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Heisser Sommer mit Folgen
Die Pollenvorräte in den Bienenvölkern sind in diesem Sommer aufgrund der anhaltenden Hitze und der Trockenheit knapp. Einige Völker haben gar keine Reserven mehr. Darauf weist das Institut für Bienenkunde in Celle hin. Viele Pflanzen blühten früher im Jahr als sonst, sodass anschliessend Nektar- und Pollenquellen fehlten. Mancherorts liess die Hitze die Pflanzen schlichtweg vertrocknen, wodurch sie nur sehr kurz blühten.
In der Folge hörten einige Völker bereits im September auf zu brüten. Die Pollenvorräte sind zudem wichtig für die Versorgung der Winterbienen. Allerdings fanden sich auch in früheren Jahren gelegentlich geringe Pollenvorräte in den Völkern. Das Bieneninstitut rät daher davon ab, Pollenersatzfutter zu verfüttern. Dieses sei komplett wirkungslos. Stattdessen gelte es nun, die Stärke der einzelnen Völker gut im Auge zu behalten und schwache Bienenvölker vor Beginn des Winters noch zu vereinigen, um die Überwinterungschancen zu erhöhen.
Dasselbe gilt auch für die Varroabelastung. Zwar liegt diese, laut Institut, bei den meisten Bienenvölkern dieses Jahr auffällig niedrig, aber man sollte sie dennoch beobachten und gegebenenfalls gegensteuern. Aufgrund der frühen Brutfreiheit könne auch mit Oxalsäure behandelt werden, heisst es im Schreiben des Institutes.
Quelle: Deutsches Bienenjournal, Ausgabe 10/2018