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Das TIP-Messverfahren ist ein Verfahren um die Integrität und Qualität des Pfahlbetons unmittelbar nach der Herstellung des Pfahls zu prüfen, sowie mögliche Anomalien und Betonüberdeckung (Lage des Armierungskorbs) anhand des Temperaturprofils zu erkennen.
Der Thermal Integrity Profiler, verwendet die Temperaturentwicklung des abbindenden Betons (Hydratationsenergie), um die Qualität der Ortbetongründung zu untersuchen. Es werden Thermodrähte am Bewehrungskorb fixiert, über welche die Abbindetemperatur mittels eine „TAP-Box“ (Thermal Acquisition Port) aufgezeichnet wird. Die TAP Box wird nach dem Betonieren an die Thermodrähte angeschlossen. Es gibt auch die Möglichkeit, die Temperaturmessung über die eingebauten Ultraschallrohre durchzuführen. Diese Variante ist jedoch sehr zeitaufwendig und wird selten durchgeführt.
Anhand der gemessenen Daten, sowie den Herstellungsprotokollen, der Geologie und den Angaben über dem Betonverbrauch, kann eine Auswertung erstellt werden, in der die Integrität, Durchmesser des Pfahls und die Position des Bewehrungskorbs ermittelt werden können.
Das TIP System ist für alle üblichen Herstellungsarten von Ortbetonpfähle anwendbar: Die TIP-Messungen können entweder mittels eingebauter Thermodrähte (Thermal Wire®) oder einer Sonde durchgeführt werden.
Im Vergleich zu anderen Integritätsprüfungen, welche bezüglich Pfahlquerschnitt oder Pfahllänge eingeschränkt sind, ermöglicht die TIP-Messung eine Integritätskontrolle über den gesamten Pfahlquerschnitt (inklusive Betonüberdeckung) und die gesamte Pfahllänge. Die Daten können in Echtzeit bereits auf Auffälligkeiten beurteilt werden. Nach ca. 12 bis maximal 48 Stunden werden die Daten analysiert.