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Der große Glaube eines kleinen Mädchens
oder
Wie aus 57 Cent eine große Kirche gebaut wurde
Zwei Jahre später, 1886, starb Hattie May. Nach ihrer Beerdigung überreichte ihre Mutter dem Pastor einen kleinen Beutel, den sie unter dem Kissen ihrer Tochter gefunden hatte. Er enthielt 57 Cent, ihre gesamten Ersparnisse. Dabei lag ein handgeschriebener Zettel: „Für die Erweiterung der kleinen Kirche, damit mehr Kinder in die Sonntagsschule können.“ Der Pastor wechselte das Geld in 1 Cent Stücke um und verkaufte sie einzeln. Er erhielt 250$ - und 54 der Cent Stücke wurden zurückgegeben. Auch die 250$ wurden in 1 Cent Stücke gewechselt und über die ins Leben gerufene „Wiatt Mite Society“ verkauft. So vermehrten sich Hatties 57 Cent immer weiter. Sechsundzwanzig Jahre später erklärte er in einem Vortrag mit dem Titel, „Die Geschichte der 57 Cent“, was aus ihrer 57-Cent Spende geworden war: eine Gemeinde mit über 5.600 Mitgliedern; ein Krankenhaus, in dem bis dahin schon zehntausende Menschen behandelt worden waren; 80.000 junge Menschen mit Universitätsabschluss; 2.000 Menschen hatten die Bibelschule absolviert – und alles nur, „weil Hattie May ihre 57 Cent investiert hatte“.