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23.10.2018 03:40:34

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Elektrisches Licht für die Strassen - Gas für den Haushalt1904 - 1907
In Männedorf brennt 1904 zum ersten Mal elektrisches Licht. Das ist im schweizerischen Vergleich eher spät. Wie man aus Wasserkraft Elektrizität gewinnen und damit Lampen zum Leuchten bringen kann, ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und wird vor allem in touristisch attraktiven Orten eingesetzt. Ebenso wendet man um die Jahrhundertwende die elektrische Kraft bereits für den Betrieb von Strassenbahnen an. Die Elektrizität ist bekannt, und die Bevölkerung hat die anfängliche Furcht vor der neuen Kraft längst verloren.
Ab 1907 vervollständigt Gas die Palette lokaler Energieträger. Die Gasversorgung erhält jedoch nie die Bedeutung der Elektrizitätsversorgung, weshalb nie ein gemeindeeigenes Gaswerk erwogen wird. Sichergestellt wird sie durch ein Privatunternehmen, die Gustav Gossweiler & Co. AG. Diese erhält 1904 und 1907 die Konzession, um das rechte Ufer mit Gas zu versorgen. Das Unternehmen gründet das Gaswerk Meilen (später Gaswerk für das rechte Zürichseeufer), woran sich Männedorf beteiligt, und versorgt die Gemeinde mit Erdgas. Später wird das Meilemer Gaswerk von demjenigen der Stadt Zürich übernommen.
Bild: Männedorf um 1920. Schon längst dominieren elektrische Leitungen das Dorbild.
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