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Hitzewellen in der Schweiz
Die sommerliche Witterung in der Schweiz ist hauptsächlich durch die vorherrschenden Westwindströmungen beeinflusst. Kommt es aber infolge von sehr stark ausgeprägten, beinahe stationären Hochdruckgebieten zur Blockierung der Westwinde und zu einer Anströmung von warmer Luft aus dem Süden, kann in der Schweiz eine Hitzewelle auftreten.
Diese Wettersituation führte beispielsweise im Jahr 2003 gesamteuropäisch zum wahrscheinlich heissesten Sommer seit 500 Jahren. Die Sommertemperaturen lagen dabei verbreitet 3 bis 5 Grad über dem Mittelwert. Auch in der Schweiz wurden Rekordtemperaturen gemessen – wie beispielsweise am 11. August: 41.5° C an der Station Grono (GR). Dazu kam eine aussergewöhnliche Trockenheit zwischen Februar und November.
Diese Hitzewelle führte in der Schweiz zu einer Zunahme der Todesfälle, vor allem unter alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen. Die Ursache waren vor allem die hohen Ozonkonzentrationen, hitzebedingte Herz-Kreislaufprobleme, Hitzschlag und Dehydrierung (Austrocknung). Auch die Umwelt litt unter den extremen Witterungsbedingungen. Viele Pflanzen nahmen aufgrund der hohen Ozonkonzentrationen, fehlendem Niederschlag und zu geringer Bodenfeuchte bedeutende Schäden. Die trockene Vegetation begünstigte zudem die Ausbreitung von Waldbränden wie jenem in Leuk im August 2003. Die Landwirtschaft hatte signifikante Einbussen zu verzeichnen.
Bedingt durch die Erderwärmung muss in Zukunft mit einem häufigeren Auftreten von Hitzewellen gerechnet werden. Im Fall einer schwachen Erwärmung werden Hitzewellen wie jene 2003 noch immer selten, bei mässiger bis starker Erwärmung jedoch alle paar Jahrzehnte oder sogar alle paar Jahre auftreten (OcCC, 2005).