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In den Lektionen ist immer mal wieder vom Grundton, der grossen oder kleinen Terz und der Quinte die Rede. Hier erkläre ich, was es mit diesen Begriffen auf sich hat.
Ein Akkord besteht aus mindestens drei verschiedenen Tönen - es können also auch mehr, aber nicht weniger sein.
In der klassischen Harmonielehre werden diesen drei Töne aus einer Tonleiter (Skala) entnommen. Typische Tonleitern sind zum Beispiel die Dur- und reine Moll-Tonleiter. Jede Tonleiter hat einen namensgebenden Grundton und besteht aus meist sieben verschiedenen Tönen, die in aufsteigender Folge jeder einen anderen Abstand zum Grundton haben. Der achte Ton (die Oktave) ist wiederum der Grundton - nun aber mit doppelter Tonhöhe.
Für einen handelsüblichen Dur- und Moll-Akkord werden folgende drei Töne aus der entsprechenden Tonleiter entnommen: der Grundton (die Prim), der dritte Ton nach dem Grundton (die Terz) und der fünfte Ton nach dem Grundton (die Quinte).
Auf den untenstehenden Abbildungen sind die A-Moll und A-Dur Tonleitern über eine Oktave auf dem Griffbrett einer Gitarre dargestellt. Grundton, Terz und Quinte sind farblich hervorgehoben.
Man sieht, dass die Terz der Moll-Tonleiter um einen Bund tiefer zu liegen kommt, als die Terz der Dur-Tonleiter - und das obwohl der Grundton bei beiden Skalen derselbe ist. Dieser kleine aber wichtige Unterschied macht den ganzen Klang- und Charakterunterschied zwischen Moll und Dur aus.
Die Terz einer Moll-Tonleiter (und damit auch eines Moll-Akkords) liegt also einen Halbton tiefer als jene einer Dur-Tonleiter. Oder anders ausgedrückt, der Abstand zum Grundton ist kleiner. Deswegen spricht man bei einer Moll-Tonleiter (oder Moll-Akkord) von einer kleinen Terz und bei einer Dur-Tonleiter (oder Dur-Akkord) von einer grossen Terz.
Bemerkung:
Der Powerchord trägt im Namen den Begriff Chord, also auf Deutsch Akkord, obwohl er genau genommen nur ein Zweiklang von Grundton und Quinte ist. Solche Ungenauigkeiten sind in der Gitarrenwelt allerdings üblich und machen den Powerchord nicht weniger fett ;-)
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