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Bedienungsanleitung zur F-21
Bei dieser Bedienungsanleitung handelt es sich um eine Übersetzung von Frau M. Ziemann der originalen russischen Anleitung (die hier als PDF erhältlich ist; Vorsicht: 8 MB!). Das Original stammt aus dem Jahr 1975. Einige wenige Fachbegriffe aus der Übersetzung habe ich zum besseren Verständnis korrigiert oder merke sie in Klammern in Schrägschrift an.
Apparat F 21 T
Technische Beschreibung und Instruktionen zur Benutzung
BL3.821.031 TO
Inhalt
Die technische Beschreibung und die Instruktionen zur Benutzung des Apparates F 21T enthalten auch eine Beschreibung des Aufbaus und des Funktionsprinzips des Gerätes, seine technischen Daten und Informationen zum richtigen Einsatz des Apparates.
Die Abschnitte 1 bis 7 des Inhaltsverzeichnisses beziehen sich auf die technische Beschreibung des Gerätes, die Abschnitte 8 bis 11 auf Instruktionen zu seinem Einsatz.
Die in der Anlage enthaltene Balkenraster-Testtafel wird bei einer prophylaktischen Durchsicht des Apparates angewendet.
Der Apparat F 21T ist ein von den äusseren Abmessungen kleiner Fotoapparat, der unter tropischen und gemässigten Klimabedingungen eingesetzt werden kann.
Der Aufzug des Verschlusses erfolgt durch Druck auf den Auslöseknopf; die Filmaufwicklung und das Spannen des Aufzugs erfolgen automatisch beim Loslassen des Auslöseknopfes.
Die seitlichen Ausstülpungen erlauben es, den Apparat auch in anderen Systemen und Geräten zu befestigen.
Der Apparat F-21T ist in einem Temperaturbereich von -20°C bis +55°C einsetzbar.
Die komplette Ausstattung des Apparates ist in Tabelle 1 zusammengefasst.
Tabelle 1
Hinweis: Ein technisches Handbuch wird dem Kunden separat zugestellt.
Der Apparat besteht aus folgenden Basisteilen und Mechanismen:
a) Objektiv
Das Objektiv ist auf eine ständige Entfernung von 5 m fokussiert. Die Blende des Objektivs ist eine Irisblende. Die Einstellung der Blende erfolgt durch Drehen des Rings, der auf dem Objektivkörper befestigt ist.
Die Schärfeeinstellung bei den Blenden 2.8, 4, 5.6, 8, 16 erfolgt entsprechend Tabelle 2, die in den Benutzungshinweisen zu finden ist.
Die Belichtungseinstellung erfolgt mit dem Hebel 37, der Fixierungseinstellungen für alle Belichtungswerte besitzt. Für die Belichtungseinstellung "B" muss das Köpfchen 38 auf dem Hebel 37 zurückgeschoben werden.
Die Verschlussblätter (Blendenlamellen) 13 werden mittels Exzenter 8 über Hebel 2 in Gang gesetzt.
Eines der Blätter hat die Form einer Gabelung, in deren Innern der Exzenter umläuft. Das Öffnen und Schliessen der Blätter erfolgt während einer Umdrehung des Exzenters. Die Umdrehung des Exzenters erfolgt mittels Drücken der Feder 9, die sich auf einer Achse mit dem Kegelradgetriebe 12 befindet. Während der Filmaufwicklung zieht sich die Feder mit einer Umdrehung über das Kegelradgetriebe 12, 29 auf. Durch Drücken des Auslöseknopfes 19 (vgl. Abbildung 4) erfolgt der Abzug des Schlosses mit Hebel 4, der mit dem Abzugshebel 1 verbunden ist.
Dabei dreht sich Hebel 1 im Uhrzeigersinn und setzt den Bolzen (Zapfen) des Exzenters 8 frei. Der Exzenter dreht sich in die Richtung, die vom Anzeiger vorgegeben wird, bis der Bolzen 7 nicht mehr in der Feder des Sektors 10 gesichert ist.
