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Einjährige Lieferverträge für PC-Hersteller.
"Wer viel hat, hat auch die Macht. Und wer die Macht hat, hat das Recht", nach dem Motto frei aus Carl Orffs Singspiel "Die Kluge" sitzen die wenigen verbliebenen Festplattenhersteller vor dem Hintergrund anhaltender Lieferengpässe in Folge der Fluten in Thailand am längeren Hebel. Wie 'Digitimes' berichtet, haben die HDD-Produzenten die PC-Hersteller nun aufgefordert, einjährige Lieferverträge mit festgesetzten Preisen und Abnahmemengen zu unterzeichnen.
Obwohl die HDD-Hersteller und ihre Komponentenlieferanten die Produktion im überschwemmten Thailand zum Teil wieder aufgenommen haben, könne es je nach Standort der Fabrik noch lange dauern, bis die ursprünglichen Kapazitäten wiederhergestellt sind. Es sei daher schwer abzuschätzen, wann das Worst-Case-Lieferszenario vorbei sei, zitiert der taiwanische Newsservice die wie sooft nicht genannten Quellen.
Einige PC-Hersteller hätten bereits durchblicken lassen, dass sie sich wie in der Vergangenheit auf vierteljährliche Lieferverträge einlassen würden, ungern aber auf längerfristige, da zu befürchten sei, dass die Preise für Festplatten jäh fallen werden, sobald die Engpässe nach Aufräumen der Flutschäden wieder behoben sind.
Einige der nur noch fünf und bald möglicherweise nur noch drei Festplattenhersteller (Seagate mit Samsungs Unit, Western Digital mit Hitachi Global Storage und Toshiba) hätten angedeutet, dass die HDD-Verfügbarkeit im vierten Quartal gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um 30 Prozent einbrechen würde und die Engpässe das ganze erste Quartal 2012 anhalten würden. AMD und andere Quellen sagen aber, dass die Knappheit gar nicht so dramatisch sei, weil es immer noch Lagerbestände gebe. Fürs erste Quartal 2012 gehen die Hersteller allerdings von einem Angebot von nur 140 Millionen Platten aus, weit unter den 170 bis 180 Millionen Lieferungen im Vorjahresquartal. (kh)