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Der Fall sorgt derzeit in Deutschland für fette Schlagzeilen: Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen den Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeness. Die Einleitung des Ermittlungsverfahrens erfolgte aufgrund einer Selbstanzeige im Januar 2013, wie der Münchner Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich dem Magazin "Focus" sagte.
Die Süddeutsche Zeitung will wissen, dass Hoeness' Konto in der Schweiz bei der Bank Vontobel in Zürich ist. Dieses soll er vor mehr als zehn Jahren eingerichtet haben zwecks Spekulationen an der Börse. Hoeness soll laut der Zeitung "eine Neigung zum Zocken" haben.
Bei dem auf dem Konto gelagerten Geld soll es sich nicht um Schwarzgeld handeln, Hoeness habe es versteuert. Aber er hat dem deutschen Fiskus offenbar die Kapitalerertragssteuern vorenthalten.
Hoeness sagte gegenüber "Focus", er habe die Selbstanzeige wegen eines Kontos in der Schweiz erstattet, nachdem das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz gescheitert war. Zuvor habe er die Angelegenheit mit Hilfe des bilateralen Abkommens regeln wollen. Über die Höhe der allfälligen Steuerschuld wurden keine Angaben gemacht.
Gemäss "Süddeutscher Zeitung" soll Hoeness von seinem Freund Robert Louis-Dreyfus, dem ehemaligen Adidas-Chef, vor über zehn Jahren ein Darlehen in der Grössenordnung von 10 bis 15 Millionen Euro bekommen haben, das Hoeness auf das Konto bei der Bank Vontobel transferiert haben soll.
(cash)