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Fachstelle
für Sexualpädagogik

Schwanger?
• Schwangerschaft
• Schwangerschaftstest
• die Entscheidung
• Schwangerschaftsabbruch
• Methoden des Schwangerschaftsabbruchs
• Kosten
• und wenn die Eltern unter
keinen Umständen etwas erfahren dürfen?
• und die Jungs?
• die Schwangerschaft austragen
• Vater werden
Schwangerschaft
In der medizinischen Sprache wird die Zeitspanne zwischen dem Einnisten
der Keimblase (ca. am
4. Tag nach der Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium) in die
Gebärmutterschleimhaut bis
zum Zeitpunkt der Geburt, als Schwangerschaft bezeichnet.
Eine Schwangerschaft kommt zustande, wenn das Ei einer Frau von einem
Samen des Mannes
befruchtet wird und sich dann in der Gebärmutterschleimhaut einnistet.
Festzustellen, dass Frau schwanger geworden ist, kann bei einer Frau,
bei einer Jugendlichen
unterschiedliche Gefühle auslösen.
Wie oder wann merkt eine Jugendliche
oder eine Frau, dass sie schwanger ist?
Meist merken die Frauen, die Mädchen, dass ihre Periode ausbleibt.
Bei jungen Frauen oder Ju-
gendlichen ist das manchmal schwierig zu sagen, wann bleibt die Periode
aus, da sie die Men-
struation oft noch unregelmässig haben. Manchmal ist es auch so,
dass ein Mädchen noch eine
Blutung hat, obwohl sie schon schwanger ist. Die Blutung ist dann aber
meist schwächer als ge-
wohnt.
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Schwangerschaftstest
Um sicher zu gehen, ob du jetzt schwanger bist oder nicht, kannst du
einen Schwangerschaftstest
machen. Du kannst dir einen solchen Test entweder in einer Apotheke
oder in einem Supermarkt
wie Coop oder Migros kaufen. Oder du meldest dich bei einer Frauenärztin
oder einem Frauenarzt.
Bei einer bestehenden Schwangerschaft befinden sich ganz bestimmte Hormone
im Urin, die sich
durch den Test feststellen lassen. Ein Schwangerschaftstest mit Urin
kann frühestens nach dem
Ausbleiben der Periode gemacht werden. Dann ist das Resultat zuverlässig.
Wenn der Test angibt, dass du schwanger bist, musst du den Test nicht
wiederholen. Wenn der
Test „negativ“ angibt, dann wiederhole den Test sicherheitshalber
eine Woche später, falls bis
dahin deine Periode weiter ausbleibt. Oder noch besser melde dich bei
einer Ärztin, einem Arzt.
Der Test zeigt „negativ“
an – nicht schwanger
Uff! Nochmals Glück gehabt? Vielleicht ist jetzt auch der Moment
wo du dich nochmals mit dem
Thema Verhütung auseinandersetzen willst. (Link
zu Verhütungsmittel)
Überlege dir auch nochmals, wie es mit dem Thema HIV, andere sexuell
übertragbare Infektionen
aussieht. Hattest du eine Risikosituation? (Link
zu HIV/Aids)
Der Test zeigt „positiv“
an – schwanger
Was kannst du jetzt machen? Es kommen vielleicht bei dir jetzt ganz
unterschiedliche Gefühle
hoch. Gerade wenn die Schwangerschaft ungeplant ist können Mädchen
und Frauen verschieden
reagieren. Frau hat ja nicht damit gerechnet! Scham – Schock –
Hilflosigkeit - Schreck – Ungläubigkeit
– Bestätigung. Die Palette der sich einfindenden Gefühle
ist gross. Hinzu kommt vielleicht noch,
dass du von deinem Freund erfährst, dass er ganz anders denkt und
fühlt.
Wichtig ist, dass du deine Rechte kennst, gleich wie alt du bist: du
darfst dich für einen Schwanger-
schaftsabbruch, für das Austragen der Schwangerschaft entscheiden,
oder für das Austragen der
Schwangerschaft und nach der Geburt das Kind zur Adoption frei geben.
Du entscheidest – nur du – aber vielleicht brauchst
du für die Entscheidung Unterstützung.
