Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03447.jsonl.gz/1703

In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen ein paar Beispiele von interessanten Ausflügen im Sertão Bahias auf.
Ausflug: “Parque Histórico de Canudos”
Der “Historische Park von Canudos” gehört zu den nationalen Referenzen, wenn man sich für den kulturellen Tourismus Brasiliens interessiert. Einst war die Gegend um “Canudos“ die Bühne für einen der blutigsten Volksaufstände in der brasilianischen Geschichte. Im Historischen Park, angelegt als ein ökologisches, archäologisches und militärisches Reservat inmitten der Caatinga, wird jener furchtbare Krieg wieder in Erinnerung gebracht. Auf einer Fläche von 1.300 Hektar werden wichtige historische Stätten erhalten, wie der “Riacho de Umburana“ (Bach), die “Serra do Cambaio“ (Hügelkette), die “Serra do Angico“ (Bergkette), das “Vale da Morte“ (Tal des Todes) und die legendäre “Lagoa do Cipó“ – später umgetauft in “Lagoa de Sangue“ (Blutlagune), weil in ihr einst dreihundert tote Aufständische trieben, Gefolgsleute ihres Anführers, “Antônio Conselheiro“.
Ausflug: Das Städtchen “Caldas de Cipó”
Bahia hat auch ein paar exzellente Optionen für Besucher im “besten Alter“, wie die Bahianer höflicherweise die Senioren bezeichnen. Eine solche Option ist das Örtchen “Cipó“ im Sertão. Es liegt 242 Kilometer von Salvador entfernt am Ufer des “Rio Itapicuru“ und straft die Behauptung Lügen, dass der gesamte “Sertão“ trocken, heiss und ohne Leben sei. Denn aus seinem Boden sprudeln natürliche Thermen, die den Ort in eine richtige Oase inmitten der Caatinga verwandelt haben. Das Wasser dieser warmen Quellen enthält 38 chemische Substanzen mit nachgewiesener therapeutischer Wirkung – angeblich gehören sie zu den “Besten der Welt“. Sie wurden klassifiziert als hyperthermal, schwach radioaktiv, sie enthalten Calcium, Magnesium, Lithium, Eisen und Kalium. Ihre therapeutischen Eigenschaften sind antialergisch, harntreibend, galleanregend, sie verstärken die Eliminierung von Harnstoff und Harnsäure, sie stimulieren den Metabolismus. Darüber hinaus wirken sie wohltuend auf den Verdauungsapparat und senken den Blutdruck, mindern rheumatische Beschwerden und sind schmerzlindernd.
“Caldas de Cipó“ liegt im Nordosten Bahias und hat sich noch ein paar Überreste aus der goldenen Zeit der 50er Jahre bewahrt, einer Epoche der Casinos, die zu jener Zeit den Tourismus in der Region stimulierten. Dann wurde das “Glücksspiel“ landesweit verboten, und die Bürger von “Cipó“ setzten nunmehr auf ihre heissen Quellen – schliesslich besassen sie seit dem 24. Juni 1952 das “Grande Hotel Caldas de Cipó“, welches vom damaligen Präsidenten der Republik, Getúlio Vargas, persönlich eingeweiht worden war. Ein grandioses Gebäude, welches auch heute noch die Aufmerksamkeit eines jeden Besuchers auf sich zieht wegen seiner Art-Deko-Architektur – die Bauarbeiten dauerten acht Jahre.
Die eigenwillige Küche der “Sertanejos“ drückt sich in unzähligen Spezialitäten aus – zum Beispiel dem “Bode-do-sol assado“ (das ist sonnengetrocknetes Ziegenfleisch gebraten). Besonders während des bahianischen Winters – zwischen Juni und September – ist ein Besuch ideal für diejenigen, die in ihrem Urlaub eine Mischung aus Gesundheit, Ruhe und neue Entdeckungen schätzen. Die kühlen Nächte des “Sertão“, kombiniert mit den warmen Quellen, einem kalten Bier und lokalen Spezialitäten, garantieren Ihnen einen unvergesslichen Aufenthalt.
Tourenvorschläge: BahiaTursa – Staatliche Tourismus-Organisation