Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03326.jsonl.gz/296

Das Wichtigste in Kürze
- Das Nördliche Breitmaulnashorn steht vor dem Aussterben.
- Deutsche Forscher wollen die Gattung nun durch eine aufwendige Prozedur retten.
- Dabei werden weibliche Tiere mit dem Sperma bereits verstorbener Männlein befruchtet.
Das Nördliche Breitmaulnashorn ist fast ausgestorben. Aber noch gibt es Hoffnung: Deutsche Forscher könnten mit einer aufwendigen Prozedur dazu beitragen, die Unterart zu retten. Doch der Weg ist weit.
Tiermediziner entnahmen einem der letzten noch existierenden Tiere Eizellen, die in einem Labor mit dem Sperma verstorbener Männchen befruchtet wurden. So konnten bisher zwölf Embryonen der Nashorn-Unterart erzeugt werden, wie das BioRescue-Konsortium bekannt gab.
Nördliches Breitmaulnashorn vom Aussterben bedroht
Für die Befruchtung kam unter anderem das Sperma eines männlichen Tieres zum Einsatz, das 2014 in einem Safari-Park gestorben war. Sie wollen weitere Embryonen aus Eizellen zu erzeugen, die einem noch lebenden Nördlichen Breitmaulnashorn-Weibchen entnommen wurden.
«Nachdem die Umsiedlung der Leihmütter abgeschlossen ist, ist ein erfolgreicher Embryotransfer der nächste wichtige Schritt», heisst es in der Erklärung. Weibchen des Südlichen Breitmaulnashorns sollen die Embryos austragen. Die Arbeit gilt als weltweit einzigartig. Das Nördliche Breitmaulnashorn gilt bis auf zwei Weibchen im kenianischen Reservat Ol Pejeta als ausgestorben.