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Dies, nachdem er mit einem mit Covid infizierten Verwandten in Kontakt gekommen sei, teilte das Madrider Gericht am Dienstag mit. Das Gericht dürfte in den kommenden Tagen einen neuen Termin festsetzen. Es wird erwartet, dass die Anhörung in einem Tag abgeschlossen sein wird. Bis zu einem Urteil könnten aber noch Wochen oder Monate vergehen.
Hintergrund der Streits ist die Entscheidung von Santander, die geplante Ernennung Orcels zum Konzernchef fallen zu lassen, weil man sich nicht auf sein Gehaltspaket einigen konnte. Kernpunkt ist die Frage, ob ein vierseitiges Angebotsschreiben vom September 2018 ein verbindlicher Arbeitsvertrag war, wie Orcel sagt, oder nur ein unverbindliches erstes Angebot, wie die Bank argumentiert.
Dabei geht es auch um Geld. Denn Santander hatte das Versprechen zurückgezogen, Orcel bis zu 35 Millionen Euro eines 55-Millionen-Euro-Pakets zu zahlen, das er von seinem früheren Arbeitgeber UBS zu Gute hatte.
Orcel fordert von Santander bis zu 112 Millionen Euro. Der Italiener hatte mit dem Abgang als Investmentbanking-Chef der UBS ein Vergütungs-Paket der Schweizer Grossbank verloren.
Orcel wird nach Mitte April voraussichtlich zum Chef der italienischen Grossbank UniCredit ernannt. Sein Gehaltspaket enthalte dabei keinen Ausgleich für verlorene Ansprüche bei früheren Arbeitgebern, wie das Institut mitteilte.
Sein Bonus bei UniCredit werde in Form von Aktien ausbezahlt und sei nicht an die Erreichung von Leistungszielen geknüpft. Die Bank nannte weder zum Grundgehalt noch zum Bonus Zahlen.