Document ID: /entscheidsuche_html/filtered/documents_0428.jsonl.gz/699

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00860 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser Urteil vom 16. November 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel Raewel Advokatur Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1985, von Beruf Pflegehelferin, ist stunden weise als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt tätig (Urk. 9/8, Urk. 9/15). Unter Hinweis auf Schmerzen in verschiedenen Körperregionen meldete sie sich am 9. November 2016 zur Früherfassung (Urk. 9/1) und am 6. Dezember 2016 zum Leistungsbezug (Urk. 9/8) bei der Invalidenversicherung an. Die Sozial versi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in der Folge erwerbliche (Urk. 9/14 ff.) und medizinische (Urk. 9/20 ff.) Abklärungen durch und teilte der Versicherten am 16. Juni 2017 mit, es seien keine beruflichen Eingliederungs massnahmen möglich (Urk. 9/25). Nachdem die IV-Stelle ergänzende medizini sche Unterlagen eingeholt hatte (Urk. 9/29 ff., Urk. 9/43 ff.), veranlasste sie ein bisdisziplinäres medizinisches Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie bei der Y.___ (Urk. 9/52), das am 10. April 2019 erstattet wurde (Urk. 9/58). Mit Vorbescheid vom 5. August 2019 stellte die IV-Stelle der Versi cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/62). Nachdem die Versicherte am 5. September 2019 dagegen Einwand erhoben hatte (Urk. 9/68 ), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Oktober 2019 den Rentenanspruch wie angekündigt (Urk. 9/72 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel, am 28. November 2019 Beschwerde mit den Anträgen, es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2019 aufzuheben und ihr eine volle (richtig: ganze) Invalidenrente - eventualiter eine Dreiviertelsrente - auszurichten. Sub even tualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In formeller Hinsicht stellte sie sodann Antrag auf unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1). Mit Beschwer deantwort vom 16. Januar 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Dies wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihr Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 1.3.1 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 1.3.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellen (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegehrens damit, dass die medizinischen Abklärungen ergeben hätten, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin und in allen anderen angepassten Tätigkeiten zu 30 % eingeschränkt sei. Dies ent spreche auch dem maximalen Invaliditätsgrad. D emnach habe sie keinen An spruch auf eine Invalidenrent e (Urk. 2 S. 1). 2.2 Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, die Ausführungen des psychia trischen Gutachters würden bestritten. Vielmehr sei mit den behandelnden Ärzten der p sychiatrischen K linik Z.___ davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer psychischen Beschwerden zu 80 % bis 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 1 S. 7). Ebenfalls bestritten werde die Feststellung der orthopädischen Gut achteri n, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Auch wenn für die Schmerzsymptomatik keine patholo g i schen Korrelate bestehen sollten, würde sich diese dennoch im Sinne einer an haltenden somatoformen Schmerzstörung invalidisierend auswirken und zu einer Arbeits un fähigkeit von mindestens 50 % führen (Urk. 1 S. 10 f.). In Bezug auf den diagnostizierten Schwankschwindel würden ferner noch Abklärungen laufen, so dass noch nicht klar sei, inwiefern dieser invalidisierend sei (Urk. 1 S. 11). 2.3 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwer de führerin zu Recht verneint hat. 3. 3.1 Dr. med. A.___, Oberarzt Orthopädie a n der Universitätsklinik B.___, stellte in seinem Bericht vom 7. April 2017 die folgenden Diagnosen (Urk. 9/20/6) : - f emoroacetabuläres PINCER- Impingement beidseitig - m ulti l okuläre Gelenk-/Knochenschmerzen seit 2012 - l umbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach Sturz 2012 auf die linke Hüfte / den Gesässbereich - Schwellung Unterschenkel beidseits links mehr als rechts unklarer Genese - Differentialdiagnose Lipomatose, im Rahmen Adipositas - p ersistierend in der Nacht - k eine Hypalbuminäe, proBNP im Normbereich, keine Niereninsuffizienz - p ersistierende schmerzhafte Resistenz im Mittelbauch unklarer Ätiologie - Sonographie Abdomen Spital C.___ am 20. Februar 2014: subkutanes Fettgewebe linker Oberbauc h und linke Flanke, keine Hinwei se auf Lipome - Status nach Globusgefühl unklarer Ätiologie, sonographisch kein Korrelat ( Sono Schilddrüse und cervical Spital C.___ 20. Februar 2014) - Adiposita s, gewollte Reduktion von 101 k g auf 95 kg in vier Monaten, aktuell erneute Gewichtszunahme auf 100 kg Dr. A.___ legte dar, die Beschwerden der Beschwerdeführerin könnten nicht kom plett auf die im MRI und den Röntgenbildern ersichtlichen Veränderungen zu rückgeführt werden. Da das Impingement -Zeiche n negativ sei, sei trotz der Impin gement-Konfiguration aus chirurgisch-orthopädischer Sicht kein sinnvolles Prozedere möglich. Die Beschwerdeführerin sei vom 25. November bis am 9. Dezember 2016 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/20/7). 3.2 In seinem Bericht vom 8. Juni 2017 attestierte Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der Beschwerdeführerin gestützt auf die Diag nosen multiokulärer Gelenk- und Knochenschmerzen, eines PINCER-Impin ge ments beidseits sowie eines lumbovertebralen Schmerzsyndroms eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. September bis am 6. November 2016 und eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab dem 7. November 2016. Er führte aus, es bestünden Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen und Sitzen sowie beim Heben von schwereren Lasten (Urk. 9/23/2). 3.3 Die Beschwerdeführerin begab sich a b dem 5. Dezember 2016 im Ambulatorium E.___ der Z.___ in psychiatrische Behandlung. Dr. med. F.___, Oberärztin, und Dr. med. G.___, Assistenzärztin, diagnostizierten am 23. Oktober 2017 eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1, Diffe ren tialdiagnose anhaltende Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung, ICD-10 F62.0 ; PTBS ) sowie eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0; Urk. 9/29/2). Die Beschwerdeführerin sei bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/29/4). In Verlaufsbericht en vom 4. April 2018 sowie vom 11. Oktober 2018 ging Dr. G.___ jeweils von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem letzten Bericht und einer um 80 % verminderten Leistungsfähigkeit der Beschwer deführerin aus (Urk. 9/36/2 f., Urk. 9/44/2 f. ). 3.4 Ebenfalls eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes stellte med. pract. H.___, Praktischer Arzt, in seinem Bericht vom 18. Mai 2018 fest. Er führte aus, die Arbeitsfähigkeit als Pflegehilfe habe in den letzten zehn Monaten je nach Schmerzexazerbation zwischen 10 und 40 % geschwankt, wobei mehr als drei Stunden an einem Tag unrealistisch zu sein schienen. In einer wechsel be l astenden, leichten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit allenfalls 50 % (Urk. 9/38/1). 3.5 Am 31. August 2018 stellten Dr. med. I.___, Oberärztin, und Dr. med. J.___, Assistenzärztin, von der Klinik für Rheumatologie des Universitäts spitals K.___ die folgenden zusätzlichen Diagnosen (Urk. 9/45/1 f.): - Haltungsinsuffizienz bei Fehlstatik - Vitamin D-Mangel - Subjektiv stark störende Halitosis - Verdacht auf gastroösophageale Refluxerkrankung - Intermittierende Dysphagie Die behandelnden Ärzte führten aus, es bestehe eine Haltungsinsuffizienz mit Fehlstatik, die zu den generalisierten Schmerzen beitrage. Die erneute ausführ liche Diagnostik habe keine Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-ent zündlichen rheumatologischen Erkrankung ergeben. Konventionell-radiologisch zeige sich eine beginnende Koxarthrose beidseits bei vorbestehendem femoro ace tabulärem PINCER- Impingement. Bei aktuell im Vordergrund stehender Schmerz symptomatik an den Füssen h ä tten sie eine Sonogra phie durchgeführt, wobei eine Ent hesiopathie der Achillessehnen beidseits mit Verkalkungen ansatznah am Calcaneus beidseits linksbetont habe objektiviert werden können bei zugrundelie genden ausgeprägten Knicksenkfüssen (Urk. 9/45/2 f.). 3.6 3.6.1 Im bidisziplinären Gutachten vom 10. April 2019 stellten die Gutachter der Y.___ die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 9/58/7): - l eicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) - s omatoforme Störung, nicht näher bezeichnet (ICD- 10 F45.9 ) Den folgenden Diagnosen massen die Experten keinen Einfluss auf die Arbeits fähigkeit zu (Urk. 9/58/7): - p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - u nspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung - Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss mit beginnendem Hallux rigidus beidseits - m assive Adipositas (BMI 40.3 kg/m 2 ) 3.6.2 Gemäss Dr. med. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stehe n für die Beschwerdeführerin Schmerzen von Seiten des Bewegungsapparates im Vor der grund des Beschwerdeerlebens, für die sich laut der orthopädischen Einschät zung keine pathologischen Korrelate hätten finden lassen. Die Orthopädin weise darauf hin, dass sich im Rahmen der Untersuchung Hinweise auf eine Verdeut lichung gezeigt hätten. Er schätze die Situation jedoch dennoch so ein, dass nach Abzug der Beschwerdebetonung ein Schmerzerleben plausibel sei, dies im Sinne einer psychosomatischen beziehungsweise somatoformen Symptomatik bei deut lich erkennbaren psychosozialen Belastungsfaktoren wie dem frühen Verlust der Eltern, dem Migrationshintergrund und dem Verlust der Arbeitsstelle. Die zu dis kutierende Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) liege nicht vor, da diese Diagnose einen sehr erheblichen Mindestschweregrad im Sinne eines andauernden, schweren und quälenden Schmerzes voraussetze, die Schm e rz symptomatik in diesem Ausmass liege nicht vor. Da auch kein wesentlicher organmedizinischer Hintergrund vorliege, ergebe sich am ehesten die Diagnose einer somatoformen Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F45.9). Die Be schw erdeführerin habe im Jahr 2005 eine schwere Gewalttat erlebt, sie sei in ihrem Heimatland Äthiopien wiederholt von einem Polizisten vergewaltigt worden, deswegen sei sie in die Schweiz geflohen. Seitdem habe sie eine post traumatische Störung mit Flashbacks, Albträumen und Vermeidungsverhalten entwickelt, diese dürfte auch zur genannten psychosomatischen Schmerzstörung beitragen. Nach Beschreibung der Beschwerdeführerin bestehe die posttrau ma tische Belastungsstörung durchgehend seit 2005, wobei sich aufdrängende Erin nerungen an die genannten Ereignisse durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen. Dies sei der Grund, weshalb die Symptomatik in der Vergangenheit, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig gewesen sei, geri nger ausgeprägt gewesen sei, da die berufliche Tätigkeit mit häufiger Ablenkung verbunden gewesen sei. In affektiver Hinsicht liege eine depressive Symptomatik vor, die sich nach Beschreibung der Beschwerdeführerin entwickelt habe, nachdem sie ihren Arbeitsplatz verloren habe. Es liege sicherlich eine durchaus deutliche de pressive Symptomatik vor, auf der anderen Seite gehe die Beschwerdeführerin auch positiv besetzten Aktivitäten nach, nehme unter anderem regelmässig soziale Kontakte wahr und bewältige ihren üblichen Alltag inklusive Hausarbeit problemlos, so dass hinsichtlich des Schweregrades von einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/32.1) aus zu gehe n sei. Die Beschwer deführerin berichte des Weiteren über Pseudohalluzinationen (Geräusche, Ge mur mel), wobei der diesbezügliche Leidensdruck gering sei, begleitende psycho tische Angst habe sich nicht gezeigt. Auffällig sei, das s der Ap riprazolspiegel sehr niedrig sei, dies weise auf eine unregelmässige Einnahme des im Zusammenhang mit den Halluzinationen verordneten Medikamentes hin. Die ätiologische Zuord nung der Halluzinationen sei schwierig und habe auch von der Z.___, wo die Beschwerdeführerin seit längerem in Behandlung stehe, nicht eindeutig vorge nommen werden können. Es könnte ein Zusammenhang mit der Depression, aber auch mit der posttraumatischen Belastungsstörung bestehen (Urk. 9/58/5 f.). 3.6.3 Anlässlich der orthopädische n Untersuchung durch Dr. med. M.___, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe die Beschwerdeführerin Schmerzen der gesamten Wirbelsäule und sämtlicher Gelenke beider Arme und Beine angegeben. Im Rahmen der Untersuchung habe sich eine geringgr adig eingeschränkt demonstrierte Seitneigung nach links und Rückneigung des Kopfes gezeigt. Die Brust- und Lendenwirbelsäule seien frei beweglich gewesen. Hinweise auf ei n e Reizung zervikaler, thorakaler oder lum baler Nervenwurzeln hätten sich nicht feststellen lassen. Auch im MRI der Hals wirbelsäule vom 1. September 2019 habe sich lediglich eine minimale foraminale Enge auf Höhe HWK 5/6 links bei mässiger Unkovertebral - und Fazetten gelenks arthrose ohne Neurokompression gezeigt. Bereits im MRI der Lendenwirbelsäule vom 20. Juni 2016 habe sich kein klares morphologisches Korrelat für die unspe zifische Lumbago der Beschwerdeführerin darstellen lassen. Das schmerzbedingte Ablehnen des Vorführens des Zehenspitzen- und Fersenganges sei diskrepant zum flüssigen Gangbild der Beschwerdeführerin. Sämtliche Gelenke beider oberer und unterer Extremitäten seien frei beweglich gewesen. Die Handfunktionen seien vollständig gewesen, wobei Schmerzen im Bereich des Daumengrund- und - endgelenkes b eidseits angegeben worden seien. Die Röntgenaufnahmen beider Hände im November 2016 seien unauffällig gewesen. Die Röntgenaufnahmen beider Hüftgelenke vom 4. November 2016 hätten eine Coxa profunda beidseits und eine Taillierungsstörung am Femurkopf /Halsübergang links anterior gezeigt. Im Arthro -MRI beider Hüftgelenke vom 25. November 2016 habe sich ein femoroacetabuläres Impingement beidseits darstellen lassen. Das Impingement -Zeichen sei jedoch beidseits negativ gewesen. An den Füssen hätten sich ein verbreiterter Mittelfuss, eine Absenkung des Quer- u nd Längs gewölbes und eine Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits gezeigt. Beide Grosszehengrundgelenke seien gering eingeschr änkt beweglich gewesen. In der Röntgenaufnahme beider Füsse vom 11. März 2019 hätten sich geringe degenerative Veränderungen beider Grosszehengrundgelenke sowie Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatz bereich der Achillessehnen beidseits dargestellt. Für die von der Versicherten angegebene n Schmerzen, Funktionseinsc hränkungen und Taubheitsgefühle fänden sich weder von orthopädisch- traumatologischer Seite noch neuroanatomisch ent sprechende pathologische Korrelate (Urk. 9/58/6 f.). 3.6.4 Die Experten kamen zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen sowie einer angepas sten Tätigkeit seit September 2016 zu 70 % arbeitsfähig, dies bei etwa sechs s tündiger täglicher Arbeit ohne Leistungsminderung (Urk. 9/58/8 f.). 3.7 Dr. med. N.___, Oberärztin, und Dr. med. O.___, Assistenzarzt, vom I nterdisziplinären Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen des Universitätsspitals K.___ stellten in ihrem Bericht vom 29. Juli 2019 neu die Diagn ose rezidivierender Episoden von Schwankschwindel mit Erstdiagnose im Jahr 2016 (Differentialdiagnosen vestibuläre Migräne oder funktionell). Die Be schwerdeführerin habe von seit dem Jahr 2016 bestehenden, täglich auftretenden und jeweils einige Minuten anhaltenden Episoden von Schwank- und Dreh schwindel berichtet. Diese träten beim Gehen auf, in Ruhe bestünden keine Be schwerden. Zusätzlich beschreibe sie ein intermittierende s Ohrgeräusch rechts und teilweise rechtsseitige Kopfschmerzen. Die neuro- otologische Untersuchung sei unauffällig gewesen, es bestehe kein fokal neurologisches Defizit (Urk. 9/67/1). Zur weiteren diagnostischen Einordnung w ü rde n eine ergänzende apparative Vestibularisdiagnostik sowie ein cMRI und ein MRI der Felsenbeine durchgeführt (Urk. 9/67/2). 3.8 Das am 17. September 2019 durchgeführte MRI des Felsenbeins zeigte keine Hinweise auf eine akute oder abgelaufene Ischämie oder Blutung, keine Raum forderung oder pathologische KM-Aufnahme im KHBW ( Kleinhirnbrückenwinkel ) sowie kein en Hinweis auf einen Gefässnerven-Konflikt des Nervus vestibulo coch learis (Urk. 9/74/1). 3.9 Im mit der Beschwerde eingereichten Bericht vom 25. November 2019 hielten Dr. P.___ und Dr. Q.___ von der Z.___ fest, es best ünden eine all gemein verminderte Leistungsfähigkeit mit eingeschränkter Belastbarkeit, erhöh ter Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen und einer verminderten Auf fas sungs fähigkeit sowie ein ausgeprägtes Gedankenkreisen. Hinzu kämen inter ak tionelle Schwierigkeiten bei vermehrtem Misstrauen ( Urk. 3/3 S. 1 ). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auf das psychiatrisch -orthopädische Gutachten vom 10. April 2019. Es ist daher vorab auf dessen Beweiswert einzugehen. Die Expertise basiert auf umfassenden psychiatrischen und orthopädisch-trau matologischen Untersuchungen (Urk. 9/58/20 ff., Urk. 9/58/40 ff. ) und wurde in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt (Urk. 9/58/13 ff.). Die Beschwerde führerin konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen ihre aktuellen Be schwerden schildern und wurde von diesen jeweils — soweit fachspezifisch erfor derlich — eingehend befragt. Sie konnte sich insbesondere zu verschiedenen The menbereichen wie dem beruflichen Werdegang sowie dem gewöhnlichen Ta ges ablauf äussern (Urk. 9/58/22 f., Urk. 9/58/38 ). Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Diagnostik Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und nachvollziehbar erläutert wurden ( Urk. 9/58/5 ff., Urk. 9/58/26 ff., Urk. 9/58/43 ff. ). Die Gutachter nahmen ausserdem Stellung zu vorangegangenen ärztlic hen Beurteilungen ( Urk. 9/58/28 f., Urk. 9/58/45 f. ). Gesamthaft erfüllt das Y.___ -Gutachten somit die vom Bundesgericht festgelegten formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1. 4 vorstehend). 4.2 4.2.1 In somatischer Hinsicht diag nostizierte die orthopädische Gutachterin Dr. M.___ ein unspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung, beidseitige Senk-Spreiz-Platt-Knickfüsse mit beginnendem Hallux rigidus beidseits sowie eine massive Adipositas, wobei sie keine m dieser Leiden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass (Urk. 9/58/7). