Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03432.jsonl.gz/200

Wechseljahre (Klimakterium)
Geschichtliches / Entwicklung
Im Jahr 1919 erkannte Marshall, dass der Eierstock als endokrines (endokrin „nach innen abgebend“). Organ einzustufen ist. Aus der endokrinologischen Sichtweise stellt die Menopause eine primäre Ovarialinsuffizienz (Eierstockfunktionsschwäche) dar.
Im 19. Jahrhundert lag die durchschnittliche Lebenserwartung einer Frau unter dem mittleren Alter des Menopauseneintrittes, das durch die Jahrhunderte stabil geblieben war.
Die Verbesserung der Hygiene, der allgemeinen Lebensbedingungen und der medizinischen Versorgung führten dazu, dass heute in Europa die mittlere Lebenserwartung eines neugeborenen Mädchens bei über 80 Jahren liegt. Folglich verbringt heute eine Frau 1/3 ihrer Lebenszeit jenseits der Menopause.
Über das Thema „Wechseljahre“ liegen bisher nur Einzelfall - Erfahrungen von Patientinnen mit dem Adrenogenitalen Syndrom vor. Doch da der Anteil, der von Geburt an behandelte AGS – Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, immer grösser wird, werden vermehrt mehr wissenschaftlich Daten und Publikationen zu Verfügung stehen.
Wie wir bereits wissen, ist der Hypothalamus die übergeordnete Zentrale des Drüsensystems und steuert den Hormonregelkreis. Ihm untergeordnet ist die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Sie empfängt auf den kürzesten Weg die Befehle des Hypothalamus und reguliert die Hormonausschüttung in den endokrinen Drüsen, wie Schilddrüse, Nebennieren, Eierstöcken usw.
Die in den Geschlechtsorganen produzierten Geschlechtshormone dienen der Entwicklung der männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmale, dem Wachstum, der körperlichen und seelischen Reifung sowie der Fortpflanzung (Keimzellbildung, Schwangerschaft und Milchproduktion). Die Geschlechtshormone zählen zu den Steroidhormonen und werden von beiden Geschlechtern, allerdings in unterschiedlichen Mengen und Anteilen gebildet. Die wichtigsten Vertreter innerhalb der weiblichen Geschlechtshormone sind
· die Östrogene (z.B. Östradiol)
· Progesterone
· Androgene (z.B. Testosteron)
Hormonkreislauf Hypophyse / Nebennierenrinde / Eierstöcke
Die Östrogene und Progesterone werden bei der Frau in den Eierstöcken gebildet.
Androgene werden in der Nebennierenrinde und im Eierstock gebildet.
Beim nicht behandelten oder ungenügend behandelten Adrenogenitalen Syndrom sinkt die Produktion von Glukokortikoide. Wird das durch die Hirnanhangdrüse wahrgenommen, befielt diese den Nebennieren mehr Glukokortikoide zu produzieren.
Aufgrund der Veränderung der Erbinformation (Enzymdefekt) kann die Nebenniere kein, oder nur wenig Glukokortikoide herstellen
Befielt also die Hirnanhangsdrüse mehr Glukokortikoide zu produzieren, nimmt beim adrenogenitalen Syndrom die Produktionsmenge von Sexualhormonen zu.
Die Folge ist ein Androgenüberschuss .
Hormonkreislauf in der Nebenniere vor/nach der Menopause
Wie im Bild oben dargestellt ist das Androgen also ein Steroidhormon, dass die Entwicklung und Erhaltung der männlichen Merkmale über eine Bindung an Androgenrezeptoren stimuliert und kontrolliert.
Durch das Enzym Aromatase volllzieht sich dann die Umsetzung von Testosteron zu Estradiol und von Androstendion zu Estron (Aromatisierung).
Die Androgene sind also Vorläufer aller Estrogene, der weiblichen Geschlechtshormone. Das hauptsächliche und bekannteste Androgen, ist das Testosteron.
Umschreibung der Wechseljahre (Zeitabschnitte und Symptome)
Als Klimakterium (Wechseljahre) wird die Zeitspanne im Leben einer Frau bezeichnet, in der die Ovarialfunktion (Eierstockfunktion) langsam erlischt.
Dies entspricht der Übergangsphase von der reproduktiven in die unproduktive (postmenopausale) Phase. Die Östrogenspiegel sinken, das FSH (follikelstimulierendes Hormon) steigt an.
