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Damit Gewitter entstehen, braucht es warme und feuchte Luft. Diese Bedingung sind auf der Alpensüdseite an vielen Sommertagen erfüllt. Auch die Alpenkette trägt wesentlich zur Gewitterbildung bei: Strömt feuchtwarme Mittelmeerluft über die Alpen, bewirkt die schnelle Hebung der warmen Luft in eine viel kühlere Umgebung eine zusätzliche vertikale Aufwärtsbewegung. Dadurch werden oft heftige Gewitter ausgelöst.
Im trockenen Alpeninnern wie im Wallis, in Nord- und Mittelbünden und im Engadin fehlt die Feuchtigkeit. Gewitter treten hier eher selten auf.
Auf der Alpennordseite ist in der Zentralschweiz eine leicht erhöhte Gewittertätigkeit zu beobachten. Möglicherweise ist dies auf die Napfregion zurückzuführen. Wird bei klassischen Gewitterlagen warmfeuchte Luft aus Südwesten über das Genferseebecken ins Mittelland transportiert, steht das Napfgebiet der Strömung als erstes grösseres Hindernis im Weg. Auch hier führt die schnelle Hebung der Luft zu Kondensation, wodurch Wärme freigesetzt wird. Auf diese Weise wird die Aufwärtsbewegung der Luft zusätzlich beschleunigt. Der Napf ist deshalb ein idealer Ausgangspunkt für die Gewitterbildung und wird auch als sogenannte Gewitterschanze bezeichnet.