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Im Mai wurden auf der Route 66 westlich von Galena zwei erfahrene und korrekt fahrende deutsche Radfahrer auf einer Route 66 Tour von einem Minivan von hinten erfasst und tödlich verletzt.
Lokale Medien in Kansas – so auch Route 66 News – berichten nun, dass Jacob A. Conrad, der Staatsanwalt des Countys keinen Strafantrag gegen die 23jährige amerikanische Autofahrerin A.P. aus Kansas stellen werde.
Sie habe nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gehandelt und sie habe auch nicht grob fahrlässig gehandelt („in a reckless or dangerous manner”). Fünf Augenzeugenberichte, eine kriminaltechnische Analyse des Unfallortes und der Crash Recorder des Autos seien ausgewertet worden. Der Staatsanwalt unterliess es ausdrücklich, die Erfolgsaussichten eines zivilrechtlichen Verfahrens gegen die Autofahrerin abzuschätzen, in dem es geringere Beweiserfordernisse gebe.
Wir schliessen und dem adfc an, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Bad Nauheim-Friedberg, der erschüttert über dieses Rechtsverständnis ist, das anscheinend für den Bundesstaat Kansas gilt. Der Unfall mit Todesfolge bleibt nun ungeklärt, jedenfalls einer öffentlichen Untersuchung entzogen. Hinweise an diejenigen, die die Straße unterhalten, sind so nicht zu erwarten und ebenso wenig Hinweise an die Autofahrer, dass es auf amerikanischen Straßen ja auch Radfahrer gibt.