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Buch (Taschenbuch)
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Taschenbuch
04.11.2007
28
21/14.8/0.3 cm
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, , 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einführung
Friedrich V., der letzte Kurfürst der Oberen Pfalz, war eine der wenigen historischen Persönlichkeiten, die unter ihrem Spottnamen in die Geschichte eingingen. In die politischen Wirren Europas am Vorabend des Dreissigjährigen Krieges verstrickt, nahm er die böhmische Königskrone an und stellte sich damit gegen Kaiser und Reich. Nach nur einem Jahr verlor er sie bereits wieder und wurde so zum "Winterkönig", der nur einen Winter lang geherrscht hatte.
Sein politisches Handeln hatte weitreichende und verheerende Folgen für Europa und so war die Rolle, die ihm in der Geschichtsschreibung zufiel, auch lange Zeit eine wenig rühmliche. Friedrich Schiller stellte ihn in seiner "Geschichte des Dreissigjährigen Krieges" gar als unentschlossen und feige, als "schwachen Kopf" dar, der durch sein leichtsinniges und schwärmerisches Wesen die böhmische Königskrone verspielt habe.1
Die meisten Historiker folgten ihm in dieser Beurteilung. Golo Mann, der Friedrich V. in seiner Wallenstein-Biographie alle Fähigkeiten zu selbständigem politischen Handeln absprach, zog folgendes Resumeé: "Der Mann, eine europäische Revolution zu führen, war der Dreiundzwanzigjährige nicht. Ihrem Ruf musste er folgen.".
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