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Die Decorative Art-Jahrbücher, die von 1906 bis 1980 alljährlich erschienen, waren den jeweils neuesten Trends in Baukunst, Innenarchitektur, Möbeln, Beleuchtung, Glaswaren, Textilien, Metallwaren und Keramik gewidmet. Seit die Publikation eingestellt wurde, sind die Ausgaben begehrte Sammlerstücke. In mehrfacher Hinsicht waren die 1970er Jahre extremer als die vorhergehende Dekade. Überall wurde experimentiert, und viele Projekte galten als visionäre Erscheinungsformen eines neuen Designs. Das zellenförmige BC25 Capsule-Gebäude in Tokio und der Barbican Complex der Brutalisten in London sind nur zwei Beispiele einer außerordentlich großen Auswahl revolutionärer internationaler Architekturprojekte dieser Zeit. Die Decorative Art-Jahrbücher stellen in diesem Jahrzehnt zunehmend Architektur und Raumausstattungen vor, veröffentlichen aber weiterhin auch die neuesten Entwürfe im Objektdesign. TASCHENs Decorative Art 1970s stellt die Höhepunkte der Jahrbücher zusammen und beleuchtet die futuristische, experimentelle Ästhetik dieses außergewöhnlichen Jahrzehnts mit Design-Highlights von Afra und Tobia Scarpa, Luigi Colani, Achille Castiglioni, Kisho Kurokawa, Norman Foster, Richard Meier und Theo Crosby.
Nur wenige Künstlerinnen sind in die Kunstgeschichte eingegangen und keine stieg so kometenhaften auf wie die mexikanische Malerin Frida Kahlo (1907-1954). Ihr unverwechselbares Antlitz hielt sie in über fünfzig außergewöhnlichen Selbstporträts fest, die seit Generationen bewundert werden. Diese Werke und zahlreiche Aufnahmen namhafter Fotokünstler wie Edward Weston, Manuel und Lola Álvarez Bravo, Nickolas Muray und Martin Munkácsi machten Frida Kahlo zu einer Ikone der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Nach einem Unfall in ihrer frühen Jugend entschied sich Frida, Malerin zu werden. Ihre Heirat mit Diego Rivera im Jahr 1929 katapultierte sie an die Spitze der Kunstszene, nicht nur in Mexiko, sondern auch in den Vereinigten Staaten und in Europa. Kein geringerer als André Breton lobte ihr Werk und nahm die Malerin in den internationalen Kreis der Surrealisten auf. 1939 stellte er ihre Arbeiten in Paris aus, wo Picasso, Kandinsky und Duchamp sie bewunderten.
Dieser großformatige XXL-Band bietet Gelegenheit, Frida Kahlos Gemälden nahe wie nie zuvor zu kommen - in brillanten Reproduktionen, in Formaten, die teilweise über die Größe der Originalwerke hinausgehen, und im Zusammenspiel mit berühmten Fotografien. Das Buch präsentiert Werke aus Privatsammlungen, die für die breite Öffentlichkeit schwer zugänglich sind, und zeigt Arbeiten, die bislang als verschollen galten oder seit mehr als 80 Jahren nicht mehr ausgestellt waren. Der Band stellt die bisher umfangreichste Studie zu Frida Kahlos Gemälden dar.
Zeichnungen, Tagebuchseiten, Briefe sowie eine umfangreich illustrierte Biografie mit Fotos von Frida, Diego und der Casa Azul - Fridas Zuhause - erlauben einen intimen Einblick in Frida Kahlos Leben und ihr künstlerisches Universum.
Verliebt in Gisele
Anschauen macht glücklich - Gisele Bündchen, Supermodel
Die Brasilianerin Gisele Bündchen wuchs in einfachen Verhältnissen auf dem Land auf und wurde zum erfolgreichsten Supermodel der Welt. Diese Buch zeigt die atemberaubendsten Glamourshots und zahlreiche private Aufnahmen aus ihrer 20-jährigen Karriere in der Fashion-Industrie.
