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Etwas mehr als eineinhalb Stunden braucht Roger Federer, um in der ersten Runde von Wimbledon Paolo Lorenzi abzufertigen. Der Maestro ist mit seinem Auftakt sichtlich zufrieden und gibt sich angriffig.
Wann immer möglich suchte er den Weg ans Netz. Von 42 Netzangriffen waren 30 erfolgreich, also 71 Prozent. Nach nur 1:33 Stunden sicherte er sich mit einem Ass den souveränen 6:1, 6:1, 6:3-Erfolg gegen den Italiener Paolo Lorenzi.
Es hät noch schneller enden können. Im vorletzten Game, das achtmal über Einstand ging, vergab Federer bei Aufschlag Lorenzi fünf Matchbälle. Der siebenfache Wimbledon-Sieger war nach getaner Arbeit trotzdem mehr als zufrieden.
«Ich bin glücklich, dass ich die erste Runde überstanden habe. Das Gras ist noch grün und die Courts rutschig. Aber ich habe gut gespielt, viele Breaks geschafft, gut serviert und auch mit dem Spiel am Netz bin ich sehr zufrieden», bilanzierte der Baselbieter.
Federer betonte aber auch, dass dies erst der erste Schritt gewesen ist. «Ich bin hier, um das Turnier zu gewinnen», sagte die vor Selbstbewusstein nur so strotzende Weltnummer 4.
Lorenzi verpasste es im 13. Anlauf deutlich, sein erstes Spiel bei einem Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Mitleid mit der italienischen Weltnummer 83 hatte Federer nach seiner fast perfekten Vorstellung nicht. «Zu Juniorenzeiten ist mir das ziemlich häufig passiert, mittlerweile aber nicht mehr. Wenn ich gewinne, weiss ich, dass ich es verdient habe.» Federers nächster Gegner ist der stark aufschlagende Luxemburger Gilles Muller, der den Franzosen Julien Benneteau eliminierte.