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SAN JOSÉ - USA - Im Prozess zwischen Apple und Samsung verraten beide Konzerne Firmengeheimnisse. Das könnte sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirken.
Riskante Enthüllungen
Apple-Designer Christopher Stringer zeigte gleich zu Beginn über 40 Fotos von iPhone- und iPad-Prototypen, um den Gestaltungsprozess der Geräte zu erklären. Dabei enthüllte er auch, dass die Designs von einem Team von nur 15 Personen entwickelt würden. Von Samsungs Seite sickerte durch, dass der Konzern an einem grösseren Tablet arbeite, welches das iPad 3 in der Bildschirmauflösung aussteche.
Enthüllungen wie diese sind für die beiden Konkurrenten sehr riskant. Kunden, die eigentlich ein neues Gerät kaufen wollten, könnten einen Rückzieher machen. Weil sie den verbesserten Nachfolger abwarten wollen. Apple-Chef Tim Cook machte kürzlich ähnliche Gerüchte dafür verantwortlich, dass der Rekordgewinn beim iPhone 4s ausblieb.
«Leicht kopierbar»
Apples Anwalt Harold McElhinny verlas einen internen Bericht von Samsung, in dem es hiess, dass die Hardware Apples «leicht zu kopieren sei.» Samsungs Verteidiger Charles Verhoeven hielt dagegen, dass man sich wie andere Konkurrenten vom Apple-Design «inspirieren» liess. Apple könne «keine Rechtecke patentieren».
Der Prozess läuft noch mindestens einen Monat. Neun Geschworene entscheiden darüber, ob Samsung Apple wegen Ideenklaus mehr als 2,5 Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen muss. (sax)