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Bereits im 18. Jahrhundert, laut amtlicher Urkunde im Jahre 1771, wurde in Merenschwand eine Schule gegründet. Ein Johann Kaspar Werder stiftete im Einverständnis mit seiner gesamten Verwandtschaft einen Fonds mit einem Kapital von 600 Gulden, dessen Zinsen der Lohn des Lehrers sein sollte. Die erste Schulstube befand sich in der St.-Antonius-Kaplanei im Pfrundhaus, das auf dem Boden des heutigen Friedhofs stand und im vorletzten Jahrhundert abgerissen wurde. Nach der Stiftungsurkunde war es Ziel dieser Schule „dass die kleinen Kinder in dem buchstabieren und lesen sollen geübt werden, damit sie nit im Sommer wieder fast alles, was sie gelehret, vergessen.“ Bei der damaligen Schule handelte es sich um eine ausgesprochene Winterschule. Ausgenommen waren die Sonntage, an denen der Pfarrer oder ein Schulmeister die Kinder im christlichen Glauben unterrichtete. Im Sommer hatten die Kinder frei, man brauchte sie hauptsächlich zur Mithilfe auf dem Feld.