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Wetterzeichen
Der Dezember ist die Zeit der kürzesten Tage und damit auch die Zeit des Nebels. Während stabilen Hochdrucklagen sammelt sich die kalte und schwere Luft in windstillen Nächten in den Tälern und Senken und es bildet sich ein Kältesee, worin das in der Luft enthaltene Wasser als Nebeltröpfchen auskondensiert.
Schliesslich erstreckt sich ein «Nebelmeer» über das Flachland, das aus einer erhöhten Lage einen imposanten Blick bietet. Der Nebel ist nichts anderes als eine am Boden aufliegende Wolke. Befinden wir uns in der Nacht über dem Nebel, der sich über einer Stadt befindet, so wird dieser von unten von den Stadtlichtern angestrahlt und beginnt zu leuchten. Die Milliarden kleinster Wassertröpfchen, die den Nebel verursachen streuen das Licht und führen dazu, dass daraus ein leuchtendes Gebilde erscheint wie eine Lichtwolke. Dies führt oft zu bizarren Landschaften, die völlig unwirklich erscheinen.
Im Bild sind die Lichter des Bodenseeufers bei Rorschach unter dem Nebel zu sehen, die sich im Vordergrund des Bildes als helles Band erstrecken. Im Hintergrund wird der Himmel hingegen deutlich dunkler, da sich darunter der Bodensee ohne Lichter befindet. Durch den Nebel werden im Winter die Stadtlichter gedämpft, was den Himmel darüber etwas dunkler erscheinen lässt und eine bessere Beobachtung des Sternenhimmels zulässt.
Andreas Walker