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Thomas Zwahlen, wie fühlen Sie sich am Tag nach dem Saisonende?
Ein bisschen leer. Während den Playoffs ist man immer voller Spannung. Wenn die plötzlich weg ist, entsteht automatisch eine Leere, vor allem weil ich mich eigentlich darauf eingestellt hatte, dass wir noch den einen oder anderen Match spielen.
Welche Bilanz ziehen Sie von der abgelaufenen Saison?
Insgesamt fällt die Bilanz sehr positiv aus. Wir haben uns für den Cup qualifiziert und schliessen die Saison auf Rang zwei ab. Die junge Equipe hat sich im Verlauf der Saison immer besser gefunden und sich gut weiterentwickelt.
Sind Sie überrascht, dass die Saison derart gut verlaufen ist?
Die Finalqualifikation ist zumindest sicher keine Selbstverständlichkeit. Erst recht, wenn ich bedenke, dass uns vor der Saison doch einige wichtige Spieler verlassen haben und uns mit den Langzeitverletzten Sandro Abplanalp und Patrice Waeny zusätzlich zwei Teamstützen mehrheitlich fehlten. Der Viertelfinal war Pflicht, der Halbfinal bereits ein schöner Erfolg und der Final sogar ein sehr schöner Erfolg. Vor der Saison hätte ich einen Finaleinzug sofort unterschrieben. Gleichzeitig gibt es in der Praxis dann natürlich nichts Schlimmeres, als einen Final zu verlieren.
Wenn Sie auf die abgelaufene Saison zurückblicken, gibt es Dinge, die Sie im Nachhinein anders machen würden?
Ich würde mit einem breiteren Kader starten. Unter dem Strich war das Kader ein wenig zu knapp, das hat man im Final gut gesehen. Sion konnte dauernd mit vier Blöcken durchspielen. Wir hatten auf dem Papier zwar auch vier Blöcke, aber nur, weil sich viele Spieler dank Masseur, Arzt oder Tabletten irgendwie durchbissen. Philipp Fontana etwa spielte in den letzten drei Spielen mit einer gebrochenen Rippe.
Dann werden Sie das Team auf nächste Saison hin verbreitern?
Ja, das ist das Ziel, aber es ist natürlich nicht immer leicht, die richtigen Spieler zu finden; Spieler, die gut genug sind und auch noch ins Team passen. Ideal wären 15 Stürmer und neun Verteidiger. In dieser Saison waren es 14 Stürmer und acht Verteidiger, die Langzeitverletzten eingeschlossen.
Wie weit sind die Kader-Planungen für nächste Saison bereits fortgeschritten?
Das Team bleibt grossmehrheitlich zusammen. Sandro Abplanalp wird uns wahrscheinlich verlassen, um eine neue sportliche Herausforderung zu suchen. Ansonsten haben alle für eine weitere Saison zugesagt. Es ist ein Beweis, dass es in diesem Team stimmt, und für mich gleichzeitig eine schöne Motivation für die Zukunft. Auch ein Zuzug ist bereits definitiv: Sandro Thom wird von 1.-Ligist Chur zu uns wechseln. Er ist ein 19-jähriger Verteidiger, der in Bern zu studieren beginnt. Er hat bereits einmal mit uns trainiert und passt bestens ins Team. Zudem stehe ich noch in Kontakt mit zwei, drei Spielern der Elite-Junioren Gottérons und werde sicherlich auch noch bei den Elite-Junioren des SC Bern meine Fühler ausstrecken.
Übernächste Saison wird die sogenannte Super-1.-Liga eingeführt. Um sich darin einen Platz zu sichern, muss Düdingen nächste Saison nach der Masterrunde unter den Top 4 sein. Haben Sie irgendwelche Bedenken, dass das nicht klappen könnte?
Es ist alles möglich und definitiv nicht selbstverständlich, dass wir unter den ersten vier stehen. Sion hat ein Budget von 1,2 Millionen Franken, Neuenburg zahlt seinen Spielern ebenfalls viel Geld. Franches-Montagnes hat immer eine gute Mannschaft und Morges fusioniert mit Star Lausanne, da entsteht sicherlich ebenfalls ein gutes Team.
Ändert es etwas an der Vorbereitung, dass mit der Masterrunden-Qualifikation mehr auf dem Spiel steht als sonst?
Nein, wir haben schon in den letzten Jahren sehr gut gearbeitet.
Wie sieht das Programm der nächsten Wochen aus?
Bis am 27. April ist nun erst einmal Pause. Dann starten wir die neue Saison mit einem Teamevent. Und am 2. Mai beginnt dann auch schon wieder das Sommertraining …
«Wir hatten zwar auch vier Blöcke, aber nur, weil sich viele Spieler dank Masseur, Arzt oder Tabletten irgendwie durchbissen.»