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Le 4 juin 2008, la Cour suprême italienne a annoncé sa décision concernant l’affaire Distomo: les victimes grecques des nazis peuvent demander en Italie des réparations de l’Allemagne. Ce jugement de la Cour suprême d’Italie est révolutionnaire!
Contexte: le 10 juin 1944, pendant l’occupation allemande, une unité SS allemande a attaqué le village grec de Distomo situé près de Delphes et a tué 218 habitants dont de nombreux enfants, femmes et personnes âgées. Les survivants et les proches des victimes n’ont jamais obtenu de réparation de la République fédérale allemande.
L’avocat décédé l’année passée Ioannis Stamoulis a exigé et obtenu devant les tribunaux grecs pour les victimes une réparation du dommage d’environ 28 millions d’euros. L’Areopag, la Cour suprême de la Grèce, a confirmé le jugement en 2000. Malgré la décision exécutoire, la République fédérale n’a encore payé aucun centime. Sur intervention de l’Allemagne, le gouvernement grec a même arrêté la saisie de propriétés allemandes en Grèce.
Les plaignants ont donc demandé à des tribunaux italiens de déclarer le jugement grec exécutoire en Italie. Devant les instances inférieures, ils ont obtenu raison. A la suite de quoi l’avocat Joachim Lau de Florence a saisi en 2007 des propriétés allemandes à Como/Italie («Villa Vigoni»). Le gouvernement allemand a intenté un recours.
Aujourd’hui, La cour de cassation de Rome a finalement décidé que les plaignants grecs de Distomo avaient le droit de prendre des mesures d’exécution contre les biens allemands en Italie. Selon la Cour de cassation, l’Etat allemand ne jouit d’aucune immunité dans une telle procédure, car la base du litige était un crime de guerre et parce que de tels jugements doivent trouver la reconnaissance également dans d’autres pays de l’UE.
Par cette décision, la voie est enfin libre pour aider les gens de Distomo à obtenir une réparation équitable. Si l’Allemagne continue à refuser les paiements, les propriétés allemandes en Italie devraient alors être mises aux enchères forcées.
La Cour suprême a également statué que les soldats italiens déportés (généralement appelés internés militaires italiens, IMI) devaient être indemnisés par la République allemande suite au travail forcé qu’ils ont dû accomplir sous les nazis. Les Allemands avaient exclu les IMI des versements du Fonds «Mémoire, responsabilité et avenir».
Communiqué de presse du Groupe de travail Distomo, Hambourg 4/6/08
[] Der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Thessaloniki (DSTH) fordert in einer Resolution, die bei der vor einigen Tagen erfolgten Sitzung der Körperschaft einstimmig genehmigt wurde, die deutschen Kriegsentschädigungen. Die Resolution wurde an die Öffentlichkeit gegeben.
In der Resolution verlangt die Rechtsanwaltskammer Thessaloniki von der deutschen Regierung, «ihre Verpflichtungen an Griechenland zu erfüllen, welche sich auf deutsche Reparationen jeglicher Natur aus dem Wirken des Dritten Reichs in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs beziehen». Wie betont wird, ist diesen speziell für Thessaloniki auch die Rückzahlung der Lösegelder hinzuzufügen, welche die jüdische Gemeinschaft der Stadt zahlte, um ihre Mitglieder von der Zwangsarbeit in verschiedenen Branchen und Gebieten Makedoniens freizukaufen.
Ausserdem wird in derselben Resolution die Verpflichtung Deutschlands betont, die archäologischen Schätze zurückzugeben, die während der deutschen Besatzung geplündert wurden. «Die deutsche Regierung, die sich so häufig auf die Idee des vereinigten Europas und die Verpflichtungen seiner Mitglieder beruft, muss nun auch selbst ihre Verpflichtungen an die Staaten der EU übernehmen, speziell wenn sie aus dem Wirken des Dritten Reichs während des Zweiten Weltkriegs herrühren.»
the truth commited vom 23. Juni 2012, ursprüngliche Quelle: Newsbeast.gr
[Translate to fr:] Juristischer Hintergrund zu den griechischen Reparationsforderungen
Im Pariser Reparationsabkommen von 1946 waren die deutschen Kriegsschulden gegenüber Griechenland auf 7,1 Mrd. US-Dollar beziffert worden. Wenige Jahre später, im Zeichen des aufkommenden Kalten Krieges, wird Deutschland aber bereits von den westlichen Alliierten im Kampf gegen den Kommunismus gebraucht. Deshalb wird im Londoner Abkommen von 1953 vereinbart, dass die anerkannten Reparationsforderungen an Deutschland zurückgestellt werden – bis zu einer endgültigen Regelung in einem späteren Friedensvertrag. Griechenland – es gehörte nicht zu den Siegermächten – hatte dazu nichts zu sagen.
