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Personenwagen haben sich in mehr als einem Jahrhundert stark verändert. Etwas ist jedoch geblieben - sie haben weiterhin 4 Räder.
Ein nostalgischer Rückblick von ŠKODA.
Das erste Auto wurde von Václav Laurin und Václav Klement in Mladá Boleslav entworfen, die Voiturette A (produziert von 1905 bis 1910). Es hatte Holzspeichenräder, die mit einer einzigen Zentralmutter an der Achse montiert wurden. Diese Lösung wurde bis Anfang der 1930er Jahre eingesetzt. Als Sonderausstattung wurden LAURIN & KLEMENT Fahrzeuge mit importierten Rudge - Whitworth Speichenrädern aus England ausgestattet.
Es gab viele Pannen, da die Strassenverhältnisse zu diesen Zeiten schlecht waren. Aus diesem Grund entstanden Ersatzräder. Die ersten Ersatzräder bestanden aus Reifen und Schlauch, wie bei diesem 1911 LAURIN & KLEMENT S.
Um den Fahrkomfort zu erhöhen und den Radwechsel zu vereinfachen, kam in den 1920er Jahren eine austauschbare Felge auf den Markt. Diese wurde mit sechs Schrauben am Rand der Felge befestigt, wie bei diesem 1929 LAURIN & KLEMENT ŠKODA 110. Der zentrale Teil blieb fix montiert, wobei nur die Felge und der Reifen ersetzt wurden.
Die Mode der glatt gepressten Metallräder startete mit dem ŠKODA 645. Diese Räder wurden in Serie produziert, weshalb die Preise nach unten fielen. Die Ersatzräder wurden von der Seite nach hinten verlegt. Ersatzräder waren zu dieser Zeit sehr beliebt, weshalb es zur Norm wurde, dass jeder zwei Ersatzräder mit dabei hatte.
1934 wurden leichte Speichenräder mit einem weissen Streifen am Rand des Pneus, zum Trend. Im Foto ein ŠKODA POPULAR MONTE CARLO von 1937. Räder dieses Typs wurden bei den Modellen POPULAR, RAPID, FAVORIT und SUPERB eingesetzt. Das beliebte Design überlebte den Zweiten Weltkrieg und ist auf einigen Nachkriegsmodellen aus den 1950er Jahren (dem ŠKODA 1101 TUDOR und den Linien 1200, 1201 und 1202) und sogar den 1960er Jahren (dem ŠKODA 440 SPARTAK und 450) zu finden.
Das Ersatzrad des POPULAR MONTE CARLO war im Kofferraum verstaut. Der Gepäckraum war tatsächlich groß genug, um serienmäßig zwei komplette Ersatzräder zu verstauen.
Zu Beginn der 1960er Jahre brachte ŠKODA eine neue Generation von Stahlrädern auf den Markt, die beim 1960er ŠKODA OCTAVIA 985 eingesetzt wurde. Diese Räder waren bis Ende der 1970er Jahre auf dem OCTAVIA, FELICIA, 1000 MB, 100 und 120 im Einsatz.
1981 startete die Marke die Produktion von 13-Zoll-Stahlrädern mit Entlüftungslöchern am Rand der Felge (das Foto zeigt einen ŠKODA 125 L von 1989). Die Entlüftunslöcher waren ein wichtiger Schritt in Richtung Sicherheit des Fahrzeugs. Durch diese Löcher garantierte man eine bessere Bremsenkühlung und somit auch bessere Bremsleistungen. Eine weitere Innovation war die Kunststoff-Nabenkappe.
Bei den Rädern vertraute der ŠKODA FAVORIT in vielerlei Hinsicht auf seine Vorgänger, darunter die 13-Zoll-Größe und die kleine Kunststoff-Nabenkappe. Die Lüftungslöcher wurden jedoch größer und quadratischer. Stahlfelgen kamen serienmässig beim FAVORIT, wobei später auch Leichtmetallfelgen angeboten wurden, entweder als Sonderausstattung oder bei Sondermodellen.
Václav Laurin und Václav Klement wären überrascht - und beeindruckt. Aluminiumräder dominieren heute das Produktportfolio von ŠKODA und sind in vielen Größen und tollen Designs erhältlich. ŠKODA bietet heute für alle aktuellen Modelle Leichtmetallräder an.