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Lastwagen werden nicht stärker kontrolliert
Pro Jahr wird im Kanton Schwyz die Geschwindigkeit von zwanzig Millionen Fahrzeugen gemessen.
ANDREAS SEEHOLZER
Im Kanton Schwyz wird die gefahrene Geschwindigkeit von Lastwagen nicht stärker kontrolliert als jene von Personenwagen. Dies heisst es in der Antwort der Schwyzer Regierung auf die Interpellation von Kantonsrat Django Betschart (GLP) und drei Mitunterzeichnenden. Die Interpellanten halten in ihrem Vorstoss fest, dass die schweren Güterfahrzeuge im Durchschnitt mit fast 90 km/h auf den Autobahnen unterwegs seien. Dies sei aus Gründen von Emissionen, Sicherheit und Lärm problematisch.
Keine Kontrollen nur für den Schwerverkehr Wie die Regierung in ihrer Antwort schreibt, werden bei den regelmässigen Kontrollen sämtliche Fahrzeuge erfasst. Nur auf den Schwerverkehr ausgerichtete Geschwindigkeitskontrollen werden nicht vorgenommen. Im Weiteren wird von der Regierung festgehalten, dass die in den Fahrzeugen installierten Fahrtschreiber nebst anderen Daten auch die gefahrenen Geschwindigkeiten aufzeichnen.
«Stellen die Mitarbeitenden der Kantonspolizei anlässlich einer Kontrolle bei der Auswertung der Fahrtschreiberdaten fest, dass eine Geschwindigkeitsüberschreitung durch ein Schwerverkehrsfahrzeug stattgefunden hat, wird dies geahndet.» Seit dem Jahr 2005 hat der Kanton Schwyz mit dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) eine Leistungsvereinbarung über die Intensivierung der Schwerverkehrskontrollen abgeschlossen. Die Schwyzer Kantonspolizei kontrolliert während jährlich rund 2220 Stunden den Schwerverkehr auf der Strasse sowie in den Betrieben des Transportgewerbes. Für diese zusätzlichen Kontrollstunden wird der Kanton Schwyz aus der Leistungsvereinbarung vom Bund jährlich mit rund 160’000 Franken entschädigt.
Bei den durch die Kantonspolizei durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen werden pro Jahr zwanzig Millionen Fahrzeuge gemessen. Aus diesen Messungen resultierten in den letzten drei Jahren 80’000 Übertretungen und 1500 Anzeigen. «Statistische Angaben über die Übertretungsquoten von Schwerverkehrsfahrzeugen liegen nicht vor», heisst es vonseiten der Regierung.
Automatische Auswertung sei technisch nicht möglich
Eine automatische Auswertung auf spezifische Fahrzeugkategorien sei technisch nicht möglich. «Eine solche Erhebung müsste von Hand durchgeführt werden und wäre aufgrund der vorhandenen Datenmenge mit einem nicht im Verhältnis zum Nutzen stehenden Aufwand verbunden.» Diese Aussage widerspricht einer ebenfalls durch die Regierung im gleichen Vorstoss gemachten Aussage. Der Schwerverkehr wird sehr wohl differenziert erfasst, nämlich auf der Autobahn im Bereich Arth: Hier wird mit zwei fest installierten Lasergeschwindigkeitsmessanlagen permanent, also während 24 Stunden und 365 Tagen, kontrolliert.
Diese Anlage befindet sich zwar in einer Steigung, sei aber technisch so ausgerüstet, «dass sie zwischen leichten und schweren Motorfahrzeugen differenzieren kann», so die Regierung. Differenzierte Daten dieser Anlage werden im Vorstoss nicht genannt.
Der Schwerverkehr wird sehr wohl differenziert erfasst – auf der Autobahn in Arth.
Nicht alle Lastwagen fahren zu schnell durch den Kanton Schwyz. Foto: Erhard Gick