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Der Kanton ist also eine Mélange von scheinbar unvereinbaren Gegensätzen.
So dass man versucht ist zu sagen, der Kanton sei eine Schweiz Miniature. Und wenn denn der Kanton nicht in der Deutschschweiz liegen würde, sondern offiziell mehrsprachig wäre — so falsch läge man damit nicht.
Einen weiteren Unterschied zum “Schweizer” lässt sich zudem ausmachen:
Die Zürcher definieren sich in der Regel nicht über den Kanton. Es fehlt das Andere, von dem man sich abgrenzen könnte oder müsste. Das fällt bei offiziellen Landesgrenzen naturgemäss wesentlich leichter.
So ist zum Beispiel der Zürcher in Dietikon eher versucht, sich als Zürcher zu behaupten, weil er sich gegenüber dem Aargau abgrenzen möchte. Dem Ustermer Einwohner hingegen liegt es vielleicht näher, sich gerade nicht als Zürcher zu fühlen, weil er sich von der grossen Stadt abgrenzt und statt dessen betont, immerhin in der drittgrössten Gemeinde des Kantons zu wohnen.