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Was ist Schlafapnoe?
Apnoe ist ein Fachbegriff für Atemstillstand oder Atemlähmung. Wer Schlafapnoe hat, leidet an häufigen, kurzen Atemaussetzern während des Schlafs. Dies führt dazu, dass Betroffene tagsüber extrem müde sind und sich nicht konzentrieren können. Ist dies der Fall, sprechen Fachpersonen vom Schlafapnoe-Syndrom. Auch verschiedene Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Depressionen können die Folge sein. Betroffene sind teilweise jahrelang extrem müde, ohne zu wissen, dass sie Schlafapnoe haben. Bleibt Schlafapnoe unbehandelt, kann dies zu schweren gesundheitlichen Störungen wie Herzkreislauf-Erkrankungen führen.
Wie viele Personen leiden an Schlafapnoe?
In der Schweiz leiden schätzungsweise über 150‘000 Personen an Schlafapnoe. Man geht davon aus, dass bei einem Grossteil der Betroffenen Schlafapnoe weder diagnostiziert ist noch eine Behandlung eingeleitet worden ist. Dies obwohl Schlafapnoe relativ einfach therapierbar ist. Männer sind öfters von Schlafapnoe betroffen als Frauen: Mindestens vier Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen zwischen 30 und 65 Jahren leiden an Schlafapnoe – meist ohne es zu wissen.
Obstruktive und zentrale Schlafapnoe
Man unterscheidet zwischen der häufigeren obstruktiven und der selteneren zentralen Schlafapnoe. Sie haben verschiedene Ursachen, weisen jedoch ähnliche Symptome auf. Es existieren auch Mischformen zwischen obstruktiver und zentraler Schlafapnoe.
Obstruktive Schlafapnoe
Beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) entspannt sich die Rachenmuskulatur während des Schlafs so stark, dass sie die Atemwege blockiert. Dadurch können Betroffene einige Sekunden bis zu über einer Minute nicht mehr atmen.
Zentrale Schlafapnoe
Die zentrale Schlafapnoe kommt weniger häufig vor als die obstruktive. Bei der zentralen Schlafapnoe kommt es zu Atemaussetzern während des Schlafs, weil das Gehirn dem Körper keine Signale zum Einatmen sendet. Die Atemwege sind zwar frei, doch wird die Atmung vom Gehirn nicht ausgelöst. Das Gehirn vergisst sozusagen zu atmen.
Bild: freie Atemwege (links) und verschlossene Atemwege bei obstruktiver Schlafapnoe (rechts).
Was sind die Folgen von Schlafapnoe?
Die häufigen Atemaussetzer während des Schlafs führen zu Schwankungen der Sauerstoffkonzentration im Blut, zu Stoffwechselstörungen und zur Belastung des Herz-Kreislauf-Systems. Mit einer rechtzeitigen Behandlung können schwere gesundheitliche Probleme verhindert werden.
Neben diversen Symptomen kann Schlafapnoe auch weitere Folgen haben:
- Unfälle durch Einschlafen am Steuer
- Bluthochdruck
- Herzkrankheiten
- Schlaganfall
- Diabetes
- Depressionen
Weitere Informationen
Auf unserer Webseite finden Sie weitere Informationen zu Schlafapnoe:
Film Schlafapnoe
Zuletzt geändert:
18. Mai 2017