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Korpskommandant Aldo Schellenberg konzentrierte sich als Gastreferent auf die Weiterentwicklung der Armee. Er beschrieb die einzelnen Themenfelder – Erhöhung der Bereitschaft, Verbesserung der Kaderausbildung, Vollausrüstung der Einsatzverbände, Regionalisierung – und erläuterte die Konsequenzen. In einem zweiten Teil konzentrierte sich Schellenberg auf die Zukunft der Luftwaffe.
Blinder Tiger
Dezidiert verneinte er die Sinnhaftigkeit von Investitionen in die Tigerflotte. Die technischen Innovationen der letzten Jahrzehnte liessen sich nicht in ein altes Flugzeug integrieren. Der unveränderte Einsatz der F-5 bringe auch nicht die vielfach vorgebrachte Einsparung an Flugstunden auf Hornets. 120 Flugstunden pro Jahr und Pilot seien das absolute Minimum, das erflogen werden müsse. Im übrigen müsse man sich wirklich fragen, ob man in einem Ernstfall unsere Piloten im Tiger opfern wolle.
Fähigkeitslücken stopfen
Schellenberg beschrieb die kommenden Rüstungsvorhaben bei der Luftwaffe. Die Luftverteidigung müsse gerade nach dem Gripen-Nein weiter verbessert werden. Die heute eingesetzten Systeme nähern sich dem Lebensende. Das neue Drohnensystem werde 2015 dem Parlament vorgelegt. Ausserdem brauche es eine moderne Fliegerabwehr, welche bis zu 40 km wirken könne. Ebenso brauche es neue Systeme für den Objektschutz.
Neuer Kampfjet
Übergeordnet brauche die Schweiz aber baldmöglichst ein neues Kampflugzeug. Die Beschaffung erfordere enorm viel Zeit und Kapital. Dieser Prozess sei ab 2017 von neuem anzugehen, denn sonst habe die Schweiz ab zirka 2025 keine Luftwaffe mehr.