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Walter Küng
(1919 Luzern - Luzern 2000)
1929
1935
1947
1948
1953
1982/83
Seine Eltern sind der Elektromonteur Jakob Küng und Josefine, geborene Büchler. Der Vater, ein grosser Berggänger, vermittelt ihm die Liebe zur Natur. Kindheit auf Geissenstein, Luzern, zusammen mit seiner Schwester Margrith Lüthi-Küng und seiner Stiefschwester Ida.
Besuch einer Ausstellung mit Werken des bedeutenden Innerschweizer Landschaftsmalers Robert Zünd (1827 Luzern 1909). Von nun an weiss Walter Küng, dass er Maler werden will.
Die Eltern bestehen auf einen bürgerlichen Beruf und so tritt er bei einem Luzerner Malergeschäft in die Lehre ein.
Nebenbei besucht er den Unterricht an der Kunstgewerbeschule Luzern. Er erlernt das Schriftenmalen sowie das Bauen und Vergolden von Bilderrahmen. All seine Rahmen vergoldet er lebenslänglich selber.
Viel Zeit verbringt Walter Küng in den Museen und kopiert Bilder seiner Vorbilder. Er ist fasziniert von den Bäumen Robert Zünds, den Hochgebirgsdarstellungen von Alexandre Calame (1810 Vevey – Menton 1864) und den Tieren Rudolf Kollers (1828 Zürich 1905).
So oft es die Finanzen zulassen, fährt er nach Paris. Da an den Akademien die moderne Malerei gelehrt wird, zieht er es vor, in die Museen zu gehen und die alten Meister und ihre Techniken zu studieren. Durch nichts lässt er sich von seinem Weg zum Naturalismus abbringen.
Erst nach diesen Übungen wagt Walter Küng sich an Studien in der freien Natur. Er bleibt stets der kompromisslose Vertreter der alten Schule. Moderne Kunstströmungen beeinflussen ihn nicht.
Umzug ins Schlössli Wartegg, Richard-Wagner-Weg 4 in Tribschen, das neben dem Wagner-Museum liegt. Das Schlössli wurde 1870 als reine Holzkonstruktion erbaut worden. 1903 wurde es durch den Massivbau mit Turm und Zinnen erweitert. Vom Schlössli Wartegg geniesst man einen wunderschönen Blick auf den Vierwaldstättersee und die Berge.
Heirat mit Olga Zur uh. Seine zwei Söhne, Markus (1959) und Christian (1963), werden beide Musiker.
Da das Schlössli Wartegg, ein Besitz der Stadt Luzern, sich in einem baulich schlechten Zustand befindet, muss die Familie ihren Wohnsitz vorübergehend verlassen.
Enkelkinder: 1986 Arabella Tochter von Markus,1990 Nora Tochter von Christian.
Verschiedene Reisen auf Formantera, in die Toscana, auf die Insel Elba, nach Paris und in der Schweiz.
Bildkomposition
Zwischen einem hellen Vordergrund einer Landschaft und dem leuchtendem Hintergrund
liegt oft in der Tiefe ein dunkler Teil. Bestimmend ist bei Küng stets seine grosse
Ehrfurcht vor der Schöpfung. Walter Küng will die Schönheit der Natur zeigen, er sagt
allem Niederreissenden den Kampf an.
Walter Küng malt viele Landschaften, Porträts in 01 und als Rötelzeichnungen, Stillleben
und Blumen. Er schenkt jedem noch so kleinen Detail seine ganze Aufmerksamkeit.
Er hält nichts von der modernen Malerei, die mit wenigen Strichen auskommt.
Stundenlang malt er mit Pinsel und Lupe, der exakte Naturalismus liegt ihm. Die Natur
ist sein Motiv, das Einfangen des Lichts sein Ziel. Seine Bäume, Blüten und Tiere sind
bis ins kleinste Detail ausgearbeitet.
Walter Küng grundiert die Leinwand nicht, sondern beginnt an irgendeiner Ecke, der
Rest bleibt vorerst weiss. So kann es vorkommen, dass er erst nach Jahren weiter malt
und er dann den Farbton wieder genau treffen muss. Obergänge sind aber nie sichtbar.
Für Walter Küng kann die Natur nie langweilig sein. Schon zu Lebzeiten malt er altmodisch
und wahlt fOr seine Bilder erst noch einen altmodischen, schweren Gold rahmen,
den er selber herstellt.