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Vermox 100 mg ist ein Arzneimittel gegen Wurmkrankheiten im Darm, welche durch Maden-, Spul-, Peitschen-, «Palisaden-» und/oder Hakenwürmer verursacht sind.
Vermox 100 mg ist ebenfalls wirksam gegen gewisse Bandwurmarten (Rinder- und Schweinebandwurm).
Vermox 100 mg stört den Stoffwechsel der Parasiten, diese sterben dadurch ab und werden einige Tage später mit dem Stuhl ausgeschieden.
Da Madenwürmer leicht übertragen werden können, ist es ohne weiteres möglich, dass andere Familienangehörige unerkannt ebenfalls erkrankt sind. Unter diesen Umständen ist es ratsam, sämtliche Angehörigen einer Familie, bzw. einer Personengruppe, zu behandeln.
Um eine Übertragung der Parasiten zu vermeiden, sind strikte hygienische Massnahmen erforderlich. Jeder direkte Kontakt der Hände mit dem After ist zu vermeiden. Nach jedem Stuhlgang müssen die Hände (einschliesslich Fingernägel) gewissenhaft gereinigt werden. Die Unterwäsche ist oftmals zu wechseln. Die Wäsche wird durch Vermox 100 mg nicht verfärbt.
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe, die in Vermox 100 mg enthalten sind, dürfen Sie Vermox 100 mg nicht einnehmen.
Kindern unter 1 Jahr soll Vermox 100 mg nur auf Verordnung des Arztes oder der Ärztin gegeben werden.
Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie Rheuma- und Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen Vermox 100 mg nicht einnehmen.
Wenn Sie gleichzeitig ein Präparat mit Cimetidin (ein Arzneimittel gegen übermässige Sekretion von Magensäure) anwenden müssen, sollten Sie dies Ihrem Arzt/Apotheker oder Ihrer Ärztin/Apothekerin vorsichtshalber mitteilen.
Die gleichzeitige Verabreichung von Vermox mit Präparaten die Metronidazol enthalten, soll vermieden werden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder stillen, sollten Sie Vermox 100 mg nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen.
Im Tierversuch führte Vermox bei Ratten und Mäusen zu Missbildungen. Beim Menschen liegen bisher nur begrenzte Erfahrungen vor. Frauen im gebärfähigen Alter sollen Vermox 100 mg deshalb nur einnehmen, wenn eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden kann. Wenn eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen ist, darf Vermox 100 mg nicht eingenommen werden, es sei denn auf Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin.
Es ist nicht bekannt, ob Mebendazol in die Muttermilch übergeht. Bei der Einnahme von Vermox 100 mg während der Stillzeit wird empfohlen, abzustillen.
Wenn vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, wird Vermox 100 mg wie folgt angewendet:
Vermox 100 mg Tabletten können zerkaut oder unzerkaut mit etwas Flüssigkeit oder mit dem Essen eingenommen werden; Kindern können sie auch zerdrückt gegeben werden.
Die folgenden Dosierungen gelten für Erwachsene und Kinder über 1 Jahr, unabhängig vom Körpergewicht:
Befall mit Madenwürmern: 1 Tablette als einmalige Dosis. Es empfiehlt sich, die Behandlung nach 2 Wochen zu wiederholen.
Befall mit verschiedenen Wurmarten, Spul-, Peitschen-, «Palisaden-» und Hakenwürmer: Je 1 Tablette morgens und abends an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.
Bandwurmarten: 2× täglich 1-2 Tabletten während 3 Tagen.
Zusätzliche diätetische Massnahmen oder die Einnahme von Abführmitteln sind nicht erforderlich.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Folgende Nebenwirkungen wurden festgestellt und können bei der Einnahme von Vermox 100 mg auftreten:
Gelegentlich können Schwindelgefühl, Durchfall, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen (diese können auch vom Wurmbefall selbst stammen), sowie Kopfschmerzen und Schwindel auftreten. Allergisch bedingte Hauterkrankungen (Stevens-Johnsons-Syndrom) und Überempfindlichkeitsreaktionen auf den Wirkstoff können nicht ganz ausgeschlossen werden; diese treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf und äussern sich durch Hautausschläge, Juckreiz, Nesselsucht und örtlich begrenzte Schwellungen (Angioödem). Informieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Dieser/diese wird entscheiden, wie die Behandlung fortzusetzen ist.
In sehr seltenen Fällen sind Haarausfall, Blutbildveränderungen, welche sich durch Fieber, Halsschmerzen, und andere Zeichen einer Angina äussern können, beobachtet worden. Konsultieren Sie in diesen Fällen sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie die Behandlung fortsetzen. Es können auch sehr selten Leberentzündungen auftreten.
Bei Kleinkindern können sehr selten Krämpfe auftreten.
Ausserdem kann auch der Farbstoff E 110 (Gelborange S) eine Überempfindlichkeitsreaktion an Haut und Atmungsorganen auslösen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder mit bekannter Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Wird Vermox in höheren als den empfohlenen Mengen oder über längere Zeiträume hinweg eingenommen kann dies Blut-, Nieren- und Lebererkrankungen zur Folge haben, die in einigen Fällen schwere Formen annehmen können. Daneben kann Haarausfall auftreten, der in einigen Fällen dauerhaft sein kann.
Wenn Sie zu viel Vermox eingenommen haben, können Sie an Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall leiden. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der Ihnen dann empfehlen kann, Aktivkohle einzunehmen, die die Menge an Vermox absorbieren wird, die sich noch in Ihrem Magen befindet.
Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren!
Vermox 100 mg ist in der verschlossenen Originalpackung, an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufzubewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Bringen Sie nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle zur fachgerechten Entsorgung.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
1 Tablette Vermox 100 mg enthält als Wirkstoff 100 mg Mebendazol; Aroma- und Süssstoffe (Saccharinum), Farbstoff: Gelborange S (E 110) und Hilfsstoffe pro Tablette.
38853 (Swissmedic).
In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.
Packungen zu 6 Tabletten.
Janssen-Cilag AG, Zug, ZG.
Diese Packungsbeilage wurde im November 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.