Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03505.jsonl.gz/1630

Ein Scoping-Review, der im November im BMJ Open Sport & Exercise Medicine Journal veröffentlicht wurde und unter anderem von Anneke Klostermann verfasst wurde.
In Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Balgrist und dem Universitätsspital Zürich forschte Anneke Klostermann zum Thema, wie man sich als Sportlerin in der Schwangerschaft bewegen kann.
Was ist zu diesem Thema bereits bekannt? Was können wir hinzufügen? Und wie geht es in Zukunft weiter?
Als Athletin schwanger werden:
Immer mehr Elite- und Wettkampfsportlerinnen erreichen ihren Karrierehöhepunkt in der Zeit optimaler Fruchtbarkeit und wollen die Geburt von Kindern nicht aufschieben, bis sie ihre sportliche Karriere beenden. Dies ist insbesondere in Ausdauerdisziplinen der Fall, in denen das Trainingsalter eine relevante Rolle spielt.
Darüber hinaus möchten diese Athletinnen, wenn möglich, ihre Schwangerschaft so planen, dass sie nicht mit potenziellen Karrierehöhepunkten zusammenfällt (z. B. der olympische Zyklus mit einem Höhepunkt alle 4 Jahre).
Empfehlungen aus der Literatur:
Es gibt jedoch nur spärliche Beweise und anekdotische Berichte über Best-Practice-Empfehlungen, um dieses Problem bei Elite-Athletinnen zu lösen. Aufgrund des Fehlens direkter Evidenz für Sportlerinnen und der Wissenslücken bezüglich der sicheren Häufigkeit, Dauer und Intensität von Training und Wettkampf, können Empfehlungen nur einzeln und unter genauer Beobachtung des Wohlergehens von Mutter und Kind ausgesprochen werden. Der Bedarf an praktischen Informationen darüber, welche Sportarten und in welchem Umfang sie sicher und ohne Risiko für Mutter und Kind fortgesetzt werden können, ist von großer Bedeutung, insbesondere für Sportlerinnen, die diesbezüglich große Unsicherheiten haben, aber auch für Trainer/in und Gesundheitsdienstleister/in.
Ziel unserer Studie:
In diesem Scoping-Review wollen wir (1) die aktuelle wissenschaftliche Evidenz der Literatur zu Sport- und Bewegungsempfehlungen für Elite- und Leistungssportlerinnen identifizieren und bewerten, (2) die verfügbare Evidenz für das Volumen und die Intensität körperlicher Aktivität für kontinuierliche Exposition und akute Exposition gegenüber körperlicher Betätigung in Bezug auf die Leistung zusammenfassen sowie für Hochrisikosportarten und deren Auswirkungen auf Schwangerschaftsergebnisparameter bei Sportlerinnen und (3) auf bestehende Wissenslücken hinweisen.
Was ist aus unserer Forschung zu schließen?
Dennoch sind grundsätzlich keine signifikanten negativen Folgen körperlicher Aktivität für Mütter oder Kinder bekannt;
Sowohl Personen, die sich an Trainingsempfehlungen halten oder sich während der Schwangerschaft an Aktivitäten mit höherer Wirkung beteiligen, als auch schwangere Spitzen- und Leistungssportler werden ermutigt, sportliche Aktivitäten mit mehr Selbstvertrauen anzugehen.
Lest den ganzen Artikel unter: https://bmjopensem.bmj.com/content/bmjosem/8/4/e001395.full.pdf
Autorin:
Anneke Klostermann
Referenzen (nur in diesem Beitrag gebraucht):
1.Allen SV, Hopkins WG. Age of peak competitive performance of elite athletes: a systematic review. Sports Med 2015;45:1431–41
2.Davenport MH, Nesdoly A, Ray L, et al. Pushing for change: a qualitative study of the experiences of elite athletes during pregnancy. Br J Sports Med 2022;56:452–7
3.Bo K, Artal R, Barakat R, et al. Exercise and pregnancy in recreational and elite athletes: 2016/2017 evidence summary from the IOC expert group meeting, Lausanne. Part 5. recommendations for health professionals and active women. Br J Sports Med 2018;52:1080–5
4.Solli GS, Sandbakk Øyvind. Training characteristics during pregnancy and postpartum in the world's most successful cross country skier. Front Physiol 2018;9:595