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In der Schweiz gilt seit 2005 ein Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Bundesversammlung hat dieses Moratorium im März 2022 um weitere vier Jahre verlängert. Gleichzeitig hat sie aber den Bundesrat damit beauftragt, spätestens bis Mitte 2024 einen Erlassentwurf für eine risikobasierte Zulassungsregelung für Nutzpflanzen vorzulegen, «die mit Methoden der neuen Züchtungstechnologien gezüchtet wurden, denen kein transgenes Erbmaterial eingefügt wurde und die gegenüber den herkömmlichen Züchtungsmethoden einen nachgewiesenen Mehrwert für die Landwirtschaft, die Umwelt oder die Konsumentinnen und Konsumenten haben.»
Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz stellt hier fünf Beispiele aus der internationalen Züchtungsforschung vor, die potenziell auch in der Schweiz einen Mehrwert bieten können. Die vorgestellten Pflanzen enthalten keine artfremden Gene, sondern Mutationen, die durch die Genom-Editierung gezielt ausgelöst wurden. Die kurze Zusammenstellung ist nicht als umfassende Analyse der ökologischen, gesundheitlichen oder sozio-ökonomischen Auswirkungen zu verstehen, die eine Einführung der hier vorgestellten Pflanzen in die Schweizer Landwirtschaft und den Schweizer Markt hätte. Vielmehr sollen die vorgestellten Beispiele als Grundlage dienen, um darüber zu diskutieren, ob und unter welchen Bedingungen die neuen Züchtungstechniken einen Mehrwert für die Landwirtschaft, die Umwelt oder die Konsumentinnen und Konsumenten bieten könnten, wie es der parlamentarische Auftrag verlangt.
Authors: Michael Kümin, Dr Franziska Oeschger, Dr Angela Bearth, Prof. Dr Didier Reinhardt, Dr Jörg Romeis, Prof. Dr Sebastian Soyk, Prof. Dr Bruno Studer
Standard identifier: DOI: doi.org/10.5281/zenodo.7919401