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Berlinale: Festivaljury nimmt Arbeit auf
Vor Beginn der Filmfestspiele in Berlin ist ein Teil der Jury zusammengekommen. Das Gremium entscheidet in den nächsten Tagen, welcher Film den Goldenen Bären gewinnt.
Wegen der Pandemie findet das Filmfestival vorerst online statt - an diesem Montag (1. März) beginnt ein digitaler Branchentreff.
Sechs Regisseurinnen und Regisseure gehören zur internationalen Jury: Nadav Lapid ("Synonyme"), Adina Pintilie ("Touch Me Not"), Ildiko Enyedi ("Körper und Seele"), Gianfranco Rosi ("Seefeuer"), Jasmila Zbanic ("Grbavica") und Mohammed Rassulof ("Es gibt kein Böses").
Weil der iranische Regisseur Rassulof sein Land nicht verlassen darf, wird er die Filme dort anschauen. Auch der israelische Filmemacher Lapid fehlt in Berlin - er hatte nach Angaben der Berlinale Probleme mit seinem Reiseantrag, der wegen der Pandemie derzeit nötig sei. Er werde die Filme in Tel Aviv schauen.
Die anderen Jurymitglieder schauen die Filme zusammen in Berlin. Insgesamt 15 Filme gehen ins Rennen, darunter das Regiedebüt von Schauspieler Daniel Brühl namens "Nebenan", die Literaturverfilmung "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" von Dominik Graf oder der neue Film der Französin Céline Sciamma.
Die Preisträger werden am Freitag bekanntgegeben. Verliehen werden sollen die Auszeichnungen aber erst im Sommer. Im Juni ist ein öffentliches Festival mit Publikum geplant. Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den grossen Filmfestivals. Wegen der Pandemie wurde das Festival in diesem Jahr auf zwei Termine geteilt.