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Die Emotionsfokussierte Paartherapie (Emotion-Focused Therapy for Couples, EFT-C) ist eine wissenschaftlich breit abgestützte Form der Paartherapie, die sich auf Emotionen, emotionale Bedürfnisse und problematische Interaktionsmuster zwischen den Partnern konzentriert.
Partnerschaftsschwierigkeiten und -probleme resultieren aus verletzten oder unbefriedigten Bindungsbedürfnissen (z.B. nach Nähe, Geborgenheit, Verlässlichkeit) oder Identitätsbedürfnissen (z.B. nach Gesehenwerden, Anerkennung, Wertschätzung). Die dadurch ausgelösten schmerzhaften Emotionen (Angst, Scham, Einsamkeit) und der ungünstige Umgang damit (z.B. Kritik, Angriff oder Rückzug und Mauern) führen dazu, dass sich zwischen den Partnern ein negativer interaktioneller Zirkel etabliert. Dieser Teufelskreis ist eine Sackgasse, in der sich die Partner gegenseitig hochschaukeln (je mehr eine Person kritisiert, desto mehr zieht sich die andere Person zurück. Je mehr sich die eine Person zurückzieht, desto mehr kritisiert sie die andere Person). Die Art und Weise, wie die Partner versuchen, mit ihren verletzten Gefühlen umzugehen, wird zum eigentlichen Problem.
Emotionsfokussierte Paartherapie setzt an den verletzten Emotionen und frustrierten Bedürfnissen an, die diesem negativen Interaktionsmuster zugrunde liegen. Ihr Ziel ist es, Sicherheit und Intimität zwischen den Partnern wiederherzustellen, indem der negative Interaktionszirkel erkannt und verändert wird. In einem sicheren therapeutischen Rahmen werden die Partner eingeladen, sich ihren verletzten Gefühlen zuzuwenden, um anders mit ihnen umzugehen. Emotionen sind der Motor unseres Verhaltens. Wenn sich die Emotionen verändern, verändert sich auch das Verhalten (z.B. die Kommunikation).
Die Emotionsfokussierte Paartherapie wurde in zahlreichen empirischen Studien untersucht und hat sich als eine der wirksamsten Methoden erwiesen, um Schwierigkeiten und Probleme in der Partnerschaft langfristig zu lösen.