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Im Yoga Sutra, das vor ca. 2000 Jahren von Patanjali verfasst wurde, wird Gesundheit im folgenden Zusammenhang erwähnt: „Die Hindernisse für die Verwirklichung der Gesundheit sind geistige Trägheit, Zweifel, Gleichgültigkeit, Faulheit, Verlangen nach Vergnügen, Täuschung, die Unfähigkeit zur Konzentration und Ruhelosigkeit des Geistes durch Ablenkungen.“
Die Gesundheit des Körpers beginnt mit der Gesundheit im Geist. Umgekehrt können geistige Probleme zu körperlichen Krankheiten führen. Also können körperliche Krankheiten durch geistige Techniken behoben werden. Patanjali gibt in den Versen nach (V: 1.30) Techniken zur Überwindung der aufgezählten Hindernisse. Diese sind im Wesentlichen geistige Techniken: Meditation, insbesondere über den Aspekt der Wahrheit (V: 1.32): Durch Meditieren über die höhere Wirklichkeit wird der Geist ausgerichtet und weggebracht vom krankmachenden Gedanken.
Kultivieren positiver Gedanken und Gefühle, wie Freundlichkeit, Wohlwollen, Zufriedenheit und Gleichmut (V: 1.33): Es ist möglich, positive Eigenschaften und Liebe zu entwickeln. Indem der Geist von diesen Eigenschaften erfüllt wird, kann Gesundheit gefördert werden Atemtechniken (V: 1.34): Patanjali erwähnt Atemübungen, als Mittel zur Überwindung der Hindernisse. Durch Atemübungen wird das Prana, die Lebensenergie, beeinflusst und verhilft so zu Gesundheit. Entwicklung einer höheren Wahrnehmung (V: 1.35): Wenn die Wahrnehmung mehr auf eine höhere Wirklichkeit und den Zustand des Lichts ausgerichtet wird und weniger auf das Problematische, geschieht Heilung.
Im zweiten Kapitel (2.1) nennt Patanjali zur Überwindung leidvoller Mechanismen: Aktives Handeln (ganz allgemein) oder z. B. Fasten, Asanas, Pranayama etc. Selbststudium: Verständnis seines eigenen Selbst sowie des Sinns der Krankheit kann zur Heilung verhelfen. Hingabe an eine höhere Wirklichkeit kann heilend wirken – und helfen, mit einer Erkrankung oder Behinderung zu leben. Im 3. Kapitel des Yoga Sutra beschreibt Patanjali:
Die liebevolle, nicht wertende, nicht analysierende Achtsamkeit auf etwas. Indem der Geist entspannt auf ein Organ oder Körperteil gerichtet wird, welche erkrankt sind, kann die Kraft des Geistes heilend wirken. Der Sinn der Krankheit und was zur Heilung führt, können intuitiv erfahren werden.
Das Erspüren aller wichtigen Körperteile und Organe kann in diesem Sinn auch eine Art Prävention sein: Die Vergegenwärtigung der Körperregionen als Technik an sich, stärkt die Gesundheit.
Dem Yoga und Ayurveda sind die Betrachtung und Interpretation der fünf Energiehüllen, sog. Koshas, gemeinsam. Diese fünf Energiehüllen werden als Schichten der inkarnierten Seele angesehen. Alle fünf Hüllen beeinflussen sich gegenseitig. Gesundheit und Wohlbefinden heißt demzufolge: Alle fünf Koshas sind harmonisch.
Annamaya Kosha : Auf einer physischen Ebene ist der Mensch gesund, wenn in allen Organsystemen ein gutes Gleichgewicht (Homöostase) der verschiedenen Körperprozesse herrscht und sich der Organismus an die Herausforderungen der Umwelt gut anpassen kann.
Pranamaya Kosha : Der Mensch ist gesund, wenn die Lebensenergie (Prana) harmonisch fließen. Der Mensch hat das Gefühl von Energiefülle. Die wichtigsten Nadis (72'000 Energiekanäle) fliessen frei, die Chakras (Energiezentren) schwingen harmonisch.
Manomaya Kosha : Auf der emotionalen Ebene fühlt sich der Mensch im Gleichgewicht. Gefühle von Mitgefühl, Liebe, Wohlwollen, Freude überwiegen. Der Mensch fühlt sich in Harmonie mit sich selbst und seinen Mitmenschen. Liebevolle Beziehungen zu den Mitmenschen überwiegen.
Vijnanamaya Kosha : Auf der intellektuell-geistigen Ebene gilt: Der Mensch kann klar denken. Er kann sich und andere gut verstehen. Er hat das Gefühl, einen Platz in der Welt zu haben. Er sieht einen Sinn im Leben, in seinen Erfahrungen und seinem Wirken.
Anandamaya Kosha : Auf der intuitiven Ebene hat der Mensch Zugang zu den Tiefen seiner Seele. Gesundheit bezieht hier auch spirituelle Gesundheit mit ein.
Der Begriff Ayurveda setzt sich zusammen aus den beiden Wörtern Ayus (Leben) und Veda (Wissen). Ayurveda bedeutet also das "Wissen vom Leben", man könnte auch „Wissenschaft über das Leben“ sagen.
Der Ayurveda geht davon aus, dass alle Krankheiten einen Ursprung im Ungleichgewicht der drei Körperenergien oder -säfte, den sog. Doshas – Vata (Luft), Pitta (Feuer) und Kapha (Schleim) – liegt. Die Doshas spielen sowohl bei physischen als auch bei psychischen Krankheiten eine Rolle. Ziel des Ayurveda ist es die Doshas auszugleichen, um die umfassende Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen.
Wenn es dich interessiert, herauszufinden, zu welchem Dosha-Typ du neigst, fülle den Fragebogen unter folgendem Link aus :
http://www.ayurveda-store.de/dosha-test/index.php3
Dieser Test gibt lediglich einen Hinweis, welche Energie in deinem Körper überwiegt. Er ersetzt nicht die professionelle Ayurvedaberatung.