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Beschreibung der allgemeinen körperlichen und geistigen Verfassung eines Patienten (Gesundheitszustand).
Der Ernährungszustand ist ein Teilaspekt des Allgemeinzustandes, der wichtige Rückschlüsse auf die Stoffwechselsituation zulässt. Für die Bewertung des Ernährungszustandes werden vor allem die Konstitution, das Körpergewicht und die Körpergrösse hinzugezogen. Formen beinhalten eine Kachexie, also ein krankhaftes Untergewicht, zudem einen reduzierten oder guten Ernährungszustand sowie Übergewicht und Adipositas, welches extremem Übergewicht gleichgesetzt wird.
Die Anamnese (von griech. anamnesis = „Erinnerung“) umfasst das Erfragen und die Aufzeichnung der Beschwerden und (Leidens-)Geschichte des Patientinnen/Patienten und deren Familien (Familienanamnese).
Erstmalige Feststellung oder Bestimmung einer Krankheit.
Bei der Untersuchung des Patienten muss die Ärztin/der Arzt seine Verdachtsdiagnose gegen Erkrankungen mit ähnlicher bzw. nahezu identischer Symptomatik abgrenzen, die ebenfalls als mögliche Ursachen der Patientenbeschwerden in Betracht gezogen werden müssen. So ergeben sich am Anfang mehrere mögliche Diagnosen, welche den Differentialdiagnosen entsprechen. Ziel ist es mittels diverser Untersuchungen einschliesslich Blut- und Gewebeproben die eindeutige Ursache der Symptome zu finden und eine klare Diagnose zu stellen.
Untersuchung durch Abtasten und Befühlen von dicht unter der Körperoberfläche liegenden inneren Organen/ Strukturen, um Veränderungen des Körpergewebes zu erkennen (wie z.B. Knoten, die auf einen Tumor hindeuten könnten oder vergrößerte Lymphknoten). In der Nachsorge vom Patienten mit bösartigen Hautkrebserkrankungen wie zum Beispiel Melanom (auch schwarzer Hautkrebs genannt) oder Merkelzellkarzinom sollten die Lymphknotenstationen immer abgetastet werden.
Bei verdächtigen Hautveränderungen (HV) oder Veränderungen an weiteren Organen wird eine Gewebeprobe aus dem verdächtigen Areal entnommen. Dieses Verfahren heißt „Biopsie“. Die bei der Biopsie entnommene Probe wird immer in einem Labor aufgearbeitet und dann von einem speziell ausgebildeten Arzt untersucht.
Bei schwierigen Hautläsionen empfiehlt sich ein dermatopathologisches Labor. In diesen Labors arbeiten Dermatopathologen; das sind in der Regel Ärzte, die sowohl in der klinischen Dermatologie als auch in der Pathologie ausgebildet sind.
Eine Biopsie kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden:
Die Exzisionsbiopsie ist die bevorzugte Biopsieform bei Verdacht auf ein Melanom. Sie umfasst die komplette Entfernung (das Herausschneiden) der verdächtigen Hautveränderung, inklusive eines kleinen Sicherheitsabstandes zum umliegenden Gewebe (ca. 1-3 mm), zur Untersuchung. Nach der Entfernung wird das Gewebe aufgearbeitet und unter dem Mikroskop untersucht. In der Regel kann die Exzisionsbiopsie unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden.
Bei einer Inzisionsbiopsie wird zunächst nur ein Teil der verdächtigen Hautveränderung entfernt. Sie wird bei sehr großen Befunden angewendet oder bei solchen, die an bestimmten Körperstellen wie zum Beispiel im Gesicht, an den Handflächen oder den Fußsohlen liegen. An solchen kosmetisch oder funktionell wichtigen Stellen sollte die Diagnose bestätigt sein, bevor das gesamte Hautareal entfernt wird. Auch diese Biopsieform wird mit Lokalanästhesie durchgeführt.
Auch Feinnadelaspirationsbiopsie oder Feinnadelbiopsie genannt. Hierbei handelt es sich um eine minimal-invasive Biopsieform, die vor allem an tieferliegenden Organen angewendet wird. Diese Art der Gewebeentnahme erlaubt die Analyse des Gewebes mit minimaler Schädigung des Organs. Wird eine Biopsie mithilfe einer Feinnadel (Punktionskanüle) durchgeführt, sprechen Fachleute auch von einer Punktion. Sie erfolgt mit dünnen Hohlnadeln und ist mit dem Einstich einer Spritze vergleichbar. Die Zellen werden durch die Kanüle angesaugt und anschließend am Mikroskop auf auffällige Veränderungen untersucht.
Die Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie, dermatoskopisch) ist ein nichtinvasives und einfaches Untersuchungsverfahren, das insbesondere zur Früherkennung von bösartigen (malignen) Tumoren der Haut eingesetzt wird. Hierbei wird die Haut mit einer speziell beleuchteten Lupe (Dermatoskop) betrachtet. Die Kontaktstelle auf der Haut wird dabei mit Flüssigkeit benetzt. Hautveränderungen, insbesondere Pigmentflecken, können hierdurch deutlich vergrößert werden. Durch die Anwendung der Flüssigkeit wird die Oberflächenreflektion der Haut gebrochen und dem Untersucher gelingt es, tiefer in die Haut hineinzusehen. Eine Verbesserung der Diagnose mit dieser Methode ist nur durch geübte Ärzte möglich. Dermatologen werden speziell mit dieser Untersuchungsmethode ausgebildet. Auf diese Weise können gegebenenfalls gutartige (benigne) von bösartigen (malignen) Hautveränderungen unterschieden werden. Dies ist dermatoskopisch aber nicht immer möglich, so dass die Ärztin/der Arzt eventuell eine Probebiopsie entweder innerhalb der Läsion oder eine Exzisionsprobe, wenn die ganze Läsion entfernt wird, vorschlagen wird.
