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Der flüchtige Taliban-Chef Mullah Omar hat sich für Friedensverhandlungen der afghanischen Extremistenbewegung zur Überwindung des tödlichen Konflikts mit der Regierung in Kabul ausgesprochen. Die Gespräche seien «legitim», wenn sie «das Ende der Besatzung Afghanistans» zum Ziel hätten, hiess es in einer am Mittwoch im Internet veröffentlichten Erklärung Omars vor dem Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan.
Vertreter der afghanischen Regierung und der islamistischen Taliban hatten sich zuletzt vor einer Woche in Pakistan zu Friedensverhandlungen an einen Tisch gesetzt.
Omar hatte sich zu den direkten Gesprächen bislang nicht geäussert. Auch in seiner Erklärung vom Mittwoch nahm er nicht direkt Bezug auf die konkreten Verhandlungen. Die nächste Runde soll nach dem Ramadan stattfinden, der um den 18. Juli endet.
Der Aufstand der Taliban begann vor mehr als 13 Jahren, nachdem US-geführte Streitkräfte sie aus Kabul vertrieben hatten. Der Abzug aller ausländischen Truppen aus Afghanistan gehört für die Islamisten zu den Kernforderungen für einen Frieden. (wst/sda/afp)