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Wang Bing
Student's Workshop 2024
Wang Bing ist weithin für seine außergewöhnlichen Beiträge zum Kino bekannt.
WANG Bing wurde 1967 in Xi’an geboren und studierte Fotografie an der Lu Xun Academy of Fine Arts und Film an der Beijing Film Academy. Er begann seine Karriere als unabhängiger Filmemacher im Jahr 1999. WEST OF TRACKS (Tiexi qu/铁西区), ein riesiges Dokumentarfilmwerk von mehr als neun Stunden, wurde 2003 entdeckt und hat international große Erfolge gefeiert. Neben seinen langen Dokumentarfilmen (THREE SISTERS/San zimei/三姊妹, 'TIL MADNESS DO US PART/Fengai/疯爱) ist er auch als Videokünstler bekannt geworden (CRUDE OIL/Yuanyou/原油, ein 14-stündiger Film), als Spielfilmregisseur (BRUTALITY FACTORY/Baoli gongchang/暴力工厂, THE DITCH/Jiabiangou/夹边沟) und als Fotograf. Seine Dokumentarfilme kamen international in die Kinos. Von Kritikern gelobt und als bedeutender chinesischer Künstler, Dokumentarfilmer und Filmregisseur anerkannt, wurde er durch Retrospektiven seines Schaffens in bedeutenden Museen wie dem Centre Pompidou in Paris, der Cinémathèque Royale de Belgique, der Filmoteca Española und dem Museo Reina Sofía geehrt.
Avi Mograbi
Filmemacher und Künstler geboren in 1956, lebt in Tel Aviv. Filmographie: The first 54 years – an abbreviated manual for military occupation (2021), Between Fences (2016), Once I entered a garden (2012), Z32 (2008), Avenge but one of my two eyes (2005), August (2002), Happy Birthday Mr. Mograbi (1999), How I learned to overcome my fear and love Arik Sharon (1997), The Reconstruction (1994).
Avi Mograbi ist einer der bedeutendsten internationalen Dokumentarfilmschaffenden der vergangenen Jahre. Seine Filme sind engagierte Kommentare zum Zeitgeschehen in Israel und zu den Ereignissen im Nahen Osten, zwischen Dokument und Inszenierung der eigenen Position als Filmemacher haben sie massgeblich zur Erneuerung der Filmsprache des Dokumentarfilms beigetragen. Fragen zur Notwendigkeit von Vergebung in Konflikten, zur Natur einer filmischen Wahrheit, Humor und eine wiederkehrende Beschäftigung mit der Verantwortung der Politik, aber auch des Filmemachers gegenüber seinen Protagonist*innen und der Gesellschaft sind wiederkehrende Elemente seiner Arbeiten und machen sein Werk im internationalen Kontext des innovativen Dokumentarfilms einzigartig.
Alex Gerbaulet / Mareike Bernien
Die beiden Dokumentaristinnen Alex Gerbaulet und Mareike Bernien beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit Medienarchäologischen Themen und arbeiten mit Archivmaterial zu historischen Themen, die oft mit ihren eigenen Biographien verknüpft sind und stets einen gesellschaftspolitischen Hintergrund aufweisen. Mit diesem Zugang zum Dokumentarfilm betreiben sie künstlerische Recherchen für die sie 2020-21 ein Forschungsstipendium des Berliner Förderprogramms für Künstlerische Forschung/gkfd (Berlin Artistic Research Grant Programme/gkfd) erhalten haben.
Beide sind seit Jahren Mitglieder der Produktionsplattform pong film in Berlin. Ihre Arbeiten werden in Festivals gezeigt und in Ausstellungen präsentiert. Ihre gemeinsamen Arbeiten der letzten Jahre sind: Tiefenschärfe (DE 2017, über die NSU-Morde in Nürnberg) und Sonne unter Tage (DE 2022, über den Uranabbau in Wismut).
Guy Ben Ner
Guy Ben Ner, geboren 1969, ist ein Israelischer Künstler, der seit 1999 hauptsächlich mit Video arbeitet. Seine Arbeiten sind stets im heimischen Umfeld seines Alltagslebens angesiedelt, was oft zu Vergleichen des Künstlers und der Privatperson Ben Ner geführt hat. Ben Ner baut temporär Kulissen in seine Wohnung, in welchen er mit seiner Familie als Schauspieler leichtfüssig klassische Stoffe (Moby Dick; Kaspar Hauser) inszeniert oder aber die Bedingungen thematisiert, unter welchen er als Künstler seine Arbeiten verwirklichen kann. Tabubrüche, Hinweise auf politische Zusammenhänge und existenzielle Fragen verhandelt er beiläufig in diesen Narrationen, und gibt damit Diskussionen einen Raum, die über das Private hinausweisen.
Ben Ner hat 2005 an der Kunstbiennale von Venedig Israel vertreten und wurde seither weltweit zu Solo- und Gruppenausstellungen eingeladen. Seine Arbeiten werden auch in Filmfestivals gezeigt.
