Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03488.jsonl.gz/1146

Die Grammy Awards (kurz: Grammys) sind seit 1959 der wichtigste Preis innerhalb der Musikindustrie und somit die Oskars innerhalb der Musikszene. Gestern Abend in Los Angeles haben sie das 56. Mal stattgefunden und glückliche Gewinner und Verlierer wurden festgesetzt.
I ERGEBNISSE: DIE GLÜCKLICHEN GEWINNER TRAGEN SCHUTZHELME
Auf der eigenen Website unter „Nominees“ lässt sich die detaillierte Liste der Gewinner von 2013 betrachten. Hier kurz einige der wichtigsten Facts: Die 2 französischen Köpfe von Daft Punk räumten gross ab mit Grammys für „Record Of The Year“, „Album Of The Year“, „Best Dance / Electronica Album“ etc. Ihr letztjähriges Album „Random Access Memories“ liess niemanden kalt und wir finden diese Mehrfachehrung durchaus gerechtfertigt. Auch ihre Radio-Killer-Single „Get Lucky“ räumte Preise ab wie „Best Duo / Group Performance“. Da die Grammys ua. eine Show des Amerikanischen Fernsehens sind und in der Stadt der Unterhaltung Los Angeles stattfinden, wird vor allem der Fokus auf – nennen wir sie mal – „Hit Kategorien“ gelegt. Beispielsweise wird niemals vom Sieger des „Best Opera Recording“ Grammys gesprochen, den gibt es nämlich auch (gewonnen hat hier Adès – The Tempest)! Den besten Movie Soundtrack lieferte Adèle mit „Skyfall“ und die beste „Rock Performance“ ging an Imagine Dragons.
II ÜBERRASCHUNGEN
Überraschungen gab es musiktechnisch nicht wirklich, nur die Freude, dass die 17-jährige Lorde aus Neuseeland für ihr Lied „Royals“ bereits einen Grammy mit heimnehmen kann, ist da. Lorde hat in den Kategorien „Song Of The Year“ und „Best Pop Solo Performance“ abgeräumt. Macklemore & Ryan Lewis haben in der Kategorie Rap abgeräumt und das politische Lied „Same Love“ wurde ebenso preisgekrönt. Es haben sich während der Performance von „Same Love“, bei der auch Madonna mitmachte, während der Grammys etliche gleichgeschlechtliche Pärchen verheiratet und die Ringe ausgetauscht. (Drama, Baby! Das können die Amis).
Die Mode (ja, dieses Thema gehört auch dazu…) der Grammybesucher(innen) hielt leider keine grossen Überraschungen bereit – alle waren reeeeeeelativ züchtig und langweilig in ihren Roben unterwegs. Für kleine Beatles-Fans gab es eine halbfreudige (da halbbesetzt) Performance von Sir Paul McCartney und Ringo Starr themselves.
III DIE 5 BESTEN PERFORMANCES ZUM NACHSCHAUEN
1 Lorde – Royals
Die Haare einmal glatt, in klassisches Schwarz-Weiss gehüllt und mit dunklen Lippen rockt das Mädchen vertieft die Bühne. Der Raum halb abgedunkelt und die Lichter im Hintergrund wie blaue Sterne.
2 Macklemore & Ryan Lewis, Mary Lambert & Madonna
Wie unter dem Punkt „Überraschungen“ bereits erwähnt, haben sich zu diesem (mit Madonna) performten Song „Same Love“ eine zweistellige Zahl an Pärchen verheiratet. Das Lied zelebriert und anerkennt die gleichgeschlechtliche Liebe und kritisiert das immer noch vorherrschende diskriminierende Medien- und Gesellschaftsbild.
3 Daft Punk (+ Pharrell Williams + Stevie Wonder) – Get Lucky
Bei diesen obig genannten Gast-Interpreten bleibt wohl nicht mehr viel zu sagen. Disco is alive!
4 Imagine Dragons (+ Kendrick Lamar) – Radioactive
Kendrick Lamar ergänzt den ergreifenden Rock-Hit „Radioactive“ um dunkle Rapelemente, welche überraschend gut passen. Die Strings im Hintergrund harmonieren perfekt mit Kendricks unglaublichen Rap-Skills (diese anerkennen wir und mögen wir sogar sehr, obgleich wir nicht wirklich grosse Fans geschweige denn Spezialisten von Hip Hop / Rap sind…)
5 P!NK (+ Nate Reuss von Fun.) – Just Give Me A Reason
Wegen dem hübschen Schnurrbart oder wegen dem Käse, oder weil wir keine 5te Performance gefunden haben.
Danke fürs Lesen. Habt ihr die Grammys verfolgt? Was war eure liebste Performance?
KEEP BUZZIN‘