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Sonnenbrand
Synonym: Dermatitis solaris, Erythema solare, UV-Erythem
Bei einem Sonnenbrand entzündet sich die Haut, weil sie zu viel ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) abbekommen hat. Betroffene Hautstellen röten sich, fühlen sich heiss an, können leicht angeschwollen sein, spannen, schmerzen, jucken und brennen, bei stärkerem Sonnenbrand bilden sich Blasen auf der Haut. Auch Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit mit Erbrechen und weitere Symptome können auftreten.
Ausgiebige Sonnenbäder und speziell Sonnenbrände erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. UV-Strahlung ist der wichtigste beeinflussbare Faktor für diese Gefahr. Bei der Häufigkeit von Hautkrebs liegt die Schweiz europaweit an der Spitze. Mitverantwortlich ist unzureichender Sonnenschutz bei Erwachsenen und Kindern.
Sonnenbrand entsteht durch UV-Strahlung, egal, ob sie von der Sonne oder aus anderen Quellen (z.B. Solariumsleuchten) stammt. Betroffene sollten sich bei den ersten Anzeichen von Sonnenbrand aus der Strahlung zurückziehen. Kühlung reicht zur Behandlung von leichten Sonnenbränden oft aus, sind sie stärker, empfehlen sich Lotionen, die die Haut beruhigen oder die Entzündung hemmen, und entzündungshemmende Medikamente. Bei Blasen auf der Haut oder schweren Symptomen (z.B. Fieber, Übelkeit) ist eine fachliche Behandlung angebracht, teilweise sogar im Spital.
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Symptome
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Fühlt sich Ihre Haut einige Zeit nach dem Sonnenbad heiss an und spannt?Schmerzen die heissen Stellen, wenn Sie sie berühren?Sind die Stellen gerötet und heben sich durch deutliche Trennlinien von Bereichen ab, die weniger oder keine Sonne abbekommen haben?
Im Zusammenhang mit einem Sonnenbad sprechen diese Zeichen klar für einen Sonnenbrand. Die Beschwerden erscheinen mit ein bis acht Stunden Verzögerung und können sich noch verstärken. Wie stark sie werden, hängt vom Hauttyp ab und davon, wie hoch die Dosis an UV-Strahlung war. Die Symptome ähneln Hautverbrennungen ersten (Spannen, Rötung, Brennen, Schmerzen) bis zweiten Grades (zusätzliche Blasen). Beim Sonnenbrand unterteilen Fachleute die Symptome allerdings in drei Schweregrade:
- 1. Grad (leichter Sonnenbrand): Die Haut ist gerötet und möglicherweise leicht angeschwollen. Sie kann schmerzen, brennen, jucken und spannen.
- 2. Grad (mittelschwerer Sonnenbrand): Die Haut bildet zusätzlich Blasen. Sie ist üblicherweise stärker gerötet und schmerzt mehr.
- 3. Grad (schwerer Sonnenbrand): Ausgedehnte Bereiche der Haut sind verbrannt und lösen sich. An den betroffenen Stellen sind grosse Teile der oberen Hautschicht zerstört und sterben ab. Eine Behandlung im Spital ist notwendig.
Als weitere Symptome, besonders nach längeren Aufenthalten in der Sonne und bei heissem Klima, können Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und -steifigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost auftreten. Dann hat sich möglicherweise parallel zum Sonnenbrand ein Sonnenstich, eine Hitzeerschöpfung oder sogar ein Hitzschlag entwickelt. Diese Hitzeschäden können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, ihre Behandlung sollte unbedingt von einem Arzt übernommen werden.
Wann zum Arzt?
Fachleute raten dazu, einen Arzt aufzusuchen, wenn
- Säuglinge oder Kleinkinder von Sonnenbrand betroffen sind.
- die Haut Blasen bildet.
- Anzeichen erscheinen, die auf mögliche Hitzeschäden wie Sonnenstich oder Hitzschlag hinweisen (z.B. starke Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und -steifigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost). Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall!
Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko!
Sonnenbrände erhöhen die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Starke UV-Bestrahlung kann auch andere Folgeschäden nach sich ziehen, etwa Narben und beschleunigte Hautalterung. Mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr gelten selbst dann als nachteilig für die Haut, wenn sie sich dabei nie rötet.
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Behandlung
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Zur Behandlung von leichtem Sonnenbrand gibt es viele Möglichkeiten. Sobald auf der Haut Blasen erscheinen, müssen Betroffene abwägen, ob sie ihre Behandlung in ärztliche Hände legen. Wenige, kleine Blasen lassen sich noch selbst mit kühlenden, entzündungshemmenden Brandsalben behandeln. Aufstechen sollte man die Blasen nie, dadurch steigt die Gefahr einer Infektion. Bei grossen und/oder zahlreichen Blasen sowie bei Blasen an prominenten Hautstellen wie im Gesicht empfiehlt sich meist eine fachgerechte Behandlung. Das Gleiche gilt, wenn schwere Symptome oder Komplikationen auftreten und wenn Säuglinge und Kleinkinder einen Sonnenbrand haben.
