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Das Wichtigste in Kürze
- Als Sonderbotschafterin der UNHCR bereiste Jolie schon zahlreiche Länder.
- Auch engagierte sie sich gemeinsam mit Brad Pitt für humanitäre Hilfe.
- Für ihre Arbeit erntete Jolie breite Anerkennung und wurde bereits mehrmals geehrt.
Angelina Jolies humanitäres Engagement begann schon früh, nachdem sie bei Dreharbeiten erstmals in einem Krisenland gewesen war. Rasch wurde sie vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zur Sonderbotschafterin ernannt. Sie reiste in verschiedene Länder und besuchte unter anderem Flüchtlinge. Ihr Engagement zeigte sich später auch zunehmend auf politischer Ebene.
Erste humanitäre Einsätze von Angelina Jolie
Erstmals in Kontakt mit humanitären Problemen kam Angelina Jolie bei den Dreharbeiten zu «Lara Croft: Tomb Raider». Dieser wurde grösstenteils in Kambodscha verfilmt. Sie liess sich vom UNHCR über internationale Krisenherde informieren und entschied sich verschiedene Flüchtlingslager zu besuchen.
Bereits im Februar 2001 startete sie ihre erste Reise durch Sierra Leone und Tansania. Dort war sie von den Bedingungen schockiert. Sie besuchte zudem afghanische Flüchtlinge in Pakistan, für die sie eine Million US-Dollar spendete.
Das UNHCR war von Jolies Interesse und Engagement für Flüchtlinge begeistert und ernannte sie im August 2001 zur Sonderbotschafterin. Während der ersten drei Jahre in dieser Rolle fokussierte sie sich auf Reisen und Besuche der Flüchtlinge. 2002 reiste sie unter anderem zu kolumbianischen Flüchtlingen in Ecuador und in den Kosovo.
Während der Dreharbeiten zu «Jenseits aller Grenzen» war sie bei angolanischen Flüchtlingen in Namibia. Im Film wurde deshalb auch ihr Engagement für UNHCR eingebunden.
Tansania, Nordkaukasus und vieles andere Länder
2003 war Angelina Jolie für sechs Tage in Tansania, wo sie mehrere Lager für kongolesische Flüchtlinge besuchte. Zudem reiste sie nach Sri Lanka und in den Nordkaukasus in Russland. Zum Kinostart von «Jenseits aller Grenzen» veröffentlichte sie ein Buch mit Zusammenstellungen ihrer Notizen früherer Reisen (2001-2002).
Ihre erste Reise innerhalb der USA war 2004 in Arizona, wo sie Asylbewerber in Einrichtungen besuchte. Weiter sah sie sich auch Unterbringungen in Phoenix für Kinder ohne Begleitung oder Beistand an. Viele weitere Reisen und Besuche folgten.
Auch mit Brad Pitt gemeinsam engagierte sie sich für humanitäre Hilfe. Unter anderem unterstützten die beiden die SOS-Kinderdörfer finanziell. Auch reisten sie zusammen nach Pakistan und Haïti. 2007 unternahm Jolie ihre erste Reise nach Syrien und in den Irak, wo sie neben Flüchtlingen auch US-Soldaten traf.
Hilfe auf politischer Ebene
Mit zunehmender Erfahrung begann Jolie humanitäre Probleme auch auf einer politischen Ebene zu thematisieren. Regelmässig nahm sie an den Feierlichkeiten zum Weltflüchtlingstag in Washington teil.
2005 und 2006 war sie zudem Gastrednerin auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Daneben versucht sie, Einfluss auf die Gesetzgebung in Washington zu nehmen.
Angelina Jolie unterstützte zum Beispiel ein Gesetz zum Schutz minderjähriger Asylbewerber. Sie war auch an der Gründung einer nationalen Organisation beteiligt, die minderjährige Asylbewerber ohne Eltern oder Verwandte vor Gericht vertritt.
Darüber hinaus befürwortete sie verschiedene Gesetzesvorhaben, welche die Entwicklungshilfe für Kinder der Dritten Welt verbessern wollen.
Auch nutzte sie das öffentliche Interesse an ihrer Person für die Platzierung humanitärer Probleme in den Medien. Im September 2006 rief sie die «Jolie/Pitt Foundation» ins Leben, welche gleich zwei Spenden von jeweils einer Million US-Dollar tätigte.
Breite Anerkennung für Engagement
Angelina Jolie wird für ihr Engagement und ihre Arbeit hoch angesehen. 2003 war sie die erste Preisträgerin des neuen Citizen of the World Award. 2005 wurde sie mit dem Global Humanitarian Award ausgezeichnet. Zwei Jahre später wurde sie Mitglied des Council on Foreign Relations und erhielt den Freedom Award des International Rescue Komitees.
Im April 2012 wurde Angelina Jolie zur Ehrenbürgerin Sarajevos ernannt. Dies geschah nach ihrem Regiedebüt «In the Land of Blood and Honey». 2013 wurde sie in Los Angeles mit dem Jean Hersholt Humanitarian Award für ihr Engagement ausgezeichnet.
Nach der Erscheinung ihres Regiedebüts führte sie gemeinsam mit dem britischen Aussenminister eine Kampagne gegen Vergewaltigung als Kriegstaktik. Ziel dieser Kampagne war die Beendung der Banalisierung des Themas. Auch wurde die Weltgemeinschaft zum Engagement gegen sexuelle Gewalt in Konflikten aufgerufen.
Daraufhin wurde Angelina Jolie 2014 von Königin Elizabeth II. mit dem Ordenszeichen Honorary Dame Commander des Most Distinguished Order of St. Michael and St. George geehrt.