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Das Parlament ist derzeit mit der Reform der Altersvorsorge «2020» in der Differenzbereinigung. Es bestehen weiterhin Differenzen zwischen den Räten und eine Volksabstimmung über die eigentliche Reform ist absehbar (Referendum wurde angekündigt). Der Vorsorgeausgleich ist durch die Reform der Altersvorsorge ebenfalls tangiert.
National- und Ständerat haben derzeit übereinstimmend entschieden, Artikel 22e Absatz 1 FZG wie folgt zu ändern:
Art. 22e FZG
1 Hat der berechtigte Ehegatte Anspruch auf eine volle Invalidenrente oder hat er das 60. Altersjahr vollendet, so kann er die Auszahlung der lebenslangen Rente nach Artikel 124a ZGB verlangen.
In der Fassung, wie sie derzeit seit 1.1.2017 in Kraft ist, gilt ein Mindestalter von 58 für die Auszahlung der lebenslangen Rente (siehe Botschaft BBl 2013 4887, S. 4947). Falls das Mindestalter noch nicht erreicht wurde, wird die lebenslange Rente an eine Freizügigkeitseinrichtung überwiesen, sofern der ausgleichsberechtigte Ehegatte keine eigene Vorsorgeeinrichtung hat.
Das Mindestalter für die Auszahlung soll also von 58 auf 60 angehoben werden. Es ist offenbar beabsichtigt, die Reform der Altersvorsorge bereits per 1.1.2018 in Kraft zu setzen. Für hängige Scheidungsverfahren oder Verfahren zur Umwandlung nach Artikel 7e SchlT ZGB verursacht das Unsicherheiten. Es könnte sein, dass ein Urteil rechtskräftig würde, in welchem zwar die Auszahlung der lebenslangen Rente verfügt wurde, diese aber Aufgrund des schon wieder geänderten Artikel 22e FZG gar nicht ausgeführt werden könnte.