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Die Suche nach dem perfekten Geschmack vereint Menschen verschiedenster Kulturen. So ergeht es auch dem französischen Sternekoch Gabriel Carvin, der das Restaurant «Monsieur Quelqu’un» leitet. Nachdem er einen Stern seines Restaurants, dadurch (fast) seine Frau verliert und knapp dem Tod entrinnt, versucht er einen neuen Impuls für sein Leben zu finden. Im Gespräch mit einem alten Freund erinnert er sich an einen Kochwettbewerb, der vor 40 Jahren stattfand. Bei diesem Grand Prix war Gabriel Carvin Zweiter geworden; Gewinner des Abends war ein japanischer Koch, der sich den fünften Geschmack «umami» zunutze gemacht hatte. Süss, sauer, bitter, salzig – wie sollte sich der fünfte Geschmack anfühlen?
Ohne seiner Familie von seinem Plan zu erzählen und sich persönlich bei ihnen zu verabschieden, fliegt er nach Japan, auf der Suche nach seinem ehemaligen Konkurrenten. In dieser Zeit übernimmt der unfähig geglaubte ältere Sohn das Restaurant. Dieser ist (in der Küche) jedoch nicht so begabt wie sein Vater und fühlt sich oft vernachlässigt. Das Restaurant bekommt zahlreiche schlechte Kritiken. Statt den Vater imitieren zu können/wollen, beschliesst der Sohn, ein eigenes Gericht zu entwickeln, um sich zu beweisen und das Image des Restaurants zu retten.
Der jüngere Sohn hingegen ist ein ungezwungener junger Mann mit vielen Freiheiten, der von seinen Eltern geliebt wird. Als sein Vater ins Nirgendwo verschwindet, macht er sich Sorgen und fliegt ihm später hinterher.
Am anderen Ende der Welt leitet der japanische Chefkoch ein traditionelles Ramen-Restaurant, wo auch seine Tochter arbeitet. Seine Enkelin leidet unter schweren Depressionen, verlässt kaum noch ihr Zimmer und nimmt heimlich ihre Medikamente nicht ein. Das Besondere an ihr: Sie kann französisch sprechen und soll bei der sprachlichen Vermittlung zwischen Gabriel Cavin und ihrem Grossvater helfen.
Zwei kulinarische Welten prallen in diesem wunderbaren und lustigen Werk aufeinander. «Umami» vereint die französische und japanische Filmkunst wie kaum ein anderer Film. Er ist gespickt von Momenten des Kulturschocks, die realistisch und vor allem humoristisch dargestellt werden. Beim Anblick der beeindruckenden japanischen Landschaft nahe der nördlichen Stadt Sapporo schlagen die Herzen aller Japanenthusiast*innen höher. Und auch an einer breiten Palette von Emotionen mangelt es nicht. «Umami» ist ein Film für alle, die gutes Essen, gute Gesellschaft und eine süsse Prise Happy End geniessen.
Text: Helene-Shirley Ermel
Beitragsbild: FIFF
Umami – A Taste of Happiness
Land: Frankreich, Japan
Sprache: Französisch, Japanisch
Drehbuch: Slony Sow
Cast: Gérard Depardieu, Pierre Richard, Sandrine Bonnaire, Kyôzô Nagatsuka
Jahr: 2022
Dauer: 106 Minuten