Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03307.jsonl.gz/2809

Hergestellt von Sony Corp., Tokyo.
Als kleiner Bruder des CRF-230 brachte Sony zu Ende der sechziger Jahre zwei etwas kleinere Koffergeräte auf den Markt, welche Lang- und Mittelwellen, einen kombinierten Tropenbandbereich und dazu neun Kurzwellen - Rundfunkbänder abdeckt, in diesen 600 kHz breiten Bereichen als Doppelsuper.
Der Sony CRF-150 war die einfachere Version ohne Einseitenbandempfang, CRF-160 war mit einem BFO ausgerüstet und somit zum Einpfang von CW- und SSB-Signalen beispielsweise von Funkamateuren geeignet.
Beim Sony CRF-150 handelt es sich um einen Doppelsuper in einem beträchtlichen Kofferformat, das 34 x 27,5 x 14,4 cm grosse Gerät bringt 7 kg auf die Waage. Es kann mit 110 resp. 220 V Netzstrom oder auch 6 grossen UM-1 Monozellen betrieben werden.
Die Frontplatte des Sony CRF-150 gestaltet sich dreiteilig, zuoberst der Lautsprechergrill, in der Mittelpartie die Skalen und Abstimmknöpfe und zuunterst die wichtigsten Bedienelemente.
Ganz unten links findet sich neben der Kopfhörerbuchse der Hauptschalter. Daneben liegt der Lautstärkeregler, die separaten Regler für Höhen und Bässe sowie die Taste zur Umschaltung die beiden ZF-Bandbreiten. Die Tasten für die Bandbereiche erinnern an die Drucktasten der Radios aus den Fünfzigern, mit der Taste SW2-SW10 wird der Trommeltuner mit den gespreizten Kurzwellenbereichen aktiviert.
Die Wellenbereiche sind UKW 87,5-108 MHz; MW 530-1605 kHz; LW 150-400 kHz; SW1 1,6-4,5 MHz und die Bereiche mit doppelter Umsetzung SW2 4,7-5,3 MHz; SW3 5,8-6,4 MHz; SW4 7,0-7,6 MHz; SW5 9,5-10,1 MHz; SW6 11,6-12,2 MHz; SW7 15,0-15,6 MHz, SW8 17,5-18,1 MHz; SW9 21,4-22,0 MHz; SW10 25,5-26,1 MHz. Ausserbandfrequenzen auf den Kurzwellen werden nicht abgedeckt.
Im mittleren Skalenbereich finden sich oben die Kontroll-Leuchte für Netzbetrieb und ein kleiner Drehknopf um Verschieben der Eichmarken in den Kurzwellenbereichen, unter dem S-Meter die Schalter für Skalenbeleuchtung und die im UKW-Bereich wirksame AFC. Zuoberst im mittleren Skalenfenster wird das mit dem Trommeltuner gewählte Kurzwellenband angezeigt, in den 600 kHz-Segmenten verläuft die Abstimmung linear. Anhand der Eichmarken, anhand einer Station mit bekannter Frequenz werden die Eichmarken richtig positioniert, kann eine Frequenz auf weniger als 25 kHz genau geschätzt werden, die Genauigkeit ist zu einer sicheren Frequenzbestimmung bei Stationen im 5 kHz-Raster nicht genügend. Unter den gespreizten Kurzwellenbereichen finden sich die Skalen für die Tropenbandbereiche 120 - 75 m, die Mittel- und Langwelle, hier ist die Ablesegenauigkeit marginal bis ausreichend. Der obere Abstimmknopf dienst zur Abstimmung in den AM-Bereichen, der untere Abstimmknopf für den UKW-Bereich. Der grosse Drehschalter zur Bedienung des Trommeltuners ist an der rechten Geräte- Schmalseite angebracht, ähnlich wie bei den alten Grundig-Satelliten gibt sich ein gutes „Schaltgefühl“, wenn auch einiger Kraftaufwand vonnöten ist.
Die Bedienung stellt niemanden gross auf die Probe: Einschalten, mit der Taste SW2-SW10 die gespreizten Kurzwellenbereiche wählen, das gewünschte Band mit dem Trommeltuner wählen und abstimmen, Lautstärke regeln - fertig. Der Einseitenbandempfang von Aussendungen von Funkamateuren ist dem grösseren Bruder CRF-160 vorbehalten.
Einfachsuper auf LW bis SW1, Doppelsuper auf SW2-SW10, Analoganzeige.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.