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Legitimierung der Besatzung
Schweizer Organisationen, die die Sahraouis unterstützen, haben sich jahrelang dafür eingesetzt, dass die Produkte wenigstens richtig deklariert werden. Dabei war auch da die Rechtslage eigentlich immer klar: die Westsahara ist nicht im Freihandelsabkommen Schweiz-Marokko eingeschlossen. Deshalb können diese Produkte nicht vergünstigte eingeführt werden und müssen sowohl für den Zoll als auch für die Konsumenten und Konsumentinnen richtig deklariert werden, nämlich mit "Westsahara". Die richtige Deklaration reicht jedoch nicht aus. Die wirtschaftlichen Beziehungen mit Firmen in den besetzten Gebieten kommen einer faktischen Anerkennung des völkerrechtswidrigen Anspruchs seitens Marokkos auf die Westsahara gleich. Sie legitimieren die marokkanische Besatzung und zementieren den Status Quo.
Sags Deinem Supermarkt!
Text Protestbrief
Die Sahraouis in den Flüchtlingslagern sind zu 100 Prozent von internationalen Hilfslieferungen abhängig. Sie flohen vor über 40 Jahren vor der marokkanischen Besatzungsmacht in die Wüste Algeriens, wo sie seither auf eine Lösung des Konfliktes warten. Währenddessen baut Marokko in der besetzten Westsahara Tomaten und Melonen für den Export an. Die Plantagen werden mit fossilem Wasser - nicht erneuerbaren Wasserreserven – bewässert. Die Produktion von Gemüse und Obst in der Westsahara verletzt nicht nur internationales Völkerrecht, ihr Anbau in dieser trockenen Gegend ist auch ökologisch äusserst fragwürdig. Der Handel mit den Produkten stärkt die Besatzungsmacht, wobei der territoriale Anspruch Marokkos auf die Westsahara von keinem Land der Welt anerkannt wird.
Tomaten und Melonen aus der Westsahara werden auch in Schweizer Supermärkten verkauft, leider auch in Ihrem. Als Kunde/Kundin fordere ich Sie deshalb auf:
Nehmen Sie Produkte aus der besetzten Westsahara aus Ihrem Sortiment.
Herzlichen Dank,
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