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Checkliste für Ärzte
Die Frage nach dem Alkohol- und Tabakkonsum wird fast routinemässig bei einer Konsultation an den Patienten/die Patientin gerichtet. Vielleicht würde sich auch die Frage nach Glücksspielgebrauch als sinnvoll erweisen?
Laut der neusten Untersuchung (ESBK, 2014) leiden ca. 75'689 Personen in der Schweiz unter exzessivem Glücksspiel (exkl. Online-Glücksspiele). Glücksspielsucht kann auch physische Symptome zeigen:
- Schlafstörungen
- Magen-/Darmbeschwerden
- allgemeine Stresssymptome
Zudem können sekundäre psychische Beschwerden/Störungen auftreten:
- Gedankenkreisen, nicht abschalten können, Grübelzwang
- depressive Verstimmungen
- Aggressionsausbrüche, Gereiztheit
- sozialer Rückzug
Übermässiger Tabletten- oder Alkoholkonsum kann als sekundärer Suchtmittelmissbrauch sichtbar werden.
Auch Zahlungsschwierigkeiten können ein Hinweis auf eine Glücksspielproblematik sein.
Die Frage: „Wie sieht es mit dem Glücksspiel bei Ihnen aus?“ oder „Betreibt Ihr Mann/Ihre Frau übermässiges Glücksspiel?“ kann das Tabu brechen und den Anfang eines Klärungsprozesses darstellen.