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Schweizer gewinnt Bronze an der Internationalen Wirtschafts-Olympiade
Was soll eine Covid-19-Impfung kosten? Wie investiere ich richtig? Mit solchen Fragen beschäftigten sich die Schweizer Teilnehmenden an der diesjährigen Internationalen Wirtschafts-Olympiade, kurz IEO. Vom 8. bis 13. September verbrachten die vier Talente eine Woche an der Universität Bern, um gemeinsam die virtuellen Prüfungen anzutreten:
Hinten: Aline Leutwiler, Silvan Thut. Vorne: Ana van der Ree, Dario Ackermann. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Silvan Thut. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Aline Leutwiler. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Ana van der Ree. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Dario Ackermann. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Das Schweizer Team arbeitet am "Business Case". (Bild: Marco Gerber)
Von links nach rechts: Silvan Thut, Aline Leutwiler, Ana van der Ree, Dario Ackermann. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Das Schweizer Team mit der Freiwilligen Delina Maliqi. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Mit den Freiwilligen Marco Abbatecola und Delina Maliqi im Virtual-Reality Escape-Room. (Bild: Wirtschafts-Olympiade)
Aline Leutwiler, Kantonsschule Zürich Nord, ZH
Ana Van der Ree, Ecole Internationale de Genève, GE
Dario Ackermann, Kantonsschule Sargans, SG
Silvan Thut, Alte Kantonsschule Aarau, AG
Silvan Thut wurde mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.
Vielseitige Herausforderungen
Wegen der Pandemie fand die IEO nicht wie geplant in Kasachstan statt, sondern online. Am 8. September nahmen die Jugendlichen an einer interaktiven Simulation über "Financial Literacy" teil. Am Tag darauf folgte eine Prüfung, bei der sie in Multiple-Choice-Fragen und kurzen Essays ihr Wirtschafts-Wissen unter Beweis stellten. Danach war es Zeit für den "Business Case", eine Gruppenaufgabe, deren Ergebnisse am 11. September per Videokonferenz vor einer Jury präsentiert wurden. Das Schweizer Team befasste sich damit, wie der Preis für eine Covid-19-Impfung festgelegt werden sollte. Die Vielseitigkeit der Wirtschafts-Olympiade gefällt Ana sehr. Ob man nun lieber vor Leuten spricht, überzeugende Texte verfasst oder mit Zahlen jongliert – verschiedene Fähigkeiten seien an der Wirtschafts-Olympiade von Vorteil. Dario sei beispielweise der "Mathetyp" der Gruppe. Für den Business Case legte er sich rechnerisch voll ins Zeug.
Keine schlechte Alternative zu Kasachstan
Neben den Prüfungen lernten sich die Teammitglieder besser kennen, indem sie zusammen aus Escape-Rooms entkamen, bowlen gingen oder durch die Berner Altstadt spazierten. "Gar keine schlechte Alternative zu Kasachstan", finden die Teilnehmenden. Zusätzlich stellte auch die IEO selbst ein virtuelles Rahmenprogramm zur Verfügung, darunter Vorträge, Spiele oder Filmabende. Aline erzählt, dass sie auf diese Weise Kontakt zu Teilnehmenden aus anderen Ländern hatte. Das soziale Netzwerk, welches sie sich an der Wirtschafts-Olympiade aufbauen kann, weiss Aline zu schätzen. Sie und Dario haben im Sommer die Matura gemacht, während Ana und Silvan noch ein weiteres Schuljahr bevorsteht. Dario plant nach dem Militärdienst ein Studium in Computational Science and Engineering an der ETH Zürich. Aline macht gerade ihre ersten Erfahrungen im Wirtschaftsjournalismus und wird Internationale Beziehungen in Genf studieren. Ihr Traum ist es, einmal in die Diplomatie zu gehen. "Ich möchte das Leben der Leute um mich herum ein bisschen besser machen", erklärt sie. "Ich bilde mir nicht ein, dass ich die ganze Welt verändern kann, aber ich möchte etwas verbessern."
Die Wirtschafts-Olympiade ist ein gemeinsames Projekt der Organisationen YES und Wissenschafts-Olympiade. Ziel ist es, talentierte Jugendliche in Wirtschaft, Finanzen und Unternehmertum zu fördern und untereinander zu vernetzen.