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Die russischen Rohöl-Exporte auf dem Seeweg halten unvermindert an. Anzeichen für die von Moskau bereits im Februar angekündigte Drosselung der Förderung um 500.000 Barrel pro Tag gibt es bisher offenbar nicht. Zudem scheinen die Sanktionen des Westens gegen Russland weiterhin nur den einen Effekt zu haben, dass Russland sein Rohöl statt nach Europa nun verstärkt nach Asien verschifft.
Der Vier-Wochen-Durchschnitt der Exporte per Schiff, der die Schwankungen der wöchentlichen Zahlen etwas ausgleicht, stieg in der Woche bis zum 4. Juni leicht auf 3,73 Millionen Barrel pro Tag an, wie Bloomberg berichtet. In der Vorwoche hatte der Wert revidiert bei 3,68 Millionen Barrel gelegen. Auch im Vergleich zum Februar, dem Ausgangsmonat für die zugesagte Produktionskürzung, sind die Exporte per Schiff gestiegen.
Die russischen Rohölexporte auf dem Seeweg in europäische Länder lagen in den vier Wochen bis zum 4. Juni im Schnitt bei 83.000 Barrel pro Tag, wobei Bulgarien hier der einzige Abnehmer war und über das Schwarze Meer beliefert wird. Noch vor einem Jahr lieferte Russland täglich etwa 1,5 Millionen Barrel Rohöl von seinen Exportterminals in der Ostsee, dem Schwarzen Meer und der Arktis nach Europa. Diese Routen werden nun nicht mehr genutzt.