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Angst vor Turbulenzen ist einer der Hauptauslöser für Flugangst. Und bei den allermeisten Fachgesprächen mit einem Piloten (kann zum Coaching dazu gebucht werden) ein grosses oder mindestens mittelgrosses Thema.
Meine Kunden haben Angst, dass die Turbulenzen einen Flügel abbrechen lassen, das Flugzeug entzweibricht, die Piloten das Flugzeug nicht mehr im Griff haben oder die Schüttelbewegungen ein böses Omen sind.
Sie haben Angst davor, dass das Flugzeug abstürzt wenn es in Turbulenzen gerät, sofern Sie nicht Angst vor der Angst während Turbulenzen haben.
Damit Sie Ihre Flugangst wegen Turbulenzen im Flugzeug überwinden können, hilft es, die Absicht Ihrer Angst zu verstehen.
Tönt komisch? Lesen Sie weiter und Sie werden verstehen, wie ich das genau meine, und wieso dies für Sie wichtig ist.
Stellen Sie sich vor, Sie wüssten, dass das Flugzeug, das morgen um 17 Uhr startet, abstürzt. Würden Sie einsteigen?
Hoffentlich nicht! Ihr Gehirn hat leider nicht die Aufgabe, Sie glücklich zu machen, sondern zu schauen, dass Sie überleben. Das heisst, es wird alles unternehmen, damit Sie nicht in diesen Flieger steigen.
Und genau so wirkt die Angst vor Turbulenzen beim Fliegen: Ihr Gehirn glaubt (wenigstens im Moment noch), dass bei Turbulenzen Ihr Flugzeug abstürzen wird – also wird es alles tun, um Sie am Einsteigen zu hindern. Von Angstgefühlen bis hin zu akuten Magen-Darm-Beschwerden.
Leider beschützt Sie Ihr Hirn in dem Fall vor etwas, das gar nicht gefährlich ist. Und macht Ihnen so das Reiseleben schwer.
Zeit, sich mit dem Thema Turbulenzen näher zu befassen und Ihrem Gehirn die Möglichkeit zu geben, seine Informationen über Turbulenzen zu aktualisieren. So dass es verstehen kann, dass Fliegen auch sicher ist, wenn das Flugzeug wackelt.
Wie führen wir diesen Software-Update für das Gehirn durch?
Als erstes definieren wir die relevanten Elemente, die bei einem Flugzeug-Absturz wegen Turbulenzen beteiligt wären.
Als zweiten Schritt analysieren wir jedes einzelne dieser Elemente, so dass Ihr Gehirn über viele Informationen verfügt, wieso Fliegen sicher ist.
Doch noch vorher erfahren Sie mehr über die Wortherkunft von ‘Turbulenzen’.
Das Wort Turbulenz stammt vom Lateinischen Substantiv ‘turbulentia’, was ‘Drehungen, Beunruhigungen oder Verwirrungen’ bedeuten kann.
Insofern ist der Name doppelt treffend und könnte nicht nur für die Luft stehen, sich in der Atmosphäre ‘dreht’ und sogenannte ‘Bumpiness’ (Holprigkeit) im Flugzeug auslöst, sondern auch als Ursache für viel Beunruhigung bei den Flugpassagieren.
Eine Flugzeugturbulenz wird vom Deutschen Wetterdienst wie folgt definiert:
Reaktion eines Luftfahrzeuges auf meteorologische Turbulenz in Form wahrnehmbarer Bewegungen des Fluggerätes, die aus Änderungen der Flughöhe, Fluglage, Fluggeschwindigkeit und/oder Eigenschwingungen bestehen.
Welche Elemente wären hauptsächlich bei einem Absturz wegen Turbulenzen beteiligt?
Es sind dies einerseits die Luftbewegungen und anderseits das Flugzeug sowie die Pilotinnen und Piloten.
Hier kommt die Detailanalyse für mehr innere Sicherheit bei Turbulenzen im Flugzeug.
Erfahren Sie mehr über die Themen, die Ihnen Angst machen – und steigern Sie Ihr Vertrauen ins Flugzeug und die Pilotinnen und Piloten.
Luftbewegungen bewegen das Flugzeug und lösen so Turbulenzen aus.
Diese Luftbewegungen entstehen aus diversen Gründen. Hauptsächlich werden sie gemäss dem Lexikoneintrag des Deutschen Wetterdienstes in thermische und dynamische Turbulenzen eingeteilt.
Thermische Turbulenzen werden durch aufsteigende Warmluft über erhitzten Flächen verursacht. In Kombination mit ausreichender Feuchtigkeit kann diese Warmluft zu Gewitterwolken führen.
Dynamische Turbulenzen oder Windgeschwindigkeitsscherung bezeichnet die Grenze von zwei Luftschichten mit unterschiedlicher Windgeschwindigkeit.
Die Luft kann dabei das Flugzeug in alle Richtungen bewegen. Wenn es ein gut merkbares Stück und schnell nach unten bewegt wird, spricht man dabei auch von einem Luftloch (LINK).
Diese Luftströmungen werden natürlich laufend überwacht und von den Pilotinnen und Piloten beobachtet. Die meisten Turbulenzen sind im berechenbar und können mit dem Anschnallzeichen entsprechend angekündigt werden.
Sie können sich selbst ein Bild über die aktuelle Turbulenzen-Situation machen und
Wenn Sie möchten, können Sie sogar eine persönliche Turbulenzen-Vorhersage für Ihren nächsten Flug bestellen (dies ist ein kostenpflichtiges Angebot): https://www.turbulenceforecast.com/forecast-by-email.php?ref=email-rectangle
Es gibt nebst natürlich entstandenen Windbewegungen noch Turbulenzen im Sog eines grossen Flugzeuges, die Wirbelschleppen. Aber diese werden Sie hoffentlich nie spüren, da die Flugsicherheit die Abstände und Differenzen in der Flughöhe zwischen den Flugzeugen entsprechend koordiniert.
Sicherheit ist für alle Fluggesellschaften oberstes Gebot. Flugzeuge sind so stabil gebaut, dass sie die Ursachen von Turbulenzen, stärkste Winde, problemlos aushalten.
Dies kommt nicht von ungefähr, sondern beruht auf einer langen Entwicklungsgeschichte.
Sir Georg Cayley gilt als ‘Vater der Luftfahrt’ und machte bereits im Jahr 1810 den ersten Vorschlag für ein Fluggerät mit starren Flügeln. Es vergingen jedoch noch einmal 100 Jahre, bis der erste Flug mit einem gesteuerten Motorflugzeug stattfand.
Vorher stürzten einige Menschen mit an ihre Arme angemachten Flügeln und anderen kreativen Ideen ab. Diese Zeit ist lange vorbei.
In der mehr als 100jährigen Geschichte der Fliegerei wurde das Flugzeug laufend weiterentwickelt und perfektioniert. Von der Form her über die verwendeten Materialien und die Technologie im Cockpit.
Falls Sie daran zweifeln, machen Sie sich Fortschritte in anderen Bereichen bewusst. Hier zwei Beispiele:
- Wann kauften Sie das erste Handy? Und wie ist die Technologie heute im Vergleich zu damals?
- Was kann Ihr Auto heute, das es vor 20 Jahren noch nicht konnte? Oder vor 50 Jahren?
Wenn das Flugzeug durch starke Windbewegungen fliegt, kann es sein, dass Sie sehen, dass sich die Flügel bewegen. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, sondern soll genau so sein und wurde genau getestet. Zudem sind die Flügel hohl resp. beherbergen Treibstofftanks.
Wenn Sie Angst haben, dass bei Turbulenzen ein Flügel abbrechen könnte, schauen Sie sich dieses Video an. So erhalten Sie ein Bild dafür, dass die Flügel sich enorm biegen lassen ohne abzubrechen.
Genau wie Autos werden auch Flugzeuge regelmässig durchgecheckt – nur häufiger.
Die Swiss hat einerseits einen Wartungsplan nach Intervallen und checkt zudem jedes Flugzeug vor jedem Flug gründlich durch. Dies führt dazu, dass pro Monat rund 8000 Flugzeugteile ersetzt werden. Bei Swiss Technics arbeiten gemäss deren Webseite jeder 9. Mitarbeitende der ganzen Firma.
Nach etwa 8 Jahren wird ein Triebwerk, das über 13'640 PS verfügt, überholt. Wie das geschieht, sehen Sie in diesem Film der Swiss (knapp 4 Min.): https://www.swiss.com/worldofswiss/de/story/wie-ein-triebwerk-ausgetauscht-wird
Nicht nur Menschen, auch Flugzeuge werden immer intelligenter.
Einerseits wird daran geforscht, wie man die Flügel noch besser machen könnte. Sie sollen leiser und leichter werden, bei Turbulenzen stabilisieren, weniger Luftwiderstand haben und somit weniger Treibstoff verbrauchen. Als Vorbild für die neuen Entwicklungen dienen: die Flugmechanismen der Vögel.
Findige Köpfe arbeiten zudem an Sensoren, die Bewegungen des Flugzeuges automatisch ausgleichen können.
Viele meiner Kundinnen und Kunden mit Angst vor Turbulenzen beim Fliegen wünschen sich eine Garantie für einen ruhigen Flug. Wer weiss, vielleicht erhalten sie diese in absehbarer Zeit.
Und trotz all der Sicherheit beim Fliegen lauern bei Turbulenzen Gefahren für Sie als Passagier.
Nicht durch einen Absturz des Flugzeuges, sondern dass Sie verletzt werden, wenn Sie bei starken Abwärtswinden nicht angeschnallt sind. Oder dass die Tür eines Handgepäckfaches über den Köpfen der Passagiere nicht ganz gut eingeschnappt ist und sich plötzlich öffnet – und wie es der Zufall so will, ein Gepäckstück jemandem auf den Kopf fällt.
Oder ein Trolley – das sind die Servierwagen der Flight Attendants – sich selbständig macht und jemandem über den Fuss fährt.
Daher: Schnallen Sie sich bitte immer an, wenn Sie an Ihrem Platz sitzen. Das Flugzeug navigiert Sie sicher durch alle Turbulenzen, tragen Sie Ihren Teil zu Ihrer Sicherheit im Flugzeuginnern bei.
Wenn Sie in Europa in ein Flugzeug einsteigen können Sie darauf vertrauen, dass die Pilotinnen und Piloten hervorragend für starke Windbewegungen ausgebildet sind.
Sie haben zudem ein grosses Wissen in Meteorologie.
Vor dem Flug werden sämtliche Wetterlagen auf der Flugstrecke besprochen. Während des Fluges erhalten sie laufend aktuelle Informationen über die Wind- und Wettersituation. So treten keine Überraschungen auf und die Flugroute kann laufend an die aktuell herrschenden Bedingungen angepasst werden.
Pilotinnen und Piloten umfliegen starke Luftströmungen und versuchen so, Turbulenzen möglichst zu vermeiden.
Weshalb tun sie das? Nicht, weil es für das Flugzeug gefährlich ist oder sie Angst vor einem Absturz haben. Sondern, weil die Passagiere keine Turbulenzen mögen. Kundenzufriedenheit ist auch in der Reisebranche wichtig.
Während des Fluges stehen die Pilotinnen und Piloten in Kontakt mit anderen Flugzeugen und tauschen sich aus.
Vor allem von Flugzeugen vor ihnen auf der gleichen Route erhalten sie wertvolle Informationen über die Windverhältnisse. So können sie ein Gewitter noch ein Stück weiter weg umfliegen, wenn es im Flugzeug vor ihnen zu stark geschüttelt hat.
Ihr Pilot oder Ihre Pilotin wird so früh wie möglich das Anschnallzeichen einschalten, wenn Turbulenzen möglich sind. Dies dient Ihrer Sicherheit.
Sollten Sie noch auf der Toilette sein, kehren Sie bitte so rasch wie möglich in Ruhe zu Ihrem Sitz zurück.
Ich empfehle Ihnen, während Sie sitzen immer angeschnallt zu bleiben – auch, wenn das Anschnallzeichen ausgeschaltet ist.
Die Sicherheit ist auch bei Nachtflügen gegeben. Ob es dunkel ist oder hell macht für das Flugzeug keinen Unterschied. Es gibt keinen sicherheitstechnischen Grund, nachts nicht zu fliegen.
Nehmen Sie Ohropax und eine bequeme Schlafmaske mit und kommen Sie erholt an Ihrer Destination an!
Falls Sie sich fragen, was die grösste Angst eines Piloten bei Turbulenzen ist, habe ich eine Hypothese:
Die grösste Angst vieler Piloten ist möglicherweise, dass die Turbulenzen genau dann einsetzen, wenn sie einen Schluck Kaffee trinken wollen. Und sie dann die Passagiere mit Kaffeeflecken auf den Hosen verabschieden müssen nach der Landung.
Es gibt Menschen, die haben Angst vor Turbulenzen, weil sie zu wenig wissen über die Fliegerei, die Technologie, die Ausbildung der Piloten und das Wetter resp. die Winde und manchmal auch, weil sie zu viele Hollywood-Horrorfilme mit abstürzenden Flugzeugen gesehen haben.
Ihnen hilft es, sich mit Turbulenzen und der Fliegerei auseinanderzusetzen. Mehr über die Technologie zu erfahren oder auseinander zu dividieren, was Realität und was Fantasie der Filmemacher ist.
Ihr Gehirn verarbeitet die neuen Informationen und macht sozusagen einen innerlichen Update über das Fliegen, Flugzeuge und die Sicherheit bei Turbulenzen.
Wenn Sie zu dieser Art von Flugangst neigen und Ihr Gehirn bei dieser Neubeurteilung zum Schluss kommt, dass Fliegen bei starkem Wind und Turbulenzen nicht gefährlich ist, wird Ihre Flugangst abnehmen. Sie werden sich beim nächsten Flug oder schon beim Gedanken daran sicherer und entspannter fühlen.
Ihnen nützt die Auseinandersetzung mit Technologie und Co. wenig bis gar nichts oder Sie wissen bereits alles, was es über die Fliegerei zu wissen gibt. Dies deutet auf die Variante B hin.
Bei der zweiten Art von Flugangst bei Turbulenzen steckt ein anderes Thema hinter dem Thema der Angst bei Turbulenzen. Zum Beispiel: Angst vor dem Tod, Angst zu sterben bevor man sein Leben wirklich gelebt hat, Angst davor, die Kinder nicht aufwachsen zu sehen - nur um einige Beispiele zu nennen.
Wenn Sie zu dieser Art von Flugangst neigen, empfehle ich Ihnen professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, da es meist schwierig ist, diese dahinterliegenden Themen selbst zu erkennen und noch schwieriger, sie ganz alleine aufzulösen.
Drucken Sie für Sie relevante Teile dieses Leitfadens aus und lesen Sie diese, sobald Sie Unruhe bezüglich Ihres nächsten Fluges verspüren.
Analysieren Sie, wovor Sie genau Angst haben, und rufen Sie sich die Fakten in Erinnerung.
Wenn Sie z.B. Angst davor haben, dass ein Flügel abbricht, wenn das Flugzeug durch starke Winde fliegt, erinnern Sie sich an das Video. Ihr Flugzeug ist gebaut für starke Luftbewegungen.
