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Wichtiger als die Spitzenposition kurzfristig um jeden Preis zu halten, sei für Troska jedoch die "langfristige Entwicklung". So plane Daimler vor allem im Geschäft mit Elektro-Fahrzeugen in der Volksrepublik anzugreifen.
"Wenn es in der Welt ein Land gibt, in dem es sinnvoll ist, elektrisch zu werden, dann ist es China", sagte Troska. Anders als in Deutschland, wo im Durchschnitt längere Strecken zurückgelegt würden, seien viele Chinesen eher in Grossstädten unterwegs. Fahrverbote oder Kennzeichenbeschränkungen für Benziner, aber auch die im September angekündigte Produktionsquote für E-Autos würden den Wandel beschleunigen.
Während chinesische Hersteller schon jetzt reine Elektroautos in Angebot haben, müssen sich chinesische Kunden von Daimler aber noch gedulden: Erst 2019 soll mit dem Stadt-Geländewagen EQC das erste voll elektrische Auto der Stuttgarter in China produziert werden. Auch die Herstellung eines elektrischen Kompaktwagens kündigte Troska in Guangzhou an.
Eine Chance sah Troska in China auch durch das Ende der Ein-Kind-Politik. Mit den neuen Regeln, wonach Familien nun zwei Kinder bekommen dürfen, werde die Nachfrage nach grösseren Autos steigen.
Neben Daimler hatte bereits Volkswagen am Vortag angekündigt, seine Elektro-Offensive in China ausweiten zu wollen. In den nächsten sieben Jahren wollen die Wolfsburger zehn Milliarden Euro gemeinsam mit chinesischen Partnern in das Segment stecken. Bis 2025 sollen demnach rund 40 Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben in China produziert werden./jpt/DP/jha
(AWP)