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Mesopotamien wurde um 10’000 v. Chr. besiedelt und beheimatet. Die Sumerer hatten sich als erstes Volk zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris niedergelassen. Von daher leitet sich auch der Name Bethnahrin (Mesopotamien bzw. Zweistromland) ab.
Durch die idealen geographischen und klimatischen Bedingungen konnten hier die ersten Hochkulturen entstehen. Die Menschen wurden sesshaft. Die ersten Zivilisationen konnten sich somit in diesem Gebiet entwickeln. Die Hochkulturen Mesopotamiens haben ihre Spuren im Norden bis ans Schwarze Meer und im Westen bis hin nach Ägypten hinterlassen. Die politischen, sozialen, ökonomischen, wissenschaftlichen und militärischen Errungenschaften haben den Lauf der Geschichte massgeblich beeinflusst.
Die Sumerer betraten die Bühne der Geschichte als erstes und legten den Grundstein für die Wiege der menschlichen Zivilisation um 3500 v. Chr.
Dem Imperium folgten jene der Akkader, Babylonier, Assyrer und Chaldäer, so dass deren Könige ihre Staaten bilden konnten. Die Aramäer hingegen konnten mit der weit entwickelten und fortschrittlichen aramäischen Sprache und Alphabet der damaligen Welt ihren Stempel aufdrücken.
Die Zivilisation konnte dadurch weiter ausgebaut werden. Zentral organisierte Stadtstaaten wurden gegründet. Die Streitkräfte wurden militärisch organisiert. Im Juristischen Bereich kamen die Errungenschaften der ersten angewendeten und geschriebenen Gesetze durch Ur- Nammu und Hamurabi. Diese gelten bis heute als fundamentale Gebote in der Rechtsordnung. Eine der wohl bedeutendsten Erfindung der Menschheit überhaupt ist die Erfindung der Schrift. Dies wiederum hat zur Erfindung des Schulsystems geführt. Die Bildung in Fächern wie Mathematik, Ökonomie, Biologie, Geologie, Geschichte, Medizin, Astronomie, Mythologie, Musik und Literatur (z.B. das Weltberühmte „Gilgamesch Epos“) waren eine Selbstverständlichkeit und sind ebenfalls unserem Volk anzurechnen. Weitere Meilensteine der Geschichte sind die Fortschritte in der Technologie wie z.B. die Erfindungen des Rads und der Bau von Bewässerungsanlagen. Die Viehzucht, und der systematische Anbau von Ackerland haben die Entwicklung der Kultur erst zugelassen.
Die Zeugnisse der Kunst und der Architektur Mesopotamiens sind heute noch in den grossen Museen der Welt zu finden. Mesopotamien hat mit den hängenden Gärten der Semiramis eines der sieben Weltwunder geschaffen.
Die Vorherrschaft unseres Volkes brach um 500 v. Chr. zusammen. Durch die Angriffe von mehreren Nomadenvölker und innerer Uneinigkeit zerfielen die blühenden Reiche Mesopotamiens. Danach folgten die Niederlagen gegen die Perser im Jahre 539 v. Chr. und Alexander dem Großen 331 v. Chr. Die Römer besetzten Mesopotamien um 50. v. Chr.
Das Assyrer-Aramäer-Suryoye Volk bekannte sich als eines der ersten Völker zum Christentum. In der Folge nannte sich unser Volk „Suryoye“.