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Nach Jahrzehnten der Gewalt wollen die Volksgruppen der Pygmäen und der Bantu in der Demokratischen Republik Kongo ihren Konflikt beilegen. Vertreter beider Volksgruppen unterzeichneten am Freitag in Kalemie in der Provinz Tanganyika einen Friedensvertrag.
Darin verpflichteten sie sich zur Aussöhnung und zum friedlichen Zusammenleben. Bei der Zeremonie zur Unterzeichnung des Vertrags wurden tausende vergiftete Pfeile verbrannt, Vertreter beider Ethnien pflanzten einen Baum.
Die Pygmäen kämpfen seit Jahrzehnten darum, als gleichberechtigte Bewohner des Kongo akzeptiert zu werden. Die Bantu sehen die Pygmäen jedoch als Menschen zweiter Klasse an. Die Bantu sind mehrheitlich Landbesitzer, die Pygmäen leben als Jäger und Sammler und werden von den Bantu häufig ausgebeutet und für mageren Lohn beschäftigt oder gar nur mit Alkohol und Zigaretten entlohnt.
Seit Dezember 2013 hatte es in der Region Katanga, zu der Tanganyika gehört, zahlreiche tödliche Zusammenstösse zwischen Bantu und Pygmäen gegeben. In den Jahren 2014 und 2015 wurden dabei mehr als 200 Menschen getötet, zehntausende flohen vor den Kämpfen. (sda/afp)
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