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Operation versus konservative Therapie bei Spondylolisthesis
Die Operation einer lumbalen degenerativen Spondylolisthesis zeigt eine gute Kurzzeiteffektivität im Vergleich zur konservativen Therapie. Die Autoren einer Beobachtungsstudie haben nun den Langzeiteffekt der operativen Sanierung einer Spondylolisthesis evaluiert.
304 Patienten mit einer lumbalen degenerativen Spondylolisthesis mit spinaler Stenose nahmen an einer randomisierten und 303 Patienten an einer Kohortenstudie teil. Entweder erfolgte eine dekomprimierende Laminektomie mit oder ohne Wirbelkörperfusion oder eine primär konservative Therapie. Primäre Endpunkte waren der SF-36 Schmerz- und Funktionsscore sowie der modifizierte Oswestry Disability Index nach 6 Wochen, 3 und 6 Monaten sowie danach jährlich bis 4 Jahre nach Studieneinschluss.
In der randomisierten Studie erfolgte innerhalb von 4 Jahren bei 66% eine Operation, bei den primär konservativ Therapierten bei 54%. In der Beobachtungskohorte wurden 97% der zur Operation Entschiedenen und 33% der Patienten mit konservativem Therapiewunsch operiert. Die intention to treat Analyse der randomisierten Patienten zeigte – da die Adhärenz zur Therapiegruppe sehr gering war - nicht überraschenderweise keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Wurden die Patienten gemäss erfolgter Behandlung ausgewertet, zeigte sich in der operierten gegenüber der konservativ behandelten Population ein signifikanter Vorteil bezüglich Schmerzen (15.3 Punkte), Funktion (18.9 Punkte) und Oswestry Disability Index (-14.3).
Konklusion der Autoren: Operierte Patienten mit lumbaler degenerativer Spondylolisthesis berichten nach 4 Jahren über signifikant weniger Beschwerden als solche, die sich konservativ behandeln liessen.
Link zur Studie
J Bone Joint Surg Am. 2009;91:1295-1304 - Weinstein JN et al
01.07.2009 - dde