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Die Kometen
in der astrologischen Systematik.
Von E r n s t H e n t g e s.
Mit den Planeten teilen die Kometen die freie Bewegung am Himmel. Analogieweise hat daher die klassische Astrologie den Kometen stets eine große Bedeutung zugeschrieben, namentlich in bezug auf das allgemeine Weltgeschehen. Für die Einbeziehung der Kometen in die astrologische Systematik hat uns die Tradition verschiedene Arbeitshypothesen, übermittelt, die jedoch vielfach in sich widerspruchsvoll sind und im einzelnen eine eingehende Nachprüfung erfordern. Bevor wir uns diesen verschiedenen Problemen zuwenden, dürfte es nützlich sein, auf einige astronomische Vorkenntnisse kurz einzugehen.
Die Kometen, auch Haar-, Schweif- oder Schwanzsterne genannt, sind Weltkörper, welche durch die weniger scharf abgegrenzten Umrisse ihrer Gestalt, einen wenigstens bei den größeren vorhandenen Lichtschweif, die geringe Dichtigkeit ihrer Massen und die eigentümlichen Verhältnisse ihrer Bahnen charakterisiert werden.
Von den Planeten unterscheiden sich die Kometen in vierfacher Hinsicht:
1. In bezug auf Form und Schweifbildung.
Aus diesen Eigentümlichkeiten glaubte man noch vor einigen Jahrzehnten schließen zu können, daß die Kometen nicht denselben Ursprung haben wie die Planeten und daß sie anfänglich nicht zu unserem Sonnensystem gehörten. Man war der Ansicht, daß diese Vagabunden des Weltenraumes frei umherstreifen, und daß nur jene, welche um die Sonne kreisen, von deren Anziehungskraft eingefangen und von den Planeten unseres Systems in geschlossene Bahnen gezwängt wurden.
Nach den Untersuchungen von E. Strömgren entstammen jedoch alle Kometen einer unser Sonnensystem in großer Entfernung umgebenden, also eigentlich zu ihr gehörenden kosmischen Wolke, und nicht, wie früher meistens angenommen wurde, aus dem Zwischensternenraum.
Aus der Zugehörigkeit der Kometen zu unserem Sonnensystem läßt sich daher die Berechtigung für deren bisherige Einbeziehung in die astrologische Systematik herleiten.
Kometen sind in allen Jahrhunderten beobachtet worden. Soweit die Annalen der Himmelskunde zurückreichen, seit dem 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, wo bereits chinesische, chaldäische und griechische Himmelsbeobachter Kometenerscheinungen aufzeichneten, bis zur Gegenwart hat man insgesamt über 1000 Kometen beobachtet, teils mit dem bloßen Auge, teils mit optischen Hilfsmitteln. Die Zahl der beobachteten Kometen hat mit der Erfindung des Fernrohrs (1609) und besonders seit Einführung der photographischen Forschungsmethode, wesentlich zugenommen. Sie betrug:

Wenn wir vom Total der beobachteten Kometen die Zahl jener abziehen, die periodisch wiederkehren, so verbleiben insgesamt etwas mehr als 700 verschiedene Kometen. Bei Bewertung dieser Zahl ist jedoch zu berücksichtigen, daß bis zum 16. Jahrhundert die Kometen nur mit dem bloßen Auge beobachtet werden konnten. In vorstehender Zusammenstellung sind bis zum 16. Jahrhundert nur die großen, dem unbewaffneten Auge sichtbaren Kometen enthalten, während die Zahl der teleskopischen Kometen bedeutend größer ist. Vergleichsweise sei erwähnt, daß von den 309 im 19. Jahrhundert beobachteten Kometen nur 19 dem bloßen Auge sichtbar waren, während die restlichen 290 mit dem Fernrohr gesichtet wurden.
Traditionsgemäß finden jedoch nur die dem bloßen Auge sichtbaren Kometen in der Astrologie Berücksichtigung. Die herkömmliche Lehrmeinung erklärt sich aus dem geschichtlichen Werdegang der Sterndeutekunst, die im wesentlichen auf, den Augenschein angewiesen war.
Hier stellt sich die Frage, ob die astrologische Doktrin nicht gegen den Grundsatz wissenschaftlicher Folgerichtigkeit verstößt, wenn sie die teleskopischen Kometen und die Planetoiden außer acht läßt, wohingegen sie jedoch die von der modernen Astronomie entdeckten Wandelsterne Uranus, Neptun und Pluto den klassischen Planeten in jeder Beziehung gleichsetzt und einige zeitgenössische Astrologen sogar mit hypothetischen Himmelskörpern operieren - allerdings zum größten Entsetzen ihrer orthodoxen Kollegen.
Oder liegt der herkömmlichen Beschränkung auf eine bestimmte Zahl von Himmelskörpern ein uraltes denkökonomisches Prinzip zugrunde, das wir in vollem Umfang und seiner inneren Berechtigung nach nicht mehr erkennen?
