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Sanierung Weiher Seebeli, Wienacht-Tobel, Lutzenberg (2022-2023)
Ausgangslage
In den Jahren 2007 und 2008 wurde ein grosses Aufwertungskonzept zur Entwicklung eines artenreichen Lebensraumes in Anbindung an bestehende Lebensräume im südlich angrenzenden Rebbaugebiet und Wald umgesetzt werden. Der Schwerpunkt des Projekts wurde auf den Erhalt und die Förderung von Amphibien und Reptilien gelegt. Dabei konnten ein zweiter Weiher und ein Kleingewässer (Betonbecken) zur Förderung von Geburtshelferkröten sowie Steinlinsen, Hecken und eine Magerwiese geschaffen werden. Zudem wurde der bestehende Weiher saniert.
Aufgrund der fortschreitenden Verlandung der beiden Weiher wurden diese anfangs 2021 ausgebaggert. Beobachtungen in den Jahren 2021 und 2022 ergaben, dass die offene Wasserfläche im östlichen Weiher durch die erneut fortschreitende Verlandung bereits wieder stark abgenommen hatte. Auch der westliche Weiher war von der Auflandung betroffen. Zudem schienen beide Weiher tatsächlich nicht mehr dicht zu sein. Um die Weiher und damit das regional bedeutende Amphibienlaichgebiet zu erhalten, wurden im Herbst 2023 beide Weiher erfolgreich saniert.
Projektziele
Mit dem Sanierungsprojekt wurde das Ziel verfolgt, das regional bedeutende Amphibienlaichgebiet Seebeli als eigenständigen und vielfältigen Lebensraum längerfristig zu erhalten. Durch die Sanierung und Umgestaltung der beiden Weiher soll es möglich sein, die noch vorhandenen Populationen von Gras- und Wasserfrosch, Erdkröte, Berg- und Fadenmolch längerfristig zu stärken sowie eine Verbesserung des zukünftigen Unterhalts zu erzielen.
- Pro Natura St. Gallen-Appenzell
Massnahmen
Die beiden Amphibienlaichgewässer im Bereich der südlichen Hälfte der Parzelle wurden saniert und leicht umgestaltet. Zudem wurde das bestehende Betonbecken ausgepumpt, gereinigt, von angrenzender Vegetation befreit und mit einer fixierten Ausstiegshilfe für Kleintiere versehen. Mit dem beim Bau angefallenen Stein- und Astmaterial wurden im Uferbereich der Weiher mehrere Kleinstrukturen angelegt.
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- Pro Natura St. Gallen-Appenzell