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Entstehung
Der "Sozialzeitausweis" wurde in der zweiten Hälfte der 90er Jahre im Kanton Bern von der Koordination Freiwilligenarbeit Bern sowie von der Fachstelle für Freiwilligenarbeit des Kantons Thurgau entwickelt und eingeführt. Die Entwicklung des Nachweises wurde in Bern durch die reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn unterstützt.
Der "Sozialzeitausweis" stützt sich auf die Methodik von CH-Q, einem Qualifikationsinstrument, das die Übertragbarkeit von Fähigkeiten und Kompetenzen zum Ziel hat (das System wurde in Kanada entwickelt, um den Berufswiedereinstieg von Frauen zu fördern, CH-Q wurde in der Schweiz auch eingesetzt, um die im Militärdienst erworbenen Kompetenzen für die bezahlte Arbeit sichtbar zu machen).
Im internationalen UNO-Jahr der Freiwilligen 2001 wurde der Sozialzeitausweis gesamtschweizerisch und in drei Sprachen eingeführt (Herausgeber: iyv-forum). Ein grosser Diskussionspunkt war der Name. "Sozialzeitausweis" stützte sich auf den von Plasch Spescha, Hans Ruh und anderen geprägten Begriff der "Sozialzeit", die sich als dritte Lebenszeit neben Arbeits- und Freizeit verstand und das freiwillige Engagement allgemein zugunsten von Dritten und der Umwelt umfasste (-> Modelle Sozialzeit). Der Begriff setzte sich jedoch nicht durch und wurde mit der "sozialen" Freiwilligenarbeit gleich gestellt. In der französisch- und italienischsprachigen Ausgabe wurden die Begriffe "Dossier Bénévolat" bzw. "Dossier Volontariato" verwendet. Diese haben sich im Gegensatz zur deutschsprachigen Version bewährt.
Nach dem UNO-Jahr der Freiwilligen übernahm das forum freiwilligenarbeit.ch den Vertrieb. Aufgrund der Promotionsarbeit wurde der Sozialzeitausweis in den ersten Jahren gut genutzt. Seine grösste Verbreitung erfuhr er im kirchlichen und sozialen Bereich und in der Frauenarbeit. Die Jugendverbände unternahmen grosse Anstrengungen und erreichten, dass der Sozialzeitausweis hier immer mehr genutzt wurde.
Das forum freiwilligenarbeit.ch stellte seine Aktivitäten per Ende 2011 ein. Die letzte Mitgliederversammlung des forum beauftragte im März 2012 BENEVOL Schweiz mit dem Vertrieb und der Weiterentwicklung.
Herausgeber
benevol Schweiz, die Dachorganisation der Deutschschweizer Fachstellen für Freiwilligenarbeit, gibt das DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT heraus, gemeinsam mit den regionalen benevol Fachstellen, Bénévolat-Vaud pour le Groupe romand de la promotion du bénévolat (GRPB) und der Fachstelle im Tessin Conferenza del volontariato sociale sowie einer breiten
Mitherausgeberschaft
Die Mitherausgeber sind als grosse Einsatzorganisationen von Freiwilligeneinsätzen in die Weiterentwicklung eingebunden und tragen das Instrument mit.