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Das Wichtigste in Kürze
- Die Serie A wird in dieser Form seit 1946 gespielt.
- Das sind die aktuellen Teams in der höchsten italienischen Fussball-Liga.
Die Serie A wird in dieser Form seit 1946 durchgeführt. Die 20 Mannschaften küren in 38 Runden in einer Doppelrunde ihren Meister.
Atalanta Bergamo
Atalanta Bergamo wurde im Jahr 1907 gegründet. «La Dea» gehören in den letzten Saisons zu den Titel-Anwärtern in der Serie A. Die Bergamasken konnten in der Saison 2019/20 erstmals an der Uefa Champions League teilnehmen. Der einzige Vereinserfolg ist der Gewinn des italienischen Pokals aus dem Jahr 1963.
Seit dem Jahr 2016 spielt der Schweizer Nationalspieler Remo Freuler bei den Bergamasken. Ebenfalls bei Bergamo unter Vertrag ist der langjährige FC Zürich Junior Berat Djimsiti.
Stadion: Gewiss Stadium (25'000 Plätze)
Pokalsieg: 1963
Bologna FC
Der FC Bologna ist ein 1909 gegründeter italienischer Klub aus der emillianischen Hauptstadt Bologna. In der Zeit von 1925 bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs gewannen die «Rossoblu» sechs Meistertitel. Dazu kamen zwei Siege im Mitropapokal. «I Veltri» gehörten zu den erfolgreichsten italienischen und europäischen Fussballvereinen.
Nach dem Krieg konnte der Klub nicht mehr an die Erfolge anknüpfen. Die siebte und letzte Meisterschaft gelang im Jahr 1964. Michel Aebischer wechselte im Winter 2022 vom Schweizermeister YB nach Bologna in die Serie A.
Stadion: Stadio Renato Dall’Ara (36'462 Plätze)
Meistertitel: 7 (zuletzt 1964)
US Cremonese
Der Verein wurde im Jahr 1903 in Cremona in der Lombardei gegründet, seit 1914 sind die Clubfarben Rot und Grau. Die Heimspielstätte der «Grigiorossi» ist das Stadio Giovanni Zini, welches Platz für rund 16'000 Zuschauer bietet.
Der Verein stieg 1930, 1985, 1990 und 1992 nach jeweils einer Saison in der Serie A wieder ab. Letztmals spielte Cremonese von 1993 bis 1996 in der Serie A. Der Aufstieg in der Saison 2021/22 kam überraschend, das Team gehört nicht zu den grossen Favoriten. Erst 2017 war Cremonese in die Serie B zurückgekehrt.
Stadion: Giovanni Zini (16'003 Plätze)
Meistertitel: keiner
FC Empoli
Im August 1920 wurde der FC Empoli und die Fussballabteilung des US Empolese gegründet. Nach dem Turnier von San Miniato, bei dem die Vereine noch gegeneinander angetreten waren, schlossen sich die beiden Fussballklubs zusammen. Sie übernahmen in der Folge den Namen des Empoli Football Club.
Nach zahlreichen Namensänderungen erhielt der Klub im November 1944 den endgültigen Namen FC Empoli. In den letzten Jahren wurde Empoli zur Fahrstuhlmannschaft, die beständig zwischen der Serie A und der Serie B pendelt. Der grösste Erfolg ist bislang die Saison 2006/07, in der Empoli die Qualifikation für den UEFA-Pokal erreichte.
Stadion: Stadio Carlo Castellani (16'800 Plätze)
Grösster Erfolg: UEFA-Pokal-Quali
AC Fiorentina
Die AC Fiorentina ist ein 1926 entstandener Fussballverein aus Florenz. Der für seine violetten Trikots bekannte Klub ist zweifacher italienischer Meister (1956 und 1969) in der Serie A. Dazu konnte der Verein aus der toskanischen Hauptstadt sechsmal den Pokal sowie einmal den Europapokal der Pokalsieger (1961) gewinnen.
Seine Heimspiele bestreitet die Fiorentina im Stadio Artemio Franchi. Die Vereinsfarbe Violett soll per Zufall entstanden sein. Eine Legende besagt, dass die ursprünglich weiss-roten Trikots sich beim Waschen in einem Fluss verfärbt haben.
