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Gottfried Keller wurde 1862 von Hermann Hettner aufgefordert, einen Beitrag für das erste Heft einer neuzugründenden Zeitschrift «Kritische Jahrbücher der Wissenschaft und Kunst» zu verfassen. Weder die Zeitschrift noch der Beitrag sind jemals erschienen. Was von diesem Projekt geblieben ist, ist eine Äusserung Kellers, in der er sich nicht zu den «streng Gelehrten», allenfalls «zu den gewöhnlich Gelehrten und Nichtbelletristen» rechnet. Er fügt aber an: «Die Hauptsache ist am Ende, dass es einem Ernst damit ist und man etwas Durchdachtes vorzubringen habe, was am Ende immer Wissenschaftlichkeit ist» («Briefwechsel Keller/Hettner», hrsg. J. Jahn, 1964). Möge es so sein.
Heutzutage versteht die Literaturwissenschaft unter «Wissen» das Resultat einer Ausdifferenzierung, die im Gefolge der kulturwissenschaftlichen Öffnung der Literaturwissenschaft und der einzelnen Nationalphilologien entstanden ist. Es handelt sich also um einen Fall von Spezialisierung und Präzisierung im Rahmen einer wie auch immer zu bestimmenden Verknüpfung von «Literatur und Kultur» oder, je nach Präferenz, einer speziellen «Poetik der Kultur». Historisch betrachtet, handelt es sich dabei um ein veritables Erbe des 19. Jahrhunderts, ein Erbe, das allerdings in den deutschsprachigen Ländern besonders schlecht bewahrt wurde, im Unterschied zu England, wo die Berührungsängste zwischen «science» und «literature» längst höchst lebendigen interdisziplinären wie auch komparatistischen Austauschbeziehungen gewichen sind, die sich durch ergiebige Forschungserträge legitimieren.
Das Erbe von «Literatur und Kultur», insbesondere von «Kulturwissenschaft», ist in Deutschland aus mehreren Gründen schlecht bewahrt worden. Erstens aus antisemitischen Gründen, da die Völkerpsychologie (= Sozialpsychologie) und Kulturwissenschaft des Juden Moritz Lazarus nicht zur Kenntnis genommen wurde, ohne die etwa die kulturwissenschaftlich orientierte Soziologie Georg Simmels nicht denkbar wäre. Zweitens aber auch durch die Weigerung der Germanistik, nichtfiktionale Prosa und Essayistik des 19. Jahrhunderts zu studieren. Dazu gehörten etwa die «Kleinen Schriften» des Keller-Freundes Hermann Hettner und anderer, wie Viktor Hehn, Herman Grimm oder Jacob Burckhardt. Drittens wegen der Vernachlässigung der literarischen Medien des 19. Jahrhunderts – Zeitschriften, Kalender oder Familienblätter –, die von eminenter Bedeutung für die Distribution und Transformation zeitgenössischen Wissens waren und eine Vorstellung geben könnten von einem Literaturbegriff, der mit dem heutigen nicht zur Deckung kommt. In einem frühen programmatischen Aufsatz, «Verdichtung des Denkens in der Geschichte», von 1862 merkt Moritz Lazarus über «Auerbach’s Volkskalender für 1861» folgendes an, der Kellers «Fähnlein der sieben Aufrechten» enthält: «Der gesammte Inhalt des diesjährigen Kalender kann in literarischer Hinsicht als ein Zeichen der Zeit angesehen werden. Im Anfang des Jahrhunderts brachten die Kalender Gedichte, Novellen, Romänchen und dgl., später häuften sich die naturwissenschaftlich populären Belehrungen; in dem vorliegenden Heftchen, in acht verschiedenen Gaben (zwei Geschichten von Auerbach, eine von G. Keller, Weltgeschichte im Dorfe von [Berthold] Sigismund, Brief eines Turners … sind sowohl die Erzählungen als die Betrachtungen ohne Ausnahme der Art, dass man sie am besten als ‹culturhistorische› bezeichnet.»**
Mit Blick auf England wäre daran zu erinnern, dass Charles Dickens ab 1850 eine Familienzeitschrift wie «The Household Worlds» herausgab, mit Artikeln über Chemie, Atmung oder den Hippopotamus, durchmischt mit Fortsetzungsromanen. Oder, intellektueller, die Zeitschrift «Westminster Review», die in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts eine Rubrik «contemporary literature» hatte, wo Rezensionen zu Werken der Theologie, Philosophie, Politik, Soziologie, Naturwissenschaften oder Geschichte erschienen – eine Zeitlang unter der redaktionellen Leitung einer Schriftstellerin, die zugleich die erste europäische Intellektuelle von Rang werden sollte: George Eliot. Einer der einflussreichsten englischen Essayisten des 19. Jahrhunderts, Matthew Arnold, schreibt 1882 in einer Replik auf Thomas Henry Huxleys «Science and Culture» (1880): «Literature is a large word; it may mean everything written with letters or printed in a book. … All knowledge that reaches us through books is literature.» Dieser für uns überraschende Literaturbegriff besagt nun nicht, dass damit die Unterschiede zwischen Literatur und Wissenschaft wegfielen oder «science» auf «literature» zu reduzieren wäre, weil es eben auch «eine Art von Schreiben» sei. Produktiver ist es zweifellos, die Differenzen und Ähnlichkeiten in jener Zeit zu studieren.
