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Unter anderem frisst sich die Landwirtschaft mit ihren vor allem für den Export angebauten Monokulturen von Soja und Mais immer weiter in den Cerrado hinein. Hinzu kommt eine intensive Rinderhaltung. Eine der Forderungen zum Schutz der Savanne ist deshalb ein Moratorium, damit sich das Biom von den Auswirkungen des des Agro-Business wieder erholen kann.
Auch wird die Paralisation des Projektes “Matopiba“ eingeklagt. Mit dem Projekt soll in den Bundesstaaten Maranhão, Tocantins, Piauí und Bahia die landwirtschaftliche Produktion gefördert werden, was sich negativ auf den Cerrado und die dort lebenden traditionellen Gemeinschaften auswirkt, wie von den Organisatoren der Kampagne argumentiert wird.
Sie sehen im Agro-Business einen der Hauptverantwortlichen für die Verarmung des Bodens der Savanne und den Wassermangel.
Unterstützt wird die Kampagne “Cerrado, Berço das Águas” (Cerrado, Wiege des Wassers) von 36 Organisatoren, allen voran von der Comissão pastoral da Terra (CPT) und dem Indigenen Missionsrat (CMI) der katholischen Kirche.
Sie wollen die Realität des Bioms und seiner Bewohner in die Öffentlichkeit bringen und sich für die Verabschiedung des Gesetzes PEC 504 einsetzen, mit dem der Cerrado zum nationalem Erbe erklärt werden soll.
Nach dem Atlantischen Regenwald ist der Cerrado das brasilianische Biom, das vom Menschen am stärksten beeinträchtigt worden ist. Nur noch 48 Prozent der ehemaligen Fläche sind von der Savanne übrig, die zudem nur wenige Prozent an Schutzgebieten aufweist.
Im Cerrado entspringen indes die Quellen der drei größten hydrographischen Becken Südamerikas. Darüber hinaus gilt er als artenreichste Savanne der Welt.