Stadion: Stadio Artemio Franchi (43'000 Plätze)
Meistertitel: 2 (zuletzt 1969)
US Lecce
Der Verein wurde 1908 gegründet und fusionierte 1927 mit zwei weiteren Clubs zur US Lecce. 1929 wurden die Vereinsfarben zu Gelb-Rot geändert, vorher spielte man in Schwarz-Weiss.
Seit 1966 spielt Lecce im Stadio Via del Mare, das rund 40'000 Fans Platz bietet. In der Saison 1974/75 stellte der damalige Goalie Tarabocchia einen bis heute gültigen Rekord im italienischen Profifussball auf. Der Torhüter blieb in 20 aufeinanderfolgenden Spielen während 1791 Minuten ohne Gegentor.
In den 1980er und 1990er-Jahren war Lecce eine Liftmannschaft zwischen der Serie A und der Serie B. Von 1998 bis 2000 spielte der ehemalige Schweizer Natistürmer David Sesa bei Lecce. Der Italozürcher stieg mit den «Giallorossi» in die Serie A auf.
Stadion: Stadio Via del Mare (31'500 Plätze)
Meistertitel: keiner
Sampdoria Genua
Sampdoria Genua ist ein 1946 gegründeter Fussballklub aus Genua. Er entstand durch die Fusion von SG Sampierdarenese und SG Andrea Doria. Die erfolgreichste Zeit in der Geschichte des Vereins sind die Jahre um 1990. Damals wurde Sampdoria italienischer Meister (1991), vierfacher Pokalsieger, Gewinner des Europapokals der Pokalsieger und Supercup-Sieger Italiens.
1992 stiess man im Europapokal der Landesmeister bis in den Final vor. Dort scheiterte man aber im Wembley Stadium in London am FC Barcelona. In dieser Zeit spielte unter anderem der jetzige Nationaltrainer Italiens, Roberto Mancini, in Genua, sowie andere Namen wie Gianluca Vialli. Auch 1989 spielte Samp im Europacupfinal – in Bern verlor man den Final im Europacup der Cupsieger Barcleona mit 0:2.
Seine Heimspiele trägt Sampdoria Genua zusammen mit Stadtrivale CFC Genua im Stadio Comunale Luigi Ferraris aus. In seiner Geschichte spielte der Fussballklub aus der ligurischen Hauptstadt fast ausschliesslich in der Serie A.
Stadion: Stadio Comunale (34'901 Plätze)
Meistertitel: 1991
AC Milan
Milan wurde 1899 von einem Engländer gegründet und gehört zu den ältesten Clubs in Italien. Die «Rossoneri» wurden bisher 18 Mal Meister und gewannen fünf Mal den italienischen Cup. Dazu kommen sieben Siege in der Champions League, nur Real Madrid hat den Wettbewerb öfter gewonnen.
Das Derby gegen Inter Mailand gehört zu den grössten Rivalitäten in der Serie A. Die beiden Clubs sind national ähnlich erfolgreich, Milan hat international die Nase vorne. Mailand ist die einzige Stadt, die zwei Champions-League-Sieger beheimatet.
Milan hat zahlreiche verdienstvolle Spieler wie Baresi, Costacurta, Gattuso, Seedorf, Kaka, Inzaghi, Schewtschenko, Bierhoff oder Gullit, Rijkaard und Van Basten. Lediglich die Rückennummern 3 (Maldini) und 6 (Baresi) sind allerdings gesperrt. Besonders zu erwähnen ist die Familie Maldini, die mit drei Generationen in der Mannschaft von Milan vertreten war. Cesare (†) spielte von 1954 bis 1966, Paolo war von 1985 bis 2009 aktiv und Daniel spielt aktuell im Team.
Stadion: Giuseppe Meazza / San Siro (76'000)
Meistertitel: 19 (zuletzt 2022)
Inter Mailand
Die «Nerazzurri» werden als Cousins vom AC Mailand bezeichnet. Der Club wurde 1908 von ehemaligen Mitgliedern von Milan gegründet. Inter gewann 19 Meistertitel und sieben Mal die Coppa Italia. Die Champions League konnten die Schwarzblauen drei Mal gewinnen.
2010 gelang dem Club das grosse Kunststück des Triple. Inter gewann die italienische Meisterschaft, den Cup und die Champions League. In der Liga und im Cup setzte man sich gegen die AS Roma durch, im Champions League-Final gegen Bayern München.
