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Mein diesjähriger Aufenthalt in Thailand dauerte wegen meiner krankheitsbedingten verspäteten Einreise nur 4 Monate. Da ich trotzdem länger als 3 Monate in Thailand blieb, reichte das normale 3-Monatsvisum nicht aus. Aus diesem Grund verfügte ich über ein sog. "reentrant Visum". Dieses erlaubt die 2malige Einreise mit je 3 Monaten Aufenthalt. In der Praxis bedeutete dies für mich, dass ich innerhalb der ersten 3 Monate Thailand verlassen musste, um wieder einen Aufenthaltsstempel für weitere 3 Monate zu erhalten. Diese Aus-/Einreise nennt man "Visa-Trip". Es ist nirgend festgeschrieben, wie lange der Unterbruch zwischen Aus- und Einreise sein muss.
Max, war immer dabei
Letztes Jahr habe ich im Rahmen meines Visa-Trips "Kambodscha mit Angkor What" besucht. Dieses Jahr stand das zweite Indochina-Land auf dem Plan: Laos mit der Hauptstadt "Vientiane" und dem von der Unesco im 1995 zum Weltkulturerbe erklärte "Luang Prabang".
10 Tage vor unserer Abreise lag Pat, meine Begleiterin und Dolmetscherin, wegen Magenproblemen und -Schmerzen im Spital. Am Sonntag wollte sie wegen der Laos-Reise unbedingt nach Hause entlassen werden, auch wenn sie sich noch vor Schmerzen krümmte. Die Aerzte liessen sie wiederwillig ziehen. Ob dies gut gehen wird, fragte ich mich? Ich kann es vorweg nehmen. Innert weniger Stunden klangen die Schmerzen ab und sie war die ganze Zeit ohne irgendwelcher Beschwerden. Man merke: Auch die nach aussen immer so fröhlichen Thais haben Sorgen und fressen diese in sich hinein. Folge: Magenprobleme.
Am Montag starteten wir mit einer ATR-72, einer italienisch-französischen Flugzeugkonstruktion, der Lao Airline von Suvarnabhumi (Bangkok) zu einem 1Std 20Min.-Flug auf den Intercontinental-Flughafen von Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Die Gegensätze hätten nicht grösser sein können. Auf der einen Seite der "Weltflughafen in Bangkok" und hier in Vientiane ein (Regional-)Flughafen, mit normaler Piste, aber kleinstmöglichem Abfertigungsgebäude bestehend aus 2 Abflug-Warteräume, einer für Inland- und der andere für Auslandflüge. Unser Flugzeug war das einzige weit und breit. Man spazierten zu Fuss vom Flugzeug ins Abfertigungsgebäude. Es gab keine Flughafen-Busse
Nun kam aber bereits die zweite Ueberraschung: Noch im Flugzeug mussten wir 4 detaillierte Formulare ausfüllen: Eines wegen der Schweinegrippe, eines mit den Einreise-Informationen, eines für den Zoll und eines für das Visum. Ich war vom Reisebüro und aus den Reiseführern vorgewarnt, ein Aufenthalts-VisumVisum zu 35 US-$ auf dem Flughafen lösen zu müssen. Bereits in der Ankunftshalle wurde eine Triage erstellt: Die Thais wurden durchgewunken, sie brauchten als Nachbarland kein Visum, dies war mir bekannt. Dann zeigte ich den Schweizer Pass und wurde auch durchgewunken "As Swiss you need no Visum!" Und bereits hatte ich vom freundlichen Immigration Officier den 10-Tages-Aufenthaltsstempel im Pass (ohne Kosten). Mein liebevoll ausgefülltes Visum-Begehren wullte der Beamte gar nicht sehen.
