Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03183.jsonl.gz/1734

2.2 Geografische Angaben
2.2.1 Naturräumliche Voraussetzungen
Das Limpachtal entstand durch Auswaschung der Molassefelsen. Die verschiedenen
Fels- und Schuttböden stammen aus dem Tertiär und aus dem Quartär, vorwiegend aus der Eiszeit und der Nacheiszeit.
Der Untergrund des Limpachtals besteht aus den Sandsteinschichten und Mergeln der Molasseformationen.
Der im Limpachtal vorherrschende Bodentyp ist die Braunerde, die vor
allem auf den relativ trockenen, höhergelegenen Gebieten südlich des Talgrundes vorkommt. Diese Böden sind
im Gegensatz zu jenen im vernässten Talgrund ertragreich und werden meist für den Anbau von Hackfrüchten
genutzt. Bei den Waldböden nördlich und südlich des Limpachtals handelt es sich weitgehend um saure Braunerden.
Im Umkreis des Limpachkanals und der zuführenden Bäche existieren durch Grundwasser beeinflusste Gleye in unterschiedlicher
Ausprägung, die sich in der Landwirtschaft vorwiegend zur Produktion von Getreide eignen. Im Talgrund sind auch Halbmoore
vorhanden, die häufig bis zur Oberfläche mit Grundwasser gesättigt sind. Diese Böden sind auf Grund
ihrer hohen Feuchte jedoch nur eingeschränkt nutzbar (Peyer, Flückiger et al., 1984). Eine ausführliche
Beschreibung der Bodentypen und des Wasserhaushalts des Limpachtals findet sich bei Marti (1999) in den Kapiteln 3.1.2
und 4.4.5.
Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen
1000 mm und 1100 mm, wobei die meisten Niederschläge in den Monaten Juni, Juli und Dezember fallen. Minimale
Niederschlagsmengen werden dagegen im Februar und im Oktober gemessen. In den kälteren Jahreszeiten kommt es entlang
des Limpachkanals häufig zur Bildung von Nebel. Die mittlere Jahrestemperatur im Limpachtal liegt bei ungefähr
8.5°C. Im Sommer betragen die Monatstemperaturen um die 18°C, im Winter etwa -1°C. Die Windverhältnisse entsprechen
durch die Ausrichtung des Limpachtals parallel zur südlichsten Jurakette weitgehend denjenigen des Mittellandes (Luterbacher,
1992, p. 1 ff.).