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Kilian (ganz rechts) war der jüngste von drei Brüdern. «Er war
ein aufgestellter, lustiger Bub», sagt seine Mutter Renate.
Foto: dp
«Dass Kilian auf die Welt gekommen ist, ist ein Wunder», sagt seine Mutter Renate. Nach zwei Söhnen hatte sie sich unterbinden lassen. «Die Schwangerschaft zeigte mir aber: Dieses Kind will unbedingt leben.» Ein aufgestellter, lustiger Bub sei Kilian gewesen, sagt Renate und giesst die
Grabblumen. Als Jugendlicher habe Kilian häufig schwermütig und bedrückt gewirkt. «Aber das ist in der Pubertät ja nicht so aussergewöhnlich.»
Renate und sein bester Freund Stefan begleiteten Kilian durch seine schwierige Zeit.
Foto: dp
Doch Anfang zwanzig wurde Kilian manisch depressiv und entwickelte bipolare Störungen. «In diesen schwierigen Jahren war Kilian viel bei mir, wir haben telefoniert oder SMS geschrieben.» Die Angst, dass er sich etwas antun könnte, sei wie ein Damoklesschwert über ihr gehangen.
Kilian kämpfte gegen schwere Depressionen.
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Die Nacht vor seinem Tod verbrachte Kilian bei Renate. «Er schlug vor, gemeinsam eine lustige Vorabendserie zu schauen. Ich wollte zuerst noch etwas kochen, aber er wollte, dass ich bei ihm sitzen bleibe. Also bestellten wir Pizza.»
Während des Films habe Kilian immer wieder ihre Hand gehalten, was ungewohnt war. Bevor er ins Bett ging, nahm er ihre Hände und fragte: «Mam, schläfst du eigentlich gut?» Anstatt ihr wie üblich zu winken, gab er ihr einen
Gutenachtkuss.
Der 29-Jährige war ein begeisterter Musiker.
Kilian spielte Gitarre in einer Band.