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Horsetrail (auch «Extreme Trail», «Mountain Trail» oder «Extreme Mountain Trail») stammt ursprünglich aus der Western-Disziplin, wurde modifiziert und ist heute für sämtliche Pferdesportarten und Equiden zugelassen. Das Ziel dabei ist, dem Pferd Freiheit und Eigenentscheidung zu geben, ihm zu ermöglichen, dass es selbst denkt.
Trainingsziel – Partnership
Bodenarbeit ist zu Anfang das vorherrschende Element, um eine vertrauensvolle Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd zu erschaffen. Am langen Führseil werden die Pferde durch die Hindernisse geschickt und lernen diese selbständig zu durchschreiten (adapting the trail). Ihre natürlichen Sinne werden dadurch geschult, ihre Aufmerksamkeit gesteigert und das Vertrauen in den Menschen wird gefestigt.
Aufbau eines Horse Trail Park
Das Gerüst eines ausgewogenen Horse Trail Parks besteht v.a. im pferdegerechten Park-Design. Die Hindernisse und Pfade bestehen ausschliesslich aus Naturmaterialien.
Ursprung
In den Staaten wurde Pferdespezialisten bereits vor Jahren bewusst, dass sich die Gestaltung der Parcours immer mehr von den natürlichen Bedingungen entfernt hatte. Mr. Major Defoe vom Oregon Horse Centre gefiel diese Tendenz nicht und er schuf in der Reithalle die Nachbildung eines natürlichen Gebirgspfades - ausschliesslich aus Naturmaterialien. Major nannte die neue Disziplin: „Extreme Mountain Trail“. Sehr schnell stiess dieser Naturpfad-Parcours auf grosses Interesse bei Reitern sämtlicher Pferdesportarten. War diese Art des Parcours doch äusserst abwechslungsreich, und man erkannte dabei das grosse Potential zur Aufmerksamkeitsschulung der Pferde. Der in den USA erfolgreiche Trainer Mark Bolender sah im Aufbau eines solchen Parcours die enormen Vorteile für Pferd und Reiter, und er erstellte auf dem Gelände seiner Ranch ( Silver Creek, Washington ) einen natürlichen Horse Trail Park. Durch den Bekanntheitsgrad Bolenders verbreitete sich die neue Disziplin schon bald in weiteren Ländern und 2012 wurde die erste Anlage dieser Art in Europa errichtet. Bereits im September 2013 wurde die 1st EETA (1st European Extreme Trail Association) in Pegnitz, Deutschland gegründet.
Anforderungen
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Der Extreme Trail ist offen für alle Equiden und Reitweisen.
Ausrüstung
Grund-Ausrüstung: Knoten- oder gut sitzendes Stallhalfter, Bodenarbeitsseil mind. 3,5m lang (kein Panikhaken), Gamaschen/Bandagen für alle 4 Pferdebeine werden dringend empfohlen! Der Kurs wird grundsätzlich vom Boden aus geführt. Sattel- und Zaumzeug können mitgenommen werden.
Allgemeines:
Mindestalter des Equiden 2 Jahre. Diese müssen korrekt geimpft sein. Kinder bis 12j. nur in Begleitung eines Erwachsenen. Beim gerittenen Trail wird das Tragen eines Helmes und Schutz-Weste empfohlen, bei der Bodenarbeit Lederhandschuhe. Für Jugendliche unter 19 Jahren ist das Tragen eines Helmes Pflicht. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko. Privathaftpflicht- und Unfallversicherung ist Sache des Teilnehmers.