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Filmkritik: Augenaufschneiden war gestern!17. Internationales Festival für Animationsfilm Fantoche 2019
Paris, 1930: Der Spanier Luis Buñuel ist ein junger aufstrebender Regisseur, der mit der Kunstrichtung des Surrealismus experimentiert. Sein neuster Film L'age d'or provoziert jedoch einen handfesten Skandal, denn die Pariser sind derart von seinem Werk geschockt, dass ihm niemand mehr Geld für seine Filmprojekte geben will. Ein Freund schlägt ihm vor, einen Dokumentarfilm über die abgelegene spanische Gegen Las Hurdes zu drehen, um der Welt das Leid der bitterarmen Leute zu zeigen und so ihr Leben zu verbessern. Doch jeder potenzielle Geldgeber schlägt ihm die Tür vor der Nase zu.
Genau da gewinnt sein alter Freund Ramón Acín im Lotto. Und weil er Luis versprochen hatte, bei einem Lottogewinn seinen nächsten Film zu finanzieren, steigt er als Produzent in das Projekt ein. Ein vierköpfiges Filmteam reist in die gebirgige Landschaft in der Region Extremadura, doch die Dreharbeiten erweisen sich als schwieriger als erwartet. Luis verpulvert schnell einen grossen Teil des Budgets und ist sich trotz seines Anspruchs an "extremen Realismus" nicht zu schade, die vermeintlich realen Szenen kurzerhand nachzustellen oder sogar komplett selbst zu inszenieren, um den Film dramatischer zu machen. Unter seinem grossen Ego hat vor allem die Freundschaft zu Ramón zu leiden.