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Präsidentschaft und Direktion der Staatsanwaltschaft
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Herr Olivier JORNOT
Generalstaatsanwalt
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Frau Sylvie ARNOLD
Direktorin
Zuständigkeiten
Die Staatsanwaltschaft nimmt Strafanträge, Strafanzeigen und Polizeiberichte entgegen. Könnte eine bestimmte Handlung strafbar ein, entscheidet sie, ob eine Strafuntersuchung eingeleitet wird.
Sie führt das Vorverfahren durch, indem sie der Polizei Anweisungen betreffend die Ermittlung erteilt, und leitet die Untersuchung, um mittels Beweiserhebung die Tatsachen festzustellen.
Sie trifft verschiedene Entscheide (Einleitung einer Untersuchung, Nichteintretensentscheid, Verurteilung durch Strafbefehl, Einstellungsanordnung, Verweisung an ein Gericht durch Klageerhebung).
Die Staatsanwaltschaft vertritt die Anklage vor den Gerichten der ersten Instanz und den Berufungsgerichten.
Sie amtet auh als Jugendstaatsanwalt durch Vertretung der Anklage sowie durch Teilnahme an den Verhandlungen vor dem Tribunal des mineurs (Jugendstrafgericht) und gegebenenfalls vor dem Berufungsgericht.
Sie ist zuständig in Fragen nationaler und internationaler Rechtshilfe.
Sie ruft das Tribunal d'application des peines et des mesures bei Verfahren zur Vollstreckung von Strafen und Massnahmen an, insbesondere im Hinblick auf eine bedingte Entlassung.
Sie führt die Entscheide aller Strafgerichte aus, ausser in Fragen der Inhaftierung und Beitreibung.
Organisation
Die Aufgaben der Staatsanwaltschaft werden vom Generalstaatsanwalt ausgeübt, der die Staatsanwaltschaft leitet und organisiert, sowie von 5 Ersten Staatsanwältinnen und Staatsanwälten sowie 38 Staatsanwältinnen und Staatsanwälten, die 4 Abteilungen zugeordnet sind, von denen eine sich mit besonders komplexen Fälle wirtschaftlicher oder krimineller Natur befasst.
Jede/r erste Staatsanwältin oder erste Staatsanwalt leitet eine Abteilung, mit Ausnahme der Ersten Staatsanwältin oder es Ersten Staatsanwalts, die oder der den Generalstaatsanwalt bei der Bearbeitung von Präsidialfällen unterstützt.
- Generalstaatsanwalt: Olivier JORNOT
- Erste Staatsanwältinnen und Staatsanwälte: Adrian HOLLOWAY (Präsidialangelegenheiten), Séverine STALDER (Sektion 1), Anne-Laure HUBER (Sektion 2), Olivia DILONARDO (Sektion 3) und Yves BERTOSSA (Sektion 4)
Fragen/Antworten
Sie können zur Polizei gehen, die ein Protokoll erstellt.
Sie können auch direkt an die Staatsanwaltschaft schreiben oder Ihr Schreiben dort abgeben. Ihr Strafantrag muss unterschrieben sein und die Fakten klar und vollständig mit allen wesentlichen Angaben darstellen (insbesondere Datum und Ort des Sachverhalts, den Zusammenhang, Namen der beteiligten Personen und eventueller Zeugen, ärztliche Atteste usw.). EIne rechtliche Qualifizierung des Sachverhalts ist nicht erforderlich, kann jedoch erwähnt werden.
Ihr Strafantrag muss innert 3 Monaten eingereicht werden.
Aus Gründen der Vertraulichkeit werden keine telefonischen Auskünfte erteilt. Sie müssen eine schriftliche Anfrage an die Staatsanwaltschaft richten.
Jeder Strafbefehl enthält eine Rechtsmittelbelehrung: Sie müssen innert 10 Tagen den Strafbefehl schriftlich anfechten.
Ihre Einsprache muss spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 StPO).
