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Habibi Funk ist ein in Berlin ansässiges Musiklabel, welches seit 2015 alte Platten aus der arabischen Welt neu veröffentlicht. Dabei setzt das Label den Fokus auf funkige Scheiben aus den 60ern-70er Jahren, welche nie einen grossen Anklang beim Publikum gefunden haben.
Jannis Stürtz, der Co-Gründer von Habibi-Funk (sowie von Jakarta Records), fand viele der Platten, welche in den letzten Jahren über das Label rereleased wurden, beim Durchstöbern von kleinen Plattenläden in arabischen Städten. Auf Teils abenteuerliche Art und Weise, wird dann Kontakt zu den jeweiligen Künstler*innen oder ihren Angehörigen aufgebaut, um die Rechte für die jeweilige Platte zu erlangen. Bei den jeweiligen Veröffentlichungen von Habibi-Funk werden die Einnahmen fifty-fifty zwischen Label und Artist aufgeteilt.
Eines der ersten Releases von Habibi Funk ist die Single "Alech" von der tunesischen Band "Dalton". Die Band wurde 1968 von Student*innen in Tunis gegründet. Durch ein Engagement bei einem Beachresort an der Tunesischen Küste, erhielten sie Anfang der 70er Jahren genug Geld Zusammen um eine erste Single aufzunehmen. Das Resultat: Ein grooviger Track, welcher zwar auf arabisch eingesungen wurde, klanglich aber vielmehr an Funk- und Soulmusik aus dem Westen erinnert. Die B-Side der Single "Soul Brother" ist heute eines der beliebtesten "Habibi-Funk"-Tracks. Faouzi Chekili der Sänger von Dalton, war selber sehr überrascht über den Erfolg. Hätte er gewusst, wie erfolgreich sein Gesang in Zukunft werden würde, hätte er sich weiterhin der Musik gewidmet. Die Band löste sich nämlich Mitte der 70er auf.
Labelmitbegründer Jannis Stürtz bezweifelt, dass Habibi Funk je Probleme haben wird, neues Soundmaterial zu finden. Schon am 24. Juni bringt das Label eine Neuveröffentlichung vom 1978 erschienenen Album "Oghneja" der libanesischen Band "Ferkat Al Ard". Eine Platte welche sonst nur für rund 5000 Dollar den*die Besitzer*in wechselt.