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Mit Brillengläsern können, wegen der unregelmässigen Hornhaut, ab einem gewissen Wachstumsgrad des Keratokonus keine Sehverbesserungen mehr erzielt werden. Dann ist das wichtigste Hilfsmittel die spezielle formstabile Keratokonus-Kontaktlinse.
Wenn der Keratokonus fortschreitet, wird das Sehen auch mit Kontaktlinsen immer schlechter. Bei ca. 10-20% (Tendenz fallend) der Betroffenen muss im letzten Stadium (Grad 4) des Keratokonus die Hornhaut transplantiert werden, um den Betroffenen wieder zu einer normalen Sehschärfe zu verhelfen. Allerdings benötigt fast jeder Transplantierte (96%) nach einer Hornhauttransplantation wieder eine Sehhilfe, meistens formstabile spezielle Kontaktlinsen.
Keratokonus ist eine fortschreitende, nicht entzündliche, manchmal erblich bedingte, häufig in Schüben verlaufende, meist beidseitige Sehschädigung. Bei dieser Erkrankung verdünnt sich die Hornhaut und wölbt sich kegelförmig vor, so dass es zu starkem Sehschärfenverlust mit Sehstörungen in der Nähe und der Ferne kommt (Blendungen, Kontrastminderung, Doppelbilder). Der steilste Punkt der Vorwölbung wird Apex genannt.Die genaueren Ursachen der Erkrankung sind bis heute noch nicht exakt geklärt. Neben der Vererbung werden Veränderungen im Hornhautstoffwechsel (insbesondere der Kollagene, Enzyme, Proteine) diskutiert. Das Gen, oder die Gene, welche genau für den KK verantwortlich sind, wurden noch nicht gefunden.