Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03529.jsonl.gz/1177

Seit 2001 ist der Anteil der Windkraft im amerikanischen Bundesstaat Texas von einem auf 20 Prozent gestiegen. Während günstiges Erdgas reichlich vorhanden ist und die Kosten von erneuerbaren Energiequellen stetig sinken, wird Kohle langsam aber sicher aus dem texanischen Markt getrieben. Bereits 2018 soll allein Windkraft die Kohle überholen.
Diese Entwicklung sei auf die wettbewerbsorientierte Organisation im Elektrizitätsmarkt von Texas zurückzuführen, hält das Informationsportal «renewableenergyworld.com» fest. Texas wird als ein Markt bezeichnet, der am nächsten zu einem freien Marktsystem liege. Energie wird vollständig nach wettbewerblichen Prinzipien beschafft. Das heisst, die günstigsten Ressourcen erhalten in den Regel den Zuschlag.
Weil der Betrieb und Unterhalt von Kohlekraftwerken in Texas, abgesehen von versteckten Kosten, teuer ist und weil die meisten dieser Anlagen vor Jahrzehnten gebaut wurden, gelangen günstigere und oft auch umweltfreundlichere Energiequellen zum Zug. Tatsächlich befindet sich die Kohle auf dem Rückzug. Ein Betreiber hat angekündigt, 2018 drei grössere Kohlekraftwerke stillzulegen, die mehr als die Hälfte der angebotenen Kapazitäten ausmachen. Diese Tendenz ist laut Fachleuten die Folge unerbittlicher Marktdisziplin.
(Quelle: renewableenergyworld.com)