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Quecksilber - Thermometer sind das kleinste Übel
Zerbrochene Thermometer stellen nicht die grösste Gefahr für eine Quecksilber-Belastung des Menschen dar. Die Hauptquellen von Quecksilber sind vielmehr Zahnfüllungen und Speisefische.
Wer denkt beim Stichwort Quecksilber nicht gleich an ein zerbrochenes Thermometer und an die knifflige Prozedur, bis die quirligen Quecksilbertröpfchen sicher entsorgt sind? Kaputte Thermometer sind aber keineswegs die wichtigste Quelle für die Quecksilber-Belastung des Menschen. Weitaus bedeutsamer ist das Quecksilber, das täglich mit der Nahrung aufgenommen wird oder aus Zahnfüllungen entweicht.
Quecksilber kommt in verschiedenen Formen vor. Elementares Quecksilber wurde früher in Thermometern verwendet. Es verdampft leicht aus freien Tröpfchen. Werden solche Dämpfe eingeatmet, gelangt das Quecksilber ins Blut und wird im Körper verteilt. Elementares Quecksilber ist auch in Zahnfüllungen aus Amalgam enthalten. Aus diesen kann es ebenfalls entweichen und eingeatmet werden. Wenn es verschluckt wird, ist elementares Quecksilber hingegen ungefährlich. Es wird vom Verdauungstrakt nicht aufgenommen, sondern unverändert wieder ausgeschieden. Auch Energiesparlampen enthalten funktionsbedingt eine geringe Menge an elementarem Quecksilber.
Elementares Quecksilber kann sich in der Umwelt mit anderen Substanzen verbinden. Solche Quecksilber-Verbindungen werden beim Verschlucken vom Körper leicht aufgenommen und gelangen ins Blut. Sie reichern sich vor allem in Fischen an und gelangen über die Nahrungskette zum Menschen.
Quecksilbervergiftungen entstehen in der Regel, wenn kleine Mengen über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden. Dabei wird das zentrale Nervensystem geschädigt. Die Symptome sind Zittern, Erregbarkeit, Wesensveränderungen und Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnissses. Bei hoher Quecksilber-Belastung können auch Krämpfe und Lähmungen auftreten. Besonders anfällig sind Ungeborene und Kleinkinder. Bei ihnen kann sich die geistige Entwicklung verzögern.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat abgeschätzt, wie viel Quecksilber ein Mensch aufnehmen könnte, ohne dass er davon krank wird. Die tatsächlich mit der Nahrung oder aus Amalgamfüllungen aufgenommene Menge liegt aber unter diesem Wert und wird daher nicht als schädlich angesehen.
Zerbrochene Thermometer oder Energiesparlampen richtig entsorgen
Raum gut lüften.
Reste mit einem geknickten Papier, Pulver mit einem Klebeband aufnehmen und alles in ein gut schliessendes Schraubdeckelglas geben.
Möglichst nicht staubsaugen.
Verschlossenes Glas einer Verkaufsstelle zur Entsorgung zurück bringen.
Ausführlichere Informationen sind im Factsheet Quecksilber zu finden.
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