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| Athanasius (295-373) - Geschichte der Arianer. (Historia Arianorum)

24.
Das Schreiben aber, welches er nach dem Tode des seligen Constans ergehen ließ, lautet, wie folgt, und wurde zuerst in lateinischer Sprache verfaßt, dann aber in das Griechische übertragen.
Der siegreiche Constantius Augustus an den Athanasius.
Daß es immer mein Wunsch war, es möchte meinem verstorbenen Bruder Constans Alles nach seinem Sinne gehen, war deiner Einsicht nicht verborgen. In welche Trauer ich aber versetzt wurde, als ich erfuhr, daß er von einigen höchst ruchlosen Menschen ermordet worden sey, vermag deine Klugheit ebenfalls zu beurtheilen. Weil es nun Einige gibt, welche dich in der gegenwärtigen so traurigen Zeit zu schrecken versuchen; deßwegen hielt ich es für billig, dieses Schreiben an deine Standhaftigkeit ergehen zu lassen, und ich ermahne dich, daß du, wie es einem Bischöfe geziemt, das Volk in dem zur Gottesverehrung Nöthigen unterrichtest, mit ihm, wie gewöhnlich, den Gebeten obliegest, und nicht leeren Gerüchten, welche sie immer seyn mögen, Glauben schenkest. Denn wir haben den festen Beschluß in der Seele gefaßt, daß du unserm Willen zufolge immer Bischof in deinem Sitze seyn solltest.
Die göttliche Vorsehung beschirme dich viele Jahre, liebster Vater!