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Für 32 Millionen Franken erwarb die Stadt Zürich drei als «Gammelhäuser» bekannt gewordene Liegenschaften an der Neufrankengasse im Kreis vier. Es war ein teurer und – wie sich später herausstellte – voreiliger Kauf der Zürcher Stadtregierung.
Die insgesamt 74 Wohnungen werden ab August vom Sozialdepartement vermietet. Darin wohnen sollen Menschen, für die es bislang keine guten Unterbringungsmöglichkeiten gab, wie die Stadt Zürich mitteilte.
In der Liegenschaft an der Neufrankengasse 6 will das Sozialdepartement Randständige unterbringen, die Unterstützung beim Wohnen brauchen, sie aber eigentlich ablehnen. 44 kleine Wohnungen stehen dort zur Verfügung. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden nicht betreut, sondern von Fachpersonal «nur» beaufsichtigt, betont das Sozialdepartement. Sie hätten keine Krankheitseinsicht und zeigten keine Bereitschaft, sich medizinisch und psychiatrisch betreuen zu lassen. Im Eingangsbereich sorgen Schleusen für Sicherheit, ausserdem gibt es Videoüberwachung.
In der zweiten neu erworbenen Liegenschaft, an der Neufrankengasse 14, bietet das Sozialdepartement 30 Appartements für Sozialhilfebeziehende an, die nicht in der Lage sind, selbst eine Wohnung zu finden. Das Angebot richte sich an Einzelpersonen und Paare, die während ihrer Aufenthaltsdauer ambulant betreut und auf ihrem Weg zu einer eigenen Wohnung unterstützt werden.
Dialog mit den Nachbarn
Die beiden Projekte starten im August. Um Konflikte mit den Nachbarn an der Neufrankengasse zu vermeiden, hat die Stadt Zürich die Anrainerinnen und Anrainer der beiden Liegenschaften zur Teilnahme einer Resonanzgruppe eingeladen. Ausserdem soll der Eingangsbereich zu den Liegenschaften permanent überwacht werden.