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Der tropische Wirbelsturm Rai hinterliess Ende 2021 auf den Philippinen eine Spur der Verwüstung. Rund eine halbe Million Menschen musste fliehen.
Am 16. Dezember 2021 traf der tropische Wirbelsturm Rai mit Windgeschwindigkeiten von fast 200 Kilometern auf die Küste der Philippinen und richtete immensen Schaden an. Besonders betroffen waren östliche und westliche Provinzen im Zentrum des Inselstaates. Nach offiziellen Angaben starben mindestens 400 Menschen. Rund 1,8 Millionen Menschen sind vom Wirbelsturm betroffen gewesen. Ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, ebenso die Felder und Ernten. Mehr als 480'000 fanden Zuflucht in Evakuierungszentren.
So leistete die CBM Nothilfe
Die Soforthilfe der CBM konzentrierte sich auf die Provinz Surigao del Norte im Nordosten der philippinischen Insel Mindanao. Diese Provinz gehörte zu den Gebieten, in denen die Schäden am grössten waren. 520 besonders stark betroffene Haushalte, darunter auch solche mit Personen mit Behinderungen, erhielten bis Mitte Februar 2022 sogenannte Cash Transfers. Diese Bargeldzahlungen sind in humanitären Krisen ein bewährtes und wirksames Mittel. Betroffene Familien können sich auf den noch funktionierenden Märkten in ihrer Umgebung mit dem Geld das besorgen, was sie am dringendsten benötigen. Umgesetzt wurde die Nothilfe durch den lokalen CBM-Partner Loving Presence Foundation.
In einer zweiten, bis Mitte April 2022 dauernden Phase wurden weitere 830 Haushalte mit solchen Bargeldzahlungen unterstützt. Dies in den ebenfalls stark beschädigten Provinzen Agusan del Norte und Agusan del Sur.
Ergänzend zur Soforthilfe erhielten betroffene Personen Zugang zu medizinischen Basisdienstleistungen und zu psychologischer Hilfe. Menschen mit Behinderungen sowie ältere Frauen und Männer wurden, falls notwendig, an Rehabilitationsdienste verwiesen. Wurden ihre Hilfsmittel, wie etwa Gehhilfen oder Rollstühle, infolge des Wirbelsturms beschädigt, sind diese ersetzt worden.
In Notsituationen wie dieser hilft die CBM allen betroffenen Personen, legt dabei aber einen besonderen Fokus auf die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen: Sie bleiben von der allgemeinen Nothilfe oft ausgeschlossen. Personen mit einer Geh- oder Sehbehinderung etwa können sich in einem unwegsamen Gelände kaum fortbewegen oder zurechtfinden. Deshalb unterstützte der CBM-Partner Loving Presence Foundation auch andere Organisationen und die Regierung dabei, dass deren Nothilfemassnahmen Menschen mit Behinderungen und andere gefährdete Menschen gezielt einschliessen.