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Dass intelligente Menschen grössere Gehirne haben, ist seit langem bekannt. Nun haben Neurowissenschaftler untersucht, wie die Anzahl der Nervenverbindungen im Gehirn mit der Intelligenz zusammenhängt. Das paradox anmutende Ergebnis: Je weniger die Gehirnzellen eines Menschen vernetzt sind, desto intelligenter ist er.
Das ergab eine Studie deutscher und mexikanischer Forscher, die das Gehirn von 259 Männern und Frauen mit einer speziellen Form der Magnetresonanztomografie untersucht hatten. Mithilfe dieser Technik zählten die Wissenschaftler die Anzahl der Verbindungen zwischen Nervenzellen der Grosshirnrinde. Nervenzellen sind zwar die Grundbausteine des Gehirns, aber sie müssen sich vernetzen, um miteinander kommunizieren zu können. Dies tun sie über Verbindungen, die Dendriten genannt werden. Die Anzahl dieser Dendriten brachten die Forscher mit der Intelligenz der Probanden in Verbindung, indem sie die Studienteilnehmer Intelligenztests machen liessen. Wer dabei gut abschnitt, hatte weniger Dendriten in der Grosshirnrinde, als diejenigen mit kleinerem IQ. Schlaue Köpfe haben also zwar weniger Verknüpfungen, diese arbeiten dafür aber umso effizienter, schlussfolgerten die Wissenschaftler.
Dieses Resultat führt in dieselbe Richtung wie frühere Studien, die gezeigt hatten, dass die Nervenzellen intelligenter Menschen weniger aktiv waren, während diese einen IQ-Test bearbeiteten. Die Forscher vermuten darum, dass die geringere Vernetzung in bestimmten Hirnbereichen hilfreich ist, um sich zu fokussieren und Unwichtiges auszublenden.