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Roman Wick tritt überraschend aus der Nationalmannschaft zurück. Der Topskorer der ZSC Lions will sich vollumfänglich auf seinen Verein konzentrieren.
Der Rücktritt von Wick ist für den neuen Nationaltrainer Glen Hanlon ein herber Verlust. Der Flügelstürmer befindet sich mit noch nicht einmal 29 Jahren im besten Sportleralter und gehört hierzulande zu den kreativsten sowie produktivsten Spielern.
In der vergangenen Qualifikation war Wick mit 23 Toren und 25 Assists in 47 Partien hinter Matthew Lombardi (Genève-Servette/50 Punkte) der zweitbeste Skorer, in den Playoffs steuerte er neun Punkte (3/6) zum Meistertitel der Lions bei. Dank seiner starken Leistungen wurde er zum MVP der letzten Saison gekürt. Auch in der aktuellen NLA-Skorerliste nimmt er mit neun Toren und elf Assists bereits wieder den 2. Platz ein.
Hanlon, der mit Wick telefoniert hat, wollte dessen Entscheid nicht gross kommentieren. «Er ist ein grossartiger Spieler. Ich wünsche ihm viel Glück. Es ist sein Entscheid. Ich unterstütze ihn zu 100 Prozent.» Der Kanadier beabsichtigt jedoch, ihn irgendwie einzubinden.
Wick, der im März den Vertrag mit den Lions bis 2018 verlängerte hat, begründete den Entschluss in einer Medienmitteilung damit, «dass es für mich immer wichtiger wird, auf meinen Körper zu achten, damit dieser gesund bleibt. Ich habe gemerkt, dass ich für eine vollständige Regeneration und das Auskurieren von Blessuren mehr Zeit benötige. Nur so kann ich für die ZSC Lions auf Dauer 100 Prozent Einsatz bringen.»
So fehlte Wick an den letzten beiden Weltmeisterschaften wegen Verletzungen – 2013 beim sensationellen Gewinn der Silbermedaille wegen eines Fussbruches, in diesem Mai auf Grund von Handgelenk-Problemen.
Auch 2010 hatte er wegen einer Rippenprellung passen müssen, 2011 gewann er mit dem AHL-Team Binghamton Senators den Titel und war deshalb bis Anfang Juni in den Playoffs engagiert. So nahm er «bloss» an drei Weltmeisterschaften (2008, 2009 und 2012) und nur an einer der letzten fünf teil.
Sein letztes Länderspiel bestritt Wick am 18. Februar an den Olympischen Spielen in Sotschi, wo er in seinen vier Einsätzen enttäuschte und punktelos blieb.
Vier Jahre zuvor in Vancouver war dies noch ganz anders gewesen, hatte er nicht nur wegen seiner zwei Tore und drei Assists zu den auffälligsten Schweizern gehört. Insgesamt trug Wick 67 Mal das National-Dress und erzielte dabei 21 Tore und insgesamt 40 Skorerpunkte.
Sein Debüt gab er am 12. Dezember 2007 in Nürnberg beim 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Deutschland. Dabei schoss Wick beide Treffer. «Eine Portion Wehmut ist bei diesem Entscheid sicher auch dabei», so Wick. «Ich bin ein Vollblut-Profi, der diesen Sport liebt und noch lange ausüben möchte.» (si)
Sportkommentator Stefan Hofmänner verlässt das Schweizer Fernsehen und wird neuer Leiter Medien und Kommunikation bei Swiss-Ski. Der Berner wird Nachfolger von Lorenz Liechti Torre, der eine neue berufliche Herausforderung annimmt.
Der ausgebildete Turn- und Sportlehrer Hofmänner war zuletzt während 17 Jahren als Sportredaktor und Live-Kommentator beim Schweizer Fernsehen tätig und kennt den Schneesport bestens. Seit der Saison 1999/2000 erlebte das Publikum den 47-jährigen vor allem als …