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Bhikkhu Balado wurde 1960 in Österreich geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und dem Wehrdienst arbeitete er einige Jahre als Buchhalter. Dann studierte er Sozialarbeit und arbeitete grösstenteils im Bereich der stationären und ambulaten Suchttherapie.
1992 nahm er an einem Sesshin (Zen-Retreat) geleitet vom Jesuitenpater Gehard Kohler teil, wo er die Praxis des Sitzens in Stille sowie die einfache Struktur formeller Meditation und den Fokus auf den Körper wertschätzen lernte. Zwei Jahre später wendete er sein Interesse der Lehre des Buddha zu und nahm an Sesshins der Soto-Schule mit Fumon Nakagawa Roshi teil.
2006 verbrachte er eine vier-monatigen Auszeit in Thailand mit dem Ziel die meditative Praxis monatlich in 10-Tage-Retreats zu vertiefen. Er fühlte sich besonders von der Lehre der fünf Hindernissse angesprochen, welche ein neues Verstehen der meditativen Praxis in Bezug auf die Ursachen von Stress im täglichen Alltag ermöglichten. Auch die Meditation auf das Ein- und Ausatmen (Anapanasati) wurde zu einer wesentlichen Hilfe und einem Weg um mit Reaktionen von Stress angemessener umgehen zu lernen und um einen mentalen Anker im Körper zu entwickeln. Es war zu jener Zeit, als die Vision eines einfachen Lebens als Mönch zum ersten Mal in ihm auftauchte, jedoch schien ihm das Leben als Laie damals immer noch lohnenswert genug.
2014 nach dem Ablauf eines weiteren befristeten Arbeitsvertrages entschied er, dass er das mönchische Training beginnen und ein Hausloser werden wolle. Am 2. Mai 2015 wurde seine Anagarika-Zeremonie in Amaravati abgehalten. Danach erhielt er die Pabbajja oder Novizenaufnahme am 20. Mai 2016, und die Aufnahme in die Bhikkhu-Sangha am 2. Juli 2017 mit Ajahn Amaro als Präzeptor. Seit Anfang Juli verbringt er sein sogenanntes “Auslandsjahr” in der Klostergemeinschaft von Dhammapala.