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Noch bevor der erste Ball im «All England Tennis Club» das Netz überquert hat, brandet Jahr für Jahr dieselbe Diskussion auf: Wie fair ist die Setzliste? Während sich die anderen Grand-Slam-Turniere einzig auf das ATP-Ranking stützen, fliessen in Wimbledon auch die Leistungen der letzten Spiele auf dieser Unterlage mit ein.
Rafael Nadal, als Weltnummer 2 «nur» 3. der Setzliste, hatte sich beklagt:
Wenn jemand es verdient hat, dann Roger.
Tags darauf äusserte sich Novak Djokovic, – und stellte sich tendenziell eher auf Nadals Seite. «Wir müssen die Regeln respektieren, aber es ist überraschend, dass ihm die Nummer 2 genommen wird», so der Serbe laut Punto de Break., Link öffnet in einem neuen Fenster Gleichzeitig relativierte er aber: «Roger ist der grösste Tennisspieler aller Zeiten. Wenn jemand es verdient hat, dann er.»
Im Vorjahr half die Regel dem «Djoker»
Was Djokovic hingegen unerwähnt liess: Vor Jahresfrist hatte er auf dem Weg zum Turniersieg auf dem «heiligen Rasen» von der Ausnahmeregelung profitiert. Von Verletzungspausen auf ATP-Rang 21 zurückgeworfen, nahm er in Wimbledon den 12. Platz der Setzliste ein.