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Arbeitsthema «Kopf»
«Kopf» ist ein erweiterndes Selbstporträt. Viele Künstler haben Selbstporträts erstellt, und der Kopf wurde nicht selten als Motiv gebraucht. Das Thema «Kopf» habe ich mit dem Mythos von Narziss umschrieben. Die meisten von uns halten Narziss für ein Modell der Selbstgefälligkeit. Narziss' Betrachtung von sich selbst wird jedoch als ein Akt der Selbstwahrnehmung und Bewusstwerdung zwischen dem «Ich» und der Welt interpretiert.
Das «Ich» starrt sich auf dem bewegten Wasser an, und der Blick ist fixiert auf die fortdauernde Variabilität. Dieser Blick ergreift das eigene «Ich».
Ich versuche die Menschen zu betonen, die in der Welle des Lebens und des Todes stehen. Daraus kombiniere ich die Figur auf einem verändernden, unfixierten Hintergrund, wie das Wasser oder die Luft.
Arbeitsthema «Blaue Stunde»
«Blaue Stunde»¹ ist der Moment, in dem ich intensiv leben möchte. Blaue Finsternis färbt die Welt, und ich bin bald darin versunken. Es ist die Zeit, das Leben zu verlangen und alle Schwächen und Begrenzungen des Menschen zu lieben.
¹ «Blaue Stunde» ist heute vor allem ein poetischer Begriff für die Zeit der Dämmerung zwischen
Sonnenuntergang und nächtlicher Dunkelheit sowie für die Zeit kurz vor Sonnenaufgang. Während des Sonnenuntergangs wird der kurzwellige blaue Anteil des Sonnenlichts auf dem langen Weg durch die
Erdatmosphäre herausgestreut, der Himmel müsste eigentlich grau bis schwarz erscheinen.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Stunde, 30.11.2014]
Arbeitsthema «Körper»
Meine Arbeit enthält hauptsächlich eine instabile menschliche Figur. Weil das Leben den Tod enthält und der Körper nicht ewig erhalten bleiben kann, sind die Menschen ängstlich und sehnen sich nach dem Leben.
Es ist meine persönliche Erfahrung, dass meine Bilder sich mit schweren dämmrigen Themen befassen. Der Tod meines Vaters im Alter von 14 Jahren war das erste Mal, dass ich mit dem Thema Tod konfrontiert wurde. Als ich schwanger war, verschwand meine Freundin plötzlich von der Bühne des Lebens und als mein Sohn zwei Jahre alt war, starb meine Mutter. Das Leben und der Tod kamen beide in starkem Kontrast zu mir. Mein Sohn hielt meine Hand fest und meine Mutter liess meine andere Hand los. Ich spürte die Leidenschaft des Lebens in der einen Hand und zugleich den kalten Verlust in der anderen Hand.
Nach dieser Erfahrung begann ich, den menschlichen Körper intensiv zu zeichnen, und auf natürliche Weise enthielten die Zeichnungen meine Gefühle und Gedanken. Der Tod war in mein Leben eingetreten.