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Ein erster Teil des Rheins entstand vor rund 6 Millionen Jahren auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Viele Flüsse und Gebirge prägten das Land. An den Rändern eines sich stetig senkenden Grabens entstanden neue Gebirge, nördlich davon lag die Quelle des Urrheins, der nordwärts wegfloss. Neben dem Urrhein gab es in den zukünftigen Alpen noch einen weiteren Fluss, nämlich die Urdonau, in welche nebst der Rhône, der Aare und des Alpenrheins alle weiteren Alpenflüsse mündeten.
Vor 4 Millionen Jahren war ein weiteres grösseres Ereignis zu verzeichnen. Ein wichtiger Quellfluss der Urdonau musste sich aufgrund der stetig ansteigenden Berge einen neuen Weg suchen, weshalb sich die Länge der Urdonau um einige 100 Kilometer verkürzte.
Vor 3 Millionen Jahren wurde dieser Fluss ein weiteres Mal umgeleitet, worauf er fortan in den Graben des Urrheins floss, dessen Quelle nun erstmals in den Alpen lag.
Vor 1.7 Millionen Jahren wurde auch noch der Flusslauf des Alpenrheins in Richtung Urrhein umgeleitet. Erst jetzt besass der Rhein seinen eigentlichen Lauf. In den darauffolgenden Eiszeiten entstanden nur noch Details des Rheins wie zum Beispiel das Rheintal oder der Bodensee. Sehen Sie sich ihre Entstehung in einem kurzen Video an.
(Dauer:
2:30 Min, WMV-Datei, 8.1 MB)
Das Gebiet zwischen den deutschen Städten Bingen und Koblenz in der Nähe von Frankfurt am Main wird vom Rheinischen Schiefergebirge geprägt, welches mit seiner Entstehung den Rhein nicht umleitete, sondern von ihm durchfressen worden ist. Heute gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist neben dem sagenumwobenen Loreleyfelsen vor allem für seinen vielen historischen Bauten bekannt.
Weiter nördlich traf der Rhein auf die Eisschicht der Eiszeiten, welche ihn beim jeweiligen Anwachsen immer weiter südwestwärts, bis an die heutige Mündung in die Nordsee in Holland, drängte.