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Was ist der ViQ?
Der Visual Questionnaire (ViQ) ist ein auf visueller Wahrnehmung aufbauender Persönlichkeitstest. Der Test besteht aus einfachen Abbildungen, die sich auf vielerlei Weise erfassen und deuten lassen. Die unterschiedlichen Interpretationen zeigen, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt und dem Aufgenommenen Sinn und Bedeutung zuordnet. Das individuelle Bild der Welt, das sich so ergibt, beeinflusst die Art und Weise wie sich ein Mensch zur Welt verhält. Es gibt also einen wesentlichen Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Verhaltensmustern. Der ViQ verbindet die visuelle Wahrnehmung mit einer Typologie (C.G. Jung), die Menschen nach eben diesen Verhaltensmustern unterscheidet. Über die Messung von Unterschieden in der Wahrnehmung und der Beurteilung von visuellen Signalen, ist direkt eine Zuordnung zu Persönlichkeitstypen möglich. Kontaktieren Sie scheffer(Replace this parenthesis with the @ sign)iwa.ch
Wer entwickelte den ViQ?
Der Visual Questionnaire ist in den 90er Jahren an der Helnut-Schmidt-Universität in Hamburg entstanden. Die Professoren Ansgar Weinert und David Scheffer legten den Grundstein für dieses einzigartige Testverfahren. Seither wurde das Instrument, unter dem Einfluss der wissenschaftlichen Arbeit von Prof. Dr. Julius Kuhl sowie der Praxiserfahrung der iwa ag, von David Scheffer permanent weiter entwickelt. Es gilt heute als eines der validesten Messinstrumente für Persönlichkeit.
Warum ist eine Messung über visuelle Systeme sinnvoll?
Zwei Drittel der Stimuli die ein Mensch wahrnimmt, erreichen das Hirn über die visuellen Systeme. Durchschnittlich etwa die Hälfte des Kortex ist mit der Verarbeitung visueller Reize befasst (Hoffman, 1998). Der primäre visuelle Kortex, ist die zweitgrößte Struktur im Gehirn eines Menschen (Palmer, 1999). Es wurden mehr als 30 Hirnregionen identifiziert, in denen visuelle Stimuli verarbeitet werden (Gegenfurtner, 2003).
Was unterscheidet den ViQ von Fragebögen?
Die meisten der bisher üblichen Verfahren zur Erhebung von Persönlichkeitsprofilen,
fragen das Selbstkonzept einer Person ab. Die Steuerungsmechanismen die dem Konstrukt „Persönlichkeit“ zugrunde liegen, sind der bewussten Selbstanalyse jedoch nicht zugänglich.Mit dem Selbstkonzept entwerfen Menschen ein Bild von sich, das dem entspricht, wie sie sich selber sehen wollen. Oft ist es in Richtung sozialer Erwünschtheit verfälscht, manchmal fällt es aber auch übermäßig kritisch aus. Kurz: Werden Menschen zu sich selbst befragt, sagen sie häufig mehr über sich, als wir wissen können.
Was misst der ViQ
Auf der Basis der Typentheorie von C.G. Jung misst der ViQ die beiden emotionalen Systeme (Motive) „Need for stimulation“ (Jung: E/I) und „Need for security“ (Jung: J/P), sowie die vier kognitiven System „Specific information processing“ (Jung: S), „Automatic informatiion processing“ (Jung: N), „Objectiv Classification“ (Jung; T) und „Personal Classification“ (Jung; F).
Wie ist die psychometrische Qualität des ViQ?
Skalenentwicklung
Das statistische Verfahren der Wahl waren Faktorenanalysen von drei unterschiedlichen Stichproben (N=2.405; N=5.650; N=76.587) die eine nahezu identische Faktorenstruktur ergaben. Das Itemset wurde auf Items reduziert, deren Korrelation zum Faktor über .50 liegen und gleichzeitig auf keinen anderen Faktor höher als .30 laden.
Damit ergibt sich statistische Unabhängigkeit sowie eine hohe interne Konsistenz der Skalen.
Reliabilität
Die Reliabilitätskennwerte bewegen sich auf einem guten Niveau. Interne Konsistenzen der Skalen liegen zwischen Alpha = .70 und Alpha = .86. Retest-Reliabilitäten liegen bei .70 bis .91 für einen Zeitraum von einem Jahr.
Validität
Umfangreiche Untersuchungen zur Validität zeigen substantielle Zusammenhänge zwischen den Skalen des ViQ, dem Verhalten im beruflichen Bereich aber auch des Konsumverhaltens. Es liegen Vergleichsstudien mit anderen etablierten Testverfahren vor (MBTI, NEO-FFI, CPI). Es konnte mehrfach nachgewiesen werden, dass durch den ViQ, gegenüber klassischen Fragebögen, bis zu dreimal mehr Varianz im Verhalten aufgeklärt werden kann.