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Im Kanton Wallis gibt es gegenwärtig 27 Kindesschutzbehörden (9 im Oberwallis, 10 im Mittelwallis und 8 im Unterwallis). Dabei handelt es sich um die früheren Vormundschaftsbehörden, das heisst das Vormundschaftsamt und die Vormundschaftskammer.
Die Kindesschutzmassnahmen werden von der Kindesschutzbehörde am Wohnsitz des Kindes angeordnet, geändert oder aufgehoben. Diese Behörde muss einschreiten, wenn sie von einem Fall erfährt, der eine Kindesschutzmassnahme erforderlich macht. Ausserdem kann jede Person der Kindesschutzbehörde ihrer Gemeinde oder dem Amt für Kindesschutz einen Fall melden, der ihr suspekt erscheint.
In der Regel muss die Kindesschutzbehörde das Kind vor der Anordnung einer Schutzmassnahme persönlich anhören.
Ob während der Prüfungsphase der Dossiers oder während der Umsetzungsphase der Massnahmen – die Kindesschutzbehörde kann auf die Zusammenarbeit mit dem Amt für Kindesschutz zählen. Dieses hat nämlich zur Aufgabe, den Schutz des Kindes zu gewährleisten: durch vorbeugende Massnahmen, Evaluationen, Gutachten, Überwachung der Platzierung Minderjähriger sowie Beratung von Eltern, Jugendlichen und Kindern.
Aktualisierung 08..08.2016