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<h2>SubmittedText<h2><p>Wie viel hat die Heroin- und Methadonabgabe an die Süchtigen in den letzten zwei Jahren gekostet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bei Substitutionsbehandlungen mit Methadon oder Diaphin (Diacetylmorphin/Heroin) sind mehrere Leistungserbringer (private Arztpraxen, spezialisierte Institutionen, Apotheken, Spitäler) involviert, es gibt verschiedene Leistungen (medizinische Leistungen, psychosoziale Leistungen), und die Leistungen werden unterschiedlich abgerechnet (Pauschalen, Tarmed, Abrechnung Arzneimittel) und bezahlt (Krankenversicherer, Patientin oder Patient, Sozialversicherungen). Eine exakte Auflistung der totalen Kosten bedürfte daher einer umfassenderen Studie.</p><p>Folgende Zahlen können nur einen Hinweis auf die ungefähre Höhe der Kosten geben. Der bei den Spitälern geltende nationale Tarifvertrag über eine Pauschale für die Methadonabgabe beträgt 55 Franken pro Patient und Woche. Gemäss der Behandlungsstatistik Act-Info waren 2013 rund 17 000 Personen in einer methadongestützten Behandlung, davon ungefähr 40 Prozent in Spitalambulatorien. Die Kosten einer diacetylmorphingestützten (heroingestützten) Behandlung betrugen in den letzten Jahren durchschnittlich ungefähr 62 Franken pro Person und Tag. 2012 und 2013 waren rund 1500 Personen in einer solchen Behandlung.</p><p>Der für diese Art von Behandlung in einer umfassenden Studie mit sozioökonomischer Analyse errechnete volkswirtschaftliche Gesamtnutzen übersteigt die Kosten einer Behandlung deutlich. Das heisst, eine Person in diacetylmorphingestützter Behandlung erspart der Gesellschaft Kosten, vornehmlich in Form von Strafverfolgungs- und Justizkosten sowie Gesundheitskosten. </p>