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Die Fahrt durch die Sumpfgebiete des Parana Flusses mit den vielen Viadukten und den weiten Feldern und Steppen, welche sich bis in den Norden von Entre Rios erstrecken, waren ebenso beeindruckend wie die endloserscheinenden, hügelreichen Strassen, welche sich durch das saftige Grün der Wälder und entlang ziegelroter Erde des eisenhaltigen argentinischen Nordens zog.
Die Strassen bis Puerto Iguazu waren sehr gut befahrbar, aber trotzdem sollte man auf das einte oder andere Schlagloch Ausschau halten.
Da in Argentinien der Busverkehr auf einem sehr hohen und komfortablen Niveau ist, könnte man diese Strecke von Buenos Aires bis nach Puerto Iguazu für ca. 760-890 Pesos (10 Pesos = ca. 1.37 CHF) in 17 Stunden hinter sich bringen. Doch verpasst man da viele Möglichkeiten, Argentinien und dessen kleinen Dörfchen genauer anzuschauen.
So fährt man an den Nationalparks El Palmar, Esterias del Iberia und den Jesuitenruinen von San Ignacio Mini vorbei, welche alle ein Besuch wert sind.
Die Fahrt war sehr angenehm, da sich meist nur wenige Autos auf den Strassen befanden. Auch hatte es immer wieder Tankstellen, kleinere Dörfchen und Imbissgeschäfte am Strassenrand.
Was uns immer wieder aufgefallen ist, sind die zahlreichen kleinen Schreine am Strassenrand, welche auch öfters auf Pässen oder an Kreuzungen zu finden sind. Sie sind rot und haben manchmal unzählige PET-Flaschen mit Wasser um sich herum liegen. Die Legende dazu ist wie folgt:
Im Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier um 1841, wurden in einem kleinen Ort namens Caucette (südlich von San Juan) einige einheimische Männer verhaftet, welche in vielen Fussmärschen in den Norden getrieben worden sind.
Maria Antonia Deolina y Correa war die Frau eines Gefangenen, welche sich mit ihrem frischgeborenen Kind auf die Verfolgung ihres Mannes machte. Sie starb unterwegs an Wassermangel und wurde daraufhin von Gauchos gefunden. Diese erzählten daraufhin die Geschichte der sich aufopfernden und treuen "Difunta Correa" (tote Correa), welche sich im ganzen Lande verbreitete. So wurde die "Difunta Correa" zur Schutzpatronin der LKW-Fahrer und Reisenden.
Die vielen roten Bändel, welche man auch an vielen Autos sehen kann, rühren von einer Übersetzung des Wortes "Correa" (Band).