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Helonias
ZENTRALE BEGRIFFE
Worauf richtet sich der Fokus der inneren Aufmerksamkeit?
Ein fast zwanghaftes Interesse zeigt Helonias an Funktionsabläufen innen wie aussen, sowie an deren Einschätzung. Seine Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf die eigene Empfindung, sondern darauf, wie die Dinge zu beurteilen sind. So hat er z.B. im Moment, wo er die Prüfungssubstanz einnimmt, das Gefühl, die Umwelt habe sich verändert Th 4. Nicht mehr sein Ich-Gefühl interessiert ihn, sondern die Bewertung dessen, was abläuft.
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Die Themenliste umfasst eine inhaltlich gruppierte Sammlung von Original Prüfungssymptomen
Wie zeigt sich das Leiden des Patienten? (Sekundäre Psora)
Wie kompensiert er sein Leiden? (Egotrophie, Egolyse, Alterolyse)
Wie lautet die eigentliche Hypothese „nach Masi“? (Primäre Psora)
Hier finden Sie spannende Interpretationen von einzelnen Themen oder Symptomen
1. Geistige Hölle, tiefgreifende Depression
Die Reaktion begann (bei allgemeinem Wohlgefühl), und während den nächsten vierzehn Tagen war ich in einer geistigen Hölle; es war die tiefgreifendste Depression, die ich je erlebte; ich wurde in die allertiefste Verzweiflung getrieben. A 2
Gemüt dumpf und passiv. A 5
Sehr niedergeschlagen und entmutigt. A 1
Schwere Melancholie; tiefe, unerklärbare Schwermut. He 1.8
Tiefe Schwermut, tiefe unbestimmte Niedergeschlagenheit mit einem Gefühl von Wundsein und Schwere in der Gebärmutter; ist sich ihrer Gebärmutter "bewusst". He 23.2
Zerrende Schwäche in der Kreuzbeingegend mit Vorfall; auch im Klimakterium mit deutlicher Schwäche; tiefe psychische Schwermut. He 23.4
Allgemeine Müdigkeit und Mattigkeit; Schwermut und Stumpfheit des Geistes; Amenorrhoe von allgemeiner Atonie und torpidem Zustand des ganzen Körpers. He 23.25
Gebärmutterverlagerung bei schwacher Patientin; magenschwach, lethargisch oder abgeneigt sich fortzubewegen; Müdigkeit und Wehtun die ganze Zeit; Gebärmutter empfindlich; fühlt, dass sich die Gebärmutter bewegt, und diese ist dann wundartig schmerzend und empfindlich; hat leicht eine Fehlgeburt; Gemütsstimmung niedergeschlagen. He 23.5
2. „Gallig“ schläfrig während des Tages, Kopf dumpf und blöde, wenig Appetit, Essen hatte keinen Geschmack, etc (nach 2 Monaten); ich war noch nie in einem solchen Zustand und am heutigen Tag, dem 17. November 1861 (nach beinahe 20 Monaten), bin ich zufrieden, dass mein Organismus nicht im gleichen Zustand ist, wie zu Beginn des Experimentes mit Helonias dioica; es kommt mir vor, als ob der Schock der Gaben, die ich einnahm, mein ganzes System revolutioniert und mir eine gallige Gewohnheit aufgepfropft hätte, welche ich 33 Jahre lang nicht kannte. A 124
3. Ein allgemeines Wohlgefühl, Freude am Leben
Alle Schmerzen und Leiden verliessen mich, und ich fühlte mich so, wie ich es mir bei einem starken Mann von perfekter Gesundheit vorstelle; der Wechsel des Zustandes während meines Alltags war so auffallend, dass ich dies bemerken musste, obwohl ich aufhörte nach „Symptomen“ zu suchen; ich kann nicht im Detail sagen, wie ich mich fühlte, ich weiss nur, dass ich mit einem allgemeinen Wohlgefühl erfüllt war, welches das Leben zur Freude machte (6 Tage lang); am 27. Tag begann die Reaktion und bis zum 41. Tag war ich in einer geistigen Hölle (s. A 2). A 121
