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- Japan macht ernst mit der Integration seiner F-35-Flotte. Die japanische Marine gibt jetzt Bilder frei, welche die Landung der ersten F-35B auf dem umgebauten Helikopterträger JS Izumo (DDH-183) zeigen. Die Kampfjets erproben den Stealth-Jet auf der Izumo. Sie gehören zur Marine Fighter Attack Squadron VMFA-242 des US Marine Corps (USMC).
- Für Japan, einen Staat mit Jahrhunderte alter Wehrtradition, kommt die F-35B-Landung einem geschichtlichsträchtigen Ereignis gleich. Erstmals wieder seit 1945 landen auf einem japanischen Schiffe Flugzeuge. Bekanntlich griffen 1941 die Zero-Piloten der Imperialen Marine Pearl Harbor von einem starken Trägerverband aus an, den die US Navy und die Luftaufklärer übersehen hatten – an jenem 7. Dezember, den Präsident Roosevelt “den Tag der Schande, den Tag der Ehrlosigkeit” nannte.
- Auch wenn Pearl Harbor 80 Jahre zurückliegt, muss man sich doch vergegenwärtigen, was die umfangreiche amerikanische F-35-Lieferung an Japan bedeutet. Aus Todfeinden wurden Verbündete – jetzt aktueller denn je in der Abwehr gegen China. 157 F-35 erhält Japan: 115 F-35A und 42 F-35B.
F-35B für Heli-Träger
- Die JS Izumo erlaubt den Katapult-Start der US Navy nicht. Diese erhält für ihre Träger den F-35C. Wie die Briten und Italiener kaufen die Japaner den F-35B, die Senkrecht-Start-und-Lande-Version des Stealth-Jets von Lockheed Martin. Die 42 STOVL-Flugzeuge werden auf den Heli-Trägern JS Izumo und JS Kaga stationiert, die auf den Typ F-35B ausgerichtet werden. In den USA entschied sich das ruhmreiche Marine Corps ebenfalls für den F-35B. Das ist der Grund dafür, dass jetzt die B-Version von der Izumo aus operiert.
- Japans Luftwaffe dagegen nimmt den F-35A in Betrieb. Zwei Staffeln sind schon operationell. Sie gehören zum JASDF 3rd Fighter Wing. Bereits 2019 nahm die 301st Tactical Fighter Squadron den Betrieb auf. 2020 kam die 302nd Squadron hinzu.
Training mit den Marines
Die Starts und Landungen finden im Meer südlich der Insel Shikoku statt. Vorher hatte die VMFA-242 auf der Marine Corps Air Station Iwakuni, Japan, das japanische Personal für den Deckbetrieb mit der F-35B trainiert.