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Marcelo Diaz ist am 9. März 1955 in Buenos Aires, Argentinien geboren. Nach einem Schauspielstudium bei Raúl Serrano und einem Regiestudium im “Teatro Planeta“ zog er nach Deutschland.
Er arbeitete als Dozent in München und inszenierte an verschiedenen deutschsprachigen Theatern. Zahlreiche Inszenierungen wurden auf internationale Festivals eingeladen. Seine Produktion « Flammenpflücker » am Theater Pfütze in Nürnberg wird 1993 von der „Abendzeitung“ mit dem „Stern des Jahres“ ausgezeichnet und erhält den Kulturpreis der Stadt Nürnberg. Seine Inszenierung „Die roten Schuhe“ am Carrousel Theater, Berlin, erhielt den „Traumspiele“ – Preis und wurde vom Fernsehen ZDF aufgezeichnet.
Seine Inszenierung “Pausenreh und Platzhirsche”, die von mehreren Schweizer Autoren geschrieben und am Theater an der Sihl in Zürich realisiert wurde, erhielt 2001 den 1. Preis des “Westfalen Festivals“ und den 1. Preis beim “Treffen deutschsprachiger Schauspielschulen” in Bern. 1996 zog er nach Zürich, um die künstlerische Leitung vom “Jungen Theater Zürich” zu übernehmen.
Von 2000 bis 2003 wirkte er als künstlerischer Leiter vom „Theater an der Sihl“ in Zürich.
Ab 1999 bis 2003 leitete er als Dozent und Direktor den Lehrstuhl für Theaterregie an der „Theater Hochschule Zürich“ (heutige ZHDK).
Ab 2003 war er Dozent an der Esad in Valencia und an der Theaterschule Cuarta Pared (Vierte Wand) in Madrid, sowie als Dozent an den Theater Hochschulen Zürich und Berlin tätig. Als Gastregisseur inszenierte er in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz, Spanien und Lateinamerika und kommt aktuell auf 130 Inszenierungen.
Im September 2015 erschien Buch “Die Kunst der Regie” im Fahnauer Verlag, Dresden, das im November 2016 in der spanischen Version “La puesta en Escena“ in Madrid vorgestellt wurde.
In den letzten Jahren arbeitete er an der Oper Dortmund und Düsseldorf , so wie am Theater St. Gallen, Nationaltheater Mannheim und am Sächsischen Landestheater. Am 28. März 2020 hatte er Premiere mit „Hamlet“ in Montevideo, Uruguay. Mit Susanne Odermatt hatte er beim Stück „Countdown oder Das Ticken der Eieruhr“, das im April 2018 im Theater im Theater Eisenwerk Premiere feierte, erstmals erfolgreich zusammengearbeitet.
Julius Griesenberg wurde 1972 in Hamburg geboren. Er absolvierte sein Studium zum Schauspieler an der Berner Schauspielschule (heute Hochschule der Künste) und arbeitet seit gut 20 Jahren in der sogenannt freien Schweizer Theaterszene. Bereits ganz zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn lernte er Regisseur Marcelo Diaz kennen, der damals Leiter des „Theater an der Sihl“ in Zürich war. Später arbeiteten sie gemeinsam an der Inszenierung des Stückes „Die Kuh Rosemarie“ von Andri Beyeler.
Künstlerisch prägte Julius sein fünfjähriges Engagement am Vorstadt-Theater Basel, wo er schon 1999 die Regisseurin Antonia Brix kennenlernte und seitdem etliche Inszenierungen und Theaterprojekte mit ihr entwickelte. Die beiden gründeten 2015 die Gruppe „Theater Blau“ und verwirklichten bisher in verschiedenen Konstellationen die Stücke „Irrungen & Wirrungen“ und „DAS machen & andere verdächtige Sachen“. Betreut wird diese Gruppe inzwischen von der erfahrenen Produzentin Gabi Bernetta.
Julius bezeichnet sich heute am liebsten als freiberuflicher Theatermacher. Seine Erfahrungen reichen vom klassischen Theater zu Tanz, Musical und Puppenspiel, von Regie zu Performance und Theaterpädagogik.
