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Berlinale | Encounters | Unrueh
Der Regisseur Cyril Schäublin wurde 1984 in Zürich geboren und entstammt einer Uhrmacherfamilie. Er studierte Mandarin und Film an der Zhong Xi Academy in Peking und anschliessend Filmregie an der DFFB in Berlin. Nach seinem Abschluss kehrte er in die Schweiz zurück. Sein Langfilmdebüt, «Dene wos guet geit», feierte in Locarno Premiere und gewann eine Reihe an Auszeichnungen, darunter den Preis für den besten Film beim Edinburgh International Film Festival. «Unrueh» ist sein zweiter abendfüllender Spielfilm.
Unrueh | Synopsis
Eine andere Zeit ist möglich! Zumindest war dies zu Beginn der industriellen Uhrenherstellung um 1877 der Fall, als Behörden, Fabrikanten und Uhrenmodelle noch mit je eigenen Zeiteinteilungen operierten, samt damit verbundener Zeitpläne, Werte und Weltbilder. In dieser proto-tayloristischen Gesellschaft, in der Beamte und Gendarmen über die richtige Uhrzeit wachen und dem Produktionsbetrieb und der Gemeinschaft den Takt vorgeben, gründen Arbeiter eine anarchische Gewerkschaft mit Verbindung zur internationalen Arbeiterbewegung. Dort begegnen sich Josephine, die über die Montage der Unruh, des Herzstücks der mechanischen Uhr, wacht, und der russische Kartograf Pyotr Kropotkin, der gerade im Jura weilt. Inspiriert von anarchistischen Ideen fordern sie die Befreiung der Zeit, setzen Solidarität und Pazifismus gegen Marktgesetze und Nationalismus. Text: Berlinale
Unrueh | Regie: Cyril Schäublin | Drama | 93 Minuten | Schweiz, 2022 | Verleiher: Filmcoopi
Voraussichtlicher Filmstart DCH: 29. September 2022