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Der Schweizer Wissenschaftler Lukas Müller entschlüsselt Gene von Nutzpflanzen und speichert die Informationen in Datenbanken. Der Landfreund sprach mit dem Bioinformatiker über die neuen Methoden der Gentechnologie.
Herr Müller, Sie arbeiteten als Teil eines internationalen Forscherteams bei der erstmaligen vollständigen Sequenzierung des Tomaten-Genoms einer Wildtomate und der gezüchteten Tomatensorte «Heinz 1706» mit. Wie lange dauerte es um die 35000 Tomaten-Gene zu entschlüsseln?Her
Müller: Das Tomatengenom-Projekt startete 2004, acht Jahre später publizierten wir die Resultate. Dabei wurden 850 Millionen Basenpaare analysiert. In den letzten zehn Jahren machten die Sequenzierungs-Technologien enorme Fortschritte. Wir mussten deshalb mehrmals praktisch von vorne beginnen, weil plötzlich viel schnellere Methoden zur Verfügung standen. Heute sprechen wir bereits von der dritten Generation von DNA-Sequenzierungsgeräten. Die alten Maschinen füllten noch das halbe Labor, der aktuell oft verwendete Nanopore-Sequenzer ist nur noch so gross wie ein USB-Stick und dazu viel leistungsfähiger.