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Parzelle Nr. 2304
Die Parzelle befindet sich am Ostfuss des Zinggenausläufers und wird über die Haldenstrasse
erschlossen. Privilegierte Ausrichtungen sind der Blick nach Osten ins Tal
und der südwestliche in das benachbarte Waldgebiet.
Im östlichen Bereich der Parzelle steht der bestehende Bau mit Satteldach und auskragender Balkonschicht in östlicher und westlicher Himmelsrichtung. Zum jetzigen
Zeitpunkt wird das Haus über eine steile Serpentine erschlossen, welche gegenüber
Nachbarparzelle Nr. 2434 mittels einer hohen Betonstützmauer abgefangen wird und
auf der nördlichen Seite durch eine Holzwand begrenzt wird. Die Holzwand dient zusätzlich als Hangsicherung für die anliegende Parzelle Nr. 2151 und befestigt deren
Steingarten. Das Gelände weisst eine sehr grosses Gefälle auf. Der Höhenunterschied von der Strasse bis zur Erdgeschoss-Kote des bestehenden Gebäudes betragen bis zu 6 Meter.
Aufgabenstellung
An den neuen Anbau wurden folgende Forderungen gestellt bzw. sollten folgenden Bedingungen Aufmerksamkeit geschenkt werden:
Mit dem neuen Anbau sollten nicht nur neue Wohnungen erstellt, sondern auch der
bereits bestehende Bau aufgewertet werden. Neue Einstellplätze/Garagenplätze müssen
das Parkieren für die Bewohner in Spe, sowie für die Bewohner des bestehenden
Hauses lösen. Ausserdem muss der Höhenunterschied der Parzelle mit einem neuen
Aufzug bequem überwunden werden können und sollte der internen Erschliessung des
Neubaus sowie der Nutzung des bestehenden Gebäudes dienen. Eine weitere Herausforderung stellt die bereits erwähnte Holzwand dar, welche möglichst
mit einer dauerhafteren Lösung ersetzt werden sollte, oder zumindest in ihrer
jetzigen Situation aufgewertet werden. Zusätzlich ist hier das Hangwasser zu beachten,
welches bei starken Regenfällen durch die momentane Konstruktion dringt und die
Holzwand zusätzlich belastet. Der Anbau bietet Platz für mindestens zwei neue Wohnungen, welche sich im Bereich 2.5-3.5 Zimmer einpendeln.
Konzeptionelle Grundgedanken
Das Konzept lässt sich am besten über 3 Eckpfeiler des Entwurfs verdeutlichen:
1. Die Orientierung der Wohnungen
Durch die Voraussetzungen des bestehenden Geländes mit dem Hang, wird das Konzept
für die Volumina der Wohnungen von folgendem Grundgedanken getragen: beiden
Wohnungen sollen ein Bezug zum Tal (Osten), sowie nach Westen zum Waldgebiet haben
und sich nicht gegenseitig hindern.
Dies haben wir durch Splitt-Level der Wohnungen erreicht, wobei das Niveau der Westwohnung ein halbes Geschoss höher ist, wie die Wohnung im Osten. Auch wir diese
Organisation im Innern der Volumina aufgenommen in dem die ersterwähnte auf einem
Geschoss, die Zweite als ein Maisonett ausgebildet ist. Dadurch erreichen wir, dass der
Ostwohnung dieselben Privilegien gewährt werden können. Auch im Aussenraum findet dieses Konzept ihre Entsprechung: Gerade bei so kompakten Bauten und Ensembles mit verschiedenen Bewohnern ist die Schaffung von privaten Räumen (innen wie aussen) wichtig: Der Wohnung im Westen wird ein grosser Aussenraum im Westen zugesprochen. Dieser ist vom höher liegenden Platz, welcher als Aussenraum der bestehenden Wohnungen angedacht ist, mittels einer neuen Stützmauer abgegrenzt. Weiter könnte eine Hecke oder der gleichen für weitere Privatsphäre und Sichtschutz sorgen. Der Grundüberlegung war hier erneut, dass die gesamte Wohnung, selbst im Aussenraum über ein Geschoss funktioniert. Der Haupt-Aussenraum der Ostwohnung, welcher sich auf dem Dach der Westwohnung befindet wird über eine aussenliegende Treppe erschlossen. Diese befindet sich auf der östlichen Terrasse, welche als Rücksprung im Volumen der Wohnung ausgebildet ist. Für das bestehende Gebäude wird ein Zugang von der Balkonschicht auf das oberste Flachdach der Ostwohnung geprüft. Damit diese nicht allzu grob ausfällt, wird eine Lösung mit einem Brückenlauf vorgeschlagen.
2. Situierung in der Umgebung
Das Gefälle auf dem Gelände ist bestimmend für die Situierung des Neubaus im Gelände. Dadurch waren wir bestrebet, den Fussabdruck gerade im Untergeschoss auf dem möglichen Minimum zu halten. Somit wird auch das Volumen des Aushubes reduziert und möglichst Unterfangungen und Hangsicherungen zu vermieden, da diese in horrenden Kosten, ohne dass diese aufgerechnet werden können (höhere Preise für die Wohnungen, Mehrwert, etc.).
3. Parkplatzsituation und der Zugang zum Gebäude
Momentan wird der westliche Vorplatz auf dem Hochplateau als Abstellplatz verwendet. Da dieser mit dem Projekt nicht mehr für Fahrzeuge zugänglich ist, musste eine Lösung für die Parkplatz-Situation gefunden werden. Da wir durch die Situierung im Gelände möglichst Platz sparen wollten, haben wir einen Teil der Abstellplätze vertikal organisiert. Den Bewohnern stehen eine Einzelgarage, sowie eine Doppelgarage zur Verfügung. Hier zeigt sich eine Spezialität des Entwurfs. Die Doppelgarage biete Platz für vier Fahrzeuge, da diese pro Platz mit Multi-Parking-Lifte ausgestattet sind.