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Bänker oder Banker
Korrekt sind folgende Schreibweisen:
- Bänker
- Banker
Den Bänker dürfen Sie laut Duden (neueste Ausgabe hier*) tatsächlich mit ä schreiben. Die zweite Variante Banker ist ebenso zulässig. Und wenn es sich um Frauen handelt, kann man von der Bänkerin oder der Bankerin sprechen.
Bänker und Banker werden identisch ausgesprochen: «bänka» bzw. in korrekter Lautschrift: [ˈbɛŋkɐ]. Betrachtet man aber die Häufigkeit der beiden Schreibvarianten, so wird Banker im gesamten deutschen Sprachraum eindeutig bevorzugt. Ich empfehle deshalb die Variante mit -a-, zumal in der Schweiz und den meisten Teilen Österreichs der Bänker weitgehend unbekannt ist:
Verwendung Bänker im Vergleich zu Banker; Quelle: Variantengrammatik).
Beispielsätze mit Bänker/Banker:
- «Der Banker – Master of the Universe» ist ein Dokumentarfilm (empfehlenswert: bei Amazon kaufen*).
- Ein weiterer Film über einen habgierigen Banker ist «The Wolf of Wallstreet» (ebenfalls bei Amazon erhältlich*).
- Bänker haben wegen dieser Filme bei vielen Menschen keinen guten Ruf.
- Das Gehalt eines Bankers ist höher als mein Einkommen als Lektor.
- Bevor er LKW-Fahrer wurde, arbeitete er jahrelang erfolgreich als Bänker.
Zusammensetzungen nur mit Banker
Das Wort Banker kann man auch mit anderen Wörtern kombinieren. Geläufig ist zum Beispiel der Investmentbanker. Interessanterweise führt der Duden hier nur die Variante mit -a- auf. Den Investmenbänker sucht man vergebens. Dies ist zwar inkonsequent, gleichzeitig aber ein Indiz dafür, dass Zusammensetzungen mit Bänker unüblich sind, was auch Google Trends bestätigt, wo der Investmentbänker nur vereinzelt auftaucht:
Ich rate deshalb davon ab, den Bänker mit einem anderen Wort zu kombinieren und bevorzuge die a-Variante: Notenbanker (statt Notenbänker), UBS-Banker (statt UBS-Bänker) etc.
Bankier als Synonym von Bänker/Banker?
Der Bänker/Banker ist ein umgangssprachliches Wort. In einem Lektorat empfehle ich deshalb, den Bänker/Banker mit einem standardsprachlichen Synonym zu ersetzen. Je nach Zusammenhang kann man vom Bankfachmann/Bankkaufmann sprechen (bzw. von der Bankkauffrau/Bankfachfrau), vom Bankberater/von der Bankberaterin oder allgemein von Bankangestellten oder Mitarbeitenden einer Bank.
Im Duden ist auch der Bankier als Synonym zum Bänker aufgeführt. Dieses Wort ist jedoch meistens ungeeignet, denn mit dem Bankier meint man in der Regel eine ganz bestimmte Person in der Bank: den Inhaber oder evtl. ein Vorstandsmitglied. Diese inhaltliche Bedeutung von Bankier zeigt sich gut bei der Schweizerischen Bankiervereinigung. Das ist kein Berufsverband für Bankangestellte, sondern der Spitzenverband der Schweizer Banken, in welchem Bankinhaber und Vorstandsmitglieder sitzen und keine gewöhnlichen Bankmitarbeitenden.
Herkunft von Bankier, Banker und Bänker
Das Wort Bankier stammt laut Duden Herkunftswörterbuch* vom französischen banquier ab und wurde im 17. Jahrhundert in die deutsche Sprache übernommen. Interessanterweise war banquier vorher vom neuhochdeutschen banker entlehnt. Das heutige Wort Banker wurde dann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus dem englischen importiert (von engl. banker). Beim Bänker mit -ä- handelt es sich schlicht um die eingedeutschte Schreibweise von Banker.
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