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Sie hat das traditionelle Musikhaus geprägt, aber auch tiefgreifend und umfassend restrukturieren müssen. Erika Hug war 1973 in den Verwaltungsrat des Familienbetriebs eingetreten, 1979 ging er in sechster Generation an sie über.
Gemäss der Geschichte des Unternehmens hatte sie sich damals vehement dagegen gewehrt, dass ihr Vater einen Verkauf der Firma in Erwägung zieht. Ab 1984 sass sie dem Unternehmen als Geschäftsleiterin vor.
Sie musste angesichts des sich verändernden Umfelds - etwa dem Aufkommen der CD - neue Ladenkonzepte einführen. Nach einem Umbau galt das Stammhaus am Zürcher Limmatquai als «grösstes Fachgeschäft der Musikbranche in Europa». Ihr fiel aber auch die undankbare Aufgabe zu, das Unternehmen in Zeiten der Rezession zu verkleinern.
Eine familieninterne Nachfolgeregelung fand Erika Hug nicht mehr; 2017 verkaufte sie das Familienunternehmen Musik Hug, das 1807 gegründet worden war, an das Luzerner Familienunternehmen Musikpunkt AG. Der traditionsreiche Namen blieb bestehen.
Am Mittwoch vor einer Woche ist Erika Hug unerwartet verstorben, wie es in Todesanzeigen des Unternehmens in verschiedenen Zeitungen heisst.