Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/237034

<h2>SubmittedText<h2><p>Können Sie uns die Daten geben zur Belegung der Intensivstationen von an Covid-19 erkrankten Patienten nach Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen, Body-Mass-Index für die Zeit von März 2020 bis jetzt.</p><p>- Unterscheiden Sie zwischen "an Covid" und "mit Covid" (d.h. aufgrund einer anderen Krankheit) hospitalisierten Patienten?</p><p>- Wenn nicht, warum?</p><p>- Wenn ja, gemäss welchen Kriterien?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) ist dem Bundesrat direkt unterstellt und administrativ beim VBS angesiedelt. Er nimmt bei der Pandemiebekämpfung eine koordinierende Rolle ein und wertet gestützt auf die Covid-19-Verordnung besondere Lage die Meldungen der Spitäler zur Bettenauslastung der Intensivstationen aus. Die Belegung der Intensivstationen wird erst seit dem Beginn der Covid-Pandemie erfasst. Für den Zeitraum 2017 bis März 2020 stehen deshalb keine Daten zur Verfügung. Im Zeitraum von April 2020 bis September 2021 waren die Intensivstationen durchschnittlich mit 660 Patientinnen und Patienten belegt. Die höchste monatliche Durchschnittsbelegung lag bei 821 im November 2020, die tiefste bei 594 im Juli 2021. Davon waren durchschnittlich 26 Prozent Covid-Patientinnen und -Patienten, mit einem Höchstanteil von 58 Prozent im November 2020 und einem Tiefstwert von 4 Prozent im Juni 2020. Die Erhebung der Daten zu Alter, Geschlecht, Vorerkrankung und BMI von Covid-Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen sind in der Covid-19-Verordnung besondere Lage nicht vorgesehen, der Koordinierten Sanitätsdienst hat daher keine Kompetenz diese zu erheben. In den Datenmeldungen der Spitäler wird auch nicht zwischen "an Covid" und "mit Covid" erkrankt unterschieden. Seit März 2020 existiert allerdings die Covid-19-Hospital Based Surveillance, die durch das BAG gesteuert und finanziert wird. Dies ist ein Überwachungssystem, in dem ausgewählte Schweizer Spitäler auf freiwilliger Basis den Verlauf von Covid-19-Hospitalisationen dokumentieren. Gestützt auf diese Datensammlung kann Folgendes festgehalten werden; Im Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis am 5. September 2021 wurden insgesamt 1146 Personen auf den Intensivstationen behandelt. Davon waren 111 80-jährig oder älter, 633 60- bis 79-jährig, 291 40-bis 59-jährig, 68 20- bis 39-jährig und 41 19-jährig oder jünger. Aufgeschlüsselt nach Geschlecht wurden in diesem Zeitraum 389 Patientinnen und 757 Patienten behandelt. Die Vorerkrankungen, die bei Intensivpatienten am Häufigsten verkommen, sind Bluthochdruck (632, 49 Prozent), chronische Herz-Kreislauf- Erkrankung (378, 29 Prozent) und Diabetes (366, 28 Prozent). Diese Angaben basieren jedoch auf einem Teilsample aller Spitäler und lassen sich nicht generalisieren. Über weitere Daten aus kantonalen oder spitalspezifischen Auswertungen verfügt der Bundesrat nicht.</p>