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Um längere Zeit in der Schweiz zu wohnen oder hier zu arbeiten, ist eine Bewilligung nötig. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Aufenthaltsbewilligungen und der Niederlassungsbewilligung.
Bewilligungsarten
Wer während seines Aufenthalts in der Schweiz arbeitet oder sich länger als 3 Monate hier aufhält, benötigt dafür eine Bewilligung. Diese wird vom kantonalen Amt für Migration erteilt. Es wird unterschieden zwischen Kurzaufenthaltsbewilligungen (bis 1 Jahr), Aufenthaltsbewilligungen (befristet) und Niederlassungsbewilligungen (unbefristet).
- Kurzaufenthaltsbewilligung L: Diese Bewilligung ist für Personen, die für eine befristete Zeit (meist 1 Jahr) für einen bestimmten Aufenthaltszweck in der Schweiz leben. Die meisten Bürgerinnen und Bürger von EU-/EFTA-Staaten, die ein Arbeitsverhältnis zwischen 3 Monaten und einem Jahr nachweisen können (Arbeitsvertrag), haben Anspruch auf diese Bewilligung.
- Aufenthaltsbewilligung B: Diese Bewilligung ist für Personen, die sich längerfristig in der Schweiz aufhalten. Die meisten Bürgerinnen und Bürger von EU/EFTA-Staaten haben einen Anspruch darauf, wenn sie nachweisen können, dass sie mehr als ein Jahr in der Schweiz arbeiten (Arbeitsvertrag). Die Bewilligung wird an EU/EFTA-Bürgerinnen und -Bürger für 5 Jahre erteilt. Für Personen aus anderen Staaten ist die Gültigkeitsdauer 1 Jahr. Danach muss eine Verlängerung beantragt werden. Die Verlängerung kann bei diesen Personen an Bedingungen geknüpft werden, z.B. den Besuch eines Deutschkurses. Den Anspruch auf eine Verlängerung haben sie nicht. Gründe, die gegen eine Verlängerung sprechen könnten, sind z.B. Straftaten oder Fürsorgeabhängigkeit. Auch anerkannte Flüchtlinge erhalten eine B-Bewilligung.
- Niederlassungsbewilligung C: Diese Bewilligung erhält man nach 5 oder 10 Jahren Aufenthalt in der Schweiz. Die Niederlassungsbewilligung darf nicht an Bedingungen geknüpft werden.
- Vorläufige Aufnahme F: Diese Bewilligung erhalten Asylsuchende, die nicht als Flüchtlinge anerkannt, aber vorläufig aufgenommen wurden. Die Bewilligung muss jedes Jahr erneuert werden.
Ausländerausweis
Ausländerinnen und Ausländer, die in der Schweiz wohnen, erhalten einen Ausländerausweis. Personen aus EU/EFTA-Staaten, ihre Familienangehörigen und vorläufig Aufgenommene (F) bekommen einen Ausweis aus Papier. Bürger anderer Länder mit Bewilligung L, B oder C und anerkannte Flüchtlinge erhalten einen biometrischen Ausweis. Sie müssen in Luzern ihre biometrischen Daten erfassen lassen. Das Amt für Migration lädt sie deshalb schriftlich zu einem Termin ein. Mit der Einladung kommt auch eine Rechnung für den Ausländerausweis. Nur wenn die Rechnung bezahlt ist, erhält man einen Ausweis. Man muss deshalb die Bestätigung der Einzahlung sowie das Einladungsschreiben und den Reisepass zum Termin mitnehmen. Man kann den Termin nur in Ausnahmen verschieben. Wer den Termin verschieben will, muss vorher anrufen (Telefon: 041 228 77 84). Wenn man nicht mindestens 48 Stunden vor dem Termin anruft oder einfach nicht kommt, muss man etwas bezahlen. Alle Ausweise werden per Post zugestellt. Wird der Ausweis gestohlen oder geht er verloren, muss man das sofort der Polizei melden.
Amt für Migration / Kontakt und Informationen
Verlängerung
Je nach Art des Aufenthaltsstatus und der Staatsangehörigkeit muss die Aufenthaltsbewilligung in unterschiedlichen Abständen verlängert werden. Wenn eine Verlängerung nötig ist, erhält man ein Formular (Verfallsanzeige). Dieses muss ausgefüllt und zusammen mit dem Ausländerausweis (Original) und einem gültigen Reisepass (Kopie) spätestens 2 Wochen vor Ablauf der Bewilligung per Post an das Amt für Migration geschickt werden. Dieses prüft, ob die Voraussetzungen für eine Verlängerung erfüllt sind.
Amt für Migration / Kontakt und Informationen