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Grundaufgabe dieses Studienauftrags waren der Ersatzbau zweier Gebäude inmitten des schützenswerten Ortsbildes von Geiss, welches von nationaler Bedeutung ist.
Wie bereits die bestehenden Bauten, sollen sich auch deren Ersatzbauten deutlich unterscheiden. Mit der Wahl der Konstruktionsmethoden und den Materialien, die ‚alte Post‘ als Massivbau und das ‚Bauernhaus‘ in moderner Holzkonstruktion, wird dieses Ziel augenscheinlich erreicht.
Die differenzierten Firsthöhen der beiden Bauten unterstreichen dabei die städtebauliche Bedeutung und deren Aufgaben innerhalb des Ortsbildes. Der niedrig gehaltene Holzbau schmiegt sich in die Lücke entlang der Strasse und der Massivbau definiert eindrücklich seine Funktion als Eckstein an der Strassengabelung.
Für den Ersatzbau der ‚alten Post‘ wurde die klassische Teilung mit Sockel, Mittelpartie und Mansarddach gewählt. Die Sockelabgrenzung sowie die umlaufenden Fensterfriese und Gewände in Betonelementen, entstammen historischen Bauten und prägen das Fassadenbild. Das markante Gebäude mit einem Mansarddach abzuschliessen wird als adäquate Massnahme, die dem Formenrepertoire der ungefähren Bauzeit des Altbaus entlehnt ist, begründet. Als Kontrast in jeder Hinsicht präsentiert sich der Neubau für das ‚Bauernhaus‘. Bewusst niedriger gehalten, dafür aber mit einer verspielten, vollständig in Holz ausgeführten Fassade, vermag er sich neben dem Massivbau sehr gut zu behaupten.
Gemäss den Anforderungen des Raumprogramms wurden die beiden Gebäudevolumen mit einer Einstellhalle und insgesamt acht grosszügig geschnittenen Wohnungen bestückt, welche eine klare Trennung der Tages- und Nachträume mit geschickt angeordneten Aussenräumen aufweisen.