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Am 28.5.2011 ist auf meinem Hof das erste Wagyukalb zur Welt gekommen. Das Stierlein Daimyo (Japanisch für Fürst) musste nicht lange auf Gesellschaft warten, bereits 2 Tage später kam Daiki (grosser Glanz, männlicher Japanischer Name) zur Welt.
Bis das erste weibliche Tier geboren wurde, dauerte es dann allerdings fast eine weitere Woche, am 5.6.2011 kam Date (Nach einem früheren japanischen Clan) zur Welt. 2013 konnte ich dann zusätzlich noch ... aus Deutschland dazu holen. Dies war der Grundstein meiner Herde.
Mittlerweile sind es ca. 20 Kreuzungstiere und reine Wagyu-Tiere die neben den Milchkühen auf meinem Hof wohnen.
Die Rindviehrasse Wagyu stammt aus Japan und ist das teuerste und exklusivste Hausrind der Welt.
Die genaue Übersetzung aus dem Japanischen bedeutet Japan Rind. (Wa = Japan / Gyu = Vieh)
Bekannter ist das Wagyu-Rind unter dem Namen Kobe-Rind, allerdings darf nur Fleisch von Rindern die in Japan in der Region Kobe geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet wurden, die Bezeichnung „Kobe“ tragen.
Auch der Export von Wagyu-Fleisch, lebenden Rindern, Embryonen oder Samen aus Japan ist streng verboten.
Mitte der 90er Jahre konnten die USA und Australien allerdings einige Tiere zu Forschungszwecken exportieren. Aus ihnen wurde die Wagyu-Rase gegründet.
Die größten Wagyu-Rinder-Herden außerhalb Japans befinden sich in den USA, Australien und Kanada. In Europa wird das Wagyu-Rind nur von wenigen Züchtern gehalten, in Deutschland kamen erst 2006 die ersten Wagyu-Tiere zur Welt. Über Deutschland gelangen sie nun auch in die Schweiz.
Wagyu-Rinder sind meist schwarz, wobei es auch rote Tiere gibt.
Sie sind mittelgroß (Bullen: 800–1000 kg, Kühe: 450–600 kg) mit einer gut ausgebildeten Schulter und kräftiger, deutlich gewinkelter Hinterhand.
Anders, als bei anderen Rindern, ist das Fett im Fleisch der Wagyu-Rinder nicht punktuell sondern gleichmäßig, in Form einer sehr feinen Marmorierung, im Muskelfleisch verteilt. Wagyu-Fleisch hat im Vergleich zu anderen Rinderrassen einen bis zu 50 % höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Ein gut zubereitetes Wagyu-Filet kann mit der Gabel zerdrückt werden.
In Kombination mit dem seltenen Vorkommen und ihrem langsamen Wachstum ist das Fleisch der Wagyu-Rinder nicht nur eine Delikatesse, sondern darüber hinaus ein gefragtes Luxusprodukt.