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Der Arzt und Cellist Dr. Beat Richner ist in der Schweiz kein unbekannter. Unter dem Namen Beatocello wirbt er mit Konzerten für seine Kinderspitäler in Kambodscha. Als er in den Siebzigern für das Schweizerische Rote Kreuz als Arzt nach Kambodscha kam, arbeitete er im Kantha-Bopha-Kinderspital. Als die Roten Khmer die Macht übernahmen, kehrte er zurück nach Zürich – bis er 1991 von der kambodschanischen Regierung die Anfrage bekam, Kantha Bopha wieder aufzubauen. Heute betreiben die Verantwortlichen ganze fünf Spitäler im Land.
Konzert in Siem Reap
Immer wieder tourte Richner durch die Schweiz, um Geld für seine Spitäler zu sammeln. Auch die Schweizer Regierung unterstützt Richners Unterfangen. Wenn Richner in Kambodscha weilt, hält er jeweils einmal die Woche ein Konzert in Siem Reap. Während unserem Aufenthalt mochten wir uns deshalb die Gelegenheit nicht nehmen lassen, ein Konzert von Beatocello zu besuchen.
Der Saal ist mit rund hundertfünfzig Touristen gefüllt. Beatocello betritt die Bühne des Mehrzwecksaals im Spital und begrüsst alle mit der Frage, woher die Reisenden stammen. Die grosse Mehrheit stammt aus der deutschen und französischen Schweiz. Mit viel Charme und Witz erzählt Beatocello seine Geschichte, berichtet über den hohen Qualitätsstandard und erklärt, warum die Behandlungen im Spital umsonst sind. Zwischendurch spielt er immer wieder ein Stück auf seinem Cello und gesteht offen, dass er an Konzerten manchmal zu viel redet und zuwenig spielt.
Als Abschluss zeigt Richner ein Film, der beim Besuch der Schweizer Bundesrätin Micheline Calmy-Rey gedreht wurde. Ein Abend, der unter die Haut geht. Das Benefiz-Konzert findet jeweils am Samstagabend um 19.15 im Spital Jayavarman VII von Siem Reap statt.