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Die klassische Massage ist heute die am häufigsten angewendete manuelle Therapieform. Sie ist medizinisch und wissenschaftlich anerkannt.
Die Klassische Massage entwickelte sich aus der so genannten „Schwedischen Epoche“ der manuellen Therapie 1813 in Stockholm und wurde Ende des 19. Jhds. in Deutschland eingeführt. Auch Samuel Hahnemann bezog die Heilkraft von Berührung ein: In dem mit „Massieren“ überschriebenen Paragraphen 290 des Organon der rationellen Heilkunde (1810) empfahl er „das sogenannte Massieren durch eine kräftige, gutmütige Person, welche den chronisch krank Gewesenen, der zwar geheilt, aber noch in langsamer Erholung begriffen ist und noch an Abmagerung, Verdauungsschwäche und Schlafmangel leidet, die Muskeln der Gliedmaßen, der Brust und des Rückens ergreift, sie mäßig drückt und gleichsam knetet. Dadurch wird das Lebensprinzip angeregt, in seiner Gegenwirkung den Tonus der Muskeln und ihrer Blut- und Lymphgefäße wieder herzustellen.“
Die Grifftechnik der schwedischen Massage wird seit Jahrzehnten weltweit, deshalb auch “Klassische Massage” genannt, von Masseur*innen, Physiotherapeuten/innen und Heilpraktikern/innen zu verschiedenen Zwecken verwendet und ist daher die bekannteste Massageform geworden.
Bei der klassischen Massage werden mit den Händen Druck- und Zugreize auf Gewebe und Muskeln ausgeübt. Die Berührungen haben zum einen eine direkte körperliche Wirkung, indem sie verkrampfte Muskulatur dehnen und entspannen. Dadurch werden auch Schmerzen, die durch Verspannungen entstehen, beseitigt. Zum anderen übt die Massage einen positiven Einfluss auf den Herzschlag, den Blutdruck, die Atmung und die Verdauung aus. Die Psyche wird beeinflusst und fördert so die Entspannung und das Wohlbefinden.
Die Fern- und Allgemeinwirkung der klassischen Massage ist vielfältig. Im Bereich der Mikrozirkulation kommt es zu einer verbesserten Blutzirkulation im Kreislauf, besonders im Bereich der unteren Extremitäten. Die myokardiale Leistung des suffizienten Herzens wird gesteigert durch Entleerung der Blutdepots. Das bedeutet eine Vermehrung des Schlag- und Minutenvolumens des kompensierten Herzens bei bradykarder Tendenz. Eine chemische Wirkung wird durch Freisetzung von denaturiertem, artfremdem Eiweiß aus gelotischen Bezirken im Sinne einer allgemeinen Umstimmung erzielt. Auch ein reflektorischer, segmentaler Effekt ist durch Einwirkung auf Dermatome und/oder Myotome über die Seitenhornschaltung und die Intermediär-Zonen zu inneren Organen möglich. Eine konsensuelle Reaktion kann z.B. bei der Frakturbehandlung oder beim Morbus Sudeck erfolgen. Dies geschieht (auch) im nichtbehandelten, aber zum Segment gehörenden Körperteil. Auch eine endokrine Wirkung durch Einwirkung auf die Hypophyse und andere endokrine Drüsen ist möglich. Massage wirkt vagoton und verbessert so Blutdruck, Puls, Atmung und Schlaf. Im psychischen Bereich stellt sich meist eine Entspannung ein.
Eine Sportmassage lehnt sich in ihrer Technik an die klassische Massage. Sie ist speziell auf den "Sportler" ausgerichtet, wobei mit Massagegriffen und Dehnungen auf die vom Sport beanspruchten Stellen eingegangen wird.
Für eine Vorbereitung auf einen bevorstehenden Wettkampf oder eine starke körperlich Beanspruchung ist eine Sportmassage sehr empfehlenswert.
Da viele Sportler körperlich robuster sind, ist die Massage dementsprechend kräftiger.
