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Bohrverfahren.
Bohrspülung
Wesentlicher Bestandteil des Bohrverfahrens ist die Bohrspülung. Das Verfahren wird deshalb auch als Spülbohrung bezeichnet.
Sie erfüllt verschiedene Zwecke:
- Sie spült das Bohrklein vom Meissel weg und zur Oberfläche hoch.
(«Bohrklein» ist der Fachausdruck für Gesteinspulver und Gesteinsbruchstücke, die der Meissel während des Bohrens vom Fels löst).
- Sie kühlt den Meissel und verhindert dadurch, dass er sich zu
rasch abnutzt.
- Mit ihrer relativ hohen Dichte übt sie im Bohrloch einen gewissen Druck auf das umgebende Gestein aus. So hilft sie, das Loch so lange zu stabilisieren, bis eine Verrohrung eingesetzt wird, welche diese Funktion übernimmt.
Kreislauf der Bohrspülung.
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Die Spülflüssigkeit (A) wird durch das Bohrgestänge zum Bohrmeissel hinuntergepumpt, tritt durch spezielle Düsen im Meissel aus (B), vermischt sich mit dem Bohrklein und steigt im Hohlraum zwischen Bohrgestänge und Bohrlochwand wieder zur Erdoberfläche hoch (C).
In der schallgedämpften Aufbereitungsanlage (D) wird das Bohrklein aus der Spülung herausgefiltert, geologisch untersucht und entsorgt. Anschliessend wird die aufbereitete Spülflüssigkeit mit der schallgedämpften Pumpenanlage (E) wieder in den Kreislauf eingespiesen.
Bohrdurchmesser.
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Die Bohrung ist in unterschiedlich lange Bohrabschnittte unterteilt, deren Durchmesser mit zunehmender Tiefe abnimmt. So beträgt der Durchmesser des obersten Abschnitts rund 60 cm, der des untersten Abschnitts nur noch etwa 15 cm.
Bohrmeissel.
Rollenmeissel und PDC-Meissel
Für den Vortrieb der Erkundungsbohrung werden verschiedene Bohrmeissel eingesetzt.
Rollenmeissel.
Diese bestehen üblicherweise aus drei Rollen, die mit Hartmetallzähnen bestückt sind. Wird der Meissel via Bohrgestänge gedreht, drehen sich die Rollen, gleichzeitig pressen sich ihre Zähne ins Gestein. Dadurch wird Bohrklein in Form von grösseren und kleineren Splittern herausgebrochen.
PDC-Meissel.
Diese enthalten keine Rollen oder andere bewegliche Teile. An ihrer Spitze sind die Kanten mit Zähnen aus Hartmetall und /oder Diamanten verstärkt.
Endtiefe auf 2'708 m.
Am 14. Februar 2010 erreichte die Erkundungsbohrung auf 2'708 m die Endtiefe im Kristallin.
Grafik