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Alexander Zverev hat die Pläne zur Austragung der US Open kritisiert, eine eigene Absage aber vorerst ausgeschlossen. Nick Kyrgios hingegen sagt die Teilnahme an den US Open in New York ab.
«Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen», sagt Alexander Zverev, Weltranglisten-Siebte aus Hamburg, bei einem Show-Turnier in Südfrankreich. «Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen.»
Es sei angesichts der Corona-Pandemie «nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen», sagt der 23-Jährige. Er fügte aber auch hinzu: «Wenn die US Open stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Gerade wenn alle spielen, es geht ja auch um Ranglistenpunkte.» Über eine Absage für das Grand-Slam-Turnier, das am 31. August in New York beginnen soll, habe er «momentan noch nicht nachgedacht».
Wenn sich alle Spieler an die Hygienevorgaben hielten und sich «wie in der NBA in der Bubble» bewegten, «könnte es schon funktionieren», glaubt Zverev. Er verweist aber auch auf die teilweise noch geltenden Reisebeschränkungen und die Vielzahl an Spielern, die aus der ganzen Welt nach New York fliegen müssten. Zudem fordert er eine Modifizierung der vorgesehenen Regelungen, wonach beispielsweise nur eine Begleitperson pro Profi mit auf die Anlage darf.
Für Deutschlands Nummer 1 war das Match gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime am Samstagabend der erste Auftritt seit der Adria-Tour. Dort war er Ende Juni wegen seines Verhaltens in der Corona-Krise in die Kritik geraten. Fragen dazu und zu seiner Absage für das Einladungsturnier in Berlin beantwortet Zverev nicht.
Kyrgios verzichtet auf US Open
Nick Kyrgios hingegen verzichte «für die Menschen, für meine Aussies, für die Hunderttausenden Amerikaner, die ihr Leben verloren haben, für euch alle». Das teilt der 25-Jährige in einem Video in den sozialen Netzwerken mit.
Zuletzt hat der amerikanische Tennisverband USTA seine Pläne bekräftigt, die US Open ohne Zuschauer auszutragen. Zuvor soll in Flushing Meadows das von Cincinnati nach New York verlegte Frauen- und Männerturnier ausgetragen werden. Wegen der nach wie vor hohen Covid-19-Zahlen in den USA haben allerdings viele Profis Vorbehalte. Vor Kyrgios hatte auch schon die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty den Verzicht auf die US Open bekanntgegeben.