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Coverart: Slint – Spiderland
„Spiderland“ gilt als Meilenstein der Postrock-Geschichte. Das Coverfoto stammt von keinem geringeren als Will Oldham, der damals noch keine einzige Platte veröffentlicht hatte.
Natürlich waren die Beatles mal wieder die Ersten. 1964 liessen sich die Fab Four in einem Hotelpool schwimmend ablichten. Während der Fotograf der Beatles trockenen Fusses davon kam, lässt das Cover von „Spiderland“ vermuten, dass Will Oldham mit Slint ins Wasser gestiegen ist. Das Foto ist Teil einer Serie, die Oldham in einem Steinbruch in Kentucky geschossen hat, lange bevor er als Bonnie „Prince“ Billy weltbekannt wurde.
Das mysteriöse Cover hat wohl mit dazu beigetragen, dass sich um „Spiderland“ heute viele Mythen ranken. Zum Beispiel, dass die Stimmung im Studio keineswegs so entspannt war, wie es das Cover vermuten lässt. Als das Album 1991 erschien, nahmen nur wenige davon Notiz, unter anderem Steve Albini, der die Platte in einer Rezension für den Melody Maker mit „10 fucking stars“ auszeichnete. Erst in der Retrospektive zeigte sich, dass Slint mit „Spiderland“ Post- und Math-Rock vorweggenommen haben. Es war ihr zweites und gleichzeitig auch letztes Album. Vor zwei Jahren haben Slint auf einer Reunion-Tour ihr Opus Magnum in voller Länge aufgeführt.
Band: Slint
Album: Spiderland
Jahr: 1991
Photo by: Will Oldham
In der Serie Coverart stellen wir jeden Montag ein Plattencover vor, das besonders sehenswert ist.
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