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Der Herzschlag in Ruhe sagt eine ganze Menge über das Sterberisiko aus. Das gilt selbst bei Krebserkrankungen.
Es sind nur eine paar Schläge mehr pro Minute – aber sie fallen ins Gewicht. Australische Forscher haben bei mehr als 21’000 Erwachsenen verfolgt, wie der Pulsschlag sich mit der Zeit veränderte und wie das mit dem Sterberisiko zusammenhing.
Zu Beginn der Studie, Anfang der 1990er-Jahre, waren die Studienteilnehmer durchschnittlich 55 Jahre alt. Gut ein Drittel hatte damals einen Ruhepuls von 60 bis 69 Schlägen pro Minute. Je höher diese Herzschlagfrequenz, desto höher war tendenziell das Risiko, an Krebs wie auch aus anderen Gründen zu sterben.
Zwischen 2003 und 2007 massen die Forscher den Ruhepuls wieder. Bei fast jedem fünften Studienteilnehmer schlug das Herz nun schneller als bei der ersten Messung. Dass dies mit einer höheren Sterblichkeit an Herzerkrankungen einhergeht, scheint plausibel.
Überraschenderweise war aber auch die Sterblichkeit bedingt durch Krebs und aus anderen Gründen höher, wenn der Puls zum Beispiel von anfangs 65 auf später 75 Schläge pro Minute anstieg. Bei einzelnen Krebserkrankungen – an Brust, Darm und Lunge – zeigte sich dieser Zusammenhang deutlicher als zum Beispiel bei Studienteilnehmern mit Hirntumoren.
Auch wenn die Forscher diverse Faktoren wie Rauchen oder Bauchumfang berücksichtigten, die ebenfalls Einfluss auf die Sterblichkeit haben können, blieb der Zusammenhang bestehen.
Die Herzfrequenz in Ruhe wird zum Beispiel durch Stress (Steigerung der Pulsrate) oder regelmässigen Sport (Senkung) beeinflusst. Eine tiefe Herzfrequenz in Ruhe gilt bei Gesunden als Mass für die Fitness und die allgemeine Gesundheit.
Quelle: «Heart»