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Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, schließen die beiden Jungen schnell Freundschaft. Sex und Bücher sind die Hauptthemen, mit denen sie sich befassen, und Tony hat das Gefühl, dass Adrian in allem etwas klüger ist als er. Auch später, nach der Schulzeit, bleiben die beiden in Kontakt. Bis die Freundschaft ein jähes Ende findet.
Vierzig Jahre später, Tony hat eine Ehe, eine gütliche Trennung und eine Berufskarriere hinter sich, ist er mit sich im Reinen. Doch der Brief eines Anwalts, verbunden mit einer Erbschaft, erweckt plötzlich Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Biographie. Je mehr Tony erfährt, desto unsicherer scheint das Erlebte und desto unabsehbarer die Konsequenzen für seine Zukunft.
Portrait
Barnes, Julian
Julian Barnes, 1946 in Leicester geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt (u.a. Man Booker Prize), liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor. Er lebt in London.
Melancholisch und kurzweilig erzählte Geschichte über Freundschaft, unerfüllte Liebe, Schuld und Untreue sowie die Suche nach Vergebung, wo es keine geben kann.
Einfach ein gutes Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 25.11.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe
Immer mal hat man auch als Vielleser Phasen, in denen man Sorge hat, das Lesen zu verlernen - man ist sich nicht sicher, ob es schlechtes Zeitmanagement ist, mangelnde Konzentration oder einfach eine generelle postliterarische Attitüde. Dann merkt man aber, dass es vielleicht einfach an den Theaterstücken von Shaw lag, die man z...
Immer mal hat man auch als Vielleser Phasen, in denen man Sorge hat, das Lesen zu verlernen - man ist sich nicht sicher, ob es schlechtes Zeitmanagement ist, mangelnde Konzentration oder einfach eine generelle postliterarische Attitüde. Dann merkt man aber, dass es vielleicht einfach an den Theaterstücken von Shaw lag, die man zu dem Zeitpunkt las und die einem einfach nicht viel gaben.
"Vom Ende einer Geschichte" ist sicherlich nicht der ambitionierteste Roman, an dem ich je vorbeigekommen bin. Tatsächlich erinnert es mich an "Die Finkler-Frage" von Howard Jacobson, das ein Jahr vorher den Booker Prize gewann. Beide sind recht gradlinig und weitgehend unterhaltsam.
Und doch gibt es Momente, in denen Julian Barnes etwas mehr anstrebt, in denen er sich auf der einen Seite mit Fragen nach selbst und Beziehungen und auf der anderen Seite mit so menschlich relevanten Themen wie Zeit und Erinnerung befasst.
Serviert Barnes dabei bahnbrechende Ideen, die vor ihm noch nie jemand hatte? Wahrscheinlich nicht. Aber ist dieses Buch charmant und fern von oberflächlich? Absolut. Von daher mag es zwar niemandes Welt auf den Kopf stellen - aber es ist ein gutes Beispiel dafür, dass Literatur freundlich sein darf und dennoch nicht seicht sein muss.
von einer Kundin/einem Kunden am 12.09.2018
Bewertet: anderes Format
Ein Mann rechnet ab, aber mit sich selbst! Ein wunderbar tiefsinnigen Buch für alle die beim Lesen auch mal innehalten wollen.