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Das BAZL genehmigte die vom Flughafen Zürich beantragten Südanflüge deshalb am 24. Juni 2003 aufgrund einer ersten Sicherheitsabklärung, während die von Skyguide durchgeführte Sicherheitsüberprüfung noch im Gang war. Die definitive Freigabe machte das BAZL von weiteren Abklärungen abhängig. Im Auftrag des Sicherheitsdelegierten des Eidg. Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat Ende September ein spezialisiertes englisches Unternehmen untersucht, ob die Sicherheitsüberprüfungen nach den massgeblichen Normen der internationalen Zivilluftfahrt erfolgt sind.Sämtliche Abklärungen kommen nun zum Schluss, dass die Südanflüge sicher durchführbar sind. Voraussetzung ist jedoch, dass flankierende Massnahmen getroffen werden. Das BAZL und Skyguide definierten rund drei Dutzend solcher Massnahmen. Die Gewichtigste ist die Sperrung des Luftraumes in den südlichen Anflugsektoren des Flughafens Zürich für den Sichtflugverkehr - zumeist Kleinflugzeuge - während den Sperrzeiten der deutschen Verordnung. Dadurch lassen sich gefährliche Situationen durch unbeabsichtigt oder unbewilligt in die Kontrollzone einfliegende Maschinen, die im Sichtflug unterwegs sind, vermeiden. Eine andere Massnahme sieht eine Ausbildung für Sichtflug-Piloten vor.
Weitere Massnahmen beinhalten erweiterte, regelmässige Trainings für Fluglotsen und Piloten, eine intensive Information der Piloten sowie eine verstärkte Koordination der zivilen und militärischen Flugsicherung. Der topografisch speziellen Situation des Südanflugs und der relativen Nähe zu den Alpen wird mit einem Warnsystem bei Skyguide Rechnung getragen. Dieses System alarmiert die Lotsen automatisch, wenn ein Flugzeug einen bestimmten Abstand zu Bergen, aber auch zum Boden, unterschreitet.
Südanflüge erfolgen ab dem 30. Oktober morgens von 6 bis 7 Uhr unter der Woche und von 6 bis 9 Uhr an Wochenenden sowie Feiertagen. Landungen von Osten auf die Piste 28 finden abends ab 21 Uhr an Wochentagen und ab 20 Uhr an Wochenenden statt. Während diesen Zeiten untersagt die deutsche Verordnung die Benutzung des süddeutschen Luftraumes für Anflüge auf den Flughafen Zürich. Pro Tag ist durchschnittlich mit 20 (unter der Woche) bis 65 (am Wochende) Süd- und 6 bis 28 Ostanflügen zu rechnen. Bei schlechtem Wetter ist es weiterhin möglich, auch während den Sperrzeiten auf die mit Instrumentenlandesystemen ausgerüsteten Nordpisten zu landen.