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DISCO FOX
Der Disco Fox ist ein Partytanz der zu praktisch jedem Musiktitel getanzt werden kann und geht aus dem Foxtrott hervor.
Der wohl am meisten getanzte und sehr beliebte Tanz entstand in den 70er Jahren und entwickelte sich durch den Foxtrott, der mit Elementen aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereichert wurde. Daraus wurde in den USA der Hustle und in Europa der Disco Fox geboren.
Als Ende der 1980er Jahre in der Schweiz Turniere ausgetragen wurden, entstand in der Schweiz die Bezeichnung Disco Swing. Das aus dem Grund, weil nach und nach Elemente aus anderen Tänzen wie zum Beispiel Rock ’n’ Roll, Boogie Woogie, Swing, Mambo, Salsa oder Cha Cha Cha in den Disco Fox integriert wurden.
Für die klassischen Tänze benötigen die Tänzer normalerweise viel Platz, resp. einen grossen Saal – der Discofox hingegen auf Grund seiner Entstehungsgeschichte wird praktisch auf der Stelle und damit auch auf dem begrenzten Flächenangebot einer Diskothek getanzt.
Die verschiedenen Bezeichnungen
Schweiz: Disco Swing
Deutschland & Österreich: Disco Fox oder Fox
USA: Hustle oder Disco Hustle
Verwandte Begriffe:
Ceroc (England, Frankreich, Australien)
Rockswing
Rockfox
CarrÚe
Geschichte
Der Disco Fox ist ein bewegungsintensiver, schwungvoller Tanz aus der Swing-Familie, der aus dem amerikanischen Hustle hervorgegangen ist. Um 1973 gingen die frei improvisierenden Beat-Tänzer wieder zur Tanzhaltung über.
Es entstand auf der Basis des klassischen Foxtrott (Fuchsgang) in Amerika der Hustle und im deutschsprachigen Raum der Disco Fox (mit Figuren und Variationen aus Swing und „altem Rock“). Der heute getanzte amerikanische Hustle orientiert sich stark am Urstil des Hustles, wie er durch den Film Saturday Night Fever (John Travolta, 1977) bekannt wurde.
Der vornehmlich im deutschsprachigen Europa getanzte Disco Fox, hat sich ab den 80er Jahren in eine andere Richtung entwickelt. Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal zum Hustle ist ein markanter Rückplatz, wie er im Hustle nicht bekannt ist.
In der Schweiz wurden erste Turniere wurden Ende der 80iger Jahre organisiert. Die Evolution des Tanzes manifestierte sich in der Bezeichnung „Disco Swing“. Der Disco Swing bietet die Freiheit, die Elemente vieler Tanzrichtungen (R’n’R, Boogie, Swing, Mambo, Salsa, Cha Cha Cha uam.) miteinander zu kombinieren.
1992 fand die erste Disco Fox Weltmeisterschaft in Basel statt. Acht Jahre später folgte die zweite Weltmeisterschaft in Miami, USA. Danach wurden Europa- und Weltmeisterschaften jährlich durchgeführt.
Heute ist der Disco Swing neben Salsa der populärste Paartanz der Schweiz und Deutschland. Dank dem einfachen Grundmuster „Lang – Lang – Schnell – Schnell“ kann er innerhalb kurzer Zeit erlernt und grundsätzlich zu jedem Musik-Stück im 4/4 oder 2/4 Takt getanzt werden. Dazu gehört die moderne Pop-Musik, als auch Pop aus den 70er, 80er und 90er.
Disco Fox wird auch in Australien (Ceroc), Frankreich, Italien, Österreich, Russland (Disco Hustle), Schweden (Bugg) und der Türkei getanzt.
Die Schweiz ist seit Ende der 90iger Jahre weltweit die erfolgreichste Disco Fox Nation. So gingen fast alle Europa- und Weltmeistertitel der letzten Jahre in die Schweiz.
Hauptgrund ist mit Sicherheit die aktive Disco Swing Tanzszene. Täglich kann, vornehmlich im Raum Zürich und in der Ostschweiz, in verschiedenen Lokalen Disco Swing zu aktueller Musik getanzt werden. In diesen Dancings mischen sich Tänzer aus verschiedenen Stilrichtungen (Rock’n Roll, Salsa, Jazz, Hip Hop, Latein) und entwickeln ständig neue Figuren, Schrittfolgen und Stilvarianten.
Disco-Hustle
Tauchte 1974, als die Discoszene sich wandelte (Neuformierung des Paartanzens), in Deutschland als „Philadelphia-Rock“ („Philly Sound“) auf. Eine Variante ist der Three Count Hustle oder International Hustle (s.u.). Während der gleichzeitig in Deutschland entwickelte Disco-Fox im Grundschritt an den früheren Schieber und an Swing erinnert, ist der Hustle-Grundschritt identisch mit der Anordnung der Taps und Schritte für Double-Rock.
Das Tanzgefühl ist aber, schon weil andere Musik vertanzt wird, ein ganz anderes. Grundfiguren (in allen „Touch-Dances“ fast identisch): Unterarmdrehungen nach rechts und links und Wickelfiguren (z.B. Körbchenwickeln mit Linkskörbchen, Rechtskörbchen und Streichelkörbchen, „die Brezel“).
Es werden auch Figuren aus klassischen Tänzen entlehnt, z.B. der „Tango-Dip“ (Dame beugt rechtes Knie und hebt linken Oberschenkel als Gegengewicht zur Rücklage des Oberkörpers). Ausser der üblichen Tanzhaltung (gelockert und gesenkt wie im Blues) gibt es für alle Hustle-Arten die Doppelhandfassung; wenn dabei Grundfiguren im Drehen getanzt werden, spricht man von „Windmill“.
Nachdem der Disco-Hustle in New York ein wahres Hustle-Fieber ausgelöst hatte, wollten die Könner bald kompliziertere Wickelfiguren und schnelle Drehungen einbauen, was im Latin-Hustle (s.u.) noch besser möglich war.
Hustle
(amerik. schieben, drängen, stossen) Bezeichnet Discotanzen in Paarhaltung mit Doppelhandhaltung und mehr oder weniger Körperkontakt. Neben dem „New Yorker Hustle“ gibt es einen Hustle von Los Angeles (Linientanz, bei dem die Partner neben- oder hintereinander stehen).
International Hustle
(auch Three Count Hustle genannt) Entstand um 1979 in Amerika; ist dem Disco-Fox verwandter als die anderen Hustle-Arten und hat sich darum hierzulande auch durchgesetzt („cooler“, d.h. nicht so federnd getanzt wie der Disco-Fox).