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Fastweb, der führende alternative Ultrabreitband-Anbieter in Italien, bietet seit 2017 auch Mobilfunk- Dienste als virtueller Netzbetreiber auf Basis eines MVNO-Vertrags mit Telecom Italia Mobile (TIM) an und gewährleistet so eine landesweite 4G-Mobilfunkabdeckung. Dank diesem Angebot konnte Fastweb seine Kundenbasis und den Anteil am Konvergenzgeschäft erheblich steigern. Fastweb hat die MVNO-Vereinbarung bis Ende 2020 verlängert und wird die 4G-Dienste auf dem Netzwerk von TIM nutzen.
Seit Dezember 2016 hat Fastweb das Recht, das 3.5-GHz-Frequenzspektrum im Rahmen eines Leasingvertrags mit Aria S.p.A., einer Tochtergesellschaft von Tiscali S.p.A, in den grössten italienischen Städten (20% Bevölkerungsabdeckung) zu nutzen. Fastweb übernimmt nun die Frequenzen vollständig, zusammen mit der Fixed-Wireless-Access-Sparte (FWA) von Tiscali Italia S.p.A., einer Tochtergesellschaft von Tiscali S.p.A. Dieses Geschäft umfasst die FWA-Infrastruktur mit rund 835 Funktürmen, der Ausrüstung und 34 spezialisierten Mitarbeitenden (Vollzeitstellen, hauptsächlich Ingenieure). Gleichzeitig schliesst Tiscali einen Grosshandelsvertrag mit einem Volumen von EUR 40 Mio. auf dem Netz von Fastweb ab.
Mit dieser Transaktion sichert sich Fastweb einen langfristigen Zugriff auf das wertvolle 5G-Frequenzspektrum, 40 MHz auf dem 3.5GHz-Band, und stärkt damit seine Position als alternativer Netzbetreiber im Konvergenzgeschäft. Zudem wird Fastweb allen Marktsegmenten einen drahtlosen Anschluss in grösseren Gebieten mit einer unterdurchschnittlichen Festnetzerschliessung und in anderen Gebieten über das Glasfaser-Zugangsnetz bereitstellen können.
Unter der Voraussetzung, dass gewisse Bedingungen erfüllt werden, ist der Abschluss der Transaktion für November 2018 geplant. Fastweb finanziert die Transaktion mit eigenen Barreserven. Der Wert der Transaktion beträgt rund 150 Millionen Euro, davon 100 Millionen Euro in bar (je zur Hälfte 2018 und 2019), der Grosshandelsvertrag über vier bis fünf Jahre in einem Gesamtwert von 40 Millionen Euro sowie Schulden in Höhe von 10 Millionen Euro gegenüber Lieferanten. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden.