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Gesetzgebung
Die Durchführung assistierter Reproduktionstechniken wird in der Schweiz durch das Fortpflanzungsmedizingesetz, geregelt, das zum 01.09.2017 revidiert wurde.
Zweck der strengen Schweizer Gesetzgebung ist es, Menschenwürde, Persönlichkeit und die Familie zu schützen und Missbräuche im Bereich der Fortpflanzungsmedizin zu verhindern. Der wesentliche Kern des Fortpflanzungsmedizingesetzes ist der Schutz des Kindeswohls. So dürfen assistierte Reproduktionstechniken nur bei Paaren zur Anwendung kommen, bei denen dieses Kindeswohl gewährleistet ist. Zum Zeitpunkt der Kinderwunschbehandlung muss zu erwarten sein, dass Partnerin und Partner für das Kind bis zu dessen Mündigkeit sorgen können (Artikel 3). Es ist jedoch nicht erforderlich, dass das Paar verheiratet ist. Eine stabile Beziehung ist ausreichend.
Weitere für Sie relevante Passagen des Gesetzestextes sind folgende:
Nicht erlaubt sind:
- Jede Manipulation am Erbgut von Samenzellen, Eizellen und Embryonen
- Die Leihmutterschaft
- Die Eizell- und Embryonenspende
- Die Herstellung eines Embryos zu Forschungszwecken
- Die Verwendung von Keimzellen nach dem Tod von der Person, von der sie stammen
Erlaubt ist die Samenspende, die wir jedoch nicht durchführen. Auch ist eine assistierte Reproduktionstechnik bei einer infektiösen Erkrankung wie einer Hepatitis B und C sowie einer HIV-Infektion nach einer sorgfältigen vorhergehenden medizinischen Prüfung möglich. Wir führen in diesen Fällen eine Behandlung in Einzelfällen durch.
Das Fortpflanzungsmedizingesetz sieht keine Altersgrenze einer Behandlung vor. Wir möchten eine Behandlung jedoch nur durchführen, wenn für Sie eine realistische Chance auf eine Schwangerschaft und eine Geburt besteht. Deshalb ist die obere Altersgrenze in unserem Zentrum bei guten Zusatzkriterien das abgeschlossene 45. Lebensjahr.