Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/125357

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat prüft und berichtet, wie die berufliche Vorsorge von Angestellten in Berufen mit typischerweise mehreren Arbeitgebern verbessert werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass sich die Situation der Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt in den letzten Jahren verändert hat. Als schwierig und häufig unzweckmässig hat sich z. B. die Unterscheidung zwischen Haupterwerb und Nebenerwerb(en) erwiesen, wenn eine Person gleichzeitig für verschiedene Arbeitgeber tätig ist. Der Bundesrat bedauert, dass Versicherte, deren Gesamteinkommen über der Eintrittsschwelle der zweiten Säule liegt, von der beruflichen Vorsorge ausgeschlossen sind, nur weil sie ihr Einkommen bei mehreren Arbeitgebern erzielen. Die Betroffenen müssen nicht nur Deckungslücken im Invaliditäts- und Todesfall in Kauf nehmen, sondern sie verfügen auch über eine unvollständige Altersvorsorge.</p><p>Das Parlament hatte die Problematik im Rahmen der 1. BVG-Revision eingehend geprüft, schliesslich aber darauf verzichtet, das ursprüngliche System abzuändern. Als Grund wurden die grundlegenden Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer obligatorischen Unterstellung dieser Arbeitnehmerkategorie angegeben. Der Berichtsentwurf zur Zukunft der zweiten Säule, der sich zurzeit in der Anhörung befindet, greift dieses Thema wieder auf. Die Anhörungsteilnehmer sind ausdrücklich eingeladen, sich zu einer möglichen Lösung zu äussern (vgl. Kap. 2.4.2.3, "Obligatorische Unterstellung von Arbeitnehmenden im Dienste mehrerer Arbeitgeber, wenn die Summe ihrer Löhne die BVG-Schwelle erreicht"). Der Bundesrat wird die Anhörung auswerten, mögliche Lösungen prüfen und anschliessend Bericht erstatten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.