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Turnierreglement
Turnierreglement
1 EinleitungDer Schweizerische Fachverband Breitensport Tanz, im folgenden SFBT genannt, führt aufgrund des ihr übertragenen Auftrags der Swiss IDO oder auf eigene Initiative faire und professionell organisierte Tanzsportturniere durch. Die Swiss IDO repräsentiert in der Schweiz offiziell die 1981 gegründete International Dance Organisation IDO.
Der SFBT fördert und unterstützt den Tanzsport in all seinen Formen, ausgenommen die durch andere nationalen Verbände betreuten Tänze wieStandard und Latin American Dancing sowie Rock’n’Roll, Boogie Woogie und Lindy Hop.
Der SFBT fördert in der Schweiz das Tanzen im Allgemeinen und den Tanzsport im Besonderen. Dafür schafft sie mittels klarer und transparenter Reglemente die Grundlagen für erfolgreiche Turniere und ebenso für Turniertänzerinnen und Turniertänzer.
Der SFBT führt die offiziellen Schweizermeisterschaften durch und selektioniert als Mitglied der Swiss IDO die offiziellen Tänzer und Tänzerinnen aus, die als Vertreter der Schweiz an Europa- und Weltmeisterschaften oder an anderen Internationalen Turnieren mitmachen dürfen.
2 Allgemeiner TeilWurde in einem Absatz für eine Formulierung die männliche Form gewählt, so sind immer eine männliche sowie eine weibliche Person gemeint.
Dieses Reglement wurde in deutscher Sprache erstellt; es kann in andere Sprachen übersetzt werden. Bei Abweichungen zwischen dem deutschen Text und einer Übersetzung in eine andere Sprache ist der deutsche Text massgebend.
Dieses Reglement lehnt sich an die offiziellen Reglemente der International Dance Organisation IDO.
Dieses Reglement regelt alle für die Durchführung von Turnieren relevanten Punkte, die unter der Leitung des SFBT organisiert werden.
Neu in dieses Reglement aufgenommene oder geänderte Artikel werden in einer anderen Farbe dargestellt und im Änderungsindex vermerkt.
Der SFBT ermittelt die Punkte aller Turnierpaare in einer Jahresrangliste. Diese Jahresrangliste wird vom SFBT geführt und auf der Homepage des SFBT für alle interessierten Kreise zur Verfügung gestellt.
Konstruktive Anregungen und Änderungsvorschläge werden sehr gerne entgegengenommen.
Der SFBT hat die Möglichkeit mit anderen Verbänden und Vereinen eine Kooperation einzugehen.
3 Landzugehörigkeit
3.1 AllgemeinesIst eine Person international für die Schweiz gestartet (Bsp. WM, EM, der IDO) so darf diese Person nicht für ein anderes Land an einem Turnier starten ohne vorher den SFBT darüber zu informieren, solange diese Person einen Schweizerpass hat oder in der Schweiz wohnhaft ist. Wenn eine Person in der Schweiz Wohnt und die Gruppe wird von dieser Person angemeldet ist es egal wenn die Mehrheit der Tanzenden aus einem anderen Land kommen, somit startet diese Gruppe oder Paar für die Schweiz.
3.2 Partnerwechsel WegzugWechselt ein Tänzer den Partner mit einem Partner der im Ausland wohnt oder zieht dieser aus der Schweiz weg, ist er in der IDO gemäss Internationalem Recht für drei Jahre gesperrt an internationalen Turnieren und darf nicht für ein anderes Land tanzen (Spezialregelung gelten für olympische und nationale Turniere).
3.3 Ausnahme-BewilligungDa der SFBT für das Tanzen eingestellt ist, gibt es die Möglichkeit für den Tanzenden ein schriftliches Gesuch (E-Mail auch erlaubt) beim SFBT und dem anderen Verband einzureichen mit wem er tanzen will und weshalb er das Land wechseln will. Der SFBT hat dann die Möglichkeit mit dem entsprechenden Land und der IDO wenn beide Länder einverstanden sind ein „agreement“ zu machen, dass diese Person trotzdem für das andere Land starten kann.
