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Das Gesetz fördert den Sport für Mädchen und Jungen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren, d. h. in den sechs Jahren vor Erreichen der Volljährigkeit. Anfang der 1970er-Jahre lag das Alter der Volljährigkeit trotz der ersten Forderungen der 68er-Bewegung immer noch bei 20 Jahren. Die zunächst in einer Volksabstimmung abgelehnte Herabsetzung des Alters auf 18 Jahre erfolgte auf Bundesebene in zwei Schritten: 1991 (politische Rechte) und 1996 (zivilrechtliche Haftung).
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war «Jugend» noch ein relativ vager Begriff – die Menschen waren entweder Kinder oder Erwachsene. Im Kontext des wirtschaftlichen und politischen Aufschwungs der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und während der Trente Glorieuses (also der 30 «glorreichen» Nachkriegsjahre) wurde die Jugend zu einer eigenständigeren sozialen Gruppe. Das Aufkommen einer neuen Konsumkultur führte zu einer starken, historisch einmaligen sozialen Dynamik, die jungen Menschen zu einer grösseren Autonomie verhalf. Verschiedene Märkte (Musik, Kleidung, Freizeit) erhielten die Chance, spezifische Angebote zu entwickeln. Man denke nur an die ersten internationalen Erfolge von Musikgruppen wie den Beatles oder von Kleidungsstücken wie dem Minirock. Durch diese Konsumgüter entstanden jedoch nicht nur neue Märkte, sondern sie boten damals auch die Gelegenheit, sich von der vorangegangenen Generation und damit von den Eltern zu unterscheiden. Darüber hinaus überwindet dieser Konsum – damals ein Novum – oft soziale oder räumliche Grenzen und bringt junge Menschen über soziale und geografische Grenzen hinweg zusammen.
1978 wurde die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen geschaffen. Das war das erste Organ auf nationaler Ebene, das sich eigentlich über Jugend widmete, und in dieser Linie sehe ich auch die Entstehung von J+SRahel Bühler
Abgesehen von der spontanen Verwirklichung der Vorlieben einer bestimmten Altersgruppe nimmt die kommerzielle Ausnutzung dieser Vorlieben im Laufe der Zeit zu. Die Jugendlichen sind tatsächlich unabhängiger von ihren Eltern als diese es eine Generation zuvor von ihren Eltern waren, und das allgemeine wirtschaftliche Wohlergehen beschert den Unternehmen Einkünfte, auf die sie nicht verzichten wollen. Hinter den Idealen steckt der Kapitalismus, der den «Subkulturen» der Jugendlichen zugrunde liegt.
Auf politischer Ebene wurde die Jugend nach der 68er-Bewegung zu einer echten Herausforderung. Daher wurde innerhalb des damals von Hans-Peter Tschudi geleiteten Departements des Innern eine Kommission eingesetzt, die sich mit der Frage einer schweizerischen Jugendpolitik befasste. Die Kommission war zwar auf ein Jahr befristet und sollte eine Bewertung vorlegen, besteht aber zu Beginn des 21. Jahrhun
Insgesamt kann festgehalten werden, dass Kinder und Jugendliche im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts und mehr noch in den ersten Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts zunehmend individualisiert und weniger institutionalisiert aufwachsen. Bei den Jugendlichen besteht daher eine starke Tendenz, sich weniger formell und weniger kontinuierlich zu treffen. Infolgedessen zeichnen sich in den 90er-Jahren nach einer Phase der Homogenisierung, die durch die (relative) Abschaffung von geschlechtsspezifischen, sozialen oder geografischen Unterschieden gekennzeichnet war, neue Ungleichheiten ab. Die sozialen Ungleichheiten werden nun auch im Bereich der Jugend und in den grossen politischen Debatten unserer Zeit wieder aufgegriffen.
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