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Unsere Geschichte
Initiativen der Veränderung Schweiz
Als IofC im Januar 2018 das neue Logo einführt, nutzt die Stiftung CAUX-Initiativen der Veränderung die Möglichkeit, sich in Initiativen der Veränderung Schweiz umzubenennen. Im November wird Christine Beerli, ehemalige Vizepräsidentin des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK), zur Präsidentin von Initiativen der Veränderung Schweiz ernannt.
Caux Forum für menschliche Sicherheit
Fünf Jahre bringt das Caux Forum für menschliche Sicherheit Menschen aus Politik, Diplomatie, Medien, Wirtschaft, Kunst, Praxis und der akademischen Welt zusammen, um gemeinsam die Grundlagen menschlicher Sicherheit zu entdecken. Auf Initiative und unter Leitung von Botschafter Mohamed Sahnoun soll das Forum eine weltweite Koalition des Gewissens bilden. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Vertrauen auf allen Ebenen entscheidend ist, um bedeutende Veränderungen zu erreichen.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten unterstützt das Caux Forum für menschliche Sicherheit in Fortführung der Zusammenarbeit in Burundi, die 2005 begann.
Namensänderung
Mit dem Anbruch des neuen Jahrtausends hat der Begriff „moralische Wiederaufrüstung“ weltweit nicht mehr dieselbe Resonanz wie im Jahr 1938.
2001 wird daher der neue Name Initiativen der Veränderung (IofC) vom Präsidenten der Caux-Stiftung Dr. Cornelio Sommaruga (ehemaliger Präsident des Internationalen Roten Kreuzes) und Professor Rajmohan Gandhi, Enkel von Mahatma Gandhi, in den Medien angekündigt. Dr. Sommaruga wird zum ersten Präsidenten des internationalen Verbands IofC International gewählt.
Aussöhnung in Burundi
Auf Bitten von Menschen aus Burundi setzt sich IofC gemeinsam mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in Burundi und der Region der Grossen Afrikanischen Seen für Frieden und Aussöhnung ein. Treffen zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Regierung und Rebellenführern finden abwechselnd in Caux und vor Ort statt.
Die Königin der neuseeländischen Maori kommt gemeinsam mit Joan Bolger, der Frau des Premierministers, nach Caux.
Der ehemalige Caux-Palace wird als „Gebäude nationaler Bedeutung“ eingestuft.
Auf der Terrasse wird ein Baum gepflanzt, um jener Juden zu gedenken, die in Caux während des Zweiten Weltkriegs Zuflucht fanden.
50 Jahre Caux-Konferenzen
Das 50-jährige Bestehen der Caux-Konferenzen wird mit einer dreitägigen Veranstaltung mit dem Titel „Die Zukunft prägen – Vorbereitungen auf das 21. Jahrhundert“ gefeiert. Unter den Teilnehmenden befinden sich der Dalai Lama, Kardinal Franz König, ehemaliger Erzbischof von Wien, Heinrich Rusterholz, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds, sowie Rabbi Dr. Marc Gopin, Professor für Religion und Konfliktlösung an der George Mason Universität in Washington DC.
Beginn von Creators of Peace in Caux
Die Fraueninitiative Creators of Peace (CoP) wird 1991 in Caux durch die geachtete tansanische Politikerin Anna Abdallah Msekwa gegründet, . Mit der Zeit wird CoP zu einem globalen Netzwerk, das Frauen durch Friedenskreise, Workshops und internationale Konferenzen als Friedensstifterinnen fördert.
Neue Initiativen
In den 90ern entstehen neue Initiativen, wie z.B. Hoffnung in den Städten, das nach einer Konferenz in Caux gegründet wurde, um die Kluft zwischen den Rassen zu überwinden. Kampagnen für saubere Wahlen in Taiwan, Brasilien und Kenia werden durchgeführt und es besteht ein stetes Anliegen, eine moralische und spirituelle Infrastruktur für Entwicklung in reichen und ärmeren Ländern zu schaffen.
Caux Round Table
Geschäftsleute aus Japan, den USA und Europa, darunter Frederick Phillips, ehemaliger Präsident von Philips Electronics, und Olivier Giscard d’Estaing, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender von INSEAD, treffen sich zum ersten Mal in Caux und gründen den Caux Round Table als Mittel, Auseinandersetzungen in der Wirtschaft zu reduzieren.
Konsolidierung
Weil Aussöhnung ein grosses Bedürfnis in vielen Teilen der Welt ist, konzentriert sich die Arbeit der MRA auf die Unterstützung friedensstiftender Initiativen in Afrika und Asien. Zwischen 1977 und 1980 trägt Caux im ehemaligen Rhodesien (heute Simbabwe) zu Frieden und Unabhängigkeit bei.
Minderheitenrechte in Südtirol
Nach gewaltsamen Spannungen zwischen der deutschsprachigen Minderheit und der italienischen Verwaltung der Provinz Südtirol kommen Delegationen mit Politikerinnen und Politikern beider Seiten während der Caux-Konferenzen 1968 zusammen. Ihre Begegnungen tragen dazu bei, dass erste Schritte für die Beilegung des Streits erfolgen, der 1992 gelöst werden kann.
Buchman stirbt
Als Buchman 1961 verstirbt, übernimmt der ehemalige britische Politikjournalist Peter Howard die Leitung der MRA. Leider stirbt auch er nur vier Jahre später. Ohne klare Leitung, die den Zusammenhalt der Bewegung sicherstellt, treten ungelöste Konflikte zwischen den Verantwortlichen zu Tage. Das führt in den USA und einigen anderen Ländern zu Spaltungen und Austritten. Nach einer Zeit der Unsicherheit und Differenzen wird das Vertrauen durch gemachte Erfahrungen langsam wieder aufgebaut.
