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Entdecken Sie die Olympiaregion Seefeld im Sommer!
Im Herzen der Tiroler Alpen präsentiert sich die traditionsreiche Olympiaregion Seefeld. Das nach Süden hin offene, auf 1‘200 m über Meer gelegene, Hochplateau ist in fünf Orte unterteilt: Seefeld, Leutasch, Mösern-Buchen, Reith und Scharnitz. Die Region besticht mit landschaftlichem Charme, Gastfreundlichkeit und einer ausgesprochenen Vielfalt an Sport- und Freizeitmöglichkeiten.
Berühmtheit erlangte die Region unter anderem durch die Austragung der nordischen Skidisziplinen bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck im Jahr 1964. Folgendes ist dazu erwähnenswert:
- Die Winterspiele litten unter akutem Schneemangel. Der Föhn wehte über Innsbruck und das Inntal. Die Österreichische Armee brachte Eisblöcke und Schnee nach Seefeld. Wettkämpfe wurden teilweise um 7.30 Uhr angesetzt; allerdings blieb zu diesem Zeitpunkt das Publikum aus.
- Indien, Nordkorea und die Mongolei waren erstmals bei Olympischen Winterspielen dabei.
- Bobfahrer Eugenio Monti verhalf den Briten Anthony Nash und Robin Dixon zum Olympiasieg, indem er ihnen ein Ersatzteil lieh. Die Italiener selbst wurden Dritte.
- Den US-Herren gelangen erstmals Medaillen im alpinen Skisport, während die US-Damen bereits zahlreiche Medaillen gewannen.
- Das deutsche Eiskunstlaufpaar Kilius und Bäumler musste ihre Silbermedaille zurückgeben, weil es vor den Spielen einen Profivertrag unterschrieben hatte.
- Einige Tagen vor der Eröffnung verunglückten zwei Sportler, ein alpiner Skifahrer und ein Rodler, beim Training tödlich.
- Erstmals gab es bei einer Alpin-Konkurrenz der Damen ein dreifaches Podium für eine Nation, nämlich Österreich.
- Bei den alpinen Wettbewerben wurde die Zeit zum ersten Mal offiziell mit Hundertstelsekunden gemessen.
- Die Schulen in Tirol hatten geschlossen und dienten als Unterbringung von Personen, die für die Winterspiele arbeiteten.
- Für den Transport der Wettkampfteilnehmer wurden Busse vom Ulmer Unternehmen Magirus-Deutz eingesetzt, wegen der Zuverlässigkeit der luftgekühlten Motoren bei Kälte.
- Die Österreichische Bundesbahn setzte 398 Sonderzüge von und nach Innsbruck ein.
- Die Österreichische Post organisierte für Pressevertreter und Zuschauer einen Shuttlebusdienst von der Stadt Innsbruck zu den Wettkampfstätten und hatte 200 Busse im Einsatz.
Gastgeberqualitäten konnte die Ferienregion im Jahr 1976 nochmals zeigen. Die Olympischen Winterspiele waren zunächst an Denver vergeben worden. Die Spiele sollten der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Bundesstaates Colorado werden. Die Bevölkerung sprach sich aber gegen die Verwendung von Steuergeldern für die Winterspiele in Denver aus. Als alternativer Austragungsort wurde nochmals Innsbruck gewählt und Seefeld durfte wiederum die nordischen Skidisziplinen austragen. Pluspunkt für Innsbruck waren die, in guter Erinnerung gebliebenen, Winterspiele von 1964. Die meisten Wettkampfstätten liessen sich erneut nutzen. Neun Jahre nach den zweiten Olympischen Winterspielen fanden im Jahr 1985 in Seefeld die Nordischen Skiweltmeisterschaften statt. Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen, die im Jahr 2012 ausgerichtet wurden, war die Region Seefeld ebenfalls Gastgeber für die nordischen Sportarten. Schliesslich erhielt Seefeld im Jahr 2019 nochmals den Zuschlag für die Nordischen Skiweltmeisterschaften.
Seefeld hat auch im Sommer viel zu bieten. Geniessen Sie die atemberaubende Natur der Olympiaregion!