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Massiver, vorzeitiger Abwurf der Nadeln bei Föhren-Arten – Die Föhrenschütte
Vor allem noch junge Föhren unter zehn Jahren werden befallen. Die Krankheit äussert sich in massivem und vorzeitigem Abwurf der Nadeln. Die vom Pilz (Lophodermium seditiosum) verursachte Infektion führt zum Vergilben und schliesslich Fall der Nadeln. Typisch für Föhrenschütte ist, dass zuerst die älteren Nadeln davon betroffen sind. In der Folge ist die Pflanze geschwächt und der Neuaustrieb fällt kürzer aus.
Die Infektion der frisch ausgetriebenen Nadeln erfolgt im Frühsommer bei feuchter Witterung. Der Pilz entwickelt sich im Nadelinneren während des Sommers und Herbstes. Erst im darauffolgenden Frühling werden die Nadeln abgestossen. Stark befallene Nadeln lösen sich meist schon im Mai von den Zweigen. Dadurch wirken die Kieferntriebe bis auf den grünen, jedoch oft kürzeren Neuaustrieb, im Sommer kahl. Auf den abgeworfenen Nadeln bildet der Pilz zwischen Juni und August zirka 1–1,5 mm lange, schwarze, schiffchenförmige Fruchtkörper (Hysterothecien) aus. Bei feuchtwarmer Witterung öffnen sich dann ihre grün oder blau gefärbten Längsspalten, woraufhin unzählige fadenförmige Ascosporen (in Schläuchen gebildete Sporen), herausgeschleudert werden, welche im darauffolgenden Sommer die neuen Nadeln anstecken.
Vorbeugende Massnahmen
Da es der Pilz der Kiefern- oder Föhrenschütte feucht mag, sollte auf eine Pflanzung von Kiefern oder Föhren an einem feuchten Standort, sowie eine zu dichte Bepflanzung verzichtet werden. Befalls-mindernd wirkt eine gute Bodenpflege, Beseitigung des Unkrauts und eine ausgewogene Nährstoff- und Wasserversorgung. Abgefallene Nadeln unbedingt entfernen und der Kehrichtabfuhr mitgeben, damit ein Sporenflug gemindert wird.
Bekämpfung
Cuprofix® 35 ist ein vielseitig anwendbares und breit wirkendes Kupferfungizid. Die Kupferionen werden bei Kontakt mit Wasser aus dem Spritzbelag herausgelöst, töten die Pilzsporen ab und verhindern so das Zustandekommen einer Infektion. Dieser Wirkungsmechanismus und damit die Aussicht auf Erfolg bedingen einen vorbeugenden Einsatz.
Anwendung
0,7 % Cuprofix 35 vorbeugend gespritzt führt zu guten Resultaten. Der Einsatz erfolgt am besten zum Sporenflug im September. Der Spritzbrühe sollte Wuxal® Profi oder Hicure® zugesetzt werden, welche die Benetzung fördert. Die Behandlung nach 3–4 Wochen wiederholen, um die Schutzschicht aufrecht zu erhalten.
|Cuprofix 35|
|Wirkstoffe||35 % Kupfer (als Oxychlorid)|
|Formulierung||WP (Wasserdispergierbares Pulver)|
|Wirkungsmechanismus||Vorbeugend|
|FRAC-Gruppe||M1|
|Opt. Temperaturbereich||5–25 °C|
|Weitere Informationen||Kupferprodukte ergeben eine blaue, stark färbende Spritzbrühe. Unbedingt Abdrift der Spritzbrühe an Hauswänden, Mauern oder Plattenwegen vermeiden|
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