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Komödie
China, 2008
Alternative Titel Fengkuang de saiche; Silver Medalist; 瘋狂的賽車
Regie
Ning Hao
Darsteller Huang Bo, Jiu Kong, Dong Li-Fan, Jie Xiang, Jack Kao, Xu Zheng,
Ma Shao-Hua, Ba Duo, Wang Shuangbao, Wang Xun, Liu Gang, Ning Hao
Länge 104 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 12
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.||.|
©
Text Marco, molodezhnaja 27.7.2011
© Bilder MegaStar, Screenshots molodezhnaja
STORY
Dem Radrennfahrer Geng Hao (Huang Bo) wird knapp ein Sieg aberkannt, danach wird er wegen Dopings gesperrt. Darob erleidet sein Trainer (Ma Shao-Hua) einen Herzinfarkt. Um dem geliebten Mentor eine würdige Beerdigung zu geben, heuert Geng Hao eine Firma an, die Schauspieler Triaden-Mitglieder verkörpern lässt. Derweil führen echte Triadenbanden in China einen Drogendeal mit einem thailändischen Schmuggler (Worapoj Thuantanon) durch. Da der Deal auf der Rennbahn steigen soll, ist auch Geng Hao vor Ort - und nicht nur er. Es kommt zu Verwechslungen, in die auch der Toupéeträger Li Fala (Jiu Kong) verwickelt ist, der zwei tumbe Killer (Ba Duo, Wang Shuangbao) angeheurt hat, um seine übergewichtige Frau (Dong Li-Fan) zu ermorden.
REVIEW
Mit Crazy Stone landete Regisseur Ning Hao im Jahr 2006 einen Comedy-Hit in China. Das schrie nach einem Nachschlag. Doch anstatt einfach eine Fortsetzung zu drehen, beschloss Ning, eine Trilogie von artverwandten Nonsens-Komödien vorzulegen. "Crazy Racer" heisst nun der zweite Teil, mit teilweise neuem Cast, neuen Figuren und neuer Geschichte. Geblieben ist der Nonsens, geblieben ist der Schalk um depperte Gangster. Wichtigste Inspiration ist diesmal, mehr noch als bei "Crazy Stone", das Schaffen von Quentin Tarantino und Guy Ritchie. Mit all ihren verknüpften Handlungen und kuriosen Figuren.
Geblieben ist aber auch das Chaos. Schon beim Vorgänger war die Grenze zwischen "turbulent" und "wirr" fliessend. Diesmal greifen die Handlungen noch weniger ineinander, oft wirkt das Gezeigte wie eine Aneinanderreihung von Sketches ohne dramaturgischen Fluss. Hauptsache die nächste Slapstickszene kann kommen, Hauptsache es geht bald wieder drunter und drüber in Bild und Ton. "Crazy Racer" ist solch ein Gasgeb-Spass, dass man ab und zu vergisst, wie hohl die Sache ist, aber eben nicht immer. Und sobald man mal den Faden verliert, oder gar das Interesse, ist das Ganze reichlich mühsam.
Sicher keine Schuld daran trägt die Inszenierung: Ning Hao tut alles, um den Plot schon früh aufzupeppen, mit digitalen Tricks und Kameraspielereien, die etwas gekünstelt wirken, aber dem Film mehr Dynamik geben, als das Drehbuch aufweist. Auch die Darsteller geben alles, um quirlig und überdreht auf der Leinwand zu erscheinen. Man kann sich vorstellen, dass immer wieder die Grenze zum Chargieren und zu lautem Gebrüll überschritten wird, doch so mancher Akteur hier leistet immerhin Lustiges. Und darauf sollte es in einer Komödie ja ankommen.
Als Geschmackstest eignet sich natürlich am besten "Crazy Stone": Wer den mochte, der kommt auch hier auf seine Kosten. "Crazy Racer" ist rasant, er ist wild, er ist albern, er ist vor allem eben crazy. Ein echter Tarantino ist hundertmal besser, ein guter Ritchie auch - doch als chinesische Interpretation, die den Fokus noch stärker auf Pointen und Pappnasen legt, ist dies allemal eine unterhaltsame Angelegenheit. Jedermanns Geschmack? Sicher nicht. Aber den Chinesen schien es abermals zu gefallen.
MEINE DVD
Hongkong, Code 3, NTSC
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Mandarin 5.1 und DTS sowie Kantonesisch 5.1 und DTS mit englischen und chinesischen Untertiteln.
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Yesasia (Liefert aus HK)
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SCREENSHOTS
Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint
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