Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03219.jsonl.gz/686

Der gebürtige Leipziger Michael Maul studierte in seiner Heimatstadt Musikwissenschaft, Journalistik und Betriebswirtschaftslehre, wurde 2006 mit einer Arbeit zur Barockoper in Leipzig (1693–1720) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promoviert und 2013 mit einer Monographie über die Geschichte des Leipziger Thomaskantorats an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg habilitiert. Die Arbeiten wurden mit dem Gerhart-Baumann-Preis für interdisziplinäre Literaturwissenschaft bzw. dem Förderpreis »Geisteswissenschaften International« der Fritz Thyssen Stiftung, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und des Auswärtigen Amtes ausgezeichnet.
Seit 2002 arbeitet Maul als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bach-Archiv. 2014 übernahm er ebenda die Leitung des Forschungsreferates I, betreute seit 2016 zudem als Dramaturg das vom Bach-Archiv im Auftrag der Stadt Leipzig veranstaltete Bachfest Leipzig und wurde 2018 zum Intendanten des Festivals ernannt. Er ist Mitglied im Vorstand der Neuen Bachgesellschaft und im Präsidium Mitteldeutsche Barockmusik e. V. Gastprofessuren führten ihn in den letzten Jahren an die Johns Hopkins University Baltimore und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Schlagzeilen machte Maul u.a. mit der Entdeckung der Arie Alles mit Gott und nichts ohn’ ihn BWV 1127 von Johann Sebastian Bach (2005) und seiner Rekonstruktion der frühen Telemann-Oper Germanicus.
Seine jüngst erschienenen Bücher „Bach. Eine Bildbiografie/A Pictorial Biography und J.S. Bach: „Wie wunderbar sind Deine Werke!“ sind Bestseller.