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Jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin hat Anrecht auf vier Wochen bezahlte Ferien pro Jahr. Unter 20-Jährige haben Anspruch auf fünf Wochen Ferien.
Die Feiertage sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Der 1. August (Nationalfeiertag) ist der einzige schweizweite Feiertag. Fällt ein Feiertag auf einen arbeitsfreien Tag, besteht kein Recht auf Kompensation. Fällt ein Feiertag jedoch in die Ferien eines Arbeitnehmers oder einer Arbeitnehmerin, wird dieser nicht als Ferientag gezählt.
Verschiedene Ereignisse geben Anrecht auf bezahlte freie Stunden oder Tage, beispielsweise Unfall, Schwangerschaft und Mutterschaft, Militärdienst, Ausübung eines öffentlichen Amts, aber auch Heirat, Geburt, Tod eines Angehörigen, Umzug usw. Die Dauer dieser arbeitsfreien Stunden oder Tage ist nicht im Gesetz festgelegt. Sie hängt vom jeweiligen Unternehmen ab.
Im Arbeitsgesetz ist vorgesehen, dass man für die Betreuung eines kranken Kindes bis zu drei Tage pro Krankheitsfall von der Arbeit freigestellt werden kann. Die Eltern sind allerdings gehalten, so rasch wie möglich nach einer Lösung für die Kinderbetreuung zu suchen. Das Rote Kreuz bietet für Krankheitsfälle eine Notfallbetreuung an.
Die Arbeitsdauer ist im Arbeitsvertrag oder im Gesamtarbeitsvertrag festgelegt. Im Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel ist die maximale Dauer je nach Branche auf 45 bis 50 Wochenstunden festgelegt.
Für Teilzeitarbeit gibt es keine besonderen Gesetzesbestimmungen. Es kommen dieselben Regeln wie für Vollzeitarbeit zur Anwendung.
Aktualisierung 29.01.2016