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Notunterkunft
Zielsetzung
Der Kanton stellt seinen Einwohnerinnen und Einwohnern Notunterkünfte zur Verfügung, damit eine Obdachlosigkeit vermieden werden kann. Das Angebot wird von der Sozialhilfe verwaltet. Es muss differenziert genug sein, um den verschiedenen Anforderungen und Bedürfnissen zu genügen.
Aktueller Stand - Notwohnungen
Aktuell können ca. 170 Notwohnungen an obdachlos gewordene oder von Obdachlosigkeit bedrohte Familien mit Kindern vermietet werden, sofern sie ihren Wohnsitz seit mindestens zwei Jahren in Basel-Stadt haben. Bei der Zuteilung achtet die Sozialhilfe darauf, dass eine Notlage besteht und der Aufenthalt nur vorübergehend ist. Die Notwohnungen befinden sich in verschiedenen Quartieren in Basel. Der Standard ist einfach. Es handelt sich mehrheitlich um 3- und 4-Zimmer-Wohnungen. Seit dem Jahr 2014 sind einige 1- und 2-Zimmer-Wohnungen dazugekommen. Von den 170 Notwohnungen werden einige dem Migrationsbereich zur Verfügung gestellt.
Die kantonalen Notwohnungen werden überwiegend für Familien zur Verfügung gestellt. Ist eine einzelne Person von Obdachlosigkeit betroffen, wird von ihr in der Regel erwartet, dass sie in der Notschlafstelle unterkommt. Die Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass Einzelpersonen mit mehrfacher Benachteiligung auf dem freien Wohnungsmarkt kaum eine Wohnung finden. Die Sozialhilfe hat daher auch einen Bestand an 1-Zimmer-Wohnungen aufgebaut. Aktuell sind es 14 Wohnungen.
Seit dem Jahr 2016 vermietet die Sozialhilfe einige Wohnungen nach den Vorgaben des Gesetzes über die Wohnraumförderung (WRFG). Ende 2016 waren es neun Wohnungen. Hier geht es darum, kostengünstigen Wohnraum längerfristig für Personen anzubieten, die auf dem Wohnungsmarkt mehrfach benachteiligt sind. Notwohnungen stehen in der Regel nur sechs Monate zur Verfügung, Wohnungen nach WRFG werden unbefristet vermietet. Ihr Bestand kontinuierlich ausgebaut werden.
Obwohl viele Institutionen im sozialen Netz des Kantons Basel-Stadt in ihrer Beratungsarbeit mit Wohnproblemen und deren Folgen konfrontiert sind, können sie aufgrund ihrer Tätigkeitsbereiche und Aufträge bei diesem Thema oft nur in einem geringen Mass Hilfe leisten. Einzig die im Verein IG Wohnen zusammengeschlossenen Institutionen und die kantonalen Behörden bieten mit der sozialen Wohnungsvermittlung konkrete Unterstützung an.
Aktueller Stand - Notschlafstelle
Die Notschlafstelle hält Schlafgelegenheiten für Obdachlose bereit. Dadurch soll verhindert werden, dass sie im Freien übernachten müssen. Das Angebot steht grundsätzlich jeder erwachsenen Person (Männer und Frauen) zur Verfügung. Dennoch liegt das Schwergewicht bei in Basel-Stadt gemeldeten Personen. Ausserkantonale Personen werden auch aufgenommen, jedoch zu höheren Übernachtungsansätzen. Die Liegenschaft befindet sich im Kleinbasel an der Alemannengasse und ist im Eigentum des Kantons.
Die Notschlafstelle bietet gesamthaft 75 Betten (Doppelstockbetten), 63 im Männerbereich und zwölf im Frauenbereich.
Die Notschlafstelle ist bis 24:00 Uhr zugänglich. Jeweils morgens müssen die Personen das Gebäude bis 08:00 Uhr (am Sonntag bis 09:00 Uhr) verlassen.
- Übernachtungskosten - in Basel-Stadt gemeldete Personen:
- CHF 7.50 pro Nacht
- Übernachtungskosten – ausserkantonale Personen:
- CHF 40.00 pro Nacht
Fehlen am ersten Abend die nötigen finanziellen Mittel, werden am nächsten Tag die Kostenübernahme abgeklärt und die weiteren Massnahmen geregelt.
Die Auslastung der Notschlafstelle schwankt im Lauf des Jahres: die Wintermonate verzeichnen eine etwas höhere Auslastung als die Sommermonate. Dennoch gibt es auch in der wärmeren Jahreszeit einzelne Tage, an denen die Auslastung über dem der Wintermonate liegt. Dementsprechend bewegt sich die Auslastung im Laufe des Jahres zwischen 60 und 90 %.
(Aktualisierung 14.03.17)