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Süditalien 1057: Für den jungen Normannen Gilbert und seinen Herrn Robert Guiscard stehen die Zeichen schlecht. Innere Zerrissenheit und Bruderkrieg drohen das Normannenreich zu zerstören. Auch der Papst sinnt auf Rache, und die heimliche Liebe der Fürstin Gaitelgrima bringt Robert in den Kerker. Ein erbitterter Kampf um die Herrschaft entbrennt. Nur Gilbert kann seinen Herrn noch retten. Doch er steht allein gegen eine gewaltige Übermacht.
Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Eigentlich wollte er Kunstmaler werden, doch statt der "brotlosen Kunst" widmete er sich der Technik und wurde Software-Entwickler und später Marketingmanager für Softwareprodukte.
Seit frühester Jugend war Ulf Schiewe eine Leseratte, die spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Lauf der Jahre erwuchs aus der Lust am Lesen der Wunsch, selbst einen grossen historischen Roman zu schreiben, der im "Bastard von Tolosa" , seinem ersten Roman, mündete.
Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.
Wir schreiben in Italien das Jahr 1057. Robert Guiscard belagert mit seinen Mannen eine Stadt und die Stadtmauern scheinen unüberwindbar zu sein. Eine kleine Schar der Männer wendet eine List an und mit viel Mut gelingt es die Stadt ohne große Verluste einzunehmen. Schon hier deutet sich an, dass... Wir schreiben in Italien das Jahr 1057. Robert Guiscard belagert mit seinen Mannen eine Stadt und die Stadtmauern scheinen unüberwindbar zu sein. Eine kleine Schar der Männer wendet eine List an und mit viel Mut gelingt es die Stadt ohne große Verluste einzunehmen. Schon hier deutet sich an, dass innerhalb der herrschenden Familie um Robert Guiscard ein Bruderzwist um die Ländereien und die damit verbundene Macht schwelt. Roberts treuer und cleverer Gefolgsmann Gilbert versucht innerhalb der Familie zu schlichten, muss aber erkennen, dass er auf verlorenen Posten steht. Zerbricht die Herrschaft der Normannen in Süditalien an einem familieninternen Streit um die Macht? Ich habe bisher noch kein Buch aus der Normannen-Reihe vom Autor Ulf Schiewe gelesen, hatte aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen. Die Charaktere werden auch im vierten Band gut beschrieben und charakterisiert und zudem half mir ein im Anhang beigefügtes Personenregister. Der Schreibstil von Ulf Schiewe ermöglicht es, historische Ereignisse hautnah mitzuerleben. Seine lebendige und äußerst bildreiche Sprache machte es mir sehr einfach in das 11. Jahrhundert abzutauchen. Sofort war ich mitten im Geschehen und die spannende Geschichte, welche mit vielen interessanten und gut recherchierten historischen Fakten hinterlegt ist, nimmt seinen Lauf. Der Hauptprotagonist Gilbert war mir von Beginn an sympathisch und aus seiner Sicht werden die Geschehnisse der Normannenkriege erzählt. Auch handelt es sich nicht um die Aneinanderreihung irgendwelcher Kriegshandlungen sondern der Autor flechtet sehr geschickt immer wieder das tägliche Leben der damaligen Zeit mit ein, so dass das Buch auf mich sehr authentisch wirkte. Insgesamt konnte mich "Der Sturm der Normannen" fesseln und begeistern und ich möchte das Buch Liebhabern von historischen Romanen ans Herz legen. Anschaulicher und spannender kann Geschichtsunterricht nicht funktionieren. Aus meiner Sicht erhält das Buch völlig verdiente 5 von 5 Sterne!!!
