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BRUST- UND GESÄSSVERGRÖSSERUNG DURCH FETTTRANSFER
AESTHETICS – KLINIK GENF
Autor: Dr. Xavier Tenorio
Diese Technik, auch als ‚Lipofilling‘ bekannt, ermöglicht die Durchführung einer Autotransplantation von Fettzellen, die demselben Patienten entnommen wurden, um gewisse Vertiefungen auszugleichen oder Volumen hinzuzufügen.
Schönheitsindikationen für das Gesicht sind: Faltenauffüllung oder Glätten bestimmter Falten, Wiederherstellung der Fülle des Gesichts, Behandlung des Lippenvolumens und des mittleren Bereichs des Gesichts und Behandlung der Augenlider.
Die Lipostruktur kann als Mittel zur Brustvergrösserung, Gesässvergrösserung, Schönheitsbehandlung des Handrückens, Gesichtsauffüllung und in Verbindung mit der Fettabsaugung und Liposkulptur der Silhouette angewandt werden.
Definition, Ziele und Grundsätze
Sobald die ersten Fettabsaugungen durchgeführt waren, hatten die Schönheitschirurgen die Idee, das so entzogene Fett wiederzuverwenden, um es in einen anderen Körperteil zum Zwecke der Auffüllung zu reinjizieren.
Diese Technik der Reinjektion von Eigenfett, Lipofilling genannt, erwies sich lange Zeit als enttäuschend: das reinjizierte Fett neigte zu einem Grossteil zur Resorption und machte die Ergebnisse zufällig und vergänglich.
Die Schönheitschirurgen hörten jedoch nicht auf bei diesen ersten Enttäuschungen und versuchten, die Gründe für diese Misserfolge zu verstehen. Von Stufe zu Stufe verbesserten sich die Ergebnisse, aber erst ab 1995 wurde die Reinjektion mit Eigenfett, auch Lipostruktur genannt, eine wirklich verlässliche Methode.
Das Prinzip besteht in der Durchführung einer echten Autotransplantation von Fettzellen durch Reinjektion des am Patienten selbst entnommenen Fetts.
Die Lipostruktur ist auf eine Vielzahl natürlicher oder posttraumatischer Vertiefungen anzuwenden.
Die Ziele und Indikationen eines derartigen Eingriffs lassen sich folgendermassen zusammenfassen:
- Ästhetische Indikationen:
- Auffüllung und Glättung gewisser Falten, insbesondere im Gesichtsbereich.
- Wiederherstellung der „Fülle“ eines abgemagerten Gesichts oder in den frühen Stadien der Alterung der Gesichtshaut.
- Wiederherstellung der Gesichtsvolumen und -formen: es kann sich hauptsächlich um die Wiederherstellung eines ausgemergelten Gesichtes durch Alterung handeln.
- Ergänzung zu manchen Liftings des Hals- und Gesichtsbereichs zur Verbesserung der Harmonie des Gesichts
- Im Anschluss nach einem ersten Lifting zur Verbesserung der Wölbung des mittleren Bereichs des Gesichts, ohne eine erneute Straffung auszuführen.
- Indikationen für Wiederherstellungs- und rekonstruktive Chirurgie
- Auffüllung einer Gewebevertiefung nach einem Trauma
- Korrektur sekundärer Unregelmässigkeiten nach einer schlecht durchgeführten Fettabsaugung
- Korrektur des Fettgusses nach einer Dreifachtherapie bei HIV-Patienten
Man muss sich jedoch bewusst sein, dass die Lipostruktur stets als echter operativer Eingriff zu betrachten ist, der von einem kompetenten und qualifizierten Schönheitschirurgen ausgeführt werden muss, der speziell für eine derartige Technik ausgebildet wurde und in einem wirklich chirurgischen Rahmen praktiziert.
Vor dem Eingriff
Eine gründliche klinische Studie mit Fotos für die anzubringenden Korrekturen wird durchgeführt.
Insbesondere in puncto Lipostruktur zur Gesichtsverjüngung müssen anhand von Jugendfotos im Vergleich zum derzeitigen Zustand die Modalitäten der Alterung geprüft werden.
