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Die Schlacht bei S. wurde am 26.8.1444 im Rahmen des Alten Zürichkriegs und des Konflikts zwischen Basel und dem habsburg. Adel am Oberrhein geschlagen. Von Kg. Friedrich III. herbeigerufen, aber ohne förml. Bündnisvertrag, rückte im Sommer 1444 das franz. Söldnerheer der im Hundertjährigen Krieg auftragslos gewordenen Armagnaken unter der Führung des Dauphins (später Kg. Ludwig XI.) ins Elsass ein und legte sich vor Basel. Eine eidg. Schar von ca. 1'500 Mann, die gerade die Farnsburg belagerte, zog ihnen in der Frühe des 26. August ohne Auftrag entgegen. Die Schlacht gliederte sich in vier Phasen: Zuerst gewannen die Eidgenossen ein Vorhutgefecht bei Pratteln, dann besiegten sie einen Verband der Armagnaken bei Muttenz. Nach der Überquerung der Birs wurde das eidg. Heer im Hauptkampf bei Gundeldingen von der feindl. Übermacht zurückgedrängt und schliesslich im Schlusskampf beim Siechenhaus von St. Jakob vernichtet. Ein Entsatzversuch Basels blieb ohne Erfolg. Auf der Seite der Armagnaken fielen ca. 2'000, auf eidg. Seite 1'200 Mann. Der Dauphin schloss in Ensisheim am 28.10.1444 mit Basel und den Eidgenossen Frieden. Seine Truppen verliessen erst im Frühjahr 1445 das von ihnen verwüstete Elsass. Ob der Dauphin jemals ernsthaft die Eidgenossenschaft angreifen wollte, bleibt zweifelhaft. Erst im 19. Jh. begann man, die Schlacht als heroische Rettung Basels und der Schweiz zu deuten und ihrer feierlich zu gedenken. Ein erstes Denkmal wurde 1824 eingeweiht, das heutige stammt von 1872. Ab 1824 kam es, zunächst auf Betreiben der Zofingia, zu Gedenkfeiern, die ab 1860 jährlich und ab 1894 alle fünf Jahre in aufwendigerem Stil abgehalten wurden (zuletzt 1994). 2002 beschlossen die Basler Zünfte, auf die Durchführung der nicht mehr zeitgemässen Feier zu verzichten.
Literatur
– Ereignis - Mythos - Deutung, hg. von W. Geiser, 1994
Autorin/Autor: Werner Meyer