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Der Verein Pro Longo maï mit Sitz in Basel unterstützt seit 1974 als Förderverein die Gründung, den Aufbau und die Förderung von selbstverwalteten Kooperativen in Randregionen sowie von Initiativen und Jugendprojekten mit ähnlicher Zielsetzung. Er fördert die Aufnahme und Ausbildung von Jugendlichen in diesen Orten. Die Unterstützung erfolgt durch Beratung und finanzielle Zuwendungen. Die Kooperativen haben den Auftrag, eine Selbstversorgungswirtschaft aufzubauen, welche offen ist für die Aufnahme und Ausbildung von Jugendlichen sowie eine Ausstrahlung in der Region hat. Pro Longo maï unterstützt insbesondere die sozialen, solidarischen, kulturellen und humanitären Initiativen, welche von den Kooperativen ausgehen und die nicht aus der Eigenwirtschaft wie z. B. Produkteverkauf finanziert werden können. Pro Longo maï ist als gemeinnützige Organisation anerkannt.
Die Longo maï-Bewegung ist ein Netzwerk von neun selbstverwalteten landwirtschaftlichen und handwerklichen Kooperativen in Europa. Die Idee der Selbstverwaltung geht auf die Utopien der '68er Bewegung zurück. Die Gründer_innen von Longo maï verknüpften diese Idee mit alten Formen der Gemeinwirtschaft wie Genossenschaft und Allmend und inspirierten sich aus dem Gedankengut der Frühutopisten des 19. Jahrhunderts. Die erste Kooperative wurde 1973 auf 300 Hektar Brachland bei Forcalquier, in der französischen Provence, gegründet. Landwirtschaftliche Produktion und Tierhaltung auf biologischer Basis zur Selbstversorgung und für den Verkauf, Weiterverarbeitung der lokalen Rohstoffe mit traditionellen Methoden und dessen Direktvermarktung in regionalen Netzen sind die Lebensgrundlage der inzwischen 200 erwachsenen Longo maï-Mitglieder und ihrer Kinder.
Zur Longo maï-Bewegung gehören in Frankreich die Gründerkooperative bei Forcalquier, die Spinnereikooperative bei Briançon, die Weinbaukooperative Cabrery im Luberon, die Gemüsebaukooperative in der Crau und eine Kooperative in Treynas im französischen Zentralmassiv. In Deutschland besteht seit 1995 in Mecklenburg-Vorpommern die Kooperative Ulenkrug, in Österreich, in Kärnten, seit 1977 der Hof Stopar, in der Schweiz im Kanton Jura die Kooperative Le Montois, das Longo maï-Haus in Basel und die Longo maï-Kooperative in Nischnje Selitsche, in den ukrainischen Karpaten. In Costa Rica gibt es die Flüchtlingskooperative Finca Sonador, auf welcher inzwischen ein Dorf mit ehemaligen Flüchtlingen und Landlosen von 420 Personen entstanden ist.
In ihrem Manifest von 1972, erklärten die Gründer_innen von Longo maï: «In Europa gibt es einerseits wirtschaftlich abgestorbene, entvölkerte Regionen andererseits eine Jugend ohne gemeinsames Ideal auf der Suche nach ihrem Leben. Konfrontiert mit diesem doppelten Problem haben Jugendliche aus zehn Ländern Europas beschlossen, in den bedrohten Regionen Europas brachliegendes Land zu erwerben, um darauf Gemeinschaftssiedlungen zu gründen. Diese haben die Form landwirtschaftlich handwerklicher Genossenschaften. Wirtschaftliche Grundlage ist die landwirtschaftliche Selbstversorgung, die die minimale Lebensbasis sichert. Ausgehend von den menschlichen Grundbedürfnissen und den durch die Natur gesetzten Grenzen werden gemeinsame Einrichtungen und die handwerkliche und kleinindustrielle Produktion organisiert. Dadurch sollen die Jugendgemeinschaften eine enge Symbiose mit der Bevölkerung und den natürlichen Begebenheiten der umliegenden Region eingehen. Die Aufhebung der einseitigen Arbeitsteilung ermöglicht jedem eine von der Praxis ausgehende breite Grundbildung, einen Überblick über das gesamte Leben in der Gemeinschaft und die demokratische Planung und Kontrolle aller die Gemeinschaft betreffenden Angelegenheiten.»