Für die Einbeziehung der Kometen in die astrologische Systematik ist daher an erster Stelle die Frage zu entscheiden, ob der traditionellen Lehre entsprechend nur die großen, hellen und dem bloßen Auge sichtbaren Kometen oder auch die große Zahl der teleskopischen Schweifsterne zu berücksichtigen sind?
Wohl keine Himmelserscheinung machte auf den primitiven, naturverbundenen Menschen einen derart tiefen Eindruck wie das plötzliche Aufleuchten eines Schweifsternes. Die Seltenheit, das Eigenartige und Geheimnisvolle der Kometenerscheinungen haben die Phantasie, das Sinnen und Denken der Menschheit stark angeregt, um so, mehr, als die Schweifbildungen der Kometen mitunter absonderliche und abenteuerliche Formen annehmen, in denen unbefangene Gemüter bald eine Rute oder Besen, bald ein Schwert, Dolche, Sichel oder sonst ein beängstigendes Zeichen zu erblicken glaubten. Diese außerordentlichen Hirnmelserscheinungen wurden darum von jeher bestaunt und gefürchtet als ein Schreckzeichen der Götter. Es ist ein psychologisch merkwürdiger Vorgang, daß das Außergewöhnliche, Unerwartete und Unvorhergesehene meist Furcht und Angst, selten freudiges Hoffen hervorruft. Zu allen Zeiten und bei allen Völkern wurde das plötzliche Aufleuchten eines Haarsternes am Firmament als ein Anzeichen ungewöhnlicher Ereignisse, als Verkünder drohender Schrecknisse angesehen. Im Christentum galten die Kometen als des Herrgotts Warnfackel, wie der Kapuzinerpater in "Wallensteins Lager" predigt:
Wie beurteilt die Astrologie die Eigenart und Wirkungsweise eines Kometen?
Der astrologische Erkenntnisprozeß ist im wesentlichen ein auf dem Augenschein beruhender Analogieschluß. Demgemäß gilt eine Kometenerscheinung um desto bedeutungsvoller, je größer, heller und auffälliger der Schweifstern im allgemeinen ist. Ähnlich wie für die Fixsterne beurteilt man die "Natur" eines Kometen nach der Farbe seines Lichtes. So heißt es beispielsweise von einem rotleuchtenden Kometen, daß er die Natur des Mars besitzt. Entsprechend ihrer Farbe werden die Kometen in bezug auf ihre Wirkungsweise den Planeten gleichgesetzt. Ein fahl und dunkel scheinender Komet z.B. hat Saturnnatur und gibt trübes, ungesundes Wetter, allerlei schleichende Krankheiten, allgemeine Armut, Not und Teuerung, Umsturz und Tod des Königs.
Gemäß diesem astrologischen Prinzip gelten die Kometen daher gewissermaßen als Pseudoplaneten. Konsequenterweise forderte daher auch der französische Astrolog J.B. Morin (1583 bis 1656), daß die Anwesenheit eines Kometen in einem bestimmten Tierkreiszeichen der Stellung des entsprechenden Planeten in dem betreffenden Zeichen völlig gleichzusetzen sei. Also ein rotleuchtender Komet von Marsnatur im Zeichen Steinbock wirkt ähnlich wie der im Zeichen Steinbock anwesende Mars.
Statt die Natur eines Kometen allein nach dessen Farbe zu bestimmen, wurde jedoch auch Rücksicht auf die Form der Schweifbildung genommen. Hier konnte die Phantasie sich frei betätigen, denn die Formen der Kometen besitzen eine große Mannigfaltigkeit. Die Dimensionen der Kometen, ihre Köpfe und Schweife grenzen oft ans Fabelhafte. Die Schweife einiger Kometen hatten eine ungeheure Ausdehnung, die mitunter ein Viertel, ein Drittel oder die Hälfte des Himmelsraumes einnahm, wie dies z.B. bei den Kometenerscheinungen in den Jahren 1610, 1680, 1769, 1843 und 1858 der Fall war. Im Jahre 1744 war ein Komet mit 6 Schweifen sichtbar, wovon jeder 30-40 Grad lang war. Die Breite dieser 6 Schweife betrug insgesamt annähernd 44 Grad. Hieronymus Cardanus (1501-1576) unterscheidet in seiner Schrift "De Septem Erraticis Stellis" zwischen neun Kometentypen, die er folgendermaßen bezeichnete: Vera, Coenaculum, Pertica, Miles, Asconas, Aurora, Argentum, Nigra, Rosa. jeder Kometentyp soll eine unterschiedliche Wirkungsweise besitzen, die Cardanus folgendermaßen beschreibt (1):
Vera
Den Bau der Kometenschweife hat besonders ausführlich der russische Astronom Bredichin, Direktor der Sternwarte von Pulkowa, untersucht (2). Die aus dem Kopf des Kometen zuerst auf die Sonne zu erfolgenden Ausstrahlungen kehren bald um und gehen in den von der Sonne abgekehrten Schweif über. Im Gegensatz zu dem phantasiereichen Cardanus fand Bredichin jedoch nur drei Typen von Kometenschweifen: Als ersten Typ bezeichnet er die langen, schmalen unmittelbar in die Fortsetzung der Verbindungslinie Sonne-Komet fallenden, als zweiten Typ die etwas gekrümmten, kurzen, wesentlich helleren und sich mehr verbreiternden und als dritten Typ die ganz kurzen Schweife.
