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Benoît Cœuré, Vorstandsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte in dieser Woche, dass die Blockchain potenzial hätte. Bitcoin sei jedoch „die böse Ausgeburt der Finanzkrise“.
Bitcoin negative Folge der Finanzkrise
Dies sagte Cœuré während der Konferenz „Economics of Payments IX“. Neben seiner Tätigkeit als Vorstandsmitglied bei der EZB ist er ebenfalls Vorstandsvorsitzender des Ausschusses für Zahlungs- und Marktinfrastruktur der Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich. In der Rede, die sich generell mit dem 10 Jahrestag der Insolvenz der Lehman Brothers auseinandersetzte, kommentierte er die Folgen des Debakels.
„Bitcoin ist in mehrfacher Hinsicht die böse Ausgeburt der Finanzkrise“, sagte er. Er wies darauf hin, dass in den ersten Schreiben über Bitcoin Kritik an der Rettung von Banken durch staatliche Hilfe geäußert wurde.
Dennoch fügte er hinzu, dass „Bitcoin eine sehr clevere Idee ist”. Seiner Meinung ist jedoch die zugrundeliegende Blockchain-Technologie die bessere Innovation, die durch Kryptowährungen hervorgebracht wurde. Er führte aus:
„Leider ist nicht jede clevere Idee eine gute Idee. Möglichkeiten mit der Blockchain gibt es viele, aber es gibt auch viele Probleme mit Bitcoin. Ich glaube, dass Agustín Carstens die vielfältigen Probleme gut zusammengefasst hat, als er gesagt hat, dass Bitcoin ‘eine Kombination einer Blase, eines Ponzi-Plans und einer Naturkatastrophe‘ ist.”
Zentralbanken könnten von Technologie profitieren
Trotz der Probleme der Kryptowährung könnten Zentralbanken einen Vorteil aus der Distributed-Ledger-Technologie ziehen, fügte er hinzu. Ein Beispiel dafür wären staatliche Kryptowährungen, die von den Zentralbanken in den Umlauf gebracht werden.
Bereits jetzt würden 57 % der Zentralbanken, die bereits an einem solchen Projekt arbeiten, zwei große Anwendungsmöglichkeiten sehen. Die erste sei der Einsatz der Technologie für Überweisungen mit hohen Beträgen zwischen Banken; die zweite Möglichkeit sei die Verwendung durch Verbraucher im Alltag.
Des Weiteren stellten Banken fest, dass es „ein Potenzial für grenzüberschreitende Zahlungsdienste“ gibt. Dennoch fügte er hinzu, dass staatliche Kryptowährungen in den nächsten 10 Jahren unwahrscheinlich seien. Er erklärte:
„Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass es unwahrscheinlich ist, dass eine zentralbankgesicherte digitale Währung in welcher Form auch immer innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf den Markt kommt, dies gilt auch für vier Zentralbanken, die angegeben haben, dass sie das Stadium der Entwicklung eines Pilotprojekts erreicht haben.“
Image via Unsplash
Corinna ist die Chefredakteurin von Coinwelt. Seit 2016 dreht sich ihre Welt um Kryptowährungen und die Blockchain. Es vergeht kein Tag, an dem Corinna sich nicht darüber ärgert, dass sie nicht gleich am ersten Tag in Bitcoin investiert hat. Besonders spannend findet sie die internationale Rechtslage für Währungen wie Bitcoin. Für die Zukunft hofft sie auf eine positive Haltung der Gesetzgeber und klare Gesetze im Umgang mit digitalen Coins.
Herrlich sowas dieser Post schrieb