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Hinter der stabilen Armutsquote von 2,2 % im Kanton Freiburg verbirgt sich eine seit 2020 zunehmende prekäre Situation. So stellt der Bericht über die Armut fest, dass ein Teil der armutsgefährdeten Bevölkerung keinerlei Unterstützung in Anspruch nimmt. Diese versteckte Prekarität zeigt, wie wichtig eine regelmässige Überprüfung der sozialen Situation ist, um die Massnahmen anzupassen. Sie verdeutlicht auch die Notwendigkeit von Vereinen zur Unterstützung der Ärmsten und von öffentlichen Einrichtungen, die sich gegenseitig ergänzen.
Armut als relatives Phänomen bezeichnet ein Defizit in wichtigen Lebensbereichen wie Wohnen, Ernährung, Gesundheit, Bildung, Arbeit und soziale Kontakte. Ein Haushalt gilt dabei als bedürftig, wenn er nicht in der Lage ist, die für seinen Lebensunterhalt notwendigen Mittel aus eigener Kraft zu beschaffen, oder wenn das Haushaltseinkommen nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und Steuern unter dem sozialen Existenzminimum liegt. Aus der Erhebung und Analyse einer beträchtlichen Menge sensibler Daten für das Berichtsjahr 2019 geht hervor, dass die Zahl der armutsbetroffenen Personen und Haushalte im Kanton Freiburg seit dem letzten Bericht über die Armut zugenommen hat (Medienmitteilung; Bericht).