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Übersicht aller Grafiken zum Thema Alkohol
Alkoholverkauf pro Kopf
Häufigkeit des Alkoholkonsums
Risikokonsum von Alkohol
Alkoholkonsum Jugendlicher
Der Pro-Kopf-Konsum reinen Alkohols hat seit 2001 stetig abgenommen. Die Abnahme kann insbesondere auf eine Verminderung des Weinkonsums zurückgeführt werden.
MonAM – Schweizer Monitoring-System Sucht und nichtübertragbare Krankheiten (MonAM) (2023). Alkoholverkauf pro Kopf Link
Mehr als eine von zehn Personen ab 15 Jahren trinkt täglich Alkohol. Dieser Anteil ist bei den Männern etwa doppelt so hoch wie bei den Frauen. Und er nimmt mit dem Alter deutlich zu, von 1.5% bei den 15-24-Jährigen auf fast 20% bei den Frauen ab 75 Jahren und auf über 40% bei den Männern ab 75 Jahren.
Der Anteil der Personen mit täglichem Konsum von Alkohol hat seit 1992 stetig abgenommen. Die Abnahme war bei den Männern stärker ausgeprägt als bei den Frauen.
Seit 1992 nahm der Anteil der Personen mit täglichem Konsum von Alkohol in den Altersgruppen zwischen 15 und 74 Jahren ab, bei den Personen ab 75 Jahren ist er annähernd gleich geblieben.
Bundesamt für Statistik (BFS). (2018). Gewohnheitsmässiger Alkoholkonsum Link
Ufficio federale di statistica (UST). (2018). Consommation habituelle d’alcool (in francese) Link
Mehr als 20% der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren haben einen risikoreichen Alkoholkonsum. Während Rauschtrinken insgesamt einen relativ grossen Anteil ausmacht (rund 80%) und stärker unter jungen Personen verbreitet ist, zeigt sich chronisch risikoreicher Konsum von Alkohol erst in höheren Altersgruppen und er nimmt mit zunehmendem Alter zu. Risikokonsum von Alkohol ist unter Männern stärker verbreitet als unter Frauen.
Rund eine von zwanzig Personen in der Schweiz hat einen chronisch risikoreichen Alkoholkonsum (4.7%). Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind gering. Am höchsten liegt der Anteil chronisch Konsumierender bei Personen ab 65 Jahre.
Rund eine von sechs Personen in der Schweiz trinkt mindestens einmal pro Monat punktuell risikoreich (15.9%), d.h. diese Person trinkt bei einer Gelegenheit mehr als vier (Frauen) bzw. mehr als fünf Gläser (Männer). Dieses Verhalten wird auch Rauschtrinken genannt („binge drinking“). Mindestens monatliches Rauschtrinken kommt vor allem bei Männern und jungen Personen vor.
Bundesamt für Statistik (BFS). (2018). Chronischer Alkoholkonsum Link
Bundesamt für Statistik (BFS). (2018). Rauschtrinken Link
Gmel, G., Kuendig, H., Notari, L., Gmel, C. (2017). Suchtmonitoring Schweiz – Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen in der Schweiz im Jahr 2016. Lausanne: Sucht Schweiz. Dokument
Der Anteil Jugendlicher mit mindestens wöchentlichem Alkoholkonsum nahm zwischen 1986 und 2002 insbesondere bei den 15-Jährigen zu. Seit 2002 nahm er in allen Altersgruppen und bei beiden Geschlechtern ab. Nur bei den 15-jährigen Jungen kann zwischen 2014 und 2018 eine Stabilisierung beobachtet werden.
Zwischen 1986 und 2002 wurde in allen Altersgruppen eine Zunahme des Anteils Jugendlicher, die mindestens zweimal in ihrem bisherigen Leben betrunken waren, verzeichnet. Bei den Jungen nahm der Anteil danach ab, nur bei den 15-Jährigen Jungen setzte sich dieser Trend zwischen 2014 und 2018 nicht mehr fort. Bei den Mädchen waren die Anteile zwischen 2002 und 2010 relativ stabil und nahmen erst danach etwas ab.
