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Virgil C. Summer-2 und -3: SCE&G zieht Antrag auf Fertigstellungsverzicht zurück
Nachdem die SCE&G – eine Tochtergesellschaft der Scana Corporation – beschlossen hatte, das Neubauprojekt Virgil C. Summer aufzugeben, traf sie sich mit zahlreichen Interessensvertretern. Diese kritisierten den Entscheid, die Fertigstellung aufzugeben und die Kosten auf die Steuerzahler zu überwälzen. Das Unternehmen gab vor diesem Hintergrund nun bekannt, dass es den Antrag an die Public Service Commission of South Carolina vorläufig zurückgezogen habe. Damit erhalten die Regierungsvertreter angemessen Zeit, über die Zukunft der Kernkraftwerkseinheiten Virgil C. Summer-2 und -3 zu befinden, so die Scana.
«Seit unserer Ankündigung, das Neubauprojekt aufzugeben, haben wir uns mit Regierungsbeamten und verschiedenen Interessensvertretern getroffen», erklärte Kevin Marsh, Chairman und CEO der Scana. Die Einstellung des Baus sei immer die am wenigsten erwünschte Option gewesen, betonte er. Im Hinblick auf die Auswirkungen des Konkurses der Westinghouse Electric Company LLC auf den Fixpreis-Bauvertrag für Summer-2 und -3, den Ergebnissen der Kosten- und Zeitanalyse des Projekts sowie Santee Coopers Entscheid, die Bauarbeiten zu unterbrechen, habe der Fertigstellungsverzicht einen umsichtigen Entscheid dargestellt, meinte er weiter. Mit dem Rückzug des Antrags werde auf die Bedenken der Interessensvertreter eingegangen und den Regierungsbeamten angemessen Zeit für eine Prüfung der Zukunft des Neubauprojekts gegeben.
Die Santee Cooper hatte Ende Juli 2017 einen Baustopp angekündigt. Sie hält einen Anteil von 45% an den beiden Einheiten, die seit März und November 2013 offiziell in Bau sind. Die SCE&G besitzt 55%.
Marsh: Weiterführung «sehr schwierig»
Am 16. August erklärte Marsh an einer Telefonkonferenz für Analysten, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssten, damit eine Weiterführung des Neubauprojekts überhaupt in Erwägung gezogen würde. Laut Marsh müsste erst ein Partner als Ersatz für die Santee Cooper gefunden werden. Dann müsste ein neues Partnerschaftsabkommen ausgearbeitet werden, um zu bestimmen, wer wie viele Anteile am Projekt übernimmt, und ob eine oder zwei Einheiten fertiggebaut werden sollen. Danach müsste ein neuer Bauvertrag mit dem Bauunternehmen verhandelt werden. Auch die Westinghouse Electric Company LLC als Reaktorentwicklerin müsste wieder eingebunden werden. Sobald das alles erledigt sei, müsste man die PSC das Projekt neu beurteilen lassen. Damit wäre aber das Problem der Kosten noch nicht gelöst, gab Marsh zu bedenken. Er erinnerte daran, dass die Unsicherheit hinsichtlich der Kosten einer der Gründe darstellte, weshalb die Scana auf die Weiterführung des Projekts verzichten wolle. Der Baustopp erhöhe zudem die Kosten. Marsh rechnet mit mindestens einem zusätzlichen Jahr, um den Entscheid rückgängig zu machen.