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Die letzte Zusammenarbeit von David Byrne
und Brian Eno
brachte das 2008 veröffentlichten Album: „Everything That Happens Will Happen Today“ hervor. Natürlich waren die Erwartungen an die beiden Künstler hoch, da sie uns mit Platten wie „My Life in the Bush of Ghosts“ und „Remain in Light“ in damals noch sehr unbekannte Klangwelten geführt haben. Das neue Album stand den alten um nichts nach, auch wenn dieses ganz anders tönt und unterschiedlich produziert wurde. In „My Life in the Bush of Ghosts“ haben Brian
und David
zusammen an Tracks rumgeschnitten und mit neuen Klängen experimentiert, wobei sie sogar so weit gingen, Songs aus dem Radio aufzuzeichnen und in ihre neuen Tracks miteinfliessen zu lassen. Im Album von 2008 findet man jedoch keine solch enge Kollaboration der beiden Musiker, vielmehr arbeiteten beide für sich an ihrem Teil des Produktionsprozesses: Eno
schrieb die Musik und Byrne
sang. Thom Jurek
von Allmusic.com beschreibt die Lieder als „loopy pop tunes“, wobei Eno
seine rhythmische und elektronische Palette einfliessen liess und Byrne
die Lieder mit seinem Folk und Gospel verfeinerte. Zusammen ergab dies dann: „Folk-electronic-Gospel“.
Brian Eno
arbeitete schon seit acht Jahren an verschiedensten Musiksamples, welche er zu Songs verarbeiten wollte, jedoch gelang ihm dies nicht, zumindest nicht zu seiner Zufriedenheit. Daher traf er sich mit David Byrne
, und die erneute Zusammenarbeit begann 2006. Eno
schickte seine instrumentelle Musik oder „sonic experiments“ – wie er sie nennt – als MP3 Datei via E-mail an David
. Dieser spielte die Dateien dann in eine Recording-Software ein und experimentierte, welche Art Vocals zu dieser Melodie passen könnten. Byrne
erarbeitete mittels „Scat-Gesang“ den Sound, welchen er den Liedern geben mochte, und erst wenn für ihn die Melodie und das Zusammenspiel mit der rhythmisch musikalischen Basis richtig klangen, wagte er sich an die Songtexte. Dabei achtete er darauf, dass die Wortwahl und Nachricht der Lyrics zu der Stimmung des Liedes passten.
„How David Byrne and Brian Eno Make Music Together: A Short Documentary“ by Hillman Curtis. http://player.vimeo.com/video/30699350 (Abgerufen: 14. November 2014)
Beim Song „I Feel My Stuff” war dieser Entstehungsprozess allerdings ein wenig anders. Ein Teil der Vocals (Video 1: 05:10) hatte Byrne bereits früher einmal im Studio von Eno aufgenommen und sie dann in dieses Lied einfliessen lassen. Ihm war es wichtig, verschiedene Charakteristika in seine Stimme zu bringen, um einen Überraschungseffekt zu erzeugen.
Brian Eno and David Byrne: «I Feel My Stuff». (Album): Everything That Happens Will Happen Today, 2008. A Film by Hillman Curtis Vimeo Video: http://player.vimeo.com/video/15102646 (Abgerufen: 14. Oktober 2014)