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Wau färbt Gelb
Zum Gelbfärben von Textilien eignen sich über zwei Dutzend Pflanzen. Die hierfür bekannteste und wohl beste Färberpflanze ist, neben teurem Safran, der Färber-Wau (Reseda luteola L.), der auch Reseda genannt wird. In der Schweiz kommt die bis 150 Zentimeter hohe, krautige Pflanze auf Äckern, Mauern und Schutthalden häufig vor. Um den in den Blüten und Blättern enthaltenen Farbstoff Luteolin auf Wolle, Seide oder Leinen zu fixieren, müssen die Fasern vorgängig mit Alaun gebeizt werden.
Um eine zitronengelbe Färbung der Wolle zu erzielen, wurde im Kanton Graubünden auch Rainfarn (Tenacetum vulgare L.) verwendet. Für eine reine, goldgelbe Farbe von Wolle und Leinen wurde Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria L.) gewonnen, die in Höhenlagen bis 1000 Meter auf trockenen, kalkhaltigen Steinböden wächst.