Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/129805

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, in einem Bericht darzulegen, wie die Renten im Obligatorium der zweiten Säule im Umfeld sinkender Zinsen und steigender Lebenserwartung ohne Kürzungen gewährleistet werden können, indem - anstelle der bisher geltenden unfreiwilligen Umverteilung - eine Finanzierung des obligatorischen Rentenanspruchs für Hochbetagte im Teil-Umlageverfahren erfolgt (Varianten: Renten ab 90, ab 85, ab 80 Jahren durch Zuschüsse des Sicherheitsfonds). </p><p>Kosten (BVG-Lohnprozente), Leistungen (Renten, Rentensicherheit) und Mechanik eines solchen Modells sind mit den bisherigen Verfahren zu vergleichen hinsichtlich Kosten, Berechenbarkeit, Stabilität, Sicherheit und Sparquote. Die Auswirkungen für Pensionskassen mit überdurchschnittlich hohem Rentnerbestand, für solche mit Vollversicherung bei einer Lebensversicherung und für die ordentlichen Risikoprämien (Tod und Invalidität) sind ebenfalls darzulegen, ebenso die Auswirkungen auf die Freizügigkeit und auf die Leistungen des Überobligatoriums. </p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat im November 2012 die allgemeinen Leitlinien für die Reform der Altersvorsorge 2020 definiert. Dabei steht für ihn insbesondere im Vordergrund, dass die Versicherten darauf vertrauen dürfen, dass ihre Renten nicht sinken und nachhaltig finanziert sind. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Bundesrat bereit, auch die im vorliegenden Postulat skizzierte Lösung im Bereich der obligatorischen zweiten Säule zu prüfen. Bis im Sommer 2013 sollen die Eckwerte der Reform konkretisiert werden. Weiter ist vorgesehen, bis Ende Jahr einen Entwurf für die Reform in die Vernehmlassung zu schicken.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.