zu reinigen und die Algenwucherung, die für die Fortpflanzung der Fische und Wirbellosen schädlich ist, einzudämmen.
Die vom Amt für Umwelt beauftragten Fachleute haben verschiedene Tests während des künstlichen Hochwassers durchgeführt, um den Geschiebehaushalt zu verbessern.
Erklärungen der Groupe E und des Amts für Umwelt
Timelaps, 14.-16. September 2016
Die Saane zwischen Rossens und Freiburg ist eine Auenlandschaft von nationaler Bedeutung
Auenlandschaften sind Relikte einer ursprünglichen Natur mit grosser Biodiversität. Durch das Wechselspiel zwischen Überschwemmungsphasen (z.B. bei Hochwasser) und Trockenperioden sind sie ständigen Veränderungen unterworfen und wechseln laufend von dem einen Zustand des Gleichgewichts in den anderen. Neue Lebensräume entstehen während andere verschwinden. Auenlandschaften beherbergen rund 50% der einheimische Pflanzen- und Tierarten auf nur 0.25 % (110 km2) der gesamten Fläche der Schweiz.