Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/820

Waldenser / Chiesa evangelica di lingua italiana
Kontakt
Geschichte
Nach Basel kamen die ersten Waldenser zur Zeit des Basler Konzils zusammen mit den Hussiten. Während der Reformationszeit kamen zwei Waldenser zu Oekolampad um ihn zu fragen, wie die Waldenser zu einer Kirche der Reformation werden könnten.
Während der Reformation und nach der Aufhebung des Edikts von Nantes kamen waldensische Flüchtlinge nach Basel. Die Vorstadtgesellschaft zur Mägd hat auch italienische Namen, u.a. Danone vom pietistischen Pfarrer Danoni in Muttenz.
Mit dem Gotthardbau kamen Fremdarbeiter aus Italien nach Basel. Die heutige Gemeinde entstand vor ca. 100 Jahren. Italiener wurden betreut von der Stadtmission, dann bis 1934 von Methodisten aus Vevey, seither vom Waldenserpfarrer aus Zürich. Seit 1934 finden die Gottesdienste in der Niklauskapelle statt. Aus Zürich kamen die Pfarrer Führmann und Eynard, nach dem Krieg kamen auch Studenten von der Waldenserfakultät in Rom. Seit 1961 hat die Gemeinde in Basel einen festen Pfarrer. Christian Gysin ist seit 1979 Pfarrer der Waldenser Gemeinde.
Die Gemeinde hat etwa 140 Mitglieder, dazu kommt ein Freundeskreis von nochmals ca. 100 Personen. Zum Gottesdienst kommen 40 bis 50 Personen. Die Zusammensetzung ist ausgewogen, es gibt Junge und Alte in der Gemeinde. Manche junge Mitglieder aus der zweiten Generation italienischer Einwanderer haben sich dem Katholizismus entfremdet und kommen nun zu den Waldensern. Der Mitgliederstand ist stabil. Neben Waldensern kommen auch Baptisten und Methodisten in die Gemeinde. Die meisten Mitglieder stammen aus dem Bünderland, dem Tessin und vor allem aus Italien.
Lehre
Die Waldensersynode gab ein Dokument über Kontakte mit anderen Religionen heraus.
Die Oekumene hängt stark von den Personen ab. Ökumenische Trauungen sind möglich.
Kontakte mit anderen reformierten Kirchen.
Organisation, Finanzen
Mitglieder gehören zur reformierten Kirche (der sie auch die Kirchensteuer zahlen), sind aber in der Waldensergemeinde. Durch diese etwas ungewöhnliche Form bleibt die Waldensergemeinde als eigenständige Gemeinde erhalten.
Die Gemeinde ist gleich wie andere reformierte Gemeinden organisiert, mit einem Kirchenvorstand etc.
Das Frauenpastorat ist möglich.
Der Pfarrer wird von der reformierten Kirche bezahlt, über die auch die Kirchensteuer läuft. Kollekte, Spenden, Bazare für Waldenserkirche in Italien.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Gottesdienste:
Einmal im Monat Abendgottesdienst, der von Jungen mit Musik organisiert wird.
Frauengruppe, Theatergruppe, Hauskreise für Bibelstudium mit und ohne Pfarrer, Sonntagsschule nach Bedarf, gelegentlich Vorträge u.ä.
Nachbarschaftshilfe.
Diakonische Unternehmungen in Italien werden mitgetragen.
Der Pfarrer ist für die Seelsorge zuständig.
Gemeindespalte im Kirchenboten, Kirchenzettel unter ref. Gemeinden.
Mund-zu-Mund-Propaganda.
Literatur, Zeitschrift
«Voce Evangelica» der italienisch sprachigen ref. Gemeinden in der Schweiz
Weitere Links:
[int.Nr.: 1069]
Aktualisiert: 23.11.2004