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Da die Antwort von allgemeinem Interesse sein dürfte...Kennst du eine Seite im Netz, wo man gute Cranio-Therapeuten finden kann? Oder kannst du vielleicht einen empfehlen im Raum Thüringen?
Anzumerken wäre noch, daß die Schulmedizin meines Wissens sogar heute noch davon ausgeht, daß die Schädelknochen beim Erwachsenen unlöslich und absolut fest miteinander verbunden sind. Dabei ignoriert sie geflissentlich, daß die sehr schmalen Nahtstellen teils gezähnt ineinander greifen und dazwischen eine dünne Schicht Bindegewebe und Blutgefäße liegt. Dadurch ist eine, wenn auch sehr geringfügige Bewegung möglich, die sich die CST für die Palpation des craniosakralen Rhythmus zunutze macht.<ip-pii> Der Craniosacrale Rhythmus
Nach Erkenntnissen von J.E. Upledger liegt die natürliche Frequenz des craniosacralen Rhythmus zwischen 6 und 12 Zyklen pro Minute. Ein Zyklus wird als die Abfolge je einer Ausweitung und einer Kontraktion des Craniosacralen Systems beschrieben (Upledger 1987). Seinen Ausführungen nach verändert sich der craniosacrale Rhythmus bei Anstrengung oder im Ruhezustand nicht. Rhythmen unter 6 oder über 12 Zyklen gelten als Anzeichen von pathologischen Veränderungen im Körper. Das craniosacrale System steht nach Ansicht des Autors in enger Wechselwirkung mit dem Nervensystem, dem Gefäßsystem, dem Lymphsystem, dem endokrinen System, dem Respirationssystem und dem muskuloskelettalem System des Körpers. Strukturelle Veränderungen oder Funktionsstörungen in einem der genannten Systeme bilden sich im Rhythmus des craniosacralen Systems ab und beeinflussen damit auch das Gehirn und seine Entwicklung (Upledger 2001).
<ip-pii> Die craniosacrale Bewegung im gesamten Körper
Unter der craniosacralen Bewegung wird die rhythmische Bewegung verstanden, die der gesamte Körper als Antwort auf die Tätigkeit des craniosacralen Systems zeigt (Upledger 2002). Diese sind in subtilen Bewegungen an jeder beliebigen Stelle des Körpers palpierbar. Ein Beispiel ist die subtile Ausweitung und Zusammenziehung des Schädels. Des Weiteren wird erläutert, dass die craniosacrale Bewegung in eine Flexions- und eine Extensionsphase unterteilt wird. In der Flexionsphase wird der Schädel breiter und die Spitze des Os sacrum bewegt sich nach anterior. Alle Körperstrukturen drehen sich nach außen und werden breiter. In der Extensionsphase verschmälert sich der Kopf und die Basis des Os sacrum bewegt sich nach anterior, die Spitze nach posterior. Die Körperstrukturen drehen sich nach innen und werden schmäler. Für die Beurteilung der Qualität des Rhythmus ist auch die Pause von Bedeutung, die zwischen der Flexionsphase und Extensionsphase liegt (Upledger 2002).
Aufgrund der oben beschriebenen Wechselwirkungen zwischen dem craniosacralen System und anderen Systemen des Organismus kann die Qualität der ertasteten craniosacralen Bewegung, in ihrer Intensität, ihrer Symmetrie und ihrer Amplitude wichtige diagnostische Hinweise geben. Anwender brauchen allerdings eine besondere Wahrnehmungsfähigkeit, da die palpierbaren Bewegungen des craniosacralen Systems zwischen 40 Mikro und 1,5 Millimetern liegen (Milne 1998). Ein Spannungsungleichgewicht in den bindegewebigen Strukturen kann die spinale und craniale Dura in ihrer Freiheit maßgeblich einschränken und somit die Ausdrucksmöglichkeit der rhythmischen Vorgänge, insbesondere des craniosacralen Rhythmus, beeinflussen. Der craniosacrale Rhythmus wird durch Spannungen im Bindegewebe in der Amplitude und in der Kraft beeinflusst. Asymmetrien im Rhythmus der craniosacralen Bewegungen des craniosacralen Systems dienen im Konzept von J.E. Upledger als Hinweis auf Störungen, die die natürliche Bewegung beeinträchtigen. Dabei zeigt die Bewegungsasymmetrie den Ort an, nicht aber die Art der Erkrankung. Beispiele dafür sind Läsionen des muskulosklettalen Systems, Narben oder akute Durchblutungsstörungen usw. (Upledger & Vredevoogd 2000).
www.inter-uni.net/static/download/publication/masterthesen/VT_Schueers_W_Craniosacraltherapie_u_Befindlichkeitsstoerungen_2010.pdf
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