Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/78612

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein nationales Forschungsprogramm zur Jugendgewalt zu lancieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bund hat in den letzten Jahren durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) die Forschung im Themenbereich der Jugendgewalt sowohl in der orientierten wie auch in der freien Forschung massgeblich unterstützt.</p><p>Im Bereich der orientierten Forschung (Nationale Forschungsprogramme):</p><p>- Im NFP 40 "Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität" wurden für acht Projekte im Zeitraum von 1996 bis 2003 insgesamt 2,1 Millionen Franken gesprochen. </p><p>- Im NFP 40+ "Rechtsextremismus - Ursachen und Gegenmassnahmen" wurden fünf Projekte in den Jahren 2004 bis 2007 mit insgesamt 1,5 Millionen Franken gefördert.</p><p>- Im NFP 52 "Kinder, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel" wurden im Zeitraum 2004 bis 2006 zwei Projekte mit insgesamt 1,2 Millionen Franken finanziert.</p><p>Im Bereich der freien Forschung (Abteilung I, Geistes- und Sozialwissenschaften) wurden zusätzlich seit 2000 insgesamt 21 Projekte mit einem Betrag von über 3,2 Millionen Franken unterstützt.</p><p>Vor diesem Hintergrund drängt sich die Lancierung eines Nationalen Forschungsprogramms (NFP) zu dieser Thematik zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf. Was die Lancierung eines neuen NFP anbelangt, so wird es nach Abschluss der laufenden Prüfrunde 2006/2007 bei der nächsten Runde (voraussichtlich im Jahr 2009) möglich sein, entsprechende Vorschläge einzureichen. Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) wird, wie in der Forschungsverordnung festgelegt, zum gegebenen Zeitpunkt einen Aufruf zur Einreichung neuer Vorschläge lancieren. Ausserhalb der NFP-Forschungsförderung haben die Forschenden jedoch jetzt schon die Möglichkeit, entsprechende Forschungsprojekte im Rahmen der freien Forschung beim Schweizerischen Nationalfonds einzureichen. </p><p>Im Übrigen hat das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement im Entwurf des Berichtes "Jugendgewalt" vom 29. Juni 2007 als langfristige Massnahme unter anderem vorgeschlagen, Dunkelfeldforschung zu initiieren. In Zusammenarbeit mit universitären Instituten sowie weiteren Partnern soll ein Konzept erarbeitet werden, wie die durch die Statistiken nicht erfasste Kriminalität regelmässig erforscht werden kann, um vertiefte Erkenntnisse über das Ausmass und die Entwicklung der Jugendgewalt zu gewinnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.