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Autor: Marc Kipfer
Freiburg Kaum einer kennt die Geschichte des Staatsrates so fundiert wie CVP-Parlamentarier und Historiker Jean-Pierre Dorand. Dem Seebezirk räumt er für die Staatsratswahlen 2011 durchaus Chancen ein. «Die Parteien gehen den richtigen Weg, wenn sie Gespräche über eine gemeinsame Kandidatur führen», findet Dorand.
Laut dem Historiker wäre es das erste Mal in der Freiburger Politgeschichte, dass sich ein ganzer Bezirk hinter eine Kandidatur stellen würde. «Wenn ihnen das gelingt, ist die Wahlchance grösser als 50 Prozent», so Dorands Einschätzung.
Die Bedingungen für einen Konsens seien im Seebezirk mit seinen sprachlichen und konfessionellen Unterschieden besonders schwierig, sagt der Historiker. Eine Person, die für alle Regionen des Bezirks wählbar sein soll, müsse deshalb auf jeden Fall moderate Haltungen vertreten, skizziert er das Anforderungsprofil.
Suchen «seltenen Vogel»
Am wichtigsten sei es, eine Person für die Kandidatur zu gewinnen, die im Bezirk bekannt und angesehen sei, aber auch über die Bezirksgrenzen hinaus wirke. «Die Karriere von Joseph Deiss hat bewiesen, dass dies auch für Seebezirkler möglich ist», erinnert Dorand und betont, im Seebezirk laufe die Suche nach einem «seltenen Vogel». In der aktuellen Konstellation müsse eine geeignete Person zudem entweder Französisch oder beide Sprachen sprechen und FDP- oder SVP-Mitglied sein.