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Verkehrsmanagement am Gotthard
Tropfenzählersystem und Phase Rot
Am Gotthard und am San Bernardino sind als Folge des Gotthard-Tunnelbrands von 2001 aus Sicherheitsgründen die Frequenzen für den Transitgüterverkehr begrenzt worden. Der Bund und die beteiligten Kantone bewirtschaften die Strassenkapazität mittels Tropfenzählersystem: Am Gotthard dürfen pro Stunde maximal 1000 PW-Einheiten in einer Richtung den Tunnel befahren; ein LKW entspricht drei PWEinheiten.
An den so genannten Dosierstellen werden die LKW angehalten und dann "dosiert" in den Tunnel hineingelassen. Sind die Abstellplätze bei den Dosierstellen voll, werden die LKW an den vorgelagerten Abstellplätzen angehalten.
Auf dem Abstellplatz bei Knuttwil kam es zum Beispiel im Jahr 2004 während insgesamt 44 Stunden zu Wartezeiten. In Stans staute sich während insgesamt 99 Stunden der LKW-Verkehr. Das entspricht 0,8 bzw. 1,9 Prozent der gesamten jährlichen Betriebszeit des Schwerverkehrs.
Die mit einem "S" gekennzeichneten LKW des Binnengüterverkehrs werden bei normalen Verkehrsverhältnissen im Tropfenzählersystem privilegiert behandelt. Bei ausserordentlichen Verkehrssituationen, etwa bei einer Überlastung der Zollstationen in Chiasso oder einer Sperrung der Gotthard-Achse kommt ein weiteres Mittel der Kapazitätsbewirtschaftung zum Tragen: die Phase Rot. Das bedeutet, dass für den Schwerverkehr die Gotthard-Route und die San-Bernardino-Route geschlossen werden.
Im Jahr 2004 musste die Phase Rot beim Gotthard- Tunnel insgesamt an 9 Tagen ausgelöst werden. In Süd-Nord- Richtung musste die Phase Rot nie wegen mangelnder Kapazität ausgelöst werden, weil bei einer Überlastung in Airolo der Verkehr auf die San-Bernardino-Route umgeleitet werden konnte.
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