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Das Podest
- 1. Marco Odermatt (SUI) 1:32,53 Minuten
- 2. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) +0,37 Sekunden
- 3. Matthias Mayer (AUT) +0,78
Prompte Revanche: Exakt 24 Stunden nach dem 3. Platz in der Abfahrt von Lake Louise verweist Marco Odermatt Vortagessieger Aleksander Aamodt Kilde im Super-G auf die Plätze. Einmal mehr avancierte der Norweger zum grössten Prüfstein für den Gesamtweltcup-Sieger, der einzig im vorletzten Streckenabschnitt nicht die Ideallinie fand.
Weil Odermatt ansonsten aber fehlerfrei und vor allem schnell blieb, war das Podest-Triple für den Dominator der Vorsaison nach den ersten drei Weltcup-Auftritten wenig später Tatsache. Bemerkenswert: Jeden Podestplatz holte der 25-Jährige in einer anderen Disziplin (Abfahrt- und Super-G in Lake Louise sowie Riesenslalom in Sölden).
Hinter Odermatt und Kilde klassierten sich mit Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr zwei Österreicher. Damit belegten die vier stärksten Fahrer des vergangenen Super-G-Winters auch beim Saisonauftakt in dieser Disziplin die Positionen 1-4.
Caviezel stürzt heftig
Überschattet wurde der Triumph Odermatts von einem schweren Sturz von Mauro Caviezel. Der Bündner touchierte im 2. Rennen nach beinahe zweijähriger Verletzungspause eine Torstange und fiel nach einem Verschneider unglücklich auf den Kopf.
Nach bangen Minuten sorgten Bilder für kollektives Durchatmen, die Caviezel aufrecht und bei Bewusstsein zeigten, ehe er mit dem Helikopter abtransportiert wurde. Nebst Schnittwunden im Gesicht besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung. Swiss-Ski teilte am frühen Montagmorgen mit, dass der 34-Jährige noch am Montag für weitere Untersuchungen in die Schweiz zurückfliegen wird.
Die weiteren Schweizer
- 9. Stefan Rogentin +1,31
- 22. Niels Hintermann +1,71
- 33. Loïc Meillard +2,33
- 38. Gino Caviezel +2,50
- 40. Beat Feuz +2,70
- 45. Justin Murisier +3,34
- Ausgeschieden: Mauro Caviezel
Ausser Odermatt blieb das Gros der Schweizer beim zweiten Rennen in der Provinz Alberta deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzig Stefan Rogentin dürfte mit seinem Auftritt zufrieden sein. Der 28-Jährige fuhr mit Startnummer 7 auf den 9. Rang und verpasste sein Bestergebnis im Super-G – einen 5. Platz aus dem Vorjahr in Gröden – lediglich um 15 Hundertstel.
Beat Feuz musste sich nach Rang 5 in der Abfahrt nach einer verhaltenen Fahrt mit dem 40. Platz und ohne Punkte zufrieden geben. Zuletzt hatte sich der Schangnauer 2010 im Weltcup schlechter klassiert (42. in der Lauberhorn-Abfahrt). Feuz verlor kontinuierlich Zeit und blieb nach etwas mehr als eineinhalb Minuten Fahrzeit satte 2,7 Sekunden hinter seinem Nidwaldner Teamkollegen zurück.
Von Appen überrascht alle
Für eine Premiere sorgte der Chilene Henrik von Appen. Mit Startnummer 41 fuhr der Südamerikaner auf den starken 18. Platz – zeitgleich mit Routinier Dominik Paris. Für den 27-Jährigen brachte der Exploit die ersten Weltcup-Punkte mit sich.
Das weitere Programm
Für die Speed-Spezialisten steht bereits am kommenden Freitag der nächste Ernstkampf an. Dann starten sie im amerikanischen Beaver Creek zu einer Abfahrt. In Colorado steht auch am Samstag wiederum eine Abfahrt an, ehe ein Super-G am Sonntag das Wochenende beschliesst.