Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03287.jsonl.gz/799

Motion über einen neuen Ökokredit für die landwirtschaftliche Kreditkasse
Archiv: 20. Juni 2005
Motion von Sibylle Lehmann, namens der GB-Fraktion
Die kantonale Ökokreditaktion wurde mit dem Grossratsdekret über die Förderung umweltschonender Produktionsformen in der Landwirtschaft vom 21. Mai 1996 ins Leben gerufen und seinerzeit befristet auf den 31. Dezember 2002. Das Dekret bezweckte, die Umstellung auf IP, Bio, «Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme (BTS)» und «Regelmässiger Auslauf ins Freie (RAUS)» zu fördern.
Von 1996 bis 2002 gewährten die Kassenorgane 493 Ökokredite im Betrag von rund 17 Millionen Franken. Die vom Kanton zur Verfügung gestellten Mittel von 9,55 Millionen Franken wurden also 1,78-mal umgesetzt und hatten somit eine fast doppelte Wirkung.
Heute erfüllen praktisch alle direktzahlungsberechtigten Betriebe im Kanton Luzern den ökologischen Leistungsnachweis (IP oder Bio). Das Potenzial an Betrieben, die auf biologische Produktion umstellen könnten, ist aber nach wie vor gross. Der biologische Landbau ist nachweislich die umweltschonendste Art der Landwirtschaft und trägt wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung bei. Er soll deshalb besonders gefördert werden. Die Anzahl der Biobetriebe, welche 2004 einen Kredit erhalten haben, liegt nur noch bei 26, 10 Betriebe weniger als in den Vorjahren 2002 und 2003 mit je 36. Im Interesse einer weiteren Förderung des biologischen Landbaus soll die landwirtschaftliche Kreditkasse erneut Ökokredite mit besonders günstigen Bedingungen gewähren können.
Der Regierungsrat wird beauftragt, dem Grossen Rat eine neue Ökokreditaktion vorzulegen, die zum Ziel hat, innovative und/oder ökologische Projekte und insbesondere die Umstellung von Betrieben auf biologische Produktion zu fördern.