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Bereits in der Bronzezeit bestand eine Siedlung in Pleif. Das erste nachgewiesene kirchliche Gebäude kann aus dem Jahr 800 in Pleif datiert werden. Einige Jahre später wird Lumnezia das erste Mal im karolingischen Reichsguturbar mit dem Namen Legunitia, Leunizze und Leunicia genannt.
Seit dem 14. Jahrhundert besiedeln die Walser zuerst das Seitental Peil, danach Vals vom Rheintal her und über den Valserberg. Vals war im 11./12. Jahrhundert von Romanen bevölkert. Der Pass des Valserberg war eine Verbindung von regionaler Wichtigkeit zwischen dem Vorder- und Hinterrhein. Für den Export von Glarner Vieh als Verlängerung vom Tomül (Panixerpass) wurde er bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts genutzt.
Um 1350 gehörte die Vogtei Lumnezia als Feudum den Freiherren de Belmont. 1352 besiegte der Freiherr de Belmont den Graf de Werdenberg-Sargans in der Schlacht bei Sogn Carli am Fuss des Piz Mundaun. Gemäss Sage sollen die Lugnezerinnen bei Porclas den Kampf mitentschieden haben. Zum Dank dürfen die Frauen in der Kirche Pleif seither auf der rechten Schiffseite sitzen. 1395 verbinden sich die Lugnezer mit dem Landfriedensbündnis von Ilanz, mit dem Zweck die Sicherheit auf den Strassen herzustellen, das Gewerbe und den öffentlichen Verkehr zu ermöglichen und das Recht des freien Bürgers vor Gericht zu garantieren. 1424 wird dieses Bündnis in Trun unter dem legendären Ahorn erneut bestätigt und von da an Grauer Bund genannt. Das romanischsprachige Lumnezia ist nach 1424 eine Gerichtsgemeinde, im Bund mit zwei Stimmen vertreten. Vals als selbstständige Gemeinde ist mit einer Stimme vertreten. 1538 kauft sich Lumnezia vom Bischof von Chur frei. 1581 - 1629 breiten sich Pestepidemien in Lumnezia aus. Nach der Hungersnot von 1770 - 1772 wird der Kartoffelanbau eingeführt. 1799 verliert die letzte Militärreserve (Landsturm) der Surselva eine Schlacht gegen die französischen Truppen in Tamins. Etwa 70 Lugnezer und Walser verlieren ihr Leben.
Von 1800 bis zum ersten Weltkrieg begeben sich Kinder im Alter von 8 - 15 Jahren aus der gesamten Region jeden Frühling in einem mehrtätigen Fussmarsch ins Schwabenland um in Landwirtschaftsbetrieben zu arbeiten. Im November kehren sie wieder heim. 1849 waren 356 Kinder aus Lumnezia und Vals im Schwabenland.
1851 wird Graubünden in Bezirke und Kreise eingeteilt. Der Kreis Lumnezia umfasst die zwei Gerichte Lumnezia und Vals. Kraft des Briefs vom 23. September 1524 der Drei Bünde arbeiteten 48 Gerichte in Graubünden. Die Ganzheit der Gerichte war die Höchstautorität der Republik. Jede hatte ein oder zwei Stimmen je nach Grösse. Das Gericht Lumnezia umfasste die Nachbarschaften von Camuns, Cumbels (Cumbel), Duvin, Furth (Uors), Igels (Degen), Lumbrein, Morissen, Neukirch (Surcuolm), Oberkastels (Surcasti), Peiden, St. Martin, Tersnaus, Vigens (Vignogn), Villa (Vella) und Vrin. Die Nachbarschaften waren also Untersektionen der Gerichte und waren hauptsächlich Gemeinschaften, die den öffentlichen Grund, die Wälder, die Weiden und die Alpweiden nutzten.
1840 wurde der Dorfteil Cadorcat von einem grossnr Brand heimgesucht. Acht Häuser mit 15 Wohnungen sowie sechs Ställe wurden zerstört.
1867 eröffnete das erste Postbüro in Vella, 1870 ein Telegrafiebüro. 1886/87 baut der Kanton die neue Strasse von Valgronda nach Vrin und im Jahre 1887 wird in Vella die Lugnezer Sekundarschule mit zwei Klassen eingeführt. Im ersten Schuljahr wurden sechs Mädchen und 15 Knaben an der Realschule aufgenommen.
