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Letzter Update: März 2020
reicht von 59° 46′ nördlicher Breite bis 83° 40′ nördlicher Breite und ist 2650 km lang. Die Breite beträgt maximal 1200 km von Kap Alexander im Westen bis Nordostrundingen im Osten. Grönlands Nordküste ist mit 710 km Abstand die dem Nordpol am nächsten gelegene grössere zusammenhängende Landmasse. Grönland hat überaus grosse Eisvorkommen. Der bis 3400 m mächtige, durchschnittlich 2000 m starke Grönländische Eisschild bewegt sich an den Küsten zum Meer und lässt oft Eisberge von mehreren Kilometern Länge entstehen. Grönland ist mit einer Fläche von 2'175'600 km2 die grösste Insel der Erde.
Der nach der benachbarten Stadt Ilulissat (dän. Jakobshavn) benannte Eisfjord (grönl.: Kangia) liegt 250 Kilometer nördlich des Polarkreises an der grönländischen Westküste. Er erstreckt sich über 40 Kilometer Länge und ist sieben Kilometer breit. An seinem landseitigen Ende befindet sich der Gletscher Sermeq Kujalleq, einer der aktivsten Gletscher der Erde. Seine Fließgeschwindigkeit beträgt rund 20 Meter pro Tag, was einer jährlichen Eismenge von 35 Kubikkilometern entspricht.
Bedingt durch die rege Gletscheraktivität ist der Fjord vollständig mit Eis und Eisbergen gefüllt. Das sogenannte Kalben des Gletschers ereignet sich zumeist während des Sommers. Dabei lösen sich riesige Eisberge mit einer Größe von bis zu 700 Metern (10 bis 12 % davon über Wasser) von der Gletscherkante. Zum Erreichen des meerseitigen Endes des Fjords benötigen die Eisberge rund 12 bis 15 Monate. Der Gletscher führt geschätzt zwischen fünf und 10 % der Wassermenge ab, die Grönland ins Meer abgibt.
Am meerseitigen Ende befindet sich 200 bis 225 Meter unterhalb des Meeresspiegels eine Moränenablagerung, die Eisfjord-Bank, an der die größeren Eisberge unter Wasser hängen bleiben. Dies ist die Ursache für eine Ansammlung riesiger Eisberge an dieser Stelle. Ist der Druck durch das nachfließende Eis groß genug, brechen kleinere Eisberge ab und strömen ins offene Meer, bis sich der nächste verklemmt. Die Strömung in der Davidstraße verfrachtet sie weiter nach Süden. Mit einem dieser Eisberge kollidierte im Jahr 1912 die Titanic.[1]