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Ghassan Salhab Libanon | 2009 | 66 min Sprache : Arabisch Untertitel : Englisch
Der Film beruht auf zwei Ereignissen, die für den Filmemacher prägend waren: Seine Geburt im Senegal, dem Aufnahmeland seiner Eltern, und den internen Spannungen im Libanon als Vorzeichen des nachfolgenden Bürgerkriegs. Beides hat zur gleichen Zeit stattgefunden und die Wahl des Titels bestimmt. Ghassan Salhab, eine herausragende Figur des libanesischen Kinos, schafft einen Film, in den der Zuschauer schichtweise eindringen und ihn als Mosaik von Reflexionen und Impressionen aus Bild- und Tonelementen betrachten muss. Um unseren Blick für die Hinterfragung der Gegenwart zu schärfen, versetzt uns der erzählerische Rhythmus, etwa Bildern der militärischen Intervention der USA im Juli 1958, in die Vergangenheit. Eine Dynamik des Lebens widersetzt sich einer Bewegung der Zerstörung: Die Ursprünge des Menschen - zugleich auch die einer Nation - stehen einander gegenüber und hinterfragen den Exil-, Zugehörigkeits- und Politikbegriff. Die Gegenwart, die hier mehr als ein Zeitbegriff ist und Geisteshaltung wird, erkundet die ausgedehnten menschlichen Territorien, wo das « ich », das « du », das « wir » und das « ihr » wie in einer Polyphonie nachhallen.