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Das Mauswiesel
Das Mauswiesel Mustela nivalis ist das kleinste in Mitteleuropa lebende Raubtier. Die geringe Grösse und sein langgestreckter und spindelförmiger Körperbau erlauben ihm seine bevorzugten Beutetiere, in der Schweiz vor allem Wühlmäuse, bis in deren Höhlengänge zu verfolgen. Das Mauswiesel ist stark an die Nagerpopulation gebunden und seine Bestände schwanken von Jahr zu Jahr beträchtlich. So kann es in einem Jahr lokal verschwinden, sich in guten Mäusejahren aber als einziges wildlebendes Raubtier zweimal fortpflanzen. Dies ist nur dadurch möglich, dass Mauswiesel als eine der wenigen Marderartigen keine verlängerte Tragzeit haben. Äusserlich unterscheidet sich das Mauswiesel eindeutig von Hermelin durch den kürzeren Schwanz, der ohne schwarze Spitze endet. Das Mauswiesel zeigt zudem einen kleinen weissen Fleck hinter dem Mundwinkel und eine unregelmässig verlaufende Grenzlinie zwischen brauner Ober- und weisser Körperunterseite. In der Schweiz bleiben die Mauswiesel, im Gegensatz zum Hermelin, auch im Winter braun. Im östlichen Alpenteil konnten jedoch komplett weisse Individuen beobachtet werden, die einer Zwergform des Mauswiesels zugeschrieben werden.