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Die Hacker am Weltwirtschaftsforum Davos (WEF) sind erstmals an die Öffentlichkeit getreten. Nach Angaben der "SonntagsZeitung" handelt es sich um ein Kollektiv namens "Virtual Monkey-Wrench".
In einem schriftlich geführten Interview habe die Gruppe ihre Aktion begründet, teilte das Blatt mit. Über einen Mittelsmann habe man mit den Hackern in Kontakt treten können.
An der Aktion seien insgesamt vier Personen beteiligt gewesen, erklärten die Unbekannten. Die Informationen, die ausgedruckt über 400'000 A4-Seiten umfassen, seien mit Standard-Software vom Rechner des WEF heruntergeladen worden.
"Gute Sabotage"
Es sei nicht darum gegangen, mit den Daten internationale Konzerne oder Staaten zu erpressen, erklärten die Hacker weiter. Dies "hätte das System nicht verändert". Die Veröffentlichung der Daten erfülle dagegen alle Kriterien guter Sabotage: "Das gutgeölte Laufen der Maschine wird gestört, Autoritäten verlieren Einfluss und werden unterminiert."
Mit der Aktion habe man "alle Informationen offen legen" und "in einem weiteren Sinn die Mächtigen und die Macht attackieren" wollen, erklärte die Gruppe weiter.
Die "SonntagsZeitung" veröffentlichte in ihrer jüngsten Ausgabe alle Namen der in der WEF-Datei erfassten Personen. Aus der Liste werde auch ersichtlich, welche Art Daten von jeder Person beim WEF erfasst worden seien.
swissinfo und Agenturen