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Der vorliegende Artikel beleuchtet drei Aspekte einer umfassenden Literaturanalyse zur alpwirtschaftlichen Nutztierhaltung: die Auswirkungen der Sömmerung auf die Tiere, die Eignung der Tiere für die Sömmerung und Alternativen zur Milchviehsömmerung. Die Bedingungen auf den Alpweiden führen bei Milchkühen zu einem Energiedefizit, welches in erster Linie einen Rückgang der Milchleistung zur Folge hat. Beim Jung- und Mastvieh folgt nach der Alpung meist kompensatorisches Wachstum. Ausserdem konnte bei Aufzuchtrindern eine erhöhte Milchleistung in der ersten Laktation nachgewiesen werden. Eine mögliche Alternative zur Milchviehsömmerung stellt die Alpung von Mutterkühen dar. Hier ist die dem Standort angepasste Wahl der Rasse entscheidend. In den Bereichen Mischweidesysteme und bei den lokal angepassten Rassen besteht im Hinblick auf eine bessere Nutzung von Alpweiden noch Potenzial. Dazu fehlen bisher allerdings gezielte Untersuchungen.
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.