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- Achteinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima sind drei Ex-Topmanager von Kraftwerkbetreiber Tepco freigesprochen worden.
- Das Bezirksgericht in Tokio befand die früheren Manager für nicht schuldig, wie japanische Medien berichten.
- Die Staatsanwälte hatten Haftstrafen gefordert.
Das Gericht in Tokio kam zu dem Schluss, die drei Angeklagten könnten nicht für die Folgen des Atomunglücks im Kraftwerk von Fukushima verantwortlich gemacht werden. Den drei Männern war konkret vorgeworfen worden, vorhandene Informationen über einen möglichen starken Tsunami ignoriert und notwendige Sicherheitsmassnahmen unterlassen zu haben.
Die Tsunami-Katastrophe
Ein Seebeben am 11. März 2011 vor der japanischen Küste der Region Tohoku löste einen schweren Tsunmai aus. 500 Quadratkilometer der japanischen Pazifikküste wurden überschwemmt. 22'199 Menschen starben, 470'000 Menschen mussten evakuiert werden, 400'000 Gebäude wurden zerstört.
Die Angeklagten hatten dagegen erklärt, dass der Tsunami unvorhersehbar gewesen sei. Im Falle einer Verurteilung hätte den drei Ex-Managern bis zu fünf Jahre Haft gedroht. Im Kraftwerk Fukushima Daiichi war es am 11. März 2011 in Folge eines gewaltigen Tsunamis zum Super-Gau gekommen. Es war der weltweit schwerste Atomunfall seit dem Gau in Tschernobyl 1986.