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Der Name Burkina Faso bedeutet: „Das Land der Aufrichtigen“. Das Land führt seinen Namen zu Recht. Die Burkinabé, wie die Einwohner von Burkina Faso genannt werden, tragen die Armut, in der sie leben, mit grosser Würde und Langmut.
Burkina Faso gehört zu den sieben ärmsten Ländern der Welt. Im Index der menschlichen Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen liegt Burkina Faso auf dem 181. Platz der 187 bewerteten Staaten.
Burkina Faso hat etwa 17 Mio. Einwohner. Die Bevölkerungsdichte beträgt - laut Schätzungen einer kanadischen Schule für Angewandte Politik - 64 Einwohner/km². Davon leben fast 80 % außerhalb von Städten und betreiben in der Mehrheit Subsistenzlandwirtschaft. Seit Jahrzehnten halten Migration und Landflucht an.
Die Bevölkerung umfasst etwa 60 ethnische Gruppen. Die dominierende ist die Mossi-Gruppe mit einem Anteil von mindestens 40 %. Neben der Amtssprache Französisch sind Mooré, Dioula und Fulfuldé die wichtigsten Verkehrssprachen.
Religionen
Über 50 % der Bevölkerung bekennt sich zum Islam, etwa 20 % zu christlichen Konfessionen. Auch wenn sich nach außen nur noch etwa 20 % als Anhänger eines traditionellen "Animismus" bezeichnen würden, praktiziert die große Mehrheit der Bevölkerung über die Konfessionsgrenzen hinweg in irgendeiner Spielart Geister- und Ahnenspiritualität.
Wirtschaft
In Burkina Faso sind die Wirtschaftsindikatoren sehr schlecht. Mehrere Gründe dürften dies erklären. Die Wirtschaft leidet maßgeblich unter schwankenden Weltmarktpreisen für die Hauptexportprodukte. Manche Experten führen die desolate Wirtschaftslage auch auf das niedrige Bildungsniveau und das verhältnismäßig schnelle Bevölkerungswachstum zurück. Die ungünstige geographische Lage als Binnenland und der fehlende Anschluss an Wirtschaftsmärkte wirkten sich zuletzt nicht weniger negativ aus. Obwohl das Land über großes Potential im Hinblick auf Bodenschätze (Mangan, Silber, Gold, Zink, Kupfer, Phosphat, Titan, Nickel, Blei und Bauxit) verfügt, fehlen dort noch die Infrastrukturen zum Abbau. Die sehr schwankenden Wetterbedingungen wirken sich stark auf das jährliche Wirtschaftswachstum aus. Subventionen, Billigimporte und Geschenke führender Industrie- und Schwellenländer (USA - Baumwolle, Textilien aus Asien, EG - Milchpulver und Fleisch, Japan - Reis...) sorgen dafür, dass Burkina Faso in seinen ureigensten Bereichen als Agrarland nicht nur nicht mehr für den Export produzieren kann, sondern selbst auf dem Binnenmarkt nicht mehr konkurrenzfähig ist. Dass Korruption, Oligarchiebildung und schlechte Regierungsführung ebenfalls Hemmnisse für Wirtschaftsentwicklung sind, zeigt die Lizenzvergabe für den Goldabbau. Es ist nicht transparent, in wie weit die enormen Gewinne, die in diesem Sektor eingefahren werden, in angemessener Weise zur Erhöhung des Bildungsniveaus beitragen oder die Infrastruktur aufbauen und somit die Wirtschaftsindikatoren verbessern.
Das Wirtschaftswachstum (BIP-Wachstumsrate) fiel 2014, laut Statistiken der Weltbank, auf 4,05% zurück. Die Inflationsrate stagniert bei %. Bei einem Bevölkerungswachstums von 3,1% und dem hohen Grad an Unterentwicklung bedeutet eine solche Ziffer Stagnation und Rückschritt statt Entwicklung.