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Die Epilepsie-Neurochirurgie ist eine hochspezialisierte Disziplin, die eine enge Zusammenarbeit mit dem Team der Epileptologie erfordert.
Epilepsie ist eine neurologische Krankheit, die eine anormale Entladung von Nervenzellen im Gehirn verursacht. Sie führt zu Anfällen mit individuell variierender Häufigkeit und Dauer. Dafür kann es vielfältige Ursachen geben. Wenn den Anfällen keine Läsion (Tumor, Abszess, Zyste usw.) zugrunde liegt, werden die Patienten neurologisch behandelt, um das Auftreten von Anfällen mithilfe antiepileptischer Medikamente zu stoppen.
Manche Patienten leiden trotz einer angemessenen medikamentösen Therapie weiter unter epileptischen Anfällen. Bei ihnen wird im Vorfeld einer operativen Behandlung in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie eine Untersuchung zur genaueren Beurteilung der Epilepsie (Phase‑II-Abklärung) durchgeführt. Dabei werden Elektroden im Gehirn platziert, um die Region abzugrenzen, von der die Anfälle ausgehen. Wenn sich eine bestimmte Region identifizieren lässt, kann deren chirurgische Entfernung erwogen werden.
Manche epileptischen Anfälle werden durch diverse Syndrome und neurologische Krankheiten verursacht. In diesen Fällen können verschiedene sogenannte „diskonnektive“ Verfahren in Betracht gezogen werden.