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04.03.2019 – 14:39
Neue Erhebung in Europa, inklusive Schweiz, zeigt deutliche Unterschiede im öffentlichen Bewusstsein und Wissen um das Humane Papillomavirus (HPV)
Ein Dokument
Luzern (ots)
- Durchgeführt wurde eine umfassende, multi-nationale Marktforschungsstudie zum HPV-Virus bei 15'000 Befragten in zehn Ländern Europas, inklusive der Schweiz - Jeder dritte Befragte hat noch nie von HPV gehört und gerade 3%, die von HPV gehört hatten, wissen, dass die meisten Menschen in ihrem Leben mit HPV in Kontakt kommen - Knapp etwas mehr als die Hälfte der Befragten, denen HPV bekannt war (51%), wussten nicht oder verneinten, dass HPV Krebs bei Männern verursachen kann - Die Studie wurde von MSD in Auftrag gegeben. Für die Durchführung war das weltweit tätige Marktforschungsinstitut Ipsos verantwortlich
Eine umfassende Marktforschungs-Studie über das Humane Papillomavirus (HPV), durchgeführt in zehn Ländern innerhalb Europas inklusive der Schweiz, zeigte substantielle Wissens- und Bewusstseinsunterschiede auf. 15'000 Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 60 Jahren nahmen an dieser umfassenden Erhebung teil. Sie wurde auf Initiative von MSD vom weltweit tätigen Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt.
Beinahe alle Formen von Gebärmutterhalskrebs (99%) werden durch eine Infektion mit einem der HPV-Hochrisikotypen verursacht.(1) Es ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO, World Health Organisation) die viert-häufigste Krebsart bei Frauen und weist weltweit eine hohe Sterblichkeitsrate auf.(1) HPV-Infektionen können zudem die Ursache mehrerer anderer Krebserkrankungen sowohl bei Frauen wie Männern sein, verbunden mit einem ernst zu nehmenden Sterberisiko und einer Belastung für das Gesundheitswesen.(1)
Wichtige Erkenntnisse aus der Erhebung sind:
Das Bewusstsein für HPV ist in Europa unterschiedlich ausgeprägt
- Weniger als zwei von drei Personen in den zehn befragten Ländern wissen von HPV, obwohl die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben mit HPV in Berührung bekommen.(3) - In der Schweiz, Österreich und Deutschland ist das Bewusstsein für HPV am geringsten. Über die Hälfte der Befragten konnten HPV nicht zuordnen: 52% der Befragten in der Schweiz, 54% in Österreich und 60% in Deutschland. - Am stärksten ausgeprägt ist das Bewusstsein demgegenüber in Spanien, das mit 87% das HPV-Bewusstsein der untersuchten Länder anführt, gefolgt von Italien (82%) und Portugal (70%).
Unklarheit über das häufige Vorkommen des HPV-Virus
- Nur 3% der Befragten, denen das HPV-Virus ein Begriff ist, gaben an, auch zu wissen, dass das Virus sehr häufig auftritt. Der Mehrheit der Befragten war demnach nicht bekannt, dass sich 75% der Bevölkerung während ihres Lebens damit infizieren.(3) - 54% der Befragten, die von HPV gehört hatten, dagegen halten ein Vorkommen für ziemlich oder sehr selten. - Über alle zehn untersuchten Länder betrachtet, hält es jeder fünfte Befragte für unmöglich, je mit dem HPV-Virus infiziert worden zu sein.
