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Insgesamt beliefen sich die Uhrenexporte auf 1,87 Milliarden Franken. Dies entspricht einem satten Plus von 37,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, wie den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung und des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) vom Donnerstag zu entnehmen ist.
Somit ist der Vorjahresvergleich erstmals seit Beginn der Pandemie positiv. Bei diesem Vergleich muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Verkäufe im März vor einem Jahr wegen Corona bereits eingebrochen waren. Damals wurden Uhren im Wert von 1,36 Milliarden Franken ins Ausland verkauft, was einem Rückgang um gut ein Fünftel im Vorjahresvergleich entsprochen hatte.
Die aktuellen März-Werte liegen nun aber nicht nur deutlich über dem Vorjahreswert, sondern auch klar über jenem von März 2019 (+7,4%) - also über dem Vorkrisen-Niveau.
In den nächsten Monaten dürfte der Vorjahresvergleich dann weiterhin positiv ausfallen. Im April und Mai 2020, dem Höhepunkt der Krise, kam es zu einem veritablen Einbruch der Uhrenexporte mit Verkäufen von weniger als 1 Milliarde Franken, ehe sie sich dann langsam erholten.
Verdoppelung nach China
Besonders ausgeprägt war die Erholung im März beim Absatz nach China. Der Wert der dorthin verkauften Uhren verdoppelte sich und das Land ist nun wieder der grösste Abnehmer von Schweizer Zeitmessern. Laut den Angaben des Uhrenverbands wurde damit auch das 2019er-Level markant überschritten.
Auch die USA und Singapur lägen inzwischen wieder über dem Vorkrisen-Niveau, so der Verband weiter. Für andere wichtige Märkte, namentlich Hongkong, die Arabischen Emirate und Europa treffe dies hingegen noch nicht zu.
Auch günstige Uhren gefragt
Sämtliche Preiskategorien hätten im März zum Absatzwachstum beigetragen, betonte der Verband. Dieses war bei den günstigen Uhren und jenen der mittleren Kategorie (bis 3000 Franken) besonders ausgeprägt.
Der Absatz von teuren Uhren mit einem Wert von über 3000 Franken pro Stück nahm zwar auch zu, aber unterdurchschnittlich. Damit hat sich ein Trend der letzten Zeit nicht fortgesetzt. Zuletzt hatten nämlich günstigere Zeitmesser gegenüber teuren Schweizer Uhren an Boden verloren.