Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03224.jsonl.gz/2873

Im Training!
Wir versuchen Kendo so zu lernen wie es vom ZNKR (Zen Nihon Kendo Renmei) vorgegeben wird.
Zwei technisch grundlegende Prinzipen und „Geheimnisse“ der Onoha Itto-ryu versuchen wir mit unseren Kendo umzusetzen.
1. Stets die Kontrolle der Zentrallinie im Mittelpunkt halten.
2. kiri-otoshi, ein gerader und direkter Schnitt in das Zentrum des Gegners, indem Angriff und Abwehr in einer Bewegung vereint werden und der Gegner auf diese Weise unmittelbar bezwungen wird.
“Den Kampf zu gewinnen, heißt, auf den Tod vorbereitet zu sein“. Diese Worte stammen von Miyamoto Musashi (1584-1645) dem wohl berühmtesten Schwertkämpfer Japans.
Wer sich im Kampf sorgt getroffen zu werden, ist nicht auf das wesentliche konzentriert und wird leicht bezwungen. Im
Kendo wird grosser Wert auf moralische Aspekte wie Disziplin und Selbstkontrolle gelegt. Deshalb sollte man sich Kendo
nicht als Sport, den man einige Zeit ausüben kann, vorstellen, sondern als lebenslanges Studium. Das Gleichgewicht von
mentaler und physischer Kontrolle ist sehr wichtig. Daher muss ein Kendoka vier tief im Menschen verwurzelte Hürden,
die kollektiv als die „Vier Gifte des Kendo“ bezeichnet werden, überwinden: Angst, Zweifel, Überraschung und
Verwirrung.
Dieselben Prinzipien gelten natürlich auch fürs Iaido- Training. Da im Iaido mit einem Iaito (stumpfe Kopie eines Katana) trainiert wird ist es auch eine sehr gute Ergänzung zum Kendo. Wie im Kendo ist auch im Iaido die Einheit von Körper, Geist und Schwert (Ki-Ken-Tai-Ichi) ein wichtiges Ziel des Trainings.