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|Name||Edith Cäcilia Völkin|
|geboren||22. Februar 1897|
|in||Degersheim|
|gestorben||2. Mai 1961|
|in||Sursee|
|aufgewachsen in||Degersheim|
|lebte in||Engelberg, Dar es-Salam, Baldegg, Haslen|
Edith-Cäcilia Völkin erblickte das Licht der Welt am 22. Februar 1897 in der Sennrüti, Degersheim. Um 1905 übersiedelte die Familie in die Stickfachschule Steinegg, da der Vater Joseph Völkin zum Stickfachlehrer ernannt wurde. Edith besuchte die Primarschule und absolvierte anschliessend zwei Jahre Realschule.
Als junges Mädchen arbeitete sie fünf Jahre in verschieden Departementen der Stickerei Gramer. In Folge flauen Geschäftsgangs wegen des ersten Weltkrieges, wurde sie 1916 entlassen. Sie besuchte danach einen Kurs in der Dienstbotenschule Bremgarten und übernahm von dort aus eine Stelle bei Frau Cattani-Spichtig, Telegraph und Telephon Engelberg. Sie führte den Haushalt und half auch im Bureau aus. Nach vier Jahren in Engelberg wurde sie 1921 von ihren Angehörigen gebeten, nach Degersheim zurück zu kommen. Die Familie hatte eine Wirtschaft mit Bäckerei pachtweise übernommen. Doch schon 1922 übersiedelte die Familie nach Thal im Rheintal, da der Vater nach Aufhebung der Stickereifachschule Degersheim nach Rheinegg in die dortige Stickfachschule berufen wurde. Edith ging wieder nach Engelberg in die gleiche Familie zur Aushilfe.
Während ihrer zweiten Zeit in Engelberg entschloss sie sich, Klosterfrau zu werden. Sie interessierte sich für die Baldegger-Mission, ihr Wunsch war, als Missionsschwester nach Afrika zu gehen. Drei Monate nach ihrem Entscheid für die Mission fand der Eintritt in Baldegg statt. Die Kandidatur verbrachte sie in der Küche des Gesellenhauses Wolfbach in Zürich. Im September 1924 wurde sie ins Noviziat in Baldegg aufgenommen und legte am 9. September 1925 ihre heilige Profess ab. Darauf kam sie als Krankenschwester nach Zell im Kanton Luzern.
Am 21. September 1926 war es soweit, sie reiste zusammen mit zwei Schwestern, zwei Brüdern und zwei Paters in die Kapuziner-Mission in Dar es-Salam. Dort wurde sie im Frühling 1933 zur Provinz-Vikarin gewählt und blieb 12 Jahre im Amt. Als Kapitularin reiste sie 1936 in die Schweiz zur Frau Mutterwahl in Baldegg. Anfangs Sommer 1937 kehrte sie wieder in ihre Mission zurück. Ab 1945 erkrankte sie und musste ihr Amt als Vikarin niederlegen. Sie wurde 1946 in die Benediktiner-Mission in Ndanda berufen, wo das weniger feuchtheisse Klima Besserung für ihre Leiden versprach. Im Oktober desselben Jahres konnte sie wieder nach Dar es-Salam zurückkehren und arbeitete auf zwei Stationen.
1952 erhielt Eucharis krankheitsbedingt Heimaturlaub und reiste mit einem holländischen Flugzeug über Kenya, Ägypten, Rom zurück in die Schweiz. Bis April 1955 weilte sie teils für Kuren und Erholung, teils für verschiedene Hausarbeiten im Mutterhaus oder Ferienheimen. Als es ihr gesundheitlich wieder besser ging, wurde sie nach Haslen im Kanton Appenzell-Innerrhoden berufen als Krankenschwester und zur Besorgung des Haushaltes von zwei Lehrschwestern.
Anfang 1961 ging es Eucharis wieder sehr schlecht. Sie musste zur Kur in die Heilanstalt St. Urban.
Am 2. Mai 1961 verstarb sie nach langer Krankheit, doch überraschend, im 65. Altersjahr und 36. Jahr ihrer Profess.
Thomas Voelkin