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Das Wollgras hiess im alten Zürcher Dialekt Hulftere. Die Hulftegg im Tösstal erinnert noch an diese Bezeichnung. In Seebach gibt es keine Fluren, welche dieses Wort enthalten. Wollgras wächst natürlich nicht nur in Seebach, doch es hat für die Deutung und Erforschung der Seebacher Topografie und Gewässer eine gewisse Bedeutung. Es ist nämlich eine Pflanze, die feuchte Standorte liebt (Riedgebiete) und sie wächst nur bei saurem Wasser. Ihre Anwesenheit verrät also, dass die Böden feucht und sauer sind, was bei der Suche nach historischen Bachläufen, Moorweihern und Riedgebieten, aber auch bei der Herkunft des Wassers klare Aussagen erlaubt.
Wollgras wuchs früher auf einem der Felder des Bauern Jakob Heider II in der Lengg. Da es nur in feuchten Gebieten gedeiht, ist die untere Lenggwiese mit Sicherheit ein ehemaliges Sumpfgebiet. Zufluss war das Lenggbächli und da die Pflanze kein kalkhaltiges Wasser mag, ist somit indirekt geklärt, dass das Lenggbächli sein Wasser nicht von den Dorfbrunnen bezog, sondern von einer Quelle, denn die Dorfbrunnen führten sehr kalkhaltiges Wasser, welches von der Asp stammte und über eine Tüchelleitung zum Dorf geführt wurde.