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Viele Wechseljahresbeschwerden wie die häufig auftretenden Schlafstörungen, Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schwindel sind umfangreich erforscht. Wie eine US-amerikanische Untersuchung zeigt, leiden jedoch 25 % der klimakterisch betroffenen Frauen auch unter Herzrasen und starkem Herzklopfen. Hier hinkt die Forschung jedoch etwas hinterher, denn zu diesen Wechseljahresbeschwerden, auch „Palpitationen“ genannt, lassen sich kaum Studien ausfindig machen.
Laut Untersuchungsergebnis war jede vierte der nahezu 760 Studienteilnehmerinnen im Alter von 42 bis 62 Jahren derart von den unangenehmen Symptomen wie Herzrasen und Herzpochen betroffen, dass es ihnen Anlass zur Sorge gab. Viele von ihnen empfanden diese Symptome als „unbehaglich“, einige sogar als „ziemlich stark“, „extrem“ und somit äußerst unangenehm. Dieses Missempfinden wirke sich nachweislich negativ auf die Lebensqualität der Betroffenen aus, zudem setzte es sie auf diese Weise zusätzlich unter Stress.
Möglicherweise wurde bisher der Leidensdruck durch diese Herzsymptome unterschätzt. Vor diesem Hintergrund müsse zukünftig aus medizinischer Sicht verstärkt darauf eingegangen werden, um der eingeschränkten Lebensqualität und den damit verbundenen Ängsten therapeutisch entgegenwirken zu können.
Carpenter, J. S. et al.
A Menopause Strategies–Finding Lasting Answers for Symptoms and Health (MsFLASH) Investigation of Self-Reported Menopausal Palpitation Distress.
Journal ofWomen´s Health 11/2020