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Maria Scharapowa wäre auf die Gnade des französischen Verbandes angewiesen gewesen, um das am 28. Mai beginnende Turnier in Roland Garros nicht zu verpassen.
Wegen Sperre zu wenig Punkte
Weil ihr nach der 15-monatigen Dopingsperre die nötigen Weltranglistenpunkte fehlten, schaffte Scharapowa nicht einmal den Einzug in die Qualifikation. Auch dafür hätte die Russin eine Einladung benötigt, doch auch diese wurde ihr verwehrt.
Es kann eine Wildcard für die Rückkehr nach Verletzungen geben. Aber es kann keine Wildcard für eine Rückkehr nach Doping geben.
Bernard Giudicelli, Präsident des französischen Verbandes, begründete den Entscheid damit, dass Spielerinnen nach Verletzungen eine Wildcard erhalten können, nicht aber nach einem Dopingvergehen. Für die zweifache Siegerin der French Open (2012 und 2014) machten die Organisatoren keine Ausnahme.
Quali in Wimbledon
Anders sieht es beim 3. Grand-Slam-Turnier des Jahres aus. Die Russin, mittlerweile auf Rang 211 in der Weltrangliste, hätte in Rom in den Halbfinal vorstossen müssen, um sich direkt für das Hauptfeld in Wimbledon zu qualifizieren. Aufgrund der Weltranglisten-Position reicht es in London nun aber immerhin zur Teilnahme an der Qualifikation – ohne Wildcard.
Wildcard in Rom
Scharapowa hatte für das WTA-Turnier von Rom in dieser Woche noch eine Wildcard erhalten, wie zuletzt auch in Stuttgart und Madrid – obwohl die frühere Weltranglisten-Erste wegen der Einnahme von Meldonium bis im April gesperrt war.
Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 16.5.2017, 22:00 Uhr
Forfait in Rom
Beim WTA-Turnier von Rom musste Scharapowa in der 2. Runde gegen Mirjana Lucic-Baroni aus Kroatien beim Stand von 4:6, 6:3 und 2:1 wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben.