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Hallo zusammen,
Ich habe eine Frage zum Thema Wohnrecht. Ich habe von meinen Eltern ihr Haus vor 1.5 Jahren als Vorerbbezug erhalten mit einem lebenslangen Wohnreceht zugunsten meiner Eltern. Mein Vater ist jetzt vor ein paar Monaten verstorben und meine Mutter musste wegen Demenz in ein Heim umziehen, hat aber natürlich das Wohnrecht noch. Mittelfristig plane ich, das Haus zu sanieren (die Wasserleitungen sind teils 70 Jahre alt) und danach in das Haus einzuziehen. Mir ist klar, dass man an sich das bestehende Wohnrecht auflösen müsste, was aber für meine Mutter eine gewisse Belastung darstellt - und letztlich stört das Wohnrecht an sich nicht.
Ein Problem ergibt sich aber möglicherweise bei der Steuererklärung, da die Eigenmiete dort ja beim Wohnberechtigten anfällt, ebenso wie auf der Abzugsseite der normale Unterhalt (während grössere Sanierungen meines Wissens weiterhin beim Eigentümer abgezogen werden können). Vor allem das mit der Eigenmiete ist natürlich Unsinn, wenn meine Mutter ja nicht mehr zuhause wohnt, aber natürlich kann auch einfach ich diesen Betrag übernehmen - was aber später auch zu Problemen führen könnte. Daher meine Frage: gelten diese Regeln (Eigenmiete und Unterhalt beim Wohnberechtigten, Hypothek und Abzüge für Sanierungen etc beim Eigentümer) auch dann, wen ein bestehendes Wohnrecht im Moment nicht wahrgenommen wird? Kann ich also einfach Eigenmiete und Unterhalt auf meiner Steuererklärung eintragen und bei meiner Mutter lediglich noch der Kapitalwert des Wohnrechtes, was an sich logisch wäre, oder geht das nicht?
Danke im voraus, Andreas