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Bodenbiologie nach zehn Jahren Direktsaat und Pflug
Seit 10 Jahren wird auf der Dauerbeobachtungsfläche “Oberacker” am Inforama Rütti in Zollikofen das Pflug- mit dem Direktsaatsystem verglichen. Seit 1998/99 werden die Regenwurmpopulationen sowie die mikrobielle Biomasse und die Bodenatmung erhoben.Im Pflugsystem finden sich durchschnittlich 94 g/m2 Regenwürmer, im Direktsaatsystem 190 g/m2. Der Anteil der für die Drainage wichtigen Tiefgräber beträgt im Pflugsystem 25 %, im langjährigen Direktsaatsystem über 50 % mit insbesondere der Art L. terrestris. Eine intensive Bodenbearbeitung reduziert die grossen Arten und deren stabile Gänge. Unter Direktsaatbedingungen und ohne Kartoffeln in der Fruchtfolge sind Gesamtbiomasse und Anteil Tiefgräber denjenigen einer Naturwiese praktisch gleichzusetzen.Bei den mikrobiologischen Parametern mikrobielle Biomasse und Bodenatmung wurden nur bezüglich der Tiefenstufen geringe systembedingte Unterschiede gefunden.Mit dem Verzicht auf den Pflug verändern sich die Bedingungen für den Abbau des organischen Materials. Die effiziente Einmischung in den Boden durch die grosse Regenwurmpopulation garantiert – in Zusammenarbeit mit den Mikroorganismen – einen schnellen Abbau des auf der Bodenoberfläche anfallenden Pflanzenmaterials. Damit kann die Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten vermindert werden.
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Bodenbiologie nach zehn Jahren Direktsaat und Pflug