Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/782

Adrian Michael
In malerischer Lage erhebt sich hart unterhalb des Dorfes Zizers ein vergrauter Zeuge aus alter Zeit. Es ist die Burg Friedau, die von den Churer Bischöfen Volkart von Neuenburg und Heinrich von Montfort erbaut wurde. Letzterer vollendete den Bau im Jaher 1272. Auf der Burg sass ein bischöflicher landvogt, der die niedere Gerichstbarkeit in Zizers ausübte. In den immer wiederkehrenden Finanznöten mussten die Bischöfe von Chur auch die Burg Friedau verpfänden.
Im Jaher 1358 ging sie in den Pfandbesitz Beringers von Landenberg über. Wenige Jahre später (1362) überliess Bischof Peter, genannt von Böhmen, die Feste der Gräfin Kunigunde von Toggenburg.
Im Besitz dieses Grafenhauses verblieb Friedau dann bis zum Aussterben der Grafen von Toggenburg mit Friedrich VII (1436). Schon im Jahre 1428 hatte die Burg dem Bischof von Chur für den Fall seines Ablebens zugesprochen.
Die Burg Friedau lag 1387 schon in Trümmern. Damals erteilte der Bischof von Chur Güter, die zur Burg gehörten, als Lehen. Er bemerkte abev ausdrücklich, dass die Güter zurückerstattet werden müssten, wenn die Burg neu aufgebaut werde, und ein Vogt darin seines Amtes walte.
Die Burg scheint wieder aufgebaut worden zu sein, denn ein Vogt zu Friedau erscheint noch 1503.
Im Jahre 1649 trat der Bischof seine Rechte an das Hochgericht der Dörfer ab.
Um 1550 sah der Chronist Ulrich Campell den Turm noch von einer Mauer und einem Graben umgeben. Bis um 1880 trug der Turm noch ein hölzernes Dach, jedoch nicht mehr das ursprüngliche. Beim Dorfbrand von 1897 brannte der Turm völlig aus, wodurch auch die Risse in den Mauern entstanden. Seither ist er eine Ruine.
Bibliographie