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Das Jahr 2017 war ein durchzogenes Eisvogel-Jahr: Auf der einen Seite ging infolge der vielen Hochwasser im letzten Jahr und des kalten Januars ein geschwächter Brutbestand in die Saison. Anderseits war der Bruterfolg überdurchschnittlich gut, da Hochwasserereignisse und Brutausfälle durch Störungen weitgehend ausblieben.
Nach der ausserordentlichen Kälteperiode im Januar war praktisch kein Eisvogel mehr an der Thur anzutreffen. Ob die überwinternden Vögel abgezogen sind oder eingingen, bleibt offen. Etwas verspätet wurde die Thur dann im April wieder vom Eisvogel besiedelt, zuerst die besten Gebiete im Mündungsbereich, schrittweise dann auch Brutplätze weiter flussaufwärts und schliesslich zögerlich auch noch ein Brutplatz bei Andelfingen. Ab Andelfingen bis zum Flussmäander bei Altikon erfolgten hingen dieses Jahr keine Bruten. Insgesamt brüteten fünf Paare, wobei mit einer Ausnahme alle im Auenschutzperimeter brüteten. Im Vergleich zum Vorjahr, dem bisherigen Rekordjahr mit neun Paaren, scheint das eher bescheiden. Der Bruterfolg war hingegen sehr erfreulich, da grössere Hochwasserereignisse in diesem Frühling ausblieben. Letztes Jahr tragen hingegen Hochwasser von über 500 m3/s fast im Monatsrhythmus auf und führten zu zahlreichen Brutausfällen. Der Eisvogel hat über Jahrhunderte gelernt, mit diesen Hochwassergefahren umzugehen. Auf Brutausfälle reagiert er gewöhnlich mit Ersatzbruten, mit denen er Verluste kompensieren kann. Zu beklagen ist hingegen 2017 mindestens eine Brutaufgabe durch Störungen in der Nähe der Elliker-Brücke.