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Ich möchte im Herbst einige Blumenzwiebeln, v.a. Tulpen, in mein Blumenbeet setzen, gleichzeitig aber eine Gründüngung (z.B. Landsberger Gemenge) darüber ansäen, damit das Beet im Winter nicht nackt ist. Funktioniert das so? Können die Tulpenzwiebeln sich so entwickeln oder werden sie durch die Gründüngung behindert? Müsste ich die Gründüngung rechtzeitig Ende Winter abräumen?
Unsere Antwort
Anhand der Schilderung Ihrer Frage ist anzunehmen, dass Ihr Blumenbeet, in welches Sie im Herbst Blumenzwiebeln setzen möchten, eventuell im nächsten Frühjahr zusätzlich mit Stauden oder Sommerflor ergänzt werden soll.
So oder so eignet sich als Bodenschutz nur für einen Winter nicht unbedingt das überjährige Landsberger Gemenge, dessen Anteil an Schmetterlingsblütlern (Leguminosen) zwar zusätzlich für eine Stickstoffzufuhr im Boden sorgt, jedoch umgegraben werden muss, falls im Frühjahr nur die Zwiebelblumen sichtbar sein oder weitere Pflanzen gesetzt werden sollen.
Besser ist es, Sie wählen eine einjährige rasch wachsende Art wie beispielsweise Phazelie (Phacelia tanacetifolia), welche im Frühherbst ausgesät noch kräftige Pflanzen bildet, die zwar nach den ersten Frösten absterben, jedoch trotzdem den Boden abdecken. Im zeitigen Frühjahr wird dann das abgestorbene Pflanzenmaterial entfernt und an anderer Stelle als Mulchmaterial verwendet oder kompostiert. Die Wurzeln bleiben indessen im Boden. Beides bietet den Bodenlebewesen Nahrung und der Boden wird mit Luft versorgt. Dies geht jedoch nur problemlos, wenn Sie Zwiebelblumen mit grossen Zwiebeln wie Tulpe (Tulipa), Osterglocke (Narcissus) oder Hyazinthe (Hyacinthus) u.s.w. wählen, welche man relativ tief setzt, denn nur so werden diese beim Entfernen des oberirdischen Materials der Gründüngung nicht an die Erdoberfläche befördert. Auch sollte dies, bevor die Zwiebeln treiben, mit Vorsicht geschehen, da diese sonst Schaden nehmen können. Im Frühjahr können dann die Zwischenräume mit Stauden bepflanzt werden oder man sät einjährigen Sommerflor. Ist nur ein reiner Bodenschutz gewünscht, so eignet sich übrigens auch Nüsslisalat (Valerianella locusta), welcher sogar nach und nach geerntet werden kann.
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