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Diese Woche hat sich das portugiesische Parlament gegen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen gestellt.
Löwen, Tiger, Elefanten, Kamele und Zebras: Sie alle dürfen in Portugal bald nicht mehr im Zirkus eingesetzt werden. Das portugiesische Parlament hat diese Woche ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Das Gesetz tritt 2024 in Kraft und verbannt insgesamt 24 Tierarten aus den dortigen Manegen.
Besonders erfreut sind Tierschützer über diese neue Regel: «Wilde Tiere gehören nicht in den Zirkus. Die Leute müssen sich amüsieren können, ohne dass dafür Tiere leiden müssen», erklärt die Tierschützerin Bianca Santos der AFP.
Bis 2024 müssen Zirkusbesitzer alle ihre Wildtiere in einer Liste erfassen, damit diese später in Tierschutzheimen untergebracht werden können. Wildtierdompteure, die sich bereit erklären, ihre Tiere bereits früher abzugeben, erhalten staatliche Unterstützung beim umsatteln auf einen anderen Beruf.
Die Gegner des Gesetzes, darunter hauptsächlich Zirkusbesitzer, sehen die neue Regelung als einen weiteren Beitrag zum Untergang des Zirkusgeschäfts.
Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern verbietet die Schweiz die Wildtierhaltung in Zirkussen (noch) nicht. Zwar gibt es Anforderungen an die Grösse und Bauart der Wildtiergehege, in Ausnahmefällen (beispielsweise während Tourneen) darf davon aber abgewichen werden.
Auch wenn es hierzulande immer wieder Vorstösse gegen Wildtiere in der Manege gibt, bleiben die Wildtiere den hiesigen Zirkussen bis auf Weiteres erhalten.