Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03188.jsonl.gz/1421

Nach dem Brustspezialisten Remo Lütolf hat Flavia Rigamonti der Schweizer Schwimm-Delegation ein zweites olympisches Diplom gesichert. Die 19-jährige Crawlerin qualifizierte sich als Gesamtvierte der Vorläufe souverän für den 800-m-Final.Dieser Inhalt wurde am 21. September 2000 - 10:49 publiziert
Um den Einzug ins Feld der besten Acht musste die Tessinerin Rigamonti zu keinem Zeitpunkt bangen. Ihre vorzügliche Zeit von 8:30,44 wurde nur von der amerikanischen Topfavoritin Brooke Bennett und der ukrainischen Lagen-Doppel-Olympiasiegerin Jana Klotschkowa deutlich unterboten.
Auf die drittklassierte Kaitlin Sandeno (USA) verlor die Südschweizerin lediglich 32 Hundertstel. In der aktuellen Weltjahres-Bestenliste sind nur sechs Athletinnen mit schnelleren Zeiten registriert.
Nach Rennschluss durfte Rigamonti zufrieden konstatieren, ein hervorragendes Rennen geboten zu haben. Obschon sie dabei deutlich über ihrer eigenen Rekordmarke von Helsinki (8:29,16) geblieben war, sprach Rigamonti zu Recht von einer "sehr, sehr guten" Zeit. Die Platzierung entspreche ihrer eigenen Erwartungshaltung ziemlich genau. "Ich habe mein Minimalziel jetzt erreicht", befand sie.
Mit dem Druck, den Final erreichen zu müssen, kam Rigamonti bestens zurecht. Sie zeigte keinerlei Anzeichen von Nervosität oder leistungshemmender Anspannung. Schon bei Rennhälfte hatte sie die Verfolgerinnen, unter ihnen Strasser, um Längen distanziert und crawlte einsam (und ohne den Support Strassers) der ersten Finalqualifikation einer Schweizerin an Olympischen Spielen entgegen.
Strassers Enttäuschung
Mit Tränen in den Augen stand die EM-Zweite Chantal Strasser in der Mixed-Zone und musste analysieren, weshalb sie ihre starke Leistung von Helsinki in der australischen Metropole nicht annähernd wiederholen konnte. Die Thurgauerin hatte im Vorfeld stets davon gesprochen, den Final unbedingt erreichen zu wollen (und auch zu können).
Die Korrektur ihres mässigen Auftritts beim 400er gelang der 22-Jährigen nicht. In 8:35,84 schlug sie an und verpasste ihre persönliche Bestzeit um fast viereinhalb Sekunden. "Meine Chancen auf eine Finalteilnahme waren schon nach 400 m dahin", bilanzierte sie nach dem Rennen enttäuscht.
Bühler und Meyer out
Die Schweizer Männer lieferten nur Randnotizen. Der Langenthaler Crawler Christophe Bühler überstand die 50-m-Vorlaufserien nicht. Mit seiner Zeit von 23,15 belegte er nur Rang 31 und blieb dabei 63 Hundertstel über dem fünfzehnjährigen Schweizer Rekord von Dano Halsall. Vorlaufsieger wurde mit international mässigen 22,05 überraschend der Pole Bartosz Kizierowski vor dem Amerikaner Gary Hall jr, Alexander Popow wurde Dritter. Im 100er der Delfinschwimmer verabschiedete sich Philippe Meyer als 31.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards