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Forscher konnten über dem Lago Maggiore eine Fledermausart nachweisen, die in der Schweiz schon lange als ausgestorben gilt. Es handelt sich um die Langfussfledermaus, eine in Europa gefährdete Fledermausart.
Die Langfussfledermaus (Myotis capaccinii) ist in Europa eine stark gefährdeten Fledermausart und gilt in der Schweiz seit über 100 Jahren als ausgestorben. Letzte Beobachtungen stammten aus einer Kolonie am Luganer See im Jahr 1909. Da die seltene Fledermaus vor kurzem in Norditalien nachgewiesen wurde, überprüften Forschende ihren Status in der Schweiz. Im Rahmen des Biodiversitätsmonitoring Schweiz wurden deshalb im Sommer 2010 mit neu entwickelten Detektoren von einem Boot aus Ulltraschallrufe von Fledermäusen über dem Schweizer Becken des Lago Maggiore aufgenommen. Da die aufgezeichneten Rufe meist nicht eindeutig von den Rufen der häufigen Wasserfledermaus unterschieden werden können, wurde ein Vergleichsverfahren mit Referenzrufen verwendet. Die Analyse der Frequenzverteilungen in den Aufnahmen belegen den Nachweis von jagenden Langfussfledermäusen in der Schweiz.
Bild: Joxerra Aihartza (Wikimedia Commons)