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Weibliche Elvis-Presley-Kopie in schwarzem Leder war ein weitverbreitetes Urteil, als in den Jahren 1973/74 ein 1,50 Meter kleines Persönchen, mit Bassgitarre und einer kräftigen Stimme ausgerüstet, die europäischen Charts stürmte und zum Teenager-Idol wurde. "Can The Can" hieß der Song, der auch bei uns Nr. 1 wurde!
Suzi Quatro wurde am 3. Juni 1950 in Detroit (USA) geboren. Bereits mit sieben spielte sie Bongo in der Jazzcombo ihres Vaters Art Quatro. 1965 gründete sie mit ihren Schwestern Patti, Nancy und Arlene die Band »Suzi Soul & The Pleasure Seekers«, die jedoch über regelmäßiges Tingeln in zweitrangigen Kneipen nicht hinauskam. Suzi wechselte daraufhin zu der Girltruppe »Cradle«, die in erster Linie zum Truppenbetreuungsprogramm in Vietnam gehörte. Bei einer ihrer seltenen Besuche in Detroit kreuzten sich indessen ihre Wege mit denen des Produzenten Mickie Most, der sofort einen neuen Geheimtip witterte. Er nahm Suzi mit nach England und übergab sie dem Autoren- und Produzentenduo Mike Chapman und Nicky Chinn.
Die erste Single "Rolling Stone" 1972 war zwar noch ein Flop, doch schon mit der nächsten schoss Suzi binnen zwei Wochen an die Spitze der Top Ten. 1974 ging sie im Vorprogramm von Grand Funk Railroad auf USA- und Australien-Tournee. Nach einer triumphalen eigenen Konzertreise durch die Staaten ließ der ganz große Quatro-Boom allmählich nach. Nur ab und zu gelangen ihr noch einmal Vorstöße in die Hitlisten, z.B. 1978 als Partnerin von Chris Norman mit "Stumblin' in".
(aus dem Sampleralbum 'Memories In Gold')