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Nachdem Hofstetter alle Schrauben aus seiner immer schiefer sitzenden Brille entfernt hatte, stellte er erfreut fest, dass diese nicht nur etwa drei Gramm leichter, sondern komplett unbrauchbar geworden war. Die Gläser lösten sich aus der Fassung, die sich von den Bügeln trennte, und so schepperte alles wohlklingend auf den Küchenboden, wo Hofstetter, seiner Sehkraft beraubt, bald alles unter seinen ausladenden Hausschuhen zermalmte. Da er die winzigen Schräubchen wohlweislich in einem kleinen Plastikbeutel gehortet und in der Brusttasche seines Hemds gelagert hatte, ging er damit zum Optiker und fragte nach einem kostenlosen Update auf eine Komplettbrille, was ihm rundweg verweigert wurde.
Stephan Pörtner ist Krimiautor («Köbi der Held», «Stirb, schöner Engel») und lebt in Zürich. Für die WOZ schreibt er Geschichten, die aus exakt 100 Wörtern bestehen.