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Bei einer Sigmoidoskopie wird nur der unterste Darmabschnitt abgesucht. Deshalb dauert diese Untersuchung nur etwa 15 Minuten. Auch schon eine Rektoskopie (Untersuchung des End- respektive Mastdarmes) kann hilfreiche Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung bringen, weil viele der Darmtumore in diesem Abschnitt lokalisiert sind. Mit der Darmspiegelung ist es möglich, vollständig abzuklären, ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt oder nicht. Bei Verdacht auf einen Tumor muss deshalb immer eine Kolonoskopie durchgeführt werden. Gleichzeitig während der Untersuchung werden bei allfälligen verdächtigen Veränderungen winzige Gewebsproben (Biopsien) entnommen, die von einem Facharzt (Pathologen) unter dem Mikroskop analysiert und beurteilt werden. Werden bei einer Darmspiegelung Polypen entdeckt, werden diese meistens sofort mit einer Schlinge entfernt (Polypektomie). Personen mit entfernten Dickdarmpolypen haben ein erhöhtes Risiko weitere Polypen und somit Vorstufen des Darmkrebses zu entwickeln. Deshalb ist es sehr wichtig, dass bei diesen Leuten regelmässige Kontrollen mittels einer Darmspiegelung erfolgen, meist im Abstand von drei bis fünf Jahren, abhängig von der Art und Grösse der entfernten Polypen. Hat eine Darmspiegelung gezeigt, dass keine Veränderung vorliegt, so muss die Darmspiegelung abhängig vom persönlichen Risiko, meist erst nach fünf bis zehn Jahren wiederholt werden.