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Miroslav
Miroslav Volodymirovich Slavopolk *geboren 980 nach cendarischem Kalender in der Grafschaft Bokuvina, im Korolyevstvo Kryv. Er ist Sohn eines Grafen und ein landloser Ritter sowie Vogt im Fürstentum Oberbergen. Er war Hauptmann in der Freiherrschaft Rebstock und ist derzeitiger Vogt der ganzen Freiherrschaft Verinsburg.
Leben
Miroslav wurde als dritter Sohn von Graf Volodymir II. und Gräfin Olyescha von Bokuvina geboren. Seine frühen Jahre verbrachte er auf der Burg seines Vaters. Er galt als sehr verspielt und verträumter Junge. Da er bis zu seinem achten Lebensjahr der jüngste Junge der Familie blieb, kam er mit fünf Jahren in ein Kult-Kloster. Im Kloster lernte er Lesen und Schreiben sowie viele lehrreiche Texte. Er lernte vor allem das Kopieren der Schriften oder das Anfertigen von Dokumenten. Das Klosterleben war streng, doch mit der Zeit gewöhnte er sich an das getaktete Leben hinter den Mauern. Er beschrieb es später als eine sichere, geborgene Zeit. Denn als Nichterbe hätten ihn ungewisse Zeiten erwartet. Nach etwas mehr als drei Jahren im Kloster wurde er jedoch wieder in die Burg des Vaters gebracht. Seine Mutter bekam einen weiteren Jungen, somit war er nach Tradition nicht mehr an eine Klosterlaufbahn gebunden. Miroslav hat sich jedoch gesträubt, das Kloster zu verlassen. Nur mit Zwang liess er sich zurückbringen. Da Miroslav kein Erbe erwarten konnte, entschied sich der Graf für eine ritterliche Ausbildung. Als Ritter hätte er die Chance, in mehreren Bereichen sein Können unter Beweis zu stellen.
Mehrere Jahre war Miroslav unterwegs, um an diversen Höfen als Page zu dienen. Er hatte einen strengen Ritter als Lehrer, der viel von ihm erwartete. Mit neunzehn Jahren erhielt Miroslav die Ritterwürde und das Schwert. Er wurde Vogt einiger Ländereien des Vaters und Hauptmann des Lehens. Er zeichnete sich als sehr guter Verwalter aus und baute eine lokale Burg aus. Zudem konnte er ein solides Gefolge aufbauen. Eine Heirat gestaltete sich schwierig. In der Krisenzeit damals, verheirateten der Adel ihre Kinder vor allem, um an Truppen zu kommen. Miroslav kam vor allem bei Turnieren mit der Damenwelt in Berührung. Ihm werden heimliche Abenteuer nachgesagt. Im Jahre 998 kämpfte er mit den Truppen seines Vaters und anderer Adeliger in der Schlacht am "Roten Berg" gegen eine Adelsopposition. Miroslav blieb bis in das Jahr 1001 Vogt, entschied sich dann jedoch auf Reisen zu gehen. Als dritter Sohn hatte er wenig Aussichten auf ein lukratives Erbe. Vor allem hatte er wenig Aussichten Vogt zu bleiben, wenn sein ältester Bruder erben sollte. Das Verhältnis zu den Brüdern war nicht schlecht, jedoch gab es immer wieder Reibereien. Der eher schwache Erbe Boleslav versuchte sich immer mit Yaroslav und Miroslav zu messen. Yaroslav war immer sehr eifersüchtig auf Miroslav's militärischen und verwalterischen Erfolge. Miroslav's Vater hatte eigentlich andere Pläne für seinen Sohn. Er wollte ihn mit der Tochter eines Grafen verheiratet sehen und ihn als Gesandten an den Hof eines Verbündeten senden. Als er von Miroslav's Plänen erfuhr, war er sehr ungehalten. Er zahlte ihm jedoch eine Art Erbe aus und akzeptierte seinen Willen.
Nach dem Verlassen der Bokuvina diente Miroslav einigen kleineren Adeligen als Gefolgsmann, in der Hoffnung eigenes Lehen zu erhalten. Er bekam jedoch trotz soliden Zusagen keines. 1004 diente er einem Räuberbaron, welcher einen zweifelhaften Ruf hatte. Er bekam den Auftrag, die Lehen eines Feindes zu plündern. Dafür brauchte er Miroslav und seine Fähigkeiten in der Truppenführung. Miroslav weigerte sich schliesslich, ein Dorf und dessen Bewohner zu verheeren. Das hatte seine Abreise zur Folge. Er geriet in Geldnöte und konnte sich nur mit kleineren Aufträgen über Wasser halten. Es macht das Gerücht die Runde, dass Miroslav selbst als Raubritter mit einem Gefolge tätig war.
