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Du bist auf der Suche nach einem neuen Job und stöberst durch verschiedene Online-Portale. Dabei stösst du auf eine Anzeige, die dir sehr attraktiv erscheint: Ein hoher Verdienst, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Möglichkeit, keine Vorkenntnisse erforderlich. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Dann ist es das wahrscheinlich auch. Denn hinter solchen Angeboten verbergen sich oft Betrüger, die es auf deine Daten, dein Geld oder deine Arbeitskraft abgesehen haben. Wir verraten dir, wie du gefälschte Stellenanzeigen erkennst und dich vor betrügerischen Jobangeboten schützt.
Woran erkennst du eine gefälschte Stellenanzeige?
Es gibt einige Merkmale, die dir helfen können, eine gefälschte Stellenanzeige zu identifizieren. Hier sind einige davon: Die Anzeige ist beispielsweise…
- sehr allgemein gehalten und enthält keine konkreten Angaben zum Unternehmen, zur Position oder zu den Aufgaben.
- verspricht ein überdurchschnittliches Gehalt, das nicht dem Markt oder der Qualifikation entspricht.
- verlangt keine oder nur sehr geringe Qualifikationen oder Erfahrungen für eine anspruchsvolle Tätigkeit.
- fordert dich auf, dich per E-Mail oder Telefon zu bewerben, ohne eine seriöse Firmenadresse oder Webseite anzugeben.
- enthält oftmals Rechtschreib- oder Grammatikfehler oder wirkt unprofessionell gestaltet.
- ist nur für kurze Zeit online oder wird mehrfach unter verschiedenen Namen oder Orten veröffentlicht.
Was sind die Ziele der Betrüger?
Wenn du auf eine gefälschte Stellenanzeige reagierst, kannst du verschiedenen Arten von Betrug zum Opfer fallen. Zum Beispiel wollen die Betrüger deine persönlichen Daten abgreifen, um sie für Identitätsdiebstahl, Phishing oder Spam zu nutzen. Oder sie möchten dich dazu bringen, Geld zu überweisen, um angebliche Kosten für Bewerbungsunterlagen, Schulungen oder Reisen zu decken. Andere verkaufen oder vermitteln dir Waren oder Dienstleistungen, die entweder wertlos oder illegal sind. Und einige wollen dich dazu bringen, ohne einen Arbeitsvertrag für sie zu arbeiten oder ohne dich dafür zu bezahlen.
Ein Beispiel
Du findest eine Stellenanzeige im Internet, die vermeintlich von einem namhaften Unternehmen stammen, da sie dir in dessen Design und mit dem Unternehmenslogo angezeigt wird. Dir wird ein attraktiver Job angeboten, den du vom Homeoffice aus erledigen kannst. Du bewirbst dich und bekommst sehr schnell eine Zusage. Nun verlangt der falsche Arbeitgeber von dir, dass du deine Identität bei einer Partnerbank bestätigen sollst, bevor du anfangen kannst. Er drängt auf Eile und teilt dir mit, dass du dich beeilen musst, weil die Stelle sehr beliebt sei. Du tust, was verlangt, wird und schickst ihm zuerst Fotos von deinem Personalausweis und von dir selbst mit dem Ausweis.
Danach wird ein Video-Ident-Verfahren bei der angegebenen Partnerbank gefordert. Dies ist ein offizielles Verfahren, das zum Beispiel von seriösen Banken benutzt wird, um Konten online zu eröffnen. Dabei zeigt man in einem Video-Chat seine Ausweisdokumente und beantwortet Fragen. Das Verfahren ist eine Alternative zu dem Post-Ident-Verfahren oder der Legitimation in einer Bankfiliale.
In diesem Fall eröffnet der falsche Arbeitgeber jedoch mit deinen Dokumenten und falschen Kontaktdaten ein Konto auf deinen Namen. Er verspricht dir, dass das Konto nur zur Überprüfung deiner Identität gebraucht und danach sofort gelöscht wird. Du glaubst ihm und führst das Video-Ident-Verfahren wie gewünscht durch. Erst sehr viel später erfährst du durch Post von der Bank, dass das Konto niemals gelöscht wurde. Zu diesem Zeitpunkt haben Unbekannte es schon für Geldgeschäfte missbraucht.
Wie kannst du dich vor Job-Scamming schützen?
Um dich vor gefälschten Stellenanzeigen und betrügerischen Jobangeboten zu schützen, solltest du die folgenden fünf Tipps befolgen:
- Sei skeptisch gegenüber Angeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Vergleiche sie mit anderen Anzeigen in deinem Berufsbereich und recherchiere das Unternehmen im Internet.
- Bewirb dich nur über seriöse Plattformen oder direkt auf der Webseite des Unternehmens. Sei besonders skeptisch bei E-Mail-Adressen oder Telefonnummern, die nicht zum Unternehmen passen oder anonym wirken.
- Gib keine persönlichen Daten preis, bevor du einen schriftlichen Arbeitsvertrag hast. Verlange immer eine Bestätigung per Post oder E-Mail und prüfe die Absenderadresse genau.
- Überweise kein Geld an unbekannte Personen oder Firmen und lass dich nicht unter Druck setzen oder einschüchtern. Wenn du Zweifel hast, brich den Kontakt ab und melde die Anzeige bei der Plattform, auf der du sie gefunden hast, oder der Polizei.
- Lass dich nicht auf dubiose Geschäfte ein, die illegale oder unethische Aktivitäten beinhalten. Informiere dich über deine Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer und fordere immer einen fairen Lohn und eine angemessene rechtliche Absicherung.
Unser Fazit
Gefälschte Stellenanzeigen und betrügerische Jobangebote sind leider keine Seltenheit im Internet. Sie können dich viel Ärger, Zeit und Geld kosten und sogar deine Sicherheit gefährden. Deshalb solltest du immer vorsichtig sein und dich gut informieren, bevor du dich auf eine Anzeige bewirbst. Wenn du unsere Tipps befolgst, kannst du dich vor den meisten Fallen schützen und deine Chancen auf einen echten Traumjob erhöhen.
Bist du bereits Opfer von Job-Scamming geworden?
Wenn du bereits deine eignen, unschönen Erfahrungen mit betrügerischen Jobangeboten gemacht hast, kannst du diese gerne an dieser Stelle mit uns teilen. Auf diese Weise hilfst du dabei, andere davor zu schützen, Opfer von Job-Scamming zu werden.