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Alljährlich erheben Marktforscher die weltweit wertvollsten Marken. In diesem Jahr liegt Google mit 86 Mrd Dollar in Führung, gefolgt von General Electric (71,4 Mrd Dollar) und Microsoft (70,9 Mrd Dollar).
Hinter solchen Ranglisten stehen Faktoren wie die globale Präsenz, Innovationsfähigkeit, meistens eine durchdachte Markenstrategie und die positive Einschätzung der Kunden. Es überrascht deshalb nicht, dass auch Konzerne dem Markenwert eine immer grössere Bedeutung zubilligen.
Die Marktforscher von Millward Brown stellten zudem fest, dass markenstarke Firmen auch an der Börse überdurchschnittlich profitieren, auch und gerade wenn die Zeiten unruhig sind. Somit liegt es nahe, gezielt die Aktien solcher markenstarken Firmen zu bündeln und als Basket zu emittieren, wie die Zürcher Kantonalbank (ZKB) das nun in ihrem «Starke Marken Aktien Basket» (VN 4242022) unternimmt. Die Bank argumentiert für solche Aktien auch mit dem Hinweis, dass Konsumenten durch den Kauf von Markenartikeln erwarten, hoch qualitative Produkteeigenschaften, überzeugendes Design und ein positives Image einzukaufen.
Breite Streuung
Der Basket umfasst 18 gleich gewichtete Aktien, unter anderem von Schweizer Firmen wie Nestlé, Lindt & Sprüngli oder Richemont, und deckt gleichzeitig sechs Branchen ab: Internet (Google), Lebensmittel, Getränke (Pernod-Ricard, Coca-Cola), Körperpflege (L’Oréal, Beiersdorf), Luxusgüter/Bekleidung (Richemont, Nike, Geox, Guess), mit Bénéteau einen französischen Segel- und Motorboothersteller sowie zwei Auto- und Motorradhersteller (Porsche, Harley-Davidson).
Nicht immer sind der Firmenname und die grossen Marken identisch. Nestlé beispielsweise weist alleine eine Reihe von Mega-Einzelmarken (Nescafé, in jüngerer Zeit auch Nespresso) auf. Beiersdorf produziert die Nivea-Pflegemittel, hinter Richemont stehen Schreibgeräte (Montblanc), Schmuck (Cartier), Kleidung (Dunhill) und gleich eine Reihe von Luxusuhrenmarken (IWC, A.Lange & Söhne, Jaeger-LeCoultre).
Und Procter & Gamble produziert neben vielen anderen Gütern auch die Pampers-Windeln, ein laut Analysten ziemlich robustes, krisensicheres Geschäft. Allein schon durch diese breit gestreute Wahl werden geografische oder sektorielle Klumpenrisiken beim in Franken nominierten Aktienbasketpreis-Tracker vermieden.
Allerdings bestehen aufgrund des tiefen Anteils schweizerischer Firmen (16%) Euro- und Dollar-Währungsrisiken. Diese wirken sich indes lediglich dann negativ aus, wenn sich beide Währungen gleichzeitig gegenüber dem Franken verbilligen, wie das in den letzten sechs Monaten der Fall gewesen war. Währungsanalysten erwarten jetzt eher einen wieder stärker werdenden Greenback.
Rabatt bei Sofortbezug
Die Laufzeit des mit dem eingängigen Tickerkürzel «Stark» versehenen Produkts endet im Juni 2011. Anleger, die gleich zeichnen, zahlen einen Ausgabeaufschlag von 2%. Interessenten können diesen Markenartikelhersteller-Aktienbasket auch später über den Handel erwerben, dann entfällt die volle Höhe des Aufschlags. 80% der Nettodividenden – Markenartikelhersteller zählen mit 2 bis 5% zu den mittelhohen Dividendenzahlern – werden an die Anleger weitergegeben.
Der Basket macht nicht nur als Anlage in das relativ krisensichere gehobene Konsumgüterindustriesegment Sinn, die Kombination von geografischer Streuung und gemischten Unternehmensprofilen (Wachstum, Luxus, Nahrungsmittel) steigert die Chance, dass Anleger bei Verfall mehr als nur den Einsatz ausbezahlt bekommen werden.