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Kräuterheilkunde Phytotherapie & Spagyrik
Medizin der Erde
Ehre deine Mutter Erde, auf dass deine Tage auf Erden lange währen.
Die Mutter Erde ist in dir und du bist in ihr.
Sie gebar dich, sie gibt dir das Leben.
Sie war es, die dir deinen Körper gab, und Ihr wirst du ihn eines Tages zurückgeben.
Glücklich wirst du sein, wenn du Sie kennenlernst und das Reich ihrer Pracht.
Wenn du die Engel deiner Mutter empfängst und nach ihren Gesetzen lebst, so wirst du nie Krankheit erleben.
Denn die Kraft deiner Mutter Erde steht über allem.
Sie bestimmt das Schicksal aller menschlichen Körper und aller lebendigen Wesen.
Das Blut, das in uns fliesst, stammt aus dem Blut unserer Mutter Erde.
Ihr Blut fällt aus den Wolken, springt aus dem Schoß der Erde, sprudelt in den Bächen der Berge, ergießt sich in die Flüsse der Ebenen, schläft in den Seen und tobt mächtig im ungestümen Meer.
Die Luft, die wir atmen stammt aus dem Atem unserer Mutter Erde.
Ihr Atem ist azurn in den Höhen des sichtbaren Himmels, rauscht um die Gipfel der Berge, flüstert in den Blättern des Waldes, wogt über die Kornfelder, schlummert in den tiefen Tälern, brennt heiss in der Wüste.
Die Härte unserer Knochen stammt aus den Knochen unserer Mutter Erde, aus den Felsen und Steinen.
Sie ragen nackt in den Himmel, auf den Gipfeln der Berge und sind wie schlafende Riesen an den Bergeshängen.
Sie stehen wie Götzenbilder in der Wüste und sind verborgen in den Tiefen der Erde.
Die Zartheit unseres Fleisches stammt aus dem Fleisch der Mutter Erde, deren Fleisch gelb und rot in den Früchten der Bäume hervorwächst und uns aus den Furchen der Felder ernährt.
Das Licht unserer Augen, das Gehör unserer Ohren stammen beide aus den Farben und Klängen unserer Mutter Erde, die uns umschliesst wie die Wellen des Meeres den Fisch, wie die wirbelnde Luft den Vogel.
Der Mensch ist das Kind der Mutter Erde und aus ihr erhielt er seinen Körper, genauso wie der Körper des Neugeborenen aus dem Schoss der Mutter stammt, so bist du eins mit deiner Mutter Erde; Sie ist auch in dir und du bist in ihr. Sie gebar dich, in ihr lebst du, und zu ihr wirst du wieder zurückkehren.
Halte darum ihre Gesetze, denn kein Mensch kann lange leben, noch glücklich sein, wenn er seine Mutter Erde nicht ehrt und ihre Gesetze befolgt.
Aus: Die verlorene Schriftrolle der Essener, das Friedensevangelium Buch 3, aus dem Aramäischen und Hebräischen von Dr. Ed. Bordeaux Szekely, Verlag Bruno Martin, 1978
Rezeptur nach TCM-Prinzipien
Phytotherapie in der Naturheilkunde
Die Pflanzenheilkunde ist eine der ältesten medizinischen Therapien. Sie ist mittlerweile auch wissenschaftlich anerkannt.
TCM & TEN
In der chinesischen Medizin TCM sowie in der europäischen Naturheilkunde TEN ist sie ein wichtiger Bestandteil. Um körperliche und seelisch geistige Beschwerden zu lindern, nutzen wir die heilende Wirkung von Heilpflanzen und Kräutern.
Herstellung von Urtinkturen
Urtinkturen werden als konzentrierte Zubereitungen gewonnen. Dazu mischt man entweder den gepressten Pflanzensaft mit Alkohol (Ethanol) oder man extrahiert die pflanzlichen Ausgangsstoffe. Anstelle von Ethanol kann auch Glycerin verwendet werden.
Der Unterschied von Urtinktur und Tinktur
Der Unterschied besteht darin, dass bei der Urtinktur eine Frischpflanze weiter verarbeitet wird, bei der Tinktur wird die getrocknete Pflanze weiterverarbeitet.
Westliche Kräuter nach TCM-Prinzip
In meiner Praxis wende ich westliche Kräuter nach TCM-Prinzip an und bin nach wie vor überzeugt davon, dass die Pflanzen, die bei uns wachsen für uns die beste Medizin sind.
Die Wirkungskraft unserer einheimischen Kräuter ist sehr vielfältig. Kräuter werden schon seit Tausenden von Jahren zum Heilen von Erkrankungen eingesetzt.
Die klassische Rezeptur nach TCM-Prinzipien
Eine klassische TCM-Rezeptur richtet sich nach diversen Prinzipien:
- die 5 Geschmacksrichtungen
- die 4 Temperaturausstrahlungen
- die 5 Wirkrichtungen
- der Bezug zu den klassischen inneren Organen
- ihre Toxizität.
Aus den Eigenschaften Geschmack, Temperatur und Organzuordnung lassen sich die Wirkungen der Kräuter erklären.
