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|Eddie ist ein flippiger Hippie-Rasta-Breakdancer.

Die beiden Hauptmodi des Spieles sind der 'Race'- und die 'Showoff'-Modus.
Dabei könnt ihr zwischen einem Einzelwettbewerb oder dem 'World
Circuit' wählen, was in etwa einem Karriere-Modus entspricht.
Der 'World Circuit'-Modus ist nämlich das Herz des Spieles, weil
ihr hier einen der wählbaren Charaktere auswählen dürft,
um seine Fähigkeiten von Wettbewerb zu Wettbewerb zu verbessern.
In den Rennen müsst ihr jeweils drei Läufe meistern, nämlich
die erste Runde, die Halbfinals und die Final-Rennen. Gewinnt man
die Rennen, erhält man dafür Fähigkeitspunkte - neben
einer Medaille, selbstverständlich - mit welchen man einzelne
Eigenschaften wie etwa die Geschwindigkeit oder Stabilität des
Fahrers verbessern kann. Durch den Erhalt von Bronze-, Silber- oder
Gold-Medaillen schaltet man neben neuen Strecken auch neue Boards
oder Outfits frei, die dann in den jeweiligen Menüs eurer Charaktere
zwischen den Rennen ausgewechselt werden können.
Die beiden Strecken 'Untracked' und 'Pipedream' stehen im Renn-Modus
nicht zur Verfügung, denn 'Untracked' steht nur im 'Free Ride'-Modus
und 'Pipedream' ausschliesslich im 'Showoff'-Modus zur Auswahl, womit
wir zum zweiten wichtigen Spielmodus kommen: Der 'Showoff'-Modus ist
nämlich ein Stunt-Modus, in welchem nicht die verstrichene Zeit
in einem Rennen entscheidend ist, sondern die dabei erzielten Punkte.
Die 'Showoff'-Varianten der Strecken unterscheiden sich auch komplett
gegenüber den Rennversionen, da zahlreiche neue Rampen und Rails
die Strecken zieren, auf welchen man natürlich mächtig punkten
kann. Die höchsten Punktzahlen erhält man für sogenannte
'Combos', Kombinationen von verschiedenen Tricks. Und beim Wort 'Trick'
kommen wir automatisch zur wohl auffälligsten Neuerung in 'SSX
Tricky'.

|Manchmal springt ihr förmlich
in Nebelwolken hinein.

Neu sind nämlich die so genannten 'Über-Tricks'. Wie bereits
im ersten Spiel habt ihr auch bei 'SSX Tricky' wieder eine Anzeige
am rechten Bildschirmrand, welche euren Adrenalinspiegel und die damit
verbundene Stärke eures Turbo-Boosts angibt. Durch das (erfolgreiche)
Ausführen von Tricks steigt diese Anzeige markant an. Ist sie
bis zum Maximum gefüllt, könnt ihr Über-Tricks ausführen.
Diese gibt es für jede Spielfigur in vier verschiedenen Variationen
- durch Drücken einer der L- oder R-Tasten plus Quadrattaste.
Für jeden erfolgreich gemeisterten Über-Trick erhaltet ihr
einen Buchstaben des Wortes 'Tricky'. Habt ihr alle Buchstaben komplett,
habt ihr einen Turbo-Boost für die gesamte Dauer des Rennens
sowie die Möglichkeit, Super-Tricks auszuführen. Die Über-Tricks
sehen wirklich spektakulär aus und sind noch viel abgefahrener
und unrealistischer als die Tricks, die man im ersten Spiel zu Gesicht
bekommen hat. Manche reiten in solchen Szenen auf ihrem Snowboard
als sei es ein wildes Pferd oder sie führen Breakdance-Manöver
auf dem Snowboard aus. Neben dem genannten 'Showoff'- und 'Race'-Modus
gibt es auch noch einen 'Freeride'-Modus, in welchem ihr auf einer
beliebigen Strecke ohne Zeit- oder Punktlimit herumkurven könnt,
um neue Abkürzungen und Alternativ-Wege zu suchen und auszuprobieren.

|'Garibaldi' ist eine der beiden
neuen Strecken.

Auf der grafischen Seite hat sich bei 'SSX Tricky' nicht allzu viel
getan. Einige Texturen wurden stark verfeinert und die Animationen
wirken noch flüssiger, daneben treten Nebelwolken manchmal aus
rein kosmetischen Gründen auf. Ansonsten ist die Grafik in etwa
die gleiche und die Verbesserungen sind eher geringfügiger Natur,
wobei auch erwähnt werden muss, dass bereits das Vorgängerspiel
sowohl über eine makellose Präsentation als auch eine bildschöne
Grafik verfügte. Die neuen Charaktere verleihen dem Spiel noch
mehr Persönlichkeit. Neu haben die einzelnen Figuren auch eine
Rivalität unter einander. Drückt man nämlich Mitstreitern
seinen Ellbogen ins Gesicht, werden sie im nächsten Rennen aggressiver
gegen euch gestimmt sein und ihre Feindseligkeit nimmt zu. Freunde
hingegen können euch gelegentlich vor solch unfairen Mitteln
schützen, doch ist es euch selbst überlassen, ob ihr lieber
friedlich ins Ziel fahrt oder die anderen Teilnehmer mit einem gezielten
Schubser ins Hintertreffen geraten lässt. Gespräche zwischen
verschiedenen Charakteren vor und nach dem Rennen sorgen für
den Aufbau eines Bezugs zur jeweiligen Spielfigur, was durchaus begrüssenswert
ist.
Erneut perfekt ist die astreine Musik und Sprachausgabe, welche
wieder mal zur absoluten Höchstform aufläuft. Für die
Stimmen der einzelnen Charaktere zeichnen sich diesmal prominente
Namen aus Film und Showbusiness verantwortlich wie zum Beispiel Lucy
Liu ('Ally McBeal'), David Arquette ('Scream'-Trilogie) oder Sängerin
und Grammy-Gewinnerin Macy Gray ('I try'). Auch wenn die Stimmen im
letztjährigen Teil des Spieles ebenfalls schon perfekt waren,
ist es eine interessante Entwicklung, die auch weitere Stars für
das Medium Videospiele begeistern könnte.