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Mahdi Fleifel, 1979 in Dubai geboren, wuchs im Flüchtlingslager Ain el-Helweh im Libanon auf. Er verliess das Camp Richtung Dänemark und absolvierte in London die National Film and Television
School, die er 2009 abschloss. 2016 erhielt Fleifel an den Winterthurer Kurzfilmtagen den Hauptpreis für seinen jüngsten Film A MAN RETURNED (2016) Seit Jahren begleitet der Regisseur seine
Jugendfreunde mit der Videokamera im Stil des cinéma direct, der eine unmittelbare Nähe zu den Protagonisten und deren Lebensumständen möglich macht.
XENOS, Film
2010 flüchtet der Palästinenser Abu Eyad zusammen mit Anderen aus dem größten palästinensischen Flüchtlingslager im Libanon, Ain el-Helweh. Ihr Sehnsuchtsort heißt Europa. Mit Hilfe von
Schmugglern fliehen sie über Syrien und die Türkei nach Griechenland, für sie Projektionsfläche und Schlaraffenland in einem. Doch Griechenland steckt in einer schweren ökonomischen, politischen
und sozialen Krise, und ihre Träume ersticken schnell in einer brutalen Realität, die nur ein Leben von der Hand in den Mund gewährt. Die jungen Flüchtlinge haben keinerlei Zugang zu einem
besseren Leben und fristen ihr Dasein in einem Paralleluniversum. Sie nehmen Drogen, um der Langeweile und dem Nichts zu entfliehen. Das Geld dafür verdienen sie auf dem Strich. Männer und Frauen
werden gleichermaßen bedient. Nur für sie selbst bleibt viel zu wenig.
Regisseur Mahdi Fleifel gibt einen intensiven Einblick in Realität und Alltag der Flüchtlinge. 2013 präsentierte er in der Berlinale-Sektion Panorama seinen Film A World Not
Ours, der Abu Eyads Leben im Flüchtlingslager zeigte. Jetzt ist Abu Eyad geflüchtet, und seine Träume sind zu Alpträumen geworden.