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Zwischen 1919 und 2010 sind 3.6 Mio. Personen nach Israel ausgewandert (Quelle: Israel Central Bureau of Statistic, wikipedia). In den letzten drei Jahren haben etwa 85.000 Juden Aliya gemacht. Der grösste Teil (20.000 Personen) kommt aus Frankreich (Quellen: JewishPress 29. Dezember 2016, Jerusalem Post, 24. Februar 2017, JTA 1. Januar 2015). Rachel Poot berichtet für Christen an der Seite Israels aus Paris. Teil 1: Alijah von Lille, Lyon und Marseille.
Die Arbeit von Ebenezer in Frankreich ist nicht, wie man vielleicht denken würde, auf die Pariser Region beschränkt. Von den 600.000 Juden in ganz Frankreich lebt der grösste Teil (ungefähr 450.000) in der Region Île-de-France, während die Restlichen in anderen Städten wohnen.
“Ebenezer engagiert sich erst seit kurzer Zeit in Frankreich.”, erklärt der Direktor von Ebenezer Frankreich, Xavier Darrieutort. “Gebetsgruppen für die Alija aus Frankreich existieren schon seit Jahren, aber es gab noch keine praktische Umsetzung auf moralischer und finanzieller Ebene. Erst seit drei Jahren werden den Christen in Frankreich zunehmend die biblischen Prophezeiungen über die Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel bewusst. Seit dieser Zeit haben sich in verschiedenen Teilen Frankreichs unsere Teams gebildet.”
Die drittgrösste jüdische Gemeinde Europas
Die meisten Orte an denen die ersten Teams entstanden sind, liegen im Norden. Darunter befinden sich Lille im Nordwesten, Strassburg und Mulhouse im Nordosten, aber auch Lyon und Umgebung. Inzwischen sind die Teams in diesen Städten schon eineinhalb bis zwei Jahre aktiv. Im Februar 2016 wurde ein Büro in Paris und Mitte 2016 zusätzlich eines in Marseille eröffnet. In Marseille befindet sich die drittgrösste jüdische Gemeinde Europas (nach London und Paris). In den neu eröffneten Büros versuchen die Teams vor allem, den Kontakt mit den jüdischen Gemeinden herzustellen, damit diese von der Existenz Ebenezers erfahren. Ausserdem wird der Kontakt zu anderen christlichen Organisationen oder Kirchen gesucht, um die Aktivitäten von Ebenezer zu präsentieren und zu evaluieren wie man sich gegenseitg helfen kann.
90% der Anträge kommen aus der Region um Paris
Auf die Frage, ob es in diesen Städten die gleiche Nachfrage nach Hilfe gibt, wie in Paris, antwortet Xavier: “Eigentlich gibt es derzeit in diesen Städten noch keine wirkliche Nachfrage. 90% der Anträge die wir erhalten kommen aus der Region um Paris. Es wird von den Entwicklungen in der Gesellschaft abhängen, ob die Nachfrage wachsen wird oder nicht.”
Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen könnten die Nachfrage beinflussen. Xavier analysiert: “Es hängt vor allem davon ab, wer gewinnt. Sollte dass ein(e/die) Kandidat(in?) einer extremen Partei sein, werden wahrscheinlich mehr Juden wegziehen. Sollte ein Kandidat einer Mitten- oder Rechts-Partei gewinnen, werden die Auswirkung schwächer sein.”
Wie auch immer die Wahlen ausgehen, Ebenezer versucht sicherzustellen, dass, wenn mehr Hilfe benötigt wird, die Teams so vorbereitet sind, dass sie so Vielen wie möglich Hilfe anbieten können.
Alijah unterstützen
Christen an der Seite Israels, zu den Isreality Schweiz gehört, hilft bei der Rückkehr (Alijah) nach Israël und bei der Integration in Israël. Wir helfen …
- in der Ukraine – mit unserem Alijah Team-Leiter Koen Carlier und seinem Ukrainischen Team
- den Bnei Menashe in Nordoot-Indien
- den französischen Juden
- bei der Integration in Israel durch ‘First Home in the Homeland’
Rachel Poot – Übersetzung: Maria R.
Rachel Poot studierte Französisch und erforscht derzeit in Frankreich für ihre Magisterarbeit in Kulturgeschichte den Antisemitismus des 19. Jahrhundert in Frankreich. Für “Christen an der Seite Israels” ist sie in Paris um mit Ebenezer jüdische Familien, die Alija machen möchten, zu unterstützen.
Quelle: Christen an der Seite Israels Niederlande = Christenen voor Israel, 15. März 2017