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Die Hollywood-Metropole Los Angeles zerrt JP Morgan Chase vor die Richter wegen angeblicher Diskriminierung bei der Kreditvergabe.
Die US-Metropole Los Angeles hat die Grossbank JP Morgan Chase wegen der mutmasslich diskriminierenden Vergabe von Immobilienkrediten verklagt. Auf Kosten von ethnischen Minderheiten sowie der Stadt strebe die Bank danach, «ihre Profite zu maximieren», heisst es in der eingereichten Anklageschrift.
Darin wirft die Stadt der Bank vor, unter anderem Schwarzen entweder Kredite zu verwehren oder diese mit "erhöhten Kosten" und «missbräuchlichen» Bedingungen zu versehen. Dadurch komme es zu vermehrten Zwangsversteigerungen, was der Stadt schade.
Los Angeles fordert einen Prozess gegen JP Morgan und Schadenersatz für die Folgen der Nichtbegleichung von Krediten und der Zwangsversteigerungen, darunter auch fehlende Steuereinnahmen. Zur Höhe der Forderungen wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Ein Sprecher der Bank wies die Vorwürfe zurück. JP Morgan werde «energisch» gegen die Klage vorgehen, erklärte Jason Lobo in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP.
Die Bank sei «enttäuscht» von der Stadt Los Angeles, dass sie auf Konfrontation setze, um sich dem Problem der Stadtfinanzen zu widmen. Diese hätten vielmehr unter der jüngsten Wirtschaftskrise gelitten.
(sda/chb)