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Der internationale Flüchtlingsschutz steht im Zentrum der Arbeit von UNHCR. Erklärtes Ziel ist es, die höchstmöglichen internationalen Standards im Flüchtlingsschutz zu bewahren und auch zu fördern. Das wichtigste internationale Übereinkommen zum Flüchtlingsschutz ist die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) von 1951, die 1967 durch ein Protokoll ergänzt wurde. Regionale Abkommen, wie die Flüchtlingskonvention der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU, heutige AU) von 1969 und die auf Lateinamerika bezogene Erklärung von Cartagena von 1984 erweitern den Flüchtlingsbegriff auch auf Personen, die vor Krieg und Unruhen fliehen.
Aufgaben von UNHCR
Die Rahmenbedingungen für den Flüchtlingsschutz sind weltweit unterschiedlich und dementsprechend verschieden sind auch die Aufgaben von UNHCR in den einzelnen Ländern. In Staaten mit entwickelten Asylsystemen setzt sich UNHCR als „Hüterin“ der Genfer Flüchtlingskonvention für eine Interpretation nationaler Gesetze und Regelungen im Sinne der Flüchtlingsrechte ein. Das bedeutet unter anderem, Schutzsuchenden den Zugang zu einem fairen und raschen Asylerfahren zu garantieren und Flüchtlinge davor zu schützen, in ein Land zurück geschickt zu werden, in dem ihnen Verfolgung, Folter, oder eine andere Art grausamer und unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung drohen (Non-Refoulement-Prinzip).
Oftmals sind so genannte Entwicklungsländer aber nicht in der Lage, eine große Anzahl an Flüchtlingen aus eigener Kraft zu versorgen, zu schützen und ein faires Asylverfahren zu garantieren. Gerade diese Länder sind aber mit den größten Flüchtlingsströmen konfrontiert, da sie häufig an Konfliktherde angrenzen. Um dennoch sicher zu stellen, dass die Betroffenen versorgt werden können, ist es Aufgabe von UNHCR die Registrierung, die Versorgung und den Schutz der Flüchtlinge zu organisieren und auch zu finanzieren.