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mitten in der gewöhnlichen Florenzusammensetzung bilden. So findet man z. B. auf dem Uetliberg (874 m) Linaria alpina, Epilobium Dodonaei var. Fleischeri, Saxifraga aizoides, Campanula pusilla, Aconitum napellus, Alnus viridis. Am Schnebelhorn, das bis nahe zu 1300 m sich erhebt, erreicht die Zahl der alpinen Arten etwa vierzig. Das grösste und bedeutendste aller am alpinen Rand des Mittellandes vorhandenen Torfmoore ist dasjenige von Einsiedeln, das etwa zwischen 850 und 900 m hoch liegt und in dem man ungefähr 50 nordische Pflanzenarten konstatiert hat (vergl. den Art. Einsiedeln).
Diese von uns speziell hervorgehobene und gezeigte Verwandtschaft und Gemeinschaftlichkeit der arkto-alpinen Flora mit derjenigen unseres Mittellandes war während der Dauer der Glazialperiode noch weit umfassender und schärfer ausgesprochen, wie dies aus den interglazialen Pflanzenfunden von Wetzikon, Dürnten, Uznach, Mörswil etc., sowie aus den in den tiefern Schichten einiger Torfmoore gemachten Funden von Blättern und Samen von heute auf die alpine oder zirkumpolare Zone beschränkten Formen deutlich zu erkennen ist. Solche heute im Mittelland ausgestorbene Arten sind u. a. Salix myrtilloides, S. hastata, S. retusa, S. herbacea und S. polaris.
2. Die ihr Vorkommen im Mittelland der Glazialzeit verdankenden arkto-alpinen Elemente bilden aber nur einen kleinen Teil von dessen jetziger Flora (etwa 1/10), während die weitaus überwiegende Zahl seiner Pflanzenformen postglazial, d. h. erst nach dem endgiltigen Rückzug der Gletscher eingewandert ist. Dies geschah entweder von N. und O., oder auch von SW. her. Die Elemente östlicher Herkunft sind besonders Steppen- und Wasserpflanzen, von denen wir wenigstens die am allgemeinsten verbreiteten hier anführen wollen: Thalictrum aquilegifolium, Actaea spicata, Dianthus super-bus (Pracht-Nelke), Hypericum hirsutum, Geranium silvaticum, Rhamnus frangula und Rh. cathartica, Astragalus glycophyllus, Lathyrus tuberosus und L. pratensis, Aruncus silvestris, Ulmaria pentapetala, Spiraea filipendula, Rubus idaeus (Himbeere), Poterium sanguisorba, Sambucus racemosa (Trauben-Hollunder), Aster amellus, Campanula glomerata, Gentiana cruciata, mehrere Weiden (Salix), ferner Iris sibirica, mehrere.
Seggen (Carex) und Gräser etc. Alle diese Arten finden sich zusammen mit andern, deren Steppencharakter noch schärfer hervortritt, in grossen Mengen in Sibirien, im Altaigebiet etc. Viele Wasserpflanzen, die in Deutschland und den osteuropäischen Ebenen häufig auftreten, finden sich im schweizerischen Mittelland nur auf räumlich beschränkten Gebieten, wo sie dazu noch ziemlich selten sind, oder fehlen sogar ganz. Von erstern nennen wir u. a.: Sagittaria sagittaefolia, Echinodorus ranunculoides, Utricularia intermedia, Viola persicifolia var. stagnina, Oenanthe phellandrium, Hydrocotyle vulgaris, Apium repens, Hydrocharis morsus ranae, Schoenoplectus mucronatus, Scirpus triqueter, Heleocharis parvula, Cladium mariscus, Glyceria spectabilis.
Unter den bis an unsere Grenzen reichenden und hier Halt machenden Typen sind hervorzuheben Stratiotes aloides, Butomus umbellatus, Alisma natans, Limnanthemum nymphaeoides. Die Pflanzendecke des schweizerischen Mittellandes zeigt im Vergleich zu derjenigen der bairischen Hochebene und der deutschen Ebenen überhaupt neben einem grössern Reichtum an alpinen und mediterranen Arten ein ziemlich merkbares Defizit an orientalischen Wasser- und Steppentypen.
