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Die Stufenwirtschaft ist als Agrarsystem am besten an die Gebirgsverhältnisse angepasst. Dadurch ist eine optimale Nutzung der immer kürzeren Vegetationszeiten von der Talzone bis auf die Stufe der Sömmerungsweiden auf über 2000 Meter über Meer gegeben. Auf der untersten Stufe ist der Getreidebau, in einzelnen Gemeinden auch noch Weinbau möglich - auf der obersten Stufe nur noch Beweidung und teilweise die Gewinnung von Bergheu. Dazwischen liegen die Maiensässe, in denen im Früh- und Spätsommer geweidet und Heu geerntet wird. Bei dieser Wirtschaftsweise geht „das Vieh zum Futter“. Die Wanderung des Viehs und die landwirtschaftlichen Arbeiten auf den verschiedenen Höhenstufen bedingt ein jahreszeitliches „Nomadentum“ der Familien oder einzelner Familienmitglieder. Die zahlreichen Ortswechsel und die Transporte bedeuten zusätzliche Belastungen und unproduktiven Arbeitsaufwand für die Bergbauern. Die Stufenwirtschaft erfordert zusätzlichen Wohnraum und zahlreiche Ökonomiegebäude, die nur in bestimmten Jahreszeiten benutzt werden und für die Erstellung und den Unterhalt zusätzliche Kosten für die Betriebe bedeutet. Und doch sehnen viele Bäuerinnen und Bauern zum Beispiel die Alpzeit herbei.