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Auf dem Campingplatz in Auslikon residierte im Jahre 1991 ganz in unserer Nähe eine Familie Böhm. Die Eltern waren so um 55 Jahre alt. Frau Böhm war etwas beleibt, dafür war sie eine Frohnatur und hatte immer eine gute Laune. Sie trug vorzugsweise blau geblümten Stoff. Sie hatte ziemlich viele Kinder, grössere und kleinere. Ihr Mann war eher von kleinem Wuchs, hager, sehr still und fleissig und er stellte sich nie in den Vordergrund.
Sie hatte eine Tochter von etwa 18 Jahren. Die war ein sehr aufgewecktes Wesen. Da sie immer viel lachte und gerne Scherze machte, war sie mir besonders sympathisch. Sie hatte bereits einen festen Freund und der war ein Holländer, der in der Schweiz arbeitete. Er hatte tolle Manieren und sehr gute Deutschkenntnisse. Manchmal lud Frau Böhm ihre nächsten Nachbarn zu Kuchen und Kaffee ein und da war ich manchmal auch mit dabei. Dann nahm ich meine kleinste Tocher Yolanda mit, während meine beiden grösseren Mädchen 'frei' bekamen und meist im nahen Pfäffikersee baden gingen.
Der holländische Freund freute sich besonders, wenn der eine oder andere Gast auch ein wenig Holländisch konnte und da ich vom Geschäft her ein paar Worte kannte, freute er sich über mich ganz besonders. Dabei bemerkte er, dass ich nicht alle Zahlen kannte und lehrte Yolanda und mich auf holländisch von 1 bis 10 zu zählen: een, twee, drie, vier, vijf, zes, zeven, acht, negen, tien. Meine kleine Yolanda lernte ebenfalls fleissig mit und konnte es am Ende auswendig! Da meinte die junge Freundin des Holländers zu ihr: "Du machst das sehr gut, Yolanda, von jetzt an nennen wir dich Hollanda!"