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Roger Federer zieht am Masters-1000-Turnier in Rom mit zwei Siegen am gleichen Tag in die Viertelfinals ein. Gegen Borna Coric wehrt er im Tiebreak des dritten Satzes zwei Matchbälle ab.
Nach dem Zweisatz-Erfolg gegen João Sousa um die Mittagszeit schlug der als Nummer 3 gesetzte Schweizer den Kroaten als Nummer 13 gesetzten Coric am frühen Abend nach abgewehrten Matchbällen und mehr als zweieinhalb Stunden Spielzeit 2:6, 6:4, 7:6 (9:7).
Es war das erste Mal seit 2004 und erst das zweite Mal, dass Federer auf ATP-Stufe gleichentags zwei Einzel bestreiten musste. Der Nachteil der Doppelschicht, die wegen des Regens am Mittwoch nötig geworden war, fiel gegen den seit Dienstag spielfrei gewesenen Coric wohl ins Gewicht. Doch Federer behielt nach knapp zweieinhalb Stunden im Tiebreak des Entscheidungssatzes nach 4:6-Rückstand dennoch die Oberhand und kann weiter auf seinen ersten Triumph in Rom hoffen.
Sein Viertelfinalgegner am späten Freitagnachmittag (nicht vor 16.00 Uhr) heisst Stefanos Tsitsipas (ATP 7), der den Italiener Fabio Fognini (ATP 12) am späten Abend in zwei Sätzen besiegte.
In seinem zweiten Spiel des Tages wirkte Federer phasenweise nicht frisch. Er agierte fehlerhafter als noch am Mittag, traf ungewohnt viele Bälle unsauber, schien unzufrieden und haderte mit verschiedenen Dingen. Ende des ersten Satzes liess er sich wegen einer Blase am rechten Daumen behandeln, Anfang des zweiten beklagte er sich über die nach der Platzbewässerung noch nicht abgetrockneten Linien, nachdem er auf einer solchen ausgerutscht war.
Doch Federer bewies Kampfgeist und wurde dafür belohnt. Nach dem Verlust des ersten Satzes fand er ins Spiel. Mitte des zweiten Satzes gelang ihm das erste Break zum 4:2, zum 6:4 ein zweites, nachdem Coric noch einmal herangekommen war. Dass er vermehrt Corics Vorhand anspielte, zahlte sich aus.
Die erste Hürde am improvisierten «Super-Donnerstag» hatte Federer um die Mittagszeit gegen João Sousa (ATP 72) ohne Komplikationen genommen. Beim 6:4, 6:3 in 80 Minuten gegen den Portugiesen musste er nicht über Gebühr viel Energie aufwenden. Er schlug 25 Winner gegenüber 8 von Sousa, befreite sich einige Male spektakulär aus der Defensive und schaffte drei Breaks. Bei eigenem Aufschlag hielt er sich dank fünf abgewehrten Breakbällen schadlos.
Letztmals hatte Federer vor 15 Jahren in Gstaad an einem Tag zweimal antreten müssen. Damals hatte er sich jeweils in drei Sätzen gegen Ivo Karlovic und Radek Stepanek durchgesetzt und das Turnier im Anschluss gewonnen. (pre/sda)