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Das Viecher Projekt ging mit einem grandiosen Finale im Kurpark zu Ende. Alle haben mitgefiebert, ob die Meteorologen Recht behalten würden und es kurz vor dem Auftritt tatsächlich aufhören würde zu regnen... Es hörte auf zu regnen und ein paar Sonnenstrahlen brachen durch die Wolkendecke und untermalten die wunderbare Stimmung in der Viecher Arena.
Als erstes platzten die Wilde Kerle herein, angeführt vom kleinen und vom grossen Max. Dann folgten die Quallen, welche sich durch rhythmisches Zusammenziehen fortbewegten. Die Schnecken - wie war es anders zu erwarten - kriechten äusserst gemächlich zu Reggae Musik über die feuchte Wiese. Sie streckten ihre Fühler heraus und begutachteten das Publikum, welches sich zahlreich um die Arena versammelt hatte. Die Spinnen beugten ihre acht Beine wellenartig und schauten rüber zu den Schmetterlingen. Ob sich eines von Ihnen in ihrem Spinnennetz verirren würde? Der Schwarm von Schmetterlingen flatterte elegant in die Mitte des Feldes und teilte sich dann um in zwei verschiedenen Richtungen zu fliegen und später wieder zusammen zu kommen. Die Krähen veranstalteten ein Krächz-Konzert, hüpften über die Wiese und tranken aus dem Brunnen. Die kleinen Urwaldforscher mit ihren Feldstecher guckten aufmerksam, ob sie allenfalls weitere Viecher im Blätterdach der Bäume entdeckten. Plötzlich ertönte ein ohrenbetäubendes Gedröhne und ein Vogelschwarm trat als Superorganismus mit präzisen Bewegungen auf. Während die Vögel ihren Tanz vorführten flatterten die Fledermäuse herein und wichen gekonnt jedem Flugkörper aus. Eine Armee von grünen Fröschen sprangen und schreiteten über das Feld. Die chinesischen Drachen zeigten sich in voller Pracht und vollführten ein letztes Mal ihren Ouroborus- alles ist Wiederkehrend. Genauso wild wie die Wilden Kerle waren die Baustellenviecher, welche um die Wette brüllten. Auf ein Kommando hin strömten alle Viecher in die Mitte der Arena und feierten ein letztes Mal gemeinsam bevor sie sich verabschiedeten. Wann wir sie wiedersehen werden steht in den Sternen...
Nach einer Festivalwoche fühlen sich die Viecher in Baden schon fast zu Hause. Sie scheuen keine Menschenmengen, vermischen sich unter den Einheimischen und treffen auf ein kontaktfreudiges Publikum.
Die Drachen waren gestern am Wochenmarkt. Sie sind an den Ständen vorbei marschiert und haben aus dem Löwenbrunnen getrunken. Beim Manor haben die zwei Drachen sogar ein "Ouroboros" vorgeführt- sie sind im Kreis gelaufen als möchten sie sich in den Schwanz beissen. Es könnte als Symbolakt für das immer Wiederkehrende verstanden werden...Auch wenn die Viecher heute das letzte Mal in ihrer voller Pracht an der Schlussparade zu sehen sein werden... war es bestimmt nicht das letzte Mal.
Die Urwaldforscher haben sich gestern in der Freilichtarena vom Kurtheater versammelt um Ausschau zu halten nach seltenen Spezies...und siehe da - sie wurden fündig. Nebst den vielen Besuchern von der Festivaleröffnung schossen plötzlich unzählige Bäume aus dem Boden. Auf ein Pfeifen hin versammelten alle Bäume, um sich gleich wieder zu verteilen. Eine ganze Schlangenkolonie ruhte im Blätterdach der Bäume. Plötzlich flog wie aus dem nichts ein ganzer Schwarm von Fledermäusen heran, dicht gefolgt von bunten Urwaldvögel... sie flatterten herum und ruhten in den Baumgipfel ehe sie weiterzogen. Während dieses Spektakels hörte man plötzlich ein nicht identifizierbares Geschrei. Auf der Anderen Seite des Kurtheaters schlenderten drei Riesensaurier in Begleitung einer Dompteurin über die Strasse. Sie schnappten mit ihrem Schnabel nach vorbeifahrenden Autos und suchten den Kontakt zu den verblüfften Menschen.
Andreas Bürgisser, Elina Wunderle und Hansueli Trüb wünschen allen Klassen viel Glück bei den Auftritten!!!
Einen Tag vor der Festivaleröffnung haben sich alle Schulklassen und Kindergärten auf dem Ländliplatz versammelt, um eine Trockenüben für die Schlussparade vom Sonntag 19.6 durchzuführen. Die Viecherfiguren sind etwas zurückhaltend, wenn es trüb und nass ist - da sie sich schlicht im Nichts auflösen könnten....Entsprechend haben sie es, bis auf ein paar Ausnahmen wie Schmetterlinge und Baustellenviecher, vorgezogen, den Kindern draussen das Üben zu überlassen.
Die Viecher, welche nun die ganze Woche schon in der Stadt unterwegs waren wollen ans Figura!!! Hier betrachtet einer der zwei Drachen eingehend das Figuraplakat... Die Viecher wissen nun wie man sich durch die Gassen bewegt, auf den Verkehr achten muss und finden Wohlgefallen an den neugierigen Blicken der Passanten.
