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Gesehen hat er dieses Mädchen an der Schauspielschule in Wien und später ist er ihr nach St. Gallen, Zürich und Konstanz gefolgt. Heute wohnen er und Astrid Keller in Altnau am Bodensee, haben drei Kinder und leiten gemeinsam das See-Burgtheater in Kreuzlingen.
Während sie meist auf der Bühne steht, gibt Leopold Huber die Regieanweisungen. Er hat zwar ebenfalls eine Schauspielausbildung gemacht und als Schauspieler in einigen Theaterstücken und Filmen mitgewirkt. «Aber heute bringen mich keine zehn Pferde mehr auf die Bühne.» Für die Arbeit als Regisseur sei er besser geeignet.
Seine Arbeit, sei es ein Buch, ein Film oder ein Theaterstück, seien immer präsent. Manchmal sogar im Schlaf und im Traum. Unbewusst gehe die Arbeit weiter. «Wenn ich auf den Kirschbaum steige, habe ich manchmal die besten Ideen.» Dann steige er schnell vom Baum, schreibe sich die Idee auf und klettere wieder hinauf.
Während das Publikum in grösseren Städten mit eigenen Schauspielhäusern oft gewohnt sei, ins Theater zu gehen, kämen ins Seeburgtheater - «Gott sei Dank!» - auch Menschen, die sonst nicht ins Theater gehen würden. Für ihn als Regisseur bedeute dies, Stücke auszusuchen, die verständlich seien.
Das Publikum soll sich im Theater unterhalten. Leopold Huber ist jedoch überzeugt, dass nicht nur das Lachen, Freude bereiten kann, sondern auch das Lernen. Daher könne eine Tragödie ebenfalls gute Unterhaltung sein. «Wenn wir Menschen nicht gerne lernen würden, würden wir heute noch in den Bäumen sitzen und Bananen essen.»