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, sie leide seit 2012 an wechselnden Gelenk- und Muskelschmerzen, wobei sich der Schmerz seit 2014 verstärkt habe und aktuell konstant vorhanden sei. Mit Verweis auf zah l reiche Arztberichte bestreite sie die Ausführungen von Dr. M.___, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Insbesondere sei mehrfach eine Koxarthrose beidseitig bei femoroacetabulärem PINCER- Impingement radiologisch nachgewiesen worden und aktuelle Fotoaufnahmen der Füsse zeigten, dass die beklagten Fussschmerzen objektivierbar seien (Urk. 1 S. 9 f.). Dr. M.___ bestätigte, dass sich im Ant hr o -MRI beider Hüftgelenke vom 25. Novem ber 2016 ein femoroacetabuläres Impingement beidseits zeigte (Urk. 9/58/6), mithin durchaus ein bildgebend objektivierbarer Befund vorliegt. Entscheidend sind jedoch nicht so sehr die bildgebenden Befunde, sondern die funktionellen Einschränkungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_484/2013 vom 12. August 2013). Diesbezüglich hielt Dr. M.___ - übereinstimmend mit dem behandelnden Orthopäden Dr. A.___ (Urk. 9/20/7) - fest, das Impingementzeichen sei negativ gewesen (Urk. 9/58/6). Sodann seien beide Hüftgelenke seitengleich frei beweglich (Urk. 9/58/42). Insgesamt sind somit funktionelle Auswirkungen der bildgebend festgestellten Impingementkonfiguration nicht nachgewiesen und es ist nicht zu beanstanden, dass Dr. M.___ diesbezüglich keine e igenständige Diagnose stellte. Hinsichtlich der Fuss- und Fersenschmerzen stellte Dr. M.___ in Überein stim mung mit den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie (Urk. 9/45/2) durchaus objektive Befunde wie einen verbreiterten Mittelfuss mit Absenkung des Quer- und Längsgewölbes mit Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits fest sowie auf den Röntgenbildern ersichtliche geringe degenerative Veränderungen bei der Grosszehengrundgelenke und Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatzbe reich der Achillessehne beidseits (Urk. 9/58/43), mass diesen Befunden jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 9/58/6). Ärztliche Berichte, die diesen Beschwerden eine Einschränku ng der Arbeitsfähigkeit zuschrei ben, liegen keine vor. Auch die von der Beschwerdeführerin eingereichte Fotografie der Füsse (Urk. 3/4) vermag eine diesbezügliche Einschränkung nicht zu belegen. Es ist daher auf die Einschätzung von Dr. M.___ abzustellen. Was die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen an der Wirbelsäule und den weiteren Gelenken betrifft, hielt Dr. M.___ w eder klinisch noch bild ge bend objektive Befunde fest, die diese erklären könnten (Urk. 9/58/43). Dies stimmt grundsätzlich auch mit der Beurteilung durch die behandelnden Ärzte überein. So hielt D r. A.___ in seinem Bericht vom 7. April 2017 fest, die Be schwerden könnten nicht komplett auf die Veränderungen, die im MRI und im Röntgenbild ersichtlich gewesen seien, zurückgeführt werden. An obje ktiven Befunden führte er led ig lich die Impingement -Konfiguration der Hüft e auf (Urk. 9/20/6 f.). Die von Dr. D.___ festgestellte Arbeitsfähigkeit von 50 % mit Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen, Sitzen und Heben von schweren Lasten beruht sodann nicht auf objektiven Befunden, sondern auf den Schmerz angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 9/23/2). Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-entzündlichen Erkrankung hätten sich gemäss den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie ebenfalls keine ergeben (Urk. 9/45/2). Die Beurteilung der somatischen Beschwerden der Beschwerdeführerin ist somit nicht zu beanstanden. 4.2.2 Die Beschwerdeführeri n brachte weiter vor, es würden noch Abklärungen bezüg lich des diagnost izierten Schwankschwindels durchgeführt, so dass noch nicht klar sei, inwiefern sich dieser invalidisierend auswirke (Urk. 1 S. 11). Dazu ist zu bemerken, dass diese Schwindelbeschwerden - laut Bericht des K.___ vom 29. Juli 2019 (Urk. 9/67/1) - bereits seit dem Jahr 2016 vorliegen, mithin bereits im Zeit punkt der Begutachtung bestanden, die Beschwerdeführerin sie gegenüber den Gutachtern jedoch nicht erwähnte. Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass sie damals durch die geltend gemachten Schwindelbeschwerden nicht, oder jeden falls nicht erheblich eingeschränkt war. Dafür, dass sich die Beschwerden seit diesem Zeitpunkt verschlechtert hätten, liegen keine Anhaltspunkte vor. Es ist somit nicht überw iegend wahrscheinlich, dass die Schwindelbeschwerden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben, auch wenn die noch durchzuführenden - bisher ergebnislos gebliebenen (vgl. Urk. 9/67/1, Urk. 9/74/1) - Abklärungen eine allfällige organische Ursache der Beschwerden zu eruieren vermöchten. Entgegen dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin ist daher von weiteren medizini schen Abklärungen abzusehen, da von diesen keine neu en entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3). 4.3 4.3.1 In psychiatrischer Hinsicht stellte Dr. L.___ die Diagnosen einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) und einer nicht näher be zeichneten somatoformen Störung (ICD-10 F45.9) mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit sowie einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F45.9), welche die Arbeitsfähigkeit nicht einschränke n (Urk. 9/58/7). Die Beschwerde führerin brachte dagegen vor, bei ihr lägen entgegen der Ansicht von Dr. L.___ andauernde Schmerzen in verschiedenen anatomischen Regionen in einem Aus mass vor, das die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung rechtfertige (Urk. 1 S. 10 f.). I n diesem Zusammenhang ist zunächst darauf hinzuweisen, dass nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens entscheidend ist, sondern die zugrundeliegenden psychiatrischen Befunde (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_782/2012 vom 22. Oktober 2013 E. 4.3.3). Die psychiatrische Exploration kann sodann von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen und dem begutachtenden Psychiater bleibt praktisch immer ein gewisser Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2017 vom 28. November 2017 E. 4.3 mit Hinweis auf das Urteil des Bun desgerichts 8C_839/2013 vom 13. März 2014 E. 4.2.2.1). Angesichts der von Dr. M.___ anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellten Beschwerdever deutlichung sowie des von Dr. L.___ selbst beobachteten nicht auffallend schmerzgeplagten Eindruck s, erscheint es nachvollziehbar, dass Dr. L.___ die für eine somatoforme Schmerzstörung erforderliche Ausprägung der Beschwerden verneinte und die Diagnose einer nicht näher bezeichneten somatoformen Stö rung stellte (Urk. 9/58/26), zumal auch die behandelnden Psychiater lediglich eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0 ; Urk. 9/29/2 ) diagnostizierten. Was die von der Beschwerdeführerin ferner vorgebrachten Anzeichen für eine andauernde Pe r sönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) betrifft (Urk. 1 S. 8), ist festzuhalten, dass diese Diagnose und die dafür erforderlichen psychiatrischen Befunde von Dr. L.___ ausdrücklich verworfen wurden. So konnte er insbesondere das für die Diagnose erforderliche generelle Misstrauen gegenüber der Welt nicht feststellen, sondern erlebte die Beschwerdeführerin als der Welt zugewandt. Auch zeige die Beschwerdeführerin zwar eine depressive Symptomatik, jedoch nicht im Sinne von Leere oder Hoffnungslosigkeit (Urk. 9/58/28). Ferner stellten auch die behandelnden Psychiater die genannte Diagnose jeweils nur im Sinne einer Differential- und Verdachtsdiagnose (Urk. 9/29/2, Urk. 3/3 S. 1). 4.3.2 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. L.___ der posttraumatischen Belastungsstörung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumesse (Urk. 1 S. 7 ). Dazu ist einerseits festzuhalten, dass Dr. L.___ bezüglich der von den behandelnden Psychiatern festgestellten depressiven Symptomatik, die diese wohl als Teil der posttraumatischen Belastungsstörung ansahen, die zusätzliche Diagnose einer depressiven Episode stellte, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (Urk. 9/58/28). Andererseits hielt er fest, dass sich die aufdrängenden Erinnerungen an die Vergewaltigungen durch den Polizisten durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen, so dass die Symptomatik geringer ausgeprägt gewesen sei, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig und dadurch abgelenkt war. Unter diesen Umständen und angesichts der Tat sache, dass die Beschwerdeführerin trotz der seit dem Jahr 2005 bestehenden PTBS während mehr als 10 Jahren arbeitstätig war, ist von einer - abgesehen von der durch Dr. L.___ im Rahmen einer separaten Diagnose ausgeklammerten depressiven Symptomatik - fehlenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die PTBS auszugehen, zumal für die Darstellung der Beschwerdeführerin, die fort gesetzte Arbeitstätigkeit habe ihre psychische Gesundheit schwer beeinträchtigt (Urk. 1 S. 7), keine Anh altspunkte bestehen. D ie behandelnden Ärzte erwähnten diesbezüglich lediglich den Versuch einer Kompensation durch Arbeiten (Urk. 9/36/4) und leiteten daraus keine Folgen ab. 4.4 4.4.1 Im Folgenden ist die Frage na ch den Auswirkungen der psychischen Erkran kungen auf das funktionelle Leistungsvermögen rechtsprechungsgemäss unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beant worten (BGE 143 V 418 E. 6 ). 4.4.2 Z um Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass Dr. L.___ gestützt auf die Befunde des leicht auf die Schmerzen eingeengten formalen Gedan kengangs, des reduzierten Antriebs und der bedrückten Grundstimmung mit reduzierter affektiver Schwingungsfähigkeit (Urk. 9/58/25) nachvollziehbar auf eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) schloss, der ein leichter bis mittlerer Schweregrad inhärent ist. Ferner diagnostizierte er eine nicht näher bezeichnete somatoforme Störung (ICD-10 F45.9), wobei er die anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellte Verdeutlichung aus klam merte und daher die schwerwiegendere Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung ausschloss (Urk. 9/58/5). Insgesamt ist daher von einer höchs tens mittelgradigen Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde auszugehen. Zum Indikator «Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz» ist anzu merken, dass die Beschwerdeführerin seit dem 5. Dezember 2016 eine ambulante psychiatrische Behandlung mit Gesprächsterminen alle zwei bis drei Wochen wahrnimmt (Urk. 9/29/3). Eine traumaspezifische Behandlung konnte laut den behandelnden Psychiatern bisher nicht durchgeführt werden, da der Zustand der Beschwerdeführerin bisher zu instabil gewesen sei (Urk. 9/44/4). Dr. L.___ empfahl, zunächst die medi k amentöse Therapie zu optimieren. Sollte dies zu keiner Besserung führen sei eine Therapieintensivierung im Sinne einer teil- oder vollstationären Behandlung in Betracht zu ziehen (Urk. 9/58/9). Es liegen mithin noch Möglichkeiten zur Therapieoptimierung vor, eine Therapieresistenz ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Die Angaben zur derzeitigen beruflichen Eingliederung der Beschwerdeführerin sind widersprüchlich. Einerseits wurde im ort hopädisch- traumatologischen Teil gut achten festgehalten, «seit 2014 bis heute» arbeite sie in der Reinigung, ande r seits wurde ein paar Zeilen weiter ausgeführt, seit Juni 2018 sei sie anhaltend krankgeschrieben (Urk. 9/58/38). Der psychiatrische Teilgutachter wiederum vermerkte, dass die Beschwerdeführerin seit Ende 2016 nicht mehr beruflich tätig sei (Urk. 9/58/27). Im Fragebogen für Versicherte vom 22. Januar 2019 (Urk. 9/58/ 57) gab die Beschwerdeführerin den Juni 2018 als letzten Arbeits monat an. Bemühungen, die - zumutbare - angestammte oder eine andere an ge passte Tätigkeit ( wieder ) aufzunehmen, sind aus den Akten ebenso wenig ersicht lich wie andere Eingliederungsversuche. Zu den Komorbiditäten ist festzuhalten, dass Dr. L.___ sowohl der depressiven Episode als auch der somatoformen Störung Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu schrieb (Urk. 9/58/27). Es sind somit ressourcenhemmend e Komorbiditäten vor handen. Der PTB S sowie den somatischen Diagno sen kommt als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit keine zusätzliche ressourcenhemmende Wirkung zu. 4.4.3 In Bezug auf die Pers önlichkeit der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass weder eine Persönlichkeitsstörung noch akzentuierte Persönlichkeitszüge vorlie gen. Von der Persönlichkeit her ist sie verträglich, kontaktfreudig und offen ( Urk. 9/58/25 ). Der Persönlichkeitsstruktur ist in Anbetracht dieser Umstände keine ressourcenhemmende Wirkung beizumessen. 4.4.4 Zum sozialen Lebenskontext gab die Beschwerdeführerin an, sie habe einen sehr guten Kontakt zu ihrer Schwester. Sie sehe sie etwa dreimal in der Woche, entweder besuche sie diese mit der Bahn oder dem Bus oder sie werde von der Schwester besucht. Mit einer unmittelbar neben ihr wohnenden Kollegin, die ebenfalls aus Äthiopien stamme, habe sie einen guten Kontakt und sie sehe sie täglich. Eine weitere Kollegin sehe sie etwa einmal im Monat (Urk. 9/58/23). Von den behandelnden P s ychiatern wird abweichend von den Ausführungen der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter sowohl vor als auch nach der Begutachtung ein sozia ler Rückzug mit lediglich Kontakt zur Schwester erwähnt (Urk. 9/29/3, Urk. 3/3 S. 1), so dass daraus kein zwi schen zeitlich verstärkter Rückzug abgeleitet werden kann. 4.4.5 I n Bezug auf die beweisrechtlich entscheidende Kategorie «Konsistenz» ist fest zuhalten, dass die Beschwerdeführerin einerseits den Haushalt selbständig erle digt und andererseits mit dem Training im Fitnessstudio alle drei Tage, den erwähnten sozialen Aktivitäten sowie der Lektüre von Zeitungen oder Büchern und dem Malen durch aus Freizeitaktivitäten vorhanden sind. Einzig ihre eigent lichen Hobbies, das Stricken und Nähen, übe sie seit längerem nicht mehr aus (Urk. 9/58/23). Mithin konnte sie auch mit der Erkrankung eine strukturierte Alltagsgestaltung aufrechterhalten. Dr. L.___ merkte dann auch an, dass die Ein schätzung der Beschwerdeführerin, sie sei zwei Stunden pro Tag zu einer beruf lichen Tätigkeit in der Lage, diskrepant zu den Aktivitäten in den Bere ichen Freizeit und Haushalt sei (Urk. 9/58/28). Die Beschwerdeführerin ist regelmässig in psychiatrischer Behandlung, es werden jedoch nur alle zwei bis drei Wochen Termine wahrgenommen. Der Spiegel des vers chriebenen Neuroleptikums lag im Gutachtenszeitpunkt sodann unter halb des Referenzbereich s. Die Beschwerdeführerin berichtete anlässlich der psychia tri schen Begutachtung, sie habe feststellen müssen, dass sich ihr Zustand mit der aktuellen Behandlung wohl nicht verbessern werde und sie sich jetzt auf die von den behandelnden Psychiatern empfohlene stationäre Behandlung einlassen könne (Urk. 9/58/28). Gemäss den behandelnden Psychiatern ist jedoch eine trau maspe zifische Behandlung zur Zeit nicht möglich (Urk. 9/44/4 ). Eine medika mentöse Anpassung oder eine andere Intensivierung der Therapie (wie zum Beispiel eine Erhöhung der Therapiefrequenz) ist nach der Begutachtung soweit ersichtlich nicht erfolgt (Urk. 3/3 S. 2 ). Insgesamt ist daher von einem mässigen Leidensdruck auszugehen. 4.4.6 Zusammenfassend ergibt sich aus der Gesamtwürdigung der Stand ardindi ka toren, dass insbesondere weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitä ten niveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch eine ressourcen hem mende Persönlichkeitsstruktur vorliegen. Im sozialen Lebenskontext ist ein krankheitsbedingter Rückzug allenfalls eingeschränkt erkennbar. Sodann ist eine Therapieresistenz nicht ausgewiesen, es ist jedoch von einer gewissen krankheits bedingten Unfähigkeit zur Therapieintensivierung auszugehen. Den a uf die depressive Episode zurückzuführenden Befunden eines eingeschränkten Antrieb s, einer leichten Einengung des formalen Gedankengang es und einer bedrückten Grundstimmung sowie der zusätzlich vorliegenden somatoformen Störung ist durch die von Dr. L.___ statuierte 70%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich als Reinigungskraft hinreichend Rechnung getragen, so dass kein triftiger Grund besteht, von seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzu weichen. Umgekehrt kann d er Einschätzung der behandelnden Fachärzte, wonach die Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähigkeit zu 80 % eingeschränkt sei, aufgrund der Prüfung der Standardindikatoren nicht gefolgt werden. Retrospektiv kann im Übrigen mangels Hinweisen auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung ebenfalls auf die gutachterliche Beurteilung abgestellt werden, wonach seit September 2016 von der genannten Arbeitsfähig keit auszugehen ist (Urk. 9/58/8 ). 5. Auf der Grundlage einer 70%igen Arbeitsfähigkeit im ang estammten Tätig keits bereich ab September 2016 erübrigt sich ein ordentlicher Einkommensvergleich. Sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen sind gestützt auf dieselbe Bemessungsgrundlage und der Invaliditätsgrad anhand eines Prozentvergleichs zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_463/2012 vom 3. August 2012 E. 4.2). Jener liegt demnach bei nicht rentenbegründend en 30 % (vgl. E. 1.2 vorstehend). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6. 6.1 Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fahrensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung (vgl. Urk. 10) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 6.2 Mit Verfügung vom 21. Januar 2020 (Urk. 10) wurde der Beschwerdeführerin Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. Da diese von der Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl. Urk. 10 Dispositiv-Ziffer 3), keinen Gebrauch gemacht hat, ist die Entschädigung ermessensweise ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist die Entschädigung von Amtes wegen auf Fr. 2’100.-- (inkl. Bar aus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. 6.3 Die Beschwerdeführerin ist abschliessend auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an die unentgeltliche Rechtsvertreterin verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Dina Rae wel, Zürich, wird mit Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dina Raewel - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin FehrEngesser

