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Der Mann, der im Jahr 1968 der beste Hochspringer der Welt wurde, begann als der schlechteste.
Für Dick Fosbury war die Hochsprungtechnik der frühen 1960er Jahre schlicht zu schwierig. Er schaffte es nicht, seine Bewegungen so zu koordinieren, dass er die Stange mit einer Schrägrolle vorwärts überspringen konnte.
Aber der Mann aus Portland liess sich nicht entmutigen. Da es keine Regeln gab, wie ein Athlet springen musste, begann Fosbury, mit einer eigenen Technik zu experimentieren: Er lief beim Anlauf eine Kurve, drehte nach dem Absprung den Rumpf und überquerte die Latte rücklings.
Alle lachten, als Fosbury seine neue Sprungtechnik präsentierte. «Der faulste Hochspringer der Welt», spottete ein Journalist. «Er sieht aus wie ein Fisch, der in einem Boot zappelt», amüsierte sich ein anderer. Bis 1968 in Mexiko-City die Olympischen Sommerspiele stattfanden.
Im Final des Hochsprungwettbewerbs konnten nur zwei Athleten die Marke von 2,22 m überspringen: Dick Fosbury und sein Teamkollege Ed Caruthers, der die traditionelle Straddle-Technik verwendete.
Dann wurde die Stange auf 2,24 m angehoben. Caruthers scheiterte in drei Versuchen. Fosbury aber nahm die Latte. Und stellte einen neuen Olympiarekord auf.
Die Konsequenz? Innerhalb weniger Jahre wurde der «Fosbury Flop» der populärste Sprungstil im Hochsprung – und blieb dies bis heute.