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Die Ratingagentur Fitch erwartet laut einem Bericht, dass die versicherungstechnischen Margen der Rückversicherer nach Retrozession im Jahr 2023 um 4 Prozent steigen werden, berichtet die Fachplattform «Reinsurance News».
Die Verhandlungsmacht gegenüber den Kunden habe sich zuletzt deutlich zugunsten der Rückversicherer verschoben, so Fitch. Harte Sach- und Spezialmärkte, Verschiebungen im makroökonomischen Umfeld, geopolitische Unsicherheit, hohe Schäden durch Naturkatastrophen und Kapazitätsbeschränkungen führten zu einem starken Anstieg der Prämiensätze und zu einer Verschärfung der Bedingungen.
Ian und Ukraine-Krieg sorgen für Preisexplosion
Laut Fitch gab es in den meisten Sachversicherungsmärkten, die in den Jahren 2021 und 2022 von Naturkatastrophen betroffen waren, Preiserhöhungen von 20 bis 60 Prozent. In den USA verdoppelten sich die Preise nach dem Hurrikan Ian sogar.
Der Krieg in der Ukraine führte zudem zu Preissteigerungen von 50 Prozent und mehr in den betroffenen Spezialsparten, etwa in den Bereichen politisches Risiko oder Luft- und Raumfahrt.
Auch die Schäden werden teurer
Trotz dieser Preissteigerungen belässt Fitch den Sektorausblick auf «neutral». Grund ist, dass die höheren Margen mit grösseren Schadensummen einhergehen, unter anderem wegen zunehmenden Schäden durch Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels.
(hzi/gku)