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Rassenbeschreibung Shetland Sheepdog
Herkunft und Ursprung:
Der Name Shetland Sheepdog (kurz Sheltie) sagt es schon, die ursprüngliche Heimat der hübschen Hunde liegt nordöstlich von Schottland, der Shetland Inseln.
Wie der Kelpi, der Cattle, der Aussi und der Border gehört auch der Sheltie zur FCI Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde.
Jahrelang züchtete man auf der Shetland Insel eine kleine, witterungsbeständige Hunderasse. Die robusten Hunde mussten die ebenfalls kleinen Shetland Schafe hüten und bewachen.
Den Namen „Toony-Dogs“ verwendete man früher für die Shelties. Die „Toons“ waren kleine Häuser auf der Insel, die Shetland Sheepdogs mussten die Schafe von diesen Siedlungen fernhalten.
Selbständiges Arbeiten war für die Hunde ein Muss. Sie wurden teilweise Tagelang alleine mit den Schafherden auf kleinere Inseln gebracht. Die Schafe konnten das wenige Gras und Moos von den Felsen abweiden. Die Shelties waren dafür verantwortlich, dass die Schafe nicht von diesen Klippen stürzten. Das zeigt auch, weswegen die Hunderasse klein und leicht ist, trotzdem aber sehr robust, mutig und eigenständig erscheint. Oft mussten sie über Schafe springen, um diese vor dem Tod zu bewahren!
Auch die Aufnahme von Nahrung war kein einfaches Unterfangen. Auf den spärlich bewachsenen Shetland Inseln gab es nur wenig. Die zierlichen Hunde mussten also die Karge Nahrung mit Mensch und Schaf teilen! Durch diese Umstände wurden die Hunde zäh und flexibel.
Wie der Shetland Sheepdog entstand ist unklar. Vom Aussehen ist aber sicher, dass Border- und Arbeitscollies eine grosse Rolle spielten. Die grossen Collies wurden von Schottland mit Schiffen auf die Inseln gebracht. Ungefähr im Jahr 1910 wurden dann die Engländer auf die hübschen, arbeitswilligen Hunde aufmerksam. Sie züchteten in England die ersten einheitlichen Hundetypen.
Heute werden auf den Shetland Inseln nicht mehr so viele Shelties gehalten. Die Entwicklung der Wirtschaft brachte viele Öl Konzerne auf die Inseln. Den Menschen geht es besser und sie halten nun auch normal grosse Schafe. Für das Hüten dieser Schafe eignen sich die Bordercollies wie wir sie kennen besser. Der Sheltie erfreut sich dafür an immer mehr Fans. Er entwickelte sich zu einem treuen Familienhund!
Aussehen und Charakter:
Haarkleid und Farben:
Das wunderschöne Fell der Shetland Sheepdogs ist sehr robust. Das Haarkleid hat dickes Deckhaar und eine feine Unterwolle. Durch seinen Ursprung ist der Sheltie es gewohnt, auch an regnerischen Tagen lange draussen zu sein.
Die langen, harten Deckhaare lassen das Wasser gut abfliessen und die Unterwolle wird praktisch nicht nass. Zu viel Baden ist also für diese Hunderasse nicht gut. Wenn Du Deinen Sheltie baden musst, empfehle ich dir ein sehr mildes Shampoo. Das natürliche Fett der Haare wird durch zu viele chemische Stoffe zerstört. Am schönsten wird das Fell bei einem Spaziergang im Regen.
Langhaar- oder Mittellanghaar Hunde brauchen aber trotzdem alle eine intensive Pflege. Unsere kleinen Fellkneuel sollte man regelmässig bürsten, nicht gerade täglich, ausser die Hunde sind gerade im Fellwechsel.
Die Farbenvielfalt der Shelties ist gross. Das sogenannte Goldsable ist am meisten verbreitet. Die Hunde sind goldbraun, mit jeweiligen Schattierungen, weissen Abzeichen an Halskrause, Pfoten und Brust.
Der tricolour farbige Hund ist ebenfalls beliebt. Schwarz mit weissen und braunen Abzeichen wirkt er sehr edel und anmutig.
Die Farbe bluemerle war lange nicht so verbreitet. Heute sieht man die blaugrauen Hunde immer mehr. Die Farbe zeichnet sich durch kleine schwarze und braune Tupfen mit weissen Abzeichen aus.
Sehr selten und doch anerkannt sind die Farben black and white, also reines Schwarz mit Weiss und black and tan, Schwarz und Braun.
Aussehen:
Der Sheltie ist eine kleine Hunderasse. Die Schulterhöhe beträgt zwischen 33 und 40 cm. Idealmasse Rüden: 37cm, Idealmasse Hündinnen: 35.5 cm. Das Gewicht sollte bei 5 Kilo bis maximal 10 Kilo sein, also ein leicht Gewicht wenn man sich überlegt, was die Hunde früher geleistet haben!
