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Gendersensible Jugendarbeit
Jugendarbeiterinnen_ in der Arbeit mit männlichen_ Jugendlichen
Die Offene Jugendarbeit basiert, als Teil der Sozialen Arbeit, auf den Menschenrechten, welche unter anderem Freiheit, Gleichheit und Solidarität, sowie ein Verbot der Diskriminierung postulieren und explizit die Kategorie Geschlecht beinhalten. Um die Jugendlichen dementsprechend auf ihrem Weg begleiten zu können, ist eine gendersensible Arbeitsweise der Fachpersonen unabdingbar. Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht erstmals das gendersensible Handeln von Jugendarbeiterinnen_ in der Arbeit mit Jungs_. In diesem Kontext wurde die Überkreuzthematik aufgegriffen und beleuchtet. Aufbauend auf aktuellen Theorien, wurde mit einer qualitativen Forschung, anhand Expertinnen_interviews, nach Bogner et al., Ziele, Haltungen und Praktiken von vier Jugendarbeiterinnen_ untersucht. Zentrale Erkenntnisse aus der durchgeführten Forschung sind, dass das Genderwissen der Fachfrauen_ vor allem in der Haltung und in der Umgangsweise mit den Jungs_ sichtbar wird. Haltung und Verhalten werden dabei durch Offenheit, Wertschätzung, Bewusstsein, Rollenirritation und Konfrontation geprägt. Mit ihrer gendersensiblen Arbeit beabsichtigen die Jugendarbeiterinnen_ für die Jungs_ einerseits einen Raum zu schaffen, wo sie sich in ihrer individuellen Persönlichkeit wertgeschätzt fühlen und andererseits ihre Identitätsfindung und Lebensführung für eine freie, möglichst stereotypenarme Rollenwahl zu inspirieren.