So vielfältig seine Arbeiten für das Theater sind, so unterschiedlich auch die Regisseur*innen, mit denen er zusammen gearbeitet hat. Eine Auswahl: Trix Bühler, Ursina Greuel, Benno Muheim, Christine Faissler, Hannes Rudolph, Corinne Eckenstein, Jonas Gilmann, Nils Torpus, Christoph Mörikofer, Marlies Hirche, Oliver Dassing u.a. Die Stücke und Projekte, die in diesen Kollaborationen entstanden, waren in vielen Auftritten und Gastspielen in der Schweiz und im Ausland zu sehen.
Auch im Thurgau stand Julius bereits auf der Bühne. Unter anderem für das „Theater Jetzt“ unter der Leitung von Oliver Kühn in Wängi („weg einfach“, 2009) und in der Kartause Ittingen („Ittingen brennt“, 2012). Aber auch als singend-tanzender Conferencier in „Cabaret“ auf Schloss Girsberg (2008, Regie: Christian Intorp) und im Eisenwerk Frauenfeld mit einem Gastspiel von „MeerJungsFrauen“ der Dalang Puppencompanie (Regie: Frauke Jacobi).
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er seit 2008 externer Lehrbeauftragter im Bereich Kommunikationscoaching an der Berner Fachhochschule und am BZG in Münchenstein. Seit 2013 ist er ausserdem Mitarbeiter am Theaterspektakel Zürich im Bereich Künstler- und Produktionsbetreuung.
Susanne Odermatt ist 1975 in Zürich geboren und hat nach der Matura eine Ausbildung zur Schauspielerin an der staatlich anerkannten Schauspielschule Gmelin in München absolviert. Anschliessend hat sie an verschiedenen Theatern in Deutschland und der Schweiz gespielt, unter anderem am Theater St. Gallen, am Fränkischen Theater Schloss Massbach und an den Festspielen Heppenheim. Sie war mehrheitlich in Hauptrollen zu sehen, zum Beispiel als Julie in „norway.today“ von Bauersima, als „Roxane“ in „Cyrano de Bergerac“ von Rostand oder als „Constanze“ in „Die Schwiegerväter“ von Goldoni. Nach einer Eigenproduktion, in der sie Boogaards Zweipersonenstück „Lucia schmilzt“ in Bayreuth zur Aufführung brachte und „Lucia“ spielte, kehrte sie nach Zürich zurück. Dort machte sie eine Ausbildung als Primarlehrerin und Theaterpädagogin, unterrichtete an verschiedenen Schulen und arbeitete an einem Kindertheater. 2012 und 2014 kamen ihre Kinder Hannah und Jonah zur Welt. Nach der Geburt ihrer Tochter zog sie mit ihrer Familie nach Frauenfeld und ist dort 2016 als Maria in „Maria, Maria!“ einer Produktion der Theaterwerkstatt Gleis 5 in Frauenfeld, wieder als Schauspielerin eingestiegen. 2017 stand sie für den preisgekrönten Schweizer Fernsehfilm „Zwiespalt“ von Barbara Kulcsar vor der Kamera und spielte beim Theater 58 in „Der Alchimist“ die Rolle der Fatima. Von 2018 bis 2019 spielte sie bei den Tösstaler Marionetten unter der Regie von Werner Bühlmann die Lindauerin im Stück „Himmel und Höll“. Als Produzentin, Autorin und Schauspielerin feierte sie im April 2018, gemeinsam mit dem Regisseur Marcelo Diaz, erfolgreich Premiere mit ihrem Einfraustück „Countdown oder Das Ticken der Eieruhr“, das an verschiedenen Spielorten im Kanton Thurgau und in Zürich aufgeführt wurde. Im Oktober 2018 stand sie in der Kapelle des Kulturhauses Helferei in Zürich als Anna in „Blutsverwandt“ auf der Bühne, Regie führte Daniela Cianciarulo. Zuletzt spielte sie im März 2019 bei Hercules Opera and Theatre, unter der Regie von Hersilie Ewald, die Rolle der Cleo in „Cleo und Mo“.
Nun lanciert die in Frauenfeld wohnhafte Schauspielerin im Kanton Thurgau bereits das zweite Theaterprojekt, sie übernimmt die Produktionsleitung und ist auch als Spielende zu sehen.