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. . . nicht unbedingt New HAG ist schlechter als HAG Stansstad . . .
Nur ein Versehen? Seither dachte ich, dass New HAG gleichbedeutend mit HAG Stansstad ist. Wäre der Satz nicht richtiger, wenn das Wörtchen New fehl?
. . . nicht unbedingt New HAG ist schlechter als HAG Stansstad . . .
Nur ein Versehen? Seither dachte ich, dass New HAG gleichbedeutend mit HAG Stansstad ist. Wäre der Satz nicht richtiger, wenn das Wörtchen New fehl?
Ich erachtete es auch als Druckfehler: ich denke, dass statt 'Stansstad' 'Mörschwil' gemeint ist.
Nehmen wir uns doch mal die Mittelpartie der Ae 6/6 ‘Winterthur‘ unter die Lupe
Lieber Roger
Mach mich nicht fertig! An der Ae 6/6 Winterthur gibt es nichts zu mäkeln. Ausser vielleicht, dass SBB FFS auf der Lok steht und das in Winterthur allenfalls niemand versteht. Dass es trotzdem keine Tessiner-Lok sei, darüber habe ich mich informiert, resp. die entsprechenden Prügel erhalten.
Ich freue mich über jede Ae 6/6, solange das Wappen mit der Betriebsnummer übereinstimmt.
Herzliche Grüsse
Oski
Aber Oski, das waren doch keine "Prügel"...
Wie andere auch, beschäftige ich mich gerne mit Informationen und Bilder zu meinen Favoriten- oder "Lieblingsloks" (das ändert sich ja bisweilen auch etwas).
Quellen zu den Ae 6/6 sind u.A. folgende Hefte:
Die beiden Loki Spezial haben natürlich Überschneidungen, doch auch sehr viel unterschiedlichen Inhalt. Im "I" ist under anderem eben das Thema SBB - FFS - CFF enthalten. Ich kann mich also auch fast nur auf das abstützen.
Dort ist auch eine Tabelle enthalten, welche Loks mit SBB - FFS abgeliefert und später auf SBB - CFF umbeschriftet wurden, sowie welche direkt mit SBB - CFF abgeliefert wurden - ich zitiere diese:
Umbeschriftete Loks:
11414, 11417, 11422, 11423, 11424, 11425, 11427 - also die französisch Sprechenden Kantone und solche mit einem Teil davon und weiter, das ist speziell, die Stadt Bern.
Mit SBB - CFF abgelieferte Loks:
11435, 11447, 11448, 11449, 11450, 11454, 11455, 11472 - 11487, 11501 - 11505, 11520
Damit waren 36 Ae 6/6 mit SBB - CFF beschriftet, 84 mit SBB - FFS (und zwar auf beiden Seiten gleich). Laut Loki tragen alle Loks mit Wappen aus der Romandie die SBB - CFF Beschriftung; es müsste wohl eher heissen "alle Loks mit Wappen aus französisch oder deutsch/französisch sprechenden Kantonen". Denn Bern (die Stadt), Brig, Visp, Thun, Burgdorf, Langenthal und Lyss liegen ja nicht in der Romandie - wenn auch z.T. sehr nahe...
Lustig ist noch die Tatsache, dass eben offenbar 14 "C" nachbestellt wurden, um die 7 Loks umzubeschriften. Auslöser war die 11427, welche an der Weltausstellung in Brüssel ausgestellt werden sollte. Dies störte jemand so sehr, dass die Lok noch in Brüssel umbeschriftet wurde (Zitiert aus Loki Spezial I, Seite 66).
Jetzt noch kurz OT - passt aber in das Thema "äusserliche Gestaltung von Loks": Eine weitere Lieblingslok ist die 141 R der SNCF (dürfte einigen vielleicht auch schon nervig aufgefallen sein...). Da gibt es dann auch die verschiedensten Kombinationen aus Farbe (in Realität wohl meist mehr Schmutz als Farbe), Achs- und Tendervarianten, dazu Windleitbleche, Rauchkammertüren, und und und.
