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Urbanyl gehört zu den Benzodiazepinen und ist ein Arzneimittel, das im Gehirn wirksam ist und zur Behandlung von Angstzuständen sowie als Zusatzbehandlung bei Epilepsie verwendet wird.
Urbanyl darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.
Während der gesamten Behandlungsdauer keinen Alkohol und keine alkoholischen Getränke konsumieren.
Urbanyl darf nicht angewendet werden bei:
Benzodiazepine sollen an Kinder nur nach sorgfältiger Abklärung (an Kinder unter 3 Jahre nur in zwingenden Fällen) verabreicht werden.
Urbanyl kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!
Die Einnahme von Urbanyl kann - wie bei allen benzodiazepinhaltigen Präparaten - zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) und bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenabhängigkeit in der Anamnese auftreten und hat nach abruptem Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge.
Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der Regel erst nach 2-3 Wochen ab. Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Nehmen Sie Urbanyl nur auf Anordnung des Arztes bzw. der Ärztin ein.
Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosis.
Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss.
Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als 4 Wochen) darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen.
Bei Patienten oder Patientinnen mit akuten oder chronischen Atemstörungen, vorbestehender Muskelschwäche, Gang- oder Bewegungsunsicherheit infolge von Erkrankungen im Rückenmark oder Gehirn, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen ist eine spezielle Funktionsüberwachung und eventuel eine Dosisreduktion erforderlich.
Bei älteren Patienten kann die Anfälligkeit für Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, Benommenheit und Muskelschwäche erhöht sein, was mit einem erhöhten Risiko einhergeht, zu stürzen und sich dabei schwere Verletzungen zuzuziehen. Es kann sich als notwendig erweisen, die Behandlung mit einer verringerten Dosis zu beginnen und später die Dosis allmählich zu steigern. Dies muss unbedingt unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Wenn Sie bereits Arzneimittel gegen Depressionen, gegen Schmerzen oder Schlafmittel einnehmen, resp. Arzneimittel zur Muskelrelaxation, gegen überschüssige Magensäure oder gegen Magengeschwüre (mit dem Wirkstoff Cimetidin) oder Arzneimittel gegen Epilepsie verwenden, so müssen Sie dies Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, denn diese Arzneimittel können die Wirkung von Urbanyl verstärken.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
Urbanyl sollte während einer Schwangerschaft grundsätzlich nicht eingenommen werden, vor allem nicht während dem ersten Drittel der Schwangerschaft. Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, dürfen Sie Urbanyl nur einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es als unerlässlich beurteilt und er es Ihnen ausdrücklich verschreibt.
Urbanyl darf in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.
Die Urbanyl-Tabletten müssen gemäss Vorschrift Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin 2 oder 3× täglich mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Wahlweise können die Tabletten auch zerkleinert und vermischt mit Apfelmus eingenommen werden.
Die 10-mg-Tabletten können in zwei gleiche Hälften zu je 5 mg aufgeteilt werden.
Urbanyl kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Halten Sie sich striktan die vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosierung.Wenn Sie die Einnahme vergessen oder zuviel davon eingenommen haben, so informieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung von Urbanyl. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Urbanyl auftreten:
Sedation, welche zu Müdigkeit und Schläfrigkeit führen kann, besonders bei hoher Dosierung und zu Behandlungsbeginn; Verlangsamung der Reaktion; Schlaftrunkenheit, Verwirrtheit, Gemütsverstimmung, Bewusstseinsstörungen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Verstopfung, Appetitverlust, Übelkeit, Schwindelgefühl, Muskelschwäche, Koordinationsstörungen oder ein feines Zittern der Finger; Sprachstörungen, Unsicherheit des Ganges und anderer motorischer Funktionen, Sehstörungen (Doppeltsehen, Augenzittern), Gewichtszunahme und Libidoverlust; Hautreaktionen, wie Ausschlag, Jucken.
Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn eine Arzneimittelnebenwirkung auftritt.
Selten kann insbesondere bei älteren Patienten und Patientinnen und auch bei Kindern eine gegenteilige Wirkung zur gewünschten eintreten (Schlafstörungen, Angstgefühl, Reizbarkeit, Halluzinationen, Wahnideen, Psychosen). Informieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Er/Sie wird die Behandlung abbrechen und Ihnen möglicherweise eine andere Behandlung verordnen.
Ferner können Bewusstseinsstörungen, Atmungsstörungen, sowie Erinnerungslücken, welche sich beispielsweise in unpassendem Verhalten äussern, auftreten. Toleranz und Abhängigkeit können sich entwickeln und ein abruptes Absetzen kann zu Entzugssymptomen führen.
In sehr seltenen Fällen können schwerwiegende Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse), mit bisweilen letalem Ausgang, auftreten. Die Patienten müssen zunächst den Arzt konsultieren, um zu entscheiden, ob die Behandlung aufgrund eines Entzugssyndroms abgebrochen werden muss. Die Anwendung von Urbanyl sollte nicht mehr erwogen und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Tablette (mit Bruchrille) enthält 10 mg Clobazam als Wirkstoff sowie Hilfsstoffe.
41383 (Swissmedic).
In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.
Packungen mit 30 Tabletten (mit Bruchrille).
sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE.
Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.