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Eine kürzlich publizierte Studie der Universität Basel und des Swiss TPH (Sarah Glick, Regula Gehrig, Marloes Eeftens, Multi-decade changes in pollen season onset, duration, and intensity: A concern forpublic health?) hat aufgezeigt, dass sich die Pollensaison in den vergangenen 30 Jahren deutlich verändert hat. Und zwar sowohl bezüglich ihres Beginns, ihrer Dauer, als auch ihrer Intensität.
Im Zeitraum von 1990 bis 2020 begann die Pollensaison für Hasel, Eiche und Brennnessel früher. Die Pollenkonzentration erhöhte sich für Hasel, Birke, Eiche, Buche und Brennnessel deutlich. Als Folge davon leiden Menschen mit Pollenallergien nicht nur länger, sondern auch stärker.
Pollenallergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Europa und Nordamerika. Schätzungen gehen von einem Anteil von 20 Prozent in der Schweizer Bevölkerung aus. Die Allergien können zu Entzündungen in den Atemwegen führen, das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen sowie die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit in Schule und Beruf mindern.
Auch wenn gegen die Freisetzung von Pollen direkt kaum etwas unternommen werden kann, hielt die Studienleiterin Prof. Dr. Marloes Eeftens in einem Artikel für die Webseite der Universität Basel fest, dass man sich als Folge davon in der Städteplanung sehr genau überlegen solle, ob man in dicht besiedelten Gebieten hochgradig allergene Sträucher und Bäume wie Haselnuss oder Birke pflanze.
In diesem Zusammenhang bitte ich den Regierungsrat um die Beantwortung der folgenden Fragen:
- Achtet die Stadtgärtnerei bei der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern heute darauf, inwiefern diese einen Einfluss auf die Pollenkonzentration im Kanton haben?
- Fliessen die Erkenntnisse der oben zitierten Studie in die Stadtplanung mit ein?
- Ist der Regierungsrat bereit zu prüfen, künftig nur noch allergenarme Bäume und Sträucher zu pflanzen?