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Der Kreislauf der Steine
Was haben der Kieselstein vom Flussufer, der Sand vom Spielplatz, der Granit in der Küche und die Schiefersteine auf dem Hausdach gemeinsam?Weiterlesen … Der Kreislauf der Steine
Die meisten von uns waren schon einmal am Strand, haben Burgen gebaut oder die Füsse im Sand vergraben. Sand gehört zum Strand wie das Meer und die Sonne. Aber woher kommt dieser feinkörnige Stoff eigentlich?
Um die Entstehung von Sand zu verstehen, muss man erst einmal viele Jahre in der Geschichte der Erde zurückgehen. Und wenn wir sagen viele, dann meinen wir auch viele. Der Sand, den wir heute in der Wüste oder am Strand antreffen, ist nämlich während Millionen von Jahren entstanden!
Unsere Erde besteht aus verschiedenen Gesteinen, die aus ganz unterschiedlichen Stoffen zusammengesetzt sind. Man bezeichnet diese Stoffe als „Mineralien“. Mehr dazu später. Unsere Alpen zum Beispiel bestehen auch aus Gestein. Solches Gestein ist während Millionen von Jahren der Sonne, dem Regen und dem Wind ausgesetzt. Durch die Zusammenwirkung von Hitze, Kälte, Wind und Wetter wird das Gestein in kleinere Brocken, Steine, Kies und Körner verwandelt. Diesen Prozess nennt man Verwitterung.
Brocken, Steine, Kies und Körner werden dann durch Wasser oder Wind weiter transportiert. Zum Beispiel durch Flüsse zu einem See oder Meer. Während des Transportes werden sie durch aneinanderstossen mit anderen Gesteinsstücken über die Zeit immer kleiner und kleiner. Die Ecken und Kanten runden sich dabei ab. Wenn die Körner schliesslich kleiner als 2 mm sind, nennen wir sie Sandkörner. Körner, die grösser als 2 mm sind, nennen wir Kies. Sand ist also nichts anderes als ganz kleine Steine!
Nun gibt es verschiedene Arten von Sand. Es kommt darauf an, welche Mineralien man darin findet. Eines der häufigsten Minerale der Erde ist der sogenannte Quarz. Ein grosser Teil der Erdkruste besteht aus diesem Material. Deshalb treffen wir auch häufig auf Sand, der aus Quarz besteht (Quarzsand). Er hat eine beige (hellbraune) Farbe.
Schwarzen oder grünen Sand finden wir zum Beispiel auf den kanarischen Inseln oder auf Hawaii. Diese Inseln sind aus Vulkanen entstanden. Vulkangestein enthält die Mineralien Basalt und Olivin. Basalt hat eine schwarze Farbe, Olivin eher eine grüne.
Durch die Verwitterung des Vulkangesteins sind dann diese schwarzen oder grünen Strände entstanden. Kannst du dir vorstellen, an einem schwarzen oder grünen Strand zu baden?
Ganz weissen Sand gibt es auch. Dieser besteht dann allerdings aus kleinen Korallenstückchen, die sogenannten Kalkstein enthalten.
Kennst du Korallen? Der Clownfisch Nemo aus dem gleichnamigen Film wird in einem Korallenriff geboren. Wenn solche Korallen sterben, werden sie weiss, durch das Meer zerkleinert und an den Strand geschwemmt.
Wenn man nach Afrika in die Wüste fährt, sieht man vor allem rötlichen Sand. Dort ist es das Mineral Eisen, welches den Sand rot färbt.
Je nach Mineral hat der Sand also eine andere Farbe!
Neben dem Strand ist Sand auch an vielen anderen Orten auf der Welt zu finden. Im Gebirge findet man ihn beispielsweise am Boden von Flüssen. Wenn der Fluss nicht schnell genug fliesst, wird der Sand nicht mehr weiter transportiert, sondert lagert sich im Flussbett ab.
Genauso findet man Sand am Grund von vielen Seen, weil grosse Flüsse in Seen enden und den Sand mit sich bringen. Am spektakulärsten sind wohl jedoch die grossen Sanddünen in der Wüste, zum Beispiel in der Sahara in Afrika. Diese sind durch den Transport von Sand durch die Luft entstanden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Sand aus winzigen Gesteins-Stückchen besteht und je nach Mineralart eine andere Farbe hat!