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Aserbaidschanische Republik. Hauptstadt: Baku. Fläche:
86'600 km2. Einwohner: 8,1 Mio.

Aserbaidshan
weist große Gegensätze zwischen den hohen Gebirgszügen im Landesinneren und den
Tiefländern am Kaspischen Meer auf. Im Norden des Landes bildet der Große
Kaukasus die Landesgrenze zu Russland. Im Südwesten hat das Land Anteil am
Kleinen Kaukasus. Dazwischen liegt die transkaukasische Senke mit der
Kura-Araks-Niederung.
Mit Ausnahme des Lenkoranskaya Nizmennost’
(Tiefland von Lenkoran) im subtropischen Südosten und den Höhen der Gebirge ist
das Klima im Allgemeinen wüstenhaft trocken. Im Tiefland beträgt die
Durchschnittstemperatur während der langen, heißen Sommer 26 °C und während der
milden Winter 4 °C. In den Bergen werden im Sommer durchschnittliche
Temperaturen um 13 °C erreicht und im Winter um 6 °C.
Der Staat in Transkaukasien hat (mit den angrenzenden
Ländern Armenien und Georgien) eine viele Jahrtausende alte Weinbau-Kultur. In
den Siedlungen Galabaglar, Galajig und Kültan (in der Teil-Republik
Nachitschewan) wurden Kerne von kulitivierten Weintrauben, steinerne Werkzeuge
zum Keltern und Steingefäße für die Gärung und Lagerung gefunden, die aus dem 2.
Jahrtausend v. Chr. stammen. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot
(482-425 v. Chr.) berichtet, dass es hier schon im 7. Jahrhundert v. Chr. eine
hochentwickelte Reben- und Wein-Kultur gegeben hat. Auch der römische Gelehrte
Strabo (63 v. Chr. bis 28 n. Chr.) beschreibt ähnliches aus dem 1. Jahrhundert.
In der ehemaligen UdSSR war der heute selbstständige Staat die zweitgrößte
Weinbau-Region. Im Jahre 2000 umfasste die Rebfläche 56.000 Hektar, die sich
vorwiegend westlich und nördlich der Hauptstadt Baku in der Nähe des Kaspischen
Meeres auf der Halbinsel Apscheron befinden. Davon wurden nur 375.000 Hektoliter
Wein gekeltert, ein großer Teil der Ernte dient für die Produktion von
Tafeltrauben und Branntwein. Das kontinentale, warme bis heiße Klima erfordert
eine künstliche Bewässerung von rund der Hälfte der Weingärten. Neben den vielen
einheimischen Rebsorten wie zum Beispiel Bajan Schirej, Chindogny, Gamashara,
Karages, Matrassa, Rkatsiteli (häufigste Sorte), Saperavi, Schirwan Schachi und
Woskeat werden Aligoté, Cabernet Sauvignon, Isabella, Muskat-Sorten, Pinot Noir
und Riesling angebaut. Zwei Drittel davon stehen wurzelecht, nur ein Drittel der
Rebstöcke ist veredelt. Traditionellerweise werden hauptsächlich süße
Dessertweine nach Art des Malaga, Madeira, Sherry oder Portwein erzeugt.
Bekannte Weine sind der weiße Sadylly sowie der rote Schemacha. Die wichtigsten
zwei Wein-Produzenten sind die Schaumwein-Kellerei Baku und die Kellerei Khanlar,
beide in Baku.