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Was sagen die Messwerte aus?
Die hochfrequenten elektromagnetischen Felder von Mobilfunkstationen, Radio und Fernsehen wurden bisher an 24 Orten in der Zentralschweiz gemessen. Alle Messstandorte befinden sich im Freien. Die Messsonden übertragen die gemessenen Werte zu einer Datenerfassungszentrale.
Die vorgenommenen Messungen zeigen auf, ob die Feldstärken zu bestimmten Tageszeiten, zum Beispiel wenn viel telefoniert wird, höher sind oder nicht. Sie geben auch Auskunft darüber, ob an Wochenenden andere Feldstärken vorherrschen als an Werktagen. Ersichtlich ist zudem, welche Frequenzbänder benutzt werden. In der Schweiz sind dies zurzeit im Bereich Mobilfunk: 900 MHz, 1800 MHz und 2100 MHz. Es werden nicht immer alle Frequenzbänder benutzt.
Gemessen wird hochfrequente elektromagnetische Strahlung; diese verhält sich ähnlich wie die Lichtstrahlen einer Taschenlampe. Die Sendeantenne entspricht bei diesem Vergleich der Taschenlampe. Die abgegebenen Strahlen werden beeinflusst durch Gebäude, das Gelände oder auch die Witterung. Hochfrequente elektromagnetische Strahlung, wie sie beispielsweise von Mobilfunkstationen ausgesendet wird, ist komplex. Sie kann innerhalb von Zentimetern stark variieren. Es ist daher nicht möglich, aufgrund eines Messstandortes die Feldstärke in einer bestimmten Strasse oder in einer ganzen Ortschaft abzuschätzen.
Um trotzdem Aussagen zu den Feldstärken in einem grösseren Gebiet machen zu können, bedient sich e-smogmessung.ch einer Simulation.
Niederfrequente Felder, wie sie bei Hochspannungsleitungen oder Trafohäuschen entstehen, werden von e-smogmessung.ch nur punktuell erfasst.
Ab wann ist eine Feldstärke hoch?
Diese Frage ist umstritten. Das schweizerische Gesetz schreibt in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) folgendes vor: An Orten mit empfindlicher Nutzung (das heisst z. B. in Wohnungen, Schulhäusern, Spitälern) muss jede Mobilfunkanlage den Anlagegrenzwert einhalten. Die Anlagegrenzwerte für Mobilfunkstationen liegen zwischen 4 – 6 V/m. An allen anderen Orten, an denen sich Menschen aufhalten können (z. B. auf dem Trottoir oder im Wald), muss lediglich der Immissionsgrenzwert eingehalten sein. Dieser ist rund 10 Mal höher und beträgt für Mobilfunkanlagen zwischen 28 – 60 V/m.
Die tatsächlichen Feldstärken im Freien sind meist deutlich tiefer. Aufgrund unserer Messungen sind wir zu folgender Einschätzung gekommen:
0 – 1 V/m: häufig
1 – 2 V/m: regelmässig
ab 2 V/m: selten
Die Messungen von e-smogmessung.ch sind allerdings nicht direkt mit den gesetzlichen Grenzwerten vergleichbar. Dazu müsste man nämlich nicht den normalen, sondern den ungünstigsten Fall beurteilen, also die höchstmögliche Belastung. Das wird im Rahmen dieses Monitorings nicht gemacht.
Technische Details zu den Messungen
|Messsonden
||PMM 8057|
|Gemessene

Frequenzbänder
|900 MHz, 1800 MHz, 2100 MHz, Breitband|
|Darstellung der

Messresultate
|6-Minuten-Rhythmus, Root Mean Square (RMS)|
|Messperiode pro

Standort
|vor 2010 jeweils drei Monate; ab 2010 fixe Standorte|