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Die Regierung der Karibikinsel Puerto Rico hat einen Kurswechsel beim Thema Homo-Ehe vollzogen. Sie will die Homo-Ehe künftig zulassen. Der Staat dürfe keine Diskriminierung betreiben, sagte Justizminister César Miranda am Freitag.
«Wir sind zum Schluss gekommen, dass es weder fair noch richtig ist, dass die Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann», sagte Miranda weiter.
Auch der Gouverneur der mit den USA assoziierten Karibikinsel, Alejandro García Padilla, erklärte, trotz seines katholischen Glaubens seine Meinung zu dem Thema geändert zu haben. «Jeder kennt meine religiösen Überzeugungen, aber Politiker können niemandem ihren Glauben aufzwingen», sagte er.
Trotz der Ankündigungen ist die Homo-Ehe damit in Puerto Rico noch nicht offiziell. Entscheiden muss darüber ein Berufungsgericht in Boston oder der Oberste Gerichtshof der USA. Letzterer wird voraussichtlich Ende April klären, ob gleichgeschlechtliche Paare überall im Land heiraten dürfen. (viw/sda/afp)
Vertreterinnen und Vertreter aller sechs Parlamentsfraktionen wollen der Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zum Durchbruch verhelfen. Am 26. September könne die Stimmbevölkerung mit einem Ja zur «Ehe für alle» die heutige Diskriminierung beseitigen.