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Bernina Hospiz (Ospizio Bernina)
Hier ist der höchste Punkt der Berninabahn erreicht: 2253 Meter über Meer. Hier ist auch der Kulminationspunkt der Strecke, direkt über dem See.
Die Station hiess währen der BB-Zeiten "Bernina Hospiz", erst viel später - im Zuge der "Entdeutschung" Graubündens wurde dann das italienische "Ospizio Bernina" verwendet.
Das Stationsgebäude hat verschiedene Erweiterungen erfahren, die Postkarten dokumentieren das sehr gut. Es entstand durch den Ausbau um 1925, die Planung hatte der bekannte Architekt Nicolaus Hartmann inne. Er plante auch die gedeckte Drehscheibe, an welche die Umformerstation von 1910 und das Wohnhaus von 1912 anschliesst.
Auch eine frühe Karte der Station Ospizio Bernina, vermutlich bei der Eröffnung. Beachtenswert ist die sehr bescheidene Gleisanlage mit nur zwei Schienensträngen.
Auch das Stationsgebäude aus Stein ist noch in der Ursprungsversion.
Das seeseitige Ausweichgeleise gibt es noch nicht. DIe beiden Geleise sind unterschiedlich eingeschottert.
Diese Karte erscheint gelegentlich in Auktionen. Was mir daran gefällt, sind die Schlichtheit und die Ruhe, welche diese Aufnahme ausstrahlt. Das Stationsgebäude ist noch im Orignalzustand. Im Hintergrund rechts der noch lange Cambrena-Gletscher.
Seltene Karte! Im Gegensatz zu "Wehrlis" (s. oben) hat hier die Konkurrenz vom Verlag Künzli die Karte coloriert. Der Aufnahmestandort ist fast gleich, nur ein paar Meter höher. Aufgrund des selben Winkels, der selben Stellung der Fensterläden und des selben Schattenwurfs wurde wohl die selbe Ausgangs-Aufnahme verwendet.
Interessant ist, dass die Karte etwa 70 Jahre unbenutzt war. Erst am 29. Mai 1987 wurde sie in Klosters abgestempelt. Eine Frau Sprecher grüsst einen Herrn Felber und konstatiert, dass nun "diese wunderschöne alte Karte auf Reisen geht". Natürlich ist das Wetter ein Thema, man "plangt auf einen vollen u. echten Frühling".
Top-Rarität! Interessant die gute Ansicht des sehr einfach gehaltenen Stationsgebäudes und Zeugnis davon, wie "eingedeutscht" Graubünden damals war! Auch die Gleisanlagen sind minimal gehalten. Der Triebwagen hat drei Güterwagen am Haken, die Lyrabügel zeigen die Fahrtrichtung Norden an - weshalb steckt dann noch die Zugschluss-Scheibe auf dem einen Scheinwerfer? Kennt sich da jemand etwas besser aus?
Kommentar von Tibert Keller: Der Triebwagen ist noch in seinem Urzustand, die Steckdosen unter den Lampen sind deutlich sichtbar. Bernina Hospiz scheint noch Endstation zu sein.
Sehr seltene Karte! Schöne Aufnahme von Bernina Hospiz. Das Stationsgebäude ist bereits etwas vergrössert. Einen guten Vergleich bieten die oberen Postkarten, zB. gibt es nun drei Türen und drei Fenster. Die Geleise sind bereits seeseitig erweitert. Der Zug scheint gerade die Station zu verlassen. Der Bahnangestellte scheint zu warten, bis der letzte Wagen an ihm vorbei rattert. Die Station ist nun in zwei Sprachen angeschrieben.
Der Triebwagen hat leichtes Spiel mit dem sechsfenstrigen BC, dem FZ und dem G 209. Vor allem geht es jetzt nur noch abwärts Richtung Norden. Rechts ist das Restaurant Bahnhof sichtbar. Der Retoucheur hat hier gut erkennbar Hand angelegt. Die elegante Dame wird dort wohl bald ein Kännchen Tee zu sich nehmen.
Eine fantastische Karte aus der Anfangszeit, sehr selten.
Leider ist das nicht das Original, sondern ein frecher Fotoabzug, der bei ebay als "Original-AK" verkauft wurde. Das einzige Mal, wo ich so richtig über's Ohr gehauen wurde.
Verkäufername bei ebay meiden: e-und-j-shop
Ist das nicht ein pittoreskes Detail: Velo, Bahnhofglocken und zwei Personen unter der Türe des damals noch kleinen Bahnhofsgebäudes
Hier eine schöne Aufnahme des erweiterten Steinbau's der Station Ospizio Bernina, vermutlich aus den 30er-Jahren.
Es gibt einen Widerspruch in der Bestimmung des Aufnahmezeitraums:
- Gemäss meinen Unterlagen wurde die Station 1944 von Berninahospiz auf Ospizio Bernina umgetauft
- Der Schneezeiger rechts hört im Winter 1927 auf
- Die Postkarte stammt aus dem Eigenverlag der Berninabahn. Diese existierte nur bis 1941. Also müsste die Aufnahme vorher erfolgt sein.
Auf Ospizio soll niemand verdursten. Deshalb sind alle Tische schön gedeckt, die Tischtücher flattern im Wind, die Wein- und Bierflaschen stehen bereit für durstige Kehlen.
"Schneehöhe-Zeiger" mit sorgfältig dokumentierten Schneehöhen in den verschiedenen Jahren. Der Rekord war im Jahr 1925 mit 6,2 Meter!
Hier der "Schneehöhe-Zeiger" in seiner ganzen Grösse.