Auch Gefühle wie Freude und Stolz können sich melden. Dann
wenn du merkst, dass du dich freust,
schwanger zu sein. Vielleicht wirst du dich gleich für oder gegen
die Schwangerschaft entscheiden
können. Oder vor lauter Schreck wartest du erst einmal ab, weil
du gar nicht weisst, wo du Hilfe be-
kommen kannst.
Auch wenn du dich durch die veränderte Situation verwirrt fühlst,
ist es sehr wichtig, dich möglichst
bald zu entscheiden, ob du die Schwangerschaft austragen willst oder
nicht. Gespräche mit Menschen,
die du magst und denen du vertraust, können helfen. Du kannst aber
auch eine Beratungsstelle
aufsuchen, wo du anonym und gratis mit einer Beraterin, welche speziell
für solche Fragen aus-
gebildet ist, sprechen kannst. Adressen dieser Beratungsstellen in deiner
Nähe findest du unter
www.plan-s.ch. Die Beraterinnen stehen
unter Schweigepflicht und dürfen ohne deine Einwilligung
mit niemandem über deine Situation sprechen.
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Die Entscheidung
Du musst dich also entscheiden ob du die Schwangerschaft austragen möchtest,
ein Kind bekommen
möchtest, oder ob du die Schwangerschaft abbrechen willst, einen
Schwangerschaftsabbruch machen
willst. Eine Entscheidung, die nie ganz leicht fällt. Der Entscheid,
ob sich eine Jugendliche für oder gegen
einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, liegt alleine bei ihr. Weder
Eltern noch sonstige Sorgebe-
rechtigte dürfen und sollen den Entscheid für die junge Frau
fällen. Deshalb auch die Pflichtberatung bei
Jugendlichen unter 16 Jahren (siehe auch Schwangerschaftsabbruch).
Schwangerschaftsabbruch
Ein Schwangerschaftsabbruch ist während der ersten zwölf Wochen
seit Beginn der letzten Pe-
riode (gemäss Strafgesetz Art. 118 bis 120) erlaubt. Vor dem Eingriff
muss die Ärztin, der Arzt mit
der Jugendlichen, der Frau ein eingehendes Gespräch führen.
Die Ärztin, der Arzt informiert über
den medizinischen Ablauf, gesundheitliche Risiken und gibt einen Leitfaden
mit weiterführenden
Beratungsstellen ab. Bei jugendlichen Frauen unter 16 Jahren ist ein
Beratungsgespräch bei einer
dafür anerkannten Stelle obligatorisch. Die Stellen sind auch im
Leitfaden zu finden. Ein Schwan-
gerschaftsabbruch nach der 12. Schwangerschaftswoche kann vorgenommen
werden, wenn eine
ärztliche Fachperson feststellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen
gegeben sind.
Wer führt den Schwangerschaftsabbruch
durch?
Du kannst dich über deine Gynäkologin / deinen Gynäkologen
oder deine Ärztin / deinen Arzt in-
formieren, welche Spitäler, welche ÄrztInnen die Bewilligung
für die Durchführung eines straflosen Schwangerschaftsabbruchs
besitzen.
Und dann - wie weiter...?
Damit die Methode des Eingriffs festgelegt und der Eingriff vorgenommen
werden kann, muss die
Schwangerschaft und deren Dauer von einer Ärztin, einem Arzt mit
Ultraschall festgestellt worden
sein.
Nach einem persönlichen Gespräch, welches die Ärztin,
der Arzt mit dir führt, wird der Schwanger-
schaftsabbruch in einer der anerkannten Kliniken oder Privatpraxen durchgeführt.
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Methoden des Schwangerschaftsabbruchs
Chirurgisch
Diese Methode wird auch Absaugmethode genannt. Ein Saugröhrchen
wird durch die Scheide in
die Gebärmutter eingeführt und das Schwangerschaftsgewebe
damit abgesaugt.
Was sind die wichtigsten Merkmale im Erleben dieser Methode? Ein chirurgischer
Schwangerschafts-
abbruch ist ein operativer Eingriff in den Körper. Er wird evtl.
mit einer Narkose durchgeführt. Der
Eingriff ist zeitlich klar festgelegt und beansprucht nur kurze Zeit.
