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Wer kennt sie nicht, die dicken Wälzer der Brockhaus Enzyklopädie. Sie sind aus praktisch keiner heimischen Bibliothek wegzudenken. Friedrich Arnold Brockhaus (1872-1823) erwarb 1808 auf der Leipziger Buchmesse das Verlagsrecht und die Vorräte des in fünf Bänden gedruckten Lexikons. Der erste Band der 2. Auflage, die vollständig von Friedrich Arnold Brockhaus erarbeitet und nur achtbändig konzipiert worden war, erschien zur Ostermesse 1812.
Zunächst hiess der «Brockhaus» im Untertitel «Conversations-Lexikon». Darin mag die altbackene Konversation unter älteren Herren anklingen, die man mit dem Nachschlagewerk assoziiert: Wie sie, sich in der guten Stube über Gott und die Welt auslassend, bei der Frage nach der Höhe der ägyptischen Pyramiden ins Trudeln geraten und im entsprechenden Band den korrekten Sachverhalt nachschlagen. Einer von ihnen wird triumphiert haben.
Im Jahr 2015 übernahm der Verlag der Schwedischen Nationalenzyklopädie (NE Nationalencyklopædin AG) die Rechte an der Marke Brockhaus. Dessen deutsches Tochterunternehmen NE GmbH entwickelt und vermarktet seitdem die Onlineausgabe der Brockhaus Enzyklopädie.
Im Laufe der Jahre wurden auch diverse kleiner Versionen des Brockhaus ausgegeben. Beispielsweise erschien 1950 der kleine Brockhaus in zwei Bänden. Im Oktober 2006 erschien dann der «Brockhaus Mannheim», das erste Stadtlexikon des Verlags zum 400. Geburtstag der Stadt im Jahr 2007. Der Reinerlös ging an soziale Projekte vor Ort.
Heute ist die Brockhaus-Enzyklopädie in Vergangenheit geraten. Gerade durch das Internet wird immer weniger in gedruckten Büchern nachgelesen. Somit werden die älteren Herren bei ihren Konversationen über Gott und die Welt wohl eher Google fragen, als selber im Lexikon nachzuschlagen.