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Bereits heute würden wirtschaftliche Ungleichheiten Sorgen bereiten. Doch in den kommenden Jahrzehnten könnten sie regelrecht «zum Alptraum» werden, befürchtet Robert J. Shiller, Wirtschafts-Nobelpreisträger des Jahres 2013. Unter dem Titel «Die heutige Ungleichheit könnte sich leicht zur Katastrophe von morgen entwickeln», zählt er in der «New York Times» Gründe auf, weshalb sich die Kluft zwischen Reichen und Armen auf längere Sicht gesehen noch dramatisch vergrössern könnte:
- Die Roboterisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz kann dazu führen, dass viele wenig qualifizierte Menschen keine Erwerbsarbeit mehr finden.
- Eine Umweltkatastrophe wie zum Beispiel die Erwärmung des Klimas, Umweltverschmutzung oder Krankheits-Epidemien kann es für Menschen mit wenig Geld und Vermögen schwierig machen, in bestimmten Regionen zu (über-)leben.
- In künftigen Kriegen könnten atomare, chemische oder biologische Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden, die ganze Regionen unbewohnbar machen.
- Politische Umwälzungen wie das Aufkommen von Rassismus oder andern ausschliessenden sozialen Strukturen könnten für weniger Privilegierte verheerende Folgen haben.
Er hoffe natürlich, schreibt Robert J. Shiller, keines dieser Szenarien werde eintreten. Aber selbst wenn die Wahrscheinlichkeit nicht so gross sei, sollten wir heute alles dafür tun, um solchen Eventualitäten zu begegnen.
Leider seien die stark steigenden Vermögen und Einkommen der Reichsten in der Vergangenheit nie stark besteuert worden, um die Ungleichheit zum bremsen, sondern meistens erst in Kriegszeiten, um einen Krieg zu finanzieren.
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Zum vollständigen Artikel des Nobelpreisträgers in der «New York Times»
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine