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Das Schweizer MINT-Potenzial
Das MINT-Potenzial von Schweizer Jugendlichen wird gemäss einer Studie unterschätzt – insbesondere bei den Mädchen.
Bislang gab es keine Studie, welche das Potenzial in MINT, d.h. die Fähigkeit, sich in MINT-Berufen zu engagieren, von Schweizer Schülerinnen und Schülern am Ende ihrer obligatorischen Schulzeit bewertet.
In der aktuellen Studie verwenden Esther Kaufmann von der Universität Zürich und Werner Wittmann der Universität Mannheim den Anteil der leistungsstarken SchülerInnen mit einem mathematischen Fähigkeitsprofil als Indikator für das MINT-Potenzial. Basierend auf den Daten des Programms für International Student Assessment bewerten sie das MINT-Potenzial der Schweizer Jugendlichen im nationalen und kantonalen Vergleich zu den SchülerInnen in anderen Ländern.
Die Analyse zeigt, dass Schweizer SchülerInnen, insbesondere die jungen Frauen, im Vergleich zu anderen Ländern ein hohes MINT-Potenzial aufweisen. Trotz regionaler Unterschiede im obligatorischen Bildungssystem war das MINT-Potenzial in allen Kantonen der Schweiz hoch. Basierend auf diesen Ergebnissen kommen die Autoren zum Schluss, dass nationale Faktoren – und nicht regionale – hauptsächlich für das hohe MINT-Potenzial der Schweizer SchülerInnen verantwortlich sind.