Gisele war gerade 18, als sie 1998 auf der Ready-to-Wear-"Rain"-Show von Alexander McQueen den Durchbruch schaffte. McQueen hatte "The Body" wegen ihrer Fähigkeit ausgewählt, in himmelhohen Absätzen einen rutschigen Laufsteg abzuschreiten. Noch im selben Jahr landete sie auf dem Cover der britischen Vogue und wurde danach schnell zum begehrtesten Covergirl ihrer Generation. Im darauf folgenden Jahr fotografierte Steven Meisel sie für das Cover der amerikanischen Vogue. Ihre braungebrannte athletische Schönheit läutete als Kontrast zum Grunge der späten 90er "die Rückkehr des sexy Models" ein. Seitdem erschien Gisele auf über 1000 Titelbildern rund um den Erdball, lief auf ca. 450 Fashion Shows und absolvierte multinationale Kampagnen für die größten Fashion- und Beauty-Brands dieser Welt.
Dieses Buch mit über 300 Bildern wurde von Giovanni Bianco zusammengestellt und gestaltet. Von Irving Penns legendärem Aktfoto, unserem Coverbild, bis hin zu ikonischen Aufnahmen von Starfotografen wie David LaChapelle, Juergen Teller, Inez & Vinoodh, Mert Alas & Marcus Piggott und Corinne Day ist dies ein einmaliges Porträt der Frau, die zusammen mit Pelé und Ayrton Senna der berühmteste Exportschlager Brasiliens und zugleich das bestbezahlte Model der Welt ist. Die elegante visuelle Kompilation wird ergänzt durch Beiträge von Giseles engsten Freunden und Angehörigen sowie führenden Persönlichkeiten der Modebranche.
Hokusai (1760-1849), Zeichner, Holzschneider und Maler. Seine Farbholzschnitte galten im japonismusverrückten Europa des späten 19. Jahrhunderts als Inbegriff des japanischen Stils und nahmen einen immensen Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Moderne. Künstler von van Gogh und Monet bis Gauguin und Morisot, von Cassatt bis Klimt ließen sich von seiner Linienführung, seinen flächigen Kolorierungen und seinen kühnen Kompositionen inspirieren. Hokusai war von der Kunst besessen. In seinem langen, rastlosen Leben schuf er eine ungeheure Zahl an Arbeiten und bewies in allen Genres eine stupende Meisterschaft. In seinen ukiyo-e, den Bildern der vergänglichen Welt, stellte er die Kurtisanen, Sumo-Ringer und Kabuki-Schauspieler dar, die das Vergnügungsviertel in seiner Heimatstadt Edo, dem heutigen Tokio, bevölkerten, daneben schuf er Stillleben, Karikaturen, Landschaften, Rollbilder, über 1000 Romanillustrationen und aufwendige Auftragsarbeiten für private Sammler. Hokusais Farbholzschnittserie 36 Ansichten des Berges Fuji, die zwischen ca. 1830 und 1834 veröffentlicht wurde, ist das berühmteste Werk des Künstlers und mit ihrer Darstellung des Vulkans zu verschiedenen Jahreszeiten und aus verschiedenen Blickwinkeln ein Höhepunkt der japanischen Druckgrafik. Das Bild Unter der Welle vor Kanagawa, das erste Blatt dieser Reihe, oft auch nur kurz Die große Welle genannt, ist das weltweit bekannteste und am häufigsten reproduzierte Werk japanischer Kunst. Dieser Band stellt Hokusais künstlerische Laufbahn anhand von Schlüsselwerken aus seiner ungewöhnlichen langen Karriere dar und geht den Gründen nach, warum er die westliche Kunstwelt so in seinen Bann zog.
Die Ästhetik der Moderne in Kunst, Architektur und Produktdesign ist vielen von uns vertraut. In kühnen Glaskonstruktionen oder minimalistischen Gemälden erkennen wir eine Ära, die von enormem technischen Fortschritt geprägt war und dem Anspruch des Menschen, seine Umwelt selbst zu gestalten und radikal mit den Konventionen der Vergangenheit zu brechen. Weit weniger bekannt, aber nicht weniger faszinierend ist der Einfluss der Moderne auf das Grafikdesign.
