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Der Einsatz von Pestiziden ist für die Anwenderinnen und Anwender sowie für die Umwelt nicht ohne Risiko. Es wird deshalb dringend empfohlen, auf sie zu verzichten und stattdessen natürliche Produkte zu verwenden, wenn Bedarf besteht. Wer trotzdem Pestizide einsetzen will, sollte die Gebrauchsanweisungen genau befolgen.
Die 10 Gebote für eine Umwelt ohne Pestizide
Mit der Kampagne «Die Natur hat ihre eigenen Gesetze – Bewundere das Ergebnis» erinnert das Amt für Umwelt an die 10 Gebote, die es zu befolgen gilt, um dank einer Umwelt ohne Pestizide und ohne chemische Produkte die Qualität des Wassers und der Luft zu erhalten, einen gesunden Boden zu bewahren und die Biodiversität zu fördern:
- Du sollst auf Wegen, Plätzen, Terrassen und Dächern keine Herbizide verwenden, das ist gesetzlich vorgeschrieben.
- Du sollst Unkraut mechanisch oder mit Dampf jäten.
- Du sollst Blumen, Klee und kleine Moose tolerieren.
- Du sollst chemische Düngemittel im Garten und auf Grünflächen vermeiden.
- Du sollst deinen Gemüsegarten kompostieren.
- Du sollst deine Pflanzen ohne synthetische Pestizide pflegen.
- Du sollst, wenn nötig, natürliche Produkte verwenden.
- Du sollst auf die Vielfalt von Flora und Fauna achten.
- Du sollst Reste von Pestiziden zu Verkaufs- oder Sammelstellen zurückbringen.
- Du sollst keine Produkte oder Abfälle in Einlaufschächte für Sauberwasser werfen.
Die Kampagne wird insbesondere in den sozialen Netzwerken und in den öffentlichen Verkehrsmitteln Freiburgs stattfinden.
Eine Kampagne als Teil des kantonalen Aktionsplans
Am 28. Juni 2021 hat der Staatsrat den Aktionsplan zur Reduktion der Risiken von Pflanzenschutzmitteln innerhalb und ausserhalb der Landwirtschaft verabschiedet, der auch ganz gezielte Massnahmen umfasst. Ausserhalb der Landwirtschaft besteht das Ziel in der Rückkehr zu einer natürlichen, nicht chemischen Pflege der Privatgärten, indem der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert und die Privatpersonen auf Alternativen zu chemischen Produkten hingewiesen werden.
Im Laufe des Jahres werden weitere Aktionen organisiert werden, darunter Workshops für Hobbygärtnerinnen und ‑gärtner, eine Sammlung von Pestizidresten oder auch Schulungen für Gemeindeangestellte.