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Oktober
Conference of the European Association of Asian Art and Archaeology (EAAA)
Online panels: 5th October – 30th November
This year, the EAAA will be hosting a number of online panels. The talks will begin on Tuesday, 5 October 2021 at 13:00 (CEST) and will take place at the same time each week until the last panel on 30 November 2021.
The topics of the panel discussions are diverse and cross-cultural as they discuss different aspects in different regions of Asia, hopefully contributing to a comprehensive understanding of the wider spread of certain ideas, notions and concepts. Broader topics include Buddhist art, painting, printing, photography, architecture, and iconography. Several panels also address the collecting and preservation of Asian art in museums around the world. Presentations will be given by senior and junior scholars and will provide a platform for the exchange of ideas between people with different approaches, experiences and backgrounds.
All panels and individual presentations were submitted for the 3rd EAAA conference, which was postponed to 2023 due to the Covid -19 pandemic. Many accepted applicants have agreed to present their research in a slightly different format as an EAAA online event. We are grateful to all for presenting their research at the online event.
To participate in the panels as a speaker and/or audience member, please register using the links provided with each weekly panel.
The full programme and links to register for attending can be found on the
EAAA website
Vortrag:
Texte und Illustrationen zu Grimm'schen Märchen in der Meiji- und Taishō-Zeit
Prof. Dr. Hiroko Nishiguchi (Waseda University)
Freitag, 1. Oktober 2021, 14:15–15:15
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In Japan erfreuen sich die Grimm’schen Märchen großer Beliebtheit. Heute gibt es neben zahlreichen Übersetzungen auch Mangas und andere kuriose Bearbeitungen. Jedoch begann die Geschichte derer Rezeption im Vergleich zu den europäischen Ländern sehr spät, erst in der Meiji-Zeit. In den frühen Übersetzungen findet man nicht nur in den Texten, sondern auch in den Illustrationen viele Modifikationen gegenüber dem Ursprungstext. Wegen der ca. 200-jährigen Abschottungspolitik fehlten Kenntnisse vom Ausland. Dies machte nach der Öffnung des Landes die Begegnungen mit den westlichen Kulturen ausgesprochen spannend; außerdem war das Verlangen nach westlichem Wissen groß. Folglich entstanden sowohl im technischen als auch im kulturellen Bereich viele Übersetzungen.
Im Vortrag wird auf die frühen Illustrationen aus der Meiji- und Taishō- Zeit (1912–1926) fokussiert, weil in diesem Zeitraum die interessantesten bildlichen Darstellungen geschaffen wurden.
Die frühen Illustrationen sind entweder japanisch oder europäisch geprägt. In den japanisch geprägten Illustrationen tragen die Figuren im Text und Bild Kimono, statt im Bett schläft man im Futon, die Kapelle verwandelt sich in einen Tempel, statt Fleisch werden Fische gegessen usw. Bei vielen europäisch geprägten Illustrationen dagegen sind Einflüsse von westlichen Vorlagen unübersehbar. Oft lassen die beeinflussten Illustrationen sogar den Ursprungstext für die Übersetzung erkennen. Jedoch waren solche Bilder meistens keine reinen Nachahmungen. Es sind auch etliche Anwendungstechniken der japanischen Illustratoren zu sehen.
Hiroko Nishiguchi ist Professorin für Deutsch in der School of Creative Science and Engineering an der Waseda University. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Märchenforschung, insbesondere die Märchen der Brüder Grimm. August 2019: Differenzen zwischen der literarischen Vorlage von Johanna Spyri und dem Anime Heidi. Schweizerischer Roman, japanischer Anime und dessen deutsche Übertragung. Beitrag für das Internationales Symposium »Heidi from Japan: Anime, Narratives, and Swiss Receptions« (29.–31. August 2019). (voraussichtliche Veröffentlichung 2021)
Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.
Bei Fragen bitte die Abteilung Kunstgeschichte Ostasiens kontaktieren: <email-pii>
Dieser Anlass wird von der European Association for Asian Art and Archaeology unterstützt.
