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Verbreitungsgebiet: nördliches Südamerika, Trinidad
Lebensraum: Sümpfe und andere Feuchtgebiete
Nahrung: Wasserinsekten und deren Larven, kleine Krebse und Fischchen
Größe: 55 bis 70 cm, bis zu 500 g schwer
Der Rote Ibis besitzt ein leuchtend rotes Gefieder und rote Beine, der Schnabel ist schwarz, an der Spitze bräunlich, gefärbt und die Unterschwanzdecken sind rein schwarz.
Rote Ibisse sind sehr gesellige und schweigsame Vögel. Sie suchen in kleinen bis sehr grossen Schwärmen nach Nahrung, die Nacht verbringen sie in
Schlafgesellschaften und die Aufzucht der Jungen geschieht in Brutkolonien.
Gejagt wird vorwiegend nach Gefühl, weniger auf Sicht. Unablässig stochern Rote Ibisse mit ihren langen, abwärts gekrümmten Schnäbeln im schlammigen Boden herum und erwischen dabei hauptsächlich kleine Krustentiere, daneben auch Würmer und Wasserinsekten und sogar kleinere Fische.
Der Rote Ibis brütet in Kolonien. Das Nest besteht aus locker zusammengefügten Holzstöckchen und wird meistens in den Kronen von Mangrovenbäumen angelegt. Während das Männchen Nistmaterial herbeischafft, ist das Weibchen für den Verbau des Nestes verantwortlich.
Das Gelege besteht aus zwei bis vier Eiern, die Brutzeit beträgt ungefähr drei Wochen. Männchen und Weibchen wechseln sich beim Brüten ab. Nach vier bis sechs
Wochen sind die anfänglich graubraun gefärbten Jungvögel flügge. Erst nach 24 bis 36 Lebensmonaten erhält der Rote Ibis durch mehrere Gefiederwechsel sein arttypisch leuchtend rotes
Federkleid.
Woher stammt diese leuchtend rote Farbe?
Erstaunlich ist, dass diese rote Färbung gar kein Eigenprodukt des Vogels ist, d.h. also nicht genetisch veranlagt ist. Durch die Nahrung nimmt der Rote Ibis Karotinoide (roter Farbstoff) auf, die sich in grossen Mengen v.a. im Panzer von Krustentieren befinden.