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2416 Ew., wovon 362 Reformierte; Dorf: 127
Häuser, 1714 Ew. Im Bahnhofquartier reform. Kirche, die einzige im Kanton Uri.
Reformierte
Schule, von der Verwaltung der Gotthardbahn für die Kinder ihrer Angestellten eingerichtet und unterhalten. Wiesenbau und
Viehzucht, Viehhandel. Ein Teil der Bewohner steht im Bahndienst.
Steinbruch der Calciumkarbidfabrik inGurtnellen;
Kiesgruben. Schöne Kirche und Schulhaus; bemerkenswerte
Kapelle (verständnisvoll restauriert), wohin am St. Markustag die
Urner Bevölkerung in grosser Prozession zu wallen pflegt und in der ein Ritterschwert und ein Bronzemesser (aus einem alten
Grab) aufbewahrt werden. Hier brach auch 1799 der Aufstand der Urner gegen das französische Joch aus. Das
Muheim'sche
Haus oder die sog. Rote
Hofstatt ist ein typisches Beispiel des alt alemannischen Gebirgshauses. 1258: Orzeveld;
1275: Oertzveld; 1327: Oertzvelden. 1258-1405 Sitz der Meier des Fraumünsterstiftes zu Zürich.
Ihr noch in 16. Jahrhundert bestehender
Burgstall enthielt eine Reihe von schönen Wappenmalereien.
Zwischen den zwei letztgenannten steht seit 1890 die Kröntenhütte des S. A. C., Ausgangspunkt für
zahlreiche Bergtouren. Mit dem
Engelbergerthal steht das Erstfelderthal über die
Schlossberglücke in Verbindung. Im mittlern
und untern Thalabschnitt etwas
Wald und einige Wohnhäuser. Der das Thal aufwärts führende Fussweg ist leicht zu begehen
und gefahrlos. Der unterste Thalboden bricht bei seiner Ausmündung ins
Reussthal hoch über demselben ab. Der
das Thal entwässernde
Faulenbach bildet schöne Fälle und hat sich 500 m w.
Erstfeld durch den steilen Thalabbruch die enge
Faulenbachschlucht gegraben. Das schöne und malerische, im Winter von Lawinen heimgesuchte Thal wird seit einigen Jahren
mehr und mehr auch von Fremden besucht.
Bemerkenswerte
Lager von Eisenerzen, deren Abbau zu drei verschiedenen Malen versucht worden ist.
Der erste Versuch um 1450 musste
wegen der zahlreichen Unglücksfälle unter den Bergleuten bald wieder aufgegeben werden, der zweite 1551 und der dritte 1620 führten
wegen der zu grossen Transportkosten zu keinem Erfolg.
Die damals auch auf
Berner Boden geöffneten
Stollen ergaben eine an
Qualität zu geringe Ausbeute.
^[Note:] Auf
Grund von geologischen Untersuchungen durch
Prof. Albert
Heim in Zürich ist
neuestens die Frage der Gewinnung dieser Eisenerze wieder aufgenommen worden, und es wird z. Z. die Möglichkeit studiert,
den wegen der Transportkosten der Steinkohle zu teuern Betrieb von Hochöfen durch ein von Elektrizität getriebenes Schmelzwerk
zu ersetzen.
Hierfür könnten die zahlreichen
Wildbäche der Gegend allerdings genügende Kraft liefern.
oder lesBons (Kt. Waadt,
Bez. und Gem. Aubonne).
426 m. Häusergruppe, Landhaus und grosses
Landgut, 2 km s.
Aubonne und 500 m nw. der Station
Allaman der Linie
Lausanne-Genf. 7
Häuser, 25 reform. Ew. Früher freies
Allod, Eigentum der Familie Bégoz bis 1857. Benjamin Bégoz im 17. Jahrhundert Burgherr von
Aubonne.