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Meine Sprachpartnerin, Frau Wanner, ist eine besonders nette Dame, die seit einigen Wochen im Alterszentrum Limmat wohnt. Sie kommt aus Zug, wo sie mit ihren drei Geschwistern, 2 davon Zwillinge, aufgewachsen ist. Die sind aber leider nicht mehr da.
Nachdem sie verheiratet und ihr Sohn geboren war, ist sie mit ihrer Familie nach Zürich Schwamendingen umgezogen. Dort haben sie in einer Dreizimmerwohnung gewohnt. Damals waren die Wohnungen nicht so teuer wie heute. Sie haben damals nur einen Fünftel der heutigen durchschnittlichen Miete für eine Dreizimmerwohnung in Zürich bezahlt. Ihr Sohn wurde im Jahr 1961 geboren, d.h., 1968 feierte er seinen siebten Geburtstag.
Sie hatten damals schon ein Radio, einen Fernseher und einen Volkswagen. An den Wochenenden haben sie manchmal Ausflüge in der Schweiz gemacht: zum Beispiel Schifffahrten auf dem Zürichsee. In den Ferien sind sie auch ins Ausland gefahren, meistens nach Italien. Außerdem ist Frau Wanner in den 90er Jahren nach Thailand gereist, wo sie Bangkok und die Insel Phuket besucht hat.
Frau Wanner erinnert sich an die Demonstrationen von 1968 in den grösseren Städten der Schweiz. Aber in den kleinen Städten, wie Zug, gab es keine. Deshalb hat sie selbst an diesen Demonstrationen auch nicht teilgenommen.
Die Hippies, die auch ‚Blumenkinder‘ genannt wurden, wollten mehr Freiheit, Pazifismus, stärkere Frauenrechte und standen für Konsumverweigerung. Sie wollten die Gesellschaft ‚näher zur Natur‘ bringen. Typischerweise hatten sie lange Haare, trugen verschiedene Stirnbänder und Kleidung, die mit Batikfarben oder indischen Ornamente dekoriert war.
Mária Partelová & Lore Wanner