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Der Mathe-Professor Grégoire Nicollier (HES-SO) erwägt hier verschiedene Szenarien für den 20. Oktober.
Bei den Wahlen 2015 stellte sich der SVP-Block im Wallis wie folgt auf: Die Listenverbindung bestand aus einer Unterverbindung im Oberwallis (mit 91 000 Stimmen) und vier losen Listen aus dem Mittelwallis (84 000 und 4000 Stimmen) sowie dem Unterwallis (34 000 und 6000 Stimmen). Die jeweiligen Hauptlisten in den beiden Kantonsteilen waren ebenfalls miteinander verbunden. Mit Franz Ruppen und Jean-Luc Addor erhielten denn auch beide kantonalen Parteien ein Mandat in Bern.
Wäre die Oberwalliser SVP jedoch ohne Listenverbindung zur Schwesterpartei im Unterwallis an den Start gegangen, so hätte sich Gaël Bourgeois von der Unterwalliser SP den Sitz geholt und nicht Ruppen. Gleichzeitig hatte die SVP Unterwallis vor vier Jahren Glück. Denn hätte die rechte Volkspartei nur einen Sitz gemacht, wäre dieser geradewegs ins Oberwallis gewandert. Die SVPOListe war mit 91 000 Stimmen nämlich die stärkste Liste aller SVP-Listen. Und die Listen im Mittel- und Unterwallis waren nicht miteinander unterverbunden. Für 2019 hat man diesen Fehler behoben. Mal schauen, ob es reicht, beide Sitze zu verteidigen.Grégoire Nicollier