Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03542.jsonl.gz/922

Traditionelle Verwendung
Der Grieche Hippokrates sagte, dass die Walnüsse nützlich bei der Beseitigung von Plattwürmern sind. Der therapeutische Einsatz des Walnussbaums begann mit der klassischen, arabischen Medizin: Die Blätter bzw. die grüne Fruchtschale sind adstringierend und wirken gegen Harninkontinenz. Ab dem 19. Jh. werden die Blätter bei Skrofulose, Knochen- und Gelenkschäden sowie Hautkrankheiten empfohlen.
Botanik
Der Walnussbaum wächst sehr schnell und kann so rasch 10 bis 25 m Höhe erreichen. Seine ziemlich grossen Blätter bestehen aus 7 bis 9 ovalen, jeweils ca. 10 cm langen Teilblättern. Die männlichen Blüten bilden Kätzchen und die weiblichen Blüten sind zu zweit oder dritt endständig am Zweig.
Eigenschaften
Die Walnussblätter werden traditionell bei der Symptombehandlung von leichtem Durchfall benutzt1. Verschiedene Studien wurden dieser Heilpflanze gewidmet. Ein Versuch mit akutem Ödem an Mäusepfoten zeigte vergleichbare Ergebnisse wie bei der Verwendung von Aspirin2. Eine weitere Untersuchung berichtete von Hemmung der Pilzerreger, die für Mykosen der Haut und der Hautanhangsgebilde verantwortlich sind. Die Walnussblätter erzielten ähnliche Ergebnisse wie das Antimykotikum der Vergleichsgruppe3.
Indikationen
- Akuter Durchfall
- Funktionelle Darmstörungen mit beschleunigter Darmpassage
- Vorbeugung von Rückfällen bei Darmmykosen
Mögliche Kombinationen
Vorsichtsmassnahmen
Mangels ausreichender Daten wird von der Anwendung dieser Pflanze bei schwangeren bzw. stillenden Frauen und Kindern unter 18 Jahren abgeraten. Dem Vorsorgeprinzip gemäß gelten die Walnussblätter bei Personen mit Überempfindlichkeit gegen einen der enthaltenen Wirkstoffe als nicht geeignet. Aufgrund der antidiarrhoischen Wirkung wird vom Einsatz der Walnussblätter bei schwerer Verstopfung abgeraten.