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HP hat sich mit dem US-Justizdepartement geeinigt und kann gegen eine Zahlung von 55 Millionen Dollar einen Fall im Zusammenhang mit Aufträgen von US-Regierungsbehörden aussergerichtlich beilegen. HP erklärte, dass man weiterhin nicht glaube, illegal gehandelt zu haben, aber die Sache nun gerne hinter sich lassen wolle.
Bei der Untersuchung des Justizdepartements, die bereits vor sechs Jahren begann, geht es einerseits um ein Projekt aus dem Jahr 2002 für die "General Services Administration", bei dem HP überhöhte Preise verrechnet haben soll, beziehungsweise höhere Preise, als sie ein Unternehmen aus der Privatwirtschaft hätte bezahlen müssen.
Der Hauptpunkt waren aber gemäss 'Wall Street Journal' sogenannte "influencer fees" (Belohnung für "Beeinflusser") beziehungsweise Kickbacks, die HP nach einem erfolgreichen Verkauf an Systemintegratoren bezahlt hat, welche die Produkte empfohlen hatten. Wegen änlichen Praktiken standen beispielsweise auch schon EMC und IBM unter dem Beschuss der US-Behörden.
Solche Kickbacks sind allerdings weit verbreitet als (oft ganz offizieller) Bestandteil vieler Partnerprogramme von IT-Herstellern. Sie gelten allgemein als legitime Belohnung für aktive Verkaufsbemühungen seitens der Partner. Ein Problem gerade im Geschäft mit Behörden dürften sie aber dann darstellen, wenn sich der Partner gegenüber Kunden als herstellerneutraler Berater präsentiert.
Der Fall hielt US-Behörden jedenfalls keinesfalls davon ab, HP als Lieferanten in Betracht zu ziehen. Gleichzeitig mit der Beilegung des Falles konnte HP beispielsweise einen bis zu 800 Millionen Dollar schweren Rahmenvertrag mit der Air Force zur Lieferung von PCs, Displays und anderer Hardware verkünden. (hjm)