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Nach dem Zweisatzrückstand hatte Murray noch vor dem Unterbruch wegen Dunkelheit gekontert und 10 der letzten 12 Games für sich entschieden. Doch der Tscheche Stepanek (ATP 128), der älteste Spieler in Roland Garros, fand nach einer Nacht Schlaf wieder neue Kraft und fordert Murray im fünften Satz alles ab.
Der über die Qualifikation ins Hauptfeld gelangte Stepanek war zwischenzeitlich nur noch zwei Punkte vom Exploit entfernt. Mit seinem offensiven Spiel und den vielen Netzangriffen brachte er den Weltranglisten-Zweiten immer wieder in Bedrängnis. Murray behielt trotz des so nicht erwarteten Widerstands zumindest in der Schlussphase die Nerven und verhinderte eine riesige Überraschung. Der Brite ist eine der Mitfavoriten auf den Titel in Paris, nachdem er zuletzt in Madrid den Final erreicht und in Rom das Turnier gewonnen hat.
Wesentlich einfacheres Spiel hatten der neunfache Sieger Rafael Nadal und der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic. Nadal deklassierte den Australier Sam Groth (ATP 100) in 80 Minuten 6:1, 6:1, 6:1 und feierte damit den 71. Sieg in seinem 73. Match in Roland Garros. Djokovic siegte gegen den Taiwaner Yen-Hsun Lu in anderthalb Stunden 6:4, 6:1, 6:1.
Bei den Frauen scheiterten am Dienstag mit Angelique Kerber (WTA 3) und Viktoria Asarenka (WTA 5) zwei weitere Top-10-Spielerinnen. Die Australian-Open-Siegerin Kerber unterlag nicht ganz überraschend der formstarken Niederländerin Kiki Bertens (WTA 58) mit 2:6, 6:3, 3:6. Bertens gewann letzte Woche das Turnier in Nürnberg, während sich Kerber seit ihrem Triumph in Melbourne immer wieder schwer tut. Schon zum fünften Mal in den letzten vier Monaten verlor Kerber bei einem Turnier ihr Auftaktmatch.
Auch Asarenka lief es seit Beginn der Sandsaison nicht wie gewünscht, nachdem sie das Double Indian Wells/Miami geschafft hatte. In Paris gab sie gegen die Italienerin Karin Knapp (WTA 118) im dritten Satz wegen einer Knöchelverletzung auf. Die Weissrussin lag zu diesem Zeitpunkt fast hoffnungslos 3:6, 7:6 (8:6), 0:4 zurück.
(SDA)