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Der Pilot habe die Gelände- und Wetterbedingungen zu wenig berücksichtigt: Das ist das Fazit des Berichts der Schweizerischen Unfalluntersuchungsstelle (Sust) zum Flugzeugabsturz in Tatroz (Gemeinde Attalens) im Mai 2012. Damals kamen alle sechs Insassen ums Leben. Im Bericht heisst es, der Pilot habe in geringer Flughöhe die Kontrolle über das Flugzeug verloren.
Die einmotorige Piper war um 14.30 Uhr vom Flugplatz Blécherette bei Lausanne aus gestartet. Das Flugzeug flog zweimal über das in der Nähe von Châtel-St-Denis liegende Dorf Tatroz. Beim zweiten Überflug war die Maschine in einer Höhe von 60 bis 90 Metern unterwegs. Eigentlich sind Flughöhen von mindestens 300 Metern über stark bebautem Gebiet und 150 Metern anderswo vorgeschrieben. Laut Bericht der Unfalluntersuchungsstelle «haben die Erwartungen der Passagiere den Piloten sicherlich beeinflusst»: Zwei der Passagiere wohnten in Tatroz. So habe der 42-jährige Pilot zwar wegen der erwarteten Turbulenzen den Zielflughafen Bex (VD) aufgegeben und Ecuvillens anvisiert. Doch «ist es denkbar, dass der Pilot dachte, er könne dank seiner guten Ortskenntnisse meteorologische Schwierigkeiten ausgleichen», heisst es im Bericht. Doch riss die Strömung ab, als er in geringer Höhe flog–und das Flugzeug schlug auf dem Boden auf.
Ganze Familie betroffen
Der Flug war ein Geburtstagsgeschenk für einen 60-jährigen Waadtländer gewesen. Ebenfalls im Flugzeug sassen dessen im Waadtland lebender 29-jähriger Sohn mit seiner 35-jährigen Partnerin sowie die 37-jährige Tochter des Jubilars und deren 40-jähriger Mann. Die Tochter und ihr Mann wohnten in Tatroz; sie hinterliessen drei Kinder. sda/njb