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Bericht zur Lage der Landwirtschaft - Schweizer Bauernverband
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Bericht zur Lage der Landwirtschaft
Die Berichte zur Lage der Schweizer Landwirtschaft sind Teil der Agristat und erscheinen monatlich. Sie bestehen aus den ständigen Rubriken Grundlagen, Pflanzenbau, Milchwirtschaft, Viehwirtschaft, Aussenhandel und Preise.
11.11.19

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 8,5 Grad lag der Oktober um 2 Grad über der Norm 1981-2010 und war damit der fünftwärmste Oktober seit Messbeginn. Nach dem trockenen September brachte der Oktober nun reichliche Niederschläge. Im Tessin kam es teilweise zu Überschwemmungen.
Mit bisher 4875 Meldungen zu Hagelschäden liegt das Jahr 2019 auf dem Niveau der beiden Vorjahre und damit deutlich höher als in den eher wenig betroffenen Jahren 2015 und 2016 (Tabelle 1.4). Mit bisher 2269 Meldungen von Elementarschäden sind diese deutlich zahlreicher als in den meisten vorhergehenden Jahren. Nur das Jahr 2017 lag mit insgesamt 3394 Meldungen deutlich höher (Tabelle 1.5).
Der Bestand der in der Landwirtschaft erwerbstätigen nicht ständigen ausländischen Wohnbevölkerung lag im August 2019 mit 5053 Personen um 13 % tiefer als im Vorjahr (Tabelle 1.7).
11.10.19

Nach einem kühlen ersten Drittel war der September dank einer zweiwöchigen Hochdruckphase überdurchschnittlich warm und sonnig. Am Monatsende folgte wechselhaftes Wetter. Die Durchschnittstemperatur überschritt im September die Monatsnorm um 1,2 Grad. In den Zentralalpen und in Graubünden fielen leicht überdurchschnittliche Niederschläge, in der Westschweiz, im Wallis und im Mittelland nur 25 bis 50 % der normalen Septemberniederschläge. Mit 4,3 mm Niederschlag resultierte in Sion sogar der tiefste September-Niederschlagswert seit Messbeginn 1864. Die phänologische Entwicklung der Vegetation entsprach im September trotz dem bisher eher warmen Jahr dem langjährigen Mittel.
Im August wurde mit 588 Meldungen eine unterdurchschnittliche Anzahl Hagelschäden gemeldet. Insgesamt sind die Zahlen des Jahres 2019 bis Ende August in etwa mit jenen von 2017 und 2018 vergleichbar. Auch Elementarschäden wurden mit 106 Meldungen eher selten registriert. Insgesamt liegt das aktuelle Jahr bei den Elementarschäden bis Ende August mit bisher 2147 Meldungen jedoch über den langjährigen Mittelwerten.
09.09.19

Mit dem August 2019 endet einer der heissesten Sommer seit Messbeginn. Wesentlich wärmer war nur der Hitzesommer 2003. In den meisten Regionen fielen im Sommer genügend Niederschläge. Im Monat August lag die Durchschnittstemperatur mit 15,1 Grad um 1,3 Grad über der Norm 1981-2010, das reicht für Rang 14 seit Messbeginn 1864. Der Monat brachte reichliche Niederschläge und lokal sogar Rekordmengen (Arosa, Aigle, Bex). Lokal führten heftige Niederschläge zu Überschwemmungen und im Kanton Appenzell auch zu Erdrutschungen. Das Dorf Chamoson wurde am 11. August von einer Schlammlawine getroffen. Die Vegetation hatte im August trotz dem insgesamt sehr warmen Sommer keinen Vorsprung auf die mittlere Entwicklung.
12.08.19

Der Juli war einer der wärmsten Julimonate seit Messbeginn. Nimmt man die Monate Juni und Juli zusammen, so war diese Periode nur im Hitzesommer 2003 noch wärmer als im aktuellen Jahr. Vom 20. bis am 26. Juli lagen die Temperaturen verbreitet über 30 Grad. Dies war die zweite Hitzewelle nach jener am Ende des Monats Juni. Niederschläge fielen v.a. am 6. und 7. Juli aufgrund einer Gewitterfront, zwischen dem 11. und dem 15. Juli sowie am Monatsende. Trotz den Niederschlägen bestand zumindest in den beiden ersten Dekaden in den meisten Regionen eine deutlich negative Wasserbilanz, insbesondere in der Westschweiz (Tabelle 1.1). Im Juni wurden 23 Tage mit Hagelschäden verzeichnet mit 1982 Schadenmeldungen. Schäden wurden v.a. aus der Westschweiz und dem Kanton Bern gemeldet. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es im Juni 2019 mit 1742 Meldungen sehr viele Elementarschäden (Tabelle 1.5).
11.07.19

