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Nach der Verurteilung von Joaquín «El Chapo» Guzmán befürchtet die Staatsanwaltschaft in New York einen Ausbruch des mexikanischen Drogenbosses. Guzmán hatte zuletzt mehrere Hafterleichterungen in seinem Gefängnis in Manhattan gefordert.
Darunter waren auch zwei Stunden an Fitnesstraining im Freien pro Woche. Dies sei in der Haftanstalt aber nur auf dem Gefängnisdach möglich, von dem 1981 schon einmal ein Insasse mit einem Helikopter habe fliehen wollen, schrieb die Staatsanwaltschaft an den zuständigen Richter.
«El Chapo» sei bereits aus zwei Hochsicherheitsgefängnissen ausgebrochen - darunter einmal durch einen belüfteten Tunnel mit einer Länge von über einer Meile, was rund 1.6 Kilometer entspricht.
«Sicher wäre eine Flucht über das Dach, mit einem Helikopter oder einem ähnlichen Gerät, grundlegend vergleichbar», heisst es in dem Brief. Das Dokument stammt vom Donnerstag (Ortszeit) und nennt keine konkreten Erkenntnisse über Vorbereitungen für eine Flucht. Auch der Sender CNN berichtete am Samstag über den Brief. Der Richter muss nun entscheiden, ob Guzmáns Forderungen nach Hafterleichterungen erfüllt werden.
Die Jury hatte Guzmán im Februar in einem der grössten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA in allen zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen. Der über 60-Jährige muss damit lebenslang hinter Gitter. (sda/dpa)
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