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Das Ganglion (Überbein) ist eine häufige, aber harmlose knötchenförmige Veränderung unter der Haut im Bereich einer Gelenkkapsel oder Sehnenscheide. Meist bildet sich ein Überbein am Handgelenk oder Finger: Das Ganglion ist der häufigste gutartige Weichteiltumor der Hand, wobei das Wort Tumor im Sinne einer Schwellung zu verstehen ist.
Beim Ganglion bildet sich unter der Haut eine mit Flüssigkeit gefüllte Kammer (Zyste), die mit der darunterliegenden Gelenkkapsel oder Sehnenscheide verbunden ist. Neben der Hand kann ein Überbein auch an anderen Gelenken, zum Beispiel am Fuss oder Knie, auftreten. Ursache für ein Ganglion ist eine übermässig gebildete Gelenkflüssigkeit.
Beim Ganglion bildet sich unter der Haut eine mit Flüssigkeit gefüllte Kammer. (Foto: Magnus Manske; Wikipedia)
Die Beschwerden beim Ganglion erstrecken sich von mässigen, belastungsabhängigen bis hin zu sehr starken, ausstrahlenden Schmerzen. Ausserdem ist häufig ein Knoten unter der Haut zu sehen.
Diagnostizieren lässt sich ein Ganglion durch eine körperliche Untersuchung sowie mit weiteren technischen Hilfsmitteln wie Ultraschall oder Röntgen. Dabei ist es wichtig, das Ganglion von anderen Tumoren oder Krankheitsbildern abzugrenzen. Wenn das Überbein keine oder nur geringe Beschwerden verursacht, ist es möglich, mit der Therapie abzuwarten, denn: Ganglien bilden sich in vielen Fällen spontan zurück. Bestehen stärkere Symptome oder ist die Beweglichkeit durch das Ganglion eingeschränkt, kommen sowohl konservative als auch operative Massnahmen zur Behandlung infrage. Die Prognose des Ganglions ist in der Regel gut; in vielen Fällen tritt es nach einer erfolgreichen Behandlung oder einem spontanen Rückgang jedoch erneut auf.
Ein Ganglion (Überbein) ist eine unter der Haut gelegene und mit klarer, zäher Flüssigkeit gefüllte Kammer (sog. Zyste), die mit der darunterliegenden Gelenkkapsel oder Sehnenscheide verbunden ist. Es bildet ein Knötchen, das etwa erbsen- bis kirschgross werden kann. Diese Schwellung ist prall-elastisch und meist von aussen sichtbar.
Ganglien zählen zu den sogenannten Weichteiltumoren, wobei der Begriff Tumor rein im Sinne einer Schwellung zu verstehen ist: Ein Ganglion ist harmlos. Die als Mycin bezeichnete Flüssigkeit im Ganglion besteht überwiegend aus Hyaluronsäure.
Meist tritt ein Ganglion am Handgelenk oder an den Gelenken der Finger auf, seltener am Knie oder am Fuss. Ein Überbein kann einzeln auftreten, es können sich aber auch an verschiedenen Stellen mehrere Überbeine gleichzeitig bilden.
Das Ganglion (Überbein) ist der häufigste gutartige Weichteiltumor an der Hand. Allgemein treten Ganglien zwischen dem 10. und 50. Lebensjahrzehnt auf. Ihre Häufigkeit nimmt bei jüngeren Menschen zu und ist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr am höchsten. Frauen sind etwa dreimal so oft betroffen wie Männer.
Die einem Ganglion (Überbein) zugrunde liegenden Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Als möglicher Auslöser für ein Ganglion gilt ein Riss in der Gelenkkapsel oder Sehnenscheide, der entsteht, wenn sich vermehrt neue Gelenkflüssigkeit (Synovia) bildet. Die im Übermass vorhandene Flüssigkeit bricht, ausgehend von der Grenzschicht zwischen Gelenkknorpel und Gelenkkapsel, in einer gekammerten Zyste ins umliegende Weichteilgewebe ein. Die dann als Ganglion beziehungsweise Überbein bezeichnete Zyste bleibt dabei über stielförmige Auswüchse mit der Gelenkkapsel verbunden.
Für die beim Ganglion übermässige Flüssigkeitsbildung kommen als Ursachen sowohl angeborene Störungen als auch entwicklungsbedingte Veränderungen im Kapselbandapparat bei Überlastung sowie chronische Reizzustände infrage. Ob vermehrte Bewegung die Ursache dafür sein kann, dass sich ein Ganglion ausbildet, ist ungeklärt; wenn die Gelenkkapsel schon eingerissen ist oder ein Überbein bereits besteht, kann sich vermehrte Bewegung jedoch verstärkend auswirken.
Ein Ganglion (Überbein) kann allgemein sehr verschiedene Symptome zeigen: Während es in machen Fällen keinerlei Beschwerden auslöst, sind in anderen Fällen stark ausgeprägte Schmerzen möglich. Meist ist das Ganglion als prall-elastische, teilweise berührungsempfindliche Schwellung zu sehen und zu tasten. Wenn das Ganglion auf Nerven drückt, entstehen Kribbeln und Taubheitsgefühl. Ganglien finden sich meist an folgenden Gelenken:
In seltenen Fällen kann sich ein Ganglion einschliesslich der entsprechenden Symptome auch an der Schulter oder am Ellenbogen bilden.
