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Albatrosse und Sturmvögel verbringen den grössten Teil ihres Lebens in den Weiten des Ozeans. Die Langstreckenflieger segeln majestätisch durch eisige Winde, jagen Fische, Krill und Tintenfisch und steuern nur selten Festland an. Eine neue Studie hat nun ergeben, dass sich die Vögel dabei 39% der Zeit in internationalen Gewässern aufhalten, wo ihr Schutz nicht gewährleistet werden kann. Da die Hälfte der Arten vom Aussterben bedroht ist, fordern die Studienverantwortlichen jetzt globale Abkommen, um die Vögel auch ausserhalb von nationalen Hoheitsgewässern zu schützen.
Eselspinguine lassen sich durch ihren orangenen Schnabel leicht von anderen Pinguinarten unterscheiden. Obwohl die Vögel je nach Lebensraum etwas kleiner oder grösser sein können, galt der Eselspinguin bisher als eine Art. Biologen der University of Bath haben nun die Genome verschiedener Kolonien untersucht. Dabei haben sie festgestellt, dass sich das Erbgut der Pinguine stärker unterscheidet als bisher angenommen. Die Unterschiede seien so gross, dass man Eselspinguine eigentlich in vier eigenständige Arten einteilen müsste.
Neue Erkenntnisse zum Leben auf unserer Erde: In der Antarktis hat vor 250 Millionen Jahren der Lystrosaurus den Winterschlaf „erfunden“.
Winterschlaf ist heute ein weit verbreitetes Phänomen im Tierreich. Viele Tiere - insbesondere solche, die in der Nähe oder in Polarregionen leben – nutzen die clevere Strategie, um die harten Wintermonate zu überstehen. Sie schalten Ihren Stoffwechsel auf Sparflamme, wenn die Temperaturen sinken und die Tage dunkel sind.
Satellitenbilder haben 11 bisher unbekannte Kaiserpinguinkolonien in der Antarktis enthüllt. Wissenschaftler haben die Orte anhand der verräterisch rotbraunen Guano-Flecken auf dem Eis identifiziert.
Wenn es die Menschheit noch schafft, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen und den Temperaturanstieg der Erde auf 1,5°C oder 2°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, dann können die Kaiserpinguine überleben. Sollte die Temperatur mehr ansteigen, ist die Tierart mit ziemlicher Sicherheit zum Scheitern verurteilt. Zu diesem Schluss kam das Team um Vogelexpertin Stephanie Jenouvrier von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI). Bis 2100 könnte die Kaiserpinguin Population um 86 Prozent abnehmen – der Punkt, an dem die Anzahl Erwachsener nicht mehr ausreichend ist, um den Fortbestand der Art zu sichern.
Kaiserpinguine gelten als die Ikonen der Antarktis. Keine andere Pinguinart bewegt so stark wie diese grösste Pinguinart, nicht zuletzt dank der speziellen Färbung. Der schwarze Rücken und der weisse Bauch sind herausragend und dienen gerade unter Wasser der Tarnung, der farbige Bereich wahrscheinlich der individuellen Erkennung. Diese schwarz-weiss Färbung ist charakteristisch für Pinguine. Da erscheint eine Abweichung besonders eigentümlich, vor allem eine komplett schwarze Färbung. Genau diese hat ein Filmteam der BBC bei der Erstellung einer Folge für die Hit-Serie «Dynasties» entdeckt.
Die Küken von Kaiserpinguinen haben keinen einfachen Start ins Leben. Geboren mitten im antarktischen Winter, werden die kleinen schon 5 Monate nach dem Schlüpfen gezwungen, ein eigenständiges Leben zu führen, ohne jedoch das Südpolarmeer vorher erlebt zu haben. Eine Studie von Forschern hat gezeigt, dass die Jungen härter sind als angenommen. Sie wandern weit in den offenen Ozean hinaus, um sich ein Polster anzueignen, bevor sie an die Packeisgrenze wandern, um alles über Packeis zu lernen.
Eines der herausragenden Merkmale der grossen Wale ist ihre Ernährung. Gerade bei den Bartenwalen sind die namensgebenden Hornplatten im Mund einzigartig in der Tierwelt. Als Filtrierapparat entwickelt, helfen sie den Tieren, Krill in der Antarktis aus dem Wasser zu sieben und tonnenweise die Kleinkrebse zu vertilgen. Doch lange war die Entwicklung dieser Platten ein Geheimnis geblieben. Nun haben Forscher etwas Licht ins Dunkel gebracht. Brisant dabei: Wale verloren erst ihre Zähne und entwickelten erst danach die Barten.
Pinguine stehen in der Nahrungshierarchie des Südpolarmeeres relativ weit oben. Besonders Eselspinguinen haben ein breites Nahrungsspektrum, welches sie in losen Verbänden in den Weiten des südlichen Ozeans jagen. Doch man weiss nur wenig über die Jagdstrategien der Tiere. Forscher haben daher Tiere mit Minikameras ausgestattet, um die Jagd zu dokumentieren. Dabei zeigte sich, dass die harmlos scheinende Beute sich durchaus zu wehren weiss.
Als kleine Flügelschnecke im Südpolarmeer ist das Leben nicht einfach. Überall lauern Fressfeinde, die abgewehrt werden müssen. Dazu produzieren die Tiere chemische Stoffe. Doch grössere Flohkrebse, die eine wichtige Rolle in der antarktischen Nahrungskette spielen, kidnappen die kleinen Schnecken und nehmen sie Huckepack als Schutzschild gegen Fische. Dieses Verhalten war bisher nur bei Arten in Küstenbereichen bekannt. Nun haben AWI-Forscher dasselbe Verhalten bei Hochseearten im Südpolarmeer entdeckt.
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