Der Zeitraum zwischen dem 40. Altersjahr und dem Auftreten von Ausfallerscheinungen oder unregelmässige Monatsblutung wird Prämenopause genannt.
Der Zeitraum zwischen Prä- und Postmenopause wird als Perimenopause bezeichnet.
Die Postmenopause umfasst den Zeitraum zwischen dem Endpunkt der Perimenopause und dem Senium (Greisenalter)
Die Menopause (letzte Regelblutung) wird in zwei Phasen unterteilt:
- die Prämenopause (Zeitabschnitt vor Eintritt der Menopause)
und
- die Postmenopause (Zeitabschnitt nach Beginn der Menopause).
Das Durchschnittsalter bei Eintritt der Menopause liegt bei 52 Jahren, die sogenannten „Wechseljahre“ dauern etwa 10 – 12 Jahre (von 45. – 55. Lebensjahr).
Die Menopause tritt bei mageren Frauen, bei Unterernährung und bei Raucherinnen um rund 1,5 Jahre früher ein.
Dieser Ablauf vollzieht sich bei den AGS-Patientinnen, wie bei „gesunden“ Frauen gleich.
Stadien des normalen reproduktiven Alterns (in Anlehnung an Stages of Reproductive Aging Workshop. Menopause 2001. NAMS1)
Begleiterscheinung der Wechseljahre
Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern ein natürlicher Umstellvorgang
Die meisten, beim Eintritt in die Wechseljahre auftretenden Symptome, sind vorübergehender Natur.
ca. 1/3 der Frauen sind behandlungsbedürftig
ca. 1/3 der Frauen haben geringe Beschwerden
ca. 1/3 der Frauen haben keine Beschwerden
Zurzeit liegen noch keine Kenntnisse vor, wie sich diese Einteilung bei den AGS-Patientinnen verhält.
Altersabhängige Östrogenmangelerscheinungen (in Anlehnung an Utian, WH 1980; van Keep and Kellerhals, 1973)
Vegetative und psychische Symptome
Etwa 90% der Frauen leiden unter Hitzewallungen, Erröten, Schweissausbrüchen, Schwindel und Kopfschmerzen, sowie Herzklopfen
Symptome wie Hitzewallungen und Schweissausbrüche zählen daher zu den häufigsten Beschwerden.
Häufigkeit und Intensität von Hitzewallungen sind verschieden: Sie halten jeweils etwa 1 bis 5 Minuten an und sind nach etwa 6 Monate bis 5 Jahren in der Regel rückläufig, obwohl auch Zeiträume von mehr als 10 Jahren und mehr beschrieben werden.
Rauchen, Übergewicht, geringe körperliche Aktivität begünstigen das Auftreten der Symptome.
Wichtig sind regelmässige körperliche Aktivität, Schlafhygiene (z.B. Raumtemperatur etwa 18°C), Entspannungstechniken (z.B. Yoga, Meditation) und die Vermeidung von heissen Getränken, Kaffee, und Alkohol.
Bei den psychischen Symptome sind die Hauptsymptome Schlaflosigkeit, depressive Stimmungslage, Antriebsarmut, mangelnde Konzentration, Müdigkeit, Stimmungslabilität und Reizbarkeit.
Trotz oft gegenteiligen medizinischen Studienergebnissen sind aufgrund der geringen Nebenwirkungen bei leichten Beschwerden frei verkäufliche Substanzen, wie Traubensilberkerze, Soja und Rotklee empfehlenswert.
Bei vegetativen und psychischen Symptomen kann ein erster Therapieversuch mit Homöopathie sinnvoll sein.
Dennoch sind bei starken Beschwerden immer noch Östrogene die wirksamste Behandlung!
Organische Symptome (betrifft spezifisch AGS-Patientinnen)
Im Vordergrund stehen atrophische (Gewebeschwund) Veränderungen der Haut und Schleimhäute und des Unterhautfettgewebes.
Davon betroffen sind auch die Urogenitalorgane. Es kommt zur Scheidentrockenheit, Juckreiz, Infektionen und Inkontinenz- (Unfähigkeit zurück zuhalten, oder unfreiwilliger Urinverlust) Probleme, dazu gehören auch immer wiederkehrende Harnwegsinfektionen.
Durch den Androgenüberschuss kann ein männliche Behaarungsmuster (Hirsutismus) überhand nehmen und die Scham- und Kopfhaare ausdünnen.
Beim Hirsutismus finden sich anstelle unscheinbarer Vellushaare kräftigere Langhaare im Bereich der Koteletten (des ohrnahen Kieferbereichs), der Oberlippe (hier wiederum vermehrt in den seitlichen Bereichen) und am Kinn. Im Bereich des Stamms finden sich Haare im oberen Brustbeinbereich, um die Warzenhöfe sowie vom Bauchnabel in der Mittellinie zwickelförmig zur Schambehaarung ziehend. Die Schambehaarung selbst dehnt sich dabei auf die Oberschenkel aus, sodass anstelle einer (idealtypisch scharf begrenzten) Dreiecksform eine eher breite Rhombusform entsteht. Die Oberschenkel, die Unterschenkel sowie die Unterarme sind ebenfalls unterschiedlich stark behaart. Die Grenze zum Normalzustand ist dabei fließend, der Leidensdruck unterschiedlich hoch.
Meist ist die Ursache für einen Hirsutismus eine vermehrte Androgenbildung.
Deshalb ist bei den AGS-Patientinnen besonders darauf zu achten, das die Einstellung der Medikamente optimal sind.
Bei einer zu schwachen Unterdrückung der Nebennierenfunktion verstärkt sich die Androgenisierung, Da in der Postmenopause die Östrogene als Gegengewicht praktisch fehlen.
Metabolische (den Stoffwechsel betreffend) Symptome (betrifft spezifisch AGS-Patientinnen)
Der Östrogenmangel wirkt sich negativ auf das Herz- und Gefässsystem und den Knochen und den Fettstoffwechsel aus. Das Risiko für Arteriosklerose und Osteoporose steigt stark an.
Durch den Abfall des Östradiolspiegels sinkt die Knochenmasse und -stabilität.
Zu den Faktoren, die die Entstehung der Osteoporose begünstigen gehören u.a.:
- zu geringe Aufnahme von Kalzium und Vitamin D mit der Nahrung
- zu wenig Sonnenlicht auf der Haut (ist notwendig, damit sich Vitamin D bilden kann)
- andere Erkrankungen, die für den Knochenstoffwechsel ungünstig sind, z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes, rheumatische Erkrankungen bei denen langfristig kortisonhaltige Medikamente notwendig sind
(Betrifft nicht AGS-Patientinnen, die medikamentös gut eingestellt sind)
- häufiger längere Zeiten ohne einen Zyklus (z. B. bei Magersucht, Leistungssport), dadurch bleibt die vermehrte Östrogenausschüttung vor dem Eisprung häufig aus
- später Beginn der Regel und früher Beginn der Wechseljahre verkürzen insgesamt den Zeitraum, in dem Östrogene wirken
- erbliche Belastung für Osteoporose.
An dieser Auflistung wird deutlich, dass viele Faktoren selbständig positiv beeinflusst werden können.
Krankhafter Knochenschwund ist keine automatische Folge der Wechseljahre. Dennoch sollte jede Frau (nicht nur in dieser Zeit) besonders auf "ihre Knochen achten", denn Osteoporose ist, auch wenn kein Automatismus besteht, eine sehr häufig auftretende und sehr schwerwiegende Erkrankung
Bei den AGS-Patientin empfiehlt sich eine Knochenmessung in einem regelmässigen Intervall.
(Siehe auch unter „Herz- Kreislauf, Osteoporose“)
Sexuelle Symptome (betrifft spezifisch AGS-Patientinnen)
Ein eher von den Betroffenen wenig angesprochenes Problem ist der Libidoverlust (Verlust des sexuellen Verlangen).
Bei den AGS-Patientinnen können durch eine zu starke Unterdrückung der Nebennieren (zu hohe Dosen von Cortisol) die Folgen Libidoverlust sein. Es ist also auch in dieser Hinsicht von grossem Wert auf eine optimale Therapie zu achten.
Sexuelle Dysfunktionen können zu schweren Problemen in der Partnerschaft führen.
Es können Orgasmusschwierigkeiten (Störung und Ausbleiben des Orgasmus),
Schmerzen bei Geschlechtsverkehr durch Scheidentrockenheit,
oder auch nach dem Geschlechtsverkehr auftretende Blutungen bei (atrophischer) Gewebeschwund und Entzündung der Scheide auftreten.
Klimakterium praecox
Mit Klimakterium praecox oder „vorzeitiger Menopause“ wird das Erlöschen der Eierstockfunktion vor dem 40. Altersjahr bezeichnet.