Mit dem nunmehr vierten Band der Normannen-Saga rund um Robert Guiscard und seinem Familienclan begeben wir uns nach Süditalien. Man schreibt das Jahr 1057. Das Normannen-Reich wird nicht nur von außen – also von den besiegten Herrschern und dem Papst – bedroht, nein auch von innen droht Gefahr. Roger... Mit dem nunmehr vierten Band der Normannen-Saga rund um Robert Guiscard und seinem Familienclan begeben wir uns nach Süditalien. Man schreibt das Jahr 1057. Das Normannen-Reich wird nicht nur von außen – also von den besiegten Herrschern und dem Papst – bedroht, nein auch von innen droht Gefahr. Roger und Guillerm, zwei der zahlreichen Brüder Roberts, sind nicht immer mit seiner Vorgangsweise einverstanden. Sie fühlen sich benachteiligt und spinnen genauso ihre Ränke wie die Damen Gaitelgrima und Sichelgaita. Auch Gerlaine und Maria kommt in diesem Band eine bedeutende Rolle zu. „Cherchez la femme“. Während sich Robert im Geflecht der Intrigen verheddert, ist es an Gilbert, seinem getreuen Gefährten, mit ein paar Männern gegen eine große Übermacht zu kämpfen. Mit viel List und Entschlossenheit kann er die Interessen Roberts vertreten. Wie schon aus den Vorgängerbänden gewöhnt, sehen wir die Geschichte aus Gilberts Sicht. Er ist ein gewaltiger Erzähler, der in der Ich-Form die Leser an den Kämpfen und Intrigen teilhaben lässt. Diesmal ist er aber nicht nur Erzähler, sondern auch der unfreiwillige Held, der (mit Ausnahme weniger Kampfgefährten) auf sich allein gestellt, sich behaupten muss. Wie gewohnt flicht Autor Ulf Schiewe eine Menge historischer Fakten in die Handlung ein. So erfahren wir einiges über die Ränkespiele der unterlegenen Fürsten und wechselnder Allianzen. Vielen Lesern ist auch erstmals so richtig zu Bewusstsein gekommen, dass der Zölibat der katholischen Priester eine Erfindung aus dem 12. Jahrhundert ist. Die Praxis, einmal geschlossene Ehen auf Grund zu enger Verwandtschaftsverhältnisse, dann doch wieder aufzulösen, wenn es dynastisch besser erscheint, ist gängige Praxis der katholischen Kirche. Natürlich nur gegen entsprechendes Entgelt. Gattenmord hat es jedenfalls nicht verhindert. Schön ist auch der „normale“ Alltag der Normannen eingebettet. Zwischen den Kriegszügen wird an der Kampftechnik gefeilt. Dass die Übungsschwerter aus Holz waren, war mir bekannt, dass sie mit Blei gefüllt waren nicht. Wieder etwas gelernt! Da zwischen dieser Episode und dem Untergang des Normannenreiches (es geht im Stauffer-Reich auf) noch ein wenig Zeit bleibt, können wir auf eine Weiterführung der Normannen-Saga hoffen. Robert wird noch einiges Territorium befrieden und der im Moment unzufriedene Roger als Roger I. über ein großes Normannen-Reich herrschen. Fazit: Eine wunderbare Familien-Saga, von der ich nicht genug bekommen kann. Gerne gebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung. Auch wenn jeder Band extra gelesen werden kann, empfiehlt es sich, bei Band eins zu beginnen.
Der historische Roman „Der Sturm der Normannen“ von dem Autor Ulf Schiewe ist der vierte Band der Normannensaga. Die Vorgänger sind „Das Schwert des Normannen“, „Die Rache des Normannen“ und „Der Schwur des Normannen“. Auch wenn dieses Buch der vierte Teil einer Reihe ist, lässt er sich ganz gut... Der historische Roman „Der Sturm der Normannen“ von dem Autor Ulf Schiewe ist der vierte Band der Normannensaga. Die Vorgänger sind „Das Schwert des Normannen“, „Die Rache des Normannen“ und „Der Schwur des Normannen“. Auch wenn dieses Buch der vierte Teil einer Reihe ist, lässt er sich ganz gut ohne Vorkenntnisse lesen, kurze Ruckblenden geben einen guten Einblick in das bereits Geschehene. Jedoch finde ich es auf Grund der persönlichen Entwicklung der Charaktere sinnvoller, wenn man die Bücher der Reihe nach liest. Der Schreibstil von Ulf Schiewe ist wie gewohnt flüssig, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Schiewe schafft es gekonnt, dass Bilder von bereits vergangenen Zeiten in meinem Kopf entstehen und ich bin dabei mittendrin. Ich habe das Gefühl, dass ich mit der liebgewonnen Normannen- Bande zusammen Abenteuer erlebe