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Kultur als Wirtschaftsfaktor
Über 300'000 Kulturschaffende und eine Wertschöpfung von 15 Milliarden Franken oder 2,1 Prozent des BIP: Dies sind die wichtigsten Ergebnisse aus der neuen Statistik des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Kulturwirtschaft in der Schweiz.
Im Jahr 2019 gab es in der Schweiz 312'000 Erwerbspersonen, die «Kulturschaffende» im breiteren Sinne sind. Diese Zahl entspricht 6,3 Prozent der Erwerbspersonen in der Schweiz. Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz damit am oberen Ende der Tabelle, zusammen mit Ländern wie Island, Malta, Estland, Luxemburg oder Finnland. Ein Drittel der Kulturschaffenden ist ausserhalb des Kultursektors tätig. Mit 51 Prozent war der Anteil Frauen an den Erwerbspersonen 2019 höher als in der Gesamtwirtschaft (47 Prozent). 2019 waren zudem 28 Prozent der erwerbstätigen Kulturschaffenden selbständig, dies sind deutlich mehr als in der Gesamtwirtschaft (13 Prozent).
Während in der Gesamtwirtschaft der monatliche Medianbruttolohn 2018 bei 6857 Franken für die Männer und 6067 Franken für die Frauen lag, verdienten männliche Kulturschaffende im Kultursektor 7356 Franken, weibliche hingegen 6088 Franken. Dies ist rund 17,2 Prozent tiefer; in der Gesamtwirtschaft sind es 11,5 Prozent weniger.
Die Synthesestatistik basiert auf Erhebungen des BFS. Dabei werden nicht nur traditionelle Kulturbereiche wie etwa Kulturerbe oder bildende Kunst zur Kultur gerechnet, sondern beispielsweise auch Architektur oder Werbung. Die Kulturwirtschaftsstatistik liefert Informationen sowohl zu den Kulturbetrieben als auch zu den Kulturschaffenden.