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Die unkomplizierte Traube Chardonnay wird weltweit angebaut und in den unterschiedlichsten Stilrichtungen ausgebaut. Kühlere Klimate ergeben sehr stahlige Weine, mit mittleren bis leichtem Körper, hohem Säuregehalt und Fruchtnoten von Apfel oder Gurken. In warmen Regionen neigt der Fruchtcharakter zu Melone und Pfirsich, manchmal sogar zu exotischen Früchten, wie Mango oder Feige. Unser Chardonnay von Toniatti Giacometti ist fruchtbetont und ein Hauch von Haselnuss kann ebenfalls vernommen werden.
Die weissen Trauben werden sofort nach der Ernte entstielt und abgepresst, das heisst, die Bestandteile der Beerenhaut werden nicht in den Wein gebracht. Nur der Saft (Most) geht in Gärung. Zum Most werden Reinzuchthefen zugegeben und die Gärung findet dann langsam und schonend bei rund 12 bis 22 Grad statt. Vergoren wird entweder im Edelstahltank, Betontank oder Holzfass. Nach der Gärung, die etwa 2 bis 4 Wochen dauert, wird der Jungwein vom Hefetrub abgestochen und im Stahltank oder Holzfass ausgebaut. Falls der Winzer die Säure mildern will, kann er den biologischen Säureabbau begünstigen, indem er den Keller leicht aufheizt. Will er die rassige Apfelsäure im Wein behalten, wird der Wein jetzt ein erstes Mal filtriert. Nach dem oft nur kurzen Ausbau wird der Wein auf die Flaschen gezogen. Das ist meist im Frühjahr nach der Ernte der Fall.