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- Daniil Medwedew (ATP 2) triumphiert bei den US Open und holt sich damit erstmals einen Grand-Slam-Titel.
- Im Final von New York schlägt der Russe die Weltnummer 1 Novak Djokovic mit 6:4, 6:4, 6:4.
- Sein serbischer Kontrahent verpasst damit den Kalender-Grand-Slam und den Gewinn des 21. Major-Titels, der alleinigen Rekord bedeutet hätte.
Nerven zeigten in diesem Final beide Spieler. Daniil Medwedew zum Beispiel, nachdem er die ersten beiden Durchgänge gewonnen hatte und 5:2 im 3. Satz führte. Ganze 3 Doppelfehler servierte er alleine in diesem Game, einen bei Matchball, als er auch beim 2. Aufschlag voll drauf hielt. Novak Djokovic konnte sich ein Break zurückholen.
Dasselbe Bild beim nächsten Aufschlagsspiel von Medwedew: Matchball für den Russen – Doppelfehler. Mit dem insgesamt 3. Championship-Point holte sich der 25-Jährige den bisher grössten Triumph seiner Karriere doch noch: den ersten Grand-Slam-Titel.
Djokovic kam nie auf Touren
Natürlich spielte Medwedew stark auf. Djokovic seinerseits erwischte aber nicht den besten Tag. Die Chance, alleiniger Rekordsieger bei Grand-Slams zu werden und gleichzeitig den Kalender-Grand-Slam zu erlangen, schien den 34-Jährigen entscheidend zu hemmen. 38 unerzwungene Fehler bei 27 Winnern, dieses Verhältnis sieht bei Djokovic normalerweise ganz anders aus.
Sinnbildlich: Nach seinem einzigen Break der Partie brach die Weltnummer 1 mit der fast sicheren Niederlage vor Augen in Tränen aus. Wegen des Drucks, der abfiel und wegen des Publikums, das ihn feierte.
Nach dem verlorenen Startsatz (Medwedew breakte den Serben gleich im ersten Game) von Djokovic glaubten wohl trotzdem nur wenige an einen Medwedew-Triumph. Djokovic hatte zuvor gegen Zverev, Berrettini, Brooksby und Nishikori, also seit der 3. Runde dieser US Open, immer den ersten Satz verloren – und siegte jeweils doch noch. Im Final schien alles anders zu kommen.
Medwedews Basis: der Aufschlag
Anders als zum Beispiel Zverev im Halbfinal konnte Medwedew seine Servicestärke aufrecht erhalten. 80% der Punkte gewann der Russe nach erstem Aufschlag.
Trotzdem kam Djokovic im zweiten Satz beim zweiten Aufschlagspiel zu Chancen, seinem Gegner den Service abzunehmen. Mit Ach und Krach wehrte Medwedew ab, Djokovic zertrümmerte genervt sein Racket und kassierte gleich im nächsten Game selber das entscheidende Break im zweiten Durchgang.
Im dritten Satz liess Medwedew dann zuerst keine Zweifel an seinem Triumph aufkommen. Mit 4:0 und Doppelbreak ging er in Front, weil Djokovic 2 unerzwungene Fehler einstreute. Er brauchte bekanntlich die deutliche Führung, weil ihm zum Schluss doch noch seine Nerven kurzzeitig einen Streich spielten.