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Am 24. November stimmen wir über die 1:12-Initiative ab. Bei einem allfälligen Ja würde der oberste Chef nicht mehr als 12-mal soviel wie der Schlechtverdienenste der gleichen Firma verdienen.
Das tönt zwar verlockend, birgt aber seine Risiken: Gehen wir mal davon aus, dass der kleinste Lohn 3000 Franken betragen würde, dann wäre dies beim Chef 12-mal mehr (36000 Fr.). War der Lohn des Firmenchefs bis anhin aber mindestens doppelt so hoch, also 72000 Fr., gäbe es nur noch zwei Lösungen:
- Dieser Chef sucht sich eine andere Firma, in der er auch weiterhin 72000 Fr. verdient...
- Die Firma verdoppelt einfach den Mindestlohn, damit auch der Chef wieder soviel wie vorher verdient...
Bei Variante 1 würde die gleiche Firma einen Chef suchen müssen, der sich mit der Hälfte des jetzigen Salärs zufrieden geben würde – der wäre vielleicht aber nicht so eine Top-Lösung.
Variante 2 würde die Firma jährlich einen enormen Verlust einbringen, was zur Streichung vieler Stellen und arbeitsloser Mitarbeiter führen würde, was dann die Sozialkassen belastet.
Ein Ja würde die gesamte Situation verschlechtern.
Darum ganz klar Nein.