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Der Vortrag beleuchtet die Arbeit in und mit einem Pressefotoarchiv und dem Archiv eines Fotostudios in Kamerun. Diese stehen exemplarisch für zwei gegensätzliche Modi des Fotografischen, dem Dokumentarischen und dem Fiktionalen. Bei näherer Betrachtung und je spezifischen Kontextualisierungen machen diese eindeutigen Zuweisungen jedoch einem komplexeren Bild der Übergänge und Überlappungen Platz.
Der Historiker Jürg Schneider forscht und lehrt zur Fotografie in Afrika mit einem Schwerpunkt auf die historische Fotografie in West- und Zentralafrika. Er ist Mitbegründer von African Photography Initiatives, einer Organisation, die sich für das fotografische Erbe Afrikas einsetzt. Konkret beinhaltet dieses Engagement die Digitalisierung, Konservierung und Dokumentation von Fotoarchiven, die Zusammenarbeit mit Fotografen, Behörden und Universitäten, die Organisation von Ausstellungen, Konferenzen und Workshops sowie eine Reihe von Publikationen. Diese Arbeit impliziert unter anderem eine ständig kritische Position zwischen Blickweisen von aussen und von innen, mit denen «Afrika» im Bild konstruiert wurde. Seit 2011 am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel, forscht er regelmässig in Kamerun. Im selben Jahr reichte er seine Dissertation zur Frühgeschichte der Fotografie (1840-1890) in West- und Zentralafrika ein.
Mehr Informationen über das Modul «fact + fiction» hier.