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Heftige Diskussionen um Lausannes Treffer zum 2:0 in Langnau. Ist dieses letztlich entscheidende Tor irregulär?
Die Situation: Lausannes Topskorer Dustin Jeffrey schubst den Puck auf dem Eis liegend vor das Tor der Langnauer und schliesslich gelingt Joël Vermin 40 Sekunden vor der zweiten Pause das 2:0. Die Schiedsrichter geben das Tor erst nach dem Studium der Videobilder.
Frage eins ist rasch geklärt: Der Puck hat die Linie überschritten.
Frage zwei provozierte heftige Diskussionen: Hätte das Tor wegen des Handpasses von Dustin Jeffrey annulliert werden müssen?
Die Antwort ist Nein.
Erstens dürfen die Schiedsrichter ein Tor nicht annullieren, wenn sie auf dem Video einen Handpass erkennen, den sie vorher übersehen haben. Selbst wenn es ein irregulärer Handpass gewesen wäre, hätte das 2:0 zählen müssen.
Zweitens war es kein unerlaubter Handpass. Ein Handpass wird in der offensiven Zone nur dann abgepfiffen, wenn der Puck direkt zu einem Spieler der angreifenden Mannschaft geht. Wenn der Puck aber von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft unter Kontrolle gebracht wird, läuft das Spiel weiter.
Nun sehen wir auf dem TV-Bild ganz klar, was in Echtzeit nicht zu erkennen war: Langnaus Aaron Gagnon liegt vor dem Tor auf dem Eis und hat genügend Zeit, den Puck mit der Hand wegzuwischen. Er kontrollierte also im Sinne der Spielregeln die Situation und den Puck. Damit ist der Handpass von Dustin Jeffrey aufgehoben. Das Tor zum 2:0 ist also regulär.