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Storm30018
: Jetzt ist die Vodafone Group interessant
Die Vodafone Group verkauft für 130 Milliarden Dollar (99 Milliarden Euro) die Beteiligung von 45 Prozent an Verizon Wireless an den Mutterkonzern des US-Mobilfunkkonzern, Verizon Communications. Verizon Communications zahlt 58,9 Milliarden Dollar in bar und 60,2 Milliarden Dollar im Gegenwert von eigenen Aktien an den britischen Telekommunikationskonzern. Der Rest der Summe wird über einen Schuldentransfer, eine Schuldverschreibung und einen Beteiligungstausch beglichen. Die US-Mobilfunkkunden liefern den Konzernen etwa 40 Prozent höhere Umsätze als europäische Kunden.
Die Gewinne, die Verizon Wireless anteilig an die Vodafone Group überwies, machten zuletzt mehr als die Hälfte des operativen Ergebnisses des britischen Konzerns aus. Die Experten des Austria Börsenbriefes verweisen jedoch auch auf den nur wenig vorhandenen Einfluss von Vodafone auf die Entscheidungen bei Verizon Wireless. Vodafone möchte 84 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,30 Euro je Aktie an die Aktionäre ausschütten. Zudem soll in den Netzausbau investiert und Schulden getilgt werden. Danach wird es wohl nicht gelingen, die Lücke zu schließen, die der Verlust von Verizon Wireless reißt. Vodafone versucht für 10,7 Milliarden Euro Kabel Deutschland zu kaufen und könnte Liberty Global übernehmen wollen.
Dieser größte international tätige Kabelnetzbetreiber versorgt 25 Million Kunden in 14 Ländern. Liberty Global kostet derzeit 31,5 Milliarden Dollar an der Börse. Fall Vodafone nur Kabel Deutschland kaufen kann, dürfte das Unternehmen selbst zum Übernahmekandidaten werden. AT&T wird nachgesagt, er wolle sehr gerne in den europäischen Mobilfunkmarkt einsteigen. Die Dividende und die mögliche Übernahmefantasie machen die Aktie von Vodafone interessant.
Storm30018
: Vodafone: Warmer Geldregen und Jetzt ? (1)
Vodafone Verkauf der Us-Tochter Verizon Wireless ist einer der größten Deals der Unternehmensgeschichte und er wirbelt eine ganze Branche durcheinander.
Am 3.Februar des Jahres 2000 kam es am Düsseldorfer Rheinufer zum teuersten Handelsschlag der Geschichte. Mannesmann Chef Klaus Esser hatte nach MonatelangenVerhandlungen doch dem Verkauf seines Koonzerns an Vodafone zugestimmt und gratulierte dem damaligen Vodafone Vorstandschef Chris Kent artig. Am ende musste Vodafone umgerechnet gut 200 Milliarden Dollar auf den Tisch legen - Die teuerste Übernahme der weltweiten Unternehmensgeschichte.
Vor wenigen Tagen wurde der 3.größte Deal der Geschichte vereinbart - und wieder ist Vodafone mit von der Partie. Dieses Mal aber als Verkäufer: Für stolze 130 Milliarden Dollar verkauft Vodafone seinen 45% Anteil an Verizion Wireless an den Mutterkonzern Verizion.
Milliarden für die Aktionäre
Vom gesamten Kaufpreis fliessen knapp 60 Milliarden Dollar in bar, weitere 60 Milliarden werden in Aktien gezahlt und der Rest wird mit einigen kleineren Transaktionen ausgeglichen. Die Vodafone Aktionäre können sich auf einen warmen Geldregen freuen, den 84 Milliarden Dollar werden an die Anleger ausgeschüttet, davon 24 Milliarden Dollar in bar. Die Auszahlung wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 erfolgen.
Ausbau der Netze
Die Aktie von vodafone reagierte auf den Verizion Verkauf mit kräftigen Kursgewinnen. Schon seit langer Zeit wollten die Briten die ungeliebte Beteiligung abstoßen, auf die man so gut wie kein Einfluss hatte. Jetzt kann sich Vodafone um sein europäisches Kerngeschäft kümmern und hat bereits angekündigt, kräftig zu investieren. Auch das Vodafone wichtige deutsche Netz soll verbessert werden. In Deutschland liefert sich Vodafone seit Jahren mit der Deutschen Telekom ein erbittertes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Marktführerschaft. In Europa hat allerdings Vodafone klar die Nase vorn. Mit 382 Millionen Kunden zählen die Briten fast viermal so viele Mobilfunkkunden wie die Deutsche Telekom.
