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Minimalziel erreicht!
Zwei Spiele standen für die Schweizer heute auf dem Programm. Im zweiten Spiel schafften die Schweizer mit einem überzeugenden 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)-Sieg gegen die Mannschaft Griechenlands, die beinahe ausschliesslich aus Grecco-Kanadiern besteht, den Verbleib in der A-Gruppe. Das absolute Minimalziel, welches von Nati-Trainer Pico gefordert wurde, nämlich der Klassenerhalt, ist erreicht. Die Schweiz wird demnach auch an der WM 2007, die in Pilsen stattfindet, in der A-Gruppe spielen.
Zwei Gesichter
Die Eidgenossen haben den Zuschauern heute zwei grundverschiedene Gesichter gezeigt. Am frühen Morgen verloren sie in ihrem bisher schwächsten Spiel an dieser WM gegen Tschechien 2:5 (0:3, 1:1, 1:1), sodass man sich Fragen stellen musste, wie z.B.: Waren sie dem Druck nicht gewachsen, denn mit einem Sieg hätten sie sich direkt für das Viertelfinale qualifiziert? Hat man die bisher gezeigten Leistungen und Resultate überbewertet? Oder sind gar die Batterien der Spieler bereits leer? Gegenüber dem Vortag waren die Pico Boys nicht wieder zu erkennen, es schien, dass sie ihre Tugenden in der Kabine liessen; sie wirkten matt, zerfahren und teilweise sogar kraftlos. Bis der Ernst der Situation erkannt wurde, lagen sie bereits hoffnungslos mit 0:3 im Rückstand.
Mit einem Energieanfall zu Beginn des zweiten Drittels meldeten sie sich jedoch kurz zurück. Damit konnte wenigstens der Schaden toremässig gesehen in Grenzen gehalten werden. Ronny Strähler (Belpa) und Yves Stucki (Bonstetten) erzielten die beiden Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es nicht gegen die Tschechen, auch wenn diese nach ihrer klaren Führung mit angezogener Handbremse spielten.
Das Abendspiel gegen die Griechen zeigte mit aller Deutlichkeit ? aus der Retrospektive betrachtet -, dass die Art der Niederlage gegen die Tschechen auch ihre positiven Seiten hatte, konnte sich doch die Mannschaft auf ihre Stärken besinnen ? und setzte sie dann auch um.
Griechen hatten keine Chance!
Die ?Hellenen?, welche in der Vorrunde mit guten Spielen aufwarteten, konnten ihre Leistungen nicht mehr wiederholen und waren dem Ansturm der Schweizer in keiner Weise gewachsen. Die Schweizer Stürmer, gut unterstützt und lanciert von ihren Verteidigern, zogen ein sehr effizientes Spiel auf, schossen aus allen Lagen präzis auf des Gegners Tor ? und konnten ihre Chancen auch (endlich) in Tore umsetzen. Zwei erzielte Tore wurden ihnen zudem anerkannt, davon eines effektiv fraglich, weshalb. Fazit des Spiels: Für einmal stimmte alles.
Nun Italien! Ein bekannter Gegner!
Im Viertelfinal trifft die Schweiz auf Italien, auch eine (Italo-)Kanadiern bestehende Mannschaft. Mit diesem Gegner haben die Schweizer noch offene Rechnungen, scheiterten sie sowohl an der WM 2003 wie auch 2005 an ?unseren südlichen Nachbarn?. Stimmt auch morgen wieder alles, dann?
Mannschaft und Tore gegen Tschechien:
Schüpbach; Fuchs, Kunz; Rindlisbacher, Ramseier; van Orsouw, Hediger; Tapparel, Muchagato; Melliger, Stuppan, R. Strähler; Beiersdörfer, Stucki, Annen; Zuber, Ruppen, Tschanz; Y. Strähler, Hofmann, Bossard.
Die Tore erzielten Yves Stucki und Ronald Strähler.
Gegen die Griechen wurden folgende Aenderungen in der Mannschaft vorgenommen:
Torhüter Weber anstatt Schüpbach, Rüegger für van Orsouw und Masserey für Bossard.
Die Tore erzielen Ronny Strähler (2), Melliger, Beiersdörfer, Annen.
Text: Peter Hofmann, Ratingen
Minimalziel erreicht!