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Dominic Stricker (ATP 117) hat bei seinem Debüt in Wimbledon gesiegt. In der 1. Runde gewann der 20-jährige Qualifikant aus dem Kanton Bern 3:6, 6:3, 6:2, 4:6, 7:5 gegen Alexei Popyrin (ATP 93).
Am Ende war es ein nicht mehr erwarteter Sieg, nachdem Stricker im fünften Satz gegen den aufschlagstarken Australier einen 1:4-Rückstand wettmachen musste. Allerdings hätte der Juniorensieger des French Open 2020 gar nie in diese brenzlige Situation geraten müssen.
Nach einem nervösen Beginn steigerte er sich nach einer ersten Pause beträchtlich und hatte den Australier, der ausser dem guten Service kaum etwas zu bieten hat, in den Sätzen 2 und 3 völlig im Griff. Am Ende des vierten Durchgangs kassierte er jedoch aus heiterem Himmel das entscheidende Break zum 4:6.
Im ersten Game des Entscheidungssatzes vergab Stricker drei Breakchancen zur schnellen Führung, zwei davon durch äusserst vermeidbare Vorhandfehler. Stattdessen gab der Berner Linkshänder gleich darauf seinen Aufschlag ab. Am Ende zeigte er aber noch einmal, welch grosses Talent in ihm steckt. Erst machte er das erste Break zum 3:4, dann das entscheidende zum 6:5 auf sehr überzeugende Art.
Der Lohn ist der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier und ein Zweitrunden-Duell mit dem als Nummer 10 gesetzten Amerikaner Frances Tiafoe.
Naef verliert bei Premiere
Ihre Premiere bei einem Grand-Slam-Turnier verloren hat hingegen Céline Naef (WTA 165). Die erst letzte Woche 20-jährig gewordene Schwyzerin war wie Stricker über die Qualifikation ins Hauptfeld gekommen. Gegen die als Nummer 22 gesetzte Russin Anastasia Potapowa zeigte sie ihr grosses Potenzial.
Die Fortsetzung der am Dienstag beim Stand von 3:6, 3:3 wegen Regen abgebrochenen Partie dauerte am Mittwoch allerdings nur noch wenige Minuten. Naef gelang beim 3:6, 3:6 kein weiteres Game mehr.