und diese meistern muss. Das Buch ist abenteuerreich gestaltet und durchweg spannend geschrieben. Sowohl die Charaktere als auch der Leser hat selten Zeit mal durchzuatmen. Dennoch wirkt es nicht aufgesetzt oder zu actiongeladen. Auf mich wirkte das Buch ausbalanciert, auf verschiedenen Ebenen wird Spannung erzeugt. Natürlich geht es nicht immer harmonisch zu, es werden Intrige gesponnen und Machtkämpfe ausgefochten. Auch Kampfszenen werden eingestreut, sodass auch die ein oder andere blutige Szene erzählt wird. Jedoch wird dies gut in die Geschichte mit eingebunden und trägt zum Fortschreiten der Story bei. Positiv möchte ich auch das hilfreiche und wirklich umfangreiche Personenregister hervorheben. Dies empfand ich als recht hilfreich. Und besonders Quereinsteiger werden dies zu schätzen wissen. Auch sehr interessant und aufschlussreich empfand ich das Nachwort. Hier geht der Autor Ulf Schiewe nochmal darauf ein, was seiner Fiktion entspricht und wo er sich an die Fakten gehalten hat. Allgemein hat Schiewe diese beiden Elemente sehr gekonnt vermischt. Nicht selten habe ich mich im Verlauf des Buches gefragt, ob dies nun der Fantasie des Autors entsprungen ist oder ob es diesbezüglich Quellen gibt, die dieses Geschehen belegen. „Der Sturm der Normannen“ liest sich so, als ob das gesamte Geschehen so passiert sein könnte und dabei wirkt es in keiner Weise trocken. Nein, es ist unterhaltsam und lehrreich zugleich. Der Einstieg ist sehr rasant, man erlebt die Belagerung von Cosenza mit und wie Roger und Gilbert zusammen mit einer ausgewählten Gruppe diese erobern wollen. Diese ersten Seiten spiegeln gut den Inhalt und auch die Charaktere des Buches wider. „Der Sturm der Normannen“ wird aus der Sicht von dem Ich- Erzähler Gilbert dargestellt. Dadurch fühlt man sich Gilbert recht verbunden. Allgemein ist er ein sympathischer Charakter, der nicht selten tiefgründige Gedanken hat, er hat einen guten Kern und steht seinen Freunden zu Seiten. Auch ist er seiner Frau und seiner Familie treu ergeben. An seiner Seite ist der Hund Loki, der mir als Leser ebenfalls sehr ans Herz gewachsen ist. Die Charaktere der Normannen wirken auf mich alle sehr realistisch und lebhaft. Sie sind ein vielseitiger und liebenswürdiger Haufen. Jeder hat seine Eigenarten, die diese so real wirken lassen. Aber auch die anderen Charaktere wirkten auf mich alle sehr stimmig und konnten mich überzeugen. Positiv möchte ich auch die starken Frauenfiguren hervorheben. Diese sind aber, im Vergleich zu manch anderen historischen Romanen, nicht zu perfekt oder übertalentiert dargestellt. Auch sie haben ihre Fehler und wirken auf mich so, als ob sie in der damaligen Zeit wirklich so gelebt haben könnten. Dennoch versuchen sie mit ihren Mitteln die Männerwelt zu beeinflussen und somit auch das Geschehen. Dennoch hält es sich im Rahmen, aber trotzdem wird dem Leser die Stärke dieser Frauen bewusst. Das hat mir persönlich ganz gut gefallen. Mir ist diese raue Gruppe aus Normannen im Laufe der Bücher ans Herz gewachsen, so vieles hat man bisher zusammen erlebt und auch den einen oder anderen Verlust musste man als Leser verarbeiten. Daher war „Der Sturm der Normannen“ für mich wie ein Besuch bei liebgewonnenen Freunden und ich habe die Seiten mit diesen sehr genossen. Daher war ich sehr erschüttert, als ich gelesen habe, dass dies vorerst der letzte Band der Saga sein soll, was ich leider gar nicht nachvollziehen kann. Die Bücher lassen sich so wundervoll lesen. Und wenn man das Nachwort gelesen hat, dann ist einem klar, dass es auch noch viel zu erzählen gibt. Der spätere Verlauf verspricht Spannung und alles, was ein gutes Buch braucht. Daher hoffe ich, dass diese Reihe irgendwann fortgesetzt wird. Ulf Schiewe hat es mit „Der Sturm der Normannen“ erneut geschafft, mich von seinem Können zu überzeugen. Ich mag seinen Erzählstil sehr, ihm gelingt es gekonnt, den Leser in vergangene Zeiten zu entführen und zusammen mit den Charakteren Abenteuer zu bestreiten. Hierfür möchte ich 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Leser von historischen Romanen vergeben.
