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Für ihre Untersuchung analysierte das Team um den Gesundheitswissenschaftler Hamis M. E. Foster von der School of Health and Wellbeing der Universität Glasgow verschiedene Faktoren sozialer Bindungen von mehr als 450 000 Personen aus der UK-Biobank. Seit 2006 werden dort die Gesundheitsdaten von mehr als einer halben Million Briten gespeichert. Im Untersuchungszeitraum von 12,6 Jahren waren rund 33 000 Teilnehmer verstorben.
Das Fehlen von konstanten und vertrauensvollen Beziehungen erwies sich als stärkster Faktor hinsichtlich eines frühzeitigen Todes. Umgekehrt zeigte sich, dass Menschen, die mindestens einmal im Monat Besuch von Freunden oder der Familie erhielten, ein deutlich geringeres Sterberisiko hatten. Die Forscher fanden heraus, dass jede Form der sozialen Isolation, wie zum Beispiel allein leben, sich oft einsam fühlen oder seltene Besuche von Freunden oder Familie mit einem höheren Sterberisiko verbunden war. Diejenigen, die unter mehr als einer Form der sozialen Isolation litten, hatten ein noch höheres Risiko, an einer beliebigen Todesursache zu sterben.
Soziale Isolation ist allerdings nicht nur ein Problem unter älteren Menschen in reichen Ländern. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind unter Heranwachsenden weltweit 5 bis 15 Prozent betroffen, unter älteren Menschen etwa 25 Prozent. In Österreich beispielsweise leben etwa 17 Prozent der Bevölkerung allein. Die Mehrheit sind Frauen, insbesondere bei den über 80-Jährigen.
1 https://doi.org/10.1186/s12916-023-03055-7
Meldung aus factum 02/2024