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Die Bill & Melinda Gates Foundation hat ihr Engagement für den digitalen Personalausweis erneuert und ihre Investitionen in diesem Bereich als Teil eines Gesamtpakets von 1,27 Milliarden Dollar zur Unterstützung globaler Gesundheits- und Entwicklungsprojekte aufgestockt.
Die jüngste Finanzierungszusage umfasst 200 Millionen Dollar für die digitale öffentliche Infrastruktur, zu der auch digitale ID- und Standesamtsdatenbanken gehören.
Die Ankündigung erfolgt zusammen mit dem sechsten jährlichen „Goalkeepers Report“, in dem die Fortschritte bei der Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bewertet werden, und in dem eingeräumt wird, dass die Welt bei den meisten Indikatoren weit hinter dem Tempo zurückbleibt, das zur Erreichung der Ziele bis 2030 erforderlich ist.
Das SDG 16.9 der Vereinten Nationen sieht vor, dass bis 2030 alle Menschen eine legale Identität haben sollen, einschließlich der Geburtenregistrierung. Die Bemühungen zur Erreichung dieses Ziels sind mit Programmen zur digitalen Identität auf der ganzen Welt verknüpft, was zum großen Teil darauf zurückzuführen ist, dass es offensichtlich nicht praktikabel ist, eine Milliarde Menschen ohne Ausweis in alten analogen Systemen zu registrieren, und dass der Wert eines solchen Systems begrenzt ist.
Der Ankündigung zufolge sind die 200 Millionen Dollar auch für die Unterstützung interoperabler Zahlungssysteme und Systeme zur gemeinsamen Nutzung von Daten vorgesehen.
Die Gates Foundation ist einer der wichtigsten Förderer der Open-Source-Plattform für digitale Identität MOSIP und anderer Programme im Zusammenhang mit der digitalen Identität.
In der Ausgabe 2019 des Goalkeepers Data Report wird die Biometrie als eine von drei Technologiesäulen zur Unterstützung einer gerechten Ressourcenverteilung in Entwicklungsländern genannt.