Eine Belichtung von 1/100 Sekunde erhält man durch freies Drehen des Exzenters 8 unter Mitwirkung der Feder 10.
Belichtungen von 1/30 und 1/10 erhält man durch verzögertes Bewegen mittels des Luftbremse 14, die sich in die Funktion des Verschlusses über Hebel 6 und Feder 11 einklinkt, die auf den Zapfen zum vollständigen Öffnen des Verschlusses trifft.
Bei Belichtung per Hand "B" dreht sich Hebel 3 bei Druck des Auslöseknopfes 19 im Uhrzeigersinn; nach dem Öffnen der Blätter (Lamellen) stösst Bolzen 7 des Exzenters 8 auf den Vorsprung "a" des Hebels 3 und verbleibt in dieser Position bis zum Loslassen des Knopfs.
Der Mechanismus besteht aus zwei Federtrommeln mit Aufzugsköpfchen 36, die aufeinanderfolgend verbunden sind; dem Zahnradgetriebe 33 und 34, welches die Bewegung auf die Aufnahmekassette über die Gabelung "b" überträgt, dem Zahnrad 34, welches die Verschlussfeder 9 (Abbildung 2) spannt und dem Zentrifugalgeschwindigkeitsregler 30, der vom Zahnrad 23 und der Schnecke 32 angetrieben wird. Die Federtrommeln haben einen Begrenzer des Aufzugsmomentes, der sich im Innern des Köpfchens 36 befindet, welches eine Überlastung und einen Abriss der Feder während des Aufziehens ausschliessen soll. Der vollständige Betrieb der Federtrommeln sichert die Ausführung von 14 bis 16 Aufnahmezyklen des Apparates.
Bei zurückgezogenen Federtrommeln hält man den Antriebsmechanismus in Sperrposition mittels Feder 26, die den Bolzen 27 der Reglerscheibe 28 stoppt.
Der Antriebsmechanismus funktioniert bei Loslassen des Auslöseknopfes 19. Bis zum Drücken des Abzugsknopfes stösst die Ausstülpung "b" des Hebels 25 an die Seitenfläche der Buchse 17, die von Feder 16 an die Buchse 18 gepresst wird.
Beim Drücken des Knopfes geht die Ausstülpung des Hebels von Ausstülpung 17 auf die Seitenfläche der Ausstülpung 18 über, die einen etwas kleineren Durchmesser hat. Deshalb wird beim Loslassen des Knopfes, wenn sein Schaft nach oben bewegt wird, die Ausstülpung "b" des Hebels 25 an der Kante der Ausstülpung 17 gestoppt und von unten gehalten.
Während der weiteren Hebung des Knopfs löst sich die Ausstülpung des Hebels von der Seitenfläche der Buchse 18 auf Achse 15. Hebel 25 dreht sich unter Druck der Feder um seine eigene Achse und zieht Hebel 20 mit sich, dessen Ende aus dem Schlitz der Scheibe 21 herausgeführt wird, und die Feder 26 entfernt sich von Scheibe 28 und setzt den Bolzen 27 frei. Der Mechanismus setzt sich in Bewegung, wickelt den Film auf und zieht den Verschluss auf. Nach vollständiger Drehung der Scheibe 21 fällt das Ende des Hebels 20 in den Schlitz der Scheibe 21, die Feder 26 stoppt den Regler und der Mechanismus hört auf zu arbeiten. Davor hält Bolzen 22, der am Hebel 25 vorbeiläuft, diesen zurück, wodurch Buchse 17 unter Einwirkung von Feder 16 angehoben wird und in der Anfangsposition bleibt.
Wird der Knopf nicht vollständig gedrückt, funktioniert nur der Verschluss; Filmaufwicklung und Spannen des Verschlusses funktionieren nicht, infolgedessen bewirkt der nächste Druck auf den Knopf keinen Abzug des Verschlusses. Deshalb sollte bei einer Aufnahme der Auslöseknopf 19 oder die Stange bis zum Anschlag gedrückt werden.
