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1952 meldete sich Josef Roth beim Kirchgemeinderat mit der Bitte, zukünftig auch in Riedholz reformierte Gottesdienste durchzuführen, denn bis dahin wurden diese nur in Solothurn veranstaltet. Dieser Bitte kam die Reformierte Kirche Solothurn schon ab Anfang des Jahres 1953 nach, in dem sie in den katholischen Kirchen reformierte Gottesdienste abhielt.
Seit 1946 war ein Vikar zuständig für den Kirchenkreis Unterleberberg. 1957 jedoch wurde entschieden, einen Pfarrer zu beschäftigen. Aus diesem Grund begann man in Riedholz ein Pfarrhaus mit angrenzendem Pfarrsaal zu bauen. Erster Bewohner des neuen Pfarrhaues war Pfarrer Haller. Das neue Gebäude wurde zum Zentrum der Begegnung für die Mitglieder der reformierten Kirchgemeinde aus dem ganzen Unterleberberg. Das Haus gefiel wurde aber nicht für Gottesdienste beansprucht.
Dies änderte sich 1963. Der Kunstmaler Max Brunner bekam den Auftrag, die Fenster des Pfarrsaals zu verschönern. Er tat dies und machte damit den Pfarrsaal zu einem „wahrhaft gottesdienstlichen Raum“. Am 27.10.1963 wurde zur grossen Freude der Unterleberberger erstmals ein Gottesdienst im Pfarrsaal in Riedholz abgehalten.
Im Pfarrhaus Riedholz wohnt seit 1999 Pfarrer Samuel Stucki. Der Pfarrsaal hat nicht an Bedeutung für die reformierte Kirchgemeinde Solothurn verloren, ist er doch nach wie vor das Zentrum für das Gemeindeleben im Unter Leberberg. Dies änderte sich auch nicht, als 2001 zusätzlich das Kirchgemeindehaus Günsberg eröffnet wurde. Die beiden Gebäude standen nie in Konkurrenz, sondern ergänzen sich gegenseitig sinnvoll. Während das Kirchgemeindehaus für grössere Anlässe ideal ist, zeichnet sich der Pfarrsaal durch seine familiäre und gemütliche Atmosphäre aus.
von Adrian Herrmann