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In Rio de Janeiro sollen bis zu Beginn der Paralympics im kommenden Jahr die wichtigsten touristischen Punkte für Menschen mit Behinderungen besser zugänglich gemacht werden. Noch weisen diesbezüglich jedoch viele der Attraktionen der Stadt am Zuckerhut etliche Defizite auf.
Ausgerechnet die Postkartenmotive, wie der Cristo Redentor und die berühmte Strandpromenade Copacabana, weisen Probleme auf. Wenig hilfreich ist beispielsweise die Rolltreppe am Cristo Redentor, die von behinderten Menschen kaum zu benutzen ist.
Wenig Beachtung finden bisher auch die besonderen Ansprüche von blinden und tauben Menschen, wenn es beispielsweise um die Vermittlung von Informationen geht. Ein weiterer Mangel sind fehlende, behindertengerechte Toiletten.
Auch der Zugang von der Metro aus zum Maracanã-Stadion, in dem die Eröffnungszeremonie der Paralympics stattfinden soll, ist noch nicht zu hundert Prozent barrierefrei gestaltet. Die dort vorhandene Rampe ist zu steil, als dass sie von Rollstuhlfahrern benutzt werden könnte.
Einen Engpaß gibt es ebenso beim Angebot von entsprechend ausgestatteten Hotelzimmern. Auch die Zahl der Taxis, die ausgerüstet sind, um beispielsweise Rollstuhlfahrer bedienen zu können, ist mit 52 für die größe der Stadt eher bescheiden. Ziel ist es, ihre Zahl mindestens zu verdoppeln.
Immerhin wird von der Abgeordneten Tânia Rodrigues derzeit eine Erhebung zur Barrierefreiheit koordiniert. Sie ist selbst auf den Rollstuhl angewiesen und will das Dokument bis Ende des Jahres vorlegen.
Vom Bürgermeister Rio de Janeiros wurde zudem das Projekt „Rotas Acessìveis“ angekündigt, mit dem die wichtigsten touristischen Punkte der Stadt für Menschen mit Einschränkungen zugänglich gemacht werden sollen.
Allerdings gibt es auch positive Beispiele. Der Nationalpark Tijuca weist bereits einen behindertengerechten Wanderpfad auf und im Jardim Botânico gibt es einen Fühlgarten, Rampen und Informationen in Blindenschrift. Hervorgehoben wird ebenso das Forte de Copacabana und das Kunstmuseum MAR in der Hafenzone.