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Kleine geschichtliche Anekdoten
Die ersten Dokumente, welche den „Ochsen“ in Wölflinswil betreffen, stammen aus dem Jahre 1288.
Wie wir aus dem 1628 verfassten grossen österreichischen Urbau der Herrschaft Rheinfelden erfahren, besass Wölflinswil zu jener Zeit eine Taverne, von welcher der Herrschaft jährlich 1 Gulden Zins zu entrichten war, ausserdem entrichtete jeder Wirt von jedem Saum Wein 2 Schilling Ungelt.
Der Wölflinswiler Ludi Schmidt musste 1681 nach seiner Wahl zum Vogt seine Wirtschaft schliessen. Dörflichen Vögten war das Wirten gesetzlich untersagt. Vogt L. Schmid hatte sich nur schwer abfinden können mit der Schliessung. Er schrieb daher an die vorderösterreichische Regierung in Freiburg i. Br.. Seine Behausung sei, wie er in seiner Bittschrift hervorhob, seit uns erdenklichen Jahren eine Taverne gewesen. Durch das Dorf führe eine allgemeine Landstrasse in die Schweiz, doch fehle es um eine richtige Wirtschaft. Ein weiterer Wirt sei zwar vorhanden, Wirtshaus und Bewirtung aber ungenügend.
Am 6. Februar 1681 bewilligten die vorderösterreichischen Statthalter, Regenten und Kammerräte (Waldshut) tatsächlich den Weiterbetrieb seiner bisherigen Wirtschaft.
Im Jahr 1771 hiess der Ochsenwirt Johann Ferdinand Treyer, der von seinem Vater die Wirtschaft übernommen hatte. Sie hiess bereits 1761 Ochsen.
Fridolin und Anita Lenzin-Tschudi erwarben das unter Ortsbildschutz stehende und baufällige Gasthaus 1970. Fridolin’s Idee war eigentlich auf dem Benkerjoch eine Wirtschaft zu eröffnen. Der Gang zum Departement des Innern änderte dann aber den Lauf der Geschichte und er erwarb den Ochsen von der Erbengemeinschaft Schmid.
Seit Oktober 2005 wird das reiche Lebenswerk von Fridolin und Anita Lenzin-Tschudi von ihrem Sohn Jörg und seiner Frau Judith Lenzin-Munari weitergeführt.