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Die Haltung von domestizierten Nutztieren ist in der Schweizer Tierschutzgesetzgebung detailliert geregelt, spezifische Anforderungen an die Erwerbshaltung von hirschartigen fehlen hingegen, nicht zuletzt wegen fehlender wissenschaftlich gesicherter Kenntnisse. Im Rahmen von zwei Diplomarbeiten wurden Raumnutzung und Verhalten von vier Damwildherden bezogen auf den Tierschutz und auf die Belastung der Vegetation untersucht. Bei Besatzdichten von fünf bis neun Damhirscheinheiten pro Hektar und Zusatzfütterung im Winter traten keine tierschutzrelevanten Probleme auf. Die geschlossenen Pflanzendecken lieferten auch nach zehnjähriger Beweidung Futter guter Qualität.
Sowohl im Sport als auch in der alternativen Landwirtschaft werden Pferde wieder vermehrt als Zugtiere eingesetzt. Auch bei Zugpferden kommt der effizienten Kraftübertragung eine wichtige Rolle hinsichtlich des Wohlbefindens zu.
Eine Vetsuisse-Studie zeigt, dass mit dem Konzept Freiluftkalb der Antibiotikaverbrauch in der Käl-bermast um 80 % reduziert wird. AGRIDEA hat die Wirtschaftlichkeit der Freiluftkalbhaltung geprüft und festgestellt, dass sie nicht mit der herkömmlichen Kälbermast mithalten kann.
Im Gegensatz zu Schweinen wird Milchvieh bisher kaum proteinreduziert gefüttert. Studien zeigen, dass es auch beim Rindvieh Potential zur Proteineinsparung und damit zur Reduktion von Ammoniak-Emissionen gibt.