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Chronik
von Toni Lichtsteiner
Feuerwehr
Die Geschichte der Wolhuser Feuerwehr geht ins 19. Jahrhundert zurück. Man nimmt an, dass schon 1820, bei der Anschaffung der ersten Schöpfspritze, Feuerwehrleute eingeteilt waren. Allerdings bekundete die Gemeinde Wolhusen für das Löschwesen, das ihr von der Luzerner Regierung aufgezwungen wurde, sehr wenig Verständnis. Während rund 70 Jahren war die Arbeit sowie der Unterhalt der Löschgeräte nicht befriedigend. Wolhusen musste sich deshalb jahrzehntelang Vorwürfe und Beanstandungen der Luzerner Regierung gefallen lassen. Als Ende des 19. Jahrhunderts erstmals eine Schiebeleiter und persönliche Ausrüstungen angeschafft sowie im Dorf Wolhusen zwölf Hydranten erstellt wurden, begann sich langsam eine Feuerwehr zu organisieren, wie wir sie heute kennen. 1950 wurde die seit 1662 im Markt bestehende Feuerwehr aufgelöst und in die Feuerwehr Wolhusen integriert. In den nachfolgenden Jahren entwickelte sie sich zu einer Stützpunktfeuerwehr. In den siebziger Jahren wurde durch die Auslieferung von drei Grossfahrzeugen und die Ausrüstung der Ölwehr mit entsprechendem Material ein wichtiger Markstein gesetzt.
Dienstreglement
Bereits im Jahre 1843 genehmigte die Luzerner Regierung die erste Feuerwehrordnung der Gemeinde. 1922 wurde ein neues Feuerwehrreglement geschaffen, das 1959 abgelöst und dem kantonalen Gesetz über den Feuerschutz angepasst wurde. 1988 genehmigten der Gemeinderat und die Gebäudeversicherung das neue Dienstreglement der Feuerwehr Wolhusen, worin der heutigen Organisation und ihren Aufgaben voll und ganz Rechnung getragen wird.
Feuerwehrmagazin
Der Standort des Feuerwehrmagazins war von jeher beim heutigen Gemeindehaus. Im Jahre 1954 wurde das alte Feuerwehrmagazin umgebaut und vergrössert sowie 1973 die Garagen der drei Grossfahrzeuge angebaut. Seit 1986 beschäftigt sich die Feuerwehrkommission mit dem Neubau eines Feuerwehrmagazins. Es fehlt an Platz für Fahrzeuge, an einem Atemschutz und einem Werkstattraum für den Feldweibel, an sanitären Einrichtungen sowie an einem Theorieraum. Zudem ist das bisherige Feuerwehrlokal baufällig. Am 30.8.1989 setzte der Gemeinderat eine Planungs- und Baukommission ein. Innerhalb von zwei Jahren klärte sie rund zwölf Standortmöglichkeiten ab. Der Gemeinderat entschied sich für den Standort Berghof und beantragte der Gemeindeversammlung im Dezember 1991 einen Planungskredit von Fr. 80'000.- für ein neues Lokal. Die Bürger konnten sich jedoch mit dem vorgeschlagenen Standort und den hohen Erschliessungskosten nicht anfreunden und lehnten den Kredit ab. Gegenwärtig werden daher erneut Standortabklärungen getroffen. Geprüft werden neben dem Berghof als mögliche Standorte auch das Sandmättli, das Sennhöfli (beide Wolhusen Markt), der Rosengarten und der Bergboden.
Brandausrüstung und Einsätze
1932 bestand für die Wolhuser Feuerwehr erstmals die Möglichkeit, telefonisch zu alarmieren. Sechs Gruppen mit zehn Anschlüssen standen zur Verfügung, wobei zwei Gruppen für die Feuerwehr im Markt bestimmt waren. Mit der neuen Telefonzentrale in Wolhusen im Jahre 1979 standen der Feuerwehr zwölf Gruppen zur Verfügung. Seit 1984 erfolgt die Alarmierung über die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Luzern. 1975 wurde der Sonntag-Pikettdienst für Offiziere eingeführt.
In den letzten 20 Jahren erhielt die Wolhusen Feuerwehr verschiedene effiziente Fahrzeuge und Gerätschaften. Als Bestandteil der Stützpunktfeuerwehr wurden sie von der kantonalen Gebäudeversicherung subventioniert und belasteten die Gemeinde daher nicht mehr als eine Ortsfeuerwehr. Der Brandschutz der Gemeinde verbesserte sich zusätzlich durch die Inbetriebnahme der Wasserversorgung Steinhuserberg mit 45 Hydranten (1977) und dem Wasserreservoir Mürge (1987).
Ölwehr
Die Ölwehr untersteht dem kantonalen Amt für Umweltschutz, wird aber durch die Feuerwehrstützpunkte im Kanton Luzern betreut, nachdem in diesen Wehren die entsprechende Infrastruktur bereits bestand. 1966 wurde der Stützpunkt Wolhusen mit einem Ölwehranhänger und dem entsprechenden Material ausgerüstet. Mit den jährlich zunehmenden Einsätzen entschloss sich das damalige Gewässerschutzamt, die Ölwehren mit einem selbstfahrenden Fahrzeug mit zweckmässigem Aufbau auszurüsten. Es wurde 1976 an den Stützpunkt Wolhusen ausgeliefert. In den letzten 20 Jahren musste die Ölwehr jährlich zwischen vier bis zwölfmal ausrücken.
Der gute Ausbildungsstand, die materielle Ausrüstung und die ausgezeichnete Kameradschaft der Feuerwehr Wolhusen sollen auch in Zukunft Gewähr für einen tadellosen Einsatz unter dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ bieten.