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STH Basel
voller Name: STH Basel – Universitäre Theologische Hochschule
ältere Namen: Staatsunabhängige Theologische Hochschule STH, Freie Evangelische Theologische Akademie FETA
Gründer der STH Basel ist Samuel Robert Külling (1924-2003). Külling wuchs in Thun in einer Familie auf, die zur Heilsarmee gehörte. Nach seinem Theologie-Studium in Bern und Edinburgh wurde Külling Pfarrer in der reformierten Kirchgemeinde Pruntrut und promovierte an der Freien Universität Amsterdam. 1964-1970 unterrichtete Külling am Predigerseminar St. Chrischona, heute Theologisches Seminar St. Chrischona, später auch an der Faculté Libre de Théologie Evangélique in Vaux-sur-Seine bei Paris. Zudem war er Vorsitzender des Bibelbundes.
Im Jahr 1967 beantragte Samuel Külling bei den Basler Behörden eine Genehmigung zur Gründung einer theologischen Schule, welche im Februar 1970 erteilt wurde. Im Oktober 1970 startete der Lehrbetrieb der Freien Evangelischen Theologischen Akademie FETA. Im Jahr 1973 konnte die Liegenschaft am Mühlestiegrain 50 in Riehen erworben werden, wo der Studienbetrieb auch heute noch domiziliert ist. Das Angebot der FETA stiess in evangelikalen Kreisen auf grosses Interesse, so dass die Akademie zehn Jahre nach ihrer Gründung bereits 180 Studierende zählte.
Konflikte um Küllings autoritären Führungsstil führten zu einem Rückgang der Studierendenzahl ab 1985.
Im Jahr 1994 wird die Freie Theologische Akademie FETA umbenannt in Staatsunabhängige Theologische Hochschule STH.
Nach dem Tod von Samuel Külling im Dezember 2003 wurde im Jahr 2004 Jacob Thiessen Rektor der STH.
Die STH Basel vertritt einen evangelikalen Glauben. So wird im Leitbild festgehalten: „Die STH Basel begegnet der Heiligen Schrift mit Offenheit und Respekt, geht dabei von ihrer Zuverlässigkeit und göttlichen Inspiration aus, erforscht mit wissenschaftlicher Gründlichkeit deren Bedeutung und bedenkt deren Relevanz für die gegenwärtige Situation von Kirche und Gesellschaft“.
Der STH-Gründer Samuel Külling war ein eifriger Verfechter der Lehre von der Irrtumslosigkeit der Bibel, welche in der Bibel weder in heutiger Sicht unzutreffende Vorstellungen noch innere Widersprüche und Spannungen sehen kann. Bei dieser Lehre scheint auch für Küllings Nachfolger Jacob Thiessen die im Leitbild der STH festgehaltene Ergebnisoffenheit der Forschung ihre Grenze zu finden, wenn er in einem Interview mit „IdeaSpezial Aus- und Weiterbildung“ im März 2020 meint: „Auf jeden Fall werden wir, statt die Bibel infrage zu stellen, eher unsere Erkenntnis infrage stellen.“
Die STH Basel bietet theologische Ausbildungen an mit den Abschlüssen Batchelor of Theology, Master of Theology und dem Doktorat.
Der Immanuel-Verlag ist der Verlag der STH Basel, in welchem vor allem Werke von Samuel Külling und Jacob Thiessen erschienen sind.
Rechtliche und finanzielle Trägerin der STH Basel ist die Immanuel-Stiftung. Deren Stiftungsrat wählt den Hochschulrat, welcher die Arbeit der STH Basel beaufsichtigt, und muss Ernennungen von Professuren und Wahlen zum Amt des Rektors genehmigen.
Rektor der STH ist seit dem Jahr 2004 Jacob Thiessen.
Die Zahl der Studierenden beträgt zurzeit 100. Insgesamt haben über 700 Personen ein Studium an der STH absolviert. Davon sind 47% in den Landes- und Freikirchen tätig, 20% in der theologischen Lehre und Forschung, 13% in der Weltmission und 12% in christlichen Werken.