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In Mitteleuropa beginnt die Eisenzeit erst um ca. 800 vor unserer Zeitrechnung und wird lautend auf die Laténezeit in vier Phasen (A, B, C und D) eingeteilt.
Tatsächlich war die hohe Kunst der Eisenverarbeitung ausserhalb von Europa war sehr viel früher verbreitet. 1700 Jahre vor unserer Zeitrechnung kannten die Hethiter bereits die Verarbeitung dieses Metalls. Es dauerte 900 Jahre, bis diese Technik in Mitteleuropa endgültig Fuss fasste und ein neues Zeitalter einläutete.
Eisen kommt in der Natur relativ selten als reines „gediegenes“ Eisen vor. Zur Eisengewinnung wurde vor allem Eisenerz in den Rennöfen bei einem Schmelzpunkt von 1’538 Grad Celsius verhüttet. Das erste Ergebnis war ein Gemisch aus Eisen, das mit der sogenannten Schlacke durchsetzt war.
Eine elementare Rolle in der Eisenverarbeitung spielt der Kohlenstoffgehalt. Nach der ersten Verhüttung hatte das Eisengemisch einen sehr hohen Kohlenstoffanteil (bis 5%) und war zum Schmieden gänzlich ungeeignet, da dieses Gemisch nach der Aushärtung sehr brüchig war.
Durch stetiges Erhitzen wurde das Eisen von der Schlacke getrennt, gehämmert und immer wieder gefaltet. Manche Schmiede hatten auch ihre kleinen Geheimrezepturen, um den Stahl entweder härter oder elastischer zu machen.
In der Eisenverarbeitung sind Längs- und Querfaltung bekannt. Jede Faltung verleiht dem Eisen zusätzliche Elastizität, Härte und macht es belastbarer. Die Faltung verteilte den Kohlenstoffgehalt im Metall gleichmässig und befreite es vor Verunreinigungen.