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Zwingli.Wars nimmt die historischen Tatsachen der Zürcher Reformation ernst. Gleichzeitig verdichtet es sie so, dass die Gegenwärtigkeit und Explosivität der Ereignisse sichtbar wird. In der Konfrontation des Täufers Felix Mantz mit Ulrich Zwingli blitzt der utopische Glutkern der Zürcher Reformation jäh auf.
Am 5. Januar 1527 wird Felix Mantz mit gebundenen Händen und Beinen in die Limmat geworfen. Huldrych Zwingli steht in der Menge und sieht zu, wie der einstige Freund und Weggefährte ertrinkt. Felix Mantz ist der erste Märtyrer der Täuferbewegung.
Wenige Tage zuvor haben Anna und Huldrych Zwingli und Felix Mantz sich in ein Haus am Zürichsee zurückgezogen. Anna verlangt von ihrem Mann, dass er sich mit Mantz versöhnt. Zwingli ist bereit, den Kompromiss zu suchen. Bald stehen sich der sozialrevolutionäre Impetus des Täufers und die staatstragende Funktion des Zürcher Reformators unversöhnlich gegenüber. Aber Anna Zwingli lässt sich nicht mehr stoppen: Sie besteht darauf, die Differenzen auszuagieren, sodass sich am Ende alle bis auf die Knochen entblösst gegenüberstehen.
Das Theaterstück Zwingli.Wars ist eine für das Reformationsjubiläum geschriebene Uraufführung des Autors Joël László, die er in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Silvio Wey erarbeitet. Joël László, in der Spielzeit 2017/18 Hausautor am Theater Basel, hat Geschichte und Nahoststudien studiert und setzt sich immer wieder mit historischen Stoffen auseinander.
Der Text ist angelegt als modernes Kammerspiel. Und öffnet sich gleichzeitig, augenzwinkernd und frei nach dem Kalauer Zwingli=Swingli, für die Mittel von Musiktheater und Musical.