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Ein Bieler Gymnasiast verhalf der Eiszeit-Theorie zum Durchbruch.
Louis Agassiz (1807-1873) war im 19. Jahrhundert einer der weltweit angesehensten Naturwissenschaftler. Viele seiner wissenschaftlichen Leistungen werden bis heute anerkannt. Am nachhaltigsten wirkte Agassiz’ Engagement zugunsten der in Wissenschaftskreisen belächelten Eiszeit-Theorie: Riesige Gletscher, verkündete er 1837 vor führenden Naturwissenschaftlern, hätten einst weite Flächen der Erde bedeckt. Damit war eine Kontroverse entfacht, die in den folgenden zwei Jahrzehnten das Wissen um die Klimageschichte unseres Planeten revolutionierte. In scharfem Kontrast dazu stehen Agassiz’ rassistische Thesen über den Ursprung des Menschen, mit denen er dazu beitrug, die Sklaverei in den USA zu rechtfertigen. Der bis heute umstrittene Wissenschaftler verlebte vier prägende Schuljahre am ersten Bieler Gymnasium.