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Die Bauarbeiten an der Kaserne in Basel begannen 2018 und wurden von Archäologen begleitet. Auf dem ehemaligen Stadtgraben fanden die Arbeiter zwei schmale Gräben, wie das Präsidialdepartement am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt. In einem dieser Gräben befanden sich 27 menschliche Skelette. Der zweite Graben liege jedoch ausserhalb der Bauzone und werde nicht ausgegraben. Gefundene Kreuzanhänger und Knöpfe deuten darauf hin, dass die Fundstücke aus dem 19. Jahrhundert stammen.
Erste Untersuchungen zeigten, dass die gefundenen Skelette Soldaten gewesen seien, welche im 19. Jahrhundert einer Epidemie zum Opfer fielen. Es handle sich um ein Massengrab, in dem viele Leichen schnell bestattet wurden.
Typhusepidemie in Basel
Eine schreckliche Epidemie, welche Basel heimsuchte, war um 1814, dem Ende der Napoleonischen Kriege. Durchmarschierende Soldaten brachten den «Flecktyphus» mit sich. In der Nähe der Kaserne befand sich ein Lazarett und auf dem Kasernenareal entstand eine Art Notfriedhof. In Basel starben knapp 800 Menschen an der Typhusepidemie.
Das Grab wurde im ehemaligen Stadtgraben angelegt, der um etwa 1820 aufgefüllt wurde. Die Ausgrabunsgarbeiten an der Kaserne wurden bereits abgeschlossen.