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400 Jahre Kapuzinerkloster Zug
Als sich im Jahre 1595 die Kapuziner in Zug niederliessen, neigte sich ein Jahrhundert dem Ende zu, das durch die Spaltung der Christenheit gezeichnet war. Zug wurde durch seine Lage an der Grenze zu Zürich mehr als die übrige Innerschweiz immer wieder mit der neuen Lehre konfrontiert.
Nach dem Konzil von Trient lag einer Anzahl gottesfürchtiger Bürger in Zug die Reform der katholischen Kirche sehr am Herzen. Was lag da näher, als den Reformorden der Kapuziner zu ersuchen, sein segensreiches Wirken auch in Zug zu entfalten? Das Anliegen der Zuger Bürger fand beim städtischen Rat bald Gehör. Am 17. Juni 1595 richteten Ammann, Rat und Bürgerschaft von Zug ein Gesuch an den Provinzial der Kapuziner, in Zug eine neue Niederlassung zu gründen. In ihrem Schreiben erklärten sie ihre Absicht, für die Kapuziner ein "Chlösterlin" zu bauen. Sie baten darum, man solle ihnen so bald als möglich einige Brüder senden. So kamen die ersten Kapuziner nach Zug und schon bald begannen die Bürger von Zug mit dem Bau des Klosters.
Die Kapuziner gewannen rasch das Vertrauen des Volkes. Ihre Tätigkeit blühte auf, und bereits 1624 wurde die erste bauliche Erweiterung des Klosters nötig. Bei der Bevölkerung standen die Patres in hohem Ansehen und Zug erwies sich als sehr fruchtbarer Boden für den Orden.
Zug hatte eine besondere Bedeutung für die Geschichte der Schweizer Kapuzinerprovinz. Das Zuger Kloster war durch zwei Jahrhunderte hindurch eines der Noviziatsklöster. Durch die ausweitenden Tätigkeiten wurde das Kloster mehrmals erweitert und 1675 vollständig neu gebaut. 1930 wurde es nochmals aufgestockt.
Wegen Nachwuchsmangel der letzten Jahrzehnte und im Sinne einer Konzentration der Kräfte sah sich das Regionalkapitel aber gezwungen, die Zuger Niederlassung im Jahre 1997 aufzuheben.
Gedruckt am 21.10.2021 / www.seligpreisungen.ch
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