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(ots)
- In der Sitzung vom 19. Mai 2003 hat die
Wettbewerbskommission (Weko) dem Kauf der Waro durch die Coop
zugestimmt.
Die vertiefte Prüfung hat, sowohl auf den Absatz- als auch auf den
Beschaffungsmärkten, die Bedenken der vorläufigen Prüfung
hinsichtlich einer Begründung oder Verstärkung einer alleinigen oder
kollektiv marktbeherrschenden Stellung von Coop ausgeräumt.
Die Weko stellte im Verlaufe der Prüfung fest, dass zur Zeit starker
Wettbewerb im Detailhandel in der Schweiz herrscht. Der erfolgreiche
Markteintritt ausländischer Akteure in den schweizerischen
Detailhandel führte zu neuer Bewegung.
Die Weko prüfte insbesondere die Frage, ob die beiden grossen
Lebensmittelverteiler zusammen marktbeherrschend sind. Die
Untersuchungen zeigten keinen Parallelverlauf in der
Preisentwicklung der Grossverteiler. Die Ergebnisse weisen darauf
hin, dass auch grosse Akteure sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht
unabhängig von den Bedingungen auf den Absatzmärkten verhalten
können. In diesem Umfeld führt der geringe Marktanteilszuwachs durch
den Erwerb der Waro - weniger als 2% - auch nicht zu einer
Begründung oder Verstärkung einer marktbeherrschende Stellung von
Coop auf den Beschaffungsmärkten.
Die Bedenken der Weko hinsichtlich der Einführung von Innovationen
sowie hinsichtlich besonderer Abhängigkeitsverhältnisse einzelner
Lieferanten auf bestimmen Beschaffungsmärkten konnten im Verlaufe
des Verfahrens ausgeräumt werden. Coop verpflichtete sich, bei der
Einführung neuer Markenartikel Gleichbehandlung und eine Beurteilung
nach objektiven Kriterien zu garantieren.
Schliesslich wurden auch Anzeichen für eine Behinderung oder gar
einen Ausschluss anderer Wettbewerber beim Kauf von Waro
("Blockierungskauf") durch die Prüfung nicht erhärtet.
Kontaktpersonen
Prof. Walter Stoffel
079 436 81 49
Dr. Patrick Krauskopf
031 323 53 40
<email-pii>
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