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Zunächst Kriegs- und Porträtfotograf, wandte er sich in den 1950er Jahren der Fotografie mit optischen Makrospezialgeräten zu. 1959 veröffentlichte er ein vielbeachtetes Werk über Ameisen.
Später fotografierte Nilsson mit Hilfe von Endoskopen in den Mutterleib hinein. Das New Yorker Magazin «Life» brachte Nilssons Bild eines in seiner Fruchtblase schwimmenden Embryos 1965 auf seiner Titelseite. Damit war der Fotograf mit einem Schlag weltbekannt.
Der darauf folgende Band «Ein Kind entsteht» – eine Bilddokumentation über entstehendes Lebens im Mutterleib – ist bis heute weltweit ein Bestseller. Darin findet sich auch das berühmte Bild eines Fötus, der an seinem Daumen zu lutschen scheint.
Ab den 70er Jahren stellt Nilsson sein Wissen in den Dienst des Stockholmer Karolinska-Instituts, das alljährlich die Wissenschaftsnobelpreise verleiht. Er sei nur «ein vom Menschen faszinierter Fotograf», pflegte Nilsson zu sagen.
(SDA)