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Euseb Vogt
|Euseb Vogt|
|* 1829 in Grenchen|
|Gemeindeamman 1866-1899|
Euseb Vogt, 1829 geboren, kämpfte während seiner Sturm- und Drangzeit auf der Seite der «roten Partei», der Liberalen. Anfangs der Siebzigerjahre jedoch führte ihn der heftig geführte Kulturkampf ins Lager der Konservativen. 1866 wurde der damals 37-Jährige zum Gemeindeammann gewählt, was er bis 1899 blieb. Während sechs Amtsperioden vertrat Vogt die Bevölkerung des Leberbergs im Solothurner Kantonsrat. «Konservativ und weitsichtig», etwa so dürfte die Devise von Euseb Vogt gelautet haben. Zusammen mit dem legendären Schriftsteller Franz Josef Schild, dem «Grossätti us em Leberberg», gründete er die Feldschützengesellschaft Grenchen. Als Mitgründer trat er aber auch bei der Spar- und Leihkasse Grenchen in Erscheinung.
Besonders intensiv befasste sich Euseb Vogt mit dem Bau eines zukünftigen Spitals. Er erlebte als junger Mann und Politiker die Einführung der Uhrenindustrie in Grenchen und konnte ihren Aufschwung hautnah miterleben. Für Vogt war es klar, dass die Zukunft Grenchens eng mit jener der Uhrenfabrikation verbunden sein würde. Grenchen würde vom Bauerndorf zur Industriestadt wachsen und brauchte rechtzeitig griffige Infrastrukturen. Zu diesen gehörten für Vogt die eigene Bank, der Kontrollverein, welcher der Uhrenindustrie im Segment der teuren Silber- und Golduhren zusätzliche Unabhängigkeit bescherte, und nicht zuletzt ein gut ausgerüstetes Spital.
Quellen[Bearbeiten]
- Text von Rainer W. Walter