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Engelberg–Gerschnialp
|Kürzel||EG|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1913-01-21|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1913 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte (Drehstrom; ab 1964 Gleichstrom) EG war im Besitz einer Aktiengesellschaft. Den Bau der Anlage besorgten die beiden Firmen Von Roll AG Bern und Bell Maschinenfabrik AG Kriens. Mit einer mittleren Neigung von 607 Promille war die EG 1920 die steilste dem öffentlichen Verkehr dienende Standseilbahn der Schweiz. Der viel besuchte Kur- und Wintersportplatz Engelberg gehörte zu den aufstrebenden Tourismusdestinationen der Innerschweiz. Von der Gerschnialp, wo sich auch ein Restaurant befand, führte eine Schlittelbahn hinunter nach Engelberg.
Angesichts der kurz bevorstehenden Kriegsereignisse standen die Erfolgschancen der EG unter einem schlechten Stern. Die Erträge aus dem massgebenden Personenverkehr brachen nach 1914 völlig ein, was die EG 1916 zu einer Reduktion des Aktienkapitalwerts in der Höhe von 75'000 Franken zwang, um die Bilanz wieder einigermassen ins Lot zu bringen. Die Zahl der Züge pro Tag wurde bis 1915 zur Kostendämpfung um über 90 Prozent reduziert. Auch danach blieb jedoch die finanzielle Lage der EG aufgrund des misslichen Transportgeschäfts prekär. Die Betriebserträge reichten nicht aus, um die Kosten zu decken, weshalb der Passivsaldo bis 1920 wieder anstieg. Die schwebenden Schulden bezifferten sich 1920 auf 77'000 Franken.
Die Baukosten der zweischienigen und überwiegend auf Dämmen geführten EG waren mit 821'200 Franken pro Bahnkilometer (Stand 1920) beachtlich. Die grössten Aufwendungen entfielen auf den Unter- und den Hochbau, die je 42 respektive 26 Prozent des Gesamtaufwands ausmachten. Diese Kostenanteile entsprachen aber etwa den üblichen Verhältnissen bei Standseilbahnen.
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.