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"Bäärenmos" - Kein Druckfehler!
Die gewöhnungsbedürftige Bezeichnung des Standorts der umgebauten und erneuerten Schiessanlage beruht auf einem überlieferten Flurnamen und seiner ursprünglichen Schreibweise. So wird 1535 ein "Bäärenacker" urkundlich erwähnt und 1572 werden im Gebiet nördlich von Neuwilen "Beromosgassen" beschrieben. Ob sich nun "Bäären" oder "Bero" auf einen Namen oder wirklich auf das gleichnamige Pelztier beziehen, ist in der Literatur nicht nachgewiesen. Sicher ist, dass der zweite Namensteil "Mos" auf die häufigen örtlichen Nässegebiete schliessen lässt. Und wer weiss, vielleicht sind schon 1499 die Kemmentaler mit den Eidgenossen durch die besagten "Beromosgassen" gegen Tägerwilen in die Schlacht zu Schwaderloh gezogen ...
Zum Zweck "sich im Gebrauch der Waffen üben zu können ohne stundenweit anderen Schützengesellschaften nachzulaufen" wurde bereits 1874 in Neuwilen die erste Schützengesellschaft gegründet. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Schiessplätze getestet. An demjenigen in den "Leewiesen" zwischen Ellighausen und Unterstöcken hatte die Gemeinde Lippoldswilen gar keine Freude, da der Kirchweg in die Schusslinie zu liegen kam. Schon damals also hatte man Probleme mit dem Standort.
Im Jahre 1900 wurde das erste Schützenhaus zum Preis von Fr. 1'250.- gebaut. Die öffentliche Hand war schon damals grosszügig, so spendete die Bürgergemeinde Neuwilen Fr. 500.- an die Baukosten. 1946 fand erstmals das historische Schwaderlohschiessen statt, und zwar gleich auf dem heutigen Schiessplatz. Mit viel Weitsicht wurde 1948 beschlossen eine Anlage für 30 Scheiben zu bauen, welche später auch ein Schiessen auf 300 Meter ermöglichte. 1957 erfolgte der Landerwerb und 1960 der Bau des jetzigen Schützenhauses.
Seit 1967 führt die Schützgesellschaft Siegershausen-Altishausen ihre Übungen im "Bäärenmos" durch und bis heute herrscht bestes Einvernehmen zwischen den beiden Vereinen.
Dass nun noch die Tägerwiler Schützen dazustossen ist für alle ein Gewinn, denn dadurch wurde der Umbau und die Modernisierung der Anlage ermöglicht. Dies natürlich nicht ohne die grosszügige Unterstützung durch die Standortgemeinden Gottlieben, Kemmental und Tägerwilen. Mit einer gemeinsamen Baukommission, sowie vielen Arbeitsstunden der Mitglieder aller drei Vereine wurde das Werk in kurzer Zeit vollendet.
Alle sind sich zudem einig, dass das Schützenhaus durch den Umbau nichts von seinem Charme eingebüsst hat, zumal auch das "Schwaderlohmeitli" auf der Eingangsseite nichts dagegen einzuwenden hatte!