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Wie die Huthi-Rebellen den Welthandel im Roten Meer bedrohen
Die Huthi-Rebellen im Jemen stellen eine ernsthafte Bedrohung für die globale Handelsverbindung durch das Rote Meer dar. Das Rote Meer ist eine der wichtigsten Wasserstraßen für den Welthandel, insbesondere für den Transport von Energieträgern. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben wiederholt Drohnen- und Raketenangriffe auf Schiffe in der Region durchgeführt. Diese Angriffe sind angeblich eine Reaktion auf den Konflikt zwischen Israel und der Hamas, aber es wächst die Sorge, dass die Weltwirtschaft beeinträchtigt werden könnte, da Handelsschiffe gezwungen sind, alternative Routen zu nehmen.
Die internationale Reaktion
Die Vereinigten Staaten haben eine internationale Armada zusammengestellt, um die Huthi-Milizen daran zu hindern, Schiffe im Roten Meer anzugreifen. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin betonte in einer Videokonferenz mit 43 Staaten, der EU und der NATO, dass die Angriffe bereits Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hätten und die Handelsschifffahrt weiter bedrohen würden, wenn die internationale Gemeinschaft nicht gemeinsam gegen das Problem vorgehe.
Die USA haben die Operation Prosperity Guardian ins Leben gerufen, an der sich Großbritannien, Bahrain, Kanada, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, die Seychellen und Spanien beteiligen. Madrid hat jedoch erklärt, dass es sich nicht beteiligen wird.
Die Bedeutung des Roten Meeres
Das Rote Meer spielt eine entscheidende Rolle im Welthandel. Die Meerenge Bab el-Mandeb zwischen Dschibuti und dem Jemen markiert den südlichen Eingang zum Roten Meer, das mit dem Suezkanal verbunden ist und eine wichtige Verbindung zwischen Europa und Asien darstellt. Schätzungen zufolge werden 12 bis 15 Prozent des Welthandels über diese Route abgewickelt, was 30 Prozent des weltweiten Containerverkehrs entspricht. Außerdem werden etwa 7 bis 10 Prozent des weltweiten Öls und 8 Prozent des Flüssiggases über diesen Seeweg transportiert.
Die Schließung der Meerenge führt zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen, da die Schiffe gezwungen sind, alternative Routen um Afrika herum zu nehmen. Dadurch verlängert sich die Reisezeit um bis zu zwei Wochen, was zu höheren Kosten und Staus in den Häfen führt.
Die Maßnahmen des Westens
Die USA und ihre Verbündeten haben bereits Maßnahmen ergriffen, um den Angriffen der Huthis zu begegnen. Die amerikanische USS Carney und die britische HMS Diamond haben Dutzende von Drohnen abgeschossen. Auch die französische Fregatte Languedoc hat bereits drei Drohnen erfolgreich abgefangen.
Die USA streben nun eine internationale Operation an, um den Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Gruppe zu verstärken. Diese Operation soll im Rahmen der Combined Maritime Forces und deren Task Force 153 durchgeführt werden.
Zusammenfassung
Die Huthi-Rebellen stellen eine ernsthafte Bedrohung für den globalen Handelsverkehr im Roten Meer dar. Ihre Drohnen- und Raketenangriffe haben bereits Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und zwingen Handelsschiffe, alternative Routen zu nutzen. Das Rote Meer ist eine wichtige Handelsroute für den Transport von Energie und anderen Gütern zwischen Europa und Asien. Die internationale Gemeinschaft, angeführt von den USA, mobilisiert eine internationale Armada, um die Angriffe der Huthis abzuwehren und die Sicherheit im Roten Meer zu gewährleisten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und welche Auswirkungen sie auf den Welthandel haben wird.