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Ein Junge, der draussen spielen möchte; ein Grossvater, der den Jungen beschützen will; eine Ente, die sich über einen Vogel lustig macht, weil dieser nicht schwimmen kann; ein Vogel, der sich wiederum über die Ente amüsiert, weil sie nicht fliegen kann; eine Katze, die den Vogel schnappen will, sowie ein gieriger Wolf, der kurzerhand alles fressen will, was ihm über den Weg läuft: Das sind die bekannten Zutaten in Sergei Prokofjews musikalischem Märchen «Peter und der Wolf».
Die beliebte, 1936 in Moskau uraufgeführte sinfonische Erzählung ist eine Geschichte vom Teamwork zweier Freunde, vom Triumph geistigen Einfallsreichtums über körperliche Kraft und schliesslich eine Geschichte vom Mut (bzw. kindlichen Leichtsinn), für einmal nicht auf die Autorität des Grossvaters zu hören.
Musikalisch ist «Peter und der Wolf» ein Stück voller Charme und Anziehungskraft: Einzelne Orchesterinstrumente werden vorgestellt und liebevoll gestaltete Melodien den handelnden Protagonisten zugeordnet. Somit ist die musikalisch-programmatische Begleitung – in der die Flöte zwitschert, die Oboe quakt, sich eine Klarinette leise anpirscht und die Hörner eine unheilvolle Macht ankündigen – auch knapp 90 Jahre nach ihrer Entstehung eine wundervolle Hinführung zur Welt der klassischen Musik.
Erzählt wird die Geschichte von der Andermatter Skilegende Bernhard Russi, gespielt vom Swiss Orchestra unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer. Die einzelnen Instrumente werden durch kurze solistische Präsentationen zu Beginn des Konzerts vorgestellt.
Programm: Sergei Prokofjew (1891–1953); «Peter und der Wolf», op. 67