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Der «Russian Analytical Digest (RAD)» analysiert Ereignisse, Trends und Entwicklungen im Hinblick auf die politische, wirtschaftliche, sicherheitspolitische und gesellschaftliche Situation in Russland. Jede Ausgabe enthält akademische und policy-relevante Artikel von internationalen Autoren, zudem themenbezogene statistische Informationen, Grafiken und Meinungsumfragen. Die Publikation wird vom Center for Eastern European Studies (CEES) in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen, dem Institute for European, Russian and Eurasian Studies der George Washington University, dem Center for Security Studies (CSS) an der ETH Zürich und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) herausgegeben. Die Editoren des RAD sind Stephen Aris, Matthias Neumann, Robert Orttung, Jeronim Perović, Heiko Pleines, Hans-Henning Schröder und Aglaya Snetkov.
Aktuelle Ausgaben:
In dieser Ausgabe geht es um Dysfunktionalitäten in der russischen Wirtschaft. Die ersten drei Beiträge befassen sich mit den direkten Auswirkungen der Sanktionen. Ilya Matveev gibt einen Überblick über die aktuellen Sanktionen, während Andrei Yakovlev die Reaktion der russischen Regierung auf die Sanktionen mit den Corona-Massnahmen für die Wirtschaft vergleicht. Janis Kluge bietet ein detaillierteres Bild der kurz- und langfristigen Auswirkungen des sich entwickelnden Sanktionsregimes. Michael Rochlitz erläutert anschliessend den Mangel an strategischer Planung in der Wirtschaftspolitik des Landes. Olga Masyutina und Ekaterina Paustyan schliesslich liefern eine Fallstudie zu ineffizienten Governance-Mechanismen am Beispiel der Abfallwirtschaft.
Das Thema dieser Ausgabe ist Energie und Krieg. Indra Overland diskutiert die These, dass die russische Invasion der Ukraine und die westlichen Sanktionen gegen Russland viele Teile des globalen Energiesystems betreffen werden; Martin Jirušek erörtert den Auseinandersetzung der EU mit der Frage von russischen Energieimporten und der Rolle der EU in der neuen geopolitischen Realität; Agha Bayramov und Tom Wagenmakers untersuchen die potenzielle Rolle von Erdgas aus Aserbaidschan für die Energiesicherheit der Europäischen Union.
Die Themen dieser Ausgabe sind die politischen und wirtschaftlichen Folgen von Russlands Krieg gegen die Ukraine. Der Beitrag von Stefan Meister betrachtet die Rolle Russlands in der post-sowjetischen Region. Heiko Pleines analysiert die Kriegsvorbereitungen Russland in einer breiten Perspektive von der politischen Rhetorik über Wirtschaftspolitik bis zur militärischen Entwicklung der ersten Kriegsphase. Andrei Yakovlev kommentiert verschiedene Formen der Wirtschaftsprognosen in Anbetracht der abrupten Schocks für die russische Wirtschaft. Daria Zakharova beschreibt die russische Propaganda-Strategie am Beispiel der Massaker von Butscha. Eine repräsentative Meinungsumfrage erfasst die öffentlich geäusserte Haltung der russischen Bevölkerung zum Krieg.
Das Thema dieser Ausgabe ist der russische Informationskrieg. Artikel von Nash Miller, Jessica Brzeski, Jacqueline Evans und Jesse Clarke analysieren die Methoden des Informationskrieges, die Russland gegen die Ukraine, Polen, die Vereinigten Staaten und die Europäische Union eingesetzt hat, sowie die Strategien, die diese Länder zur Bekämpfung des russischen Informationskriegs angewandt haben. Der abschliessende Artikel fasst die Ergebnisse zusammen und schlägt Politikoptionen vor, mit denen die demokratischen Länder des Westens den Herausforderungen des Informationskrieges begegnen können. Ein abschliessender Beitrag von Françoise Daucé untersucht den mutmasslichen Beitrag des Nachrichten-Aggregators Yandex.news zum Niedergang des Informationspluralismus für politische Zwecke.
