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Gemäss einem Bericht des 'Wall Street Journal' plant der PC-Hersteller Hewlett-Packard ab Januar 2006 bei Consumer-Geräten (Notebooks und Desktops) den AOL-Webbrowser Netscape zusammen mit dem Internet Explorer von Microsoft anzubieten. Die beiden Programme sollen vorinstalliert werden und der User soll dann selber entscheiden können, welchen Browser er als Standardeinstellung einrichten will. Diese Änderung soll vorerst nur Kanada und die USA betreffen.
AOL hatte den Webbrowser 1999 gekauft. Im Mai dieses Jahres lancierte das Unternehmen die neue Version 8.0. Dabei wurde Wert auf Security-Features (insbesondere Phishing) gelegt. Das Programm basiert auf dem Firefox-Programmiercode der Mozilla Foundation. Wenn eine Website nur mit dem Internet Explorer betrachtet werden kann, switcht Netscape automatisch auf den Microsoft-Browser, solange die Site als sicher gilt.
Seit den Browser-Kriegen in den Neunzigerjahren war Netscape in die Versenkung geraten. Marktführer war und ist der Internet Explorer von Microsoft. Gemäss AOL-Sprecher Andrew Weinstein sei man bereits mit anderen PC-Herstellern im Gespräch, um den Kunden eine Alternative zum Internet Explorer anzubieten.
Eine weitere schlechte Nachricht für Microsoft
Wie dieselbe Zeitung schreibt, sollen die Verhandlungen zwischen Microsoft und den vier Musiklabels Universal Music, Sony-BMG, EMI Group und Warner Music abgebrochen worden sein. Microsoft will einen eigenen Abodienst für Online-Musik anbieten. Der Softwareriese habe sich offenbar darüber beklagt, dass die Labels übermässig hohe Lizenzgebühren verlangt hätten. Diese seien jedoch gemäss dem 'Wall Street Journal' gleich hoch wie für die Konkurrenz. (mim)