Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03540.jsonl.gz/1072

- Alle drei bisherigen Regierungsräte schaffen die Wiederwahl im ersten Wahlgang. Für die beiden freien Sitze ist ein zweiter Wahlgang nötig.
- Remo Ankli (FDP) und Brigit Wyss (Grüne) lagen früh vorne. Susanne Schaffner (SP) musste sich gedulden, bis die grossen Städte ausgezählt waren.
- Die bestplatzierte der neuen Kandidierenden ist Sandra Kolly (CVP). Sie verpasst das absolute Mehr um knapp 1500 Stimmen.
- Abgeschlagen auf dem letzten Platz ist Richard Aschberger (SVP). Es war der fünfte Versuch der SVP, einen Sitz in der Regierung zu ergattern.
Drei der fünf Solothurner Regierungsratsmitglieder stellten sich der Wiederwahl. Remo Ankli (FDP) und Brigit Wyss (Grüne) lagen früh vorn. Für die dritte Bisherige, Susanne Schaffner (SP) war das Resultat eher knapp. Sie musste die Auszählungen in Solothurn, Grenchen und Olten abwarten.
Die beiden linken Frauen – Susanne Schaffner (SP) und Brigit Wyss (Grüne) – sind seit vier Jahren im Amt. Der mit den meisten Stimmen wiedergewählte Remo Ankli (FDP) ist seit 2013 in der Exekutive. Er kann sich mit über 50'000 Stimmen über das beste Wahlresultat freuen. Die Stimmbeteiligung lag bei gut 43 Prozent.
Eine solche Wahl ist wie ein Mitarbeitergespräch mit dem Wahlvolk.
Der topplatzierte Remo Ankli (FDP) ist erfreut und findet, dass seine Arbeit wohl honoriert werde: «Eine solche Wahl ist wie ein Mitarbeitergespräch mit dem Wahlvolk. Es scheint mit meiner Arbeit zufrieden», sagte Ankli im Interview mit SRF.
Auch Brigit Wyss (Grüne) freut sich über das zweitbeste Ergebnis mit gut 48'500 Stimmen: «Ich habe das so nicht erwartet, das freut mich», sagt sie Interview. Sie habe den Bonus einer Bisherigen, sei eine Grüne, biete aber Lösungen an, das hätten die Leute offenbar verstanden, analysiert sie.
Kann CVP beide Sitze verteidigen?
Die CVP will ihre beiden Regierungsratssitze verteidigen. CVP-Regierungsräte Roland Fürst und Roland Heim sind zur Wahl nämlich nicht mehr angetreten. Die neue CVP-Kandidatin Sandra Kolly kam dem Ziel ziemlich nah, verpasst das absolute Mehr aber um rund 1500 Stimmen. Ihr Parteikollege Thomas A. Müller war nicht ganz so erfolgreich und holte 5000 Stimmen weniger als Kolly.
Das gibt mir Energie für den zweiten Wahlgang.
Kolly ist mit Rang Vier die bestplatzierte der Neukandidierenden. Sie freue sich, und gehe so gerne in den zweiten Wahlgang, meinte Kolly im Interview. «Mir geht es sehr gut. Ich bin glücklich über das gute Resultat, das gibt mir Energie für den zweiten Wahlgang». Ihr sei klar, dass die Karten im zweiten Wahlgang neu gemischt werden, sagte die CVP-Parteipräsidentin, im Interview.
Die CVP kämpfte nicht alleine um die freien Sitze. Die FDP möchte ihren Sitz zurück, den sie verloren hat. FDP-Kantonsrat Peter Hodel will den Sitz holen. Hodel holte auf Rang Sechs fast gleich viele Stimmen wie CVP-Konkurrent Thomas A. Müller, der auf Rang Fünf landete. Es sind nur wenige hundert Stimmen Unterschied zwischen den beiden.
Wir haben keinen solchen Wahlkrimi erwartet.
Beide Kandidaten zeigen sich überrascht: «Wir haben keinen solchen Wahlkrimi erwartet», meinte Hodel zum Rückstand auf Thomas A. Müller. «Ein solch knappes Rennen hätte ich nicht erwartet», doppelte Müller nach. Sie hätten ein ähnliches Profil, seien aus derselben Amtei, seien beide Gemeindepräsidenten, analysierte Müller das Kopf-an-Kopf-Rennen.
Weiter wollte die SVP nach fünf erfolglosen Versuchen den Sprung in die Regierung schaffen. SVP-Kandidat Richard Aschberger landete aber abgeschlagen auf dem letzten Platz. Er holte halb so viele Stimmen wie der topplatzierte Remo Ankli (FDP).
Nun kommt es am 25. April zum zweiten Wahlgang.