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Dominic Thiem hatte gegen den Spanier Jaume Munar nur im Tiebreak des ersten Satzes einen heiklen Moment zu überstehen, als er eine 5:1-Führung aus der Hand gab, die Kurzentscheidung aber doch noch mit 8:6 für sich entschied. Nach dem verlorenen zweiten Satz gab der Spanier verletzt auf. «Mein Spiel war alles andere als perfekt - aber auch nicht schlecht», sagte Thiem, der in der 2. Runde auf den Inder Sumit Nagal (ATP 124) trifft.
Nach seinem Sieg verfolgte der Weltranglisten-Dritte die Partie von Andy Murray auf dem Centre Court. Alle 32 Gesetzten der Frauen und Männern haben eine Loge im Arthur-Ashe-Stadion, wo sie sich verpflegen und die Spiele verfolgen können - und damit auch für eine gewisse Ambiance sorgen. «Andy zuzuschauen ist immer sehr geil», so Thiem. «Er ist einer meiner absoluten Lieblingsspieler.»
Thiem schwärmte vor allem von Murrays Kämpferqualitäten, die der 33-jährige Schotte in der Partie gegen Yoshihito Nishioka (ATP 49) einmal mehr unter Beweis stellte. Murray lag mit 0:2 Sätzen zurück und wehrte im vierten Durchgang einen Matchball ab, ehe er sich nach 4:38 Stunden doch noch 4:6, 4:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:4), 6:4 durchsetzte.
Für Murray (ATP 115) war es die erste Partie an einem Grand-Slam-Turnier seit dem Australian Open 2019, als er unter Tränen und nach jahrelangen Schmerzen in der Hüfte seinen Rücktritt erklärt hatte. Eine neuerliche Hüftoperation 2019 brachte aber Besserung, so dass der US-Open-Champion von 2012 vor einem Jahr wieder auf den Platz zurückkehrte.