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Es kristallisiert sich bei allen Vorgehensweisen heraus, wie sehr das Konzept eines graduellen Prozesses in der Komposition zum Tragen kommt. In einer Experimentierphase wurden einige graduelle Prozesse in der Umgebung untersucht (Baumstrukturen, Verästelung von Adersystemen, Aufsaugen von Flüssigkeit mit einem Schwamm). Diese Prozesse sind fraktal beschreibbar; sie bilden fraktale Muster.
Am vielversprechendsten sind die Experimente mit dem Prozess des Kristallisierens, denn Edgar Varèse hat es als Analogie genannt, im phänomenologischen weisen die kurzen harten Klänge darauf hin, und im strukturalistischen die fraktale Ordnung des Stücks. Um die Struktur des Kristalls genauer zu untersuchen, wurde ein Versuch gestartet, Kristalle wachsen zu lassen. Dazu wurden abwechslungsweise metallische Salze, Speisesalz und Zucker verwendet.
Die Flächen, die aus den Beziehungslinien von Instrumenten und Tönen emergieren, können als rhizomatische Plateaus die sich in den Raum erstrecken und sich verbinden, verstanden werden. Das Geflecht kann als reine Linie betrachtet werden, als Fläche, oder, wenn der Fläche eine Oberfläche hinzugefügt wird, als dreidimensionaler Gegenstand.
Beim Züchten der Kristalle wurde zuerst ein Gegenstand erzeugt, seine Form wurde als Fotografie zur perspektivischen atmosphärischen Darstellung, von diesem Stadium weiter abstrahiert zur Vektorlinie. Durch seine Dokumentation in fotografischen Sequenzen mutiert also die Idee des gegenständlichen Objekts zur abstrakten Form auf dem Papier. Die Annäherung von der entgegengesetzten Richtung ist also von der Notiz zur Linie, zur Linie im Raum, zur Fläche und dann zum Objekt. Jedoch darf daran erinnert werden, dass sich auch beim Kristallezüchten die Idee für den Kristall zuerst in der phänomenologischen Skizze manifestiert hat.
Das Sequenzialisieren der Fotos lässt eine andere Rezeption zu als das einzelne, unbewegte Bild. Die Details jedes Bildes rücken leicht in den Hintergrund und die gezeigten Gegenstände werden als in Bewegung wahrgenommen.