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Unser Leben spielt sich in einer gebauten Umwelt ab. Diese berücksichtigt die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen häufig nur ungenügend. Das Gleichstellungsrecht unterstreicht die Bedeutung des hindernisfreien Zugangs zum öffentlichen Raum.
Für Menschen, die sich im Rollstuhl fortbewegen, oder etwa für Menschen mit Sehbehinderungen ist es heute oft noch nicht ohne Weiteres möglich, ohne fremde Hilfe an den Arbeitsort zu gelangen, ein Restaurant aufzusuchen, Freunde zu besuchen oder eine Wohnung zu finden, die ihren Bedürfnissen entspricht. Mit geeigneten Massnahmen lassen sich viele dieser baulichen Hindernisse beseitigen. Was dabei zu beachten ist, zeigen die Regeln des hindernisfreien Bauens auf.
Der Zugang zur gebauten Umwelt ist auch eine wichtige Forderung des Behindertengleichstellungsgesetzes. Es bezweckt, dass Gebäude und Anlagen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind - zum Beispiel Restaurants, Konzertsäle, Banken, Poststellen, Schulhäuser - zugänglich sein müssen. Bei Renovationen oder Neubauten ist daher ein hindernisfreier Zugang zu gewährleisten. Ausnahmsweise kann darauf verzichtet werden, wenn dies unverhältnimässige Anpassungen erfordern würde (Artikel 2 Absatz 3; Artikel3, Artikel und Artikel 11 f. BehiG).
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