Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03550.jsonl.gz/2123

«Bildner, Architekt, Mahler»[1]
Lehr- und Wanderjahre
Er wird mit dem Vornamen Christian am 16. Dezember 1710 in Ehrenstetten bei Staufen im Breisgau getauft. Den weiteren Vornamen Johann nimmt er erst später an. Er ist zweites von sechs Kindern des Joachim Wentzinger (oder Wenzinger)[2] und seiner Ehefrau Anna Maria Würmblin. Sein Vater, aus Ebringen stammend, hat in die Familie des verstorbenen Herrenmüllers eingeheiratet. Das kleine Dorf liegt zu dieser Zeit in der vorderösterreichischen Herrschaft Kirchhofen.[3] Für das bewirtschaftete Landwirtschaftsland ist der Vater nach St. Peter im Schwarzwald zehntpflichtig. Unbekannt ist der Ausbildungsweg des jungen Wentzingers. Er wird bei einem süddeutschen Bildhauer bis um 1728 gelernt haben und muss dann als Geselle auf die Wanderschaft gegangen sein. Sie führt ihn nach Rom, wo er 1731 mit einem Passvermerk nachgewiesen ist. 1732 ist er zurück und wird als Bildhauergeselle in die Strassburger Zunft aufgenommen. Seinen ersten eigenen Auftrag erhält er 1733 von Ulrich Bürgi, dem Abt des Klosters St. Peter. Er erstellt hier für 60 Gulden das Taufbecken der neuen Kirche. 1735 und 1736 hält er sich in Paris auf. Im Nachruf wird aus diesem Aufenthalt ein «dreymal gekrönter Akademiker in Paris».[4] In der Kunstmetropole, die schon längst einem kühlen klassischen Barock huldigt, bildet er seine Zeichner- und Malerfähigkeiten weiter. Unbekannt bleibt die Finanzierung der Aufenthalte in Rom und Paris. Ein Müllersohn kann sich damals, auch als Bildhauergeselle, keine Ausbildung in Rom oder Paris ohne Stipendium oder anderweitiger finanzieller Unterstützung leisten.
Erste Aufträge
Nach seiner Rückkehr erhält er vom Abt von St. Blasien, Franz II. Schächtelin, den Auftrag für Altarfiguren in der Kirche der Propstei Oberried.[5] Der Akkord lautet auf 100 Gulden, Wentzinger liefert die Figuren im Frühsommer 1738. Diesem ersten Auftrag folgen schnell weitere Aufträge des rührigen Bauabts von St. Blasien. Wentzinger erstellt 1740 und 1741 die Fassadenplastiken am Klosterneubau, speziell die sieben grossen Steinfiguren auf dem geschweiften Giebel des Mittelrisalits der Prälatur. Vorwiegend benediktinische Prälaten verschaffen dem inzwischen regional bekannten Künstler auch in Zukunft die Mehrheit der Aufträge. Erste Ausnahmen bilden das Grabdenkmal des Generals Joseph von Rodt im Münster von Freiburg und der Umbau des Schlosses Ebnet. Schon hier zeigt sich das Talent Wentzingers als Kunst-Unternehmer, der seine Aufgabe immer mehr im Entwurf sieht und für die Ausführung dann regionale Bildhauer, Maler und Stuckateure beschäftigt. Teilweise führen auch immer höhere Honorarforderungen zur Ausführung durch Dritte. So werden 1751 die zwölf Verkörperungen der Wissenschaften und Künste in der Bibliothek von St. Peter nach seinen Modellen durch Matthias Faller[6] erstellt. In St. Blasien verliert er wegen zu hohen Forderungen den Auftrag für Plastiken im Treppenhaus. Mit seinen Arbeiten, zu denen vermehrt auch Ölgemälde zählen, wird er zum wohlhabenden Mann. 1755 nimmt ihn die Stadt Freiburg, auch «seiner besizenden ansehnlichen mitteln wegen» als Bürger auf. Er kauft im gleichen Jahr ein erstes Stadthaus.
