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Weltweites Ende des Bleibenzins: Der letzte Tropfen ist aufgebraucht
Nach rund 100 Jahren wird nun weltweit kein Bleibenzin mehr getankt. Denn in Algerien wurde der letzt Tropfen aufgebraucht.
Bleibenzin ist in der Schweiz seit über 20 Jahren verboten. Aus gutem Grund: Das seit den 20er Jahren im Treibstoff enthaltene Schwermetall führte dazu, dass Arbeiter in der US-Automobilindustrie an Bleivergiftungen starben und die Umwelt stark belastet wurde.
Das schien jedoch nicht Grund genug, um von der Beigabe von Blei im Treibstoff abzusehen. Erst als das Waldsterben in den 80er Lösungen forderte, sollte sich etwas verändern. Denn das Waldsterben wurde auf den hohen Gehalt an Stickoxiden in der Luft zurückgeführt, der nur mit Katalysatoren in Autos verringert werden konnte. Da die Katalysatoren mit bleihaltigem Benzin nicht funktionierten, wurde dieses in den Industriestaaten bis zur Jahrtausendwende verboten.
In 86 Schwellen- und Entwicklungsländern wurde Bleibenzin jedoch noch jahrelang verkauft – bis jetzt. Denn in Algerien wurde nun das letzte verbleite Benzin verfahren. Die UNO spricht von einem Meilenstein und hofft nach dem Ende des Blei-Benzins auf positive Veränderung: Mehr als eine Million frühzeitige Todesfälle durch Krebs oder Herzinfarkt sollen künftig pro Jahr ausbleiben.