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Etwas vom Schönsten ist die Vorfreude. Im Hinblick auf die bevorstehenden Herbstferien haben wir uns immer wieder kleine Geschichten erzählt: “Weisst du noch…?” Es ist unglaublich, an welche Details sich unsere Söhne erinnern. Das Zuhause prägt, das werden wir uns in solchen Momenten wieder bewusst.
Die Unterschiede zwischen Mann und Frau reichen bis an die Wurzel unserer Persönlichkeit. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Gesellschaft unter einer Geschlechter- und Rollenkonfusion leidet. Eine Folge ist (die auch von zahlreichen säkularen Forschern erkannte und vielfach beschriebene) Destabilisierung des Mannes. Piper beschreibt Männlichkeit wie folgt:
Das Wesen reifer Männlichkeit ist ein Bewusstsein wohlwollender Verantwortung, Frauen zu führen, für sie zu sorgen und sie zu beschützen in einer Art und Weise, die für die unterschiedlichen Beziehungen des Mannes passend und angemessen ist.
Die einzelnen Elemente dieser Definition sind natürlich anfällig für Fehl- und Missinterpretationen. Die Führungsrolle des Mannes schreibt Piper so:
- Sie ist Stärke, zum Wohl der Frau zu dienen und sich zu opfern (statt sich bedienen zu lassen).
- Sie übernimmt nicht die Autorität Christi über die Frau, sondern empfiehlt sie (denn Männer sündigen).
- Sie setzt keine Überlegenheit voraus, sondern mobilisiert die Stärken anderer (Nichtbeachtung von Ideen und Wünschen anderer ist ein Zeichen falsch verstandener Führung).
- Sie muss nicht alles Handeln initiieren, sondern fühlt die Verantwortung, ein Grundmuster zur Initiative zu bereiten.
- Sie akzeptiert die Last des letzten Wortes bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Mann und Frau, setzt aber nicht voraus, das bei jeder Gelegenheit zu nutzen.
- Sie drückt ihre Führung in romantischen sexuellen Beziehungen durch eine Atmosphäre starken und zärtlichen Verlangens aus.
- Sie übernimmt die Initiative, um die Kinder zu disziplinieren, wenn beide Eltern da sind.
- Sie ist einfühlsam gegenüber der Art, wie sich Männlichkeit in einer Kultur ausdrückt und passt sich ihr an (wo keine Sünde im Spiel ist).
- Sie anerkennt, dass die Berufung zur Führung eine Berufung zur Busse und Demut und Risikoübernahme ist.
John Piper. Eine Sichtweise biblischer Ergänzung – Mannsein und Frausein anhand der Bibel definiert. Aus: John Piper. Wayne Grudem (Hrsg.) Zweimalig einmalig – eine biblische Studie. 3L Verlag GmbH: Friedberg 2008. (englische Version)
Sieh zu, wen du dir als Freund auswählst, schreibt Harris:
To walk with the wise is to walk with those who are older, wiser, and godlier than we are.
If we truly wish to walk with the wise, we must choose the media we read, watch, and listen to, with the same care we apply to the selection of our friends… Because, they are our friends.
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Theologen schreiben oft ausladend und unpräzise. Diese Kritik nehme auch ich mir zu Herzen. Richard Swinburne (*1934), englischer Religionsphilosophe aus Oxford, schreibt:
It is one of the intellectual tragedies of our age that when philosophy in English-speaking countries has developed high standards of argument and clear thinking, the style of theological wirting has been largely influenced by the continental philosophy of Existentialism, which, despite its considerable other merits, has been distinguished by a very loose and sloppy style of argument.
Aus: Richard Swinburne. The Coherence of Theism. Oxford University Press: Oxford 1993.
Mackie unterscheidet vier Auffassungen, wobei er selbst der vierten Auffassung zuneigt.
- Befehle oder Forderungen von Gott, deren Geltung durch die Aussicht auf Belohnung bzw. Bestrafung entweder im irdischen oder im jenseitigen Leben sichergestellt wird.
