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Personen, die in der eigenen Firma angestellt sind und im
Veranstaltungsbereich arbeiten, erhalten neu ebenfalls eine
Erwerbsausfallentschädigung. Als Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung gelten Personen, die ein Einkommen als Arbeitnehmende erzielen, und einen massgeblichen Einfluss auf die Entscheidfindung des Betriebes haben. Dies in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin oder Gesellschafter, als Mitglied eines obersten betrieblichen Entscheidgremiums oder als am Betrieb finanziell Beteiligte.
Bis Ende Mai konnten sie noch eine Kurzarbeitsentschädigung der Arbeitslosenversicherung beanspruchen. Diese Personen werden nun gleich behandelt wie die indirekt von den Massnahmen gegen das Corona-Virus betroffenen Selbständigerwerbenden (Härtefälle). Eine nicht abschliessende Liste, welche Branchen anspruchsberechtigt sind, werden hier (Anhang 1) aufgeführt.
Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, die im Veranstaltungssektor tätig sind, haben Anspruch auf eine Entschädigung, sofern das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen im Jahr 2019 zwischen CHF 10'000 und 90'000 lag. Dazu zählen auch die mitarbeitenden Ehegatten und eingetragenen Partner.
Der Anspruch beginnt nachdem der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung erloschen ist, frühestens aber am 1. Juni 2020. Der Anspruch endet am 16. September 2020. Zwingend ist allerdings, dass der Betrieb in der Veranstaltungsbranche tätig ist.
Leistungen anderer Sozial- oder Privatversicherungen gehen dem Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz vor. Grundsätzlich besteht in diesen Fällen nur dann ein Anspruch, wenn beispielsweise bei Arbeitsunfähigkeit eine Resterwerbstätigkeit besteht.
Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des AHV-pflichtigen Einkommens des Jahres 2019, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Wurde die Tätigkeit im laufenden Jahr aufgenommen, so ist das Einkommen gemäss den Lohnabrechnungen für das erste Quartal 2020 massgebend.
Berechnungsbeispiel
Manuel C. ist Geschäftsführer in seiner GmbH. Für die Berechnung seiner Entschädigung ist das in einen Tagesverdienst umgerechnete Jahreseinkommen massgebend, das der Ausgleichskasse für das Jahr 2019 gemeldet wurde. Dazu wird das Jahreseinkommen mit 0,8 multipliziert und durch 360 geteilt. Bei Manuel C. beträgt dieses Jahreseinkommen CHF 45'000, was ein Taggeld von CHF 100 ergibt (45'000 x 0,8 / 360 Tage = CHF 100).
Die Anmeldung muss durch die Firma erfolgen. Alle betroffenen Firmenangehörigen sind in dieser Anmeldung aufzuführen. Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung zwingend bis am 16. September 2020 bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zuständigen Ausgleichskasse beantragen.