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Was tun bei
Anatomie
Die Grösse unseres Herzens entspricht ungefähr einer geballten Faust. Gut geschützt liegt der Herzmuskel etwas links von der Mittellinie im Brustkorb, eingehüllt von verschiedenen Gewebsschichten (z.B. Herzbeutel) und knöchernen Strukturen (z.B. Rippen). Dass unser Herz so gut geschützt ist, hat auch einen guten Grund: Unser Herz ist überlebenswichtig! Pro Minute schlägt es etwa 70 Mal und pumpt dabei rund 5 Liter pro Minute über die Blutgefässe durch den ganzen Körper, vom Daumen bis zum kleinen Zeh.
Der exakte Aufbau des Herzens sowie der Ablauf des Pumpmechanismus sind höchstkompliziert. Wichtig ist, dass der Aufbau des Herzens, also die vier Kammern und die vielen zu- und abführenden Blutgefässe, dazu dienen, sauerstoffarmes Blut aus dem Körper aufzunehmen, über die Lungengefässe mit Sauerstoff anzureichern, um dann sauerstoffreiches Blut in den Körper schicken zu können.
So kommt es zu einem Herzinfarkt
Bei einem Herzinfarkt, auch genannt Myokardinfarkt, kommt es zum Verschluss eines Blutgefässes des Herzens. Wie jeder Muskel im Körper muss auch der Herzmuskel mit Blut versorgt werden. Ist diese Versorgung unterbrochen, kann das Herz seine lebenswichtige Arbeit nicht mehr fortsetzen.
Ein Herzinfarkt wird zu 90 Prozent von einem ungesunden Lebensstil verursacht. Die Risikofaktoren und wie Sie diese minimieren können, haben wir unten für Sie zusammengefasst.
Symptome
Bei Frauen und Männern zeigen sich erste Anzeichen für einen Schlaganfall unterschiedlich.
Frauen
Frauen zeigen meist unspezifische Symptome wie:
- Übelkeit und Erbrechen
- Rückenschmerzen oder Schmerzen im Oberbauch
- Blasse Gesichtsfarbe
- Angstzustände
- Schwächegefühl oder Bewusstlosigkeit
Männer
Männer klagen über:
- Starke, brennende Schmerzen und Engegefühl im Brustkorb
- Ausstrahlende Schmerzen in die Arme oder Kiefer
- Schmerzen zwischen den Schulterblättern
- Atemnot
Diese Symptome oder ähnliche Vorzeichen wie Herzklopfen, Müdigkeit oder geschwollene Beine können über Wochen im Vorhinein bestehen und sollten unbedingt abgeklärt werden.
Diagnosestellung
Die vielfältigen, oftmals nicht eindeutigen Beschwerden, machen es schwierig, einen Herzinfarkt sofort zu erkennen. Die sichere Diagnose wird mithilfe einer EKG-Untersuchung (ElektroKardioGramm) sowie bestimmter Biomarker im Blut festgestellt. Zusätzlich kommt häufig noch ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Gefässe und Engstellen zum Einsatz.
Was tun bei Herzinfarkt?
Wenn eine oder mehrere Risikofaktoren (siehe unten) auf Sie zutreffen und oben genannte Symptome bereits in leichter Form auftreten, sollten Sie zur Sicherheit unbedingt einen Arzt aufsuchen. Sind die Symptome plötzlich und sehr stark aufgetreten, dann heisst es handeln: Wählen Sie umgehend den Notruf und holen Sie Hilfe!
Am besten ist es natürlich präventiv, das heisst vorbeugend zu handeln. Minimieren Sie die Risikofaktoren (siehe unten) und vereinbaren Sie einen regelmässigen Check-up beim Arzt. Dieser wird Ihnen auch zum wichtigsten Grundbaustein für Herzgesundheit raten: Bewegung! Wenn Sie unsicher sind wie Sie am besten mit gesundheitsfördernder Bewegung starten, kontaktieren Sie am besten die Spezialisten in diesem Bereich: Physiotherapeuten!
Wie verhilft die Physiotherapie zu einem gesunden Herzen?
Spätestens nach einem Herzinfarkt ist es höchste Zeit, dass Sie aktiv werden. Im Grunde genommen haben Sie es verpasst. Aber dennoch ist der Zug noch nicht abgefahren. In der Kardiologischen Rehabilitation – sei es in einem Rehazentrum oder in der ambulanten Physiotherapie – können Sie mithilfe Ihres Physiotherapeuten neue Lebensenergie und Gesundheit gewinnen. Nach den anfänglichen Eingangsuntersuchungen werden die Ergebnisse vom medizinischen Fachpersonal interpretiert und für die gemeinsame Zielsetzung genutzt. Die professionelle Therapie nach Herzinfarkt bringt viele Vorteile:
- Die enge Begleitung, Überwachung und Anweisungen des Therapeuten helfen vor allem in der Anfangsphase, in der Vitalparameter konstant überwacht werden und das Training bei Bedarf adaptiert wird. Danach leitet Sie Ihr Therapeut Schritt für Schritt zur Selbstständigkeit an.
- Regelmässige, richtig dosierte körperliche Bewegung hilft Ihrem Herzen und dem restlichen Körper (wieder) stärker zu werden und besser zu funktionieren. Ganz nebenbei hat Bewegung auch noch einen positiven Effekt auf Ihre Stimmung und hilft das Selbstvertrauen zu stärken.
- Neben der Unterstützung beim körperlichen Training und der Wiederherstellung der Selbstständigkeit (beim Training), hat Ihr Physiotherapeut eine beratende Funktion. Ernährung, Stress, Training in den Alltag einbauen… Sie können an vielen Stellen ansetzen: Fragen Sie Ihren Physiotherapeuten!
Besser heute als morgen! Alle Tipps und Trainingsvorschläge sollten Sie bereits jetzt anwenden. Vereinbaren Sie einen Termin und beugen Sie Herzinfarkt vor!
So reduzieren Sie Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden:
Die Liste der Risikofaktoren ist lang.
- An erster Stelle wie so oft Bewegung, besser gesagt Bewegungsmangel. Regelmässiges Ausdauertraining hilft andere Risikofaktoren zu minimieren und stärkt das Herz.
- Übergewicht stresst und fordert das Herz um ein Vielfaches mehr.
- Gesunde Ernährung: Salzaufnahme und Alkohol reduzieren gelten als wichtige Grundbausteine für Herzgesundheit.
- Zu hoher Blutdruck und zu hohe Cholersterolwerte im Blut schädigen Gefässe und Herz.
- Rauchen stoppen! Rauchen beansprucht das Herz auf verschiedene Weise zusätzlich.
- Stress! Stress kann zu anderen Risikofaktoren wie hoher Blutdruck oder Übergewicht führen. Und was kann helfen, Stress zu reduzieren? Richtig: Bewegung! Und hier schliesst sich der Kreis.