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Das letzte Mal, dass ich ein Zelt aufgebaut habe, war 1997 beim Roskilde-Festival. Es hatte vier Stunden gedauert und am Ende sah es aus, als hätten wir eine Plane über eine Schubkarre geworfen. Die Leinen hatten schon am gleichen Abend nachgegeben, in der Nacht kam der Regen.
Auf einer Website stellte ich fest, dass man an einem schönen Standort auch Tipi-Zelte mieten kann, die bereits errichtet sind. «Wolltet ihr nicht schon immer mal in einem echten Tipi-Zelt schlafen?», versuchte ich die Idee meiner Familie zu verkaufen.
Mitten im Wald auf einer kleinen Lichtung waren fünf Tipis rund um ein Lagerfeuer aufgebaut worden. In der Nähe sah ich eine Reihe anderer Väter Zelte errichten, die wie Zelte aussahen. Ich murmelte ein kurzes Dankgebet und legte unsere Schlafsäcke ins Tipi. Ich ging zu einem der anderen Väter, der mit einem Wurfzelt hantierte. Einem stand der Schweiss auf der Stirn. «Was machst du?», fragte ich wie ein Idiot. «Nach was sieht das aus? Ich versuche dieses verfluchte Zelt aufzubauen.»
«Was ist das Problem?», fragte ich, als hätte ich für einen Moment vergessen, dass ich, egal was das Problem ist, nicht in der Lage wäre, ihm zu helfen. «Ich weiss es nicht genau», antwortete der Mann resigniert.
Ich fühlte mich ihm sofort nah. Es ist erstaunlich, wie gemeinsame Not verbindet. Sein Stress beruhigte mich. Vielleicht würden meine Kinder und ich dieses Wochenende nicht überleben. Aber wir würden nicht die Einzigen sein, die draufgehen.