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Unter DDoS (Distributed Denial of Service = Verweigerung des Dienstes) versteht man einen Angriff auf Computer-Systeme mit dem erklärten Ziel, deren Verfügbarkeit zu stören. Im Gegensatz zur einfachen DoS-Attacke erfolgt der Angriff bei DDoS von vielen verteilten Rechnern aus. Der Angriff kann dabei auf Netzwerkebene, auf Anwendungsebene oder einer Kombination davon erfolgen. In der Regel werden für solche Attacken sogenannte Bot-Netze (eine riesige Anzahl «gekaperter» Systeme, die vom Angreifer ferngesteuert werden können) oder schlecht konfigurierte Drittsysteme (z. B. Open DNS Resolver) verwendet, die durch manipulierte Anfragen dazu gebracht werden, grosse Antworten an die «falsche» Adresse – nämlich die des Zielsystems – zu schicken (Amplification-Angriffe). Das Datenvolumen erreicht oft mehrere hundert Gbit/s. Dies sind Volumina, die eine einzelne Organisation ohne fremde Hilfe in der Regel nicht mehr bewältigen kann. Entsprechend konfigurierte Firewalls und IPS (Intrusion Prevention Systeme) helfen nur bedingt.
Die Motivation hinter solchen DDoS-Attacken sind meistens politischer Aktivismus, Erpressung oder Schädigung eines Konkurrenten.
Wenn eine Webseite nicht erreichbar ist, kann dies für den Besitzer einen grossen Gewinnausfall bedeuten, insbesondere wenn der angegriffene Dienst kommerzieller Natur ist. Eine DDoS-Attacke wird vielfach von einer Geldforderung begleitet. Der Erpresser verlangt Geld, damit er einen bereits gestarteten Angriff stoppt oder keinen startet. Die Angreifer hoffen, dass das Opfer bezahlt, um keine negativen Folgen eines solchen Angriffs zu erleiden.
Auswirkungen und Gefahren
- DDoS kann jede Firma/Organisation treffen
- Ausfall der Webseite
- Reputationsverlust
- Gewinnverlust