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Der Milliarden-Betrugsfall beim Investmentbanking der UBS hat Auswirkungen: Nach der Ratingagentur Moody's prüft nun auch Standard & Poor's eine Herabstufung der Bonität der Grossbank.
Als Reaktion auf den von einem UBS-Mitarbeiter verursachten Milliardenschaden hat die Ratingagentur Moody's noch gestern Abend mitgeteilt, eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Bank zu erwägen. Nun zieht auch Standard & Poor's (S&P) nach und nimmt die Grossbank auf ihren «Credit Watch».
Der Schaden von schätzungsweise zwei Milliarden Dollar, den ein Angestellter durch nicht genehmigte Transaktionen verursacht habe, zeige erneut «Schwächen im Risikomanagement» der UBS auf, erklärte Moody's. Es sei zwar anzunehmen, dass die Bank den Verlust verkrafte. Hingegen sei fraglich, ob sie zur Reorganisation ihrer Geschäftsabläufe fähig sei, hiess es.
S&P hat das aktuelle «A+»-Rating im langfristigen Bereich auf «Credit Watch mit negativen Implikationen» gesetzt, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Der UBS drohe eine Abstufung um eine Stufe. Auch Moody's hatte «die Prüfung einer möglichen Herabstufung» angekündigt.
Wie Moody's hält auch S&P den Betrag von 2 Milliarden Dollar für verkraftbar, setzt jedoch grosse Fragezeichen hinter die Reputation. Auch S&P verweist auf das mangelnde Risikomanagement.
(rcv/laf/vst/tno/sda)