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Die nächste runde …
Société Générale Private Banking
Die Industrieländer verzeichneten im letzten Jahr eine synchrone Wachstumsbeschleunigung. Das erhöhte Vertrauen der Unternehmen in diese Entwicklung ist ein gutes Zeichen für eine weitere Erholung 2018. Das Produktionsvolumen sowie der internationale Handel haben sich erhöht, und wir beobachten Anzeichen eines Anstiegs bei den Investitionen. Die Arbeitslosigkeit hat auf breiter Front abgenommen, was das Vertrauen der Konsumenten stärkt und zu höheren Konsumausgaben führt. Trotz einiger Anzeichen einer Konjunkturabkühlung in China profitieren die meisten Schwellenländer von der Exportnachfrage, von höheren Rohstoffpreisen und von der kürzlich erfolgten Abschwächung des US-Dollars.
Auch wenn viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden und die Rohstoffpreise steigen, bleibt die Inflation unter dem von den Nationalbanken festgelegten Zinswert. Ein Grund dafür liegt in den Kostenkontrollmassnahmen der Unternehmen, die diese in Erinnerung an die Grosse Rezession ergriffen haben, aber auch in den tieferen Inflationserwartungen als Folge der verhaltenen Preisentwicklungen der letzten Jahre. Die Ausnahme unter den Industrieländern bildet das Vereinigte Königreich, wo die Pfundabwertung zu einem Inflationsimport aus dem Ausland führte. Auch wenn die Inflation in den Schwellenländern allgemein höher lag als in den Industriestaaten, hat sie sich doch in den letzten Quartalen abgeschwächt.
Die US Fed hat einerseits eine Normalisierungsvorlage – Aktienkäufe ankurbeln und dann stoppen, Zinsen erhöhen, nochmals erhöhen und schliesslich Wertpapierbestände verwerten – für andere Zentralbanken entwickelt. Andererseits hat sie zwei Leitlinien für ein erfolgreiches Vorgehen – namentlich das Erwartungsmanagement und die schrittweise Umsetzung – aufgestellt. Für das Jahr 2018 weisen die Wirtschaftsprognosen auf eine weitere Normalisierung hin. Aber eine träge Inflation bedeutet auch, dass die Zentralbanken keine Eile haben werden, eine restriktivere Politik zu verfolgen – insgesamt also ein recht günstiges Umfeld.
Was bedeutet dies für die Anlagekategorien?
Staatsanleihen: Höhere Renditen – zu gegebener Zeit.
Renditen auf Eurozone-Anleihen könnten dank verstärktem Wachstum und geplanten Reduktionen der Aktienkäufe steigen. Renditen auf britischen Anleihen könnten sich parallel zu den US-Anleihen erhöhen, aufgrund der schwächeren Inflation dabei jedoch eine Begrenzung erfahren. Schwellenländeranleihen erzielen immer noch höhere Renditen. Aber Investoren könnten durchaus die kurzen Laufzeiten der zurzeit steigenden US-Anleihen bevorzugen.
Aktien: Auf holpriger Strasse unterwegs – aber immer noch mit positivem Schwung.
Die solide Zunahme der Unternehmensgewinne sollte 2018 zu einer weiterhin guten Performance der internationalen Aktien führen. Die Erträge werden jedoch weniger hoch ausfallen. US-Aktien werden durch ihre Technologie-Exposure und die Unternehmenssteuerreform unterstützt werden, während Eurozone-Aktien trotz positivem Wirtschaftsumfeld wegen des abgeschwächten Gewinnwachstums und der tieferen Eigenkapitalrenditen nur ein moderates Outperformance-Potenzial aufweisen werden.
Rohstoffe: Steigende Schieferöl-Produktion in den USA. Das Ölangebot wird wahrscheinlich schneller wachsen als die Nachfrage, was die Ölpreise plafonieren könnte. Wir zielen weiterhin auf $55/Barrel in 6 Monaten und 12 Monaten ab.
Source: AdvisorWorld