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Bei der Echinokokkose des Menschen handelt es sich um eine parasitäre Infektion. Sie wird durch den Fuchsbandwurm (Echinokokkus multilocularis) oder den Hundebandwurm (Echinokokkus granulosus) ausgelöst. Beide Erkrankungen entstehen meistens über Jahre und verursachen beim Menschen zystische (Hundebandwurm) und tumoröse (Fuchsbandwurm) Veränderungen, die hauptsächlich in der Leber, selten auch in anderen Organsystemen auftreten. Die durch den Fuchsbandwurm ausgelöste Echinikokkose tritt in der Schweiz sowie in den angrenzenden Ländern überproportional häufig auf.
Meistens verläuft die Echinokokkose völlig unbemerkt und wird rein zufällig entdeckt. Folgende Symptome können jedoch je nach Lage, Ausdehnung und Dauer auftreten:
Die Echinokokkose beim Menschen wird durch die Bandwürmer der Gattung Echinokokkus hervorgerufen, die sich im Darm der eigentlichen Endwirte (z.B. Fuchs, Hund und andere Fleischfresser) befinden. Die Infektion des Menschen erfolgt über eine Aufnahme der Wurmeier, die von den Tieren ausgeschieden werden und sich auf deren Fell, dem Boden oder Pflanzen befinden. Über den Magen-Darm-Trakt gelangen die Wurmeier dann z.B. in die Leber des Menschen, wo das Larvenstadium die Erkrankung auslöst. Da der Mensch nur ein sogenannter Zwischenwirt ist, kommt es nicht zu einer Weiterentwicklung in den eigentlichen Bandwurm und es können keine Infektionen von Mensch zu Mensch erfolgen. Die Infektion des Menschen erfolgt meistens unbemerkt und liegt bei Diagnosestellung wahrscheinlich viele Jahre zurück. Eine Schwächung des Immunsystems kann vermutlich eine Infektion begünstigen, wie wir in Forschungsarbeiten zur alveolären Echinokokkose zeigen konnten.
Der Fuchsbandwurm ist ein Parasit mit dem Fuchs als Hauptwirt. Er kommt ausschliesslich in der nördlichen Hemisphäre vor, wobei er vor allem in der Schweiz, Österreich und in gewissen Gebieten in Deutschland verbreitet ist.
Mit Eiern des Fuchsbandwurmes kontaminierte Heidelbeeren stellen eine der Hauptkontaminationsmöglichkeiten dar. Die charakteristischen Zysten (mit Flüssigkeit gefüllte Blasen), wachsen in das umliegende Gewebe ein und zerstören es somit auch. Eine radikale Chirurgie (ähnlich wie sie bei bösartigen Tumoren angewendet werden muss), ist die einzige Möglichkeit, die Erkrankung definitiv zu heilen. Ist eine Chirurgie nicht möglich, muss eine lebenslängliche medikamentöse Therapie mit Albendazol oder Mebendazol durchgeführt werden.
Die Diagnose der Echinokokkose erfolgt durch Ultraschall, Computertomographie oder Kernspintomographie sowie einer Blutuntersuchung.
Je nach Erkrankung, Stadium, Aktivität und Begleiterkrankungen kann eine medikamentöse Therapie (Albendazol, Mebendazol) und/oder eine operative Entfernung indiziert sein. Die Leberresektionen werden wenn immer möglich minimal-invasiv mittels Bauchspiegelungtechnik durchgeführt. Nur bei sehr fortgeschrittenen Fällen muss der Eingriff über einen Bauchschnitt erfolgen. Bei der zystischen Echinokokkose gibt es zudem die minimal-invasive Methode der PAIR (Punktion-Aspiration-Injektion-Reaspiration), die per Bauchspiegelung oder perkutan mit Navigationstechnologie durchgeführt wird.
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