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Das Verhalten des Patienten - Weshalb verhält sich der Patient so eigenartig?
Medikamente werden eingesetzt um den Patienten auf der Intensivstation beruhigen zu können, um ihm die Angst und den Schmerz zu nehmen, und um verschiedene medizinische Massnahmen (z.B. Einlage von Gefässkathetern, künstliche Beatmung, etc.) durchführen zu können. Schlafmittel und Angst lösende Mittel haben vielfach die Eigenschaft dass sie, neben der Induktion des Schlafes, auch das Bewusstsein ausschalten. Dies bedeutet, dass sich der Patient unter Umständen an viele Situationen, die sich auf der Intensivstation abgespielt haben, gar nicht mehr erinnern kann. Auf der anderen Seite müssen starke Schmerzmittel verabreicht werden, die ihrerseits das Bewusstsein ebenfalls stark beeinflussen können, so dass der Patient seine Umgebung völlig verändert oder gar nicht wahrnimmt.
Solange ein Patient in einem künstlichen Schlaf gehalten wird, ist er gewöhnlich ganz ruhig und sein Bewusstsein ist weitgehend ausgeschaltet. Wenn es aus medizinischen Gründen nicht unbedingt notwendig ist, einen solchen künstlichen Dauerschlaf aufrecht zu erhalten, so versucht man, den Patienten einen normalen Tag– / Nachtrhythmus zu geben.
Viele Patienten tolerieren die Wachphasen sehr gut und sind dabei kooperativ. Nicht selten aber sind einzelne Patienten in diesen Wachphasen unruhig, unkooperativ und sogar aggressiv (d.h. delirant), so dass sie mit den oben genannten Medikamenten wieder beruhigt werden müssen. Angehörige eines Patienten, der auf diese Art und Weise reagiert, sind dadurch verständlicherweise sehr verunsichert, denn dies ist für sie ein unbekanntes Phänomen. Die Gründe für ein solches Patientenverhalten sind mannigfaltig. Üblicherweise normalisiert sich das Verhalten, sobald der medizinische Zustand des Patienten sich bessert.