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Die Teilnahme bzw. Mitgliedschaft in Vereinen oder Gruppen ist ein Zeichen der aktiven Mitgestaltung der Lebensumwelt und damit ein Ausdruck der sozialen Integration.
Die Teilnahme bzw. Mitgliedschaft in Vereinen oder Gruppen ist ein Zeichen der aktiven Mitgestaltung der Lebensumwelt und damit ein Ausdruck der sozialen Integration.
2019 beteiligten sich 44% der Wohnbevölkerung der Schweiz als Aktivmitglieder an den Aktivitäten von Vereinen, Gesellschaften, Klubs, politischen Parteien oder anderen Gruppen. Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund engagierte sich signifikant häufiger aktiv als die Bevölkerung mit Migrationshintergrund (53% gegenüber 28% für die erste Generation und 35% für die zweite oder höhere Generation). Die passive Teilnahme in einem Verein oder einer Gruppe ist generell weniger häufig (13%). Hierbei weit die erste Migrationsgeneration tendenziell einen höheren Anteil auf als die zweite und höhere Migrationsgeneration. Wie bei der aktiven Beteiligung liegt auch bei der passiven Beteiligung der Anteil unter der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund signifikant höher.
Im Betrachtungszeitraum 2014 bis 2019 zeigt sich im Jahr 2015 ein signifikanter Anstieg der aktiven Beteiligung in einem Verein
oder einer Gruppe. Über die gesamten 5 Jahre betrachtet kann jedoch keine signifikante Veränderung in den verschiedenen nach Migrationsstatus unterschiedenen Bevölkerungsgruppen beobachtet werden.
Was die passive Mietgliedschaft betrifft, geht der Anteil allerdings im selben Zeitraum in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund und in jener der ersten Einwanderungsgeneration signifikant zurück. In der zweiten und höheren Generationen ist ein tendenzieller Rückgang zu beobachten.
In jeder Grossregion, in der eine Unterscheidung nach dem Migrationsstatus möglich ist, beteiligt sich die Bevölkerung mit Migrationshintergrund weniger häufig aktiv am Vereins- oder Gruppenleben als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Die grössten relativen Unterschiede zwischen den nach Migrationsstatus unterschiedenen Gruppen zeigen sich bei den Aktivmitgliedschaften in der Ost- und Nordwestschweiz. In diesen Regionen weist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund fast zweimal tiefere Anteile auf als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Die Genferseeregion und der Espace Mittelland sind die einzigen Grossregionen, in der die Bevölkerung ohne Migrationsstatus einen signifikant höheren Anteil von Passivmitgliedern aufweist als die Bevölkerung mit Migrationshintergrund.
Tabellen
Definitionen
Bei der Definition dieses Indikators zur Mitgliedschaft in einem Verein oder einer Gruppe werden die Freiwilligenarbeit (selbst wenn die Person keiner Gruppe oder Organisation angehört) sowie religiöse Aktivitäten, Vereinsaktivitäten, Aktivitäten von Gesellschaften, Klubs, anderen Gruppen und politischen Parteien berücksichtigt.
Der Indikator zur Aktivmitgliedschaft berechnet sich anhand der Anzahl Personen, die folgende Frage bejaht haben: «Haben Sie im Lauf der letzten zwölf Monate an Aktivitäten von Vereinen, Gesellschaften, Klubs, politischen Parteien oder anderen Gruppen teilgenommen?».
Freiwilligenarbeit: Sie wird auch dann berücksichtigt, wenn die befragte Person keiner Gruppe oder Organisation angehört. Darunter fallen z.B. das Kochen oder Einkaufen für hilfsbedürftige Menschen, die Reinigung von Stränden usw.
Religiöse Aktivitäten: Dazu zählen die Teilnahme an religiösen Festen und die Freiwilligenarbeit für religiöse Gruppen.
Aktivitäten in Vereinen, Gesellschaften, Klubs, anderen Gruppen: einen Stand betreuen, Flugblätter verteilen, an Freizeitaktivitäten teilnehmen, usw. Dabei kann es sich z.B. um Umweltschutzgruppen, Bürgerinitiativen, Nachbarschaftsgruppen, Sport-, Hobby- oder Freizeitvereine handeln.
Aktivitäten politischer Parteien: Demonstrationen, Petitionen, Briefe an die Medien usw.
Der Indikator zur Passivmitgliedschaft berechnet sich anhand der Anzahl Personen die folgende Frage bejaht haben: «Sind Sie aber trotzdem Unterstützungsmitglied oder Passivmitglied von Vereinen, Gesellschaften, Klubs, politischen Parteien oder anderen Gruppen?». Diese Frage mussten alle Personen beantworten, die die Frage nach einer Aktivmitgliedschaft verneint hatten.
Methodologie
Infolge des neuen Stichprobenrahmens und der Verbesserung des Gewichtungsmodells sind die Resultate ab 2014 nicht mehr direkt mit den Resultaten der Vorjahre vergleichbar (Bruch in der Zeitreihe). Mehr dazu im unten stehenden Dokument.