Juni
Lecture:
Schweiz-Japan: Vom Beginn gegenseitiger Beobachtung zur Partnerschaft, bilateral und international
Prof. Dr. phil. Patrick Ziltener (University of Zurich)
Wednesday, 30th June 2021, 18:15–19:30
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Der Beginn der gegenseitigen Beobachtung beginnt mit einem Paukenschlag im Jahr 1586, mit der Japan-Karte des Luzerner Stadtschreibers Renward Cysat. Schon vor der Etablierung offizieller Beziehungen erreichten Schweizer Japan und dann auch Japaner die Schweiz. Immer wieder gab es kulturellen Bezug aufeinander, seien es japanische Themen im Schweizer Barocktheater, die Schwyzer Japanesenspiele, Schweizer Kriegsbeobachter und Diplomaten, Jesuiten und Missionare in Japan, die Iwakura-Mission in der Schweiz, die Helvetiahütte auf Hokkaido oder die Heidi-Cartoonserie. Der Vortrag schlägt einen weiten Bogen vom 16. Jahrhundert in die Gegenwart und beschreibt die zahlreichen direkten und indirekten Berührungspunkte zwischen den beiden Ländern, in Diplomatie, Politik und Kultur.
Patrick Ziltener, Titularprofessor an der Universität Zürich, arbeitete nach mehreren Studien- und Forschungsaufenthalten in Japan von 2006 bis 2009 als Länderbeauftragter für Japan im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Abteilung Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen Asien/Ozeanien, Bern, und führte dort das Sekretariat der Verhandlungen über das Freihandels- und wirtschaftliche Partnerschaftsabkommen Schweiz – Japan. Er hat an verschiedenen Institutionen aktiv gelehrt, u.a. an der Universität Zürich und der Universität St. Gallen. Besonders hervorzuheben unter seinen zahlreichen Publikationen ist das zweibändige Handbuch Schweiz – Japan – Manuel des Relations Nippo-Suisses: Diplomatie und Politik, Wirtschaft und Geschichte, Wissenschaft und Kultur: Texte, Dokumente und Bilder aus 400 Jahren gegenseitiger Beobachtung, Austausch und Kooperation.
Herr Prof. Ziltener has generously given us three sets of the two-volume handbook that we in turn will give to three members of the Zoom audience.
This lecture will be held in German.
This event is organised by the Schweizerisch-Japanische Gesellschaft (SJG).
Lecture:
Durch Wind und Wetter: Stilistische und thematische Turbulenzen im Frühwerk Suzuki Harunobus (1760–1765)
Sabine Bradel, Ph.D. Candidate (University of Zurich)
Wednesday, 9th June 2021, 18:00–19:00
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Die drucktechnische Entwicklung des vollfarbigen «Brokatdrucks» im Jahreswechsel 1764/65 revolutionierte nicht nur den Farbholzschnitt der Edo-Zeit (1615–1868), sondern katapultierte den bis dahin weitgehend unbekannten Suzuki Harunobu (1725?–1770) an die Spitze des Holzschnittmarkts. Auch heute noch gelten seine Präsentationen jugendlicher Schönheiten vor aufwändig ausgestalteten und atmosphärisch aufgeladenen Hintergrundillustrationen als Höhepunkte ihrer Epoche.
Dass Harunobus künstlerische Anfänge in Darstellungen populärer Kabuki-Schauspieler und in monochromen Illustrationen didaktischer Frauenbildungsbücher liegen, ist ausserhalb von Kennerkreisen weniger bekannt. Im Vortrag wird anhand zweier repräsentativer Beispiele aus der Zeit vor der Brokatdruckentwicklung aufgezeigt werden, wie sich Harunobu in seinem Frühwerk je nach Themenkomplex und Zielpublikum an unterschiedlichen Vorgängern orientierte und sich deren stilistische und kompositorische Eigenschaften aneignete. Durch das Zusammenfügen dieser Eigenschaften zu innovativen Eigenkompositionen gelang es ihm, nicht nur sein Publikum zu verzaubern, sondern auch seine einstigen Rivalen zu überflügeln.
This lecture will be held in German.
This event is organised by the Schweizerisch-Japanische Gesellschaft (SJG).
Mai
Public lecture:
Ddakjibon und die kulturelle Hybridität der koreanischen Moderne
Kim Sung-hwa, Ph.D. (Hankuk University of Foreign Studies)
Wednesday, 26th May 2021, 10:00–11:00
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Das »Ddakjibon« bezeichnet eine Art populären Lesestoff in der koreanischen Moderne, die mit buntem Buchumschlag nach Einführung der modernen Drucktechnik um 1900 erschien. Die mit der erzwungenen Öffnung der Häfen 1876 beginnende koreanische Moderne war ein Feld der kulturellen Hegemonie, auf dem die unterschiedlichen Kulturen sich begegneten, zusammenstießen und verschmolzen: Die Kulturtradition aus der Joseon-Zeit (1392-1910), die seit Ende 19. Jahrhunderts von den Missionaren eingeführte Kultur des Westens und die japanische Kultur bzw. die durch Japan rezipierte westliche Kultur in der japanischen Kolonialzeit (1910–1945) bildeten eine hybride Kultur durch Aufnahme, Vermischung und Exklusion.
