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- Auftrag, Unternehmen (besonders im Krieg), der mit großer Wahrscheinlichkeit dem Teilnehmenden das Leben kostet
- Personen, die am Himmelfahrtskommando (1) teilnehmen
Die Leiterin des Himmelfahrtskommandos
Maria war nicht nur Teil eines Himmelfahrtskommandos – in vielfacher Hinsicht – sie leitete es auch. ...
Maria, die Mutter Jesus, war durch ihren Glauben und ihr Vertrauen gewappnet, sie brauchte keine Waffe als Schutz, gegen ihre Angst oder eventuelle Angreifer ihres Auftrags.
Die Hohe Frau im Welttheater
Der aktuelle Newsletter des Museum Fram, Einsiedeln, versendet, zum heutigen Tag "Maria Himmelfahrt", beschreibt die Rolle, der in den Himmel aufgefahrenen Jungfrau Maria, in Das Grosse Welttheater von Pedro Calderón de la Barca wie folgt:
"Unsere Liebe Frau von Einsiedeln wurde schon 1924 als Die Hohe Frau in Das Grosse Welttheater von Pedro Calderón de la Barca eingebaut. In allen Spielperioden bis Mitte der 60er Jahre gehörte Die Hohe Frau zum Personal der Einsiedler Variante des barocken Theaterstücks. Wernerkarl Kälin stellte in seiner vom Kulturverein Chärnehus 1991 herausgegebenen Schrift über das Welttheater fest: Als lokale Zutat sind die stummen Figuren der Einsiedler Muttergottes und des heiligen Meinrad zu verstehen, welche dem Meister auf dem Thron beigegeben wurden.
Stumm, aber ...
Dazu kamen ursprünglich noch die drei Erzengel Michael, Gabriel und Rafael. Von allen diesen Figuren überlebten Michael und Maria am längsten. Während der Erzengel mit seinem Schwert den Reichen bis 1970 in die ewige Verdammnis verstossen durfte, hatte Die Hohe Frau bereits 1965 ihren letzten Auftritt. Auch sie trat vor allem im so genannten Nachspiel des Meisters in Aktion.
Wobei Aktion vielleicht etwas viel gesagt ist. Sie bleibt, wie Michael, stumm, aber als der Bauer beim Gericht des Meisters zur Kenntnis nehmen muss, dass sich die Weisheit für den König einsetzt, fragt er: Wer hilft mir, dem Bäuerlein? Der kleinlaute Bauer wendet sich hoffnungsvoll an die Muttergottes und gibt ihr zu verstehen, dass er sie doch zeit seines Lebens verehrt habe: Milde Königin, gedenke! Darauf macht Die Hohe Frau eine Handbewegung, wozu es im Textbuch heisst: sie geleitet den Bauer hinan."
Der Friedenssonntag an Mariä Himmelfahrt 1937
Der Newsletter des Museum Fram, das die Spielzeit des Welttheaters mit einer hervorragenden Austellung zum Thema begleitet zitiert auch ein Friedensgebet von Papst Benedikt XV. Er hatte es bereits 1915 während des Ersten Weltkriegs verfasst und 1937, an Mariä Himmelfahrt – in jenem Jahr ein Sonntag – anlässlich einer Friedensprozession mit Gottesdienst auf dem Klosterplatz bzw. der Bühne des Welttheaters gesprochen. Darin bat er Gott um Erbarmen:
Erbarme dich so vieler Mütter, die ihres Hauptes beraubt sind; erbarme Dich des unglücklichen Europa, über das so schweres Verhängnis hereingebrochen ist! Gib Du den Herrschern und den Völkern Gedanken des Friedens ein; lass aufhören den Streit, der die Nationen entzweit, mach’, dass die Menschen in Liebe sich wieder zusammenfinden.
Papst Benedikt XV an Maria: "mayday"
Das Gebet schloss mit einem Appell an die Muttergottes: Und Du, allerseligste Jungfrau, wie früher in den Zeiten grösster Not, so hilf uns auch jetzt! Beschütze uns und rette uns! Amen."
Wer die Nachrichten, des heutigen Morgens, der letzten Wochen und Monate verfolgt hat, dem wird es einleuchten, dass wir heute – wie schon immer – nicht nur für unsere Glaubensgemeinschaft oder Nation, sondern nur als Mensch für Menschen beten können.
Weiter beten?
Das Gebet von Benedikt XV aus dem Jahr 1915 kann, genau wie das Einsiedler Welttheater "weitergeschrieben" oder weiter gebetet werden. Weiter beten, nicht im Sinne von weitermachen, sondern im Sinne der Weite. Das heisst, auch unbequeme Themen und Menschen an sich heran und herein lassen. In unsere Gedanken und auch in unsere Gebete. Dann müssen wir nicht länger Marias Himmelfahrtskommando anfunken, sondern sind selber ein Teil davon. Mit Vertrauen und ohne Waffe.
Das Einsiedler Welttheater hat zu allen Zeiten nachdenklich gemacht und zum eigenen Denken angeregt. Macht und Ohnmacht sind nur zwei der grossen Themen in diesem zeitlosen Stück, das aktuell in Einsiedeln gespielt wird und nach Thomas Hürlimann (2007) nun von Tim Krohn "weitergeschrieben" wurde.
Das oben gezeigte Foto der schwangeren Frau mit Revolver im Anschlag, ist das Titelbild des aktuellen Fotomagazins Useful Photography #11, das mit der dort gezeigten Fotostrecke die stets aktuelle Waffendebatte der USA kommentiert: " ... this unsettling collection of images throws up all kinds of questions about the attitudes towards guns in America."