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Antike Weine
Sprachuntersuchungen lassen vermuten, dass die Wiege der Weinkultur in
Vorderasien gesucht werden muss. Das Weinblatt war schon bei den Sumerer das
Schriftzeichen für das "Leben". Dass aber die fleischigen Trauben der
Wildrebe schon in vorgeschichtlichen Zeiten gegessen wurden, kann
angenommen werden.
In Ägypten reichen die ältesten Informationen über
Weinbau bis in das Jahr 3500 v.Chr. zurück. Wandmalereien in Gräbern und
Tempeln zeigen die Kultur des Rebstocks in Lauben, das Stampfen der Trauben
mit den Füssen, das pressen in Tüchern. Seha war der Schutzgeist des
Weinbaus und ihm wurden Trankopfer gebracht.
Etwas jünger dürfte der Weinbau bei den Phönizier,
Assyrer und Semiten sein. Die Babylonier verehrten den Weinstock als Baum
des Lebens. Der Genesis zufolge pflanzte Noah den ersten Weinberg bei den
Juden. Auf alten Münzen erscheint die Traube als Symbol Palästinas.
Im griechischen Kulturkreis sind Wildkernfunde in Troja
bekannt. Kerne von Edelreben treten erst etwa 1700 - 1500 v.Chr. auf. Homer
berichtete häufig über Wein. Die Belagerer von Troja wurden regelmässig aus
Thrakien mit Wein beliefert. Odysseus erhielt als Kind schon 50
Weinstöcke. Auf seiner Irrfahrt wird er in Ithaka mit Wein bewirtet.
Achilles besass ein Schild mit dem Bild eines Weingartens.
Um 800 v.Chr. führten die Griechen den Weinbau in ihrer
Kolonie Sizilien ein. Es blieb jedoch den Römern vorbehalten, die
europäische Weinkultur zu begründen.
Die Stadt Pompeji war bis zu ihrer Zerstörung durch den
Vesuv-Ausbruch 79. v.Chr. das Weinhandels-Zentrum für die Hauptstadt Rom.
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