Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03314.jsonl.gz/2674

So unterschiedlich wie ihre Erkenntnisse waren auch die Folgen für die Forscher. Alexander Flemings Ruhm hält bis heute an. Als Entdecker des Penicillin erhielt er 1945 den Nobelpreis, wurde zum Sir geadelt und ehrenvoll in der Londoner St Paul's Cathedral bestattet. William Henry Perkin vergoldete seinen Zufallstreffer, sicherte sich das Patent auf seinen künstlichen Farbstoff und gründete ein erfolgreiches Unternehmen. Auch der Süssstoff-Entdecker Constantin Fahlberg gründete ein Unternehmen, das über 100 Jahre Bestand haben sollte.
Nicht alle konnten die Früchte ihrer Arbeit geniessen
Dass Albert Hofmann mit der Entdeckung des LSD nicht uneingeschränkt glücklich war, liegt auf der Hand. Zwar setzte er sich dafür ein, dass psychedelische Substanzen zu Forschungszwecken legalisiert werden sollten, hielt aber nichts vom Konsum als Genussdroge. Cola-Mixer John Pemberton verkaufte nur zwei Tage, nachdem er sich sein Getränk durch ein Patent schützen liess, zwei Drittel der Rechte für 2300 Dollar. Ein Jahr später starb er. Der unglückliche Narkose-Pionier Horace Wells schied sogar freiwillig aus dem Leben. Er schnitt sich die Beinschlagader auf – nachdem er sich mit Chlorophorm schmerzunempfindlich gemacht hatte.