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Das wohl 1866 erstellte Zwirneli fügte sich nach herkömmlicher Art in die natürlichen Stoffkreisläufe ein.
Das Trinkwasser lieferte eine Quelle, die Antriebsenergie für die Zwirn- und Fachspulmaschinen der Eichenbach, der für die Standortwahl den Ausschlag gegeben hatte, und das Brennholz für den Ofen kam aus dem Wald des Eigentümers. Auch die Baumaterialien für das Gebäude stammten aus der Umgebung, wobei zu einem grossen Teil gebrauchtes Material verwendet wurde. Zugeführt werden mussten das Getriebe, die Maschinen, das Öl zum Schmieren ihrer wenigen Metallteile und das zu zwirnende Garn.
An dieser Einbettung in die natürlichen Kreisläufe änderte sich bis zur Betriebsaufgabe um 1955 wenig. Es scheint, dass die Wassermenge des Eichenbaches infolge von Quellfassungen im Einzugsgebiet seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aber geringer wurde.
Da die nachfolgenden Besitzer das Zwirneli als Ferienhaus nutzten, blieben die alte Infrastruktur und damit diese Qualitäten weitgehend erhalten.
Eine wichtige positive Massnahme wurde 1994 mit der neuen Nutzung als Wohnhaus und kleines Meditationszentrum eingeführt: Anstelle des alten «Plumps-Klos» installierte Choshin Capocasa eine Komposttoilette. Diese niederschwellige Technologie ist in den skandinavischen Ländern auch im Siedlungsraum weit verbreitet. Sie kommt ohne aufwändige bauliche Massnahmen aus und weist einen hohen Benützungs-Komfort aus. In der Schweiz erreicht sie noch eine kleine Öffentlichkeit.
Durch Zugabe von geeigneten holzigen Materialien wie Sägemehl werden geruchfreie Abbauprozesse von Urin und festen Ausscheidungsstoffen erreicht. Wichtige Nährstoffe können so dem Boden zugeführt und von den Bodenlebewesen zu Humus verarbeitet werden. Es geht also nicht um eine Entsorgung, sondern um die Rückführung von wertvollen Nährstoffen in die natürlichen Kreisläufe.
Als weitere ökologische Massnahme wurde auf die Anlage einer Zufahrtsstrasse verzichtet. Das Gebäude ist nach wie vor nur über einen Fussweg erreichbar. Die Wasserversorgung gewährleisten auch heute die eigenen Quellen, und die Heizung übernimmt weiterhin der Kachelofen. Weiter legte Choshin Capocasa wieder einen Obstbaum- und Eichengarten an. Die Einbettung in die natürlichen Stoffkreisläufe soll auch in Zukunft ein wichtiges Anliegen der Stiftung sein.
Fotos: Petra Schweiger