Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/1938

Denguefieber ist eine Krankheit, die keine klaren, charakteristischen Symptome hat und meist ähnlich wie eine sehr schwere Grippe verläuft. In besonders schweren Fällen kann es allerdings zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen. Besonders wenn innere Blutungen auftreten und es durch ein sogenanntes „Hämorrhagisches Denguefieber“ zu einem „Dengue-Schock-Syndrom“ kommt, kann der Krankheitsverlauf tödlich sein. Denguefieber wird durch ein Virus ausgelöst, das, wie auch bei der Malaria, durch einen Mückenstich übertragen wird. Nach einer Infektion beträgt die Inkubationszeit 14 Tage. Danach treten die Symptome auf, die aber in vielen Fällen sehr unterschiedlich sein können, wodurch die Krankheit schwer zu diagnostizieren ist. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit wie bei einer Grippe mit hohem Fieber, Schüttelfrost und starken Gliederschmerzen. Nach bis zu 7 Tagen klingt sie dann von alleine wieder ab und nur bei 2 – 4% der Fälle kommt es zu ernsthaften Komplikationen.
Behandelt wird die Krankheit vor allem durch die Gabe von Infusionen und einer intensivmedizinischen Beobachtung. Da das akute Risiko von Blutungen besteht, sollte unbedingt auf die Einnahme von Aspirin verzichtet werden, da dieses eine gerinnungshemmende Wirkung hat und somit die Blutung verschlimmert. Daher empfiehlt sich bei hohem Fieber eher die Einnahme von Paracetamol. Seit Ende letzten Jahres hat die Firma Sanofi den Impfstoff „Dengvaxia“ auf den Markt gebracht, der einen Impfschutz von 93% bietet. Denguefieber kommt vor allem in den Tropen und Subtropen vor. Betroffen sind Zentralamerika und der nördliche Teil von Südamerika, wie Venezuela und Nordbrasilien. In Zentralafrika, Indien, Südostasien und Nordaustralien gibt es ebenfalls ein hohes Ansteckungsrisiko. Wie auch bei der Malaria gilt, in jedem Fall Mückenstiche durch geeignete Kleidung und Insektensprays zu vermeiden.