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TCS MyMed
Autor: Mediscope
Pest ist eine akute, hochansteckende Infektionskrankheit, die mit schweren Symptomen einhergeht. Ursache der Pest ist das Bakterium Yersinia pestis, welches von Nagetieren auf den Mensch übertragen wird. Pest ist lateinisch (pestis) und heisst Seuche.
Früher trat die Krankheit in Pandemien auf und betraf grosse Teile der Weltbevölkerung die letzte grosse Pandemie wurde im 14. Jahrhundert verzeichnet. Damals sprach man auch vom ''Schwarzen Tod'', für den vermutlich das Bakterium Yersinia pestis verantwortlich war, obwohl auch andere Ursachen (z.B. der Milzbrand) diskutiert werden.
Auch heute kommt es in Teilen von Afrika, Südostasien sowie Süd- und Nordamerika immer wieder zu grossen Epidemien. In Europa wird aktuell keine Pest-Aktivität vermutet.
Für einige Pest-Formen gibt es eine Schutzimpfung, die aber nur für ein paar Monate wirkt und wegen den starken Nebenwirkungen nur bedingt empfohlen wird. Für andere Formen gibt es keine Schutzimpfung. Hier können lediglich hygienische Massnahmen sowie die Isolation (Quarantäne) von Betroffenen vor einer Pest-Infektion einen gewissen Schutz bieten.
Antibiotika sind hoch wirksam gegen die Pest, wenn sie dem Patienten frühzeitig und nicht erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium verabreicht werden. Unbehandelt führt die Pest zum Tod.
Die Krankheit ist meldepflichtig und Betroffene müssen in Quarantäne, d.h. in spezielle Infektionsabteilungen verlegt werden.
Das Bakterium Yersinia pestis wird z.B. von Murmeltieren, Ratten, Eichhörnchen oder infizierten Flöhen auf den Menschen übertragen. Personen, die im Wald arbeiten, sind deshalb stärker gefährdet, an einer Infektion zu erkranken.
In Pandemien treten meistens alle vier Formen gemeinsam auf, am häufigsten jedoch die Beulen- sowie die Lungenpest.
Die Ansteckung erfolgt meist über einen Biss des Rattenflohs. Typisch an der Beulenpest sind die ca. 4 cm grossen Schwellungen (Beulen) am Hals, in der Achselhöhle und in den Leisten. Diese entstehen durch die Infektion der Lymphknoten und Lymphgefässe. Unbehandelt verbreitet sich der Erreger via Blutbahnen im ganzen Körper, was zu einer Pestsepsis sowie zum Befall anderer Organe (z.B. Lunge oder Haut) führen kann. Unbehandelt führt die Beulenpest in fast den meisten Fällen zum Tod.
Sie entsteht, wenn die Erreger in die Blutbahn gelangen. Das passiert durch offene Wunden oder als Komplikation der Beulenpest, wenn die Schwellungen nach innen platzen. Unbehandelt stirbt der Betroffene innerhalb weniger Stunden.
Hier gibt es zwei Formen: die primäre und die sekundäre Lungenpest.
Die Primäre Lungenpest wird von Mensch zu Mensch als Tröpfcheninfektion weitergegeben. Der Erreger dringt direkt in die Lungen ein. Der Verlauf ist viel heftiger als bei der Beulenpest. Unbehandelt stirbt der Betroffene an einem Lungenödem und Kreislaufversagen innerhalb weniger Tage.
Die sekundäre Lungenpest ist eine Komplikation der Beulenpest, respektive der Pestsepsis.
Die abortive Pest ist die harmloseste Variante der Pest. Sie äussert sich durch leichtes Fieber und leichte Schwellungen der Lymphdrüsen. Bereits nach ein paar Tagen entwickelt der Betroffene Antikörper und ist fortan gegen diese Pestart geschützt.
Die Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt wenige Stunden oder Tage bis höchstens eine Woche.
Zur Diagnose der Pest werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:
Bei frühzeitiger Behandlung mit Antibiotika ist eine Heilung praktisch sicher. Unbehandelt sterben viele Pestopfer.
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