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Wie viele der in Asien verbliebenen asiatischen Schwarzbären verbrachte Bär Cam sein Leben eingesperrt in einem kleinen Käfig auf einer Gallebärenfarm. Weit, weit weg von dem natürlichen Leben oder der Existenz eines Bären. Er litt im Stillen für seine Galle - die seit Generationen als chinesische Übergangsmedizin verwendet wird. Doch Cam hatte Glück, sein Besitzer gab ihn freiwillig ab und er kann in unserem BÄRENWALD Ninh Binh einen neuen Lebensabschnitt beginnen.
Obwohl er uns freiwillig übergeben wurde, hatten unser Team und der Bär nicht die nötige Zeit, um ihn in aller Ruhe in die Transportkiste zu bringen. Da unser erfahrenes Personal voller Heldinnen und Helden ist, machten sie das Beste aus der Situation sowie der kurzen Zeit und schafften diese herausfordernde und eilige Mission. Nur eine kurze Autofahrt entfernt lag unser BÄRENWALD Ninh Binh, wo Cam und das Team wohlbehalten ankamen. Cam verbrachte dann einige Zeit in der Quarantänestation, wo er in den folgenden Wochen von VIER PFOTEN Tierärzten und Pflegern tierärztlich versorgt wurde. Zur Eingewöhnung bekam er einige frische Wassermelonen und Honig-Leckereien.
In den folgenden Wochen wurde Cam von der Quarantänestation in eines der Bärenhäuser der Rettungsstation verlegt. Von Tag zu Tag verbesserte sich seine geistige und körperliche Verfassung. Obwohl er immer noch ein ziemlich nervöser und schreckhafter Bär ist, der sich leicht von den Schiebetüren irritieren lässt, kann man bereits sein liebes und freundliches Wesen erkennen. Er ist sehr verspielt und verbringt den ganzen Tag mit seinem Beschäftigungsmaterial. Sein Gehege liegt dem von Bärin Mo gegenüber. Obwohl er sehr bemüht ist, sie kennen zu lernen (es gab ein bisschen gegenseitiges Beschnuppern), bleibt Mo ihm gegenüber etwas misstrauisch und beobachtet ihn meist aus der Ferne oder ignoriert seine Versuche der Aufmerksamkeit. Wir hoffen sehr, dass die beiden Bären irgendwann einmal Freunde werden.
Update 5. August 2021: Cam trifft auf einen neuen Freund: Vergesellschaftung mit Bärin Mo!
In einem benachbarten Gehege zeigten Cam und Bär Mo durch den Zaun hindurch Interaktionen miteinander. Daher wurde beschlossen, die beiden Bären zu vergesellschaften - mit grossem Erfolg! Jetzt sind die beiden Bären unzertrennlich geworden! Cam zeigte anfangs die mutige Initiative und ging auf Mo zu, die schliesslich ihre Scheu verlor. Jetzt sieht man die beiden oft beim Spielen und Herumwälzen, wo sie sich prächtig amüsieren.
Bleiben Sie auf dem Laufenden über ihre Fortschritte!