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Herkunft:
Die Pastinake war bereits in der Antike im Mittelmeerraum weit verbreitet. Die Wurzel war bei Griechen und Römern sehr beliebt. Die heutige Form der Pastinake kennt man allerdings erst seit dem Mittelalter. Sie erfreute sich bis in die Zeit der Renaissance ebenso grosser Beliebtheit, wie heute die Kartoffel. Erst im späten 19. Jht. wurde sie durch die mildere Kartoffel verdrängt. Im 16. Jht. gelangte sie auch nach Nordamerika, wo sie sich aber bis heute nicht richtig durchsetzen konnte.
Sorten und Erscheinung
Auf den ersten Blick erinnert die Pastinake oder Hammelmöhre an blasse, übergrosse Karotten, mit denen sie auch verwandt ist. Die essbare Wurzel der Pastinake ist 17 bis 30 cm lang und 2 bis 8 cm dick. Das gelbliche Fruchfleisch ähnelt demjenigen der weissen Rübe. Die Blätter der Pflanze zeigen eine grosse Ähnlichkeit mit denjenigen des Selleries. Der Geschmack des Furcktfleisches erinnert an die Haselnuss.
Eine Besonderheit der Pastinake ist es, dass sie nach einer Frosteinwirkung vor der Ernte süsser wird. Durch die Kälte wird die in den Wurzeln enthaltene Stärke teilweise in Zucker umgewandelt.
Einkauf:
Die Pastinake ist wie Rosenkohl in erster Linie ein Wintergemüse. Saison hat sie von Oktober bis April.
Pastinaken sollten möglichst fest und glatt sein. Druckstellen sind unerwünscht. Kleine Wurzeln sind zarter als grosse. Rauhe, weiche oder schrumpelige Pastinaken sollte man nicht kaufen.
Lagerung:
Pastinaken halten sich eingewickelt in Küchenkrepp oder in einem perforierten Plastiksack im Kühlschrank etwa 2-4 Wochen. Ganz oder in Stücke geschnitten eigenen sie sich zum Einfrieren. Erforderlich ist zum Einfrieren aber ein vorgängiges Blanchieren. Bei ganzen Wurzeln benötigt man 5 min, bei geschnittenen Pastinaken 3 min Blanchierzeit.
Nährwert:
Die Pastinake enthält viel Kohlenhydrate und ist daher süsser als die Karotte. Sie ist ausserdem reich Kalzium, Kalium und Folsäure. Ausserdem sind etwas Vitamin C, Magnesium, Pantothensäure, Kuper, Phosphor und Vitamin B6 enthalten.
Je nach Quelle wirken Pastinaken entkrampfend, reinigend, harntreibend und antirheumatisch.
100 g roher, essbarer Anteil enthalten (+: Spuren; ... keine Angabe):
Verwendung
Pastinaken müssen vor dem Kochen nicht geschält werden. Man kann sie wie Karotten nur Waschen und putzen. Die dünne Schale lässt sich nach dem Garen leicht entfernen, insbesondere dann, wenn die Pastinaken ganz gekocht werden oder die Wurzeln schon älter sind. Bis zum Erhitzen sollte man die geschnittenen Pastinaken in Essig- oder Zitronenwasser liegen lassen, weil sich das Fruchtfleisch an der Luft sonst dunkel verfärbt. Bei älteren oder grossen Wureln sollte man den Innenbereich herausschneiden, weil er oft verholzt ist.
Pastinaken kann man ähnlich zubereiten wie Karotten, Schwarzwurzeln oder weisse Rüben. Man kann sie pürieren, wie Pommes frites frittieren, wie Karotten glasieren, kalt mit einer Vinaigrette servieren oder als einfache Gemüsebeilage servieren. Auch roh sind sie essbar. Suppen und Eintopfgerichten verleihen sie einen besonderen Geschmack. Der Geschmack kommt am besten zur Geltung, wenn man die Wurzeln als ganzes nur kurz gart. Die Garzeit ist etwa gleich wie bei Karotten.