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Terri
(Mont) (Kt. Bern, Amtsbez. Pruntrut, Gem. Cornol). 807 m. Isolierter Felsklotz in der Kette des Lomont im n. Jura, zwischen den Dörfern Cornol und Courgenay. Fällt südwärts mit 60 m hoher Wand zu dem 167 m tiefer unten gelegenen Thälchen Derrière Mont Terri ab und erscheint von dieser Seite her als kühne Felsgestalt. Der N.-Hang ist dagegen weit weniger steil und senkt sich zu der von W. nach O. ziehenden Strasse zwischen Courgenay und Cornol. Ueber diese sanft geböschte N.-Flanke kann das dreieckige Gipfelplateau, das eine Fläche von etwa 300 m2 umfasst, bequem erstiegen werden.
Hier oben sieht man heute noch Reste von dicken Mauern und einen etwas über 20 m tiefen Schacht, die aus der Römerzeit stammen und darauf hindeuten, dass hier einst eine römische Feste, zum mindesten ein Beobachtungsposten (specula) stand, der zur Ueberwachung und zum Schutz der beiden wichtigsten Strassen im N.-Jura, derjenigen über La Croix und die Malettes, gedient haben und zur Zeit der Germaneneinfälle zerstört worden sein muss. Man hat in diesen Ruinen und in der Umgebung Fragmente von prähistorischen Waffen und zahlreiche römische Münzen aufgefunden, was einige jurassische Schriftsteller (Sérasset, Quiquerez, Trouillat, Vautrey u. a.) zu der Annahme führte, es habe hier oben einst ein Lager Julius Caesars gestanden und in der Ebene zwischen Courgenay, Alle, Miécourt und Cornol der siegreiche Kampf des römischen Feldherrn gegen Ariovist stattgefunden.
Aus diesem Grunde legt auch die Siegfriedkarte dem bewaldeten N.-Hang des Mont Terri den Namen Camp de Jules César bei. Unsicher ist die etymologische Deutung des Namens Mont Terri. Während einige Forscher auf keltischen Ursprung hinweisen, denken andere an den Dialektausdruck teri (französisch tari), wodurch der Mont Terri zum «trockenen» oder «wasserlosen Berg» würde. Diese Deutung hat die Realprobe für sich, indem der Kalkklotz in der Tat des Wassers völlig entbehrt. Zur Zeit der französischen Revolution kam die durchaus falsche Form «Mont Terrible» in Gebrauch, die man ¶
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einem aus Ländereien des ehemaligen Fürstbistums Basel bestehenden neuen Departement beilegte und heute noch in geographischen Werken oft genug antrifft.