St. Gallen
1757 überträgt ihm der Fürstabt von St. Gallen, Coelestin Gugger von Staudach, die «ausziehrung der neüwen kirchen», umfassend die Stuckaturen, die Bildhauerarbeiten und die Fresken. Der Fürstabt dürfte bei seinem 1745 erfolgten Aufenthalt in Ebringen auf den Künstler aufmerksam geworden sein.[7] Der Generalakkord, nicht mehr im Wortlaut vorhanden, verpflichtet den Freiburger Kunst-Unternehmer für die Ausführung aller erwähnten Arbeiten für das neue, soeben von Peter Thumb eingewölbte Langhaus mit der grossen Rotunde. Wentzinger überträgt die Ausführung der Stuckaturen im Unterakkord an die Werkstatt des Wessobrunners Johann Georg Gigl.[8] Die Kirchenbank-Doggen erstellt ihm Fidel Sporer.[9] Für die grossen Deckengemälde zieht er auf Empfehlung des Abtes Joseph Wannenmacher bei.[10] Für die Stuckreliefs und die Bildhauerarbeiten in Stein ist seine eigene Werkstatt zuständig. Wentzinger gilt in St. Gallen nicht nur als Entwerfer der eigenen bildhauerischen Arbeiten, sondern auch als massgebender Entwerfer der Stuckaturen. Auch an Wannenmachers Kuppelfresko soll er im Entwurf beteiligt sein.[11] Bis 1760 zahlt die Fürstabtei an Wentzinger 52 000 Gulden. Die Summe ist unvorstellbar hoch.[12] Für den Kunstunternehmer ist damit in St. Gallen die Arbeit beendet, denn für den Chor und die Bibliothek wird er nicht mehr beigezogen. Wannemacher und Gigl erhalten Direktaufträge, als Bildhauer wird jetzt Joseph Anton Feuchtmayer bevorzugt.
Freiburg
1761 kauft Wentzinger neben seinem Haus am heutigen Münsterplatz ein weiteres Grundstück. Er reisst beide Bauten ab und lässt nach seinen Plänen ein repräsentatives Stadtpalais mit Mittelrisalit und zentralem ovalen Treppenraum bauen. Die Grundrisse und die Fassadengestaltung zeigen, dass er den Namen Architekt mit Recht führt.> Zu den Grundrissen. Er erstellt auch die Bildhauerarbeiten der Fassade und malt das Treppenhaus-Deckengemälde, Dieses zeigt allerdings Schwächen im Kolorit und hält, wie schon die St. Galler Gemälde, einem Vergleich mit Werken seiner in Schwaben tätigen Konkurrenten nicht stand.[13] Wentzinger richtet im neuen Stadthaus sein Atelier und in den Obergeschossen die Wohnung für eine zukünftige Familie her. Er will, als bereits 51-jähriger Jungeselle, eine 30-jährige Bürgermeisterstochter heiraten. Daraus wird nichts, sie lehnt ab und stirbt kurz nachher. Wentzinger bleibt Junggeselle. Er ist nicht mehr auf Aufträge angewiesen und macht jetzt hauptsächlich Entwürfe. 1770 errichtet er die Ehrenpforten der breisgauischen Landstände und der Universität für den Empfang der 14-jährigen Marie-Antoinette anlässlich ihrer Brautfahrt nach Frankreich.[14]
Nochmals St. Blasien
1768 zerstört ein Grossbrand die barocke Stiftskirche und die erst vor 25 Jahren bezogenen Konventgebäude von St. Blasien. Obwohl zwei französische Klassizisten den Wiederaufbau planen und auch die barocke Bildhauerarbeit von 1741 unwiderruflich verloren ist, wird Wentzinger nochmals beigezogen. Diesmal nicht mehr als Bildhauer, sondern als Entwerfer der Kuppelausmalung und der Altäre in der neuen Kirchenrotunde. Fürstabt Martin Gerbert überträgt ihm 1779 die malerische Gestaltung der Kuppel. Die Akkordsumme wird in den Quellen mit 3000 Gulden, dann mit 6000 Gulden beziffert. Die Ausmalung, wieder nicht in Freskotechnik und vom Freiburger Maler Simon Göser ausgeführt, ist 1781 fertig.[15] Wentzinger erstellt auch Entwürfe für die Altäre, die Johann Kaspar Gigl ausführt.[16] Auch diese zweite Arbeit in St. Blasien ist nicht mehr erhalten. Ein erneuter Grossbrand, ausgelöst durch eine im aufgehobenen Kloster eingerichtete Spinnerei, zerstört 1874 wieder alles. Die Rotunde bleibt bis 1911 Brandruine. Eine Fotoaufnahme von 1870 zeigt die Kuppelbemalung Wentzingers. In die Kalotte hat Göser scheinperspektivischen Stuckkassetten gemalt, eine klassizistische Art des «stucco finto». Das abschliessende runde Deckengemälde von 15 Metern Durchmesser stellt einen barocken Heiligenhimmel dar. Das Kolorit scheint heller als in St. Gallen. Ein älterer Konventuale hält denn auch fest, das hiesige Gemälde sei glücklicher als in St. Gallen gemalt.[17] Weniger glücklich sind die klassizistischen Kritiker. Seit 1913 ist die Kuppel wiederhergestellt, mit richtigen Stuckkassetten und einem hervorragenden Gemälde des Jugendstilmalers Walter Georgi.