Shetland Sheepdogs sind gut proportioniert, weder grob noch plump, mit einem feinen, athletischen Körper. Der Körper ist immer länger als hoch. Der Sheltie hat einen ähnlichen Kopf wie der Collie, schön weich geformt mit „starker“ Nasenpartie.
Die Bewegungen der Shetland Sheepdogs sind harmonisch ohne grosse Anstrengungen. Als kleiner und feiner Hund kann er sehr lange Strecken schnell zurücklegen.
Das Sprungverhältnis ist für seine Körpergrösse extrem stark entwickelt!
Liebenswert und besonders auffallend ist der Gesichtsausdruck der Hunde. Sie wirken stets lieb, freundlich und hilfsbereit bzw. fragend.
Erziehung, Charakter und Einsatzgebiet:
Shelties sind lernfreudig, intelligent und liebenswert im Wesen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch das Temperament der kleinen Hunde!
Der Standard sagt, dass die Hunde weder hyperaktiv noch sehr schüchtern sein sollten!
Shetland Sheepdogs können sehr ängstlich sein, dies ist absolut nicht wünschenswert! Sensible und konsequente Herrchen und Frauchen sind für Shelties perfekt.
Als loyaler und treuer Hund eignet sich der Shetland Sheepdog bestens als flexibler Begleithund.
Shetland Sheepdog ist in einer Stadtwohnung genau so zufrieden wie in einem Landhaus. Eine gute Erziehung ist aber in beiden Fällen notwendig. Der Sheltie neigt bei Unterforderung und Langeweile dazu, mit Kläffen auf seine Missstände aufmerksam zu machen!
Laut Studien ist der Sheltie einer der intelligentesten Hunderassen, er belegt Rang 6 von 132 Rassen welche getestet wurden. Pass also auf, dass Dein Sheltie dich nicht übers Ohr haut! ;-)
Beim Kauf eines Shetland Sheepdogs muss bedacht sein, dass er ursprünglich ein Hütehund war. Die artgerechte Beschäftigung und ausreichen Bewegung ist also ein MUSS!
Shetland Sheepdog sind vielseitig einsetzbar. Ob als Familienhund, Hütehund, Sporthund oder Therapiehund, seine Eigenschaften und die positive Einstellung öffnen ihm praktisch alle Türen!
Die Agilityfelder in den Grössengruppen Small und Medium werden von den Shelties dominiert. Ihre Schnelligkeit, der Arbeitseinsatz und die perfekten Proportionen lassen ihn praktisch immer einen Preis abstauben!
Erbkrankheiten:
Wie bei jeder Hunderasse hat auch der Shetland Sheepdog bekannte Krankheiten, welche das Rassenbild immer wieder kreuzen.
Hierzu zählen:
- Doppeltes Merle-Gen
- Dermatomyositis
- Augenkrankheiten
- von-Willebrand-Disease
Das doppelte Merle Gen darf immer nur ein Elterntier besitzen. Wenn beide Elterntiere dieses Gen weitervererben kommt es zu Weisstigern. Diese Hunde sind hauptsächlich weiss, ohne Farbe am Kopf. Die Folgen dieser Verpaarung sind schwere Augenschädigungen und Taubheit. Diese Verpaarung ist tierschutzrechtlich Verboten! Bekannt als „gefährdete“ Farbe ist das Sable-Merle, diese Kombination ist oft nicht Standartmässig anerkannt.
Die Dermatomyositis ist eine Haut und Muskel Erkrankung welche häufiger bei Collies und Shetland Sheepdog auftritt. Meist zeigt sich diese Krankheit als Hauterkrankung. Haarlose Stellen, Schuppen, Rötungen und Krusten bedecken die Gesichtspartie, Beine, Schwanzspitze und Krallen. Muskelentzündungen am Kopf und Extremitäten sind ebenfalls Symptome.
Bekannte Augenkrankheiten von Shelties sind Eye Anomaly (CEA) und Retina-Atrophie (PRA). Die CEA ist eine Erbkrankheit und betrifft den Augenhintergrund. Die Angeborene Sehstörung beeinträchtigt die Sehkraft der Hunde und kann im schlimmsten Fall eine Erblindung hervorbringen. Die PRA ist eine Netzhautstörung. Durch Stoffwechselstörungen im Gewebe wird die Netzhaut des Auges zerstört.
Die von-Willebrand-Disease ost eine erbliche Blut Erkrankung. Die betroffenen Hunde sind nicht lebensfähig! Es gitb trei Typen von dieser Krankheit. Der Shetland Sheepdog trägt den Typ 3, also die schlimmste Form, in sich!
Für mich ist der Sheltie der perfekte Allrounder für Alt und Jung!
Danke Nadine für die Fotos!
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