Noch etwas zu Laos. Laos ist der einzige Binnenstaat Südostasiens, also ohne Meeranstoss. Er grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar und hat sechs Millionen Einwohner auf einer Fläche von 236.800 km². Laos gehört wie auch Kambodscha zu den ärmsten Ländern der Erde. Die kommunistische, autokratische Laotische Revolutionäre Volkspartei regiert den Einparteienstaat seit ihrer Machtergreifung 1975. In den letzten Jahren hat sich das Land immer mehr geöffnet. Wenige Tage vor unserem Eintreffen haben die Laoten sogar die ASEAN-Games 2010 organisiert und über TV weltweit übertragen. Für dieses Grossereignis wurde die Haptstadt piquefein herausgeputzt. Viele Strassen wurden asphaltiert und die Strassenbezeichnungen französisch/laotisch erneuert. Vermutlich kommt aus dieser Zeit auch die mir zugute kommende Visa-Befreiung.
Angekommen im Flughafen wurden wir von unserem englisch-sprechenden Laos-Guide abgeholt und in unser Hotel "Don Chan Palace" gebracht. Mit Absicht habe ich für diese Reise nur Spitzenhotels gebucht, denn die Hotel-Qualität in Laos soll und dies hat sich auch bestätigt, gemäss Reiseführer 2-3 Stufen tiefer sein, als wir es gewohnt sind. Leider wirkte das Hotel "Don Chan Palace" mit seinen 14 Stockwerken direkt am Mekong liegend wie ein Fremdkörper in der Stadt. Wir waren im 9. Stock untergebracht und konnten von hier aus beobachten, wie die Laoten mit unzähligen Lastwagen und Baggern den Flussverlauf des Mekong vertieften und auf beiden Seiten Meter-hohe Dämme aufschütteten. Dies, weil in den zwei vergangenen Regenzeiten der Mekong die halbe Hauptstadt unter Wasser setzte. Auch unser Hotel "Don Chan Palace" muss etwa 1 Meter unter Wasser gestanden sein.
Vientiane ist mit 400'000 Einwohnern nicht nur die Hauptstadt von Laos, sondern auch die grösste Stadt. Sie liegt in Sichtweite von Thailand am Mekong . Anders als in Luang Prabang ist das Stadtbild von der jüngeren Geschichte geprägt. Sozialistische Bauten reihen sich an chinesische Ladenhäuser, und nur vereinzelt erinnern französische Villen daran, dass bis vor wenigen Jahrzehnten eine andere Nation das Sagen hatte.
Unweit vom Hotel machten wir unsere erste Bekanntschaft mit ein paar berühmten Sehenswürdigkeiten:
Im früheren Kloster "Ho Phra Keo" sind einige der kostbarsten Stücke laotischer Kund zu sehen. Fast alle stammen aus zerstörten Tempeln, Opfer der verschiedenen Invasionen, die Vientiane in ihrer Geschichte erlebte. Eine beeindruckend grosse Zahl laotischer Bronzeskulpturen ist im Säulengang rund um die Halle aufgereiht. Sie werden von den Gläbigen ehrfurchtsvoll berührt und angebeten. Alle sitzenden Buddhastatuen nehmen die Haltung der "Erdberührung" ein. Dabei hat der sitzende Buddha seine rechte Hand zum Körper gerichtet und deutet auf die Erde. Auffallend ist, dass von den Köpfen der sitzenden Skulpturen nur noch in Ausnahmefällen der "Strahl der Weisheit" emporragt. Er symbolisiert Buddhas erleuchteten Zustand. Sie sind wahrscheinlich in den Kriegen von den Gegner abgeschlagen wurden.
"That Luang" das National-Heiligtum
Sein Name "Wat Phra Keo" ("Temple of the Emerald Buddha") rührt daher, weil er den berühmte "Emerald Buddha" beherbergte, bevor dieser im Jahre 1779 durch den berühmten und hochverehrten General Chakri, dem zukünftigen thailändischen King Rama I, als Kriegsbeute in den gleichnamigen Tempel in Bangkok gebracht wurde.
"Vat Sisaket" ist das älteste erhaltene und immer noch betriebene Kloster Vientianes. Es ist von einem schattenspendenden Wandelgang, ähnlich denen in Bangkok, umgeben. Dort werden mehr als 10'000 Buddhastatuen und -figuren aufbewahrt. In den tausenden von Nischen stehen je zwei winzige Figuren aus Holz, Metall, Keramik oder Stein .