Grundwirkung eines Krautes
Die Geschmacksrichtung beschreibt die Grundwirkung eines Krautes.
Manche Kräuter besitzen auch mehrere Geschmacksrichtungen.
Die Aufbereitung der Kräuter ist vielseitig, hier ein kleiner Beschrieb:
Dekokt
Die Kräuter werden in kaltem Wasser angesetzt und gekocht.
Infus
Die Kräuter werden mit kochendem Wasser übergossen.
Mazerat
Die Kräuter werden kalt ausgezogen.
Öl
Die Kräuter werden in Öl angesetzt und für die äussere Anwendung gebraucht.
Alkohol – Ethanol
Die Kräuter werden in Alkohol angesetzt und innerlich und auch äusserlich angewendet.
Auswahl der Heilkräuter
Eine Rezeptur erstelle ich klassisch nach Tradition der TCM
Kaiserkraut
- Es besitzt die entscheidende Heilqualität und weist fast immer die höchste Grammzahl auf.
Ministerkraut
- unterstützt und verstärkt die Wirkung des Kaiserkrauts in seiner therapeutischen Aufgabe.
General
- Unerwünschte Wirkungen werden vom General begrenzt, bzw. vermindert.
Das Botschaftskraut
- bestimmt die energetische Bewegung und Richtung der Rezeptur.
Die Anwendung
Die Tinkturen kann man äusserlich anwenden und innerlich einnehmen. Die Anwendungsart richtet sich individuell danach aus, was die Rezeptur bewirken soll.
Äusserliche Anwendungen
- Äusserlich kannst du die Tinktur als Fussbad oder als Waschung von Körperteilen verwenden.
- Auch Umschläge bewähren sich
- Bei Warzen: kannst du direkt die Tinktur auf die betroffene Stelle geben
- Tropfen in eine Salbe dazu geben und auftragen
- Nicht auf wunde oder offene Stellen auftragen
- Zusatz für Teilbäder oder Waschungen
- zum Auftragen auf einen Mückenstich
- mit Wasser vermischt für einen Umschlag
- zum Einreiben bei Muskelverspannungen.
Dosierung orale Einnahme
Die Dosierung ist individuell. Es werden in der Regel zehn bis dreissig Tropfen verschrieben. Die Einnahme sollte man 2-3 X täglich widerholen.
Selbst hergestellte Tinkturen, Tee’s, Salben etc.
Als diplomierte Expertin in Phytotherapie stelle ich Rezepturen gemäss der individuellen Differentialdiagnose zusammen, sende diese dann an die Drogerie oder Apotheke, wo das Rezept dann Form annimmt und für dich zubereitet wird. Selbstgemachte „Drogen“ mit arzneilichen Zwecken dürfen in der Schweiz nicht in einer Naturheilpraxis oder Therapeuten-Praxis abgegeben werden. Auch nicht unter Freikäufliche Arzneimittel.
Gingko biloba
Gingko biloba
Alles in der Natur entsteht, wird bewegt und vergeht durch Kräfte, die aus dem Spannungsfeld zweier Pole hervorgeht.
Polaritätsgesetz
Dieses Polaritätsgesetz ist fundamental gültig und offensichtlich; wir finden es in den Gegenätzen von Tag und Nacht, Mann und Frau, Jugend und Alter usw.
Trotzdem vergessen wir immer wieder, diesen Polaritätsgesetz in die Praxis unseres täglichen Lebens mit ein zu beziehen.
Meist wird die eine Seite einer Sache bevorzugt und festgehalten, die dazugehörige andere Seite aber abgelehnt oder bekämpft.
Dadurch geht Dynamik und Lebenskraft verloren, denn diese kann ausschliesslich im Spannungsfeld von Gegensätzen bestehen, die einander gleichberechtigt gegenüberstehen, oder die sich in zeitlicher Folge ablösen.
Gehirnhälften
In unserer Kultur wird das kausal-analytische Denken der linken Gehirnhälfte überbewertet und gefördert, wodurch das analog-synthetische Denken der rechten Hirnhemisphäre vernachlässigt wird und verkümmert.
Dabei kann auf die Dauer ein Vitalitätsverlust des Gehirns und eine Degeneration seiner Funktionen als Ganzes nicht ausbleiben.
Einheit
Gingko symbolisiert mit seinem zwei-lappigen Blatt, das in sich selbst die beiden Pole – männlich und weiblich – vereinigt, die Einheit und das Gleichgewicht der Polaritäten.
Regenerationskraft
Da im Gleichgewicht die Lebenskraft am stärksten ist, hat der Gingko-Baum eine sehr hohe Vitalität, was seine enorme, im Pflanzenreich unübertroffene Widerstands- und Regenerationskraft beweist.
Leistungsfähigkeit
Diese Vitalität regeneriert die Leistungsfähigkeit des Gehirns, jenes Organs, das als einziges in unserem Körper beide Pole in sich birgt.
Aus dem Buch: Pflanzliche Urtinkturen von Roger Kalbermatten und Hildegard Kalbermatten, ISBN 3-03800-220-8, Seite 45
Der Ursprung vom Gingko-Baum ist in Asien.