Der breite Literaturbegriff zeigt indes an, dass in dieser Epoche des 19. Jahrhunderts Romanschriftsteller und Wissenschafter ihre Aufgaben, Unterschiede und Affinitäten in einem noch als gemeinsam angesehenen Feld zu verhandeln und zu bestimmen suchten. Dabei war schon aus Gründen der Selbstbehauptung im kulturellen Feld und erst recht im Kampf um die gebildete Öffentlichkeit auch für Wissenschafter die Vertrautheit mit dem literarischen Kanon, insbesondere auch den griechischen und römischen Klassikern, eine Selbstverständlichkeit. Eine analoge Vertrautheit stand auch dem Dichter nicht schlecht an, wie man etwa Stifters «Über Stand und Würde des Schriftstellers» (1848) entnehmen kann.
Die Konkurrenz in wenigstens zum Teil denselben Medien ist für die Wissenschafter also nicht gegen, sondern nur mit der Literatur zu gewinnen, genauer: mit dem, was eine liberale Kultur auszeichnet. Das hatte auch gute strategische Gründe, wollte man doch einen gemeinsamen Gegner, Religion und Kirche, aus dem Felde schlagen. Es gibt durchaus Anhaltspunkte dafür, dass die «zwei Kulturen» im 19. Jahrhundert noch eine Kultur waren, trotz all den Spannungen, die es zweifellos gab. Wie diese Frage – eine Kultur oder zwei Kulturen? – zu entscheiden sei, hängt nicht zuletzt davon ab, wie man fragt. Womöglich gibt es unter dem Aspekt «Wem nützt welches Kulturkonzept?» eine andere Antwort als die, die als Folge des Streits der «zwei Kulturen» in der Mitte des 20. Jahrhunderts als naheliegend erschien.
Kellers «Grüner Heinrich» wird durch die Frage nach dem Verhältnis von Wissenschaft und Kunst, oder nach dem sozialen Status von Naturwissenschaft, an einem neuralgischen Punkt situiert. Das Jahr 1855 ist nicht nur Kellers letztes Berliner Jahr, in dem er am «Grünen Heinrich» arbeitet, sondern auch dasjenige, in dem eine erste Niederschrift eines Teils des «Sinngedichts» entsteht. Diese Koinzidenz, auf die Wolfgang Rohes wichtige Untersuchung «Roman aus Diskursen» (1993) verweist, lässt die Novelle «Das Sinngedicht» und den Roman als gleichzeitig unternommene Experimente zur «künstlerischen Bewältigung von Naturwissenschaft» erscheinen. 1855 erscheint mit Ludwig Büchners «Kraft und Stoff» einer der Verständigungstexte des naturwissenschaftlichen Materialismus; 1856 hält der Physiologe Jacob Moleschott seine Antrittsvorlesung am Zürcher Polytechnikum, der heutigen ETH. Moleschott war mit Hettner befreundet, und so wurde auch Keller mit ihm bekannt, schon in Heidelberg, also lange vor Moleschotts Berufung nach Zürich. Keller war mit dessen Schriften vertraut, die ganz selbstverständlich in seinem «Grünen Heinrich» als zeitgenössisches Weltwissen vorausgesetzt sind.
Dass der Zusammenhang von Wissen, Wissenschaft und Literatur nicht einer ist, der nur aufgrund eines heutigen Paradigmas der Literaturwissenschaft in den «Grünen Heinrich» hineingelesen wird, geht wohl am deutlichsten daraus hervor, dass Heinrich nach dem Münchner Künstlerfest, angestossen durch die an der Statue des «Borghesischen Fechters» gemachten Erfahrung eines emphatischen Zusammenhangs von Kunstwerk und Lebensentwurf, die universitäre Anthropologievorlesung besuchen möchte. Heinrich sucht also naturwissenschaftliches Wissen für seine künstlerische Arbeit. Die Keller-Forschung hat die «Anthropologischen Vorträge» (1876/1890) des Kellerschen Vorbildes Jacob Henle ausgewertet, die auf dessen akademische Vorlesungen zurückgehen, die er zwischen 1847 und 1852 in Heidelberg gehalten hatte.
