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In der Kontroverse um die jüngsten Aussagen Donald Trumps, die als Aufruf zur Gewalt gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton oder liberale Richter des Obersten Gerichtshofs interpretiert werden können, ist ein brisantes Video aufgetaucht.
Es entstand während den demokratischen Vorwahlen Ende Mai 2008. Obwohl Clinton keine realistische Chance mehr hatte, Barack Obamas Delegiertenstimmen einzuholen, weigerte sie sich, ihren Wahlkampf zu beenden. Auf die Frage eines Journalisten, warum sie nicht aufgebe, antwortete sie mit einer historisch heiklen Analogie:
Die Implikation ihrer Aussage war schnell gemacht: Hillary Clinton könnte sich vorstellen, dass der polarisierende Barack Obama einem Attentat zum Opfer fallen könnte. Deshalb sei es wichtig, dass sie im Rennen bleibt und die demokratischen Vorwahlen einen Gewinner – Hillary Clinton – hervorbringt.
Obama, der tatsächlich bereits damals in den Vorwahlen Todesdrohungen bekam, war ausser sich. Clinton merkte schnell, dass sie zurückrudern musste und entschuldigte sich noch am selben Tag.
Ist es fair, Clinton diese Aussage wieder um die Ohren zu hauen, wie das die Enthüllungsplattform Wikileaks tut?
In Clintons eigenen Worten ist man geneigt zu sagen: ja.
Oder in den Worten Michael Haydens, ehemaliger Direktor der CIA und NSA: