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Die Viszeralchirurgie ist ein chirurgisches Spezialgebiet, das sich mit der Diagnose, Behandlung und chirurgischen Eingriffen des Magen-Darm-Traktes befasst. Dazu gehören zum Beispiel Erkrankungen des Darmes, der Bauchspeicheldrüse und der Leber. Aber auch die Hernienchirurgie oder Schildrüsenchirurgie sind Teilgebiete der Viszerachlchirurgie.
Häufige viszeralchirurgische Notfälle sind im Folgenden aufgeführt:
Akute Blinddarmentzündung (Appendizitis)
Akute Cholecystitis (Gallenblasenentzündung)
Akute Sigmdivertikulitis (Darmentzündung)
Die häufigste Ursache für einen Notfall in der Bauchchirurgie ist die akute Appendizitis, auch bekannt als Blinddarmentzündung. Diese Erkrankung entwickelt sich meist innerhalb kurzer Zeit, wobei anfängliche Bauchschmerzen nahe des Nabels auftreten und später in den rechten Unterbauch wandern. Zusätzlich können Symptome wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten.
Akute Cholecystitis, die zweithäufigste bauchchirurgische Notfallsituation, äußert sich oft durch anhaltende Schmerzen im rechten Oberbauch. Ursächlich sind Gallensteine, die neben der Gallenblasenentzündung auch Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder Gallengänge verursachen können, was zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann.
Divertikulitis, eine häufige bauchchirurgische Notfallsituation, ist eine Entzündung im Dickdarm, vorwiegend im Colon sigmoideum (Sigma). Typische Symptome sind starke Schmerzen im linken Unterbauch, die durch Druck verschlimmern. Diese Entzündung entsteht, wenn Kotreste in Darmwand-Ausstülpungen (Divertikel) festsitzen. Die Schwere variiert, mit möglichen Komplikationen wie Abszessen, Bauchfellentzündungen oder Blutungen.
In der Viszeralchirurgie werden verschiedene diagnostische Methoden angewendet, um Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und anderer Bauchorgane zu erkennen und zu beurteilen. Einige der häufigsten diagnostischen Methoden sind:
Anamnese und körperliche Untersuchung
Laboruntersuchungen
Röntgenuntersuchungen
Ultraschalluntersuchungen
Computertomographie (CT)
Magnetresonanztomographie (MRT)
Endoskopie
Die genaue Diagnostik hängt von der Art und dem Verlauf der Erkrankung und den Symptomen des Patienten ab. Der Arzt wählt die geeignetste Methode oder Kombination von Methoden aus, um die Diagnose zu stellen und die Behandlung zu planen.
Die Schlüssellochchirurgie wird auch in dieser Abteilung aufgrund ihres schonenden Einsatzes beim Patienten (minimalinvasive Chirurgie) bevorzugt und wann immer möglich eingesetzt.
Die Viszeralchirurgie arbeitet, in Abhängigkeit von der Diagnose, eng mit der Gastroenterologie zusammen. Die enge fachliche Verzahnung im Fokus auf Niere, Blase und Galle ermöglicht eine auf den Patienten individuell abgestimmte Therapie und Nachbehandlung nach der Operation.
Die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) ist eine Hormondrüse. Sie befindet sich am Hals unterhalb des Schildknorpels vor der Luftröhre und hat die Form eines Schmetterlings. Die Hauptfunktion der Schilddrüse besteht in der Jodspeicherung und Bildung jodhaltiger Schilddrüsenhormone. Diese spielen eine wichtige Rolle für den Energiestoffwechsel sowie das Wachstum einzelner Zellen und des Gesamtorganismus.
Ursachen
Die Schilddrüse ist Ausgangspunkt für zahlreiche Erkrankungen, die unter anderem zu Störungen des Hormonstoffwechsels führen und eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose bzw. Hyperthyreose) hervorrufen können. Die Ursachen können dabei vielfältig sein und benötigt eine genaue Untersuchung.
Beschwerden
Da Rezeptoren für Schilddrüsenhormone überall im Organismus vorhanden sind, können Funktionsstörungen der Schilddrüse zu Symptomen in fast allen Organsystemen führen. Häufig sind dabei Störungen, die das Herz-Kreislauf-System, das Nervensystem und die Psyche, den Magen-Darm-Trakt und den allgemeinen Stoffwechsel, die Haut, das Muskel- und Skelettsystem sowie die Sexualfunktionen betreffen.
Untersuchung und Diagnostik
Eine Methode zur Gewinnung von Schilddrüsengewebe ist die ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion. Dabei wird eine sehr feine Nadel in die Schilddrüse eingeführt und Zellmaterial entnommen, welches untersucht wird und dann über die Krankheit Auskunft geben kann. Diese Untersuchungen werden durch unsere endokrinologischen Spezialisten durchgeführt.
Behandlung
Es hängt von der Grunderkrankung ab, inwieweit Teile oder die ganze Schilddrüse entfernt werden müssen. Die Therapie wird individuell angepasst. Dabei kann eine Radiojodtherapie zur Entfernung oder Unterdrückung des Restschilddrüsengewebes erforderlich sein. Unterfunktionen der Schilddrüse werden mit Hormonpräparaten behandelt, welche als Tabletten (meistens lebenslang) eingenommen werden.
Nach der Schilddrüsenentfernung wird zumeist eine Radiojodtherapie durchgeführt, um allfällige mikroskopisch kleine Reste von Schilddrüsengewebe zu entfernen (Ablation).
Die Viszeralchirurgie ist wird auch in der Adipositaschirurgie eingesetzt mit speziell darauf ausgerichteten Eingriffen. Erfahren Sie mehr zum Adipositaszentrum am GZO und den dort angebotenen Leistungen.Mehr erfahren
Unser Sekretariat Chirurgie ist Ihre erste Kontaktstelle mit der Viszeralchirurgie. Bei Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen gerne zur Verfügung:
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Süd (Haus Z), EG, Chirurgie