„...Für einen Augenblick schloss ich die Augen und lauschte dem leisen Gurgeln des Flusses und den letzten Vogelrufen des schwindenden Tages...“ Wir befinden uns in Kalabrien des Jahres 1057. Robert Guiscard ist wütend. Die Belagerung von Cosenza zieht sich hin. Da aber behauptet sein jüngerer Bruder Roger, er könne in... „...Für einen Augenblick schloss ich die Augen und lauschte dem leisen Gurgeln des Flusses und den letzten Vogelrufen des schwindenden Tages...“ Wir befinden uns in Kalabrien des Jahres 1057. Robert Guiscard ist wütend. Die Belagerung von Cosenza zieht sich hin. Da aber behauptet sein jüngerer Bruder Roger, er könne in die Stadt eindringen. Robert hört sich seine Vorschläge an und lässt einen konkreten Plan ausarbeiten. Der Autor hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Die Geschichte wird von Gilbert erzählt, Roberts Schildträger und Vertrauter. Es ist der vierte Teil der Normannensaga. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die Personen sind gut charakterisiert. Im Mittelpunkt steht Robert und seine Familie. Während Robert bei all seinem Tun auch einen Blick für zukünftige Entwicklungen hat und diplomatisch geschickt agiert, kann man das von der Mehrzahl seiner Geschwister nicht sagen. Sie liebäugeln mit schnellem Landgewinn und sind sich für räuberische Überfälle nicht zu schade. Das führt zu Bruderzwist, vor allem als es um das Verhalten gegenüber Salerno geht. Andere Barone glauben, im Spiel um die Macht mitmischen zu können. Plötzlich liegt es an Gilbert, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Den Frauen räumt der Autor in seinen Romanen immer einen großen Platz ein. Auf drei der Protagonistinnen möchte ich mich beschränken. Das wäre Gaitelgrima, Prinzessin von Salerno, die schon mit dem zweiten Bruder von Robert verheiratet wurde. Der einzige aber, der sie interessiert, ist Robert. Zum anderen ist es Sichelgaita, ihre Nichte. Die junge Frau hat ein gutes politisches Gespür, ist eine exzellente Reiterin und hat wenig für Haus, Hof und Küche übrig. Die Dritte im Bunde ist Gerlaine, Gilberts Frau. Ihre Visionen zeigen häufig, was passieren wird. Sie sieht ihren Mann lieber an ihrer Seite als in Kampf und Streit. Die Geschichte lässt an jeder Stelle die exakte und umfassende Recherche des Autors spüren. Der Schriftstil ist abwechslungsreich. Es gibt spannende Kampfszenen, wobei der Autor nicht jede Phase bis in die letzte Grausamkeit ausschmückt, sondern das Große und Ganze im Blick hat. Bei den Zweikämpfen sieht es logischerweise anders aus. Ab und an kehrt Ruhe ins Geschehen ein. Da darf Gilbert zeigen, dass er eine fast philosophische Ader hat und über viele Dinge des Lebens nachdenkt. Obiges Zitat stammt aus einer dieser Abschnitte und lässt erkennen, dass auch ein romantische Sprachstil an einigen Stellen vorhanden ist. Durch Gilberts Kämpfer lerne ich als Leser manche Gefahren ihres Lebens kennen, die nicht nur mit dem Krieg zu tun haben. Gleichzeitig macht der Autor deutlich, dass die eigentlichen Leidtragenden die Bauern waren. Während die hohen Herrschaft hinter sicheren Mauern saßen, wurde deren Ernte zerstört und deren Felder verbrannt. Der Autor malt ein vielschichtiges Bild der damaligen Lebensverhältnisse. Auf dem Kriegsfeld ging es anders zu als in den Städten. Ebenfalls thematisiert werden die Unterschiede in der Lebensart der Normannen und der Lombarden. Ab und an gibt es Informationen, was in andren Teilen der Welt gerade so passiert. Ein ausführliches Personenregister und das Nachwort des Autors schließen das Buch ab. Das Cover mit dem Reiter vor den brennenden Schlachtfeld passt zur Handlung. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich habe eine Menge über diese Epoche dazugelernt und wurde spannend unterhalten.
