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Die ursprünglich aus Asien kommenden Ratten sind heute weltweit verbreitet und besonders auf der Nordhalbkugel aufzufinden. Auch in Europa und der Schweiz haben sich die Nager gut etabliert und leben in Erdbauten, Kanalisationen, Dachböden, Lagerhäusern, Fabriken, Scheunen, Restaurants und so weiter. Die Tiere leben in Kolonien, welche Grössen von mehreren hundert Tieren erreichen können. In der Schweiz sind vor allem die Wanderratte (Rattus norvegicus) und die Hausratte (Rattus rattus) heimisch. Da sie schlecht sehen verlassen sich Ratten auf ihren Geruchs- und Tastsinn. Nichtdestotrotz sind Ratten hervorragende Schwimmer und Kletterer und können gut graben.
Ratten sind neophob, was bedeutet dass sie extrem misstrauisch auf jegliche Veränderungen in ihrer gewohnten Umgebung reagieren und sie generell sehr scheu gegenüber Menschen sind. Zusätzlich sind die Tiere nachtaktiv, wodurch auch ein Kontakt mit Menschen verringert wird. Wenn Ratten tagsüber beobachtet werden können, deutet dies auf einen grossen Befall hin.
Generell sind Ratten deutlich grösser als Mäuse. Dabei bergen die Hausratte und die Wanderratte einige signifikante Unterschiede, welche unten erklärt werden.
Hausratte: Die Hausratte wird zwischen 14 - 23 cm gross, wobei ihr Schanz länger als ihr Körper ist und zwischen 17 - 28 cm gross werden kann. Sie haben einen feinen Kopf mit relativ grossen, aber unbehaarten Ohren und einer spitzen Schnauze. Ihr Fell ist hell- bis dunkelgrau (teilweise erscheint es sogar mit einem grünlichen Schimmer), wobei die Bauchseite heller ist als der Rest des Fells. Hausratten können bis zu 2 Jahre alt werden.
Wanderratte: Wanderratten sind etwas grösser als Hausratten und werden zwischen 19 - 30 cm gross, wobei der Schwanz kleiner als der Körper ist (16 - 21 cm). Ihr Körper ist massig und plump, mit einem kleinen Kopf, welcher spärlich behaarte Ohren, kleine Augen und eine stumpfe Schnauze besitzt. Ihr Fell ist graubraun bis dunkelbraun, wobei auch bei ihnen das Bauchfell heller ist. Die Durchschnittliche Lebenszeit der Wanderratte beträgt 12 - 18 Monate.
Wenn Ratten in Gebäude gelangen, können sie grossen Schaden anrichten. Untenstehend finden Sie eine Auflistung von Schäden und Gefahren, welche von Ratten verursacht werden.
Krankheiten: Ratten können Krankheiten direkt (durch Urin, Bisse) oder indirekt (durch Flöhe) verbreiten, von welchen viele für den Menschen gefährlich sind (Pest, Rattenbissfieber, muriner Typhus etc.). In der Landwirtschaft können Ratten andere Tiere mit Krankheiten infizieren (z.B. Schweinepest, Maul-und-Klauenseuche).
Schaden an Material: Durch das Benagen von Isoliermaterial oder Kabeln können Ratten Pannen, Kurzschlüsse und sogar Brände verursachen. Zusätzlich können sie wertvolle Materialien mit ihren Nagezähnen beschädigen und durch ihren Urin verunreinigen. Dadurch werden auch öffentliche Orte verschmutzt und somit unattraktiv gemacht.
Schaden an Lebensmittel: In Nahrungsmittellagern (Silos, Supermärkte etc.) verschmutzen Ratten Lebensmittel und verderben sie für den menschlichen Verzehr.
Ein Rattenbefall kann schwere Schäden mit sich bringen und ist aufwändig zu bekämpfen. Daher lohnt es sich präventiv gegen die Nager vorzugehen. Untenstehend finden sie Tipps, wie sie Nager vermeiden können.
Keine Essensreste über Toilette entsorgen: Ratten sind in Kanalisationen heimisch und sind auf einer stetigen Suche nach Nahrung. Wenn Essensreste über die Toilette entsorgt werden, können Ratten den Resten folgen und bis in die Toilette klettern. Dabei bringt auch das Runterspülen nichts mehr. Ratten sind exzellente Schwimmer und werden immer wieder den Weg in die Toilette finden. Sollte dies der Fall sein, kann eine Einwegklappe installiert werden, welche die Ratten langfristig am Hochschwimmen hindert.
Essensreste nicht auf offenem Kompost entsorgen: Offenstehende Komposte sind paradiesisch für Ratten, da sie Unmengen an Nahrung finden. Entsorgen Sie Ihren Kompost mit einer verschliessbaren Biotonne.
Verschliessen Sie Lücken und Öffnungen: Wenn Gebäude Risse, Löcher oder sonstige bauliche Mängel aufweisen, können Ratten leicht eindringen. Sie benötigen nur ein ca. 20 mm kleines Loch um sich durchzuquetschen. Daher sollten möglichst alle Öffnungen verschlossen werden, um den Ratten ein Eindringen zu verunmöglichen. Zusätzlich sollten Sie Türen, Tore, Fenster etc. nicht unnötig offenstehen lassen.
Natürliche Feinde: Hunde, Katzen, sowie diverse Raubvögel sind natürliche Feinde von Ratten und schrecken diese ab. Wenn möglich können Sie sich auf diese Tiere verlassen, um Ihre Gebäude vor Ratten zu schützen.
Durch die Neophobie und die Nachtaktivität der Ratten gestaltet sich eine Bekämpfung schwierig und aufwendig. Ratten meiden unbekannte Nahrungsmittel und daher tasten sie sich nur langsam an ausgelegte Köder heran. Auch Tunnelfallen werden vorab gemieden und alternative Routen werden gesucht. Mit der Zeit gewöhnen sich die Ratten jedoch an ausgelegte Köder und Fallen und trauen sich an diese heran, was letztlich zu einer Tilgung führt.
Wir setzen bei einer Bekämpfung auf Schlagfallensysteme, welche Ratten durch Köder anlockt und diese zuverlässig tötet. Dabei verzichten wir grösstenteils auf den Einsatz von Giftködern, womit wir eine Verschmutzung der Umwelt, sowie eine Vergiftung von Nichtzielorganismen (z.B. Raubvögel welche vergiftete Ratten fressen) verhindern können. Mehr über unsere Methoden bei der Rattenbekämpfung erfahren Sie, indem Sie die untenstehende Box anklicken.