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(08.02.2018) Da wäre die alte Kuh, die den Melkablauf verzögert, weil sie nicht mehr so schnell ist oder Mühe mit der Stufe vor dem Melkstand hat oder die Kuh, die wegen der höheren Zellzahlen nicht in den Tank gemolken werden sollte oder die Kuh, die man als einzige am Schluss noch nachtreiben muss, weil sie einfach gerne liegen bleibt oder auch die Kuh, die immer in den Melkstand kotet. Es gibt Gründe, warum Kühe solche Probleme machen, aber manchmal kann man diese nicht finden oder beseitigen.
Als Alternative können diese «Problemkühe» als Ammen genutzt und von den Kälbern «gemolken» werden. Entweder hält man Ammen und Kälber in einem separaten Stall(-teil) zusammen oder man lässt sie morgens und abends zur Melkzeit zum Säugen zusammen. Dazu braucht es einen bestimmten Ort im Stall. Am besten wird dieser nicht durch den Melkablauf beansprucht, dann kann das Säugen während dem Melken stattfinden. So sind am Ende der Melkzeit die Ammen ebenfalls gemolken und die Kälber schon getränkt. Dass auf diese Weise nicht nur Kälber aufgezogen, sondern auch gemästet werden können, zeigt eine Arbeit aus Deutschland. Die Kälber eines Praxisbetriebes mit mutter- und ammengebundener Kälberhaltung erreichten eine durchschnittliche Tageszunahme von 1360 Gramm. CS
Weiterführende Informationen
Mutter- und Ammengebundene Kälberaufzucht (Rubrik Tierhaltung)