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Regeln
Spielfeld
Der Golfplatz umfasst in der Regel 18 Spielbahnen (manchmal in gekürzter Version 19 Spielbahnen), welche zusammen bis zu 7km lang sein können.
Spielball
Der Ball besteht aus einer harten Kunststoffschale mit verschiedenen Kernen (ursprünglich Hartgummikerne, mittlerweile vermehrt Mehrschichtkerne, unter anderem aus (Flüssig-)Metall), welcher einen Durchmesser von mindestens 42.67mm haben muss und ein Gewicht von maximal 45.93g aufweisen darf. Jeder Golfball ist mit einer Nummer versehen, welche dazu dient, den Ball von Bällen anderer Spieler zu unterscheiden. Auf der Oberfläche des Balles hat es hunderte von kleinen Dellen (Dimples genannt). Beim Schlagen des Balles kann mit dem Winkel des Schlägerkopfes eine Rotation erzeugt werden. Durch die Dimples auf der Oberfläche erhält der Ball eine seitliche Ablenkung oder Auftrieb. Dies bewirkt, dass der Ball bis zu dreimal weiter fliegen kann als wenn der Ball eine glatte Oberfläche hätte.
Schläger
Es dürfen bis zu 14 verschiedenen Golfschläger auf einer Golfrunde verwendet werden (gemäss aktuellen Golfregeln). Diese unterscheiden sich vor allem durch die Kriterien Länge, Bauform, Material und Loft (=Neigungswinkel der Schlagfläche des Schlägers, relativ zu einer vertikalen Schlagfläche). Die Länge wird des Schlägers wird beim Golf in Zoll gemessen. Entscheidend für die Flugbahn sind der Loft und die Länge des Schlägers. Es gilt daher, je mehr Loft, desto kürzer und höher ist die Flugbahn. Und bei der Schlägerlänge gilt: je länger, desto grösser die Beschleunigung und desto weiter fliegt der Ball. Die Schläger unterscheiden sich grundsätzlich in Holz- und Eisenschläger. Bei den Abschlägen und längeren Schlägen (ab ca. 140m) werden meistens die Hölzer benützt. Die Eisen erlauben im Vergleich mit den Hölzern genauere Schläge, sind daher flexibler einsetzbar und werden für mittellange Schläge (70m-180m) eingesetzt. Weiter gibt es noch die Rescue- und Hybrid-Schläger, welche eine Mischung aus Holz- und Eisenschläger sind und daher einen Kompromiss zwischen der Genauigkeit eines Eisens und der Länge eines Holzes bietet. Um schwierig Lagen (hohes Gras, Bunker, Gräben etc.) oder Strecken bis 100m zu meistern dienen so genannte Wedges (engl, in Deutsch „Keil“). Diese haben mehr Loft als die Eisen und sind kürzer. Um schlussendlich auf dem Grün (der Zielbereich, auch Green genannt) einzuputten, werden Putter verwendet. Beim Putten wird der Ball lediglich über das Grün gerollt und fliegt nicht durch die Luft.
Zählweise
Bei jeder Spielbahn (ebenfalls als Loch bezeichnet) wird immer ein Par definiert. Par ist Bezeichnung für die Anzahl Schläge, welche ein sehr guter Golfer vom Abschlag bis zum Einlochen benötigt. Je nach Loch ist diese Zahl unterschiedlich, je nach Länge und Schwierigkeit der Spielbahn. Für das einputten auf dem Grün wird immer von zwei Putts ausgegangen. Wenn ein Spieler beispielsweise einen Schlag weniger als vorgegeben benötigt, wird dies als „1 Schlag unter Par“ ausgewiesen, bei zwei Schlägen mehr beispielsweise als "zwei über Par". Die Schwierigkeit einer Spielbahn wird oft auch mit dem „Course- und Slope-Rating“ angegeben, welches Hindernisse wie z.B. Sandbunker, Wasser, Hügel usw. berücksichtigt. Oftmals weist ein 18-Loch-Platz vier Par-3-Löcher, zehn Par 4-Löcher und vier Par 5-Löcher auf, was ein Total von 72 Schlägen ergibt. Bei den 9-Loch-Plätzen reduziert sich diese zahl um die Hälfte, wobei diese oft auch nur aus Par 3-Löchern besteht. Der Richtwert, welcher die ungefähre Spielstärke eines Golfspielers / einer Golfspielerin aufzeigt, ist das Handicap. Somit können gewisse Vergleiche zwischen verschiedenen Spielern / Spielerinnen gezogen werden und diese in unterschiedliche Stärkenklassen einteilen. Wenn ein Golfer eine vorgabenwirksame Platzrunde mit 90 Schlägen absolviert, bei welcher 72 Schläge vorgegeben sind, so hat dieser also ein Handicap vom -18.