Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03614.jsonl.gz/1070

Das Wappen zeigt den heiligen Martin, hoch zu Ross und knienden Bettler.
Weshalb das Wappen ausgerechnet diesen Heiligen zeigt, ist unbekannt.
Ebenso unklar ist zudem die Herkunft des Gemeindenamens.
Die Geschichtsforscher konnten nämlich nicht bestätigen, dass der Name mit Galgala bei Jericho oder mit einem Galg- oder Galtbrunnen in Verbindung steht. Und auch der altromanische Plural calcanja, was soviel wie Ferse, resp. eine fersenförmig vorspringende Geländeformation, bedeutet, konnte nicht als Ursprung bestätigt werden.
Auch wenn auch wir nicht allzu viel über die Herkunft des Gemeindenamens und Wappens herausgefunden haben, unsere Recherchen sollen nicht vergebens sein.
Der heilige Martin aus dem Galgener Wappen ist unter anderem dafür bekannt, dass er seinen warmen Mantel spontan mit einem Bettler geteilt hatte.
Dieser Mantel (lateinisch Cappa) — resp. die übrig gebliebene Hälfte — gehörte nach Martins Ableben seit der Merowingerzeit zum Kronschatz der fränkischen Könige und reiste mit ihrem Hof von Ort zu Ort. Aufbewahrt wurde das Mantelteil oft in kleineren, als Kirchenraum dienenden Räumlichkeiten, die danach auch als Kapellen bezeichnet wurden.
Somit verweist jede Kapelle direkt auf Martins gute Taten, indem sie gleich wie das lateinische Wort für Mäntelchen — Capella — heissen.