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<h2>SubmittedText<h2><p>1. Wie gross ist der aktuelle Beitrag des Bundes an die Förderung der rätoromanischen Presse?</p><p>2. Teilt der Bundesrat die Meinung, dass eine romanische Tageszeitung ein wichtiges Instrument der Spracherhaltung und Sprachförderung ist und darum erhalten werden muss?</p><p>3. Wie stellt er sich zu einer verstärkten finanziellen Unterstützung des Bundes an eine romanische Tageszeitung?</p><p>4. Sieht er andere Möglichkeiten zur Förderung der romanischen Presse?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Im laufenden Jahr 2008 hat der Bund dem Kanton Graubünden eine Finanzhilfe von 710 670 Franken zur Förderung der rätoromanischen Presse zukommen lassen. Dieser Betrag wurde zusammen mit der Finanzhilfe des Kantons in der Höhe von 345 000 Franken der Agentura da Novitads Rumantscha (ANR) ausgerichtet, die mit ihren redaktionellen Leistungen die rätoromanische Presse unterstützt. Der Gesamtbetrag an den Kanton Graubünden für die Sprachförderung im laufenden Jahr beläuft sich auf 4 585 500 Franken.</p><p>2. Der Bundesrat ist der Meinung, dass rätoromanische Zeitungen für die Erhaltung und Förderung des Rätoromanischen sehr wichtig sind. Je besser die einzelnen Titel in der Bevölkerung verankert sind und je öfter sie erscheinen, desto grösser ist deren spracherhaltende Wirkung. Ob die einzelnen Zeitungen erhalten bleiben, hängt vor allem von marktwirtschaftlichen Kriterien und somit vom Willen der Abonnenten und der Verleger ab. </p><p>3. Der Bund und der Kanton Graubünden leisten keine Direktzahlungen an die rätoromanische Tageszeitung. Bei der Gründung der ANR im Jahr 1996 haben alle Zeitungsverleger und die Radio- und Fernsehveranstalter, die alle im Stiftungsrat der ANR Einsitz nehmen, im Einvernehmen mit der Lia Rumantscha, der Dachorganisation der Rätoromanen, auf die bis dahin erfolgten Direktzahlungen an die einzelnen Zeitungen zugunsten der Gründung der ANR verzichtet. Um den Weiterbestand der Pagina da Surmeir, der kleinsten rätoromanischen Zeitung, die einmal wöchentlich erscheint, zu sichern, hat der Stiftungsrat eine besondere Regelung getroffen. Eine Erhöhung der Bundesfinanzhilfen für die Förderung der rätoromanischen Presse ist nicht vorgesehen.</p><p>4. Der Bundesrat ist überzeugt, dass die Förderung der rätoromanischen Presse durch die redaktionellen Leistungen der ANR eine sehr gute Form der Sprachförderung darstellt, die eine Gleichbehandlung aller Medien erlaubt und somit den Bedürfnissen der Verleger am besten entspricht. Davon profitiert vor allem die Tageszeitung, die nahezu alle von der ANR produzierten Artikel veröffentlicht. Die langjährigen guten Erfahrungen sprechen für die Beibehaltung dieser Form der indirekten Presseförderung. Es steht dem Stiftungsrat der ANR jedoch offen, andere Formen der Presseförderung bzw. der Verbreitung der redaktionellen Leistungen der ANR zu prüfen.</p>  Antwort des Bundesrates.