Er ist edel und kraftvoll. Bereits vor über 1000 Jahren wurde er dort medizinisch genutzt. Der Gingko wird auch als japanischer Tempelbaum bezeichnet, da er historisch an den Tempeln in Japan angepflanzt wurde.
Der Gingko kam 1754 nach Europa.
Erst in den letzten 50 Jahren wurde die Wirkung der Gingko biloba-Blätterextrakten auf die Hirnzirkulation entdeckt, was die Gingko-Präparate zu viel benutzten Phytopharmaka in Europa gemacht hat.
Blätter und Samen
Medizinisch verwendet werden die frischen rohen Blätter, die von der fleischigen Aussenschicht befreiten Samen und die getrockneten Blätter
TCM
Gingko ist
- Blutbewegend
- Adstringierend
Kontraindikationen
- Kombination von Antikoagulantien Heparin Acetylsalicylsäure Clopidogrel oder NSARs führt zu Blutungskomplikationen (Gingko hemmt den Plättchen-aktivierenden Faktor PAF)
Nebenwirkungen
- Bei parenteraler Applikation (unter Umgehung des Verdauungstraktes) wurden gelegentlich Kreislaufregulationsstörungen, allergische Hautreaktionen und Venenentzündungen beschrieben
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit
Materia Medica Phyto West TCM Heilpraktikerschule Luzern
Die Behandlung der möglichen Ursachen führt zur Wurzel der Erkrankung
Die westliche Schulmedizin ist technisch und hat den Anspruch, die Symptome zu beseitigen, statt die zugrunde liegenden Bedingungen und Ursachen einer Krankheit anzugehen. Das führt dazu, dass eine Krankheit oft chronisch wird, wobei die Symptome durch synthetische Medikamente und andere zusätzliche Einflüsse maskiert werden.
Sanfte therapeutische Agenzien
Die Kräuterheilkunde dagegen versucht durch sanfte therapeutische Agenzien die pathogenen Faktoren zu eliminieren oder Zustände oder Umstände zu verändern, die den Krankheitsprozess unterhalten.
Die ganzheitliche Pflanzenheilkunde ist in erster Linie darauf ausgerichtet, die körpereigenen Heilkräfte zu unterstützen. Die primäre Wirkung von Heilkräutern besteht darin, die körpereigene Fähigkeit zur Synthese, Extraktion und Nutzung von Stoffen anzuregen und zu steigern (Stoffwechsel, Verdauungssystem usw.).
TCM, 5 Elemente, Qi, Yin & Yang, Essenz
Das Wissen um die energetische Einteilung der Kräuter ist im Westen grösstenteils verloren gegangen, aber in den traditionellen Systemen Indiens und Chinas blieb es erhalten. Die Lebendigkeit hat sich weit über die einfachen theoretischen Prinzipien von Yin und Yang, der Elemente und Körperflüssigkeiten hinausentwickelt.
Westliche Kräuter nach TCM
Holistisches System
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist ein altbewährtes medizinisches System, in dem physische und psychische Krankheitsaspekte integriert sind. Alles wird Beachtung geschenkt und mit Achtsamkeit wird eine Diagnose erstellt, die den Patienten in seine Kraft führt und ihn ganzheitlich stabilisiert.
Energetische Qualitäten der Heilpflanzen
Die Lindenblüte
Die Lindenblüte öffnet die Poren und ist deshalb so ein wertvolles Heilkraut bei Fieber und hitzigen Zuständen.
Die Linde ist ein lieblicher Baum, der eine Herzförmige Krone trägt. Ihre Blüten sind weiss-gelb und strahlen Energie und Freude aus.
Konstitution
Mit Hilfe der Heilkräuter kann die Konstitution verbessert werden. Als Therapeutin nutze ich dazu auch immer die westliche Sichtweise von Vitaminen, Spurenelementen und essentiellen Nährstoffen.
Energetische Qualitäten der Heilpflanzen
Die energetische Beschreibung von Pflanzen auf Grund ihrer wärmenden und kühlenden Eigenschaften, der fünf Geschmacksrichtungen (bitter, süss, scharf, salzig, und sauer) sowie ihrer spezifischen therapeutischen Wirkung ist möglicherweise die älteste Art und Weise, Pflanzen einzuteilen.
Therapie an der Wurzel der Erkrankung
Mit der TCM therapieren wir immer an der Wurzel der Erkrankung. Das bedeutet, dass die Lebensgeschichte ein elementarer Bestandteil in der Anamnese ist. Daraus formt sich im Laufe des Erstgesprächs ein Bild das uns dient, das Muster zu erkennen und dann diese Muster klar und zielgerichtet zu behandeln.
Die Ernährung ist immer die Basis und Grundlage für unseren Körper. Sie ist entscheidend, ob wir gesund sind oder eben nicht. Mit der Ernährung und mit den Kräutern beeinflussen wir dann die Kraft des Körpers, um sich wieder in einen geregelten Zustand der Harmonie und des Gleichgewichts einzupendeln.