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Stammeskunst Ozeanien
Die Erkenntnis, dass von westlicher Zivilisation nicht berührte Völker Kunstwerke von eigenständiger Bedeutung und grosser Ausdruckskraft schaffen, war für die Kunst der Moderne von grosser Wichtigkeit. Künstler wie Picasso und Matisse sammelten nicht nur aussereuropäische Kunstwerke, sondern liessen sich auch von deren Formen und ihrer Wirkungsmacht anregen. Bestes Beispiel dafür ist Picassos Femme von 1907 in der Fondation, deren Gesichtsform von afrikanischen Masken inspiriert ist. Es ist daher konsequent, einer Sammlung moderner westlicher Kunst auch aussereuropäische Kunst hinzuzufügen, wie dies Hildy und Ernst Beyeler taten. Auch wenn diese Werke ihrer eigentlichen Funktion als kultisch verehrte Bilder mit überirdischen Fähigkeiten entzogen werden, sind sie im Museum doch in der Überzeugung aufgestellt, dass sie gleichberechtigt neben den Werken der modernen Kunst bestehen. Ist zudem die Präsentation dieser religiös inspirierten Werke zusammen mit den Bildern der grossen Meister der Moderne nicht eine angemessene Form der Aufstellung ausserhalb des Kulturraums, aus dem sie stammen?