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Es gibt Vitamin K1 und K2. K1 hat eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung. Es kommt in grünem Blattgemüse (z. B. Kohl, Spinat) oder Hülsenfrüchten vor. Vitamin K2 ist vor allem in fermentierten Lebensmitteln (z. B. Natto = fermentierte jap. Sojabohnen, Sauerkraut usw.) oder auch bestimmten Käsesorten enthalten. Vitamin-K2-Mängel sind in Europa häufiger als vermutet, da fermentierte Nahrungsmittel selten
gegessen werden.
Vitamin K1 hat eine geringe Bedeutung bei der Aktivierung der knochenrelevanten Gla-Proteine: a) Osteocalcin (Schlüssel für Aufbau der Knochenmasse) und b) Matrix-Gla-Protein (Schlüssel gegen Arterienverkalkung). Diese Gla-Proteine werden primär
durch Vitamin K2 aktiviert.
Das durch Vitamin K2 aktivierte Osteocalcin hemmt die Osteoklasten-Aktivität (knochensubstanzabbauend) und fördert über die Osteoblasten (knochensubstanzaufbauend) den Kalziumeinbau ins Knochengewebe. Die aktuellen Daten zeigen, dass Vitamin K2 das Knochenfraktur-Risiko stärker senkt als Vitamin D3 – bei einer Gabe von 75–360 μg pro Tag.
Gleichzeitig sorgt Vitamin K2 durch seinen Effekt auf das Matrix-Gla-Protein für die Auslagerung von Kalzium aus den Arterien. Dies reduziert die Gefahr einer Arterienverkalkung.
Vitamin K2 kommt in verschiedenen Molekül-Längen vor. Die am besten und längsten wirksame Form wird als MK-7 (Menachinon-7) bezeichnet.
Für Personen mit einem Risiko für Osteoporose sowie bei bestehender Osteoporose kann sich eine Einnahme von Vitamin K2 positiv auswirken. Eine Gefahr der Überdosierung von Vitamin K2 besteht nicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat daher auf die Festlegung einer oberen Sicherheitsgrenze verzichtet.
Mehr Infos: Mikronährstoffe für die Knochengesundheit
Quelle: Burgerstein Foundation