Ein genetisches Programm bestimmt in der Regel, wie lange eine Frau fruchtbar ist und wann die Wechseljahre einsetzen. Auch verschiedene Umweltfaktoren beeinflussen diesen Zeitpunkt.
Aber etwa ein bis vier Prozent der Frauen sind deutlich jünger, wenn sie in die Wechseljahre kommen. Sie leiden an einer "primären Ovarialinsuffizienz" oder "Klimakterium praecox". Ihre letzte Menstruation haben sie, wenn sie noch jünger als 40 Jahre sind, einige sogar schon mit Anfang dreißig.
Warum die Eierstöcke bei manchen Frauen frühzeitig ihre Funktion einstellen, ist noch unklar.
Ursachen können sein:
- genetische Erkrankungen
- bestimmte Autoimmunerkrankungen wie Schilddrüsenfunktionsstörungen
- rheumatismusähnliche Artritis
- Diabetes Mellitus
- Nebenniereninsuffizienz (Nebennierenfunktionsschwäche)
Die Symptome der vorzeitigen Wechseljahre sind denen in den normalen Wechseljahren sehr ähnlich. Das deutlichste Zeichen eines Klimakterium praecox ist das Ausbleiben der Regelblutung.
Dazu kommen oft:
- Hitzewallungen
- nächtliche Schweissausbrüche
- Schlafstörungen
- Müdigkeit, Erschöpfungszustände
- Gemütsverstimmungen, Stimmungsveränderung
- Konzentrations- und Gedächtnisstörung
- Scheidentockenheit
- Abnahme des Sexualverlangens und Unfruchtbarkeit
Der vorzeitige Eintritt der Wechseljahre ist ein Prozess, der sich nicht mehr umkehren lässt. Eine Schwangerschaft auf normalem Weg ist damit nicht mehr möglich.
Die Symptome der Wechseljahre wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder depressive Verstimmungen werden genauso behandelt wie bei den normalen Wechseljahren.
Das Gefühl, mit der beginnenden Unfruchtbarkeit keine vollwertige Frau mehr zu sein, macht fast allen Frauen zu schaffen - vor allem den jüngeren. Viele Betroffene reden ungern über ihr frühes Klimakterium. Sie empfinden es als Makel, als einzige im Freundeskreis unter Hitzewallungen zu leiden.
Auch trifft die Nachricht unfruchtbar zu sein, junge Frauen meist vollkommen unvorbereitet. Viele haben die Familienplanung noch nicht abgeschlossen.
Es ist also ein Krankheitsprozess, der ernst genommen werden muss und in ärztliche Behandlung gehört.
Hormontherapie
Die Symptome der Wechseljahre sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Deshalb muss jede Therapie individuell auf die Bedürfnisse der Patientin zugeschnitten sein.
Die Beschwerden können jedoch so stark sein, dass sie
- Krankheitswert haben
- die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen
- das allgemeine und sexuelle Wohlbefinden einschränken
und dabei eine Hormontherapie in Erwägung gezogen werden kann.
Eine Hormontherapie sollte im allgemeinen und nach dem heutigen Stand der Erkenntnis, so kurz wie möglich, mit der geringsten wirksamen Hormonmenge durchgeführt werden.
Folgende Indikationen (Anwendungen, Anzeige) bestehen für eine Hormontherapie:
- Vasomotorische Beschwerden (Hitzewallungen, Schweissausbrüche).
- Atropische Veränderungen (Gewebeschwund) an den Genitalien (lokaler Hormoneinsatz z.B. östrogenhaltige Creme)
- Starke psychovegetative Beschwerden
- Evtl. beginnende Osteoporose oder familiäre Osteoporoseneigung
- Klimakterium praecox, Menopause vor dem 40. Lebensjahr
Pysiologisch (die Lebensvorgänge im Organismus betreffend) gesehen, gilt jede Menopause zwischen dem 40. und dem 50. Lebensjahr als frühe Menopause.)
Manche Frauen werden auch aufgrund einer medikamentösen Therapie (z.B. Chemotherapie oder Antihormontherapie bei Brustkrebs oder einer Strahlenbehandlung, früh in die Wechseljahre versetzt.
Mögliche Faktoren können aber auch Rauchen, schwere Infektionen, Tumoren an den Eierstöcken, häufige, kurze Menstruationszyklen oder Stress sein.
