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Der Bundesrat will auf dem Militärflugplatz Dübendorf ZH einen zivilen Flugbetrieb und einen Standort für den nationalen Innovationspark einrichten. Vorerst wird die Luftwaffe Dübendorf weiterhin als Militärflugplatz nutzen.
Mit diesem Entscheid folgte der Bundesrat am Mittwoch den Anträgen des Verkehrsdepartements (UVEK), des Verteidigungsdepartements (VBS) und des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Auch will er in Dübendorf die grösste strategische Landreserve des Bundes sichern. Das Gelände umfasst 230 Hektaren.
Ungefähr 70 Hektaren Land sollen für den Zürcher Hub des nationalen Innovationsparks zur Verfügung stehen. Dem Kanton Zürich soll diese Fläche in mehreren Etappen zur Verfügung gestellt werden. Bis Ende Jahr will der Bundesrat Einzelheiten dieser Landabtretung geklärt haben. Danach wird das Geschäft dem Parlament zugestellt.
Für den künftigen zivilen Flugbetrieb in Dübendorf will der Bundesrat Vertragsverhandlungen mit einer privaten Organisation aufnehmen. Dabei handelt es sich um das Konsortium Flugplatz Dübendorf AG, das eine der beiden eingegangenen Bewerbungen für die zivile Nutzung eingereicht hatte.
Das Dübendorfer Flugfeld soll vor allem für Geschäftsfliegerei, Leichtaviatik und Werkflüge genutzt werden. Charter- und Linienflüge sollen nicht möglich sein. Vorgesehen ist, das Flugfeld mit Bundesbasis 30 Jahre lang zu betreiben. Die Armee und die Rettungsflugwacht Rega sollen in Dübendorf stationiert bleiben.
Nach dem Auslaufen der 30-jährigen zivilen Betriebsbewilligung kann erneut über die Nutzung des Flugfeldes in Dübendorf entschieden werden. Möglich wäre es, den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten oder das Flugfeld anderweitig zu verwenden.
Leer ausgegangen ist die zweite Bewerberin, die Topmotion GmbH von Kurt Waldmeier, dem CEO des auf dem Flugplatz beheimateten Air Force Center. Er wollte in Dübendorf vor allem Flugunterhaltsbetriebe ansiedeln und Rundflüge mit historischen Maschinen anbieten.
Das Verteidigungsdepartement entschied im November 2013, die Piste in Dübendorf nicht mehr weiter zu betreiben und sich auf eine Helikopterbasis im Norden des Flughafengeländes zurückziehen zu wollen. Bis der zivile Flugbetrieb in einigen Jahren anlaufen kann, wird das VBS den Betrieb des Flugplatzes sicherstellen. (wst/aeg/sda)