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DIE GESCHICHTE DES HAUSES
«Das hus und hoffstatt sampt dem gertli darhinter als das
zu mindern Basel an der Ryngassen glegen ist.» (1538)
Die Gebäude Lindenberg 1 bis 5 zeigen nicht das «habliche» Bürgertum der früheren Jahrhunderte und seine Wohnkultur, sonder das Hausen einfachster Bürger in sehr bescheidenen Verhältnissen. Gegenüber liegt der Hatstätter-Hof mit seinem alten Baumbestand.
In den letzten Jahrzehnten entstand dank engagierten Quartierbewohner/innen ein beliebtes Wohnumfeld, verbunden mit vielseitigem Kleingewerbe. Parkierte Autos, das Fixerstübli und der Spielsalon «Lucky» gehören der Vergangenheit an.
grössere Auflösung
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Dank der Basler Denkmalpflege und dem Staatsarchiv verfolgten wir die Geschichte am Lindeberg 3 (vormals Rheingasse 98). Laut Inschrift über dem Hauseingang ist es mit 1346 datiert, also 10 Jahre vor dem grossen Erdbeben. 1623 ist die Rede vom «Hus bey der Linden», das laut der Grundbuchanlegung von 1875 eine Fläche von 13 Ruthen und 70 Fuss umfasst.
KURZCHRONIK
1376 könnte es «Morgenbrötlis Hus» sein.
1462 gehört es einem Lienhard Karrer
1497 besitzt es der Steinknecht Hanns Erhart-Wacker mit Frau Christina.
1538 bewohnt der Rebmann Hanns Harder das Haus.
1543 ist Hanns Kannengiesser der Rebmann als Käufer aufgeführt. Später gehört es bis 1562 einem Hanns Schreiber.
1610 wird ein Maurer Jac. Ernst erwähnt.
1623 kauft Friedrich Brenneysen-Kauffmann der Gartner mit Frau Elisabetha das Haus.
1699 bewohnt Samuel Frey der Passamenter (Posamenter sind Bändelmacher) das Haus.
Er ist beim städtischen Fünfergericht wiederholt als Kläger aufgeführt und in
mehrere Streitigkeiten verwickelt.
1756 kauft Frau Anna Maria Sixt, die Wittwe von Zacharias Baumann der Schuhmacher
die Liegenschaft von den Erben des Samuel Frey.
1761 erwirbt Elisabeth Staehelin-Freyvogel das Haus aus einer Gant. Sie ist die
Wittwe des Weissbäckers Hans Rud. Staehelin.
1768 übernimmt ihr Sohn der Fischer und Ratsherr Hieronimus Staehelin-Neuenstein
mit Frau Margaretha das Haus. Seine drei Söhne sterben früh.
1808 überträgt die Wittwe Staehelin das Haus auf den Tochtermann und Metzger
Bernhard Greter-Staehelin.
1828 kauft Jakob Breitenstein der Seidenfärber die Liegenschaft, die wenig später
an den Piqueur Jakob Friedrich Wetzel-Moser übergeht.
1942 kauft der Spengler Jules Ziegler-Rasterberger das Haus.
Nach seinem Tode verkauft die Tochter Rita Ziegler die Liegenschaft an Martin Gubler
grössere Auflösung
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DIE HINTERANSICHT
1999 beginnen, nach der Übernahme am 1. Februar, die Umbauarbeiten. Geplant und begleitet durch den Architekten Martin Kettner, ausgeführt durch Christian Jeker (Holzbau, Küche und Riemenböden) u.v.a. Seit Herbst 1999 wird im Lindenberg 3 wieder gewohnt und gearbeitet. Im Sinne von Rita Ziegler mit viel Freude am Ort und an Innovation.
Fotos und Inhalt unter Copyright von Lindenberg3, website by ECLECTIC