1909 wird das erste Telefon in Vella in Betrieb genommen und 1918 die Krankenkasse Lumnezia I gegründet. Die Gemeinden des Oberlugnez sind Träger der Kasse. Dreizehn Jahre später gründen die Gemeinden des Unterlugnez zusammen mit Vals die Krankenkasse Lumnezia II. 1918 beschliessen die Vertreter der Lugnezer Gemeinden elektrisches Licht in den Gemeinden zwischen Cumbel und Vignogn einzuführen. 1922 wird ein Elektrizitätswerk in Vella gebaut, nachdem das Elektrizitätswerk Bündner Oberland (E.W.B.O.) den Bau einer Wasserversorgungsleitung in Lumnezia abgelehnt hatte. Um Löschwasser in Brandfällen beziehen zu können, wird eine Verbindung zur Druckleitung des Elektrizitätswerks hergestellt, da ein Projekt des Jahres 1919 für eine generelle Wasserversorgung nicht realisiert werden kann. Nachdem das Elektrizitätswerk im Verlauf der dreissiger Jahre geschlossen wird, fehlt die einzige Löschanlage in der Gemeinde.
1930 gibt es die ersten Mähmaschinen und die ersten Radios in Vella, Lumbrein und Vals. 1943 gewährt der Bundesrat einen Kredit von 1.5 Millionen Franken für Drainagen und Dämme im Gebiet Ausserlugnez.
1949/50 wird ein neues Schulhaus mit Turnhalle in Sutvitg gebaut und 1963 der erste Skilift in Lumnezia, "Plaunca Biala" in Vella, errichtet. 1967 öffnet die Tuchfabrik Trun eine Filiale in Vella. Diese wird jedoch bereits neun Jahre später wieder geschlossen. 1973 genehmigt die Gemeindeversammlung die erste Raumplanung und 1977 wird beschlossen, eine Gesamtmelioration durchzuführen. 1978 nimmt die Nachbarschaft Vella eine Kläranlage in Funktion, welche 14 Jahre später umgebaut und erweitert wird. Von 1994 - 1997 werden ein neues Schulhaus und eine neue Turnhalle in Sutvitg gebaut. Von 2010 - 2012 baut die Stiftung "da casa val lumnezia" ein neues Alters- und Pflegeheim in Davos Cuort.
Mit der Gesamtmelioration ist eine neue Infrastruktur geschaffen worden, welche den wirtschaftlicheren Anbau von Boden erlaubt. Die Mechanisierung hat erlaubt, viel grössere Flächen anzubauen. Ein Feldstrassennetz von fast 18 km verbindet das Landwirtschaftsland und auch Waldteile. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte sind nur vier landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe verblieben und einige kleine Nebenerwerbsbetriebe. Ein grosser Teil des Bodens in Vella wird an auswärtige Betriebe verpachtet. Vella hat keine Kuhalp. Die Rinderalp wird mit Vieh von den Landwirten aus Vella und auswärts, vor allem von Cumbel, bestossen.
Mit dem Bau des Skilifts hat eine touristische Entwicklung begonnen, welche mit der Inbetriebsetzung der Bergbahnen von Vella - Triel - Platetg weiter beflügelt wurde. Ein Hotelbau, eine grosse Überbauung mit Ferienwohnungen und viele weitere Ferienhäuser haben die traditionelle Bauerndorfstruktur seit dem 1980 erheblich umgeformt. Die Nachbarschaft hat grosse Summen in die Eröffnung von Bauland investiert. Das überbaute Land ist im stetigen Wachsen und es sind zahlreiche Häuser für Einheimische errichtet worden. 2009 wurde eine Bauzone für Einheimische in Bual eröffnet und somit weitere Landreserven für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Ziel der Raumplanung ist eine konstante Entwicklung des Tourismus und zeitgleich gute Lebenskonditionen für die Ansässigen zu erhalten sowie gute Voraussetzungen zu schaffen, damit die Unternehmungen erfolgreich bestehen können. So können Arbeitsplätze gefördert werden. Der Weg zu einer guten touristischen Entwicklung ist die Verstärkung der Mitarbeit in der Region Lumnezia - Obersaxen - Mundaun und zum Teil über diese Region.
18. – 13. Jahrhundert v. Chr. - frühe bis mittlere Bronzezeit
Siedlung Crestaulta bei Surin / Lumbrein. Die Einwohner leben in erster Linie von der Landwirtschaft.
13. – 8. Jahrhundert v. Chr. - späte Bronzezeit
Siedlung in Pleif / Vella.
Einwanderung veneto-illyrischer Stämme ins Engadin und ins Rheingebiet.
9. – 5. Jahrhundert v. Chr. - Eisenzeit
Funde aus der Eisenzeit in Surcasti (Sogn Luregn), Vella und Vals. Wohl auch bereits Passverkehr über den Valserberg (2'504 m.ü.M.) zwischen Vals und dem Hinterrhein und über den Tomülpass zwischen Vals und dem Safiental.
15 v. Chr. – 476 n. Chr
Römische Truppen unter Führung von Drusus und Tiberius, den Stiefsöhnen des Augustus, erobern die Alpen. Das Lugnez wird Teil der römischen Provinz Rätien. Der Einfluss der Römer auf die Täler abseits der Transitwege bleibt jedoch bescheiden. Für die Romanisierung hat die Christianisierung eine wichtige Rolle gespielt. Zeugen aus der Römerzeit sind acht Münzen von Maximilianus Herculius (285 – 310), welche sich heute im Rätischen Museum in Chur befinden und auf Gebiet der Gemeinde Vella gefunden wurden.
