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Zusammen u.a. mit Coutet, Tertre Roteboueuf und Vieux Chateau Certan widerspiegelt Jean Faure das neue Saint-Emilion, weg von den extrahierten, Tannin dominierten Powerweinen hin zu filigranen und finessereichen Weinen, die nie langweilig werden. Der Jean Faure typisch hohe Cabernet Franc Anteil unterstreicht diese Ausrichtung durch seine feinen, rotfruchtigen und teils blumigen Aromen.
Das Weingut umfasst 18 Hektar und ist zu 50 Prozent mit Cabernet Franc, zu 45 Prozent mit Merlot und zu fünf Prozent mit Malbec bestockt. Die Weinberge haben einen tiefgründigen, eisenreichen Lehmuntergrund mit Kalkflecken.
Das Schlossgebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und das Anwesen ist in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts auf einer zeitgenössischen Karte vermerkt. Das Weingut wurde 1955 bei der ersten Klassifizierung der Saint-Emilion-Weine zum Grand Cru Classé-Status gewählt.
Die Weinberge werden nach biologischen Grundsätzen bewirtschaftet und sind seit 2017 biozertifiziert. Das Weingut verfügt auch über eigene Zugpferde, die für die Arbeit auf dem Grundstück eingesetzt werden. Die Trauben werden von Hand geerntet, bevor sie in Betonfässern vergoren werden. Der resultierende Wein wird in Fässer gefüllt, wo er in einer Mischung aus französischen Eichenformaten (Barriques und größere Hogsheads) reift, von denen etwa die Hälfte aus neuer Eiche besteht.