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»Eines der schönsten und bedeutendsten Bücher im berndeutschen Dialekt.« Barbara Heiniger, Unter-Emmentaler
Loosli hat vier Bücher auf Berndeutsch geschrieben. Lange Zeit waren diese als einzige greifbar, weshalb Loosli oft nur noch als Mundartautor wahrgenommen wurde. Für Loosli gehörte die Pflege des Dialekts zum Kampf gegen die pangermanisch inspirierte »Verpreußung« der Schweiz. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wandte sich der Dialektpionier Loosli jedoch von der Mundart als literarischer Sprache ab. Dialektliteratur war zur Mode von städtischen Snobs geworden, und das passte ihm nicht mehr.
Mys Ämmital erschien erstmals 1911. Ein Jahr zuvor beschrieb Loosli sein Vorhaben: »Ich bereite einen Band berndeutscher Gedichte vor. Und zwar nicht etwa lauter Sachen im Volkston, sondern Stanzen, Sestinen, Sonette, Ghasele, Terzinen, Dezimen, Kanzonen und dergleichen. Alles nur um zu beweisen, daß man dem Dialekt unrecht tut, wenn man ihm vorwirft, er sei für die ›höhere‹ Poesie (lies die Poesie der metrischen Kunstreitschule) unbrauchbar. Ein wenig Teufelsucht steckt schon in diesem Unterfangen, daneben aber gewährt es mir geradezu großen Genuß, meinen Emmentaler Pegasus auf den parnassischen Höhen Petrarchens zur Tränke zu führen.«
Der Band mit seinen sechs Gedichtzyklen ist ein Klassiker der berndeutschen Lyrik und in seiner Sprachmächtigkeit unvergleichlich. Unsere Ausgabe folgt in Inhalt und Rechtschreibung der Ausgabe letzter Hand von 1957. Dem Buch liegt eine CD bei, die Gedichte aus Mys Ämmital, vorgetragen von Paul Niederhauser und – eine Rarität – von C. A. Loosli selber, enthält.
Carl Albert Loosli, geboren 1877, wuchs in prekären Verhältnissen bei einer Pflegemutter, dann in einer Erziehungsanstalt auf. Zwei Jahre in der Jugendstrafanstalt Trachselwald. Reisen, Arbeit als Korrespondent und Redaktor bei verschiedenen Zeitungen. 1903 ließ er sich mit seiner Familie in Bümpliz nieder. Zahlreiche Buchveröffentlichungen. Loosli starb 1959 in Bümpliz; er hinterließ ein reiches schriftstellerisches und publizistisches Werk, das in der Werkausgabe des Rotpunktverlags erstmals öffentlich zugänglich gemacht wurde.
Fredi Lerch, geboren 1954 in Roggwil, war Redaktor der Wochenzeitung WOZ. Seit 2002 arbeitet er als freier Journalist und ist Mitglied des Pressebüros »puncto« in Bern. Von 2002 bis 2008 hat er zusammen mit Erwin Marti im Rotpunktverlag die Werkausgabe von Carl Albert Loosli herausgegeben.
Erwin Marti, geboren 1952, Lehrer und Publizist, Basel. Der profundeste Kenner von Looslis Werken arbeitet zurzeit am dritten Band seiner großen Loosli-Biografie. Marti ist auch Mitbegründer der Carl-Albert-Loosli-Gesellschaft. Anerkennungspreis für Editionsarbeit im Rahmen der Literarischen Auszeichnungen 2009 des Kantons Bern für die Herausgeberschaft der Carl Albert Loosli-Werkausgabe.
»Verblüffend aktuell!«
»Eines der schönsten und bedeutendsten Bücher im berndeutschen Dialekt.«
»Ehrlichkeit, Leichtigkeit, Biss und die für Loosli typische Direktheit zeichnen auch dieses Werk aus.«
»Es wird Zeit, dass Loosli endlich den Ruhm erhält, der ihm gebührt.«