Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03515.jsonl.gz/2696

Werden im Alter Muskeln schwächer? Nur wenn man nichts tut!
Hochinteressant: Widerstandstraining kehrt das Altern im menschlichen Skelettmuskel um.
Fazit folgender Studie: Wer auch im hohen Alter seine Muskeln trainiert hat ähnliche Muskeln, wie ein junger Mensch! Das heisst, ältere Menschen oder Menschen mit Bewegungsmangel müssten nicht an Schmerzen leiden, wenn sie Ihre Muskeln trainieren und brauchen.
Das menschliche Altern ist mit Skelettmuskelatrophie (Skelettmuskelschwund) und funktioneller Beeinträchtigung (Sarkopenie = Abbau von Muskelmasse) assoziiert. Mehrere Hinweise weisen darauf hin, dass die mitochondriale Dysfunktion einen wesentlichen Beitrag zur Sarkopenie leistet.
Wir untersuchten, ob gesundes Altern mit einem Transkriptionsprofil assoziiert ist, das eine mitochondriale Beeinträchtigung widerspiegelt, und ob eine Resistenzübung diese Signatur umkehren könnte, um ein jüngeres physiologisches Alter anzunähern.
Skelettmuskelbiopsien von gesunden älteren (N = 25) und jüngeren (N = 26) erwachsenen Männern und Frauen wurden mittels Genexpressions-Profiling verglichen, und eine Untergruppe davon wurde mit Messungen der Muskelkraft in Verbindung gebracht.
14 der älteren Erwachsenen hatten Muskelproben vor und nach einem sechsmonatigen Trainingsprogramm für Widerstandstraining. Vor dem Training waren ältere Erwachsene 59% schwächer als jüngere, aber nach sechs Monaten Training bei älteren Erwachsenen verbesserte sich die Kraft signifikant (P <0,001), so dass sie nur 38% niedriger waren als bei jungen Erwachsenen. Als eine Konsequenz des Alters fanden wir 596 Gene, die differentiell exprimiert wurden, wobei ein Cut-Off-Wert der falschen Entdeckungsrate von 5% verwendet wurde.
Vor dem Training zeigte das Transkriptomprofil eine dramatische Anreicherung der mit der Funktion der Mitochondrien assoziierten Gene mit dem Alter. Nach dem Training wurde jedoch die transkriptionelle Signatur des Alterns für die meisten Gene, die sowohl vom Alter als auch von der Belastung betroffen waren, deutlich auf das Niveau jüngerer Werte zurückgedreht. Wir schlussfolgern, dass gesunde ältere Erwachsene Anzeichen von mitochondrialer Beeinträchtigung und Muskelschwäche zeigen, dass dies jedoch auf phänotypischer Ebene teilweise rückgängig gemacht werden kann und sich auf Transkriptom-Ebene im Wesentlichen umgekehrt.
Toll!
Wie ist es im Alltag?
Der Arzt kennt keine Muskeln, er sieht nur einen Bandscheibenvorfall oder Arthrose. Patienten lassen das operieren und haben danach weiterhin Schmerzen. Psychopharmaka soll helfen, meint der Arzt. Doch der Schmerz bleibt, die Muskeln bleiben verkümmert und jede Bewegung schmerzt. Dann folgen Diganosen wie: Fibromyalgie, Rheuma, Pseudogicht, Polymyalgia rheumatica, Arthrose am ganzen Körper usw.