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Am 8. November 2013 zog der Wirbelsturm Haiyan über die Philippinen und hinterliess ein Bild der Verwüstung. Besonders betroffen waren die Inseln Leyte und Samar. Tacloban, die Provinzhauptstadt von Leyte, wurde ebenfalls stark verwüstet und hatte viele Tote zu vermelden. Drei Jahre nach dem Taifun sind vielerorts keine Schäden mehr zu sehen und die Häuser konnten erfolgreich wiederaufgebaut werden.
Die Glückskette hat am 18. November 2013 einen nationalen Sammeltag für die Opfer des Taifuns Haiyan durchgeführt und insgesamt 42,3 Millionen Franken Spenden erhalten. Bis heute haben wir 94 Prozent der Spendengelder eingesetzt und 30 Projekte unserer Partnerhilfswerke unterstützt. Dadurch konnten wir insgesamt 445’000 Menschen helfen.
Nothilfe
In der ersten Phase nach dem Taifun leisteten unsere Partnerhilfswerke Nothilfe. 42’000 Familien erhielten in den ersten Wochen und Monaten nach der Katastrophe Nahrungsmittel, Haushaltgegenstände und Baumaterialien, um ihre beschädigten Häuser zu reparieren. Es wurden auch früh schon einfache Häuser wieder neu gebaut und die Wasserversorgung wiederhergestellt.
Wiederaufbau von Häusern, Schulen und Bau von Evakuationszentren
Nach der Nothilfe und nachdem die Partnerhilfswerke die Erlaubnis der Regierung für den Wiederaufbau erhalten hatten, konnten die Hilfswerke mit dem Wiederaufbau von dauerhafteren Häusern beginnen.
Insgesamt wurden 6’900 Häuser wiederaufgebaut und 4’900 Häuser repariert. Dank der Beratung und Unterstützung der lokalen Bevölkerung im Wiederaufbau der Häuser konnte die Bausubstanz vielerorts verbessert werden. Die Häuser werden künftigen Stürmen und Erdbeben besser standhalten. Nebst den Privathäusern werden zurzeit auch acht Schulen für 4’300 Schülerinnen und Schüler repariert oder wiederaufgebaut.
Die Philippinen werden häufig von Stürmen getroffen. Deshalb finanzieren wir den Bau von drei Evakuationszentren, in denen sich die Bevölkerung bei zukünftigen Wirbelstürmen in Sicherheit bringen kann.
Schnell wieder eigenes Geld verdienen
Der Taifun Haiyan hat nicht nur viele Wohnhäuser, sondern auch die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstört. Die Kokosplantagen, von denen viele Landwirte lebten, wurden total verwüstet. Bis eine solche Plantage wieder Früchte trägt und die Menschen davon leben können, vergehen mehrere Jahre. Deshalb haben wir 30’000 Familien dabei unterstützt, alternative Einkommensquellen zu finden. Die Bauern bauen nun zum Beispiel Gemüse, Kakao und andere Pflanzen an, die schnell Erträge bringen.
Die Hilfe auf den Philippinen ist somit fast abgeschlossen. Mit den verbleibenden 2,5 Millionen Franken werden wir ein einkommenssicherndes Projekt sowie allfällige Verlängerungen und Anpassungen der bestehenden Projekte finanzieren.
Partnerhilfswerke vor Ort: ADRA, Architectes de l’urgence, Caritas, Handicap International, Heilsarmee, HEKS, Helvetas, Medair, Solidar, Schweizerisches Rotes Kreuz, Terre des hommes – Kinderhilfe