Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03188.jsonl.gz/1855

Wie ist die Population "Zingelstapfu - Triftgrätli" zu beurteilen?
Merkmale dieser Population:
- Konstant andere Blütenfarben im Vergleich zu Tieflandsippen
- Kurze Grundblätter
- Oft blaugrüne Blätter
- Antheren gelb bis dunkelviolett
- Oft ohne (oder viel kürzere) Spreitenhaare
- Hochgebirgssippe
Typisch für Subspecies sind oft Uebergangspopulationen mit intermediären Merkmalen, wahrscheinlich im Entstehen begriffene Arten (siehe Fischer et al.,2005). Karl Domin bemerkte damals: "Koeleria gracilis, die sonst nur selten in das Gebirge emporsteigt, scheint überhaupt in den Süd- und Westalpen mehrere recht auffallende geographische Rassen ausgebildet zu haben".
Domin beschrieb bereits damals aus dem Saastal und dem angrenzenden Gebiet (Macugnaga) eine Sippe: Koeleria gracilis var. monticola, darunter auch das Exemplar von der Hohen Stiege. Dieses Exemplar von der Hohen Stiege hat er nachträglich -wahrscheinlich richtigerweise- umbenannt zu Koeleria gracilis var. typica forma montivaga. Dem kann man zustimmen, nicht aber für die Population Zingelstapfu - Triftgrätli. Für diese Population, die durchaus als Subspecies zu bezeichnen ist, trifft dagegen die Diagnose von Domin als "var. monticola" mindestens teilweise zu.
Der Vorschlag lautet deshalb:
Koeleria gracilis var. monticola wird unbenannt in
Koeleria macrantha subsp. monticola comb. et stat. nov.
Damit wäre eine hübsche Koeleria ins Bewusstsein gehoben und geschützt.
Quellen