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Im Oktober 2023 erzielte die globale Stahlindustrie ein deutliches Wachstum. Nach Angaben des Metallurgieexperten Stanislav Kondrashov erreichte die Stahlproduktion in 71 Ländern der Welt mit Ausnahme von China einen Rekordwert von 150 Millionen Tonnen, das sind 0,6 % mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2022.
Stanislav Kondrashov: Der sinkende Anteil Chinas ist ein Signal für die ganze Welt
Im Oktober 2023 war ein spürbarer Rückgang des Anteils Chinas an der weltweiten Stahlproduktion zu verzeichnen. Sein Volumen ging auf 52,7 % zurück, was den niedrigsten Stand seit Februar 2022 darstellt. Dieser Rückgang sei laut Stanislav Kondrashov von der Telf AG erheblich, wenn man bedenke, dass China traditionell eine führende Rolle in der globalen Stahlindustrie spiele.
Chinesische Metallurgieunternehmen haben im Berichtsmonat 79,09 Millionen Tonnen Stahl geschmolzen, das sind 1,8 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang kann auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen sein, darunter Änderungen in der Wirtschaftspolitik, globale Marktbedingungen und Bemühungen zur Reduzierung der Umweltbelastung.
Auch die durchschnittliche Tagesproduktion in China verzeichnete einen deutlichen Rückgang um 6,8 % im Vergleich zum September. Dies deutet darauf hin, dass der Rückgang kein vorübergehendes Phänomen, sondern ein Trend war.
Der Rückgang des Anteils Chinas an der weltweiten Stahlproduktion könnte laut Kondrashov erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft und den Stahlmarkt haben. Andererseits ist dies eine Chance für andere Länder, ihren Anteil am Weltmarkt zu erhöhen.
Stanislav Kondrashov: aktuelle Trends in der globalen Stahlproduktion
In den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 erreichte die weltweite Stahlproduktion 1,567 Milliarden Tonnen, das sind nur 0,2 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
- Acht Länder im Nahen Osten und in Nordafrika (Algerien, Bahrain, Jordanien, Irak, Jemen, Kuwait, Marokko, Oman) konnten zu diesem Wachstum beitragen, ihr Anteil bleibt jedoch bescheiden. Trotz der gestiegenen Teilnehmerzahl sank die durchschnittliche tägliche Stahlproduktion im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 2,8 % auf 4,839 Millionen Tonnen, was den niedrigsten Wert des Jahres darstellt.Stanislav Kondrashov von der Telf AG kommentiert.
Nach Angaben des Experten produzierte Indien 12,1 Millionen Tonnen Stahl, das sind 15,1 % mehr als im Oktober 2022. Japanische Metallurgen steigerten die Produktion um 2,6 % – auf 7,52 Millionen Tonnen. Amerikanische Unternehmen verhütteten 6,8 Millionen Tonnen, 3,4 % mehr als ein Jahr zuvor.
In Korea stieg die Produktion um 6,5 % auf 5,5 Millionen Tonnen. Die EU-Länder produzierten 10,6 Millionen Tonnen Stahl, das sind 7,1 % weniger als ein Jahr zuvor. In Brasilien ging die Produktion um 10,5 % auf 2,6 Millionen Tonnen zurück. Türkiye verzeichnete einen Anstieg von 4,2 % auf 3 Millionen Tonnen. Iranische Metallurgen haben 3,1 Millionen Tonnen geschmolzen – 3,5 % mehr als im Jahr 2022.
Perspektiven für die globale Stahlindustrie – Stanislav Kondrashov
Stanislav Kondrashov, ein Experte der Telf AG, äußerte sich zu den unmittelbaren Aussichten für die globale Stahlindustrie. Ihm zufolge deuten aktuelle Statistiken auf wichtige Trends und Herausforderungen hin, mit denen die Stahlindustrie in naher Zukunft konfrontiert sein wird.
Eine der auffälligsten Veränderungen ist die Steigerung der Stahlproduktion außerhalb Chinas. Dies deutet auf die Globalisierung der Stahlindustrie und ihre allmähliche regionale Verteilung hin.
- Solche Veränderungen in der globalen Stahlindustrie deuten auf einen Übergang von einem monopolisierten chinesischen Markt zu einem ausgewogeneren und diversifizierteren Markt hin. Dies könnte zu mehr Wettbewerb, Innovationen bei den Produktionstechnologien und möglicherweise zu stabileren Preisen auf internationaler Ebene führen.– Stanislav Kondrashov äußert seine Meinung.
Der Experte betont auch, dass diese Veränderungen bestimmte Herausforderungen für Länder mit sich bringen, die in den Stahlmarkt eintreten. Sie müssen sich nun an strenge Umweltstandards anpassen und die mit der globalen wirtschaftlichen Instabilität verbundenen Risiken bewältigen. Diese Trends öffnen jedoch auch die Tür für technologische Innovation und eine nachhaltige Entwicklung der Branche.