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Drama um französisches Brüderpaar findet Fortsetzung im Final
Das französische Brüderpaar Mawem wird mit schlechten Gefühlen an die Olympia-Premiere seiner Sportart zurückdenken. Sowohl Bassa wie auch Mickäel Mawem wird die letzte Teildisziplin zum Verhängnis.
Der 36-Jährig Bassa, dreifacher Weltcup-Sieger im Speed-Klettern, erlebte seinen Albtraum schon in der Qualifikation vom Dienstag. Beim traditionellen Klettern am Seil (Lead), mit dem Ziel einen vordefinierten Parcours so weit als möglich zu bewältigen, hing der Franzose bereits beim siebten Griff in den Seilen. Er hielt sich den linken Oberarm und wenig später bestätigte sich die Diagnose, die der Kletterer bereits beim Abseilen getätigt hatte: «Ich denke, ich habe mir den Bizeps gerissen», verkündete Bassa Mawem.
Im Final war dann Bassas sechs Jahre jüngerer Bruder Mickaël Mawem auf Medaillenkurs, ehe auch den Boulder-Spezialisten das Lead-Klettern stoppte. Mickäel Mawem blieb vom siebenköpfigen Finalfeld - anstelle von Bassa Mawem rückte kein Ersatzmann nach - an der Kletterwand als erster hängen und fiel in den 5. Rang zurück. Gold sicherte sich derweil überraschend der Spanier Alberto Gines Lopez mit 28 Strafpunkten vor Nathaniel Coleman (30) aus den USA und dem Österreicher Jabob Schubert (35).
Durch die spezielle Berechnungsmethode - die Platzierungen in den Einzeldisziplinen werden multipliziert - wurde der Medailenkampf in der letzten Disziplin auch über Mawems Schicksal hinaus dramatisch. Als letzter Starter im Lead konnte nur Schubert vor den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach die gesamte Route bis zum sogenannten Top durchklettern und noch auf den Bronze-Rang vordringen.
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