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Morgen, am 11. Februar, ist «Schmutziger Donnerstag». Ein Tag, an dem wir alle Masken tragen werden! Aber in diesem Jahr nicht zum fasnächtlichen «Intrigieren», sondern zum gesundheitlichen «Prohibieren» (verhindern) von Corona-Ansteckungen. Aufgrund der geltenden Einschränkungen ist keine «normale» Fasnacht möglich. Es wird stiller sein.
Die Franzosen nennen diesen Donnerstag «jeudi gras». Denn er hat seinen Namen vom Fett, in dem früher die Fasnachts-Chüechli gebacken wurden. Am Schmutzigen Donnerstag 1858 geht die 14-jährige Bernadette Soubirous in Lourdes mit ihrer Schwester und einer Freundin hinunter zum Gave. Im bewaldeten Gebiet am Bach, unterhalb der Felswand, suchen sie Brennholz, um in der dürftigen Unterkunft der Soubirous etwas heizen zu können. Da sieht Bernadette in der Grotte Massabielle erstmals eine weiss gekleidete Dame. Und das wiederholt sich in den Tagen darauf. Am 25. Februar sagt ihr die Dame, sie soll „aus der Quelle trinken und sich dort waschen“. Bernadette beginnt mit ihren Händen im Schlammboden der Grotte zu graben und entdeckt bald darauf eine Quelle.
Seither ist Lourdes mit seinem Wasser zur Quelle des Gebets, der Kraft und von Heilungen geworden. Begonnen hat diese Geschichte an einem stillen «Schmutzigen Donnerstag».
Beat Jung (Foto: pixabay.com)