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In keinen europäischen Land regiert die Tabaklobby so extrem wie in der Schweiz. Auch beim aktuellen Tabaklobby Index 2023 von Globaltobaccoindex.org ist die Schweiz wie bisher auf dem zweitletzten Rang. Mit 95 von 100 Punkten bildet sie das traurige Schlusslicht der Liste, je mehr Punkte ein Land hat, desto schlechter. Und die Schweiz bleibt auf dem zweitletzten Rang im Vergleich zu 2021, obwohl inzwischen 10 neue Länder dazugekommen sind, welche aber alle besser platziert sind.
Der Index wird vom Global Centre for Good Governance in Tobacco Control erstellt und basiert auf 20 Indikatoren, welche sich an den Leitlinien nach Artikel 5.3 des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) orientieren. Er misst die Bemühungen der Regierungen, gegen die Einflussnahme der Tabakindustrie vorzugehen. Diese Bemühungen finden in der Schweiz nicht statt, bzw. werden massiv von der Tabaklobby blockiert und manipuliert.
Da in der Schweiz Tabakfirmen wie Philipp Morris International, British American Tobacco und Japan Tobacco Internation ansässig sind, haben sie auch im Bund und Politik einen starken Einfluss, um in der Schweiz sämtliche Tabakpräventionen zu vereiteln, und gar die schädlichen Auswirkungen von Tabakkonsum zu verschleiern. Gemäss dem Bericht gibt es sogar Treffen zwischen den Kantonen Neuenburg, der Stadt Lausanne zusammen mit Vertretern der Tabakindustrie, welche nicht offiziell aufgezeichnet werden. Ebenso gibt es eine Greenwashing-Kampagne mit dem BAFU (Bundesamt für Umwelt) welches mit zahlreichen Vertretern der Tabakindustrie zusammenarbeitet um zu vertuschen, dass es in der Schweiz keine wirksame Umweltpolitik bezüglich dem Entsorgen von Zigarettenstummeln gibt.
Ein aktuelles Beispiel (Quelle AT-Schweiz): Philip Morris hat im Rahmen der eidg. Wahlen je 35000 Franken an die SVP und FDP gespendet. Die Spende an die SVP fand natürlich bezüglich dem Wahlkandidaten Gregor Rutz statt, welcher Präsident der Vereinigung des Schweizerischen Tabakwarenhandels ist.
Vergessen wir nicht: In der Schweiz sind 14% aller Todesfälle auf Tabakkonsum zurückzuführen. Der Anteil Raucher, der etwa 25% der Bevölkerung ausmacht, geht in der Schweiz seit vielen Jahren nicht zurück. Die Schäden durch das Rauchen machen jährlich immer noch mehrere Milliarden Franken aus, welche definitiv auch einen Einfluss auf die jährlich stark steigenden Krankenkassenprämien haben.
Quellen, und weiterführende Links: