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Prävention und Impfung
In den Wintermonaten erkranken oft viele Menschen gleichzeitig an einer Grippe oder einer Erkältung. Die ansteckenden Viren sind in dieser Zeit allgegenwärtig. Mit vorbeugenden Massnahmen kann man aber das Risiko einer Ansteckung deutlich senken.
Gesunder Lebensstil
Ein gesunder Lebensstil stärkt nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch das Immunsystem. Regelmässige Bewegung an der frischen Luft, das Vermeiden von langanhaltenden Stresssituationen und eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und ausreichend Flüssigkeitszufuhr können dazu beitragen, weniger anfällig auf Grippe und Erkältungen zu sein. Besonders Zink, Vitamin C und D sollten ausreichend in der Nahrung vorhanden sein oder ergänzend eingenommen werden. Zink findet man z.B. in Milch, Weizenkleie, Kürbiskernen, Vollkornprodukten, Nüssen, Rindfleisch oder Käse. Vitamin C steckt z.B. in Zitrusfrüchten. Vitamin D findet man besonders in Fischen wie Lachs, in Eiern, aber auch in Pilzen.
Zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen wird gerne Echinacea eingesetzt. Echinacea unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte positiv und kann so zur Prophylaxe oder zur Begünstigung des Heilungsprozesses bei Erkältungen (auch fiebrige) gezielt eingenommen werden.
Hygiene
- Handhygiene: Waschen Sie Ihre Hände regelmässig mit Seife oder verwenden Sie alkoholbasierte Desinfektionsmittel. Ausserdem sollte man sich so wenig wie möglich mit den Händen ins Gesicht fassen, v.a. in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln.
- Niesen oder husten Sie in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge, nicht in die Hände.
- Ein Papiertaschentuch sollte jeweils nur einmal verwendet werden.
- Vermeiden Sie Kontakt zu Personen mit (auch nur leichten) Grippesymptomen, oder zu Personen, bei denen die Grippesymptome vor weniger als zwei Tagen vollständig abgeklungen sind.
- Räume, in denen sich mehrere Leute aufhalten, sollten häufig gelüftet werden.
Ein Gesunder Lebensstil und das Befolgen von einigen Hygienetipps helfen, das Risiko einer Grippe- oder Erkältungserkrankung zu reduzieren. Den besten Schutz vor einer Grippe bietet jedoch eine Impfung.
5 Gründe für eine Grippeimpfung
Durch die Impfung wird das Immunsystem auf den Virus vorbereitet. Kommt es in Kontakt mit dem Virus, so kann es diesen schneller und effizienter bekämpfen.
Mit einer Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen. Die Übertragung des Virus wird durch die Impfung nämlich eingeschränkt.
Die Impfung vermindert das Risiko für schwerwiegende Komplikationen.
Sie müssen nicht tage- oder wochenlang krank im Bett verbringen.
Momentan beschäftigt uns auch die weltweite Corona-Pandemie. Während eine Impfung prophylaktisch gegen eine Grippe schützt, steht für Corona bis anhin leider noch keine Impfung zur Verfügung. Unter diesen Umständen empfiehlt es sich besonders, eine Grippeimpfung in Betracht zu ziehen, da man dadurch zumindest ein Risiko minimieren und sich und andere so vor einer saisonalen Grippe gezielt schützen kann.
Zu den besonderen Risikogruppen der Grippe zählen jene Personen, die sich leichter als die Normalbevölkerung anstecken können oder bei denen eine Infektion mit dem Influenza-Virus einen schwereren Verlauf mit Komplikationen nehmen kann. Eine Grippeimpfung wird ausserdem ganz besonders folgenden Personengruppen empfohlen:
- Ältere Personen ab 65 Jahren
- Personen, die täglich mit vielen Menschen Kontakt haben, insbesondere auch mit den erwähnten Risikogruppen
- Personen die beruflich und privat exponiert sind und das Risiko für eine Grippeerkrankung reduzieren möchten
Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist, können Sie sich in Ihrer Apotheke beraten lassen. Eine Grippeimpfung schützt übrigens nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihr Umfeld. Finden Sie hier Ihre Impfapotheke und lassen Sie sich beraten.
Da sich die Viren von Jahr zu Jahr verändern, muss der Impfstoff jedes Jahr angepasst werden. Ausserdem lässt der Schutz der Impfung mit der Zeit nach. Deshalb sollte man sich jedes Jahr von Neuem impfen lassen. Idealerweise lässt man sich im November impfen, so dass das Immunsystem genügend Zeit hat, seine Abwehrkräfte noch vor der Grippewelle aufzurüsten.
FSME-Impfung
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch einen Zeckenstich übertragene Virusinfektion, welche schlimmstenfalls zu einer Hirnhaut- und Hirnentzündung führen kann. Die Symptome beginnen ca. 1 Woche nach dem Stich mit grippeartigen Beschwerden. Leider wird der Stich durch die Zecke oft nicht bemerkt, da deren Speichel betäubende Stoffe enthält.
Die langfristigen Folgen können bleibende Schäden des zentralen Nervensystems (z.B. bedingte Lähmungen und Bewusstseinsstörungen) sein. Eine Zeckenimpfung ist der wirksamste Schutz gegen FSME. Damit sie ihren vollen Schutz dann entfaltet, wenn die Zeckensaison beginnt, wird die Impfung vorzugsweise im November empfohlen. Eine erste FSME Impfung kann problemlos zusammen mit einer Grippeimpfung verabreicht werden. So kann bereits eine Grundimmunisierung erfolgen. Für einen langfristigen Schutz sind zwei weitere Impfungen notwendig.
Das BAG und die eidg. Kommission für Impffragen (EKIF) empfiehlt alle 10 Jahre eine Auffrischung der Impfung.
Sprechen Sie das Fachpersonal in Ihrer Apotheke an. Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten von Grippe- und FSME-Impfungen und können Ihnen, je nach Kanton, anbieten, diese gleich vor Ort oder nach einer Terminvereinbarung, durchzuführen.
In einigen Kantonen sind auch weitere Impfungen in der Apotheke möglich. So werden nebst Impfungen gegen Hepatitis A und Hepatitis B auch Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung angeboten.