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Grosse Ehre für Kambundji, Odermatt und Federer
Mujinga Kambundji und Marco Odermatt heissen die Sportlerin und der Sportler des Jahres 2022. Etwas überraschend ist auch Roger Federer an den Sports Awards zugegen, nicht ohne Grund. Der Tennis-Maestro wird mit dem Ehrenpreis des Schweizer Sports ausgezeichnet.
Roger Federer war bei der TV-Gala in Zürich DER Überraschungsgast. An den Swiss Indoors in Basel, seinem Heimturnier, verzichtete der Tennis-Maestro im Oktober noch auf eine Verabschiedung. Sein Rücktritt sei zu frisch, die Emotionen zu gross, so damals seine Begründung.
Der Ehrenpreis wurde im Rahmen der Sports Awards zum sechsten Mal vergeben. Federer trat in die Reihe von Res Brügger (2001), Ferdi Kübler (2003), Peter Sauber (2005), Adolf Ogi (2007) und das U17-Weltmeisterteam im Fussball (2009).
Den Schlusspunkt der Livesendung bildete traditionell die Verleihung der Awards für die Sportlerin und den Sportler des Jahres. Während es Vorjahressiegerin Belinda Bencic diesmal nicht unter die sechs Finalistinnen schaffte, schwang mit Marco Odermatt bei den Männern jener Sportler obenaus, der schon im Vorjahr triumphiert hatte. Zuletzt war es Federer im Jahr 2007 gelungen, sein eigener Nachfolger zu werden.
Obwohl mit den Alpinen Michelle Gisin (Kombination), Lara Gut-Behrami (Super-G) und Corinne Suter (Abfahrt) sowie der Freeskierin Mathilde Gremaud (Slopestyle) gleich vier Olympiasiegerinnen unter den sechs nominierten Athletinnen standen, setzte sich mit Mujinga Kambundji keiner Wintersportlerin durch. Die Berner Sprinterin gewann die Wahl mit gut ein Drittel aller Stimmen letztlich fast ebenso deutlich wie Odermatt. Auf den Ehrenplätzen folgten Suter (19,0 Prozent) und Gut-Behrami (18,6).
Wie Odermatt durfte auch Kambundji die begehrte Trophäe zum zweiten Mal entgegennehmen – als erste Leichtathletin überhaupt. 2019 tat sie dies aufgrund der im WM-Final gewonnenen Bronzemedaille über 200 m, heuer als Hallen-Weltmeisterin über 60 m und Europameisterin über 200 m.
Die weiteren Preisträger der Sportlerwahlen 2022 sind die Fussball-Nationalmannschaft der Männer (Team des Jahres), Urs Fischer (Trainer des Jahres), Rollstuhl-Leichtathlet Marcel Hug (zum achten Mal als Paralympischer Sportler des Jahres), NHL-Verteidiger Roman Josi (MVP des Jahres) und die Langläuferin und Triathletin Anja Weber (als SRF 3 Best Talent Sport).
Bildlegende: Sportministerin Viola Amherd (links) und Roger Federer
(text:sda/bild:sda)