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Inhalt:
Auf den Planeten Quarra stellt sich Janeway im Kraftwerk bei ihrem Chef vor. Sie hat offenbar keine Erinnerung an ihr Leben als Sternenflottencaptain auf der Voyager. Gleich an ihrem ersten Tag lernt sie den Arbeitskollegen Jaffen kennen. Die beiden kommen sich schließlich näher, und nach der ersten Verabredung entschließen sie sich, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.
Seven of Nine arbeitet unter dem Namen Annika Hansen als Effizienz-Überwacherin. Tom Paris kündigt noch am gleichen Tag und findet in der Stadt einen Job als Kellner. Alle Arbeiter erhalten regelmäßig Injektionen, angeblich wegen der Strahlung im Kraftwerk. In Wahrheit sollen diese Injektionen die Erinnerungen an das frühere Leben unterdrücken.
Chakotay, Harry Kim und Neelix kehren von einer Handelsmission mit dem Delta Flyer zurück. Sie finden eine völlig verlassene Voyager vor. Es ist nur noch der Doktor an Bord. Er erzählt, was vorgefallen ist. Das Schiff wurde, nachdem es in eine Subraummine geraten war, von einer Tetrion-Strahlung verseucht. Schließlich befahl Janeway die Evakuierung der Voyager. Kurz darauf musste er die Voyager vor angreifenden Schiffen in einem Nebel verstecken. Dort fand er heraus, dass die Mine nur gelegt worden war, um die Crew der Voyager zur Evakuierung zu zwingen. Es gelingt Chakotay, die vermisste Crew auf dem Planeten Quarra ausfindig zu machen. Doch der quarrianische Botschafter verweigert Chakotay die Kontaktaufnahme zur Besatzung. Philosophie des Planeten sei es, den Gastarbeitern Schutz vor Verfolgern zu gewähren. Chakotay verkleidet sich als Quarrianer, um gemeinsam mit Neelix auf dem Planeten nach der Crew zu suchen.
Tuvok beginnt sich zu erinnern. Sie waren von einem Arzt namens Dr. Kaden wegen des Dysphoria-Syndroms behandelt worden. Tuvok ahnt, dass diese sogenannte Schutzbehandlung nur der Unterdrückung der Erinnerungen dient. Vor einer weiteren Injektion macht er bei Seven eine Gedankenverschmelzung. Da bei Tuvok die gewöhnliche Behandlung offenbar nicht anschlägt, weist Dr. Kaden den Assistenzarzt Dr. Ravok an, eine Gedächtnis-Sequenzierung an Tuvok durchzuführen.
Chakotay bewirbt sich unter dem Namen Amal Kotay als Arbeiter im Kraftwerk. So kann er schließlich Captain Janeway ausfindig machen. Entsetzt muss er feststellen, dass sie ihn nicht nur nicht erkennt, sie hat auch keine Erinnerungen an ihn und an ihre Zeit auf der Voyager. Wenig später findet er B’Elanna, die ebenfalls keine Erinnerung an ihr früheres Leben hat. Neelix beamt mit B’Elanna auf die Voyager. Als auch Chakotay hochbeamen will, wird die Voyager von quarrianischen Schiffen angegriffen. Kim muss vor den Angreifern fliehen und Chakotay auf dem Planeten zurücklassen.
Kritik:
"Workforce" ist ein großer Zweiteiler im Stil von "Dark Frontier" (dt.: Das ungewisse Dunkel) oder "The Killing Game" (dt.: Das Tötungsspiel). Vor dem großen Finale ist es leider auch die letzte Doppelfolge der Serie.
Die Grundidee von "Workforce" erinnert ein wenig an die Doppelfolge "The Killing Game" (dt.: Das Tötungsspiel), denn schon damals schlüpfte die Crew in andere Rollen, unfähig, sich an das Leben auf der Voyager zu erinnern. Diesmal ging es aber vor allem darum, dass es den Figuren in dem neuen Leben keineswegs schlecht ergeht. Einige, darunter Janeway, wirken sogar glücklicher. Das unterscheidet die Story auch von einer normalen Assimilationsgeschichte. Zwar wurde die Crew der Voyager von der quarrianischen Gesellschaft wie von einem Borgkollektiv assimiliert, doch der Unterschied zu den Borg besteht darin, dass es der Crew dabei gar nicht so schlecht geht. Im Gegenteil. Janeway scheint in der Rolle der Angestellten sehr glücklich zu sein, während Seven ihre neue Aufgabe als Effizienz-Überwacher offenbar genießt.
Dass die gewaltsame Umwandlung in eine Borgdrohne ein Verbrechen ist, bedarf keiner Begründung. Doch was ist mit einer gewaltsamen Assimilierung in eine Gesellschaft, die vielleicht sogar eine Verbesserung der Lebensumstände darstellt? Star Trek hat sich schon immer gegen die zwanghafte Assimilierung anderer Völker ausgesprochen und sie sogar zum Grundsatz der obersten Direktive der Föderation erklärt: Eine weiter entwickelte Zivilisation darf eine andere Zivilisation auch nicht "verbessern".