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kleiner
Meerbusen an der Südwestspitze der
HalbinselKrim,
[* 8] 3,2 km lang, bei der Einfahrt 850 m breit und
bis 21 m tief, der bei der Belagerung von
Sebastopol
[* 9] 1854 und 1855 als Hafenplatz für die französische
Flotte diente.
Kreisstadt im russ.
GouvernementSaratow, an der Mündung der Kamyschenka in die
Wolga, 191 m ü. M.,
mit 4
Kirchen, einer Stadtbank
(Umsatz 1½ Mill.
Rubel), regem
Handel (Kamyschin verschifft jährlich für 1½ Mill.
Rub., besonders
Salz
[* 10] und
Korn) und (1880) 13,372 Einw. Der
Kreis
[* 11] ist berühmt durch seinen fruchtbaren
Boden und seine wohlschmeckenden
Arbusen, die einen nicht unbedeutenden Ausfuhrartikel bilden. Unter den Bewohnern finden sich über 80,000 Deutsche,
[* 12] die, zu Ende des 18. Jahrh. angesiedelt, gegenwärtig 50
Kolonien mit 30 protestantischen und 10 kath.
Kirchen bilden.
Kreisstadt im russ.
GouvernementPerm, bei der Mündung der Kamyschlowka in die Pychma (Puschma), einen
Nebenfluß der
Tura, mit (1880) 2164 Einw. Ende 1885 wurde hier die erste
Sektion der sibirischen
Eisenbahn (Jekateriuenburg-Kamyschlow)
eröffnet. Der
Kreis liegt in
Asien,
[* 13] d. h. östlich vom Uralgebirge, und ist der bevölkertste des ganzen
Gouvernements. Die
Einwohner beschäftigen sich in der sehr metallreichen Gegend viel mit
Bergbau;
[* 14] auch der Flachsbau lohnt
gut, und die
Bauern produzieren jährlich bis 2½ Mill. m
Leinwand. Das bedeutendste
Bergwerk ist das Kamenskische mit 2
Steinkohlen-
und 5 Eisengruben und einer schon 1703 errichteten Kanonengießerei.
Diese Kanaaniter sind sprachlich (ob ethnisch ?) den
Juden verwandt, wenn diese spätern Ankömmlinge auch die
Verwandtschaft
nicht anerkannten. Sie standen unter einzelnen kleinen
Königen und hatten durch Betreibung des
Ackerbaues und
Handels eine
gewisse
Stufe des Wohlstandes und der
Kultur erreicht, als sie von den Israeliten unterJosua bekriegt wurden.
Sie leisteten diesen hartnäckigen
Widerstand und mußten in nicht geringer
Menge auch noch später im Land geduldet werden,
wo
sie den Israeliten viel zu schaffen machten. In einzelnen Gegenden und Ortschaften erhielten sie sich bis auf
Davids und
Salomos Zeit.
Die
Küsten Kanadas haben eine
Entwickelung von 18,370 km (kleinere
Krümmungen ungerechnet), aber nur der
außerhalb des St. Lorenzgolfs gelegene Teil der atlantischen
Küste und die pazifische
Küste sind das ganze Jahr durch eisfrei,
während der St. Lorenzgolf fünf
Monate lang und die
Hudsonbai (s. d.) noch länger
Schiffen verschlossen bleiben. An vorzüglichen
Häfen ist übrigens kein Mangel, und selbst große Seeschiffe können den St.
Lorenzstrom bis
Montreal
[* 22] hinauffahren.
zum Huronsee und umfaßt den gesegnetsten Teil der Dominion. Es ist ein ebenes oder wellenförmiges Gebiet, reichlich bewässert
und, abgesehen von den bei Montreal und in der Umgegend ansteigenden isolierten Trapphügeln, ohne jegliche Gebirge. Nur wo
die sanft geneigten paläozoischen Schichten zu Tage treten (wie bei den Niagarafällen), bilden sie hügelähnliche
Terrainstufen. Die dritte und ausgedehnteste Region erstreckt sich vom untern St. Lorenzstrom und dem Huronsee und Obern See
bis an die Gestade des ArktischenOzeans. Es ist ein wildes, felsiges Land, reich an Flüssen und Seen, meist dicht bewaldet oder
versumpft, wo laurentische Gneise, kristallinischer Kalkstein und der kambrischen (huronischen) Formation
angehörige Grünsteine, Sandsteine und Granit vorherrschen.
Auf der untersten Stufe liegt der Winnipegsee (215 m), dem von S. der Red River zuströmt, und in welchen
der Saskatschewan einmündet, um als Nelson seinen Weg in die Hudsonbai fortzusetzen. Diese Stufe bildet einen Teil des jetzt
verschwundenen Agassizsees der amerikanischen Geologen, welcher südlich in den Missouri abfloß. Ausgedehnte Wälder kommen
vor. Die zweite Stufe erstreckt sich am Saskatschewan bis zu den EagleHills und hat bei ziemlich mannigfaltiger
Oberflächengestaltung eine mittlere Höhe von 880 m. Die dritte und ausgedehnteste Stufe endlich reicht bis ans Felsengebirge,
ist im S. fast waldlos und hat hier eine mittlere Erhebung von 900 m. Die sechste Region Kanadas umfaßt den nördlichen Teil
der amerikanischen Kordilleren, die hier, etwa 600 km breit, den pazifischen Teil der Dominion einnehmen
und drei mit der Küste ziemlich parallel verlaufende Höhenzüge bilden.