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Unser nächstest Ziel nach den atemberaubenden Tagen in Huaraz lag weiter in Nordperu. Mit einem Nachtbus fuhren wir von den hohen Bergen herunter wieder an die Küste nach Trujillo respektive in den Surferort Huanchaco. In Huanchaco hatten wir das erst mal die Gelegenheit die Spezialität Ceviche direkt am Meer zu probieren. Ceviche ist ein typisch peruanisches Gericht, welches in weiten Teilen in Lateinamerika verbreitet ist. Dabei handelt es sich um rohen Fisch, der mit frischem Limmetensaft und leckeren Gewürzen serviert wird. Nach zwei warmen Tagen am Meer ging es wieder in die Höhe.
Cajamarca
Unser nächste Ort hiess Cajamarca. Dieser Ort ist für Peru von grosser Bedeutung, denn genau hier war die Residenz des letzten Inka Herrschers Atahualpa. Der Inkaherrscher besiegte im Jahre 1527-1532 seinen Bruder Huascar. Kurz nach seinem Sieg im Jahre 1532 trafen auch schon die Spanier mit Francisco Pizarro in Cajamarca ein und nahmen den Inkaherrscher gefangen. Dies war das entscheidende Ereignis der spanischen Eroberung in Peru. In der Hoffnung freigelassen zu werden, bot der Inkaherrscher Atahualpa dem spanischen Eroberer Francisco Pizarro an, den Raum in dem er gefangen gehalten wurde einmal mit Gold und noch zweimal mit Silber aufzufüllen, so hoch wie er seinen Arm in die Höhe halten konnte. Nach dem Einverständnis Pizarros, brachten die Inkas während ganzen drei Monaten Silber und Gold nach Cajamarca um das Versprechen einzulösen. Doch den Spaniern war klar, dass man den Herrscher nicht freilassen konnte und so wurde er von Pizarro unter anderem wegen des Mordes an seinem Bruder Huascar zum Tode verurteilt. In Cajamarca kann man den Raum in dem der Inkaherrscher gefangen gehalten wurde besuchen, auch der Thron auf dem Hausberg ist sehr interessant und bietet ein wundervolles Panorama über die Stadt. Ausserdem haben wir die „Ventanillas de Otuzco“ besucht, hierbei handelt es sich um Gräber aus der Prä-Inka-Zeit. Die verstorbenen wurden damals in den Felsen bestattet. Cajamarca ist nicht nur geschichtlich sehr interessant, es ist ein schönes kleines Städtchen. Für uns ging es nun noch weiter Norden von Peru, wo unser persönliches Highlight auf uns wartete.
Von Cajamarca nach Chachapoyas
In Chachapoya haben wir eine Sehenswürdigkeit besucht, die im Vergleich zum Machu Picchu im Süden menschenleer ist. Kein anstehen, kein drängeln, einfach nur in Ruhe die Geschichte der Chachapoyas kennen lernen. Die Rede ist hier von der Festung Kuelap der „Machu Picchu des Nordens“. Würde man anfangen zu vergleichen, ist Kuelap älter, grösser und höher gelegen als der Machu Picchu. Zudem muss man nicht ständig irgendwelchen „Selfiesticks“ ausweichen und der Eintritt kostet einen Bruchteil dessen im Süden. Die Chachapoyas sollen einen grösseren Körperbau gehabt haben, sowie blond und hellhäutig gewesen sein. Es ist bis heute noch nicht genau erwiesen, welchen Zweck Kuelap damals erfüllte. Aber eines ist sicher, der Besuch ist atemberaubend schön und mit Guide sehr interessant. Seit letztem Jahr ist auch die Seilbahn für Touristen geöffnet, welche eine Anfahrt mit dem Bus von 1.5 Stunden erspart.
Von Cachapoyas nach Tarapoto
Leider waren wir nun schon fast am Ende unserer Nordperu-Erkundung und es hiess für uns ab in den Süden. Jedoch machten wir erst noch einen Zwischenhalt in Tarapoto von wo aus wir nach Arequipa in den Süden fliegen sollten. Als wir morgens um 4 Uhr in Tarapoto mit dem Bus ankamen, wurden wir mit einem Tuk Tuk zu unserem Hostel gefahren. Jedoch wollte man uns und einem peruanischem Pärchen, dass wir bereits in Kuelap kennengelernt hatten, unterwegs noch eine Tour verkaufen. Klar, wenn wir morgens um diese Uhrzeit ankommen ist das unsere erste Priorität. Wir haben dann dem netten Herrn erklärt, dass wir auf keinem Fall irgendeine Tour sehen möchten, sondern nur noch ins Hostel möchten, um doch noch etwas zu schlafen. Dies hat auch super funktioniert und wir wurden zum Hostel gebracht. Per Zufall war auch das Pärchen aus Peru im gleichen Hostel. Es stellte sich heraus, dass die peruanische Küche auch in Europa sehr beliebt ist. Den das Pärchen führt in Holland erfolgreich ein peruanisches Restaurant, wo wir bereits herzlich eingeladen wurden. Nachdem wir von der Gastgeberin in Tarapoto mit einer Umarmung und für Schweizer untypischen 2 Küssen verabschiedet wurden, ging es wieder mit einem TukTuk ab zum Flughafen. Man muss also erwähnen, dass die Peruaner sehr herzliche und aufgeschlossene Menschen sind.