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Gemeinde
Tschappina
Tschappina als Walser Siedlung war bis ausgehendes neuzehntes Jahrhundert die einzige deutschsprachige Gemeinde am Heinzenberg. Die verhältnismässig späte Entstehung der Siedlung geht in das 14. Jahrhundert zurück. Die Siedler (Auswanderer aus dem Oberwallis) stiegen aus dem Safientale herauf um auf der Höhe des Heinzenberges eine neue Heimat zu suchen. Urkundlich wird Tschappina 1396 zum ersten Mal erwähnt
In der schweizerischen Öffentlichkeit Bekannt wurde die Gemeinde durch das Wildwasser des Nolla, dessen Zähmung Bund, Kanton und Gemeinden enorme Summen gekostet hat. Bei Hochwasser wälzte er seine Schlammassen bis ins St. Galler Rheintal, ja bis in den Bodensee hinunter und raubte dadurch den Bauern von Tschappina viel Kulturland. Die Neuaufforstung von 126 ha Wies- und Weideland, wie die Ableitung des ehemaligen Lüscher See durch einen Stollen zu Beginn des 20. Jahrhundert und besonders die massiven Betonsperren aus den 1970 er Jahren, trugen zur Stabilisierung des Rutschgebietes bei.
Das Nollagebiet
Die heutige politische Gemeinde Tschappina bildete zur Zeit der drei Bünde eine eigene Gerichtsgemeinde mit einem Ammann und 12 Rechtsprechern an der Spitze.
Tschappina als Streusiedlung bekannt, besteht aus den Fraktionen Unter- und Obertschappina, Obergmeind, Glas und zwei Aussenhöfen. Zu Siedlungsbeginn waren es noch ein gutes Duzend weitere Einzelhöfe.