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Die Einzelbehandlung wird in der Regel am liegenden Klienten und auf einem speziell für die Arbeit entworfenen Behandlungstisch durchgeführt, kann aber auch im Sitzen oder Stehen erfolgen. Manchmal werden Lagerungskissen oder -rollen benötigt, um die Körperhaltung der Person zu verbessern oder bestimmte Bewegungen zu erleichtern.
Einzelbehandlungen sind sinnvoll und hilfreich bei akuten und chronischen Beschwerden des neuro-muskulo-skelettalen Bewegungsapparates, unterstützen die Rehabilitation nach einer Verletzung und können sich positiv auf die Wiederherstellung verlorener Funktionen und ganz allgemein auf Ihr Körperempfinden auswirken.
Durch Bewusstwerden der Bewegungsabläufe und optimale Ausschöpfung Ihres Bewegungspotentials können Sie Ihre körperliche Leistungsfähigkeit steigern.
Gruppenstunde (Bewusstheit durch Bewegung) besteht aus verbal vermittelten Bewegungsabläufen, die primär einer Gruppe angesagt werden. Eine Lektion dauert in der Regel dreissig bis sechzig Minuten und ist um eine bestimmte Funktion organisiert.
In «Bewusstsein durch Bewegungslektionen» erkunden Menschen ihr eigenes Bewegungsmuster nach präzise strukturierten Bewegungsanleitungen zu einem funktionalen Thema. Dieses steht in Bezug zu Bewegungen im Alltag und orientiert sich an den Fortbewegungsarten des Kleinkindes. Grundfunktionen wie Beugen, Strecken, Drehen, Rollen und Seitwärtsneigen werden erforscht und ausprobiert.
Der Unterricht besteht aus komfortablen, einfachen Bewegungen, die sich allmählich in Bewegungen von grösserer Reichweite und Komplexität entwickeln. Durch Spüren, Fühlen, Denken und Bewegen wird der Teilnehmer angeleitet, sich seiner gewohnheitsmässigen Bewegungsmuster und Verhaltensweisen bewusst zu werden, um seine Möglichkeiten für harmonische und zweckmässige Bewegungsabläufe voll ausschöpfen zu können. Es gibt Hunderte von «Bewusstsein durch Bewegungslektionen», von leicht bis schwierig und mit unterschiedlichen Anforderungen an die Beweglichkeit und die körperliche Konstitution der Teilnehmenden.
Moshé Pinhas Feldenkrais wird am 6. Mai 1904 im russischen (heute ukrainischen) Slawuta in eine jüdisch-chassidische Familie geboren. 1912 zieht seine Familie nach Baranowichi in Polen (heutiges Weissrussland). Ende des ersten Weltkrieges, im Alter von vierzehn Jahren, wandert Moshé Feldenkrais nach Palästina aus. Er arbeitet zunächst im Strassenbau. 1923 kehrt er an die High School zurück und verdient nebenbei seinen Lebensunterhalt mit Nachhilfeunterricht. Nach dem Abitur und Mathematikstudium in Tel Aviv arbeitet er als Kartograph für das britische Vermessungsbüro und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Fussball und waffenloser Selbstverteidigung. 1929 verletzt er sich beim Fussballspielen am linken Knie.
1930 zieht Feldenkrais nach Paris, studiert und promoviert in den folgenden Jahren an der Sorbonne in Physik, Elektrotechnik und Maschinenbau. Zwischen 1933 und 1940 arbeitet er als Nukleartechniker zusammen mit dem Ehepaar Joliot-Curie. Gemeinsam gelingt ihnen die erste Kernspaltung im Jahre 1938.
1940 emigrierte Feldenkrais – mit dem Einmarsch der Deutschen in Paris – nach Grossbritannien mitsamt den Forschungsunterlagen zur Kernspaltung und steht bis 1946, seinem Umzug nach London und Rückzug als Berater und Erfinder in die Privatwirtschaft, in den Diensten der Britischen Marine.
Aufgrund der nach einer Sportverletzung wieder aufgetreten Beschwerden am linken Knie beginnt Feldenkrais sich intensiv mit den Themen Anatomie, Physiologie und Psychologie zu beschäftigen, in der Absicht, eine risikoreiche Operation zu vermeiden. Durch genaue Beobachtung der eigenen Bewegungsgewohnheiten und Bewusstseinsschulung gelingt es ihm, sein Knie zu kurieren. Diese Erfahrung ist der Beginn der Auseinandersetzung mit der Bewusstheit des Menschen, seinem Denken und seiner Bewegung im Zusammenhang mit seinem Handeln. Er hält erste Vorträge über seine Erkenntnisse in Neuro- und Verhaltensphysiologie, beginnt erste Unterrichtsstunden im engen Bekanntenkreis zu geben und arbeitet mit Einzelpersonen in London.
Anfang der 50er-Jahre kehrt Feldenkrais nach Israel zurück, wo er die Leitung der Elektronikabteilung im Verteidigungsministerium übernimmt. Parallel dazu beschäftigt er sich weiterhin sehr intensiv mit seiner Methode. 1954 zieht Moshé Feldenkrais endgültig nach Tel Aviv und widmet sich nunmehr ausschließlich der Praxis, Lehre und Verfeinerung seiner Methode. In den späten 50er-Jahren präsentiert Feldenkrais seine Arbeit in Europa und den Vereinigten Staaten. 1986 erscheint sein erstes Buch «Der aufrechte Gang. Verhaltensphysiologie oder Erfahrungen am eigenen Leib mit zwölf exemplarischen Lektionen», das später unter dem Titel «Bewusstheit durch Bewegung. Der aufrechte Gang» veröffentlicht wurde.
Im Herbst 1981 erleidet Moshé Feldenkrais einen Hirnschlag, zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und stirbt am 1. Juli 1984 in seiner Wohnung in Tel Aviv.
z.B. im Hüft-, Knie-, Schultergelenk
z.B. Gelenkersatz, Knochenbruch, Versteifung der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfall
z.B. Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose
die ihre geistige Frische und körperliche Beweglichkeit bis ins hohe Alter erhalten möchten
Rücken-, Schulterschmerzen, Schleudertrauma, Ischias, Skoliose
Nacken, Schultergürtel, Gesäss, Migräne
Joggen, Reiten, Tennis, Golf – bessere Koordination, optimale Ausschöpfung des Bewegungspotentialse
Musiker, Tänzer – Verfeinerung der Bewegungsabläufe