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Mireille Schnyder, Do 14:00-15:45, Vorlesung,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Die Wahrnehmung und Darstellung des Fremden rekurriert immer auch auf Kategorien wie „schön“, „hässlich“, „schrecklich“, „erstaunlich“, etc., sowohl in Bezug auf Menschen und Naturorte wie auf Kunstgegenstände. Für die Zeit der Vormoderne, vor der Ausdifferenzierung eines philosophischen Ästhetikdiskurses, stellt sich die Frage nach der semantischen Aufladung dieser Begriffe sowie ihrer diskursiven Verortung. Anderseits ist in der Begegnung mit dem Fremden der Affekt des Staunens von zentraler Bedeutung, als Anfang von Neugier, Anfang von Aufmerksamkeit, aber auch Anfang von Abwehr und Indiz einer Grenze. Die Vorlesung versucht der Bedeutung von Fremdheit und Alterität für poetologische und ästhetische Reflexionen in der Vormoderne nachzugehen.
Angela Esterhammer, Mi 12:00-14:00, Vorlesung,
Lehrveranstaltungssprache: Englisch
From the eighteenth-century Grand Tour to the later nineteenth-century age of steam and rail, British writers gazed, dreamed, and travelled southwards to the Continent and above all to Italy. They were drawn by its classical heritage, its art and architecture, landscape and climate, language and poetry, politics and people. Throughout nineteenth-century literature, these experiences of travel and expatriate lifestyles contribute to British self-definition by providing a way of articulating contrasts between the North and the South as well as between the ancient and the modern world. Italy holds special meaning for nineteenth-century women writers as it symbolizes the freedom to experiment with different poetic voices and artistic roles. This course will survey the various contexts in which English literature looks southward during the period 1780-1900, in travel accounts, Gothic fiction, lyric poetry, dramatic monologues, and Victorian novels. The appropriation, construction, and (mis)interpretation of Italy throughout the century provides a fascinating, extended example of English literary encounters with the 'foreign.'.
Peter Fröhlicher, Mi 8:00-9:45, Vorlesung,
Lehrveranstaltungssprache: Französisch
Download des Romanix über diesen Link zum Romanischen Seminar.
Thomas Fries, Karl Wagner
Mi 16:15-17:00, Vorlesung
Mi 17:15-19:00, Seminar
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Unterrichtsmaterialien: Programm und http://www.textmachina.uzh.ch/ds
Prüfung nur VL: Mdl. Prüfung nach Vereinbarung
Die kombinierte Lehrveranstaltung (Vorlesung und Seminar) befasst sich mit der deutschen Literatur und Literaturwissenschaft zur Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945). Die literarischen und literaturwissenschaftlichen Texte werden in einen grösseren historisch-geistesgeschichtlichem Zusammenhang gestellt, zugleich kommen verschiedene Perspektiven (z.B. politische Positionen der Autoren, Deutschland, Österreich und die Schweiz) zur Darstellung. Wegen der Grösse des Gebiets und der Bedeutung der vielfältigen historischen und literarischen Zusammenhänge haben wir Dozenten uns für eine Doppelveranstaltung entschieden, die aus Bologna-technischen Gründen getrennt angeboten werden muss, die wir aber als eine Einheit planen und durchführen. Im Vorlesungsteil werden wir versuchen, die allgemeinen Hintergründe zu einem bestimmten Thema (z.B. völkische Germanistik) darzustellen und durch Fallstudien zu vertiefen, im Seminarteil wird dieses Thema auf der Basis von Texten und Textauszügen gemeinsam besprochen (Moderation durch die Studierenden).
Im Einzelnen wird die Veranstaltung einem chronologischen Ablauf folgen und sowohl die Zeit vor 1933 wie nach 1945 mitberücksichtigen. Sie wird sich an zeitlichen wie örtlichen Koordinaten orientieren (1933, 1934, 1938...; Berlin, Wien, Zürich...), die medienpolitischen Ausrichtungen und den Literaturinstitutionen im Auge haben und auch die Exilliteratur bzw. –literaturwissenschaft berücksichtigen.
Das genaue Programm mit praktischen Hinweisen und der Textauswahl für Seminar und Vorlesung wird Mitte August 2011 auf http://www.textmachina.uzh.ch/ds gestellt. Da das Platzangebot beschränkt ist, bitten wir alle interessierten Studierenden (BA/MA/Liz) und Hörer um Voranmeldung (<email-pii> oder <email-pii>).
Zum Seminar findet ein Tutorat statt.
