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Die erste Benignus-Kirche in Pfäffikon ZH wurde im 7. Jahrhundert auf dem Kastell erbaut. Etwa 100 Jahre später wurde eine neue Kirche näher im Ortskern erbaut (heutige reformierte Kirche). Unsere Kirche wurde 1963 gebaut und erhielt den Namen des Heiligen Benignus, der im 2. Jahrhundert in Dijon lebte.
- 1923 Baubeginn der Herz-Jesu-Kirche
- 1924 Einweihung der Herz-Jesu-Kirche
- 1927 Neubau des Pfarrhauses
- 1928 Pfäffikon wird eigenständige Pfarrei
- 1962 Grundsteinlegung für die neue Kirche
- 1963 Einweihung der St.-Benignus-Kirche
- 1976 Einweihung der Orgel
- 1989 Innenrenovation der Kirche
- 1999 Jubiläumsfeier „75 Jahre Pfarrei“
- 2010: Umbau Kirche und Pfarreizentrum
- 2011: 6. Februar – Kirchweihe mit Bischof Huonder
Namenspatron
Der heutige Namenspatron, der Heilige Benignus, stammte wahrscheinlich aus dem Orient. Als Missionar wirkte er im Burgund und wurde zur Zeit des Kaisers Marc Aurel (161 – 180) in Dijon als Märtyrer hingerichtet. Über seinem Grab errichtete man im 6. Jahrhundert eine Kirche; heute ist es die Benignuskathedrale mit Abtei.
Der Apostel von Burgund soll nach der Überlieferung ein Schüler des heiligen Polykarp gewesen und von diesem nach Gallien gesandt worden sein. Er predigte in Autun, Langres und Dijon die Frohe Botschaft. In Dijon soll er für seinen Glauben den Martertod durch einen Lanzenstich erlitten haben. Benignus wird stets priesterlich gekleidet, segnend und einen Schlüssel haltend dargestellt. Oft werden auch Hunde mit ihm abgebildet, da er durch aufgereizte Hunde zerrissen werden sollte, die ihn jedoch verschonten.
Er ist der Patron von Dijon und Piemont. Im rheinischen Siegburg enthält der im 12. Jahrhundert gefertigte Schrein Reliquien des Heiligen.
Der Gedenk- respektive Namenstag ist der 17. Februar.
Der Gedenktag aller Heiligen: Allerheiligen – 1. November.
Bedeutung des Namens: der Gütige (latein.)
Quelle: Heiligenlexikon
Reliquie St. Benignus
Eine Reliquie (lat: Überbleibsel) ist ein Gegenstand religiöser Verehrung, meistens ein Körperteil eines Heiligen. Reliquien finden sich in allen Hauptreligionen. Anlässlich der Altarweihe Anfang Februar 2011 wurden die ursprünglichen Reliquien des alten Altares wieder im neuen Altar eingefügt. Bezeichnet sind diese Überbleibsel mit folgendem Wortlaut:
Anno Domini MCMLXIII die tertia mensis Novembris Ego Joseph Episcopus Sangallensis consecravi Ecclesiam et altare hoc in Pfäffikon Zch in honorem S. Benigni Martyris ex Burgundia (ac SS. Cordis) et reliquias Sanctorum Benigni et Felicis Martyrum in eo inclusi et indulgentias in forma consueta Ecclesiae concesssi.
Übersetzt: Im Jahre des Herrn 1963 am dritten Tag des Monats November weihte ich, Bischof Joseph von St. Gallen, die Kirche wie auch diesen Altar in Pfäffikon im Kanton Zürich im ehrenvollen Gedenken an den Heiligen Märtyrer Benignus aus dem Burgund (und des heiligen Herzen) und ich schloss die Reliquien der beiden heiligen Märtyrer Benignus und Felix darin ein, und ich übergab der Kirche die Gnade und Güte in der üblichen Prozedur.
Ludwig Widmann