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Rautispitz
(Kt. Glarus). 2284 m. Nördlichster Gipfel der Wiggiskette, 4 km sw. vom Dorf Näfels.
Erscheint von der Linthebene her gesehen als spitze Pyramide und besteht wie die ganze Wiggiskette aus zwei aufeinanderliegenden Ueberschiebungsschollen, deren untere vom Malm über Kreide bis zum Eozän reicht, während die obere nur Kreide und Eozän umfasst.
Die Schichten tauchen nach NW. ein.
Der die Schichtköpfe zeigende O.-Hang bildet eine 1800 m hohe Wand, die schroff zum Linththal abfällt und nur durch das Wiggisalpeli, eine aus dem Flysch zwischen den beiden Ueberschiebungsdecken herausmodellierte schmale Terrasse, gegliedert erscheint.
Der zum Oberseethal sich senkende NW.-Hang besteht grösstenteils aus den Schichtflächen, ist daher sanfter geböscht und trägt die Rautialp und Grapplialp.
Man bemerkt hier die Trosnische, d. h. die Ausbruchsnische eines grossen prähistorischen Bergsturzes, der in den O.-Abschnitt des Oberseethales ¶
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niedergegangen ist und den Obersee aufgestaut hat.
Der
Rautispitz wird seiner schönen Aussicht auf das Mittelland, die Glarner-,
St. Galler- und Schwyzeralpen wegen viel besucht und kann von Näfels durch das Oberseethal, die Grapplialp und die Rautialp oder
von Netstal über die Auernalp und den Wiggis in je 5 Stunden erreicht werden.