Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03210.jsonl.gz/1477

Ich war immer ein wenig erstaunt, im Tierpark Dählhölzli in Bern auf Leoparden zu treffen. Denn das Konzept des Zoos sieht bei den Säugetieren vor allem «nordisch-europäische» Arten vor. Doch es macht Sinn, denn bei den Grosskatzen handelt es sich um persische Leoparden, die gemäss Angaben des Parks einst «auch weite Teile der Kaukasus-Region bis in den europäischen Teil hinein» bevölkerten.
Im Pleistozän lebten Leoparden in der Schweiz auch in freier Wildnis. Eine wichtige Fundstelle stellen die Wildkirchli-Höhlen im Alpstein dar. Doch Knochen dieser Raubtiere wurden auch im Berner Oberland, konkret im «Schnurreloch» im Simmental, ausgegraben, wie in diesem guten Artikel zu lesen ist.
Darin steht unter anderem auch (übersetzt mit DeepL):
In Nordeuropa verschwanden die eiszeitlichen Leoparden zusammen mit anderen Raubtieren (Löwen, Hyänen) um das letzte glaziale Maximum (vor ca. 22’000 Jahren). Ihr Lebensraum waren die borealen Wälder und oberhalb der Baumgrenze die alpinen Landschaften, wo sie vor allem mittelgroßes Bergwild (Steinböcke, Gämsen) jagten.
Bild: DALL-E 2