Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/19298

<h2>SubmittedText<h2><p>Die vier eidgenössischen Empfangsstellen für Asylsuchende sind seit mehr als einem Monat überfüllt. In Genf werden deshalb über hundert Neuankömmlinge abgewiesen und auf die Strasse gestellt. Ursache für diesen massiven Zustrom von Asylbewerbern ist der Kosovo-Konflikt. </p><p>Da Asylpolitik Sache des Bundes ist, muss dieser nun seine Verantwortung gegenüber dem - angesichts der Weltsituation voraussehbaren - weiter steigenden Ansturm von Asylsuchenden aus Kriegsgebieten wahrnehmen. </p><p>Die Genfer Behörden haben sich bereit erklärt, zu handeln und die nötigen Massnahmen zu ergreifen, um die Flüchtlinge bei uns aufzunehmen, jedoch nur, wenn der Bund seine Zusagen einhält. </p><p>Wann gedenkt der Bundesrat, dringliche Massnahmen zu ergreifen, damit wir Schutz suchenden Flüchtlingen, die alles verloren haben, einen würdigen Empfang bereiten können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p></p><p></p><p>Der Bundesrat ist sich seiner asylpolitischen Verantwortung bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Kosovo bewusst. </p><p></p><p>Durch Verstärkung des Personals in den Empfangsstellen konnte die Registrierung und Verteilung auf die Kantone beschleunigt werden. Dank der Unterstützung durch die Armee konnten die Unterbringungsstrukturen des Bundes auf zur Zeit 2000 Plätze erweitert werden. Dadurch konnte erreicht werden, dass seit Ende November wieder alle asylsuchenden Personen untergebracht werden können.</p>  Antwort des Bundesrates.