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00860 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser Urteil vom 16. November 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel Raewel Advokatur Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1985, von Beruf Pflegehelferin, ist stunden weise als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt tätig (Urk. 9/8, Urk. 9/15). Unter Hinweis auf Schmerzen in verschiedenen Körperregionen meldete sie sich am 9. November 2016 zur Früherfassung (Urk. 9/1) und am 6. Dezember 2016 zum Leistungsbezug (Urk. 9/8) bei der Invalidenversicherung an. Die Sozial versi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in der Folge erwerbliche (Urk. 9/14 ff.) und medizinische (Urk. 9/20 ff.) Abklärungen durch und teilte der Versicherten am 16. Juni 2017 mit, es seien keine beruflichen Eingliederungs massnahmen möglich (Urk. 9/25). Nachdem die IV-Stelle ergänzende medizini sche Unterlagen eingeholt hatte (Urk. 9/29 ff., Urk. 9/43 ff.), veranlasste sie ein bisdisziplinäres medizinisches Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie bei der Y.___ (Urk. 9/52), das am 10. April 2019 erstattet wurde (Urk. 9/58). Mit Vorbescheid vom 5. August 2019 stellte die IV-Stelle der Versi cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/62). Nachdem die Versicherte am 5. September 2019 dagegen Einwand erhoben hatte (Urk. 9/68 ), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Oktober 2019 den Rentenanspruch wie angekündigt (Urk. 9/72 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel, am 28. November 2019 Beschwerde mit den Anträgen, es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2019 aufzuheben und ihr eine volle (richtig: ganze) Invalidenrente - eventualiter eine Dreiviertelsrente - auszurichten. Sub even tualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In formeller Hinsicht stellte sie sodann Antrag auf unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1). Mit Beschwer deantwort vom 16. Januar 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Dies wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihr Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 1.3.1 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 1.3.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellen (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegehrens damit, dass die medizinischen Abklärungen ergeben hätten, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin und in allen anderen angepassten Tätigkeiten zu 30 % eingeschränkt sei. Dies ent spreche auch dem maximalen Invaliditätsgrad. D emnach habe sie keinen An spruch auf eine Invalidenrent e (Urk. 2 S. 1). 2.2 Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, die Ausführungen des psychia trischen Gutachters würden bestritten. Vielmehr sei mit den behandelnden Ärzten der p sychiatrischen K linik Z.___ davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer psychischen Beschwerden zu 80 % bis 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 1 S. 7). Ebenfalls bestritten werde die Feststellung der orthopädischen Gut achteri n, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Auch wenn für die Schmerzsymptomatik keine patholo g i schen Korrelate bestehen sollten, würde sich diese dennoch im Sinne einer an haltenden somatoformen Schmerzstörung invalidisierend auswirken und zu einer Arbeits un fähigkeit von mindestens 50 % führen (Urk. 1 S. 10 f.). In Bezug auf den diagnostizierten Schwankschwindel würden ferner noch Abklärungen laufen, so dass noch nicht klar sei, inwiefern dieser invalidisierend sei (Urk. 1 S. 11). 2.3 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwer de führerin zu Recht verneint hat. 3. 3.1 Dr. med. A.___, Oberarzt Orthopädie a n der Universitätsklinik B.___, stellte in seinem Bericht vom 7. April 2017 die folgenden Diagnosen (Urk. 9/20/6) : - f emoroacetabuläres PINCER- Impingement beidseitig - m ulti l okuläre Gelenk-/Knochenschmerzen seit 2012 - l umbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach Sturz 2012 auf die linke Hüfte / den Gesässbereich - Schwellung Unterschenkel beidseits links mehr als rechts unklarer Genese - Differentialdiagnose Lipomatose, im Rahmen Adipositas - p ersistierend in der Nacht - k eine Hypalbuminäe, proBNP im Normbereich, keine Niereninsuffizienz - p ersistierende schmerzhafte Resistenz im Mittelbauch unklarer Ätiologie - Sonographie Abdomen Spital C.___ am 20. Februar 2014: subkutanes Fettgewebe linker Oberbauc h und linke Flanke, keine Hinwei se auf Lipome - Status nach Globusgefühl unklarer Ätiologie, sonographisch kein Korrelat ( Sono Schilddrüse und cervical Spital C.___ 20. Februar 2014) - Adiposita s, gewollte Reduktion von 101 k g auf 95 kg in vier Monaten, aktuell erneute Gewichtszunahme auf 100 kg Dr. A.___ legte dar, die Beschwerden der Beschwerdeführerin könnten nicht kom plett auf die im MRI und den Röntgenbildern ersichtlichen Veränderungen zu rückgeführt werden. Da das Impingement -Zeiche n negativ sei, sei trotz der Impin gement-Konfiguration aus chirurgisch-orthopädischer Sicht kein sinnvolles Prozedere möglich. Die Beschwerdeführerin sei vom 25. November bis am 9. Dezember 2016 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/20/7). 3.2 In seinem Bericht vom 8. Juni 2017 attestierte Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der Beschwerdeführerin gestützt auf die Diag nosen multiokulärer Gelenk- und Knochenschmerzen, eines PINCER-Impin ge ments beidseits sowie eines lumbovertebralen Schmerzsyndroms eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. September bis am 6. November 2016 und eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab dem 7. November 2016. Er führte aus, es bestünden Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen und Sitzen sowie beim Heben von schwereren Lasten (Urk. 9/23/2). 3.3 Die Beschwerdeführerin begab sich a b dem 5. Dezember 2016 im Ambulatorium E.___ der Z.___ in psychiatrische Behandlung. Dr. med. F.___, Oberärztin, und Dr. med. G.___, Assistenzärztin, diagnostizierten am 23. Oktober 2017 eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1, Diffe ren tialdiagnose anhaltende Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung, ICD-10 F62.0 ; PTBS ) sowie eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0; Urk. 9/29/2). Die Beschwerdeführerin sei bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/29/4). In Verlaufsbericht en vom 4. April 2018 sowie vom 11. Oktober 2018 ging Dr. G.___ jeweils von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem letzten Bericht und einer um 80 % verminderten Leistungsfähigkeit der Beschwer deführerin aus (Urk. 9/36/2 f., Urk. 9/44/2 f. ). 3.4 Ebenfalls eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes stellte med. pract. H.___, Praktischer Arzt, in seinem Bericht vom 18. Mai 2018 fest. Er führte aus, die Arbeitsfähigkeit als Pflegehilfe habe in den letzten zehn Monaten je nach Schmerzexazerbation zwischen 10 und 40 % geschwankt, wobei mehr als drei Stunden an einem Tag unrealistisch zu sein schienen. In einer wechsel be l astenden, leichten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit allenfalls 50 % (Urk. 9/38/1). 3.5 Am 31. August 2018 stellten Dr. med. I.___, Oberärztin, und Dr. med. J.___, Assistenzärztin, von der Klinik für Rheumatologie des Universitäts spitals K.___ die folgenden zusätzlichen Diagnosen (Urk. 9/45/1 f.): - Haltungsinsuffizienz bei Fehlstatik - Vitamin D-Mangel - Subjektiv stark störende Halitosis - Verdacht auf gastroösophageale Refluxerkrankung - Intermittierende Dysphagie Die behandelnden Ärzte führten aus, es bestehe eine Haltungsinsuffizienz mit Fehlstatik, die zu den generalisierten Schmerzen beitrage. Die erneute ausführ liche Diagnostik habe keine Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-ent zündlichen rheumatologischen Erkrankung ergeben. Konventionell-radiologisch zeige sich eine beginnende Koxarthrose beidseits bei vorbestehendem femoro ace tabulärem PINCER- Impingement. Bei aktuell im Vordergrund stehender Schmerz symptomatik an den Füssen h ä tten sie eine Sonogra phie durchgeführt, wobei eine Ent hesiopathie der Achillessehnen beidseits mit Verkalkungen ansatznah am Calcaneus beidseits linksbetont habe objektiviert werden können bei zugrundelie genden ausgeprägten Knicksenkfüssen (Urk. 9/45/2 f.). 3.6 3.6.1 Im bidisziplinären Gutachten vom 10. April 2019 stellten die Gutachter der Y.___ die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 9/58/7): - l eicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) - s omatoforme Störung, nicht näher bezeichnet (ICD- 10 F45.9 ) Den folgenden Diagnosen massen die Experten keinen Einfluss auf die Arbeits fähigkeit zu (Urk. 9/58/7): - p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - u nspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung - Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss mit beginnendem Hallux rigidus beidseits - m assive Adipositas (BMI 40.3 kg/m 2 ) 3.6.2 Gemäss Dr. med. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stehe n für die Beschwerdeführerin Schmerzen von Seiten des Bewegungsapparates im Vor der grund des Beschwerdeerlebens, für die sich laut der orthopädischen Einschät zung keine pathologischen Korrelate hätten finden lassen. Die Orthopädin weise darauf hin, dass sich im Rahmen der Untersuchung Hinweise auf eine Verdeut lichung gezeigt hätten. Er schätze die Situation jedoch dennoch so ein, dass nach Abzug der Beschwerdebetonung ein Schmerzerleben plausibel sei, dies im Sinne einer psychosomatischen beziehungsweise somatoformen Symptomatik bei deut lich erkennbaren psychosozialen Belastungsfaktoren wie dem frühen Verlust der Eltern, dem Migrationshintergrund und dem Verlust der Arbeitsstelle. Die zu dis kutierende Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) liege nicht vor, da diese Diagnose einen sehr erheblichen Mindestschweregrad im Sinne eines andauernden, schweren und quälenden Schmerzes voraussetze, die Schm e rz symptomatik in diesem Ausmass liege nicht vor. Da auch kein wesentlicher organmedizinischer Hintergrund vorliege, ergebe sich am ehesten die Diagnose einer somatoformen Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F45.9). Die Be schw erdeführerin habe im Jahr 2005 eine schwere Gewalttat erlebt, sie sei in ihrem Heimatland Äthiopien wiederholt von einem Polizisten vergewaltigt worden, deswegen sei sie in die Schweiz geflohen. Seitdem habe sie eine post traumatische Störung mit Flashbacks, Albträumen und Vermeidungsverhalten entwickelt, diese dürfte auch zur genannten psychosomatischen Schmerzstörung beitragen. Nach Beschreibung der Beschwerdeführerin bestehe die posttrau ma tische Belastungsstörung durchgehend seit 2005, wobei sich aufdrängende Erin nerungen an die genannten Ereignisse durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen. Dies sei der Grund, weshalb die Symptomatik in der Vergangenheit, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig gewesen sei, geri nger ausgeprägt gewesen sei, da die berufliche Tätigkeit mit häufiger Ablenkung verbunden gewesen sei. In affektiver Hinsicht liege eine depressive Symptomatik vor, die sich nach Beschreibung der Beschwerdeführerin entwickelt habe, nachdem sie ihren Arbeitsplatz verloren habe. Es liege sicherlich eine durchaus deutliche de pressive Symptomatik vor, auf der anderen Seite gehe die Beschwerdeführerin auch positiv besetzten Aktivitäten nach, nehme unter anderem regelmässig soziale Kontakte wahr und bewältige ihren üblichen Alltag inklusive Hausarbeit problemlos, so dass hinsichtlich des Schweregrades von einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/32.1) aus zu gehe n sei. Die Beschwer deführerin berichte des Weiteren über Pseudohalluzinationen (Geräusche, Ge mur mel), wobei der diesbezügliche Leidensdruck gering sei, begleitende psycho tische Angst habe sich nicht gezeigt. Auffällig sei, das s der Ap riprazolspiegel sehr niedrig sei, dies weise auf eine unregelmässige Einnahme des im Zusammenhang mit den Halluzinationen verordneten Medikamentes hin. Die ätiologische Zuord nung der Halluzinationen sei schwierig und habe auch von der Z.___, wo die Beschwerdeführerin seit längerem in Behandlung stehe, nicht eindeutig vorge nommen werden können. Es könnte ein Zusammenhang mit der Depression, aber auch mit der posttraumatischen Belastungsstörung bestehen (Urk. 9/58/5 f.). 3.6.3 Anlässlich der orthopädische n Untersuchung durch Dr. med. M.___, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe die Beschwerdeführerin Schmerzen der gesamten Wirbelsäule und sämtlicher Gelenke beider Arme und Beine angegeben. Im Rahmen der Untersuchung habe sich eine geringgr adig eingeschränkt demonstrierte Seitneigung nach links und Rückneigung des Kopfes gezeigt. Die Brust- und Lendenwirbelsäule seien frei beweglich gewesen. Hinweise auf ei n e Reizung zervikaler, thorakaler oder lum baler Nervenwurzeln hätten sich nicht feststellen lassen. Auch im MRI der Hals wirbelsäule vom 1. September 2019 habe sich lediglich eine minimale foraminale Enge auf Höhe HWK 5/6 links bei mässiger Unkovertebral - und Fazetten gelenks arthrose ohne Neurokompression gezeigt. Bereits im MRI der Lendenwirbelsäule vom 20. Juni 2016 habe sich kein klares morphologisches Korrelat für die unspe zifische Lumbago der Beschwerdeführerin darstellen lassen. Das schmerzbedingte Ablehnen des Vorführens des Zehenspitzen- und Fersenganges sei diskrepant zum flüssigen Gangbild der Beschwerdeführerin. Sämtliche Gelenke beider oberer und unterer Extremitäten seien frei beweglich gewesen. Die Handfunktionen seien vollständig gewesen, wobei Schmerzen im Bereich des Daumengrund- und - endgelenkes b eidseits angegeben worden seien. Die Röntgenaufnahmen beider Hände im November 2016 seien unauffällig gewesen. Die Röntgenaufnahmen beider Hüftgelenke vom 4. November 2016 hätten eine Coxa profunda beidseits und eine Taillierungsstörung am Femurkopf /Halsübergang links anterior gezeigt. Im Arthro -MRI beider Hüftgelenke vom 25. November 2016 habe sich ein femoroacetabuläres Impingement beidseits darstellen lassen. Das Impingement -Zeichen sei jedoch beidseits negativ gewesen. An den Füssen hätten sich ein verbreiterter Mittelfuss, eine Absenkung des Quer- u nd Längs gewölbes und eine Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits gezeigt. Beide Grosszehengrundgelenke seien gering eingeschr änkt beweglich gewesen. In der Röntgenaufnahme beider Füsse vom 11. März 2019 hätten sich geringe degenerative Veränderungen beider Grosszehengrundgelenke sowie Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatz bereich der Achillessehnen beidseits dargestellt. Für die von der Versicherten angegebene n Schmerzen, Funktionseinsc hränkungen und Taubheitsgefühle fänden sich weder von orthopädisch- traumatologischer Seite noch neuroanatomisch ent sprechende pathologische Korrelate (Urk. 9/58/6 f.). 3.6.4 Die Experten kamen zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen sowie einer angepas sten Tätigkeit seit September 2016 zu 70 % arbeitsfähig, dies bei etwa sechs s tündiger täglicher Arbeit ohne Leistungsminderung (Urk. 9/58/8 f.). 3.7 Dr. med. N.___, Oberärztin, und Dr. med. O.___, Assistenzarzt, vom I nterdisziplinären Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen des Universitätsspitals K.___ stellten in ihrem Bericht vom 29. Juli 2019 neu die Diagn ose rezidivierender Episoden von Schwankschwindel mit Erstdiagnose im Jahr 2016 (Differentialdiagnosen vestibuläre Migräne oder funktionell). Die Be schwerdeführerin habe von seit dem Jahr 2016 bestehenden, täglich auftretenden und jeweils einige Minuten anhaltenden Episoden von Schwank- und Dreh schwindel berichtet. Diese träten beim Gehen auf, in Ruhe bestünden keine Be schwerden. Zusätzlich beschreibe sie ein intermittierende s Ohrgeräusch rechts und teilweise rechtsseitige Kopfschmerzen. Die neuro- otologische Untersuchung sei unauffällig gewesen, es bestehe kein fokal neurologisches Defizit (Urk. 9/67/1). Zur weiteren diagnostischen Einordnung w ü rde n eine ergänzende apparative Vestibularisdiagnostik sowie ein cMRI und ein MRI der Felsenbeine durchgeführt (Urk. 9/67/2). 3.8 Das am 17. September 2019 durchgeführte MRI des Felsenbeins zeigte keine Hinweise auf eine akute oder abgelaufene Ischämie oder Blutung, keine Raum forderung oder pathologische KM-Aufnahme im KHBW ( Kleinhirnbrückenwinkel ) sowie kein en Hinweis auf einen Gefässnerven-Konflikt des Nervus vestibulo coch learis (Urk. 9/74/1). 3.9 Im mit der Beschwerde eingereichten Bericht vom 25. November 2019 hielten Dr. P.___ und Dr. Q.___ von der Z.___ fest, es best ünden eine all gemein verminderte Leistungsfähigkeit mit eingeschränkter Belastbarkeit, erhöh ter Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen und einer verminderten Auf fas sungs fähigkeit sowie ein ausgeprägtes Gedankenkreisen. Hinzu kämen inter ak tionelle Schwierigkeiten bei vermehrtem Misstrauen ( Urk. 3/3 S. 1 ). 4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auf das psychiatrisch -orthopädische Gutachten vom 10. April 2019. Es ist daher vorab auf dessen Beweiswert einzugehen. Die Expertise basiert auf umfassenden psychiatrischen und orthopädisch-trau matologischen Untersuchungen (Urk. 9/58/20 ff., Urk. 9/58/40 ff. ) und wurde in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt (Urk. 9/58/13 ff.). Die Beschwerde führerin konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen ihre aktuellen Be schwerden schildern und wurde von diesen jeweils — soweit fachspezifisch erfor derlich — eingehend befragt. Sie konnte sich insbesondere zu verschiedenen The menbereichen wie dem beruflichen Werdegang sowie dem gewöhnlichen Ta ges ablauf äussern (Urk. 9/58/22 f., Urk. 9/58/38 ). Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Diagnostik Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und nachvollziehbar erläutert wurden ( Urk. 9/58/5 ff., Urk. 9/58/26 ff., Urk. 9/58/43 ff. ). Die Gutachter nahmen ausserdem Stellung zu vorangegangenen ärztlic hen Beurteilungen ( Urk. 9/58/28 f., Urk. 9/58/45 f. ). Gesamthaft erfüllt das Y.___ -Gutachten somit die vom Bundesgericht festgelegten formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1. 4 vorstehend). 4.2 4.2.1 In somatischer Hinsicht diag nostizierte die orthopädische Gutachterin Dr. M.___ ein unspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung, beidseitige Senk-Spreiz-Platt-Knickfüsse mit beginnendem Hallux rigidus beidseits sowie eine massive Adipositas, wobei sie keine m dieser Leiden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass (Urk. 9/58/7). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, sie leide seit 2012 an wechselnden Gelenk- und Muskelschmerzen, wobei sich der Schmerz seit 2014 verstärkt habe und aktuell konstant vorhanden sei. Mit Verweis auf zah l reiche Arztberichte bestreite sie die Ausführungen von Dr. M.___, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Insbesondere sei mehrfach eine Koxarthrose beidseitig bei femoroacetabulärem PINCER- Impingement radiologisch nachgewiesen worden und aktuelle Fotoaufnahmen der Füsse zeigten, dass die beklagten Fussschmerzen objektivierbar seien (Urk. 1 S. 9 f.). Dr. M.___ bestätigte, dass sich im Ant hr o -MRI beider Hüftgelenke vom 25. Novem ber 2016 ein femoroacetabuläres Impingement beidseits zeigte (Urk. 9/58/6), mithin durchaus ein bildgebend objektivierbarer Befund vorliegt. Entscheidend sind jedoch nicht so sehr die bildgebenden Befunde, sondern die funktionellen Einschränkungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_484/2013 vom 12. August 2013). Diesbezüglich hielt Dr. M.___ - übereinstimmend mit dem behandelnden Orthopäden Dr. A.___ (Urk. 9/20/7) - fest, das Impingementzeichen sei negativ gewesen (Urk. 9/58/6). Sodann seien beide Hüftgelenke seitengleich frei beweglich (Urk. 9/58/42). Insgesamt sind somit funktionelle Auswirkungen der bildgebend festgestellten Impingementkonfiguration nicht nachgewiesen und es ist nicht zu beanstanden, dass Dr. M.___ diesbezüglich keine e igenständige Diagnose stellte. Hinsichtlich der Fuss- und Fersenschmerzen stellte Dr. M.___ in Überein stim mung mit den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie (Urk. 9/45/2) durchaus objektive Befunde wie einen verbreiterten Mittelfuss mit Absenkung des Quer- und Längsgewölbes mit Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits fest sowie auf den Röntgenbildern ersichtliche geringe degenerative Veränderungen bei der Grosszehengrundgelenke und Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatzbe reich der Achillessehne beidseits (Urk. 9/58/43), mass diesen Befunden jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 9/58/6). Ärztliche Berichte, die diesen Beschwerden eine Einschränku ng der Arbeitsfähigkeit zuschrei ben, liegen keine vor. Auch die von der Beschwerdeführerin eingereichte Fotografie der Füsse (Urk. 3/4) vermag eine diesbezügliche Einschränkung nicht zu belegen. Es ist daher auf die Einschätzung von Dr. M.___ abzustellen. Was die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen an der Wirbelsäule und den weiteren Gelenken betrifft, hielt Dr. M.___ w eder klinisch noch bild ge bend objektive Befunde fest, die diese erklären könnten (Urk. 9/58/43). Dies stimmt grundsätzlich auch mit der Beurteilung durch die behandelnden Ärzte überein. So hielt D r. A.___ in seinem Bericht vom 7. April 2017 fest, die Be schwerden könnten nicht komplett auf die Veränderungen, die im MRI und im Röntgenbild ersichtlich gewesen seien, zurückgeführt werden. An obje ktiven Befunden führte er led ig lich die Impingement -Konfiguration der Hüft e auf (Urk. 9/20/6 f.). Die von Dr. D.___ festgestellte Arbeitsfähigkeit von 50 % mit Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen, Sitzen und Heben von schweren Lasten beruht sodann nicht auf objektiven Befunden, sondern auf den Schmerz angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 9/23/2). Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-entzündlichen Erkrankung hätten sich gemäss den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie ebenfalls keine ergeben (Urk. 9/45/2). Die Beurteilung der somatischen Beschwerden der Beschwerdeführerin ist somit nicht zu beanstanden. 4.2.2 Die Beschwerdeführeri n brachte weiter vor, es würden noch Abklärungen bezüg lich des diagnost izierten Schwankschwindels durchgeführt, so dass noch nicht klar sei, inwiefern sich dieser invalidisierend auswirke (Urk. 1 S. 11). Dazu ist zu bemerken, dass diese Schwindelbeschwerden - laut Bericht des K.___ vom 29. Juli 2019 (Urk. 9/67/1) - bereits seit dem Jahr 2016 vorliegen, mithin bereits im Zeit punkt der Begutachtung bestanden, die Beschwerdeführerin sie gegenüber den Gutachtern jedoch nicht erwähnte. Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass sie damals durch die geltend gemachten Schwindelbeschwerden nicht, oder jeden falls nicht erheblich eingeschränkt war. Dafür, dass sich die Beschwerden seit diesem Zeitpunkt verschlechtert hätten, liegen keine Anhaltspunkte vor. Es ist somit nicht überw iegend wahrscheinlich, dass die Schwindelbeschwerden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben, auch wenn die noch durchzuführenden - bisher ergebnislos gebliebenen (vgl. Urk. 9/67/1, Urk. 9/74/1) - Abklärungen eine allfällige organische Ursache der Beschwerden zu eruieren vermöchten. Entgegen dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin ist daher von weiteren medizini schen Abklärungen abzusehen, da von diesen keine neu en entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3). 4.3 4.3.1 In psychiatrischer Hinsicht stellte Dr. L.___ die Diagnosen einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) und einer nicht näher be zeichneten somatoformen Störung (ICD-10 F45.9) mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit sowie einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F45.9), welche die Arbeitsfähigkeit nicht einschränke n (Urk. 9/58/7). Die Beschwerde führerin brachte dagegen vor, bei ihr lägen entgegen der Ansicht von Dr. L.___ andauernde Schmerzen in verschiedenen anatomischen Regionen in einem Aus mass vor, das die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung rechtfertige (Urk. 1 S. 10 f.). I n diesem Zusammenhang ist zunächst darauf hinzuweisen, dass nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens entscheidend ist, sondern die zugrundeliegenden psychiatrischen Befunde (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_782/2012 vom 22. Oktober 2013 E. 4.3.3). Die psychiatrische Exploration kann sodann von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen und dem begutachtenden Psychiater bleibt praktisch immer ein gewisser Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2017 vom 28. November 2017 E. 4.3 mit Hinweis auf das Urteil des Bun desgerichts 8C_839/2013 vom 13. März 2014 E. 4.2.2.1). Angesichts der von Dr. M.___ anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellten Beschwerdever deutlichung sowie des von Dr. L.___ selbst beobachteten nicht auffallend schmerzgeplagten Eindruck s, erscheint es nachvollziehbar, dass Dr. L.___ die für eine somatoforme Schmerzstörung erforderliche Ausprägung der Beschwerden verneinte und die Diagnose einer nicht näher bezeichneten somatoformen Stö rung stellte (Urk. 9/58/26), zumal auch die behandelnden Psychiater lediglich eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0 ; Urk. 9/29/2 ) diagnostizierten. Was die von der Beschwerdeführerin ferner vorgebrachten Anzeichen für eine andauernde Pe r sönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) betrifft (Urk. 1 S. 8), ist festzuhalten, dass diese Diagnose und die dafür erforderlichen psychiatrischen Befunde von Dr. L.___ ausdrücklich verworfen wurden. So konnte er insbesondere das für die Diagnose erforderliche generelle Misstrauen gegenüber der Welt nicht feststellen, sondern erlebte die Beschwerdeführerin als der Welt zugewandt. Auch zeige die Beschwerdeführerin zwar eine depressive Symptomatik, jedoch nicht im Sinne von Leere oder Hoffnungslosigkeit (Urk. 9/58/28). Ferner stellten auch die behandelnden Psychiater die genannte Diagnose jeweils nur im Sinne einer Differential- und Verdachtsdiagnose (Urk. 9/29/2, Urk. 3/3 S. 1). 4.3.2 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. L.___ der posttraumatischen Belastungsstörung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumesse (Urk. 1 S. 7 ). Dazu ist einerseits festzuhalten, dass Dr. L.___ bezüglich der von den behandelnden Psychiatern festgestellten depressiven Symptomatik, die diese wohl als Teil der posttraumatischen Belastungsstörung ansahen, die zusätzliche Diagnose einer depressiven Episode stellte, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (Urk. 9/58/28). Andererseits hielt er fest, dass sich die aufdrängenden Erinnerungen an die Vergewaltigungen durch den Polizisten durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen, so dass die Symptomatik geringer ausgeprägt gewesen sei, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig und dadurch abgelenkt war. Unter diesen Umständen und angesichts der Tat sache, dass die Beschwerdeführerin trotz der seit dem Jahr 2005 bestehenden PTBS während mehr als 10 Jahren arbeitstätig war, ist von einer - abgesehen von der durch Dr. L.___ im Rahmen einer separaten Diagnose ausgeklammerten depressiven Symptomatik - fehlenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die PTBS auszugehen, zumal für die Darstellung der Beschwerdeführerin, die fort gesetzte Arbeitstätigkeit habe ihre psychische Gesundheit schwer beeinträchtigt (Urk. 1 S. 7), keine Anh altspunkte bestehen. D ie behandelnden Ärzte erwähnten diesbezüglich lediglich den Versuch einer Kompensation durch Arbeiten (Urk. 9/36/4) und leiteten daraus keine Folgen ab. 4.4 4.4.1 Im Folgenden ist die Frage na ch den Auswirkungen der psychischen Erkran kungen auf das funktionelle Leistungsvermögen rechtsprechungsgemäss unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beant worten (BGE 143 V 418 E. 6 ). 4.4.2 Z um Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass Dr. L.___ gestützt auf die Befunde des leicht auf die Schmerzen eingeengten formalen Gedan kengangs, des reduzierten Antriebs und der bedrückten Grundstimmung mit reduzierter affektiver Schwingungsfähigkeit (Urk. 9/58/25) nachvollziehbar auf eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) schloss, der ein leichter bis mittlerer Schweregrad inhärent ist. Ferner diagnostizierte er eine nicht näher bezeichnete somatoforme Störung (ICD-10 F45.9), wobei er die anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellte Verdeutlichung aus klam merte und daher die schwerwiegendere Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung ausschloss (Urk. 9/58/5). Insgesamt ist daher von einer höchs tens mittelgradigen Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde auszugehen. Zum Indikator «Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz» ist anzu merken, dass die Beschwerdeführerin seit dem 5. Dezember 2016 eine ambulante psychiatrische Behandlung mit Gesprächsterminen alle zwei bis drei Wochen wahrnimmt (Urk. 9/29/3). Eine traumaspezifische Behandlung konnte laut den behandelnden Psychiatern bisher nicht durchgeführt werden, da der Zustand der Beschwerdeführerin bisher zu instabil gewesen sei (Urk. 9/44/4). Dr. L.___ empfahl, zunächst die medi k amentöse Therapie zu optimieren. Sollte dies zu keiner Besserung führen sei eine Therapieintensivierung im Sinne einer teil- oder vollstationären Behandlung in Betracht zu ziehen (Urk. 9/58/9). Es liegen mithin noch Möglichkeiten zur Therapieoptimierung vor, eine Therapieresistenz ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Die Angaben zur derzeitigen beruflichen Eingliederung der Beschwerdeführerin sind widersprüchlich. Einerseits wurde im ort hopädisch- traumatologischen Teil gut achten festgehalten, «seit 2014 bis heute» arbeite sie in der Reinigung, ande r seits wurde ein paar Zeilen weiter ausgeführt, seit Juni 2018 sei sie anhaltend krankgeschrieben (Urk. 9/58/38). Der psychiatrische Teilgutachter wiederum vermerkte, dass die Beschwerdeführerin seit Ende 2016 nicht mehr beruflich tätig sei (Urk. 9/58/27). Im Fragebogen für Versicherte vom 22. Januar 2019 (Urk. 9/58/ 57) gab die Beschwerdeführerin den Juni 2018 als letzten Arbeits monat an. Bemühungen, die - zumutbare - angestammte oder eine andere an ge passte Tätigkeit ( wieder ) aufzunehmen, sind aus den Akten ebenso wenig ersicht lich wie andere Eingliederungsversuche. Zu den Komorbiditäten ist festzuhalten, dass Dr. L.___ sowohl der depressiven Episode als auch der somatoformen Störung Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu schrieb (Urk. 9/58/27). Es sind somit ressourcenhemmend e Komorbiditäten vor handen. Der PTB S sowie den somatischen Diagno sen kommt als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit keine zusätzliche ressourcenhemmende Wirkung zu. 4.4.3 In Bezug auf die Pers önlichkeit der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass weder eine Persönlichkeitsstörung noch akzentuierte Persönlichkeitszüge vorlie gen. Von der Persönlichkeit her ist sie verträglich, kontaktfreudig und offen ( Urk. 9/58/25 ). Der Persönlichkeitsstruktur ist in Anbetracht dieser Umstände keine ressourcenhemmende Wirkung beizumessen. 4.4.4 Zum sozialen Lebenskontext gab die Beschwerdeführerin an, sie habe einen sehr guten Kontakt zu ihrer Schwester. Sie sehe sie etwa dreimal in der Woche, entweder besuche sie diese mit der Bahn oder dem Bus oder sie werde von der Schwester besucht. Mit einer unmittelbar neben ihr wohnenden Kollegin, die ebenfalls aus Äthiopien stamme, habe sie einen guten Kontakt und sie sehe sie täglich. Eine weitere Kollegin sehe sie etwa einmal im Monat (Urk. 9/58/23). Von den behandelnden P s ychiatern wird abweichend von den Ausführungen der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter sowohl vor als auch nach der Begutachtung ein sozia ler Rückzug mit lediglich Kontakt zur Schwester erwähnt (Urk. 9/29/3, Urk. 3/3 S. 1), so dass daraus kein zwi schen zeitlich verstärkter Rückzug abgeleitet werden kann. 4.4.5 I n Bezug auf die beweisrechtlich entscheidende Kategorie «Konsistenz» ist fest zuhalten, dass die Beschwerdeführerin einerseits den Haushalt selbständig erle digt und andererseits mit dem Training im Fitnessstudio alle drei Tage, den erwähnten sozialen Aktivitäten sowie der Lektüre von Zeitungen oder Büchern und dem Malen durch aus Freizeitaktivitäten vorhanden sind. Einzig ihre eigent lichen Hobbies, das Stricken und Nähen, übe sie seit längerem nicht mehr aus (Urk. 9/58/23). Mithin konnte sie auch mit der Erkrankung eine strukturierte Alltagsgestaltung aufrechterhalten. Dr. L.___ merkte dann auch an, dass die Ein schätzung der Beschwerdeführerin, sie sei zwei Stunden pro Tag zu einer beruf lichen Tätigkeit in der Lage, diskrepant zu den Aktivitäten in den Bere ichen Freizeit und Haushalt sei (Urk. 9/58/28). Die Beschwerdeführerin ist regelmässig in psychiatrischer Behandlung, es werden jedoch nur alle zwei bis drei Wochen Termine wahrgenommen. Der Spiegel des vers chriebenen Neuroleptikums lag im Gutachtenszeitpunkt sodann unter halb des Referenzbereich s. Die Beschwerdeführerin berichtete anlässlich der psychia tri schen Begutachtung, sie habe feststellen müssen, dass sich ihr Zustand mit der aktuellen Behandlung wohl nicht verbessern werde und sie sich jetzt auf die von den behandelnden Psychiatern empfohlene stationäre Behandlung einlassen könne (Urk. 9/58/28). Gemäss den behandelnden Psychiatern ist jedoch eine trau maspe zifische Behandlung zur Zeit nicht möglich (Urk. 9/44/4 ). Eine medika mentöse Anpassung oder eine andere Intensivierung der Therapie (wie zum Beispiel eine Erhöhung der Therapiefrequenz) ist nach der Begutachtung soweit ersichtlich nicht erfolgt (Urk. 3/3 S. 2 ). Insgesamt ist daher von einem mässigen Leidensdruck auszugehen. 4.4.6 Zusammenfassend ergibt sich aus der Gesamtwürdigung der Stand ardindi ka toren, dass insbesondere weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitä ten niveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch eine ressourcen hem mende Persönlichkeitsstruktur vorliegen. Im sozialen Lebenskontext ist ein krankheitsbedingter Rückzug allenfalls eingeschränkt erkennbar. Sodann ist eine Therapieresistenz nicht ausgewiesen, es ist jedoch von einer gewissen krankheits bedingten Unfähigkeit zur Therapieintensivierung auszugehen. Den a uf die depressive Episode zurückzuführenden Befunden eines eingeschränkten Antrieb s, einer leichten Einengung des formalen Gedankengang es und einer bedrückten Grundstimmung sowie der zusätzlich vorliegenden somatoformen Störung ist durch die von Dr. L.___ statuierte 70%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich als Reinigungskraft hinreichend Rechnung getragen, so dass kein triftiger Grund besteht, von seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzu weichen. Umgekehrt kann d er Einschätzung der behandelnden Fachärzte, wonach die Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähigkeit zu 80 % eingeschränkt sei, aufgrund der Prüfung der Standardindikatoren nicht gefolgt werden. Retrospektiv kann im Übrigen mangels Hinweisen auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung ebenfalls auf die gutachterliche Beurteilung abgestellt werden, wonach seit September 2016 von der genannten Arbeitsfähig keit auszugehen ist (Urk. 9/58/8 ). 5. Auf der Grundlage einer 70%igen Arbeitsfähigkeit im ang estammten Tätig keits bereich ab September 2016 erübrigt sich ein ordentlicher Einkommensvergleich. Sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen sind gestützt auf dieselbe Bemessungsgrundlage und der Invaliditätsgrad anhand eines Prozentvergleichs zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_463/2012 vom 3. August 2012 E. 4.2). Jener liegt demnach bei nicht rentenbegründend en 30 % (vgl. E. 1.2 vorstehend). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6. 6.1 Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fahrensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung (vgl. Urk. 10) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 6.2 Mit Verfügung vom 21. Januar 2020 (Urk. 10) wurde der Beschwerdeführerin Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. Da diese von der Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl. Urk. 10 Dispositiv-Ziffer 3), keinen Gebrauch gemacht hat, ist die Entschädigung ermessensweise ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist die Entschädigung von Amtes wegen auf Fr. 2’100.-- (inkl. Bar aus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. 6.3 Die Beschwerdeführerin ist abschliessend auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an die unentgeltliche Rechtsvertreterin verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Dina Rae wel, Zürich, wird mit Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dina Raewel - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin FehrEngesser

