Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/590

Die Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) ist eine ungefährliche, relativ häufig auftretende Pigmentstörung der Haut, wobei an den betroffenen Stellen weisse, scharf begrenzte Flecken entstehen, die sich im Laufe der Zeit meist vergrössern.
Diese depigmentierten Hautbereiche treten bevorzugt an Handrücken, Nabel, Ellenbogen, Gesicht, Hals, Knie sowie im Genitalbereich auf. Vitiligo entsteht infolge eines Mangels der für die Hautfärbung zuständigen Pigmentzellen (Melanozyten).
Je nach Form der Weissfleckenkrankheit sind nur vereinzelte Bereiche (lokale Vitiligo), grössere Areale (generalisierte Vitiligo) oder aber auch der Grossteil des Körpers von der Depigmentierung betroffen.
Als Ursachen für Vitiligo werden genetisch bedingte Zusammenhänge oder auch das Vorliegen einer Autoimmunerkrankung vermutet. Die Diagnose wird anhand einer körperlichen Untersuchung, der Bestimmung von Laborwerten und der Vorgeschichte des Betroffenen gestellt.
Die Therapie der Vitiligo kann in Form von Bestrahlung mit UV-Licht, medikamentös sowie mithilfe von Kosmetika erfolgen. Da die weissen Hautbereiche sehr empfindlich auf Sonnenlicht reagieren, muss bei der Weissfleckenkrankheit auf ausreichenden Sonnenschutz geachtet werden. Die Entstehung von Vitiligo wird durch bestimmte Faktoren, wie zum Beispiel Stress oder zu starkes Sonnenlicht, begünstigt.
Unter Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) versteht man eine ungefährliche Depigmentierung der Haut infolge des Mangels der für die Hautfärbung zuständigen Pigmentzellen (Melanozyten). Dabei entstehen weisse, scharf begrenzte Flecken, die sich in der Regel im Laufe der Zeit vergrössern. In den meisten Fällen verläuft Vitiligo chronisch.
Es werden mehrere Formen von Vitiligo unterschieden:
Vitiligo tritt häufig in Verbindung mit Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus oder bestimmten Schilddrüsenerkrankungen auf. Die Weissfleckenkrankheit ist nicht ansteckend.
Vitiligo zählt zu den häufigsten Störungen des Pigmentsystems; etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung erkranken daran. Personen mit dunklerer Haut sind öfter betroffen als hellhäutige Menschen. Bei Frauen und Männern kommt Vitiligo etwa gleich häufig vor. Die Erkrankung beginnt meist in der ersten Lebenshälfte. In etwa 30 Prozent der Fälle ist eine familiäre Häufung zu beobachten.
Die Ursachen von Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) sind noch unbekannt. Allerdings wird vermutet, dass eine genetische Komponente bei der Entstehung eine Rolle spielt, da Vitiligo in 30 Prozent der Fälle in Familien gehäuft auftritt.
Da Vitiligo oft in Verbindung mit Autoimmunerkrankungen einhergeht, könnte die Erkrankung auch mit einer Reaktion des Immunsystems auf körpereigene Pigmente zusammenhängen.
Unter bestimmten Voraussetzungen wird die Entstehung von Vitiligo begünstigt. Dies können zum Beispiel schwere Sonnenbrände, Stress oder lokale Hautschädigungen (etwa im Rahmen einer Schuppenflechte) sein.
Charakteristisch für Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) sind scharf begrenzte weisse, meist symmetrisch angeordnete Hautflecken, welche anfangs 0,5 bis zwei Zentimeter im Durchmesser betragen, im weiteren Verlauf jedoch ineinander übergehen. Diese depigmentierten Hautbereiche treten bevorzugt an Handrücken, Nabel, Ellenbogen, Gesicht, Hals, Knie sowie im Genitalbereich auf. In seltenen Fällen erstreckt sich die Depigmentierung auf nahezu die gesamte Hautoberfläche.
Die Weissflecken sind sehr lichtempfindlich, so dass die Gefahr für einen Sonnenbrand erhöht ist. Einige der Erkrankten leiden zusätzlich unter Juckreiz. In etwa 30 Prozent der Fälle sind die Haare auf den betroffenen Stellen ebenfalls weiss gefärbt (Poliosis circumscripta).
Um Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) zu diagnostizieren, wird im Gespräch die Krankheitsgeschichte ermittelt (Anamnese). Ist Vitiligo bereits bei anderen Familienmitgliedern aufgetreten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich beim Beschwerdebild ebenfalls um die Weissfleckenkrankheit handelt. Andere Erkrankungen wie beispielsweise die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) sollten im Vorfeld ausgeschlossen werden.
