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Cecile Rotzetter-Fontana wurde am 15. März 1920 in Rohr bei Tafers den Eltern Alois Fontana und Marie, geb. Zosso, in die Wiege gelegt. Dort wuchs sie mit drei Geschwistern auf. Sie besuchte die Schulen in Tafers und war sehr stolz, dass sie in das Mädchen-Institut aufgenommen wurde. 1939 zog die ganze Familie, mit einem Onkel und einer Tante, nach Giffers. Cecile arbeitete im Haushalt und als Aushilfe im Service.
Im Jahre 1944 heiratete sie Albert Rotzetter. Dem glücklichen Ehepaar wurden im Laufe der Jahre sieben Kinder geschenkt, drei starben schon im Kindesalter. Die Kriegsjahre waren für Cecile eine schwere Zeit, war doch ihr Mann wäh-rend der Mobilisation über 1000 Tage im Militärdienst, so dass sie allein für die ganze Familie sorgen musste.
In den Nachkriegsjahren verlor sie ihre beiden Schwestern im besten Lebensalter – eine seelische Belastung, die sie tapfer trug. Später pflegte sie ihre Eltern sowie ihren Onkel und die Tante bis zum Tod. An all diesen Prüfungen des Lebens ist sie nicht zerbrochen, sondern gestärkt daraus hervorgegangen.
1963 konnte sie mit ihrem Mann einen langersehnten Traum erfüllen und in ihr neu erbautes Eigenheim im Oberdorf einziehen. Dort eröffnete sie ein Lebensmittelgeschäft, das sie mit Leib und Seele führte. Viele Leute kamen zu ihr, nicht nur um einzukaufen, sondern auch, um ihr Herz auszuschütten. Sie war auch Mitglied des Müttervereins und des Messbundes.
1970 ereilte sie erneut ein Schicksalsschlag. Ihr Ehemann Albert starb unerwartet an einem Herzversagen im 49. Lebensjahr. Es war eine schwere Zeit für die Familie, doch auch diese meisterte die glaubensstarke Frau vorbildlich. Mehr noch als vorher war sie ganz für die Familie da. Grosse Freude durfte sie an ihren Grosskindern erfahren, denen sie eine herzensgute Grossmutter war.
Vor anderthalb Jahren ein neuer, harter Schicksalsschlag: Viel zu früh starb ihre älteste Tochter, an der sie sehr hing, an einem Herzversagen.
Die letzte Zeit ihres Lebens verbrachte Cecile im Altersheim Ärgera, wo sie sehr gut aufgehoben war und vor allem täglich ihrem Hobby, dem Jassen, frönen konnte.
Nun hat sie der Herrgott unerwartet zu sich heimgerufen – genau so, wie sie es sich gewünscht hatte. Möge sie nun nach einem reicherfüllten Leben eingehen in die ewige Freude Gottes. Eing.