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Angesichts eines Schuldenbergs von fast 31 Milliarden Dollar kündigte der kanadische Konzern am Dienstag an, Geschäftsteile im Wert von bis zu acht Milliarden Dollar zu verkaufen. Es hätten bereits mehrere potenzielle Käufer Interesse angemeldet, sagte der neue Firmenchef Joseph Papa. Alle Offerten würden geprüft. Die an der Wall Street notierte Valeant-Aktie kletterte 20 Prozent, lag damit aber immer noch rund 90 Prozent unterhalb ihres Rekordhochs.
Valeant kämpft mit Imageproblemen nach umstrittenen Preisanhebungen für Medikamente, dem verloren gegangenen Vertrauen von Investoren sowie Versäumnissen bei der Erstellung von Bilanzen. Der Kongress und verschiedene US-Behörden wie die Börsenaufsicht SEC haben Ermittlungen aufgenommen.
Die Schweizerische Nationalbank besass im Rahmen ihrer Auslandaktieninvestitionen zum Ende des ersten Quartals 1,77 Millionen Aktien von Valeant, was sie zu einem der grössten Einzelaktionäre der Firma macht. Wegen des Valeant-Kurszerfalls sitzt die SNB auf einem Buchverlust in der Höhe einer mutmasslich dreistelligen Millionensumme.
Im zweiten Quartal versechsfachten die Kanadier ihren Verlust auf rund 302 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel um etwa elf Prozent auf 2,42 Milliarden Dollar. Kunden kauften vor allem die verschreibungspflichtigen Mittel zur Behandlung von Hautkrankheiten deutlich seltener. Firmenchef Papa kündigte an, Valeant werde sich künftig auf Medikamente für Augen- und Hautkrankheiten und die Geschäfte in den USA und Kanada konzentrieren. Ziel sei es, den Konzern zu stabilisieren.
(cash/Reuters)