Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/131

Strecke: Schützenhaus - Johanniterbrücke (1924)
Der Bau einer Transversallinie zwischen dem Schützenhaus und dem Badischen Bahnhof via Johanniterbrücke war bereits 1898 vorgesehen, verzögerte sich aber wegen befürchteter Erschütterungen im Bereich einiger Universitätsinstitute. Am 23.2.1923 schlug der Regierungsrat dem Grossen Rat Neubauten von Universitätsinstituten, den Bau der Schönaustrasse und die Erstellung der Tramlinie zwischen Schützenhaus und Badischem Bahnhof vor. Die Inbetriebnahme dieser neuen Strecke erfolgte in zwei Etappen: Zuerst erfolgte der Bau des Abschnitts im Kleinbasel, der am 1.6.1923 zwischen Feldbergstrasse und Badischem Bahnhof in Betrieb genommen werden konnte. Ein Jahr später, am 15.7.1924, konnte die übrige Strecke zwischen Johanniterbrücke und dem Schützenhaus den Betrieb aufnehmen. Bereits 42 Jahre später, am 3. Juli 1966, wurde diese Strecke dem Autoverkehr geopfert und auf Busbetrieb umgestellt.
Als besonderes Merkmal wies die doppelspurige Strecke zwischen dem Schützenhaus und der Johanniterbrücke keinerlei Verzweigungen oder Gleiswechsel auf. Die Geleisekreuzungen an der Schützenmattstrasse und beim Spalentor waren nahezu rechtwinklig und besassen nie Gleisverbindungen. Die Haltestelle beim Spalentor lag ursprünglich mitten im Kreuzungsbereich, der Privatverkehr wurde ähnlich wie bei einem Kreisel herumgeleitet. Anfangs der Sechzigerjahre wurden die Haltestellen vor den Kreuzungsbereich verlegt.
Haltestellen-Abstände
|1931||1934|
|Erasmusplatz|
|430m||430m|
|Johanniterbrücke|
|290m||290m|
|Frauenspital|
|253m||253m|
|Bernoullianum|
|246m||246m|
|Spalentor|
|439m||439m|
|Schützenmattstrasse|
|234m||234m|
|Bundesstrasse||(= "Schützenhaus")|
Die Tabelle zeigt die Abstände zwischen den Haltestellen in den Jahren 1931 und 1934.

||Diese herrliche Aufnahme von Werner Liechti zeigt den Be 2/4 252 im Sommer 1962 beim Verlassen der Haltestelle "Frauenspital". Von diesen sogenannt "ultraleichten" Vierachsmotorwagen besassen die BVB drei Stück. Sie konnten keine Anhänger mitführen und waren ursprünglich allein für die Ringlinie 2 konzipiert. Eine vorgesehene Nachbestellung von neun weiteren Wagen dieses Typs für die Ringlinie wurde vom Volk im März 1955 abgelehnt.

||Das Bild von C. Jeanmaire zeigt den Be 2/2 149 im Jahr 1965 in der Schönbeinstrasse unterhalb des Spalentors auf der Fahrt Richtung Bernoullianum. Am linken Bildrand ist die Baustelle der Universitätsbibliothek erkennbar. Ausser den drei oben erwähnten Be 2/4 verkehrten auf der Ringlinie vorwiegend älteste Zweiachsmotorwagen.

||Das Bild von A. Amstein zeigt den Be 2/2 68 im April 1965 in der Haltestelle "Schützenhaus", kurz vor der Abzweigung Richtung Steinenring.