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Die Massenentlassung von 35 Personen bei der 20-Minuten-Gruppe ist ein harter Schlag, der insbesondere die französischsprachige Redaktion trifft. Das Subunternehmen der TX-Gruppe schreibt in einer Medienmitteilung, dass die Massnahmen zur Kostensenkung voraussichtlich zum Abbau von 35 Stellen führen wird, vorbehältlich des Ergebnisses des Mitwirkungsverfahrens in der Romandie.
Etienne Coquoz, Zentralsekretär von impressum in der Westschweiz, meint dazu: "Wie kann die TX-Gruppe solch drastische Massnahmen rechtfertigen, obwohl der Titel weitgehend profitabel ist? impressum wird alles daransetzen, um gegen diese Sparmassnahmen auf dem Rücken des Personals anzukämpfen." Zudem verweist er auf Bernhard Brechbühl, CEO der 20-Minuten-Gruppe, der versprach, dass das Medium weiterhin "(...) ein sehr reichhaltiges Informationsangebot in der ganzen Schweiz anbieten wird, und das 24 Stunden am Tag". Etienne Coquoz empört sich: "Es ist einfach unvorstellbar, die gleichen Leistungen von einem zu 25% gekürzten Team in der Westschweiz zu verlangen." Edgar Bloch, Präsident von impressum, fragt sich gar, ob "nach den eidgenössischen Wahlen, die weitgehend von Informationsprofis abgedeckt und kommentiert wurden, überhaupt noch Platz für Journalismus sein wird. Die Öffentlichkeit und die Politiker müssen sich nun die Frage stellen, ob die von allen Seiten bespielten sozialen Netzwerke zum Standard der Berichterstattung werden sollen."
Die TX-Gruppe begründete die Sparmassnahmen bei ihren Bezahlmedien mit der schwierigen Wirtschaftslage. Bei 20 Minuten, einer kostenlosen und profitablen Zeitung, scheinen die Kürzungen einzig und allein durch den Wunsch motiviert zu sein, durch saftige Dividenden mehr Gewinn für die Aktionäre zu erwirtschaften. Für Edgar Bloch ist die Botschaft des Managements an die Medienschaffenden alarmierend: "Selbst wenn die Titel der TX-Gruppe hervorragende Zahlen schreiben, können sich die Redaktionen nie vor Personalkürzungen sicher fühlen.» Er fährt fort: Mit den heute angekündigten Entlassungen bei der 20-Minuten-Gruppe und dem bereits angekündigten Aderlass in den Redaktionen von Tamedia ist die TX-Gruppe innerhalb eines Monats für beinahe 80 Entlassungen und ebenso viele geschädigte Leben und Karrieren verantwortlich. Diese Massnahmen des grössten Verlags der Schweiz sind rücksichtslos und unverantwortlich.»