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Kurozumi-kyo
Die Lehren von Kurozumi
Gegründet von Munetada Kurozumi (1780-1850) im Jahre 1814, gilt Kurozumi-kyo als eine der ersten vom Shintoismus abgeleitete neue Religion. Kurozumi wurde in eine Shinto-Priesterfamilie in der heutigen Gegend von Okayama hineingeboren, in deren Nähe 1885 von Kurozumi-kyo ein Munetada gewidmeter Schrein eröffnet wurde. Seine Eltern verstarben 1812 und kurz darauf fing sich Kurozumi eine Lungenkrankheit ein. Es schien, als müsse er sterben. Doch dann fiel ihm auf, dass er erkrankt war, weil er um seine Eltern trauerte, also wenn er wieder glücklich würde, würde er geheilt. Er entschied sich in der Morgenröte nach der Nacht der Wintersonnenwende die Sonnengöttin Amaterasu anzubeten, was ihm zur Heilung verhalf. Aus dieser Erfahrung entwickelte er seine Lehre.
Amaterasu wurde zur Schöpfergottheit ernannt und monotheistisch verehrt. Die anderen Gottheiten aus den japanischen Mythen werden als andere Erscheinungsformen der Amaterasu erklärt. Ziel soll es sein das eigene Herz mit dem Amaterasus zu verschmelzen, um dem Weg der Ehrlichkeit, einem göttlichen Weg zu folgen, der Glück und Freude verspricht. Diese Idee ist dem Prinzip des „Wegs der Götter“ dem es im Shinto zu folgen gilt, nicht unähnlich. Weiter soll Dankbarkeit für alles, sowohl das Gute als auch das Schlechte, praktiziert werden, da dadurch jede Begebenheit zu einem Geschenk wird. Kurozumi behauptete ausserdem, man könne durch den Glauben von Krankheiten geheilt werden, und soll Heilungen ohne Gegenleistung durchgeführt haben. Auffallend ist noch, dass Kurozumi erklärte, während seinen Predigten nicht seine eigenen Worte zu sprechen, sondern die Lehren Amaterasus.
Kurozumi-kyo ist hauptsächlich im Westen Japans aktiv und um 2000/2001 sollen etwa 300,000 Mitglieder gezählt worden sein. Es lassen sich keine Anhängergruppen von Kurozumi-kyo ausserhalb Japans finden, zumindest nicht im Web. Dennoch gibt es nach eigenen Angaben der Bewegung einige internationale Aktionen. Sie haben 50 Stücke japanischer Keramikkunst an Museen in Neuseeland, Australien und den USA verschenkt. In 1995 haben sie den Dalai Lama XIV zu sich eingeladen, um interreligösen Dialog zu fördern. Ausserdem haben sie am Religious Summit for World Peace in Assisi, Italien teilgenommen, sind Teil des Japan Committee for the World Conference on Religion and Peace (WCRP) und des Japan Religious Committee for World Federation. Sie beteiligten sich im Weltparlament der Religionen in Chicago, 1993, und in Kapstadt, 1999. Im Jahr 2000 haben sie die japanische Delegation für den Millennium World Peace Summit of Religious and Spiritual Leaders, der in der UN abgehalten wurde, koordiniert.
Nach Angaben von Wikipedia, soll Kurozumi-kyo stagniert sein, da sie sich nicht der Modernisierung angepasst habe. Der Mangel an jungen Quellen scheint dies zu bestätigen. Allerdings existiert die Gemeinschaft durchaus noch. Am 18. September 2017 ist der Leiter der Gemeinde, Kazuhisa Kurozumi, im Alter von 80 Jahren zurückgetreten. Sein Amt übernommen wurde von seinem Sohn, Muto Kurozumi.