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Absteiger Sion will es St. Gallen und dem FCZ gleichtun
Nach den Umwälzungen im Zuge der Aufstockung der Super League präsentiert sich die Challenge League vor dem Start in die Saison mit neuem Gesicht - mit dem FC Sion, Eren Derdiyok und zwei Aufsteigern.
Nach den Umwälzungen im Zuge der Aufstockung der Super League präsentiert sich die Challenge League vor dem Start in die Saison mit neuem Gesicht - mit dem FC Sion, Eren Derdiyok und zwei Aufsteigern.
Auf dem Papier geht der Absteiger Sion als grosser Favorit ins Rennen. Zwar haben Spieler wie Anto Grgic, Luca Zuffi, Giovanni Sio und Musa Araz den Klub nach dem Absturz in der Super League verlassen, viele sind aber noch da, darunter die ehemaligen Nationalspieler Reto Ziegler und François Moubandje und um sie herum eine Reihe weiterer Defensivspieler, die eine Klasse tiefer für Stabilität sorgen können sollten.
Mario Balotelli, dessen Marktwert von einst 32 Millionen auf 1,5 Millionen Euro geschrumpft ist, steht aktuell ebenfalls noch im Kader der Walliser. Dies aber nur deshalb, weil sich bislang kein Abnehmer fand für den Grossverdiener, den Präsident Christian Constantin nach dessen Eskapaden und desolater Fitness in der letzten Saison lieber früher als später von der Lohnliste hätte.
Drei schafften den direkten Wiederaufstieg
Auch ohne den Zirkus um Balotelli und die ungewisse Zukunft des Klubs wegen Constantins Gebärden, den Klub abtreten zu wollen, wird die Mission Wiederaufstieg kein leichtes Unterfangen. In den 20 gespielten Saisons der Challenge League haben es nur drei Klubs geschafft, nach dem Abstieg unmittelbar in die Super League zurückzukehren: St. Gallen 2008/09 und 2011/12, der FC Zürich 2016/17 und Lausanne-Sport in der letzten Saison.
An ihnen will sich Sion orientieren. Servette, Thun, Vaduz, Neuchâtel Xamax und selbst die Grasshoppers benötigten zwei bis fünf Anläufe für den Wiederaufstieg. Yverdon rutschte nach dem Abstieg 2006 bis in die 1. Liga ab, bevor es sportlich wieder aufwärts ging. Wil (2004), Schaffhausen (2007) und Aarau (2015) sind bis heute nicht mehr in die Super League zurückgekehrt.
Aarau mit Alex Frei, Schaffhausen mit Derdiyok
Aarau, neu mit Winterthurs Aufstiegstrainer Alex Frei, gehört auch dieses Mal wieder zu den Anwärtern auf den direkten Aufstiegsplatz oder die Barrage als Tabellenzweiter. Schaffhausen erhofft sich mit der Verpflichtung von Ex-Nationalstürmer Eren Derdiyok eine Steigerung gegenüber dem 7. Platz in der Vorsaison, ebenso wie das in der entscheidenden Phase zurückgebundene Wil (5.) sowie Thun (6.), Vaduz (8.) und Neuchâtel Xamax (10.).
Als Aufsteiger mischen neu Baden und Stade Nyonnais in der zweithöchsten Liga mit, die im Gegensatz zur Super League nach wie vor aus zehn Mannschaften besteht.