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Siren
London
temporärer Pavillon
Ausgeführt, 2014
mit Fabian Lauener und GRUPPE
Der temporäre Pavillon vor dem Eingang zum Museum of London hatte die
Aufgabe, im Vorfeld eines geplanten Umbaus des Museums einen Dialog mit der
Bevölkerung aufzubauen. Neben der Erfüllung dieser funktionalen Aufgabe war es
unsere Absicht, ein Objekt vor das Museum in den öffentlichen Raum zu stellen, das
eine Auseinandersetzung mit dem Ort initiiert. Der Pavillon musste also in zweierlei
Hinsicht funktionieren: Funktional als Informations- und Austauschort, symbolisch als
Reflexion eines grösseren Kontext.
Das Museum liegt in einer stark fragmentieren Umgebung, am Rande des Barbican Center, inmitten eines Verkehrsknoten. In dieses bewegte Umfeld haben wir ein weiteres Fragment eingefügt, in Form einer kolossalen Säulenbasis einer längst verschwundenen gotischen Kathedrale, wie es sie zum Beispiel in der nahe gelegenen St. Alban Kirche von Christopher Wren gibt. Dieses erfundene Fragment markiert den Ort in seiner undefinierten Umgebung. Die Sitzbank, die sich aus der Säulenbasis ergibt, lädt zum verweilen ein. So entsteht ein Ort aus einem Nicht-Ort.
In der scheinbar soliden Masse der Säule gibt es eine Türe, die eintreten lässt in einen kleinen “Atelierraum”, das Atelier des Architekten. Hier liegen Informationen zum geplanten Umbau des Museums auf. Man wird eingeladen, diese zu kommentieren. Eine schmale Treppe mit kleinem Ausguck eröffnet eine unerwartete Perspektiven zurück auf den Ort. Gleichzeitig bringt das Auftauchen eines Oberkörpers auf dem “Stützenfragment” das Objekt ein weiteres Mal zum “kippen”.
Der Pavillon wurde in Zusammenarbeit mit einer renommierten Gips- und Stukkatur-Unternehmung realisiert und erfüllte im Sommer 2014 während drei Monaten seine Aufgabe.