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Vom Arbeitstier zum Multimedia PC
In der Geschichte der Computer stehen die Achtzigerjahre für den Aufstieg der Personal Computer. Sie kosteten zwar oft den Preis eines Kleinwagens und besassen dabei nicht ansatzweise die Leistung mancher Smartwatch dieser Tage, verbreiteten sich aber trotzdem besonders schnell in Unternehmen. Wer einen Computer für zu Hause suchte, griff zu einem Heimcomputer wie dem bis heute legendären Commodore 64.
Das Softwareangebot für diesen und andere Heimcomputer wuchs schnell auf über 10.000 Programme – vor allem Spiele. Damit deutete sich bereits an, was sich die meisten Menschen abseits des Arbeitsplatzes von einem Computer erwarteten: Unterhaltung.
Erste grafische Benutzeroberflächen, wachsende Hardwareleistung und fallende Preise bereiteten dann langsam den Weg zum Multimedia PC. Bis in die Neunzigerjahre fehlten den Computern aber noch Schnittstellen zu anderen Medien und eine Initialzündung für den endgültigen Aufstieg des Multimedia PC. Diese kam schliesslich im Sommer 1995 mit dem ersten auf Multimedia ausgelegten Betriebssystem Microsoft Windows 95:
- Multitasking,
- Mediaplayer und andere integrierte Unterstützung für Multimedia oder Spiele,
- vereinfachte Hardware-Integration durch Plug & Play oder
- ein Internet Browser
stellten eine Revolution für Computer-Betriebssysteme dar. Windows 95 orientierte sich nicht mehr am ausschliesslichen Arbeitseinsatz eines Computers, sondern zielte vielmehr darauf ab, ihn zur Unterhaltungszentrale und multimedialen Schnittstelle zu machen. Mit den ersten Pentium-Prozessoren lieferte Intel das Herzstück der dafür notwendigen Hardware und die passenden neuen Medien oder Formate entstanden ebenfalls zu dieser Zeit: MP3, erste Videodateiformate und im Hintergrund das Internet mit seinem World Wide Web.
Der erste Standard für den Multimedia PC
Den Begriff des Multimedia PC gab es sogar schon vorher. Bereits Anfang der Neunzigerjahre hatte sich aus verschiedenen Softwarefirmen und PC-Herstellern ein Multimedia PC Marketing Council gebildet. Unter dem Label MPC für Multimedia PC definierten sie erste Standards für die neue Computergeneration. Anfangs genügten ein einfaches CD-ROM-Laufwerk oder die Darstellung von 256 Farben. Allerdings war auch bereits eine dedizierte Soundkarte gefordert, die die sehr beschränkten Möglichkeiten bisher üblicher PC- oder Systemlautsprecher gleich ordentlich erweitern konnte.
1996 bekamen die Hardware-Daten der dritten Generation dieses halboffizielle Multimedia PC dann ein Gesicht, das zur Vorlage für kommende Multimedia Computer werden sollte:
- Pentium CPU mit mindestens 75 MHz
- 8 MB RAM
- mindestens 540 MB Festplattenspeicher
- 16-bit Farbe
- eine Video-Auflösung von wenigstens 352×240 Pixel mit 30 Bildern pro Sekunde
- 4x CD-ROM und eine Soundkarte mit 16-bit CD-Qualität
Aus heutiger Sicht muten diese Spezifikationen wie die eines Computer-Dinosauriers an. Schon damals waren diese Leistungsdaten für die Anforderungen des millionenfach verkauften Windows 95-Betriebssystems – besonders beim Arbeitsspeicher – sehr knapp bemessen. Die neuen multimedialen Möglichkeiten liessen die Nachfrage der Anwender nach immer leistungsstärkerer Hardware ohnehin schnell wachsen – und die Hersteller lieferten in den folgenden Jahren eine Weiterentwicklung nach der anderen.
Der Multimedia PC heute
Die Hardware-Ausstattung mit vielen Multimedia-Komponenten bis hin zu TV-Karten oder die wachsende Zahl von Anschlüssen und Einschüben für USB und die ersten Speicherkarten brauchten viel Platz. Entsprechend gross fiel das Gehäuse bei einem frühen Multimedia PC aus.
Das löste letztlich einen der grössten Computer-Trends der letzten Jahre aus: die Miniaturisierung. Für viele Einsatzmöglichkeiten waren die ersten Multimedia PC schlicht zu gross und unpraktisch. Die Weiterentwicklung zeigte sich beispielsweise mit den ersten Media-Centern. Sie wurden als Wohnzimmer-PC oder neue Zentrale für das Home Entertainment entworfen: als Ersatz für Stereo-Anlage und DVD-Player, als moderner Dia-Projektor für die Fotos der frühen Digitalkameras oder als digitaler Videorekorder mit elektronischer Programmzeitung.
