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Régional Porrentruy–Bonfol
|Kürzel||RPB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1901-07-14|
|Mutiert||Ab 1944-01-01 Chemins de fer du Jura|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1901 eröffnete RPB war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Zunächst lediglich eine Zweigbahn, folgte im Jahr 1910 die Verlängerung von Bonfol zum französischen Pfetterhouse und damit der Anschluss an die Linie nach dem elsässischen Mulhouse. Den Betrieb besorgten nach 1903 die SBB.
Die RPB war jedoch von Anfang an und zunehmend defizitär. Dass die in der Statistik ausgewiesenen Zinszahlungen und Rückstellungen tatsächlich vorgenommen wurden, ist angesichts der (negativen) Ergebnisse aus dem Transportgeschäft sehr unwahrscheinlich. Entsprechend stiegen die Passivsaldi und die schwebenden Schulden der RPB Jahr für Jahr an. Die Betriebssubventionen leisteten Anliegergemeinden, doch reichten diese bei Weitem nicht aus, die wachsenden Defizite zu decken. 1909 wurden diese Zuschüsse von insgesamt 37'100 Franken in der Gewinn- und Verlustrechnung der RPB als Ausgaben, also Rückzahlung, verbucht, ohne dass die Statistik die Gründe dafür näher erläuterte. Sie dürften jedoch darin liegen, dass die RPB 1908 eine namhafte Aufstockung ihres Anlagekapitals vornahm, welche hauptsächlich dem Bau der Verlängerung Bonfol–Pfetterhouse diente. Mit deren Eröffnung 1910 verbesserten sich zwar die Betriebsergebnisse der RPB umgehend, doch blieb die Bahn unter Berücksichtigung der Zinspflichten weiterhin defizitär, was sich mit dem Kriegsausbruch 1914 noch verschlimmerte. Ab 1919 rutschte für Jahre allein schon das Transportgeschäft wieder tief in die roten Zahlen. 1925 musste die RPB den Wert des Aktienkapitals zur Verlusttilgung halbieren, was ihr vorübergehend etwas Luft verschaffte. Doch schon wenige Jahre später spitzte sich die finanzielle Lage wieder zu.
1944 ging die RPB in den neu gegründeten Chemins de fer du Jura (CJ) auf. 1946 wurde zwischen Bonfol und Pfetterhouse der Personentransport eingestellt, 1970 schliesslich der gesamte Verkehr.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.