Lebensende
Der nun im achten Lebensjahrzehnt stehende Künstler widmet sich jetzt vor allem karitativen Aufgaben. Er vermacht testamentarisch sein Vermögen dem Altersspital, dem er auch einen Neubau plant und erstellt. Die Stadt ernennt ihn zum Titular-Ratsherrn. Als er am 1. Juli 1797 im 87. Altersjahr stirbt, zeigen die Nachrufe die Hochachtung, die er sich in Freiburg als Wohltäter erworben hat.
Von ihm sind mehrere Ölporträts erhalten. Im bekannten Selbstbildnis, das ihn mit ungefähr 40 Jahren zeigt, hält er in der rechten Hand einen Zeichenstift. Der Arm ruht auf einer Zeichenmappe. Er trägt eine modische Haarbeutelperücke und den bürgerlichen, reichbestickten «Justeaucorps». Der Hemdkragen ist offen. Wentzinger stellt sich damit nicht wie im ersten Selbstporträt als Bildhauer, sondern als Zeichner und Entwerfer mit der Betonung des bürgerlichen Hintergrundes dar. Das Gemälde zeigt auch, dass er seinen Pariser Aufenthalt wirklich genutzt hat und er ein sehr guter Porträtmaler ist.
Pius Bieri 2012
Literatur:
Knoepfli, Albert: Die Kathedrale von St. Gallen und ihre Innenrestaurierung, in: Montfort, Heft 2. Bregenz 1966.
Krummer-Schroth, Ingeborg: Johann Christian Wentzinger. Freiburg im Breisgau 1987.
Neueste Literatur (ohne wesentliche Neuerkenntnisse):
Durian-Ress, Saskia: Christian Wenzinger. Die Bildwerke. München 2010. Dazu siehe Rezension von Huber Hosch 2001.
[1] Inschrift auf seinem Grabstein, wo auch das vermutlich falsche Geburtsdatum vom 10. Dezember 1710 eingetragen ist.
[2] Er selbst schreibt sich immer Wentzinger.
[3] Nach einer Gemeindefusion von Ehrenstetten und Kirchhofen heisst die Gemeinde jetzt Ehrenkirchen. Die Herrschaften Kirchhofen und Staufen werden 1738 vom Kaiser an das Kloster St. Blasien als freies Lehen überlassen. Das Geburtshaus Wentzingers ist, stark modernisiert, noch erhalten.
[4] Über diese mehrjährigen Wanderschaften nach Rom und Paris wird viel spekuliert. In den Akademien von Rom und Paris ist Wentzinger nicht nachgewiesen, im Gegensatz zum gleichaltrigen Peter Anton von Verschaffelt (1710–1793), der 1734 und 1736 hier mit drei Akademiepreisen ausgezeichnet wird. Die Akademiepreise Wentzingers in Paris sind eine Erfindung, vielleicht von ihm selbst in die Welt gesetzt.
[5] Oberried, an diesem Ort 1688 als Wilhelmiterkloster neu gebaut, wird 1725 Propstei von St. Blasien. Erster Propst ist der spätere Abt Franz II. Schächtelin (reg. 1727–1747). Über die Geschichte siehe http://www.kloester-bw.de. Völlig falsche Angaben finden sich unter «Kloster Oberried» in Wikipedia.
[6] Matthias Faller (1707–1791) erhält für die 12 Statuen 276 Gulden.
