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Zwar befand sich Hug vor der Zielgeraden als Dritter in einer ungünstigen Situation und musste nach aussen ausweichen, dennoch liess er der Konkurrenz im Endspurt keine Chance. «Zum Glück hatte ich noch genügend Energie, um nach vorne zu kommen», sagte der 35-jährige Luzerner Rollstuhl-Leichtathlet im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. «Es ist gerade sehr emotional, ich fühle Dankbarkeit und Erleichterung.»
Hug verwies den Kanadier Brent Lakatos und den Thailänder Putharet Khongrak auf die weiteren Podestplätze. Es war für ihn die neunte Medaille an Paralympics, die dritte goldene, nachdem er 2016 in Rio de Janeiro über 800 m und im Marathon triumphiert hatte.
Hug hatte auf ein schnelles Rennen gehofft, darauf, dass eine Gruppe wegkommt. Deshalb machte er zu Beginn Tempo. Da der Plan nicht aufging, stellte er um, versuchte er, das Renne vorne zu kontrollieren. «Ein Final ist oft extrem taktisch, da niemand zu viel Energie verlieren will», so Hug.
Mit dem Gewinn von Gold ist eine grosse Last von seinen Schultern gefallen. Er wollte in Tokio seinem Team unbedingt etwas zurückgeben und zeigen, dass der von der ETH Zürich und Sauber entwickelte neue Rennrollstuhl ein Gewinn ist. «Mit diesem funktioniert es einfach. Es fühlt sich extrem gut an», sagte Hug, der in Tokio noch über 800, 1500 m und im Marathon an den Start geht. In dieser Verfassung ist ihm zuzutrauen, wie vor fünf Jahren in Rio mit vier Medaillen nach Hause zu kehren.
Schär liefs wie gewünscht
Zuvor hatte sich Schär ebenfalls über 5000 m nur der Amerikanerin Susannah Scaroni geschlagen geben müssen. Diese siegte mit einem Vorsprung von knapp acht Sekunden. Der drittklassierten Tatyana McFadden nahm die 36-jährige Krienserin beinahe 15 Sekunden ab. «Es war ein Lauf ganz nach meinen Vorstellungen», sagte die mehrfache Europa- und Weltmeisterin, die zum vierten Mal an Paralympics auf dem Podest stand. Gold fehlt ihr noch.
Teamkollegin Patricia Eachus (10.) hielt das Tempo bei ihrer Paralympics-Premiere nicht bis zum Ende mit, aber ihr gelang eine persönliche Jahresbestzeit. «Ich kam nicht richtig in den Rhythmus», sagte Eachus.
Schwimmerin Leo McCrea belegte über 100 m Brust den guten 5. Rang. Tennisspielerin Nalani Buob unterlag der Chinesin Wang Ziying in zwei Sätzen. Tokio 2020 ist für Buob damit aber noch nicht vorbei, mit ihrer Gegnerin im Einzel tritt sie auch im Doppel an.