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Der Shannon (irisch: An tSionainn, An tSionna) ist mit etwa 370 Kilometern der längste und wasserreichste Fluss Irlands. Sein Einzugsgebiet umfasst rund 15.700 Quadratkilometer. Knapp 250 Kilometer des Flusslaufs sind schiffbar.
Die Stadt Galway im Norden, die Silvermine Mountains im Osten, die Ballyhoura- und die Mullaghairk Montains im Süden und der Atlantische Ozean im Westen umreissen etwa die Region des Shannon. Vom Norden kommend durchfliesst der auch für Freizeitkapitäne beliebte River Shannon die mit etwa 80‘000 Einwohnern drittgrösste Stadt Limerick in Irland.
King John’s Castle thront über dem Shannon als gehöre ihm die Welt. Die fünfeckige, aufwendig restaurierte Festung wurde 1202 für den englischen König Johann Ohneland vollendet. Noch ein wenig älter ist St Mary’s Cathedral (erbaut 1172) von der aus man einen herrlichen Blick auf die mittelalterliche Stadt hat.
Heute nun sind wir von Mountshannon im Nordosten ins Zentrum der Region gefahren. Mehrheitlich auf kaum mehr als 6 m breiten holprigen Strassen genossen wir jeden Kilometer und jede scharfe Linkskurve entlang der Hecken und Sträucher. Als stoischer Linksfahrer auf einem Fahrzeug mit dem Steuer ebenfalls auf der linken Seite war es jedesmal eine Herausforderung und Ueberraschung zugleich, was hinter der nächsten Linkskurve wieder auftauchen würde. Auf geraden Strecken genoss ich zwischendurch die malerische Landschaft und konnte manchmal auch meine Blicke schweifen lassen, doch immer mit der notwendigen Aufmerksamkeit und keinesfalls mit der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. 60 km/h genügten vollkommen.
Hier in Adare (Äth Dara) tragen auffallend viele deutsche Namen, was zweifellos eine Folge der Auswanderungswelle im 18. Jh. war. Damals siedelten viele aus der Pfalz stammende Flüchtlinge an und bauten Häuser mit strohbedeckten Dächern und grauen Kirchen. Dem Earl von Dunraven und seinem Faible für britische Architektur ist es zu verdanken, dass das 900-Seelendorf zu dem wurde was es heute ist. Ein Puppenstuben-Ort.
The „Dublin City Ramblers“