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Im Kanton Luzern werden biogene Abfälle zusammen mit Hofdünger kompostiert wie auch zu energetischen Zwecken vergärt. Aktuell gibt es im Kanton Luzern 11 Feldrandkompostierungen, 3 Platzkompostiereungen, 3 Industrielle Vergärungs- und Kompostieranlagen sowie 9 landwirtschaftliche Co-Vergärungsanlagen (Biogasanlagen). Auf diesen Anlagen werden grössere Mengen an Hofdünger vergoren.
Im Kanton Luzern werden biogene Abfälle zusammen mit Hofdünger kompostiert wie auch zu energetischen Zwecken vergärt. Bei Verwertungsanlagen, die biogene Abfälle vergären oder kompostieren, unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Verfahren.
Feststoff-Vergärung
Durch anaerobe Fermentation von tierischem (z.B. Speisereste) und pflanzlichem (z.B. Grüngut aus dem Garten) Material wird flüssiges und festes Gärgut und Biogas gewonnen. Das Gärgut wird zum grössten Teil in der Landwirtschaft zur Düngung und Bodenverbesserung eingesetzt. Das Biogas wird als Treibstoff oder zur Produktion von Elektrizität und Wärme genutzt.
Co-Vergärung
Hier wird flüssige Gülle und Mist anaerob fermentiert. Dieser Prozess wird mit biogenen Abfällen (z.B. Rüstabfälle) angereichert. Diese Co-Substrate werden benötigt da die Gülle allein einen zu geringen Energieinhalt aufweist. Die Verwendung der vergärten Produkte ist analog der Feststoff-Vergärung.
Kompostierung (Platz- oder Feldrandkompostierung)
Unter Luftzufuhr werden die biogenen Abfälle fachgerecht verrottet. Dazu werden in diesem aeroben Prozess Mieten angelegt. Diese liegen dann auf befestigten Plätzen oder an Feldrändern. Bevor die biogenen Abfälle an Mieten gelegt werden, findet eine Aufbereitung statt, in der sie zerkleinert und gemischt werden. Im folgenden Lagerungs- und Verrottungsprozess, welcher unter erhöten Temperaturen abläuft, werden die Mieten regelmässig mit geeigneten Geräten umgesetzt. Der verrottet Kompost wird vor Allem in privaten Gärten wie auch im Gartenbau eingesetzt.