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Der fliegende Holländer
Richard Wagner
In der Spielzeit 2012/13 wurde "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner am Opernhaus Zürich mit Bryn Terfel, Anja Kampe und Matti Salminen in den Hauptrollen inszeniert. Zugleich war es Andreas Homokis erste Inszenierung als Intendant des Opernhauses und ist allein durch die Leistung Terfels schon jetzt legendär.
Andreas Homoki inszenierte "Der fliegende Holländer" als kapitalismuskritischen Mystery-Thriller. Spannend sollte es sein und unwirklich. Plastisch verkörpert Matti Salminen in der Rolle des Daland stimmlich ausdrucksstark und souverän das Sinnbild des kapitalistischen Unternehmers.
Die unkontrollierbaren Mächte des Irrationalen, die Dalands unternehmerische Welt ins Wanken bringen, vertritt der Fliegende Holländer Bryn Terfel stimmlich vielschichtig und mächtig durch seine mysteriösen Auftritte. Durch die Figur des Holländers gerät die Ordnung aus den Fugen, auch durch die große Präsenz Terfels. Dass Senta sich als Figur in diese Ordnung nicht fügen möchte, setzt Anja Kampe durch ihr Spiel und ihre Stimme ebenfalls bravourös um.
Das Orchester erschafft in "Der fliegende Holländer" einen beeindruckenden Wagnerklang des 21. Jahrhunderts. Die Philharmonia Zürich unter Alain Altinoglu begleitet zurückhaltend, wo es nötig ist, aufpeitschend-aufgewühlt, wo die Handlung an Fahrt aufnimmt, und musiziert stets präzise und farbenreich.
Eine Produktion der Deutschen Grammophon in Koproduktion mit Opernhaus Zürich.
Quelle: Opernhaus Zürich