Unter Kaiser Diokletian (284 – 305 n. Chr.) wird Rätien in "Raetia prima" (Curiensis) und "Raetia secunda" (Vindelica) geteilt. Mit dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft um 476 trennen sich die Schicksale der beiden Provinzteile.
6. / 7. Jahrhundert
Christianisierung des Lugnez. In Pleif wird die erste Kirche im Lugnez errichtet. Der erste nachweisbare Sakralbau datiert etwa aus dem Jahre 800. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Kirche Pleif im karolingischen Reichsguturbar in Rätien als „ecclesia plebeia ad S. Vincentium.“
533 – 548
Rätien wird dem Reich der Franken angegliedert. Die rätische Provinz wird verkleinert und heisst „Rezia curiensis“. Rätien richtet sich politisch, ökonomisch und kulturell nach Norden, bleibt aber verhältnismässig autonom. Es steht durch mehrere Generationen unter der Herrschaft der „Victoriden“, welche die wichtigsten Ämter in ihrer Hand vereinigen, nämlich das des Churer Bischofs und das des Praeses, die weltliche Führungsposition.
806
Karl der Grosse unterteilt Rätien in zwei Grafschaften, Oberrätien und Unterrätien. Er nimmt eine Ausscheidung des Reichsgutes vom Kirchengut vor. Den Inhabern des Bischofsthrons wurde damit praktisch die materielle Grundlage ihrer weltlichen Herrschaft entzogen, da offenbar diese "Teilung" praktisch das gesamte Bistumsgut in Königsgut umwandelt. Er führt in Rätien die Grafschaftsverfassung ein, womit auch direkt die weltliche von der geistlichen Gewalt geschieden wird.
Als Vertreter des Kaisers, der den Titel „Graf“ (''comes'' ''curiae'' / ''curiensis'') führt, wird Hunfried I. eingesetzt, dem das vom Bistumsgut ausgeschiedene Königsgut als Herrschaftsgrundlage dient. Der Umfang dieses Köngisguts wird durch ein Urbar des Reichsgutes in Churrätien aus der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts zumindest teilweise überliefert. Der Graf hatte in erster Linie für die Gerichtsbarkeit Sorge zu tragen und die an den König zu entrichtenden Steuern zu erheben.
circa 840
Im Reichsguturbar der kaiserlichen Güter erscheint das Lugnez das erste Mal unter der Bezeichnung Legunitia, Leunizze und Leunicia. Darin wird Vella erwähnt, wie auch das kaiserliche Gut von St. Vincentius, welches nach der Bezeichnung der Talkirche benannt worden ist. Das königliche Gut, welches auch mit einem Rebberg versehen war, hatte ein Herikerius zu Lehen. Der Lehensbesitz der Kirche mit Zehntem aus dem ganzen Tal hatte ein ansässiger Presbyterier mit Namen Constantinus.
916
Das Lugnez, das zur Grafschaft Oberrätien gehört, wird als Teil einer Centena dem Herzogtum Alemannien eingegliedert und wird somit Teil des römisch-deutschen Reichs.
9. – 13. Jahrhundert
Die pfarramtliche Talkirche St. Vincentius, die im 9. Jahrhundert noch als Reichslehensgut gilt, geht in den Besitz der Welfen über und wechselt 934/35 an das Konstanzer Domkapitel. Im Jahre 1204 gehört sie zum getrennten Besitz und unterliegt dem Patronat des Propsts der Kathedrale von Konstanz. Im 9. Jahrhundert werden die Kirchen von den Kaisern nicht als kirchliche Objekte angesehen, sondern als Eigentum der Grundbesitzer. Sie übergeben nicht nur Güter, öffentliche Rechte und Privilegien, sondern leihen den Lehnsmännern auch Kirchen aus – wie im Urbar der kaiserlichen Güter ersichtlich. Der Bischof hat keine Sonderrechte auf sakrale Gebäude, sondern ist lediglich einer unter anderen, der ein Lehensverhältnis eingehen kann. Im Verlaufe der Zeit nimmt der Einfluss des Kaisers in Rätien ab. Die Lehensmänner nutzen die Gelegenheit um sich die kaiserlichen Güter anzueignen, vor allem nach dem Tod von Otto von Buchhorn im Jahre 1089, welcher als Graf von Rätien unmittelbar den Kaiser vertrat. So ist das kaiserliche Gut in den Händen von verschiedenen lokalen Adligen geraten.
