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|Vorlesungsbeschrieb

‘Zu warm, zu sauer, zu wenig Luft’, so können die Veränderungen, die in den nächsten Jahren auf die Ozeane zukommen, zusammengefasst werden. Diese Veränderungen werden die Lebewesen und Ökosysteme der Ozeane unter grossen Stress setzen. Dabei handelt es sich konkret um die Erwärmung der Weltmeere, um deren Versauerung und um deren Verlust an lebensnotwendigem Sauerstoff. Diese Veränderungen sind eine direkte Folge des CO2-Ausstosses in die Atmosphäre. Die Weltmeere haben bisher rund einen Drittel der anthropogenen CO2-Emissionen und rund 90% der zusätzlichen Wärme aus der Atmosphäre aufgenommen. Dieser Entzug von CO2 und Wärme führt zu einem geringeren Anstieg der CO2 Konzentration in der Atmosphäre und zu einer Verlangsamung des Klimawandels. Die Organismen und Ökosysteme zahlen aber einen hohen Preis dafür. So führt die Aufnahme von CO2 durch die Weltmeere zu einer Verringerung des pH-Wertes (Versauerung) der Weltmeere. Die Aufnahme von Wärme ihrerseits führt nicht nur zu einer Erhöhung der Wassertemperatur, sondern auch zu einer Verstärkung der vertikalen Dichteschichtung (Stratifikation). Diese beiden Faktoren - Erwärmung und Erhöhung der Stratifikation – führen zu einem verstärkten Verlust von Sauerstoff und wirken sich damit negativ auf die Sauerstoffkonzentration im Innern der Weltmeere aus. In diesem Vortrag zeige ich, wie wir solche Änderungen in den Weltmeeren messen, in Klimamodellen abbilden und in die Zukunft projizieren können.