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Bereits die Römer nutzten den 15,5 km langen See und die Weiterführung auf der Linth bis zum Zürichsee als Wasserweg für den Warenverkehr. Dies wurde bis zur frühen Neuzeit so gehalten, da als Ausweichvariante nur der mühsame Weg über den Kerenzerberg infrage kam. Auf dem Linthkanal wurden die Ledischiffe vom Ufer aus von Menschen, Pferden und später von Traktoren gezogen. Mit dem Bau der Eisenbahn wurde der Warentransport auf dem Wasser zwischen Zürich und Walensee überflüssig.
Schifffahrtsgeschichte
Bereits 1823 verkehrte das erste eiserne Dampfschiff der Schweiz, die Linth-Escher I. auf dem Walensee. Ein schwarzer Tag erlebte die Flotte in der Sturmnacht vom 16. auf den 17. Dezember 1850. Der Dampfer «Delphin» ging unter, 13 Menschen verloren dabei ihr Leben. Das vermutlich erste Schweizer Elektroschiff, die Elektra, hatte ihre Jungfernfahrt ebenfalls auf dem Walensee.
Heute besteht die Flotte aus der «MS Quinten», der «MS Churfirsten», dem «MS Seestern», der «MS Walenstadt», der «MS Alvier» und dem Lastschiff «Gonzen». Zwei dieser Schiffe wurden von der ehemaligen Firma Mathias Streiff in Schwanden gebaut; die «MS Churfirsten», das erste Zweideckschiff auf dem See, und die «MS Quinten».
Frauen ans Steuer
Bereits 1950 erwarb die Quintnerin Hildegard Janser-Hüppi das Schifferpatent und durfte mit Motorbooten gewerbsmässig Personen transportieren. Als erste Frau erwarb 1986 Rosmarie Büsser-Walser das Schifferpatent B I. Sie stammt aus der bekannten Schifferfamilie Walser-Pfiffner in Quinten und war Jahrzehnte als Matrosin tätig, bevor sie vor allem die Motorboote «Murg» und «Linth» steuerte.
Seit Kurzem besitzt nun auch Sarina Scherrer aus Unterterzen diesen Ausweis und darf nun Walenseeschiffe mit bis zu 60 Passagieren lenken.
Für den Schifffahrtsbetrieb war 1950 – 2004 die Quintner Familie Walser prägend; seither zeichnet die Schiffbetrieb Walensee AG verantwortlich.
Die Zuhörerinnen und Zuhörer, viele tief verbunden mit dem Walensee, wurden durch die teils alten Bildaufnahmen und den erläuternden Hinweisen von Guido Städler zurückversetzt in ihre Jugendzeit. Erinnerungen kamen auf, wie etwa das Fazit von Gret Menzi, einem waschechten Walenseekind: «Mit der «Orlanda» und ihrem Kapitän fühlten wir uns immer sicher.»