Versuchen Sie, Ihr Nervensystem möglichst sofort zu beruhigen, wenn Sie unruhig werden, und ignorieren Sie die Symptome Ihrer Angst vor Turbulenzen nicht.
Um das Nervensystem zu beruhigen, gibt es viele Möglichkeiten. Experimentieren Sie und finden Sie heraus, was Ihnen am meisten innere Sicherheit verschafft:
Langsam und bewusst atmen, ein paar Schritte gehen, sich innerlich gut zureden, in einer schönen Erinnerung schwelgen, ruhige Musik, ein Gespräch mit dem Sitznachbarn,…
Während des Fluges finden es viele Menschen beruhigend, sich von den Flight Attendants versichern zu lassen, dass alles ok ist.
Drücken Sie den Knopf für das Klingelzeichen und stellen Sie Ihre Fragen! Es gibt keinen Grund, sich für ungute Gefühle bei Turbulenzen im Flugzeug zu schämen.
Bleiben Sie im Flugzeug angeschnallt. So sitzen Sie sicher, auch falls das Flugzeug grössere Bewegungen machen sollte. Wie zum Beispiel bei den häufig so genannten ‘Luftlöchern’. Falls Ihnen diese Sorgen bereiten, können Sie in diesem Beitrag erfahren, was es damit wirklich auf sich hat.
Sitzen Sie in der Mitte des Flugzeuges bei den Tragflächen, über dem Radkasten. Dort fühlen Sie die Bewegungen des Flugzeuges am wenigsten, sagt Prof. Andreas Strohmayer vom Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart.
Nutzen Sie Ihre mentale Kraft. Stellen Sie sich während der Turbulenzen vor, Sie sässen in einem Auto und fuhren über eine holprige Strasse.
Oder – falls Sie Schiffsfahrten mögen – schliessen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, Sie sässen in einem Schiff, das durch Wellen fährt. Oder in einem Zug, der gerade den Zürcher Hauptbahnhof verlässt und stark schaukelt, weil er über die Weichen fährt.
Bewegungen des Flugzeuges sind genauso normal wie das Schaukeln eines Schiffes bei Seegang.
Sie kommen trotzdem sicher an Ihre Destination.
Ich wünsche Ihnen von Herzen einen schönen Flug!
Hat Ihnen die Information dieses Leitfadens weitergeholfen? Vermissen Sie ein Thema darin? Bitte schreiben Sie mir Ihre Gedanken via E-Mail oder als Kommentar.
Herzliche Grüsse
Sandra von Känel
Sandra von Känel begleitet seit Jahren Menschen erfolgreich auf dem Weg zu entspannterem Fliegen.
Sie ist ein erfahrener Coach für Ängste und bereits selbst gerne die Welt.
In ihrer Freizeit bildet sie sich gerne weiter in diversen Themen – von Psychologie bis Suchmaschinenoptimierung – und tankt ihre Energie mit Waldspaziergängen auf.
Luftlöcher beim Fliegen machen vielen Kundinnen und Kunden vorerst Angst. Aber nur vorerst.
Dieser Artikel räumt auf mit dem Mythos 'Luftloch'.
Die gute Nachricht zuerst: Luftlöcher oder Löcher in der Luft im eigentlichen Sinn des Wortes gibt es nicht.
Es hat überall ‚Luft‘.
Was sich mit der Höhe verändert sind Luftdichte und Luftdruck. Sie verringern sich in etwa 5 km über Meer um die Hälfte - und 5 km höher nochmals. Das ist die durchschnittliche Reiseflughöhe bei einem Langstreckenflug.
Aber die Luftdichte ist nicht der Grund für ein Luftloch beim Fliegen.
Wer trotzdem mehr darüber wissen will, findet auf Wikipedia viele Informationen.
Weil sich die Luft bewegt, und zwar in alle Richtungen.
