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Gründung
Im Jahre 1922 beschlossen junge Ochlenberger und Mitglieder des christlichen Vereins junger Männer (CVJM) unter dem Initiator Walter Kohler, Lehrer im Schulhaus Neuhaus, eine Bläsergruppe zu gründen. Der Name "Posaunenchor" wurde abgeleitet von den biblischen Posaunenbläsern, die mit ihren Fanfaren auf das Evangelium aufmerksam machten. Das Musizieren zur Ehre Gottes und die Verbreitung des Evangeliums hatte der Posaunenchor von Anfang an auf seine Fahne geschrieben. Dieser Grundsatz ist bis heute geblieben. Von den anfänglich 12 Gründungsmitgliedern, die sich vor allem aus Bauemfamilien aus Ochlenberg und Leimiswil rekrutierten, wuchs der Verein stetig bis zu über 40 Mitglieder in den achtziger Jahren; wobei sich das Einzugsgebiet wesentlich vergrösserte.
Dirigenten
Anfänglich waren es Lehrer und Prediger, die sich der Kunst des Dirigierens bedienten und den Bläsern immer wieder die nötigen Impulse verliehen. Von der Gründung weg bis ins Jahr 1925 leitete Walter Kohler, Lehrer im Neuhaus, den Verein. Dann folgte Fritz Wagner, Landwirt, Sulzmatt (bis 1929) und bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges E. Wyss, Prediger in Herzogenbuchsee. Nach dem kriegsbedingten Unterbruch verhalf Ernst Bürgi, Lehrer, Neuhaus (1945-1951) dem Posaunenchor wieder zu neuem Leben. Darauf folgten Johann Kammermann, Prediger Herzogenbuchsee (1951-1958), Ernst Sterchi, Elektriker Egli (1958-1962), Christian Graber , Landwirt, Neuhaus (1961-1988) und Fritz Graber , Landwirt, Neuhaus, welcher den Verein seit 1988 dirigiert.
Instrumentierung
Die Instrumentenbeschaffung war und ist bis heute mit grossen finanziellen Aufwändungen verbunden. Wenn es früher Trompeten, Flügelhörner und Tenorhörner waren, so hat sich das heutige Instrumentensortiment der englischen Brass-Band-Besetzung angeglichen mit Cornets, Euphonien, Althörnern, Baritonen, Posaunen, B- und Es-Bässe und Schlagzeug.
Übungslokale
Das Posaunenchorleben begann in einem «Gaden» im Bauernhaus der Familie Mühlethaler im Neuhaus (heute Familie Graber). Für kurze Zeit diente das längst verschwundene Schützenhaus der Werktagsschützen Neuhaus als Übungslokal. Im Bauernhaus der Familie Lüthi in Wydenbach fand der Posaunenchor Ende der vierziger Jahre schliesslich eine "Heimat" bis 1980. Mehr Bläserinnnen, Bläser und Schlagzeuger erforderten mehr Platz. Für ein Jahr zogen wir deshalb um und übten in der Werkstätte von Zauggs in Leimiswil. Mit der Schulhauserweiterung 1981 konnte im Dachgeschoss des Schulhauses Neuhaus ein Raum gemietet werden, welcher bis heute unser Probe- lokal ist.
Auftritte
Die Auftritte des Posaunenchors wurden schon in den ersten Statuten festgelegt. So hatten die Bläser primär die Aufgabe, in Gottesdiensten und gottesdienstähnlichen Veranstaltungen mitzuwirken. Einige Theatertalente unter den Bläsern sorgten dafür, dass die gutbesuchten und beliebten Theateraufführungen immer wieder stattfanden. In den siebziger Jahren wurden die heute zur Tradition gewordenen Kirchenkonzerte in Herzogenbuchsee und Rohrbach ins Leben gerufen.
Literatur
Die ursprünglich gepflegte Choral- und Kirchenmusik wurde nach und nach ergänzt durch zeitgemässe Chorusse und Liedbearbeitungen sowie in den letzen fünfzehn Jahren durch Heilsarmeemusikalien, Unterhaltungsmusik und Originalkompositionen für Brass-Band.