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Vor fast genau 75 Jahren – am 24. September 1946 – startete Cathay Pacific ihren ersten Flug. Mit einer DC3-Propellermaschine namens «Betsy» ging es von Sydney nach Hongkong. Seitdem hat sich viel verändert und die Fluggesellschaft aus Hongkong ist von einer regional ausgerichteten Airline zu einem internationalen Full-Service-Carrier herangewachsen. Heute betreibt Cathay Pacific (Code: CX) eine der jüngsten Flotten am Himmel und bietet Fracht- und Passagierdienste zu mehr als 100 Zielen auf sechs Kontinenten an – derzeit allerdings eingeschränkt aufgrund der Coronakrise. In vergangenen Dreivierteljahrhundert hat Cathay Pacific fast eine halbe Milliarde Passagiere befördert.
Als - laut eigenen Aussagen - viertälteste Fluggesellschaft der Welt, die noch unter ihrem Gründungsnamen firmiert, betreibt Cathay Pacific aktuell 177 Flugzeuge. Das Durchschnittsalter der Flotte beträgt 6,5 Jahre. In fortschrittliche und treibstoffeffiziente Flugzeuge wird ständig investiert. Mit der Aufnahme weiterer A350 und A321neo sowie der Boeing 777-9X wird sich das Durchschnittsalter der Flotte weiter verjüngen.
«Wir bauen unsere Nachhaltigkeitsbemühungen in diversen Bereichen stetig weiter aus», sagt CEO Augustus Tang. Bei den neuen Flugzeugen kommt z.B. eine Biokraftstoff-Mischung zum Einsatz. Bereits 2016 absolvierte CX mit einer A350-900 den längsten Flug der Welt mit dieser Mischung. Als erste asiatische Fluggesellschaft legte Cathay 1997 ein eigenes CO2-Ausgleichsprogramm auf und investierte als erste Airline in die Biokraftstoffproduktion. Im Jahr 2019 war Cathay zudem die erste Fluggesellschaft der Welt, die Omnipork – eine pflanzliche Schweinefleischalternative – an Bord servierte.
Eine Airline mit Innovationskraft
Fortschrittliches Denken und Innovation sind seit jeher der Geist von Cathay Pacific. Das Ingenieurteam der Fluggesellschaft arbeitete mit dem Forschungs- und Entwicklungsteam von Rolls Royce zusammen, um 1983 den weltweit ersten Nonstop-Flug von London nach Hongkong durchzuführen – damals ein Weltrekord. Cathay Pacific hat auch den weltweit ersten kommerziellen Transpolarflug zwischen New York und Hongkong eingeführt – eine Strecke, die inzwischen zum Industriestandard geworden ist, weil sie die Reisezeit verkürzt und die CO2-Emissionen erheblich reduziert.
Seit Anbeginn setzte sich Cathay auch dafür ein, dass Flugreisen mehr sind als die Beförderung von A nach B. So bot die Fluggesellschaft das weltweit erste Yogastudio in einer Airline-Lounge, braute das erste Craft-Bier in Flaschen, welches auch in 10 Kilometern Höhe noch gut schmeckt und bot 2001 den weltweit ersten Online-Check-in-Service. Der erste Live-Radioservice der Welt wurde 1991 bei Cathay eingeführt, Nintendo-Spiele gab es ab 2004 an Bord. Heute ist die gesamte Flotte von Cathay Pacific Wi-Fi-fähig und die meisten Flugzeuge bieten TV-Nachrichten und Sportkanäle.
Bewegte Geschichte in der Schweiz
Mit Zürich verbindet Cathay Pacific eine besondere Geschichte. Bereits ab 1. Juni 1988 verband der Flug CX 289/288 Zürich mit Hongkong – allerdings via Frankfurt, zweimal pro Woche. Ein Flughafen-Büro gibt es in Zürich seit 1. Mai 1988 – zu Peak-Zeiten arbeiteten dort über 30 Personen. Ab 1991 flog Cathay als erste Airline nonstop von Zürich nach Hongkong, teils im Codeshare mit Swissair.
Dann folgte 2001 im Sog der globalen Luftfahrtkrise nach 9/11 ein Stopp. Erst im März 2015 wurde die Zürich-Verbindung unter grossem Jubel wieder aufgenommen – mit der B777-300ER. Zu den Zürich-Highlights zählte in den Folgejahren der Erstflug mit dem A350-1000 am 31. März 2019. Seit 1. März 2020 ist die Verbindung zwischen Zürich und Hongkong nun coronabedingt erneut unterbrochen. «Wir hoffen jedoch auf einen baldmöglichen Restart des Fluges mit der A350-1000», sagt Ashish Kapur, Country Manager, Germany, Switzerland & Scandinavia, «wir erwarten, dass sich der Schweizer Markt sowohl im Leisure-, als auch im Businessbereich schnell erholen wird. Denn der Schweizer Markt ist für Cathay aus vielerlei Hinsicht von besonderer Bedeutung. Zum einen ist die Schweiz ein attraktives Reiseziel für asiatische und chinesische Reisende in Europa, zum anderen ein äusserst beliebtes Drehkreuz und wichtiger Corporate-Markt in Europa.»
Im Verkaufsmarkt Schweiz bildeten Geschäftsreisende vor der Pandemie ca. 30% des Passagieraufkommens. Die Top 3 Business-Ziele aus der Schweiz sind Hongkong, Taiwan und China, allgemein standen bei den Zielen über Hongkong hinaus (Beyondmarkt) China, Australien und die Philippinen am höchsten im Kurs. Rund 70% der Schweizer Cathay-Passagiere flogen via Hongkong an ein anderes Ziel.