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Langdrehen
Das Langdrehen hat seinen Ursprung in der Uhrenindustrie und dient dazu, lange, schlanke Teile ab Stange oder Draht herzustellen. Auf einer Langdrehmaschine wird das Stangenmaterial in eine Spannzange gespannt und durch eine Führungsbüchse geschoben. Es gibt Langdrehmaschinen mit starrer und solche mit mitlaufender Führungsbüchse. Auf der anderen Seite der Führungsbüchse befindet sich das Drehwerkzeug, das sich so verstellen lässt, dass sich der Durchmesser des Werkstücks ändert. Die Vorschubbewegung wird also durch das Spannzangenfutter, welches das rotierende Rohmaterial durch die Führungsbüchse am stehenden Drehwerkzeug vorbei schiebt, erzeugt. Diese Anordnung bietet den Vorteil, dass sich sehr lange, genaue Durchmesser drehen lassen. Ein grosser Nachteil des Langdrehens ist die Tatsache, dass die Endkontur in nur einer Spanabnahme hergestellt werden muss, weil für einen zweiten Span das Material durch die Führungsbüchse zurückgezogen werden müsste und es danach nicht mehr geführt wäre. Darum beschränkt sich der bearbeitbare Durchmesser bei Langdrehmaschinen auf ungefähr 32 Millimeter.