Bei leichten Sonnenbränden reichen die Behandlungsmöglichkeiten von Hausmitteln über Lotionen mit pflanzlichen Substanzen bis hin zu After-Sun-Präparaten, die pharmazeutische Wirkstoffe enthalten. Einig sind sich die Fachleute darüber, dass
- kühlende, fettarme Mittel nützlich sind.
- Mittel mit dem Wirkstoff Dexpanthenol (Panthenol) gut geeignet sind.
- Schaumsprays sehr angenehm in der Anwendung sind, weil man das Mittel nicht auf der empfindlichen Haut verreiben muss.
Darüber hinaus geben Fachleute sehr unterschiedliche Ratschläge. Viele Mittel können prinzipiell mit Nachteilen verbunden sein, haben aber auch ihre Vorzüge. Häufig entscheidet die Erfahrung, welches Mittel zum Einsatz kommt. Ein bisschen vorsichtiger sollten Eltern mit ihren Kindern sein und Menschen, die Allergien, sehr trockene oder sehr empfindliche Haut haben. Dann ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass die Mittel keine oder möglichst wenige verzichtbare Substanzen wie Duftstoffe enthalten. Sonst gelten die üblichen Empfehlungen für alle Betroffenen.
- Falls sich schon beim Sonnen Beschwerden melden, heisst es: Raus aus der Sonne, am besten in ein kühles Gebäude. Im Freien, selbst im Schatten, bekommt die Haut oft weitere UV-Strahlung ab. Dann sollten Betroffene sie mit dicht gewebter, aber nur leicht aufliegender Kleidung oder Tüchern bedecken. Gut ist es auch, reichlich zu trinken. Bei Sonnenbrand verliert der Körper Flüssigkeit.
- Die heisse Haut braucht Kühlung, die kann sie sofort etwa durch feuchte Badetücher oder T-Shirts erhalten. Zu Hause eignen sich kühle Umschläge oder Wickel mit Wasser oder abgekühltem Schwarztee, sie können 10 bis 20 Minuten auf der Haut bleiben. Bei allen anderen Hausmitteln spielt die persönliche Erfahrung eine grosse Rolle. Quark, Buttermilch und Joghurt enthalten Bakterien und erhöhen das Risiko von Infektionen an der vorgeschädigten Haut. Durch Essig, Apfelessig, Zitrone und Salz kann sie gereizt werden, Extrakte aus Pflanzen können allergische Reaktionen auslösen. Bei vielen dieser Mittel streiten Fachleute darüber, ob sie besser helfen als Wasser allein. Abkühlung bringt auch eine erfrischende Dusche. Bei Kindern, Personen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden und solchen, die von der Sonne stark erhitzt sind, sollte das Duschwasser nicht zu kalt sein. Coolpacks und Eiswürfel dürfen nie direkt auf die Haut kommen, weil sie sonst Verbrennungen verursachen können. Sie mit Tüchern zu umwickeln, beugt dem vor.
- Mittel zum Einnehmen können die Sonnenbrandbeschwerden lindern. Alle Substanzen, die in Betracht kommen, sollen am besten wirken, wenn Betroffene sie bei ersten Anzeichen von Sonnenbrand einnehmen. Geeignet sind einerseits einfache Schmerzmittel, etwa die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Diclofenac. Weiter gibt es Hinweise darauf, dass auch Vitamin C (Ascorbinsäure) die Symptome mildert.
- Mittel zum Auftragen wie Lotionen, Gels, Schaumsprays und stark wasserhaltige Cremes lindern die Beschwerden – wenn sie geeignet sind. Dazu sollten sie aus wenig Fett und viel Wasser bestehen (O/W-Emulsionen) und möglichst frei von Duftstoffen und Alkoholen sein. Diese Kriterien erfüllen nicht alle After-Sun-Produkte. Bestimmte Inhaltsstoffe sollen der Haut bei Sonnenbrand helfen, besonders nützlich ist Dexpanthenol. Als vorteilhaft gelten auch Urea (Harnstoff), Allantoin und Bisabolol. Die Schmerzen und die Entzündung bessern sich durch Wirkstoffe aus der Familie der nicht-steroidalen Entzündungshemmer (z.B. ASS, Ibuprofen, Diclofenac) und der Glukokortikoide der Stärkestufe 2 (z.B. Hydrocortison). Betroffene sollten Mittel mit diesen Inhaltsstoffen möglichst früh auf die verbrannte Haut auftragen. Vor den Anwendungen sollten die Stellen von Sand, Schweiss und Sonnencremeresten gesäubert werden. Viele Betroffene bevorzugen Schaumsprays, weil man sie nicht auf der empfindlichen Haut verteilen muss. Kritisch bis ablehnend betrachten die Fachleute Substanzen aus den Familien der Antihistaminika, Lokalanästhetika, Antibiotika und Antiseptika. Sie können Kontaktekzeme, eine verzögerte Heilung und allergische Sensibilisierungen verursachen. Unterschiedlich Erfahrungen gibt es zu pflanzlichen Zusätzen wie beispielsweise Aloe vera. Auch bei ihnen besteht das Risiko allergischer Reaktionen. Fettreiche Mittel (Salben) sind ungünstig, weil sie den Wärmeaustausch der Haut verschlechtern.
