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Diese 2 Videos zeigen deutlich die Unterschiede im Bau und im Fell. Auch die Anlagen sind anders und die Art zu sein. Da die Modernen Barbets in den 80ern von Herr Hermans kreiert worden sind aus Lynx und Serynoir, die waren aus dem Tierheim und mit Pudel und PWD, in sehr enger Zucht (Geschwisterverpaarung/Eltern-Kind Verpaarung) haben sie gar kein Barbet drin. Somit können sie auch nicht auf einmal ein Barbet sein, ausser dem Namen nach, den er sich angeeignet hat.
Der Barbet ist ein Griffon Typ mit typischem Schnauz mit geraden Haaren. Auch die Kopfhaare sind nie so gelockt wie der Körper sein kann. Der Barbet hat kein "crepu" Haar, sehr klein gekraust und elastisch, was heisst, wenn man es drückt kommt es wieder hoch in seine ursprüngliche Position. Barbet Haar fällt.
Durch das systematische eliminieren des schon seltenen Griffon Typs und durch die Masse von Modern Barbet (Pudel sowie PWD sind nicht selten, somit hat man immer Gene für den Modern Barbet) haben Züchter, die sich um den wirklichen alten Barbet bemühen, einen schwierigen Stand. Politische Schachzüge, wie z.B. Zucht Verhinderung, Halbwahrheiten verbreiten und auch nur schon den Gebrauch von der Bezeichnung "Vieux Barbet" für eine Modern Barbet Zucht, erschweren die Arbeit für den Vieux Barbet und Neulingen zu verstehen was ein Barbet sein sollte.
Durch das Durchmischen dieser 2 "verschiedenen Rassen" tauchen in jedem Wurf mehr oder weniger häufig Merkmale von den benutzten Rassen auf. Das ist nun mal so, wichtig ist nur, welche Hunde werden dann weiter in der Zucht geraucht. Nur "Hübsch" reicht nicht um die Rasse zu erhalten. Den Standard verstehen und anwenden wäre wünschenswert.
20.11.2017 sehr lesenswert
Recherchen und Gedanken von Elaine Fichter
Dieser Text über die Geschichte des Barbet habe ich beim „Verein für französische Vorstehhunde“ gefunden:
Über die Herkunft des Barbets gibt es nur Spekulationen. Entweder kam er mit den maurischen Eroberern nach Spanien und
fand hier bei der Bevölkerung rasch Anklang oder portugiesische Seefahrer haben ihn aus einem nordischen Land, man
munkelt von Russland mitgebracht.
Wenn auch seine Herkunft im Dunklen liegt, seine jagdlichen Eigenschaften sind sehr gut, so dass er Urahne vieler heutiger
Jagdhunderassen war, wie z.B. DD, Pudelpointer, Griffon sowie dem Irischen Wasserspaniel.
1683 schreibt Selicourt über den Barbet. Anfangs des letzten Jahrhunderts war der Barbet überall in Europa verbreitet und
zwar da wo Wasserjagd ausgeübt wurde, er hatte auch verschiedene Namen wie Wasserpudel oder Schafspudel. Die Wasserarbeit
ist die Passion des Barbets. Ob es nun um das Stöbern im dichten Schilf, um das Verlorenbringen aus tiefem Schilfwasser geht, der
Barbet meistert die schwierigsten Bedingungen.
Eine weitere Charaktereigenschaft ist seine ständige Lernbereitschaft. Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts ließ in Frankreich das
Interesse nach dem Barbet nach, lange führte er ein vergessenes Leben, engagierte Züchter hatten aber ihren jagdlichen Barbet
über die Jahrzehnte auf einem bestimmten Label gehalten. 1970 schlossen sich diese Züchter zu einem neuen Verein zusammen.
Leider entspann sich über die Größe des Barbets ein sehr langer Streit, der erst nach 22 Jahren beendet werden konnte, mit dem
Ergebnis, dass man die Rasse Barbet nahezu kaputt gemacht hat. Man hat bewusst Pudel eingekreuzt, aus welchen Beweggründen
auch immer. Und man hat den Barbet aus der Gruppe der Vorstehhunde genommen und in die Gruppe der Wasserhunde getan.
Es wurde viel jagdliches Blut in diesen Jahren vernichtet. Ob sich dieser Barbet wieder erholen kann ist Aufgabe der europäischen Barbetvereine.
Irgendwo habe ich gelesen, dass die weite Verbreitung und auch die Vielseitigkeit, wie man den Barbet einsetzen konnte und kann,
mit einem ausgeprägten Spieltrieb zusammenhängen. Doch meine spielen gar nicht besonders gern. Ein Allrounder, Hund der Unterschicht, wo er als Wachhund, Treiber und Helfer auf der Jagd eingesetzt wurde. Heute sicher ein angenehmer Begleiter, der nicht aggressiv ist, was in unserer den Hunden gegenüber
schwierigen Gesellschaft, nur von Vorteil ist.
Wunderbar dieser geschichtliche Abriss nur in Bildern über den Barbet. So muss man sich die Bilder über die Rasse, wie sie war und heute auch noch gezüchtet wird, nicht in Kleinarbeit zusammen suchen. Danke Elaine Fichter für die Arbeit und das zur Verfügung stellen der Dokumentation. Eine Bereicherung für alle Barbet Liebhaber.
Vielen Dank an Petra Winterhalter mit ihrem Korrekturbüro Kommazwerg für diese grosse Arbeit mit der Übersetzung!!
.... was man nicht alles für den Barbet tut :-)
Hier eine Geschichte von einem Helden: der Barbet Moustache
(in Französisch)