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Alles nur erfunden?
Der Verleger «Henry Holt and Co.» hat die Publikation des Erfolgsbuches «The Last Train from Hiroshima» eingestellt, nachdem der Autor, Charles Pellegrino, keine verlässlichen Angaben zu gewissen Quellen in seinem Buch machen konnte. Der Roman handelt vom Abwurf der Atombombe über Hiroshima am Ende des Zweiten Weltkrieges.
Konkret wird die Existenz zweier erwähnter Personen im Roman vom Verleger angezweifelt. Pellegrino sei «nicht fähig gewesen die Fragen in diesem Zusammenhang zu beantworten», so das Verlagshaus. Die tatsächliche Existenz des Priester Mattias, der zur Zeit des Abwurfes in Hiroshima gelebt haben musste, und des Priesters John MacQuitty konnte Pellegrino nicht zufriedenstellend bestätigen.
Die Zweifel kamen auf als Pellegrino letzte Woche zugab, dass einer seiner Interviewpartner fälschlicherweise angegeben hatte Mitglied der Besatzung eines der Begleitflugzeuge der Enola Gay gewesen zu sein, welche die Atombombe im August 1945 über Hiroshima abgeworfen hatte. Pellegrino versprach zwar diesen Fehler zu korrigieren, doch als die Zweifel über die Existenz der beiden Priester aufkamen, entschied sich der Verlag zum Publikationsstopp.
Keine Verfilmung?
«Ohne die Gewissheit, dass wir voll und ganz hinter dem Werk stehen können, können wir unseren Kunden das Buch nicht mehr verkaufen», begründet «Henry Holt and Co.» den Schritt. Zudem hat ein aberkannter Doktortitel Pellegrinos vor 25 Jahren weitere Zweifel an der Seriosität des Schriftstellers geweckt.
Das Buch werde zwar nicht aus den Buchhandlungen zurückgezogen, jedoch werde man keine weiteren Ausgaben mehr publizieren. Pellegrino hofft nun die Taschenbuch-Rechte zu erhalten und eine korrigierte Version des Buches zu publizieren.
Was aus dem Filmprojekt zum Buch «The Last Train to Hiroshima» werden soll, ist unbekannt. Für die Regie wäre «Avatar»-Regisseur James Cameron gewesen.
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