- Die Sonne für mehrere Tage zu meiden, gibt der Haut Zeit, sich zu regenerieren. Als absolutes Minimum gilt es abzuwarten, bis alle Symptome eines Sonnenbrands völlig verschwunden sind. Allerdings empfehlen viele Hautärzte längere Sonnenpausen von mindestens zwei, eher drei Wochen. Auch in dieser Phase sollten Betroffene ihre Haut gut pflegen, damit sie sich schneller erholt.
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Verlauf, Komplikationen, Besonderheiten
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Die Beschwerden, die zu Anfang beim Sonnenbrand erscheinen, verstärken sich meist noch, ihren Höhepunkt erreichen sie oft nach 12 bis 24 Stunden. In der Regel beginnen die Symptome zwei bis drei Tage nach dem ursächlichen Sonnenbad abzuklingen. Wenige Tage später fühlt es sich so an und sieht so aus, als sei die Haut vollständig geheilt. Bei mittelschweren Sonnenbränden kann die Heilung aber bis zu zwei Wochen dauern und bei schweren noch länger. Wirklich komplett erholt sich die Haut aber nie – sie vergisst keinen Sonnenbrand, sondern merkt sich jeden. Fachlicher ausgedrückt bedeutet das: UV-Schäden an der Haut, auch solche, die unter der Schwelle zum Sonnenbrand liegen, summieren sich im Lauf des Lebens. Daraus können sich noch nach Jahren ernste Spätfolgen entwickeln. Schon vorher besteht das Risiko für Komplikationen wie
- Hitzeschäden: Wenn der Körper nicht genug Schweiss bilden kann, um sich ausreichend zu kühlen, überhitzt er. Es kommt zu einer Hitzeerschöpfung, die sich zum gefährlichen Hitzschlag ausweiten kann. Zu den häufigsten Kennzeichen zählen starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Schüttelfrost. Bei solchen Symptomen und besonders, wenn Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit auftreten, sollte ein Notarzt verständigt werden. Hitzschläge sind medizinische Notfälle, die tödlich verlaufen können. Diese Gefahr besteht auch bei einem Sonnenstich, ist aber deutlich kleiner. Als typisch gelten hier Nackenschmerzen und -steifigkeit, die zusätzlich zu den oben genannten Beschwerden erscheinen.
- Narbenbildung: Wenn sich Blasen auf der Haut gebildet haben, entstehen daraus nicht selten depigmentierte Narben, die sich also hell von der restlichen Haut abheben. Wegen dieser Gefahr raten Fachleute dazu, Sonnenbrände mit Blasenbildung ärztlich behandeln zu lassen.
- Beschleunigte Hautalterung, ledrige Haut: Jede starke UV-Bestrahlung der Haut beschleunigt ihre Alterung. Es ist dabei egal, ob die Strahlen aus einer natürlichen oder künstlichen Quelle stammen. Als Folge entstehen vorzeitig Falten und teilweise auch Flecken. Die Haut verliert ihre Elastizität, wirkt rau und ledrig. Für diesen Vorgang, der auch Photo-Aging, Photoalterung und Lichtalterung heisst, ist hauptsächlich die UV-A-Strahlung verantwortlich, mit der Solarien in erster Linie arbeiten.
UV-Strahlung, Sonnenbrand und Hautkrebs
Mit jedem Sonnenbrand steigt das Hautkrebsrisiko, besonders stark erhöht es sich durch Sonnenbrände vor dem 20. Geburtstag. Noch mehr als bei sich selbst sollten Erwachsene bei Kindern darauf achten, Sonnenbrände zu vermeiden. Leider zeigen Erhebungen aber immer wieder, dass das nicht geschieht: Kinder sind überdurchschnittlich oft betroffen, ihr Sonnenschutz ist nicht ausreichend. Dabei fallen beim Hautkrebsrisiko schon regelmässige Sonnenbäder ins Gewicht, die noch keinen Sonnenbrand auslösen.
