Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/2039

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielt ein ungewöhnliches neues Geschicklichkeitsspiel Einzug in Kneipen, Bars und Gaststätten, das den Konsum des Gerstensafts noch steigern sollte. Der „Hopp-Hopp“-Etagenspielautomat, der auch Etagenschleuder genannt wird, gab nämlich als Hauptgewinn ein Bier aus. Das Spielprinzip ist simpel aber auch originell: Das Ziel des Spieles ist es, eine Münze in vier verschiedene Schächte zu schleudern. Diese trichterförmigen Auffangschächte sind treppenartig hintereinander angeordnet, so dass jeder quasi eine Etage bildet. Trifft der Spieler mit seiner 5-Pfg. Münze, die er mit einem Hebel rechts unten an der Seitenwand des Gerätes hochschleudert, in einen der 4 Gewinnschächte, erscheint vor diesem ein Buchstabe. Die Münze, die in den Schacht fällt, löst dabei einen Hebel, der wiederum eine Feder freigibt, welche den Buchstaben zieht, der dann im Sichtfenster erscheint. Die Münze fällt abermals in den Schleuderschacht und kann wieder ins Spiel gebracht werden
Wird kein Gewinnschacht getroffen, fliegt die Münze in die Kasse. Findet die Münze ihren Weg in die vierte Etage, kann der Spieler den Griff rechts unten am Gerät ziehen und erhält aus dem Münzauswurf darunter eine Wertmarke.
Sollte der Spieler alle 4 Schächte nacheinander treffen, so sind alle Buchstaben ausgelöst und das Wort „Bier“ ist zu sehen. Das ist das Zeichen für den Wirt, seinem spielenden Gast ein Bier zu servieren. An Tagen, an denen der Alkoholausschank verboten war, konnte man zwischen Spielmechanismus und Glasscheibe ein Stoffrollo zuziehen.