Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03363.jsonl.gz/675

Die Geschichte des Weinbaus in Kalifornien geht bis in die 1970er Jahr zurück und gilt daher als erste bedeutende Weinregion der Neuen Welt. Obwohl in allen Bundesstaaten der USA Weinbau betrieben wird, vereint Kalifornien schätzungsweise 90% der Produktion auf sich. Die bekanntesten Gebiete sind Sonoma und Napa Valley, welche nördlich von San Francisco liegen (North Coast). Vielen Winzer bauen ihre Weine nach europäischem Vorbild aus. Doch typische Bordeaux-Assemblagen und sortenreine Chardonnays erhalten aufgrund der vielen Sonnenstunden einen einzigartigen Charakter.
Die Weingärten Kaliforniens erstrecken sich über 1000 Kilometer weit entlang der Pazifikküste. Zahlreiche unterschiedliche Bodentypen und verschiedene klimatische Bedingungen wirken dabei auf den Weinbau ein. Als besonders günstig erweisen sich die vielen Sonnentage. Dass es nicht zu heiss und trocken für Weinbau in Kalifornien ist, verdankt der Bundesstaat seiner Nähe zum Ozean. Durch ihn sowie die Gebirgsketten und Tallagen teilt sich das Gebiet in verschiedene Mikroklimazonen, die jeweils unterschiedliche Weinstile hervorbringen. Das Image des sonnenverwöhnten Kaliforniens entspricht daher nur teilweise der Realität. Denn der Pazifik sorgt ganzjährig für Abkühlung. Aufgrund unterschiedlich hoher Gebirge variiert jedoch sein Einflussbereich. Mitunter dringen Meeresbrisen und Nebelschwaden weit ins Landesinnere vor. Dort fallen die Nächte kühl aus, was sich auf den Säuregehalt der Trauben günstig auswirkt.
Die Vielfalt der angebauten Rebsorten ist gross. Zu den wichtigsten zählen allerdings Chardonnay und Cabernet Sauvignon, welche eine Fläche von mehr als 30'000 Hektar einnehmen. Weitere weisse Sorten sind unter anderen Colombard, Chenin Blanc und Sauvignon Blanc, bei den Roten sind beispielsweise noch Merlot, Zinfandel, Pinot Noir und Syrah anzutreffen.