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Das Forschungsprojekt untersucht die philosophische Bewegung des Neuen Konfuzianismus mittels einer soziologischen Perspektive für philosophische Zwecke. Der Neue Konfuzianismus ist ein zugleich prominentes und umstrittenes Thema in gegenwärtigen ostasiatischen akademischen und politischen Debatten. Befürworter, Kritiker und Gelehrte diskutieren seine philosophische und gesellschaftliche Relevanz. Seit geraumer Zeit hat der Neue Konfuzianismus in der europäischen und amerikanischen Forschungslandschaft eine gesteigerte Aufmerksamkeit erfahren. Dabei standen entweder historische, entlang dem Genre der intellectual history orientierte oder systematisch-philosophische Zugänge im Vordergrund. Das Forschungsprojekt baut auf jüngeren Arbeiten auf, die explizit soziologische Zugänge zur Erforschung des Neuen Konfuzianismus wählen, tut dies aber in dezidiert philosophischer Hinsicht. Konkret erforscht werden etwa mittels einer auf Leo Strauss basierenden esoterischen Interpretationsmethode die unter Zensurbedingungen entstandenen Schriften Neuer Konfuzianer auf dem chinesischen Festland nach der Machtübernahme der Kommunisten oder die hitzigen Debatten zwischen Neuen Konfuzianern und liberalen Denkern im Taiwan der 1950er Jahre. Unter Bezugnahme auf einschlägige Literatur in der Soziologie erprobt das Forschungsprojekt allgemein die Möglichkeit einer Soziologie der Philosophie als Teildisziplin innerhalb der Philosophie.