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Als ideologischer Systemantagonismus im Zeichen der Bombe versetzte der Kalte Krieg die Welt bereits sehr früh in einen Zustand der angespannten Bewegungslosigkeit. Um diesen Konflikt dennoch gewinnen zu können, galt es, neue Räume als Kampfzonen zu definieren, wissenschaftlich zu durchdringen und schließlich militärisch wie ideologisch zu beherrschen. Ein spezifisches “Kriegswissen” entstand. Dieses Projekt zum Wissen des Kalten Krieges fragt nach dessen Produktions- und Zirkulationsmechanismen. Mit seinem kritisch-genealogischen Ansatz verspricht es Aufschluss darüber zu geben, inwiefern unsere Gegenwart bis heute von diesem “Kriegswissen” und seiner Rationalität durchdrungen ist.
Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Die Projekte „Talking about the Weather. Meteorologie, Wetter- und Klimadiskurs im Kalten Krieg, 1945-1990“ und „Astronautic Bodies. Körpergeschichte der Raumfahrt in den populären Medien des Kalten Krieges, 1945-1990“ widmen sich den Verschränkungen von geographischen und epistemologischen Räumen. Sie fragen nach den Wahrheitsbedingungen und ideologischen Vereinnahmungen wissenschaftlichen Wissens einerseits und dessen Popularisierung und Zirkulation andererseits, indem sie die Schnittstellen von Wissenschaft und Öffentlichkeit in den Blick nehmen. Das Projekt „Die Besten. Leistungskonzepte in BRD und DDR im Zeichen des Kalten Krieges“ untersucht die Rolle, die eine spezifische Rationalität des Kalten Krieges für die Herausbildung und Plausibilisierung des Leistungsprinzips im geteilten Deutschland spielte. Es zielt damit auf das wissensmäßige Erbe des Kalten Krieges in unserer Gegenwart.