Im Falle einer unvollständigen Fimaufwicklung (bei nichtaufgezogenen Federtrommeln oder bei vorzeitigem Druck auf den Abzugsknopf, wenn die Filmaufwicklung noch nicht beendet war) schaltet sich der Abzug des Verschlusses derart aus, dass die Ausstülpung des Hebels 20 sich unter Hebel 4 befindet, womit er nicht heruntergedrückt und Abzugshebel 1 nicht freigesetzt werden kann.
Bei der Aufwicklung des Films auf eine Aufnahme vollführt das Zahnrad 34 eine unvollständige Umdrehung, sodass die Anzahl der aufgenommenen Bilder auf der Skala 24 abgezählt werden kann. Der Zeiger - Anzeiger ist mit dem Rad mittels Reibekupplung verbunden. Zum Einstellen des Zeigers auf Nullposition dient Köpfchen 35 mit geriffeltem Kopfende, welches sich am oberen Ende des Apparates befindet.
Bei Drücken des Köpfchens erfolgt die Verzahnung (die Ankupplung) der Zahnradwinden, wonach durch Drehen des Köpfchens der Zeiger auf Nullposition der Skala 24 gestellt wird.
Die Kassette ist in Abbildung 7 dargestellt.
Die Zuführ- 44 und Abnahmeteile 42 der Kassette sind durch einen Steg 45 verbunden. Beim Drehen der Behälter 48 bzw. 50 in die durch die Zeiger angegebenen Richtungen schliessen sich die Schlitze der Kassette. In geschlossener Position der Kassette schliesst sich die Ausstülpung des Behälters mittels Feder 43, wodurch die Kassette vor einer zufälligen Öffnung geschützt ist.
Um die Kassette für einen neuen Film zu öffnen, muss man die Zapfen 46 drücken und den Behälter umdrehen, wobei man die Zapfen 47 benutzt. Im Innern der Abnahmespule gibt es Nieten, die zur Ankopplung dieser Spule an die Gabelung "b" des Antriebs des Apparates (Abbildung 4) dient.
Zubehörteile des Fotoapparates:
a) Drahtauslöser (Länge 300, 500 und 750 mm)
Anmerkung: Die Zubehörteile gehören nicht zur Grundausstattung des Apparates, können aber gesondert bestellt werden.
Bei Verwendung des Fotoapparates mit Drahtauslöser (Abbildung 8) wird der Abzug durch Druck auf das Hebelende (Pedal) 56 der Stange in Betrieb gesetzt.
Der hintere Teil der Stange wird an der Gewindebuchse des Abzugsknopfes mittels Schraube 52 befestigt. Danach kann das Kabel 53 nach jeder beliebigen Seite zum Apparat gerichtet und mit der kleinsten Zahl von Biegungen angeordnet werden.
Die Laufgrösse des Hebels des hinteren Stangenendes reguliert sich mittels Gewindebuchse 54, die Mithilfe der Kontermutter 55 geschlossen wird.
Zum Schutz des Spannungsmechanismus des Kabels vor einem Hineinfallen in benachbarte Objekte wird der Kopf des Drahtauslösers in ein Lederfutteral gehüllt.
Das Schneidemesser (Abbildung 9) ist zum Schneiden eines 21 mm breiten Films aus einem 35mm breiten Film in der Dunkelkammer vorgesehen. Das Filmende wird in den Eingangsschlitz des Messers gesteckt und bis zum Anschlag vorwärts bewegt.
Falls der Film sich verdreht, muss seine konkave Seite nach unten gedreht werden. Durch Drehen der Kurbel 57 wird der Film soweit geschnitten, dass sein Ende von der Seite des Quermessers 61 nicht aus dem Schneidemesser herausragt. Durch weiteres Drehen der Kurbel wird sie in eine untere Position gebracht und durch Druck des Hebels 60 wird das Filmende, das aus dem Schneidemesser ragt, abgeschnitten.
