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Der Tag des Baumes wird in Brasilien am 21. September gefeiert. Dieser Moment ist eine Gelegenheit, über einige Arten nachzudenken und mehr über die zu erfahren, die als die wahren Ältesten unserer Wälder gelten. In der Hymne Brasiliens, die nach einem Baum benannt ist, gibt es eine weitere Passage, die den uneingeschränkten Stolz auf die brasilianische Natur wecken sollte: Brasilien ist schon von Natur aus ein Riese!
Obwohl dieser Anfang einer der Strophen der Nationalhymne eine metaphorische Interpretation zulässt, kann der Satz “gigante por natureza“ auch auf eine wörtlichere Weise interpretiert werden, besonders heute, am “Dia da árvore“. Ein Datum, das zum Gedenken an die wahren Giganten der brasilianischen Natur geschaffen wurde. Im Amazonasgebiet und im Atlantischen Regenwald, der beiden wichtigsten natürlichen Waldgebiete Brasiliens, haben verschiedene Studien, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, dazu beigetragen, die größten Bäume Brasiliens besser kennen zu lernen.
Einige von ihnen sind alte Bekannte, wie der Jequitibá-Rosa (Cariniana legalis), der liebevoll „Patriarch“ genannt wird. Mit einer Höhe von etwa 45 Metern im „Vassununga Staats Park“ gilt er als der höchste Baum im Bundesstaat São Paulo. Nicht weit davon entfernt wurde vor kurzem ein weiteres Exemplar mit dem Namen “Matriarca“ entdeckt, der mit mehr als 40 Metern als zweithöchster Baum São Paulos gilt.
Der höchste bisher bekannte Baum des Atlantischen Regenwaldes ist ebenfalls ein Jequitibá-rosa. Der 64 Meter hohe Baum wurde vor einigen Jahren in der Gemeinde Ubatã, Bahia, im Rahmen einer von Botanikern und Landschaftsgärtnern koordinierten Expedition, auf der Suche nach den größten Bäumen des Atlantischen Regenwaldes, gefunden.
Ebenfalls in diesem natürlichen Bereich, aber in der südlichen Region, sind andere Giganten, die hervorstechen, die Araukarien (Araucaria angustifolia). Eine 2019 veröffentlichte Studie, die ein Botaniker, von der “Bundesuniversität von Santa Catarina“ stammt, besagt, dass er fast 7.000 Kilometer reiste auf der Suche nach den größten noch existierenden Araukarienbäumen. Nach der Analyse von rund 3.500 Individuen fanden nur 13, mit einem Stammdurchmesser von mehr als zwei Metern und einer Höhe von 35 bis 44 Metern, einen Platz in seiner Sammlung.
Aber auch wenn sie Giganten sind, diese großen Bäume inmitten eines grünen Ozeans wie Amazonien zu finden, ist eine ebenso große Herausforderung, wie die berühmte “Nadel im Heuhaufen“. Der Einsatz neuer Technologien hat jedoch die Suche nach neuen Giganten etwas vereinfacht, und genau dies hat die jüngste Entdeckung einer Reihe von Megabäumen im Amazonasgebiet bewiesen.
Anhand von LiDAR-Bildern, die wie ein 3D-Laserscan des Waldes funktionieren, analysierte ein Team von Forschern brasilianischer und ausländischer Institutionen – darunter auch die Bundesuniversität der Dörfer Jequitinhonha und Mucuri, und die “Universität Cambridge“ – und die gaben 2019 die Entdeckung von mehr als 500 Bäumen bekannt, die im brasilianischen Amazonasgebiet eine Höhe von mehr als 50 Meter hatten. Darunter sind 24 Bäume mit einer Höhe von über 70 Metern und mindestens sechs Bäume, die höher als 80 Meter emporragen!
Während dieser Studie wurde auch der höchste brasilianische Baum gefunden, ein Angelim (Dinizia excelsa), 88 Meter hoch. Das ist richtig, 88 Meter – dies entspricht der Höhe eines 30-stöckigen Gebäudes und mehr als doppelt so hoch wie die Statue von Christus dem Erlöser, in Rio!
Wenn es um das Alter der Bäume geht, spielt die Höhe und der Umfang eine Rolle. Eine weitere aktuelle Studie, die im Jahr 2020 veröffentlicht wurde, und in der das Durchschnittsalter von 438 Baumarten aus der ganzen Welt untersucht wurde, hat man auch darauf hingewiesen, dass tropische Bäume im Durchschnitt 186 Jahre alt werden.
Die Dendrochronologie ist ein Teilgebiet der Botanik, die sich mit dem Alter von Bäumen beschäftigt. Genauere Schätzungen des Baumalters hängen von einer detaillierteren Studie ab, die auf der Zählung der Jahresringe des Baumes beruht. Durch diese Technik, wurden die beiden rosa Jequitibás im Vassununga Staats Park, die ich zu Beginn des Textes erwähnte, in ihrem Alter auf 600 bis 800 Jahre genau geschätzt. Das heißt, drei Jahrhunderte bevor die Portugiesen in Brasilien einfielen, waren sie bereits hier.
Diese Jahrhunderte alten Giganten sind beeindruckende Symbole des Widerstands und der Unverwüstlichkeit und haben im Laufe der Zeit viele Veränderungen erfahren. Mögen sie in naher Zukunft einen Tag des Baumes in einem Land erleben. das weiß, wie man sich besser um das kümmert, was uns zu einem „Giganten der Natur“ macht. Wie es auch in der Nationalhymne verkündet wird, spiegelt unsere Zukunft diese Größe wider – alles Gute zum Tag des Baumes!