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Die künftige US-Notenbankchefin Janet Yellen will Grossbanken strengeren Regeln unterwerfen. Die grossen Geldhäuser könnten sich noch immer billiger Geld leihen als kleinere Wettbewerber, weil die Finanzmärkte offenbar im Notfall mit Regierungshilfe rechnen, erklärte Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats.
Zum Abspecken ermutigen
«Weil diese Firmen ein systemisches Risiko darstellen, sollten wir ihnen den Wettbewerb erschweren und sie dazu ermutigen, kleiner und weniger systemisch zu werden», erläuterte Yellen. Die US-Notenbank erwäge derzeit zusätzliche Regeln, die über die sogenannten «Dodd-Frank-Gesetze», Link öffnet in einem neuen Fenster von 2010 hinausgingen, sagte Yellen weiter.
Zudem werde die Federal Reserve möglicherweise neue Anforderungen für den Handel mit physischen Rohstoffen stellen. Die Fed erlaubte den Instituten erst 2003 den Einstieg in dieses Geschäft. Dies führte dazu, dass einige Banken im Besitz von Öl-Speichern, Lagerhäusern oder Kraftwerken sind. Derzeit überprüft die Fed diese Entscheidung, nachdem Kritiker den Banken Preismanipulationen vorgeworfen hatten.
Bonitätsnote abgesenkt
Weil die US-Regierung in Zukunft Banken wohl nicht mehr mit Steuergeldern retten wird, hat die Ratingagentur Moody's vier grossen Instituten eine schlechtere Bonitätsnote verpasst. Die Kreditexperten stuften die Bewertung von Morgan Stanley, JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Bank of New York Mellon um jeweils einen Schritt herunter.
Die Behörden hätten deutliche Fortschritte bei ihren Bemühungen gemacht, staatlichen Rettungsaktionen in Zukunft aus dem Weg zu gehen, erklärte die Agentur zur Begründung. Deshalb sei es nun wahrscheinlicher geworden, dass die Gläubiger der Institute im Notfall zur Kasse gebeten würden.