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Die manuelle Lymphdrainage wird auch oft nur Lymphdrainage oder Lymphmassage genannt und ist eine Therapie die vom Dänen Emil Vodder und dem Deutschen Günther Wittlinger entwickelt wurden. Ziel war es ein Lymphödem, Flüssigkeitsansammlungen in den Zellzwischenräumen, zu behandeln.
Die manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage wird auch oft nur Lymphdrainage oder Lymphmassage genannt und ist eine Therapie die vom Dänen Emil Vodder und dem Deutschen Günther Wittlinger entwickelt wurden. Ziel war es ein Lymphödem, Flüssigkeitsansammlungen in den Zellzwischenräumen, zu behandeln.
Diese Flüssigkeitsansammlung kann entstehen, wenn Lymphknoten, zum Beispiel nach einer Operation, entfernt worden sind. Oft werden die Lymphknoten bei einer operativen Brustkrebsbehandlung entfernt, ein Lymphödem kann aber auch bei der Geburt bestehen, während der Pubertät oder im Erwachsenenalter und kann die Gliedmaßen aber auch andere Teile des Körpers betreffen. Neben diesen Erkrankungen wird diese Therapieform mittlerweile auch bei Sportverletzungen und sonstigen Verletzungen mit Entzündungen empfohlen und erfolgreich angewendet.
Wann empfiehlt sich eine manuelle Lymphdrainage
Laut einer Studie leiden 25% aller Brustkrebspatienten unter einem Lymphödem, wenn im Zuge der Behandlung Lymphknoten im Bereich der Achselgegend entfernt worden sind. Wie Eingang bereits erwähnt können aber auch andere Körperregionen wie die Beine betroffen sein, wenn die Lymphknoten entfernt werden. Oft werden die Lymphknoten bei Erkrankungen wie Melanom-, Darm-, Prostata-, oder Blasenkrebs.
Aber auch durch Strahlung (zum Beispiel Röntgenstrahlung oder berufliche Belastung bei Piloten), Infektionen oder Traumata können die Lymphknoten beschädigt werden und eine manuelle Lymphdrainage notwendig sein.
Im Allgemeinen unterscheidet man zwischen einem angeborenen, primären oder einem sekundären Lymphödem.
Die Symptome zeigen sich oft durch Schwellungen und Schmerzen im Seitenbereich der entfernten oder beschädigten Lymphknoten.
Oft treten die Lymphödem unmittelbar nach einer Operation auf, es kann aber auch einige Tage, Woche oder sogar Monate dauern. Ein eindeutiges Anzeichen sind Schwellungen und Schmerzen.
Bei Beschwerden sollten Sie einen Arzt oder erfahrenen Therapeuten zu Rat ziehen welcher Sie bezüglich einer manuellen Lymphdrainage berät.
Wie läuft eine manuelle Lymphdrainage ab?
Ziel bei der manuellen Lymphdrainage ist es das Pumpsystem der Lymphen zu fördern und zu steigern. Dazu haben Vodder und Wittlinger vier verschiedene Griffe entwickelt die vom Therapeuten oder Masseur angewendet werden.
Die Griffe sind der:
- Stehender Kreis
- Schöpfgriff
- Pumpgriff
- Drehgriff
Die Griffe werden je nach Körperregion und Zustand der Lymphen angewendet. Sie stimulieren direkt die Lymphen und die Lymphflüssigkeit und fördern so die Pumpfunktion und den Abtransport von der angestauten Lymphflüssigkeit.
Eine manuelle Lymphdrainage wird zwar oft Lymphmassage genannt, ist jedoch sehr sanft und es wird keineswegs Kraft benötigt. Eine Sitzung dauert etwa 45 bis 60 Minuten und wird meistens vier bis fünf Tage die Woche über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Studien haben dahingehend gezeigt, dass sich eine Reduzierung der Schwellungen bereits nach der ersten Woche zeigt und sich über die nächsten Wochen stabilisiert.
Eine manuelle Lymphdrainage wird von Therapeuten, Ärzten aber auch Masseuren angeboten.
Wann wird die manuelle Lymphdrainage angewendet
In den meisten Fällen wird die manuelle Lymphdrainage nach Tumorbehandlungen oder nach der Entfernung von Lymphknoten angewendet. Da die Lymphen einen wichtigen Teil im Immunsystem des menschlichen Körpers spielen wird die Lymphdrainage auch bei anderen Erkrankungen empfohlen. Darunter fallen alle Verletzungen die Schwellungen und Entzündungen hervorrufen, zum Beispiel Sportverletzungen wie Zerrungen, Muskelfaserrisse aber auch Verstauchungen und Verrenkungen.
Auch bei einer Migräne oder Verbrennungen sowie der Narbenbehandlung wird die manuelle Lymphdrainage mittlerweile erfolgreich angewendet.