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Alfons Kolly kam am 3. April 1951 als ältestes Kind der zweiten Ehe des Eduard und der Marie, geborene Piller, zur Welt. Mit drei Brüdern und einer Schwester wuchs er auf dem Bauernhof Schaftränke in einfachen Verhältnissen auf. Schon als Schulbub musste er von zuhause weg, um als Knecht sein Leben verdienen. Die Schulen absolvierte er in Plaffeien, danach folgte ein Welschlandjahr. 1968 fand er seine Lebensstelle als Elektromonteur und arbeitete über 28 Jahre, bis zur Erkrankung, bei den FEW. Er war ein kräftiger Mann, arbeitete gerne und zuverlässig, erst im welschen Kantonsteil, später im Sensebezirk. Kein Weg war ihm zu schwierig, keine Telefonstange zu hoch. Wenn die Stromversorgung lahm lag, rückte er ohne Zögern aus. Er kannte den Kanton wie kaum ein anderer.
Alfons Kolly war insgesamt 25 Jah- re Mitglied der Musikgesellschaften Plaffeien und Alterswil. Er spielte Tenorhorn, Zugposaune, Bassgeige und hatte ein feines Musikgehör. Auch mit Gettikind Helen musizierte er. Er war ein fröhlicher Mensch und liebte die Geselligkeit. «Kamerade wei mer si» war sein Lied. Er war Mitglied im Skiklub Giffers und Plaffeien-Schwarzsee, als Sekretär. Als versierter Skifahrer siegte er in mehreren Disziplinen, kannte unzählige Skigebiete. Er überquerte jährlich die Lötschenlucke auf Tourenskis. Er liebte die Natur und ging gern in die Berge. Er war Gemeinderat von Brünisried, Mitglied der Feuerwehr Brünisried und Alterswil, machte im Jahrgängerverein und bei den Klassenkameraden von Plaffeien mit.
Alfons Kolly half seiner Mutter viel, kaufte ihr Haushaltgeräte und schickte Geld nach Hause. Mit 18 Jahren kaufte er ein Auto. Nun waren die Einkäufe schneller erledigt. Mit seiner Mutter unternahm er manche Passfahrt. Mit viel Freude baute er in Alterswil ein Haus. Seine Ehe war von kurzer Dauer. Schicksalsschläge setzten seiner Psyche zu. Sein herzhaftes Lachen hörte man immer seltener. Vor drei Jahren verunfallte er und erlitt massive Kopfverletzungen. Er raffte sich auf, lernte wieder essen, sprechen, laufen, war aber vermehrt auf Betreuung angewiesen. Im Heim Linde wurde er liebevoll aufgenommen.
Nach dem Tod seiner Mutter 2012 wurde Alfons Kolly zusehends schwächer. Am Sonntagmorgen des 27. Oktobers 2013 verstarb er. Möge er nun bei ihr im Himmel sein. Die Familie dankt allen, die Alfons Kolly in gesunden und kranken Tagen besucht haben und ihm mit Würde und Respekt begegnet sind. Eing.