4. Vor der Einnahme des Mittels fühlte ich mich so gut wie selten, aufgestellt und bei bester Laune; bald nach der Einnahme veränderte sich mein Umfeld drastisch; sehr bald wurde ich reizbar, trübsinnig und schwer von Begriff; konnte weder den geringsten Widerspruch ertragen, noch Ratschläge zu irgendwelchen Themen annehmen; jegliche Unterhaltung war unangenehm und was ich mir am meisten wünschte: alleingelassen zu werden, um das Privileg zu haben, an allem um mich herum etwas aussetzen zu können; nach eingehender Betrachtung stellte ich fest, dass diese seelisch-geistige Verfassung kein Zufall war, sondern ein klar pathologischer Zustand, der durch die Wirkung des Mittels hervorgerufen und aufrechterhalten wurde (siebter Abend); vor diesem Abend hatte dieser Zustand eine intermittierende (periodisch aussetzende) Form, danach war er unverändert über mehrere Tage und war eine der konstantesten und herausragendsten Wirkungen. A 4
5. (...) konnte weder den geringsten Widerspruch ertragen, noch Ratschläge zu irgendwelchen Themen annehmen (...) A 4
6. (...) sehr bald wurde ich reizbar, trübsinnig und schwer von Begriff (...) A 4
7. (...) jegliche Unterhaltung war unangenehm und was ich mir am meisten wünschte: alleingelassen zu werden, um das Privileg zu haben, an allem um mich herum etwas aussetzen zu können (...) A 3
Möchte alleingelassen werden, Unterhaltung ist unangenehm. He 1.4
8. (...) konnte weder den geringsten Widerspruch ertragen, noch Ratschläge zu irgendwelchen Themen annehmen (...) A 4
9. Vor der Einnahme des Mittels fühlte ich mich so gut wie selten, aufgestellt und bei bester Laune; bald nach der Einnahme veränderte sich mein Umfeld drastisch (...) A 4
10. Empfindungen beliebig hervorrufen oder verschwinden lassen
Völlegefühl während des Lesens, Druck von innen nach aussen im Scheitel und Hinterkopf; gleichzeitig scheint der Scheitel zu brennen; wenn ich aber konzentriert und ernsthaft lese, verflüchtigen sich all diese Empfindungen, aber wenn ich meine Aufmerksamkeit vom Buch auf meine Hände lenke, nehme ich sie augenblicklich wieder wahr; mir wurde klar, dass ich diese Empfindungen beliebig hervorrufen oder verschwinden lassen konnte. A 17
11. Das Völlegefühl im Kopf verstärkt sich und es ist ein Druckgefühl von innen nach oben zum Scheitel; letzteres wird verschlimmert durch die (visuelle) Fixierung irgendeines Punktes. A 8
12. Gefühl von viel Licht
Es schien, als ob die Pupille zu viel Licht hereinlasse, obwohl bei der Überprüfung die Pupillen nicht dilatiert waren. A 19
Die Sicht ist betroffen; ein Gefühl von viel Licht, begleitet von verschwommenem Sehen, bei plötzlicher und erheblicher Bewegung des Kopfes wird der Patient fast blind. A 20
13. Beeinträchtigte Sehkraft
Leichte Kopfschmerzen, die durch eine Verminderung der Sehstärke und Schwindel bei plötzlicher Bewegung des Kopfes begleitet werden. A 7
Als ich meinen Kopf plötzlich drehte, wurde ich beinahe blind. A 21
Ich wurde blind beim Hinausgehen bevor ich 200 Yards gegangen war. Dann hielt ich inne und die Sehkraft kehrte langsam wieder zurück. A 23
Blindheit < grosse Anstrengung. A 137
A 20
14. Lesen
Völlegefühl während des Lesens, Druck von innen nach aussen im Scheitel und Hinterkopf; gleichzeitig scheint der Scheitel zu brennen; wenn ich aber konzentriert und ernsthaft lese, verflüchtigen sich all diese Empfindungen, aber wenn ich meine Aufmerksamkeit vom Buch auf meine Hände lenke, nehme ich sie augenblicklich wieder wahr; mir wurde klar, dass ich diese Empfindungen beliebig hervorrufen oder verschwinden lassen konnte. A 17
Brennen und Hitze im Brustbereich des Rückens, vor allem zwischen den unteren Hälften der Schulterblätter, beim sitzenden Lesen, nachts. He 31.1
15. Beschäftigung bessert
Frauen: mit Vorfall von Atonie, entnervt von Trägheit und Luxus, > wenn die Aufmerksamkeit beschäftigt ist, deshalb wenn der Doktor kommt; verbraucht von schwerer Arbeit, kümmern sich nicht um den Schlaf, so müde sind sie, und die überanstrengten Muskeln brennen und schmerzen so sehr. He 47.1
Unruhe, ständig "zappelig" mit Verlangen etwas zu tun, Niedergeschlagenheit, brennende Scherzen in der Lendenwirbelsäule, häufig sehr reichliches Urinieren, (...) Schwäche, schnell ermüdet, Herzklopfen von Treppensteigen; fühlt ihre Schwäche weniger, wenn sie an der Arbeit ist; am Abend Gefühl, als ob kalter Wind von der Ferse zur Kniekehle hinaufbliese (...) He 21.11
