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Freilichtkonzert Werbung
"Musikalische Freude zelebrieren"
Open-Air mit musikalischen Highlights, vor wunderschöner Kulisse – das Freilichtkonzert als Gemeinschaftsprojekt der drei Musikvereine aus der Luzerner Landschaft:
Nach schwierigen Jahren für die Sport- und Kulturvereine sowie für die Gesellschaft stellen die drei Vereine aus Sempach, Schüpfheim und Neuenkirch mit einem einzigartigen Konzertprojekt das gemeinsame Musizieren in den Mittelpunkt. Der rund 160-Musiker:innen umfassende Musikkorps veranstaltet am 21. Mai 2023 zwei Konzerte in Schüpfheim und Sempach. Durch das Vorhaben wagen die Vereine einen Aufbruch und setzen mit der überregionalen Zusammenarbeit ein Zeichen für das Musizieren in der Freizeit, die Gemeinschaft sowie der Wertschätzung gegenüber der Kultur.
Komponisten und Werke
Crown Imperial
«Crown Imperial» ist ein Marsch von William Walton, der für den Krönungsgottesdienst für König Georg VI. in der Westminster Abbey in London am 12. Mai 1937 in Auftrag gegeben wurde. Das Werk steht in der Tradition von «Pomp and Circumstance», mit einer flotten Öffnung, die sich von einem breiten Mittelteil abhebt, was zu einer durchschlagenden Schlussfolgerung führt. Bei nachfolgenden staatlichen Anlässen wurde «Crown Imperial» in der Westminster Abbey aufgeführt: Die Krönung von Königin Elizabeth II. im Jahr 1953 und die Hochzeit von Prinz William im Jahr 2011. Walton, normalerweise ein langsamer und sorgfältiger Arbeiter, schrieb «Crown Imperial» in weniger als zwei Wochen. Der Titel könnte von William Dunbars Gedicht «In Honour of the City of London» abgeleitet worden sein, das Walton 1937 als gleichnamige Kantate vertonte. «Crown Imperial» wurde in seiner ursprünglichen Orchesterform und zusätzlich in Arrangements für Orgel und Blasorchester aufgenommen.
Whispers from Beyond
Der amerikanische Komponist Rossano Galante wuchs in Buffalo auf. Bereits als Schüler lernte er Trompete, brachte sich selbst das Klavierspielen bei und versuchte sich als Komponist. Später studierte Galante an der University at Buffalo Trompete; 1992 schloss er sein Studium mit einem Bachelor of Arts ab und wechselte an die University of Southern California, wo er bei Jerry Goldsmith Filmmusik-Komposition erlernte. 1999 zog er nach Kalifornien, um sich als Komponist und Orchestrator einen Namen zu machen. Seither zählte der mit seinen ansprechenden Werken zu den erfolgreichsten Blasorchesterkomponisten unserer Zeit. Beispiel hierfür ist sein Werk «Whispers from Beyond».
Als zarte Hommage an einen verlorenen Freund komponiert, sollte dies kein trauriges Stück sein, sondern eher eine freudige Erinnerung an ein zu früh beendetes Leben. Das Werk zeichnet sich durch zwei Hauptthemen aus, die im Verlauf der Musik verebben und fliessen. Aufstrebende melodische Linien und eine reiche Orchestrierung tragen dazu bei, diesem wirkungsvollen und emotionalen Stück Charakter und Unterscheidungskraft zu verleihen.
Second Suite Holst
Die Second Suite in F for Military Band (op. 28, No. 2) ist Gustav Holsts zweite und letzte Suite für Blasorchester. Obwohl sie seltener als die First Suite aufgeführt wird, gehört sie immer noch zum Standardrepertoire für Blasorchester. Das Werk wurde 1911 komponiert aber erst 1922 veröffentlicht. Zu Holsts Zeiten war es sehr beliebt, alte traditionelle Lieder in Kompositionen zu verarbeiten. In den vier Sätzen der zweiten Suite findet man sechs verschiedene Melodien aus der englischen Volksmusik: «Morris Dance», «Swansea Town», «Claudy Banks», «I Love My Love», «Song of The Blacksmith», «Dargason» und «Greensleeves». Holst spielt in seiner zweiten Suite vor allem mit Taktarten und den stark kontrastierenden Tempi der einzelnen Sätze.
Es existieren verschiedene Fassungen des Werkes, wobei das Arrangement von Colin Matthews zu den gelungensten Arrangements gezählt werden darf.
Ouvertüre solennelle 1812
Der von inneren Krisen heimgesuchte Tschaikowski gehört zu den erfolgreichsten russischen Komponisten. Zu seinen bekanntesten Werken zählt die «Ouvertüre solennelle 1812», die er nach eigener Aussage ohne innere Überzeugung und «Herzblut» geschrieben hat. Das Werk beschreibt den Sieg Russlands in den napoleonischen Kriegen 1812 und wurde mit grossem Erfolg am 20. August 1882 in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau uraufgeführt. Feierliche Klängen, die an Gottesdienste in russischen Kirchen nach der Kriegserklärung erinnern sollen, leiten das Werk ein. Die französische Marseillaise spiegelt die anfänglichen französischen Siege im Krieg und die Besetzung von Moskau im September 1812 wider. Der Rückzug von Moskau im Oktober 1812 wird durch ein langes Diminuendo ausgedrückt. Die folgenden Kanonenschüsse stellen die Angriffe der russischen Artillerie auf die französischen Armee dar. Mit Glockengeläut wird schliesslich der Sieg und die Befreiung von der französischen Besatzung gefeiert. Unter den Kanonen und Hörnern hört man die russische Zarenhymne: Gott erhalte den Zar!