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Kauf der beiden Verschlüsselungsspezialisten PGP und GuardianEdge für 370 Millionen Dollar.
Der amerikanische Sicherheitssoftware-Hersteller Symantec hat heute bekannt gegeben, den Verschlüsselungsspezialisten PGP (Pretty Good Privacy) für rund 300 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Die Technologie der gleichnamigen Software will Symantec in seine Produkte integrieren und damit die Verschlüsselung von Datenträgern, E-Mails, Dateien, Ordner oder sogar ganzer Smartphones anbieten.
Entwickelt wurde PGP 1991 vom Amerikaner Phil Zimmermann, der damit sicherstellen wollte, dass Bürger, sicher vor dem Zugriff der Geheimdienste, kommunizieren konnten. In der Anfangszeit durfte das damals kostenlose Programm jedoch nicht aus den USA exportiert werden, da Kryptografieprogramme mit Schlüsseln von mehr als 40 Bit Länge damals besonderen Exportbestimmungen unterlagen. Phil Zimmermann veröffentlichte deshalb 1995 in einem Buch den vollständigen Quellcode der Software, da Bücher nicht diesen Exportbestimmungen unterlagen. Freiwillige tippten den Code danach von Hand aus dem Buch ab, woraus dann eine internationale Version von PGP, genannt PGPi, entstand. 1997 kaufte McAfee PGP und integrierte es in seine eigenen Produkte. Der Erfolg blieb jedoch aus, worauf der Konzern im Jahr 2002 die Rechte wieder an Phil Zimmermann zurückverkaufte.
Symantec will PGP zusammen mit der für 70 Millionen Dollar ebenfalls aufgekauften Technik von GuardianEdge neue Lösungen entwickeln und ein zentrales Regel- und Schlüsselmanagement anbieten. Nach dem Abschluss der Übernahmen sollen die beiden Lösungen in die Enterprise Security Group von Symantec integriert werden. (bt)