Aber die telekom verdient mit Ihren Mobilfunkkunden mehr als Vodafone, wenngleich die Margen in Europa im Vergleich zum US-Geschäft ohnehin eher dürftig sind. In den USA sind vor allem die beiden großen Anbieter, Verizion Wireless und AT&T, erfolgreich. Der US-Ableger der Deutschen Telekomn T-Mobile US, bereitet den Bonnern indes seit Jahren Bauchschmerzen. Ein schlecht ausgebautes Netz hatte die Kunden scharenweise davonlaufen lassen, der Marktanteil drohte unter 10% zu rutschen. Erst durch die Fusion mit MetroPCS erreichte man zumindest wieder 13%. Jetzt sollen ein Netzausbau, mehr Marketing und das iPhone für Neues Wachstum sorgen. Erst seit April hat T-Mobile US Apple Smartphones im Programm.
Was macht AT&T ?
Am liebsten wäre es der Deutschen Telekom aber dennoch, sie könnten sich wie Vodafone einfach von ihrem US-Geschäft trennen. 2011 war ein Verkauf an AT&T für 39 Milliarden Dollar an den Wettbewerbsbehörden gescheitert. Jetzt ist die mittlerweise Börsennotierte US-Tochter nur noch 18 Milliarden Dollar wert. Jeder der 44 Millionen Kunden von T-Mobile US wird also nur mit rund gut 400 Dollar bewertet. Beim Vodafone-Virizon-Deal sind es hingegen 2500 Dollar pro Kunde, also mehr als das 6 mal so viel. Bleibt die Frage, wer außer AT&T Interesse an der Nummer 3 auf dem US-Markt haben könnte. AT&T hat mittlerweile ganz andere Pläne.
Der US-Konzern möchte gerne international expandieren, bevorzugt in Europa. Gerüchte zufolge plant AT&T hier den ganz großen Wurf und will sich Vodafone einverleiben. Bisher hatte die Verizion-Wireless-Beteiligung von Vodafone einen solchen Deal unmöglich gemacht, aber nah dem ausstieg der Briten aus dem US-Geschäft, steht dem Einstieg von AT&T zumindest wettbewerbsrechtlich nichts mehr im Wege.
Zwei Aktien mit Fantasie
Der warme Gelregen durch den Verkauf von Verizion Wireless eröffnet Vodafone viele neue Optionen und beschert den Anlegern eine Sonderausschüttung. Der Verkauf macht aus dem britischen Konzern selbst ein Übernahmeziel. Die Aktie verfügt gleich mehrfach über Kursfantasie. Das gilt auch für die Deutsche Telekom, das im internationalen Vergleich zu niedrig bewertet ist.
..hätten die Aktionäre bei KD abgelehnt wäre ich sofort Short gegangen bei Kabel Deutschland....ich finde das Vodafone sehr grosszügig zu den Aktionären war...mal schauen was als nächstes auf dem Speiseplan steht.
Vodafone bringt die Telekom mit der Übernahme von Kabel Deutschland in Zugzwang
Milliarden zahlt Vodafone für Kabel Deutschland - und bekommt dafür den Zugang zu einem leistungsfähigen Netz und Millionen Kunden. Eine Hürde müssen die Briten aber noch nehmen.
München/Düsseldorf.
Es ist nicht unbedingt ein guter Tag für die Deutsche Telekom. Vodafone ist bei der Übernahme von Kabel Deutschland am Ziel - und greift die Bonner nun mit einem Netz an, das die Telekom vor rund 14 Jahren auf Druck der EU selbst abgeben musste. Die Briten zahlen Milliarden für den Münchner Konzern. Ein Schnäppchen ist das nicht, doch für den Mobilfunkriesen locker zu bezahlen. Eine lohnende Investition ist es ohnehin. Vodafone bekommt nicht nur direkten Zugang zu Millionen Kunden, sondern auch zu einem leistungsfähigen Netz, das vor allem für das Internet enorme Geschwindigkeiten erlaubt.
Kartellamt winkt ab
Am Donnerstagabend meldeten die Briten, dass sie sich mehr als 75 Prozent an Kabel Deutschland gesichert haben (wir berichteten). Nun müssen noch die EU-Kartellwächter zustimmen. Und es ist gut möglich, dass es dort kaum Bedenken gibt. Die deutschen Wettbewerbshüter hatten bereits abgewunken. Das Kartellamt sehe nicht, dass es zu größeren Beeinträchtigungen des Wettbewerbs kommen werde, sagte Behördenchef Andreas Mundt.
