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Die Wiederwahl galt als reine Formsache, Gegenkandidaten gab es keine. Bach erhielt 93 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme. Die letzte Amtszeit des Anwalts und ehemaligen Olympiasiegers im Fechten beginnt offiziell am Tag nach den Olympischen Spielen in Tokio, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr in diesen Sommer verschoben worden waren.
Bach war 2013 in Buenos Aires als Nachfolger des Belgiers Jacques Rogge zum neunten IOC-Präsidenten seit 1894 gewählt worden. Nach Ablauf seines Mandats im Jahr 2025 wird er nicht mehr kandidieren können. Laut IOC-Statuten kann eine Präsidentschaft über zwei Amtsperioden nur maximal zwölf Jahre dauern.
Bach geniesst im IOC wegen seines Geschäftssinns grosse Zustimmung. Wirtschaftlich konnte er bis zur Corona-Krise immer neue Rekordbilanzen vorlegen, von Medienpartnern und Sponsoren fliessen Milliarden in die Kassen. Für die Zeitspanne von 2021 bis 2024 wurden die Einnahmen von den Top-Sponsoren auf drei Milliarden Dollar verdreifacht.
Kritiker bescheinigen Bach, das IOC mehr denn je wie einen Grosskonzern zu führen. Auch sein eher nachsichtiger Umgang mit Russlands staatlich organisiertem Dopingsystem wird dem IOC-Chef seit Jahren vorgeworfen.
Grosse Sorgen bereiten der olympischen Welt derzeit die Spiele in Tokio, die trotz Corona und breiter Ablehnung in Japan im Sommer ausgetragen werden sollen. «Die Frage ist nicht, ob die Olympischen Spiele stattfinden, sondern wie sie veranstaltet werden», bekräftigte Bach in seiner Eröffnungsrede am Mittwoch.