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Wie bereits zahlreiche andere Studien kommt auch die OECD zum Schluss, dass neue Technologien, Globalisierung und eine alternde Bevölkerung Arbeitsplätze und die erforderlichen Qualifikationen verändern werden. Deshalb sei bessere Qualifizierungs- und Umschulungsmöglichkeiten für die betroffenen ArbeitnehmerInnen unerlässlich.
Gemäss OECD nehmen heute jährlich nur zwei von fünf Erwachsenen an Weiterbildung teil. Vor allem ohnehin schon gut ausgebildete Erwerbstätige würden sich am häufigsten fortbilden. Für niedrig qualifizierte Erwachsene sei es dreimal weniger wahrscheinlich an einer Weiterbildung teilzunehmen als für Hochqualifizierte (20 Prozent vs. 58 Prozent). Andere Gruppen, die kaum von Weiterbildung profitierten, seien ältere Menschen, Niedriglohn- und Zeitarbeitskräfte sowie Arbeitslose.
Laut OECD-Analysen wird zwar nur etwa jeder siebte Arbeitsplatz durch Automatisierung wegfallen, weitere 30 Prozent werden sich jedoch wahrscheinlich grundlegend verändern. Ein Problem sei die mangelnde Motivation zur Teilnahme an Fort- und Weiterbildung: Innerhalb der OECD-Länder haben rund die Hälfte der Erwachsenen kein Interesse an solchen Angeboten.
Die OECD empfiehlt, die Hürden für Fort- und Weiterbildung insbesondere für unterrepräsentierte Gruppen abzubauen, zum Beispiel durch finanzielle Anreize, Bildungsurlaub und Anerkennung am Arbeitsplatz erworbener Kompetenzen. Darüber hinaus wäre eine Flexibilisierung des Weiterbildungsangebots sinnvoll, etwa durch modulare Angebote im Rahmen des lebenslangen Lernens. Dies sollte über die Schaffung nachhaltiger Strukturen der Aus- und Weiterbildungsangebote geschehen. (RS)