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Oppenheimer ließ an diesem Ort die Atombombe explodieren, und bis heute sind die Auswirkungen sichtbar. Sogar Satellitenbilder zeigen den Krater, der damals entstand.
Ursprünglich sollte die erste Atombombe der Welt um vier Uhr morgens gezündet werden. Allerdings verzögerte sich die Zündung um anderthalb Stunden aufgrund eines heftigen Gewitters, das den Verantwortlichen große Sorgen bereitete. Die Angst vor Blitzeinschlägen in den 30 Meter hohen Stahlturm, auf dem die Testwaffe platziert war, war durchaus real und hätte die Pläne der US-Regierung gefährden können. Sie wollte mit diesem Test ein Zeichen der amerikanischen Stärke setzen.
Schließlich erfolgte die Zündung um fünf Uhr 29 Minuten und 45 Sekunden. „The Gadget“, wie die Testbombe genannt wurde, war eine Plutonium-Implosionsbombe. Hierbei ist das spaltbare Plutonium von mehreren Schichten Sprengstoff umgeben. Durch die Zündung des Sprengstoffs wurde das Plutonium im Inneren zusammengedrückt, wodurch eine Kettenreaktion ausgelöst und die Bombe gezündet wurde.
Der Trinity-Test, so benannt von Oppenheimer, war ein voller Erfolg. Die Sprengkraft wurde mit 21 Kilotonnen TNT gemessen, und die Druckwelle war noch in 160 Kilometer Entfernung zu spüren. Eine Pilzwolke stieg zwölf Kilometer in die Höhe. Die Auswirkungen wurden lange Zeit in dieser Größenordnung berichtet, doch eine neue, noch nicht veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass die Druckwelle und die Wolke sogar noch weiter reichten.
Am Ort des Tests, der als „Trinity Site“ bekannt ist, blieb ein riesiger, verstrahlter Krater zurück, der drei Meter tief und 330 Meter breit war. Diese Spuren sind bis heute sichtbar und können sogar auf Satellitenbildern erkannt werden. Im Dezember 1965 wurde der Ort zum National Historic Landmark erklärt, befindet sich jedoch immer noch auf militärischem Sperrgebiet der „White Sands Missile Range“. Die Strahlenwerte sind immer noch leicht erhöht, weshalb der Ort nur zweimal im Jahr, am ersten Samstag im April und Oktober, für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Ursprünglich wurde die Bevölkerung über die Geschehnisse in der Wüste im Dunkeln gelassen. Es gab keine Ankündigung oder echte Aufklärung. Das Militär behauptete, es handele sich um die Explosion eines Munitionslagers, um die heftige Explosion zu erklären. Erst nach der Zündung der Atombombe in Hiroshima erfuhr die Welt von diesem Test.
Obwohl die ersten drei Atombombentests gezeigt hatten, wie zerstörerisch diese Waffen sind, dauerte es noch viele Jahre, bis den Menschen die unsichtbare Gefahr bewusst wurde, die von den Explosionen ausging. Die Atombombentests in der Wüste von Nevada waren daher bis 1962 beliebte Touristenattraktionen.