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Sir John Eliot Gardiner wurde 1943 in der Grafschaft Dorset geboren. Er studierte zunächst Geschichtswissenschaften und Arabistik, bevor er seine musikalische Ausbildung an der Cambridge University sowie bei Nadia Boulanger in Paris absolvierte. 1964 gründete er den Monteverdi Choir, 1968 rief er das Monteverdi Orchestra ins Leben, aus dem sich später die English Baroque Soloists formierten. Und 1989 initiierte Gardiner das Orchestre Révolutionnaire et Romantique, das ebenfalls auf Originalinstrumenten musiziert, sich aber vorwiegend dem 19. Jahrhundert widmet. Darüber hinaus hat er mit vielen führenden Orchestern zusammengearbeitet: So war er in der Saison 2016/17 u. a. beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, beim Gewandhausorchester Leipzig, beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und beim London Symphony Orchestra zu Gast; im Juni 2016 kehrte er nach zehnjähriger Pause wieder zu den Berliner Philharmonikern zurück. Als Operndirigent hat Gardiner viele Produktionen am Pariser Châtelet und am Londoner Covent Garden geleitet; bei der Monteverdi-Triologie, die er 2017 in neun Ländern aufführt, tritt er auch als Regisseur hervor. Seit 2014 amtiert er als Stiftungspräsident des Leipziger Bach-Archivs, 2014/15 war er «Visiting Scholar» an der Harvard University. Sir John Eliot Gardiner hat über 250 CDs eingespielt, ausgezeichnet mit dem «Gramophone Award», dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» und dem «Echo Klassik». Sein Buch Bach. Musik für die Himmelsburg (2013) wurde mit dem «National Book Critics Circle Award» ausgezeichnet; die deutsche Übersetzung kam im Herbst 2016 auf den Markt. 1998 wurde John Eliot Gardiner von Königin Elizabeth II. in den Adelsstand erhoben, 2005 erhielt er die Bach-Medaille Leipzig und den Sonning-Musikpreis. Gardiner ist «Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres» und «Chévalier de la Légion d’Honneur».
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 1994 mit Mozarts Thamos, König in Ägypten und der c-Moll-Messe.
April 2017