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Georg Züllig
Nun stand dem jungen Geometer die Welt offen. Er vermass unzählige Höfe und fast das ganze Strassennetz, das im Thurgau damals neu gebaut wurde. Er plante Thur Meliorationen für den Kanton und vermass zahllose Bachläufe und Wasserleitungen. Als der grosse Hafen in Romanshorn gebaut wurde, bekommt Züllig die Aufsicht. Danebst kaufte er aber auf den Messen Waren ein für das Krämergeschäft des Vaters in Neukirch. 1830 bekam er das Wirtepatent, und übernahm 1838 die ‚Sonne’. Sie wurde ein wichtiger Ort, wo man in Neukirch einkehrte, und wo wichtige Informationen ausgetauscht wurden. Auf dem Gristenbühl baute Züllig seine eigenen Reben an. Bald wurde er auch Gemeinderat und setzte sich für einen Markt in Neukirch ein. 1831 wählte man ihn zum Kantonsrat und kurz darauf wurde er auch Kreisrichter. Er engagierte sich aber auch sozial und amtete als Sekretär der Kirchenvorsteherschaft und später als Armenpfleger. Bald war er Schulinspektor und gehörte auch zu den Gründern der Sekundarschule. 1841 wählten ihn die Egnacher zum Gemeindeammann. Es ist heute kaum zu glauben, was dieser Mann in seinem Leben geleistet hatte. 1875 starb Georg Züllig nach einem langen, erfüllten Leben.