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Miami (awp/sda/afp) - Haitis Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier hat den Besitz von in der Schweiz eingefrorenen Geldern abgestritten. Während seiner 25 Jahre im Exil seien nie Konten von ihm gesperrt worden, sagte Duvalier am Dienstag dem spanischsprachigen US-Fernsehsender Univision.
Das eingefrorene Millionenvermögen in der Schweiz gehöre vielmehr einer Stiftung. Das Geld solle für den Wiederaufbau des Geburtsortes seiner Mutter verwendet werden, sagte der "Baby Doc" genannte Duvalier, der zwischen 1971 und 1986 in Haiti herrschte.
Das Duvalier-Regime soll in Haiti hunderte Millionen Dollar zusammengerafft haben. Seit Jahren versucht der ehemalige Diktator, rund sieben Millionen Franken zurückzubekommen, die er in der Schweiz anlegen liess.
Die Schweizer Behörden hatten das Geld aber eingefroren und wollten es an das haitianische Volk zurückgeben, hierzu fehlte allerdings eine gesetzliche Grundlage. Das Schweizer Parlament brachte im vergangenen Jahr eine Neuregelung auf den Weg. Das als "Lex Duvalier" bekannt gewordene Gesetz trat am Dienstag in Kraft - damit verliert der Ex-Diktator das Vermögen in der Schweiz.
Duvalier war Mitte Januar überraschend aus dem französischen Exil nach Haiti zurückgekehrt. Die Heimkehr wurde international mit Sorge aufgenommen, weil Haiti nach dem umstrittenen Ausgang der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen Ende November in einer politischen Krise steckt.
Das Land kämpft ausserdem mit den Folgen des verheerenden Erdbebens vor einem Jahr und dem Ausbruch der Cholera. Duvalier hatte allerdings bestritten, sich in den aktuellen Wahlprozess einmischen zu wollen.
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