Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03377.jsonl.gz/1128

Humanitärer Helfer im Stich gelassen: Jahrelang leistete Marcel im Auftrag des Bundes Katastrophenhilfe im Ausland und wurde dabei selbst traumatisiert: Ein extrem starkes Erdbeben von 8,6 auf der Richterskala mit einer 2. Tsunami-Welle in der nahen Umgebung. Ueberall Todesangst und Panik, nicht nur bei ihm sondern in der ganzen Bevölkerung. Traumatisiert zurück in der Schweiz wurde er therapiert und es bestanden medizinisch keine Einwände, weiter an Hilfsaktionen teilzunehmen. Er fühlte sich nach der erfolgreichen Therapie gesund. Dachte, dass gehe den meisten so am Anfang und vertraute darauf, mit zunehmender Erfahrung, besser damit umgehen zu können. Es folgten jahrelang weitere Einsätze z.B. Irak, Libyen, Ostukraine, Palästina und Nepal. Dort in Nepal musste er aufgrund eines Darminfektes selber ins Spital und war bei einem späteren Nachbeben wieder in Todesangst, als Spitalpersonal und Patienten in Panik aus dem Gebäude flüchteten, er aber geschwächt an einer Infusion ans Krankenbett gefesselt betete, dass das Haus nicht einstürzen würde. Das Trauma von früher wurde wieder aufgerissen. Er meldete seinen Fall beim Bund, resp. der Militärversicherung an. Obwohl ihr eigener Konsiliarpsychiater die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung und den Zusammenhang mit den Einsätzen bestätigte, verweigerte die Militärversicherung die Leistungen. Er musste vor Gericht klagen. Die 1. Instanz, das Versicherungsgericht Aargau, gab ihm 100% Recht. Die Versicherung war leistungspflichtig. Diese akzeptierte das Urteil jedoch nicht und zog den Fall weiter ans Bundesgericht. Die Versicherung war nach wie vor der Ansicht, dass er objektiv nie in Lebensgefahr war und die Traumatisierung nicht der normalen allgemeinen Lebenserfahrung entspreche. Es sei zu „abgelegen“. Das Bundesgericht stützte sich auf die allgemeine juristische Adäquanzformel und befreite die Versicherung tatsächlich von jeglicher Leistungspflicht.
Durch den Juristischen Kampf ist er seit 3 Jahren ohne Versicherungsleistungen, arbeitsunfähig, mittlerweile auf Sozialhilfe angewiesen, gesundheitlich jetzt zusätzlich belastet.
Probleme, die wir lösen möchten
Damit sich Marcel auf seine Genesung konzentrieren und sich in einem weiteren Schritt wieder beruflich eingliedern kann, ist eine finanzielle Unterstützung notwendig. Durch den langen Krankheitsverlauf, den juristischen Prozess und den fehlenden Versicherungsleistungen sind Schulden entstanden, damit Marcel und seine Frau überhaupt überleben konnten. Das Ziel ist, bis zu einer beruflichen Wiedereingliederung ihn einerseits aus der Sozialhilfe zu holen, die laufenden Kosten zu decken und Schulden zurückzubezahlen.
Wie wollen wir das erreichen?
Durch die finanzielle Hilfe kann er aus dem Existenzminimum geholt und von dem Überlebenskampf befreit werden, was sich positiv auf die laufende Therapie und seine Genesung auswirkt. Dies hätte auch einen positiven Einfluss auf die weiteren Schritte der beruflichen Wiedereingliederung.
Wem kommt die Aktion zugute?
Marcel und seine Familie
Nachhaltige Wirkung
Mit dem Geld können Schulden getilgt und ein Neuanfang gewagt werden – es wird nicht alle Probleme lösen, ist aber ein wichtiger Schritt in der langen Genesungszeit von Marcel.
Welche Unterstützung benötigen wir dafür?
Nach dem Kassensturz-Beitrag vom 16.03.2021 und dem Beitrag auf YouTube vom 18.03.2021 meldeten sich viele bei Marcel direkt und via Fernsehen – sie wollen spenden und helfen! Nun haben wir die Rahmenbedingungen geschaffen und brauchen DEINE Spende um zu helfen!
Herzlichen Dank….