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<h2>SubmittedText<h2><p>Gebäudesanierungen mit Wärmepumpen und Wärmedämmungsmassnahmen sind unerlässlich, um die Energiewende zu schaffen. Doch auch wärmegedämmte Gebäude werden im Sommer durch die Sonne aufgeheizt. Hier kann ein effizienter Sonnenschutz Abhilfe schaffen und einer (energieintensiven) Kühlung vorbeugen. <span style="color:black;">In der Schweiz sind diverse Hersteller von Sonnenschutzsystem ansässig, die über Erfahrungen in der Gebäudetechnik und Forschung verfügen.</span></p><p>&nbsp;</p><p>Die Sonne mischt sich immer stärker in die Energiebilanz der Gebäude ein. Je besser eine Gebäudedämmung ist, umso wichtiger wird ein automatisierter Sonnenschutz. Im Sommer verhindert die automatisierte, aussenliegende Beschattungseinrichtung eine Überhitzung – im Winter bringen weggefahrene Beschattungssysteme einen wichtigen kostenlosen Energieeintrag. Beide Funktionen helfen, weniger Energie zu verbrauchen.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Sommer kann der Energieeintrag durch die Sonne in ein unbeschattetes Gebäude bis zu 800 W/m2 betragen. Dies führt rasch zu einer Überhitzung der Räume: Temperaturen steigen und die Wohnqualität kann bis zur Unbewohnbarkeit abnehmen. In der Nacht entweicht die aufgestaute Wärme gerade bei dichten Gebäudehüllen nur begrenzt. Als Folge werden die Räume durch Klimaanlagen oder durch den Reversbetrieb von Wärmepumpe gekühlt, was mit zusätzlichem Energiebedarf verbunden ist und dem ursprünglichen Gedanken eines effizient betriebenen Gebäudes widerspricht.</p><p>&nbsp;</p><p>Für Deutschland hat eine kürzlich erschienene Studie (Hauser (IBH), 2023) aufgezeigt, dass Innenräume im Jahr 2045 bis zu sechs Mal mehr Tage pro Jahr Temperaturen von über 30°C aufweisen, wenn kein effektiver Sonnenschutz installiert wird. Das zeigt: Ein automatisierter Sonnenschutz ist, zusammen mit wärmegedämmten Gebäudehüllen und erneuerbar betriebenen Heizanlagen, ein wichtiger Bestandteil für klimafreundliche Gebäude.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Daher stellen sich folgende Fragen:</p><ul><li>Teilt der Bundesrat die Einschätzung um die Wichtigkeit eines automatisierten Sonnenschutzes bei gut gedämmten Gebäuden für einen effizienten und nachhaltigen Betrieb?</li><li>Ist der Bundesrat der Meinung, dass das Thema Sonnenschutz bei den aktuellen und geplanten Förderprogrammen zur Energieeffizienzsteigerung (Sensibilisierung, Fördermittel für bauliche Massnahmen, etc.) ausreichend Beachtung findet?</li><li><span style="color:black;">Ist der Bundesrat bereit, Massnahmen zur Förderung des Einsatzes von automatisierten Sonnenschutzsystemen in der Schweiz zu prüfen?</span></li></ul><h2>FederalCouncilResponseText<h2><div><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">1. Ja. Ein automatisierter Sonnenschutz ist wichtig, damit Gebäude effizient betrieben werden können. Er ist allerdings nur ein Teil von verschiedenen Massnahmen am Gebäude, welche im Bereich des sommerlichen Wärmeschutzes bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Diese Planung ist in der Norm des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA Nr. 180 «Wärmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Gebäuden» beschrieben.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">2. Ja. Bei Energiefragen in Gebäuden sind laut Artikel 89 Absatz 4 der Bundesverfassung vor allem die Kantone zuständig. Sie definieren in den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) innerhalb des Basismoduls die Anforderungen und den Nachweis an den sommerlichen Wärmeschutz. Die aktuelle Förderung im Gebäudebereich stützt sich auf das </span><a name="_Hlk155682581"><span style="font-family:Arial">Harmonisierte Fördermodell </span></a><span style="font-family:Arial">der Kantone und verfolgt gemäss Artikel 34 des CO</span><span style="line-height:150%; font-family:Arial; font-size:7.33pt; vertical-align:sub">2</span><span style="font-family:Arial">-Gesetzes vom 23. Dezember 2011 (SR</span><span style="font-family:Arial">&#xa0;</span><span style="font-family:Arial">641.71) den Grundsatz der «langfristigen Verminderung der CO</span><span style="line-height:150%; font-family:Arial; font-size:7.33pt; vertical-align:sub">2</span><span style="font-family:Arial">-Emissionen bei Gebäuden einschliesslich Senkung des Stromverbrauchs im Winterhalbjahr». Gemäss Harmonisiertem Fördermodell der Kantone ist die Förderung von zertifizierten Gebäudesanierungen nach Minergie und Neubauten nach Minergie-P sowie Minergie-A bereits möglich. Bei der Gebäudezertifizierung nach Minergie ist der sommerliche Wärmeschutz ein integraler Bestandteil. Um den thermischen Komfort im Gebäude auch bei zunehmend heissen Sommern zu gewährleisten, sind die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz in Minergie-Wohnbauten viermal höher als die Norm vorsieht. Der sommerliche Wärmeschutz wird dadurch zielführend mitgefördert.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">Die Sensibilisierung sowie Aus- und Weiterbildung zum Thema sommerlicher Wärmeschutz erfolgt durch den Bund in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen im Rahmen des Programms EnergieSchweiz.</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial; -aw-import:ignore">&#xa0;</span></p><p style="margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt"><span style="font-family:Arial">3. Nein. Der Bundesrat sieht hier keinen Handlungsbedarf</span></p></div>