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Die Migros führt gezielte Audits bei ihren Lieferanten durch und befähigt sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Dadurch kann der Verbrauch der knappen Ressource in trockenen Gebieten fortlaufend optimiert werden.
Beim Anbau von Rohstoffen sowie bei deren Verarbeitung zu Produkten wird viel Wasser benötigt; sogenanntes virtuelles Wasser. Die Herstellung eines T-Shirts zum Beispiel benötigt über die gesamte Lieferkette hinweg rund 2500 Liter virtuelles Wasser. Zur Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch sogar mehr als 15'000 Liter.
Der Migros ist es wichtig, in Anbau- und Produktionsländern keine Nutzungskonflikte zwischen der Produktion, den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung und der Erhaltung von Ökosystemen zu erzeugen. Daher prüft sie jene importierten Produkte aus trockenen Gebieten, die beim Anbau besonders viel Wasser benötigen. Dazu gehören insbesondere Früchte, Gemüse und Blumen aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika. Um das Ziel der effizienten Wassernutzung zu erreichen, nahm die Migros im Rahmen eines Pilotprojekts 44 Erdbeerproduzenten aus Südspanien unter die Lupe. Zusammen mit externen Partnern hat sie einen Anforderungskatalog erstellt. Dieser enthält Aspekte wie legale Wassernutzung, Bewässerungssysteme oder auch effizientes Wassermanagement. Die Einhaltung der Richtlinien wird von externen Auditoren kontrolliert.
Bei der Baumwoll- und Reisproduktion in trockenen Gebieten ist der Wasserverbrauch hoch. Dies trifft beispielsweise auf gewisse Anbauregionen in Asien und Afrika zu. Die Migros befähigt ihre Lieferanten in wasserkritischen Regionen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der knappen Ressource. Dabei steht eine effiziente Nutzung – insbesondere bei der Bewässerung – im Vordergrund. Innerhalb der bestehenden Produktionsstandards wie GlobalGAP, UTZ Certified oder Rainforest Alliance ist diese Thematik integriert.
Zudem unterstützt die Migros Wasserprojekte, die einen Bezug zu Migros-Produkten haben. So baut sie zum Beispiel in Zusammenarbeit mit indischen Bauern die Reisproduktion in einer Region auf, die sowohl über ausreichende Wasservorräte als auch eine gute Wasserqualität verfügt. Bis anhin wurde in dieser Region noch kein Reis angebaut. Dank dieses Projekts vermeidet die Migros die Pestizidbelastung der Böden und des Wassers im Anbauland. Somit minimiert sie negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Im Rahmen der Better Cotton Initiative werden Kleinbauern, die Baumwolle anbauen, unter anderem im Bereich Wassermanagement und Wasserreduktion geschult.
Bei Textilien setzt die Migros seit 1996 den Eco-Standard um. Ziel dieses Standards ist, bei der Produktion von Textilien möglichst unbedenkliche Chemikalien einzusetzen. Damit schützen die Produzenten auch umliegende Gewässer vor Verunreinigungen.
Die Migros setzt sich für die Biodiversität ein und fördert den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser.
Auch in der Schweiz achtet die Migros auf einen sorgsamen Umgang mit Wasser.
Sehen Sie in der Infografik, wie Sie aus Küchenresten Ihr eigenes Gemüse und Obst ziehen können. Viel Spass beim Re-Growing!