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Der Schweizer Strommix besteht aktuell zu 78,2% aus Erneuerbaren (Wasser, Sonne, Wind, Biomasse), zu 20% aus Kernkraft und gerade mal zu 1,8% aus fossilen Kraftwerken. Weiterhin produziert die Schweiz über das ganze Jahr mehr als 100% des notwendigen Stromes, mit einem grossen Exportüberschuss im Sommer und einer Importlücke im Winter.
Demzufolge haben sich die Gestehungskosten von 98,2% des Schweizer Strommixes überhaupt nicht verändert. Weiterhin befinden sich die grossen einheimischen Energiekonzerne wie Axpo, Alpiq, BKW, Repower und EOS direkt oder indirekt im Besitz der öffentlichen Hand.
Wir haben nun also die absurde Situation, dass Haushalte und Firmen in der Schweiz via «internationale Energiebörsen» massiv mehr Geld bezahlen müssen für Schweizer Strom, der überhaupt nicht teurer geworden ist. Daraus werden sehr hohe Gewinne der staatlichen Energiekonzerne resultieren, die auf der Kostenseite gleichzeitig signifikant die inländische Inflation antreiben werden (und damit die absolut unerwünschte Preis-Lohn- Spirale).
Ebenso absurd ist der Aufschlag von Swissgrid und 0,16 Rp./kWh auf 0,46 Rp./kWh, also um sagenhafte 188%! Und das in einem Schweizer Netz, das bis heute nicht in der Lage ist, endlich die erforderlichen Leitungen bereitzustellen, um von jeder Solaranlage den Strom zu übernehmen.
Es ist zu hoffen, dass Parlament und Bundesrat endlich aufwachen und mit geeigneten Massnahmen wie einer inländischen Strombörse oder direkten Rückvergütungen an Haushalte und Firmen diese Preissteigerungen möglichst umgehend stoppen. Entsprechende Rückvergütungen hat z.B. Deutschland bereits beschlossen.
Dr. Joe Amberg, Feldmeilen