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In der Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rats (WAK) gab es auch kritische Stimmen, wie aus einer Mitteilung vom Freitag, 27. Mai 2022, hervorging. Die WAK empfiehlt die Kapitalerhöhung an der MCH Group mit neun gegen drei Stimmen bei einer Enthaltung.
Die Mehrheit der WAK ist der Meinung, dass «die Unternehmensstrategie aussichtsreich ist und der notwendige Kulturwandel eingeleitet wurde». Die MCH Group sei «breit aufgestellt» und habe das Klumpenrisiko verringert, hielt die WAK fest.
Schon im Jahr 2020 hatte die MCH Group eine Kapitalerhöhung vorgenommen, damit nebst dem Kanton Basel-Stadt als Mehrheitsaktionär auch die Lupa Systems eingestiegen ist, die im Besitz von James Murdoch ist. Die erneute Kapitalerhöhung ist aus Sicht der WAK nötig, um zu «sicherstellen, dass die Sperrminorität von über einem Drittel der Kapitalanteile in öffentlicher Hand verbleibt».
Statuten der MCH Group könnten geändert werden
Die WAK sah sich vor der Entscheidung, ohne Kapitalerhöhung diese Sperrminorität zu verlieren. «Würde sich der Kanton nicht an der Kapitalerhöhung beteiligen, so bliebe er zwar zweitgrösster Aktionär, würde aber die Sperrminorität verlieren.»
Damit aber könnten die Statuten der MCH Group gegen den Willen des Kantons geändert werden. Diese Statuten sichern, dass grosse Messen und Kongresse in Basel abgehalten werden, die « insbesondere für die Gastronomie, Hotellerie, Detailhandel und viele KMU von grosser Bedeutung» sind, wie die WAK in der Mitteilung festhält.
Die WAK ist der Ansicht, dass die finanzielle Lage wegen des Corona-Virus geschehen sei: «Aufgrund der Pandemie hatte die MCH Group seit dem Einstieg von Lupa Systems keine Chance, sich finanziell zu stabilisieren.» Deshalb unterstützt die WAK mehrheitlich maximal 34 Millionen Franken der Regierung zur Verfügung zu stellen.
Nun muss noch der Grosse Rat über die Kapitalerhöhung des Kantons Basel-Stadt an der MCH Group befinden.