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Diese Bestattung ist auf dem Vierherrenplatz einzigartig. Die Grabgrube enthielt zwei Urnen, was auf eine Doppelbestattung schliessen lässt. Nur eine anthropologische Untersuchung des Knochenmaterials kann dies jedoch definitiv klären.
Vierherrenplatz, römisches Gräberfeld
Im Oktober 2016 wurde die Hauptetappe der Ausgrabung des römischen Friedhofs abgeschlossen. Insgesamt sind seit 2014 rund 600 qm untersucht und 267 Brandbestattungen des 1. - 3. Jh. n. Chr., eine spätantike Körperbestattung sowie ein Kiesweg und verschiedene Pfostenlöcher dokumentiert worden. Die frühesten Bestattungen aus der Mitte des 1. Jh. entsprechen vermutlich der Gründergeneration der römischen Zivilsiedlung in Sursee, welche im gleichen Zeitraum entstanden ist.Eine klare Begrenzung des Gräberfelds konnte nirgends festgestellt werden. Sollte sich jedoch der bislang nur als vorstadtzeitlich (vor 1256) eingeordnete Weg als römisch erweisen, könnte er eine Orientierung oder Abgrenzung des Gräberfelds darstellen. Die Untersuchungen haben zudem erwiesen, dass die ursprüngliche Ausdehnung des Friedhofs wegen zahlreichen modernen Bodeneingriffen auf dem Areal Vierherrenplatz nicht mehr erfasst werden kann.
Nach dem Abbruch der Gebäude werden 2017 noch kleine Restflächen mit Bestattungsresten untersucht und letzte Abklärungen zum Schichtenaufbau vorgenommen.
Die Bearbeitung der sehr zahlreichen Funde und Befunde läuft auf Hochtouren und wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen.
siehe Sursee Vierherrenplatz archivgerechte Aufarbeitung.