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Chronische, nicht heilende Hautgeschwüre, stark vernarbende Wunden, entzündliche Hautkrankheiten und Hautkrebs sind sehr häufige Pathologien, die mit übermäßiger/chronischer Entzündung einhergehen. Leider sind die therapeutischen Möglichkeiten immer noch begrenzt, und die Morbidität/Mortalität bleibt hoch. Bemerkenswerterweise überschneiden sich die entscheidenden pathogenen Mechanismen dieser drei Gruppen von Hautkrankheiten, was ihre gemeinsame Analyse sehr vielversprechend macht. SKINTEGRITY.CH bringt führende Experten aus der Grundlagen- und klinischen Forschung, dem (Bio-)Engineering und der Bioinformatik aus verschiedenen Institutionen zusammen. Dies ermöglicht die Umsetzung eines interdisziplinären Ansatzes, um wichtige medizinische Probleme anzugehen. Durch die Analyse der molekularen, zellulären und biophysikalischen Mechanismen, die für abnormale Entzündungen und damit verbundene Pathologien verantwortlich sind, wollen wir die treibenden Faktoren für Wundheilungsstörungen und entzündliche und bösartige Hauterkrankungen sowie neue Ziele für therapeutische Interventionen identifizieren. Dies wird die Entwicklung neuartiger Geräte und Medikamente für die Behandlung dieser Erkrankungen und von Strategien für eine verbesserte Diagnose ermöglichen.
Im Einzelnen umfassen die wissenschaftlichen Pläne (i) die Identifizierung und funktionelle Charakterisierung biochemischer und biophysikalischer Faktoren und verschiedener Zelltypen, die die normale und gestörte Wundheilung steuern, (ii) die Entwicklung von Verabreichungsstrategien und mechanischen Vorrichtungen für die Behandlung gestörter Wundheilung und die Verhinderung der Narbenbildung, (iii) die Analyse der Rolle des Mikrobioms bei entzündlichen Hauterkrankungen, (iv) die Analyse der Rolle verschiedener T-Zell-Untergruppen bei entzündlichen Hauterkrankungen und Hautkrebs, (v) Charakterisierung der Rolle epigenetischer Veränderungen bei entzündlichen Hauterkrankungen und Hautkrebs, Einsatz von Einzelzelltechnologien zum Verständnis der Krebsentwicklung und -progression sowie des Ansprechens auf wichtige Krebsmedikamente, Entwicklung neuartiger Strategien für die personalisierte Krebsbehandlung und - als Voraussetzung für alle Projekte - die Fortführung des Haut-Biobank-Projekts und die Entwicklung von in vitro erzeugten Hautäquivalenten und Biomaterialien zur Untersuchung gesunder und gestörter Hautfunktionen.