Tatiana Crivelli Speciale, Di 10:15-12:00, Vorlesung,
Lehrveranstaltungssprache: Italienisch
«In Italia seicentoquaranta, in Lamagna duecentotrentuna, cento in Francia, in Turchia novantuna…»: impossibile memorizzare l’ironica agilità dell’aria del Catalogo di Leporello senza rammemorare contemporaneamente i numeri delle infinite conquiste di Don Giovanni sciorinati in rima dal complice del seduttore, nell’opera di Mozart e Da Ponte; e altrettanto impossibile recitare la sequenza dei versi senza trovarsi a canticchiarla. Testo e musica si inverano reciprocamente. Tuttavia, ciò non impedisce alla critica letteraria di dedicarsi, con sempre maggiore assiduità, allo studio dei libretti d’opera in quanto testi a sé stanti, di studiarli conferendo loro autonomia, nell’intreccio fra poesia, musica e teatro di cui si costituisce la natura del melodramma.
Senza pretendere di sciogliere la vexata questio dei rapporti fra libretto e musica, ma tenendola tuttavia ben presente come questione metodologica di fondo su cui orientare l’interpretazione, in questo corso si esamineranno alcuni fra i libretti d’opera più rilevanti per la produzione in lingua italiana. Dopo aver illustrato i principali aspetti costitutivi del genere libretto, si discuteranno alcuni esempi poetici significativi, in un percorso di analisi che, attraversando i secoli dal XVII al XX, evidenzierà i tratti caratteristici di questo genere letterario, soffermandosi su strutture, forme, temi, intesi nella loro interazione reciproca con la dimensione musicale.
Per la preparazione all’esame scritto, che avrà luogo nel corso dell’ultima lezione, si richiede, oltre alla conoscenza della materia svolta in classe, la conoscenza delle forme metriche poetiche discusse e la lettura (preferibilmente accompagnata dall’ascolto) integrale di tre libretti d’opera a scelta, fra quelli trattati durante il semestre.
Una bibliografia specifica, destinata agli approfondimenti individuali, verrà indicata nel corso del semestre e, dove possibile, messa a disposizione sul modulo OLAT di accompagnamento al corso. Il testo di riferimento, a disposizione nella biblioteca di presenza del Romanisches Seminar (stanza G31) è la raccolta di Libretti d’opera italiani dal Seicento al Novecento, a c. di Giovanna Gronda e Paolo Fabbri, Milano, Mondadori, 1997 [Meridiani].
Nota bene: Teilnehmende aus anderen Studiengängen werden gebeten während der ersten Sitzung mit der Dozentin Kontakt aufzunehmen, um allfällige Sonderregelungen bezüglich Modulprüfung und ECTS-Anerkennung zu vereinbaren.
Modul AVL BA: 136 Vorlesung Wahlbereich-VS (2 KP)
Klaus Müller-Wille, Do 9:00-9:45, Vorlesung,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Im angloamerikanischen Raum ist in den letzten zwei Jahrzehnten ein neues theoretisches Interesse an der Geschichte des Buches entstanden, das sogar zur Etablierung der "book-history" als eines neuen Forschungszweiges (inklusive eigener Zeitschrift) geführt hat. Die Vertreter dieser literaturwissenschaftlichen Strömung (u.a. Jerome McGann, Donald Francis McKenzie) sind in erster Linie von soziologischen Theorien geprägt und versuchen entsprechend, die Rolle von Verlegern, Text-Layoutern und Buchproduzenten im Verhältnis zur Wirkungsmacht des Autors neu zu bewerten. Im Verlaufe ihrer Forschung gehen sie allerdings auch ausführlich auf die Bedeutung der konkreten Schriftbild-Gestaltung (u.a. Typographie, Buchlayout oder Materialität des Papiers) für die Interpretation literarischer Texte ein. In diesem Sinne nähern sie sich Positionen deutschsprachiger Medientheoretiker an (u.a. Hans Ulrich Gumbrecht, Sybille Krämer), die sich ebenfalls mit der Bedeutung der Visualität und Materialität von Texten beschäftigt haben.
In der Vorlesung sollen diese unterschiedlichen theoretischen Zugänge zur Materialität der Literatur vorgestellt und kritisch diskutiert werden. Weiterhin soll die Bedeutung der Materialität von Texten an konkreten Fallbeispielen aus der skandinavischen und europäischen Literatur illustriert werden. Dabei soll auch auf die neue Bedeutung der Manuskriptkultur eingegangen werden, die sich in Abgrenzung zur rasant ansteigenden Buchproduktion zu Beginn des 19. Jahrhunderts etabliert.
