Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/264021

<h2>SubmittedText<h2><p>Gegenwärtig ist der Gotthardpass während mind. 200 Tagen im Jahr gesperrt.</p><p>Besteht dort also während mehr als 200 Tagen Lawinengefahr?<br>&nbsp;</p><p>Laut dem ASTRA müssten 300 Millionen Franken investiert werden, damit der Gotthard im Winter sicher befahrbar wäre. Hingegen wären laut Bundesrat Rösti 300 Millionen nur schon nötig, um die Sperrung des Passes von 210 auf 150 Tage zu beschränken.</p><p>Welche Aussage stimmt?<br>&nbsp;</p><p>Wie teuer kommt die Tunnelschliessung der Wirtschaft und der Gesellschaft pro Tag zu stehen, an dem der Pass gesperrt ist?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Massgebend für die Schliessung der Gotthardpassstrasse sind die Beurteilung der Gefährdung durch Naturgefahren (Lawinen, aber auch Steinschlag) und die Verkehrssicherheit (Schneeverwehungen und überfrierende Nässe).</p><p>Um die Verkürzung der Sperrdauer von heute rund 210 auf 150 Tage pro Jahr zu erreichen, müssten Investitionen von mindestens CHF 300 Millionen vorgenommen werden. Eine ganzjährige Offenhaltung des Passes würde massiv höhere Investitionen bedingen.</p><p>Die Berechnung der volkswirtschaftlichen Kosten sowohl einer geplanten als auch einer unvorhergesehenen Tunnelschliessung ist komplex. Dem Bundesrat liegen diesbezüglich keine aktuellen Schätzungen vor.</p>