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Zeugnis von Annemarie
Ein kleines Erlebnisbericht
Annemarie
Meine Familie war noch in den Ferien in Norwegen (Fünf Wochen). Während dieser Zeit wohnte eine Familie aus Holland bei uns zu Hause. Der Mann dieser Familie ist mein Onkel. Meine Schwester Debora, mein Bruder Andres und ich wurden jeden Abend von unseren Grosseltern zum Abendessen eingeladen.
Am 12.8.04 nach dem Abendessen wollten meine beiden Geschwister mit den Grosseltern in die Gebetsstunde in der Versammlung gehen. Ich sagte, dass ich nicht mitkommen wolle. Sie verstanden mich und sagten, dass ich mit dem Zug nach Hause fahren dürfe. Ich bedankte mich bei ihnen und fuhr mit der RhB zu meinem Wohnort Zizers.
Das Wetter war sehr schlecht. Es regnete und windete sehr heftig, oder besser gesagt, es stürmte. Vom Bahnhof bis nach Hause gibt es zwei verschiedene Wege. Der eine Weg ist ganz normal entlang der Verkehrsstrasse. Der andere Weg ist schmal und eine Abkürzung. So entschied ich mich für den kürzeren Weg, damit ich schneller zu Hause wäre. Dieser schmale Weg ist ganz gerade. Am Ende des Weges steht ein alleinstehendes Haus.
Als ich wenige Meter vor diesem Haus war, bebte der Boden. Ich war ganz fest erschrocken, blieb sofort stehen und dachte: «Oh nein, das darf doch nicht wahr sein. Es ist ein Erdbeben.» Doch dieses Gefühl war nur sehr kurz. Ich fand es sehr komisch. So beschloss ich herauszufinden, was los war. Dann habe ich mich umgedreht. Ja tatsächlich! Ein Baum lag ca. zwei Meter von mir entfernt auf dem Weg und dem Geleise. Der stürmische Wind hatte ihn entwurzelt und liess ihn auf den Weg stürzen. Ich starrte lange auf den Baum, ich hatte einen riesigen Schock.
Den Rest des Heimweges lief ich nicht mehr so schnell. Auf dem Weg dachte ich: «Ich muss unbedingt Gott danken, dass er mir das Leben gerettet und mich bewahrt hat.» (Dies war das zweite Mal, dass ich bewahrt wurde (= dass Gott mich beschützt hat). Ein ‹erster Unfall› hätte mich nämlich fast umgebracht.
Annemarie