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Die Kolik bei einer säugenden Stute ist wohl eines der schlimmsten Ereignisse für einen Züchter, sind ja sowohl das Leben der Stute wie das Wohlbefinden ihres Fohlens gefährdet. Dabei ist bekannt, dass eine der schlimmsten Formen einer Kolik, die Drehung des Dickdarms (Torsio coli), vor allem bei Stuten in hoher Laktation auftritt. Etwa 100 Tage nach dem Abfohlen erreichen Mutterstuten ihre höchste Milchleistung – und zu dieser Zeit können diverse Faktoren ihre Verdauung negativ beeinflussen. An erster Stelle steht wegen der hohen Milchproduktion der Mangel an Kalzium, der bei der Kuh bekanntlich schon nach der Geburt zum Festliegen führt. Die sog. Hypokalzämie beeinträchtigt auch die Tätigkeit des Darms und sein Inhalt wird nur schlecht befördert. Auf der Weide kann gleichzeitig Mangel an Wasser bestehen und das aufgenommene junge Gras ist gärfreudig. Die obere Lage des Kolons wird somit schwer und die untere leicht – worauf im geräumigen Bauch einer Zuchtstute eine lebensbedrohende Drehung erfolgt, die nur operativ behoben werden kann. Die Fütterung von Leguminosen-Heu (2 kg) vor dem Weidegang und die Verabreichung von bspw. Calphormin (120 g) beugt einem Kalzium-Mangel vor.