Das heisst, die Luft kann sich nicht nur nach rechts und links, sondern auch aufwärts und abwärts bewegen. Wenn ein Flugzeug in eine starke Luftströmung gegen unten fliegt, wird es mit diesen Abwärtswinden mitgenommen und sackt etwas ab.
Das kann sich manchmal anfühlen, als würde man mit dem Flugzeug in ein ‚Luftloch fallen‘.Aber nochmals: Es gibt weder Luftlöcher noch fällt man wirklich – das Flugzeug bewegt sich nur so rasch gegen unten, dass es sich anfühlt, als würde man fallen. Und als sei ein Luftloch der Grund dafür.
1. Flugzeuge sind für Luft und Winde gebaut. Genauso wie Schiffe für Wasser und Wellen gebaut sind.
2. Alle Pilotinnen und Piloten von seriösen Airlines sind bestens ausgebildet, um bei starken Winden das Flugzeug sicher an den Zielort zu steuern.
3. Am besten bleiben Sie angeschnallt, wenn Sie sitzen. So fliegen Sie sicher auch bei starken Auf- und Abwärtsbewegungen des Flugzeugs - und vermeintlichen 'Luftlöchern'.
Wenn Sie daran interessiert sind, weshalb Winde mit Flugloch-Gefühl überhaupt zustande kommen, empfehle ich Ihnen diese lesenswerte Erklärung an einen jungen Kunden der Austrian Fluggesellschaft.
Am besten buchen Sie einen Coaching-Termin, damit Sie schon bald entspannt(er) fliegen können.
Herzlich,
Sandra von Känel
Erfahren Sie alles über Turbulenzen, die besten Tipps bei Angst vor Turbulenzen und fliegen Sie ab sofort entspannter!
Sandra von Känel begleitet seit Jahren Menschen erfolgreich auf dem Weg zu entspannterem Fliegen.
Sie ist ein erfahrener Coach für Ängste und bereits selbst gerne die Welt.
In ihrer Freizeit bildet sie sich gerne weiter in diversen Themen – von Psychologie bis Suchmaschinenoptimierung – und tankt ihre Energie mit Waldspaziergängen auf.
Hier finden Sie alle Langstreckenflug Tipps auf einen Blick.
Häufig angewandt, über die Jahre immer weiterentwickelt - hier sind sie, meine ganz persönlichen Langstreckenflug Tipps, um Ihre Reise so bequem und angenehm wie möglich zu machen.
Die Langstreckenflug Tipps sind auf Economy Reisende ausgerichtet. In der Business Class erhalten Sie viele als Tipps aufgeführte Dinge im Flugzeug.
Wenn Sie weitere Tipps haben, die Ihnen den langen Flug verschönern, freue ich mich, wenn Sie diese im Kommentar mitteilen!
Mehr Tipps für entspannteres Fliegen und den Umgang mit Flugangst erhalten Sie hier.
Als lärmsensibler Mensch sind Ohropax etwas, das ich am Flughafen kaufe, wenn ich es vergessen haben sollte. Ideal gegen schnarchende Fluggäste, schreiende Babies und den Lärm der Motoren.
Für Nachtflüge ein Must, aber auch tagsüber nett, um leichter einzuschlummern. Meine muss weich und bequem sein und ganz abdunkeln.
Nachdem ich an Weihnachten zum ersten Mal Noise Cancelling Kopfhörer ausprobieren durfte (nein, leider sind es nicht meine), würde ich diese auch einpacken – die Ruhe über den Wolken muss himmlisch sein...
Meine Wasserflasche lasse ich von den freundlichen Flight Attendants auffüllen, wenn sie Getränke servieren. Ich mag es, jederzeit einen Schluck trinken zu können. Schützt auch vor nassen Hosen bei starken, unerwarteten Turbulenzen.
Ich bin gerne unabhängig und habe für 12 Stunden immer etwas zu essen im Handgepäck - vom gesunden Apfel bis hin zu Salzstangen. Was es leider nicht bis ins Flugzeug schafft ist ein Birchermüesli - das wird als gefährlich angeschaut (Flüssigkeit) und konfisziert.