All meine Schmerzen und Wehwehchen verschwinden augenblicklich, wenn ich umhergehe; beim Stillsitzen kehren sie sofort wieder zurück, dies kommt mir physiologisch paradox vor, denn die Empfindungen, die durch Bewegung erleichtert werden, sind ähnlich solchen, die durch übermässige Strapazen hervorgerufen werden, aber die Anstrengung des Gehens vertreibt sie. A 128
Blindheit < grosse Anstrengung. A 137
He 3.3
16. Harte Arbeit, Anstrengung
Weh tuender Schmerz in meiner Brust, als ob mich jegliche Kräfte verlassen hätten nach äusserst harter Arbeit; es ist ein ermüdender Schmerz, als ob die ganze Brust und speziell ein Streifen etwa 10 cm breit entlang des Brustbeines hinunter in einen Schraubstock eingeklemmt sei. (Ich hab mich schon ähnlich gefühlt während harter Arbeit im Militär, aber ich habe jetzt bei diesem Gefühl keinerlei Leistungen vollbracht). A 81
Gebärmuttervorfall und Geschwürbildung des Gebärmutterhalses; Absonderung ständig, dunkel, übelriechend; überschwemmende Gebärmutterblutung nach Heben von etwas Schwerem und bei geringster Anstrengung; Gesicht bleich, hat einen leidenden Gesichtsausdruck; starke Reizung der Scheide; Schmerz im Kreuz. He 23.6
A 128, He 47.1
17. Organe mit warmem oder heissem Wasser gefüllt
Brennen im unteren Drittel des Bauches, als ob die Beckenorgane bis zu einer Stelle zwischen Nabel und Schambein mit ziemlich warmem Wasser gefüllt seien. A 48
Ein Gefühl, als ob meine Nieren zwei Beutel voll heissen Wassers seien; dieses Gefühl war so deutlich, dass ich mit Sicherheit sagen konnte, wo der Raum, den diese Organe ausfüllen, nachzuspüren ist, indem ich den Umrissen des Brennens nachfahren konnte. A 62
18. Gefühl eines Luftzugs
Meine Brust ist ungewöhnlich empfindlich auf Luftzug; es war ein schöner sonniger Tag (29. März), aber ich spürte die Kälte feinfühlig in der Mitte der Brust, entlang des ganzen Brustbeines und so breit wie der Abstand der Brustwarzen. (Ich trug während dieser Zeit ein Unterhemd, das bis zum Hals zugeknöpft war, ich spürte trotzdem so etwas wie kalte Luft, die sogar durch den nach innen gestülpten Mantel zu dringen schien). A 80
(...) am Abend Gefühl, als ob kalter Wind von der Ferse zur Kniekehle hinaufbliese (...) He 21.11
19. Brust in einen Schraubstock eingeklemmt
Weh tuender Schmerz in meiner Brust, als ob mich jegliche Kräfte verlassen hätten nach äusserst harter Arbeit; es ist ein ermüdender Schmerz, als ob die ganze Brust und speziell ein Streifen etwa 10 cm breit entlang des Brustbeines hinunter in einen Schraubstock eingeklemmt sei. (Ich hab mich schon ähnlich gefühlt während harter Arbeit im Militär, aber ich habe jetzt bei diesem Gefühl keinerlei Leistungen vollbracht). A 81
20. Ein Gefühl, als ob die Atmung gleich aussetzen würde. A 79
21. Ein breites Band
Kopfschmerzen in der Stirn, als ob ein inch (2.5 cm) breites Band von Schläfe zu Schläfe darüber gespannt wäre. A 13
A 80, 81
22. Ist sich der Gebärmutter bewusst
Gebärmutterverlagerung bei schwacher Patientin; magenschwach, lethargisch oder abgeneigt sich fortzubewegen; Müdigkeit und Wehtun die ganze Zeit; Gebärmutter empfindlich; fühlt, dass sich die Gebärmutter bewegt, und diese ist dann wundartig schmerzend und empfindlich; hat leicht eine Fehlgeburt; Gemütsstimmung niedergeschlagen. He 23.5
Tiefe Schwermut, tiefe unbestimmte Niedergeschlagenheit mit einem Gefühl von Wundsein und Schwere in der Gebärmutter; ist sich ihrer Gebärmutter "bewusst". He 23.2
23. Gebärmutter, Menses, Fluor
Starke Gebärmutterblutungen begannen während der Prüfung und setzten sich fort bis die Mitteleinnahme beendet wurde. A 77
Kopfschmerzen von der Gebärmutter herrührend oder hysterisch. He 3.6
