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Schlafen wie ein Baby – wer möchte das nicht? Wenn die Regenerierung im Schlaf nicht gelingt, wird der Körper krank. Schlafstörungen können organische, aber auch psychische Ursachen haben.
Schlafmangel ist gefährlich
Zu viel, zu wenig, zu oft unterbrochen, im falschen Rhythmus: Wenn die benötigte Menge an gutem Schlaf über einen längeren Zeitraum fehlt, kann das zu ernsthaften Krankheiten führen. Eine chronische Insomnie oder Hyposomnie bedarf einer Behandlung. Denn, wer zu wenig schläft, leidet unter einer Verminderung der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit am Tag, ist gereizt und fühlt sich überfordert. Schlaf ist ein physiologisches Grundbedürfnis, wie Essen und Trinken. Der Organismus holt sich dann seinen benötigten Schlaf zu anderer Zeit. Der sogenannte Sekundenschlaf kann im Alltag, beim Autofahren oder am Arbeitsplatz zu gefährlichen Situationen führen.
Symptome bei Depressionen und Burn-out
Körperliche Ursachen für eine Schlafstörung können das Schlafapnoesyndrom – eine schlafbezogene Atemstörung, die oft durch Schnarchen verursacht wird – oder das neurologische Restless-Leg-Syndrom sein. Dies wird in der Regel in einem Schlaflabor untersucht. Schlafstörungen treten auch als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen auf. Die Ursache für eine Schlafstörung kann aber auch in einer psychischen Störung begründet sein. Erkrankungen, wie Burn-out, Angst oder Depression, gehen oft mit Schlafstörungen einher.
Kreislauf mit Nachtangst
Eine Schlafstörung kann sich zudem aus einer zeitweisen Belastungssituation heraus entwickeln. Das kann eine Phase mit aussergewöhnlich hohem beruflichem oder privatem Stress oder eine schwierige Familiensituation, beispielsweise nach der Geburt eines Kindes, sein. Der Körper kann die geringere Schlafmenge eine Zeitlang kompensieren. Verfestigt sich aber das Schlafverhalten und bleibt auch nach dem Wegfall der Belastung bestehen, wird die Schlafstörung zum somatischen Problem. Von einer Schlafstörung spricht man dann, wenn die Symptome länger als einen Monat andauern. Einige Betroffene erleben diese Störung als einen Kreislauf aus ursprünglich erwünschter oder notwendiger Überregung und negativen auf den Schlaf bezogenen Gedanken sowie der Angst davor, nicht einschlafen zu können. Man spricht dann von einer regelrechten Bett- und Nachtangst. Verhaltenstherapie, Entspannungs- und Achtsamkeitsverfahren helfen Patient*innen dabei, eine neue Schlafhygiene zu erlernen.