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Public Domain Day 2013 mit Bruno Schulz
Jedes Jahr verlieren eine Anzahl von künstlerischen Werken ihren rechtlichen Schutz und werden deshalb Gemeingut. Der 1.Januar ist deshalb weltweit der Public Domain Day. Neben vielen unbekannten Autoren und Künstlern sind auch dieses Jahr wieder eine Reihe von bekannten Namen unter der Liste der Neuankömmlinge: Einer davon ist Bruno Schulz.
„Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil ist vielleicht das bekannteste Werk in dieser Liste. Auch „Die Schachnovelle“ von Stefan Zweig ist darunter sowie die Fotografien und Werk der Schweizer Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach. Bekannt sein dürfte auch der Name des Ethnologen Bronislaw Malinowski. Über Tausend Werke listet die Website www.publicdomainday.org – sie wurden von Menschen geschaffen, die im Jahr 1942 gestorben sind.
Ein weiterer Name gehört dazu: Bruno Schulz. Er lebte von 1892 bis 1942 in der Kleinstadt Drohobycz in der Nähe von Lemberg. Bruno Schulz war Jude, er wurde am 19.November 1942 auf offener Strasse erschossen. Zu seinen berühmtesten Werken gehört der Roman „Die Zimtläden“, er wurde vor einigen Jahr neu aufgelegt. Ob die Freigabe der Werke auch für die deutschen Übersetzungen gilt, ist allerdings fraglich.
Textprobe aus dem Roman „Die Zimtläden: „Hat der Leser etwas von gleichlaufenden und zweigleisigen Zeitsträngen gehört? Ja, es gibt Nebengleise der Zeit, ein wenig illegal und problematisch, doch wenn man solche Konterbande mit sich führt wie wir, ein überzähliges Ereignis, das nicht einzureihen ist, darf man nicht wählerisch sein“
2001 wurden im Haus, wo er gearbeitet hatte, umfangreiche Wandmalereien entdeckt. Die Entfernung und Überstellung dieser Wandmalereien in die Gedenkstätte Yad Vashem bei Jerusalem verursachte eine weltweite Kontroverse.
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