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Prügel- oder Knüppelweg über eine nasse Wiese in der Dockenrüti, erwähnt im FMU 1549. Die Hinweise im Idiotikon sind eindeutig in der Richtung, aber offen in der Deutung. Ernst Benningers Hinweis auf die Flecklinge, welche die Prügel zusammenhielten kommt der Sache schon näher, doch warum hiessen sie so?
1. Deutung: Die früher auf Wanderschaft ziehenden Zimmerleute aus dem Norden Deutschlands nannten die zusammengesetzten Prügel niederdeutsch «Flak», hochdeutsch = Fleckling, die Zimmerleute aus Holland sagten dazu «flacht» oder «vlak». In Holland hat es auch die Bedeutung von flach, Fläche, Ebene. Ein Flak ist also ein einzelnes Stück Flachholz eines Prügelweges. Flecketen Weg bedeutet demnach «Prügelweg durch Sumpfwiese».
2. Deutung: Hans Bahlow weist in seinem Buch «Deutschlands geografische Namenwelt» unter Flechtingen darauf hin, dass flach, vlak, vlach etc. auch direkt die Bedeutung von Wasser oder Sumpf hätte. Diese Vermutung dürfte richtig sein, denn im Französischen bedeutet «flaque» Wasserlache oder Pfütze. Das nicht sehr französisch klingende Wort stammt wohl aus dem Altfranzösischen und dürfte über die Franken vermittelt worden sein. Somit hat das Wort mit Sicherheit einen althochdeutschen oder germanischen Vorgänger. Als Deutung wäre dann auch ganz schlicht «Weg durch eine sumpfige Gegend» anzusetzen.
3. Im Englischen heisst der Prügel prick. Dieses Wort erinnert an Brücke. Ein Prügelweg hat somit einen feuchte oder nasse Stelle über'brückt'. Das deutsche Wort Brücke leitet sich somit ebenfalls von den Holzprügeln ab.
Es gibt die gleiche Analogie auch mit dem Begriff «glatt». Man denke nur an den Glattensee, das Glattenried etc., wo ebenfalls das Glatte oder Flache eines Moores, Sumpfes oder Gewässers gemeint war und nicht etwa das Glänzende, wie von germanistischer Seite immer wieder vermutet wird. Glänzend mag einer von vielen Aspekten gewesen sein, aber offenbar nicht der Entscheidende.