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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Begleiter von Boris Johnson wurde positiv auf das Coronavirus getestet.
- Der Premier setzte seine Schottland-Reise fort.
- Dafür erntet er nun Kritik.
Die Corona-Regeln Schottlands sind klar: In Quarantäne muss, wer längere Zeit in der Nähe einer mit dem Coronavirus infizierten Person war. England spezifiziert zusätzlich, dass dies auch Personen betreffen kann, die gemeinsam reisen. Doch für jemanden scheint die Regel nicht zu gelten: Premierminister Boris Johnson.
Am Mittwoch flog der 57-Jährige im Rahmen seiner Schottland-Reise mit seiner Entourage von Glasgow nach Aberdeen. Dort wurde dann eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Sie und einige weitere Begleiter begaben sich in Quarantäne – Johnson setzte seine Reise fort.
Gemäss einem Regierungssprecher sei er vor der Reise, bei der Ankunft in Aberdeen und am Tag darauf negativ getestet worden. Während der gesamten Reise seien die geltenden Corona-Regeln eingehalten worden. Boris Johnson sei nie in engem Kontakt mit einer infizierten Person gewesen.
Doch eine Quelle sagt nun gegenüber «CNN», dass der Premier den Mittwoch mit der positiv getesteten Person verbracht habe. Weshalb einige Mitglieder der Reisegruppe in Quarantäne mussten, Johnson aber nicht, ist unklar. Denkbar ist, dass der Premier immer eine Distanz von zwei Metern zur infizierten Person hatte.
Klar ist aber, dass die britische Bevölkerung keine Freude an der Nicht-Quarantäne hat. Für den Premier gelte eine Regel, für alle anderen eine andere, schreibt ein Vorwurf. Er kümmere sich nicht um das Coronavirus, so ein User auf Twitter. Etwas sei ernsthaft nicht in Ordnung, meint ein anderer.