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David Goldblatt – Südafrikanische Fotografien 1952–2006
David Goldblatts Fotoprojekte spielen alle in Südafrika, handeln alle von Südafrika, beschäftigen sich mit den Menschen, der Arbeit, den gesellschaftlichen Konstellationen, mit dem gebauten und dem natürlichen Raum dieses Landes. Sie thematisieren dies alles jeweils in einem direkten, greifbaren, konkreten Hier und Jetzt, gleichzeitig durchdrungen vom Bewusstsein für die Geschichte, die Strukturen, die Machtverhältnisse in diesem Land.
In den Serien über die Minen und Minenarbeiter, dem dichten Porträt der Buren, dem Porträt einer Kleinstadt für mittelständische Weisse, der eindringlichen Visualisierung überlanger Arbeitswege für Schwarze, dem Projekt über Wohnhäuser, Geschäfte, Kirchen als gebaute, „in Stein gehauene“ gesellschaftliche Strukturen bis hin zur Serie der Close-Ups, der ausschnitthaften Nahaufnahmen von Gesten und Haltungen und weiter zum neuen Südafrika, zu den Farbfotografien von städtischen Beamten, den Strassen Johannesburgs und den Konstellationen auf dem Land: David Goldblatt (*1930) hat sich in exemplarischer und auch sehr eigener Weise als Dokumentarfotograf mit der konfliktreichen und gewalttätigen Geschichte seines Landes auseinandergesetzt und dabei seinen Blick auf die grosse gesellschaftliche Zerrissenheit während der Apartheid gerichtet.
Das Fotomuseum Winterthur würdigt mit einer grossen Retrospektive das fotografische Schaffen von David Goldblatt, dem Preisträger des Hasselblad Award 2006, des bedeutendsten internationalen Fotopreises.
Die Ausstellung wurde von Martin Parr und Urs Stahel kuratiert. Eine Zusammenarbeit mit den Rencontres internationales de la photographie, Arles.
Hauptsponsor: Stanley Thomas Johnson Stiftung