Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03130.jsonl.gz/1273

Projekt: 2004–2006 Bauherrschaft: Dr. Stephan à Porta Stiftung, Zürich Mitarbeit: Hannes Luz Bauleitung: Mobag AG, Zürich
Seit der Bauzeit in den 1930er Jahren hat sich die Wahrnehmung der Häuser an der Eichbühlstrasse verändert: Die von der Strasse abgewandte, südliche Seite der Häuser liegt nicht wie damals geplant an einem Hinterhof, sondern an einem mit Schulen, Sportanlagen und Schrebergärten besetzen parkartigen, öffentlicher Raum.
Auf jedem Geschoss setzen wir nun der Südfassade einen brüstungshohen, der ganzen Hauszeile entlanglaufenden Fries vor. Vor den bestehenden Loggien verbreitert sich der Fries bis zu einer maximalen Auskragung von einem Meter und wird so zu einer Balkonerweiterung. Materialisiert ist der Fries wie die verputzte Fassade und die strassenseitigen Balkone. Die grosszügige Länge der beiden Häuserzeilen erachten wir als eine wichtige städtebauliche Qualität. Die langen Bänder der neuen Balkonfriese unterstreichen diese Länge. Formal lehnen sich die Schwünge an die runden Balkone der Strassenseite an und stärken den Zusammenhalt von nunmehr zwei Schaufassaden.
Gleichzeitig erfolgt ein Ausbau der Dachgeschosse. Grundlage der neuen Raumstruktur ist die Aneinaderreihung von Raumscheiben, gebildet durch die Binder des bestehenden Dachstuhls. Dort werden zwei gegensätzliche Raumtypen einbeschrieben: Abwechlungsweise folgt eine Scheibe mit einem von Fassade zu Fassade reichenden Wohnraum auf eine Scheibe mit Schlafzimmern und Bad. Die Wohnräume besitzen eine flache Decke, senkrechte Wände und Fenster. Angegliedert an den Wohnraum ist auf der Südwestseite eine Terrasse in einem Dacheinschnitt und auf der Nordostseite in einer Lukarne die Küche. Komplementär dazu ist der Raumeindruck in den Schlafzimmern und im Bad. Hier reicht die Dachschräge vom Kniestock bis zum höchstmöglichen Punkt. Die grosse Raumhöhe kompensiert die relativ kleine Fläche der Zimmer. Ein Dachflächenfenster am höchsten Punkt spendet zenitales Licht, ein zweites Fenster auf Aughöhe ist mit einer schrägen seitlichen Leibung so eingebaut, dass es als erkerartige Raumerweiterung erscheint.