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Oxidativer Stress beim Milchvieh: Was ist das?(19.12.2012)
Der oxidative Stress ist eine Erscheinung, die vor allem Tiere betrifft, deren Organismus auf hohe Leistungen ausgerichtet ist, so zum Beispiel Milchkühe. Im Allgemeinen tritt beim Milchvieh oxidativer Stress nach einer brüsken Änderung der Umgebung auf, zum Beispiel, wenn eine Erstmelkkuh neu in die Herde integriert wird, aber auch während der Zeit rund um die Abkalbung, oder bei Krankheiten.
In diesen Situationen, wenn eine Schwächung durch Stress vorliegt, wird der Sauerstoff im Organismus der Kuh schädlich und zieht dort die Zell-Moleküle in Mitleidenschaft. Die Immunabwehr-Fähigkeit des Tieres geht stark zurück und genügt nicht mehr, um gegen die oxidierenden Substanzen erfolgreich anzugehen. Abhängig vom physischen und nervlichen Zustand der Kuh, können solche reaktive Sauerstoffverbindungen im Rahmen des Stoffwechsels - und in grossen Mengen - produziert werden. Die Auswirkungen des oxidativen Stress‘ auf das Tier sind Leistungseinbussen, vermehrte Krankheitsanfälligkeit und beschleunigte Alterung des Organismus.
Um den Risiken bei oxidativem Stress vorzubeugen, muss bei der Milchvieh-Fütterung die Energieversorgung der Situation angepasst sein (speziell beim Kalben), d.h. sie muss leistungsgerecht erfolgen. Zudem besteht auf Ernährungsebene ein guter Schutz gegen oxidativen Stress darin, Antioxidantien (Vitamin E, Beta-Karotin, Polyphenole, etc.), oder aber Vorstufen von Antioxidantien (Selen, Zink, Kupfer, etc.) miteinzubeziehen. (siehe Artikel "Natura3: Leistungsfähigere Tierhaltung dank natürlichen Antioxidantien" und "KetoStop™ : Störungen beim Laktationsstart vorbeugen")
Wenn Sie mehr wissen wollen über oxidativen Stress und angepasste Fütterungsmassnahmen, die dem Stadium, in dem ihre Kühe stecken, entsprechen: Kontaktieren Sie einen unserer Berater.
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Stichworte: Milchvieh, Technische Beratung, Oxidativer Stress