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Schlafstörungen bilden Teufelskreise von Schmerz, Erschöpfung und emotionalem Leid, was den Schlaf selbst noch unwahrscheinlicher macht. Und auch in den Wachstunden wird es bei den Menschen, die schlecht schlafen, nicht besser. Unzureichender Schlaf erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Darm, Haut- und Muskelreizen, was folglich zu noch mehr Qualen und Schmerzen führt. Jordan Rubin spricht aus persönlicher Erfahrung und weiss, dass bei nicht ausreichendem Schlaf die Verdauung folglich leidet.
Gehirn und Darm ähneln sich sehr. Beide haben natürliche 90 Minuten-Zyklen. Die träge Schlafwelle des Gehirns ist von Perioden „raschen Augenbewegungen“, auch „REM-Schlaf“ (rapid eye movement) unterbrochen, in denen Träume auftreten. Patienten mit Darmproblemen neigen nun ebenfalls dazu, einen unnormalen REM-Schlaft (oder Traumschlaf) zu haben. Und von schlechtem Schlaf berichten viele, wenn nicht die meisten, Patienten mit Reizdarm und Verdauungsstörungen und ohne Vorhandensein eines Geschwürs („saurer Magen“).
Ärzte behandeln den Traumschlaf oft mit schwachen Antidepressiva (Medikamente gegen Depression), die auch bei der Behandlung des Reizdarms und den o. g. Verdauungsstörungen wirksam sein mögen. Allerdings verschlimmern einige stärkere Antidepressiva die Verdauungsprobleme, was auf eine Verknüpfung zwischen den Schlafschwierigkeiten und Bauchproblemen hindeutet. Beeinflussen sich die zwei Gehirne etwa gegenseitig? - Wahrscheinlich!
Schlaf mag sehr gut die allerwichtigste Voraussetzung für die Gesundheit der Verdauung sein. Und es ist wichtig, zur rechten Zeit genug Schlaf zu bekommen. Einige Forscher sind davon überzeugt, dass eine Minute, die Sie vor Mitternacht schlafen, einen Gegenwert von vier Minuten Schlaf nach Mitternacht hat. Erholsamer Schlaf wird für Ihre Verdauung und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand Wunder tun!