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Letzten Freitag mussten wir Tefka, eine ganz spezielle Katze, einschläfern lassen - der Nasenhöhlenkrebs, der vor drei Jahren bei ihr diagnostiziert worden war, machte ihr schliesslich das Atmen zu schwer.
Tefka wurde als eine von vier Jungen von Leila (einer Hauskatze) und Cholo (einem Maine-Coon Mischling) geboren und bekam ihren Namen - Tefka steht für TunnelEFfektKAtze - nachdem es ihr als gerade mal wenige Wochen altes Jungtier zweimal gelungen war, aus einem verschlossenen Zimmer, wo sie mit ihren Geschwistern untergebracht war, nach draussen zu entwischen.
Beim ersten Mal fanden wir sie unten beim Teich im Garten, aber ohne den Grossteil ihres Schwänzchens, beim zweiten Mal hörten die Zwillinge ihr schwaches Piepsen beim Stall auf der Nachbarwiese, wohin sie durch frisch "bschüttete" Wiese gelangt war, mit abgeätzten Schnurrhaaren.
In jungen Jahren hat sie dann ihr drittes der sprichwörtlichen neun Leben einer Katze bei einer Kollision mit einem Auto verloren und hatte seitdem einen stahlverstärkten Oberschenkelknochen.
All das hat dann wohl dazu geführt, dass Tefka eine sehr anhängliche Katze wurde: Häufig des morgens im Wäschekorb zu finden, mit klarem Anspruch auf die Badetuch bedeckten Schultern nach der Dusche, oder des Abends auf den hochgelegten Beinen um den Couchtisch, oder auch auf dem Esszimmertisch, sofern dort nicht gegessen wurde, oder auch am Fussende des Ehebetts (oder auch auf Maria's Brust), oder auch quer über meinen Armen, wenn ich am Esszimmertisch mit dem Notebook arbeitete.
Tefka war der festen Überzeugung, dass Menschen im Wesentlichen zur Bereitstellung von Futter und Öffnen von verschlossenen Türen - die mochte sie gar nicht - da sind und wurde von der ganzen Familie darin auch bestärkt.
Hin und wieder stand sie im Eingang bei der Garderobe, schaute hinauf zur Ecke des Flurs und maunzte dabei erbärmlich.
Was sie da wohl gesehen hat, was wir nicht sehen konnten?