Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03140.jsonl.gz/1664

Die beiden französisch-jüdischen Familien sind mit der US-amerikanischen Investmentbank Lazard verbunden. Die Bank konzentriert sich traditionell auf Frankreich und ist mit der französischen Elite verbunden. Im 20. Jahrhundert war Lazard eine der weltweit grössten Investmentbanken. Inzwischen gehört sie nicht mehr zu den führenden Banken. Sie ist aber immer noch eine Grossbank und verwaltet derzeit über 200 Milliarden US-Dollar. Sie gehört nach wie vor zu den führenden Banken im Investmentbanking Frankreichs.
Die Bank beriet Regierungen und war am Aufbau bedeutender französischer Konzerne beteiligt, darunter Vivendi (grösster französischer Medienkonzern), LVMH (Luxusgüter), Danone (Nahrungsmittel) und Cap Gemini (Software). (Quelle)
Viele bemerkenswerte Personen haben für die Bank gearbeitet, darunter Nathaniel Rothschild und der Milliardär Johann Rupert. Auch Mitglieder der nicht amtierenden französischen Königsfamilien Orléans und Bonaparte arbeiteten für die Bank sowie auch ein paar britische Adlige. Lazard ist eine traditionell jüdische Bank und wird bis heute von jüdischen Bankiers geführt. Der aktuelle Vorsitzende und CEO der Bank, Kenneth Jacobs, war Mitglied des Lenkungsausschusses der Bilderberg-Treffen (Quelle).
Die Familien Lazard und Weill leben in Frankreich. Heute besetzen sie keine wichtige Positionen mehr. Über Heiraten sind sie aber mit vielen elitären Familien verbunden.
Die Lazard Familie
Drei Brüder aus der Lazard Familie emigrierten von Frankreich in die USA und gründeten dort 1848 die Lazard Bank. Viele ihrer Kinder wurden ebenfalls Bankiers. Obwohl die Lazards die Gründer der Bank waren, blieben sie nicht lange mit dieser in Verbindung und wurden von der verwandten Weill Familie abgelöst.
Die Schwester von Solomon Lazards (1827-1916) Ehefrau heiratete den französisch-jüdischen Einwanderer Marc Eugen Meyer, der Präsident der Lazard Bank war (Quelle: 1 und 2). Sein Sohn Eugen Meyer war Vorsitzender der US-Zentralbank FED und der erste Präsident der Weltbank. Er und seine Familie kontrollierten im 20. Jahrhundert die Washington Post, eine der wichtigsten Zeitungen der USA.
Esther Lazard (1878-1944) heiratete in die französisch-jüdische Fould Familie (Quelle: 1 und 2). Diese gehörte früher zu den wichtigsten Bankiersfamilien Frankreichs. Simon Lazards (1901-2004) Schwiegermutter kam ebenfalls aus der Fould Familie (Quelle: 1 und 2). Simon Lazard war im Aufsichtsrat des deutschen Chemiekonzerns BASF (Quelle: 1 und 2).
Rosalie Rachel Lazard (1829-1894) war die Grossmutter mütterlicherseits von Germaine Revel. Germaine heiratete den französisch-jüdischen Geschäftsmann Pierre Wertheimer. (Quelle: 1 und 2) Ihre Nachkommen besitzen bis heute den Mode- und Kosmetikkonzern Chanel und gehören mit einem Vermögen von 54,4 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Familien der Welt.
Claude Lazard (1907-1974) heiratete Esther Ehrman. Ihr Grossvater mütterlicherseits war der deutsch-jüdische Bankier Isaias W. Hellman, der in die USA emigriert war. (Quelle) Er war Präsident der US-amerikanischen Grossbank Well Fargo, die heute eine der weltweit grössten Banken ist. Er war Freimaurer (Quelle: 1 und 2). Er war Hochgrad-Freimaurer und Royal Arch Mason (Quelle). Die Schwester seiner Ehefrau heiratete Mayer Lehman, ebenfalls ein deutsch-jüdischer Einwanderer, der mit seinen Brüdern die Investmentbank Lehman Brothers gründete (Quelle). Isaias Urenkel Warren Hellman gründete „Hellman & Friedman“, eines der grössten Private-Equity-Unternehmen der Welt.
