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Ziele & Methoden
Abb. 1. Übergeordnetes Arbeitsmodell
Ziele
Es ist wenig darüber bekannt, wie die Berufsfindung in Interaktion mit der Ausbildungsqualität im gewählten Beruf die Lernerfahrungen an den Lernorten in der beruflichen Grundbildung (Betrieb, Berufsfachschule, überbetrieblicher Kurs) beeinflusst und wie diese den Ausbildungserfolg am Ende der beruflichen Grundbildung vorhersagen. Insbesondere interessieren die Gelingensbedingungen der Berufsmaturität, die während oder nach der beruflichen Grundbildung absolviert wird. Das Projekt soll diese Forschungslücken verringern. Die theoretischen Grundlagen der Studie liefert das Erwartungs-Wert-Modell von Eccles und Wigfield (2002), das im Rahmen des Projekts WiSel II mit der sozio-kognitiven Laufbahntheorie von Lent, Brown und Hackett (1994) ergänzt worden ist.
Die folgenden Fragen stehen im Zentrum:
(1) Wie beeinflussen Personenmerkmale Schülerinnen und Schülern und Überzeugungen und Verhaltensweisen von Eltern und Lehrpersonen in Primarschule und Sekundarstufe I den Abschluss der beruflichen Grundbildung, die subjektive Bewertung der Erwerbssituation und die Laufbahnpläne nach Abschluss der beruflichen Grundbildung?
(2) Welche Rolle spielen Merkmale des Berufsfindungsprozesses und von Erfahrungen im ersten Ausbildungsjahr für die Vorhersage des Abschlusses einer beruflichen Grundbildung, der subjektiven Bewertung der Erwerbssituation fünf Jahre nach Austritt aus der obligatorischen Schule und die Laufbahnpläne nach Abschluss der beruflichen Grundbildung?
Methode
Die Studie begann 2011 mit einer Befragung von 1'735 Jugendlichen im 5. Schuljahr in vier Schweizer Kantonen (Aargau, Basel-Landschaft, Bern, Luzern). Es folgten weitere Befragungen im 6., 7. und 9. Schuljahr sowie im ersten Jahr nach Austritt aus der obligatorischen Schule. Dabei wurden vom 5.-7. Schuljahr mittels Fragebogen, Intelligenz- und Leistungstests neben den Jugendlichen jeweils auch Eltern und Lehrpersonen befragt. Die sechste Erhebung findet im Herbst 2021 statt. Durch die regelmässige Befragung der Teilnehmenden sollen Bildungsverläufe beschrieben und erklärt werden. Insbesondere sollen die oben formulierten Forschungsfragen beantwortet werden.