Im Jahre 1973 wurde die erste Kooperative in der Provence gegründet. Die Vision von 1972 ist bis heute für Longo maï von Bedeutung. Seither hat sich nicht nur die Welt, sondern auch die Bewegung Longo maï verändert. Longo maï entwickelt sich im Sinne der oben genannten Vision weiter und soll sich immer wieder neu erfinden:
Die Welt hat sich in den letzten Jahren leider nicht in die Richtung einer umweltschonenden Wirtschaft, der grösstmöglichen Solidarität und des allgemeinen gegenseitigen Respekts entwickelt. Die tieferen Wurzeln der heutigen Bedrohung des Lebens liegen nicht allein in der Unzulänglichkeit des Menschen, sondern vor allem in einem ungerechten Wirtschaftsgefüge, das mit politischer und militärischer Macht verteidigt wird.
24.000 Menschen sterben jeden Tag an den Folgen von Armut und Unterernährung. Kriege, die um Ressourcen geführt werden, fordern das Leben von Millionen, während weitere Millionen an vermeidbaren Krankheiten sterben. Die Politik des ungehinderten Wachstums, schrankenloser Konsum und das Streben nach Gewinn plündert die Erde aus und schädigt die Umwelt schwer. Klimatische Veränderungen, Entwaldung, Artensterben, Bodenerosion und die Bedrohung von Trinkwasservorräten sind nur einige der verheerenden Folgen. Lebensräume gehen verloren und Gemeinschaften werden auseinandergerissen. Jährlich werden Millionen von Menschen aus einer selbst bestimmten Existenz auf dem Land in das Elend der Städte vertrieben.
Die Longo maï-Genossenschafterinnen und Genossenschafter wollen eine Welt gleichgestellter Menschen, ohne Unterdrückung, in der sich jede und jeder nach seinen Fähigkeiten entwickeln kann. Sie sind der Überzeugung, dass die Wirtschaft dazu da ist, der Würde und dem Wohl aller Menschen zu dienen, dies mit Respekt gegenüber der Natur und gegenüber kommenden Generationen. Der persönliche Einsatz und das Leben in der Gemeinschaft ist für sie ein persönlicher, wichtiger Schritt zu diesem Ziel.
Die Longo maï-Gemeinschaften haben keinen Modellcharakter für die ganze Welt, sondern sind eine von den Mitgliedern bewusst gewählte Lebensform. Diese soll aber nicht sich selbst genügen, sondern
aufzeigen, dass andere Formen des sozialen Zusammenlebens und Alternativen zur gegenwärtigen Wirtschaftsform möglich sind. Mit dem Aufbau und dem Betrieb selbstverwalteter Kooperativen will Longo
maï Regionen, die durch die Abwanderung bedroht sind, neu beleben. Die in Longo maï praktizierte Form der Landwirtschaft durch eine Gruppe soll eine Alternative zu übertriebener Mechanisierung
und Industrialisierung, zur Ausbeutung billiger Knechte oder Tagelöhnerinnen sowie zur patriarchalischen Grossfamilie aufzeigen. Longo maï will Freiräume und offene Aktivitätsräume schaffen. Die
Kooperativen sollen offene Orte sein, die eine Ausstrahlung haben. Jugendliche und ältere Menschen sollen motiviert werden, gemeinschaftliche selbst bestimmte Projekte zu realisieren, in denen
soziale Kompetenz eine wichtige Rolle spielt. Mit dem eigenen Beispiel soll gezeigt werden, dass ein Leben auch ohne Konsumzwang, ohne Verschwendung von Ressourcen und ohne Zwang zum
Wirtschaftswachstum nicht nur möglich, sondern sogar attraktiv sein kann.
