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Diltiazem und Labetalol beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für Bradykardie, Reizleitungsstörungen und Hypotension
Mechanismus
Diltiazem als Calcium-Antagonist und Labetalol als kombinierter α- und β-Adrenozeptorblocker können sich in ihren blutdrucksenkenden und kardiodepressiven Eigenschaften ergänzen. Additive Effekte sind möglich.
Effekt
Bei der Kombination von Betablockern mit dem Calciumantagonisten Diltiazem kommt es zur gegenseitigen Verstärkung der kardiovaskulären Effekte. Beide verlangsamen die AV-Überleitungszeit, können negativ inotrop wirken und senken den Blutdruck. Das Risiko für eine verstärkte Hypotension, Bradykardie, Reizleitungsstörungen (u.a. AV-Blockierungen) und evtl. Herzinsuffizienz erhöht sich.
Empfehlung
Falls die Kombination erforderlich ist, ist ein sorgfältiges und engmaschiges Monitoring der kardialen Funktion und des Blutdrucks erforderlich. Dies gilt insbesondere bei Patienten mit einer Prädisposition für eine Herzinsuffizienz, Aortenstenose oder Reizleitungsstörungen. Von der Kombination aus Diltiazem mit intravenös appliziertem Labetalol wird abgeraten.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018