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Zwei Wochen nach dem verheerenden Beben in Japan hat ein schweres Erdbeben der Stärke 6,8 in Burma über 70 Menschenleben gefordert. Die Region ist schwer zugänglich. Einen Zusammenhang zwischen den seismischen Aktivitäten sehen Geophysiker nicht.
Bislang wurden in Burma mindestens 74 Tote und 111 Verletzte gezählt, wie das staatliche Radio am Freitag berichtete. 390 Häuser, 14 buddhistische Klöster und neun Regierungsgebäude seien beschädigt worden.
Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten noch höher liegen könnte. Die vom Erdbeben erschütterte Region ist abgelegen, und die Informationen fliessen nur spärlich. In einige betroffenen Gebiete konnten die Rettungskräfte noch nicht vordringen.
Der Leiter der Hilfsorganisation World Vision in Burma, Chris Herink, sagte, die Zahl der Todesopfer sei unbestätigten Angaben zufolge auf 140 gestiegen. Die Behörden des autoritär regierten Landes seien offenbar bemüht, die Bevölkerung mit Informationen über Opfer und Schäden auf dem Laufenden zu halten.
Sozialminister Maung Shwe war nach Angaben des Fernsehens auf dem Weg in das Katastrophengebiet. Das Rote Kreuz schickte Mitarbeiter und Hilfspakete mit dem Nötigsten in die Region.
"Wir versuchen, die entlegenen Gebiete zu erreichen", sagte ein burmesischer Behördenvertreter. Die Suche, an der sich auch die Armee und die Polizei beteiligte, werde durch blockierte Strassen erschwert. Das UNO-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) erklärte, das Risiko von Erdrutschen in dem Erdbebengebiet sei weiter hoch.
Auswirkungen auch in China
Das Epizentrum des Bebens lag laut der US-Erdbebenwarte in den Bergen Burmas unweit der Grenze zu Thailand und Laos. Das Beben war ausser im Osten Burmas und in den angrenzenden thailändischen Gebieten auch in der 800 Kilometer vom Epizentrum entfernten thailändischen Hauptstadt Bangkok sowie in Vietnam, Laos und China zu spüren.
Opfer wurden aus Vietnam und Laos nicht gemeldet. In China verursachten die Erschütterungen Risse an mehreren Gebäuden. Rund 6000 Menschen mussten die Nacht sicherheitshalber im Freien verbringen, wie das Zivilschutzministerium in Peking mitteilte.
SDA-ATS