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Der 4'425 m lange Tunnel Götschka ist Bestandteil der Schnellstrasse S10 in Oberösterreich. A+W Progress wurde beauftragt, die Sicherheitseinrichtungen des Tunnels vor der Verkehrsfreigabe zu prüfen. Die Tunnellüftung gilt bei der Prüfung als wesentliches Sicherheitselement.
Der Tunnel verfügt über eine Rauchabsaugung durch einen Abluftkanal. Die Zwischendecke ist mit Zugstangen aus Edelstahl am Tunnelgewölbe fixiert. Die Festigkeit der Stangen hängt von der Temperatur ab. Es fehlte ein Nachweis für die thermische Belastung der Zugstangen bei einem Brand.
A+W Progress wurde daher zusätzlich beauftragt, eine Strömungssimulation zur Bestimmung der Temperaturen im Abluftkanal durchzuführen. Es wurde das anerkannte Simulationsprogramm Fire Dynamic Simulator FDS gewählt. Das Rechengebiet bildete einen 250 m langen Tunnelabschnitt und ein 180 m langes Stück des Abluftkanals ab. Für die Strömungsbedingungen wurde eine Parametervariation durchgeführt.
Für einen 50 MW Brand ergaben sich an den Zugstangen Temperaturen bis zu 700 °C. Bei einer Auslegung auf tiefere Temperaturen wäre bei einem solchen Brandereignis das Versagen von Zugstangen möglich.
Mit einem thermischen Schutz einzelner Stangen konnten die Temperaturanforderungen erreicht werden. Ein geeigneter Schutz wurde kurzfristig nachgerüstet, so dass der Tunnel zum vorgesehenen Termin für den Verkehr freigegeben werden konnte.
Strassentunnel
Auftraggeber
Bauherr