Unter inhaltlichen Aspekten geht es in dieser Vorlesung im Roman um den «Nahrungsprozess», um eine «Lehre vom Auge», über die «Systeme des Blutkreislaufs und der Nerven», abgeschlossen mit «Bemerkungen über den sogenannten freien Willen». Kellers Darstellung dieser universitären Vorlesung (über Anthropologie) stellt unübertrefflich die Erwartungen und Befürchtungen heraus, die Heinrich als bildungshungrigen Autodidakten gegenüber dem Wissen, den Wissenden und den Institutionen des Wissens plagen. Sie sind zugleich die Gewähr für den überscharfen, mikrosoziologisch zu nennenden Blick auf die Universität und den angehenden homo academicus. Der fremde, gleichsam ethnographische Blick auf den Hörsaal macht vordringlich bewusst, welche subtilen sozialen Hürden man überwunden haben muss, um dort anwesend sein zu können.
«So trat Heinrich zum ersten Male in das weitläufige, palastartige Universitätsgebäude und sah sich unter die summende Menge junger Leute verwickelt, welche aus allen Sälen strömte und auf den Gängen und Treppen sich kreuzte. Heinrich mußte alle diese jungen Männer als seit zartester Jugend der Schule angehörend sich denken, unter dem doppelten Schutze des Staates und der Familie ununterbrochen lernend in’s männliche Alter und in die Selbständigkeit hinüberreifend, und zwar so, daß mit der letzten Prüfung zugleich der sichere Eintritt in das bürgerliche Leben verbunden war. Sie bildeten gewissermaßen die Staatsjugend, gegenüber welcher er sich als obscuren Gegenstand, als Stoff des Staates fühlte, besonders da sein heimathliches demokratisches Bewußtsein hier zurücktrat vor der allgemeinen Kluft, welche durch alle europäische Erziehung sich ausdehnt. Diese durcheinanderwogenden Jünglinge erschienen ihm auf den ersten Blick rücksichtslos und selbstgefällig, und in Erwartung von Amt und Würden, welche sie zu verhöhnen vorgaben, einstweilen ihren Entwickelungszustand zu einer Art souverainer Autorität machend, von welcher aus Alles sich bemessen und verachten ließe; ja innerhalb derselben schien es noch verschiedene Kasten, Stufen und Abzeichen zu geben, als reichliche Gelegenheit, schon hier, unter dem Deckmantel der akademischen Freiheit, den Corporalsstab der Autorität tüchtig zu schwingen, und mancher jugendliche Führer sah schon leibhaftig aus, wie ein Recruten quälender Corporal. … Er versäumte nun keine Stunde in dem Hörsaal und nahm begierig ein neues Ganzes in sich auf, welches er vom Anfang bis zum Ende verstand und übersehen konnte. Wie ein Alp fiel es ihm vom Herzen, daß er nun doch noch etwas zu wissen anfing; im gleichen Augenblicke bereute er auch nicht mehr die gewaltsame und lange Unterbrechung des Lernens, da dasselbe dem Stillen des leiblichen Hungers gleicht; sobald der Mensch zu essen hat, empfindet er nichts mehr von der Pein und der Ungeduld des Hungers. Das Glück des Wissens gehört auch dadurch zum wahren Glücke, daß es einfach und rückhaltlos und ob es früh oder spät eintrete, immer ganz das ist, was es sein kann, ohne Reue über das Versäumte zu erwecken; es weiset vorwärts und nicht zurück und läßt über dem unabänderlichen Bestand und Leben des Gesetzes die eigene Vergänglichkeit vergessen» (12, 253)***.
Mit diesem doppelt motivierten Integrationsversuch von Wissenschaft stellt sich dem Roman auch ein Formproblem, das nämlich, ob und wie er Formen des Wissens und deren Vermittlung darzustellen vermöge. Der Reichtum des Romans besteht gerade darin, dass er die Wissenschaft und deren Vermittlung in den Blick nimmt, wobei die Armut des Protagonisten dafür sorgt, dass dabei auch nichtakademische Formen der Wissensaneignung ins Auge treten. Das Interesse des Romans, wie durch die Kunst Wissen und ausdifferenzierte, institutionalisierte Wissenschaften integriert werden können, ist zugleich dessen eigenes Formproblem.
