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Das Herzstück jeder AEG ist die Gearbox. Ein komplexer Zusammenbau aus Komponenten, die für das Laden, Spannen und Abfeuern der BB’s verantwortlich sind. In diesem Blogbeitrag werden wir uns mit dem Innenleben der V2-Gearbox befassen und ihre Schlüsselkomponenten sowie ihre Rolle bei der Schaffung eines aufregenden Airsoft-Erlebnisses verstehen.
Die V2-Gearbox ist die am meisten verbaute Gearbox in Airsoft Replica. Grundsätzlich alle M4 Modelle und noch diverse weiterverwenden diese Version. Dann gibt es noch die V3, die in G36, AK’s, Sig und ein paar wenigen weiteren zu finden ist. Danach gibt es noch Exoten wie V7 für ne M14 und diverse weitere Spezialmodelle.
Gears
Die Gears sind das Herzstück einer Gearbox. Sie werden direkt durch den Motor angetrieben und spannen den Piston mit der Feder. Normalerweise ist ein spur gear, sector gear und bevel gear verbaut. Das “bevel gear” wird direkt vom Motor angetrieben und überträgt via dem spur gear diese auf das sector gear. Das sector gear ist dafür verantwortlich, dass der Piston zurückgezogen und die Feder gespannt wird. Zusätzlich zum Spannen der Feder kontrolliert das sector gear auch das Tappet Plate, welches mit einer Umdrehung des sector gears das Nozzle zurück zieht. Durch das Zurückziehen des nozzles kann ein BB in die HopUp Unit gelangen.
Piston und Piston Head
Der Piston ist eine zylindrische Komponente, die sich zurück und vorwärts bewegt. Er besitzt ein Set aus Zähnen, welcher vom Sector gear verwendet werden, um ihn zurückzuziehen. Der Piston ist hohl, worin auf der einen Seite die Feder ihren Platz findet und auf der anderen Seite der Piston Head angebracht ist. Der Piston Head ist der Teil, der durch den Cylinder gedrückt wird und mit Hilfe seines Gummirings im Cylinder einen Luftdruck aufbaut.
Cylinder und Cylinder Head
Der Zylinder selbst ist eigentlich nur ein leeres Rohr. Auf der einen Seite kommt der Piston rein, um den Luftdruck aufzubauen und auf der anderen Seite befindet sich der Cylinder Head, welcher mit seiner Form einer Düse ähnelt und einen konzentrierten Luftstoss ermöglicht. Der Cylinder bestimmt die Luftmenge, die komprimiert und abgegeben wird. Die Luftmenge muss auf die Lauflänge passen. Dafür gibt es verschiedene Versionen von Cylindern mit Löchern an den Seiten. Diese Löcher reduzieren den Luftdruck und ermöglichen so die passende Luftmenge für den gewünschten Lauf zu erzeugen. Welches Luftvolumen du für welche Lauflänge du benötigst, erfährst du in diesem Blog hier. https://asvd.sasf.ch/blog/zylindervolumen-bei-aegs/
Spring und Spring Guide
Die Feder “Spring” erzeugt durch das Spannen, das der Piston mit Hilfe der Gears erledigt, die nötige Energie, um den Piston durch den Cylinder zu drücken. Dabei wird ein Luftdruck aufgebaut, welcher durch den Cylinder Head auf das BB übertragen wird. Die Spring Guide sitzt am anderen Ende der Feder und ist in der Gearbox eingeklemmt. Sie sorgt dafür, dass die Feder korrekt ausgerichtet ist und sauber komprimiert werden kann.
Tappet Plate und Nozzle
Das Tappet Plate ist ein dünnes Plastikteil. Es hält das Nozzle in Position über der Düse des Cylinder Heads und wird durch das Sector Gear und einer eigenen kleinen Feder zurück und vorwärts bewegt. Durch diese Bewegung gelangt ein BB in die HopUp Unit direkt vor das Nozzle, wonach die Luft durch das Nozzle vom Cylinder Head auf das BB trifft.
Motor
Der Motor bringt die ganze Kraft in das System. Die Zahnräder (Pinion) des Motors sitzen direkt am bevel gear, welches durch ein Loch unten an der Gearbox erreichbar ist. Der Motor selbst befindet sich ausserhalb der Gearbox und wird meist durch den Griff der Replika in Position gehalten. Es gibt aber auch Motorhalterungen bei einigen Modellen und bei der V3 Gearbox sind diese Standard.
Cut-off Lever
Der Cut-off Lever ist dafür da, dass die Replika kein Full Auto schiesst.
Nach jeder Umdrehung der Gears sorgt ein kleines Teil am Sector Gear dafür, dass der Cut-off Lever die Elektronik unterbricht und so nach einem Schuss der Strom unterbrochen wird. Bei einigen Mosfets wird dies nicht mehr benötigt.
