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Appenzeller Spitzhaubenhühner
Appenzeller Spitzhaubenhuhn Ursprungsland ist die Schweiz
Entstanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts im Appenzellerland aus alten Haubenhuhnschlägen.
Appenzeller Spitzhaubenhühner weiss-schwarz gedupft.
Typ und Zuchtziel in der Schweiz:
Knapp mittelgrosses, zierliches Huhn mit breiter, vorstehender Brust, leicht abfallendem
Rücken und vollem, fächerndem Schwanz. Stellung breit und mittelhoch. Charakteristisch
ist der Kopf mit Spitzhaube und Hörnerkamm. Mit Ausnahme der geschlechtsbedingten
Unterschiede entsprechen sich Hahn und Henne; letztere jedoch mit nahezu waagrechtem Rücken.
Haltung, Fütterung, Pflege
Nur sauber gehaltene, gut gepflegte und physiologisch richtig gefütterte Rassehühner
sind gesunde Tiere, welche die in sie gesetzten Erwartungen bezüglich Leistungen und
Zuchtresultate erfüllen. Ein guter Allgemeinzustand äussert sich durch intaktes Federkleid,
Vitalität und gute Legeleistung.
Appenzeller Spitzhaubenhuhn Standard (Gesamterscheinung)
Rumpf: walzenförmig, mittellang, harmonisch gerundet.
Kopf: mittelgross, mit nach vorn gebogener Spitzhaube und kleinem Hörnerkamm.
Gesicht: feurig rot, wenig befiedert; Kehllappen mittellang, fein im
Gewebe; Ohrscheiben oval und bläulich-weiss.
Schnabel: kräftig, bläulich, mit stark aufgetriebenen Nasenlöchern.
Hals: leicht gebogen, mit reichem Behang.
Brust: voll, gut gewölbt
Rücken: mittellang, leicht abfallend (Henne: nahezu waagrecht).
Schultern: breit, abgerundet.
Flügel: ziemlich lang, gut angezogen.
Schwanz: voll besichelt, breit gefächert, fast rechtwinklig zur Rückenlinie getragen.
Schenkel: sichtbar hervortretend, schlank.
Läufe: mittellang, feinknochig, federfrei, blau.
Zehen: gut gespreizt, Krallen hellhornfarbig.
Gefieder: ziemlich hart, gut anliegend.
Gewicht: Hahn 1,5-1,8 kg, Henne 1,2-1,5 kg.
Eischalen-Farbe: Weiss.
Appenzeller Spitzhauben Eier
Fünf anerkannte Farbenschläge:
Schwarz
Grünglänzendes Schwarz mit dunkelgrauem bis schwarzem Untergefieder. Lauffarbe blauschwarz bis schwarz.
Blau
Gleichmässiges, mittleres Blau ohne Säumung; dunkelblaue bis samtschwarze Behänge;
Schwanz im Farbton der Brustfarbe entsprechend, mit schwarzen Spritzern; Untergefieder blaugrau.
Silber-Schwarzgetupft
Rein silberweisse Hauptfarbe, die in jeder Federspitze in einer kleinen schwarzen, nicht kreisrunden
Tupfenzeichnung endet, an Kopf und Hals weniger deutlich als an Schwanzund Schwingen.
Untergefieder dunkelgrau.
Gold-Schwarzgetupft
Goldrote Hauptfarbe; Tupfenzeichnung wie bei den Silber-Schwarzgetupften. Bauch und
Untergefieder grauschwarz. Schwanz braun mit schwarzen Endtupfen.
Chamois-Weissgetupft
Hauptfarbe ledergelb, im Schmuckgefieder bis goldbraun; Hals- und Sattelbehang,
Rücken und Handschwingen mit weisser Federspitze; Brust, Schenkel, Flügeldeckfedern
und Schwanz ledergelb mit weissen ovalen (nicht runden) Endtupfen; Untergefieder
rahmweiss.
Entstehungsgeschichte
Auch beim Appenzeller Spitzhaubenhuhn bleiben die Anfänge der Zucht wohl für immer
im Dunkeln; denn schon vor über hundert Jahren kam man zur Feststellung, dass
die genaue Herkunft der damals schon existenten, haubentragenden Landhühner unbekannt
bleiben werde. Denn Handel und Schmuggel über die Landesgrenzen war
schon zu jener Zeit immens und das Zuchtgeschehen nicht überwacht.
Allenfalls könnten im Volksmund weitergereichte Rassebezeichnungen Indizien für die
Herkunft sein, wenn auch keine verlässlichen, da Begriffe und deren Bedeutung bei
mündlicher Weitergabe über Generationen Sinnwandlungen unterworfen sein können.
So hiessen die Appenzeller Hühner damals auch ‚Tyrolerhühner’. Waren sie, analog wie
das Salz aus den Salinen von Hall, aus dem österreichischen Alpenland zu uns gekommen?
Die Spitzhaube – ein Tirolerhütchen?
Dafür könnte auch die Feststellung sprechen: «Von Krankheiten bleiben sie fast gänzlich
verschont, da sie sich der Witterung anzupassen wissen» – im Gegensatz beispielsweise
zu den aus wärmeren Gefilden importierten Italienern, bei welchen endemische
Erkrankungen häufig waren. Wie dem auch sei, sicher ist, dass mit viel Züchterfleiss im
Appenzellerland schliesslich «sehr nette, ja hübsche Thiere» daraus entstanden, die in
«schwarz, weiss, gold- und silbergetupft» vorkamen und deren Kopf «ein kleiner Federstutz» zierte.
Die Appenzeller Spitzhaube gilt deshalb zu Recht als einheimische Züchtung.
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