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Drei Rennen, je drei Siege: Martin Maes und Isabeau Courdurier gewinnen auch das Enduro-World-Series-Rennen auf Madeira. Sie setzen sich beide deutlich gegen ihre Konkurrenz durch. Maxime Chapuis wird bester Schweizer knapp gefolgt von Gusti Wildhaber. Anita und Carolin Gehrig steigern sich deutlich und beenden das Rennen auf den Plätzen fünf und zwölf.
Obwohl sie acht heisse und physische Etappen unter portugiesischer Sonne absolvierten, verpassten sowohl Maes (GT Factory Racing) als auch Isabeau Courdurier (Intense-Mavic Collective) kaum Möglichkeiten um zuzuschlagen und sicherten sich damit von Anfang an einen satten Vorsprung gegenüber ihrer Konkurrenz.
In der dritten Runde, EWS powered by Freeride Madeira, gab es zwei Tage lang unglaubliche Rennen über einige der unterschiedlichsten Trails - von Wurzeln und Felsen über lehmige Berms bis hin zu exponierten, steilen Pfaden hoch über dem Atlantik. Mit über 60 Kilometern Pedaltritt und über 3600 Metern Abstieg wurden die Fahrer bis an ihre Grenzen gedrängt, als sie sich auf den Weg in einige der abgelegensten Teile der Insel machten, weit weg vom Renndorf in der Machico Marina.
Einmal mehr war es der Wettbewerb der Frauen, der am knappsten ausfiel. Rennsiegerin Courdurier beendete das Rennen zwar mit einem beeindruckenden Vorsprung vor der zweitplatzierten Noga Korem (GT Factory Racing), aber Noga war die einzige Frau, die ebenfalls einen Etappensieg einfahren konnte. Die amtierende U21-Meisterin Ella Conolly aus Schottland beendete in ihrem dritten Elite-Rennen auf dem dritten Treppchen des Podiums, und das, obwohl sie ihre Kette auf der sechsten Etappe verlor.
Verloren hatte auch Anita Gehrig etwas – die Luft. Diese ging auf der letzten Etappe schon früh aus. Folglich verlor sie ihren dritten Zwischenrang. Ihr fünfter Rang war aber alles andere als eine Enttäuschung. Nach dem nicht nach Wunsch verlaufenen Saisonstart ist der fünfte Rang ein schöner Erfolg und bringt Zuversicht für die nächsten Rennen.
Auch Carolin Gehrig schöpft wieder frische Hoffnung für künftige Erfolge, nachdem sie ein solides Rennen ablieferte und auf Rang zwölf abschloss.
Maes beflügelt
Bei den Herren ging der Drang des Belgiers Martin Maes, die Gesamtwertung zu gewinnen, ungebrochen weiter. Erst seit kurzem bei Red Bull unter Vertrag, scheint er zusätzlich beflügelt und gewinnt sechs der acht Abfahrtsetappen. Sein sein härtester Konkurrent, der Portugiese Jose Borges (Miranda Racing Team) begeisterte die heimische Bevölkerung mit seinem bisher besten Ergebnis – dem zweiten Platz – 32 Sekunden hinter Maes. Der Kanadier Jesse Melamed (Rocky Mountain/Race Face Enduro Team) schnappte sich Rang drei.
Die Schweizer Enduristen können noch nicht ganz ihre Bestleistungen abrufen. Mit Maxime Chapuis auf Rang 24 und Gusti Wildhaber auf Rang 33 liegen sie aber nicht weit entfernt. Patrick Lüthi auf 44 und Silvan Marfurt auf 80 beenden zwei weitere Schweizer den Wettkampf.
Der vierte Lauf der World Series findet am 29. Juni in Canazei im italienischen Val di Fassa statt.
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