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Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN): Der grösste Teil des Gemeindebannes von Gelterkinden liegt innerhalb des Perimeters der BLN-Gebiete Nr. 1104 "Tafeljura nördlich Gelterkinden" und Nr. 1105 "Baselbieter Tafeljura mit Eital".
Bodengeografie und Geologie
Der dominierende Bodentyp in den Waldgebieten des Plateaus ist eine tonarme, in der Regel skelettreiche, sehr wasserdurchlässige und nur wenig wasserhaltende, dünne (Pseudo-) Rendzina - eine Humuskarbonatschicht mit Mull- über dem bodenbildenden Hauptrogenstein. Die mergeligen Kalke des Unteren Doggers am Hangfuss liefern tiefgründigere und damit für den Wald bessere Böden: Rendzinen. Wo der untere Dogger Mergel enthält, kann der Boden auch lehmiger und wechseltrocken sein. Die tonigen Malme der Effinger-Schichten der Grabenbrüche wurden wegen ihrer geringen landwirtschaftlichen Ertragsfähigkeit ursprünglich als Weideland genutzt, da sie zu Verdichtung und Staunässe neigen. Deshalb blieben diese Standorte als Matten erhalten und liessen spezielle Pflanzengesellschaften gedeihen. Auf den tonigen Schichten des Untergrundes wird das Wasser gestaut, weitergeführt und erscheint dann als Schichtquelle, evt. als Schuttquelle wieder am unteren Talhang. Die Opalinustone am Fusse der Steilhänge entwickelten Parabraun- und Braunerden und gehören zur Landwirtschaftszone.
Die "natürlichen" Waldgesellschaften im heutigen Wald
Die gegenwärtige Zusammensetzung des extensiv bewirtschafteten Waldes nach Baumarten ist recht naturnah; sie wird beibehalten. Allenfalls werden die Lichtholzarten Eiche und Föhre gefördert. Bei den übrigen Laubhölzern wird der Standortsvielfalt entsprechend auf eine reiche Artenvielfalt und seltene Arten geachtet. Im intensiv bewirtschafteten Wald ist die heutige Verteilung wirtschaftsbedingt und hat historische Gründe. Ein grosser Teil der hohen Zwangsnutzungen sind seit jeher eine Folge des hohen Nadelholzanteils (Waldwirtschaftsplan 1991), denn auch als Folge des Sturmes Lothar breitete sich einmal mehr der Borkenkäfer massiv aus. Zeitweise kann es zu einem Mini-Wettrennen zwischen Käfer und Förster, wer einen Nadelbaum "ernten" konnte...
Schon im Jahre 1988 erhob des Forstamt eine vegetationskundliche Standortkarte, aus der die charakteristischen Kombinationen typischer Waldformen ablesbar sind. Aus diesen Kombinationen mit Vertretern aus der Kraut-, Strauch- und Baumschicht kann auf die Lebensbedingungen in einem Areal geschlossen werden. Im übrigen hat Gelterkinden wahrscheinlich mehr Baumarten als jede andere Gemeinde im Kanton; es wurden immer wieder verschiedene Gastbaumarten gepflanzt (Douglasie, Thuja, Mammutbaum u. a.). In Zukunft sollen wirtschaftlich interessante Laubhölzer wie Eiche, Kirsche, Esche, Bergahorn, Linde, Nussbaum und Ulme gefördert werden.