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Die Bevölkerungspolitik der Schweiz besteht in einer endlosen Kette von Versagen
Die demografische Lage der Schweiz ist völlig verfahren. Ihre massive bevölkerungsmässige Überfremdung kommt nämlich nicht nur durch den übertrieben grossen, der Kleinheit des Landes völlig unangepassten Einwanderungsüberschuss zu Stande. Als zweiter wichtiger Faktor erweist sich die zu geringe Geburtenrate der Einheimischen. Während sich die Öffentlichkeit des Einwanderungsproblems bewusst ist, wird der zweite Faktor von den Medien kaum thematisiert und weit gehend verdrängt. Es ist deshalb dringend, sich einmal auch mit diesem zu beschäftigen.
Die Geburtenrate der Schweizer ist in ihrer jüngeren Geschichte ständig abgesackt und sinkt weiter ab. Während die Zahl der Lebendgeborenen Schweizer (und Schweizerinnen!) 1960 noch 83 004 betrug, hat sie sich inzwischen (2000) auf 56 885 verkleinert. Da im gleichen Zeitraum 58 190 Personen mit Schweizer Bürgerrecht verstorben sind, ergibt sich trotz eifrigen Einbürgerungen, Einbürgerungsbemühungen und Einheiraten, die vor allem junge Leute betreffen, ein Schweizer Sterbeüberschuss von 1305!
Die beiden Ziffern, mit welchem die Statistiker die Geburtenrate unabhängig vom Altersaufbau der Bevölkerung messen, sind der Index der Gesamtfruchtbarkeit und der Nettoreproduktionsindex. Der erstere gibt die Zahl der Kinder an, welchen die Frauen im gebärfähigen Alter im Durchschnitt das Leben schenken, die zweite in welchem Masse die Bevölkerung sich durch Geburten reproduziert. Die erste Ziffer beträgt ungefähr das Doppelte der zweiten, welche auch die Sterblichkeit vor Erreichen des vollen Fortpflanzungsalters berücksichtigt. Für die Erhaltung der Bevölkerung braucht es in hoch industrialisierten Staaten (mit kleiner Sterbeziffer!) einen Index der Gesamtfruchtbarkeit von etwa 2,15, da dazu ja mindestens zwei Kinder pro Frau nötig und darüber hinaus noch die vorzeitigen Todesfälle zu kompensieren sind. Der Nettoreproduktionsindex beträgt in einem solchen Fall genau 1,0.
Schrumpfendes Volk der Einheimischen
Der Index der Gesamtfruchtbarkeit der Schweizerinnen, eingebürgerte mitgerechnet, beträgt zur Zeit etwa 1,2, der Nettorproduktionsindex rund 0,6. Das heisst, die Schweizer Bevölkerung schrumpft pro Generation um etwa 40%, Einbürgerungen nicht mitgerechnet. Die entsprechenden Zahlen zur demografischen Lage der Eingeborenen sind nicht bekannt. Sie lassen sich, unter anderem wegen der Mischehen, auch nicht genau berechnen. Über den Daumen gepeilt liegen sie aber vermutlich noch tiefer als die Zahlen zur Bevölkerung mit Schweizerbürgerrecht insgesamt.
Rechnen wir die bereits eingewanderte und nun sesshafte Bevölkerung ohne Bürgerrecht, also die Ausländer und Ausländerinnen in der Schweiz mit, so kommen wir auf einen Index der Gesamtfruchtbarkeit von etwa 1,4 beziehungsweise einen Nettorproduktionsindex von 0,75. Das heisst, auch diese mitgerechnet schrumpft die Schweizer Wohnbevölkerung durch ein Geburtendefizit immer noch um ein Viertel pro Generation! Im Unterschied zu dem, was allgemein geglaubt wird, stirbt die in die Schweiz eingewanderte Bevölkerung im Durchschnitt ebenfalls aus, obschon zuzugeben ist, dass manche eingewanderte Familie sehr gross ist. Für sie beträgt der Index der Gesamtfruchtbarkeit rund 1,8, was zusammen mit der Schweizer Geburtenziffer den Mischindex 1,4 ergibt. Der Widerspruch zu den grossen ausländischen Familien ist vermutlich damit erklären, dass diese bereits mit einer grossen Kinderzahl einwandern, später während ihres Lebens in der Schweiz aber ebenfalls nur noch wenige Kinder haben.
Keine nachhaltige Bevölkerungsbewegung!
Die demografische Lage der Schweiz ist den verantwortlichen Politikern selbstverständlich bekannt. Deshalb verkünden sie ja auch immer penetrant, dass die Schweiz Einwanderung brauche, um ihre sozialen Probleme und namentlich die Altersversorgung zu bewältigen. Was sie jedoch verschweigen, ist der Tatbestand, dass der Einwanderungsüberschuss, den die Schweiz seit Jahrzehnten aufweist, viel zu gross ist, um bloss das Geburtendefizit auszugleichen! Aus ihm entsteht eine andauernde Bevölkerungsvermehrung! Er ist die Hauptursache dafür, dass die demografische Lage der Schweiz derart in der Sachgasse steckt! Ihre Bevölkerungspolitik ist nicht nachhaltig!