Als ›ein Produkt der Moderne‹ und zugleich als ›ein Diskurs über die Moderne‹ artikuliert das Ddakjibon in Hinblick auf die Materialität und die Narrativität die kulturelle Hybridität der koreanischen Moderne. Unter den technischen und sozialen Verhältnissen des Jahrhundertwechsels um 1900 zeigt der Publikations-, Distributions- und Konsumprozess des Ddakjibons die Entstehung des modernen Lesepublikums und die Verbreitung der Lesekultur. Neben den technischen und sozialen Faktoren ist die Popularität der Ddakjibons durch die Attraktivität seines spezifischen sprachlichen-graphischen Erzählens zu erklären, welches bei der Lektüre als eine entscheidende Motivation fungiert: Die genrespezifischen Erzählmuster in Liebesromanen, Heldenromanen etc. und die bunten Cover-Illustrationen reflektieren die Vorstellungen, die Erlebnisse und Sehnsüchte hinsichtlich der ›Moderne‹.
This lecture will be held in German.
For questions, please contact the Section for East Asian Art History: <email-pii>
This event is supported by the European Association for Asian Art and Archaeology.
Guest speaker presentation:
The Kabuki Theater and Yakusha-e Woodblock Prints
Prof. Dr. Ryo Akama (Ritsumeikan University)
Friday, 7th May 2021, 12:15
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The session is sponsored by the Section for East Asian Art History at the University of Zurich. The session coincides with the Vorlesung lecture series: Kabuki and the Arts of Japan. We gratefully acknowledge the kind cooperation of Prof Akama and the Art Research Center at the Ritsumeikan University.
This lecture will be held in English.
Thematic talk:
Communing with Nature: The Art of Hirosi Ōnishi
Prof. Dr. Hans Bjarne Thomsen (University of Zurich),
Sabine Bradel, PhD Candidate (University of Zurich)
and Martina Ōnishi
Saturday, 1st May 2021, 15:00
Stadthausquai 11-13
8001 Zurich
The talk is held in connection with the exhibition Hiroshi Ōnishi – Bluescapes. For the full programme details, please see the attached invitation.
For reservations or questions, please contact Escapement Art (<email-pii>)
This lecture will be held in English.
International symposium
International symposium
Exhibiting Japan Overseas: Overseas Contexts and Japan's Contexts
29th March 2021
See full details here
März
Public lecture
“Information of all kinds given free to Japanese Gentlemen”: Schweizerisch-Japanische Beziehungen zwischen Diplomatie und transnationalen Netzwerk
Prof. Dr. Madeleine Herren (Universität Basel)
Wednesday, 17th March 2021, 18:00–19:00
Online lecture (Zoom)Join
SDie frühe Institutionalisierung der schweizerisch-japanischen Beziehungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägt die Geschichte der schweizerischen Diplomatie und stellt diese in einen globalen Kontext. Dabei lässt sich zeigen, dass sich während des Zweiten Weltkriegs die schweizerischen Kontakte in Asien nochmals intensivierten und vervielfältigten und zwar nicht zuletzt durch die zahlreichen Mandate, welche die Schweiz im Rahmen der sogenannten «Guten Dienste» übernahm. Zu diesen gehörte auch die Vermittlung der Kapitulationsbedingungen zwischen Japan und den Alliierten, die über die diplomatischen Kanäle im Bundeshaus in Bern finalisiert wurden. Diese vielschichtigen Aktivitäten bedingten allerdings ein Netzwerk bereits bestehender informeller Beziehungen sowohl in Japan als auch in der Schweiz. Es soll dargelegt werden, wie sich derartige Netzwerke entwickelten, und welche Rolle der Völkerbund in Genf sowie die Expat-Communities Ostasiens spielten.
Dieser Anlass wird von der Schweizerisch-Japanische Gesellschaft finanziert. Der Vortrag wird auf Deutsch gehalten.
For questions, please contact the Section for East Asian Art History: <email-pii>