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Fünf Gründe warum es trotz künstlicher Intelligenz immer medizinisches Personal brauchen wird
1. Empathy kann nicht ersetzt werden
Selbst die brillanteste Technologie kann keine Empathie nachahmen. Warum? Im Kern der Empathie liegt der Prozess der Vertrauensbildung: dem Gegenüber zuzuhören, auf seine Bedürfnisse zu achten, Mitgefühl auszudrücken und so zu reagieren, dass der andere weiß, dass er verstanden wird. Sie würden heute bestimmt keinem Roboter oder intelligenten Algorithmus eine lebensverändernde Entscheidung zutrauen, wie z.B. ob Sie ein Schmerzmittel nehmen sollen oder nicht. Wir werden immer Ärzte brauchen, die unsere Hand halten, während sie uns eine lebensverändernde Diagnose mitteilen. Kein Algorithmus wird das je ersetzten können – niemals!
2. Ärzte arbeiten nicht linear
Folgender Fall: Ein Jugendlicher wurde mit Vergiftungserscheinungen ins Spital eingeliefert. Ein ganzes Team von Medizinern versuchte herauszufinden, wie sich der junge Mann vergiften konnte. Sie erwogen viele Optionen: Drogen, Lebensmittelvergiftung, Pestizidvergiftung. Für jede mögliche Diagnose schlugen sie eine andere Behandlungsmöglichkeit vor. Dem Patienten ging es jedoch immer schlimmer – bis sie zufällig herausfanden, dass der Junge sich mit Phosmet vergiftet hatte, eine Art Insektizid aus der Jeans, die er von einem Straßenverkäufer gekauft hatte, der die Hose in seinem Lastwagen aufbewahrte. Der Junge hatte das Kleidungsstück vor dem Tragen nicht gewaschen und so wurde das Gift durch seine Haut aufgenommen.
Kein Algorithmus hätte diese Diagnose stellen können. Obwohl Daten, Messungen und quantitative Analytik ein entscheidender Teil der Arbeit eines Arztes sind – und es wird in Zukunft noch kritischer werden (Daten sind bekanntlich das neue Erdöl) – die Erstellung einer Diagnose und die Behandlung eines Patienten ist kein linearer Prozess. Es erfordert Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten, die Algorithmen und Roboter niemals haben werden.Patienten und ihre Lebensstile variieren in dem Masse, in dem sich die Menschen unterscheiden. Krankheiten haben die gleiche Eigenschaft. So ist kein Fall wie der Andere; Jeder von ihnen erfordert die Aufmerksamkeit von menschlichen Ärzten. Bis zur Entstehung komplexer, digitaler Lösungen übersetzten Ärzte Daten von einfachen medizinischen Geräten in medizinische Entscheidungen. In Zukunft wird die Aufgabe die Gleiche sein – es werden nur kompliziertere Technologien verwendet.
3. Komplexe digitale Technologien erfordern kompetente Fachleute
Immer komplexere digitale Gesundheitslösungen erfordern die Kompetenz qualifizierter Mediziner. Egal, ob es sich um Robotik oder A.I. handelt. Nehmen wir als Beispiel den bekanntesten chirurgischen Roboter, das da Vinci Surgical System. Es verfügt über ein vergrößertes 3D-High-Definition-Vision-System und winzige Instrumente mit Handgelenken, die sich weit stärker biegen und drehen lassen als die menschliche Hand. Allerdings müssen Chirurgen lernen, wie man es bedient, und es braucht Übung, um es zu meistern.
Oder IBM Watson. Sein einzigartiges Programm für Onkologen bietet Ärzten evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten. Dennoch können nur Ärzte gemeinsam mit ihren Patienten die Behandlung wählen, und nur Ärzte können beurteilen, ob der intelligente Algorithmus möglicherweise nützliche Vorschläge enthält. Kein Roboter oder Algorithmus könnte solche komplexen, vielschichtigen Herausforderungen unter Berücksichtigung der menschlichen Psyche – klar interpretieren. Während sie die Daten bereitstellen, bleibt die Interpretation immer eine menschliche Aufgabe.
4. Es wird immer Aufgaben geben, die Algorithmen und Roboter niemals ausführen können
Ärzte, Krankenschwestern und anderes medizinisches Personal haben täglich viele mühsame monotone und sich wiederholende Aufgaben, die erledigt werden müssen. Eine Studie besagt, dass in den Vereinigten Staaten der durchschnittliche Arzt 8,7 Stunden pro Woche für die Verwaltung aufwendet. Psychiater verbrachten den höchsten Anteil ihrer Arbeitszeit mit Schreibarbeit (20,3%), gefolgt von Internisten (17,3%) und Familien / Allgemeinmedizinern (17,3%). Diese Arten von Aufgaben und Verfahren können automatisiert werden – und sollten es auch.
Es gibt jedoch Verantwortlichkeiten und Pflichten, die keine Technologie erfüllen kann. Während IBM Watson in wenigen Sekunden Millionen von Seiten von Dokumenten durchforsten kann, wird es den Heimlich-Griff nie ausführen können. Es wird immer Aufgaben geben, bei denen der Menschen schneller, zuverlässiger oder billiger ist als die Technologie.
5. Niemals Technik vs. Mensch
Das konsistente und konstante Image des Gegners muss ein für alle Mal bereinigt werden. Es stand nie zur Debatte die Technologie dem Menschen gegenüber zu stellen. Im Gegenteil technologische Innovationen sollten immer dem Zweck dienen, Menschen zu helfen. Ganz gleich, ob es A. A., Robotik, Augmented oder Virtual Reality ist, wir sollten akzeptieren, dass die Art und Weise wie das Gesundheitswesen funktioniert, dadurch massiv beeinflusst wird und die Vorteile nutzen. Stellen Sie sich vor, welche Gesundheitsversorgung möglich wäre, wenn die Kreativität und die Fähigkeiten zur Problemlösung mit der unendlichen Rechenleistung und den kognitiven Ressourcen der Technologie kombiniert würden.
Das Einbeziehen der Technologie in die menschliche Arbeit ist die Lösung. Eine Studie zur Identifizierung von metastasiertem Brustkrebs durch Deep Learning zeigt wie es sein kann. Als die Vorhersagen des Deep-Learning-Systems mit den Diagnosen des menschlichen Pathologen kombiniert wurden, nahm die Bildklassifikation sowie der Tumorlokalisierungswert signifikant zu. Darüber hinaus sank die menschliche Fehlerquote um 85 Prozent. Diese Ergebnisse zeigen, dass, wenn der Mensch künstliche Intelligenz nutzt, nur davon profitieren kann.