Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03610.jsonl.gz/672

Unsicherheiten in der Dimensionierung siedlungswasserwirtschaftlicher Infrastruktur
Bei der Planung und Bemessung von Kanalnetzen, Wasserreservoiren, Kläranlagen, etc. sind die involvierten Ingenieure mit einer Vielzahl von verschiedenen Unsicherheiten konfrontiert. Dazu gehören Vorhersageunsicherheiten in der Planungsphase (z.B. Anzahl angeschlossene Einwohner in 30 Jahren), Modellunsicherheiten in der Bemessungsphase (z.B. Parameterunsicherheit in einem Belebtschlammmodell), Messunsicherheiten währen dem Betrieb (z.B. Zuflussmessungen in einer Kläranlage), etc.
Der Fokus dieser Dissertation liegt auf den Aspekten der Modellierung während der Bemessungsphase (Probabilistische Bemessung)
- Propagierung identifizierter Eingangsunsicherheiten durch die Modelle
- Interpretation wahrscheinlichkeitsbasierter Resultate
- Strategien zur Weiterverarbeitung der gewonnenen Information
Die Zweckmässigkeit der expliziten Berücksichtigung von Unsicherheiten zur Bemessung wird untersucht und mit den traditionellen Bemessungsansätzen verglichen, welche in der Regel Unsicherheiten implizit mitberücksichtigen.
Fallstudien werden für verschiedene Anlagen durchgeführt: Regenüberlaufbecken, Trinkwasserdesinfektion, Mischwasserkanäle und Belebtschlammanlagen.