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WM Papendal
Der fast perfekte Abschluss
Wunderbare Derniere für den Schweizer Teamleader David Graf: Der 31-jährige Winterthurer gewinnt an den Weltmeisterschaften im BMX Racing in Papendal die Bronzemedaille.
David Graf qualifizierte sich im letzten Wettkampf in seiner Karriere als Halbfinalsieger höchst souverän für den Final der Top 8. In diesem gelang dem Zürcher ein guter Start. Er kam hinter Niek Kimmann und Sylvain André als Dritter aus der ersten Kurve. Diesen Rang konnte Graf auf der schnellen Strecke im niederländischen Papendal bis ins Ziel behaupten. Er blieb dabei ganz knapp vor seinem im 4. Rang klassierten Swiss-Cycling-Teamkollegen Simon Marquart, welcher sich an Weltmeisterschaften erstmals für einen Final qualifiziert hatte.
„Den ganzen Tag kamen die Emotionen zwischendurch immer wieder etwas hoch, weil ich ja schon lange gesagt hatte, dass dies mein letztes Rennen wird. Ich habe mir zudem einigen Druck auferlegt. Ich wollte gewinnen. Dass ich nun mit Bronze aufhören kann, ist aber auch wunderbar“, sagte Graf, der an den Olympischen Spielen in Tokio in den Halbfinals gescheitert war.
Nun erfolgt für ihn der fast fliegende Wechsel vom Fahrer zum Elite-Nationaltrainer. Dieses Amt übernimmt Graf am 1. Oktober. „Alles funktioniert schon ziemlich gut“, findet der WM-Dritte, der nun seinen teils langjährigen Teamkollegen helfen will, „den nächsten Schritt zu machen“.
Gold ging in Papendal an den einheimischen Favoriten und Olympiasieger Kimmann, Zweiter wurde André. Beide Fahrer rückten gegenüber der WM vor zwei Jahren in Belgien um je eine Position nach vorne.
Auch bei den Frauen sicherte sich mit der Britin Bethany Shriever die Olympiasiegerin WM-Gold. Zoé Claessens kam im Final zu Fall und reihte sich als Achte ein. In den Runden zuvor hatte die 20-jährige Romande angedeutet, dass sie in der Lage sein wird, um die Podestplätze zu kämpfen.
Unmittelbar vor den Spielen in Tokio war Claessens in Zolder Elite-Europameisterin geworden, obwohl sie noch in der U23-Kategorie startberechtigt gewesen wäre, welche an Weltmeisterschaften (noch) nicht existiert. U23-EM-Gold gewannen damals mit Nadine Aeberhard und Cedric Butti ebenfalls eine Vertreterin und ein Vertreter des Swiss Cycling-Teams. Die beiden mussten in Papendal in der Elite-Kategorie antreten und hatten entsprechend einen schweren Stand – insbesondere die erst 19-jährige Bernerin. Butti, der 22-jährige Thurgauer, hätte sich trotzdem beinahe für den Final qualifiziert; er beendete den Wettkampf auf Platz 9.
Für das beste Ergebnis auf Stufe U19 war Thalya Burford besorgt. Die Genferin qualifizierte sich für den Final und wurden letztlich Siebte. sda/SC