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Die Gitarre ist wahrscheinlich nicht nur das volks- musikalisch verbreiteste Instrument, sondern auch einer der vielen Faktoren, die den Charakter und den Sound des Blues bestimmt und entwickelt haben.
Ihre Geschichte läßt sich heute bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen, als die Mauren sie in Spanien einführten. Von dort aus verbreitete sich die Guitarra schnell nach Europa. Im Jahre 1833 reiste der deutsche Gitarrenbauer C.F. Martin in die USA, doch sein Konkurrent Orville Gibson überflügelte ihn bald in der Produktion. Gibson wurde 1902 gegründet. Fender begann erst 1946 mit der Entwicklung einer Legende, der wohl berühmtesten Gitarre die im Blues verwendung findet, der Fender Esquire, später Telecaster.
Durch die Serienproduktionen der Gitarren aber auch durch Eigenbau und Postversand erlangte das Intrument sehr rasch eine riesengrosse Popularität und löste bald die gängigen Instrumente von damals, das Banjo und die Fiedel in der Beliebtheit ab.
Der Blues
In den südlichen Teilen der Vereinigten Staaten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstand der Blues. Eine Form schwarzer US-amerikanischer Folklore-Musik, die nicht auf Musikformen wie Gospel, Negro Spiritual und Worksongs zurückführen sind, obwohl dies oft so argumentiert wird. Afrikanische, europäische und karibische Elemente sind im Blues zu finden.
In der Frühphase war der Blues nur ein Teil des Repertoires afroamerikanischer Musiker. Ergänzt wurde der Blues durch Tagesschlager, Ragtime und Country und Popmusik. Blues war die Musik der Farbigen und dieser wurde auf House- und Rent-Partys oder öffentlichen Anlässen gespielt oder besser ausgedrückt, improvisiert. Erst durch die Kommerzialisierung von Plattenfirmen in den 1920er Jahren erfolgten die ersten Bluessongs.
Um 1910 hatte sich das Wort Blues zum allgemeinen Sprachgebrauch entwickelt und durchgesetzt. Sängerinnen wie Bessie Smith, Ma Rainey oder Alberta Hunter trugen dazu bei, dass der Blues bei den Afroamerikanern sehr beliebt wurde.
Der schwarze Musiker und Komponist W.C. Handy war es, der den Blues populär machte durch die Veröffentlichung vom Memphis Blues und besonders natürlich seines Saint Louis Blues. Das Interesse vieler Menschen am Blues wurde in dieser Zeit ca. 1912 geweckt. Der Memphis Blues von Morton Harvey nahm man bei Victor auf, veröffentlicht diesen im Januar 1915. Als erste Bluesaufnahme eines schwarzen Interpreten gilt That Thing Called Love von Mamie Smith, das vom Okeh Plattenlabel im Februar 1920 auf den Markt kam.
Als einer der wichtigsten Musiker des Delta-Blues gilt Robert Johnson, er war der Verantwortungsträger, dass der Blues der weissen Bevölkerung in den 1950er bis ca. 1960er Jahren näher kam. Der Vater des Delta Blues und die zentrale Figur im Blues ist wahrscheinlich Charley Patton, er war es, der viele spätere Interpreten entscheidend im Style des Blues beeinflusste und prägte.
Die Gitarristen der 60er und 70er Jahre waren alle geprägt vom Blues, da wären Eric Clapton, Jimmy Page, David Gilmour, natürlich Jimmy Hendrix und viele mehr.