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Unsere Kinderliebe könnte und sollte ein starker Beweggrund zur Verhaltensänderung sein. Eine verantwortungsvolle Klimapolitik bedeutet nichts anderes als aufgeklärte Liebe. James Hansen, LRD, Nr.50
2012 erscheint in der Umweltszeitschrift LaRevueDurable (LRD) ein “Brief der Enkelinnen und Enkel dieser Erde an die über 60-Jährigen“, in dem die heranwachsenden den abtretenden Generationen ihre Sorgen und Aengste um den Klimawandel vor Augen führen.
2013 nimmt die Nr.50 von LaRevueDurable Bezug auf diesen Brief und weist auf die Kampagne von Grosseltern in Norwegen hin, der 2007 gegründeten, weltweit ersten Gruppe von Klima-Grosseltern. 2013 existieren bereits weitere, sehr dynamische Gruppen in Kanada, den Vereinigten Staaten und Schweden. Das Interesse, das durch diese Veröffentlichungen und die beispielhafte Aktion von James Hansen (der die obigen Ideen bereits in Nr.46 von LDR geäussert hat) geweckt wird, führt zu einem Appell im Journal, „eine Bewegung von Klima-Grosseltern (Grand-parents pour le climat, gpclimat.ch)“ zu gründen.
Am 5. Februar 2014 organisieren die Redaktoren von LDR ein erstes Treffen in Lausanne, an dem 40 Personen aus der ganzen Romandie teilnehmen. J.Mirenowicz berichtet über den Vorschlag, den grössten Teil der verbleibenden fossilen Energien unberührt zu belassen. Der Globalisierungskritiker Olivier de Marcellus aus Genf ruft zu einem Marsch nach Paris zur UN-Klimakonferenz COP21 (Nov-Dez 2015) auf, zudem zu Demonstrationen und zivilem Ungehorsam; er berichtet über die Bewegung Alternatiba. Eine Gruppe konstituiert sich, deren Arbeit zur ersten Generalversammlung im September 2014 führt, bei welcher der Gründungstext und die Statuten verabschiedet und der erste Vorstand gewählt werden. Die Arbeiten werden auf lokale Gruppen (GE, BEJUNE, FR, VS) und Arbeitsgruppen (Bildung und Information, Politik, Intergenerationelles, Internationales) verteilt.
2015 entstehen neue Gruppen in Belgien und Frankreich, COP21 findet in Paris statt. 8 gp-clim – Gruppen richten ein gemeinsames Schreiben an Laurent Fabius. Sie nehmen in Paris an Demonstrationen teil und treffen ein erstes Mal andere Gruppen von Eltern und Grosseltern. Seit diesem historischen Datum treffen wir uns jedes Jahr. In der Schweiz schreiben wir Bundesräte, Regierungsräte und ausgewählte nationale Parlamentarier an, um unsere Vereinigung bekannt zu machen und um von ihnen zu verlangen, sich für eine verantwortungsvolle Klimapolitik zugunsten künftiger Generationen zu engagieren. Wir nehmen auch an Demonstrationen teil (Purlac, grenzüberschreitender Marsch, Festival de la Terre, Fête de la Terre, Alternatiba….).
2016 werden wir neu Mitglied der Klima-Allianz Schweiz, die heute 71 Mitglieder (Vereine und NGOs) hat. Wir beteiligen uns aktiv an der Kampagne „Renten ohne Risiken“. Im Rahmen dieser Aktion begeben wir uns in mehrer welsche Städte und nach St.Gallen, wo wir vor verschiedenen Pensionskassen riesige Ballone aufblasen: Wir verlangen, dass sie ihre Investitionen in fossile Energien zurückziehen, was wir auch per Schreiben im Internet fordern. Wir unterstützen den gegen die Regierung gerichteten juristischen Vorstoss der Klimaseniorinnen. Wir stellen Ueberlegungen an, wie wir uns in der Deutschschweiz ausbreiten können. Eine Arbeitgruppe verschafft gp-clim den Status als gemeinnütziger Verein.
Im Jahr 2017 arbeiten wir daran, wie unsere Vereinigung sich, ihre Werte und Zielsetzungen präsentiert, sodass wir im eigenen Umkreis unsere Generation informieren können. Der Aufbau einer Homepage wird seit 2014 vorangetrieben. Mit ihr können sich die Mitglieder über Aktivitäten und Ereignisse auf dem Laufenden halten, zudem werden regelmässig Informationsschreiben verschickt (Quoi de Neuf, Flash-Infos). Unsere Mitgliederzahl ist von 40 auf 400 angestiegen. Es zeigt sich, dass wir die Regionalgruppen entwickeln müssen, um unsere lokale Wirkung zu verstärken und die Vereinsentwicklung zu beschleunigen.
Grossen Erfolg hat die Regionalgruppe Genf, die von Anfang an einen beeindruckenden Aktivitätsgrad entfaltet hat und zur Zeit daran ist, autonome Strukturen zu entwickeln, ohne die Beziehung zur Dachorganisation zu schwächen. Ebenfalls sehr erfolgreich ist BEJUNE, wo seit Beginn regionale Aktivitäten und Analysen laufen. Für 2018 ist die Schaffung der Regionalgruppen JYBE (Jurafuss, Yverdon, Broye, Echallens und Umgebung), Wallis und Lausanne und Umgebung vorgesehen.
Laurence und Denise