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International Psychoanalytic University, Berlin
Der psychoanalytisch-kulturwissenschaftliche Versuch „Corona im Klimawandel“ bietet keine umfassende oder übergreifende These für die Verbindung von zwei Phänomenen, in deren Konstellation die dramatischen Veränderungen der Gegenwart in Erscheinung treten. Susanne Lanwerds Denkbewegungen versuchen – im Unterschied zu klar abgegrenzten und/oder hierarchisierten Differenzverhältnissen –, Mehrdeutigkeiten und Leerstellen zu artikulieren; sie intervenieren in Festlegungen und Überraschungen. Die Überlegungen des Vortrags sind fragmentarisch und lose, manchmal empört und emotional, sie sind immer serendipitär, d.h. offen für das Un-Erwartete. Lanwerds aktuelles Interesse hat seine eigene Zeitlichkeit, in dessen Rahmen die einzelnen Analysen inmitten eines gegenwärtig sich vollziehenden Prozesses interagieren. Die Ergebnisse sind vorläufige, es bleibt – wie stets – vieles zu tun.
An diesem Abend fragt Lanwerd: Was ist Angst? Wie und wodurch wird Hilfe angeboten? Mit der Einschätzung: cheap nature really is over (Haraway) leitet sie zur Klimaforschung und ihren Protagonist*innen über, kommt anschliessend zu Covid-19 und Geschlecht, zu Psychoanalyse und Klimawandel, erwähnt das Geo-Engineering ebenso wie das Anthropozän, um mit der Präsentation von drei Versuchsanordnungen zu enden.