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Im Bestreben, aus den Hospitalisationen während der Pandemie die nötigen Lehren zu ziehen und Verbesserungsmassnahmen umzusetzen, um den Bedürfnissen der hospitalisierten Personen entsprechen zu können, führte das Spital Wallis bei den Patienten und ihren Angehörigen eine Umfrage durch.
Die ersten Fälle der Pandemie SARS-CoV-2 (COVID-19) traten im Wallis am 28. Februar 2020 auf. Bund und Kanton erliessen strenge Massnahmen zur Eingrenzung der Verbreitung des Virus in der Bevölkerung, die eine bedeutende Reorganisation der Spitalabteilungen erforderten. Die Patienten waren während ihres Spitalaufenthalts besonderen Bedingungen ausgesetzt, insbesondere aufgrund der Massnahmen der sozialen Isolation, der Infektionskontrolle, des Personalschutzes und ihrer gesundheitlichen Gefährdung durch eine neue Erkrankung.
Während der ersten Welle führten diese bisher nie dagewesenen Vorsichtsmassnahmen mit der Anwesenheit von Militär und Zivilisten rund um das Spital zu einer ausserordentlichen Situation, die bei den hospitalisierten Patientinnen und Patienten unabhängig von der Art ihrer Erkrankung Reaktionen und Emotionen auslösen konnte. Um Verbesserungs- und Unterstützungsmassnahmen auszuarbeiten und die Folgen einer weiteren COVID-19-Welle für die Patienten und ihre Angehörigen zu begrenzen, führte das Spital Wallis bei den betroffenen Personen eine Umfrage durch.
4660 zugestellte Fragebögen
Diese Umfrage fand vom 28. August bis zum 20. Oktober 2020 bei erwachsenen Patientinnen und Patienten statt, die vom 28. Februar bis zum 10. Mai 2020 hospitalisiert waren. Sie ermöglichte bereits die Umsetzung gewisser Unterstützungslösungen zu Beginn der 2. Welle. Insgesamt wurden 4660 Fragebögen zugestellt. 1313 Antworten betreffend das Gefühl der Sicherheit, die Informationsqualität, die Auswirkungen der sozialen Isolation, die gesundheitliche Erfahrung und die Austrittsbedingungen konnten entgegengenommen werden. Zudem teilten 860 Angehörige von hospitalisierten Patienten ihre Ansichten mit. Die Rückmeldungen des Fragebogens waren begleitet von zahlreichen Mitteilungen der Anerkennung und des Danks, welche die emotionalen Aspekte einer Hospitalisierung oder der neuen und unbekannten Erkrankung in dieser aussergewöhnlichen Pandemiesituation aufzeigen.
Einer der sensiblen Aspekte während dieser Periode war die Isolation der Patienten aufgrund des Besuchsverbots, mit dem die Unterstützung durch die Angehörigen verhindert wurde. Das Bedürfnis nach psychologischer Unterstützung zeigte sich bereits während der 1. Welle. Bei rund 10 % der Patienten war es auch noch drei bis sechs Monate nach ihrem Austritt vorhanden.
Die wichtigsten Verbesserungsmassnahmen aufgrund der Umfrage bei Patienten und ihren Angehörigen – Digitale Werkzeuge wie Tablets zur Verfügung der Pflegeabteilungen, um – mit Unterstützung der Teams durch die Abteilung Informatik – die Videokonferenzen mit den Familien zu erleichtern. – Organisation einer medizinischen Nachkontrolle für die Patienten mit COVID-19 bei ihrem Austritt. – Beibehalt der psychologischen Unterstützung während des Aufenthalts und nach dem Austritt. – Zu Beginn des Aufenthalts – mit Hilfe einer am Patientenbett angebrachten Tabelle für den Informationsfluss – Erstellen eines Kommunikationsplans mit dem Patienten und seiner Familie. – Für jeden Patienten Ermöglichung des Besuchs eines Angehörigen, unter Einhaltung der notwendigen Schutzmassnahmen für Patienten und Mitarbeitende.