Autor Jens Müller hat für diese einzigartige TASCHEN-Publikation ca. 6000 Markenzeichen aus der Zeit zwischen 1940 und 1980 zusammengetragen, um zu untersuchen, wie modernistische Ideen und Regeln zur Geburt der Corporate Identity führten. Von kleinen Medienunternehmen bis zu Einzelhandelsgiganten, von Fluggesellschaften bis hin zu Galerien: Dieser umfangreiche Überblick geht auf die unterschiedlichsten Branchen ein. Gegliedert ist er in drei Design-Rubriken: Geometrisch, Effekt und Typografisch. Jedes der drei Kapitel ist in gestalterische Unterpunkte wie Alphabet, Überlagerung, Punkte und Quadrate unterteilt.
Neben dem umfassenden Katalog enthält der Band eine Einführung von Jens Müller zur Geschichte des Logos und einen Essay von R. Roger Remington über Grafikdesign und die Moderne. Acht Designer-Profile und acht aufschlussreiche Fallstudien beleuchten im Detail Leben und Werk von Branchengrößen wie Paul Rand, Yusaku Kamekura und Anton Stankowski und so bahnbrechende Projekte wie Fiat, The Daiei Inc. und die Olympischen Spiele von 1968 in Mexiko. Logo Modernism ist nicht nur eine einmalige Inspirationsquelle für Grafikdesigner, Werbefachleute und Branding-Spezialisten, sondern begeistert auch jeden, der sich für Sozial-, Kultur- und Firmengeschichte und die unglaubliche Kraft von Bild und Form interessiert.
Vertikales steingewordenes Antiidyll, Epizentrum von Kunst, Mode, Business, Medien, Werbung, Showbiz und Tourismus, multikultureller Melting Pot und Tor zum nordamerikanischen Kontinent: Anhand Hunderter von Bildern zeichnet dieser Band die epische Geschichte New Yorks nach, von der Mitte des 19. Jahrhunderts über das Jazz Age, die Große Depression, die Zeit der Beatniks und die Disco-Ära bis zu 9/11 und in die Gegenwart. Eine fotografische Odyssee durch die Straßen und Viertel der Stadt, durch das New York der Slums und Gangs, der prachtvollen Art-déco-Wolkenkratzer und Brownstones, der Einwanderer und Stadtneurotiker, durch das New York von Tin Pan Alley, Broadway, Greenwich Village, Times Square, Central Park und Bowery. New York in seiner ganzen Komplexität, Widersprüchlichkeit und Dynamik, fotografiert von legendären Fotografinnen und Fotografen wie Berenice Abbott, Weegee, Margaret Bourke-White, William Claxton, Marvin E. Newman, Ralph Gibson, Steve Schapiro, Peter Lindbergh, Lee Friedlander, Nan Goldin und Ryan McGinley. Mit einer Covergrafik von Robert Nippoldt und einem umfangreichen Anhang mit rund 100 Büchern, Filmen und Schallplatten, die von der einzigartigen Metropole inspiriert wurden.
Ren Hang, der sich am 23. Februar 2017 mit nur 29 Jahren das Leben nahm, war ein ganz untypischer Rebell, zurückhaltend, scheu und zeitlebens von Depressionen geplagt. In seiner Heimat Peking war der Fotograf den Behörden ein stetes Ärgernis, zu sehr verletzten seine mit Geschlechteridentitäten spielenden Bilder die moralischen und sozialen Tabus in China. Er selbst sagte: "Ich sehe mein Werk nicht wirklich als Tabubruch, weil ich nicht so sehr in kulturellen oder politischen Zusammenhängen denke. Ich verschiebe Grenzen nicht absichtlich, ich mache nur meine Arbeit."
