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Den Kümmel findet man in Nord- und Mitteleuropa auf Magerwiesen und an Wegrändern bis auf eine Höhe von 2200 Metern über Meer. Er bevorzugt sonnige und trockene Standorte.
Herkunft des Namens
Der wissenschaftliche Name „Carum“ leitet sich aus dem arabischen „arwija“ ab, das im Altdeutschen zu „karvey“ wurde. Die Bezeichnung „Kümmel“ kommt vom assyrischen Wort „kamunu“ und bedeutet Mäusekraut oder vom hebräischen Wort „kammon“, das im lateinischen zu „cuminum“ wurde. Daraus entstand das deutsche Wort „Kümmel“.
Ausgewählte Besonderheiten
Aus fleischigen Blättern am Grund der Pflanze entwickelt der Kümmel feine Blätter, die zuoberst nur noch fadenscheinig erscheinen. Aus dem Schweren geht der Kümmel in eine Leichtigkeit über, sie unterstreicht diesen Prozess durch seine Blütenbildung zusätzlich. Döldchen setzen sich zu einer Dolde zusammen, die sich weiss und durchlüftet der Sonne zeigt. Als Gewürz ist der Kümmel bestens bekannt. Ein hoher Anteil an ätherischen Ölen und Harzen zeichnen ihn aus. Beide Substanzen sind gespeicherte Wärme, die nur durch intensive Sonnenbescheinung entstehen können.
Wenn unsere Verdauung gestört ist, wenn eine gewisse Leichtigkeit und die Wärme im Stoffwechsel fehlen, treten Symptome wie Blähungen, Verstopfung, Krämpfe und allgemeines Aufliegen der Nahrung auf. Hier kann der Kümmel mit seinem leichten Wesen und der gespeicherten Wärme eingreifen und unterstützen, Normalität herzustellen. Er regt die Verdauungssäfte an, wirkt blähungswidrig und allgemein krampflösend. Ob innerlich oder äusserlich angewendet, entfaltet der Kümmel seine wohltuende Wirkung.