Um die Kooperativen herum will Longo maï in langjähriger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung ein Netz der Solidarität und gegenseitiger Hilfe aufbauen. Gemeinsam sollen Märkte und ein gemeinsamer Produkte-Vertrieb organisiert werden. Diese Formen der genossenschaftlichen, regionalen Selbsthilfe sollen weiter ausgebaut werden. Ein wichtiger Ansatz gegen die Entvölkerung von Randregionen ist auch die Belebung durch kulturelle Initiativen und kulturellen Austausch. Von direkten wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen zwischen Stadt und Land sollen beide Seiten profitieren. Das Verhältnis Stadt – Land soll mehr sein als nur «Ferien auf dem Bauernhof», denn es widerspiegelt die weltweite Problematik des Verhältnisses Zentrum – Peripherie: «Dort, wo wir leben, wollen wir zu unserer Umgebung Sorge tragen. Das Land, die Wälder, alles, was um uns herum existiert, sollten wir schöner und reicher zurückgeben, als wir es in Empfang genommen haben.»
Trotz aller Anstrengungen, welche Aufbau und Betrieb der Longo maï-Kooperativen in Europa mit sich bringen, betrachten sich die Longo maï-Genossenschafterinnen und -Genossenschafter im Vergleich zu vielen Opfern der Landflucht und jener, die auf der Verliererseite der Weltwirtschaftsordnung leben müssen, als verhältnismässig privilegiert. Das Netzwerk der Longo maï-Kooperativen soll nicht nur eine versuchte Utopie, sondern auch ein Ausgangspunkt notwendiger Solidaritätsaktionen für benachteiligte Menschen und Gruppen sein. Insbesondere soll denjenigen, die sich um ein würdiges Leben bemühen, durch aktive Solidarität eine faire Chance gegeben werden.
Die Longo maï-Genossenschafter_innen sind sich bewusst, dass die beste Hilfe für die Betroffenen nur durch ein generelles Umdenken aller erreicht werden kann. Dies ist eine wichtige Vorbedingung für einen neuen «contrat social» zur Verbesserung der Regeln des menschlichen Zusammenlebens. Die sozialen und solidarischen Kampagnen von Longo maï wollen nicht nur helfen, sondern auch aufklären, Mut machen und zeigen, dass diese Welt zum Positiven verändert werden kann.
Longo maï ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Generationen von Menschen aus verschiedenen Ländern. Gemeinschaftsprojekte sind keine Erfindung des 20. oder 21. Jahrhunderts. Es hat sie schon immer gegeben: als Institutionen, in denen sich besonders bewusste, zum Teil auch besonders kritische Menschen mit ausgeprägten sozialen, ökologischen, spirituellen, kulturellen, auch ökonomischen Beweggründen zum gemeinsamen alternativen Leben zusammenfanden. Es gibt sie, sobald sich die Frage nach menschlichem Zusammenleben stellt. Gemeinschaftsprojekte sind weltweit zu finden, und sie verfügen über eine lange Tradition. Die Individualisierung, Entsolidarisierung und Anonymisierung in der Gesellschaft haben heute zu einer sozialen Krise geführt, die Bedürfnisse der Eingebundenheit unbefriedigt lassen.
