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Irredentismus, definiert als Forderung bestehende Landesgrenzen zu verändern um alle Mitglieder einer ethnischen Gruppe in einem Staat zu vereinen, ist eine Gefahr für die geopolitische Stabilität der aktuellen Weltordnung. Seit dem Ende des Kalten Krieges haben irredentistische Spannungen zu diversen Konflikten geführt, wie zum Beispiel im ehemaligen Jugoslawien, zwischen Armenien und Aserbaidschan, oder erst kürzlich in der Ukraine. Unter der Vorbedingung dass Siedlungsgebiete ethnischer Gruppen durch Landesgrenzen getrennt sind, bilden irredentistische Konflikte eine Kombination aus Sezessionsbegehren, Staatsteilungen und Zusammenführungen. Jedoch gibt es viele transnationale Gruppen, die friedlich sind, deshalb ist wichtig, die kausalen Mechanismen zu verstehen, wie und wann Irredentismus entsteht und wie irredentistische Forderungen verschiedene Konflikttypen wie Bürgerkriege oder zwischenstaatliche Auseinandersetzungen beeinflussen.
Um die Ursachen und Konsequenzen von Irredentismus systematisch untersuchen zu können, beinhaltet dieses Projekt umfassende Datensammlungen zu (1) ethnischen Gruppen, die in mehr als einem Land leben, (2) historischen Staatsgrenzen und (3), ergänzend zu bestehenden Daten über ethnische Bürgerkriege, ethnischen Dimensionen von zwischenstaatlichen Konflikten. Diese Datenressourcen und unsere Analysemittel tragen zur Erarbeitung von effektiven Strategien bei, welche Frieden und Stabilität fördern.