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St.Galler Bahnhof-Nord wird neu geplant
Das St.Galler Stadtparlament hat am Dienstag einen Kredit über 460'000 Franken bewilligt, um für das Areal Bahnhof Nord einen breit angelegten partizipativen Planungsprozess in Ganz zu setzen.
Das Areal auf der Nordseite des St.Galler Bahnhofs wird heute von der Fachhochschule dominiert. Das vom Architekturbüro Giuliani Hönger geplante Haus sollte nach bisherigen Plänen eine erste Etappe sein. Für Erweiterungen hat der Kanton St.Gallen zusätzliche Parzellen erworben. Ein grosses Gebiet direkt am Gleis ist zur Zeit der SBB als Parkplatz verpachtet.
Im Quartier stehen aber auch die vom Architekturbüro Wolf & Stürm sanierte und als Kulturort genutzte Lokremise. Daneben die denkmalgeschützte Villa Wiesental, deren Schicksal noch offen ist, weil die Eigentümerin, das Generalunternehmen HRS, sich mit der Stadt über die Grösse eines Annexbaus streitet. Im Quartier steht ausserdem das Spanische Klubhaus, ein beliebtes Restaurant.
Weil in den letzten Jahren nach der Fachhochschule ein weiteres solitäres Bürohaus des Kaufmännischen Verbandes entstand und Planungen für einen Neubau anstelle des Klubhauses scheiterten, ergriff vor einem Jahr der Heimatschutz die Initiative. Er lud zu einem öffentlichen Podiumsgespräch ein. Dort wurde eine Überarbeitung des bestehenden Gestaltungsplans gefordert – mit einem grösseren Perimeter und in einem partizipativen Verfahren.
Auf diese Forderungen sind der St.Galler Stadtrat und am Dienstag auch das Stadtparlament eingetreten. Mit dem Ja zu einem Planungskredit über 460'000 Franken kann ein partizipatives Verfahren nun gestartet werden. Es ist auf mindestens zwei Jahre angelegt.