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Tipps, damit die Hitze nicht zum Verhängnis wird
Hohe Temperaturen gefährden die Gesundheit, vor allem die von älteren und gebrechlichen Menschen. Dieses Risiko wird immer noch unterschätzt, obschon die Temperaturen neue Spitzen erreichen dürften.
Sara Huber
Laut Prognosen wird der Sommer 2023 noch heisser als der vorangegangene. Die neuen Spitzen dürften ein bis zwei Grad höher liegen. MeteoSchweiz schreibt: «Im Saisonausblick wird für die Schweiz ein höheres Temperaturmittel als im Durchschnitt der letzten 20 Jahre vorhergesagt.» Hier einige Tipps, wie man sich bei dieser Entwicklung klug verhält:
Gehen Sie nicht während der heissesten Stunden des Tages, das heisst von 12 bis 17 Uhr, ins Freie.
Trinken Sie mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag, um den täglichen Verlust an Mineralsalzen auszugleichen. Vermeiden Sie alkoholische, kohlensäurehaltige, stark gesüsste und zu kalte Getränke. Trinken Sie nicht zu viel Kaffee oder Tee.
Essen Sie leichte Mahlzeiten. Bevorzugen Sie Nudeln, Obst, Gemüse, Fruchteis. Vermeiden Sie fette und scharfe Speisen.
Halten Sie Ihren Kopf vor der Sonne geschützt.
Tragen Sie leichte, locker sitzende, helle Kleidung und natürliche Stoffe, da synthetische Fasern die Luftdurchlässigkeit behindern.
Setzen Sie sich nicht über einen längeren Zeitraum der Sonne aus. Wenn Sie aufgrund übermässiger Sonneneinstrahlung Kopfschmerzen bekommen, legen Sie Kompressen mit kühlem Wasser auf, um die Körpertemperatur zu senken.
Halten Sie sich nicht in Autos auf, die in der Sonne geparkt sind.
Brechen Sie die medizinische Behandlung nicht eigenmächtig ab und ersetzen Sie nicht die Medikamente, die Sie normalerweise einnehmen. Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt, wenn Sie die Behandlung, die Ihnen verordnet ist, ändern wollen.
Gehen Sie, wenn möglich, in die Berge.
Von Hitzewellen spricht man, wenn an mehreren aufeinander folgenden Tagen sehr hohe Temperaturen herrschen, die Luftfeuchtigkeit hoch ist, die Sonne stark scheint und kein Luftzug vorhanden ist. Die Hitze kann eine Gefahr für verschiedene Organe darstellen, darunter das Herz und die Nieren – vor allem, wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden. Ärzte warnen ausserdem, dass gerade die erste Welle am gefährlichsten ist. Hinzu kommt die Einsamkeit, die sich als unabhängiger Risikofaktor für die Gesundheit im Allgemeinen erwiesen hat. Es ist kein Zufall, dass der Verband noch einen elften Ratschlag hat, der sich diesmal an die Angehörigen älterer Menschen richtet, nämlich sie nicht allein zu lassen: «Bleiben Sie in der Nähe unserer Senioren.» Das ist immer ein guter Appell, aber in dieser Jahreszeit, in der die Hitze ein dramatisches Risiko für ihre Gesundheit darstellt, umso mehr. Ältere Menschen sollten während einer Hitzewelle nicht allein gelassen werden. Denn bei Hitze kann das körpereigene Kühlsystem überlastet werden. Als Folge von Hitzebelastung können bei empfindlichen Personen Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme auftreten. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit. Ältere Menschen und Personen mit chronischen Vorerkrankungen (wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen) sind von diesen Symptomen besonders betroffen. Deshalb werden während Hitzewellen vermehrt Rettungseinsätze registriert. Das deutsche Umweltamt rechnet mit einem Anstieg hitzebedingter Mortalität um bis zu 5000 zusätzliche Sterbefälle pro Jahr.
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