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Basel, 1592
Nussbaumholz und verschiedene,
z.T. gefärbte und brandschattierte Hölzer
Platte: H. 49,5, B. 70,3 cm
Inv. 1906.1120.a.
Mit Intarsien reich überzogene Kabinettschränke erfreuten sich im 16. Jahrhundert grosser Beliebtheit. Bei unserem Basler Beispiel - einem äusserlich schlichten Aufsatzschrank - beschränkt sich dieser Luxus auf das Innere und blieb damit dem Anblick des Besitzers beim Hantieren mit seinen Sammlungsobjekten vorbehalten. Der Basler Tuchhändler Andreas Ryff (1550-1603) gilt als Auftraggeber. An der Rückwand des oberen Corpus sind Initialen NRI (-) und das Entstehungsdatum 1592 in schwarzem Holz eingelegt, auf der Platte erscheint im zentralen Blattkranz das Allianzwappen Ryff-Brunner. Von Ryffs Sammlung - er besass eine Münz- und Mineraliensammlung, dessen Inventarliste in der Universitätsbibliothek Basel erhalten ist und war bei den Antiken-ausgrabungen in Augst engagiert - hat sich leider nichts erhalten. Sein besonderer Sinn für die Musik von Jugend an ist verbürgt. Die Motive der Intarsien sind daher - über die allgemeine Verbreitung solcher Musikstilleben hinaus - auch auf den Besitzer des Möbels zu beziehen. Dargestellt sind neun Musikinstrumente und zugehörige Utensilien: Querflöte, Brille, Zink, Flötenetui, Harfe, Laute, Trompete, Notenblätter, Viola da Gamba, Querflöte, Trommel und Blockflöte.