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von Daniel Grütter
Die Quellenlage erlaubt nur wenige Rückschlüsse über die Datierung und bauliche Entwicklung der fünf Schaffhauser Burgruinen Ottersbühl, Wolkenstein, Hartenkirch (Siblinger Schlossranden), Radegg und Randenburg. Schriftquellen aus dem Hochmittelalter haben sich keine erhalten. Die ältesten Berichte finden sich in der um 1605 verfassten Chronik der Stadt und Landschaft Schaffhausen von Johann Jakob Rüeger. Das archäologische Fundmaterial, im Wesentlichen aus Grabungen des 19. und frühen 20. Jh. stammend, ist nur bedingt aussagekräftig. Aufgehendes Mauerwerk hat sich nur auf der Radegg erhalten. Über die Besitzer der Burgen herrscht einzig im Fall der Randenburg und der Radegg Klarheit. Sie lassen sich im Laufe des 13. Jh. in der Stadt Schaffhausen nachweisen, ihre Stammsitze scheinen allmählich aufgegeben worden zu sein. Indizien für eine kriegerische Zerstörung lassen sich nur für die Radegg belegen. Allen Ruinen eigen ist ihre touristische «Wiederentdeckung» im 19. Jh., im Falle der Radegg im beginnenden 20. Jh.
, Daniel : Burgruinen im Kanton Schaffhausen
Mittelalter – Moyen Age – Medioevo – Temp medieval, Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, 19. Jahrgang 2014, Heft 2, 77 - 86.