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Sieg für Kristoffersen - Odermatt verpasst das Podest als Fünfter
Henrik Kristoffersen sorgt für den ersten norwegischen Sieg im Riesenslalom-Klassiker von Alta Badia. Marco Odermatt fällt vom 2. auf den 5. Platz zurück und muss mit der Bahre abtransportiert werden.
Es waren Bedingungen am Rande des Tolerierbaren, welche die Athleten einen Tag nach der Absage der Abfahrt von Val Gardena auf der Gran Risa in Alta Badia vortrafen. Am Morgen schneite es so dicke Flocken, dass das Flutlicht das benötigte Licht liefern musste, am Nachmittag präsentierte sich die aufgeweichte und wiederum um einige Tore verkürzte Piste ungemein ruppig. Die Start-Intervalle wurden derart verkürzt, dass zumindest einer der zahlreichen Helfer die Übersicht verlor. Nur knapp kam es bei der Zieleinfahrt von Filip Zubcic nicht zum Zusammenstoss mit einem Streckenposten.
Am Ende setzte sich Kristoffersen gut drei Zehntel vor dem überraschenden Franzosen Cyprien Sarrazin und dem drittplatzierten Slowenen Zan Kranjec durch. Der Norweger folgte damit auf Marcel Hirscher, der im Klassiker auf der Gran Risa zuvor sechsmal in Folge triumphiert hatte. Mit seinem 20. Weltcupsieg übernahm Kristoffersen zugleich die Führung im Gesamtweltcup.
Verdacht auf Meniskusverletzung bei Odermatt
Während der 25-jährige Sarrazin im zweiten Lauf vom 22. Platz auf das Podest vorpreschte, brachte der Nachmittag für Marco Odermatt wenig Erfreuliches. Der Nidwaldner fiel vom 2. in den zwar immer noch guten 5. Schlussrang zurück, er verletzte sich aber bei seiner Fahrt auf der ramponierten Piste womöglich am Knie und wurde mit der Bahre aus dem Zielraum abtransportiert.
Er habe bei der Einfahrt in den Zielhang bei einem Tor einen Schlag erwischt und sofort einen Schmerz im Knie verspürt, liess Odermatt verlauten. Befürchtungen zufolge könnte es sich um eine Meniskusverletzung handeln. Weitere Untersuchungen in der Schweiz sollen am Montag Klarheit schaffen.
Im Schneetreiben hatte sich Odermatt am Morgen an zweite Stelle hinter dem letztlich auf Platz 11 durchgereichten Norweger Leif Kristian Nestvold-Haugen gesetzt. Er war damit der beste von sechs Schweizern in den ersten 18 mit weniger als einer Sekunde Rückstand.
Von dem Sextett schaffte letztlich keiner im zweiten Durchgang einen Exploit. Loïc Meillard war Elfter bei Halbzeit und wurde Zwölfter, Justin Murisier rutschte vom 8. in den 15. Rang ab. Für Gino Caviezel resultierte der 17. Rang, Cédric Noger und Thomas Tumler belegten die Plätze 25 und 29. Marco Odermatt entglitt sein dritter Riesenslalom-Podestplatz gleich zu Beginn des zweiten Laufs. Dank einem Effort im untersten Teil der verkürzten Strecke betrug die Differenz zum Podest 44 Hundertstel.
Am Montag folgt für die Männer in Alta Badia ein Parallel-Riesenslalom.