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Der Rad-Klassiker Paris-Roubaix ist am Sonntag von einem Todesfall überschattet worden. Der 23-jährige Belgier Michael Goolaerts starb nach einem Sturz auf der Strecke am Abend im Spital in Lille.
Goolaerts, der für das zweitklassige Team Veranda's Willems-Crelan fuhr, war nach einem Sturz auf einer Kopfsteinpflaster-Passage gut 148 Kilometer vor dem Ziel nach einem Herzstillstand noch an der Strecke wiederbelebt worden.
Mit einem Helikopter wurde der 23-Jährige daraufhin in ein Spital in Lille geflogen. Um 22.40 Uhr sei er im Beisein seiner Familie und engsten Freunde gestorben, teilte sein Team mit.
Wie Goolaerts genau zu Fall kam, ist noch unklar. Der Sturz war von den Kameras nicht eingefangen worden. TV-Bilder zeigten nur den bewusstlosen Goolaerts, wie er am Streckenrand von Rettungssanitätern versorgt wurde.
Goolaerts hatte 2016 als Trainee bei Lotto-Soudal den Einstieg im Profiradsport geschafft. Danach ging er für Veranda's Willems-Crelan an den Start. Für das Team war er auch schon 2013 und 2014 in der Continental-Mannschaft gefahren. In diesem Jahr hatte er vor allem die Frühjahrsrennen in Belgien bestritten. Sein bestes Ergebnis war abgesehen von Top-Ten-Platzierungen bei der relativ unbedeutenden Sharjah Tour in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein 9. Platz beim Eintagesrennen Quer durch Flandern.
Der Vorfall weckte Erinnerungen an den Tod des Belgiers Daan Myngheer, der 2016 nach einem Herzinfarkt bei der Dauphiné-Rundfahrt ebenfalls gestorben war. Auch sonst hat der Radsport immer wieder Todesfälle zu beklagen. 2017 starb etwa der ehemalige Giro-Sieger Michele Scarponi nach einem Trainingsunfall, ein Jahr zuvor hatte der Belgier Antoine Demoitié eine Kollision mit einem Begleitmotorrad nicht überlebt. (abu/sda/dpa)