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Bald 500 Jahre Geschichte
Im Namen "Alumneum" klingt etwas von seiner Geschichte an: nach der Reformation wurde das ehemalige Augustinerkloster auf dem Münsterhügel zum "Collegium Alumnorum", das während gut drei Jahrhunderten Theologiestudenten beherbergte. 1843 wurde dieses alte Alumneum aufgelöst; der mittelalterliche Klosterbau musste dem Neubau des Naturhistorischen Museums weichen.
Schon kurze Zeit später konnte jedoch das "Theologische Alumneum" an seinem heutigen Standort wieder eröffnet werden - und zwar in einem im frühen 18. Jahrhundert ausgebauten Stadthaus an der Hebelstrasse 17.
1853 wurde im Garten ein erster Seitenflügel mit Zimmern für jeweils zwei bis vier Alumnen angebaut, der heute "Altbau" genannte Teil des Anwesens.
Geleitet wurde das Alumneum jeweils vom Hausvater (oder den Hauseltern). Die Alumnen lebten als Gemeinschaft mit gemeinsamen Hausandachten, Mahlzeiten, intensivem theologischem Austausch. Der grosse Elsässer Ökumeniker und Spezialist für das Neue Testament, Oscar Cullmann, war der letzte Leiter dieser Phase. Er stand dem Alumneum zusammen mit seiner Schwester während fast vierzig Jahren vor und prägte Generationen von Alumnen.
Als zu Beginn der 1970er Jahre die Mensa der Universität gebaut wurde, gab das Alumneum dafür den hinteren Teil seines Gartens im Baurecht ab. Gleichzeitig wurde anstatt des alten Gartenschuppens ein zweiter Flügel mit Zimmern angebaut, der "Neubau". Sämtliche Zimmer wurden nun als Einzelzimmer eingerichtet. So konnten seit der Wiedereröffnung 1973 auch Studentinnen aufgenommen werden.
Schon vorher waren hin und wieder Studenten anderer Fakultäten aufgenommen worden. Seit der Erweiterung - und natürlich auch im Zusammenhang mit der Abnahme der Anzahl von Theolgiestudierenden - steht das Alumneum grundsätzlich Studierenden sämtlicher Fachrichtungen offen.