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Britische Mathematikerin, Tochter des Dichters Lord Byron. Sie veröffentlichte als junge Frau unter anderem einen Algorithmus zur Berechnung einer Abfolge von Bernoulli-Zahlen, der heute als das erste Computerprogramm gilt.
Im Alter von 12 Jahren zeichnete Ada Lovelace Pläne für ein Flugobjekt, so gross wie ein Pferd, mit Flügeln und Dampfantrieb. Als 17-Jährige lernte sie den Mathematiker Charles Babbage kennen, der die Entwicklung von Rechenmaschinen erheblich vorantrieb. Sein erstes Projekt, die «Difference Engine», hatte einen mechanischen Rechner zum Ziel, der zwar nur addieren, aber so Algorithmen automatisch berechnen sollte, die bis anhin von Hand und entsprechend fehlerhaft erfolgten. Die britische Regierung unterstützte das Projekt mit Blick auf die Herausgabe präziser Navigationstafeln. Nach 19 Jahren und insgesamt 17 000 Pfund staatlicher Finanzierung wurde das Projekt 1842 unvollendet eingestellt, und Babbage widmete sich fortan ganz seinem anderen Projekt, der «Analytical Engine». In dieser sollten erstmals Lochkarten als Informationsträger eingesetzt werden, ein Verfahren, das seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in der Webtechnik angewandt worden war und bis in die 1950er Jahre die weitere Computerentwicklung bestimmen sollte.
Die junge Ada Lovelace begleitete Babbages Projekte beobachtend. 1843 übersetzte und erweiterte sie einen Artikel des italienischen Ingenieurs Luigi Menabrea über die «Analytical Engine» aus dem Französischen. In ihren «Notizen» zum Artikel finden sich vorausgesagte Potentiale einer solchen Maschine, wie das Abspielen und Komponieren von Musik, aber auch deren Grenzen: Lovelace sprach ihr jegliche Fähigkeit ab, selbst etwas hervorzubringen. Eine Maschine wisse auszuführen, was Menschen von ihr verlangten – und sprach sich so gegen die Möglichkeit der künstlichen Intelligenz aus.