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2. Ziele des Forschungsprojekts
Bohrkerne von fünf verschiedenen Sedimentationsbecken und ehemaligen Seen entlang des Riftsystems in Kenia und Äthiopien, die eine Vielzahl an hominiden Fossilienfunden aufweisen, wurden mittels des HSPDP Projekt geborgen. Die halbierten HSPDP Bohrkerne werden mittels Mikro-Röntgenfluoreszensanalyse (Messung mit dem ITRAX Core Scanner am Large Lakes Observatory in Duluth, Minnesota) untersucht und somit kontinuierlich die geochemischen Veränderungen über die Kerntiefe bestimmt. Die auf diese Weise gewonnen hochaufgelösten Klimaproxies zusammen mit den lithologischen Beschreibungen bilden das Rückrat, um die Kontinuität der Klimaarchive zu überprüfen, und sie erlauben, diskreten Proxyanalysen mit geringerer Auflösung in einen kontinuierlichen Kontext zu stellen. Der verfolgte Ansatz (multi-site und multi-proxy) wird erlauben, das tropische Klima während der globalen Klimaveränderungen im Pliozän und Pleistozän seit der Vereisung der nördlichen Hempishäre im Detail zu charakterisieren.
3. Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts
Die Evolution des Menschen beschäftigt die Wissenschaft seit der Zeit von Charles Darwins. Dank des HSDPP Projekts wurden Sediment-Bohrkerne an anthropologischen Fundstellen menschlicher Fossilien geborgen, um den Lebensraum unserer Vorfahren möglichst hochaufgelöst und kontinuierlich zu rekonstruieren. Die Analyse und Interpretation der gewonnen Klimaproxies wird Aufschluss geben, unter welchen Umweltbedingungen (Klima und Tektonik) unsere Vorfahren lebten und in welchen Zusammenhang Klimadynamiken und die menschlichen Evolution während der letzten 3.5 Millionen Jahre standen.