Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03506.jsonl.gz/2463

Das Wallis und Swiss Cycling sind für die Durchführung der ersten kombinierten Mountainbike-WM bereit. Der neu gegründete Verein Association CM MTB 2025 hat seine Bewerbung für die ersten kombinierten Mountainbike-Weltmeisterschaften beim Internationalen Radsportverband UCI eingereicht.
Das Wallis hat sich, über die «Association CM MTB 2025», beim Internationalen Radsportverband (UCI) für die Organisation der MTB-Weltmeisterschaften 2025 beworben. Acht Destinationen wurden von einem Expertengremium als mögliche Austragungsorte gewählt. Die ersten kombinierten MTB-Weltmeisterschaften werden im September vergeben.
Swiss Cycling, der Walliser Radsportverband, Valais/Wallis Promotion (VWP) und mehrere Destinationen aus dem Kanton haben am 4. Juni ihre Bewerbung für die Austragung der MTB-Weltmeisterschaften 2025 im Wallis eingereicht. Vorgesehen ist, die Wettkämpfe in den sieben Disziplinen Cross-Country, Downhill, E-Bike, Enduro, Marathon, Pumptrack und Short Track innerhalb von zwei Wochen in mehreren Walliser Destinationen zu organisieren – die einzelnen Titelkämpfe zum ersten Mal in der Geschichte der MTB-Weltmeisterschaften miteinander zu verbinden.
Die Schweiz gehört zu den führenden Mountainbike-Nationen. In der Königsdisziplin Cross-Country ist sie im Nationenranking sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Nummer 1. Internationale Mountainbike-Titelkämpfe auf Schweizer Boden bewegen die Massen und lösen eine gewaltige Begeisterung aus, wie zuletzt die Cross-Country- und Downhill-Weltmeisterschaften in Lenzerheide offenbart haben. Das Wallis wiederum bringe alles mit, was es für das neue Format brauche, sagt Thomas Peter. «Das Wallis verfügt über ausgezeichnete topographische Voraussetzungen, eine erstklassige Infrastruktur und viel Erfahrung in der Durchführung von MTB-Wettkämpfen. In Anbetracht dieses attraktiven Pakets bin ich optimistisch, dass sich die UCI für die Durchführung der WM im Wallis aussprechen wird», hält der Sportdirektor von Swiss Cycling fest.
Ein verbindendes, überregionales und fortschrittliches Projekt
Die verschiedenen Destinationen haben grosses Interesse am Projekt gezeigt und in nicht einmal einem Monat ihre Konzepte zur Organisation der Wettkämpfe vorgelegt. Die Wahl des aus Vertretern von Swiss Cycling, Walliser Radsportverband und Kanton Wallis sowie aus Nationaltrainern und MTB-Spezialisten bestehenden Expertengremiums fiel letztlich auf Crans-Montana (Cross-Country), die Region Dents du Midi (Downhill), Grächen (E-Bike), Leukerbad (Enduro), Verbier und Val d’Anniviers (Marathon), Monthey (Pumptrack) sowie Zermatt (Short Track). «Die Auswahl der Austragungsorte beruhte auf Kriterien wie der bestehenden Infrastruktur, der Erfahrung bei der Organisation von Wettkämpfen und sonstigen Grossanlässen, der Projektfinanzierung, der strategischen Orientierung der jeweiligen Destination und nicht zuletzt auf der Attraktivität für die Zuschauerinnen und Zuschauer», erklärt Steve Morabito, Präsident des Walliser Radsportverbands. Die zeitliche und räumliche Konzentration auf eine einzige Region eröffnet die einmalige Chance, umweltfreundliche Wettkämpfe auf die Beine zu stellen. Diese werden nicht nur unvergleichliche Einblicke in den Sport bieten, sondern auch auf grosses Interesse bei Zuschauern, Sponsoren und Medien stossen.
Projektbetreuung durch den Verein «Association CM MTB 2025»
Der Verein «Association CM MTB 2025», der sich aus Vertretern des Walliser Radsportverbands, von VWP und Swiss Cycling zusammensetzt, wurde für die Gesamtsteuerung des Projekts von der Erstellung der Bewerbungsunterlagen bis hin zur Durchführung der Weltmeisterschaften gegründet. Die ausgewählten Destinationen gehören dem Verein ebenfalls an. Letzterer ist auch für die gemeinsamen Aktivitäten der lokalen Organisatoren zuständig, zum Beispiel für die Koordination der Übertragung der Wettkämpfe in den Schweizer TV-Sendern und für eine einheitliche Kommunikation. Unter seiner Führung werden die genannten Austragungsorte die Wettkämpfe organisieren.
Das Gesamtbudget beläuft sich auf rund 10 Millionen Franken, welche durch die Austragungsorte, öffentliche Institutionen und die direkten Einnahmen gedeckt werden.
Das Wallis – ein MTB-Eldorado
Laut velosuisse, dem Verband der Schweizer Fahrradlieferanten, beläuft sich der Anteil der verkauften Mountainbikes auf 39,6% des gesamten Velomarkts. Zudem steigt die Nachfrage nach attraktiven Routen, Single Trails, Rennstrecken und entsprechenden Veranstaltungen. «Das MTB ist eines der Schlüsselthemen für die Entwicklung des Sommertourismus – sowohl im Flachland als auch in den Bergen. Für viele Destinationen ist dieser Sport Teil einer strategischen Ausrichtung, welche die Entwicklung von Angeboten mit hohem Erlebniswert sowie von Leistungen auf internationalem Niveau einschliesst», erklärt Raphaël Favre, Leiter Business Development bei VWP. Das Wallis verfügt über eine kantonale Velo-/MTB-Strategie und hat grosse Investitionen in (mehrere Destinationen umfassende) regionale Angebote sowie in die Infrastruktur getätigt. Damit präsentiert sich das Wallis als die Schweizer Radsport-Destination. «Die sieben Disziplinen in einer Region zu vereinen, würden im Bereich der Promotion des Mountainbikesports für Sport und Tourismus neue Perspektiven eröffnen. Dies wäre ein entscheidender Vorteil im Hinblick auf die Entwicklung eines Ganzjahrestourismus», freut sich der Walliser Staatsrat Frédéric Favre.