Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/2439

Daimler
geb. 1995
Wallach
Rasse: deutsches Halbblut
Verdankungen
Beatrice Schaeppi, Teil-Patin
Daimler's Geschichte
Mehrere Jahre verrichtete Daimler seinen Dienst als Reitschulpferd eines deutschen Reitvereins. Trotz seiner Grösse wurde er von den Reitschülern sehr geschätzt. Er ist äusserst kooperativ,
freundlich und bestrebt, dem Menschen Freude zu bereiten.
Ende 2003 brach Daimler während einer Reitstunde im Galopp zusammen. Eine erste Diagnose bezogen auf Herzprobleme erhärtete sich nicht. Eine fundierte Abklärung zeigte schliesslich eine ausgeprägte Veränderung in der Halswirbelsäule (Arthrose und freies Knochenfragment). Das Verdikt war klar: Daimler zu reiten, barg und birgt grosse Risiken, weil die Nervenbahnen durch das Knochenfragment immer wieder beeinträchtigt werden können, mit der Folge, dass die Vorhand einbricht, das heisst das Pferd stürzt. Dem Reitschulbetrieb war es nach dieser klaren Diagnose aus ethischen und versicherungstechnischen Gründen unmöglich, Daimler weiter als Reitschulpferd einzusetzen. Ein Pferd, das seinen Lebensunterhalt nicht mehr verdienen kann, ist aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht tragbar; eine Rente können sich Reitschulpferde auch bei bester Mitarbeit nicht verdienen. Daimler musste weg. Er wurde von Stinah im Mai 2004 übernommen
Stinah hat Daimlers gesundheitliches Problem weiteren Tierärzten zur Beurteilung unterbreitet. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Veränderungen in der Halswirbelsäule schliessen eine Reitbarkeit des Pferdes aus. Das Risiko eines Sturzes mit den daraus für den Reiter resultierenden Folgen ist nicht tragbar. Eine Therapie ist nicht möglich. Die Veränderungen verursachen aber keine Schmerzen, so dass Daimler als Weidepferd, der uns auf Spaziergänge oder auch als Handpferd auf Schritt-Ausritten begleitet und sich zum Bodenarbeitschampion hocharbeitet, beschwerdefrei leben kann.