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2019.00860 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser Urteil vom 16. November 2020

IV.2019.00860

IV.2019.00860

IV.2019.00860 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser

Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Engesser

Urteil vom 16. November 2020

Urteil vom 16. November 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel

vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel Raewel Advokatur

Raewel Advokatur Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich

Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1985, von Beruf Pflegehelferin, ist stunden weise als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt tätig (Urk. 9/8, Urk. 9/15). Unter Hinweis auf Schmerzen in verschiedenen Körperregionen meldete sie sich am 9. November 2016 zur Früherfassung (Urk. 9/1) und am 6. Dezember 2016 zum Leistungsbezug (Urk. 9/8) bei der Invalidenversicherung an. Die Sozial versi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in der Folge erwerbliche (Urk. 9/14 ff.) und medizinische (Urk. 9/20 ff.) Abklärungen durch und teilte der Versicherten am 16. Juni 2017 mit, es seien keine beruflichen Eingliederungs massnahmen möglich (Urk. 9/25). Nachdem die IV-Stelle ergänzende medizini sche Unterlagen eingeholt hatte (Urk. 9/29 ff., Urk. 9/43 ff.), veranlasste sie ein bisdisziplinäres medizinisches Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie bei der Y.___ (Urk. 9/52), das am 10. April 2019 erstattet wurde (Urk. 9/58). Mit Vorbescheid vom 5. August 2019 stellte die IV-Stelle der Versi cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/62). Nachdem die Versicherte am 5. September 2019 dagegen Einwand erhoben hatte (Urk. 9/68 ), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Oktober 2019 den Rentenanspruch wie angekündigt (Urk. 9/72 = Urk. 2).

