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Steuerabzüge bei Kindern
Steuerpflichtige Personen können für jedes minderjährige, erwerbsunfähige oder in beruflicher Ausbildung stehende Kind einen Steuerabzug machen, falls das Kind im gleichen Haushalt lebt und falls für dessen Unterhalt "zur Hauptsache" ("überwiegend") gesorgt wird; zudem muss das Kind sich in einer "Erstausbildung" befinden (Bachelor, Master, Doktorat; jedoch nicht Nachdiplomstudien, welche i.d.R. als neue (Zweit)-Ausbildung eingestuft werden.
Falls also Ihr Kind 21-jährig ist, studiert und in der Freizeit in etwa mehr als Fr. 18'000 steuerbares Einkommen pro Jahr verdient, werden die Steuerbehörden mit grosser Sicherheit den Kinderabzug verweigern, mit der Begründung, dass Ihre Tochter mit diesem Einkommen den Lebensunterhalt selber bestreiten kann.
Stichtag für den Kinderabzug ist der 31. Dezember. Daraus ergibt sich z.B. folgendes:
- Im Geburtsjahr des Kindes kann immer der volle Kinderabzug geltend gemacht werden, auch wenn das Kind erst am 31. Dezember geboren wurde. Hat das Kind dagegen am Stichtag nicht mehr gelebt, ist kein Kinderabzug möglich, auch nicht teilweise
- Hat ein Kind das Studium im Oktober abgeschlossen, ist ein Kinderabzug nicht mehr möglich
Für das im Jahr 2019 erzielte Einkommen können folgende Kinderabzüge gemacht werden, falls die Voraussetzungen (siehe oben) dazu erfüllt sind:
- Bund: direkte Bundessteuer: Fr. 6'500
- Die 26 Kantone sind unterschiedlich, im Kanton Luzern sind es z.B. Fr. 6'700 für alle Kinder unter 6 Jahren; Fr. 7'100 für ein minderjähriges, aber in Ausbildung stehendes Kind und Fr. 12'500 für in schulischer oder beruflicher Ausbildung befindende Kind mit ständigem auswärtigem Aufenthalt am Schul- oder Ausbildungsort.
Newsticker
Mehr Steuerabzug für die Kita | 20.04.2019
Der Nationalrat hat deutlich zugestimmt: Lassen Eltern ihre Kinder familienergänzend betreuen, sollen sie künftig bei der direkten Bundessteuer bis zu 25'000 Franken abziehen können. Die Summe entspricht in etwa den Kosten für einen nichtsubventionierten Krippenplatz für fünf Tage pro Woche. Heute sind es 10'100 Franken. Kurzfristig würde die Anpassung bei der direkten Bundessteuer zu Mindereinnahmen von rund 10 Millionen Franken führen. Mittelfristig rechnet der Bundesrat mit 2500 neuen Vollzeitstellen für Fachkräfte, wodurch die Einbussen wettgemacht würden (Fachkräfteinitiative). Familien sollen steuerlich stärker entlastet werden. Die steuerliche Berücksichtigung von Fremdbetreuungskosten könne ein Argument sein für Frauen, die wieder ins Erwerbsleben einsteigen möchten. Als nächstes entscheidet der Ständerat über die Vorlage.
Letzte Aktualisierung : 13-10-19, PvE / NK