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Madeleine Amstutz war im Kanton Bern lange ein solider Wert für die SVP. Bei den Wahlen für das Kantonsparlament erzielte die langjährige Gemeindepräsidentin von Sigriswil regelmässig Glanzresultate. Bis es in ihrer Gemeinde zum Zerwürfnis mit anderen SVP-Akteuren kam, die Amstutz einen unsauberen Umgang mit ihren Spesen vorwarfen. Seither wurde die 44-Jährige von der SVP nicht mehr auf ihre Liste gesetzt und trat mit einer eigenen Partei, der sogenannten bürgerlichen Stadt-Landliste an. Nun spannt Amstutz für die Nationalratswahlen mit Mass-Voll zusammen, der Bewegung, die sich während der Pandemie gegen die Corona-Massnahmen wehrte und vom umstrittenen Nicolas Rimoldi angeführt wird.
Zwei Nationalratssitze als Ziel
Zum «grossen Bündnis der Kleinen» gehören neben Mass-Voll und der bürgerlichen Stadt-Landliste, die EDU, die zurzeit einen Nationalratssitz innehat, sowie die Bewegungen Aufrecht Bern, die Schweizer Demokraten, sowie die Listen Los Normalos und Philipp Jutzi.
Gemeinsam wolle man bei den Nationalratswahlen im Oktober zwei Sitze erobern. Das Sitzzuteilungsverfahren bevorzuge grosse Parteien stark, heisst es im Communiqué. Kleinere Parteien und Gruppierungen könnten mit Listenverbindungen ihre Chance auf Sitzgewinne wahren.
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(sda/mfu)