Von diesen im Mittelland fehlenden letztern finden sich dagegen mehrere wieder im Wallis und in Frankreich, was beweist, dass bei uns die für ihr Gedeihen notwendigen günstigen Bedingungen nicht vorhanden sind. Erklärt wird dieses Defizit zu einem Teil durch den relativ späten Rückzug der Gletscher vom Mittelland, dann auch durch dessen topographischen Charakter und ferner durch die Nähe der Alpen, die zahlreichen subalpinen Arten das Vordringen in die tiefern Gegenden gestattet hat, wo sie mit den eigentlichen Typen der Ebene in scharfe Konkurrenz treten. Dass endlich die meisten der für die Heiden Baierns und Norddeutschlands oder für die Steppen des Ostens charakteristischen Typen bei uns entweder selten oder gar nicht vorkommen, ist nur eine direkte Folge des Umstandes, dass diese Formationen im Mittelland auf ganz kleine Gebiete beschränkt sind.
3. Das bis ins Rheinthal vordringende mediterrane und atlantische Florenelement wird durch zahlreiche Arten vertreten, von denen wir nur folgende erwähnen können: Clematis vitalba, Reseda lutea, Hypericum tetrapterum, Geranium sanguineum, Impatiens noli tangere, Genista tinctoria, Trifolium rubens, Ligustrum vulgare, Teucrium scorodonia, Tamus communis, Carex pendula.
4. Zuletzt müssen wir auch noch des adventiven Elementes gedenken, d. h. der in rezenter Zeit durch Eisenbahnen, den Personen-, Vieh- und Warenverkehr etc. aus verschiedenen Gegenden der Erde eingeschleppten Arten. Das Auftreten dieses Elementes ist an verschiedenen Orten von ungleicher Bedeutung. In der Nähe von grossen Bahnhöfen oder Fabrikbetrieben (Getreidemühlen, Spinnereien) kann die Anzahl der adventiven Arten auf über Hundert und in ihrer weiteren Umgebung auf 200 bis 300 steigen. So ist z. B. die einzige Gattung Trifolium (Klee) im Vorbahnhof von Zürich durch etwa 20 Arten vertreten, die fast alle adventiv sind. Die gemeinsten Adventivformen sind u. a.: Rittersporn (Delphinium Ajacis), Isatis tinctoria, Nigella damascaena, Aster salignus, Onopordon acanthium. Xanthium spinosum, Plantago ramosa, Panicum miliaceum, Phalaris canariensis.
Von den 2637 Pflanzenarten, die nach Gremli die Schweizer Flora zusammensetzen, finden sich im zentralen Abschnitt des Mittellandes kaum mehr als die Hälfte vertreten. Wenn wir die Flora der Umgebung von Aclens im Gros de Vaud, d. h. im westl. Teil des Mittellandes (Corboz, F. Flora Aclensis im Bulletin de la soc. vaud. des sc. nat. 1872-1900) mit derjenigen der Umgebung von Winterthur im östl. Abschnitt desselben (Keller, R. Flora von Winterthur. Winterthur 1891) vergleichen, so ergibt sich eine ziemlich übereinstimmende Anzahl, d. h. etwa 900 und 1000 Arten von Gefässpflanzen.
Die Umgebungen von Bern weisen dank ihrer schärfern orographischen Gliederung (nach Fischer, E. Flora von Bern. Bern 1903) rund 1000 Arten auf; die Flora des Kantons Zürich, eines der wenigen fast ganz dem Mittelland angehörenden Kantone, zählt 1200-1300 Arten, während die Kantone Schaffhausen und Thurgau je deren rund 1050 haben. Zum Vergleich wollen wir den Kanton Wallis mit über 1800 und den Kanton Waadt mit beinahe ebensoviel Arten nennen.
Bibliographie.
