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Personen, die normalerweise in der Männernotschlafstelle an der Alemannengasse in Basel übernachten, erhalten wegen der Platzknappheit neu eine Unterkunft in einem Hotelzimmer, wie die Basler Regierung am Dienstag mitteilte.
«Mit dem Entscheid will die Regierung sicherstellen, dass bei tiefen Temperaturen niemand draussen schlafen muss, der das nicht ausdrücklich will», sagt Rudolf Illes, Leiter der Basler Sozialhilfe auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dies gelte, auch wenn man grundsätzlich der Ansicht sei, dass die Obdachlosen aus dem EU-/EFTA-Raum während ihres Aufenthalts selber für ihren Unterhalt aufkommen sollten. Bei tiefen Temperaturen sei es aber gefährlich, draussen zu übernachten.
Illes begründet den Entscheid auch damit, dass Erfahrungen zeigen würden, dass für die Unterbringung von Bettlerinnen und Bettlern aus Osteuropa eine eigene Struktur benötigt werde, welche betreut sei und nicht mit anderen Gruppierungen durchmischt werde. «Am einfachsten umsetzbar ist das, wenn die Männernotschlafstelle komplett geräumt wird, damit die Bettlerinnen und Bettler dort untergebracht werden können.»
Zimmer in mehreren Hotels gemietet
Die Männer, welche sich aktuell in der Notschlafstelle aufhalten, würden während dieser Zeit in Hotelzimmern untergebracht. «Wir können auf diese Weise etwa 30 Bettlerinnen und Bettler aus Osteuropa getrennt von den hiesigen Obdachlosen unterbringen», sagt Illes. Gleichzeitig könne man so einigen Obdachlosen für eine begrenzte Zeit den Aufenthalt im Hotel ermöglichen.
Der bewilligte Maximalbetrag von 250’780 Franken wird gemäss Illes hauptsächlich für die Anmietung von zusätzlichen Hotelzimmern, für Dolmetscher und Sicherheitspersonal in der Notschlafstelle verwendet.
Das Angebot für Bettelnde aus Osteuropa startet frühestens im Verlauf der nächsten Woche und ist auf maximal zwei Monate befristet.
Laut Illes werden die Zimmer in mehreren Hotels angemietet. Wo sich diese befinden, will Illes mit Rücksicht auf die Betriebe und den Datenschutz für die obdachlosen Menschen nicht bekanntgeben.