Viele der Befragten waren sich nicht bewusst, dass Männer einem HPV-Risiko ausgesetzt sind und dass HPV verschiedene Krebsformen verursachen kann
- Mehr als die Hälfte der Befragten, die von HPV gehört hatten (51%), verneinten oder wussten nicht, dass HPV Krebs bei Männern verursachen kann.(3)
Relevante Resultate für die Schweiz
- Die Schweiz gehört zusammen mit Deutschland und Österreich zu den Ländern mit dem geringsten HPV-Bewusstsein. In der Schweiz gaben 48% der Befragten an, den Begriff HPV zu kennen; demgegenüber liegt das Bewusstsein im europäischen Durchschnitt gemäss der Befragung bei 62%. - Auch das Wissen über die Häufigkeit einer HPV-Infektion schneidet schlecht ab. - Ausserdem ist das Verständnis in der Schweiz für die Wichtigkeit der HPV-Impfung für Jungen noch nicht vorhanden. Auf die Frage «In Bezug auf das Geschlecht, wer ist Deiner Meinung nach einem höheren HPV-Risiko ausgesetzt?» sagten
o 36% die Mädchen o 8% beide Geschlechter o 2% die Jungs o 52% wussten es nicht oder kannten HPV nicht
- In der Schweiz wurden insgesamt 1'000 Personen (zwei Drittel Jugendliche, ein Drittel Erwachsene) aus allen Sprachregionen befragt.
Einschätzungen von Experten
«Diese Marktforschung ist eine umfassende Studie über das Bewusstsein und die Wahrnehmung des humanen Papillomavirus (HPV) mit 15'000 Erwachsenen (im Alter von 16 bis 60 Jahren) in zehn Ländern Europas. Diese Umfrage liefert harte Vergleichszahlen zur Wahrnehmung und dem Wissen über HPV, und was vielleicht noch wichtiger ist, ein Verständnis dafür, wie sich dies innerhalb dieser Ländern unterscheidet», sagt Helen Cox vom Marktforschungsinstitut Ipsos.
«Diese Umfrage zeigt deutliche Unterschiede im Wissen über HPV in der Bevölkerung innerhalb Europas. Wissen ist ein wesentlicher Schritt, um zu verstehen, warum Prävention wichtig ist und um Entscheidungen in den Impf- und Vorsorgepraktiken der Individuen und Familien zu treffen. Als wissenschaftliche und gesundheitspolitische Gemeinschaften müssen wir mehr tun, um das Verständnis zu fördern und sollten uns an den Beispielen von Australien, Finnland, Schottland und anderer führender Länder orientieren, um Gebärmutterhalskrebs und andere HPV-bezogene Krebsarten in den kommenden Jahrzehnten in ganz Europa deutlich zu reduzieren», hält Dr. Xavier Bosch fest, Senior Consultant des epidemiologischen Forschungsprogramms für Krebs und Direktor der Abteilung e-oncología am Institut Català d'Oncologia (ICO) Barcelona.
Diese Informationen sind ausschliesslich für Medienschaffende bestimmt. MSD weist auf die werberechtlichen Bestimmungen des Arzneimittelrechtes hin, insbesondere auf das Verbot der Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel.
Über das Humane Papilloma-Virus (HPV)
HPV steht für Humane Papilloma Viren. HPV werden sexuell übertragen und sind verantwortlich für die Entstehung verschiedener Krebserkrankungen im Anogenital- sowie Hals-Rachenbereich, am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs.(3)
Zur HPV-Situation in der Schweiz
Gemäss den verfügbaren Daten erkranken in der Schweiz jedes Jahr etwa 250 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, und 80 sterben daran - trotz der vorhandenen Behandlungsmöglichkeiten und eines breiten Zugangs zu den empfohlenen regelmässigen Vorsorgeuntersuchungen. Dies betrifft insbesondere Frauen im Alter von 35 bis 50 Jahren. Die Behandlung des Gebärmutterhalskrebses besteht aus einer Operation zur Entfernung der Krebszellen und einer anschliessenden Strahlentherapie und / oder Chemotherapie.(2)
Eine Impfung kann vor der Infektion mit den wichtigen Virentypen schützen und ist in der Schweiz allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 11 bis und mit 26 Jahren empfohlen.3 Nach jüngster Erhebung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) beträgt die Impfrate bei 16-jährigen Mädchen 56% und liegt daher deutlich hinter dem vom BAG angestrebten Ziel von einer Durchimpfung von 80%.(4,5)
Zur Marktforschung
Ipsos führte im Namen von MSD Interviews bei einer repräsentativen Grundgesamtheit von 15'000 Erwachsenen im Alter zwischen 16 und 60 Jahren innerhalb Europas durch (in alphabetischer Reihenfolge): Belgien 1'000, Deutschland 2'000, Frankreich 2'000, Griechenland 1'000, Italien 2'000, Österreich 1'000, Portugal 1'000, Schweiz 1'000, Spanien 2'000 und Vereintes Königreich 2'000. Die Erhebung erfolgt online zwischen dem 7. bis 21. Januar 2019. Die Grundgesamtheit basiert auf Anteile in Bezug auf Geschlecht, Alter, Region und Arbeitsstatus auf Länderniveau und die Erhebungsdaten wurden entsprechend der gegebenen Bevölkerungsverhältnisse gewichtet. Die Marktforschung wurde durch MSD initiiert und finanziert. Sie besitzt die Vertriebsrechte an den Untersuchungsergebnissen.
