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Berufliche Vorsorge im Todesfall – ein Überblick über das Drei-Säulen-Prinzip und die Pensionskasse
Die Altersvorsorge in der Schweiz basiert auf drei Säulen. Die erste Säule des Drei-Säulen-Modells bilden die AHV und die IV. Sie sind obligatorisch und sichern das Existenzminimum. Die zweite Säule (berufliche Vorsorge) ist ebenfalls obligatorisch innerhalb des 3-Säulen-Prinzips. Sie soll den gewohnten Lebensstandard sichern. Die private Vorsorge der 3. Säule ist freiwillig und dient der Erfüllung weiterer Bedürfnisse. Nachfolgend wird die 2. Säule (berufliche Vorsorge resp. Pensionskasse) und was mit dieser im Todesfall passiert näher erläutert.
Pensionskasse im Todesfall – wer hat Anspruch und wie macht man ihn geltend?
Wenn eine versicherte Person stirbt, finanziert die Pensionskasse die Hinterbliebenenrente, die dem Ehepartner oder eingetragenen Partner zusteht. Ehegatten resp. eingetragene Partner erhalten im Todesfall eine Rente, wenn sie für den Unterhalt mindestens eines unterstützungspflichtigen Kindes zu sorgen haben oder mindestens 45 Jahre alt sind und seit mindestens fünf Jahren verheiratet waren. Trifft keine dieser Bedingungen zu, erhält der überlebende Ehegatte eine Abfindung von drei Jahresrenten. Die Kinder des Verstorbenen erhalten eine Waisenrente bis zu ihrem 18. Altersjahr oder bis zum Abschluss der Ausbildung (längstens jedoch bis zum 25. Geburtstag). Unter Umständen kann auch der Ex-Ehegatte oder der Konkubinatspartner eine Rente für sich beanspruchen. Die versicherte Person kann ihren nicht verheirateten oder nicht eingetragenen Lebenspartner als Begünstigten der Hinterlassenenleistung benennen, wenn das Paar vor seinem Tod mindestens fünf Jahre in einer Lebensgemeinschaft gelebt hat oder für den Unterhalt gemeinsamer Kinder aufgekommen ist.
Was geschieht jedoch im Todesfall mit dem Guthaben, wenn die versicherte Person keine berechtigten Personen hinterlässt?
Pensionskassen sind nicht dazu verpflichtet, das Geld den übrigen Hinterbliebenen zukommen zu lassen. Es gibt aber Pensionskassen, die freiwillig vorsehen, dass beim Tod der versicherten Person ein einmaliges Kapital, welches Altersguthaben entspricht, ausgezahlt wird. Die Begünstigten sind im Reglement der Pensionskasse festgehalten (bspw. die Eltern des Verstorbenen). Die Reihenfolge der Berechtigten kann auch abgeändert werden oder das Kapital kann auf mehrere Anspruchsberechtigte aufgeteilt werden. So kann in einer schriftlichen Begünstigungsklausel festgehalten werden, dass der Vater und der Bruder je die Hälfte des Kapitals erhalten sollen. Lesen Sie diesbezüglich das Reglement Ihrer Pensionskasse und nehmen Sie mit einem Mitarbeiter Ihrer Pensionskasse Kontakt auf. Gleiches gilt, wenn Sie Ihren Konkubinatspartner begünstigen möchten. Es genügt nicht, eine gewünschte Begünstigung testamentarisch festzuhalten.
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