Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03522.jsonl.gz/2918

Saddam Hussain kam 2009 in die Klinik Sealdah und klagte über Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit, Schwindel und Schwäche. Die Beschwerden begannen, als er 8 Jahre alt war, doch die Familie wurde erst später darauf aufmerksam, als sich diese verschlimmerten und insbesondere Atemschwierigkeiten, Schüttelfrost und Gelenkschmerzen auftraten.
Da erkannten die Eltern, dass etwas Ernsthaftes vorlag, und brachten Saddam ins Spital. Doch da sie nie in den Genuss einer Schulbildung gekommen waren, war es für sie schwierig zu verstehen, woran Saddam erkrankt war. Zu diesem Zeitpunkt hörten sie von Calcutta Rescue und brachten den 12-jährigen Jungen 2009 in die Klinik Sealdah.
Ein Mitarbeiter der Klinik Sealdah begleitete ihn ins Krankenhaus, wo man herausfand, dass er an einer Herzerkrankung leidet, bei welcher eine der Herzklappen nicht dicht verschliesst. Da Saddam sehr geschwächt war, begann man unverzüglich mit einer medikamentösen Behandlung, worauf sich sein Zustand besserte.
Anfang 2011 jedoch verschlechterte sich Saddams Gesundheitszustand wieder zusehends. Es stellte sich heraus, dass auch eine zweite Herzklappe, die Klappe zwischen dem linken Herzen und der Schlagader, nicht richtig verschliesst.
Die Ärzte rieten ihm zu einer Herzoperation, bei welcher die beiden beschädigten Herzklappen durch neue ersetzt werden. Die Kosten für die Operation wurden auf 120’000 Rupien (etwa 2064.- CHF) geschätzt.
Saddams Familie ist sehr arm und konnte die Kosten des Eingriffs nicht selber tragen. Dank dem grossen Engagement von Calcutta Espoir, der Unterstützungsgruppe der welschen Schweiz, wurde ein grosszügiger Geldgeber gefunden, der bereit war, die Operation zu finanzieren, die im März 2012 erfolgreich durchgeführt werden konnte. Saddam erholt sich nun vom Eingriff und sein Zustand hat sich in der Zwischenzeit deutlich verbessert.
Er sagt: «Ich fühle mich nicht mehr die ganze Zeit schwach und krank wie vorher. Früher war es für mich viel zu anstrengend, nur schon um das Haus herum zu gehen. Jetzt geht es mir sehr viel besser. Ich fühle mich kräftiger und hoffe, mich bald ganz zu erholen.»