3.4 WiederhandlungSollte eine Person trotzdem für ein anderes Land in einem anderem Land oder in der Schweiz starten, so hat der SFBT die Möglichkeit diese Personen zu sperren und ein Disziplinarverfahren einzuleiten.
4 Die KleiderDie Kleider der Turnierpaare sollen zum Stil der Veranstaltung und zu ihrer eigenen Performance passen. Es wäre schön wenn die Paare die entsprechenden Kleidungen tragen.
5 TanzflächeDie Grösse der Tanzfläche sollte im Minimum 8 x 8 Meter (64 m2) betragen. Andere Dimensionen werden vom Supervisor speziell genehmigt und vor Ort überprüft.
6 StartklassenDie Turnierpaare werden aufgrund ihrer Leistungen grundsätzlich in die Stärkeklassen eingeteilt, wobei die S-Klasse die höhere Leistungsklasse darstellt.
Es wird vor dem Turnier bekannt gegeben, welche Startklassen zusammen tanzen. Grundsätzlich werden die Klassen S bis B zusammen und die Klassen C bis E zusammen tanzen. Sinnvoll ist es, immer ca. 10 Paare in einer Klasse zusammen zu fassen.
Wenn verschiedene Klassen zusammen tanzen, wird immer nach den Regeln der höchsten Klasse getanzt.
Findet ein D und E Klassenturnier separat statt, dürfen keine Personen darin tanzen, die jemals Turnier getanzt haben, Tanzlehrer sind und/oder in Showgruppen tanzen. Treffen bei einem Tänzer, die oben beschrieben Kriterien zu, so ist er in der Jahresrangliste automatisch in der C Klasse einzuteilen. Finden an einem Turnier eine separate Finalrunde für die Kategorie D und E statt, so zählen die Punkte nur für diese Kategorie.
7 PartnerwechselBei einem Partnerwechsel werden die Punkte gemäss Ranking Verordnung SFBT aus dem SFBT-Ranking des entsprechenden Tanzes nicht übernommen.
8 Beschreibung der Turniermodi und AblaufEs ist dem Veranstalter überlassen, mit welchem Modus er sein Turnier durchführen möchte.
Ausgenommen die Schweizermeisterschaft, da entscheidet der SFBT. Dieser Teil ist für die Schweiz zugeschnitten.
8.1 TurniermodiBeim klassischen Turniermodus ist in jedem Fall eine nach Leistungsklassen getrennte Rangliste zu erstellen.
· Klassisch: In jeder Runde tanzen nur Paare derselben Leistungsklasse. Jede Leistungsklasse wird mit einem Finale abgeschlossen.
· Pyramide: Die Paare aller Leistungsklassen tanzen zusammen, sofern sie aufeinanderfolgend sind, in der höchsten Klasse. Es wird ein Finale ausgetragen.
· Aufstockung: Die Paare aus einer jeweils höheren Leistungsklasse werden im Laufe des Turniers zu den bereits tanzenden Paaren dazu genommen.
Dieser Turniermodus darf nicht angewendet werden.
Bei der Ausschreibung eines Turniers muss immer der Modus angegeben werden. Die Schweizermeisterschaft findet im klassischen Modus statt.
8.2 WertungsrichterIn allen Vorrunden tanzen, abgestimmt auf die Grösse der Turnierfläche sowie die Anzahl der Wertungsrichter. Der SFBT empfiehlt jedoch immer mehr 5 oder mehr Wertungsrichter ein zu setzen aus firniss gegenüber der Tanzenden.
:
- bei 3 Wertungsrichtern max. 6 Paare,
- bei 5 Wertungsrichtern max. 8 Paare,
- über 5 Wertungsrichter maximal 12 Paare
pro Runde (Heat) gleichzeitig.
Es gibt Tänze in denen es im Halbfinal eine Slow Runde gibt, siehe dazu Technisches Reglement der Tänze. Wenn Im Halbfinal eine Slow- und Fastrunde getanzt wird, dürfen maximal 12 Paare tanzen.
Final wird immer eine Show zur eigenen Musik in den Klassen S bis B getanzt. Es gibt dann noch die Runde wo im Maximum 2 bis 3 Paare sind evtl. eine Slow- und Fast- Runde mit Musik des DJ‘s. Gruppen, siehe dazu Reglement Gruppen.