Tunesische Unabhängigkeit
1953 kommt der junge tunesische Nationalist Mohamed Masmoudi nach Caux und trifft dort viele Franzosen. Er lernt dadurch, seinen Hass gegen sie zu überwinden. Einige Tage später trifft er Jean Basdevant, den Verantwortlichen für tunesische Angelegenheiten beim französischen Aussenministerium, bei einem Essen im MRA-Zentrum in Paris. Trotz der grossen Spannungen zwischen Frankreich und seiner damaligen Kolonie entwickeln die beiden Männer starkes Vertrauen zu einander und spielen bei den Verhandlungen, die 1956 zur tunesischen Unabhängigkeit führen, eine wichtige Rolle.
Verbreitung der MRA
In den 1950ern verbreiten Ensembles durch Theater- und Musical-Aufführungen die Ideen der MRA in der ganzen Welt. In Lateinamerika, Indien, Japan und verschiedenen Ländern Afrikas werden Zentren gegründet. Delegationen aus Nordamerika und westafrikanischen Ländern auf dem Weg zur Unabhängigkeit reisen nach Caux.
Japanische Aussöhnungsreise
Im Juni 1950 kommt eine Delegation aus 60 Japanerinnen und Japanern aus Politik, Gewerkschaften und der Industrie nach Caux, um von dort aus eine Reise durch Europa und Amerika zu starten und sich für die Fehler Japans im Zweiten Weltkrieg zu entschuldigen.
Deutsch-französische Aussöhnung in Caux
Zu einer Zeit, in der jeglicher Kontakt zwischen den ehemals befeindeten Nationen sehr schwer ist, laden Buchman und seine Kolleginnen und Kollegen Deutsche zur Teilnahme an den Caux-Konferenzen ein. In den folgenden vier Jahren kommt eine steigende Zahl Deutscher und Franzosen nach Caux. Ihre Begegnungen sind letztlich die Basis für die Aussöhnung zwischen beiden Ländern.
Buchman wird später sowohl von der deutschen als auch der französischen Regierung für seinen Beitrag zur europäischen Aussöhnung ausgezeichnet. 1951 schreibt der deutsche Kanzler Konrad Adenauer an Buchman: „Die Moralische Aufrüstung hat eine unsichtbare, aber effektive Rolle dabei gespielt, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Verhandlungsparteien zu überwinden und ihnen das Ziel eines friedlichen Abkommens für das Gemeinwohl, dem wahren Zweck menschlichen Lebens, vor Augen geführt.“
Sehen Sie den Film über die französische Widerstandskämpferin Irène Laure hier.
Ein internationales Konferenzzentrum in Caux
Im Namen der Moralischen Aufrüstung unterzeichnen Philippe Mottu und Robert Hahnloser den Kaufvertrag für das heruntergekommene ehemalige Caux-Palace Hotel. Hunderte Schweizer Bürgerinnen und Bürger spenden Geld und investieren Zeit und Kraft, um diesen Kauf möglich zu machen und das Gebäude in ein internationales Konferenzzentrum zu verwandeln. Die ersten Konferenzen finden noch in diesem Sommer statt und die Caux-Stiftung wird im Herbst gegründet.
"Caux ist dieser Ort"
Mitten im Krieg schreibt der junge Schweizer Diplomat Philippe Mottu: „Wenn die Schweiz vom Krieg verschont bleibt, wird es unsere Aufgabe sein, der Moralischen Aufrüstung einen Platz zu geben, an dem sich Europäerinnen nd Europäer, die durch Hass, Leid und Abneigung getrennt wurden, sich treffen können. Caux ist dieser Ort.“
Moralische Aufrüstung
Während sich die europäischen Nationen auf den Krieg vorbereiten, ruft Buchman zu einer „moralischen und geistigen Aufrüstung“ für eine „Welt ohne Hass, Angst und Gier“ auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg startet die als Moralische Aufrüstung (MRA) bekannte Bewegung ein Programm für einen moralischen und geistigen Wiederaufbau, um - ausgehend von einer Veränderung von Motiven und der eigenen Persönlichkeit - einen Wandel des öffentlichen und privaten Lebens zu fördern.
Buchman ermutigt die Menschen, regelmässig in der Stille nachzudenken, nach der Weisheit Gottes zu suchen und universelle moralische Werte als Richtschnur für ihr Leben zu übernehmen. Er beschreibt Moralische Aufrüstung als Weg, den Menschen jeden Glaubens und auch Nichtgläubige gemeinsam gehen können.
Die Oxford-Gruppe
Seine Erfahrung von 1908 inspiriert Buchman bei seiner Arbeit an amerikanischen Universitäten sowie in Asien. Er ist davon überzeugt, dass persönliche Veränderung möglich ist und ein Katalysator für Veränderungen in der Gesellschaft sein kann. In Oxford werden seine Ideen aufgenommen und seine Arbeit wird unter dem Namen „Oxford-Gruppe“ bekannt.
Frank Buchman
Der amerikanische lutherische Pastor Frank Buchman (1878-1961) war Schweizer Herkunft und Gründer von Initiativen der Veränderung.
1908 kann er durch eine sprituelle Erfahrung gegenüber Menschen, die ihm Unrecht getan hatten, seinen Groll überwinden. Diese Erfahrung verändert sein Leben.