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Menamig Filmtabl 6 Stk
45.95 Fr.
Was ist MENAMIG und wann wird es angewendet?
Menamig Filmtabletten werden zur akuten Behandlung von Migränekopfschmerzen auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingesetzt. Das Medikament kann bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura angewendet werden. Dem eigentlichen Migräneanfall kann die sogenannte Auraphase vorausgehen und beinhaltet Sehstörungen, Taubheitsgefühle oder Sprachstörungen.
Menamig gehört zur Gruppe der sogenannten Serotonin-Agonisten. Es bewirkt eine Verengung der Blutgefässe im Gehirn und lindert dadurch die Kopfschmerzen und die weiteren Symptome der Migräne.
Wann darf MENAMIG nicht angewendet werden?
Sie dürfen Menamig nicht einnehmen:
- bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des Arzneimittels,
- bei in der Vorgeschichte aufgetretenem Herzinfarkt, Minderdurchblutung des Herzens (ischämische Herzkrankheit), Verkrampfungen der Herzkranzgefässe (z. B. Prinzmetal-Angina), peripherer Gefässerkrankung (z. B. arterielle Verschlusskrankheit) sowie bei Beschwerden und Krankheitszeichen, die auf eine Erkrankung der Herzkranzgefässe hindeuten,
- bei mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck sowie bei unkontrolliertem leichtem Bluthochdruck,
- bei in der Vorgeschichte aufgetretenem Schlaganfall oder vorübergehender Minderdurchblutung des Gehirns (transitorischer ischämischer Attacke),
- bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh C),
- gleichzeitig mit Arzneimitteln, die Ergotamin oder ergotaminverwandte Substanzen (z. B. Dihydroergotamin, Lisurid, Methysergid) enthalten oder gleichzeitig mit anderen Migränemitteln aus derselben Substanzgruppe wie Menamig (5-HT1-Rezeptor-Agonisten, Triptane).
Wann ist bei der Einnahme von MENAMIG Vorsicht geboten?
Wie bei anderen Migränemitteln derselben Wirkstoffgruppe (Triptane) sollten sich Patienten bzw. Patientinnen, bei denen die Möglichkeit einer nicht erkannten Herzkrankheit besteht, vor einer Behandlung mit Menamig auf eine zugrundeliegende Herz-Kreislauf-Erkrankung untersuchen lassen. Zu diesen Patienten bzw. Patientinnen gehören starke Raucher bzw. Patienten oder Patientinnen, die sich einer Nikotinsubstitutionstherapie unterziehen und Patienten oder Patientinnen mit Risikofaktoren für eine Erkrankung der Herzkranzgefässe (insbesondere Frauen nach den Wechseljahren sowie Männer über 40 Jahre).
Nach der Einnahme von Menamig kann es, wie auch bei anderen Migränemitteln der selben Wirkstoffgruppe (Triptane) zu vorübergehenden Symptomen wie Schmerzen und Engegefühl im Brustraum kommen, die intensiv sein können und eventuell in den Halsbereich ausstrahlen. Wenn diese Symptome auf eine Minderdurchblutung des Herzens hinweisen, darf Menamig nicht weiter eingenommen werden und es sind zusätzliche Untersuchungen durchzuführen.
Die Richtdosis für Menamig darf nicht überschritten werden. Im Falle zu häufiger Einnahme (wiederholte Einnahme über mehrere Tage hintereinander, was einem nicht bestimmungsgemässen Gebrauch entspricht) kann sich der Wirkstoff im Körper anhäufen und zu vermehrten Nebenwirkungen führen. Weiterhin kann die übermässige Anwendung von Migränemitteln zu täglichen chronischen Kopfschmerzen führen, die eine Unterbrechung der Therapie erfordern.
Patienten bzw. Patientinnen mit bestimmten seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankungen wie Galaktosämie, Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
Teilen Sie ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an Epilepsie leiden oder zu Krampfanfällen neigen.
