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In seinem Spielfilmdebüt erzählte Stefan Haupt («Zwingli») die Geschichte von Rafael aus Zürich, der mit seinem schrankenlosen Freiheitsdrang zwangsläufig in Konflikt mit seiner Umwelt gerät. Der 18-Jährige ist nicht bereit, sich anzupassen. «Utopia Blues» wurde mehrfach ausgezeichnet.
Der 18-jährige Rafael lebt mit seiner Mutter am Stadtrand von Zürich und müsste sich eigentlich auf den Schulabschluss vorbereiten. Er aber möchte mit seiner Band Utopia Blues durch die Welt ziehen, den grossen Durchbruch als Musiker schaffen und kompromisslos das tun, was er für richtig hält. Rafael ist ungeduldig, schlitzohrig, radikal, charmant und manchmal unausstehlich. Seine Sehnsüchte und Ideale wachsen ihm über den Kopf und treiben ihn aus der Bahn. Eine Berg- und Talfahrt beginnt, die Rafael zuerst in die psychiatrische Klinik und dann in eine abgeschiedene Heimschule auf dem Land führt. Dort begegnet er seinem Freund und Bandkollegen Dani wieder. Rafael verliebt sich und schöpft wieder Hoffnung auf ein Leben nach seinen Vorstellungen. Aber das Eis, auf dem er sich mit seinen Utopien bewegt, ist dünn. Der 1961 in Zürich geborene Stefan Haupt erwarb an der Schauspielakademie Zürich das Diplom als Theaterpädagoge. Seit 1989 ist er als freischaffender Theater- und Filmregisseur sowie als Produzent seiner eigenen Produktionsfirma tätig. Sein erster Spielfilm «Utopia Blues» wurde zu einem grossen Erfolg: Er wurde mit dem Schweizer Filmpreis 2002, dem Zürcher Filmpreis und dem Max Ophüls-Preis ausgezeichnet. In seiner weiteren Karriere inszenierte und produzierte er ganz unterschiedliche Filme wie «Elisabeth Kübler-Ross», «Der Kreis» oder zuletzt «Zwingli». Sein neuester Film, der essayistische Dokumentarfilm «Zürcher Tagebuch», feiert am Zürich Film Festival 2020 Premiere.