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Die Standardarbeitskraft SAK ist eine Einheit zur Bemessung der Betriebsgrösse, berechnet anhand von standardisierten Faktoren. Über arbeitswirtschaftlich ermittelte Faktoren werden die verschiedenen landwirtschaftlichen Aktivitäten (Pflanzenbau, Tierhaltung) vergleichbar und vor allem addierbar gemacht. Seit Januar 2016 können zudem unter bestimmten Bedingungen SAK-Zuschläge über die Rohleistung aus landwirtschaftsnahen Tätigkeiten angerechnet werden. Die SAK erlaubt damit eine umfassendere Bemessung der Betriebsgrösse als wenn beispielsweise nur die Landwirtschaftliche Nutzfläche in Hektaren berücksichtigt würde.
Die arbeitswissenschaftlichen Grundlagen für die SAK-Faktoren werden von Agroscope bereit gestellt. Diese Grundlagen basieren auf Messungen der Arbeitszeit auf landwirtschaftlichen Betrieben der Schweiz. Dabei werden nicht nur die Feld- und Stallarbeiten, sondern auch Sonder- und Betriebsführungsarbeiten berücksichtigt. Auf Basis dieser Daten wird die Arbeitszeit bei landesüblicher Bewirtschaftung und Mechanisierung für eine landwirtschaftliche Aktivität berechnet, z.B. die Arbeitszeit für die Bewirtschaftung von 1 Hektar Weizen. Diese Arbeitszeit wird dann durch 2600 Stunden geteilt, um sie in SAK umzurechnen.
Da mit der Zeit die auf den Betrieben angewendeten Verfahren ändern (Betriebe wachsen, neue technische Möglichkeiten werden verfügbar), werden auch die SAK-Faktoren von Zeit zu Zeit angepasst, um die dadurch entstehende Verbesserung der Arbeitseffizienz zu berücksichtigen. Da die SAK-Faktoren immer auf einer gesamtschweizerischen Referenz beruhen, werden sie dann auch für Betriebe verwendet, auf denen die Arbeitseffizienz nicht gesteigert werden konnte.
Die in SAK bestimmte Betriebsgrösse wird in verschiedenen Bereichen der Agrarpolitik als Kriterium verwendet, ob ein Betrieb von einer staatlichen Massnahme profitieren kann, u. a.: