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Wenn Sie Ihr Baby von der Geburt an so oft und so lange es will gestillt haben (Stillen nach Bedarf) und während der ersten 48 Stunden nach der Entbindung direkten Hautkontakt mit ihm pflegten, dann sollte Ihre Brust genügend Milch produzieren. Ein weiterer Hinweis dafür ist, wenn Ihr Baby nach dem Stillen ruhig wird und zwei bis vier Stunden schläft. Manche Babys wollen in kurzen Abständen gestillt werden (sog. Cluster-Feeding, d.h. alle ein bis zwei Stunden für kurze Zeit). Dies ist zwar anstrengend für die Mutter, gilt aber als normal.
Die Brust einer Mutter funktioniert nicht so einfach wie ein Wasserhahn; das Stillen basiert auf einem sensiblen Hormonsystem, welches durch verschiedene Faktoren, auch Erschöpfung und Stress, beeinflusst wird. Ihr Baby kann Ihnen zwar nicht mitteilen, welche Menge es aufs Mal möchte (dies hängt davon ab, ob es hungrig, durstig oder beides zusammen ist), aber einfach gesagt "muss, was rein geht, auch wieder raus". Ihr Baby sollte oft die Windeln nässen und dreimal oder öfter pro Tag senffarbenen Stuhlgang haben.
Auch Gewichtszunahme ist ein gutes Zeichen. Wiegen Sie Ihr Baby nach einer Woche und dann nach zwei Wochen noch einmal. Normalerweise verlieren Neugeborene etwa 10% ihres Geburtsgewichtes innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Entbindung – das ist normal. Allerdings sollten sie ihr Geburtsgewicht innerhalb von 14 Tagen wieder erlangen. Falls nach der Entlassung aus dem Spital bis zum Ende der ersten Woche Probleme auftreten, wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt oder Stillberaterin.