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(Madras-,
Bombayhanf, ostindischer
Hanf), die
Faser der über ganz
Indien und die
Sundainseln verbreiteten und
vielfach kultivierten
Crotalaria juncea, wird in sehr roher
Weise zubereitet und hat deshalb, obwohl die
Faser an und für sich
sehr fein ist, einen verhältnismäßig nur geringen Wert.
Das Handelsprodukt ist blaßgelblich, mit
lebhaftem Seidenglanz, und dem
Hanf sehr ähnlich.
Man benutzt den S. zu
Seilerwaren, Packtuch etc., in
England auch zur Papierfabrikation.
[* 2]
(Sunn, ostindischer Hanf, engl. sunn hemp, janapan) ist eine der Jute ähnliche Spinnfaser, welche von der
ostindischen, zu den Hülsenfrüchtlern gehörigen Pflanze, Crotalaria juncea (binsenähnliche Klapperhülse), gewonnen,
auch auf Java und Borneo kultiviert wird. Die Faser ist blaß gelblich und zeigt einen lebhaften, doch etwas schwächeren
Glanz als Jute, ist etwa 500 mm lang, besitzt geringere Festigkeit als Hanf, aber größere als Jute.
Noch verschiedne andre Namen wie Madras- oder Bombayhanf, ostindischer Hanf etc. beziehen sich auf dieselbe Ware. Für unsre
Industrie ist sie kaum von Bedeutung; sie findet sich aber häufig am Londoner Markt und wird in England zu Seilerwaren,
Packtuch u. dgl., vielleicht auch als Material
zu Papier verarbeitet. - Zollfrei. Vgl. Aloe.