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Bajiquan, kurz Baji ist eine traditionelle chinesische Kampfkunst (Kungfu). Es wurde von der Wu Familie welche der Huizu Minorität angehört und in Mengcun lebt entwickelt. Mengcun befindet sich bei Changzhou in der Provinz Hebei. In der rund 300 jährigen Geschichte dieser Kampfkunst hat die Wu Familie ihr eigenes einzigartiges Trainingssystem entwickelt. Daraus haben sich verschiedene Baji Stile entwickelt, welche bis in die heutige Zeit ausgeübt werden.

Baji wird nun schon in der siebten Generation unter dem heutigen Linienhalter Wu Lian Zhi weitergegeben (Foto rechts).
Das traditionelle Baji dieser Familie wird auch Kaimen Bajiquan genannt. Kaimen heisst auf chinesisch, offene Türe und eine der Bedeutungen davon ist, die Offenheit anderen Kampfkünsten und ihren Trainingsmethoden gegenüber.
Es wird gesagt, dass Wu Zhong (1712-1812), der erste Meister welcher Baji unterrichtete gleichzeitig auch die Kampfkunst Pigua gelehrt hat. Ab dem späten 18. zum frühen 19. Jahrhundert wurden aber diese beiden Systeme fortan getrennt unterrichtet.
Warum wurde gerade Baji so berühmt in China, ist es doch die Wiege von unzähligen anderen Kampfkünsten?
Der Grund dafür liegt in seiner Effizienz als Kampfkunst. Baji hat in seiner Geschichte viele Kämpfer hervorgebracht, welche als Bodyguards angeheuert wurden. Sowohl in der Qing Dynastie als Beschützer der königlichen Familie als auch in der neueren Geschichte Chinas bei Mao Zedong wurde auf Bodyguards mit Bajiausbildung gesetzt. In Taiwan für die Kuomintang unter Chiang Kai Shek wurden Bajimeister als Ausbilder für die Armee angestellt. Das Bajitraining war zudem obligatorisch und in der militärischen Ausbildung integriert.
Zu Beginn habe ich Berge als Berge gesehen und Flüsse als Flüsse.
Dann sah ich, dass Berge keine Berge sind und Flüsse keine Flüsse.
Aber jetzt, wo ich zum Kern des Zen vorgedrungen bin, sind Berge wieder Berge und Flüsse wieder Flüsse
(Ch`ing- yuan)