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Philosoph Joshua Habgood-Coote hält Warnungen vor gefälschten Bildern für schädlicher als die Fälschungen selbst (via srf.ch):
«Viel gelassener sieht das der Philosoph Joshua Habgood-Coote, der an der Universität Leeds lehrt und zur Erkenntnistheorie forscht. Warnungen vor einem Vertrauenskollaps hält er für übertrieben, ja sogar für schädlicher als die gefälschten Bilder selbst. Und die Angst vor dem Vertrauensverlust ist für ihn nichts Neues. (…)
Die Reaktionen auf die Fälschungen vor fast 150 Jahren hätten grosse Ähnlichkeiten mit den aktuellen Warnungen vor Deepfakes. Sie führten zu grösseren Verunsicherungen als die Fälschungen selbst, denn sie würden das Vertrauen in unsere Fähigkeiten, echte von falschen Bildern zu unterscheiden, untergraben.
Diese Fähigkeiten hätten wir durchaus, ist der Philosoph überzeugt. Etablierte Medien spielen dabei eine wichtige Rolle. Stösst man etwa auf das Bild der Verhaftung Donald Trumps und merkt dann nach kurzer Recherche, dass weder Schweizer Zeitungen noch internationale Medien den Vorfall erwähnen, so ist klar, dass es sich um eine Fälschung handelt.»