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Behandelt man so einen Gast? US-Präsident Barack Obama hat den frischgebackenen kanadischen Premier Justin Trudeau zu einem Staatsbesuch empfangen. Beim Gang vor die versammelte Presse sagte Obama am Donnerstag zu den Unterschieden zwischen den beiden Nachbarländern, es gäbe einige Dinge, über die sie sich wohl nie einig würden:
«Wer hat das bessere Bier? Wer ist besser im Eishockey?» Auf ein Raunen aus den Rängen und ein Kopfschütteln Trudeaus fragt Obama: «Wo ist der Stanley Cup im Moment? Es tut mir leid, aber ist es in meiner Heimatstadt mit den Chicago Blackhawks?»
Es war der erste Staatsempfang für einen kanadischen Regierungschef in Washington seit zwei Jahrzehnten. Trudeau hatte den konservativen Premierminister Stephen Harper nach der Parlamentswahl im Oktober nach neun Jahren im Amt abgelöst.
In vielen Punkten wie dem Kampf gegen den Klimawandel und den Rechten von Homosexuellen sind sich Obama und Trudeau deutlich näher als zuvor Obama und Harper. Nach Gesprächen im Oval Office kündigte Barack Obama in einer Medienkonferenz an, dass er noch in diesem Jahr nach Kanada reisen und dort eine Rede vor dem Parlament halten werde.
Obama liess es sich aber auch nicht nehmen, mit Verweis auf das kanadische Gesundheitssystem seine eigene Gesundheitsreform zu preisen. «Ich bin stolz, der erste amerikanische Präsident zu sein, der neben einem kanadischen Premierminister steht und sagen kann, dass in unseren beiden Ländern die Gesundheitsversorgung nicht ein Privileg für wenige, sondern nun ein Recht für alle ist», sagte Obama.
Trudeau erklärte, es sei «wunderbar», dass «unsere amerikanischen Freunde und Partner an den gleichen Zielen arbeiten.» Die Beziehungen zwischen beiden Ländern hatten zuletzt darunter gelitten, dass sich die US-Regierung gegen den Bau der umstrittenen kanadisch-amerikanischen Keystone-Pipeline entschied. (kad/sda/dpa)
US-Präsident Joe Biden hat bei einem Auftritt im Publikum offenbar nach einer unlängst gestorbenen Abgeordneten gesucht. Ist «Jackie ... hier? Wo ist Jackie?» fragte Biden am Mittwoch im Weissen Haus, als er Unterstützern von Initiativen zum Kampf gegen den Hunger dankte. «Ich denke, sie wollte nicht hier sein», sagte der 79-Jährige weiter in Bezug auf die republikanische Abgeordnete Jackie Walorski, die im August bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karine Jean-Pierre, erklärte später, Biden habe die «unglaubliche Arbeit» der Abgeordneten zu dem Thema lobend erwähnen wollen.