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Nach dem Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine wurden bereits zahlreiche Massnahmen gegen russische und belarussische Sportler und Funktionäre ergriffen.
Auch wurden viele Veranstaltungen in diesem Jahr in Russland und Belarus abgesagt oder verschoben. Ein Überblick.
IOC: Das Internationale Olympische Komitee empfiehlt den Weltverbänden und Organisatoren von Veranstaltungen, keine Sportlerinnen und Sportler sowie Funktionäre aus Russland und Belarus mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen zu lassen – es sei denn, unter neutraler Flagge und ohne Hymne.
Fussball: FIFA und UEFA haben Russlands Mannschaften von allen Wettbewerben suspendiert. Damit darf Russland unter anderem nicht an der WM-Barrage im März teilnehmen. Spartak Moskau wird aus der Europa League ausgeschlossen. Die UEFA verlegt den Final der Champions League am 28. Mai von St. Petersburg nach Paris. Die Schweiz sowie Polen, Schweden, Tschechien, Dänemark, Norwegen, England, die USA, Schottland, Nordirland und Irland wollen vorerst nicht mehr gegen Russland antreten. Vereine wie Manchester United (Aeroflot) oder Schalke 04 (Gazprom) sowie die UEFA (Gazprom) beendeten Sponsorings oder Partnerschaften mit russischen Konzernen.
Eishockey: Das Council des Weltverbandes IIHF schliesst Russland und Belarus bis auf weiteres von sämtlichen Wettbewerben aus. Alle russischen und belarussischen Teams aller Altersklassen sind betroffen. Die A-WM in Finnland findet ohne Russland und Belarus statt. Die U20-WM Ende des Jahres, die in Nowosibirsk hätte stattfinden sollen, wird Russland entzogen. Der finnische Spitzenklub Jokerit Helsinki verzichtet auf die Teilnahme an den Playoffs der osteuropäischen Eliteliga KHL. Auch der lettische Verein Dinamo Riga zieht sich aus der KHL zurück. Die NHL kappt die Geschäftsverbindungen mit Russland. Der EV Zug setzt das Sponsoring-Verhältnis von Nord Stream aus.
Leichtathletik: Der Weltverband schliesst mit sofortiger Wirkung sämtliche Athleten, Betreuer und Offiziellen aus Russland und Belarus von allen Veranstaltungen der Weltserie aus. Dazu gehören die Hallen-WM im März in Belgrad, die Freiluft-WM im Juli in Eugene/USA sowie die Mannschafts-WM im Gehen in Muscat, die am Freitag in Oman beginnt. Das Exekutivkomitee von World Athletic will in einer Sitzung am 9./10. März weitere Massnahmen prüfen, darunter die Suspendierung des weissrussischen Verbandes.
Formel 1: Die Formel 1 streicht den Grand Prix von Russland am 25. September in Sotschi aus dem Programm.
Ski/Snowboard: Die FIS schliesst die Teams aus Russland und Belarus von allen Wettkämpfen der restlichen Weltcup-Saison aus. Der Ausschluss betrifft alle FIS-Sparten und -Wettkampfserien. Zuvor hat die FIS alle noch angesetzten Weltcup-Veranstaltungen in diesem Winter in Russland abgesagt. So jene im Skicross in Sunny Valley bei Tscheljabinsk, im Aerials in Jaroslawl und Moskau, im Skispringen der Frauen in Nischni Tagil und Tschaikowski und im Langlauf in Tjumen. Norwegen untersagt den Teams aus Russland und Belarus die Teilnahme an seinen bis Saisonende noch ausstehenden Weltcups. Swiss-Ski unterstützt die Sanktionen sowohl des IOC als auch der FIS.
Tennis: Die Tennisverbände von Russland und Belarus werden für Teamwettkämpfe wie Davis Cup und Fedcup suspendiert. Internationale Turniere sollen nicht mehr in Russland und Belarus abgehalten werden. Die einzelnen Spielerinnen und Spieler wie der Weltranglisten-Erste Daniil Medwedew dürfen aber weiter an den internationalen Turnieren teilnehmen.
Rad: Nationalmannschaften und Rennställe aus Russland und Belarus sind für internationale Radrennen suspendiert, wie der Weltverband UCI entschieden hat. Fahrer der beiden Länder dürfen weiterhin für internationale Teams Rennen bestreiten, allerdings nicht unter ihren Landesflaggen. Wettkämpfe in Russland und Belarus werden vorerst nicht mehr ausgetragen, auch Bewerbungen für zukünftige UCI-Events werden nicht mehr verfolgt.
Judo: Der Weltverband streicht den Ende Mai im russischen Kasan angesetzten Weltcup. Wladimir Putin wird als Ehrenpräsident des Weltverbandes suspendiert.
Taekwondo: Der Weltverband entzieht Putin den schwarzen Gürtel.
Sportklettern: Der internationale Verband entzieht Russland die Austragung des Boulder- und Speed-Weltcupauftakts Anfang April in Moskau.
Basketball: Russische Teams sind aus Euroleague und Eurocup ausgeschlossen.
Handball: Die europäische Verband verlegt alle anstehenden Heimspiele von Vereinen oder der Nationalmannschaften aus Russland und der Ukraine, die Partien müssen auf neutralem Boden ausgetragen werden. In der Qualifikation zur Frauen-EM Ende des Jahres werden die zwei Partien zwischen Griechenland und Belarus auf unbestimmte Zeit verschoben.
Eiskunstlauf/Eisschnelllauf: Der Weltverband verbannt Athleten aus Russland und Belarus. Ihnen ist damit unter anderem die Teilnahme an der Eiskunstlauf-WM, an der Mehrkampf-WM der Eisschnellläufer und an der Shorttrack-WM untersagt.
Volleyball: Der Weltverband FIVB entzieht Russland die Organisation der Männer-WM vom 26. August bis 11. September.
Schwimmen: Athleten aus Russland und Belarus dürfen laut dem Weltverband FINA an internationalen Wettbewerben höchstens noch unter neutraler Flagge und ohne Hymne antreten. Die FINA sagt die für Ende August geplanten Junioren-Weltmeisterschaften in Kasan ab.
Turnen: Der Weltverband sagt alle in Russland und Belarus geplanten Weltcups und World Challenge Cups ab und wird an die beiden Länder in naher Zukunft auch keine neuen Veranstaltungen vergeben.
Rodeln: Das Weltcupfinale der Naturbahnrodler in Moskau wird abgesagt.
Pferdesport: Der Weltreiterverband FEI setzt alle internationalen Veranstaltungen in Russland und Belarus aus.
Badminton: Der Weltverband streicht alle Events in Russland und Belarus. Athleten aus Russland und Belarus sind von Bewerben ausgeschlossen.
Gewichtheben: Der Gewichtheber-Weltverband entzieht Russland die Jugend-Europameisterschaften im August in Kasan.
Schach: Die Schach-Olympiade von 26. Juli bis 8. August wird nicht in Moskau stattfinden. Alle internationalen Wettbewerbe in Russland und Belarus werden abgesagt. Der Weltverband FIDE beendet seine Verträge mit russischen Unternehmen.
Rugby: Der Weltverband World Rugby suspendierte Russland und Weissrussland von allen internationalen Rugby- und grenzüberschreitenden Rugby-Club-Aktivitäten.
Triathlon: Nach einem Entscheid des Weltverbands sind Russen und Belarussen nicht mehr startberechtigt.