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Markus Waldeck, Studienrat an einem Gymnasium in Aachen, sammelt antike Möbel und restauriert sie für die eigene Wohnung. Das ist sein Hobby. Im Mai 1978 erwirbt er ein äusserst ramponiertes Möbelstück, einen alten 'Sekretär'. Bei den Restaurierungsarbeiten findet er Briefe, die Jahrzehnte darin verborgen gewesen sind. Durch diese Briefe erfahren er und seine Frau Esther von dem grausamen Schicksal einer jüdischen Grossfamilie aus Aachen in der NS-Zeit. Sensibilisiert durch den Inhalt der Briefe forscht Markus nach Überlebenden der jüdischen Familie. Eine schwierige Aufgabe, weil er Mauern des Schweigens und des Vergessenwollens durchbrechen muss. Esther und Markus erfahren aber auch, teils durch Zufall, teils durch andere Ereignisse, die schockierende, völlig gegensätzliche, mit Bedacht totgeschwiegene Vergangenheit der NS-Zeit der Eltern und Verwandten.
Portrait
Helmut Clahsen, geboren 1931 in Aachen, erlernte nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes das Bäcker- und Konditorenhandwerk. Später wechselte er den Beruf und machte sich als Schauwerbegestalter selbstständig, bis er 1988 durch einen Herzinfarkt zum Rentner wurde. Als Senior entdeckte er seine Liebe zum Schreiben. Nachdem er das Schicksal seiner Frau niedergeschrieben hat, das als Buch unter dem Titel: 'Mir fehlen die Worte... Aphasie nach Schlaganfall - Ein Erfahrungsbericht', erschienen ist, hat er seine Kindheit in dem Buch 'Mama, was ist ein Judenbalg? - Eine jüdische Kindheit in Aachen 1935-1945' veröffentlicht. 'Der Sekretär', eine Nachkriegsgeschichte der Jahre 1978/79 mit authentischem Hintergrund in Aachen in der NS-Zeit, ist sein drittes Buch.