Ein Ganglion (Überbein) bildet sich meist am Handgelenk oder Finger: Es ist der häufigste gutartige Weichteiltumor der Hand (wobei Tumor hier im Sinne einer Schwellung gemeint ist). Typische Symptome für ein Ganglion am Handgelenk sind die Schwellung, die sich leicht ertasten lässt und meist gut sichtbar ist, und die bei Berührung auftretenden Schmerzen. In anderen Fällen tritt das Ganglion nur in Erscheinung, wenn das Handgelenk gebeugt ist. Manchmal ist das Ganglion weder sicht- noch tastbar, äussert sich jedoch durch Gelenkschmerzen. Diese Schmerzen können in den Ellenbogen und zum Teil bis in den Oberarm ausstrahlen. Ein weiteres mögliches Anzeichen für ein Überbein am Handgelenk ist eine verminderte Griffstärke der Hand.
Bei einem Ganglion (Überbein) gelingt die Diagnose häufig schon anhand der Beschwerden und durch eine körperliche Untersuchung. Das unterschiedlich grosse, prall-elastische Knötchen ist häufig in der Umgebung des Gelenks oder der Sehnenscheiden sichtbar und tastbar.
Ist das Ganglion nicht zu sehen oder zu ertasten, ist die Diagnose schwieriger. In diesen Fällen kommen verschiedene technische Untersuchungsmethoden infrage, die auch zur Sicherung des Tastbefunds zum Einsatz kommen:
Da ein Ganglion ein gutartiger Weichteiltumor ist, ist eine Ultraschalluntersuchung zur Diagnose hilfreich, denn: Im Ultraschall lassen sich tumorartige Veränderungen nachweisen. Um diese für ein Ganglion typischen Veränderungen von Veränderungen anderen Ursprungs abzugrenzen, kommen sowohl das Röntgen (zum Ausschluss von Arthrose oder knöchernen Tumoren) als auch gegebenenfalls die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.
Ausserdem steht mit Durchleuchtung (Transillumination) eine einfache Methode zur Diagnose eines Ganglions zur Verfügung. Dabei durchleuchtet der Arzt die betroffene Stelle mit sogenanntem Kaltlicht – das Ganglion ist dann aufgrund seines flüssigen Inhalts im Gegensatz zu festen Tumoren sichtbar.
Wenn ein Ganglion (Überbein) keine Beschwerden verursacht, ist es ratsam, mit der Therapie zu warten, denn: Ein Ganglion kann sich spontan von alleine zurückbilden. Wenn Sie Schmerzen haben oder die Funktion Ihres betroffenen Gelenks durch das Ganglion eingeschränkt ist, kommen konservative Massnahmen oder eine Operation zu Ihrer Behandlung infrage.
Wenn die durch das Ganglion (Überbein) verursachten Schmerzen und Einschränkungen nicht übermässig ausgeprägt sind, erfolgt zunächst immer eine konservative Therapie. Hierzu zählen Behandlungen durch Physiotherapie und durch Medikamente.
Wenn Sie ein Ganglion am Handgelenk haben, das kaum Beschwerden verursacht, aber Ihr Handgelenk leicht instabil macht, kann Ihnen Krankengymnastik helfen. Des Weiteren ist es möglich, zur Therapie über eine Nadelpunktionen Flüssigkeit aus dem Ganglion zu entfernen. Gegen die Schwellung können Sie unter Umständen Kortison gespritzt bekommen. Es besteht auch die Möglichkeit, Hyaluronidase (eine Verbindung, die den Hauptbestandteil der Flüssigkeit im Ganglion – die Hyaluronsäure – abbaut) in das Überbein zu spritzen und nachfolgend die Flüssigkeit abzuziehen.
Bei einem Ganglion (Überbein) erfolgt zur Therapie eine Operation, wenn nicht-operative Methoden nicht zum gewünschten Erfolg führten oder Ihre Beschwerden so stark sind, dass eine konservative Behandlung nicht möglich scheint. Das Ziel der Operation besteht darin, das Ganglion vollständig zu entfernen, wobei der Operateur ausserdem die mit der flüssigkeitsgefüllten Kammer bestehende Verbindung zur Gelenkkapsel oder Sehnenscheide verschliesst.
Das Ganglion (Überbein) ist ein harmloser, gutartiger Tumor mit günstigem Verlauf. In manchen Fällen bildet es sich spontan – also ganz von alleine – zurück: Fast jedes dritte Überbein am Handgelenkrücken beispielsweise verschwindet ohne Behandlung von selbst.
Allerdings kann ein nicht behandeltes Ganglion zu starken Schmerzen führen und die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks einschränken. Dies ist jedoch behandelbar, wobei in vielen Fällen nicht-operative Massnahmen ausreichen. Nur manchmal ist eine Operation notwendig. Mit ihr lassen sich 100 Prozent der Fälle heilen; bei 10 Prozent entsteht im weiteren Verlauf jedoch erneut ein Ganglion (d.h. es bildet sich ein Rezidiv).
Einem Ganglion (Überbein) können Sie durch gezielte Entspannungsübungen vorbeugen. Dies gilt vor allem, wenn Sie viel am Computer arbeiten oder andere Tätigkeiten ausführen, die sich belastend auf Ihre Gelenke auswirken: Ein Ganglion entsteht im Wesentlichen dadurch, dass das betroffene Gelenk (v.a. das Handgelenk) überlastet ist. Und durch körperliche Betätigung ist die Muskulatur angespannt. Daher ist es wichtig, dass Sie ihr durch gezielte Dehnungsübungen ausreichend Gelegenheit geben, sich wieder zu entspannen.