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Tramway de La Chaux-de-Fonds
|Kürzel||TC|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1897-01-01|
|Betriebseinstellung||1950-06-15|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Das 1897 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte TC gehörte einer Aktiengesellschaft. Es führte anfangs vom Gaswerk zum Bahnhof. 1898/99 kamen die Verlängerungen nach Abeille, Stand und Charrière hinzu, 1912 schliesslich folgte die Linie zur Rue Bel Air. Die Stadt La Chaux-de-Fonds war in der Belle Epoque das führende Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie und erlebte einen starken Bevölkerungsaufschwung. 1850 registrierte die Volkszählung 12'638 Einwohner und Einwohnerinnen in La Chaux-de-Fonds, 1910 waren es 37'751. Allerdings hatte die eher auf das Luxussegment ausgerichtete und traditionell handwerkliche Uhrenindustrie, wie sie in La Chaux-de-Fonds überwiegend gepflegt wurde, schon zu diesem Zeitpunkt mit Problemen zu kämpfen, weil immer mehr (Schweizer) Produzenten von fabrikmässig hergestellten «Billiguhren» auf den Markt drängten. Zudem war das Geschäft mit Luxusuhren ähnlich wie der Tourismus in hohem Mass konjunktursensibel, was sich auch auf den Trambetrieb auswirkte.
Nach akzeptablen Anfangsjahren, in denen das TC sogar bescheidene Dividenden auszahlte, verdüsterte sich die finanzielle Lage. Die Betriebseinnahmen reichten gerade knapp aus, die laufenden Ausgaben zu decken, und ab 1909 war selbst das aufgrund häufig negativer Ergebnisse aus dem Transportgeschäft nicht mehr immer möglich. Bei den Einnahmen aus dem Güterverkehr handelte es sich übrigens um Entschädigungen für Posttransporte, welche das TC ab 1907 aufnahm und dazu eigens drei kleine Güterwagen beschaffte. Doch auch dieser Zustupf konnte die Lage nicht wirklich aufhellen. Betriebssubventionen halfen, die Defizite zu decken. Der Ausbruch des Ersten Welkriegs 1914 verschärfte die Situation zusätzlich. Konnte das TC 1913 noch knapp 1.2 Mio. Personen befördern, waren es 1915 nur mehr 791'000 Fahrgäste. Zwar erholte sich danach der Reiseverkehr wieder, was die Betriebseinnahmen ansteigen liess. Gleiches geschah jedoch auf der Ausgabenseite.
Die Baukosten des TC bezifferten sich 1920 auf 602'700 Franken oder auf 152'000 Franken pro Bahnkilometer, was unter dem Durchschnitt aller Trambahnen lag. Grösster Ausgabenposten war das Rollmaterial, das 32 Prozent der Totalkosten ausmachte. Dicht dahinter folgte der Oberbau mit 30 Prozent. Bemerkenswert wenig gab das TC mit nur gerade 1600 Franken für den Landerwerb aus.
Die finanziellen Verhältnisse des TC waren stets prekär, was nicht zuletzt mit dem anhaltend kriselnden (Luxus-)Uhrengeschäft zusammenhing. 1950 wohnten in La Chaux-de-Fonds 4500 Menschen weniger als noch 1910. Im Sommer 1950 stellte das TC den Trambetrieb ein (Busersatz).
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.