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Wenn man in der Wüste Haflinger züchtet, sehen die nach einigen Generationen nicht mehr wie Haflinger aus, sondern sie passen sich an und werden je länger je “arabischer”, feingliedriger. Genauso ist es umgekehrt, weshalb z.B. in der Araberzucht regelmässig Wüstenpferde eingesetzt werden.
Die Scholle macht das Pferd - und dessen Hufe!
Die auf dem Paddocktrail lebenden Pferde laufen zwar deutlich mehr als in jeder anderen Haltungsform und auch über verschiedene Böden, aber halt doch nicht so viel und vielfältig, wie sie es als wild lebende Pferde tun würden! Auch merken sie natürlich, dass sie in Sicherheit sind und befinden sich daher sehr selten “auf der Flucht”. Das zeigt sich in fehlender/unregelmässiger Abnutzung, was das Trimmen notwendig macht. Das Vorbild der Hufbearbeitung sind Wildpferdehufe (z.B. jene in Nevada) und der Trim ist keinesfalls invasiv oder möchte die Hufe in irgendeiner Weise künstlich beeinflussen. Wir wollen versuchen, die fehlenden km zu kompensieren. Wir versuchen also den Hufen vorzumachen, das dazugehörige Pferd würde wild und auf steinigen Böden leben, weil die Abnützung das neue Wachstum bestimmt.
Es gibt auch Bestände von wild lebenden Pferden, welche kaum schmerzfrei über Schotterwege laufen könnten, z.B. die Dülmener Herde. Sie leben auf weichen Böden und das Futterangebot ist unpassend und übermässig. Sie könnten eigentlich – und tun es auch – im Liegen fressen…… Diese Pferde haben weiche Hufe und Hufwände, von der Natur so eingerichtet, damit sie ausbrechen können. Ansonsten würden sie sich nämlich irgendwann die Beine brechen.
Ich bin AANHCP-ausgebildet, dort auf der Seite aber nicht mehr aufgeführt, weil ich nur noch die eigenen und die mir auf dem Hof anvertrauten Pferde betreue und darum aus der Association ausgetreten bin.