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1928 eröffnete Josef Horner in Tafers eine Autogarage. Die Mithilfe im Geschäft garantierte ihm seine Frau Elise, war sie doch die erste Frau im Kanton Freiburg mit dem Führerschein für Personenwagen. Die damals spärlichen Autoverkäufe reichten aber kaum für eine Existenz, so dass bereits 1931 der erste Reisecar angeschafft wurde. 1932 sattelte Horner ganz in den Transportsektor um und konzentrierte sich von nun an auf den Personen- und Warentransport; eine Taxikonzession gehörte ebenfalls dazu. In den harten Kriegsjahren ersetzten Holzvergaser den herkömmlichen Treibstoff Diesel.
Bis in die sechziger Jahre erreichte die Firma Horner eine stattliche Betriebsgrösse. 1965 wurde sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ist bis heute ein Familienunternehmen geblieben. Zum selben Zeitpunkt wurde die Betriebsleitung an den Schwiegersohn August Baeriswyl übergeben. Nicht zu vergessen ist die Periode der wechselbaren Cars/Lastwagen, d.h. während der Woche wurde der Aufbau für den Warentransport benützt, an den Wochenenden wurde die «Carrosserie umgesattelt» und Ausflüge gefahren. Die rasante Entwicklung im Fahrzeugbau ging über zum selbsttragenden Fahrgestell und der entsprechenden Komfortverbesserung. Horner war eines der ersten Schweizer-Unternehmen, das Cars mit Bordtoilette anschaffte sowie der erste Besitzer eines dreiachsigen Doppelstock-Cars in der Schweiz.
Eine stete, behutsame Erweiterung machte einen Neubau unumgänglich. Im Jahre 1985 konnte der gesamte Betrieb in die modernen Büro- und Werkstattgebäude an der Mariahilfstrasse verlegt werden. In die gleiche Zeit fällt die Betriebsübergabe an den Sohn Hanspeter Baeriswyl und die Erweiterung des Aktionariats. Im Jahre 1996 verstarb der verdiente, umsichtige und langjährige Betreiber der Unternehmung, August Baeriswyl.
Nach der Restrukturation der staatlichen Unternehmung GFM (Chemins de Fer Fribourgeois, heute Transports Public Fribourgeois, tpf) konnte im Jahre 1997 die Tochtergesellschaft Romandie Voyages Horner SA gegründet werden. Eine Unternehmung, die ausschliesslich im Personentransport tätig war. Der Sitz und die Firmenleitung wurden in die Muttergesellschaft integriert. Mit dieser Erweiterung wurde das Kundenpotential vergrössert und die Präsenz im französisch sprechenden Markt massiv verstärkt.
Im Jahre 2004 begann die Zusammenarbeit mit Le Coultre Voyages in Gimel (VD), was die französischsprachigen Angebote anbelangte. Das Label «Romandie Voyages» wurde stärker genutzt und gefördert. Das Zusammengehen wurde weiter intensiviert, um die vorhandenen Synergien besser zu nutzen, in einem prosperierenden Markt am Genfersee zwischen Lausanne und Genf.
Im Verlauf des Jahres 2008 musste die zu kostenaufwendige Zusammenarbeit am Genfersee aufgelöst werden. Die erwarteten Synergien haben sich nicht eingestellt.
Der Kauf des frei werdenden angrenzenden Grundstückes Ende 2007 schaffte die Basis für ein weiterhin kontrolliertes Wachstum und Reserven.
Für die Euro 2008 in der Schweiz und Österreich wurden drei neue Fahrzeuge angeschafft. Die medienwirksame und legendäre Mannschaft der Holländer war in einem Horner Fahrzeug unterwegs.
Auf Beginn des Jahres 2009 erfolgte eine juristische Neuausrichtung der Unternehmungen, nämlich die Aufteilung in Horner Reisen AG (Reiseaktivitäten jeglicher Art und Personal) und in Horner Logistik AG (Gütertransporte und Verwaltung der eigenen Immobilien und Grundstücke) sowie der Integration der Romandie Voyages Horner SA in die Horner Reisen AG. Die Besitzer sind nach wie vor Nachfahren der Familie Elise und Josef Horner.
Diese Neuausrichtung in einem hart umkämpften Markt war ein weiterer Meilenstein für den Fortbestand der Unternehmungen. Durch die sich eingestellten Einsparungen wurden Mittel frei für weitere zukunftsträchtige Investitionen.
Die Partnerschaft mit dem überaus erfolgreichen Basel Tattoo Management brachte der Unternehmung einen exklusiven Zugang zu einem Top-Event und eine vielbeachtete, werbewirksame Fahrzeugbeklebung, die seinesgleichen sucht. Somit wird die Tatsache «every day on the road» als angenehmer, vielgeachteter und umweltverträglicher Werbeträger genutzt.
Partnerschaften mit gleichgesinnten Personentransportunternehmungen sind überlebenswichtig und bilden die Basis für einen gesunden Fortbestand.
