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Gesalzenes Wasser kocht schneller als ungesalzenes, sagt Nicole Schwery, Co-Leiterin von «Natur und Technik begreifen», einem gemeinsamen Projekt von Kanton und Pädagogischer Hochschule Thurgau. Um auf diese Antwort zu kommen, müsse man zwei chemische Phänomene beachten.
Einerseits verringert die Zugabe von Salz die sogenannte spezifische Wärmekapazität von Wasser. «Wenn ich Salz zum Wasser gebe, nimmt es schneller Wärme auf», so Nicole Schwery.
Andererseits erhöht das Salz aber den Siedepunkt des Wassers: «Normales Wasser siedet bei 100 Grad, Salzwasser – je nach Salzanteil – bei ungefähr 102 Grad.» Das bedeutet: Das Wasser muss heisser werden, bis es kocht.
Der Unterschied ist gering
Auch wenn wegen dieser beiden Vorgänge das gesalzene Wasser etwas schneller kocht, bemerkt man den Unterschied im Alltag der Küche kaum. Nicole Schwery salzt ihr Spaghetti-Wasser einfach aus praktischen Gründen gleich zu Beginn: «Was drin ist, ist drin.» Wer das Wasser wirklich schneller zum Kochen bringen will, sollte aber einen Wasserkocher verwenden.
Korrigendum
In einer früheren Version dieses Textes haben wir behauptet, die spezifische Wärmekapazität erhöhe sich mit der Zugabe von Salz. Weiter haben wir fälschlicherweise geschrieben, dass ein Wasserkocher Wasser in jedem Fall energiesparender zum Kochen bringt. Wir bitten Sie, diese Fehler zu entschuldigen.