Die folgenden anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Menamig und es müssen daher bestimmte Vorsichtsmassnahmen beachtet werden:
Keine gemeinsame Anwendung:
Arzneimittel, die Ergotamin oder Ergotamin-verwandte Wirkstoffe oder andere 5-HT1-Agonisten (Triptane) enthalten, dürfen wegen des Risikos eines Bluthochdrucks bzw. aufgrund zusätzlicher Herzkranzgefäss-verengender Effekte nicht gleichzeitig mit Menamig angewendet werden (siehe Gegenanzeigen). Menamig sollte frühestens 24 Stunden nach Gabe eines ergotaminhaltigen Präparates eingenommen werden. Ebenso sollten ergotaminhaltige Arzneimittel frühestens 24 Stunden nach der Gabe von Menamig angewendet werden.
Gemeinsame Anwendung nicht empfohlen:
Die Kombination von Menamig mit sogenannten Monoaminoxidase(MAO)-Hemmern oder Johanniskraut-haltigen Präparaten (Mittel z. B. zur Therapie von Depressionen) wird wegen möglicher Nebenwirkungen (Bluthochdruck oder Serotonin-Syndrom mit z. B. Verhaltens- und Bewusstseinsstörungen, Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, Zittern, Muskelkrämpfen) nicht empfohlen. Befragen Sie vor der Anwendung Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Gemeinsame Anwendung erfordert Vorsicht:
Auch bei Kombination von Menamig mit sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (Mittel zur Behandlung von Depressionen wie Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin) oder mit Methylergometrin (Mittel gegen gynäkologische Blutungen) besteht ein potentielles Nebenwirkungsrisiko (Bluthochdruck, Herzkranzgefässverengung, Serotonin-Syndrom). Befragen Sie vor der Anwendung Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen!
Sowohl eine Migräne als auch die Behandlung mit Menamig können Schläfrigkeit verursachen. Die Fähigkeit zur Bewältigung komplexer Aufgaben wie Autofahren während des Migräneanfalls und nach Menamig-Einnahme ist daher abzuwägen.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
Darf MENAMIG während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Für Schwangere ist die Sicherheit von Menamig nicht belegt und deshalb sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn dies ist eindeutig erforderlich.
Da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff oder seine Stoffwechselprodukte beim Menschen in die Muttermilch übertritt, wird die Einnahme von Menamig durch stillende Frauen nicht empfohlen. Sollte sie aber doch unbedingt erforderlich sein, ist ein zeitlicher Abstand von 24 Stunden einzuhalten.
Wie verwenden Sie MENAMIG?
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Menamig nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Menamig sonst nicht richtig wirken kann.
Zur Behandlung des Migräneanfalls bei Erwachsenen (18 bis 65 Jahre) wird 1 Filmtablette Menamig empfohlen. Menamig sollte so früh wie möglich nach Einsetzen eines Migräneanfalls eingenommen werden, ist aber auch bei Einnahme zu einem späteren Zeitpunkt wirksam.
Falls die Migränekopfschmerzen nach einer ersten Besserung erneut auftreten, kann eine zweite Dosis eingenommen werden, vorausgesetzt, es sind mindestens 2 Stunden nach Einnahme der ersten Dosis vergangen. Die Tagesdosis sollte 2 Filmtabletten Menamig pro 24 Stunden nicht überschreiten.
Wenn die erste Dosis Menamig keine Linderung der Migränekopfschmerzen bewirkt, sollte für denselben Migräneanfall keine zweite Dosis eingenommen werden, da hierfür kein Nutzen nachgewiesen werden konnte. Bei späteren Migräneanfällen kann Menamig erneut verwendet werden. Menamig sollte nicht prophylaktisch angewendet werden. Nehmen Sie Menamig unzerkaut mit ausreichend Wasser ein.
Ändern Sie nicht von sich aus die Dosierung. Wenn Sie glauben das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann MENAMIG haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Menamig auftreten:
Ein unangenehmes Gefühl und Schmerzen in der Brust, welche in den Hals ausstrahlen (Angina Pectoris), können nach Einnahme von Menamig auftreten. Sollte dies der Fall sein, kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt und nehmen Sie keine zusätzliche Filmtablette von Menamig ein.