Einer der wichtigen Werte für die Longo maï-Kooperativen ist die bäuerliche Solidargemeinschaft. Dort, wo solche Gemeinschaften noch vorkommen, sind sie heute durch die globale wirtschaftliche Entwicklung bedroht. Dank einem erstarkenden Selbstbewusstsein, welches in neuen Bewegungen seinen Ausdruck findet, haben sie überlebt. Die Hälfte der Menschheit lebt noch immer nach «bäuerlichen Wertvorstellungen». Die Menschen in den Industrieländern sind weltweit gesehen eine Minderheit von Motorisierten und Mechanisierten. Der absehbare Ausfall des Erdöls wird den Arbeitskräftebedarf auf dem Land wieder massiv steigern, aber wie soll man sich diese zukünftige Landbevölkerung vorstellen? Wenn es gelingt, die Werte der Dorfgemeinschaft aus dem Dornröschenschlaf des erstarrten Traditionalismus zu erlösen, sind diese für die gesamte Gesellschaft eine Bereicherung: «Allmend statt Bodenspekulation», «gemeinwirtschaftliche Arbeit statt Konkurrenz», «langfristiges Denken statt kurzfristigem Profit», «sozialer Zusammenhalt statt Vereinzelung» und eine «Kultur des Überlebens anstelle blinden Fortschrittsglaubens». Ein afrikanisches Sprichwort sagt nicht zufällig : «Il faut un village pour élever un enfant». (Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu grosszuziehen)
Der provenzalische Bauer und Poet Pierre Pellegrin, Weggefährte Jean Gionos, welcher im Sommer 2008 mit 93 Jahren starb und Longo maï 35 Jahre lang begleitet hatte, formulierte seine Begegnung mit Longo maï mit folgenden Worten: «Wie viele sind schon aufs Land gezogen und nur wenige Winter geblieben? Die Landwirtschaft, die heute bedrohter ist denn je, verlangt grosse körperliche und geistige Anstrengung, ist voller Fallen, aber auch voller Sonne. Umso wichtiger, sie mit Hartnäckigkeit und viel Geduld anzupacken. Ihr seid nach vielen Jahren fest in der Landwirtschaft verankert und habt dennoch immer ein offenes Ohr für das politische Geschehen und eine tatkräftige Hand, um ein besseres Morgen aufzubauen. Ich bin glücklich, Euch so hart kämpfen zu sehen, um Euch immer wieder neue Ziele zu stecken; so hart für die Menschlichkeit, die Brüderlichkeit, die unsere Herzen nie hätte verlassen dürfen; in einer Zeit, in der sich wieder einmal grosse Niedergeschlagenheit der Menschheit bemächtigt; Berge von Nahrungsmitteln, riesige Hungersnöte, ein der Zivilisation unwürdiges Dahinsterben und über unseren Köpfen das Atom, das alles zerstören kann. Courage, Longo maï, damit einfach leben endlich der einzige Massstab der Sterblichen werde!»
Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter von Longo maï arbeiten in erster Linie mit Menschen zusammen. Wichtig ist das gegenseitige Vertrauen. Persönliches Kennen und das gegenseitige
Vertrauen sind schliesslich die Grundlage des Zusammenarbeitens und des internen Austauschs innerhalb und zwischen den Kooperativen: Innerhalb des Longo maï-Netzwerkes werden keine Leistungen
verrechnet. Jeder hat etwas zu geben.
Die wichtigsten Partner von Longo maï in den bedrohten Randregionen, in denen Longo maï seine Kooperativen aufbaut, sind einerseits die Nachbarn, andererseits die Menschen, die für das Überleben ihrer Region kämpfen; dies sind Handwerker_innen, Bäuerinnen und Bauern, Kulturschaffende, aber auch Lokalpolitiker_innen, unabhängig ihrer politischen Couleur. Auch Menschen, die innerhalb der Region gegen den Strom schwimmen, finden in den Kooperativen einen wichtigen Rückhalt.