Einführende Literatur (eine ausführliche Bibliographie zum Thema wird in der VL verteilt):
Modul AVL BA: 138 Vorlesung Wahlbereich-VS (2 KP)
Patrick Labarthe, Di 12:15-13:45, Vorlesung,
Lehrveranstaltungssprache: Französisch
Sylvia Sasse, Di 10:15-12:00, Vorlesung,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die russische Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart und führt in literaturtheoretische und methodische Fragestellungen ein. Dabei werden literarische Epochen und Phasen immer an spezifische Themen geknüpft - u.a. Literatur und Religion im 17. Jh., Wissenspoetiken im Klassizismus, Affektrhetoriken im Sentimentalismus, Orientalismus in der Romantik, Mimesis und Antimimesis im Realismus, Lebenskunst im Symbolismus, Intermedialität in der Avantgarde, politische Narrative im Sozialistischen Realismus, Intertextualität in der Postmoderne, Chronotopoi des literarischen Exils. Die Vorlesung wird ergänzt durch eine Übung, die sich der Lektüre und Analyse zentraler literarischer Texte widmet.
Thomas Strässle, Klaus Müller-Wille, Mi 16:15-18:00, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Wörter haben nicht nur Bedeutungen, sondern auch einen Körper. In der neueren Literaturwissenschaft wird dieser Aspekt unter dem Stichwort einer »Materialität der Sprache« verhandelt. Es geht darum, die Sprache in ihren phonetischen und graphematischen Qualitäten und Phänomenalitäten ernst zu nehmen und den tradi-tionellen hermeneutischen Übersprung über den materiellen Signifikanten zum Signifikat zu vermeiden. Grundsätzlich kann eine solche Perspektive an jeder Literatur erprobt werden, doch erweist sich die Frage nach der Materialität der Sprache mit Blick auf die Avantgarden des 20. Jahrhunderts als besonders ergiebig. Das Seminar will zuerst den Einstieg vermitteln in die theoretischen Materialitätsdebatten in der Literaturwissenschaft und wird sich im Anschluss daran mit der materiellen Poesie und Poetologie avantgardistischer Strömungen wie Dadaismus, Surrealismus, Konkrete Poesie, Oulipo etc. beschäftigen.
Der genaue Seminarplan wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
Zur einführenden Lektüre empfohlen:
Kevin Vennemann, Do 16:15-18:00, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Die Tragödien des antiken Dramatikers Sophokles haben in einigen der bedeutendsten philo-sophischen und theoretischen Texte der Moderne ihre Spuren hinterlassen. Insbesondere An-tigone tritt wiederholt in den Versuch eines Dialoges mit der Philosophie, der nicht immer funktioniert und nur selten explizit unternommen wird.
Das Seminar will die Fährte des modernen Gesprächs mit Antigone im deutschen Idealismus aufnehmen und durch das Denken der materialistischen Dialektik hindurch verfolgen, durch das Zeitalter der Psychoanalyse und bis tief hinein in die Postmoderne. Eng gelesen werden kurze Ausschnitte aus Schriften von Hegel, Marx, Freud, Lacan, Levinas, Foucault, Derrida, Butler, Ronell, Žižek. Exkurse zu Sophokles’ Ödipus-Tragödien, zu Shakespeares Timon und den Neufassungen der Antigone durch Brecht, Anouihl und Hochhuth sollen diesen Überblick abrunden.
Das Seminar hat einführenden Charakter. Vorausgesetzt wird lediglich die Lektüre von Sophokles’ Tragödien König Ödipus und Antigone (Reclam) vor Semesterbeginn. Anregungen, Vorschläge, Fragen etc. sind jederzeit willkommen: <email-pii>
Modul AVL BA: 336 Seminar Wahlbereich-VS (3 KP)
Georges Felten, Mi 10:15-12:00, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Spannung - im Sinne des englischen bzw. französischen "suspense" - steht
nach wie vor in dem Ruf, sich nur bedingt als
literaturwissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand zu eignen: Wie bei
einem vor allem mit Unterhaltungsliteratur in Verbindung gesetzten
Begriff nicht anders zu erwarten, sei sie allzu stark auf die bloße
Story fokussiert (Stichwort: "reading for the plot"); zudem hänge ihre
Beurteilung in nicht unerheblichem Maß von der Idiosynkrasie des
jeweiligen Lesers ab. Um gegen solche Vorverurteilungen anzugehen,
wollen wir in diesem Seminar untersuchen, an welchen Textmerkmalen man
Spannung konkret festmachen kann. Zu dem Zweck werden wir das
Strukturphänomen gewissermaßen in seiner Reinform unter die Lupe nehmen -
im Kriminalroman - und klassische Typologieversuche auf ihre Gültigkeit
hin befragen: Worin besteht der Unterschied zwischen Rätselspannung und
Konflikt- bzw. Bedrohungsspannung (Todorov)? Was macht die Eigenart von
Spannungs- im Vergleich zu Überraschungseffekten aus (Hitchcock)?
