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Hintergrund
Erhoben über dem Tal, das die Töss in Jahrhunderten geformt hat, befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Bauma die Ruine Alt-Landenberg auf etwas über 700 Meter über Meer. In einem kurzen Marsch mit guter Steigung ist die Ruine zu Fuss über einen befestigten Trampelpfad zu erreichen.
Wo früher ein Zwinger und eine Zugbrücke den Weg zur Burg über eine in den Felsen geschlagene Treppe öffneten, sind heute nur noch Reste der Befestigungen zu sehen. Die Anlage wurde in mehreren Phasen errichtet und soll schon vor 1200 erstmalig erbaut worden sein. Um diese Zeit wurde eine Ringmauer aus Tuffstein errichtet. Die Gemäuer waren bis zu drei Meter stark. Auffällig ist, dass nie Spuren eines Bergfrieds gefunden wurden. Das Hauptgebäude war das Palas. Dazu kamen ein paar Wirtschaftsgebäude. Damit entsprach der Grundentwurf einer typischen hochmittelalterlichen Burg.
Die letzten Ritter der Burg fielen bereits 1315 in der Schlacht am Morgarten auf der Seite der Habsburger. Danach fiel die Burg in den Besitz des Klosters St. Gallen. Nach einigen Besitzerwechseln erwarb die Stadt Zürich die Burg, verlieh diese aber weiter. Da die Burg immer mehr zerfiel, erlaubte der letzte Besitzer, die Steine für den Kirchenbau in Bauma zu verwenden.
In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Burganlage freigelegt und restauriert.
Lage und Anfahrt
Die Sennhüttenstrasse in Bauma führt direkt über die Töss, wo sich Parkplätze befinden. Von da aus geht es zu Fuss über einen Pfad zur Burg hinauf. Auf der Burg gibt es zahlreiche Grillmöglichkeiten.
Öffnungszeiten
Die Ruine ist Tag und Nacht zugänglich.