Digitale Dermatoskopie: Hierbei wird ein Foto des Hautmals erstellt und gespeichert. Dieses Foto dient bei späteren Kontrolluntersuchungen als Vergleich mit dem derzeitigen Zustand, wodurch die Ärztin/ der Arzt besser beurteilen kann, ob sich das Hautmal verändert hat.
Die PET/CT ist eine Kombination aus zwei unterschiedlichen bildgebenden Untersuchungsverfahren, nämlich der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT). Bei diesem Verfahren werden von einer Körperregion mehrere Schichtbilder (wie dünne Schreiben, Schicht für Schicht) erstellt. Zusätzlich erfährt man wie aktiv der Stoffwechsel in bestimmten Geweben des Körpers ist. Dazu wird ein spezieller Zucker verwendet, der mit einem sich sehr schnell abbauenden radioaktiven Indikator (sog. Tracern) markiert ist und über eine Infusion verabreicht wird.
Ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren, bei dem von einer Körperregion mehrere Schichtbilder (wie dünne Schreiben, Schicht für Schicht) erstellt werden. Aus den hierbei entstehenden Bildern wird eine räumliche Darstellung vom untersuchten Organ erstellt. Es können jodhaltige Kontrastmittel eingesetzt werden, um Blutgefässe abgrenzen zu können. Konventionelle Röntgenbilder werden kaum mehr verwendet, weil bei dieser Untersuchungsmethode ein hohes Risiko besteht, dass Fehlinterpretationen auftreten.
Bei dieser Methode arbeitet man mit einer radioaktiven Substanz. Die verwendete, sehr niedrige Dosis gilt für Menschen als nicht bedenklich. Radioaktiv bedeutet, dass der chemische Stoff die Eigenschaft besitzt, ohne Einwirkung von außen zu zerfallen und dabei Strahlung abzugeben. Diese Strahlungsaktivität wird genutzt, um die PET-Bilder herzustellen. Der radioaktiv markierte Stoff – häufig wird Fluor benutzt – wird an Traubenzucker gekoppelt, der wie normaler Traubenzucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen und zur Energiegewinnung genutzt wird. Der Zucker reichert sich während einer Wartephase, je nach Untersuchung 30 – 90 Minuten, in den Körperzellen an. In den Zellen mit höherem Stoffwechsel (z.B. im Gehirn, in Herzmuskelzellen, aber auch in Krebszellen) reichert sich mehr Zucker an, was dann auf den ausgewerteten Bildern als intensiver gefärbte Zone sichtbar wird. Damit kann man Zellen oder Gewebe, die viel Energie verbrauchen und eine hohe Stoffwechselrate haben, auf Bildern sichtbar machen. Gewebe mit schnellem Stoffwechselumsatz und hohem Zuckerverbrauch erscheinen auf schwarz-weiß-PET-Aufnahmen als besonders dunkle Flecken, auf Farbbildern als besonders leuchtende Flecken.
Die Kernspintomographie, Magnetresonanztomographie (MRT, MRI) ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren. Mit starken Magnetfeldern werden Bilder vom Körperinneren erzeugt, um gesundes Gewebe von Tumoren abzugrenzen. Die Bilder liefern Informationen über die Lage und die Größe eines Tumors. Anders als das Röntgen oder die Computertomographie kommt sie ohne Röntgenstrahlung aus. Diese Untersuchung ist vor allem für die Abgrenzung von Metastasen in Weichteilen zum Beispiel in der Leber oder in der Unterhaut von Vorteil.
Die Behandlung von Hautkrebserkrankungen heute ist eine komplizierte Angelegenheit. Für uns Ärzte ist es eine grosse Herausforderung, die verschiedenen Möglichkeiten unseren Patienten allgemein verständlich zu erläutern, damit Sie in der Lage sind, Vor-und Nachteile zu erkennen und mitzuentscheiden. Noch wichtiger ist, dass bei den Behandlungsmöglichkeiten auch über klinische Studien diskutiert wird, die dazu beitragen, unsere Entscheidungsgrundlagen für die nächsten Jahrzehnte zu verbessern. Leider neigen Ärzte dazu, sich in ihrer Fachsprache zu verstricken. Hier sollte diese Information helfen. Aber, liebe Patientinnen und Patienten: Sie dürfen und sollen auch immer nachfragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Bleiben bzw. werden Sie gesund!
Im Klinikalltag kann es vorkommen, dass Fachbegriffe fallen, welche Patienten nicht verstehen und letztendlich zu einer Verunsicherung führen. Spätestens beim Lesen von Arztbriefen wird der Patient mit der medizinischen Terminologie konfrontiert. Wir hoffen, dass anhand dieser Zusammenfassung von erklärten Begriffen Patienten geholfen wird, Ihre Erkrankung und die diagnostischen und therapeutischen Schritte, welche anstehen, besser zu verstehen. Unabdingbar bleibt aber die vertrauensvolle Arzt-Patienten-Kommunikation, welche eine der Grundsteine der Medizin ist.
In den letzten Jahren hat sich eine wahrhaftige Revolution in der Behandlung des fortgeschrittenen malignen Melanoms durch Einführen moderner Therapien ergeben. Ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft ist nun für Melanompatienten jedwelchen Erkrankungsstadiums möglich.
Wir möchten unsere Patienten auf diesem Weg so gut wie möglich begleiten und uns stetig in jeder Hinsicht verbessern.