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Panama-Papers Gründer der Kanzlei Mossack Fonseca festgenommen
- Freitag, 10. Februar 2017, 15:13 Uhr
Die beiden Anwälte sollen an einem brasilianischen Korruptionsnetzwerk mitgewirkt haben.
Schmiergeldaffäre: Zwölf lateinamerikanische Länder involviert
2:22 min, aus Echo der Zeit vom 10.02.2017
Panamas Generalstaatsanwältin Kenia Porcell hat die Festnahme von Jürgen Mossack und Ramón Fonseca Mora mitgeteilt. Diese erfolgte aber nicht wegen der Gründung Zehntausender Briefkastenfirmen, um Steuerschlupflöcher auszunutzen. Der Firma werde vorgeworfen, an einem brasilianischen Korruptionsnetzwerk mitgewirkt zu haben.
Im Zuge des «Lava-Jato»-Skandals um Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe von Bauprojekten gibt es derzeit in mehreren Ländern Lateinamerikas Ermittlungen. Im Fokus steht der brasilianische Baukonzern Odebrecht.
Schmiergeld gezahlt
Der Rechtsanwalt Ramón Fonseca Mora hatte gesagt, Panamas Präsident Juan Carlos Varela Varela habe Wahlkampfspenden von Odebrecht erhalten. In Kolumbien wird dies auch dem Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos vorgeworfen.
Nach Ermittlungen der US-Justiz soll der Odebrecht-Konzern, der von deutschen Einwanderern gegründet worden war, in zwölf Ländern bis zu 785 Millionen Dollar Schmiergeld gezahlt haben, um Bauaufträge zu erhalten. Er hat rund 128'000 Mitarbeiter und ist in 26 Ländern aktiv. Gegen Perus Ex-Präsidenten Alejandro Toledo, der sich in Paris aufhalten soll, wurde am Donnerstag Haftbefehl beantragt.
Geldwäsche-Skandal
Im April 2016 hatte ein internationales Netzwerk von Journalisten über rund 200'000 von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu weltweiten Ermittlungen und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.
Sendungsbeitrag zu diesem Artikel
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Gigantischer Korruptionsskandal in Südamerika
Aus Echo der Zeit vom 9.2.2017
Das weltweit tätige brasilianische Bauunternehmen Odebrecht soll in den letzten Jahren fast 800 Millionen Dollar Schmiergelder an Politiker und Strohmänner in zehn lateinamerikanischen Ländern bezahlt haben.
Auch der kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos soll mehr als eine Million Dollar für seinen Wahlkampf erhalten haben. Wolf Grabendorff ist Gastprofessor an einer Universität in Ecuador und leitete früher die Friedrich-Ebert-Stiftung in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Das Gespräch.
Samuel Wyss
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