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„Suppe, Seife, Seelenheil“ - unter diesem Motto entsteht im 19. Jahrhundert die Heilsarmee als eine ganz besondere Freikirche. Sie geht aktiv gegen soziale Missstände vor und lebt die Kraft des Evangeliums in Wort und Tat vor. Gründer der Bewegung ist der Engländer Wiliam Booth (*1829-1912).
Die als „Christliche Mission Ost-Londons“ bekannte Bewegung nimmt 1878 den Namen Heilsarmee an. Sie verbreitet sich schnell über ganz Grossbritannien und ins Ausland. In der Schweiz beginnen Heilsarmeeversammlungen im Jahre 1882. Die Bewegung trifft dort auf grossen Widerstand, wird anfangs in manchen Kantonen verboten. Schliesslich überzeugt die Heilsarmee mit ihren Werken. Sie geniesst bald sowohl Sympathie in der Bevölkerung als auch Anerkennung bei den Behörden. Heute bietet die Heilsarmee in der Schweiz 34 soziale Institutionen, 22 Sozialprojekte wie Mittagstische, Beratungsstellen usw., 57 Gemeinden (Korps), 22 Brockis und noch vieles mehr an.
Weltweit ist die Heilsarmee in 126 Ländern vertreten. Ihr internationaler Sitz ist in London. Sie wird von General André Cox geleitet.
17. Juni 1891: Eröffnung des Korps Wädenswil. Als Halle diente ein ehemaliger Tanzsaal an der Zugerstrasse.
04. Juli 1940: Kauf der Kapelle an der Zugerstrasse 54 mit Einbau einer Wohnung für die Offiziere im Untergeschoss.
1964: Zusammenschluss des Korps Richterswil mit Wädenswil
1988: Umbau der Wohnung im Untergeschoss in Sonntagsschul - und Jugendräume
1989: Kauf des Hauses an der Auerenstrasse 23, wo sich heute die Offizierswohnung und das Büro befindet.
Es ist unser Ziel, zu verbinden, damit Menschen das Wertvolle im Gegenüber sehen können. Unsere Stärke liegt in der Gemeinschaft und in der Achtung und Liebe, die wir einander entgegenbringen wollen.
Aufrichtigkeit, Klarheit in den Beziehungen und eine möglichst unkomplizierte Art, miteinander umzugehen, machen vieles möglich.
Mitgefühl, ein Sinn für die Grenzen, Schwächen und Limiten jedes Einzelnen und der Wille einander in den Stärken zu fördern, machen uns als Gemeinschaft stark.
Lebendiger Glaube, tiefe Momente der Anbetung unseres Gottes, eine klare Verkündigung der Botschaft aus der Bibel, gelebter Glaube im Alltag und in den Kleingruppen sind Werte, die Menschen mit
Gott verbinden.
Die Alphakurse geben uns die Möglichkeit, Menschen auf dem Weg der Suche zu Gott zu unterstützen und zu begleiten.
Das ganzheitliche Menschenbild, welches unsere Gemeinde hat, wird in dem Motto der Heilsarmee "Suppe, Seife und Seelenheit" bestens umschrieben. Bei uns haben auch Menschen Platz, für die eine Bewältigung des Alltags grössere Herausforderungen bietet, als für die meisten Mitmenschen unserer Zeit. Wir verfolgen einen direkten, praktischen Dienst an unserem Umfeld.
Die Natur und alle Kreatur sind Teil des Planes Gottes. Sie sind herrlich geschaffen und zeugen von der Genialität und Allmacht Gottes.
Doch in seinem Machbarkeitswahn und seiner Herrschsucht ist der Mensch daran, diese Herrlichkeit zu zerstören. Als Menschen, die sich zum Glauben an Gott bekennen, ist uns der Umgang mit der Schöpfung wichtig. Dies ist auch ein Teil unseres Lebens und Glaubens, zu dieser Schöpfung Sorge zu tragen, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen, mitzuhelfen, die Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt nach unseren Möglichkeiten einzudämmen.
Martin Luther, der deutsche Reformator sagte: "Wenn ich wüsste, dass Morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Bäumlein pflanzen."
Wir sind engagiert für Direkthilfe an von Armut und Naturereignissen gebeutelten Menschen. (Haiti, Chile, Aids-Hilfe in Uganda, Aufbauhilfe in Kongo etc.) Die Heilsarmee betreibt weltweit ein ausgedehntes Schulprogramm, Medizinische Dienste, Katastrophenhilfe und Anti-Aids-Kampagnen. Dabei ist uns die Hilfe zur Selbsthilfe primäres Ziel.
Von Zeit zu Zeit wurden Seesterne an die Küste geschwemmt. Zu hunderten lagen sie im Sand und wurden von der heissen Sonne ausgetrocknet. Ein kleiner Junge wurde beobachtet, der am Strand entlang lief und einen Seestern nach dem anderen zur Wasserkante trug und ihn, so weit er nur konnte, ins Wasser hinaus warf.
Ein älterer Herr sah dies und sprach zum Buben: "Das hat doch keinen Sinn. Schau doch, wie viele tausend Sterne noch am Ufer liegen."
Der kleine Junge hebt wieder einen Seestern auf, geht zur Wasserkante, holt aus und wirft den Seestern so weit er nur kann ins Meer zurück. "Für diesen hier," so sagt er, "...für diesen macht es einen grossen Unterschied."
"Wir glauben, dass es sich lohnt, einen Menschen zu retten,
weil es für den einen grossen Unterschied macht."