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Im sechsten Olympia-Turnier wird damit erstmals überhaupt ein europäisches Frauen-Duo um die Medaillen spielen. Die bisherigen Top-3-Klassierungen gingen an Tandems aus Brasilien (6), die USA (5), China und Australien (je 2).
Seit Anfang Juni befinden sich Ludwig/Walkenhorst in bestechender Form. Sie wurden am Ufer des Bielersees Europameister und standen in allen sieben Turnieren, an denen sie teilnahmen, zumindest im Halbfinal. Viermal inklusive Biel durften sich die Spielerinnen des Hamburger SV am Ende auch feiern lassen.
Es ist alles andere als ausgeschlossen, dass das auch in Rio de Janeiro so sein wird. Gegen die Weltranglisten-Ersten Larissa/Talita, die sich im Viertelfinal in extremis gegen die Schweizerinnen Joana Heidrich/Nadine Zumkehr durchgesetzt hatten, waren Ludwig/Walkenhorst von Beginn weg dominant. Der zweite Satz verkam zu einer höchst einseitigen Angelegenheit, weil Larissa/Talita schlicht kein Mittel fanden.
Das zweite Finalduo ermitteln die Amerikanerinnen Kerri Walsh Jennings/April Ross und Agatha/Barbara, Brasiliens letzte Hoffnung auf Olympia-Gold im Frauen-Beachvolleyball.
Bei den Männern schaffte es mit Alison und Bruno Schmidt zum fünften Mal in Serie ein brasilianisches Duo in den Olympia-Final. Alison, der Olympia-Zweite von 2012 (mit Emanuel) und sein Partner Bruno Schmidt bezwangen im Duell der letzten beiden Weltmeister die Niederländer Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen 21:17, 21:23, 16:14. Blocker Meeuwsen erzwang mit drei Blocks bei vier Matchbällen der Brasilianer im zweiten Satz ein Tiebreak. Dort konnte der Weltmeister von 2013 dann nichts mehr ausrichten.
Im Final in der Nacht auf Freitag treffen Alison/Bruno Schmidt entweder auf die italienischen Europameister Paolo Nicolai/Daniele Lupo oder die EM-Zweiten Wjatscheslaw Krassilnikow/Konstantin Semenow aus Russland.
(SDA)