Anschliessend trat Miroslav in den Dienst eines Grafen, welcher ihn zum Hauptmann machte. Er kämpfte erfolgreich gegen einen Räuberbaron und konnte ihn von einer befestigten Burgruine treiben. Der Graf schenkte Miroslav grosses Vertrauen, dazu stellte er als Dank die Hand seiner zweiter Tochter in Aussicht. Miroslav verliebte sich in dessen Tochter und der Heirat stand praktisch nichts mehr im Wege. Doch politische Veränderungen zwangen den Grafen, einen anderen Kandidaten zu finden. Schliesslich versprach er seine Tochter einem mächtigen Baron mit einem grossen Truppenkontingent. Der Graf traf diese Entscheidung nur widerwillig. Wegen der Trauer, so sagt man, sei auch sein Alkoholkonsum gestiegen, das bis heute. Um die Liebesheirat betrogen, zog er weit weg und kam um etwa 1006 nach Arura. Dort kämpfte er mit anderen Abenteurern in Cant. Kurz vor Jahreswechsel erreichte Miroslav Oberbergen, um dort den lokalen Adeligen seine Dienste zu bieten. Wegen der Unruhen unter den Adeligen, musste er nicht lange warten.
1006 verstarb Miroslavs Vater und sein ältester Sohn, Boleslav, erbte die Ländereien. Der zweitälteste Sohn Yaroslav forderte den Bruder jedoch militärisch heraus und erhielt alle Titel bei dessen Tod. Miroslav geriet deshalb als nächster Erbe in Gefahr und blieb zwei Jahre unter falschem Namen in Arura. Schliesslich unterzeichnete er, um sein Leben zu schützen, eine Verzichtserklärung auf alle Ansprüche. Er hatte nie Interesse, das Land seinem Bruder streitig zu machen. Durch die Einigung und den Verzicht, normalisierte sich die Beziehung wieder.
Miroslav besitzt keine Ländereien und ist verheiratet. Es ist nichts über Nachkommen bekannt.
Cendara
Seit der Ankunft in Oberbergen dient Miroslav als Hauptmann im Auftrag von Freiherr Wendel Leonid I. Miroslav sympathisiert mit der Adelsopposition, welche gegen Fürstin Felicitas von Oberbergen kämpft, die sog. Adelskriege. Er hält Ausschau nach Gelegenheiten, um sich ein eigenes Lehen zu sichern. Miroslav ist häufig unterwegs und versucht Kontakte zum Reichsadel aufzubauen. Er unternam eine Reise durch die Südflur und gelangte zwischenzeitlich bis Varr Annor.
Im Auftrag von Freiherr Wendel, stellte Hauptmann Miroslav eine Söldnertruppe auf. Diese Diente als Schutz für eine Pilgerreise zum Schrein der Irmel. Während der Pilgerreise kam es zum Konflikt mit den Truppen des benachbarten Lehens, des Herren Kuno IV von Auenstein. Dessen Truppen wurden von Hauptmann Miroslav aber zurückgeschlagen.
Miroslav reiste nach der Pilgerreise in den Süden des Reiches nach Varr Annor. Dort traf er auf Gräfin Juna und bat ihr seine Dienste an. Die Gräfin plant ihn als Vogt einzusetzen. Zudem unterhält er seit der Pilgerreise Kontakte zum Adel im benachbartem Grosswald.
Bis zum Winter ist er in den Ländereien des Wendel als Verwalter tätig. Später tritt er eine Reise nach Arura an und wird die Westmark besuchen. Er begleitete zudem die Tochter des Grafen Pavlin, Valeska Karolina , um ein Weingut in der Freiherrschaft Luchsenbach zu besichtigen. Der Sohn des lokalen Freiherrs, Wilhelm Luchsenbach, bat Miroslav, seine Ausbildung zum Ritter fortzusetzen. Miroslav entschied sich, den Jungen als Knappe ins Gefolge aufzunehmen. Dieser begleitete ihn nach Arura. Nach der Reise veranstaltete Herrin Valeska ein Fest zu ihrem Geburtstag. Dort kam es zu einer Eskalation zwischen Freiherr Wendel und Miroslav. Miroslav protestierte, weil er als Hauptmann nicht die Rechte und Befugnisse bekam, wie sie normalerweise üblich wären. Als der Streit zu keinem Ergebnis kam, löste Miroslav sich von seiner Aufgabe.
