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Für vier der am stärksten in den Schnüffelskandal bei HP involvierten Personen ist der erste Prozess vor einem kalifornischen Strafgericht äusserst glimpflich abgelaufen. Die Anklage gegen Patricia Dunn, die frühere Verwaltungsratspräsidentin von HP, wurde vom Richter in allen Punkten fallen gelassen. Der frühere Ethikverantwortliche von HP, Kevin Hunsaker, sowie zwei der beteiligte Privatdetektive einigten sich mit dem Staatsanwalt auf einen Handel: Sie müssen für ein kleineres Vergehen – Missbrauch von drahtloser Kommunikation - je 96 Stunden „Community Service“ leisten, also für einen gemeinnützigen Zweck arbeiten. Alle schwereren Anklagepunkte wurden ebenfalls fallen gelassen.
Wie US-Medien kommentieren, hat der Freispruch vor allem zwei Hintergründe: Einerseits in den USA und in Kalifornien die Gesetze, die sich mit dem Schutz der Privatphäre befassen, relativ schwammig und Verstösse. Daher sei es für Staatsanwälte äusserst schwierig, Verstösse nachzuweisen und Verurteilungen zu erwirken. Andererseits habe der neue Generalstaatsanwalt, der den Fall „geerbt“ hatte, weniger Interesse daran gehabt als der frühere Generalstaatsanwalt, der den Fall sofort aufgegriffen hatte. Im Fall von Patricia Dunn, die mit Krebs kämpft, kam noch ihr mangelnder Gesundheitszustand dazu. Sie hätte sonst wohl ebenfalls Community Service leisten müssen.
Noch ist die Sache für die vier aber nicht ausgestanden. Noch könnte ein weiterer Prozess vor einem Bundesgericht sowie Zivilprozesse bevorstehen. (hjm)