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Bei der Wahl zum italienischen Präsidenten hat auch im zweiten Anlauf keiner der Kandidaten die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht. Die meisten Vertreter des Mitte-Links-Bündnisses und der Mitte-Rechts-Allianz gaben offensichtlich leere Wahlzettel ab.
Erst am Freitag geht es weiter
Ein dritter Wahlgang soll am Freitagmorgen folgen. Bekommt ein Kandidat auch dann nicht zwei Drittel der Stimmen, reicht im vierten Wahlgang eine einfache Mehrheit.
Der Favorit der Wahl, der frühere Senatspräsident Franco Marini, hatte bereits im ersten Wahlgang nicht genügend Stimmen bekommen. Der 80jährige wurde vom Chef des Mitte-Links-Bündnisses, Pier Luigi Bersani, ins Rennen geschickt und wird auch von Mitte-Rechts-Vertretern grundsätzlich unterstützt.
Allerdings ist Marini auch unter Bersanis Sozialdemokraten umstritten. Dieser will nun offenbar einen neuen Vorschlag für den dritten Wahlgang machen.
Italien steckt seit der Parlamentswahl im Februar in einer Pattsituation. Nur der neue Präsident könnte vorgezogene Parlamentswahlen ansetzen. Die Amtszeit von Amtsinhaber Giorgio Napolitano endet Mitte Mai.