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Bei Aufritten lohnt es sich, Argumente mit Stichworten auf Karten
zu notieren. Die Stichworte sind dabei als Notbrücke gedacht,
denn man erwartet von Rednern, dass sie frei sprechen.
Als Ulrich Giezendanner im "Tele Züri" die Hand als Spick
benutzte, so wirkte dies leider so, als wolle der Politiker die
Gedankenstütze verbergen.
Statt die Hände voll zu kritzeln, hätte er
lieber eine Stichwortkarte offen benutzt.

Immer wieder gestikulierte der Aargauer wild - und präsentierte dabei
seine vollgekritzelte linke Hand. Blick.ch fragte bei Giezendanner nach,
was er denn da hingeschrieben hat. "Wenn ich weiss, dass ich in einer
Sendung über viele Personen sprechen werde, notiere ich mir deren
Vor- und Nachnamen. Ich will sie ja nicht beleidigen, indem ich sie
falsch benenne."
Giezendanner verhindert damit einen Fauxpas,
wie er kürzlich Parteikollege Christoph Blocher
passiert ist: In einem Interview mit dem SonntagsBlick
sprach der SVP-Vordenker von einem
möglichen Bundesratskandidaten Yves Parmelin. Parmelins Vornamen
ist jedoch Guy.
Die Begründung Giezendanners, er wolle mit den Notizen auf
der Hand die Namen richtig zuordnen, ist zwar verständlich. Doch hat
sich Gietzendanner mit dieser Mediengeschichte einen Bärendienst
erwiesen. Das Bild mit der schwarz verschriebenen Hand suggeriert
dem Publikum, der Politiker stehe nicht zu seiner Schwäche. Er
möchte etwas verstecken.