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Bei der Ausführung von Diazofärbungen in Färbereibetrieben - wie sie z. B. als Druckfond für Ätzartikel benötigt werden - sind Schwierigkeiten aufgetreten, deren Ursache darin Zu suchen war, daß während des Diazotierungsprozesses die instabilen Diazoniumverbindungen zerfallen und nun nicht mehr in der Lage sind, mit den sogenannten Entwicklern zum endgültigen Farbstoffmolekül zu kuppeln. Es ist bekannt, daß derartige Fehler durch zu hohe Diazotierungstemperaturen entstehen können. Im vorliegenden Falle war jedoch diese Ursache auf Grund des Aussehens der fehlerhaften Stellen auszuschalten. Weiterhin wird in den Färbereien darauf geachtet, daß beim Diazotieren stets kalte Bäder Verwendung finden. Systematische Beobachtungen haben ergeben, daß diese Störungen hauptsächlich während der Nachtzeit aufgetreten sind, und zwar dann, wenn durch Betriebs stillstand während des Diazotierungsprozesses die Ware für einige Zeit nicht be wegt wurde. Bekanntlich zersetzt Sonnenlicht Diazoniumverbindungen, und es lag daher der Schluß nahe, daß auch künstliche Lichtquellen eine Erhöhung der Zerfallsgeschwindigkeit dieser Verbindungen hervorrufen. Man hat daher ver mutet, daß die Fehlererscheinungen auf die ungleichmäßige Lichteinwirkung zu rückzuführen sind. 1.1 Substantive diazotierbare Färbungen [1. 2] Die substantiven Farbstoffe, auch Direktfarbstoffe genannt, färben Zellulose fasern aus wäßriger Lösung direkt an. Zum Ausfärben werden den Bädern Elektro lytzusätze beigefügt, diese erhöhen die Farbstoffaufnahme. Ihrer chemischen Kon stitution nach gehört der größte Teil der verwendeten Farbstoffe zur Gruppe der Azofarbstoffe, die sich in Monoazo-, Disazo-, Trisazo- Tetrazo- und Polyazo farbstoffe, je nach Anzahl der -N =N- Gruppen, unterteilen läßt. Zur Monoazogruppe gehören nur wenige substantive Farbstoffe, die Mehrzahl ist bei den Disazofarbstoffen zu finden.
Klappentext
Gruppen, unterteilen läßt. Zur Monoazogruppe gehören nur wenige substantive Farbstoffe, die Mehrzahl ist bei den Disazofarbstoffen zu finden.