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Die Erdbeben in Neuseeland erschüttern die Wirtschaft des Landes: Die Regierung in Wellington geht nach den beiden jüngsten Naturkatastrophen von einem Rückgang des Wirtschaftswachstums für dieses Jahr um fast die Hälfte aus.
Nach den Beben im September und Ende Februar sei mit einer Verlangsamung um 1,5 Prozentpunkte auf zwei Prozent zu rechnen, sagte das Finanzministerium am Sonntag. Die Wiederaufbaumassnahmen brächten erst im kommenden Jahr eine Erholung der Wirtschaft.
In der neuseeländischen Stadt Christchurch hatte ein Nachbeben am Samstag weitere Schäden angerichtet. Der Erdstoss hatte nach Angaben von Meteorologen die Stärke 4,8. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg auf 166, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.
Entgegen früherer Befürchtungen kam bei dem Erdbeben am 22. Februar niemand in der Kathedrale von Christchurch ums Leben. Die Behörden hatten zunächst mindestens 22 Leichen unter deren Trümmern vermutet. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer von der belebten Innenstadt von Christchurch entfernt.
Zahlreiche Bürogebäude, Kirchen und Häuser in der mit 350'000 Einwohnern grössten Stadt der neuseeländischen Südinsel wurden stark beschädigt. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Todesopfer auf mehr als 200 steigt.
SDA-ATS