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Die 40-jährige australische Senatorin Larissa Waters kehrte nach der Geburt ihrer Tochter Alia erstmals ins Oberhaus zurück. Dort stillte sie ihr Baby und schrieb auf Twitter: «Ich bin so stolz, dass meine Tochter Alia das erste Baby ist, das im Bundesparlament gestillt wird.»
Wie N-TV berichtet, war Alia Anfang dieses Jahres zur Welt gekommen. Zwar hatte die Grüne Larissa Waters angekündigt, dass ihr Partner im Beruf reduzieren werde, habe die Tochter jedoch Hunger, werde er sie zur Mutter bringen – dieser Fall ist nun eingetroffen.
Dass dies überhaupt möglich ist, verdankt Waters neuen Regelungen für ein «familienfreundliches Parlament». Bisher waren Kinder nämlich nicht zugelassen. Als Folge eines «Babybooms» im vergangenen Jahr hat sich dies nun aber geändert. Die inzwischen zweifache Mutter unterstützt diese Änderungen: «Es ist wichtig, dass wir alle Arbeitsplätze familienfreundlicher machen, nicht nur das Parlament.»
Als negative Erfahrung erwähnt Larissa Waters den Fall der Abgeordneten Kirstie Marshall im Jahr 2003. Diese musste das Parlament des Bundesstaates Victoria verlassen, weil sie ihre damals elf Tage alte Tochter gestillt hatte. Ein Dorn im Auge von Larissa Waters: «Manchmal ist es schwer, nicht entmutigt zu sein angesichts des Sexismus, der Frauen am Arbeitsplatz entgegenschlägt. Aber manchmal lohnt es sich zurückzublicken und zu sehen, wie weit wir gekommen sind.»
(rst)