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Die Venen gehören zum «Niederdrucksystem» – im Gegensatz zu den Arterien, in denen ein wesentlich höherer Druck herrscht – und sind muskelschwache Gefässe. Ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, «verbrauchtes», schlackenhaltiges und sauerstoffarmes Blut wieder zum Herzen zurückzuführen. Nachdem es in den Lungen wieder mit Sauerstoff angereichert wurde, gelangt es über die Arterien erneut bis in die entlegensten Winkel des Körpers. Arterien und Venen bilden so ein geschlossenes System. Das Herz muss mit seiner Pumpleistung die Schwerkraft überwinden, um das Blut in Bewegung halten. Daher sind Venenprobleme am ehesten in den Beinen zu finden.
Besenreiser sind kleine direkt in der Oberhaut liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen bis 2mm Durchmesser. Sie treten hauptsächlich an den Beinen auf und sind oft eine angeborene Veranlagung oder entstehen wegen einer Stauung im Venensystem aufgrund fehlender Elastizität. Die Venen weiten sich und werden als rot-bläuliche geschlängelte Gefässstrukturen sichtbar. Besenreiser ohne Beteiligung des übrigen Beinvenensystems sind harmlos und keine Krankheit im medizinischen Sinn, sondern lediglich ein kosmetisches Problem. Die Couperose oder „Kupferfinne“, ist eine anlagebedingte Gefässerweiterung (Teleangiektasie, Rosazea) im Bereich der Nasenflügel und auf den Wangen. Sie tritt meist ab dem 30. Lebensjahr auf mit hellroten und bläulichen Einfärbungen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Besenreiser alleine sind nicht gefährlich oder gesundheitsbedenklich, da sie die Blutzirkulation nicht behindern. Für die Betroffenen sind sie aber oft ein kosmetisches Problem. Besenreiser können aber auch die Vorstufe von Krampfadern sein. Oder einen Hinweis darauf geben, dass sich tiefer in den Beinen bereits Krampfadern gebildet haben. Diese sind nicht nur eine ästhetische Angelegenheit, sondern sind durchaus eine Erkrankung: einseitige Beinschwellung, Schweregefühl der Beine, Wadenkrämpfe sind nur die leichten Auswirkungen. Ohne Behandlung kann in einem späteren Stadium auch eine Entzündung entstehen oder sich sogar ein Unterschenkelgeschwür bilden. Vor einer Behandlung der Besenreiser muss deshalb ausgeschlossen werden, dass ein Venenleiden vorliegt. Dieses sollte dann zunächst entsprechend behandelt werden. Liegt kein pathologisches Venenleiden vor, können Besenreiser z. B. mit Hilfe von Laserlicht behandelt werden.
Die kosmetische Entfernung von Besenreiser und Couperose wird meistens über zwei Verfahren durchgeführt. Erstens die sogenannte Sklerosierung mit der Nadelinjektion und lokaler Betäubung welche nur für Mediziner geeignet ist. Die Verödung findet über eine alkoholische Lösung statt welche eine Entzündung auslöst und die Venen schliesst. Nachteilig bei der Sklerosierung ist, dass kleine Venen nicht mit der Nadel getroffen werden und ein Druckverband oder Kompressionsstrümpfe über mehrere Wochen nach der Behandlung getragen werden müssen. Das zweite Verfahren ist die nicht-invasive Laserbehandlung welche auch für die Kosmetikerinnen geeignet sind. Bei der Laserbehandlung wird der Laser entlang des zu behandelnden Gefässes an der Beinoberfläche geführt während dem er konstant Laserenergie die im roten Blutfarbstoff verpufft. Es entsteht eine Druckwelle aufdie Gefässwände, sodass diese zusammenklatschen und die Blutplättchen sich an den Gefässwänden fest verkleben. Ein weiterer Blutdurchfluss ist nicht mehr möglich. Das Lasern der Besenreiser eignet sich vor allem für mittelgrosse Besenreiser bis 2mm Durchmesser und ganz feine Besenreiser.
