Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03459.jsonl.gz/1620

Sie haben noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier.
Der Latvian Radio Choir, der 1940 gegründet wurde, widmet sich einem breiten Repertoire von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert. Vor allem durch seine Interpretationen neuer und neuester Partituren hat er sich den Ruf eines «Klanglabors» erworben: Die Sängerinnen und Sänger haben sich auf besondere vokale Fertigkeiten wie die Intonation von Vierteltönen oder den Obertongesang spezialisiert und vertiefen sich regelmässig in die Geheimnisse der uralten Gesangstradition ihrer Heimat. Ein wichtiges Anliegen des Ensem-bles ist die Förderung lettischer Komponisten, die bei internationalen Auftritten in aller Welt vorgestellt werden. Für seine Einspielungen der Werke von Ēriks Ešenvalds, Kristaps Pētersons und Mārtiņš Viļums wurde dem Chor vom Internationalen Musikrat der Unesco der Preis des «International Rostrum of Composers» verliehen. Die Aufnahme von Arvo Pärts Adam’s Lament erhielt 2014 den begehrten «Grammy». Der Latvian Radio Choir wurde zum Baltic Sea Festival, zu den Salzburger Festspielen, den Klangspuren nach Schwaz und zur Biennale di Venezia eingeladen; er konzertierte im Amsterdamer Concertgebouw, im Berliner Konzerthaus, in der Pariser Cité de la Musique und im New Yorker Lincoln Center. Zu den Partnern des Ensembles am Dirigentenpult zählen Heinz Holliger, Tõnu Kaljuste, Stephen Layton, Lars Ulrik Mortensen, Esa-Pekka Salonen und James Wood. Seit 1992 wird der Latvian Radio Choir von zwei Dirigenten geleitet: Als Musikdirektor amtiert Sigvards Kļava, ihm zur Seite steht Kaspars Putniņš. Unter der Stabführung Kļavas gestaltete der Chor im Januar 2016 die Eröffnungsfeier der lettischen EU-Präsidentschaft. Bereits neunmal, zuletzt 2015, wurde der Chor mit dem Grossen Lettischen Musikpreis ausgezeichnet; 2014 erhielt er den Preis des lettischen Kabinetts, eine der höchsten Ehrungen des Landes.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 30. August 2014 mit Heinz Holligers Scardanelli-Zyklus unter der Leitung des Komponisten.
August 2016