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Bei einer Explosion infolge eines Autounfalls sind in der ägyptischen Hauptstadt mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Ein Autofahrer krachte mit stark überhöhter Geschwindigkeit in drei andere Fahrzeuge, was zu einer massiven Explosion führte.
Das teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Montag mit. Demnach gab es zudem 47 Verletzte. Viele von ihnen hätten Verbrennungen unterschiedlichen Grades erlitten. «Drei bis vier» von ihnen schwebten demnach in Lebensgefahr.
Der Unfall hatte sich am Sonntag kurz vor Mitternacht vor dem Nationalen Krebsinstitut im Zentrum Kairos ereignet. Ein Auto raste in drei weitere Fahrzeuge und löste so die Explosion aus, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Khaled Megahed, bei einer Pressekonferenz sagte.
In den sozialen Medien kursierten Videos, in denen zu sehen war, wie Patienten aus der Krebsklinik in Sicherheit gebracht wurden. Dem Ministeriumssprecher zufolge wurden 78 Krebspatienten in andere Spitäler verlegt, um die Behandlung fortsetzen zu können.
Laut Augenzeugen gingen in der Klinik durch die Wucht der Explosion mehrere Fensterscheiben zu Bruch. Die an das staatliche Krebsforschungsinstitut NCI angegliederte Universität Kairo dementierte Berichte, dass die Explosion sich im Institut ereignet habe oder dass Flammen auf das Gebäude übergegriffen hätten.
«Alle Patienten und Angestellten im Zentrum sind wohlauf», hiess es. Am Montagnachmittag nahm die Klinik den regulären Betrieb laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens wieder auf.
Das NCI liegt direkt am Nil und nur wenige Kilometer vom Tahrir-Platz entfernt, der 2011 zum Schauplatz der ägyptischen Revolution wurde. In der Gegend befinden sich mehrere Regierungsgebäude, darunter das Justizministerium und das Büro des Premierministers sowie ausländische Botschaften.
Die ägyptische Staatsanwaltschaft schickte ein Team aus Ermittlern, um die Ursache der Explosion zu untersuchen. Vermutungen, dass es sich möglicherweise um einen Angriff des Fahrers gehandelt haben könnte, kommentierten die Ermittler nicht.
Autos fahren auf der Corniche oft mit erhöhter Geschwindigkeit und wechseln häufig die Spur. In Ägypten kommt es wegen schlechter Infrastruktur, alter Fahrzeuge und häufiger Regelverstösse immer wieder zu schweren Unfällen. Im vergangenen Jahr kamen nach offiziellen Angaben bei mehr als 8400 Verkehrsunfällen mehr als 3000 Menschen ums Leben. (mim/sda/dpa)
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