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Es war eine der prägenden Geschichten der Olympischen Spiele in Tokio: die Startverzichte von Simone Biles. Es war alles angerichtet für ein Gold-Fest der Überturnerin – doch die 24-jährige Amerikanerin brach den Teamfinal mit den USA aus «Rücksicht auf ihre mentale Gesundheit» ab und liess danach die Einzel-Finals im Mehrkampf, am Sprung, Stufenbarren und Boden aus. Erst am Schwebebalken startete sie – und holte Bronze.
Die Diskussion um die mentale Gesundheit von Athleten wurde befeuert, nachdem diese von Naomi Osaka durch ihren Pressekonferenz-Boykott und das anschliessende French-Open-Forfait losgetreten worden war.
Ventil für andere
Gut zwei Wochen nach Olympia sagte Biles in einem Interview mit der BBC: «Osaka ist sehr inspirierend.» Auf ihre Startverzichte angesprochen, meinte die Amerikanerin: «Ich wünsche das natürlich niemandem, aber ich würde auch nichts daran ändern.» Denn sie habe durchaus Gutes damit getan, indem sie anderen Athleten ein Ventil geboten habe, um über ihre mentale Gesundheit zu sprechen.