Menorrhagie herrührend von geschwürigem Muttermund oder Gebärmutterhals, Blut dunkel und schlecht riechend und hält eine lange Zeit an; sehr reichhaltiger Blutfluss bei jeder Periode, so dass ihre Kraft erschöpft ist und sie an Schwäche leidet; Blutfluss gesteigert bei geringster Anstrengung; Gesichtsfarbe blass, bleich, erdfarben aussehend. He 23.17
Regelblutung zu übermässig; durch Gebärmutterschwäche; passiver Blutfluss; schlechter durch geringste Bewegung; dunkel gefärbt, klumpig, von üblem Geruch; bleiches Gesicht; erdfarbenes Gesicht; Schwäche durch Blutverlust. He 23.18
Gebärmuttervorfall mit Neigung zu Fehlgeburt. He 23.11
Häufige und sehr reichliche Menstruation, wenn die Patientinnen mehr Blut verlieren als in der zwischenmenstruellen Zeit nachgebildet wird, mit Rückenschmerzen und beschleunigtem Herzklopfen. He 23.20
Allgemeine Müdigkeit und Mattigkeit; Schwermut und Stumpfheit des Geistes; Amenorrhö von allgemeiner Atonie und torpidem Zustand des ganzen Körpers. He 23.25
Eiweissausscheidung während der Schwangerschaft; grosse Schwäche, Schläfrigkeit. He 24.6
He 23.2-10, 12-19, 21-24, 26, 27, 32-34
24. Weibliche Genitalien
(Eine intensive Gereiztheit der äusseren Schamlippen und der Schamgegend, welche angeschwollen, heiss, rot waren und fürchterlich brannten und juckten; so stark war die Reizung, dass sie sich nicht zurückhalten konnte, so lange mit den Fingernägeln zu kratzen, bis die Oberfläche blutete; jeden Morgen blätterte die Hautoberfläche in dünnen, durchsichtigen Schichten ab; die Schleimhaut der Schamlippe war rot, geschwollen und mit einer weissen, wie geronnenen Auflagerung besetzt, wie Aphten; das Spekulum offenbarte eine Entzündung über einen Drittel der Länge der Vagina.) A 78
Aphthöse Scheidenentzündung und Hautrötung der äusseren Geschlechtsteile. He 23.29
Rückenschmerz mit Reizung der Scheide. He 23.28
He 23.6, 30, 24.8
25. Brüste
Brüste geschwollen, Brustwarzen schmerzhaft und empfindlich, kann nicht den geringsten Druck des Kleides ertragen. He 23. 35
Fluor mit Schmerzen im unteren Teil des Rückens; wundartige Schmerzhaftigkeit und Empfindlichkeit der Brüste und Brustwarzen, besonders zur Menstruationszeit. He 23.32
He 23.22
26. Harnröhre
Das Wasserlassen war sehr schmerzhaft, dies aufgrund des brühenden Gefühls, als der Urin über die Schleimhaut rann. A 64
Jedes Mal wenn ich uriniere, scheint sich die Blase vollständig zu entleeren, aber wenn ich das „undefinierbare Ding“ in den Hosenladen zurückgetan habe, spritzt eine bestimmte Menge Urin heraus; wie fest ich mich auch bemühe, die Blasenschliessmuskeln zusammenzuziehen, jedes Mal habe ich dieses Leck beim Urinieren. A 67
Gereizte Urethra. A 65
27. Sexualität
Sexuelles Verlangen und sexuelle Kraft verstärkt. (m) He 22.1
Ungewöhnlich starke und häufige Erektionen nachts. He 22.2
Impotenz, vollständig oder teilweise. He 22.3
Verlust des sexuellen Verlangens mit oder ohne Sterilität. (f) He 23.1
Amenorrhoe aufgrund von atrophischem Eierstock, mit Anämie, beträchtlicher Beeinträchtigung der Verdauung und Assimilation, Sterilität, erloschenen sexuellen Impulsen, wenig oder keinem Schmerz in der Gebärmutter oder ihren Anhängen, ausser etwas Blutandrang während der Zeit der Menstruation, mit Schwere, Völle und Druck im Unterbauch. He 23.27
28. Schwäche im Rücken
Eine währschafte Müdigkeit und ein Gefühl von Schwere in der Nierengegend, mit ungewöhnlicher Abgeschlagenheit am Nachmittag und Abend. A 60
Der Rücken im unteren Lendenbereich fühlt sich sehr müde und schwach an. A 96
Fühle mich etwas schwach im Rücken (Kreuz). A 108
Zerrende Schwäche in der Kreuzbeingegend mit Vorfall; auch im Klimakterium mit deutlicher Schwäche; tiefe psychische Schwermut. He 23.4
Der Rücken schmerzt quer über die Lendengegend; fühlt sich müde und schwach an; Brennen und ermüdender Schmerz im Lumbal- und Sakralbereich beim Hinsetzen. He 31.8
