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Bei technischen Überprüfungen dieser Fahrzeuge mit Euro-6-Abgasnorm seien überhöhte Stickoxid-Werte festgestellt worden, sagte ein Sprecher. Der Sachverhalt sei dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet worden, das die Software als unzulässige Abschalteinrichtung einstufe. Die Zulassungsbehörde äusserte sich zunächst nicht.
Audi ist bereits tief in den Dieselskandal von Volkswagen verstrickt. Die VW-Tochter soll die Software weiterentwickelt haben, mit der im deutschen Konzern weltweit millionenfach Abgaswerte manipuliert wurden. VW wird seit 2015 vom Abgasskandal erschüttert, der den Konzern bereits etliche Milliarden Euro gekostet hat. Auch Audi hat wegen der Abgasmanipulation viel Geld zur Seite legen müssen.
Im Juni hatte der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt Audi vorgeworfen, in etwa 24'000 Oberklassewagen der Typen A7 und A8 eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Kraftfahrt-Bundesamt ordnete daraufhin einen Rückruf an, um eine neue Software aufzuspielen. Davon waren Wagen der Baujahre 2009 bis 2013 betroffen.
Die nun zurückgerufenen A8-Modelle mit 4,2-Liter-Motor wurden laut Audi zwischen September 2013 und August 2017 produziert. Seitdem werde dieses Modell nicht mehr hergestellt. In Deutschland werden 3660 der 5000 betroffenen Autos zurückgerufen.
Wie viele Autos in der Schweiz betroffen sind, kann die Generalimporteurin Amag auf Anfrage noch nicht beziffern. Es handle sich aber vermutlich um eine sehr kleine Anzahl von Fahrzeugen, sagte ein Sprecher. Audi überprüft seit Ende vergangenen Jahres systematisch alle Dieselmotor-Getriebekombinationen.
(AWP)