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Die EZB kauft derzeit im Rahmen ihres Anleihekaufprogramms monatlich Papiere im Wert von rund 80 Milliarden Euro. Sie will damit die Konjunktur stützen und die Inflation nach oben treiben.
Nach der Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, sind die Renditen vieler Papiere an den Anleihemärkten noch weiter in den negativen Bereich gedreht. Die Notenbank darf jedoch keine Papiere erwerben, deren Rendite unter dem aktuellen Einlagensatz von minus 0,4 Prozent liegt.
Laut dem Bericht wollen einige EZB-Ratsmitglieder den Umfang der Anleihekäufe nicht mehr an der Wirtschaftskraft des jeweiligen Landes ausrichten, sondern am Volumen der ausstehenden Anleihen. Dies würde es beispielsweise erlauben, mehr italienische Papiere zu erwerben. Italien hat nach den USA und Japan den grössten Anleihemarkt der Welt. Die Vorschläge sind aber laut den EZB-Offiziellen im Rat sehr umstritten. Die Notenbank könnte in den Verdacht der Staatsfinanzierung geraten./jsl/tos/das
(AWP)