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Für seinen Vergleich einer schwarzen Ministerin mit einem Affen vor fünf Jahren ist der rechte italienische Politiker Roberto Calderoli am Montag wegen rassistischer Beschimpfung verurteilt worden. Das Gericht in Bergamo hielt eine eineinhalbjährige Gefängnisstrafe für den Lega-Politiker für gerechtfertigt.
Calderoli hatte im Juli 2013 auf einer Parteiveranstaltung über Italiens damalige Integrationsministerin Cécile Kyenge gesagt, sie erinnere ihn an einen Orang-Utan.
Der 62-Jährige ist einer der Vizepräsidenten des Senats und hatte in den konservativen Regierungen unter Premier Silvio Berlusconi verschiedene Ministerämter inne. Calderoli kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen.
Kyenge schrieb am Montag auf Facebook, die Strafe sei «ausgesetzt». Gleichzeitig begrüsste die heutige Abgeordnete des Europäischen Parlaments den Richterspruch: «Auch wenn es ein Entscheid in Erster Instanz ist und die Strafe ausgesetzt wurde, ist es ein ermunterndes Urteil für alle, die gegen Rassismus kämpfen.» (sda/dpa)
Italiens Fussball hat seinen nächsten Rassismus-Skandal – und wieder trifft es den neuen Inter-Stürmer Romelu Lukaku. Dem Belgier versuchten vor zwei Wochen sogar die eigenen Fans klarzumachen, dass Affenlaute nicht rassistisch seien.
Diesmal waren es jedoch nicht die Fans, sondern ein TV-Experte, welcher für den Eklat sorgte. Luciano Passirani sagte in der Sendung «QSVS» (Qui Studio a Voi Stadio) auf dem Milan-nahen TV-Sender Telelombardia über Romelu Lukaku, dass dieser bloss gestoppt …