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Gold: Solide Prognosen bis Ende 2010
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- Freitag, 19. November 2010 07:21
Für das Jahr 2010 wird ein höherer globaler Goldverbrauch als im Jahr 2009 erwartet. Verschiedene Ursachen beeinflussen diese Entwicklung.
Gemäss dem neusten Bericht des World Gold Council (WGC) wird die Nachfrage nach Gold im letzten Quartal des Jahres 2010 von folgenden Faktoren bestimmt werden:
• Die durch steigendes Einkommen, höhere Sparquoten und ein starkes wirtschaftliches Wachstum begründete erhöhte Nachfrage in den beiden weltweit grössten Märkten, Indien und China, lässt den Goldverbrauch weiter ansteigen.
• Die Nachfrage nach Goldschmuck wird die des Jahres 2009 voraussichtlich auf Grund der zu erwartenden Verbesserung in Indien, dem wichtigsten Markt für Goldschmuck, sowie wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Stärke Chinas übersteigen.
• Die Sorge um finanzwirtschaftliche Ungleichgewichte und Spannungen auf den Währungsmärkten treibt die Investitionsnachfrage an. Neben der quantitativen Lockerung durch die US-Regierung, der Abschwächung des Dollars sowie den damit zusammenhängenden Befürchtungen einer Inflation, wird die Nachfrage durch einen erwarteten Anstieg des Goldpreises und einer steigenden Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Goldanlagen getrieben.
• Es wird zudem von einer weiterhin starken Nachfrage durch die Industrie ausgegangen, die sich jetzt nach einem erneuten Wachstum in der Elektronikbranche wieder durch Langfristigkeit auszeichnet, da der Grossteil aller Halbleiter mit Gold verdrahtet wird.
Statistische Werte
Die Gesamtnachfrage nach Gold betrug 922 Tonnen, ein Anstieg um 12 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2009.
- Die Nachfrage nach Goldschmuck stieg im Vergleich zum 3. Quartal 2009 um 8 Prozent an. Dabei machen die vier leistungsstärksten Märkte – Indien, China, Russland und Türkei – 63 Prozent der globalen Nachfrage aus.
- Der Goldverbrauch von Kleinanlegern stieg seit dem 3. Quartal 2009 um 25 Prozent auf 243 Tonnen an. Der grösste Anteil des Anstiegs der Gesamtnachfrage ist auf die Einlagerung von Goldbarren zurückzuführen.
- Die Gesamtnachfrage nach Gold-ETFs fiel im Vergleich zum 3. Quartal 2009 um 7 Prozent auf 39 Tonnen. Die gemässigtere Nachfrage nach ETFs begründet sich in einer Festigung des Marktes in Erwartung der QE2 nach dem dramatischen Anstieg im vergangenen Quartal.
- Der industrielle Bedarf hat wieder das Niveau vor der Finanzkrise von 110 Tonnen erreicht, was einen Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem 3. Quartal 2009 ausmacht.
Der vollständige Bericht zur Entwicklung der Goldnachfrage für das 3. Quartal 2010 findet sich unter diesem Link.
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