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Die Karriere einer Persönlichkeit wie Mario Botta in wenigen Zeilen zu beschreiben, ist notwendigerweise eine reduzierende Übung. 1943 in Mendrisio geboren, besuchte er nach einer Lehrzeit in Lugano das Kunsthochschule in Mailand und setzte sein Studium an der Universität für Architektur in Venedig fort, wo er 1969 mit den Betreuern Carlo Scarpa und Giuseppe Mazzariol seinen Abschluss machte. In Venedig hat er die Gelegenheit, Le Corbusier und Louis I. Kahn kennenzulernen und für sie zu arbeiten. 1970 eröffnete er sein eigenes Studio in Lugano. 1976 wurde er als Gastprofessor an die Polytechnic of Lausanne und 1987 an die Yale School of Architecture in New Haven (USA) berufen. Seit 1983 ist er Titelprofessor an den Schweizerischen Polytechnischen Schulen, von 1982 bis 1987 Mitglied der Bundeskommission der Schönen Künste. Unzählige internationale Preise und Auszeichnungen sowie Ehrendoktorwürden. Mario Botta ist unter anderem der Schöpfer der Akademie der Architektur und des Theaters der Architektur von Mendrisio.
Seit den ersten Realisierungen von Einfamilienhäusern im Tessin umfasste seine Arbeit viele Gebäudetypen auf der ganzen Welt. Einige Beispiele: das MOMA Museum für moderne Kunst in San Francisco; die Kathedrale der Auferstehung in Evry; das Jean-Tinguely-Museum in Basel; die Cymbalista-Synagoge in Tel Aviv; die Stadtbibliothek in Dortmund; das Dürrenmatt-Zentrum in Neuenburg; der Kyobo Tower und das Leeum Museum in Seoul; die Verwaltungsgebäude von Tata Consultancy Services in Neu-Delhi und Hyderabad; die Renovierung des Teatro alla Scala in Mailand; das Wellnesscenter Tschuggen Berg Oase in Arosa; das Campari-Hauptquartier und die Residenzen in Sesto San Giovanni; die Tsinghua Universitätsbibliothek in Peking; die Zwölf im Hengshan Hotel in Shanghai; das Kunstmuseum der Tsinghua-Universität in Peking; das Restaurant Fiore di Pietra am Monte Generoso. ■