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Bei einer endgültigen Ausreise ins Ausland besteht abgesehen von den EU- und EFTA-Ländern die Möglichkeit, sich das gesamte Kapital der 2. Säule oder einen Teil davon auszahlen zu lassen. Es ist zu empfehlen, sich bei seiner Vorsorgeeinrichtung frühzeitig über die massgebenden Modalitäten zu erkundigen. Die Pensionskasse kann die Auszahlung des in der 2. Säule vorhandenen Kapitals verweigern, wenn Sie zum Zeitpunkt des Antrags bereits ein Alter erreicht haben, für das Ihre Vorsorgeeinrichtung die Möglichkeit einer frühzeitigen Pensionierung vorsieht. In einem solchen Fall erhalten Sie somit eine Rente aus der 2. Säule.
Bei einer Kapitalauszahlung aus der 2. Säule wird empfohlen, eine Versicherung für die Risiken Invalidität und Tod abzuschliessen.
Das mit den EU- und EFTA-Staaten abgeschlossene Abkommen über den freien Personenverkehr hat auch gewisse Änderungen im Bereich der 2. Säule zur Folge. Dies gilt insbesondere für die Kapitalauszahlung aus der 2. Säule.
Grundsätzlich ist es nicht mehr möglich, sich das Kapital der 2. Säule in eines der folgenden Länder überweisen zu lassen, wenn man dort obligatorisch gegen die Risiken Alter, Invalidität und Tod versichert ist: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Zypern, Rumänien und Bulgarien. Bei einer endgültigen Ausreise nach Liechtenstein war die Kapitalauszahlung schon vorher nicht möglich.
Von dieser Einschränkung sind in erster Linie Personen betroffen, die in eines dieser Länder auswandern, während sie noch erwerbstätig und in ihrem Aufenthaltsland obligatorisch gegen die Risiken Alter, Invalidität und Tod versichert sind. Es gibt jedoch eine Ausnahme von dieser Regel: Selbstständigerwerbende können das Kapital aus der 2. Säule beziehen, wenn sie weiterhin selbstständigerwerbend sind und in der Gesetzgebung ihres Aufenthaltslands für Selbstständigerwerbende keine obligatorische Versicherung gegen die oben erwähnten Risiken vorgesehen ist.
Personen dagegen, die im Rentenalter definitiv aus der Schweiz in eines der oben aufgeführten Länder auswandern, können ihr Kapital in der 2. Säule auch nach dem 1. Juni 2007 weiterhin beziehen.
Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, die Gelder in der 2. Säule für die Finanzierung, den Bau oder die Renovation von selbst genutztem Wohneigentum oder für die Amortisation einer Hypothek zu verwenden. Dies gilt auch dann, wenn sich die Liegenschaft in einem der oben erwähnten Länder befindet.
Die Auszahlung des überobligatorischen Teils der 2. Säule ist auch weiterhin möglich.