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Die in den USA geborene Paganini zeigte sich nach dem Wettkampf enttäuscht. «Es ist schade, dass ich heute nicht zeigen konnte, was ich trainiert hatte», kommentierte die 20-Jährige nach ihrem zweiten Olympia-Auftritt in Peking. Mit ihren 168,91 Punkten blieb sie rund 23 Punkte und damit sehr deutlich unter ihrer Bestleistung der EM 2020 (192,88) und auch unter dem Wert der diesjährigen EM im Januar (178,10).
In der Tat lief es für Paganini in der Kür von Beginn weg nicht nach Wunsch. Bereits die erste Kombination ging schief; der Lutz gelang ihr nur doppelt statt dreifach. Das brachte sie aus dem Rhythmus und sie musste deshalb im Verlauf der Kür improvisieren und reagieren. «Das war nicht einfach für mich», so die neunfache Schweizer Meisterin und EM-Zehnte von diesem Januar.
Das lange Warten
Eine Erklärung für den missglückten Start in die Kür, die sie zur Sinfonie Scheherazade absolvierte, hatte Paganini ebenfalls: «Nach dem Einlaufen dauerte es bis zum Start fast eine Stunde. Es war das erste Mal, dass ich so lange warten musste, bis ich dran war. Es war schwierig, warm zu bleiben und nicht müde zu werden.»
Nach der Olympia-Premiere vor vier Jahren in Pyeongchang (21.) hatte sich Paganini für Peking sicherlich mehr erhofft. Allerdings lief es für die Tochter einer Niederländerin und eines Schweizers in den letzten Monaten nicht immer nach Wunsch. Unter anderem scheiterte ein Projekt mit Weltmeister Stéphane Lambiel als Trainer.
Waljewa zerbricht am Druck
Kamila Waljewa zerbrach nach dem Doping-Wirbel der letzten Tage am Druck. Die nach dem Kurzprogramm Führende stürzte und patzerte gleich mehrmals und fiel noch vom Podest. Die 15-Jährige musste mit Platz 4 Vorlieb nehmen.
Gold und Silber ging dennoch an die russischen Vertreterinnen. Olympiasiegerin wurde Anna Schtscherbakowa, die vor Alexandra Trussowa und der Japanerin Kaori Sakamoto triumphierte.