Veröffentlichungen, die sich ausschliesslich mit der Flora des Schweizer Mittellandes befassen, sind kaum vorhanden. Ausführlich beschäftigen sich mit ihr neben Hermann Christ's Pflanzenleben der Schweiz (2. Ausgabe. Zürich 1882) und den schon genannten Arbeiten von Keller, Fischer und Corboz noch folgende Werke: Meister, J. Flora von Schaffhausen. Schaffhausen 1887; Nägeli, O., und E. Wehrli. Beiträge zur Flora des Kantons Thurgau. Frauenfeld 1899 und 1894; Kölliker, A. Verzeichnis der phanerogamischen Gewächse des Kantons Zürich. Zürich 1839.
[Prof. Paul Jaccard.]
Fauna.
Vom tiergeographischen Gesichtspunkt aus muss die Tierwelt des schweizerischen Mittellandes als eine Waldfauna bezeichnet werden. Das mag auf den ersten Blick auffällig erscheinen; aber dieser Charakter ist ihr eben geblieben seit jenen Zeiten, da ein zusammenhängender Urwald die Gauen unseres Landes bedeckte. Nur steile Bergeshalden, lichte Sumpfniederungen und das bescheidene Aeckerlein der Pfahlbauern unterbrachen das Dickicht. Das blieb so, bis nach der alemannischen Ansiedelung die zunehmende Bewohnerzahl in dem jagdbaren Getier nicht mehr genügenden Unterhalt fand, also noch bis in die historische Zeit und um eine ordentliche Spanne in den Anfang unserer Zeitrechnung hinein.
Nun änderte sich das Bild. Schritt um Schritt dem Walde den Raum abringend ging der frühere Jäger zum Anbau des Landes über. In erster Linie wurden die ebenern Thalböden, später auch die S.-Hänge der Hügel der Kultur unterworfen, so hat z. B. im Kanton Zürich erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der Weinbau eine dem heutigen Zustand annähernde Ausdehnung gewonnen. Weite Flächen deckten sich mit den saftigen Kräutern und Gräsern der Wiesen, dem niedern Blattwerk des Klees ¶
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und der Kartoffeln und den ährenschweren Getreidearten; es trat an die Stelle des Waldes die Kultursteppe.
Eine solche Veränderung musste allerdings einen umso grössern Einfluss auf die Tierwelt ausüben, als der Mensch mit seinen wirtschaftlichen Zwecken auch noch jeden Fleck des übrig gebliebenen Waldes zu beherrschen anfing; von dessen ursprünglicher stolzer Pracht sind uns nur noch Forste von meist geringer Ausdehnung erhalten geblieben.
Einmal dieser Ursache ist es zuzuschreiben, dass die grösseren Wildtiere, die zu ihrem Schutz eines weiten, dichten Waldes bedürfen, spurlos verschwunden sind. Nur spärliche Funde von zum Teil als Werkzeugen benutzten Knochen und oft noch spärlichere schriftliche Dokumente geben uns Sicherheit darüber, dass noch zu Beginn unserer Zeitrechnung 2 wilde Rinder (der Auerochs und der bisonähnliche Wisent), das Elentier, ein Wildpferd, dann von Raubtieren der Bär, der Wolf, der Luchs und die Wildkatze, in unsern Gegenden gehaust haben und der Biber in den grösseren Flussläufen sein Wesen trieb. Hirsch, Reh und Wildschwein erlagen erst später, im 18. und 19. Jahrhundert, der allgemeinen Verfolgung, jener völlig, die letztern wenigstens annähernd. Das zierliche Reh fängt erst in neuester Zeit wieder an, in grösserer Zahl die Waldungen des Mittellandes, verlorenes Gebiet zurückerobernd, zu beleben.
