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Es besteht nach wie vor noch immer eine Unsicherheit hinsichtlich der Form und der Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung in Europa und insbesondere in der Schweiz. Die positiven Anzeichen, dass der M&A-Markt der mittelgrossen Unternehmen weiter an Vertrauen gewinnt, und die steigenden Multiples, die bei Transaktionen mit ausserbörslichem Beteiligungskapital gezahlt werden, geben jedoch Grund zu vorsichtigem Optimismus.
Quartalsweise durchgeführte Studien von BDO zeigen, dass das Transaktionsvolumen des 3. Quartals 2010 saisonal bedingt gegenüber dem 2. Quartal 2010 und insgesamt gegenüber dem 3. Quartal 2009 zurückgegangen ist. Interessanterweise hat jedoch das Transaktionsvolumen in den Märkten der mittelgrossen Unternehmen zugenommen.
Da die Mega-Deals nach wie vor dünn gesät sind und zahlreiche kleine Unternehmen noch immer zu kämpfen haben, ist das Vertrauen in die mittelgrossen Unternehmen entscheidend, und die Zunahme des Volumens kann ein gutes Zeichen dafür sein, dass dieses Vertrauen im Wachsen begriffen ist.
Zahlreiche KMU glauben an ein gutes Jahr 2011 gut gefüllte Auftragsbücher führen zu diesem Optimismus. Allgemein besteht Einigkeit darüber, dass die Wirtschaft weiter wachsen wird.
Private Equity Price Index steigt weiter
Im 3. Quartal 2010 war im Vergleich zum 2. Quartal 2010 zudem keine dramatische Veränderung bei den Preisvergleichsindikatoren zu beobachten, obwohl der Private Equity Price Index (PEPI) erneut dem Private Company Price Index (PCPI) vorausgeeilt war. Interessanterweise hat sich die Beziehung zwischen dem PCPI und dem PEPI nach einem kurzzeitigen Ausschlag im 2. Quartal 2010 anscheinend wieder den historischen Trends angepasst. Der PCPI fiel von 12,1 auf 10,7, und der PEPI stieg von 11,3 auf 13,0, was bedeutet, dass der PCPI nunmehr um 18 Prozent unter dem PEPI liegt.
Der Anstieg des PEPI und der Rückgang des Handelsvolumens legen nahe, dass die Bereitschaft der Private-Equity-Unternehmen zur Zahlung von höheren Vielfachen möglicherweise auf der Tatsache beruht, dass sie bei einem beschränkten Horizont von Anlagemöglichkeiten die Geldmittel bereits ausgabebereit zur Verfügung haben. Es deutet auch darauf hin, dass bei einem Mangel an interessanten Aktien im Markt das private Beteiligungskapital bereit ist, für gute Unternehmen grosszügig zu zahlen («Rosinenpickerei»).
Transaktionen schneller abgeschlossen
Im internationalen Vergleich sind auch im 3. Quartal 2010 auf dem Schweizer M&A-Markt wesentlich mehr Aktivitäten zu verzeichnen als in anderen europäischen Ländern. Im Unterschied zu den Jahren vor 2008 liegen jedoch die Transaktionsvolumina weiterhin deutlich niedriger, denn Käufer konzentrieren sich vor allem auf kleine und mittelgrosse Betriebe.
Mega-Deals werden wohl bis auf Weiteres eher selten bleiben. Auch bei Initial Public Offerings (IPO) ist die Entwicklung eher verhalten, da die beteiligten Akteure die Erfolgschancen aufgrund der Volatilität des Kapitalmarktes (noch) nicht einschätzen können.
Während der Krisenzeit wurde für die Abwicklung von M&A-Transaktionen wesentlich höherer Aufwand betrieben, was dazu führte, dass die Zeitspanne zwischen Transaktionsbeginn und -ende wesentlich anstieg.
In der gegenwärtigen Erholungsphase, zu welcher das Jahr 2010 im M&A-Markt zu zählen ist, reduziert sich diese Zeitspanne wieder. Transaktionen werden tendenziell also wieder schneller abgeschlossen.