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Mittelmeerkost schützt vor Diabetes, auch ohne Kalorienreduktion
Die Mittelmeerkost als gesunde Ernährungsempfehlung hat mit einer neuen Analyse der PRIMED-Studie aus Spanien wieder aktuelle Bedeutung gewonnen. Danach lässt sich ein Diabetes deutlich besser verhindern als mit fettarmen Diäten. Eine bewusste Kalorienreduktion war dabei laut der in den Annals of Internal Medicine publizierten Studie nicht notwendig.
An der Studie beteiligten sich 3541 Personen im Alter von 55 bis 80 Jahren, die keinen Diabetes, aber ein hohes kardiovaskuläres Risiko aufwiesen. Die Teilnehmer wurden in eine von drei Ernährungsgruppen aufgeteilt: Mittelmeerkost mit einer täglichen Extraportion Olivenöl (Gruppe 1) oder Mittelmeerkost mit einer täglichen Extraportion Nüsse (Gruppe 2). Die dritte Gruppe musste einzig auf einen geringeren Fettkonsum achten (Kontrollgruppe). Keine der Gruppen wurde zu mehr Bewegung oder zur Gewichtsreduktion durch Kalorienreduktion aufgefordert. Primärer Endpunkt waren die Diabetes-Neuerkrankungen.
Während der 4.1 jährigen Beobachtungszeit waren insgesamt 273 Diabetes-Neuerkrankungen aufgetreten, 80 in Gruppe 1 (Mediterrane Kost plus Olivenöl), 92 in Gruppe 2 (Mediterrane Kost plus Nüsse) und 101 in der Kontrollgruppe. Dies entsprach einer Inzidenzrate von 16, 18.7 und 23.6 Fälle pro 1000 Personenjahre. Damit lag das Diabetesrisiko in Gruppe 1 um 30% und in Gruppe 2 um 18% niedriger gegenüber der Kontrollgruppe.
Konklusion der Autoren: Eine mit Olivenöl angereicherte Mittelmeerdiät senkte das Diabetesrisiko bei kardiovaskulären Risikopatienten deutlich, auch ohne zusätzlicher Kalorienreduktion.