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Südkorea: Nordkorea setzt Tests mit atomwaffenfähigen Raketen fort
Bei neuen Raketentests hat Nordkorea nach Angaben seiner Nachbarländer Südkorea und Japan auch eine mutmassliche atomwaffenfähige Rakete mit tausenden Kilometern Reichweite abgefeuert.
Nordkorea habe am Donnerstagmorgen (Ortszeit) drei ballistische Raketen in Richtung offenes Meer abgeschossen, von denen die erste möglicherweise eine Interkontinentalrakete (ICBM) gewesen sei, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Er bestätigte zunächst nicht Berichte südkoreanischer Medien, wonach der Test der mehrstufigen Rakete wegen Problemen nach der Startphase fehlschlug.
Unklarheit gab es in Südkorea zunächst auch bei der Bestimmung des Raketentyps. Nach Einschätzung des Büros für nationale Sicherheit des Präsidialamts könnte es sich auch um eine sogenannte Mittelstreckenrakete grösserer Reichweite (IRMB) handeln, berichtete der südkoreanische Sender KBS. Laut dem Militär flog die Rakete in einer Höhe von bis zu 1920 Kilometern etwa 760 Kilometer weit.
Beide Typen können als Trägerraketen für Atomwaffen dienen, deren Tests der selbsterklärten Atommacht Nordkorea durch UN-Resolutionen untersagt sind. Zu ICBM zählen dabei Raketen mit Reichweiten von mindestens 5500 Kilometern. Die anderen beiden Flugkörper, die Nordkorea am Donnerstagmorgen in Richtung Osten abschoss, sollen Kurzstreckenraketen gewesen sein.