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Der Zwergwacholder (Juniperus communis ssp. alpina)
Der Zwergwacholder ist ein niederliegender (30 – 50 cm hoch), ausgebreiteter Strauch mit vielen und dichten Ästen. Mit seiner Form ist er gut an die harten Wind- und Schneeverhältnisse der Berge angepasst.
Seine Nadeln liegen dem Zweig an und stehen dicht in Wirteln. Sie sind kahnförmig gebildet und gehen rasch in die kurze Stachelspitze über. Die Beere mit ihrem Stiel ist so lang wie die Nadel. Die derben, immergrünen Nadeln mit ihrer starken Oberhaut (Cuticula), dem darunterliegenden dicken Belag von Bastzellen, der stark wachshaltigen Unterseite sind gegen Trockenheit der Standorte und die winterliche Gefahr von Austrocknung in der Kälte gut geschützt.
Die Pflanze ist zweihäusig, d.h. es gibt Wacholdersträucher mit nur männlichen, und andere mit nur weiblichen Blüten. Die männlichen Exemplare erzeugen 3 – 4 mm lange, kätzchenartige Pollenblüten. Die Staubblätter tragen am unteren Rand eines schildförmigen Blättchens 4 – 7 Pollensäcke. An den weiblichen Pflanzen sitzen an den diesjährigen Pflanzen die unscheinbaren, knospenähnlichen, grünen Blüten, aus drei von Schuppen umgebenen Samenknospen bestehend. An den zweijährigen Trieben finden wir unreife grüne Beeren, an den vorletztjährigen erst die reifen, blauschwarzen „Wacholderbeeren“.
Zwergwacholder bewohnt karge, magere und trockene Böden. Er zieht trockene Südhänge vor und vertritt dort die gerne auf Nordhängen auftretende Alpenrose. Seine bevorzugte Höhe liegt zwischen 1700 und 2500 m, als die höchststeigende aller Holzpflanzen Europas wurde er aber im Monte-Rosa-Gebiet sogar schon auf 3570 m gefunden. Seiner Bedürfnislosigkeit und Dauerhaftigkeit hat er wohl zu verdanken, dass er über die ganze nördliche Erdhemisphäre verbreitet ist.
In groben Geröllhalden wächst der Zwergwacholder als Pionierpflanze und vermag mit seinem bis zu 2 m langen Stamm allmählich auf halbmannshohe Steinblöcke zu „kriechen“. Das Dickenwachstum vollzieht sich sehr langsam. In seltsam gewundenen Schlangenlinien kriecht er am Fels in die Höhe und breitet oben sein Fächerförmiges Strauchwerk über die Felsfläche. Aus abgefallenen Nadeln, hergewehtem Staub und verwittertem Fels baut er eine Schicht Dammerde, in der bald eine reiche Flora sich ansiedeln kann.
Wacholderhecken sind auch ein beliebter Wohnort für höherwachsende Kräuter (z.B. Eisenhut). Auch der Jungwuchs von Lärche, Arve und Fichte flüchtet sich mit Vorteil in den Schutz der wehrhaften Hecke.
Einzelpflanzen
- Alpenrosen
- Arve
- Bergföhre
- Brennessel
- Frauenschuh
- Löwenzahn
- Lärche
- Enzian
- Erika
- Erlen
- Farne
- Fettblatt
- Glockenblumen
- Günsel
- Hahenfussgewächse
- Hauswurz
- Huflattich
- Knöterich
- Korbblütler – Pestwurz und Katzenpfötchen
- Läusekraut
- Orchideen
- Primeln
- Sauergräser
- Blutwurz und Silberwurz
- Steinbrech
- Süssgräser
- Deutsche Tamariske
- Wacholder
- Weiden
- Wintergrün
- Wolfsmilch