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Dore Meyer-Vax
Engangierte Kunst
Beschreibung
„Malenswert ist vor allem der Mensch. Was ist das aber für ein Mensch?“ lautete das künstlerische Credo der Nürnberger Malerin und Grafikerin Dore Meyer-Vax (1908 – 1980), die in den 1920er-Jahren u. a. bei Max Körner in Nürnberg sowie bei Rudolf Emil Weiss und Karl Hofer in Berlin studiert hat. Nach 1945 thematisierte sie zunächst die Erfahrung des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs in Sinnbildern von zerstörten Städten und traumatisierten Menschen. Ende der 1960er-Jahre wandte sich Meyer-Vax verstärkt dem Zeitgeschehen zu und schuf ein beeindruckendes Œuvre politischer Grafik. Daneben wurden Mutter-Kind-Szenen ein bevorzugtes Motiv der kinderlos gebliebenen Künstlerin. Ausserdem wirkte Dore Meyer-Vax im Bereich Kunst am Bau. Der reich bebilderte Katalog dokumentiert erstmals das Schaffen einer Künstlerin, die der Figuration als Ausdruck politischen Gestaltungswillens zeit ihres Lebens treu blieb.
Nora-Eugenie Gomringer, 1980 in Neunkirchen/Saar geboren, lebt und arbeitet in Bamberg/Bayern; Stationen u.a.: Studium Germanistik, Anglistik in Bamberg. Poetry-Slam-Organisatorin. Gründet 2002 zusammen mit Martin Beyer den BeGo-Verlag. Arbeitsgebiete: Gedicht, Erzählung, Roman; Auszeichnungen: Hattinger Literaturpreis (2003), Förderpreis der Kulturstiftung Erlangen (2006) und Bayerischen Kunstförderpreis der Sparte Literatur (2006). Im Mai 2008 folgte der Nikolaus-Lenau-Lyrikpreis.