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Bei einem Vulkanausbruch in Indonesien sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Der 2460 Meter hohe Sinabung auf der Insel Sumatra hatte am Samstag plötzlich Asche und Gaswolken in die Luft geschleudert.
Bis Sonntag wurden in der Ortschaft Gamber sechs Leichen geborgen. Drei Menschen wurden lebensgefährlich verletzt, wie der Sprecher der Behörde für Katastrophenschutz, Sutopo Purwo Nugroho, sagte.
700 Grad heisse Gerölllawine
Bei den bisher geborgenen Opfern handle es sich um Bauern, die Felder in der eigentlich gesperrten «Roten Zone» im Umkreis von vier Kilometern um den Vulkankrater bestellte. Bei der Feldarbeit seien sie von der Asche- und Gerölllawine erfasst worden, die mit Temperaturen von bis zu 700 Grad den Vulkanhang hinab gerast sei, so der Sprecher weiter.
Der Katastrophenschutz befürchtet, dass noch weitere Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Über dem Vulkan bildete sich eine drei Kilometer hohe Gas- und Aschewolke.
Aus Angst vor Plünderern bleiben manche zurück
Die Behörden hatten Anwohner aufgerufen, die gefährlichste Zone rund um den Krater zu verlassen. Aus Sorge vor Plünderungen werden solche Anweisungen jedoch oft ignoriert. Inzwischen wurde die Sperrzone auf einen Radius von sieben Kilometern rund um den Krater erweitert. Die Menschen wurden in Notaufnahmelager gebracht.
Der Sinabung ist einer der aktivsten Vulkane des Inselstaats am Äquator in Südostasien. Er ist im Jahr 2013 aus einem 400-jährigen Schlaf erwacht. Im Februar 2014 starben 16 Menschen, als sie von einem heissen Ascheregen aus dem Sinabung getroffen wurden. Zehntausende Menschen mussten damals ihre Häuser verlassen.