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DMZ – POLITIK ¦ MM ¦ Lena Wallner ¦
Die Volksgruppenförderungsmittel des Bundeskanzleramts wurden im Jahr 2021 auf 7.868.000 € angehoben, eine eigene Förderposition zur Absicherung der volksgruppensprachlichen Medien geschaffen und die Wirkungsorientierung neu ausgerichtet. In den Jahren zuvor lag das Budget für die Erhaltung und Sicherung des Bestands der sechs Volksgruppen in Österreich bei 3.868.000 €.
Durch die Volksgruppenförderung wird dem verfassungsmäßigen Auftrag Österreichs zur Förderung und Sicherung seiner sechs anerkannten Volksgruppen nachgekommen. Das Bundeskanzleramt berichtet über die Verwendung der Mittel ( III-916 d.B.).
Die meisten Fördermittel erhielten 2021 die slowenische (rund 2,9 Mio. € bzw. 37 % der Gesamtfördermittel) und die kroatische (rund 2,2 Mio. € bzw. 28 %) Volksgruppe. Für die ungarische Minderheit flossen 916.000 € und für die tschechische 881.000 € an Zuschüssen. An die Roma gingen 550.000 € und an die slowakische Volksgruppe 215.000 €. Volksgruppenübergreifende Projekte wurden im Jahr 2021 mit 154.000 € gefördert.
Umfasst sind Mittel zur Strukturförderung, die dem Erhalt der Infrastruktur der Volksgruppenorganisationen gewidmet sind, sowie Projektförderungen zur Umsetzung konkreter Aktivitäten in den Sparten Bildung, Kultur, Wissenschaft und Forschung, Sport und Medien. Zur Absicherung der Volksgruppenmedien wurde eine eigene Förderposition in der Höhe von 700.000 € geschaffen. Fünf der sechs Volksgruppen (mit Ausnahme der Roma) verfügen über ein repräsentatives, periodisch erscheinendes Leitmedium.
Mit der Budgetverdopplung wurde eine Wirkungsorientierung in der Volksgruppenförderung etabliert, um die Messung der Wirkung der Fördermittel zu ermöglichen. So wurde 2021 eine Umfrage zur Lebensrealität der Volksgruppen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Erhalt und die Pflege der Volksgruppensprachen großteils als wertvoll und identitätsstiftend wahrgenommen werden. Mehrheitlich als wertvoll erachtet wird der volksgruppensprachliche Medienkonsum ebenso, wie die Teilnahme an den durch die Bundesmittel geförderten Aktivitäten. Das Bundeskanzleramt leitet daraus ab, dass die Vernetzung durch die geförderten Aktivitäten und der einschlägige Medienkonsum dazu beitragen, die Verbundenheit mit der Volksgruppe zu stärken und deren Kultur weiterzugeben.
Herausgeber / Quelle: Parlamentskorrespondenz Österreich ¦
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