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Hätten Sie es gewusst? Nach diesem Motto stellen wir in dieser Rubrik Wissenswertes aus Medizin und Forschung für Sie zusammen. Heute: die Grippe.
1918, Ende des Ersten Weltkriegs, rückte die Grippe ins Bewusstsein der Menschen. Die Pandemie, der weltweite Ausbruch der Krankheit, forderte mehr Opfer als die Kriegshandlungen zuvor und war «die verheerendste Grippewelle der Moderne», so der Berliner Medizinhistoriker Wilfried Witte.
Den Ursachen kam man allerdings erst 1933 auf die Spur, als man das Influenzavirus entdeckte. Erste Impfstoffe kamen erst gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zum Einsatz. Sie verloren aber schon nach wenigen Jahren ihre Wirksamkeit.
«Da erkannte man, dass die Fähigkeit des Virus zur schnellen Mutation für dieses Versagen verantwortlich war», sagt Witte. Diese Tatsache habe auch bei der Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1948 eine Rolle gespielt, die unter anderem eine Wiederholung des «Schreckens von 1918» verhindern sollte.
Im selben Jahr wurde in London das erste Welt-Influenza-Zentrum gegründet, um die weltweit auftretenden Grippeviren zu sammeln und Gegenmittel zu erforschen. Im Winter 1948/49 gingen erste Meldungen über Grippeausbrüche in Europa ein. Kurz darauf gründete die WHO ihr erstes eigenes Grippe-Expertengremium, für Wilfried Witte «der Beginn der modernen Grippeüberwachung».
Es gibt verschiedene Typen von Grippe- oder eben Influenza-Viren (A, B, C). Am häufigsten und gefährlichsten ist das Influenza-Virus des Typs A. Dieses Virus ist auf der ganzen Welt verbreitet und verändert sich ständig, was es schwierig macht, einer Infektion vorzubeugen.