Einfluss hat auch die UV-A-Strahlung, mit der Solarien vorwiegend arbeiten. Neue Studien haben bewiesen, dass auch häufige Bestrahlungen mit niederen Dosen UV‑A-Strahlung wie in Solarien die Gefahr vergrössert. Die Krebsliga Schweiz warnt: «Wer vor dem 35. Lebensjahr mit Solariumsbesuchen beginnt, hat ein um 75% erhöhtes Risiko, im Verlauf seines Lebens an einem Melanom zu erkranken. Die Internationale Krebsforschungsbehörde der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Solarien deshalb als ‹krebserregend› eingestuft und in die höchste Gefahrenkategorie der Krebsrisiken eingeteilt.» Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät generell davon ab, Solarien zu besuchen, solange es dafür keine medizinischen Gründe gibt.
UV-Strahlung gehört zu den Faktoren, die für Menschen nachweislich das stärkste Potenzial dazu besitzen, Krebs zu verursachen. In der Schweiz, die heute schon zu den Ländern mit den höchsten Hautkrebsraten zählt, steigen die Fallzahlen.
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Ursachen, Risikofaktoren und Häufigkeit
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Die UV-Strahlung im Sonnenlicht gliedert sich nach der Wellenlänge in drei Bereiche: UV-C, UV-B und UV-A. Normale Dosen regen den Körper dazu an, Hormone auszuschütten. UV-Licht hebt die Laune, stimuliert Drüsen und Stoffwechsel und ist nötig für die Herstellung von Vitamin D. Zu viel an UV-A- und UV-B-Strahlung wird aber gefährlich für die Haut.
- UV-C wird vollständig von der Ozonschicht in der Atmosphäre abgefangen und spielt für Sonnenbrände keine Rolle.
- UV-B dringt nur in die oberste Hautschicht ein. Dort führt es in geringen Dosen langsam zu einer anhaltenden Bräune und zum Aufbau einer schützenden Hornschicht. Im Übermass verursacht es zunächst eine Rötung, dann Sonnenbrand und langfristig im schlimmsten Fall Hautkrebs. Schon Sonnenbrand ist ein Zeichen dafür, dass die Haut geschädigt ist. Das Krebsrisiko steigt, weil UV-B das Erbgut der oberflächlichen Hautzellen schädigt. Fensterglas filtert UV-B-Strahlung fast vollständig aus.
- UV-A gelangt tiefer in den Körper, bis ins Bindegewebe. Oberflächlich sorgt es in geringen Dosen für eine schnelle, kurz anhaltende Bräunung, sehr hohe Dosen können auch zu Sonnenbränden führen. In tieferen Hautschichten verursacht UV-A-Strahlung Schäden, deren Folgen sich erst nach Jahren zeigen. Die Haut altert vorzeitig, sie verliert an Elastizität, bildet Falten und möglicherweise Flecken. Die Bedeutung von UV-A-Strahlen für Hautkrebs ist höher als lange gedacht: Schon regelmässige Bestrahlungen von geringerer Intensität erhöhen über mehrere Wege das Risiko. Zudem verstärkt UV-A-Strahlung die schädlichen Effekte von UV-B-Strahlen. UV-A durchdringt Fensterglas. Solarien arbeiten hauptsächlich mit UV-A-Strahlung, sie lassen UV-B weitgehend weg, um die Sonnenbrandgefahr zu verringern.
Risikofaktoren
Wie lange Personen sorglos in der Sonne baden können, hängt zunächst vom Hauttyp, der örtlichen Intensität der UV-Strahlung (UV-Index, UVI) und von der Dauer des Sonnenbads ab. Eine Rolle spielt weiter etwa, ob Hautstellen vorgebräunt sind oder zum ersten Mal seit längerer Zeit ans Sonnenlicht kommen.
- Hauttyp: Fachleute teilen Menschen anhand von Haut-, Haar- und Augenfarbe, dem Bräunungsverhalten der Haut sowie der Zahl der Sommersprossen in sechs Hauttypen oder Phototypen ein. Je niedriger der Hauttyp, desto heller der Teint und desto grösser das Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko. Im Vergleich zu Erwachsenen ist die Haut von Säuglingen und Kleinkindern erheblich empfindlicher, dünner und pigmentärmer. Sie bekommen sehr leicht einen Sonnenbrand und benötigen immer einen starken Sonnenschutz, auch weil Sonnenbrände in der Kindheit das Hautkrebsrisiko noch stärker erhöhen als bei Erwachsenen.
- Hauttyp/Phototyp I: Sehr helle Haut, fast immer Sonnenbrand, bräunt nie, oft sehr viele Sommersprossen, helle blaue oder graue Augenfarbe, häufig rotes oder hellblondes Haar, Hautkrebsrisiko: sehr gross.
- Hauttyp/Phototyp II: Helle Haut, häufig Sonnenbrand, bräunt nur langsam und schwach, oft viele Sommersprossen, helle Augen- und Haarfarbe, Hautkrebsrisiko: gross.
- Hauttyp/Phototyp III: Heller bis hellbrauner Hautton, manchmal Sonnenbrand, bräunt langsam und nur mittelstark, selten Sommersprossen, helle bis dunkle Augenfarbe, Haare meist braun, Hautkrebsrisiko: mittel.
- Hauttyp/Phototyp IV: Hellbraune bis olivfarbene Haut, selten Sonnenbrand, bräunt schnell und stark, keine Sommersprossen, braune bis dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis schwarzes Haar, Hautkrebsrisiko: gering.
- Hauttyp/Phototyp V: Dunkle Haut, sehr selten Sonnenbrand, bräunt immer schnell und stark, keine Sommersprossen, dunkle Augen und schwarzes Haar, Hautkrebsrisiko: sehr gering.
- Hauttyp/Phototyp VI: Schwarze Haut, so gut wie nie Sonnenbrand, keine Sommersprossen, dunkle Augen und schwarzes Haar, Hautkrebsrisiko: minimal.
- UV-Index: Der UVI gibt die Intensität der Strahlung an, die zu Sonnenbrand führen kann. Der UVI hängt somit von einigen Faktoren ab: Tageszeit, Jahreszeit, Nähe zum Äquator (geografischer Breitengrad), Stärke der Bewölkung, Höhenlage und Dicke der UV-absorbierender Schichten wie der Ozonschicht. Der UVI wird als Zahl oft zusammen mit einem Sonnensymbol angegeben. Zur Sommerzeit liegt er im mitteleuropäischen Tiefland über die Mittagsstunden bei Werten um 5 bis 8. Sie betragen vor 10 Uhr und nach 16 Uhr höchstens die Hälfte. In südamerikanischen Gebirgen haben Forscher schon Werte über 40 gemessen. Je nach Höhe fällt der UVI in fünf Klassen, die verschiedene, nur sehr grundlegende Empfehlungen zum Sonnenschutz enthalten. Sie berücksichtigen etwa nicht, welchen Hauttyp eine Person hat. Zusammen mit dem Hauttyp kann der UVI aber dazu dienen, den angemessenen Lichtschutzfaktor für Sonnenschutzmittel zu bestimmen.
- 0 – 2: Schwache Strahlungsintensität, kein Schutz notwendig.
- 3 – 5: Mittlere Strahlungsintensität, Schutz erforderlich, z.B. Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme.
- 6 – 7: Hohe Strahlungsintensität, Schutz erforderlich wie oben, also z.B. Hut, T-Shirt, Sonnenbrille, Sonnencreme.
- 8 – 10: Sehr hohe Strahlungsintensität, zusätzlicher Schutz erforderlich, Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden.
- ≥ 11: Extrem hohe Strahlungsintensität, zusätzlicher Schutz erforderlich, Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden.
- Dauer des Sonnenbads: Je länger Haut UV-Strahlen ausgesetzt ist, desto eher entsteht ein Sonnenbrand.
- Vorbräunung: Haut, auf die lange Zeit keine UV-Strahlen gefallen sind, ist stärker gefährdet für Sonnenbrände als vorgebräunte. Darauf ist zu achten im Winter beim Skifahren, an den ersten sonnig-warmen Tagen im Frühjahr, und wenn im Sommer sonst bedeckte Körperteile (z.B. Fusssohlen, Hintern) Sonne abbekommen. Selbstbräunungscremes und Solarienbesuche verbessern den Schutz der Haut vor Sonnenbränden nicht!
- Alter des Sonnenschutzmittels: Sonnenschutzmittel verlieren mit der Zeit üblicherweise an Wirkung. Sie sollten zur Sicherheit nur bis zum angegebenen Haltbarkeitsdatum verwendet werden.
- Sonnen- und Insektenschutz (Repellents): Die Mittel können sich gegenseitig stören, Repellents haben in Studien den Sonnenschutz deutlich verringert. Bei gleichzeitigem Auftragen gelangten auch mehr nachteilige Inhaltsstoffe aus den Repellents in die Haut. Darum empfehlen Fachleute, sich zuerst mit dem Sonnenschutzmittel einzucremen und erst 15 bis 30 Minuten danach das Repellent anzuwenden.
- Bestimmte Medikamente, Nahrungsmittel, Duftstoffe: Einige natürliche und künstliche Substanzen können die UV-Empfindlichkeit der Haut stark erhöhen. Es können sehr schnell heftige Hautreaktionen auftreten (phototoxische Reaktion, teilweise fälschlich auch als Sonnen- oder Lichtallergie bezeichnet). Die Symptome (z.B. Rötung der Haut, Brennen, Schwellung, Bildung von Blasen) ähneln einem Sonnenbrand, treten häufig aber abgesetzt als Streifen oder Flecken auf. Ein Arzt sollte die Ursache untersuchen. Er wird zur Behandlung wahrscheinlich kortisonhaltige Präparate zum Auftragen oder Einnehmen verordnen. Phototoxische Reaktionen können auch hinter verglasten Fenstern entstehen, weil für sie besonders UV-A-Strahlung wichtig ist. Auslösen können die Beschwerden beispielsweise Antibiotika, Schmerzmittel, Diuretika, Mittel gegen Fettstoffwechselstörungen, Psychopharmaka, Präparate mit Inhaltsstoffen aus Johanniskraut, Arnika und Baldrian, Vitamin-A-Präparate, Duftstoffe in Kosmetika, Nahrungsmittel mit Buchweizen sowie Hautkontakt mit bestimmten Wiesengräsern.
Häufigkeit
Die meisten Sonnenbrände sind leicht bis mittelschwer, und die Betroffenen gehen damit nur selten zum Arzt. Deshalb gibt es zur Häufigkeit in der Schweiz oder in Mitteleuropa keine aussagekräftigen Zahlen. Eine Schätzung aus Deutschland besagt, dass mindestens jeder vierte Erwachsene (25%) einmal jährlich einen Sonnenbrand bekommt. Dieser Anteil schwankt in Erhebungen aus den USA zwischen 16 und 36%. Überdurchschnittlich oft betroffen sind ausgerechnet Kinder: Mehr als die Hälfte von ihnen hat mindestens einmal im Jahr Sonnenbrand! Es ist davon auszugehen, dass die Situation bei uns nicht viel anders ist. Beim Hautkrebs, für den Sonnenbrände und hohe Lebensdosen an UV-Strahlung von grosser Bedeutung sind, liegt die Schweiz an der europäischen Spitze.
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Vorbeugung
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Die beste Vorbeugung gegen Sonnenbrand wäre, dem Sonnenschein völlig aus dem Weg zu gehen. Doch im richtigen Mass hat UV-Strahlung einige positive Wirkungen auf Seele und Körper: UV-Licht ist beispielsweise unverzichtbar, wenn der Körper Vitamin D herstellen will. Sich ganz aus der Sonne herauszuhalten, wäre ungesund. Die Lösung besteht darin, zu verhindern, dass UV-Strahlen der Haut schaden. Das bedeutet, ausgiebige Sonnenbäder zu vermeiden und besonders Sonnenbrände. Ungeeignet dafür sind Selbstbräunungscremes und Solarienbesuche. Die Leuchtkörper in Solarien strahlen fast ausschliesslich UV-A ab, damit kann die Haut gar keinen Eigenschutz gegen UV-B aufbauen. Davon abgesehen schadet auch UV-A-Strahlung der Haut. Es gibt aber viele sinnvolle Möglichkeiten, die Sonnenbrandgefahr stark zu verringern:
- Die Dauer der Sonnenbäder dem Hauttyp und dem UV-Index anpassen. Je heller die Haut und je höher die UV-Strahlung, desto kürzer sollten sich Menschen in der direkten Sonne aufhalten.
- Zeiten mit stärkster UV-Strahlung im Schatten verbringen und direkten Sonnenschein meiden. Die höchste Intensität herrscht in den Mittagsstunden, bei uns zwischen 11 und 15 Uhr. Dieses Zeitfenster kann in südlicheren und nördlicheren Ländern leicht verschoben sein.
- Mit Textilien (T-Shirts, Hüte mit breiter Krempe, Tücher, Kappen etc.) die Haut bedecken, damit sie keine Sonne abbekommt. Die Textilien sollten dicht gewebt sein, aber nicht eng anliegen, um einen Hitzestau zu vermeiden.
- Geeignete, wasserfeste Sonnenschutzmittel auswählen und sie richtig einsetzen. Meistens ist es sinnvoll, sich schon 30 Minuten vor dem Sonnenbad einzucremen. Nur manche der Filtersubstanzen in Sonnencremes, die physikalischen Filter, schützen sofort. Für Erwachsene gilt, dass sie für das Eincremen des ganzen Körpers 25 bis 30 Milliliter eines Sonnenschutzmittels verwenden sollen. Sparen verringert den Schutz!
- Mehrfach nachcremen, besonders nach dem Baden oder Schwimmen und wenn man geschwitzt oder sich abgetrocknet hat. Nachcremen stellt aber nur den ursprünglichen Lichtschutzfaktor oder Sonnenschutz des Mittels wieder her. Es verlängert nicht die Zeit, die man sich in der Sonne aufhalten darf!
- Reflexionen beachten, besonders beim Skifahren, aber auch am Strand. Schnee reflektiert den grössten Teil der UV-Strahlung, Sand rund ein Viertel davon.
- Bei Bewölkung oder Wind die Strahlung nicht unterschätzen. Zugluft beim Sport im Freien und die Brise am Meer täuschen leicht darüber hinweg, dass die Haut schon heiss ist durch zu viel Strahlung. Unter einer dünnen, geschlossenen Wolkendecke kann die UV-Intensität noch die Hälfte der Stärke bei klarem Himmel betragen.
- Langsam bräunen und auf ungebräunte Hautstellen achten. Wenn eine Badehose kürzer ist als die andere oder statt Badeanzug ein Bikini zum Einsatz kommt, können plötzlich ungebräunte Hautstellen der Sonne ausgesetzt sein. Sie sind empfindlicher für Sonnenbrände als vorgebräunte Bereiche.
- Sonnenbrille mit UV-Filter tragen. Gegen Sonnenbrand beugt das nur vor, wenn die Brille an der Seite Teile des Gesichts abdeckt. Sinnvoll sind Sonnenbrillen dennoch, allein schon, weil auch die Netzhaut in den Augen unter UV-Strahlung leidet.
- Kalzium und Beta-Carotin (auch «Provitamin A») stärken theoretisch die Widerstandskraft der Haut gegen UV-Strahlen. Die Einnahme von Kalzium muss zwei Wochen vor den Sonnenbädern bzw. den Ferien beginnen, die von Beta-Carotin mindestens vier, besser zehn Wochen vorher. Ob die Haut in der Praxis dann wirklich einen besseren Sonnenschutz hat, ist unter Fachleuten umstritten. Die Mittel können keinesfalls andere Massnahmen zum Sonnenschutz ersetzen.
- Vitamine, Lycopin (z.B. aus Tomaten), Traubenkernextrakte mit dem Bitterstoff OPC (oligomeres Procyanidin) und Auszüge aus dem amerikanischen Farn Polypodium leucotomos haben Eigenschaften, die den UV-Schutz verbessern können. Sie sind kein Ersatz für andere Schutzmittel! Unterstützend kann ein Einsatz in Betracht kommen, auch weil die Substanzen andere positive Wirkungen auf die Gesundheit haben.
Sonnenschutzmittel haben sehr unterschiedliche Eigenschaften
Beim Kauf von Mitteln zum Sonnenschutz steht sicher der Schutz im Vordergrund, also der Lichtschutzfaktor (LSF, engl.: sun protection factor, SPF). Wer aber das optimale Mittel für seine Haut oder die Haut der Kinder finden will, sollte sich gut informieren oder beraten lassen. Wichtig für die richtige Wahl sind zunächst der Hauttyp und die Intensität der UV-Strahlung am vorgesehenen Aufenthaltsort, also der UV-Index (UVI). Dann gibt es bei den Sonnenschutzmitteln neben dem LSF noch einiges zu beachten, vor allem die Wasserfestigkeit und den Schutz vor UV-A-Strahlung.
- Lichtschutzfaktor (LSF): Der LSF bezieht sich nur auf UV-B-Strahlung. Er gibt an, wie gut ein Mittel diese Strahlung abfängt. Ob es auch vor UV-A-Strahlung schützt, zeigt ein Symbol an – ein Kreis, in dem «UV-A» steht. Dann beträgt der Schutzfaktor gegen UV-A mindestens ein Drittel des LSF. Dieser Faktor ist eine Leitlinie dafür, wie lange eine Person in der Sonne bleiben kann, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Bei Mitteleuropäern rötet sich ungebräunte Haut durchschnittlich nach 20 Minuten Sonnenbad. Wenn er ein Schutzmittel mit LSF 10 richtig anwendet, kann ein Durchschnitts-Mitteleuropäer theoretisch 10-mal so lang in der Sonne liegen, also 200 Minuten, und mit LSF 20 entsprechend 20-mal so lang, also 400 Minuten. Allerdings raten Fachleute dazu, nach zwei Dritteln der theoretischen Maximalzeit aus der Sonne zu gehen. Auch Sonnenbäder unterhalb der Rötungsgrenze erhöhen das Hautkrebsrisiko.
- Filtersubstanzen: Es gibt Substanzen aus zwei Gruppen, die UV-Strahlung auf verschiedene Weise abschwächen. Chemische Filter (auch lösliche Filter genannt) wandeln die schädliche Energie der UV-Strahlen in harmlose Wärme um. Nach dem Auftragen dauert es etwa eine halbe Stunde, bis chemische Filter schützen. Sie müssen dazu in die obere Schicht der Haut einziehen, darum können sie Allergien und Reizungen auslösen. Einige der Substanzen stehen im Verdacht, die Fruchtbarkeit negativ zu beeinflussen. Sonnenschutzmittel für Allergiker, Kinder und für Menschen mit empfindlicher und trockener Haut sollten auf chemische Filter verzichten. Die Substanzen aus der zweiten Gruppe, den physikalischen Filtern (mineralische Filter, Deckpigmente, Mikropigmente, Nanopigmente), bleiben auf der Haut. In der Schweiz ist nur Titandioxid als physikalischer Lichtschutzfilter zugelassen. Die Substanz schützt sofort nach dem Auftragen und führt höchst selten zu Pusteln am Mund. Physikalische Filter bleiben auf der Haut. Dort bilden sie eine Schutzschicht, die wie ein Spiegel das Sonnenlicht reflektiert. Viele Mittel mit Titandioxid färben die Haut leicht weiss. Das kann nützlich sein, etwa um zu sehen, ob Kinder noch Sonnenschutz auf der Haut tragen. Neuere Mittel enthalten Titandioxid als Nanopartikel und färben kaum noch. Viele Sonnenschutzmittel, speziell solche mit hohem LSF, kombinieren mehrere Filtersubstanzen.
