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Auch wenn keins ihrer Vorbilder hüllenlos durch die Gegend spazierte, fühlt sich Nacktkünstlerin Milo Moiré besonders von Charlie Chaplin und Simone de Beauvoir inspiriert. Von letzterer, weil diese «für Selbstbestimmtheit der Frauen» einstand.
Ausserdem habe die französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin de Beauvoir «mit ihrem klugen Geist und ihrem experimentellen Liebesleben schon früh eine moderne Frau» verkörpert, sagte Moiré zu «blick.ch». Charlie Chaplin dagegen bewundert die 33-Jährige dafür, dass er dem Elend mit feinfühligem Witz die Traurigkeit genommen und der Grausamkeit so die Stirn geboten hat.
Milo Moiré selbst möchte der Nachwelt als ein Mensch in Erinnerung bleiben, «der andere inspiriert hat, mutig zu sein, als selbstbewusste Frau, die Sexyness und Intellekt vereinte, als Künstlerin, die sich für die Freiheit stark gemacht hat».
Dann plaudert das Nacktmodell auch noch etwas aus dem Nähkästchen. Etwa, dass sie schon mit mehr als 200 Männern Sex hatte und dass es ihr vor rohem Knoblauch ekelt. Auch von einem unmoralischen Angebot erzählt sie: «Ein verheirateter Mann bot mir 50'000 Franken Apanage pro Monat, wenn ich seine Geliebte werde.»
Ihre Familie sei zu Beginn nicht wirklich begeistert von ihrer Tätigkeit. «Meine Mutter war erst mal geschockt, mein Vater trug es mit Fassung», sagt sie. Am schwersten tat sich ihre Grossmutter mit der vielen nackten Haut. «Meine Oma hat mich verflucht. Bis auf sie, die mit zunehmendem Alter sehr religiös geworden ist, haben sich alle daran gewöhnt und sprechen mir inzwischen Mut zu.»
(aeg/sda/aargauerzeitung.ch)