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Absagen oder Verschiebungen sind sich die Skirennfahrer gewohnt. Als der Weltcup-Tross jüngst in Lake Louise und eine Woche später in Beaver Creek gastiert hatte, fielen gleich drei Rennen den Witterungsbedingungen zum Opfer. Im Speedbereich ist das nichts Aussergewöhnliches. Wind, Nebel, zu viel Neuschnee – alles Faktoren, die ein sicheres und faires Rennen verunmöglichen können.
Etwas weniger wetteranfällig sind die Technikrennen, wobei dies die Weltcup-Organisatoren in Val d'Isère wohl etwas anders sehen. In den letzten 10 Jahren ging in den französischen Alpen nur die Hälfte der Rennwochenenden so über die Bühne, wie im Kalender vorgesehen.
Viel Neuschnee erwartet
Im letzten Jahr wurden die beiden angesetzten Riesenslaloms wegen Schneemangels frühzeitig nach Santa Caterina verlegt. 2019 konnte wegen starkem Wind nur der Slalom, im Jahr davor nur der Riesenslalom gefahren werden. 2014 und 2011 wurde jeweils ebenfalls das ganze Weltcup-Wochenende abgesagt respektive an einen anderen Ort verschoben, weil in Val d'Isère zu wenig Schnee lag.
Dieses Problem dürften die Organisatoren diesmal nicht haben. Bis und mit Samstag sind in den französischen Alpen teilweise anhaltende Schneefälle vorausgesagt.
Aus Schweizer Sicht besonders heiss auf den Riesenslalom am Samstag dürfte Marco Odermatt sein. Der Nidwaldner, der mit seinem Sieg zum Saisonauftakt in Sölden seine Ambitionen angemeldet hatte, hat in Val d'Isère nach den ausgefallenen Riesenslaloms in den letzten beiden Jahren erst ein gültiges Resultat vorzuweisen (7. Platz 2018).