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Ausgangslage
Kerala wirkt besonders für Binnenmigranten aus ärmeren Gegenden des nördlichen Indiens attraktiv. Drei bis vier Millionen Menschen sind auf der Suche nach einem besseren Leben zugewandert. Davon sind mehr als 40 Prozent Jugendliche und junge Erwachsene und etwa 8 Prozent Kinder von Migrantenfamilien. Die jungen Menschen verlieren durch ihre Migration ungerechtfertigt den Zugang zu ihren Bürgerrechten und geniessen wenig bis keinen sozialen und familiären Halt. Oft sind sie schutzlos schwierigen Situationen ausgeliefert und werden sogar von Polizei und Behörden verfolgt, obwohl sie indische Staatsbürger sind. Da sie keine offiziellen Ausweispapiere und keine lokale Aufenthaltsgenehmigung vorweisen können, fehlen ihnen wichtige Dokumente, die ihnen den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, Sozialleistungen, Aus- und Weiterbildung, Bankkonten und insbesondere dem Gesundheitswesen verschaffen würden. Sie sind mehrheitlich im informellen Sektor wie auf Baustellen, in Produktionsbetrieben und in der Landwirtschaft tätig und müssen körperlich sehr anstrengende Arbeiten verrichten. Oftmals müssen die jungen Migranten bis zu 14 Stunden am Tag arbeiten!
Ziele des Projekts
Junge Migranten in Kerala besser integrieren, sie über ihre Rechte informieren und ihnen Zugang zu den staatlichen Unterstützungsangeboten ermöglichen.
- 12 Beratungsstellen, die jugendliche Migranten zu öffentlichen Unterstützungsstellen vermitteln
- Rechtliche Unterstützung und Zugang zu sozialen Dienstleistungen ermöglichen
- Aufbau eines Netzwerkes zwischen Interessensgruppen wie Arbeitgebern, Regierungsstellen und Organisationen der Zivilgesellschaft
Was wir tun
Junge Migrantinnen und Migranten, die Hilfe benötigen, aufsuchen und ihnen Beratung und Unterstützung anbieten.
Es wird Kontakt zu jungen Migranten an den Orten, an denen sie sich aufhalten, aufgenommen. Die Kontaktdaten werden dann in einer Datenbank eingetragen.
Junge Migranten werden unterstützt und beraten, damit sie Zugang zu den ihnen zustehenden staatlichen Dienstleistungen erhalten. Rechtsberatung soll deren Bewusstsein für ihre Rechte stärken.
Merkblätter, Broschüren, Handouts und Plakataktionen in den Lokalsprachen Bengali und Hindi sowie Rechtsberatung sollen junge Migranten auf ihre Rechte hin sensibilisieren und ein Bewusstsein für diese Themen schaffen.
Stärkung des Bewusstseins für Rechte der junge Migranten durch Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, der Koordination mit weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie innerhalb der Don-Bosco-Zentren.
Bewusstseinsbildung, kulturelle Integration, Sport und Freizeit gehören zum breiten Angebot dieses Projekts.
Wirkung
Jugendliche und junge Erwachsene die aus unterschiedlichen Gründen ihr Heimatort verlassen haben, um Arbeit zu finden, erhalten durch dieses Projekt die für sie dringliche und nötige Unterstützung. Sie sind in der Lage, die ihnen zustehenden Rechte und Dienstleistungen einzufordern. Beratungen hinsichtlich ihrer Rechte, Informationsblätter, Baustellen- und Betriebsüberprüfungen sowie Integration in die Gesellschaft helfen den jungen Migrantinnen und Migranten und schützen diese vor Ausbeutung. Wichtig ist, dass diese jungen Menschen nicht nur über ihre Rechte informiert werden, sondern diese auch einfordern können. In jeder einzelnen der 12 Beratungsstellen werden jährlich 500 bis 700 Migrantinnen und Migranten mit diesem Angebot unterstützt, je hälftig etwa junge Frauen und Männer. Im Projektverlauf werden zwischen 12 000 bis 16 000 junge Menschen von den Beratungsstellen profitieren.
Beiträge der Stiftung Don Bosco Total: CHF 147'000.-
Die Stiftung Don Bosco für die Jugend der Welt hat das Projekt bisher gemäss unterstehender Auflistung unterstützt: