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London I Siemens, Airbus und der Turbinenbauer Rolls-Royce wollen bis 2020 ein 100-sitziges Passagierflugzeug mit einem Hybridantrieb in die Luft bringen. Dabei soll zunächst eine der vier Gasturbinen durch einen Elektromotor ersetzt werden.
Bereits in wenigen Jahren sollen Passagierflugzeuge mit Hybridantrieb fliegen können. Der Flugzeugbauer Airbus, der britische Turbinenbauer Rolls-Royce und der Technologiekonzern Siemens haben dafür ein Konsortium gebildet. Dieses will bis 2020 eine BAe 146 mit 100 Sitzen umbauen, um den Hybridantrieb zu testen. Dabei greift es auf die E-Fan
X-Technologie zurück. Dabei wird eine der vier Gasturbinen durch einen Siemens-Elektromotor mit einer Leistung von zwei Megawatt ersetzt. Wenn der Test Erfolg hat, soll auch eine zweite Turbine durch einen weiteren Elektromotor ersetzt werden. Das Demonstrationsflugzeug solle zeigen, dass die Technologie sicher, effizient und kostengünstig sei, wird Paul Eremenko in einer Mitteilung zitiert, der Technikchef von Airbus. «Wir sehen den hybrid-elektrischen Antrieb als eine interessante Technologie für die Zukunft der Luftfahrt an.»
Die beteiligten Unternehmen sehen die Hybridtechnologie als einen Weg, um die Vorgaben der EU zur Verringerung des CO2-Ausstosses der Luftfahrt zu erfüllen. Diese schreibt die Verringerung des CO2-Ausstosses bis 2050 um 60 Prozent, des Stickstoffoxidausstosses um 90 Prozent und des Lärms um 75 Prozent vor.
Mit dem E-Fan hat 2014 das erste Airbus-Elektroflugzeug abgehoben. Mitte 2015 flog es über den englischen Kanal. Seit April 2016 arbeitet Airbus auch mit Siemens an der Elektrifizierung der Luftfahrt zusammen. (stk)