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Info über Komplexe Psychologie
Die Komplexe oder Analytische Psychologie von Carl Gustav Jung geht einerseits auf die Psychoanalyse von Sigmund Freud zurück und war anderseits stark beeinflusst von fernöstlichen philosophischen und religiösen Vorstellungen. Sie geht davon aus, dass es ein "kollektives Unbewusstes" gibt, das sich in Träumen und Märchen symbol-haft wiederfindet. Jung begründete die Komplexe oder Analytische Psychologie, die heute eine wichtige psychotheapeutische Methode darstellt.
Ausserdem befasste sich Jung auch mit der Erarbeitung von "psychologischen Typen". Extraversion und Introversion stellten für ihn zwei Pole der Wechselbeziehung zwischen der Lebensenergie (Libido) und der Aussenwelt dar: bei der Extraversion strömt die Libido von innen nach aussen, bei der Introversion von aussen nach innen. Die Realität zeigt unterschiedlichste Abstufungen dieser beiden Typen.
Zur Methodik:
Der Therapeut gewährt dem Patienten den Raum und unterstützt ihn durch Traumanalyse, die Auseinandersetzung mit den Phänomenen von Übertragung und Gegen-übertragung sowie der aktiven Imagination verdrängte oder aus anderen Gründen unbewusste Persönlichkeitsteile bewusst werden können. Die nachfolgende Auseinan-dersetzung kann dazu führen, dass die Patienten diese in ihre Gesamtpersönlichkeit integrieren und in der Folge für neue Handlungs- und Erlebensmöglichkeiten offen werden. Die Beziehung zwischen Patient und Analytiker ist vor allem durch den Passus der Dialektik und der Synthese geprägt. Die Analytische Psychologie versteht darunter die vermehrte Beteiligung des Patienten an der Analyse. Der Analytiker bezieht den Patienten vermehrt ein und versucht mit ihm eine Beziehung aufzubauen, die eine Begegnung ermöglicht ohne die Unterschiede in den Realitäten der Beziehung (Patient/Arzt etc.) zu verleugnen. Dies steht im Gegensatz zu den Methoden der Psychoanalyse, welche (in der klassischen Ausprägung) eine distanzierte Beziehung als Ideal der Behandlung ansieht.