Welche Interaktionen sind zwischen Spannungseffekten auf der Ebene der
histoire und der des récit zu beobachten? Anhand der Verfilmungen von
Klassikern des Kriminalromans wollen wir schließlich der Frage
nachgehen, ob es medienspezifisch besonders wirksame Formen der Spannung
gibt.
Als Voraussetzungen für die Teilnahme am Seminar sind mitzubringen: Lust am "Krimi" und an Strukturanalysen. Die im Rahmen zu lesende Primärliteratur hängt in großen Teilen von den Vorlieben der Teilnehmer/-innen selbst ab. Unerlässlich ist es, für die erste Sitzung E. T. A. Hoffmans Das Fräulein von Scuderi (1819 [Stuttgart: Reclam, 2006]) und Edgar Allan Poes The Murders in the Rue Morgue (1841, dt. Die Morde in der Rue Morgue, Stuttgart: Reclam, 1986 [zweisprachige Ausgabe]) gelesen zu haben.
Zur Einführung empfohlen:
Peter Nusser, Der Kriminalroman, Stuttgart: Metzler, 42009
Peter Wenzel, "Zur Analyse der Spannung", in: Peter Wenzel (Hg.), Einführung in die Erzähltextanalyse, Trier: WVT, 2004, S. 181-195
Lektürevorschläge:
Leo Perutz, Der Meister des Jüngsten Tages (1922/1923 [München: dtv, 2008])
Friedrich Glauser, Matto regiert (1936 [Zürich: Unionsverlag, 2004])
Raymond Chandler, The Big Sleep (1939 [Stuttgart: Reclam, 1994], dt. Der große Schlaf, Zürich: Diogenes, 2009) / Howard Hawks, The Big Sleep (1946)
Boileau-Narcejac, Sueurs froides (D'entre les morts) (1954 [Paris: Gallimard, 1999], dt. Aus dem Reich der Toten, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1985 [im Antiquariat erhältlich]) / Alfred Hitchcock, Vertigo (1958)
Friedrich Dürrenmatt, Das Versprechen (1958 [Zürich: Diogenes, 1986]) / Sean Penn, The Pledge (2001)
Umberto Eco, Il nome della rosa (1980, dt. Der Name der Rose, München: dtv, 2008) / Jean-Jacques Annaud, Il nome della rosa (1986)
Modul AVL BA: 338 Seminar Wahlbereich (3 KP)
Barbara Naumann, Di 10:15-12:00, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
In Nietzsches Denken werden immer wieder Prozesse der Sprachwerdung und des Ausdrucks reflektiert. Dabei steht der Vorgang der Transformation, der Übersetzung und Übertragung im Zentrum. Nietzsche erkennt solche Übertragungsprozesse z.B. im schönen Kunstwerk, aber auch im Handeln, im "Ich sagen" und "Ich thun". - In diesem Seminar sollen die "Geburt der Tragödie" und nachgelassene Schriften aus ihrer Entstehungszeit so wie Auszüge aus der "Fröhlichen Wissenschaft" und aus "Also sprach Zarathustra" gelesen werden. Vor allem Fragen der Rhetorik und Stilistik, der Sprach- und Musiktheorie und der Gewalt werden dabei im Vordergrund stehen. - Unbedingt erforderlich ist die Anschaffung der "Kritischen Studienausgabe", Hg. G. Colli und M. Montinari (dtv) bzw. der Reclam-Ausgaben, die auf ihr basieren. Bitte schauen Sie auch den faksimilierten Nachlass im Netz an: http://www.nietzschesource.org/facsimiles/DFGA.
