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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Was gedenkt der Bund für die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unternehmen, nachdem der Familienartikel am 3. März 2013 am Ständemehr gescheitert ist (das Volk sagte Ja)?</p><p>2. Welche Möglichkeiten sieht er, um die Teilzeitarbeit auch für Männer zu fördern (Verbesserung der Rahmenbedingungen, Gesetzgebung)?</p><p>3. Sind bereits Bestrebungen dazu im Gang? Wenn ja, welche (nebst dem Projekt Teilzeitmann zu der Verbesserung des BVG; vgl. Antwort zu Interpellation 12.3492 von Josiane Aubert)?</p><p>4. Gibt es auch eine Imagekampagne oder ein Projekt zugunsten der Teilzeitarbeit, welches sich an Arbeitgebende richtet?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiges Anliegen des Bundesrates. Dies unterstreicht auch die Fachkräfteinitiative mit entsprechenden Handlungsfeldern, welche vom Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) gemeinsam mit den Kantonen und den Sozialpartnern umgesetzt wird.</p><p>Zu den einzelnen Fragen:</p><p>1. Der Bundesrat wird in Erfüllung des Postulates Tornare 13.3135, "Familienpolitik", einen Bericht erstellen, in welchem dargelegt wird, wie die schweizerische Familienpolitik im Rahmen der geltenden Zuständigkeiten weiterentwickelt werden kann, welche Schwerpunkte und Zielsetzungen gesetzt werden können und mit welchen Instrumenten und Mitteln diese zu erreichen wären.</p><p>Zudem hat der Bundesrat den Bericht "Vaterschaftsurlaub und Elternurlaub - Auslegeordnung und Präsentation unterschiedlicher Modelle" in Erfüllung des Postulates Fetz 11.3492 am 30. Oktober 2013 verabschiedet. Der Bericht stellt verschiedene Vaterschafts- und Elternurlaubsmodelle dar und würdigt diese. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass ein solcher Urlaub zu einer partnerschaftlicheren Rollenteilung in der Familie beitragen kann, jedoch nicht erste Priorität hat, da im Gegensatz zu den familien- und schulergänzenden Betreuungsangeboten ein solcher Urlaub nur die begrenzte Zeit nach der Geburt des Kindes betrifft.</p><p>2.-4. Bei der Verbesserung des Angebots an familienfreundlichen Arbeitsbedingungen, wobei die Teilzeitarbeit ein zentrales Element ist, kommt den Unternehmen eine wichtige Rolle zu. Der Bund unterstützt die Unternehmen aktiv durch Informations- und Sensibilisierungsprojekte sowie mit der Verbreitung von Beispielen guter Praxis. Ziel ist immer, die Arbeitsbedingungen für Frauen wie auch für Männer familienfreundlicher zu gestalten. Zu nennen sind das KMU-Handbuch "Beruf und Familie", die Unterstützung von Fachstellen, welche Unternehmen und Organisationen bei der Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit beraten, sowie die Finanzierung des Projekts "Change to win-win - Ein Anstoss für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Unternehmen".</p><p>Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, bis Mitte 2014 eine Regelung im Bundesrecht zu prüfen, die den Arbeitnehmenden das Recht gäbe, nach der Geburt ihres Kindes das Erwerbspensum zu reduzieren. Eine solche Regelung hat der Bund als Arbeitgeber mit der revidierten Bundespersonalverordnung (BPV; SR 172.220.111.3, in Kraft seit 1. Juli 2013) eingeführt. In Artikel 64 Absatz 4 sind flexible Arbeitszeitmodelle sowie die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit und zum Jobsharing verankert. Vorgesetzte werden dazu ermutigt, den Anliegen der Mitarbeitenden nach Möglichkeit zu entsprechen. Zu einer ersten Sensibilisierung für Teilzeitarbeit kommt es oft dann, wenn ein Mitarbeiter Vater wird. Der Bundesrat ist sich dessen bewusst und hat deshalb für das Bundespersonal beschlossen, dass die Eltern nach Geburt oder Adoption eines Kindes Anspruch auf eine Senkung des Beschäftigungsgrads um höchstens 20 Prozent haben. Der Beschäftigungsgrad darf nicht tiefer als 60 Prozent sein (Art. 60a BPV).</p><p>Das Projekt "Teilzeitmann" ist umfassend und richtet sich mit seinen Aktivitäten nicht nur an Arbeitnehmende, auch Arbeitgebende werden gezielt angesprochen. Zudem wurde mit dem Titel "KVision Mann und Teilzeitarbeit" dieses Jahr vom Kaufmännischen Verband Ost und vom Kaufmännischen Verband Schweiz ein weiteres Projekt mit Unterstützung der Finanzhilfen nach dem Gleichstellungsgesetz lanciert.</p>  Antwort des Bundesrates.