In der Regel wird der Eingriff nicht
vor der 7. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Dies kann bedeuten,
dass eine Frau, ein Mädchen
mehr Zeit hat für die Entscheidungsfindung. Wenn der Abbruch unter
Narkose durchgeführt wird,
dann bedeutet das für die Frau, das Mädchen, dass sie den
Eingriff nicht bewusst erlebt. Die Blutung
nach der Operation ist meist gering, die Schmerzen selten lang.
Medikamentöse Methode –
Mifegyne®
Diese Methode darf nur bis in die 7. Schwangerschaftswoche – gerechnet
ab dem ersten Tag der
letzten Periode – durchgeführt werden. Insgesamt musst du
drei bis vier mal zu deiner Ärztin,
deinem Arzt gehen. Der Abbruch wird ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis
mit zwei Medikamenten
durchgeführt. Das Medikament Mifegyne blockiert die Wirkung des
Hormons Progesteron und stoppt
die Entwicklung der Schwangerschaft. Zwei Tage später wird das
zweite Medikament, Prostaglandin,
eingenommen. Dieses bewirkt, dass sich nach der Einnahme des Medikamentes
die Gebärmutter zu-
sammenzieht und die Frucht ausgestossen wird.
Was sind die wichtigsten Merkmale im Erleben dieser Methode? In über
95 Prozent ist kein operativer
Eingriff und keine Narkose nötig. Der Vorgang zieht sich über
3 Tage hin. Der Abbruch kann zu einem
sehr frühen Zeitpunkt durchgeführt werden, was psychisch entlastend
wirken kann. Der Abbruch wird
bewusst erlebt. Der Vorgang wird von Frauen natürlich empfunden
und mit Übernahme von Selbstver-
antwortung verbunden. Die Blutung nach dem Eingriff kann länger
sein als beim chirurgischen Eingriff.
Es treten Bauchschmerzen auf, die nach der Ausstossung mehr oder weniger
lang andauern können.
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Kosten
Die Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs sind eine Pflichtleistung
der Grundversicherung der
Krankenkasse. Die Krankenkasse muss die Kosten übernehmen. Exklusive
der individuell vereinbarten
Franchise und des Selbstbehaltes.
Und wenn die Eltern
unter keinen Umständen etwas erfahren dürfen?
Natürlich ist es schön, wenn Jugendliche in einer solchen
Situation von ihren Eltern Unterstützung
haben. Aber es kann sein, dass Jugendliche in der Situation sind, ungeplant
schwanger zu sein, sich
für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden und die Eltern aber
unter keinen Umständen davon
erfahren dürfen oder sollen.
Die Entscheidung, ob die Eltern etwas davon erfahren oder nicht, liegt
bei der behandelnden Ärztin,
dem behandelnden Arzt. Vom Gesetz her gesehen ist die Ärztin, der
Arzt an die ärztliche Schweige-
pflicht gebunden, sofern sie oder er die Jugendliche als urteilsfähig
beurteilt. D.h., die Ärztin, der Arzt
darf und muss den Eltern/Sorgeberechtigten, bei bestehender Urteilsfähigkeit
der Jugendlichen keine
Auskunft geben und kann einen Abbruch ohne die Einwilligung der Eltern/Sorgeberechtigten
durchführen.
Die Kosten des Schwangerschaftsabbruchs übernimmt die Krankenkasse.
Unterstützung bei diesem
Vorgehen bekommt die Jugendliche bei der behandelnden Ärztin, Arzt
oder bei Beratungsstellen.
Und danach, was ist dann?
Wie sich Frauen und Mädchen nach einem Schwangerschaftsabbruch
fühlen ist sehr unterschiedlich.
Befragungen haben gezeigt, dass Frauen und Mädchen, welche die
Entscheidung für einen Schwanger-
schaftsabbruch selber getroffen haben, sich nachher meist gut fühlen.
Als hilfreich wird auch beurteilt,
mit anderen Menschen über die Gefühle sprechen zu können
sowie Unterstützung und Begleitung zu
bekommen.
Mädchen können sich nach einem Schwangerschaftsabbruch erwachsener
fühlen. Manche denken
danach mehr über ihr Leben, ihre Beziehungen und ihre Sexualität
nach. Einige berichten davon,
dass sie nach dem Schwangerschaftsabbruch eine Zeit lang sehr traurig
waren und sich erst nach
und nach Erleichterung einstellte. Andere fühlen sich nach dem
Eingriff allein, weil sie glauben, mit
niemandem darüber sprechen zu können. Vielleicht machen sie
sich Vorwürfe und haben Schuld-
gefühle, weil sie einen Schwangerschaftsabbruch gemacht haben.