Hang fotografierte seine Modelle - Freunde und in seinen letzten Lebensjahren auch zunehmend Fans - zumeist nackt und in oft surreal anmutenden Arrangements, häufig im Freien, hoch in Baumkronen oder auf den schwindelerregenden Dächern von Peking, gestapelt wie Bauklötze, die Köpfe in Kraken gewickelt, mit Telefonleitungen und Blumen, die aus Körperöffnungen sprießen, mit lustvollen Erektionen, verblüffenden Accessoires, mal ausgelassen verspiel, mal traumverloren melancholisch - was auch immer ihm gerade in den Sinn kam. In einem Interview fragte ihn 2013 die Zeitschrift VICE: "[E]s gibt da eine Menge Schwänze ... magst du einfach Schwänze?" Ren antwortete: "Es sind nicht nur Schwänze, an denen ich interessiert bin, ich bilde jedes Organ gerne auf frische, lebendige und emotionale Weise ab." Über die Social Media hatte Ren Hang sich schnell eine immense internationale Popularität erworben, und seine Fans besuchen noch immer eifrig seine Website und seine Accounts bei Facebook, Instagram und flickr. Seine Fotos waren in seiner kurzen sechsjährigen Karriere Gegenstand von über 20 Einzel- und 70 Gruppenausstellungen rund um den Globus, u.a. in Tokio, Athen, Paris, New York, Kopenhagen, Frankfurt, Wien und, ja, sogar Peking. Im Eigenverlag veröffentlichte er in Kleinstauflagen sechzehn Monografien, heute allesamt von Sammlern heiß begehrt. TASCHENs Ren Hang ist die erste internationale Kollektion seiner Arbeiten und umspannt seine gesamte viel zu kurze Karriere mit vielen nie zuvor gesehenen Fotos. Wir finden Trost in der Erinnerung an Rens Freude, als er das Buch erstmals in der Hand hielt.
Über 400 Hundeporträts zeichnen in diesem Buch eine Lovestory nach, die nach manchen Schätzungen schon 100.000 Jahre hält. Ob Dogge oder Dackel, Rassehund oder Promenadenmischung, ob Welpe oder Oldie, Kläffer oder Schoßhund, der beste Freund des Menschen ist ein dankbares Fotomotiv, charaktervoll, verspielt, aufgeweckt und zu jeder Schandtat bereit. Und dann dieser Hundeblick. Die besten Hundefotos vom 19. Jahrhundert bis heute.
Seit jeher hat das Grafikdesign durch lebendige und prägnante Verknüpfungen von Bild und Idee den Zeitgeist zum Ausdruck gebracht. Es ist allgegenwärtig: von der minimalistischen Verpackung bis zur farbenfrohen Reklame, von der intelligenten Umweltgrafik bis zur schlanken Schnittstelle. Grafikdesign vermittelt nicht nur Informationen sondern ist auch ein Spiegel gesellschaftlicher Werte und kultureller Tendenzen. Mit großer Sachkenntnis hat Autor Jens Müller die herausragenden Entwürfe jedes Jahres ausgewählt, einen Zeitstrahl mit Meilensteinen des Designs. Diese Sammlung repräsentiert die längst überfällige Betrachtung eines kreativen Bereichs, der sich ständig entwickelt, verändert und zu neuen Höchstleistungen antreibt. Seine Schlüsselwerke fungieren als Koordinaten zeitgenössischer Geschichte; sie lassen uns ermessen, wie stark der Einfluss des Grafikdesigns auf unseren Alltag ist.
