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Frankreichs Handballer sind zum dritten Mal nach 2008 und 2012 Olympiasieger. In der Neuauflage des Finals von Rio 2016 gewinnen die Franzosen gegen Dänemark mit 25:23.
Für das erfolgsverwöhnte französische Handball-Team ist es der erste grosse Titel seit der WM 2017. Der für einmal nicht in einer Favoritenrolle an einen Grossanlass gereiste Rekordweltmeister konnte sich im Final erneut auf seinen Goalie Vincent Gérard verlassen: Der Keeper von Paris Saint-Germain, der schon im Halbfinal gegen Ägypten stark aufgespielt hatte, ermöglichte den Franzosen, sich eine Führung zu erspielen, die sie bis zuletzt nicht mehr hergaben.
Die zur Pause 10:14 zurückliegenden Dänen zeigten einige ungewohnte Schwächen im Abschluss. Mikkel Hansen, der beste Torschütze des Turniers, kam trotzdem auf neun Treffer. Auf Seiten der Franzosen war Nedim Remili mit fünf Toren der beste Torschütze in einem Team, das durch seine Ausgeglichenheit überzeugte.
Dänemark meldete sich im Verlauf der zweiten Halbzeit nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand zwar zurück, kam aber nicht mehr ganz heran. In der letzten Minute verpassten die Skandinavier die Möglichkeit auf das 24:24.
Für Frankreichs Handballer ist der Olympiasieg die Fortsetzung einer nun fast 30-jährigen Erfolgsgeschichte. Seit dem ersten nennenswerten Erfolg, dem Gewinn von Bronze bei den Olympischen Spielen 1992, haben sie nebst drei Olympiasiegen sechs WM- und drei EM-Titel gewonnen.
Ägypten verpasst Medaille
Im Spiel um Bronze verpasste Ägypten die erste olympische Handball-Medaille eines afrikanischen Landes. Die Ägypter unterlagen Europameister Spanien mit 31:33. Die Entscheidung fiel erst in den letzten beiden Spielminuten dank Toren von Alex Dujshebaev. Für Spanien war es die vierte Olympia-Bronzemedaille nach 1996, 2000 und 2008.