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Acht Personen waren um den Tisch im Dorfmuseum um zu vernehmen, wie die falsche Verpackung angepackt wurde. Vielfältige Sichtweisen zu Literatur im herkömmlichen wie im topmodernen Sinn konnte man vernehmen.
«Honig», Ian McEwan, 2013, 461 S.
Eine Rezension dieses Buches von einem Tages-Anzeiger-Redaktor schliesst mit dem Prädikat: "Lieblingsbuch des Jahres" und "genial". Zwar wird im allerersten Abschnitt auf 6.5 Zeilen der Roman erzählt. Dieser zieht sich dann aber über 461 Seiten dahin. In der persönlichen Wertung von Lukas bedauert er, dass man sich erst durch 399 Seiten kämpfen muss, um auf den verbleibenden 62 Seiten etwas entschädigt zu werden. Einige Figuren sind zu durchsichtig, teils sogar langweilig und lieblos dargestellt.
«Traumsammler», Khaled Hosseini, 2013, 448 S.
Nach dem «Drachenläufer» war man gespannt auf das Nachfolgewerk. Trudlies liest eine Sequenz vor, die das Klima und den Stil des Buches beschreibt. Sie war etwas enttäuscht über den Plot, der nicht immer schlüssig ist. Es geht um die beiden Kinder einer Bauernfamilie, deren Tochter nach Kabul verkauft wird. Es ist eine bewegende Geschichte. Falsch verpackt im Sinne von falsche Hoffnungen geweckt
eBlog «Arbeit und Struktur», Wolfgang Herrndorf
Yvonne berichtete von einem Blog, der sie sehr beeindruckte. Der Autor eröffnete einen Blog, nachdem er vernahm, dass er wegen eines Hirntumors (Glioblastom) eine verkürzte Lebenszeit habe. In diesem Blog berichtet er über die tödlich verlaufende Krankheit. Am 28. August 2013 machte er seinem Leben ein Ende. Das Blog war ursprünglich nicht öffentlich, kann aber online (von unten nach oben) gelesen werden. Im Dezember kam das Blog auch als Buch heraus (444 S.).
eBook «Wassermelone», Marian Keyes
Lukas berichtete von einem noch «in Behandlung» stehenden Roman auf seinem iPhone. Er liest (wieder) die erste Seite vor und sieht Parallelen zu «Honig». Er stört sich an der Sichtweise der Hauptperson, die alles in Schwarz oder Weiss sieht und ausführlich beschreibt. Die verbleibenden Seiten haben ihn dann etwas umgestimmt, sodass er am Schluss trotz Längen und mit Runzeln zur Kenntnis genommenen Übertreibungen noch zufrieden ist... Watermelon 1997, Wassermelone 2013 (als Taschenbuch 542 S.)
«In der Gewalt der Mudschaheddin», Reto Walther, 2009, 302 S.
Der Autor wohnt in Lengnau und wurde auf einer Safari im Süden Algeriens von Mudschaheddin gefangen genommen und nach 177 Tagen befreit. Barbara hat Leben und Leiden der Geiseln als eindrücklich beschrieben geschildert.
Am 24. Februar ist das Thema frei.
Am 31. März wird Nora Marte ihren neuen Gedichtband vorstellen.
Am 28. April gehen wir literarisch auf Reisen.