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Die Regierung Libanons lehnt die Rückzahlung der Staatsschulden des Landes ab, sagte der Präsident letzten Samstag und deutete damit an, dass der hoch verschuldete Staat auf einen Zahlungsausfall zusteuert, da er mit einer großen Finanzkrise zu kämpfen hat.
Ein Zahlungsausfall bei den libanesischen Auslandsschulden ist das Worst Case-Szenario einer Wirtschaftskrise, welche die libanesische Wirtschaft seit Oktober beschäftigt. Die libanesische Währung fiel um rund 40% und die Banken verweigern momentan ihren Kunden und Sparern den vollen Zugang zu den Einlagen!
Der Libanon hat eine Euroanleihe in Höhe von 1.2 Milliarden Dollar, die am 9. März fällig wird und Teil eines breiteren Portfolios von rund 31 Milliarden Dollar-Anleihen ist, die laut Reuters am Freitag von der Regierung in Verhandlungen mit ihren Gläubigern umgeschichtet werden sollen.
Was bedeutet das?
Der angekündigte Default heute Montag wird weitere 30 Mrd. USD an ausstehenden Anleihen in Cross-Default stellen. Alle Anleihen zusammen hatten gestern noch einen Marktwert von rd. 12 Mrd. Dollar, die diese Woche sozusagen verdunsten werden. Wie geht es weiter im Libanon? Und welches Land wird das nächste sein? Bitcoin ist für viele Libanesen keine echte Alternative, da ihre Gelder im bankrotten Bankensystem „eingeschlossen“ sind und die Banken den Zugriff einschränken. Einige der Kunden probieren, mit ihren Einlagen Häuser zu kaufen, welche die jeweiligen Banken versteigern, um somit wenigstens einen Teil der Gelder retten zu können. Andere wiederum versuchen, tranchenweise Gelder abzuheben und via Hawala-Geldtransfer ausser Landes in Sicherheit zu überweisen.