Wenn es dir nach einem Schwangerschaftsabbruch nicht gut geht und du
nicht weisst, mit wem du
über deine Gefühle sprechen kannst, dann kannst du dich auch
bei einer Beratungsstelle melden.
Die Beraterinnen haben Erfahrung mit Gesprächen nach einem Abbruch.
Meistens reichen einige
Gespräche aus, um das Gefühlschaos im Kopf zu sortieren.
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Und die Jungs?
Wenn deine Freundin dir erzählt, dass sie schwanger ist, weisst
du vielleicht erstmal gar nicht, was
du machen sollst. Jungen – und Männer – reagieren ganz
unterschiedlich und es kommen auch da
die vielfältigsten Gefühle und Empfindungen zu tage. Sprachlosigkeit
– Fluchtgedanke – Flucht –
Schock – Stolz – Freude – Verantwortlichkeit –
und, und, und…..
Die Gefühle können immer wieder wechseln, richtige Wechselbäder
der Gefühle können entstehen!
Deine Freundin hat bis in die 12. Schwangerschaftswoche, Zeit sich für
oder gegen die Schwanger-
schaft zu entscheiden. Du kannst sie bei der Entscheidung unterstützen,
in dem ihr z.B. mit Freunden,
erwachsenen Vertrauenspersonen eure Situation besprecht. Ihr könnt
auch zu zweit oder alleine
eine Beratungsstelle aufsuchen. Ihr, resp. dein Freundin wird dort in
ihrer Entscheidungsfindung
unterstützt. Gespräche können helfen eine Entscheidung
zu treffen. Manchmal wollen Mädchen auch
ein wenig Ruhe um sich die Situation genau zu überlegen. Andere
möchten dauernd und immer wieder
über die Situation sprechen.
Was sich die meisten Mädchen wünschen, ist die ehrliche Meinung
des Freundes zu hören. Es kann
sein, dass ihr euch einig seid. Es kann aber auch sein, dass deine Freundin
eine andere Meinung hat.
Diese solltest du akzeptieren und ihr keine Vorwürfe machen. Denn
sie trifft letztlich die Entscheidung
ob sie die Schwangerschaft austragen will oder nicht. So ist es auch
vom Gesetz her bestimmt.
Was kannst du als Junge, Freund weiter tun, wenn deine Freundin sich
für einen Schwangerschafts-
abbruch entschieden hat? Du kannst deine Freundin fragen, ob sie möchte,
dass du sie zur Beratung,
zur Ärztin oder Arzt begleitest. Natürlich nur, wenn das für
dich auch ok ist. Sprich mit deiner Freundin
und sag ihr ehrlich, wie es dir geht. Wenn du nicht mitgehen willst
oder kannst, dann kann auch eine
Freundin, gute Kollegin oder die Mutter deine Freundin begleiten. Die
Bedürfnisse von Mädchen und
Jungs in einer solchen Situation sind sehr unterschiedlich. Es gibt
kein richtig oder falsch. Versucht
über eure Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen
und diese gegenseitig zu respektieren.
Vor und nach einem Schwangerschaftsabbruch kann es sein, dass deine
Freundin vielleicht traurig ist,
im nächsten Moment ganz erleichtert und glücklich, dass alles
vorbei ist. Wenn du für dich merkst, dass du noch Unterstützung,
Gespräche in dem Erlebten möchtest, dann hast du jederzeit
die Möglichkeit, dich an eine Jugendberatungsstelle zu wenden und
dort mit Fachpersonen deine Gefühle, dein Erlebtes anzuschauen
und zu sortieren.
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Die Schwangerschaft
austragen
Du hast dich entschieden und jetzt? Zuerst einmal kommt vieles Neues
auf dich zu. Vor allem viele Fragen.
Was ist mit der Schule, der Ausbildung? Wie werde ich als Mutter sein?
Wie wird sich mein Freund verhalten,
wie meine Eltern? Was werde ich meinen Freundinnen sagen? Was ist mit
Party, weggehen, Kino und,
und, und.
