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In der Ausgabe 15/2011 der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ) ist das Essay von Oskar Negt „Arbeit und menschliche Würde“ erschienen. Er schreibt, dass die Würde früher nur an Stand, Macht und Herrschaft gebunden war, später dann an die Person als Merkmal des aufrechten Ganges und mittlerweile kann der Begriff der Würde auch auf die Arbeit bezogen werden. Und dies vor allem deshalb, weil die Gesellschaft in vielen Teilen immer ärmer wird. Ein Ziel wäre es deshalb für ihn, Arbeitsplätze zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, angstfrei zu leben. Und es ist klar, dass die Zeichen der Zeit anders aussehen. Eine seiner Fragen ist: „Was sind die Grundbedingungen dafür, dass Menschen ohne Kraftaufwand, der sie überfordert, in Würde und in aufrechtem Gang ihren Lebensweg beschreiten können?“ Wenn Arbeitende, die in der heutigen Zeit das Ideal des unternehmerischen Selbst anstreben, meinen, Erniedrigung und Vereinsamung sind Bestandteile der Arbeit, und wenn Fleissige erkennen, dass sie keinen sicheren Platz mehr haben, dann muss grundlegendes geändert werden. Die Zukunft der Arbeit kann auch anders aussehen.