Die demografische Lage der Schweiz war nicht immer so wie heute. Bei der Einwanderungswelle von Italienern in den späten Fünfziger- und frühen Sechzigerjahren hatte die Schweiz sogar eine fast ideale Geburtenrate, die weder zu einer ständigen Bevölkerungsvermehrung noch zu einem Aussterben führte. Erst die Einwandererwelle, die aus dem kurzsichtigen Glauben an den Segen eines allgemeinen Wachstum der Wirtschaftsführer entstand, hat das demografische Gleichgewicht durcheinander gebracht! Bis zum heutigen Tag wurde es nicht mehr wieder hergestellt. Die Behauptung, die Schweiz brauche Einwanderung, um ihre Zukunftsprobleme zu bewältigen, war zu Beginn also eine Lüge!
Ursachen des Geburtenschwundes
Was sind die Ursachen dieses Geburtenschwundes? Sie sind komplex und vielfältig und umfassen soziologische, psychosoziale, medizinische und ökologische Gründe. Die soziologischen sind die Änderung der Sozialstruktur mit dem Zerfall der Familientradition: immer mehr Einzelhaushalte, berufstätige Frauen, Konkubinate, Scheidungen, immer weniger Eheschliessungen, Hausfrauen; materielle Schlechterstellung der Familien durch das Steuerrecht und insbesondere durch die neue obligatorische Krankenversicherung mit den ständig anwachsenden Prämien. Früher haben viele Krankenkassen die Kinder gratis versichert, weil sie auf zukünftige neue und gesunde Prämienzahler aus waren. Heute hat dies das Bundesamt für Sozialversicherungen verboten! Kinder haben ist zum Armutsrisiko Nummer eins geworden!
Damit ein Volk nicht ausstirbt, braucht es auch Familien mit mehr als zwei Kindern, um die freiwillige oder unfreiwillige Kinderlosigkeit auszugleichen. Manche Ehepaare können sich jedoch nicht einmal ein Kind leisten, weil der Mann zum Unterhalt einer Familie keinen genügenden Erwerbslohn mehr heim bringt und die ausserhäusliche Betreuung eventueller Kinder zu teuer zu stehen käme. So sind Frauen auch gegen ihren Willen gezwungen, berufstätig zu sein. Auf der andern Seite ist die „Wirtschaft“ auf Frauen als billige Arbeitskräfte erpicht. Deshalb unterstützt sie auch die Einrichtung von Kinderkrippen. Ich habe im Studium noch gelernt: „Ein Krippenkind ist ein seelisch gestörtes Kind!“ Dies nur zur Illustration, wie stark sich unsere Gesellschaft gewandelt hat! Ob zum Besseren oder Schlechteren bleibe dahingestellt. Vermutlich brauchen wir heute Kinderkrippen. Immerhin gibt das einen Hinweis für die Leute, die immer nur bewundernd schwärmen, welch hohen Lebensstandard wir dank der wirtschaftlichen Entwicklung erreicht hätten.
Zu den psychosozialen Gründen gehört vor allem das Klima von Übervölkerungsstickluft (Friedrich Nietzsche), das in der Schweiz durch die Masseneinwanderung entstanden ist. Die Motivation, eine Familie zu gründen, nimmt merklich ab bei Leuten, die in einer Umgebung wohnen, wo immer mehr Menschen auftauchen, die einem „seelisch auf den Hühneraugen herumtreten“, und wo immer mehr der Erholung dienende Grünflächen überbaut werden, um den wachsenden Infrastrukturbedarf, Wohnungen, Arbeitsplätze, Strassen, Lagerhäuser usw. zu stillen. Die Ortstafeln innerorts und ausserorts rücken immer näher zusammen. Würden die gleichen Richtlinien wie in Nordamerika für die Schweiz gelten, gäbe es nur noch eine einzige Ortschaft von St.Margrethen bis Genfer Staatsgrenze, ja nicht einmal an der Staatsgrenze würde die Ortschaft aufhören!
Zu den medizinischen Gründen gehören die abnehmenden Skrupel der Ärzte, Abtreibungen und unfuchtbar machende Operationen vorzunehmen, wirksamere Mittel zur Empfängnisverhütung, auch im Zusammenhang mit der Angst vor Aids sowie entsprechende Änderungen der Gesetze und der Praxis in der Rechtsprechung. Dass ein Volk trotz schwindender Geburtenrate mehrheitlich die Einführung einer so genannten Fristenlösung, sprich einer gesetzlichen Erleichterung von Abtreibungen befürwortet, ist einigermassen alarmierend. Aber auch die unfreiwillige Unfruchtbarkeit nimmt in den hoch zivilisierten Ländern zu. Die Frauenärzte haben ihre Wartzimmer voll Frauen, die ein Kind bekommen möchten, aber keins kriegen. Das ist auch der Hintergrund, weshalb Dinge wie heterologe Insemination, Embryotransfer, Leihmutterschaft usw. immer aktueller werden. Tatsächlich ist auch nachgewiesen, dass die Menge Ejakulat von Samenflüssigkeit bei den Männern in hoch zivilisierten Ländern im Laufe der letzten hundert Jahre ständig abgenommen hat. Zudem ist der Anteil missgebildeter Samenfäden, die unfruchtbar sind, ständig angestiegen.
