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Südkorea - Geflohen und abgetaucht
Dokumentation
Südkorea 2017
Myongho Park war 20 Jahre lang Offizier in der nordkoreanischen Armee. Eines Nachts im Jahr 2006 flieht er mit seiner Familie auf einem kleinen Boot nach Südkorea. In einem Fischerdorf an der Ostküste wird er Hochseetaucher, ein sogenannter "Meoguri". Aufgrund der harten Bedingungen und des hohen Risikos dieses Berufs für Leib und Leben gibt es in dem Dorf nur noch sechs Taucher. Doch trotz dieser Gefahren und der veralteten Ausrüstung ist der zielstrebige Myongho fest zu einem Neuanfang entschlossen.
Für die meisten Flüchtlinge aus Nordkorea ist es nicht leicht, sich im Süden anzupassen, doch Myongho setzt alles daran, ein wohlhabender Unternehmer zu werden und verdient in wenigen Jahren sehr viel Geld. Zum ersten Mal in seinem Leben kann er ein Haus, ein Boot und ein Auto kaufen und sogar ein Meeresfrüchte-Restaurant eröffnen, um seine Familie im Falle eines tödlichen Tauchunfalls abzusichern - doch dieses Risiko ist in seiner Familie ein Tabu.
Die Dokumentation begleitet Myongho bei seiner Arbeit als Unterwasserjäger, zeigt die Konflikte mit seinem Sohn und die Veränderungen im familiären Alltag, als sie beschließen, ein Restaurant zu eröffnen. Deutlich wird auch, wie schwer es für ihn ist, soziale Kontakte im Dorf zu knüpfen, denn Myongho bleibt in erster Linie ein Flüchtling aus Nordkorea und sein gesellschaftlicher Aufstieg lässt Neid aufkommen. Selbstgeeignete Arbeitskräfte zu finden ist problematisch, da viele Südkoreaner es ablehnen, für jemanden aus dem Norden zu arbeiten.
Regie
Programm
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