Zwar schliesst die BRD in den 60er Jahren mit westeuropäischen Ländern sogenannte Globalabkommen, mit denen pauschale Entschädigungszahlungen entrichtet werden. Mit Griechenland wird ein entsprechender Vertrag über 115 Mio. DM abgeschlossen, also ein Bruchteil der tatsächlichen Schuld. Doch Opfer von Wehrmachtsverbrechen, Zwangsarbeiter oder Widerstandskämpfer sind beispielsweise explizit von diesen Leistungen ausgeschlossen und Individualansprüche im Vertrag ausdrücklich ausgenommen. Die griechische Regierung hat immer festgehalten, dass mit diesem Globalabkommen keine endgültige Regelung getroffen wurde – und selbst Beamte des deutschen Bundesfinanzministeriums haben schriftlich eingeräumt, dass die griechischen Reparationsforderungen durch dieses Globalabkommen nicht erfüllt sind.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wäre nun die Zeit gekommen, einen abschliessenden «Friedensvertrag» auszuhandeln – wie im Londoner Abkommen von 1953 erwähnt. Doch dies wird bewusst umgangen und ein sogenannter «2+4-Vertrag» abgeschlossen, der zwar den Verzicht auf Reparationsforderungen regelt – aber nur mit den vier «Grossmächten» unter den ehemaligen Alliierten. Griechenland und etliche andere Länder werden an der Vertragslösung nicht beteiligt. Sie können somit auch keine Ansprüche stellen – oder auch nicht auf diese verzichten. •
Quelle: Ein Lied für Argyris, Anhang B, Fontana Film
[] Mit ihrer Ankunft in Griechenland 1941 bemächtigten sich die italienischen und deutschen Besatzer aller verfügbaren Lebensmittelreserven, was zu einer katastrophalen Situation führte. Das IKRK nahm Verhandlungen mit den Besatzungsmächten, Grossbritannien und der Türkei auf, um eine Hilfsaktion in Griechenland zu organisieren. Zwischen Oktober 1941 und August 1942 transportierte das IKRK 45 000 Tonnen Lebensmittel nach Griechenland. Aber während des schrecklichen Winters 1941–42 gelangten nur 7500 Tonnen ins Land. Die Hungersnot nahm in der Folge entsetzliche Ausmasse an; in Athen und in verschiedenen Städten überstieg die Mortalität vier- bis fünfmal diejenige des Vorjahres.
Das IKRK erhielt von der Regierung in London die Erlaubnis, jeden Monat 15 000 Tonnen kanadisches Getreide nach Griechenland zu bringen. Mit Unterstützung der schwedischen Regierung, welche die Transportschiffe zur Verfügung stellte, und der kanadischen Behörden, die das Getreide lieferten, wurden 94 Schiffsladungen von Kanada nach Griechenland transportiert; zwischen September 1942 und März 1944 erreichten jeden Monat 17 000 Tonnen Lebensmittel die notleidende Bevölkerung. Vom April bis November 1944 stiegen die monatlichen Lieferungen auf 29 000 Tonnen.
Obwohl Griechenland im Oktober 1944 befreit worden war, blieben die Inseln des Dodekanes bis zum 8. Mai 1945 unter deutscher Besatzung. Während dieser Zeit erhielt die Bevölkerung keinerlei Lebensmittel von ausserhalb und ihre Lage wurde katastrophal. Mit Zustimmung der Kriegsparteien und der Türkei begann das IKRK die Versorgung der Inselgruppe mittels kleiner Boote, die in Izmir gemietet wurden. Zwischen Februar und Mai 1945 konnten in vier Hilfsaktionen 2700 Tonnen Lebensmittel, Kleider und Medikamente auf die Inseln gebracht und an die Bevölkerung verteilt werden. Diese waren von der britischen Regierung und den griechischen Kolonien im Ausland zur Verfügung gestellt worden. •
Quelle: CICR Ressources vom 20.2.2005
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