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Die Kaneta-Familie betreibt ihren Ofen, Tencho-gama, in Hagi seit 1817.
Sanzaemon der VII. lernte die Traditionen der Hagi-Keramik von seinem Onkel Kaneta Tokuzo, dem 5. Meister der Sanzaemon-Linie, sowie bei Reishu Yamaguchi.
Kaneta Sanzaemon VII. hat hauptsächlich Gefäße für die Teezeremonie im traditionellen Stil gebrannt, wie sie in Hagi seit Beginn des 17. Jahrhunderts hergestellt wurden. Seine Teeschalen mit den typischen hellen, in subtilen Nuancen zwischen Braun, beige, altrosa und weiß changierenden Glasuren zeichnen sich durch eine tiefe Ruhe und Sammlung aus. Die halboffenen Oberflächen nehmen im Lauf der Benutzung Spuren des Tees in den Scherben auf, der zu einer allmählichen Verfärbung und zartem Krakelee führt. Das Erscheinungsbild der Schale ist dadurch einer langsamen, aber stetigen Veränderung unterworfen, die von den Teemeistern besonders geschätzt wird.
Kaneta Sanzaemon VII. wurde mehrfach bei der nationalen Ausstellung für traditionelles Handwerk ausgezeichnet und erhielt den Kulturpreis der Stadt Hagi, außerdem 1983 den Encouragement Award, 1983 den Bildungspreis der Präfektur Yamaguchi, 1989 den Distinguished Services Award und 2002 den Cultural Order Award of Traditional Crafts.
Preis: CHF 650.–
Schale aus der Christoph Peters Kollektion
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Hagi Keramik
Die Hagi-Öfen wurden 1604 von Keramikern gegründet, die einige Jahre zuvor unter dem Fürsten Toyotomi Hideyoshi während seines Eroberungszugs aus Korea zwangsumgesiedelt worden waren, um eine Produktion der damals besonders geschätzten Keramiken koreanischen Stils in Japan aufzubauen. Unter den Teemeistern galten Hagi-Chawan wegen ihres besonders feinen und stillen Ausdrucks lange Zeit als die erste Wahl, noch vor den Karatsu- und Raku-Keramiken. Bis heute ist Hagi eines der führenden Zentren für Keramik in Japan. Einige der dort ansässigen Keramiker-Familien führen ihre Geschichte bis zu den im 16. Jahrhundert verschleppten koreanischen Töpfern zurück.