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Wir sitzen zu viert beim Brunch. Mike witzelt darüber, Wasser mit Milch zu mischen, dabei steht er auf, um sich ein Glas Wasser zu holen und fragt uns, ob wir auch noch etwas trinken möchten.
Remo: «Wasser.»
Miriam. «Ja, Wasser.»
Patrick: «Wasser mit Ananassaft.»
Mike läuft zum Buffet, kommt mit vier Gläser Wasser zurück und setzt sich zufrieden, gut für uns gesorgt zu haben, wieder an seinen Platz.
Remo runzelt fragend die Stirn und blickt Patricks Glas verwundert an.
Miriam folgt Remos Blick und fragt: «Wolltest du nicht Wasser mit Ananassaft, Patrick?»
Patrick: «Eigentlich schon.»
Noch bevor dieser Wortwechsel zu Ende ist, steht Remo auf und läuft zielstrebig zum Buffet, wo er sich seiner Sache sicher, Wasser mit Milch mischt und anschliessend – überzeugt, er habe das Leben von Patrick gerade verschönert – das Glas mit einer einladenden Geste vor Patrick abstellt.
Gegenseitig werfen wir uns alle fragende Blicke zu. Die Verwirrung am Tisch ist komplett. Situationskomik pur. Wir brechen alle in lautes Gelächter aus.
Und was lernen wir daraus?
Es gibt einen guten Grund, warum die Bedienung deine Bestellung nochmals für dich zusammenfasst und dein Okay abholt, ehe sie diese an die Küche weitergibt.
Anders gesagt: Baue deine Handlungen nicht auf Annahmen auf, auch wenn deine Absichten noch so gut sind, sondern frage nach, ob du etwas richtig verstanden hast. Denn manchmal geht es um weit mehr als um ein Glas Wasser mit Ananassaft.