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Die Wahlen fürs Stadtpräsidium Bern sind vorbei, der Sieger steht fest: Grün gewann recht deutlich gegen Rot, Alec von Graffenried schlug Ursula Wyss.
So klar ist das in Bern nicht. Bern hat vier grüne Parteien (hier der Stärke nach aufgelistet): Das eher linke Grüne Bündnis unterstützte Wyss und gehört der kantonalen und der schweizerischen Grünen Partei an. Die Mitte-lastige Grüne Freie Liste unterstützte ihr Mitglied von Graffenried und gehört ebenfalls der kantonalen und der schweizerischen Grünen Partei an. Die Grünliberalen stehen rechts davon, unterstützten jedoch Wyss und gehören zur Grünliberalen Partei der Schweiz. Die Grüne Partei Bern steht links von allen andern und beschloss Stimmfreigabe für die Stadtpräsidiumswahlen; sie gehört nicht der kantonalen Grünen Partei an, jedoch der schweizerischen Grünen Partei.
Alles klar, alles verstanden? In «Monty Python’s Life of Brian» gabs den Unterschied zwischen der «Volksfront von Judäa» und der «Judäischen Volksfront» … Zweieinhalb grüne Parteien unterstützten Wyss, eineinhalb von Graffenried. Hat Grün nun gewonnen? Oder einfach der Mann und nicht die Frau?
Die Frau sprach bei der Bekanntgabe der Kandidatur Folgendes aus: «Und wer mir eine allzu grosse Nähe zu Bundesräten vorwirft (verwirft leicht die Hände) …, dann ist das für die Stadt vielleicht doch noch positiv.» Ihr Mann ist persönlicher Berater von Bundesrat Alain Berset. Was macht Frau von Graffenried?