Die KünstlerInnen haben die erste Woche der Übungsphase hinter sich. Auf die Frage, wie es bis anhin gelaufen ist, antworten sie Folgendes:
"Es läuft prima, die Kinder sind mit Eifer dabei, die Lehrpersonen unterstützen sehr motiviert, und das Klima im Schulhaus ist super. Wir fühlen uns rundum wohl und es macht grossen Spass zu sehen, wie Baden allmählich durch die Viecher überschwemmt wird."
Hansueli Trüb
"Nun ist die erste Übungswoche vorbei. Es hat Spass gemacht mit all den unterschiedlichen Kindern und ihren
Viechern."
Elina Wunderle
Dank dem heutigen Regenwetter waren die sonst nachtaktiven Schnecken auch tagsüber im Schulareal anzutreffen. Sie präsentierten sich ungewöhnlich bunt.
Die schleimige Weichtiere bewegten sich wellenartig und ertasten mit ihren Fühlern den Weg - stets auf der Hut vor ihren natürlichen Feinden wie Raben und Frösche.
Die Viecher, welche aus ihrer Lethargie erwachen, sind neugierig und kinderfreundlich. Sie suchen einerseits den Kontakt zu den Kindern. Andererseits zieht es sie an die Frische Luft. Manche wagen sich in Begleitung der Kinder zaghaft in die Stadt. Die Riesenspinne war besonders entdeckungsfreudig und drehte eine Runde bis zum Kirchplatz, ehe sie wieder im Keller des Tanneggs untertauchte um die Eindrücke zu verarbeiten.
Die Wilden Kerle erkundeten das Ländli und warfen einen Blick über den Hag des Boveri Parks. Dabei schlichen sie, blieben stehen, schauten in alle Richtungen, wurden laut, knurrten und brüllten und zeigten ihre Krallen.
Die "Wilden Kerle" waren heute im Coiffeursalon der Klasse 5B und haben sich die Haare machen lassen: Es wurden Strähnen geknüpft, Fransen geschnitten und die kahle Stellen verdeckt... Für die Haarsträhnen wurden Kokosschnur, Vlies, Kordeln und Wolle verwendet. Dabei sind Rasta, wallende Mähnen und sogar eine Hirokesenfrisur entstanden.
"Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See, Tanz und Konzert und ein grosser Dinner. Quak, quak, quak, quak..." Die Kinder von Frau Gysin und Frau Märki haben heute früh ihre Frosch Masken aufgesetzt und ihre Froschbeine (welche noch fertiggestellt werden müssen) gefasst um erste Bewegungsabläufe zu trainieren. Dabei kam der bekannte Froschkanon ganz gelegen um in die Rolle der Frösche zu schlüpfen. Die Theaterpädagogin Elina Wunderle und den Figurenbauleiter Hansueli Trüb haben die Gruppen gecoacht.
Am Nachmittag sind Riesenspinnen von der Klassen Schmid und Bolliger mit ihren acht Beinen über den Ländliplatz spaziert. Noch sind einige Bauchtechnische Schwierigkeiten zu lösen, damit die Spinnen auch in Ruhe spinnen können ohne ihre Beinen zu verlieren.
In den Schulzimmern des Tanneggs und der Kindergärten der Innenstadt sprudelt es zurzeit an Kreativität. Damit die Viecher rechtzeitig zum Leben erweckt werden können, werden emsig Köpfe, Körper, Flügel, Tatzen gestaltet, angemalt, behaart. Kostüme werden genäht und dekoriert. Es wird überlegt und ausprobiert, manchmal wieder verworfen und neu begonnen. Es kann gut sein, dass ein Drache einem entgegenschlängelt, die Treppen hochsteigt und auf dem Pausenplatz eine Runde dreht. In der obersten Etage trainieren die Raben ihren Flügelschlag. Die Riesenschmetterlinge sonnen sich am Fenster. Die Wilden Kerle machen Krach, tanzen und singen. Ja die KindergärtnerInnen, SchülerInnen und LehrerInnen werden zu Gestalter Aller Viecher!
Zeichnungswettbewerb
Für die Festival Website und das Figura Programmheft, welches am 25.4.2016 erscheint,wurde ein Zeichnungswettbewerb durchgeführt, um den Projektbeschrieb zu illustrieren.
Jury
Der Grafiker des Figura Festivals und die Festivalleitung
Preis
Nebst der Veröffentlichung der Werke, erhalten die Gewinner und Gewinnerinnen ein Büchergutschein. Die Preisverleihung findet am Mo, 25.04.16 in der 10 Uhr Pause statt.
Weitere Zeichnungen die prämiert werden:
Unser Projektvorhaben "Viecher" wird im Programmheft des Figura Theaterfestivals erscheinen. Für das Programmheft brauchen wir ein plakatives Bild. Die Schülerinnen können malen, zeichnen, kleben, drucken oder mit dem Computer arbeiten. Die Zeichnungen können in Schwarz-Weiss oder Farbe, mit Tusche, Wasserfarbe, Plakatstifte, Neocolor oder Kohle sein. Das Bild sollte eher flächig sein, klare Umrisse und intensive Farben haben - damit es sich zum Druck eignet.
Abgabeschluss ist Fr 26.2.2016