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Mailands Torre Arcobaleno leuchtet wieder
Bei Sonnenschein leuchten die Keramikfliesen mit dem stahlblauen Himmel um die Wette: Der Torre Arcobaleno (Regenbogenturm) beim Gleisfeld von Mailands zweitwichtigstem Bahnhof, der Porta Garibaldi, wurde anlässlich der Expo restauriert.
Allerdings war der 1964 errichtete Wasserturm nicht immer so kunterbunt wie heute. Rund 26 Jahre nach seiner Inbetriebnahme war er in einem völlig desolaten Zustand, ihm drohte der Abbruch. Doch ein ausgefallenes Sanierungsprojekt bewahrte das Bauwerk vor dem Ende: Anlässlich der Fussball-WM von 1990 sollte der Turm zu einem Symbol des Quartiers um den Bahnhof und gleichzeitig zu einem Wahrzeichen der Industriearchitektur Mailands avancieren. In der Folge wurde nicht nur seine Konstruktion instandgesetzt, sondern auch seine Fassade. Man verkleidete ihn mit insgesamt 100 000 Fliesen von 10 mal 10 Zentimetern. Das kunterbunte Muster mit den markanten Querstreifen stammte aus der Feder des italienischen Büros «Original Designers 6R5 Network» und sollte die sich in der Mitte verjüngende Form des Turms betonen. Auch beim aktuellen Sanierungsprojekt hatte das «Original Designers 6R5 Network» die Federführung. Das Muster steht laut seinen Schöpfern für den Wunsch, die Erde auf intelligente Weise zu bewohnen und «für die Harmonie zwischen Technik, Natur, Erneuerung und Tradition».(mai)