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Lausanne (awp) - Der Rechtsstreit um den Spitalbetreiber Genolier geht in eine weitere Runde. Die Übernahmekommission (UEK) hat die Frist für das laufende Übernahmeangebot der Medical Research, Services & Investments S.A. (M.R.S.I.) - einer Aktionärsgruppe um den Genolier VR-Delegierten Antoine Hubert und den französischen Unternehmer Michel Reybier - offenbar verlängert, wie Genolier am Mittwochabend bekannt gab. Details dazu wurden aber nicht genannt.
Grund für die Verlängerung sei der Umstand, dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) Beschwerden gegen einen Entscheid der UEK durch die Aktionäre Michael Schröder und Alain Fabarez prüfen wolle.
Der Entscheid der UEK für die Fristverlängerung wurde gemäss Genolier am (gestrigen) 23. März getroffen. Er soll aber erst am (morgigen) Freitag zusammen mit dem vollständige Bewertungsbericht von M.R.S.I. veröffentlicht werden.
Am vergangenen Freitag hatten die beiden ehemaligen Verwaltungsrats-Mitglieder Schröder und Fabarez bei der FINMA einen Rekurs gegen einen Entscheid der UEK eingelegt. Diese hatte einem Rekurs Schroeders nur teilweise Recht gegeben und entschieden, dass der vollständige Bewertungsbericht, der dem Übernahmeangebot zugrunde liegt, publiziert werden muss. Mehrheitlich wurde der Rekurs aber abgewiesen und festgestellt, dass das Übernahmeangebot zulässig sei. Der Rekurs von Fabarez wurde gar nicht erst zugelassen.
Mitte Januar hatten der Verwaltungsratsdelegierte Antoine Hubert und der französische Unternehmer Michel Reybier das Heft bei Genolier in die Hand genommen und den Aktionären der Westschweizer Privatklinikgruppe ein Pflichtangebot über 19 CHF je Aktie unterbreitet. Die M.R.S.I. Medical Research, Services & Investments SA (MRSI), an welcher Hubert und Reybier zu gleichen Teilen beteiligt sind, hält derzeit bereits 55,28% des Aktienkapitals von Genolier.
cf/uh
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