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Takahashi Rakusai wurde ab 1915 am Kyoto Potteries Training Institute zum Keramiker ausgebildet. Bereits 1917 trat er die Nachfolge von Takahashi Rakusai II. an.
Zusammen mit Ueda Naokata IV., führte er im Rahmen der Momoyama-Revival Bewegung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die traditionelle Holzbrand-Keramik der Shigaraki-Region zu neuer Blüte. Beide Töpfer wurden für diese Arbeit 1963 zum immateriellen Kulturgut der Shiga-Präfektur ernannt.
Der Takahashi-Rakusai-Ofen ist bis heute die bekannteste unter den Werkstätten in Shigaraki. Seine Stücke zeichnen sich durch sehr reiche, natürliche Ascheanflugglasuren aus, die jedes Stück einmalig machen.
Preis: CHF 600.–
Preis: CHF 600.– (verkauft)
Shigaraki Keramik
Shigaraki liegt nur etwa dreißig Kilometer von der alten Hauptstadt Kyoto entfernt. Während der Heian-Zeit wurden hier Gefäße für die kaiserliche Verwaltung hergestellt, danach bestand die Produktion hauptsächlich aus großen Vorratsgefäßen und Mörsern. Die Gefäße waren – bis auf zufällige Spuren natürlichen Ascheanflugs – unglasiert. Nachdem Teemeister der späten Muromachi-Zeit (1336–1573) und der Momoyama-Zeit (1573-1603) damit begonnen hatten, ausgewählte Shigaraki-Gefäße in der Teezeremonie zu verwenden, wandten sich die Shigaraki-Keramiker verstärkt der Produktion von Vasen (Hanaire), Teedosen (Chaire) und Kaltwassergefäßen (Mizusashi) für die Teezeremonie zu, die sich unter den Teeliebhabern in Kyoto und Tokio großer Beliebtheit erfreuten. Während des 18. Jahrhunderts wandelte sich der Geschmack erneut, so dass in Shigaraki hauptsächlich Glasurkeramiken gebrannt wurden. Erst gegen Ende des 19. vor allem aber seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die elementare Wucht der traditionellen Ascheanflugglasuren erneut populär. Wegen der mineralischen Zusammensetzung und der besonderen Brenneigenschaften des Shigaraki-Tons sind sie von besonderer Expressivität und Leuchtkraft.