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Entstehung
Eine Gruppe junger Waldstätter war anfangs 80er Jahren sehr begeistert von dem neuen Spiel mit dem Krummstock, dem Unihockey. Das sogenannte Stockballspiel ist auf vielen Teilen der Welt weit verbreitet. Die ersten Hockeyspieler überhaupt waren vermutlich die Indianer. In der Schweiz wurden um 1900 erste Landhockey Clubs gegründet. Das eigentliche Unihockey kam von den nördlichen Ländern, die während der Sommerpausen eine Überbrückung des Eishockey's suchten und mit dem Unihockey eine Alternative fanden. 1974 entstanden in der Schweiz die ersten Spielregeln für den neuen attraktiven Sport und erst 1985 entstand der Schweizerische Unihockey Verband.
Mit dieser Sportart entstand die Idee eines eigenen Vereins. Die jungen Turner interessierten sich immer mehr für das Unihockey, statt sich den Veranstaltungen des Turnvereins zu widmen. Mit einigen Turniererfolgen wurde das Interesse so gross, um einen eigenen Club auf die Beine zu stellen, in dem die jungen Sportler die eigenen Ideen umsetzen konnten. Jedoch wollte man bewusst nicht einen Hockeyclub gründen, sondern sich auch in anderen polysportiven Spielen betätigen.
Am 3. August 1985 im Restaurant Hirschen gründeten 9 junge Waldstätter den Sportclub Waldstatt, eben SCW. Im Vorfeld dieser Gründung standen verschiedene Diskussionen und Sitzungen der Initiaten, unter anderem mit dem örtlichen Turnverein, der als einziger sportlicher Verein in der Gemeinde wirkte. Dazu einen Auszug aus dem Protokoll der Sitzung vom 28. Juni 1985:
Aus Sicht der Initianten:
- die jungen Turner haben eine andere Auffassung vom Turnen und wollen nicht immer dasselbe sture Training.
- Integration der Jungen ist problematisch, da eine grosse Unterdrückung vorhanden sei.
- Demokratie im Verein ist nicht gewährleistet.
- Die jungen Turner werden durch die Älteren bevormundet.
Folgen einer Clubgründung aus Sicht des Turnvereins:
- Eventuelle Spannungen, die sich auf das ganze Dorfleben auswirken.
- Trotz Gegenargumenten ergeben sich für die Gründungskommission erhebliche Verpflichtungen.
- Probleme für Trainingsmöglichkeiten des neuen Vereins (Halle).
- Konkurrenz der beiden Vereine schafft Vielseitigkeit und Auswahl.
Schlussfolgerung:
- Eine Integration des Spielvereins ist wegen der Sturheit und fehlender Loyalität der Jungen fast nicht zu bewerkstelligen.
Und so kam es auch, dass die 9 Gründungsmitglieder den Sportclub Waldstatt ins Leben riefen.