Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/1467

Die Schulanlage St. Karli soll 2021 und 2022 saniert und erweitert werden. Für die Projektierung beantragt der Stadtrat beim Grossen Stadtrat einen Kredit von 1,1 Millionen Franken.Weiter breantragt der Stadtrat für den Kauf von mehrfach verwendbaren Modulbauten 8,3 Millionen Franken beim Parlament.
Der hochgelegene, exponierte Baukörper ist nicht zu übersehen: Seit über 100 Jahren thront das Schulhaus St. Karli über der Strassenkreuzung. Doch das architekturgeschichtlich wertvolle Gebäude ist in einem schlechten Zustand, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Die Fassade und das Innere müssen dringend saniert werden. Die Wärme- und Schalldämmungen seien mangelhaft, die Elektroanlagen veraltet, und die Sanitärinstallationen stammten zum Teil noch aus der Erstellungszeit.
Neubauten geplant
Eine Machbarkeitsstudie habe gezeigt, dass die Bedürfnisse der Volkschule im heutigen Schulhaus nicht umgesetzt werden können. Unter anderem würden Gruppen- und Arbeitsräume sowie ein Mehrzweckraum fehlen. Zudem müsse die Betreuung ausgebaut werden. Um der Volksschule die benötigten Räume zur Verfügung zu stellen, wird in der Studie vorgeschlagen, im Norden einen eingeschossigen Anbau zu realisieren, in dem die Garderoben, Duschen und WC-Anlagen für die Turnhalle sowie im östlichen Bereich ein Mehrzweckraum untergebracht sind.
Für die Betreuung werde im Westen der Anlage ein zweigeschossiger Neubau erstellt, der genügend Raum bietet, damit 40 Prozent der Lernenden des Schulhauses und der dazugehörenden Kindergärten das Betreuungsangebot nutzen können.
Investitionskosten: 19,8 Millionen Franken
Um die Sanierung der Schulanlage und die Erweiterungsbauten zu planen, beantragt der Stadtrat beim Parlament einen Projektierungskredit von 1,1 Millionen Franken. Der Grosse Stadtrat wird voraussichtlich am 17. Mai 2018 darüber befinden. Zum heutigen Zeitpunkt rechnet der Stadtrat mit Investitionskosten von rund 19,8 Millionen Franken. Läuft alles nach Plan, werde die Volksabstimmung über den Baukredit im Mai 2020 stattfinden. Ziel sei es, im Januar 2021 mit den Bauarbeiten zu beginnen und sie im Dezember 2022 zu beenden.
Modulbau aus Holz
Während der zwei Jahre dauernden Gesamtsanierung kann im Schulhaus nicht unterrichtet werden. Da im Quartier in bestehenden Gebäuden keine für den Unterricht und die Betreuung geeigneten Räume verfügbar seien, hat der Stadtrat die Vor- und Nachteile verschiedener provisorischer Lösungen wie Container und Modulbauten untersucht. Dabei hat sich der Kauf von Modulbauten aus Holz als die wirtschaftlich günstigste Variante herausgestellt. Modulbauten haben zudem ein deutlich besseres Raumklima als zum Beispiel Container und können – da sie eine Lebensdauer von zirka 20 Jahren haben – mehrmals verwendet werden.
Da in der Stadt Luzern in den nächsten 15 bis 20 Jahren zehn Schulhäuser saniert werden sollen, mache der Kauf eines Modulbaus aus Holz laut Stadtrat Sinn. Er beantragt beim Grossen Stadtrat dafür einen Kredit von 8,3 Millionen Franken. Im Kredit eingerechnet seien auch die Kosten für das Aufstellen des Provisoriums auf dem Schulhauplatz St. Karli sowie Anfang 2023 der Umzug auf die Schulanlage Littau Dorf, die als nächste saniert wird. Eine Studie, deren Resultate Anfang 2019 erwartet werden, soll genauere Kenntnisse zum Schulraumbedarf, deren Sanierung und Erweiterung und daraus resultierend benötigte Provisorien aufzeigen.