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Die amerikanische Autorin Terri Blackstock verbindet in ihren Romanen auf unnachahmliche Weise spannende Unterhaltung mit tiefgründigen Fragen zum christlichen Glauben. Weltweit wurden bereits mehr als sechs Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft und ihre Romane standen mehrfach auf den Bestseller-Listen der New York Times.
„...Die Büchse der Pandora, die randvoll mit ihren Träumen gefüllt war, war geöffnet worden...“ Gestern Nachmittag hat Morgan erfahren, dass sie schwanger ist. Nun, wenige Stunden später, hat sie eine Fehlgeburt. Sie möchte mit Lisa reden, die selbst schon ein Ungeborenes verloren hat. Doch Lisa antwortet nicht auf den Anruf.... „...Die Büchse der Pandora, die randvoll mit ihren Träumen gefüllt war, war geöffnet worden...“ Gestern Nachmittag hat Morgan erfahren, dass sie schwanger ist. Nun, wenige Stunden später, hat sie eine Fehlgeburt. Sie möchte mit Lisa reden, die selbst schon ein Ungeborenes verloren hat. Doch Lisa antwortet nicht auf den Anruf. Dann erscheint Cade, der Polizeichef, bei Morgan, denn Ben hat seine Frau Lisa als verschwunden gemeldet. Nach Hinweis eines Wahrsagers wird der Wagen mit der toten Lisa im Wasser gefunden. Es handelt sich um den dritten Band der Cape Refuge – Reihe. Die Autorin hat nicht nur einen fesselnden, sondern gleichzeitig einen tiefgehenden Kriminalroman geschrieben. Das ist durchaus kein Widerspruch, denn ein Teil der Protagonisten lässt sich vom christlichen Glauben leiten. Dazu gehören Morgan und ihre Schwester Blair, aber auch Cade. Alle Indizien weisen auf Ben als Täter hin. Er zieht sofort seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt zurück, bestreitet aber die Tat. Die Autorin hat in ihrem Buch neben der Ermittlungsarbeit einige heiße Eisen angepackt. Lisa war seit vielen Jahren zur Behandlung in einem Kinderwunschzentrum, bisher erfolglos. Am Tage ihres Verschwindens hatte sie einen letzten wichtigen Termin. Der Mordfall sorgt landesweit für Aufregung. Dafür verantwortlich zeichnet der Wahrsager, aber auch der Journalist Vince Barr. Während Vince auf spektakuläre Bilder setzt, bemüht sich Blair um sachliche Berichterstattung. Sie nimmt Rücksicht auf die Gefühle der Beteiligten. Morgan und Jonathan, ihr Mann, führen das Haus von Morgans Eltern weiter. Sie geben Menschen, die im Leben gestrauchelt sind und einen Neuanfang brauchen, eine Heimat auf Zeit. Das ist nicht immer einfach. Hier gibt es Konflikte zu bewältigen, aber auch aus Erfolgen neue Hoffnungen zu schöpfen. Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Es lässt sich zügig lesen. Dazu tragen die kurzen Kapitel, die gut lesbare Schriftgröße und der angenehme Schriftstil bei. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, schwierige Sachverhalte allgemeinverständlich zu erläutern. Häufig nutzt sie dazu aussagekräftige Dialoge, die nötigenfalls durch innere Reflexion der Protagonisten ergänzt werden. So muss sich Blair mit der Problematik des Wahrsagens auseinandersetzen, nachdem ihr Interview mit dem Wahrsager nicht so lief, wie sie geplant hatte. Obiges Zitat bezieht sich darauf. Eine der Höhepunkte der Geschichte war für mich die Diskussion von Morgan und Blair über geistige Waffen und den Umgang mit ihnen. Sehr gut werden die Gefühle der Protagonisten wiedergegeben. Ich denke dabei insbesondere an die Trauer von Morgan über den Verlust des Ungeborenen. Die Autorin belässt es nicht bei der Beschreibung der Emotionen, sie lässt mich an den Gedanken, den Selbstzweifeln, dem Glaubenskraft der Protagonisten teilnehmen und gewährt einen Einblick in die Seele. Das alles geschieht sehr behutsam mit passenden Metaphern. Am Anfang des Buches findet sich eine Karte des fiktiven Ortes Cape Refuge. Das Cover mit dunklen Hintergrund und der jungen Frau zieht den Blick auf sich. Dass Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Der Autorin ist es erneut gelungen, eine spannende Handlung mit wichtigen Lebens- und Glaubensfragen zu verbinden.