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In den letzten Monaten sei geprüft worden, wie das Unternehmen nach der Verlagerung der Spezialpapierproduktion aus der Schweiz nach Italien und der Modernisierung der Werke in Carmignano und Condino erfolgreich in die Zukunft gehen könne, teilt die Cham Paper Group am Dienstag mit. Das Spezialpapiergeschäft sei zwar gut aufgestellt und profitabel, aber dennoch zu klein, um sich aus eigener Kraft längerfristig im Markt zu behaupten. Entsprechend sei der Verkauf an die Sappi Gruppe eine optimale Lösung.
Der Verkauf führe zu einem Mittelzufluss von rund 125 Mio CHF, wodurch sich die Flexibilität für die Entwicklung des "Papieri"-Projekts erhöhe. Mit dem Vollzug der Transaktion wird im ersten Quartal 2018 gerechnet. Durch die absehbar höhere Eigenkapitalquote sei beispielsweise ein höherer Anteil Anlageliegenschaften zulasten der Stockwerkeigentumsquote denkbar, heisst es. Auch Immobilieninvestitionen über das "Papieri"-Areal hinaus sind den Angaben zufolge möglich.
Die Trennung vom Papiergeschäfts verlangt eine Änderung des Gesellschaftszwecks. Nach Abschluss der Transaktion wird die Gesellschaft neu unter dem Namen "Cham Group" auftreten.
Ferner sei beabsichtigt, die Cham Group-Aktie zu einem attraktiven Dividendentitel zu machen, heisst es weiter. Der Generalversammlung wird vorgeschlagen, ab dem Geschäftsjahr 2017 eine Sockeldividende von mindestens 6,00 CHF auszuschütten. Zum Vergleich: Für das Geschäftsjahr 2016 wurde bekanntlich eine ordentliche Dividende von 4,00 CHF ausgeschüttet. Sobald das "Papieri"-Areal regelmässige Erträge abwirft, was den Angaben zufolge ab 2022 der Fall sein dürfte, werde sich die Dividende am effektiv erzielten Gewinn orientieren.
cp/rw
(AWP)