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Die Rolle der Gruppierung II in der Fakultät von 2006 bis Sommer 2011
Am 24. April 2006 hat die Gruppierung II in der Fakultätsversammlung ein grösseres Gewicht bekommen. Die Anzahl Sitze stieg auf 85 (von 245 Sitzen), was einen Anteil von 35% ausmacht. Bis dahin hatte sich Udo Spornitz sehr für die Belange der Gruppierung II engagiert. Schon damals war ein zentrales Anliegen, dass sich die Gruppierung II strukuriert, damit sie sich besser in den veränderten Strukturen der Fakultät engagieren kann. Anlässlich der Fakultätssitzung vom 27.11.2006 wurde bewusst, dass den Anliegen des Mittelbaus in der Medizinischen Fakultät noch nicht genügend Gewicht beigemessen wird. Um die Problematik und anstehenden Fragen der Gruppierung II zu diskutieren wurde ein erstes Treffen am 14. Februar 2007 mit dem damaligen Dekan André Perruchoud, Hans Pargger als Moderator und Udo Spornitz als Leiter der Fakultätsverammlung organisiert. Das Meeting war ein Erfolg und erste Punkte wurden definiert (siehe Email vom 15.2.07). Kurz darauf am 27. März 2007 gab es die erste Versammlung (siehe Traktanden). Zentrale Themen waren schon damals: 1. Zukünftige Struktur der Gruppierung II, 2. Einbezug der Gruppierung II in die Verteilung der ausgeschiedenen ca. 80 Millionen Fr., 3. Einsitz in Strukturkommissionen, 4. Externe Kliniken sollen besser einbezogen werden, und 5. Stellvertetung für die Funktion des Fakultätsleiters sollte von der Gruppierung II sein. An diesem Meeting wurden 4 Personen „gewählt“, die sich zur Verfügung gestellt haben sich für die Organisation und Repräsentation der Gruppierung II zu engagieren (siehe Protokol). Erste Beschlüsse wurden gefasst und dem Dekan weiter geleitet. Am 16. April 2007 wurde Irène Hösli zur Gruppierung II Verteterin gewählt. Damit hatte die Gruppierung II zum ersten Mal eine offizielle Ansprechsperson, die die Interessen der Gruppierung II in der Fakultät vetritt. Am 30. Mai 2007 wurde der designierte Dekan Albi Urwyler zu einem „Hearing“ eingeladen. Im Zentrum des Gesprächs war die Verteilung der Mittelallokation und wie die Gruppierung II besser in die Entscheidungsprozesse der Fakultät einbezogen werden könnte. In den folgenden Jahren gab es eine grosse Umstrukturierung wobei die Lehre und Forschung in den Universitätsspitälern BS und BL von der Dienstleistung getrennt wurden. In diesem Prozess wurde klar, dass gerade Personen der Gruppierung II eine allzu unsichere Position haben. Obwohl die Mitglieder der Gruppierung II einen sehr grossen Teil der Lehre bestreiten, Drittmittel einwerben, eigenständige Forschungsprojekte durchführen, publizieren und Master- und Doktorarbeiten betreuen, stehen ihnen konzeptionell keine strukturellen Resourcen zu Verfügung. Gemäss Konzept sind sie einer strukturellen Professur zu-/untergeordnet. Deshalb kommt es immer wiederzu kritischen Situationen, wenn eine strukturelle Professur neu berufen wird. Die vorhandenen, häufig bereits allozierten Ressourcen werden für die Berufung einer neuen Professur eingesetzt - und Fehlen dem Mittelbau. Aus diesem Grund hat die Fakultät eine Konzept erarbeitet, die den Bedürfnissen und Belangen der Gruppierung II Rechnung trägt. Ein Kernelement dieses Konzeptes ist, die Realisierung eines finanzieller Topfs, der gezielt dem Mittelbau und der Nachwuchsförderung zu Verfügung steht (Pool Lehre und Forschung März 2011).
Im September 2006 nahmen auch 3 Mitglieder der Gruppierung II Einsitz in die Fakultätsleitung. Dies waren Niklaus Friederich (als Vertreter von BL), Markus Heim und Joëlle Günthardt. Dadurch konnten die Bedürfnisse der Gruppierung II schon in der Fakultätsleitung eingebracht und Entscheide mitgestaltet werden. Im September 2009 wurde Niklaus Friederich für weitere 3 Jahre bestätigt und Christoph Rochlitz und Nicole Schaeren-Wiemers für die beiden zurückgetretenen Mitglieder gewählt. Durch die Berufung von Christoph Rochlitz zum Ordinarius (damit wurde er Mitglied der Gr. I), wurde Alfred Zippelius anfangs 2012 als Vertreter der Gr. II in die Fakultätsleitung gewählt. Die Umstrukturierung, die mit der Ausscheidung von Lehre und Forschung einher ging, brachte sehr viele „Schwachstellen“ und „Baustellen“ zu Tage, viele die auch direkt die Gruppierung II betraf. Damit die Koordinatorin und die Vertreter der Gruppierung II in der Fakultätsleitung die Bedürfnisse der Gruppierung II besser vermitteln können, wurde in der Versammlung vom 14. Oktober 2010 unter der Leitung von Irène Hösli beschlossen regelmässige jährliche, oder wenn nötig, zweimal jährliche Versammlungen zu organisieren. Es wurde darum gebeten, dass die Präsenz der 85 Mitglieder in der Fakultätsversammlung hoch bleibt, und es wurde beschlossen, dass Arbeitsgruppen für bestimmte Themenbereiche gebildet werden sollen. Folgenden 3 Themen haben sich ergeben: 1. Oberste Priorität hat die Thematik, dass weiterhin alle Ressourcen zu einer strukturellen Professur zugeordnet werden und deshalb für den Mittelbau keine unabhängige Mittel zu Verfügung stehen. 2. Annerkennung der individuellen Leistungen der Mitglieder der Gr. II, wie Publikationen, Drittmitteleinwerbung, Lehre. Diese werden jeweils - auch wenn sie von Mitglieder der Gr. II eingebracht werden - ausschlieslich der betreffenden strukturellen Professur zugeordnet. Es fehlt deshalb die Motivation des Einzelnen sichverstärkt einzubringen, wenn sich ja dann ausschliesslich andere mit den Leistungen schmücken dürfen. 3. Die Zukunft der Weiterbildung der Assistenzärzte unter Swiss DRG. Dies ist ein heisses Eisen, ein Problem das in der Fakultätsleitung schon aufgebracht wurde und für das noch keine Lösung in Sicht ist. Diese Themen stellen sich als Dauerbrenner heraus. In der Versammlung vom 17. August 2011 wurde der neue Dekan Christoph Beglinger eingeladen und er stand Rede und Antwort zu den folgenden Themen: 1. Klinische Forschung: Stand der Dinge, Ressourcenverteilung strukturelle Professuren vs Mittelbau. 2. Unabhängigkeit der Forschung für Mitglieder der Gruppierung II. 3. Mittelverteilung: Konzepte für die Bereitstellung von kompetitiv zu verteilenden Mitteln (e.g. Pool Lehre und Forschung). 4. Individuelle Annerkennung der eingeworbenen Mitteln (FactScience). 5. Einbindung der Gruppierung II in Berufungsverfahren. Diese Themenbereiche werden die Gruppierung II noch einige Zeit beanspruchen. Es wurde beschlossen, dass ein erhöhtes Engagement aller Mitglieder der Gruppierung II nötig ist, um auch den Interessen Nachdruck zu verschaffen.
An der Versammlung vom 17. August 2011 wurde Irène Hösli als Koordinatorin verabschiedet werden, da sie zur neuen Extraordinaria Geburtshilfe berufen wurde. Irène Hösli hatte in diesen Jahren entscheidend dazu beigetragen, dass die Stimme der Gruppierung II gehört wird, und dass deren Interessen wahrgenommen werden. Sie tut dies weiterhin aktiv als Präsidentin der Gleichstellungskommission. Als Nachfolgerin wurde Nicole Schaeren-Wiemers gewählt.