Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03493.jsonl.gz/404

Der Uno-Sicherheitsrat müsse sich in dieser Zeit stärken, sagte Di Maio am Freitagabend bei der Eröffnung der Marketingplattform «House of Switzerland». Stattdessen zeige sich leider die Schwäche des Multilateralismus, «wenn eine Atommacht, die im Rat vertreten ist, bewusst beschliesst, in ein anderes Land einzufallen». Di Maio zielte dabei auf Russland, das gegen die Ukraine seit Ende Februar einen Angriffskrieg führt.
Chancen stehen gut
Die Schweiz will von 2023 bis 2024 zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen der zehn nichtständigen Sitze im Weltsicherheitsrat übernehmen. Die Chancen für die Schweiz stehen gut, weil sich bisher neben der Schweiz nur Malta um die zwei Sitze bewirbt, die in der westlichen Regionalgruppe frei werden.
Die Kandidatur ist in der Schweiz umstritten. Die SVP lehnt sie aus neutralitätspolitischen Gründen ab. Das Parlament hatte sich zuletzt im März klar für eine Kandidatur ausgesprochen. Der Entscheid zum mächtigsten Uno-Gremium fällt im Juni.
Empfang im «House of Switzerland»
Cassis wurde von Di Maio in Mailand neben bilateralen Gesprächen zu aktuellen Themen auch zur offiziellen Eröffnung des «House of Switzerland» empfangen. Die temporär in der norditalienischen Metropole gastierende Plattform mit dutzenden Veranstaltungen ist ein Landesmarketing-Instrument. Es soll die Sichtbarkeit der Schweiz in Exportmärkten erhöhen und neue Kooperationen fördern. Es gastiert auch in anderen Städten.