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Fernab von der Schweiz haben am Wochenende einige Schweizer Teams und Rennfahrer im Einsatz gestanden. Grund zum Jubeln hatten dabei nicht alle. Einer von ihnen war Edoardo Mortara. Der Genfer peilte in Macau einen weiteren Sieg an, musste seine Chancen aber bereits im Quali-Rennen begraben. Völlig unverschuldet wurde Mortara vom Deutschen Maro Engel aus dem Rennen gerissen. Im Hauptrennen startete Mortara von Position 14 und arbeitete sich trotz einer Safety-Car-Phase noch auf Rang 6 vor. «Natürlich bin ich sehr enttäuscht», sagte Mortara, der in der ehemaligen portugiesischen Kronkolonie schon sechs Siege (vier bei den Tourenwagen, zwei in der Formel 3) feiern durfte. «Dass es überhaupt noch zu Rang 6 reichte, grenzt an ein kleines Wunder.»
Der Sieg beim FIA GT World Cup ging an Raffaele Marciello. Der gebürtige Zürcher, der im Tessin lebt, aber unter italienischer Flagge fährt, gewann nach dem Quali- auch das Hauptrennen.
Kein Glück in der Spielerstadt hatte auch Alexandre Imperatori. Der in Shanghai wohnhafte Fribourger hatte sich mit Platz 6 im Quali-Rennen eine gute Ausgangslage geschaffen. Doch als es dann um alles oder nichts ging, wurde auch er von einem Kontrahenten abgeschossen.
Dasselbe Schicksal ereilte auch Jenzer-Pilot Arjun Maini in der Formel 3. Der Inder im Team von Andreas Jenzer war von Startplatz 8 gestartete und hatte sich schon auf Position 6 eingenistet, als er in der ersten Kurve umgedreht wurde. Für die beiden anderen Jenzer-Fahrer endete das Debüt des Schweizer Rennstalls in Macau auf den Rängen 19 (Hon Chio Leong) und 20 (Andreas Estner). Der Sieg ging überraschend an den Niederländer Richard Verschoor.
Mehr Grund zum Jubeln hatte die Autorama-Mannschaft beim 24h von Austin/Texas. Jérôme Ogay, Yannick Mettler, Constantin Kletzer, Roberto Ferri und Alberto Vescovi fuhren dank Rang 3 auf dem Circuit of the Americas nach dem Gewinn des europäischen Titels auch den Teamtitel in der TCE-Gesamtwertung der 24H SERIES Continents ein.
Gejubelt wurde auch in Brasilien. Der ehemaligen Sauber-Mannschaft gelang mit den Plätzen 4 (Kimi Räikkönen) und 5 (Antonio Giovinazzi) das beste Saisonergebnis. Die Alfa-Truppe um Teamchef Fred Vasseur hat damit ein Rennen vor Saisonende den achten WM-Rang gefestigt. Gelingt den Hinwilern beim Finale in Abu Dhabi nochmals ein solcher Exploit, ist sogar noch WM-Position 7 (zurzeit 10 Punkte Rückstand) machbar.