Beim Gehen (siehe auch Gesundheit) schaue ich auch immer im Galley vorbei. Manchmal bieten die Flight Attendants dort weitere Snacks an. Oder es stehen Getränke zur Selbstbedienung bereit.
Wenn das servierte Brötli noch kalt sein sollte, einfach 2 Minuten auf den Aluminium-Deckel der Mahlzeit legen.
Da ich kein Fleisch esse, bestelle ich mir mein Menü vor. Ansonsten kann es sein, dass die vegetarische Menü-Variante vor meiner Reihe aus'verkauft' ist.
Gegen die Zugluft der Klimaanlage mag ich am liebsten einen breiten Schal, der sich auch als kleine Decke verwenden lässt. Um den Hals schützt er sowohl vor Nackenverspannungen wie auch Halsschmerzen.
Eine nicht gefütterte, leichte Soft-Shell Jacke kann man fast überall in den Ferien gut gebrauchen. Bei mir kommt sie mit ins Flugzeug für den Fall, dass ich einen besonders 'windigen' Platz habe. Schützt vor der Zugluft, ohne dass man schwitzt.
Warme Überziehsocken machen meinen Flug ein gutes Stück gemütlicher.
Für ganz empfindliche Füsse können zwei kleine Plastiksäcke viel dazu beitragen, dass sie warm bleiben - wenn es unten durch zieht. Einfach vor den Überziehsocken 'anziehen'.
Als 'Gförli' fliege ich immer in langen Hosen und einem Langarm-Oberteil. Tendenziell ist es in Langstreckenflügen je kühler desto weiter hinten der Sitzplatz.
Seit ich mal überraschenderweise 12 Stunden lang eine Box unter dem vorderen Sitz hatte, die mir gefühlte 90 % meiner Beinfreiheit stahl, google ich auf Seatguru den Platz, den ich online buche. Je nach Airline sind solche Zusatzinformationen auch beim Sitzplan direkt angegeben.
Der ultimative aller Langstreckenflug Tipps, um sich während des Fluges nicht in die mittlerweile zu engen Schuhe kämpfen zu müssen. Einfach bequem in die Schlappen vom letzten Wellness-Wochenende schlüpfen und so mit sauberen Füssen von der Toilette zurückkommen.
Bitte nach dem Rückflug aus hygienischen Gründen entsorgen.
Unbedingt vor dem Langstreckenflug sicherstellen, dass die Musik auch mit ins Flugzeug kommt und nicht nur auf der Cloud gespeichert ist.
Damit Sie das Board-Unterhaltungsprogramm mit Ihren eigenen Kopfhörern in Stereo geniessen können, brauchen Sie meistens einen Stecker, der offiziell gemäss meinen Recherchen für diese Zeilen 'Reise-Kopfhörer-Adapter' heisst. Wieder etwas gelernt 🙂
Wählen Sie bequeme Hosen, wo der Bund nicht einschneidet.
Damit Sie beim Landeanflug mit den etwas geschwollenen Füssen wieder mit Leichtigkeit in die Schuhe kommen.
Für meinen Nacken mag ich ein kleines Kissen in Kombi mit den eingeklappten 'Ohren' des Flugzeugsitzes sogar lieber als ein aufblasbares Nackenkissen.
Der absolute Geheimtipp: 8 Hour Creme von Elisabeth Arden. Es gibt nichts besseres für trockene Lippen. Da kann jede Lippenpommade einpacken.
Ja, vielleicht sogar auch für Männer ein guter Tipp. Die Flugzeugluft ist trocken. 12 Stunden lang. Immer nach dem Händewaschen. Mindestens.
Für meine empfindlichen und zu trockenen Augen ein Muss. Ich mag die Euphrasia Augentropfen von Weleda am liebsten. Die Augen in regelmässigen Abständen befeuchten. Wahrscheinlich auch eine Altersfrage...
