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Flugzeug nach Genf entführt: Äthiopier verurteilt
- Freitag, 20. März 2015, 17:29 Uhr
Ein Co-Pilot der Ethiopian Airlines entführte eine Passagiermaschine nach Genf. Er wollte dort politisches Asyl stellen. Nun wurde er in Addis Abeba zu 19,5 Jahren verurteilt.
Der Pilot der Ethiopian Airlines, der im Februar 2014 ein Passagierflugzeug nach Genf entführt hatte, ist von einem äthiopischen Gericht zu 19 Jahren und 6 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Mann war in Abwesenheit der Luftpiraterie schuldig gesprochen worden.
Der Mann war im Februar 2014 Co-Pilot eines Fluges der Ethiopian Airlines von Addis Abeba nach Rom. Als der Pilot gerade in der Bordtoilette war, riss sein Stellvertreter die Gewalt über die Maschine mit 202 Personen an Bord an sich.
Kurz darauf sandte der Mann selbst das Notsignal für Flugzeugentführungen. Nach der Landung in Genf seilte sich der Mann aus dem Cockpitfenster ab und stellte sich den Behörden.
Der Äthiopier wollte anschliessend in der Schweiz politisches Asyl beantragen. Die Schweizer Behörden gaben im Mai vergangenen Jahres bekannt, ein Auslieferungsbegehren Äthiopiens abgelehnt zu haben. Der Mann solle in der Schweiz für seine Tat zur Rechenschaft gezogen werden, hiess es damals.
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