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- Adventskalender
Luciafest in Schweden
Das Luciafest der Lichterkönigin hat am 13. Dezember einen ganz besonderen Stellenwert in Schweden. Dieses Jahr war jedoch wie überall, auch alles anders.
Am Morgen des 13. Dezembers erleuchten in allen Regionen Schwedens junge Mädchen die Dunkelheit. Sie tragen lange, weisse Gewänder mit einem roten Band um die Taille, eine Lichterkrone aus elektrischen Kerzen auf dem Kopf und halten eine brennende Kerze in der Hand.
Dargestellt wird die Heilige Lucia, die eine Prozession aus Jungfern und Sternenknaben anführt, die auch lange, weisse Gewänder, aber anstelle der Lichterkrone spitze Hüte mit goldenen Sternen tragen. Am Ende des Zuges folgen Kinder, die als kleine Wichtel verkleidet sind. Das erste Anzeichen dafür, dass sich Lucia und ihr Gefolge nähern, ist der aus der Ferne ertönende, glockenhelle Gesang, gefolgt von flimmerndem Kerzenschein.
Das Luciafest gedenkt der Heiligen Lucia. Die Geschichte des rund 250 Jahre alten schwedischen Brauchs lässt sich bis ins 4. Jahrhundert zurückverfolgen. Es ist ein christlicher Festtag und erinnert an die Märtyrerin Lucia von Syrakus, die der Legende nach Christen Essen brachte, die sich in römischen Katakomben versteckten. Um den Weg zu beleuchten, aber die Hände frei zu haben, setzte sich die mutige Wohltäterin einen Kranz aus Kerzen auf den Kopf.
Seit 1901 wird in Stockholm jeweils am 10. Dezember der Nobelpreis verliehen. Die Preisträger waren bis anhin Mittelpunkt einer ganzen Nobelwoche, die schon vor der Preisverleihung begann und am 13. Dezember – dem Tag des Lucia-Festes – endet. Schwedens Lichterkönigin und ihre Begleiterinnen servierten den Nobelpreisträgern zum krönenden Abschluss jeweils Kaffee mit dem schwedischen Safrangebäck Lussekatter und sangen traditionelle Lieder. Leider ist auch hier in diesem Jahr alles anders. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden die traditionellen Zeremonien zur Verleihung der Nobelpreise ohne Preisträger und Publikum statt. Die Übergabe der Preise erfolgte online. Das Datum der Verleihung blieb jedoch auch in diesem Jahr der 10. Dezember, der Todestag von Preisstifter und Namensgeber Alfred Nobel (1833-1896). Zahlreiche Gebäude und Orte in Stockholm verwandelten sich bei der erstmaligen «Nobel Week Lights» in spektakuläre Schauplätze aus Lichtdesign, Kunst und Magie. Damit möchte die Stadt die diesjährigen Preisträger feiern und das winterliche Stockholm neu in Szene setzen. Das Stockholmer Konzerthaus und das Rathaus gehören zu den insgesamt 16 Orten des Licht-Festivals, das sich über die gesamte Stockholmer Innenstadt erstreckt.