Klimakterium Praecox und die frühe Menopause ist ein Krankheitsbild, dass eine Anwendung für eine hormonale Ersatzttherapie unbedingt notwendig macht.
Eine Hormontherapie sollte bei nachstehenden Gründen nicht zur Anwendung kommen:
- das sind ungeklärte vaginale Blutungen
- Mammakarzinom (Brustkrebs)
- Endometriumkarzinom (Gebärmutterschleimhautkrebs)
- sowie bestehende thromboembolische Erkrankungen (Thromboemboliche Erkrankungen entstehen durch eine erhöhte Bereitschaft zur Blutgerinnung im venösen Teil des Kreislaufsystems. Die Bildung von Blutgerinnseln wird durch tiefe und oberflächliche venöse Thrombosen z. b. Beckenvenenthrombosen, sowie Lungenembolien begünstigt.)
- Schwangerschaft.
Unter Langzeittherapie ist ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs nicht auszuschliessen, doch fehlen darüber gute Langzeitdaten.
Mit einer Hormontherapie können relativ kurzfristig einsetzende Nebenwirkungen, aber auch langfristige Risiken verbunden sein.
Zu den kurzfristig beginnenden Nebenwirkungen zählen:
- Blutungsstörung
- Schwellung und Schmerzen der Brüste
- Übelkeit, geblähter Bauch
- Rückbehalten von Flüssigkeit mit der Folge von „geschwollenen“ Beinen
- Hornhautveränderung am Auge mit Kontaktlinsenintoleranz
- Kopfschmerzen, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen.
Zusammengefasst sind die wichtigsten Risiken einer Hormontherapie:
Nicht - hormonale Behandlung
Folgende Pflanzliche Präparate können für eine Nicht-hormonale Behandlung angewendet werden:
v Extrakte (Auszug aus Pflanzen) von
- Mönchspfeffer
- Traubensilberkerze (cimifemin neo)
Diese Präparate lindern nach dem heutigen Stand gegebenenfalls nur für kurze Zeit die Wechseljahrbeschwerden.
Und zudem haben diese Produkte keine vorbeugende Wirkung gegen Langzeitfolgen des Östrogenmangels wie
Osteoporose
Herzerkrankungen
Schlaganfall - Risiko
v Salbei
v Hopfen
v Johanniskraut (gegen Depression)
v Pflanzliche Östrogene (Phytoöstrogene = aus Pflanzen gewonnen) in
(Hilft bei Hitzewallungen und Schweissausbrüchen. Reduktion bis um 30%.)
Das Fachwissen und die nötigen Unterlagen wurde mir freundlicherweise von PD Dr. med. P. Stute (Leiterin Menopausenzentrum Frauenklinik Inselspital Bern, Frau Dr. med. Katharina Schiessl, Leiterin Wechseljahre und Gesundheit, Frauenklinik Zürich und Prof. Dr. med. M. Birkhäuser zur Verfügung gestellt.
Für eine Beratung nutzen Sie die Gelegenheit und wenden sich an eine der nachstehend aufgeführten Adressen. Diese Abteilungen arbeiten eng mit auf AGS spezialisierten Endokrinologen zusammen.
Adressen der Menopausenzentrum und Gynäkologische Endokrinologie
Basel
Universitätsspital Basel
www.ufk-basel.ch
Frauenklinik
Telefonnummer: 061 265 93 93
Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
Bern
Inselspital
Universitätsklinik für Frauenheilkunde
Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
Effingerstrasse 102
3010 Bern
www.frauenheilkunde.insel.ch
Leiterin Menopausenzentrum
Priv. Doz. Dr. med. Petra Stute
<email-pii>
Lausanne
Universitaire Vaudois CHUV
www.chuv.ch
Unité de Médecine de la Reproduction et d’Endocrinologie gynécologique
Maternité, Ave. Pierre-Decker 2, 1011 Lausanne
Telefonnummer: 021 314 32 76 / Fax 021 314 32 74
St. Gallen
Kantonsspital St. Gallen
Zentrum „Fiore“
www.fiore-ivf.ch
Brauerstrasse 95
9016 St. Gallen
Telefonnummer: 071 282 40 10
Abteilung Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
Zürich
Universitätsspital Zürich
Klinik für Reproduktions-Endokrinologie
Frauenklinikstrasse 10
8091 Zürich
<email-pii>
Telefonnummer: 044 255 50 07
Die Liste wird laufend ergänzt. (die Verfasserin)