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Das Projekt Novaquatis der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) befasst sich mit der Urinseparierung als neuem Element der Abwasserreinigung. Urin macht zwar nur knapp ein Prozent des Abwasservolumens aus, trotzdem ist er für den Grossteil der Nährstoffe im Abwasser verantwortlich. Etwa 88 Prozent des Stickstoffs und 57 Prozent des Phosphors im Abwasser stammen aus Urin. Zudem gelangen auch viele Mikroverunreinigungen, wie Pharmazeutika und hormonaktive Substanzen aus dem menschlichen Körper durch den Urin ins Abwasser.
Den Urin separieren, wiederverwenden und so die Kläranlagen entlasten ist die Grundidee von Novaquatis. Durch das No-Mix-WC, eine spezielle Toilette, wird der Urin gleich am Entstehungsort separiert und in einen Tank geleitet. Durch das Abtrennen des Urins an der Quelle würde das Entfernen der Nährstoffe in der Kläranlage in den meisten Fällen überflüssig, und die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor würden für ein Recycling verfügbar – zum Beispiel für die Produktion von Dünger. Novaquatis könnte neben den Nährstoffproblemen auch die Problematik der Mikroverunreinigungen nachhaltig lösen.
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