Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/100784

<h2>SubmittedText<h2><p>Die UBS plant einen massiven Personalabbau. Dabei soll es auch zu Entlassungen kommen.</p><p>- Wie präsentiert sich die Beschäftigungslage der UBS in der Schweiz heute?</p><p>- Was hat der Bundesrat vorgekehrt, um den geplanten Personalabbau sozialverträglich aufzufangen und Entlassungen möglichst zu vermeiden?</p><p>- Hat er entsprechend bei der UBS-Geschäftsleitung interveniert?</p><p>- Hat er das Gespräch mit den Personalverbänden aufgenommen?</p><p>- Welche Hilfestellung hat er dem hauptsächlich betroffenen Kanton Zürich geleistet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die UBS beschäftigte per Ende des ersten Quartals 2009 in der Schweiz 25 889 Personen (umgerechnet auf Vollzeitbasis), 517 (2 Prozent) weniger als Ende 2008. Die Fluktuationsrate liegt bei leicht unter 10 Prozent. In der Schweiz sind etwa 860 Lehrlinge angestellt. Weltweit zählte die UBS Ende März 76 206 Angestellte.</p><p>Im Rahmen ihres Programms zur Kostensenkung und Kapazitätsanpassung plant die UBS, bis Ende 2010 etwa 3,5 bis 4 Milliarden Franken einzusparen. Dies erfordert leider einen erheblichen Stellenabbau. 2010 wird die UBS weltweit ungefähr 8500 Mitarbeiter weniger beschäftigen als Ende März 2009. Davon werden rund 2500 Arbeitsplätze in der Schweiz verlorengehen. Obwohl die UBS die natürliche Fluktuation nutzen will und alternative Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung anbietet, wie etwa das Teilen von Stellen durch mehrere Mitarbeiter oder Teilzeitarbeit, rechnet die UBS im Schweizer Markt mit rund 1200 bis 1500 Entlassungen. Ein Sozialplan besteht, und Diskussionen mit den Sozialpartnern haben stattgefunden. Nach Ansicht des Bankenpersonalverbandes wurden jedoch die von ihm eingebrachten Massnahmenvorschläge zur Minderung der Kündigungen zu wenig berücksichtigt.</p><p>Die Abbaumassnahmen sind schmerzlich, aber unvermeidlich, um die Bank zu stabilisieren und in die Gewinnzone zurückzuführen. Der Bundesrat geht davon aus, dass die UBS ihre soziale Verantwortung wahrnimmt. Sie versucht mit diversen Massnahmen, die Anzahl der Entlassungen möglichst gering zu halten. Zudem bestehen Outplacement-Programme für vom Stellenabbau betroffene Mitarbeiter. Für den Bundesrat besteht zurzeit somit kein Anlass, sich in den sozialpartnerschaftlich gestalteten Personalabbau bei der UBS, der betriebswirtschaftlich unausweichlich erscheint, einzumischen. Daher verzichtet er auf eine entsprechende Intervention bei der Geschäftsleitung oder eine Kontaktaufnahme mit den Personalverbänden.</p><p>Mit dem Entscheid für das Massnahmenpaket zur Stärkung des schweizerischen Finanzsystems hat der Bund gezeigt, dass er seine Verantwortung zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit des Finanzsystems wahrnimmt und bereit ist, das Land vor den gravierenden volkswirtschaftlichen Konsequenzen eines Ausfalls einer Grossbank zu schützen. Davon profitiert insbesondere auch die Region Zürich. Eine darüber hinausgehende Hilfestellung für den Kanton Zürich ist daher nicht angezeigt. Der Kanton Zürich ist aufgrund seiner Wirtschaftskraft und der ausgebauten Strukturen im Bereich des Sozialwesens in der Lage, die Situation zu meistern.</p>