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Der Herausgeber von "Jesus unser Schicksal" ist tot
Karl-Heinz Ehring war so etwas wie der ehrenamtliche Privatsekretär des Evangelisten und Pfarrers Wilhelm Busch (1897-1966) in Essen. Der Junge aus dem Essener Norden kam im Weigle-Haus zum Glauben an Jesus und engagierte sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit. Er arbeitete eng mit dem Jugendpfarrer Wilhelm Busch zusammen, der Ehring erkannte und einsetzte.
Beruflich macht er eine erstaunliche Karriere zum Personalchef des Gesamtverbands Steinkohlenbergbau in dessen Essener Zentrale. Nach Buschs Pensionierung 1962 unterstützte Ehring ihn in seinen Diensten als Evangelist und Schriftsteller. Er organisierte über viele Jahre die Gerhard-Tersteegen-Konferenzen in Essen, die unter der Leitung von Busch mit ihren Bibelauslegungen Impulse und Orientierung für Tausende Christen gaben.
Ehring wurde zum Verursacher des wohl bekanntesten Buches von Busch. Nach dessen plötzlichem Tod auf der Rückreise von einer Evangelisationswoche in Saßnitz auf der Insel Rügen im Juni 1966 schrieben Ehring und seine Frau Inge eine Serie von Evangelisationsvorträgen Buschs von Tonbändern ab. Ehring bearbeitete die Texte geringfügig und gab sie unter dem Titel "Jesus unser Schicksal" als Buch heraus.
Diesen Titel hatte Busch als Motto für Evangelisationswochen in Essen in den Jahren der Naziherrschaft eingesetzt, damals eine Provokation für die Nazi-Ideologie. Das Buch erlebte bis heute Millionenauflagen in über 40 Sprachen. Viele Menschen wurden durch dieses Buch bewegt, Jesus Christus nachzufolgen.
(Der Autor, Pfarrer Ulrich Parzany, ist Evangelist und Gründer des Netzwerks "Bibel und Bekenntnis".)