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Vom Zusammenfluss dieser beiden grössten Arme an (1300 m) wendet sich die Morge durch eine immer tiefer werdende
Schlucht
nach S., um ö.
Conthey und 3 km w.
Sitten in 512 m ins
Rhonethal einzutreten. Unterhalb des von der
Thalstrasse
überschrittenen
Pont de la Morge biegt die Morge zwischen zwei Dämmen nach SW. ab, umfliesst den Hügel von
Maladeires, durchzieht
mit zahlreichen Schlingen die
Ebene zwischen dem
Rhone- und dem Eisenbahndamm, nimmt hier einen Teil der
stagnierenden
Wasser der
Praz Pourris auf und mündet nach 15 km langem
Lauf wenige Meter oberhalb der Mündung der
Lizerne in 477 m
von rechts in die
Rhone.
Von ihrem gesamten Einzugsgebiet von 72,25 km2 entfallen 1,15 km2 auf
Gletscher und 9,64 km2 auf
Wald. Ihre
Geschiebe werden oberhalb des
Pont de la Morge aufgefangen und in der
Ebene abgelagert; unterhalb der
Brücke ist sie kanalisiert.
Zwei
Mühlen nutzen die Wasserkraft des Flusses aus. Die Morge speist die
Bisse de Savièse, die am kühnsten angelegte Wasserleitung
im Wallis
(vergl. den Art.
Savièse). Dem im obern Abschnitt sehr anmutigen, weiter unten dagegen tief eingeschnittenen
Thal des Flusses folgt der Weg von
Sitten über den
Sanetschpass (2234 m) nach
Saanen.
Dieser Weg gewinnt von
Sitten aus über den Weinberghang zunächst das
Plateau von
Savièse, tritt hinter dem Dorf
Savièse in 830 m
ins Thal der Morge ein, folgt von der
KapelleNotre Dame de Corbelin dessen linksseitigen Felswänden und
tritt beim
PontNeufoder Pont du
Diable, der den Abgrund mit einem kühnen
Bogen überspannt, auf das rechte Ufer über. Er ist
bis hierher fahrbar, dann aber blos noch Fuss- und Saumpfad. Das 13 km lange Thal enthält grosse und
prachtvolle Alpweiden, die den Gemeinden
Savièse und
Conthey gehören. Die Morge bildet ihrer ganzen Länge nach die Grenze
zwischen den Bezirken
Conthey und
Sitten und hat bis zum Sturz des ancien régime als Grenzscheide zwischen dem freien Oberwallis
und dem abwechselnd den obern Zehnten und Savoyen gehörigen Unterwallis in der Geschichte des Landes
eine beträchtliche
Rolle gespielt. Für ihre geographische und historische Bedeutung sprechen heute noch die über ihrem
Unterlauf thronenden Burg- und Turmruinen.
entspringt im französischen Département de la
Haute Savoie zwischen der
Dent d'Oche und dem Pic de Borée und zwischen
Pampigny und
Severy, wendet sich nach W., nimmt 1 km n. vom
Dorf
Novel in 1115 m von rechts den von der
Dent du Velan kommenden Grenzbach Le
Ravin des
Nez auf und bildet von da an mit ihrem
rechten
Ufer bis zur Mündung in denGenfersee unterhalb des Dorfes
Saint Gingolph in 375 m die Landesgrenze
zwischen der
Schweiz und Frankreich.
Ihr
Lauf ist 6 km lang, ihr Einzugsgebiet misst 35,2 km2.
Die Wasserkraft wird von mehreren Fabriken ausgebeutet.
Oberhalb
Novel liegt die Morge im Winter und bei trockener Zeit vollständig trocken, so dass dann ihr unterer
Laufabschnitt einzig von der 50 m über ihrem
Bett auf französischem Boden entspringenden Quelle von
Novel und einer anderen
bedeutenden Quellengruppe am rechten, schweizerischen, Ufer gespiesen wird.
(Pont dela) (Kt. Wallis,
Bez. und Gem. Sitten).
500 m. Gruppe von 9
Häusern, an der Strasse
Martinach-Sitten,
links der Morge und östl. von der den Fluss hier überschreitenden Strassenbrücke; 4 km w. vom Bahnhof
Sitten. 69 kathol.
Ew. Kirchgemeinde
Sittenextra muros. Zwischen der
Brücke und dem
Weiler Châteauneuf steht ein schönes neues Primarschulhaus.