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Die kleine Jacht entfernt sich immer mehr vom schützenden Ufer von Dominica, einer Insel der «Kleinen Antillen», die mitten in der Karibik liegt. Das Meer ist relativ ruhig, denn die Westseite Dominicas ist geschützt von den atlantischen Winden und den starken Unterwasserströmungen, die im Winter an die Ostküste strömen. Unsere Gruppe besteht aus sieben Personen: dem Kapitän, einem Pottwal-Guide, der bekannten Unterwasserfotografen Franco Banfi (Organisator der Reise) zusammen mit seiner Partnerin, einem Amerikaner, einer Italienerin und mir als einzigem Schweizer. Täglich sind wir diese Woche von 8 Uhr bis 16 Uhr unterwegs auf der Suche nach Pottwalen. Der Staat Dominica schützt den Bestand dieser Tiere mit strengen Gesetzen. Nur fünf Permits (Genehmigungen) werden pro Jahr für das Tauchen mit Pottwalen vergeben.
Schwierige Suche
Pottwale sind nur schwer zu beobachten, denn die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie unter Wasser. Zwischen den Tauchgängen zur Nahrungssuche machen sie nur kurze Pausen an der Oberfläche. Wir halten Ausschau nach ihrem «Blas», der Wasserfontäne, die entsteht, wenn die gewaltigen Meeressäuger ausatmen. So tasten unsere Blicke den Horizont ab, während das Boot immer weiter aufs offene Meer hinausfährt. Werden lange Zeit keine Wale gesichtet, kommt das Hydrophone zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Unterwassermikrophon, das die Klick-Laute der Pottwale hörbar macht. Unser Kapitän und der Guide sind Meister im Erkennen und Interpretieren der Pottwal-Sprache.
Lesen und bestaunen Sie die komplette Farbreportage in ethos 05/2018.