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Insgesamt 9 Monate pausierte Wawrinka 2017 bzw. in der ersten Hälfte 2018. Die Turniere im Frühsommer verliefen nicht nach seinem Wunsch. Seit einigen Wochen läuft es dem Waadtländer besser. Auf der US-Hartplatz-Tour schlug er einige hochkarätige Spieler. Vor seiner Startpartie an den US Open gab er SRF und RTS ein gemeinsames Interview.
RTS/SRF: Schön, Sie in New York zu sehen. Wie fühlen Sie sich vor Turnierbeginn?
Stan Wawrinka: Gut. Sehr gut. Ich bin schon mal froh, hier zu sein. Letztes Jahr war ich traurig, nicht dabei sein zu können, nachdem ich im Vorjahr gewonnen hatte. Nun freut es mich, die neueste Entwicklung des Turniers zu sehen. Ich hatte eine sehr gute Trainingswoche und fühle mich wirklich gut. Ich mache weiter Fortschritte, nachdem ich in Toronto und Cincinnati zwei gute Turniere gespielt habe. Ich bin mit meiner Form wirklich zufrieden.
In Ihren Spielen scheinen Sie immer stärker zu werden. Auch im Training. Man hat den Eindruck, Sie könnten wieder Berge versetzen.
Zumindest fühle ich mich physisch und spielerisch sehr stark. Ich habe sehr gute Spiele gewonnen, gegen Kyrgios, Schwartzman, Nishikori. Gegen Roger und Rafa, die Nummern 1 und 2, habe ich verloren. Mein Niveau ist da. Nun muss ich versuchen, mein erstes Spiel zu gewinnen. Es wird ein schwieriger Match, auch wenn ich gut spiele. Dimitrov steht in den Top 10, er spielt sehr gut. Auch er will sein Jahr gut abschliessen und ein gutes Ergebnis erzielen.
TV-Hinweis
Verfolgen Sie die Partie Wawrinka-Dimitrov am Montag ab 18:00 Uhr auf SRF zwei.
Sie können sich von Ihrer 1. Wimbledon-Runde inspirieren lassen, in der Sie Dimitrov geschlagen haben.
Es ist überraschend, an zwei Grand-Slam-Turnieren hintereinander denselben Gegner in der 1. Runde zu haben. Ihn in Wimbledon geschlagen zu haben, hat mir etwas Selbstvertrauen gegeben und mir gezeigt, dass ich gut gegen ihn spielen und Lösungen finden kann. Aber jetzt herrschen andere Bedingungen an einem anderen Turnier. Im Allgemeinen spielt er gerne outdoor. Ich hoffe, dass es ein gutes Spiel wird.
Ihre momentane Weltrangslisten-Position hat zur Folge, dass Sie früher auf bessere Spieler treffen. Ist das schwierig für Sie?
Wenn man die Nummer 100 ist oder eine Wildcard hat wie ich hier, hat man zwangsläufig stärkere Gegner schon ab der 1. Runde. Aber für mich spielt eine Rolle, dass ich zufrieden bin, wo ich derzeit stehe. Es ist wichtig, dass ich Spiele und Turniere aneinanderreihe, um weitere Fortschritte zu machen. Angesichts meiner jetzigen Leistungen bin ich zuversichtlich für die letzten Turniere des Jahres. Vor allem bin ich aber optimistisch, dass ich wieder auf mein bestes Level kommen kann, dieses oder nächstes Jahr.
Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 26.8.18