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In den letzten 20 Jahren haben sich die Verfahren und Technologien in der Kameradenrettung und der organisierten Rettung stark gewandelt. Neben den simplen Suchmitteln, die damals zur Verfügung standen, machte es insbesondere die Tatsache, dass nur wenige klar formalisierte Vorgehensweisen gelehrt werden konnten, viel anspruchsvoller, eine attraktive Ausbildung zum Thema Lawinenrettung anzubieten. Anfang der Neunzigerjahre hatten sich einige Länder gerade erst von Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) der Frequenz 2,275 kHz verabschiedet, einige arbeiteten mit analogen Einantennengeräten mit tangentialem Suchsystem, andere instruierten rechtwinklig angeordnete Einkreuzverfahren. Weder für das Problem einer großen Verschüttungstiefe noch für mehrere Verschüttete waren systematische Vorgehensweisen bekannt, die einfach vermittelt werden konnten. Selbst für einfachste Problemstellungen, wie die Freilegung des Verschettüten, existierten keine formalisierten Vorgehensweisen. Entsprechend waren auch die Beurteilungskriterien für die Arbeitswerkzeuge wie Sonde, Schaufel und LVS noch rudimentär.
Die Beurteilung des LVS konzentrierte sich meist auf die maximale Reichweite, die Benutzerfreundlichkeit war hingegen kaum ein Thema. LVS immer rechtwinklig zur Schneeoberfläche sondiert werden muss. So steckte das Ende der Sonde für einige Jahre immer zu tief im Hang Inspiriert durch eine LVS-Neuentwicklung aus den USA kam Mitte der Neunzigerjahre plötzlich Bewegung in die Szene: LVS mit zwei Antennen erlaubten eine Anzeige von Distanz und Richtung. Nun musste der Retter die Suchrichtung nicht mehr selbst bestimmen, was zu einer entscheidenden Vereinfachung der Ausbildung und Suche führte. Die Benutzerfreundlichkeit stand fortan im Zentrum der Betrachtungen, was anfänglich einige der suchtechnisch maßgebenden Leistungsanforderungen etwas zu stark in den Hintergrund rücken ließ. Bald kam auch eine gewisse Konsternation auf: Die neuen, benutzerfreundlicheren Geräte wie z.b Element erfüllten alle praktische Anforderungen. Doch allen war klar: Der eingeschlagene Weg war der richtige! Es dauerte jedoch noch viele Jahre, bis die Hersteller von Geräten der neuen Generation Kinderkrankheiten definitiv ausmerzen konnten. Mit den erweiterten Fähigkeiten der Geräte stieg schrittweise auch die Erwartungshaltung der Anwender: War man vor 20 Jahren noch zufrieden, wenn ein Verschütteter innert nützlicher Frist aufgefunden werden konnte, rümpft man heute die Nase, wenn in derselben Zeit der vierte Sender noch nicht mit der Sonde getroffen wurde.
Mit der Entwicklung des ersten LVS mit drei Antennen gelang es Barryvox vor dem Jahrtausendwechsel, die erste brauchbare Lösung für die Suche von Lawinenverschütteten vom Helikopter