Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03624.jsonl.gz/2645

Den Buschbränden gingen klimatisch drei höchst variable Jahre voraus. 2016 waren die Niederschläge quer durchs Land aussergewöhnlich hoch, gefolgt von drei Dürrejahren, vornehmlich im Südosten. Die Kombination von starkem Wachstum gefolgt von Dürre sorgte für ein riesiges Brandpotential.
Die gesamte Waldfläche beträgt 1.2 Millionen Quadratkilometer, also rund 33 Mal die Fläche der Schweiz. Die grössten Wälder, vornehmlich Eukalyptuswälder liegen im Südosten und im Südwesten, tropische Regenwälder gibt es im Nordosten. Die Forstwirtschaft konzentriert sich auf kommerzielle Plantagen mit einer Gesamtfläche von rund 20’000 Quadratkilometer, je zur Hälfte mit Weich- und Harthölzern. Die einheimischen Wälder werden von der Forstwirtschaft nur wenig genutzt.
Aus Furcht vor Waldbränden, die eigentlich ein natürliches Phänomen sind, versucht man diese zu verhindern. Das führt aber dazu, dass sich mehr Unterholz ansammelt als bei natürlichen Verhältnissen. Systematische Brandschutzschneisen sind selten, sie beschränken sich weitgehend auf die Plantagen. Bevor Europäer den Kontinent besiedelten, kannten sich die Ureinwohner bereits mit Buschfeuern aus. Sicherlich beherrschten sie das Konzept der Brandrodung, wie weit sie das Ausmass der Brände kontrollieren konnten, entzieht sich der Kenntnis. Wahrscheinlich herrschte eine Art Gleichgewicht zwischen Feuer und Wachstum.
Bild: Dürres Unterholz als Brandnahrung (Lakes Entrance Beach)