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Pensionskassen verwenden unterschiedliche Modelle zur Berechnung ihrer Leistungen. Das klassische Modell verwendet zwei unterschiedliche Umwandlungssätze: Einen fürs Obligatorium, der dem gesetzlichen Minimum von 6.8 Prozent entspricht und einen fürs Überobligatorium, der frei bestimmt werden kann, in der Regel aber tiefer liegt als der des BVG-Obligatoriums.
Wird aus Obligatorium und Überobligatorium eine Mischrechnung gemacht, dann nennt man das System umhüllend. Im umhüllenden Modell wird ein einheitlicher Rentenumwandlungssatz* sowohl für den obligatorischen Teil als auch den überobligatorischen Teil angewendet. Da die Umwandlungssätze im Überobligatorium tiefer liegen als im Obligatorium festgeschrieben ist, führt das dazu, dass der Mindestumwandlungssatz des BVG-Obligatoriums von 6.8 Prozent in einer umhüllenden Pensionskasse unterschritten wird. Er beträgt beispielsweise nur noch 6 Prozent.
|Umwandlungssatz Obligatorium||6.8 %|
|Umwandlungssatz Überobligatorium||5.0 % (bspw.)|
|Umhüllend (Mischrechnung)||6.0 % (bspw.)|
Pensionskassen, die einen umhüllenden Umwandlungssatz haben, müssen in einer Schattenrechnung nachweisen, dass sie die Minimalvorgaben des BVG-Obligatoriums (Mindestumwandlungssatz und ‑verzinsung) dennoch einhalten.
Vor- und Nachteile der Systeme:
- Es ist nicht einfach zu verstehen, wie man einen Umwandlungssatz anwenden kann, der tiefer liegt als der Mindestumwandlungssatz gemäss BVG.
- Das umhüllende System ist in der Anwendung einfacher, sofern man es verstanden hat.
- Das umhüllende Modell ist weniger transparent.
- Das gesplittete System mit zwei verschiedenen Umwandlungssätzen ist dementsprechend transparenter und klarer. Es kommt ohne Schattenrechnung aus.
*Im umhüllenden Modell gilt neben dem einheitlichen Umwandlungssatz auch eine einheitliche Verzinsung der Altersguthaben.