Ed Atkins
Ed Atkins lebt und arbeitet in Kopenhagen. Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen gehören "Refuse" in der Tank, Shanghai (2022); "Get Life / Love’s Work" im New Museum, New York (2021); im Kunsthaus Bregenz und K21 Düsseldorf (beide 2019); im Martin-Gropius-Bau, Berlin; im MMK Frankfurt; in der Kitchen, New York; im Stedelijk Museum, Amsterdam (2015), in der Serpentine Gallery, London (2014); in der Julia Stoschek Collection, Düsseldorf (2013); und im MoMA PS1 (2012). Atkins war Teil der 56. und 58. Biennale von Venedig, der 13. Lyon Biennale sowie von Performa 13 und 19.
Theodore Ushev
Geboren 1968 in Bulgarien. Theodore Ushev schloss sein Studium an der Nationalen Kunstakademie in Sofia ab und war ein gefragter Plakatkünstler, bevor er im Jahr 1999 nach Montreal, Kanada zog. Über zwei Jahrzehnte hinweg hat Ushev 15 Animationsfilme beim NFB (National Film Board of Canada) inszeniert, dabei mehr als 200 Auszeichnungen gewonnen und für Blind Vaysha (2016) eine Oscar®-Nominierung erhalten. The Physics of Sorrow (2019) gewann den renommierten Cristal Award für den besten Kurzfilm beim Annecy International Animation Film Festival 2020.
Neben seinen Filmen hat Ushev eine Reihe innovativer Installationen, VR- und Mixed-Media-Projekte geschaffen. Im Jahr 2021 wurde Ushev von einer Gruppe führender Animationskritiker, Journalisten, Kuratoren und Festivalleiter als der weltweit einflussreichste Animator der letzten 25 Jahre benannt. Sein erster Spielfilm Phi 1.618 wurde im Herbst 2022 veröffentlicht.
Barbara Pichler
Barbara Pichler hat einen Abschluss in Theater- und Filmwissenschaften von der Universität Wien und einen Master-Abschluss in Film- und Fernsehwissenschaften von der University of London / British Film Institute. Seit 1995 arbeitet Pichler im Film- und Medienbereich als Kuratorin, Publizistin, Filmvermittlerin und Lehrerin. Sie hat Konzepte für zahlreiche Filmreihen und Bildungsprogramme entwickelt und an verschiedenen Festivals und Veranstaltungen mitgewirkt. Sie ist Mit-Herausgeberin der Sammlung von Filmstudienessays Moving Landscapes, Landscape and Film (Wien, 2006) und der Monographie James Benning (Wien, 2007). Von 2008 bis 2015 war sie künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Diagonale Festivals des österreichischen Films. Seit 2016 ist sie Produzentin und Co-Geschäftsführerin der in Wien ansässigen KGP Filmproduktion.
Julian Rosefeldt
Der in Berlin lebende Künstler Julian Rosefeldt (geboren 1965 in München) ist international bekannt für seine visuell opulenten und akribisch choreografierten Filme, die meist als komplexe Multi-Screen-Installationen präsentiert werden. Inspiriert von der Geschichte des Films, der Kunst und der Populärkultur, nutzt Rosefeldt bekannte filmische Tropen, um den Betrachter in surreale, theatralische Welten zu entführen, in denen die Bewohner von den Ritualen des täglichen Lebens absorbiert werden. Er setzt Humor und Satire ein, um das Publikum in vertraute, fremd gewordene Welten zu führen. Rosefeldt hat seit 2011 eine Professur für Medienkunst an der Akademie der Bildenden Künste in München inne.
Johan Grimonprez
Johan Grimonprez' kuratorische Projekte wurden in Museen auf der ganzen Welt ausgestellt, darunter das Hammer Museum, Los Angeles, die Pinakothek der Moderne, München, und das MoMA, New York. Seine filmischen Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Centre Georges Pompidou, Paris, des 21st Century Museum of Contemporary Art, Kanazawa, und der Tate Modern, London. Zu seinen Spielfilmen gehören Dial H-I-S-T-O-R-Y (1997), Double Take (2009) und Shadow World (2016). Sie wurden auf den wichtigsten Festivals von der Berlinale über Tribeca bis Sundance gezeigt und erhielten mehrere Preise für die beste Regie, den ZKM International Media Award 2005, einen Spirit Award und den Black Pearl Award 2009 auf dem Abu Dhabi Film Festival und wurden von NBC Universal, ARTE und BBC/FILM 4 erworben.
Johan Jensen
Johan Knattrup Jensen machte 2012 seinen Abschluss an der Filmhochschule. Seitdem wurden seine Arbeiten auf den meisten großen Filmfestivals gezeigt, darunter Cannes, Locarno, IDFA und New York Film Festival, sowie auf Biennalen, in Kunstgalerien und Museen auf der ganzen Welt. Seine Arbeit umfasst sowohl Kino, Installation als auch Performance, und er gilt als einer der Pioniere der filmischen virtuellen Realität.
Agostino Ferrente
Agostino Ferrente (Cerignola, 28. Oktober 1971) ist ein italienischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent. Er ist Gründer der Produktionsfirma Pirata Produzioni Cinematografiche und gehört dem Kollektiv Apollo 11 an, das ein historisches Kino in Rom in ein Kulturzentrum verwandelt hat. Er hat den Doc/it Award für Dokumentarfilme ins Leben gerufen, der im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig verliehen wird. Im Jahr 2013 wurde dort Le cose belle uraufgeführt, ein Film über zehn Jahre im Leben von vier jungen Neapolitanern, bei dem er mit regie führte. 2019 realisiert der den Dokumentarfilm Selfie.
Michael Baute
Michael Baute, Berlin, ist Autor, Dozent, Medienarbeiter und Kurator. Schreibt und veröffentlicht seit 1992 zu Kino in Büchern, Katalogen, Zeitschriften sowie im von ihm 2001 mitgegründeten Weblog newfilmkritik.de. 2006 Co-Herausgeber (zusammen mit Volker Pantenburg) von "Minutentexte. The Night of the Hunter" (Berlin: Brinkmann und Bose). 2008 Co-Autor des auf jenem Buch basierendem Hörspiel "Minutentexte". Von 2008 bis 2009 künstlerischer Leiter des Projekts "Kunst der Vermittlung. Aus den Archiven des Filmvermittelnden Films", welches sich mit der Erforschung, Sammlung und Verbreitung audiovisueller Formen von Film- und Kinovermittlung beschäftigte. Seit 2010 Lehrveranstaltungen und Workshops zu Filmvermittlung und Filmvermittelndem Film, inklusive Produktion von Video-Essays. Letzte Film-Veröffentlichung 2010: Godardloop
(Quelle:https://nachdemfilm.de/texts/authors/michael-baute)
Alexandra Schneider
Alexandra Schneider ist seit September 2014 Professorin für Filmwissenschaft mit Schwerpunkt Mediendramaturgie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft leitet sie den Masterstudiengang Mediendramaturgie. Davor lehrte sie an der Universität Amsterdam (UvA) und am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität Berlin. Nach ihrem Studium an der Universität Zürich (Filmwissenschaft, Soziologie, Politische Theorie), wo sie auch promovierte, war sie für ein Jahr Vertretungsprofessorin an der Universität Lausanne.
Johanna Sunder-Plassmann
Geboren 1983 in München. Sunder-Plassmann studierte Medienkunst und Film an der Hochschule für Bildende Künste Saar, an der Accademia di belle Arti in Mailand und an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Zwischen 2009 und 2012 war sie intensiv an der Realisierung des "Museums der Unschuld" des türkischen Nobelpreisträgers Orhan Pamuk beteiligt. Im Zuge der Ausstellungsvorbereitung drehte sie einen Dokumentarfilm über Sammler in Istanbul, der im März 2014 in Montréal seine Premiere feierte. Ihr folgender Dokumentarfilm Draussen über die persönlichen Gegenstände von Obdachlosen feierte auf der Berlinale 2018 Premiere. Sie war Gründungsmitglied der DOKOMOTIVE-Plattform, einem Kollektiv von deutschen Dokumentarfilmern.
Meira Asher
Die multidisziplinäre Künstlerin Meira Asher studierte traditionelle Musik in Indien und Ghana. Sie hat einen BFA-Abschluss in Perkussion und multidisziplinären Künsten vom California Institute of the Arts (1990) und einen Master-Abschluss in Sonologie vom Königlichen Konservatorium in Den Haag (2002). Asher arbeitet in den Bereichen Musik, Installation und Performance und ist Autorin verschiedener Kunstprojekte, darunter "Face_WSLOT" (Album, Buch, interdisziplinäre Kunstinstallation und Dokumentarfilm über ehemalige Kinderkämpferinnen in Sierra Leone), die weltweit auf Tournee gingen und veröffentlicht wurden. Sie ist außerdem Mitbegründerin der Kunststiftung bodylab in Den Haag.
Guido Hendrikx
Guido HENDRIKX (1987, Niederlande) ist ein in Amsterdam lebender Filmregisseur und Drehbuchautor. Er studierte Kunst und Wissenschaften an der Universität Utrecht, Dokumentarfilmregie und Drehbuchschreiben an der Niederländischen Filmakademie und Praktische Ethik an der Universität Utrecht. Seine Kurzfilme Day is Done (2010), Escort (2013) und Among Us (2014) wurden auf Filmfestivals in aller Welt gezeigt und erhielten über 20 internationale Auszeichnungen. Sein Spielfilmdebüt Stranger in Paradise war der Eröffnungsfilm der IDFA 2016 und wurde für den Europäischen Filmpreis als bester Dokumentarfilm nominiert. 2019 gründete er seine eigene Produktionsfirma Aventura. Der erste abendfüllende Film mit dieser Produktionsfirma war A Man And A Camera (Regie: Guido Hendrikx).
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