Danach wird der Hebel losgelassen und die Schraube 59 zusammen mit Kettenwirbel 50 im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag gedreht.
Zum weiteren Schneiden des Films durch Drehen der Kurbel im Uhrzeigersinn wird letztere mittels Kettenwirbel 58 gestoppt, der für eine Filmlänge von 600 +/-10 mm ausgelegt ist. Durch Drücken des Hebels 60 wird der Film abgeschnitten und der Kettenwirbel von der Kurbel gelöst, wonach das Schneiden fortgesetzt werden kann. Falls ein Film mit einer anderen Länge benötigt wird, wird der Kettenwirbel von der Kurbel gelöst und die Filmlänge durch die Anzahl der Kurbelumdrehungen bestimmt. Während einer Kurbelumdrehung wird ein Film von 76 mm Länge herausgeschnitten.
Zum Entwickeln des 21 mm breiten und 600 mm langen Films benutzt man den in Abbildung 10 vorgestellten Behälter. Das Filmende wird auf der lichtempfindlichen Seite auf ca. 5 mm Länge eingebogen und unter die Lasche 66 geführt, die am Innenteil der Buchse 65 befestigt ist; bei Druck auf den Film sollte sein gebogenes Ende an den gebogenen Teil der Lasche stossen.
Den Film wickelt man mit der lichtempfindlichen Seite nach aussen auf die Spirale der Scheibe 68, wobei er in einem kleinen Winkel zur Spiralfläche gehalten wird.
Zur Sicherung des äusseren Filmendes wird es auf einer Länge von 10 mm mit der lichtempfindlichen Seite nach aussen gebogen und seitlich in die Klemme (Halterung) eingeführt.
Um den Film so zu spannen, dass seine lichtempfindliche Seite nicht die Windungen der Spirale berührt, wird die Halterung auf Scheibe 67 aufgesetzt.
Die Stange mit dem Film wird in die Schale des Behälters 69 eingesetzt und mit Deckel 63 verschlossen, wonach die Arbeit mit dem Film bei Licht fortgesetzt werden kann. Die Aufnahmekapazität des Behälters reicht für 0,25 l Flüssigkeit.
Der Fotoapparat hat eine fünfstellige Nummer mit vorangehendem Buchstaben T, die in der Gerätekarte eingetragen ist.
Der Apparat F 21T ist ein kompliziertes und genau arbeitendes Gerät, mit dem sorgfältig und behutsam umgegangen werden sollte.
Es muss unbedingt vor Stoss-, Schlag-, Regen-, Staub- und Sonneneinwirkung geschützt werden. Vor allem müssen die Linsen des Objektivs vor Staub und Fingerabdrücken geschützt werden.
Die Oberflächen, die bei der Arbeit mit dem Apparat besonders schwitzenden Händen ausgesetzt sind, sollten nicht berührt oder mit dünnen Stoffhandschuhen angefasst werden, ansonsten verringern sich die Antikorrosionseigenschaften des Apparates und somit seine Lebensdauer.
Der Umgang mit den beweglichen Teilen des Apparates sollte ohne Gewaltanwendung erfolgen.
Das Laden und Entladen der Kassette sollte stets im Dunkeln erfolgen.
Bei Arbeitspausen sollte man den Apparat nicht im gespannten Zustand belassen.
Sämtliche Lade- und Entladeoperationen des Apparates sollten nicht bei grellem Licht erfolgen.
Bei Aufnahmen müssen Drahtauslöser oder Abzugsknopf bis zum Anschlag gedrückt werden.
Zum Laden der Kassette braucht man einen 600 mm langen Film. Ein Ende des Films wird winklig auf einer Länge von 20mm so angeschnitten, dass sein mittlerer Teil am Ende nicht grösser als 10 mm ist.
Das nichtzugeschnittene Ende des Films steckt man in den Schlitz der Zuführspule 49 und wickelt den Film mit der lichtempfindlichen Seite nach innen auf die Spule auf.
