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Wald wurde 1686 mit dem Bau einer eigenen Kirche und der damit verbundenen Trennung von Trogen eine selbständige Gemeinde.
Die Bevölkerung von Wald bestand bis ca. 1950 vorwiegend aus Familien von Stickereibauern. Diese Landwirte besassen nur ein kleines landwirtschaftliches Heimwesen und übten daneben im Keller oder Anbau ihres Wohnhauses die Stickerei aus. Beinahe in jedem zweiten Haushalt wurde gestickt. Mit der Krise in der Handstickerei zwischen 1950 und 1970 gaben viele dieser Stickereibauern ihren Beruf auf, verkauften ihre Maschinen und zogen auf der Suche nach einer Arbeit aus der Gemeinde. Die Bevölkerung verminderte sich von 882 Einwohnern im Jahre 1950 auf unter 700. Ein grosser Teil der kleinen Heimwesen, genannt "Häämetli", wurde an Unterländer, vorwiegend aus St.Gallen und Zürich, als Ferienhäuser verkauft. In Wald gibt es heute etwa 75 Ferienhäuser.
Da in Wald günstiges Bauland erhältlich war, setzte nach 1980 eine rege Bautätigkeit ein. Die Bevölkerung erhöhte sich vom Jahre 1980 (695 Einwohner) bis Ende 2018 um rund 26% auf 879 Einwohner.
Durch den grossen Zuzug von Einwohnerinnen und Einwohnern von ausserhalb des Kantons ist heute in Wald der ursprüngliche Appenzeller Vorderländer Dialekt nicht mehr oft zu hören.
Neu Zugezogene werden von der Wäldler Bevölkerung erstaunlich schnell und ohne Vorbehalte aufgenommen. Die Stickereibauern von früher waren auf Auftraggeber von auswärts angewiesen, und Fremde waren daher im Dorf stets willkommen. Nicht umsonst ist Wald die erste Appenzeller Gemeinde, welche 1999 ihren ausländischen EinwohnerInnen das Stimm- und Wahlrecht in Gemeindeangelegenheiten einräumte.
Von Ernst Züst, Wolfhalden, stammt das Buch die "Geschichte der Gemeinde Wald", erschienen 1986 zum 300sten Geburtstag von Wald - und noch immer auf der Gemeindekanzlei erhältlich.