29. Gewehrkugeln
Ein seltsamer Stuhl; Gefühl, als ob jedes Stück Kot die Form einer grossen (minnie-) Gewehrkugel hat, welches mit dem dicken Ende voran zum Anus rauskommt; der Anus schien für einen Augenblick stark gedehnt zu werden und es schoss eine Masse Kot heraus, so wie ein Kürbiskern von den Fingern spickt; der Stuhl bestand aus vier Teilen, die getrennt voneinander ausgeschieden wurden; aber so schnell wie möglich einander folgend, denn es schien, als ob jeder Teil „die Passage meistern“ müsste, indem der Anus mit Gewalt geöffnet wurde; am Abend. A 59
Plötzlicher (und momentaner), aber sehr akuter, stechender Schmerz in der Nierengegend, als ob ich dort angeschossen worden wäre, beim Umziehen. A 106
30. Als ob die Milz erweitert wäre
Schmerz in der linken Seite, als ob die Milz betroffen wäre; es fühlte sich an, als ob jenes Organ erweitert wäre, und zwar so stark, dass es einen dumpfen Schmerz verursachte, es dauerte nicht lange. A 43
31. Unruhe
Unruhig, möchte ständig umhergehen. He 1.3
Bin ausserordentlich unruhig und möchte mich ständig umherbewegen. A 120
Fühle mich besser beim Bewegen oder wenn ich etwas tue, das meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. A 127
32. Bewegung
Beim Gehen/Spazieren (und nur dann) des öfteren ein plötzlicher Stich tief in der rechten Leiste, er befällt mich plötzlich wie ein elektrischer Schlag, muss dann während ein paar Schritten hinken, und bald ist es wieder weg; Druck in die Leiste mit den Fingerspitzen schien zu bessern; zumindest machte ich das instinktiv und Erleichterung trat darauf ein. A 50
Jede Bewegung der Arme verursachte einen Schauer, der sich vom Solar plexus über den ganzen Körper auszubreiten schien. A 130
Taubheit in meinen Füssen, welche bei Bewegung verschwindet und nur beim Stillsitzen gespürt wird. A 116
Bei jeder Bewegung überliefen mich Hitzewallungen, in einem Raum. A 132
A 7, 20, 21, 114, 115, 118, (119), 120, 127, 128, He 1.3, 3.3, 19.1, 23.5, 18, 33.1, 2, 40.1, 2
33. Wehtuender Schmerz im rechten Fussgelenk, als ob ein Keil hineingetrieben würde; das dauerte, bis ich des nachts einschlief; obwohl es unangenehm schmerzhaft war, störte es den Bewegungsablauf (-apparat) nicht. A 115
34. Ein Brennen, oder besser eine warme Taubheit in den Beinen, am intensivsten in den Knien (es war wie die Aconit – Betäubung, aber nicht so intensiv); es schien bei den Achilles-Fersen beider Beine zu beginnen, aufwärts strömend, und sehr auffallend im Bereich des Wadenmuskels; manchmal fühlen sich meine Beine fast so taub an, wie sie es damals nach 10 Tropfen von Fleming’s Aconit-Tinktur taten. A 113
35. Müdigkeit und Schwäche
Aussergewöhnlich müde und schwach, als ob ich von Typhus-Fieber niedergestreckt worden wäre, beim Nachhausegehen (fast eine Meile), um 18 Uhr. A 118, (119)
Fühle mich heute ungewöhnlich müde, aber suchte nach keiner Ursache. A 122
Ein leichter Spaziergang von knapp einer Meile machte mich sehr müde und kraftlos. A 123
Gereizter Magen mit allgemeiner Schwäche. He 17.4
He 23.5, 17, 23, 25, 33, 24.6
36. Brennen
Im Epigastrium wird ein Glühen gespürt, offensichtlich zum Magen selbst gehörend, begleitet von einem gelegentlichen Gefühl von Hitzewallungen durch das ganze (Verdauungs-) System. A 38
Völlegefühl während des Lesens, Druck von innen nach aussen im Scheitel und Hinterkopf; gleichzeitig scheint der Scheitel zu brennen; (...) A 17
Brennen und Schmerzen in der Wirbelsäule. A 100
A 17, 37, 39, 40, 42, 48, 51, 52, 62, 78, 92-94, 105, 109, 113, He 3.3, 17.3, 19.3, 24.4, 31.8
Da es für den Menschen ausserordentlich anstrengend ist, ständig alle inneren und äusseren Vorgänge im Auge zu behalten und zu beurteilen, leidet Helonias an Schwäche, Erschöpfung Th 35 und einem Gefühl wie nach Anstrengung Th 16.
