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Ramsei–Sumiswald–Huttwil-Bahn
|Kürzel||RSHB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1908-06-01|
|Mutiert||Ab 1944-01-01 Vereinigte Huttwil-Bahnen|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1908 eröffnete RSHB verband durch das Emmental die Linien Langental–Wolhusen und Burgdorf–Langnau. Sie war Eigentum einer Aktiengesellschaft, wobei sich am Anlagekapital auch der Kanton Bern und diverse Gemeinden beteiligten. Der Betrieb oblag der Langental–Huttwil-Bahn (LHB). Ab 1912 setzte die RSHB dampfbetriebene Motorwagen ein.
Zum Hauptgeschäft der RSHB entwickelte sich bald der Gütertransport, namentlich von Produkten für die Landwirtschaft (Dünger) respektive von der Landwirtschaft. Allerdings litt die RSHB stets unter erheblichen finanziellen Sorgen, die sich mit dem Kriegsausbruch 1914 rasch und stark akzentuierten. Zwar wurde zur Kostendämpfung das Leistungsangebot reduziert, doch die Betriebsausgaben stiegen trotzdem massiv an. 1913 bezifferten sich diese noch auf 195'000 Franken, 1920 jedoch auf 456'000 Franken, davon auffälligerweise fast 150'000 Franken allein für den Materialverbrauch. Dass die RSHB angesichts der (negativen) Transporterlöse die in der Statistik aufgeführten Zinsdienste leisten konnte, ist unwahrscheinlich. 1920 griffen ihr der Bund, der Kanton Bern und Anliegergemeinden mit einem «Betriebsdarleihen ... mit bedingter Verzinsung» (EBS 1920, 205) in der Höhe von insgesamt 126'000 Franken unter die Arme. Diesen de facto wohl zinsfreien Zustupf summierte die Statistik zu den Anleihen. Gemäss der Statistik verfügte die RSHB 1920 ausserdem über Reserven von knapp 229'000 Franken, die im Erneuerungsfonds lagen. Wie dieser kontinuierlich angewachsene Betrag zusammenkam, ist unklar, da grösstenteils keine Fondseinzahlungen ausgewiesen wurden.
Die prekäre Finanzlage zwang die RSHB 1924 zur Bereinigung ihrer Bilanz zu einem Kapitalschnitt (Reduktion des Aktienkapitalwerts um 50 Prozent). Die gewonnenen Gelder wurden für die Verlusttilgung und Reservenbildung verwendet. Schon Anfang der 1930er-Jahre verdüsterte sich die Lage aber wieder. 1944 fusionierten die RSHB, die Huttwil–Wolhusen-Bahn (HWB) und die Langenthal–Huttwil-Bahn (LHB) zu den Vereinigten Huttwil-Bahnen (VHB). In den folgenden zwei Jahren erfolgte die Elektrifikation der RSHB-Linie, doch drohte bis in die heutige Zeit immer wieder ihre Stillegung.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: