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Die Wohnsiedlung DAHEIM, 1909 nach den Plänen von Johann Bucher in Malters errichtet, wurde 1921 durch eine monumentale Anlage im Stile des Spätklassizismus von Armin Meili erweitert. Die kleine Siedlung, die zunächst auf drei Seiten freigespielt blieb, wird durch die bonacasa-Siedlung Zwiebacki in einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Feld der freistehenden, meist aus Holz gebauten, ländlich anmutenden Wohnhäuser gesetzt. Die neuen Häuser aus dunklem Holz sind grösser und liegen versetzt zur achsialsymmetrischen Grundfigur. Im Innern der Baukörper liegen Etagen- oder Maisonette- Wohnungen, die nach drei Seiten ausgerichtet sind. An die Stelle des alten Produktionsgebäudes der Firma HUG tritt ein grosses Büro- und Wohnhaus mit einem Knick.
Die Anlage Meilis, bestehend aus einem monumentalen Hauptkörper, zwei Portalhäusern und zwei Pavillons, wirkte bisher mit den nahegelegenen, ländlich wirkenden Wohnhäusern und deren Holzfassaden nicht verbunden. Die Figur der streng symmetrisch angeordneten Wohnkolonie DAHEIM und die späteren Wohnhäuser sollten bei ihrer erneuten Erweiterung beziehungsreich werden. Schon im Gestaltungsplan zur Erweiterung DAHEIM und Zwiebacki 2007 waren die Massivbauten daher mit Holzfassaden vorgesehen worden – als Annäherung an die Heterogenität des Bestands. Sie lassen die Bauten von Meili noch stärker hervortreten. Die Neubauten der Zwiebacki wirken zwischen dem Umfeld und der Siedlung DAHEIM nicht fremd, obschon sie den Ort durch einen Sprung im Massstab verändern.
Während früher im siebentausend Einwohner zählenden Malters allein der subventionierte Wohnungsbau im Fokus stand, wurden mit der hochwertigen Bauweise der vier neuen Mehrfamilienhäuser mit unterschiedlich grossen Wohnungen und Büro- und Dienstleistungsflächen im Erdgeschoss erstmals auch andere, gehobenere Standards angesprochen. Allgemein lag der Bauherrschaft in ihrem Streben nach Nachhaltigkeit an einer barrierefreien und umweltverträglichen Bauweise.
An die Stelle des ehemaligen Produktionsgebäudes wurde der grösste der vier Neubauten gerückt. Er stösst unmittelbar an den neuen Strassenkreisel. In der Mittelachse reagiert der Baukörper mit einem Knick. Die Vielfalt an Blickbezügen zum Aussenraum galt als ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung der Neubauten. Die meisten Wohnungen konnten zu mehreren Seiten hin ausgerichtet werden. Ihre Loggien sind jeweils auf der Breite des Wohnraums aus dem Gebäudevolumen ausgeschnitten und versetzt angeordnet. Alle vier neuen Wohnhäuser verfügen über ein zurückspringendes Attikageschoss mit grosszügigen Dachterrassen.
Wettbewerb Gestaltungsplan: 2007
Datum: 2012-2016
Bauherr: bonainvest, Solothurn
Ort: Industriestrasse 2, Hellbühlstrasse 7-7A-7B, 6102 Malters, Schweiz
Planungsgebiet BGF: 11.168 m² (nach SIA 416/2003)
Programm: Vier Häuser mit Eigentumswohnungen und Geschäften
Bauingenieur: Basler & Hofmann
Technische Gebäudeplanung: Eicher + Pauli, Scherler
Landschaftsarchitekt: Renato Lampugnani, Malters
Fassadenbauer: Haupt, Ruswil