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Manfred Papst wurde 1956 in Davos geboren, wo er auch die Primarschule und das Gymnasium besuchte. Es folgte ein Studium der Sinologie, Germanistik und Kunstwissenschaft in Zürich, das er 1983 mit dem Lizenziat, einer Arbeit zur Übersetzbarkeit chinesischer Lyrik abschloss. Ein zweites Lizentiat in Geschichte machte er 1988. Manfred Papst arbeitete zuerst als Deutschlehrer sowie als Korrektor, Übersetzer, Lektor und Herausgeber für verschiedene Verlage. Im Rahmen eines Nationalfondsprojekts wurde er Mitherausgeber der Prosa und Briefe Friedrich Glausers.
Von 1989 bis 2001 war Manfred Papst als Programmleiter des Buchverlags der Neuen Zürcher Zeitung tätig und dort verantwortlich für etwa 500 Titel aus dem Bereich Geschichte, Kultur und Politik. Daneben schrieb er regelmässig Beiträge zu Literatur und Musik in der NZZ und im NZZ-Folio. Als Gründungsmitglied der NZZ am Sonntag ist er seit 2002 deren Ressortleiter Kultur. Manfred Papst schreibt Artikel zur Geistesgeschichte und Populärkultur sowie die wöchentliche Kolumne «Zugabe» und nahm wiederholt Stellung gegen die deutsche Rechtschreibereform. Er gehört zu den bekanntesten Literatur- und Kulturkritikern in der Schweiz und war mehrere Jahre Mitglied und Präsident der Stadtzürcher Literaturkommission.
Im Jahr 2005 wurde er in der Kategorie Alltagsjournalismus mit dem Zürcher Journalistenpreis für seine journalistischen Leistungen ausgezeichnet. 2014 gehört Manfred Papst als Schweizer Vertreter der Jury des Deutschen Buchpreises an. Acht Jahre lang war er Präsident der Thomas-Mann-Gesellschaft Zürich. Seit 2013 amtet er als Präsident der Gottfried-Keller-Gesellschaft Zürich. Manfred Papst lebt in Greifensee. Er ist seit 1981 mit der Schulpsychologin und Dozentin Julia Papst verheiratet. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder.