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“Ich bin damals ausgestiegen, als die Regisseure anfingen, sich über die dramatische Literatur zu erheben und in Ermangelung neuer oder eigener Stücke fragmentierten und zerstörten, was mir wertvoll war”, sagte Tukur der Deutschen Presse-Agentur. “Und mir gingen die ständigen Anleihen bei Film und Video auf die Nerven.”
“Die Regisseure haben der eigentlichen Stärke des Theaters nicht mehr getraut, seinem archaischen Zauber”, bedauert Tukur. “Sie haben die Figuren und Autoren nicht mehr ernst genommen und sich auf eine blasierte Art über vieles hinweggesetzt”, kritisierte er. “Es wurde laut, hohl und blöd – kaum ein Theater mehr für die Zuschauer, eher zur Befriedigung der Egomanien mittelmässiger Theatermacher.”
Tukur ist überzeugt: “Du brauchst nur eine Glühbirne, zwei gute Schauspieler und einen tollen Text – und du kannst eine Welt erzählen.” Es müssten junge Dramatiker gefunden und auch ordentlich bezahlt werden, die Stücke über unsere Zeit schrieben – so wie etwa in England.
Tukur hat viele Jahre mit dem renommierten Intendanten Peter Zadek (1926-2009) zusammen gearbeitet und war Schauspieler des Jahres (1986). “Ich möchte gerne wieder ans Theater”, sagt Tukur nun. Möglicherweise werde er Ende 2017 oder 2018 wieder in Hamburg auf der Bühne stehen.
(SDA)