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Er kommt in Energieanalysen von Gebäuden vor. Wissen Sie, was der g-Wert aussagt und wie man ihn berechnet?
Der g-Wert, auch als Gesamtenergiedurchlassgrad bezeichnet, gibt an, welcher Anteil der Sonnenstrahlung, die auf ein Fensterglas trifft, durch dieses in einen Raum gelangt und dort zur Erwärmung beiträgt. Der Wert ist einheitslos. Trifft Solarstrahlung auf eine Verglasung, so wird ein Teil davon nach aussen reflektiert, gelangt also nicht in den Raum. Ein weiterer Teil wird absorbiert und erwärmt dabei die Verglasung. Der g-Wert setzt sich aus der direkten solaren Strahlung und der sekundären Wärmeabgabe in den Raum zusammen. Dabei steht der Energieeintrag im Raum im Verhältnis zur solaren Strahlungsenergie, die von aussen auf das Fenster trifft. Durch das Anbringen von hauchdünnen Beschichtungen sind die Glashersteller heute in der Lage den g-Wert fast beliebig zu variieren.
Den g-Wert berechnen
Der g-Wert berechnet sich mit drei Grössen: dem Sonneneinfall von aussen auf das Fenster (b), der Sonnenenergie, welche im Innenraum als Direkteinstrahlung eintrifft (a1) und der Sonnenenergie, die durch die Erwärmung der Verglasung in den Innenraum gelangt (a2). Der g-Wert berechnet sich aus dem Anteil der Sonnenenergie im Innenraum (a1+a2) im Verhältnis zur vollen Sonneneinstrahlung auf das Fenster (b).
g-Wert =(a1+a2)/b
Der g-Wert nimmt Werte zwischen 0 und 1 ein. Ein g-Wert von 0,6 gibt an, dass 60 Prozent der einstrahlenden Energie durchgelassen wird. Typische Werte sind:
1-fach Verglasung = 0.8 – 0.9
3-fach Isolierverglasung = 0.4 – 0.6
Sonnenschutzverglasung = 0.2 – 0.3
Der g-Wert ist nicht zu verwechseln mit dem U-Wert eines Glases, der angibt wieviel Leistung pro Quadratmeter und Temperaturdifferenz (W/(m²K) durch das Fenster verloren geht.
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