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Das Pfropfen ist grundsätzlich eine alte Methode. Dabei wird ein Spross oder Zweig (der sogenannte „Reis“) einer Pflanze mit einem Wurzelstock einer anderen zusammengefügt. Die Pfropftechnik kann mit der Gentechnik kombiniert werden. Am häufigsten wird dazu der Reis einer konventionellen Sorte auf einen GV Wurzelstock gepfropft. Grundsätzlich kann aber auch ein GV Reis auf einen konventionellen Wurzelstock gepfropft werden oder sowohl Reis als Wurzelstock gentechnisch verändert sein.
Anwendungen
Pfropfen erlaubt die Kombination vorteilhafter Wurzeleigenschaften, die mit Gentechnik in eine Sorte eingeführt wurden, mit vorteilhaften Sprosseigenschaften einer konventionellen Sorte, ohne dass die Früchte der Pflanze fremde DNA enthalten. Solche Wurzeleigenschaften sind mit konventioneller Züchtung oft schwierig oder praktisch nicht erreichbar. Zudem müssen die Eigenschaften von Wurzel und Spross nicht mit langwieriger Kreuzung in einer Sorte vereint werden. Die Methode kann auch für die RNA-dirigierte DNA-Methylierung (Link) verwendet werden, um im Reis Gene dauerhaft ein- oder auszuschalten (im Gegensatz zu Genen wird RNA innerhalb der Pflanze transportiert).
Entwicklungsstand
Verschiedene Produkte sind in der Entwicklung bereits weit fortgeschritten. Feldversuche haben bereits stattgefunden und Zulassungsgesuche könnten innerhalb weniger Jahre eingereicht werden.