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Systematik
|Ordnung||Rodentia|
|Familie||Cuniculidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Cuniculus|
|Art||Cuniculus paca|
Beschreibung
Pakas sind Nagetiere, die den Meerschweinchen ähneln, aber mit einer Länge von 60 bis 80 cm viel größer sind. Sie haben einen rundlichen Körper und können bis zu 9 kg wiegen. Sie haben kurze Beine und ein rötlich-braunes Fell mit mehreren Reihen weißer Punkte an den Seiten, ähnlich wie junge Wildschweine. Ihre Augen reflektieren das Licht stark. Das liegt an speziellen Zellen im hinteren Teil des Auges, die wie ein Spiegel wirken und das Licht ein zweites Mal durch die Netzhaut zurückwerfen. So können die visuellen Informationen zweimal analysiert werden, was die Sehkraft in der Dunkelheit stark verbessert. Viele nachtaktive Tiere haben eine solche Anpassung des Sehvermögens.
Biologie
Das Paka ist ausschliesslich nachtaktiv und kommt normalerweise erst einige Stunden nach dem Sonnenuntergang zum Vorschein. Es versteckt sich tagsüber in Höhlen, welche es in steilen Hängen gräbt. Die Höhlen haben meist mehrere Eingänge, wovon einige mit Blättern verstopft sind. Pakas leben als monogame Paare in einem gemeinsamen Territorium, suchen jedoch innerhalb dieses Gebietes oft alleine nach Futter und schlafen auch meist in getrennten Höhlen. In der Natur ist ein Paka-Territorium rund 3 Hektaren gross.
Das Paka kann problemlos Wasserläufe überqueren, wobei es nicht an der Oberfläche schwimmt, sondern am Grund läuft!
Die Lieblingsspeise der Pakas sind Früchte. Um an sie heranzukommen, lehnen sie sich im Stehen an die Bäume. Sie profitieren auch von den Früchten, die baumbewohnende Tiere fallen lassen. Pakas fressen auch Blätter, Wurzeln und Knollen. Um die Blätter verdauen zu können, haben sie einen besonders langen Darm, was die bakterielle Fermentation fördert. Sie fressen auch einen Teil ihres Kots, um die Nährstoffe in ihrer Nahrung, die nicht immer beim ersten Mal aufgenommen werden, voll zu verwerten.
Das Weibchen gebärt ein- bis zweimal im Jahr ein Junges nach einer Tragzeit von rund 118 Tagen. Dieses ist bei der Geburt weit entwickelt und sieht von Anfang an aus wie eine Miniatur der ausgewachsenen Tiere.
Lebensraum
Das Paka stammt aus den Tropenwäldern zwischen dem südlichen Mexiko und Süd-Brasilien. Das Paka kommt unter anderem auch im Papiliorama-Reservat Shipstern in Belize, Zentralamerika vor.
Dieses Nagetier lebt in primären und sekundären Tropenwäldern und Gärten, manchmal sogar in Plantagen. Pakas kommen bis auf Höhen von 3’000 Meter über Meer vor! Gewöhnlicherweise bevorzugt das Paka Gebiete in der Nähe von Gewässern.
Bedrohung
Pakas werden wegen ihres zarten und schmackhaften Fleisches gejagt. Tagsüber stöbern die Jäger sie mithilfe von Hunden in ihren Höhlen auf. Nachts reichen starke Lampen aus, da sie unter dem Einfluss des Lichts erstarren. Sie sind daher eine leichte Beute für Jäger. In vielen Regionen wurden sie bereits vollständig ausgerottet. Ihr Fleisch ist nicht nur für den lokalen Verzehr bestimmt, sondern wird auch häufig an Touristen verkauft. In Honduras sind Pakas im Anhang III des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES) aufgeführt, was bedeutet, dass der Handel mit Pakas nicht verboten ist, aber streng überwacht wird. Auch die Zerstörung der Wälder und damit ihres Lebensraums bedroht diese Art.
Das Paka kommt unter anderem auch im Papiliorama-Reservat Shipstern in Belize, Zentralamerika vor (www.itcf.ch). Durch das Reservat kann das Papiliorama nebst der Zucht zur Arterhaltung in der Schweiz auch direkt im Verbreitungsgebiet zum Schutz dieser Tierart beitragen. Das Reservat bietet ein Rückzugsgebiet in Belize, wo der Jagddruck auf das Paka leider immer noch sehr stark ist. Ohne die Reservate hat diese Tierart wie so viele andere in den Tropen kaum eine Überlebenschance.