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In der Phase-1/2-Studie "Strong" zeigten mit Zolgensma behandelte Patienten im Alter von 2 bis 5 Jahren innerhalb von 9,3 Monaten nach der Behandlung eine Verbesserung der motorischen Funktionen nach der Hammersmith Functional Motor Scale-Expanded (HFMSE) um 5,9 Punkte im Schnitt, wie Novartis am Samstag mitteilte. Bei den letzten Daten, die im Mai präsentiert wurden, war es noch eine Verbesserung von 4,2 Punkten gewesen.
Blockbuster-Potenzial
SMA (spinale muskuläre Atrophie) ist eine seltene genetische neuromuskuläre Erkrankung. Sie betrifft den Teil des Nervensystems, der die willkürliche Muskelbewegung kontrolliert. Patienten, die an SMA Typ 2 leiden, erlebten oft eine Verschlechterung ihrer HFMSE-Werte im Zeitverlauf, könnten nie ohne Unterstützung laufen und bräuchten häufig einen Rollstuhl, schrieb Novartis.
Novartis hat die Zolgensma-Entwicklerin AveXis 2018 für 8,7 Milliarden Dollar übernommen. Der Konzern erhofft sich von dem Medikament Milliardenumsätze. Bereits zugelassen ist die Therapie von Novartis für Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren durch eine intravenöse Verabreichung. Mit einem Preis von mehr als 2,1 Millionen US-Dollar ist diese einmalige Therapie auch die teuerste in der US-Geschichte.
Leicht positive Kommentare
Analysten äussern sich am Montagmorgen in ersten Kommentaren leicht positiv zu den aktualisierten Studiendaten. Diese zeigten, dass die Effektivität im Zeitverlauf zunehme. Zolgensma zeige konsistent, dass auch bei der schwächeren Form der SMA sowie mit der Injektionsroute im Vergleich zur intravenösen Behandlung eine hohe Effizienz erzielt werden könne, schreibt etwa die ZKB.
Mit der zunehmenden Wirkung und weil die Therapie nur einmalig verabreicht werden muss, sieht JPMorgan Zolgensma gegenüber dem bereits zugelassenen Produkt Spinraza im Vorteil bei der Patientengruppe der 2- bis 5-Jährigen. Auch der Produktkandidat Risdiplam von Roche sei kaum eine Bedrohung für Zolgensma, schreibt die UBS.
Die UBS-Analysten sehen den Hauptnutzen einer erweiterten Zulassung darin, Patienten zu helfen, die Zolgensma nicht schon im Alter von unter 2 Jahren erhalten hätten. Diese Gruppe würde daher auch im Zeitverlauf schrumpfen, schreibt die UBS.
Das Augenmerk der Investoren dürfte daher verschiedenen Analysten zufolge eher darauf liegen, wie Zolgensma bei den jüngeren Kleinkindern aufgenommen werde. Bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal dürften Investoren denn auch auf mögliche Angaben zu den Verkäufen hoffen.
Die Novartis-Aktien schlossen am Montag in einem starken Gesamtmarkt 0,9 Prozent im Plus.
tt/hr
(AWP)