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Fühlen Sie sich chronisch müde und abgeschlagen, immer schlapp und extrem erschöpft und antriebslos?
"Ich könnte im Stehen einschlafen...", berichten viele Patienten. Nach einem anstrengenden Arbeitstag, einer Feier und schwerer körperlicher Arbeit oder Sport ist das in gewisser Weise "normal".
Doch für viele Menschen ist dieses Gefühl von ständig müde, schlapp und erschöpft ein quälender Dauerzustand. Das merkwürdige daran: auch noch so viel Schlaf hilft nicht. Patienten berichten dann meist, dass sie schon neun Stunden geschlafen haben und immer noch vor Müdigkeit und Erschöpfung kaum aufstehen wollen.
Neuere Erkenntnisse der Schulmedizin zur chronischen Müdigkeit und Erschöpfung belegen:
Häufig besteht ein Mangel an Antioxidantien, B- Vitaminen und Aminosäuren.
Hauptsymptom ist eine schwere Erschöpfung, die länger als sechs Monate andauert und die Leistungsfähigkeit stark vermindert. Schlaf und Ruhe bessern die Müdigkeit nicht, körperliche Belastung und / oder Stress verschlimmern das ganze. Im Extremfall kommt es zu wochenlanger Bettlägerigkeit bis hin zur Frühverrentung...
Beobachtungen zeigen, dass die meisten Patienten sehr pflichtbewusst sind und zur Perfektion neigen. Besonders gefährdet scheinen berufstätige Frauen mit Familie und Haushalt zu sein. Nach einer Untersuchung aus Großbritannien waren überdurchschnittlich viele Lehrer und Beschäftigte in sozialen und medizinischen Berufen betroffen.
Bei der Mehrzahl der Betroffenen treten Müdigkeit und Erschöpfung relativ plötzlich auf. Der Zustand der Erschöpfung gleicht einem beginnenden grippalen Infekt: bereits in Ruhe und bei allen Arten von Anstrengungen leiden die Patienten unter vielen Symptomen.
Aber nicht alle, die unter einer schweren Müdigkeit und extremen Erschöpfung leiden, sind am chronischen Müdigkeitssyndrom erkrankt. Erst wenn zusätzlich vier der folgenden Begleitsymptome vorhanden sind, gilt die Diagnose in der Schulmedizin als sicher:
Diese Symptome begleiten das chronische Müdigkeitssyndrom (Burn-Out-Syndrom)
• Konzentrationsstörungen
• Vergesslichkeit
• Kopfschmerzen, die in ihrer Art und Intensität neu sind
• diffuse Muskelschmerzen
• Gelenkschmerzen (ohne Schwellung oder Druckschmerz)
• vergrößerte / geschwollene und oder schmerzhafte Lymphknoten
• Halsschmerzen
• leicht erhöhte Temperatur
Allerdings sollte man in jedem Fall vorher abklären, ob eventuell eine andere Erkrankung vorliegt, die ähnliche Symptome hat. Dazu zählen fast alle Lebererkrankungen (z.B. eine Hepatitis), Autoimmunerkrankungen, Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), Multiple Sklerose, Borreliose, Tumorerkrankungen, Diabetes, Eisenmangel und chronische Lungenkrankheiten.
Dazu ist noch anzumerken, dass die Borreliose (wird durch Zecken übertragen) eine sehr heimtückische Erkrankung ist, die in verschiedenen Stadien abläuft und an die immer noch viel zu selten gedacht wird. Bevor Patienten mit Borreliose (und auch Zöliakie) richtig diagnostiziert werden vergehen manchmal Jahre!
Wenn dies alles ausgeschlossen ist, können wir uns wieder dem Symptom chronische Müdigkeit und Erschöpfung zuwenden:
Auch die klassische Medizin geht davon aus, dass mehrere Faktoren zu einer Überlastung und damit Fehlfunktion des Immunsystems führen. So findet man bei vielen Patienten immer wieder bestimmte immunologische Veränderungen, die folgendermassen interpretiert werden:
• anhaltenden Stress
• Umweltgifte
• Virusinfektionen
• Hormonstörungen (Stoffwechselerkrankungen !)
• Darmpilze
• allergische Reaktionen
• psychische Störungen
Und auch Vitalstoffmängel scheinen eine wichtige Rolle zu spielen. So ergab eine britische Studie, die im April 1999 in der Fachzeitschrift Journal of the Royal Society of Medicine veröffentlicht wurde, eine deutlich erniedrigte Konzentration von B-Vitaminen (B1, B2, und B6) bei Patienten mit chronischer Müdigkeit und ständiger Erschöpfung.
