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Giulietta degli spiriti
Italien/Frankreich/BRD 1965, 137', 35mm, I/d. Regie Federico Fellini. Drehbuch Federico Fellini, Ennio Flaiano, Tullio Pinelli, Brunello Rondi. Mit Giulietta Masina, Sandra Milo, Mario Pisu, Valentina Cortese, Valeska Gert, Caterina Boratto, Sylva Koscina, Luisa Della Noce, Lou Gilbert, José de Villalonga, Milena Vukotic.
Giulietta, eine Frau aus der besseren römischen Gesellschaft, verbringt den Sommer im Landhaus der Familie in Fregene. Ihr Mann, ein erfolgreicher Geschäftsmann, ist meist abwesend. Als sie den Verdacht schöpft, dass er sie betrügt, kann sie sich niemandem anvertrauen. Sinnliche Verlockungen verwirren sie und stürzen sie in eine Krise, während der ihr imaginäre Gestalten ihrer Kindheit wiederbegegnen und in einen Dialog mit ihr treten. Schliesslich lernt sie, sich von ihrem untreuen Ehemann ebenso zu emanzipieren wie von den Geistern. Fellinis erster Farbfilm ist von ungestümer Fantasie und eine Orgie von Formen und Farben, die die Gedanken, Träume und Visionen der Protagonistin widerspiegeln.
«Federico Fellinis erster Farbfilm zeigt seine Frau Giulietta Masina auf einer Reise ins Land der Fantasien, Träume und psychiatrischen Sitzungen: Giulietta degli spiriti erweist sich als eine Art Otto e mezzo aus der weiblichen Perspektive. Ein Trip durch die Psyche einer Frau, der sich zu einem frühpsychedelischen Bilderbogen verdichtet und deutlich macht, dass Fellini gewisse Drogen nicht fremd waren.» taz 13.4.2006