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Die Unerfahrenheit eines Helikopterpiloten führte am 12. März 2019 beinahe zu einem schweren Unfall im Luftraum oberhalb von Horn. Ein Geschäftsreiseflugzeug war an jenem Dienstagmorgen mit zwei Besatzungsmitgliedern und drei Passagieren von Schwäbisch-Hall im Nordosten Baden-Württembergs nach Altenrhein unterwegs und wollte kurz nach 7.30 Uhr auf dem Flugplatz landen. Im selben Zeitraum startete ein Helikopter ab Altenrhein einen lokalen Sichtflug. Weil sich der Helikopterpilot nicht an die Anweisung des Flugverkehrsleiters hielt, südlich einer verlängerten Pistenachse zu bleiben, kam er dem Flugzeug kritisch nahe.
Flugzeug kreuzt Helikopter mit 180 Meter Distanz
Dieses wurde durch sein eigenes Warnsystem vor dem sich nähernden Helikopter gewarnt. Der Pilot des Flugzeugs leitete zugleich einen Sinkflug ein, der Flugverkehrsleiter gab nach einer Alarmmeldung einen Folgebefehl ab, die Sinkrate noch mehr zu erhöhen. Dadurch kreuzten sich beide Luftfahrzeuge schlussendlich nur haarscharf mit einer Distanz von etwa 180 Metern und einer Höhendifferenz von knapp 70 Metern. Das Flugzeug konnte anschliessend ereignislos auf dem Flugplatz landen.
Geringe Flugerfahrung und mangelnde Flugvorbereitung
Der Endbericht der Sust ergibt, dass der schwere Unfall verursacht wurde, weil der Helikopterpilot nicht der Anweisung des Flugverkehrsleiters folgte, südlich jener Pistenachse zu bleiben, und dieser den Flugweg des Helikopters zu wenig überwachte. Der Heli-Pilot habe Mühe mit der englischen Sprache gehabt und den Befehl des Flugverkehrsleiters zuerst nicht verstanden. Dieser wiederholte die Anweisung jedoch ein zweites Mal auf Deutsch. Die Sust schlussfolgert, dass die geringe Flugerfahrung des Piloten sowie eine mangelhafte Flugvorbereitung zum schweren Vorfall beigetragen haben.
Bekanntes Problem
Zudem sei ein Problem beim Betriebsverfahren bekannt, welche Anflüge auf jene Piste und nach Westen oder Südwesten startende Flüge betreffe. Diesbezüglich wurde bereits im Jahr 2011 eine Sicherheitsempfehlung ausgesprochen.
(gbo)