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Schweizer Illustrierte: Melanie Winiger, um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Melanie Winiger: Um glatte 100 Prozent! Nicht mehr arbeiten und nur noch reiten - das würde mich sehr happy machen.
Wie hätte Ihr Vorname als Bub gelautet?
Christopher Robin, wie die Figur aus «Winnie Pooh». Meine Mutter wollte eigentlich einen Jungen, und der Name hatte ihr gefallen.
Was hatten Sie als Kind für einen Spitznamen?
Mogli. Ich hatte genau den gleichen Pagenschnitt und war spindeldürr.
Wann haben Sie zum letzten Mal etwas Selbstgebasteltes verschenkt?
Vor zwei Wochen. Und zwar etwas mit einem Kristall. Und bevor Sie fragen, ich verrate nicht, für wen das Geschenk war.
Wo an Ihrem Körper tut es Ihnen weh?
Verspannungen im Nacken, die Schulter, das Übliche halt. Und meine Kniescheibe spinnt. Die dreht sich irgendwie nicht mehr synchron mit dem Rest des Knies. Seltsam, seltsam.
Die Leute zerreissen sich schon zu oft den Mund über mich
Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen: Aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften setzen Sie ihn zusammen?
Ich habe den perfekten Ort bereits gefunden: Rosa Brook in Australien. Nah am Meer, mit ganz vielen wilden Pferden und diese unendliche Weite... Mehr geht nicht.
Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie Ihren Teller nicht leer essen?
Privat passiert mir das selten. Schon als Kind wurde mir eingetrichtert, nur so viel zu schöpfen, wie ich auch esse.
Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Handydisplay?
Ein Foto meines Sohnes. Der Klassiker.
Haben Sie einen Organspendeausweis?
Ja, seit Urzeiten. Muss man den eigentlich erneuern? Keine Ahnung. Auf jeden Fall darf man sich nach meinem Tod frei bedienen.
Haben Sie Tattoos?
(Schliesst die Augen und zählt.) Sieben. Und demnächst werden es sogar acht. Das allererste war eine Trotzreaktion auf meine Eltern. Ich liess mich gleichzeitig piercen und tätowieren.
Über welche Tat von Ihnen wird man noch lange nach Ihrem Ableben reden?
Ehrlich gesagt wäre ich froh, wenn man nach meinem Tod nicht mehr so viel über mich spricht! Die Leute zerreissen sich jetzt schon zu oft den Mund über mich. Aus irgendeinem Grund heisst es ja «Rest in Peace», Ruhe in Frieden.
Die bisher beste Idee Ihres Lebens? Und die dümmste?
Ich hatte schon sehr viele gute und sehr viele dumme Ideen. Aber das Gute an den schlechten Ideen ist, dass ich mehr daraus gelernt habe.
Welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
(Überlegt lange und lacht dann laut!) Jon Bon Jovi oder Keith Richards heiraten! Den Wunsch habe ich begraben - aber ein Traum wäre es immer noch.
Welche Werke haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
«Die vier Versprechen» von Schamane und Toltekenmeister Don Miguel Ruiz. Ich stehe sonst nicht so auf Guru-Bücher - aber dieses macht echt Sinn. Es stellt alles und einen selbst infrage.
Welche Pille müsste man erfinden?
Eine für Empathie. Die würde die Welt auf einen Schlag verändern.
Falls Ihr Leben verfilmt wird: Wer sollte die Hauptrolle spielen?
Keith Richards! Ich habe ja auch eine männliche Seite...
Als Sie 16 Jahre alt waren: Wie sah da Ihr Zimmer aus?
Vollgepflastert mit Postern von Jon Bon Jovi. Ich hatte sogar eine lebensgrosse Statue von ihm im Zimmer. Es war ein bisschen gestört, das gebe ich zu...
Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Ich bin von intelligenten und inspirierenden Menschen umgeben, die mir immer wieder mal Ratschläge geben. Der Beste? «Denk mehr an dich selbst!»
Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Mit Knutschen und so? Das war Martin Kägi in der siebten Klasse im Tessin. Wir waren unzertrennlich. Ich bekomme jetzt noch Hühnerhaut, wenn ich daran
denke...
Wer ist Ihr bester Freund oder Ihre beste Freundin?
Ich habe einen ganz langjährigen und engen Freundeskreis. Und ich liebe jeden auf seine Art.
Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut?
Es war das schönste Geschenk, das ich jemals erhalten habe. In Australien verliebte ich mich Hals über Kopf in ein Pferd. Die Besitzerin machte mir dann aus Schwanzhaaren einen Schlüsselanhänger. Ausser meinem Sohn habe ich noch nie jemanden so fest vermisst wie dieses Pferd.