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Ein früherer Arzt von Donald Trump beschuldigt einen Bodyguard des US-Präsidenten, in seine Praxis eingedrungen zu sein.
Der Mediziner Harold Bornstein sagte dem Sender NBC News am Dienstag, Trumps Personenschützer Keith Schiller und ein anderer Mann seien im Februar 2017 in seine Praxis in New York gekommen und hätten Akten von Trump mitgenommen.
«Sie müssen 25 oder 30 Minuten lang hier gewesen sein. Das hat grosses Chaos angerichtet», sagte er. Er habe sich bedroht gefühlt.
Bornstein war 35 Jahre lang Donald Trumps Arzt in New York. Im Interview mit NBC News sagte er, die Razzia habe sich ereignet, nachdem er einer Zeitung gesagt habe, dass er dem US-Präsidenten über Jahre das Haarwuchsmittel Propecia verschrieben habe.
Ein unbeschriebenes Blatt ist Bornstein keineswegs. Er hatte Trump während des Wahlkampfes in einem Brief attestiert, er wäre der «gesündeste Kandidat, der jemals in das Präsidentenamt gewählt werde». Später räumte er ein, den Brief in nur fünf Minuten verfasst zu haben, während vor der Praxistür Trump-Vertraute warteten.
Keith Schiller war lange Trumps persönlicher Bodyguard und galt als äusserst loyal zu dem Unternehmer. Nach Trumps Amtsantritt als US-Präsident im Januar 2017 bekam er einen Posten im Weissen Haus, den er aber im September schon wieder verliess.
Es ist nicht das erste Mal, dass Schiller in die Schlagzeilen gerät. Als Trump im Mai 2017 den damaligen FBI-Chef James Comey entliess, war es Schiller, der das Entlassungsschreiben persönlich vom Weissen Haus in die nicht weit entfernt gelegene Zentrale des FBI brachte.
Trumps Sprecherin Sarah Sanders wies diese Darstellung von Bornstein zurück. Es habe sich nicht um eine Durchsuchung seiner Praxis gehandelt. Es sei Standard, dass der medizinische Stab des Weissen Hauses die Krankenakte eines neuen Präsidenten in Besitz nehme. (sar/sda/dpa)