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Zeughaushof
Beschreibung
Der Zeughaushof ist zusammen mit dem Kaserneareal ein wichtiger öffentlicher Freiraum im sonst schlecht mit Freiräumen versorgten Quartier Aussersihl.
Entwicklung
In den Jahren 1864 bis 1876 entstand auf dem ehemaligen Schanzengebiet an der Sihl die Kaserne mit Exerzierwiese, Zeughäusern und Stallungen. In ihrer Axialität an eine barocke Schlossanlage erinnernd, bezeugt die Gesamtanlage den militärischen Willen zur Repräsentation. Bis zum ersten Weltkrieg war die von geschnittenen Kastanien flankierte Exerzierwiese ein wichtiger städtischer Freiraum als Sport-, Fest- und Versammlungsplatz.
Ab dem Ersten Weltkrieg bis 1987, dem Auszug des Militärs ins Reppischtal, blieb die Anlage für die Zivilbevölkerung geschlossen. Heute sind die Hälfte der Exerzierwiese sowie der Zeughaushof frei zugänglich. Die andere Hälfte der Kasernenwiese ist eingezäunt und beherbergt bis auf Weiteres das provisorische Bezirksgefängnis.
Der Zeughaushof ist im Besitz des Kantons und wird jedoch von Stadt Zürich unterhalten und gepflegt.
Nutzung
- Quartieranlage mit Spiel- und Liegewiese, Hartplatz, Sitzbänken, Brunnen
- Labyrinthgarten
- Spielplatz mit Rutschbahn, Kinderschaukel, Schaukelpferd, Sandkasten
- Züri WC
Besonderes
Die Militärkaserne samt Stallungen und Zeughäusern zählt in der Schweiz zu den grössten Baukomplexen des Historismus. Die Anlage stellt in ihren Einzelteilen als Gesamtheit ein kulturhistorisch bedeutsames Zeugnis von nationalem Rang dar und wird als Schutzobjekt von kantonaler Bedeutung eingestuft.
1991 wurde im Zeughaushof nach einem Entwurf von Agnes Barmetter ein Labyrinthplatz angelegt. Er besteht aus einem Gartenlabyrinth mit 4 Umgängen und einem offenem Platz in der Mitte mit 7 Umgängen. Ein weiterer Labyrinthgarten befindet sich im Seeburgpark.
Wegbeschrieb
Militärstrasse, Kanonengasse, Zeughausstrasse
Tram Nr. 3, 14 bis Sihlpost
Bus Nr. 31 bis Kanonengasse