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Das Wichtigste in Kürze
- Russland stationiert in vier Unterkünften 188 Haushalte auf den Kurilen.
- Japan hat auf diplomatischem Weg Protest eingelegt.
Im Streit um die pazifischen Kurilen-Inseln hat Japan gegen den Bau von Unterkünften für russische Soldaten auf zwei der Inseln protestiert. Man habe dies auf diplomatischem Wege Moskau gegenüber zum Ausdruck gebracht, sagte ein japanischer Regierungssprecher heute Mittwoch in Tokio. Der Protest über Moskaus Vorgehen erfolgt zu einer Zeit, da beide Staaten eigentlich die Verhandlungen über einen Friedensvertrag beschleunigen wollen.
Die Kurilen liegen zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der nördlichsten japanischen Hauptinsel Hokkaido. Russland hatte zum Ende des Zweiten Weltkrieges die gesamte Inselkette besetzt. Japan fordert die Rückgabe der südlichen Kurilen und bezeichnet diese Inseln als seine Nordgebiete. Wegen des Territorialstreits haben beide Länder bis heute keinen formalen Friedensvertrag geschlossen.
Die russische Nachrichtenagentur Tass wurde in Tokio mit den Worten zitiert, auf den japanisch Etorofu und Kunashiri genannten Inseln seien vier Unterkünfte gebaut worden. 188 Haushalte russischer Soldaten sollen demnach noch diesen Monat in die Baracken einziehen.