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Die in den Jahren 2019 und 2020 in zehn Reisfeldern durchgeführten Erfolgskontrollen
führten zum Nachweis von 42 Arten. Von diesen haben sich 14 mit Sicherheit entwickelt.
Zehn dieser Arten sind bivoltin (Ischnura elegans, I. pumilio, Anax ephippiger, A. imperator,
A. parthenope, Crocothemis erythraea, Orthetrum albistylum, O. brunneum, O. cancellatum,
Sympetrum fonscolombii) und vier univoltin (Sympecma fusca, Sympetrum depressiusculum,
S. striolatum, S. vulgatum). Die Entdeckung von Exuvien von S. depressiusculum,
S. striolatum und S. vulgatum im Juli 2020 dokumentierte deren Entwicklung sowie das
Überleben der Eier während der Reisernte mit Mähdreschern im Oktober und während
der Parzellenvorbereitung für Ansaat und Anpflanzung im Mai. Im Jahr 2019 wurde die
Massenentwicklung einer zweiten Generation von A. ephippiger und S. fonscolombii festgestellt.
Deren Populationsschätzungen beliefen sich für den Standort Brugg auf Tausende,
wenn nicht Zehntausende Individuen, was die Attraktivität dieses Lebensraumes für die
Entwicklung dieser beiden wandernden Arten in Mitteleuropa bestätigt. Anax ephippiger
hatte im Jahr 2019 einen der grössten bekannten Einflüge der letzten 30 Jahre, sowohl in
der Schweiz als auch in Europa. Die nachgewiesene Entwicklung von S. depressiusculum
im Reisfeld von Ins lässt auf eine schutzrelevante Bedeutung von Reisfeldern für die gefährdete
Art schliessen.