Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03615.jsonl.gz/2674

Die den Fall untersuchende unabhängige Kommission sei in ihrem Bericht provisorisch zum Schluss gekommen, dass die Transkation zu höheren Preisen für Enteisungsflüssigkeiten führen oder dass die Auswahl und die Qualität, insbesondere in Bezug auf die Versorgungssicherheit für die Kunden, reduziert werden könnte. Zudem könnten andere Faktoren wie die Innovation durch die Transaktion betroffen sein, heisst es weiter.
Die CMA will nun entscheiden, wie darauf eingegangen werden soll. Dazu gehöre auch ein mögliches Verbot der Transaktion, was nach Ansicht der Untersuchungskommission der einzige effektive Weg sein könnte. Die Kommission habe aber auch andere Vorschläge (wie Preiskontrollen) in Erwägung gezogen, von denen sie aber glaube, dass diese zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht effektiv genug seien, um dem Verlust des Wettbewerbs zu begegnen.
Die involvierten Parteien hätten nun bis zum 10. Juni 2016 Zeit, um zu den Aussagen der Kommission Stellung zu nehmen, heisst es weiter. Einen endgültigen Bericht als nächsten Meilenstein will die Behörde im Juli 2016 veröffentlichen.
Die CMA hatte im Februar bekannt gegeben, dass sie die geplante Übernahme genauer unter die Lupe nehmen wolle. Clariant hätte die Möglichkeit gehabt, "akzeptable" Zusagen vorzulegen, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken in Bezug auf die Lieferung von Enteisungs-Flüssigkeiten in Grossbritannien auszuräumen, begründete die Behörde damals die eingeleitete Untersuchung.
Clariant hatte Ende November 2015 angekündigt, dass die Gesellschaft das Enteisungsgeschäft von Kilfrost in Europa erwerben wolle.
sig/ys
(AWP)