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Die deutschen Staatsanwälte hätten wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zum gewerbsmässigen Betrug im Zusammenhang mit dem Vertrieb sogenannter “Cum/Ex-Produkte” ermittelt, hiess es.
Die Einstellung erfolge aufgrund einer Bestimmung des deutschen Strafprozessrechts, wonach eine Einstellung bereits während des Verfahrens gegen eine Geldauflage erfolgen könne, wenn die Ermittlungen aller Voraussicht nach nicht zu einer Anklage führen.
Eric Sarasin habe einen “tiefen sechsstelligen Betrag” bezahlt. Diese Zahlung sei allerdings keine Busse und auch kein Schuldeingeständnis.
Publik wurden die Anschuldigungen an die Bank 2014. Damals wurde bekannt, dass zwei prominente deutsche Kunden gegen Mitarbeiter der Bank klagten. Bei den Klägern handelte es sich um den Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer sowie den Drogerieketten-Besitzer Erwin Müller.
Beide erlitten mit Finanzkonstrukten von Sarasin offenbar einen Verlust in Millionenhöhe. Ausserdem warfen sie der Bank vor, sie in eine Steuertrick-Geschichte verwickelt zu haben. Mit Transaktionen um den Zeitpunkt der Dividendenzahlung, sogenannten Cum-Ex-Transaktionen, soll nämlich der deutsche Fiskus geschädigt worden sein.
J. Safra Sarasin wies die Anschuldigungen stets zurück. In den Medienmitteilung vom Donnerstag hiess es denn auch, Eric Sarasin habe “in der festen Überzeugung, dass die Vorwürfe gegen ihn haltlos sind … von Anfang an mit den deutschen Behörden kooperiert”.
Eric Sarasin war im Herbst 2014 unter dem Druck der Anschuldigungen zurückgetreten. Im letzten August war bereits das Verfahren gegen einen weiteren Sarasin-Kadermitarbeiter eingestellt worden.
Eine für ihn und sein Umfeld “ausserordentlich belastende Zeit” habe nun “ein glückliches Ende” gefunden, wird Sarasin zitiert. Über seine berufliche Zukunft werde er in den kommenden Wochen entscheiden.
(SDA)