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Die Bratsche des Stainerquartetts wurde im Jahre 1660 gebaut. Die Korpuslänge beträgt 40,35 cm. Sie hat einen originalen Druckzettel mit der Aufschrift: «Jacobus Stainer in Absam / propè Oenipontum 1660».
Die Bratsche ist in allen Teilen ausgezeichnet erhalten und sehr wenig abgenutzt. Sie ist das einzige Instrument des Quartetts, das noch den originalen Hals besitzt, der allerdings am Halsfuss verlängert, nachgearbeitet und modern aufgesetzt wurde. Auch die Bratschendecke wurde von der Universität Hamburg dendrochronologisch untersucht. Das Holz konnte dem Alpenbereich zugeordnet werden und der jüngste Jahresring stammt aus dem Jahre 1648.
Der Boden ist aus einem Stück Ahorn, schwach geflammt und im Tangentialschnitt aufgesägt. Die Schnecke aus ungeflammtem Ahorn erinnert in ihrer Gestaltung an eine Geigenschnecke mit einem verlängerten Wirbelkasten.
Im Lackbild ist die Bratsche der Geige No2 recht ähnlich. Der Lack ist äusserst dünn und kaum gefärbt.