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Blade Runner
Ridley Scott, USA, Sonderverwaltungszone Hongkong, GB, 1982o
Im futuristischen Los Angeles des Jahres 2019 streunen vier Replikanten umher, künstliche Menschen, denen die Rückkehr zur Erde eigentlich bei Todesstrafe verboten ist. Spezialagent Deckard geht nun in auf die Jagd, um die Replikanten aus dem Verkehr zu ziehen. In bester Neonoir-Manier kommen ihm dabei aber selbst Zweifel, zumal die Androiden mehr Gefühle als die Menschen zu haben scheinen.
Vor der Szenerie einer gigantischen Großstadt des Jahres 2019 spielt die Geschichte eines Spezialdetektivs, eines "Blade Runners", der vier künstliche Menschen ausfindig und unschädlich machen soll, deren humane Qualitäten er schätzen lernt. Zum Teil brillant in der Schilderung der Aura dieser Zukunftswelt und durchaus beachtenswert in der humanen Kernbotschaft, auch wohltuend ruhig und gelassen inszeniert. Dennoch kein ganz gelungener Film, da er über seiner frappant detailgenauen futuristischen Technik Handlungsführung und Charakterzeichnung vernachlässigt. Im April 1993 kam die vom Regisseur autorisierte Fassung ("Director's Cut") in die Kinos, in der der überflüssige Off-Kommentar der ersten Kinofassung getilgt wurde; ferner bleibt das Ende des Films nun offen und hat nicht mehr den optimistischen, aufgesetzt wirkenden Schluss. Der 2007 erschienene "Final Cut" behält die Änderungen des "Director's Cut" bei und ergänzt sie durch weitere Special Effects, ohne in die Substanz des Filmes einzugreifen. Der "Final Cut" ist in inhaltlicher und besonders formal-technischer Hinsicht die beste Variante des Films und ein Meisterwerk des Genre-Kinos.N.N.