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Die Zession ist ihrem Rechtsgrund nach entweder eine freiwillige (cessio voluntaria) oder eine notwendige (c. necessaria),
je nachdem die Übertragung auf dem freien Willen des Zedenten beruht oder ohne seinen Willen kraft gesetzlicher
Bestimmung (c. legis) oder infolge gerichtlicher Anordnung eintritt. Letzteres geschieht namentlich durch die gerichtliche
Überweisung einer gepfändeten Forderung im Zwangsvollstreckungsverfahren. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Zession besteht z. B.
insofern, als der Geschäftsführer (Mandatar) die in dieser Eigenschaft für den Geschäftsherrn (Mandanten) erworbenen Klagen
(Forderungsrechte) abtreten muß; als der Gläubiger zur Zession seiner Klagen gegen mehrere Gesellschafter verpflichtet
ist, wenn er von einem Mitgesellschafter befriedigt wird etc. Gegenstand der Zession können
in der Regel alle Forderungen und Klagen sein, welche einen Bestandteil des Vermögens des Zedenten bilden.
Kaufpreis für die Forderung bezahlt. Diese Vorschrift, durch welche der verderblich erscheinende Handel mit Forderungen möglichst
verhindert werden sollte, ist als mit den gegenwärtigen Verkehrsverhältnissen unvereinbar von der modernen Gesetzgebung
aufgegeben; so durch das bayrische Gesetz vom das preußische Gesetz vom Auch das deutsche
Handelsgesetzbuch (Art. 299) hebt den Wegfall dieser Beschränkung der Zession in Ansehung der aus Handelsgeschäften hervorgegangenen
Forderungen ausdrücklich hervor.
Ebenso kennt das sächsische Zivilgesetzbuch diese Beschränkung nicht mehr, desgleichen der Entwurf eines deutschen bürgerlichen
Gesetzbuchs. Zur Gültigkeit der Zession bedarf es der Einwilligung des Schuldners nicht, weil sein Verhältnis nicht
geändert, seine Lage nicht verschlimmert wird. Der Schuldner kann aber dem bisherigen Gläubiger so lange gültigerweise Zahlung
leisten, als er von der erfolgten Zession keine Benachrichtigung erhalten hat, nach dieser hingegen nicht mehr, indem
er vom Augenblick dieser Anzeige an den Zedenten nicht mehr als seinen Gläubiger betrachten darf.
Was das Verhältnis zwischen dem bisherigen und dem neuen Gläubiger anlangt, so ist der erstere verpflichtet,
dem letztern die Geltendmachung der Forderung auf eigne Rechnung zu gestatten und, soweit die Mittel dazu in seinen Händen
sind, möglich zu machen; insbesondere muß er ihm die zur rechtlichen Verfolgung der Forderung nötigen Aufschlüsse
geben, die Beweismittel für die Forderung anzeigen und die zum Beweis dienenden Urkunden, soweit sie sich in seinen Händen
befinden, namentlich die Schuldurkunde, ausantworten.