Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/2221

|Quelle||Sammlung Rolf Ramseier|
|Art||signierte Fotopostkarte¸ 9x14cm|
|Inhalt||Gewidmet : "Dem treuen Mitarbeiter Herrn Vogel herzlichst Rudolf Bernhard Feb. 47". Foto : F. Eberhard Zürich. Aus der umfangreichen Autogrammsammlung des Richard Vogel¸ Mitarbeiter am Schauspielhaus Zürich ab Mitte der 1940er Jahre bis Ende 1970er Jahre.|
Schweizer Schauspieler
* 26.3.1901 Basel, † 21.10.1962 Zürich, eigentlich Rudolf Bernhard Conrath. 1929 Lisa Lienbach, Tänzerin und Schauspielerin.
Realschule in Basel, Optikerlehre im väterlichen Geschäft, danach Anzeigenakquisiteur. Erste Bühnenerfahrung beim Dramatischen Verein Basel, Auftritte als Humorist bei Vereinsanlässen und Familienfeiern. Debüt am 26.3.1925 als Conférencier und mit Berliner Chansons am Küchlintheater Basel. Weitere Auftritte unter anderem im Sommer 1925 beim Freilichttheater Hertenstein (Riccaut in Lessings «Minna von Barnhelm» und Malvolio in Shakespeares «Was ihr wollt»), danach auf einer Operettentournee durch das Elsass sowie nach dem Militärdienst schliesslich am Variété Corso in Zürich (Corso-Theater), wo B. zunächst Büro- und Werbearbeiten erledigte, dann zunehmend Soloauftritte in Revuen hatte und auch im zum Corso gehörenden «Cabaret Mascotte» auftrat (Doppelconférencen zusammen mit Rolf Ronay). Seit Anfang der dreissiger Jahre wirkte B. vor allem in Schwänken mit, unter anderem auf Tourneen zusammen mit Fredy Scheim. 1941 gründete der beliebte Volksschauspieler «mit dem markanten länglichen Gesicht, dem grossen dunklen Augenpaar, der hohen Stirn und einem Mund mit auffallend grossen Zähnen» (Grieder) im Café Esplanade in Zürich sein eigenes Theater (Bernhard-Theater, Zürich ZH). Dort waren bis 1962 fast 7000 Vorstellungen zu sehen, zumeist Schwänke und Dialektlustspiele, in denen B. fast immer eine Hauptrolle spielte, oftmals unter der Regie von Albert Pulmann, ab 1951 auch von Egon Waldmann. Häufige Bühnenpartner B.s waren neben seiner Ehefrau Lisa Lienbach vor allem Pulmann, Willi Stettner und Ernst Bölsterli. Dabei sprach B. seine Rollen in den ansonsten hochdeutsch gespielten Schwänken mit wenigen Ausnahmen (etwa als sächselnder Emanuel Striese in Franz und Paul von Schönthans «Der Raub der Sabinerinnen») stets in baseldeutschem Dialekt. B. inszenierte vereinzelt auch selbst: 1943 Willy Volkers «Das Auge des Gesetzes lacht», 1948 (und erneut 1956) Reimann/Impekovens «Der Schrecken der Behörde», 1949 (und erneut 1958) Arnold/Bachs «Der keusche Lebemann». Zahlreiche Radioauftritte, Radioübertragungen der «Bunten Abende» aus dem Bernhard-Theater. Diverse Rollen in Schweizer und deutschen Filmen.
Quelle Biografie: