Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03369.jsonl.gz/828

Von Hans Speck
Ursprünglich stammt der Name Leuzinger vom altdeutschen Kurznamen "Liuzo“. Die Leuzinger stammen nachweislich aus dem Weiler Leuzingen in Netstal auf der Ostseite des Tales. So steht es auch im Urbar von Säckingen aus dem Jahre 1395. Bei den Leuzinger handelt es sich um eine alteingesessene Familie, die nie zu den führenden Geschlechtern aufstieg, jedoch im Rat meistens vertreten war; sowie verschiedene Landvögte stellte. Stammsitz ist unzweifelhaft der heute mit Netstal zusammengebaute Weiler Leuzingen, und von hier aus hat sich das Geschlecht vor allem in die Nachbargemeinden Glarus und Mollis ausgebreitet.
Prominente Leuzinger aus Leuzingen
Die Leuzinger von Netstal sind schon im 14. Jahrhundert bezeugt. Im Jahre 1372 ist "Wernher von Lützigen“ als einer der 42 Bürgen für Säckingen erwähnt, und im Jahr 1395 kommt "Ruodolff Luitziger von Luizinge“ in gleicher Eigenschaft beim Auskauf vom Rheinkloster vor. Die Leuzinger bekleideten in der Folge in Netstal, wo sie lange Zeit das stärkste Geschlecht stellten, verschiedenste Gemeindeämter, traten aber im Übrigen politisch eher wenig in Erscheinung. Zwölferrichter Hans, der im Jahre 1549 fünfundvierzig Alpstösse besass, wurde 1536 Landvogt von Werdenberg und vertrat später das Land zweimal an Tagsatzungen. Neunerrichter Johann Melchior wurde 1723 Kriegsrat und Landeshauptmann sowie zwei Jahre später Landvogt von Werdenberg. Kirchenvogt Melchior (1631 – 1706) ist als Bauherr der evangelischen Kirche überliefert und Johan Jakob (1790 – 1861) gehörte der Standeskommission an. Die Leuzinger trugen dann auch noch zur Industrialisierung bei. Der ehemalige Landschreiber, Rabenwirt Johann Jakob ((1762 – 1840), erbaute im Zaun die sogenannte "Rappenfabrik", wo er zuerst eine Türkischrot-Färberei betrieb, die er später in eine Druckerei umwandelte. Gemeinde-Präsident Johann Heinrich (1841 -1918) baute 1868 eine Weberei im Auli ob Riedern, die dann 1910 abbrannte, worauf er den Betrieb nach Riedern verlegte. Aus Netstal stammen auch die Leuzinger, welche einige Zeit der Baumwolldruckerei Holenstein in Glarus vorstanden. Internationale Bedeutung erlangte der Kartograf Rudolf Leuzinger (1826 – 1896), der als bedeutender schweizerischer Lithograph des 19. Jahrhunderts gilt und ein grosses kartographisches Werk hinterliess.
Die Leuzinger aus Glarus
Leuzinger dürften mindestens seit dem 16. Jahrhundert in Glarus gewohnt haben, und ein Teil der Netstaler Leuzinger besass schon damals das Bürgerrecht des Hauptortes, wo sie vor allem als Handwerker und später als Fabrikarbeiter tätig waren. Einige übten auch technische Berufe aus. Sie bekleideten eher wenige Gemeindeämter, stellten jedoch einig Male den Spitalvogt. Unter den Glarner Leuzingern sind namentlich der Schulmann Peter (1826 – 1900) und der Architekt Hans Kaspar (1887 – 1971) zu erwähnen. Ersterer leitete das sogenannte Spielbergsche Institut und stand als Rektor der Höheren Stadtschule vor. Dr. h.c. Hans Kaspar Leuzinger machte sich vor allem um die Restauration des Freuler Palastes verdient. Im Jahr 1928 bezogen zweiunddreissig Familien Leuzinger den Tagwennutzen.
Die Molliser Leuzinger
Im Gegensatz zu den Stadtglarner Leuzinger sind die Stammväter der Molliser bekannt. Im Jahr 1578 kaufte sich Wolfgang, der neben dem Netstaler auch das Glarner Bürgerrecht besass, das dortige Tagwenrecht, und 1582 erstand David dieses Recht, war jedoch nur in Netstal Tagwensbürger gewesen. Die beiden begründeten
einen zahlreichen angesehenen Stamm, der Gemeinde und Land mehrere Funktionäre schenkte. Jakob (1593 – 1666) amtete 1642 bis 1644 als Landvogt im Thurgau und wurde 1650 Hauptmann zu Wil. Der gleichnamige Chorrichter (1658 – 1695) sass in seinen letzten Jahren als Landvogt in Lugano. Neunerrichter Johann Jakob (1690
– 171?) amtete als Landessäckelmeister, und sein Namensvetter (1694 – 1770) verwaltete die
Finanzen des evangelischen Landesteils. Unter den späteren Molliser Leuzingern ist Kriminalrichter Georg (1818 – 1860) zu erwähnen, der als Architekt beispielsweise die Villen "Burgstein“ in Ennenda und "Martina“ in
Netstal sowie das Bürgerasyl Glarus baute. 1929 waren in Mollis 64 nutzniessende Tagwensbürger mit dem Namen Leuzinger verzeichnet.
Quellennachweis: Auszug aus dem Buch "50 alte Glarner Familien“ von Dr. Fritz Stucki,Netstal
Das Buch zu den Familien Leuzinger:
Vreni Schiesser - Leuzinger (Kindergärtnerin in Haslen) hat viele Geschichten der Leuzinger gesammelt und in einem Buch "Das Glarnerland" anlässlich des Leuzingertreffens 2017 veröffentlicht. Dieses Buch ist bei der Buchhandlung Bäschlin in Glarus erhältlich.
Als Netstaler mütterlicherseits fühle ich mich auch mit dem Netstaler Geschlecht Kubli verbunden. Meine Mutter selig war eine geborene Schmuckli. Ihre Mutter, zugleich meine Grossmutter, wiederum war eine geborene Kubli. Ihr Bruder war ein bekannter Bergführer und war meines Wissens eine Zeitlang auch Hüttenwart der Glärnischhütte.
Bei den Kubli, die zeitweise in Politik und Wirtschaft eine gewisse Rolle gespielt haben, ohne je zu den führenden Geschlechtern zu zählen, handelt es sich vermutlich um alteingesessene Familien, die verhältnismässig spät aktenmässig belegt sind. Wir sprechen da von den Netstaler Kubli, den Kubli von Glarus und Riedern und den Kubli von Bilten. Erstmals ist das Geschlecht durch Hans bezeugt, der im Jahre 1446 das Land an Tagungen in Thun und Interlaken vertrat und 1445 möglicherweise auf Sool lebte. Im Jahre 1513 fielen bei einem Gefecht vor der Schlacht bei Novara Felix, und 1528 erschienen Hans und Thomas als Abgeordnete von Netstal vor dem Rat. Im Jahre 1549 waren vier Kubli von Netstal Alpbesitzer, und in dieser Zeit treffen wir auch auf Träger dieses Namens in Riedern, Schwanden, Bilten und Mollis.
