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Botsuana vergibt knapp 300 weitere Lizenzen für Elefanten-Jagd
Der südafrikanische Binnenstaat Botsuana will zur Jagdsaison dieses Jahres Lizenzen für weitere 294 Elefanten-Abschüsse erteilen.
Sie werden laut dem zuständigen Nationalpark-Direktor Kabelo Senyatso an im Land operierende Safari-Gesellschaften verkauft.
Diese könnten sie dann wiederum internationalen Trophäenjägern zur Verfügung stellen, kündigte er am Donnerstag in der Hauptstadt Gaborone an.
Der Staat hatte schon Ende vergangenen Jahres an in- und ausländische Jäger Lizenzen zum Abschuss von 83 Dickhäutern versteigert. Der Erlös sollte auch dem Tierschutz zugute kommen. Die anstehende Jagdsaison reicht vom 3. April bis 13. September.
Botsuana hat weltweit einen der grössten Elefantenbestände. Als der Staat 2019 sein Elefantenjagdverbot aufhob, löste er damit international Empörung bei Tierschützern aus. Während Tierschützer den Nutzen solcher Jagden infrage stellen, verteidigen Jäger sie mit dem Hinweis auf den Nutzen für die Bevölkerung.
Der Deutsche Jagdverband verweist darauf, dass sich die Elefanten Wasser und Land mit einer stetig wachsenden Bevölkerung teilen. Die Einnahmen aus der Jagd würden auch dazu eingesetzt, Bauern für entsprechende Ernteverluste zu entschädigen.
Botsuana hat bisher in Afrika einen guten Ruf in Sachen Natur- und Tierschutz. Während die Zahl der Elefanten in vielen Regionen Afrikas zurückgeht, ist sie in dem Binnenstaat laut offiziellen Angaben von etwa 50 000 im Jahr 1991 auf gut 130 000 Tiere gestiegen - das entspricht fast einem Drittel des Elefanten-Bestands Afrikas.