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Weil das Leben als qualifizierter Journalist immer schwieriger wird und nicht jedermann, der zehn Sätze hintereinander schreiben kann, für die PR-Branche als Mitarbeiter geeignet ist, suchen kreative Journalisten nun neue Lösungen, um ihre Familien und Partnerschaften finanzieren zu können.
Der aus wechselnden Beschäftigungsverhältnissen hervorgegangene, hoch kreative Hansi Voigt, eine Kultfigur neuer medialer Ausdrucksweisen, kam nun auf die Idee, der Staat, sprich der Steuerzahler, sollten jährlich CHF 5-6 Mio. bereitstellen, um ihn und seinesgleichen zu finanzieren.
Nun könnte ein solcher Neo-Journalismus geeignet sein, die Vergeudung von Steuermilliarden durch den Staat besser deutlich zu machen als es die offiziellen unabhängigen Medien praktizieren. Damit wäre der Einsatz des Spielgeldes von CHF 5 Mio+ schon gerechtfertigt.
Anderseits habe ich keinen Beleg, dass der Vorstand von Mediaforti alias Hansi Voigt-Club jene Recherchequalität zu erbringen vermag, für welche er als Anzahlung diesen respektablen Millionenbetrag verlangt. Ich warte schon einige Monate auf die journalistischen Wunder, die uns Constantin Seibt vor einem halben Jahr versprochen hat. Von den Zinsen seiner Sponsorengelder, die er gewonnen hat, kann er sicher nicht leben.
Wollen wir Staatsjournalisten? Nein. Brauchen wir mehr Journalismus? Nein. Denn wer sich informieren will, hat es längst gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen, zu hören und zu sehen, um die reale Welt mit der medial offerierten zu vergleichen. Wer täglich 10-20 Schweizer Medienprodukte zu sich nimmt, dazu einige ausländische Publikationen für die gebildeten Kreise, weiss recht gut, wie die Schweiz und die Welt ticken.