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Präsident Olivier Girardin stellte den Jahresbericht 2019 des VQS vor, darunter die Lancierung der Mehrwertstrategie "Suisse-plus", die von Bundesrat Guy Parmelin per Videobotschaft unterstützt wird. Die Haupttätigkeit des VQS fokussiert sich im Jahr 2021 auf die Umsetzung von Suisse-plus. In dessen Strategieausschuss sind der VQS und die AMS gleichermassen vertreten. Die Mehrwertprojekte für alle Sektoren und Branchen, die aus Suisse-plus hervorgehen, müssen im Einklang mit den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDG) der Agenda 2030 stehen. Die Projekte dienen als Grundlage für die künftige Kommunikation zugunsten von Schweizer Produkten, die ihren Mehrwert im Sinne der Nachhaltigkeit weiterhin unter Beweis stellen müssen. Dies erfolgt in Verbindung mit dem Aktionsplan zur Reduktion von Stickstoff, Phosphor und Pestiziden im Rahmen der AP22+, mit der Einhaltung von Sozialstandards und Tierschutz sowie mit der Reduktion der Treibhausgasemissionen im Einklang mit den Klimazielen und den Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Abkommens.
Im zweiten Teil der Mitgliederversammlung des VQS folgte eine einer Informationsveranstaltung zu "Suisse-plus", in der die Referenten ihre verschiedenen Verbindungen und Standpunkte zum Projekt vorstellten.
- Olivier Girardin, Präsident des VQS, berichtete über den Fortschritt des Projekts. Präsentation
- Anne Challandes, Präsidentin des Schweizerischen Bauern- und Landfrauenverbandes, wies darauf hin, dass die Schweizer Produktionsstandards im internationalen Vergleich auf einem hohen Niveau liegen und dass die Begriffe Fairness, Respekt und Vertrauen zentrale Elemente sein sollten, wie sie in der Charta des VQS erwähnt werden. Präsentation
- AMS-Präsident Urs Schneider griff die Basis für eine erfolgreiche Kommunikation des Mehrwerts auf und wies auf die Chancen für alle Akteure hin. Für ihn ist eine Weiterentwicklung der Mehrwertstrategie aus Marktsicht notwendig und muss unabhängig von politischen Entscheiden erfolgen. Präsentation
- Ladina Schröter (COOP) und Gabi Buchwalder (MIGROS) präsentierten den Standpunkt des Detailhandels zu den Möglichkeiten der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie, die Schweizer Herkunft hervorzuheben. Gleichzeitig befürchten sie, dass sich eine mögliche Sistierung der Agrarpolitik 22+ negativ auf die Mehrwertstrategie auswirken könnte. Präsentation
- Schliesslich listete Patrik Aebi vom Bundesamt für Landwirtschaft die verschiedenen Säulen auf, über die der Bund Projekte mit Mehrwert unterstützen kann. Präsentation
Die Veranstaltung zeigte: Ein starker Verein Qualitätsstrategie hat angesichts der wachsenden Erwartungen der Konsumenten an die Lebensmittelindustrie an Bedeutung gewonnen. Ebenso notwendig ist eine verstärkte Partnerschaft, um die Nachhaltigkeit der Schweizer Landwirtschaft bis 2030 und darüber hinaus sichern zu können.