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Der bisherige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll seinen Posten als Geschäftsführer vorerst behalten. «Ich möchte Liberty Media und Chase Carey in der Formel 1 begrüssen und freue mich darauf, mit ihnen zu arbeiten», wurde Ecclestone in der Mitteilung zitiert. Der amerikanische Geschäftsmann Charey, bislang Vizepräsident des in der Filmbranche tätigen Unternehmens 21st Century Fox, wird in der Rennserie als Geschäftsführer amten.
Liberty Media zahlt nach Angaben der Unternehmen 4,4 Milliarden Dollar. Zudem sollen Schulden in ähnlicher Höhe übernommen werden. Insgesamt werde die Formel 1 bei der Transaktion mit 8 Milliarden Dollar bewertet, heisst es im Communiqué.
Der bisherige Hauptaktionär CVC hatte sich die Anteile von 35,5 Prozent an der Formel 1 vor gut zehn Jahren von der Bayerischen Landesbank für rund 840 Millionen Dollar einverleibt. Die BayernLB hatte vier Jahre zuvor zusammen mit den Geldinstituten Lehman Brothers und JP Morgan die Beteiligung des Münchner Medienunternehmens EM.TV in ihren Besitz gebracht. EM.TV musste seine von der von Ecclestone gegründeten Holding SLEC übernommenen Rechte nach dem Konkurs der als Partnerin firmierenden Kirch-Gruppe veräussern.
Nach CVC hält die ebenfalls im Finanz- und Anlagewesen angesiedelte amerikanische Firma Waddell & Reed mit 20,9 Prozent den zweitgrössten Anteil an der Formel 1. Ecclestone seinerseits ist bei den Eignern doppelt vertreten; mit 5,3 Prozent auf seinen eigenen Namen lautend, mit 8,5 Prozent über die Familien-Holding Bambino.
Malone hatte das Unternehmen Liberty Media vor 25 Jahren gegründet. Die Ausläufer des weit verzweigten Imperiums reichen bis nach Deutschland und in die Schweiz. In Deutschland gehört er zu den grössten Kabelnetzbetreibern und soll er zudem der zweitgrösste Aktionär des Medienkonzerns Discovery sein, zu dem unter anderen der Spartensender Eurosport gehört. Mit unserem Land ist Malone durch den Kabelnetzbetreiber UPC verbandelt. Die unter dem Namen Cablecom gross gewordene Firma ist ebenfalls in seinem Besitz.
(SDA)