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Kernfusions-Offensive der UKAEA in Grossbritannien
Die United Kingdom Atomic Energy Authority (UKAEA) hat Aufträge im Wert von GBP 3,1 Mio. (CHF 3,5 Mio.) an 18 Organisationen vergeben, um den Aufschwung der britischen Fusionsindustrie zu beschleunigen.
Die UKAEA hat 18 Aufträge an Organisationen erteilt, die zeigen sollen, wie ihre innovativen Technologien und Lösungsvorschläge dazu beitragen können, die Fusionsenergie zu einer kommerziellen Realität zu machen. «Die Projekte zielen darauf ab, spezifische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Kommerzialisierung der Fusionsenergie zu bewältigen, von neuartigen Fusionswerkstoffen und Fertigungstechniken bis hin zu innovativen Heiz- und Kühlsystemen, die alle für künftige Fusionskraftwerke benötigt werden», sagte UKAEA. Dabei hob die für die Kommerzialisierung der Fusionsenergie in Grossbritannien verantwortliche Behörde die wichtige Bedeutung einer Zusammenarbeit mit der Industrie und den Wissenstransfer aus anderen technischen und ingenieurwissenschaftlichen Bereichen für die Fusionsindustrie hervor.
Gemäss UKAEA sind die Aufträge an Start-ups, verschieden grosse Unternehmen und Hochschulen vergeben worden. Es gehe dabei um Machbarkeitsstudien im Wert von jeweils GBP 50’000 bis 200'000, welche über die Plattform Small Business Research Initiative der britischen Regierung vergeben und vom Fusion Industry Programme (FIP) der UKAEA finanziert würden. Das FIP sei 2021 ins Leben gerufen worden, um das langfristige Wirtschaftswachstum zu fördern, indem Technologien und Fähigkeiten zur Unterstützung britischer Fusionsprojekte und für den Export entwickelt würden. Laut UKAEA ist das FIP ein Bestandteil des im September 2021 von der britischen Regierung angekündigten Unterstützungspakets für die Forschung. GBP 42,1 Mio. von insgesamt GBP 484 Mio. seien dem FIP und somit der Fusionsforschung zugewiesen worden.
«In den letzten 12 Monaten haben wir sowohl im Vereinigten Königreich als auch weltweit bedeutende Fortschritte erzielt, die zeigen, dass die Fusionsenergie ein sicherer, kohlenstoffarmer und nachhaltiger Teil der zukünftigen Energieversorgung der Welt sein kann», sagte Tim Bestwick, Chief Technology Officer bei der UKAEA. «Damit die Fusionsenergie ihr Potenzial ausschöpfen kann, müssen jedoch noch eine Reihe bedeutender technischer Herausforderungen bewältigt werden. Das FIP trägt dazu bei, Organisationen und Industriepartner einzubinden, um Innovationen zu fördern und diese wichtigen Herausforderungen zu bewältigen.»
Quelle
B.G. nach UKAEA, Medienmitteilung, 28. Februar 2023