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Kalk belastet nicht nur Wasserboiler und Armaturen. Wie Studien – unter anderem der University of London – zeigen, trocknet hartes Leitungswasser Haut und Haare besonders stark aus. So verursachen die im Wasser gelösten Mineralien kleine Risse zwischen den Hautzellen. Sie bilden Angriffspunkte für Bakterien, vor allem aber kann durch sie Feuchtigkeit aus der Haut entweichen. Laut der Studie aus England ist das Risiko für Ekzeme bei Kleinkindern in Regionen mit hartem Wasser um bis zu 87 Prozent erhöht.
Ebenfalls können Kalkrückstände die Hautporen verstopfen, was Hautunreinheit begünstigt. Dieses Problem verschärft sich, wenn die Haut trocken ist: Sie reagiert darauf mit erhöhter Talgproduktion, was Pickel zusätzlich fördert.
Mehr Seife wegen hartem Wasser
Je härter Wasser ist, desto mehr Seife und Shampoo sind erforderlich – und dieses Mehr an Seife belastet die Haut ebenfalls. Der Grund dafür ist die sogenannte Kalkseife. Sie entsteht, weil sich die gelösten Kalzium- und Magnesiumsalze mit der Seife zu einer unlöslichen Kalkseife verbindet, die ausflockt.
Es ist daher wichtig, sich nach dem Duschen oder Baden mit hartem Wasser besonders gründlich abzutrocknen und anschliessend mit einer Hautpflegecreme einzucremen. Sie verhindert, dass die Haut weiter austrocknet und noch mehr geschädigt wird. Für Haushalte in Gebieten mit hartem Wasser empfiehlt sich vor allem aber die Installation einer Wasserenthärtungsanlage. So wird die Haut erst gar nicht belastet.