Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/2585

Die Strecke liegt ihm einfach: Am Ort, an dem Marcel Hirscher die letzten beiden Jahre den Slalom und 2011 den Riesenslalom gewonnen hatte, fuhr der Österreicher seinen 4. Saisonsieg ein.
Hirscher legte die Differenz zum zweitplatzierten André Myhrer (+0,29) im Zielhang, welcher dem 24-Jährigen perfekt gelang. «Ich habe gemerkt, dass ich Gas geben musste», sagte Hirscher. Dritter wurde Henrik Kristoffersen aus Norwegen (+0,66). Riesenslalom-Gewinner Felix Neureuther (De), der als Zweitplatzierter zum 2. Lauf gestartet war, schied aus. Der Halbzeit-Führende Mattias Hargin (Sd) fiel noch auf Rang 4 zurück.
Auf den Spuren Stenmarks
Mit insgesamt 4 Erfolgen in Adelboden nähert sich Hirscher unaufhaltsam der Bestmarke der Skilegende Ingemar Stenmark. Der Schwede hatte zwischen 1979 und 1984 fünfmal den Riesenslalom gewonnen.
Vogel: «Schoggi» statt Pralinen
Der einzige Schweizer im 2. Durchgang war Markus Vogel. Der Beckenrieder hatte am Vormittag als 16. überzeugt. Der 2. Lauf war dann aber eine leise Enttäuschung. An seinem 30. Geburtstag verlor er schon im oberen, flachen Teil stetig Zeit. Auch der schwierige Zielhang gelang nicht wunschgemäss. Am Ende resultierte für Vogel der 17. Schlussrang.
«Zwar ist es mein bestes Resultat hier in Adelboden, aber mit dem 2. Lauf kann ich nicht zufrieden sein», sagte Vogel und fügte mit Blick auf seinen Geburtstag an: «Es ist, wie wenn man sich eine Schachtel Pralinen wünscht und eine billige Tafel 'Schoggi' erhält.»
Restliche Schweizer schwach
Die restlichen Schweizer waren bereits im 1. Lauf hängen geblieben. So auch der junge Luca Aerni, der in Bormio als 10. überzeugt hatte. Er schied noch vor der Zwischenzeit aus.