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Die Laktose-Intoleranz ist ein Stoffwechselproblem und äussert sich aufgrund einer verminderten Produktion des Enzyms Laktase im Dünndarm. Die Laktase ist dafür zuständig, den Doppelzucker Laktose in seine Bestandteile Glukose und Galaktose aufzuspalten. Ohne diese Aufspaltung wird dieser Zucker nicht durch die Darmwand absorbiert und verursacht eine Vielzahl von Störungen (Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall …), welche von einer halben Stunde bis zu mehreren Stunden nach der Einnahme auftreten können.
Eine Intoleranz ist oft dosisabhängig: eine kleine Menge von Milch oder Lebensmittel, die wenig Laktose enthalten (z.B. reifer Käse), müssen nicht zwingend Symptome verursachen. Die Reaktionen sind sehr subjektiv, je nachdem auch, wie gross der Mangel für die Produktion von Lactase ist.
Um eine klare Diagnose der Laktose-Intoleranz zu bekommen, ist der Atemtest eine gängige Technik. Sie ist nicht-invasiv und hochspezifisch.
Vorsicht: Die Laktose kommt nicht nur in Milchprodukten vor, sondern ist auch in verschiedenen Produkten der Backindustrie, sowie in verschiedene Arzneimittel enthalten. Bitte lesen Sie deshalb im Falle einer Laktose-Intoleranz die Etiketten und Packungsbeilagen von Arzneimittel sorgfältig durch.
Die Allergie gegen Milchproteine ist stattdessen eine Immunreaktion des Körpers: Die Th2-Lymphozyten von allergischen Patienten produzieren Antikörper (IgE), spezifisch für das Protein beta-Lactoglobulin. Die Immunantwort umfasst eine Reihe von Symptomen, die durch die Freisetzung von Histamin erzeugt werden, sowohl im Darm (Durchfall), als auch auf der Haut und im Mund (Schwellung, Reizung, Atemnot). Diese Symptome treten sofort nach der Einnahme auf und können auch durch sehr kleine Dosen von Milch und Milchprodukten ausgelöst werden.
Eine aktuelle Studie der Universität Wien zeigt, dass die allergische Reaktion auf die Anwesenheit oder Abwesenheit von Eisen in Verbindung mit Beta-Lactoglobulin korreliert. Wenn Eisen fehlt, wird die allergische Reaktion ausgelöst. Die Anwesenheit oder Abwesenheit von Eisen scheint von der Art der Milchherstellung abhängig zu sein (konventionell oder “bio”). Der gleiche Mechanismus gilt nicht nur für Kuhmilch, sondern auch für die von anderen Weidetieren produzierte Milch.
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