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Die Frauen machen derzeit ganz allein die Stärke des Schweizer Golfsports aus. Eine von ihnen, die Genferin Albane Valenzuela, wird zum zweiten Mal ein olympisches Golfturnier bestreiten.
Valenzuela sowie Kim und Morgane Métraux sind ein schlagkräftiges Trio. Wie Valenzuela qualifizierte sich auch Morgane Métraux, die jüngere der beiden Lausanner Schwestern, für das 60er-Feld des Olympia-Turniers. Sie verzichtet auf die Teilnahme, jedoch keineswegs aus Desinteresse.
Sie arbeitet konsequent am Aufstieg auf die LPGA Tour in den USA, den bedeutendsten Profi-Circuit der Frauen. Durch für den Abstecher nach Tokio müsste sie Turniere auf der zweithöchsten Tour in den USA auslassen. Auf dieser Tour benötigt sie gute Ergebnisse, um den Aufstieg zu realisieren.
So sind denn die Schweizer Profispielerinnen mit einem Drittel ihrer Power in der Olympia-Delegation vertreten. Die 23-jährige Albane Valenzuela spielte schon – damals längst noch als Amateurin – bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro, wo sie den 21. Platz belegte.
Nach Nervenverletzung zurück an der Spitze
Valenzuela ist seit Anfang 2020 ein festes Mitglied der LPGA Tour. Anfang März dieses Jahres glückte ihr mit einem 5. Platz in Florida ein vorzügliches Ergebnis, nachdem ihr 2020 eine langwierige Nervenverletzung zu schaffen gemacht hatte.
Die hochbegabte Valenzuela ist die Tochter eines Mexikaners und einer Französin. Sie verbrachte ihre Kindheit grösstenteils in Genf. Mit 14 Jahren bekam sie den Schweizer Pass. Ihren Stolz, die Schweiz zu vertreten, zeigt sie unverhohlen.
Welche Chancen sie auf einen Spitzenplatz am viertägigen Olympia-Turnier hat, ist kaum abzuschätzen. Sie steigen jedoch durch die Tatsache, dass selbst die im Frauengolf übermächtigen Nationen Südkorea und USA nur je vier Spielerinnen stellen können.
sda