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Die Armut in Laos hängt stark davon ab, wo jemand lebt. Vor allem Familien in den Bergregionen leiden unter einer unsicheren Versorgungslage. Es fehlt ihnen an den nötigen Einkünften, um Grundbedürfnisse zu decken.
Die ethnischen Minderheiten in den Bergen sind in allen Bereichen – Nahrung, Gesundheit, Bildung, Einkommen– gegenüber den Tiefland-Laoten benachteiligt. Grund dafür ist, dass die meisten Familien ausschliesslich von dem leben, was ihre Felder hergeben. Die Reiskulturen sind im Unterhalt sehr arbeitsaufwändig und die Ernte hängt von den Monsunregen ab. Der Klimawandel bewirkt bereits unregelmässige Regenperioden, gleichzeitig gibt es anhaltende Dürren. In dieser schwierigen Situation arbeiten vor allem die Frauen sehr hart. Dennoch leiden die meisten Familien zwei bis sechs Monate pro Jahr unter Nahrungsmittelknappheit und bis zu 50 Prozent der Kinder sind mangelernährt. Viele ergänzen ihre Ernährung durch Fischen, Jagen und Sammeln oder sie verkaufen Waldprodukte wie Kardamom, Bambussprossen oder Ingwer, um an Bargeld zu kommen. Das ist wenig nachhaltig, weil diese Produkte nicht immer nachwachsen und die Preise eher niedrig sind. Auch gefährden Pestizide von den Plantagen der chinesischen Investoren die Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen Wasser und Land.
Einkommen erhöhen, Armut reduzieren und Hungerzeiten verkürzen
Die Organisation Saeda fördert die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. In den Dörfern sorgt sie dafür, dass sowohl die Ernährung wie die Gesundheit der Bevölkerung verbessert werden. Zudem unterrichtet die Organisation die Bauernorganisationen in organischer Landwirtschaft, um den Einsatz der chemischen Pestizide zu verringern. Weitere Themen sind die Erhaltung der Artenvielfalt und die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Saeda ist überzeugt, dass nachhaltige Lösungen nur erreicht werden können, wenn die lokale Bevölkerung und die lokalen Autoritäten aktiv zusammenarbeiten und Verantwortung übernehmen. Deshalb stärkt sie in 10 Dörfern in der Provinz Luangnamtha in 10 Dorfgruppen rund 300 Familien. Zudem werden lokale Behörden motiviert, die örtlichen Bauernorganisationen zusammenzuarbeiten. Die angepassten landwirtschaftlichen Methoden und der nachhaltige Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zeigt bereits Folgen: die Einkommen der Familien steigen und die Armut der Familien wird reduziert, die Hungerzeiten werden kürzer und gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an.