Zunächst sollte der TYP der chronischen Erschöpfung definiert werden:
1. Die Nervöse Erschöpfung
Hier ist Stress das zentrale Thema. Am besten helfen (neben Stressvermeidung) Massagen, Shiatsu und alle Entspannungsverfahren. In der Pflanzenheilkunde haben sich Melisse, Baldrian und die Passionsblume bewährt. Im Bereich Heilpflanzen und Heilkräuter finden Sie mehr Informationen.
2. Erschöpfung und Müdigkeit durch Immunschwäche
Daran können wir denken, wenn Sie häufig unter Infektionen leiden: Erkältung, Husten, grippaler Infekt, Laufnase usw.
Hier helfen viele Therapien: Wasserheilkunde nach Kneipp - vor allem die Wechselgüsse nach Kneipp - Eigenbluttherapie - Ergänzung von Vitalstoffen, Vitaminen und Mineralien en (Vitamin C + E, Vitamin D, Zink, B-Vitamine, Magnesium etc.)
3. Erschöpfung und Müdigkeit durch Kreislaufschwäche
Dies ist relativ selten. Hier denken wir vor allem an Patienten mit ständig kalten Händen und Füßen und auch zu niedrigem Blutdruck.
Bei niedrigem Blutdruck hilft das Pflanzenpräparat KORODIN ausgezeichnet, das sie in der Apotheke erhalten. Dazu morgens immer Trockenbürsten. Zusätzlich hilft hier auch besonders Gingko Biloba.
4. Erschöpfung und Müdigkeit durch "Stoffwechselschwächen"
Hierher gehören alle Probleme wie Leberbelastungen, Galleprobleme oder auch die "chronische Verstopfung", die bei Patienten dieses Typs zu finden sein wird.
Bei Leberschwäche (die vorhanden sein kann, OHNE das die Blutparameter abweichen!), denken wir zur Unterstützung vor allem an die Mariendistel. Eine ausgezeichnete und großartige Heilpflanze!
Bleibt noch die chronische Verstopfung, die durch regelmäßigen Abführmittel-Missbrauch auch noch gesteigert wird.
Aus der Ernährungslehre: Nach 18.00 Uhr abends kein Obst (außer Apfel), keine Rohkost und keine Süßigkeiten mehr. Es kommt sonst zu verstärkten Gärungsprozessen, die wieder die Leber belasten und damit indirekt auch wieder die Galle und die Verstopfung fördern.
5. Erschöpfung und Müdigkeit durch Mangelernährung
Chronisch müde und erschöpfte Patienten leiden oft an Appetitmangel und nehmen dadurch zu wenige Vitalstoffe auf. Neben den klassischen Antioxidantien Provitamin A und ß-Carotin, den Vitaminen C und E sowie Selen, betrifft das vor allem die B-Vitamine.
Der amerikanische Neurologe Professor Melvyn R. Werbach von der Universität in Washington hält Mangelzustände an Mineralstoffen, Aminosäuren und Fettsäuren für einen wichtigen Verstärkungsfaktor der chronischen Müdigkeit.
Dabei hat Professor Werbach besonders das Magnesium, Natrium und Zink, die Aminosäuren L-Tryptophan, L-Carnitin sowie das Coenzym Q10 im Blick. An all diesen Nährstoffen könne eine Unterversorgung bestehen, wie er im Jahr 2000 in der US-Fachzeitschrift Revue of Alternative Medicine berichtete. Diese Mangelzustände verhinderten auch die Heilung der chronischen Müdigkeit bzw. des Burn-Out-Syndroms.
6. Erschöpfung und Müdigkeit durch Allergien und chronische Vergiftungen
Es geht um folgende Bereiche:Chronische Vergiftung durch Wohnraumgifte und Gifte im Arbeitsbereich. Quecksilbervergiftungen, vor allem durch Amalgam-Zahnfüllungen (auch das ein abendfüllendes Thema, das nicht so dramatisch ist, wie es manche Kreise darstellen). Vor allem das Herausbohren der Füllungen mit hochfrequenten Bohrern ist ein Problem!
Nebenwirkungen von Medikamenten (das muss ein Therapeut mit abklären, der sich damit auskennt).
Verschiedene Formen einer Allergie (z.B. eine Nahrungsmittelunverträglichkeit)