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Indem sie Buchungen über den Jahreswechsel jeweils zweimal vorgenommen hat, erwirtschaftete sich die Kassierin der Primarschule Libingen über die Jahre 140’000 Franken. Im Jahr 2001 flog der Schwindel auf. Sie war berechtigt zur Einzelunterschrift, obwohl der Kanton St.Gallen dies ausdrücklich verbietet, wie das Tagblatt berichtet hat.
1982 ist der Schulkassier von Kriessern aufgeflogen. Er hat 400’000 Franken abgezwackt und wollte damit spekulieren, um eine neue Mehrzweckhalle schuldenfrei finanzieren zu können. Er wurde zu einer bedingten Strafe verurteilt und hat das Geld schliesslich komplett zurückbezahlt.
Bis Mitte der 80er Jahre hat der Leiter des Fürsorgeamtes Rorschach insgesamt 560’000 Franken veruntreut. Auch er war dem Glücksspiel verfallen und kompensierte damit während zehn Jahren seine Überlastung im Amt.
Mehrjährige Gefängnisstrafen
1.15 Millionen Franken hat ein Primarschulkassier in Flums an der Börse verspekuliert. Das Amt führte er im Nebenamt, im Hauptberuf war er Bankangestellter. Er wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Ein Rechnungsführer im Amt für Berufsbildung des Kantons St.Gallen hat über eine Million Franken unterschlagen. Im Zeitraum von 1999 bis 2009 hat er zahlreiche fiktive Leistungsabrechnungen erstellt und sich das Geld auf das eigene Konto überwiesen. Das Geld verprasste er in Erotikclubs und teuren Restaurants, leistete sich teure Ferien und tätigte Wetteinsätze. Bei seiner Verhaftung blieben nur 4405 Franken übrig. Er hatte sich selbst angezeigt und kam mit einer bedingten Gefängnisstrafe von zwei Jahren und 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit davon.
Millionen für die Spielsucht
Anfang 2009 verurteilte das Kreisgericht Rorschach den früheren Gemeindekassier von Eggersriet zu zwei Jahren Gefängnis. Er hatte während rund zehn Jahren mehr als zwei Millionen Franken veruntreut. Seine Technik: Er tauschte nach der Unterschrift des Gemeindepräsidenten die Einzahlungsscheine aus. Mit dem veruntreuten Geld finanzierte der Kassier seine Spielsucht. Es bleibt bis heute der finanziell grösste Fall im Kanton St.Gallen.
(red)