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Das Mysterium der Geschlechter
Eduard von Mayer verfasste in zahlreichen Werken den naturwissenschaftlich-religiösen Überbau des Klarismus. Im klaristischen Verständnis streben demnach beseelte Urzellen einem ‹über-geschlechtlichen›, zukünftigen Zustand zu.
In seinem 1923 erschienenen Werk Das Mysterium der Geschlechter reagierte er auf geschlechtertheoretische Diskurse seiner Zeit – insbesondere auf die sexuellen Zwischenstufen-Theorien von Magnus Hirschfeld. Die Figur des Araphroditen (Ares /Aphrodite) wird grundlegend dargestellt, die in den meisten Bildern Elisàr von Kupffers zu sehen ist. Der Araphrodit ist sozusagen das Fernziel – eine klaristisch-idealisierte Vision des Menschen, welcher die geschlechtlichen Grenzen überwunden hat.
Das malerische Hauptwerk Die Klarwelt der Seligen ist demnach als übergeschlechtlicher Paradiesentwurf zu verstehen.
Darüber hinaus inszenierte sich Elisàr von Kupffer unter dem Namen Elisarion als Araphrodit und ‹übergeschlechtlicher› Priester des Klarismus.