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Moto2: Lüthi wird nach Unfall vorzeitig Vize-Weltmeister
Tom Lüthi (carXpert, Interwetten) erhielt nach seinem Bruch im linken Fuss vom Rennarzt keine Starterlaubnis für den Grand Prix von Malaysia. Den WM-Titel sicherte sich dadurch vorzeitig Franco Morbidelli, der in Sepang als Dritter den 11. Podestplatz der Saison holte.
Lüthi war am Samstag, den 28. Oktober, im Qualifying für den GP von Malaysia heftig gestürzt. Dabei erlitt der 31-jährige Schweizer einen Bruch im Sprungbein des linken Fusses. Lüthi, der am Sonntag mit eingegipstem Bein und an Krücken zur obligaten Untersuchung beim Rennarzt erschien, wurde «unfit for race» erklärt. Der Emmentaler hätte von Position 5 aus ins Rennen starten sollen.
Mit Lüthis Startverbot wurde auch das Duell um den WM-Titel in der Moto2-Klasse schon vor dem Rennen entschieden, da Morbidelli 29 Punkte Vorsprung auf den Schweizer hatte. Für einen Sieg gibt es jeweils 25 Zähler. Morbidelli wurde in Sepang Dritter und baute seine Führung gegenüber Lüthi auf 45 Punkte aus.
Tom Lüthi: «Wir bewegen uns jetzt wirklich in einem heiklen Bereich, ich bin extrem enttäuscht. Ich hoffe nicht, dass ich die Saison tatsächlich so beenden muss. Ich habe gehofft, die Sache bis zum Ende durchziehen zu können, denn ich habe mich gut gefühlt. In der Kurve Nr. 2 war es etwas rutschig, ich war etwas mehr in Schräglage als gewohnt und als ich wieder ans Gas ging, hatte ich diesen Highsider. Der Aufschlag war heftig, ich war aber nie ohnmächtig. Der Schmerz im Fuss hingegen ist extrem, ich habe vergangene Nacht praktisch nichts geschlafen. Gratulation an Franco Morbidelli zum Weltmeistertitel. Ich hoffe, ich bin schnell wieder zurück.»
Ob er in zwei Wochen beim Saisonabschluss in Valencia startet oder danach am selben Ort die MotoGP-Tests bestreitet, kann Lüthi noch nicht abschätzen. Zu heikel sei der Bruch am linken Fuss, so der 31-Jährige. «Ich wollte die Meisterschaft natürlich nicht so beenden, aber ich möchte dennoch Franco zum WM-Titel gratulieren.» Der Italiener und Lüthi fahren ab nächster Saison zusammen in der Königsklasse, im belgischen Honda-Kundenteam Marc VDS.
Jesko Raffin (Garage Plus, Interwetten) war als einziger Schweizer im Rennen, nachdem Dominique Aegerter bereits am Freitag nach dem überraschenden Tod seines Teamchefs Stefan Kiefer auf einen Start verzichtet hatte. Der 21-jährige Zürcher klassierte sich als 15. zum fünften Mal in dieser Saison in den Punkterängen. (pd/ir)
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