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Ein Gartenbauer und seine Arbeitskollegen wollen mit der Arbeit auf einem Garagendach beginnen. Dabei bemerken sie, dass am Treppenpodest beim Treppenaufgang ein Geländer oder Seitenschutz fehlt. Sie diskutieren, was sie tun sollen. Schliesslich kommen sie überein, trotz des Sicherheitsmangels zu arbeiten, aber vorsichtig zu sein.
Der erste Arbeiter zieht eine leere Karrette rückwärts die Treppe hoch und gelangt am ungesicherten Treppenpodest auf das Garagendach. Sein Kollege führt kurz darauf das gleiche Manöver durch und macht auf dem Podest einen Schritt rückwärts ins Leere. Er stürzt hinunter auf den circa 3 m tiefer liegenden Plattenboden. Drei Tage später stirbt der Verunfallte an seinen schweren Kopfverletzungen.
Obwohl die Absturzhöhe von 2 m überschritten war, fehlte am Treppenpodest sowohl der temporäre Seitenschutz als auch das definitive Geländer. Der Bauunternehmer hatte den temporären Seitenschutz im Auftrag der Bauleitung entfernt. Danach sollte der Stahlbauer das definitive Geländer montieren. Das Geländer war aber noch nicht einsatzbereit.
Das Einhalten dieser lebenswichtigen Regel für den Hochbau hätte diesen Unfall verhindert:
Wird eine lebenswichtige Regel verletzt, heisst es: STOPP, die Arbeit einstellen und die Gefahr beseitigen. Erst dann weiterarbeiten.
Die Bauleitung ist dafür verantwortlich, dass die Bauabläufe aller beteiligter Unternehmen so geplant und organisiert werden, dass Deckenkanten mit einer Absturzhöhe über 2 m an jeder Stelle und zu jedem Zeitpunkt mit einem dreiteiligen Seitenschutz oder einem definitiven Geländer gesichert sind.