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Vielmehr unterschied sich in der Menge das, was sich noch als Restposten auf dem Teller Kurt Schusters befand, deutlich von dem, was als Tranksame in den Gläsern mangelte. Diese störende Differenz zu beheben, war Wilhelm Schnepfensskorn bestrebt. Es hätte natürlich die Möglichkeit bestanden, den noch mit einem Stück Pizza besetzten Teller zu leeren und so den Ausgleich zum Glas zu schaffen. Aber eine solche plötzlich aufgesetzte Eile mochte möglicherweise dem Magen nicht bekommen, musste sich Wilhelm Schnepfensskorn gesagt haben.
Eines stand aber fest: Der labile Zustand am Tisch entsprach einer unumstösslichen Tatsache. Das Ungleichgewicht führte zu einem Unwohlsein. Bei leerem Glas spricht sich nicht gut. Leer bedeutet baldiger Aufbruch, es sei denn, dem Aufbruch wird zum Abbruch verholfen, jedoch nicht im Sinne der Schleifung eines leeren Hauses, in dem niemand mehr wohnt, also nicht der Schleifung eines Gesprächs.
Vielmehr erfolgt der Abbruch des Aufbruchs, indem Neues bestellt wird. Im vorliegenden Fall musste dieser Abbruch noch eingeleitet werden. Dem uneingeschränkten Abbruch stand jener Teller im Weg, auf welchem Kurt Schuster noch ein Stück Pizza liegen hatte. Den zu ersetzen, indem zum Abbruch des Aufbruchs eine weitere Pizza bestellt wurde, stand nicht an, solange bis auch der letzte Rest vom Porzellan getilgt war.
Der Chef am Tisch erkannte die Situation. Irgendwie gelang es ihm den Chef de Service, der in diesem Fall als Kellner vom Tisch wieder an diesen heran trat, herbei zu ordern. Zum Abbruch des Aufbruchs und somit zur Wiederherstellung des Gleichgewichts des Ungleichgewichts bestellte der Chef Wein, dies ohne seinen Gehilfen zu fragen. Der Chef tat seinen Entscheid dem Gegenüber kund.
Sobald die Gläser wieder gut, aber dem Anstand nach gefüllt sind, kann das Gespräch erneut aufgenommen werden.