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Don Jorge Elgueta gründete Terra Noble 1993 mit dem Ziel, Qualitätswein im Maule-Tal herzustellen. Damals war die Region noch eher ein Anbaugebiet für die Massenproduktion von Wein, sodass sich kein ordentlicher Qualitätsstandard entwickeln konnte. Seine Überzeugung, dass der Boden des Tals dafür geeignet ist, spiegelt sich im Namen Terra Noble wieder.
Weingut Terra Noble und der falsche Merlot
Man begann damit, sogenannten "chilenischen Merlot" zu pflanzen. Nach DNA-Untersuchungen stellte sich im Jahre 1994 heraus, das die Rebsorte Carménère war, welche optisch dem Merlot ähnelt, jedoch eine eigene Variante ist und ein anderes Geschmacksprofil bietet. Die Rebsorte war ursprünglich auch in Frankreich beheimatet, starb dort aber durch die Reblausplage fast komplett aus.
Während einige Winzer versuchten, jetzt den "echten" Merlot anzubauen, blieb Terra Noble beim Carménère, welche zur Vorzeigerebsorte des Gutes werden sollte. 2003 verstarb Don Jorge, und der deutsche Unternehmer Wolf von Appen stieg bei Terra Noble ein.
Terra Noble und das Terroir
Das Maule-Tal, zentral in Chile gelegen, ist die größte Weinbauregion Chiles. Der Maule-Fluss fließt hier von den Anden ins Meer und spendet lebensnotwendiges Wasser. An einem der höchsten Punkte des Tals liegt der La Higuera-Weinberg von Terra Noble.
Das Klima ist mediterran, kühle Nächte und heiße Tage wechseln sich ab, die Böden bestehen aus Schwemmsediment. Die Weine, die hier entstehen, besitzen eher weiche Tannine. Der Carménère ist gut an die Umweltbedingungen angepasst, wodurch er hier ideal gedeihen kann. Ebenfalls profitieren vom Klima kann der Sauvignon Blanc, der im Mauletal optimale Ergebnisse erzielt.
Neben dem Maule-Tal besitzt Terra Noble heute auch Rebflächen bei Casablanca und im Colchaguatal. Drei Rebgärten verteilen sich auf diese Regionen, in denen ausschließlich rote Rebsorten kultiviert werden.
Forschung im Keller von Terra Noble
Im Keller hält Marcelo García die Zügel in der Hand. Auch wenn die Weine von Terra Noble bereits einen hohen Standard erreicht haben, so hat man nicht aufgehört, weiter zu forschen. Jährlich werden neue Kleinstserien mit neuen Methoden vinifiziert, so werden andere Behältnisse probiert, beispielsweise 300-Liter-Fässer oder Foudres mit 2000 bis 5000 Liter Kapazität, Betontanks oder Ampohren.