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Praxis in Basel. Emilie Louise Frey promovierte 1895 an der medizinischen Fakultät der Universität Basel. Noch im gleichen Jahr eröffnete sie an der St. Alban-Vorstadt 58 ihre Praxis. Ihre Patientinnen kamen aus der Stadt Basel, aus dem Baselbiet, aus dem Badischen und dem Elsass. Es war ihr wichtig, auch Patientinnen aus der unteren Gesellschaftsschicht zu betreuen.
Erfolgreiche Praxis in der St. Alban-Vorstadt. "Jumpfere Dokter", so lautete ihr Übername, wurde bald eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit. Durch den frühen Tod ihres Vaters war sie, zusammen mit ihrem Bruder Eduard, für ihre Mutter und ihre Geschwister verantwortlich. Mit ihrem ehemaligen Lehrer, Prof. Dr. med. Carl Sebastian Haegler, bildete sie eine erfolgreiche ARbeistgemeinschaft. Der Chirurg betrieb eine Privatklinik am Petersgraben, die Emilie Louise Frey ihre Pateintinnen einweisen konnte. Für bedürftige Patientinnen stellte ihr Prof. Haegler kostenlos ein Bett zur Verfügung.
Praxisaufgabe und Tod. Krankheitsbedingt musste Dr. med. Emilie Louise Frey ihre Praxis nach 40 Jahren erfolgreicher Tätigkeit 1935 im Alter von 66 Jahren aufgeben. 1937 starb sie an einem Hirnschlag.