1. X.___, geboren 1985, von Beruf Pflegehelferin, ist stunden weise als Haushaltshilfe in einem Privathaushalt tätig (Urk. 9/8, Urk. 9/15). Unter Hinweis auf Schmerzen in verschiedenen Körperregionen meldete sie sich am 9. November 2016 zur Früherfassung (Urk. 9/1) und am 6. Dezember 2016 zum Leistungsbezug (Urk. 9/8) bei der Invalidenversicherung an. Die Sozial versi che rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in der Folge erwerbliche (Urk. 9/14 ff.) und medizinische (Urk. 9/20 ff.) Abklärungen durch und teilte der Versicherten am 16. Juni 2017 mit, es seien keine beruflichen Eingliederungs massnahmen möglich (Urk. 9/25). Nachdem die IV-Stelle ergänzende medizini sche Unterlagen eingeholt hatte (Urk. 9/29 ff., Urk. 9/43 ff.), veranlasste sie ein bisdisziplinäres medizinisches Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie und Psychiatrie bei der Y.___ (Urk. 9/52), das am 10. April 2019 erstattet wurde (Urk. 9/58). Mit Vorbescheid vom 5. August 2019 stellte die IV-Stelle der Versi cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 9/62). Nachdem die Versicherte am 5. September 2019 dagegen Einwand erhoben hatte (Urk. 9/68 ), verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Oktober 2019 den Rentenanspruch wie angekündigt (Urk. 9/72 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel, am 28. November 2019 Beschwerde mit den Anträgen, es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2019 aufzuheben und ihr eine volle (richtig: ganze) Invalidenrente - eventualiter eine Dreiviertelsrente - auszurichten. Sub even tualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In formeller Hinsicht stellte sie sodann Antrag auf unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1). Mit Beschwer deantwort vom 16. Januar 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Dies wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihr Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (Urk. 10).

2. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Dina Raewel, am 28. November 2019 Beschwerde mit den Anträgen, es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. Oktober 2019 aufzuheben und ihr eine volle (richtig: ganze) Invalidenrente - eventualiter eine Dreiviertelsrente - auszurichten. Sub even tualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In formeller Hinsicht stellte sie sodann Antrag auf unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1). Mit Beschwer deantwort vom 16. Januar 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Dies wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 21. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht, gleichzeitig wurde ihr die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihr Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3

1.3 1.3.1 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.3.1 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.3.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).

1.3.2 Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen). Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizi nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).

Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). 1.3.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):

1.3.3 Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1): - Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) - Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)

Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1) - Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)

Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1) - Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)

Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2) - Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)

Komorbiditäten (E. 4.3.1.3) - Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2)

Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res sourcen, E. 4.3.2) - Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)

Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3) - Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)

Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4) - gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich baren Lebensbereichen (E. 4.4.1) - behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2)

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens druck (E. 4.4.2) Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).

Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4). 1.4 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellen (BGE 125 V 351 E. 3a).

1.4 Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu geben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab stellen (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegehrens damit, dass die medizinischen Abklärungen ergeben hätten, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin und in allen anderen angepassten Tätigkeiten zu 30 % eingeschränkt sei. Dies ent spreche auch dem maximalen Invaliditätsgrad. D emnach habe sie keinen An spruch auf eine Invalidenrent e (Urk. 2 S. 1).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegehrens damit, dass die medizinischen Abklärungen ergeben hätten, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin und in allen anderen angepassten Tätigkeiten zu 30 % eingeschränkt sei. Dies ent spreche auch dem maximalen Invaliditätsgrad. D emnach habe sie keinen An spruch auf eine Invalidenrent e (Urk. 2 S. 1). 2.2 Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, die Ausführungen des psychia trischen Gutachters würden bestritten. Vielmehr sei mit den behandelnden Ärzten der p sychiatrischen K linik Z.___ davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer psychischen Beschwerden zu 80 % bis 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 1 S. 7). Ebenfalls bestritten werde die Feststellung der orthopädischen Gut achteri n, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Auch wenn für die Schmerzsymptomatik keine patholo g i schen Korrelate bestehen sollten, würde sich diese dennoch im Sinne einer an haltenden somatoformen Schmerzstörung invalidisierend auswirken und zu einer Arbeits un fähigkeit von mindestens 50 % führen (Urk. 1 S. 10 f.). In Bezug auf den diagnostizierten Schwankschwindel würden ferner noch Abklärungen laufen, so dass noch nicht klar sei, inwiefern dieser invalidisierend sei (Urk. 1 S. 11).

2.2 Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, die Ausführungen des psychia trischen Gutachters würden bestritten. Vielmehr sei mit den behandelnden Ärzten der p sychiatrischen K linik Z.___ davon auszugehen, dass sie aufgrund ihrer psychischen Beschwerden zu 80 % bis 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 1 S. 7). Ebenfalls bestritten werde die Feststellung der orthopädischen Gut achteri n, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Auch wenn für die Schmerzsymptomatik keine patholo g i schen Korrelate bestehen sollten, würde sich diese dennoch im Sinne einer an haltenden somatoformen Schmerzstörung invalidisierend auswirken und zu einer Arbeits un fähigkeit von mindestens 50 % führen (Urk. 1 S. 10 f.). In Bezug auf den diagnostizierten Schwankschwindel würden ferner noch Abklärungen laufen, so dass noch nicht klar sei, inwiefern dieser invalidisierend sei (Urk. 1 S. 11). 2.3 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwer de führerin zu Recht verneint hat.

2.3 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwer de führerin zu Recht verneint hat. 3.

3. 3.1 Dr. med. A.___, Oberarzt Orthopädie a n der Universitätsklinik B.___, stellte in seinem Bericht vom 7. April 2017 die folgenden Diagnosen (Urk. 9/20/6) :

3.1 Dr. med. A.___, Oberarzt Orthopädie a n der Universitätsklinik B.___, stellte in seinem Bericht vom 7. April 2017 die folgenden Diagnosen (Urk. 9/20/6) : - f emoroacetabuläres PINCER- Impingement beidseitig

f emoroacetabuläres PINCER- Impingement beidseitig - m ulti l okuläre Gelenk-/Knochenschmerzen seit 2012

m ulti l okuläre Gelenk-/Knochenschmerzen seit 2012 - l umbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach Sturz 2012 auf die linke Hüfte / den Gesässbereich

l umbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach Sturz 2012 auf die linke Hüfte / den Gesässbereich - Schwellung Unterschenkel beidseits links mehr als rechts unklarer Genese

Schwellung Unterschenkel beidseits links mehr als rechts unklarer Genese - Differentialdiagnose Lipomatose, im Rahmen Adipositas

Differentialdiagnose Lipomatose, im Rahmen Adipositas - p ersistierend in der Nacht

p ersistierend in der Nacht - k eine Hypalbuminäe, proBNP im Normbereich, keine Niereninsuffizienz

k eine Hypalbuminäe, proBNP im Normbereich, keine Niereninsuffizienz - p ersistierende schmerzhafte Resistenz im Mittelbauch unklarer Ätiologie

p ersistierende schmerzhafte Resistenz im Mittelbauch unklarer Ätiologie - Sonographie Abdomen Spital C.___ am 20. Februar 2014: subkutanes Fettgewebe linker Oberbauc h und linke Flanke, keine Hinwei se auf Lipome

Sonographie Abdomen Spital C.___ am 20. Februar 2014: subkutanes Fettgewebe linker Oberbauc h und linke Flanke, keine Hinwei se auf Lipome - Status nach Globusgefühl unklarer Ätiologie, sonographisch kein Korrelat ( Sono Schilddrüse und cervical Spital C.___ 20. Februar 2014)

Status nach Globusgefühl unklarer Ätiologie, sonographisch kein Korrelat ( Sono Schilddrüse und cervical Spital C.___ 20. Februar 2014) - Adiposita s, gewollte Reduktion von 101 k g auf 95 kg in vier Monaten, aktuell erneute Gewichtszunahme auf 100 kg

Adiposita s, gewollte Reduktion von 101 k g auf 95 kg in vier Monaten, aktuell erneute Gewichtszunahme auf 100 kg Dr. A.___ legte dar, die Beschwerden der Beschwerdeführerin könnten nicht kom plett auf die im MRI und den Röntgenbildern ersichtlichen Veränderungen zu rückgeführt werden. Da das Impingement -Zeiche n negativ sei, sei trotz der Impin gement-Konfiguration aus chirurgisch-orthopädischer Sicht kein sinnvolles Prozedere möglich. Die Beschwerdeführerin sei vom 25. November bis am 9. Dezember 2016 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/20/7).

Dr. A.___ legte dar, die Beschwerden der Beschwerdeführerin könnten nicht kom plett auf die im MRI und den Röntgenbildern ersichtlichen Veränderungen zu rückgeführt werden. Da das Impingement -Zeiche n negativ sei, sei trotz der Impin gement-Konfiguration aus chirurgisch-orthopädischer Sicht kein sinnvolles Prozedere möglich. Die Beschwerdeführerin sei vom 25. November bis am 9. Dezember 2016 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/20/7). 3.2 In seinem Bericht vom 8. Juni 2017 attestierte Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der Beschwerdeführerin gestützt auf die Diag nosen multiokulärer Gelenk- und Knochenschmerzen, eines PINCER-Impin ge ments beidseits sowie eines lumbovertebralen Schmerzsyndroms eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. September bis am 6. November 2016 und eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab dem 7. November 2016. Er führte aus, es bestünden Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen und Sitzen sowie beim Heben von schwereren Lasten (Urk. 9/23/2).

3.2 In seinem Bericht vom 8. Juni 2017 attestierte Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der Beschwerdeführerin gestützt auf die Diag nosen multiokulärer Gelenk- und Knochenschmerzen, eines PINCER-Impin ge ments beidseits sowie eines lumbovertebralen Schmerzsyndroms eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. September bis am 6. November 2016 und eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ab dem 7. November 2016. Er führte aus, es bestünden Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen und Sitzen sowie beim Heben von schwereren Lasten (Urk. 9/23/2). 3.3 Die Beschwerdeführerin begab sich a b dem 5. Dezember 2016 im Ambulatorium E.___ der Z.___ in psychiatrische Behandlung. Dr. med. F.___, Oberärztin, und Dr. med. G.___, Assistenzärztin, diagnostizierten am 23. Oktober 2017 eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1, Diffe ren tialdiagnose anhaltende Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung, ICD-10 F62.0 ; PTBS ) sowie eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0; Urk. 9/29/2). Die Beschwerdeführerin sei bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/29/4).

3.3 Die Beschwerdeführerin begab sich a b dem 5. Dezember 2016 im Ambulatorium E.___ der Z.___ in psychiatrische Behandlung. Dr. med. F.___, Oberärztin, und Dr. med. G.___, Assistenzärztin, diagnostizierten am 23. Oktober 2017 eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1, Diffe ren tialdiagnose anhaltende Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung, ICD-10 F62.0 ; PTBS ) sowie eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0; Urk. 9/29/2). Die Beschwerdeführerin sei bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 9/29/4). In Verlaufsbericht en vom 4. April 2018 sowie vom 11. Oktober 2018 ging Dr. G.___ jeweils von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem letzten Bericht und einer um 80 % verminderten Leistungsfähigkeit der Beschwer deführerin aus (Urk. 9/36/2 f., Urk. 9/44/2 f. ).

In Verlaufsbericht en vom 4. April 2018 sowie vom 11. Oktober 2018 ging Dr. G.___ jeweils von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem letzten Bericht und einer um 80 % verminderten Leistungsfähigkeit der Beschwer deführerin aus (Urk. 9/36/2 f., Urk. 9/44/2 f. ). 3.4 Ebenfalls eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes stellte med. pract. H.___, Praktischer Arzt, in seinem Bericht vom 18. Mai 2018 fest. Er führte aus, die Arbeitsfähigkeit als Pflegehilfe habe in den letzten zehn Monaten je nach Schmerzexazerbation zwischen 10 und 40 % geschwankt, wobei mehr als drei Stunden an einem Tag unrealistisch zu sein schienen. In einer wechsel be l astenden, leichten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit allenfalls 50 % (Urk. 9/38/1).

3.4 Ebenfalls eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes stellte med. pract. H.___, Praktischer Arzt, in seinem Bericht vom 18. Mai 2018 fest. Er führte aus, die Arbeitsfähigkeit als Pflegehilfe habe in den letzten zehn Monaten je nach Schmerzexazerbation zwischen 10 und 40 % geschwankt, wobei mehr als drei Stunden an einem Tag unrealistisch zu sein schienen. In einer wechsel be l astenden, leichten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit allenfalls 50 % (Urk. 9/38/1). 3.5 Am 31. August 2018 stellten Dr. med. I.___, Oberärztin, und Dr. med. J.___, Assistenzärztin, von der Klinik für Rheumatologie des Universitäts spitals K.___ die folgenden zusätzlichen Diagnosen (Urk. 9/45/1 f.):

3.5 Am 31. August 2018 stellten Dr. med. I.___, Oberärztin, und Dr. med. J.___, Assistenzärztin, von der Klinik für Rheumatologie des Universitäts spitals K.___ die folgenden zusätzlichen Diagnosen (Urk. 9/45/1 f.): - Haltungsinsuffizienz bei Fehlstatik

Haltungsinsuffizienz bei Fehlstatik - Vitamin D-Mangel

Vitamin D-Mangel - Subjektiv stark störende Halitosis

Subjektiv stark störende Halitosis - Verdacht auf gastroösophageale Refluxerkrankung

Verdacht auf gastroösophageale Refluxerkrankung - Intermittierende Dysphagie

Intermittierende Dysphagie Die behandelnden Ärzte führten aus, es bestehe eine Haltungsinsuffizienz mit Fehlstatik, die zu den generalisierten Schmerzen beitrage. Die erneute ausführ liche Diagnostik habe keine Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-ent zündlichen rheumatologischen Erkrankung ergeben. Konventionell-radiologisch zeige sich eine beginnende Koxarthrose beidseits bei vorbestehendem femoro ace tabulärem PINCER- Impingement. Bei aktuell im Vordergrund stehender Schmerz symptomatik an den Füssen h ä tten sie eine Sonogra phie durchgeführt, wobei eine Ent hesiopathie der Achillessehnen beidseits mit Verkalkungen ansatznah am Calcaneus beidseits linksbetont habe objektiviert werden können bei zugrundelie genden ausgeprägten Knicksenkfüssen (Urk. 9/45/2 f.).

Die behandelnden Ärzte führten aus, es bestehe eine Haltungsinsuffizienz mit Fehlstatik, die zu den generalisierten Schmerzen beitrage. Die erneute ausführ liche Diagnostik habe keine Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-ent zündlichen rheumatologischen Erkrankung ergeben. Konventionell-radiologisch zeige sich eine beginnende Koxarthrose beidseits bei vorbestehendem femoro ace tabulärem PINCER- Impingement. Bei aktuell im Vordergrund stehender Schmerz symptomatik an den Füssen h ä tten sie eine Sonogra phie durchgeführt, wobei eine Ent hesiopathie der Achillessehnen beidseits mit Verkalkungen ansatznah am Calcaneus beidseits linksbetont habe objektiviert werden können bei zugrundelie genden ausgeprägten Knicksenkfüssen (Urk. 9/45/2 f.). 3.6

3.6 3.6.1 Im bidisziplinären Gutachten vom 10. April 2019 stellten die Gutachter der Y.___ die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 9/58/7):

3.6.1 Im bidisziplinären Gutachten vom 10. April 2019 stellten die Gutachter der Y.___ die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 9/58/7): - l eicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1)

l eicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) - s omatoforme Störung, nicht näher bezeichnet (ICD- 10 F45.9 )

s omatoforme Störung, nicht näher bezeichnet (ICD- 10 F45.9 ) Den folgenden Diagnosen massen die Experten keinen Einfluss auf die Arbeits fähigkeit zu (Urk. 9/58/7):

Den folgenden Diagnosen massen die Experten keinen Einfluss auf die Arbeits fähigkeit zu (Urk. 9/58/7): - p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)

p osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - u nspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung

u nspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung - Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss mit beginnendem Hallux rigidus beidseits

Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss mit beginnendem Hallux rigidus beidseits - m assive Adipositas (BMI 40.3 kg/m 2 )

m assive Adipositas (BMI 40.3 kg/m 2 ) 3.6.2 Gemäss Dr. med. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stehe n für die Beschwerdeführerin Schmerzen von Seiten des Bewegungsapparates im Vor der grund des Beschwerdeerlebens, für die sich laut der orthopädischen Einschät zung keine pathologischen Korrelate hätten finden lassen. Die Orthopädin weise darauf hin, dass sich im Rahmen der Untersuchung Hinweise auf eine Verdeut lichung gezeigt hätten. Er schätze die Situation jedoch dennoch so ein, dass nach Abzug der Beschwerdebetonung ein Schmerzerleben plausibel sei, dies im Sinne einer psychosomatischen beziehungsweise somatoformen Symptomatik bei deut lich erkennbaren psychosozialen Belastungsfaktoren wie dem frühen Verlust der Eltern, dem Migrationshintergrund und dem Verlust der Arbeitsstelle. Die zu dis kutierende Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) liege nicht vor, da diese Diagnose einen sehr erheblichen Mindestschweregrad im Sinne eines andauernden, schweren und quälenden Schmerzes voraussetze, die Schm e rz symptomatik in diesem Ausmass liege nicht vor. Da auch kein wesentlicher organmedizinischer Hintergrund vorliege, ergebe sich am ehesten die Diagnose einer somatoformen Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F45.9). Die Be schw erdeführerin habe im Jahr 2005 eine schwere Gewalttat erlebt, sie sei in ihrem Heimatland Äthiopien wiederholt von einem Polizisten vergewaltigt worden, deswegen sei sie in die Schweiz geflohen. Seitdem habe sie eine post traumatische Störung mit Flashbacks, Albträumen und Vermeidungsverhalten entwickelt, diese dürfte auch zur genannten psychosomatischen Schmerzstörung beitragen. Nach Beschreibung der Beschwerdeführerin bestehe die posttrau ma tische Belastungsstörung durchgehend seit 2005, wobei sich aufdrängende Erin nerungen an die genannten Ereignisse durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen. Dies sei der Grund, weshalb die Symptomatik in der Vergangenheit, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig gewesen sei, geri nger ausgeprägt gewesen sei, da die berufliche Tätigkeit mit häufiger Ablenkung verbunden gewesen sei. In affektiver Hinsicht liege eine depressive Symptomatik vor, die sich nach Beschreibung der Beschwerdeführerin entwickelt habe, nachdem sie ihren Arbeitsplatz verloren habe. Es liege sicherlich eine durchaus deutliche de pressive Symptomatik vor, auf der anderen Seite gehe die Beschwerdeführerin auch positiv besetzten Aktivitäten nach, nehme unter anderem regelmässig soziale Kontakte wahr und bewältige ihren üblichen Alltag inklusive Hausarbeit problemlos, so dass hinsichtlich des Schweregrades von einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/32.1) aus zu gehe n sei. Die Beschwer deführerin berichte des Weiteren über Pseudohalluzinationen (Geräusche, Ge mur mel), wobei der diesbezügliche Leidensdruck gering sei, begleitende psycho tische Angst habe sich nicht gezeigt. Auffällig sei, das s der Ap riprazolspiegel sehr niedrig sei, dies weise auf eine unregelmässige Einnahme des im Zusammenhang mit den Halluzinationen verordneten Medikamentes hin. Die ätiologische Zuord nung der Halluzinationen sei schwierig und habe auch von der Z.___, wo die Beschwerdeführerin seit längerem in Behandlung stehe, nicht eindeutig vorge nommen werden können. Es könnte ein Zusammenhang mit der Depression, aber auch mit der posttraumatischen Belastungsstörung bestehen (Urk. 9/58/5 f.).