Rundenbezeichnung:
VR = Vorrunde
HR = Hoffnungsrunde
ZR = Zwischenrunde
HF = Halbfinal
F = Final
Der Supervisor kann abweichende Regelungen machen.
Es sollte aber immer für die Tanzenden entschieden werden, damit die Paare möglichst viel tanzen können.
1. Runde 90 Sekunden
2. Runde 90 Sekunden
3. Runde 90 Sekunden
Übersichtsrunde 90 Sekunden
1.RUNDE HALBFINAL:
Übersichtsrunde 90 Sekunden Slow
Ersten 50% aller Paare 90 Sekunden Slow
10 Sekunden Pause
Ersten 50% aller Paare 90 Sekunden Fast
2.RUNDE HALBFINAL:
Zweiten 50% aller Paare 90 Sekunden Slow
10 Sekunden Pause
Zweiten 50% aller Paare 90 Sekunden Fast
Übersichtsrunde 90 Sekunden Fast
· 90 Sekunden 2 bis 3 Paare Slow
· 90 Sekunden 2 bis 3 Paare Fast
· 135 Sekunden Einzel Show
Zwischen der Runde mit der Musik des DJ‘s und der Show sollte immer eine Pause zum Umziehen von ca. 10 Minuten eingeplant sein.
- bei 3 Wertungsrichtern max. 6 Paare,
- bei 5 Wertungsrichtern max. 8 Paare,
- über 5 Wertungsrichter maximal 12 Paare
pro Runde (Heat) gleichzeitig.
8.3 TurnierablaufDer Rundenablauf sieht wie folgt aus:
Es gibt Tänze in denen es im Halbfinal eine Slow Runde gibt, siehe dazu Technisches Reglement der Tänze. Wenn Im Halbfinal eine Slow- und Fastrunde getanzt wird, dürfen maximal 12 Paare tanzen.
Final wird immer eine Show zur eigenen Musik in den Klassen S bis B getanzt. Es gibt dann noch die Runde wo im Maximum 2 bis 3 Paare sind evtl. eine Slow- und Fast- Runde mit Musik des DJ‘s. Gruppen, siehe dazu Reglement Gruppen.
8.4 RundenablaufWenn es weniger wie acht Teilnehmende (Bsp. Paare oder Gruppe) sind, können nur Finalrunden getanzt werden. Sind es Neuzugänge besteht die Möglichkeit für diese noch ein separates Turnier in Form eines Finals durchzuführen, was vom SFBT gewünscht wird. Finden nur Final runden statt so wird normalerweise immer 2 Final getanzt die zusammen Zählen für das end Resultat.
8.5 RundeneinteilungDie Rundeneinteilung hat gemäss untenstehender Tabelle zu erfolgen. Grundsätzlich wird immer eine Vorübersichtsrunde und Nachübersichstrunde beim ersten Durchgang eines Tanzens getanzt. Ab der zweiten Runde (Heat) wird keine Vorübersichstrunde getanzt. Der Veranstalter hat in Absprach mit und Zustimmung des SFBT auch nur 1 Final zu tanzen wenn es zu viele Anmeldungen hat.
Rundenbezeichnung:
VR = Vorrunde
HR = Hoffnungsrunde
ZR = Zwischenrunde
HF = Halbfinal
F = Final
8.5.1 Rundeninteilung:
|Anzahl||Runden||Bemerkung|
|0 bis 3 Teilnehmer||2 Finalrunden
||Bei Gleichstand ein Stechen.

Disziplin kann abgesagt werden ausser bei SM
|4 bis 8 Teilnehmer||2 Finalrunden evtl. 3 siehe tehnisches Reglement
||Bei Gleichstand ein Stechen.|
|6 bis 10 Teilnehmer||VR / HR / F||In der HR sollten normalerweise immer weniger Paare sein, die nachher noch weiter kommen|
|11 bis 15 Teilnehmer||VR / HR / HF / F||Es sollte darauf geachtet werden, dass mindestens 50% weiterkommen|
|16 bis 20 Teilnehmer||VR / HR / ZR1 / HF / F||Tänzer sollen möglichst viel tanzen können|
|21 bis 25 Teilnehmer||VR / HR / ZR1 / ZR2 / HF / F|
Der Supervisor kann abweichende Regelungen machen.