Über Ipsos
Ist eine global tätige Marktforschungsgesellschaft. Die Healthcare Service Line von Ipsos arbeitet mit Herstellern von Pharma-, Biotech- und Medizinprodukten zusammen, um eine bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. https://www.ipsos.com/en-ch
Über MSD weltweit
MSD ist ein führendes globales biopharmazeutisches Unternehmen, das seit mehr als einem Jahrhundert für das Leben forscht und für die herausforderndsten Krankheiten weltweit Arzneimittel und Impfstoffe entwickelt. MSD ist ein geschützter Name von Merck & Co., Inc., Kenilworth, New Jersey, U.S.A. Mit unseren rezeptpflichtigen Medikamenten, Impfstoffen, Biotherapeutika und Tiergesundheitsprodukten bieten wir in über 140 Ländern innovative Gesundheitslösungen an. Darüber hinaus setzen wir uns mit weitreichenden Programmen und Partnerschaften für den verbesserten Zugang zur Gesundheitsversorgung ein. Heute steht MSD weiterhin an der Spitze der Forschung zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten, die Menschen und die Gesellschaft auf der ganzen Welt bedrohen, darunter Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, neue Tierkrankheiten, Alzheimer sowie Infektionskrankheiten, inklusive HIV und Ebola.
Über MSD Humanmedizin in der Schweiz
Die Schweiz ist ein wichtiger Standort für das Unternehmen. Hier sind 700 Mitarbeitende in nationalen und internationalen Funktionen tätig. Der Bereich Humanmedizin ist in der Schweiz zuständig für den Vertrieb rezeptpflichtiger Medikamente und Biopharmazeutika in den Therapiebereichen Onkologie, Diabetes, Herzkreislauf, Infektionserkrankungen (u.a. Pilzinfektionen, Antibiotika-Resistenzen, HIV/AIDS und Hepatitis C), Immunologie, Frauengesundheit sowie von Impfstoffen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
MSD ist in der Schweiz aktiv in der klinischen Forschung und stellt hier Medikamente weltweit für klinische Studien her. Die Stärkung der Gesundheitskompetenz und der Gesundheitsökonomie sind weitere Anliegen, für die sich MSD lokal einsetzt. Ebenso engagiert sich MSD am Standort Luzern. 2019 erhielt das Unternehmen in der Schweiz zum siebten Mal in Folge die Zertifizierung «Top Employer» und zum vierten Mal die Auszeichnung «Top Employer Europe».
Mehr unter: www.msd.ch Folgen Sie uns auf Twitter, LinkedIn und YouTube.
Ref.
1 World Health Organization: Immunization, Vaccines and Biologicals https://www.who.int/immunization/diseases/hpv/en/ [eingesehen am 26.02.2019]
2 Bundesamt für Gesundheit: HPV: Antworten auf häufig gestellte Fragen (PDF, Frage 8: «Wie entsteht Gebärmutterhalskrebs?») http://ots.ch/CeDvO7 [eingesehen am 26.02.2019]
3 Bundesamt für Gesundheit: Humane Papillomaviren http://ots.ch/G5ZZzf [eingesehen am 26.02.2019]
4 Bundesamt für Gesundheit: Kantonales Durchimpfungsmonitoring Schweiz http://ots.ch/axP2CO [eingesehen am 26.02.2019]
5 Bundesamt für Gesundheit: Aktionsplan «Nationale Strategie zu Impfungen» 23.11.2018 http://ots.ch/k1RwEe [eingesehen am 28.02.2019]
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