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Komponist Gilbert Kolly
Seine musikalische Laufbahn begann im Alter von 10 Jahren in der
Dorfmusik St. Silvester. Neben vielen anderen musikalischen Interessen
und Tätigkeiten kam er auch bald einmal auf das Alphorn, mit dem er im
Laufe der Zeit in verschiedenen Formationen bläst.
Seine erste Komposition heisst "Kameraden" und entstand 1985.
Das Alphornquartett Düdingen, welchem er seit gut 20 Jahren
angehört, hat als Erstes die damals doch gewagte Komposition
gespielt und damit grossen Erfolg erzielt. Ohne Übertreibung
darf von einer Pionierarbeit für das modernere Alphornblasen
in der Schweiz gesprochen werden.
Heute werden Gilberts Kompositionen - es sind mittlerweile
an die vierzig Werke - im ganzen Land fleissig geblasen.
Gilbert hat es verstanden, das Traditionelle mit dem Modernen
zu verbinden. Dem Alphornquartett St. Silvester hat er seine
Melodien quasi "auf den Leib geschrieben". Seine Liebe gilt
dabei vor allem dem vierstimmigen Satz, in welchem auch die
sonst nur begleitende dritte und vierte Stimme oftmals führende
Rollen übernehmen. Auch vor rhythmischen Ausflügen in andere Musik
macht er nicht Halt, der "Aergera-Blues" ist ein Beispiel dafür.