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Das Buch gibt einen Überblick über Entstehung und Entwicklung der ethnomethodologisch orientierten Konversationsanalyse, führt in die Methodologie der Datengewinnung ein und behandelt detailliert anhand der Analyse französischer Gesprächstranskripte die wichtigsten Themen (wie Sprecherwechselsystematik, Reparaturen, Grundformen sequenzieller Organisation, Eröffnung und Beendigung, thematische Organisation, Erzählinteraktionen). Im Zentrum stehen die grundlegenden konversationsanalytischen Arbeiten (insbesondere von Sacks, Schegloff und Jefferson), es werden aber auch neuere Entwicklungen (Einbeziehung von Prosodie und Multimodalität) skizziert. Das Buch hat einführenden Charakter und vermittelt - nicht zuletzt durch exemplarische Analysen - Grundkenntnisse, die zu eigener Analysearbeit befähigen sollen. Am Ende jedes Kapitels finden sich Arbeitsaufgaben, die die Möglichkeit zur Rekapitulation zentraler Begriffe bieten, zu theoretisch-methodologischer Reflexion anregen und Anlässe zur Beobachtung kommunikativer Praxis und zur konversationsanalytischen Bearbeitung von Gesprächsausschnitten geben.
Portrait
Elisabeth Gülich, geboren 1927, ist Professorin für Romanistik/Linguistik an der Universität Bielefeld. Arbeitsschwerpunkte (im Rahmen der Konversationsanalyse): Formulierungsverfahren, sprachliche Formelhaftigkeit und die Analyse von Erzählungen. Durchführung von Forschungsprojekten im Bereich medizinischer Kommunikation, besonders zur Anfallskrankheiten.