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Die Produktionstätigkeit in China verzeichnete im Mai ein vorsichtiges Wachstum, nachdem sie einen Monat zuvor geschrumpft war. Die Marktforscher Markit und Caixin berichten dies auf der Grundlage ihres Einkaufsmanagerindex. Die große chinesische Industrie sieht eine Belebung der Nachfrage in ihrem eigenen Land, nachdem die Koronakrise dort ihren Höhepunkt erreicht hat. Die Auslandsnachfrage steht jedoch aufgrund des Virusausbruchs in wichtigen Exportmärkten immer noch unter Druck.
Der Indikator stieg im letzten Monat leicht auf ein Niveau von 50,7 gegenüber 49,4 im April. Ein Wert von 50 oder mehr zeigt ein Wachstum unterhalb dieser Schrumpfung an. Der offizielle Einkaufsmanagerindex der chinesischen Regierung, der am Sonntag veröffentlicht wurde, erreichte 50,6 und war damit etwas niedriger als ein Monat zuvor. Regierungszahlen konzentrieren sich mehr auf große chinesische Staatsunternehmen, während Caixin und Markit sich mehr auf kleinere Privatunternehmen konzentrieren.
In Japan läuft es für die Branche immer noch schlecht. Der Einkaufsmanagerindex der Jibun Bank für die japanische Industrie lag im Mai bei 38,4 gegenüber 41,9 im April. Dies ist der niedrigste Stand seit 2009. Die Branche in Südkorea verzeichnete mit 41,3 ebenfalls einen Rückgang. Dies galt auch für andere Länder in Asien wie Taiwan und Vietnam.
Ökonomen glauben, dass Chinas Exporte in naher Zukunft allmählich wieder anziehen könnten, da die Quarantänemaßnahmen gegen das Coronavirus in immer mehr Ländern allmählich nachlassen. Diese Erholung wird wahrscheinlich länger dauern, da die Koronakrise in großen Volkswirtschaften wie der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten schwere Schläge verursacht hat.