Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03150.jsonl.gz/1718

Die USA stationieren dauerhaft eine Panzerbrigade in Osteuropa, um nach eigenen Worten auf den «aggressiven» Kurs Russlands zu reagieren. Die Brigade werde Anfang 2017 entsendet und rotierend nacheinander in verschiedenen osteuropäischen Ländern stationiert sein, teilte das Verteidigungsministerium in Washington am Mittwoch mit.
Angaben dazu, wo die Einheit zuerst stationiert werden soll, machte das Pentagon zunächst nicht. Der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, General Philip Breedlove, erklärte, mit der rotierenden Präsenz der Brigade reagierten die USA auf «ein aggressives Russland in Osteuropa und anderswo».
Die Reaktion sei «stark» und zugleich «ausgewogen». Die Präsenz der Brigade soll nach Angaben einer Pentagon-Sprecherin dazu beitragen, die Zusammenarbeit mit den osteuropäischen NATO-Partnern bei der Militärausbildung und bei Truppenübungen zu verbessern.
«Modernstes Gerät»
Die geplante Verstärkung umfasst demnach 4200 Soldaten, 250 Panzer, ausserdem Haubitzen, Kampffahrzeuge und weitere 1700 zusätzliche Fahrzeuge. Alle neun Monate sollen in der Grösse einer Brigade Truppen ausgetauscht und neues Material nach Europa gebracht werden. «Es wird das modernste Gerät sein, was die Armee anzubieten hat», hiess es.
Statisches Gerät wird in einer Versorgungsbrigade in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gelagert. Das Pentagon erklärte, man werde in Europa modernere Truppen der USA und «grössere Fähigkeiten» sehen. Seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts hat die NATO ihre Präsenz in den osteuropäischen NATO-Staaten schrittweise verstärkt. So wurden unter anderem Kampfflugzeuge in die baltischen Staaten geschickt und Kriegsschiffe in der Ostsee und im Schwarzen Meer stationiert.
(sda/afp)