Nach einer anderen Theorie hängt die Wesensart eines Kometen von der Natur des Fixsternes ab, in dessen Nähe der Schweifstern zuerst beobachtet wurde, gleichsam als ob ersterer auf letzteren abfärben würde.
Den überlieferten Theorien für die Ermittlung der Wesensart und der mutmaßlichen Wirkungsweise der Kometen fehlt es somit ebenfalls an der wünschenswerten Einheitlichkeit und Übereinstimmung der Grundsätze. Die Zahl der Probleme für die Einbeziehung der Kometen in die Systematik der Astrologie vergrößert sich somit. Es gibt aber noch weitere Fragen, die in dieser Beziehung der Klärung bedürfen.
Um die Wirkungen eines Kometen differenzieren und insbesondere um dieselben lokalisieren zu können, haben die älteren Astrologen stets großen Wert darauf gelegt, in welchem Tierkreiszeichen der Schweifstern bei seinem Sichtbarwerden stand. Mutmaßlich nach älteren Quellen - die in den Einzelheiten allerdings wenig voneinander abweichen, da das astrologische Schrifttum des autoritätsgläubigen Mittelalters größtenteils aus Kompilationen und Kommentaren bestand - hat Otto Pöllner die unterschiedlichen Wirkungen der Kometen in den zwölf Tierkreiszeichen eingehend beschrieben (3)
Um die örtlichen Auswirkungen der Kometen zu beurteilen, hatte man den Satz aufgestellt, daß deren Einfluß besonders in jenen Ländern bemerkbar sein wird, die von dem Tierkreiszeichen beherrscht werden, in welchem der Schweifstern zuerst auftaucht oder welche er jeweils durchläuft.
Die Beurteilung der astrologischen Auswirkungen eines Kometen ist aber in Wirklichkeit nicht so einfach und nicht ohne weiteres aus dem Zodiakzeichen und den jeweiligen Konfigurationen zu erschließen. Sehr zutreffend bemerkte Peter Megerlin: "Wenn man nun von einem Kometen urteilen soll, ob er übermäßige Hitze oder Kälte, Dürre oder Gewässer, Wind oder Erdbeben, Pest oder andere Seuchen, item ob er äußere Kriege, Aufruhr, Regierungs- oder Religionsänderung, und zwar in welchem Lande er solches bedeute, so wird zu einem guten Prognostikanten nicht nur ein tiefsinniger Physikus oder Naturkundiger, sondern auch ein weitschauender Politikus oder weltweiser Mann erfordert, welcher den gegenwärtigen Zustand unterschiedlicher Länder eigentlich wisse zu erkennen"(4)
Ähnlich äußerte sich auch Johannes Kepler: "Derhalben willst du wissen, was der jetzige Komet bedeute, so siehe dich um in der Welt, was von der Zeit hero, als der Komet erschien, practiziert, ausgesponnen, in die Feder gebracht worden, und weil ich nicht dabei bin, so frage in den Kanzleien zu Madrid, Paris, Rom, Prag, Krakau, Konstantinopel, und wo sonsten ein großes Stück von der Welt zu finden, und so gewiß, als die oberzählten Autores wahr haben, so gewiß glaube, daß etwas aus denselbigen Sachen (nicht alle, auch nicht viel, sondern etwa eine oder zwo) einen Funken ins Pulver werfen, und eine Trübseligkeit einen Teil des menschlichen Geschlechtes, dem andern Gegenteil aber ein großes Frohlocken daraus entstehen werde. Der weiß es wohl, bei welchem die Feuersbrunst aufgehet, kehret sich aber nicht daran, so warnet der Komet die Nachbaren."
In diesen Äußerungen ist auch ein Hinweis enthalten auf die Relativität jeglichen Gestirneinflusses, eine Erkenntnis, welche die mittelalterlichen Astrologen in der lateinischen Maxime zum Ausdruck gebracht haben: "Quidquid reciptur ad modum recipientis recipitur". In der astrologischen Praxis wird dieser Grundsatz leider nicht gebührend berücksichtigt!
Die Beurteilung eines Kometen nach seinem Standort am Himmel bei seiner ersten Beobachtung ist allerdings willkürlich und durchaus subjektiv (4a). Zwecks Ausschaltung dieses persönlichen Momentes haben daher einige Autoren empfohlen, für die Kometenbeurteilung einen mathematisch genau bestimmbaren Zeitpunkt zu wählen, nämlich die Zeit des Periheldurchganges des Kometen.
Welcher Theorie man sich auch anschließen mag, so bleibt doch immerhin die Tatsache bestehen, daß eine astrologische Ausdeutung erst möglich wird, wenn der Komet tatsächlich am Himmel gesichtet wird oder wenn er am Perihel passiert. Hierdurch wird die prognostische Bedeutung der Kometen stark eingeschränkt.
Meist wurden die Kometen nur zu Prognosen über Naturvorgänge und über das politische Weltgeschehen benutzt. Sie können aber auch in der Geburtsastrologie Verwendung finden. Kepler schrieb diesbezüglich: "Es hat aber auch der Mensch, wenn er gleich blind wäre und den Himmel nie gesehen hätte, dergleichen lebhafte, empfindliche und auf den Himmel verborgener Weise aufmerkende Kräfte, so durch solche in Himmel von Neuem ankommende Kometstern gleichermaßen verunruhigt und bestürzet werden und nicht allein zu unnatürlichen Bewegungen des Geblüts und anderen Humorum, und consequenter zu Krankheiten, sondern auch zu starken affectionibus Ursach geben."
Die Berücksichtigung der Kometen in der Geburtsastrologie war bisher jedoch wenig gebräuchlich. In letzter Zeit erschien eine kleine Schrift des französischen Astrologen R. Ambelain (5), worin die Beachtung der Kometen als Deutungsfaktor der Nativitäten befürwortet und gleichzeitig Deutungsregeln für die Stellung in den einzelnen Horoskophäusern angegeben werden.
Für die Berücksichtigung der Kometen in der Geburtsastrologie gibt es zwei Möglichkeiten (6):
1. genaue Länge des Kometen beim Periheldurchgang,
2. Sonnenstand am Tage des Periheldurchganges.
Wegen der Störungen, die ein Komet beim Periheldurchgang im Sonnensystem hervorruft, hält Ambelain die zweite Hypothese für die astrologisch bedeutungsvollere.
Der angeführte Grund ist allerdings wenig überzeugend, und Ambelain geht offenbar von kausal-physikalischen Voraussetzungen aus, die für die astrologische Fragestellung jedoch nicht zutreffend sein dürften.
Über die Beschaffenheit der Kometen hat man durch Spektroskopie und Photometrie in den letzten Jahrzehnten wesentlichen Aufschluß erhalten. Die einfachste Form der teleskopischen Kometen macht den Aufbau aus einzelnen Partikeln wahrscheinlich, und weder eine Schwächung noch Ablenkung des Lichtes der durch Kometen hindurch sichtbaren Sterne konnte bisher nachgewiesen werden. Diese Tatsache spricht nun keineswegs für die Auffassung Ambelains. Infolge des Aufbaues aus diskreten Teilchen können auch Teilungen von Kometen vorkommen. So teilte sich der Bielasche Komet im Dezember 1845 in zwei Kometen, deren Abstand sich bis zur nächsten Wiederkehr im Jahre 1852 wesentlich vergrößert hatte.
In betreff des zeitlichen Ansatzes des astrologischen Kometenkalküls herrschen wiederum verschiedene und voneinander abweichende Lehrmeinungen.
Die Einordnung der Kometen in die Systematik der Astrologie bedarf daher vorderhand noch der Klärung verschiedener Einzelprobleme, deren endgültige Lösung der experimentellen Forschung vorbehalten bleibt. Der Zweck der gegenwärtigen Studie ist daher rein programmatisch; sie soll nur richtungweisend sein für astrologische Untersuchungen.
Für die Astronomie bieten die periodischen Kometen vor allen anderen ein erhöhtes Interesse, da sie wegen ihrer öfteren Wiederkehr mancherlei Aufklärung zu geben vermögen über die Konstitution des interplanetarischen Raumes, die Massen der Planeten usw. Auch die astrologische Forschung widmet den periodisch wiederkehrenden Schweifsternen eine besondere Beachtung.
Die Bahnen der Kometen von weniger als 100 Jahren Umlaufszeit lassen sich meist gut bestimmen, so daß ihre Wiederkehr, oder im Falle großer Störungen auch ihr Ausbleiben, mit Sicherheit vorausberechnet werden kann.
Der englische Astronom Edmund Halley (1656-1741), seit 1719 Direktor der Sternwarte Greenwich, berechnete 1705 die Bahnelemente der Kometen von 1531, 1607 und 1682 und vermutete, daß diese sämtliche Wiederkunft desselben Kometen seien. Die Voraussage der Wiederkehr für 1759 bestätigte sich. Der nach ihm benannte Komet, dessen siderische Umlaufszeit 76,02 Jahre beträgt, war zum letzten Male am 19. April 1910 in Sonnennähe, während seine erste einwandfreie Beobachtung aus dem Jahre 240 v. Chr. stammt.
Es dürfte den Astrologen besonders interessieren, daß Johannes Kepler über den Halleyschen Kometen des Jahres 1607 eine Schrift verfaßt hat, betitelt "Ausführlicher Bericht von dem newlich im Monat Septembri und Octobri diss 1607. Jahrs erschienen Haarstern oder Cometen und seine Bedeutungen, etc.", der wir nachfolgende Stellen entnehmen.
Einleitend erörtert Kepler die "natürliche Bedeutung und Wirkung des Kometen und stellt fest, "daß auf etliche dergleichen Kometen natürlicher Weise großes Landsterben erfolgte", weil durch die Kometenerscheinung "die Luft verunreinigt würde. Er hält auch für erwiesen, daß Kometen "Wind, Gewässer, Trockenheit Erdbeben und Pest" verursachen und vorbedeuten und weist darauf hin, daß der Komet von 1582 "Landseuchen, Hauptwehe, Schwindel und Katarrh" und jener von 1596 sogar "die Pestilenz" gebracht hatten.
Weiterhin vermerkt Kepler, daß "Kometen, Kriege, Pestilenz, Teuerung, Erdbeben, Trockenheit oder dagegen großes Gewässer gemeiniglich miteinander kommen".
An andrer Stelle heißt es: "Doch ist es den Historicis gemäß, daß mit Erscheinung der Kometen sich gemeiniglich langwierige böse Händel anspannen, die neben eines großen Haufens Untergang auch andere Angst und Betrübnis den Überbleibenden beibringen, und dies nicht eben durch Abgang eines Potentatens und darauf erfolgende Neuerung im Regiment sondern auch aus viel anderen Ursachen. Dies läßt sich nicht dem Glück zuschreibend daß es ungefähr geschehe und der Komet nicht von solcher Andeutung wegen vorhanden, sondern es bezeugens gelehrte hochverständige Leute, ja diejenigen, denen man nicht widersprechen kann."
Sodann erwähnt Kepler "die gemeine praxis astrologorum", welche "auf der Kometen hinter sich oder für sich laufen" achtet, auf "Stillstand oder Schnelligkeit, Landung des Schwanzes, Farbe, Helligkeit oder Dunkelheit, ordentlichen oder unordentlichen Lauf, wie auch aus welchem himmlischen Haus oder Zeichen er ausläuft, wohin er sich lenkt, an welchem Ort e r verlöschen was für Constellationes zu Anfang und zu Ende gewesen, wie lang er gestanden, welchem Ort er übers Haupt gegangen und mit welcher Örter oder Nativitäten Horizonte er seinen Weg vereinigt und was dergleichen mehr".
Über die Beobachtung des Kometen selbst gibt Kepler folgende Einzelheiten bekannt: "Um diejenigen zu contentieren, welche vermeinen, daß man auf alle Umstände gar genau sehen solle, habe ich nach seiner des Kometen erster Erscheinung mit Fleis nachgefraget, abers mehrers nicht befunden, denn daß er einen Tag zuvor und ehe ich ihn ersehen, nämlich den 25, September frühe vor Tag gemerket worden, lasse mich auch bedünken, wenn er Samstags Abends den 22. September schon geleuchtet hätte, sollte er vor mir nicht verborgen geblieben sein, angesehen ich damalen, da es schon sinkende Nacht gewesen, auf einer offenen Kutsche gefahren. (Anmerkung: Den 23. September zu Nacht ist er von einem Mönch in Schwaben gesehen worden, wie seithero an mich geschrieben worden.) Nun sollte damalen der Komet secundum analogiam motus nicht weit davon, zwischen der Zwillinge und des Bären Köpfen gestanden sein. Wann er dann den 25. September früh schon gestanden, so folget ex dicta analogia motus, daß er um den Anfang des Löwens secundum longitudinem zodiaci gestanden, von da aus er bis in den 26. Octobris, allda ich wegen folgender unsteten Wetters das letzte Mal gesehen, ein Drittel vorn Himmel für sich durchgelaufen, nämlich bis in den 2. Grad des Schützens, und gesetzt, er sei viel länger gestanden, so ist er doch vom 19. in 26. Oct. fast an einem Ort secundum longitudinem stillgestanden, daß er also die übrigen Tage nach dem 26. Oct. auch nicht weit gelaufen, sondern vielmehr etwas zurückgewichen sein möge."
"Was nun beide Orte belanget, woher und wohin er gelaufen, sind es diejenige Stelle, die heutigen Tages dem feurigen Triangel den Namen geben. Denn im Anfang des Löwens oder zu End des Krebs sind anno 1563 im Augusto beide Planeten Saturn und Jupiter zusammengestoßen und abermal anno 1603 im Dezember ist solches geschehen im 8. Grad des Schützens. Weil auch in diesem, 1607. Jahr den 27. Juli in dem 8. Grad des Löwens gewesen eine conjunctio Solis et Martis und Mercurius nicht weit davon (von welcher wegen diesen Sommer ein ziemlich Übermaß der Hitze an einem und des Ungewitters an anderen vielen Orten des Deutschlandes erfolget), haben etlich dies für eine Ursach des Kometens ausgegeben."
"Belangend die Constellationes auf den 24. und 25. Septembris, mit welchen der Komet anfangs gesehen worden, sind es gewesen: Jupiter im Gegenschein der Sonne, und Mercurius nahend den aequinoctialibus punctis des Widders und der Waag, item ein Triangulschein Saturni und Martis. Zu End aber, den 25., 26. Octobris, ist Mars auch dem Jupiter entgegen gestanden, gar scharf in den mittel Punkten, da Tag und Nacht gleich werden."
"Der Weg, welchen der Komet gelaufen und durchgeschossen, wie er unserem Gesicht auf Erden vorkommen, ist gewesen gar nahe ein circulus magnus, allein in dem letzten Teil desselbigen hat er sich gekrümmt und ist mehr gegen der Sonnenstraßen abwärts, denn für sich gelaufen. Dann zu anfangs einem Tag oder drei ist er am weitesten von der Sonnenstraßen, bei 36, 38, 40 Grad abgewichen, und solche Tage, esti mutata latitudine, constanit tamen declinatione, denjenigen Orten über das Haupt gegangen, welche haben alt. Poli 48 1/2 Grad, etwas mehr oder weniger, als da ist Kaschau, Wien, Salzburg, Passau, Regensburg, Nürnberg, Anspach, Amberg, Neuburg, Augsburg, Eßlingen, Speyer, Trier, Ingolstadt, Ulm, Kostnitz, Basel, Straßburg, Paris, Orleans; folgende Tage ist er je meher und mehr gegen Mittag abgewichen, und den 22. Sept. oder 2. Oct. den tropicum Cancri, bald hernach den 3o. Sept. oder 10. Oct. den Aequinoctialem überschritten."
"Wenn ich nun die ersten Tage seinen circulum oder Weg in Horizontem gesetzt, so hat es sein müssen alt. Poli 41 1/2 Grad, darunter Rom, Neapel und Hispania einesteils gelegen, und alsdann ist der 25. Grad des Wassermanns mitten am Himmel, der 21. Grad aber des Schützens im Niedergang geschwebet, hat sich also der Schuß des Kometens gar eigentlich auf den Ort begeben, da anno 1604 der neue Stern erschienen."
"In nachfolgenden Tagen hat dieser Weg sich ein wenig gekrümmt, und ist dem 8. Grad des Schützens zugangen, allda anno 1603 Saturnus und jupiter zusammenkommen. Endlich nach dem 16. Oct. hat er sich gar gekrümmt und ist gerad nach dem 2. Grad des Schützens unter sich gefahren."
"Ist in der erst sehr schnell gewesen, doch den 30. Sept. den größten Schritt getan und größer denn der Mond; vor und nach langsamer und endlich so gemach, daß man ihn auch für stillstehend oder gar hinter sich weichend angesehen."
"Und weil er die drei ersten Tage nicht untergangen, sondern Morgens vor und Abends nach der Sonnen gesehen worden, haben etliche gemeint, es seien der Kometen zwei ; andere haben anstatt des beschreiten Kometens Venerem nach Untergang der Sonnen, etliche den alten Jupiter ersehen, der damals Abends, wenn die Sonne hinunter gewesen, vom Aufgang hervorkommen und sehr groß gewesen (denn er innerhalb 12 Jahren nicht größer sein kann), haben derhalben gesagt und geschrieben, es seien zwei Kometen, einer orientalis und jovialischer, sehr lieblicher Natur. Also recht, lieben Astronomi, hie habt ihrs einmal getroffen, denn es der jupiter oder jovialis stella selber ist."
"In der erste hab ich seinen Schwanz Abends nicht sehen können wegen meines blöden Gesichts, wiewohl andere ihn gesehen; frühe ist er besser zu sehen gewesen. Sein Haupt oder der Stern selber hat mich nicht recht rund, sondern kröpflicht gedünket, größer denn andere Fixsterne, aber eines schwachen, bleichen, wässerigen Lichtes, das sich nicht so, weit ausgeteilet, wie andere Sterne. Nach dem Vollmond hat der Schwanz sich besser sehen lassen, einmal kurz, urplötzlich ziemlich lang, bei 8 und 10 Grad, und wie die Striemen in den nächtlichen chasmatis oder Wunderzeichen ungemerket herfürgeblicket. Gegen dem End ist der Kopf, je mehr je kleiner worden, und hat sich der Schwanz verloren, dann er den 22. und 26. Oct. nicht mehr anderst, dann in der klaren und von der Sonne erleuchteten Luft, nahend den Bergen, zu sehen gewesen, beinahe wie Nebel, fast gleich dem Sterne im Knie des Ophiuchi, und zu vermuten, wann es schon nach dem 26. Oct. schöne Abend geben hätte, würde man ihn doch nicht mehr über 2 oder 3 Tage gesehen haben, weil die Sonne immer näher auf ihn zugeeilet und er immer tiefer gegen die Ecliptica hinabgewichen."
"Nach den himmlischen Constellationibus zu schreiben ist er dem Bären unter dem Bauch hin und durch den Arcturum gelaufen, hernach hat er die Schlange erreicht und ist nach derselben langs hinab gelaufen, endlich dem Schlangenzwinger am Schenkel kleben geblieben."
Was die astrologische Ausdeutung der Kometenerscheinung anbetrifft, so ist Kepler, seiner stark rationalistischen Veranlagung gemäß, ziemlich vorsichtig und zurückhaltend. Er schreibt: "Wann ich nun mein Bedenken von diesem jetzigen Kometen in specie an Tag geben solle, weiß ich zwar auf die erste Weise wenig von ihm zu sagen, sintemal er septentrionalis und noch nie in die Eclipticum kommen, auch allem Ansehen nach dieselbige nicht erreichen wird, derowegen diese unser allgemeine Lebensstraße vor ihm und seinem Schwanz befreit ist und bleibt."
"Auf die andere Weise und belangend die sympathias, weil er klein, unansichtbar und eines bleichen Schwanzes, der nicht leicht zu sehen, wird die Wirkung auch desto kleiner sein. Allein halte ich, daß die mit eingefallene und noch kontinuierende ziemliche Trockenheit von ihm verursacht worden durch Erhitzung der innerlichen Fakultät der Erden, darauf etwa an einem Ort leichtlich ein Erdbeben folgen möchte. Und weil er bei uns eine Trockenheit verursacht, will ich wegen der Infektion seinethalben ins Künftige desto weniger Sorge haben. (Den 26. October, da ich ihn zuletzt gesehen, hat er gehabt latitudinem septentrionalem 70; vom 20. Oct. bis dato ist es naß genug worden.)"
"Demnach aber nicht aller Orten die Saat bei dieser Trockenheit so füglich in die Erden zu bringen, als in Böhmen, auch auf trockene Herbste gerne sehr kalte Winter folgen, und bei langwieriger Kälte an denjenigen Orten, welche feuchte Gebirg nahend haben, das Getreide gern verwintert, also ist zu besorgen, dieser Komet möcht etwa eine Teuerung verkündigen."
"Weil der Komet für sich gelaufen und nicht hinter sich, also bedeutet er einen Handel, der nicht zurück getrieben, sondern behauptet werden solle; und weil er mit Anfang und Ende dem feurigen Triangel verwandt, werde solcher Handel betreffen den jetzt schwebenden gemeinen Stand in Kirchen- und Regimentssachen, werde sein nach des größten Haufens Wunsch; und weil er auf den neuen Stern zugeschossen, so werde dieser Handel Verwandtnis haben mit den hierbevor im 16o4., 1605. Jahrs angefangenen Sachen und einen Weg bereiten zu der aus Ausdeutung des neuen Sterns verhofften Reformation der Welt."
"Und weil auf die Kometen der Jahr 1531 in Schweiz, Sachsen und Seestädten, 1532 in Westfalen und Niederlanden, 1533 in Württemberg und anderswo, anno 1538 in England, 1539 in Meißen, Thüringen, Brandenburg und Braunschweig, anno 1558 abermal in England, Frankreich und Niederland, 1580 in Sachsen und vielen Orten deutsches Landes, 1582 am Rheinstrom, 1585 in Frankreich, 1590 am Rhein und in Steyer, 1593 hin und her in Deutschland, 1596 in Polen, Schweden und Steyer, bald hernach allerlei Ungemach, Bewegung des Volkes, Meuterei, Krieg, gewaltsame Hinderung oder gar Veränderung des alten oder neuen Kirchenwesens, und was sonst dem anhängig, erfolget, also ist es nicht unmöglich, daß uns jetzo abermal dergleichen in kurzem durch diesen Kometen angedeutet werde, dann das jetziger Zeit in Europa der gemeine Lauf ist. Sonderlich will uns Deutschen bei so langwierigem Frieden die Weile fast lang werden und begeben sich überall solcherlei Anreizungen, aus deren gleichen in den vergangenen Zeiten Krieg entstanden sind."
"Noch ist übrig ein astrologisches Bedenken, welches Planeten Natur dieser Komet an sich habe; denn nach deroselben will man urteilen von den Qualitäten seiner Bedeutung. Ein deutscher Astrologus schreibt ihn dem Mercurio zu, wegen seines ungewissen Laufs. Ein seltsamer Beweis! Soll dies ein ungewisser Lauf sein, da man nicht zuvor wissen kann, wie er abgehen werde, so, ist aller Kometen Lauf ungewiß. Redet er aber von seinem unbeständigen Lauf, so vergleicht derselbe sich keinem Planeten; denn anfangs ist er schneller gewesen denn der Mond, endlich ist er stillstehend worden, wie die anderen fünf Planeten. So ist Mercurii Lauf nicht ungewiß an ihm selber."
