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Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch Sandmücken übertragen wird. Es können der Mensch, Hund, Fuchs, Katze, Wolf und Nagetiere daran erkranken.
Erreger
Beim Erreger handelt es sich in Europa meist um Leishmania infantum. Achtung die Leishmaniose ist eine Zoonose, d.h. die Krankheit ist auf den Menschen übertragbar.
Verbreitung
In Europa haben wir bereits eine weite Verbreitung: Deutschland, Frankreich, Südschweiz, Italien, ehem. Jugoslawien, Albanien, Spanien, Spanien, Portugal, Griechenland.
Übertragung
Die Sandmücke sticht ihr Opfer und bereits beim Stich werden die Erreger übertragen.
Die Sandmücken sind ca. ab Mitte Mai bis Ende Oktober aktiv.
Die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung, auch Inkubationszeit genannt, kann von 1 Monat bis zu mehreren Jahren dauern.
Symptome
Zu Beginn lassen die Symptome nicht direkt auf eine Erkrankung mit Leishmania schliessen. Es tritt Fieber, Blutarmut, Teilnahmslosigkeit, Müdigkeit, Hautschuppen und Gewichtsverlust auf.
Später kommt es zu Hautveränderungen wie Einreissen der Ohrränder, Haarverlust, Entzündung der Haut, Entzündung der Augen und verstärktes Krallenwachstum. Die nicht direkt sichtbaren Symptome sind Entzündung der Nieren, Eiweissverlust über den Urin, eine Blutarmut, die vom Körper nicht korrigiert wird, eine Zerstörung des Knochenmarks und eine Veränderung der Lymphknoten. All diese Symptome führen zu einem deutlich veränderten Blutbild.
Diagnostik
Wie können wir die Krankheit feststellen?
Im Vorbericht erfahren wir, dass das Tier in einem Risikogebiet für Leishmaniose war. Zusammen mit den oben genannten Symptomen hat der Tierarzt den Verdacht, dass es sich um eine Leishmaniose handeln könnte. Er hat nun verschiedene Möglichkeiten, diese Erkrankung nachzuweisen.
1. den Erreger direkt in Nässenden Hautwunden, in den Lymphknoten oder im Knochenmark nachweisen. 2. die Reaktion des Körpers auf den Parasiten, d.h. die Antikörper nachweisen.
Therapie
Die Leishmaniose ist nicht heilbar.
Es gibt verschiedene Medikamente, mit denen man die Symptome lindern kann. Es muss jedoch beachtet werden, dass es je nach Medikation zu starken Nebenwirkungen kommt.
Prophylaxe
Wie können wir verhindern, dass unser Tier diese Krankheit aus den Ferien mit nach Hause bringt?
Grundsätzlich gilt es, das Tier vor dem Kontakt mit Sandmücken zu schützen. Meiden Sie die Risikogebiete zwischen Mai und Oktober.
Möchten Sie dies nicht, dann behandeln sie Ihr Tier mit dem entsprechenden Parasitenschutz (Aufgusspräparat, Halsband) oder einer Impfung.
Auf Grund der Klimaerwärmung und des Auftretens des Zwischenwirtes in der Schweiz, müssen wir darauf achten, dass wir möglich wenig infizierte Tiere in der Schweiz haben. Diese Tiere sind die Grundlage für die Verbreitung dieser auf den Menschen übertragbaren Krankheit.