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| Cyrill von Jerusalem († 387) - Katechesen an die Täuflinge (Procatechesis et Catecheses ad illuminandos)

III. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über die Taufe
9.
[Forts. v. [S. 55] ] Dein Stolz, wenn du getauft wirst, ist der eingeborene Gottessohn selbst. Wozu soll ich also noch weiter über einen Menschen sprechen? Groß war zwar Johannes, doch was ist er gegen den Herrn? Groß war seine Stimme, doch was ist sie gegen den Logos? Gar mächtig war der Herold, doch was ist er gegen den König? Mächtig war der, der mit Wasser taufte, aber was ist er gegenüber dem, der mit dem Hl. Geist und mit Feuer tauft? Mit Hl. Geist und mit Feuer hat nämlich der Erlöser die Apostel getauft, als „plötzlich vom Himmel her ein Brausen entstand gleich dem eines daherfahrenden gewaltigen Windes und das ganze Haus erfüllte, in dem sie saßen, und ihnen geteilte Zungen wie von Feuer erschienen, auf jeden einzelnen von ihnen sich niederließen und alle vom Hl. Geist erfüllt wurden“1.
1: Apg. 2, 2―4.