Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03269.jsonl.gz/1463

Rund um den Globus begeben sich mehr als 10.000 verschiedene Tierarten in regelmässigen zeitlichen Abständen auf Wanderschaft – zu Land, zu Wasser oder in der Luft. Auf der Suche nach Nahrung und Paarungspartnern legen einige von ihnen sogar Tausende von Kilometern zurück, überqueren Ländergrenzen und Kontinente. Die Gesamtzahl der sogenannten wandernden Tiere soll in die Milliarden gehen.
Vom Aussterben bedroht
Bekannte Beispiele sind Zugvögel, Lachse und Elefanten. Daneben zählen aber auch Insekten, Reptilien wie Meeresschildkröten oder Meeressäugetiere wie Wale und Seehunde zu den wandernden Tierarten. Vielen von ihnen geht es allerdings schlecht, zum Teil sogar sehr schlecht: Bei 44 Prozent dieser Spezies nimmt der Bestand ab, 22 Prozent sind sogar vom Aussterben bedroht, wie aus einem UNO-Bericht hervorgeht. Nur bei 14 der wandernden Arten habe sich der Erhaltungsstatus verbessert, darunter bei Blau- und Buckelwalen und beim Seeadler.
Der erste Bericht zum Zustand wandernder Arten wurde jetzt vom Sekretariat des «Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten» (CMS), einem 1979 geschlossenen UNO-Biodiversitätsabkommens, veröffentlicht und jetzt auf der 14. CMS-Konferenz in Samarkand in Usbekistan vorgestellt. Der sogenannten Bonner Konvention gehören heute 116 Mitgliedsstaaten an. Ihnen ist bewusst, dass sich die Zerstörung von Lebensräumen in einem einzigen Land auf das Überleben einer gesamten wandernden Art auswirken kann.