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Arbeit auf der Storchenstation
Auf dem Gelände der Storchenstation befinden sich 13 Stangenhorste, die nach afrikanischen Ländern benannt sind.
Innerhalb des Dorfes gibt es weitere Baumhorste und Horste auf Dächern.
Die Anzahl der Jungen schwankt von Jahr zu Jahr beträchtlich und ist abhängig von den Wetterverhältnissen während der Brutzeit im Frühjahr.
Seit der Einweihung der Storchenstation 1970 sind 677 junge Störche beringt worden. Im Jahr 1982 sind mit Abstand am meisten Jungstörche mit einem Ring versehen worden, nämlich 41. Imposant im Vergleich zum Jahre 2006, in dem es gerade einmal vierzehn waren.
Nach der Nestlingszeit ist der Storch in der Regel während drei Jahren bis zur Geschlechtsreife ohne feste Bleibe unterwegs. Während dieser Zeit warten viele Gefahren auf das junge Leben.
So nicht beim ältesten Storch der Storchenstation. Er ist 1980 im Togohorst aus dem Ei geschlüpft und hat die Phase der Wanderzeit wohl behütet auf der Storchenstation durchlebt. Vier Jahre später ist er in die Freiheit entlassen worden.
Wenn er nicht hier überwintert, kehrt er regelmässig vom Winterquartier aus Afrika nach Möhlin zurück und brütet auf einem noch unbesetzten Horst.
In seinem langen Leben sind elf junge Störche aus seinen Bruten hervorgegangen.
In den neunziger Jahren hat sich europaweit die Strategie der Storchenansiedlung unter den Storchenschützern gewandelt. Die Käfighaltung wurde abgelöst zugunsten des Lebens in Freiheit. Im geschützten Rahmen des Freifluggeheges der Station werden kranke oder schwache Vögel gepflegt, ohne grosse Einschränkung der Flugmöglichkeiten.
Die Massnahme hatte Konsequenzen auf die Zufütterung. Die Störche sollen sich in Zukunft ihre Nahrung selber beschaffen können.
Der Fokus der Bemühungen verlagerte sich in der Folge auf die Biotopverbesserung und die Sicherheit auf dem Zug.
Der Verein für Natur- und Vogelschutz in Möhlin ist bestrebt, zusätzliche natürliche Futterquellen für die Tiere in der nahen Umgebung des Dorfes anzubieten. Die ökologische Aufwertung des Möhliner Feldes und die Erweiterung des Amphibien- und Insektenbiotops im Burstel sind konkrete Schritte dazu.
In den Monaten März bis Juni finden alljährlich die Horstkontrollen statt. Die Anzahl Eier sowie die Zahl der lebenden und toten Jungtiere werden registriert. In dieser Zeitspanne liest der Leiter der Storchenstation, sämtliche Daten auf den Ringen der Störche ab und führt Buch über jeden Storch. Die Daten werden schweizweit ausgewertet, um einen Überblick über die Entwicklung der Storchenpopulation in der Schweiz zu erhalten.