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Was sind Chlamydien?
Eine Chlamydien-Infektion entsteht durch das Bakterium „Chlamydia trachomatis“ und kann mit Antibiotika leicht geheilt werden. Zwischen 3 und 10 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung sind von Chlamydien betroffen. Teenager und junge Frauen sind besonders gefährdet, weil der Gebärmutterhals noch nicht ausgereift und dadurch empfänglicher für Infektionen ist.
Chlamydia trachomatis: Erreger von Chlamydien
Foto: CDC, USA
Was sind die Symptome einer Infektion mit Chlamydien?
- Eitriger Ausfluss aus Scheide, Penis oder Rektum
- Brennen beim Wasserlassen
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Die Inkubationszeit beträgt 1 – 3 Wochen. 70 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer haben keine Symptome. Eine unbehandelte Infektion kann schwerwiegende Folgen haben. Sie kann bei Frauen zu Entzündungen von Gebärmutter und Eileiter führen und in Folge zu Unfruchtbarkeit. Auch bei Männern können Entzündungen von Prostata und Hoden zu Unfruchtbarkeit führen.
Wie werden Chlamydien diagnostiziert?
Durch einen Test des Schleimhaut-Abstriches oder einen Urintest.
Wie werden Chlamydien behandelt?
Mit Antibiotika kann die Chlamydien-Infektion leicht geheilt werden.
Müssen sich auch Partner behandeln lassen?
Da eine Infektion sehr ansteckend ist, ist es wichtig, dass sich Sexpartner auch testen lassen – selbst wenn sie keine Symptome haben.
Geschichte aus dem Leben
Frank, 31, Maschinenschlosser
«Es hat mich überrascht, dass der Arzt Chlamydien fand. Denn ich hatte nie Beschwerden.»
Maschinenschlosser Frank, 31, etwas zurückhaltend aber gutmütig, lebte in den letzten Jahren sorglos. Er hatte einige Affären, bei denen er nicht immer Kondome benutzte. Vor einem Monat lernte er die 28-jährige Julia kennen, eine spontane Sozialarbeiterin, die das Herz auf der Zunge hatte, also ziemlich das Gegenteil von ihm. Er wusste gleich: Die will ich haben. Auch bei ihr funkte es. Sie gingen einige Male miteinander aus und ihm wurde klar, dass er sich mehr als nur eine weitere Affäre wünschte. Diesmal wollte er sich von seiner besten Seite zeigen. Frank entschied, den Hausarzt aufzusuchen und mit ihm zu besprechen, ob er sich auf HIV testen lassen solle.
Der Arzt empfahl ihm neben einem HIV-Test gleich noch einen Test für Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien. Gegen Hepatitis B war Frank geimpft. Die Idee, gleich alles zu checken, fand Frank gut. Dann konnte er sicher sein, Julia mit nichts anzustecken. Einzig bei den Chlamydien zeigten die Tests schliesslich ein positives Resultat. Frank war erstaunt. Er hatte keinerlei Beschwerden verspürt. Das sei häufig so, klärte ihn der Arzt auf. Es sei trotzdem wichtig, Chlamydien zu behandeln, weil sie bei Frauen zu Unfruchtbarkeit führen.könnten. Auch seien sie mit Antibiotika leicht heilbar. Er riet ihm, bis zum Ende der Behandlung auf Sex zu verzichten.