Golden und majestätisch erhebt sich der "Ehrwürdige Stupa" (="That Luang"), das Nationalsymbol und wichtigstes religiöses Monument von Laos. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es ranken sich unzählige Geschichten um dieses Bauwerk, das nach vielen Zerstörungen erst um 1931-35 wieder in ursprünglicher Form aufgebaut wurde. Die ganz in Gold verkleidete Anlage besteht aus drei Ebenen und einem Wandelgang und misst vom Boden bis zur Spitze 45 m. Ganz in der Nähe in Sichtweite befindet sich die buddhistische Verwaltung der laotischen Tempel, Klöster und Mönche. Sieh mal an, ohne Administration geht es auch im Buddhismus nicht
Es war bereits später Nachmittag. Wir waren beide müde von den vielen Eindrücken. Als Abschluss gabs den "Anousavari (Patuxail = "Siegestor")" anzuschauen, eine asiatische Version des Arc de Triomphe aus Paris. Es soll an die unzähligen Soldaten erinnern, die in den Kriegen vor 1975 auf königlicher Seite fielen. Das pikante an diesem Bauwerk ist, dass die Laoten dieses "Siegestor" mit dem Zement errichteten, den die Amerikaner für den Ausbau des Flughafens zur Verfügung gestellt hatten. Rund um dieses Monument haben die Mao-Chinesen eine schöne Parkanlage gestiftet.
Was einem in Laos immer wieder auffällt, dass durch die unzähligen Kriege viele der Bau- und Kunstwerke zerstört oder arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. So wurde zum Beispiel das "Ho Phra Keo" erst zwischen 1936-1942 wieder aufgebaut. Aus Geldmangel verwittern aber die Aussenwände sehr stark. Dadurch kommt keine Stimmung auf, wie sie in Thailand von allen Tempeln ausgeht.
Was einem auch auffällt ist die Hinterlassenschaft der französischen Kolonialmacht. Die Villen im Zentrum, die entweder durch Behörden genutzt werden oder am zerfallen sind. Es scheint auch, als ob das Französisch immer noch die Zweitsprache der Behörden ist, denn alle staatlichen Behörden und die Strassenbezeichnungen sind neben der laotischen auch in französischer Sprache angeschrieben.
Bereits bei unserem Flug nach Vientiane sind sie uns aufgefallen: Die Deutsche Reisegruppe. Es ist wie bei uns Schweizern. Einzeln sind sie erträglich, aber in Gruppen unausstehlich. Wie weh hat es doch getan, als aus der ruhigen, fast besinnlichen Atmosphäre im Flughafengebäude, eine deutsche Bierhaus-Stimmung aufkam. Jeder wusste es besser und hatte eine grössere Fotoausrüstung, meist vergleichbar mit dem Volumen seiner Frau, die nur schwer Platz auf einem der Stühle in der Abfertigung fand und sich darob lauthals aufregte.... Glücklicherweise sassen wir nicht in ihrer unmittelbaren Nähe im Flugzeugt, das uns in einem 40- Minuten-Flug nach Luang Prabang bringen sollte.
Mr. Liter war unser Guide in Luang Prabang und hat uns wirklich aufs beste betreut und mit vielen Tips eingedeckt. Manchmal war es erheiternd, wenn er laotischer Propaganda zitierte. So wollte uns weissmachen, dass der Flughafen in Vientiane grösser als der von Bangkok sei. Zuerst meinte ich, er mache einen Witz, aber dann stellte ich fest, dass er dies ernst meinte. Ich konnte es nicht verkneifen, ihn auf asiatische Art darauf aufmerksam zu machen, dass auf dem Bangkok-Flughafen jederzeit unzählige Flugzeuge bereitstehen, um Passagiere aufzunehmen. (In Vientiane und auch Luang Prabang war nur unser Flugzeug zu sehen, später kam dann noch ein weiteres dazu.) Er wollte mir auch keine richtige Auskunft über den letzten demokratisch gewählten Ministerpräsidenten "Prinz Souvana Phouma" geben. "Ja, der sei soviel er weiss, in Frankreich gestorben". Er wird scheinbar von der Propaganda totgeschwiegen.
