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Die amerikanische Malerin Vija Celmins erhält den diesjährigen Preis der Zürcher Roswitha-Haftmann-Stiftung. Er ist mit 150'000 Franken der höchstdotierte Kunstpreis Europas.Dieser Inhalt wurde am 11. August 2008 - 14:50 publiziert
"Wir haben nicht lange gezögert, der Name wurde in die Luft geworfen, dann gab es eine kurze Diskussion und die Jury war sich einig." So beschreibt Christoph Becker, Direktor des Kunsthauses Zürich und Mitglied des Stiftungsrates der Roswitha-Haftmann-Stiftung, die Wahl.
Die 70-jährige Vija Celmins malt mit Öl auf Leinwand und mit Kohle auf Papier. Ihre Motive sind gegenständlich und nicht immer frei von Gewalt. Vor allem die Arbeiten aus den 1960er-Jahren reflektieren eine von Krieg und Aggressionen destabilisierte Welt.
Celmins wurde 1938 im lettischen Riga geboren, kam 1948 in die Vereinigten Staaten und lebt seit 1981 vorwiegend in New York.
Der Haftmann-Preis wird alle ein bis drei Jahre an Künstlerinnen oder Künstler vergeben, deren Werk von überragender Bedeutung ist. Die Preisträger werden vom Stiftungsrat bestimmt, dem Direktoren der Kunstmuseen Bern und Basel, des Kunsthauses Zürich und des Museums Ludwig in Köln angehören.
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