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Du möchtest dich für einen Job bewerben? Dann gibt es kein Vorbeikommen am Motivationsschreiben für eine Bewerbung. Bei einem Motivationsschreiben für eine Bewerbung gibt es einige Punkte, die zu beachten hast und berücksichtigen solltest. Wir zeigen dir, was die Bestandteile eines Motivationsschreibens einer Bewerbung sind, welchen Umfang es haben sollte und wie du sie schreiben solltest.
Inhaltsverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Ein Motivationsschreiben solltest du in deiner Bewerbung einfügen, wenn es verlangt wird, wenn du nicht 100 % auf das Anforderungsprofil passt oder wenn du dich von der Masse absetzten willst. Das Motivationsschreiben bietet dir die Möglichkeit dich von anderen Bewerbern abzuheben und deine Qualitäten hervorzuheben.
Ein Job-Motivationsschreiben besteht aus einer Einleitung, in der du dich kurz vorstellst und dein Interesse am Unternehmen darstellst, dann ein Hauptteil, in welchem du deine (über-) fachlichen Qualifikationen darstellst und mit einem Schluss, in dem du auf deine persönlichen und beruflichen Erfahrungen eingehen kannst.
TIPP: Nutze unsere Muster für Motivationsschreiben, damit du eine Vorstellung bekommst wie man ein Motivationsschreiben formuliert.
Gehe in einem Motivationsschreiben auf deine Stärken, deine Leidenschaft für die Arbeitsstelle, deinen Bezug zum Unternehmen und vor allem auf deine Motivation ein. Achte darauf, dass du deine Stärken mit Beispielen aus deinem beruflichen oder privaten Engagement belegst.
Ein Job-Motivationsschreiben sollte nicht kürzer als eine und nicht länger als drei DIN A4 Seiten sein. Also achte darauf, dass du deine Motivation hervorhebst aber nicht zu ausschweifend wirst. Im Optimalfall schaffst du es deine Motivation auf einer Seite auszudrücken.
Du solltest bei deinem Motivationsschreiben darauf achten authentisch zu bleiben und nicht zu übertreiben. Ausserdem haben irrelevante Informationen in deinem Motivationsschreiben nichts verloren, egal ob beruflichen oder privaten Ursprungs. Ein weiteres Tabu sind wie bei allen Bewerbungsunterlagen Grammatik- und Rechtsschreibfehler. Des weiteren solltest du darauf achten, dass du keine Inhalte aus deinem Lebenslauf wiederholst, sondern neue Informationen über dich erwähnst.
Wie fange ich an?
Wenn du vor dem leeren Dokument sitzt und nicht weißt, was du in deinem Job-Motivationsschreiben am besten schreiben kannst, solltest du auf jeden Fall nicht in Erwägung ziehen, von anderen Motivationsschreiben abzuschreiben oder zuerst nach einem Muster für Motivationsschreiben zu googlen. Das Motivationsschreiben in einer Bewerbung sollte ja dazu dienen, sich selber möglichst authentisch (wenn auch ein wenig optimiert) darzustellen.
Verwendest zu zu viele Floskeln, läufst du Gefahr, dass die Personaler schnell gelangweilt sind. Personaler kennen nämlich die gängigsten Vorlagen für Motivationsschreiben in der Bewerbung und lassen sich nicht davon beeindrucken (vgl. Hofert 2010: 82ff.).
Hier eine kleine Hilfestellung wie du am besten vorgehst beim Schreiben deines Motivationsschreibens für deine Bewerbung:
Im Anschluss bekommst du noch mehr Infos zu Aufbau und Inhalt des Motivationsschreibens für die Bewerbung.
Praktische Hilfe beim Motivationsschreiben für die Bewerbung
Du möchtest gerne das perfekte Motivationsschreiben verfassen, dass bei jedem Leser Interesse weckt, weißt aber nicht, wie du das anstellst? Hier kannst du dir Hilfe von einem Profi an die Hand holen, der das perfekte Motivationsschreiben für dich formuliert.
Diese Profis wissen genau, worauf es bei einem überzeugenden Motivationsschreiben ankommt. Übrigens: Die Bewerbungsschreiber stellen dir zusätzlich einen Bewerbungsexperten als persönlichen Ansprechpartner zur Seite.
