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Meditation
Kleine Einführung in die Meditation
Dieter Steiner
Geschrieben 1987 als hinweisender Text im Rahmen des Humanökologie-Unterrichtes,
revidiert 1995
Im Hinduismus und Buddhismus ist die Handhaltung (sog. Mudra) ein "Zeichen", sie hat eine symbolische Bedeutung. Sie kann verglichen werden mit dem Falten der Hände zum Gebet im Christentum. Eine häufige Haltung ist die, bei der die Hände mit den Innenflächen nach oben gekehrt aufeinander liegend im Schoss ruhen. Dabei berühren sich die Daumenspitzen leicht. Im indisch-tibetischen Buddhismus liegt dabei die rechte Hand, die den Erleuchtungszustand symbolisiert, auf der linken, die die Erscheinungswelt darstellt. Im japanischen Zen-Buddhismus ist es umgekehrt; damit wird die Vorherrschaft der passiven linken über die aktive rechte Körperseite in der meditativen Versunkenheit ausgedrückt.
Haltung der Hände (aus BOECKEL, 1982)
Eine andere Möglichkeit ist es, die Hände mit den Innenflächen nach oben auf den Beinen ruhen zu lassen, wobei Daumen und Zeigefinger einen Kreis bilden. Man kann sich dabei vorstellen, dass die Hände Antennen darstellen, die kosmische Energie aufnehmen können. Schliesslich kann man natürlich auch die Hände einfach mit ihrem Rücken nach oben auf die Beine legen.