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Der Detailhandel konnte den Umsatz mit Fleischersatzprodukten aus Soja und anderen proteinreichen Rohstoffen in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppeln. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Schweizer Detailhandel einen Umsatz von 117 Mio. Franken in dieser Produktgruppe, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in einer Mitteilung schreibt. Im Jahr 2016 waren es noch 60 Mio. Franken. Dies entspricht einer jährlich durchschnittlichen Wachstumsrate von 18,4 %.
Besonders gefragt sind gemäss der BLW-Studie Burger auf pflanzlicher Basis. Jedes sechste im Detailhandel abgesetzte Burger-Stück wird mittlerweile auf pflanzlicher Basis produziert. Über das gesamte Fleischersatzsortiment ist die Kategorie mit klassischen Produkten wie Tofu (aus Soja) oder Seitan (aus Weizeneiweiss) mit 22.2 Mio. Franken nach wie vor die umsatzstärkste Produktgruppe.
Gutverdienende, städtische Deutschschweizer Haushalte kaufen deutlich mehr Fleischersatzprodukte. Umgekehrt ist die Nachfrage nach Fleischersatzprodukten in ländlichen Gebieten, in der Westschweiz und bei Haushalten mit geringen Einkommen tiefer. Im Vergleich mit Fleisch bleibt Fleischersatz aber ein Nischenmarkt.
Für die Schweizer Landwirtschaft biete der Markt für Fleischersatzprodukte ein grosses Potenzial, so das BLW. Diese Nische werde bislang kaum genutzt. Derzeit würden nahezu alle pflanzlichen Proteine für die inländische Fleischersatzproduktion importiert.