14. Jahrhundert
Aus dem Rheinwald eingewanderte Walser siedeln sich im Valsertal an, welches bereits im 11./12. Jahrhundert von Romanen bewohnt war. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts besiedeln die Walser zuerst das Peilertal, anschliessend das Valsertal. Sie kommen vom Rheinwald und über den Valserberg. Der Saumweg über den Valserberg war eine wichtige regionale Verbindung zwischen dem Vorder- und dem Hinterrein, zum Beispiel für den Export des Glarner Viehs, als Verlängerung des Panixerpasses. Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Valserberg die Hauptverbindung um das Valsertal mit Wein und Salz zu versorgen und für den Export von Vieh zu den Märkten von Norditalien. Die Eröffnung der Wegverbindung zwischen Ilanz und Vals (1879) hatte zur Folge, dass der Valserpass an Bedeutung verlor.
1345
In einem päpstlichen Ablassbrief vom 4. Januar 1345 für die Kirche von Pleif werden fast sämtliche Lugnezer Kirchen als zur Grosspfarrei Pleif gehörend genannt. Ausnahmen sind die Kirchen Sta. Maria in Degen/Fraissen und die Pfarrkirche von Vals, welche unabhängige Pfarreien geworden waren und das Recht hatten, einen eigenen Pfarrer zu haben und ihre Pfarrgenossen in einem eigenen Friedhof zu begraben.
circa 1350
Die Vogtei über das Lugnez gehört als bischöfliches Lehen den Freiherren von Belmont.
1352
Fehde zwischen Ulrich von Belmont und dem Grafen von Werdenberg-Sargans. Sieg des Freiherren von Belmont bei Sogn Carli am Piz Mundaun. Der Sage nach sollen die Lugnezerinnen bei Porclas den Kampf entschieden haben. Als Dank soll den Frauen das Recht eingeräumt worden sein, in der Pfarrkirche Pleif auf der rechten Seite Platz zu nehmen.
1371
Tod des letzten männlichen Sprosses der Freiherren von Belmont. Seine Schwester Adelheid von Belmont, welche in erster Ehe mit Heinich von Rhäzüns verheiratet war, erbt sein Gut. Bis 1390 sind die Herren von Lumbrein Inhaber der Vogtei im Lugnez. Der Churer Bischof versucht, das Herrschaftsgebiet der von Belmont wieder als bischöfliches Lehen zu erlangen.
1390
Casper von Sax erbt die Güter der von Belmont im Lugnez wie auch in Flims und in der Gruob. Dieser war mit Elisabeth von Rhäzüns, die Tochter des Heinrich von Rhäzüns und von Adelheid von Belmont verheiratet. Der Churer Bischof will Rechte in der Surselva geltend machen, seine Vorhaben misslingen jedoch. Die Reibereien zwischen den Adligen veranlasst die Lugnezer, sich von allen feudalistischen Rechten trennen zu wollen und Freiheit und Unabhängigkeit zu verlangen.
1395
Die Lugnezer verbünden sich als Gleichberechtigte der Freiherren von Sax-Misox mit dem Friedensbund in Ilanz. Dieser Bund ist ein Vorläufer des 1424 gegründeten Grauen Bundes und wird ursprünglich Oberer Bund genannt. Erster Landesrichter wird Johann von Lumbrein. Der Obere Bund hat sich aus dem Zusammenschluss von 21 Kreisen in den Talschaften des Vorder- und Hinterrheins gebildet. Der Abt des Klosters Disentis, Johannes von Ilanz als Hauptinitiant, der Baron Ulrich II von Rhäzüns und der Baron Albert von Sax – Misox, schliessen sich am 14. Februar mit Abgeordneten der Kreise in Ilanz zu einem ewigen Bund zusammen. Da ihre Herrschaftsgebiete vor allem in der Surselva zu finden waren, wurde dieser Bund „Oberer Teil“ genannt. Diesem Bund schliessen sich fünf Tage später der Graf Johann von Werdenberg – Sargans mit den Freien oberhalb des Flimserwaldes an. Mit dem Bund in Ilanz wollte man die Sicherheit auf den Strassen wiederherstellen, den Handel und den freien Verkehr ermöglichen und das Recht des einfachen Bürgers vor Gericht sicherstellen. Die Vereinbarungen zur Sicherstellung des öffentlichen Friedens enthielten strenge Strafbestimmungen für Mordtaten, Tötungsdelikten, Diebstählen und Brandstiftungen. Am 4. April 1399 ist die Herrschaft von Crap s. Bargazi dem Oberen Bund beigetreten, welche dem Grafen von Werdenberg – Heiligenberg unterstellt war mit der ihm unterstellten Bevölkerung von Trins und Trimmis und das Zollstelle von Bonaduz/Reichenau. Dieser Bund, welcher jetzt das ganze Tal des Hinterrheins umfasste, schliesst am 24. Mai 1400 mit dem Glarnerland eine Vereinbarung, um den Glarner Viehhändlern und Kaufleuten die Sicherheit auf den Passstrassen gegen Süden (Panixerpass, Valserpass, Lukmanierpass) gewährleisten zu können.
