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Die Piloten streikten gegen das Management, das mehrere Vergünstigungen für das Flugpersonal gestrichen hat. Auch der Flughafen Zürich ist betroffen. Es seien zwei Hin- und zwei Rückflüge von und nach Rom annulliert worden, sagte Flughafen-Sprecherin Jasmin Bodmer auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.
Alitalia-Chef Cramer Ball entschuldigte sich in einem Brief an die Passagiere für die Unannehmlichkeiten: «Als CEO dieser Airline habe ich mit allen Mitteln versucht, diesen Streik abzuwenden, der angesichts der Lage unserer Gesellschaft ein reiner Wahnsinn ist», schrieb der Manager aus Australien. Die Gesellschaft sei bemüht, die Unannehmlichkeiten für die Passagiere zu reduzieren.
Bei Alitalia ist aufgrund hoher Verluste noch kein Land in Sicht. Nun muss Ball den Entwicklungsplan revidieren, der ein Erreichen der Gewinnschwelle bis 2017 vorsieht. Der Konzernchef will die Personalkosten um 30 Prozent reduzieren.
Die italienische Fluggesellschaft, an der die Golfairline Etihad eine 49-prozentige Beteiligung hält, hatte 2015 noch Verluste in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Tag gemeldet.
Um in die Gewinnzone zu gelangen und sich im Kampf gegen Billigflieger wie Ryanair zu profilieren, will Alitalia ihre Flotte ausbauen und auf Langstreckenflüge setzen. Im November wird Alitalia eine neue Verbindung zwischen Italien und Kuba einweihen. Zugleich soll verstärkt auf Service an Bord gesetzt werden.
(SDA)