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Wohl nichts mehr bringt die Experten der Formel 1 in Debattierlaune wie die Formel 1 Regeln.
Alle Regeln, die die Formel 1 betreffen, werden durch den internationalen Automobilweltverband FIA festgelegt, in enger Absprache mit den Teams – wie es heisst.
Die Formel 1 Regeln unterliegen einem ständigen Prozess von Veränderung und Weiterentwicklung. Sei es, um die Fahrer vor schlimmen Unfällen zu bewahren oder mehr interessierte Zuschauer an die Rennstrecke und vor den Fernseher zu locken- viele Experten wie etwa Ex-Rennfahrer Nico Rosberg oder Timo Glock mokieren sich immer wieder über die Regeländerungen.
Die Regeln der Formel 1- stetig dem Zeitgeist unterworfen
Einige Regeln der Formel 1 mögen aus heutiger Sicht total banal und selbstverständlich klingen, dennoch waren die Regeln auch immer ein Spiegel des damaligen Zeitgeistes.
Die Formel 1 selbst wurde im Jahr 1950 gegründet. Zuvor wurde die Grand-Prix-Serie ausgetragen. Aus dieser entwickelte sich die Formel 1, die sich vor allem mit Regeln und einer festen Struktur von den bisherigen Grand-Prix-Fahrten abheben wollte.
Das erste offizielle Rennen, welches unter dem neuen Formel 1 Modus gefahren wurde, war im Mai 1950 in Silverstone (England).
Doch kommen wir zu den bizarrsten Regeln der Formel 1 zurück:
1958-1960 wurde reines Flugbenzin zum Befüllen der Autos verboten.
Ein Rennen durfte höchstens zwei Stunden dauern, bzw. eine Distanz von mindestens 300 km bis 500 Kilometer aufweisen.
In diesen Jahren wurde auch erstmalig die Konstrukteursweltmeisterschaft eingeführt. 1961 mussten die Benzintanks den Sicherheitsstandards vom Flugzeugbau erfüllen.
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Erstaunlich, dass diese Regelung erst «so spät» getroffen wurde, da es doch immer wieder zu sehr gefährlichen Unfällen in der Formel 1 kam und kommt.
Daher ist es umso bizarrer, dass erst 1967 die Formel 1 Regeln aufgestellt wurden, Sicherheitsgurte einzubauen (und auch anzulegen), sowie die Blutgruppe am Overall des Fahrers zu vermerken.
Auch wurde in diesem Jahr erstmalig ein Medical-Center errichtet. Jede Rennstrecke muss eine Art «Notkrankenhaus» errichten, mit zum Beispiel einem Hubschrauberlandeplatz etc., um die schnelle Erstversorgung von verunglückten Fahrern oder anderem Streckenpersonal zu gewährleisten.
Zwischen 1968-1970 wurden weitere Formel 1 Regeln vorgeschrieben, wie das Tragen von Integralhelmen (eine vollgeschlossene Helm-Art mit komplettem Visier) oder dass Feuerlöscher mit an Bord eines Rennautos mitgeführt werden müssen.
Über diese Art der Formel 1 Regeln wird sich mit Sicherheit niemand aufgeregt haben, dennoch sind sie bizarr, da diese Regeln für uns (auch im heutigen Alltag) als selbstverständlich angesehen werden.
Wirklich kuriose Regelungen in der Formel 1
Besonders 2014 war ein Jahr, das wirklich für Aufregung bei sämtlichen Formel 1 Experten sorgte. Diese Formel 1 Regeln wurden damals von Formel 1 Chef Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt «verabschiedet».
Als wahrer Aufreger galt die Regelung, dass es doppelte Punkte beim letzten Rennen in Abu Dhabi gab. Viele Experten monierten, dass die Araber damit ein Rennen hatten, welches doppelt so wertvoll wie die übrigen Rennen sei.
Ein Pilot, der im Weltmeisterranking vorne war, aber im letzten Rennen ausfiel, konnte seinen Titel an Jemanden verlieren, der einfach im letzten Rennen «Glück» hatte.
Diese Regelung wurde als unfair und sinnlos empfunden.
Als ebenso unsinnig unter den Formel 1 Regeln wurde die Vergabe von festen Starnummern für die Formel 1 Piloten gewertet. Diese konnten sich eine Starnummer zwischen zwei und 100 auswählen und mussten diese dann auf ewig behalten.
Dumm nur, dass viele Formel 1 Fahrer nicht 30 Jahre oder länger in der Formel 1 fahren, sondern nur ein paar Jahre und diese Nummern dann- auch für Sponsoren «gesperrt» sind.
Vorbild dieser Regelung waren übrigens die NASCAR-Rennen in den Südstaaten der USA.
1994 wurde das Verbot von elektronischen Fahrhilfen wie ABS, aktive Radaufhängung und Traktionskontrolle (Verhindert das Durchdrehen der Reifen beim Anfahren), erlassen.
Das Dumme daran: einige Teams hielten sich nicht an diese Formel 1 Regeln, allen voran das Benetton-Team mit Fahrer Michael Schumacher.
Obwohl die FIA eine dementsprechende Software im Auto fand, glaubte sie dem damaligen Teamchef Flavio Briatore, der beteuerte, diese Software nicht benutzt zu haben. 2001 wurde diese Regelung nach dem vierten Saisonrennen wieder aufgehoben, anschliessend jedoch wieder verboten.
2003 versuchte die Formel 1 die umstrittene Teamorder zu verbieten. Also Absprachen im Team, um zum Beispiel dem besserplatzierten Piloten innerhalb des Teams einen Vorteil zu verschaffen, sollten nun vorbei sein.
Zum Beispiel in einem Rennen, in dem der schwächere Fahrer nicht überholt werden soll, um ihm wichtige Punkte zur Weltmeisterschaft zu sichern.
Trotz dieser Regelung schafften es die Teams immer wieder durch raffinierte Tricks und Strategien, eine Art Teamorder durchzuführen. Dennoch dauerte es bis zum Jahr 2010, in welchem diese Regelung schliesslich aufgehoben wurde.
2005 wurde das Wechseln von Reifen verboten. Lediglich bei Regen oder anderen Sicherheitsbedenken durften die Reifen gewechselt werden.
Die Teams jedoch waren nicht dumm und reizten den nicht näher definierten Begriff der «Sicherheitsbedenken» masslos aus. Als der Reifenhersteller Pirelli zurück in die Formel 1 einstieg, hatte die FIA ein Einsehen und erlaubte den «normalen» Reifenwechsel wieder.
Was lässt sich also festhalten?
Dies waren nur einige der kuriosen Formel 1 Regelungen- einige waren natürlich absolut notwendig, wie die oben beschriebenen Sicherheitsregeln wie Helm oder Sicherheitsgurt.
Diese Regelungen hatten zu diesem Zeitpunkt Hand und Fuss, wie es so schön heisst.
Die neueren Formel 1 Regelungen und deren Rücknahmen zeigen jedoch, dass sich die FIA offenbar selbst nicht so sicher ist, welche Regelungen tatsächlich einen Sinn ergeben.
Einerseits sollte sich die Formel 1 auf ihre sportlichen Werte besinnen und die Sicherheit von Fahrern, Personal und Zuschauern garantieren. Andererseits spielen vor allem Macht, Geld und Prestige in diesem Rennsport eine entscheidende Rolle.
Die FIA muss aufpassen, in welchem Interesse sie handelt und die Formel 1 Regeln aufstellt und verändert. Ansonsten werden immer mehr Fahrer, Teams und Zuschauer gefrustet sein.