Für empfindliche Nasenschleimhaut die gewohnte Nasensalbe ins Handgepäck oder einen Meerwasser-Nasenspray.
Damit meine trockenen Haare beim Aussteigen nicht in alle Richtungen abstehen öle ich sie vor dem Flug gut ein.
Der gute alte Kaugummi tut gute Dienste bei Start und Landung. Natürlich auch immer wieder mal manuell durchführen.
Gehen Sie regelmässig eine Runde im Flugzeug. Schauen Sie dabei im Galley vorbei (siehe Tipp 6.) und stretchen Sie Ihre Muskulatur.
Bewegen Sie auch im Sitzen Ihre Füsse regelmässig - auf und ab, kreisen, hin und her. Ihre Venen danken es Ihnen und Ihre Beine sind weniger schwer bei der Landung.
Ziehen Sie bei Venenproblemen Stützsocken oder Stützstrümpfe an zur Unterstützung der Blutzirkulation.
Viel Wasser trinken hilft ebenfalls, sich nach der Landung wohler zu fühlen. Ich vermeide Alkohol und Kaffee auf Langstreckenflügen ganz.
Gerne putze ich mir nach einer Mahlzeit die Zähne. Fühlt sich frisch an und ist bestimmt auch für den Sitznachbarn eine Freude - sofern wir miteinander sprechen.
Ich mag auf Langstrecken eher intellektuelle Leichtgewichte zur Unterhaltung im Flugzeug - Magazine, Hörbücher, Krimis oder auch ein Sudoku. Vorher planen (Hörbücher herunterladen) oder am Flughafen kaufen.
Wenn der Spassfaktor wegen Problemen mit dem Sitznachbarn unterirdisch wird: Flight Attendant rufen. Diese sind geschult in der Konfliktlösung und kümmern sich darum.
Immer, immer, immer eine Badehose oder einen Bikini ins Handgepäck. Ich habe schon zweimal geflucht, weil ich dies nicht gemacht habe und das Gepäck erst nach einigen Tagen ankam. Das passiert mir definitiv nicht mehr!
Welche Tipps nehmen Sie mit für Ihren nächsten Langstreckenflug? Was haben Sie noch entdeckt, dass Ihren Flug angenehmer macht?
Ich freue mich auf Ihre Kommentare und wünsche Ihnen einen ruhigen Flug, schöne Ferien oder einen erfolgreichen Business-Trip.
Herzlich,
Sandra von Känel
P.S. Wenn Sie unter Flugangst leiden, finden Sie hier wertvolle Tipps, wo Sie am besten sitzen im Flugzeug
Sandra von Känel begleitet seit Jahren Menschen erfolgreich auf dem Weg zu entspannterem Fliegen.
Sie ist ein erfahrener Coach für Ängste und bereits selbst gerne die Welt.
In ihrer Freizeit bildet sie sich gerne weiter in diversen Themen – von Psychologie bis Suchmaschinenoptimierung – und tankt ihre Energie mit Waldspaziergängen auf.
Sie möchten am liebsten gar nicht im Flugzeug sitzen. Aber wenn es sich nicht vermeiden lässt, hier einige wertvolle Tipps, wo für Sie der beste Platz über den Wolken ist.
Für viele Menschen mit Flugangst ist die Wahl des besten Sitzplatzes eine grosse Herausforderung.
Dabei gibt es nicht den einen besten Sitzplatz, den einen Ort, wo alle sitzen möchten.
Was ist denn die Antwort auf die Frage: Flugangst wo sitzen im Flugzeug?
Es geht vor allem darum zu verstehen, wie sich Ihre Flugangst zeigt: Wovor genau haben Sie Angst? Was genau möchten Sie vermeiden?
Dies ist die Basis für Ihre Wahl eines für Sie angenehmen Sitzplatzes.