Betriebssysteme und verschiedene Open-Source-Programme unterstützen den Trend mit wohnzimmertauglichen neuen Benutzeroberflächen, die sich ausschliesslich auf die Multimedia-Nutzung konzentrierten. Letztlich konnte sich der PC im Wohnzimmer aber nicht durchsetzen. Die allgemeinen Anforderungen an einen Multimedia-Rechner entwickelten sich trotzdem zum Quasi-Standard für die Desktop Computer oder Notebooks, die danach folgen sollten.
Einen ausgewiesenen Multimedia PC finden sie heute eher seltener. Seinen Platz haben inzwischen vermehrt Allround PCs eingenommen. Es gibt sie im klassischen PC-Gehäuse, als Mini Computer oder als All-in-One-PC, wo die komplette Computerhardware hinter einem grossen Display verbaut ist, und als Notebook zum Mitnehmen. Der Multimedia PC von heute hebt sich vom typischen Office PC durch leistungsstärkere Komponenten und eine etwas umfangreichere Ausstattung ab. Er markiert zumeist die Mittelklasse. Mit zunehmender Leistung verschwimmen dann die Grenzen zu High-End-Rechnern und Spezial-Computern wie zum Beispiel Gaming PCs.
Dennoch kann ein gängiger Allround oder Multimedia PC durchaus anspruchsvollere Aufgaben wie Bildbearbeitung, Videoschnitt oder Computerspiele übernehmen. In Einzelfällen erreicht er dabei vielleicht nicht die Darstellungsqualität oder die Arbeitsgeschwindigkeit stärkerer Computer, legt seinen Nutzern aber auch nicht zu viele Einschränkungen auf. Das ergibt für den Multimedia-Computer mittlerweile viele Einsatzmöglichkeiten.
Einsatzgebiete für einen Multimedia PC
Für einen echten Allround-Computer wie den Multimedia PC sind die Anwendungsmöglichkeiten nicht auf private Nutzer beschränkt – besonders in Unternehmen, bei Freiberuflern oder Selbstständigen und für öffentliche Einrichtungen stellen sie sinnvolle Bausteine für die IT-Landschaft dar. Die kleinen kompakten Prime Computer aus der Schweiz erweitern diese Einsatzmöglichkeiten noch einmal zusätzlich.
Einer der wichtigsten Einsatzorte für einen Multimedia PC liegt allerdings nach wie vor im privaten Bereich. Er ist ein Computer für die ganze Familie. Die Eltern können mit ihm alltägliche Büroarbeiten oder die Steuererklärung erledigen und die Kinder ihre Hausaufgaben. Hier lässt sich das digitale Familien-Fotoalbum verwalten und der Rechner kann genauso die Bild- oder Videobearbeitung übernehmen. Danach schliesst sich der ganze Unterhaltungsbereich an: Dort kann der PC im Haushalt zum Medienserver werden und für alle Familienmitglieder Musik oder Filme und Serien aus dem eigenen Archiv auf Smartphone oder Tablet streamen.
Dazu eignet er sich genauso zum Anschauen der vielen Streaming-Angebote im Netz. Selbst mit einer integrierten Grafikkarte ist er für hochauflösende Formate bereits gut gerüstet. Neuere Onboard-Grafik schafft sogar UHD-Bildqualität auf einem passenden Monitor oder leitet sie auf den Fernseher weiter. Die einst oft vorgetragene Kritik, dass Multimedia ohne dedizierte Grafik nicht wirklich funktionieren kann, ist heute überflüssig.
Multimedia PC im Office-Bereich
In Büros müssen Computer heutzutage deutlich mehr leisten als nur Textverarbeitung und Tabellenkalkulation oder Präsentationen und Datenbanken. Der Büro-Alltag ist genauso multimedial geworden wie der restliche Alltag und dreht sich oft um Bilder, Videos oder Videokonferenzen. Ein einfacher Office-PC erreicht hier schnell seine Grenzen: zu schwache Prozessorleistung, zu wenig Arbeitsspeicher und zu geringe Bildschirmauflösung. Multimedia-Computer sind dafür die bessere Wahl, die deutlich mehr Leistung zu bieten hat, aber trotzdem keine wesentlich höheren Anschaffungskosten verursacht.
Besonders in Büroumgebungen kommt den Betriebsgeräuschen der Rechner eine grosse Bedeutung zu – schliesslich sollen sie nicht mit lauten Lüftern Arbeit und Konzentration der Mitarbeiter stören. Unter diesem Aspekt zeigt sich eine Variante des Multimedia PCs besonders vorteilhaft: der Mini Computer.
