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Ankeimen,
Stratificieren, die zur Saat vorbereitende Behandlung von Samen, [* 2] die zur Entwicklung des Keims längerer Zeit und anhaltender Bodenfeuchtigkeit bedürfen und unmittelbar in das Land gesät, sehr spät, unter Umständen nur teilweise oder gar nicht aufgehen würden. Diese Vorbehandlung hat den Zweck, die starke, lederartige oder knochenharte Decke [* 3] solcher Samen in ungleich kürzerer Zeit mürbe zu machen und dadurch den Durchbruch des Keims zu beschleunigen.
Mittel hierzu sind das Aufweichen der Samen in erwärmtem Wasser und das Zusammenschichten derselben mit feuchtem Sande. Verbindet man hiermit den Zweck, eine vollkommenere Lösung der im Samen aufgespeicherten Nahrungsstoffe herbeizuführen, so bedient man sich hierzu sog. Beizen, d. i. verdünnter Säuren. Will man in andern Fällen den Samen beim Keimen reichlichere Nahrung zuführen, so weicht man sie in Stalljauche ein. Alle hartschaligen Gehölzsamen, wie die des Weißdorns, der Hundsrose u. a., die erst im zweiten Jahre nach ihrer Reife und Aussaat keimen, werden in Erdgruben in Sand eingeschichtet und erst im zweiten Frühjahr ausgesät.