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Die aktuelle Studie "Sustainable Cities Index 2016 - Putting people at the heart of city sustainability" von Arcadis hat 100 globale Städte in drei Dimensionen der Nachhaltigkeit untersucht, nämlich "People", "Planet" und "Profit". Zürich führt das übergreifende Ranking an und steht an der Spitze des "Planet-Rankings" als Nachhaltigste Stadt der Welt. Genf landet auf Platz 12. Die beiden Schweizer Städte wurden erstmals in das Ranking aufgenommen. Vor allem europäische Städte führen die Liste der nachhaltigsten Städte an und erreichen 16 der 20 Ränge.
Zürich ist laut der aktuellen Ausgabe der Studie "Sustainable Cities Index" von Arcadis die nachhaltigste Stadt der Welt. Die Spitzenplatzierung erzielte die größte Stadt der Schweiz durch ihre Umweltstandards und ihre wirtschaftliche Stabilität. Genf liegt ebenfalls im Ranking weit vorne und nimmt Platz 12 ein.
Den "Sustainable Cities Index" (SCI) stellt Arcadis, die führende globale Planungs- und Beratungsgesellschaft für "Natural and Built Assets", nach 2015 in diesem Jahr zum zweiten Mal vor. Das Ranking der 100 führenden Städte weltweit hat Metropolen aus allen Kontinenten hinsichtlich der Nachhaltigkeitskriterien "Menschen" (People), "Umwelt" (Planet) und "Wirtschaft" (Profit) untersucht, um ein Gesamtbild über die wirtschaftliche Stabilität, die Umweltstandards und die Lebensqualität der Städte zu erhalten.*
Für den Nachhaltigkeitsindex 2016 wurden doppelt so viele Städte verglichen wie im Vorjahr und zusätzlich die Anzahl der Bewertungskriterien erweitert. Dadurch hat sich auch die Reihenfolge
der Städte in dem Index verschoben. Zürich und Genf wurden 2016 erstmals in den Städte-Vergleich einbezogen. Auf den vordersten Plätzen des SCI versammeln sich vor allem europäische Städte: Unter die Top 10 schaffen es hinter Zürich auch Stockholm, Wien, London, Frankfurt, Hamburg, Prag und München. US-amerikanische Städte liegen hauptsächlich im Mittelfeld. In Asien ist das Bild gemischt, einige Metropolen wie Singapur (Platz 2), Seoul (Platz 7) und Hongkong (Platz 16) liegen im Ranking weit vorne, andere schneiden deutlich schwächer ab. Weit hinten rangieren vor allem Städte in Indien, China und in afrikanischen Ländern.
Schweizer Städte schneiden im Subindex "Umwelt" am besten ab
In Sachen Umwelt- und Klimaschutz sind die Schweizer vorbildlich: Zürich kann insbesondere beim Subindex "Umwelt" (Platz 1) im SCI punkten. Und Genf belegt Platz 3 hinter Zürich und Stockholm. "Zürich ist zum Beispiel in Bezug auf nachhaltiges Bauen führend: Öffentliche Gebäude werden in der Regel nach Minergie errichtet", sagt Fritz Krieg, CEO Arcadis Schweiz. "Zudem kann die Stadt Auszeichnungen für ihre nachhaltige Energiepolitik vorweisen."
Auch in Bezug auf wirtschaftliche Stabilität steht Zürich im internationalen Vergleich bestens da: Im Subindex "Wirtschaft" belegt Zürich den fünften Platz und muss damit lediglich den
Finanz-Metropolen Singapur, Hongkong, London und Dubai den Vortritt lassen. Beim Subindex "Menschen" sind die Schweizer hingegen nicht unter den Top 10 vertreten, sondern belegen die Plätze 27 (Zürich) und 30 (Genf).
"Die Stadt Zürich hat aufgrund ihrer Wirtschaftskraft und ihrer Fortschrittlichkeit beim Umwelt- und Klimaschutz Spitzenplätze im SCI errungen", sagt Krieg. "Die schwächere Platzierung beim Subindex "Menschen" konnte Zürich damit ausreichend kompensieren." Die Lebenshaltungskosten in Zürich und in Genf seien ein wichtiger Grund, weshalb die Schweizer Städte nicht auch im Index "Menschen" ganz vorne rangieren: Diese zählten zu den höchsten weltweit.
Der Index zeige, dass alle Städte weltweit ihre Herausforderungen haben, so Krieg. "Keine Stadt kann für sich in Anspruch nehmen, den Titel nachhaltigste Stadt in jedem Punkt komplett verdient zu haben. Auch Zürich und Genf haben - wie der Subindex "Menschen" in diesem Jahr gezeigt hat - noch Luft nach oben."
Sustainable Cities Index 2016
1. Zürich
2. Singapur
3. Stockholm
4. Wien
5. London
6. Frankfurt
7. Seoul
8. Hamburg
9. Prag
10.München
Mehr Innovationen für Nachhaltigkeit sind nötig
Im globalen Nachhaltigkeitsvergleich der Städte fällt auf, dass kanadische, europäische und australische Städte insgesamt besser abschneiden als Städte in den USA. "Städte in Afrika und Asien haben dagegen weniger Chancen auf eine gute Platzierung in dem Ranking, weil sie deutlich mehr mit den Folgen von Klimawandel, rasanter Verstädterung und Kapitalmangel konfrontiert sind als Europa oder Nordamerika", räumte John Batten, Global Cities Director von Arcadis, ein. "Das macht es für diese Städte deutlich schwerer, hoch gesteckte Nachhaltigkeitsziele zu erreichen."
Über die Studie
* Die Studie führte Arcadis in Zusammenarbeit mit dem Londoner Wirtschaftsforschungsinstitut Centre for Economics and Business Research (CEBR) durch. In den drei Subindizes "Umwelt", "Wirtschaft" und "Menschen" wurden die 100 Städte nach einem Kriterienkatalog verglichen. Im Subindex "Umwelt" wurden Daten zu Umweltrisiken, Energieverbrauch und zur Nutzung erneuerbarer Energien, zum Ressourcen-Management, zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Trinkwasserqualität herangezogen. Im Subindex "Wirtschaft" wurden die Städte anhand
ökonomischer Kriterien wie Pro-Kopf-Einkommen, Geschäftsklima, Infrastruktur, Vernetzung und Erwerbstätigkeit und damit die wirtschaftliche Stabilität bewertet. Der Subindex "Menschen"
schließlich befasst sich mit den Bereichen Bildung, Gesundheit, Demografie, Kriminalität, Einkommensverteilung, Lebenshaltungskosten sowie Work-Life-Balance. Für den SCI wurden Daten von verschiedenen Quellen, darunter der UN, WHO und Weltbank herangezogen.
Zum Download des vollständigen Berichts: http://bit.ly/2cl2tlI
Über Arcadis
Arcadis versteht sich als führendes globales Planungs- und Beratungsunternehmen für "Natural and Built Assets". In Zusammenarbeit mit den Kunden erzielt es durch die Anwendung profunder Marktkenntnisse sowie kollektiver Planungs-, Beratungs-, Ingenieur-, Projekt- und
Managementleistungen herausragende und nachhaltige Ergebnisse während des gesamten Lebenszyklus natürlicher Schutzgüter und baulicher Vermögenswerte der Kunden. Mit 27.000 Mitarbeitern in mehr als 70 Ländern erwirtschaftet Arcadis einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen unterstützt UN-Habitat, das Zentrum der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen, mit Wissen und Know-how, um die Lebensqualität in schnell wachsenden Städten auf der ganzen Welt zu verbessern.