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Pro Hilfsgütertransport verteilen wir rund 100-150 Lebensmitteltaschen. (Darin enthalten sind Mehl, Zucker, Buchweizen, Oel, Reis, Suppentüten, ab und zu auch etwas Schokolade oder ein Balisto.) Davon gehen 40-50 Taschen an Holocaust-Überlebende oder deren Angehörige. Die restlichen Taschen gehen an hilfsbedürftige Einzelpersonen, Familien oder Institutionen, wie Kindergarten oder Kinderheime.
Es ist ein Zustupf und Anreiz, damit sie die Kosten für Lebensmittel, Medikamente, Arzt, Gas, Strom, Miete, Schulmaterial usw. besser in den Griff bekommen. Meistens geben wir ihnen, wenn nötig, einen Geldbetrag + eine Lebensmitteltasche.
Es ermöglicht unseren Sponsoren gezielt eine Familie oder Einzelperson zu unterstützen. Z.B. eine junge Frau. Sie ist ein Waisenkind und möchte so gerne in einem Institut Coiffeuse lernen. Ein netter Sponsor ist bereit für ihre Unkosten aufzukommen. Essen, Unterkunft, Schulmaterial und Arztkosten. Anderes Beispiel: eine Frau mit 8 Kinder, ohne Mann. Es ist unmöglich für sie eine Arbeit zu finden, auch sie wird durch eine Sponsorenfamilie unterstützt.
Weit hinten und abgelegen in einem Tal der Karpaten steht die psychiatrische Klinik. 250-280 Patienten leben dort in verschiedenen Häusern. Die Tuberkulosekranken wohnen separat in zwei Häusern. Wenn wir uns rechtzeitig anmelden und einen Termin abmachen, finden wir offene Türen und dürfen von Zimmer zu Zimmer gehen, Schokolade oder eine Frucht verteilen und kurz mit den Patienten sprechen. Der Direktor möchte nicht, dass die Patienten eingesperrt leben, sondern sich oft draussen im grossen Park aufhalten und wenn sie möchten kleine Arbeiten verrichten. Nebst dem kleinen Präsent für alle bringen wir noch Lebensmittel für die Küche.
Wir helfen einem Pastor, der diesen Fremden nach besten Kräften und verfügbaren Mitteln hilft. Er hat den Asylanten in seiner Stadt zu zwei menschenwürdigen Unterkünften verholfen: eine wird zwar militärisch überwacht, aber die andere steht in seiner Obhut. Dort wird versucht, und es gelingt auch, die verschiedenen Kulturen und Religionen unter einem Dach friedlich als Gemeinschaft leben zu lassen. Wir helfen mit Lebensmitteln, Kleidern und einem Geldbetrag.
Dank offenen Türen dürfen wir diese Spitäler jährlich mindestens einmal mit Hilfsgütern besuchen. Es ist uns erlaubt, von Zimmer zu Zimmer zu gehen, Lebensmittel und christliche Literatur zu verteilen und mit den Patienten Kontakt zu pflegen. Einige dieser Patienten stehen kurz vor dem Sterben.
Eine lohnende Arbeit: Jedes Jahr verlassen in der Ukraine eine grosse Zahl von jungen Menschen die Kinderheime. Wir unterstützen einige gute christliche Institutionen, welche gefährdete Jugendliche nach der Heimzeit aufnehmen. Sie helfen ihnen in einem geschützten Rahmen sich beruflich einzugliedern, um nicht in die Kriminalität oder ein Leben ohne Perspektive zu fallen.
ESTHERDEBORA organisiert jedes Jahr eine Weihnachtsfeier in einem Kinderheim, mit lokalen Musik- und Gesangsgruppen, die die Feier unterhalten. Dicht gedrängt lauschen die Kinder den Weihnachtserzählungen gespannt zu. Zum Abschluss gibt es für jedes Kind noch ein kleines Geschenk. Die anderen Heime unterstützen wir mit Lebensmittel, Kleider und kleinen Geschenken.
Mit gutem Erfolg führt der dortige Direktor schon seit vielen Jahren dieses Vorzeigekinderheim mit ca. 95 Kindern. Er liebt die Kinder besonders und hat auch manchmal Zeit ein trauriges Kind zu herzen. Der Direktor ist Christ und man versuchte schon oft, ihm Steine in den Weg zu legen. Alles ist gut organisiert und sauber. Die Kinder fühlen sich sehr wohl und sicher in diesem Rahmen. Das Lehrpersonal ist bestens ausgebildet. Jedes Kind hat auch ein Ämtli: Hof und Haus wischen, Küchenarbeiten, Vorräte abfüllen, Tee pflücken usw. Somit lernen sie Verantwortung zu übernehmen. Die Kinder dürfen bis sie 30-33 Jahre alt sind dort bleiben. Je nach unseren materiellen Möglichkeiten besuchen wir das Kinderheim einige Male pro Jahr und bringen Kleider und Lebensmittel hin.
Man sagt dass im letzten Weltkrieg allein in der Ukraine 2 Mio. Juden umgekommen sind. Einige haben den Holocaust überlebt. Andere konnten sich verstecken oder wurden versteckt. Wieder andere flohen ins tiefe Russland oder wurden als Gefangene dorthin gebracht. Wer konnte kam später zurück. Wenn sie uns ihre Geschichten erzählen sind wir tief erschüttert. Es ist unsere Pflicht diesen Holocaustüberlebende und deren Angehörigen viel Liebe und Gutes zu tun und sie um Vergebung zu bitten. Auch als Christen, die ihnen im letzten Krieg, so viel Leid zugefügt haben.
Es ist gewaltig was in den Gefängnissen in den ehemaligen Ostblockländern alles passiert. Wo oft Hunger, Kälte und Krankheit herrscht. Viele Gefangene durften durch ein Besuchsprojekt von ESTHERDEBORA (Besuche, Abgabe von Kleidern und Lebensmittel) wieder neue Hoffung schöpfen und haben sich Gott zugewandt. Oft können wir uns der Tränen nicht wehren, wenn wir ihre rührenden Briefe lesen.