Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03222.jsonl.gz/1176

Lead
Das Forschungsprojekt “Parlamentarische Karrieren im Vergleich” untersucht die Karrieren von parlamentarischen Kandidaten und Abgeordneten in Deutschland und der Schweiz von 1949 bis heute (vorparlamentarische Karrierewege, deren Entwicklung, deren Auswirkungen und postparlamentarische Karrierewahl).
Lay summary
Das Forschungsprojekt “Parlamentarische Karrieren im Vergleich” untersucht die Karrieren von parlamentarischen Kandidaten und Abgeordneten in Deutschland und der Schweiz von 1949 bis heute. Da die bisherige Karriereforschung über Parlamentarier häufig sehr deskriptiv war oder sich auf einzelne Länder konzentriert hat, analysieren wir biographische Daten und Verhaltensdaten von Parlamentariern mit zum Teil neuen Methoden (z.B. Sequenzanalyse), um typische Karrierepfade ins Parlament zu identifizieren und die Frage zu beantworten: Welche verschiedenen präparlamentarischen Karrierepfade ins Parlament gibt es in der Schweiz und in Deutschland und wie haben sich diese in den letzten 50 Jahren verändert? In einem weiteren Schritt untersuchen wir, welche Institutionen diese vorparlamentarischen Karrierepfade beeinflussen und welche Konsequenzen die Karrierepfade auf das Verhalten der Parlamentarier haben: In welchem Ausmass sind die unterschiedlichen Karrrierepfade von den Parteien, der föderalen Struktur und der Professionalisierung des Parlaments beeinflusst? Welche Konsequenzen haben die verschiedenen Karrierewege auf das Verhalten der Parlamentarier besonders in Bezug auf deren Abstimmungsverhalten, Ausschussarbeie, weitere individuelle Aktivitäten, sowie ihren weiteren Karriereverlauf? Der dritte Schritt des Projekts widmet sich der Analyse von postparlamentarischen Karriereverläufen von deutschen und Schweizerischen Parlamentariern und untersucht, welche persönlichen und institutionellen Faktoren ihre Entscheidung beeinflusst, ihre Karriere zu beenden, fortzusetzen, oder ein höheres öffentliches Amt oder eine Anstellung in der Privatwirtschaft anzustreben.