Weitere Partnerinnen und Partner sind Gemeinschaften, die eine ähnliche Zielsetzung haben. Auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene sucht Longo maï die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Gruppierungen und Organisationen, welche die Interessen der bäuerlichen Landwirtschaft vertreten, aber auch solche im Migrationsbereich sowie im Bereich der Verteidigung der Menschenrechte. Wichtig bei der Zusammenarbeit ist immer die ehrliche Auseinandersetzung und die Suche nach einer Verständigung auf Augenhöhe, auch über geographische und kulturelle Grenzen hinweg. Die Tatsache, dass die Longo maï-Genossenschafter_innen selber in bescheidenen Verhältnissen und in kooperativen Strukturen leben, begünstigt Partnerschaften mit Gemeinschaften, Selbsthilfeorganisationen und Bewegungen in den verarmten Regionen dieser Welt, welche versuchen, ihre Lebensbedingungen zu verändern. Longo maï sucht ebenfalls die Zusammenarbeit mit aktiven oder pensionierten Fachleuten, die ihr Wissen und Können zur Verfügung stellen.
Longo maï sieht in den Spenderinnen und Spendern ebenfalls Partner_innen, welche durch ihre Unterstützung einen wichtigen Teil des Auftrags von Longo maï erst ermöglichen. Viele Unterstützerinnen und Unterstützer von Longo maï fühlen sich als Beteiligte und nehmen oft mit beratender Stimme an den Versammlungen und Diskussionen der Bewegung teil.
Seit der Gründung von Longo maï 1973 wurden neun Kooperativen in Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Transkarpatien (Ukraine) realisiert. Dazu kommt der Aufbau einer Flüchtlingskooperative in Costa Rica. Darüber hinaus unterstützt Longo maï den Aufbau unabhängiger Projekte finanziell und tatkräftig. Diese sind unabhängig von Longo maï, wirken aber in eine ähnliche Richtung. Der Tätigkeitsbereich in den einzelnen Kooperativen kann folgendermassen skizziert werden:
Auf europäischer Ebene engagiert sich Longo maï für:
Als ergänzende Leistungen zu den oben genannten Punkten sind auch die Solidaritätsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärungskampagnen zur Bewusstseinsbildung sowohl auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene nicht zu vergessen.
Die Longo maï-Bewegung ist basisdemokratisch von unten nach oben strukturiert. Es gilt das Subsidiaritätsprinzip, dies bedeutet, dass jedes Problem auf der niedrigstmöglichen Stufe im Konsens
gelöst werden muss. In jeder Kooperative gibt es zu diesem Zweck regelmässige Koordinationssitzungen. Angelegenheiten und Projekte, welche mehrere Kooperativen betreffen, werden von diesen
gemeinsam koordiniert und geregelt. Projekte, Initiativen, Aktionen und Massnahmen, welche die Gesamtheit der Kooperativen betreffen, werden in den zweimal jährlich stattfindenden
interkooperativen Treffen besprochen, beschlossen und evaluiert. Der Verein Europäische Kooperative Longo maï mit Sitz in Basel hat die Funktion eines Dachverbandes, in dessen Rahmen diese
Treffen organisiert werden.
Der Förderverein Pro Longo maï mit Sitz in Basel ist ein eigenständiger Verein, welcher die Gründung und den Aufbau von Kooperativen in Randregionen sowie die sozialen, solidarischen, kulturellen und humanitären Initiativen als auch Entwicklungsprojekte, welche von den Longo maï-Kooperativen ausgehen, unterstützt. Die Aufsicht über den Verein übt die Prüfungsstelle aus, letzte Instanz ist die einmal jährlich stattfindende Vereinsversammlung. Die Geschäfte werden vom Vorstand geführt.
Dem Vorstand steht eine Finanzkommission zur Seite, welche sich drei Mal im Jahr trifft und aus Vertreter_innen aller Kooperativen besteht. Sie plant das Budget, die notwendigen Arbeitseinsätze der freiwilligen Mitarbeiter_innen und die notwendigen Kampagnen. Diese Organisationsform erlaubt, schnell und flexibel, aber trotzdem breit demokratisch abgestützt zu arbeiten und auf neue Herausforderungen zu reagieren. Auf allen Stufen der Longo maï-Bewegung erfolgt das Engagement auf freiwilliger Basis, dies ist die Grundvoraussetzung für die Realisierung der Projekte und garantiert einen direkten Einsatz der Spendengelder.