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Die meisten AR-Systeme verfolgen nur spärliche geometrische Merkmale und berechnen nicht die Tiefe für alle Pixel. Aus diesem Grund sind die meisten AR-Effekte nur Überlagerungen, die von realen Objekten niemals verdeckt werden können. Viele AR/ER-Entwickler arbeiten an neuen Algorithmen, die nahezu in Echtzeit eine geringe Tiefe auf jedes Pixel übertragen.
Was ist Okklusion?
Manchmal lässt sich ein in AR (Augmented Reality bzw. Augmentierte Realität) bzw. ER (Erweiterte Realität) angezeigtes virtuelles Objekt nicht richtig in die reale Umgebung integrieren, wodurch die erhoffte Illusion des Eintauchens ausbleibt. Hier handelt es sich um ein Okklusionsproblem. Dieses erklärt sich aus der Tatsache, dass auf dem Bildschirm immer ein virtuelles Objekt über der realen Welt erscheint.
Nehmen wir den Fall einer virtuellen Statue in einer Galerie. Wenn Besucher hinter das Kunstwerk treten, wird das AR-Erlebnis nicht gestört, da die Statue in einigem Abstand vor ihnen erscheint.
Wenn jedoch die Person zwischen dem Tablet und dem Kunstwerk steht, verschwindet die Illusion, weil die Statue dem Besucher überlagert wird, anstatt durch dessen Anwesenheit maskiert zu werden.
Ebenso kann bei einem virtuellen Objekt, das innerhalb eines realen Objekts platziert ist, ein Okklusionsproblem auftreten. Es kann vorkommen, dass die Illusion von Augmented Reality aus einem Blickwinkel sehr gut funktioniert, aus einem anderen jedoch überhaupt nicht. Ein virtuelles Objekt kann an einem realen Element vorbeigehen, das es, im Profil gesehen, ausblenden sollte.
Lösungen für Probleme mit Okklusion in AR/ER
Viele Okklusionsprobleme kann man umgehen, solange sie durch die Gestaltung der AR-Erfahrung weit vor der Reflexion integriert sind. Angesichts der Vielzahl der aufgetretenen Fälle gibt es eine Reihe von Lösungen.
Das Objekt strategisch platzieren
Manchmal kann man ein Okklusionsproblem lösen, indem das virtuelle Objekt an einem entsprechend gestalteten Ort platziert wird. Die für das National Museum of Singapore entwickelte Anwendung ermöglicht es, ein Walskelett und dann den Wal selbst in Originalgrösse anzuzeigen. Das Erlebnis wurde unter einer hohen Glasdecke hoch über den Besuchern platziert. Wenn Sie das Tablet auf den Baldachin richten, können Sie das Tier trotz seines imposanten Volumens ohne das Risiko einer Störung durch Wände oder die Öffentlichkeit sehen.
WebAR
Ganz erstaunliche WebAR-Lösungen können an Ihre Sicht angepasst werden. Die Grösse kann in jedem Browser im Nu eingestellt werden. Wir empfehlen Ihnen sehr, unsere Beschreibung zu WebAR zu lesen; dort erfahren Sie, wie wir unter Einbeziehen eines Browsers arbeiten.
Und morgen?…
Jede AR-Erfahrung wirft ein bestimmtes Okklusionsproblem auf, das eine spezifische Lösung erfordert. In naher Zukunft werden technische Entwicklungen – insbesondere die Empfindlichkeit von Sensoren und die Leistung von Prozessoren – zweifellos die Lösung solcher Probleme erleichtern. Das Bündnis aus Kreativität und Programmierung wird die Augmented Reality verbessern, bis sie vielleicht eines Tages beinahe nicht mehr wahrnehmbar ist.
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