[7] Fürstabt Coelestin Gugger von Staudach (1701–1767) regiert 1740–1767. Er hält sich 1745 in der Statthalterei Ebringen auf, wohin er sich in der ersten Juliwoche von Mariastein aus begibt. In Ebringen ist P. Pirmin Widle (1686–1765) von 1742 bis 1763 Statthalter. Er wird Coelestin auf Wentzinger aufmerksam gemacht haben. Am 12. Juli 1745 reist der Fürstabt von Ebringen ab und kommt am 17. Juli wieder in St. Gallen an. Die fünftägige Rückreise von Ebringen nach St. Gallen könnte durchaus auch über das neue, von Wentzinger mitgestaltete St. Blasien geführt haben.
[8] Johann Georg Gigl (1710–1765), aus Wessobrunn, arbeitet nach 1760 am Chor und in der Bibliothek mit eigenem Akkord.
[9] Fidel Sporer (1731–1811) aus Altdorf (heute Weingarten) ist im Auftrag Wentzingers nur für die Gestühlwangen zuständig, übernimmt dann aber zusätzlich eigene Arbeiten.
[10] Joseph Wannenmacher (1722–1780) aus Tomerdingen. Die Fresken im Chor und in der Bibliothek werden ihm 1764 für 7500 Gulden direkt übertragen.
[11] Mit der Ausführung übereinstimmende Ölskizzen auf Leinwand befinden sich heute in der Abtei St. Paul im Lavantthal. Sie sind wahrscheinlich Entwürfe Wannenmachers, vom Kunstunternehmer Wentzinger in St. Gallen vorgelegt und 1773 sogar noch an Abt Beda verkauft. Schon Knoepfli weist auf die nicht haltbare Zuschreibung an Wentzinger hin.
[12] Die Akkordsummen gelten immer als Lohnzahlungen in rheinischen Gulden, ohne Material, Unterkunft und Verpflegung. Für diese Kosten muss der Bauherr zusätzlich aufkommen. Vergleiche sollen die Höhe der St. Galler Vergütung veranschaulichen. So erhält Baumeister Johann Caspar Bagnato 1751 für den Neubau der Stiftskirche Lindau 14 000 Gulden, darin enthalten sind nebst dem Rohbau auch Glaser, Stuckateur und Maler. Das grosse Kornhaus der Fürstabtei St. Gallen in Rorschach übernimmt Bagnato für 7500 Gulden. 1776 erstellt die Fürstabtei den Zentralbau der Pfarrkirche Bernhardzell. Sie hat trotz reicher Ausstattung und grossem Kuppelfresko nur Gesamtausgaben (Löhne, Material und Lieferungen) von 16 437 Gulden. Der Akkord mit Baumeister Johann Ferdinand Beer für Bernhardzell lautet auf 5600 Gulden. Ein Stuckateurgeselle kann um 1770 ein Jahreseinkommen von 150 Gulden erreichen (Würzburg). Das Durchschnitts-Jahreseinkommen beträgt aber noch 1803 nur 100 Gulden (Bayern).
[13] Die gilt auch für Wannenmacher. Vergleiche: Gottfried Bernhard Göz 1750 in der Birnau, Franz Ludwig Hermann 1753 in St. Peter im Schwarzwald, Franz Georg Hermann 1757 in Schussenried, Johann Zick 1758 in Bruchsal, Martin Knoller 1769 in Neresheim, Franz Anton Zeiller 1760 in Ottobeuren und 1761 in Fischingen. Alle diese Maler beherrschen im Gegensatz zu Wannenmacher und Wentzinger die Technik des «fresco buono», die einen Kalkfarbenauftrag vom Hellen ins Dunkle erfordert, während Wentzinger hier wahrscheinlich wie Wannenmacher mit einer Ei-Öl-Emulsion umgekehrt arbeitet.
[14] Die Aufwände an den Stationen dieser Reise sind enorm. Die Ehrenpforte in der Grossen Gasse (der heutigen Kaiser-Joseph-Strasse) ist ein barocker Triumphbogen von 17 Meter Breite und 23 Meter Höhe.
[15] Simon Göser (1735–1816) aus Gospoldshofen bei Wurzach, arbeitet schon 1770–1773 in St. Peter. Er ist mehrere Monate an der Vorbereitung, auch an der «Grundierung», tätig. Auch wenn die beschreibenden Zeitgenossen den Unterschied zwischen einem Fresko und einer Öl-Emulsionsmalerei nicht kennen, kann es sich aufgrund der langen Dauer und der Grundierung durch den Maler nur um die Technik Wannenmachers in St. Gallen handeln.
