Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03571.jsonl.gz/315

DIE WICHTIGSTEN BEGRIFFE GEKLÄRT
Anwaltssprache ist nicht für alle verständlich – die gängigsten Begriffe werden hier erklärt.
Unter dem Begriff der amtlichen Verteidigung versteht man die vom Staat bestellte und bezahlte Verteidigung.
Der Begriff Bagatellfall wird in der Rechtspraxis für geringfügige Straftaten verwendet, die kein grosses öffentliches Interesse auf sich ziehen und in der Regel mit nicht mehr als 4 Monaten Freiheitsstrafe bestraft werden.
Beschuldigtenrechte sind die Rechte, die der beschuldigten oder verhafteten Person im Strafverfahren zustehen. Dies sind folgende:
1. Informationsrechte
2. Anspruch auf formelle Verteidigung
3. Aktive Mitwirkungsrechte sowie Recht auf Aussagenverweigerung
Unter Einvernahme versteht man die Befragung einer Person durch einen Polizisten oder Staatsanwalt zu einem Sachverhalt bzw. zu einer Wahrnehmung.
Bei der erbetenen Verteidigung wählt die beschuldigte Person einen Strafverteidiger ihrer Wahl (Wahlverteidigung) und finanziert diesen selbst.
Die festgenommene Person bekommt das Recht, sich mit ihrem Verteidiger jederzeit auszutauschen.
Die Staatsanwaltschaft ist die Behörde, die für die Strafverfolgung und –vollstreckung zuständig ist.
Bei einer Strafuntersuchung übernimmt die Staatsanwaltschaft die Verfahrensleitung und verhört Beschuldigte und Zeugen. Sie entscheidet nach durchgeführter Strafuntersuchung über die Anklageerhebung, eine Erledigung mittels Strafbefehl oder stellt das Verfahren ein.
Ein Strafverfahren ist der Prozess zur Ermittlung und Verfolgung strafbarer Handlungen von Strafuntersuchung bis –vollzug.
Unter Strafverteidigung versteht man das Recht, alle gesetzlich möglichen Mittel zur Verteidigung einer beschuldigten Person einzusetzen. Als Strafverteidigung oder Strafverteidiger wird zudem die Person bezeichnet, die dem Beschuldigten in einem Strafverfahren zur Seite steht und dessen Rechte vertritt.
Eine Verhaftung ist die vorläufige Gefangennahme einer Person.
Bei der Wahlverteidigung wählt die beschuldigte Person einen Strafverteidiger ihrer Wahl (vgl. auch erbetene Verteidigung).
Zwangsmassnahmen sind Handlung der Strafbehörde, die in die Grundrechte einer Person eingreifen (z.B. eine Verhaftung)
Das Zwangsmassnahmengericht ist zuständig für die Anordnung der Untersuchungs- und der Sicherheitshaft sowie für die Anordnung oder Genehmigung weiterer Zwangsmassnahmen.