Reisanbau auf terrassiertem Gelände
Untergebracht waren wir in einem "schnuckeligen" Laos Hotel namens "Vang Thong" mitten in Luang Prapang. Als wir ankamen, fiel uns auf, dass das Personal keine Schuhe anhatte. Ob wir nun auch diese ausziehen sollten? Nein, diese Regel gelte nur fürs Personal. Es war ein wunderschönes Hotel mit prächtigem Zimmer, aber ohne Tresor!.
Klein, lieblich und reizvoll gelegen ist die alte Königsstadt bis heute, nur können Touristen inzwischen besser anreisen. 1995 wurde Luang Prabang von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Die Vats, historische Bauwerke und Kulturlandschaften erfahren seither ein unbekanntes Mass an Aufmerksamkeit. Luang Prabang hat 30'000 Einwohner und liegt etwa 380 km nördlich von Vientiane auf einer Landzunge am Zusammenfluss von "Mekong" und "Nam Khan", rundherum recht hohe Berge. Zu unserer Zeit war es am frühen Morgen immer neblig. An einem Tag, dem Mekong Ausflug" hat es sogar leicht geregnet. Die Stadt war einst Sitz der Könige Laos. Von den ehemals 65 Klöstern im 18. Jhr. sind noch etwa die Hälfte mit 2'000 Mönchen in Betrieb.
Was bedeutet UNESCO Weltkulturerbe? Nach UNESCO Vorgaben wurden in den vergangenen Jahren viele der alten Gebäude saniert, die Ufer vom "Mekong" und "Nam Khan" befestigt und sämtliche Strassen der Altstadt mit Bürgersteigen und Laternen versehen. Wer ein Haus baut, muss es nach einem der drei traditionellen Stilen gestalten. Auch Umbauten unterliegen strengen Richtlinien. Der Unesco ist es gelungen, das alte Gesicht der Stadt zu bewahren.
Der "Vat Xieng Thong" ist der älteste Kloster der Stadt und stammt noch aus dem 16. Jh. Er repräsentiert wie kein zweites den klassischen Architektur-Stil von Luang Prabang. Eindrücklich für mich war die sog. Begräbniskapelle. Darin ist der königliche Begräbniswagen des Sisavangvong, des Vaters vom letzten König Savang Vatthana untergebracht. Auf ihm wurde der Verstorbene in Embryonalstellung in dem grossen Gefäss so lange aufbewahrt, bis er zur Kremation gebracht wurde. König Sisavangvong wurde 1960 ein Jahr nach seinem Tode kremiert und seine Asche erst 1965 im Vat That Luang beigesetzt.
Sein Sohn und letzter König von Laos König Savang Vatthana wurde 1977 von der kommunistischen "Pathet Lao" unter dem Vorwurf der Konterrevolution samt seiner Frau, dem Kronprinten und weiterer Familienmitglieder in ein sog. Umerziehungslager verschleppt, wo er 1980 starb. Ueber den Verbleib der restlichen Königsfamilie hüllt sich das derzeitige Regime in Schweigen.
Der "Vat Pak Khan" ist mit seinen 50 Novizen die grösste Klosterschule in Luang Prabang. Der Buddha im Haupttempel ist meiner Meinung nach einer der schönsten in ganz Asien.
|Impressionen vom Mekong|

Man beachte den Wasserstandspfeil vom Hochwasser 2008
Am 2. Luang Prabang Tag ging es mit einem der schlanken Boote den Mekong hoch zu den Tempeln in den "Pak-Ou-Höhlen" (Tham Ting). 2 Stunden dauerte die Fahrt, nur kurz für 30 Minuten beim Whisky-Village "Ban Xang Hai" unterbrochen, wo seit Jahrhunderten Reisschnaps hergestellt wird. Die Höhlentempel in etwa 20 m Höhe über dem Mekong sind eindrücklich. Und wenn man dann noch erfährt, dass der Mekong in der Regenzeit des Jahres 2008 bis auf diese Höhe Hochwasser führte, dann erschauert es einem.
Der gesamte Handel unter den Einwohnern von Luang Prabang geschieht auf den Märkten. Geschäft gibt es (noch) keine. Bereits am Morgen früh öffnet ein groser Lebensmittelmarkt beim Königspalast. Man fühlte sich als Europäer in einer anderen Welt, denn hier spiegelte sich die Armut wieder. Kein Ueberfluss. Fische und Fleisch, garniert durch unzählige Fliegen, Gemüse und Früchte waren nicht unbedingt Appetit-anregend. Wen wundert es, dass man sich hier schnell etwas auflesen kann.
