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Unmittelbar vor der Rede von Trump sang ein achtköpfiger Westschweizer Männerchor auf der WEF-Bühne im Davoser Kongresszentrum «Le Ranz des Vaches» (zu Deutsch: Kuhreigen), die inoffizielle Hymne der Westschweiz. Das Lied hatte anlässlich der Fête des Vignerons im vergangenen Jahr neue Bekanntheit erlangt.
«Ranz des vaches» ist ein sogenannter Kuhreihen. Dieser Lobgesang der Hirten ist bereits seit dem 16. Jahrhundert dokumentiert. Ursprünglich verkündete er in vielen ländlichen Gegenden die Zeit zum Melken, die Rückkehr in den Stall oder den Alpabzug.
Der «Ranz des vaches» beinhaltet gemäss SRF drei Elemente.
- Das häufig wiederholte Wort «Lioba». Die Bezeichnung «Lobe» für Kuh findet man in alemannischen und romanischen Alpendialekten
- Die namentliche Aufzählung der Kühe.
- Ein allgemeiner Teil, in dem der Hirte die Schönheit des Älplerlebens rühmt, die Freiheit in den Bergen lobt oder über etwas singt, das ihn gerade beschäftigt.
Das Lied wurde über die Schweizer Landesgrenze hinaus berühmt. Es gilt als inoffizielle Nationalhymne der Greyerzer und inspirierte grosse Komponisten wie Beethoven, Liszt oder Wagner für ihre Hirtenmotive. Bei Schweizer Söldnern hat das Lied Heimweh-Gefühle ausgelöst. Anschliessend sind die Soldaten gemäss Überlieferungen desertiert.