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Mit GBP 299 Mio. (rund CHF 680 Mio.) vor Steuern fiel er indessen nicht so hoch aus wie im Vorjahr. Damals erreichte der Verlustsaldo wegen ausserordentlichen Rückstellungen von GPB 827 Mio. für die Stilllegung der Magnox-Kernkraftwerke die Rekordhöhe von GPB 1,09 Mrd. Doch im operativen Geschäft wuchs der Verlust gegenüber 2002/2003 um 16% auf GBP 303 Mio. Die BNFL erklärt diese negative Entwicklung mit Sonderaufwand besonders für die Inbetriebnahme der Mischoxid-Brennstoffherstellung in Sellafield. Bei einem Jahresumsatz von GBP 2,3 Mrd. verzeichnete die BNFL zudem einen negativen Cashflow von GBP 128 Mio. "wegen weiterer hoher Investitionen und ins Gewicht fallender Rückstellungen für Altlasten".
Das im Besitz der britischen Regierung stehende Unternehmen kann in seinem Jahresbericht indessen auch über positive Entwicklungen berichten. So erzielte es die beste nukleare Sicherheitsbilanz seiner Geschichte, gründete und lancierte mit Erfolg die British Nuclear Group (BNG) zur Bündelung der nuklearen Sanierungsprogramme in Grossbritannien, wandte über GBP 500 Mio. zur Erfüllung alter Verpflichtungen auf und erzielte im Tochterunternehmen Westinghouse einen konstanten Umsatz bei hohem Gewinn und einem Spitzenwert an Neuaufträgen von GBP 1,58 Mrd. in den Büchern.
Für die Zukunft ist die Gruppe zuversichtlich, mit der umfassenden Restrukturierung und Umformung des vergangenen Jahres den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Sie rechnet mit einer dramatischen Verbesserung ihrer finanziellen Lage, sobald die neue staatliche Nuclear Decommissioning Authority (NDA) ihre Tätigkeit aufnehmen wird. Die britische Regierung schuf die NDA Ende letzten Jahres, um die nuklearen Altlasten Grossbritanniens aufzufangen und damit eine Neuausrichtung der BNFL zu ermöglichen.
Quelle
P.B. nach NucNet, 10. Juni 2004