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Etwas getrübt wurde der Anlass durch Reglements-Änderungen, die den Qualifizierten und Verantwortlichen erst am Wettkampftag durch Aushang im Schiessstand vermittelt wurden. Für die Rangierung und somit Qualifikation für den Meisterfinal wurden diesmal die Anzahl 10er, 9er usw. herangezogen und der Meisterfinal begann heuer wieder bei «null», also nicht kumuliert mit dem Finaldurchgang. Dies führte doch zu einigen, nicht immer schönen, Wortgefechten. Schlussendlich konnte aber ein spannender und interessanter Wettkampf durchgeführt und mitverfolgt werden.
Gewehr 300 m: Ernst Hefti im Meisterfinal unter seinen Erwartungen
Die Glarner Delegation, bestehend aus den Veteranen Ernst Hefti (Jg. 1939), Ernst Hess (Jg. 1942) und Albert Gallati (Jg. 1953) sowie den Jungen Kira Hunold (Jg. 2004), Roman Hämmerli (Jg. 2002), Marc Knobel (Jg. 2000) und Michael Weber (Jg. 2000) gingen in den Kategorien E-V, D-V, E-U17 und E-U21 an den Start. Karabinerschütze Ernst Hefti gelang der Finaldurchgang, bestehend auf 5 Probe- und 20 Wettkampfschüssen auf die Scheibe A-10 glänzend und totalisierte 193 Punkte und führte damit die Rangliste mit 4 Zählern Vorsprung an. Albert Gallati, bei seiner Feuertaufe an einem schweizerischen Final, kam mit 178 Ringen, ebenfalls mit dem Karabiner, auf den 38. Rang. Er war grundsätzlich zufrieden, hätte aber den einen oder anderen Punkt mehr genommen. Ernst Hess absolvierte den Wettkampf mit dem Sturmgewehr 57-03 und erzielte 182 Punkte. Dies bedeutete den 27. Platz und eine sehr gute Erfahrung reicher. Leider konnte Ernst Hefti im Meisterfinal seine vorher gezeigte Leistung nicht mehr abrufen und musste sich am Schluss mit 87 Punkten und dem 8. Platz zufriedengeben. Herzliche Gratulation zur an diesem Tag gezeigten Leistung. Natürlich hat der Meisterfinal, mit dem kommandierten Schiessprogramm (3 Probe- und 10 Einzelschuss), ein ganz anderes Gesicht und trotzdem waren die Erwartungen bei den Begleitern und Schützenkameraden recht gross.
Für die Jungen ist ein solcher Finalanlass erstmals ein Erfolg und dazu eine wichtige Erfahrung. Für die beteiligten Glarner Nachwuchsschützinnen und -schützen war der Wettkampf leider nach dem ersten Finaldurchgang beendet. Die Jüngste unter den Glarner war Kira Hunold (Jg. 2004), sie schloss den Wettkampf mit 170 Ringen auf dem 65. Rang ab. Roman Hämmerli (Jg. 2002) totalisierte 179 Zähler und kam damit auf den guten 22. Rang. Die beiden in der Kategorie E-U21 gestarteten Glarner erzielten 176 Punkte, nämlich Marc Knobel als 71. und 167 Ringe Michael Weber als 132.
Pistole 50 m: Manfred Bertini holt die Silbermedaille
Für Manfred Bertini war es auch die erste Teilnahme an diesem Finalwettkampf. Den Finaldurchgang am Vormittag absolvierte er in seiner gewohnt ruhigen Art und Weise und kam mit seinen 184 Punkten auf den dritten Rang, was die klare Meisterfinal-Qualifikation bedeutete. Wer Manfred kennt, weiss dass er grundsätzlich keine Probeschüsse benötigt rsp. schiessen möchte. So fackelte er bei diesen Schüssen nicht lange und platzierte diese einfach auf die Scheibe. Den Meisterfinal gelang ihm wieder sehr gut und mischte während all seinen 10 Schüssen immer an der Spitze vorne mit. Eine «7» kostete ihm die Chance gar den Titel zu holen. Mit 90 Punkten klassierte er sich auf dem hervorragenden 2. Rang und durfte sich verdient die Silbermedaille umhängen lassen. Die Freude bei ihm wie auch den Gewehrschützen und der Delegation der Glarner Schützenveteranen Melgg Laager (Präsident), Hans-Peter Hirt (Chef Schiessen) und dem Schreibenden war riesig.
Rangverkündigung und Heimkehr
Das Rangverlesen fand dann im grossen Festzelt statt, wo sich Manfred Bertini gleich noch von seiner musikalischen Seite präsentierte. Noch vor Beginn der Rangverkündigung gab er mit seinem Jagdhorn ein kleines Konzert zum Besten und kam damit mehr als gut an. Dann war es dann endlich so weit, und die Kategorie, in der Manfred geschossen hatte, war an der Reihe. Glücklich und zufrieden nahm er die Medaille, den Preis und die Gratulationen entgegen.
Beim Zwischenhalt auf der Heimreise spielte er nicht nur mit seinem Jagdhorn, sondern auch gleich mit dem sich im Restaurant als Dekoration aufgehängten Posthorn. Dies gefiel den anwesenden Gästen und dem Wirt so gut, dass es eine grosse Pizza für alle offeriert gab. Als krönenden Abschluss machte Albert Gallati gleich noch ein kleines, internes Absenden. Der Grund lag darin, dass Manfred seinen Preis, ein Couvert mit einer Kranzkarte als Inhalt, im Festzelt vergessen hatte. Dieses wurde uns von einer jungen Schützin vor dem Zelt übergeben, ohne dass es Manfred bemerkt hat. Und so kam er auf dem Heimweg zu seinem verdienten Preis.
So fand ein wirklich schöner und erfolgreicher Wettkampf einen würdigen Abschluss. Albert Gallati liess es sich auch nicht nehmen, den Glarner Schützenveteranen für die Organisation des Kleinbusses für die gemeinsame Fahrt, mit Chauffeur Hans-Peter Hirt, zu bedanken. Er würde sich, und sicher auch die anderen Beteiligten Schützen, freuen, sich im nächsten Jahr wieder für diesen Final zu qualifizieren.
Die Ranglisten und Fotos sind wie immer unter http://www.glarner-schuetzen.ch/veteranen abrufbar.