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(Meldung umgeschrieben und mit weiteren Angaben ergänzt)
Zug (awp) - Precious Woods hat im Geschäftsjahr 2009 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Dabei sah sich das Unternehmen mit einer deutlich rückläufigen Nachfrage nach tropischen Hölzern konfrontiert. Der Verwaltungsrat habe auf die unbefriedigende Marktentwicklung umgehend reagiert und Massnahmen zur Restrukturierung eingeleitet, schreibt Precious Woods in der Mitteilung vom Freitag. Die daraus entstandenen Kosten sowie die rückläufigen Verkäufe führten im Jahr 2009 zu einem "klar negativen" Ergebnis.
Aus dem Verkauf von Holz, Strom aus Biomasse, Emissionsrechten und der Zunahme biologischer Aktiven erzielte Precious Woods einen Gesamterlös von 87,8 (VJ 116,7) Mio USD. Dies entspricht einem Rückgang um 24,8%, währungsbereinigt nahm der Umsatz um 19,8% ab.
Der Umsatzrückgang falle leicht besser aus als noch im ersten Halbjahr, als die Verkäufe gegenüber der Vorjahresperiode um 29,5% zurückgegangen sind, so die Mitteilung weiter. Im letzten Quartal 2009 habe sich das Marktumfeld etwas verbessert. Insgesamt liege der Rückgang im Rahmen des Gesamtmarktes für tropische Hölzer.
In Gabun habe Precious Woods im zweiten Halbjahr die Ziele dank "befriedigenden" Volumen und "ansprechenden" Preisen weitgehend erreicht. Dabei habe das Furnierwerk von TGI den Turnaround im Jahr 2009 bestätigt und Ende Januar 2010 die FSC-Zertifizierung, ein global anerkanntes Gütesiegel für Produkte aus zertifizierter Waldwirtschaft, für die "Chain of Custody" erhalten.
In Brasilien litten die Verkäufe von Precious Woods Amazon im zweiten Halbjahr unter einer von den Behörden verursachten Verspätung der Erntebewilligung. Im Gegenzug seien auf dem Lokalmarkt Brasiliens im Vergleich zum Vorjahr annähernd doppelt so hohe Verkäufe erzielt worden. Die Stromverkäufe sind dagegen aufgrund des geringeren Volumens an Biomasse aus der Sägerei sowie weicheren Holzarten mit einem niedrigeren Brennwert gesunken. Die Erträge aus Emissionsrechten blieben in der Folge ebenfalls unter dem Vorjahresniveau.
In Europa führt Precious Woods die tieferen Umsätze vor allem auf die stark gesunkene Nachfrage im ersten Halbjahr sowie den starken Abbau der Lagerbestände von Kunden zurück. Die Zunahme der biologischen Aktiven in Zentralamerika bewertet Precious Woods im Rahmen des langfristigen Trends dagegen insgesamt positiv.
Auf die unbefriedigende Marktentwicklung reagierte der Verwaltungsrat und die Gruppenleitung umgehend mit Restrukturierungsmassnahmen, Effizienzsteigerungen sowie einer Verstärkung der Marktpositionierung. Precious Woods habe im zweiten Halbjahr entsprechende Massnahmen eingeleitet, die nun im laufenden Jahr fortgesetzt würden. Dabei seien die Verkaufsanstrengungen verstärkt worden. Bereits im September wurde - insbesondere in der Produktion in Gabun und in der niederländischen Tochter - der Abbau von Personal angekündigt.
Die mit den Umstrukturierungen verbundenen Kosten und Wertberichtigungen verbuchte das Unternehmen in der Rechnung 2009, weshalb für 2009 ein "klar negatives" und unbefriedigendes Ergebnis resultieren werde. Im Halbjahr 2009 wies Precious Woods bereits einen Betriebsverlust von 3,7 Mio und einen Reinverlust von 4,8 Mio CHF aus.
Die verschiedenen Massnahmen würden die Produktivität und Marktposition der Gruppe jedoch verbessern und sich positiv auf die zukünftigen operativen Ergebnisse auswirken, so die Mitteilung von heute weiter. Zusammen mit der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie verfüge man über eine solide Grundlage für ein rentables Wachstum.
Die Zahlen sind vorläufig und ungeprüft. Die definitiven Werte einschliesslich des vollständigen Jahresabschlusses werden am 26. April 2010 publiziert.
mk/cf
(Meldung umgeschrieben und mit weiteren Angaben ergänzt)