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Master
Kunst
Für diese Arbeit formte ich zunächst in Handarbeit mehrere geometrische Holzob- jekte aus insgesamt acht Baumstämmen. Die Holzobjekte nahm ich anschliessend mit in den Wald, um sie in einem korbähnlichen Erdhügel in einem mehrere Tage andauernden Schwelbrand vollständig zu verkohlen. Dieser Prozess verlangt rund um die Uhr absolute Hingabe. Mich interessierte dabei dieser Zustand des Hy- perfokusses, geprägt von körperlicher Erschöpfung und Schlaflosigkeit, fernab der Welt der Beschleunigung und Reizüberflutung als Arbeitsmodus. Der Pro- duktionsprozess nimmt in meinem Werk einen vergleichbaren Stellenwert wie die Objekte an sich ein.
Im Prozess schaffe ich ein komplexes System von sich überschneidenden und überlagernden Kreisläufen. Diese betreffen einerseits natürlich-biologi- sche Aspekte des Werks (Bäume, Erde, Wasser) und technologische Aspekte der maschinellen Produktion. Dazu geht es mir ebenso um soziale Fragestellungen (Was bedeutet Arbeit und was ist ihr Wert?) und die Transformation von einem Materialzustand in andere Zustände. Präsentiert wird eine Projektion (als Loop) von negativen fotografischen Aufnahmen dieser verkohlten Objekte. Als Projek- tionsfläche dient eine schwarze Wand, dessen Farbe aus den zermahlten Kohle- objekten hergestellt wurde. Somit existieren die ehemals schweren Baumstämme nur noch als (digitale) Information, hervorgegangen aus einem langen Prozess der Freisetzung von Materie.