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Roger Federer kassiert im Viertelfinal von Schanghai eine bittere Pleite, der «Maestro» verliert gegen Alexander Zverev in drei dramatischen Sätzen. Es war ein richtiger Krimi und die Nerven der Spieler waren sichtlich angespannt. Vor allem Federer, der im zweiten Satz noch fünf Matchbälle abwehren konnte, war wegen vieler einfacher Fehler am Netz sichtlich genervt.
So genervt, dass der sonst so ruhige und kontrollierte Schweizer im dritten Satz von Schiedsrichter Nacho Forcadell zuerst verwarnt und später gar mit einem Punktabzug bestraft wurde. Das Verdikt: Wiederholtes Ballwegschlagen. So wurde aus einem 15:30 gar zwei Breakbälle für Zverev – und das beim Stand von 0:3 aus Sicht des Schweizers im dritten Satz.
Federer war damit überhaupt nicht einverstanden – war doch das zweite «Vergehen» mehr ein leichter Schlag des Balles denn ein wirkliches wütendes Wegschmettern. Der Entscheid des Stuhlschiedsrichters ist zwar technisch korrekt, aber man kann ihm durchaus mangelndes Fingerspitzengefühl vorwerfen.
Der Schweizer startete eine Diskussion, sagte, dass er den Ball nicht richtig getroffen und ihn nicht absichtlich neben das Feld spediert habe. Forcadell liess sich aber nicht überzeugen: «Mit solchen Aktionen verlieren wir möglicherweise Bälle», war sein Argument.
Federer war aber nicht zufrieden und verlangte vom Schiedsrichter, ihn doch das nächste Mal vorzuwarnen. «Warum kommunizierst du nicht mit mir bei 0:3, wenn ich schon so nahe an einer Strafe bin?», fragte Federer.
Es war nicht das erste Mal im Spiel, dass der Schweizer Diskussionsbedarf hatte mit Forcadell. Zu Beginn des dritten Satzes kritisierte Federer, dass der Schiedsrichter ihm nicht mitteilte, wenn es neue Bälle gebe.
So musste der «Maestro» seinen Schläger zwischen zwei Ballwechseln wechseln und Zverev warten lassen. Als Forcadell ihn darauf ansprach, meinte Federer nur: «Ich habe andere Probleme, Mann. Ich treffe die Bälle nicht. Hilf mir doch einfach. Ich verlange von euch Schiedsrichtern nur, dass ihr mich jeweils darauf aufmerksam macht. Doch 80 Prozent von euch kriegen das nicht hin.» (abu)