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Die gesellschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums in der Schweiz betrugen im Jahr 2010 rund 4,2 Milliarden Franken. Dies entspricht etwa 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) beziehungsweise 632 Franken pro Kopf – gemessen an 6,7 Millionen über 15-jährigen in der Schweiz lebenden Personen. Zu diesem Ergebnis kam das Bundesamt für Gesundheit in einer neuen Studie.
Durch Alkoholmissbrauch verursachte Kosten betreffen nicht nur Einzelpersonen und ihre Familien: Durch Produktivitätsverluste und vorzeitigen Todesfällen stellen sie eine schwere Belastung für die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft dar, so das BAG.
Mit 3,4 Milliarden Franken zahlen Unternehmen und Wirtschaft den grössten Anteil der durch Alkoholkonsum verursachten Kosten. Dies bedeuten Verluste von 1,7 Milliarden Franken, die hauptsächlich aufgrund von Absenzen durch Alkoholkonsum oder eine reduzierte Arbeitsleistung verursacht werden. Die anderen 1,7 Milliarden sind auf die Produktivitätsverluste durch vorzeitige Todesfälle und Frühpensionierungen zurückzuführen.
613 Millionen für Unfälle
Die direkt durch Alkoholkonsum verursachten Kosten, also Aufwendungen im Gesundheitswesen und Ausgaben durch Delikte unter Alkoholeinfluss, machen 20 Prozent der Gesamtrechnung aus.
Übermässiger Alkoholkonsum führt oft zu Gewalt oder Fahren im angetrunkenem Zustand. So werden weitere 5 Prozent der Kosten, also 251 Millionen Franken, für die strafrechtliche Verfolgung dieser Delikte benötigt.
Der Hauptteil fällt im Gesundheitswesen an - 613 Millionen Franken: Hier verursachen Verletzungen durch alkoholbedingte Unfälle sowie neuropsychiatrische Störungen - Entzugserscheinungen und Verhaltensstörungen - die höchsten Kosten.