Diese letzten Beispiele belehren uns, dass ausser der Entwaldung auch die Entwicklung der Schusswaffen den Untergang der stattlicheren Wildtierarten herbeigeführt hat; sie brachten zustande, was den Vorfahren mit vielfältigen Verfolgungsarten, durch Gruben, mit Fallen, der Treibjagd und mit Netzen, Pfeil und Bogen oder der wuchtigen Keule nicht möglich war. Mit dem landwirtschaftlichen Betrieb vertrugen sich diese stolzen Gestalten nicht, sie fügten ihm zu grossen Schaden zu, oder die Tiere selbst flohen instinktiv die Nähe des überlegenen Menschen. Er ist direkt oder indirekt die Veranlassung davon, dass wir die genannten Formen nicht mehr zu Gesicht bekommen.
In dem Reichtum der gesamten Fauna unserer Gegenden haben für den Tiergeographen diese par wenigen Formen nichts zu bedeuten, wenn sie auch für den Jäger die wertvollsten sind oder waren. Sie bedingen nicht von ferne den Charakter des Tierbestandes, von dem die überwiegende Mehrzahl sich den neuen Verhältnissen einfach anpasste. Den Vögeln verblieben für einmal in den Hecken und in den Gebüschen längs dem Laufe der Gewässer Futter- und Nistgelegenheiten zur Genüge, dem Heer der Insekten und all' dem Kleinzeug der niederen Tierwelt konnten die weitgehenden Veränderungen kaum viel anhaben, da sie zum guten Teil in den zarten Kulturpflanzen eine besonders zusagende neue Kost fanden. Sie fingen an, dem Landwirt ihren Anteil schon lange vorweg zu nehmen, ehe er daran denken darf, sich an den Früchten seiner Arbeit zu letzen.
Als auch die Hecken und das Buschwerk ihrerseits wieder der weitern Beanspruchung durch den Ackerbau weichen mussten und die hohlen Bäume in Folge sorgfältigerer Pflege schwanden, verloren wiederum viele Vögel wenigstens ihre gewohnten Nistplätze. Es ist wohl diesem Mangel zu einem guten Teil zur Last zu legen, dass die Klagen über die Abnahme der Vögel gerechtfertigt sind. Aber viele von ihnen wussten sich doch wiederum zu helfen oder hatten schon früher den Ausweg gefunden: sie wagten sich in die Nähe des Menschen und siedelten sich in seinen Gärten, Anlagen und sogar seinen Gebäulichkeiten an. So wurde gerade den Kulturzentren ein allerdings nur schwacher Abglanz jenes reichen Lebens zu teil, das sich vorher in Wald und Feld entfaltet hatte. Da erklingt nun der melodische Gesang der Amsel, die nunmehr geradezu ein Charaktervogel der städtischen Parkanlagen und Gärten und zugleich ein Standvogel geworden ist, während sie ehedem ein Bewohner des Buschwerks im Wald gewesen; da ertönt ferner der Schlag des Buchfinken, das Gezirpe der Meisen, die so fleissig die Obstbäume nach Ungeziefer absuchen.
Die neugierige Dohle, der freche Spatz, das bescheidene Rotschwänzchen, die Rauch- und Stadtschwalbe, der gravitätische Storch, die nächtlichen Fledermäuse, die Hausmaus und die lästige Ratte, der dreiste Marder u. a. sind geradezu unzertrennlich vom Menschen oder dessen Behausung geworden und haben sich gleich einer Anzahl von Insekten oft sehr gegen seinen Willen (Fliegen, Schaben) in ihr einquartiert. Leider muss neuerdings die trauliche Rauchschwalbe den modernen Anforderungen des Menschen an seine Wohnstätte wiederum weichen und wird dann wohl aus unserer Fauna endgiltig ausscheiden.
Vor einigen Jahren hat sogar in Zürich ein Pärchen auf der Wanduhr einer geräuschvollen Wohnstube seinen Wohnsitz aufgeschlagen - offenbar nur notgedrungen. Und noch immer kann nicht von einem Ruhezustand in der tierischen Besiedelung gesprochen werden; für die Ausbildung eines solchen sind die vom Menschen hervorgerufenen Umwälzungen in den Kulturen und in der Oberfläche des Bodens zu gross. Alle die vielfachen Entsumpfungen, Kanalisationen, Korrektionen von Flussläufen, die Ausnutzung der Gewässer für elektrische Betriebe, Strassenanlagen, die neuen Schienenwege u. s. w. sind wieder von mehr oder weniger tiefgreifendem Einfluss auf die Tierwelt des Landes begleitet, der sich vielfach auch auf die Bewohner des Wassers erstreckt.