Der Fortschrift der Umweltverträglichkeit der Dieselmotoren bewegte uns im Jahre 2010 dazu, den Fahrzeugpark im Güterverkehr zu ersetzen durch Fahrzeuge der Norm Euro 5. Gleichzeitig nutzten wir diese Tatsache, um den Auftritt der LKW-Flotte farblich unserem Hauptauftraggeber anzupassen und die Blache als attraktive Werbefläche zu nutzen.
Horner Reisen wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2019 von Wielandbus übernommen. Die Horner Reisen AG ist eine 100 %-ige Tochterfirma der Wielandbus AG.
Die Wielandbus AG bietet Transportdienstleistungen in der Region Freiburg/Murten/Bern während des ganzen Lebenszykluses (Schule – Pensionsalter) inkl. Behindertentransporte an. Die vertikale Integration der Horner Reisen AG ermöglicht die Vergrösserung der Angebotspalette bei gleichzeitig grossem Synergiepotential. Die Produkte lassen sich passgenau in die bestehende Struktur/Know-how einfügen und konkurrenzieren sich nicht.
Durch die Übernahme wollen wir ein starkes Zeichen für den Kanton Freiburg setzen und verhindern, dass ein grosser (ausländischer) Konzern in unser Tätigkeitsfeld vordringt. Wielandbus AG und Horner Reisen AG sind seit Beginn ihrer Tätigkeit im Kanton Freiburg stark verwurzelt, übernehmen unternehmerische Verantwortung und generieren gemeinsam ca. 130 Arbeitsplätze (100 % Equivalent 80 Arbeitsstellen).
Das Schwergewicht von Horner Reisen liegt heute zweifellos immer noch im Reiseverkehr. Mit 11 luxuriös ausgestatteten und nach den neuesten Erkenntnissen der Technik, Umwelt, Verkehrssicherheit und des Fahrkomforts erbauten Reisecars ist das Unternehmen in seiner Branche gesamtschweizerisch gesehen ein mittelgrosser Betrieb. Fast alle Fahrzeuge im Personen- und Güterverkehr entsprechen heute der Norm Euro 6.
Ein qualifiziertes, aufgewecktes und dynamisches Team ist bemüht, Reiserouten vorzuschlagen, zu dokumentieren und zu organisieren, die allen Wünschen gerecht werden und die sich vom Alltäglichen abheben; Exklusivität und Innovation bleiben nicht nur grosse Worte, sondern werden in die Tat umgesetzt.
Langjährige treue Berufschauffeure sind um das Wohlergehen und die Sicherheit der Fahrgäste bemüht. Auf kompetente Art und Weise übernehmen sie auch die gesamte Reiseleitung, was zusätzliche Kenntnisse, viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen erfordert. Die strengen europäischen Vorschriften in Bezug auf Einsatz- und Ruhezeit der Fahrer zum Schutze und Wohlergehen der Passagiere erfordern eine beeindruckende Anzahl von Teilzeit- und Aushilfsfahrern.
Das fachlich ausgebildete Team in der Werkstatt erledigt quasi ausnahmslos sämtliche anfallenden Service-, Reparatur- und Revisionsarbeiten aller Fahrzeuge. Sicherheit bedeutet das A und O, Komfort ist ein Muss, folgedessen ist ein starkes Bestreben, die Fahrzeuge in tadellosem Zustand für die Fahrt freizugeben.
Auch der Reinigung wird markant mehr Bedeutung zugemessen, als in anderen Zweigen eines Transportunternehmens.
Daneben werden aber auch Gütertransporte jeglicher Art durchgeführt. Spezialitäten bilden den Schwerpunkt: Transporte auf Baustellen mit Ablad durch den Bordkran (Gussrohre, Abdichtungsfolien im Tunnelbau, Bauzusatzstoffe, etc.) sowie Transport von gefährlichen Gütern. Im Winter erhalten Staat und Private Hilfeleistung beim Strassenunterhalt (Pflügen und Salzen). All diese verschiedenen Transporte setzen polyvalente und flexible Lastwagen-Chauffeure voraus.
Fundierte Sach- und Branchenkenntnisse sind unerlässlich für jeden Mitarbeiter. Die Weiterbildung wird in allen Bereichen gefördert. Ab 2013 genügt es nicht mehr, nur einen Fahrausweis zu besitzen. Regelmässige, gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildung ist Grundlage für den Erwerb eines Fähigkeitsausweises als ergänzendes Dokument resp. Nachweis zum Führerausweis als berufsmässiger Lenker eines schweren Fahrzeuges (LKW oder Car). Eine Tatsache, die zwingend ist, will man stets am Ball bleiben.
Zwei Stellen für Auszubildende werden von Zeit zu Zeit angeboten.
Aufgrund des Standortes und der Kundenstruktur ist die Zweisprachigkeit unumgänglich und auch konsequent anzutreffen: Mitarbeiter, Reisekataloge, Angebote, Werbung, usw. Eine wahre Herausforderung, die wir gerne annehmen.
Für die Zukunft will HORNER im harten Konkurrenzkampf seine langjährige Geschäftsphilosophie — das Persönliche sowie das Individuelle — beibehalten und das beispielhafte Vertrauensverhältnis zu den Kunden weiter intensiv pflegen und ausbauen.