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Tianhe-1A (Milchstrasse) heisst der früher schnellste chinesische Supercomputer, der sich zur Zeit auf Platz 8 der aktuellen Liste der Top500 Supercomputer der Welt befindet. Die nächste Liste erscheint in den nächsten Tagen, nämlich am 17. Juni.
An ihrer Spitze soll dann der Nachfolger Tianhe-2 stehen. Der Supercomputer soll aus 32'000 Intel Xeon Prozessoren, die von weiteren 48'000 Xeon Phi Koprozessoren unterstützt werden, bestehen. Zusammen werden die CPUs über 3 Millionen Rechenkerne haben. Installiert werden die 16'000 Knoten, die je 64 GByte RAM aufweisen (sowie 24 GByte RAM für die Koprozessor-Boards), auf 162 Racks. Theoretisch soll mit diesem Rechner-Konglomerat eine Leistung von über 50 Petaflops erreicht werden können, in der Praxis sollen es dann über 30 Petaflops sein. Entsprechend der Stromkonsum des Giganten: Unter Volllast und samt Kühlung soll die Maschine einen Energiebedarf von 24 MW haben.
Falls Tianhe-2 nächste Woche tatsächlich auf Platz 1 der leistungsfähigsten Computer der Welt auftaucht, wird dies ein grosser Schritt für die chinesische Computerwissenschaft sein, aber auch für Intel. Denn auf der aktuellen Top500-Liste vom letzten November sitzt auf Platz 1 ein System von Cray mit AMD-Prozessoren, dann ein IBM-System mit Power-Prozessoren und dann eines von Fujitsu mit SPARC-Prozessoren. Während die Prozessoren für Tianhe-2 aus den USA stammen, so verwenden die Chinesen für die Datenübertragung innerhalb des Systems ("Interconnect") eine eigene Technologie, die sie "Arch" (Bogen) nennen. (hc)