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Schon in sehr alten jüdischen Texten werden Engel genannt. Zuerst wurden noch keine einzelne Engel beschrieben, sondern nur eine Gruppe höherer Wesen.Ab dem 6. Jahrhundert vor Christus wurden erstmals drei Engel namentlich genannt: Michael, Raphael und Gabriel. Für uns gehören sie immer noch zu den wichtigsten und bekanntesten Engel Namen.Sie werden heute den Erzengeln zugeordnet.
Im 5. Jahrhundert nach Christus wurde innerhalb der christlichen Religion eine Hirarchie der Engel entwickelt.
Auf diese Ordnung wird noch heute zugegriffen.
An der Tora der Juden werden viele Engel aufgeführt, die aber ausschliesslich durch ihre Eigenschaften und Taten beschrieben sind.Kabbalisten, die die Tora auslegen und übersetzen können, haben später die Namen von 72 Engeln aus der Tora herausgelesen.
Die Nachsilben der Engelnamen deuten an, dass die Engel zwei polar entgegengesetzten Sphären angehören: Die Endung -el bezeichnet dabei die Tag oder männliche Seite, die Endung -iah die Nacht- oder weibliche Seite. Sofern man diese als positiv/negativ Polarität ansieht, sind sie nicht als gut und böse zu verstehen. Positiv und negativ sollen im Gleichgewicht sein, vergleichbar dem Yin und Yang des chinesischen Tao.
Nach der kabbalistischen Tradition ist das Aussprechen der Engelnamen sehr wirksam. Wenn wir Hilfe suchen, ist es möglich den Engel anzurufen und um Beistand zu bitten.