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Alvaro Soler, Ihr neuer Hit «La Cintura» bedeutet die Hüfte. Schwingen Sie gern die Hüften?
Ich tanze gern, aber ich bin überhaupt nicht begabt.
Im Video spielt Toni Garrn mit. Wie haben Sie das Topmodel für Ihr Video gewinnen können?
Mein Manager hatte Tonis Nummer, und tatsächlich kam sie nach der Oscarverleihung nach Kuba geflogen. Total unprätentiös, ohne Security. Wir hatten es lustig zusammen, obwohl wir schon um fünf Uhr morgens drehten.
Was sagte Ihre Freundin dazu?
Sofia ist da cool. Sie arbeitet in derselben Branche, sie ist Singer-Songwriterin. Wir vertrauen uns. Aber eine Kussszene hätte ich mit Toni trotzdem nicht gespielt.
Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Damals lebte ich mit Eltern und Geschwistern in Tokio. Als Zehnjähriger schrieb ich einem süssen Mädchen einen Liebesbrief. Sie antwortete, dass wir ja Freunde sein könnten. Ich war schwer enttäuscht, obwohl ich diese Reaktion schon erahnt hatte (lacht).
Ihr Spitzname als Kind?
Albi, den habe ich oft immer noch.
Wie hätte Ihr Name als Mädchen gelautet?
(Lacht) Hoffentlich nicht Alvara! Das ist ein schrecklicher Name.
Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen: Wie würde er aussehen?
Geil! Das ist meine Lieblingsfrage. Das Grün von Berlin würde ich mit der Aare zwischen Thun und Bern kombinieren. Der Fluss sollte dann aber ins Mittelmeer münden, da meine Stadt an der Küste liegt. Dahinter gibt es schöne Landstrassen, die in die Berge führen, wo man Ski fahren kann.
Welches Gemüse gehört verboten?
Erbsen! Sie haben keine Funktion. Ich mag sie einfach nicht.
Und was für ein Gemüse oder welche Frucht wären Sie?
Eine japanische Nashi-Birne. Das ist eine Kreuzung aus Birne und Apfel. Ich bin ja eine Mischung: Spanier und Deutscher. Wenn man Sachen kombiniert, kommt oft etwas Besseres dabei heraus. Wir leben in einer globalisierten Welt, jeder stammt von überall her. Das ist doch originell.
Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Oh! Um 20 Prozent. Dann hätte ich mehr Zeit für meine Familie, könnte meine Termine und die Reisen zwischen meinem Wohnort Berlin und meiner Freundin in Madrid besser planen.
Wann haben Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes geschenkt?
Ich bastle gern. Meine Freundin bekam neulich zum Geburtstag einen Bilderrahmen von mir. Dafür habe ich selbst Stempel aus Gummi geschnitzt und damit etwas auf den Rahmen gedruckt. Dazu trug ich flüssiges Kupfer auf, das ich dann oxidieren liess. Es wird ganz hellgrün, Sofias Lieblingsfarbe. Ich bin oft nicht bei ihr, da sind solche Geschenke wenigstens ein kleiner Ausgleich.
Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Rennfahrer oder Videospiel-Designer werden. Das waren so Kinderträume. Obwohl, das mit den Rennen habe ich noch nicht so ganz aufgegeben.
Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Eine richtig geile, keine traurige Ballade. Meine Beerdigung soll eine fröhliche Feier sein, die an mein Leben erinnert. Einen bestimmten Song habe ich bisher noch nicht im Sinn.
Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Nach Berlin zu ziehen, um offener zu werden und Songs zu schreiben. Dort traf ich meinen Produzenten und das Team.
Und Ihre dümmste Idee?
Nach Berlin zu ziehen. Da scheint nie die Sonne, das wusste ich vorher nicht. Ich wohne in Neukölln, da kann es ganz schön aggro sein.
Was würden Sie Ihren Kindern mit auf den Weg geben wollen?
Respekt vor anderen Menschen und Familiensinn. Sie sollen immer zusammenhalten. Nicht erben sollen sie meine Ungeduld, wenn es ums Instrumente-Lernen geht. Mich motiviert der gute Klang, aber der erklingt natürlich nicht, wenn man gerade erst zu lernen anfängt. Ich will es immer ohne Üben gleich perfekt beherrschen. Und meine Kinder sollten mehr lesen als ich. Ich lese gerade gar nichts. Das ist schlimm. Und sie dürfen meine Grösse erben, aber nicht unbedingt die langen Beine. Das ist im Flugzeug echt unpraktisch.
Was wird man in hundert Jahren über die aktuelle Epoche sagen?
Ich hoffe, dass wir die gewesen sein werden, die die Erde wieder respektierten und versuchte, die globale Erwärmung aufzuhalten. Unsere Aufgabe ist es, die Ressourcen ohne Krieg fair zu teilen.
Welche Pille gehört erfunden?
Vor allem in Berlin bräuchte man die Positivitätspille. Menschen, die stets so negative Energie ausstrahlen, machen mich nervös.
Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Die Erziehung meiner Eltern. Man soll kein Träumer sein.