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Hat die Holzasche aus dem Cheminee einen Düngewert? Wenn ja, können auch kleine Stücke von verkohltem, also nicht vollständig verbranntem Holz dabei sein? Vielen Dank für Info!
Holzasche ist sehr alkalisch und kann den pH-Wert des Bodens in starkem Mass erhöhen, was sich ungünstig auf die Spurenelementaufnahme und Bodenlebewesen auswirkt. Die Anwendung müsste ferner aufgrund der erheblichen Schwermetallgehalte stark limitiert werden (Merkblätter der kantonalen Umweltschutzbehörden geben hier nähere Auskunft, die Gesetzesgrundlage ist die ChemRRV). Asche kann auch weitere Giftstoffe, wie PAK, enthalten. Auch auf die Zugabe zu Kompost sollte aus diesen Gründen verzichtet werden.
Im Gegensatz zu Kalk, kann durch Asche die Krümelstruktur infolge der Dominanz einwertiger Ionen ungünstig beeinflusst werden. Asche ist reich an Kalium, aus diesem Grund müsste Asche genau dosiert werden (z.B. wie Patentkali) und nur auf ausgewiesenermassen sauren und kaliarmen Böden angewandt werden. Die Empfehlung der Amtsstellen ist dahingehend, Asche in kleinen Portionen (natürlich nach dem Erkalten) dem Hauskehricht beizugeben.
Selbstverständlich kommt es wie immer auf die Menge an. Kleine Mengen Asche in unregelmässigen Abständen im Kompost zu entsorgen ist sicher unproblematisch. Aus Gründen der Bodenhygiene und chemisch-biologischen Beeinflussung empfehle ich jedoch regelmässig anfallende Holzasche nicht zur Anwendung auf Böden und im Kompost.