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Bevölkerungsdichte
Der Indikator zeigt auf, wie dicht die Bevölkerung innerhalb der Verwaltungsgrenzen der Kernstadt aufeinander lebt. Viele Grünflächen, Waldstücke oder unproduktive Flächen wie Gewässer führen zu einer tiefen Bevölkerungsdichte. Gleiches gilt auch für einen im Vergleich zur Wohnnutzungsfläche hohen Anteil an Gewerbeflächen. Eine hohe Bevölkerungsdichte kann Raumnot, hohe Immobilienpreise oder Verkehrsprobleme implizieren.
Statistischer Kommentar
Genève, Basel und Zürich hatten 2011 im Urban-Audit-Vergleich die höchsten Bevölkerungsdichten aller Städte. Unter den Schweizer Vergleichsstädten gab es jedoch beachtliche Unterschiede. Genève wies mit 11'768 Einwohnerinnen und Einwohnern pro Quadratkilometer die mit Abstand höchste Dichte auf. Auf einer mit 16 Quadratkilometern halb so grossen Stadtfläche wie die von Luzern lebten mehr als doppelt so viele Einwohnerinnen und Einwohner wie in der Leuchtenstadt. Es folgten die Schweizer Städte Basel (6'826 Personen pro km2), Zürich (4'242) und Lausanne (3'089). Vor der Fusion mit der Gemeinde Littau lag die Bevölkerungsdichte der Stadt Luzern mit 4'000 Personen pro Quadratkilometer ebenfalls in diesem Bereich. Durch den relativ hohen Anteil an Wald- und Landwirtschaftsfläche auf Littauer Gebiet sank die Dichte jedoch nach der Gemeindefusion auf 2'667 Personen pro Quadratkilometer. Luzern ist damit immer noch dichter bewohnt als die Stadt Bern. Unter den ausländischen Vergleichsstädten wohnten 2011 in Nijmegen (mit 3'067) die meisten Personen pro Quadratkilometer Stadtfläche. Den anderen Pol bildeten die Städte Odense, Bergen und Perugia. Diese drei Städte wiesen ein 10- bis 15-mal grösseres Stadtgebiet als Luzern auf bei nur doppelt bis dreieinhalbmal so grossen Einwohnerzahlen. Dies äusserte sich in Bevölkerungsdichten von lediglich 360 bis 650 Einwohnerinnen und Einwohnern pro Quadratkilometer.
Definition
Die Bevölkerungsdichte ist definiert als Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb der Stadtgrenze geteilt durch die Gesamtfläche der Stadt. Je mehr Personen auf einer bestimmten Gebietsfläche wohnen, desto höher ist die Bevölkerungsdichte.