1424
Am 16. März 1424 wird der Obere Bund in Truns unter dem legendären Ahorn erneuert, vertieft und ergänzt. Er wird von da an als der Graue Bund bezeichnet. Ausser den drei wichtigsten Feudalherren hatten jetzt auch die Gemeinden und die Freien eine stärkere Vertretung. Das Vorderrheintal, Heinzenberg-Thusis, das Schamsertal und das Hinterrheintal sind vollkommen integriert worden. Das romanische Lugnez ist nach 1424 eine einzige Gerichtsgemeinde, und im Grauen Bund mit zwei Stimmen vertreten, Vals als autonome Gemeinde ist mit einer Stimme vertreten.
1457
Abwehrgesetz der Lugnezer Romanen gegen Einwanderer. Dieses Gesetz richtet sich nicht nur gegen die Walser, sondern auch gegen die Blenieser.
1483
Johann Peter von Sax - Misox veräussert seinen Besitz im Lugnez an den Churer Bischof Ortlieb von Brandis.
1499
Lugnezer nehmen an der Calvenschlacht teil.
1524 / 1526
In den Ilanzer Artikeln werden das kirchliche und das weltliche Machtverhältnis sowie die wirtschaftlichen Verhältnisse des Staats- und Privatrechtes geregelt. Die Hauptabsicht bestand darin, die Macht des Bischofs einzuschränken, welcher noch immer die staatliche Souveränität in vielen Gerichtsgemeinden hatte und das Recht besass, kirchliche Vogte mit absoluten richterlichen Befugnissen zu ernennen. Als Nachfolger der Grafen von Sax nahm der Bischof zwei Drittel der Gerichtsbussen ein. Die Ilanzer Artikel haben diesen Vorrechten ein Ende gesetzt. Neuerdings sollten die Gemeinden ihre Obrigkeiten selber ernennen, welche das Recht erhalten hatten die Gerichtsbussen selber einzutreiben.
1526
Duvin löst sich von Pleif und tritt kurz darauf zur Reformation über.
1538
Das Lugnez kauft sich vom Bistum Chur los. Erster Landammann wird Martin von Cabalzar, vormaliger bischöflicher Vogt.
1581 – 1629
Zahlreiche Pestepidemien (1581, 1585, 1587, 1602, 1628/29). Bau von Kapellen in Vella (1587, Einweihung 1592) und Lumbrein (1628/29), die den Pestheiligen Sebastian und Rochus geweiht sind.
1659
Lugnezer Gerichtsordnung in romanischer Sprache. (“Fuorma da menar il dretg suenter il criminal de la reschiun sco ei se meina enten il nies comin da Lomneza”).
1661
Domkantor Ulrich von Mont aus Vella wird zum Bischof von Chur ernannt.
1666
Bau bzw. Wiederaufbau des Schlosses de Mont in Vella.
1674 – 1705
Blütezeit der romanischen Barocklitteratur im Lugnez.
1712 / 1737
Stiftung des Rumeiner Benefiziums für das Kloster Disentis.
1722
Erste Aufführung des Lumbreiner Passionsspiels. Weitere folgen 1742, 1782, 1822, 1842, 1862 und 1882.
1770 – 1772
Hungersnot, danach allgemeiner Anbau der Kartoffel.
1794
Eine bündnerische Volkserhebung gegen politische und wirtschaftliche Missbräuche und Aristokaratenherrschaft der Drei Bünde nimmt ihren Anfang in Degen und Morissen. Im Vorjahr hatte es eine schlechte Ernte gegeben. Österreich hatte ein Verbot erlassen die Bündner Getreide importieren zu lassen, welches wegen des grossen Mangels dringend benötigt wurde. In der Folge sind die Preise für die Ernährung der Bevölkerung drastisch gestiegen. Am 11. Februar 1794 ist eine Anzahl von Bauern aus Morissen und aus Degen vor Gericht erschienen, welches sich in Vella versammelt hatte. Sie verlangten Rechenschaft, warum es so wenig Getreide gebe und warum die Preise für Getreide und Salz so massiv gestiegen seien. Ausserdem wollten sie wissen, warum die Kasse der Drei Bünde leer sei. Es gelang ihnen, auf den 17. Februar 1794 eine Landsgemeinde einzuberufen. Dort wurde eine Liste mit 18 Punkten vorgelegt um die Forderungen im Zusammenhang mit der ökonomischen Armut zu klären. Die erbärmliche Verwaltung des Landes wird kritisiert und es werden Vorschläge gemacht, wie man die Lage verbessern könnte. Die Unzufriedenheit hat sich im ganzen Kanton Graubünden verbreitet. Die Folge ist eine ausserordentliche Tagung der Drei Bünde und das böse Gericht in Chur. Der Beschluss der konstituierenden Tagsatzung hat den revolutionären Charakter jener Zeit, es ist jedoch nicht gelungen, das politische System der Drei Bünde grundlegend zu ändern. Wenige Jahre später sind die Änderungen von Napoleon Bonaparte diktiert worden. Das Veltlin ist im Jahre 1797 der Republica Cisalpina angegliedert worden, Graubünden ist ein Kanton der Republik Helvetica geworden (Friedensvertrag von Lunéville zwischen Frankreich und Österreich 1801, Mediationsakte 1803).
