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Die Chorionzottenbiopsie (CVS)
Bei der Chorionzottenbiopsie wird unter Ultraschallsicht eine kleine Menge Plazentagewebe (ca. 20 mg), die Chorionzotten, gewonnen.
Die Punktion erfolgt meistens durch die Bauchdecke unter Ultraschallsicht. Bei ungünstiger Lage der Plazenta ist eine CVS gelegentlich nicht möglich. Eine Anästhesie ist nicht erforderlich.
Das Material gelangt noch am gleichen Tag in ein spezialisiertes Labor, das nach rund zwei Tagen das Resultat der Kurzzeitkultur liefern kann. Immer erfolgt zusätzlich eine Langzeitkultur, die das erste Resultat zusätzlich absichert. Das Labor meldet die Anzahl der Chromosomen und erfasst zuverlässig überzählige oder fehlende Chromosomen und erkennt auch grössere Strukturdefekte.
Untersuchungen von einzelnen Genen sind bei bestimmten, klar definierten Krankheiten möglich, erfordern aber immer einen entsprechende Auftrag ans Labor.
Vorteil der CVS
Der Vorteil der CVS gegenüber der Amniocentese (AC) liegt im früheren Zeitpunkt der Durchführung in der 12.-13. Schwangerschaftswoche und im rasch vorliegenden Resultat.
Nachteil der CVS
Nachteilig bei der CVS ist die Möglichkeit von Mosaikbildungen in der Plazenta, was bei bis zu 2% aller Fälle vorkommen kann. Dabei sind einzelne Chromosomenbilder normal, andere aber pathologisch. In diesen Fällen muss zusätzlich eine AC durchgeführt werden.
Jede Schwangerschaft ist auch mit einem Abortrisiko behaftet, das mit zunehmender Schwangerschaftsdauer aber abnimmt. Dieses natürliche Abortrisiko ist in der 12. Woche entsprechend höher als mit 16 Wochen zum Zeitpunkt der AC und wird durch die CVS um rund 1% erhöht.
Der Entscheid CVS oder AC muss immer individuell und unter Berücksichtigung aller Begleitumstände getroffen werden.