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Eric Yuan, seines Zeichens Chef der Videoplattform Zoom, hat es erstmals in das Forbes-Ranking der reichsten Amerikaner geschafft. Der Grund: Der Trend zum Home Office in der Pandemie bescherte der Videokonferenz-Plattform einen Boom. Yuans Vermögen wird auf 11 Milliarden Dollar geschätzt. Doch wer ist der Mann?
Yuan, Sohn zweier Bergbauingenieure, wurde in der chinesischen Provinz Shandong geboren. Er studierte in China Mathematik und Informatik. Nach seinem Abschluss arbeitete er vier Jahre lang in Japan, ehe es ihn ins kalifornische Silicon Valley zog, wo er für ein Internet-Start-up anheuerte. Dazu inspiriert habe ihn Bill Gates, als dieser eine Rede über die Dotcom-Blase hielt, wie es heisst.
Visumsantrag achtmal abgelehnt
Doch der Umzug in die USA entpuppte sich als schwieriger als gedacht: Ganze acht Mal sollen die Vereinigten Staaten den Visumsantrag von Yuan abgelehnt haben, bevor sie dem zukünftigen Milliardär 1997 erlaubten, nach Kalifornien zu ziehen, berichtete "Fortune". Laut "CNBC" war Yuan damals 27 Jahre alt. Später sagte Yuan der "Financial Times", er habe eine Meinungsverschiedenheit mit dem Einwanderungsbeamten gehabt, der seinen Antrag bearbeitete.
Yuan sprach wenig Englisch, als er zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten kam, daher galt seine ganze Aufmerksamkeit der Arbeit, berichtete "CNBC". 1997 konnte er bei der Jungfirma Webex anheuern, die 2007 von Cisco übernommen wurde.
"In den ersten Jahren habe ich nur Code geschrieben und war sehr beschäftigt", so Yuan. Er machte innerhalb des Konzerns Karriere, war schliesslich Vizepräsident von Cisco, ehe er sich 2011 selbstständig machte.
Dieser Artikel erschien zuerst auf handelszeitung.ch unter dem Titel: "Zoom-Chef Eric Yuan: Vom Einwanderer zum Multi-Milliardär".