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Ein Film, der seine eigene Entstehung thematisiert: Drehbuchautor Charlie Kaufman soll die Biografie «The Orchid Thief» von Susan Orlean für ein Filmdrehbuch adaptieren, gerät aber in eine Schreibblockade. Also beginnt Kaufman damit, seine Probleme mit der Adaption in das Drehbuch selbst einzuflechten, erfindet einen Zwillingsbruder namens Donald, lässt diesen am Ende der Geschichte sterben und widmet diesem den Film – was üblich ist, wenn jemand während Filmarbeiten stirbt.
Regisseur Spike Jonze kostet hier das Doppelgängermotiv auf der visuellen Ebene eindrucksvoll aus und reflektiert die Entwicklung der Charaktere virtuos über den Bildaufbau in einem ausgeklügelten Wechselspiel von Symmetrien und Leerstellen. In den Hauptrollen sind Tilda Swinton, Meryl Streep und Chris Cooper zu sehen und Nicolas Cage ist in einer Doppelrolle als die beiden Zwillingsbrüder Charlie and Donald Kaufman zu geniessen.
Mit «Adaptation» gewann Charlie Kaufmann den BAFTA Award für die beste Drehbuchadaptation, sein imaginärer Bruder Donald war ebenfalls nominiert worden. Chris Cooper erhielt für seine Rolle als John Laroche einen Oscar. Das British Film Institute bewertet den Film als einen der 30 besten Filme der Nullerjahre.
«Screenwriting this smart, inventive, passionate and rip-roaringly funny is a rare species. So all praise to Charlie Kaufman, working with director Spike Jonze to create the most original and outrageous film comedy since the two first teamed on Being John Malkovich, in 1999.»
(Peter Travers, Rolling Stone)