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Benson, Roy
(Edward Ford Emerson McQuaid)
Roy Benson war ein brillanter Zauberkünstler, ein exzellenter Ballmanipulator und Allroundmagier mit grosser Handfertigkeit, der sowohl manipulative Zauberkunst wie klassische Kunststücke mit Geräten wie die Chinastäbe, das Ringspiel oder den Würfelkasten, auf originelle, unterhaltende Weise präsentierte.
Roy Bensons Vater war Jongleur und Zauberkünstler, der während über 25 Jahren mit einem Partner auftrat, seine Mutter war Sängerin. Er begann sich bereits mit 7 Jahren mit der Zauberkunst zu beschäftigen, nachdem er einen Zauberkasten erhalten hatte und die Vorstellung eines Zauberkünstlers in der Schule gesehen hatte. Schon mit 10 begann er mit Ballmanipulationen und führte Kunststücke für seine Mitschüler vor. Durch seinen Vater lernte er mit etwa 17 Jahren Nate Leipzig kennen, mit dem er viel Zeit verbrachte und viel von ihm lernte.
Mit 18 nahm er den Namen Roy Benson an und trat in kleineren Nachtclubs und Theatern auf. Er entwickelte eine Nummer, die sowohl manipulative Effekte wie Apparate-Zauberei enthielt, wie etwa die Chinastäbe und den verschwindenden Vogelkäfig, die er mit viel Humor präsentierte.
1933 trat er erstmals in einem grösseren Theater in New York auf und nach ersten Erfolgen in London entwickelte er seine Bühnenpersönlichkeit und seine Präsentation ständig weiter. Dennoch dauerte es bis zu Anfang der Vierzigerjahre, bis er es - nach ein paar Abstechern in die Welt der Fotografie und des Films als Schauspieler in mehreren kleineren Rollen und als Klavierspieler - schaffte, in grossen Theatern in Chicago, Havana, San Franciso auftreten zu können. Ende der Vierzigerjahre wurde er auch unter Zauberkünstlern bekannt, unter anderem durch seine Benson Bowl Routine. 1949 trat er erstmals in einer Show von Ed Sullivans im Fernsehen auf. Von 1948 bis 1952 war er mit Lola Wilson, der früheren Frau von Leon Mandrake verheiratet, 1955 heiratete er seine zweite Frau, Connye Shearer, eine Kontorsionistin. Trotz Alkoholproblemen, die er durch eine Psychotherapie unter Kontrolle brachte und Schlafmittelmissbrauch, feierte er immer grössere Erfolge. Anfang der Fünfzigerjahre trat er in vielen Fernsehshows und auf Kreuzfahrtschiffen auf.
1960 schuf er für seinen Cousin Jack Curtis die Spezialeffekte für den Horrorfilm "The Flesh Eaters". Mit seiner Frau arbeitete er eine neue "siamesische" Nummer aus, mit der sie als "Connye and Roye" auftraten, sie jedoch mangels Erfolg wieder aufgaben. Benson trat regelmässig in den besten Nachtclubs auf und entwickelte zwischendurch auch magische Effekte und Illusionen für das Musical "Carnival!", das während 1961-1963 am Broadway gezeigt wurde. 1967 trat Benson erneut in verschiedenen Fernsehshows auf, infolge übermässigen Rauchens waren jedoch seine Auftritte nicht mehr mit früheren zu vergleichen. Anfang der Siebzigerjahre trat Benson nur noch gelegentlich auf und besserte sein Einkommen durch die Arbeit als Fotograf auf. Ende 1977 wurde Benson ins Spital eingeliefert, wo er 6 Wochen später mit 63 an einem Lungenemphysem starb.Biografie
Levent & Karr, T. Roy Benson by Starlight. Miracle Factory, n. pl., 2006