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Primoinfekt: Sofortige Therapie vermindert Aktivierungsstatus
Martin Markovitz präsentierte in einer Posterdiskussion seine Arbeit zum Effekt einer ganz frühen antiviralen Therapie auf die Aktivierungsmarker (TUPDB0204). 40 Pateinten wurden sehr früh in der Primoinfektion behandelt. Dabei zeigte es sich, dass ich die Aktivierungsparameter (%CD8+CD38+HLA-DR+) und inflammatorischen Marker (sCD14) bei diesen Patienten nach einem Jahr auf Werte wie bei HIV-negativen Probanden normalisierten. Dies spricht für eine Wirkung auf die Darmmukosa, respektive auf die mikrobielle Translokation (s. "Tiermodelle bestätigen…"). Die Autoren hatten die Studie randomisiert mit zwei Behandlungsarmen: Entweder drei Standardsubstanzen (PI/r) oder mit zusätzlich Raltegravir Plus Maraviroc. Doch die beiden Behandlungsarme zeigten gar keinen Unterschied.
Die Studie bestätigt aber viele früher schon formulierten Hypothesen, dass ein ganz früher Therapiebeginn während der Primoinfektion die negativen Konsequenzen der Immunaktivierung verhindern könnte. Was uns zum Ceterum Censeo bringt: Primoinfektion nicht verpassen und notfallmässig be-handeln!