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EURO2012: Putin gegen Boykott - USA gegen Credit Suisse
Wladimir Putin hat dazu aufgerufen, die Haft der erkrankten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko und die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine nicht miteinander zu verbinden, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti.
„Politik und Wirtschaft dürfen auf keinen Fall mit Sport vermischt werden“, sagte Putin am Donnerstag in seiner Residenz Nowo-Ogarjowo bei Moskau. „Man sollte den Sport mal in Ruhe lassen. Ich unterstütze das Prinzip des Internationalen Olympia-Komitees: Der Sport ist außerhalb der Politik.“
Timoschenko die von 2007 bis 2010 Ministerpräsidentin der Ukraine war und auch schon einmal erwischt wurde als sie versuchte illegal 100.000 USD durch den russischen Zoll zu schmuggeln, wurde im Oktober 2011 zu sieben Jahren Haft verurteilt weil sie bei der Unterzeichnung von Gasverträgen mit Russland im Jahr 2009 ihre Amtsbefugnisse übertreten und dem ukrainischen Volk einen Schaden in dreistelliger Euro-Millionenhöhe zugefügt hatte.
Deutschland, als Inititator des Boykotts, versinkt unterdessen immer weiter in einer europaweiten Isolation. Lediglich 5 von 45 europäischen Staaten wollen dem Boykottaufruf folgen.
Der angekündigte Boykott der 27 Mitglieder der EU Kommission von denen sich die meisten schon im Rentenalter befinden, wird in Europa von den Bürgern gutgeheissen. Immerhin können so ca. 15 Millionen Euro Spesen eingespart werden.
Wie jetzt bekannt wurde, liegt in den USA eine weitere Anklage gegen Julia Timoschenko vor. HIER
Ein wichtiger Aspekt der Vorwürfe gegen Julia Timoschenko ist eine eventuelle Verwickling der Credit Suisse in diesen Fall. So sollen die USA ermitteln ob die Bank Credit Suisse bei der Geldwäsche der dem ukrainischen Volk unterschlagenen Millionen geholfen hat.