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20.9.2014 Feuerkrater Darwasa Auf dem Weg nach Ashgabad machen wir mitten in der Wüste halt um einen Gaskrater zu besuchen.
Das Gebiet um Darwaza ist reich an Erdgas. Während Bohrungen im Jahr 1971 fanden Geologen zufällig eine mit Erdgas gefüllte unterirdische Höhle. Der Boden unter der Bohrplattform brach zusammen, wodurch ein grosses Loch mit einem Durchmesser von etwa 70 Metern entstand. Um die Freisetzung des giftigen Gases zu vermeiden, wurde beschlossen, es zu verbrennen. Entgegen der ursprünglichen Hoffnung der Geologen verlosch das Feuer nicht nach einigen Tagen, sondern ist weiterhin aktiv. Neben dem Auffangen des Methan-Gases ist Verbrennen sicherer und umweltfreundlicher als das Ausströmen in die Atmosphäre. Methan hat ein deutlich höheres Treibhauspotential als sein Verbrennungsprodukt Kohlenstoffdioxid. Da Turkmenistan plant, seine Produktion von Erdgas zu erhöhen, hat der Präsident von Turkmenistan Gurbanguly Berdimuhamedow im April 2010 das Loch besucht und angeordnet, dass dieses geschlossen werden soll oder andere Massnahmen ergriffen werden, um den Einfluss auf die Entwicklung anderer Erdgasfelder in der Umgebung zu reduzieren. Bis heute ist das Loch nicht geschlossen und es sieht aus, als würden auch keine Anstrengungen dazu unternommen. Es bleibt vorerst eine Touristenattraktion.
In unmittelbarer Nähe der Hauptstrasse stellen wir unsere WoMos ab und steigen in die russischen UAZ-Busse um. Diese sind besonders geeignet um im Sand zu fahren. Es steht zwar jedem frei, selbst die 8 km zum Krater zu fahren, aber nachdem wir gesehen haben, dass ein Wagen vorübergehend im Sand stecken blieb und ein anderer ausgeschaufelt und erst mit Hilfe eines Tanklastwagen wieder frei kam, haben wir es als sinnvoll erachtet den Busdienst in Anspruch zu nehmen.
Nach einer Viertelstunde sehen wir vor uns in der einbrechenden Dämmerung den rot leuchtenden Krater. In der Nähe wird bereits Fleisch gebraten und Suppe gekocht. Daneben hat sich mit Tüchern auf dem Boden ein Lager gebildet um welches herum jeder seinen Stuhl aufstellt. Inzwischen ist es nach der brütenden Hitze des Tages empfindlich kühl geworden. Geht man auf den Krater zu, ist die Hitze des Feuers zu spüren und wenn dann ein leichter Wind noch vom Feuer kommt, wird es richtig heiss.
Der erste Gang zum Krater ist fazinierend. Vor uns sehen wir die schwarzen Silhouetten der vor dem hellen Krater stehenden Menschen. Je näher wir kommen, desto mehr öffnet sich der Blick ins Feuer. Etwa 10 Meter unter dem Rand ist der Boden flach und überall tritt Gas aus. Besondere Vorsicht ist geboten weil der Kraterrand unterhöhlt ist und möglicherweise abbrechen könnte. Dann gehen wir zum Lager zurück um die von der Crew organisierten leckeren Speisen zu geniessen.
Bei volliger Dunkelheit, über uns die Milchstrasse in einer Intensität wie man sie bei uns nicht kennt, und vor uns der leuchtende Krater, nehmen wir Abschied von dieser beeindruckenden Stelle und fahren mit dem UAZ zum WoMo zurück.
Am nächsten Morgen fahren wir den Rest des Weges bis nach Ashgabad, der Hauptstadt Turkmenistans.