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Auf dem Foto ist das „kleine“ Montana“ abgebildet. Vor dem alten Schuhladen steht links eine englische Touristenfamilie, rechts Mutter Anna von Allmen-Gertsch und ihr ältester Sohn Fritz (Aufnahme um 1920).
Anfang des 20. Jahrhundert stand am Rauft das Schuhmacher-Häuschen des Friederich von Allmen, einem zugewanderten Wengener und seiner einheimischen Ehefrau Anna (geb. Gertsch, von der Nidrimatten). Dieses „kleine Montana“ (8m breit, Baujahr um 1910) bestand aus dem heutigen Skiraum mit einer Wohnung darüber und einer Werkstatt darunter. Rechts daneben stand bereits das Nachbarhaus „Murmeli“, in dem Anna Huggler-Varley ihren „Souvenir-Bazar“ betrieb.
An derselben Stelle baute Friederich mit seinen Söhnen Fritz, Hans und Ernst in den 1920er Jahren das „neue“ Montana, ein Massivbau mit Wänden aus Beton und Backstein mit hölzernen Zwischenböden, 16 m breit und 13 m tief.
Ansicht um etwa 1950 der beiden Häuser Montana und Murmeli
Nach dem Tod von Friederich von Allmen übernahm sein ältester Sohn, Fritz von Allmen, das Haus Montana und baute es in mehreren Schritten um. 1932 gründete Fritz von Allmen die Schuhmanufaktur «Kandahar AG» und fabrizierte während 30 Jahren in Mürren die qualitativ hochstehenden Kandahar-Schuhe. Das Haus Montana bot Arbeitsplätze sowie in den oberen Stockwerken Wohnungen für die Mitarbeitenden. Ende der 60er Jahre wurde die Schuhproduktion nach Gwatt bei Thun verlegt und die Werkstätten in den Untergeschossen wurden zu Wohnungen umgebaut.
Das Haus Montana im Sommer 2000.
2004 übernahm Martin von Allmen, der älteste Sohn von Fritz von Allmen, die beiden Liegenschaften und liess die Hausfassade des Montanas 2007-2008 umfassend renovieren. Dabei wurden die beiden Häuser baulich miteinander verbunden und vereint. Martin von Allmen hat mit viel Herzblut das Haus Montana bis zu seinem Tod geführt und die Bergwelt von Mürren innig genossen.
Das Haus Montana mit neuer Holzfassade im Sommer 2008.
Das Haus Montana wird heute in 3. Generation geführt und bietet den Einwohnenden des Dorfs Mürren wie Mürren-Liebhabenden Wohnraum, wunderbare Berg- und Talsichten sowie ausgezeichnete kulinarische Gaumenfreuden im Tham Chinese Restaurant.