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«Was machst du da?», frage ich, während mein Mann die Ärmel seines Hemds nach oben krempelt und unter dem Tisch aus seinen Schuhen schlüpft. «Mir ist warm, und schau wie gemütlich, alle sind barfuss.»
«Wusstest du, dass es hierzulande Hakenwürmer im Sand gibt? Fiese Parasiten, ich habe gelesen, die bohren sich durch die Fusssohle und dann entzündet sich alles», murmle ich, während ich in meiner Tasche nach dem Insektenschutzmittel krame. Warm ist mir auch mit meinen langen Ärmeln und dem leichten, hellen Schal, wie in der Reiseempfehlung beschrieben. Schliesslich sind die Malariamücken jetzt in der Dämmerung besonders aktiv! Und dann die Frage, die ich mir besser gespart hätte: «Ähm, Schatz, willst du dich vielleicht auch noch einsprühen, da an den Armen? Weil die Malariamücken …» Schweigen. «Das ist jetzt aber nicht dein Ernst?»
Wir alle werden immer wieder mit Unsicherheiten oder potenziellen Bedrohungen konfrontiert: ob mögliche Gefahren bei einer Reise, eine frisch diagnostizierte Erkrankung, Medienberichte über Kriminalität oder ein neues Virus in unserer Umgebung, Artikel über «Erziehungsfehler, die uns in 20 Jahren teuer zu stehen kommen» oder eine Empfehlung der Schule, das eigene Kind abklären zu lassen.