Spätestens seit der Arbeit von Rohe ist bekannt, dass Kellers Roman im «Medium des Traums» «in eminenter Weise über das hinaus [geht], was der Zeit und mithin auch Keller an psychologischem Wissen zur Verfügung stand». Einer psychoanalytischen Lektüre des Romans verpflichtet, hat schon Gerhard Kaiser festgestellt, «dass die Traumsequenz im ‹Grünen Heinrich› … erstaunlich nahe bei der Traumlogik, Traumsymbolik und assoziativen Verknüpfungstechnik ist, wie Freud sie beschreibt». Daran ist mehreres bemerkenswert. Literatur ist hier nicht einfach Illustration oder Wiedergabe des Wissens zeitgenössischer Wissenschaft oder dessen Kritik. So sehr Keller mit zeitgenössischer Psychologie vertraut war und von deren Wissen im Roman Gebrauch machte, so wenig begnügte er sich damit. Dass die Literatur für ein Wissen zuständig sein kann, von dem die Wissenschaft nichts oder noch nichts weiss, ist eine Botschaft, die man als Literaturwissenschafter gerne hört. Der vorliegende Fall ist zudem wissenschaftsgeschichtlich höchst instruktiv. Denn Kellers Roman «weiss» etwas zu einem Zeitpunkt, als die Psychologie – der Kant bekanntlich den Status einer Wissenschaft nicht zubilligen wollte – sich anschickt, eine eigene Disziplin zu werden, indem sie sich als naturwissenschaftliches Fach von der Königsdisziplin Philosophie emanzipiert.
Um es kurz und pointiert zu sagen: der Preis, den die unter der Philosophie an den Universitäten vertretene Psychologie für ihre im Zeichen der Naturwissenschaft vollzogene Emanzipation zu zahlen hatte, bestand in einer neuen Unzuständigkeit für psychologische Sachverhalte. Neu deshalb, weil im Zeichen romantischer Wissenschaft durchaus Kompetenzen sichtbar geworden sind, die insbesondere das Unbewusste betreffen. In dem Masse, wie diese Kompetenz aus Gründen der Verwissenschaftlichung brachlag, war es an der Literatur, diese Kompetenz zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dass Kellers Literatur in Freuds Psychoanalyse ihren Horizont hat, beweist auch, dass man eine neue Disziplin gründen kann, indem man auf diese Kompetenz der Literatur setzt, wie Freud das getan hat (mit allen taktischen Distanzierungen, die er sich zu Lasten der Literatur geleistet hat).
Ideengeschichtlich ist das nicht schwer zu plausibilisieren: das fehlende Glied zwischen romantischen Interessen am Unbewussten und Freuds Psychoanalyse ist – darauf hat Odo Marquard wohl zuerst hingewiesen – die Philosophie Feuerbachs. Wie schon angedeutet, teilt Freud mit Keller eine vergleichbare Faszination für Feuerbach. Obendrein durchläuft Freud aufgrund seines fächerübergreifend betriebenen Medizinstudiums in Wien nicht nur diese mit Keller vergleichbare Faszination für die Philosophie Feuerbachs.
Ob indes Freuds Psychoanalyse tatsächlich der Horizont für das Wissen von Kellers Roman ist, bleibe offen. Es gibt jedenfalls das bestechende Zeugnis Ludwig Wittgensteins, der dem «Grünen Heinrich» zubilligt, er wisse mehr, jedenfalls anderes als die Psychoanalyse. In «Gespräche über Freud», aufgezeichnet von Rush Rhees, heisst es: «Einmal, als Wittgenstein etwas wiedergab, was Freud gesagt hatte, und den Rat, den er jemandem gegeben hatte, sagte einer von uns, dass ihm dieser Rat nicht sehr weise erschiene. ‹Oh sicherlich nicht›, sagte Wittgenstein. ‹Aber Weisheit ist etwas, was ich nie von Freud erwarten würde. Klugheit, sicherlich, aber nicht Weisheit.› … Weisheit war etwas, was er bei seinen Lieblingserzählern bewunderte, bei Gottfried Keller zum Beispiel. Die Art der Kritik, die beim Studium Freuds helfen würde, müsste sehr tief sein, und sie ist nicht sehr verbreitet.»
Nach diesem unüberbietbaren Lob darf als Fazit gelten: Kellers Traumdarstellung und -analyse ist nicht nur ihrer Zeit voraus, sondern womöglich auch der Freudschen Psychoanalyse. Und dies deshalb, weil sie artistisch in einem Masse avanciert ist, dass nicht nur die Zeitgenossen ratlos waren und lediglich konsterniert die Sprengung der Romanform zu monieren wussten. Allerdings würdigten schon zeitgenössische Leser, selbst physiologisch orientierte Wissenschafter wie Henle, Kellers originäre und originelle psychologische Einsicht und Traumauffassung..
*Zentralbibliothek Zürich, Ms. GK 13
** Moritz Lazarus: «Grundzüge der Völkerpsychologie und Kulturwissenschaft», hrsg. v. K.Ch. Köhnke, 2003, S. 33.
*** zitiert mit Band und Seitenangabe nach der Historisch-Kritischen Gottfried-Keller-Ausgabe (HKKA), hrsg. von W. Morgenthaler et al., Zürich/Frankfurt am Main, 1996ff.
Karl Wagner, geboren 1950, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Zürich.