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Auf hellblauem Hintergrund reihen sich drei auf geometrische Formen reduzierte Wolken. Unter ihnen entfaltet sich ein grün schattierter Grund, der einen Kontinent darstellt. Dabei werden die Wolken mit feinen, schwarzen Linien auf diesem Kontinent geerdet. Das Thema der Wolken greift Meret Oppenheim vor allem in den 1960er-Jahren intensiv auf. In verschiedenen Techniken, ob malerisch, zeichnerisch oder skulptural, beschäftigt sie sich mit Wolkenformationen. Diese normalerweise unfassbaren und ständig im Wandel befindlichen Gebilde werden bei Oppenheim zu festen Körpern. Hier formiert sie Gegensätze wie hart und weich, rund und spitz, schwebend und schwer. Zudem forciert sie mit dem kalten Blau und dem warmen Rot in den Wolken einen weiteren Kontrast. Die Künstlerin setzt diese Gegenpole als Spannungselement ein, das von der scheinbaren Schwerelosigkeit zusätzlich unterstützt wird. Das Gemälde kommt als Dauerleihgabe des Bundes in die Sammlung.
Anja Seiler
Wolken sind eigentlich in ständigem Wandel.
Sie ziehen vorbei.
Doch hier haben sie klare Formen
und sind fest gemacht.
Sie sind mit der Erde verbunden,
eine grüne Fläche.
Schwarze Striche hindern die Wolken am Weiter-ziehen.
Das Bild wider-spricht unseren Erfahrungen.
Die Künstlerin betont Gegen-Sätze:
spitz und rund
hart und weich
schwebend und schwer
sowie
kaltes Blau und warmes Rot.
Sara Smidt