1799
Der Landsturm der Surselva erleidet bei Tamins gegen die französischen Truppen eine vernichtende Niederlage. Etwa 70 Lugnezer und Valser werden getötet.
1800 bis zum ersten Weltkrieg
Die Schwabengängerei. Lugnezer Kinder von 8 – 15 Jahren ziehen im März nach Schwaben um bei den Bauern zu arbeiten. Im November kehren sie wieder nach Hause zurück. Im Sommer 1849 arbeiten 356 Kinder aus dem Lugnez im Schwabenland. In Graubünden konnte die Landwirtschaft die Bevölkerung kaum ernähren. Viele Familien schickten Kinder nach Bayern und Württemberg, wo sie auf Bauernhöfen als billige Arbeitskräfte gebraucht wurden. Sie leisteten Arbeit beim Vieh hüten oder als landwirtschaftliche Helfer. Die Schwabenkinder legten vor allem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Fussmärsche von bis zu 200 km und zwei Wochen Dauer zurück. Der Reiseproviant musste vielfach erbettelt werden. Unterwegs schliefen die Kinder auf Bauernhöfen oder in Wirtshäusern. Den Weg traten die Kinder jährlich im Februar oder März an. Kinder, deren Reise nach Südwürttemberg und Südbaden führte, überquerten den Bodensee von Bregenz aus auf einem Sonderschiff. Nach der mühsamem Reise versammelten sie sich auf so genannten Kindermärkten, die in vielen süddeutschen Städten abgehalten wurden, so auch in Ravensburg, Friedrichshafen und Überlingen am Bodensee. Auf diesen auch „Sklavenmärkte“ genannten Treffen suchten sich Bauern die notwendigen Arbeitskräfte und verhandelten den Lohn. Kinder, die keinen Dienstherrn fanden, mussten wieder in die Heimat zurück kehren. Manche kamen an einen guten Ort, andere gerieten an schlechte Plätze und wurden geschlagen und misshandelt. Viele Kinder aus dem Bündner Land verstanden kaum deutsch, da sie rätoromanisch sprachen. Am 11. November, dem Martinstag, endete die Dienstzeit.
1801 / 1802
Erstbesteigung von Piz Aul und Piz Terri durch Pater Placidus a Spescha, Benediktiner von Disentis und Verwalter des Benefiziums des Klosters Disentis in Rumein 1801 – 1803. Bereits im Jahre 1789 erreichte er als erster den Rheinwaldhorn.
1840
Grossbrand in der Gemeinde Vella. Am 20./21. Juli 1840 brennen im Gebiet Cadorcat acht Häuser mit 15 Wohnungen sowie sechs Ställe nieder.
1841
Eröffnung einer kantonalen Postablage in Ilanz, die auch das Lugnez bedient. Erste Lugnezer Postablage 1853 in Cumbel. Vella folgt 1868, Vignogn, Vrin und Lumbrein 1871, Vattiz 1887. Private Ablagen bestanden schon früher im Lugnez.
Zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts
Viele Auswanderer, vor allem in die USA und nach Frankreich. Im „Jahr der Vielen“ 1854, hat eine grosse Anzahl die Surselva verlassen, davon haben sich 150 Personen auf der französischen „St. Paul“ eingeschifft, um über den Atlantik nach New York zu gelangen. Als im Jahre 1882 die Bahn durch den Gotthardtunnel eröffnet wurde, hat sich die ökonomische Situation in Graubünden nochmals verschlechtert, nachdem ein grosser Teil des Transitverkehrs und somit eine wichtige Einnahmequelle verloren gingen.
1850
Eidgenössische Volkszählung. Die Gemeinde Vella zählt gerade mal 229 Einwohner. Eidgenössisches Gesetz betreffend Heimatlosigkeit. Zwangseinbürgerungen und Armenunterstützung werden für einige Gemeinden des Kreises Lugnez zu einer grossen finanziellen Belastung.
1851
Mit dem Gesetz über die Einteilung des Kantons Graubünden in Bezirke und Kreise, welches sich auf die kantonale Verfassung vom 12. November 1814 stützt, und welches auf den 1. April 1851 in Kraft gesetzt wird, werden 14 Bezirke, 39 Kreise und 227 Gemeinden gebildet. Der Kreis Lugnez umfasst seitdem die zwei vormaligen Gerichte, Lumnezia und Vals, mit 16 Gemeinden. Die Tätigkeit der neuen Kreise wird auf die Gerichtsbarkeit beschränkt, während die Nachbarschaften, welche den Gerichten angehören, die neuen Gemeinden bilden. Aufgrund des Briefes vom 23. September 1524 der Drei Bünde hatten 48 Gerichte in Graubünden geamtet. Die Gesamtheit der Gerichte war die oberste Autorität der Republik. Jedes Gericht hatte je nach Grösse eine oder zwei Stimmen. Das Gericht Lumnezia umfasste die Gemeinden Camuns, Cumbels (Cumbel), Duvin, Furth (Uors), Igels (Degen), Lumbrein, Morissen, Neukirch (Surcuolm), Oberkastels (Surcasti), Peiden, St. Martin, Tersnaus, Vigens (Vignogn), Villa (Vella) und Vrin. Die Nachbarschaften waren Untersektionen der Gerichte und waren vor allem Gemeinschaften, welche den öffentlichen Grund und Boden, die Wälder, Weiden und Alpen nutzten.
1853
Drei Mal wöchentlich kommt ein Briefträger zu Fuss von Cumbel und Ilanz bis Vella, und von dort zwei Mal wöchentlich bis Vrin.
1854
Am 1. Februar 1854 geht eine neue Kantonsverfassung in Kraft. Die neue eidgenössische Verfassung vom 6. November 1848 verlangte eine Anpassung der kantonalen Verfassung an der eidgenössischen Ordnung. Die Gerichte im Kanton Graubünden sperren sich gegen eine Reform der kantonalen Verfassung aus dem Jahre 1814. In den Jahren 1850 und 1851 werden zwei Vorschläge abgelehnt, weil sie die Mehrheit von zwei Dritteln der Gerichte nicht erreichen. Beim Versuch, die eidgenössischen Behörden zufrieden zu stellen, welche immer ungeduldiger werden, stellt ihnen der Kanton Graubünden die kantonale Verfassung aus dem Jahre 1814 mit den Teiländerungen der letzten Jahre zu. Die Bundesversammlung lehnt es ab einer solchen Verfassung zuzustimmen. Deshalb hat der Grosse Rat ein neues Verfassungsprojekt erarbeiten müssen, welches von den Gemeinden am 30. November 1853 mit 58 gegen 9 Stimmen angenommen wurde. Die Bundesversammlung hat diese Verfassung genehmigt und auf den 1. Februar 1854 in Kraft gesetzt. Bis anhin war die Gesamtheit der Gerichte Trägerin der Souveränität. Diese wurde an die Gesamtheit der Wähler übertragen. Eine Sektion der kantonalen Verfassung vom Jahre 1854 befasste sich mit den Gemeinden, die sich aus den Nachbarschaften entwickelt hatten. Diese Gemeinden wurden vom öffentlichen Recht als Grundlage der neuen politischen Ordnung anerkannt. In der neuen kantonalen Verfassung werden anstelle der Bünde, hohen Gerichte und Gerichtsgemeinden die Bezirke, Kreise und Gemeinden eingesetzt. Vella, Lumbrein und Uors werden die Versammlungsorte der Landsgemeinde.
1859
Verbot des Söldnerwesens durch ein Bundesgesetz. Seit mehr als dreihundert Jahren haben viele Bündner Dienst unter fremdem Banner geleistet, wie in Frankreich, Österreich, Holland, Spanien und Piemont. Familien aus der Surselva stellten Offiziere, welche nach der Rückkehr vom Dienst Pensionen bezogen, welche den Familien einen gewissen Wohlstand sicherstellten. Der bekannteste Lugnezer Offizier in fremden Diensten ist wohl General Joseph Laurent von Mont, 1746 in Frankreich geboren. Ihm wurde die zweifelhafte Ehre zuteil, 1799 ein französisches Truppenkontingent gegen seine eigene Heimat zu führen. Er ist zum Divisionsgeneral und Pair de France avanciert. Die meisten Kriegsknechte mussten jedoch froh sein, wenn sie mit dem Leben davonkamen. Das letzte grössere Bündner Kriegskontingent hat im militärischen Kriegszug Napoleons in Russland gekämpft. Die meisten dieser Auswanderer sind nicht mehr zurückgekehrt.
1867
Eröffnung eines Postbüros in Vella.
1868
Hochwasser. Am stärksten wird Vals von den Überschwemmungen betroffen. Nicht weniger als 10 Häuser, 20 Ställe und zwei Schreinereien, eine Mühle, und eine Schmiede werden verwüstet, 15 Häuser und 9 Ställe beschädigt, das Beinhaus und ein Teil des Friedhofes werden weggeschwemmt, keine einzige Brücke steht mehr. Die Talsohle ist fast vollkommen zerstört. Unwetter und Hochwasser sind bereits aus früherer Zeit überliefert. So spricht man von Katastrophen in Graubünden und in den Schweizer Alpen in den Jahren 1627, 1697,1725, 1745, 1762, 1817, vor allem 1834 und nach dem Jahre 1868 wieder in den Jahren 1888, 1927, 1954, 1987, 2002.
1870
Eröffnung eines Telegraphiebüros in Vella.
1872 / 1873
Bau der Verbindungsstrasse Ilanz – Valgronda mit einer Abzweigung nach Peiden – Bad und Uors.