Irreführung und Schönfärberei
Zu den ökologischen Gründen gehört die auch in der Tierwelt zu beobachtende Erscheinung, dass in einem Lebensraum, wo eine dichte Population der gleichen Spezies herrscht, die Fruchtbarkeit der Weibchen und vermutlich auch der Männchen abnimmt. Das Naturgesetz gilt höchst wahrscheinlich ebenfalls für den Menschen. In diesem Zusammenhang ist die Zunahme so genannt perverser und unfruchtbarer Sexualpraktiken, zum Beispiel Telefonsex, zu sehen. Es gibt aber auch direkte ökologische Einflüsse auf die menschliche Fruchtbarkeit durch Umweltvergiftung. Abbauprodukte von Kunststoffen haben zum Teil eine ähnliche Struktur wie die Sexualhormone und wirken so auf die Fruchtbarkeit ein. Obschon die Befunde zum medizinischen Allgemeinwissen gehören und politische Implikationen haben, werden sie in der Öffentlichkeit und damit in der Politik jedoch kaum erörtert.
Überhaupt sind aus der Politik nur schönfärberische und den Volkszorn beschwichtigende Erklärungen zu vernehmen. Die Wissenschaftler sind hingegen fast alle von Hochschulen angestellt und abhängig von Verwaltungen, die wiederum von der Regierungspolitik abhängen. Auch von ihnen sind deshalb keine warnenden Stimmen zu hören.
Politische Schlüsse
Welche Schlüsse für die Politik lassen sich aus den dargestellten Befunden ziehen? Sicher muss die Masseneinwanderung in die Schweiz endlich gestoppt werden. Dringend ist jedoch auch eine bessere Familienpolitik. Das wird von den Regierenden schon lange versprochen, mit Hinweis auf die schlechte öffentliche Finanzlage jedoch immer wieder hinausgeschoben. Kinderlose Ehepaare leisten zwar noch keinen Beitrag zur Besserung der Lage. Es motiviert aber auch nicht gerade zum Kinderkriegen, wenn als Erstes nach der Heirat eine höhere Steuerrechnung ins Haus fliegt. Vielleicht wäre eine Karenzfrist nach der Eheschliessung, innerhalb welcher eine Steuerreduktion gelten würde, zu überlegen.
Auch wohlhabende Personen sollen von steuerlichen Vorteilen profitieren, wenn sie Kinder haben, und nicht unter dem Schlagwort eines Giesskannenprinzips davon ausgeschlossen werden. Dass Reiche mit Kindern und Reiche ohne Kinder praktisch dieselbe Steuerrechnung zu begleichen haben, ist ein Stein des Anstosses. Schliesslich kann es nicht das Zweck der Familienpolitik sein, gezielt die Vermehrung des armengenössigen Bevölkerungsteils zu fördern! Auch die Revision des Krankenversicherungsgesetzes ist dringend und weitere politische Massnahmen, die sich ohne weiteres aus den dargestellten Zusammenhängen ergeben wie zum Beispiel der Umweltschutz. Das Paradox, arbeitslose Männer, dafür zwangsmässig berufstätige Frauen, die viel lieber für Kinder da wären, ist ebenfalls zu erwähnen. Vielleicht hat eine mit Hochtechnik ausgestattete Gesellschaft gar nicht genügend sinnvolle Arbeit, um Männern und Frauen alle eine Erwerbsarbeit zu bieten?
Dass die Probleme durch Einwanderung zu lösen wären, kann man vergessen. Jede Gesellschaft hat zwangsläufig immer ungefähr denselben Anteil so genannt unproduktiver Menschen. Entweder sie stirbt aus, dann ist der Anteil der alten Leute verhältnismässig gross. Oder sie wächst durch natürliche Vermehrung, dann ist der Anteil der jüngeren, Kinder und Halbwüchsige gross. Oder sie ist einigermassen stabil, dann besteht zwischen Alten und Jungen ein Gleichgewicht. Nur eine solche Gesellschaft ist nachhaltig. Das ständige Gejammer, immer mehr Erwerbstätige hätten für immer mehr Rentner zu bezahlen, ist ganz falsch am Platz. Eine solche Gesellschaft hat dafür weniger Kinder und Jugendliche zu versorgen! In einer ersten Phase bläst nämlich die Einwanderung die mittleren Jahrgänge auf, in einer zweiten die alten. Auch Einwanderer werden alt! Der Versuch, nur „produktive“ Menschen einwandern zu lassen, den „Familiennachzug“ jedoch draussen zu lassen, ist eine hirnwütige, realitätsfremde Idee. Auch Einwanderer brauchen eine Altersversorgung!
Während früher Sprüche zu hören waren, die Jugend sei die Zukunft eines Landes, ist die passive Haltung unserer Gesellschaft angesichts der schwindenden Geburten unverständlich. Warum schlägt niemand Alarm? Eher ist der Spruch zu hören, Kinder haben sei Privatsache. Wirklich?