Nach finanziellen Problemen wechselte Inter in den 2010-Jahren mehrmals die Besitzer. Seit 2016 ist der Club in chinesischer Hand. In der Saison 2020/21 beendete Inter die jahrelange Vorherrschaft von Juventus und holte den Meistertitel wieder nach Mailand.
Stadion: Giuseppe Meazza / San Siro (76'000)
Meistertitel: 19 (zuletzt 2021)
SSC Napoli
Napoli wurde 1926 gegründet, die sportlichen Erfolge blieben lange aus. Das ändert sich in den 80er-Jahren als Napoli mit einem Coup den Superstar Diego Armando Maradona holen konnte. Mit dem Argentinier wurde Napoli 1987 und 1990 Meister – es sind bis heute die einzigen Scudetti.
Danach begann der finanzielle und der sportliche Abstieg. Erst nach dem Wiederaufstieg 2007 etablierten sich «Azzurri» langsam wieder in der Spitze des italienischen Fussballs. 2020 überholte Dries Mertens Maradona und Hamsik als neuer Rekordtorschütze und Napoli gewinnt den Cupfinal gegen Juventus.
Stadion: Stadio Diego Armando Maradona (55'000)
Meistertitel: 2 (zuletzt 1990)
AS Roma
Die Associazione Sportiva Roma aus der Hauptstadt Italiens teilt sich das Stadio Olimpico mit Rivale Lazio. «I Lupi», die Wölfe, wurden 1927 gegründet und sammelten bisher drei Meistertitel und neun Cupsiege.
Nach dem Zwangsabstieg von Juventus und einer Schwächephase Milans lieferte sich Roma zwischen 2004 und 2010 ein Duell mit Inter. Die Römer konnten in dieser Phase allerdings keinen Meistertitel (vier Mal Zweiter) aber immerhin zwei Cupsiege feiern.
Rekordspieler, Rekordtorschütze und absolute Clublegende ist Francesco Totti. Der Superstar erzielte zwischen 1993 und 2017 in total 786 Spielen für Roma sagenhafte 307 Tore. Bei den Fans heisst Totti einfach nur «Il Capitano». Nach seinem letzten Spiel im Mai 2017 weinte fast die ganze Stadt.
Stadion: Olympiastadion Rom (72'698)
Meistertitel: 3 (zuletzt 2001)
SS Lazio
1900 erblickt die Società Sportiva Lazio das Licht der Welt. Der Fussballverein ist, wie der Stadtrivale AS Roma, in Italiens Hauptstadt zu Hause. Beide Vereine tragen ihre Heimspiele im Olympiastadion Rom aus.
«Le Aquile» » sind siebenfache Pokalsieger, zweifacher italienischer Meister und fünffacher italienischer Supercup-Sieger. Ausserdem feierte Lazio den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger, sowie des Uefa Supercups.
Lazio wurde nach der italienischen Bezeichnung der Region Latium benannt. Das Stadt-Derby zwischen den beiden Römer Vereinen zählt zu den bekanntesten und trägt den Namen «Derby della Capitale».
Stadion: Olympiastadion Rom (72'698)
Meistertitel: 2 (zuletzt 2000)
US Salernitana
Aus Salerno kommt die Unione Sportiva Salernitana 1919. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1919 der Verein Salernitana Calcio gegründet. Seit der Gründung pendelt der Verein zwischen den obersten fünf italienischen Ligen. Die Geschichte des Klubs ist unter anderem von finanziellen Problemen gezeichnet.
Seit 2012 trägt der Klub aus Salerno den heutigen Namen. Grund dafür ist eine Insolvenz und die damit verbundene Neugründung des Vereins. In der Saison 20/21 feierte die Mannschaft den dritten Aufstieg in die Serie A der Vereinsgeschichte.
Stadion: Stadio Arechi (37'500)
Grösste Erfolge. Aufstieg in die Serie A
US Sassuolo
Die Unione Sportiva Sassuolo Calcio wurde 1920 gegründet und ist im Mapei Stadium heimisch. In den Anfängen spielte der Verein aus der Emilia-Romagna in Gelb-Rot und trat nicht an der italienischen Meisterschaft an. Stadessen nahm der Klub aus Sassuolo an Turnieren teil.
