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Die Entscheidung für eine neue Partnerschaft
In den 1980er Jahren hatten die Schweizer Pfadiverbände Bund Schweizer Pfadfinderinnen (BSP) und Schweizer Pfadfinderbund (SPB) je eigene Entwicklungsprojekte und Partnerschaften: Der BSP mit Zimbabwe und der SPB mit Ruanda. Nach der Fusion zur Pfadibewegung Schweiz (PBS) 1991 machte man sich Gedanken darüber, als PBS neue Partnerschaften zu übernehmen. So initiierte die Internationale Equipe eine Partnerschaft mit Burkina Faso.
Gleichzeitig begannen sich in Osteuropa und Zentraleuropa nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft wieder Pfadiverbände zu bilden. Viele Kantonalverbände wurden damals aktiv und organisierten verschiedene Anlässe um die neuen Pfadiverbände zu unterstützen. Auch die internationale Equipe begann sich Gedanken zu machen über eine mögliche Partnerschaft mit einem der wiedergegründeten Verbände.
Rasch wurde klar, dass man die Zusammenarbeit mit einem Frauenverband suchen wollte. Diesen wollte man auf dem Weg zur Mitgliedschaft beim Weltverband der Frauen (WAGGGS) begleiten. Diese Entscheidung hatte verschiedene Gründe. Einerseits hatte die Partnerschaft in Burkina Faso mit einem Männerverband begonnen. Andererseits hatte der Weltbund der Pfadfinder (WOSM) mehr finanzielle Mittel, um neue Verbände selbstständig zu unterstützen.
Des weiteren machte sich WOSM in dieser Zeit bei der PBS ausserdem unbeliebt, weil man sich gegen die Gründung neuer SAGNOs stellte. SAGNO (Scout and Guide National Organisation) nennt man einen nationalen Verband, welcher beiden Weltverbänden gleichermassen angeschlossen ist. Alle Knaben und Männer wären automatisch Mitglied von WOSM, alle Mädchen und Frauen von WAGGGS. Mit diesem Entscheid verunmöglichte WOSM eine Organisationsform, welche sich bei der PBS gut bewährt hatte. Das Verbot richtete sich ausserdem klar wegen WAGGGS, da viele gemischte Nationalverbände sich im Zweifelsfall WOSM anschlossen.