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Das Lormen oder Lorm-Alphabet ist eine Kommunikationsform für Taubblinde zur Verständigung mit anderen Menschen. Der „Sprechende“ tastet dabei auf die Handinnenfläche des „Lesenden“. Dabei sind einzelnen Fingern sowie bestimmten Handpartien bestimmte Buchstaben zugeordnet.
Das Lorm-Alphabet wurde von Hieronymus Lorm 1881 aus eigener
Betroffenheit heraus entwickelt. Diese Form der Verständigung öffnete
taubblinden Menschen ein Tor zur Außenwelt und befreite sie aus der
Isolation. Sie setzte sich wegen ihrer leichten Erlernbarkeit und
Effizienz schnell durch.
Lormen ist für schriftsprachkompetente Menschen relativ leicht
erlernbar. Es stellt jedoch hohe kognitive Anforderungen und ist dadurch
als Kommunikationssystem nicht für alle Personen mit Sinnesbehinderung
geeignet. Vor allem für spät erblindete Gehörlose oder bei spät
erworbener Taubblindheit wird es erfolgreich verwendet.
Hier finden Sie das Lormalphabet.