Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03499.jsonl.gz/2359

Universität Zürich, Institut für Betriebswirtschaftslehre
Projektleitung: Dr. Simone Tuor Sartore
Laufzeit: 01.01.2012 - 31.12.2015
In der Schweiz müssen sich junge Menschen vergleichsweise früh für eine Ausbildung entscheiden. Allerdings stehen diesen jungen Menschen dann jederzeit zahlreiche weitere Ausbildungsoptionen offen. In der vorliegenden Studie fokussieren wir uns auf Personen mit einem tertiären Ausbildungsabschluss und analysieren deren Bildungspfade. Wir gehen dabei insbesondere der Frage nach den Determinanten der Wahl eines bestimmten Bildungspfades und den resultierenden Arbeitsmarktchancen nach. Dabei unterscheiden wir zwischen rein beruflichen, rein akademischen und so genannt gemischten, d.h. berufliche und akademische Ausbildung umfassenden Bildungspfaden. Für unsere empirischen Analysen verwenden wir den Mikrozensus Aus- und Weiterbildung 2011. Unsere Analysen zeigen erstens, dass gemischte Bildungspfade keine Seltenheit sind und in jüngster Zeit stark an Bedeutung gewonnen haben. Zweitens zeigen unsere Analysen, dass im Allgemeinen ein starker Zusammenhang zwischen der Ausbildung der Eltern und dem Bildungspfad der Kinder besteht, dies interessanterweise für gemischte Bildungspfade aber nicht der Fall ist. So werden gemischte Bildungspfade unabhängig von der elterlichen Ausbildung in Etwa gleich oft eingeschlagen. Drittens zeigen unsere Ergebnisse, dass gemischte Bildungspfade sehr wohl konkurrenzfähig sind zu den anderen Bildungspfaden und vergleichbare Löhne erzielt werden können. Dies deutet darauf hin, dass gemischte Bildungspfade weniger als Neuorientierung anzusehen sind und vielmehr aufgrund der Attraktivität, komplementäre Bildungsinhalte zu kombinieren, gewählt werden. Diese Resultate unterstreichen die Bedeutung der Durchlässigkeit eines Bildungssystems.