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Geburt
Die Geburt eines Kindes wird immer vom zuständigen Zivilstandsamt des Geburtsortes registriert. In der Regel erfolgt eine Geburt in einem Spital oder Geburtshaus. Die Geburtsanzeige wird dann direkt von den Verantwortlichen der Institutionen an das zuständige Zivilstandsamt weitergeleitet. Das Zivilstandsamt, welches die Geburt beurkundet, erlässt danach eine Mitteilung an die Einwohnerkontrolle des Wohnortes und ist ausserdem zuständig für die Ausstellung der Geburtsurkunde.
Hat die Geburt jedoch nicht in einem Spital oder Geburtshaus stattgefunden, so sind folgende Personen in nachstehender Reihenfolge, zur Anzeige der Geburt verpflichtet:
- der zugezogene Arzt oder die Ärztin
- die zugezogene Hebamme oder der Entbindungshelfer
- die Hilfsperson des Arztes, der Ärztin, der Hebamme oder des Entbindungshelfers
- jede andere bei der Geburt anwesende Person
- die Kindsmutter selbst
Die Anmeldung beim Zivilstandsamt hat innert 3 Tagen nach der Geburt zu erfolgen.
Benötigte Dokumente
Bezüglich beizubringender Dokumente empfiehlt es sich, frühzeitig beim zuständigen Zivilstandsamt des voraussichtlichen Geburtsortes Informationen einzuholen. Bis zur Einreichung der eingeforderten Dokumente kann die Geburt nicht registriert und somit auch keine Geburtsurkunde ausgestellt werden.
Vornamensgebung des Kindes
Die Vornamen des Kindes sind dem zuständigen Zivilstandsamt mittels Namenskarte bei der Geburtsanmeldung mitzuteilen. Sind die Eltern miteinander verheiratet, so bestimmen Sie die Vornamen ihres Kindes gemeinsam. Sind sie nicht miteinander verheiratet, so bestimmt die Mutter die Vornamen des Kindes, sofern die Mutter das alleinige Sorgerecht besitzt.
Bei der Wahl der Vornamen gilt zu beachten, dass diese die Interessen des Kindes nicht offensichtlich verletzen. Insbesondere gilt dies bei Sachbegriffen, Ziffern, einzelnen Buchstaben oder wenn eine unverhältnismässig hohe Anzahl an Namen gewählt wurde.
Es liegt im Ermessen des Zivilstandsamtes ob die Interessen des Kindes gewahrt wurden und die Vornamenswahl der Eltern akzeptiert werden kann.
Familienname des Kindes
Nach Schweizer Recht erhält das Kind den gemeinsamen Familiennamen der Eltern resp. den Namen, den die Eltern anlässlich der Ehevorbereitung als Namen für ihre Kinder bestimmt haben.
Führen die Eltern keinen gemeinsamen Familiennamen und haben sie bei der Ehevorbereitung erklärt, welchen ihrer Ledignamen ihre Kinder tragen sollen, so können sie mit der Geburtsmeldung des ersten Kindes, oder innerhalb eines Jahres seit dessen Geburt, gemeinsam schriftlich erklären, dass das Kind den Ledignamen des anderen Elternteils tragen soll. Diese Erklärung kann nur einmal abgegeben werden. Der von den Eltern bestimmte Name des Kindes gilt für alle weiteren gemeinsamen Kinder, sofern schweizerisches Recht zur Anwendung kommt.
Sind die Kindseltern nicht miteinander verheiratet, erhält das Kind den Ledignamen der Mutter als Familiennamen. Steht das Sorgerecht bei der Geburt des ersten Kindes den Eltern gemeinsam zu, so erklären sie mit der Geburtsmeldung schriftlich gegenüber dem Zivilstandsamt, welchen ihrer Ledignamen ihre Kinder tragen sollen.
Wird die Vereinbarung über die gemeinsame elterliche Sorge erst nach der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes getroffen, so können die Eltern innerhalb eines Jahres seit der Vereinbarung gegenüber der Zivilstandsbeamtin erklären, dass das Kind den Ledignamen des anderen Elternteils tragen soll. Der von den Eltern bestimmte Name gilt für alle künftigen gemeinsamen Kinder und ist unabhängig von der Zuteilung der elterlichen Sorge.
Familienname nach ausländischem Recht
Ausländische Eltern, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, können erklären, dass sie die Namensführung ihres Kindes ihrem Heimatrecht unterstellen wollen. Die Eltern können diesen Wunsch bei der Geburtsanmeldung oder mittels einer separaten Erklärung äussern. Wenn nötig, haben sie nachzuweisen, dass die von ihnen angegebene Namensführung den Regeln ihres Heimatlandes entspricht.
Bürgerrecht und Staatsangehörigkeit
Sind die Eltern miteinander verheiratet und besitzt einer von beiden das Schweizer Bürgerrecht, so erhält das Kind das Schweizer- sowie das Kantons- und Gemeindebürgerrecht durch Abstammung.
Das Kind einer Schweizer Mutter, die nicht mit dem Kindsvater verheiratet ist, erwirbt die schweizerische Staatsangehörigkeit durch Geburt. Es erhält das Kantons- und Gemeindebürgerrecht der Mutter.
Die Anerkennung eines nach dem 31. Dezember 2005 geborenen Kindes einer ausländischen Mutter, durch den schweizerischen Vater, bewirkt den Erwerb des Schweizer Bürgerrechts sowie des Kantons- und Gemeindebürgerrechts des Vaters.
Sind beide Elternteile Schweizer Bürger und besitzen die gemeinsame elterliche Sorge bzw. sind sie miteinander verheiratet, so erhält das Kind das Kantons- und Gemeindebürgerrecht des Elternteils, dessen Name es trägt.