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Im Kanton Graubünden konnte ein Fischotter nachgewiesen werden. Es ist dies der sechste freilebende Fischotter in der Schweiz.
Mittels genetischer Analysen an gefundenem Kot konnte die Anwesenheit eines Fischotters in der Region Domleschg / Heinzenberg im Kanton Graubünden bestätigt werden. Wie das Amt für Jagd und Fischerei (ANJ) und pro Lutra berichten, gab es bereits im Frühling 2015 erste Hinweise aus der Bevölkerung. Doch eingesetzte Fotofallen und regelmässige Kontrollgänge führten bisher zu keinen Nachweisen. Am 17. April wurde dann eine Kotstelle entdeckt, die die Anwesenheit eines Fischotter bestätigt.
Bereits im Dezember 2009 konnte ein Fischotter beim Kraftwerk Reichenau mittels Videoaufzeichnungen nachgewiesen werden. Jedoch fehlte seit März 2010 jede Spur von ihm.
Der Fischotter starb im letzten Jahrhundert in der Schweiz aus. Doch nun darf davon ausgegangen werden, dass er wieder auf natürliche Weise einwandert, aufgrund der Ausbreitung von Populationen aus der Steiermark (A) und Savoyen (F). In der Schweiz konnten bis heute sechs freilebende Fischotter nachgewiesen werden.
Fischotter leben einzelgängerisch und besetzen entlang von vernetzten Gewässersystemen Territorien von bis zu 40 km Länge. Ihre Hauptnahrung besteht aus Fischen, sie fressen aber auch Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger, Vögel und Flusskrebse sowie Aas. Sie sind in der Lage, Vögel in der Grösse eines Graureihers zu überwältigen.