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Passivrauch
Der ausgeatmete oder direkte Rauch einer Zigarette nennt man Passivrauch. Er enthält praktisch dieselben Schadstoffe wie beim aktiven Rauchen und ist schon in kleinen Mengen schädlich für die Lunge und das Herzkreislaufsystem. Menschen, die dem Passivrauch ausgesetzt sind, haben ein höheres Risiko für Krebs, Herz-/Kreislauferkrankungen, Infektionen oder Asthma. Kinder sind besonders gefährdet, weil ihre Lungen noch nicht ausgereift sind und weil sie schneller atmen und deshalb in kürzerer Zeit mehr Schadstoffe aufnehmen. Bei ihnen steigt zusätzlich das Risiko für Husten, Lungen- oder Mittelohr-Entzündungen sowie des plötzlichen Kindstodes. Passivrauch schadet auch ungeborenen Kindern im Mutterleib.
Ja. Wenn andere Menschen den Rauch Ihrer Zigaretten (Passivrauch) einatmen müssen, schadet das deren Gesundheit.
Erklären Sie Ihre Wohnung ab sofort zur rauchfreien Zone. Rauchen Sie auf dem Balkon oder draussen. So schützen Sie Ihre Angehörigen und/oder Mitbewohner vor dem schädlichen Passivrauch.
Schliessen Sie beim Rauchen auf dem Balkon die Türen zu Ihrer Wohnung, damit kein Rauch nach innen dringt. Ziehen Sie zum Rauchen eine «Raucherjacke» an und hängen Sie diese draussen auf. Waschen Sie sich nach dem Rauchen die Hände und spülen Sie den Mund. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie mit Kindern zusammenleben.
Schützen Sie besonders Ihre Kinder. Der Passivrauch bleibt an Wänden, Vorhängen, Teppichen, Möbeln aber auch am Spielzeug Ihrer Kinder hängen. Übrigens leiden auch Ihre Haustiere unter dem Passivrauch. Wenn Sie trotzdem in der Wohnung rauchen, lüften Sie danach die Wohnung intensiv.
Verzichten Sie auf das Rauchen/Vapen im Auto, wenn regelmässig andere Personen mitfahren. Die Passivrauchkonzentration ist in diesem kleinen Raum besonders hoch und kann durch Lüften nicht vollständig eliminiert werden. Zudem setzt sich der Rauch in den Polstern des Autos ab. Ausserdem reduziert Rauchen oder Vapen die Konzentration, ähnlich wie das Telefonieren beim Fahren.
Nein. Verzichten Sie in geschlossenen Räumen auch auf den Konsum von E-Zigaretten und Tabakprodukte zum Erhitzen. Auch dieser «Passivdampf» enthält giftige Stoffe und kann sich negativ auf die Gesundheit von Personen, die mit Ihnen im gleichen Haushalt leben, auswirken.
Passivrauch ist schädlich für die Gesundheit Ihres ungeborenen Kindes. Am Besten ist, wenn Sie, während der Schwangerschaft ganz mit dem Rauchen aufhören. Wenn Sie nicht dazu bereit sind, rauchen Sie weniger. Wenn Sie während der Stillzeit rauchen, sollten Sie nach dem Stillen rauchen und möglichst lange Pausen zwischen den Zigaretten machen. Wenden Sie Nikotinersatzprodukte möglichst nach dem Stillen an.
Wenn Sie Tipps 1 – 6 bereits umsetzen, wird sich Ihr Tabakkonsum automatisch verringern. Hier erfahren Sie mehr, wie Sie Ihren Tabakkonsum weiter reduzieren können.
Wenn Sie Tipps 1 – 7 bereits umsetzen, steht einem Rauchstopp nicht mehr viel im Wege. Hier erhalten Sie Tipps, wie der Rauchstopp gelingt.