Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/2641

31. März 2019: Neuwahl des Luzerner Kantonsrates
» unsere Kandidierenden...
Ja-Parole zur Bebauungsplan-Änderung Astoria
Archiv: 28. Januar 2005
Das Grüne Bündnis Stadt Luzern sagt Ja zur Bebauungsplan-Änderung für eine Erweiterung des Hotels Astoria.
Cony Grünenfelder, Fraktionspräsidentin, im Namen des erweiterten Vorstandes Grünes Bündnis Stadt Luzern
Anpassung an die bestehende Höhe
Das Projekt der Basler Architekten Herzog & de Meuron für eine Hotel-Erweiterung zwischen dem Hotel Astoria an der Pilatusstrasse und dem dazu gehörenden Bettenhaus mit dem Restaurant «Cucina» im Erdgeschoss will die vorhandene Höhe des Hotels Astoria übernehmen und sieht ein über alle Gebäude durchgehendes oberstes Geschoss vor. Für die Realisierung dieses Bauvorhabens ist eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig, welche für diese Parzelle eine Erhöhung der maximalen Fassadenhöhe auf 22.6m vorsieht. Diese geplante bauliche Anpassung eines Erweiterungsbaus bzw. ein durchgehendes oberstes Geschoss bedeutet jedoch lediglich die Übernahme der heute bereits bestehenden Höhe im Bereich des Hotels Astoria. Sie ist aus architektonischer Sicht richtig.
Die Chance 21, welche gegen die Vorlage das Referendum ergriffen hat, bezeichnet die geplante Bebauungsplan-Änderung als «Lex Karli». Der Astoria-Eigentümer werde bevorzugt, was eine Verletzung der Rechtsgleichheit bedeute. Dieser Vorwurf ist falsch. Der Hotel-Besitzer hat den rechtlich korrekten Weg eingeschlagen und für die geplante Hotel-Erweiterung dem Parlament eine Bebauungsplanänderung zur Genehmigung vorgelegt. Dieser Änderung hat der Grossstadtrat zugestimmt.
Keine Mehrnutzung trotz mehr Fassadenhöhe
Das Hirschmattquartier hat aufgrund des orthogonalen Rasters des Stadtbauplans von Heinrich Meili-Wapf aus dem Jahre 1897 sehr hohe Qualitäten, die es zu erhalten gilt. Die gültige Bau- und Zonenordnung und der heutige Bebauungsplan wollen die vorhandene Quartierstruktur erhalten. Druck auf den historischen Baubestand des Hirschmatt-Quartiers würde entstehen, wenn eine generelle Erhöhung der Gebäudehöhe für das ganze Quartier vorgesehen wäre und wenn mit der Erhöhung auch eine zusätzliche Ausnützung verbunden wäre. Gerade dies ist beim Hotel Astoria nicht der Fall. Für das Grüne Bündnis ist entscheidend, dass der Stadtrat nicht die Absicht hat, die Gebäudehöhe generell zu erhöhen.
Der geplante Erweiterungsbau überschreitet die maximale Gebäudehöhe und setzt die bestehende Fassadenhöhe des Hotels Astoria fort. Trotzdem erzielt der Eigentümer praktisch keine Mehrnutzung (ca.20m2). Die Erweiterung des Hotels Astoria wird dem Quartier keine zusätzliche Verkehrsbelastung bescheren. Die geplante Ausrichtung des Hotels auf Kongress-Tourismus, welche vom durchgehenden obersten «Kongress-Geschoss» abhängt, wird verlängerte Aufenthalte in Luzern und damit pro Hotel-Bett weniger Ankünfte und Abreisen bringen.