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Chinaalkaloide
(Chinabasen); die in den verschiednen Sorten von Chinarinde enthaltenen organischen Basen; die am häufigsten vorkommenden sind: Chinin, Chinidin, Cinchonin und Cinchonidin, seltener findet man Chinicin und Cinchonicin, Chinamin und Paricin. Die Rinden von Cinchona Calisaya, C. laurifolia, C. succirubra, C. Pitayo, C. Haskarliana, C. officinalis und C. Pahudiana enthalten vorzugsweise Chinin und Cinchonidin;
die Rinden von C. amygdalifolia, C. Calisaya javanica und C. Pitayo enthalten außerdem noch Chinidin;
in der Rinde von C. mikrantha, C. peruviana und C. nitida ist vorzugsweise Cinchonin enthalten;
in der C. Ledgeriana fehlt das Cinchonidin;
in der Rinde von C. succirubra finden sich außer Chinin und Cinchonidin auch Chinamin und Paricin;
in peruanischen Rinden hat man auch Chinicin, bisweilen auch Cinchonicin gefunden.
Außer den genannten, sämtlich farblose und kristallisierbare Salze gebenden Basen enthalten fast alle Chinarinden noch amorphe, braune, nicht genügend bekannte Basen, die bei der Chininfabrikation als Nebenprodukt erhalten werden und unter dem Namen Chinoidin in Form einer braunen, extraktartigen Masse in den Handel kommen. Von allen Ch. ist das Chinin (s. d.) das wichtigste;
Cinchonin und Cinchoninsulfat (Cinchoninum sulfuricum), beide farblose Kristalle bildend, werden nur wenig medizinisch verwendet;
dasselbe gilt auch vom Chinidin und Chinidinsulfat (Chinidinum sulfuricum);
ebenfalls farblose Kristalle. - Zollfrei.