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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist aktuell stark in den baltischen Staaten und Russland verbreitet und dehnte sich in den letzten Jahren und Monaten vermehrt auch Richtung Westeuropa (z.B. Tschechien und Belgien) und damit in Richtung Schweiz aus (siehe dazu die Karte vom Friedrich-Loeffler-Institut Link). Die ASP hat sich deshalb bereits auf die Handelsbeziehungen der EU ausgewirkt; einige Drittstaaten, wie z.B. China, schränkten den Handel von Schweinefleisch mit der EU bzw. einzelnen Mitgliedstaaten ein, um das Risiko einer Ausbreitung im eigenen Land zu vermeiden.
Österreich ist der wichtigste Handelspartner
Ein essentieller Träger des Virus' ist unter anderem das Wildschwein und sein kontaminiertes Fleisch.
Laut Wildtier Schweiz ist die Übertragung der ASP in der freien Wildbahn eher ein regionales Problem. Jedoch ist das Virus in der Umwelt sehr resistent und das Ansteckungsrisiko in der betroffenen Region sehr hoch. Infizierte Tiere sterben mit grosser Wahrscheinlichkeit und relativ schnell. Deshalb soll bei einem Ausbruch der Krankheit möglichst wenig Störung in dieses Gebiet gebracht werden, dass sich die Wildschweine möglichst wenig bewegen und die Krankheit nicht verschleppen. Jedoch der Faktor Mensch trägt massgeblich zur grossräumigen Verbreitung bei, insbesondere durch Importe von kontaminierten Gegenständen oder Produkten (Personenverkehr, kommerzielle Importe, Jagdtrophäen usw.). Entsprechend kann infiziertes Fleisch von Wildschweinen ungewollte Viren in die Schweiz bringen.
Die Auswertung der Importe zeigen, dass im aktuellen Jahr Wildschweinfleisch aus Ländern importiert wurde, in welchen Fälle der ASP nachgewiesen wurden. Bis September 2018 stammten rund 13 % der Wildschweinimporte aus Tschechien (ausschliesslich nicht von der ASP betroffenen Regionen des Landes). Das meiste Wildschweinefleisch stammt allerdings aus Ländern, in denen bisher noch kein Fall der ASP nachgewiesen wurde, etwa aus Österreich (25 %), Deutschland (21 %) oder Slowenien (18 %). Zudem wurden seitens Bund und Branche entsprechende Massnahmen zur Vermeidung einer Einschleppung der ASP ergriffen (BLV: Link).
Die Importe haben in den letzten Jahren zugenommen, so betrug das Importvolumen von Wildschweinefleisch mit 276 Tonnen im Zeitraum Januar bis September 2018 rund 6 % mehr als im gesamten Jahr 2012, jedoch leicht tiefer als im Vorjahr. Die Importe zeigen aber auch, dass Wildschwein ein Nischenprodukt ist (Anteil an Gesamtkonsum >0,1 %).
Mehr Abschüsse und höhere Inlandproduktion