- Moralische Prinzipien sind objektiv geltende Vorschriften, die von der menschlichen Vernunft aufgestellt oder entdeckt werden und, unabhängig von jedem göttlichen Willen, eine autonome Verpflichtung erzeugen.
- Objektive geltende Prinzipien (wie 2), die in irgendeiner Weise von Gott geschaffen und aufrecht erhalten werden
- Moralische Begriffe, Prinzipien und Verhaltensweisen sind Resultat eines biologischen und gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses.
Aus: John Leslie Mackie, Das Wunder des Theismus, Reclam: Stuttgart 1985.
Mit diesem Slogan wirbt zur Zeit der Schweizer Detailhändler Migros. Ein Flyer lag auf unserem Küchentisch; die Gelegenheit zu einer kleinen Analyse mit meinen Kindern. Wir stellten fest, dass die Natur personifiziert und zudem als normative Kraft angesehen wird.
Wie Calvin treffend schreibt, wird die Natur nur mit der Brille der Schrift wieder zur Offenbarung. In der Bibel wird uns nämlich dargelegt
was man von ihm zu denken hat, damit wir nicht auf unseren Irrwegen irgendeine Gottheit suchen. (Johannes Calvin, Institutio I,6,1)
Ohne die Schrift würde sich
der Sinn für das Göttliche vom rechten Weg in den Götzendienst verirren (Johannes Calvin, zitiert nach Susan E. Schreiner in J. Selderhuis. Calvin Handbuch.)
Meine Kinder waren zu einem Kindergeburtstag eingeladen. Wie können wir einen aktiven sinnvollen Beitrag leisten? Mein Ältester schreibt ein „Kaserli-Theater“-Stück, backt einen Zopf-Dinosaurier und führt das Stück zusammen mit Mami am Nachmittag auf.
Ken Robinson zeigt anschaulich (im wahrsten Sinne des Wortes) auf, dass unser Schulsystem auf den Paradigmen der Aufklärung bzw. der Industrialisierung aufbaut. Doch – so seine These – die Paradigmen haben sich gewandelt.
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AB: Vielen Dank für den Link!
Ron hat einen Auszug aus Brunners Ethik zitiert, in dem dieser die Rolle des Staates aus theologischer Warte beschreibt und sich auch kritisch mit einem Zuviel-Staat auseinandersetzt.
Ehe, Wirtschaft und Kultur sind »ursprünglicher« als der Staat, und in dieser — nicht geschichtlich zu verstehenden — Ursprünglichkeit liegt die Begründung ihrer Unabhängigkeit. Keines dieser Gebiete ist von des Staates Gnaden; in allen kann der Staat nicht mehr als eine Hilfsfunktion ausüben. Es gibt legitime — obschon nicht vollständige — Ehe auch ohne den Staat, desgleichen Wirtschaft und erst recht geistige Kultur. Eine zu enge Bindung oder gar eine grundsätzliche Unterordnung dieser Lebensgebiete unter den Staat muß sie ihrem Sinn entfremden und ihre Lebendigkeit zerstören; und — das ist wohl zu beachten: wie muß auch den Sinn des Staates und seine Kraft zerstören. Der Staat sollte, an sich, weder wirtschaften, noch Ehe begründen, noch Wissenschaft treiben, noch schulmeistern.
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Wir werden feststellen, dass noch den verwerflichsten Handlungen eine erträgliche Maske gegeben wird. Was andere Habsucht nennen, erscheint dem Handelnden selbst als kluge Vorsorge für seine Familie oder seine Freunde; Betrug als geschicktes Taktieren; Bosheit und Rache als gerechtes Ehrgefühl und als Verteidigung von Eigentumsrechten und des guten Rufs; Feuer und Schwert und die Vernichtung der Feinde als gerechte und gründliche Verteidigung gegen die Feinde; Verfolgung als Eifer für die Wahrheit und für das ewige Heil der Menschen…
Francis Hutcheson (1725), zitiert in: J. L. Mackie. Das Wunder des Theismus, Reclam: Stuttgart 1985.