Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03661.jsonl.gz/3068

Projekt
Der Künstler gestaltete zwei neue Blumengraffitis mit Eselsdisteln, Wegwarten und Malven an der Ecke Viadukt-/Neue Hardstrasse.
Künstler
Bekannt wurde Maurice Maggi durch das nächtliche Aussähen von Malvensamen unter Stadtbäumen, er streute «seedbombs» und veröffentlichte das urbane Kochbuch «Essbare Stadt». Maurice Maggi nennt seine Markierungen mit heimischen Wildblumen im öffentlichen Raum «Blumengraffiti». Durch Säen um Alleebäume, Brachnischen und Bahnborde schafft er seit 1984 florale Interventionen. Mit diesen kleinräumigen Eingriffen gedeiht eine Subkultur, die aus der Nische heraus amtliche Vorgaben und Gleichförmigkeit nach und nach unterwandert und verändert. Er wurde 1955 geboren, arbeitet und lebt in Zürich, ist Koch und gelernter Landschaftsgärtner.
Standort
Die Stiftung PWG erhält und schafft preisgünstige Wohn- und Gewerberäume in der Stadt Zürich. Sie vermietet im denkmalgeschützten Bahnviadukt 46 Läden, Ateliers und Gastronomielokale, darunter die erste Markthalle der Stadt Zürich. Viadukte ersetzten 1894 die Bahndämme im Industriequartier in Zürich. Bereits damals nistete sich Gewerbe im Viadukt ein. Bis zu 200 Steinhauer gingen dort ihrem Handwerk nach. In 1990er-Jahren siedelten sich innovative Mieter an und belebten das Quartier. Im Rahmen von Sanierungen übernahm die Stiftung PWG 2004 den Ausbau der Viaduktbögen. Ziel war, das Viadukt mit quartierverträglichen und regional verwurzelten Nutzungen zu füllen, so dass IM VIADUKT zu einem Begegnungsort für das Quartier und darüber hinaus wurde.