Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03107.jsonl.gz/2495

«Der Stadtrat hat das Postulat geprüft und bittet in seiner Antwort das Parlament, den Vorstoss als nicht erheblich zu erklären. Er ist der Meinung, dass die Erstellung einer solchen Liste viel zu aufwändig wäre, da sie bis zu 800 Positionen enthielte. Zudem sieht er in dieser Transparenzschaffung keine unmittelbare Kosteneinsparung, sondern prognostiziert sogar eine Kostenerhöhung.
Meiner Meinung nach verpasst der Stadtrat mit der Ablehnung dieses Postulats eine Chance zur Transparenz, welche gerade mit Hinblick auf das prognostizierte Defizit wichtig wäre. Die Begründung, dass die Auflistung in einem ersten Schritt keine Kosten einsparen würde, mag stimmen, aber sie böte als eine von vielen Informationsquellen die Grundlage für Entscheidungen. Die gesamte Antwort erweckt den Anschein, dass die Verwaltung ihr Portfolio nicht zu kennen scheint und somit die Kostenstruktur ihrer Arbeit nicht abzuschätzen vermag. Ich stimme mit dem Stadtrat überein, dass die nicht direkt zuweisbaren Gemeinkosten nicht immer scharf einer Aufgabe zuzuordnen sind. Allerdings bin ich der Meinung, dass es genügend erprobte Verfahren gibt, um diese Herausforderung zu bewältigen.
Ich fordere das Parlament auf, den Antrag des Stadtrates, das Postulat als nicht erheblich zu erklären, abzulehnen und damit mehr Transparenz zu ermöglich.»
Olav Baumann, Rossrüti