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Mit 23 Jahren machte der deutsche Pianist Martin Stadtfeld mit einer Einspielung von Bachs Goldberg-Variationen erstmals international auf sich aufmerksam. «Die Welt» bezeichnete ihn damals bereits als «Deutschlands neuen Bach-Superstar». Heute hat sich der 35-Jährige als einer der führenden Interpreten der Musik von Johann Sebastian Bach etabliert. Er selber sagt über den Komponisten: «Es ist, als würde sich in seiner Musik der gesamte Kosmos spiegeln.»
Morgen ist Martin Stadtfeld bei den International Piano Series Freiburg zu hören. Exklusiv spielt er Bachs Monumentalwerk «Das Wohltemperierte Klavier I», das erste Werk, das systematisch alle auf dem Tasteninstrument spielbaren Tonarten abhandelt. Die 1722 fertiggestellte Komposition besteht aus 24 Satzpaaren aus je einem Präludium und einer Fuge in allen Dur- und Molltonarten. Die Bedeutung des Werks zeigt sich auch in den Äusserungen anderer Komponisten: Beethoven bezeichnete das «Wohltemperierte Klavier» als seine musikalische Bibel, Robert Schumann als seine Grammatik. cs
Aula Magna, Universität Miséricorde, Freiburg. Sa., 21. Mai, 19.30 Uhr.