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Was bedeutet „Ketose“?
Die Ketose ist ein Stoffwechselzustand, bei dem ein erhöhter Umbau von Fettsäuren in der Leber stattfindet. Ketonkörper sind Moleküle, die aus Fettsäuren gebildet werden. Ketonkörper dienen dem Körper als alternative Energiequelle zu Kohlenhydraten (Glucose).
Führen wir unserem Körper keinen Zucker mehr zu (also keine Kohlenhydrate), sinkt der Blutzuckerspiegel und unsere Bauchspeicheldrüse sondert ein Hormon ab (= Glucagon). Dieses Hormon veranlasst den Umbau von Fettsäuren in Ketonkörper. Aus diesen Ketonkörpern können die Zellen dann, wie aus der Glucose, Energie gewinnen.
Sobald der Körper Fett in Energie umwandelt, da keine Kohlenhydrate mehr vorhanden sind, befindet sich der Körper in der sogenannten „Ketose“. Der Körper hat gelernt, dass kein Zucker mehr, sondern Fett der neue Energielieferant ist.
Vorteile der ketogenen Ernährung?
- besserer Fettstoffwechsel
- Gewichtsverlust möglich
- erhöhte Ausdauer und mehr Energie
- überschüssiges Wasser wird ausgeschieden
Nachteile der ketogenen Ernährung?
- Hohe Kalorienzufuhr aufgrund fettlastiger Ernährung
- Antriebslosigkeit und Schlappheit aufgrund fehlender Kohlenhydrate
- Schüttelfrost
- Kopfschmerzen
- Übelkeit und Magenschmerzen
- Schlafprobleme
Wie komme ich in die „Ketose“?
Aufgrund des Glykogenspeichers in unserem Körper dauert es einige Tage, bis die Kohlenhydrate aufgebraucht sind. Sind sie dann aufgebraucht, greift der Körper auf das Fett zurück. Durch intensives Training (= HIIT) können die Glykogenspeicher schneller entleert werden und die Ketose tritt somit schneller ein. Mit der Umstellung auf eine fettreiche Ernährung gelangen wir in den Zustand der Ketose.
Was ist die „Keto-Adaption“?
Diese trifft meist nach 1 Monat ein. Der Körper hat gelernt, Fett als Energielieferanten zu nutzen. Um Fett in Energie umzuwandeln, benötigt der Körper andere Enzyme, als bei der Umwandlung von Kohlenhydraten. Dies nennt man „Keto-Adaption“.
Der Körper hat anfangs noch nicht genügend Enzyme gebildet, um Fett effektiv zu nutzen. Das ist auch der Grund warum sich viele Menschen anfangs in einer ketogenen Ernährung schlapp und müde fühlen. Die Enzyme werden Schritt für Schritt hergestellt und der Körper lernt diese zu nutzen.
Ist der Körper einmal adaptiert, nutzt er primär das Fett als Energielieferant. Die Fettadaption kann von Mensch zu Mensch sehr verschieden sein. Bei den meisten dauert die Adaption zwischen 1 – 3 Monate.
Fazit
Eine ketogene Ernährung kann bei bestimmten Erkrankungen oder bei einem gewünschtem Gewichtsverlust hilfreich sein.
Jedoch gibt es bislang zu wenig wissenschaftliche Untersuchungen darüber, ob eine stark kohlenhydratreduzierte Ernährung tatsächlich nützt und gesund ist. Der Verzicht auf Kohlenhydrate kann körperliche Beschwerden begünstigen.
Gleichzeitig kann mit einer ketogenen Ernährung der Fettstoffwechsel angekurbelt und trainiert werden. Was ist also nun das Richtige? Wie so oft in der Ernährung gibt es auch hier kein Richtig und kein Falsch!! Jeder muss selber entscheiden, welche Ernährungsweise für ihn die Richtige ist.
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