Präoperative Abklärungen werden gemäss Vorschriften durchgeführt.
Bei Vollnarkose wird der Anästhesist zur Besprechung hinzugezogen, spätestens aber 48 Stunden vor dem Eingriff.
Kein Arzneimittel mit Aspirin darf in den 10 Tagen vor dem Eingriff eingenommen werden.
Narkosearten und Modalitäten des Spitalaufenthalts
Narkosearten
Die Lipostruktur wird gewöhnlich unter tiefer überwachter Lokalanästhesie mit Beruhigungsmitteln durchgeführt, die intravenös verabreicht werden („Wach-“Narkose). Wir können auch auf eine einfache lokale Schmerzausschaltung, ja sogar eine Vollnarkose zurückgreifen.
Die Wahl unter diesen einzelnen Techniken wird sich aus dem Gespräch mit Ihnen, dem Chirurgen und dem Anästhesisten ergeben.
Modalitäten des Spitalaufenthalts
Dieser Eingriff wird praktisch immer ambulant durchgeführt, wobei die Einweisung und Entlassung am selben Tag erfolgen. Eine Stunde vor dem geplanten Eingriff sollte man sich einfinden und dabei seit 6 Stunden nüchtern sein Die Entlassung erfolgt in der Regel drei bis fünf Stunden nach Beendigung des Eingriffs.
Eingriff
- Zunächst nehmen wir eine genaue Lokalisation der Fettentnahmezonen sowie der Reinjektionsstellen vor.
- Die Entnahme des Fettgewebes erfolgt atraumatisch durch verdeckten minimalinvasiven Eingriff in den natürlichen Falten mithilfe einer sehr feinen Fettabsaugungskanüle. Wir werden einen diskreten Bereich aussuchen, wo eine Reserve, ja sogar ein Fettgewebeüberschuss besteht.
- Dann zentrifugieren wir einige Minuten, so dass die intakten zu transplantierenden Fettzellen von den nicht transplantierbaren Elementen getrennt werden.
- Die Reinjektion des Fettgewebes erfolgt mit 1 mm tiefen Einschnitten mithilfe von Mikrokanülen. So nehmen wir die Einspritzung von Mikrofettpartikeln auf verschiedenen Ebenen vor und gemäss mehrerer unterschiedlicher Richtungen, um die Kontaktoberfläche zwischen implantierten Zellen und Empfängergewebe zu vergrössern, was das Überleben der transplantierten Fettzellen sichert.
- Insoweit es sich um eine echte Transplantation lebender Zellen handelt und unter dem Vorbehalt, dass die Technik gut ist und die Transplantation effektiv, leben die so transplantierten Zellen im Organismus weiter, was aus der Technik der Lipostruktur eine endgültige Technik macht, da die so transplantierten adipösen Zellen genauso lange leben wie das Gewebe darum.
- Der Eingriff dauert je nach einzuspritzender Fettmenge und Anzahl zu behandelnder Stellen.
- Die Dauer variiert zwischen 30 Minuten und 2 Stunden bei isolierter Lipostruktur.
Operative Auswirkungen
Bei den operativen Auswirkungen sind Schmerzen in der Regel unbedeutend.
Eine Gewebeschwellung (Ödem) tritt 48 Stunden lang nach dem Eingriff auf und benötigt in der Regel 5 bis 15 Tage, bis sie sich vollständig zurückgebildet hat.
Blutergüsse (blaue Flecken) treten in den ersten Stunden im Bereich der Fetteinspritzungszonen auf: sie bilden sich innerhalb von 10 bis 20 Tagen nach dem Eingriff zurück.
Wenn so die körperliche Erholung normalerweise schnell aufgrund des leichten und oberflächlichen Eingriffs vonstatten geht, muss die Bedeutung der sozialen Beeinträchtigung berücksichtigt werden, die durch das Ödem und die Blutergüsse bewirkt werden, um das Familien-, Berufs- und soziale Leben anzupassen.
