Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03134.jsonl.gz/1845

Zum fünften Mal nach 2008, 2011, 2014 und 2015 durfte sich Hamilton auf dem Shanghai International Circuit als Sieger feiern lassen. Zwei Wochen nachdem er von Vettel in Melbourne auf Platz 2 verwiesen worden war, drehte der Engländer im Mercedes in Shanghai den Spiess um und triumphierte vor dem deutschen Ferrari-Fahrer.
Ungefährdeter Sieg für Hamilton
Hamiltons 54. GP-Sieg der Karriere war zu keinem Zeitpunkt des Rennens gefährdet. Sein erster Herausforderer Vettel fand sich nach einer Rennneutralisation und den in deren Zuge vorgenommenen Boxenstopps (Reifenwechsel) zwischenzeitlich nur noch im 5. Rang wieder. Wie sein Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen wurde er von Daniel Ricciardo (Red Bull-Renault) aufgehalten. Mit gekonnten Überholmanövern vermochte Vettel später bei Rennhälfte zwar an Räikkönen und Ricciardo vorbeizuziehen und letztlich auch Max Verstappen zu überholen, die Hypothek gegenüber Hamilton war mit rund elf Sekunden da aber schon zu gross, als dass er den dreimaligen Weltmeister im Kampf um den Sieg hätte ernsthaft in Bedrängnis bringen können.
Für die Aufholjagd des Tages sorgte Verstappen im Red Bull-Renault. Der junge Niederländer stiess bereits während der Startrunde von der 16. auf die 7. Position vor. Nach etwas mehr als einem Fünftel des Grand Prix war er gar für einige Runden Zweiter hinter Hamilton gewesen. Verstappen ist erst der zweite Fahrer nach Mark Webber, dem es in China gelang, von einem Startplatz ausserhalb der Top 10 noch aufs Podest zu fahren. Er wurde vor seinem Teamkollegen Ricciardo und Räikkönen Dritter.
Giovinazzi verursacht Crash
Für Antonio Giovinazzi war das Rennen schon nach vier Runden vorbei. In China betrieb er als Sauber-Ersatzfahrer für den verletzten Deutschen Pascal Wehrlein keine Eigenwerbung - im Gegenteil. Der Süditaliener, nach seinem 12. Platz in Melbourne mit viel Lob bedacht, verursachte 22 Stunden nach seinem Einschlag in die Streckenbegrenzung im Qualifying an der fast gleichen Stelle einen Crash - nach dem Herausbeschleunigen aus der Zielkurve. Wiederum wurde das Sauber-Auto stark beschädigt. Vor dem Rennen hatte bei diesem wegen des Unfalls vom Samstag das Getriebe gewechselt werden müssen, weshalb Giovinazzi nicht von Startplatz 15, sondern von Position 18 starten musste.
Marcus Ericsson im anderen Auto von Sauber absolvierte ein enttäuschendes Rennen am Ende des Fahrerfeldes. Für den von Platz 14 gestarteten Schweden war der Gewinn von WM-Punkten in China schnell unrealistisch. Er klassierte sich - bei fünf Ausfällen - im 15. Rang.
Im Gegensatz zu Sauber keines der beiden Autos ins Ziel brachte McLaren-Honda. Fernando Alonso musste auf Platz 9 liegend das Rennen nach 35 Runden wegen eines technischen Defekts aufgeben, sein Teamkollege Stoffel Vandoorne hatte zuvor bereits unfreiwillig die McLaren-Box ansteuern müssen.