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Diagnose von Reflux
Eine Diagnose kann bereits rein auf Basis einer Beschreibung der Symptome odereiner ärztlichen Untersuchung gestellt werden. In Ausnahmefällen werden aber auch diagnostische Tests benötigt, um eine Vermutung zu bestätigen. Dies ist der Fall, wenn:
- die Diagnose unklar ist;
- die Behandlung nicht zum erwünschten Ergebnis geführt hat;
- die Symptome sehr stark oder chronisch sind;
- der Patient an Dysphagie (Schluckbeschwerden) leidet oder aus einem anderen Grund abgenommen hat; oder
- die Person Brustschmerzen hat.
In diesem Fall kann der Hausarzt den Patienten zu einem Gastroenterologen überweisen, der die zusätzlich notwendigen Untersuchungen anordnen kann.
Mögliche Folgen von Reflux
Wenn die untere Speiseröhre wiederholten Kontakt mit dem sauren Magensaft hat, kann die dadurch verursachte Beschädigung des Gewebes weitere Gefahren mit sich bringen, wie Entzündungen, Geschwüre, Verengung der Speiseröhre (Stenose) und Blutungen. Im Falle von Blutungen kann das Blut erbrochen oder mit dem Stuhlgang ausgeschieden werden. Bei anhaltenden Blutungen kann auch eine Blutarmut auftreten.
Zellveränderungen in der Speiseröhre – auch Barrett-Ösophagus genannt – sind eine weitere mögliche Folge.
Hinweise und Behandlungsmöglichkeiten bei Sodbrennen
Die folgenden Hinweise und Tipps können Ihnen bei Sodbrennen helfen und zu einem besseren Wohlbefinden beitragen. Probieren Sie's aus!
Es gibt einige Massnahmen, die Sie ergreifen können, um den Beschwerden vorzubeugen. Dazu zählen:
- Passen Sie Ihre Ernährung an. Nehmen Sie mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt zu sich und meiden Sie Koffein, Alkohol, fettreiche oder frittierte Speisen, Schokolade, Gewürze, Essig, säurehaltige Getränke oder Cola.
- Warten Sie nach dem Essen drei Stunden, bevor Sie schlafen gehen, vor allem nach grossen oder schweren Mahlzeiten.
- Vermeiden Sie Medikamente, die Ihre Symptome verstärken oder die Säureproduktion anregen könnten.
- Verzichten Sie auf das Rauchen, denn Nikotin fördert die Säureproduktion und verlangsamt die Entleerung des Magens.
- Lagern Sie Ihren Kopf beim Schlafen hoch, um saures Aufstossen aus dem Verdauungstrakt zu vermeiden.
- Vermeiden Sie Kleidung oder Accessoires, die Ihren Bauchraum einengen.
- Versuchen Sie bei Übergewicht abzunehmen oder bei Idealgewicht dieses beizubehalten.
Wenn Veränderungen Ihrer Lebensgewohnheiten nicht ausreichend helfen, können Fachpersonen säuremildernde Medikamente (Antazida) empfehlen, die Ihre Symptome lindern, aber nicht zur Heilung der angegriffenen Schleimhaut in der Speiseröhre beitragen. Weitere Möglichkeiten sind Refluxsuppressiva (wie Protonpumpeninhibitoren) oder Prokinetika,
Als Alternative zu Medikamenten kann gegebenenfalls auch ein chirurgischer Eingriff vorgenommen werden, um Verengungen (Stenose) auszuweiten.