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Der Winter 2006/07, der wärmste Winter seit Messbeginn, hat den Gletschern zugesetzt. Die weitaus meisten zogen sich im vergangenen Jahr erneut zurück. In steilen und aperen Felswänden wärmte sich auch der Permafrost zum Teil auf. Im flachen Gelände kühlte er ab. (Artikel von Martin Hölzle, erschienen in der NZZ, 7. Februar 2008)
Bereits im 19. Jahrhundert hatte man mit systematischen und langfristigen Messungen der Veränderungen des Schnees und der Gletscher begonnen. Vor rund zehn Jahren wurde dann auch ein System zur Beobachtung des Permafrosts – des das ganze Jahr gefrorenen Bodens – aufgebaut. Diese Messreihen sind heute eine wertvolle Datenbasis, weil sie die Beantwortung verschiedenster Fragestellungen aus den Themenbereichen Klima, Wasserkraft, Tourismus, Landwirtschaft, Naturgefahren oder Meeresspiegelanstieg ermöglichen. Die Witterung im Jahresverlauf kann auf Schnee, Gletscher und Permafrost ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Zusammen bilden die drei Komponenten die sogenannte alpine Kryosphäre (das griechische Wort «kryos» bedeutet Frost, Eis). Die Expertenkommission für Kryosphäre der Schweizerischen Akademie für Naturwissenschaften, die die Arbeiten koordiniert, berichtet nun erstmals über die Veränderung der alpinen Kryosphäre insgesamt.