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Hier ein Auszug aus der AZ, der die enge Beziehung zum Nachbarsverein bezeugt. Die Wurzeln reichen bis ins Jahre 1902 zurück. Schon damals war das Motto wohl «Hauptsach Stei!» ;-)
Man schrieb das Jahr 1902, als sich neun mutige, vom hohen Wert des Turnens überzeugte Burschen im alten Schulhaus in Auenstein versammelten, um die ersten Schritte zu einem
Turnverein in die Wege zu leiten. Während einiger Jahre mussten die Turner harten Widerstand vonseiten der Dorfbevölkerung erfahren. Jungen Burschen wurde der Beitritt zum Verein
fast unmöglich gemacht mit dem Vorwand, sie hätten am Arbeitsplatz und zu Hause genügend Gelegenheit, sich auszutoben, und überdies sei dieser Sport, bei dem «halsbrecherische
Übungen» produziert würden, äusserst gefährlich. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Verein bereits im zweiten Jahr seines Bestehens eine Abnahme der Mitgliederzahl zu
verzeichnen hatte.
Als Übungsobjekte standen den Turnern ein Pferd, ein Barren sowie Geräte zum Heben und Stossen zur Verfügung. Mit dem damaligen «Bären-Wirt» wurde eine Vereinbarung über die Benützung der alten Trotte zu Turnübungen an zwei Abenden pro Woche getroffen. Von Parkett, Heizung, elektrischem Licht oder sonstigem «Komfort» war keine Rede. Bereits 1903 besuchten die Burschen jeweils am Sonntag nebst den beiden eigenen Lektionen auch diejenigen von Biberstein.
Im gleichen Jahr wurden Turnkleider angeschafft, an welche der Verein einen Beitrag von je 2.50 Franken leistete. Zwecks Förderung der turnerischen Ausbildung hatte sich Auenstein dem Turnverein Biberstein angeschlossen, der schon damals auf beachtlicher Stufe stand. Von Beginn seines Bestehens an zeichnete sich der Turnverein Auenstein durch eine rege, immer erfolgreichere Teilnahme an den Kreisspieltagen, Kantonalen und Eidgenössischen Turnfesten aus. 1904 fand die erste Abendunterhaltung mit Theater und Reigen unter Mitwirkung der Musikgesellschaft im «Bären» statt. Dank den schönen Erfolgen an Turnfesten, Jugendfesten und der alljährlichen Turnervorstellung gelang schliesslich der Kontakt zu den Dorfbewohnern. Trotzdem hatte der Verein gegen Austritte zu kämpfen. Um diesen entgegenzuwirken, wurde eine Austrittsgebühr von zwei Franken festgesetzt.