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Erst wenn die Temperaturen im Herbst um 11 Uhr unter 10 Grad fallen, spazieren die Pinguine von der gekühlten Innenanlage auf die Aussenanlage. An warmen Tagen wäre der Spaziergang für die Vögel ein mühsames Unterfangen.
Ihr dicht anliegendes Federkleid und die dicke Speckschicht unter der Haut schützen sie an Land und im Wasser hervorragend vor Kälte. Während des Laufens erzeugen sie Eigenwärme, auch das hält sie bei Kälte warm. Bei warmem Wetter könnten sie während des Laufens ihre Eigenwärme nicht mehr abgegeben, was zu gesundheitlichen Schäden führen kann.
Königspinguine spazieren zuerst
Im Zolli leben 17 Königspinguine zusammen mit 9 Eselspinguinen. Für die etwas kleineren Eselspinguine beginnt der Spaziergang immer etwas später im Jahr. Eselspinguine sind sehr neugierig und nehmen mit ihren Schnäbeln Steine, Äste, Laub und andere Gegenstände auf, die ihr Interesse wecken.
Die ‘Funde’ tragen sie stolz umher. Leider verschlucken sie diese manchmal auch, was ihre Gesundheit gefährden kann. Aus diesem Grund laufen die Eselspinguine erst dann mit auf die Aussenanlage, wenn nicht mehr so viel Laub an den Bäumen und die Aussenanlage frei von vermeintlich interessanten, aber für sie gefährlichen Gegenständen ist.
Spezielle Vorlieben
Das Interesse an Gegenständen hat mit dem Brutverhalten der Eselspinguine zu tun. In der Natur brüten Eselspinguine und Königspinguine auf den subantarktischen Inseln. Dort gibt es keine Bäume, keine Sträucher, davor umso mehr Steine. Das Nest der Eselspinguine besteht ausschliesslich aus Steinen. Während der Brutzeit tragen sie mit grosser Leidenschaft Steinchen umher und übergeben sie dem Partner als Brutgeschenk.
Königspinguine bauen keine Nester, sie brüten ihr Ei auf den Füssen aus und haben nur wenig Interesse an Gegenständen, die auf dem Boden liegen.