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Gute Frage, keine dumme.
Aber es braucht natürlich schon ein bisschen geistige Präsenz, wenn man gefühlsvoll eine Landung machen soll. Ich behaupte, in der Mehrheit aller Situationen denkst du eben nicht bewusst, was du machst, wenn du ein Flugzeug steuerst. Das sind Automatismen, die du dir antrainiert hast.
Erinnerst du dich, als du das letzte Mal bewusst gedacht hast, was du machen musst, wenn eine Böe ausgeglichen werden musste, eine Korrektur auf dem Final oder eben ein Flare bei der Landung.
Deshalb gehört es zum Rüstzeug eines professionellen Piloten, dass er sich vor der Landung ein bisschen Gedanken macht. Im 2-Mann-Cockpit (und mehr) spricht man das dann auch noch im Approach Briefing an, damit beide daran denken, und um es dann in dem Moment abrufen zu können, wenn man es braucht.
Ist eine Art wie das mentale Training eines Spitzensportlers, der seine Bewegungen kennt und weiss, zu welchen Fähigkeiten fähig ist. Vor der Leistung geht er/sie den Vorgang noch einmal gedanklich durch, damit er/sie dann im richtigen Moment das richtige macht, vor allem wenn man dann noch voll Adrenalin ist, ausgelaugt oder abgelenkt.
Die gleiche Taktik wendet man auch an, wenn es aussergewöhnliche Situationen gibt bei der Landung, wie optische Illusionen (schmaler oder breiter Runway, nicht-Standard-Beleuchtung, Slope usw) oder bei der berühmten ALAR-Checkliste (eine Art Gewichtung der potentiellen Gefahren für diesen Anflug wie Wetter, Gelände, Müdigkeit der Piloten, Nicht-Standardverfahren usw).
Dani