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Im Herrn verschieden
P. Max Enderle SMB
Am 11. März 2017 starb in der Pflegeabteilung des Missionshauses Bethlehem Immensee der langjährige Japan-Missionar P. Max Enderle SMB. Er wurde am 4. Juni 1926 in St. Gallen geboren, wuchs in St. Gallen und Walenstadt auf und besuchte das Gymnasium in Immensee. Er schloss sich 1947 der Missionsgesellschaft Bethlehem an und wurde am 29. März 1953 zum Priester geweiht. Noch im gleichen Jahr reiste er als Missionar nach Japan aus, wo er nach dem Sprachstudium sieben Jahre lang als Vikar in Kamaishi am Meer in der nördlichen Diözese Sendai tätig war. Im Hafenviertel hielt er Gottesdienste für christliche Matrosen auf der Durchreise. Es war auch die Zeit des Baues einer neuen Kirche samt Pfarrhaus. Von 1963 leitete er während über vier Jahrzehnten die ländliche Pfarrei Tono und betreute den dortigen Kindergarten. Er vermittelte auch japanische Landwirtschafts-Praktikanten in die Schweiz. 1991 überreichte ihm die Stadt Tono eine Auszeichnung als Förderer der Kultur. Im gleichen Jahr übernahm er zusätzlich zu seiner Arbeit in Tono auch die Seelsorge in der Stadt Kamaishi. 2012 kehrte er aus Altersgründen in die Schweiz zurück, wo er im Missionshaus Bethlehem Güte und Zufriedenheit ausstrahlte, sich aber doch nach Japan zurücksehnte. Er wurde auf dem Friedhof der Missionsgesellschaft in Immensee begraben.
P. Karl Stähli SMB
In Kaohsiung, Taiwan, verstarb am 18. März 2017 der langjährige Taiwan-Missionar Karl Stähli SMB, Priester der Missionsgesellschaft Bethlehem. Er wurde am 7. Februar 1937 geboren und wuchs in Flums (SG) auf. Er besuchte das Gymnasium in Rebstein (SG) und in Immensee und schloss sich 1958 der Missionsgesellschaft Bethlehem an. Er empfing am 21. März 1964 die Priesterweihe. Als begnadeter Kommunikator arbeitete er im Informationsdienst der Missionsgesellschaft, bis er 1967 als Missionar nach Taiwan gesandt wurde. Nach dem Studium der chinesischen Sprache war er Pfarrer in Tawai bei den Paiwan-Ureinwohnern. Nach einer Weiterbildung am East Asian Pastoral Institute in Manila war er in verschiedenen Pfarreien der Diözese Taitung tätig. Nach weiteren zwei Jahren im Informationsdienst der Missionsgesellschaft erlernte er die Sprache des Ureinwohnerstammes der Bunun, um sich von nun an ganz ihrer Seelsorge zu widmen. Ab 1985 arbeitete er hingebungsvoll in der Berg-Pfarrei Taoyuan in der Diözese Kaohsiung im Südosten des Landes. Als 1999 ein verheerendes Erdbeben die ganze Gegend verwüstete, evakuierte er mit den Leuten in die Ebene, teilte das Los in Baracken mit ihnen und spendete ihnen Trost. Mit seinem unerschütterlichen Gottvertrauen hatte er einen unmittelbaren Zugang zu den Menschen. Vor etwa einem Monat musste er eine Krebsdiagnose hinnehmen. Leider war die medizinische Behandlung nur von kurzer Wirkung. Am 18. März 2017 starb er im Krankenhaus in Kaohsiung. Urnenbestattung in Taiwan.
Joe Elsener SMB