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Im Jahr 2022 nutzten in der Schweiz 7,1%, oder hochgerechnet rund 33 000 Jugendliche, im Alter von 11 bis 15 Jahren soziale Medien in problematischer Weise. Bei den Mädchen sind es 9,7%, bei den Jungen 4,4%. Dieser Anteil hat bei den Mädchen zwischen 2018 und 2022 zugenommen.
Was die Nutzungshäufigkeit anbelangt, zeigt die HBSC-Studie 2022, dass fast 80% der 11- bis 15-jährigen Jugendlichen in der Schweiz soziale Medien (z.B. Instagram, Snapchat, TikTok, Facebook) täglich oder mehrmals pro Woche nutzen (Delgrande Jordan et al., 2023; grafisch nicht abgebildet).
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).
Online-Kommunikation ist zu einem integralen Bestandteil des Lebens von Jugendlichen geworden. Wenn sie sich mittels sozialer Medien untereinander austauschen, spielt soziale Anerkennung eine wichtige Rolle. Bei einigen Personen kann diese Anerkennung zu einer problematischen Nutzung sozialer Medien führen. Dabei kann es zum Kontrollverlust über die eigene Nutzung sozialer Medien auf Kosten anderer wichtiger Lebensbereiche (Beziehungen zu Gleichaltrigen und Eltern, Hobbys etc.) kommen. Gegenwärtig gibt es keine international anerkannte spezifische Diagnose für eine Störung im Zusammenhang mit der Nutzung von sozialen Medien.
Die Häufigkeit der Online-Kommunikation nimmt bei Jugendlichen mit dem Alter zu und es sind unterschiedliche Nutzungsmuster nach Geschlecht zu beobachten. In der internationalen HBSC-Studie wurden beträchtliche länderübergreifende Unterschiede im Online-Verhalten beobachtet, was darauf hindeutet, dass kulturelle, politische und wirtschaftliche Faktoren bei der Gestaltung dieses Lebensaspekts junger Menschen eine Rolle spielen.
Dieser Indikator gibt eine Schätzung der Prävalenz der problematischen Nutzung sozialer Medien (und nicht unbedingt einer suchtartigen Störung) bei den 11- bis 15-jährigen Jugendlichen in der Schweiz. Er ermöglicht es somit, Handlungsbedarf zu erkennen und gegebenenfalls Präventions- und Gesundheitsförderungsmassnahmen für diese Altersgruppe zu ergreifen.
Dieser Indikator basiert auf der Schweizer Schülerinnen- und Schülerbefragung «Health Behaviour in School-aged Children» (HBSC), die 11- bis 15-jährige Jugendliche befragt.
Mittels der «Social Media Disorder Scale» von van den Eijnden et al. (2016) wurde die problematische Nutzung sozialer Medien erfragt. Die Skala setzt sich aus den folgenden neun Fragen zusammen, die im HBSC-Fragebogen wie folgt gestellt wurden:
«Wir interessieren uns für deine Erfahrungen mit sozialen Medien. Damit meinen wir soziale Netzwerke (z.B. TikTok, Instagram, Twitter), Instant-Message-Programme (z.B. WhatsApp, Snapchat, Facebook Messenger) und Videoplattformen (z.B. Zoom oder Skype). In den letzten 12 Monaten, hast du…
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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