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Für die normalen Menschen gibt es in den Weiten des Alls nichts ausser Schwärze und Leere. Für die Telepathen hingegen existieren dort Drachen – unglaublich feindselige Wesenheiten, die in der ewigen Dunkelheit auf Schiffe warten. Wer ihnen zu nahe kommt, verliert den Verstand. Die einzige Waffe gegen die Drachen ist Licht. Es muss von sonnengleicher Stärke sein und von einem Telepathen, einem Lichtstecher, ausgeschleudert werden. Sie bekommen Hilfe von den Partnern, kleinen Wesen, die gegen die Drachen, die ihnen als Ratten erscheinen, kämpfen können. Underhill und Woodley sind Lichtstecher, und sie wissen genau, dass sie trotz ihrer Technik und der Hilfe der Partner jederzeit ein Schicksal ereilen könnte, das schlimmer ist als der Tod …
Die Erzählung „Das Spiel Ratte und Drache“ erscheint als exklusives eBook Only bei Heyne und ist zusammen mit weiteren Stories von Cordwainer Smith auch in dem Sammelband „Was aus den Menschen wurde“ enthalten. Sie umfasst ca. 22 Buchseiten.
Portrait
Cordwainer Smith war das Pseudonym von Paul Linebarger. 1913 in Milwaukee, Wisconsin geboren, verbrachte Linebarger seine Kindheit in den unterschiedlichsten Ländern. Sein Vater war pensionierter Richter und politisch aktiv; unter anderem pflegte er Beziehungen zu dem chinesischen Politiker Sun Yat-sen, der Pauls Taufpate war. Linebarger studierte Politikwissenschaft und wurde später Professor für Internationale Politik. Er arbeitete für den militärischen Geheimdienst der USA als Asien-Experte und gehörte dem Beraterstab von Präsident John F. Kennedy an. Er verfasste ein Handbuch über psychologische Kriegsführung, das bis heute als Standardwerk gilt. Daneben schrieb er unter verschiedenen Pseudonymen Kurzgeschichten und Romane; für seine SF-Erzählungen wählte er Cordwainer Smith. „Cordwainer“ ist eine veraltete Bezeichnung für Schuster, Smith bedeutet Schmied. Wie ein Handwerker baute Linebarger nach und nach sein Universum von der „Instrumentalität der Menschheit“ auf, mit dem er in den Fünfziger- und Sechzigerjahren bekannt wurde. Paul Linebarger starb im August 1966 und ist auf dem Nationalfriedhof in Arlington beerdigt.