Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03477.jsonl.gz/36

Diese Reise durch die Berichterstattung der "Schweizer Filmwochenschau" erweist sich für die historische Forschung oft als unvollständig. Dennoch beleuchtet sie auf ihre Weise die Emanzipation der Frauen und die langsame und die schrittweise Erlangung des politischen Stimm- und Wahlrechts für Frauen in diesem Land – zunächst auf kommunaler, kantonaler und dann nationaler Ebene.
Interessant ist auch die Analyse der Bildsujets, der Kommentare und vor allem der Lücken dieser filmischen Berichterstattung. So ist zum Beispiel in der Woche der Abstimmung vom 7.2.1971 kein Beitrag entstanden. Die Filmbeiträge präsentieren zudem eine rein männliche Sicht auf das Thema, da für die "Schweizer Filmwochenschau" vor allem Männer in Schlüsselpositionen tätig waren.
Die diesjährigen Solothurner Filmtage ehrten die Pionierinnen des Neuen Schweizer Films, von denen viele Spuren in den audiovisuellen Archiven erhalten geblieben sind, so zum Beispiel die Videobeiträge von Carole Roussopoulos, die mit Unterstützung von Memoriav gesichert wurden. Die 1970er-Jahre markieren einen Wendepunkt für die Frauen auch in der Filmbranche, wo Filmemacherinnen auch den Platz der Frau in der Schweizer Gesellschaft und in den Medien hinterfragen.
Mehr: