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Washington - Nach dem vereitelten Attentat von Detroit empfängt US-Präsident Barack Obama die Sicherheitsbehörden und Geheimdienste zu einem Gespräch im Weissen Haus. Dabei sollen Konsequenzen aus den Pannen vor dem Anschlagsversuch gezogen werden.
Obama hatte den Sicherheitsdiensten schwere Versäumnisse vorgeworfen und auch personelle Folgen angekündigt. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, warum Warnungen und Hinweise nicht ernst genug genommen wurden.
Schwachstellen in der Zusammenarbeit der diversen amerikanischen Sicherheitsbehörden sollen gefunden werden. An den Gesprächen in den abhörsicheren Räumen im Weissen Haus nimmt auch Aussenministerin Hillary Clinton teil.
Obama hatte kritisiert, der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, der an Weihnachten ein US-Flugzeug beim Landeanflug auf Detroit sprengen wollte, hätte niemals ein US-Flugzeug betreten dürfen. Unter anderem hatte der Vater des Mannes die US-Botschaft in Nigeria und den CIA vor der Radikalisierung seines Sohnes gewarnt.
Wie ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte, will Obama nach dem Spitzentreffen im Weissen Haus eine "Reihe von Reformen" bekanntgeben. Dabei soll es unter anderem um Neuerungen bei den Listen mit Terrorverdächtigen gehen.
Die US-Behörden sind zurzeit daran, sämtliche Listen mit Namen von Terrorverdächtigen zu überprüfen, wie ein Sprecher des Weissen Hauses am Montag mitteilte. Dabei werden alle Beobachtungslisten kontrolliert, auf denen Verdächtige vermerkt sind, die nicht an Bord eines US-Flugzeugs steigen dürfen.
SDA-ATS