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Schulstrassen bis zu den Schulhäusern
Was für ein tolles Gefühl, so viele Kinder zu Fuss, mit dem Velo oder dem Trottinett zur Schule kommen zu sehen! Wie ist dies möglich?
Die Antwort ist einfach: Weil eine Schulstrasse eingerichtet wurde
Das Konzept der Schulstrasse erlaubt es, Strassen rund um eine Schulanlage 30 bis 45 Minuten vor Schulbeginn sowie am Ende des Unterrichts für den motorisierten Verkehr zu sperren. Dann werden die gesperrten und somit verkehrsfreien Strassenabschnitte zu Begegnungsräumen, welche Kinder freudig bis auf den letzten Meter zurückerobern. Die Schulstrasse wird so zur Kinderstrasse.
Die Idee der Schulstrassen verbreitet sich rasch in vielen Städten Europas zur grossen Freude der Kinder und unter dem Beifall der Eltern.
Schulstrassen in Europa
In der Hauptstadt Grossbritanniens wurde die erste Schulstrasse im April 2020 eröffnet. Inzwischen ist deren Zahl auf fast 350 angestiegen. Fast die Hälfte der Londoner Schulanlagen würde sich dafür eignen.
Brüssel geht noch einen Schritt weiter. Die Brüsseler Regierung hat eine Million Euro für das Einrichten von Schulstrassen in der Region Brüssel gesprochen. Zudem wurde ein Leitfaden zur Erläuterung und Bewerbung des Vorgehens beim Einrichten einer Schulstrasse publiziert.
Auch in Frankreich haben die Schulen mehrerer Städte bereits Schulstrassen eingerichtet. So verfügen in Lille sieben Schulanlagen über eine Schulstrasse. In Paris und Lyon wurden die Strassen rund um 60 bzw. 23 Schulanlagen verkehrsberuhigt.
Die Begeisterung für die Schulstrassen dürfte wegen der positiven Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit und die Förderung aktiver Mobilität sowie aufgrund der verbesserten Luftqualität rund um die Schulanlagen noch längere Zeit anhalten.
Beispiel Lille
Beispiel Paris
Beispiel Lyon
Beispiel Bruxelles
Zusätzliche Informationen: