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Das Wichtigste in Kürze
- Der Besitzer der abgebrannten Fähre in Bangladesch wurde festgenommen.
- Gegen sieben weitere Personen wurden ebenfalls Haftbefehle ausgestellt.
- Laut einem Ermittler hätte die richtige Reaktion auf den Brand alle Insassen gerettet.
Nach dem Brand einer überladenen Fähre in Bangladesch mit mindestens 39 Todesopfern hat die Polizei den Eigentümer des Schiffes festgenommen.
Das Unglück in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) sei auf mangelnde Sicherheitsvorkehrungen an Bord zurückzuführen. Das teilten die Ermittler am Montag zur Begründung mit. So habe die Fähre nicht über ordnungsgemässe Feuerlöscher und Rettungsringe verfügt.
Am Sonntag hatte ein Gericht Haftbefehle gegen insgesamt acht Verdächtige, darunter den Kapitän und Besatzungsmitglieder, ausgestellt. Die Fähre sei auch eine Stunde nach Ausbruch des Brandes im Maschinenraum weitergefahren. Dies sagte Mahbubur Rahman von der Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP. «Wenn sie die Fähre sofort angehalten und den Anker geworfen hätten, hätte das alle Leben gerettet», fügte der Beamte hinzu.
Fähre war komplett überladen
An Bord der dreistöckigen Fähre, die für 420 Passagiere ausgelegt war, waren etwa 700 Passagiere unterwegs. Das Feuer brach in der Nähe der Stadt Jhalkathi 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka aus. Zunächst wurden 37 Todesopfer geborgen, am Samstag erlag ein weiterer Mensch seinen Verbrennungen. Am Montag wurde die Leiche eines weiteren Opfers am Flussufer gefunden.
Nach Angaben der Ermittler verbrannten die meisten Todesopfer bei lebendigem Leib oder ertranken im eiskalten Wasser des Sugandha-Flusses. Nach Angaben der Polizei werden nach dem Unglück dutzende Menschen noch vermisst, etwa hundert Menschen an Bord erlitten Verletzungen.