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Zuvor war die britische Wirtschaft auf einem deutlich stärkeren Wachstumskurs. Im vierten Quartal 2016 hatte die Wirtschaftsleistung noch um 0,7 Prozent zum Vorquartal zugelegt.
Verantwortlich für die Abkühlung waren vor allem ein Wachstumsrückgang im wichtigen Dienstleistungssektor und dem Einzelhandel. Das Wachstum im Dienstleistungssektor verlangsamte sich von 0,8 Prozent im vierten Quartal 2016 auf 0,3 Prozent in den ersten drei Monaten 2017.
Der Einzelhandel leidet unter gesunkener Konsumfreude der britischen Verbraucher, die inzwischen die Preissteigerung infolge des gefallenen Pfundkurses zu spüren bekommen.
Schatzkanzler Philip Hammond spielte die Bedeutung der Zahlen herunter. Die britische Wirtschaft sei in einer guten Verfassung. "Die Beschäftigungszahlen sind auf einer Rekordhöhe und sollen weiter steigen", sagte Hammond dem Nachrichtensender SkyNews am Freitag. "Die britische Wirtschaft ist widerstandsfähig."
Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon machte den Kurs der britischen Premierministerin Theresa May auf einen harten Brexit für die schlechten Zahlen verantwortlich. Sie forderte einen Verbleib des Landes im Europäischen Binnenmarkt.
Bisher hatten sich aber Befürchtungen, das Brexit-Votum vom vergangenen Sommer könnte die britische Wirtschaft in einen Schockzustand versetzen, nicht bewahrheitet. Jüngste Daten zur Stimmung von Einkaufsmanagern deuten weiter auf ein Wachstum der britischen Wirtschaft hin. Die britische Exportwirtschaft konnte nach dem Brexit-Votum sogar von einer Abschwächung des Pfunds profitieren, weil die Waren im Ausland günstiger wurden./jkr/jsl/stb/cmy/DP/jkr
(AWP)