Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03106.jsonl.gz/593

Salma Said & Miriam Coretta Schulte
Salma Said (*1985) ist Performerin, Aktivistin und Forscherin und lebt zwischen Ägypten und Deutschland. Sie wirkte als Schauspielerin in verschiedenen Filmen mit, z.B. Rabie 89 von Ayten Amin, ausserdem als Performerin und Autorin in Theaterprojekten, u.a. 2018 in rosa & louise – a feminist manifesto von Ariane Koch & Sarina Scheidegger, Lessons in Revolting, Spring Awakening und …At your service! von Laila Soliman, sowie Thawret Alaa und El Mosabaa von Salam Yousry. Einige dieser Arbeiten wurden in Ägypten, dem Libanon, Syrien, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz präsentiert. Sie hat Literatur- und Filmwissenschaften studiert und macht aktuell einen Master in «Cultural Anthropology». 2011 hat Salma «Mosireen» mitgegründet, ein non-profit Medienkollektiv, das 2018 das grösste Filmarchiv der ägyptischen Revolution herausgebracht hat: «858 – An Archive of Resistance». Während ihres Studiums in Leipzig nahm Salma Said 2019 an der Gruppenausstellung “Museum on the Couch” im Grassi Museum teil.
Miriam Coretta Schulte, geboren 1987 in Frankfurt am Main, studierte Theaterwissenschaft und Regie in Hildesheim, Gießen, Paris 8 und Paris 10. In ihren Arbeiten setzt sie oft Potenzial und Ohnmacht von Körpern und Körperfiktionen als zentrale Punkte. So z. B. mit der choreografischen Mnemotechnik „Hack-No-Tech“, die sie mit Catalina Insignares in Paris entwarf und in Lecture Performances und Workshops weiterentwickelt. Für a night called layla erarbeitete sie 2017 im Team mit Roth/Hilari/Wilhelm Tanztechniken zum Erlernen der arabischen Sprache beim Festival Treibstoff Theatertage Basel. 2018 war sie dank Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung für drei Monate in Kairo und begann dort das Projekt Mimesia, ein Research-Format, das in wechselnden Formen und Konstellationen untersucht, ob der Vorgang der Bewunderung in eine empowernde Praxis überführt werden kann (Premiere März 2019 in der Kaserne Basel). Sie gründete außerdem 2016 die ersten Blasphemic Reading Soirées in Basel, einen performativen feministischen Lesekreis, der mittlerweile kollektiv organisiert und durchgeführt wird.