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Im Jahr 1981 wurde in der Schweiz das Prinzip der Gleichbehandlung der Geschlechter verfassungsrechtlich verankert. In der Bundesverfassung steht: «Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit». Dieser Absatz verpflichtet den Gesetzgeber und die Behörden, jegliche Diskriminierung zwischen Männern und Frauen zu beseitigen.
Die rechtliche Gleichstellung zwischen den Geschlechtern konnte bis heute jedoch nicht vollständig verwirklicht werden. So verdienen Frauen im Durchschnitt - weniger als Männer. Teilweise lässt sich dies erklären. Zum Beispiel leisten Frauen mehr Teilzeitarbeit - diese Beschäftigungen sind oft weniger gut bezahlt. Schlussendlich bleibt für die gleiche geleistete Arbeit aber eine Lohndifferenz von 7.7% bestehen, die nicht erklärbar ist (Bundesamt für Statistik, 2019). Frauen sind zudem in Managerstellen viel weniger stark vertreten als Männer. Rund 91% der Schweizer Unternehmen werden von Männern geleitet. Diskriminierungen gibt es auch auf der anderen Seite. Beispielsweise müssen Männer Militärdienst leisten oder Wehrpflichtersatzabgaben zahlen. Frauen sind davon vollständig befreit.
Der Frauenanteil im Schweizer Parlament ist mit den Wahlen 2019 merklich gestiegen. Eine gesetzlich vorgeschriebene Geschlechterquote gibt es jedoch nicht.
Sind Ihrer Meinung nach Massnahmen zu ergreifen, um die Gleichstellung zwischen Mann und Frau in der Schweiz weiter zu fördern? Welche?