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Zwar erscheine die Fütterung von Wildtieren auf den ersten Blick als einfache und sinnvolle Massnahme zur Überwindung harter Winter, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Bei näherer Betrachtung ergäben sich durch die Fütterung aber erhebliche Probleme.
So würden Wildtiere aus ihren natürlichen Winterlebensräumen in Siedlungsnähe gelockt. Dies erhöhe den sozialen Stress zwischen den Wildtieren, wobei davon insbesondere rangniedrige Individuen betroffen seien. In Siedlungsnähe ergebe sich zudem ein erhöhtes Risiko zur Übertragung von Krankheiten zwischen Nutz- und Wildtieren.
Die Wildtierbiologen kommen deshalb zum Schluss: "Aus ökologischer, aber auch aus epidemiologischer Sicht macht ein Fütterungsverbot, wie es seit diesem Winter im Kanton Graubünden in Kraft getreten ist, Sinn." Allfällige Notfütterungen seien als Ausnahmen gedacht und hätten das Ziel, die Wildtiere in ihren natürlichen Winterlebensräumen zu halten.
"Die natürliche Auslese führt zur bestmöglichen Anpassung an die vorherrschenden Umweltverhältnisse", schreiben die Wildtierbiologen. Ausgewachsene, erfahrene und gut konditionierte Tiere besässen die grössten Überlebenschancen. Jungtiere, Unerfahrene und schlecht Konditionierte hingegen hätten naturgemäss geringere Überlebenschancen.