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Die Gr. S. von Grindelwald ins Haslital und die Kl. S. von Grindelwald ins Lauterbrunnental waren zunächst Übergänge von lokalwirtschaftl. Bedeutung. Sie ermöglichten der Vieh- und Milchwirtschaft der Lütschinentäler den Anschluss an die Exportroute über die Grimsel nach Italien. Mit dem Ende des 18. Jh. einsetzenden Tourismus wurde ein Besuch der Täler "im Grindelwald" zum festen Bestandteil einer sog. Schweizerreise. Immer mehr naturbegeisterte Reisende wagten die gletschernahe Wanderung über die Wengernalp an Sennhütten vorbei zum Rosenlauibad und nach Meiringen. Nach 1830 wurden die ersten Berghotels eröffnet. Mit dem Bau der Wengernalpbahn 1893 verschwand die klass. Berner Oberlandtour aus dem tourist. Repertoire. Die Kl. S. gewann mit der Eröffnung der Jungfraubahn 1912 erneut an tourist. Bedeutung und entwickelte sich in der 2. Hälfte des 20. Jh. zum Wintersportzentrum. Auf der Gr. S. blieb es demgegenüber ruhig. Erst der Güterstrassenbau ermöglichte die Eröffnung einer Postautostrecke (1966 bis auf die Passhöhe, seit 1979 durchgehende Verbindung ins Rosenlauital).
Literatur
– IVS-Dok. BE 1229
Autorin/Autor: Hans von Rütte