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Forschern der Yale University School of Medicine ist es gelungen, einen mRNA-Impfstoff zu entwickeln, der gegen Lyme-Borreliose schützen soll. Der Impfstoff enthält Antikörper gegen 19 Eiweisse, die im Speichel von Zecken enthalten sind.
Das Präparat wurde an Meerschweinchen getestet. Bei den geimpften Tieren kam es nach einem Zeckenbiss schneller zu einer Abwehrreaktion: Die Schwellung der Haut erschwerte den Zecken die Blutmahlzeit, sodass sie eher von ihren Opfern abliessen. Nach 96 Stunden waren nur noch 20 Prozent der geimpften Meerschweinchen von Zecken befallen. Bei der ungeimpften Kontrollgruppe waren es noch 80 Prozent.
Juckreiz und Druckschmerz der Hautschwellung sorgen dafür, dass Tiere die Zecken abzustreifen versuchen. Auch Menschen werden so auf die Parasiten aufmerksam. Werden sie dann entfernt, kann durch den Impfstoff eine Infizierung mit den Borreliose-Bakterien vermieden werden. Das zeigte der Tierversuch: Hierbei wurden die Zecken entfernt, sobald sich Symptome bemerkbar machten. Bei den 16 geimpften Meerschweinchen war keine Borreliose feststellbar, bei den ungeimpften Tieren war fast jedes zweite (sechs von 13) infiziert.
Die Studie macht Hoffnung auf einen baldigen Impfstoff gegen Borreliose. Sie zählt zu den Krankheiten, deren Erreger am häufigsten durch Zecken übertragen werden. Je nach Region tragen in der Schweiz bis zu 50 Prozent der Zecken das auslösende Bakterium in sich. Jährlich erkranken rund 10 000 Schweizer an Borreliose.