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(Art. 12 und 13 ArG, Art. 25 und 26 ArGV 1)
- Definition
- Bedingungen
- Einschränkungen
- Ausgleich
Definition
Überzeitarbeit darf nicht mit Überstunden verwechselt werden.
- Überzeitarbeit beginnt, wenn die wöchentliche Höchstarbeitszeit gemäss Arbeitsgesetz überschritten wird. Sie beginnt also mit der 46. Stunde für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in industriellen Betrieben sowie für Büropersonal, technische und andere Angestellte, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels. Für alle übrigen Arbeitnehmer beginnt sie mit der 51. Stunde.
- Überstunden sind die Arbeitsstunden, die über die wöchentliche Höchstarbeitszeit gemäss Arbeits- oder Gesamtarbeitsvertrag hinausgehen.
Bedingungen
Überzeitarbeit ist zulässig:
- wegen Dringlichkeit der Arbeit oder ausserordentlichen Arbeitsandranges;
- für Inventaraufnahmen, Rechnungsabschlüsse und Liquidationsarbeiten;
- zur Vermeidung oder Beseitigung von Betriebsstörungen.
Einschränkungen
- Bis zu 2 Stunden Überzeitarbeit kann pro Tag geleistet werden. Die Arbeitszeit darf jedoch 14 Stunden pro Tag inklusive Überzeitarbeit und Pausen nicht überschreiten.
- Sie darf bei Arbeitnehmern mit einer 45-Stunden-Woche pro Jahr und Person insgesamt nicht mehr als 170 Stunden betragen und bei Arbeitnehmern mit einer 50-Stunden-Woche 140 Stunden.
- Überzeitarbeit ist nur an Werktagen (alle Tage der Woche ausser Sonn- und Feiertage) und nur als Tages- und Abendarbeit zulässig. In Notfällen oder in aussergewöhnlichen Situationen, die Überzeitarbeit in der Nacht erfordern, kann das Arbeitsinspektorat eine Bewilligung erteilen.
Ausgleich
Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer erhält für die Überzeitarbeit einen Lohnzuschlag von 25 Prozent oder Freizeit von gleicher Dauer wie die Überzeitarbeit (in diesem Fall muss sich die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer damit einverstanden erklären).