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Carotinoide
Es gibt über 700 verschiedene Carotinoide, von denen etwa 50 eine vergleichbare Wirkung mit derjenigen von Provitamin-A haben. Am bekanntesten sind Carotin und Lykopin, die hauptsächlich in orangen, gelben und roten Gemüse- und Früchtesorten vorkommen.
Zu den Carotinoiden gehört aber auch die Gruppe Xanthophylle, zu denen die Stoffe Lutein und Zeaxanthin zählen. Sie sind in grünblättrigem Gemüse zu finden.
Der Gehalt an Carotinoiden in Lebensmitteln ist von der Sorte, der Jahreszeit, dem Reifegrad und den Wachstums-, Ernte- und Lagerbedingungen abhängig. Die äusseren Blätter von Salat enthalten beispielsweise viermal mehr Lutein und Beta-Carotin als die inneren. Es lohnt sich deshalb, auch die farbigen Teile von Gemüse und Früchten zu essen.
Wirkung
- Antioxidativ (d. h. sie verhindern die Reaktion empfindlicher Moleküle mit Sauerstoff)
- Stimulieren das Immunsystem
- Entzündungshemmend
Verringert möglicherweise das Risiko für
- Bestimmte Krebsarten
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Altersbedingte Augenkrankheiten
- Evtl. auch metabolisches Syndrom (Bluthochdruck, Diabetes Typ 2 und erhöhte Blutfettwerte bei Übergewicht) und Gefässverengungen
Vorkommen
Beta-Carotinoide (gelb/orange): Rüebli, Aprikosen, Kürbis, Spinat, Grünkohl, Brokkoli.
Lutein und Zeaxantin (grün): Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl, Kopfsalat, Erbse, Kürbis.
Lycopin (rot): Tomate, Wassermelone, rote Grapefruit.
Zu Beachten
Carotinoide reagieren empfindlich auf Licht und Sauerstoff, sind dafür hitzestabil.
Xanthophyllen sollten hingegen nicht zu lange erhitzt werden.
Fett fördert die Aufnahme von Carotinoiden.
Anmerkung
Täglicher Bedarf
Eine Empfehlung für die tägliche Zufuhr ist wissenschaftlich noch nicht definiert.
Sekundäre Pflanzenstoffe sollten nicht isoliert über Tabletten o. ä. eingenommen werden, da unerwünschte Nebenwirkungen entstehen können. Vermutlich sind auch andere Inhaltsstoffe (z. B. Fette, Vitamine, Mineralstoffe etc.) in Lebensmitteln notwendig, damit sich die gesundheitsfördernde Wirkung entfalten kann.