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(Kt. Schwyz,
Bez. u. Gem. Einsiedeln).
959 m. Gruppe von 5
Häusern, auf der
Höhe des Etzelpasses, sö. unter dem
Gipfel des Hohen Etzel, 6 km n.
Einsiedeln u. 4 km s.
Pfäffikon am
Zürichsee. Telephon. 43 kathol. Ew. Landwirtschaft, Viehzucht.
Der heute nicht mehr in Betrieb stehende
Steinbruch lieferte früher dem
FleckenEinsiedeln die benötigten Bausteine. Hier
lebte 828-835 der aus Hohenzoller'schem Geschlecht stammende Einsiedler
St. Meinrad, zu dessen Andenken 1196 die
St. Meinradskapelle erbaut wurde. Früher stark besuchte Gastwirtschaft. Seit dem Bau der Eisenbahn hat der Weg über den
Etzel viel von seiner Bedeutung verloren. 1261:
Mons Ezzelinus.
Hänge mit Baumgärten und schönem
Wald bestanden. 12 Bauernhöfe, 78 kathol. Ew. Ueber
den benachbarten Etzelpass (959 m) führt die Strasse
Rapperswil-Einsiedeln.
Dieser Uebergang hat in der
Geschichte zu verschiedenen Zeiten eine nicht unbedeutende
Rolle gespielt. 1386 überschritten ihn die
Schwyzer, um die damals
österreichische
March zu verheeren, und am war er der Schauplatz eines Kampfes zwischen Zürchern u. Schwyzern.
Zu der zum Andenken an dieses Ereignis errichteten
Kapelle pflegte man alljährlich einmal zu wallfahrten;
heute geschieht diese Wallfahrt zur Meinradskapelle.
Zur Zeit des heroischen Kampfes der
Schwyzer gegen die Franzosen 1798 gab
der den
Pass besetzt haltende Anführer «diese Strasse fast ohne Kampf preis»,
so dass die Franzosen auf diesem Weg nach
Einsiedeln vorzudringen vermochten;
1847 hüteten Truppen des
Sonderbunds den
Pass. Ueber den Etzelpass flutete Jahrhunderte lang der Strom der aus der N.-Schweiz, dem Tirol und Süddeutschland
nach
Einsiedeln wallfahrenden
Pilger.