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Nino Schurter fährt in Lenzerheide aufs Podest
Knapp am Rekord vorbei: Nino Schurter wird am Heim-Weltcup in Lenzerheide Zweiter und verpasst damit seinen 33. Weltcupsieg. Als Erster kam der Franzose Victor Koretzky ins Ziel.
Nach den Olympischen Spielen, EM und WM sind die Schweizer Mountainbiker in Lenzerheide zum Heim-Weltcup angetreten. Dem Bündner Nino Schurter bot sich im Heimrennen die Chance auf eine historische Bestmarke, die er knapp nicht nutzen konnte. Er wird beim Cross-Country-Rennen am Sonntag Zweiter, hinter dem Franzosen Victor Koretzky und vor dem Schweizer Mathias Flückiger. Immer wieder verschärfte Schurter in der Rennmitte das Tempo und versuchte sich von der Spitzengruppe zu lösen. Gelingen wollte es ihm bis zum Schluss nie.
Koretzky gewann dank einem Angriff im Finish zwei Sekunden vor Schurter und neun Sekunden vor Flückiger. Vor 9000 Zuschauern liess sich Koretzky praktisch über das ganze Rennen von den beiden Schweizern ziehen und sparte so wohl entscheidend Kraft. Erst gegen Ende wagte sich der Franzose erfolgreich aus der Deckung.
Rekord nicht egalisiert
Drei Mal konnte Schurter in Lenzerheide bereits triumphieren. Unter anderem holte er sich den WM-Titel 2018. Zwei weitere Male war er Zweiter. Den 33. Sieg im Weltcup verpasste er mit dem Resultat am Sonntag. Mit einem Erfolg hätte Schurter den Rekord des vor drei Jahren zurückgetretenen Franzosen Julien Absalon egalisieren können.
«Am Anfang war mir dieser Rekord nicht wichtig, inzwischen ist er in meinem Kopf immer mehr präsent. Er ist ein schönes Ziel, an dem ich mich motivieren kann», sagte Schurter im Vorfeld des Weltcups in seiner Heimat. Seit nunmehr zwei Jahren trennt ihn nur noch ein Erfolg von Absalons Marke.
Flückiger ebenfalls erfolgreich
Als Führender im Gesamtweltcup bog der Schweizer Mathias Flückiger in Lenzerheide auf die Zielgerade der Saison ein. Der Olympia- und WM-Zweite aus Leimiswil zeigte sich Graubünden in guter Form. Im Short Race am Freitag wurde er Zweiter hinter dem Brasilianer Henrique Avancini und auch am Sonntag im Hauptrennen holte er sich mit Rang 3 einen Podestplatz. Die Entscheidung im Gesamtweltcup wurde damit aber noch einmal vertagt und Flückiger steht zwei Wochen vor dem Finale in den USA rechnerisch knapp noch nicht als Sieger fest.
Bei den Frauen sah es lange Zeit auch nach einem Schweizer Podestplatz aus. Sina Frei hatte aber viel Pech und musste sich kurz vor Schluss aufgrund eines technischen Defekts geschlagen geben.
(so/sda)