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Kirsten Dunst stolpert als junge österreichische Prinzessin, die den französischen Thronfolger heiratet, durch eine pastellfarbene Bildercollage des Exzesses: Erdbeertörtchen, Gänseblümchen und Glitzermasken sind Ausdruck einer Ablenkungsstrategie der überforderten jungen Menschen, die ihren staatlichen und ehelichen Pflichten nachzukommen versuchen. Das Paar, für das eine permanente Verhaltenskontrolle der Normalzustand ist, wird unter den Blicken der Öffentlichkeit älter und muss sich am Ende für den masslosen Lebensstil vor dem Volk verantworten.
Coppola bietet uns mit diesem Film einen Einblick in eine scheinbar rundum gepolsterte Welt, die sie nur allzu gut selbst kennt: «Das Ancien Régime liefert Coppola das Modell für eine schön anzuschauende, darum aber nicht unbedingt triviale Betrachtung über eine moderne Upper Class, die sich vom Rest der Gesellschaft verabschiedet hat. (…) Die Königin und ihre Girls-Gang machen sich hervorragend als Stellvertreterinnen jener Szene junger Erbinnen, Gattinnen, Ex-Gattinnen und It-Bag-Trägerinnen, zu der – natürlich, wie auch schon geschrieben wurde – Paris Hilton und Ivanka Trump, Nicole Richie oder Jemima Khan, am Ende aber auch Kirsten Dunst und Sofia Coppola gehören.» (Sabine Horst, epd-film, 1.11.2006).
Die Kostümdesignerin Milena Canonero gewann 2007 für «Marie Antoinette» den Oscar für das beste Kostümdesign.