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Eines der erfolgreichsten Rallye-Autos aller Zeiten: Peugeot 205 Turbo16.
Der sportliche Erfolg von Peugeot begann 1913, als die Löwenmarke die 500 Meilen von Indianapolis bis 1919 dreimal gewann. Die jüngere Historie startete mit einem Gruppe B 205 Turbo16. Ari Vatanen siegte an seiner Heimat-Rallye in Finnland 1984. Ein Jahr später stand Peugeot bei sieben von 12 Läufen mit Vatanen zuoberst auf dem Podest, wurde Markenweltmeister. 1986 holte Juha Kankkunen für Peugeot den Titel erneut.
Paris-Dakar
Wegen bösen Unfällen an der Rallye-WM 1987 verbot die FIA die Gruppe-B-Boliden und Peugeot verlegte sein Engagement auf die Rallye Paris-Dakar, wo schon im Jahr darauf ein Sieg verbucht werden konnte, und 1989 noch einer. Daraufhin konzentrierte man sich auf das Engagement im World Sportscars Championship.
24 h du Mans
Die Leuen gewannen 1992 die 24 heures du Mans, belegten im Folgejahr die Plätze 1-2-3 und hatten schon die oberste Sportklasse im Visier; die Formel 1. Das spezielle an der Motorsport-Geschichte der Franzosen war und ist, dass man sich, im Unterschied zu anderen Herstellern, in die verschiedensten Kategorien traute. Einen ähnlichen Sportsgeist kann man lediglich Ford nachsagen. Und Peugeot stieg 1994 quasi in die Fussstapfen der Company, als deren Engagement im Formel 1-Zirkus absehbar eine Ende nahm.
Formel 1
Peugeot lieferte F1-Motoren an Teams ohne eigene Motorenschmiede. Zuerst an McLaren mit einen 3,5 Liter-V10-Sauger, der bereits im ersten Jahr mit Mika Häkkinen und freundlicher Unterstützung von Marlboro vier Podestplätze einfuhr. Im Jahr darauf mussten die Motoren auf drei Liter Hubraum reduziert werden, und Peugeot lieferte den auf drei Liter gestutzten V10 an das Team Jordan mit Benson and Hedges als Sponsor. Dann ab 98 für F1-Autos von Prost mit Gauloises. Das F1-Engagement endete im Jahr 2000 ohne Krone, wird von Insidern aber als beachtlich eingestuft, denn parallel war man ab 1999 erneut im Rallye-Sport dabei und mit dem 206 WRC aus dem Stand die neue Benchmark.
Rückkehr
Marcus Grönholm wurde Rallye-Weltmeister und die Franzosen holten den Markentitel. Peugeot wurde in der Folge noch zweimal Rallye-Markenweltmeister. Gleichzeitig drehte man das Interesse erneut den Sportwagen zu, diesmal mit Turbo-Dieselmotoren. Damit wurde mit dem 908 HDI FAP 2008 die Poleposition und der zweite Platz am 24 Stunden-Rennen in Le Mans erobert, während die Tochtermarke Citroën nach und nach die Rallye-Weltmeisterschaft dominierte.
Und jetzt die Rückkehr mit dem 9X8 Hypercar. Peugeot will 2022 am World Endurance Championship teilnehmen. Hinten ein V6 2,6 Liter-Bi-Turbo mit 680 PS, vorne ein 200 kW-Elektromotor, also ein 4x4 Supersportwagen. Er ist Teil der Peugeot Neo-Performance Strategie: Der Idee, Strassen- und Rennsport Fahrzeuge mit «verantwortungsvoller Performance» auf die Strasse zu bringen.
Parallel agiert Peugeot Schweiz als Partner von Emil Frey Racing: Das Rennteam ist mit drei Autos und neun Fahrer an der Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS unterwegs, aktuell führend in der Fahrerwertung und auf dem dritten Platz in der Team-Wertung. Peugeot Motorsport lebt und bleibt erfolgreich.
Der 9X8-Hypercar wird 2022 zum Einsatz kommen.