Nach der sportlichen Betätigung wird bei Ihnen vor allem gelockert und gedehnt, damit die Regeneration von Muskel und Gewebe verbessert wird.
Bei einer Schwangerschaft ergeben sich viele körperliche Veränderung bei der werdenden Mutter. Einige Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft sind trotz der Vorfreunde aufs Baby schwierig zu akzeptieren und können durch eine Massage gegebenenfalls günstig beeinflusst werden. Hormone lassen das Gewebe im Körper weicher werden und das Baby drückt durch ständiges wachsen immer wie mehr auf den Kreuzbereich. Gesässmuskeln und Rücken/ Nacken beginnen zu schmerzen da sie veränderten Statiken ausgesetzt sind.
Die Schwangerschaftsmassage kann bei Ihnen flexibel mit verschiedenen Therapieformen wie Lymphdrainage gegen die Ödeme und Fussreflexzonentherapie zur Hormonellen Harmonisierung und Entspannung ergänzt werden.
Die Bindegewebsmassage ist eine manuelle Reiztherapie, die am direkt unter der Haut befindlichen (subkutanen) Binde- und Fettgewebe ansetzt. Es wird mit tangentialen Zugreizen, der Faszientechnik sowie anderen Haut- und Unterhauttechniken gearbeitet. Über die Reflexbögen wird dadurch auf innere Organe, den Bewegungsapparat und die Haut eingewirkt. Insofern gehört die Bindegewebsmassage in den Bereich der Reflexzonenmassage.
Anwendungsbereiche
Neben der örtlichen Wirkung auf und unter der Haut soll die Bindegewebsmassage vor allem die inneren Organe ansprechen.
Folgende Beschwerden können therapiert werden:
Erkrankungen des Bewegungsapparates: WS-Syndrome, Arthrosen, rheumatische Erkrankungen
Erkrankungen der inneren Organe: Atemwegsorgane, Verdauungsorgane
Erkrankungen im urogenitalen Bereich
Gefäßerkrankung: Funktionelle arterielle Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose, Migräne, Postthrombotisches Syndrom
Neurologische Störungen: Paresen, Spastiken, Neuralgien
Stress
Durch die Reflexbögen können sich Erkrankungen der inneren Organe an der Haut oder den Muskeln sowie in jenem Fall auch an den Füssen zeigen. Eine durch Studien bewiesene Technik wobei sich (alle!) Organe des Körpers am Fuss durch Punkte wiederfinden.
Leiden sie unter:
- Migräne
- Chronischen Blasenentzündungen
- Schlafproblemen
- Angstzuständen, psychischem Stress
- Menstruationsproblemen
- Magen- Darmbeschwerden wie Verstopfung, Reizdarmsyndrom, usw...
Dann ist Fussreflexzonentherapie eine gute Therapie um ihre Beschwerden zu lindern.
Die Triggerpunkttherapie hat als Ziel die Beseitigung von Schmerzen, die auf sogenannte myofaszialer Triggerpunkte zurückgeführt werden. Diese sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen angeblich andauernde Schmerzen anderswo im Körper "ausgehen" können.
Lymphgefässe befinden sich überall im Körper an der Oberfläche der Haut und in den Organen. Sie transportieren Wasser und Abfallprodukte vom Gewebe wieder zurück in die Blutbahn. Ihr Aufgabe ist also enorm wichtig für einen optimalen und aktiven körperlichen Zustand. Eine Lymphdrainage kann auch die Heilung von Operationswunden günstig beeinflussen.
Leiden Sie an folgenden Beschwerden?
- ständig aufgeschwollene Beine nach längerem Stehen
- Wasseransammlung in einem bestimmten Körperteil.
- Lipödemen
- Lymphödeme - angeboren oder sekundär nach Operationen
- Schwellung oder Heilungsverzögerung des Operationsgebietes
(Keine Infektion)
Klären Sie mit ihrem Arzt ab, ob eventuell eine Lymphdrainage indiziert ist und kommen Sie mit Verordnung bei uns vorbei.