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Die älteste Keramikscherbe vom Kirchbichl von Lavant stammt aus der Zeit von 1'900 bis 1'800 v. Chr. Der Ort könnte aufgrund diverser Funde von 1'800 bis 450 v. Chr. kontinuierlich besiedelt gewesen sein.
In der Latènezeit (450 bis 15 v. Chr.) war der Kirchbichl Siedlungsfläche und Begräbnisstätte. Ob es sich hier um den direkten Vorläufer von Aguntum handelte, ist nicht sicher. Jedenfalls hat durch die Verlagerung der Siedlungsplätze ins Tal im 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. die Bedeutung des Kirchbichl abgenommen.
Im 3. Jahrhundert fand wieder eine intensive Bebauung - eventuell als Folge von Germaneneinfällen - des Hügels statt. Die Blüte setzte sich ins 4. Jahrhundert fort. Im 5. Jahrhundert wurden Kirchen erstellt.
Ob der Kirchbichl als Nachfolger von Aguntum zu sehen ist, ist wieder ungesichert. Aus dem 7. und 8. Jahrhundert sind weniger Funde bekannt. Dies wird als Bevölkerungsrückgang aufgrund des Sieges der Slawen über die Bajuwaren im Jahr 610 n. Chr. gedeutet.
Folgt man der Strasse von Lavant auf den Hügel, sind folgende Gebäude zu sehen:
Eine Toranlage mit zwei Tortürmen aus dem (frühestens) 6. Jahrhundert n. Chr. Ein Wohnhaus aus der Kaiserzeit mit zwei Räumen mit Fussbodenheizung. Räume von zwei römischen Häusern, wovon einer mit einer Fussbodenheizung beheizt war.
Reste einer frühchristlichen Bischofskirche aus dem 5. Jahrhundert. Diese wurde im 5. oder 6. Jahrhundert vergrössert. Reste zweier spätantiken Häuser.
Die Pfarrkirche zum heiligen Ulrich wurde um 1'500 n. Chr. errichtet. Die erste Kirche an dieser Stelle stammt aus dem 5. Jahrhundert n. Chr.
Gebäudereste neben der Kirche stammen aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. Ein Raum war mit einer Kanalheizung beheizt.
Unter, bzw. neben der Kirche St. Peter und Paul aus dem Jahr 1'485 sind die Fundamentreste einer Burganlage aus dem Mittelalter zu sehen. In die Kirche sind zwei Grabsteine als Spolien eingebaut worden.