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Oftmals hört man Behauptungen über Anwendungszwecke von Blockchain ohne tiefere Überlegungen. Hier ist ein kompaktes, zitierbares Destillat aus «Per Anhalter durch die Blockchain» und «Fragen zum Datenlebenszyklus, nicht nur für Blockchains».
Blockchain ist eine verteilte Datenbank, an welche nur angehängt werden kann, und bei der eine unbestimmte Gruppe sich gegenseitig misstrauender Akteure jeden Eintrag ändern können muss.Marcel Waldvogel
Es gibt noch weitere Eigenschaften wie öffentliche Sichtbarkeit oder Zähigkeit gegen nachträgliche Veränderungen, welche teilweise aus dem Obigen folgen. Details dazu würden hier zu weit führen, lassen sich aber in «Per Anhalter durch die Blockchain» und «Fragen zum Datenlebenszyklus, nicht nur für Blockchains» finden.
Als eine Art Resultat aus dem obigen Zitat ergibt sich folgende Aussage:
Die Blockchain ist zu kompliziert und inflexibel für die meisten Anwendungen, da sie eine spezialisiete Lösung auf ein sehr komplexes Problem ist, welches ausserhalb verteilter Kryptowährungen kaum anzutreffen sein wird.
Bereits kleine Vereinfachungen an der Problemstellung resultieren in viel einfacheren LösungenMarcel Waldvogel
Wir können viel aus den Blockchain-Experimenten sowie ihren Vorläufern und Alternativen lernen. Meistens will man jedoch nur eine deutliche kleinere Funktionalität, die damit viel handlicher und verständlicher wird: Zum Beispiel Transparenz (statt Unveränderbarkeit) oder Konsistenz (statt Konsens). Viel davon kann flexibel mittels Zeitstempeln erreicht werden und dürfte erst noch meist gesetzeskompatibler sein.