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Die Politik muss sich der «real existierenden» Schweiz stellen. An seinem Jahresausflug auf die Sanktpetersinsel hat Bundesrat Pascal
Couchepin am Montag ein Plädoyer für eine entmythologisierte Sozial- und Bildungspolitik gehalten.
Couchepin zog politische Schlussfolgerungen aus den Resultaten der Volkszählung 2000. Diese Statistiken zeigten eine Schweiz, die bunter geworden sei. Das Leben sei individueller, die Gesellschaft pluraler, der Raum urbaner geworden. Eine ganze Generation habe noch in der Schule die Schweiz als viersprachig, halb protestantisch, halb katholisch, ohne wirkliche Zentren, mit einer relativ ländlichen Struktur übermittelt bekommen, sagte Couchepin. Die Schweiz von heute passe nicht mehr zu diesem Bild, sagte Couchepin.