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Das Eidgenössische Justiz-und Polizeidepartment, die Swisscom und die Berufsbildungsschule Winterthur haben die diesjährigen "Big Brother Awards" gewonnen. Die satirischen Preise in Form eines Betonpokals wurden in Zürich vergeben.
Der Dienst Überwachung Post- und Fernmeldeverkehr (ÜPF) des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) erhielt die "Auszeichnung" in der Kategorie "Staat". Gemäss Organisatoren will der Dienst den Internet-Verkehr künftig in Echtzeit überwachen.
Die Schweizer Internet-Provider seien bereits aufgefordert worden, Schnittstellen für "Direktschaltungen" bereitzustellen.
Die Swisscom erhielt den Award in der Kategorie Business. Um im Internet surfen zu können, müssten die Swisscom-Kunden ihren Router über ein Web-Portal konfigurieren. Dabei würden auch sensible Daten auf den Swisscom-Servern gespeichert.
Dies bedeute, dass Mitarbeiter und - nach einem Gerichtsbeschluss - auch polizeiliche Behörden auf den Router und den internen Netzwerkverkehr der Kunden zugreifen könnten.
Die Kategorie "Arbeitsplatz" ging an die Berufsbildungsschule Winterthur für ihren "Aufruf zum Denunzieren". Die Schule hatte Anwohner dazu aufgefordert, Fotos von fehlbaren Schülern zu machen.
Die "Big Brother Awards" wurden erstmals 1998 in Grossbritannien vergeben. In der Schweiz ging die Verleihung der "Preise, die keiner will" dieses Jahr zum zehnten Mal über die Bühne.
swissinfo.ch und Agenturen