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PARIS (awp international) - Die Rente mit 62 ist in Frankreich offiziell auf den Weg gebracht. Arbeitsminister Eric Woerth stellte den Gesetzesentwurf am Dienstag im Kabinett vor. Demnach soll das Mindestalter für den Renteneintritt bis 2018 schrittweise von 60 auf 62 Jahre erhöht
werden. Zudem sollen zahlreiche Sonderansprüche auf Renten abgeschafft werden. Auch der Mindestzeitraum für Beiträge an die Rentenkasse soll verlängert werden.
Präsident Nicolas Sarkozy hatte in einem Interview am Vorabend betont, dass die Reform bis Ende Oktober verabschiedet werden solle. An der neuen Altersgrenze sei nicht zu rütteln, allenfalls in Detailfragen seien Verhandlungen mit den Gewerkschaften möglich, machte Sarkozy deutlich. "Gucken Sie nach Deutschland oder Spanien. Es gibt kein Land, das keine Anstrengungen macht", sagte Sarkozy, der die Rentenreform zum Prestigeprojekt seiner verbleibenden Amtszeit erklärt hat.
Die seit Wochen andauernde Spendenaffäre könnte die Reformpläne durchkreuzen, da der mit der Steuerung beauftragte Arbeitsminister eine der Schlüsselfiguren der Affäre ist. Er steht im Verdacht, mindestens eine illegale Bargeldspende in Höhe von 150.000 Euro zur Finanzierung von Sarkozys Präsidentschaftswahlkampf von der L'Oréal-Erbin Liliane Bettencourt erhalten zu haben. Woerth weist dies zurück. Sarkozy sprach seinem Minister sein Vertrauen aus./kol/DP/bgf
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