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Der Südliche Tamandua heisst auch Kleiner Ameisenbär. Mit einem Bären hat er systematisch aber nichts zu tun. Vielmehr gehört er in die Ordnung der Nebengelenktiere, zu der auch die südamerikanischen Faultiere und Gürteltiere gehören. Der Tamandua ernährt sich, hier verrät es der Name richtig, von Ameisen und Termiten. Mit seinen starken Krallen verschafft er sich Zugang zu den Bauten der kleinen Tierchen, holt sie mit seiner langen feinen Zunge in den Mund und zerreibt sie. Der Tamandua hat nämlich keine Zähne – egal wie alt er ist.
Auch der Kaiserschnurrbart-Tamarin lebt in Südamerika. Der kleine Krallenaffe wurde vor 110 Jahren vom Schweizer Naturforscher Emil Goeldi erstmals beschrieben. Der Name des Tieres, ein Verweis auf Kaiser Wilhelm II und seinen berühmten Schnurrbart, entstand dabei auf Grund eines Fehlers. Der Präparator des Museumsexemplars, das Goeldi vorlag, hatte den Schnauz des Tieres fälschlicherweise nach aussen und oben statt unten und innen gezwirbelt. Beim Kaiserschnurrbart-Tamarin ist das Gesichtshaar auch kein Hinweis auf das Geschlecht: Männchen und Weibchen tragen beide Schnauz.
Der Kaiserschnurrbart-Tamarin und der Tamandua sind Teil der unglaublich artenreichen Tierwelt Südamerikas. Doch diese ist bedroht. Eines der Hauptprobleme ist der illegale Handel mit Wildtieren. In Brasilien etwa werden jährlich fast vierzig Millionen (!) Wildtiere gefangen, besonders im Amazonas und im Pantanal. In der Ausstellung «Illegaler Tierhandel» erläutern wir diese Problematik.
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