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Das Wichtigste in Kürze
- Der gemeinsame Auftritt Shermans mit ihren Kollegen aus Südkorea und Japan, Choi Jong Kun und Takeo Mori, sollte auch die Geschlossenheit der drei Länder beim Thema Nordkorea demonstrieren.
Doch Mori sagte seine Teilnahme ab, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Warum Choi nicht daran teilnahmen, war unklar.
Hintergrund der Weigerung Moris ist ein Streit Japans mit Südkorea über eine Felseninselgruppe im Meer zwischen beiden Ländern. Japan hatte zuletzt gegen den Besuch der von Südkorea verwalteten Inselgruppe durch den Chef der südkoreanischen Polizeibehörde protestiert. Beide Länder streiten sich seit Jahrzehnten um die Inselgruppe, die von Südkorea Dokdo und von Japan Takeshima genannt wird.
Trotz der Abwesenheit ihrer Kollegen nannte Sherman das trilaterale Treffen «freundlich» und «konstruktiv». Sie sei zufrieden mit Beratungen über Wege zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Mit Denuklearisierung umschreiben die USA und ihre Verbündeten die Abrüstung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms. Die Verhandlungen Washingtons mit der isolierten Regierung in Pjöngjang kommen seit mehr als zweieinhalb Jahren nicht mehr voran. Die USA sind bei ihrem Umgang mit Nordkorea auf die Zusammenarbeit mit ihren Verbündeten Japan und Südkorea angewiesen.