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Wien - Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) offiziell über sein mit der Türkei und Brasilien getroffenes Abkommen zur Urananreicherung im Ausland informiert.
IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano bekam in Wien einen Brief des iranischen Atomprogramm-Chefs Ali Akbar Salehi zu der Vereinbarung. Das Schreiben werde nun an die USA, Frankreich und Russland weitergeleitet, sagte ein Sprecher der IAEA.
Washington, Paris und Moskau, die sogenannte "Wiener Gruppe", hatten im Oktober angeboten, einen Grossteil von Irans schwach angereichertem Uran ausser Landes zu bringen und in Russland und Frankreich zu Brennstäben für einen medizinischen Forschungsreaktor weiterzuverarbeiten. Teheran bestand jedoch auf einem zeitgleichen Austausch auf seinem Territorium, was wiederum der Westen ablehnte.
Auf Vermittlung Brasiliens und der Türkei willigte der Iran am Montag vergangener Woche ein, im Austausch gegen Brennstäbe für seinen medizinischen Forschungsreaktor 1200 Kilogramm schwach angereichertes Uran in der Türkei zu lagern. Gleichzeitig aber kündigte Teheran an, auch weiterhin Uran im eigenen Land anreichern zu wollen.
Das Zugeständnis Teherans wird als Versuch gewertet, neue Sanktionen abzuwenden. Die US-Regierung kündigte jedoch umgehend an, sie werde sich auch weiterhin um neue Strafmassnahmen gegen den Iran bemühen.
Brasilien und die Türkei zählen derzeit zu den nicht-ständigen Mitgliedern im UNO-Sicherheitsrat. Das UNO-Gremium hat bereits drei Sanktionsbeschlüsse gegen den Iran gefasst. Die Vorbereitungen für eine vierte Sanktionsrunde sind weit vorangeschritten, ein Resolutionsentwurf liegt dem UNO-Sicherheitsrat seit vergangenem Dienstag vor.
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