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Das italienische Nationalteam befindet sich nach dem Verpassen der WM 2022 mitten in einem Umbruch. Entsprechend darf die deutliche 2:5-Niederlage in der Nations League in Mönchengladbach gegen die Deutschen mit Sicherheit nicht überbewertet werden. Trainer Roberto Mancini ordnete die Klatsche dann auch realistisch ein: «Im Moment gibt es einen enormen Niveau-Unterschied zwischen uns und Deutschland.» Und doch schmerze eine solche Klatsche sehr, denn «niemand geht gerne so unter», so Mancini weiter.
Gereizter Donnarumma kontert, bleibt aber (einigermassen) cool
Dass die Italiener am Dienstagabend in ihrem Stolz verletzt wurden, zeigte sich auch in einem Interview nach der Partie mit Gianluigi Donnarumma. Der Schlussmann der «Squadra Azzurra», mit 23 Jahren bereits Captain, reagierte auf eine polemische Frage einer TV-Reporterin von RAI gereizt. Diese hatte ihn auf seinen Patzer vor dem Treffer zum 0:5 angesprochen und dabei bemerkt, dass Donnarumma zuletzt häufiger Schwächen im Spielaufbau gezeigt habe.
«Wer polemisch sein will, der soll polemisch sein», sagte der Torhüter von Paris St-Germain, der im Champions-League-Achtelfinale gegen Real Madrid ähnlich gepatzt hatte. «Es gibt nicht einen Schuldigen, sondern nur das Team. Wenn du mir die Schuld geben willst für den Fehler, dann mach das, kein Problem», sagte Donnarumma und fügte an: «Ich denke, dass ihr alle wegen dieser Fehler etwas konstruieren wollt.»
Journalistin erhält Zuspruch
Die RAI-Journalistin Tiziana Alla reagierte prompt: «In diesem Beruf muss man eben Fragen stellen.» Später erhielt sie Rückendeckung mehrerer Kollegen.
Donnarumma hatte im Achtelfinal-Rückspiel der «Königsklasse» vor dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Karim Benzema einen Fehlpass in die Füsse von Vinicius Junior gespielt und so das Gegentor mitverantwortet. Gegen Deutschland leistete sich Europameister-Goalie erneut ein schwaches Zuspiel, diesmal in den Fuss von Serge Gnabry. Kurz darauf traf Timo Werner zum 5:0.