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Eein Mineralwasser ist einzigartig. Dies hat mit der Entstehung des Mineralwassers zu tun, das über Jahre und Jahrzehnte tief in den Untergrund versickert. Dabei wird das Wasser nicht nur gefiltert und gereinigt, sondern löst auch Mineralien und Spurenelemente in den verschiedenen Gesteinsschichten. Deshalb weisen die Mineralwässer auch einen individuellen Mineralgehalt auf, der Einfluss auf den Geschmack hat. In der Schweiz gibt es rund 100 Mineralquellen, von denen über 20 kommerziell genutzt werden.
Anders als Trinkwasser
Mineralwasser darf von Gesetzes wegen nur direkt ab der natürlichen Quelle gewonnen und muss unbehandelt abgefüllt werden. So ist seine Reinheit und Quellfrische bis auf den Tisch des Verbrauchers garantiert. Daher kann Mineralwasser auch nicht mit Leitungswasser verglichen werden, welches vor seiner Verteilung in die Haushalte meist behandelt werden muss.
Mineralwasser und dessen Konsum ist in Europa seit alters her tief verwurzelt. Schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit tranken die Menschen Mineralwasser, sei es wegen seines erfrischenden Geschmacks, sei es wegen seiner tatsächlichen oder vermeintlichen Heilwirkungen. Die kommerzielle Nutzung der Quellen begann gegen Ende des 16. Jahrhunderts. In der Schweiz hat das in Flaschen abgefüllte Mineralwasser erst im Lauf des 20. Jahrhunderts Bedeutung erlangt.
2008 wurden in der Schweiz rund 890 Mio l Mineralwasser konsumiert. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 115 l. Mit diesem Per-capita-Konsum liegt die Schweiz im europäischen Vergleich im vorderen Drittel. Nur noch die Italiener, Deutschen, Spanier, Belgier und Franzosen trinken mehr Mineralwasser als wir.Der Verlauf des Mineralwasser-konsums wird vom Wetter klar beeinflusst. Bei warmem bis heissem Wetter steigt der Mineralwasserabsatz nachweislich an. So überrascht es nicht, dass im Jahrhundertsommer 2003 mit einem Konsum von über 930 Mio l die Rekordmarke gesetzt wurde. Rund ein Drittel des in der Schweiz konsumierten Mineralwassers wird importiert. Allerdings werden 98% der Mineralwasserimporte aus unseren direkten Nachbarländern Deutschland (4,6%), Frankreich (37,4%) und Italien (56%) getätigt. Davon finden sich etliche Quellen in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze. Würden die Importe von Belgien noch berücksichtigt, wären es ganze 99%.
Der Mineralwassermarkt Schweiz ist hart umkämpft. In den vergangenen Jahren hat sich der Mineralwasserabsatz aber auf hohem Niveau stabilisiert. Die Mineralwasserverkäufe pendelten sich zwischen 2004 und 2008 auf rund 900 Mio l pro Jahr ein.
Im Vergleich zu 2007 nahmen die Mineralwasserverkäufe 2008 um 1,6% ab. Diese Abnahme beruht einerseits auf den kälteren Wetterbedingungen 2008 und wohl auch auf der Verlangsamung des Wirtschaftsmotors. Die Analyse der bisherigen Absatzzahlen 2009 gestaltet sich zurzeit noch schwierig, da auch hier der bisher kalte Winter einen starken Einfluss ausübte.