Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03243.jsonl.gz/2159

Diese kurze Texterweiterung in 1. Joh. 5,7-8 ist bekannt als das sogenannte „Comma Johanneum“. Es findet sich in wenigen griechischen Handschriften und in einigen Handschriften der altlateinischen Übersetzung, aber es ist ein ganz klarer Minderheitstext. Der Mehrheits-Text, also die überwältigende Fülle der Handschriften des NT, die untereinander eine verblüffende Übereinstimmung aufweisen, enthalten dieses „Comma Johanneum“ nicht. Das ist ein sehr deutlicher Hinweis, dass es nicht aus dem Original stammt. Es ist auch in dem Minderheitstext, denn man als Nestle-Aland-Text kennt, nicht enthalten. Aber das hat an sich nichts zu sagen, nur erklärt es, warum in modernen Übersetzungen das „Comma Johanneum“ nicht zu finden ist. Leider haben die Übersetzer der Schlachter-Bibel den Textus Receptus als Grundlage genommen an Stelle des Mehrheitstextes. Der Textus Receptus gehört zwar zum Mehrheitstext, ist aber eine Sonderform davon, die sich auf die wenigen Handschriften, die man in der Reformationszeit zur Verfügung hatte, abstützt.
Um die Dreieinheit Gottes zu beweisen, gibt es so viele andere Stellen, die ganz klar und eindeutig dieses Zeugnis vorstellen, sodass man nicht auf diesen Zusatz angewiesen ist.
Ich verweise auf einen Vortrag von mir, den man hier bei crossload.org findet, mit dem Titel: „Wer ist ein Gott wie du?“ Das dazugehörige Skript kann man hier herunterladen. Darin behandle ich ganz ausführlich die starken biblischen Belege für die Dreieinheit Gottes.