Um eine Fristverlängerung oder Ratenzahlung zu erwirken, müssen Sie persönlich beim Service des contraventions vorsprechen und den Einzahlungsschein, Ihre letzte Steuerveranlagung, Ihre letzte Lohnabrechnung und alle Belege Ihrer Einkünfte und Aufwendungen vorlegen.
Ordnet der Strafbefehl die Rückgabe der beschlagnahmten Gegenstände an, können Sie diese, sobald er rechtskräftig geworden ist, nach vorheriger Terminvereinbarung beim Greffe des pièces à conviction abholen.
Ordnet der Strafbefehl die Rückgabe der beschlagnahmten Werte an und ist er rechtskräftig,, können Sie ihre Rückgabe bei den Services financiers du Pouvoir judiciaire beantragen. Legen Sie Ihrem Antrag eine Kopie des Strafbefehls, Ihre Bank- oder Postverbindung sowie eine Kopie Ihres Ausweises bei.
Für alle weiteren Fragen zu den Einzelheiten der Rückgabe wenden Sie sich bitte an die Services financiers du Pouvoir judiciaire.
Frühestens 2 Tage später können Sie beim Gefängniss von Champ-Dollon nachfragen, ob die Staatsanwaltschaft das Gesuch genehmigt hat. Wenn ja, können Sie mit dem Gefängnis einen Besuchstermin ausmachen.
Sie können keine individuelle Unterredung mit einer Staatsanwältin oder einem Staatsanwalt beantragen. Die Staatsanwaltschaft empfängt nur Personen, die sie selbst vorgeladen habt.
Aus Gründen der Vertraulichkeit wird diesbezüglich keinerlei Auskunft von der Staatsanwaltschaft erteilt.
Die Anhörungen der Staatsanwaltschaft sind nicht öffentlich (Art. 69 Abs. 3 Bst. d StPO). Nur die vorgeladene Person und ihr Rechtsbeistand sind zugelassen.
Opfer, die direkt durch eine Straftat in ihrer körperlichen, seelischen oder sexuellen Integrität verletzt worden sind, können von einer Vertrauensperson begleitet werden (Art. 116 und 117 Abs. 1 Bst. b StPO, Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten (OHG – SR 312.5)).
Sie sind verpflichtet zu erscheinen.
Sind Sie aus einem triftigen Grund verhindert, müssen Sie umgehend die Staatsanwaltschaft informieren und die entsprechenden Nachweise vorlegen (ärztliches Attest, Flugtickets usw.). Eine gegenteilige Mitteilung der Staatsanwaltschaft vorbehalten wird die Anhörung beibehalten, und Ihre Anwesenheit ist obligatorisch.
Auf der Seite Permanences et conseils juridiques finden Sie eine Auswahl der einschlägigen Adressen.
Sie müssen das Formular Formular Demande de désignation d'un défenseur d'office (für die beschuldigte Person) oder Demande d'assistance judiciaire pour la partie plaignante ou un·e autre participant·e (für die Privatklägerschaft oder andere Verfahrensbeteiligte) ausfüllen, unterzeichnen und mit den Nachweisen über Ihre persönliche Situation per Post oder EFax an die Staatsanwaltschaft senden.
Der Entscheid der Staatsanwaltschaft über Ihren Antrag wird Ihnen schriftlich mitgeteilt.
Anwältinnen und Anwälte, die auf der Liste der Pflichtverteidigerinnen und -verteidiger der Staatsanwaltschaft stehen möchten, können das Formulaire pour les nominations d'office au Ministère public ausfüllen, das auf der Seite der Anwaltskammer des Kantons Genf (Ordre des avocats du canton de Genève) zur Verfügung steht, und es per E-Mail einschicken.
Anwältinnen und Anwälte, die nicht mehr auf der Liste Pflichtverteidigerinnen und -verteidiger bei der Staatsanwaltschaft stehen möchten, werden gebeten, sich per Post an die Staatsanwaltschaft zu wenden.