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Am 8. März findet weltweit der Internationale Frauentag statt. Seit über 100 Jahren stellt er die Rechte der Frauen in den Mittelpunkt des Interesses.
In Russland werden Frauen an diesem Tag verwöhnt und beschenkt, in China gibt es den Nachmittag arbeitsfrei – der 8. März wird auf der ganzen Welt gefeiert. In Deutschland stehen am „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ politische Themen rund um die Gleichberechtigung der Geschlechter im Fokus.
Der Weltfrauentag entstand zu Beginn des 20. Jahrhundert. Ursprünglich ging es dabei vor allem um die Forderung nach einem Wahlrecht für Frauen, welches 1918 in Deutschland Wirklichkeit wurde. Inzwischen wird der 8. März jedes Jahr gefeiert, in vielen Ländern ist er sogar ein gesetzlicher Feiertag. Frauen und Ihre Leistungen sollen an diesem Tag gewürdigt werden.
Obwohl sich im vergangenen Jahrhundert viel getan hat, ist Gleichberechtigung noch immer keine Realität. Frauengruppen, Gewerkschaften und Hilfsorganisationen nutzen den Frauentag daher, um gegen die Unterdrückung der Frau und eine von Männern dominierte Gesellschaft ins Feld zu ziehen. Es finden Veranstaltungen, Vorträge und Demonstrationen statt, die Aufmerksamkeit wird auf weltweit relevante Themen wie Bildung, Kinderheirat und Ausbeutung gelenkt.
1909: Sozialistinnen und Frauenrechtlerinnen in Nordamerika feiern einen nationalen Frauenkampftag, um sich für Frauenrechte stark zu machen.
1910: Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin greift den Gedanken auf und schlägt die Einführung eines internationalen Frauentages vor – mit Erfolg.
1911: In Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz findet der erste internationale Frauentag statt.
1933 bis 1945: Im Dritten Reich sollen Frauen sich auf ihre Rolle als Ehefrau und Mutter konzentrieren. Der Frauentag wird verboten.
Ab 1946: In der DDR erhält der 8. März einen wichtigen Stellenwert, in der Bundesrepublik gerät der Tag hingegen weitgehend in Vergessenheit.
1960er: Durch die zweite Welle der Frauenbewegung entsteht auch in der BRD wieder mehr Interesse am Frauentag.
1977: Die UN-Generalversammlung legt den 8. März als internationalen „Tag für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ fest.
In Deutschland werden verschiedene aktuelle und langfristige Themen aufgegriffen, so geht es um die Situation von weiblichen Flüchtlingen, zudem steht wie so oft auch 2018 die Ungleichheit der Gehälter von Frauen und Männern zur Debatte. Die schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt werden ebenso diskutiert wie die Revolutionierung typischer „Männerberufe“.
Möchte man eine Frau an diesem Tag überraschen, steht vor allem der Gedanke im Mittelpunkt, Wertschätzung und Respekt zu demonstrieren.
Wen man auch beschenkt, ob Ehefrau, Mutter, Schwester, Lehrerin oder Nachbarin – der Sinn besteht darin, sie als Person zu würdigen und zu zeigen, wie wichtig sie dem Schenkenden ist.
Deswegen müssen Geschenke auch nicht nur von Männern kommen, sondern können genauso gut von Frau zu Frau gemacht werden.
Die Geste zählt, tief in die Tasche greifen müssen Sie an diesem Tag nicht.
Blumen sind ein absoluter Klassiker. Mancherorts ist es sogar üblich, dass der Chef weiblichen Mitarbeitern zum Internationalen Frauentag eine Rose überreicht. Als kleine Aufmerksamkeit sorgt ein bunter Strauß auch zu Hause für Freude.
Eine Einladung zum Essen ist eine schöne Idee und gibt die Gelegenheit zu langen Gesprächen. Probieren Sie zu diesem Anlass doch mal ein neues Restaurant aus!
Mit einem Geschenkgutschein machen Sie nichts falsch. Kino- oder Wellnessgutscheine sind zum Beispiel eine gute Wahl. Sie können die Beschenkte aber auch selbst verwöhnen, zum Beispiel mit einer entspannenden Massage.
Exquisite Lebensmittel, guter Wein oder exotische Spezialitäten bringen Farbe ins Spiel. Auch Pralinen kommen gut an.
Achtung: Eher unpassend sind Geschenke, die eine klassische Rolle der Frau widerspiegeln, denn das würde dem Gedanken des Weltfrauentags widersprechen. Haushalts- oder Küchengeräte verschenken Sie lieber zu anderen Anlässen.