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Referenzkopfhörer für Kontroll- und Monitorzwecke
Unterschied DT 770 PRO - DT 770 (Edition 2005):
Der DT 770 PRO wurde für den professionellen Einsatz in Studios und für Live-Recording konzipiert. Das Kopfband ist aus einem dickeren und härterem Material, dies sorgt für einen wesentlich höheren Anpressdruck verglichen mit dem DT 770 (Edition 2005). Der DT 770 PRO sitzt dadurch besser auf dem Kopf und klingt direkter, druckvoller und analytischer als der DT 770 (Edition 2005). Wie im Studiobereich üblich verfügt der DT 770 PRO über ein Wendelkabel. Die Gehäuseschalen sind schwarz und das Kopfband lässt sich durch öffnen der vier Nieten leicht austauschen.
Der DT 770 (Edition 2005) wurde zum reinen Musikhören und genießen konzipiert. Der weichere, weniger stark anpressende Kopfbügel erlaubt ein ermüdungsfreies Hören über längere Zeit. Die Hifi-Version Edition 2005 hat einen leicht transparenteren, offeneren Sound.
Die Unterschiede in der mechanischen Konstruktion sind nicht gewaltig, jedoch bewirken sie einen unterschiedlichen Klangcharakter zwischen Pro und Hifi, eben je nach Anwendung.
Unterschied zwischen DT 770 PRO mit 250 Ohm und 80 Ohm:
Die Impedanz ist der Wechselspannungswiderstand, den die Schwingspule des Kopfhörerwandlers dem Ausgang des Kopfhörerverstärkers entgegensetzt.
Eine Impedanz von 0 Ohm wäre ein Kurzschluss des Kopfhörerausgangs, wobei dieser viel Strom liefern müsste, sich dabei stark erhitzt und entweder abschaltet oder stirbt.
Das andere Extrem wäre eine unendlich hohe Impedanz (gebrochenes Kabel oder Draht), dann fließt gar kein Strom mehr, allerdings kommt dann auch kein Audiosignal mehr an - wir müssen also irgendwo dazwischen.
Generell ist es so, dass Kopfhörer mit niedrigerer Impedanz oft mal für den Anschluss an tragbare Geräte entwickelt wurden. Diese arbeiten intern meist mit einer relativ niedrigen Spannung aus Batterien oder Akkus, diese Betriebsspannung begrenzt gleichzeitig die maximale Ausgangsspannung am Kopfhörerausgang. Ein niederohmiger Kopfhörer kann nun an einer niedrigen Ausgangsspannung eventuell lauter betrieben werden.
Prima, warum gibt es dann nicht nur niederohmige Kopfhörer? Die Erklärung wird etwas länger: die impedanzbestimmende Schwingspule (beim dynamischen Kopfhörer) besteht aus aufgewickeltem, zur Isolation lackiertem Kupferdraht. Dieser Kupferdraht ist auf dem weltweiten Drahtmarkt zwar in nahezu jeder gewünschten Länge, nicht aber in jeder Dicke erhältlich (dünnerer Draht hat einen höheren Widerstand als dickerer, es passt halt weniger durch). Das Magnetfeld, dass eine Spule beim Anlegen des Audiosignals erzeugen soll ist unter anderem von der Anzahl der Windungen abhängig. Das führt dazu, dass für ein niederohmiges Wandlersystem relativ dicker (und damit auch schwerer) Draht notwendig ist. Da auch die eigentliche Membranfolie nicht unendlich leicht sein kann, ist die bewegte Masse (also das Gewicht von Membran und Schwingspule, die sich vor und zurück bewegen) relativ hoch. Es dürfte einleuchten, dass eine höhere Masse einem komplexen Audiosignal weniger präzise folgen kann als eine geringere. Diese geringere Masse lässt sich aber prima mit dünnerem (und damit leichterem) Draht erreichen, allerdings wird die Schwingspule durch den dünneren Draht hochohmiger. Das heisst, bei ansonsten baugleichen Kopfhörern (z. B. DT 770 Pro mit 80 oder 250 Ohm) klingt die hochohmigere Variante üblicherweise neutraler, ist aber (je nach Kopfhörerverstärker) eventuell etwas leiser.
Der DT 770 PRO mit 80 Ohm hat ein glattes Kabel (3m) und ist eher für die Anwendung als Monitorhörer im Studio speziell bei Instrumentalisten gedacht.
Ideal zeichnen sich die 80 Ohm-Systeme bei der Verarbeitung von druckvollem, tief-frequentem Material wie zum Beispiel von einem E-Bass aus. Die etwas härtere und dickere Membran des 80 Ohm Systems liefert klar und saubere Bässe auch bei lauten Pegeln.
Das 250 Ohm System klingt wie schon erwähnt weicher und etwas gefälliger und ist bei der Anwendung im Gesamtmix der 80 Ohm Variante vorzuziehen. Der 250 Ohm Hörer verfügt über ein Wendelkabel was bei der Anwendung direkt an einem Mischpult von Vorteil ist.