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Groupe E wird am Dienstag zwischen der Staumauer von Rossens und dem Schiffenensee ein künstliches Hochwasser der Saane herbeiführen.
Der in Absprache mit den betroffenen Dienststellen des Kantons organisierte Eingriff soll wissenschaftliche Daten zur Analyse der Auswirkungen von Hochwasser auf Fauna und Flora liefern, wie das Energieversorgungsunternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich während des Hochwassers nicht am Ufer der Saane aufzuhalten.
Der Wasserablass beginnt in den frühen Morgenstunden mit der Öffnung einer Schleuse der Staumauer von Rossens und dauert bis zum Ende des Tages. Der Wasserstand wird allmählich ansteigen, gegen 8 Uhr soll der Höchststand erreicht werden. Der Abfluss beträgt dann 75 m3/s, was beinahe dem 20-Fachen der regulären Abflussmenge entspricht. Er wird anschliessend stufenweise reduziert und normalisiert sich gegen 17 Uhr.
Wissenschaftlicher Ansatz zur Planung von Sanierungsmassnahmen
Ziel des künstlich herbeigeführten Hochwassers bestehe in der Sammlung wissenschaftlicher Daten zur Prüfung der durch die Auftragnehmer von Groupe E entwickelten Modelle, schreibt das Unternehmen weiter. Dabei soll die Effizienz verschiedener Hochwassermengen und -abflüsse bei sachgemässer Wassernutzung untersucht werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen es dabei ermöglichen, die Sanierungsmassnahmen an der Saane für die kommenden vierzig Jahre zu planen und zu optimieren. Man arbeite dabei mit spezialisierten Unternehmen zusammen und koordiniere sich mit den betroffenen Dienststellen des Kantons. Zudem seien Umweltorganisationen und der Freiburgische Verband der Fischervereine über das Vorgehen informiert worden.
Das Ablassen des Wassers führt gewissermassen zu einer Reinigung des Flussbetts, wobei Algen entfernt werden und die Kolmation, sprich die Ablagerung von Schwebstoffen auf der Fliessgewässersohle, die zu einer Reduktion der Grundwasserneubildung und schliesslich zu einer Beeinträchtigung des Lebensraums der Gewässerfauna führt, zwischen der Staumauer von Rossens und dem Schiffenensee reduziert wird.
Sicherheit hat absolute Priorität
Wenngleich der vorgesehene Eingriff drei Mal geringer ausfallen wird als frühere Wasserablässe in der Saane, könne der Wasserstand in den Bereichen des stärksten Hochwassers, zwischen der Staumauer von Rossens und dem Schiffenensee, dennoch um rund einen Meter ansteigen, wie der Pressemitteilung weiter zu entnehmen ist. Nutzerinnen und Nutzer des Gewässers sowie Passantinnen und Passanten werden deshalb aufgefordert, während des Wasserablasses besondere Vorsicht walten zu lassen und sich vom Flussbett fernzuhalten.