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Donald Trumps ehemaliger Wahlkampfmanager Paul Manafort wurde im August wegen Steuer- und Bankenbetrugs schuldig gesprochen. Es war der erste Schuldspruch im Zuge der Untersuchungen von US-Sonderermittler Robert Mueller in der Russland-Affäre.
Allerdings ging es in dem Verfahren nicht um Vorwürfe gegen Manafort hinsichtlich seiner Tätigkeit als Trumps Wahlkampfmanager 2016 oder um den von Mueller untersuchten Vorwurf illegaler Absprachen von Trumps Wahlkampfteam mit Moskau, sondern lediglich um seine Lobbyistentätigkeit.
Aber Manafort hat noch eine weitere Anklage am Hals. In dem Verfahren in der Bundeshauptstadt Washington, welches am Montag beginnen soll, werden ihm unter anderem Geldwäsche, Falschaussage und kriminelle Verschwörung vorgeworfen.
Um diesen Prozess zu verhindern, hat Manafort jetzt offenbar einen Deal mit US-Sonderermittler Robert Mueller angenommen (oder soll kurz davor sein), wie mehrere US-Medien berichten. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf den Prozess am Montag.
Inwiefern Manafort zu einer allfälligen Russen-Connection auspacken will oder kann, ist nicht bekannt. Ein Sprecher Muellers wollte keinen Kommentar abgeben. «Ein Deal steht kurz bevor», sagt eine Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Falls es zu einer Vereinbarung kommen sollte, würde Manafort wohl auf schuldig plädieren und im Gegenzug Strafmilderung erhalten. Mueller auf der anderen Seite käme an mutmasslich pikante Informationen aus dem Inneren der Trump-Kampagne und deren mögliche Verstrickung mit den Russen.
Wie immer sind die Informationen vage. Spätestens am Montag, zu Beginn des Manafort-Prozesses, dürften wir schlauer sein. (aeg)