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"Ich habe das nicht wirklich erwartet. Aber es sieht so aus, als ob 5.8 einer unserer grössten Releases aller Zeiten werden wird." Dies schreibt Linus Torvalds in einem aktuellen Kommentar
zum kommenden Linux-Kernel-Release, der ungefähr Mitte August freigegeben werden könnte. Laut Torvalds wurden dieses Mal rund 20% der Files des Linux-Kernels geändert.
5.8 sei vergleichbar zu 4.9, dem Release, der bisher die Rekordzahl an Änderungen beziehungsweise "Commits" aufwies. Aber letzterer, so der Linux-Erfinder, der weiterhin das letzte Wort bei der Entwicklung des Linux-Kernels hat, sei "künstlich aufgeblasen" gewesen. 5.8 habe etwas weniger neue Commits, aber die Änderungen seien trotzdem deutlich umfassender.
Torvalds sagt, dass 5.8 "mehr oder weniger überall" Änderungen aufweise. Man habe "tonnenweise" Arbeit in fundamentale Änderungen und ein "Aufräumen" des Kerns investiert, aber man habe auch im Bereich Filesysteme gearbeitet und darüber hinaus gebe es die üblichen Treiber-Updates. Michael Larabel von 'Phoronix' hat eine Übersicht der konkreten Änderungen
erstellt.
Aufgrund der schieren Grösse des Releases habe er es sich überlegt, eine neue Regel aufzustellen, dass absolut alle Vorschläge für neue Features (im Gegensatz zu reinen Software-Fixes) in der ersten Woche des dafür vorgesehenen Zeitfensters eingereicht werden müssen, so Torvalds weiter. Aber obwohl nicht ganz alle so früh eingetroffen seien, wie er sich dies gewünscht hätte, sei eigentlich alles ziemlich reibungslos verlaufen. Es sehe nicht so aus, als ob 5.8 besondere Schwierigkeiten verursachen könnte.
Am Schluss fragt er sich allerdings selbstironisch auch, ob dies übertriebener Optimismus sein könnte. "Warten wir ab" ist seine Antwort. Und: "Klopfen wir auf Holz."