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Eine Krise, die wir beenden können
Wohltätigkeit Matt Damon und Gary White sind die Co-Gründer von Water.org. Die Wasserkrise zu beenden, das ist ihr Ziel.
Die Wasserkrise hat viele Gesichter wie etwa Gewässerschutz, Wasserrechtskonflikte oder ihre Umwelteinflüsse. Die Liste liesse sich noch weiter ausführen. Eines der wohl grössten aller Wasserprobleme ist gemäss der Non-Profit-Organisation Water.org, dass einer von acht Menschen auf der Erde keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. Matt Damon, US-amerikanischer Schauspieler und Mitbegründer von Water.org, erklärt: «Millionen von Menschen – hauptsächlich Frauen und Kinder – verbringen jeden Tag mehrere Stunden damit, genug Wasser zu sichern, damit ihre Familien überleben können.» Gary White, CEO und Mitbegründer von Water.org, ergänzt: «Stellen Sie sich vor, täglich mehr als vier Kilometer zu Fuss zurückzulegen, um Wasser aus einem Fluss zu schöpfen, obwohl vielleicht 30 Meter unter Ihren Füssen reichlich sauberes Wasser vorhanden wäre. Sie können sich aber nicht leisten, ein Loch zu bohren, um daran zu gelangen.»
Wasserkrise und ihre Auswirkungen
Die Auswirkungen der Wasserkrise auf die wirtschaftliche, gesundheitliche und menschliche Entwicklung sind schwindelerregend. Defizite in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind die Hauptursache von Krankheit und Tod in der Welt und fordern alle 20 Sekunden das Leben eines Kindes ein. «Das tägliche Wasserholen hält die Frauen davon ab, einer Arbeit nachzugehen und verunmöglicht den Kindern den Schulbesuch. Ohne Zugang zu Wasser bleibt einem Grossteil der Weltbevölkerung die Möglichkeit verwehrt, den Kreislauf von Krankheit, Produktivitätsverlust und Armut zu durchbrechen», so Damon.
Sauberes Wasser als gesellschaftlicher Fortschritt
Für unsere westliche Welt ist sauberes Wasser oft eine Selbstverständlichkeit. Wir drehen den Hahn auf und das Wasser fliesst. Aber das war nicht immer so. White nennt als Beispiel Städte wie London, Paris und New York, die vor etwas mehr als 100 Jahren noch Herde für Infektionskrankheiten waren. Sauberes Wasser spielte eine entscheidende Rolle für den sozialen Fortschritt der heute entwickelten Länder. Umfangreiche Reformen bei der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung liessen die Sterblichkeit zurückgehen. Die daraus gefolgerte gute Nachricht: Die Lösung des Problems ist heute bekannt und sie ist einfach und erschwinglich.
Endlich Wasser für Personen in grösster Armut
Dank gemeinschaftlich geführter, nachhaltiger Projekte, gelang es Water.org im Jahr 2010 über 266 000 Menschen mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu versorgen. Die Organisation ist ständig um Neuerungen besorgt, die den Wandel beschleunigen sollen. Ihre jüngste Innovation ist WaterCredit, die die Aufnahme von kleinen Darlehen für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung erleichtert. Es soll die Leute befähigen, ihren Bedürfnissen sofort Rechnung zu tragen und Ressourcen für diejenigen freizusetzen, die in grösster Armut leben.
Paradigmenwechsel
Water.org kann nicht alle mit sauberem Wasser versorgen. Matt Damon und Gary White sind jedoch überzeugt, dass sie dazu beitragen können, einen Paradigmenwechsel herbeizuführen. «Konzerne, Stiftungen, gemeinnützige Organisationen, multilaterale Organisationen, Einzelpersonen – und vielleicht am wichtigsten, die Menschen, die auf das saubere Wasser angewiesen sind – spielen jeweils eine entscheidende Rolle bei der übergreifenden Partnerschaft, die benötigt wird, damit alle Zugang zu sauberem Wasser erhalten. Mit der Bemächtigung der Bedürftigen und durch das Fördern von nachhaltigen und ausbaubaren Lösungen können wir den weltweiten Zugang zu sauberem Wasser Realität werden lassen», ist White überzeugt.
Ehrgeizige Ziele
Die Vereinten Nationen erklärten kürzlich den Zugang zu sauberem Wasser zum «Menschenrecht».Dennoch haben immer noch fast 783 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 2,6 Milliarden verfügen über keine angemessenen sanitären Einrichtungen. Die Vereinten Nationen haben dieses Problem zu einer ihrer höchsten Prioritäten ernannt, in der Hoffnung, die erschreckenden Zahlen bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Die UN-Ziele sind zwar ehrgeizig, aber die Wege, um etwas zu bewegen, sind vorhanden.