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|Beitragstitel||Die altersbedingte Atrophie des rechten Planum temporale beeinflusst die Verarbeitung von spektralen Informationen der Sprache.|
|Beitragscode||P05|
|Autor:innen|
|Präsentationsform||Poster|
|Themengebiete||

|Abstract-Text||
1. Ziele:

Diese Studie untersucht altersbedingte Veränderungen der Hirnstruktur, der funktionellen Fähigkeiten der Sprachverarbeitung anhand von Tondiskriminierungstests und Zusammenhänge zwischen anatomischen Alterungsprozessen und Sprachverständnis im Alter.
2. Material und Methoden:
Junge und alte Probanden mit normalem peripherem Gehör (Hörverlust PTA 0.5 – 4kHz ≤ 25 dB HL) mussten in einem aktiven Verhaltenstest den Unterschied zwischen verschiedenen, nur leicht voneinander abweichenden, Umlauten erkennen. In einem zweiten passiven Experiment wurden dieselben Umlaute erneut präsentiert und die Mismatch-Response (MMN) mittels EEG aufgezeichnet. Bei allen Probanden wurde ein strukturelles MRI zur morphometrischen Erfassung des Planum Temporale und zur Beurteilung der kortikalen Atrophie durchgeführt.
3. Resultate:
Die älteren Probanden zeigten grössere Schwierigkeiten, unterschiedliche Umlaute als solche zu erkennen als jüngere Versuchsteilnehmer, obwohl alle über ein normales peripheres Gehör verfügten. Ebenfalls wiesen die älteren Probanden schwächere MMN-Amplituden auf, was auf zentralen Hörverlust durch atrophische Veränderungen des Kortex hindeuten kann. Bei den älteren Probanden konnte ein Zusammenhang zwischen der Treffgenauigkeit in der Umlauterkennung und dem zur Verfügung stehenden Volumen des rechten Planum Temporale hergestellt werden.
4. Schlussfolgerungen:
Wir stellen fest, dass die beeinträchtigte Verarbeitung von spektralen Informationen der Sprache im Alter nicht nur der peripheren Anteile der Altersschwerhörigkeit, sondern auch atrophischen Veränderungen im Planum Temporale geschuldet ist.