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(chu) In lauen Juninächten geht der Junikäfer auf Nahrungssuche. Dabei ist er nicht wählerisch und ernährt sich von Blättern und Blüten vielfältige Pflanzen. Im Erdreich richtet der gefrässige Nachwuchs jedoch einen bei weitem grösseren Schaden an. Die Larven des Junikäfers fressen sich an den Pflanzenwurzeln satt. Im Rasen kann die Frasstätigkeit zu losen Grasnarben und braunen sowie kahlen Stellen führen. So erkennen Sie den hungrigen Gartenbewohner und bekämpfen ihn auf natürliche Art und Weise.
Der Junikäfer – kurz vorgestellt
Der dämmerungs- und nachtaktive Junikäfer (Amphimallon solstitiale) macht seinem Namen alle Ehre. In lauen Juninächten geht er in grossen Scharen auf die Nahrungssuche. Der Nachtschwärmer stammt aus der Familie der Blatthornkäfer. Mit einer Grösse von 14 bis 18 Millimeter ist er im Vergleich zu dem sehr ähnlich aussehenden Maikäfer (30 Millimeter) kleiner. Der Junikäfer ist sehr leicht an seinen gelblichbraunen und gerippten Deckflügeln zu erkennen. Am Halsschild und am Ansatz der Flügeldecken ist der Käfer dicht behaart. Der Kopf ist schwarzbraun. An ihm finden sich die langen Fühler mit drei Gliedern. Nach der Paarung legt das Weibchen im Juli die befruchteten Eier in sandige und leichte Böden ab und stirbt nach wenigen Tagen. Die Larven schlüpfen etwa drei Wochen später. Die Entwicklung von der Larve bis zum erwachsenen Tier dauert in wärmeren Regionen etwa zwei Jahre und in kälteren Regionen bis zu drei Jahre. In dieser Zeit ernähren sich die cremeweissen Larven mit schwarzem Kopf von Pflanzenwurzeln. Weitere typische Merkmale sind ihre gekrümmte Haltung und die drei auffälligen Brustbeinpaare.
Einen Befall durch Junikäfer erkennen
Der Junikäfer ist nicht wählerisch und frisst an den Blättern und Blüten vielzähliger Pflanzen. Zur Flugzeit im Juni ist ein deutlicher Rand- und Lochfrass zu erkennen. Einen bei weitem grösseren Schaden richtet jedoch sein Nachwuchs, die Engerlinge, an. Im Erdreich ernähren sie sich von den Wurzeln der Pflanzen. Im Rasen hat die Frasstätigkeit der Engelringe lose Grasnarben und braune sowie kahle Stellen zur Folge.
So beugen Sie einen Befall durch Junikäfer vor
- Ein gesunder Rasen hält Junikäfer fern. Achten Sie auf eine dichte Grasnarbe und gute Bewässerung. Die weiblichen Käfer bevorzugen zur Eiablage sandige und trockene Rasenstellen. Mähen Sie den Rasen während des Käferflugs etwas weniger kurz. Dies reduziert das Auftreten von Larven um 40 bis 70 Prozent.
- Im Gemüsegarten schützen feinmaschige Schutznetze die Pflanzen vor dem gefrässigen Käfer.
- Fördern Sie die natürlichen Feinde des Junikäfers wie Vögel, Igel, Fledermäuse und Spitzmäuse.
Junikäfer bekämpfen – unsere besten Tipps
Entdecken Sie den Junikäfer in ihrem Garten gilt es rasch zu handeln, denn die Larven des Schädlings können ganze Rasenflächen schädigen. Mit unseren Tipps bekämpfen Sie Junikäfer ganz naturnah.
- Bei einem Befall durch Junikäfer gilt es den Rasen gründlich aufzulockern und zu durchlüften – dies wird auch als Vertikutieren bezeichnet.
- Meiden Sie den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, da die im Boden lebenden hilfreichen Mikroorganismen darauf sehr empfindlich reagieren.
- Biologisch können die Schädlinge mit HB Nematoden bekämpft werden. Dabei dringen die Fadenwürmer der Art Heterorhabditis bacteriophora in die Engerlinge des Käfers ein. Dort sondern die Nematoden ein Bakterium ab, das den Schädling innerhalb von zwei bis drei Tagen abgetötet. Die Ausbringung der Nematoden sollte sechs Wochen nach dem Käferflug und bei einer Bodentemperatur von mindestens 12 °C erfolgen.