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Finanzielle, personelle und materielle Ressourcen, die für eine Intervention eingesetzt werden (Kurz & Kubek 2018, 136).
⇢ vgl. auch Ressourcen
Interprofessionalität bedeutet, dass Fachleute aus unterschiedlichen Professionen koordiniert und zielgerichtet zusammenarbeiten (vgl. BAG 2017a) und die Blickwinkel der je anderen Professionen in ihre eigenen Konzepte miteinbeziehen (vgl. Aulbert 2000).
⇢ Interprofessionalität geht über Multiprofessionalität hinaus und beinhaltet eine gelebte Kooperation verschiedener Fachdisziplinen und Berufsgruppen auf Augenhöhe (Hirsmüller & Schröer 2014, 12).
Das Konzept der Intersektionalität untersucht, wie unterschiedliche Arten der Ungleichheit und Diskriminierung (z. B.hinsichtlich Bildung, Einkommen, Geschlecht, Hautfarbe, Migrationshintergrund, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität, Behinderung etc.) in einer Person zusammenwirken und individuelle Diskriminierungserfahrungen und Herausforderungen hervorbringen. In der Gesundheitsförderung und Prävention wird das Konzept angewendet, um Zielgruppen von Interventionen differenziert zu reflektieren und zu definieren. (Vgl. Lenz 2015)
Eingriff in ein sonst anders ablaufendes Geschehen (vgl. Trojan 2012). Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention sind fachlich begründete, systematische und idealerweise partizipativ gestaltete Prozesse zur Veränderung von strukturellen Gegebenheiten (Verhältnisse) sowie Kompetenzen und Verhaltensweisen von Menschen (Verhalten) mit dem Ziel, Gesundheit zu fördern und Krankheiten vorzubeugen.
Als Intervention kann eine Strategie, ein Programm, ein Projekt, ein Angebot, eine Dienstleistung oder eine Massnahme der Gesundheitsförderung und Prävention gelten.
Stress am Arbeitsplatz kann die Gesundheit und die Motivation der Erwerbstätigen gefährden. Aus diesem Grunde wurde der Job-Stress-Index entwickelt, er ist sowohl eine Messgrösse als auch die Bezeichnung für das alle zwei Jahre durchgeführte Monitoring (vgl. Igic et al. 2017a). Mit dem Job-Stress-Index als Messgrösse kann der arbeitsbedingte Stress gemessen werden. Er bildet das Verhältnis zwischen Stressoren (Zeitdruck, soziale Belastungen etc.) und Ressourcen (Handlungsspielraum, allgemeine Wertschätzung etc.) am Arbeitsplatz ab. Er berücksichtigt damit Arbeitsbedingungen, die durch Arbeitsgestaltungsmassnahmen beeinflussbar sind. Diese Messgrösse wurde von der Universität Bern im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz entwickelt. Der Job-Stress-Index als Monitoring beinhaltet einerseits die Messgrösse selbst, darüber hinaus aber auch die zwei Kennzahlen «Erschöpfungsrate» und «ökonomisches Potenzial», mit denen die Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit und die Produktivität von Erwerbstätigen abgebildet werden.
Ein kantonales Aktionsprogramm (KAP) ist eine vertragliche Zusammenarbeit im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention zwischen Gesundheitsförderung Schweiz und einem Kanton. Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt die Kantone dabei, sich für eine ausgewogene Ernährung, für regelmässige Bewegung und eine gute psychische Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen, älteren Menschen und ihren Angehörigen zu engagieren.
Der Kohärenzsinn ist ein zentrales Element der Salutogenese. Der Kohärenzsinn hilft den Menschen, die Zusammenhänge des Lebens zu verstehen (Verstehbarkeit), ihnen einen Sinn zu zuweisen (Sinnhaftigkeit) und dabei die Überzeugung zu gewinnen, das eigene Leben selbstkompetent gestalten zu können (Handhabbarkeit). (vgl. Habermann-Horstmeier 2017, 135; Antonovsky 1979))
Grad der Vielschichtigkeit, Vernetzung und Folgelastigkeit eines (sozialen) Systems in Bezug auf die Bewältigung spezifischer Aufgaben (vgl. Willke 2006).