Um diese Fragen, Unsicherheiten, Freuden und Ängste für dich
sortieren zu können, brauchst du vielleicht Unterstützung.
Dies können unterschiedliche Menschen aus deinem Umfeld sein, aber
vielleicht möchtest
du dich auch an eine Fachperson wenden. Unter www.plan-s.ch findest
du die Adressen der Familien-
planungsstellen in deinem Kanton. Deine Fragen werden hier von Frauen
und Männern mit viel Erfahrung
in dieser Thematik beantwortet.
Dein Körper wird sich verändern
Eine Schwangerschaft verändert in einem Körper einer Frau
sehr viel. Einige Veränderungen sind
sichtbar, andere nicht. Auch Gefühle können sich verändern.
Oft liest und hört man, dass schwangere
Frauen Heisshunger auf unterschiedlichste Speisen haben. Speisen, welche
sie vor der Schwanger-
schaft gar nicht so anmachten. Die Geschmacksrichtung kann von süss
über sauer bis hin zu Salzigem
gehen. Diese vielleicht ungewohnten Essgewohnheiten werden von den Schwangerschaftshormonen
hervorgerufen und sind meist nach dem dritten Schwangerschaftsmonat
vorbei. Einigen Frauen ist es
eine Zeitlang übel oder sie müssen sich sogar übergeben.
Manchmal hilft hier vor dem Aufstehen –
also noch im Bett – etwas Kleines zu essen. Bei sehr starker Übelkeit
kann eine Hebamme oder Frauen-
ärztin, ein Frauenarzt sicher weiterhelfen. Aber es gibt auch viele
schwangere Frauen, denen geht es
körperlich einfach gut!
Der Embryo wird versorgt und ernährt durch den Mutterkuchen (Plazenta)
und über das Blut der Mutter. Gesundheitsschädigende Stoffe
wie Drogen, Nikotin, Alkohol und Medikamente, welche nicht ärztlich
verordnet sind, können durch das Blut der Mutter direkt zum Embryo
gelangen und seine Entwicklung
verzögern oder sogar schädigen. Also in der Schwangerschaft
möglichst von Anfang an darauf verzichten.
Der Bauch wird runder – jetzt ist die Schwangerschaft von aussen
zu sehen….
In den ersten 12 Wochen ist von aussen noch nicht viel zu sehen. Ab
dem 4. und 5. Schwangerschafts-
monat wölbt sich dann meistens der Bauch unterhalb des Bauchnabels.
Bis zur 24. Schwangerschafts-
woche ist die Gebärmutter dann ungefähr bis zur Höhe
des Bauchnabels gewachsen. Manche Frauen
spüren das Wachsen der Gebärmutter. Z.B. spüren sie ein
leichtes Ziehen im Unterbauch.
Um die 17. bis 18. Schwangerschaftswoche können Bewegungen des
entstehenden Kindes bemerkt
werden. Das Kind wächst im Bauch der Mutter, schlägt vielleicht
Purzelbäume, hat den Daumen im
Mund und kann auch schon ab dem 4. Monat hören.
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Vater werden
Wenn die Entscheidung für die Schwangerschaft feststeht, können
sich für einen Jungen als zukünftiger Vater unterschiedliche
Fragen stellen.
Was passiert da eigentlich im Bauch der Freundin? Wie wird die Geburt
vor sich gehen? Kann ich
dabei sein? Wie verändert sich mein Leben mit einem kleinen Kind?
Welche Rechte und Aufgaben
habe ich gegenüber dem Kind und der Mutter?
Unsicherheiten, Ängste und Zweifel aber auch Stolz und Freude kann
dich auf einer Achterbahn der
Gefühle durchschütteln. Jungs reagieren unterschiedlich. Rückzug,
das Gefühl von allein gelassen zu
sein, aber auch sich rundum sauwohl fühlen können Reaktionen
sein. Alles ist verständlich, denn die
Situation ist neu!
Die Erfahrungen, die ein Paar in einer Schwangerschaft macht, können
ganz toll sein. Nach der Geburt
wird sich sicher sehr viel verändern und eine Vorbereitung auf
die neue Situation ist sicher hilfreich.
Unterstützung bei der Vorbereitung auf die kommenden Veränderungen
können Freunde, die Eltern,
Verwandte oder auch Beratungsstellen geben. Siehe www.plan-s.ch.
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