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Kapelle Hostettle

Die den 14 Nothelfern geweihte Kapelle in Hostettle besteht in ihrer jetzigen Form seit 1844. Die heutige Kapelle ist die Nachfolgerin einer früheren Kapelle, welche wohl einst zum Schloss in Hostettle gehört hat. Schlossbesitzer waren bis Ende des 15. Jh. die Englisberger. Durch Heirat des Hans de Gottrau mit Ursula Englisberg im Jahre 1590 kamen die Güter in Hostettle samt der Kapelle in den Besitz der Familie de Gottrau, welche in Hostettle ansässig waren.
Die Kapelle wurde bereits 1663 in den Urkunden erwähnt. Damals besuchte Bischof Johann Baptist Strambino die Kapelle anlässlich der Visitation in Ueberstorf. In seinem Visitationsbericht erwähnt er den Besitzer Johann Rudolf de Gottrau und dass die Kapelle keine Stiftung besitze und nicht geweiht sei. Durch den Papst wurde 1688 Peter von Montenach zum Bischof geweiht. Er besuchte 1690 die Kapelle, die der Mutter Jesu, dem Hl. Johannes dem Täufer und der Hl. Barbara gewidmet waren.
Im Jahre 1767 hinterliess Marianne de Gottrau-Zurthannen bei ihrem Tod in Hostettle eine Stiftung zur Gründung der Kaplanei. Um die Mitte des 18. Jh. kamen die Güter sowie die Kapelle von Hostettle in den Besitz der Familie von Diesbach von Torny.
Gewisse Bauspuren lassen eine Vergrösserung im Jahre 1844 vermuten, nicht aber einen Neubau. Am 25. Juli 1845 wurde die Kapelle von Dekan Jakob Bertschy eingesegnet.
Im Innern der Kapelle befindet sich ein auf Holz gemaltes Bild über der Eingangstür. Es stellt die Hll. Ursula, Johannes und Maria dar und erinnert an die 1590 stattgefundene Hochzeit des Hans de Gottrau mit Ursula Englisberg.
Im 19. Jh. ging die Kapelle in den Besitz der Familie Schmutz, Hostettle über. 1983 schenkte die Familie Josef Schmutz die erhaltenswerte Kapelle der Pfarrei Ueberstorf.
Das Turm-Glöcklein stammt aus dem Jahre 1609. Die Initialen konnten nicht korrekt eruiert werden. "Ich leuchte und wache auf euch herab, mein Gott mein Gott".
Im Jahre 2017/2018 wurde die Kapelle durch das Atelier Christoph Fasel, Tafers renoviert.