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Mit einer Geldstrafe davongekommen sind in Australien zwei Briten, die völlig betrunken einen Pinguin aus einem Freizeitpark entführt hatten. Die beiden müssten jeder tausend australische Dollar (rund 940 Franken) zahlen, entschied am Mittwoch das zuständige Gericht.
Die jungen Männer hatten sich zuvor dafür entschuldigt, den Zwergpinguin Dirk im vergangenen Monat aus dem Sea World Park an der sogenannten Goldküste im Osten des Landes entführt zu haben. Das Schicksal des Tieres hatte ganz Australien bewegt.
Die Briten, die zu Arbeitsferien in Australien sind, waren in der Nacht völlig betrunken in den Freizeitpark eingedrungen. Erst schwammen sie eine Runde mit Delfinen, dann nahmen sie kurzerhand Dirk mit in ihr Hotel.
Als sie am nächsten Tag erwachten, waren sie nach Angaben ihres Anwalts Bill Potts völlig überrascht, den Pinguin in ihrem Hotelzimmer zu sehen. Seine Mandanten hätten das Tier geduscht und versucht, es mit Brot zu füttern. "Sie haben all ihr Wissen und Können in den Dienst des Pinguins gestellt", betonte Potts, der Medienberichten zufolge vor Gericht eine Pinguin-Krawatte trug.
Letztlich entliessen die beiden jungen Männer das Tier an einem Fluss in die Freiheit, wo es dann von Spaziergängern entdeckt und im Sea World mit seiner Partnerin Peaches wiedervereint wurde.
Mit der Geldstrafe kamen die beiden Angeklagten nach Ansicht von Richter Brian Kucks glimpflich davon. Mit Blick auf die Eisbären in dem Freizeitpark sagte er zu den Männern: "Sie hätten im Leichenschauhaus enden können, wenn Sie sich im Gehege geirrt hätten." Bei ihrer nächsten Party sollten die beiden "vielleicht ein bisschen weniger Wodka trinken", fügte der Richter hinzu.
SDA-ATS