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Im Jahr 2011, dem bisher wärmsten seit Messbeginn vor 150 Jahren, betrug die Durchschnitts-Temperatur in der Schweiz 8,4 Grad. Dieser Wärmerekord wird 2014 wohl noch übertroffen werden. Das bestätigt auch Stephan Bader, Klimaexperte bei Meteo Schweiz: «Mit den jetzt verfügbaren Temperatur-Prognosen bis Ende 2014 ist bei der Schweizer Jahrestemperatur ein neuer Rekord von 8,5 Grad in Sicht.»
Dieser Rekord ist deshalb erstaunlich, weil der Hochsommer in der Schweiz verregnet und etwas kühler war als im langjährigen Mittel. Doch die weit überdurchschnittlichen Temperaturen im ersten Halbjahr und dann wieder im Herbst haben diese kurze kühle Periode stark überkompensiert. Der Umstand, dass vor allem die (Heiz-) Monate Januar bis April und September bis Dezember sehr warm waren, wird sich auch in der Energiestatistik niederschlagen: Der Verbrauch von Heizöl, Erdgas und Elektrowärme dürfte gegenüber dem Vorjahr deutlich sinken.
Langfristig starke Klimaerwärmung
Der Rekordwert von 8,5 Grad, den Meteo Schweiz fürs Jahr 2014 prognostiziert, liegt um 1,3 Grad über dem Mittelwert von 1980 bis 2014. Dabei waren schon die letzten 34 Jahre im Schnitt rund ein Grad wärmer als der frühere Mittelwert zwischen 1864 und 1980. Das belegt: Langfristig ist die von gewissen Seiten immer wieder bezweifelte Klimaerwärmung in der Schweiz bereits eine messbare Realität.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine.