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Mehr als 2100 Feuerwehrleute waren am Freitag im ganzen Land im Einsatz, um mehr als 170 Brandherde zu bekämpfen, wie der Zivilschutz in Lissabon mitteilte. Dabei wurden 680 Fahrzeuge und 15 Flugzeuge eingesetzt.
Am schlimmsten war die Lage zuletzt im Kreis Abrantes im Zentrum des Landes rund 130 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Dort wurden am Donnerstag die Bewohner von vier Dörfern, die von den Flammen unmittelbar bedroht waren, in Sicherheit gebracht.
Einige der zumeist älteren Bewohner seien in Panik geraten, berichtete der Fernsehsender TVI24. In der Ortschaft Aldeia do Mato sei etwa das Haus einer 80-Jährigen von den Flammen völlig zerstört worden.
Aufgrund der unkontrolliert lodernden Flammen wurden in der Nacht zum Freitag eine Autobahn und eine Landstrasse über mehrere Kilometer gesperrt. Sie sind inzwischen aber wieder befahrbar.
Trotz der anhaltenden Trockenheit und der starken Winde seien fast alle Feuerherde in der Nacht unter Kontrolle gebracht worden, sagte die Bürgermeisterin der Gemeinde Abrantes, Maria do Céu Albuquerque, dem TV-Sender RTP. «Es gibt nur noch einen gefährlichen Feuerherd, der wird uns aber viel Arbeit bereiten.»
In vielen Regionen brannten vor allem die leicht entzündbaren Eukalyptusbäume. So war das auch bei den schweren Bränden im Juni in Pedrógão Grande im Zentrum des Landes gewesen. Damals starben 64 Menschen, 200 Quadratkilometer Land wurden zerstört.
Seit Januar wurden in Portugal nach amtlichen Angaben rund 1380 Quadratkilometer Wald zerstört. Dies entspricht der Fläche des Kantons Aargau. Portugal erlebt das schlimmste Brandjahr seit 2005. Vor zwölf Jahren hatten die Flammen 3210 Quadratkilometer Wald vernichtet.
(SDA)