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Schema nenne ich eine graphische Darstellung der Struktur der schematisierten Entität, wobei diese Entität insbesondere auch ein Prozessträger sein kann.
Typisches Beispiel: Schaltungsschema
Das Schema verwende ich in zwei Funktionen. Zum einen geht darum einen konkreten Fall prägnant darzustellen, zum andern geht es darum eine prinzipielle Struktur zu zeigen, die in verschiedenen Realisierungen verwendet wird.
Im nebenstehenden Schema kann ich die Struktur einer konkreten Heizung erkennen. Ich kann es aber auch als prinzipielle Struktur eines Feedbackmechanismus lesen, wofür ich die Teile abstrakter benennen muss (siehe dazu dasselbe Schema unter Regelung, wo beispielsweise anstelle von "Heizkörper" der allgemeinere Ausdruck "Strecke" steht).
Umgangssprachlich wird - wo auf die Unterscheidung zwischen Abbildung und Abgebildetes verzichtet wird - der Ausdruck Schema für eine Verinnerlichung eines Schemas verwendet. Das Schema ist dann etwas im Kopf oder im Denken des Menschen.
Das Kindchen-Schema etwa ist ein kreisförmiger Karton mit zwei runden schwarzen Flecken, die etwa so angeordnet sind, wie die Auge im Gesicht. Wenn man den Karton einem Säugling zeigt, beginnt er zu lächeln, weil er quasi "schematisch" seine Mutter erkennt. Das Schema repräsentiert alle Müttern.

Hinweise:
- siehe auch: Handlungsschema
- In der XML-Terminologie wird ein Text-Muster als Schema bezeichnet.
Literatur:
"Eine Handlung in der Perspektive des Schemas, welches sie realisiert, zu beschreiben heisst: diese Handlung konstituiert keinen Eigen-Sinn; sie gilt nicht als ein Ereignis, das den Charakter einer Geschichte hat, sondern entlehnt ihre Bedeutung der Einhaltung eines Schemas. Sie wird dadruch zu einem Verfahren" (Krämer, 1988, 2)
Anmerkung ot: "Ein Schema ist eine graphische Darstellung, die eine 'eigen-sinn-lose' Handlung resp. ein Verfahren beschreibt".
Anmerkung rt: S. Krämer bestimmt hier "Verfahren" mittels Schema. "Schema" wird hier also auf angewendet - und zwar im Hinblick auf eine Verfahren, was ein spezieller Fall ist. Schema werden auch für andere Sachverhalte gezeichnet. Aber immerhin ist in der Formulierung von S. Krämer die spezifische Abstraktion "Verfahren" als "eigen-sinn-los" festgehalten
Anmerkung rt: Hier kann man die gedankliche Wirrnis um den Schemabegriff quasi systematisch nachlesen!
Ein Schema (oder Profil) ist eine Zusammenstellung von programmierten Spielaktionen und Einstellungen, die das Verhalten Ihrer Steuerung im Spiel beeinflussen. Indem Sie diese Information in einem Schema halten, müssen Sie Ihr Spiel nicht jedesmal wieder konfigurieren, wenn Sie es spielen. Öffnen Sie einfach die SideWinder-Software, wählen Sie das Schema für Ihr Spiel aus, und Ihre SideWinder Spielesteuerung wird die Einstellungen und aufgenommenen Spielaktionen, die Sie für dieses Schema eingestellt haben, verwenden.
Sokrates läßt einen Sklaven rufen, von dem man annehmen kann, daß er nichts gelernt hat. An ihm soll gezeigt werden, wie man ein latentes Wissen aktiviert. Dieser Sklave kommt also herbei und erhält die Aufgabe, die Fläche eines Quadrats zu verdoppeln. Damit die Aufgabe auch klar wird, malt Sokrates ein Quadrat in den Sand mit je zwei Fuß Seitenlänge. Didaktisch gesprochen: er gibt dem Gedanken (Quadrat) eine Anschauung, um seine Bedeutung zu sichern. In der Sprache Kants ist dies das Verfahren der Schematisierung, wonach einem Begriff eine Anschauung verschafft wird; moderner gesprochen geht es um eine Operationalisierung. (Plato Memnon:84)