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Auf das Dach Afrikas!
Marbach - Mandarahütte (2'720m)
Der Kilimanjaro, ein erloschener Vulkan im ostafrikanischen Tanisania ist der höchste Punkt des schwarzen Kontinent und zog mich und meine beiden Marbacher Mitstreiter Roland Bucher und Rolf Lötscher bereits seit Längerem in seinen Bann.
Ende Januar 2013 brachen wir auf: Von Zürich Kloten im Direktflug zum Kilimanjaro Airport nahe Arusha. Von dort Jeep-Transfer via Moshi zur 'Capricorn-Lodge' in Marangu (1'900m) - mit letzter Dusch-Gelegenheit für die nächsten sechs Tage... Tags darauf stiegen wir, vom "Marangu-Gate" aus, der "Marangu-Route" folgend - wegen ihrer Einfachheit auch "Coca-Cola-Route" genannt - in gemächlichem Schritt zunächst zur Mandarahütte (2'720m) hoch, wo wir unser erstes Nachtlager bezogen, einen kurzen Abstecher an den Maundi-Krater unternahmen, derweil unsere Trägermannschaft sich um ein feines Nachtessen kümmerte.
Mandarahütte - Horombohütte (3'720m)
Gegen 09.00h, nach dem gemütlichem Frühstück in der Haupthütte, machten wir uns auf den rund 12 km langen Weg hinauf zur Horombohütte auf. Nach und nach rückten zuerst der Mawenzi 5'148m) und danach unser Ziel, der Kibo (so heisst der Kili auf Swahili) in unser Blickfeld. Den folgenden Tag widmeten wir der weiteren Akklimatisation: Wir stiegen von der Horombohütte via Zebrafelsen zum Kibo-Sattel auf 4'300m hoch, wo wir den Kili erstmals in seiner vollen Grösse und alleinstehend bestaunen konnten. Abends kehrten wir zur Horombohütte zurück.
Horombohütte - Kibohütte (4'700m) - UHURU-PEAK (5'895m) - Horombohütte
Der Folgetag verlief wie die beiden vorherigen: Gutes Morgenessen im Haupthaus, anschl. zügiger Aufbruch entlang des bekannten Wegs zia Zebrafelsen und Kibo-Sattel hinauf zur letzten Hütte vor der Gipfel-Etappe: Die Kibohütte. Die Aussage unseres Bergführer, "wir sollten uns nur locker hinlegen und ein bisschen ausruhen - schlafen würden wir in dieser Höhe ohnehin nicht können" hielten mich kaum 2 Minuten davon ab, die kleine steinerne Hütte mit regelmässigen Schnarchzügen in wohlgeformtes Kleinholz zu zerlegen. Der Schlaf des Gerechten eben.
Um 23.30h dann trafen wir uns zu einem kurzen Frühstück und um Mitternacht gings los. Schritt für Schritt stiegen wir ganz, ganz langsam die rund 3.5 km zum Gilmans-Point auf 5'685m empor, wo der 'Kili' als bestiegen gilt. Gegen 03.30h erreichten wir als Tageserste diesen Punkt und zogen nach nur kurzer Rast und ersten Motivations-"Gesprächen" dem nunmehr kaum 4 km entfernten Gipfel entgegen. Um 05.45h erreichten wir mit grossen Emotionen unser seit Langem avisiertes Ziel und standen auf dem höchsten Punkt Afrikas. Ein unbeschreibliches Gefühl! Der Aufenthalt auf dem Gipfel dauerte nur rund eine halbe Stunde. Trotz der ca -20°C liessen wir uns nicht beirren und genossen bei aufkommender Sonne und trotz hartnäckigen Wolkenbands den unbeschreiblichen Ausblick.
Danach folgte der Abstieg, der wegen des Gefälles zwar ein höheres Tempo zuliess, wegen der nach wie vor dünnen Luft aber auch seinen Tribut forderte. Auf dem Aufstiegsweg gings via Hans-Meyer-Höhle nach unten, zunächst zu Kibohütte, wo wir uns leichterer Kleidung behändigten. Anschliessend schlenderten wir glücklich und voll von Impressionen auf dem offiziellen Weg (d. h. nicht via Kibo-Sattel) hinunter zur Horombohütte.
Horombohütte - Marangu-Gate - Safari im Ngorokorokrater und dem Tarangire Nationalpark
Runter von der "Horombo" zum Park-Gate ging es trotz fast 25 km Distanz zügig, denn: Unten wartete endlich wieder einmal Bier in ausreichenden Mengen und bester Kühlung. Die nächsten Tage führten
uns auf Safari in die Nationalpärke von Ngorogoro (der grösste Krater der Welt mit weltweit grösster Artenvielfalt und Tierbeständen auf so engem Raum) und Tarangire.
Eindrücklich!
Badetage auf der kenianischen Kleinstinsel 'Chale' und Heimkehr
Zum Abschluss unserer Reise gönnten wir uns vier Badetage auf der kleinen Insel 'Chale' in Kenia, zu deren Erreichung wir mit einem Kleinflugzeug vom Kilimanjaro-Airport nach Mombaso transferierten.