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Hat es zu viele Füchse im Siedlungsraum?
|Wie viele Füchse in einem Gebiet leben können, wird vor allem durch Faktoren wie vorhandene Nahrung oder Angebot an günstigen Baustandorten bestimmt. Tierbestände regulieren sich deshalb selbst.|

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Wie viele Füchse sind zu viel? Je nachdem, aus welcher Sicht wir diese Frage beantworten,
fällt die Antwort anders aus. |
Biologische Selbstregulation
Aus biologischer Sicht gibt es kein Zuviel. Fuchsbestände wachsen nicht ins Unermessliche, sondern pendeln sich auf einer bestimmten Höhe ein. Dieser Grenzwert ist in jedem Lebensraum anders. Er hängt von der Verfügbarkeit der Nahrung, der Verstecke und der Orte für die Jungenaufzucht der Füchse ab. Wird der Grenzwert erreicht, reguliert sich ein Tierbestand selber: Weniger Junge kommen zur Welt oder Tiere wandern in andere Gebiete aus. Damit dieser Grenzwert nicht künstlich erhöht wird, sollten wir Füchse nicht füttern (mehr dazu).
Familiengruppen: Soziale Grenzen des Wachstums
Siedlungsgebiete haben sich als günstiger Lebensraum erwiesen. Die grössten Fuchsdichten sind in Städten beobachtet worden: In Bristol (GB) lebten in den 80er-Jahren mehr als 30 Füchse pro km2. In Gebieten mit solch hohen Dichten findet eine Art soziale Regulation statt: Es werden Fuchsgruppen gebildet, die mehrere Altfüchse umfassen. Nur eine Füchsin der Gruppe hat Junge. In unseren Siedlungsgebieten leben zwar bereits Familiengruppen, die grösstmögliche Fuchsdichte ist jedoch noch nicht erreicht. Es wird also noch mehr Füchse geben.
Krankheiten und Seuchen als Regulationsmechanismen
Eine andere Form der Selbstregulation sind Krankheiten, im Extremfall Seuchen. Die Ausbreitung von Krankheiten ist bei hohen Tierbeständen stärker, denn die Krankheit kann eher weitergeben werden. Als Folge davon brechen die hohen Bestände zusammen. Dies geschah Mitte der 90er-Jahre in Grossbritannien durch den Ausbruch der Räude, einer Krankheit, die durch Milben verursacht wird.
Wenn wir einen Fuchsbestand als zu hoch bezeichnen, hängt das mit unseren persönlichen Wertvorstellungen zusammen, zum Beispiel damit, ob der Fuchs uns Schaden zugefügt hat (mehr dazu) und wir ihn deshalb nicht als neuen Mitbewohner schätzen. Wenn wir uns freuen, einem Fuchs im Siedlungsraum zu begegnen, beurteilen wir die Situation ganz anders.
Weiterführende Fragen
Warum leben Füchse im Siedlungsgebiet?
Warum werden nicht alle Füchse im Siedlungsraum geschossen?
Warum werden „Siedlungsfüchse“ nicht in den Wald zurückgebracht?
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