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Historische Studien zur Geschlechterordnung des Nationalen
Nationen- und Gemeinschaftsdiskurse korrespondieren mit nationalisierten Entwürfen von Männlichkeit und Weiblichkeit. Besonders anMännlichkeitsbildern lassen sich diejenigen Attribute erkennen, die auch für das jeweilige nationale Selbstverständnis von Bedeutung ist. Zudem kann die männerbündische Gemeinschaft der Patrioten, Staatsbürger oder Soldaten zum Inbegriff der idealen nationalen Gemeinschaft überhaupt werden. Historisch vergleichende Studien machen deutlich, dass sich von Nation zu Nation unterschiedliche Ideale von Männlichkeit als nationale Leitbilder durchsetzten. Zudem waren die nationalisierten Männlichkeitsdiskurse auch Felder, auf denen sich Kämpfe um soziale und politische Vorherrschaft abspielten. Die Beiträge des Buches beleuchten international vergleichend (u.a. am Beispiel der Niederlande, Finnlands und Norwegens) die Konstruktionen hegemonialer Männlichkeitsentwürfe in unterschiedlichen nationalen Kontexten und nehmen gleichzeitig ihre Verunsicherungen und Brüche in den Blick.
Zur Einleitung: Männlichkeiten, Gemeinschaften, Nationen. Historische Studien zur Geschlechterordnung des Nationalen.- 'Der Mensch' der Philosophischen Anthropologie. Männlichkeit und kulturelle Hegemonie zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus.- Nation und Geschlechterkonstruktion im spanischen Katholizismus am Beispiel Donoso Cortés (1809-1853).- Die unheroischen Männer einer moralischen Nation. Männlichkeit und Nation in der modernen niederländischen Geschichte.- Verwendungen der 'Bauern-Gemeinschaft'. Über Landbevölkerung, Männlichkeit und Nationalismus im schwedischsprachigen Finnland.- 'Die Jungs in den Wäldern' und 'Männer des Königs'. Zwei Figuren der Erzählung von der norwegischen Nation im Widerstand.- Als Pioniere gemeinsam die Wildnis lichten. Erzählungen der deutsch-nationalen Auswanderung des 19. Jahrhunderts.- Autorinnen und Autoren.