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Rasseportrait Bedlington-Terrier
Kurzinfo:
|Ursprungsland
|Großbritannien
|Fellfarben
|Blaugrau, leber- oder sandfarben
|Lebenserwartung
|14-15 Jahre
|Gewicht
|8-10 kg
|Widerristhöhe
|36-45 cm
|Besonderheiten
|Haart nicht, galoppiert bei hoher Geschwindigkeit
|FCI-Standard
|Nr. 9, Gruppe 3, Sektion 1
Geschichte und Herkunft
Mit der Reinzucht des Bedlington-Terriers (früher auch als Rothbury-Terrier bekannt), der nach einem Städtchen nördlich von Newcastle benannt wurde, wurde etwa um 1825 begonnen. Ziel war es, einen schnellen und wendigen Hund zu züchten, der über genügend Jagdtrieb und Schärfe verfügt, um für die Hasenjagd und die Jagd unter Erde eingesetzt zu werden. Diese Hunderasse wurde auch für die Fuchs-, Otter- oder Dachsjagd benutzt. In den Bergbaugebieten Nordenglands hatte der Hund unter anderem die Aufgabe, die Schächte von Ratten frei zu halten oder rechtzeitig vor Schlagwetterexplosionen zu warnen, die er rechtzeitig registrieren konnte.
Bei dem fahrenden Volk und Händlern war diese Hunderasse als Begleiter ebenfalls sehr beliebt. Sie wurde dann Dorfbewohnern gegen Entgelt anboten, um diese von Ratten oder lästigen Nagetieren zu befreien. In Großbritannien wurden diese Hunde lange Zeit auch für Hundekämpfe missbraucht. 1870 präsentierte sich diese Hunderasse erstmals auf Ausstellungen und 1877 entstand der National Bedlington-Terrier Club. In Deutschland wurde die erste Fachschaft für Bedlington-Terrier um 1932 gegründet, die vermutlich auch den ersten Wurf züchtete.Der Bedlington Terrier sollte Ratten und Hasen jagen.
Wesen und Charaktereigenschaften des Bedlington Terriers
Der Bedlington-Terrier gilt als eigenwillig mit einer würdevollen Ausstrahlung. Der sehr lebhafte Hund bellt nur selten, ist anhänglich und genießt den engen Kontakt zu seiner Bezugsperson, der er absolut gehorcht. Hat es zu seiner Bezugsperson eine gute Bindung aufgebaut, zeigt sich das Tier als Familienhund von der gutmütigen Seite, reagiert jedoch auf grobe Behandlung mit Sturheit. Diese Hunderasse ist ausgesprochen wachsam und verteidigt bei Bedarf seine Familie sowie Hab und Gut, ohne jedoch Auseinandersetzungen zu suchen. Mit Artgenossen versteht sich der Hund in der Regel sehr gut.
Diese Hunderasse lernt schnell und mit Freuden und ist ausgesprochen intelligent, was sie zu ihrem Vorteil zu nutzen versteht. Dieser temperamentvolle und unternehmungslustige Hund verfügt über einen ausgeprägten Jagdinstinkt und benötigt viel Bewegung sowie eine liebevolle und konsequente Erziehung. Er liebt lange, ausdauernde Spaziergänge und begleitet seinen Besitzer auch gerne zum Joggen oder Wandern. Für Hundesportarten wie beispielsweise Agilitiy oder Dog-Dancing lässt sich diese Hunderasse schnell begeistern, da sie hier ihre Schnelligkeit und Wendigkeit gut unter Beweis stellen kann. Fährtenarbeit und Dummytraining geben dem Hund die Möglichkeit, in kontrollierten Bahnen seinen instinktiven Jagdtrieb auszuleben. Bei hohen Geschwindigkeiten ermöglicht der für diese Hunderasse typische Körperbau einen elastischen Galopp.
Bedlington Terrier: Körperbau und AussehenDer Bedlington Terrier wirkt sehr elegant und besitzt die Besonderheit, dass er nicht haart.
Bei dem mittelgroßen Bedlington-Terrier handelt es sich um einen eleganten, harmonisch proportionierten und trotzdem muskulösen Hund, der nicht haart. Bei guter Pflege und rassetypischem Schnitt ähnelt sein dichtes, leicht gelocktes Haarkleid dem eines Schafes. Auch wenn er wie ein unschuldiges Lamm aussieht, so ist der Hund dennoch furchtlos und von temperamentvollem Wesen.
Haltung und Pflege
Nicht unbedingt ein Stadthund
Für diese Hunderasse ist viel Bewegung von großer Bedeutung. Suchspiele oder Hundesport bieten ihm die geeignete Auslastung und können auch zur Erziehung genutzt werden. Der Bedlington Terrier möchte nicht nur körperlich gefordert werden, sondern sich auch mit Intelligenzspielen beweisen. Für die Haltung in der Stadt ist der Bedlington Terrier nur bedingt geeignet. Da er viel Auslauf braucht, sollte ihm zumindest ein Garten zur Verfügung stehen. Der Hund sollte am besten in einem Haus mit Garten gehalten werden, da er sehr viel Auslauf benötigt. Für die Zwingerhaltung ist er daher nicht geeignet.
Fellpflege ist wichtig
Da diese Hunderasse ihr Fell nicht verliert, ist es erforderlich, dass dieses in regelmäßigen Abständen geschoren wird. Dazu sollte ein Fachmann das Fell in die rassetypische Form bringen. Vor allem das Schneiden am Kopf ist anspruchsvoll
Zwischendurch sollten abgestorbene Haare herausgebürstet werden, d.h. der Besitzer sollte mindestens einmal am Tag zur Bürste greifen. Am besten wird dem Hund das Bürsten schon im Welpenalter antrainiert.
Beschreibung (analog VDH)
Der VDH, der Verband für die Deutsche Hundezucht, legt bestimmte Regeln für die Hundezucht fest. Hier werden unter anderem Aussehen und Gewicht definiert.
|Allgemein
|Anmutiger, geschmeidiger, muskulöser Körperbau, milder und sanfter Ausdruck.
|Kopf
|Schmaler, keilförmiger Schädel ohne Stop, rundliche, tief ansetzende, haselnussförmige Ohren mit weißlichen Haarfransen an den Spitzen, an den Wangen anliegend, üppiger Haarschopf, kleine, annähernd dreieckige Augen mit sanftem Ausdruck.
|Hals
|Lang, geht harmonisch über in bemuskelten Rücken, trägt Kopf ziemlich hoch.
|Körper
|Muskulös, harmonisch proportionierte Statur, tiefer Brustkorb, etwas länger als höher, Rücken mit natürlichem, leichtem Bogen über dem Lendenbereich.
|Rute
|Tief ansetzend, hängend getragen, verjüngt sich zur Spitze hin, leicht gebogen.
|Pfoten
|Lange Hasenpfoten, dicke, gut geschlossene Ballen.
|Haarkleid
|Dichtes, leicht gelocktes Fell, nicht hart oder drahtig, von der Haut gut abstehend, bildet am Kopf kleine, korkenzieherartige Locken, üppiger, seidiger, fast weißlicher Haarschopf am Kopf.
Alles rund um die Zucht des Bedlington TerriersDer Bedlington Terrier ist ein sehr aktiver Hund und liebt es in der Natur zu sein.
Der Bedlington-Terrier entstand im 18. Jahrhundert ursprünglich aus einer Kreuzung zwischen Otterhound, Greyhound und Foxterrier. Er gilt als älteste offiziell anerkannte Terrierrasse, da er die am längsten nachvollziehbare Ahnentafel aller Terrierrassen hat.
Diese Hunderasse gilt als anfällig für Kupertoxikose. Bei dieser genetisch bedingten Erkrankung wird in der Leber zu viel Kupfer gespeichert. Mittlerweile kann diese Krankheit jedoch durch Selektionszucht ausgeschlossen werden, da für die Zucht die Untersuchung auf diese Erbkrankheit vorgeschrieben ist. In seltenen Fällen kann es bei dieser Hunderasse auch zu Augenerkrankungen kommen.
Passt diese Hunderasse zu mir und meiner Familie?
Enger Kontakt erwünscht
Bei dem Bedlington-Terrier handelt es sich um ein sehr aktives Tier mit einem ausgeprägtem Jagdinstinkt und einem hohen Bewegungsdrang. Der Hund braucht den engen Kontakt zu seiner Bezugsperson, der er absoluten Gehorsam zeigt. Diese anhängliche und gutmütige Hunderasse gilt als kinderlieb und familienfreundlich, da sie innerhalb der eigenen vier Wänden bei artgerechter Haltung ruhig und ausgeglichen ist. Kindern gegenüber zeigt sie sich jedoch manchmal ein wenig reserviert, was sich schnell ändert, wenn Kinder vorsichtig und unter guter Anleitung mit ihm umgehen.
Zuhause zurückhaltend, draußen temperamentvoll
Dann ist er auch ihnen gegenüber ein unkomplizierter Freund und Hausgenosse. Diese Hunderasse ist ausgesprochen intelligent und begreift schnell, was von ihm erwartet wird. So lässt sich der Hund mit liebevoller Konsequenz und Geduld erziehen. Während er in den eigenen vier Wänden zurückhaltend ist, zeigt er sich im Freien sehr temperamentvoll und unternehmungslustig. Diese Hunderasse liebt lange Spaziergänge und ist seinem Besitzer auch bei dessen sportlichen Aktivitäten ein idealer Begleiter.
Viel Beschäftigung und Erziehung nötig
Für den Hundesport (z. B. Agility) ist der Hund ebenfalls schnell zu begeistern, wo er seine Schnelligkeit unter Beweis stellen kann. Denn der rassetypische Körperbau ermöglichst ihm bei hohen Geschwindigkeiten einen elastischen Galopp. Auch Fährtenarbeit oder Dummytraining sind mit ihm gut möglich, da er so seinen angeborenen Jagdinstinkt in kontrollierten Bahnen ausleben kann. Aufgrund des Jagdtriebes, sollte der Hund jedoch überall dort, wo Wildtiere unterwegs sind, grundsätzlich an der Leine geführt werden, da die Gefahr besteht, dass er dem Rückruf nicht folgt. Wegen ihres wachsamen, mutigen und tapferen Charakters ist diese Hunderasse für die Ausbildung als kleinster Schutzhund zugelassen. Der Hund verteidigt im Notfall Familie, Hab und Gut erfolgreich, sucht allerdings keine Auseinandersetzungen.
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