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Wenn es etwas auf der Welt gibt, das nur uns alleine gehört, dann sind das unsere Gedanken. Denkste! Nicht mal dem eigenen Kopf kannst du trauen!
Bei einem Experiment im Jahre 2012 wurde der Newsfeed von 700'000 Usern manipuliert. Dabei wurden entweder nur negative oder nur positive Posts von Freunden angezeigt, um zu sehen, ob das eine Wirkung auf die Posts der Testperson hat. Und tatsächlich verwendeten die User nach einer Woche mit negativen Meldungen selbst mehr negative Wörter in ihren Posts und umgekehrt. Es handelt sich dabei um den Effekt der «Gefühlsansteckung».
Das Ego spielt eine wichtige Rolle - denn je schlauer wir zu sein meinen, desto weniger glauben wir, dass wir auf etwas reinfallen könnten. Weiter sind wir darauf getrimmt, Quellen zu glauben, auf die wir uns immer verlassen konnten. Zu solchen gehören Professoren oder Menschen mit einem Doktor-Titel, also Personen, deren Fachkompetenz wir nicht angemessen beurteilen können.
Wenn wir Comic Sans hören, denken wir sofort an Einladungen zu Kindergeburtstagspartys, niemals würde diese Schrift für offizielle Dokumente verwendet werden. 2012 hat ein Kolumnist der New York Times ein Experiment gestartet. Dafür hat er einen Text in sechs verschiedenen Schriftarten verfasst (unter anderem Baskerville und Comic Sans) und rund 45'000 Menschen lesen lassen. Danach sollten die Leute mittels Fragebogen beantworten, ob sie dem Text glauben oder nicht. Herausgekommen ist Folgendes: Leute, die den Text in der Schriftart Baskerville erhalten haben, bewerteten ihn als glaubwürdiger im Vergleich zu Testpersonen, die die Stelle in anderen Schriftarten gelesen haben.
Egal, wie moralisch wir zu sein glauben, unser Umfeld und die Umgebung machen mehr aus als wir denken. Das nennt man die «Theorie der zerbrochenen Fenster». Je heruntergekommener ein Ort ist, desto eher gehen die Menschen davon aus, dass ein Gesetz zu brechen dort in Ordnung sei. Eine holländische Studie zu diesem Thema hat ergeben, dass Menschen eher Geld aus einem fremden Portemonnaie nehmen würden, wenn es an einer dreckigen Strasse gefunden wird.
Die gleiche Portion sieht auf einem kleinen Teller viel grösser aus. Die «Delboeuf-Täuschung» besagt, dass unser Gehirn die Illusion einer relativen Grösse und Höhe nicht überlisten kann. Besondere Schwierigkeiten bereiten vertikale Längen. Selbst ein langjähriger Barkeeper wird grundsätzlich glauben, dass ein langgezogenes Glas mehr Platz hat, als es tatsächlich tut.
Je kontrastreicher die Farben des Geschirrs und der Nahrung sind, desto mehr meinen wir zu essen. Farben spielen aber auch bei der Strassenbeleuchtung eine Rolle. Im Jahre 2000 wurden in Glasgow blau leuchtende Strassenlaternen aufgestellt, weil blau für eine beruhigende Wirkung steht. Gemäss den Behörden hat die Kriminalitätsrate danach um neun Prozent abgenommen. Gleiche Lampen wurden später auch an einer für Selbstmord beliebten U-Bahnstation aufgestellt. Die Anzahl der Leute, die vor den Zug sprangen, ging auch hier zurück.
In einer Studie der George Washington Universität und der University of California wurde den Probanden Werbung mit tatsächlichen Fakten zum Produkt gezeigt und solche die nur Positives hervorbringt. Im ersten Fall war die elektrische Aktivität des Gehirns tiefer als bei der Werbung mit dem Unterhaltungsfaktor. Denn das Gehirn reagiert stärker auf lustige Bilder, egal wie unsinnig sie sein mögen.
Wissenschafter um Alison Jing Xu von der Rotman School of Management haben herausgefunden, dass helles Licht unsere Emotionen – ob positiv oder negativ – verstärkt. In dunklen Räumen hingegen nimmt unser Verhalten rationale Züge an. Xu und ihre Kollegen konnten nachweisen, dass depressive Menschen an einem strahlenden Tag noch depressiver wurden.