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Die Xoloitzcuintle spielten in der toltekischen und aztekischen Mythologie eine wichtige Rolle. In der Nahuatl-Sprache bedeutet "itzcuintle" Hund. Somit sind die Xoloitzcuintle die Hunde des Gottes Xolotl.
Xolotl war bei den Tolteken und Azteken der Gott des Blitzes, des Todes und des Unglücks. Er war der Herr des Abendsterns und damit der dunklen Seite der Venus. Er war der Gott der Unterwelt und der Bewahrer des aztekischen Ballspiels Ulama. Xolotl wurde oft als Skelett dargestellt oder als monströs verzerrte Gestalt mit einem Hundekopf und verdrehten Füßen. Manchmal ist er bucklig, trägt als Zeichen der Zerstörungskraft eine Axt in der Hand und eine Sonnenscheibe auf dem Rücken.
Xoloitzcuintle halfen den Verstorbenen bei ihrer vierjährigen Reise durch die Unterwelt (Mictlan) ins Jenseits. Nur sie kannten den schwierigen Weg über den dreizehnarmigen Fluss. Besonders rote Xolos versprachen ein sicheres Geleit, weshalb sie entsprechend begehrt waren. Bei Bestattungszeremonien wurden Xolos geopfert und dem Grab beigelegt.
Besuchern wurden oft zwei bis drei Xolos für die Nachtruhe angeboten. Durch das fehlende Fell hatten sie weder Flöhe noch Läuse und ihre warme Haut war angenehm in kühlen Nächten. Zudem wurden Xolos vielfältige Heilkräfte zugesprochen.