Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/2243

Neugier und Glück haben den Lausanner Fotografen Nicolas Savary zu den Funden von Louis de Boccard geführt, der 1889 sein Zuhause in Freiburg verliess, um Südamerika zu erkunden. Eine Ausstellung würdigt den Schweizer Abenteurer.
Es war ein Albatros, der das Leben von Louis de Boccard veränderte. Der erschöpfte Vogel fiel vom Himmel auf das Boot, das den jungen Mann nach Argentinien brachte, so der Mythos.
Geboren am 8. Mai 1866 im schweizerischen Freiburg, war Louis de Boccard wie viele andere Schweizer damals ausgewandert. Er kam 1889 nach Argentinien und arbeitete zunächst in einer Käserei in der Provinz Buenos Aires. Ein Jahr später wurde er dank der Präparierung des unglücklichen Albatros' vom argentinischen Museum La Plataexterner Link als anatomischer Kurator und Präparator eingestellt.
Ein Haufen alter Briefe und eine Kamera
Wir wissen das alles durch einen weiteren Zufall. Im Jahr 2010 entdeckte Nicolas Savarys Vater, ein Amateurhändler, bei der Hausräumung der Familie de Boccard in Villars-sur-Glâne bei Freiburg einen alten Koffer. Der Inhalt – ein Haufen alter Briefe, ein Logbuch, Bücher und Fotografien – gehörte de Boccard, und so begann Savarys Forschung über ein vergangenes Leben.
Savary kuratierte nicht nur das vererbte Material, sondern reiste auch auf den Spuren von de Boccard mit seiner Kamera nach Argentinien. Die Ausstellung zeigt eine Mischung der Beobachtungen des südamerikanischen Kontinents durch die beiden Männer.
Die Zusammenstellung des Archivs von Nicolas Savary und de Boccard ist bis zum 6. Mai in der Ausstellung "Conquistadorexterner Link" im Musée de l'Elysée in Lausanne zu sehen.