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Am Donnerstagabend wurde bekannt, dass Vincent Kriechmayr die beiden Abfahrten von Wengen bestreiten darf. Dies, obwohl er die beiden offiziellen Trainingseinheiten am Dienstag und Mittwoch nach einem positiven Corona-Test verpasst hatte.
Einzige Bedingung für einen Start war, dass der Österreicher am Tag des Rennens noch quasi ein Mini-Training absolvieren musste. Es reiche, wenn er einfach starte und dann wieder abschwinge, erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner.
Und dies tat Kriechmayr dann auch. Nur wenige Meter nach dem Start brach er seine Trainingsfahrt ab, öffnete seine Ski, montierte seine Maske und begann kurz darauf mit der Vorbereitung für das Rennen.
So durfte der Weltmeister trotz langem Hin und Her die erste Lauberhornabfahrt noch in Angriff nehmen. Dies allerdings nur mit mässigem Erfolg – Kriechmayr verpasste als Zwölfter zum ersten Mal in dieser Saison in einer Abfahrt die Top Ten. (dab)
Ralph Stöckli, Sie steigen am Freitag zum wiederholten Mal als Chef de Mission von Swiss Olympic ins Flugzeug. So viele Ungewissheiten wie für die Reise nach Peking hatten Sie wohl noch nie im Gepäck?
Ralph Stöckli: «Ja, absolut. So wenig Antworten auf Fragen kurz vor den Olympischen Spielen, das habe ich noch nie erlebt. Aber ich bringe Verständnis auf. Das IOC und der Veranstalter standen und stehen vor riesigen Herausforderungen.»