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Autor: walter buchs
freiburg Mit einer Motion wollten die beiden Grossräte Edgar und Gilles Schorderet, Marly resp. Zénauva, erreichen, dass der Staatsrat bei der Planung der Strassenverbindung Marly-Posieux, für die 2006 ein Verpflichtungskredit gesprochen worden war, auch die Überlegungen für den Ausbau der Strasse Freiburg-Marly miteinbezieht. Das Projekt für Marly-Posieux müsse zudem so vorangetrieben werden, dass es noch Chancen hat, Bundesbeiträge aus dem Infrastrukturfonds zu erhalten.
In seiner Antwort ersucht der Staatsrat den Grossen Rat, die Motion aus formalrechtlichen Gründen als unzulässig zu erklären. Sie habe nämlich gar nicht die Änderung des Dekrets über den Planungskredit für eine Verbindung Marly-Posieux zum Gegenstand, wie in der Begründung ausgeführt. Trotzdem geht der Staatsrat inhaltlich auf die Anliegen der Motionäre ein.
Die Regierung bestätigt, dass nach der Genehmigung des Planungskredits eine Verkehrs- und Zweckmässigkeitsstudie durchgeführt wurde. Die Motion sei im vergangenen Frühjahr nach Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie eingereicht worden. Wie die Motionäre empfehle auch die Studie, die Attraktivität des öffentlichen und des Langsamverkehrs auf der Achse Freiburg-Marly zu erhöhen. Zudem kommt sie zum Schluss, dass eine neue Verbindung Marly-Posieux in absehbarer Zeit nicht nötig sei.
Kaum Neubau Marly-Posieux
Im Einklang mit dem Ergebnis der Studie will auch der Staatsrat in einer ersten Phase in enger Zusammenarbeit mit der Agglo sowie den Gemeinden Freiburg und Marly die Attraktivität des öffentlichen und des Langsamverkehrs auf dieser Strecke verbessern. Für das Trassee zwischen Marly und Posieux werde eine Variante geprüft, die zu einem grossen Teil die bestehende Verbindung Marly-Chésalles-Hauterive nutzt. Erst wenn die Ergebnisse dieser Studie vorliegen, werde der Staatsrat den Zeitplan für den Bau festlegen und allenfalls eine Durchführung der Arbeiten unmittelbar im Anschluss an die Poya-Brücke in Betracht ziehen.