Wenn nun auch der überwiegende Teil der heutigen Tierwelt der Waldfauna angehört, so ist dies doch nicht ausschliesslich der Fall, da diesem Grundstock vielmehr, wie die neueren Untersuchungen gelehrt haben, andere Elemente beigemischt sind.
Solche hat einmal nach der Eiszeit die osteuropäische Steppe geliefert, aus der eine Reihe von Formen in unsere Kultursteppe eingewandert ist, und es sind dies zum Teil wenigstens ganz charakteristische Gestalten. Zu ihnen gehören nämlich die Wachtel, das Rebhuhn, die Lerche und die Ammer. Sie alle meiden den Wald, das offene Feld ist ihre Heimat, wo sie meist als Erdnister auch ihre Jungen aufziehen und dem Nahrungserwerb obliegen. Ihr Gefieder ist wenigstens an der Oberseite ihrem Wohnsitz ausgezeichnet angepasst wie dasjenige von einigen Gästen, die uns allerdings nur selten einen Besuch abstatten, nämlich u. a. des Fausthuhns und der Trappen, die im östl. Europa und in Sibirien ihre Heimat haben.
Ein weiteres Element verdanken wir der jüngsten geologischen Vergangenheit, der Eiszeit. Schon längst ist aufgefallen, wie an einzelnen Orten, z. B. auf dem Uetliberg und Zürichberg und auch anderwärts, Insektenarten vorkommen, die der Hochgebirgsfauna eigen sind; besonders auffällige Belege hiefür liefert das obere Tössthal indem dort beispielsweise ein Laufkäfer sich vorfindet, der in den Bündner und Urner Alpen heimisch ist (Nebria Gyllenhalii).
Ausdrücklich ist zu bemerken, dass es sich hiebei um Tiere von geringem Wanderungsvermögen handelt, da ihnen Flugorgane abgehen. Aehnliche Relikte aus der Periode der Vergletscherung sind die lebendig gebärende Eidechse, die zerstreut im Mittelland zu treffen, deren Heimat aber im Gebirge zu suchen ist. Die Felchenarten ferner müssen als eine nordische Einwanderung angesprochen werden, die ebenfalls auf jene Epoche zurückführt, und die neueren Untersuchungen unserer Wasserfauna lassen vielfach, wie Zschokke gezeigt hat, einen entschieden nordischen Charakter erkennen.
Das Gegenstück zu dieser Reliktenfauna bilden Formen, die zur Annahme einer ausgesprochen trockenen und warmen, einer xerothermischen Periode führen, die nach der Eiszeit eintrat. Es gehören hieher Schnecken und Insekten aus den verschiedensten Ordnungen, welche ursprünglich südl. Gebieten angehören und bei uns auch nur trockene, der Sonne gut ausgesetzte und waldlose Halden beleben. Otto Stoll zählt eine ganze Anzahl solcher Arten auf, und auch hier fallen wiederum diejenigen von sehr geringem Wanderungsvermögen, wie Schnecken und verschiedene Kerfe, besonders ins Gewicht. Sie sind die Reste einer vordem auf weitere Gebiete verbreiteten Fauna, als wir sie heute treffen.
Daneben hat aber wohl auch eine Einwanderung von ursprünglich mittelländischen Tieren stattgefunden. So sind die grosse grüne Eidechse, sowie die Würfel- und die Vipernatter ausgesprochen südl. Arten, die sich auch in der W.-Schweiz angesiedelt haben; von Vögeln müssen wir die allerdings seltenen bunten Bienenfresser und Mandelkrähen ebenfalls hieher rechnen. Endlich würden die Wirbellosen eine lange Reihe von hieher gehörigen ¶