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Mit dem XK120 stellte Jaguar im Oktober 1948 auf der London Motor Show einen Roadster vor welcher damals das schnellste Serienauto der Welt war. Seine Kraft schöpfte das Fahrzeug aus dem legendären XK-Aggregat, einem Reihen-Sechszylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen und einer für die damalige Zeit als optimal angesehene halbkugelförmige Brennraumgeometrie. Diese Technologie in Serienproduktion war ein Novum und der Motor, als innovatives und leistungsfähiges Herzstück wirkte somit auch namensgebend für den Jaguar, umso mehr da sich die Zahl 120 auf die Höchstgeschwindigkeit in Meilen pro Stunde bezog, die das Fahrzeug zu leisten im Stande war. Das entsprach in etwa 193 km/h. Die Zuverlässigkeit dieser Motoren führte auch dazu, dass diese Technologie in Fahrzeugen von Jaguar bis anfangs der 90er Jahre verbaut wurde.
Der Jaguar XK120 startete als offener Zweisitzer (OTS = Open Two Seater). Mit einsetzendem Erfolg – auch Hollywood-Grössen wie Clark Gable, Humphrey Bogart oder Tyrone Power erlagen dem Charme des XK120 – wurde 1951 ein Coupé mit festem Dach (FHC = Fixed Head Coupe)im Markt eingeführt. Zwei Jahre später gesellte sich ein Coupé mit versenkbarem Stoffdach (DHC = Drop Head Coupe) dazu.
Nach etwas mehr als 12’000 verkauften Exemplaren wurde 1954 die Produktion eingestellt. Etwa 75% der Gesamtproduktion waren linksgesteuerte Exemplare und schwergewichtig für den amerikanischen Markt bestimmt. Auf den Rennstrecken bewährte sich der Jaguar XK120 und Modifikationen davon auf Anhieb. Auch konnte der XK120 in punkto Hochgeschwindigkeit neue Massstäbe und Rekorde setzen. So fanden XK120 Aggregate damals auch Einsatz in markenfremden Fahrzeugen wie zum Beispiel in einem HWM Alta Rennwagen bei welchem der Motor durch einen XK-Motor aus einem verunfallten XK120 ausgetauscht wurde. Daraus entstand ein HW Alta-Jaguar, ein Fahrzeug welches wie die Jaguar XK120 Garde auch heute noch an historischen Renn- und Sportwagenanlässen anzutreffen ist.