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John Cleese und die BBC waren sich auch schon freundlicher gesinnt. «Die BBC hat sich völlig verrannt, weil sie von Bürokraten beherrscht wird, deren einziger Lebenszweck darin besteht, nicht entlassen zu werden», sagte der Gründer der Comedy-Gruppe Monty Python jüngst im Interview mit dem Schweizer Monat. Der Sender würde seine Shows heute wohl nicht mehr ausstrahlen. «Sie würden sagen: Das sind sechs weisse Männer, die an guten Universitäten ausgebildet wurden, von denen dürfen wir natürlich nichts bringen.»
Cleese kritisiert die Einschränkung der künstlerischen Freiheit durch den Aktivismus übersensibler Aktivisten. Ab dem kommenden Jahr will der 82-Jährige mit einer eigenen Show gegensteuern, in der er verschiedene Gäste zu Wort kommen lässt – freilich nicht auf BBC, sondern bei der privaten Konkurrenz von GB News. Um die Neuigkeit des Wechsels zu verkündigen, suchte sich der Komiker aber eine Sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus. Dort erklärte er, dass ihm die BBC nie eine Show angeboten habe, wie er sie nun auf GB News erhalte. Und wenn doch, würde es keine fünf Minuten dauern, bis man ihn zensiere. Der Moderator wies Cleese darauf hin, dass er soeben fünf Minuten zu Wort gekommen sei. Das Interview nahm danach ein schnelles Ende, wodurch sich Cleese in seiner Ansicht bestätigt fühlte.
Eine Versöhnung zwischen dem altehrwürdigen John Cleese und der altehrwürdigen BBC scheint in naher Zukunft unwahrscheinlich. (lz)