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Vor 125 Jahren am 4. September 1888 patentierte George Eastman die Kodak-Rollfilmkamera und läutete damit die Ära der Amateurfotografie ein.
„The Kodak Camera“ war die erste serienmässig gefertigte Kamera aus dem Haus Eastman und bestand aus einer schlichten Rollfilm-Box. Anfänglich wurde die Kamera mit einem Papierstreifen für 100 Aufnahmen in der Fabrik geladen. Den zylindrischen Verschluss betätigte man durch eine Schnur. Nach 100 Aufnahmen wurde die Kamera samt belichtetem Film an Kodak zurückgeschickt. Die Firma entwickelte den Film und schickte die mit frischem Film bestückte Kamera an den Kunden zurück.
Bereits 1889 ersetzte Kodak den zylindrischen Verschluss durch einen Sektorenverschluss. Die Kodak No 1 war geboren und wurde bis 1895 in einer Stückzahl von über 10‘000 Stück produziert. Aufgrund ihres Objektivs nahm die Kodak No. 1 kreisrunde Bilder auf, was den Vorteil hatte, dass man sie nicht unbedingt gerade halten musste, um gute Bilder zu machen.
Ans_03123: Kodak No. 1 von 1889 (Nachfolgemodell der „Kodak Camera“)
Der Markenname “Kodak” ist übrigens der Legende nach Eastman’s Phantasie entsprungen und trug wesentlich zum Erfolg der Marke bei (The Story of Kodak, S. 55). Er wurde zu einem der berühmtesten Markennamen der Welt. Dennoch stürzte der Vormarsch der Digitalfotografie Kodak in eine tiefe Krise und zwang die Firma 2012 zur Einstellung der Film- und Kameraproduktion. Der Konzern konzentriert sich seither vorwiegend auf die Herstellung von Druckmaschinen.
Literatur: