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Ulrich M. Schmid schreibt heute in der NZZ über die beiden Romane "Alkohol" und "Wahnsinn" von Kalin Terzijski.
Die Welt als Rausch und Wahnsinn
Der Bulgare Kalin Terzijski literarisiert sein Leben
„Alkohol“ und „Wahnsinn“ sind beeindruckende literarische Experimente, die einen suchenden Romanhelden in einer fragmentierten Welt zeigen. Der sprunghaften Lebenserfahrung entspricht die offene Komposition der Werke: Philosophische Essays wechseln mit kurzen Novellen ab, autobiografische Notizen werden mit Lexikoneinträgen vermischt. Die Einheit des Erzählstrangs verbürgt Kalin Terzijski, der gleichzeitig als Autor, Held und Adressat des Textes in Erscheinung tritt. Das bedeutet aber keineswegs, dass „Alkohol“ und „Wahnsinn“ hermetische Selbsttherapien wären. Im Gegenteil:
Terzijski gelingt es, der prekären Existenz eines trinkenden Psychiaters in zwei augenzwinkernden und selbstironischen Romanen die Würde eines literarischen Schicksals zu verleihen.
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