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Welcher Milchproduzent kennt das nicht?
- Kraftfutterreste, die im Mist sichtbar sind
- Dünner Kot, mit Luftbläschen und unverdauten Futterresten
- Ein zu tiefer Milchfettgehalt im Vergleich zum Milcheiweiss, möglicherweise noch mit hohen Zellzahlen und Klauengeschwüren kombiniert
All diese Symptome deuten auf eine chronische Pansenazidose (Übersäuerung) hin: Der Pansen-pH ist tief, die Pansenzotten werden angegriffen und teilweise zerstört, die Gesamtoberfläche des Pansens verringert sich, die Mineral- und Nährstoffe werden schlechter aufgenommen. Die Ursachen dafür sind in der Fütterung zu suchen. Zucker- und kraftfutterreiche Rationen, wenig physikalische Struktur im Grundfutter und Fremdsäuren aus Silagen lassen den Pansen-pH absinken. Enthält die Ration viel Kraftfutter, werden celluloseabbauende Bakterien zusehends verdrängt und durch stärkeabbauende Bakterien und andere, säuretolerantere Mikroben ersetzt. Das Milchproduktionspotenzial aus dem Grundfutter kann so kaum mehr ausgenützt werden, denn die Grundfutterverwertung ist mangelhaft.