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Die Wasserhärte ist in der Schweiz sehr unterschiedlich: In städtischen Gebieten wird oft Seewasser zu Trinkwasser aufbereitet, das natürlicherweise weniger Kalk enthält als Quellwasser in ländlichen Gebieten. Hinzu kommt die Struktur des Untergrunds: In den Alpen besteht dieser häufig aus hartem Granit, im Mittelland und Jura aber aus Kalk. Das Regenwasser löst durch die freie Kohlensäure Kalkgestein auf, beim Granit beisst die Kohlensäure aber im wahrsten Sinne des Wortes auf selbigen, so dass sich in der Alpenregion nur wenig Mineralien im Trinkwasser befinden.
Regenwasser sickert durch Gesteinsschichten und fliesst über Steine und Schotter bevor es wieder an die Oberfläche kommt. Teilweise ist das Wasser so mehrere tausend Jahre unterwegs, bis es wieder aus dem Untergrund tritt. Auf dem langen Weg nimmt es neben anderen Mineralien auch Calcium- und Magnesiumionen auf. Die Summe an Calcium und Magnesium sind das, was man gemeinhin als Kalk bezeichnet. Je mehr Kalk im Trinkwasser gelöst ist, desto härter ist es. Dies hat zwar keinen negativen Einfluss auf die Qualität des Wassers, verändert aber den Geschmack.
Wasser wird in der Schweiz in 6 Härtestufen eingeteilt und in französischen Härtegraden (ºfH) angegeben. 10 ºfH entsprechen 1 Millimol (mmol) Calcium- und Magnesiumionen pro Liter Wasser.
0-7 sehr weiches Wasser
7-15 weiches Wasser
15-25 mittelhartes Wasser
25-32 ziemlich hartes Wasser
32-42 hartes Wasser
grösser als 42 ist sehr hartes Wasser
In der Regel wirkt der Kalk ab 15-20 °fH störend und ab 25°fH machen Massnahmen wie z.B. der Einbau einer Entkalkungsanlage Sinn. Hinweis: Manchmal wird auch die Einheit deutsche Härtegrade (°dH) verwendet, die man durch Dividieren der französischen Gradangaben um den Faktor 1,78 bekommt. Anders gesagt entsprechen 10 deutsche Härtegrade 17,8 französischen Härtegraden.
Unter diesem Link kann man für die meisten Schweizer Gemeinden die Wasserhärte nach Postleitzahl abfragen. Sollte die eigene PLZ nicht dabei sein, kann man eine Nachbargemeinde verwenden, um ungefähre Angaben über die Wasserhärte der Region zu bekommen. Häufig sind die aktuellsten Angaben auf der Homepage der Wohngemeinde zu finden.