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Das Wichtigste in Kürze
- Die weltweiten Schäden durch Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen und Waldbrände sind 2016 auf das höchste Niveau seit 2012 gestiegen.
- Laut einer Studie von Swiss Re betrugen die Schäden 2016 insgesamt 175 Milliarden Dollar – fast doppelt so viel wie im Jahr davor.
- Im weltweiten Schnitt waren nur etwa ein Drittel der Schäden versichert.
Laut einer Studie des Rückversicherers Swiss Re kam es im vergangenen Jahr zu 327 Katastrophenereignissen, von denen 191 Naturkatastrophen und 136 menschengemacht waren. Die gesamten volkswirtschaftlichen Schäden dieser Ereignisse betrug demnach 175 Milliarden Dollar. Nur etwa ein Drittel der Schäden war allerdings verischert.
Insgesamt verloren bei den verschiedenen Katastrophen rund 11'000 Menschen ihr Leben oder gelten seither als vermisst. Der Hurrikan «Matthew» war mit 700 Todesfällen, überwiegend in Haiti, das Einzelereignis mit den meisten Todesopfern. Im Jahr zuvor lag die Zahl der Opfer durch Katastrophen in aller Welt bei 26'000.
Asien besonders betroffen
Wie in den vergangenen vier Jahren war Asien sowohl bei der Anzahl der Ereignisse (128), als auch den damit verbundenen wirtschaftlichen Gesamtschäden (rund 60 Milliarden Dollar) am stärksten betroffen. Den grössten wirtschaftlichen Gesamtschaden in Höhe von rund 25 bis 30 Milliarden Dollar verursachte das Erdbeben auf der japanischen Insel Kyushu im April. Allerdings waren weniger als 20 Prozent der dortigen Schäden versichert.
Einige Katastrophen-Ereignisse trafen Regionen, in denen besonders viele Schäden versichert waren – dadurch erklärt sich laut Swiss Re der Anstieg der versicherten Schäden um 42 Prozent.
Die weltweit versicherten Schäden stiegen insgesamt auf 54 Milliarden Dollar und waren deutlich höher als noch im Vorjahr (38 Milliarden Dollar). Geht man von Gesamtschäden in Höhe von 175 Milliarden Dollar aus, so bestand demnach eine Versicherungsdeckungslücke von 121 Milliarden Dollar.
Oftmals keine Versicherung
Nicht nur auf Kyushu, auch in anderen Teilen der Welt waren nur wenige Schäden versichert: So etwa bei den schweren Überschwemmungen in China im Juli. Entlang des Jangtse-Beckens entstanden Schäden in Höhe von 22 Milliarden Dollar. Versichert war aber weniger als eine halbe Milliarde.
Unterversichert sind laut Swiss Re auch Teile der USA. Das Land wurde ebenfalls von schweren Überschwemmungen getroffen, namentlich der Süden von Louisiana und Mississippi. Und obschon diese Gefahr hinlänglich bekannt ist, war weniger als ein Drittel der Überschwemmungsschäden versichert. In Texas hingegen, wo ein Hagelsturm im April massive Schäden verursachte, waren fast 90 Prozent versichert.
Naturkatastrophen verursachten Schadenforderungen von insgesamt rund 46 Milliarden Dollar. Auf das Konto der Katastrophen, die auf menschlichen Einfluss zurückzuführen sind, gingen rund 8 Milliarden an Forderungen.