Elie Lazard (1831-1897) heiratete eine Tochter von Michel Goudchaux (Quelle: 1 und 2). Der französisch-jüdische Bankier war Finanzminister Frankreichs. Er führte zusammen mit dem französisch-jüdischen Bankier Hyppolite Worms die Banque Worms, eine kleinere französische Bank. Sie unterhielt Kontakte zu den Banken der Familien Lazard, Rothschild, Morgan, Samuel, Harriman und Hambro. (Quelle)
Weill Familie
Alexandre Weill (1834-1906) war ein Cousin der Lazard Brüder und gründete mit ihnen zusammen die Lazard Bank. Seine Frau war zudem eine Halbschwester der Lazard Brüder (Quelle). Seine Schwester Esther heiratete in die Lazard Familie. (Quelle)
Alexandres Sohn David David-Weill (1871-1952) wurde Vorsitzender der Lazard Bank (er benannte seinen Nachnamen in David-Weill um). Er wurde 1935 Regent der französischen Zentralbank. Vom Jahr 1800 bis 1936 wurde die Zentralbank von einem Rat bestehend aus 15 Regenten geführt und David war daher ein Jahr lang einer von ihnen.
Davids Tochter Antoinette heiratete den Sohn des französisch-jüdischen Industriellen André Citroën. Dieser gründete den Automobilkonzern Citroën. Die Citroën Familie war ein Kunde der Lazard Bank (Quelle: 1 und 2). André Citroën war Freimaurer (Quelle: 1 und 2).
Davids Sohn Jean heiratete in den französischen Zweig der jüdischen Günzburg Familie (Quelle: 1 und 2). Diese war eine bedeutende Bankiersfamilie des 19. Jahrhunderts und spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau der russischen Finanzindustrie. Eine Schwester von Jeans Schwiegervater Alfred heiratete in die indisch-britisch-jüdische Sassoon Familie (Quelle: 1 und 2). Diese war im 19. Jahrhundert eine der reichsten Familien im ostasiatischen Handel und einer der grössten Opiumhändler.
Einer der Söhne von David war Pierre David-Weill (1900-1975), der ebenfalls Vorsitzender der Lazard Bank wurde. Seine Frau war eine Nichte des französischen Industriellen Georges-Marie Haardt, der ein enger Freund des bereits erwähnten André Citroëns war. (Quelle: 1 und 2)
Pierres Sohn Michel David-Weill (*1932) wurde ebenfalls Vorsitzender der Lazard Bank. Er war der letzte Weill, der eine führende Position bei Lazard besetzte. Er ist Ehrenvizepräsident von Danone, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt. Danone wurde, wie anfangs bereits erwähnt, von der Lazard Bank mit aufgebaut. Michel ist Aufsichtsratsvorsitzender der französischen Investmentgesellschaft Eurazeo. Michel ist Mitglied des Knickerbocker Clubs, einer der elitärsten New Yorker Clubs. Er gehört zum 1001 Trust. Diese aus Adligen und Milliardären bestehende Stiftung kontrolliert den WWF. Er ist Mitglied der Trilateralen Kommission, eine einflussreiche Denkfabrik, die von David Rockefeller gegründet wurde.
Michel David-Weill hat den Ruf eines rücksichtlosen Manipulators. Er kennt die italienische Milliardärsfamilie Agnelli. Er traf die britische Prinzessin Diana. Er kennt den französischen Multimilliardär Bernard Arnault, der den Luxusgüterkonzern LVMH kontrolliert. Michel und die Lazard Bank halfen beim Aufbau von LVMH. (Quelle)
Michel heiratete eine Enkelin von Roger Lehideux, der für mehrere französische Grossbanken arbeitete. Rogers Neffe Francois Lehideux heiratete in die Renault Familie, die den französischen Automobilkonzern Renault gegründet hatte. Francois Lehideux und der Renault-Konzern waren eng mit dem Vichy-Regime verbunden und unterhielten Kontakte nach Nazideutschland (Quelle). Francois Nichte Martine Lehideux war eine langjährige Aktivistin der Front National, die führende rechtsnationalistische Partei Frankreichs. Seit 2010 ist sie bei der Parti de la France, ebenfalls eine rechtsnationalistische Partei. Martines Bruder Bernard Lehideux war EU-Abgeordneter.
Michels Tochter Béatrice David-Weill (*1957) heiratete in den französischen Zweig der jüdischen Bankiersfamilie Stern. Ihr Mann trat in die Führung von Lazard ein. Béatrice heiratete auch in die französische Adelsfamilie Villeneuve. Michels Tochter Cécile David-Weill (*1960) heiratete einen Enkel des Diplomaten Graf Robert Renom de la Baume. Michels Tochter Nathalie David-Weill (*1961) heiratete in die Merveilleux du Vignaux Familie, die seit dem 18. Jahrhundert Juristen und Militärs hervorbrachte. Michels Schwester Éliane David-Weill (1935-2007) heiratete in die französische Adelsfamilie Solages. Ihr Mann kommt mütterlicherseits aus der Bankiers- und Industriellenfamilie Goüin. (Quelle)
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.