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Wir verliessen Reno über den US Highway 395 und fuhren zuerst noch durch sehr trockene Prärieebenen, bevor es wieder in die bewaldeten Hügel des Plumas National Forest ging. In Portola, einem verschlafenen Nest, wo die Zeit stehen geblieben schien, assen wir in einer rustikalen Bar ein amerikanisches Frühstück. Sauerteigbrot mit einer Wurst-Mehl-Sauce übergossen, dazu ein Spiegelei mit Speck.
In Klamath Falls, Oregon, erlebten wir wieder ähnliches. Diesmal am Nationalfeiertag, dem 4. Juli, in dieser grossflächigen Stadt mit ca. 21 000 Einwohnern. In der grosszügig angelegten und gepflegten Main Street fanden wir gerade ein Lokal, in dem wir essen konnten. Alle anderen Geschäfte, Lokale und Restaurants hatten zu! Die Stadt war wie ausgestorben. Als es dunkel wurde und das Feuerwerk losging, merkten wir, dass es nicht so war.
Wir fuhren die beschriebene Strecke über drei Tage. Von Chester aus ging es über den Lassen Peak in den Lassen Volcanic National Park, wo wir heisse Schwefeldämpfe in der Nase spürten und eine abwechslungsreiche Wanderung zu einem Krater machen konnten. Beim Visitor Center hatte noch viele Touristen, je weiter wir uns beim Wandern davon entfernten, desto weniger Menschen sahen wir. Beim idyllischen Kratersee waren wir dann ganz alleine und genossen die Stille. Auf dem Weg von Dunsmuir nach Klamath Falls fuhren wir zuerst zum Bunny Flat Trailhead am Mount Shasta, 4322m, für eine kurze Wanderung und machten uns dann auf den Weg in das Lava Beds National Monument, einem Schutzgebiet, wo vielfältige vulkanische Formationen liegen. Am späteren Nachmittag führte unser Weg nach Klamath Falls, wo wir unser Hotelzimmer in einem Motel bezogen. Wir freuten uns sehr auf den nächsten Tag, auf eine Wanderung am Kraterrand des gigantischen Kratersees, Crater Lake!