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Die Kunstdenkmäler der Schweiz KdS / NW
„Die Kunstdenkmäler des Kantons Unterwalden“ des Stanser Staatsarchivars Robert Durrer sind der unmittelbare Vorläufer der von der GSK 1920 institutionalisierten Reihe der „Kunstdenkmäler der Schweiz“. Das Werk umfasst das Gebiet Nid- und Obwaldens und erschien zunächst unter dem Titel „Statistik der Kunstdenkmäler Unterwaldens“ zwischen 1899 und 1928, also über 29 Jahre hinweg in einzelnen Lieferungen, die dem „Anzeiger für Schweizerische Alterthumskunde“ beilagen. Das 1928 herausgegebene Deckblatt war dann das Zeichen für den Abschluss der Reihe, die nun zusammengebunden werden konnte.
Zuvor hatte Johann Rudolf Rahn, Autor der ersten „Geschichte der bildenden Künste in der Schweiz“, von 1872 bis 1893 die „Statistik der Schweizerischen Kunstdenkmäler“ als fortlaufende Sammlung ebenfalls im „Anzeiger“ publiziert. Durrers Werk markiert aber insofern einen Wendepunkt als es konsequent dem Prinzip der Kunsttopographie folgt und den Forschungen eine „selbständige Urkundenforschung“ (Rahn) zugrunde liegt. So wurde aus der Sammlung ein systematisches, exzellent recherchiertes Inventar des „gesamten Denkmälerbestandes für ein historisch abgeschlossenes Lokalgebiet“ (Durrer).
Der Autor dokumentierte zunächst Werke von der Antike bis 1798, weitete die zeitliche Begrenzung jedoch bis gegen Mitte des 19. Jahrhunderts aus und trug das Ausgelassene später nach. Er erfasste nicht nur Bauten und andere immobile Denkmäler sondern auch mobile „Alterthümer“. Besonderes Augenmerk gilt neben Kirchen, öffentlichen Gebäuden und Herrenhäusern auch den Bauernhäusern. Durrer hielt sich zurecht zugute, gleichzeitig ein Pionier der wissenschaftlichen Bauernhausforschung zu sein. Auffallend ist zudem die Beachtung, die er städtebaulichen und räumlichen Zusammenhängen schenkt. Das 1188 Seiten starke Gesamtwerk (inklusive Nachwort und Register) widmet naturgemäss den Hauptorten Sarnen und Stans sowie dem Klosterort Engelberg breiten Raum.
1971 gaben die historischen Vereine Nidwalden und Obwalden gemeinsam mit der GSK einen unveränderten Nachdruck innerhalb der Reihe der „schwarzen Bände“ heraus.
Inneres der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul in Sarnen, Foto: Foto Wagner, Sarnen.
Ansicht der Pfarrkirche in Sarnen, Blockbemalung im Estrichsaal des Grosshauses in der Hofmatt, Sarnen, Foto: Foto Wagner, Sarnen.
Das Winkelriedhaus in Stans, Foto: Roland Zumbühl (picswiss).