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Hauptstadt
Windhoek
Einwohner
2’128’471
Fläche
825’418 km² (20 mal grösser als die Schweiz)
Religion
Christen 80% bis 90%, Naturreligionen 10% bis 20%
Sprache
Englisch, Afrikaans, Deutsch, Bantusprachen wie Oshivambo, Otjiherero, RuKwangali, SiLozi, Setswana und Khoisan-Sprachen wie Khoekhoegowab, !Kung und Khoe
Währung
Namibia-Dollar, 100 CHF = 1’476.40 NAD
Unabhängigkeit
21. März 1990 (von Südafrika)
Klima
Das Klima Namibias ist subtropisch – kontinental. Das heisst, dass es sehr trocken und schwül ist. Die Sonnenintensität ist das gesamte Jahr über sehr hoch. Es gibt fast um die 300 Sonnentage im Land. Namibia gilt als aride Zone – die gefallenen Niederschlagsmengen sind deutlich geringer als die Verdunstungsmengen. Nur der Caprivi-Zipfel im Nordosten hat ein wechselfeuchtes Klima mit zuverlässig hohen Niederschlagsmengen von bis zu 650 mm im Jahr. Die Durchschnittsmenge im ganzen Land liegt bei etwa 250 mm. Der gesamte Regen fällt fast ausschliesslich in den Sommermonaten von November bis März in starken Gewitterschauern.
Gesellschaft
Namibia ist eine Vielvölker- und so genannte Regenbogennation. Hier leben zwölf verschiedene Ethnien friedlich miteinander. Der Staatsname Namibia wurde bei der Namensgebung zur Unabhängigkeit von der Wüste Namib abgeleitet, welche den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Der Name wurde gewählt um keines der vielen unterschiedlichen Völker Namibias, auf die sich ein anderer Name hätte beziehen können, zu verärgern.
Von den 2,1 Millionen Einwohnern leben statistisch gesehen 2,4 Personen auf je einem Quadratkilometer. Dicht besiedelt ist der Norden des Landes. Hier leben rund 61% der Gesamtbevölkerung in meist traditionellen Siedlungen – 5% davon in Städten. Zentralnamibia beherbergt 32% – hiervon lebt die Hälfte in Städten (50% allein in Windhoek). Nur 7% bewohnen den trockenen Süden des Landes – ein Großteil in Städten, nur 35% davon in ruralen Gebieten. Mit Ausnahme der Hafenstädte und Bergbauzentren ist der Westen Namibias kaum bewohnt.
Geschichte
Die Geschichte Namibias liest sich wie fast jede Geschichte deutscher Kolonien: Mit einer gewissen Dreistigkeit wurde das Land annektiert, die Bodenschätze abgebaut und zu Beginn des Ersten bzw. Zweiten Weltkrieges schnell verlassen.
Manche Deutsche sind nach den Wirren der Weltkriege hier geblieben oder zurückgekehrt. Ihre Wurzeln sahen sie eher im südwestlichen Afrika als in Mitteleuropa.
Für die Gegenwartsgeschichte ist das interessant, doch offenbart Namibia eine durchaus viel tiefgründigere Geschichtsschreibung, die schon bereits vor mehreren tausend Jahren begann.
Die ersten Spuren hinterliessen die Ureinwohner mit ihren bis heute rätselhaften künstlerischen Felsgravuren und -zeichnungen. Viel später dann, mit der Entwicklung der Schifffahrt, nahmen die Europäer das Land für sich ein und entdeckten Namibia als lohnenswerte Kolonie. Das Zeitalter der Diamantensucher im beginnenden 20. Jahrhundert mündete in der Apartheid der südafrikanische Mandatsmacht bis hin zur Unabhängigkeit, der Proklamation des Staates Namibia und dessen Gegenwart in der globalisierten Welt.
Geografie
Namibia liegt im Trockengürtel südlich des Äquators im Südwesten des afrikanischen Kontinents. Im Osten grenzt das Land mit der Kalahari an das Nachbarland Botswana, im Norden an Angola, im Nordosten an Sambia sowie im Süden an Südafrika.
Flora
Namibias Tier- und Pflanzenwelt ist trotz des Trockensavannen- und Wüstenklimas, welches den größten Teil des Landes bestimmt, sehr artenreich. Wohl auch deswegen hat sich die namibische Regierung den Erhalt der Natur und der in ihr lebenden Tiere als Agenda in der Verfassung des Landes verankert.
Namibia ist damit auf dem afrikanischen Kontinent ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Artenerhalt.
Durch die klimatischen Gegebenheiten bedingt, findet man in Namibia eine Wüstenvegetation vor, die perfekt an die extreme Trockenheit angepasst ist. Aber auch Pflanzen, die in den immergrünen tropischen Wäldern und im Hochgebirge wachsen, tragen zum einzigartigen Naturschauspiel in dem facettenreichen Land bei.
Tierwelt
Namibia gilt als tierreichstes Land auf der Welt und bietet dem Besucher eine grosse Artenvielfalt, die vom bekannten Grosswild bis zu niederen Wirbeltieren und sogar Wirbellosen reicht. Alle Tiere haben sich ihrer Umwelt perfekt angepasst.
Die Namib ist bevölkert von Reptilien und Insekten und verfügt über einen höheren Artenreichtum als alle anderen Wüsten. Vor allem Dünenheuschrecken, Spinnen (Wheelspider), Skorpione, Schlangen, Chamäleons und Eidechsen leben hier. Da es in der Namib so gut wie gar nicht regnet, ernähren sich die Tiere vom Nebel und Morgentau – Blätter, Halme und anderes nahrhaftes Material wird vom Wind aus dem Landesinneren in die Wüste getragen und benetzt. Ein viel beobachteter Überlebenskünstler ist der Schwarzkäfer. Mit seinen langen Beinen streckt er sich dem Nebel entgegen, damit sein gesamter Rückenpanzer Feuchtigkeit aufnehmen kann. Diese rinnt dann an seinem Körper herab und gleitet als Tropfen in sein Maul hinab.
Im Gegensatz zu dem unwirtlichen Lebensraum der Namib leben in den Savannen des Landes unzählige Tiere, die auch in den vielen Nationalparks ein sicheres Zuhause gefunden haben. Hier leben neben den berühmten «Big Five» der afrikanischen Tierwelt – Büffel, Nashorn, Elefant, Löwe und Leopard – mehr als 130 weitere Säugetierarten.