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Der Autor, der sich der Welt entzog
- Sonntag, 24. Mai 2015, 14:06 Uhr
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Erste Ausstrahlung:
- Sonntag, 24. Mai 2015, 14:06 Uhr, Radio SRF 1
Beiträge
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Der Autor, der sich der Welt entzog
J.D. Salinger hat nur einen Roman geschrieben, «Der Fänger im Roggen» und wurde damit weltberühmt. Er war der erste literarische Popstar Amerikas, wurde ständig von Fans belagert.
1953 zog sich Salinger radikal aus dem öffentlichen Leben zurück und lebte bis zu seinem Tod, 2010, in einem einsamen Cottage auf dem Lande. Zwei Bücher geben jetzt Einblick in die bewegte Biografie dieses Kult-Autors. Ein Thema ist zum Beispiel seine erste grosse Liebe zu Oona ONeill, die später Charly Chaplin heiratete.
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Das Mädchen, das Salinger das Herz brach
J.D. Salinger, ein grosser, schlaksiger Mann mit Schriftstellerambitionen, verliebt sich Anfang der vierziger Jahre in eine rätselhafte Schönheit: Oona O'Neill, die erst 15-jährige Tochter des Literatur-Nobelpreisträgers Eugene ONeill.
Die romantische Liebesgeschichte dauert nur einen Sommer lang; dann zieht Salinger in den Krieg und Oona nach Hollywood. In der grandiosen Biografie «Oona & Salinger» dokumentiert Frédéric Beigbeder diese Jugendliebe und verfolgt Salingers Spuren bis zur Landung der US-Streitkräfte in der Normandie.
Buchhinweis: Frédéric Beigbeder. Oona & Salinger. Piper
Luzia Stettler
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Der Roman, der Geschichte schrieb
Mit seinem Roman «Der Fänger im Roggen» brachte J.D. Salinger 1951 die Befindlichkeit der Jugend nach dem Krieg auf den Punkt: Der Teenager Holden Caulfield rebelliert gegen die Erwachsenen und sucht nach dem Sinn des Lebens.
Fast ein halbes Jahrhundert lang schrieb Jerome D. Salinger nur für sich. Eine Sammlung seiner frühen Geschichten verbot er. Fünf Jahre nach seinem Tod sind jetzt drei davon unter dem Titel «Die jungen Leute» auf Deutsch erschienen.
Buchhinweis:J.D. Salinger. Der Fänger im Roggen. rororoJ.D. Salinger. Die jungen Leute. Piper, 2015.
Luzia Stettler
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Die Frau, die Salinger’s Fans betreute
Joanna Rakoff erhielt 1995 eine Stelle jener New Yorker Literaturagentur, die auch die Rechte von J.D. Salinger vertrat. Sie musste die tägliche Fanpost des weltberühmten Autors beantworten. Und traf ihn eines Tages auch persönlich.
Jetzt hat sie ihre Erinnerungen in einem warmherzigen Buch niedergeschrieben: «Lieber Mr. Salinger». Im Gespräch mit Luzia Stettler erzählt Joanna Rakoff vom Umgang mit Salinger-Fans und vom Besuch des Stars: Der alte Mann sei überhaupt nicht der Misantrop gewesen, als der er in der Öffentlichkeit gegolten habe.
Buchhinweis: Joanna Rakoff. Lieber Mr. Salinger. Knaus
Luzia Stettler