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Erster indigender methodistischer Bischof der USA gewählt
8. November 2022
In verschiedenen Teilen der weltweiten Methodistenkirche (United Methodist Church) werden aktuell neue Bischöfinnen und Bischöfe gewählt. In den USA übernimmt erstmals ein Angehöriger einer indigenen Bevölkerungsgruppe dieses Amt.
In den Bischofsgebieten der United Methodist Church werden neue Bischöfinnen und Bischöfe gewählt. Da aufgrund der Corona-Pandemie seit 2016 keine Wahlen mehr getätigt werden konnten, werden in diesem Jahr eine grössere Zahl von Bischöfinnen und Bischöfen neu gewählt. Die Bischöfinnen und Bischöfe werden gewählt durch »Konferenzen», die paritätisch aus Laienpersonen und pastoralen Mitglieder zusammengesetzt sind.
Migrant wird Bischof
Zwischen dem 2 bis 5. November wurden in den USA 🔗13 Personen gewählt, sieben neue Bischöfinnen, sechs neue Bischöfe. Dabei wurde in der South Central 🔗Jurisdiction mit David Wilson 🔗erstmals eine Person zum Bischof gewählt, die zur indigenen Bevölkerungsgruppe Nordamerikas gehört. Mit Carlo A. Rapanut wurde ausserdem in der Western Jurisdiction erstmals ein Migrant in das Amt eines methodistischen Bischofs in den USA gewählt. Rapanut kommt ursprünglich von den Philippinen.
Rassismus-Vorwürfe
In der Southeastern Jurisdiction und in der Western Jurisdiction wurden im Zusammenhang mit dem Wahlverfahren 🔗Rassismus-Vorwürfe laut. Die Western Jurisdiction setzte sich in einer geschlossenen Sitzung mit den Vorwürfen auseinander. Die Southeastern Jurisdiction setzte eine Arbeitsgruppe ein, die die Auswirkungen rassistischer Voreingenommenheit im Nominierungs- und Auswahlverfahren bei der Wahl zur Bischöfin / zum Bischof untersuchen soll.
Wahlen ausserhalb der USA
Auch ausserhalb der USA stehen Bischofswahlen an. So wird auch die United Methodist Church auf den Philippinen neue Bischöf:innen wählen. Ebenso wird 🔗in Basel vom 16. bis 20. November für Bischof Patrick Streiff, den für die 🔗Zentralkonferenz Mittel- und Südeuropa zuständigen Bischof, eine Nachfolgerin / ein Nachfolger gewählt werden.
S.F. / Quelle: verschiedene Beiträge von UMNS
Beitragsbild: David Wilson bei der Pressekonferenz nach seiner Wahl zum Bischof (Bild: Screenshot, Youtube)
Jurisdiktionen
Innerhalb der USA ist die Unite Methodist Church (UMC) in fünf «Jurisdiktional-Konferenzen» unterteilt. Ausserhalb der USA bilden die «Zentralkonferenzen» die entsprechenden strukturellen Einheiten. Unter anderem wählen die Delegierten dieser Konferenzen die Bischöfinnen und Bischöfe in ihrem Bereich. Es handelt sich um folgende «Jurisdiktionen» in den USA:
North Central Jurisdiction
Illinois, Indiana, Iowa, Michigan, Minnesota, North Dakota, Ohio, South Dakota, Wisconsin
Northeastern Jurisdiction
Connecticut, District of Columbia, Delaware, Maine, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont, West Virginia
South Central Jurisdiction
Arkansas, Kansas, Louisiana, Missouri, Nebraska, New Mexico, Oklahoma, Texas
Southeastern Jurisdiction
Alabama, Florida, Georgia, Kentucky, Mississippi, North Carolina, South Carolina, Tennessee, Virginia
Western Jurisdiction
Alaska, Arizona, California, Colorado, Hawaii, Idaho, Montana, Nevada, Oregon, Utah, Washington, Wyoming
Zentralkonferenz
In Afrika, Europa und auf den Philippinen bilden die Jährlichen Konferenzen (Synoden) einer grösseren Region sogenannte Zentralkonferenzen. Die an eine Zentralkonferenz entsandten Delegierten sind zu gleichen Teilen Laien und pastorale Mitglieder. Die Zentralkonferenz bildet eine administrative Einheit, die die gemeinsame Arbeit und Mission koordiniert und auch ihren Bischof oder ihre Bischöfin wählt. Die Jährliche Konferenz (Synode) Schweiz-Frankreich-Nordafrika ist Teil der 🔗Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa (ZK MSE). Seit 2006 leitet Bischof Dr. Patrick Streiff (Zürich) die ZK MSE.