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Hervorragende Wasserqualität in der Aare
Das Amt für Umweltschutz der Stadt Bern hat auch diesen Sommer das Badewasser in der Berner Aare regelmässig auf die hygienische Beschaffenheit untersucht. Das Resultat ist hocherfreulich, wenn auch für die Behörden nicht erstaunlich. Die Aare weist eine hervorragende Qualität auf. Der Badespass in der Berner Aare kann an schönen Tagen sowohl nach EU- wie auch nach den schweizerischen Beurteilungskriterien bedenkenlos genossen werden.
Die Proben des Aarewassers wurden von Mai bis September 2016 an sieben Tagen jeweils beim Marzili- sowie beim Lorrainebad entnommen und im Stadtlabor des Amtes für Umweltschutz auf die hygienische Beschaffenheit untersucht. Das Resultat ist sehr erfreulich: Die Analyse des Badewassers weist hervorragende Werte auf. Die vom Stadtlabor durchgeführten Proben entsprachen an zwei Tagen der Qualitätsklasse B und an fünf Tagen der Qualitätsklasse A. Bei der Bewertung nach EU-Norm entsprachen alle Proben der Klasse «ausgezeichnete Qualität».
Starke Niederschläge führen durch oberflächliche Abschwemmungen und Entlastungen von Schmutzwasser aus der Kanalisation in die Aare zu Trübungen und einer Verschlechterung der hygienischen Qualität des Badegewässers. Unmittelbar nach solchen Ereignissen sollte deshalb auf das Baden in der Aare verzichtet werden. Die Probeentnahmen und Untersuchungen des Stadtlabors wurden deshalb jeweils mindestens 24 bis 48 Stunden nach Niederschlägen durchgeführt.
Zwei unterschiedliche Bewertungstabellen – ein Resultat
Die Empfehlungen des Bundesamtes für Umwelt enthalten zwei Beurteilungstabellen. Einerseits die etwas strengere schweizerische Einstufung der Badewasserqualität und andererseits die europäische Einstufung der Europäischen Umweltagentur EUA. Während nach EU-Norm die Badewasserqualität die vier Klassen ausgezeichnet, gut, aus-reichend und mangelhaft unterschieden werden, wertet die schweizerische Einstufung
Klassen von A bis D. Bei den Klassen A und B ist keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten, bei C kann diese nicht ausgeschlossen werden und bei D sind gesundheitliche Folgen möglich.
Aareschwimmen wird international vergleichbar
Das Bundesamt für Umwelt hat 2013 gestützt auf die EU-Badewasser-Richtlinie neue Empfehlungen für die Beurteilung der Badegewässer erlassen. Die Messungen des Stadtlabors Bern werden seit 2015 neben den schweizerischen Einstufungen auch nach diesen EU-Empfehlungen durchgeführt. Dadurch wird die Meldung der erhobenen Daten an die EUA ermöglicht. Die Resultate werden auf verschiedenen Kanälen publiziert und dadurch international vergleichbar. Allerdings müssen für eine EUA-Bewertung Messreihen über mindestens vier Badesaisons nach den neuen Vorgaben durchgeführt worden sein, was in Bern zurzeit noch nicht der Fall ist.
Die Wetterprognose verspricht zwar ab Ende Woche weniger Badespass, dennoch steht auch im Herbst bei schönem Wetter und unter Berücksichtigung der allgemeinen Baderegeln dem kühlen Bad in der Aare nichts im Weg.