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Die beiden Tore grenzen die Altstadt ab und bilden mit ihr eine Einheit.
Das Untertor wird bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Es fiel den beiden Stadtbränden von 1471 und 1704 zum Opfer, wurde aber immer wieder aufgebaut. Wegen Baufälligkeit musste das Tor aber 1854 abgerissen werden. Die grosse Lücke im Ortsbild konnte erst 1980 geschlossen werden. Nach einem Gemälde des letzten Stadtbrandes, bei dem das Tor aus den Flammen ragt, wurde es aufgebaut. Stifter Eugen Meyer (1910-1994) ermöglichte die Schliessung der Ortsbildlücke mit einer sehr grossen Spende.
In der neu gestalteten, 2017 eröffneten Turmstube ist die Entwicklung Willisaus vom Mittelalter bis in die Neuzeit dargestellt. Eine Bilderreihe zeigt bekannte und verborgene Winkel der beiden früheren Gemeinden Willisau-Land und Willisau-Stadt. Von hier geniessen Sie einen prächtigen Blick auf das pulsierende Leben im Städtchen. Die Stube können Sie für Sitzungen oder Apéros mieten.
Das aus 15 Glocken bestehende und von Jakob Muri, Sursee, geschaffene Glockenspiel (Carillon) befindet sich im Estrich über der Turmstube. Die Glocken wurden in der königlich-niederländischen Glockengiesserei hergestellt. Die Turmuhr ist mit modernster Elektronik ausgestattet und startet automatisch das Glockenspiel.
Das neu eingebaute Glockenspiel ist täglich um 11:30 Uhr, 15:15 Uhr und 16:30 Uhr zu hören. Je nach Jahreszeit und Anlass ertönen verschiedene Melodien.
Das Obertor trägt auf der Städtchenseite die Jahrzahl 1546. Darüber prangt das Willisauer Wappen, getragen von zwei Löwen. Eine Leiter führte noch im 19. Jh. in den Kerker, in dem Untaten gesühnt wurden. Heute ist der Raum leer.