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Film-Tipp des Tages: «My Fair Lady»
Audrey Hepburn als Eliza Doolittle und Rex Harrison als Professor Higgins in der aufwendigen Verfilmung des Broadway-Hits «My Fair Lady». Der späte und glanzvolle Höhepunkt der hollywoodschen Musical-Produktion wurde zum Kinohit und holte sich acht Oscars.
Sendeplatz
Donnerstagnacht um 00:05 Uhr auf SRF 1
Das Blumenmädchen Eliza Doolittle (Audrey Hepburn) trifft vor der Londoner Oper auf den Linguistik-Professor Henry Higgins (Rex Harrison) und seinen Freund Colonel Pickering (Wilfred Hyde-White). Higgins macht sich verächtlich über das Blumenmädchen mit der Gassensprache lustig.
Eliza aber, die von der grossen weiten Welt und einem anderen Leben träumt, steht am nächsten Tag selbstbewusst vor seiner Haustür, um beim angeberischen Professor gegen Bezahlung «richtiges» Englisch zu lernen. Aus Spass und wissenschaftlicher Neugier wettet Higgins mit Pickering, dass er es schaffen könne, dem Blumenmädchen in sechs Monaten Manieren beizubringen und den Gassendialekt so weit abzugewöhnen, dass sie an einem Ball als richtige Lady durchgehen würde.
Erfolgreichstes Musical der Filmgeschichte
Die wundersame Wandlung vom armen Blumenmädchen zur respektierten Lady mithilfe der Sprachwissenschaft ist eine der bekanntesten Geschichten des letzten Jahrhunderts. Auf George Bernhard Shaws überaus erfolgreiches Theaterstück «Pygmalion» (1912) folgte die Musical-Version «My Fair Lady» von Alan Jay Lerner (Buch und Lyrik) und Frederick Loewe (Musik). Sie brach am Broadway alle Rekorde und bescherte der Welt eine Reihe von Evergreens wie «I Could Have Danced All Night» und «The Rain In Spain».
Das Filmstudio Warner Bros. kaufte die Rechte für eine happige Summe, engagierte den Erfolgsregisseur George Cukor, scheute bei der Verfilmung keinen Aufwand und machte «My Fair Lady» zu einem der erfolgreichsten Musicals der Filmgeschichte. Zur Belohnung gab es acht Oscars, unter anderem in der Kategorie Bester Film und Bester Hauptdarsteller (Rex Harrison).
Folgenschwere Entscheidung
Warner Bros. trafen eine folgenschwere Entscheidung, als sie Superstar Audrey Hepburn, die ihre Songs von Marni Nixon singen lassen musste, der weniger bekannten Julie Andrews vorzogen, die den Part auf der Bühne verkörpert hatte. Andrews bekam nämlich in demselben Jahr einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin für «Mary Poppins», während Hepburn leer ausging.