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Die Beikost einführen Der erste Brei
So innig das Stillen ist, nach einigen Monaten interessieren sich Babys mehr und mehr fürs Essen. Dann ist es Zeit, die sogenannte Beikost einzuführen.
Wenn Dein Kleines beim Essen grosse Augen macht, dann zeigt es damit, dass es bereit ist, neue Nahrungsmittel auszuprobieren! In der Regel ist dies ungefähr ab dem 6./7. Monat soweit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Babys in den ersten sechs Lebensmonaten ausschliesslich zu stillen. Danach ist es nach und nach möglich, Beikost einzuführen.
Als Beikost gelten alle flüssigen, halbflüssigen und festen Lebensmittel, mit Ausnahme der Muttermilch sowie Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen. Dazu gehören beispielsweise selbsthergestellte Milch- und Getreidebreie sowie Gemüse- und Fleischbreie sowie auch die Breie in industriell hergestellten Gläschen. Während der Einführung der Beikost sollte zunächst weitergestillt werden, da die Muttermilch die Beikost gut ergänzt und so eine bedarfsgerchte Ernährung im ersten Lebensjahr gewährleistet ist. Natürlich dürfen auch mit Flaschenmilch ernährte Babys ungefähr ab diesem Alter mit der Beikost Bekanntschaft machen, jedoch nicht früher, denn bis zu diesem Zeitpunkt sind alle Babys noch mit dem Reifungsprozess von Magen, Darm, Galle und Niere beschäftigt, die zur Verstoffwechslung von Beikost gebraucht werden. Mit rund 7 Monaten sind sie dann in der Lage, sich mit den zusätzlichen Nährstoffen und der zusätzlichen Energie gesund weiterzuentwickeln. Beikost bietest Du Deinem Kind mit dem Löffel an und nicht als Flüssignahrung aus der Flasche oder dem Becher. Auch erste Erfahrungen mit dem Selbstfüttern gehören zur Einführung der Beikost. Im Alter von 7 bis 8 Monaten kannst Du Deinem Kind zur Ergänzung der Mutter- oder Flaschenmilch 2 bis 3 mal täglich Beikost anbieten, im Alter von 9 bis 11 Monaten 3 bis 4 mal täglich. Anfangs pürierst Du die Beikost und später, wenn dann die ersten Zähnchen kommen, darfst Du Deinem Kind halbfeste Nahrung geben, die es neben den ersten Kauversuchen zwischen dem Gaumen zerdrücken kann. Um den 10. Lebensmonat kann es dann am normalen Familienessen teilnehmen. Nur gewürzt werden sollten seine Portionen noch nicht.
Die Empfehlungen für die optimale Einführung der Beikost basieren auf dem Ernährungsplan, welcher von der Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE erarbeitet wurde (siehe Grafik). Viele Mütter beginnen mit einem pürierten Gemüse – beispielsweise Rüebli – als Mittagsmahlzeit. Nimm am besten Bioprodukte, dann ist Dein Kind vor Schadstoffen geschützt: Einfach Gemüse schonend kochen und anschliessend pürieren. Wenn es sich an seinen ersten Gemüsebrei mit jeweils nur einem Gemüse gewöhnt hat und diesen gut verträgt und gerne isst, kannst Du diesen mit einem Stärkeprodukt (z.B. verstampften Kartoffeln oder Hülsenfrüchten) und etwas Rapsöl anreichern. In einem weiteren Schritt wird fein püriertes Fleisch dazu gegeben. Kommt das alles gut an, wird im nächsten Schritt ein Milch-Getreide-Brei eingeführt. z.B. als zusätzliche Mahlzeit am Nachmittag oder Abend. Als Variante bieten sich auch Getreide-Frucht-Breie an.
Da heutzutage viele Babys mit einem erhöhten Allergierisiko auf die Welt kommen, solltest Du Dich diesbezüglich mit Deinem Kinderarzt beraten und bei Hinweisen auf eine Allergie keine allegieauslösenden Nahrungsmittel füttern. Falls Du für Dein Kind eine vegetarische oder vegane Ernährung ins Auge fasst, solltest Du Dich vorgängig sehr gut darüber informieren und genau abklären, was es dafür braucht, so dass sich Dein Kind gesund entwickeln kann.