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Diese Forderung wird begründet mit der Behauptung, der grösste Teil der an Ausgemusterte zu Eigentum überlassenen Ordonnanzwaffen liege in Kellern und Estrichen unbenutzt herum und habe weder für den Schiesssport noch für die Jagd, geschweige denn für die Armee irgendeine Funktion. Die hohe Verfügbarkeit dieser Waffen erhöhe aber das Risiko, dass Suizidversuche tödlich enden, und bilde namentlich bei häuslicher Gewalt ein nicht akzeptierbares Drohpotenzial.
Dem ist entgegenzuhalten:
- In den vergangen Jahren wurde mit dem Abbau der Armee auch die Zahl der Armeewaffen auf etwa die Hälfte reduziert. Der Anteil jener Waffen dieser Hälfte, die beim Austritt zu Eigentum übernommen wurden ist ebenfalls stark rückläufig. Nur noch rund 23 Prozent der entlassenen Wehrmänner übernahmen 2007 ihre Waffe ins Eigentum. 2004 waren es noch 43 Prozent. Die Forderung der Initianten ist also bereits zum grössten Teil erfüllt, ohne dass sich deren Hoffnung auf Reduktion von Suiziden und häuslicher Gewalt bewahrheitet hätte.
- Heute erfolgt die Abgabe der Armeewaffe zu Eigentum an austretende Angehörige der Armee (AdA) nur unter einigen Auflagen (Erfüllung der Schiesspflicht, Waffenerwerbsschein, Gebühr). Niemand wird diese Auflagen auf sich nehmen, nur um diese Waffen in Kellern und Estrichen unbenutzt herumliegen zu lassen!
- Weniger als die Hälfte aller Austretenden nehmen heute noch von der Möglichkeit der Übernahme der Armeewaffe wahr, vorab jene, die diese Waffe als Erinnerungsstück bewahren oder als Sportwaffe weiter verwenden wollen und somit ein legitimes Bedürfnis an ihrer Waffe haben.
Dieses Hauptelement der Initiative ist also nicht dazu geeignet, den Schutz vor Waffengewalt zu verbessern!
Unser Fazit:
Die Initiative "Schutz vor Waffengewalt" taugt nichts, kostet Milliarden und fördert den Schwarzmarkt und damit die Waffenverfügbarkeit für Jugendliche und Kriminelle!