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| Tertullian († um 220) - Über die Schauspiele (De spectaculis)

14. Es ergeben sich aber für Betrachtung der Spiele auch noch anderweitige Gesichtspunkte.
Nunmehr wollen wir den Punkt Idololatrie, welcher, wenn vorgelegt, allein schon zum Verzicht auf die Spiele genügen müsste, fallen lassen und zum Überfluss in anderer Weise verhandeln, um derentwillen, die sehr viel darauf geben, dass jene Enthaltung nicht ausdrücklich vorgeschrieben sei. Das klingt, als wenn in betreff der Spiele noch zu wenig besagt sei, wenn die Begierlichkeit der Welt verboten wird. Wie eine Begierde nach Geld, nach Ehren, nach Schlemmerei, nach Wollust, nach Ruhm, so gibt es auch eine nach Vergnügen. Schauspiele sind aber eine Art Vergnügen, Ich meine, wenn die Begierden im allgemeinen genannt werden, so begreifen diese auch die Vergnügungen in sich, und in gleicher Weise die Vergnügungen, allgemein verstanden, sprechen im speziellen auch gegen die Spiele, Aber wir haben ja oben bei Gelegenheit der Örtlichkeiten angeführt, dass nicht diese an und für sich uns verunreinigen, sondern das, was daselbst geschieht, wodurch sie, sobald sie die Verunreinigung eingesogen haben, diese dann wieder auf andere ausspeien.