Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03611.jsonl.gz/921

Ist es für die Schweiz wirklich ein Problem, wenn Tieflohnarbeitsplätze, welche ohnehin meist durch ausländische Arbeitskräfte besetzt werden, ins Ausland abwandern? Wo aus regionalpolitischen (schwache Wirtschaftsregionen) oder volkswirtschaftlichen Gründen (zum Beispiel Landwirtschaft) kein Mindestlohn bezahlt werden kann, muss ein offizieller 2. Arbeitsmarkt etabliert werden. Die Arbeitgeber müssen jene Beschäftigten bei einer staatlichen Stelle anmelden, für die sie keinen Mindestlohn zahlen können. Die Sozialversicherungen prüfen diese Gesuche und zahlen die Differenz zum Mindestlohn direkt an die betroffenen Arbeitnehmenden aus.
Sollen PartnerInnen verpflichtet werden, für den Lebensunterhalt eines Arbeitnehmenden teilweise aufzukommen? Wollen wir Löhne aufgrund des Haushaltstatus eines Arbeitnehmenden?
Wo Mindestlöhne in der Binnenwirtschaft bestehen, kann nicht ausgewichen werden. Sofern die Arbeitsplätze wirklich nötig sind, können gestiegene Lohnkosten auf die Preise überwälzt werden.
Auch mit erwerbsabhängigen Steuergutschriften subventionieren wir Arbeitgeber, die sehr wohl in der Lage sind, höhere Löhne zu bezahlen.