Vorteile von Mini-Computern mit Multimedia-Qualitäten im Office
Mini-Computer wie die Schweizer Prime Computer können durch ihre besondere Konstruktion auf Lüfter oder ein Kühlsystem verzichten. Dank eines effektiven Energiemanagements kommen sie allein mit einer passiven Kühlung aus. So arbeiten diese Computer absolut leise. Ihre lüfterlose Bauweise ergibt dazu gleich noch einen weiteren Pluspunkt: Sie pusten keinerlei Staub oder andere feinste Partikel in die Umgebung, was die Qualität der Raumluft im Büro deutlich verbessert und nicht nur Allergikern ein wesentlich gesünderes Arbeitsumfeld verschafft.
Multimedia PC im Handel
Einzelhandelsgeschäfte in den Städten oder Discounter und Supermärkte in den Gewerbegebieten: Kaum ein Geschäft kommt ohne Werbung aus. Wurden in der Vergangenheit überwiegend Prospekte oder Plakate ausgehangen und Angebots-Tafeln von Hand beschriftet, setzen mittlerweile immer mehr Händler auf Computer-Power und multimediale Werbung auf Displays.
Die Macht von Bildern oder Videos in der Werbung ist unumstritten. Teilweise lösen sie schon im Bruchteil von Sekunden Emotionen aus, lenken Aufmerksamkeit auf sich und schaffen es, Kunden gezielter als alles andere anzusprechen und Kaufanreize zu setzen. Ein Multimedia PC kann gleich eine Vielzahl solcher Displays zugleich mit Inhalten versorgen – Slideshow mit Bildern oder ganze Videos, von denen er mehrere parallel in hoher Auflösung abspielt.
Netzwerkkomponenten verbinden ihn mit den einzelnen Displays, erlauben es aber ebenso, den Computer regelmässig aus der Ferne mit neuen Inhalten zu füttern oder seine Präsentationen umzugestalten. Weiter kann er gleich den Audio-Feed mit Musik, Informationen oder weiterer Werbung für das Geschäft beziehungsweise den Markt liefern.
Multimedia PC für Digital Signage in allen Bereichen
In vielen Gebäuden oder im öffentlichen Raum sind digitale Schilder oder ganze Bildschirme wie im Handel nicht mehr wegzudenken. Sie dienen hier ebenfalls der Werbung, häufiger aber auch zur Information und sind nicht selten interaktiv mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgestattet, die den Abruf individueller Inhalte erlauben.
Für die Steuerung sind Multimedia-Computer ideal. Sie besitzen schnelle Prozessoren mit integrierter hochauflösender Grafik und genügend Arbeits- oder Festplattenspeicher für ein ansprechend präsentiertes, flüssiges Benutzererlebnis an solchen Terminals. Eine kompakte Bauform wie in der Variante als Mini-Computer erlaubt es dann ausserdem, die Hardware in den Anzeigen platzsparend einzubauen.
Multimedia PC in Industrie und Handwerk
Bei der Produktion, Reparatur oder Wartung sind die Mitarbeiter vieler Unternehmen auf zusätzliche Informationen für ihre jeweiligen Arbeiten angewiesen – Konstruktionspläne, digitale Modelle, Teilelisten und manches mehr müssen dabei regelmässig herangezogen werden. Dafür gab es lange keine effizienten Lösungen in direkter Arbeitsplatznähe. Klassische Office-PCs brachten nicht die Leistung mit, um beispielsweise dreidimensionale Modelle darstellen oder mit grossen Teile-Datenbanken arbeiten zu können. Zudem bereiten ihnen für gewöhnlich die rauen Umgebungsbedingungen in den meisten Produktionsstätten Probleme und sorgen für hohe Ausfallquoten bei längerem Betrieb der Rechner.
Echte Alternativen gab es lange Zeit nicht. Mitarbeiter konnten in diesem Umfeld Informationen vielleicht aus einem Mikrofiche Katalog abrufen. Das kostete viel Zeit und konnte bei weitem nicht die Informationsvielfalt oder Interaktivität eines Computersystems erreichen. Das Verlassen des Arbeitsplatzes, um an anderer Stelle Daten oder Informationen einzuholen, war weniger effizient.
Multimedia-Computer lösen diese Probleme. Die Schweizer Prime Computer mit ihren Aluminium-Gehäusen ohne Lüftungsöffnungen bringen die notwendige Robustheit mit, um unter solchen widrigen Bedingungen zuverlässig über lange Jahre ihre Aufgaben zu erfüllen. Mit einem Gehäusedesign, das im heimischen Wohnzimmer Eleganz ausstrahlt und sich gut in jedes Wohnambiente einfügt, werden diese Multimedia-Mini-Computer hier in Industrie oder Handwerk zum leistungsstarken, belastbaren Helfer bei der Arbeit.
Für den Multimedia PC gibt es damit viele Einsatzmöglichkeiten. Er zeichnet sich durch umfangreiche Leistung und hohe Flexibilität aus – ein echter Allround-Computer für alle Fälle.