[16] Johann Kaspar Gigl geboren 1737 in Wessobrunn, ist jüngster Bruder von Johann Georg, dem St. Galler Stuckateur. Die Stuckaturen in der Abtei und im Chor sind von Ludovico Bossi.
[17] P. Paul Kettenacker (1722–1812).

Jahr
|Auftraggeber. Arbeitsort.||Werk|
|1733||Benediktinerabtei St. Peter im Schwarzwald. Abteikirche.||Taufstein.|
|1737||Benediktiner-Fürstabtei St. Blasien. Prioratskirche in Oberried.||Altarfiguren.|
|1741–1742||Benediktiner-Fürstabtei St. Blasien. Klosterneubau, Prälaturflügel.||Steinfiguren am und auf dem westlichen Mittelrisalit (zerstört 1768). Entwurf und Arbeitsbeginn an Treppenhausplastiken.|
|1743–1745||Familie von Rodt-Sickingen. Münster Freiburg im Breisgau||Epitaph des Generals Franz Christoph Joseph von Rodt (1671–1743).|
|1745||Benediktiner-Fürstabtei St. Blasien. Pfarrkirche Staufen im Breisgau.||Ölberg (zerstört).|
|1748–1749||Familie von Sickingen. Schloss Ebnet.||Planungen. Bildhauerarbeiten im Garten und im Gartensaal.|
|1752–1753||Benediktinerabtei St. Peter im Schwarzwald. Bibliothek.||Modelle für 12 Balustradenfiguren im neuen Bibliotheksraum. Ausführung Matthias Faller.|
|1757–1760||Benediktiner-Fürstabtei St. Gallen. Neubau Langhaus Stiftskirche.||Gesamtauftrag für die Stuckaturen, Bildhauerarbeiten und die Deckengemälde. Beizug von Unterakkordanten für Stuck, Holzbildhauerei und Gemälde.|
|1761||Eigenes Wohnhaus «Zum schönen Eck» am Münsterplatz in Freiburg.||Planung, Bauleitung, Steinhauerarbeiten Fassade, Deckengemälde im Treppenhaus.

> Zu den Grundrissen.
|1770||Freiburger Landstände und Universität Freiburg. Ehrenpforten für Marie-Antoinette.||Planung und Leitung der nur für wenige Wochen Dauer erbauten Triumphbögen.|
|1770–1781||Benediktiner-Fürstabtei St. Blasien. Neubau der klassizistischen Kirchenrotunde. Kuppel.||Deckengemälde und Kuppelmalereien. Entwürfe ab 1770. Ausführung mit Simon Göser 1770– 1781. Zerstört 1874.|
|1783||Benediktiner-Fürstabtei St. Blasien. Neubau der klassizistischen Kirchenrotunde. Altäre.||Altarentwürfe und Altargemälde. Zerstört 1874.|
|Johann Christian Wentzinger (1710–1797)|
|Biografische Daten|
|Geburtsdatum (Taufe)||Geburtsort||Land|
|16. Dezember 1710||Ehrenkirchen||Baden-Württemberg D|
|Land 18.Jh.||Bistum 18.Jh.|
|Vorderösterreich||Konstanz|
|Sterbedatum||Sterbeort||Land|
|1. Juli 1797||Freiburg im Breisgai||Baden-Württemberg D|
|Land 18. Jh.||Bistum 18. Jh.|
|Vorderösterreich||Konstanz|
|Kurzbiografie|
|Johann Christian Wentzinger ist Bildhauer, Maler und auch Architekt, in erster Linie aber Kunstunternehmer. Gefördert von den Benediktineräbten der Schwarzwaldklöster wird er schnell zum gesuchten Künstler im deutschen Südwesten. Beim Generalunternehmerauftrag der künstlerischen Ausstattung für die Stiftskirche in St. Gallen ist seine Werkstatt wahrscheinlich nur für die bildhauerischen Arbeiten direkt zuständig. Mit der unglaublich hohen Zahlung von 52 000 Gulden für diesen Auftrag wird der schon wohlhabende Impresario endgültig zum hochgeachteten und reichen Bürger Freiburgs. Pech hat er nur in der Liebe. Er stirbt als Junggeselle und vermacht sein Vermögen dem Freiburger Altersspital.|