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In dieser Rubrik finden Sie Informationen zu weiteren von der Schweiz abgeschlossenen internationalen Sozialversicherungsabkommen.
Bilaterale Sozialversicherungsabkommen
Die Schweiz hat mit zahlreichen Staaten Abkommen abgeschlossen. Damit soll die Sozialversicherungssituation von Versicherten geregelt werden, die ihren Wohnsitz oder ihre Erwerbstätigkeit von der Schweiz in einen dieser Staaten verlegen und umgekehrt. Einige dieser Abkommen sind nicht auf die Krankenversicherung anwendbar. Sie haben im Krankenversicherungsbereich nur eine indirekte Wirkung, und zwar auf die Stellung der entsandten Arbeitnehmenden.
Abkommen mit Drittstaaten (ausserhalb der EU/EFTA)
Die Schweiz hat mit folgenden Staaten bilaterale Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen: Australien, Bosnien und Herzegowina*, Brasilien, Kanada (inkl. Québec), Chile, China, Südkorea, Vereinigte Staaten, Indien, Israel, Japan, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Philippinen, Republik San Marino, Serbien, Türkei und Uruguay (siehe Tabelle im Anhang).
* Seit dem Inkrafttreten des neuen Abkommens mit Bosnien und Herzegowina auf den 1. September 2021 wurde das Sozialversicherungsabkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien (SR 0.831.109.818.1) aufgehoben.
Neues Sozialversicherungsabkommen mit Bosnien und Herzegowina
Das Abkommen mit Bosnien und Herzegowina (SR 0.8<ip-pii>) ist am 1. September 2021 in Kraft getreten. Dieses Abkommen betrifft die Bereiche AHV und IV sowie UV und hat nur eine indirekte Wirkung auf die Krankenversicherung. Ab Inkrafttreten dieses Abkommens wurde das Sozialversicherungsabkommen mit dem ehemaligen Jugoslawien (SR 0.831.109.818.1) aufgehoben.
Gemäss Artikel 4 Absatz 4 KVV bleiben die aus der Schweiz nach Bosnien und Herzegowina entsandten Arbeitnehmenden und ihre nichterwerbstätigen begleitenden Familienangehörigen in der Schweiz unterstellt, und zwar während der ganzen Dauer der Entsendung (2 Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit). Sind diese Personen in Bosnien und Herzegowina obligatorisch krankenversichert, können sie auf Gesuch hin von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreit werden (Art. 2 Abs. 2 KVV).
Aus Bosnien und Herzegowina in die Schweiz entsandte Arbeitnehmende und ihre nichterwerbstätigen begleitenden Familienangehörigen sind in der Schweiz krankenversicherungspflichtig. Sie können sich gestützt auf Artikel 2 Absatz 5 KVV von dieser Pflicht befreien lassen.
Abkommen mit europäischen Ländern
In der Vergangenheit hatte die Schweiz mit den meisten europäischen Ländern bilaterale Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen. Das Freizügigkeitsabkommen (FZA) mit der EU und das EFTA-Übereinkommen sind an die Stelle der bilateralen Abkommen mit den Mitgliedstaaten der EU und der EFTA getreten. Für Personen, die nicht in den persönlichen Geltungsbereich des FZA oder des EFTA-Übereinkommens fallen, gelten jedoch weiterhin die bilateralen Sozialversicherungsabkommen. Ein Beispiel dafür sind Drittstaatsangehörige im Zusammenhang mit den Bestimmungen, die über die Entsendung gelten.
Zusätzliche Informationen
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) veröffentlicht auch eine aktuelle Liste der Sozialversicherungsabkommen sowie Informationen zu den Abkommen über soziale Sicherheit mit verschiedenen Ländern (insbesondere Australien, Chile, Kanada, Vereinigte Staaten, Japan, Mazedonien, Philippinen und Uruguay). Siehe untenstehenden Link.
Letzte Änderung 02.12.2021