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Agrosprit und der drohende Hunger in Tansania
Dürre und Getreidemangel in Ostafrika / Tansania steht am Beginn einer grösseren Nahrungskrise / Eine Reihe von Biospritunternehmen belegen fruchtbares Land, um Agrotreibstoffe zu gewinnen
Die Nahrungsversorgung Tansanias ist angespannt. Sollte die gegenwärtige Dürre bis Mitte Februar anhalten, droht dem Land ein eklatanter Nahrungsmangel. Es droht ein Hungerausbruch. Die Regierung Präsident Jakaya Kikwetes muss sich fragen lassen, ob nicht ihre Politik der Öffnung des Landes für ausländische Investoren, die Plantagen zur Gewinnung von Biosprit anlegen, nun zurückschlägt und das Versäumnis offenbart, für keine ausreichende Nahrungssicherheit gesorgt zu haben.
Der Maispreis in der tansanischen Stadt Arusha könnte in diesem Monat auf über 60.000 tansanische Schillinge (Tsh) pro 100 kg - umgerechnet 36,20 Euro - steigen. Das wäre der höchste Betrag seit Jahrzehnten, warnte die Zeitung "Arusha Times" [1]. Normalerweise kosten 100 kg Mais 35.000 Tsh - 21,15 Euro. Diese Summe verlangen inzwischen bereits die Erzeuger im Anbaugebiet von Manyara. Zwar verdienen die Bauern nun gut am Mais, aber für die Konsumenten wird das Hauptnahrungsmittel empfindlich teuer.
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