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Über die Gemeinde in Korinth sind wir besonders gut informiert. Paulus hat zwischen 50 und 52 n. Chr. dort gelebt. Zunächst hat er die Auferweckung Jesu in der Synagoge verkündigt, nach Konflikten aber gemeinsam mit Priska und Aquila eine eigene Gemeinde aufgebaut (vgl. Apg 18).
Auch nach der Abreise blieb Paulus im Kontakt mit der Gemeinde, die sich mit vielen Fragen an ihn wandte.
2 Korinther schildert Konflikte, aber auch Versöhnungen zwischen Paulus und der Gemeinde aus der Sicht des Paulus. Dabei kritisiert Paulus andere Missionare, die er ironisch «Superapostel» nennt (11,5; 12,11).
Ausserdem schreibt er über die Kollekte, die er in allen von ihm gegründeten heidnisch-christlichen Kirchen für die jüdisch-christliche Urkirche in Jerusalem sammelt (Kap. 8-9).
In all dem kommt das paulinische Selbstverständnis als Apostel besonders deutlich zum Ausdruck.
2 Korinther ist wohl aus mehreren Briefen zusammengestellt, was die z.T. abrupten Themenwechsel erklären würde.