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- Einleitung
- Was ist das Prinzip des Clickertrainings für die Hundeerziehung?
- Woher kommt das Clickertraining?
- Wie erziehe ich meinen Hund mit Clickertraining?
- Phase 1: Dem Hund vermitteln, dass er nach jedem Klick ein Leckerli bekommt
- Phase 2: Hundetricks lernen (Sitz, Platz usw.)
- Phase 3: Wenn der Hund das Kommando verstanden hat, fügen Sie eine Handbewegung oder einen Befehl hinzu
- Was sind die Vorteile des Clickertrainings?
- Welche Fehler sollte man bei der Methode des Clickertrainings vermeiden?
- Mit dem Hund in einer lauten Umgebung trainieren
- Den Hund bestrafen
- Zur falschen Zeit clickern
- Eine unattraktive Belohnung anbieten
- Die Übung zu lange gestalten
- Zwingen Sie Ihren Hund nicht zum Training
Was ist Clickertraining?
Beim Training mit einem Clicker handelt es sich um eine positive Erziehungsmethode, die bei Hunden und anderen Tieren häufig eingesetzt wird. Ihren Ursprung hat sie bei Wildtieren (Delfinen) und hat sich zum Standard in der Hundeerziehung entwickelt. Das Besondere am Clickertraining für Hunde ist, dass es auf der Beziehung zwischen Tier und Halter beruht.
Was ist das Prinzip des Clickertrainings für die Hundeerziehung?
Um einen Hund mittels Clickertrainings zu erziehen, brauchen Sie zunächst einen Clicker. Der Clicker ist ein kleines Gehäuse mit einer Metalllasche. Wenn man darauf drückt, klickt es wie bei einem Knackfrosch. Dieses Geräusch ist für den Hund leicht erkennbar, da es immer gleich ist. Es dient dazu, dem Tier zu signalisieren, dass es die von ihm erwartete Handlung ausgeführt hat. Im Anschluss an den Klick bekommt der Hund ein Leckerli als Zeichen der Belohnung, um das erwünschte Verhalten zu verstärken.
Beachten Sie dabei, dass der Clicker viel Präzision erfordert. Sie müssen in dem exakten Moment clickern, in dem der Hund das Gewünschte tut. Das Leckerli kann er einige Sekunden später bekommen, da der Klick das Signal dafür ist.
Woher kommt das Clickertraining?
Das Clickertraining ist eine Mischung aus zwei Techniken, die Tierverhaltensforschern gut kennen: der klassischen Konditionierung und der operanten Konditionierung.
Die klassische Konditionierung geht auf den Psychologen Iwan Pawlow zurück.
Vielleicht haben Sie schon einmal vom Pawlowschen Reflex gehört?! Der Psychologe hatte ein Experiment mit Hunden durchgeführt. Ihm war aufgefallen, dass sie reflexartig Speichel absonderten, sobald sie Essen sahen. Vor jeder Mahlzeit beschloss er, ein Glöckchen klingen zu lassen. Das Ergebnis: Die Hunde begannen schon beim blossen Klang des Glöckchens Speichel zu produzieren. Dies nannte er den Pawlowschen Reflex.
Die operante Konditionierung hingegen beruht auf Versuch und Irrtum. Sie wurde von zwei Psychologen und Forschern entwickelt: E. Thorndike und B.F. Skinner. Skinner führte Versuche mit Ratten durch. Dazu sperrte er die Ratten in einen Käfig mit einem Knopf, der je nach Versuch etwas anderes auslöste. Im ersten Versuch erhielt die Ratte ein Leckerli, wenn sie auf den Knopf drückte, während sie beim zweiten bei jedem Knopfdruck einen elektrischen Schlag erhielt. Die Ratte wurde also zum Drücken angeregt, wenn sie einen Leckerbissen bekam (Belohnung), und abgeschreckt, wenn sie einen Schlag erhielt (Bestrafung).
Die Clickermethode basiert auf diesen Versuchen, lässt aber die Bestrafung aus.
Wie erziehe ich meinen Hund mit Clickertraining?
Phase 1: Dem Hund vermitteln, dass er nach jedem Klick ein Leckerli bekommt
Vor jedem Training müssen Sie das Tier «aufladen», indem Sie zunächst das klickende Geräusch zeigen und ihm ein Leckerli geben. Wiederholen Sie dies fünfmal, damit Ihr Hund versteht, dass er nach jedem Klick eine Belohnung erhält.
Verlangen Sie in dieser Phase nichts von ihm. Das Ziel ist einfach, dass er das Konzept des Clickertrainings versteht.
Phase 2: Hundetricks lernen (Sitz, Platz usw.)
Hierfür haben Sie drei Optionen:
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Erwischen: Lassen Sie Ihren Hund sich natürlich bewegen und clickern, sobald er das erwünschte Verhalten an den Tag legt. Beispiel: Sein Hinterteil berührt den Boden, wenn Sie möchten, dass er Sitz macht.
