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Trockenheit
Lange Trockenperioden beeinflussen bereits heute die Land- und Forstwirtschaft, die Schifffahrt und weitere Wirtschaftszweige. Aufgrund der abnehmenden Sommerniederschläge und weil die Verdunstung durch den Klimawandel zunimmt, spitzt sich das Problem der Trockenheit im Sommer in Zukunft weiter zu. In den trockensten Gebieten der Schweiz ist die Schnee- und Gletscherschmelze eine wichtige Wasserquelle. Der Gletscherrückgang und die zu erwartende Schneearmut stellt diese Gebiete künftig vor zusätzliche Herausforderungen.
Wie bei der Temperatur spielen Berge und Täler auch bei der Verteilung der Niederschläge eine zentrale Rolle. Der trockenste Ort im MeteoSchweiz-Messnetz mit einem mittleren Jahresniederschlag von 543 mm im Zeitraum 1991-2020 ist Stalden-Ackersand im Vispertal, einem inneralpinen Trockental im Kanton Wallis. Das entspricht etwa der Hälfte des Niederschlags, der normalerweise in einem Jahr im Schweizer Mittelland fällt. Die längste ununterbrochene Trockenphase wurde in Lugano im Jahr 1988 aufgezeichnet, mit 77 aufeinanderfolgenden Tagen ohne Niederschlag.
Die Schweiz liegt in einer gemässigten Klimazone, weltweit werden zum Teil deutlich längere Trockenphasen registriert. In der chilenischen Stadt Arica wurden in den Jahren 1903 bis 1918 ganze 172 Monate ohne Niederschlag verzeichnet.
Niederschlag
Der nässeste Ort im Messnetz von MeteoSchweiz ist der Säntis. Dort fallen in einem durchschnittlichen Jahr insgesamt 2'840 mm Niederschlag. Fällt innert kurzer Zeit viel Wasser vom Himmel, erhöht dies lokal die Wahrscheinlichkeit für Erdrutsche und Überschwemmungen. Die grössten Niederschlagsmengen in kurzer Zeit fallen in der Regel im Tessin. Dort führen vor allem Südstaulagen zu grossen Niederschlagsmengen. Im Mittelland werden Starkniederschläge hauptsächlich von Gewittern verursacht. Deshalb treten die stärksten Niederschläge vor allem in den Sommermonaten auf.
Weil wärmere Luft mehr Wasser aufnehmen kann, trägt der Klimawandel dazu bei, dass Starkniederschläge zunehmen. Rekorde sind jedoch Momentaufnahmen. Dies gilt für alle Messgrössen und besonders für den Niederschlag. Damit es zu Rekordwerten kommt, müssen mehrere Faktoren zusammenspielen (u.a. die Wetterlage während des Ereignisses, die betroffene Region der Schweiz und der Witterungsverlauf während mehrerer Tage bis Wochen im Vorfeld). Deshalb liegen die Niederschlagsrekorde trotz Klimawandel teilweise weit ins 20. Jahrhundert zurück.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Niederschlagsrekorde in der Schweiz und vergleicht sie mit den weltweit gemessenen Rekorden.