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Über diese Krankheit
Um was es geht
Bei der PV kommt es aufgrund einer genetischen Veränderung der Blutstammzelle zu einer Steigerung der Aktivität des Knochenmarks: Es werden zu viele Blutzellen hergestellt und ins Blut ausgeschwemmt. Dieses Zuviel an Blutzellen kann dazu führen, dass das Blut «dickflüssiger» wird, schlechter durch die Gefässe fliesst und diese verstopft. Es kommt zu Thrombosen.
Arten
Die Polycythämia vera gehört in die Familie der myeloproliferativen Erkrankungen. Dies ist eine Gruppe von Erkrankungen, die durch eine übermässige Produktion unterschiedlicher Blutzellen oder Strukturen im Knochenmark gekennzeichnet ist. Zu den myeloproliferativen Erkrankungen zählen neben PV, die Chronisch myeloische Leukämie (CML), die Essenzielle Thrombozythämie (ET) sowie die Primäre Myelofibrose (PMF).
Symptome und Folgen
Das genaue Erfassen der Symptome und Beschwerden ist im Falle der Polycythämia vera besonders wichtig. Manche Betroffenen leiden unter Kopfschmerzen, hohem Blutdruck oder unter unerklärbarem Juckreiz. Durch die Erhöhung der Zellzahlen wird das Blut dickflüssiger, Gefässe «verstopfen», so dass Thrombosen, Embolien, aber auch Herzinfarkte oder Schlaganfälle die Folge sein können.
Was wir für Sie tun
Untersuchung und Diagnose
Mittels einer Blutuntersuchung wird das Ausmass der Erhöhung der Blutzellen gemessen. Die auslösende Mutation der Blutstammzelle kann häufig nachgewiesen werden. Zur genaueren Einordnung der Erkrankung sowie zur Abgrenzung gegenüber den anderen Erkrankungen aus oben genannter Liste, sollte eine Knochenmarkpunktion erfolgen.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist vor allem eine Normalisierung der Blutwerte, um so die Komplikationen des «dicken Blutes» zu reduzieren. Dies kann man mit Medikamenten erreichen, die die übermässige Zellproduktion im Knochenmark drosseln. Eine sehr einfache, rasche und nebenwirkungsarme Methode die roten Blutzellen zu reduzieren, ist die Durchführung von Aderlässen. Ausserdem empfiehlt sich die Einnahme eines Blutverdünners (ASS).