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Grit
Eine Hütte am Rande einer kargen Ebene. Im Innern der Hütte ein Kessel. Am Kessel eine junge Frau, sie rührt mit der Harfe die Milch. Wenig Licht kommt durch das Fenster, wo eine ältere Frau im Offiziersmantel steht und raucht. In dieser Stille die beiden Frauen, deren Leben kaum unterschiedlicher sein könnte. Die Ältere hat eine erfolgreiche politische Karriere hinter sich, wurde aber durch einen Schicksalsschlag jäh aus der Bahn geworfen. Die Jüngere umsorgt einen kleinen Hof und zwei Kinder, während ihr Mann den Sommer über mit den Schafen geht. Trotz ihrer Verschiedenheit sind die beiden Frauen durch das vielleicht stärkste Band aller menschlichen Beziehungen verbunden. Sie sind Mutter und Tochter. Eines Morgens setzt sich plötzlich eine Krähe auf den Fenstersims, und die Mutter beginnt zu erzählen, von den Hühnern, der Sprache der Tiere, den Ahnen. Aber die Tochter unterbricht sie: «Bevor Du mir mit den Ahnen kommst, Mutter, sag mir erst einmal was aus mir geworden ist.» Die Krähe verschwindet. Draussen beginnt es zu schneien. Eingeschlossen im Alltag dieser kleinen Hütte versuchen die beiden ihre Biografie wieder zusammensetzen.