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Warrants sind verbriefte Optionen die von einer Bank emitiert werden. Optionen werden an der Eurex gehandelt. Es ist dies der grösste Börsenmarkt Europas.
Eine Option ist ein Recht einen Basiswert zu einem definierten Preis zu erwerben (Call) oder zu verkaufen (Put). Ursprünglich wurden Optionen von der Industrie und der Landwirtschaft benutzt. Ein Bauer verkaufte zum Beispiel im Voraus eine Recht seine Maïs Produktion zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem bestimmten Preis zu erwerben. Ein Grosshändler kaufte diese Option. Der Bauer konnte auf diese Weise mit festen Grössen kalkulieren und der Verkauf der Option gab im eine gewiss Liquidität die ihm erlaubte die Felder zu bewirtschaften. Der Grosshändler seinerseits deckte auf diese Weise seinen zukünftigen Bedarf an Maïs und zum anderen profitiert er bei möglichen Preisansteigen auf dem Maïsmarkt. Am Tag X wird er die Produktion zum vorderfinierten Preis kaufen können. Wenn sich in der Zwischenzeit der Marktpreis verteurt hat, macht er einen direkten Gewinn.
Mit der Zeit ist ein regelrechter Handel mit diesen Optionen aufgekommen. Es gibt jetzt Optionen auf Aktien, Rohstoffe, Devisen, Edelmetalle, Zinsen, usw. Mit Hilfe dieser Optionen ist es den Banken gelungen eine Unmenge an Strukturierten Produkte zu entwerfen. In den meisten dieser Produkte gibt es eine oder mehrere Derivate. Die Gebilde werden immer komplexer und undurchsichtiger.
Optionen dienten also ursprünglich als Absicherung und sie tun dies immer noch. Optionen eignen sich optimal um das Vermögen gegen hohe Kursstürze abzusichern oder um noch zusätzliches Geld zu verdienen mit der Emission von Optionen auf dem bestehenden Depot. Jeder der ein gewisses Kapital besitzt kann selber an der Eurex Optionen zeichnen und damit Handeln. Zuerst sollte man jedoch in eine vertiefte Ausbildung investieren.
Warrants sind eine willkomene Form von Optionen die allen zugänglich sind und auch ein bisschen weniger Risiken beinhalten.
Der Preis eines Warrants wird durch eine komplexe Formel berechnet (Black-Scholes). Um Warrants zu verstehen ist es notwendig diese komplizierte Formel ein bisschen zu zerlegen und dessen Faktoren zu analysieren. Ein Warrants besteht aus einem reellen inneren Wert und einem Zeitwert der mit der Dauer an Wert verliert.
Preis Warrant = innere Wert + Zeitwert
Der innere Wert des Warrants ist recht einfach zu berechnen:
innere Wert = (Basiswert - Strike) / Ratio
Der Zeitwert des Warrants hängt von der Laufzeit des Warrants und der Volatilität des Basiswerts ab. Der Zeitwert nimmt laufend ab.
Für die meisten Personen die neu mit Warrants arbeiten ist der Hebeleffekt der wichtigste Faktor. Sie suchen den Warrant mit dem höchsten Leverage und gelangen meistens zu einem Produkt, welches 0.02 bis 0.05 Franken kostet und einen unglaublichen Hebel von 40 oder 50 aufweist. Das Problem hier ist, dass diese Warrants sehr weit vom Strike entfernt sind und somit zu 100% aus Zeitwert bestehen. Es braucht einen sehr grossen Kursanstieg damit sich der Warrant auch nur minimal im Preis bewegt. Zusammen mit dem Spread, der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, ist es somit unmöglich mit solchen Warrants einen Gewinn zu machen. Zu billige Warrants sollten vermieden werden!
Der Strike ist der vorderfinierte Preis zu welchem die Option ausgeübt werden kann. Ist der Marktpreis des Basiswerts weit vom Strike entfernt, so handelt es sich beim Warrant nur um Zeitwert, welcher recht unberechenbar ist. Warrants sollten, wenn möglich nahe am Strike sein oder einen inneren Wert haben.
Hände weg von Warrants mit einer sehr kurzen Laufzeit! In den letzten Tagen verliert ein Warrant enorm an Zeitwert. Ist man am Ende der Laufzeit angelangt und gibt es keinen inneren Wert, so erleidet man einen Totalverlust!
Tiefe Ratios bringen grössere Hebeleffekte. Grosse Ratios machen einen Warrant billiger aber auch träger
Die Bank, welche den Market Maker für den Warrant spielt verdient ihr Geld mit dem Spread, der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Desto grösser der Spread in Rappen, desto kleiner ist unsere Gewinnchance. Es sollten nur Warrants mit einem Spread von 0.01 CHF gewählt werden. Bei tiefen Preisen ist der Spread prozentual umso grösser. Dies spricht auch eher für Warrant die nicht zu billig sind.