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Das sich in Privatbesitz befindende Schloss von Vinzel war ehemals ein Pensionat und gehört zu den Schweizer Kulturgütern.
Dieses würdige Anwesen wurde im Laufe der Zeit von zahlreichen Edelleuten bewohnt und umgebaut. Die ersten Dokumente, die darauf hinweisen, stammen aus dem Jahr 1629, als das Gebäude von Jean-François de Watteville gekauft wurde. Damals wurde es noch nicht „Schloss“, sondern „Maison Neuve“ („Neues Haus“) genannt. Im Jahr 1771 wird das Gebäude von Pierre Banquet, einem Bankier aus Paris und Genfer Bürger, für 75000 Franken gekauft. Er macht aus dem „Neuen Haus“ ein Herrenhaus, bestehend aus einem Winzerhaus, zwei großen Gewölbekellern, einer Küferei, Lagerräumen, einem Heuboden, Fahrzeugschuppen, Stallungen, einer Scheune, einer Traubenpresse, einem Ofen und einer Molkerei. Sämtliche Gebäude sind um einen Innenhof mit Brunnen gruppiert, es gibt weitere Nebengebäude sowie einen Garten, einen Obstgarten und den Weinberg. Im Jahr 1832 wird der Herrensitz von David-Jacques Lombard aufgekauft, der ihm den Namen „Château de Vinzel“ gibt.
Der berühmteste Schlossherr ist jedoch der Schwyzer Franz de Reding, dem bereits das benachbarte Schloss „La Bâtie“ gehörte und der das Schloss 1901 kaufte. Der als umgänglich und lebenslustig bekannte Edelmann vermietet das große Haus des Schlosses an die Josefsschwestern, die daraus nach einigen Umbauarbeiten ein florierendes Pensionat machten, das von 1903 bis 1916 bis zu 50 Schüler beherbergte.
Im Jahr 1995 wird das Schloss von Vinzel auf die kantonale Inventarliste des Kulturerbes gesetzt. Es ist noch immer in Privatbesitz.
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