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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen neuen Text für die Landeshymne verfassen zu lassen. Zu diesem Zweck soll er das Bundesamt für Kultur beauftragen, ein geeignetes Wettbewerbsverfahren zu organisieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat beschloss am 1. April 1981, den Schweizerpsalm in seinem Zuständigkeitsbereich zur offiziellen Landeshymne zu erklären. Die schweizerische Landesregierung wandte sich anschliessend an die Kantone und lud sie ein, sich in ihrem Bereich im gleichen Sinne zu entscheiden.</p><p>Im Vorfeld des bundesrätlichen Entscheids von 1981, aber auch im Zusammenhang mit den nationalen Jubiläen von 1991 und 1998 sind Bestrebungen unternommen worden, unserem Land zu einer neuen Nationalhymne zu verhelfen. Der jüngste Versuch datiert aus dem Jahr 2006. Es hat sich gezeigt, dass die Landeshymne in Bezug auf ihre musikalische Qualität den Vergleich mit den neueren musikalischen Schöpfungen nicht zu scheuen braucht. Gleichzeitig ist deutlich geworden, dass es schwierig sein dürfte, der Landeshymne neuen Schwung zu verleihen, und dies insbesondere aus folgenden Gründen:</p><p>Erstens liegt der schweizerischen Landeshymne ein Kirchenlied zugrunde, das dessen Komponist, der Urner Priester Alberik Zwyssig, 1841 an den patriotischen Liedtext von Leonhard Widmer adaptiert hat. Wie die Entstehungsgeschichte des Schweizerpsalms nahelegt, bilden Melodie und Text eine Einheit. Weil die Melodie nach einem Text verlangt, welcher der Epoche der Bundesstaatsgründung entspricht, ist absehbar, dass ein Versuch, allein den Liedtext zu verändern, zum Scheitern verurteilt sein muss.</p><p>Zweitens haben Gesangskultur und Chorgesang etwas an Bedeutung verloren. Fast überall, und die Schweiz bildet keine Ausnahme von dieser Regel, begnügt man sich immer häufiger mit dem Abspielen der Landeshymne.</p><p>Drittens sind in unserer Zeit identitätsstiftende Symbole wie die Nationalhymne zwar nach wie vor wichtig, aber doch weniger bedeutungsträchtig. Die identitätsstiftende Funktion bleibt hingegen, und dies trotz der Globalisierung. Unabhängig von ihrer Herkunft verspüren viele Menschen weiterhin einen gewissen Stolz, wenn sie bei Feierlichkeiten und Veranstaltungen wie z. B. vor Sportanlässen die Landeshymne hören.</p><p>Der Bundesrat ist daher der Ansicht, dass die heutige Nationalhymne die vielfältigen Erwartungen erfüllt und dass es keinen Grund gibt, sie zu verändern.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.