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Die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt führte am vergangenen Dienstag eine Operation durch, die auf die Verhaftung mehrerer Personen abzielte, wie diese am Montag mitteilte. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet unter anderem wegen Betrugs, unlauterer Geschäftsführung, Wertpapierfälschung, Geldwäsche und Verletzung der Verordnung über Solidarbürgschaften im Zusammenhang mit Covid-19-Krediten. Einer der Verdächtigen wurde in Untersuchungshaft genommen.
Die Räumlichkeiten mehrerer Unternehmen wurden durchsucht und zahlreiche Konten eingefroren. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um Schweizer Bürger mit türkischen Wurzeln, wie es weiter heisst. Sie werden verdächtigt, von verschiedenen Banken aufgrund falscher Angaben Kredite in der Höhe von mehreren Millionen Franken erhalten zu haben.
Insbesondere wird den mutmasslichen Tätern vorgeworfen, die Banken über den Umsatz der Unternehmen getäuscht zu haben. Mehr als anderthalb Millionen Franken seien ins Ausland überwiesen worden, hiess es in der Mitteilung. Es seien Schritte unternommen worden, um die Gelder wieder in die Schweiz zu transferieren.
Weitere Fälle im Kanton Zürich bekannt
Bereits am 12. Mai waren ähnliche Fälle im Kanton Zürich bekannt geworden. Rund 30 Verdachtsfälle für betrügerisch gestellte Anträge wurden dort im Zusammenhang mit der Covid-Verordnung des Bundesrates öffentlich gemacht, es kam zu Ermittlungen. Der genaue Deliktsbetrag konnte zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch nicht beziffert werden.
Häufig ging es um Betrug und Urkundenfälschung, möglicherweise auch um Geldwäscherei. Die erlangten Kredite würden entweder auf Privatkonten oder ins Ausland transferiert. Oder sie würden für nicht corona-bedingte Zwecke verwendet, wie für die Rückzahlung von privaten Darlehen, hiess es.
Am 25. März hatte der Bundesrat eine Verordnung erlassen, welche die raschen Kreditvergaben und Solidarbürgschaften für Unternehmen regelt.