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Probleme mit der Stadt Uster bestünden keine, hält das Komitee "Pro 8606" in einer Mitteilung vom Montag fest. Es solle einfach zusammengeführt werden, was zusammengehöre; es sollten die politischen Strukturen der gelebten Realität angepasst werden.
Denn die Aussenwachten Nänikon und Werrikon mit ihren 2600 beziehungsweise 270 Einwohnerinnen und Einwohner würden besser zur 5400-Seelen-Gemeinde Greifensee passen als zum Bezirkshauptort Uster mit seinen über 36'000 Einwohnenden.
Die Post habe ja schon 1964 bei der Einführung der Postleitzahlen für Greifensee, Nänikon und Werrikon die PLZ 8606 festgelegt, hält das Komitee fest. "Für die Post war schon damals klar, dass diese drei Ortschaften eine Einheit bilden."
Aus regionaler Sich wäre ein Gemeindewechsel für das Komitee optimal: Für Greifensee wäre dies "ein willkommener Entwicklungsschritt". Und mit einem gestärkten Greifensee und der Stadt Uster liesse sich die gesamte Region gut positionieren.
Das Komitee "Pro 8606" will noch im laufenden ersten Halbjahr mit der Unterschriftensammlung für eine Initiative starten. Diese soll den Stadtrat von Uster zuerst einmal damit beauftragen, gemeinsam mit dem Gemeinderat von Greifensee einen Vertrag zu erarbeiten, der den Übertritt der beiden Aussenwachten ermöglichen würde.
In einem zweiten Schritt könnten dann die Stimmberechtigten der Stadt Uster und der Gemeinde Greifensee über diesen Vertrag und damit über den Gemeindewechsel abstimmen, wie das Komitee mitteilte, als dessen Sprecher mit Martin Bornhauser ein ehemaliger Stadtpräsident von Uster amtet.
Der heutige Stadtrat von Uster zeigt sich dem Gemeindewechsel gegenüber skeptisch, wie er am Montag mitteilte. "Zu gewichtig wären die Nachteile für die Ustermer Gesamtbevölkerung."
Nänikon und Werrikon seien historisch integrale Ortsteile, beide Ortsteile seien wichtig für eine erfolgreiche städtische Weiterentwicklung, heisst es in der Mitteilung. "Eine Abspaltung von Nänikon und Werrikon hätte nachhaltig negative Auswirkungen für die gesamte Stadt Uster, insbesondere in finanzieller Hinsicht."
(sda)