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Woher kommen eigentlich unsere Mangelernährungen?

Pierre WEILL, Präsident der französichenVereinigung Bleu-Blanc-Coeur
Ein Esslöffel Rapsöl und vier Fische pro Woche!
Die folgende Schlussfolgerung einer Studie verdient einen Kommentar: nur etwa 1,2% der Franzosen essen täglich die empfohlene Menge von "C18: 3 Omega-3“.
Das ist gar nicht viel!
Die empfohlene Tagesdosis? Empfohlen von wem?
Die französische ANSES veröffentlicht die "ANC" (empfohlene Tagesmenge für Nährstoffe). Im Abschnitt über die Lipide, erläutern die Experten die wichtige Rolle dieses Omega-3 Moleküls bei der Prävention von allen wichtigen Krankheiten und definieren mit Hilfe der Analyse der wissenschaftlichen Literatur die zu konsumierenden Tagesmengen.
98,8% der französischen Bevölkerung essen 2015 zu wenig Omega-3! ... Das ist wirklich eine Menge!
Doch im Jahr 1960 existierte dieses Defizit noch nicht (5). "Wie konnten wir in einem halben Jahrhundert bei 98.8% der Franzosen einen Mangel schaffen?" Ich denke, dass dies die richtige Frage ist, nicht wahr?
Periodisch sehen wir am Fernseher, lesen wir in der Zeitung, oder hören wir am Radio Programme zum Thema Omega 3. Das Szenario ist immer das Gleiche: der Journalist erklärt den Gästen, dass Omega-3 wichtig und gut für Herz und Gehirn sind. Jeden Monat zeigen Studien die Wirkung dieser Moleküle. Die letzte Frage der Show gilt immer dem eingeladenen Fachmann und lautet: "Also Doktor, wo findet man sie, diese erstaunlichen Moleküle?»
Wiederkehrend sprechen dann die Gäste über die drei bis vier fetten Fische pro Woche oder über den rituellen Esslöffel
Rapsöl, welche all unsere Bedürfnisse an Omega 3 abdecken würden!
Ist es wirklich so kompliziert?
Seit etwa 20 Jahre sprechen die Medien über Omega-3, seit etwa 20 Jahren ist das Szenario gleich und trotzdem steigt der Mangel!
Stellt sich nicht eine andere Frage: Woher stammt der Mangel?
Omega-3 sind wahrscheinlich die häufigsten verbreiteten Fettsäuren in der Welt. Diese sind typischerweise "Frühlingsfettsäuren". Alle Membranen von wachsenden Pflanzen enthalten Omega-3. Mit einem Blick aus dem Fenster sehe ich Gras, welches Omega-3 bildet! Wenn sie es macht, ist es, weil sie es dringend für die Chlorophyllsynthese braucht, um Energie in Zucker zu wandeln und um zu leben.
Aber in ein paar Monaten, verkürzen sich die Tage und die Synthese von Omega-3 wird abnehmen. Wiesen werden gelb, Maiskorn, Sojabohnen, Palmölfrüchte und Sonnenblumenkerne werden statt Omega-3 nur noch Omega-6 als Reservefett bauen. Mit diesen Körnern werden unsere Nutztiere im Winter gefüttert.
Vor 60 Jahren spielten solche Omega-6-Kulturen (Mais, Soja und Palm) noch keine grosse Rolle. Gras und Algen waren die Basis der Grundfutter unserer Nutztiere. So lagen die Omega-3 leichter in unserem Teller.
Omega-3 wurden noch nicht in Apotheken verkauft oder in den schrecklichen "Nutraceuticals"! Zivilisationskrankheiten (Entzündungs- und Immunitätsstörungen) waren noch nicht so häufig wie heute: das Verhältnis Omega-6 zu Omega-3 in den Nahrungsmitteln war noch richtig!
Diese Studie (1,2% der Franzosen essen genug Omega-3) zeigt einen anderen Zusammenhang: Durch die Produktion von billigen Nahrungsmitteln haben wir den Mangel erzeugt.
