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Antwort auf den Leserbrief "Verbot ist unbegreiflich", Glarner Nachrichten 21.11.2018 von Alfred Müller
Antwort zum Artikel: Leserbrief "Verbot ist unbegreiflich", Glarner Nachrichten 21.11.2018
Leserbrief an die Glarner Nachrichten
Sicherung der Siedlungsentwicklung spricht gegen Windzonen.
Alfred Müller aus Rüti bringt in seinem Leserbrief "Verbot ist unbegreiflich" mehrere Argumente, die nicht richtig sind. Erstens fehlt ihm eine stichhaltige Begründung des Regierungsrates für die Streichung der Windzone. Eine solche wurde aber mit der Sicherung der zukünftigen Siedlungsentwicklung und Erhaltung der Standortattraktivität überzeugend geliefert. Heute zum Beispiel konnte man in dieser Zeitung lesen, dass Zuzüger der Gemeinde Glarus Nord kräftig wachsende Steuereinahmen bescheren!
Dann schreibt Müller, dass Windenergie eine "gute Wirtschaftlichkeit" hätte. Windenergie gehört aber zu den teuersten Energieformen, vor allem, wenn man auch die versteckten Kosten berücksichtigt, die durch den Ausgleich des unregelmässig anfallenden Stroms ("Flatterstrom") entstehen. Windanlagen können immer nur im Duo mit konventionellen Anlagen betrieben werden, denn wenn der Wind nicht weht (und das kann auch tagelang sein), muss der Strom durch konventionelle Kraftwerke (Atom- oder Wasserkraftwerke, bei Importstrom aus Deutschland auch Kohle- und Gaskraftwerke) erzeugt werden. Deshalb sind Windanlagen nicht klimaneutral und bewirken in Deutschland mit seinen 30'000 Windrädern schon seit Jahren keine CO2-Reduktion mehr.
Eine Gesamtbeurteilung für die Schweiz ergibt, dass der Stromertrag von Windanlagen so gering ist, dass sie keinen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten können, sondern nur Probleme mit sich bringen. Heute beträgt der Anteil der Windenergie an der Stromproduktion nur 0.2 Prozent, 2050 sollen es bei geplanten 800 Windrädern (wie realistisch das auch immer sein mag) knapp sieben Prozent sein. Das wären nur ca. 1.5% am gesamten Energieverbrauch.
Der Regierungsrat hat wohlweislich die zukünftige Siedlungsentwicklung, die Erhaltung der Standortattraktivität und Lebensqualität der Region, über das nur mit erheblichen Steuergeldern (Subventionen) realisierbarem, aber überaus unsicherem Windprojekt „Linthwind“ in Bilten/Glarus Nord gestellt.
Robert Artho 21.11.2018
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