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Fred Werner, Maler
1915-1979, geboren in Ost-Deutschland, gestorben in Tegna
1915-1979, geboren in Ost-Deutschland, gestorben in Tegna
Werner war gelernter Getreidekaufmann. Kam mit seinen Eltern als Kind nach Ascona. Seine Eltern betrieben nach der Aera "Oedenkoven" und vor derjenigen "von der Heydt" den Kurbetrieb auf dem Monte Verità. In Ascona absolvierte er bei Wladimir Rosenbaum eine "Antiquar-Lehre". Er malte, hauptsächlich Frauen, Katzen und Blumen und betrieb eine Antiquitäten-Boutique im "al Lago" in Ascona. Werner wohnte in Tegna.
Auszug aus dem „Ferien Journal“ vom 31. Mai 1960: „ Fred Werner kam, als Siebenjähriger nach Ascona. Seine Eltern waren die früheren Besitzer des Monte Verità. Er ist also ein Asconeser Kind, welchem, trotz kaufmännischer Ausbildung in Lausanne und jahrelanger kaufmännischer Tätigkeit im Ausland sowie in der Schweiz, immer die Sehnsucht nach seiner natürlichen Heimat geblieben war. Familiengeschichten gaben ihm vor 5 Jahren die Möglichkeit seinen alten Traum zu verwirklichen, endgültig kam er nach Ascona zurück und bewies sofort seine tiefe Anhänglichkeit an dem Dorf, dass er beispielsweise Mitglied der dörflichen Blechkapelle „Unione Filarmonica Asconesi“ wurde, wo er die Pauke schlug. Sogar dem Vorstand gehörte Fred Werner an! „Ich hatte seit jeher den Wunsch zu malen“, sagte er uns, „aber irgendwie war es nie dazu gekommen“. Dass es schliesslich doch dazu kam, verdankt er der talentierten Malerin Elly Leemann die ihm die Leidenschaft dazu schürte, ihm den notwendigen Unterricht gab und es nie an den nötigen wertvollen Ratschlägen fehlen liess."
Auszug aus einem Artikel von Dr. Erika Kern im "Ferien-Journal" Nr. 77/7, von September 1963: "Der Schöpfer der Gemälde nimmt - wenn er in Ascona ist - mit absoluter Sicherheit gegen fünf Uhr einen Drink im Verbano. Betritt ein schlanker, grosser Mann mit suchendem Blick das Café, grüsst den Wirt mit einem weichen "Ciao", bestellt auf italienisch einen Merlot, unterhält sich mit viel Charme auf deutsch und französisch mit zahlreichen Gästen, die seine Freunde zu sein scheinen, so kann das nur Fred Werner sein, der seine Bilder mit "Fred" signiert. Sein Alter schwankt zwischen 35 und 55, da sich seine Physiognomie ungewöhnlich wandelt. Zwischen ihm und seinen Gesprächspartnern entsteht schnell ein Kontakt, der dem Maler eine detaillierte Kenntnis aller Sphären und Affären von Ascona einbringt.
Werner betrieb im Albergo "al Lago" in Ascona die "Antichità - Arte Ticinese, Kupfertöpfe, Holzgefässe, kleine Möbel, Kaminketten, Kaminplatten, Grocken, Tröge, usw., usw. Alles echt rustikal. Freie Besichtigung."
Das Fotoportait von Fred Werner stammt aus dem Gästebuch des "Ristorante Verbano" in Ascona.