Sein Körper teilt ihm — in gewohnt parodistischer Weise — sogar Dinge mit, die normalerweise nicht signalisiert werden. So spürt die Helonias-Patientin z.B. ihren Uterus Th 22. Auch andere Organgefühle irritieren diesen Menschen: Die Nieren oder die Beckenorgane fühlen sich an wie mit warmem Wasser gefüllt Th 17, er spürt einen Luftzug am Brustbein durch alle Kleidung hindurch Th 18.
Wenn wir davon ausgehen, dass Helonias die Funktionsabläufe im Körper eigentlich ständig beobachten und damit kontrollieren will, können wir ein Stück weit verstehen, woher das Symptomen-Schwergewicht im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane kommt Th 22-25: Frauen haben allein durch Menstruationszyklus und Schwangerschaft weniger Herrschaft über ihren Körper, dieser folgt seinen hormonellen Abläufen mehr als einer willentlichen Kontrolle. Auch während der Schwangerschaft leidet Helonias, weil das „Produkt“ sich jeder Beurteilung entzieht.
Egotrophie
Wenn Helonias seinen Vollkommenheitsanspruch zu verwirklichen sucht, glaubt er seine Körperfunktionen so detailliert erforschen und beschreiben zu müssen, dass es uns schon mal befremden kann: So erzählt er, sein Stuhl habe die Form von grossen Gewehrkugeln, die mit dem dicken Ende voran aus dem Anus schiessen, wie wenn ein Kürbiskern von den Fingern spickt Th 29. Oder er stellt fest, dass er durch konzentriertes Lesen seine Kopfschmerzen zum Verschwinden bringen und durch Abschweifen wieder hervorrufen kann Th 10. Dieser an sich banale Vorgang, der von jedem autogenen Training, jeder Hypnosetherapie ausgenützt wird, erscheint Helonias als grossartige Erkenntnis. Oder er stellt fest, dass all seine Wehwehchen durch Umhergehen verschwinden Th 15, fragt sich aber zugleich, ob dies denn sein könne, weil der Schmerz sich so anfühlt, als ob er durch Strapaze entstanden wäre.
Symptome dieser Art finden wir noch viele. Auffällig daran ist oft eine Diskrepanz zwischen der Beobachtung und der Beurteilung: Helonias glaubt nicht einfach, was er wahrnimmt, sondern verleiht seinen Beschwerden erst durch deren Bewertung das gehörige Gewicht.
Weil er sich dermassen auf seine Symptome fixiert, geht es ihm besser, sobald er abgelenkt, geistig konzentriert oder körperlich angestrengt ist. Er sagt wörtlich: Fühle mich besser beim Bewegen oder wenn ich etwas tue, das meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt Th 31.
Wenn Helonias sein Verlust-Erleben kompensiert, befindet er sich jenseits aller Beurteilung, er hat es vor lauter Wohlbefinden nicht mehr nötig, auf Symptome zu achten Th 3, er fühlt sich bei perfekter Gesundheit, sein Leben ist reine Freude. Selbst wenn er sich ungewöhnlich müde fühlt, sucht er keine Ursache dafür Th 35.
Sein mangelhaftes Kontaktvermögen mit den anderen Menschen kompensiert er einerseits durch ein verstärktes sexuelles Verlangen Th 27, andererseits dadurch, dass er keine Ratschläge annimmt Th 5 und keinen Widerspruch erträgt Th 8, da beides seine persönliche Einschätzung der Dinge stört.
Egolyse
In dieser Phase wird Helonias von der schwärzesten Depression befallen, er fühlt sich wie in einer geistigen Hölle, er ist niedergeschlagen und entmutigt, sein Geist ist stumpf und passiv. Seine Schwermut erscheint ihm unerklärbar Th 1.
Wir können aber vermuten, dass ihm bewusst geworden ist, wie wenig seine Beobachtung und Kontrolle irgendwelche Abläufe zu beeinflussen vermögen. Er hat jedes Ich-Gefühl verloren, weil seine Aufmerksamkeit so lange auf anderes gerichtet war.
Alterolyse
In der alterolytischen Haltung wird Helonias zu einem unerträglich „galligen“, grantigen, reizbaren Nörgler, zu einem Negativbild des Kritikers Th 2, 6. In einem Fallbericht von Sadnha Thakkar, den wir dem Reference Works entnehmen, wird eine Patientin beschrieben, die im letzten Teil ihrer dritten Schwangerschaft von einer extremen Schwäche befallen wurde. „Ich bin so schwach, dass sogar das Treppabgehen erschöpfend ist“. Sie berichtet weiter, dass sie sich sehr gereizt fühlt, und dass ihr Ehemann und die Kinder die Nase voll haben von ihrer Korinthenkackerei und ihrer griesgrämigen Haltung. „Alles was sie tun, ist falsch oder nicht gut genug. Sie sind so verängstigt, dass sie vermeiden, meinen Weg zu kreuzen“.
Welche „Conditio humana“ lehnt er ab? Wo wünscht er sich Vollkommenheit?
Helonias lehnt die Tatsache ab, dass der Mensch immer nur nach einer Auswahl von Kriterien und nach genauer Untersuchung einzelner Parameter eine fundierte Beurteilung abgeben kann. Wir sind in unseren Kritikmöglichkeiten einerseits dadurch eingeschränkt, dass uns der "göttliche Überblick" fehlt, andererseits durch das Prinzip der Eigenblindheit, welche uns den "Balken im eigenen Auge" oder den berühmten blinden Fleck beschert.
Helonias möchte aber — wie Gott am Ende eines jeden Schöpfungstages — uneingeschränkt bewerten, wie seine Umgebung aussieht. "Er möchte das Privileg haben allein zu sein, um an allem um sich herum etwas aussetzen zu können" Th 4. Er möchte die Welt beurteilen, d.h. sie begutachten, einschätzen, beleuchten, kritisieren DtW.
Sein Wille zur Beobachtung und Kontrolle richtet sich aber nicht nur nach aussen, sondern auch in den eigenen Körper hinein: Er nimmt Organe verstärkt wahr und begutachtet seine Symptomatik äusserst minutiös, was in zahlreichen Themen augenfällig belegt ist. Th 2, 10, 17, 18, 19, 28 usw.
Wo erlebt er deshalb ein Nichtgenügen, einen Verlust?
Helonias wird sich im Kontakt mit seiner Umwelt und den Mitmenschen immer unzulänglich fühlen, weil er merkt, dass er niemals einen ausreichenden Überblick erreicht, um alles äussere Geschehen sorgfältig einschätzen und beurteilen zu können. Unterhaltung ist ihm daher unangenehm Th 7. Er verliert das sexuelle Verlangen Th 27.
Ebenso wenig vermag er die komplizierten Vorgänge in seinem Körper zufriedenstellend zu beurteilen, er kann zuletzt gar nicht mehr sagen, wie er sich fühlt Th 3.
Was empfindet er infolge der Ablehnung als Bedrohung oder als Strafe?
Helonias müsste sich eigentlich dann fürchten, wenn er merkt, dass sein Körper die Regie übernimmt und z.B. unübersehbare physiologische Prozesse in Gang setzt. Interessanterweise finden wir aber in den Prüfungsberichten kein Angstsymptom. Das einzige in dieser Richtung ist das Gefühl, als ob die Atmung gleich aussetzen würde Th 20. Aber selbst hier noch behält Helonias seine beobachtende, kritisch distanzierte Position und verrät nicht, welche Reaktion die Atemnot bei ihm auslöst.
Auch auf komplexe Ereignisse in der Umgebung reagiert er vielleicht ängstlich, vor allem wenn ihm die Möglichkeit genommen wird, sich dazu eine Meinung zu bilden oder einen Kommentar abzugeben.
Wie könnte sich ein bewusster Umgang mit der Grundproblematik darstellen?
Wenn Helonias sich bewusst macht, dass seine Beurteilung immer nur einen schmalen Bereich des menschlichen Spek- trums ausmacht und zudem persönlich gefärbt ist, wird er durch seine Fähigkeit zur konstruktiven Kritik anderen Menschen wertvolle Anregungen geben können.
Interessant ist, dass Helonias mehrere Bezüge zu militärischen Begriffen aufweist:
Der Stuhl schiesst wie Gewehrkugeln heraus, in der Nierengegend fühlt er sich wie angeschossen Th 29, ein Schmerz im Brustkorb erinnert ihn an eine Zeit harter Arbeit beim Militär Th 18.
Der Bereich von Militär und Soldatentum weist einen problematischen Umgang auf mit dem Thema Beurteilung: Dem Untergebenen steht keinerlei Urteil zu, er hat sich Befehlen von oben zu fügen, ohne sie in Frage zu stellen oder zu bewerten. Er selbst ist allerdings einer dauernden Prüfung jedes Details ausgesetzt: Vom Sauberkeitsgrad seiner Schuhsohlen über jeden Hemdknopf bis zum Haarschnitt wird jede Kleinigkeit beobachtet und bewertet — eine Assoziation an die Art und Weise wie Helonias seine Symptome berichtet, liegt hier nahe.
