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Uns läuft die Zeit davon“ – Generalleutnant Alexander Sollfrank, Chef des NATO-Logistik-Kommandos für Europa, hat große Sorgen. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Reuters“ Ende vergangener Woche machte er seinem Frust über die gegenwärtige militärische Lage in der Ukraine und die unzureichende Infrastruktur in den NATO-Aufmarschgebieten Osteuropas Luft. Das von Sollfrank geleitete „Joint Support and Enabling Command (JSEC)“ in Ulm hat es mit den typischen Problemen eines expansiven Militärbündnisses zu tun: Die NATO hat sich seit 1990 um 1.000 Kilometer nach Osten erweitert, die Ostflanke weist eine Länge von 4.000 Kilometern auf. Das mache es überaus schwierig, so Sollfrank, in kurzer Zeit Truppen in Divisionsstärke zügig in den Einsatzraum zu verlegen und gleichzeitig den entsprechenden Nachschub an Munition, Treibstoff, Ersatzteilen und Proviant zu sichern. Was nun schnellstens „in Friedenszeiten“ erledigt werden müsse, dafür habe die NATO „im Kriegsfall“ keine Zeit mehr.
Sollfrank liefert damit den Hintergrund für die vom 6. bis 24. November durchgeführte Bundeswehrübung „Blue Lightning“, bei der die Verlegung von militärischem