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Farben werden – wie warm und kalt, wie leicht und schwer – als Sinnes-Empfindung physiologisch und unmittelbar wahrgenommen. Die Wahrnehmung der Farben ist daher eine für alle normalsichtigen Menschen universell gültige Sinnes-Empfindung. Sie ist unabhängig von subjektiven oder von kulturellen Erfahrungen. Sie ist auch unabhängig vom Alter und Geschlecht. Die Wahrnehmung der Farben werden im limbischen System des Zwischenhirns registriert z. B. Orangerot als anregend, hingegen Dunkelblau als beruhigend.
Weil die Farbe physiologisch wahrgenommen und nicht projiziert oder gedeutet wird, ist der Lüscher-Color-Test kein „projektiver“, sondern ein objektiver und reproduzierbarer Test.
Warum eine bestimmte Farbe, z. B. ein helles Blau besser gefällt als ein dunkles Blau, ist nicht bewusst. Der Grund für die Sympathie besteht in der Übereinstimmung zwischen der Sinnesempfindung, welche die Farbe vermittelt, und dem emotionalen Zustand des Betrachters. Die Wahl macht den emotionalen Zustand und damit die Bedürfnisse, die Motivationen, die Frustrationen, die Ängste, die Kompensationen und die Haltung in den unter¬schiedlichen Lebensbereichen sicht- und ver¬stehbar. Der Lüscher-Color-Test zeigt den Menschen so, wie er wirklich ist, und nicht – wie bei der direkten Befragung oder bei Fragebögen – wie er sich selbst bewertet oder wie er von anderen gerne gesehen werden möchte. Der Test wird gerne auch als «Röntgenbild der Psyche» bezeichnet.
Sie finden eine detaillierte Erläuterung der Methode unter luscher-color.com.