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Unvergessen sind die Hagelzüge dieses Sommers, z.B. jener vom 28. Juni mit Hagelkörnern von 7 cm Grösse am Sempachersee/LU; eine Korngrösse, die selten vorkommt in der Schweiz. Solche Unwetter sind nun im Spätsommer unwahrscheinlich.
Fast den ganzen Sommer hindurch hatten wir immer wieder Höhenkaltluft in unserer Nähe, entweder als Trog oder als Kaltlufttropfen. Kaltlufttropfen haben im Hochsommer eine andere Wirkung als im Spätsommer. Im Hochsommer steht die Sonne hoch und kann die unteren Luftschichten stark aufheizen. Mit der Kaltluft in der Höhe wird die Atmosphäre sehr labil. Da die warme Luft viele leichter ist als die kühle Luft oben, steigt sie auf und kann so heftige Gewitter produzieren.
Anders jetzt im Spätsommer. Die Tage sind kürzer, die Sonne steht tiefer und bringt weniger Energie. Somit wird es auch mit Höhenkaltluft weniger labil in der Atmosphäre und falls es dann Gewitter gibt, fallen sie kaum heftig aus.
Aber Vorsicht: Auch im Spätsommer und Herbst sind Unwetter möglich. Sie kommen nicht von den Gewittern wie im Sommer sondern vom Mittelmeer. Das Meer hat jetzt die höchste Temperatur des Jahres und gibt viel Energie an die Atmosphäre ab. Wenn sich nun eine länger dauernde Süd bis Südwestströmung einstellen würde, gäbe es grosse Niederschlagsmengen. Eine solche Lage ist im Moment nicht in der Prognose.