⇢ In Abgrenzung zu komplizierten Systemen (z.B. technische Einrichtungen) sind komplexe Systeme, wie beispielsweise soziale Systeme, in ihrer Entwicklung nicht gänzlich berechenbar und vorhersehbar.
Vorübergehender Zusammenschluss mehrerer rechtlich und wirtschaftlich selbständig bleibender Partner und Organisationen zur zeitlich begrenzten Durchführung eines (vertraglich) vereinbarten Zwecks.
Rahmenbedingungen, in welche eine Intervention eingebettet ist und von welchen diese beeinflusst wird (politische, gesetzliche, soziale/kulturelle, ökonomische, ökologische und institutionelle Faktoren, Normen und Werte etc.) (vgl. Kolip et al. 2019).
Verbindliches Planungsdokument für eine Intervention (z.B. für ein Projekt oder Programm). Es enthält im Wesentlichen die Begründung für eine Intervention, beschreibt die Ziele und die Vorgehensweise, es hält fest, wie die Intervention organisiert und evaluiert werden soll und welche Ressourcen dafür notwendig sind (vgl. Kolip et al. 2019).
⇢ In Abgrenzung zu einer Projekt- oder Programmskizze, welche weniger umfassend, detailliert und verbindlich ist als ein Konzept.
Körperliche Gesundheit (und Krankheit) geht aus dem dynamischen Verhältnis von inneren (körperlichen und psychischen) und äusseren (sozialen und materiellen) Ressourcen und Belastungen hervor. Körperliche Gesundheit entsteht, wenn sich Ressourcen und Belastungen in einem bestimmten Bereich im Gleichgewicht befinden oder die Ressourcen stärker ausgeprägt sind als die Belastungen. (vgl. Weber et al. 2016a) Subjektiv kann körperliche Gesundheit als das Erleben eines körperlichen Wohlbefindens oder eines Gefühls körperlicher Stärke erfasst werden. (vgl. Faltermaier 2019) Die körperliche und die psychische Gesundheit beeinflussen sich wechselseitig - eine gute körperliche Gesundheit fördert die psychische Gesundheit und umgekehrt.
⇢ In Abgrenzung zur psychischen Gesundheit
Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Menschen benötigen, um mit altersgemässen Herausforderungen und Aufgaben des täglichen Lebens erfolgreich umzugehen. Die Lebenskompetenzen umfassen personale, soziale, kognitive und körperliche Kompetenzen. (Abderhalden und Jüngling 2019, 5)
⇢ Vgl. auch Gesundheitskompetenz.
Der Lebensphasenansatz berücksichtigt, dass definierte Altersabschnitte im Lebenslauf sowie spezifische Übergänge einen Einfluss auf die Gesundheit und das gesundheitsrelevante Verhalten ausüben können (Kolip, 2011), und dass sich die objektiven und subjektiven Bedürfnisse je nach Lebensphase eines Menschen unterscheiden. Entsprechend werden im Lebensphasenansatz die wichtigsten Multiplikatoren und Settings pro Altersgruppe, prioritäre und vulnerable Zielgruppen, besonders prägende Lebensabschnitte und Übergänge definiert. (vgl. Blaser & Amstad 2016a)
Ein Leistungsziel gibt an, welche Leistungen oder Produkte in welchem Umfang im Rahmen einer Intervention erbracht werden sollen (vgl. auch Output) (vgl. Kolip et al. 2019).
⇢ In Abgrenzung zu Wirkungsziel (vgl. Outcome).
Managementinstrument, welches Auftragsverständnis, Werte, Normen und andere handlungsleitende Prinzipien einer Organisation umschreibt und als Orientierung für alle nach innen und aussen gerichteten Aktivitäten dient.
Von Life-Domains-Balance wird gesprochen, wenn die unterschiedlichen Lebensbereiche wie Berufstätigkeiten, Familie, soziale Aktivitäten und Freizeit in einem guten Gleichgewicht stehen. Diese Domänen sollten sich nicht gegenseitig blockieren, sondern unterstützen. (vgl. Uhle & Treiler 2015, 523) Der Life-Domains-Balance Begriff löst den Begriff Work-Life-Balance aus den folgenden Gründen zunehmend ab: Work-Life-Balance ist insofern irreführend, als die Erwerbsarbeit Teil des Lebens und nicht ein dem Leben gegenübergestellter Bereich ist (vgl. Resch & Bamberg 2005). Ausserdem sind auch Tätigkeiten ausserhalb der Erwerbsarbeit als Arbeit anzuerkennen (z.B. Kindererziehung, Hausarbeit, Ehrenamt) (vgl. Ulich & Wiese 2011).
