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in der Physiologie und Pathologie bestimmte Einwirkungen auf lebende Gewebe,
[* 5] unter deren Einfluß
diese aus dem ruhenden in den thätigen Zustand übertreten. Man unterscheidet innere und äußere Reize und bezeichnet als
innere Reize die ihrer nähern Beschaffenheit nach noch unerkannten Vorgänge in dem Zentralnervensystem, durch welche ein
erregter Zustand der Gewebe herbeigeführt wird. Äußere Reize sind nicht im Tierkörper selbst erzeugte,
sondern von außen denselben treffende Einwirkungen.
1) Die natürlichen Sinnesreize (Tasteindruck, Wärme,
[* 6] Licht,
[* 7] Schall,
[* 8] Geschmacks- und Geruchsreize) verursachen mittels der Wirkung
auf besondere Endapparate, die Sinnesorgane, Nervenerregung; dabei kann aber jedes Sinnesorgan entweder nur durch bestimmte
(sogen. spezifische) Reize in Erregung gebracht werden, oder wo es auch
auf andre Reize reagiert, da spricht es in der jenem adäquaten Reiz entsprechenden Form an: so ist das Licht der adäquate
Reiz für die vermittelst des Auges eingeleitete Erregung des Sehnervs, der Schall der adäquate Reiz für die natürliche Erregung
des Hörnervs etc.; werden aber Sehnerv oder Hörnerv in andrer Weise, z. B. mechanisch, gereizt, so kommen
auch dann Gesichts- und Gehörsempfindungen zur Auslösung.
2) Die allgemeinen Reize sind mechanischer, chemischer, thermischer und elektrischer Natur.