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<h2>SubmittedText<h2><p>Wer zukünftige Generationen für MINT-Themen begeistern will, muss früh beginnen. </p><p>Neben den Schulen bieten ausserschulische Lernorte Erfahrungen und Schlüsselerlebnisse, die Neugierde und Interesse wecken. Im Swiss Science Exploration Network sind vier ausserschulische Lernorte mit grosser überregionaler Reichweite und langjährigem Leistungsausweis zusammengeschlossen: L'ideatorio Lugano, Espace des inventions Lausanne, Verkehrshaus der Schweiz Luzern und Swiss Science Center Technorama Winterthur. Die Akademien der Wissenschaften haben ihnen aufgrund ihrer Bedeutung und Reichweite im MINT III Programm eine eigene Förderkategorie gewidmet:</p><p>Gefördert wurde bisher nur die Entwicklung neuer Angebote, nicht deren Verstetigung. Beiträge vom Bundesamt für Kultur werden für Verkehrshaus und Technorama nur für den eigentlichen Museumsbetrieb, aber nicht für die Schulangebote gesprochen.</p><p>Die ausserschulischen Lernangebote reichen weit über die Grenzen des Heimatkantons hinaus. Die vier Häuser erreichen mehr als 850 000 Gäste jährlich, darunter aus der ganzen Schweiz mehr als 150 000 Schülerinnen und Schüler im Klassenverband und 300 000 Kinder und Jugendliche bei Freizeitbesuchen. Diese Leistungen können nicht allein von den Standortkantonen unterstützt werden. </p><p>Im Sinne der Subsidiarität wäre es sinnvoll und wichtig, dass die Bereitstellung dieser überregionalen Angebote zur Stärkung der Jugend und zur Nachwuchsförderung in den Ingenieur- und Naturwissenschaften auch vom Bund unterstützt wird. </p><p>Folgende Fragen stellen sich:</p><p>1. Was wird der Bundesrat tun, damit für die MINT-Nachwuchsförderung nicht nur die überregionalen Angebote der Begabtenförderung von Schweizer Jugend forscht oder der Schweizerischen Studienstiftung durch den Bund unterstützt werden, sondern auch die überregionalen Angebote zur Förderung von Neugier und Interesse für Wissenschaft und Technik auf Primar- und Sekundar-Stufe 1?</p><p>2. Wird es in der neuen BFI-Botschaft erneut Mittel zur Förderung von ausserschulischen MINT-Angeboten mit grosser überregionaler Reichweite geben?</p><p>Wenn nicht, welche anderen finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten treten an deren Stelle?</p><p>3. Wird der Bundesrat statt einer reinen Projektförderung einen Teil der Mittel auch für den Betrieb und die Verstetigung der zuvor neu entwickelten überregional genutzten Angebote der ausserschulischen MINT-Lernorte bereitstellen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p align="both">Der Bundesrat anerkennt die Bedeutung der Nachwuchsförderung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sowie der ausserschulischen Lernorte als ergänzendes Angebot zu den Bildungsinstitutionen.</p><p align="both">1. Im Bereich der MINT-Nachwuchsförderung bestehen zahlreiche Angebote. Die Datenbank educamint.ch der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) umfasst mehrere hundert Angebote und bietet damit insbesondere Lehrpersonen aller Schulstufen einen umfassenden Überblick. Auf Primarstufe und Sekundarstufe I liegt die Zuständigkeit in erster Linie bei den Kantonen. Die Sensibilisierung und Begeisterung von Jugendlichen für MINT-Fächer durch ausserschulische Aktivitäten ist das Hauptziel des MINT-Mandats, mit dem das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) die Akademien der Wissenschaften Schweiz (nachfolgend: Akademien) beauftragt hat. Die Akademien erfüllen das Mandat seit der Periode 2013-2016 im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft). Gemäss diesem Mandat ist vorgesehen, dass die Akademien in der Förderperiode 2021-2024 Aktivitäten grösserer Institutionen mit überregionaler Reichweite mit einem Betrag von insgesamt rund 4,2 Millionen Franken unterstützen. Dies sind namentlich der Espace des inventions in Lausanne, L'ideatorio in Lugano, das Verkehrshaus Luzern und das Technorama in Winterthur. Für weitere Informationen: www.akademien-schweiz.ch &gt; Themen &gt; MINT Förderung &gt; MINT 2021-2024 &gt; Projekte 2021-2024.</p><p align="both">2. Die Weiterführung der Unterstützung der Aktivitäten von Institutionen mit grosser überregionaler Reichweite wird auf der Grundlage der Wirkungsprüfung der in der BFI-Periode 2021-2024 eingeführten Aktivitäten beurteilt. Den Entscheiden des Bundesrats zur BFI-Botschaft 2025-2028 kann nicht vorgegriffen werden. Die Botschaft wird im Frühling 2023 in die Vernehmlassung geschickt werden. Eine erste Analyse zeigt, dass die bisher umgesetzten Massnahmen schweizweit geschätzt werden und sehr wichtig sind. Sie helfen insbesondere, das Interesse der Kinder und Jugendlichen für den MINT-Bereich zu wecken, und tragen gleichzeitig zur Förderung der Chancengerechtigkeit sowie zur Verringerung des Fachkräftemangels im MINT-Bereich bei.</p><p align="both">3. Das SBFI verfügt über keine Rechtsgrundlage, um den erwähnten Institutionen direkt Projekt- und/oder Betriebsbeiträge auszurichten. Auf der Basis von Artikel 11 des Forschungs- und Innovationsförderungsgesetzes (FIFG; SR 420.1) kann das SBFI den Akademien lediglich Aufgaben wie die Nachwuchsförderung im MINT-Bereich übertragen. Auch die Akademien selber haben aufgrund der gesetzlichen Vorgaben keine Möglichkeit, den betreffenden Institutionen Betriebsbeiträge zu gewähren; sie können sie ausschliesslich mit Projektbeiträgen unterstützen. Was die Verstetigung der bereits bestehenden Angebote angeht, können die Institutionen bereits im Rahmen des aktuellen MINT-Auftrags 2021-2024 eine Finanzierung beantragen.</p>  Antwort des Bundesrates.