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Musikzimmer Pop - Instrumentalpop - Easylistening Diskografie
Name
Easy Listening steht manchmal als negativ konotierter Begriff für alle «leichte» Popmusik schlechthin. Crooner wie Frank Sinatra oder Tony Bennett werden dann dazu gerechnet oder Brill-Building-Pop ohne Rock'n'Roll- oder Rhythm'n'Blues-Einfluss wie von Burt Bacharach und Dionne Warwick. Diese «leichte Musik» wurde in der Regel an die Erwachsenen der Teenager verkauft, die Rock'n'Roll hörten. Es liegt also zwischen so verstandenem Easy-Listening (weiter Begriff) und Rock'n'Roll ein «Generationgap», mitunter ein Genreations-Konflikt.
In Musikzimmer wird der Begriff «Easy-Listening» im engeren Sinn verwendet. Er bezeichnet die streicherdominierte Instrumentalmusik, die teils mit Exotica oder Space-Age-Motiven angereichert ist. Crooning und Brill-Building-Pop sind eigene Genres.
Musik
Easy Listening steht insofern der funktionalen Musik nahe als es darum geht, Stimmungen (Moods) zu erzeugen. Die Teenager hörten den Rock'n'Roll aus kleinen Plattenspielern, Autoradios oder aus den Jukeboxen, die Eltern hörten diese Mood-Musik aus Hi-Fi-Anlagen oder aus dem Radio. Die Hi-Fi-Anlagen, die nun im Wohnzimmer standen, hatten die Aufgabe, das Zuhause in ein enstpanntes Feierabend-Ambiente zu verwandeln. So gesehen passt die Hi-Fi-Anlage mit den Easy Listening Platten, sicherlich eher ein Spielzeug der Männer, zur elektrifizierten Küche der modernen Frau.
Die musikalischen Elemente bezieht Easy Listening aus der klassischen Musik, dem Big Band Jazz sowie aus den eher exotischen Elementen, aus lateinischen oder karibischen Schlagern zum Beispiel. Die verwendeten Melodien sollen Ohrwurmqualität haben (daher wurden viele traditionelle Tin Pan Alley Kompositionen eingespielt), die Latino-Rhythmik (Cha-Cha-Cha, Samba usw.) war dezent zurückgehalten. Die Bandleader der Easy Listening Musik waren in der Tendenz weniger Komponisten als dass sie hervorragende Arrangeure waren.
Musikalische Wirkung:
Easy Listening kam in den 90er Jahren in die Lounge-Bars der Grossstädte zurück, zusammen mit Samples aus Filmmusiken von Morricone oder Mancini. Dort wirkte die Musik im Kontext eines DJ-Mixes wieder frisch und cool. Einige der Tracks und Songs leben im kulturellen Erbe von 50er und 60er Kultfilmen wie beispielsweise
Pink Panter fort.