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Keine Medaille für die Schweizer an der Zweierbob-EM. Rico Peter wird Fünfter.
Der Schweizer Rico Peter verpasste beim Weltcuprennen in Winterberg, das zugleich als Europameisterschaft ausgetragen wurde, das Podest um 31 Hundertstelsekunden und damit seinen EM-Medaillen-Hattrick. Der 33-jährige Aargauer, der in seiner Karriere in Winterberg noch nie aufs Podest fahren konnte, hatte 2014 Silber und 2015 Bronze gewonnen. Am Samstag aber klassierte er sich bloss im 5. Rang.
Diesen Platz hatten Peter und sein Anschieber Thomas Amrhein schon nach dem 1. Durchgang belegt und durften mit sechs Hundertstelsekunden Rückstand auf Rang 3 noch auf eine Medaille hoffen. Doch die vor Peter/Amrhein liegenden Schlitten waren im Schneetreiben im Hochsauerland alle schneller unterwegs.
Gewonnen wurde die Konkurrenz vom dreifachen Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich mit Anschieber Thorsten Margis, die somit drei von vier Weltcuprennen in diesem Winter für sich entschieden haben. Friedrich/Margis deklassierten mit zweimal Laufbestzeit ihre deutschen Landsleute Johannes Lochner/Joshua Bluhm um 0,71 Sekunden. Bronze sicherte sich das lettische Duo Oskars Kibermanis/Matiss Miknis.
Weltcup-Leader bleibt der Südkoreaner Won Junjong, der in Winterberg nicht über Rang 8 hinauskam. Peter verbesserte sich nach vier von acht Wettbewerben auf Kosten des Russen Alexander Kasjanow (9. in Winterberg) auf Rang 2 und hat nur noch 22 Zähler Rückstand.
Der Schweizer Titelverteidiger Beat Hefti war erwartungsgemäss chancenlos und beendete das Rennen auf Rang 20 (EM-14.). Der fünffache Europameister fuhr erstmals mit dem Walliser Michael Kuonen aus dem Team von Clemens Bracher, der zuvor noch nie ein Weltcuprennen bestritten hat. Der 38-jährige Appenzeller lag nach dem 1. Lauf auf dem 11. Rang, wurde im 2. Durchgang am Start aber mit einer Zeitstrafe belegt und fiel in den 20. Rang zurück.
Am Sonntag findet in Nordrhein-Westfalen die Konkurrenz im Viererbob statt. Auch da wird es einen neuen Europameister geben, da der Deutsche Titelverteidiger Maximilian Arndt zurückgetreten ist. Weltcup-Leader ist Rico Peter.
SDA-ATS