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derealisation und depersonalisation
Ich leide unter derealisation und depersonalisation...
Ich nehme mich selbst und die Umwelt als fremd wahr, obowhl ich weiß dass das nur Einbildung ist kann ich nichts daran ändern. Das macht mir große Angst. Was soll ich tun oder was kann man da machen?
Frage gestellt zu: Liebe, Sex und Freunde
Therapie kann helfen mit den Entfremdungserfahrungen besser umzugehen
Liebe Lena
Es ist klar, dass du Angst hast und besorgt bist. Diese Entfremdungserfahrungen sind unangenhem und verunsichern dich. Es wird zwischen einer primären und sekundären Derealisation/Depersonalisation unterschieden werden. Die primäre Depersonalisation in ein eigenständiges Störungsbild. Die sekundäre Depersonalisation ist die Folge (das Symptom) von einer anderen Störung (z.b. Depression). Ich mache ein Beispiel: Leidest du zum Beispiel unter Stress oder unter einer Depression, dann kann es sein, dass du Depersonalisations-Symptome zeigst. Ist der Stress/die Depression weg, verschwinden auch die Depersonalisations-Symptome wieder - das wäre wünschenswert.
Ich nehme an, dass du bereits mit einem Arzt/Psychiater Kontakt aufgenommen hast. Falls nicht, würde ich das auf jeden Fall noch tun. Leider gibt es bislang noch keine Therapie, die die Depersonalisation/Derealisation zu heilen vermag. Aber anhand von Psychotherapie und mithilfe von Medikamenten konnten teilweise positive Effekte erzielt werden. Die Therapie kann dich dabei unterstützen mit den bedrohlich empfundenen Entfremdungserfahrungen besser klar zu kommen. Eine "kognitive Verhaltenstherapie" setzt den Fokus auf die (Neu)-Bewertung der Entfremdungserfahrungen, wodurch die Ereignisse als weniger angsteinflössend empfunden werden. Zudem wird versucht mögliche Symptom-Auslöser zu identifizieren. Wenn du motiviert bist, in eine Therapie zu gehen, würde ich dir das auf jeden Fall empfehlen.
Laura