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Am 26. Februar 2015 wurde das multilateralen «Framework Agreement for International Collaboration on Research and Development of Generation IV Nuclear Energy Systems» um zehn Jahre verlängert. Dies ermöglicht, die Zusammenarbeit zwischen den 13 teilnehmenden Partnern fortzusetzen.
Der Zusammenschluss zum GIF erfolgte im Jahr 2000 auf Initiative der USA. Heute sind 13 Partner daran beteiligt. Zehn davon, nämlich China, Frankreich, Japan, Kanada, Russland, die Schweiz (über das Paul Scherrer Institut), Südafrika, Südkorea, die USA und die Euratom haben das Rahmenabkommen unterzeichnet und gelten als GIF-Mitglieder. Argentinien, Brasilien und Grossbritannien sind nicht aktive Mitglieder.
Ziel des GIF ist es, eine Diskussionsplattform zu bieten, um bis 2040 neue Reaktoren und Brennstoffkreisläufe zu entwickeln, die den Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren, die Menge des radioaktiven Abfalls erheblich vermindern und den Missbrauch für Kernwaffen wesentlich erschweren.
Das GIF wählte in einem umfangreichen Selektionsverfahren die sechs folgenden Reaktorsysteme zur weiteren Vertiefung aus:
- gasgekühlte Schnelle Reaktoren (Gas-cooled Fast Reactors, GFR)
- Natrium gekühlte Schnelle Reaktoren (Sodium-cooled Fast Reactors, SFR)
- bleigekühlte Schnelle Reaktoren (Lead-cooled Fast Reactors, LFR)
- Salzschmelze-Reaktoren (Molten Salt Reactors, MSR)
- überkritische wassergekühlte Reaktoren (Super-Critical Water-cooled Reactors, SCWR)
- Ultrahochtemperatur-Reaktoren (Very-High Temperature Reactor, VHTR)
Ende 2012 begann China mit den Bauarbeiten am Hochtemperatur-Demonstrationsreaktor Shandong Shidaowan HTR-PM – einem ersten Schritt zur Entwicklung eines VHTR. Der Standort des HTR-PM befindet sich an der Shidao-Bucht im östlichsten Zipfel der Provinz Shandong an der Ostküste Chinas. Frankreich und Russland entwickeln derzeit ihre SFR-Auslegungen weiter, für die in naher Zukunft Demonstrationsanlagen geplant sind. Zudem plant Russland, einen Prototypen eines LFR voraussichtlich um 2020 zu bauen.
Quelle
M.A. nach GIF, Medienmitteilung, 4. März 2015