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“In den Jahren 1994 bis 1999 wurden die Zusammenhänge zwischen Intensität der Unterwuchspflege und botanischer sowie faunistischer Vielfalt auf 11 Betrieben in klimatisch unterschiedlichen Weinbauregionen der Deutschschweiz untersucht. Pro Betrieb wurde eine botanisch homogene Parzelle halbiert. In einer Hälfte wurde die Unterwuchspflege leicht extensiviert (ohne Ertrags- und Qualitätsminderung), in der anderen blieb sie unverändert (“”intensiv””).<br><br>Die durchschnittliche botanische Zusammensetzung und die Pflanzenartenzahl wurden während sechs Jahren Versuchsdauer wenig beeinflusst. Auf Teilparzellenniveau waren dagegen nach Bodenbearbeitungen grosse Fluktuationen in Artenzahl und -spektrum zu verzeichnen (Sukzession von annuellen zu ausdauernden Pflanzen mit zunehmender Dauer nach Spaten oder Hacken). In der Schaffung unterschiedlicher Sukzessionsstadien durch alternierende Bewirtschaftung benachbarter Fahrgassen besteht deshalb für die Praxis eine Möglichkeit zur Erhöhung der botanischen Vielfalt. Die Dynamik des Blütenangebots wurde deutlich beeinflusst durch die unterschiedlichen Zeitpunkte der Bewirtschaftungseingriffe.<br><br>Mit gelben in der Laubwand exponierten Leimfallen wurden dreimal pro Jahr folgende Teile der Insektenfauna errfasst: Schädlinge (Empoasca vitis, Thrips spp.), Parasitoide (u.a. Mymaridae, Trichogrammatidae) und Räuber mit breitem Spektrum (Syrphidae, Coccinellidae u.a.). Die Unterschiede zwischen den Teilparzellen waren klein, aber tendenziell wurden in der Extensivparzelle höhere Abundanzen festgestellt. Für die Mymaridae wurde nachgewiesen, dass sich Perioden mit geringem Angebot an Blüten (Pollen- und Nektarnahrung für Adulte) negativ auf die Populationsdichten auswirken.<br><br>Unsere Resultate bestätigen, dass eine Ausrichtung der Bewirtschaftungsmassnahmen auf die Förderung der Biodiversität kompatibel ist mit den Anforderungen an eine Begrünungspflege, die der optimalen Versorgung der Rebe mit Wasser und Stickstoff Rechnung trägt.”
Symbiotische Stickstofffixierung durch Bakterien im Boden im Zusammenleben mit Leguminosen führt zu einem reduzierten Düngerbedarf. Auf Landwirtschaftsbetrieben kann diese Grösse jedoch nicht einfach gemessen werden. Nun haben Forschende von Agroscope eine Schätzmethode entwickelt, die es erlaubt, die Stickstoffeinträge über die symbiotische Fixierung auf Betriebsebene abzuschätzen.
Mit der Zunahme der globalen und regionalen Temperatur hat sich die Vegetationszeit auch in der Schweiz deutlich verlängert. Agroscope zeigt mit Daten des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie die Entwicklung der Vegetationsperiode seit Beginn des letzten Jahrhunderts.
Die mineralischen Phosphorreserven für die Herstellung von Düngemitteln dürften in einigen Jahrzehnten weltweit erschöpft sein. Diese Studie zeigt einen Weg auf, wie ein Nebenprodukt der Schweizer Industrie für die Phosphatdüngung rezykliert werden kann.