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Wie unterscheidet sich das Lektorat vom Korrektorat?
Der Unterschied zwischen Lektorat und Korrektorat lässt sich sehr gut an einem Beispiel illustrieren:
Korrektorat Beispiel
Lektorat Beispiel
Korrektorat
Bei einem Korrektorat werden
- die Rechtschreibung (Orthografie),
- die Zeichensetzung (Interpunktion) und
- die grammatikalische Korrektheit
überprüft.
Meistens geht es dabei um falsch versus richtig (und nicht um Kategorien wie stilvoll, umgangssprachlich, literarisch, veraltet).
Bei längerfristig angelegten, grösseren Projekten erfolgt das Korrektorat ziemlich am Schluss, wenn also alles andere definitiv steht.
In der Alltagspraxis von textplanet.ch erfolgt das Korrektorat jedoch oft parallel zum Lektorat. Das liegt daran, dass den Kund*innen oft die Zeit für ein mehrstufiges Korrekturverfahren fehlt.
Lektorat
Beim Lektorat wird der Text auf zahlreiche weitere Kriterien überprüft. Lektor*innen fragen sich:
- Ist der Text verständlich? Oder enthält er schwer lesbare, verschachtelte Sätze?
- Gibt es einen roten Faden? Respektive: Wo gibt es Brüche im Text?
- Gibt es unnötige Wiederholungen, also Aussagen, die sich mehrfach wiederholen, ohne dass dies textlogisch sinnvoll ist?
- Gibt es Stilbrüche? Also zum Beispiel eine irritierende Mischung aus gehobenem Sprachstil und umgangssprachlicher Schreibweise? (Dies ist häufig ein Hinweis auf ein nicht gekennzeichnetes Zitat respektive Plagiat.)
- Ist der Text logisch aufgebaut?
- Sind textergänzende Elemente (Grafiken, Bilder, Tabellen) gut gewählt und einheitlich beschriftet?
Und was sagt Duden?
Es besteht keine bis ins Detail einheitliche Auffassung darüber, was ein Lektorat respektive ein Korrektorat genau zu umfassen hat. Deshalb gibt der hier vorliegende Text vor allem Tendenzen wieder, die sich im Sprachgebrauch festmachen lassen; ganz im Sinne von Sprachphilosoph Wittgenstein: „Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.“
Interessant ist allerdings, dass Duden die Begriffe stark abweichend definiert. Die Sichtweise von Duden möchte ich Ihnen hier nicht vorenthalten.
Wie können wir zusammenarbeiten?
Der typische Arbeitsablauf sieht wie folgt aus:
- Sie kontaktieren mich und schicken einen typischen Auszug Ihres Textes, anhand dessen ich den Korrekturbedarf abschätzen kann. Gleichzeitig teilen Sie mir mit, wie viele Zeichen (inkl. Leerschläge) der finale Text haben wird. Ausserdem lassen Sie mich wissen, wann genau ich den überarbeiteten Text liefern soll.
- Ich unterbreite Ihnen einen Kostenvoranschlag.
- Sie erteilen mir Ihr Okay und stellen mir den zu korrigierenden Text zu.
- Ich korrigiere Ihren Text und liefere fristgerecht.
- Sie erhalten meine Rechnung.
Was kostet das?
Als grobe Richtlinie gilt: Ein Lektorat kostet 14 Franken, ein Korrektorat 8 Franken pro Normseite (à 1800 Zeichen). Es kann jedoch zu Abweichungen kommen. Gegen oben: Wenn ein Text in einem sehr schlechten Zustand ist und Sie damit gleichzeitig hoch hinaus wollen. Gegen unten: Wenn Ihr Text inhaltlich und sprachlich bereits ziemlich überzeugend daherkommt und Sie nicht unbedingt die Bestnote erhalten wollen.
Was gibt es sonst noch zu beachten?
Die vorgenommenen Textänderungen sind als Empfehlungen zu verstehen. Letztendlich entscheiden Sie, ob Sie eine konkrete Korrektur dann wirklich annehmen wollen. Technisch ermöglicht wird dieses Vorgehen dank der Funktion «Änderungen nachverfolgen» in Word respektive einer gleichartigen Funktion in LibreOffice (für ODT-Dokumente).
Wer korrigiert Ihren Text?Kontakt