1874
Beginn der Aufforstungen am Piz Mundaun mit Geldern der Escherwald - Stiftung.
1876
Die drei Quellen in Peiden - Bad werden neu gefasst. Das im Jahre 1852 gebaute Hotel bietet sechzig Gästen Platz. Ein neues Kurhaus wird im Jahre 1891 erstellt.
1878 / 1879
Ausbau der Strasse Uors – Vals.
1880
Täglich verkehrt eine Postkutsche zwischen Ilanz und Vals.
1886 / 1887
Ausbau der Talstrasse Valgronda – Vrin. Mit dem Bau der Strassen nach Vrin und Vals verliert der Verkehr über die Greina und den Valserberg an Bedeutung. Ilanz wird der wichtigste Umschlagplatz der Talschaft.
1887
In Vella wird eine Sekundarschule mit zwei Klassen eingeführt.
1899
Aufforstung Uaul Pign.
1908 / 1910
Bau der Strasse Ilanz – Peiden-Bad längs des Glenners.
1909
Erstes Telefon in Vella.
1915
Erstes Automobil in Vals.
1915
Vrin e Sumvitg schliessen Konzessionsverträge für die Wassernutzung der Greina und des Somvixerrheins ab.
1916
Die Viehzuchtgenossenschaft Vella kauft von Aquila die Alp Scharboda in Vrin.
1918
Gründung der öffentlichen Krankenkasse Lumnezia I. Die Gemeinden des Oberlugnez sind Trägerinnen der Kasse. 1931 gründen die Gemeinden im Unterlugnez zusammen mit Vals die Krankenkasse Lumnezia II.
1918
Die Vertreter der Lugnezer Gemeinden beschliessen die Einführung des elektrischen Lichts in den Gemeinden zwischen Cumbel und Vignogn.
1919
Gemeindeeigenes Elektrizitätswerk in Lumbrein.
1922
Bau eines gemeindeeigenen Elektrizitätswerks in Vella, nachdem das Elektrizitätswerk Bündner Oberland die Erstellung einer Leitung in das Lugnez verweigerte. An die Druckleitung des Elektrizitätswerks Vella wird ein Anschluss erstellt, um im Brandfall Löschwasser zu beziehen, nachdem ein Projekt aus dem Jahr 1919 für die allgemeine Wasserversorgung nicht realisiert werden kann. Als das gemeindeeigene Elektrizitätswerk in den dreissiger Jahren stillgelegt wird, fehlt damit auch die einzige Löscheinrichtung in der Gemeinde.
1924
Erstes Postauto in Vals.
1927
Erstes Postauto in Vrin.
1930
Einführung der ersten Motormäher. Erste Radioapparate in Vella, Lumbrein und Vals.
1941
Christianus Caminada von Vrin und Lumbrein/Surin wird Bischof von Chur.
1942
Beschluss zum Bau einer Wasserversorungs- und Hydrantenanlage in Vella.
1943
Der Bundesrat genehmigt einen Kredit in der Höhe von 1,5 Mio. Franken für Drainagen und Bachverbauungen auf dem Gebiet der Gemeinden Peiden, Cumbel, Morissen, Vella, Degen und Vignogn.
1949 / 1950
In Vella wird das neue Schulhaus "Sutvitg" gebaut.
1951
In Vals fordern Lawinenniedergänge 19 Todesopfer.
1951 – 1958
Bau der Kraftwerkanlagen von Zervreila.
1961
Aufgabe des Kur- und Badebetriebs in Peiden.
1963
Bau des ersten Lugnezer Skilifts "Plaunca Biala" in Vella.
1963
Fusion der Gemeinden Uors und Peiden.
1967
Die Tuchfabrik Truns richtet in Vella einen Fertigungsbetrieb ein, welcher aber bereits 1976 wieder geschlossen wird.
1970
Die Gesellschaft "Sesselbahn Lumnezia AG" in Vella eröffnet ihre Anlagen. 1977 werden diese von der "Crap Sogn Gion AG" in Laax übernomen, welche sie später der Gesellschaft "Bergbahnen Piz Mundaun AG" verkauft.
1972
Einführung des Frauenstimmrechts in der Gemeinde Vella.
1977
In Cumbel wird das neue Altersheim eingeweiht.
1978
Die Gemeinde Vella setzt eine Kläranlage in Betrieb.
1994 – 1997
Das Oberstufenschulhaus für das Lugnez und die Mehrzweckhalle Sutvitg werden gebaut.
2012
In Vella geht das neue Alters- und Pflegeheim "Davos Cuort" in Betrieb, welches die Stiftung "da casa val lumnezia" zusammen mit zwei Häusern mit Alterswohnungen erstellen liess.
2013
Die Gemeinde Vella geht infolge einer Fusion mit den Gemeinden Cumbel, Degen, Lumbrein, Morissen, Suraua, Vignogn und Vrin an die neue Gemeinde Lumnezia über.