Im Rahmen der körperlichen Untersuchung werden die Flecken unter UV-Licht (Wood-Licht) betrachtet. Zudem wird dokumentiert, welche Körperbereiche betroffen sind, um die Form der Vitiligo feststellen zu können. Da 40 Prozent aller Betroffenen Pigmentveränderungen an der Netzhaut (Retina) aufweisen, kann mithilfe einer augenärztlichen Untersuchung die Diagnose unter Umständen zusätzlich gesichert werden.
Im Labor werden weitere Werte wie zum Beispiel die Schilddrüsenantikörper ermittelt, da Vitiligo gehäuft im Rahmen von bestimmten Schilddrüsenerkrankungen auftritt.
Bei der Therapie der Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) sollte zunächst eine möglicherweise damit verbundene Grunderkrankung behandelt werden.
Da die Gefahr eines Sonnenbrands aufgrund der fehlenden Pigmentierung sehr gross ist, ist ein konsequenter Lichtschutz der betroffenen Hautareale notwendig. Die Einnahme von Beta-Carotin bewirkt eine gelbliche Färbung der Haut und somit einen leichte Blockade vor dem Lichteinfall, kann jedoch spezielle Produkte zum Sonnenschutz nicht ersetzen.
Abgesehen vom Sonnenbrandrisiko ist Vitiligo ein rein kosmetisches Problem, welches die Betroffenen körperlich nicht beeinträchtigt. Jedoch leiden viele Erkrankte auch unter den psychischen Folgen von Vitiligo. Oft ist die Scham, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, sehr gross, sodass die Flecken bedeckt oder überschminkt werden. Daher ist in einigen Fällen auch eine psychologische Behandlung angezeigt.
In 75 Prozent der Fälle kann durch Bestrahlungen mit UV-Licht die Färbung der Pigmente (Repigmentierung) wiederhergestellt werden. Diese Therapie muss über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden.
Zur lokalen Behandlung der Vitiligo können bestimmte Hormone (Glukokortikoide) eingesetzt werden.
Mithilfe kosmetischer Produkte können die betroffenen Areale überschminkt werden, um den psychischen Leidensdruck zu senken. Auch Selbstbräuner sind hierfür geeignet.
Bei stark ausgeprägtem Fleckenbefall ist es möglich, Bleichmittel mit Wirkstoffen wie Hydrochinon einzusetzen, um die noch verbliebenen dunkleren Hautareale aufzuhellen. Dieser Vorgang kann jedoch nicht wieder rückgängig gemacht werden und sollte nur nach sorgfältiger Abwägung von einem erfahrenen Arzt durchgeführt werden. Als Nebenwirkung können unregelmässige Bleicheffekte entstehen.
Besteht die Vitiligo bereits über einen längeren Zeitraum (mindestens ein Jahr), kann in speziellen Fällen eine operative Repigmentierung durchgeführt werden. Dabei werden körpereigene Farbpigmente (Melanozyten) entnommen, gezüchtet und auf die betroffenen Bereiche transplantiert.
Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) setzt oft schleichend zwischen dem zehnten und dem 30. Lebensjahr ein und schreitet in der Regel, jedoch nicht immer, langsam fort. Die Flecken nehmen an Zahl und Grösse zu und gehen schliesslich in einzelne Herde über. In einigen Fällen können sich die weissen Stellen spontan wieder färben (Repigmentierung).
Bestimmte Einflüsse wie zum Beispiel Sonnenlicht oder psychische Belastungen können das Voranschreiten von Vitiligo beschleunigen.
Depigmentierte Hautareale sind äusserst empfindlich und sollten daher in keinem Fall übermässigem UV-Licht ausgesetzt werden. Dazu zählt starkes Sonnenlicht, aber auch die Strahlung auf einer Sonnenbank. Im Gegensatz zu Selbstbräuner, der Farbpigmente enthält, welche die Haut färben, hat UV-Licht aufgrund fehlender Pigmente in der Haut bei Vitiligo keine bräunende Wirkung.
Ein eindeutiger Schutz vor Vitiligo (Weissfleckenkrankheit) ist bislang nicht möglich. Da schwere Sonnenbrände das Entstehen begünstigen, sollte man auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Darüber hinaus kann auch psychische Belastung ein Auslöser für Vitiligo sein.