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Radical solutions are quickly found, they are inexpensive, and the possibility of failure is great. In Holland or England there are innumerable examples of church spaces that have been converted into sports halls, apartments, discotheques and indeed even into brothels. In some cases both the architectural and spiritual dignity of the spaces has been offended.
In modern Western society faith and the church have long since ceased to permeate daily life. But perhaps social daily life along with its needs could increasingly move into the church and give it a new meaning? Naturally, this editorial is not an argument for more religion in life, and certainly not for the darker sides of church hierarchies. But if one moves around other cultures and other cities, for instance in Asia, one notices how closely interwoven spirituality and everyday life are there, even today. Everywhere there is a temple, a shrine in front of which one can pause and reflect for a while … And is architecture itself not also a fairy tale realm in which one either believes or doesn’t?
All the examples presented in this issue show how the dignity of religious space can be transferred to a new entity. In the successful adaptations and conversions this was ultimately achieved by means of architecture, even if it did not play the leading role. Architecture is a way of thinking. It is a medium that knows how to mediate between material and idea, between space and people, between here and there. Without its ennobling presentational machinery many a space, if profaned, would remain just that: profane.
Kirchen sind Symbole der Gemeinschaft wie des Glaubens. Profanen und kommerziellen Nutzungen widersetzt sich ihr sakraler Charakter ebenso wie ihre architektonische Würde. Doch wie viel Aktivität braucht es überhaupt im Kirchenraum? Und werden die Möglichkeiten, Kirchen in zeitgemässen Formen für soziale und kulturelle Zwecke zu öffnen, genügend genutzt?
Von der stillen Einkehr über das Rockkonzert bis zur Jugendarbeit oder dem Orgel-Oratorium: Alles kann unter dem Dach der spätbarocken reformierten Kirche in Kloten stattfinden. Der clevere Umbau von Fahrländer Scherrer Architekten öffnet das Gotteshaus für neue und multifunktionale Nutzungsformen.
Eine ganz und gar nicht profane Aufgabe löste das Stuttgarter Büro Bez + Kock mit einem unkonventionellen Vorschlag: Die Architekten transformierten die Marienkirche Bochum nach langem Leerstand zu einem Foyer für zwei Konzertsäle, in der die Musik nun das Hochamt feiert. Dafür wird die Erschliessung geändert, und man betritt das Ensemble aus Alt und Neu über den ehemaligen Chor.
Die Kirche St. Mary’s in Kilkenny aus dem 13. Jahrhundert wird zum Museum ihrer eigenen Geschichte. McCullough Mulvin Architects erklären das Gebäude selbst zum Exponat, indem sie «den vierhundert Jahre langen Atemzügen» lauschen und die fehlenden Volumen von Nordflügel und Chor und damit den archetypischen Kreuzgrundriss in zeitgenössischer Anmut wiederherstellen. Originaltext Englisch
Die Toggenburger Gemeinde Ebnat-Kappel verkaufte eine ihrer zwei Kirchen als Eventlokal, die andere ergänzte sie um ein Gemeindezentrum im ehemaligen Pfarrhaus. Raumfindung Architekten erweiterten diesen stattlichen Bau um einen ovalen Mehrzwecksaal.
werk-Redaktor Tibor Joanelly stellt die Frage nach klimaneutralem Bauen in einen globalen Zusammenhang. Er plädiert für Sorgfalt und Verantwortung und sieht im Begriff des «Terrestrischen» gemäss Bruno Latour eine Chance für das zeitgenössische Architekturschaffen.
In diesem Jahr sind 31 Architektinnen und Architekten sowie vier assozierte Mitglieder aus fast allen Landesteilen auf Antrag ihrer Ortsgruppen in den BSA aufgenommen worden.
Die SBB, Symbol schweizerischer Identität und Pünktlichkeit, ist Gegenstand einer Ausstellung im Zürcher Museum für Gestaltung: Design-Geschichte ist hier gleichzeitig Alltags- und Kulturgeschichte. Ausserdem: Genossenschaftliches Wohnen in Zürich, Schuchow in Moskau.
Ein langes Gespräch mit Gion A. Caminada bildet den Kern des neuen Buchs von Florian Aicher über den Architekten aus Vrin. Und Ivica Brnić definiert in seiner Disseration das Sakrale in der Architektur.
Alain G. Tschumi (1928 – 2019)
Christa Zeller (1946 – 2019)
Neues aus Leutschenbach: Das News- und Sportzentrum SRF von Penzel Valier gehört zu den bedeutendsten Architekturproduktionen der Schweiz in diesem Jahr. Tibor Joanelly erläutert dies anhand einer ebenso präzisen wie enthusiastischen Beschreibung der Konstruktion des Neubaus.
Fernsehmoderator und Bauherrenvertreter Urs Leuthard vom SRF gibt einen Einblick in die zeitgenössische Newsproduktion. Der Neubau von Penzel Valier manifestiert die neue publizistische Welt in gebauter Form.