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Schreibers Lobrede auf das Alleinsein entsteht während eines Gedankenspaziergangs durch Berlin, die Schweiz und den Süden im pandemischen Winter. Die Gestaltung eines alternativen Lebensmodells in der westlichen Gesellschaft als alleinstehender Homosexueller steht der konventionellen, kollektiven Idee des guten Lebens (alias Partnerschaft, Wohlstand, Familie) noch vehement entgegen. Der Autor räumt mit unzulänglichen Definitionen von Freundschaft in der Philosophiegeschichte auf und entfaltet in seinem literarischen Essay die Vielfalt an Beziehungsformen. Der Erhalt einer Freundschaft sei nämlich der Pflege eines Gartens ähnlich.
Martha Höschel