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In einem Brief an den niederländischen EU-Ratspräsidenten schrieb der ausscheidende Forschungskommissar Philippe Busquin am 10. September 2004, man könne den Forschungsreaktor in Cadarache finanzieren, ohne den EU-Haushalt zusätzlich zu belasten. Busquin schlägt vor, die Arbeiten mit den "sicheren" Iter-Partnern Russland und China aufzunehmen, gleichzeitig die Türe für die weiteren Staaten, die sich am Bau beteiligen möchten, offen zu lassen. Bei diesen "unsicheren" Partnern handelt es sich um die USA, um Japan und Südkorea, die den Standort Rokkasho in Japan favorisieren. Der Standortentscheid für den Iter -nach dem Rückzug von Kanada sind nur noch Cadarache und Rokkasho im Rennen - ist seit rund einem Jahr hängig.
Anfangs Oktober 2004 hieb der französische Forschungsminister François dAubert in die gleiche Kerbe. Er hielt fest, Frankreich wäre in einem reduzierten Konsortium bereit, seinen finanziellen Beitrag an das auf ungefähr EUR 4,5 Mrd. geschätzte Projekt auf rund EUR 900 Mio. zu erhöhen. Er drängte seine Amtskollegen dazu, sich möglichst rasch für den Standort Cadarache zu entscheiden. Und der französische Staatspräsident Jacques Chirac unterstrich anlässlich seiner Chinareise anfangs Oktober, Frankreich hoffe fest darauf, den Zuschlag für den Bau des Iter zu erhalten.
Quelle
H.R. nach Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Oktober 2004, énergie panorama, 7. Oktober 2004 und Le Monde, 17. Oktober 2004