Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03548.jsonl.gz/1104

Neumünster, den 14. Juni 1867
Verehrtester Herr Nationalrath,
Auf Ihre geehrten Mittheilungen über die Tendenz des Gotthardkomites bezüglich der zwei verschiedenen Vorschläge einer Vereinbarung, beeile ich mich, Ihnen in der Beilage den Entwurf nach dem zweiten Vorschlage zu übermitteln.
Ich bin wie früher von einer Uebereinkunft mit dem Gotthardcomite ausgegangen; ich hielte es aber für einfacher, wenn anstatt derselben die hauptsächlich interessirten zwei Bahngesellschaften, ohne deren Mitwirkung die Gotthardbahn kaum je ausgeführt werden dürfte, eintreten würden. Ich nehme jedoch ohne Bedenken an, daß das Gotthardcomite keine Verpflichtung eingehen würde, die derselbe, z. B. durch allfällige Auslösung, nicht zu erfüllen in Fall kommen könnte. |
Den Art 3. betreffend Geheimhaltung von Seite des Comite habe ich hauptsächlich deßhalb aufgenommen, weil der Fall denkbar ist, daß mein System speciell für den Gotthard nicht annehmbar gefunden würde, während dasselbe unter andern Umständen sich als vortheilhaft erweisen könnte & ich mir die Bewerthung in diesem Falle nicht beeinträchtigen laßen möchte.
Weitern gefälligen Mittheilungen entgegen sehend, verbleibe hochachtungsvoll
Ihr ergebener
K. Wetli
NB. Die in Art 1. stipulirte Entschädigung soll für den Fall als von den von Wetli speziell für den | Gotthardt ausgeführten Plänen und Berechnungen Gebrauch gemacht wird, lediglich eine Entschädigung für die auf diese Arbeiten verwendete Arbeit und Zeit sein. Diese Entschädigung fällt dahin, wenn auf die Sache nicht eingetreten wird.