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Im Zuge von normalen Alterungsprozessen oder auch durch Überlastung kann es zu Rissen im Faserring kommen. Teile des Gallertkerns können dann durch den Anulus herausgedrückt werden und in den Wirbelkanal gelangen und auf Nerven drücken bzw. diese einengen. Dann spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Die meisten Bandscheibenvorfälle treten im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) und am Übergang zum Kreuzbein auf.
Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern und verbinden sie zu der charakteristischen Doppel-S-Form. Bandscheiben bestehen aus einem gallertartigen, druckverteilenden Kern (Nucleus pulposus) und einem umhüllenden Faserring (Anulus fibrosus). Der Faserring hält den Kern in der Mitte zusammen und verhindert, dass er z. B. bei hohem Druck ausfließt. Aufgrund dieser Konstruktion können die Bandscheiben Druck aufnehmen und gleichmäßig verteilen, sie haben also eine Stoßdämpferfunktion und erlauben gleichzeitig eine gewisse Beweglichkeit.
- Ruckartige Drehbewegung des Rumpfes oder schweres Heben
- Monotone Körperhaltung im Alltag (z. B. falsches Sitzen)
- Schwache Bauch- und Rückenmuskulatur
- Flüssigkeitsmangel und Fehlernährung
- Übergewicht und erblich bedingte Fehlstellungen
Wenn Sie Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule, z.B. einen Hexenschuss, Kreuzschmerzen oder Ischiasbeschwerden haben, die länger anhalten, versäumen Sie nicht, uns zu kontaktieren. Chronische „Wirbelsäulenschmerzen“ sollten vermieden werden.
Neben der klinischen Diagnostik wird ein Bandscheibenvorfall mittels
Magnetresonanz-Tomographie (MRT) oder Computertomographie (CT)
diagnostiziert bzw. bestätigt.
Bandscheibenvorfälle werden in der Regel nur operiert, wenn die Schmerzen trotz intensiver konservativer Therapie mit Krankengymnastik, Muskelaufbautraining und Schmerzmitteln nach mindestens 6 Wochen nicht nachlassen oder Lähmungserscheinungen auftreten. In jedem Fall lässt sich als klare Ursache eine Einengung von Nervenwurzeln erkennen.
Wir sind der Überzeugung, dass jeder Patient das bestmögliche Operationsverfahren verdient – wenn nötig, dann so schonend wie möglich. Daher wendet Dr. Wagner die endoskopische joimax® Methode an. Mit Hilfe technisch ausgefeilter Instrumente und Geräte arbeitet er quasi durch eine Art „Schlüsselloch“. Dabei muss er lediglich einen kleinen Hautschnitt von max. 10 mm durchführen und das Gewebe bis zum Vorfall aufdehnen.
Mit der endoskopischen joimax® OP-Methode kann Dr. Wagner nahezu alle Arten von Bandscheibenvorfällen behandeln. Auch solche, die mit einigen anderen Methoden nur schwer zu operieren sind.
- Schritt – der Zugang
Während der Operation liegen Sie entweder auf der Seite oder auf dem Bauch. Ihr Arzt nimmt einen nur wenige Millimeter kleinen Schnitt am seitlichen Rücken vor und schafft einen Kanal zum Bandscheibenvorfall. Hierbei wird das Gewebe schonend aufgeweitet, also nicht urchtrennt. Für den Zugang in den Wirbelkanal wird eine natürliche Öffnung – das Zwischenwirbelloch oder das interlaminäre Fenster – genutzt.
- Schritt – der Vorfall wird entfernt
Durch dieses angelegte „Schlüsselloch“ führt Ihr Arzt ein spezielles Endoskop ins Operationsgebiet ein. Damit hat er einen voll ausgeleuchteten und scharfen Blick auf alle Strukturen im Wirbelkanal. Mit sehr feinen Zangen und anderen Spezialinstrumenten entfernt er den Bandscheibenvorfall gezielt und schonend.
- Schritt – Überprüfung und Abschluss
Zum Schluss überprüft der Chirurg, ob die betroffenen Nervenfasern wieder frei von einengendem Material sind. Erst dann entfernt er alle Instrumente und versorgt den kleinen Einschnitt mit ein bis zwei Stichen und einem Pflaster. In der Regel können Sie nach wenigen Stunden wieder aufstehen. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wie schnell Sie wieder nach Hause gehen und in Ihren Alltag zurückkehren können.