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EM-Bronze für Sascha Lehmann! Lead- und Speed-Europameisterschaft 2019 in Edinburgh (GBR)
An der Europameisterschaft in Edinburgh (GBR) gewinnt Sascha Lehmann hinter Adam Ondra (CZE) und Alberto Gines Lopez (ESP) die Bronzemedaille im Leadklettern. Bei den Schweizer Damen sorgt Anne-Sophie Koller mit Platz 10 für das beste Resultat und verpasst das Finale der besten acht Athletinnen nur knapp.
Bereits in der Lead-Qualifikation vom Samstag, 5. Oktober, überzeugte Sascha Lehmann (Burgdorf BE) in beiden Routen. Mit einem Top und einer Höhe von 42+ im zweiten Durchgang beendete der Burgdorfer die Qualifikation vor dem Topfavoriten Adam Ondra (CZE) auf dem 1. Zwischenrang. Diesen Schwung nahm der 21-Jährige mit ins Halbfinale vom Sonntagmorgen und kletterte erneut stark. Als Zweiter qualifizierte sich Lehmann souverän für das Finale, das nur wenige Stunden später startete.
Die Finalroute begann für den diesjährigen Weltcupsieger von Villars vielversprechend. «Der untere Teil war nicht allzu schwierig, was jeweils angenehm ist, um in die Route zu kommen. Danach folgten Sprünge und einige technisch anspruchsvolle Stellen, das war cool. Im oberen Teil war es technisch gesehen nicht schwieriger als unten, aber es warteten einige Züge, die mich sehr viel Energie kosteten», analysierte Lehmann, der bei einer Höhe von 34+ fiel und zwischenzeitlich den 2. Rang belegte. Der amtierende Lead-Weltmeister Adam Ondra, der als letzter Athlet das Finale bestritt, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich vor dem erst 16-jährigen Spanier Alberto Gines Lopez und Sascha Lehmann den EM-Titel.
Die Freude über die Bronzemedaille war beim 21-jährigen Schweizer gross:
Zuletzt für einen Schweizer EM-Podestplatz bei den Herren sorgte Cédric Lachat 2010 mit seinen Siegen in der Disziplin Boulder und in der Kombination.
Drei Schweizer Damen im Halbfinale
Mit Anne-Sophie Koller (Biel BE), Michelle Hulliger (Ramsei BE) und Katherine Choong (Glovelier JU) erreichten auch alle drei Schweizer Damen, die für die EM selektioniert wurden, das Halbfinale. Die Westschweizerin Katherine Choong zeigte einen guten Wettkampf und belegte mit einer Höhe von 36+ den 16. Schlussrang. Damit verbesserte sie sich nochmals um 9 Ränge. Michelle Hulliger, die in der Qualifikation auf den 19. Zwischenrang geklettert war, fiel an derselben Stelle wie ihre Teamkollegin und wurde 15. Als Zehnte kam Anne-Sophie Koller der Finalqualifikation bei den Damen am nächsten und sorgte für das beste Resultat. Den Europameistertitel gewann Lucka Rakovec (SLO).
Keine neue Speed-Bestzeit
Sascha Lehmann betritt als einziger Athlet des Schweizer Teams auch den Speed-Wettbewerb. Mit einer Zeit von 7.956 Sekunden belegte der Berner den 28. Schlussrang. An seine persönliche Bestzeit von 7.475 s, die er an der diesjährigen WM aufgestellt hatte, kam er nicht heran. Der Sieg bei den Herren ging an den Russen Vladislav Deulin, bei den Damen gewann die amtierende Speed-Weltmeisterin Aleksandra Miroslaw (POL).