Im Gegenteil: Der Wettbewerb gerade um Internet- und Telefonkunden könnte sogar schärfer werden. Die Briten, die sich mit der Telekom bereits im Mobilfunk ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, werden nun auch im Festnetz ein starker Player. Dem künftigen Telekom-Chef Tim Höttges wird das kaum gefallen. Vodafone kann im umkämpften deutschen Markt künftig Mobilfunk, Telefon, Fernsehen und schnelles Internet aus einer Hand anbieten. Verbraucherschützer erwarten denn auch keine negativen Auswirkungen für die Konsumenten. Es sei keine Schmälerung des Wettbewerbs zu erwarten, sagte Lina Ehrig vom Bundesverband der Verbraucherzentralen.
Beim Thema Geschwindigkeit kann Vodafone den Rivalen nun richtig ärgern. Das Kabel- ist dem Telekomnetz teilweise voraus und erlaubt höhere Übertragungsraten, die nötig sind, um lukrative Internetangebote wie Online-Videotheken vernünftig nutzen zu können.
Die Bonner hingegen müssen nun den dringend nötigen Ausbau der eigenen Infrastruktur mit schneller Glasfasertechnik beschleunigen.
Anfang September kündigte der scheidende Konzernchef René Obermann massive Investitionen in den Ausbau an. Allein in diesem Jahr will die Telekom 3,4 Milliarden Euro ausgeben. Für die Jahre 2014 und 2015 hat der Konzern dann 4,1 und 4,3 Milliarden Euro eingeplant - 11,8 Milliarden insgesamt. „Die Datenautobahn von heute ist, wenn man nichts tut, schon morgen ein Feldweg“, sagte der Manager. Kabel Deutschland könnte Vodafone fast 11 Milliarden Euro kosten, die Briten bekommen aber ein Netz, das doppelt so hohe Geschwindigkeiten ermöglicht wie das VDSL-Netz der Telekom.
Die Pakete, die Unternehmen wie Kabel Deutschland aus TV, Telefon und Internet schnüren, versprechen zudem Wachstum und mehr Umsatz pro Vertrag. Mieter haben oft kaum eine Wahl. Verträge etwa mit Wohnungsfirmen binden Kunden, oft sind die Gebühren bereits in den Nebenkosten enthalten, ein Wechsel zu einer anderen der regional getrennt arbeitenden Kabelfirmen ist nicht möglich. Von diesem lukrativen Kuchen will auch die Telekom wieder etwas abhaben - mit TV-Angeboten aus dem eigenen Glasfasernetz.
Storm30018
: Vodafone sichert sich genug Kabel dt.-Aktien
Vodafone überschreitet die Mindestschwelle mit seinem Übernahmeangebot nur knapp: 76,5 Prozent der Aktien von Kabel Deutschland hat sich der britische Mobilfunkkonzern gesichert. Die EU-Kommission muss noch zustimmen.
FrankfurtVodafone hat mit seinem milliardenschweren Übernahmeangebot für Kabel Deutschland nur knapp die Mindestschwelle von 75 Prozent überschritten. Insgesamt habe sich der britische Mobilfunkkonzern 76,5 Prozent an dem größten deutschen Kabelnetzbetreiber gesichert, teilte das Unternehmen am Montag mit.
Bereits vergangene Woche hatte Vodafone erklärt, mehr als 75 Prozent sicher zu haben – das war das von Vodafone gesetzte Minimum, damit die Offerte erfolgreich ist. Mit dem Kauf für insgesamt 10,7 Milliarden Euro will Vodafone den Platzhirsch Deutsche Telekom angreifen: Der Konzern kann künftig Mobilfunk, superschnelle Internet-Verbindungen per Kabel und Telefon-Angebote aus einer Hand anbieten. Die EU-Kommission muss noch zustimmen - eine erste Frist der kartellrechtlichen Prüfung endet am Freitag.
In den nächsten zwei Wochen bis zum 30. September können die verbliebenen Aktionäre ihre Papiere andienen. Anschließend will Vodafone einen Beherrschungsvertrag schließen - die restlichen Anteilseigner werden dann abgefunden oder bekommen eine Garantiedividende. Einige Investoren spekulieren hierauf....etc.