3.6.2 Gemäss Dr. med. L.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stehe n für die Beschwerdeführerin Schmerzen von Seiten des Bewegungsapparates im Vor der grund des Beschwerdeerlebens, für die sich laut der orthopädischen Einschät zung keine pathologischen Korrelate hätten finden lassen. Die Orthopädin weise darauf hin, dass sich im Rahmen der Untersuchung Hinweise auf eine Verdeut lichung gezeigt hätten. Er schätze die Situation jedoch dennoch so ein, dass nach Abzug der Beschwerdebetonung ein Schmerzerleben plausibel sei, dies im Sinne einer psychosomatischen beziehungsweise somatoformen Symptomatik bei deut lich erkennbaren psychosozialen Belastungsfaktoren wie dem frühen Verlust der Eltern, dem Migrationshintergrund und dem Verlust der Arbeitsstelle. Die zu dis kutierende Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) liege nicht vor, da diese Diagnose einen sehr erheblichen Mindestschweregrad im Sinne eines andauernden, schweren und quälenden Schmerzes voraussetze, die Schm e rz symptomatik in diesem Ausmass liege nicht vor. Da auch kein wesentlicher organmedizinischer Hintergrund vorliege, ergebe sich am ehesten die Diagnose einer somatoformen Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F45.9). Die Be schw erdeführerin habe im Jahr 2005 eine schwere Gewalttat erlebt, sie sei in ihrem Heimatland Äthiopien wiederholt von einem Polizisten vergewaltigt worden, deswegen sei sie in die Schweiz geflohen. Seitdem habe sie eine post traumatische Störung mit Flashbacks, Albträumen und Vermeidungsverhalten entwickelt, diese dürfte auch zur genannten psychosomatischen Schmerzstörung beitragen. Nach Beschreibung der Beschwerdeführerin bestehe die posttrau ma tische Belastungsstörung durchgehend seit 2005, wobei sich aufdrängende Erin nerungen an die genannten Ereignisse durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen. Dies sei der Grund, weshalb die Symptomatik in der Vergangenheit, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig gewesen sei, geri nger ausgeprägt gewesen sei, da die berufliche Tätigkeit mit häufiger Ablenkung verbunden gewesen sei. In affektiver Hinsicht liege eine depressive Symptomatik vor, die sich nach Beschreibung der Beschwerdeführerin entwickelt habe, nachdem sie ihren Arbeitsplatz verloren habe. Es liege sicherlich eine durchaus deutliche de pressive Symptomatik vor, auf der anderen Seite gehe die Beschwerdeführerin auch positiv besetzten Aktivitäten nach, nehme unter anderem regelmässig soziale Kontakte wahr und bewältige ihren üblichen Alltag inklusive Hausarbeit problemlos, so dass hinsichtlich des Schweregrades von einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/32.1) aus zu gehe n sei. Die Beschwer deführerin berichte des Weiteren über Pseudohalluzinationen (Geräusche, Ge mur mel), wobei der diesbezügliche Leidensdruck gering sei, begleitende psycho tische Angst habe sich nicht gezeigt. Auffällig sei, das s der Ap riprazolspiegel sehr niedrig sei, dies weise auf eine unregelmässige Einnahme des im Zusammenhang mit den Halluzinationen verordneten Medikamentes hin. Die ätiologische Zuord nung der Halluzinationen sei schwierig und habe auch von der Z.___, wo die Beschwerdeführerin seit längerem in Behandlung stehe, nicht eindeutig vorge nommen werden können. Es könnte ein Zusammenhang mit der Depression, aber auch mit der posttraumatischen Belastungsstörung bestehen (Urk. 9/58/5 f.). 3.6.3 Anlässlich der orthopädische n Untersuchung durch Dr. med. M.___, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe die Beschwerdeführerin Schmerzen der gesamten Wirbelsäule und sämtlicher Gelenke beider Arme und Beine angegeben. Im Rahmen der Untersuchung habe sich eine geringgr adig eingeschränkt demonstrierte Seitneigung nach links und Rückneigung des Kopfes gezeigt. Die Brust- und Lendenwirbelsäule seien frei beweglich gewesen. Hinweise auf ei n e Reizung zervikaler, thorakaler oder lum baler Nervenwurzeln hätten sich nicht feststellen lassen. Auch im MRI der Hals wirbelsäule vom 1. September 2019 habe sich lediglich eine minimale foraminale Enge auf Höhe HWK 5/6 links bei mässiger Unkovertebral - und Fazetten gelenks arthrose ohne Neurokompression gezeigt. Bereits im MRI der Lendenwirbelsäule vom 20. Juni 2016 habe sich kein klares morphologisches Korrelat für die unspe zifische Lumbago der Beschwerdeführerin darstellen lassen. Das schmerzbedingte Ablehnen des Vorführens des Zehenspitzen- und Fersenganges sei diskrepant zum flüssigen Gangbild der Beschwerdeführerin. Sämtliche Gelenke beider oberer und unterer Extremitäten seien frei beweglich gewesen. Die Handfunktionen seien vollständig gewesen, wobei Schmerzen im Bereich des Daumengrund- und - endgelenkes b eidseits angegeben worden seien. Die Röntgenaufnahmen beider Hände im November 2016 seien unauffällig gewesen. Die Röntgenaufnahmen beider Hüftgelenke vom 4. November 2016 hätten eine Coxa profunda beidseits und eine Taillierungsstörung am Femurkopf /Halsübergang links anterior gezeigt. Im Arthro -MRI beider Hüftgelenke vom 25. November 2016 habe sich ein femoroacetabuläres Impingement beidseits darstellen lassen. Das Impingement -Zeichen sei jedoch beidseits negativ gewesen. An den Füssen hätten sich ein verbreiterter Mittelfuss, eine Absenkung des Quer- u nd Längs gewölbes und eine Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits gezeigt. Beide Grosszehengrundgelenke seien gering eingeschr änkt beweglich gewesen. In der Röntgenaufnahme beider Füsse vom 11. März 2019 hätten sich geringe degenerative Veränderungen beider Grosszehengrundgelenke sowie Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatz bereich der Achillessehnen beidseits dargestellt. Für die von der Versicherten angegebene n Schmerzen, Funktionseinsc hränkungen und Taubheitsgefühle fänden sich weder von orthopädisch- traumatologischer Seite noch neuroanatomisch ent sprechende pathologische Korrelate (Urk. 9/58/6 f.).

3.6.3 Anlässlich der orthopädische n Untersuchung durch Dr. med. M.___, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe die Beschwerdeführerin Schmerzen der gesamten Wirbelsäule und sämtlicher Gelenke beider Arme und Beine angegeben. Im Rahmen der Untersuchung habe sich eine geringgr adig eingeschränkt demonstrierte Seitneigung nach links und Rückneigung des Kopfes gezeigt. Die Brust- und Lendenwirbelsäule seien frei beweglich gewesen. Hinweise auf ei n e Reizung zervikaler, thorakaler oder lum baler Nervenwurzeln hätten sich nicht feststellen lassen. Auch im MRI der Hals wirbelsäule vom 1. September 2019 habe sich lediglich eine minimale foraminale Enge auf Höhe HWK 5/6 links bei mässiger Unkovertebral - und Fazetten gelenks arthrose ohne Neurokompression gezeigt. Bereits im MRI der Lendenwirbelsäule vom 20. Juni 2016 habe sich kein klares morphologisches Korrelat für die unspe zifische Lumbago der Beschwerdeführerin darstellen lassen. Das schmerzbedingte Ablehnen des Vorführens des Zehenspitzen- und Fersenganges sei diskrepant zum flüssigen Gangbild der Beschwerdeführerin. Sämtliche Gelenke beider oberer und unterer Extremitäten seien frei beweglich gewesen. Die Handfunktionen seien vollständig gewesen, wobei Schmerzen im Bereich des Daumengrund- und endgelenkes b eidseits angegeben worden seien. Die Röntgenaufnahmen beider Hände im November 2016 seien unauffällig gewesen. Die Röntgenaufnahmen beider Hüftgelenke vom 4. November 2016 hätten eine Coxa profunda beidseits und eine Taillierungsstörung am Femurkopf /Halsübergang links anterior gezeigt. Im Arthro -MRI beider Hüftgelenke vom 25. November 2016 habe sich ein femoroacetabuläres Impingement beidseits darstellen lassen. Das Impingement -Zeichen sei jedoch beidseits negativ gewesen. An den Füssen hätten sich ein verbreiterter Mittelfuss, eine Absenkung des Quer- u nd Längs gewölbes und eine Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits gezeigt. Beide Grosszehengrundgelenke seien gering eingeschr änkt beweglich gewesen. In der Röntgenaufnahme beider Füsse vom 11. März 2019 hätten sich geringe degenerative Veränderungen beider Grosszehengrundgelenke sowie Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatz bereich der Achillessehnen beidseits dargestellt. Für die von der Versicherten angegebene n Schmerzen, Funktionseinsc hränkungen und Taubheitsgefühle fänden sich weder von orthopädisch- traumatologischer Seite noch neuroanatomisch ent sprechende pathologische Korrelate (Urk. 9/58/6 f.). 3.6.4 Die Experten kamen zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen sowie einer angepas sten Tätigkeit seit September 2016 zu 70 % arbeitsfähig, dies bei etwa sechs s tündiger täglicher Arbeit ohne Leistungsminderung (Urk. 9/58/8 f.).

3.6.4 Die Experten kamen zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen sowie einer angepas sten Tätigkeit seit September 2016 zu 70 % arbeitsfähig, dies bei etwa sechs s tündiger täglicher Arbeit ohne Leistungsminderung (Urk. 9/58/8 f.). 3.7 Dr. med. N.___, Oberärztin, und Dr. med. O.___, Assistenzarzt, vom I nterdisziplinären Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen des Universitätsspitals K.___ stellten in ihrem Bericht vom 29. Juli 2019 neu die Diagn ose rezidivierender Episoden von Schwankschwindel mit Erstdiagnose im Jahr 2016 (Differentialdiagnosen vestibuläre Migräne oder funktionell). Die Be schwerdeführerin habe von seit dem Jahr 2016 bestehenden, täglich auftretenden und jeweils einige Minuten anhaltenden Episoden von Schwank- und Dreh schwindel berichtet. Diese träten beim Gehen auf, in Ruhe bestünden keine Be schwerden. Zusätzlich beschreibe sie ein intermittierende s Ohrgeräusch rechts und teilweise rechtsseitige Kopfschmerzen. Die neuro- otologische Untersuchung sei unauffällig gewesen, es bestehe kein fokal neurologisches Defizit (Urk. 9/67/1). Zur weiteren diagnostischen Einordnung w ü rde n eine ergänzende apparative Vestibularisdiagnostik sowie ein cMRI und ein MRI der Felsenbeine durchgeführt (Urk. 9/67/2).

3.7 Dr. med. N.___, Oberärztin, und Dr. med. O.___, Assistenzarzt, vom I nterdisziplinären Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen des Universitätsspitals K.___ stellten in ihrem Bericht vom 29. Juli 2019 neu die Diagn ose rezidivierender Episoden von Schwankschwindel mit Erstdiagnose im Jahr 2016 (Differentialdiagnosen vestibuläre Migräne oder funktionell). Die Be schwerdeführerin habe von seit dem Jahr 2016 bestehenden, täglich auftretenden und jeweils einige Minuten anhaltenden Episoden von Schwank- und Dreh schwindel berichtet. Diese träten beim Gehen auf, in Ruhe bestünden keine Be schwerden. Zusätzlich beschreibe sie ein intermittierende s Ohrgeräusch rechts und teilweise rechtsseitige Kopfschmerzen. Die neuro- otologische Untersuchung sei unauffällig gewesen, es bestehe kein fokal neurologisches Defizit (Urk. 9/67/1). Zur weiteren diagnostischen Einordnung w ü rde n eine ergänzende apparative Vestibularisdiagnostik sowie ein cMRI und ein MRI der Felsenbeine durchgeführt (Urk. 9/67/2). 3.8 Das am 17. September 2019 durchgeführte MRI des Felsenbeins zeigte keine Hinweise auf eine akute oder abgelaufene Ischämie oder Blutung, keine Raum forderung oder pathologische KM-Aufnahme im KHBW ( Kleinhirnbrückenwinkel ) sowie kein en Hinweis auf einen Gefässnerven-Konflikt des Nervus vestibulo coch learis (Urk. 9/74/1).

3.8 Das am 17. September 2019 durchgeführte MRI des Felsenbeins zeigte keine Hinweise auf eine akute oder abgelaufene Ischämie oder Blutung, keine Raum forderung oder pathologische KM-Aufnahme im KHBW ( Kleinhirnbrückenwinkel ) sowie kein en Hinweis auf einen Gefässnerven-Konflikt des Nervus vestibulo coch learis (Urk. 9/74/1). 3.9 Im mit der Beschwerde eingereichten Bericht vom 25. November 2019 hielten Dr. P.___ und Dr. Q.___ von der Z.___ fest, es best ünden eine all gemein verminderte Leistungsfähigkeit mit eingeschränkter Belastbarkeit, erhöh ter Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen und einer verminderten Auf fas sungs fähigkeit sowie ein ausgeprägtes Gedankenkreisen. Hinzu kämen inter ak tionelle Schwierigkeiten bei vermehrtem Misstrauen ( Urk. 3/3 S. 1 ).

3.9 Im mit der Beschwerde eingereichten Bericht vom 25. November 2019 hielten Dr. P.___ und Dr. Q.___ von der Z.___ fest, es best ünden eine all gemein verminderte Leistungsfähigkeit mit eingeschränkter Belastbarkeit, erhöh ter Erschöpfbarkeit, Konzentrationsstörungen und einer verminderten Auf fas sungs fähigkeit sowie ein ausgeprägtes Gedankenkreisen. Hinzu kämen inter ak tionelle Schwierigkeiten bei vermehrtem Misstrauen ( Urk. 3/3 S. 1 ). 4.

4. 4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auf das psychiatrisch -orthopädische Gutachten vom 10. April 2019. Es ist daher vorab auf dessen Beweiswert einzugehen.

4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auf das psychiatrisch -orthopädische Gutachten vom 10. April 2019. Es ist daher vorab auf dessen Beweiswert einzugehen. Die Expertise basiert auf umfassenden psychiatrischen und orthopädisch-trau matologischen Untersuchungen (Urk. 9/58/20 ff., Urk. 9/58/40 ff. ) und wurde in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt (Urk. 9/58/13 ff.). Die Beschwerde führerin konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen ihre aktuellen Be schwerden schildern und wurde von diesen jeweils — soweit fachspezifisch erfor derlich — eingehend befragt. Sie konnte sich insbesondere zu verschiedenen The menbereichen wie dem beruflichen Werdegang sowie dem gewöhnlichen Ta ges ablauf äussern (Urk. 9/58/22 f., Urk. 9/58/38 ). Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Diagnostik Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und nachvollziehbar erläutert wurden ( Urk. 9/58/5 ff., Urk. 9/58/26 ff., Urk. 9/58/43 ff. ). Die Gutachter nahmen ausserdem Stellung zu vorangegangenen ärztlic hen Beurteilungen ( Urk. 9/58/28 f., Urk. 9/58/45 f. ). Gesamthaft erfüllt das Y.___ -Gutachten somit die vom Bundesgericht festgelegten formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1. 4 vorstehend).

Die Expertise basiert auf umfassenden psychiatrischen und orthopädisch-trau matologischen Untersuchungen (Urk. 9/58/20 ff., Urk. 9/58/40 ff. ) und wurde in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt (Urk. 9/58/13 ff.). Die Beschwerde führerin konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen ihre aktuellen Be schwerden schildern und wurde von diesen jeweils — soweit fachspezifisch erfor derlich — eingehend befragt. Sie konnte sich insbesondere zu verschiedenen The menbereichen wie dem beruflichen Werdegang sowie dem gewöhnlichen Ta ges ablauf äussern (Urk. 9/58/22 f., Urk. 9/58/38 ). Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Diagnostik Berücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und nachvollziehbar erläutert wurden ( Urk. 9/58/5 ff., Urk. 9/58/26 ff., Urk. 9/58/43 ff. ). Die Gutachter nahmen ausserdem Stellung zu vorangegangenen ärztlic hen Beurteilungen ( Urk. 9/58/28 f., Urk. 9/58/45 f. ). Gesamthaft erfüllt das Y.___ -Gutachten somit die vom Bundesgericht festgelegten formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1. 4 vorstehend). 4.2

4.2 4.2.1 In somatischer Hinsicht diag nostizierte die orthopädische Gutachterin Dr. M.___ ein unspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung, beidseitige Senk-Spreiz-Platt-Knickfüsse mit beginnendem Hallux rigidus beidseits sowie eine massive Adipositas, wobei sie keine m dieser Leiden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass (Urk. 9/58/7). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, sie leide seit 2012 an wechselnden Gelenk- und Muskelschmerzen, wobei sich der Schmerz seit 2014 verstärkt habe und aktuell konstant vorhanden sei. Mit Verweis auf zah l reiche Arztberichte bestreite sie die Ausführungen von Dr. M.___, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Insbesondere sei mehrfach eine Koxarthrose beidseitig bei femoroacetabulärem PINCER- Impingement radiologisch nachgewiesen worden und aktuelle Fotoaufnahmen der Füsse zeigten, dass die beklagten Fussschmerzen objektivierbar seien (Urk. 1 S. 9 f.).

