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Auch Inshafs Familie lebt in äusserst bescheidenen Verhältnissen. Anette Segesser bot an, auch eine Patenschaft zu übernehmen, und auf Anraten von Carema (er ist einer ihrer Schüler) ging diese an Inshaf. Zur Freude der ganzen Familie hat Anette ihren Patensohn bereits besucht und persönlich kennengelernt.
An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Paten bedanken für die jahrelange Unterstützung!
Inshafs Vater ist Fischer und der Junge hat zwei kleinere Schwestern. Eine davon besucht den Rainbow Kindergarten, die kleinere ist noch in den (landestypischen) Windeln. Sie wohnen in einem Haus in der Tsunami Siedlung, und im Gegensatz zu Asjaths Haus hatten sie eine stattliche Anzahl Möbel und alles war sehr sauber.
Wir waren kaum in Hambantota, als die Anfrage kam, wann sie uns besuchen dürften. Am Abend kamen wir dann in den Genuss einer einstudierten Rede von Inshaf auf Englisch, und er war mächtig stolz auf sich! Er tollte dann mit seiner Schwester im Garten herum, während wir uns mit Hilfe von Rony mit seinen Eltern unterhielten. Bevor sie gingen, lieferte Inshaf seine Rede noch einmal ab, und anderntags bei unserem Besuch bei ihm zuhause kam sie vor Roy gleich zum dritten Mal zu Ehren. Es wäre ja schade gewesen, so viel Mühe in einen einzigen Vortrag zu investieren.
Die Familie fuhr zu fünft auf dem Motorrad davon……
Der Vater hat grossen Eindruck auf mich gemacht! Er holte seine mittlere Tochter mittags vom Kindergarten ab und hatte bei unserem Besuch das Baby auf dem Arm. Als ich zu Roy bemerkte, dass er eine Windel von der Wäscheleine genommen hätte, lugte dieser um die Ecke und fügte hinzu, dass er diese auch wechseln würde! Darauf angesprochen erzählte der Vater nicht ohne Stolz, dass seine Frau zu einem Schultreffen gegangen sei und er ganz alleine auf die Kinder aufgepasst hätte. Ein unübliches Exemplar in Sri Lanka. Er arbeitet spät abends oder am sehr frühen Morgen als Fischer (er brachte am nächsten Abend einen schönen Fisch vorbei) und die Patenschaft ermöglicht der Familie, Inshaf mit Kleidern und Schulmaterial zu versorgen und in alle nötigen Nachhilfestunden zu schicken.
Wir bekamen Tee und sehr farbigen Kuchen. Michel murmelte etwas von „Chuchischwümmli“ und fing an wie ein Mädchen zu kichern. Die Kuchenstücke sahen tatsächlich uns bekannten Küchenschwämmen zum Verwechseln ähnlich, schmeckten aber sehr gut! Michel beruhigte sich, nur um kurz darauf wieder los zu kichern. Es ist dann jeweils meiner Fantasie überlassen zu „übersetzen“, was ihn so erheitert.