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Jordanien, das zu 75% von Wüste bedeckt ist, verfüge über knappe Wasserressourcen und der Bedarf steige an, so die IAEO. Daher will das Land zukünftig kleine, modulare Reaktoren (Small Modular Reactors, SMRs) für die Strom- und Trinkwassererzeugung nutzen. Geplant ist eine Entsalzungsanlage, die mit einem SMR betrieben werden soll, um Süsswasser aus dem Roten Meer zu gewinnen, um damit die vier Millionen Einwohner der schnell wachsenden Hauptstadt Amman zu versorgen.
Kürzlich war Jordanien Gastgeber eines IAEO-Workshops zur nuklearen Entsalzung und konnte dann von einem IAEO-Experteneinsatz profitieren. Diese Expertenmission, die im August 2023 am Hauptsitz der IAEO in Wien stattfand, umfasste 18 IAEO- und drei externe Experten. Sie bewerteten die jordanischen Studien, um die Entscheidungsfindung über den Einsatz von SMRs zu unterstützen. Die Überprüfung umfasste die Bereiche Nukleartechnologie und Reaktorsicherheit, Standortwahl und Genehmigungen, nukleare Entsalzung, nukleare Gesetzgebung sowie Einbezug von Interessengruppen.
SMRs könnten den Druck auf die Wasserressourcen verringern
Die IAEO erklärte, dass SMRs aufgrund ihrer regulierbaren Leistung und Flexibilität gute Partner für intermittierende erneuerbare Energien sowie für nichtelektrische Anwendungen wie Entsalzung, Prozesswärme für die Industrie und Wasserstofferzeugung sind. Entscheidend für Jordanien sei, dass einige SMR-Konzepte im Gegensatz zu konventionellen Reaktoren kein Wasser zur Kühlung benötigten.
Jordanien gehört zu einer wachsenden Zahl von Ländern, die Interesse an SMRs bekundet haben. Um die Länder besser unterstützen zu können, hat die IAEO im Jahr 2021 eine SMR-Plattform eingerichtet, die koordinierte Unterstützung zu allen Aspekten der Entwicklung, des Einsatzes und der Aufsicht von SMRs bietet.
Quelle
M.A. nach IAEO, Medienmitteilung, 4. Oktober 2023