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Frage2523
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Hallo Hans Peter
|Lieber Fulvio

Später dann mehr, aber soviel vorab, die Katholische Lehre ist praktisch nie biblische Lehre. Zb.: Das Königreich der Himmel ist doch nicht der Himmel, oder?
in IHM

Liebe Forumleser,
gerne möchte ich noch auf einen wichtigen Aspekt hinweisen: Weshalb hat der HERR gerade Simon Petrus mit dieser Aufgabe betraut?
Mt. 16,19
"Und ich werde dir [Simon Petrus] die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein."
Mitglied des führenden Dreierteams
Simon Petrus war ein Mitglied des führenden Dreierteams der frühen Jesus-Bewegung. Das Dreierteam bestand aus Jakobus (dem Bruder des HERRN), Johannes, und Simon Petrus (siehe Gal. 2,9). Simon Petrus war sozusagen der Vermittler. In Joh. 20,17 beauftragt Jesus den Simon Petrus eindringlich mit: "Weide meine Schafe". Simon Petrus war offensichtlich der Hirte, der vermitteln konnte. Er war auch der, der als Gesandter hinreiste, wenn Konflikte zu lösen waren.
Wie die Apostelgeschichte belegt, kam es verschiedentlich zu Spannungen und Meinungsverschiedenheiten in der Jesusbewegung. Es gab Spannungen innerhalb der jüdischen Jesus-Nachfolger. Und es kam zu Konflikten als die Nachfolger aus den Nationen dazukamen.
Nach meiner Ansicht wurde Simon Petrus vom HERRN ermächtigt, diese Konflikte anzugehen. Was er (zusammen mit den Brüdern) entschied, sollte und durfte gelten. Ich unterstelle, dass dies unter Führung des heiligen Geistes geschah (siehe Apg. 15,28-29).
Apg. 15,28-29:
"Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine grössere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun. Lebt wohl!"
Zeitliche Beschränkung
Nach meinem Verständnis war dieser Auftrag (Mt. 16,19) auf die Lebenszeit von Simon Petrus bezogen. Ich denke nicht, dass dieser Auftrag nach dem Ableben von Simon Petrus an andere weitergegeben wurde. Ich denke, dass mit den kanonischen Büchern der Bibel alle entscheidenden Anweisungen gegeben worden sind.
In IHM
Max B.
|In der Apostelgeschichte wird 3 x gezeigt wie der Apostel Petrus den Schlüssel für das Königreich der Himmel anwendet|

Mt 16,19 Und ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was irgend du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was irgend du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein.
. Im Mt Evangelium wird der Zugang zum Königreich der Himmel gezeigt, nicht der Bau der Versammlung. Mit den Schlüsseln öffnet der Apostel Petrus den Juden den Heiden und den Samaritern den Eingan in das Reich. Das Reich hat nichts mit der Versammlung zu tun. Im Reich ist alles der menschlichen Verantwortung anheim gestellt, in der Versammlung, wo es ja nur wiedergeboren Gläubige gibt, ist alles unter Gnade.
Petrus hat den Dienst
Liebe Grüsse
Hans Peter

Die Stelle in Mt. 16,19 scheint mir so wichtig, dass wir vielleicht nochmals einen Zwischenhalt einschalten. Ich hatte in der Schnelle nicht angegeben, wie ich "binden" und "lösen" verstehe.
Mt. 16,19:
"Und ich werde dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was immer du auf der Erde binden wirst, wird in den Himmeln gebunden sein, und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird in den Himmeln gelöst sein."
Die Schlüsselbegriffe im ersten Teil des Satzes sind: Schlüssel, Reich der Himmel.
Die Schlüsselbegriffe im zweiten Teil des Satzes sind: binden und lösen.
Schlüsselbegriffe:
a. Schlüssel
Über die Bedeutung gibt es hier wahrscheinlich keine Unsicherheiten.
b. Reich der Himmel
Hier bin ich mit Hans Peter derselben Ansicht. Das Reich der Himmel (Reich Gottes) ist nicht gleichzusetzen mit der Versammlung.
c. Binden (griech. dew) und lösen (griech. luw).
Diese Begriffe sind im hebräisch-jüdischen Umfeld zur Zeit Jesu sehr üblich gewesen. Sie sind in folgendem Sinne gebraucht worden: "Binden" bedeutetet etwas "verbieten". "Lösen" bedeutet etwas "gestatten". Mit einem Gebot oder einem Dekret kann etwas "verboten" (gebunden) oder "erlaubt, gestattet" (gelöst) werden.
Schlussfolgerung:
Ich bin der Ansicht, dass Simon Petrus sowohl für grössere wie auch für kleinere Dinge "verbieten" und "gestatten" konnte. Entscheide, die den Zugang zum Reich Gottes betreffen.
Siehe dazu auch Mt. 18,15-18. Darin kommen ebenfalls dieselben Verben vor.
Mt. 18, 15-18:
"Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde. Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner. Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde binden [verbieten] werdet, wird es im Himmel gebunden [verboten] sein, und wenn ihr etwas auf der Erde lösen [erlaubt] werdet, wird es im Himmel gelöst [erlaubt] sein."
Es tut mir leid, dass ich nochmals darauf zurückgekommen bin. Aber es schien mir wichtig. Denn das Verständnis über "binden" und "lösen" zur Zeit Jesu war ein ganz anderes als heutzutage.
In Bruderliebe
Max B.