Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03355.jsonl.gz/1498

«Alle Menschen versuchen glücklich zu sein; darin gibt es keine Ausnahmen, wie verschieden die Mittel auch sind, die sie anwenden.» (Blaise Pascal (1623-1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung)
Die Gedanken über das Glück im Studienalltag können sehr unterschiedlich sein, zumindest aus unserer Sicht. Als wir unser Studium an der HSLU begannen, waren wir voller Freude und Aufregung. Der Beginn eines neuen Abschnitts, welchen wir eigenständig erfolgreich bewältigt haben. Danach folgten Ungewissheit, Neugier und Leistungsdruck. Aber wie kann man ein gutes Leben führen und gleichzeitig Business Psychology an der HSLU studieren? Das möchten wir hier mithilfe der positiven Psychologie vermitteln und aufzeigen, wie Glück und Wohlbefinden entstehen und man selbst dazu beitragen kann.
Die positive Psychologie wurde 1998 von Martin E.P. Seligmann gegründet. Um den Weg zum «guten Leben» zu finden, gibt es einige Kriterien, die du beachten solltest. Das subjektive Wohlbefinden ist das erste Kriterium. Hier wird das Verhältnis zwischen positiven und negativen Gefühlen betrachtet. Die Lebenszufriedenheit oder das „tägliche Glück“ ändert sich im Laufe der Zeit kaum.
Neben dem subjektiven Wohlbefinden sind auch Eudaimonia, das Werteglück, und Hedonia, das Wohlfühlglück, wichtige Kriterien für ein glückliches Leben. Werteglück stellt sich ein, wenn man das tut, was einem wichtig ist (Waterman, 1990). Eine Voraussetzung dafür ist, dass man seine eigenen Werte kennt und versucht, sie zu leben. Das Glück, sich gut zu fühlen, stellt sich ein, wenn man Dinge tut, die sich gut anfühlen. Das bedeutet, ein angenehmes Leben mit positiven Gefühlen zu führen und negative Gefühle zu vermeiden.
Ein weiterer Aspekt ist das psychologische Wohlbefinden. Dabei handelt es sich um ein umfassenderes, differenzierteres Konzept, bei dem verschiedene theoretische Überlegungen aus unterschiedlichen psychologischen Konzepten herangezogen werden. Das psychologische Wohlbefinden umfasst sechs Aspekte (gemäss Ryf (1989), mit Konzepten von Erikson (1959), Jung (1933), Maslow (1968) und Rogers (1961)):
Aber wie können wir all diese Punkte berücksichtigen, um trotz der vielen Faktoren, die ein Studium mit sich bringt, ein glückliches Leben zu führen?
Die Lösung liegt in uns selbst, wir müssen aktiv sein.
Wähle sinnvolle Aktivitäten und sei produktiv in diesen. Verbessere deine Fähigkeiten in Bezug auf Organisation und Planung. Verbringe Zeit mit anderen und lebe mehr im gegenwärtigen Moment. Sei du selbst, eine offene und soziale Persönlichkeit. Verringere negative Gefühle und Probleme, indem du Sorgen reduzierst. Mache das Glücklichsein zu der wichtigsten Priorität im Leben (nach Fordyce (1983), Pionier der Interventionen).
Die positive Psychologie ist ein äusserst spannendes und wichtiges Thema, sowohl für das Studium als auch für die Gestaltung des eigenen Lebens. Weitere Informationen findest du in den unten aufgeführten Quellen oder auf der Website positive-psychologie.ch.
Mehr Informationen auf der Website der Hochschule Luzern – Wirtschaft
Dieser Beitrag entstand im Rahmen des Moduls «Kommunikationskompetenz: Mit Bildern und Texten informieren» an der Hochschule Luzern – Wirtschaft.
Livia Zihlmann und Jenny Steiger starten im Frühling das 4. Semester Business Psychology berufsbegleitend. Für das Studium haben sie sich entschieden, da ihr Interesse dem Menschen in der Wirtschaft gilt und sie überzeugt sind, dass mit einem besseren Verständnis Menschen mehr Freude bereitet werden kann in ihrem beruflichen und privaten Alltag.