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Das Wichtigste in Kürze
- Auf dieser Welt passieren Dinge, die wir null hinterfragen, weil sie «normal» sind.
- Wir bewerten sie aber nur als «normal», weil wir es nicht anders kennen.
- Bei genauerem Hinschauen aber, könnte das «Normale» täuschen.
In meiner Arbeit als Mindset-Coach höre ich immer wieder Sätze wie: «Ja aber, es ist doch normal, dass ...» oder «Bin ich abnormal, wenn ich ..?»
Aber was ist denn schon normal? Als normal empfinden wir Dinge, die immer schon so waren, seit wir denken können.
Oder es sind Dinge, die die Mehrheit der Gesellschaft als «normal» betrachtet, weil sie alle tun oder weil sie uns so beigebracht oder vorgelebt wurden.
Ein «normaler» Werdegang eines Menschen in unserer Gesellschaft ist es zum Beispiel, die Schule zu beenden, eine anständige Ausbildung zu absolvieren und danach einen guten Job zu finden. Danach kommt: heiraten, Kinder kriegen, Haus bauen, weiter arbeiten und danach irgendwann in den Ruhestand gehen.
Wer von der «Norm» abweicht, wirft Fragen auf
Sobald man von dieser «Norm» abweicht und beginnt, etwas anders zu machen und nicht mehr mit dem Strom zu schwimmen, wird mit dem Finger auf einen gezeigt:
«Was, du willst keine Kinder?», «Was, du gehst einfach so drei Jahre reisen?», «Du machst dich einfach so selbstständig in dieser unsicheren Zeit?», «Was, du lässt dich mit 50 schon pensionieren?»
Darüber und über die allgemeine Denkweise des Grossteils der Gesellschaft, mache ich mir oft Gedanken. Auf dieser Welt passieren Dinge, die wir null hinterfragen. Einige Beispiele, die mir so durch den Kopf schwirren, möchte ich mit Ihnen teilen.
Normalität hinterfragen
Haben Sie sich schon einmal über folgende Dinge Gedanken gemacht?
Coca Cola ist seit Jahren einer der Hauptsponsoren der Fussball Weltmeisterschaft, obwohl kein Sportler Cola trinkt.
Eine Unterschrift mit einem billigen Kugelschreiber macht ein Dokument erst rechtsgültig. Ohne diesen «Kribbel» ist es bedeutungslos.
Zum Frühstück gibt es Müsli oder Brot. Wer Pizza oder Pasta vor 12 Uhr isst, ist ein «Grüsel», weil «das macht man nicht».
Wir trinken die Muttermilch einer anderen Spezies und sehen das als etwas völlig normales an, während wir uns davor ekeln, die Muttermilch einer menschlichen Frau zu probieren.
Wir lernen in der Schule den Satz des Pythagoras oder die Namen der Flüsse in Afrika.
Aber wir lernen nicht, wie wir unsere Persönlichkeit entwickeln oder wie wir eine gesunde Beziehung zu Geld aufbauen und fragen uns, weshalb so viel schief läuft auf diesem Planeten.
Betrifft alle Lebensbereiche
Gehen wir noch ein bisschen tiefer:
Wir können Worte und Bilder in uns drin hören und sehen, die sonst niemand anderes wahrnimmt. Diese Worte und Bilder kreieren Gefühle in uns, die ausser uns selbst niemand empfinden oder sehen kann, aber glauben, dass es nur die eine sichtbare Realität gibt.
Wir leben in einem Universum, auf einer Kugel, die in einer Galaxie schwebt und die sich um einen Feuerball dreht, der uns wärmt, obwohl er Tausende von Kilometern weit entfernt ist, aber sind unsicher, ob es wirklich «etwas Höheres» gibt.
Es ist völlig normal und logisch, dass es das Gesetz der Schwerkraft gibt, obwohl wir die Kraft, die uns am Boden hält, nicht sehen können. Das Gesetz der Anziehung hingegen wird immer wieder stark bezweifelt oder sogar als «esoterischer Mist» abgeschrieben, weil es anscheinend nicht funktioniert.
Es gibt kein normal. «Normal» ist nur das, was wir selbst als normal empfinden.
Die 31-jährige Journalistin und Expertin für Manifestation schreibt für Nau.ch und auf ihrem Instagram-Account @marina.persano darüber, wie wir mit der Macht unserer Gedanken unser bestes Leben erschaffen.