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In Ergänzung zu dem , was Planer sagt:
Starker Alkoholkonsum kann ebenfalls einen Mangel wichtiger Elektrolyte und Spurenelemente, vorwiegend von Zink, Magnesium und Selen verursachen. Zinkmangel bedingt dabei eine Verstärkung der Giftigkeit des Ethanols, da das Enzym Alkoholdehydrogenase, welches Ethanol im Körper abbaut, abhängig von Zink ist.
Da estopa sagt, dass sie keinen Alkohol trinkt, muss das Ethanol irgendwo anders herkommen; es sei denn, die Messung war falsch (ist eigentlich inzwischen noch einmal nachgemessen worden?).
Kann es denn nicht auch so sein: wenn z.B. Candida oder irgendetwas eben Ethanol produziert und die Alkoholdehydrogenase funktioniert nicht, dann sammelt sich das Ethanol eben an.
Alkohol-Intoleranz äussert sich in akuten Symptomen wie Gesichtsröte (Flushing), Herzrasen oder Muskelschwäche nach der Aufnahme von bereits geringen Mengen Alkohol. Ursache der Unverträglichkeit sind genetisch bedingte Varianten in den Alkohol metabolisierenden Enzymen Alkohol-Dehydrogenase 2 (ADH2) und Acetaldehyd-Dehydrogenase 2 (ALDH2), wodurch es zu einer Akkumulation des Alkoholabbauprodukts Acetaldehyd im Körper kommt. Acetaldehyd führt zu einer Gefäßerweiterungen mit o.g. genannten Symptomen.
Ethanol-Metabolismus: Das Enzym ADH2 baut Ethanol zum toxischen Zwischenprodukt Acetaldehyd ab. Das Enzym ALDH2 detoxifiziert Acetaldehyd durch die Umwandlung in Acetyl-CoA. Arbeitet das Enzym ADH2 zu schnell bzw. ALDH2 zu langsam, akkumuliert Acetaldehyd im Körper und führt zu den typischen Symptomen der Alkohol-Intoleranz.
Die genetisch bedingte Alkohol-Intoleranz kommt vorwiegend bei asiatischen Bevölkerungsruppen vor. Jeweils eine häufige Varianten im ADH2-Gen (ADH2*2, R47H) und ALDH2-Gen (ALDH2*2, E487K) sind mit einer erhöhten Alkohol-Sensitivität assoziiert und werden im Rahmen der Routinediagnostik untersucht.
Woran ich hierbei denke ist,daß bei Dir vielleicht dieser Ethanol-Metabolismus gestört ist und es nun gilt herauszufinden, warum und was man tun kann?
Was ich auch interessant finde:
Ethanol ist sehr gut wasserlöslich und wird folgedessen im Blut gelöst transportiert (Verteilungskoeffizient
Öl/Wasser=0.04). Unser Blut enthält, unabhängig vom Alkoholgenuss, von Natur aus kleine Mengen Ethanol,
nämlich 0.029 bis 0.037 Promille. Diese Menge steigt durch Nahrungsaufnahme, auch ohne Alkoholzufuhr um
50% an. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um ein Produkt der Darmgärung. Sogar frisch gebackenes
Brot ist mit 0.2 - 0.4% nicht alkoholfrei; im altbackenen befinden sich nur 0.1%.
...
Abbau von Ethanol: Metabolismus 85 - 95 % in der Leber:
1. Mit dem Enzym Alkoholdehydrogenase (ADH) zu Acetaldehyd (reaktive, toxische Substanz)
2. Weiteroxidation mit dem Enzym Acetaldehyddehydrogenase (ALDH) zum Acetat
3. Abbau bis zu Kohlendioxid und Wasser mit MEOS (Microsomal Ethanol Oxidizing System) mit dem Enzym Cytochrom P450E1
· Die Abbaurate ist von der Gewöhnung abhängig (Toleranz)
· Die Abbaurate in der Leber verläuft bis ca. 0.2 Promille pro Stunde linear und unabhängig von der konsumierten Menge12.
Mal angenommen, Deine Leber arbeitet nicht normal, dann könnte doch der hohe Ethanol-Spiegel durch diese "Leberschwäche" kommen? Wie sehen denn Deine Leberwerte aus?
Grüsse,
Oregano