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Wie viele Päpste gab es eigentlich?
- Dienstag, 12. Februar 2013, 17:05 Uhr
Nach knapp acht Jahren im Amt tritt Papst Benedikt XVI. zurück. Noch vor Ostern soll nun sein Nachfolger gewählt werden. Dieser wird sich in die Reihe der mehr als 260 römisch-katholischen Kirchenoberhäupter einreihen.
Papst Benedikt XVI. ist gemäss dem Päpstlichen Jahrbuch der 265. legitimierte Pontifex in der Geschichte. Er ist der Erste seit mehr als 700 Jahren, der sein Amt abgibt. Vor ihm war es im Jahr 1294 Coelestin V., der aus freien Stücken von diesem Posten zurücktrat.
Benedikt XVI. wird bis zum offiziellen Rücktrittsdatum am 28. Februar 2013 insgesamt sieben Jahre und rund zehn Monate im Amt gewesen sein. Eine eher kurze Amtszeit im Vergleich zu seinem Vorgänger Johannes Paul II., der die römisch-katholische Kirche mehr als 26 Jahre lang anführte. Am längsten im Amt weilte bislang Papst Pius IX.; er wurde 1846 eingesetzt und hatte danach während 31 Jahren und acht Monaten den Stuhl Petri inne.
Die kürzeste Amtszeit geht auf Stephan II. um das Jahr 752 zurück. Vier Tage nach seiner Wahl erlitt er einen tödlichen Schlaganfall. Da er jedoch noch keine Weihe erhalten hatte, schloss man ihn aus den Papstlisten aus. Offiziell wird deshalb Papst Urban VII. als Pontifex mit der kürzesten Amtszeit geführt, nämlich 12 Tage im Jahr 1590. Er erkrankte schon während dem Wahlprozedere an Malaria. Das Amt gar nicht erst antreten wollte der Generalsuperior Philipp Benizi. Er wurde während des mehrere Jahre andauernden Konklave von 1268 bis 1271 zum aussichtsreichen Papstkandidaten. Weil er aber mitnichten an diesem Amt interessiert war, soll er sich so lange versteckt haben, bis schliesslich Gregor X. zum Papst ernannt wurde.
Für die Wahl des 266. Papstes haben die Spekulationen um den möglichen Nachfolger von Papst Benedikt XVI. bereits begonnen. Rein historisch gesehen hätten wohl die Italiener die besten Chancen. Sie stellten bis dato mit Abstand die meisten Päpste. Ganz im Gegensatz zur Schweiz: Ein Eidgenosse wurde nämlich noch nie zum Kirchenoberhaupt gewählt.