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Geboren in: Jnowrazlaw (Hohensalza)/Polen
Gestorben in:
bei Bad Harzburg auf einer Exkursion
Herbar:
B
Kurzbiographie:
Uhrmacher. Kaufmännischer Angestellter in Uhrmacher- und Goldwarenhandlung. Angeregt durch Carl Warnstorf wurde er einer der besten Fachleute der europäischen Laubmoose. 1916 Gründer und Schriftleiter der „Bryologische Zeitschrift“, die aber nach sechs Nummern wieder eingestellt wurde. Er veröffentlichte 71 botanische Arbeiten. 1931 Exkursion in Bellinzona und Besuch seines Freundes Mario Jäggli. 1929 Exkursionen in den Kantonen Uri und Bern.
Beitrag zur Bryologie:
Loeske bearbeitete kritisch die Gattungen Philonotis, Drepanocladus, Anomobryum und veröffentlichte Monographien zu den Grimmiaceen und den Funariaceen. Seiner Zeit weit voraus wies er schon im Jahre 1900 auf die Rolle der Moose in Pflanzengesellschaften hin und studierte den Einfluss von Aussenbedingungen auf die Zellgrösse, die Papillen, die Mamillen und andere Merkmale. Er bemühte sich sehr um natürliche Unterschiede zur Artabgrenzung, fasste Arten eher zusammen als dass er sie aufspaltete und hielt sich dabei, wie es Jäggli ausdrückte, an ein möglichst harmonisches Gleichgewicht von Analyse und Synthese. Zwei Laubmoosgattungen wurden ihm zu Ehren benannt, Loeskeobryum (Rhytidiaceae) und Loeskypnum (Amblystegiaceae).
Biographische Quellen: Harvard Index of Botanists, Butterfass 1987 S. 32, Frahm & Eggers 2001 S. 290-293. Publikationen (Bryologie / CH):