Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03472.jsonl.gz/2721

Schweizer Armee: Erfolgreicher Abschluss der Übung „Lux 23“
Vom 1. bis 9. Mai 2023 trainierte die Schweizer Armee und insbesondere die Territorialdivision 1 einen subsidiären Einsatz zur Unterstützung der zivilen Behörden.
Die Übung, die in den Kantonen Genf, Waadt, Neuenburg und Bern stattfand, verlief erfolgreich.
Die Territorialdivision 1 übte während zehn Tagen die Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden und den Partnern des Sicherheitsverbundes Schweiz im Rahmen eines subsidiären Einsatzes. Die gleichzeitige Unterstützung mehrerer Kantone und Bundesämter erforderte massgeschneiderte und an jeden Partner angepasste Lösungen sowie eine Koordination zwischen zivilen und militärischen Stäben.
Die Einsätze zugunsten des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit, der Kantonspolizeien und der Betreiber von kritischen Infrastrukturen verliefen reibungslos und zur grossen Zufriedenheit der Auftraggeber. Der Einbezug von Partnern ist ein grundlegender Erfolgsfaktor bei der Erfüllung der Aufträge der Armee. Im Rahmen der Übung konnte die Armee insbesondere das Einsatzkonzept der sogenannten leichten Kräfte testen, wie es im Grundlagenbericht Zukunft der Bodentruppen beschrieben ist. Die aus den Tests gezogenen Lehren ermöglichen eine Verfeinerung des Konzepts und dessen Umsetzung in den zukünftigen Weiterentwicklungen der Armee. Die leichten Kräfte werden in Zukunft ein grundlegendes Verbindungselement zwischen den Ordnungskräften und der Armee sein und landesweit ein optimales Netz bilden.
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben wurde die Territorialdivision 1 durch Übermittlungs-, Luftverteidigungs- und Lufttransporttruppen sowie Genie und Rettung verstärkt. Überdies nahmen Angehörige des Kommandos Spezialkräfte und der französischen Armee an der Übung teil. Beim Überqueren der Aare und der Emme mittels provisorischer Brücken wurde die Zusammenarbeit zwischen den Genie-, Infanterie- und Übermittlungstruppen sowie der Luftwaffe auf die Probe gestellt. Diese Mittel wurden auch nach einem simulierten Attentat in der Stadt Genf gemeinsam eingesetzt und für Interventionen gegen gegnerische paramilitärische Kräfte. Die streitkräftegemeinsame Zusammenarbeit ist heute eine Voraussetzung für den Erfolg von militärischen Operationen. Dank Grossübungen dieser Art wird sie in Zukunft immer öfter trainiert werden.
Die Übung ermöglichte schliesslich die Überprüfung der Durchhaltefähigkeit und der Interaktion zwischen den Führungsstufen sowie das Erkennen der Grenzen der Kommunikationssysteme und Logistikprozesse. Die Resultate der Übung „Lux 23“ und die daraus gezogenen Lehren für die Weiterentwicklung der Armee werden in einem Bericht festgehalten, der in den nächsten Monaten der Armeeführung vorgelegt wird.
Ein grosser Dank geht an alle beteiligten Dienste und Partner und insbesondere an die rund 4000 Soldatinnen und Soldaten in allen Graden und Funktionen, die im Dienst waren und Tag und Nacht mit Engagement und Herzblut für die Sicherheit der Schweiz trainiert haben. Mit der Übung hat die Schweizer Armee ihre Verteidigungsfähigkeit gestärkt.
Medieninteresse
Die Übung „Lux 23“ ist auch bei den Medien auf grosses Interesse gestossen. Die zur Information der Bevölkerung und der Medien eingerichtete Hotline hat über 100 Anrufe beantwortet und die Bevölkerung über Truppenbewegungen und den Ablauf der Übung informiert. Die durch die Übung entstandenen Störungen wurden auf ein Minimum beschränkt und es ist zu keinem Unfall oder grösseren Schaden gekommen. Die Hotline wird am 11. Mai 2023 um 12 Uhr abgeschaltet. Für jede Rückfrage über die Dauer der Übung hinaus steht die Territorialdivision 1 unter der E-Mail-Adresse <email-pii> zur Verfügung.
Quelle: Schweizer Armee
Bildquelle: Schweizer Armee