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Heute leben im Grossraum Tokio rund 38 Millionen Menschen. Und trotz dieser gigantischen Grösse schafft es die Metropole regelmässig auf die Top-Plätze der sichersten, saubersten und lebenswertesten Städte der Welt (Asienspiegel berichtete). Nun erhält sie auch von der Thomson Reuters Foundation Bestnoten.
19 Megacities dieser Welt hat die journalistische Stiftung unter die Lupe genommen und diese auf die Sicherheiten und die Möglichkeiten für die Frauen geprüft. Kategorien wie die Gefahr sexueller Belästigung und schädlicher kultureller Praktiken (wie Genitalverstümmelung, Zwangsheirat, etc), die finanziellen Rechte sowie der Zugang zur Gesundheitsversorgung und zur Bildung wurden dabei ausgewertet. London schaffte es an die Spitze. Tokio liegt noch vor Paris an zweiter Stelle. Am anderen Ende dieser Rangliste sind Kairo, Karachi und Kinshasa zu finden, die gefährlichsten Megacities für Frauen.
Wenig Kriminalität
Andere Auswertungen bestätigen dieses Bild. Auch der renommierte The Economist erklärte vor zwei Jahren Tokio zur sichersten Metropole der Welt, wobei gleich vier Kategorien von Sicherheit ausgewertet wurden (Asienspiegel berichtete). Nationale Polizeistatistiken belegen zudem die anhaltend tiefe Kriminalitätsrate im Land (Asienspiegel berichtete).
Und trotzdem gibt es auch für die Frauen in Tokio noch viel zu tun. Die Stadt kämpft mit sexuellen Belästigungen in den überfüllten Zügen (Asienspiegel berichtete). Bereits vor Jahren wurden Wagenabteile eigens für Frauen geschaffen, Sicherheitsleute eingestellt, Kameras installiert und Warnplakate in den Bahnhöfen aufgestellt. Trotz all dieser Bemühungen werden bis heute regelmässig Missbräuche gemeldet. Auch in politischen Ämtern (Asienspiegel berichtete) wie auch in Führungspositionen in der Wirtschaft (Asienspiegel berichtete) sind die Frauen noch stark untervertreten.