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Daptomycin versus Standard-Antibiose bei Staphylokokkus aureus Bakteriämie und Endokarditis
Die Autoren einer im NEJM publizierten, randomisierten Studie haben eine neue antibiotische Strategie gegen die Standardbehandlung bei Staphylokokkenbakteriämie mit oder ohne Endokarditis untersucht.
246 Patienten mit einer Staphylokokkus aureus Bakteriämie mit oder ohne Endokarditis wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen. Sie erhielten intravenös täglich entweder 6 mg Daptomycin pro kgKG oder initial niedrig dosiert Gentamycin plus entweder ein Penicillin oder Vancomycin. Primärer Endpunkt war der Therapieerfolg 42 Tage nach Ende der Therapie. Die Analyse war darauf ausgelegt, zu zeigen, dass Daptomycin der Standardbehandlung nicht unterlegen ist.
Nach 42 Tagen waren in der Daptomycingruppe 44.2% der Patienten erfolgreich behandelt, in der Standardtherapiegruppe 41.7%. Die Erfolgsraten waren ähnlich für Subpopulationen mit komplizierter Bakteriämie, mit rechtsseitiger Endokarditis und MRSA-Infektion. Wie bei den mit Vancomycin behandelten Patienten zeigten sich auch unter Daptomycin vermehrt mikrobiologische Resistenzen. Nebenwirkungen traten unter der Standardtherapie mehr auf, der Unterschied war statistisch allerdings knapp nicht signifikant (17% versus 8%). Eine renale Dysfunktion war in der Daptomycingruppe signifikant seltener nachweisbar (11% versus 26.3% unter Standardtherapie).
Konklusion der Autoren: Bei S. aureus Bakteriämie und Endokarditis ist Daptomycin zumindest gleich effektiv wie die Standardantibiose.
Link zur Studie
NEJM 2006;355:653-665 - Fowler VG et al
17.08.2006 - dde