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Bis Ende Dezember erreichte das Nothilfeprojekt von Solidar Suisse und AWO International 615 Haushalte. Baumaterial für Übergangsquartiere wurde bereitgestellt und wärmende Decken und isolierende Matratzen verteilt. 275 Haushalte werden mit Hygiene Kits versorgt, und 500 Haushalte haben Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten. Es wird damit gerechnet, dass die Flüchtlingscamps für viele Jahre fortbestehen werden.
Jede unterstützte Familie in den Flüchtlingscamps Balukhali I und Myonarghonna hat eine kleine Parzelle und Material für ein 3x5 Meter Bambushaus erhalten. Im Rahmen des Nothilfeprojekts wird den Flüchtlingen gezeigt, wie Werkzeuge und Material am besten verwendet werden. Dank Modellhäusern lernen die Flüchtlinge wie sie ihre Häuser mit sturmsicheren Befestigungstechniken und mit Drainagesystemen, die den Wohnraum trocken halten, bauen können.
Ungewisse Zukunft
Nach Angaben der Regierung von Bangladesch leben inzwischen 823‘000 Rohingya in 20 Flüchtlingslagern. Viele dieser Menschen sind traumatisiert von der Gewalt der Militärs und der Flucht. Es wird damit gerechnet, dass die Flüchtlingscamps noch Jahre lang bestehen werden. Ob die Menschen jemals in ihre Heimat zurückkehren können, ist heute ungewiss. Der Bedarf an humanitärer Hilfe bleibt aufgrund der grossen Zahl Flüchtlinge und deren Notlage enorm. Um in dieser Situation die bedürftigsten Menschen zu erreichen, koordinieren Solidar Suisse und AWO International ihre Hilfe mit staatlichen Institutionen und anderen nationalen und internationalen NGOs.