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(Kt. Graubünden,
Bez. Unter
Landquart, Kreis
Fünf Dörfer, Gem.
Igis). 538 m.
Schloss, in der Rheinebene 1 km nö.Igis.
Urkundlich Castrum Marsilinum genannt. Hat 4 Ecktürme, von denen drei sehr alten
Ursprunges sind. Es ist ziemlich wahrscheinlich,
dass das
Schloss auf Befehl von Pippin dem Kurzen 755 durch den alemannischen Fürsten Marsilius erbaut worden ist. Seit 1333 folgten
sich als Besitzer in rascher Folge der
Bischof von
Chur, die
Herren von Valz,
das Haus Oesterreich, die
Grafen
von
Toggenburg,
Herren von
Brandis,
Grafen von
Sulz,
Gugelberg von
Moos und die
Grafen von
Hertenstein. 1460 brannten die Wohngebäude
nieder, worauf über die Eigentumsansprüche und die Entschädigung ein heftiger Streit entbrannte, der durch den sog. Marschlinserspruch
beigelegt wurde. 1633 kam das
Schloss finden Besitz von Ulysses von
Salis, der es neu herstellen liess.
Hier befand sich 1770-1777 das berühmte Erziehungsinstitut, das junge Leute aus allen Ländern Europas ausbildete. Von bekannten
Besitzern des
Schlosses nennen wir den französischen Gesandten Ulysses von
Salis, seinen Sohn Karl Ulysses von
Salis, Dr. J.
G. Amstein. Den nach diesem
Schlosse sich nennenden Salis-Marschlins gehört eine Reihe von verdienten
Staatsmännern, Gelehrten und Militärs an. 1223: Marschaninnes; 1290: Marzeninnes; 1350: Marschinines. Vergl. Keller, Jak.
Das rät. SeminarHaldenstein-Marschlins. (Progr. TöchterinstitutAarau).
Aarau 1883; Keller, Jak. Das Philanthropinum vonMarschlins. Gotha 1889.
Die 1875 eröffnete kantonale Irrenheilanstalt
befindet sich in einer sehr angenehmen und für die Heilung der Kranken ausserordentlich fördernden Lage.
Sie bildet eine
Heilanstalt ersten Ranges, die nach den neuesten wissenschaftlichen Forderungen erbaut und eingerichtet worden und mit allem
modernen Komfort versehen ist. 1902 wurden hier 302 Kranke, wovon 152 Männer und 150 Frauen verpflegt.
Das gegenwärtige Vermögen der Anstalt beträgt Fr. 1145493. Nahe dabei das in neuester Zeit eröffnete Lungensanatorium
Humilimont.
581 m. Gruppe von drei
Häusern und alter, mit einer Mauerzinne gekrönter
Turm,
an dem vom
Genfersee aus steil ansteigenden Hang des Weinbaubezirkes von
Dézaley, 800 m ö. der Haltestelle
Épesses der Simplonbahn. 12 reform.
Ew. Kirchgemeinde
Chexbres.
Acker- und Weinbau. Der 1166 zum erstenmal urkundlich erwähnte
Turm soll im 12. Jahrhundert
vom
Bischof Landri de Durnes von
Lausanne erbaut worden sein.
Eigentum des
Bischofs bis 1272, in welchem Jahre ihn
BischofJean
de
Cossonay verkaufte. Um 1355 kam der
Turm mitsamt den zu ihm gehörenden Ländereien an
Jean de
Gruyère,
Herrn von
Montsalvens, dessen Familie
er bis 1527 zu eigen blieb, um nachher der Reihe nach Eigentum mehrerer bürgerlicher
Geschlechter zu werden.
Heute ist die als historisches Denkmal vom Staate Waadt
vor der Zerstörung geschützte Tour de Marsens
im Besitz der Familie Naef ausLausanne. 1166: Marsens;