Bis anhin wurden Besenreiser und Couperose erfolgreich mit dem langgepulsten Nd:YAG-Laser mit 1064nm Wellenlänge und dem KTP-Laser mit 532nm Wellenlänge, dem sogenannten grünen Licht entfernt.Oft wurden beide Laser in der Kombination bei den bläulichen und hellroten Venen eingesetzt. Im Ausnahmefall erfolgreich ist die Anwendung von Blitzlampen (IPL, EPL etc.), weil die Fokussierung und Energie fehlt. Seit kurzem besticht der neuartige Diodenlaser mit 940nm Wellenlänge für die permanente Entfernung von Besenreiser und Couperose in wenigen Anwendungen. Diese Diodenlaser besitzen eine feine Glasfaser mit einem kleinen Handstück und können punktgenau auf die verästelten Venen aufgesetzt werden. Auf eine Anästhesie kann verzichtet werden. Die konstante Kühlung der Hautstelle mit einem kontaktlosen Kaltluft-Hautkühler erlaubt eine nahezu schmerzfreie Behandlung.
Auf die Laserbehandlung zur Entfernung von Besenreiser und Couperose ist zu verzichten bei: Schwangerschaft, krankhaften Venenleiden wie Varizen, Sonnenbräune, Solariumbräune, Tanningbräune, Einnahme von lichtsensibilisierenden Medikamenten oder Naturprodukten wie Johanniskraut.
Je nach Komplexität der Besenreiser sind 2 bis 4 Behandlungen im Abstand von 6 Wochen notwendig.
Für ein optimales Ergebnis sollte die Haut nicht gebräunt sein, weil ansonsten die gebräunte Haut die Energie des Lasers absorbiert, was zu Pigmentstörungen führen kann. Das bedeutet: Keine Bräunung durch Sonnenbad, Solarium oder Selbstbräuner für 6 bis 8 Wochen vor der Behandlung. Auf Licht sensibilisierende Medikamente sollte unbedingt verzichtet werden. Auch sollte die zu behandelnde Stelle unmittelbar vor der Behandlung nicht mit Cremen oder Lotionen bestrichen werden.
Wir empfehlen die Behandlungen mit einem kontaktlosen Kaltluftgerät oder einem Kontaktkühlgeräte wie CryoPro durchzuführen. Mit der zusätzlichen Kaltluft ist die Behandlung nahezu schmerzfrei.
Nach der Laserbehandlung können Rötungen und leichte Schwellungen auftreten. Eventuell können sich in den Folgetagen Krusten bilden. Im Ausnahmefall können Pigmentverschiebungen auftreten. Eine gute Wundheilsalbe hilft. Auf Saunagänge, heisse Bäder oder Sonnenbaden muss für die Folgetage verzichtet werden.
- Der Kunde wird vor der ersten Laserbehandlung auf eine krankheitsbedingte Gefässerkrankungen von einem Facharzt abgeklärt. Weiteres sind alle Gesundheitsfragen klar zu bestehen. Die Vor- und Nachbehandlung sowie Risiken, Nebenwirkungen und der Behandlungspreis werden besprochen und mit einer schriftlichen Einverständniserklärung bestätigt. Es gilt: Es werden nur gesunde Kunden behandelt. Im Zweifelsfall wird auf die Laserbehandlung verzichtet.
- Nach der Unterzeichnung der Einverständniserklärung werden die Besenreiser oder Couperose auf Muttermale untersucht. Falls Muttermale vorhanden sind, werden diese ausgelassen.
- Der Lasertherapeut instruiert den Kunden über die Sicherheitsvorschriften im Behandlungsraum und über den Ablauf der Behandlung (Augenschutzbrille etc.).
- Der Behandlungsprozess der Besenreiser mit dem V940 Swiss Edition benötigt eine Energiedichte von ca. 20 bis 30 Watt. Die Temperatur im Gefäss muss ca. 65°C sein, damit die permanente Verödung der Blutäderchen eintritt. Der empfohlene Kaltluftkühler kühlt konstant die Behandlungsstelle, die Behandlung wird dadurch nahezu schmerzfrei. Die erfolgreiche Koagulation zeigt sich dadurch, dass der Besenreiser sofort verschwindet. Direkt nach dem Beschuss mit dem Laser ist ein kurzer Druck mit dem Finger auf das Gefäss empfehlenswert.
- Nach der Behandlung wird die Hautstelle weiterhin gekühlt. Es empfiehltsich eine antiseptische Wundheilsalbe auf die behandelte Stelle aufzutragen.
- Der Kunde hält sich strikte an die Vor- und Nachbehandlungsanweisungen vom Lasertherapeuten. Insbesondere sollte vor und nach der Laserbehandlung auf Sonnenbaden, Solarium oder Bräunungssprays/cremen verzichtet werden.