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Am 30. August 2005 wird der Internationale Tag der Verschwundenen begangen. Zu diesem Anlass rufen die UNO und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in Erinnerung, dass auf der ganzen Welt Menschen verschwinden. Angehörige hätten das Recht zu erfahren, was mit den Vermissten geschehen sei, schreibt das IKRK.
Seit 1980 habe die UNO-Arbeitsgruppe über das Verschwindenlassen die Regierungen von 90 Ländern auf mehr als 50'000 Fälle von Vermissten aufmerksam gemacht. Diese Zahl sei nur die Spitze des Eisbergs, erklärten Vertreter des UNO-Gremiums. In einigen Ländern gebe es kaum Berichte über Fälle von Verschwundenen aus Angst vor Repressalien.
Das IKRK gehört zu den Organisationen die in der Klärung von Fällen des Verschwindenlassens aktiv sind. Die Organisation versucht mit Besuchen und Registrierung von Gefangenen das Verschwindenlassen von Personen zu verhindern. Im vergangenen Jahr besuchte das IKRK mehr als 570'000 Gefangene und klärte den Verbleib von mehr als 6100 Personen, deren Familien Suchanträge gestellt hatten.
- «Hunderttausende von Familien vermissen Angehörige» (online nicht mehr verfügbar)
BaZ vom 29. August 2005
30.08.2005