Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03454.jsonl.gz/1803

Mit dieser Publikation legt die UNESCO ihr erstes Lehrerhandbuch zur Prävention des gewalttätigen Extremismus durch Bildung vor. Es kann in vorliegender Form eingesetzt oder als Prototyp für eine weitere Kontextualisierung, Anpassung oder Übertragung entsprechend dem konkreten Bedarf der Lernenden betrachtet werden. Der Leitfaden ist nicht didaktisiert und beinhaltet keine vorgeplanten Unterrichtseinheiten, beinhaltet aber Folgendes: Bereichsübergreifende Projektideen, vertiefte Aktivitäten für die Nachbesprechung, die Rolle der Bildung in diesem Kontext, Tipps zur Vorbereitung von Unterrichtsgesprächen.
Der Unterrichtsimpuls «Grenzen» befasst sich überwiegend mit der sozialen Dimension. Während im ersten Teil über die Bedeutung und Herkunft von Grenzen reflektiert wird, werden in den hinteren Seiten eher geographische und historische Bezüge erstellt. Die fertigen Unterrichtseinheiten sind methodisch abwechslungsreich und inhaltlich differenziert gestaltet.
Idomèni
Agìr, ein zurückhaltender 19-jähriger Kurde, erzählt die Geschichte seiner Flucht von Syrien in die Schweiz. Über mehrere Jahre ist Agìr in verschiedenen Ländern unterwegs, bis er schliesslich über die Balkanroute in die Schweiz kommt. In seinem Animationsfilm «Tente 113, Idomèni» stellt der Filmemacher Henri Marbacher die Flucht mit Agìrs Voice-Over dar. Es ist eine fragmentarische Erzählung, die zeigt, wie
schwierig es für Agìr ist, über seine Geschichte zu sprechen.
Lernen mit Lebensgeschichten
Durch das Lehrmittel «Verfolgt und vertrieben» beschäftigen sich Primarschüler/-innen mit Kinder-Biographien aus dem 2. Weltkrieg und lernen damit ihre Werte, Perspektiven zu hinterfragen und Empathie für die heutigen Flüchtlinge zu entwickeln.
Nach der Beerdigung von Onkel Nader kehren Ibrahim und sein Vater von Jenin (Palästina) zurück nach Nazareth (Israel), wo sie als israelische Araber wohnen. Woran der Onkel gestorben ist, will der Vater Ibrahim nicht sagen. Unterwegs werden die beiden zuerst von palästinensischen Soldaten aufgehalten, dürfen jedoch dank ihrer israelischen Autonummer ungehindert passieren. Kurz darauf werden sie am Checkpoint von israelischen Grenzwächtern angehalten und durchsucht. Nach einer Schrecksekunde lassen die Soldaten die beiden passieren.
Der Film berichtet von der Vertreibung der Massai und der Hadza zugunsten der Idee des Naturschutzes: der Serengeti-Nationalpark sollte einer west lichen Vorstellung von Afrika und wilder Ursprünglichkeit entsprechen. Dabei zeigt er differenziert die historische Entwicklung und die aktuelle Situation von Naturschutz und Tourismus in Afrika auf und lässt gleichermaßen Profi teure wie auch Opfer zu Wort kommen.Themen: Tourismus in Nationalparks, Tansania, Menschenrechte versus Natur- und Artenschutz, indigene Völker, Nutzungskonflikte, Entwicklung von Nationalparks, Afrikabilder
Eine Idee verändert die Welt
Modulare Inputs für eine Unterrichtsgestaltung zu Flucht, Migration und Humanitärem Völkerrecht (Wann werden im Krieg Grenzen überschritten? Wie schützen Regeln im Krieg Zivilist/-innen? Was hat das mit mir zu tun?). Inkl. Spiele, Übungen und Gruppenarbeiten.
Weltweite Gewalt und Neue Kriege
Eingreifen oder nicht? Libyen und Syrien sind aktuelle Beispiele, die zeigen, dass dieser Entscheid von verschiedensten Interessen und Überlegungen beeinflusst wird. Die Lernenden befassen sich mit dem UN-Beschluss «responsibility to protect» (Verpflichtung zum Schutz der Bevölkerung) und gehen dem Phänomen der Neuen Kriege und allgemein dem Thema weltweite Gewalt nach. In diesem Zusammenhang stehen auch die Themen Ressourcen, Drogenhandel und Cyberwar zur Diskussion. Ausführliche didaktische Hinweise und spannende Aufgabenstellungen tragen zu diesem gelungenen Unterrichtsprojekt bei.
Menschlichkeit ist lernbar
«Menschlichkeit ist lernbar» - unter diesem Motto gibt es eine Website mit einem umfangreichen Unterrichtsangebot zu Fragen von Humanität und humanitärer Hilfe. Das Lernmedium ist modular aufgebaut und legt den Schwerpunkt auf den Lernprozess, welcher auf vielfältige Weise immer wieder refflektiert wird. In diesem Sinne ist «Project Humanity» ein sehr BNE-affines Angebot.