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Sowohl im N 155 als auch im N 145 hiess die Siegerin Frédérique Fabre Delbos. Im Grossen Preis wurde Paul Estermann Zweiter vor Romain Sottas. Vincent Deller und Isabelle Robin komplettierten das Podium in der Summer-Classics-Prüfung. Beat Grandjean und Alain Jufer gewannen die beiden N 140.
Bei schönstem Wetter fanden sich viele Zuschauer ein, um die 56 Paare im Grossen Preis zu unterstützen. Dieses N 155 war eine der Qualifikationen für die Schweizer Meisterschaft der Elite. Der Kurs von Marc Etter hatte es in sich. Erst der Nummer 22 gelang es, den Parcours fehlerfrei in der erlaubten Zeit zu überwinden. Dies war Routinier Paul Estermann, der diese Prüfung 2014 mit Cornet’s Hope für sich entscheiden konnte, auf Curtis Sitte. Das letzte Hindernis stellte sich als grösste Klippe heraus. Jordan Schoch (auf Hallelujah van het Doornhof) und Aurelia Loser (Quinette Theod) sahen schon nach sicheren Teilnehmern für das Stechen aus, als die Stange am letzten Sprung fiel. So erging es später auch Olivier Bourqui (Uriaco de l’Ancre) und Damien Dixon (Quelqu’un des Mets). Marina Balmelli mit Anisette de Lassus, Yannick Jorand auf Cipetto und Rachel Baechler mit Rubis Tame vermieden diesen Fehler, aber weil sie sich zu viel Zeit nahmen, verpassten sie wegen 0,25 respektive 0,5 Punkten das Stechen. Sie belegten die Plätze neun bis elf.
Spannendes Stechen
Paul Estermann eröffnete die Entscheidung mit seinem neunjährigen Hengst Curtis Sitte. Er zeigte eine schöne Runde ohne das letzte Risiko. «Curtis sprang sehr gut. Ich wollte noch nicht alles riskieren. Er ist noch jung und hat noch nicht so viel Erfahrung auf diesem Niveau. Aber in Aarberg war er im GP schon Dritter, hier Zweiter. Ich komme jedes Jahr wieder gerne hierher. Es ist ein schönes Turnier mit guten Bedingungen», freute sich der Hildisriedener, der letzte Woche beim CSIO St. Gallen Dritter im Grossen Preis geworden war. Auch Romain Sottas ritt mit Hallo C auf Nummer sicher. Mit seiner Doppelnullrunde belegte er Rang drei. «Hallo fühlte sich sehr gut an. Besser als je zuvor», lobte der frisch gebackene Vater sein Pferd. Der Sieger von Aarberg Alain Jufer war der Erste, der wirklich riskierte und losritt. An Sprung zwei stockte den Zuschauern der Atem, aber alles ging gut. Doch dann fiel die Stange am Aussprung der Kombination. Am Ende belegte er Rang fünf. «Ich bin zufrieden. Es war erst das zweite Mal, dass Samira eine solche Prüfung bestreitet. Ich hätte nicht gedacht, dass sie es so schnell packt. Sie sprang schon in Zug sehr gut», berichtete der Bereiter aus dem Stall Lutta. Auch Karin Hanselmann zeigte mit Waitaki Rose eine beherzte Runde. Doch die Stange fiel wieder einmal am letzten Hindernis. Sie reihte sich hinter Jufer ein. Dann betraten die Sieger vom Freitag die Bahn. Frédérique Fabre Delbos und der schon 16-jährige Nirvana Basters sind für ihre schnellen Runden bei der Konkurrenz gefürchtet. Und auch diesmal wurden sie ihrem Ruf gerecht.
Paul Estermann und Curtis Sitte wurden Zweite im N 155.
Bei 34,13 Sekunden stoppte die Uhr. Eine Zeit, die kein anderes Paar unterbot. Die gebürtige Französin hatte es schon vor dem Stechen prophezeit: «Das ist ein Kurs für uns. Nicht zu viele enge Wendungen. Wenn ich gut reite, dann kann ich es gewinnen.» Und sie behielt recht damit. Aber auch mit ihrem zweiten Pferd Brenda de Gelivaux war sie trotz zwei Abwürfen an den letzten beiden Hindernissen zufrieden: «Es war das erste Mal für Brenda auf diesem Niveau und sie hat es sehr gut gemacht. Ich glaube, mit ihr habe ich wieder ein sehr gutes Pferd als Nachfolger für meine alten Herren Nirvana und Sint Maarten.» Philippe Putallaz machte es mit Chef van de Wiesharde noch einmal spannend. Er jagte los, aber die Stange am vorletzten Sprung fiel und der Altmeister musste sich mit dem vierten Rang zufriedengeben.
Weiterer Sieg für Fabre Delbos
Ebenfalls acht Paare qualifizierten sich für das Stechen des N 145 der traditionellen Summer Classic. Fast vier Sekunden schneller waren Frédérique Fabre Delbos und Nirvana Basters als Vincent Deller und Worissa’s Whinny, obwohl die beiden ebenso für ihre rasanten Runden bekannt sind. Das machte der Abstand auf die weiteren Platzierten deutlich. Die Dritte, Isabelle Robin mit Aki II, hatte noch einmal über drei Sekunden Rückstand auf den zweitplatzierten Deller.
Rang drei im N 155: Romain Sottas und Hallo C.
Beat Grandjean gewann eine der beiden N 140 mit Feivel. Auf Urasinaa wurde er zudem Dritter. Seinen Doppelsieg verhinderte Bryan Balsiger mit Poppee de Damvil. Alain Jufer und Samira L siegten im zweiten Springen dieser Höhe vor Karin Hanselmann (Walk for Me KZI CH) und Séverin Hillereau (Idee Fixe d’Exaerde).
(Erschienen in der PferdeWoche Nr. 23/2017)
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