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Dank dem Finale in Estoril und dem
Halbfinale in Prag ging es während der Sandplatzsaison für die beste
Juniorin des Jahres 2005 wieder einen Schritt vorwärts. Auf Hartplatz
erreichte sie zuletzt das Viertelfinale in Los Angeles und steht damit
erstmals unter den besten 40 der Weltrangliste.
An den Grand Slam-Turnieren scheiterte sie viermal in der ersten Runde
und stand dreimal in der dritten Runde. Ich hatte Azarenka bisher
viermal in mein RAON-Team gewählt. Jedes Mal hatte sie dabei ihr
Auftaktspiel verloren. Hatte ich sie nicht gewählt, stiess sie immer bis in die dritte
Runde vor. Nun versuche ich es wieder. Hoffentlich ist das kein
schlechtes Omen.

Seit Oktober 2006 und Rang 308 in der
Weltrangliste ging es für die ungarische Juniorinnen-French
Open-Siegerin von 2005 rasant aufwärts. Neben zwei Challengersiegen und
einem Finale erreichte sie die grössten Erfolge auf der Profitour. Sie
hat ein Halbfinale in Budapest, ein Viertelfinale in Barcelona sowie die
erfolgreiche Qualifikation und das Erreichen der zweiten Runde an den
Grand Slam-Turnieren in Paris und Wimbledon vorzuweisen. Im Juli folgte
dann ihr erster WTA-Titelgewinn in Palermo.
Letzte Woche erreichte
sie auf Hartplatz das Finale von New Haven, dass sie am Samstag nach
gewonnenem Startsatz gegen Kuznetsova wegen Rückenschmerzen aufgeben
musste. Hoffentlich reicht die Regenerationszeit bis zu ihrem ersten
Auftritt in Flushing Meadows.

In Wimbledon feierte die 16-jährige
ihre ersten zwei Siege über Top 20-Spielerinnen. Mit den Siegen über
Golovin und Dementieva erreichte sie zu meiner Freude die vierte
Runde. An den US Open tritt sie erstmals an. Es ist ihr viertes
Grand Slam-Turnier.

Auf Sand und überraschend auch auf
Rasen blieb der starke Aufschläger blass. Bei nur zwei Siegen kassierte
er neun Niederlagen. Die letzten Auftritte auf heimischem Hartplatz
brachten ihn aber wieder zurück ins Geschäft. Er gewann ein
Challengerturnier in Vancouver und spielte sich an den ATP-Turnieren in
Indianapolis und Cincinnati unter anderem dank Siegen über Blake und Youzhny
ins Halb- respektive Viertelfinale.

Nach seiner Knieverletzung im Februar
musste er hartes Brot essen, als er im Mai auf die ATP-Tour
zurückkehrte. Aus acht Turnierteilnahmen resultierte nur ein einziger
Matchgewinn. Überraschend kam deshalb seine Finalqualifikation am
Turnier in Stuttgart im Juli. Letzte Woche stiess er in New Haven bis
ins Viertelfinale vor.

Während der US Open Series lief nicht
alles rund für den Argentinier. In Cincinnati gab es aber unter anderem
einen Sieg über Canas. Im Frühjahr hatte der 18-jährige auf
nordamerikanischem Hardcourt überzeugt, als er in Miami Youzhny und
Baghdatis bezwang.

Entgegen meinen Befürchtungen konnte
sich die 161cm kleine Slowakin mit der starken Beinarbeit (vorerst?) in
den Top 100 etablieren. Ihre stärksten Resultate erzielte sie auf Sand.
Vor allem das Erreichen der 3. Runde an den French Open brachte der
Qualifikantin viele Weltranglistenpunkte auf ihr Konto. Eine Top
30-Spielerin konnte sie noch nie bezwingen. Auf den Plätzen 30-40
besiegte sie aber bereits Medina Garrigues (zweimal), Dulko und Müller.
Die US Open sind ihr zweites Grand Slam-Turnier.

Zwei Siege, zwei Final- und zwei
Halbfinalteilnahmen an Challenger-Turnieren brachten sie in 2007 bis Mitte Mai von
Weltranglistenposition 334 auf Rang 159. Seither spielte die Weissrussin
auf der
WTA-Tour. Sie qualifizierte sich in Wimbledon für ihr erstes Grand
Slam-Turnier, wo sie es bis in die zweite Runde schaffte. Danach folgten unter anderem zwei
Viertelfinals in Cincinnati und Stanford
(dank einem Sieg über Peer), dank denen sie die Hürde in die Top 100
wie im Flug nahm.

Was ihm fehlte, waren bislang die Siege
gegen Top 30-Spieler. Um nicht sogar zu sagen Top 50-Spieler, was kein
guter Leistungsausweis ist. Dieses Manko hat er mit einem Sieg über
Roddick und der anschliessenden Finalqualifikation in Indianapolis
erstmals ausgewetzt. Danach folgte eine Viertelfinalqualifikation in
Montreal. Dank diesen guten Resultaten in der Vorbereitung auf die US
Open konnte er sich in den Top 100 festigen. Nun muss er die nötige
Konstanz beweisen.

Mit einer Karrierebilanz von 111:36 im
Einzel und 116:26 im Doppel können einzig die absoluten
Weltklassespielerinnen mithalten. Die Erklärung hierfür ist jedoch,
dass Chan diese Resultate vornehmlich nicht auf der WTA-Tour geholt hat.
12 ITF-Titel im Einzel (3 davon in diesem Jahr) und 9 im Doppel zeigen
dies.
Im Doppel stellt die 18-jährige aus Taipeh zusammen mit ihrer Landsfrau
Chia-Jung Chuang die drittbeste Paarung des laufenden Jahres. Nach dem
sensationellen Finaleinzug an den Australian Open folgten Turniersiege
in Bagalore, Birmingham und s'Hertogenbosch sowie Finalqualifikationen
in Pattaya, Indian Wells und Istanbul.

Der Junioren-US Open-Sieger 2003 spielt
vornehmlich auf Hartplatz. Auf diesem Belag feierte er in diesem Jahr
drei Challenger- und einen Future-Turniersieg. Mit einem Challengersieg,
dem Sieg über Hewitt in Queens sowie dem Erreichen der vierten Runde in
Wimbledon legte er auch eine starke Rasensaison hin, die ihn von Platz
176 in die Top 100 der Weltrangliste hievte.

- John
Isner (USA, ATP 199, 22 Jahre, 205cm, Wild Card)
In diesem Jahr hat der 205cm-Riese 53 Sätze gespielt.
27 davon gingen in den Tie-Break. Davon hat er wiederum
16 gewonnen und 11 verloren. Das ist eigentlich nicht die Art von Tennis,
die ich als Zuschauer gerne sehen möchte.
In diesem Jahr siegte er bei einem
Future- sowie einem Challenger-Turnier. Den grössten Coup landete er
mit der Finalqualifikation beim ATP-Turnier in Washington, wo er erst im
Finale an Roddick scheiterte.