Selector Plate
Das Selector-Plate wird mit dem Verwenden des Feuerwahlhelbels zurück- und vorgeschoben. Durch das Anpassen der Position wird der Cut-Off Lever aktiviert, deaktiviert oder auch die mechanische Sicherung aktiviert, sodass der Abzug nicht mehr betätigt werden kann.
Anti-Reversal Latch
Der Anti Reversal Latch sorgt dafür, dass die Gears nicht rückwärts drehen können. Wenn ein Schuss Zyklus durch ist, ziehen die Gears den Piston leicht zurück. Wenn der Motor aber nicht mehr dreht, würde der Druck von der Feder die Gears zurückdrehen. Der Anti-Reversal Latch verhindert dies.
Trigger / Trigger switch
Der Abzug führt führt ein Verbindungsstück in die Elektronik und Schliesst damit den Stromkreis. Es fliesst solange Strom, bis dieser Stromkreis wieder unterbrochen wird. Das passiert im Einzelschuss-Modus durch den Cut-off Lever oder im Vollauto-Modus durch das Loslassen des Abzugs. Bei Modellen mit einer Elektronischen Trigger Unit (ETU) wird das meistens durch Sensoren/Taster gesteuert. Dort wird so lange Strom gegeben, bis die Gears eine vollständige Umdrehung gemacht haben.
Bushings/Bearings
Es gibt 6 davon in der Gearbox, diese befinden sich an beiden Enden der Gears. Die Bushings / Bearings halten die Getriebeachsen an Ort und Stelle, sodass sich die Gears nach Bedarf drehen können.Die verwendete Größe hängt von der Gerabox ab, entweder 6 mm, 7 mm, 8 mm oder 9 mm.
Bushings: Komplett massive Teile sind tendenziell zuverlässiger (abhängig vom Material). Die Größe der Bushings hat keinen Einfluss auf die Zuverlässigkeit.
Bearings : Reduziert die Reibung und ermöglicht ein problemloses Drehen der Zahnräder. Die Lagergröße wirkt sich auf die Zuverlässigkeit aus. Je größer das Lager, desto weniger anfällig für Bruch/Blasen. Es ist zu beachten, dass Keramikkugellager extrem langlebig und viel stabiler sind als normale Metallkugellager.
Shims
Die Shims (Unterlagsscheiben unterschiedlicher Dicke) werden über die Getriebeachsen (die Beiden Enden der Gears) gelegt und sitzen so zwischen Gears und Buchsen. Die Shims dienen dazu, dass die Höhe der Gears angepasst werden kann und das Gefälle reduziert wird. Die Gears sollten nach einem sauberen Shimming leichtes Spiel in der Gearbox haben, jedoch auf keinen Fall daran schleifen oder zu viel Zwischenraum haben.
Schusszyklus
Der Schusszyklus ist die Abfolge der Komponenten bis ein BB verschossen ist.
Als erstes startet dieser mit dem Trigger. Dieser wird betätigt und schliesst den Stromkreis mit dem Trigger switch. Nun, da der Strom von der Batterie zum Motor gelangt, dreht der Motor das bevel gear. Dieses überträgt seine Rotation auf das spur gear und dann auf das sector gear. Das sector gear zieht durch seine Rotation das Tappet plate zurück und somit auch das Nozzle, sodass ein BB in die HopUp Unit gelangt. Zeitgleich wird mit der Rotation der Piston nach hinten gezogen und spannt die Feder. Während dem Spannen der Feder gelangt das Tappet plate dank seiner kleinen Feder wieder nach vorne und drückt mit dem Nozzle das BB in die HopUp Unit und liegt nun sauber auf dem BB auf, bereit die komprimierte Luft auf das BB zu übertragen. Nun, da das sector gear den Piston ganz nach hinten gezogen hat, wird er wieder freigegeben und der Piston schnallt mit dem Druck der Feder durch den Cylinder. Währenddessen wird sie dank des Spring Guides in Position gehalten und sauber geführt. Der Piston komprimiert mit dem Piston Head die Luft im Cylinder und gibt diese über den Cylinder Head mit dem darauf sitzenden Nozzle an das BB weiter, welches durch den Lauf auf sein Ziel gefeuert wird. Gleich darauf sorgt die fast vollendete Umdrehung des sector gears dafür, dass der Cut-off lever betätigt wird und somit die Stromverbindung zwischen Akku und Motor getrennt wird. Das sector gear dreht meist noch etwas weiter, wodurch die Zahnräder den Piston bereits wieder leicht nach hinten ziehen. Nun da der Motor aber nicht mehr dreht, die Feder aber schon etwas gespannt ist, wird das Zurückdrehen der Gears durch den