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Regional
Bern, 20.05.2020 - Am 20. Mai 2020 hat der Bundesrat per Verordnung eine ausserordentliche Unterstüt-zung der Schweizer Weinwirtschaft beschlossen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft schildert.
Wie in allen Weinregionen Europas sei der Sektor besonders von der Schliessung der Restaurants und vom Veranstaltungsver-bot betroffen, die aufgrund der Covid-19-Pandemie angeordnet wurden. Die Deklassie-rung von Wein mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (AOC-Wein) zu Tafelwein und die Senkung der von den Kantonen festgelegten Höchsterträge sollen dazu beitragen, den Markt für Schweizer Wein wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Die finanzielle Un-terstützung belaufe sich auf 10 Millionen Franken. Der Bundesrat habe an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 die Verordnung über die ausserordentliche finanzielle Unterstützung der Deklassierung von AOC-Wein zu Tafelwein verabschiedet.
Sie tritt am 1. Juni 2020 in Kraft. Die gewährte Finanzhilfe stellt eine Marktentlastungsmassnahme dar.
Sie stützt sich auf zwei Säulen: Für jeden Liter deklassierten AOC-Wein werde ein Bundesbeitrag von maximal 2 Franken gewährt. Die unterstützten Betriebe beteiligen sich an der Massnahme, indem sie ihre Weine abwerten und zu Tafelwein deklassieren, der hauptsächlich in der Nahrungsmittelindustrie verwendet werden soll.Die zusätzliche finanzielle Unterstützung des Bundes belaufe sich auf 10 Millionen Franken.
Sie werde proportional zur Rebfläche der Kantone aufgeteilt, um gleiche Voraussetzungen für alle Schweizer Weinbetriebe zu schaffen. Sobald die Finanzhilfe des Bundes ausgeschöpft ist, können die Kantone diese weiterführen.
Zusätzliche, freiwillige Finanzhilfen der Kantone seien wichtig, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Die Bundeshilfe zur Entlastung des Marktes ergänzt die finanzielle Unterstützung, die der Bund für die Absatzförderung des Schweizer Weins durch die Branche bereits zur Verfügung stellt.Seit den Massnahmen des Bundesrates vom 16. März 2020 zur Verlangsamung der Ausbreitung von Covid-19, insbesondere wegen der Schliessung der Restaurants und dem Veranstaltungsverbot, sei der Weinabsatz in der Schweiz eingebrochen.
Dasselbe Phänomen lasse sich in ganz Europa beobachten. Zudem befand sich der Markt für Schweizer Wein bereits Ende 2019 aufgrund grosser Lagerbestände in einer schwierigen Situation.
Im letzten Jahr habe der Konsum von Schweizer Wein zwar im zweiten Jahr in Folge zugenommen, aber er konnte den Markt nach der ertragreichen Ernte 2018 nicht wieder ins Gleichgewicht bringen..
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