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Lebensrettende Objekte des Alltags
Im Inselstaat lebt man stets mit der Gefahr der Naturgewalten und bereitet sich gewissenhaft auf alle Eventualitäten vor. Dazu gehört eine Infrastruktur, die Erdbeben, Taifunen und Starkregen standhalten kann (Asienspiegel berichtete), die Investition in modernste Wettersatelliten (Asienspiegel berichtete) und Erdbebenvorhersagen (Asienspiegel berichtete), laufend aktualisierte Empfehlungen für den Notfall (Asienspiegel berichtete), die schulische Einübung richtiger Verhaltensmuster wie auch der offizielle «Tag der Katastrophenprävention» (bōsai no hi) am 1. September, an dem Polizei, Feuerwehr und Behörden den Notfall proben.
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Zur Katastrophenprävention gehört vor allem auch die Vorbereitung in den eigenen vier Wänden, wie die Bereitstellung eines Notfall-Sets (Asienspiegel berichtete), um in den chaotischen Stunden und Tagen nach einem Erdbeben oder Taifun durchzukommen. Für die Dauer von mindestens drei Tagen sollte jeder Haushalt genügend Nahrung zur Verfügung haben, empfiehlt die Regierung. Die Website der Metropolregierung Tokios unterhält hierfür sogar eine Website, die einem je nach Alter, Geschlecht und Wohnort automatisch eine Liste mit den lebenswichtigsten Gütern für die ersten sieben Tage zusammenstellt.
Die Tage nach dem 11. März 2011
Wie wichtig diese Sachen sind, zeigt ein Video, das vom Getränkehersteller Suntory und die Zeitung Kahoku Shimpō publiziert wurde (siehe Video unten). Drei Personen, die das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März 2011 überlebt haben, erzählen darin, wie kleine Dinge das Leben kurz nach der Katastrophe erleichtert haben.
Für einen Präsidenten einer Firma war es eine Laterne, die nicht nur einfach Licht spendete, sondern zu einem Mittelpunkt für aufmunternde Gespräche mit allen Anwesenden wurde. Für einen Jungen war es ein Kartenspiel, das allen Familienmitgliedern in dieser schwierigen Zeit zuverlässig ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Eine Mutter beschreibt derweil ihre Dankbarkeit für die erhaltene Babynahrung, mit der ihre damals 1-jährige Tochter ruhig schlafen konnte.
Die kleinen wichtigen Dinge
Eine dazugehörige Website stellt diese Dinge des Alltags und ihre dazugehörige Geschichte nach dem 11. März 2011 feinfühlig vor. Für einen 67-Jährigen waren es in einer Box aufbewahrte 10-Yen-Münzen, mit denen er das öffentliche Telefon benutzen konnte. Ein 38-Jähriger beschreibt, wie ihm eine Baseballkappe in der Notunterkunft ein wenig Anonymität schenkte. Ein 61-Jähriger verbrachte die Tage in seinem Auto, da er befürchtete, dass sein Haus einstürzen könnte. Kairo-Körperwärmer-Pads sorgten dafür, dass er nicht kalt bekam.
Mitten in diesem Trubel waren es kleine Sachen, die dazu beitrugen, dass man nicht nur körperlich, sondern auch seelisch diese Tage der Ungewissheit überstehen konnte.
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