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Niemand wird sich wundern, wenn in einer auf allen Gebieten so hochproduktiven Zeit der Wortschatz ständig gesichtet und frisch registriert wird, denn die Sprache ist ja nicht etwas ein für allemal gleichsam in der Luft Präexistierendes, sondern ganz im Gegenteil etwas, das sich in allen Aspekten laufend wandelt. […] Und zu guter Letzt auch noch das, was ich eigentlich einleitend hätte erwähnen sollen, weil es der Humanität der Duden-Leute ein so gutes Zeugnis ausstellt. Ich meine die im Vorwort enthaltene Anspielung auf den Wert (oder Unwert) einer «einheitlich geregelten Rechtschreibung». Diese sei, heisst es, «jedoch kein Selbstzweck, und sie ist erst recht kein Gradmesser für Begabung und Intelligenz. Lehrer wie Lernende sollten daher zu einer aufgeschlossenen Einschätzung gelangen, die Überbewertung von Rechtschreibfehlern abbauen und Rechtschreibung als das betrachten, was sie ausschliesslich sein soll: ein geeignetes Mittel zur Erleichterung der schriftlichen Kommunikation.»
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Zehnder, J. N.
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