Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03245.jsonl.gz/2699

Ich habe die AlexanderTechnik umfassend während einiger Jahrzente auf das Querflötenspiel angewendet und verifiziert. Nicht zuletzt deswegen habe ich eine tiefes Verständnis der Arbeitsweise F.M. Alexanders gewonnen, denn die Arbeitsschritte wie auch die Erfolgskontrollen sind dieselben.
Hier sind einige erste Anmerkungen dazu:
Atem: Es ist möglich, Flöte zu spielen und ohne aktives Tun einzuatmen (d.h. 'es geschehen zu lassen'). Die ganze Luft gelangt in einem Sekundenbruchteil in den Körper und der Vorgang ist vollkommen unhörbar. Mein Vorbild diesbezüglich ist Philippe Gaubert in seiner Aufnahme der 'Fantaisie Pastorale Hongroise' von Doppler (siehe unten).
Zunge: Bei der optimalen Spielbereitschaft der Organismus ist die Zunge so tonisiert, dass sie sowohl breit ruht als auch mit der Zungenspitze den vorderen Gaumen oberhalb der Schneidezähne berührt. Das bedeutet: nach dem Zurückziehen der Zunge am Anfang des Tons (traditionell gänzlich fehlerhaft als 'Zungenstoss' bezeichnet) schnellt sie von selbst zurück. So werden die 'Doppelzunge' und all die anderen alten Artikulationsarten wie z.B. das 'diddle' von J. Quantz leicht ausführbar. - Die schnellste Zunge die ich je gehört habe ist die von Hennebains (auf dieser CD).