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Den Kampf um die Weltmeister-Krone musste Seewer, der 2019 und 2020 jeweils WM-Zweiter geworden war, schon früh begraben, da ihn gesundheitliche Probleme aus der Bahn warfen. Erkrankungen am Coronavirus und am Pfeiffer’schen Drüsenfieber machten dem Yamaha-Werksfahrer lange zu schaffen. In den letzten Wochen kam der Schweizer jedoch immer besser in Fahrt, ihm gelangen Podestplätze und vor zwei Wochen sogar der erste Saisonsieg.
Der WM-Titel ging zum zweiten Mal nach 2018 an den Niederländer Jeffrey Herlings. Der KTM-Fahrer schob sich in der Gesamtwertung dank zwei Siegen in Mantova in Italien noch am Franzosen Romain Febvre (Kawasaki) vorbei. Das Duo war am Mittwochnachmittag punktgleich zum 36. und letzten Rennen gestartet, doch Febvre beraubte sich der Chance auf seinen zweiten WM-Titel nach 2015 gleich selbst, da er in Führung liegend stürzte.
Seewer kann 2022 wieder einen Anlauf nehmen. Ob es in der kommenden Saison erstmals seit vier Jahren wieder einen Motocross-GP of Switzerland geben wird, ist offen. Angedacht ist ein Rennen auf einem grosszügigen Panzertestgelände in Bürglen im Kanton Thurgau. Die Behörden sind dem Projekt zwar wohlgesinnt, doch Einsprachen haben eine definitive Aufnahme in den WM-Kalender bislang verhindert.