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Die 50 grössten US-Unternehmen lassen der Entwicklungsorganisation Oxfam zufolge immer grössere Summen in Steueroasen fliessen und damit am US-Fiskus vorbei. In dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht kommt Oxfam America gemeinsam mit dem Institute for Taxation and Economic Policy zu dem Schluss, dass die untersuchten Firmen im Jahre 2015 rund 1,6 Billionen US-Dollar an Gewinnen in Steueroasen verschoben haben.
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Das sei gegenüber dem Jahr zuvor ein Anstieg um rund 200 Milliarden Dollar. Dazu hätten sich die US-Konzerne mehr als 1750 Tochterfirmen und Zweigniederlassungen bedient.
Der Bericht beruht laut Oxfam auf der Auswertung von Steuererklärungen und anderen öffentlich zugänglichen Berichten. Zwischen 2009 und 2015 hätten die untersuchten Unternehmen demnach rund 2,5 Milliarden Dollar für Lobbyarbeit ausgegeben.
«Steuervermeidung ist Volkssport»
Damit hätten sie grosszügige Steuervergünstigungen erreicht. «Bei internationalen Konzernen ist Steuervermeidung mittlerweile Volkssport. Das betrifft nicht nur die USA», sagte Oxfam-Steuerexperte Tobias Hauschild.
Die Firmen prellten die Staaten dadurch um Mittel, die diese für Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur bräuchten. Oxfam forderte, dem einen Riegel vorzuschieben. Es könnten beispielsweise Strafsteuern auf solche Transaktionen erhoben werden.
Die grossen Industrie- und Schwellenländer arbeiten bereits seit Jahren daran, Steuerschlupflöcher für international tätige Konzerne zu schliessen sowie mit mehr Transparenz und Zusammenarbeit Steuerbetrügereien einzudämmen.
(sda/cfr/mbü)