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Enge Beziehungen Maskenliebhaber und Safranzunft
Die Beachtung, die dem heiligen Fridolin geschenkt wurde, erhielt im 17. Jahrhundert eine immer grössere Bedeutung, so dass der Rat von Luzern den Fridolinstag zum Feiertag erklärte und eine Waffenschau zur Verherrlichung des Sieges von Ragaz verordnete. Dies war denn auch der Beginn der so genannten Harnischschauen, auf denen unsere heutigen Fasnachtsumzüge fussen. Die Harnischschauen waren damals eine Art militärische Inspektion, bis sie später unter einem bestimmten Motto organisiert wurden, wie beispielsweise «Bero, der Stifter», «Heldenmut fürs Vaterland», «Die Handwerker nach dem Alphabet», «Hochzeit des Rochus Pumpernickel», «Die Indianer», «Die vier Jahreszeiten», «Die fünf Weltteile», «Der alte Gotthardpass», «Der Räuber Passatori und dessen Gefangennahme durch römische Gendarmen» und andere mehr.
Die Schauumzüge, die 1749 begannen und mit Unterbrüchen bis 1946 mit beträchtlichem Aufwand fortgesetzt wurden, waren nicht einfach nur Allotria und Fasnachtsklamauk, sie dienten auch dazu, der Bevölkerung geschichtliche Ereignisse, andere Erdteile oder beispielsweise die Handwerke der Luzerner Zünfte usw. auf frohe Art darzustellen. Diese teils lehrreichen Schauumzüge wurden nach dem Sturz des Patriziats fortgeführt. Und bis heute ist die MLG massgeblich an den Umzügen beteiligt.