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Nach der WM ging es für mich Ende Februar direkt weiter an die Europameisterschaften. Eigentlich hätten sie in Estland stattfinden sollen, doch aufgrund der prekären Schneesituation, übernahm Minsk die Organisation der Wettkämpfe. Auch dort musste mit viel Aufwand ein Schneeband erstellt werden, welches sich über 2,5 Kilometer zog. Es machte den Anschein, dass die freiwilligen Helfer zusammen mit dem Militär wortwörtlich jeden Flecken Schnee aus ganz Weissrussland zusammenkratzten, um die Rennen plangemäss durchführen zu können. Dem Schnee konnte man buchstäblich zuschauen, wie er von Tag zu Tag schmolz und die Bedingungen immer tiefer wurden. Leider hatten mit dieser Situation auch unsere Helden der Wachskabine zu kämpfen. Es wurde getüftelt, um nach der besten Kombination zwischen Wachs und Struktur zu suchen, damit die Feuchtigkeit im Schnee und den Dreck am besten abgewiesen wird. Ich hätte nie gedacht, dass es im Material solch grosse Unterschiede geben könnte, doch zu meinem Ärgernis wurde ich eines Besseren belehrt. Die Rennen waren für mich ein K(r)ampf, denn es war extrem frustrierend, feststellen zu müssen, wieviel Geschwindigkeit man zum Beispiel in einer Abfahrt im Vergleich zur Konkurrenz einbüssen kann. Chancenlos war ich deshalb an der EM und eine Woche später am Abschluss im IBU-Cup an derselben Stätte. Mein Bestresultat gelang mir an der EM im Supersprint mit Platz 31 und im IBU-Cup erreichte ich nochmals zwei Resultate in den Top 30.