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Aerials
Nachdem es die letzte Saison mit einem historischen Doppelsieg durch Pirmin Werner und Nicolas Gygax beendet hatte, waren die Erwartungen an das Schweizer Aerials-Team hoch. Die Equipe von Michel Roth konnte dem Druck standhalten und holte trotz Verletzungspech im Team und zahlreichen abgesagten Weltcup-Events zum Ende der Saison insgesamt sechs Podestplätze.
Dass es manchmal anders läuft als im Voraus geplant, davon zeugt der Terminplan des Aerials-Weltcups eindrücklich. Von ursprünglich sieben angedachten Weltcup-Stationen wurden letzten Endes nur vier tatsächlich zu Schaustätten für die besten Skiakrobatinnen und Skiakrobaten der Welt. Der Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine hatte die Absage der Weltcup-Wettkämpfe in Jaroslawl, in Moskau und im kasachischen Shymbulak durch die FIS zur Folge.
Trotz reduzierten Wettkampfprogramms vermochte das Schweizer Team die vier Weltcup-Stationen für erfolgreiche Ergebnisse zu nutzen. Gleich zu Beginn des Winters sprangen Pirmin Werner und Noé Roth in Ruka gemeinsam auf das Podest; sie wurden Zweiter und Dritter. Damit knüpfte Werner an seine erfolgreiche letztjährige Saison an, die er mit seinem ersten Weltcup-Sieg abgeschlossen hatte. Roth derweil machte mit seinem ersten Auftritt vergessen, dass seine Saisonvorbereitung aufgrund einer Entzündung der Patellasehne nicht nach Plan verlaufen war – und doppelte am Folgetag mit einem weiteren Podestplatz nach.
Nach einem neuerlichen Doppel-Podest der beiden Überflieger nur eine Woche später konnte auch der dritte Schweizer im Bunde, Nicolas Gygax, mit Platz 3 in Le Relais einen grossen Erfolg und seinen zweiten Top-3-Platz im Weltcup feiern.
Die Equipe von Cheftrainer Michel Roth wurde nicht nur durch äussere Umstände ausgebremst, sondern auch vom Verletzungspech heimgesucht. Gleich zu Beginn der Weltcup-Saison stürzte Carol Bouvard in der Qualifikation des Springens in Ruka und zog sich dabei einen Riss des vorderen Kreuzbandes zu. In der Folge musste sie ihre Saison vorzeitig beenden. Sie fiel als fixer Bestandteil des Mixed Teams aus, das damit nicht an die Erfolge der letzten Saison wie dem Vize-Weltmeistertitel anknüpfen konnte.
An den Olympischen Spielen in die Bresche sprang für Bouvard die junge Zürcherin Alexandra Bär, die auch im Juniorinnen-Bereich ein Ausrufezeichen setzte. Nach ihrer Silbermedaille im Vorjahr konnte sie an den Junioren-Weltmeisterschaften in Chiesa in Valmalenco erneut zu Edelmetall fliegen und sicherte sich Bronze. Damit ging die erfolgreiche Saison Ende März mit einem weiteren Highlight zu Ende.
Weltpremiere am Heim-Europacup in Airolo
Noé Roth zeigt erstmals einen Triple Full-Full
Nur eine Woche vor der Junioren-WM holten sich am Heim-Europacup in Airolo Noé Roth und Pirmin Werner erneut einen Doppelsieg. Beim zweiten Wettkampf an selbiger Stätte war Roth ein weiteres Mal erfolgreich – und stellte eindrückliche Weichen für die Zukunft. Er zeigte zum ersten Mal einen Triple Full-Full, einen Doppelsalto mit drei Schrauben im ersten und einer Schraube im zweiten Salto, auf Schnee und landete damit eine Weltpremiere.
So viele Schrauben drehte Pirmin Werner beim Double Full-Full-Double Full in der Luft, seinem Finalsprung an den Olympischen Spielen. Der Sprung beginnt mit einem Salto mit zwei Schrauben, dann folgt ein Salto mit einer Schraube. Als Schlussbouquet folgt noch einmal ein Salto mit zwei Schrauben.