- Grundlage: Der Gehalt an Wasser und Öl unterscheidet sich je nach Grundlage und Produkt, also beispielsweise bei Gels, Lotionen, Milchen, Ölen und Cremes. Sie eignen sich nicht alle gleich gut für trockene, normale und fettige Haut. Für Kinder etwa sollten Sonnenschutzmittel eher fettreich sein. Dagegen bevorzugen Sportler in der Regel Gels oder Sprays, weil diese schnell einziehen, kaum fetten und beim Schwitzen nicht in die Augen laufen. Um Wasser und Öl stabil zu verbinden, arbeiten die meisten Schutzmittel mit Emulgatoren. Diese können zusammen mit UV-Licht zu einer sogenannten Mallorca-Akne (Acne aestivalis) mit kleinen Pusteln auf der Haut führen.
- Zusatzstoffe: Fast alle Sonnenschutzmittel enthalten weitere Substanzen, die einen kosmetischen oder medizinischen Zweck verfolgen. Kritisch sehen viele Fachleute besonders rein kosmetische Substanzen wie Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Einige davon oder ihre Zerfallsprodukte können starke phototoxische Hautreaktionen auslösen; in Mitteln für Kinder, Allergiker und Menschen mit empfindlicher Haut sollten solche Substanzen nicht enthalten sein. Andere Sonnenschutzmittel arbeiten mit Zusätzen, die nachteilige Effekte der UV-Strahlung abschwächen sollen oder der Haut helfen, Sonnenschäden zu reparieren. Beispiele dafür sind das hautberuhigende Bisabolol, das entzündungshemmende Dexpanthenol oder Radikalfänger in Form von Vitaminen.
Kinder benötigen besonderen Schutz!
Die Haut von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern braucht besondere Vorbeugung – besonderen Sonnenschutz! Sie besitzt nur einen geringen Eigenschutz, weil sie wenig Melanin produziert. Ihr Säureschutzmantel ist dünner, und ihre Talgdrüsen arbeiten schwächer. Ungeschützt droht schon nach fünf bis zehn Minuten ein Sonnenbrand. Bei Kindern erhöhen Sonnenbrände das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, mehr als bei Erwachsenen. Deshalb raten viele Fachleute, Säuglinge und Kleinkinder in ihren ersten ein bis zwei Lebensjahren nicht der Sonne auszusetzen. Die starke Mittagssonne ist auch für ältere Kinder tabu. Am besten schützt geeignete Kleidung vor zu viel Sonne: Oberteile, Hosen, Schuhe und Kappen, die möglichst viel Haut abdecken und Schatten spenden. Ebenso wichtig sind Sonnenbrillen mit UV-Filter, weil sich Lichtschäden an den Augen im Lauf des Lebens summieren. Speziell für Kinder gibt es Sonnenschutzcremes und -sprays, die fettiger sind, schneller einziehen und einen höheren Lichtschutzfaktor haben als die für Erwachsene. Sie sollten möglichst keine Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe enthalten, auch chemische Filtersubstanzen sind ungünstig. Empfehlenswert sind Mittel mit physikalischen Filtern und einem Schutzfaktor von mindestens 40. Damit sollten Eltern ihre Kleinen etwa alle zwei Stunden neu eincremen und immer nach dem Baden, selbst bei wasserfesten Mitteln.
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TopPharm hilft!
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Bei Sonnenschutzmitteln und der Behandlung von Sonnenbränden ist Ihr persönlicher Gesundheits-Coach ein sehr wertvoller Ansprechpartner. Er kann Ihnen helfen, Ihren Hauttyp zu ermitteln und so genau das optimale Mittel für Ihre Haut und Ihren Ferienort zu finden. Er kann Ihnen sagen, ob Sie ältere Mittel noch verwenden können. Hier erhalten Sie auch Auskunft darüber, ob Medikamente, die Sie einnehmen, womöglich Ihre Haut empfindlicher für UV-Strahlung machen. Wenn Sie einen Sonnenbrand haben, bekommen Sie hier die besten Mittel, um das Leiden schnell zu beenden.
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Wirkstoffe
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