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(Hinweis betr. ärztl. Überweisungen ins Nationale Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs®: Siehe unten)
3800 Personen erkranken jährlich in der Schweiz an einem Lungenkrebs. 3000 sterben daran. Die Überlebenschance sind gering: Nur 15 Prozent der Patienten leben fünf Jahre nach der Entdeckung des Tumors noch. Systematische Untersuchungen zur Früherkennung sind bis zum Beginn des Nationalen Programms zur Früherkennung von Lungenkrebs® der gemeinnützigen Stiftung für Lungendiagnostik keine durchgeführt worden.
Die gezielte Suche nach Lungenkrebs im Frühstadium mittels niedrig dosierter Computertomografie nach einem bestimmten Algorithmus vermag eine deutliche höhere Zahl von Erkrankten zu retten (u.a. The New England Journal of Medicine, August 4, 2011, Vol. 365, No. 5: «Reduced Lung-Cancer Mortality with Low-Dose Computed Tomographic Screening»): Über 80 Prozent der Patienten, deren Lungenkrebs im Frühstadium erkannt und operiert worden ist, waren nach zehn Jahren noch immer krebsfrei.
Damit ist ein Durchbruch bei der Bekämpfung von Lungenkrebs gelungen: Die Früherkennung von Lungenkrebs mittels niedrig dosierter Computertomografie erhöhen die Heilungschance markant.
Die Studie hat sich auf folgende Risikogruppe konzentriert: Männer und Frauen über 55 Jahren, die rauchen oder geraucht haben und mindestens 20 so genannte Pack Years (20 Zigaretten pro Tag während 20 Jahren) haben, früherer geheilter Lungenkrebs (mindestens sechs Monate seit Heilung), früherer oder aktueller Krebs des Nasen- oder Rachenraumes, schwere umweltbedingte Exposition von krebserregenden Substanzen, mindestens zwei Verwandte ersten Grades, die an Lungenkrebs erkrankt sind. Im Praxisalltag stellt man jedoch fest, dass auch zahlreiche Personen ab 50 und über 74 Jahren und mit bereits 20 Packjahren an Lungenkrebs erkranken. Diese - 40 Prozent aller an Lungenkrebserkrankten - würde man vom Nationalen Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs ausschliessen, und man würde viele noch heilbare Lungenkrebse nicht entdeckten, hielte man sich an die in der Studie untersuchte Gruppe. Deshalb richtet sich das Nationale Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs der Stiftung für Lungendiagnostik an Personen ab 50 Jahren mit mindestens 20 Packjahren oder anderen Risiken.
Zurzeit gibt es keine andere Methode, um Lungenkrebs zuverlässig, rechtzeitig und systematisch zu entdecken.
Wir sind Teilnehmer am I-ELCAP (International Early Lung Cancer Action Program, Internationales Programm für die Früherkennung von Lungenkrebs), das seit 1992 besteht.
Wenn Sie Patienten haben, die einer Risikogruppe angehören, jedoch symptomlos sind und deshalb nicht für eine Vorsorgeuntersuchung zulasten der OKP in Frage kommen, können Sie ihnen die Untersuchung im Rahmen des Nationalen Programms zur Früherkennung von Lungenkrebs® empfehlen, ohne dass Sie sie überweisen müssen: Diese Patienten können sich direkt und telefonisch bei uns für das Nationale Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs® anmelden und Ihnen nach der Untersuchung den ärztlichen Untersuchungsbericht zur Verfügung stellen. Die Kosten werden vom Patienten getragen und mit Spendengeldern massiv reduziert.
Bitte beachten Sie, dass unser Angebot keine so genannte Reihenuntersuchung ist wie zum Beispiel das Brustkrebs-Screening mit Mammografien, an dem alle Frauen ab 50 teilnehmen können, ohne weitere Voraussetzungen zu erfüllen: Das Nationale Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs® richtet sich nicht an die Normalbevölkerung, sondern an eine deutlich eingegrenzte und definierte Zielgruppe, deren Angehörige bekanntermassen ein erhöhtes individuelles Lungenkrebsrisiko tragen und die wir einer strengen so genannten Risikostratifikation unterziehen, die ständigen Verfeinerungen unterworfen ist. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir deshalb zur Untersuchung nur Personen mit individueller Indikation zulassen.
Wenn Sie als Arzt Fragen zum Nationalen Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs® haben, bitten wir Sie um Ihren Anruf oder Ihre Mitteilung.