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Gemäss Huffington Post haben die grössten Milchkonzerne der USA («National Milk Producers Federation», «Dairy Famers of America», «Land O‘ Lakes», «DairyLea Cooperative» und «Agrimark») einem Vergleich in Höhe von 52 Millionen Dollars zugestimmt. Sie wurden von der Tierrechtsorganisation «Compassion Over Killing» angeklagt, von 2003 bis 2011 insgesamt 500’000 Rinder getötet zu haben. Das Ganze geschah im Rahmen eines sogenannten Herdenruhestand-Programms («herd retirement program»): Die Milchkonzerne kauften ganze Herden auf, vorallem von kleineren Höfen und liessen diese dann schlachten, um das Angebot niedrig zu halten und somit den Milchpreis in die Höhe zu treiben.
Das «Herdenruhestand»-Programm wurde gar auf der Webseite des amerikanischen Milchlobby-Konzerns („Cooperatives Working Together“) beworben, zusammen mit Wirtschaftsanalysen, die von dessen Rentabilität zeugten. Jedoch getarnt als «freiwilliges Selbsthilfe-Massnahmeprogramm für Landwirtschafts-Aussteigende».
Der Vergleich könnte bedeuten, dass praktisch jedeR KonsumentInnen, der/die Milchprodukte in den betroffenen Staaten zwischen 2003 und 2011 gekauft hat, berechtigt ist, Geld zurückzufordern.
Ein Schuldeingeständnis beinhaltet der Vergleich allerdings nicht. Cheryl Leahy, die Rechtsanwältin von «Compassion Over Killing» bezeichnet ihn dennoch als Sieg: «Es ist ein Signal an die Milchkonzerne, dass sie nicht über dem Gesetz stehen.»
4 Antworten
Einmal mehr verschlägt es mir die Sprache. Ich warte nur auf den Tag an dem wir total verrohten egoistischen Menschen dann entscheiden die älteren oder behinderten Leute aus dem Heimen in den frühzeitigen Ruhestand zu schicken und es dann auch entsprechend harmlos „early elderly retirement“ oder „social recovery program“ heisst und keiner mehr aufschreit. Wir verschliessen die Augen vor all diesen Ungerechtigkeiten und wundern uns dabei wieso die Welt immer grausamer und egoistischer wird.
Im Zuge unserer planetaren Ausbeutung wäre dies jedoch die logische Konsequenz, sofern das „retirement“ aufgrund eines dringend nötigen Bewusstseinswandels auf freiwilliger Basis praktiziert wird. Ihre Argumentation erscheint leider etwas „speziesistisch“. Tiere können für ihre Rechte nicht einstehen. Wir können uns aber bewusst dafür entscheiden, aus dem physischen Leben auszuscheiden, wenn wir merken, dass wir mehr Aufwand verursachen, als praktikabel und systemisch tragbar. Dies nennt man Verantwortung übernehmen.
Dies als Denkanstoss aus Sicht eines Freidenkers.
Eine Sauerei sondergleichen. Es geht wie bei allem immer nur ums Geld. Man sollte die verklagen.
Ich bin einfach nur sprachlos. Aber sowas geschieht nicht nur in Amerika.
In unserer oertlichen Kadaversammelstelle haben wir vermehrt Stierkälber gesichtet. Ich bin nicht sicher aus welchem Grund diese in der Sammelstelle gelandet sind.