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Tipps bei juckender und gereizter Haut
- Tragen Sie bequeme, weiche und luftige Kleidung, möglichst aus Baumwolle. Wolle und Synthetik sind ungünstig.
- Beim Wäschewaschen sollten Sie auf Weichspüler verzichten. Weichspüler können die Haut reizen und eine Allergie auslösen.
- Ernähren Sie sich fettarm, würzen Sie nur wenig.
- Trinken Sie Tee aus Schafgarbe, Tausendgüldenkraut oder Pfefferminze, aber nur lauwarm.
- Vermeiden Sie alles, was die Haut austrocknet, wie trockene Luft und Hitze (z.B. Sauna).
- Pflegen Sie die trockene Haut mit mildem Mandelöl, Jojobaöl oder Vitamin-E-reichem Weizenkeimöl.
- Schwimmen tut der gereizten Haut gut.
- Verwenden Sie keine Seife, denn sie trocknet die Haut aus. Nehmen Sie eine Zeitlang nur klares Wasser zum Waschen. Ein Kompromiss sind milde, nichtalkalische Seifen und rückfettende Waschsyndets.
- Benutzen Sie einen Badezusatz mit Meersalz, Kieselerde, Natron, Maisstärke, Molke oder Kleie oder ein spezielles Ölbad.
- Duschen und baden Sie nur lauwarm und höchstens 20 Minuten lang.
- Reiben Sie sich nach dem Duschen mit einem in Apfelessig getränkten Waschlappen ab, brausen Sie sich dann entweder kurz ab oder - wenn es nicht brennt - lassen Sie den Essig auf der Haut.
- Cremen Sie sich nach dem Waschen sorgfältig mit einer harnstoffhaltigen Emulsion (Urea) ein.
- Vermeiden Sie Bürstenmassagen, auch wenn dies für kurze Zeit Erleichterung bringt. Danach ist der Juckreiz umso stärker. Das gilt auch für das Abtrocknen mit dem Handtuch: Nur behutsam trocken tupfen.
- Manchmal hilft eine Tannin- oder Ichthyol-Lotion oder Menthol-Salbe aus der Apotheke.
- Linderung bei juckenden Brustwarzen bringen auch feuchte Umschläge, z.B. mit kaltem Schwarztee. Alkoholumschläge sind jedoch zu vermeiden.
- Antihistamin-Gels (z.B. Dimetinden, Clemastin) können den Juckreiz lindern, aber auch eine Überempfindlichkeitsreaktion auslösen.
Sind diese Massnahmen nicht erfolgreich, kann auch eine vom Arzt oder von der Ärztin verschriebene mittelstarke Corticosteroid-Creme aufgetragen werden. In sehr schweren Fällen muss Cortison eventuell auch in Tablettenform gegeben werden. Kortison hilft meist sehr rasch und gut, erhöht allerdings leider die Wahrscheinlichkeit, Schwangerschaftsstreifen zu entwickeln.
Häufige Fragen zum Thema
Gerade gegen Ende der Schwangerschaft wird die Haut oft sehr trocken. Versuchen Sie es mit Trockenbürsten (z.B. mit einem Luffa-Schwamm) oder einem mildem Hautpeeling, damit abgestorbene Hautschichten entfernt werden und die Haut besser durchblutet wird.
Gönnen Sie sich anschliessend ein warmes Vo...vollständige Antwort lesen
Cortison ist ein körpereigenes Hormon aus der Nebennierenrinde (Corticosteroide) und in der Schwangerschaft nicht grundsätzlich verboten! Es gibt Asthmatikerinnen, die während der gesamten Schwangerschaft Cortison als Spray oder Tabletten einnehmen müssen. In der Spätschwangerschaft werden bestimmte...vollständige Antwort lesen
Für Schwangere mit Allergien gibt systemisch (also z.B. in Tablettenform) eingesetzte Antihistaminika, über die schon grössere Studien in der Schwangerschaft vorliegen und bei denen keine erhöhte Fehlbildungsrate bei den geborenen Kindern gefunden wurde. Das sind die Wirkstoffe Doxylamin, Clemastin...vollständige Antwort lesen
Letzte Aktualisierung : 17-03-20, BH