Für die vielen Fremden gibt es die üblichen grossen Nachmittags- und Night-Markets, wo man gewobene und genähte Handarbeiten recht günstig erwerben konnte. Aber brauchte man diese Sachen auch?
Wir waren nicht unglücklich, dass es bereits wieder nach Hause ging. Laos hat uns nicht aus den Socken gehauen. Vielleicht haben wir auch zu viel erwartet? 2 Stunden dauerte der Flug mit der Bangkok-Airway bis ich vom thailändischen Immigration Officer den Stempel für weitere 3 Monate in Thailand erhielt. Im Flugzeug gab es zu unserer Ueberraschung ein wunderbares Essen in einer 10x20cm Verpackung nach Thai-Art, das beste der letzten 4 Tage. Man ist bereits mit wenigem zufrieden!
Früh übt sich, wer ein Meister werden wird: Feilschen um Preis
Bevölkerung und Verkehr: Die Leute sind sehr liebenswert und freundlich, nie aufdringend. Die Armut ist gross, was wir am Morgenmarkt mit eigenen Augen sehen konnten. Der Verkehr ist im Gegensatz zu Thailand und Kambodscha sehr moderat und ruhig. Die Roller fahren recht anständig, fast europäisch, wobei ich erfahren habe, dass diese 100-125ccm Roller aus China kommen (zu 700 US-$ resp. 450 €) und nicht belastet werden dürfen, weil sie schnell kaputt gehen. Die in Thailand gefertigten Honda-Roller seien besser, aber kosten das doppelte.
Verpflegung: Mit dem Essen in Laos waren wir unzufrieden, obwohl wir nur in die besten Lokale geführt wurden. Es gab jedes Mal dasselbe 4-Gang-Menue. Ich formulierte dies im Kritikblatt des Veranstalters mit asiatischer Würde: "Würde ein bisschen mehr Variabilität beim Essen begrüssen". Einmal kurz vor Abreise nach Bangkok haben wir "wild" am Mekong in einem Freiluft-Kaffee eine grosse Portion Frühlingsrollen und 2 Kaffee bestellt und haben dafür 3 US-$ (=€2) bezahlt. Dies war unser bestes Essen in Laos.
Sehenswürdigkeiten: Die Tempel in Laos und speziell in Luang Prabang sind schön, aber nur im Inneren. Aussen nagt an ihnen der Zahn der Zeit. Zu jedem Tempel wird Eintritt verlangt. Die Farben sind nicht mehr existent. In Thailand wird viel mehr geboten, zudem zahlt man dort meistens keinen Eintritt.
Was einem besonders auffällt sind die unzähligen Mönche jeder Altersstufe, von den Novizen bis zu den Oldies. Man sieht sie zu jeder Tages- und Nachtzeit in Luang Prabang herumziehen. Von 30'000 Einwohnern in Luang Prabang sind 2'000 Mönche. Ich sah sogar einen am Bancomaten, was mit Armut nicht mehr im Einklang zu bringen ist. Ich nehme an, dass einige oder viele dieser Mönche aus Armut ins Kloster gehen. Hier können sie überleben und dabei noch etwas lernen.
Shopping: Handarbeiten sind sehr schön, aber ob man so etwas zu Hause brauchen kann? Die Shirts und Hemden sind allesamt alte Modelle, vielleicht sogar auch aus China. Ich jedenfalls fand nichts, das mich befriedigte.
Kambodscha mit Angkor What ist eine Reise wert, Thailand ohne Zweifel auch. Aber Laos? Wenn man die medizinischen Risiken wegen fehlender Spitäler und medizinischer Versorgung, sowie existierendem Malaria-Risiko etc berücksichtigt, kann man auf diese Reise verzichten. Oder eben wie wir nur 4 Tage resp. 3 Nächte buchen.

Autobiografie von Max Lehmann

Schafmattweg 13, CH-4102 Binningen
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