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Es wird unterschieden zwischen den sichtbaren und den inneren Genitalorganen. Die sichtbaren Organe, auch Vulva genannt, bestehen aus den beiden äusseren und den beiden inneren Lippen. Der Scheideneingang und die Harnröhrenöffnung befinden sich innerhalb der inneren Lippen. Der Urin wird durch die Harnröhre ausgeschieden. Am oberen Eingang der Scheide befindet sich die Klitoris (Kitzler), die bei der sexuellen Lustempfindung und dem Orgasmus der Frau eine wichtige Rolle spielt.
Wenn eine Frau oder ein Mädchen beschnitten ist (Beschneidung der Genitalorgane), kann die Vulva anders aussehen. Weitere Informationen auf www.maedchenbeschneidung.ch.
- Eileiter
- Eierstock (Ovar)
- Gebärmutter (Uterus)
- Harnblase
- Schambein
- Harnröhre
- Schwellkörper der Klitoris
- Kitzler (Klitoris)
- Vulvalippe (Schamlippe)
- Scheide (Vagina)
- Gebärmutterhals (Zervix)
- Darm
Die Scheide (Vagina)
Die Scheide ist ein dehnbarer «Schlauch» von 7–10 cm Länge, die den Penis beim Geschlechtsverkehr aufnimmt. Sie ist aus sehr elastischem Muskelgewebe und ermöglicht dem Baby den Durchgang während der Geburt. Das Periodenblut tritt ebenfalls aus der Scheide aus. Bei sexueller Erregung wird die Scheide feucht. Dies erleichtert das Eindringen des Penis beim Geschlechtsverkehr.
Das Hymen (Jungfernhäutchen)
Bis zum ersten Geschlechtsverkehr ist der Scheideneingang durch eine feine Membrane (Hymen, Jungfernhäutchen) geschützt, welches eine Öffnung aufweist, durch die das Menstruationsblut abfliessen kann. Die Form des Hymens variiert von Frau zu Frau und kann auch gänzlich fehlen. Beim ersten Geschlechtsverkehr reisst es meistens etwas ein.
Die Gebärmutter (Uterus)
Sie ist ein Hohlmuskel, in dem sich die Schwangerschaft entwickelt. Sie hat ungefähr die Form und Grösse einer Birne. Jeden Monat baut sich im Inneren der Gebärmutter die Gebärmutterschleimhaut auf. Am Ende des Zyklus löst sich Gebärmutterschleimhaut ab. Dies ist die Menstruationsblutung (Periode). Ist die Frau schwanger, löst sich die Gebärmutterschleimhaut nicht ab, sondern bildet eine Art «Nest» für den Embryo. Der schmälere Teil der Gebärmutter ist nach unten gegen die Scheide gerichtet und bildet den Muttermund. Dieser ist von der Scheide her tastbar. Durch die kleine Öffnung des Muttermundes können die Spermien in die Gebärmutter hochsteigen und das Periodenblut kann abfliessen. Während der Geburt öffnen sich der Muttermund und die Vagina.
Die Eierstöcke
Sie sind die Geschlechtsdrüsen der Frau und haben ungefähr die Form und Grösse einer Mandel.
- Sie erzeugen die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron, die den Zyklus bestimmen.
- Sie lassen pro Zyklus meistens eine Eizelle reifen, die bei der Ovulation (Eisprung) freigesetzt wird.
Die Eileiter
Sie sind mit feinen Röhrchen von 10–15 cm Länge vergleichbar. Die trichterförmigen Enden ermöglichen die Aufnahme der Eizelle nach deren Freigabe (Eisprung). Die Befruchtung (Verschmelzen der Ei- und Samenzelle) findet im Eileiter statt. Dieser transportiert das befruchtete Ei vom Eierstock in die Gebärmutter. Hier «nistet» sich das Ei ein und entwickelt sich.
Der Zyklus
Als Zyklus bezeichnen wir die Zeit, die vom ersten Tag der Regelblutung bis zur nächsten Regelblutung dauert. Die Dauer des Zyklus ist unterschiedlich und kann zwischen 21 bis 45 Tage variieren. Die erste Monatsblutung tritt meistens zwischen 11 bis 15 Jahren ein und endet mit der Menopause im Alter von 45 bis 55 Jahren.
In jedem Zyklus bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Der Eisprung findet etwa 14 Tage vor der nächsten Periode statt. Geschlechtsverkehr um den Zeitpunkt des Eisprungs (Ovulation) ist der beste Moment um schwanger zu werden.
Da der Eisprung nicht immer zum gleichen Zeitpunkt erfolgt, schützt die Oginomethode (Kalendermethode) nicht genügend vor einer Schwangerschaft.
Während der Periode …
... kann die Frau duschen, baden, Haare waschen. Sie kann Sport treiben und ins Schwimmbad gehen (beim Gebrauch von Tampons).
2017, SEXUELLE GESUNDHEIT SCHWEIZ, Schweizerische Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit; ALECSS Association suisse latine des spécialistes en santé sexuelle, Éducation – Formation – Conseil; faseg, Fachverband sexuelle Gesundheit in Beratung und Bildung