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1965 ist der Toyota 2000 GT die Sensation der 12. Tokyo Motor Show. Noch heute ist er exklusiv und heiss begehrt: Bis 1970 entstehen lediglich 351 Exemplare des teuersten japanischen Autos seiner Zeit. Der Preis ist von Anbeginn elitär. Für Fr. 33 000.– ist ein 2000 GT ab 1968 in der Schweiz zu haben. Er ist damit mehr als doppelt so teuer wie die damalige Oberklasse Toyota Crown und kostet gleich viel wie ein Porsche 911 Targa.
Mit dem 2000 GT avanciert Toyota trotz der Ähnlichkeit zum Jaguar E von einem westliche Marken imitierenden zu einem eigenständigen Hersteller von wettbewerbsfähigen Automobilen. Sein Äusseres wird durch die geschwungene Linienführung, die Magnesiumfelgen und die Klappscheinwerfer bestimmt. Diese sind für die japanischen Designer eine Knacknuss: In den USA, dem wichtigsten Markt, müssen sie sich mindestens auf einer Höhe von 24 Zoll befinden.
Unter der langen Motorhaube arbeitet ein Reihen-Sechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 1.988cm³ Hubraum. Die 150 PS werden durch eine 5-Gang Handschaltung auf die Hinterräder übertragen. Die Fahrleistungen machen den 2000 GT damals zum Sportwagen reinsten Wassers: Tempo 100 in zehn Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h.
1966 holt der 2000 GT mit einem Schnitt zwischen 200 und 206 km/h drei Langstrecken-Weltrekorde (72 Stunden, 15.000 Kilometer, 10.000 Meilen). Auch auf der Rennstrecke ist er erfolgreich (Platz 1 und 2 beim 1.000 Kilometer-Langstreckenrennen in Suzuka 1966, Sieg 1968 beim SCCA-Klasse C-Rennen in Laguna Seca).
Berühmtester Fahrer des 2000 GT ist Sean Connery. Im fünften James Bond «You only live twice» entkommt 007 den Schurken in einem 2000 GT, indem er seiner japanischen Agenten-Kollegin das Steuer überlässt. Da diese gar nicht Auto fahren kann, sind zwei Film-GTs erforderlich. Eines für die Nahaufnahmen in den Londoner Studios und ein zweites für die Actionsequenzen, bei denen eine Stuntfrau den Toyota auf japanischen Strassen pilotiert.
Verschärfte US-Gesetze für die Fahrzeugsicherheit läuten 1970 das Ende der Baureihe ein. Die Kosten für die notwendigen Änderungen sind nicht kalkulierbar. Deshalb wird die Produktion beendet. In der Schweiz haben sechs Exemplare die Jahrzehnte überlebt. Ein 2000 GT in Topzustand kostet heute über Fr. 300 000.–.