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Im Juli sprach die EU ein Flugverbot für die Fluggesellschaft Pakistan International Airlines aus, nachdem bekannt wurde, dass ein Teil der Piloten über gefälschte Lizenzen verfügten.
Kürzlich teilte die Europäische Agentur für Flugsicherheit (kurz: EASA) mit, dass das Flugverbot nur nach einer Sicherheitsprüfung durch die Zivilluftfahrtbehörde aufgehoben werden kann. Die Massnahme sollte ursprünglich für sechs Monate gelten, doch die EASA beschloss das Flugverbot zu verlängern, wie simpleflying.com berichtet.
Flugverbot wird um drei Monate verlängert
Die EU beschloss das geltende Flugverbot für Pakistan International Airlines für weitere drei Monate zu verlängern. Am Samstag, dem 26. Dezember teilte die EASA der Airline mit, dass diese erst wieder den Flugbetrieb aufnehmen darf, wenn diese sich einer Sicherheitsprüfung der Zivilluftfahrtbehörde unterzieht.
Diese Nachricht traf einen Tag nach einem Statement des pakistanischen Luftfahrtministers Ghulam Sarwar Khan ein, der bisher eine baldige Aufhebung des Flugverbots erhofft habe. Weiterhin habe er der Presse mitgeteilt, dass bald weitere Flugzeuge in die Flotte der Fluggesellschaft eingeführt werden. Da sich die Aufhebung jetzt etwas hinziehen wird, unternahm der Geschäftsführer der Fluggesellschaft, Ashad Malik, einen Versuch um die Verlängerung des Verbots zu verhindern. In einem Brief bat dieser um eine vorläufige Erlaubnis zur Wiederaufnahme des Betriebs in Europa. Dieser Vorschlag wurde von der EASA mit der Begründung zurückgewiesen, da eine Prüfung durch die Zivilluftfahrtbehörde erforderlich sei, bevor sie über die Aufhebung verhandeln wolle.
Ein Drittel der Piloten hatten eine gefälschte Lizenz
Nach dem Absturz eines A320 der pakistanischen Nationalfluggesellschaft im vergangenen Mai, wurde nach den Ursachen des Absturzes ermittelt. Mehr als hundert Passagiere befanden sich an Bord der Maschine, bevor sie Nahe Karatschi abstürzte. Es stellte sich heraus, dass ein Pilotenfehler für den Absturz verantwortlich war. Kurz danach stellte sich ausserdem heraus, dass mehr als 30 Prozent des Cockpitpersonals aller kommerziellen Airlines in Pakistan über eine gefälschte Lizenz verfügten. Daraufhin erhielten 262 der insgesamt 860 Piloten Pakistans ein Flugverbot.
Die Verbannung nach der Enthüllung traf Pakistan International Airlines schwer. Aufgrund der Corona-Krise häuften sich die Verluste, sodass die temporäre Verbannung aus Europa eine zusätzliche Last darstellt. Um die fehlenden Verbindungen zwischen Pakistan und Europa weiterhin bedienen zu können, erhöhten einige Fluggesellschaften ihre Frequenz. Beispielsweise erhöhte British Airways ihre Flüge nach Islamabad und Lahore, während Virgin Atlantic Anfang Dezember ihre erste Verbindung zwischen London und Pakistan aufnahm.
Fazit zur Verlängerung des Flugverbots
Ein Monat vor der geplanten Aufhebung des Verbots entschied sich die EASA für eine Verlängerung der Massnahme. Nur nach einer Sicherheitsprüfung durch die Zivilluftfahrtbehörde könne man über die Aufhebung des Flugverbots im europäischen Raum verhandeln, wie die EASA am vergangenen Samstag mitteilte. Zuvor hatte der Luftfahrtminister Ghulam Sarwar Khan seine Hoffnungen für eine baldige Aufhebung öffentlich gemacht und einen Ausbau der Flotte verkündet. Eine Verlängerung des Flugverbots wäre jedoch notwendig, um die Sicherheit der Flüge und das Vertrauen in die Airline nach der Tragödie im Sommer wiederherzustellen.