Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03419.jsonl.gz/1219

Dieses Rätsel stammt aus der Feder von Ainigma, die in der letzten Ausgabe von Werner Jundt und Therese Grossmann porträtiert wurde.
Ainigma blättert im Geschichtsbuch der Schweizer Landesregierung. Sie sinniert, weshalb das Bundeshaus mit einer Kuppel verschönert worden ist und findet prompt die Antwort in der Gegenfrage: «Haben Sie schon einmal einen Zirkus mit Flachdach gesehen?»
Sie lässt sich in die schillernde Zirkuswelt entführen. Ainigma meint beeindruckt: «Nur schon das Programm ist buchstäblich der Hammer.» Freude herrscht zusammen mit dem ersten Schweizer im Weltraum. Der dritte Artist mit dem klangvollen Künstlernamen «Monsieur Fehlschuss» hat den Dreh im Wettbewerb um die schönste Tête-de-Moine-Käserosette nicht raus. Danach prickelt es erstmals spürbar, aber leider nur kurzzeitig unter der Kuppel. Eine lachende Troisième betritt nach ihrem wahltaktischen Kofferpacken die Manege. Beim Bruch der Zauberformel ertönen sogar «Pfui»-Rufe unter der ehrwürdigen Kuppel. Manege frei für den Artisten, dessen Namensvetter bei der Papstaudienz nachfragte, ob es wirklich Wunder gäbe, worauf der Papst erwiderte: «Ist es etwa kein Wunder, dass Sie Landesvater geworden sind?» Die Nacht der langen Messer verhilft einem weiteren Artisten zum grossen Auftritt.
Nach einer trickreichen und turbulenten Wahl betritt überraschend ein Hüne von Gestalt die Arena, der zu einem der beliebtesten Artisten wird. Ein anderer Artist verdankt seinen Spitznamen «Filet» einem IT-Fehler, nichtsdestotrotz geniesst er lieber Chatzestreckerli.
Auch der viermal zum Zirkusdirektor gewählte Artist «Eterne», der 25 Jahre lang die Zirkusatmosphäre beeinflusste, erscheint im Rund der Manege. «Wir sehen uns bei Philippi wieder!», kündigt ein Artist an, kurz bevor der Vorhang sich schliesst. «Stimmt nicht», entgegnet Ainigma, «beim nächsten Rätsel.»