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Der Dübendorfer Anbieter von Software für Handys und Multimediageräten, Esmertec, gab heute den Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an seinem japanischen Tochterunternehmen Esmertec KK per Ende September 2006 bekannt. Der Verkauf der Anteile wurde durch eine Kombination von Barmitteln und Fremdkapital finanziert. Das lokale Management in Tokio erwirbt einen Anteil von 62 Prozent im Rahmen eines Management-Buyouts. Esmertec behält eine Beteiligung von unter 20 Prozent. Die restlichen Anteile halten "bestimmte Verkäufer" von eValley, einem Vorgängerunternehmen von Esmertec KK.
Der Verkauf stehe im "Einklang mit Esmertecs Strategie, ihre globalen Vertriebsaktivitäten durch Direktvertriebsmethoden in strategischen Märkten zu bündeln", heisst es. Tatsächlich muss Esmertec den Gürtel enger schnallen: Im ersten Halbjahr stieg der Verlust und sank der Umsatz
. Die Transaktion sollte laut Esmertec "keine wesentlichen Auswirkungen" auf das Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr haben.
Der Softwarehersteller bleibt aber in Japan aktiv. Esmertec KK bleibt der exklusive Wiederverkäufer von Softwareprodukten des Mobilfunk- und Multimediasegments von Esmertec. Der Fokus liegt aber trotzdem woanders. Gemäss Esmertec-CEO Jean-Claude Martinez sollen die eigenen Ressourcen auf "diejenigen Schlüsselmärkte" konzentriert werden, in denen der eigene Vertrieb verstärkt werde. Im Mobile-Operator-Segment liege der Fokus auf Wachstumsmärkte wie Südamerika, Asien, Naher Osten und Afrika, sagt Esmertec-Sprecherin Leng Stricker auf Anfrage. (Maurizio Minetti)