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Die Zeit ist eine der wertvollsten Ressourcen, die wir besitzen. Sie ist zwar kostenlos, doch kann sie, einmal vergangen, nicht zurückgebracht werden. Aus diesem Grund versuchen wir meistens, unsere Tage produktiver zu gestalten und die begrenzte Zeit, die uns zur Verfügung steht, besser zu nutzen. Ich sehe mich selbst als Morgenmensch und mag es sehr gerne, meinen Tag früh zu beginnen.
Ich kenne allerdings auch viele Menschen, die versuchen, früher aufzustehen, dann jedoch schnell in alte Muster zurückfallen, weil das Frühaufstehen nicht zu ihrem Lifestyle passt.
Wichtig ist, dass das frühe Aufstehen niemals nur etwas für einen Tag oder eine Woche ist, sondern dass es stattdessen in deine normale Routine eingebaut werden sollte, da es dich sonst auf lange Sicht nur erschöpfen und ermüden wird.
Hier sind ein paar Tipps, wie du es schaffen kannst, früher aufzustehen:
Früher schlafen gehen
Der beste Weg, um morgens früher aufstehen zu können, ist, abends früher ins Bett zu gehen. Als ich die ersten paar Male versuchte, früher aufzustehen, ging ich abends einfach zur gleichen Zeit ins Bett, wie sonst auch; so bekam ich jedoch nicht ausreichend Schlaf. Aus diesem Grund habe ich schließlich auch meine Schlafenszeit angepasst.
Geduldig sein
Eine neue Gewohnheit zu entwickeln, braucht Zeit. Erwarte also nicht, dass du plötzlich zwei Stunden früher aufstehen kannst, nur weil du ein tolles Youtube-Video oder einen Blogpost zu dem Thema gesehen hast. Zwingen dich auch nicht dazu. Mache kleine Schritte, wache zum Beispiel jeden Tag 20 Minuten früher auf, bis es für dich normal wird. Wenn 20 Minuten schon zu viel sind, dann probiere es einfach mit nur ein paar Minuten, das ist in Ordnung, solange du ganz bewusst versuchst, Fortschritte zu erzielen.
Investiere in einen besseren Wecker
Ein Grund, warum es viele Menschen nicht schaffen, so früh aufzustehen, wie sie möchten, ist ihr Wecker. Falls du bemerkst, dass dein Wecker dich nicht mehr richtig weckt, dann solltest du als erstes deinen Weckton ändern. Ich persönlich habe mir einen Lichtwecker mit Sonnenaufgang-Funktion gekauft, der wunderbar funktioniert. Etwa 30 Minuten, bevor der Wecker klingelt, erhellt er das ganze Zimmer und macht dabei ein so unschönes Geräusch, dass ich freiwillig vor dem Wecker aufwachen will, um diesem Geräusch zu entgehen.
Finde einen guten Grund dazu, früh aufwachen zu wollen
Am leichtesten schafft man es, früh aufzuwachen, wenn man einen guten Grund dafür hat. Das muss noch nicht einmal irgendetwas Brandneues, Aufregendes sein; vielleicht möchtest du einfach die Zeit haben, mal wieder ein Buch zu lesen, einem Hobby nachzugehen oder online eine neue Fähigkeit zu erlernen. Es muss kein atemberaubend großer Grund sein. Was zählt, ist, dass du motiviert bist, morgens auch wirklich aufzustehen.
Rechenschaft ablegen
Mir persönlich hilft es sehr, wenn ich irgendwo Rechenschaft für mein Handeln ablegen muss. Das kann auch ganz einfach in einer App sein, in der du deine Ziele vermerkst und dann deinen Fortschritt dokumentierst. Ich nutze die coach.me App, in der ich vermerke, wann ich aufstehe und jeden Tag Notizen hinzufügen kann. Da ich gerne gewinne, gehe ich auch gern Wettkämpfe mit Menschen ein, die dasselbe Ziel haben, wie ich. Auf der coach.me App habe ich jemanden kennengerlernt, der ebenfalls früher aufstehen wollte und ich fühle mich jedes Mal besonders gut, wenn ich früher aufstehe, als er. Als ich zum ersten Mal zwei Stunden früher aufstehen wollte, machten wir das Ganze einfach zu einem Wettbewerb; nur 2 Monate später wachte ich ganz natürlich und ohne Wecker um 6 Uhr morgens auf.
Visualisiere einen produktiven Tag
Ich setze mich abends ins Bett und stelle mir ganz genau vor, was ich morgen alles erledigen werden, wenn ich aufwache. Dieser Tipp hilft mir ungemein. Ich sitze einfach da, denke über die Uhrzeit nach, zu der ich aufstehen möchte und stelle mir genau vor, wie ich die Zeit auf meinem Wecker und auf meinem Handy sehe. Dann stelle ich mir detailliert vor, was ich nach dem Aufstehen mache, wie ich ein Glas Wasser nehme und schnell aus dem Bett komme, um duschen zu gehen, oder ein wenig mit meinem Hund zu kuscheln. Wenn ich mir am Abend vorher schon vorstelle, wie früh ich am Morgen aufstehen möchte, fällt es mir normalerweise viel leichter, morgens auch ohne Wecker pünktlich aufzuwachen.
Nicht zu lange im Bett liegen bleiben
Es ist eine Sache, aufzuwachen, aber nochmal etwas ganz anderes, dann auch wirklich aufzustehen. Viele können dem Reiz nicht wiederstehen, “nur noch ein paar Minuten” liegen zu bleiben, nachdem sie aufgewacht sind. Am besten schaffst du dir eine Routine, bei der du auch wirklich aufstehen musst. Zum Beispiel, um ein Glas Wasser zu trinken, oder auf die Toilette zu gehen.
Viel trinken
Wasser kann nicht nur beim frühen Aufstehen helfen, es sorgt auch dafür, dass unser Körper allgemein gut funktioniert. Während des Schlafens braucht unser Körper viel Wasser, um Giftstoffe und andere schädliche Substanzen aus unserem Körper zu spülen. Aus diesem Grund wachst du vermutlich ab und zu mit trockenem Hals oder trockenen Lippen auf. Wenn du vor dem Schlafengehen viel Wasser trinkst, dann zwingt dich das am Morgen auch sicher aus dem Bett, da du das Bedürfnis haben wirst, auf die Toilette zu gehen. So wird das lange Liegenbleiben im Bett unterbunden.
Die richtige Temperatur zum Schlafen
Ich öffne vor dem Schlafengehen meine Fenster weit, um frische Luft hereinzulassen, was vielen sicher eher nicht zusagt. Auch lasse ich meine Rollläden oben, damit mehr Sonnenlicht ins Zimmer fallen kann und ich morgens den Sonnenaufgang sehe. Das ist nicht für jeden etwas, aber für mich funktioniert es prima!
Sobald du damit beginnst, früher aufzustehen, wirst du schnell merken, dass du so einfach mehr schaffst und sich deine Produktivität von Tag zu Tag steigert. Auch wenn du kein Morgenmensch bist, kannst du versuchen, Tag für Tag etwas früher aufzuwachen, bis sich dein Körper daran gewöhnt hat. Denke daran, dass es sich hier nicht nur um eine neue Angewohnheit, sondern um eine langwierige Änderung hin zu einem gesünderen Leben handelt, da ein früheres Aufwachen auch zu einem gesünderen Körper und einer gesünderen Psyche führen kann.