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Zahlreiche experimentelle und klinische Zulassungs- oder Beobachtungsstudien seit Beginn der Covid-19-Impfkampagnen zeigen, dass der Impfschutz nach der Grundimmunisierung (2 Impfdosen) über die Zeit nachlässt und durch eine Auffrischimpfung rasch wieder erhöht und verbreitert werden kann (im Sinne eines besseren Schutzes auch gegen nicht im Impfstoff enthaltene Virusvarianten) (Ssentongo et al. 2022; Muecksch et al. 2022). Doch auch dieser aufgefrischte Impfschutz nimmt mit der Zeit wieder ab. Hierbei bleibt der Schutz vor schwerem Krankheitsverlauf deutlich besser erhalten als derjenige vor milder Infektion; er beträgt je nach Schätzung bei BA.1/2 77–94% für bis zu 2–3 Monate und nimmt danach graduell ab (UKHSA COVID-19 Vaccine Surveillance Reports). Bei Personen mit Risikofaktoren (besonders gefährdete Personen, BGP) kann dieser Schutz vor schwerer Erkrankung weniger gut sein und je nach Risikofaktor, z. B. mit zunehmendem Alter, schneller wieder abnehmen. Der Schutz vor milder Infektion hingegen ist auch direkt nach einer Auffrischimpfung deutlich geringer als derjenige vor schwerer Erkrankung und nimmt viel schneller weiter ab. Erste Daten über einen längeren Beobachtungszeitraum aus Singapur zeigen, dass der Schutz vor schweren Erkrankungen inkl. Hospitalisationen auch 5–6 Monate nach einer Auffrischimpfung mit einem mRNA Impfstoff noch bei 87% liegt (Ng et al. 2022).
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