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Arlbergdolomit, obere Rauhwacke oder Raiblerschichten und Hauptdolomit) in
Scarl und
Val Sesvenna dem Verrucano aufliegen;
nach oben folgen Steinsbergerkalk (Rät-Lias) und dunkle Liasmergel (Kontakt besonders schön an den
Paraits Sesvenna zu sehen),
die z. B. am
Piz S.
Jon und
Piz Lischanna den Steinsbergerkalken sowohl ein- als aufgelagert sind. Die aus
dunklen Kalken und Dolomiten bestehenden Muschelkalkschichten bei der Alp
Sesvenna und dem Dörfchen
Scarl enthalten Diploporen.
Die Formationen des Piz Madlein fallen im Ganzen nach N. ein, aber die Schichten sind stark gefaltet und geknickt und in
zwei grosse liegende Falten gelegt, denen sich wahrscheinlich noch eine dritte zugesellt.
Unter dem
Mot oder
Muot Madlein liegen die alten Erzgruben von Unterbinnen (etwa 1900 m) und
Val del Poch, dort im Arlbergdolomit,
dann gegen NW. und im
Val del Poch in der kieseligen Rauhwacke (Raiblerschichten) bis zu 2100 m
Höhe. Die
Gruben sind längst
verlassen und in ihrem heutigen Zustand nicht ohne Gefahr gangbar. Sie lieferten silberhaltigen Bleiglanz
und Galmei, welch' letzteres Erz jedoch nicht weiter beachtet wurde; auch das
Blei behandelte man nachlässig, weil man in
erster Linie
Silber gewinnen wollte.
Begleitmineralien sind Baryt und Limonit. Der Bergbau wurde mit Unterbrechungen schon seit dem 14. Jahrhundert betrieben,
während die letzten Versuche aus 1827 und dann nochmals aus den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts datieren.
Im
Val Sesvenna und am
Piz Cornet fanden die letzten Abbauversuche 1856 statt. Ruinen des Hochofens auf dem
Schmelzboden kurz
vor
Scarl. Vergl. Theobald, G. Geolog. Beschreibung der nördl. Gebirge vonGraubünden(Beiträge zurGeolog. KartederSchweiz. 2). Bern
1864. - Böse, E. Zur Kenntnis der Schichtfolge imEngadin (in der Zeitschrift der deutschen geolog. Gesellschaft.
1896). - Tarnuzzer, Chr., G.
Nussberger und P. Lorenz. Notice sur quelques gisements métallifères du canton desGrisons.
Coire 1900.
Kann von den drei genannten Thälern aus leicht bestiegen werden. Es wird ihm aber meist der etwas weiter gegen
W. gelegene und etwas höhere
Pizzo di Vogorno (2440 m oder, nach neueren Messungen, 2447 m) vorgezogen.
(Il) (Kt. Tessin,
Bez. Leventina).
2755 m. Gipfel, in der das Bedrettothal im S. begleitenden Kette und 5-6 Stunden s. über
dem kleinen Dorf
Fontana. N.- und
W.-Hang steil und felsig,
S.-Hang sanfter geböscht und mit Alpweiden bestanden. Gegen
N. ist ihm die kleine Pyramide des
Pizzo Sella vorgelagert.
(ValloneDella) (Kt. Tessin,
Bez. Locarno).
1730-197 m. Kleines Thal, das in die Quarzschiefer des SO.-Hanges des
Monte Gridone tief
eingeschnitten ist. Wird vom
Torrente della Madonna durchflossen, der auf der
AlpeArolgia entspringt und
nach 5 km langem
Lauf zwischen
Brissago und der Landesgrenze gegen Italien in den
Langensee mundet. Auf seinem Schuttkegel stehen
die Kirche «della Madonna» mit ihrer interessanten Kuppel und eine grosse
Tabak- und Zigarrenfabrik.