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| CONCIERTOS MAYO | BASILEA |
Raúl Midón, solo performance (guit./voc.) / Diana Reeves, guitar project— lunes 09.05.11., 20h15, Theater Basel, BASILEA —
Raul Midon - Solo Performance (guit./voc.) | Dianne Reeves - vocal | Romero Lubambo - guitar | Russel Malone - guitar
Der blind geborene, aus New Mexico stammende Gitarrist und Sänger gilt als einer der hoch begabten jungen Musiker der New Yorker Latino Szene. Raul Midon, der in Florida seine Ausbildung genoss, der 2002 nach NY übersiegelte, wurde alsbald von vielen Latino- & Popgrössen entdeckt: Shakira, Phil Collins, Norah Jones, Peter Gabriel, aber auch der Filmer Spike Lee wollten unbedingt mit Midon zusammenarbeiten. In den letzten Jahren gab es auch fruchtbare Interaktionen mit Herbie Hancock, J.Mitchell und Ricky Martin. Im letzten Jahr veröffentlichte der sein letztes Album auf Universal-Music (Synthesis) und feierte grosse Erfolge. Vor einem Jahr begann die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Richard Bona (Duos und Quintetformationen) und erst im Herbst 2010 das Zusammenspannen mit der Sängerin Dianne Reeves. Sie wollte Midon unbedingt auch beim Basler Konzert mit dabei haben.
Dianne Reeves war die erste Sängerin, die hintereinander dreimal Grammys gewonnen hat, sie ist die einzige Jazzsängerin, die auch im Musikfilm-Business Hollywoods grosse Erfolge feierte und sie ist die wohl überzeugendste Vocalistin, die das musikalische Erbe der grossen Sarah Vaughan weiterleben lässt. Sie stammt aus einer musikalischen Familie aus Denver, wuchs in den 60-er Jahren mit dem Sound von „Motown“, Ella Fitzgerald und eben Vaughan auf und startete ihre Karriere vor 30 Jahren.
1975 studierte sie an der Universität von Denver, 1976 siedelte sie nach Los Angeles über. In Kalifornien widmete sie sich zu Beginn v.a. der Latinmusic; diese Einflüsse sind heute noch spürbar.
Erste Tourneen mit Sergio Mendes und Harry Bellafonte in den 80-er Jahren machten sie damals schlagartig bekannt. Auch Clark Terry war ein massgeblicher Förderer der jungen Sängerin. 1987 erhielt sie einen Vertrag beim Majorlabel Blue Note, was ihre Karriere beflügelte. Seit 1991 leitet sie eigene Bandprojekte und veröffentlichte über ein Dutzend CDs unter eigenem Namen. I Remember, Never too far, Art & Survival, Dianne Reeves sind Beispiele dieser ersten CD-Produktionen, und für Quiet after the Storm wurde sie zum ersten Mal für einem Grammy nominiert (1995).
2000 erlangte sie mit „in the Moment“ den ersten Grammy.
2002 hatte sie einen grossen Auftritt bei der Zeremonie der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City, im selben Jahr Gastauftritte in der legendären Serie „Sex and the City“. 2006 brillierte sie auch in Georg Clooneys Film „Good night and good Luck“. 2008 wurde die CD „when you know“ produziert, für die sie den fünften Grammy ihrer erfolgreichen Karriere bekam.
Dianne Reeves vereint die Tradition der US-amerikanischen Vocaltradition mit Einflüssen der Worldmusic auf kongeniale Weise. Sie zeigt heute noch grosse Einflüsse von Sarah Vaughan und Billie Holiday, verehrt die Vocal-Jazztradition auf vorbildhafte Weise und verleiht ihr neues Leben. Weitere stilistische Pfeiler von Reeves’ Gesang sind die afrikanischen Gesangstraditionen und eben Südamerika. Im letzten Februar holte sie mit der neuesten Blue Note-CD einen weiteren Grammy ab. Sie gilt heute als die grosse, ausdrucksstarke Sängerin im Jazz, die Tradition und Moderne auf vorbildhafte Weise vereint.
Dianne Reeves groovt auf der Bühne, ihr Scat ist atemberaubend, ihre Balladen sind schlicht wunderschön, sie ist die wahre Bühnenperformerin! Zeitloser Vocal Jazz von Weltformat in Basel!
| jazzfestival basel |