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Was bedeuten Gefühle für die Entstehung und für die Lösung von Konflikten?
Erfolgreiche Kommunikation in Teams beinhaltet gute Konfliktklärung. Eine Basis für erfolgreiche Kommunikation ist die Empathie. Empathie heisst hier, ganz kurz: Die Gefühle des Gegenübers wirklich zu verstehen. Für das Herstellen von Empathie ist es also entscheidend, dass sich die Beteiligten offen zeigen und ihre wahren Gefühle preisgeben. „So fühle ich mich, so bin ich jetzt gerade.“
Damit Empathie entstehen kann, müssen jedoch „Pseudo-Gefühle“ von echten Gefühlen unterschieden werden. Pseudogefühle sind Aussagen, die als Gefühlsäusserung angekündigt werden, aber eigentlich Gedanken sind; Anklagen, Vorwürfe, Vergleiche usw. „Ich habe das Gefühl, ich werde hier gar nicht wirklich ernst genommen“ ist kein Gefühl, sondern ein Vorwurf. Eine Gefühlsäusserung wäre hingegen: „Ich bin hier ganz alleine mit meiner Meinung, fühle mich einsam.“ Solche echte Gefühlsäusserungen, die meist ohne grosse Erklärungen und Einleitung auskommen, machen es für das Gegenüber viel einfacher, empathisch zu reagieren.
Es sind natürlich feine, oft nicht einfach erkennbare Unterschiede zwischen echten Gefühlsäusserung und Pseudo-Gefühlen; aber in der Regel ist der Unterschied spürbar. Und er ist wichtig; er macht es aus, ob ein Gegenüber mit Empathie reagieren kann oder in den wenig hilfreichen Modus der Rechtfertigung geht.
Es sind diese subtilen Unterscheidungen, die Teammitglieder mit Kommunikationstechniken wie z.B. der gewaltfreien Kommunikation erlernen können, um die Kooperationsfähigkeit in Teams zu erhöhen.
Erfolgreiche Teams haben keine Angst vor Konflikten, sondern lösen echte Probleme schnell und konstruktiv.