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TCS MyMed
Autor: Mediscope
Die Eierstöcke sind beidseitig an der Gebärmutter und im Becken fixiert. Im gesunden Zustand spürt die Frau nichts von den Eierstöcken. Eierstockkrebs ist die zweithäufigste Tumorerkrankung der weiblichen Genitalien, nach Gebärmutterhals- und Gebärmutterkrebs. (Brustkrebs ist der häufigste Krebs bei der Frau, wird aber nicht zu den Genitaltumoren gezählt.) Geschwülste an den Eierstöcken sind häufig gutartig. Aber es gibt Geschwülste, die von Anfang an bösartig sind oder zu bösartigen Tumoren mutieren. Die grosse Gefahr beim Eierstockkrebs besteht darin, dass er meist erst sehr spät entdeckt wird, weil lange Zeit keine Symptome auftreten.
Die Ursache ist nicht im Detail bekannt. Es gibt Frauen mit einer gewissen Genkonstellation (ähnlich wie bei Brustkrebs), welche die Gefahr für die bösartige Entwicklung von Zellen an den Eierstöcken erhöht.
Beschwerden, die auf einen Eierstockkrebs hindeuten können, sind unter anderem:
Häufig treten Symptome erst zu einem sehr späten Zeitpunkt auf.
Zur Diagnose des Eierstockkrebses werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Das Ziel des operativen Eingriffs ist die vollständige Entfernung des Tumors. Dafür müssen meist beide Eierstöcke, die Gebärmutter, Teile des Bauchfells und allenfalls auch Lymphknoten entfernt werden. Die Ausdehnung des Operationsfeldes richtet sich nach der Grösse und dem Stadium des Tumors.
Meistens ist zusätzlich zur Operation eine Chemotherapie notwendig. Diese Medikamente (Zytostatika) sollen das Wachstum eventuell verbliebener Tumorzellen verhindern. Bei Tumoren, die nicht operiert werden können, kann die alleinige Chemotherapie gute Resultate bringen. Eine Bestrahlung wird selten angewendet.
Tumorbedingte Schmerzzustände lassen sich mit den heutigen Schmerzmedikamenten gut bekämpfen.
Eine Krebserkrankung kann die Patientinnen in eine tiefe seelische Krise führen. Diese sollten sich deshalb nicht scheuen, eine unterstützende Psychotherapie in Anspruch zu nehmen.
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