Es ist angebracht, die operierten Bereiche mindestens 4 Wochen nicht der Sonne oder UV-Strahlen auszusetzen, was die Gefahr endgültiger Pigmentierung bergen würde. Nach Abklingen der Ödeme und Blutergüsse tritt das Ergebnis innerhalb von 2 bis 3 Wochen nach dem Eingriff allmählich zu Tage.
Ergebnis
Innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach dem Eingriff wird es beurteilt.
Meist ist es zufriedenstellend, wenn die Indikation und Technik korrekt waren: In der Regel werden die Vertiefungen ausgefüllt und die Volumen wiederhergestellt.
Insoweit die Transplantation der Fettzellen tatsächlich „gegriffen“ hat, haben wir gesehen, dass diese Zellen genauso lange leben wie die Gewebe, in die sie transplantiert wurden.
Das Ergebnis verschlechtert sich jedoch allmählich aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses dieser gleichen Gewebe.
Unzulängliche Ergebnisse
- Wir haben gesehen, dass eine richtig indizierte und durchgeführte Lipostruktur den Patienten meist einen echten Dienst mit einem zufriedenstellenden und erwartungsgerechten Ergebnis erwies.
- In manchen Fällen können ermittelte Unzulänglichkeiten beobachtet werden (ohne dass sie echte Komplikationen darstellen): Hypokorrektur, leichte Asymmetrie, Unregelmässigkeiten.
Sie sind in der Regel für eine Zusatzbehandlung zugänglich: kleine „Nacharbeit“ der Lipostruktur unter einfacher Lokalanästhesie ab dem 6. Monat nach dem operativen Eingriff, über deren Möglichkeit zur Vervollkommnung des Ergebnisses die Patientin in Kenntnis gesetzt wurde.
Mögliche Komplikationen
Eine Lipostruktur, obwohl aus hauptsächlich ästhetischen Beweggründen durchgeführt, bleibt trotzdem ein echter chirurgischer Eingriff, was mit Risiken in Verbindung mit jeder noch so kleinen medizinischen Massnahme verbunden ist. Man muss Komplikationen in Verbindung mit der Anästhesie und denen mit dem operativen Eingriff unterscheiden.
- Was die Anästhesie betrifft, informiert der Anästhesist selbst den Patienten über Narkoserisiken.
- Was den operativen Eingriff betrifft: Bei Wahl eines qualifizierten und kompetenten Schönheitschirurgen, der für derartige Eingriffe ausgebildet ist, begrenzen Sie diese Risiken auf ein Minimum, ohne sie jedoch völlig zu beseitigen. Tatsächlich sind echte Komplikationen selten nach einer Lipostruktur von Qualität: grosse Sorgfalt in der Indikationsstellung und die operative Durchführung müssen in der Praxis eine wirkungsvolle und echte Vorsorge sicherstellen, hauptsächlich sollen die Schaumkanülen die Haut, Gefässe und Nerven schonen. Eine Infektion wird normalerweise durch Verschreiben einer Antibiotikabehandlung nach dem operativen Eingriff verhindert. Die häufigste Komplikation nach einer Lipostruktur besteht in einer Hyperkorrektur: sie ist mit der Reinjektion einer übermässigen Fettmenge verbunden und äussert sich durch eine übermässige Korrektur, die für ein übermässiges Volumen verantwortlich ist, die kaum schön sein kann. Eine derartige Hyperkorrektur wird schnell dauerhaft, und deren Behandlung ist eher schwierig, da sie in der Regel nicht durch einfache Fettabsaugung durchgeführt werden kann: meist stellt nur ein erneuter Eingriff mit echter chirurgischer Entfernung des überschüssigen Fetts tatsächlich die Korrektur einer derartigen Hyperkorrektur sicher.
Insgesamt darf man die Risiken nicht überbewerten, sondern muss sich einfach klarmachen, dass ein operativer Eingriff, selbst scheinbar einfach, immer kleine Gefahren birgt. Die Inanspruchnahme eines qualifizierten Schönheitschirurgen stellt sicher, dass dieser die Ausbildung und erforderlichen Fähigkeiten besitzt, wie er diese Komplikationen vermeiden oder gegebenenfalls wirksam behandeln kann.