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Kulturgeschichte des Badezimmers
Die Geschichte des Badezimmers begann vor 4000 Jahren auf der Insel Kreta. Im Laufe der Jahrhunderte diente das Bad nicht nur zur Hygiene und Entspannung, sondern auch als Prestigeobjekt.
(ves) Das älteste bisher entdeckte Badezimmer besass König Minos von Kreta (2000 v. Chr.). Bereits rund 200 Jahre zuvor hatten die Herrscher von Mesopotamien in ihren Palästen tönerne Wannen aufgestellt. Nachdem die Griechen 400 v. Chr. eine funktionstüchtige Warmwasserversorgung entwickelt hatten, waren sie in der Lage, sowohl die Bäder in den Häusern der Oberschicht als auch die öffentlichen Badeanlagen mit warmem Wasser zu versorgen. Die Römer übernahmen diese Technik und bauten ihre Thermen zu architektonischen Kunstwerken aus, in denen die Bevölkerung einen grossen Teil ihrer Freizeit verbrachte.
Baden im Holzzuber
Prächtige Marmorbäder wie in der Antike waren im Mittelalter eine Seltenheit. Zwar gab es Baderäume in manchen Burgen und Klöstern, doch ihre Ausstattung war spartanisch: Ein Holzzuber als Badewanne bildete meistens die ganze Einrichtung. Die öffentlichen Badestuben hatten einen zweifelhaften Ruf, da sie oft auch als Bordelle dienten.
Lieber pudern als waschen
Im Barock (ca. 1600-1720) setzten die Menschen bei der Körperhygiene mehr auf Parfum und Puder als auf Wasser. Man fürchtete sich unter anderem vor den vermeintlichen Gefahren, welche dem nackten Körper beim Kontakt mit Wasser oder Luft drohen könnten. Trotzdem wurden pompöse Badezimmer gebaut, die als Vorzeige- und Prestigeobjekte galten.
Badezimmer für Privilegierte
Im 19. Jahrhundert wurden Badezimmer vor allem in bürgerlichen Häusern eingerichtet. Noch immer konnten sich nur Privilegierte ein Badezimmer leisten. Im Jahre 1871 waren zum Beispiel erst zwei Drittel der Gebäude in der Stadt Zürich an die Wasserversorgung angeschlossen. Bis 1950 verfügten nur 69 % der Mietwohnungen in der Schweiz über ein Badezimmer.
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Ratgeber: Badezimmerplanung
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Bei der Planung ist zu bedenken, dass neue oder umgebaute Bäder für die kommenden zehn bis zwanzig Jahre geplant werden. Deshalb sollte man verschiedenste Informationsquellen zur Inspiration berücksichtigen.
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