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Der Verwaltungsrat von Cable & Wireless Worldwide hat in den letzten rund zwei Monaten Übernahmeverhandlungen mit potentiellen Käufern geführt, und sich nun für ein Angebot von Vodafone entscheiden. Gemäss dem heute mit dem Segen des Verwaltungsrats von Cable & Wireless Worldwide veröffentlichten Übernahmeangebots will Vodafone rund 1,04 Milliarden Pfund beziehungsweise knapp 1,5 Millarden Franken bezahlen. Vodafone bietet 38 Pence pro Aktie, rund das Doppelte dessen, was die Aktie vor dem Beginn der Übernahmeverhandlungen wert war. Laut Medienberichten war unter anderem auch der indische Telco Tata Communications an der Übernahme interessiert.
Wenn der Deal zustande kommt, was sehr wahrscheinlich scheint, falls die Anti-Kartell-Behörden nicht einschreiten, verstärkt Vodafone damit vor allem sein Angebot für internationale Geschäftskunden. Cable & Wireless Worldwide betreibt in Grossbritannien und Irland ein ausgedehntes Glasfasernetz, und bietet Geschäftskunden weltweil Kommunikations- und Rechenzentrumsservices an.
Cable & Wireless Worldwide enstand 2009 aus einer Aufspaltung des Cable & Wireless-Konzerns. Cable & Wireless Worldwide übernahm nach der Aufspaltung das Netzwerkgeschäft in Grossbritannien und anderen Industrieländern, während sich Cable & Wireless Communications auf Telekommunikationsservices in "Offshore"-Ländern – diversen karibischen Inseln, Macao, Panama, Afghanistan und einigen afrikanische Ländern - konzentriert. Cable & Wireless war vor allem Anfang des Jahrtausends auch in der Schweiz aktiv, und verfolgte unter anderem ehrgeizige Pläne zum Aufbau eines landesweiten "Wireless Local Loop"-Angebots für Geschäftskunden. (hjm)