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Plata ist eine problemlos wachsende und recht ertragreiche Sorte, die im Frühling bei kalter Witterung langsam wächst. An wenigen Pflanzen kann die Sorte Mangelsymptome für Phosphor und Magnesium aufweisen. Im weiteren Verlauf der Vegetation ist Plata eine sehr wüchsige und schnellwachsende Sorte.
In einer Erhebung im Jahr 2013 (Meyer, 2013) waren die Pflanzen durchschnittlich 227 cm hoch und produzierten 1.67 Kolben pro Pflanze. Der Stängeldurchmesser betrug durchschnittlich 1.57 cm.
Die Sorte wuchs und blühte einheitlich und benötigte 1751 Gradtage von der Saat bis zur Reife. Davon entfielen 1104 Gradtage bis zur Blüte. Damit ist sie vergleichbar mit einer mittelspäten Körnermaissorte der offiziellen Sortenliste der Schweiz.
Die mittelgrossen, unifarbenen Kolben sind in einem leuchtend orangen Ton gefärbt und besitzen meist 14 Körnerreihen. Sortentypisch gibt es jedes Jahr einige weinrote Kolben. Es sind jeweils kaum andersfarbige Körner eingestreut.
Die Sorte Plata wird von Landmais.ch seit 2012 angebaut.. Wichtig ist eine rechteckige oder runde Anordnung, damit die Befruchtung gewährleistet ist.
In der Landwirtschaft wird mit einem Reihenabstand von 75cm und einem Pflanzabstand von ca. 12-14cm gesät. Alternativ kann der Reihenabstand auch 50cm und der Pflanzenabstand 18-20cm betragen.
Ebenfalls gut möglich ist der Anbau zusammen mit Stangenbohnen und/oder Kürbis. Hier müssen die Pflanzabstände grösser gewählt und die Bohnen erst ein paar Wochen nach dem Mais gepflanzt werden, damit die Maispflanzen nicht überwuchert werden. Zudem sollten pro Pflanze nicht zu viele Bohnen gesät werden (ca. 3).
Die Kolben müssen nach der Ernte noch getrocknet werden, bis sie maximal 14% Wasser enthalten (86% TS). Die Körner der Sorte Plata brauchen eine etwas längere Trocknungszeit als andere Sorten.
Die Körner können grob gemahlen zu Bramatagriess verarbeitet werden. Dabei entsteht kaum Mehl und dafür ein oranges, sehr schön anzusehendes Polentagries.
Ist für einmal zu viel Griess vorhanden, dann eignet sich dieses eingeweicht auch als Zugabe für ein schmackhaftes Brot. Der Maisanteil sollte dabei nicht höher als ein Drittel sein, damit das Brot noch schön aufgeht.
Quellen
- Meyer P, 2013, Landmais-Erhaltenszüchtung – Beobachtung und Auswahl von geeigneten Landmaissorten für einen Ertragsvergleich mit Hybridmais. HAFL, Zollikofen, 40 S.