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Wie kann man die Ursprungssprache eines Ortsnamens bestimmen?
Klar deutsch sind diejenigen Namen, welche aus in Ortsnamen verwendeten deutschen Worten bestehen. So ist beispielsweise der Name „Kirchdorf“, das Dorf um die Kirche, ganz offensichtlich deutsch.
Allerdings sind in der Schweiz nur ganz wenige Ortsnamen die so offensichtlich deutsch sind, häufiger sind Ortsnamen, die deutsch klingen, aber nicht aus dem Deutschen kommen.
Das klingt auf den ersten Blick seltsam, aber Winterthur stammt eben nicht vom deutschen Wort „Winter“ ab, sondern von einem keltischen Grundwort, da sind sich alle Forscher einig. Und zwar ist man sich deshalb im Klaren darüber, da schon die Römer die Stadt Winterthur „Vitodurum“ genannt haben, und zu römischer Zeit gab es in der Schweiz die deutsche Sprache noch nicht.
Hätte sich diese römische Überlieferung des Ortsnamens von Winterthur aber nicht erhalten, so würden ganz ohne jeden Zweifel alle Toponamastiker Winterthur auf das Wort „Winter“ zurückführen!
Ohne konkrete historische Hinweise gibt es im Grunde nur eine Möglichkeit, um die keltische Abstammung eines Ortsnamens zu überprüfen: der Name wird sowohl als keltischen, wie als germanischen Ursprungs gedeutet, sodann kann entschieden werden, welche Herleitung plausibler ist.