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Der Oberlauf der Bärgeri zwischen Taferbach und Nesselbach ist verfallen. Noch in Betrieb ist der untere Teil nach dem Nesselbach. Während einer nicht klar bestimmten Zeit, wahrscheinlich von ca. 1580 bis 1917 wurde die Bärgeri am Taferbach gefasst. Mauern und Einschnitte vor und nach der Fiischterschlüocht am Hang des Staldhorns legen davon Zeugnis ab. Seit 1932 wird die Bärgeri, wie in der Zeit vor 1580, am Nesselbach gefasst und verläuft zwischen Riisegga und Haselbodo, oberhalb vom Jungholz und von der Geigja bis Bärgerifall, um von da mehr oder weniger in Falllinie durch den Wickertwald Richtung Wickert zu fliessen.
Publikationen
Die Bärgeri 1327 bis 2012 (von Othmar Kämpfen)
Der Fonds Loscho. Spiegel eines alpenländischen Handels-, Speditions- und Finanzunternehmens
Zusammenfassung von Heli Wyder Glis im Januar 2012
1998 wird der Löwenanteil des Fonds Loscho, der aktuell 34 Bände und drei Archivschachteln vermischte Schriften umfasst, durch Familie Rudolf Biner-Zeiter auf einem Estrich in Birgisch entdeckt. Der Fundort mag als Erklärung dienen, weshalb die Familie Loscho in der Walliser Geschichtsschreibung bis anhin kaum Erwähnung fand. Hinzu kommt, dass es auch kein Bauwerk mehr gibt, das den Namen der Familie trägt.
Die Bärgeri - Am Hang des Glishorns (von Othmar Kämpfen)
Gross ist die Zahl der Wasserleiten, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ausser Betrieb genommen worden sind. In unserer Zeit ist der Bau von Wasserstollen und der Einbau von Pumpstationen und Kunststoffrohrleitungen technisch einfacher und vor allem billiger als der Erhalt der alten im Unterhalt sehr aufwändigen Wasserfuhren aus dem Mittelalter. Es ist aber schade um jede Wasserleite oder Suone, deren Lauf austrocknet. Fauna und Flora, sowie viele Naturfreunde vermissen das fliessende Wasser am Berghang.
Die vier Wasserleitungen in Glis (von Paul Heldner)
Durch die Alemannisierung des Oberwallis wurde die ansässige frankoprovenzalische Bevölkerung, die hauptsächlich von der Jagd, dem Acker- und Weinbau lebte, nun mit einer andersartigen Einwanderergruppe bekannt. Folge dieser Entwicklung war die Rodung höher gelegener Wälder, die zu Matten wurden und genügend Winterfutter für das Vieh zu liefern hatten. Das äusserst regenarme und trockene Klima veranlasste diese Landwirte, nach Wasser Ausschau zu halten. Sie fanden die Lösung zur Bewässerung teils in kühn angelegten Wasserleitungen, die aus wirtschaftlicher Notwendigkeit in den Jahren zwischen 1250 und 1300 gebaut wurden.