Es sollte aber immer für die Tanzenden entschieden werden, damit die Paare möglichst viel tanzen können.
8.5.2 VorrundenÜbersichtsrunde 90 Sekunden kann durchgeführt werden (WM EM erste Runde Pflicht)
1. Runde 90 Sekunden
2. Runde 90 Sekunden
3. Runde 90 Sekunden
Übersichtsrunde 90 Sekunden
8.5.3 HalbfinalNicht in jedem Tanz, siehe dazu technisches Reglement des Tanzes
1.RUNDE HALBFINAL:
Übersichtsrunde 90 Sekunden Slow
Ersten 50% aller Paare 90 Sekunden Slow
10 Sekunden Pause
Ersten 50% aller Paare 90 Sekunden Fast
2.RUNDE HALBFINAL:
Zweiten 50% aller Paare 90 Sekunden Slow
10 Sekunden Pause
Zweiten 50% aller Paare 90 Sekunden Fast
Übersichtsrunde 90 Sekunden Fast
8.5.4 FinalIm Final wird folgendermassen getanzt:
· 90 Sekunden 2 bis 3 Paare Slow
· 90 Sekunden 2 bis 3 Paare Fast
· 135 Sekunden Einzel Show
Zwischen der Runde mit der Musik des DJ‘s und der Show sollte immer eine Pause zum Umziehen von ca. 10 Minuten eingeplant sein.
8.5.5 ÜbersichtsrundeMüssen mehr als eine Übersichtsrunde getanzt werden, so sind diese hintereinander zu tanzen.
8.5.6 PyramideBeim Pyramiden-Modus tanzt die C bis E-Klasse keine Show.b(Siehe dazu auch unter 11 Zulassung der Klassen für Internationale Turniere). Bei einem Gleichstand wird die Slow-Runde oder die Runde des DJ‘s doppelt gewertet. Oder es findet ein Stechen statt.
9 Schweizer-, Internationale-, nationale- MeisterschaftenGrundsätzlich kann jeder an einem Turnier des SFBT teilnehmen. Alle Turniere in der Schweiz sind offene Turniere, bei welchen Tänzer aus der ganzen Welt starten können. Den Titel Schweizermeister kann nur an ein Paar vergeben werden, welches den Wohnsitz in der Schweiz hat oder den Schweizer-Pass bei einem der Tanzenden vorhanden ist. Ausnahme der Zulassung sind Disziplinarische Massnahmen, die gegen einen Tanzenden gemacht wurden.
In der IDO kann jedes Paar starten das die letzte Schweizermeisterschaft besucht hat, ausgenommen sind die Klassen wo eine Jahresrangliste geführt wird. Siehe dazu untenstehende Erklärung. Wurde für ein Tanz keine SM durchgeführt, so kann das Paar oder die Gruppe ein Gesuch an den SFBT stellen. Die Klassenzuteilung kann bei wenigen Paaren nicht berücksichtigt werden dann steht das auf der Anmelde Seite des SFBT für das Tuirnier.
Die Anzahl der Paare oder Gruppen für IDO Turniere kann variieren und wird von der IDO festgelegt. Die zugelassen Schweizerpaare werden über die Klassen festgelegt und der Teilnahme der letzten Schweizermeisterschaft . Wenn nichts anderes kommuniziert wird, sind sie aus der Jahresrangliste mit Hilfe der untenstehenden Tabelle ersichtlich.
Die Anzahl der Paare oder Gruppen für IDO Turniere kann variieren und wird von der IDO festgelegt. Die zugelassen Schweizerpaare werden über die Klassen festgelegt und der Teilnahme der letzten Schweizermeisterschaft . Wenn nichts anderes kommuniziert wird, sind sie aus der Jahresrangliste mit Hilfe der untenstehenden Tabelle ersichtlich.
