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Zum bevorstehenden Armeebericht bzw. zu dessen Entwurf konzentrierten sich die Medien auf die geplante Bestandesreduktion von 120’000 auf 95’000 Angehörige der Armee (AdA). Was die Medien jedoch unterschlagen haben, sind die vorwiegend demographischen Ursachen dieser Bestandesreduktion. Gemäss Brigadier Hans-Peter Walser, J1 der Armee hat die demographisch bedingte Abnahme der Anzahl Rekruten – wenn alle anderen Parameter unverändert bleiben – mittelfristig die Streichung von 20 Bataillonen (1 Bataillone entspricht dabei 900 AdA) und langfristig gar die Streichung von 40 Bataillonen zur Folge. Das bedeutet eine mittelfristige Bestandesreduktion von rund 18’000 AdA und langfristig gar von rund 36’000 AdA. Bei diesen Zahlen sind zusätzliche Abgänge durch den Zivildienst noch nicht eingerechnet.
Insgesamt werden im Armeebericht 2010 vier Varianten vorgeschlagen. Eine Leistungsoptimierte, welche ein Jahresbudget von rund 5 Milliarden SFr benötigt. Eine ressourcenoptimierte Variante, bei der gemäss NZZ bloss 30’000 Soldaten vollständig ausgerüstet und trotzdem rund 4,5 Milliarden SFr kosten würde. Die auf die Verteidigungsfähigkeit bzw. auf Schutzaufgaben optimierten Varianten sind betreffend den Kosten gemäss Baumgartner noch in der Bearbeitung. Eines ist diesen beiden Varianten jedoch gemein: die durch die jeweilige Konzentrierung entstehenden Fähigkeitslücken. Es ist geplant mit der Umsetzung der Detailkonzepte basierend auf den Armeebericht ab 2015 zu beginnen.