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20.05.18 - An der langen Laufnacht in Karlsruhe waren 5 Mittelstreckenläufer des TVL am Start und sie wussten alle auf die eine oder andere Art zu überzeugen. Insgesamt erliefen sich die 5 Athleten einen Podestplatz, zwei Seriensiege und zwei persönliche Bestleistungen.
Den Auftakt machte Alain Croisierüber 800m. In der ersten Runde seines Rennens reihte sich Alain vorerst an etwa 4. Stelle hinter dem Pacemaker ein, welcher die 400m wie geplant in 55 Sek. anlief. Danach konnte dieser das Tempo leider nicht wie gewünscht aufrecht halten und auch die anderen Läufer, die anscheinend bei der Anmeldung schnellere Zeiten angegeben hatten, brachen ein. Deshalb übernahm Alain nach 500m die Initiative und erhöhte die Pace wieder. Nur ein Läufer vermochte ihm einigermassen zu folgen und auf den letzten 100m distanzierte er auch diesen noch, was ihm zum Seriensieg und einem gutem Saisonauftakt in 1.55.53 verhalf.
Als zweiter startete Reto Ramseierüber die 1500m. Auch er lief in einer Serie mit deutlich schwächeren Läufern. Gleich nach dem Start setzte er sich hinter den Pacemaker und absolvierte die erste Runde perfekt in 61". Danach wurde das Tempo leider zu langsam bis der Tempomacher schliesslich nach 800m ausstieg. Reto konnte das Tempo danach wieder erhöhen und bis 200m vor Schluss, an der Spitze laufend, hoch halten. Auch als 200m vor Schluss einer von zwei weiteren Läufern in der Spitzengruppe angriff konnte er reagieren und schliesslich seine Serie in einer persönliche Bestzeit von 3.54.28 gewinnen. Schade, dass die zweite Runde zu langsam war.
In der Schweiz werden für die Serieneinteilung die Zeiten online aus der Bestenliste heruntergeladen. Damit können homogene Felder gebildet werden. In Deutschland gibt es keine aktuelle Onlinebestenliste und kein Tool, welches erlauben würde, die Zeiten zu importieren.
In einer schnelleren Serie startete dann Hendrik Engel. Er wollte die Limite für die deutschen Meisterschaften laufen und startete deshalb, direkt hinter dem Pacemaker, schnell ins Rennen. Nach einer Runde merkte er jedoch, dass er diese Pace nicht würde mithalten können und er liess deshalb den Tempomacher ziehen. Erstaunlicherweise überholte ihn 200m lang keiner der anderen Athleten. Als diese ihn dann doch passierten fühlte sich Hendrik nicht mehr in der Lage ihnen zu folgen. Der „Kämpfer“ meldete sich zurück und dank guten letzten 200m konnte er noch einmal etwas Boden gutmachen und als Vierter in 3.54.25 ins Ziel laufen. Er hatte sich für dieses Rennen sicherlich mehr erhofft aber nicht die Beine dafür gehabt.
Bei den Frauen im Hauptlauf über 800m startete dann Sina Sprecher. Die erste Runde wurde sehr schnell angelaufen und Sina versuchte dieses Tempo mitzugehen und so absolvierte sie die erste Runde in 61". Dass dies etwas zu schnell war zeigte sich dann in der zweiten Runde. Sie lief die zweite Runde 7 Sekunden langsamer in 68" womit sie mit einer Endzeit von 2.09.01 ihre persönliche Bestzeit nur knapp verpasste. Da sie nicht die einzige war, die dem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste, reichte dies zum guten 4. Gesamtrang.
Den Abschluss des erfolgreichen Tages machte Pascal Furtwänglerder im Hauptlauf über 800m starten konnte. Voller Motivation startete er in diesen top besetzten Lauf mit dem Ziel die 1.50 Marke zu knacken. Nachdem er sich auf der ersten Runde perfekt eingereiht hatte und die erste Runde in etwa 53" nach Plan verlief, fing er nach 450m an zu drücken. Auf der Gegengerade überholte er dann Läufer um Läufer unter anderen auch den Topläufer Timo Benitz. Pascal spürte dass es sein Rennen war und machte weiterhin Dampf, so dass es 150m vor dem Ziel sogar danach aussah als könnte er ganz nach vorne laufen. Auf den letzten 80m hatte er Mühe sein Tempo aufrecht zu erhalten. Aus Angriff wurde Verteidigung, die Verteidigung des Podestplatzes. Das gelang, er rettete den so wertvollen dritten Rang und er erreichte nach 1.49.68 das Ziel. Eine Superzeit, Ziel erreicht, ein Podestplatz in diesem sehr stark besetzten Rennen.