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Gemäss dem amerikanischen Erdbebendienst US Geological Survey (USGS) bebt die Erde jährlich bis zu mehrere Millionen Mal. Am stärksten dort, wo Kontinentalplatten zusammenstossen, auseinanderdriften oder aneinander vorbei gleiten. Die meisten dieser Erdbeben sind für Menschen aber nicht zu bemerken, da es sich um so genannte Mikro- oder extrem leichte Beben handelt. Spürbar werden sie ab einer Stärke von 3 bis 4 auf der Momentan-Magnituden-Skala.
Solche Beben kommen einige tausend Mal pro Jahr auf der Erde vor, sind aber in den meisten Fällen harmlos. Mittelstarke Beben (ab 5 auf der Skala), die einige 100 Mal pro Jahr vorkommen, können bereits ernste Schäden an älteren Gebäuden anrichten. Und die Zerstörungskraft nimmt bei leicht stärkeren Erdbeben bereits um ein Vielfaches zu. Ein Beben ab einer Stärke von 7 kommt statistisch gesehen knapp 20 Mal pro Jahr vor – jedoch oft in unbewohntem Gebiet. So kommen keine Menschen und Bauten zu Schaden.
Das schwerste Erdbeben aller Zeiten ereignete sich am 22. Mai 1960 in Valdivia, einer Stadt im Süden Chiles. Die über 150‘000 Einwohner wurden um 15:11 Uhr Ortszeit von einem Erdbeben der Stärke 9,5 auf der Momentan-Magnituden-Skala überrascht. Die Bilanz: 1‘655 Tote, 3‘000 Verletzte und etwa 2 Millionen Obdachlose. Ein Erdbeben mit einer Stärke über 9 auf der Momentan-Magnituden-Skala wird als extrem stark eingestuft und kommt immerhin alle 1 bis 20 Jahre vor.
Momentan-Magnituden-Skala
Die Momentan-Magnituden-Skala stimmt bis zu einer Stärke von 6,5 mit der bekannten Richterskala überein. Darüber hinaus ist sie jedoch zu ungenau. Die meisten kommunizierten Informationen über Erdbebenstärken basieren deshalb auf der Momentan-Magnituden-Skala und nicht, wie fälschlicherweise oft erwähnt, auf der Richterskala.