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Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) und Avenir Suisse präsentierten im März 2004 zwei parallele Studien über die Gründe, warum Reformen in Deutschland und in der Schweiz so schwer durchzuführen sind. Wie die jüngste Vergangenheit nur allzu deutlich gezeigt hatte, fehlte es nicht an Rezepten und «Agenden» sondern an der Umsetzung. Vorherrschende Mechanismen und Institutionen griffen nicht mehr. Anhand erfolgreicher Beispiele in anderen Reformländern und einer wachsenden Theorie über die «Ökonomik der Reform» arbeiteten die fünf Autoren ein Reformparadigma heraus, wie tiefgreifende Veränderungen ermöglicht werden können.
Die beiden Publikationen «Ökonomik der Reform: Wege zu neuem Wachstum in Deutschland», und das schweizerische Pendant «Ökonomik der Reform: Wege zu neuem Wachstum in der Schweiz» gehen der Frage nach, welche Mechanismen und Institutionen notwendig sind, um die gegenwärtige Stagnation zu überwinden. Zunächst wird die Notwendigkeit von Reformen beschrieben. Das zweite Kapitel fasst die jüngeren wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Befunde über Reformprozesse zusammen. Das dritte Kapitel lenkt den Blick auf Reformprozesse in sechs erfolgreiche OECD-Reformländer. Die aus der wissenschaftlichen Analyse ermittelten Reformfaktoren werden im vierten Kapitel auf die Verhältnisse in Deutschland und der Schweiz angewandt. Das fünfte Kapitel zieht ein Fazit und beurteilt die Reformchancen in den beiden Ländern.