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Der Streik der Schauspielerinnen und Schauspieler in Hollywood wird auch in Locarno sichtbar werden. Wie das Filmfestival am Donnerstag mitteilt, vertraue man «auf einen konstruktiven Austausch zwischen den beteiligten Parteien».
Alle für Locarno76 vorgesehenen Vorführungen finden wie geplant statt. Einige der Preisträger und Gäste, die ihre Filme vorstellen sollten, können aber nicht in Locarno anwesend sein.
Der britische Schauspieler Riz Ahmed, der mit dem Excellence Award Davide Campari 2023 geehrt wird, hat mitgeteilt, dass er am Eröffnungsabend am 2. August nicht an der Preisverleihung auf der Piazza Grande teilnehmen wird. Die Weltpremiere seines Films «Dammi» von Yann Mounir Demange findet jedoch am Abend des 2. August auf der Piazza Grande statt.
Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård, der mit dem Leopard Club Award ausgezeichnet werden sollte, hat aufgrund des Streiks nun entschieden, auf den Preis zu verzichten. «Er stellt sich damit solidarisch hinter die verschiedenen Professionals der Branche, die Mindestlöhne und die faire Verteilung von Tantiemen fordern», heisst es in der Mitteilung aus Locarno.
Skarsgård wird jedoch nach Locarno reisen, um seinen neuen Film «What Remains» von Ran Huang zu präsentieren, der in der Sektion Fuori concorso zu sehen ist. Die Preisverleihung am 4. August auf der Piazza Grande und das öffentliche Gespräch am 5. August wurden hingegen abgesagt.
Ebenfalls bestätigt sei die Vorführung von «Theater Camp», präsentiert von Co-Regisseur Nick Lieberman, während Co-Regisseurin und Schauspielerin Molly Gordon sowie die Schauspieler Ben Platt und Noah Galvin nicht anwesend sein werden.
Zudem arbeite das Festival eng mit dem Team des Films «Shayda» von Noora Niasari zusammen, dessen Produzentin Cate Blanchett ist, um die Bedingungen für ihre Teilnahme festzulegen.
«Das Locarno Film Festival akzeptiert den Entscheid der obengenannten Gäste, setzt auf eine konstruktive Auseinandersetzung zwischen den Parteien und sieht den SAG-AFTRA-Streik als starkes Zeichen gegen die Probleme, die das System des zeitgenössischen Kinos treffen», heisst es.