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SwissAIM – neue Inventur- und Monitoring-Systeme für die Schweizer Wälder
Das Advanced Inventory and Monitoring System for Swiss Forests (SwissAIM-Initiative) ist eine Weiterentwicklung des Waldmonitorings. Es ergänzt aktuelle, bewährte Erhebungsmethoden und verknüpft sie mit neuen Techniken wie Fernerkundung und eDNA. Es soll zu einem besseren Verständnis des Zustands und der Veränderungen, der Prozesse und der Dynamik im Schweizer Wald beitragen und die Monitoringtechniken verbessern.
Die Initiative "Advanced Inventory and Monitoring of Swiss Forests" (SwissAIM) wurde erstmals im Rahmen der Strategie 2021-2024 der Forschungseinheit Waldressourcen und Management (RU FOREMA) vorgeschlagen. Sie wurde in Absprache mit dem Schweizerischen Landesforstinventar (LFI) und mehreren Forschungseinheiten der WSL konzipiert. In ihrer Rückmeldung begrüsste die WSL-Direktion die Entwicklung des SwissAIM-Projekts ausdrücklich und bezeichnete es als "sehr relevant für die anstehenden Initiativen der WSL".
Die Ausgangsvision für SwissAIM, die im Rahmen des RU FOREMA entwickelt wurde, lautet wie folgt:
"Ein integriertes terrestrisches und fernerkundliches Beobachtungssystem, das auf einem permanenten Netz von erweiterten NFI-Flächen basiert. Es wird qualitativ hochwertige periodische Ergebnisse (unterjährig, jährlich, mehrjährig) mit genau bekannten statistischen Fehlern für den Zustand, die Veränderung und die Reaktion der Wälder auf biotische und abiotische Faktoren liefern."
Die SwissAIM-Initiative könnte dazu beitragen, den Zustand und die Veränderungen sowie die Prozesse und die Dynamik der Schweizer Wälder besser zu verstehen und die Techniken für das Monitoring und die Inventur der Wälder zu verbessern (siehe Abbildung 1). Diese Initiative, die sich auf eine Reihe von Messgrössen stützt, würde zur Beantwortung vieler Fragen beitragen, umfassende wie spezifische, die für Wissenschaftler und Praktiker von Bedeutung sind.
Weitere wichtige Überlegungen, die im Rahmen der beiden Workshops gemacht wurden, betrafen die Notwendigkeit, dass SwissAIM:
- gemeinsame Definitionen mit bestehenden Monitoringsystemen hat,
- eine solide statistische Basis und bekannte statistische Fehler/Varianzen hat,
- Multi-Proxy- und Multi-Level-Ansätze (z.B. von Zellen zu Bäumen; von Pflanzen zu vielen anderen Organismengruppen; von terrestrischen Feldmessungen zur Fernerkundung) verfolgt,
- mindestens ein oder sogar mehrere Besuche der Flächen pro Jahr beinhaltet, um kurzfristige Veränderungen zu bewerten,
- die Integration von Daten aus verschiedenen Methoden, Quellen und bestehenden Überwachungs- und Inventarisierungssystemen ermöglicht,
- eine nationale Abdeckung hat, aber auch für die subnationale Ebene relevant ist,
- keine Verzerrungen (zerstörerische oder invasive Probenahmen) in den bestehenden NFI-Flächen verursacht.
Contact
Die WSL-Direktion forderte explizit in ihrer Rückmeldung zur vorgeschlagenen strategischen Initiative SwissAIM der RU FOREMA einen Workshop "...mit allen interessierten FE zur Diskussion der wissenschaftlichen Fragen ... und zur Vorbereitung einer adäquaten Auswahl von NFI-Flächen".
1. virtueller SwissAIM-Workshop, 12. November 2020
2. SwissAIM-Workshop: Mai 2021
Dieser Workshop konzentrierte sich mehr auf die Möglichkeiten der Probengestaltung
3. Workshop: für 2022 vorgeschlagen
Ziel dieses dritten Workshops ist es, eine endgültige Liste der prioritären Variablen zu erstellen, die in den SwissAIM-Feldern gemessen werden sollen, sowie Kontakte zu interessierten Kreisen ausserhalb der WSL zu knüpfen und deren Vorschläge einzubeziehen.
Bilaterale Treffen 2022
Zwischen dem 19. Januar und dem 3. Februar 2022 fanden 12 bilaterale Treffen statt, um die Schlüsselfragen, Variablen und Methoden weiter zu priorisieren.
Dazu gehörten Treffen mit den folgenden WSL-Forschungseinheiten: Walddynamik, Waldgesundheit und biotische Interaktionen, Waldböden und Biogeochemie, Landnutzungssysteme, Biodiversität und Naturschutzbiologie, Ökologie der Lebensgemeinschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie NFI, LWF, das Forschungsprogramm Extreme und das WSL Biodiversitätszentrum.
Die Ergebnisse dieser Treffen werden in den dritten Workshop einfliessen, an dem zahlreiche Schweizer Akteure teilnehmen werden, die an der SwissAIM-Initiative interessiert sind und von ihr profitieren könnten.
Feldversuche
Auf der Grundlage der Ergebnisse von Workshops und bilateralen Treffen sowie weiterer interner Aktivitäten finden im Sommer 2022 Feldversuche auf einer begrenzten Anzahl von Parzellen statt. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden die letzten Überarbeitungen der SwissAIM-Initiative vorgenommen.
Weitere hochskalierte und detaillierte Tests finden 2023 im Rahmen des Projekts ProtoAIM statt.
Anlässlich des ersten SwissAIM-Workshops wurde ein Komitee eingesetzt, dem folgende Mitglieder angehören:
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