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ZUM TOD DES US-AMERIKANISCHEN DIRIGENTEN JAMES LEVINE
17.03.2021 Der am 23. Juni 1943 in Cincinnati (Ohio) geborene US-amerikanische Dirigent und Pianist James Levine ist am 9. März 2021 in Palm Springs (Kalifornien) gestorben. Levine war von 1971 bis 2016 an der Metropolitan Opera in New York als Dirigent tätig. Mit einer zweijährigen Unterbrechung (2013–2015) war er dort auch langjähriger künstlerischer Leiter. Er galt als einer der führenden Dirigenten der USA.* Levine hat zehn Grammy Awards erhalten und wurde 37 Mal nominiert. 2018 wurde Levine von der Met nach Missbrauchsvorwürfen entlassen.
Foto: ralph and jenny, https://www.flickr.com/people/92269745@N00, 2013 - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en, Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:James_Levine_2013.jpg
James Levine, Former Met Opera Maestro, Is Dead at 77
Mr. Levine was the longtime musical leader of the Met and orchestras in Boston and Munich. But his career ended in a scandal over allegations of sexual improprieties.
Anthony Tommasini
Conductor James Levine, who ruled over New York’s Metropolitan Opera for more than four decades before being eased aside when his health declined and then was fired for sexual improprieties, has died.
Ronald Blum
James Levine, acclaimed Metropolitan Opera conductor who faced abuse allegations, dies at 77
James Levine, a conductor whose musical versatility and vitality — and near-infallible knowledge of the works he interpreted — made him one of the world’s most acclaimed orchestra leaders but whose career ended amid accusations of sexual abuse, died March 9 at his home in Palm Springs, Calif.
Tim Page
James Levine, ‘America’s Top Maestro’ Until Career Crashed in Scandal, Dies at 77
In 1983, he made the cover of Time magazine, venerated with a headline that declared him “America’s Top Maestro.”
Chris Willman
In a statement, the Met paid tribute to his "undeniable artistic achievements", including "shaping the Met Orchestra and Chorus into the finest in the world", but made clear that "his relationship with the company frayed" in the wake of the allegations and subsequent three-month investigation.
Le chef d’orchestre James Levine, figure du Metropolitan Opera de New York, est mort
Directeur musical du célèbre Opéra pendant quarante ans, il avait été suspendu de ses fonctions en 2017 après des accusations d’abus sexuels.
Morto James Levine, storico direttore della Metropolitan Opera Orchestra
Il direttore, per oltre 40 anni alla guida dell'orchestra newyorkese, era stato licenziato nel 2018 dopo essere stato accusato di molestie
Muere James Levine, exdirector de la Metropolitan Opera de Nueva York
Varias acusaciones de abuso sexual le apartaron de la institución en 2018, tras consagrar la orquesta como una de las mejores del mundo.
Erst Ovationen, dann der Absturz
Der US-Dirigent James Levine war einer der großen Stars der Klassikszene, auch in Deutschland feierte er Triumphe. Bis die New Yorker Met ihn wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs feuerte.
Thomas Schmoll
Höhenflug mit tiefem Fall
Kaum ein Maestro hat je so lange Gelegenheit gehabt, eine der bedeutendsten Institutionen der klassischen Musik nachhaltig zu prägen. Und er stürzte sich in die Arbeit, in manchen Spielzeiten dirigierte er ein Drittel aller Aufführungen an seinem Haus, insgesamt wurden es über 2'500 Abende. In späten Jahren leitete der an Parkinson erkrankte Maestro Aufführungen auch von Rollstuhl aus. Von seinen Fans wurde er dafür kultisch verehrt.
Frederik Hanssen
Glamour und Schatten
Der große Dirigent James Levine ist tot - gestürzt war er schon, nach Missbrauchsfällen.
Reinhard J. Brembeck
Mystiker und Machtmensch
James Levine war – anders als der überskrupulöse, oft zu Depressionen neigende Dirigent Carlos Kleiber – ein Lust-Musiker, der sich gar nicht vorstellen konnte, welch fundamentale Probleme manche Kollegen mit ihrer Kunst, ihrem Tun haben, die lieber keine Musik als unvollkommene machten. Darin ähnelte er seinen Kollegen Leonard Bernstein und Wolfgang Sawallisch.
Gerhard R. Koch
Ein großer Musiker mit einem dunklem Begehren
James Levine setzt seinen Nachrufer in Verlegenheit. Einer der begnadeten Dirigenten seiner Generation war zugleich ein Sexualverbrecher. Ein Musiker, der mühelos das amerikanische Publikum begeistern und zugleich ein höchst subtiler Interpret auch neuer Musik sein konnte, vergriff sich über Jahrzehnte an Minderjährigen und Künstlern in ihren frühen Karrierejahren.
Peter Uehling
James Levine – ein genialer Dirigent, der tief fiel
Für die einen war James Levine eine schillernde Figur der amerikanischen Klassikwelt, für die anderen ein sexuell übergriffiger Machtmensch. Nach seinem Tod stehen Fans erneut vor der Frage, inwieweit sie die Musik des Dirigenten noch feiern können.
Superstar oder nicht – Levines Einfluss auf die amerikanischen Klassikwelt war enorm. Nun ist «Amerikas Top-Maestro», wie das Magazin «Time» ihn einmal nannte, im Alter von 77 Jahren gestorben.
Viel Licht, viel Schatten
Der langjährige Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera war einer der charismatischen Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Jetzt ist er im Alter von 77 Jahren gestorben. Das Ende von Levines Karriere war von Verwerfungen nach schweren Missbrauchsvorwürfen bestimmt.
Video:
JAMES LEVINE Last Public Appearance in Met 2017
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