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Treten Thrombosen im tiefen Beinvenensystem auf, können Teile davon (Embolie) in die Lunge transportiert werden und zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie führen. Die tiefen Beinvenen Thrombosen (Blutgerinnsel) werden in den meisten Fällen durch einen verminderten venösen Blutfluss verursacht, wie zum Beispiel nach längeren Flugreisen, verminderter Muskelaktivität (Ruhigstellung nach Verletzungen, Schonhinken usw.). Die tiefen Venenthrombosen verursachen im Anfangsstadium oft keine Beschwerden. Die ersten Anzeichen sind deshalb nicht Beinschmerzen, sondern die oft lebensgefährlichen Lungenembolien mit Luftnot (Dyspnoe) und Brustschmerzen.
In seltenen Fällen können auch oberflächliche Krampfadern praktisch beschwerdefrei zu Lungenembolien führen. Dann nämlich, wenn durch die stark erweiterten Krampfadern knapp vor ihrer Einmündung in das tiefe Beinvenensystem, der venöse Blutfluss in der stark erweiterten Krampfader vermindert ist. Das langsam fliessende Blut, vor allem an den Venenwänden (=Randfluss), gerinnt. Kleine Wandthromben sind die Folge und gelten als mögliche Emboliequellen.
In diesem Beispiel ein sehr eindrücklicher Befund. Eine stark erweiterte oberflächliche Krampfader (Vena saphena parva =1), welche in der Kniekehle in die tiefe Beinvene (Vena poplitea =2) mündet. Blau der zentrale Fluss (=3), grau der sehr langsam fliessende venöse Randfluss (4). In diesem langsam fliessenden Anteil der stark erweiterten Krampfader direkt an der Einmündung (5) bilden sich kleine Thrombosen und werden in das tiefe Beinvenensystem und über das Beckenvenensystem in die Lungen gespült. Dies führt zu Lungenembolien.
Dr. med. Bruno P. Schwarzenbach 4. April 2014
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