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Während des grössten Teils der uns bekannten Menschheitsgeschichte, haben wir versucht mit den Geistern und dem Leben nach dem Tod in Kontakt zu treten. Schamanen und Hexenärzte kontaktierten Geister und die Orakel des antiken Griechenland wurden oft um Rat gefragt.
Im 18. Jahrhundert hat der schwedische Wissenschaftler Emanuel Swedenborg Kontroversen und Vorwürfe wegen Häresie ausgelöst, als er die orthodoxe Theologie zugunsten seiner eigenen Visionen ablehnte. Er glaubte, dass die Geister den Menschen aktiv helfen könnten, und dass die Medialität das Leben nach dem Tod beweisen würde.
Swedenborg war ein angesehener Erfinder und Wissenschaftler, aber mit sechsundfünfzig Jahren trat er in eine spirituelle Phase ein, in der er Träume und Visionen erlebte. Diese gipfelten in einem spirituellen Erwachen und er behauptete, seine Augen seien geöffnet worden, sodass er fortan frei mit den Wesen im Jenseits sprechen könne.
Die Art von Medialität wie wir sie heute kennen, wurde jedoch erst mit der spiritistischen Bewegung in der Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitet. Die Geburt des modernen Spiritismus geht häufig auf die Erfahrungen der Fox-Schwestern im Jahr 1848 zurück, als die beiden jungen Mädchen behaupteten, mit dem Geist eines ermordeten Kaufmanns in ihrem Haus im Staat New York Kontakt aufgenommen zu haben. Die Fox-Schwestern hielten regelmäßig Sitzungen ab und die Beliebtheit der Kontaktaufnahme mit der "anderen Seite" verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den Vereinigten Staaten und Europa.
Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren Medien und Sitzungen in der Öffentlichkeit äusserst beliebt. Bemerkenswerte Persönlichkeiten wie Andrew Jackson Davis, Daniel Dunglas Home, Helena Petrowna Blavatsky und Arthur Conan Doyle halfen, dem Spiritismus ein Gefühl der Authentizität zu vermitteln, und Sitzungen wurden sogar in königlichen Palästen, im Weißen Haus und in Häusern angesehener Bürger abgehalten. Medien waren in den Vereinigten Staaten und in Teilen Europas nahezu allgegenwärtig.
Als der Spiritismus an Popularität gewann, wurden Organisationen gegründet, um psychische und physikalische Phänomene zu untersuchen. Die Society for Psychical Research zum Beispiel wurde 1882 gegründet und versucht, paranormale Phänomene wissenschaftlich und unvoreingenommen zu untersuchen. Die Gesellschaft hat hauptsächlich Phänomene im Zusammenhang mit Telepathie und Erscheinungen untersucht, um wissenschaftliche Erklärungen für verschiedene spiritistische Ereignisse zu finden.
Ein paar Jahre später 1901, wurde in Grossbritannien die Spiritualists National Union (SNU) gegründet, welche die Medialität mit dem christlichen Glauben zusammen geführt hat. Aus Spiritismus wurde Spiritualismus.
Die SNU ist eine religiöse Wohltätigkeitsorganisation, die spiritualistische Kirchen in ganz Grossbritannien unterstützt, einschliesslich der Ausbildung von spirituellen Heilern, spirituellen Medien, öffentlichen Rednern und Lehrern. Die SNU besitzt eine große Wohnuniversität, an der die Schüler spirituelle Philosophie, religiöse Praxis, spirituelle Heilung sowie spirituelle und mediale Disziplinen studieren können. Das Arthur Findlay College in Stansted, England.
Grundsätzlich gibt es heute drei Hauptformen, wie Medialität in Zusammenarbeit mit der geistigen Welt in unseren Breitengraden auftritt und jeder dieser drei Hauptformen hat wieder zusätzlich diverse spezifische Unterkategorien.
Die drei Haupttypen sind: