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Russlands Kalibr-Raketen haben zwei wichtige Eigenschaften, die die westliche Marine beunruhigen, so das US-Magazin The National Interest.
Demnach fliegen die Raketen zunächst tief auf die Wasseroberfläche, um zu verhindern dass sie von feindlichen Radaren entdeckt werden und entziehen dem Ziel Zeit, auf die Bedrohung zu reagieren, erklärte der Autor Michael Peck.
Zweitens sind Kalibr-Raketen universell einsetzbar und können zur Ausrüstung kleiner Militärschiffe wie z.B. Korvetten eingesetzt werden.
“Diese neue technologie innerhalb der neuen russischen Marine verändert ihre Fähigkeit, gegnerische Ziele abzuschrecken, zu bedrohen oder zu zerstören, grundlegend. Es ist logisch anzunehmen, dass die Kalibr-Fähigkeit auf den größeren sowjetischen Altschiffen und U-Booten, die einer Generalüberholung und/oder Modernisierung unterzogen werden, nachgerüstet wird.”
Laut The National Interest sind sich die US-Geheimdienste der bestehenden Modifikationen von Kalibr bewusst. Im Jahr 2015 untersuchte das US Navy Naval Intelligence Command die Raketenfähigkeiten und stellte fest, dass russische Schiffe, die mit vorhandenen Kalibr-Raketen ausgestattet sind, die in den Meeren Norwegens, der Schwarzen, des Kaspischen und der Barentssee positioniert sind, Gebiete von Frankreich bis zum Iran und Kasachstan “abdecken” können.
Ursprünglich wurden die Kalibr-Kreuzfahrtraketen für die Ausrüstung der Mehrzweck-Nuklear-U-Boote des Projekts 885 Yasen konzipiert. Dann wurden die Raketen sowohl für die Atom-U-Boote des Projekts 636 als auch für Überwasserschiffe eingesetzt.
Die Reichweite der Kalibr-Rakete beträgt ca. 2.500 km. Am 7. September 2015 wurden die Raketen erstmals gegen die syrischen Terroristen eingesetzt.