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In den letzten vier Saisons gab der SCB seinen Fans nur wenig Grund zur Freude. Für die zuvor erfolgsverwöhnten Mutzen gab es nach der Regular Season die Ränge 9, 9, 11 und 8. Ein massgebender Faktor für die enttäuschenden Platzierungen waren die – im Vergleich zur Konkurrenz – schwach besetzten Ausländer-Positionen. Während den Corona-Saisons 20/21 und 21/22 setzten die Berner auf Billiglösungen und opferten damit den sportlichen Erfolg zu Gunsten der Kosteneffizienz. Diese Strategie führte dazu, dass sich die Mutzen auf Augenhöhe mit Mannschaften wiederfanden, die weit davon entfernt waren, um den Titel mitzuspielen, doch sie war für das wirtschaftliche Überleben des Clubs notwendig.
In der letzten Saison wollte der SCB dann wieder vorne mitspielen, die direkte Qualifikation für die Playoffs (mindestens Rang 6 nach der Regular Season) war das Ziel. Und dieses Mal nahm der Verein dafür auch etwas mehr Geld in die Hand. Mit Colton Sceviour, Oscar Lindberg, Chris DiDomenico, Tyler Ennis und Éric Gélinas kamen gestandene Spieler, welche den SCB in die Playoffs bringen sollten. Es kam bekanntlich anders: Rang 8 und nach der Saison vorzeitige Vertragsauflösungen mit DiDomenico, Gélinas und Lindberg.
Nun folgt dieses Jahr der nächste Anlauf: Nur der polyvalente Colton Sceviour und der Ausnahmekönner Dominik Kahun sind vom letzten Jahr übriggeblieben. Kahun war in den letzten zwei Saisons der einzige SCB-Ausländer, welcher zu den Top-Imports der Liga gehörte. Und Sceviour wusste mit seiner Vielseitigkeit zu überzeugen (38 Punkte, dazu mehr Eiszeit in Unterzahl als jeder andere SCB-Stürmer). Neu dazu kommen in der Abwehr der Schwede Patrick Nemeth, welcher in der eigenen Zone besser für Ordnung sorgen soll als sein Vorgänger Cody Goloubef, und der Finne Julius Honka, der den dauerverletzten Éric Gélinas ersetzt.
Im Sturm haben die Mutzen mit Martin Frk einen Goalgetter, der in den letzten zwei Jahren über 70 Tore erzielte. Dazu kommt nun mit Corban Knight ein Spieler, der in der Russischen KHL zu den Top-Centern gehörte.
Mit Adam Reideborn setzt der SCB ausserdem den Liga-Trend, ausländische Goalies zu verpflichten, fort. Er wird ein Upgrade gegenüber dem in der Vorsaison überlastetet wirkenden Philip Wüthrich sein.
Zumindest auf den Ausländer-Positionen kann der Hauptstadt-Club in der kommenden Saison also mit den Topteams der National League mithalten.
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