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Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Kanton Genf wählen am 7. März eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für den zurückgetretenen FDP-Staatsrat Pierre Maudet. Insgesamt stehen acht Kandidierende für die Ersatzwahl in den Startlöchern. Maudet stellt sich für seine eigene Nachfolge zur Wahl.
Maudet in erster Instanz verurteilt
Der Genfer Staatsrat Pierre Maudet ist am 22. Februar wegen Vorteilsannahme zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Kurz nach dem Urteil kündigte Maudet an, in Berufung zu gehen.
Die Strafe des Polizeigerichts in Genf fiel milder aus, als die Staatsanwaltschaft beantragt hatte. Diese hatte für Maudet eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten gefordert.
Beim Verfahren ging es hauptsächlich um eine Luxus-Reise in das arabische Emirat Abu Dhabi, die der Genfer Staatsrat 2015 mit seiner Familie und seinem ehemaligen Stabschef unternommen hatte. Der Aufenthalt in einem Luxuspalast war von zwei befreundeten Geschäftsleuten von Maudet arrangiert worden. Die Rechnung bezahlte die emiratische Königsfamilie.
Der als Folge einer Affäre um eine bezahlte Luxusreise nach Abu Dhabi entmachtete ehemalige FDP-Staatsrat kandidiert neu als Unabhängiger. Von seiner eigenen Partei war er im Zuge der Affäre ausgeschlossen worden.
CVP und SP ohne eigene Kandidaten
Die FDP will den Sitz von Maudet mit Cyril Aellen verteidigen. Die CVP stellt sich hinter die Kandidatur von Aellen. Die Grünen werden versuchen, einen zweiten Sitz in der Genfer Regierung zu erobern. Sie setzen dabei auf die Kandidatur von Fabienne Fischer. Ihre Kandidatur wird von der SP unterstützt.
Die SVP steigt mit Nationalrat Yves Nidegger ins Rennen. Die Grünliberalen versuchen ihr Glück mit Nationalrat Michel Matter. Zu den kleineren Parteien, die ins Rennen steigen, gehört die Partei der Arbeit (PdA), für die Morten Gisselbaek antritt. Die BDP präsentiert Yann Testa und Olivier Pahud wird von der Liste mit dem Namen «Evolution Schweiz » portiert.
Die siebenköpfige Genfer Regierung setzte sich vor dem Ausschluss Maudets aus der FDP aus folgenden Parteien zusammen: 2 SP, 2 FDP, 1 CVP, 1 MCG und 1 Grüne. Ein allfälliger zweiter Wahlgang findet am 28. März statt.