Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/144502

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen seiner Antibiotikastrategie zu prüfen,</p><p>1. ob und wie dem fragwürdigen Einsatz von Antibiotika enthaltenden handelsüblichen, rezeptfreien Medikamenten bei viral bedingten Erkältungserscheinungen Einhalt geboten werden sollte bzw. kann;</p><p>2. wie hoch die Verkaufszahlen von Antibiotika enthaltenden respektive tyrothricinhaltigen Präparaten sind und wie gross damit das Ausmass des Einsatzes solcher antibiotikahaltiger Mittel bei z. B. meist viral verursachten Hals- und Ohrenschmerzen usw. ist;</p><p>3. ob dieser verbreitete und von Experten als nicht sachgerecht und problematisch eingestufte Einsatz von Relevanz ist für die Bildung von Antibiotikaresistenzen, wie die Expertengruppe (Next) behauptet, deren Aktivitäten von einer Firma, die antibiotikafreie Halsschmerzmittel herstellt, finanziert wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Postulantin, dass Antibiotikaresistenzen die öffentliche Gesundheit gefährden und dass die Problematik des sachgemässen Einsatzes von Antibiotika ernst genommen werden muss. Im Rahmen der Erarbeitung der nationalen Strategie zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenzen und im Nachgang zur Heilmittelrevision können die aufgebrachten Fragen geklärt und berücksichtigt werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.