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Sulfamethoxazol und Trimethoprim und Lapatinib beeinflussen sich gegenseitig
Monitorisierung
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit. Trimethoprim kann CYP2C8 schwach hemmen, welches am Metabolismus von Lapatinib beteiligt ist.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Da Lapatinib nur im Nebenweg über CYP2C8 metabolisiert wird - der Hauptweg erfolgt über CYP3A4 - und Trimetoprim gemäss Fachinformation nur ein schwacher CYP2C8-Inhibitor ist, ist die pharmakokinetische Interaktion vermutlich nicht klinisch relevant.
Empfehlung
Regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit und der Elektrolytkonzentrationen, insbesondere bei Änderungen der medikamentösen Therapie.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018