Bei der Aufwicklung sollte man den Film am Rand festhalten, aber vermeiden, die lichtempfindliche Seite zu berühren.
Nach der Aufwicklung sollte ein 30-50 mm langes Ende freigelassen werden. Danach muss die Spule mit dem aufgewickelten Film so in den Behälter 48 eingeführt werden, dass beim Herausziehen des Films aus dem Behälter die Spule sich entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn dreht, was sich von der Seite des offenen Kopfendes des Behälters beobachten lässt.
Der geladene Behälter wird in den linken Kassettenbehälter gebracht und entgegen dem Uhrzeigersinn bis zum kleinen Schlitz der Verschlussfeder gedreht.
Das zugeschnittene Ende des Films wird unter die Lasche der Abnahmespule geführt und nach oben gebogen. Den Film wickelt man mit der lichtempfindlichen Seite nach innen um eine 0.5 bis 1 Drehung auf, danach wird die Spule so in den Behälter 50 eingebracht, dass beim Herausziehen des Films die Spule sich im Uhrzeigersinn dreht. Danach wird der Behälter in den rechten Kassettenbehälter gesetzt und im Uhrzeigersinn bis zum Einschnappen der Feder 43 gedreht. Die Kassette ist nun geladen.
Das Laden des Apparates kann bei Licht erfolgen. Vor dem Laden muss der hintere Deckel 39 abgenommen werden, dazu dreht man die Verschlusslaschen 40 und 41 bis zum Anschlag gegen den Zeiger mit der Aufschrift "3akpiito" (verschlossen). Der Federantrieb wird, wobei man das Köpfchen 36 entsprechend dem Zeiger dreht, bis zum Ansprechen des Aufzugsmomentbegrenzers aufgezogen.
In die Kamera wird die geladene Kassette eingelegt. Falls sie wegen Inkongruenz der Nieten der Abnahmespule mit der Schnittfuge der Gabelung nicht eingelegt werden kann, muss der Auslöseknopf des Apparates 19 gedrückt und losgelassen, und gleichzeitig ein leichter Druck auf die Kassette ausgeübt werden.
Setzen Sie den hinteren Deckel 39 auf den Fotoapparat, dafür muss zunächst der Verschluss 41 ohne Sehöffnung verschlossen, der Auslöseknopf 19 gedrückt und losgelassen, danach der Verschluss 40 mit Sehöffnung verschlossen und nochmals der Knopf 19 gedrückt und losgelassen werden. Bei diesen zwei Arbeitsgängen des Apparates wird der belichtete Filmabschnitt durchgezogen.
Die Sehöffnung im Verschluss des Apparates ermöglicht es, die Drehung der Kopfseite der Zuführspule zu beobachten.
Mit der beschriebenen Methode des Ladens des Apparates vermeidet man das Herausspringen des Filmendstückes aus der Lasche der Abnahmespule, sowie auch ein Gegenlaufen oder Zusammendrücken des Films.
Die Auswahl von Blende und Belichtungsdauer bei einer Aufnahme wird nach üblichem Schema unter Berücksichtigung der Aufnahmebedingungen vorgenommen.
Die unten angeführte Tabelle gibt die Schärfeeinstellungen des Objektivs bei einem Unschärfekreisdurchmesser von 0,03mm an.
Vor dem Entladen des Apparates muss der ganze Film auf die Abnahmespule gewickelt sein, um die letzten Einzelbilder vor Belichtung zu schützen. Dazu wird der Abzugsknopf solange gedrückt und losgelassen, bis der Signalgeber der Filmaufwicklung aufhört sich zu drehen. Wenn die Stärke der Aufzugsfedern nicht ausreicht, um das Filmende aus der Zuführspule herauszuziehen, muss zusätzlich Knöpfchen 36 aufgezogen werden.
