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Verhaltenskodizes, wie sie u.a. für Museen und Kunsthändler bestehen,
regeln den Umgang mit Kulturgütern. Dadurch haben sie erheblichen
Einfluss auf die praktische Arbeit der Kulturgüterbranche. Zudem wirken
sie sich als weitgehend private Regelungen auf die Entwicklung und
Anwendung des Kulturgüterrechts aus, z. B. auf Sorgfaltspflichten beim
Handel mit Kulturgütern oder auf den Umgang mit Rückgabeforderungen.
Die
Arbeit wird von der Grundfrage des Zusammenspiels kulturgüterrelevanter
Kodizes und dem Recht geleitet. Hierzu untersucht sie die historische
Entwicklung deutscher und internationaler Kodizes, bevor sie eine
Bestandsaufnahme aktueller Kodizes unternimmt.
Auf dieser
Grundlage erfolgt erstmals eine systematische Analyse samt Typisierung
kulturgüterrelevanter Kodizes vor dem Hintergrund des Kulturgüterrechts.
Dies erlaubt schließlich, die rechtliche Bedeutung der Kodizes für die
jeweiligen Parteien sowie ihre indirekten rechtlichen Wirkungen
umfassend herauszuarbeiten.