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In einer von Lady O'Cathain angestossenen Energieversorgungsdebatte bestätigte dies der Minister für Forschung und Innovation, Lord Sainsbury of Turville: «Ich bin sehr erfreut zu bestätigen, dass die Kernenergie eine erneuerbare Energiequelle ist.» Lord Sainsbury meinte indessen auch: «Sie hat allerdings andere Probleme wie Sicherheit und Umweltauswirkungen.» Der Premierminister habe klargestellt, dass es keine neue Generation von Kernkraftwerken geben könne, wenn die mit der Abfallbeseitigung verbundenen Kosten- und Akzeptanzfragen nicht gelöst seien. Wie die Regierung in ihrem Weissbuch feststelle, müsse vor jedem Bauentscheid eine umfassende öffentliche Vernehmlassung stattfinden und die Vorschläge seien in weiteren Weissbüchern zu konkretisieren. Zur Klimadebatte zitierte Lord Sainsbury ebenfalls den Premierminister: «Nur mit Wissenschaft und Forschung können wir eine Lösung für die Klimaveränderung finden. Es wäre unsinnig zu glauben, China und Indien würden in irgendeiner Weise ihr Wachstum zurückbinden, um die Klimafrage zu lösen. Bestimmt werden auch die USA dies nicht tun, und ich zweifle stark daran, dass es in diesem Land eine politische Partei gibt, die zu den Menschen geht und ihnen vorschlägt, sie sollten ihren Lebensstandard herabsetzen, um die Klimafrage zu lösen. Dies heisst, dass Wissenschaft und Technik die Lösung - im Hinblick auf neue Energiequellen -erbringen müssen.»
Um die Debatte zu lancieren, hatte Lady O'Cathain, Baroness auf Lebenszeit, die Regierung um eine Stellungnahme zur akuten Verschlechterung der Energieversorgungslage Grossbritanniens ersucht. In ihren Ausführungen kritisierte sie, dass die Regierung die Kernenergie nicht als erneuerbar anerkenne, obschon diese gemäss den geltenden Klassierungskriterien der Regierung «im Wesentlichen erneuerbar» sei. Sie frage sich, ob eine Regierung verantwortlich handle, welche die Tatsache zu verschleiern versuche, dass Kernenergie eine kohlenstofffreie und eben auch erneuerbare Stromquelle sei.
Quelle
P.B. nach United Kingdom Parliament, Lords Hansard, 27. Oktober 2005