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Die von Abrogans betreuten Athletinnen und Athleten überzeugten beim Saisonauftakt auf dem Rettenbachgletscher in Sölden. 12 Jahre nach dem Sieg von Didier Cuche gewinnt mit Marco Odermatt zum ersten Mal wieder ein Schweizer den Riesenslalom in Sölden! Der Nidwaldner feierte seinen fünften Weltcup- und dritten Riesenslalom-Sieg vor dem Österreicher Roland Leitinger und Zan Kranjec. Justin Murisier belegte Rang 12. Bei den Frauen fuhr Katharina Liensberger als beste Österreicherin auf den hervorragenden Platz 4. Andrea Ellenberger belegte bei ihrem ersten Rennen nach ihrer Kreuzbandverletzung Rang 24.
Ein überglücklicher Marco Odermatt meinte nach dem Rennen: «Letztes Jahr fehlten mir hier in Sölden 5 Hundertstel zum Sieg, nun lag ich 7 Hundertstel vorne.» Wie bei den beiden ersten Riesenslalom-Siegen von Marco Odermatt war sein Trainer Helmut Krug für die Kurssetzung im zweiten Lauf verantwortlich. Dieser war im Gegensatz zum ersten Lauf flüssiger gesteckt, mit grösseren Abständen zwischen den Toren. Im ersten Lauf lag Marco Odermatt noch auf Rang 3 mit 21 Hundertstel Rückstand auf den überraschenden Österreicher Roland Leitinger und 2 Hundertstel Rückstand Weltmeister Mathieu Faivre. Der Nidwaldner schüttelte dabei nach dem ersten Lauf im Ziel den Kopf. «Ich hatte nicht ein besonders gutes Gefühl. Es waren sehr spezielle Schneeverhältnisse und entsprechend schwierig war es, die richtige Abstimmung zu finden. Es hat häufig gerattert. Ich war dann überrascht, dass ich im Ziel nur zwei Hundertstel verloren hatte.» Justin Murisier nach dem ersten Lauf noch auf Rang 16, belegte nach einer überzeugenden Fahrt im Steilhang Rang 12 im Schlussklassement. Ein kleiner Fehler kurz vor Schluss verhinderte eine noch bessere Platzierung.
Katharina Liensberger ist in Sölden als beste Österreicherin auf Rang vier gefahren und realisierte damit den besten Saisonstart ihrer Karriere. Am Ende fehlten Katharina Liensberger nur gerade neun Hundertstelsekunden auf ihren zweiten Podestplatz in einem Weltcup-Riesenslalom. «Ich bin sehr happy über den vierten Platz, darauf kann man aufbauen. Ich will mich noch weiter steigern und freue mich, dass ich mich mit den Top-Drei-Läuferinnen da vorne mithalten kann», meinte Katharina Liensberger im Interview mit dem österreichischen Fernsehen. Auch Andrea Ellenberger fuhr bei ihrem Comeback nach der Kreuzbandverletzung in die Punkteränge und belegte am Schluss Rang 24. Die Nidwaldnerin haderte nach dem Rennen mit der Ausfahrt vom Steilhang, zeigte sich aber im Interview mit dem Schweizer Fernsehen dennoch sehr zufrieden mit ihrem ersten Rennen nach der langen Verletzungspause: «Ich habe die Ausfahrt im zweiten Lauf etwas verbockt. Da wäre mehr möglich gewesen. Aber ich einer Stunde werde ich schon stolz sein auf diese Leistung. Ich habe mich erst kurzfristig entschieden, hier zu starten». Andrea Ellenberger nahm sich vor dem Rennen vor, nach ihrer Verletzung mit möglichst viel Freude Ski zu fahren, ohne dass sie ein konkretes Resultatziel vor Augen hatte. «Es braucht schon Überwindung und Mut. Aber die Piste präsentierte sich in einem besseren Zustand als erwartet. Es ist sicherlich kein einfacher Hang für ein Comeback. Dies war mir aber bewusst. Grundsätzlich liegen mir schwierige und steile Pisten.»