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Neue Technologien lassen Frontalkollision und Auffahrunfälle weniger werden. Für den Vekehrs-Club der Schweiz (VCS) ist klar, dass mit Fahrerassistenzsysteme der Sicherheitsgewinn, und so eine zweite Röhre, relativiert werde.
Neue Technologien in der Autoindustrie, wie Fahrassistenzsysteme, helfen bei der Vermeidung von Kollisionen und Auffahrunfälle und erhöhen so die Sicherheit auf der Strasse und in Tunneln. Dadurch wird der Sicherheitsgewinn durch eine zweite Gotthard-Strassenröhre relativiert, schreibt der VCS.
Würde die Vorlage angenommen werden, dann könne frühestens 2033 der Verkehr durch das Tunnel fahren. Bis dahin seien auch alle Neuwagen mit einem System ähnlich des Autopiloten von Tesla ausgestattet und verfügen über Notbremsassistenten, Spurhalter- und Abstandsregler, meint der VCS. Je mehr Fahrzeuge damit ausgestattet seien, umso sicherer werde der Verkehr. Bereits heute müssen Lastwagen mit einem Notbremsassistenten ausgerüstet sein und über Alarmsysteme verfügen.
Anstelle der Investition in eine zweite Gotthardröhre könnte man an Unfallschwerpunkten in der Schweiz, die wichtiger sind, grössere Verbesserungen der Sicherheit mit weniger Geld erreichen.
Markus H. Muser, Geschäftsleiter der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (AGU)
Mit dem Notbrems- und Spurhalteassistenten können je bis zu 15 Prozent der tödlichen und schweren Verletzungen vermieden werden. Der Abstandsregler hilft bis zu 50 Prozent bei der Vermeidung von Auffahrunfällen.
Der Bau einer zweiten Röhre aufgrund der Sicherheit ist ein schwaches Argument im Gegensatz zur Gesundheit vieler Bewohner oder dem Alpenschutzgesetz. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, ein Nein in die Urne zu legen.