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Die St. Galler FDP-Ständerätin Erika Forster (67) tritt bei den eidgenössischen Wahlen vom 23. Oktober nicht mehr an, wie ihre Partei am Freitag mitteilte. Forster ist seit 1995 im Ständerat, den sie in der laufenden Legislatur ein Jahr lang präsidierte.
Erika Forsters politische Karriere begann 1977 mit ihrer Wahl in den Grossen Gemeinderat (Stadtparlament) von St. Gallen. Diesen Rat präsidierte sie 1982 als erste Frau. 1988 wurde Erika Forster ins Kantonsparlament gewählt. Als dessen Präsidentin war sie 1994/1995 "höchste St. Gallerin". 1995 wurde sie in den Ständerat gewählt.
Als Forsters mögliche Nachfolgerin wird Regierungsrätin Karin Keller-Sutter gehandelt. Die 47-jährige Sicherheits- und Justizdirektorin kandidierte im vergangenen Jahr für den Bundesrat. Keller-Sutter ist derzeit Präsidentin der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD).
Keller-Sutter hätte gute Chancen, in den Ständerat gewählt zu werden. Bei den letzten Wahlen in die Kantonsregierung erzielte sie das beste Resultat aller Kandidierenden - und zwar mit Abstand.
Die CVP St. Gallen tritt mit ihrem bisherigen Ständerat Eugen David an. Der 65-jährige Rechtsanwalt Eugen David ist seit 1999 für den Kanton St. Gallen in der kleinen Kammer, zuvor war er Nationalrat.
Die St. Galler Sozialdemokraten treten bei den Ständeratswahlen ebenfalls an: Mit dem Nationalrat und Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) Paul Rechsteiner (58). Der Rechtsanwalt Rechsteiner ist seit 1986 Mitglied des Nationalrats.
Die SVP St. Gallen hat ebenfalls angekündigt, bei den Ständeratswahlen anzutreten. Ist es ihr ernst damit, hat sie nur eine Chance, wenn mit mit Toni Brunner, Nationalrat und Präsident der SVP Schweiz, ins Rennen steigt. Brunner gibt sich noch bedeckt. 2007 scheiterte Brunner im zweiten Wahlgang an David und Forster.
SDA-ATS