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Basel, 03.12.2013. Im Bestreben, den Bahnverkehr zwischen Ost und West auf den internationalen Bahnkorridoren zu fördern, haben die Gemeinschaft der Europäischen Transsibirien Operateure und Spediteure (GETO) und das Internationale Eisenbahntransportkomitee (CIT) mit Sitz in Bern kürzlich ein „Memorandum of Cooperation“ unterzeichnet.
Die Zusammenarbeit zwischen beiden Organisationen beinhaltet verschiedene Initiativen, die insbesondere auch der Förderung der internationalen Verkehre auf der Transsibirischen Eisenbahnmagistrale dienen sollen. Dazu gehört unter anderem die Ausarbeitung von Vorschlägen, wie Tarifstrukturen und Zollprozeduren verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit des internationalen Bahnverkehrs insgesamt erhöht werden können. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es, eine noch breitere Verwendung bzw. auch Vereinfachung des kombinierten CIM/SMGS Frachtbriefs durchzusetzen. Dieser wurde vom CIT entwickelt. Seine praktische Anwendung wurde nachhaltig von GETO Mitgliedsunternehmen unterstützt. Beide Organisationen wollen bei der Entwicklung eines harmonisierten rechtlichen Rahmens für den Transportprozess in den internationalen Transportkorridoren zusammenwirken. Die Kooperation wird auch Fragen der Planung und Realisierung von Testläufen von Containerblockzügen im internationalen Verkehr und damit verbundener Pilotprojekte wie papierlose Dokumentation und variable Spurwechseloperationen einschliessen. GETO und CIT haben darüber hinaus den regelmässigen Austausch von Informationen durch die Organisation gemeinsamer Seminare und Arbeitsgruppen vereinbart.
Die GETO beschäftigt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1978 mit den Ost-West-Bahnverkehren. Heute schließt sie nicht nur renommierte Operateure sondern auch international erfahrene Speditions- und Logistikunternehmen aus verschiedenen europäischen Ländern ein. Im Fokus des Wirkens der GETO stehen nach wie vor die Transitverkehre über die Transsibirische Eisenbahnmagistrale. Die enorme Bedeutung funktionierender Anschlussverkehre hat den Blickwinkel der GETO jedoch geweitet. Ihre Mitgliedsunternehmen engagieren sich konstruktiv und innovativ bei der generellen Entwicklung von internationalen Verkehren zwischen Westeuropa und Russland, anderen C.I.S. Ländern, Zentralasien, China und Fernost.
Das Internationale Eisenbahntransportkomitee (CIT) ist ein Verband von ca. 200 Eisenbahnverkehrs- und Schifffahrts-Unternehmen, die grenzüberschreitenden Personen- und/oder Güterverkehr betreiben. 130 Unternehmen sind dem CIT direkt und 80 Unternehmen indirekt über assoziierte Organisationen angeschlossen. Das CIT setzt das internationale Eisenbahntransportrecht auf Eisenbahnebene um. Zu diesem Zweck erarbeitet und pflegt es die Dokumente und Instrumente für den internationalen Eisenbahnverkehr, standardisiert die Vertragsbeziehungen zwischen Kunde, Beförderer und Infrastrukturbetreiber, vertritt die Interessen der Schienenbeförderer gegenüber Gesetzgeber und Behörden und stellt die sach- und zeitgerechte Information, Ausbildung und Rechtsberatung seiner Mitglieder sicher.