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Unter der Bezeichung „Nastro D’Oro“ produzierte Fiat ab Ende der 60er bis Anfang der 80er Jahre eine Vielzahl von Traktormodellen. Die Namensgebung lehnte sich hierbei an die Leistung der einzelnen Traktoren an: war der frühe 250er noch mit einem Zweizylindermotor welcher 25 PS leistete ausgestattet produzierte der etwas später eingeführte 1300 DT mit seinem Sechszylindermotor schon ganze 130 PS. DT-Modelle wie der hier abgebildete 450 zeichnen sich durch Allradantrieb aus was z.B. in steilem Terrain wie hier in der Zentralschweiz einen grossen Nutzen bietet.
Der zwischen 1968 und 1981 gebaute Fiat 450 wurde ursprünglich mit einem wassergekühlten, 2.3 Liter grossen Reihen-Viertakt-Dreizylinder Saugmotor ausgeliefert. Dieses Dieselaggregat wurde dann im Jahre 1975 auf 2.5 Liter vergrössert, jedoch mit gleichbleibender Nennleistung von 45 PS. Standardmässig standen acht Vorwärts- und zwei Rückwärtsgänge zur Verfügung. Optional gab es eine 30 km/h Variante mit neun Vorwärts- und drei Rückwärtsgängen. Auf Wunsch war eine Sevolenkung verfügbar.
Wie kommt nun das Bucher-Logo auf die Vorderfront des Fiat Traktors? Es war gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Bucher mit der Fabrikation mechanischer Bestandteile landwirtschaftlicher Maschinen begann und kurz darauf auch in den Vertrieb landwirtschaftlicher Maschinen ausländischer Hersteller einstieg. Mitte der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts lancierte Bucher mit der Gespannmähmaschine mit Aufbaumotor eine erste motorisierte Landmaschine, gefolgt von einachsigen Motormähern. 1954 begann Bucher dann mit der Produktion von Traktoren und lieferte so in einer Dekade gut 5000 Stück aus. 1963 gab Bucher jedoch die Herstellung von Bucher-Traktoren wieder auf und fokussierte sich fortan auf den Verkauf von Fiat-Traktoren. Als Schweizer Importeur fand somit der Bucher Firmenname auch Einzug auf die entsprechenden Fiat-Traktoren.