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Die Patrouille des Glaciers 2022, die von zwei Rennverschiebungen geprägt war, fand am Sonntag, 1. Mai in Verbier ein glanzvolles Ende. Nach einer wetterbedingten Verschiebung um 24 Stunden erfolgte der Start in Zermatt am Samstagabend in einer unvergleichbaren Atmosphäre, wie es sie seit vier Jahren nicht mehr gab. Die Rennen wurden abgerundet durch den Sieg einer Schweizer Patrouille vor der italienischen Patrouille, die bereits die Ausgabe 2018 gewonnen hatte.
Das Trio der Patrouille Swiss Team 1, bestehend aus Martin Anthamatten, Marti Werner und Rémi Bonnet, setzte sich beim zweiten Rennen Zermatt-Verbier am Sonntag, 1. Mai, durch. Sie absolvierte die Strecke in 6:35:36 Stunden. Etwas weniger als 9 Minuten Vorsprung trennte sie von der italienischen Patrouille C.S Esercito, bestehend aus Michele Boscacci, Matteo Eydallin und Davide Magnini, die die Strecke in 6:44:40 Stunden absolvierte. Zur Erinnerung: 2018 gewannen die Patrouillenläufer Michele Boscacci und Matteo Eydalli das Rennen (damals gemeinsam mit Robert Antonioli) mit etwas mehr als 10 Minuten Vorsprung auf das Swiss Team 1. Der Sieg des Schweizer Teams wurde von den italienischen Kontrahenten gebührend anerkannt.
Das dritte Team mit dem Namen Lasportiva, ebenfalls aus Italien stammend,, schloss das Rennen in 7:17:55 Stunden ab. Das Trio bestand aus Filippo Beccari, Martin Stofner und Alex Oberbacher.
Arolla-Verbier
Das zweite Rennen Arolla-Verbierist geprägt von einem Podium, das aus drei sehr jungen Teams besteht. Als schnellstes Team schloss die Schweizer Patrouille Team Gruyere, bestehend aus Léo Besson, Thomas Bussard und Robin Bussard, die Strecke Arolla-Verbier in 3:01:45 Stunden ab.
Auf sie folgte das deutsche Team Youngsters, bestehend aus Jon Kistler, Loïc Dubois und Finn Hösch, mit einer Zeit von 3 Stunden 7 Minuten und 19 Sekunden. Auf dem dritten Platz landete die Schweizer Patrouille Team Ski Alpi, bestehend aus Louis Bétrisey, Tristan Gaspoz und Ambroise Repond, mit einer Zeit von 3:30:53 Stunden . Bemerkenswert ist, dass alle neun Patrouilleure auf dem Podium zwischen 2001 und 2003 geboren sind.
Regen in Zermatt, grosse Kälte auf Tête Blanche
Wie bereits die ersten Rennen mussten auch die Rennen Z2 und A2um 24 Stunden verschoben werden. Grund dafür war eine Wetterverschlechterung von Westen her. DieWolkenansammlung, die für den Samstag über den Gipfeln erwartet wurde, hätte möglicherweise eine medizinische Evakuierung aus der Luft während des Rennensverhindert. Der Start erfolgte daher erst am Samstag, 30. Aprilum 21.30 Uhr auf dem Bahnhofsplatz in Zermatt. Die Patrouillenläuferinnen und -Läufer starteten bei leichtem Regen und wurden von zahlreichen Zuschauern angefeuert.
Im Gegensatz zu den milden Temperaturen bei den ersten Läufen am Donnerstag, 28. April, war das Wetter während der zweiten Läufe unbeständiger. Auf Tête Blanche, dem höchsten Punkt der Strecke (3650m), zeigte das Thermometer Temperaturen von unterhalb -20°C an. Ausserdem war die PdG 2022 von Schneemangel geprägt. Dies führte dazu, dass auf der gesamten Strecke Zermatt-Verbier fast 14 Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden mussten.
Der Kommandant der Patrouille des Glaciers möchte sich bei den über 1500 im Hintergrund engagierten Armeeangehörigen bedanken, ohne die dieses Ereignis nicht hätte stattfinden können. Er begrüsst auch die zahlreichen zivilen Organisationen und Partner, die sich für den reibungslosen Ablauf des Ereignisses einsetzen, und natürlich die Patrouilleurinnen und Patrouilleure und das Publikum für ihre Treue zur PdG!
Es lebe die Patrouille des Glaciers!
Soldat David Wagnières, comm PdG / Übersetzung Soldat Christian Bürgi