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Die Depression ist eine häufige psychische Erkrankung und geht meist mit starker individueller Belastung sowie mit grossen gesellschaftlichen Kosten einher. Psychotherapie ist eine wirksame Behandlung gegen Depression, wobei jedoch Forschungsergebnisse auch nahelegen, dass Psychotherapie noch weiter verbessert werden kann. Neben der Verbesserung der Therapien an sich spielt dabei zunehmend der Transfer von Therapieinhalten in den Alltag eine grosse Rolle. Solche sogenannten Intersessionprozesse sind patientenseitige Gefühle, Gedanken, Interaktionen und Aktivitäten, die sich auf die Therapie und ihre Inhalte beziehen. Diese Prozesse wurden bislang wenig untersucht.
Deshalb untersuchen wir in dieser Studie, welche Intersessionprozesse überhaupt vorkommen und wie diese mit der therapeutischen Arbeit und dem Therapieerfolg in Zusammenhang stehen. Zudem untersuchen wir den zusätzlichen Nutzen einer therapiebegleitenden Befragung zu Symptomen und Intersessionprozessen mittels Smartphone. Beispielhaft werden dabei Depressionsbehandlungen, die dem Konzept der kognitiven Verhaltenstherapie folgen, untersucht.
Unser Projekt verfolgt die Zielsetzung, die Rolle von Intersessionprozessen genauer zu verstehen. Dies kann zu einer Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Behandlung von Depression (z. B. durch eine gezielte Gestaltung der Zeit zwischen den Therapiesitzungen) und somit zu einer besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Depression beitragen.