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Wieder einmal versucht ein Schweizer Internetunternehmen die Welt zu erobern. Dieses Mal handelt es sich um die Firma Envoy mit ihrer gleichnamigen Plattform zur Analyse von Beziehungen in sozialen Netzwerken.
Envoy ist in einer kostenlosen und einer Bezahlversion mit Zusatzfunktionen erhältlich. Das Kernversprechen von Envoy ist es, Kontaktdaten aus verschiedenen Quellen wie zum Beispiel Social-Media-Plattformen, Firmen-Datenspeichern, oder E-Mail- und CRM-Anwendungen miteinander kombinieren und analysieren zu können. Die Resultate würden in "faszinierenden graphischen und tabellarischen Darstellungen abgebildet." So solle ein User sein volles "Beziehungskapital" ausschöpfen können.
Envoy könnte wohl vor allem User aus dem Sales- oder Marketingbereich von Unternehmen ansprechen. Um die netzwerkübergreifende Analyse zu ermöglichen muss man natürlich dazu bereit sein, der Plattform Zugriff auf diese Daten zu geben. Dies ist gegenwärtig unter anderem für LinkedIn-, Xing-, Google-, Outlook- und Salesforce-Daten möglich.
Envoy verspricht, keine Daten zu verkaufen. Finanzieren will sich Envoy durch Abogebühren.
Nach eigenen Angaben hat das 2015 gegründete Unternehmen Envoy bisher fünf Millionen Franken an Risikokapital einsammeln können, unterhält Niederlassungen in der Schweiz, Grossbritannien und Indien und beschäftigt 40 Entwickler. (hjm)