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Barneo - so heisst das Camp, das jedes Jahr zu Beginn des Polartags errichtet wird, irgendwo zwischen 88.30 und 89.30 Grad nördlicher Breite und zwischen 90 und 120 Grad östlicher Länge. Dabei handelt es sich um die weltweit nördlichste Forschungseinrichtung. «Barneo» ist nur etwa 100 km vom Nordpol entfernt. Für die Realisierung dieser Station im driftenden Eis der Arktis ist ein immenser logistischer Aufwand nötig.
«Die Schwierigkeit bei der Zustellung von Gütern zur Station besteht darin, dass die Militärtransportflugzeuge im Tiefflug die Güter auf Eisschollen abwerfen müssen. Die Besatzungen müssen die Zeit und die Abwurfstellen so berechnen, damit die Fracht genau auf die vorgesehene Stelle fällt und die Polarforscher sie bequem zur Station bringen können», sagte der Befehlshaber.
Das Lager wird alljährlich Anfang April eröffnet und dient einen ganzen Monat lang als Forschungs- und Tourismuszentrum in der Arktis, heisst es auf der Webseite der Station.
Wegen der ständigen Bewegungen im Packeis des arktischen Ozeans wird «Barneo» jedes Jahr neu aufgebaut. So wird die ganze Infrastruktur wie Zelte, Transportfahrzeuge und ein Bulldozer mit Fallschirmen abgeworfen. Für die touristischen Gäste und Forscher, welche von Spitzbergen eingeflogen werden, wird eine ca. 1000 Meter lange und 60 Meter breite Landebahn angefertigt. Die Transporte werden nach der Fertigstellung des Eiscamp durch eine in Longyearbyen stationierte «Antonov An-74» getätigt.
Website Barneo: www.barneo.ru