Ich muss sagen, dass dies das erste Buch ist, welches ich von Ulf Schiewe gelesen habe. Die ersten Teile der Reihe kenne ich noch nicht, aber ich bin sehr begeistert von diesem hier. Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte reingekommen, da es hin... Ich muss sagen, dass dies das erste Buch ist, welches ich von Ulf Schiewe gelesen habe. Die ersten Teile der Reihe kenne ich noch nicht, aber ich bin sehr begeistert von diesem hier. Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte reingekommen, da es hin und wieder kurze Rückblicke gibt, die einem die Handlung erklären ohne vom eigentlichen Handlungsstrang abzuweichen. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man versteht sofort wer mit wem befreundet oder verfeindet ist, auch wenn sehr viele verschiedene Personen in der Geschichte auftauchen. Besonder die Hauptperson Gilbert ist ein sehr liebevoll ausgearbeiteter Charakter, der meist sehr klug und nachvollziehbar handelt und loyal zu seinen Leuten steht. Zwischendurch gibt es auch Einblicke in die privaten Leben zwischen den einzelnen Personen, in denen man die Freundschaft oder Liebe sehen kann. Diese Momente sind sehr schön, um die Figuren besser kennenzulernen und bringen einen auch manchmal zum Lachen, was einen guten Ausgleich zu den politischen Handlungen schafft. DIe Kampfszenen sind sehr spannend beschrieben. Nicht zu übertrieben blutig und doch so, dass man bis zum Ende die Luft anhält, weil man nicht weiß wie schlimm die Folgen für die Hauptperson sein werden. Aber auch so bleibt die Handlung durchgehend spannend, zwischen Intrigen, waghalsigen Aktionen und dem schmieden von Plänen. Nebenbei erfährt man auch immer wieder etwas über die historischen Begebenheiten, was ich sehr gut finde, da Geschichtsbücher nicht halb so spannden geschrieben werden wie historische Romane und man so so einiges beim Lesen lernen kann. Beim Nachwort des Autors erfährt man dann auch was Fiktiv ist und was auf wahrer Begebenheit beruht. Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm zu lesen und passt zu dem Buch. Man kann beim Lesen wirklich in der Geschichte versinken und vergisst manchmal schon, dass man am Lesen ist. Da es aus Gilberts Sicht geschrieben wurde, ist es schon fast so als ob man selbst Gilbert ist. Mich hat nur manchmal gestört, dass die Handlung vorweggenommen wurde, indem dann da stand, dass sich etwas noch als Fehler offenbaren sollte. Aber es hat der Spannung kaum einen Abbruch getan. Zusammengefasst ist das Buch wirklich sehr gelungen und für alle die auf actionreiche historische Romane stehen ein Muss. Es ist schon schade, dass dies der letzte Teil einer Reihe ist. Davon kann man kaum genug bekommen, aber es gibt ja auch noch die drei anderen Teile auf die ich mich schon freue.
