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Dazu gibt es bereits konkrete Überlegungen. Durch den Wechsel von Regen- und Trockenzeit unterliegt die schwimmende Pflanzenbedeckung bereits jetzt saisonalen hydrologischen Schwankungen. Diesen Effekt könnte man sich zunutze machen, etwa durch künstliche Hochwasser. Dabei werden die Dämme kontrolliert geöffnet, um das Pflanzenmaterial aus den Engstellen, wo sie sich typischerweise ansammeln, hinaus zu schwemmen in weniger problematische Gebiete.
Eine weitere Idee nutzt die Tatsache, dass der Wind die Schwimmpflanzen regelmässig in Richtung Ufer bläst. Indem man den Wasserstand künstlich hochhält, kann dies noch gefördert werden. Sinkt dann in der Trockenzeit der Wasserspiegel ab, stranden die Pflanzen und können mitsamt den gebundenen Nährstoffen entfernt werden. Sie dienen dann den lokalen Bauern als kostengünstiger Dünger oder können für die Produktion von Biokraftstoff verwendet werden.
Nicht auf die Schweiz übertragbar
In der Schweiz hat sich die Belastung der Gewässer durch Nährstoffe seit den 1980er-Jahren durch grosse Anstrengungen im Gewässerschutz sehr verringert. Trotzdem gibt es auch hier noch immer überdüngte Gewässer. Doch es fehlt eine natürliche Pflanzenvegetation als Puffer. Die in den Tropen weit verbreitete Wasserhyazinthe kann im kühlen Europa nicht überleben.
Der Nährstoffüberschuss fördert stattdessen das Wachstum von Cyanobakterien, Algen, Phytoplankton. Anders als die Schwimmpflanzen verwesen diese jedoch viel schneller, was am Seegrund zu einem Sauerstoffmangel führt. Dadurch werden vermehrt Nährstoffe aus den Sedimenten freigesetzt, welche die Überdüngung noch verstärken.