Die Netstaler Kubli
In Netstal ist das Geschlecht Kubli immer noch stark vertreten. Netstal gilt als Stammort oder wenigstens als ein Stammort. In der Refomrationszeit hielt ein Teil am alten Glauben fest, und im 16. Jahrhundert waren es einige katholische Kubli, die höhere Ämter bekleideten. Im Jahre 1566 wurde Landweibel Jost Landvogt von Werdenberg. Nach seinem Tode folgte ihm sein Sohn Fridolin im Samte nach. Hans übernahm 1562 die Landvogtei Gaster für den von Schwyz nicht anerkannten Andreas Freuler und avancierte im Jahre 1571 zum Lands Hauptmann. Balthasar diente b 1574 und 15890 als Landvogt in Uznach. Katholische Kubli, die immer auch zahlreiche Gemeindeämter bekleideten, werden letztmals im Jahre 1700 erwähnt. Die immer zahlreicher gewordenen evangelischen Kubli begnügten sich vorerst mit der Bekleidung von Gemeindeämtern. Sie stellten zahlreiche Tagwenvögte und auch verschiedene Ratsherren. Erst mit Johann Melchior Kubli (1750 – 1835) erhielt die Familie grössere politische Bedeutung. Johann Melchior gehörte als Landsfähnrich schon im alten Glarus dem Scheranken an. Im Jahre 1798 kam er in den helvetischen Senat, wo er zu den führenden Unitariern zählte. Im Jahre 1808 verlegte er den Wohnsitz nach Quinten und war dann von 1815 bis 1880 sankt-gallischer Regierungsrat. Bekannt wurde Johann Melchior Kubli während des Anna-Göldi-Prozesses im Jahre 1782 in der Rolle als Gerichtsschreiber und Ratsherr, wo er alles versucht hatte, die Angeklagte Anna Göldi vor dem Scharfrichter zu retten. Er bezog Stellung für die Angeklagte und plädierte für ihre Unschuld und gegen die Anwendung von Folter. Zusätzlich liess Kubli die Geheimakten zum Entsetzen der glarnerischen Behörden veröffentlichen und sorgte dafür, dass das Unrecht gegen Anna Göldi publik wurde. Seine politische Grosstat erlebte Kubli in der Zeit, wo die Französische Revolution die Schweiz erreicht hatte. Als Vertreter im helvetischen Senat bewahrte er dank seinem Verhandlungsgeschick die Ostschweiz vor einem aussichtslosen Krieg gegen die Franzosen. Kubli war seiner Zeit weit voraus und legte die Grundsteine für die moderne Schweizer Demokratie. Sein Enkel Kaspar (1805 – 1879), der dem Land auch als Zivilgerichtspräsident diente, sass in der Glarner Standeskommission.
Weiter haben einige Kubli auch als Industrielle zur Entwicklung des Dorfes beigetragen. Felix (1775 – 1857) lies 1830/31 eine Druckerei im Oberdorf bauen, die 1865 rund 340 Arbeiter beschäftigte und von seinen Nachkommen weitergeführt wurde. Sohn Martin (1813 – 1885), der wie sein Bruder Heinrich (1819 - 1891) als Gemeindepräsident wirkte., baute dann im Jahre 1846 eine eigene Druckerei im Langgüetli, die im Jahre1900 durch einen Brand zerstört wurde. Kubli waren auch stark an der Auswanderung nach Russland beteiligt. Im Jahre 1815 verfügte die Familie über das grösste Steuerkapital der Gemeinde. 1927 nutzten 44 Kubli das Tagwenrecht.
Quellenangabe: Auszüge aus dem Buch „50 alte Glarner Familien“, Forschungsarbeit von Dr. h.c. Fritz Stucki, ehemaliger Ständerat, Landammann und Regierungsrat aus Netstal. Die Familie Stucki und Sohn Dr. iur. Hans Rudolf Stucki hat uns freundlicherweise die Publizierung dieser Auszüge bewilligt.
Aus den Geschichtsanalen geht hervor, dass die Stähli im 15. Jahrhundert unter dem Namen Stählin aus der March ins Glarnerland einwanderten. Der Name Stählin findet man dort übrigens noch heute recht häufig. Ob der im Jahre 1436 als Leutpriester in Glarus wirkende Konrad dieser Familie angehörte, ist offen. In den zwischen 1349 und 1465 verfassten Zinsrödeln der Kirche Schwanden ist ein Hans erwähnt. Bei der Schlacht von Marignano fielen im Jahr 1515 ein Wolfgang und ein Johann. Bernhard kam im 1525 bei Pavia um. Im Jahre 1532 wurde Marx wegen Friedensbruch bestraft. Heini kaufte im gleichen Jahr das Tagwenrecht von Mollis, in welchem in Netstal ein Oswald auftauchte. Im Jahre 1556 ist Jakob als Ratsherr von Kerenzen und Gesandter von Lugano überliefert. 1567 vertrat ein Hans den Tagwen Ennenda im Rat, wo er auch 1582 im Gewehrrodel erscheint.
