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|Quelle||Sammlung Rolf Ramseier|
|Art||signiertes Foto¸ 13x18cm|
|Inhalt||Rückseitig signiertes Foto von Ernst Sieber. Copyright Eric Bachmann¸ Kaiserstuhl. Text : "Lieber Patrick¸ Gerne gebe ich Dir eine Unterschrift und ergänze Sie mit einem Wunsch "Bhüet Di Gott" Dein Ernst Sieber"|
Schweizer Pfarrer, Nationalrat
Ernst Sieber (* 24. Februar 1927 in Horgen), bekannt als Pfarrer Sieber, ist ein Schweizer evangelisch-reformierter Pfarrer, Leiter eines Sozialwerks und Autor mehrerer Bücher. Schweizweit bekannt wurde er durch seinen Einsatz für Obdachlose, Drogensüchtige und Aidskranke.
Ernst Sieber ist ein Sohn des Elektromechanikers Hans Sieber und der Katharina Josepha Sieber-Hess. Er begann seine berufliche Laufbahn als Bauernknecht und besuchte bis 1947 die landwirtschaftliche Schule Strickhof. 1950 machte er auf dem zweiten Weg die Matura. Er studierte Theologie und wurde 1956 zum Pfarrer ordiniert. 1956 bis 1967 amtierte er als Pfarrer in Uitikon-Waldegg. 1967 bis zu seiner Pensionierung 1992 war er Pfarrer in Zürich-Altstetten. Von 1988 bis 1992 war er Dekan von Zürich links der Limmat. 1991 wurde er mit hoher Stimmenzahl für die Evangelische Volkspartei in den Nationalrat gewählt, wo er bis 1995 Einsitz nahm. Ernst Sieber ist verheiratet mit der Sängerin Sonja Sieber-Vasalli und hat vier eigene, ein adoptiertes und drei Pflegekinder.
Im sehr kalten Winter von 1963 (siehe Seegfrörni) wurde man auf Sieber aufmerksam, als er in Zürich in einem alten Bunker eine Unterkunft für Obdachlose einrichtete. Daraus wurde eine selbstverwaltete Gemeinschaft von Obdachlosen, die 1975 in ein Haus zog, aus der heute die Wohn- und Arbeitsgemeinschaft Suneboge (Sonnenbogen) mit 35 Betten und 20 geschützten Arbeitsplätzen geworden ist.
Ende der 1980er Jahre begann er, sich um die Drogensüchtigen auf dem Platzspitz zu kümmern. Es entstanden Anlaufstellen, Notschlafstellen, ein Aids-Hospiz und Rehabilitationseinrichtungen, die schliesslich in der Stiftung Sozialwerke Pfarrer Sieber zusammengefasst wurden. Pfarrer Sieber vereinigte dabei einen unermüdlichen Einsatz an der Front mit charismatischer Leitung und Geschick für Öffentlichkeitsarbeit.
Die Sozialwerke wuchsen jedoch zu einer solchen Grösse an, dass Sieber der administrativen Aufgabe nicht gewachsen war. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre waren die Sozialwerke wegen Liquiditätsproblemen in der Presse. Nach mehreren Reorganisationen, bei denen unter anderem Sieber von der Leitung zurücktrat und einige Werke ausgegliedert wurden, ist die Stiftung heute finanziell saniert.
Pfarrer Sieber selbst ist bis heute in der praktischen Arbeit tätig – eines seiner Projekte ist beispielsweise der Pfuusbus (Schlafbus), ein alter Sattelschlepper, der im Winter zwölf Schlafplätze für Obdachlose bietet.
Quelle Biografie:

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