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Henri Laaksonen verliert Duell der Qualifikanten
Henri Laaksonen verpasst am US Open in New York die grosse Chance, erstmals an einem Grand-Slam-Turnier in die zweite Woche vorzustossen. Der Schweizer verliert gegen Peter Gojowczyk in vier Sätzen.
Im letzten Game bot sich Henri Laaksonen noch einmal die Chance, in die Partie zurückzukehren. Doch der 29-jährige Schaffhauser vergab seine letzten beiden Breakchancen der Partie und musste kurz danach seinem Gegner am Netz zum Sieg gratulieren. Dieser feierte mit dem Einzug in die Achtelfinals den grössten Erfolg seiner Karriere. Über die 2. Runde an einem Major-Turnier hatte es der 32-jährige Gojowczyk, der ohne Trainer nach New York gereist ist, zuvor nie geschafft.
Die Chance, die der Münchner nutzte, verpasste Laaksonen. Anfang Juni in Paris hatte er noch Pech bekundet, als ihn am French Open in der 3. Runde gegen Kei Nishikori eine Verletzung an den Adduktoren stoppte, nun musste sich der 29-jährige Schaffhauser an der eigenen Nase nehmen. Er schaffte es nicht, an die Leistungen bei seinen Siegen gegen die im Ranking deutlich besser klassierten John Millman und Cristian Garin heranzukommen.
Der Ärger über die Niederlage gegen den im Ranking elf Plätze hinter ihm klassierten Gojowczyk hielt sich bei Laaksonen allerdings in Grenzen. «Ich finde, ich habe hier das Maximum herausgeholt. Ich muss zufrieden sein, mit dem was ich erreicht habe. Es ist ein sehr gutes Resultat.» Er hätte auch in der Qualifikation verlieren können, so Laaksonen. «Ich habe viel Spass gehabt und wie bereits am French Open in Paris gegen gute Spieler gewonnen.»
Ziel: Top 100
Ein Wermutstropfen bleibt, denn der Schaffhauser verpasste nicht nur weitere 85'000 zu den bereits 180'000 gewonnenen Dollar an Preisgeld, sondern auch die Rückkehr in die Top 100 des ATP-Rankings, was den direkten Einzug in die Haupttableaus der Grand-Slam-Turniere garantieren würde. «Das ist mein Ziel und würde finanziell eine gewisse Sicherheit bringen», sagte Laaksonen, der sich an vier der letzten fünf Major-Turniere erfolgreich durch die Qualifikation gekämpft hatte. «Aber um das zu erreichen, musst du über die ganze Saison solid spielen.»
Es geht aufwärts
Nach einem schwierigen letzten Jahr geht es für Laaksonen wieder aufwärts. Körperlich ist er fit, zudem bewegt er sich auf dem Platz besser als auch schon. «In diesem Bereich habe ich zuletzt am meisten Fortschritte erzielt», so Laaksonen. Die verbesserte Beinarbeit helfe ihm in der Defensive, aber auch in der Offensive, um mit seinem besten Schlag, der Vorhand, aggressiver zu spielen. Weiteres Verbesserungspotenzial sieht er vor allem beim Aufschlag, mit dem er gegen Gojowczyk Mühe bekundete.
In den nächsten Tagen wird Laaksonen eine kurze Pause einlegen, nachdem er die letzten sechs Wochen praktisch durchtrainiert- und gespielt hat. Dann bestreitet er in Biel die Davis-Cup-Partie gegen Estland und das erstmals ausgetragene Challenger-Turnier.