Inhalt und Aufbau
In deinem Motivationsschreiben für eine Job-Bewerbung solltest du auf jeden Fall auf folgende Punkte achten:
- Alleinstellungsmerkmale: besondere Fähigkeiten, Kenntnisse und Qualifikationen
- Bezug zu dem Anforderungsprofil der Stelle herstellen
- Besonderheiten des Unternehmens betonen
- auf die Produkte eingehen
- Unternehmensphilosophie betonen & hervorheben
- inwiefern du dich mit dem Unternehmen identifizieren kannst
- Stellencharakteristika solltest du betonen
- beschreiben, warum genau du auf die Stelle passt
Die Zusammensetzung des Motivationsschreibens für eine Bewerbung sollte also Folgendes beinhalten:
Formulierungen und Beispiele
Anders, als bei einem Bewerbungsschreiben, bei dem deine eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen erläutert werden, sollte bei einem Bewerbungs-Motivationsschreiben das Interesse am Unternehmen und an dieser Arbeitsstelle im Zentrum stehen (vgl. Herrmann; Verse-Herrmann 2008: 66). Grundsätzlich sollte ein Motivationsschreiben für eine Bewerbung authentisch und schlüssig geschrieben sein.
Ein Motivationsschreiben dient nicht dazu, um den Job zu betteln, sondern zu zeigen, dass eine hoch motivierte Person eine Chance bekommen möchte (vgl. ebd.). Die folgende Tabelle zeigt dir Anregungen für eine optimale Formulierung deines Motivationsschreibens für eine Bewerbung.
|Statt …||die bessere Formulierung für das Motivationsschreiben für eine gelungene Bewerbung|
|„Sehr geehrte Damen und Herren...“||„Sehr geehrte Frau Meyer...“|
|„Ich kann mir sehr gut vorstellen, schon bald für Ihre Firma tätig zu sein.“|
Oder
„meine Bewerbung um eine Arbeitsstelle bei […] begründe ich wie folgt:“
(vgl. Horndasch 2010: 112)
|„[Name des Unternehmens] hat sich vor allem durch innovative Lösungen im Bereich Marketing einen Namen gemacht. Bei künftigen Marketingaktivitäten kann ich Sie durch mein Wissen und mein Engagement unterstützen.“ |
Zeige, dass du dich über das Unternehmen und die Arbeitsstelle informiert hast (vgl. Herrmann; Verse-Herrmann 2008: 66f.).
|„Aufgrund der in der Ausbildung gemachten Erfahrungen sehe ich gute Anknüpfungspunkte, meine Kenntnisse in einem der beiden im Inserat genannten Bereiche in Ihrem Unternehmen einzusetzen.“||„Die angesprochenen Bereiche interessieren mich aufgrund meiner Kenntnisse.“|
Vermeide lange Schachtelsätze und formuliere vor allem Hauptsätze mit maximal zwei Nebensätzen (vgl. Herrmann; Verse-Herrmann 2008: 66f.).
|„Aufgrund meiner Ausbildung und meines bisherigen beruflichen Werdeganges bin ich der Meinung, dass ich den im oben genannten Inserat erwähnten Anforderungen gerecht werden kann.“||„Meine Ausbildung und meine Erfahrung entsprechen Ihrem Anforderungsprofil.“|
Während im Anschreiben der Raum ist, darzustellen, warum du geeignet bist, kannst du im Motivationsschreiben einen Blick in die Zukunft werfen und deine beruflichen Ziele beschreiben (vgl. Mendel; Seyfferth 2011: 47).
|„Man sollte mir diesen Job geben, weil (…)“ oder „Ich brauche diesen Job, denn (…)“||Besser ist es herauszustellen, wodurch du dem Unternehmen einen Mehrwert bietest, und nicht nur das Unternehmen dir.|
|„Darf ich Sie zum Schluss bitten, meine Unterlagen vertraulich zu behandeln.“||Damit unterstellst Du dem Leser, dass er dies nicht tut.|
|„Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe und Sie mir Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch geben würden.“|| Keinen Konjunktiv verwenden! |
„Ich freue mich“ klingt entschlossener und selbstbewusster: „Ich freue mich, von Ihnen zu hören.“
Do´s und Dont´s für ein Motivationsschreiben
Für ein Motivationsschreiben für einen Job gelten ähnliche Do´s und Dont´s wie bei Motivationsschreiben für andere Zwecke. Die folgende Tabelle gibt dir ein paar wichtige Tipps, die du unbedingt in deinem Motivationsschreiben für deine Bewerbung beachten solltest:
DO’S im Motivationsschreiben
DONT’S im Motivationsschreiben
- Sei ehrlich mit dir selbst: Bewerbe dich nur für Job und bei Unternehmen, die zu dir passen.
- Recherchiere gründlich zum Unternehmen, dem Standort und der Stelle vor dem Schreiben des Motivationsschreibens.
- Das Layout des Motivationsschreibens ist dem der anderen Bewerbungsunterlagen angepasst (vgl. Bensberg 2015: 5).
- Alle Informationen im Motivationsschreiben sollten in Bezug zu dem Anforderungsprofil des Jobs gestellt werden.
- Verfasse das Motivationsschreiben in einem selbstbewusste, positiven Ton (vgl. Bensberg 2015: 7).
- Ein absolutes Tabu: Plagiate. Nicht dein Motivationsschreiben von anderen kopieren!
- Beschreibe in deinem Motivationsschreiben keinen Über-Mensch, sondern bleibe authentisch und verwende keine übertriebene Dramatik (vgl. Chandan 2014: 24).
- Rechtschreibfehler! Lasse dein Motivationsschreiben noch einmal Probelesen, bevor du es losschickst.
- Irrelevante Informationen – egal ob privaten oder beruflichen Ursprungs – haben im Motivationsschreiben nichts verloren (vgl. Chandan 2014: 24).
- Wiederhole im Lebenslauf keine Inhalte, sondern erwähne neue Informationen über dich (vgl. Bensberg 2015: 7).
Wen sucht das Unternehmen?
Nur selten passen praktische Erfahrung und Studiengang oder sonstige geforderte Kompetenzen exakt auf das Anforderungsprofil. Grundsätzlich gilt in solchen Fällen: Nur Mut und bewirb dich trotzdem. Es geht nämlich vielen so.
Die Anforderungsprofile umfassen in der Regel alle im weitesten Sinne notwendigen Anforderungen, mit der Hoffnung einen möglichst passenden Bewerber zu finden. Wenn du dich auf so eine Stelle bewerben willst, solltest du im Job-Motivationsschreiben Folgendes berücksichtigen:
- Überlege dir anhand des Stellenprofils, welchen Persönlichkeitstyp das Unternehmen sucht: „Wie sieht der ideale Bewerber für diese Stelle aus?“ Schreibe dein Motivationsschreiben aus dieser Perspektive des idealen Bewerbers.
- Fokussiere dich im Bewerbungs-Motivationsschreiben auf die Kompetenzen oder Qualifikationen, die du mitbringst. Mit Beispielen aus deinem beruflichen oder privaten Engagement solltest du diese unter der Fragestellung „Wo konnte ich diese Fähigkeiten bereits unter Beweis stellen?“ betonen.
- Meistens sind nicht die sogenannten Soft Skills das Problem. Soziale, interkulturelle oder Teamfähigkeits-Kompetenz hat jeder schon einmal unter Beweis gestellt (diese solltest du unbedingt im Motivationsschreiben nochmals erwähnen). Fehlt jedoch fachliches Wissen, wird das schon schwieriger. Für dein Motivationsschreiben hast du die Möglichkeit, mit Lernfähigkeit (die du auch bereits unter Beweis gestellt hast) zu argumentieren.
- Fehlt dir generell berufliche Erfahrung, weil du vom Studium oder nach deiner Doktorandenzeit einen Job suchst, und du findest nur Stellen, die Berufserfahrung voraussetzten, hast du die Möglichkeit im Bewerbungs-Motivationsschreiben mit Flexibilität (beruflicher oder bzgl. des Wohnorts), Offenheit und Unvoreingenommenheit (bzgl. Prozesse, Strukturen oder Vorgehensweise, die im Unternehmen üblich sind) und großem Engagement zu überzeugen.
