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Bei einem Zugunglück in den USA sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Passagierzug war im Bundesstaat South Carolina mit einem Güterzug zusammengestossen.
Keystone/AP The State/TIM DOMINICK(sda-ats)
Bei einem schweren Zugunglück im US-Bundesstaat South Carolina sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 weitere Menschen wurden bei dem Zusammenstoss eines Nachtzugs mit einem Güterzug am Sonntag verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Der Amtrak-Zug mit 139 Passagieren und acht Mitarbeitern an Bord war auf dem Weg von New York nach Miami. Offenbar fuhr er auf einem falschen Gleis. Das Unglück passierte um halb drei Uhr morgens bei der Ortschaft Cayce in der Nähe der Stadt Lexington.
An Bord waren laut dem Sender NBC 139 Fahrgäste und 8 Mitarbeiter. Harrison Cahill, der Sprecher des Bezirks Lexington, bestätigte am Sonntagmorgen (Ortszeit) vor der Presse die zwei Todesopfer, beide waren Amtrak-Mitarbeiter, wie Gouverneur Henry McMaster später sagte. Insgesamt 116 Verletzte seien in umliegende Spitäler gebracht worden.
Viele von ihnen hätten leichte Verletzungen. Laut US-Medienberichten reichten die Verletzungen von Schnittwunden und Prellungen bis hin zu Knochenbrüchen.
McMaster forderte nach dem Besuch von Passagieren in einer Notunterkunft eine landesweite Debatte über Zugsicherheit. Offenbar sei der Amtrak-Zug auf dem falschen Gleis gefahren, sagte der Gouverneur. Der Güterzug war demnach unbesetzt.
Wagen entgleist
Der Fahrgast Derek Pettaway sagte dem Sender CNN, er sei von einem Ruck geweckt worden und habe ein leichtes Schleudertrauma erlitten. "Niemand geriet in Panik. Ich glaube, die meisten Menschen haben geschlafen, ich glaube die meisten hatten einen Schock", sagte er.
Amtrak richtete eine Notfall-Hotline für Angehörige ein. Einige Waggons seien bei dem Zusammenstoss entgleist, schrieb der Sheriff von Lexington auf Twitter. Die Retter konnten alle Fahrgäste aus dem Personenzug bergen, sagte ein Sprecher der Notfallbehörde von South Carolina (SCEMD). Für die nicht verletzten Fahrgäste richtete das Rote Kreuz eine Notunterkunft in einer nahe gelegenen Schule ein.
Aus dem Wrack des Güterzugs der Bahngesellschaft CSX seien nach dem Unglück grosse Mengen an Treibstoff ausgetreten. Für die Öffentlichkeit bestehe derzeit aber keine Gefahr, meldete der Sender NBC unter Berufung auf die Behörden.
Es war das zweite Bahnunglück mit einem Amtrak-Zug innerhalb einer Woche. Am Mittwoch war ein mit republikanischen Kongressabgeordneten besetzter Zug im Bundesstaat West Virginia mit einem Müllwagen zusammengestossen. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Drei Menschen starben im Bundesstaat Washington im Dezember, als ein Amtrak-Zug entgleiste und von einer Überführung auf eine Strasse fiel.
SDA-ATS