Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03494.jsonl.gz/3895

… heute aus Neapel.
Trams fahren in dieser quirligen italienischen Metropole bereits seit 140 Jahren (seit 1875). Wie in vielen Städten Europas wurde nach dem zweiten Weltkrieg das Netz zugunsten von Trolley- und Dieselbussen verkleinert. Daneben zerstörte auch das grosse Irpinia-Erdbeben von 1980 einen Streckenabschnitt. Gegen Ende des 20. Jh.wurden weitere Steeckenabschnitte stillgelegt.
Erst nach der Jahrtausendwende fand ein Umdenken statt. Seitdem versucht die Stadtverwaltung, Strecken wieder zu eröffnen bzw. neu zu bauen. Jedoch wird dieser Ausbau durch zahlreiche andere städtische Baustellen (z.B. die Metro) verzögert.
Zur Zeit gibt es drei Linien, das Streckennetz umfasst ca. 12 Kilometer Länge. Gefahren wird auf einer Spurweite von 1445 mm bei 750 Volt Gleichstrom. Es werden derzeit zwei Fahrzeug-Typen eingesetzt. Neben alten Wägen des Typs CT139K Peter Witt sind seit 2004 auch moderne Niederflurtrams Typ Sirio des italienischen Herstellers AnsaldoBreda im Einsatz.
Das Bild zeigt einen Schnappschuss aus dem Reisebus (mit dem ich zu diesen Zeitpunkt unterwegs war), der silbergraue Sirio-Triebwagen verkehrt auf einer eigenen Trasse. Diese jedoch wurde – so meine Beobachtungen – auch fleissig von Reissebussen und den allgegenwärtigen Horden von Motorrollern mitbenutzt.
Links