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Fotogalerie August 2016
14. August 2016 - Überbringung einer Kreuzreliquie und einer Reliquie des hl. Evangelisten Markus an das Theologische Seminar der Himmelfahrts-Kathedrale von Voronezh.
Mit dem Segen Kyrills, des Patriarchen von Moskau und ganz Russland, und dem pastoralen Segen des Metropoliten von Voronezh und Liskinsky, Sergeji, hat die Internationale Stiftung «Triumph des Herzens» dem Theologischen Seminar der orthodoxen Himmelfahrtskirche in Voronezh zum Beginn der Fastenzeit eine Kreuzreliquie und eine Reliquie des hl. Evangelisten Markus gebracht. Die beiden Reliquien wurden von P. Rolf Schönenberger und dem russischen Vertreter von «Triumph des Herzens», Feodor Morulёv an die Kirche in Voronezh überbracht.
Am 14. August, vor dem Fest der "Entschlafung der Gottesmutter", beginnt in Russland die Fastenzeit. Am ersten Tag des Gottesmutterfastens wird das Kreuz in die Mitte der Kirche hinausgetragen. Das Fest hat seinen Ursprung in Konstantinopel, wo einst während einer Seuche das im Palast aufbewahrte Teil des von der hl. Helena aufgefundenen Kreuzes Christi hinausgetragen wurde in die Stadt, um der Krankheit Einhalt zu gebieten. Es zog durch alle Häuser und Strassen der Stadt. Dies dauerte zwei Wochen. Von da an wurde das Kreuz jährlich zu Beginn der Gottesmutterfasten hinausgetragen und kehrte am letzten Tag vor dem Entschlafensfest in den kaiserlichen Palast zurück. Die russische Kirche hat das Fest von den Griechen übernommen und es mit dem Gedenken an die Taufe Russlands am 1. August 988 verbunden.
Am Ende der Liturgie folgt die kleine Wasserweihe. Nach der russischen Tradition wird an diesem Tag auch die neue Ernte des Honigs gefeiert: der Honig wird geweiht. Als erstes der drei Erlöserfeste im August heisst das Fest im Volksmund: Honig-Erlöser-Fest. Da eine Woche darauf, am Fest der Verklärung Christi (19.08), nicht nur Weintrauben sondern auch weitere Früchte geweiht werden, in Russland sind es vorrangig Äpfel, nennt der russische Volksmund dieses zweite Christus-Fest im August: Apfel-Erlöserfest. Natürlich soll die traditionelle Weihe von Honig oder Früchten nicht die geistliche Dimension der Feste und des Fastens überdecken: Gebet, Selbstbeschränkung und Barmherzigkeit. Diese zu üben erschliesst die Ewigkeit in der Zeit und ist deshalb süss und fruchtbringend.