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«Und was ich hier in der Schweiz in meiner Kindheit erlebt habe, das kannst du in jedem Land in Europa erleben, wenn du den falschen Status hast.» Dies sagte Mariella Mehr in einem Gespräch in der WOZ vor neun Jahren. Mariella Mehr kam 1947 zur Welt, sie war eines von über 600 jenischen Kindern, die von der Pro-Juventute-Stiftung im Zuge der Aktion «Kinder der Landstrasse» ihren Eltern entrissen worden waren. Damit begann ihre von der Stiftung akribisch dokumentierte Lebensgeschichte: Mariella Mehr wurde über Jahre hinweg in Pflegefamilien, Erziehungsheimen, Strafanstalten und psychiatrischen Institutionen misshandelt. In den siebziger Jahren begann sie, Texte zu schreiben, in denen sie sich gegen Diffamierung, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagierte. Sie war als Journalistin tätig – auch für die WOZ – und hat ein preisgekröntes literarisches Werk aus Romanen, Theaterstücken und Gedichten erschaffen. Am 5. September ist Mariella Mehr gestorben. Einen ausführlichen Nachruf lesen Sie in der nächsten WOZ.
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