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Die fahrplanmässige Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels hat sich im ersten Halbjahr 2008 zusammen mit dem Ausbau des Angebots und der Marketing-Aktivitäten der Matterhorn Gotthard Bahn und der Gornergrat Bahn sehr positiv auf die Geschäftstätigkeit des BVZ Konzerns ausgewirkt. Der BVZ Konzern steigerte den konsolidierten Ertrag im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 10% auf CHF 65,5 Mio.
Die Frequenzen stiegen bei der Matterhorn Gotthard Bahn im ersten Halbjahr 2008 um 22% und bei der Gornergrat Bahn um 17%. Da sich in der Fahrausweisstruktur bei der Matterhorn Gotthard Bahn und der Gornergrat Bahn der Anteil an Pauschalfahrausweisen weiter erhöhte, stiegen die Personenverkehrseinnahmen in den beiden Gesellschaften deutlich, aber nicht im selben Masse wie die Frequenzen. Die Personenverkehrserträge der Matterhorn Gotthard Bahn stiegen um 6%, diejenigen der Gornergrat Bahn um 15%. Die Ertragssteigerung der Matterhorn Gotthard Bahn wirkt sich nicht auf das Konzernergebnis aus, da die Matterhorn Gotthard Bahn als abgeltungsberechtigtes Eisenbahnunternehmen den Gewinnteil, der die Eigenkapitalverzinsung übersteigt (CHF 0,4 Mio.), der Reserve für zukünftige Verluste (EBG Art. 64) zuweisen muss. Das Konzernergebnis profitiert aber vom positiven Gewinnbeitrag der Gornergrat Bahn AG und der BVZ Asset Management AG. Zusätzlich zum guten operativen Geschäftsverlauf in allen Geschäftsfeldern wird die Ertragssteigerung auf Stufe Konzern durch einen Buchgewinn aus einem Rollmaterialverkauf und einer Parzellenveräusserung begünstigt.
Erhöhung des Angebots um 25%
Die Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels brachte markante Frequenzsteigerungen mit sich, welche bei der Matterhorn Gotthard Bahn und der Gornergrat Bahn zu höheren Personenverkehrserträgen führten. Durch die Erhöhung des betrieblichen Angebots um 25% stiegen die Personal- und Betriebskosten um 9% auf CHF 48,1 Mio.
Anschaffung von fünf neun Triebzügen
Die Anschaffung der fünf neuen Triebzüge des Typs KOMET und Direktabschreibungen auf bestehendem Rollmaterial führen bei der Matterhorn Gotthard Verkehrs AG und dem BVZ Konzern im ersten Halbjahr 2008 zu einem höheren Abschreibungsaufwand in der Höhe von CHF 11,7 Mio. Bedingt durch diesen Effekt kann der Vorjahres-EBIT im ersten Halbjahr 2008 nicht gehalten werden.
Zuversichtliche Prognosen
Im Rahmen der Budgetplanungen war die BVZ Holding AG auf Stufe Konzern von Mehrerträgen im Personenverkehr in der Grössenordnung von rund 10% ausgegangen. Die BVZ Holding AG rechnet aufgrund der Ergebnisse der ersten Monate aus dem Sommergeschäft damit, dass sich die Ertragsentwicklung des BVZ Konzerns per Ende Jahr im Bereich der ambitiösen Budgetziele bewegen wird.
Im Ferienresort-Projekt in Andermatt involviert
In Andermatt beschäftigen sich Arbeitsgruppen mit Vertretern der Matterhorn Gotthard Bahn und der übrigen Partner intensiv mit offenen Fragen im Quartiergestaltungsplan des Bahnhofquartiers. Unklar ist zurzeit noch, wie die Vorgaben aus dem kantonalen Gesamtverkehrskonzept bezüglich einer effizienten und kundengerechten künftigen Erschliessung des Resorts mit der Bahn erfüllt werden können und wie die daraus resultierenden Investitionen zu finanzieren sind. Mantelnutzungen im umzugestaltenden Bahnhofareal Andermatt könnten dazu beitragen, einen Teil der Investitionen zu finanzieren.
Weiterentwicklung des Immobiliengeschäfts
In Visp ist die BVZ Holding AG über die BVZ Asset Management AG mit der Projektausarbeitung einer Gesamtüberbauung in unmittelbarer Bahnhofnähe beschäftigt. Dort sind Geschäfts- und Wohnräume mit einer Gesamtfläche von rund 18’000 m2 geplant. Es wird angestrebt, im Jahr 2010 den Baubeginn zu erwirken. Damit soll das zweite Standbein der BVZ Holding AG, das Immobiliengeschäft, weiterentwickelt werden.
- Halbjahresbericht BVZ Holding AG 2008 (PDF-File)
Medienmitteilung BVZ Holding AG