Wir können uns deshalb vorstellen, dass Militärdienst und Soldatentum für Helonias einen empfindlichen Bereich darstellen: Entweder weigert er sich strikt, unter diese Herrschaft zu treten, oder er entwickelt während seiner Dienstzeit körperliche Symptome Th 19. Eine egotrophe Variante wäre der Mensch, dessen Ziel es ist, als Feldwebel die Beurteilung seiner Gefolgsleute übernehmen zu können.
Das Thema Luftzug Th 18 lässt sich direkt vom obigen Abschnitt her interpretieren: Helonias spürt die Kälte in der Mitte der Brust, entlang des Brustbeines und so breit wie der Abstand der Brustwarzen: Dies ist die Stelle, die von einer steifen Hemdbrust oder einem Brustharnisch bedeckt ist, beides sind Uniformteile. Symbolisch wird der Brustharnisch gleich gedeutet wie der Schild: „Dieser repräsentiert hauptsächlich das Universum, als ob der Krieger, der ihn trägt, seinem Gegner den Kosmos entgegensetzen würde. Der Schild des Achilles ist dafür ein einzigartiges Beispiel: Hephaistos schuf dafür ein reiches Dekor, das jede Lebensberechtigung, alle Schönheiten der Schöpfung, sämtliche Symbole für Kraft, Reichtum und Freude vereinte.“ DDS
Ein ähnliches Symptom, nämlich das Gefühl, als ob kalter Wind von der Ferse zur Kniekehle hinaufbliese Th 15, betrifft also den Bereich der Achillessehne!
Wer sich wie Helonias eine Beurteilung sämtlicher Details anmasst, verliert möglicherweise den Herzensbezug zur Schöpfung, es weht ihn ein kalter Wind an.
Dazu würde passen, dass sein Rückgrat und die Beine, Symbole der Weltachse und Standhaftigkeit LdtS, ebenfalls beeinträchtigt sind: Das Rückenmark brennt Th 36, der Rücken ist schwach Th 28, in den Beinen fühlt er eine Taubheit Th 34 und im Fussgelenk empfindet er einen Schmerz, als ob ein Keil hineingetrieben würde Th 33.
Eine weitere Interpretation des Brust-Symptoms ist denkbar als Angriff eines kalten Windes auf das Ich-Gefühl (der Finger deutet auf die Brust, wenn wir „ich“ sagen), Helonias wendet sein Interesse vom Ich weg auf seine Umgebung, in dem Moment, wo er die Prüfsubstanz einnimmt Th 4.
Weil Helonias ein Übermass an Beobachtung und Beurteilung beansprucht, wird er im Bereich der Sehkraft beeinträchtigt. Wie oben erwähnt, sind wir in der menschlichen Urteilsfähigkeit durch Eigenblindheit eingeschränkt. Helonias hat das Gefühl, als ob die Pupille zu viel Licht hereinlasse Th 12. Das Licht ist eine Manifestation von Göttlichkeit LdtS, d.h. er wird geblendet von einer Macht, die mehr Überblick und Urteilskraft hat als er selber je erreichen wird.
Ebenso erblindet er beinahe beim Gehen im Freien. Die Fülle der Eindrücke überfordert ihn, weil er nicht alles gleichzeitig beobachten und beurteilen kann Th 13: Ich wurde blind beim Hinausgehen bevor ich zweihundert Yards gegangen war. Dann hielt ich inne und die Sehkraft kehrte langsam wieder zurück.
Eine ähnlich grantige, nörglerische, verdrossene Stimmung kann uns bei Manganum begegnen. Sein Grundproblem betrifft aber die Gegensätzlichkeit und Polarität der Erscheinungen, die er einebnen möchte, während es Helonias um die Beurteilung geht.
ZUR SUBSTANZ
Helonias dioica, Chamoelirium carolinianum, Chamoelirium luteum, Falsche Einhornwurzel (Familie: Melanthiaceae)
volkstümlich auch Einhorn (Unicorn plant), Teufels Biss (Devil's Bit) Leuchtender Stern (Blazing Star) genannt. Wächst in den USA und in Kanada, in Niederungen und an schattigen, hügeligen Stellen; blüht im Juni. Die frische, knollenförmige Wurzel wird vor der Blüte für die Tinktur gesammelt. A, He
QUELLEN
Überarbeitung im Rahmen der Arzneimittelstudiengruppe Basel II, November 2001
|A

He
DtW
LdtS
DDS
Bild
|Allen T.F., The Encyclopedia of pure Materia Medica, New Delhi 1988, Band 4|
Hering Constantin, The Guiding Symptoms of our Materia Medica, New Delhi 1989, Band 5
Peltzer/von Normann, Das treffende Wort, Thun, 1993
Cooper, J.C., Illustriertes Lexikon der traditionellen Symbole, Wiesbaden 1986
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Peter Barthel, D – Bad Soden