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Der US-amerikanische Chip-Hersteller Qualcomm muss sich in Kalifornien einer Klage der US-Wettbewerbsaufsicht FTC stellen. In dem am Freitag begonnenen Prozess in Kalifornien wirft die FTC Qualcomm unfairen Wettbewerb vor, weil die Chips nur an Firmen geliefert worden seien, die in die Zahlung weitreichender Patentlizenzen einwilligten. Qualcomm weist die Vorwürfe zurück.
Der Rechtsstreit könnte sich auch auf den festgefahrenen Patentkonflikt zwischen Apple und Qualcomm auswirken. Wegen eines von Qualcomm vor Gericht erzielten Verkaufsverbots hat Apple die älteren Modelle iPhone 7 und 8 etwa in Deutschland aus dem Angebot genommen. Apple hatte den Streit mit ähnlichen Vorwürfen wie die FTC losgetreten – Qualcomm konterte mit dem Vorwurf von Patentverletzungen.
Qualcomms Geschäftsmodell hat zwei Standbeine. Zum einen ist die US-Firma ein führender Anbieter von Prozessoren und Funkchips für Smartphones. Zum anderen beansprucht das Unternehmen aber auch die Erfindung vieler anderer Technologien für sich, und das Geschäft mit Patentlizenzen dafür ist lukrativer. Die FTC will unter anderem nachweisen, dass Qualcomm Smartphone-Hersteller dazu gedrängt habe, sich teure Patentlizenzen für diverse Technologien zu kaufen, weil sonst Chiplieferungen in Gefahr gewesen sein könnten. Qualcomm bestreitet dies.
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