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Tel Aviv statt Mexiko
Ursprünglich bestand die Idee darin, die paralympischen Spiele 1968 mit den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt zu verbinden. Zwei Jahre zuvor war die mexikanische Regierung jedoch wegen technischer Schwierigkeiten von der Zusage, die paralympischen Spiele auszurichten, zurückgetreten.
Da alle die paralympische Bewegung am Laufen halten wollten, nahm Sir Ludwig Guttmann die Einladung der israelischen Regierung und der ILAN-Gesellschaft (einer israelischen Organisation für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen) an, die Internationalen Stoke-Mandeville-Spiele 1968 in Ramat Gan in der Nähe von Tel Aviv auszurichten.
Das Angebot Israels, die Spiele auszurichten, wurde durch den Wunsch motiviert, den 20. Jahrestag seiner Unabhängigkeit zu begehen.
Insgesamt traten 750 Athleten aus 29 Ländern in 181 Medaillenwettbewerben in 10 Sportarten an. Dabei wurden zwanzig Welt- und 20 Paralympics-Rekorde gebrochen. Die Eröffnungszeremonie fand am 4. November im Stadion der Hebräischen Universität in Jerusalem vor 10.000 Zuschauern statt.
Boccia und Rollstuhlbasketball der Frauen wurden erstmals in die Spiele aufgenommen.
Medaillenspiegel und internationale Erfolge
Die Schweizerin Arlette Keller holte im Bogenschiessen zwei Bronzemedaillen. Bernard Boulens erkämpfte sich im Schwimmen eine Silbermedaille und Eduard de Anta in der Disziplin Freestyle eine Bronzemedaille. Im Tischtennis-Doppel teilten sich die beiden Schweizer Rainer Küschall und Andreas Senn den 3. Platz mit Israel. Ernst Michel holte im Gewichtheben eine Silbermedaille.
Im Alter von 25 Jahren wurde der Italiener Robert Marson zum herausragenden Athleten dieser Spiele proklamiert. Nachdem er 1964 bei den Spielen in Tokio zwei Goldmedaillen in Feldwettbewerben gewonnen hatte, weitete er seine Teilnahme auf Schwimmen und Fechten aus. Im Jahr 1968 gewann er erstaunliche zehn Goldmedaillen – drei in Feldwettbewerben, drei im Schwimmen und vier im Fechten.
Die Australierin Lorraine Dodd stellte drei Rekorde in ihrer Klassifizierung auf – 25 m Rückenschwimmen, 25 m Freistil und 25 m Brustschwimmen – alle am selben Tag.
Ed Owen, ein 20-Jähriger aus den USA, holte zwei Goldmedaillen in der Leichtathletik, zwei im Schwimmen, eine Silbermedaille im Rollstuhlbasketball und eine Bronzemedaille im Speerwurf.
Im Finale im Rollstuhlbasketball der Männer besiegte Gastgeber Israel unter der Führung von Kapitän Baruch Hagai die USA mit 47:37.