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Die 8 W-Fragen
Die 8 W-Fragen sind ein wertvolles Planungswerkzeug für dein Permakultur-Projekt. Die Antworten helfen dir, einen Überblick zu bekommen und Schwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen. Idealerweise bearbeitest du diese Fragen mit allen Projektbeteiligten. So hast du eine solide Basis und eine klare Vision, bevor du beginnst.
WIE
- Arbeitsstil
- Arbeitsmethoden
- Vorgehensweise
WANN
- Zeitrahmen des Projekts
- Erwartete Lebensdauer des Permakultur-Systems
Planungscheckliste
Wenn du ein Permakultur-System planst, ist Beobachten und Analysieren immer der erste Schritt.
Was ist vorhanden? Was brauche ich? Was möchte ich gerne? Wie finde ich Menschen, die mich dabei unterstützen usw.?
Mit dieser Liste kannst du erarbeiten, welche Permakultur-Elemente und -Strategien du für den Aufbau und Erhalt deines Permakultur-Systems benötigst.
- Schritt – Mache eine Liste mit allen von dir gewünschten Permakultur-Elementen und benenne sie.
- Schritt – Analysiere alle Elemente auf Input und Output. Input: Erfasse die generellen Bedürfnisse eines Elements. Output: Erfasse alle Produkte eines Elements
- Schritt – Du hast nun von jedem Element eine Liste mit den In- und Outputs. Verschaffe dir nun einen Überblick über den In- und Output aller Elemente.
- Schritt – Überprüfe, welche Elemente die Bedürfnisse anderer Elemente erfüllen können, indem du die erzeugten Produkte verwerten kannst. Das heisst, was als Input für ein Element benötigt wird, kann der Output eines anderen Elementes sein.
- Schritt – Nun kannst du die Elemente besser platzieren und die Wechselwirkungen zwischen den Elementen integrieren.
Wichtig:
Unerfüllte Bedürfnisse bedeuten mehr Arbeit und Kosten. Nicht verwertete Produkte sind Abfälle, da der Kreislauf nicht geschlossen ist. Durch Hinzufügen, Wegnehmen oder Umgestalten einzelner Elemente kannst du Arbeit, Kosten und Abfälle minimieren und ein langfristig sich selbsterhaltendes System bauen.
Wie kannst du nun Input und Output sinnvoll kombinieren?
Durch einen Waldgarten oder Hecken bietest du den Hühnern Schutz und Auslauf, und sie finden Körner zum Picken. Mit einem Teich kannst du sie mit Wasser versorgen. Ihren Stall kannst du mit einem Gewächshaus kombinieren, so nutzt du die Wärme der Hühner, damit auch in kälteren Jahreszeiten Pflanzen im Gewächshaus überleben können.
Die Eier und das Fleisch der Hühner versorgen dich mit wichtigem Protein. Die Eierschalen, die Federn und den Mist kannst du dem Kompost zufügen oder den Mist für deine Gemüsebeete nutzen. Wenn die Hühner im Waldgarten leben, helfen sie, Schädlinge zu minimieren, und um deine Beete aufzubereiten, kannst du sie in mobilen Zäunen zur Arbeit schicken.
Beispiel Gemüsegarten:
Wie kann ich nun Input und Output sinnvoll kombinieren?
Durch einen Kompostgarten kannst du den Gemüsegarten mit Humus und Kompost versorgen. Mit dem Gemüse kannst du dich ernähren, und wenn beim Kochen Rüstabfälle entstehen, erzeugst du wieder Material für den Kompost. Mit einer geschickten Mischkultur erreichst du eine gleichmässigere und bessere Nutzung der Bodennährstoffe. Zudem kannst du das organische Material wiederverwerten, um das Beet zu mulchen.
Mit einem Teich oder Trockenbächen bringst du Wasser in den Gemüsegarten, und mit dem Mulch speicherst du das Wasser im Boden, somit ist dein Gemüse auch an heissen Tagen mit Wasser versorgt. Mit der Gemüseernte kannst du dich, deine Familie und Freunde versorgen.
Wenn du nicht alles Gemüse erntest, sondern es blühen lässt, hast du Saatgut fürs nächste Jahr, das du dann im Gewächshaus wieder zu neuen Jungpflanzen ziehen kannst.