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Die Investmentbanker der Deutsche Bank AG verzeichneten das schlechteste Quartal seit der Finanzkrise, da die Erträge aus dem Emissions- und Beratungsgeschäft wegbrachen.
Während die Investmentbanker in einem normalen Quartal um die 500 Millionen Euro einnehmen, konnten sie in den drei Monaten bis September nur 95 Millionen Euro verbuchen. Die Erträge aus der Emission von Schuldtiteln brachen gerade mal 6 Millionen Euro ein, während bei Aktienemissionen sogar ein Minus von 2 Millionen Euro verbucht wurde.
Schlimmer als die Ergebnisse der grossen Wall-Street-Firmen
Das Ergebnis ist ein bitterer Wermutstropfen in einem ansonsten starken Quartal für die Bank, in dem das grössere Handelsgeschäft besser abschnitt als die Konkurrenz und die Erträge aus dem Kreditgeschäft aufgrund höherer Zinssätze stark anstiegen. Das Institut machte zum Teil die Abschläge im Leveraged Finance-Geschäft während des Quartals verantwortlich.
Insgesamt war der 85-prozentige Einbruch im Beratungs- und Emissionsgeschäft schlimmer als die schon miserablen Ergebnisse der grossen Wall-Street-Firmen. Es war für die Deutsche Bank auch der niedrigste Wert seit dem dritten Quartal 2008, als der Zusammenbruch von Lehman Brothers die Finanzmärkte lähmte. Die Deutsche Bank hat ihre Geschäftsbereiche seither mehrfach reorganisiert, so dass die Zahlen nicht vollständig vergleichbar sind.
Angst vor einer Rezession trifft Investmentbanking
Im Leveraged Finance Bereich erlitt die Deutsche Bank Buchverluste von etwa 145 Millionen Euro, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Das Geldhaus hat auch «eine verbliebene Eigenkapitalposition» abgeschrieben, ohne Einzelheiten zu nennen.
Wie Bloomberg letzte Woche berichtete, hat die Deutsche Bank bereits Dutzende von Mitarbeitern im Bereich Origination und Beratung innerhalb ihrer Investmentbanking-Sparte entlassen, da die Angst vor einer Rezession die Geschäftsabschlüsse bremst. Unter den Entlassenen befand sich auch Mason Parker, ein Managing Director im Bereich Leveraged Finance, so eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Finanzchef James von Moltke erwartet, dass sich die Einnahmen aus dem Investmentbanking im nächsten Jahr erholen sollten, wenn die Märkte mehr Gewissheit über die Entwicklung der Zinssätze haben. «In dem Moment beginnt der Dealflow wieder zu steigen», sagte er in einem Interview mit Bloomberg TV. «Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, das ist in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres.»
(bloomberg/gku)