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Für Institutionen aus dem I&D-Bereich in der Schweiz unterhält die Schweizerische Nationalbibliothek (NB) das nationale ISIL-Zentrum: Es vergibt die ISIL-Kennzeichen mit dem Präfix CH und führt das Register mit den Namen und Adressen der gekennzeichneten Institutionen. Als nationales ISIL-Verzeichnis dient ISplus (Archive, Bibliotheken und Museen) in HelveticArchives.
Die internationale Koordination der ISIL-Registrierung hat die Dänische Agentur für Kultur (Danish Agency for Culture) übernommen.
ISIL steht für "International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations" = "Internationale normierte Kennzeichnung für Bibliotheken und verwandte Organisationen" und entspricht der internationalen Norm ISO 15511, die im September 2003 in Kraft gesetzt wurde.
Der ISIL dient zur eindeutigen Identifizierung von Bibliotheken, Archiven und verwandten Institutionen. Mit diesem eindeutigen Code werden die automatisierten und insbesondere die grenzüberschreitenden bibliothekarischen Dienstleistungen (Standortidentifikation, Erwerbung, Ausleihe, etc.) vereinfacht. Die international gültige Identifikationsnummer verhindert Missverständnisse, welche beispielsweise durch Namensänderungen der Institutionen oder durch Sprachvarianten entstehen könnten.
Der ISIL übernimmt auf internationaler wie nationaler Ebene diejenige Funktion, welche bis anhin das VZ/ILV-Sigel und andere Kürzel auf nationaler Ebene innehatten. Im nationalen ILV der Schweiz jedoch werden die VZ/ILV-Sigel bis auf Weiteres in Gebrauch bleiben.