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Wie die Glarner Behörden am Montag weiter mitteilten, konnten letzten Februar zwei erwachsene Wölfe am Kerenzerberg nachgewiesen werden. Vermutet wird, dass diese Tiere die Eltern der beiden Jungwölfe sind und damit die Gründertiere des ersten Rudels im Glarnerland.
Mit dem neuen Glarner Rudel dürften in der Schweiz derzeit insgesamt elf Wolfsrudel leben. Der Kanton mit den meisten Rudeln ist Graubünden, wo sich sieben bildeten. Im Wallis wurden zwei Rudel gezählt, eines durchstreift den Waadtländer Jura. Vermutet wird, dass aktuell rund 80 Wölfe in der Schweiz leben - Tendenz steigend.
Wolfsrudel vorausschauend regulieren
Das revidierte Jagdgesetz, das am 27.September zur Abstimmung gelangt, erlaubt den Kantonen unter bestimmten Bedingungen, Wolfsrudel vorausschauend zu regulieren. Damit hat das Parlament auf die wachsende Zahl von Wölfen reagiert. Der Wolf bleibt aber auch mit dem revidierten Jagdgesetz eine geschützte Tierart und darf nicht gejagt werden. Die Rudel bleiben erhalten.
Nicht zulässig wäre gemäss Bundesrat beispielsweise der Wolfsabschuss, wenn sich die Rudel fernab von Siedlungen oder Schafherden aufhalten. Generell müssten die Kantone gegenüber dem Bund vorgängig begründen, weshalb Abschüsse erforderlich seien. Dabei müssten sie die Verhältnismässigkeit wahren. Weiter sind die Kantone in Gebieten mit Wolfsrudeln verpflichtet, die Bauern über Massnahmen zum Schutz von Herden informieren. Ziel der Regulierung sei es, dass die Rudel ihre natürliche Scheu behalten und Siedlungen fernbleiben.