Im Jahr 1009 Reiste Miroslav nochmals mit dem Knappen Willhelm nach Arura, um etwas Geld für die Kriegskasse zu verdienen. Im Spätfrühling findet ein grösseres geheimes Treffen statt, um Verbündete für eine Kampagne zu finden. Das geheime Treffen verlief für Miroslav sehr unvorteilhaft. Er konnte zwar durch seine Verbindungen Valeska in der cendarischen Adelswelt bekannter machen, doch dies führte dazu, dass Gräfin Juna die Gunst entzog und somit keine Möglichkeit besteht, Vogt zu werden. Nach dem Konflikt am Geheimtreffen arbeitet Miroslav an einer Sammlung von höfischen Etiketten und kulturellen Eigenschaften in Oberbergen. Zudem orientiert er sich nun mehr vor Ort und gibt vorerst seine Bemühungen nach Land auf. Im Sommer 1009 schickte ihn der Graf von Wolfsberg in die damalige Abtei Verinsburg, um dort weltliches Recht am Irmelfest zu sprechen an seiner statt. Es kam zu einer Gerichtsverhandlung zwischen zwei adeliger Parteien während des Festes, welches Miroslav leitete. Während des Festes ereignete sich der Sturz des Abtes Wynhard. Dies führte zu einer neuen Herrschaft und der Auflösung der Abtei. Der neue Freiherr Aiman ernannte Miroslav zum Vogt über die gesamte Freiherrschaft, da er selbst viel unterwegs sei und selten die Verwaltung übernehmen könne. Seit diesem Ereignis hat Miroslav eine enge Freundschaft zu Fechtmeister Alrik aufgebaut und ihn als Ausbildner der Freiherrschaft eingesetzt.
Mit Willhelm reiste Miroslav wieder nach Arura, um dort bei einer Mühle ein Eulen- sowie Bauernfest zu besuchen. Die sehr abenteuerliche Reise mit vielen merkwürdigen Ereignissen, führte zu einer Eheschliessung von Miroslav und einer lokalen Frau. Die Eheschliessung, welche sehr spontan geschah, wurde gross gefeiert. Die Gattin begleitet Miroslav mit ihrer Kusine nach Oberbergen. Über die Ehegattin ist wenig bekannt.
Persönliches
Miroslav gehört zu den wohlhabenderen Rittern in Oberbergen und hat durch eine Vielzahl an Aufträgen einiges an Münzen angehäuft. Neben einem Knappen unterhält er noch einen Knecht. Wertvollster Besitz ist seine Rüstung. Sie verschlingt ein Viertel seiner Einkünfte. Neben seiner persönlichen Rüstung, besitzt er noch weitere Rüstungsteile für sein Gefolge. Miroslav könnte ein volles Gefolge von sechs Bewaffneten unterhalten.
Miroslav legt viel Wert auf Kleidung, Schmuck und Ausrüstung. Seit seiner Zeit im Kloster, schreibt er Chroniken, zeichnet Karten und verdient Geld mit Dokumenten. Obwohl er durch eine lange Zeit im Feld sehr vulgär und laut sein kann, ist er doch gebildet und ein Charmeur. Seine Freunde und Kontakte sind ihm wichtig und diese Pflegt er mit grossem Aufwand.
Seit der Ankunft in Cendara, arbeitet Miroslav an einer Chronik seines Lebens und seiner Reisen. Diese sind frei lesbar als "Chroniken des Miroslav" in der Stadt Murn.
Grösste Ambition in seinem Leben, ist der Erhalt eines Lehens. Das hat weniger mit grossen Machtambitionen zu tun, sondern mit einem hohen Mass an Ehrgeiz. Er hat gefallen daran gefunden Menschen zu führen, zu motivieren, sein eigenes Land zu verwalten.
Familie
- Vater Volodymir II Slavopolk *942 - 1006 † Graf und Woyvod von Bokuvina
- Mutter Olyescha 950 Gräfin von Bokuvina
- Bruder Boleslav Slavopolk 966 - 1006 †
- Schwester Katarzyna 967
- Bruder Yaroslav Slavopolk 968
- Schwester Ljuba 970
- Schwester Zlata 974
- Schwester Olyescha 976
- Bruder Radovan 988
OT-Informationen
Wird aktiv bespielt von Claudio Ritrovato