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G
Gast
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Ich bin ebenfalls Therapeutin und finde es, ebenso wie viele Kollegen, in Ordnung, wenn das Kind bei der Mutter schläft. Da sollte kein falscher Eindruck entstehen.
Als Nicht-Therapeut fällt mir hierzu spontan ein: Zu dem Thema gibt es anscheinend unterschiedliche Meinungen. Das ist offenbar auch bei Therapeuten so. Dein Bezug auf "viele" Kollegen finde ich hingegen einfach nur manipulativ, um Deine persönliche Meinung - ohne Nennung von Argumenten - scheinbar zu stützen: Da könnte der oder die Nächste dann mit "sehr vielen" oder "der überwiegenenden Mehrheit" kommen. Dieses Spielchen können wir uns schenken.
Du verlierst wirklich das Maß, wenn du von einer so einfachen Tatsache auf deine Fälle in den Kliniken schließt. Niemand wird emotional missbraucht, wenn die Eltern ERLAUBEN, dass das Kind auf eigenen Wunsch bei diesen schläft.
Deine Kollegin hat nicht "von so einer so einfachen Tatsache" auf ihre Fälle geschlossen. Sie hat schlicht & ergreifend von Patienten berichtet, die durch emotionale "Überversorgung" behandlungsbedürftige Probleme in ihrem Leben bekamen - und somit den Opfern von Glucken-Müttern ein Gegenstimme gegeben. Deine Kollegin hat an keiner Stelle behauptet, dass sie die Überversorgung ausschließlich an dem ständigen Schlafen eines 6jährigen im Bett der Mutter festmacht. Dass sich das Glucken-Dasein in einem ganzen Spektrum von manipulativen Verhaltensweisen widerspiegelt, dürfte jedem hier klar sein.
Es gibt im Übrigen nicht ganz wenige Beispiele, in denen Eltern massive Fehler in der Erziehung begehen würden, wenn sie ALLES erlauben, was das Kind auf eigenem Wunsch möchte. [Chat gelöscht]
Wenn du von einer so leichten Meinungsverschiedenheit gleich in so ein Extrem gehst, dann musst du dies auch in umgekehrter Richtung zulassen: Dann sind die, die ihrem Kind dies verweigern welche, die ihr Kind emotional vernachlässigen, und davon gibt es ebenfalls genug extreme Fälle, die leiden!
Deine Kollegin geht nicht in ein Extrem, sondern stellt ihre Meinung dar. Nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu Dir, begründet sie allerdings ihre Meinung sehr transparent und (für mich) nachvollziehbar. Bei Dir sucht man nach Argumenten vergebens.
By the way: Von einer emotionalen Vernachlässigung sind wir bei unserem Threadthema, das wir hier gerade diskutieren, wohl Lichtjahre entfernt.
Du kannst doch nicht alles pathologisieren, das nicht deiner Meinung entspricht!
Ich wünsche mir etwas sachlichere Antworten mit entsprechenden (Gegen-)Argumenten, sofern etwas nicht DEINER Meinung entspricht.