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Ziel des Schweizer Finanzmarktes sei es, dort Marktzugänge zu erreichen, wo die Schweiz davon profitieren könne. Dafür bringe der bilaterale Kontakt seiner Meinung nach mehr, sagte Maurer am Samstag in Washington.
Nach einer 8-tägigen Asienreise mit vielen bilateralen Treffen und dem multilateralen Treffen in Washington habe er Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, sagte Maurer. "Es stellt sich die Frage, wieviele Mittel wir in internationalen Organisationen einsetzen und wieviel in bilaterale Gespräche gesteckt wird. Ich denke, wir werden in Bern eine leichte Verschiebungen zu Gunsten der Bilateralen vornehmen," sagte der Finanzminister. Selbstverständlich werde die Schweiz aber weiterhin in den internationalen Organisationen ihr Gewicht einbringen.
Gegen Protektionismus
Maurer und der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Thomas Jordan, warnten in Washington aber auch vor Protektionismus. "Die Schweiz lebt als kleine, offene Volkswirtschaft vom Zugang zu den Märkten, das ist für uns das A und O," sagte Jordan. "Der Welthandel hat einen positiven Einfluss auf die Lebensstandards von fast allen Schichten in der Bevölkerung."
Maurer und Jordan forderten in Washington zudem, dass die überfälligen Strukturreformen umgesetzt werden. "Diese kommen nicht vom Fleck - und so lange verbessert sich die Lage nicht," sagte Maurer.
Jordan betonte zudem, dass die nach der Krise von 2008 eingeführten Finanzmarkt-Reformen nicht rückgängig gemacht werden dürften. "Die Vorteile, die die Reformen gebracht haben, werden international klar anerkannt", sagte Jordan.
(AWP)