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Haben die Georgier den Wein erfunden? Sicher ist, dass die Weintraube seit jeher in der Gegend heimisch ist und dass die drei Substanzen, die zum Nachweis der Weinherstellung nötig sind, in einer 8000 Jahre alten Fundstelle nachgewiesen wurden, nämlich:
Ob die Funde in Shulaveri, Georgien tatsächlich so alt sind oder ob Armenien oder der Iran als die Wiege des Weines gelten sollen, werden die Archäologen herausfinden. Sicher scheint auch, dass unser Wort Wein vom georgischen gvino abstammt - und dass die georgische Schrift aussieht wie Weintrauben:
Die Weinkultur und die Geheimnisse des Weinkelterns sind in Georgien durch tausende von Jahren hindurch erhalten und praktiziert worden.
Die Weintrauben kommen nach dem Schneiden in einen Bottich, Marani genannt. Sein Spundloch ist mit einem Pfropfen verschlossen, ein oder mehrere Helfer steigen in den Bottich und stampfen die Trauben mit ihren Füßen. Wenn die Trauben ausgepresst sind, wird der Saft, Matschari genannt, einige Tage stehen gelassen. Wenn die Gärung einsetzt, wird der Saft in gläserne oder porzellanene Gefäße gefüllt, bis der Gärungsprozess abgeschlossen ist. Den Jungwein gießt man nun in Quevri. Diese Tongefäße sind in die Erde eingelassen und besitzen ein Fassungsvermögen von 10 bis 100 Litern in Kleinbetrieben und von bis zu 2000 Liter in größeren Weingütern. Nur der Hals ragt aus dem Boden. Sie werden mit einem Stein versiegelt, der mit Ton und Holzasche abgedichtet ist, damit kein Schimmelpilz eindringt. In diesen irdenen Gefäßen bleibt der Wein, bis er ausgereift ist.
Da der Quevri in der Erde vergraben wird, dringt durch die Poren der Amphore kaum Sauerstoff in den Wein ein, es findet lediglich eine Mikrooxidation statt, die für die Reifung des Weines positiv und wichtig ist. Dafür werden Geschmacksstoffe aus der umliegenden Erde aufgenommen, was dem Wein einen mineralischen Geschmack gibt, der vor allem trockenen Weinen steht. Hinzu kommt, dass Quevri-Wein praktisch ausschließlich im kachetischen Stil, d.h. durch Maischegärung produziert wird. Auch dies wirkt sich erheblich auf den Geschmack aus.
|Bezeichnung||Land||CHF||dl||Beschrieb||Farbe||*|
|Vinoterra Saperavi 2009. Schuchmann||Georgien||29.00||7.5||Saperavi ist eine farbkräftige, säurereiche Rebsorte, deren Beeren ein stark rotes Fruchtfleisch besitzen, weshalb sie für Verschnitte als farbgebende Teinturier (Färbertrauben) eignen. Die Saperavi ist eine spät reifende Sorte und recht widerstandsfähig gegen den Echten und Falschen Mehltau sowie gegen Frost. Sie ist daher für den Anbau in winterkalten Gegenden gut geeignet. Rotweine aus der Sorte Saperavi sind bekannt für ihre Langlebigkeit. Sie können durchaus mehr als 30 Jahre altern.

Der Wein gärt spontan in der Maische in grossen Tonkrügen - Qvevri, die in der Erde vergraben werden, so dass nur der Hals hervorschaut. Die Qvevri bleiben während der Gärung, die mehrere Monate dauern kann, versiegelt. 20 Tage im Qvevri vergoren, 24 Monate im Barrique gereift, unfiltriert abgefüllt ergibt Jahrtausende alte Tradition mit moderner Eleganz. Ein komplexer Duft von Kirsche, Zedernholz und Minze, seidiges Tannin und ein anhaltendes, aromatisches Finale machen den Wein zu einem Weinerlebnis. Dieser Wein gewann die MundusVini 2010 Goldmedaille.
|rot||***|
|Saperavi 2008. Schuchmann
||Georgien||18.00||7.5 dl||Abgerundet mit Bordeaux Rebsorten haben wir es hier mit einen ausgesprochen fruchtigen Wein zu tun, unterlegt mit leicht würzigen und rauchigen Noten. Ausbau im Stahltank.||rot||**|
|Kindzmarauli 2008. Schuchmann
||Georgien||20.00||7.5 dl||Der Kindzmarauli ist der Rotwein für besondere Anlässe. Er wird in der Appellation Kindzmarauli aus der Saperavi Traube gewonnen. In der Nase duftet er nach Kirschen und Brombeeren. Am Gaumen bietet die frische Säure des Saperavi den idealen Ausgleich zur dezenten Fruchtsüße. Speise-empfehlungen: Desserts auf Basis von Kakao oder roten Früchten.||rot||**|
|Vinoterra Kisi 2006. Schuchmann
||Georgien||26.00||7.5 dl||Der Wein gärt spontan in der Maische in grossen Tonkrügen - Qvevri, die in der Erde vergraben werden, so dass nur der Hals hervorschaut. Die Qvevri bleiben während der Gärung, die mehrere Monate dauern kann, versiegelt. Im Qvevri vergoren, 5 Monate im Qvevri gereift und anschließen 12 Monate im Barrique gereift. Daraus entwickelte sich ein Wein mit einer beeindruckenden Persönlichkeit: funkelnde goldene Farbe, Bouquet von reifem Pfirsich, Datteln sowie einem dezenten Kiefernton, im Abgang einen feinen Schmelz.

Goldmedaillen Gewinner bei der WinExpo Georgia '09.
|rot||**|