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DMZ - PERSÖNLICH - DIE ANDEREN FRAGEN ¦
Herzlichen Dank für das Mitwirken für die Rubrik „Persönlich – Die anderen Fragen“ der Mittelländischen.
Vorname / Name: Pech Weber
Beruf / Funktion: Unterhalter / Komiker
Fragen:
Wie geht es dir, ehrlich und unverblümt?
Solange niemand fragt, gut. Ich sage jeweils: „Es geht mir im Rahmen der natürlichen Verwesung gut.“
Welche Frage sollte dir schon längst einmal gestellt werden und wieso?
Ob ich mich als Bundesrat zur Verfügung stelle. Ich würde aber nur zusagen, wenn die Stelle eines Königs ausgeschrieben wäre.
Wie bist du zu der künstlerischen Tätigkeit gekommen?
Ich habe 1976 an einem Talentfestival in Zürich mitgemacht und von da an lief es eigentlich wie von selbst. Es war nie mein Ziel, auf die Bühne zu gehen, ich bin da nur so reingerutscht.
Was ist das Schwierigste an der Ausübung?
Es ist nicht unbedingt ein „gesundes“ Leben, man ist immer abends unterwegs und isst unregelmässig und oft einfach Sandwiches.
Stimmt es, dass es in der Schweiz sehr schwer ist von einer künstlerischen Tätigkeit zu leben?
Richtige „Künstler“ haben es schwer, die haben oft nur ein Nischenpublikum. Ich bin ja Unterhalter, aber wenn Du mit dem, was Du machst nicht eine etwas breitere Masse erreichst, dann klappt das nicht.
Was gefällt dir am besten in der Schweiz, was hasst du?
Es gibt nichts, was ich hassen würde in der Schweiz. Ich habe auf meinen früheren Reisen kein Land gesehen, in dem ich lieber leben möchte. Deshalb reise ich auch seit 25 Jahren nicht mehr. Mir gefällt es hier, Punkt!
Was würdest du als König/in der Schweiz als erstes ändern?
Ich würde sofort einschneidende Massnahmen treffen, die dem Klima helfen und auch die sozialen Unterschiede angleichen, tönt gut, gell? Das gefiele vorerst nicht allen Leuten, aber dafür würde einer bei meiner Abdankung sagen: Er war ein guter König.
Welche Person in der Schweiz nervt dich und wieso?
Ich werde hier keinen Namen nennen, ich will ihn nicht noch wichtiger machen, als er sich selber vorkommt.
Welches bisherige Geheimnis kannst du uns von dir verraten?
Achtung, jetzt kommt es: „Ich bin nicht sehr sportlich.“ Hätte wohl niemand gedacht, aber ich bekomme manchmal schon beim Joghurtessen Seitenstechen.
Wie engagierst du dich im Sozialen Bereich?
Ich spende regelmässig an etwa 15 wohltätige Organisationen. Manchmal trete ich auch an Benefizanlässen auf. Es kommen aber sehr viele Anfragen, da kann ich nicht überall zusagen.
Wie nennen dich deine Freunde und wie deine Familie?
Einfach „Peach“, so hiess ich schon in der Schulzeit, damals schrieb ich es aber noch „Pitsch“. Auf „Peter“ würde ich nicht sofort reagieren.
Welche Künstlerin, welchen Künstler findest du in der Schweiz am interessantesten und wieso?
Da gibt es für mich keine Nummer 1. Ich habe viele, von denen ich einzelne Sachen sehr gut finde. Aber es gibt keinen, der nicht auch „abverheite Sachen“ produziert, vor allem ich selber......
Warst du schon einmal finanziell vom Staat abhängig?
Ja, als Lehrer, da kam der Lohn vom Staat. Sonst nie.
Mein Ziel war es auch immer, meine Altersversorgung selber zu finanzieren, das ist mir mit viel Glück gelungen.
Dein Lieblingsort in der Schweiz?
Auch da gibt es viele, sehr gerne bin ich an der Reuss oder am Hallwilersee und natürlich in Hägglingen.
Was ist aktuelle deine grösste Sorge?
Dass wir bei wichtigen Problemen viel Zeit „verplämpern“, weil uns ein paar dümmliche Politiker erzählen, es bringe doch nichts, wenn die kleine Schweiz etwas unternehme.
Welche Person repräsentiert die Schweiz aus deiner Sicht am besten?
Das wird niemanden überraschen, wie 95% der Leute sage ich: Roger Federer. Er ist bei allem Erfolg bescheiden und auf dem Boden geblieben. Ich nehme ihm nur übel, dass er in letzter Zeit alle meine Anfragen für einen gemeinsamen Tennismatch absagt.
Welches ist dein aktuelles Projekt und worum geht es?
Ich bin mit meinem neuesten Programm „Gäxplosion“ unterwegs, da gibt es wieder zu 100% neue Gäx, Gedichte und Lieder. Zwei Stunden unbeschwertes Lachen, das garantiere ich.
Deine Mitteilung an unsere Leserinnen und Leser?
Heute ist heute und morgen ist eigentlich erst morgen.
Wovor sollten sich Künstlerinnen und Künstler unbedingt stark machen?
Sie sollen sich da engagieren, wo sie etwas beitragen können, einem Problem mehr Aufmerksamkeit zu geben.
Deine persönliche Frage an dich und Antwort dazu?
Was willst Du zum Mitagessen? Ein Cordonbleu mit Salat.
Persönlich – Die anderen Fragen - die interessante Rubrik der Mittelländischen.