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Der Gemeinderat von Villars-sur-Glâne kann die geplanten Geschäfte mit dem Promotor Damien Piller abwickeln: Der Generalrat hat am Donnerstagabend in der letzten Sitzung der Legislatur sowohl dem Kauf eines Teils des ehemaligen Crédit-Suisse-Gebäudes im Moncor-Quartier als auch einem Landtausch im Cormanon-Quartier zugestimmt. Im Gebäude an der Route du Petit-Moncor soll noch diesen Sommer die Gemeindeverwaltung einziehen, die am aktuellen Standort im Cormanon-Centre viel zu wenig Platz hat. Für den Kauf hat der Generalrat einen Kredit von 14,9 Millionen Franken bewilligt.
Unabhängig davon kauft Piller von der Gemeinde 2400 Quadratmeter Bauland zwischen dem Mineralienplatz und dem Nuithonie für 4,7 Millionen Franken und verkauft im Gegenzug für 1,4 Millionen Franken die knapp 28 000 Quadratmeter Land, die ihm im Stadtpark Cormanon-Ost gehören. Piller braucht das Bauland, um dort sein neues Medienzentrum für Radio Freiburg/Fribourg, La Télé und das Magazin «Sept» zu errichten (die FN berichteten). Die Gemeinde profitiert vom Landtausch, weil ihr damit praktisch die ganze Parkzone in Cormanon gehören wird.
Grosse Einsparungen
Der Kauf des Gebäudes für die Gemeindeverwaltung war im Generalrat unbestritten: Sowohl die Finanzkommission als auch die Fraktionen hoben die grossen finanziellen Vorteile hervor, die sich aus gegenüber dem ursprünglich geplanten Neubau ergeben. Dieser hätte rund 21 Millionen Franken gekostet. Kommt dazu, dass die Gemeinde vorerst einen Teil des Gebäudes im Moncor-Quartier vermieten und damit laut Syndique Erika Schnyder (SP) jährlich zwischen 150 000 und 200 000 Franken einnehmen wird. Und da der Umzug ins bestehende Gebäude schon diesen Sommer stattfinden kann, spart die Gemeinde ab dann die Kosten für die Miete der aktuellen Räume, die sich auf 355 000 Franken pro Jahr belaufen.
Auch dem Landtausch stimmten die Generalräte mit 42 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung deutlich zu. Das Geschäft nütze allen Beteiligten, lautete der Tenor in der Debatte, doch mahnten die Sprecher aller Parteien zur Vorsicht, was die künftige Nutzung des von Damien Piller geplanten Neubaus angehe. Die Parlamentarier forderten eine Garantie, dass dort auch wirklich ein Medienhaus mit rund 120 Arbeitsplätzen entstehe und am Ende nicht einfach Wohnungen gebaut würden. Dies sei auch im Sinne des Gemeinderats, versicherte Erika Schnyder. Dieser werde bei den Vertragsverhandlungen die notwendigen juristischen Schritte unternehmen, um sich abzusichern. «Die Pläne für das Medienzentrum sind sehr konkret», fügte die Syndique an. «Kommt es nicht nach Villars-sur-Glâne, dann wird es anderswo gebaut und wir verpassen eine grosse Chance.»
Zusatzkredit für Schulhaus
Ein langes Kapitel, das Gemeinderat und Generalrat nun zu einem guten Ende führen wollen, betrifft die Sanierung der Primarschule Cormanon. Verschiedene Abklärungen am Gebäude aus den 1960er-Jahren brachten seit der ersten Studie im Jahr 2012 einige böse Überraschungen zutage, was Umfang und Kosten der Arbeiten stetig vergrösserte. Zuletzt stellte sich heraus, dass der Nordflügel, in dem sich unter anderem die Turnhalle befindet, abgerissen und neu gebaut werden muss. Im vergangenen Oktober bewilligte der Generalrat dafür jedoch nicht den geforderten Zusatzkredit, sondern nur das Geld für weitere Abklärungen. Am Donnerstag sagten die Parlamentarier nun Ja zu einem Zusatzkredit von 5,3 Millionen Franken–und lehnten damit gleichzeitig einen Vorschlag der FDP ab, die den Bau eines neuen Schulhauses vorgezogen hätte. Die gesamte Sanierung der Schule dürfte laut Botschaft auf gut 13 Millionen Franken zu stehen kommen.
Begegnungsplatz Moncor
Unumstritten war schliesslich ein weiteres Projekt im Moncor-Quartier: Der Generalrat sprach 110 000 Franken für ein provisorisches Trottoir und einen Begegnungsplatz. Dieser soll den Menschen, die in der Industriezone arbeiten, einen Platz bieten, an dem sie ihre Pausen verbringen können.
Ortsplanung: «Vallon de Villars» kommt voran
I m Rahmen der laufenden Ortsplanrevision will die Gemeinde Villars-sur-Glâne im Sektor Croset zusätzliches Bauland einzonen. Um den Perimeter «Vallon de Villars» zu erschliessen, hat der Gemeinderat eine Kostenaufteilung mit den Besitzern jener Parzellen ausgehandelt, die nicht der Gemeinde gehören. Der Generalrat hat diese Aufteilung einstimmig gutgeheissen. Der Gemeinderat habe gut verhandelt, sagte Thomas Marthaler (SP), Präsident der Finanzkommission. Zusätzlich zu den Erschliessungskosten erhält die Gemeinde 750 000 Franken für die Gestaltung und den Unterhalt der benachbarten Grünzone «Bois du Croset». Der neue Ortsplan wird laut Gemeinderat Bruno Marmier (Grüne) voraussichtlich im März zum zweiten Mal aufgelegt. cs