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Ausser dem Sparrendach gibt es noch andere Dachkonstruktionen, die Vor-und Nachteile haben, die sorgfältig abgewogen sein wollen.
Wenn das Sparrendach an seine statischen Grenzen stösst, – etwa weil das Haus zu breit ist- kommt das Pfettendach zum Einsatz. Denn die zusätzlichen Balken, die ein Pfettendach hat, können grössere Breiten überspannen und eignen sich zudem auch noch für besondere Dachformen.
Der Begriff Pfette bezeichnet einen Balken, der quer zu den Sparren verläuft. Er kann unten am Sparren, in der Mitte oder auch oben angebracht sein und heisst entsprechend Fuss- Mittel- oder Firstpfette. Diese Pfetten sind jedoch nicht einfach nur mit den Sparren verbunden, was dann ja für das Gewicht auf die Sparren und damit die beiden Aussenwände keine Vorteile bringen würde, sondern haben einzelne Ständer, die senkrecht darunter stehen und einen Teil des Gewichtes abfangen. Diese stehen günstiger Weise auf einer Innenwand, oder wenigstens auf der Geschossdecke auf.
Bei zwei Mittel- und einer Firstpfette, wie es oft üblich ist, wird dieses Konstrukt dreifach stehender Stuhl genannt. Durch die Mittelpfette kann sehr gut ein Dachfenster über mehrere Sparrenabstände geführt werden, da diese zusätzlichen Halt haben.
Der Nachteil: das Pfettendach hat die erwähnten Ständer, die bei einem Ausbau des Dachgeschosses eventuell stören. Doch ob dies wirklich als störend empfunden wird, oder sich gestalterisch sogar ideal eignet, kommt auf den Geschmack des Bauherrn an und was er mit dem Dachgeschoss vorhat.
Abgesehen davon, dass es viele weitere Dachformen gibt, wie Flachdächer, Walmdächer oder sogar Zeltdächer (Form einer Pyramide), sind noch andere Begriffe zu klären. So zum Beispiel einschaliges oder auch „nicht belüftetes“ Dach.
Der Unterschied zwischen einschaligem und mehrschaligem Dach erklärt sich von selbst: die Materialien des Daches liegen bei einem einschaligem Dach aneinander, weshalb es auch „nicht belüftet“ oder Warmdach heisst. Bei einem mehrschaligem Dach gibt es eine Luftzirkulation zwischen den Schichten.
Die Bauweise eines Daches ist im Prinzip immer ähnlich: innen die tragende Unterkonstruktion, dann eine Dampfsperre, eine Wärmedämmung und der Wetterschutz (Ziegeln, Schindeln etc.).
Bei der einschaligem- oder auch Warmdach genannten Variante, wird die Wärmedämmung nicht von innen zwischen den Sparren, sondern von aussen über den Sparren angebracht. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Arbeiten (auch bei Reparaturen) nicht die Wohnräume beeinträchtigen.
Wer möchte, kann bei diesem Dach von innen die Balkenkonstruktion sichtbar lassen, was einen rustikalen Touch verspricht und viele Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.