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Wie werden Weinaromen klassifiziert? Pflaumen-, Pfeffer- oder Kirscharoma? Wie viele Klassifizierungen gibt es?
Wenn wir von Weinaromen hören, dann erscheint es auf den ersten Blick für weniger Weinkundige unmöglich, die vielfältigen und scheinbar unendlichen Aromen zu klassifizieren.
Dennoch gibt es in der Önologie drei Klassen, in die Weinaromen unterteilt werden.
Die drei Klassen der Weinaromen
Da wären zuerst die Primäraromen, womit die sortentypischen Aromen gemeint sind, die von der Rebsorte her stammen und sich später im Weinaroma finden.
Zu den typischen Primäraromen zählen beispielsweise Cassis, Kirsche, Rosen, Akazie, Brombeere, Veilchen, Zitrone oder Nuss.
Im Laufe des Weinherstellungsverfahrens, wie durch den Gärprozess, durch Hefen und Milchsäurebakterien entstehen die Sekundäraromen. Hierzu zählen Aromen wie Banane, Butter, Honig, Ananas oder Quitte.
Die Tertiäraromen entstehen mit der Reifung im Fass, Tank oder in der Flasche. Typische Tertiäraromen sind Leder, Lakritz, Gewürze, Schokolade oder Süssholz um nur ein paar zu nennen.
Das Weinaromarad
Zu Beginn der 80er Jahre wurde mit dem Aromarad ein standardisiertes Begriffsregister geschaffen. Es besteht aus drei konzentrischen Kreisen.
Der innerste Kreis ist in 12 Geruchsklassen unterteilt. Der mittlere Kreis besitzt 29 Unterscheidungen, die die inneren 12 Geruchsklassen weiter unterteilen. So kann das Weinaroma fruchtig z. B. weiter in Zitrusfrucht unterteilt werden. Der äussere Kreis besitzt 94 Einzelaromen.
Das Aromarad nutzt die klassischen Beschreibungen der verschiedenen Weintypen. So werden bei Rotweinen oft Vergleiche zu Beeren wie Brombeeren oder Himbeeren gezogen oder zu Kirsche und Pflaume.
Beim Weisswein wird ein fruchtiges Aroma oft mit Apfel oder Ananas beschrieben. Weitere klassische Beschreibungen sind blumige Aromen wie Veilchen, holztypische Töne wie Zedern, Gewürznoten wie Anis u. a.