Zulassung der Klassen für Internationale Turniere
|Klasse||Show||National||International||WC||EM||WM|
|S||X||X||X||X||X||X|
|A||X||X||X||X||X||X|
|B||X||X||X||X|
|C||X||X|
|D||X|
|E||X|
10 AlterskategorienDie Einteilung der Alterskategorien erfolgt gemäss IDO-Reglement „Dance Sport Rules and Regulations“, Abschnitt „Age Divisions“.
Kinder: 11 Jahre und jünger, Junioren: 12-15 Jahre, Erwachsene ab 16 Jahre, .Adults II 31, Senior 50
11 WertungSoweit nichts anderes im Wertungsrichterreglement des SFBT steht, gelten die unten aufgeführte Richtlinien.
11.1 WertungsmodusIn den Vorrunden vergeben die Wertungsrichter den einzelnen Paaren Kreuze (MARKS), im Finale Plätze gemäss dem Skating-System. Im Finale können offene Wertungen durchgeführt werden. Nach jeder Runde werden die erzielten Resultate veröffentlicht.
11.2 WertungskriterienGemäss Reglement für die Wertungsrichter der International Dance Organisation IDO werden die Wertungskriterien unter drei Oberbegriffen zusammengefasst: Technik, Choreografie und Image. Ab der Stärkeklasse C bis E wird die Technik zu 50% gewichtet, die Choreografie und das Image zu je 25%. In der Stärkeklasse S bis B werden die drei Kriterien zu je 33% gewichtet.
Technik:
· Die fundamentalen tänzerischen Fähigkeiten wie statische und dynamische Balancen, Bewegungsablauf, Haltung und Körperspannung.
· Die Sicherheit der beiden Tänzer in der Takt- und Rhythmusinterpretation und die daraus folgende Führungsdynamik.
Choreografie:
· Die Zusammensetzung und die Originalität der Figuren unter Berücksichtigung aller Raumdimensionen.
· Die musikalischen Fähigkeiten des Tanzpaares, die Musik zu interpretieren.
Image:
· Die Kommunikationsfähigkeit der Tänzer und Tänzerin miteinander und mit dem Publikum.
· Die Ausdrucksfähigkeit der Tänzer in ihrem Bestreben, Musik in Bewegung umzusetzen.
· Der allgemeine Eindruck, beeinflusst durch die zur Performance passende Kleidung, Frisur und Accessoires.
12 Ausrichtung von Turnieren
12.1 AnmeldungEine Turnieranmeldung erfolgt mittels Anmeldeformular per Internet an den SFBT. Nach Freigabe durch den SFBT werden die Turnierdaten auf der Webseite des www.sfbt.ch veröffentlicht. Es ist dem Veranstalter überlassen, eigene Werbeaktionen für sein Turnier durchzuführen. Ein Turnier wird nur dann bewilligt, wenn die Organisation des Turnierablaufs beim SFBT selber unterliegt. Turniere in der Schweiz müssen mindestens 12 Kalendertage auseinander liegen.
12.2 AustragungsgebührDie Austragungsgebühr für ein Turnier ist in der Kostenverordnung festgelegt und wird nach der Freigabe des Turniers durch den SFBT fällig.
12.3 Startgeld für die TurnierpaareDer Veranstalter kann ein Startgeld von den Turnierpaaren verlangen. Dieses wird in der Kostenverordnung festgelegt. Der Anmeldeschluss legt die Höhe des Startgeldes fest- àsiehe Ausschreibung. Im Startgeld ist die Lizenz des Paares enthalten.
12.4 Anmeldung TurnierpaareDie Tanzpaare haben sich über die offizielle Internetseite (www.sfbt.ch) anzumelden. Der SFBT veröffentlicht die Teilnehmer des Turnieres auf der Internetseite, was gleichzeitig auch als Anmeldebestätigung gilt. Es werden E-Mail Adressen, aber keine Kontaktdaten der Tanzpaare an die Veranstalter weitergegeben. Der Anmeldeschluss muss auf mindestens 14 Tage vor dem Turnier fixiert werden, um den Turniermodus bestimmen zu können.
12.5 KommunikationDer Info-Austausch über das Turnier findet nur über die Internetseite statt (www.sfbt.ch). Der Veranstalter hat die Möglichkeit, Informationen zur Veröffentlichung als Worddokument oder News auf die Internetseite des SFBT zu stellen.