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Formen oder Shaping: Lassen Sie Ihren Hund wieder Verhaltensweisen vorführen. Jetzt clickern Sie und belohnen Ihren Hund für jedes noch so kleine Verhalten, das dem erwünschten ähnlich ist. Beispiel: Sie möchten, dass er sich am Boden rollt. Belohnen Sie ihn, sobald er sich hinlegt, dann, sobald er sich auf die Seite legt, usw.
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Locken: Sie bringen Ihren Hund dazu, eine Bewegung zu machen. Halten Sie Ihre Hand einige Zentimeter über seinem Kopf, um ihn zum Sitz zu bringen. Ihr Hund wird natürlich etwas zurückweichen und sich hinsetzen, um zu sehen, was Sie in der Hand haben. Das Timing ist wichtig: Clickern Sie genau in diesem Moment und belohnen Sie ihn.
Phase 3: Wenn der Hund das Kommando verstanden hat, fügen Sie eine Handbewegung oder einen Befehl hinzu
Mit der Zeit und wenn der Lernprozess fertig ist, kann man das Leckerli weglassen oder nur noch spärlich einsetzen. Dann reichen Lob und Streicheleinheiten.
Was sind die Vorteile des Clickertrainings?
Das Clickertraining ist eine Methode der positiven Erziehung. Es ermöglicht ein schnelles, effektives und für Hund und Halter gleichermassen angenehmes Lernen.
Während dieses Lernprozesses beobachten sich Mensch und Tier gegenseitig und hören einander zu. Somit ist es eine hervorragende Möglichkeit, die Kommunikation und damit die Beziehung zum Hund zu verbessern.
Ein weiterer Vorteil ist, dass der Clicker in sehr vielen Situationen eingesetzt werden kann. Nutzen Sie ihm, um Ihrem Hund Tricks beizubringen, ihn an bestimmte Handgriffe oder Pflegevorgänge zu gewöhnen (man spricht dann von Medical Training), ihn auf stressige Situationen vorzubereiten oder ihn einfach nur für den Alltag zu erziehen. Mit dem Clicker ist alles möglich!
Welche Fehler sollte man bei der Methode des Clickertrainings vermeiden?
Damit das Clickertraining wirksam ist, müssen einige Regeln beachtet werden. Folgendes sollten Sie nicht tun:
Mit dem Hund in einer lauten Umgebung trainieren
Um die volle Aufmerksamkeit Ihres Hundes zu haben, müssen Sie ihn vor allem für die ersten Übungsvorgänge in eine gute Stimmung versetzen. Wählen Sie einen ruhigen Ort, an dem Ihr Hund nicht abgelenkt wird (keine Artgenossen, kein Lärm, keine Gefahren, keine Velos usw.).
Geben Sie Ihrem Hund im Freien ca. zehn Minuten Zeit, damit er die Umgebung beschnüffeln und sich damit vertraut machen kann, bevor Sie mit der Übung beginnen. Anschliessend haben Sie seine volle Aufmerksamkeit.
Den Hund bestrafen
Zur falschen Zeit clickern
Der Clicker ist eine einfache und effektive Methode, allerdings ist das Timing dabei fundamental. Sie müssen in dem exakten Moment clickern, in dem der Hund das Gewünschte tut. Ist dies nicht der Fall, kann der Hund nicht verstehen, was Sie von ihm wollen.
Eine unattraktive Belohnung anbieten
Für Hunde sind nicht alle Belohnungen gleich. Je nach Geschmack Ihres Vierbeiners werden bestimmte Leckerli die Motivation mehr oder weniger steigern. Finden Sie heraus, was Ihr Hund mag. Übrigens: Wenn Ihr Hund gar nicht so sehr auf Leckerli abfährt, können Sie ihn durchaus mit einer Streicheleinheit, einem spannenden Spielzeug oder Lob belohnen.
Die Übung zu lange gestalten
Ihr Hund hat eine Aufmerksamkeitsspanne von ca. 10 bis 15 Minuten. Danach fällt seine Konzentration rapide ab. Achten Sie also darauf, dass Sie die Übungssitzungen kurz halten.
Zwingen Sie Ihren Hund nicht zum Training
Wie Menschen haben auch Hunde manchmal einfach keine Lust auf eine Übung. Sie zeigen dann Anzeichen von Stress, wie Gähnen, Wegschauen, Lecken der Lippen usw. In diesem Fall ist es besser, das Training auf einen anderen Tag zu verschieben.
Jetzt wissen Sie, dass das Clickertraining eine Erziehungsmethode ist, die auf dem gegenseitigen Zuhören von Hund und Halter beruht. Damit kann man Hunde mit Wohlwollen und spielerisch erziehen.