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Piotr Anderszewski, geboren 1969 in Warschau, stammt aus einer polnisch-ungarischen Familie. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren; später studierte er an der Chopin-Akademie seiner Heimatstadt, an den Konservatorien von Strasbourg und Lyon sowie an der University of Southern California. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er durch Kurse bei Murray Perahia, Fou Ts’ong und Leon Fleisher. Mit seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall nahm Anderszewski 1991 seine internationale Karriere auf, die ihn mittlerweile in alle grossen internationalen Konzertsäle und zu Orchestern wie den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Philadelphia Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra und der Berliner Staatskapelle geführt hat. In der Saison 2018/19 konzertiert er u. a. mit dem Philharmonia Orchestra, dem London Symphony Orchestra und dem Leipziger Gewandhausorchester; beim Gulbenkian Orchestra in Lissabon ist er «artist-in-residence». Mit Rezitalen ist er in der Berliner Philharmonie und im Wiener Konzerthaus, in München, New York und San Francisco zu hören. Ausserdem geht er mit dem Belcea Quartet auf Europa-Tournee. Für seine CDs wurde Piotr Ander-szewski vielfach ausgezeichnet, so etwa mit dem «Gramophone Award», dem «Choc du Monde de la Musique» und dem «BBC Music Magazine Award». Zuletzt veröffentlichte er Anfang 2018 Mozart-Konzerte mit dem Chamber Orchestra of Europe. Der kanadische Regisseur Bruno Monsaingeon hat mehrere Dokumentationen über Anderszewski gedreht; für den Film Je m’appelle Varsovie, der um seine Heimatstadt Warschau kreist, begab sich Anderszewski 2016 selbst hinter die Kamera. Piotr Anderszewski ist Träger des Szymanowski-Preises und des «Gilmore Artist Award». 2015 wurde ihm der Orden «Polonia Restituta» verliehen.
Debut am 13. September 2001 mit Werken von Johann Sebastian Bach und Karol Szymanowski.
Oktober 2018