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Lewis stellt in «Die böse Macht» meisterhaft dar, wie in Union von Wissenschaft und Staat eine utopische Umkrempelung der Welt vorangetrieben wird. Ich zitiere aus dem vierten Abschnitt.
Die umstrittenste Frage bei der Sitzung des Kollegiums war der Verkauf des Bragdon-Waldes. Käufer war das N.I.C.E., das ›National Institute of Co-ordinated Experiments‹. Diese bemerkenswerte Organisation suchte ein Grundstück für das Gebäude, das sie angemessen beherbergen sollte. Das N.I.C.E. war die erste Frucht jener konstruktiven Verbindung zwischen Staat und Wissenschaft, auf die so viele nachdenkliche Menschen ihre Hoffnungen auf eine bessere Welt setzen. Es sollte frei sein von möglichst allen lästigen Einschränkungen – Bürokratismus war der Ausdruck, den seine Anhänger gebrauchten –, die die Forschung in diesem Lande bisher gehemmt hatten.
Die beiden säkularen Ersatzgötter Staat und Wissenschaft werden von Lewis in einem Atemzug genannt. Zudem wird klar: Kein Mensch lebt ohne Hoffnung. Die Frage ist vielmehr, worauf er seine Hoffnung setzt.
Auch war es weitgehend frei von ökonomischen Zwängen, denn ein Staat, so argumentierte man, der täglich viele Millionen für einen Krieg ausgegeben hatte, konnte sich in Friedenszeiten gewiss ein paar Millionen im Monat für produktive Forschung leisten. Das geplante Gebäude hätte eine beachtliche Bereicherung der Skyline von New York abgegeben, der Mitarbeiterstab sollte ungewöhnlich groß sein, die Gehälter fürstlich.
Wie auch in anderen Science-Fiction-Landschaften werden die Giganten der Technokratie in wuchtigen Zügen geschildert. Diese pflegt ihre eigene Elite, die sie geschickt in einem goldenen Käfig einsperrt. Welche innerliche Veränderung sich in den Protagonisten abspielt, wird am Beispiel Marks deutlich.
Wäre Mark Studdock vor drei Jahren zu einer Sitzung gekommen, in der eine solche Frage entschieden werden sollte, hätte er erwartet, dass gefühlsmäßige Einwände gegen den Fortschritt vorgebracht, dass Schönheit gegen Nützlichkeit abgewogen und all das offen diskutiert würde. Als er heute seinen Platz in dem langen Konferenzsaal auf der Südseite des Lady-Alice-Hofs einnahm, erwartete er nichts dergleichen. Er wusste inzwischen, dass die Dinge nicht auf diese Art und Weise angegangen wurden.
Der entscheidende Wechsel spielt sich in den Gedanken ab. Mark verbaut sich über die Zeit den Zugang zu seinem Gewissen und den Gefühlen.