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Wussten Sie, dass man mit einer Bestattungsvorsorge seine Bestattung planen und sicherstellen kann, dass seine Wünsche erfüllt werden, wenn der Zeitpunkt gekommen ist?
Inhaltsübersicht
Die Kremation ist ein Bestattungsvorgang, bei dem der Körper eines Verstorbenen verbrannt wird. Es gibt keine Kontraindikation für die Kremation, wenn es der Wille des Verstorbenen ist. Wenn der Verstorbene jedoch ein batteriebetriebenes medizinisches Gerät besitzt, wird ein Arzt oder ein Hänatopraktor beauftragt, es vor der Einsargung zu entfernen, um Zwischenfälle während der Kremation zu vermeiden. Ähnlich wie bei einer Erdbestattung findet in der Regel kurz vor der Kremation eine Trauerfeier statt. Je nach Region kann die Mindestzeit zwischen dem Tod und der Kremation 24 oder 48 Stunden betragen. Der Vorgang findet in einem Krematorium statt und dauert etwa 1 Stunde 30 Minuten. In einigen Kantonen kann die Familie dem Vorgang beiwohnen. Der Sarg des Verstorbenen wird in den Krematoriumsofen gelegt. Nach der Kremation und der Beseitigung der Metallreste wird die Asche der Familie in einer Urne übergeben.
Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts haben sich die Beziehung zum Körper und die Art und Weise, wie man mit dem Tod umging, entwickelt, inspiriert von den hygienischen Bewegungen und der Liberalisierung der Sitten. Die Kremation, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts relativ zurückhaltend war, begann in den 1950er Jahren an Boden zu gewinnen und stellt eine Begräbnismethode dar, die den Verstorbenen respektiert. Überall in Europa und auf der ganzen Welt wurde im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts ein deutlicher Anstieg der Kremation verzeichnet. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- eine Abnahme des Einflusses der Religion auf den Umgang mit den Verstorbenen,
- die Bereitschaft, die Angehörigen von den Kosten und Formalitäten im Zusammenhang mit einer Bestattung zu entlasten,
- ein stärkeres Engagement für die Ökologie und der Wunsch, Begräbnisfeiern in diesem Sinne zu veranstalten,
- ein Mangel an Platz auf den Friedhöfen einiger grosser Metropolen.
Die allgemeine Verbreitung der Kremation in der Schweiz hat ein ziemlich neues Phänomen zur Folge. Die einst dicht besiedelten Friedhöfe leeren sich allmählich, die Bestattungsräume werden durch Grabdenkmäler abgelöst, und dieser Trend ist auch in den katholischsten Kantonen zu beobachten, wo die Kremation sogar Anhänger findet. Während der Friedhof einst ein Ort der Sammlung für das Gedenken an die Verstorbenen war, ist er aufgrund der landschaftspolitischen Umstrukturierungen und einiger künstlerischer Initiativen – wie z. B. der Freiluft-Ausstellung «Zeit Los Lassen» in Basel – heute ein Ort, der für Spaziergänge und Begegnungen zwischen Lebenden ist.
In der populären Vorstellung sind die Kosten für eine Kremation oftmals geringer als die Kosten für eine Erdbestattung. In der Praxis ist dies jedoch selten der Fall. Bei einer Bestattung können hohe Nebenkosten anfallen, z. B. für die Miete einer Grabstelle oder die Errichtung eines Denkmals, die bei einer Kremation nicht anfallen. Dennoch sind auch bei der Kremation Leistungen des Bestattungsunternehmens erforderlich, wie die Einsargung oder die Abholung des Leichnams. Auch wenn keine Mindestdicke vorgeschrieben ist, bleibt der Sarg bei einer Kremation dennoch obligatorisch. Auch die Kosten für die Trauerfeier, den Blumenschmuck, den Versand von Einladungen – auch wenn dies heutzutage digital möglich ist – und alle Kosten für die Organisation eines Traueressens müssen berücksichtigt werden. Die Kosten für diese Bestattungsleistungen entsprechen in etwa den Kosten für eine Bestattung.
Allerdings ist es richtig, dass Einsparungen bei der Anmietung einer Konzession oder eines Grabes gemacht werden können, da dies bei einer Kremation keinesfalls zwingend ist. Unter Berücksichtigung dieser Parameter liegt der durchschnittliche Preis für eine Kremation in der Schweiz zwischen CHF 3'800.- und CHF 5'400.-. Es ist ratsam, einen Bestattungsvergleich zu nutzen, um den perfekten Partner für die Organisation einer Bestattung zum richtigen Preis zu finden.
Sobald die Asche vom Krematorium übergeben wurde, kann die Familie wählen, ob sie die Asche zu Hause aufbewahrt oder an einem Ort ihrer Wahl begraben will: in der Familiengruft, in der Grabstätte oder im Kolumbarium. Sie kann auch die Urne – sofern sie biologisch abbaubar ist – in der Natur vergraben. Es ist auch möglich, die Asche des Verstorbenen im Wald oder auf See oder an dafür vorgesehenen Orten zu verstreuen, wie z. B. in einem Gedenkgarten, einem sehr begehrten, anonymen Sammelort, der 50% der Ascheausbreitung in der Schweiz ausmacht.