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Immer noch sagen drei Viertel der weissen Evangelikalen, dass Trump einen «hervorragenden» (43 Prozent) oder «guten Job» (32 Prozent) im Handling der Corona-Krise macht. Keine andere religiöse Gruppe beurteilt den US-Präsidenten auch nur annähernd so positiv. Allerdings ist diese Einschätzung 6 Prozentpunkte tiefer als im März. Das ergab eine neue Untersuchung des PEW-Forschungszentrums in Washington DC.
Diese Entwicklung läuft parallel zu den Zustimmungswerten für Trumps Corona-Management bei den Republikanern generell. Sie sind ebenfalls von 83 Prozent im März auf 77 Prozent im Mai gefallen.
Grössere Ablehnung bei Katholiken und Protestanten
Katholiken hatten noch im März ebenfalls positive Werte für Trumps Handeln gezeigt. Diese Zustimmung ist im Mai deutlich zurückgegangen. 19 Prozent sagen, dass er «mittelmässig» reagiert, 37 Prozent bezeichnen seine Aktionen als «schlecht». Unter den katholischen Hispanics ist die Ablehnung des Präsidenten von 57 Prozent im März auf 70 Prozent im Mai gestiegen. Weisse Katholiken beurteilen Trump immer noch überwiegend positiv, aber die Ablehnungsrate ist in zwei Monaten von 38 Prozent auf 45 Prozent gestiegen. Bei den nicht-evangelikalen Protestanten fiel die Zustimmung für Trump von 65 Prozent auf 56 Prozent.
Schwindendes Vertrauen in Gesundheitsbehörden
Nicht nur der Präsident bekommt immer weniger Zustimmung für sein Corona-Krisenmanagement. Für die öffentlichen Gesundheitsbehörden, etwa das Center for Disease Control (CDC), gilt das in noch stärkerem Masse. Noch im März waren 87 Prozent der weissen Evangelikale der Meinung, dass die Gesundheitsbehörden einen hervorragenden oder guten Job täten. Heute sind es nur noch 71 Prozent. Bei den Protestanten allgemein ging diese Zustimmung von 83 auf 74 Prozent zurück.
Lockerungen: zu schnell oder zu langsam?
Zwei Drittel der US-Amerikaner fürchten, dass die Corona-Restriktionen zu schnell gelockert werden, während für 31 Prozent die grössere Sorge ist, dass die Behörden Lockerungen nicht schnell genug zulassen. Unter weissen Evangelikalen verschiebt sich diese Relation fast auf 50:50: 51 Prozent fürchten, dass die Verbote zu schnell gelockert werden. Und sechs von zehn weissen Evangelikalen sind der Meinung, die Restriktionen in ihrem Gebiet sollten bleiben, wie es jetzt ist (43 Prozent) oder sogar verstärkt werden (15 Prozent).
Obwohl die Untersuchung nicht spezifisch die Erlaubnis für Gottesdienste anspricht, war dieses Thema ein Dauerbrenner während der Krise.
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