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Die Landwirtschaft ist der Sektor der armenischen Wirtschaft, der zwar am meisten Beschäftigte umfasst, jedoch aufgrund mangelnder Produktivität nur wenig zum Bruttoinlandprodukt beiträgt. Armenische Landwirt:innen gehören zu den am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Rund ein Drittel von ihnen lebt in Armut, da sie mit Subsistenzlandwirtschaft nicht genügend Einkommen erwirtschaften können. Es gibt Bemühungen, die wirtschaftliche Stagnation im ländlichen Armenien, unter anderem durch Bildungsreformen, zu überwinden. Aufgrund der Revolution von 2018 und der Pandemie kamen diese jedoch kaum voran. Dieses Projekt konzentriert sich auf Berufsbildungsangebote für Landwirt:innen, die sich gemäss Empfehlungen einer externen Evaluation an einem dualen Modell und verstärkt an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientieren.
Begünstigte:
Projektteilnehmer:innen sind junge Männer und Frauen sowie alteingesessene Landwirt:innen in ausgewählten Gebieten des ländlichen Armeniens. Auch öffentliche Berufsbildungseinrichtungen, Beratungsdienste sowie Regierungsstellen können vom Projekt profitieren. Indirekt werden auch kleine und grössere Unternehmen von den im Rahmen des Projekts ausgebildeten Fachkräften profitieren.
Ziele:
Dank verbesserter Kenntnisse und Fertigkeiten steigern angehende und langjährige Landwirt:innen ihre Produktivität und damit auch ihr Einkommen. Neben den Lehrgängen können die Zielgruppen auch von Beratungsangeboten von kompetenten öffentlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen profitieren. Auf nationaler Ebene soll die berufliche Aus- und Weiterbildung politisch kohärent eingerichtet und umgesetzt werden.
Aktivitäten:
Während der bis August 2022 dauernden Anlaufphase werden Studien durchgeführt, um alle offenen Fragen bezüglich der Auswahl der berufsbildenden Studiengänge, Berufsschulen und beteiligten Privatunternehmen zu klären. Danach starten die ersten Lehrgänge.