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In der Art der Umwandlung kommen und Bläschen miteinander überein. Selten bestehen dieselben längere Zeit unverändert.
Gewöhnlich platzen sie sehr bald, oder der Inhalt trocknet allmählich ein, indem die vorher gespannte
Oberfläche sich runzelt und nach und nach ganz einsinkt. Schließlich wird die vorher emporgehobene Oberhaut ganz abgestoßen,
indem gesunde Oberhaut von der Tiefe her nachwächst. Der eiterig gewordene Inhalt einer Blase vertrocknet zur Kruste, unter welcher
die Eiterbildung noch längere Zeit fortdauern kann, so daß ein Geschwür entsteht, oder es bildet sich
bald neue Oberhaut darunter, worauf die Kruste abfällt.
Endlich gesellen sich Bläschenausschläge (Herpes zoster) auf der Haut zu Neuralgien der betreffenden Hautnerven
hinzu. Eine besondere Behandlung verlangen die Blasen als solche nur dann, wenn sie das Hauptleiden bilden, wie bei Verbrennungen
und Druck. Am besten überläßt man sie auch dann sich selbst, oder wenn sie eröffnet sind, so schützt man
die entblößte Hautstelle durch Bleiwasserumschläge, Läppchen mit Karbolöl oder trockne Watte. Nur eine Form von Bläschen
ist nicht entzündlicher Natur. Es sind dies die sogen. Kristallbläschen (Millaria crystallina), welche sich bei
Typhus- und andern Kranken oft in großer Zahl in der Schlüsselbein- und Unterbauchgegend vorfinden. Sie entstehen dadurch,
daß der Schweiß die ohnehin etwas spröde Oberhaut leicht abhebt, statt sich über dieselbe zu ergießen
(die sogen. Sudamina). - In der Technik heißt Blase der kupferne Kessel der Destillationsapparate,
[* 5] welcher die
zu destillierende
Flüssigkeit aufnimmt.