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Monopoly
Monopoly ist weltweit eines der erfolgreichsten Brettspiele und in 37 Sprachen und über 103 Ländern verkauft.
Ziel des Spiels ist es, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen Mitspieler in die Insolvenz zu treiben. Dazu erwirbt man möglichst viele Besitzrechte – in der Schweizer Standardausführung sind das 22 Strassen und Plätze, vier Bahngesellschaften sowie Elektrizitäts- und Wasserwerke – um von den Mitspielern Mieten zu erhalten, wenn diese durch Würfeln auf einem solchen Feld landen.
Monopoly wird mit zwei bis acht Spielern gespielt. Jeder Spieler erhält ein festgelegtes Startkapital und besitzt eine Spielfigur. Die Spieler kommen im Uhrzeigersinn an die Reihe. Der jeweilige Spieler wickelt folgende Schritte ab:
- Würfeln und die Figur bewegen
- Je nach Art des erreichten Feldes bestimmte Aktionen ausführen:
- Ausführen von Karten-Aktionen
- An- und Verkäufe von Grundstücken
- Miete an Mitspieler zahlen
- Ein eigenes Grundstück durch Häuser oder Hotel aufwerten
- Steuern bezahlen, Einnahmen erhalten und andere Sonderaktionen.
Ziel des Spieles ist, nicht bankrott zu gehen bzw. die Mitspieler in die Insolvenz zu treiben. Ein Spieler, dessen Privatvermögen auf Null gefallen ist, scheidet aus dem Spiel aus. Die verbleibenden Spieler fahren fort.
Generell ist das Spiel grösstenteils zufallsbasiert; lediglich die Entscheidungen über Käufe, Bebauungen und die Option, das Gefängnis gegen eine Geldbusse frühzeitig zu verlassen, bringen strategische Elemente ins Spiel ein.
Die Feministin und glühende Antikapitalistin Elizabeth Magie hat das Spiel unter dem Namen «Landlord’s Game» erfunden und 1906 patentieren lassen.
Magie wollte mit ihrem «Vermieter-Spiel» natürlich keinen Einsteigerkurs in Immobilienspekulation kreieren – im Gegenteil: Die Arbeiter in den USA sollten durch das Brettspiel lernen, welche katastrophalen Folgen ungleich verteilter Landbesitz auf die Bevölkerung hat. Immerhin hat am Ende des Spiels einer alles, und der Rest ist pleite.
1934 hat James Darrow das Spielprinzip kopiert und ebenfalls patentieren lassen. Ein Jahr später hat er das Patent an Parker Brothers verkauft. Nach einem Rechtsstreit hat sich Parker Brothers auch Magie's Patent gesichert.
Mehr als 250 Millionen Stück wurden seither verkauft. Weltweit gibt es mittlerweile über 1000
verschiedene Varianten zu den unterschiedlichsten Themen. So gibt es zum Beispiel ein Luzerner
Monopoly oder ein Mario Kart Monopoly.
Nicht jede Strasse ist gleich attraktiv. Zürich Paradeplatz zum Beispiel ist nicht besonders profitabel. Klar, sobald ein Gegner vorbeikommt, muss er eine horrende Miete zahlen. Dafür sind Strasse und Häuser sehr teuer. Noch schlimmer: Die Gegner kommen selten vorbei. Schliesslich schafft nicht jeder Spieler die Monopoly-Runde bis zum Ende. Manche Spieler kommen ins Gefängnis, andere dürfen vorrücken bis auf Los. Mit dem Geld kann man deshalb anderswo mehr anfangen als auf dem Paradeplatz. Zum Beispiel auf Bahnen. Das Geld kommt in kleinen, aber häufigen Portionen, so dass dem Besitzer selten das Geld ausgeht. Elektrizitäts- und Wasserwerk sind dagegen unattraktiv.
2. Kaufen Sie orangefarbene Strassen
Die profitabelsten Strassen im ganzen Spiel sind die in Orange. Sie liegen nicht weit hinter dem Gefängnis. Jeder Dritte, der sich dort herauswürfelt, landet auf Biel oder Freiburg. Wenn Sie zwei dieser Strassen haben und die dritte kaufen, haben Sie nach zehn Runden den Kaufpreis für die dritte Strasse fast wieder drin. Auch die günstigeren violetten und hellblauen Strassen sind attraktiv; sie sind günstig, also kann man sie sich schnell leisten, und sie werden beim Bebauen sehr rentabel.
3. Bauen Sie kein Hotel
Wenn Sie Häuser und Hotels bauen, setzen Sie zuerst drei Häuser auf jede Strasse. Aus den Berechnungen des Informatikers Truman Collins ergibt sich nämlich, dass der Kauf des dritten Hauses die höchsten Zinsen bringt. Beginnen Sie mit der teuersten Strasse einer Farbgruppe, weil dort die Mieten am höchsten sind, und arbeiten Sie sich dann zu den günstigeren Strassen vor. Das vierte Haus auf einer Strasse ist meist schon weniger profitabel. Die Drei-Häuser-Strategie hat übrigens noch einen positiven Nebeneffekt. Das liegt daran, dass die Häuser im Spiel knapp sind – und wenn Sie anstatt eines Hotels drei Häuser auf jede Ihrer Strassen stellen, bleiben weniger für die anderen Spieler übrig.
4. Tauschen Sie sich reich
Keine Angst vorm Strassentauschen! Auch wenn Sie eine teure Strasse aufgeben, um eine billige zu bekommen – machen Sie den Tausch. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie geben das teure, grüne Basel ab und bekommen dafür die billige, hellblaue Aarau. Dann verlangen Sie von Ihrem Gegner noch einen Wertausgleich in bar – und mit diesem Geld bauen Sie gleich fünf Häuser auf Ihre drei blauen Strassen. Dem Gegner fehlt dagegen Geld, das er zum Bauen verwenden könnte. So bringt Ihr Teil des Tausches deutlich höhere Zinsen als der des Gegners.
Auch wenn «Gefängnis» kein schöner Name ist, ist das Feld ein sehr willkommenes Ruhefeld. Das sollten Sie nutzen. Erinnern Sie sich: Wenn Sie im Gefängnis sind, gibt es zwei Wege, um hinauszukommen. Der erste: Sie können direkt eine Strafe zahlen und weiterlaufen – das lohnt sich nur am Anfang, wenn Sie noch Strassen erobern müssen. Doch im späteren Spiel, wenn die Strassen vergeben sind und die Mieten steigen, nehmen Sie den zweiten Weg: Sie warten, ob Sie einen Pasch würfeln. Das dürfen Sie drei Runden lang tun – und so lange sparen Sie sich die Mieten.
6. Nehmen Sie Hypotheken auf
Wenn Sie mehr Geld brauchen, als Sie haben, dann verkaufen Sie keine Häuser. Holen Sie sich das Geld dort, wo es weniger profitabel ist: und zwar auf unbebauten Strassen. Nehmen Sie eine Hypothek auf. Es kann sich sogar lohnen, eine Hypothek aufzunehmen, um mit dem Geld ein Haus zu kaufen – aber bedenken Sie: Sie verlieren dann einen Notfallpuffer, den Sie bei einer Landung auf dem Zürcher Paradeplatz gut gebrauchen können.
Quelle: faz.net
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Jahr1906
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ErfinderElizabeth Magie
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LandUSA
Karrierespiel
Ein hartnäckiges Gerücht besagt, dass Johnny Depp seine Karriere Monopoly verdanke. Angeblich gewann er gegen seinen Schauspielkollegen Nicholas Cage, der ihn dafür seinem Agenten vorstellte.