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(Kt. Bern,
Amtsbez. Signau).
970-672 m. Bach; entspringt 3 km n. Rötenbach, durchfliesst zuerst bis
Steinen in nw. Richtung
den Schüpbachgraben, wendet sich dann in kanalisiertem
Bett durch das
SignauerMoos gegen NO. und mündet nach 7 km langem
Lauf in
Schüpbach von links in die
Emme.
Armenhaus des
Entlebuch, mit
Platz für 200 Insassen. Auf dem
Bühl in schöner Lage ein 1655 gestiftetes Kapuzinerkloster,
dessen Kirche 1662 von Friedrich Borromäus, Patriarchen von Alexandrien, dem h. Karl Borromäus geweiht worden
ist und den Leichnam des Märtyrers St. Vitalis enthält. Das 1829 durch eine Feuersbrunst fast gänzlich zerstörte Dorf
zeigt jetzt breite
Strassen und stattliche Bauten. Grosse Pfarrkirche, 1806 erbaut. Filiale der Kantonalbank.
Sekundarschule.
Drei bedeutende Käseexportfirmen. Eine Kassenfabrik, mehrere
Sägen und mechanische Schreinereien. Zwei Baugeschäfte.
Seidenweberei. Elektrizitätswerk. Land- und Alpwirtschaft, Viehzucht und Milchwirtschaft. Herstellung
von sog. Emmenthalerkäse. Viehzuchtgenossenschaft seit 1891 und landwirtschaftlicher Verein seit 1897. Die Grundstücke
erzielen hohe Verkaufspreise. Schüpfheim hat seiner Zeit im Bauernkrieg eine hervorragende
Rolle gespielt.
Nachdem die Gesandten des
Entlebuch dem
Rat von Luzern
in den ersten Tagen des Jahres 1653 die Forderungen der Bewohner
der Landschaft vergeblich vorgelegt hatten, versammelte sich das Landvolk am 26. Januar bei der Heiligkreuzkapelle nahe Schüpfheim
zur Landsgemeinde. Am 15. Februar traten sodann in der Pfarrkirche von Schüpfheim 1400 bewaffnete Männer zusammen, um mit der
Abordnung der Regierung zu beraten, wobei es aber zu keiner Verständigung kam. Neben Christian Schybi
aus
Escholzmatt, dem militärischen Führer der
Luzerner Bauern, war deren geistiges
Haupt der Pannerherr Hans
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