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Wie aus Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) für den Zähltermin Mai/Juni 2019 hervorgeht, ist die Rinderherde in Italien binnen Jahresfrist um 154'230 Tiere beziehungsweise 2,5 % auf 6,02 Millionen Stück zurückgegangen. Noch etwas stärker fiel das relative Bestandsminus in Dänemark mit 3,1% auf 1,51 Millionen Rinder aus, was zur geringsten Zahl an Rindern in diesem Jahrzehnt führte.
Italien: 3,4% weniger Milchkühe
Mitverantwortlich für den Rückgang der Rinderpopulation in Italien war die Abstockung des Milchkuhbestandes um 64'200 Tiere oder 3,4% auf 1,90 Millionen Stück. Zudem wurden im Vorjahresvergleich 6,3 % weniger Mutterkühe gehalten, und die für die Mozzarellaproduktion wichtige Zahl der weiblichen Büffelkühe sank um 0,9% auf 263'360 Tiere.
Die Erzeuger hatten darüber hinaus nur noch 1,29 Millionen nicht für die Schlachtung vorgesehene Färsen älter als ein Jahr im Stall, was einem Minus von 55'690 Tieren oder 4,1 % entsprach. Der Nachschub für die Milchproduktion ist somit geringer geworden. Bei den männlichen Rindern der Fleischerzeugung gab es in Italien hingegen Bestandszuwächse, die sich bei Tieren zwischen einem und zwei Jahren mit einem Zuwachs von 1,1% auf 495'950 Stück und bei älteren Tieren sogar mit einem Plus von 19,8 % auf 106'680 Stück bemerkbar machten.
Dänemark: 1,4% weniger Milchkühe
In Dänemark gab es die stärksten Bestandseinbussen beim Jungvieh unter einem Jahr, dessen Zahl gegenüber dem Frühsommer 2018 um 5,1% auf 510'000 Tiere abnahm. Die in den vergangenen Jahren noch zu beobachtende Aufstockung der Milchkuhherde setzte sich nicht mehr fort. Stattdessen schafften die Bauern binnen Jahresfrist 13'000 Tiere ab. Der Bestand sank um 1,4 % auf 567'000 Milchkühe.
Die Zahl an Mutterkühen ging sogar um 4,4 % auf 87 000 Stück zurück. Auch die Bestände an Färsen und männlichen Rindern wurden von den dänischen Haltern mehr oder weniger stark abgebaut. Lediglich die für die Schlachtung vorgesehenen Färsen im Alter zwischen ein und zwei Jahren stellten mit einem Zuwachs von 8,1% auf rund 40 000 Tiere eine Ausnahme dar.