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Salzausscheidung bei der Verdunstung von Aerosolen
Bis vor wenigen Jahren wurden noch Luftbefeuchtungsanlagen mit unbehandeltem Wasser betrieben d.h. mit Netzwasser oder allenfalls mit enthärtetem Wasser. Heute ist sich die Branche weitestgehend einig, dass Luftbefeuchter generell und vor allem solche nach dem Zerstäubungsprinzip, aus funktionstechnischen und hygienischen Gründen mit vollentsalztem Wasser betrieben werden. In der Regel wird die Verwendung von Reinwasser mit einem elektrischen Leitwert von unter 20 Mikrosiemens/cm empfohlen (je tiefer der Salzgehalt umso tiefer der Leitwert). Wasser mit einem Leitwert von unter 5 Mikrosiemens/cm wird als aggressiv bezeichnet, mit unerwünschten Nebeneffekten.
Bei der Verdunstung von Wasser in der Luft oder auf Oberflächen wird also das im Wasser vorhandene Salz ausgeschieden.
Annahme: 1 Mikrosiemens/cm entspricht ungefähr einem Salzgehalt von 0.5 mg pro Liter Wasser.
Beispiel: ein Zerstäubungsbefeuchter mit einer maximalen Leistung von 100 l/h im tiefen Winter, zerstäubt bzw. verdunstet durchschnittlich etwa 25 l/h über eine Winterperiode von 5 Monaten.
Das verwendete Umkehr-Osmose-Wasser hat in unserem Beispiel einen Leitwert von 15 Mikrosiemens/cm. Über diesen Zeitraum werden also 150 Tage x 24 Stunden x 25 l/h = 108’000 Liter Wasser zerstäubt und verdunstet (Wasserverluste am Abscheider mal ausgenommen). Das entspricht dann 54’000 x 15 = 810 g Salz.
Verteilt auf eine Fläche von vielleicht 1 m2 mag dies noch vertretbar sein. Man kann auch davon ausgehen, dass ein Teil des ausgeschiedenen Salzes durch das Verlustwasser bei einem herkömmlichen Abscheider oder bei unseren Cold Fog Nachverdunstungselementen wieder rausgespült wird.
Man sieht aber schnell, dass bei entsprechend höherem Salzgehalt bzw. Leitwert des zerstäubten Wassers eine beträchtliche Menge von Salz ausfällt und letztendlich gar die Abscheider bzw. Verdunstermatten verstopfen kann. Oder bei ungenügender Abscheidung von feinstem Nebel als Salzpartikel an den nachfolgenden Kanalwänden oder Klimagerätekomponenten ausscheidet.
Cold Fog Weihnachtskarte 1997
Abgebildet auf der Weihnachtskarte an die damaligen Kunden ist u.a. ein Sammelsurium von Cold Fog Elementen wie Klemmbriden für Düsen- und Turbulenzrohre, Teilchen von Verdunstermatten sowie verschiedene Zerstäuberdüsen und Düsenfilter.
Cold Fog setzte zu jenem Zeitpunkt noch auf die Aufpralldüse, die betreffend Aerosolgrösse als das Wunder schlechthin galt. Die beiden marktführenden Firmen, die sich auf Spezialeffekte und die Luftkühlung in heissen Gebieten konzentrierten, boten sich deswegen sogar einen aufreibenden Patentstreit.
Der Nachteil dieser Düse ist allerdings, dass sie für den Betrieb mit stufenloser Hochdruck-Zerstäubung in der Klimabranche nur bedingt geeignet ist, da sie im unteren Regelbereich ein ungenügendes Sprühbild hat und immer nachtropft.
Von Cold Fog durchgeführte Aerosol-Messungen an der Universität Erlangen-Nürnberg mittels Phasen-Doppel-Anemometrie bestätigen die Feinheit der Tröpfchen bei der Dralldüse über den Druckbereich von 5…80bar. Seither setzt Cold Fog die reinigbare Dralldüse der Serie CF mit unterschiedlichen Leistungsdaten zur Befeuchtung und Kühlung der Luft in der Klimabranche ein. Dank des integrierten anti-drip eignet sich die Düse auch für den Einsatz zur direkten Raumbefeuchtung.