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Windgælle
(Grosse) (Kt. Uri). 3192 m. Bedeutender Gipfel der Bergkette, welche das Maderanerthal vom Schächenthal trennt;
ihre Felsmasse erhebt sich zwischen er Kleinen Windgälle und dem Gross Ruchen.
Die Besteigung wird in 6 Stunden vom Hotel S. A. C. des Maderanerthales gemacht.
Die erste Besteigung wurde am durch G. Hoffmann mit J. M. Tresch und Melch.
Tresch ausgeführt. Sie zeigt ziemlich grosser Schwierigkeiten, bietet aber eine wunderbare Aussicht. (S. Führer durch die Urner Alpen. B. I. Zürich 1905).
Auf dem S.-Hang, in der Richtung des Maderanerthales geneigt, zeigen sich die Gesteine des Aarmassives, bestehend aus serizitischen Schiefern und amphibolitischen Gesteinen.
Die Sedimentgesteine, welche ihnen aufliegen (Dogger, Malm und Eozän), bilden eine prächtige, nach N. gerichtete Falte.
Der Gipfel und die nördl. mächtige Felswand des Berges werden von vertikal aufgerichteten Kalkbänken des Malm gebildet.
Der Kern der Falte findet sich auf dem S.-Hang des Gipfels;
er besteht aus einer mächtigen Masse von rotem quarzitischen Porphyr, welcher zu den Gesteinen des Zentralmassives gehört.
Windgälle = Ort wo der Wind gällt (heult).