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In einer Anfrage unter dem Titel «Pressefreiheit in Gefahr?» zeigt sich SVP-Grossrat und Fraktionschef Emanuel Waeber (St. Antoni) besorgt über die Entwicklung der Eigentümerschaft der Freiburger Tageszeitung «La Liberté». Er bezieht sich dabei auf die Ankündigung, dass mit der Freiburger Kantonalbank und dem Energieversorger Groupe E zwei staatsnahe Betriebe einen Drittel des Aktienkapitals der Zeitung von den Paulusschwestern übernommen haben (die FN berichteten).
Waeber will nun vom Staatsrat wissen, ob dieser von den beiden Unternehmen vorgängig über die Kaufabsicht informiert worden sei und ob er die Umsetzung des Vorhabens an Bedingungen geknüpft habe. Ausserdem möchte Waeber wissen, was der Staatsrat von einem Ausbau des übernommenen Portfolios auf zwei Drittel der Anteile halte. Waeber schlägt als Gegenmodell die Öffnung des Aktienkapitals für ein grösseres Publikum nach dem Vorbild der «Freiburger Nachrichten» vor, wie er auf Anfrage konkretisiert hat.
Schliesslich möchte Waeber wissen, ob und inwiefern der Staatsrat und damit der Kanton direkt in der gemeinsamen Gesellschaft Sofripa vertreten sei, und wie er die Situation im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung und Gewährleistung der Pressefreiheit beurteile. Dies für den Fall, dass die beiden staatsnahen Unternehmen die Aktienmehrheit übernehmen würden. Waeber äussert in seiner Anfrage konkret die Befürchtung, dass die Redaktion nicht unabhängig vorgehen und schreiben könnte, wenn einer der beiden Eigentümer zum Beispiel Fehlinvestitionen vornehmen würde. fca