Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/111285

<h2>SubmittedText<h2><p>Fast alle Frühzustellungsorganisationen in der Schweiz gehören mittlerweile der Post.</p><p>- Teilt der Bundesrat die Auffassung, dass sich das der Post vorgegebene strategische Ziel, eine sozial vorbildliche Arbeitgeberin zu sein, auch auf diese Personalgruppe bezieht?</p><p>- Teilt er die Auffassung, dass die aktuell bezahlten Löhne von umgerechnet 3000 Franken pro Monat diesem Ziel nicht entsprechen?</p><p>- Was gedenkt er zu tun, um die Post zu Korrekturen zu bewegen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die strategischen Ziele des Bundesrates für die Post und damit auch die Erwartungen nach einer sozialverantwortlichen Personalpolitik und fairen Anstellungsbedingungen richten sich auch an die Konzerngesellschaften. Die Post ist mit ihrer Konzerngesellschaft Presto Presse-Vertriebs AG in der Frühzustellung tätig. Die Post und die Gewerkschaften Kommunikation, Transfair und Comedia haben sich auf einen Gesamtarbeitsvertrag für die Zeitungs-Frühzustellung geeinigt. Dieser Gesamtarbeitsvertrag ist am 1. März 2010 in Kraft getreten und gilt für die rund 10 000 in der Frühzustellung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Presto Presse-Vertriebs AG. Der Gesamtarbeitsvertrag bringt für diese Angestellten, welche meist nur ein bis zwei Stunden pro Tag arbeiten, spürbare Verbesserungen im Bereich der Lohnfortzahlung bei Krankheit, der Gewährung von bezahlten Ferien und der Versicherung für Nichtberufsunfälle. Zudem werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, in die Pensionskasse der Post aufgenommen. Festgelegt wurde auch die sozialpartnerschaftliche Mitwirkung bei den jährlichen Lohnmassnahmen. Gestützt auf diese Vereinbarungen zwischen den Sozialpartnern sieht der Bundesrat keinen Handlungsbedarf.</p>