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Blumenstein
Kirche Blumenstein
Die seinerzeit dem St. Nikolaus geweihte reformierte Kirche Blumenstein am Fusse der Stockhornkette wurde oberhalb des Dorfes als Ersatz der zerstörten Burg Blumenstein im frühen 14. Jahrhundert errichtet. Ihr ältester Teil ist der romanische Turm des Vorgängerbaus (13. Jahrhundert), dessen Grundmauern bei Ausgrabungen im Kirchenschiff in den Jahren 1972-75 entdeckt wurden. Die Kirche zeichnet sich durch das niedrige Rechteckschiff unter Satteldach, den hohen, eingezogenen Chor mit polygonalem Abschluss und die fünf Masswerkfenster im Stil der höfischen Hochgotik am Oberrhein aus. Im Inneren ist die Saalkirche geprägt von einer seitlich markant abgeschrägten Bretterdecke mit reichen Flachschnitzereien und den sorgfältig restaurierten Wandfresken am Chorbogen mit der schlichten Figur des hl. Christophorus. Die mittelalterliche Anlage mit der Kirche, dem Friedhof, dem Pfarrhaus, der Pfrundscheune, dem Speicher und «Chüeierhuus» bildet eine bemerkenswerte Einheit.
- Kunstführer durch die Schweiz, hg. von Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2006-2012, Bd. 3, S. 445-446.
- Rothacher, Walter, Chronik von Kirche und Dorfschaft Blumenstein, Blumenstein: W. Rothacher, 1981.