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militärische, sind die Honneurs, das
Salutschießen, die Empfangsfeierlichkeiten bei Ankunft fürstlicher
oder andrer
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hochgestellter Personen sowie die Trauerparaden bei Begräbnissen; alle diese Ehrenbezeigungen sind durch Vorschriften geregelt. Honneurs
werden von Militärpersonen niedern Grades denen höhern Grades erwiesen; der Untergebene hat den Vorgesetzten zu grüßen,
dieser den Gruß zu erwidern. Die Art der Honneurs richtet sich nach dem Rang des Vorgesetzten und der augenblicklichen
Lage des Untergebenen. Die in Deutschland
[* 5] üblichen Honneurs sind: Für unbewaffnete einzelne Mannschaften im Stehen: Stillstehen
in gerader Haltung, das Auge
[* 6] auf den Vorgesetzten gerichtet;
Offiziere stets unter Anlegen der Hand
[* 7] an die Kopfbedeckung, wie
dies in einigen deutschen Kontingenten früher auch bei Gemeinen etc. üblich war und in Österreich,
[* 8] England,
Frankreich etc. noch üblich ist. Im Gehen grüßt der Soldat durch Anlegen der rechten Hand an die Kopfbedeckung, direkte Vorgesetzte
aber durch Frontmachen.
Trägt er das Gewehr, so steht er still mit Gewehr bei Fuß, als Posten auch mit Gewehr über, mit angefaßtem
oder präsentiertem Gewehr; im Gehen faßt er Gewehr an oder geht mit Gewehr über in fester Haltung vorbei.
Geschlossene Abteilungen stehen still, nehmen genaue Richtung und wenden die Augen nach dem Vorgesetzten; das Gewehr bleibt im
Stehen bei Fuß, nur Wachen und zur Besichtigung aufgestellte Truppenteile nehmen Gewehr auf oder präsentieren, letzteres auch
mit Rühren des Spiels und Senken der Fahnen.
Marschierende Abteilungen fassen das Gewehr an, außerhalb bewohnter Orte wird nur Richtung und geschlossene Haltung angenommen.
Geschlossene Abteilungen erweisen alle Honneurs nur auf Kommando und vor Vorgesetzten, welche im Rang höher stehen als der eigne
Befehlshaber, außerdem vor Fahnen und Standarten, im Wachtdienst vor militärischen Leichenzügen etc.
Salutschüsse werden aus Geschützen mit Manöverkartuschen in Festungen, Kriegshäfen und von Kriegsschiffen abgefeuert.
Der Salut beträgt: am Geburtstag des Kaisers 101, für den Landesherrn und die Landesherrin 33, in Festungen und in der Marine
für die Prinzen, Prinzessinnen des eignen Fürstenhauses und auswärtige Fürsten 21, für Feldmarschälle in
Festungen 9, in der Marine für fremde Kriegsflaggen 21, für Feldmarschälle und Botschafter 19, für Admirale, Marineminister
und Generale 17, für Vizeadmirale, Generalleutnants und außerordentliche Gesandte 15, für Konteradmirale, Generalmajore und
Ministerresidenten 13, für Kommodoren und Geschäftsträger 11, für Generalkonsuln 9, für Konsuln 7 und für Vizekonsuln 5 Schüsse.
Es ist internationaler Brauch in der Marine, den Salut mit der gleichen Anzahl Schüssen zu erwidern.
Die Ehrenbezeigungen bei dem Empfang des Kaisers oder sonstiger fürstlicher Personen in Garnisonorten, einschließlich der Ehrenwachen (s. d.),
bestimmt das Reglement vom Die Trauerparade findet bei dem Begräbnis aller aktiven Offiziere sowie derjenigen
Unteroffiziere und Gemeinen statt, die einen Feldzug mitgemacht haben. Die Stärke
[* 9] und Zusammensetzung der Trauerparade richtet
sich nach der Charge des Verstorbenen: Feldmarschall 12 Geschütze,
[* 10] 3 Bataillone, 4 Eskadrons;
Generalmajor 3 Geschütze, 1 Bataillon, 1 Eskadron;
Oberst 400 Mann oder 1 Eskadron;
Hauptmann 120 Mann;
Rittmeister 60 Pferde;
[* 11]
Leutnant 40 Mann oder 30 Pferde.
Am Grab werden drei Salven, bei Generalen mit Kanone, abgegeben.