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Die Schweiz zeigt sich gegenüber ihren Arbeitslosen besonders grosszügig. Die Arbeitslosenentschädigung gehört zu den höchsten innerhalb der OECD-Länder. Einer neuen Studie der Organisation zufolge bezog ein allein lebender Arbeitsloser, der fünf Jahre mit einem durchschnittlichen Gehalt gearbeitet hatte, 2005 in der Schweiz 48% seines letzten Gehalts nach fünf Jahren ohne Beschäftigung.
Insgesamt bekamen die Arbeitslosen in der OECD in einer ähnlichen Situation durchschnittlich nur 32% ihres letzten Gehalts. Eine verheiratete Person mit zwei Kindern bezog in der Schweiz nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit 70% ihres früheren Lohnes, sofern sich dieser im Durchschnitt befunden hatte. Dieser Wert liegt um 17% über dem Durchschnitt der OECD-Länder.
Bei Kurzzeitarbeitslosen steht die Schweiz noch grosszügiger da. Verheiratete mit zwei Kindern erhalten zu Beginn der Arbeitslosigkeit 85% ihres letzten Gehalts. Dieser Satz hängt nicht davon ab, ob die Eltern zusammen oder getrennt leben. Ein alleinstehender Arbeitsloser ohne Kinder bezieht noch 70% seines ehemaligen Einkommens, den niedrigsten Prozentsatz, den man bei Verlust des Arbeitsplatzes erhalten kann. Gegenüber dem OECD-Durchschnitt von 56% ist jedoch auch dieser Wert vergleichsweise hoch.
Verdiene ich proportional mehr, wenn ich mehr arbeite? Auch auf diese Frage wollten die Forscher eine Antwort geben. Dafür haben sie einen Index entwickelt, bei dem die Bilanz zwischen Einkommen und Abgaben während der Arbeitslosigkeit erstellt wird und anschließend dieselbe Rechnung für eine Zeit der Berufstätigkeit durchgeführt wird.
Ergebnis: Trotz seiner Grosszügigkeit begünstigt das Schweizer System im Hinblick auf mögliche finanzielle Gewinne eher die Wiederaufnahme einer Arbeit.
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