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Das reale Geschäft von Wirecard beruhte laut einem Bericht der Financial Times auf einer nur kleinen Anzahl von Kunden. Nach einem Überblick für das Jahr 2017, aus dem die Zeitung zitiert, erzielte der nun vor der Pleite stehende Zahlungsdienstleister mit nur 100 Kunden mehr als die Hälfte des
Umsatzes.
Wirecard selbst bezifferte seine Kundenbasis 2017 mit 33'000 grossen und mittelständischen Händlern sowie 170'000 kleinen Unternehmen; mit dieser globalen Reichweite schaffte es das in der Nähe von München beheimatete Unternehmen zum Börsenstar.
Die interne Liste, die der FT vorliegt, trägt den Titel "Kundenliste Jan-Jun 2017 (global)"; sie legt nahe, dass die Kundenzahl des Konzern deutlich kleiner und unausgewogener war. Wirecard reagierte auf eine FT-Anfrage nach einem Kommentar nicht.
Wirecard ist in die Krise gerutscht, nachdem 1,9 Milliarden bilanzierte Euros nicht mehr aufgefunden wurden. Mutmasslich ist dies ein fiktiver Betrag. Wirecard ist inzwischen insolvent gegangen. Teile des Konzerns könnten von Investoren aufgekauft werden.
(Bloomberg/cash)