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Das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr, wie Swissmedic am Donnerstag mitteilte. 51 Prozent der beschlagnahmten illegalen Importe betrafen Potenzmittel, 15 Prozent Schlaf- und Beruhigungsmittel und 13 Prozent Schlankheitsmittel.
Die meisten der aus «dubiosen Quellen im Internet» bestellten Arzneimittel wiesen schwerwiegende Qualitätsmängelmängel auf, seien gefälscht oder falsch dosiert. Dadurch könnten sie eine grosse Gefahr für die Gesundheit darstellen. Ausserdem würden sie oft ohne Schachtel oder Packungsbeilage geliefert.
Ein wachsendes Problem seien falsch oder nicht deklarierte Wirkstoffe in den Präparaten. So habe das Institut zum Beispiel Diätkapseln analysiert, die auf der Website «The Diennet Institute» angeboten werden.
Darin fand Swissmedic die nicht deklarierten Betäubungsmittel Amfepramon und Diazepam. Der Wirkstoff Amfepramon sei in der Schweiz nicht mehr zugelassen und könne schwere Herz-Kreislauf-Probleme verursachen. Die längere, unkontrollierte Einnahme von Diazepam könne abhängig machen. Swissmedic rät deshalb dringend davon ab, Medikamente im Internet zu bestellen.
Die beschlagnahmten Medikamente stammten aus 62 verschiedenen Ländern, zwei Drittel kamen aus Asien und über 40 Prozent aus Indien. Swissmedic schätzt, dass pro Jahr rund 20'000 Medikamentensendungen illegal in die Schweiz importiert werden. (SDA)Publiziert am 25.02.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016