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von der plötzlichen Entstehung einer Geschwulst hergenommener volkstümlicher Name mehrerer Tierkrankheiten.
Der Eutereinschuß ist eine plötzlich auftretende, vornehmlich auf die Haut
[* 7] und das Unterhautbindegewebe
des Euters beschränkte Euterentzündung bei Kühen, Schafen und Ziegen. Der Einschuß bei Pferden (heiße Schenkelgeschwulst) ist eine
Anschwellung der innern Fläche des Hinterschenkels mit heftigen Schmerzen, vermehrter Wärme,
[* 8] dabei strangförmig zu fühlender,
sehr schmerzhafter Schwellung der Lymphgefäße, verbunden mit mehr oder weniger hohem Fieber, Appetitverlust und Abgeschlagenheit.
Bisweilen entstehen Eiterung und Eiterversenkung, häufig bleibt Hautverdickung zurück. Ursachen sind Erkältung und unbekannte
infektiöse Einflüsse. Oft entsteht der Einschuß bei Pferden nach einer leichten, kaum bemerkbaren Hautverletzung. Die Krankheit
ist eine Hautrose, teilweise mit gleichzeitiger Blut- und Lymphgefäßentzündung. Die bei der Rotzkrankheit auftretende Lymphgefäßentzündung
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forlaufend
ist zunächst von denselben Erscheinungen begleitet, es ist daher Vorsicht geboten und Alleinstellen der Pferde
[* 10] in Betracht
zu ziehen. Die Behandlung wird am heften mit anhaltenden Bähungen von warmer Heusamenbrühe oder Pottaschenlösung bewirkt.
Außerdem sind Einreibungen von Terpentinöl, Ammoniakliniment oder Karbolöl angezeigt. Die vor einigen Jahren vielfach empfohlene
Injektion
[* 11] einer 2proz. Lösung der Karbolsäure in die Entzündungsgeschwulst hat sich nicht bewährt. Der
Eutereinschuß oder Euterrotlauf der Kühe ist durch häufig wiederholtes Ausmelken, Aufstreichen von Fett auf das kranke Euter
u. magere Diät fast immer in wenigen Tagen zu beseitigen.