Eine Massnahme ist eine von einer Strategie abgeleitete konkrete Intervention mit festgelegten Terminen und Verantwortlichkeiten, welche der Erfüllung von definierten Zielen dient.
⇢ In Abgrenzung zu Strategie
Ereignisse von besonderer Bedeutung in einem Projekt oder Programm. Einerseits teilen sie den Projekt- oder Programmverlauf in überprüfbare Etappen mit Zwischenzielen und erleichtern damit sowohl die Planung als auch die Steuerung und Kontrolle (vgl. Gächter 2015). Andererseits sind Meilensteine oft mit wichtigen Entscheiden verbunden, z. B. im Rahmen des Vertragscontrollings.
Systematisiertes Verfahren zur Lösung einer Aufgabe oder zur Gewinnung von Erkenntnissen.
Der Migrationshintergrund bezieht sich auf eine Lebenssituation, die durch eine eigene oder die Migrationserfahrung enger Familienangehöriger geprägt ist (vgl. Schenk 2007 und Schenk et al. 2006, zit. in BAG 2016). Im Kontext der Gesundheitsförderung und Prävention meint die Berücksichtigung des Migrationshintergrundes,
Arbeiten, die über den Arbeitsplatz im Betrieb hinaus, an anderen Orten (z.B. zu Hause, unterwegs, im Coworking Space oder bei Kunden/Kundinnen) und zu anderen Zeiten als den Betriebszeiten erbracht werden können. (vgl. Blum-Rüegg 2018a)
Kontinuierliche oder periodische systematische Datenerfassung zu ausgewählten Indikatoren, um Entwicklungen in einem Themenfeld oder in Zusammenhang mit einer Intervention zu beobachten. Das Monitoring kann Indikatoren zum Kontext, zu eingesetzten Mitteln (Input), zu Massnahmen, zu Leistungen (Output) oder zu Wirkungen (Outcome und Impact) beinhalten.
⇢ In Abgrenzung zur Evaluation geht Monitoring nicht in die Tiefe und bewertet nicht.
Motivation bezeichnet allgemein die Bereitschaft, Zeit, Energie und Arbeit zu investieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen (Psychomeda 2021). Im Arbeitskontext bezeichnet (Arbeits-) Motivation die Bereitschaft von Mitarbeitenden, Zeit, Energie und Fähigkeiten zugunsten ihres Betriebs einzusetzen. Motivation kann eine Folge sein von Ressourcen am Arbeitsplatz (z.B. Arbeitszufriedenheit, Verbundenheit zum Unternehmen), sie kann aber durch das gleichzeitige Vorhandensein von Stressoren gesenkt werden. (vgl. Igic et al. 2017a; Krause, Basler & Bürki 2016a).
Multiplikation meint die Verbreitung bestehender Interventionen.
Multiplikatoren/Multiplikatorinnen können Berufsgruppen oder Institutionen sowie Angehörige einer Zielgruppe sein, welche die Etablierung von Massnahmen in der Praxis unterstützen, die Reichweite von Massnahmen erhöhen und die Nachhaltigkeit von Veränderungen massgeblich unterstützen können. (vgl. Fonds Gesundes Österreich 2019). Sie vermitteln Informationen, können nach einer entsprechenden Qualifizierung aber auch selber Inhalte umsetzen, beispielsweise Beratungen oder Kurse durchführen. (vgl. Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit 2017, 19)
Multiprofessionalität steht für eine (Team-)Konstellation, in der mehrere unterschiedliche Professionen vertreten sind.
⇢ In Abgrenzung zur Interprofessionalität erfordert Multiprofessionalität nicht zwingend eine Koordination.
Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. (United Nations 1987, zit in Trojan und Süss 2015). Im Gesundheitsbereich ist das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung eine optimale Ausbalancierung wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und gesundheitlicher Ziele.
Längerfristige Weiterführung von Aktivitäten bzw. Beständigkeit von Wirkungen über die Dauer einer Intervention hinaus. (vgl. Gollner et al. 2018, 413)
NCDs ist die Abkürzung für «noncommunicable diseases», zu Deutsch: nichtübertragbare Krankheiten. Beispiele für NCDs sind Herz-Kreislauferkrankungen, muskuloskelettale Erkrankungen, psychische Krankheiten, Krebs, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen.
Eine niederschwellige Arbeitsweise zeichnet sich dadurch aus, dass sie Zugangshürden aus Perspektive der Zielgruppen reflektiert; niederschwellige Angebote und Dienstleistungen sind so gestaltet, dass Zugangshürden möglichst vermieden oder geringgehalten werden. (Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit 2017, 27) Niederschwellige Angebote sind günstig, leicht zugänglich, verständlich, schnell anwendbar oder einfach handhabbar.
Ganz allgemein meint das ökonomische Potenzial die Wirkungskraft bzw. die Leistungsfähigkeit einer Wirtschaftseinheit (z. B. eines Staates) (vgl. Wirtschaftslexikon.co). Das ökonomische Potenzial als Kenngrösse im Monitoring Job-Stress-Index BGM beschreibt die Summe der gesundheitsbedingten Produktionsverluste, die den Schweizer Unternehmen aufgrund von Absentismus und Präsentismus (gemäss engerem Definitionsverständnis in diesem Glossar) entstehen und die potenziell hätten verhindert werden können, wenn alle Arbeitnehmenden ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Stressoren und Ressourcen am Arbeitsplatz gehabt hätten. (Igic et al. 2017a, 24)
Methodik, um komplexe Sachverhalte durch die Angabe von Indikatoren so zu konkretisieren, dass ihnen beobachtbare Ereignisse zugeordnet werden können (vgl. Univation Eval-Wiki). Bei der Operationalisierung von Zielen werden die Ziele durch die Angabe von einem oder mehreren Indikatoren und entsprechenden Sollwerten so präzisiert, dass die Zielerreichung messbar bzw. empirisch beurteilbar wird.
Ganzheitliches Konzept zur Veränderung einer Organisation (Strukturen, Prozesse, Organisationskultur). Es handelt sich zumeist um längerfristig angelegte Veränderungsprozesse, die extern begleitet werden. (vgl. Stangl 2019 sowie BMFSFJ 1999, 76)
Richtungweisende Charta, die an der ersten internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung 1986 in Ottawa verabschiedet wurde. Die Ottawa Charta ist eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Leitbilder in Public Health. Ihr Ziel ist eine Umorientierung im Gesundheitsbereich, weg von der Verhütung von Krankheiten hin zur Förderung von Gesundheit. Sie fordert, dass alle Politikbereiche in diese Umorientierung mit einbezogen werden. (vgl. Habermann-Horstmeier 2017, 136) (vgl. WHO 1986)
Veränderung, die durch eine Intervention in einem Setting oder bei Zielgruppen bewirkt wird.
⇢ in Abgrenzung zum Output (Leistungen) und Impact
Leistungen und Produkte, die durch eine Intervention erbracht oder erstellt werden (vgl. Fässler & Studer 2018). Oftmals wird auch die Nutzung der Leistungen durch die Zielgruppen resp. die Zielgruppenerreichung zum Output hinzugezählt (vgl. Kurz & Kubek 2018).
⇢ in Abgrenzung zum Outcome und Impact
Partizipation bedeutet die Einbeziehung von Individuen und Organisationen in Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse. Im Kontext der Gesundheitsförderung und Prävention meint Partizipation insbesondere den Einbezug von Anspruchs- und Zielgruppen in die Planung, Umsetzung und Evaluation von Interventionen, wobei unterschiedliche Partizipationsstufen mit steigender Mitbestimmung bis hin zu Selbstorganisation unterschieden werden können. (Vgl. Habermann-Horstmeier 2017; Wright 2010, Ischer & Saas 2019)
Konzept, welches sich mit der Entstehung und Entwicklung von Krankheiten beschäftigt. Es fokussiert auf die Bekämpfung von Krankheitsauslösern und Gesundheitsrisiken. (vgl. Franke 2015)
⇢ In Abgrenzung zu Salutogenese.
