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Vor über zwei Wochen hatten Anwälte zum letzten Mal Kontakt zu dem Kremlkritiker in einem Straflager im Gebiet Wladimir östlich von Moskau. Seitdem fehlt aber jede Spur von Nawalny, der international als politischer Gefangener eingestuft ist. Von den russischen Behörden verlautete nur, dass er nicht mehr in dem Lager sei.
Rechtlich gebe es keine Beschränkungen, wie lange eine Verlegung zwischen zwei Haftanstalten dauern dürfe, sagte Jarmysch. «Es kann ihm also alles zustossen in dieser Zeit. Er ist jetzt den Menschen komplett ausgeliefert, die vor drei Jahren versucht haben, ihn zu töten», sagte sie. 2020 hatte Nawalny nur knapp einen Giftanschlag überlebt, den er dem russischen Geheimdienst zuschreibt.
Als Grund für die Verschleppung des Oppositionspolitikers sieht sein Team die nahende Präsidentenwahl in Russland, bei der Staatschef Wladimir Putin sich bestätigten lassen will. «Der Kreml wollte nicht, dass Alexej in dieser Zeit irgendwelche Statements abgibt. Deswegen bin ich mir sicher, dass Putin den Befehl gegeben hat, Alexej irgendwohin zu transportieren», sagte Jarmysch. Die USA und andere Länder fordern von Russland Aufklärung über Nawalnys Verbleib.