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Aufgrund eines medizinischen Zwischenfalls wurde die Rückführung der Familie Samuel Luamba in ihr Heimatland Angola unterbrochen. Der Entscheid bleibe aber bestehen, heisst es seitens Kantons.
Das Schicksal der abgewiesenen Familie brachte in Turtmann eine Eltern-Gruppe dazu, eine Petition zu lancieren. Ihr Ziel: Dass sich der Staatsrat beim Bund für den Verbleib der Mutter und ihrer drei Kinder einsetzt. Der zuständige Staatsrat Frédéric Favre machte vergangene Woche jedoch keine Anzeichen, nochmals auf den Entscheid zurückzukommen.
Zumal sich die kantonale Härtefallkommission im vergangenen Oktober bereits gegen eine Neuberurteilung des Falls aussprach. Laut Kommission erfülle die Familie die notwendigen Bedingungen – finanzielle und wirtschaftliche Unabhängigkeit sowie eine aussergewöhnliche Integriertheit – nicht, um einen Härtefall geltend zu machen. «Der Ausschaffungsentscheid bleibt in Kraft», so Jacques De Lavallaz, Chef der kantonalen Dienststelle für Bevölkerung und Migration.
Die angolanische Familie sollte vor zwei Wochen rückgeführt werden, polizeilich begleitet bis zum Flughafen Zürich. Dort erlitt die Mutter einen Zusammenbruch. Der Fall löste in Turtmann teils grosse Betroffenheit aus, da die Familie bereits seit mehreren Jahren im Dorf lebt. Die Töchter absolvierten hier den Kindergarten und die ersten Jahre der Primarstufe.dab