Delgrande Jordan, M., Balsiger, N., Schmidhauser, V. (2023). La consommation de substances psychoactives des 11 à 15 ans en Suisse – Situation en 2022 et évolutions depuis 1986 – Résultats de l’étude Health Behaviour in School-aged Children (HBSC) (Rapport de recherche No 149). Lausanne: Addiction Suisse. Dokument
Behandlung und Spitaleinweisung wegen Alkoholkonsums
Strassenverkehr: Einfluss von Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit
Alkoholbedingte Todesfälle
Intoxikationsdiagnosen stiegen bei stationär hospitalisierten Personen bis 2008 an und nahmen danach wieder ab. Diese Entwicklung ist zwischen den Männern und Frauen vergleichbar. Betrachtet man die Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren, so erreichte die Anzahl der Intoxikationsdiagnosen 2016 das gleiche Niveau wie 2003. Bei den 10- bis 23-Jährigen hingegen waren sie 2016 um 28% höher als 2003.
Die Anzahl der Behandlungseintritte von Personen, die ein Hauptproblem mit Alkohol haben, hat seit 2013 leicht abgenommen, und zwar bei den Männern und den Frauen. Die Mehrheit der Personen hat nicht zum ersten Mal eine Behandlung begonnen; rund zwei Drittel der Personen waren bereits vorher in Behandlung.
Krizic, I., Maffli, E., Balsiger, N., Gmel, G., Labhart, F., Vorlet, J. (2022). act-info Jahresbericht 2021: Suchtberatung und Suchtbehandlung in der Schweiz. Ergebnisse des Monitoringsystems. Bern: Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dokument
Wicki, M., Schneider, E. (2019). Hospitalisierungen aufgrund von Alkohol-Intoxikation oder Alkoholabhängigkeit bei Jugendlichen und Erwachsenen. Eine Analyse der Schweizerischen „Medizinischen Statistik der Krankenhäuser“ 2003 bis 2016. Lausanne: Sucht Schweiz. Dokument
Die Anzahl der im Strassenverkehr unter Alkoholeinfluss Schwerverletzten und Getöteten hat zwischen 1980 und 2020 deutlich abgenommen. Bei der Anzahl der Leichtverletzen setzte die Abnahme erst ab der Jahrtausendwende ein. In den letzten Jahren scheint sich die Abnahme der Anzahl der Verletzten und Getöteten nicht fortzusetzen.
Beratungsstelle für Unfallverhütung – BFU (2021). STATUS 2021: Statistik der Nichtberufsunfälle und des Sicherheitsniveaus in der Schweiz. Bern: bfu.
Alkohol ist für 8.4% aller Todesfälle verantwortlich. Die drei wichtigsten Ursachen sind:
Krebs ist die häufigste Todesursache bei Frauen und Männern. Ein mässiger Alkoholkonsum kann sich leicht positiv auf Herz-Kreislaufkrankheiten auswirken.
Die Leberzirrhose ist das Endstadium chronischer Lebererkrankungen. Die Schädigungen der Leber sind irreversibel. Langjähriger Alkoholmissbrauch stellt in Europa die häufigste Ursache für eine Leberzirrhose dar.
Männer sind in der Schweiz mehr als doppelt so häufig von einer alkoholischen Leberzirrhose betroffen wie Frauen.
Bei den Männern findet sich seit Beginn der 1990er Jahre generell ein leichter Rückgang der durch die alkoholbedingte Leberzirrhose verursachten Todesfälle. Ein solcher Trend ist bei den Frauen nicht erkennbar.
Bundesamt für Statistik (BFS) (2023). Spezifische Todesursachen Link
Gmel, G. (2020). Alkoholbedingte Sterblichkeit in der Schweiz im Jahr 2017. Lausanne: Sucht Schweiz. Dokument
Die Gesamtmenge an Bier auf dem Schweizer Markt ist zwischen 2000 und 2019 leicht gestiegen. Dieser Anstieg wurde aufgrund von Massnahmen im Zusammenhang mit der der Covid-Pandemie gebremst, insbesondere wegen dem Ausfall von grossen Sommerveranstaltungen und der vorübergehenden Schliessung von Restaurants in den Jahren 2020 und 2021. Der entsprechende Produktionsrückgang war bei den in der Schweiz hergestellten Bieren stärker als bei den importierten Bieren.
Anteilmässig wird in der Schweiz am häufigsten ausländischer Rotwein konsumiert, gefolgt von den in der Schweiz produzierten Weiss- und Rotweinen.
Die Menge der verkauften Spirituosen hat zwischen Mitte der 90er Jahre und 2008 zugenommen. Seither ist sie relativ stabil. Ein beträchtlicher Anteil entfällt auf eingeführte Spirituosen.
Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) (2020). Weinwirtschaftliche Statistik. Link
Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) (2022): persönliche Mitteilung
Schweizer Brauerei-Verband (SBV) (2022). Schweizer Biermarkt in Zahlen. Link
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