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Am Wochenende wird in Aigle, Waadt, das Centre mondial du cyclisme eingeweiht. Es dient dem Weltradsportverband als Sitz und weltweites Ausbildungs-Zentrum.
Der Festakt am Sonntag wird im Beisein zahlreicher Prominenz vollzogen. Der Bund ist durch Sportminister Samuel Schmid und dessen Vorgänger Adolf Ogi vertreten. IOC-Präsident Jacques Rogge wird ebenso wie sein Vorgänger Juan Antonio Samaranch anwesend sein.
Bereits am Samstagabend wird die neue "Hall of fame" eingeweiht. An diesem Anlass werden ehemalige Cracks wie Ferdi Kübler, Eddy Merckx oder Miguel Indurain vertreten sein.
Talente aus armen Ländern fördern
Das Centre mondial du cyclisme (CMC) sei die Antwort des Weltradsportverbands (UCI) auf den wachsenden Graben zwischen reichen und armen Ländern, erklärte Hein Verbruggen, der Präsident des UCI, am Dienstag vor den Medien. Radsporttalente aus armen Ländern hätten oft keine Chance, in diesem Sport Fuss zu fassen.
Diese sollen im CMC künftig gefördert werden. Zu diesem Zweck wird eine neunmonatige Ausbildung angeboten. Finanziert wird diese in erster Linie vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC).
Kurse für Trainer und Mechaniker
Daneben können auch Trainer, Mechaniker, Kommissäre und Präsidenten der nationalen Radsportverbände in Aigle Kurse besuchen. Nationalmannschaften werden in Aigle sämtliche Disziplinen des UCI trainieren können - vom Strassensport über das Bahnfahren bis zu Radquer und Kunstradfahren.
Neben dem Velodrom umfasst das CMC auch eine multisportive Anlage, die den Athletinnen und Athleten der Region zur Verfügung stehen wird. Hallensportler wie Fechter, Leichtathleten und Gymnastinnen können hier trainieren.
Bund steuerte 5 Millionen bei
Der Bau des CMC kostete 26,5 Mio. Franken, wovon der Bund 5 Millionen beisteuerte. Auch die Kantone Waadt und Wallis sowie das benachbarte Frankreich haben das Projekt finanziell unterstützt. Das Jahresbudget des CMC beträgt zwischen 1,7 und 1,8 Mio. Franken.
swissinfo und Agenturen