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Die Wälder sind gemäss Waldgesetz naturnah zu bewirtschaften. Dies bedeutet, dass die Baumartenmischung dem Standort entspricht. Langfristig wird nicht mehr Holz genutzt als nachwächst.
Naturverjüngung hat Vorrang. Es werden also junge Bäume die von selbst gewachsen sind gefördert anstatt standortfremde Bäumchen eingepflanzt. Bei der Bewirtschaftung werden der Boden und der verbleibende Baumbestand geschont.
Dünger und Pflanzenschutzmittel sind im Wald nicht erlaubt, ausgenommen Holzschutzmittel für gelagertes Rundholz.
Es wird Rücksicht auf seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten sowie auf die Vielfalt des Lebensraumes Wald genommen – indem zum Beispiel einzelne Biotopbäume und Totholz stehen respektive liegen gelassen werden.
Holznutzung im Kanton Luzern von 1960 bis 2017
Im Luzerner Wald wächst jährlich so viel Holz nach, dass nachhaltig 340‘000 Kubikmeter geerntet werden könnten. Nimmt man den Durchschnitt der letzten 20 Jahre, so kommt die genutzte Menge von 322‘000 Kubikmetern pro Jahr dieser möglichen Nutzungsmenge recht nahe. Das Mittel der letzten 20 Jahre beinhaltet allerdings auch die massiven Zwangsnutzungen, verursacht durch den Sturm Lothar (1999) und durch die Borkenkäferschäden nach dem Trockenjahr 2003. In den letzten Jahren lag die Nutzung im Bereich von 218’000 Kubikmetern (Nachhaltigkeitsbericht 2018).