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Ärger für Adidas im Vorfeld der Fußball-WM 2014 in Brasilien: der deutsche Sportartikelhersteller musste in den USA mehrere T-Shirt aus den Regalen nehmen, da diese den Sextourismus fördern würden. Brasiliens Fremdenverkehrsbehörde Embratur hatte sich über die Kollektion ereifert und dem Konzern Maßnahmen angedroht. Medienberichte über die T-Shirts hatten im Land des fünffachen Weltmeisters zudem nicht nur in Regierungskreisen sondern auch in sozialen Netzwerken für massive Aufregung gesorgt.
Eines der umstrittenen T-Shirts ist mit „I love Brasil“ bedruckt, wobei das „love“ in der Form eines weiblichen Pos mit einem Tangabikini dargestellt wird. Auf einem anderem Shirt ist eine Frau in einem Bikini abgebildet, die vor dem Zuckerhut einen Ball in der Hand hält. Über der zeichnerischen Darstellung steht „Lookin‘ to score“ und darunter „Brazil“. Die Message kann nach Auffassung der Kritiker zweierlei bedeuten: „Tore schiessen“ oder „Frauen erobern“.
Embratur-Direktor Flávio Dino hatte nach Kenntnis klare Worte an den Hersteller gerichtet: „Wir akzeptieren nicht, dass die WM für illegale Praktiken missbraucht wird wie einen Aufruf zu Sextourismus. Wir fordern von Adidas den Verkauf dieser Produkte sofort einzustellen. Wir erinnern daran, dass es in Brasilien harte Gesetze gegen sexuelle Missbrauch gibt und die Polizei diese Fälle im Land verfolgt.“
Die rund 25 US-Dollar (ca. 18 Euro) teuren Shirts waren nach Adidas-Angaben ausschliesslich in den USA erhältlich. Der FIFA-Partner, Ball-Lieferant und offizielle Sponsor der Weltmeisterschaft versicherte in einer ersten Stellungnahme zudem, „immer eng die Meinung seiner Kunden und Partner zu begleiten“ und daher die limitierte Auflage mit sofortiger Wirkung aus dem Verkauf zu nehmen.