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Iaido - die Kunst das Schwert zu führen
Das Iaido stammt aus der Zeit der Samurai. Aus dem
Schwertkampf
wurde eine Kunst. Ziel ist das sofortige Ziehen des Schwertes und das
gleichzeitige Angreifen. Im Iaido existiert der Gegner nur in der
Vorstellung.
Iaido fördert die Konzentration und ist ein ständiger Wechsel zwischen Ruhe und Bewegung. Wichtig ist die Harmonie in den Bewegungen und zwischen Körper und Geist. Iaido ist eine Kampfkunst mit hohem ästethischen Ausdruck.
Auszug aus dem Büchlein "ZEN in der Kunst das Schwert zu führen":
1. Vollendete Schwertkunst besteht aus zwei Komponenten: technischer Sicherheit und geistiger Erkenntnis. Beide müssen eine Einheit bilden, sie sind unabdingbar voneinander abhängig.
2. Die geistige Erkenntnis äußert sich in der »Natürlichkeit des Herzens«. Der Schwertkünstler hat ohne jede Irritierung durch Gefühle oder Absichten spontan der jeweiligen Situation zu entsprechen. Die Reaktion muß so unmittelbar erfolgen, wie ein Spiegel ein Bild reflektiert. Sie darf nicht an der Situation haften.
3. Diese absolute Offenheit gegenüber der Situation ist nur dann erreichbar, wenn die einzelnen Komponenten der psychisch-physischen Konstitution (Prinzip, Fluidum, Herz) sich ohne Einschränkung entfalten können. Darauf kann man durch Übung Einfluß nehmen.
4. Vollendete Schwertkunst durch technisdie Sicherheit und geistige Vollendung im beschriebenen Sinn ist jedoch kein Wert in sich. Sie muß in Einklang mit den im Universum verankerten ethischen Grundprinzipien der Menschlichkeit, Sittlichkeit und Loyalität ausgeübt werden.