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Mit vorgezogenen Wahlen mitten in der Pandemie wollte der kanadische Premierminister seine politische Stellung absichern. Doch die Wähler machten nicht mit.
Justin Trudeau hat seine Popularität überschätzt. Hier bei einem Auftritt während der Wahlnacht in Montreal in Begleitung seiner Frau Sophie Grégoire und ihren Kindern Ella-Grace und Xavier.
Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat sich mit dem vorzeitigen Ausrufen von Neuwahlen verspekuliert. Als er diese am 15. August für viele eher unerwartet ankündigte, war er auf einem momentanen Höhepunkt seiner Popularität. Kanada stand in der Corona-Epidemie im Vergleich sehr gut da. Nach ersten Startschwierigkeiten glänzte das Land mit einem sehr erfolgreichen Impfprogramm und verwöhnte zudem die Bevölkerung mit Geldzahlungen zum Ausgleich der Einkommensverluste als Folge von Corona. Rund die Hälfte der Kanadier beurteilte seine Leistung in der Corona-Krise im Sommer als gut, nur ein Viertel zeigte sich damit unzufrieden.