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Die Alte Sust Brunnen ist ein wichtiger Zeuge des spätmittelalterlichen Güterverkehrs in der Innerschweiz und wurde deshalb von der kantonalen Denkmalpflege als Baudenkmal von nationaler Bedeutung deklariert.
Das Alte Land Schwyz erbaute 1631 direkt am See die Dorfsust. Sie diente nicht nur als Lager von Waren, sondern auch bis 1821 als Schützenhaus, von dem aus Richtung Axen geschossen wurde. Bis 1848 war sie zudem auch eine Zollstätte. Nach dem Fall der Binnenzölle wurde darin das Restaurant zum Schiff eröffnet und 1883 wurde im Erdgeschoss das erste Post- und Telegrafenbüro eingerichtet. Nach dem Bau der Axenstrasse verlor die Sust ihre Bedeutung und drohte abgerissen zu werden. Doch 1893 kaufte Dr. med. Joseph Schelbert die Sust «auf Abbruch». Er liess die Sust abreissen und baute sie an der heutigen Suststrasse stilgerecht und teilweise mit dem gleichen Material wieder auf. 1990 wurde der kulturhistorisch wertvolle Bau vom heutigen Besitzer sorgfältig restauriert.
Die um 1470 erbaute stattliche Sust wurde vermutlich durch mailändische Handelsinteressen angeregt, darauf deutet jedenfalls die Bauweise der alten Sust. Die Waren wurden am Landungsplatz in der Schroten von den Schiffen abgeladen und in das für jene Zeit grosse steinerne Haus mit Tätschdach gebracht. Mit dem Bau der Dorfsust 1631 verloren die alten Lagerräume an Bedeutung. Das Gebäude diente später als Wohnhaus, bis 1960 es auch diese Nutzung verlor. Seit gut 40 Jahren ist die alte Sust den Naturkräften und dem Zerfall überlassen. Vielfache Bemühungen, das ehrwürdige Baudenkmal zu erhalten, blieben lange erfolglos. Im Jahre 2020 wurde schliesslich die «Stiftung zur Erhaltung der Alten Sust Brunnen» gegründet und in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wurde die Sust aufwendig saniert.