Auch in diesem 4. Band der Normannensaga geht es wieder um Krieg, Liebe und Intrigen. Robert wird in Melfi in den Kerker geworfen nachdem er eine häftige Auseinandersetzung mit Onfroi hatte. Gaitelgrima und Gilbert schmieden eine Plan um ihn zu befreien. Der Plan geling und Robert steht in Gaitelgrimas Schuld.... Auch in diesem 4. Band der Normannensaga geht es wieder um Krieg, Liebe und Intrigen. Robert wird in Melfi in den Kerker geworfen nachdem er eine häftige Auseinandersetzung mit Onfroi hatte. Gaitelgrima und Gilbert schmieden eine Plan um ihn zu befreien. Der Plan geling und Robert steht in Gaitelgrimas Schuld. Unterdessen in Gilbert alleine unterwegs und sucht das Gespräch mit Gisulf in Salerno. Durch ihn erfährt er von Onfrois Plänen. Werden diese zur Ausführung kommen? In Melfi geschehen weiter unschöne Dinge und Gilbert steht am Ende alleine vor einem großen Kampf. Kommt Robert zur rechten Zeit um Gilbert zu unterstützen? Sehr schöner gefälliger Schreibstil. Ich kenne die ersten drei Bände und kann nur sagen das der 4. Band auch unabhängig davon gelesen werden kann. Durch die kurzen Erklärungen ist alles einfach zu verstehen und die Zusammenhänge klar. Das Personenverzeichnis im Anhang ist ebenfalls eine große Hilfe. Ich kann auch bei diesem Band 5 Sterne geben.
Mit „Der Sturm der Normannen“ geht die historische Saga von Ulf Schiewe in die vierte Runde. Drei Jahre sind vergangen und Robert und seine Normannen stehen mal wieder vor Cosenza und versuchen, die Stadt zu erobern. Ihm zur Seite sein jüngerer Bruder Roger, Ziehbruder Gilbert und all die anderen... Mit „Der Sturm der Normannen“ geht die historische Saga von Ulf Schiewe in die vierte Runde. Drei Jahre sind vergangen und Robert und seine Normannen stehen mal wieder vor Cosenza und versuchen, die Stadt zu erobern. Ihm zur Seite sein jüngerer Bruder Roger, Ziehbruder Gilbert und all die anderen liebgewonnenen Nordmänner aus den Vorgängerbänden. Und wieder wird gekämpft und erobert, was das Zeug hält. Bald gibt Streit unter den Brüdern Hauteville, aber auch neue Allianzen und ungeahnte Freundschaften, die hier geschlossen werden. Das Italien des Elften Jahrhunderts ist der Schauplatz dieser historischen Reihe, die nicht nur durch eine unterhaltsame abenteuerliche Story und stark gezeichnete Charaktere besticht, sondern auch durch jede Menge geschichtliche Fakten und Zusammenhänge. Es gibt vieles, was mir wieder genauso gut gefallen hat, wie schon in der ganzen Reihe. Z.B. die starken Frauenfiguren, die neben den wilden Nordmännern zu bestehen wissen und die der Geschichte eine ganz eigene Note geben. Allen voran natürlich Gerlaine, die diesmal etwas sanfter rüber kommt, da sie ja jetzt Mutter und um ihre kleine Familie besorgt ist. Mehr als einmal blickt sie weise in die Zukunft und hat ein Gespür für Dinge, die anderen verborgen bleiben. Der Ich-Erzähler, Gilbert ist ein kluger, mutiger Kopf, der seine Frau liebt, Robert treu ergeben ist und trotzdem auch mal eigene Ideen ausprobiert und etwas wagt und gerade deshalb wohl auch meistens gewinnt. Es ist ein Buch, wie man(n) und Frau es sich wünscht. Mit all dem, was ich an Schiewe-Büchern so schätze: coole Kämpfern, die z.B. Ragnar und Thore heißen und jede Menge Abenteuer erleben; Frauen, die Wissen, was sie wollen und für ihre Liebe kämpfen und mutig Wagnisse eingehen; mit blutigen Schlachten, aus denen nicht jeder als Sieger hervorgehen kann und die auch mal Opfer fordern; mit Verlierern und Gegnern, die das Salz in der Suppe sind und die maßgeblich dafür sorgen, dass die Helden in der Geschichte auch als solche glänzen können. Es scheint, als habe diese tolle Reihe zu wenig Leser und der Verlag möchte sie nicht fortführen. Ich kann das wirklich gar nicht nachvollziehen, denn Schiewe kann problemlos mit den Büchern von Bernard Cornwell mithalten. Und dessen Serie geht gerade in die 10.te Runde. Das würde ich mir hier auch wünschen. Oder zumindest, dass sie noch mit den von Ulf Schiewe angekündigten zwei Abschlussbänden zu Ende geführt wird. Von mir volle Punktzahl für allerbeste Unterhaltung.