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Sool befindet sich auf den Trümmern des gewaltigen, prähistorischen Guppenbergsturzes an der Westseite des Tales, der seine Felsmassen auf die gegenüberliegende Talseite schleuderte. Die Linth bahnte sich dann ihren Weg durch die so entstande Talsperre. Sool liegt daher auf einem siebartigen - allerdings stabilen - Boden, in welchem das Wasser schnell versickert, so dass es von Überschwemmungen verschont bleibt. In einigen Mulden lagerte sich später Lehm ab, der das Wasser zurückbehielt, womit eine Besiedlung überhaupt möglich war.
Sool - bis Ende 2010 eine eigenständige Gemeinde und seit anfangs 2011 eines der 17 Dörfer von Glarus Süd - grenzt hoch oben beim Schwarzstöckli an die beiden anderen neuen Glarner Gemeinden Glarus Mitte und Glarus Nord - und an gleicher Stelle auch an den Kanton St.Gallen. Das Dorfgebiet reicht in den Sernf hinunter (auf einer rund vier Kilometer langen Strecke von der Zentrale des Kraftwerkes Sernf-Niederenbach bis zum Ausserhöfli von Engi), und auch die Linth bildet, vom Sändli in Schwanden bis zum Steg bei Mitlödi, auf rund einem Kilometer die Dorfgrenze.
Sool liegt im Bereich der weltberühmten Helvetischen Hauptüberschiebung, eines vor rund 30 Millionen Jahren entstandenen geologischen Phänomens. Damals schoben sich zwischen dem Rheintal und dem Walenseegebiet - nach der Kollision der Afrikanischen mit der Eurasischen Platte - ältere Gesteinsschichten (in unserer Region Veruccano alias Sernifit alias Rotrisistein) über den jüngeren Flysch, wobei eine Kalkschicht als «Schmiermittel» diente. In der Lochsite an der Sernftalstrasse kann diese unter dem Schutz der Eidgenossenschaft stehende Überschiebung sehr gut beobachtet werden; sie ist zu einem Mekka der Geologen geworden und wurde sogar zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt.