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Tipps für die Durchführung
Jede Nahrungskette sollte tatsächliche oder mögliche Beziehungen aufzeigen. Zum Beispiel: Gras – Schafe – Menschen. Oder Plankton – Wale. Oder Plankton – Heringe – Schweine (Schweine werden oft mit Fischmehl gefüttert) – Menschen – Tiger! Vergessen Sie nicht, dass beim Tod eines Tieres sein Körper von Bakterien zersetzt und die dadurch freigesetzten Mineralien von anderen Grünpflan-zen aufgenommen werden. So beginnt der Kreislauf des Lebens wieder von vorn. Milliarden solcher Kreisläufe vernetzen sich zum Netzwerk des Lebens.
Die Teilnehmenden sollen sich so viele Nahrungsketten wie möglich überlegen. Denken Sie an Beispiele in unterschiedlichen Lebensräumen: in Wäldern, Bergen, Mooren, im Marschland, in Teichen, Flüssen und Meeren. Eventuell müssen Sie gelegentlich eingreifen und erklären, wie Mineralien ins Meer gespült und vom Phytoplankton (pflanzlichem Plankton) des Meeres aufgenommen werden. Der übergang von einem marinen zu einem kontinentalen ökosystem lässt sich z.B. so bewerkstelligen: Jetzt fliegt die Möwe, die die Strandkrabbe gefressen hat, landeinwärts, um auf einem Acker nach Nahrung zu suchen. Dort stirbt sie. Fällt jemandem kein neues Glied in der Nahrungskette mehr ein, bitten Sie die andern um Vorschläge.
Wenn Sie im 2. Teil die Schnur zerschneiden, dann setzen Sie die Schnitte ganz beliebig in verschiedenen Teilen des Gewebes. Die ersten Schnitte werden keine grosse Wirkung haben, weil die sich überkreuzenden Schnüre das Gewebe relativ gut zusammenhalten. Doch je mehr Schnüre Sie zerschneiden, desto mehr löst sich das Netz auf und am Ende liegt nur noch ein Haufen einzelner Fäden auf dem Boden, umringt von einem Kreis von Menschen, die alle ein kurzes, nutzloses Ende in der Hand halten.
Machen Sie sich in Teil 2 der übung auf einige kontroverse Antworten auf die Frage "Was zerstört das Gewebe" gefasst. Einige Menschen, z.B. Vegetarier/innen, sagen vielleicht, dass der Fleischkonsum das Netz zerstört. Akzeptieren Sie die Ansicht und bitten Sie andere um ihre Meinung. Lassen Sie sich in dieser Phase jedoch nicht in grosse Debatten verwickeln, sondern spielen Sie zu Ende und kommen Sie dann bei der Nachbereitung darauf zurück.
Verlieren Sie sich in der Diskussion nicht in Einzelheiten, sondern behalten Sie das grosse Ziel der übung hinsichtlich der Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt im Auge.
Das zerstörte Netz ist ein sehr eindrückliches Bild. Daher sollte darauf unbedingt ein kurzes Brainstorming oder eine Diskussion über die derzeitigen Fortschritte beim Umweltschutz folgen. überlegen Sie auch, was sonst noch getan werden könnte und was die Gruppe tun kann. Die globale Situation ist in der Tat deprimierend, aber es ist wichtig, dass sich die Menschen angesichts der vor ihnen liegenden Aufgabe nicht hilflos fühlen.
Lesen Sie am besten die Hintergrundinformationen, bevor Sie die Fragen über den Zusammenhang zwischen Menschenrechten und Umwelt stellen.
Diese übung lässt sich gut im naturwissenschaftlichen Unterricht durchführen.