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- Artikel-Nr.: 9403
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Die Pfefferminze (Mentha piperita) ist eine Heil- und Gewürzpflanze aus der Gattung der Minzen. Es gibt zahlreiche wildwachsende Minzen-Arten, die in Europa heimisch sind.
Die Blätter enthalten ätherisches Pfefferminzöl und werden gern als Tee oder Gewürz verwendet. Wichtigster Inhaltsstoff ist das Menthol, das in den älteren Blättern vermehrt zu finden ist.
In einem englischen Garten entdeckte erst 1696 der Biologe John Ray die besonders heilkräftige Pfefferminze (Mentha piperita) als eine – wahrscheinlich zufällige – Kreuzung von Bachminze (Mentha aquatica) und Waldminze (Mentha spicata). Letztere ist wiederum eine Kreuzung aus Rossminze (Mentha longifolia) und Mentha rotundifolia. Damit ist die Pfefferminze ein weitgehend steriler Tripelbastard; eine sortenechte Vermehrung ist nur vegetativ (durch Stecklinge) möglich, nicht jedoch aus Samen.
Die Pfefferminze stammt stets aus Kulturen der gemäßigten Klimazonen und verwildert auch häufig aus diesen Kulturen. Die erste Jahresernte findet kurz vor der Blüte statt (Blütezeit Juni bis August) und erbringt die höhere Güte; die zweite Ernte im Herbst die geringere.
Die ganze Blattware wird extra von Hand gepflückt und schonend getrocknet. Dadurch enthält diese Qualität fast keinen Stängelanteil, sondern nur die Blätter, die reich an ätherischem Pfefferminzöl sind.
Pfefferminze wirkt anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, antimikrobiell und antiviral. Daher wird sie bei Gallenbeschwerden (auch leichteren Gallenkoliken) und „verdorbenem Magen“ mit Erfolg eingesetzt. Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet.
Als Tee:
Für die Zubereitung als Tee 2-3 TL mit kochendem Wasser übergiessen und 5-10 Minuten bedeckt ziehen lassen.
Der Pfefferminztee eignet sich nicht nur zum heißen Verzehr, sondern schmeckt ebenso gut auch als Eistee.