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In der Corporate Governance-Debatte war vor der Jahrtausendwende von der Revisionsstelle kaum die Rede. Spektakuläre Fälle von Bilanzmanipulationen und Unternehmenszusammenbrüchen zu Beginn des neuen Jahrhunderts haben die Bedeutung der Revisionsstelle in den Blickwinkel der Öffentlichkeit gerückt und die Abschlussprüfung als Element der Corporate Governance in das allgemeine Bewusstsein gebracht. Die vorliegende Zürcher Dissertation erörtert umfassend die Grundlagen der Abschlussprüfung, die qualitativen Anforderungen an Prüfer und Prüfung und deren Sicherstellung. Es werden die Schnittstellen der Revisionsstelle mit den übrigen Gesellschaftsorganen aufgezeigt und – auch rechtsvergleichend – die Schlussfolgerungen für die interne Corporate Governance daraus abgeleitet. Anschliessend wird die kapitalmarktliche Funktion der Revisionsstelle in der externen Corporate Governance beleuchtet. Im vierten Abschnitt der Arbeit erläutert der Verfasser eingehend die Neuerungen in der Abschlussprüfung in der Zeit nach «Enron». Zur Sprache kommen der Sarbanes-Oxley Act, die neue Abschlussprüfer-Richtlinie der EU und die verschiedenen Gesetzesnovellen in Deutschland. Vor diesem Hintergrund folgt sodann eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem neuen Revisionsrecht der Schweiz, das sowohl mit dem Recht von 1991 als auch mit den internationalen Entwicklungen in Beziehung gesetzt und abschliessend unter dem Aspekt der Erwartungslücke gewürdigt wird. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich hat Daniel Pfiffner für diese Publikation den «Issekutz Preis» für hervorragende Leistungen im Bereich des Wirtschaftsrechts zuerkannt.