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Das Zikavirus wurde 1947 erstmals nachgewiesen, seither gab es sporadisch immer wieder Erkrankungsfälle in Afrika und Asien. Seit Oktober 2015 haben sich die Fälle im südamerikanischen Raum vervielfacht, die WHO spricht von einer Epidemie. In der Schweiz sind aktuell 28 Fälle gemeldet.
Zwischen 60-80% der Fälle verlaufen symptomlos. Symptome sind grippeartige Beschwerden mit u.a. mässigem Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschlägen. Nur ganz selten endet die Infektion tödlich. Der Erreger wird durch den Stich der Gelbfiebermücke übertragen, vereinzelte Fälle von sexueller Übertragung sowie über Bluttransfusionen sind beschrieben.
Besorgniserregend ist v.a. der wissenschaftlich zwar noch nicht bewiesene, aber stark vermutete Zusammenhang von Zika-Infektionen während der Schwangerschaft und Schädel-Hirn-Missbildungen bei Neugeborenen. Eine Behandlung oder Vorbeugung mittels Impfung existiert bisher leider noch nicht.
Zum Schutz vor Infektionen muss eine konsequente Mückenstichvorsorge betrieben werden (Mückenschutz, imprägnierte Kleider). Das BAG empfiehlt aktuell Schwangeren und Frauen,die schwanger werden möchten, auf Reisen in die betroffenen Länder zu verzichten sowie 3 Monatszyklen danach eine Schwangerschaft zu vermeiden. Ebenso sollen Männer über 3 Monate nach Rückkehr aus einem Epidemiegebiet Kondome benutzen!