Der Juni 2019 brachte Starkniederschläge und Hochwasser in der ersten Monatshälfte und eine massive Hitzewelle im letzten Monatsdrittel. Die Durchschnittstemperatur war die zweithöchste seit Messbeginn 1864, nur der Juni 2003 war noch wärmer. Vielerorts gab es neue Junirekorde für die Höchsttemperatur. Trotz dem sehr warmen Juni hatte die Vegetation keinen Vorsprung auf die mittlere Entwicklung. Die Entwicklung war durch die kühlen Maitemperaturen verzögert worden. Spätfröste traten 2019 in der ersten Maihälfte auf und führten regional zu Schäden bei Kulturen wie Mais und Obstbäumen (Tabelle 1.4). Bis Ende Mai gab es mit insgesamt 368 Schadenmeldungen vergleichsweise wenig Hagel im Vergleich zu früheren Jahren (Tabelle 1.5). Sehr hoch war im Mai die Anzahl Meldungen von Elementarschäden (Tabelle 1.7).
13.06.19

Der Mai 2019 war der kühlste Mai seit 1991. Regional war der Monat auch sehr sonnenarm, die Sonnenscheindauer erreichte verbreitet bloss 60 bis 80 % der Norm 1981-2010. Während in der Zentral- und Ostschweiz die Niederschläge 110 bis 150 % der Norm 1981-2010 erreichten, erhielt die Südschweiz in einigen Gebieten weniger als 50 % der normalen Niederschläge. Am 4. auf den 5. Mai brachte Polarluft nochmals Schnee bis in tiefe Lagen. Dies führte teilweise zu Schneedruck und Kälteschäden bei den Kulturen. Nach den warmen Monaten März und April führte das kühle Mai-Wetter zu einer Verzögerung bei der Vegetation und der bisherige Entwicklungsvorsprung ging verloren. Der Zeitpunkt der phänologischen Beobachtungen wich im Mai grösstenteils nicht mehr vom langjährigen Mittel ab. Das kühle und niederschlagsreiche Mai-Wetter führte zudem zu Verzögerungen bei der Raufutterernte.
13.05.19

Im ersten Monatsdrittel fielen am Alpennordhang und im Nordtessin rekordmässige Schneemengen. Etwas Schnee erreichte teilweise auch das Mittelland. Auf eine kurze Phase mit typischem April-Wetter folgte im zweiten Monatsdrittel eine Hochdrucklage mit zunehmend sonnigem und warmem Wetter. Dies führte zu den ersten Sommertagen mit über 20 Grad. Dennoch reichte es auch am 14. April noch einmal für Schnee bis auf eine Höhe von 400 Metern. Am Monatsende folgte ein Temperatursturz und die Schneefallgrenze fiel auf 1000 Meter. Die Niederschlagsmengen lagen im April im Norden und im Wallis unter, im zentralen und östlichen Alpenraum sowie im Süden über der Norm. Die Entwicklung der Vegetation war im April gegenüber dem langjährigen Mittel etwa 4 bis 8 Tage im Vorsprung. Aufgrund der aktuellen Entwicklung drängt sich ein Ausblick auf den Mai auf: Die Frostnächte vom 5./6. und 6./7. Mai könnten je nach Region zu Schäden bei Mais, Zuckerrüben, Reben und Obstkulturen geführt haben. Gemäss Wetterbericht war das Risiko im Westen der Schweiz erhöht. Es war auch von Bedeutung, ob eine Wolkendecke oder Nebel die Abkühlung in der Nacht gebremst haben. Bei Redaktionsschluss war eine Einschätzung allfälliger Schäden nicht möglich.
11.04.19

Eine Westwindlage über dem Atlantik führte zu einer windigen bis stürmischen ersten Märzhälfte. Dazu kamen mehrere Föhnlagen mit ebenfalls starkem Wind. Nur das Tessin blieb grösstenteils von starken Winden verschont. In der zweiten Monatshälfte installierte sich eine Hochdrucklage, welche die Temperaturen in der Nordschweiz bis auf 20 Grad, im Tessin bis auf 22 Grad ansteigen liessen. In der Nacht führte die schwache bis fehlende Bewölkung jedoch zu oft tiefen Temperaturen mit Bodenfrost. Infolge des warmen Wetters blühten die ersten Pflanzen (Huflattich, Buschwindröschen) mit einem deutlichen Vorsprung gegenüber dem Mittel der Periode 1981-2010.