- Im Motivationsschreiben kannst du auch das Argument ergänzen, dass du vorhast, einen längeren Zeitraum in diesem Unternehmen tätig zu sein. Dies ist für jedes Unternehmen wichtig, denn eine vakante Stelle stellt gleichzeitig immer auch einen Kostenfaktor dar.
Motivationsschreiben für eine Bewerbung: Was tun, wenn man nicht genau passt?
Bewirb dich trotzdem!
- Die Reihenfolge deiner Qualifikationen im Bewerbungs-Motivationsschreiben orientiert sich an der Reihenfolge, wie sie im Anforderungsprofil vorkommt.
- Versuche den Persönlichkeitstyp zu beschreiben, den das Unternehmen laut Anforderungsprofil sucht.
- Bei mangelnder Berufserfahrung kannst du deine Flexibilität, Offenheit und Unvoreingenommenheit sowie großem Engagement erwähnen. Du kannst auch Erfahrungen aus deinem ehrenamtlichen Engagement ergänzen.
- Argumentiere mit deiner großen Lernbereitschaft, mit welcher du fehlende Qualifikationen nachholst.
- Fokussiere dich auf die Qualifikationen, die du zu bieten hast.
- Vergiss nicht deine sozialen, interkulturelle, fremdsprachlichen oder Teamfähigkeits- Kompetenzen und die Situationen, in welchen du sie unter Beweis gestellt hast, anzuführen.
Fazit
Für das Motivationsschreiben solltest du auf jeden Fall etwas Zeit einplanen. Im Motivationsschreiben in einer Bewerbung hast du die Möglichkeit dich wirkungsvoll zu präsentieren und Seiten deiner Persönlichkeit zu präsentieren, die weder im Anschreiben, noch im Lebenslauf deutlich werden. Das Anschreiben beschreibt, warum du dich für eine Stelle eignest, während das Motivationsschreiben in deiner Bewerbung betont, warum du eine Stelle haben möchtest.
Im Wesentlichen geht es in deinem Motivationsschreiben im Rahmen einer Bewerbung für einen Job um die folgenden drei Aspekte:
- Alleinstellungsmerkmal: Inwiefern bin ich ein Gewinn für das Unternehmen und für die Abteilung? Deine Kompetenzen, Qualifikationen, Fähigkeiten, Persönlichkeit.
- Stellenbezug: Warum bewerbe ich mich für diese Stelle? Das Besondere an dieser Stelle und die individuelle Passung zu deiner Person.
- Unternehmensbezug: Warum bewerbe ich mich bei diesem Unternehmen? Deine Identifikation mit diesem Unternehmen, der Unternehmensphilosophie oder dem Produkt des Unternehmens.
Verwendete Quellen
Bensberg, G. (2015). Dein Weg zum Prüfungserfolg. Angstfrei durch Studium: Auswahlverfahren, Referate, Prüfungen, Bewerbungen. Springer.
Chandan, M.-p. S. (2014). How to write your UCAS personal statement and get into university. The ultimate guide. Bloomington: AuthorHouse.
Franfurter Allgemeine. Stellenmarkt. Motivationsschreiben liefern überzeugende Argumente für Bewerbungen. Originalität hebt Bewerber von der Masse ab. Aufgerufen auf: https://stellenmarkt.faz.net/karriere-lounge/orientierung/motivationsschreiben-liefern-ueberzeugende-argumente-fuer-bewerbungen/. am: 28.08.2018.
Herrmann, D.; Verse-Herrmann, A. (2008). Erfolgreich bewerben an Hochschulen. So bekommen Sie Ihren Wunschstudienplatz. Frankfurt am Main: Eichborn AG.
Hofert, S. (2010). Die 100%-Bewerbung. Wie Sie sich mit den richtigen Argumenten von Mitbewerbern abgrenzen. Offenbach: Gabal.
Horndasch, S. (2010). Master nach Plan. Erfolgreich ins Masterstudium. Auswahl, Bewerbung, Finanzierung, Ausland. (2. Aufl.). Springer.
Menden, S.; Seyfferth, J. (Hrsg.) (2011). Der Weg zum Stipendium. Tipps zur Bewerbung für 400 Stipendien- und Förderprogramme. Squeaker.net. GmbH.