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Ortsnamen der deutschen
Schweiz, gewöhnlich einem im Sonnenschatten liegenden Berghang beigelegt. In Städten
wie z. B. Luzern,
Freiburg,
Basel
oder Bern
nannte man «Litzi» die hölzerne
Laubehinter den Schiessscharten der Stadtmauer.
Vergl.
Schweizer. Idiotikon.
Bd. III, S. 1566. Anders ist der Name Litzi eines aargauischen Weilers zu erklären, der im Domänenregister
des ehemaligen
KlostersLuzern
als «ein lützer
Hof» oder «Einlutzi» (unica domus) erscheint.
Kann auch von litze = Schranke oder
Zaun hergeleitet werden und bezeichnete dann ein eingezäuntes und einem einzigen Berechtigten zur
Nutzung zugewiesenes Stück einer
Allmeinde.
bildet zusammen mit dem ihm benachbarten
Stock des Grossen
Seehorns (3123 m) die höchste Gipfelgruppe der
Seehörner (im nw. Abschnitt des Silvrettamassives).
Diese
an Fläche nur kleine Gruppe zeichnet sich durch mächtige Felstürme und kühne Felsnadeln aus, die sehr schwierig zu erklettern
sind.
Sie begleiten das von der Sardascaalp (im obernPrätigau) gegen N. ansteigende
Seethal und bilden
die Landesgrenze zwischen der
Schweiz und Oesterreich
(Montavon).
Der Gross Litzner selbst erscheint als kühner
Turm, dessen
oberste Gipfelpartie einem gestreckten
Finger gleich in die Lüfte ragt, und ist das bevorzugte
Ziel der die
Silvrettagruppe
besuchenden Kletterer.
(Forcoladi) (Kt. Graubünden,
Bez. Bernina).
^[Supplement: statt Bez.
Maloja.] 2328 m. Bequemer Passübergang mit
guter Fahrstrasse; führt von der Berninastrasse ins italienische
Val di Livigno hinüber. Die Strasse zweigt über der Häusergruppe
La
Motta (2056 m), 2 km ö. vom
Hospiz, von der Berninastrasse ab, geht nordwärts durch das
Val Lagone und erreicht mit sanfter
Steigung die auf der schweizerisch-italienischen Landesgrenze gelegene Passhöhe.
Von hier aus reizender
Ausblick in das mit
Hütten und Weilern geschmückte
Val Livigno.
Abstieg durch dieses Thal nach Livigno-Sant' Antonio (5 Stunden
von La
Motta).
Der
Pass ist im Sommer stark belebt, da namentlich auch ein grosser Teil des Waarenverkehrs zwischen dem Livignothal
einerseits und demPuschlav, Veltlin und
Engadin andererseits über ihn geht. 1635 wurde er von der ins
Puschlav und Veltlin ziehenden Kavallerie des Herzogs von Rohan überschritten.