"Der Farb nach sollt er Saturni Art haben, aber wegen seines schwachen bleichen Scheines vergleicht er sich dem Mond, daß also, daß es der Komet des 1596. und vielleicht der meiste Teil der Kometen auch getan und also keine sonderliche Partikularität dahero zu nehmen, außer allein daß die Astrologi hieraus schließen möchten, er dräue dem gemeinen Volk und Erdgewächsen durch viel Feuchtigkeiten und Krankheiten. Ich aber baue wenig darauf. Andere bedenken, daß er in dem hitzigen, feurigen Zeichen des Löwens erstlich ersehen worden (wiewohl er zuvor ohn allen Zweifel im Krebs, wie gesagt seinen Ursprung genommen) und in einem gleichmäßigen verschwunden, nämlich im Schützen und werden dahero, schließen, daß er eine Dürre und Trockenheit und daneben viel Krieg bedeute. Was aber auf diese Austeilung der Zeichen zu halten, davon ist mein Buch vom neuen Stern zu besehen."
Auch über die Auswirkung des Kometen in den Nativitäten regierender Fürstlichkeiten macht Kepler einige versteckte Andeutungen:
"Außer dem circulo cursus cometae, weil er auf altitudinem poli Romanum, Hispanicam, Neapolitanam deutet und gleichsam eine gewisse Nativität, nämlich den 25. Grad des Wassermanns mitten am Himmel, den Kometen aber gerade an die intersectionem Meridiani et Horizontis stellet, hieraus sprich ich, möchte einer, dem wohl ist mit Raten, die fürnehmste Person im Spiel herauszwingen, daß nämlich der Täter und Heber aus erwähnten Landschaften gebürtig und den 25. Aquarii vielleicht in seiner Nativität im Aufgang oder sonst in einer fürnehmen Stelle des Himmels habe. Da mag nun ein jeder Astrologus seine Themata genethliaca Principum durchsuchen, ob etwa er näher hinzutreten könnte. Vielleicht wird einer selbiger Zeit und Ort geboren sein, der hernach, wenn er erwachsen (als von Mithridate Rege Ponti, Mahomete und andern in Historicis geschrieben wird), solch Ungeglück stiffte."
"Andere werden auf den 2. Grad des Schützen sehen, dann, so lang der Komet im Himmel durchgeschossen und starke Tagreisen getan, hat er vermutlich nur allein gewarnt, angemahnet und avisiert, man soll auf ihn acht haben, wohin er endlich zielen und was er an diesen langen Zug für einen Buchstaben hängen werde. Als er aber in 2. Grad des Schützens kommen, ist er etliche Tage, so viel longitudinem betrifft, beinahe stille gestanden und nur allein secundum latitudinem abwärts gelaufen gegen die Ecliptica, also einen krummen Haken auf diesen Grad zugezogen, als wollte er anzeigen, er wäre von eines wegen vorhanden, der in genesi seiner praecipuorum significatorum einen im 2. oder 3. Grad des Schützens hätte. Wie dann ein Bischof in Deutschland diesen Grad in ascendente, und sonst ein fürnehmer Fürst in Europa die Sonne nahend an diesem, Ort hat."
Beachtenswert ist noch folgender Hinweis Keplers auf die Unzulänglichkeit des üblichen Verfahrens, für den Zeitpunkt der ersten Beobachtung eines Kometen ein Horoskop zu stellen.
"Ich sollte auch sagen, in welchem Haus ich ihn zum ersten gesehen und sollte dahero die Bedeutung formieren; aber weil diese Weise sich auf die quaestionariam astrologiam artet und ein Lösselkunst, certum genus sortilegii ist, halte ichs nicht allein für unrecht, sondern gar für kindisch und nichtig. Denn obwohl ich ihn anfangs den 26. Sept. Abends um 9 Uhr in domo septima gesehen, so, ist er aber von andern vor mir in andern Häusern und also auf unterschiedliche Weise gesehen worden, wie es dann sein und aller Sternen Lauf mitgebracht."
(1) Zitiert nach A. M. Grimm. Lehrbuch der Astrologie und Horoskopie, S. 318-319.
(2) Bredichin. Über Kometenschweife (russ., 1862).
(3) Pöllner, Mundan-Astrologie. Leipzig o.J. (1914), S. 89-90.
(4) Peter Megerlin. Astrologische Mutmaßungen von der Bedeutung des jüngst erschienenen Korneten. 1665.
(4a) "Willkürlichkeit" und "Subjektivität" entkräften meiner Ansicht nach jedoch nicht die Annahme der Wirksamkeit und astrologischen Bedeutsamkeit der ersten Sichtung. Auch wenn die Zeit der ersten Sichtung nicht exakt ermittelt werden kann, so kennt man sie doch meist ungefähr, auf einige Tage genau. Die Nähe des Kometen zu einem Fixstern oder Planeten zur Zeit der Sichtung kann durchaus eine Rolle dabei spielen, welche Qualität die Menschen (unbewußt) dem Kometen geben. [Anm. RP]
(5) R. Amberlain, Les Etoiles fixes, les cometes, les eclipses. 2. Aufl. Paris 1936.
(6) In Wahrheit gibt es noch mehr charakteristische Ekliptikgrade, die einer Kometenerscheinung zugeordnet werden können, unter anderem den Ort der Erdnähe und den Umkehrpunkt. Letzteren betont Kepler im nachfolgend wiedergegebenen Zitat. [Anm. RP]