Dann werden die Verschlüsse 40 und 41 zur Rückseite des Anzeigers "3akpiito" gedreht und der Deckel abgenommen. Jetzt kann die Kassette aus dem Apparat genommen werden.
Zur Vermeidung von technischem Versagen sollte alle 1.5 bis 2 Monate eine prophylaktische Durchsicht des Apparates und aller Zubehörteile zur Überprüfung ihres Zustandes und Funktionsweise vorgenommen werden.
Falls notwendig, muss der Apparat in eine Spezialwerkstatt zur Durchsicht oder Reparatur eingeschickt werden. Vor allem die Linsen des Objektivs sollten sehr vorsichtig behandelt werden. Bei Verschmutzung der äusseren Oberflächen der vorderen und hinteren Linsen muss eine Reinigung folgendermassen erfolgen:
Der Wattebausch sollte niemals völlig durchfeuchtet sein, weil Flüssigkeitsreste Spuren auf den Linsen hinterlassen oder Reste zwischen Linse und Einfassung geraten, wodurch die Linsen zusammenkleben oder sich ein Belag auf ihnen bilden könnte.
Anmerkung: Im Ausnahmefall kann die Linse auch mit einem sauberen Batisttuch gereinigt werden. Eine klare Linse bedarf keiner häufigen Reinigung.
Nach der Arbeit in der Kälte kann der Fotoapparat beschlagen, wenn man ihn in einen Raum bringt. In solchen Fällen verschwindet das Anlaufen von selbst, nachdem der Apparat eine Weile bei Zimmertemperatur aufbewahrt wurde. Es ist nicht sinnvoll, die Optik abzuwischen. Der angelaufene Apparat sollte bis zum vollständigen Trocknen nicht in das Futteral gesteckt werden.
Zur Kontrolle des Zustandes des Objektivs und der richtigen Justierung empfiehlt es sich, bei der prophylaktischen Durchsicht eine Kontrollfotografie der Balkenraster-Testtafel und Bestimmung der Funktionsfähigkeit des Apparates durchzuführen. Dazu wird die Balkenraster-Testtafel in einem Abstand von 5 m vor den Apparat gestellt und beleuchtet, wenn möglich gleichmässig und ohne Reflektionen. Der Apparat wird so auf die Balkenraster-Testtafel ausgerichtet, dass sie genau in der Bildmitte abgebildet wird.
Um ein Abrutschen des Apparates zu vermeiden, sollte er sicher befestigt werden.
Die Aufnahme sollte auf Film A-2 bei Blende 2,8 gemacht werden. Die Belichtungszeit wird entsprechend der Filmempfindlichkeit und der Beleuchtung ausgewählt.
Das entwickelte Negativ der Balkenraster-Testtafel wird mit einem Mikroskop mit 20- bis 30-facher Vergrösserung betrachtet. Auf dem Negativ wird das Balkenraster ausgewählt, dessen Balken in beiden Richtungen aufgelöst werden. Die Zahl, die in der Mitte des Quadrates steht, gibt die Auflösung in Linien pro mm an. Sie sollte nicht grösser als 40 Linien/mm betragen. Bei niedrigeren Werten ist der Apparat zur Reparatur zu bringen.
Unter tropischen Klimabedingungen sollte der Apparat einmal in 6 Monaten zur Durchsicht gebracht werden , um
Bei Auftreten von Korrosion, Belägen, Flecken sollten diese Teile mit einem leicht in Schmieröl getauchten Mulltampon gereinigt werden.
Der Apparat F 21T sollte stets in einem trockenen Raum mit einer Temperatur nicht unter +5°C und entfernt von Heizungssystemen aufbewahrt werden, am besten in der Verpackungsschachtel.
Während einer längeren Aufbewahrungszeit, länger als 2 bis 3 Wochen, wird der Apparat in der zugeklebten Schachtel aufbewahrt oder auch transportiert.
In der Schachtel sollte etwas Trockengranulat zur besseren Lagerung sein.
19.06.2009, letzter Update: 21.06.2009

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