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Beim Masters-1000-Turnier in Miami erreichen Stan Wawrinka einen Tag vor seinem 30. Geburtstag und Belinda Bencic mit am Ende ungefährdeten Dreisatzsiegen die dritte Runde.
Nach 70 Minuten verwertete der Argentinier Carlos Berlocq im ersten Durchgang den vierten Satzball im Tiebreak zum 11:9. Wawrinka stand schon zuvor mit dem Rücken zur Wand, als Berlocq seinen einzigen Breakball im ersten Durchgang zum 4:3 verwerten konnte, aber postwendend das Gegenbreak kassierte. Die Achterbahn-Fahrt ging im zweiten Satz weiter: Wawrinka startete mit einem Break zum 2:0, kassierte selber eines zum 3:3 und sah sich beim Stand von 3:4 erneut zwei Breakbällen gegenüber. Nach einem Servicedurchbruch zum 6:5 verwertete der Daviscup-Sieger den dritten Satzball zum 7:5.
Im dritten Satz sorgte Wawrinka, der vor allem mit seinem Service einige Mühe bekundete (acht Doppelfehler), schnell für klare Verhältnisse und verwertete nach 2:49 Stunden seinen vierten Matchball zum 6:7, 7:5, 6:4. Damit konnte er seine Minikrise beenden. Seit dem Triumph beim Turnier in Rotterdam hatte der Waadtländer in Marseille und Indian Wells zwei von drei Partien verloren.
In der dritten Runde trifft Wawrinka entweder auf den spanischen Linkshänder Albert Ramos-Vinolas (ATP 67), gegen den er sämtliche vier Spiele gewonnen hat, oder den Franzosen Adrian Mannarino (ATP 32), gegen den er noch nie gespielt hat.
Belinda Bencic kommt endlich auch in diesem Jahr in Fahrt. Nachdem die 18-jährige Ostschweizerin schon in Indian Wells zwei Siege feiern konnte, hat die Weltnummer 34 nun auch in Miami die dritte Runde erreicht. Bencic setzte sich nach dem Startsieg gegen Daniela Hantuchova auch gegen die 30-jährige Australierin Casey Dellacqua mit 6:2, 4:6, 6:4 durch. Bencic hätte den Sack schon im zweiten Satz zumachen können, als sie mit Breakvorsprung vorne lag, aber nach einer 4:3-Führung kein Spiel mehr gewann. Im dritten Satz legte sie aber mit einem Servicedurchbruch zum 1:0 den Grundstein zu ihrem sechsten Sieg auf der WTA-Tour in diesem Jahr. Bencic verwertete nach knapp zwei Stunden ihren ersten Matchball.
In der nächsten Runde könnte es zum Duell zweier Junioren-Siegerinnen von Wimbledon kommen. Bencic gewann das Turnier 2013, ein Jahr zuvor war Eugenie Bouchard erfolgreich. Die 21-jährige Kanadierin (WTA 7) traf in der Nacht auf Samstag auf die Deutsche Tatjana Maria (27/WTA 113). Bencic und Bouchard haben noch nie gegeneinander gespielt.
SDA-ATS