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Erst kürzlich hat Microsoft den Internet Explorer 6 "offiziell" für tot erklärt, weil sein "Marktanteil" in den USA unter die 1-Prozent-Marke gefallen ist. Was für Otto-Internet-Normalverbraucher vielleicht zutrifft, stimmt aber nicht für Unternehmen: Dort hat IE6 immer noch einen hohen Marktanteil. Viele blieben bisher zumindest für interne Zwecke beim mittlerweile vor-vorletzten Microsoft-Browser, weil einige ihrer Unternehmensappplikationen nur auf dem alten Browser korrekt funktionieren, und das Umschreiben der Software teuer wäre. Für manche ist dies auch ein Hauptgrund dafür, an Windows XP festzuhalten, obwohl der April 2014 und damit das endgültige Ende des Supports für XP immer näher rückt.
Ein letztes Jahr von Ex-Microsoft-Mitarbeitenden gegründetes Start-Up namens Browsium hat nun das Plugin "Ion" für IE8 und IE9 lanciert, mit dem für IE6 oder IE7 geschriebene Applikationen problemlos mit den neuen Browsern benützt werden können sollen. Laut Browsium benötigt man dazu keinerlei Änderungen am Servercode.
"Ion" ist teilweise eine Weiterentwicklung des bereits im letzten Jahr von Browsium entwickelten Tools "UniBrows", beruht aber auf einem etwas anderen Grundprinzip und soll deutlich mehr Applikationen unterstützen, sowohl Standard-Software wie Siebel oder Hyperion als auch Custom-Applikationen. Für Evaluationszwecke gibt es übrigens eine Gratisversion, die 60-Tage lang getestet werden
kann. (hjm)