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Ajoy Kumar, nationaler Koordinator des Fastenopfers in Indien, besuchte im Rahmen der ökumenischen Kampagne von Fastenopfer und Brot unsere Schule. Er setzt sich seit Jahren für die indischen Ureinwohner (die Adivasi) ein und kämpft dafür, dass sie auf ihrem Land bleiben können, dieses selbständig in traditioneller Weise bebauen und ein sicheres Einkommen daraus ziehen können.
Als gelernter Agronom kam Ajoy Kumar vor Jahren zu den Adivasi und wollte ihnen mit Hilfe seines agronomischen Wissens zu einer höheren Produktivität und einem gesicherten Einkommen verhelfen. Er musste jedoch feststellen, dass dieser Mehrertrag nicht den Adivasi zugute kam, sondern den Grossgrundbesitzern. Er merkte, dass er nicht nur als Agronom gefragt war, sondern als sozialer Aktivist. Seither kämpft er an der Seite der Adivasi für deren z.T. von alters her verbriefte Landrechte und dafür, dass sie auch durchgesetzt werden. Durch Alphabetisierungs- und Bildungsprogramme und Netzwerkbildung versucht das Fastenopfer das Bewusstsein der Adivasi für ihre Rechte und die Solidarität zwischen ihnen zu stärken. Reisbanken sollen eine Nahrungssicherheit garantieren und den Adivasi helfen, sich gegenseitig zu unterstützen, damit sie sich nicht bei den Grossgrundbesitzern verschulden müssen. Wichtig ist für die Adivasi auch ihre spirituelle Identität, die eng mit dem Land verbunden ist, auf welchem sie leben. Auf die Frage, warum es wichtig sei, sich für die Adivasi einzusetzen, antwortete Kumar, dass überall, wo es Ureinwohner gebe, auch Wälder und geschützte Natur vorhanden ist. Insofern sind die Ureinwohner für das Überleben unseres Planeten von zentraler Bedeutung.