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Unser Mühlemuseum
Die Chronik
der Grabenmühle von Sigriswil
Die Saga von der Mühle im Graben.
(Aus der Sigriswiler Chronik von Pfarrer Howald)
Die Mühle im
Graben verheeret
"16.. im.. an einem Sonntag morgens geschah über den Ralligstöcken ein Wolkenbruch bei fürchterlichem Ungewitter.
Ein Müllerknecht in der Mühle, beim Graben hinten, die damals diesseits der Brücke, ein wenig oberhalb des Steges stand,
hörte, da er durch das Weinen eines Kindes im Hause aus dem Schlaf geweckt wurde und in die Küche ging, dem Kleinen
etwas warmes zu holen, ein heftiges Brausen über dem Abhang, an dessen Fuss die hölzerne Brücke stand, die über den Bach führte; er trat vor die Haustüre hinaus, sah aufwärts und erblickte den ungeheuren Erdrutsch, der in gerader Richtung gegen die Mühle zu kam; kaum konnte sich der Knecht retten, der Bergsturz schob die zertrümmerte Mühle samt Strömen Wassers vor sich herab in den Guntenbach; auf dem schrecklich angeschwollenen Bergstrom sah man während einiger Augenblicke, den Stubenboden aus der Mühle und auf demselben die unglücklichen Bewohner - bald tauchten sie unter und ertranken. - Nachdem die Wasser sich verlaufen hatten, sammelte der Bruder des unglücklichen Müllers, dessen Geschlecht Glück hiess, die weg geschwemmten Überbleibsel des verheerten Gebäudes und erbaute damit die Mühle zu Gunten."
(Fortsetzung im Mühlemuseum)