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Vor 100 Jahren: Der Grosse Rat gibt grünes Licht für den ersten richtigen Basler Hafen in Kleinhüningen
Im April 1917 beschliesst der Grosse Rat den Bau des Hafens in Kleinhüningen, den ersten richtigen Basler Rheinhafen. Trotz drückender Kriegsjahre spricht er das Geld für das «Goldene Tor» zu den Weltmärkten einstimmig.
3,5 Mio. Franken für Hafen und Landerwerb
Im April 1917, noch bevor Bundesmanna fliesst, beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat dann aber doch 3,5 Millionen Franken: Für die erste Etappe des Hafenausbaus auf Kleinhüninger Seite und für Landerwerbungskosten. Der Grosse Rat stimmt dem für die Handels- und Industriestadt Basel wegweisenden Projekt mit 81 zu null Stimmen zu - trotz äusserst schwieriger Situation mit Krieg, überteuerten Lebensmitteln und Brennstoffknappheit. Es wird für bessere Zeiten geplant und investiert. SP-Fraktionssprecher Strub mahnt allerdings, dass mit dem Bau und Betrieb des neuen Hafens «kein neues Lumpenproletariat» erzeugt werden darf.
Auch ein Kraftwerk war geplant
Nicht dass bis dahin keine Schiffe in Basel anlegen konnten. Jahrhundertelang legen Schiffe an der Schifflände an. Ab 1904, mit dem Aufkommen der regelmässigen Dampfschifffahrt, steht ein Quai am St. Johanns-Rheinweg zur Verfügung. Dieser wird bis 1911 zu einer Hafenanlege mit Kränen ausgebaut, primär für die «Chemischen». Die Hafenquais im St. Johann erweisen sich allerdings rasch als zu klein und die dortige Uferböschung für manche Waren als zu hoch. Das gegenüberliegende Ufer eröffnet viel mehr Potenzial.Weiterlesen ...