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Die extremen Niederschläge vom 19. bis 22. August 2005 haben bei den von der Abteilung Hydrologie des Bundesamtes für Umwelt betriebenen Messstationen zu ausserordentlich hohen Werten geführt. An vielen Stellen wurden Rekorde erzielt. Diese Webseite gibt einen kurzen Überblick über das Ereignis und enthält Links zu weitergehenden Informationen, wie z.B. zur Ereignisanalyse des Hochwassers 2005, zu generellen Infos zu Hochwassern und Murgängen und zum Dossier Hochwassr des UVEK (Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation).
Einordnung der Abflussmessdaten
An rund 80 der 200 über die ganze Schweiz verteilten Abflussmessstationen wurde ein Hochwasser mit einer Wiederkehrperiode von mehr als 2 Jahren aufgezeichnet (vgl. Karte). Die orangen und roten Punkte in der Karte zeigen Abflussspitzen mit einer Wiederkehrperiode von mehr als 100 Jahren. Diese extremen Ereignisse sind im Aareeinzugsgebiet oberhalb des Bielersees, an der Emme und im Einzugsgebiet der Reuss aufgetreten.
Auf das Berner Oberland und die Zentralschweiz konzentrieren sich jene 10 Messstationen mit einer Wiederkehrperiode von mehr als 200 Jahren. Diese Einschätzungen basieren auf einer Messreihe von mindestens 80 Jahren.
Rekorde in Flüssen und Seen
Insgesamt wurden an 26 Messstellen die bisherigen Spitzenwerte übertroffen, und zwar durchaus auch an Orten, an denen bereits 1999 ein neuer Rekord zu verzeichnen war. Die bisherigen Höchstwerte wurden an einigen Stationen massiv überschritten. So zum Beispiel an der Sarner Aa und der Engelberger Aa, wo jeweils weit mehr als das Doppelte des Abflusses von 1999 gemessen wurde.
An mehreren Seen - zum Beispiel am Bieler-, Thuner-, Brienzer-, Sarner-, Lauerzer- und Ägerisee - wurden die höchsten je gemessenen Wasserstände registriert. Zu bemerken ist, dass die bisherigen Höchststände des Jahres 1999 teilweise massiv überschritten wurden (Brienzersee + 69 cm, Sarnersee + 97 cm). Der Vierwaldstättersee in Luzern hat die Rekordmarke aus dem Jahr 1910 nur knapp nicht erreicht (- 2 cm).
Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU)