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Genetisch «optimierte» Pflanzen
Der kommerzielle weltweite Anbau genveränderter Pflanzen beschränkt sich hauptsächlich auf vier Pflanzenarten: Soja, Mais, Baumwolle und Raps. Bei rund der Hälfte dieser Pflanzen handelt es sich um RoundupReady-Soja des US-Multis Monsanto, die gegen das Herbizid Glyphosat resistent ist.
Gentechnisch veränderte Pflanzen werden seit Mitte der neunziger Jahre kommerziell angebaut. Über 90 Prozent der GV-Pflanzen werden in den USA, in Kanada, Indien, China, Brasilien und Argentinien angebaut. 2013 waren rund 57 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen resistent gegen Herbizide, etwa 16 Prozent gegen Insekten und 27 Prozent verfügen über beide Resistenzen.
Die Versprechen, die Welternährung zu sichern, wurde nicht eingelöst. Die Hoffnung, dass der Spritzmitteleinsatz mit Hilfe von GV-Pflanzen reduziert werden könne, hat sich zerschlagen. Durch grossflächig auftretende Resistenzbildung bei Unkräutern werden immer grössere Pestizidmengen notwendig, um die Felder unkrautfrei zu halten.
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Schweiz
Schweizer Äcker sind bisher noch gentechnikfrei. Seit 2005 gilt ein Moratorium, das den Anbau und das Inverkehrbringen gentechnisch veränderter Pflanzen noch bis 2017 verbietet. Die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen zu Forschungszwecken ist davon ausgenommen. Neben einigen Kantonen hat sich jetzt auch der Bundesrat für eine Verlängerung des Moratoriums bis 2021 ausgesprochen. Während dieser Zeit soll geprüft werden, ob man auch in der Schweiz auf ausgewiesenen Flächen gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen kann. National- und Ständerat haben sich mehrheitlich aktuell für eine Verlängerung ausgesprochen - eine geplante Koexistenz wurde abgelehnt.