4.2.1 In somatischer Hinsicht diag nostizierte die orthopädische Gutachterin Dr. M.___ ein unspezifisches Vertebralsyndrom ohne radikuläre Reizung, beidseitige Senk-Spreiz-Platt-Knickfüsse mit beginnendem Hallux rigidus beidseits sowie eine massive Adipositas, wobei sie keine m dieser Leiden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumass (Urk. 9/58/7). Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, sie leide seit 2012 an wechselnden Gelenk- und Muskelschmerzen, wobei sich der Schmerz seit 2014 verstärkt habe und aktuell konstant vorhanden sei. Mit Verweis auf zah l reiche Arztberichte bestreite sie die Ausführungen von Dr. M.___, wonach die Beschwerden aus orthopädisch- traumatologischer Sicht nicht objektivierbar seien. Insbesondere sei mehrfach eine Koxarthrose beidseitig bei femoroacetabulärem PINCER- Impingement radiologisch nachgewiesen worden und aktuelle Fotoaufnahmen der Füsse zeigten, dass die beklagten Fussschmerzen objektivierbar seien (Urk. 1 S. 9 f.). Dr. M.___ bestätigte, dass sich im Ant hr o -MRI beider Hüftgelenke vom 25. Novem ber 2016 ein femoroacetabuläres Impingement beidseits zeigte (Urk. 9/58/6), mithin durchaus ein bildgebend objektivierbarer Befund vorliegt. Entscheidend sind jedoch nicht so sehr die bildgebenden Befunde, sondern die funktionellen Einschränkungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_484/2013 vom 12. August 2013). Diesbezüglich hielt Dr. M.___ - übereinstimmend mit dem behandelnden Orthopäden Dr. A.___ (Urk. 9/20/7) - fest, das Impingementzeichen sei negativ gewesen (Urk. 9/58/6). Sodann seien beide Hüftgelenke seitengleich frei beweglich (Urk. 9/58/42). Insgesamt sind somit funktionelle Auswirkungen der bildgebend festgestellten Impingementkonfiguration nicht nachgewiesen und es ist nicht zu beanstanden, dass Dr. M.___ diesbezüglich keine e igenständige Diagnose stellte.

Dr. M.___ bestätigte, dass sich im Ant hr o -MRI beider Hüftgelenke vom 25. Novem ber 2016 ein femoroacetabuläres Impingement beidseits zeigte (Urk. 9/58/6), mithin durchaus ein bildgebend objektivierbarer Befund vorliegt. Entscheidend sind jedoch nicht so sehr die bildgebenden Befunde, sondern die funktionellen Einschränkungen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_484/2013 vom 12. August 2013). Diesbezüglich hielt Dr. M.___ - übereinstimmend mit dem behandelnden Orthopäden Dr. A.___ (Urk. 9/20/7) - fest, das Impingementzeichen sei negativ gewesen (Urk. 9/58/6). Sodann seien beide Hüftgelenke seitengleich frei beweglich (Urk. 9/58/42). Insgesamt sind somit funktionelle Auswirkungen der bildgebend festgestellten Impingementkonfiguration nicht nachgewiesen und es ist nicht zu beanstanden, dass Dr. M.___ diesbezüglich keine e igenständige Diagnose stellte. Hinsichtlich der Fuss- und Fersenschmerzen stellte Dr. M.___ in Überein stim mung mit den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie (Urk. 9/45/2) durchaus objektive Befunde wie einen verbreiterten Mittelfuss mit Absenkung des Quer- und Längsgewölbes mit Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits fest sowie auf den Röntgenbildern ersichtliche geringe degenerative Veränderungen bei der Grosszehengrundgelenke und Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatzbe reich der Achillessehne beidseits (Urk. 9/58/43), mass diesen Befunden jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 9/58/6). Ärztliche Berichte, die diesen Beschwerden eine Einschränku ng der Arbeitsfähigkeit zuschrei ben, liegen keine vor. Auch die von der Beschwerdeführerin eingereichte Fotografie der Füsse (Urk. 3/4) vermag eine diesbezügliche Einschränkung nicht zu belegen. Es ist daher auf die Einschätzung von Dr. M.___ abzustellen.

Hinsichtlich der Fuss- und Fersenschmerzen stellte Dr. M.___ in Überein stim mung mit den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie (Urk. 9/45/2) durchaus objektive Befunde wie einen verbreiterten Mittelfuss mit Absenkung des Quer- und Längsgewölbes mit Valgus -Fehlstellung der Fersen beidseits fest sowie auf den Röntgenbildern ersichtliche geringe degenerative Veränderungen bei der Grosszehengrundgelenke und Verkalkungen dorsal des Kalkaneus im Ansatzbe reich der Achillessehne beidseits (Urk. 9/58/43), mass diesen Befunden jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 9/58/6). Ärztliche Berichte, die diesen Beschwerden eine Einschränku ng der Arbeitsfähigkeit zuschrei ben, liegen keine vor. Auch die von der Beschwerdeführerin eingereichte Fotografie der Füsse (Urk. 3/4) vermag eine diesbezügliche Einschränkung nicht zu belegen. Es ist daher auf die Einschätzung von Dr. M.___ abzustellen. Was die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen an der Wirbelsäule und den weiteren Gelenken betrifft, hielt Dr. M.___ w eder klinisch noch bild ge bend objektive Befunde fest, die diese erklären könnten (Urk. 9/58/43). Dies stimmt grundsätzlich auch mit der Beurteilung durch die behandelnden Ärzte überein. So hielt D r. A.___ in seinem Bericht vom 7. April 2017 fest, die Be schwerden könnten nicht komplett auf die Veränderungen, die im MRI und im Röntgenbild ersichtlich gewesen seien, zurückgeführt werden. An obje ktiven Befunden führte er led ig lich die Impingement -Konfiguration der Hüft e auf (Urk. 9/20/6 f.). Die von Dr. D.___ festgestellte Arbeitsfähigkeit von 50 % mit Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen, Sitzen und Heben von schweren Lasten beruht sodann nicht auf objektiven Befunden, sondern auf den Schmerz angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 9/23/2). Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-entzündlichen Erkrankung hätten sich gemäss den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie ebenfalls keine ergeben (Urk. 9/45/2). Die Beurteilung der somatischen Beschwerden der Beschwerdeführerin ist somit nicht zu beanstanden.

Was die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen an der Wirbelsäule und den weiteren Gelenken betrifft, hielt Dr. M.___ w eder klinisch noch bild ge bend objektive Befunde fest, die diese erklären könnten (Urk. 9/58/43). Dies stimmt grundsätzlich auch mit der Beurteilung durch die behandelnden Ärzte überein. So hielt D r. A.___ in seinem Bericht vom 7. April 2017 fest, die Be schwerden könnten nicht komplett auf die Veränderungen, die im MRI und im Röntgenbild ersichtlich gewesen seien, zurückgeführt werden. An obje ktiven Befunden führte er led ig lich die Impingement -Konfiguration der Hüft e auf (Urk. 9/20/6 f.). Die von Dr. D.___ festgestellte Arbeitsfähigkeit von 50 % mit Einschränkungen beim längeren Gehen, Stehen, Sitzen und Heben von schweren Lasten beruht sodann nicht auf objektiven Befunden, sondern auf den Schmerz angaben der Beschwerdeführerin (Urk. 9/23/2). Hinweise für das Vorliegen einer systemisch-entzündlichen Erkrankung hätten sich gemäss den behandelnden Ärzten der Klinik für Rheumatologie ebenfalls keine ergeben (Urk. 9/45/2). Die Beurteilung der somatischen Beschwerden der Beschwerdeführerin ist somit nicht zu beanstanden. 4.2.2 Die Beschwerdeführeri n brachte weiter vor, es würden noch Abklärungen bezüg lich des diagnost izierten Schwankschwindels durchgeführt, so dass noch nicht klar sei, inwiefern sich dieser invalidisierend auswirke (Urk. 1 S. 11). Dazu ist zu bemerken, dass diese Schwindelbeschwerden - laut Bericht des K.___ vom 29. Juli 2019 (Urk. 9/67/1) - bereits seit dem Jahr 2016 vorliegen, mithin bereits im Zeit punkt der Begutachtung bestanden, die Beschwerdeführerin sie gegenüber den Gutachtern jedoch nicht erwähnte. Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass sie damals durch die geltend gemachten Schwindelbeschwerden nicht, oder jeden falls nicht erheblich eingeschränkt war. Dafür, dass sich die Beschwerden seit diesem Zeitpunkt verschlechtert hätten, liegen keine Anhaltspunkte vor. Es ist somit nicht überw iegend wahrscheinlich, dass die Schwindelbeschwerden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben, auch wenn die noch durchzuführenden - bisher ergebnislos gebliebenen (vgl. Urk. 9/67/1, Urk. 9/74/1) - Abklärungen eine allfällige organische Ursache der Beschwerden zu eruieren vermöchten. Entgegen dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin ist daher von weiteren medizini schen Abklärungen abzusehen, da von diesen keine neu en entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).

4.2.2 Die Beschwerdeführeri n brachte weiter vor, es würden noch Abklärungen bezüg lich des diagnost izierten Schwankschwindels durchgeführt, so dass noch nicht klar sei, inwiefern sich dieser invalidisierend auswirke (Urk. 1 S. 11). Dazu ist zu bemerken, dass diese Schwindelbeschwerden - laut Bericht des K.___ vom 29. Juli 2019 (Urk. 9/67/1) bereits seit dem Jahr 2016 vorliegen, mithin bereits im Zeit punkt der Begutachtung bestanden, die Beschwerdeführerin sie gegenüber den Gutachtern jedoch nicht erwähnte. Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass sie damals durch die geltend gemachten Schwindelbeschwerden nicht, oder jeden falls nicht erheblich eingeschränkt war. Dafür, dass sich die Beschwerden seit diesem Zeitpunkt verschlechtert hätten, liegen keine Anhaltspunkte vor. Es ist somit nicht überw iegend wahrscheinlich, dass die Schwindelbeschwerden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben, auch wenn die noch durchzuführenden - bisher ergebnislos gebliebenen (vgl. Urk. 9/67/1, Urk. 9/74/1) - Abklärungen eine allfällige organische Ursache der Beschwerden zu eruieren vermöchten. Entgegen dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin ist daher von weiteren medizini schen Abklärungen abzusehen, da von diesen keine neu en entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3). 4.3

4.3 4.3.1 In psychiatrischer Hinsicht stellte Dr. L.___ die Diagnosen einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) und einer nicht näher be zeichneten somatoformen Störung (ICD-10 F45.9) mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit sowie einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F45.9), welche die Arbeitsfähigkeit nicht einschränke n (Urk. 9/58/7). Die Beschwerde führerin brachte dagegen vor, bei ihr lägen entgegen der Ansicht von Dr. L.___ andauernde Schmerzen in verschiedenen anatomischen Regionen in einem Aus mass vor, das die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung rechtfertige (Urk. 1 S. 10 f.). I n diesem Zusammenhang ist zunächst darauf hinzuweisen, dass nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens entscheidend ist, sondern die zugrundeliegenden psychiatrischen Befunde (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_782/2012 vom 22. Oktober 2013 E. 4.3.3). Die psychiatrische Exploration kann sodann von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen und dem begutachtenden Psychiater bleibt praktisch immer ein gewisser Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2017 vom 28. November 2017 E. 4.3 mit Hinweis auf das Urteil des Bun desgerichts 8C_839/2013 vom 13. März 2014 E. 4.2.2.1). Angesichts der von Dr. M.___ anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellten Beschwerdever deutlichung sowie des von Dr. L.___ selbst beobachteten nicht auffallend schmerzgeplagten Eindruck s, erscheint es nachvollziehbar, dass Dr. L.___ die für eine somatoforme Schmerzstörung erforderliche Ausprägung der Beschwerden verneinte und die Diagnose einer nicht näher bezeichneten somatoformen Stö rung stellte (Urk. 9/58/26), zumal auch die behandelnden Psychiater lediglich eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0 ; Urk. 9/29/2 ) diagnostizierten. Was die von der Beschwerdeführerin ferner vorgebrachten Anzeichen für eine andauernde Pe r sönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) betrifft (Urk. 1 S. 8), ist festzuhalten, dass diese Diagnose und die dafür erforderlichen psychiatrischen Befunde von Dr. L.___ ausdrücklich verworfen wurden. So konnte er insbesondere das für die Diagnose erforderliche generelle Misstrauen gegenüber der Welt nicht feststellen, sondern erlebte die Beschwerdeführerin als der Welt zugewandt. Auch zeige die Beschwerdeführerin zwar eine depressive Symptomatik, jedoch nicht im Sinne von Leere oder Hoffnungslosigkeit (Urk. 9/58/28). Ferner stellten auch die behandelnden Psychiater die genannte Diagnose jeweils nur im Sinne einer Differential- und Verdachtsdiagnose (Urk. 9/29/2, Urk. 3/3 S. 1).

4.3.1 In psychiatrischer Hinsicht stellte Dr. L.___ die Diagnosen einer leicht- bis mittel gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) und einer nicht näher be zeichneten somatoformen Störung (ICD-10 F45.9) mit Einfluss auf die Arbeits fähigkeit sowie einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F45.9), welche die Arbeitsfähigkeit nicht einschränke n (Urk. 9/58/7). Die Beschwerde führerin brachte dagegen vor, bei ihr lägen entgegen der Ansicht von Dr. L.___ andauernde Schmerzen in verschiedenen anatomischen Regionen in einem Aus mass vor, das die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung rechtfertige (Urk. 1 S. 10 f.). I n diesem Zusammenhang ist zunächst darauf hinzuweisen, dass nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens entscheidend ist, sondern die zugrundeliegenden psychiatrischen Befunde (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_782/2012 vom 22. Oktober 2013 E. 4.3.3). Die psychiatrische Exploration kann sodann von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen und dem begutachtenden Psychiater bleibt praktisch immer ein gewisser Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizi nisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_629/2017 vom 28. November 2017 E. 4.3 mit Hinweis auf das Urteil des Bun desgerichts 8C_839/2013 vom 13. März 2014 E. 4.2.2.1). Angesichts der von Dr. M.___ anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellten Beschwerdever deutlichung sowie des von Dr. L.___ selbst beobachteten nicht auffallend schmerzgeplagten Eindruck s, erscheint es nachvollziehbar, dass Dr. L.___ die für eine somatoforme Schmerzstörung erforderliche Ausprägung der Beschwerden verneinte und die Diagnose einer nicht näher bezeichneten somatoformen Stö rung stellte (Urk. 9/58/26), zumal auch die behandelnden Psychiater lediglich eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0 ; Urk. 9/29/2 ) diagnostizierten. Was die von der Beschwerdeführerin ferner vorgebrachten Anzeichen für eine andauernde Pe r sönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) betrifft (Urk. 1 S. 8), ist festzuhalten, dass diese Diagnose und die dafür erforderlichen psychiatrischen Befunde von Dr. L.___ ausdrücklich verworfen wurden. So konnte er insbesondere das für die Diagnose erforderliche generelle Misstrauen gegenüber der Welt nicht feststellen, sondern erlebte die Beschwerdeführerin als der Welt zugewandt. Auch zeige die Beschwerdeführerin zwar eine depressive Symptomatik, jedoch nicht im Sinne von Leere oder Hoffnungslosigkeit (Urk. 9/58/28). Ferner stellten auch die behandelnden Psychiater die genannte Diagnose jeweils nur im Sinne einer Differential- und Verdachtsdiagnose (Urk. 9/29/2, Urk. 3/3 S. 1). 4.3.2 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. L.___ der posttraumatischen Belastungsstörung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumesse (Urk. 1 S. 7 ). Dazu ist einerseits festzuhalten, dass Dr. L.___ bezüglich der von den behandelnden Psychiatern festgestellten depressiven Symptomatik, die diese wohl als Teil der posttraumatischen Belastungsstörung ansahen, die zusätzliche Diagnose einer depressiven Episode stellte, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (Urk. 9/58/28). Andererseits hielt er fest, dass sich die aufdrängenden Erinnerungen an die Vergewaltigungen durch den Polizisten durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen, so dass die Symptomatik geringer ausgeprägt gewesen sei, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig und dadurch abgelenkt war. Unter diesen Umständen und angesichts der Tat sache, dass die Beschwerdeführerin trotz der seit dem Jahr 2005 bestehenden PTBS während mehr als 10 Jahren arbeitstätig war, ist von einer - abgesehen von der durch Dr. L.___ im Rahmen einer separaten Diagnose ausgeklammerten depressiven Symptomatik - fehlenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die PTBS auszugehen, zumal für die Darstellung der Beschwerdeführerin, die fort gesetzte Arbeitstätigkeit habe ihre psychische Gesundheit schwer beeinträchtigt (Urk. 1 S. 7), keine Anh altspunkte bestehen. D ie behandelnden Ärzte erwähnten diesbezüglich lediglich den Versuch einer Kompensation durch Arbeiten (Urk. 9/36/4) und leiteten daraus keine Folgen ab.

4.3.2 Die Beschwerdeführerin machte weiter geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. L.___ der posttraumatischen Belastungsstörung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zumesse (Urk. 1 S. 7 ). Dazu ist einerseits festzuhalten, dass Dr. L.___ bezüglich der von den behandelnden Psychiatern festgestellten depressiven Symptomatik, die diese wohl als Teil der posttraumatischen Belastungsstörung ansahen, die zusätzliche Diagnose einer depressiven Episode stellte, die einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (Urk. 9/58/28). Andererseits hielt er fest, dass sich die aufdrängenden Erinnerungen an die Vergewaltigungen durch den Polizisten durch Ablenkung gut zurückdrängen liessen, so dass die Symptomatik geringer ausgeprägt gewesen sei, als die Beschwerdeführerin noch beruflich tätig und dadurch abgelenkt war. Unter diesen Umständen und angesichts der Tat sache, dass die Beschwerdeführerin trotz der seit dem Jahr 2005 bestehenden PTBS während mehr als 10 Jahren arbeitstätig war, ist von einer - abgesehen von der durch Dr. L.___ im Rahmen einer separaten Diagnose ausgeklammerten depressiven Symptomatik - fehlenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die PTBS auszugehen, zumal für die Darstellung der Beschwerdeführerin, die fort gesetzte Arbeitstätigkeit habe ihre psychische Gesundheit schwer beeinträchtigt (Urk. 1 S. 7), keine Anh altspunkte bestehen. D ie behandelnden Ärzte erwähnten diesbezüglich lediglich den Versuch einer Kompensation durch Arbeiten (Urk. 9/36/4) und leiteten daraus keine Folgen ab. 4.4

4.4 4.4.1 Im Folgenden ist die Frage na ch den Auswirkungen der psychischen Erkran kungen auf das funktionelle Leistungsvermögen rechtsprechungsgemäss unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beant worten (BGE 143 V 418 E. 6 ).

