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Die vier Subindizes, die in die Berechnung des Konsumentenstimmungsindex** einfliessen, betreffen Einschätzungen der Haushalte für die kommenden zwölf Monate. Zwei dieser Subindizes haben sich zwischen Januar und April deutlich verbessert. Die Erwartungen zur Entwicklung der Wirtschaftslage erreichten einen Wert von -2 Punkten im April (nach -29 im Januar). Die Einschätzungen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit verbesserten sich ebenfalls (+49 im April nach +71 im Januar). Demgegenüber veränderten sich die Einschätzungen zur zukünftigen Entwicklung der persönlichen finanziellen Lage (+0 im April versus +1 Punkte im Januar) sowie die Beurteilung der zukünftigen Sparmöglichkeiten (+20 versus +22 Punkte) kaum.
Zwei Subindizes der Umfrage, welche nicht in die Berechnung des Gesamtindex einfliessen, deuten ebenfalls auf eine aufgehellte Stimmung hin. Die allgemeine Wirtschaftslage der letzten zwölf Monate wurde optimistischer beurteilt (-18 Punkte im April gegenüber -47 im Januar), ebenso die Arbeitsplatzsicherheit (-64 versus -78 im Januar). Dagegen hat sich die Einstellung bezüglich des Zeitpunkts für grössere Anschaffungen verschlechtert (+1 Punkte gegenüber +16 im Januar). Die Beurteilung der eigenen Sparmöglichkeiten veränderte sich zwischen Januar und April kaum (+41 Punkte sowohl im Januar als auch im April); ebenso die Beurteilung der vergangenen persönlichen finanziellen Lage (-9 Punkte im April ge-genüber -10 im Januar).
Die Beurteilung der Preisentwicklung veränderte sich zwischen Januar und April. Die Preisentwicklung der letzten zwölf Monate wurde als stärker eingeschätzt als noch vor drei Monaten (von +10 im Januar auf +32 im April). Die Teuerungserwartungen für die kommenden zwölf Monate wurden ebenfalls nach oben revidiert (von +25 auf +34). Nichtsdestotrotz liegen diese beiden Subindizes weiterhin deutlich unter ihrem historischen Durchschnittswert.
Der „alte“ Konsumentenstimmungsindex, wie er vor Oktober 2009 berechnet wurde, hat sich ebenfalls zwischen Januar und April signifikant verbessert (-9 Punkte im April gegenüber -18 im Januar).
Anpassung des Erhebungsdesigns
Die Befragung der Konsumentenstimmung wird seit April 2012 mit einer Anpassung des Erhebungsdesigns durchgeführt. Ziel der Anpassung war es, eine noch bessere Repräsentativität der Schweizer Bevölkerung in der Stichprobe zu gewährleisten. Vier Anpassungen sollen zu einer verbesserten Abbildung der Grundgesamtheit beitragen:
Des Weiteren fand ein Wechsel des Instituts statt, welches die Befragungen durchführt**** und die Befragungswelle wurde von 2 Wochen auf 3 Wochen verlängert.
Trotz Änderungen im Erhebungsdesign und der Revision des Stichprobenumfangs ist die Interpretation des Konsumentenstimmungsindexes nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Zu Kontrollzwecken werden für die Umfragen von April und Juli 2012 doppelte Erhebungen nach alter und neuer Erhebungsmethode durchgeführt. Signifikante Unterschiede werden am Rande der Medienmitteilung zur Juli-Umfrage gegebenenfalls kommentiert.
* In den Monaten Januar, April, Juli, Oktober werden im Auftrag des SECO ca. 1‘100 Haushalte nach ihrer subjektiven Einschätzung der Wirtschaftslage, der finanziellen Lage des Haushaltes, der Preisentwicklung, der Sicherheit der Arbeitsplätze usw. befragt.
** Seit der Publikation der Umfrageergebnisse vom Oktober 2009 werden zwei zusätzliche Fragen veröffentlicht. Es sind dies zum einen die Frage nach den Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und zum andern die Frage nach der Wahrscheinlichkeit sparen zu können. Mit Hilfe dieser neuen Fragen wird der neue offizielle, EU-kompatible Index der Konsumentenstimmung berechnet. Die drei neuen Quartalsreihen beginnen ab April 2007 (siehe technische Notiz «Erweiterung der Umfrage» vom 4.11.2009 unter: http://www.seco.admin.ch/themen/00374/00453/index.html?lang=de).
*** Für weitere Informationen: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/00/08.html
**** Neu führt das Marktforschungsinstitut DemoScope (http://www.demoscope.ch/) im Auftrag des SECO die Befragungen durch.