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Lutz Jäncke, geboren 1957 in Wuppertal, studierte in Bochum, Braunschweig und Düsseldorf Biologie, Psychologie und Hirnforschung und promovierte 1989. Nach seiner Habilitation 1995 über «anatomische und funktionelle Hirnasymmetrien» führte er seine Forschungsarbeiten am Beth Israel Hospital der Harvard Medical School weiter. Gleichzeitig war er als Senior-Researcher im Forschungszentrum Jülich tätig. 1997 erhielt er einen Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit 2002 ist er Professor für Neuropsychologie an der Universität Zürich. Lutz Jäncke arbeitet im Bereich der funktionellen Neuroanatomie und hier insbesondere im Bereich der kortikalen Plastizität im Zusammenhang mit dem Lernen. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Forschung ist die Erforschung der neuronalen Grundlagen der Musikverarbeitung oder der Hirnleistung im Alter. 2009 gründete er zusammen mit dem Gerontologen Mike Martinan an der Universität Zürich das «International Normal Aging and Plasticity Imaging Center», ein Forschungszentrum, das sich dem Potenzial und der Plastizität des alternden Gehirns widmet. Jänckes zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, darunter mehrere Bücher und Buchbeiträge, zählen zu den am häufigsten zitierten Arbeiten weltweit. Ebenso versteht er es, wissenschaftliche Erkenntnisse der Hirnforschung auf anregende und verständliche Art und Weise einem breiten Publikum darzulegen. 2007 wurde Lutz Jäncke mit dem «Credit Swiss Teaching Award for Best Teaching» der Universität Zürich und 2011 erneut mit einem Lehrpreis ausgezeichnet. 2006 und 2008 erhielt er von den Studierenden der ETH die «Goldene Eule».
August 2014