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Systematik
|Ordnung||Perciformes|
|Familie||Osphronemidae|
|Unterfamilie|
|Gattung||Osphronemus|
|Art||Osphronemus goramy|
Beschreibung
Riesenguramis sind durchschnittlich 45 cm lang, können aber auch bis zu 70 cm groß werden. Sie sind oft grau-rosa gefärbt, aber ihre Farben können variieren und neigen dazu, mit zunehmendem Alter zu verblassen. Ihr Körper ist oval geformt und ihre Flanken sind zusammengedrückt. Diese Fische haben am Bauch lange Fäden, welche den Bauchflossen anderer Fische entsprechen. Diese Fäden dienen als Tast- und Riechorgane und können aktiv eingesetzt werden. Die Rücken- und Afterflossen befinden sich weit hinten am Körper. Ältere Guramis besitzen wulstige Lippen und einen ausgeprägten Buckel auf der Stirn. Im Buckel befindet sich das Labyrinth, ein zusätzliches Atmungsorgan der Labyrinthfische. Atmosphärischer Sauerstoff kann geschluckt und direkt in das Labyrinth geleitet werden, wo es in die Blutbahnen übergeht.
Biologie
Guramis können manchmal dabei beobachtet werden, wie sie an der Wasseroberfläche Sauerstoff schlucken. Dadurch und durch ihr Labyrinth können sie lange Zeit in extrem verschmutzten oder sauerstoffarmen Gewässern, aber auch außerhalb des Wassers überleben. Riesenguramis sind daher in der Lage, nicht nur unter Wasser mittels Kiemen zu atmen, sondern auch feuchte Luft aus der Atmosphäre aufzunehmen. Diese Fische können ihren Besitzer erkennen.
Riesenguramis ernähren sich vor allem pflanzlich, nehmen aber auch manchmal Insekten, Würmer oder kleine Fische zu sich.
Das Männchen baut ein Blasennest für den Schutz der 3’000 bis 4’000 vom Weibchen gelegten Eier. Dieses bewacht und beschützt er eifrig. Die Jungfische schlüpfen 24 bis 48 Stunden später und bleiben einige Tage im Nest, bevor sie frei schwimmen können. Das Männchen kümmert sich noch 2-3 Wochen lang weiter um sie. Das Weibchen beteiligt sich nur selten am Schutz der Eier und der Jungfische, da es vom Männchen vertrieben wird.
Lebensraum
Das Verbreitungsgebiet des Riesenguramis umfasst Kambodscha, Vietnam, Thailand, Malaysia und Indonesien. An vielen Orten wurde er eingeführt.
Der Riesengurami ist ein Bewohner von Süß- oder Brackwasser mit sehr geringer Strömung. Er ist in der Regel in Sümpfen, Seen und Flüssen anzutreffen. Er kann auch in sauerstoffarmen Gewässern leben.
Bedrohung
Der Riesengurami wird für sein Fleisch gezüchtet und gilt als nicht bedroht.