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Auszüge aus dem Buch
Missionsgemeinde Zürich (Teestube)
1970 entstand durch das Newlife von Heinz Strupler die erste Teestube in Zürich. Das Newlife versuchte in Form von Freiveranstaltungen, Büchertischen und durch das Verteilen von Traktaten Jugendliche aus der «Szene» herauszuholen. Die Teestube sollte ein Ort sein, wo sich Neubekehrte, die noch nicht in einer Gemeinde integriert waren, zu Hause fühlten konnten. Nach und nach wurden auch in anderen Schweizer Städten Teestuben eröffnet, ebenso wurde begonnen, in den Teestuben vereinzelt Gottesdienste abzuhalten. Ein Teil der leitenden Mitarbeiter des Newlife hatte schon längere Zeit Kontakte mit der Missionsgemeinde Frankfurt, deren Gründung im Jahre 1967 auf Werner Bergmann zurückgeht.
Werner Bergmann (1921–1994) war viele Jahre im Kreise der Offenen Brüder der Darbysten tätig. Gewisse gemeindliche Prägungen aus jener Zeit werden in der Missionsgemeinde Frankfurt weitergeführt, wie keine vollzeitlichen Mitarbeiter (mit Ausnahme von Missionaren) und von verschiedenen Brüdern getragener Verkündigungsdienst. Stärker gewichtet wurde die missionarische und seelsorgerliche Arbeit. Auf den Einfluss der Missionsgemeinde Frankfurt gehen ca. 15 Gemeindegründungen in Deutschland zurück. Aufgrund einer starken Betonung der Eigenständigkeit der örtlichen Gemeinde gab und gibt es aber keinen diesen Gemeinden übergeordneten Bund.
Wollte das Newlife mehr ein offenes Missionswerk bleiben, das heisst Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, verfolgten die anderen Personen diesbezüglich eine Abgrenzung. Ein anderer Punkt war der Befreiungsdienst (Dämonenaustreibung), welcher bei Bergmann einen höheren Stellenwert einnahm. Diese und andere unterschiedliche theologische Auffassungen – so war das Newlife für diejenigen Mitarbeiter, welche mit Bergmann zusammen arbeiteten, zu wenig bibeltreu, während für das Newlife die andern zu stark gesetzlich waren – führten 1979 schliesslich zu einer Trennung und in der Folge zur Gründung der Missionsgemeinde Zürich. Aus Raumgründen versammelten sich diese Personen jedoch in Dietikon, wo auch jetzt noch ein Gottesdienstzentrum besteht, und richteten in Zürich eine Teestube ein.
Die Lehre der Missionsgemeinde Zürich entspricht den Grundsätzen der evangelikalen Theologie, das heisst Betonung der Inspiration der Bibel, Dreieinigkeit Gottes, Gottheit Jesu, Verlorenheit und Rettungsbedürftigkeit des Menschen, Errettung durch Gnade, Vergebung der Sünden und Wiedergeburt durch den Glauben an das Errettungswerk Jesu. Oberste Autorität in allen Lehrfragen ist die Bibel, das Wort Gottes. Charismatische und pfingstlerische Lehren (zum Beispiel Geistestaufe, Zungenrede) werden abgelehnt, es wird auch nicht mit Werken solcher Prägung zusammengearbeitet. Es wird die Erwachsenentaufe praktiziert, die Taufe ist jedoch nicht Voraussetzung für eine aktive Teilnahme am Gemeindeleben. Die Gemeinde wird als Versammlung von Kindern Gottes gesehen. Eine gemeindliche Mitgliedschaft gibt es nicht. Etwa zwölf Brüder sind mit der Verkündigung betraut. Die Missionsgemeinde Zürich kennt jedoch kein eigentliches Priesteramt und gleicht in ihrer Struktur in etwa den Offenen Brüdern (Darbysten). Die Gemeinde wird von einem Brüderrat geleitet. Die örtliche Gemeinde wird als eigenständig gesehen – übergemeindliche Organisation (Bünde, Vereinigungen etc.) werden abgelehnt. Mit verschiedenen evangelikalen Werken wird – hauptsächlich im missionarischen Bereich – zusammengearbeitet, oder die Werke werden direkt unterstützt, wie zum Beispiel die Überseeische Missionsgemeinschaft (ÜMG) oder die Deutsche Missionsgemeinschaft (DMG).
Die Missionsgemeinde Zürich hat eine starke missionarische Ausrichtung (Teestubenarbeit, Strasseneinsätze und Büchertische). Freitagabends werden bei der Bahnhofbrücke und am Eingang zum Niederdorf beim Central Traktate mit einer Einladung zur Teestube verteilt. Vor der Migros beim Limmatplatz, ebenso in Altstetten und Oerlikon werden alle zwei Wochen Büchertische aufgestellt. Die Teestubenarbeit der Missionsgemeinde (jeden Samstag ab 20.00 Uhr) wird speziell evangelistisch gehalten, das heisst, der Schwerpunkt liegt auf der Verkündigung des Evangeliums. Bei Gebäck und Tee wird von der Bibel und von der Erlösung durch Jesus erzählt. Die Missionsgemeinde engagiert sich für die «christlichen Bekenntnisschulen» der Arbeitsgemeinschaft für Schulen auf biblischer Basis (ASBB), welche seit 1987 staatlich bewilligte Privatschulen im Kanton Zürich betreibt.
In Dietikon treffen sich zwischen 150 und 200 Personen zu den Gottesdiensten, Kinder nicht eingerechnet. Die Teestube am Samstagabend wird je nachdem von zwei bis zehn Personen (Mitglieder ausgenommen) besucht.
Teestube:
Gottesdienste:
Literatur:
Kontakt:
• Verein Förderung biblischer Verkündigung (Teestube), Rötelstrasse 26,
8006 Zürich, Tel. 01 3619390
• Missionsgemeinde Zürich, Riedstrasse 10, 8953 Dietikon, Tel. 01 7415341
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