Seit der Saison 13/14 spielt Sassuolo Calcio in der Serie A. Die Vereinsfarben sind mittlerweile Schwarz und Grün. Als grössten Erfolg verbucht Sassuolo die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League 2016.
Der Sänger Nek (Laura non c'è) ist der berühmteste Fan von Sassuolo. Er singt auch die Clubhymne «Neroverdi».
Stadion: Mapei Stadium – Città del Tricolore (21'525)
Grösster Erfolg: Europa League Gruppenphase
Spezia Calcio
Spezia spielte in der Saison 2020/21 erstmals überhaupt in der Serie A. Trotzdem ist das Team aus Ligurien schon einmal Meister geworden. Den Titel sicherte sich die Mannschaft in der Saison 1943/44, während des 2. Weltkrieges trotzdem eine Art Meisterschaft gespielt wurde.
Seither erinnert das spezielle Emblem auf dem Leibchen an diesen Titel. Dieses schenkte die Liga dem Club zu Ehren diese Titels.
Stadion: Stadio Alberto Picco (10'300 Plätze)
Meistertitel: 1944 (inoffiziell)
FC Torino
Seine grosse Zeit hatte Torino in den 1940er-Jahren mit fünf Meistertitel in Folge. Im Mai 1949 beendete das Flugzeugunglück von Superga, bei dem fast die ganze Mannschaft ums Leben kam, diese Dominanz.
Der Schweizer Alfredo Dick gehörte 1906 zu den Mitgründern des Vereins. Der Nati-Verteidiger Ricardo Rodríguez spielt seit 2020 bei «Il Toro».
Stadion: Stadio Olimpico Grande Torino (28'200 Plätze)
Meistertitel: 7, (zuletzt 1976)
Juventus Turin
Juventus Turin ist mit 36 Titeln der Rekordmeister Italiens. Nach zuletzt neun Titeln in Folge wurde Juve 2021 trotz Cristiano Ronaldo von Inter Mailand entthront. In der aktuellen Saison kämpft «die alte Dame» um die Qualifikation zur Champions League.
Udinese Calcio
Udinese Calcio konnte bisher keine grossen Erfolge feiern. 1896 gegründet, gewann der Klub aus Udine bei der inoffiziellen italienischen Meisterschaft den Titel.
Als wichtigster Titel gilt bislang der Mitropa-Cup im Jahr 1980. Die Ligen Serie B und Serie C konnten die «Bianconeri» mehrmals gewinnen, dazu einige Pokale der unteren Spielklassen.
1998 und 2012 wurde Udinese in der italienischen Meisterschaft Dritter. In der Saison 2004/2005 nahmen «die kleinen Zebras» gar an der Champions League teil und spielten unter anderem gegen Barcelona.
Stadion: Stadio Friuli/Dacia Arena (25'000 Plätze)
AC Monza
Zum ersten Mal überhaupt spielt Monza in der Saison 2022/23 in der Serie A. Der Club wurde 2018 von Silvio Berlusconis Firma Fininvest gekauft. Der ehemalige Ministerpräsident amtet als Inhaber und Ehrenpräsident. Adriano Galliani mit dem Berlusconi schon bei Milan zusammengearbeitet hatte, trägt die sportliche Verantwortung.
Monza wurde in der Saison 2021/22 in der Serie B vierter. In den Playoffs setzten sich die «Biancorossi» dann gegen Brescia und Pisa durch und schafften den Aufstieg.
Stadion: Stadio Brianteo (18'568 Plätze)
Meistertitel: keiner
Hellas Verona
Hellas Verona wurde im 1903 von Schülern eines Gymnasiums gegründet. Wegen den Farben Gelb und Blau ist man in Italien als «I Gialloblù» bekannt. Der Klub absolviert seine Heimspiele im Stadio Marcantonio Bentegodi, das seit der WM 1990 rund 39'000 Zuschauern Platz bietet.
Die erfolgreichsten Jahre von Hellas Verona waren die 1980er. Im Jahr 1985 wurde der Klub aus Verona zum bisher einzigen Mal italienischer Meister. Seit 2019 spielt Hellas Verona wieder in der Serie A.
Stadion: Stadio Marcantonio Bentegodi (39'211 Plätze)
Meistertitel: 1 (1985)