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August - Alles für ein Linsengericht
Eines Tages kochte Jakob ein Linsengericht. Da kam Esau müde vom Feld und sagte zu seinem Bruder Jakob: «ich bin so müde. Lass mich doch von deinem roten Zeug essen!» Darum trägt er den Beinamen Edom, das heisst der Rote. Da sagte Jakob: »Erst musst du mir dein Vorrecht überlassen, das du als Erstgeborener besitzt.« Esau erwiderte: »Ich sterbe fast vor Hunger! Wozu brauche ich da mein Erstgeburtsrecht?« Jakob sagte: »Dann schwöre es jetzt sofort! «Esau schwor es ihm. So verkaufte er Jakob sein Erstgeburtsrecht. Jakob gab Esau Brot und gekochte Linsen. Esau ass und trank. Dann stand er auf und ging weg. So wenig war ihm sein Erstgeburtsrecht wert. 1. Mose 25, 29-34
Zwei ungleiche Zwillingsbrüder. Esau, der Erstgeborene, arbeitet draussen auf dem Feld und geht auf die Jagd. Jakob ist ruhiger und bleibt bei den Zelten. Esau gibt das Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht an seinen Bruder ab.
Das Erstgeburtsrecht beinhaltet den doppelten Anteil des Erbes, aber auch die Verantwortung für die ganze Familie. Der Erstgeborene ist der Empfänger der göttlichen Verheissung und des besonderen Segens.
Auf dies alles verzichtet Esau für ein Abendessen. Warum tut er dies? War es ihm nicht wichtig?
Vielleicht steckt aber auch ein Prinzip Gottes dahinter. Gott wählt oftmals – aus menschlicher Perspektive – das Kleine und Schwache. In diesem Fall den Zweitgeborenen. Z.B. wird David als jüngster von vielen Brüdern zum König gesalbt. Auch Jesus nimmt sich gerne Kranker, Armer und Schwachen an.
Habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich oder andere bevorzugt wurden?
Kann ich mit Gott das Kleine wählen?