Christina Ljungberg, Mi 14:00-15:45, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Englisch
Travel and writing have always been intimately connected. The traveller’s tale of far and distant countries is a genre as old as story-telling itself and, very early on, writing became an essential part of travelling and documentation an integral feature. Starting with Oroonoko, Aphra Behn’s short memoir and travel narrative, and Daniel Defoe’s Robinson Crusoe, a tale from early Modernity that expertly explores the uncertain boundary between travel writing and fiction, we will look at how the genre of travel writing has developed over time to involve colonialism and imperialism as well as postcolonialism, multi- and transculturalism, contact zones, border crossing, diaspora, questions of identity and map theory. Other texts and films will include Robert Louis Stevenson’s short stories in South Seas Tales, E.M Forster’s A Passage to India, Jean Rhys’ Wide Sargasso Sea, Bruce Chatwin’s In Patagonia, and Jamaica Kincaid’s A Small Place.
The theoretical texts will be made available on OLAT during the semester break.
Students should purchase the following novels:
Modul AVL BA: 342 Seminar Wahlbereich-VS (3 KP)
Barbara Naumann, Di 14:00-15:45, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Kants Schrift "Kritik der Urteilskraft" (1790) bildet nach wie vor eine Grundlage für Fragen der Ästhetik und Poetik und damit für das Selbstverständnis der Literaturwissenschaft. In diesem Seminar sollen daher zentrale Passagen aus Kants dritter Kritik gelesen werden. Zur Diskussion werden neben den Fragen, was "Kritik" und was "Urteilskraft" heisst, vor allem Konzepte wie das Schöne, das Erhabene, die Darstellung, das Genie stehen. - Weiterhin werden wir einige Texte anderer Autoren zu Frage der Schönheit um 1800 lesen, z.B. von Baumgarten, Fr. Schlegel, Karl Philipp Moritz und Schiller. - Kants Text prägt die literaturwissenschaftliche Kritik bis in die Gegenwart; daher wird sich das Seminar auch mit jüngeren Kommentaren zum Werk auseinandersetzen.
Zur Anschaffung empfohlen:
Kant: Kritik der Urteilskraft (versch. Ausgaben, z.B. Meiner Verlag, Suhrkamp TB). Jean Grondin: Kant zur Einführung. Hamburg: Junius, 2002 Zur weiteren Lektüre empfohlen: SYMBOL. Grundlagentexte aus Ästhetik, Poetik und Kulturwissenschaften. Hrsg. von Frauke Berndt u. Heinz J. Drügh. Frankfurt /M. 2009. Christiaan Hart Nibbrig (Hg.): Was heisst 'Darstellen'? Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1994. Rodolphe Gasché: The Idea of Form: Rethinking Kant's Aesthetics. Stanford: Stanford U.P., 2003.
Texte bzw. Auszüge werden auf OLAT bereitgestellt.
Klaus Müller-Wille, Wolfram Groddeck, Di 14:00-15:45, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Editionswissenschaft oder Textkritik ist eine alte Kulturtechnik der bewahrenden Prüfung wichtiger Texte, die in ihrer Entstehung und Wirkung über die germanistische Disziplin hinaus weist. Das Seminar soll, im Dialog zwischen skandinavistischer und germanistischer Philologie einen vertieften Einblick in Logik, Anspruch und technische Standards der aktuellen Editionswissenschaft und Textkritik geben. Zunächst geht es um die praktischen Fragen: Was ist eine "Historisch-kritische Ausgabe", was ist eine "Kritische Ausgabe", was ist eine "Studienausgabe", und was leisten die unterschiedlichen Typen der Edition? Die Grundfrage ist dabei: Auf welcher materialen Grundlage lesen und interpretieren wir eigentlich literarische Texte, deren fragloses Vorhandensein wir immer schon voraussetzen? Editionsphilologie enthält ein kritisches hermeneutische Reflexionspotential, das auch zu neuen exegetischen Fragestellungen führen kann. Geplant sind einerseits Vorstellungen und kritische Prüfung konkreter historisch-kritischer Editionen (z.B. Hölderlin, Heine, Ibsen, Kafka, Kierkegaard, Nietzsche, Robert Walser) im Vergleich mit konventionellen Editionen, zum andern Diskussionen allgemeiner Editionskonzepte und grundlegender Texte zur Editionstheorie.