Häufig (1 bis 10%):
– Übelkeit (mit Krankheitsgefühl), Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen
– Ermüdung, Brustbeschwerden (Schwere-, Druck- oder Engegefühl in der Brust)
– Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Kribbeln/«Ameisenlaufen» (Parästhesien) meistens in den Armen und Beinen, verringertes oder verändertes Berührungsempfinden, extreme Schläfrigkeit
– Hitzewallungen mit Hautrötung
– Engegefühl im Hals
– Sehstörungen
– vermehrtes Schwitzen
Gelegentlich (0,1 bis 1%):
– Geschmacksstörungen, Zittern, Konzentrationsschwäche, Lethargie, gesteigertes Berührungsempfinden, Schläfrigkeit, unwillkürliche Muskelkontraktionen
– Durchfall, Schluckbeschwerden, Blähungen im Magen oder Darm, Magenbeschwerden, Blähbauch
– Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag, hoher Blutdruck
– Wärmegefühl, erhöhte Temperaturempfindlichkeit, Schmerzen, Schwäche, Durst, Trägheit, gesteigerter Antrieb, allgemeines Unwohlsein, Schwindel (Vertigo)
– Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Nervosität, Erregtheit, Depression, Störung des Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation)
– Kältegefühl in Händen und Füssen
– Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung, Hals-/Kehlkopfschmerzen
– Muskelsteifheit, Muskel- und Knochenschmerzen, Schmerzen in Händen und Füssen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen
– Augenschmerzen, Augenreizungen, schmerzhafte Lichtüberempfindlichkeit
– Juckreiz
– Ohrgeräusche (Tinnitus), Ohrenschmerzen
– Wasserverlust (Dehydratation)
– häufiges Wasserlassen, Produktion grosser Harnmengen
Selten (0,01 bis 0,1%):
– Muskelverspannung, schlaffe Muskeln, verlangsamte Reflexe (Hyporeflexie), Bewegungsstörungen
– Verstopfung, Aufstossen, Sodbrennen (Refluxkrankheit), Reizdarmsyndrom, Lippenbläschen, Lippenschmerzen, Speiseröhrenkrampf, Mundschleimhautbläschen, Magen- oder Zwöffingerdarmgeschwür, Schmerzen der Speicheldrüsen, Entzündung der Mundschleimhaut, Zahnschmerzen
– Fieber
– Erinnerungsverlust, abnorme Träume, Persönlichkeitsstörung
– Nasenbluten, Schluckauf, übermässige Atmung (Hyperventilation), Atemerkrankung, Rachenreizung
– Nachtblindheit
– Hautrötungen, Gänsehaut, violettfarbene Punkte oder Flecken auf Haut und Schleimhäuten des Körpers, Nesselsucht
– langsamer Herzschlag
– Ohrstörungen, Juckreiz im Ohrbereich, Geräuschüberempfindlichkeit
– erhöhte Werte von Bilirubin (einer in der Leber gebildeten Substanz) im Blut, erniedrigte Calciumwerte im Blut, Veränderungen bei der Urinuntersuchung
– niedriger Blutzucker
– häufiges nächtliches Wasserlassen, Nierenschmerzen
– geschwollene Lymphknoten
– Schmerzen bzw. erhöhte Empfindlichkeit der Brust
Es liegen Berichte über allergische Reaktionen auf Menamig vor, die Hautausschlag und vereinzelt schwerwiegende allergische Ganzkörperreaktionen (anaphylaktischer Schock) mit möglichen plötzlichen Atemschwierigkeiten, erhöhtem Puls und Herzklopfen umfassen. Wenn Sie diese Beschwerden haben, rufen Sie sofort einen Arzt zu Hilfe.
Sollten Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, damit er bzw. sie über den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Massnahmen entscheiden kann.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel ist ausserhalb der Reichweite von Kindern und an einem trockenen, dunklen Ort bei Raumtemperatur (15–25° C) aufzubewahren. Es darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen der Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über die ausführliche Fachinformation verfügen.
Was ist in MENAMIG enthalten?
Eine Filmtablette enthält als Wirkstoff 2,5 mg Frovatriptan (als Succinatmonohydrat) sowie Hilfsstoffe zur Herstellung einer Filmtablette.
Zulassungsnummer
56'264 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie MENAMIG? Welche Packungen sind erhältlich?
Menamig gibt es in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Es sind Packungen zu 2*, 6 oder 12 Filmtabletten erhältlich (*: zur Zeit nicht im Handel)
Zulassungsinhaberin
Pro Farma AG, 6340 Baar
Kategorien:
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