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Wo bekommen die Angestellten am meisten Geld für Ihre harte Arbeit? Das hängt natürlich stark von Ausbildung, Funktion und Branche ab. Dennoch zeichnen sich gesamtschweizerisch gewisse Kantone als lukrativer ab als andere. Dabei nehmen wir das Finanzzentrum Zürich etwas genauer unter die Lupe. Auch innerhalb einer Region gibt es grosse Lohnunterschiede, abhängig von der Branche.
Wie sieht es mit der Lohngleichheit aus? Der Grundsatz dazu ist seit 1981 in der Bundesverfassung verankert und 1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft. Dieses verbietet jegliche Diskriminierung bei Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Einstellung, Entlassung und Entlöhnung aufgrund des Geschlechts, dem Zivilstand oder der familiären Situation.
2. Fokus Zürich
1. Kantone mit den höchsten Löhnen
Beim Lohnvergleich zwischen den Grossregionen zeichnet sich ein klares Bild ab: Die Kantone mit grossen Städten weisen deutlich höhere Löhne aus als die anderen Kantone. Der Schweizer Durchschnitt beträgt dabei 6502 Franken (Stand 2016). Das heisst die Hälfte der Angestellten hierzulande verdienen mehr als 6502 CHF, die andere Hälfte verdient weniger. Die höchsten Monatslöhne bekommen die Zürcher, Genfer und Basler. Die Kantone im Mittelland wie Bern und die Zentralschweizer Kantone wie Luzern befinden sich im Mittelfeld. Das Schlusslicht machen die Ostschweizer Kantone und das Tessin. In der italienischsprachigen Schweiz fallen die Gehälter besonders tief aus. Im Schnitt liegt der Lohn dort rund 20% unter dem in der Finanzmetropole Zürich.
Diese Unterschiede kann man einerseits auf die Wirtschaftstätigkeiten der Unternehmen, andererseits auf die unterschiedlichen Merkmale der Arbeitnehmenden zurückführen. Beispielsweise finden sich in der Region Zürichsee mehr grosse, internationale Firmen als in der Ostschweiz. Ausserdem sind die Universitäten in der Regel auch in den Grossstädten angesiedelt, was zu einer höheren Dichte an Fachkräften führt. Auch ist der Anteil von ausländischen Fachkräften in den Städten in der Regel höher als in den ländlichen Regionen.
2. Fokus Zürich
Die Finanzstadt hat den höchsten Medianlohn von 7820 Franken brutto pro Monat. Damit verdient ein Angestellter in der Stadt Zürich rund 1400 Franken mehr als die die Berufstätigen in Innerschweizer Kantonen wie Luzern. Vielleicht pendeln deshalb rund 272'000 Angestellte jeden Tag in die Stadt um zu arbeiten. Insgesamt arbeiten rund 478'000 Leute in der Stadt Zürich. Der Kanton an sich trägt mit 22% einen grossen Teil zur Bruttowertschöpfung der Schweiz bei und ist mit dem starken Finanzsektor für rund 45% der schweizweiten Wertschöpfung in diesem Bereich zuständig. Doch nicht nur mit dem Finanzsektor punktet der Kanton. Die im Kantonsgebiet ansässigen rund 70'000 Unternehmen sind in unterschiedlichen Branchen erfolgreich. Besonders der Technologiesektor zeigt sich stark. In der Stadt gibt es viele Startups und auch einige grosse Tech-Firmen wie Google haben Sitze in Zürich.
Dementsprechend kompetitiv ist der Arbeitsmarkt in Zürich. Gerade in der Tech Branche ist in der Schweiz eine gute Ausbildung von Vorteil um einen Job in Zürich zu bekommen. Auch entsprechende Erfahrung im Startup Umfeld ist bei potentiellen Mitarbeitern gerne gesehen. Auch von Vorteil ist, wenn man neben einer Landssprache auch Englisch spricht.
3. Bestbezahlte Branchen
Wie bei den Kantonen gibt es auch in den verschiedenen Branchen grosse Lohnunterschiede. Die höchsten Löhne kann man bei den Banken, in der Unternehmensberatung und in der Pharma erwarten. Der mittlere Monatslohn in der Pharmabranche beträgt zum Beispiel 9835 CHF während Personen in der Gastronomie gerade einmal 4332 CHF verdienen. Auch die Lohnentwicklung in diesen Bereichen der Wirtschaft ist auffällig. Die Versicherungs- und Finanzberufe machten seit 2010 den grössten Sprung mit einer Veränderung von bis zu 13%.
4. Lohnungleichheit
Die Lohnungleichheit ist in der Schweiz immer noch ein grosses Thema. Männer verdienen in fast allen Branchen zum Teil bedeutend mehr als ihre weiblichen Mitarbeiter. Besonders auffällig sind dabei die Versicherungen und Banken. Dort verdienen Frauen, auch wenn sie die gleiche Ausbildung haben und den gleichen Beruf ausüben, bis zu 30% weniger. In anderen Wirtschaftszweigen wie zum Beispiel auf dem Bau sieht das ganze anders aus: Im Hochbau haben Frauen leicht höhere Monatslöhne und auch in anderen Bereichen der Baubranche sind die Gehälter fast ausgeglichen. Das hängt allerdings auch damit zusammen, dass der Frauenanteil in den besser bezahlten Berufen dieser Branchen höher ist und somit den Schnitt der Branche nach oben drückt.
5. Hohe Löhne = viel Geld?
Die Schweiz hat, mit einem deutlichen Abstand, das weltweit höchste durchschnittliche Nettoeinkommen. Dem Schweizer steht also nach Abzug aller Abgaben, Steuern, Pflichtbeiträgen zur Sozial- und Krankenversicherung noch am meisten Geld zur Verfügung. Doch der Schein trügt: Hierzulande ist auch das Preisniveau sehr hoch. 3 Schweizer Städte sind in den 15 teuersten Städten der Welt und Zürich ist die einzige Stadt in den Top 5, die ausserhalb von Asien liegt und auch der Abstand zum Nachbarland Deutschland ist gross.
Die höchsten Löhne gibt es also in den Wirtschaftszentren und in der Pharma- und Finanzbrache. Dennoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass in diesen Regionen auch die Lebenskosten höher sind. Ganz grundsätzlich sollte das Gehalt nicht der primäre Grund sein, um seinen Wohnort oder Job auszuwählen, aber es ist natürlich ein wichtiger Faktor. Falls Sie weitergehende Informationen bezüglich des Arbeitens in der Schweiz benötigen, kontaktieren Sie Experis CH über das Kontaktformular.