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Flugzeugbesatzungen sind bisher dem Schweizer Arbeitsgesetz grundsätzlich nicht unterstellt, weil ihre Einsatzzeiten in weiten Teilen international geregelt sind und weil die Bedingungen in der Luftfahrt als derart besonders eingestuft werden, dass sie nicht mit den Anforderungen des Arbeitsgesetzes in Einklang zu bringen sind. Nach Ansicht des Bundesrates können einzelne Bestimmungen im Schweizer Arbeitsrecht jedoch sehr wohl auch auf Flugzeugbesatzungen angewendet werden. Darum hat er durch eine Teilrevision der Luftfahrtverordnung auch das fliegende Personal neu teilweise den Bestimmungen des Gesundheitsschutzes im Arbeitsgesetz unterstellt. Die Neuregelung tritt am 1. Oktober 2009 in Kraft.
Ab diesem Datum gelten für schwangere Frauen und stillende Mütter in Bezug auf ihren Einsatz an Bord von Flugzeugen neue Regelungen. Schwangere Frauen können zwar schon heute verlangen, dass sie vom Flugdienst befreit werden, um das Ungeborene durch die Belastungen bei der Arbeit nicht einem gesundheitlichen Risiko auszusetzen. Die Luftfahrtunternehmen waren bis anhin aber nicht verpflichtet, den Frauen eine andere Tätigkeit anzubieten. Neu soll der Arbeitgeber schwangeren Frauen und stillenden Müttern, welche vom Flugdienst befreit sind, nach Möglichkeit eine gleichwertige Arbeit anbieten, bei welcher die mit dem Flugdienst verbundenen spezifischen Belastungen nicht anfallen. Ist dies nicht möglich, so haben die betroffenen Frauen Anspruch auf 80 Prozent ihres Lohnes. Ferner soll bei der Planung von Einsätzen auf Bedürfnisse von Besatzungsmitgliedern, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu betreuen haben, Rücksicht genommen werden.