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In einer Telefonkonferenz berichtete der FTX-Chef den Angaben zufolge, die Kryptobörse stehe einem Fehlbetrag von bis zu 8 Milliarden Dollar gegenüber. Um zahlungsfähig zu bleiben, würden 4 Milliarden Dollar benötigt.
Wie von einer mit dem Thema vertrauten Person zu hören ist, versucht FTX Mittel in Form von Darlehen oder Eigenkapital aufzubringen beziehungsweise über eine Kombination von beidem.
"Ich habe es vermasselt", sagte Bankman-Fried den Anlegern in der Telefonkonferenz nach Angaben von Teilnehmern. Er wäre "unvorstellbar, ungeheuer dankbar", wenn Investoren helfen könnten. Ein FTX-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.
Die FTX-Rettung durch Binance indessen kommt nicht zustande. "Wir hatten gehofft, die Kunden von FTX bei der Bereitstellung von Liquidität unterstützen zu können, aber die Probleme liegen ausserhalb unserer Kontrolle und unserer Möglichkeiten, zu helfen", hiess es inzwischen in einer Erklärung der von Changpeng Zhao gegründeten Kryptobörse.
Bankman-Fried hatte den Investoren in der Telefonkonferenz am Mittwoch noch wiederholt versichert, dass es einfach nicht stimme, dass Zhao von der Übernahme abrücke. Rund eine Stunde später teilte Binance mit, sich in der Tat aus dem Vorhaben zurückzuziehen.
FTX hat eine prominente Liste von Geldgebern, darunter Sequoia Capital, BlackRock, Tiger Global Management und SoftBank. Sequoia hat den gesamten Wert seiner Beteiligungen an FTX.com und FTX.us bereits abgeschrieben. Dies deutet daraufhin, dass das Unternehmen keinen klaren Weg sieht, seine Investition wieder hereinzuholen.
(Bloomberg)