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The Children Act
Richard Eyre, GB, 2018o
Fiona Maye ist angesehene Richterin am Obersten Gericht in London, wo sie sich mit ethisch komplexen Familienangelegenheiten befassen muss. Während ihre Ehe unter dem Druck dieser Arbeit an ihre Belastungsgrenze gerät, wird Fiona angefragt, den Fall des krebskranken Adam zu entscheiden: Der geistreiche, aber noch minderjährige Jugendliche kämpft um das Recht, aus religiöser Überzeugung eine lebensrettende Bluttransfusion abzulehnen.
Ian McEwan hat das Drehbuch zur Verfilmung seines grossartigen Romans selbst verfasst. Leider greift er am Schluss zu billigen dramaturgischen Tricks. Das ist sehr schade, denn die Darsteller, allen voran Thompson, sind hervorragend.Thomas Bodmer
Sie entscheidet darüber, ob man siamesische Zwillinge operativ trennen soll oder ob ein leukämiekranker Zeuge Jehovas gegen seinen Willen mit Blutkonserven versorgt wird. Als Familienrichterin urteilt Emma Thompson in der Verfilmung von Ian McEwans Roman mit überzeugender Rationalität. Bei ihrem Mann (Stanley Tucci) ist das anders: Er will eine Affäre und begründet das ganz rational mit der ehelichen Sexflaute. Daraufhin trennt sie sich von ihm. Richard Eyre erzählt von den Konsequenzen, die solche Entscheidungen mit sich bringen: Die einen sind spannend, die anderen banal.Fritz Göttler