12.6 Turniermodus festlegen für den VeranstalterNach Anmeldeschluss pro Kategorie ≤ 8 Paare angemeldet Klassisches Turnier.
Nach Anmeldeschluss pro Kategorie > 8 Paare angemeldet Pyramidenturnier.
Die Wahl des Turniermodus liegt im Ermessen des Veranstalters und des Supervisors (Turnierorganisation).
Bei klassischen Turnieren dürfen die Sieger der unteren-Klassen nicht in der höheren Klasse mittanzen. Ausgenommen bei den Turnieren, bei welchen es die separate Tanzrunde gibt.
12.7 Pokale und MedaillenQualifikationsturniere
Sind bis zum Anmeldschluss mehr als 10 Paare in der durchzuführenden Kategorie angemeldet, müssen für die Plätze 1 bis 3 je Rang 2 Pokale abgegeben werden.
Sind bis zum Anmeldschluss 6 bis 10 Paare in der durchzuführenden Katgorie angemeldet, müssen für die Plätze 1 bis 3 je Rang ein Pokal oder 2 Medaillen abgegeben werden.
Sind bis zum Anmeldeschluss weniger als 6 Paare angemeldet, so muss der Veranstalter keine Medaillen oder Pokale bereitstellen.
Der Veranstalter hat jederzeit die Möglichkeit, anstelle der Medaillen auch Pokale abzugeben. Die Grösse der Pokale liegt im Ermessen des Veranstalters.
Bei der Schweizermeisterschaft müssen pro Kategorie und für die Plätze 1 bis 3 je Rang 2 Pokale abgegeben werden. Wünschenswert wäre, wenn alle Finalteilnehmer einen Pokal oder eine Medaille bekämen.
12.8 Durchführung von TurnierenTurnier in den Klassen D und E können Tanzschulen selber durchführen. Sie haben die Turniere 3 Monate vor Datum dem SFBT zu melden. Nach dem Turnier sind die Ranglisten dem SFBT in elektronischer Form zuzustellen. An diesen Turnieren werden keine Lizenzkosten für den SFBT fällig. Es dürfen aber keine Tanzpaare aus höheren Klassen daran teilnehmen.
Alle anderen Turniere werden immer über den SFBT organisiert. Siehe dazu auch Artikel 8 im Reglement.
13 SupervisorDer Supervisor unterstützt den Veranstalter bei der Durchführung eines fairen und professionellen Turniers. Er beantwortet alle offenen Fragen bezüglich Reglement, berät sich bei Unklarheiten mit dem Veranstalter und den Wertungsrichtern und entscheidet im Namen des SFBT endgültig. Seine Entscheidungen dürfen dem aktuellen Reglement grundsätzlich nicht widersprechen. Sollte dies trotzdem notwendig sein, so hat er innerhalb einer Woche den Vorstand des SFBT in einer dafür geeigneten Form zu informieren.
Der Supervisor
- steht dem Veranstalter zwei Tage vor dem Turnier für telefonische Auskünfte zur Verfügung. Vorgängige Absprachen sind erwünscht.
- bewilligt den Zeitplan und gibt alle zu verwendenden Formulare frei.
- überprüft die Tanzfläche, die Umkleideräume, die Turnierbüroeinrichtung und die Musikanlage.
- stellt die Werbemassnahmen des SFBT und dessen Sponsoren sicher.
- ist für die Bewilligung durch die SFBT bezüglich Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring sowie Radio-, Video- und TV-Übertragungsrechte die offizielle Ansprechperson des Veranstalters.
- überprüft den Check-In aller Tänzer und der offiziell eingeladenen Gäste des SFBT.
- überprüft und gibt die offiziellen Informationen an die Turnierpaare, die Wertungsrichter, das Turnierbüro und den DJ vorgängig frei.
14 WertungsrichterDer Veranstalter hat gemäss Veranstalterverordnung dem SFBT mitzuteilen, welche Wertungsrichter er einsetzen möchte. Es ist grundsätzlich Sache des SFBT, die Wertungsrichter einzuladen und zu entlohnen.
Es sind mindestens 5 Wertungsrichter an den Turnieren einzusetzen, in Ausnahmefällen kann der Veranstalter ein Publikums- Wertungsrichter einsetzen.
An der Schweizermeisterschaft sind mindestens 7 Wertungsrichter einzusetzen.
Bei offenen (internationalen) Turnieren muss die Mehrzahl der Wertungsrichter aus den Gastländern kommen.
Sind wenige Paare angemeldet, so hat der Supervisor die Wertungsrichter in Ausnahmefälle auf 3 zu reduzieren.
Der Einsatz der Wertungsrichter ist mit dem Supervisor abzusprechen.
15 RanglisteDer SFBT erstellt von jeder Leistungsklasse einzeln und/oder eine Gesamtrangliste (Pyramiden-Turnier), die er unmittelbar nach dem Turnier dem Supervisor unterzeichnet und elektronisch zur Verfügung stellt. Es wird immer mit dem vom SFBT gestellten Programm gearbeitet.
Da die Wertungsrichter die Leistung der Tänzer unabhängig von vorhergehenden Runden immer wieder neu bewerten, wird der Schlussrang eines Tanzpaares aufgrund des erhaltenen Ranges im letzten noch getanzten Heat ermittelt.
16 Verhalten
16.1 TurnierenVon allen Turnierpaaren, Gruppen, Personen und Funktionären wird erwartet, dass sie sich gegenüber anderen Tanzpaaren, Funktionären und Zuschauern jederzeit fair und sportlich verhalten.
Bei unsportlichem Verhalten wie
- unentschuldigtes Fernbleiben an einem Turnier
- absichtliches Behindern eines anderen Tanzpaares auf der Tanzfläche
- verbale, psychische oder physische Angriffe vor, während oder nach einem Turnier
- grobfahrlässige oder mutwillige Zerstörung von Tanzmaterial, Einrichtungs-gegenständen oder Mobiliar
- Manipulationen an Start- und Ranglisten
kann der Supervisor an einem Turnier einen Verweis (Verwarnung) aussprechen, und dem SFBT melden. Bei groben Reglementsverletzungen kann der Supervisor ein Tanzpaar Funktionär vom Turnier ausschliessen. Unsportliches Verhalten von Begleitpersonen wird dem jeweiligen Tanzpaar angelastet.
Bei wiederholtem unsportlichem Verhalten kann der SFBT ein Startverbot aussprechen und somit einen Tänzer oder eine Tänzerin von Turnieren ausschliessen.
16.2 Andere TunriereWenn eine Person der in der Schweiz startet an anderen Tanzturnieren teilnimmt und sich dort wie unter Punkt 16.1 beschrieben nicht benimmt, kann der SFBT in der Rekurskommission ohne Anhörung der Person eine Verwarnung ausprechen. Die Person hat die Möglichkeit eine schriftliche Gegendarstellung zu bringen. Wenn es nötig ist, hat der Rekursantragsteller sich für eine Anhörung, an einem vom SFBT gegeben Ort einzufinden (kann auch telefonisch sein). Kommt diese Person dem nicht nach, so gibt es keine zweite Möglichkeit. Der Entscheid einer Verwarnung wird allen Beteiligten zugestellt.
17 Foto,- Video- und TV- RechteDie Foto-, Video- und TV- Rechte aller unter dem Patronat des SFBT durchgeführten Turniere liegen ausschliesslich beim SFBT. Der Veranstalter hat die Option, diese Rechte vom SFBT gegen eine festzulegende Gebühr zu übernehmen. Er verpflichtet sich in diesem Fall, dem SFBT eine vollständige Kopie innerhalb von 4 Wochen nach dem Turnier zur Verfügung zu stellen. Der SFBT kann über diese Daten für eigene Promotionszwecke frei verfügen.
18 Mitglieder von Verbändenund Sponsoren SFBTAlle offiziellen Mitglieder des SFBT können sich als solche ausweisen.
Dem Veranstalter wird eine Liste der Ehrengäste, Vorstandsmitgliedern und Sponsoren des SFBT übergeben, welche einen freien Eintritt mit Begleitung an einem Turnier des SFBT haben.
In Kraft gesetzt im Januar 2010
Für den SFBT
Marcel Baumgartner
Änderungsindex:
- Anpassungen Dezember 2010