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Über 1100 Kilometer erstreckt sich Finnland von Helsinki im Süden bis in das arktische Lappland. Die frühesten Siedlungszeugnisse finden sich aus der Zeit um 8500 v.Chr., seit etwa 2000 Jahren gibt es rege Handelsbeziehungen mit Europa und Russland, ab dem Jahr 1000 ist das Land christianisiert. Im Mittelalter entwickelt sich eine europäische Gesellschaft, wobei das Land immer stärker in den Einflussbereich des erstarkenden schwedischen Reiches gerät, bis es Teil desselben wird. Im 19. Jh. zum Zarenreich gehörend, erkämpft es im 1. Weltkrieg seine Unabhängigkeit und wird Republik. Nach dem 2. Weltkrieg ist es einer der führenden neutralen Staaten, nach Zusammenbruch des Ostblocks wird es 1995 Teil der EU. Diese erste Kulturgeschichte Finnlands zeichnet in sechs Kapiteln die Entwicklung des Landes von der Prähistorie bis heute nach. Dabei wird dessen grosser kultureller Reichtum ebenso deutlich wie die vielfältigen Einflüsse durch Finnlands Mittlerlage zwischen Russland und Schweden.
Portrait
Anssi Halmesvirta wurde 1956 in Kiuruvesi in Nordsavo/Ostfinnland geboren. Sein Studium absolvierte er in Finnland, seine Promotion in Sussex/England. Er hat eine Professur für Geschichte an der Universität Jyväskylä inne; seine Forschungsinteressen liegen in der intellectual history von England, Finnland und Ungarn.