Vor der Einnahme von unserem täglichen Löffel Rapsöl und bevor wir die Ozeane leer fischen, für den Konsum von drei- bis viermal Fisch pro Woche, wäre es sinnvoll, die Frage der Ursache dieses Mangels zu stellen.... und die Nahrungskette wieder in die richtige Richtung zu lenken!
Jetzt darf man nicht mehr sagen: ich wusste es nicht! Es betrifft jeden von uns und wir müssen reagieren, sogar kämpfen.
Sind wir Morgen alle dick?
Wir alle haben das Schicksal richtig dick zu werden, falls sich nicht bald etwas Grundsätzliches ändert!
Das Haushaltsbudget für Nahrungsmittel wird immer kleiner. Für die Zubereitung der Mahlzeiten nehmen wir uns immer weniger Zeit. Das hat der Entwicklung und Verbreitung neuer Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit), wie neuste WHO-Studien aufzeigen, enormen Vorschub geleistet. Obwohl wir im Mittel immer weniger essen, nimmt die Zahl der Fettleibigen explosionsartig zu. Irgendetwas scheint im "Reich des schnellen Essens" und der Ernährungsempfehlungen nicht zu stimmen.
Bestellung des Buches für Fr. 24.50 bei:
TRINOVA AG, Grossfeldweg 2, 8855 Wangen SZ
Tel: 055 450 60 60, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Gut ernährte Tiere – gut ernährte Menschen
Bereits 400 Jahre vor Christi Geburt erhob der griechische Gelehrte Hippokrates den Leitsatz „Deine Lebensmittel sollten Deine Heilmittel sein“. Zwei Jahrtausende und einige Dekaden später muss man in Anbetracht eines immer exzessiveren und unausgewogeneren Ernährungsverhaltens leider feststellen, dass dieser kluge Leitsatz immer mehr in Vergessenheit gerät. Auch wenn die unausgewogene Ernährung eines einzelnen à priori diesen selber betrifft, so bleiben gewisse grundlegende Fehlverhalten in einer Gesellschaft nicht ohne Folgen. Hier hilft dann nur eine Neuausrichtung der Ernährungsgrundlagen für alle.
Ein erster Ansatz gilt der Zusammensetzung der tierischen Fette. In den letzten Jahrzenten hat sich aufgrund einer sich verändernden Fütterung unserer Nutztiere insbesondere das Verhältnis zwischen den beiden Fettsäurefamilien der Omega-3- resp. Omega-6-Fettsäuren in eine für unsere Gesundheit ungünstige Richtung verschoben.
Die ohne finanzielle Interessen gegründete Vereinigung TradiLin als Bindeglied zwischen Produzent und Konsument hat sich zum Ziel gesetzt, dieses aus dem Gleichgewicht geratene Verhältnis wieder in Lot zu bringen, indem die Wiedereinführung der Leinsaat in die Fütterung der Tiere empfohlen wird. Dank dem von Natur aus hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren ist die Leinsaat erste Wahl zur Optimierung des Fettsäuremusters in allen tierischen Produkten wie Milch, Fleisch und Eier. Zahlreiche klinische Studien belegen die positive Wirkung des Konsums solcher ausgewogen zusammengesetzter Produkte auf die Gesundheit, insbesondere gegen Herz-/Kreislaufbeschwerden und Fettleibigkeit. Weitere Untersuchungen zeigten zudem eine Verbesserung der geschmacklichen Wahrnehmung dieser Produkte.
Der Grundgedanke bei der Empfehlung des Konsums von Produkten aus der vollständig rückverfolgbaren Nahrungskette TradiLin liegt darin, dass die Produkte einerseits natürlich zusammengesetzt sind und andererseits die Konsumenten ihre Ernährungsgewohnheiten nicht grundlegend über Bord werfen müssen, um sich gesund zu ernähren. Auf diese Weise erübrigt sich auch die Ergänzung der täglichen Nahrung mit Pillen oder weiteren „gesunden“ Pülverchen.
Das heutige Angebot an TradiLin Produkten ist noch klein, wird jedoch ständig erweitert. Das Sortiment umfasst immerhin bereits:
Eier, Käse, Schweinefleisch und Brot.