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Libby Raynham
Libby Raynham ist in Kent in Südengland aufgewachsen. Sie besuchte die «Slade School of Fine Art» in London. Während dieser Ausbildung erhielt sie den «David Murray Award», einen Preis für Landschafts-Malen. Die Künstlerin arbeitete dann in Frankreich und etwas später auf der Insel Samothraki in Griechenland. Seit 1977 lebt und arbeitet sie in Zürich.
Aufenthalt
01.10. - 31.12.2009
Libby Raynham, aus dem Zyklus «alpensüdseits», Bedigliora, 2009
Einführung zur Ausstellung
Libby Raynham ist in Kent in Südengland aufgewachsen. Als Kind hat sie gerne gezeichnet und gemalt. Es war klar, dass sie eine Kunstschule besuchen wollte. Sie besuchte die «Slade School of Fine Art» in London. Während dieser Ausbildung erhielt sie den «David Murray Award», einen Preis für Landschafts-Malen. L.R. arbeitete dann in Frankreich und etwas später auf der Insel Samothraki in Griechenland.
Seit 1977 lebt und arbeitet sie in Zürich. Ihr Mann, René Haubensak und ihr Sohn Jasper mit seiner Freundin Patricia sind heute auch hier.
Für Libby Raynham begann der Aufenthalt in Bedigliora schon bevor sie in der CAB angekommen war. Die Fragen: Was möchte ich dort tun, Was nehme ich mit, beschäftigten sie. Sie wollte nach der Landschaft malen und zeichnen. Sie hatte auch die Idee mit den Gedichten: Sie fragte Frauen aus ihrem Bekanntenkreis nach einem ihnen lieben Gedicht von einer Dichterin. Zu jedem Gedicht will L.R. eine Illustration machen und mit den Gedichten und den Illustrationen dann ein Buch machen.
Libby Raynham hat sich schon früh mit der Landschaft befasst. In ihrer Bewerbung für einen Atelieraufenthalt in der FCAB schreibt sie: «Ich mache laufend Studien an Ort und Stelle. Ich versuche die Essenz des Erlebnisses von der Natur zu vermitteln.» Von der Natur, von der sie, wie sie sagt, auch ein Teil ist.
Libby Raynham hat in der Zeit im Atelier mit dem gearbeitet, was sie hier gesehen hat, gefunden hat. Ihre Arbeit ist fest auf den Ort hier bezogen. Als wir sie hier im Atelier besucht haben, hat sie uns ihr Skizzenbuch gezeigt mit Zeichnungen aus der Umgebung, Früchte, Zweige, Details an Häusern, Fensterformen, Ornamente, die Pestsäule.
Ich staune immer wieder, wie jede Frau, die hier im Atelier arbeitet, ihre eigenen, für mich oft neuen Dinge entdeckt, in und um Bedigliora.
Libby Raynham zeichnet mit Bleistift oder mit Pastell-Kreide, so hat sie wunderbar die Formen der Hügel und die Stimmungen am Himmel eingefangen und wiedergegeben – oft von einem Fenster der Casa Atelier Bedigliora aus.
Mit den dicken Pastell-Kreiden hat sie auch die feinen, zarten Zeichnungen gemacht, wie Feigen, eine Baumnuss, Trauben.
Oft arbeitet Libby Raynham mit Aquarell-Farben. Hier im Atelier hat sie mit Aquarellfarbe und mit Gouache-Farbe experimentiert. Die selbe einfache Form hat sie mit Aquarellfarben gemalt, die durchscheinend sind, bei denen das Weiss des Papiers durchschimmert. Sie hat die selben Formen auch mit Gouachefarbe gemalt, die eher zudeckt, aber auch durchlässig sein kann.
Libby Raynham hat es genossen hier den Raum und die Zeit zu haben zum experimentieren, um ein bisschen zu spielen – wie sie sagt. Sie schätzt auch die Stille in der Casa Atelier. Sie arbeitet gerne in der Stille. Dabei spürt und weiss sie, dass wenn sie jemanden braucht, jemanden sprechen, sehen will, dass Menschen da sind.
Anna Barbara Züst, 2. Dezember 2009