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Der internationale Reiseverkehr hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Man reist nicht nur häufiger, sondern auch zu ferner gelegenen Zielen.
Vor allem bei Reisen in tropische und subtropische Länder gibt es gesundheitliche Risiken. Die Hälfte aller in diese Länder Reisenden erkrankt während oder nach der Reise; 10 % müssen wegen dieser gesundheitlichen Probleme einen Arzt aufsuchen; 8 % erkranken so schwer, dass sie vorübergehend bettlägerig werden. Immerhin noch 3 % dieser Reisenden sind auch nach Rückkehr aus dem Urlaub noch arbeitsunfähig.
Die Information über gesundheitliche Risiken im europäischen Ausland und auf anderen Kontinenten sowie das Wissen, wie diese Gesundheitsrisiken vermieden oder reduziert werden können, ist Aufgabe der Reisemedizin.
Basis für die Vermeidung von Erkrankungen auf Reisen ist die Information des Reisenden über die Gesundheitsrisiken in seinen Gastgeberländern. Neben Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und das prophylaktische Einnehmen von Medikamenten (z.B. Chemoprophylaxe vor Malaria) kann auch das Einhalten gewisser Verhaltensregeln die Infektion mit Krankheiten vermeiden. Zu dieser Expositionsprophylaxe gehören zum Beispiel der Schutz gegen die Stiche krankheitsübertragender Gliedertiere durch Bettnetze oder Repellents, die Befolgung grundlegender Hygieneregeln oder die Verwendung von Sonnenschutzmitteln.
Da der Mensch heute vermehrt in früher schlecht zugängliche Gebiete der Welt vordringt, in denen spezielle Gesundheitsrisiken bestehen können, wird der Reisemedizin zunehmende Bedeutung zugeschrieben.
Quelle: nach Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Reisemedizin