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(v. lat. monachus), in der römisch- und griechisch-kathol.
Kirche eine männliche
Person, welche zurückgezogen von der
Welt in
Gemeinschaft mit andern nach gewissen
Regeln (Mönchsregeln) asketischen Übungen obliegt und den abgelegten
Gelübden der
Armut,
Keuschheit und des unbedingten
Gehorsams
gegen die Befehle seiner Vorgesetzten (Mönchsgelübde) gemäß lebt.
1) Weißmönch, ein abgerundeter Schneegipfel der Finsteraarhorngruppe in den
Berner Alpen, nordöstlich von der
Jungfrau, 4106 m hoch, wurde zuerst von Porges aus
Wien
[* 3] erstiegen. Die Besteigung geschieht gewöhnlich von
Grindelwald
aus über die Klubhütte am Bergli (2900
m) und ist beschwerlich; besonders berüchtigt ist das Mönchsjoch,
über das der Weg führt, wegen der fast stets dort wehenden heftigen
Winde
[* 4] (sogen. »Glux«) und des ungemein
schnell eintretenden Witterungswechsels. - 2) Schwarzmönch, eine zur
Jungfrau gehörige Felsmasse, welche sich auf der aus
dem Lauterbrunner
Thal
[* 5] emporragenden Stellifluh erhebt.
(Kt. Bern
und Wallis).
4105 m. Mächtiger Gipfel der Jungfraugruppe, zwischen Jungfrau und Eiger und wie diese von weither sichtbar.
Im 18. Jahrhundert nannte man den ganzen Kamm zwischen der Mitteleggi und dem Jungfraujoch einfach Eiger
und unterschied den heutigen Mönch als Inneren Eiger und den heutigen Eiger als Hinteren Eiger. Später erscheinen der Eiger
als Aeusserer, Vorderer oder GrosserEiger und der Mönch als Innerer, Hinterer oder Kleiner Eiger, seit 1790 auch wohl
als GrossMönch. Von 1860 an ist dann die Form Mönch kurzweg allgemein gebräuchlich geworden. Es gehen vom Mönch drei
Gipfelgräte aus: 1 der NO.-Grat zum Eigerjoch; 2. der O.-Grat, der sich bald in einen nö. und einen sö. Arm gabelt, von
denen jener am Unter Mönchjoch und dieser am Ober Mönchjoch endigt; 3. der SW.-Grat zum Jungfraujoch. Heute
wird der Mönch von der Berglihütte (7 Stunden über Grindelwald) aus meist über das Ober Mönchjoch, den SO.-Arm des O.-Grates
und diesen selbst in 3 Stunden ziemlich oft bestiegen.
Den Weg über den sö. Zweig des O.-Grates nahmen 1857 die ersten Besteiger des Berges, S. Porges mit
den Führern Christen Almer, Ulrich und Christian Kaufmann. Schon 1812 hatte Gottlieb Meyer nach seiner Besteigung der Jungfrau
die Absicht gehabt, auch den Mönch zu bezwingen, wurde aber durch schlechtes Wetter davon abgehalten. Den Versuch von Gottlieb
Studer 1845 verhinderte ein tiefer und breiter Bergschrund im Eisgehänge. Die angebliche erste Besteigung
durch die Schriftstellerin Gräfin Dora d'Istria (Pseudonym für Fürstin Helene Kolzow-Massalsky) 1855 ist nicht gelungen,
da die Touristin mit ihren Führern nur bis in die Umgebung des Unter Mönchjoches gelangt ist.
(Klein) (Kt. Bern,
Amtsbez. Interlaken).
3687 m. Eiskuppe im NO.-Grat des Mönch, unmittelbar sw. über dem Ober
Mönchjoch, von dem aus sie in 20 Minuten leicht bestiegen werden kann. Liegt an der gewöhnlichen Aufstiegsroute auf
den Mönch.
(Schwarz) (Kt. Bern,
Amtsbez. Interlaken).
2718 und 2654 m. Gipfel, nw. Vorberg des Silberhorns in der Gruppe der Jungfrau; fällt mit
seinen düstern Felswänden ins Trümleten- und Lauterbrunnenthal ab. Von Lauterbrunnen und Mürren aus
ist nur der sich effektvoll präsentierende Punkt 2654 m sichtbar. Der untere Gipfel gleicht einer Mönchskapuze und wirft
oft einen von Mürren aus gut sichtbaren Schatten von gleicher Gestalt gegen das Lauterbrunnenthal hinunter. Während den Berg 1605 schon
Rebmann als Mönch bezeichnete, nannten ihn Gruner und nach ihm auch Gottlieb Studer in seinem PanoramavonBern
die Vordere Jungfrau. Studer versichert, dass der Gipfel schon vor 1844 von Jägern erreicht worden sei. Die erste sichere
Besteigung ist aber die von A. Müller und P. Montandon im Jahr 1878. Wird wegen der grossen Schwierigkeiten,
die er trotz seiner geringen Höhe bietet, nur selten besucht. 5½ Stunden über Stechelberg.
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