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Die chinesische Regierung baut ihr System zur Überwachung der Bevölkerung ständig weiter aus. Bis 2020 sollen 300 Millionen Kameras an das weitreichende Netz angebunden werden. Auf den ersten Blick überrascht deshalb die – verglichen mit anderen Ländern – geringe Anzahl chinesischer Überwachungskameras, die auf der Website www.insecam.org gelistet sind. Das ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die Videoüberwachung in China sich auf einem technisch weit entwickelten Level befindet. Daraus wird auch ersichtlich, dass die meist privaten IP Kameras, welche öffentlich einsehbar sind, zwar einen unsorgfältigen Umgang mit den aufgenommenen Bildern offenlegen, aber nicht das dringlichste Element der zunehmenden Überwachung darstellen. In dieser Hinsicht werden die verbleibenden zugänglichen chinesischen Kameras zu Zeugen der Vergangenheit. Gelingt es der chinesischen Regierung in Zukunft auch, private Überwachungskameras ins System einzubinden, werden wohl auch diese nicht mehr öffentlich zugänglich sein und von der Plattform verschwinden. Wie durch ein altes Fotoalbum blättert man durch die Aufnahmen der letzten einsehbaren Überwachungskameras aus China.
[1] — [6] Auswahl privater chinesischer Überwachungskameras
[7] & [8] Das Fotoalbum an einer Zwischenpräsentation
[9] Halterungen aus Holz um Räder an den Regalen anzubringen
[10] das Fotobuch vor der letzten Zwischenpräsentation
[11] & [12] finale Installationsansicht