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In Zukunft werden patriarchisch oder matriarchisch geführte Unternehmen von synarchisch orientierten Organisationsformen abgelöst. Im Laufe der Jahrhunderte stellten sich Philosophen und andere Denker die Frage, wie man den menschlichen Gesellschaften wieder zu Frieden und Wohlstand verhelfen könnte, und mit diesem Ziel haben sie sich ideale Regierungs- und Organisationsformen ausgedacht. So schrieb Platon «Die Republik», Thomas Morus «Utopia», Francis Bacon «Das neue Atlantis», Campanella «Der Sonnenstaat». Der Begriff Synarchie geht auf Saint-Yves d’Alveydre (1848-1909) zurück. Man versteht darunter eine Regierung, die auf Grundsätzen beruht im Gegensatz zur Anarchie, einer Regierungsform ohne Grundsätze. Die Synarchie wurde von Rama 7400 Jahre vor Christus eingeführt, er gründete ein Reich das 3500 Jahre Bestand hatte. Die Synarchie ist eine Regierungsform, in der an der Spitze eine Dreiheit die Regierungsgeschäfte wahrnimmt, wobei eine Aufteilung in drei Hauptaufgabengebiete (Unterrichtswesen, Justiz, Wirtschaft) so erfolgt, dass eine harmonische Arbeitsweise möglich ist. Interessanterweise ist die staatliche Organisationsform der Schweiz im Ansatz, am ehesten vergleichbar mit der einer synarchischen Regierungsform. Dazu sei gesagt: “Jedes Volk bekommt den Präsidenten, den es verdient!” oder anders, “Der Fisch stinkt nicht vom Kopf weg”. Wenn ein gewählter Präsident Fehlentscheidungen trifft, trägt das ganze Volk Mitschuld. Es hätte ihren Präsidenten vor der Wahl besser auf Herz und Nieren prüfen sollen. “Doch Politik interessiert uns nicht”...oder... “Die schauen eh nur auf ihren eigenen Vorteil”... ”Fussball ist viel spassiger”...”ich habe meine eigenen Probleme, was soll ich da noch andere lösen?”. An Ausreden fehlts nicht, wenn es darum geht, etwas länger in seiner fadenscheinig, intakten Welt zu verweilen – um kurz darauf gar über Nacht aus dem Dornröschenschlaf aufzuschrecken und sich vor gewaltige Tatsachen gestellt sehen. In den meisten freien Ländern glänzt die Bevölkerung mehr durch Abwesenheit bei politischen Fragen, als durch tatkräftige Mitgestaltung am gemeinschaftlichen Wohl. In Unternehmen zeichnen sich ähnliche Tendenzen ab. Manche Länder oder Unternehmen gehen soweit, das Diktaturen entstehen und ganzen Völkern oder Belegschaften jegliche Rechte abgenommen werden. Es ist demnach nicht verwunderlich, wenn sich in egozentrischen Gesellschaften äusserst intelligente Organismen einschleichen, und sich den Nährboden unmündiger Bürger zunutze macht. Aktuelles Beispiel: Die Nomination von G.W. Bush als U.S.-Präsident im Jahr 2000. Bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen wird sich zeigen wie lernfähig die Bevölkerung diesbezüglich ist. Medizinisch gesehen ist die Krankheit wohl noch nicht lokalisiert. Hat sich nämlich ein pilzähnlicher Organismus erst einmal eingenistet, befreit sich sein Wirt nur sehr schwer vom Parasiten, dieser verändert nötigenfalls auch geschickt sein Äusseres, um ungestört weiterzumachen. Pilzähnlichen Parasiten kann man im biologischen Sinne nicht mal verübeln so zu handeln, ihre Aufgabe besteht darin, Schwachstellen im System sichtbar zu machen, um aufzuzeigen das der Organismus nicht sauber funktioniert. Ein ignorieren dieser Signale hätte den schleichenden Zerfall des gesamten Organismus zur Folge. Natürlich wird sich der Parasit solange ausbreiten, bis der Wirt sein Übel erkannt hat und Gegenmassnahmen einleitet. Dabei gilt zu beachten: Eine Krankheit ist immer auch eine grosse Chance, die dem erkrankten Organismus die Möglichkeit gibt, durch essentielle Lernprozesse sich selbst zu erneuern und dadurch seine Beschwerden nachhaltig zu lindern. Um eine erfolgreiche Behandlung zu erreichen ist es wichtig, das der Organismus, sei es ein Mensch, Staatenbund, Stadt, Unternehmen, Tier, Pflanze oder die Erde selbst, ganzheitlich betrachtet wird. Alles ist immer mit allem Verbunden und bildet eine harmonische Einheit. Ein Organismus erkrankt immer als Ganzes, und nicht nur als Teil. Die Ursachenbehandlung sollte daher einer schnellen und kurzfristigen Symptombehandlung vorgezogen werden, innerhalb homöopathischer- wie auch allopathischer Behandlungsmethoden. Wir lernen aus Fehlern weit besser, als wenn wir richtig handeln würden. Demnach wählen wir wohl eher unbewusst Präsidenten, bei denen wir bereits am Gesicht ablesen können, das sie viele Fehler machen werden. Die Natur führt uns auf geniale Art und Weise unsere Schwachstellen vor Augen, damit wir die Situation unter mehr oder weniger sanftem Zwang und aus eigenem Interesse wieder ins Lot bringen, somit ist in den meisten Fällen ein kurzfristiger Nachteil, langfristig ein grosser Vorteil. Sobald sich das Volk wieder bewusst um die gemeinschaftlichen Belange kümmert, werden den Regierenden die Flügel gestutzt, damit sie sich wieder wie vom Volk gewählte Vertreter verhalten, und eine optimale Entwicklung aller Bürger unterstützen. Nach jahrhundertelangen Trial-and-Error-Phasen und massiven Lernprozessen auf allen Ebenen natürlicher Entwicklung, werden wir immer optimalere Organisationsformen entwickeln, die letztendlich perfekt auf alle Bedürfnisse abgestimmt sind. Es gibt nichts stärkeres, als eine Idee deren Zeit gekommen ist.