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Lange Zeit spielten Eishockey-Goalies furchtlos ohne Maske. Erst ab den 1960er-Jahren setzte sich der Gesichtsschutz nach und nach durch. Wir zeigen die besten Exemplare der Goalie-Masken-Evolution in Nordamerika.
Was selbst mit modernen Goalie-Masken passieren kann, musste erst kürzlich Ben Bishop schmerzlich erfahren. Dem Torhüter der Tampa Bays Lightning fehlten nach einem Schuss an die Maske schnell mal zwei Zähne. Doch entgegen dem Lebensmotto vieler Grosseltern: Für einmal war früher nicht alles besser, wie ein Ausflug in die Vergangenheit zeigt …
Um die Geschichte der Goalie-Masken zu erzählen, muss man zuerst die früheren Regeln der NHL erwähnen. So war es den Torhütern bei der Gründung der Liga im Jahre 1917 untersagt, auf ihre Knie zu gehen, um Schüsse abzuwehren.
Die strikte Regelung wurde ein paar Jahre später modifiziert, sodass sich Goalie Clint Benedict mit seinem neuen, sprich knienden Stil – heute würde man ihn wohl als Butterfly-Goalie bezeichnen – den Übernamen «The Praying Goalie» verdiente. Die Chancen wurden dadurch natürlich grösser, dass ein Torhüter den Puck direkt ins Gesicht abkriegt.
Nachdem ein Schuss Benedict die Nase brach und die restlichen Gesichtsknochen demolierte, legte er sich 1930 eine Ledermaske zu, um sein Gesicht zu schützen. Doch mit seinem Rückzug aus der NHL im gleichen Jahr verschwand die Maske für ganze 29 Jahre aus der Liga.
Im Training benutzte Montreals Jacques Plante bereits eine Gesichtsmaske, als er 1959 in einem Spiel im Gesicht getroffen wurde. Nach der Behandlungspause holte Plante seine Kunststoffmaske. Doch sein Trainer wollte ihn nicht damit nicht spielen lassen. Weil es damals noch keine Ersatztorhüter gab, setzte sich Plante schliesslich durch und beendete mit der Maske (siegreich) das Spiel.
Zu Beginn musste sich Plante noch gegen Vorwürfe wehren, ein Feigling zu sein. Jedoch begannen weitere Goalies, sich eine Maske zuzulegen und so begann deren weltweiter Siegeszug.