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Von «risikoreichem Alkoholkonsum» wird nach internationalen Standards dann gesprochen, wenn durch das Konsumieren von Alkohol die eigene Gesundheit oder diejenige anderer Personen gefährdet wird und entsprechende Schäden in Kauf genommen oder verursacht werden. Als risikoreich gilt auch der Alkoholkonsum von Personen, die – wie Kinder oder kranke Menschen – grundsätzlich auf Alkohol verzichten sollten.
Abhängiges Konsumverhalten hat gemäss Krankheitsklassifikationen der WHO verschiedene Ausprägungen wie starkes Verlangen nach Alkohol, verminderte Konsumkontrolle, Vernachlässigung anderer Interessen oder anhaltender Konsum trotz starker schädlicher Folgeerscheinungen (WHO 2007). Rund 250 000 Personen in der Schweiz sind alkoholabhängig oder zumindest stark alkoholgefährdet, davon sind rund zwei Drittel Männer (Kuendig 2010).
Der Begriff «punktuell risikoreicher Konsum» steht laut internationalen Richtlinien für den Konsum einer grossen Menge Alkohol – bei Frauen mindestens 4 Gläser und bei Männern mindestens 5 Gläser innerhalb einiger Stunden mindestens einmal pro Monat. Rund 20 % der Schweizerinnen und Schweizer ab 15 Jahren trinken punktuell risikoreich, mit 26.5 % etwa doppelt so viele Männer wie Frauen (14.9 %). In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen trinken 38.2 % mindestens einmal im Monat punktuell risikoreich (Suchtmonitoring 2017).
Als «chronischer Konsum» wird der regelmässige und wegen der Häufigkeit und Menge als risikoreich einzustufende Alkoholkonsum bezeichnet. Nach den gängigen internationalen Standards beginnt der chronisch risikoreiche Konsum beim Konsum von 2 Standardgläsern pro Tag bei Frauen bzw. 4 Standardgläsern bei Männern. In der Schweiz trinken rund 4% der Frauen und Männer im Alter ab 15 Jahren regelmässig zu viel Alkohol. Der Anteil chronisch Alkoholkonsumierender nimmt mit dem Alter tendenziell zu.
Es gibt Situationen, in denen besondere Vorsicht im Umgang mit Alkohol geboten ist. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollte möglichst kein Alkohol getrunken werden und auch bei der Einnahme von Medikamenten ist auf mögliche Wechselwirkungen zu achten. Bei der Arbeit und bei sportlichen Aktivitäten sowie in fortgeschrittenem Alter ist– nicht zuletzt aus Gründen der Sicherheit – der Alkoholkonsum ebenfalls einzuschränken.
Im Strassenverkehr und in der Schifffahrt gilt die Grenze von 0.25 Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft oder 0.5 Promille Blutalkohol.
Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG.
Verwenden Sie diese Informationen nicht als alleinige Grundlage für gesundheitsbezogene Entscheidungen. Fragen Sie bei gesundheitlichen Beschwerden Ihren Arzt oder Apotheker. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.
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