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Über das Wochenende zog nach «Ciara» auch noch Sturm «Dennis» über Grossbritannien – mit schweren Folgen für die Einwohner. Es kam zu Überschwemmungen, Stromausfällen und Verkehrschaos. Davon betroffen waren England, Wales und Teile von Schottland. Vier Menschen verloren bislang ihr Leben im Unwetter und noch immer entspannt sich die Lage nicht. Auf der offiziellen Website der Regierung sind zurzeit sieben lebensbedrohliche Flutwarnungen, 187 Hochwasser-Warnungen sowie 228 potenzielle Überschwemmungen aufgeführt. Wie James Bevan, Chef des Umweltamts, gegenüber «BBC» sagte, müsse noch bis Mitte der Woche mit weiteren, schweren Überschwemmungen gerechnet werden.
Rund 400 Häuser versanken alleine in England in den Wassermassen, sodass über 1000 Einwohner zur Flucht gedrängt wurden. Zahlreiche Strassen wurden gesperrt und der Bahnverkehr ist teilweise noch immer unterbrochen. In Nordengland werden weiter steigende Flüsse prognostiziert. Die Behörden appellieren daran, wachsam zu sein und sich gegen Überschwemmungen zu wappnen. In einigen Landesteilen, unter anderem im nordenglischen Yorkshire, stehen Soldaten als Rettungshelfer im Einsatz.
Sturm «Dennis» wütete mit Spitzenwinden von 140 Stundenkilometern und zog so auch den Flugverkehr in Mitleidschaft. British Airways und Easyjet annullierten am Sonntag hunderte Flüge. Im Internet kursieren zahlreiche Videos von den spektakulären Landungen, die trotz der schwierigen Wetterbedingungen gemeistert wurden. Die Piloten werden für ihre sicheren Manöver als Helden gefeiert.
In Irland wurde durch den Sturm ein Geisterschiff an die Küste gespült, das seit 2018 im Meer trieb. Das 77 Meter lange Schiff traf in der Nähe von Cork auf Felsen, wie die irische Küstenwache mitteilte. Die Crew wurde 20 Tage, nachdem die «MV Alta» auf dem Weg von Griechenland nach Haiti im Atlantik manövrierunfähig geworden war, von der US-Küstenwache gerettet.