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Simon Küchler verfolgte am 23. Januar 1960 mit Hochspannung den weltweit ersten Tauchgang in 11’000 Meter mit einem Tiefsee-U-Boot. An Bord befanden sich der Schweizer Forscher Jacques Piccard
und sein amerikanischer Begleiter Don Walsh. Küchler begegnete seinem Vorbild Picacard schon früher einmal als Fotograf. Der weitgereiste und in vielen Bereichen talentierte Simon Küchler mochte
wohl einiges gemeinsam haben mit Piccard. Kurz nach dem Tauchgang von Piccard ging Küchler daran, massstabgetreu ein Modell des U-Bootes „Trieste“ nachzubauen. Piccard erlaubte Küchler sogar,
Originalpläne des Tiefsee-U-Boots zu kopieren. Kaum hat er mit den Arbeiten begonnen, wurde er beauftragt, für eine Ausstellung in Bern ein Modell zu liefern. Ganze 200 Stunden - Tag und Nacht -
arbeitete er daran, um das Modell im Massstab 1:25 zur rechten Zeit abzuliefern. Weitere Aufträge folgten: die Krupp-Werke in Essen, das Verkehrsmuseum in Luzern, die Firma Elektrona
bestellten weitere Trieste-Modelle. Eines wurde gar an der Expo 1964 ausgestellt.
Die Eltern von Simon Küchler wurden Besitzer des Hotel Beau Rivage, als ihr Sohn die Welt bereiste. Obwohl Simon Küchler die Hotelfachschule in Caux absolviert hatte und mit seiner Frau Marie Suter während elf Jahren in Engelberg das Hotel National geführt hatte, übernahm Simon Küchler nach dem Umzug nach Weggis kein Hotel, sondern eröffnete eine Werkstätte für Reparaturarbeiten und Autobatterien - der Ort, wo all die Modelle der „Trieste“ hergestellt worden sind.
Simon Küchler starb am 19. Juni 1972 siebzigjährig in Weggis.
Bild: https://www.swissinfo.ch/ger/alle-news-in-kuerze/tiefenrekord-vor-60-jahren--geheimnis-des-marianengrabens-gelueftet/45499486 / 22.1.2024
Inventarnummer 10720, K032 / Karin Bernath