Katholisches Geschlecht
Im 16. Jahrhundert war der Name Stähli in verschiedenen Gemeinden im Kanton geläufig. Später wurden die Stähli zu einem ausgesprochen katholischen Netstaler Geschlecht. Sie bekleideten höhere Ämter und Offiziersstellen in fremden Kriegsdiensten. Fünf übten das Amt eins Landes- beziehungsweise konfessionellen Seckelmeisters aus. Es waren dies Johannes (1698 – 1765), Rudolf (1714 – 1786), der zudem dreimal als Landvogt im Gaster und einmal in gleicher Eigenschaft in Uznach sowie als Hauptmann in Wil SG amtete, Joseph (1749 – 1795), Postmeister Johann Rudolf (1753 – 1830) und Johann Heinrich (1776 – 1850). Dieser zog als alter Mann nach Wangen in der March, wo man ihm im Jahre 1848 das Bürgerrecht schenkte. Gesandter und Neunerrichter Christian (gest. 1747) residierte als Hauptmann in Will SG.
Wichtige Ämter in der Gemeinde
Daneben bekleideten die Stähli wichtige Ämter in der Gemeinde. Im Jahre 1763 versteuerten sie in Netstal mit 26‘900 Gulden das grösste Vermögen, obschon sie zahlenmässig nur zu den mittelstarken Geschlechtern zählten. Nicht zufällig waren es auch Angehörige dieser Familie, welche die drei aus dem 18. Jahrhundert stammenden Herrenhäuser, das Rothaus, das Riegelhaus im Dumpfel und das katholische Rathaus erbauten. Einige dürften ihr Vermögen auch in fremden Kriegsdiensten erworben haben, wobei sie den Dienst in Neapel bevorzugten. Zwei bemühten sich als Werbeoffiziere, die notwendige Mannschaft für die dortigen Glarner Regimenter zu rekrutieren. Mehrere übernahmen in der Vesuv-Stadt selber Kommandos. General Raphael (geb. 1792) soll im Jahre 1834 dem Kabinett König Ferdinands II angehört haben. Von Netstal liess sich dann, wie bereits erwähnt, eine Linie in der March nieder, aus der Gerichtspräsident und Ständerat Fridolin (1895 – 1961) stammte. Andere Stähli zogen nach Flums, und mehrere Familien bürgerten sich in Glarus ein, zu denen auch beispielsweise Kriminalgerichts-Präsident Jakob (1862 – 1941) gehörte. Ausser in Netstal waren Stäheli, wie sie sich in Schwanden nannten, längere Zeit in der Metropole des Hinterlandes verbürgt, wo sie jedoch im Jahre 1775 ausstarben. Viele von ihnen wohnten im Thon. Den Schwander Stähli entstammte Pfarrer Hanspeter (1690 – 1753), der zuerst in Obstalden wirkte und dann die reformierte französische Gemeinde in London betreute, wo er sich als Mitarbeiter der „Bibliothèque Britanique“ einen Namen machte.
Quellenangabe: Auszüge aus dem Buch „50 alte Glarner Familien“, Forschungsarbeit von Dr. h.c. Fritz Stucki, ehemaliger Ständerat, Landammann und Regierungsrat aus Netstal. Die Familie Stucki und Sohn Dr. iur. Hans Rudolf Stucki hat uns freundlicherweise die Publizierung dieser Auszüge gestattet.
Bei den Weber handelt es sich um ein alteingesessenes Geschlecht, das jedoch erst im 19. Jahrhundert in Politik und Wirtschaft eine Bedeutung erlangt hat. Man kann die Träger dieses Namens nicht auf einen gemeinsamen Stamm zurückführen, sondern sie waren besonders im Mittelalter in verschiedenen Gemeinden beheimatet. Der Stammort der heutigen Weber soll Mollis gewesen sein. Nach bisherigen Literaturangaben sollen diese sich zuerst Wüest genannt haben. In einem vor der Reformation verfassten Jahrbuch von Mollis findet sich eine Eintragung, dass ein „Ruedi Wuesten den man nempt Weber“ eine Jahrzeit gestiftet habe. Da aber im 16. und 17. Jahrhundert Wüest und Weber nebeneinander vorkommen, und damals derartige Namensergänzungen ohne bleibende Folgen recht häufig vorkamen, scheint der Zusammenhang mit den Wüest eher fraglich. Dagegen scheint es eindeutig zu sein, dass auf den im Jahre 1646 verstorbenen Fähnrich Rudolf ab Beglingen, der von drei Frauen 30 Kinder besass, nicht nur die heutigen Weber zurückgehen, sondern dass der Genannte auch der Stammvater der heute weitverbreiteten Netstaler Linie sowie der noch blühenden Biltener und der ausgestorbenen Kerenzer Linie ist.
