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Ligerz–Tessenberg
|Kürzel||LTB|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1912-06-08|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1912 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte (Drehstrom; ab 1971 Wechselstrom) LTB war eine reine Aktiengesellschaft ohne feste Anleihen. Die LTB entstand auf Initiative eines lokalen Komitees. Das Kapital stammte von Privaten, anliegenden Gemeinden sowie vom Kanton Bern (60'000 Franken). Die LTB führte vom Winzerdorf Ligerz am nördlichen Bielerseeufer hinauf zum Kurort Prêles auf dem Tessenberg (frz. Plateau de Diesse), wo sich mehrere Hotels befanden. Beauftragt mit dem Bau der LTB war die Bell Maschinenfabrik AG Kriens.
Die ganzjährig verkehrende LTB gehörte zu den wenigen Standseilbahnen, die von der Kriegslage profitierten. Damit zusammenhängend stellte sie ausserdem insofern einen Spezialfall dar, als sie 1919 und 1920 deutlich mehr Einnahmen aus dem Güter- als aus dem Personenverkehr generierte. 1920 waren die Einkünfte aus dem Warentransport mit fast 50'000 Franken doppelt so hoch wie von den Reisenden. Danach war der Güterverkehr aber wieder rückläufig. Dividenden richtete die LTB keine aus. Die Reingewinne wurden hauptsächlich zur Reservenbildung eingesetzt. In den Spezialfonds der LTB lagen 1920 rund 53'000 Franken. Dem standen schwebende Schulden von 65'200 Franken gegenüber.
Die Baukosten der zweischienigen und hauptsächlich in Einschnitten errichteten LTB lagen mit 428'230 Franken pro Bahnkilometer etwa auf dem Durchschnittsniveau. Spezielle Kunstbauten (Tunnels, Brücken) benötigte sie nicht. Gewichtigster Ausgabenposten war dennoch der Unterbau, der 52 Prozent des Gesamtaufwands auf sich vereinigte. Von den Rollmaterialkosten der LT von 1920 total 32'360 Franken entfielen 6770 Franken auf die zwei Güterwagen.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.