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Judith Le Soldat-Stiftung
Stiftungszweck
Die Judith Le Soldat-Stiftung setzt sich zum Ziel, das wissenschaftliche Werk der Zürcher Psychoanalytikerin, Dr. phil. Judith Le Soldat, zu vermitteln und weiterzuentwickeln, sowie den wissenschaftlichen und literarischen Nachlass zu sichten und herauszugeben.
Geplant ist eine Werkausgabe deren erster Band im März 2015 erschienen ist:
JLS-Werkausgabe Bd. 1:
Judith Le Soldat: Grund zur Homosexualität.
Vorlesungen zu einer neuen psychoanalytischen Theorie der Homosexualität.
Aus dem Nachlass herausgegeben von der
Judith Le Soldat-Stiftung.
Kritisch ediert, kommentiert und eingeleitet von
Monika Gsell, Stuttgart-Bad Cannstatt 2015
(= fromann-holzboog)
Rezensionen:
Auszug aus der Rezension:
"Le Soldats Revision des Ödipuskomplexes ist atemberaubend, verwirrend, löst starke Affekte aus. Le Soldat greift die Mängel, Widersprüche und Ungereimtheiten von Freuds Triebtheorie auf und vermag manches mit brillantem Verstand und grossem Wissen aufzulösen. Damit beschert sie uns erneut jene Zumutung, die wir Freud ursprünglich verdanken: die von heftigsten Widerständen begleitete Auseinandersetzung mit den Ungeheuerlichkeiten unserer Triebwelt."
Auszug aus der Rezension:
"Le Soldat will ein klinisches Phänomen, das Schwulsein, verstehen. Sie ist unzufrieden mit den bisherigen von ihr klar und sorgfältig dargestellten psychoanalytischen Theorien zur Homosexualität. Sie erkennt, dass die derzeit gültige Theorie der Psychosexualität, die klassische Theorie des Ödipuskomplexes, unvollständig und in einigen Punkten irrig ist. Sie entwickelt diese Theorie weiter und gelangt mit ihrer Erweiterung und Veränderung der klassischen Theorie zu einem neuen Verständnis der Homosexualität und zu einem neuen Verständnis der menschlichen Entwicklung überhaupt."