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Die Geschichte des Glühweins ist eine sehr alte. Schon in der Antike bei den alten Griechen wurde der Wein gewürzt. Ein erster festgehaltener Beleg findet sich als Rezept bei den Römern, der «Conditum paradoxum» des Apicius. Gewürzt wurde einerseits, weil der Wein damals sehr sauer und ungeniessbar war, andererseits um den Wein durch Zugabe von Zucker und Honig haltbarer zu machen.
Im Mittelalter erschien um 1580 das Arzneibuch von Hieronymus Bock. In dem Buch beschreibt er einen Kräuterwein, welcher sehr dem heutigen Glühwein ähnelt. Er wurde vor allem als Arznei bei «Wehtun der Brust» und auch bei «feuchtem Magen», eingesetzt. Nelken beispielsweise haben eine verdauungsfördernde Wirkung und sind antibakteriell. Kardamom wirkt appetitanregend. Zimt kurbelt die Verdauung an, wirkt gegen Völlegefühl und stärkt das Immunsystem. Eine aphrodisierende Wirkung wird dem Zimt ebenfalls nachgesagt. Die ätherischen Öle der Gewürze sorgen für gute Stimmung und Glücksgefühle.
Der heutige Glühwein wird leider oft als Fertigkonzentrat hergestellt, was sehr schade ist, statt aus einem guten Rotwein mit den passenden Zutaten einen feinen Glühwein zu zaubern.