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Katsushika Hokusai (1760 bis 1849)
Die grosse Welle von Kanagawa
Katsushika Hokusai war einer der bedeutendsten Vertreter des japanischen Ukiyo-e (Genre der japanischen Malerei und der japanischen Druckgrafik). Seine bekanntesten Werke sind die Farbholzschnitte der Serie 36 Ansichten des Berges Fuji?
Im Alter von 18 Jahren, als er bereits einige Erfahrungen als Holzschneider hatte, begann er in der Werkstatt von Katsukawa Shunsho zu arbeiten. 1779 veröffentlichte er seine ersten Arbeiten: Schauspielerportraits, die unter dem Namen Katsukawa Shunro erschienen und sich vor allem durch die individuellen Gesichtszüge der Dargestellten auszeichneten. Da er sich nicht den künstlerischen Prinzipien seines Meisters unterwarf und vor allem auch von anderen Meistern lernte, musste er die Werkstatt 1785 verlassen.
Danach wanderte Hokusai durch Japan. Er wechselte häufig seine Lehrer und Schulen und auch mehr als 30 Mal seinen Namen und wohnte an etwa 90 verschiedenen Orten, wobei er seine Kunst immer weiter perfektionierte. Ab 1798 unterrichtete er Schüler in der Kunst des Holzschnitts und der Zeichenkunst. Ab diesem Zeitpunkt zeichnete er unter seinem bis heute bekannten Namen Katsushika Hokusai. Hokusai war über lange Zeit sehr arm und lebte bescheiden. Zur Zeit der Zensur in Japan verkaufte er seine Bilder im Strassenhandel.
Werk
Obwohl sich Hokusai mit verschiedenen Stilrichtungen auseinandersetzte, blieb er stilistisch unabhängig. Zu seinem Spektrum gehörten alle Formen und Techniken des Holzschnittes und der Malerei, und seine Motive waren vielseitig. Seine bekanntesten Bilder stellten die Natur und Landschaften dar.
Die Bildserie ?36 Ansichten des Berges Fuji?, entstanden zwischen 1830 und 1836, Hokusai war damals schon über 70 Jahre alt. Er war sein ganzes Leben damit beschäftigt, sich künstlerisch weiterzuentwickeln.
Einfluss auf die Kunst in Europa
Hokusais Werke verbreiteten sich anfangs nur in Japan, da sich das Land mit Beginn des 17. Jahrhunderts gegenüber der übrigen Welt nahezu völlig isoliert hatte. Seine Bilder waren so poplulär, dass sie als Verpackungsmaterial für exklusive Geschenke verwendet wurden und so schliesslich auch nach Europa gelangten. Dort inspirierten sie Künstler wie Vincent van Gogh, Paul Gauguin, Egon Schiele und Gustav Klimt und beeinflussten den Impressionismus.
Besonderheit/ Charakteristik
- zeigte auf seinen Bildern das Leben der einfachen Leute
- stilistisch unabhängig
- vielseitige Darstellungen (Portraits, Naturlandschaften,..)
- spezielle Sichtweise, beginnt Verfremdungen
- Serien (wie später im Impressionismus)
- Perspektive nicht im Vordergrund
- Einfangen von Augenblicken
- Aufzeigen von Vergänglichkeit (es passiert etwas)
Hätte der Himmel mir weitere fünf Jahre geschenkt, wäre ich ein grosser Maler geworden.
Artikel
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