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Erreger und Übertragung
Die Legionellose, auch als Legionärskrankheit bezeichnet, ist eine schwere Lungenentzündung, die durch bestimmte Bakterien der Gattung Legionella ausgelöst wird. Die Erreger kommen natürlicherweise in fast allen wässerigen und feuchten Umgebungen vor und können sich besonders gut in Wassersystemen vermehren, in denen das Wasser nicht konstant erneuert wird – also in stehendem Wasser – und sich die Temperatur zwischen 25 °C und 45 °C bewegt (Wasserleitungen, Wasserhähnen, Duschköpfe, Whirlpools, lüftungstechnische Anlagen etc.). Die Ansteckung erfolgt beim Einatmen von zerstäubten Wassertröpfchen, die bestimmte Legionellentypen enthalten(Aerosole). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist grundsätzlich möglich, kommt aber äusserst selten vor.
Krankheitsbild
Die ersten Symptome einer Legionellose zeigen sich 2 bis 10 Tage nach der Ansteckung mit Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Appetitverlust. Die Krankheit kann als leichte bis schwere Lungenentzündung verlaufen, die tödlich enden kann. Im Durchschnitt sterben trotz Antibiotika-Behandlung 5 bis 10 % der Erkrankten.
Verbreitung und Häufigkeit
Legionellose-Fälle werden weltweit diagnostiziert. In der Schweiz werden dem Bundesamt für Gesundheit jährlich rund 400 Fälle gemeldet.
Vorbeugung
Personen, die rauchen oder eine geschwächte Immunabwehr haben, sind besonders anfällig für eine Legionella-Infektion. Die beste Präventivmassnahme, um bei sanitären Installationen eine Legionella-Vermehrung zu verhindern, besteht darin, eine Heisswassertemperatur von 60 °C am Boilerausgang bzw. 55 °C im Leitungssystem sicher zu stellen. Weiter sollte die Kaltwassertemperatur unter 25 °C bleiben. Für alle anderen Anlagen (Klimaanlagen, Sprudelbäder, Luftbefeuchter etc.) gelten die Empfehlungen der Fachverbände bzw. der Hersteller.