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Lichte Wälder zeichnen sich durch einen geringen Kronenschluss der Bäume und Sträucher aus, welcher das Sonnenlicht fast ungehindert bis auf den Boden vordringen lässt. Dadurch ist die Krautschicht im Vergleich zu einem konventionell bewirtschafteten Wald deutlich stärker und artenreicher ausgeprägt. Früher war diese Waldform sehr verbreitet, denn Wälder wurden vielfältig und intensiv genutzt. Alles irgendwie brauchbare wurde entnommen: Holz als Bau und- Brennstoff, Laub als Stopfmaterial, Rinde als Gerbstoffe, Früchte und Beeren als Nahrung usw. Zudem wurden die Wälder oftmals auch beweidet.
Diese intensive Bewirtschaftung der Wälder führte vielerorts zu einer Übernutzung, weshalb an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert das Waldschutzgesetz in der Schweiz erlassen und stufenweise verschärft wurde. Es schränkte viele Nutzungsformen des Waldes ein oder verbot sie ganz. Andere verschwanden, weil sie infolge der Industrialisierung und des globalen Handels wirtschaftlich keinen Sinn mehr machten. Das war gut für den Erhalt des Waldes, aber manchmal schlecht für die Artenvielfalt. Im Kanton Zürich werden deshalb seit 1995 eine Anzahl Waldgebiete als Lichte Wälder bewirtschaftet.
Das Naturnetz pflegt regelmässig das Lichtwaldgebiet der Gemeinde Bachs. Zu den anfallenden Arbeiten gehört das Entfernen von Neophyten und anderen Problempflanzen wie Waldreben und Brombeeren, welche wertvolle Flächen überwucherten. Auch Baumjungwuchs musste ausgestockt werden. Mit Hilfe von Kreuzhauen, Habegger und Strauchzwingen wurde Hand angelegt.
Weiter mussten Nährstoffe ausgetragen werden, d.h. einerseits Laub- und Astmaterial und andererseits Mähgut, welches bei den Mäharbeiten des Forstes liegen blieb. Das Material wurde zusammengerecht, auf Schleppblachen gesammelt und schliesslich auf Fahrzeuge verladen und in einem Kompostierwerk entsorgt.
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