Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03600.jsonl.gz/1103

Zudem sieht sich der US-Amerikaner neu auch mit einer Bonusrückforderung des US-Versicherungskonzerns SCA Promotions konfrontiert. Hintergrund der Forderung: In den Jahren 2002 bis 2004 konnte die einstige Radlegende die «Tour de France» drei Mal nacheinander für sich entscheiden und erhielt dafür von SCA Promotions Preisgelder und Prämien in Höhe von über 12 Millionen US-Dollar.
SCA will Preisgelder zurück
Wie Gerichtsdokumente zeigen, die «Handelszeitung Online» vorliegen, setzten sich diese Zahlungen wie folgt zusammen: 2002 erhielt Lance Armstrong nach seinem ersten «Tour»-Sieg von SCA Promotions ein Preisgeld von 1,5 Millionen Dollar. 2003 erhöhte sich dieser Betrag auf drei Millionen – und 2004 flossen fünf Millionen Dollar an Preisgeld auf das Konto des US-Amerikaners. Darüber hinaus erhielt Armstrong vom Versicherer insgesamt 2,5 Millionen an Prämien und Gebühren für die drei «Tour»-Siege in den Jahren 2002 bis 2004.
Weil Lance Armstrong aber «bei sämtlichen seiner Tour-de-France-Siegen betrogen» habe, sieht sich der auf Sportwetten spezialisierte Versicherungskonzern jetzt dazu gezwungen, gegen Armstrong selbst und dessen Marketingfirma «Tailwind Sports» rechtliche Schritte einzuleiten. Das schreibt der SCA-Konzernchef Robert Hamman in einer Medienmitteilung auf der firmeneigenen Homepage.
Swiss Re könnte profitieren
Im 36 Seiten langen Rückforderungsschreiben, das «Handelszeitung Online» vorliegt, begründet SCA Promotions die Forderung denn auch damit, dass der Versicherer im Zuge des Dopingskandals «Reputationsschäden» und «erhebliche Verluste» erlitten habe.
Sollte der ehemalige siebenfache Tour-de-France-Sieger der Forderung von SCA Promotions nachkommen, könnte sich dies für Swiss Re derweil als finanziell günstig erweisen. Dem Vernehmen nach zählt SCA Promotions zu den Kunden des Schweizer Rückversicherers - und dieser sicherte das Risiko der Armstrong-Versicherung mit einem substantiellen Betrag ab.
Swiss Re selbst wollte die rechtliche Auseinandersetzung zwischen SCA Promotions und Lance Armstrong sowie die Geschäftsbeziehung mit dem US-Versicherer nicht kommentieren.