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Die Festspiele Zürich 2020 stehen unter dem Thema «Die 20er Jahre – Rausch des Jetzt». Die Chagall-Konzerte am Fraumünster sind mit einem Symposium zur verfemten Musik und Kunst ein Co-Partner der Festspiele. Da der im Zusammenhang mit den «roaring twenties» oft zitierte Tanz auf dem Vulkan kein Ereignis nur der 20er Jahre ist, erweitert Musik im Fraumünster mit der Programmation der Chagall-Konzerte und dem Symposium den Blickwinkel auf die 30er Jahre und darüber hinaus auf die Zeit bis heute.
Dabei wird auch ein Beitrag zur Wiederentdeckung des durch die Nazis verfolgten und ermordeten jüdischen Komponisten und Pianisten Erwin Schulhoff (1894 – 1942) geleistet. In allen drei Konzerten liest Meret Meyer, eine Enkelin Marc Chagalls, Texte Chagalls aus der Zeit der Verfemung und Verächtlichmachung seiner Werke. Im ersten und dritten Konzert wird der Tänzer und Choreograf Davidson Hegglin Farias allein und zu zweit ausgewählte Musik betanzen – eine Reminiszenz an die aussergewöhnlichen Kompositionen und Inszenierungen der 20er und 30er Jahre.
Ausschnitte aus den Chagallkonzerten 2019