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Square Dance – jetzt geht’s rund!
Der aus den USA stammende Volkstanz ist auch in unseren Breiten beliebt. Jeweils vier Paare tanzen in einem Quadrat, normierte Tanzschritte sorgen dafür, dass Menschen in aller Welt die gleichen Figuren tanzen.
Es gibt vielfältige Schrittfiguren; welche Figur als nächste getanzt wird, bestimmt der Caller, der den Tänzern nicht nur die Figur, den sogenannten Call, sondern auch die Tanzrichtung vorgibt. In der Schweiz gibt es einige Dance Clubs, die regelmässige Square-Dance-Veranstaltungen im Angebot haben.
Europäische Siedler tanzten nach ihrer Einwanderung in Nordamerika ihre traditionellen Volkstänze, die sich im Laufe der Zeit veränderten. Im Square Dance finden sich Elemente einiger dieser europäischen Volkstänze. Die quadratische Form, in der sich die vier Paare gegenüberstehen, geht auf die französische Quadrille zurück. Zudem beeinflusste der in Europa im 14. Jahrhundert beliebte Morris Dance, den angeblich Kreuzritter in den europäischen Raum gebracht haben, den Tanz. Beim Morris Dance oder Moriskentanz erhielten die Tänzer Anweisungen von einem in der Mitte stehenden Vortänzer.
Ganz ähnlich ist das Verfahren beim Square Dance: Der Caller sagt die nächsten Tanzfiguren laut an. Traditionell werden diese Ansagen in englischer Sprache gemacht, die standardisierten Figuren sind somit weltweit verständlich. Bei den Vorgaben kommt es vor allem darauf an, ob dem Tanzpartner die rechte oder die linke Hand gereicht wird. Seit 1974 sind alle Caller in einer weltweiten Organisation verbunden, hier werden die einzelnen Programme festgelegt, die vom Basis- bis hin zum Weit-Fortgeschrittenen-Programm reichen. Allein der Mainstream-Level, also der Basislevel, umfasst 69 verschiedene Figuren. Da für den Tanz nicht unbedingt ein Tanzpartner erforderlich ist, ist er ideal für Singles geeignet. Ruft der Caller zu einem neuen Square auf, formieren sich die Teilnehmer einfach auf der Tanzfläche.
In Verbindung mit dem klassischen amerikanischen Volkstanz fällt den meisten zunächst Country-Musik ein. Doch auch zu Schlager, Rock oder Pop können Tanzwütige das Tanzbein schwingen, Square Dance ist allein vom Takt abhängig – je schneller der Rhythmus, desto fixer wirbeln die Teilnehmer im Quadrat herum.
Traditionell gelten bei einem Square-Dance-Abend einige feste Regeln: So wird während des Tanzes kein Alkohol getrunken. Fordert die Dame einen Herrn zum Tanz auf, ist es selbstverständlich, die Aufforderung anzunehmen. Sehr amüsant sind einige Regeln, die noch vor etwa 100 Jahren galten: So mussten Damen ein Taschentuch mit eingesticktem Namen bei sich tragen. Zudem war ihnen das Tanzen in schwarzen Strümpfen oder mit nackten Armen untersagt. Lediglich in weissen Strümpfen und mit schwarzen Schuhen durften sie zum Tanzabend erscheinen.
Oberstes Bild: © BluIz60 – Shutterstock.com