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Allgemeines: Lavendel wird wider Gebresten des Hauptes, des Gehirns und der Nerven verwendet, indem er selbige stärkt, erquickt und erwärmt.
Die Bereitung der heilkräftigen Kräuterbäder findet statt wie bei Fussbädern, nur unter Verstärkung des nötigen Quantums. Die Abkochung wird in die Badewanne geschüttet und mit warmem Wasser aufgefüllt. Die richtige Temperatur, 32-34 Grad, kann stets nur dann herausgefunden werden, wenn eine tüchtige Mischung der oberen abgekühltern mit den unteren heisseren Schichten vorgegangen ist. (aus Haushaltbuch von 1901)
Für ein Vollbad muss die Badewanne so stark mit Badewasser (32-35 Grad) gefüllt sein, dass der ganze Körper davon bedeckt wird. In diesem Bade verweile man 20-25 Minuten. Alsdann steigt man rasch aus, taucht in einer anderen Badewanne rasch ins kalte Wasser, oder wenn die Gelegenheit fehlt, wasche man sich rasch vollständig kalt ab. Das eine oder andere soll in einer Minute fertig sein, dann begibt man sich ohne Trocknung in die Kleider und macht sich mind. ½ Stunde Bewegung, sei es durch Arbeit oder einen Lauf im Zimmer oder im Freien oder man wickelt sich in ein grosses Tuch und „dampft“ im Bett nach. (aus Haushaltbuch von 1901)
Anleitung : (Zusammenzug aus erzählten Rezepten)
2 Handvoll Lavendelblüten mit kochendem Wasser übergiessen, 15 Minuten ziehen lassen. Dann ins Badewasser abseihen. Das Badewasser sollte nicht heisser als 35-37 Grad warm sein. 10-15 Minuten baden, dabei tief atmen, anschliessend mit kaltem Wasser duschen oder waschen und sofort ins Bett gehen.
Varianten : 75 g Baldrianwurzeln in zwei Liter Wasser aufkochen,ziehen lassen und zusätzlich ins Badewasser geben oder 1 Handvoll Melisse mit kochendem Wasser übergiessen, ziehen lassen und ins Badewasser geben.
Anwendung:
Bei Schlafstörungen, Nervosität, bei leichten Depressionen, als Stimmungsaufheller und zur Beruhigung – und nach einem hektischen Tag.
Bei Gliederschmerzen während einer Grippe.