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Napoleon auf Rädern
Das ist Napoleon. Süss, nicht wahr?
Ende April wurde er unter der Treppe eines Hauses in Tijuana, Mexico entdeckt, wo er seit zwei Tagen kauerte und sich weigerte, hervor zu kommen. Die Bewohner des Hauses konnten nicht genau sehen, was mit ihm los war und dachten, er habe ein Bein gebrochen. So setzten sie sich mit Veronika, einer befreundeten Tierärztin in Verbindung und es gelang ihr, den Corgi Mischling aus seinem Versteck zu locken.
Es stellte sich heraus, dass er eine ernste Verletzung des Rückenmarks hatte, vielleicht von einem Auto oder etwas anderem, das ihn erst kürzlich gerammt hatte, denn seine Beine waren noch nicht verkümmert.
In Tijuana gibt es kein Tierheim. Normalerweise wäre ein solcher Hund seinem Schicksal überlassen oder würde eingeschläfert.
Zum Glück für Napoleon arbeitet Veronika als freiwillige Tieräztin für die Humane Society von Tijuna. Diese private mexikanische Tierschutzorganisation hat schon in vielen scheinbar hoffnungslosen Fällen ein Lösung gefunden. Für eine genauere Diagnose konsultierte Veronika auch einen Kollegen und nach verschiedenen Tests meinte dieser, dass Napoleon eine gute Chance habe, sich zu erholen.
Aber trotz guter Pflege und einer Erholungszeit machte Napoleon keine Fortschritte. Ein Neurologe wurde beigezogen und zusätzliche Tests ergaben leider, dass Napoleon keinerlei Schmerzempfindlichkeit in seiner Hinterhand zeigt und gelähmt bleiben wird. Er hat auch keine Kontrolle über Blase und Darm.
Nun war guter Rat teuer. Napoleon selbst war überzeugt, dass er sich erholt hatte und war voller Tatendrang. Er hat einen unbändigen Lebenswillen und ist trotz seiner Verletzung erstaunlich mobil und unternehmungslustig. Menschen gegenüber ist er sehr anhänglich, aber Hunde, die grösser sind als er, mag er nicht. Sein Name passt also gut zu ihm!
Weil er so lebensfroh und aktiv ist, brachte es niemand übers Herz, ihn einzuschläfern. Dr. Sarah, ebenfalls eine der freiwilligen Tierärzte, die für die Humane Society arbeiten, schlug vor, ihm einen Hunderollstuhl zu verschaffen. Mit Rädern unter den Hinterläufen könnte er die Hundewelt erorbern. Die erforderlichen 400 Dollars waren schnell beisammen und am Wochenende d. 17./18. Juli 2010 erhielt er den Rollstuhl.
Wie gut er damit zurechtkommt zeigt dieses Video:
Jetzt braucht Napoleon nur noch eine Person viel Zeit und Geduld, die bereit und auch imstande ist, einem lebensfrohen und liebevollen Hund mit einer neurologischen Behinderung ein neues Zuhause zu geben. Für die geeignete Person oder Familie wäre er ein wunderbarer Kamerad.
Übersetzung: ANo
http://friendsofhstj.org/