Die Netstaler Weber stammen vom Sohn Fridli des obgenannten Stammvaters Rudolf ab. Fridli kaufte im Jahre 1615 das Tagwenrecht für sich um 60 und für einen Sohn um 10 Gulden, während für einen zweiten Sohn pro Tagwenmann eine 15 Schilling wertige Zeche zu bezahlen war. Die Zahl der Nachkommen vergrösserte sich rasch, so dass die evangelischen Weber erheblich zu der ab Mitte des Jahrhunderts feststellbaren Änderungen der konfessionellen Mehrheitsverhältnisse in Netstal beitrugen. Seit rund siebzig Jahren stellen sie hier das grösste Bürgergeschlecht. In den letzten 300 Jahren bekleideten sie immer auch zahlreiche Gemeindeämter (acht Tagwenvögte und einige Gemeindepräsidenten). Im Übrigen haben sich die Netstaler Weber vor allem als Handelsherren und Fabrikanten einen Namen gemacht. Um 1680 errichtete Heinrich (1654 -1722) im Zaun eine Papiermühle, der von einem Sohn Fridolin (1695 – 1754) weitere Gewerbe angegliedert wurden und die dann durch Schwiegersohn Ludwig Zweifel (1724 – 1 771) an die Familie des Letztgenannten überging. Felix (1661 -1719) gründete unter der Firma Weber, Aebli & Co. die sogenannte Holländersammlung, durch die nicht nur Schiffsladungen mit Holz aus dem Glarnerland, sondern auch von der Innerschweiz rheinabwärts transportiert wurden. Leonhard (1766 -1813) eröffnete den Handel mit Russland und wurde zum Wegbereiter der grossen Auswanderung aus Netstal ins Zarenreich. Michael (1777 – 1839) baute im Jahr 1814 die erste russische Zeugdruck-Fabrik sowie eine Papierfabrik bei Moskau. Gemeindepräsident Kaspar (1810 – 1888) führte im Zaun zusammen mit seinem Bruder Felix (1818 – 1904), der später in Aarburg eine Spinnerei und Weberei errichtete, die sogenannte Rabenfabrik (Druckerei), in der man ab 1678 synthetische Farben verwendete. Die Firma unterhielt Niederlassungen in Beirut, Aleppo, Kairo und Bukarest, wo sich auch Nachkommen niederliessen, zu denen beispielsweise Ratsschreiber und Bundes-Vizekanzler Felix (1903 – 1982) gehörte. Unter den Netstaler Weber sind weiter zu erwähnen der Zeichner und Maler Johannes (1846 - 1912), der vor allem in Zürich wirkenden Musikdirektor und Organist Gabriel (1852 – 1918) und der in Bern tätige Dr. Phil Kaspar (1893 – 1952), der als Chefredaktor der Mittelpresse, damals Schweizerische Politische Korrespondenz (spk), bekannt wurde. Die Schweizerische Politische Korrespondenz war von 1917 bis 1993 neben der Schweizerischen Depeschenagentur die zweite nationale Nachrichtenagentur der Schweiz. Last not but not least wollen wir unseren verdienten ehemaligen Gemeindeverwalter, Gemeindepräsidenten, Landammann und Regierungsrat Fritz Weber-Worni nicht vergessen. Seine grossen Verdienste für die Gemeinde, Land und Volk sind bekannt und verdienen grössten Dank, Respekt und Anerkennung. Stiftungsrats-Mitglied Kurt Meyer hat ihm auf unserer Homepage www.pronetstal.ch unter der Rubrik „Prominente Netstaler“ eine ganze Seite gewidmet.
Quellenangabe: Auszüge aus dem Buch „50 alte Glarner Familien“, Forschungsarbeit von Dr. h.c. Fritz Stucki, ehemaliger Ständerat, Landammann und Regierungsrat aus Netstal. Die Familie Stucki und Sohn Dr. iur. Hans Rudolf Stucki haben uns freundlicherweise die Publizierung dieser Auszüge gestattet.