Nun, eine Frage treibt mich um, und konnte ich bis jetzt erst teilweise klären. Eine Lok, die 141 R 460 trägt als Modell eine auffällig grüne Lackierung mit gelben Zierlinien, auch als "Kakadu" oder "Sapin de Noël" bezeichnet. Diese Lok wurde offenbar/vielleicht vom Personal des Depot Thuars so gestaltet. Ob dies so war, warum und wie genau, habe ich noch nicht gefunden. Trotz - und hier schliesst sich der Bogen wieder zur Literatur - einem dicken Buch über diese Lok mit u.A. Bestandeslisten aus verschiedensten Zeiträumen...
Da haben wir es in der Geschichte der Ae 6/6 schon "besser" - da sind viele Informationen verfügbar, schön aufbereitet und mindestens für mich meist "einfacher zu lesen" (da in Deutsch...). Doch hat mir die 141 R geholfen, etwas besser französisch zu verstehen
Andere Details an den Loks erkennt man erste später, beim studieren der Quellen oder weil einem jemand "druflüpft" - so z.B. die Funkantenne des Gotthardfunks - das bestimmt auch den Zeitraum der Nachbildung.
Ich bin der Meinung, dass HAG mit der Unterstützung von Roger da schon einen guten Job macht - jetzt braucht es einfach (ein grosses Wort) noch einen bzw. den entscheidenen Sprung nach vorne in der Fertigung, das solche Fehler eben nicht passieren. Wenn dies passiert heisst dies nicht, dass nichts geschieht - oft passieren solche blöden Fehler ja dann, wenn man es besonders gut machen will...
Bin auf Bilder der weiteren Varianten gespannt und darauf, ob sich jetzt an den Rädern etwas geändert hat oder nicht
Nur ein Versehen? Seither dachte ich, dass New HAG gleichbedeutend mit HAG Stansstad ist. Wäre der Satz nicht richtiger, wenn das Wörtchen New fehl?
Es hätte natürlich HAG Mörschwil oder old HAG heissen sollen
Ich bin der Meinung, dass HAG mit der Unterstützung von Roger da schon einen guten Job macht - jetzt braucht es einfach (ein grosses Wort) noch einen bzw. den entscheidenen Sprung nach vorne in der Fertigung, das solche Fehler eben nicht passieren. Wenn dies passiert heisst dies nicht, dass nichts geschieht - oft passieren solche blöden Fehler ja dann, wenn man es besonders gut machen will...
Genau da frage ich mich halt, wenn solche Personen bereits die Infos zum Druck liefern, weshalb bezieht man sie dann bei der 1. Bedruckung nicht als Qualitätskontrolle bei ? Eigentlich schade.
Danke Christian für Dein Lob an dieser Stelle.
Ich möchte auch betonen, dass ich keineswegs der Ae-6/6-Spezialist bin, zu dem ich immer wieder gemacht werde. Diesen Ruf erhielt ich unverdient, weil ich in einschlägigen Foren bekannt für meine ‚Grüne Sammlung‘ wurde und vor einer kleinen Ewigkeit dazu verfiel, alle Wappen der ganzen Serie an den Originalen abzulichten. Kurzerhand wurde mein angebliches Wissen zum Selbstläufer und brachte mich schon oft in arge Bedrängnis. Mit der Zeit konnte ich mir etwas Wissen über diese Loks aneignen (die mir zunächst einfach nur gefielen). Aber ich habe meine Informationen grösstenteils auch nur aus den von Christian zitierten Druckerzeugnissen. Wenn dort fehlerhaft oder ungenau recherchiert wurde, gebe ich dies unbedarft weiter. Soviel zu mir als ‚Spezialisten der Ae 6/6‘...
Bei New Hag stelle ich durchaus Bemühungen zu möglichst authentisch umgesetzten Versionen fest. Vielfach steckt der Teufel im Detail: Ich frage mich, ob ich als Hersteller rechtzeitig erkannt hätte, dass man beim Gehäuse einer Pre-1969er Version nicht nur einfach kein Loch für die noch nicht vorhandene Antenne bohren muss, sondern das im Guss vorbereitete Sockelblech abschleifen sollte - wenn möglich VOR dem Lackieren.
Damals in der Ostschweiz wählte man entweder ein Fantasie- oder ein aktuelles Revisionsdatum und pappte einfach überall die selbe Antenne drauf. Etwas später erhielten die Gotthardloks dann eine längere Antenne. Ich denke nicht, dass man da gross beachtete, ob sie mit dem aufgedruckten Datum übereinstimmte. So steht - als zufällig gewähltes Beispiel - bei mir die grüne Kantonslok 11414 ‘Bern‘/‘Berne‘ mit dem völlig frei erfundenen Revisionsdatum (R2 1.03.67) der Vitrine - nota bene nicht nur mit einer kleinen Gotthardfunk-Antenne (wäre ja möglich gewesen), sondern noch zusätzlich mit einer zweiten, der viel moderneren längeren auf dem anderen Führerstand. Ich kann mich nicht erinnern, dass damals irgend ein kritisches Votum in den Foren gefallen wäre.
Genau da frage ich mich halt, wenn solche Personen bereits die Infos zum Druck liefern, weshalb bezieht man sie dann bei der 1. Bedruckung nicht als Qualitätskontrolle bei ? Eigentlich schade.
...das ist "vielleicht" Teil des Sprungs, der noch erfolgen muss
Um die Produkte jedoch mit geringsten Fehlern im Griff zu haben, braucht es eben sehr viel. Und genau das ist ein langer und schwieriger Prozess. Ich bin selber im QM tätig und weiss, wie schwierig es ist, wenn "der Wurm" drin ist, bzw. wenn eine Firmenkultur zu ändern oder erst aufzubauen ist.
Natürlich gehören auch die für eine "Qualitätskontrolle" einsetzbaren Ressourcen dazu. Genau dies ist in Foren ein oft gehörter Spruch "gibt es denn keine Qualitätssicherung mehr!" usw.
Trotzdem würde die klassische und oft geforderte Endkontrolle durch die Qualitätssicherung den heutigen Anforderungen nicht mehr vollumfänglich gerecht werden und schon gar nicht zum Ziel führen.
Der Weg führt meiner Meinung nach nur über ein allgemeines Qualitätsbewusstsein - jede und jeder in der Firma will Produkte zur vollen Zufriedenheit der Kunden liefern.
Dabei können wir nicht erwarten, dass die Mitarbeiter zu Modellbahnenthusiasten werden (wäre wahrscheinlich auch nicht zielführend) - jedoch zu solchen, denen die Arbeitgeber und damit auch die eigenen "Brötchen" wichtig sind und sich aktiv an der Weiterentwicklung (dazu gehört auch das "Nullfehlerprinzip") beteiligen.
Danke Christian für Dein Lob an dieser Stelle.
Ich möchte auch betonen, dass ich keineswegs der Ae-6/6-Spezialist bin, zu dem ich immer wieder gemacht werde.
Gern geschehen Roger!
Dennoch glaube ich, dass du eben doch ein Spezialist bist - z.B. für die Wappen und Beschriftungen. Das wird auch daran sehr schön sichtbar, was du uns in deinen Baubeiträgen zeigst - Beobachtungsgabe, Umsetzungskunst und -wille und noch viel mehr. Das braucht es, um am Schluss zu tollen Resultaten zu kommen - ob ein Migroswagen, deine Stadt oder eben Ae 6/6.
Und, ein "Spezialist", der sein Wissen oder seine durch gute Beobachtungsgabe oder Präzision erworbenen Kenntnisse nicht weiter geben kann, bringt dann gar nichts...
Damit kämen wir wieder in das Thema Qualität und Firmenkultur. Und da sehe ich anhand der Modelle dann schon Fortschritte.
...ich denke da z.B. auch an die falsche Schriftart an Ae 6/6 Modellen aus der Ostschweiz.
Stimmt, den falschen Schriftfont monierte ich damals bei jedem Zusammentreffen mit Martin Schips und Häsi Gahler, ohne dass darauf reagiert wurde. Aber siehe da: irgendwann drang dann der Änderungswunsch trotzdem durch.
Für mich nicht nachvollziehbar war der Umstand, dass man die Nummer bei den Re 6/6 anfangs, bei den frühen Modellen, richtig umsetzte und dann irgendwann davon abkam. Die falsche Schrift war dann fortan bei den HAG-Loks für über ein Jahrzehnt Standard.