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Steigende Zinssätze haben die Investitionen in Gewerbeimmobilien und die Kreditvergabe verlangsamt. Die jüngsten Turbulenzen im Bankensektor erhöhten die Risikoaversion traditioneller Kreditgeber und haben die Finanzierungsbedingungen weiter verschärft. Dies führte zu höheren Margen und niedrigeren erforderlichen Beleihungsausläufen (LTV). Das geht aus dem Report «Europe Real Estate Debt Strategic Outlook» des DWS Immobilien-Research-Teams hervor. Die geringere Verfügbarkeit von Krediten bei traditionellen Kreditgebern und die höheren Margen würden eine attraktive Gelegenheit für Private-Debt-Strategien bieten, da die zugrundeliegenden Immobilienfundamentaldaten weiterhin robust sind. Für die Zukunft erwartet DWS, dass institutionelle Anleger ihre Kapitalzuweisungen für private Immobilienkredite erhöhen werden. Zudem würden erhöhte Benchmark-Sätze und Kreditmargen für vorrangige und nachrangige Immobilienanleihen attraktive risikobereinigte Renditen im Vergleich zu Investment-Grade-Unternehmensanleihen und Immobilienaktienanlagen bieten, insbesondere aus der Cash-on-Cash-Perspektive, heisst es weiter.
«Die geringere Verfügbarkeit von Fremdkapital auf dem Markt ermöglicht ein selektiveres Vorgehen, da wir im Vergleich zum Vorjahr höhere Risiken sehen, darunter das Risiko des Ausfalls von Kreditnehmern und Mietern sowie Bewertungsabschreibungen. Wir bevorzugen Wohn- und Logistikimmobilien, sind aber bei sekundären Büroimmobilien angesichts der Polarisierung der Nachfrage vorsichtiger. Wir sehen auch Chancen bei der Kreditvergabe für Manage-to-Green- und Repositionierungsstrategien in allen Sektoren, wobei Nachhaltigkeitsfaktoren den Leerstand senken, die Mieten erhöhen, die Werte erhalten und die Schuldentilgung unterstützen», schreibt DWS.