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(spr.
lallmang), Siegmund L', österreich.
Schlachtenmaler, geb. zu Wien, wurde schon in früher Jugend für die Kunst bestimmt
und erlernte sie unter seinem Oheim Fritz L'A. (gest. 1866), der gleichfalls Schlachtenmaler war, und später auf der Wiener
Akademie unter Ruben. Seine ersten bedeutenden Bilder waren die aus dem schleswig-holsteinischen Krieg,
den er 1864 mitmachte, z. B.: die Erstürmung des Königsbergs und das sehr naturwahre, vorzüglich
gezeichnete und gemalte Gefecht bei Översee.
Auch im italienischen Feldzug, an dem er 1866 teilnahm, machte er künstlerische Studien. Besonderes Aufsehen erregte 1867 auf
der Ausstellung in Paris durch die Lebendigkeit der Darstellung und die Feinheit der Farbenstimmung sein
Sieg der Österreicher unter Daun bei Kollin. Dann folgten: die an interessanten Momenten reiche Schlacht bei Caldiero, Scenen
aus dem italienischen Krieg von 1859 und die Schlacht bei Custozza 1866, die, wie fast alle dieser Art, großes Talent für
Komposition und feine Durchführung der Details, aber eigentlich kein leidenschaftliches Getümmel und
wenig Pathos zeigen. Unter seinen Bildern aus den letzten Jahren nennen wir nur das treffliche Genrebild: der stumme Hülferuf
(Scene aus der polnischen Revolution), ein Reiterporträt des Generals Laudon (Pariser Ausstellung 1878) und: Sieg des österreichischen
Armeekorps unter dem Prinzen Josias von Koburg über die Türken bei Martinestie (Münchener
Ausstellung 1879).