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Rückkehrhilfe
Ziel unserer Rückkehrhilfe ist immer rückkehrwilligen Personen aus dem Asylbereich und Sans-Papiers eine Unterstützung bei der Projektierung und Finanzierung Hand zu bieten. Zu Grunde liegt die Annahme, dass rückkehrwillige Personen a) Unterstützung bei der Planung ersuchen und b) zusätzliche Mittel für einen Start in der neuen/alten Heimat benötigen, sowie, dass c) solche Mittel grundsätzlich durch Einzelpersonen, Stiftungen, Kirchen oder Hilfswerke zur Verfügung gestellt werden können, sofern ein seriöser Projektantrag vorliegt.
Zielpersonen des Rückkehrhilfe sind Sans-Papiers und Personen aus dem Asylbereich, die in ihre Heimat zurückkehren möchten und dazu finanzielle und/oder konzeptionell– organisatorische Hilfe benötigen.
Dies sind:
- Personen, die von der Rückkehrhilfe des Bundes ausgeschlossen sind (Sans-Papiers, Asylsuchende, die nicht fristgerecht ausgereist sind, straffällig geworden sind, bereits einmal Rückkehrhilfe in Anspruch genommen haben, in ein anderes Land als ihr Heimatland reisen möchten oder aus anderen Gründen keine Rückkehrhilfe durch den Bund erhalten können.
- Personen, die mit der Rückkehrhilfe des Bundes allein keine Zukunft in ihrer Heimat sehen, da der Umfang nicht genügt, um ihnen einen gefahrlosen Start zu ermöglichen.
Kriterien:
- die rückkehrwillige Person ist motiviert, sich in der Heimat (oder anderswo) eine Zukunft aufzubauen, benötigt dazu aber organisatorische und finanzielle Hilfe
- die Rückkehrwillige Person ist bereit, viel Zeit in die Projektierung, Abklärungen am Zielort und das Fundraising zu investieren. Sie ist motiviert, ein Rückkehrprojekt auszuarbeiten, ist dabei aber auf das Coaching durch den Verein angewiesen.
- die Rückkehrhilfe des Bundes (und des Kantons) ist nicht ausreichend oder es besteht kein Anspruch auf eine solche.
- Die betreuende Person, welche sich für das Projekt einsetzt, ist bereit und in der Lage, mit der rückkehrwilligen Person zusammenzuarbeiten und sie bei der Projektierung und bei der Mittelbeschaffung zu unterstützen. Sowohl die sprachliche, als auch die zwischenmenschliche Kommunikation klappt.
Ethische Richtlinien:
- niemand wird zur Rückkehr in sein Heimatland überredet. Der Rückkehrwille muss von der rückkehrenden Person ausgehen.
- Projekte, die illegale oder verwerfliche Aktivitäten beinhalten, werden nicht unterstützt.
- Über die Verwendung der Gelder entscheidet die rückkehrende Person in Übereinstimmung mit dem Projektantrag und nach Absprache mit der koordinierenden Person des Vereins.
- Die rückkehrwillige Person, die ein Projekt in diesem Rahmen anfängt, kann sich jederzeit (und grundsätzlich ohne Angabe von Gründen) wieder davon zurückziehen (kein Zwang zur Rückkehr!). Das bereits gespendete Geld wird dann den Spendern zurückbezahlt, sofern nichts anderes vereinbart wird.
Der Rückkehrhilfefond (Solidaritätsnetz Sans-Papiers / Rückkehrhilfe PC 85-556192-5) wird getrennt vom Vereinskonto des Solidaritätsnetzes geführt. Es besteht keinerlei Verbindung zwischen den beiden Konten. Es werden in der Schweiz weder Löhne, noch pauschale Abgeltungen bezahlt. Im kleinen Rahmen können Spesen verrechnet werden.
Rechenschaftsweise und Monitoring: Jedes Rückkehrprojekt ist einzigartig in seiner Art und in seinem Umfang, sowie der Dauer des Projekts. Die Bedingungen für das Monitoring, die Berichterstattund und die Finanzierungsmodalitäten, sowie alles andere wird jeweils im Projektantrag festgehalten.
Das Controlling in der Schweiz wird durch Matthias Rysler oder andere durch den Verein ernannte Personen (Projektmitglieder oder Nachfolger) gewährleistet. Das Monitoring vor Ort wird dem jeweiligen Projekt entsprechend organisiert. Je nach Projekt und Anforderungen durch die Geldgeber wird dem Projekt entsprechend, sowie zeitgerecht Bericht erstattet.