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Lange hatte Netflix eine alleinige Vorherrschaft im Raum des Streamings. In den letzten 10 Jahren hat sich Netflix in den meisten Haushalten eingenistet. Wenn man im eigenen Umfeld herumfragt, wird man kaum einen Haushalt ohne einen Netflix Zugang finden. Der Streaming-Riese war seiner Konkurrenz lang voraus. Doch in den letzten Jahren hat sich das Feld der Anbieter um einiges verdichtet.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn es einfach schnell gehen soll, dann findest du in diesem Kasten die Hauptaussagen des Artikels:
- Netflix startete als DVD-Verleiher und wurde schnell zum grössten Streaming Anbieter der Welt.
- Schnell entwickelten sich viele Konkurrenten und alle Streaming-Anbieter haben wegen der Pandemie viele Abonnenten gewonnen.
- Heute steht Netflix unter grossem Druck von Unternehmen wie Disney+ und Amazon Prime.
- Text.
Der Netflix-Boom
Der heutige Streaming-Riese ist eigentlich um einiges älter als auf den ersten Blick gedacht. Das Unternehmen gibt es nämlich schon seit den 90er Jahren. Damals startete Netflix als ein Videoversandunternehmen und schickte seinen Kundinnen und Kunden DVDs nach Hause. Erst im Jahr 2007 begann Netflix das Streaming von Filmen und Serien anzubieten. In den ersten paar Jahren gab es dieses Angebot jedoch ausschliesslich in den Vereinigten Staaten von Amerika und es waren nur sehr wenige Filme verfügbar. Das neuartige Angebot war aber ein voller Erfolg, und in nur wenigen Jahren waren bereits Tausende Filme auf der Plattform verfügbar. Das Unternehmen begann also auch in anderen Ländern ihren Streaming-Service anzubieten und sogar eigene Serien und Filme zu produzieren. Im Jahr 2012 kam Netflix schliesslich nach Europa und nur zwei Jahre später auch in die Schweiz.
Die nächsten paar Jahre gehörten ganz Netflix. Es gab keinen anderen Streamingdienst, welcher mit dem Angebot von diesem Giganten konkurrieren konnte. Die Konkurrenz schlief aber nicht und begann eigene Plattformen aufzubauen.
Die Konkurrenz holt auf
Unternehmen wie Amazon, Apple und Sky starteten ihre eigenen Plattformen. Auf einmal war die Landschaft zwar etwas dichter, doch noch immer hatte Netflix einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Ein Problem hatte Netflix aber: Das Unternehmen war abhängig von Filmen und Serien, welche von anderen Studios produziert wurden. Sobald diese jedoch ihre eigenen Plattformen haben, würde Netflix viele Filme und Serien aus ihrem Angebot streichen müssen. Deshalb begannen sie auch immer mehr eigene Filme und Serien zu produzieren. Dafür mussten sie sich jedoch hoch verschulden. Kurz bevor die Welt wegen dem Coronavirus in den ersten Lockdown gezwungen wurde, war das Unternehmen zwar unter grösserem Druck von der Konkurrenz und verschuldet, aber trotzdem noch in einer sehr guten Verfassung. Corona selbst gab dem Unternehmen dann nochmals einen grossen Schub. Doch das Blatt sollte sich schnell wenden. Nicht nur konnten während der Pandemie viele der Konkurrenten von Netflix zahlreiche Abos verkaufen, es tauchte auch ein neuer grosser Rivale auf: Ende 2019 brachte Disney seinen eigenen Streamingdienst auf den Markt.
Die Streaming Wars
Mit Disney+ erhielt Netflix nun grosse Konkurrenz. Denn die neue Plattform konnte von Anfang an mit einer riesigen Bibliothek an Filmen in das Rennen steigen. Nach nur vier Jahren ist Disney+ bereits der drittgrösste Streamingdienst der Welt. Aber auch Amazon Prime und AppleTV+ konnten viele Abonnenten gewinnen. Das hat sich insbesondere dieses Jahr bemerklich gemacht, denn Netflix hat nicht annähernd so viele neue Abonnenten, wie sich das Unternehmen gedacht hatte. Vor allem in Amerika musste Netflix viele Verluste einstecken. Denn dort gibt es noch viel mehr Streaming Anbieter als bei uns. Der Kampf um die Abonnenten wird also immer heisser. In den USA redet man sogar von einem „Streaming War“ zwischen den vielen Unternehmen. Ob sich Netflix weiterhin durchsetzen kann, wird sich zeigen. Doch sicher ist, Drama bietet Netflix nicht mehr nur in ihrer Bibliothek.
Arbeitsmaterial
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