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Hochgeachteter Herr Bundespräsident!
Am 10 dss. Mon. habe ich Ihre verehrl. Depesche erhalten, vermittelst der Sie die Gefälligkeit hatten, mir die Meldung Pioda's zur Kenntniß zu bringen, daß das Italienische Parlament in die Behandlung der Gotthardfrage eingetreten sei. Am gleichen Tage erhielt ich eine übereinstimmende Depesche Gonzenbach's. Seither ist mir keine weitere sachbezügliche Mittheilung geworden, bis ich diesen Augenblick den beiliegenden Brief G's erhielt, nach dessen Empfang ich die ebenfalls angebogene Depesche an G. abgehen ließ. Wäre ich einen Augenblick im Zweifel gewesen, wie die Anfrage G's zu beantworten sei, so würde ich, wie schwer | es mir auch in dem gegenwärtigen Augenblicke gefallen wäre, morgen früh den Weg unter die Füße genommen haben & nach Bern gekommen sein, um Rath zu pflegen. Die Anfrage schien mir aber in der That nur Eine Erwiederung zuzulassen, diejenige, welche in meiner Depesche an G. enthalten ist.
In
ausgezeichneter Hochachtung
Ihr ergebene
Dr A Escher
Zürich
13 Juni 1871.