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«Vier ungerade Reihen, 37 Gesichter, die dem Objektiv des Fotografen zugewandt sind. Herbst 1958. Eine bretonische Bauernfamilie umgibt im Sonntagsgewand die Familienältesten. Auf dem Foto möchte man gut aussehen. Ein bescheidenes Leben, das man sich durch harte Arbeit redlich verdient hat». Das behauptet der Erzähler, der uns in die Augen sieht, zu Beginn des Films. Das Foto, das anlässlich der goldenen Hochzeit der Grosseltern des Regisseurs aufgenommen wurde, ist der Auslöser für Ordinary Landscape und Symbol einer inzwischen verschwundenen Lebensweise. Ausgehend von einem Gebiet, einem Raum, dessen Entwicklung mit dem Land und seiner Bewirtschaftung verbunden ist, wird eine Brücke zwischen 1958 und 2018 geschlagen, die der Film als Ausgangspunkt für den Versuch nutzt, ein gemeinsames Gedächtnis zu rekonstruieren. Den Anfang macht das Wort mit den in Satzfetzen geernteten Erzählungen von Bauern, die erst Landwirte, dann landwirtschaftliche Unternehmer wurden. Dann folgt das mit schwebender, sich suchend durch die verschiedenen Orte bewegender Kamera eigefangene Bild. Eine Spur? Eine Erinnerung? Wie ist es um unsere Verwurzelung mit der Erde bestellt, wenn ländliche Gebiete nicht mehr bewohnt, sondern durchquert werden?
Madeline Robert