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SVP will die Schulferien kürzen
Eine Anfrage bezüglich zusätzlicher Schulwochen bis zu den Sommerferien
Die Schwyzer SVP bittet die Regierung, bis Ostern zu überprüfen, ob das Schuljahr um ein bis zwei Wochen verlängert werden könnte, um den durch die Corona-Krise ausgelösten Schulausfall zu kompensieren. «Denn mit Homeschooling allein kann nicht allen Schülern geholfen werden, die Ausbildungsziele zu erreichen», schreibt die SVP.
MAGNUS LEIBUNDGUT
Der Bundesrat habe als Folge der Coronavirus-Pandemie per Notrecht weitgehende Beschlüsse gefasst und Restriktionen erlassen, schreibt die SVP in ihrer Anfrage an den Schwyzer Regierungsrat: «Eine der Schutzmassnahmen ist die Schliessung der Schulen, um die Verbreitung des Virus unter Kindern zu verhindern.» Heute wisse man allerdings, dass die Kinder nicht Hauptträger des Virus seien und allgemein als wenig gefährdet gelten würden. «lhre Symptome sind – wie Studien zeigen –, offenbar weniger ausgeprägt als bei einer normalen Grippe», heisst es in der Anfrage: «lm Kanton Schwyz wäre ab dem 20. April eine Woche Schule geplant, um nach fünf Tagen bereits wieder mit den ordentlichen Frühlingsferien zu starten, die bis zum 10. Mai andauern würden.» Den Schulstoff nachholen «Somit ergibt sich seit dem 16. März ein Schulausfall von mindestens vier Wochen», moniert die SVP: Der Schulstoff könne nur bedingt mit Homeschooling aufgefangen werden. Es sei zu überprüfen, ob im Kanton Schwyz das laufende Schuljahr um ein bis zwei Wochen Ferienzeit verkürzt werden könne beziehungsweise der Start der Sommerferien um eine Woche Richtung Herbst zu verschieben sei. «Mit dieser Massnahme könnte ein Teil des fehlenden Schulstoffs nachgeholt werden», teilt die SVP mit: Eine Ausdehnung der Schulzeit würde vor allem jenen Kindern helfen, die mit Homeschooling die Ausbildungsziele nicht erreichen könnten. Kindergarten nicht betroffen
Auf allen Stufen könnte das pädagogische Defizit mit ein bis zwei zusätzlichen Schulwochen etwas kompensiert werden und durch faire Beurteilungen, durch Tests und Prüfungen beendet werden. «Der SVP Kanton Schwyz ist klar, dass dieses Vorgehen abweichend zu den wenig zielführenden Vorstellungen der EDK ist», schreibt die Partei.
Auf Anfrage dieser Zeitung gibt Roman Bürgi, Präsident ad interim der SVP Kanton Schwyz, Auskunft, welche Schulen laut Meinung der Partei von den geforderten Massnahmen betroffen sein sollen: «Im Fokus unserer Anfrage stehen primär die ersten bis neunten Klassen der Volksschule.» Kindergartenklassen und Gymnasien stünden denn fürs Erste nicht im Visier dieser Anfrage.
Die Schwyzer SVP will das laufende Schuljahr verlängern: Auch in den Volksschulen von Einsiedeln sollen die Sommerferien verkürzt werden.
Foto: Magnus Leibundgut