"Meine Herren..." so beginnt der Brief unseres nächsten imaginären Fans. "Es ist nicht so, dass ich Ihr großes Big Penis Book nicht mag. Das Problem ist eher, dass ich es zu sehr mag. Ich werde jedesmal unruhig, wenn ich das Haus ohne dieses Buch verlasse, und längere Geschäftsreisen sind geradezu eine Folter. Könnten Sie nicht eine weniger sperrige Ausgabe herausgeben, die immer noch voller Männer ist, deren bestes Stück über 20 Zentimeter misst, die aber mein Handgepäck nicht so verdächtig ausbeult? Und wenn ich ganz unverschämt sein darf: Könnten Sie sie auch zu einem kleinen Preis verkaufen?" Ihr Wunsch ist uns Befehl! Diese kompakte und erschwingliche Neuausgabe von The Big Penis Book zeigt über 150 Männermodels mit massivem Mittelteil von den 1940ern bis in die 1990er, darunter Bob Mizer von AMG, David Hurles von Old Reliable, Rip Colt vom Colt Studio, Craig Calvin Anderson von Sierra Domino, Hal Roth von Filmco, Jim Jaeger von den Third World Studios und Falcon Studios, Mike Arlen, Fred Bisonnes, Carlos Quiroz und Charles Hovland. Die Bilder stammen nicht nur aus der 384-seitigen großen Originalausgabe, sondern auch aus den nachfolgenden Big-Penis-Kalendern, so dass 30 Prozent des Inhalts dieser Ausgabe neu ist. Der Text wurde gekürzt, um mehr Platz für die Fotos in Farbe und Schwarz-Weiß zu schaffen. Und alles zu einem Preis, bei dem man zweimal hinschauen muss, um ihn überhaupt zu sehen. Grandios, oder?
Als Junge schwärmte Tom für einen strammen Landarbeiter, der die Felder nahe dem Wohnhaus von Toms Familie beackerte. Finnland, so die Mär, ist ein Land, das mit kernigen Burschen reich gesegnet ist, die im Eiswasser angeln, in endlosen Wäldern unermüdlich Holz fällen und auf Bauernhöfen immerzu Hafer, Roggen und Gerste dreschen. Tom, ein eher sensibler Typ, bewunderte diese Raubeine in ihrer derben Kluft: "Als ich jung war, wurde Leder von Leuten getragen, die im Freien arbeiteten, weil es sie warm hielt. Alle Männer, die Leder trugen, gehörten zu jenem Typus Mann, den ich anhimmelte." Die Folgen dieser pubertären Prägung sind bekannt: In den USA ergänzte Tom das rustikal-ländliche Personal seiner Sexfantasien um klassische amerikanische Malochergestalten, um hypermaskuline Trucker, behelmte Bauarbeiter und Monteure, um Zirkushandlanger und natürlich um die Figur des Cowboys mit all ihren sexuellen Implikationen - allesamt Archetypen tougher Männlichkeit und damit die idealen Bewohner des mythischen "Tomlands". The Little Book of Tom: Blue Collar zeigt neben Toms Comics und Illustrationen auch Material aus seinem privaten Archiv, Skizzen, Fotos und historische Filmbilder und -plakate.
Im Jahr 1965 hatte Tom of Finland die Idee, einen immer wiederkehrenden Charakter für seine Comicgeschichten zu entwickeln, den ultimativen "Tom's Man". Das Ergebnis seiner ersten Überlegungen war ein Blondschopf namens Vicky - ein in Finnland recht verbreiteter männlicher Vorname. Später folgte eine von Tarzan inspirierte Figur, die Jack hieß. 1968 entschied sich Tom schließlich für Kake, einen dunkelhaarigen Ledermann mit Schnauzer, der häufig ein hautenges weißes T-Shirt trug, auf dem sein Motto "Fucker" zu lesen war. Und so fuhr Kake - wie ein hypermännlicher Missionar der Post-Stonewall-Ära - auf seinem Motorrad in der Gegend umher und trug das Bild vom freien, befriedigenden und ekstatischen Schwulensex in die Welt hinaus. Tom lebte viele seiner eigenen Fantasien in dieser Figur des Kake aus, und so wurde sie für viele Fans zum Sinnbild all dessen, was wir heute gemeinhin als "Gay Clone Look" der 1970er-Jahre bezeichnen.
Zwischen 1968 und 1986 veröffentlichte Tom insgesamt 26 Folgen von Kakes Abenteuern, von denen die meisten als 20-seitige Heftchen auf den Markt kamen. Tom of Finland - The Complete Kake Comics versammelt alle 26 Einzelgeschichten in einer Ausgabe und bringt uns die Zeit wieder näher, als Männer noch richtige Kerle, Sex sorgenfrei und ein großer, dicker Schnauzbart ein absolutes Muss waren.