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Der 1976 geborene deutsche Bariton Michael Nagy stammt aus einer Familie mit ungarischen Wurzeln und erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Sein Gesangsstudium absolvierte er bei Rudolf Piernay an der Musikhochschule Mannheim, Liedgestaltung belegte er bei Irwin Gage in Saarbrücken, und überdies nahm er zwei Jahre lang Dirigierunterricht. 2004 gewann Michael Nagy den «Internationalen Wettbewerb für Liedkunst» der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart und wurde als Ensemblemitglied an die Komische Oper Berlin verpflichtet. Nach zwei Spielzeiten folgte der Wechsel an die Oper Frankfurt, der er insgesamt fünf Jahre angehörte, ehe er sich für die freischaffende Tätigkeit entschied. Nagys Repertoire reicht von der Barockoper bis zu Werken des 20. Jahrhunderts und umfasst gleichermassen das deutsche wie das italienische und das französische Fach. An der Bayerischen Staatsoper war er als Graf Luna in Pfitzners Palestrina zu Gast, am Theater an der Wien sang er den Nardo in Mozarts La finta giardiniera unter der Leitung von René Jacobs. 2011 debutierte Michael Nagy als Wolfram im Tannhäuser bei den Bayreuther Festspielen, 2013 gestaltete er den Papageno in Mozarts Zauberflöte unter der Stabführung von Simon Rattle bei den Osterfestspielen in Baden-Baden. Als Konzertsänger arbeitet er regelmässig mit Philippe Herreweghe zusammen, so etwa bei Aufführungen der Bachschen Matthäus-Passion in New York und von Mendelssohns Elias in Amsterdam. Auch Riccardo Chailly, Christoph Eschenbach, Paavo Järvi und Helmuth Rilling gehören zu seinen künstlerischen Partnern. Einen wichtigen Stellenwert nimmt für Michael Nagy der Liedgesang ein: So präsentierte er unlängst gemeinsam mit Gerold Huber einen Eichendorff-Abend in Frankfurt und Köln.
Mai 2013