4.4.1 Im Folgenden ist die Frage na ch den Auswirkungen der psychischen Erkran kungen auf das funktionelle Leistungsvermögen rechtsprechungsgemäss unter Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 zu beant worten (BGE 143 V 418 E. 6 ). 4.4.2 Z um Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass Dr. L.___ gestützt auf die Befunde des leicht auf die Schmerzen eingeengten formalen Gedan kengangs, des reduzierten Antriebs und der bedrückten Grundstimmung mit reduzierter affektiver Schwingungsfähigkeit (Urk. 9/58/25) nachvollziehbar auf eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) schloss, der ein leichter bis mittlerer Schweregrad inhärent ist. Ferner diagnostizierte er eine nicht näher bezeichnete somatoforme Störung (ICD-10 F45.9), wobei er die anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellte Verdeutlichung aus klam merte und daher die schwerwiegendere Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung ausschloss (Urk. 9/58/5). Insgesamt ist daher von einer höchs tens mittelgradigen Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde auszugehen.

4.4.2 Z um Komplex «Gesundheitsschädigung» ist festzuhalten, dass Dr. L.___ gestützt auf die Befunde des leicht auf die Schmerzen eingeengten formalen Gedan kengangs, des reduzierten Antriebs und der bedrückten Grundstimmung mit reduzierter affektiver Schwingungsfähigkeit (Urk. 9/58/25) nachvollziehbar auf eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1) schloss, der ein leichter bis mittlerer Schweregrad inhärent ist. Ferner diagnostizierte er eine nicht näher bezeichnete somatoforme Störung (ICD-10 F45.9), wobei er die anlässlich der orthopädischen Begutachtung festgestellte Verdeutlichung aus klam merte und daher die schwerwiegendere Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung ausschloss (Urk. 9/58/5). Insgesamt ist daher von einer höchs tens mittelgradigen Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde auszugehen. Zum Indikator «Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz» ist anzu merken, dass die Beschwerdeführerin seit dem 5. Dezember 2016 eine ambulante psychiatrische Behandlung mit Gesprächsterminen alle zwei bis drei Wochen wahrnimmt (Urk. 9/29/3). Eine traumaspezifische Behandlung konnte laut den behandelnden Psychiatern bisher nicht durchgeführt werden, da der Zustand der Beschwerdeführerin bisher zu instabil gewesen sei (Urk. 9/44/4). Dr. L.___ empfahl, zunächst die medi k amentöse Therapie zu optimieren. Sollte dies zu keiner Besserung führen sei eine Therapieintensivierung im Sinne einer teil- oder vollstationären Behandlung in Betracht zu ziehen (Urk. 9/58/9). Es liegen mithin noch Möglichkeiten zur Therapieoptimierung vor, eine Therapieresistenz ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.

Zum Indikator «Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz» ist anzu merken, dass die Beschwerdeführerin seit dem 5. Dezember 2016 eine ambulante psychiatrische Behandlung mit Gesprächsterminen alle zwei bis drei Wochen wahrnimmt (Urk. 9/29/3). Eine traumaspezifische Behandlung konnte laut den behandelnden Psychiatern bisher nicht durchgeführt werden, da der Zustand der Beschwerdeführerin bisher zu instabil gewesen sei (Urk. 9/44/4). Dr. L.___ empfahl, zunächst die medi k amentöse Therapie zu optimieren. Sollte dies zu keiner Besserung führen sei eine Therapieintensivierung im Sinne einer teil- oder vollstationären Behandlung in Betracht zu ziehen (Urk. 9/58/9). Es liegen mithin noch Möglichkeiten zur Therapieoptimierung vor, eine Therapieresistenz ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Die Angaben zur derzeitigen beruflichen Eingliederung der Beschwerdeführerin sind widersprüchlich. Einerseits wurde im ort hopädisch- traumatologischen Teil gut achten festgehalten, «seit 2014 bis heute» arbeite sie in der Reinigung, ande r seits wurde ein paar Zeilen weiter ausgeführt, seit Juni 2018 sei sie anhaltend krankgeschrieben (Urk. 9/58/38). Der psychiatrische Teilgutachter wiederum vermerkte, dass die Beschwerdeführerin seit Ende 2016 nicht mehr beruflich tätig sei (Urk. 9/58/27). Im Fragebogen für Versicherte vom 22. Januar 2019 (Urk. 9/58/ 57) gab die Beschwerdeführerin den Juni 2018 als letzten Arbeits monat an. Bemühungen, die - zumutbare - angestammte oder eine andere an ge passte Tätigkeit ( wieder ) aufzunehmen, sind aus den Akten ebenso wenig ersicht lich wie andere Eingliederungsversuche.

Die Angaben zur derzeitigen beruflichen Eingliederung der Beschwerdeführerin sind widersprüchlich. Einerseits wurde im ort hopädisch- traumatologischen Teil gut achten festgehalten, «seit 2014 bis heute» arbeite sie in der Reinigung, ande r seits wurde ein paar Zeilen weiter ausgeführt, seit Juni 2018 sei sie anhaltend krankgeschrieben (Urk. 9/58/38). Der psychiatrische Teilgutachter wiederum vermerkte, dass die Beschwerdeführerin seit Ende 2016 nicht mehr beruflich tätig sei (Urk. 9/58/27). Im Fragebogen für Versicherte vom 22. Januar 2019 (Urk. 9/58/ 57) gab die Beschwerdeführerin den Juni 2018 als letzten Arbeits monat an. Bemühungen, die - zumutbare - angestammte oder eine andere an ge passte Tätigkeit ( wieder ) aufzunehmen, sind aus den Akten ebenso wenig ersicht lich wie andere Eingliederungsversuche. Zu den Komorbiditäten ist festzuhalten, dass Dr. L.___ sowohl der depressiven Episode als auch der somatoformen Störung Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu schrieb (Urk. 9/58/27). Es sind somit ressourcenhemmend e Komorbiditäten vor handen. Der PTB S sowie den somatischen Diagno sen kommt als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit keine zusätzliche ressourcenhemmende Wirkung zu.

Zu den Komorbiditäten ist festzuhalten, dass Dr. L.___ sowohl der depressiven Episode als auch der somatoformen Störung Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu schrieb (Urk. 9/58/27). Es sind somit ressourcenhemmend e Komorbiditäten vor handen. Der PTB S sowie den somatischen Diagno sen kommt als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit keine zusätzliche ressourcenhemmende Wirkung zu. 4.4.3 In Bezug auf die Pers önlichkeit der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass weder eine Persönlichkeitsstörung noch akzentuierte Persönlichkeitszüge vorlie gen. Von der Persönlichkeit her ist sie verträglich, kontaktfreudig und offen ( Urk. 9/58/25 ). Der Persönlichkeitsstruktur ist in Anbetracht dieser Umstände keine ressourcenhemmende Wirkung beizumessen.

4.4.3 In Bezug auf die Pers önlichkeit der Beschwerdeführerin ist festzuhalten, dass weder eine Persönlichkeitsstörung noch akzentuierte Persönlichkeitszüge vorlie gen. Von der Persönlichkeit her ist sie verträglich, kontaktfreudig und offen ( Urk. 9/58/25 ). Der Persönlichkeitsstruktur ist in Anbetracht dieser Umstände keine ressourcenhemmende Wirkung beizumessen. 4.4.4 Zum sozialen Lebenskontext gab die Beschwerdeführerin an, sie habe einen sehr guten Kontakt zu ihrer Schwester. Sie sehe sie etwa dreimal in der Woche, entweder besuche sie diese mit der Bahn oder dem Bus oder sie werde von der Schwester besucht. Mit einer unmittelbar neben ihr wohnenden Kollegin, die ebenfalls aus Äthiopien stamme, habe sie einen guten Kontakt und sie sehe sie täglich. Eine weitere Kollegin sehe sie etwa einmal im Monat (Urk. 9/58/23). Von den behandelnden P s ychiatern wird abweichend von den Ausführungen der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter sowohl vor als auch nach der Begutachtung ein sozia ler Rückzug mit lediglich Kontakt zur Schwester erwähnt (Urk. 9/29/3, Urk. 3/3 S. 1), so dass daraus kein zwi schen zeitlich verstärkter Rückzug abgeleitet werden kann.

4.4.4 Zum sozialen Lebenskontext gab die Beschwerdeführerin an, sie habe einen sehr guten Kontakt zu ihrer Schwester. Sie sehe sie etwa dreimal in der Woche, entweder besuche sie diese mit der Bahn oder dem Bus oder sie werde von der Schwester besucht. Mit einer unmittelbar neben ihr wohnenden Kollegin, die ebenfalls aus Äthiopien stamme, habe sie einen guten Kontakt und sie sehe sie täglich. Eine weitere Kollegin sehe sie etwa einmal im Monat (Urk. 9/58/23). Von den behandelnden P s ychiatern wird abweichend von den Ausführungen der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachter sowohl vor als auch nach der Begutachtung ein sozia ler Rückzug mit lediglich Kontakt zur Schwester erwähnt (Urk. 9/29/3, Urk. 3/3 S. 1), so dass daraus kein zwi schen zeitlich verstärkter Rückzug abgeleitet werden kann. 4.4.5 I n Bezug auf die beweisrechtlich entscheidende Kategorie «Konsistenz» ist fest zuhalten, dass die Beschwerdeführerin einerseits den Haushalt selbständig erle digt und andererseits mit dem Training im Fitnessstudio alle drei Tage, den erwähnten sozialen Aktivitäten sowie der Lektüre von Zeitungen oder Büchern und dem Malen durch aus Freizeitaktivitäten vorhanden sind. Einzig ihre eigent lichen Hobbies, das Stricken und Nähen, übe sie seit längerem nicht mehr aus (Urk. 9/58/23). Mithin konnte sie auch mit der Erkrankung eine strukturierte Alltagsgestaltung aufrechterhalten. Dr. L.___ merkte dann auch an, dass die Ein schätzung der Beschwerdeführerin, sie sei zwei Stunden pro Tag zu einer beruf lichen Tätigkeit in der Lage, diskrepant zu den Aktivitäten in den Bere ichen Freizeit und Haushalt sei (Urk. 9/58/28).

4.4.5 I n Bezug auf die beweisrechtlich entscheidende Kategorie «Konsistenz» ist fest zuhalten, dass die Beschwerdeführerin einerseits den Haushalt selbständig erle digt und andererseits mit dem Training im Fitnessstudio alle drei Tage, den erwähnten sozialen Aktivitäten sowie der Lektüre von Zeitungen oder Büchern und dem Malen durch aus Freizeitaktivitäten vorhanden sind. Einzig ihre eigent lichen Hobbies, das Stricken und Nähen, übe sie seit längerem nicht mehr aus (Urk. 9/58/23). Mithin konnte sie auch mit der Erkrankung eine strukturierte Alltagsgestaltung aufrechterhalten. Dr. L.___ merkte dann auch an, dass die Ein schätzung der Beschwerdeführerin, sie sei zwei Stunden pro Tag zu einer beruf lichen Tätigkeit in der Lage, diskrepant zu den Aktivitäten in den Bere ichen Freizeit und Haushalt sei (Urk. 9/58/28). Die Beschwerdeführerin ist regelmässig in psychiatrischer Behandlung, es werden jedoch nur alle zwei bis drei Wochen Termine wahrgenommen. Der Spiegel des vers chriebenen Neuroleptikums lag im Gutachtenszeitpunkt sodann unter halb des Referenzbereich s. Die Beschwerdeführerin berichtete anlässlich der psychia tri schen Begutachtung, sie habe feststellen müssen, dass sich ihr Zustand mit der aktuellen Behandlung wohl nicht verbessern werde und sie sich jetzt auf die von den behandelnden Psychiatern empfohlene stationäre Behandlung einlassen könne (Urk. 9/58/28). Gemäss den behandelnden Psychiatern ist jedoch eine trau maspe zifische Behandlung zur Zeit nicht möglich (Urk. 9/44/4 ). Eine medika mentöse Anpassung oder eine andere Intensivierung der Therapie (wie zum Beispiel eine Erhöhung der Therapiefrequenz) ist nach der Begutachtung soweit ersichtlich nicht erfolgt (Urk. 3/3 S. 2 ). Insgesamt ist daher von einem mässigen Leidensdruck auszugehen.

Die Beschwerdeführerin ist regelmässig in psychiatrischer Behandlung, es werden jedoch nur alle zwei bis drei Wochen Termine wahrgenommen. Der Spiegel des vers chriebenen Neuroleptikums lag im Gutachtenszeitpunkt sodann unter halb des Referenzbereich s. Die Beschwerdeführerin berichtete anlässlich der psychia tri schen Begutachtung, sie habe feststellen müssen, dass sich ihr Zustand mit der aktuellen Behandlung wohl nicht verbessern werde und sie sich jetzt auf die von den behandelnden Psychiatern empfohlene stationäre Behandlung einlassen könne (Urk. 9/58/28). Gemäss den behandelnden Psychiatern ist jedoch eine trau maspe zifische Behandlung zur Zeit nicht möglich (Urk. 9/44/4 ). Eine medika mentöse Anpassung oder eine andere Intensivierung der Therapie (wie zum Beispiel eine Erhöhung der Therapiefrequenz) ist nach der Begutachtung soweit ersichtlich nicht erfolgt (Urk. 3/3 S. 2 ). Insgesamt ist daher von einem mässigen Leidensdruck auszugehen. 4.4.6 Zusammenfassend ergibt sich aus der Gesamtwürdigung der Stand ardindi ka toren, dass insbesondere weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitä ten niveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch eine ressourcen hem mende Persönlichkeitsstruktur vorliegen. Im sozialen Lebenskontext ist ein krankheitsbedingter Rückzug allenfalls eingeschränkt erkennbar. Sodann ist eine Therapieresistenz nicht ausgewiesen, es ist jedoch von einer gewissen krankheits bedingten Unfähigkeit zur Therapieintensivierung auszugehen. Den a uf die depressive Episode zurückzuführenden Befunden eines eingeschränkten Antrieb s, einer leichten Einengung des formalen Gedankengang es und einer bedrückten Grundstimmung sowie der zusätzlich vorliegenden somatoformen Störung ist durch die von Dr. L.___ statuierte 70%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich als Reinigungskraft hinreichend Rechnung getragen, so dass kein triftiger Grund besteht, von seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzu weichen. Umgekehrt kann d er Einschätzung der behandelnden Fachärzte, wonach die Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähigkeit zu 80 % eingeschränkt sei, aufgrund der Prüfung der Standardindikatoren nicht gefolgt werden. Retrospektiv kann im Übrigen mangels Hinweisen auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung ebenfalls auf die gutachterliche Beurteilung abgestellt werden, wonach seit September 2016 von der genannten Arbeitsfähig keit auszugehen ist (Urk. 9/58/8 ).

4.4.6 Zusammenfassend ergibt sich aus der Gesamtwürdigung der Stand ardindi ka toren, dass insbesondere weder eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitä ten niveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen noch eine ressourcen hem mende Persönlichkeitsstruktur vorliegen. Im sozialen Lebenskontext ist ein krankheitsbedingter Rückzug allenfalls eingeschränkt erkennbar. Sodann ist eine Therapieresistenz nicht ausgewiesen, es ist jedoch von einer gewissen krankheits bedingten Unfähigkeit zur Therapieintensivierung auszugehen. Den a uf die depressive Episode zurückzuführenden Befunden eines eingeschränkten Antrieb s, einer leichten Einengung des formalen Gedankengang es und einer bedrückten Grundstimmung sowie der zusätzlich vorliegenden somatoformen Störung ist durch die von Dr. L.___ statuierte 70%ige Arbeitsfähigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich als Reinigungskraft hinreichend Rechnung getragen, so dass kein triftiger Grund besteht, von seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzu weichen. Umgekehrt kann d er Einschätzung der behandelnden Fachärzte, wonach die Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähigkeit zu 80 % eingeschränkt sei, aufgrund der Prüfung der Standardindikatoren nicht gefolgt werden. Retrospektiv kann im Übrigen mangels Hinweisen auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung ebenfalls auf die gutachterliche Beurteilung abgestellt werden, wonach seit September 2016 von der genannten Arbeitsfähig keit auszugehen ist (Urk. 9/58/8 ). 5. Auf der Grundlage einer 70%igen Arbeitsfähigkeit im ang estammten Tätig keits bereich ab September 2016 erübrigt sich ein ordentlicher Einkommensvergleich. Sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen sind gestützt auf dieselbe Bemessungsgrundlage und der Invaliditätsgrad anhand eines Prozentvergleichs zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_463/2012 vom 3. August 2012 E. 4.2). Jener liegt demnach bei nicht rentenbegründend en 30 % (vgl. E. 1.2 vorstehend). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

5. Auf der Grundlage einer 70%igen Arbeitsfähigkeit im ang estammten Tätig keits bereich ab September 2016 erübrigt sich ein ordentlicher Einkommensvergleich. Sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen sind gestützt auf dieselbe Bemessungsgrundlage und der Invaliditätsgrad anhand eines Prozentvergleichs zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_463/2012 vom 3. August 2012 E. 4.2). Jener liegt demnach bei nicht rentenbegründend en 30 % (vgl. E. 1.2 vorstehend). Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 6.

6. 6.1 Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fahrensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung (vgl. Urk. 10) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.

6.1 Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver fahrensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung (vgl. Urk. 10) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. 6.2 Mit Verfügung vom 21. Januar 2020 (Urk. 10) wurde der Beschwerdeführerin Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. Da diese von der Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl. Urk. 10 Dispositiv-Ziffer 3), keinen Gebrauch gemacht hat, ist die Entschädigung ermessensweise ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist die Entschädigung von Amtes wegen auf Fr. 2’100.-- (inkl. Bar aus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.

6.2 Mit Verfügung vom 21. Januar 2020 (Urk. 10) wurde der Beschwerdeführerin Rechtsanwältin Dina Raewel als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. Da diese von der Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl. Urk. 10 Dispositiv-Ziffer 3), keinen Gebrauch gemacht hat, ist die Entschädigung ermessensweise ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist die Entschädigung von Amtes wegen auf Fr. 2’100.-- (inkl. Bar aus lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. 6.3 Die Beschwerdeführerin ist abschliessend auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an die unentgeltliche Rechtsvertreterin verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.

6.3 Die Beschwerdeführerin ist abschliessend auf § 16 Abs. 4 GSVGer hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an die unentgeltliche Rechtsvertreterin verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt, zufolge Ge währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Dina Rae wel, Zürich, wird mit Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Dina Rae wel, Zürich, wird mit Fr. 2’100.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichts kasse entschädigt. Die Beschwerdeführerin wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwältin Dina Raewel

Rechtsanwältin Dina Raewel - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

FehrEngesser