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Der Begriff «Ökoheizöl» scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Dieser Meinung war jedenfalls ein Konsument, der eine Beschwerde gegen ein Inserat einreichte. Die Schweizerische Lauterkeitskommission wies die Beschwerde jedoch ab.
«Öko» werde umgangssprachlich dazu benutzt, um ein umweltfreundliches Produkt zu umschreiben, führte ein Konsument an, der sich am Begriff «Ökoheizöl» in einer Anzeige gestört hatte. Der beanstandete Begriff sei irreführend, weil er suggeriere, dass es sich um Heizöl handle, das keinen negativen Einfluss auf die Umwelt habe. Die Gewinnung von Öl sei jedoch alles andere als ökologisch.
Die Dritte Kammer der Schweizerischen Lauterkeitskommission, SLK, hatte zur Entscheidung des Falles die Auslegung des Begriffes «Ökoheizöl» zu diskutieren. Was versteht der Durchschnittskonsument unter der Bezeichnung «Öko»? Handelt es sich um einen Begriff, der suggeriert, dass damit nur umschrieben wird, was unter sämtlichen Gesichtspunkten absolut umweltfreundlich ist? Die SLK verneinte diese Ansicht und stellte fest: «Für den Konsumenten ist klar verständlich, dass hier ein Heizöl beworben wird, das eine vergleichsweise bessere Umweltverträglichkeit aufweist als andere, was der relativen Bedeutung des Wortes «ökologisch» entspricht. Ausserdem konnte die Beschwerdegegnerin nachweisen, dass es sich beim Ausdruck «Okoheizöl» um einen normierten Begriff handelt, der auch vom Bund verwendet wird. Dieser ist an konkrete und überprüfbare Anforderungen geknüpft und kann somit nicht als unlauter bezeichnet werden.
Weitere Beschlüsse der Dritten Kammer.
Piero Schäfer
Pressesprecher Lauterkeitskommission