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Vor 13 Jahren gaben sich Kronprinz Haakon und die Bürgerliche Mette-Marit, beide 41, das Ja-Wort. Damals riefen sie den «Kronprinsparets Fond» ins Leben, einen Hochzeitsfonds, aus dem wohltätige Organisationen unterstützt werden sollen. Das war der Plan. Die Realität sieht anders aus, wie das norwegische Wirtschaftsportal E24.no herausgefunden haben will.
Demnach investierten die beiden in einen Aktienfonds einer grossen norwegischen Firma. Das Ziel: höhere Gewinne. Die Rede ist von 4.5 Millionen Norwegischen Kronen - knapp 650'000 Franken. Das Problem dabei: Diese Firma liess das Geld wiederum in dubiose Unternehmen fliessen. Firmen, denen vorgeworfen wird, die Umwelt zu zerstören und unethisch zu handeln. Darunter ein US-Öl-Riese, der während über 30 Jahren mehrere 100'000 Liter giftigen Abfall in den Wäldern von Peru entsorgt haben soll.
Solfrid Flateby, der Vorsitzende des Hochzeitsfonds, sagt gemäss der Wirtschaftswebsite: «Wenn der Fonds in Firmen investiert haben sollte, der nicht unseren ethischen Standards entspricht, dann sind wir die ersten, die sich dafür entschuldigen möchten.» Inwieweit das Kronprinzen-Paar von den fragwürdigen Investitionen gewusst hat, ist nicht bekannt.
Eines aber dürfte klar sein: Der Skandal wird Haakon und Mette-Marit in ihrer Beliebtheitsskala beim Volk nicht wieder nach oben bringen. Bei einer Meinungsumfrage im vergangenen Sommer sagten nur 21 Prozent der Teilnehmer, dass der Kronprinz seinen Job gut mache. Die Kronprinzessin kam mit 5 Prozent noch schlechter weg.