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Lay summary
Kurzzusammenfassung:Chronische Leberkrankheiten und Thrombosen in der Pfortader können zur portalen Hypertonie führen. Zuvor erfolgte Studien suggerieren, dass die Darmflora eine wichtige Rolle in der Entstehung der portalen Hypertonie spielen kann. In diesem Projekt wird der Blutdruck in der Portalvene in einem keimfreien Modell untersucht.Hintergrund, Hypothese und Ziele:Einer der wichtigsten Orte der Integration von Lebewesen ist der Gastrointestinaltrakt. In dieser einzigartigen Umgebung leben Milliarden von Mikroorganismen in einer symbiotischen Beziehung zu ihrem Gastgeber: der Mensch. Die Mikroben des Darmes nehmen an zahlreichen positiven Funktionen teil, wie zum Beispiel die Synthese von Vitamin K, die Stimulation des Immunsystems, oder die Suppression von Krankheitserregern. In gewissen Situationen sind Bakterien jedoch in der Lage die intestinale Barriere zu brechen und sich als Infektion zu entwickeln. Wenn ein Widerstand (Thrombose der Portalvene oder Fibrose der Leber) den normalen Blutfluss in die Pfortader hindert, steigt der Blutdruck in diesem Gefäß. Die Stauung die sich daraus entwickelt erlaubt den Einbruch von Bakterien (oder Teile davon) durch die Darmwand in den Kreislauf. Als Folge werden Endothelzellen stimuliert, Stickstoffmonoxid zu produzieren. Dieses Molekül ist für eine bedeutende Vasodilatation verantwortlich, welche die Blutversorgung des Darmes steigert und damit zu einer zusätlichen Erhöhung des Portaldruckes führt. Der pathologische Anstieg des Portaldruckes ist für die Entwicklung lebensbedrohlicher Komplikationen wie Oesophagusvarizen-Blutungen, Infektionen und Niereninsuffizienz verantwortlich. Es ist demzufolge wichtig die Mechanismen, die zu dieser Kondition führen, zu verstehen. Unsere Hypothese ist, dass in Abwesenheit von Bakterien der Blutdruckanstieg in der Portalvene gedämpft ist. Das Ziel unseres Projektes ist den Blutdruck in der Portalvene in normalen und keimfreien Konditionen zu studieren.Methoden:Zur Demonstration der Studienhypothese wird ein Mausmodell von portaler Hypertonie angewendet, welches durch die partielle Ligatur der Pfortader entsteht. Die portale Hypertonie wird unter normalen hygienischen Bedingungen (d.h. in Anwesenheit von nicht pathogenen Bakterien) und in axenischen Konditionen (d.h. in einer sterilen, keimfreien Umgebung) studiert. Bedeutung:Die portale Hypertonie ist mit einer relevanten Morbidität und Mortalität assoziiert. In dieser Arbeit studieren wir mittels eines neuen Modells die Mechanismen, die der Entstehung dieser Kondition unterliegen. Neue Erkenntnisse, die aus dieser Studie generiert werden können, haben das Potenzial neue Behandlungswege zu öffnen.