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Die erworbene Immunität ist die Spezialeinheit des Körpers: Es handelt sich um die stärksten Zellen, die nur dann aktiviert werden sollten, wenn sich die Situation verschlechtert. Normalerweise sind es die dendritischen Zellen, die mit einem Stück des Erregers vom Ort der Infektion fliehen, um es den Zellen der erworbenen Immunität zu zeigen, die dann schwere Geschütze auffahren.
Es gibt viele unterschiedliche Zellen, die zum erworbenen Immunsystem beitragen. Diese Zellen finden sich im Lymphsystem und im Blut und wandern von Lymphknoten zu Lymphknoten. Zur Vereinfachung unterscheiden wir 3 Kategorien:
- CD8+ T-Lymphozyten: Sie sind die „Elitesoldaten“, die Spezialisten im Nahkampf. Sie können Zellen, die mit einem Krankheitserreger infiziert sind, schnell erkennen und töten.
- B-Lymphozyten sind die „Artilleristen“. Sie produzieren Antikörper, Proteine, die sich im ganzen Körper verteilen und an Krankheitserreger binden, wodurch diese geschwächt oder deaktiviert werden und für andere Immunzellen leichter zu erkennen sind.
- CD4+ T-Lymphozyten oder T-Helferzellen: Als „Offiziere“ aktivieren sie die anderen Zellen, leiten den Kampf und wissen, welche Zellen sie je nach Situation rekrutieren müssen.
Das Besondere an der erworbenen Immunität ist, dass sie spezifisch ist (sie reagiert spezifisch auf einen Organismus), langsam (sie braucht mehrere Tage, um sich zu etablieren), und ein „Gedächtnis“ hat (sie erinnert sich an frühere Krankheitserreger und reagiert auf jeden neuen Angriff noch stärker).
Die Aktivierung solcher Kräfte ist mit hohem Energieaufwand verbunden. Millionen von Zellen werden aktiviert, vermehren sich sehr schnell und verbrauchen Energie für die Herstellung von Antikörpern und die Elimination von Pathogenen. Der Körper aktiviert sie daher nur, wenn es nötig ist – in der Regel bei Infektionen, die den ganzen Körper oder zumindest ein ganzes Organ betreffen. Dies können wir spüren: Wir fühlen uns in der Regel müde, alles tut weh, wir haben Fieber, Übelkeit und geschwollene Lymphknoten (weil sich die Zellen darin vermehren). Dies wird gemeinhin als „grippales Syndrom“ bezeichnet.