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Auf dem Dietlimoos in Adliswil wird ein Bebauungskonzept aus den 1990er-Jahren umgesetzt. Die Urbanität ist dabei aber vor allem ein Werbeversprechen im Vermarktungspaket.
«Wir bauen ein Stück Stadt»: Das verspricht zurzeit jede Neubauquartierplanung. Doch viele Stücke machen noch keine Stadt – wie etwa das Bauprojekt ‹Höfe› zeigt. Als Teil des Gestaltungsplans Dietlimoos-Moos ist es das letzte Stück einer Siedlungsentwicklung in Adliswil. Angestossen wurde es Ende der 1990er-Jahre durch ein Entwicklungskonzept; im Zentrum des neuen Quartiers zwischen Adliswil und Zürich gelegen, setzen die ‹Höfe› gleichzeitig dessen Schlussstein. Wohnraum für 900 bis 1000 Menschen und 450 bis 600 Arbeitsplätze sieht der Gestaltungsplan vor. Hinzu kommen die Nahversorgung durch einen Supermarkt und einzelne Läden, etwas Gastronomie und mehrere Schulen, ein Quartierplatz und ein Park. Die Ausnützung liegt zwischen 65 und 190 Prozent. Gute Voraussetzungen, um ein Stück Stadt zu schaffen. Von ‹Jolieville› zur Blockrandinsel Auf der Hügelkuppe östlich von Adliswil, entlang der Autobahn A3, befanden sich Mitte der 1990er-Jahre einzelne Wohnhäuser, das Autohaus Binelli und ein Fussballplatz. 1964 hatte man hier, auf dem Dietlimoos, von einer Satellitenstadt namens ‹Jolieville› mit 10 000 Bewohnerinnen und Bewohnern geträumt. 1992 setzte die Gemeinde die entsprechende Teilbauordnung ausser Kraft und bewilligte trotz kritischer Stimmen ein Fachmarkt- und Freizeitzentrum mit enormen Verkaufsflächen, zehn Kinosälen, einem «Dancing» und Mövenpick-Restaurants. Anfang der 2000er-Jahre verhinderte das Bundesgericht dieses Vorhaben.
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Gleichzeitig erarbeitete die Gemeinde ein Entwicklungskonzept, das übergeordnete Parameter wie Freiräume und Erschliessung, Nutzungsverteilung, Dichte und ökologische Vernetzung sichern sollte. Vorgesehen waren ein Quartierzentrum mit Nahversorgung, die ÖV-Anbindung per Bus und die Gestaltung der Zürichstrasse als Allee, die die Quartierteile verbinden sollte. Trotz dieser...