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Kolombo
(Kola-ambu), die Hauptstadt der Insel Ceylon, [* 3] auf der Südwestküste derselben gelegen, durch Eisenbahn mit Kandi im Innern und mit Kalutotta im S. verbunden, besteht aus der europäischen Stadt und der Stadt der Eingebornen, einer Ansammlung von Hütten, [* 4] welche sich im N. der erstern an den Ufern des Flüßchens Kailani hinziehen. Zwischen ihnen erhebt sich auf einer vorspringenden Spitze die große von den Holländern erbaute Citadelle. Die europäische Stadt wird durch zwei Hauptstraßen in vier Viertel geteilt und enthält das Haus des Gouverneurs, ein Museum, hallenreiches Zollhaus, ein paar Standbilder früherer Gouverneure, einen massiven Glockenturm, Kirchen und Tempel [* 5] der verschiedenen Bekenntnisse, in welche sich die fast 112,000 Seelen starke, aus Singhalesen, Parsen, Juden, Mauren, Malaien, Tamulen, Kaffern, degenerierten Nachkommen von Portugiesen und Mischlingen von Engländern und Holländern und eingebornen Frauen bestehende Bevölkerung [* 6] scheidet.
Der von
Natur sehr schlechte
Hafen ist durch
Anlage eines großen Hafendammes verbessert worden, und seit 1882 laufen die
Dampfer
der Peninsular and
Oriental Company, der
Messageries maritimes, des Österreichischen
Lloyd, jetzt auch des
Norddeutschen
Lloyd u. a. hier regelmäßig an. Es ist somit an
Stelle
Point de
Galles getreten.
Kolombo ist Sitz eines deutschen
Konsuls. Die Stadt wurde 1517 von den Portugiesen genommen, diesen 1603 von den
Holländern entrissen und 1796 von den Engländern
erobert.