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Beinahe hätte das Pantanal seinen im Jahr 2000 von der Unesco verliehen Titel als Biosphärenreservat verloren. Jetzt ist das größte Feuchtgebiet der Welt dank eines eiligst vorgelegten Aktionsplanes gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.
Entschieden worden ist die vorläufige Beibehaltung des Biosphärenreservat-Titels der Unesco, bei der kürzlich stattgefundenen Sitzung des International Advisory Committee for Biosphere Reserves (IACBR) in Paris. Dort konnten die Brasilianer mit Hilfe des Aktionsplanes nachweisen, dass sie doch am Erhalt des einzigartigen Bioms interessiert sind.
In der Vergangenheit hat es indes nicht danach ausgesehen. Nach der Titelverleihung im Jahr 2000 gab es zwar einmalig von der Interamerikanischen Entwicklungsbank 400 Millionen Dollar, unter anderem zur Durchführung von Studien und Schutzmaßnahmen. Danach ist aber zumindest von staatlicher Seite nicht mehr viel passiert.
Erst 2016 wurde dann der vom Komitee des Biosphärenreservats des Pantanals vorgelegter Aktionsplan verabschiedet. Der umfasst 80 Maßnahmen, die teilweise ab sofort und bis 2025 umgesetzt werden sollen.
Dazu gehört unter anderem die Erarbeitung einer Karte über die aktuelle Nutzung der Feuchtsavanne, die Einrichtung von Schutzgebieten und ein Monitoring sowohl auf sozialer als auch auf Naturschutzebene.
Der Titel des Biosphärenreservats ist für das Panatanal von enormer Bedeutung. Mit ihm ist es möglich, Forschungen anzuziehen, nachhaltige Praktiken durchzusetzen und letztlich Investitionen zur Finanzierung der Schutzmaßnahmen zu erreichen.