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Märchenmurmeln
Der Band versammelt formal sehr traditionelle Gedichte, mit Reim und Versmass und z.T. mit einer archaisierenden Wortwahl bzw. einer Anlehnung an niederdeutsche Wörter und Formulierungen.
Strukturiert werden die Texte in ihrer Abfolge mehr oder weniger lose durch zwei Themen, nämlich zum einen durch mehrere Gedichte zur Verschwundenen Schar, die bereits in "Der Schwarze Stein" eines der Leitthemen war, zweitens durch eine nicht näher beschriebene Frauenfigur "Turmalurma", die das Leitthema bildet für die Hauptabschnitte des Buchs (Berge, Wald, Stadt, Meer).
Der logische Zusammenhang der Gedichte ist die proteische Persönlichkeit als das Äusserste, was in einer disparaten Welt dem desparaten Ich noch möglich ist. Getreu dem Prinzip, Sicherheit in der Form zu suchen, wo die Sache selbst diese nicht zu bieten vermag.
Knut Stang
Knut Stang: Günstigstenfalls selbst eine Proteische Person. Historiker, Informatiker, Berater, Lyriker, Bildhauer, Sänger, Grafiker, Romancier, Publizist. Vielleicht vor allem ein unentwegter Grenzzänger entlang von Demarkationslinien, die sonst kaum jemand sehen kann. Oder sehen will. Und auf Verbindungslinien, die auch sonst kaum einer findet. Oder finden will.