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Internationale Seilziehföderation
Nachdem das Seilziehen vom Olympischen Programm gestrichen worden war, verschwand auch die Möglichkeit internationaler Wettkämpfe. Nach der Gründung der Nationalen Seilziehverbände wuchsen der Wunsch und die Notwendigkeit für internationale Wettkämpfe stetig.
Die Initiative zur Gründung einer internationalen Föderation wurde 1960 von George Hutton vom Verband Grossbritannien ergriffen. Zusammen mit Vertretern des schwedischen Verbandes wurde die Idee verwirklicht. Die erste Versammlung der Tug of War International Federation, TWIF, fand 1964 anlässlich der Baltischen Spiele in Malmö statt. 1965 wurden die ersten Europameisterschaften in Crystal Palace in London durchgeführt und 1975 die ersten Weltmeisterschaften, nachdem nicht europäische Länder der TWIF beigetreten waren.
Seilziehen in der Schweiz
Die ersten Gehversuche der Schweizer Seilzieher gehen auf das Jahr 1964 zurück. Der am 25.2.1983 verstorbene Fugi Fuchs kam erstmals beim Besuch der Baltischen Spiele mit dieser Sportart in Kontakt. Unverzüglich nach seiner Rückkehr begann er mit dem Aufbau in der Schweiz. Bereits ein Jahr später nahm eine aus Boxern und Eishockeyanern bestehende Schweizer Delegation an den Europameisterschaften teil.
Kurze Zeit später begann man sich zu spezialisieren. In Engelberg und Beckenried wurden Seilziehclubs gegründet. Mit der Gründung des Seilziehclubs Sins fasst diese Sportart auch im aargauischen Freiamt Fuss. Am 14.5.1976 wurde der Schweizer Tauziehverband (STV) gegründet, welcher am 3. November 1979 in den Schweizerischen Landesverband für Sport (SLS) aufgenommen wurde. Dem STV gehören heute 28 Seilziehklubs mit über 1800 Mitgliedern an, wovon rund 450 lizenzierte Tauzieher.
Schwerpunkte des Seilziehens sind die Innerschweiz, das Freiamt und die Ostschweiz. Aber auch im Raum Bern wird kräftig am Seil gezogen.