Eine ausführliche Liste mit Sekundärtiteln zum Thema wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt. Zur ersten Einführung empfohlen:
Caroline Torra-Mattenklott, Do 12:15-13:45, Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Die Figur, in der Rhetorik ebenso beheimatet wie in der Geometrie, in der bildenden Kunst und im Tanz, kann gleichermassen als eine sprachliche, visuelle und kinetische Form gedacht werden: als eine Abweichung in der Anordnung von Worten oder Gedanken, als Raumgestalt, Geste oder Zeichnung. Nicht zuletzt wegen ihres transmedialen Charakters ist die Figur in jüngster Zeit wiederholt zu einem Gegenstand kultur- und medienwissenschaftlicher Untersuchungen geworden, die das Potential des Figurbegriffs für die Beschreibung performativer Bild-, Text- und Körperkonzepte erproben. Ausgehend von der rhetorischen Figur stellt das Seminar verschiedene Figurkonzepte vor und geht ihren poetologischen Implikationen nach: Wie ist es zu verstehen, wenn eine Erzählung als Zirkel, ein Novellenzyklus als Pentagramm, ein Gedicht als Schlangenlinie, Pirouette oder Sternbild vorgestellt wird? Zum Lektüreprogramm gehören literarische, poetologische und philosophische Texte des 18. bis 20. Jahrhunderts, u.a. von Karl Philipp Moritz, Novalis, Gottfried Keller, Stéphane Mallarmé, Paul Valéry und Rainer Maria Rilke. Das Seminar richtet sich an Studierende der Germanistik sowie der Allgemeinen und vergleichenden Literaturwissenschaft.
Modul AVL BA: 346 Seminar Wahlbereich-VS (6 KP)
Barbara Straumann, Alexander Markin Di 16:15-18:00, Do 12:15-13:45 Seminar,
Lehrveranstaltungssprache: Englisch
Conceived as an intensive reading course, this seminar provides students with the theoretical training that is needed for the type of research they will undertake on the MA level. In our discussion of selected theoretical texts, we will define the theoretical concepts and trace the critical tropes and Denkfiguren these texts work with, as well as examine the ways in which they build and present their arguments. Our three areas of focus will be 1) “Psyche and Literary Culture” (Sigmund Freud), 2) “Power and Literary Culture” (Michel Foucault, Mikhail Bakhtin, Julia Kristeva), and 3) “Literature as Cultural Philosophy” (Roland Barthes, Tzvetan Todorov, Shoshana Felman, Barbara Johnson, Paul de Man, Maurice Blanchot and Robert Pippin). All participants are expected to have read Jonathan Culler’s Literary Theory: A Very Short Introduction (Oxford UP, 2000) in preparation of the seminar. In addition they are also required to have read either Terry Eagleton’s Literary Theory: An Introduction (Blackwell, 2008) or Peter Barry’s Beginning Theory: An Introduction to Literary and Cultural Theory (Manchester UP, 2009) by the beginning of term. Students should also purchase their own copies of Sigmund Freud’s Das Unbehagen in der Kultur (or, in English, Civilization and Its Discontents).
Marie Burkhard, Mo 12:15-13:45, Übung,
Lehrveranstaltungssprache: Französisch
Dans ce cours, nous étudierons les courants qui jalonnent le 18e siècle, courants littéraires bien sûr, mais aussi artistiques et scientifiques, à partir d’extraits des œuvres les plus marquantes. Nous les mettrons en relation avec la situation historique et culturelle de la France afin de mieux comprendre les grands mouvements politiques et sociaux du « siècle des Lumières ».
Modul AVL BA: 435 Übung Wahlbereich-VS (6 KP)
Pierre Bühler, Fr 10:15-12:00, Sondermodul Wahlbereich,
Lehrveranstaltungssprache: Deutsch
Ziel der Veranstaltung ist eine allgemeine Einführung in die Hermeneutik: Klärung von Begriff und Sache der Disziplin, wichtige Stadien ihrer Geschichte, gegenwärtige Fragestellungen, mögliche Anwendungsfelder. Da der Grundkurs im Bereich der Theologie und Religionswissenschaft angesiedelt ist, liegt ein Schwerpunkt auf der theologischen Hermeneutik und der Hermeneutik der Religion. Die Orientierung an Grundproblemen der Verstehensprozesse schliesst jedoch nicht aus, sondern erfordert gerade, dass auch andere Felder hermeneutischer Arbeit zur Sprache kommen (Philosophie, Literaturwissenschaft, Geschichte, Psychologie, Sozialwissenschaften, usw.). Da manche Ausprägungen der Hermeneutik Gegenstand teils heftiger Debatten wurden (und werden), ist immer auch der Kritik an einem bestimmten Entwurf Rechnung zu tragen.
Weiterführende Informationen und Lektüreliste: Online-VVZ.
Modul AVL BA:
440 Sondermodul Wahlbereich
(2 KP)