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Newsletter 56
Hintergrund: Antiosteoporotische Medikamente wie Bisphosphonate können das sogenannte Frakturrisiko bei Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose senken. Dies konnte in vielen klinischen Studien belegt werden. Der Zeitpunkt bis zur effektiven Wirkung zur Frakturverhinderung war jedoch unklar.
Ziel: In einer sogenannten Metanalyse wollten Forscher diese Frage genauer klären.
Methode: Sie untersuchten 10 randomisierte Studien mit den häufigsten oralen und i.v. applizierten Bisphosphonaten. In diesen Studien wurden 23400 postmenopausale Frauen eingeschlossen. Die Bandbreite des Alters betrug 63 bis 74 Jahre. Die Studienteilnehmerinnen wurden durchschnittlich 12 bis 48 Monate nachkontrolliert.
Resultate: Gemäss dieser Analyse müssten postmenopausalen Frauen Bisphosphonate durchschnittlich 12 Monate gegeben werden um eine Nicht-Wirbelfraktur zu verhindern. Um eine Hüftfraktur zu verhindern müssten 200 Frauen mit Osteoporose für 20 Monate behandelt werden und um eine schmerzhafte Wirbelkörperfraktur zu verhindern 12 Monate (1).
Schlussfolgerung: Diese Studie hilft das individuelle Frakturrisiko mit Patientinnen in dieser Altersgruppe besser zu evaluieren.
Allerdings dürfte bei älteren Patientinnen das Nutzen/ Risiko Verhältnis deutlich günstiger sein.
Neben der medikamentösen Therapie spielt bei älteren Patientinnen eine aktive Trainingstherapie mit Koordinationsübungen, Gleichgewichtsübungen und Rumpfstabilisationsübungen eine wichtige Rolle um Stürze mit Knochenbrüchen zu verhindern.
- Deardorff WJ et al. Time to benefit of bisphosphonate therapy for the prevention of fractures among postmenopausal women with osteoporosis: A meta-analysis of randomized clinical trials
JAMA Intern Med 2021 Nov e-pub. 6745