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23.11.2021
Studie sleeping beauties zhdk
Das wichtigste in Kürze
In der Schweiz waren im Herbst 2020 insgesamt 566’000 Personen in den Creative Economies beschäftigt. Welche Auswirkungen die Pandemie auf den Arbeitsmarkt im kulturellen Sektor hatte, wird vermutlich erst in den Statistiken dieses Jahres sichtbar. Klar ist: Verglichen mit anderen Sektoren ist der Anteil Selbstständigerwerbender in den Creative Economies besonders hoch.
Krisen sind Innovationstreiber und die Kreativen könnten Grundlegendes dazu beitragen, neue Wege aufzuzeigen, sagt Weckerle. In der Krise werden entlang der Kreations- und Realisierungsprozesse sowie der Wertschöpfungs- und Distributionskette plötzlich überraschende Dinge denkbar, diskutierbar und machbar. Die Creative Economies können ein Innovations -Inkubator sein, der auch für andere Wirtschaftsbereiche relevant ist.
Daran anknüpfend fragt das ZCCE, was die Schweiz gewinnen würde, wenn sie den kulturellen Sektor als systemrelevant einstufen würde. Dabei machen die Forscher einen aufschlussreichen Blick in die Vergangenheit. Die grosse Depression, die dem Börsencrash von 1929 folgte, stürzte auch den Kulturbereich ins Elend. Franklin D. Roosevelt, der sich persönlich nicht sonderlich für Kultur interessierte, machte Kulturförderung dennoch zu einem integralen Bestandteil seines umfassenden Wirtschafts- und Sozialprogramms, das als “New Deal” bekannt wurde. Das legte die Keimzelle für eine kulturelle Renaissance der USA, die das Ende der kulturellen Vorherrschaft Europas einläuten sollte.