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Die kurzfristigen Unsicherheiten für die Konjunktur gingen vor allem auf globale Risiken wie die Handelsstreitigkeiten und geopolitischen Konflikte zurück - und jetzt auch "auf den Ausbruch des Coronavirus und seine potenziellen Auswirkungen auf das weltweite Wachstum", sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch in Paris. "Doch während die Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA und China zurückgegangen zu sein scheint, sorgt das Coronavirus für weitere Unsicherheit." Die Notenbank beobachte dies weiter genau.
Die Konjunktur im Währungsraum zieht derzeit nur leicht an. Im Schlussquartal 2019 hatte das Bruttoinlandsprodukt in den 19 Euro-Ländern nur minimal um 0,1 Prozent zugelegt. Das Wachstum sei schwach ausgefallen, aber im Rahmen der Erwartung der EZB, sagte Lagarde.
Das Ifo-Institut sieht kaum Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland, sollte sich das Wirtschaftswachstum in China wegen des Coronavirus abschwächen. Die deutsche Wirtschaft würde nur um 0,05 Prozent weniger zulegen, sollte das Virus Chinas Konjunktur ebenso stark eintrüben wie es 2003 durch die Infektionskrankheit Sars geschah, sagte Ifo-Experte Timo Wollmershäuser der "Zeit". Die Folgen wären so glimpflich, weil eine Epidemie vor allem die Konsumnachfrage dämpft - und damit Reisen, Restaurantbesuche und Einkäufe.
"Für Deutschland ist es aber praktisch irrelevant, wenn der Konsum in China zurückgeht." Deutsche Firmen lieferten kaum Konsumgüter dorthin.
(Reuters)