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Zum Schweizer Franken nähert sich der Euro wieder der Marke von 1,06 Franken, nachdem diese am Freitagshandel gefallen war. Aktuell kostet ein Euro 1,0599 Franken und der Dollar tendiert mit 0,9723 Franken leicht fester.
Auslöser der Euro-Schwäche war ein auf breiter Front stärkerer US-Dollar. Die amerikanische Währung profitierte von ihrem Status als weltweite Reservewährung, die in unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird. Belastet wurde die Marktstimmung durch Wachstumssorgen um China.
Zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses hatte die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt erstmals seit langem auf die Benennung eines Wachstumsziels für dieses Jahr verzichtet. Regierungschef Li Keqiang verwies auf hohen Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie. Ökonomen erwarten, dass China in diesem Jahr allenfalls halb so stark wächst wie in den vergangenen Jahren.
Darüber hinaus belasten Spannungen zwischen den USA und China. Die beiden Wirtschaftsmächte weisen sich gegenseitig die Schuld an der Corona-Pandemie zu. Darüber hinaus sorgen Pläne Chinas für Verstimmung, mit einem neuen Sicherheitsgesetz stark in die Gesetzgebung der Sonderverwaltungszone Hongkong einzugreifen.
Die USA drohen mit einer scharfen Antwort, falls China Hongkongs Sonderstatus antasten sollte. Hongkong gehört seit gut zwei Jahrzehnten zu China, verfügt allerdings wegen seiner langjährigen Zugehörigkeit zu Grossbritannien über zahlreiche Sonderrechte.
la/he/mk
(AWP)