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(Wadicke, Schotten, lat. Serum lactis), die Flüssigkeit, welche zurückbleibt, wenn in der Milch
der Käsestoff gerinnt. Da hierbei die Butter von dem Käsestoff eingeschlossen wird, so enthalten die Molken nur noch Zucker
[* 4] und
die Milchsalze neben geringen Mengen eiweißartiger Körper, die sich zum Teil beim Erhitzen der Molken ausscheiden. Die Molken werden
als Nebenprodukt bei der Käsebereitung erhalten und dann oft auf Milchzucker weiter verarbeitet oder
als Viehfutter benutzt, oder man bereitet sie zu medizinischen Zwecken.
Appetit und Verdauung müssen ungestört sein, auch darf keine Neigung zu Durchfall bestehen. Besonders wenn die an Badeorten
mit günstigem Klima
[* 5] getrunken werden, zeigt sich ein bedeutender Erfolg, der aber zum vielleicht größten Teil als eine
Wirkung des Klimas und der veränderten Lebensweise zu betrachten ist. Auch bei einfachen chronischen Bronchialkatarrhen,
beim chronischen Kehlkopfkatarrh und bei Herzkrankheiten werden die Molken angewandt. Die Molkenpastillen bestehen
aus Milchzucker und dem Gerinnungsmittel (Weinstein oder Alaun).
[* 6]