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Für die Italiener war der Auftritt auf dem Kunstrasen von Vilnius ein grösseres Geduldspiel als für die Schweiz einige Tage zuvor gegen den gleichen Gegner in St. Gallen. Erst in der 47. Minute gelang dem vierfachen Weltmeister durch den nach der Pause eingewechselten Stefano Sensi das 1:0. Ciro Immobile doppelte mit einem Penalty in der Nachspielzeit nach. Es war der 25. Match in Folge ohne Niederlage für die Mannschaft von Roberto Mancini, die damit die Bestmarke egalisiert, die Italien unter Marcelo Lippi zwischen 2004 und 2006 aufgestellt hatte.
Ausser Italien und der Schweiz, die sich Anfang September ein erstes Mal gegenüberstehen werden, ist in der Gruppe C kein WM-Kandidat auszumachen. Im zweiten Spiel trennten sich Nordirland und Bulgarien torlos. Es waren die ersten Punkte in dieser Gruppe, die nicht an die beiden Favoriten gingen.
Deutschland erlitt nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen einen schmerzhaften Rückschlag. Das Team von Joachim Löw unterlag in Duisburg den deutlich effizienteren Nordmazedoniern mit 1:2. Der junge Elif Elmas von Napoli erzielte in der 85. Minute den Siegtreffer. Die Gäste, die in diesem Sommer erstmals an einem grossen Turnier dabei sein werden, waren in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch den 37-jährigen Goran Pandev ein erstes Mal in Führung gegangen. Deutschland traf trotz einiger guter Chancen nur durch einen Penalty von Ilkay Gündogan. Für die Deutschen war es die erste Niederlage in der WM-Qualifikation seit fast 20 Jahren, für Nordmazedonien der erste Erfolge gegen einen ganz Grossen des Fussballs.
Die anderen Grossen erfüllten am Mittwoch ihre Pflicht. Frankreich gewann dank einem Tor von Antoine Griezmann in Bosnien-Herzegowina 1:0, Spanien siegte in Sevilla gegen Bernard Challandes' Kosovo mit 3:1, und England bezwang Polen, das ohne den verletzten Robert Lewandowski auskommen musste, dank Harry Kane und Harry Maguire mit 2:1.