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Nach dem Ende des Kalten Krieges galt die Demokratie als Erfolgsmodell. Heute ist das Staatswesen, das wir für den Normalfall halten, selbst in Europa bedroht – paradoxerweise oft von innen, aus sich selbst heraus. Von solchen Entwicklungen ist die Schweiz weit entfernt. Doch auch hier macht sich ein Wandel bemerkbar.
MARK POLLMEIER
Wenn man das Wort Demokratie aus dem Griechischen übersetzt, dann ist sie die Herrschaft (kratos) des Volkes (demos). Nach heutiger Definition bedeutet das mindestens, dass ein Volk sich sein politisches Personal selber wählt.
So gesehen wäre alles in Ordnung: In sämtlichen Ländern der Erde wird regelmässig gewählt. Selbst die nordkoreanische Verfassung legt in Artikel 89 fest, die Wahlen im Land seien «allgemein, gleich, direkt und geheim».
Das Beispiel…