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Verbessertes Verständnis der Aerosolausbreitung in Innenräumen
In den vergangenen Jahren wurde bei Lüftungen besonders auf Behaglichkeit und Energieeffizienz geachtet – dies tendenziell auf Kosten der Hygiene. Um den aktuellen Zustand in Innenräumen zu untersuchen, wurden in der technischen Physik Sensoren zur Bestimmung der Aerosolausbreitung entwickelt. In Kombination mit einem künstlich erzeugten Aerosol werden unterschiedliche Ausbreitungsszenarien mittels eines im Experiment nachgestellten «Spreaders» untersucht und anschliessend analysiert. Die Daten erlauben eine situationsgerechte Beurteilung über den IST-Zustand in grossen als auch kleinen Räumlichkeiten, wie beispielsweise in Eingangsbereichen, Kinosälen, Büros und ähnlichem. Ausgehend von den Ergebnissen können bei Bedarf Verbesserungsvorschläge der vorherrschenden Situation aufgezeigt werden. Drei grundlegende Verfahren können hierbei zusammengefasst werden:
- Die Reduktion von Aerosol durch gezielte Abluftführung
- Die Verdünnung des Aerosols auf niedrige Konzentrationen
- Die Desinfektion des Aerosols über chemische oder physikalische Mechanismen
Kostengünstige Verfahren wie das Anpassen der Lüftungseinstellung können bereits wirksam sein und physikalische Verfahren wie die «Upper-Room-Disinfection» mit UVC-Licht erweisen sich als sehr effektiv. Bei Interesse oder Fragen unterstützt Sie unser Team gerne!
Abbildung 1: künstlich erzeugte Aerosole
Abbildung 2: Zeitliches Ausbreitungsverhalten eines ausgehusteten Aerosols in Richtung von 10 Sensoren mit Abstand in der Y- und X-Achse in Meter zur Quelle (Gelb). Farblich hervorgehoben die Konzentration des Aerosols beginnend mit grün, orange, rot und endend mit dem Höchstwert in violett.