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Die bestehenden sieben AKWs in der Schweiz haben - entsprechende Unterhaltsarbeiten vorausgesetzt - eine voraussichtliche Lebensdauer von noch einigen Jahrzehnten. Diese Zeit muss genutzt werden, um die nachhaltige Energieproduktion (Wasser/Wind/Sonne) auf einen technischen Stand zu bringen, der die gesamte Leistung der AKWs abzulösen vermag und Letztere somit obsolet sein werden. Wenn man sich vor Augen führt, wo die Schweiz vor 50 Jahren i.S. Atomkraft stand, kann davon ausgegangen werden, dass mit etwas gutem Willen und Innovation, wo die Schweiz ja eine führende Nation ist, in weiteren 50 Jahren erneuerbare Energiequellen auf dem gleichen Stand sind, wie heute die Atomkraft.
Ein einziges, gut positioniertes Windrad kann heute Energie für 1000 Haushalte produzieren - d.h. die Einwohner einer Gemeinde wie Herzogenbuchsee können mit 7 Windrädern stromtechnische Eigenständigkeit erreichen - die Bevölkerung des gesamten Oberaargaus mit einem Windpark von 80 Windrädern. Die schweizerische Topographie eignet sich gut für Wasser-, Wind- und Sonnenkraft-Gewinnung, wobei natürlich gewisse Abstriche an Ästhetik und Landschaftsschutz in Kauf genommen werden müssen (AKWs bestechen ja auch nicht durch Eleganz).
Wenn man die Eingaben der Energiekonzerne zur Erneuerung der Atomkraftwerke studiert sieht man, dass es nicht an Finanzen fehlt. Nun müssen die Kraftwerkbetreiber nur noch den Willen aufbringen, dieses Geld diversifiziert zu kanalisieren und sich der erneuerbaren Energie zu verschreiben. Wer macht den ersten Schritt?
Wenn der Verbraucher dazu noch etwas sensibler Strom konsumiert, ist die 2000-Watt-Gesellschaft ohne Uran bis Mitte des 21sten Jahrhunderts keine reine Utopie mehr...