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Die Arbeits- und Forschungsstelle für Ethik (AFE) ist eine Abteilung des Philosophischen Seminars der Universität Zürich, die sich der Forschung, Lehre und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der philosophischen Ethik widmet und dabei der interdisziplinären Behandlung von Problemen der angewandten Ethik, vor allem der Umwelt- und Medizinethik, ein besonderes Gewicht einräumt. Die Aufgaben der AFE umfassen
- die Gewährleistung eines Lehrangebots in philosophischer Ethik an der Universität Zürich,
- Forschungsprojekte (die zum Teil durch den Schweizerischen Nationalfond unterstützt werden),
- die Organisation von Tagungen und Workshops,
- Gutachten, Expertenberichte und andere Dienstleistungen zuhanden der Öffentlichkeit (zum Beispiel Vorträge oder die Behandlung von Anfragen)
- und den Aufbau einer Forschungsbibliothek und einer Dokumentation der öffentlichen Diskussion von ethischen Problemen (Sammlung von Publikationen aus Zeitungen und Zeitschriften).
Die AFE besteht seit 1989. Der entscheidende Anstoss zu ihrer Gründung erfolgte 1987, als der Stiftungsrat der Arnold Corti-Stamm Stiftung (Winterthur) den Beschluss fasste, seine Mittel zur Förderung der ethischen Forschung bereitzustellen. Zusammen mit dem der theologischen Fakultät angehörenden Institut für Sozialethik bildet die AFE das Ethik-Zentrum der Universität Zürich. Seit 2008 ist der Lehrstuhl für politische Philosophie (Lehrstuhl Prof. Cheneval) Teil der AfE.
Das Ethik-Zentrum ist seit Frühjahr 1995 in der vom Kanton Zürich grosszügig renovierten "Villa Abegg" untergebracht. Das Gebäude wurde um die Jahrhundertwende von dem Architekten Conrad von Muralt im Neorenaissance-Stil erbaut und 1962 von Dr. phil. hc. Carl J. Abegg dem Kanton mit der Auflage vermacht, es auschliesslich für wissenschaftliche Studien und Forschungen an der Universität zu verwenden.