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Um die momentane Situation der freien Medienschaffenden besser einordnen zu können, haben wir die Betroffenen über ihre aktuelle berufliche Situation und ihre Bedürfnisse befragt. An der Umfrage haben 178 freie Medienschaffende teilgenommen. Von den befragten 178 Personen ist knapp ein Drittel ausschliesslich selbständigerwerbend und 13% sind ausschliesslich freischaffend. Mit Einbezug der Fotograf*innen erhöht sich die Zahl der Selbständigen auf 41%.
Knapp die Hälfte der befragten freien Medienschaffenden arbeitet bereits seit mehr als 15 Jahren auf ihrem Beruf. Ein Drittel arbeitet seit mehr als 5 Jahren im Beruf. Nur je ein Zehntel der Befragten sind Berufseinsteiger*innen oder bereits pensioniert.
Ausserdem haben freie Medienschaffende im Durchschnitt 12 Auftraggebende pro Jahr.
22% der Befragten haben sogar mehr als 20 verschiedene Auftraggebende.
Für 58% sind die Honorare im Journalismus kleiner geworden.
Bei 36% sind die Honorare unverändert und nur bei 6% wurden sie erhöht.
Lediglich ein Fünftel der Befragten kann die Spesen immer abrechnen.
57% der freien Medienschaffenden können mindestens in der Hälfte der Aufträge die Spesen abrechnen – 14% können nie Spesen abrechnen.
Knapp die Hälfte der befragten freien Medienschaffenden empfindet die aktuelle Situation in der Branche als in Ordnung – macht sich aber langfristig Gedanken über die Zukunft. Nur 16% schauen optimistisch in die Zukunft. Dem gegenüber stehen 36%, welche die Situation als schwierig bezeichnen und auf der Suche nach Veränderung sind. Im Falle von Veränderung möchten sich freie und selbständige Medienschaffende in folgenden Bereichen entwickeln:
39% als Freie*r in der Medienbranche
15% als Angestellte*r im Journalismus
19% als Freie*r in Bereich PR
8% als Angestellte*r im Bereich PR
34% als Selbständigerwerbende*r ausserhalb der Medienbranche
19% als Angestellte*r ausserhalb der Medienbranche
Die Gewerkschaft syndicom setzt sich für eine Stärkung der freien Medienschaffenden ein. Laut den befragten freien Medienschaffenden liegt der gewerkschaftpolitische Handlungsbedarf hauptsächlich im Bereich der Honorare, gefolgt von der (politischen) Interessensvertretung der Freischaffenden und den Dienstleistungen.