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Die Dogenwahl zu Wexxel
Kamelzüchter und -abrichter
Eine Wahlgruppierung

Das Spiel- und Vergnügungsparadies von Wexxel hatte lange
Zeit keinerlei Verwendung für irgendwelche truppenartige
Verbände, wo doch die Garde des Grundbesitzers Plenarch Varag Vetinari nach dem
nötigsten sah und die DunkelZähne selbst dafür sorgten, daß
in Wexxel nur wenige Bedrohungen zu begegnen waren. Das hat
sich jedoch mit der Ernennung von Wexxel zur freien
Oasenstadt geändert.

Denn aus einer internen Stichelei zwischen dem designierten Ernenner Großvezier Rereshqala und dem Regenten Ghilean von Wexxel entstand eine "schlagkräftige Truppe". Rereshqala erbat sich in Zeiten der Not für Tikon kampfstarke Unterstützung aus der Oasenstadt, wohlwissend, daß diese weder über Verteidigungsanlagen noch über allzu großzügige Wachmannschaften verfügte. Dem entgegnete Ghilean, daß Wexxel alle Truppenteile der regulären Wexxler Armee zur Hilfe schicken würde und hob erstmal eine solche in Form von fünf besonders bösartigen Kampfkamelen aus dem Sand der Stadt und beließ es seither bei diesem Umfang. Diese standen seitdem unter der Betreuung der schon länger in der Stadt tätigen Kamelzüchter.
An sich war das Züchten von besonders ausdauernden Kamelen im Emirat ein sehr anerkanntes Handwerk, das auch mit dem Ausgraben der lange verschüttenden Oasenstadt dort wieder betrieben wurde und damit diese zuweilen sehr selbstbewußt agierenden Kamelzüchter auch diese Schmähung über sich ergehen ließen, übertrug Ghilean ihnen das Stimmrecht in den bereits damals geplanten Dogenwahlen. Zuerst waren die stolzen Kamelzüchter entrüstet über diese Vorfälle, begannen aber bald das Potential zu sehen, das sich ihnen damit erschloß. Denn in Zusammenarbeit mit der Garde sollte es mit der Zeit möglich sein, eine wirklich schlagkräftige Truppe in Wexxel auf die Beine zu stellen, die dem Emporkömmling Ghilean Respekt einflößen könnte. Das große Ziel am Ende würde damit auch besser erreichbar sein, denn die ständigen Umtriebe der DunkelZähne und des lichtscheuen grabenden Gesindels unter Tage störten immer wieder die feinen Abläufe beim Züchtungserfolg von Kamelen.
Mal wirklich angenehm von Michael
Breitenfellner aus dem gastlichen Paravent der Züchter
entnommen.
Panta rhei. Das letzte Mal am 24. Mai 1999.