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Martine Clozel hat sich als Kinderärztin auf die neonatale Intensivpflege spezialisiert. Jean-Paul Clozel ist Kardiologe. Während ihrer Laufbahn bei F. Hoffmann-La Roche Ltd stiess Martine Clozel ein wegweisendes Forschungsprojekt auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie (Bluthochdruck im Lungenkreislauf) an. Sie hat zu diesem Thema mehr als 140 Artikel verfasst, die eine Peer Review durchlaufen haben, und sie wurde mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet. Jean-Paul Clozel war verantwortlich für die Auswahl des ersten T-Kanal-Blockers. Im Jahr 2007 wurde er als Professor an das Collège de France in Paris berufen (Chair of Technical Innovation). Ende 1997 gründeten Jean-Paul und Martine Clozel Actelion. Im Zuge des Verkaufs an Johnson & Johnson im Juni 2017 wurde das neue Biopharmaunternehmen Idorsia gegründet. Dieses ist spezialisiert auf die Erforschung und Entwicklung kleiner Moleküle für innovative Therapieoptionen.
2019
Das Ausnahme-Unternehmer-Ehepaar Clozel erzählte am SEF19, was sie dazu motiviert hat, 2017 nach dem äusserst erfolgreichen Verkauf seines Pharmaunternehmens Actelion gleich eine neue Firma zu gründen. «Aufhören war für uns nie eine Option», sagte Martine Clozel im Gespräch mit Susanne Wille. Als sie 1997 mit dem Aufbau ihres ersten Unternehmens begonnen hätten, wäre ihr grosses Streben und der Glaube an den Erfolg ihre einzigen Assets gewesen, so die studierte Ärztin. «Bei der Gründung von Idorsia hatten wir von Anfang an 700 Mitarbeiter, elf Medikamente und eine Milliarde Cash zur Verfügung», ergänzte ihr Mann Jean-Paul, ausgebildeter Kardiologe. «Die Voraussetzungen waren also viel besser.» Sie würden zudem von der Motivation getrieben, gute Medikamente zu entwickeln, die vielen Menschen helfen könnten. Ein Schlafmedikament befinde sich momentan in der dritten Testphase und komme voraussichtlich nächstes Jahr auf den Markt, verriet Martine. Dieses soll den Leuten mit Hilfe einer Molekül-Technologie ermöglichen, gut einzuschlafen und zum richtigen Zeitpunkt wieder ausgeruht aufzuwachen.