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Das geplante Freihandelsabkommen (BITA) zwischen Indienund der EU hat neuen Auftrieb bekommen. Der indische Bundesminister für Wirtschaft, Industrie und Textilien Anand Sharma traf gestern den EU-Handelskommissar Karel De Gucht in Brüssel, um den Status des Abkommens neu zu bewerten. Beide Seiten sagten, die Verhandlungen zeigten “gute Fortschritte” und stimmten einem Plan zu, nach dem die Verhandlungen bis Oktober/November dieses Jahres abgeschlossen sein sollen.
Das Treffen von Sharma und De Gucht folgte einem gestrigen Treffen des indischen Handelsministers S. R. Rao mit Hauptverhandlungspartnern beider Seiten. Dieses läutete die 15. Runde von Verhandlungen ein, die bereits seit 2007 dauern. Das Abkommen wird von beiden Seiten als “im aktuellen wirtschaftlichen Klima besonders wichtig” beschrieben und würde dem indisch-europäischen Handel wichtigen Auftrieb geben.
Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Europa und Indien erreichte 2011 rund 86 Milliarden Euro, und Europa ist der wichtigste Handelspartner für Indien. Nach Einschätzungen von Experten würde ein Freihandelsabkommen mit der EU weitere 2,4 Milliarden Euro im Textil- und Bekleidungshandel für Indien bedeuten. Im Jahr 2011 stiegen die Textilimporte der EU aus Indien bereits um 6,4% auf rund 2,5 Milliarden Euro und die Importe von Kleidung aus Indien stieg um 13,1% auf 5,1 Milliarden Euro an.