Der Begriff Policy steht für die inhaltliche Dimension der Politik. Der Begriff umschreibt die von den Entscheidungsträgern eines Politikbereichs (z. B. Gesundheit, Bildung) beschlossenen Ziele, Strategien und Massnahmen. Policy zielt auf ein umfassendes, koordiniertes und verbindliches Vorgehen hinsichtlich einer Problemlösung ab. (vgl. Weber et al. 2016a, 126)
siehe Healthy Body Image (HBI)
Wie Absentismus kann auch Präsentismus inhaltlich enger oder weiter gefasst werden. Ein engeres Verständnis meint die wiederholte Anwesenheit von Mitarbeitenden bei der Arbeit trotz nachweisbarer (physischer oder psychischer) Krankheit. Ein weiteres Verständnis umfasst auch Leistungseinbussen aufgrund eingeschränkter Motivation oder von Befindlichkeitsstörungen, die nicht als eigentliche Krankheit gelten (vgl. Henneberger & Gämperli 2014). Typische Folgen des Präsentismus sind: Die Konzentration lässt nach, die Fehleranfälligkeit steigt, die Unfallgefahr nimmt zu und die Leistungsfähigkeit nimmt ab (vgl. Uhle & Treiler 2015).
⇢ In Abgrenzung zu Absentismus
Interventionen, die dem Vermeiden des Eintretens oder des Ausbreitens einer Krankheit dienen. Präventive Massnahmen richten sich auf das Verhindern und Abwenden von Krankheitsrisiken. Die Prävention orientiert sich vom Grundsatz her am pathogenetischen Ansatz und beschäftigt sich mit der Frage «Was macht Menschen krank?» (vgl. Hurrelmann et al. 2018).
⇢ In Abgrenzung zu Gesundheitsförderung.
Der Job-Stress-Index BGM misst die Arbeitsleistung, die aufgrund von Absentismus und Präsentismus (gemäss engerem Definitionsverständnis in diesem Glossar) verlorengeht. Der Produktivitätsverlust wird in Arbeitszeit ausgewiesen. Dieser Begriff grenzt sich vom Produktionsverlust ab. Der Produktionsverlust beschreibt den Betrag (in CHF), der entsteht, wenn der gesundheitsbedingte Produktivitätsverlust mit dem individuellen Jahreslohn multipliziert wird. (Vgl. Igic et al. 2017a)
Aus einer übergeordneten Strategie abgeleitetes, zielgerichtetes, längerfristiges Vorhaben, das in der Regel aus mehreren untereinander koordinierten Projekten und zusätzlichen projektübergeordneten Massnahmen (z.B. Kommunikation, Vernetzung, Wissensmanagement, Programmevaluation) besteht (vgl. Kolip et al. 2019).
Zeitlich befristetes strukturiertes Vorhaben, um mit klar definierten Ressourcen (Personal, Finanzen, Infrastruktur) und geeigneten Massnahmen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt festgelegte Ziele zu erreichen.
⇢ In Abgrenzung zu Programm
Strukturierte Zusammenfassung der ersten Ideen und Abklärungen zu einem geplanten Projekt oder Programm. Diese enthält im Wesentlichen Hinweise zur Begründung, zu den Zielen, zur Vorgehensweise, zur Organisation und zu den Ressourcen. Eine Projekt- oder Programmskizze dient als Grundlage für den Entscheid, ob ein ausführliches Konzept ausgearbeitet werden soll.
Im Qualitätssystem quint-essenz In quint-essenz.ch bedeutet Projektstruktur die Organisationsstruktur eines Projekts bzw. Übersicht über die an einem Projekt beteiligten Akteure und deren projektbezogenen Rollen (Aufgaben und Kompetenzen).
Erwünschter Zustand, der durch ein Projekt oder Programm bis zu einem festgelegten Zeitpunkt erreicht werden soll. Bei Projekt- oder Programmzielen kann es sich um Leistungsziele (Output) oder um Wirkungsziele (Outcome) handeln.
⇢ In Abgrenzung zu Impact.
Qualität der Arbeitsabläufe im Hinblick auf die Erreichung von festgelegten Zielen.
⇢ In Abgrenzung zu Strukturqualität und zu Ergebnisqualität