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Ar 137
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Ar 137
1898-1992
2.0 m
Max Rotter, 1881 in Tscheitsch (Mähren) geboren, studierte am Zürcher Polytechnikum Architektur. Er betrieb seit 1909 ein eigenes Architekturbüro, das auf die Erstellung von „Renditen- und Einfamilienhäusern“ spezialisiert war.
Im Oktober 1914 gründete er den „Weltfriedensbund“, um gegen den Krieg anzukämpfen. Gemeinsam mit Max Daetwyler organisierte Rotter Mitte November 1917 die Sperrung einer Zürcher Munitionsfabrik. Am 16. November 1917 wurde Max Rotter verhaftet und für 8 Wochen in die Zürcher Polizeikaserne verbracht. Rotter gehörte damals der Sozialdemokratischen Partei an; in den 1920er Jahren trat er in die KPS über, 1944 in die PdA. In den 1920er Jahren setzte sich Rotter für die Gründung von Wohngenossenschaften ein. In den krisenhaften 30er Jahren büsste Rotter einen grossen Teil seines privaten Vermögens ein.
Max Rotter war seit 1912 mit Grete Bäck (1890–1983) verheiratet. 1915 wurde er in Zürich, eingebürgert.
Der Bestand gelangte am 4. März 1998 in ungeordnetem Zustand ins Schweizerische Sozialarchiv. Die Aufarbeitung erfolgte in den Monaten April und Mai 1998.
Der Nachlass Max Rotter enthält eine umfangreiche Sammlung sogenannter Ego-Dokumente, d.h. autobiographische Texte in der Form von Tagebüchern und Notizbüchern, Lebensbeschreibungen, Aufzeichnungen aller Art, Projektunterlagen, Zeichnungen etc. Hervorzuheben sind ferner seltene Druckschriften (Zeitungen, Flugblätter, Broschüren), insbesondere die Eigenproduktionen Max Rotters aus den Jahren 1914–1920 und aus den 20er Jahren.
Einige wenige Kleinschriften wurden in die Abteilungen KS und Periodica integriert. Briefumschläge und (meist nicht benützte) Postkarten wurden kassiert oder an die Ablieferer zurückgestellt. Gleiches gilt für die Briefmarken, die mit dem Nachlass ins Sozialarchiv gelangten.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.
Hans-Ulrich Jost, Linksradikalismus in der deutschen Schweiz. 1914–1918, Bern 1973.
Markus Mattmüller, Leonhard Ragaz und der religiöse Sozialismus, Bd. 2: Die Zeit des ersten Weltkrieges und der Revolutionen, Basel 1968, 352, 358–361, 363.
Die Verzeichnung erfolgte in den Monaten April und Mai 1998 durch Dr. Urs Kälin.