Die Themen dieser Ausgabe sind die politische Stabilität in Russland einen Monat nach dem Beginn des Angriffs auf die Ukraine sowie die Auswirkungen des Krieges auf die russische Landwirtschaft und auf russische Universitäten. Die insgesamt fünf Beiträge zur politischen Stabilität diskutieren die Zuverlässigkeit russischer Meinungsumfragen zum Krieg, die autoritäre Konsolidierung der letzten Jahre, die Geschlossenheit der Eliten, die Möglichkeiten für Proteste und Opposition sowie die Kontrolle russischer Online-Medien. Mit Beiträgen von Kseniya Kizilova, Pippa Norris, Seongcheol Kim, Fabian Burkhardt, Jan Matti Dollbaum, Liudmila Sivetc, Mariëlle Wijermars, Dmitry Dubrovskiy und Stephen K. Wegren.
Die Themen dieser Ausgabe sind Sanktionen gegen Russland und Russlands Krieg in der Ukraine in den sozialen Medien. Die Beiträge von Gunter Deuber und Michael Rochlitz betrachten die Auswirkungen von Sanktionen auf die russische Wirtschaft und erwarten verheerende Auswirkungen. Deuber hebt auch hervor, dass Russland bereits seit langem begonnen habe, sich auf Sanktionen vorzubereiten, und damit ein stärkeres Sanktionsregime provoziert habe, um seinen Schutzschild zu durchbrechen. Jacqueline Evans diskutiert die Rolle von TikTok sowohl für unser Verständnis von Echtzeitentwicklungen im Krieg als auch für mögliche Fehlinformationen; Daria Zakharova untersucht die grundlegenden Besonderheiten von VK (dem russischen Pendant zu Facebook).
Diese Ausgabe befasst sich mit den Auswirkungen des Rückzugs der USA aus Afghanistan und der Rückkehr der Taliban an die Macht. Erstens skizziert Richard Weitz, dass, obwohl die Besorgnis der russischen Regierung über Terrorismusunterstützung durch die Taliban abgenommen hat, sie Zweifel daran hat, ob die Aktivitäten extremer Gruppen eingeschränkt werden können. Zweitens argumentiert Stephen Aris, dass der Wert der sicherheitspolitischen Unterstützung, die Moskau den zentralasiatischen Regimen anbietet, aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Afghanistan gestiegen ist. Drittens postuliert Vassily Klimentov, dass die Gefahr einer Ausbreitung des militanten Islamismus von Afghanistan nach Zentralasien begrenzt bleibt, weil radikale bewaffnete Gruppen geschwächt wurden.
Diese Ausgabe ist die zweite Ausgabe mit einer Reihe von Kurzkommentaren zum anhaltenden Konflikt um die Ukraine. Die Kommentare wurden von Experten auf verschiedenen Gebieten verfasst und konzentrieren sich auf verschiedene Aspekte der Krise und die anhaltende Dynamik. Die Beiträge umfassen die beschleunigte extraterritoriale Einbürgerung von Donbass-Bewohnern, die Frage, ob das russische Volk Putin für den Einmarsch in die Ukraine bestrafen würde, Kriegsoptimismus auf beiden Seiten und die Auswirkungen der Anerkennung der „Volksrepublik Luhansk“ und der „Volksrepublik Donezk“ durch Russland auf die globale Sicherheit. Mit Beiträgen von Fabian Burkhardt, Cindy Wittke, Elia Bescotti, Maryna Rabinovych, Henry E. Hale, Olena Lennon, Dmitry Stefanovich, Kateryna Zarembo und Marianna Fakhurdinova.
Diese Ausgabe enthält eine Reihe von Kurzkommentaren zur anhaltenden Ukraine-Krise. Die Kommentare wurden von Experten auf verschiedenen Gebieten verfasst und konzentrieren sich auf unterschiedliche Aspekte und die anhaltende Dynamik der Krise. Die Themen der Beiträge umfassen die umfangreiche Truppenmassierung Russlands, die Strategie und Ziele des Putin-Regimes, die von der russischen Regierung vorgeschlagenen neuen Sicherheitsabkommen, die jüngsten diplomatischen Gespräche und die Auswirkungen auf die Innenpolitik europäischer Staaten. Mit Beiträgen von Irina Busygina, Ben Aris, Maria Raquel Freire, Regina Heller, Stefan Meister, Olexiy Haran, Petro Burkovskyi und Pavel Sharikov.
In dieser Ausgabe werden verschiedene Facetten der Rolle Russlands im gegenwärtigen internationalen Agrar- und Lebensmittelhandelssystem erörtert: Stephen K. Wegren gibt einen Überblick über den bilateralen Agrar- und Lebensmittelhandel zwischen den USA und Russland; Jiayi Zhou postuliert, dass sich der chinesisch-russische Lebensmittel- und Agrarhandel als nützlicher Indikator sowohl für Möglichkeiten als auch für Grenzen einer breiteren bilateralen Annäherung erweist; Frode Nilssen prognostiziert, dass Russlands Fischexporte zunehmend in Richtung asiatischer Märkte tendieren werden; Rilka Dragneva schätzt, dass die Eurasische Wirtschaftsunion ihr Potenzial als Wachstumsträger nicht erfüllt hat; Maximilian Heigermoser, Linde Götz und Tinoush Jamali Jaghdani analysieren Russlands Lebensmittelhandel mit dem Nahen Osten und Nordafrika.
Das Thema dieser Ausgabe ist Russland und die Konflikte im Südkaukasus. Ruben Elamiryan erörtert erstens die armenisch-russischen Beziehungen im Rahmen der sogenannten Multi-Vektor-Aussenpolitik Armeniens und stellt die wichtigsten Aspekte der Zusammenarbeit vor; zweitens versuchen Anar Valiyev und Nigar Gurbanli, die russischen Aktionen in Karabach und deren Auswirkungen auf die gesamte Region zu analysieren und vorherzusagen; drittens wendet Farid Guliyev das Instrument des Transaktionalismus an, um die Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Russland im Kontext des Krieges 2020 in Karabach zu analysieren.
Das Thema dieser Ausgabe sind die russische Landwirtschaft und der Klimawandel. Erstens diskutiert Marianna Poberezhskaya, ob die jüngsten russischen klimapolitischen Massnahmen zu einer beabsichtigten Reduzierung von Treibhausgasemissionen führen werden; zweitens diskutieren Daiju Narita, Tuyara Gavrilyeva und Aleksandr Isaev die Herausforderungen von Waldbränden in Russland; drittens fragt Florian Schierhorn, ob die russische Landwirtschaft und der Agrarexport vom Klimawandel profitieren werden; viertens präsentieren Taras Gagalyuk und Anna Hajdu die Ergebnisse einer Analyse der institutionellen, organisatorischen und individuellen (persönlichen) Triebkräfte sozial verantwortlichen Handelns russischer Agrarunternehmen.
Diese Ausgabe befasst sich mit der komplizierten Beziehung zwischen Russland und der Türkei. Erstens postuliert Dimitar Bechev, dass Moskau und Ankara in den letzten Jahren gelernt haben, ihre Rivalität einzuhegen, um gemeinsame Interessen in anderen Bereichen zu maximieren. Zweitens argumentiert Seçkin Köstem, dass die beiden Staaten trotz der geopolitischen Ausrichtung in Syrien und der anhaltenden Energiekooperation in einer Reihe von regionalen Krisen gegensätzliche Ergebnisse bevorzugen, wobei letztere Dynamik die Bildung einer engeren Partnerschaft verhindert.
Diese Ausgabe bietet einen Überblick über den Zustand der russischen Wirtschaft. In acht kürzeren Beiträgen diskutieren internationale Experten die längerfristige Entwicklung der russischen Wirtschaft und bewerten die Auswirkungen westlicher Sanktionen und der Covid-19-Pandemie. Einzelne Beiträge befassen sich mit der Realwirtschaft und der Landwirtschaft. Der Finanzsektor wird in mehreren Beiträgen behandelt. Auf der Grundlage einer Bewertung der bisherigen Trends geben mehrere Beiträge einen Ausblick auf die zukünftige sozioökonomische Entwicklung Russlands. Am Ende der Ausgabe folgt ein Abschnitt mit Grafiken, die die wirtschaftliche Entwicklung Russlands im Verlauf der letzten 25 Jahre illustrieren.
Diese Ausgabe bietet einen Überblick über die russische Politik und Gesellschaft im Vorfeld der diesjährigen Parlamentswahlen, die für September angesetzt sind. In elf kürzeren Beiträgen diskutieren internationale Russland-Experten die Innen- und Aussenpolitik sowie die Wirtschaft. Der Schwerpunkt der meisten Beiträge liegt auf den Versuchen der russischen Führung, mit der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung umzugehen. Dies umfasst neben Strategien zur Legitimation des politischen Regimes sowie Repressionen auch Möglichkeiten der Manipulation des eigentlichen Wahlprozesses. In einzelnen Beiträgen werden auch die Auswirkungen auf die Aussenpolitik und die wirtschaftliche Entwicklung erörtert. Die Beiträge werden in alphabetischer Reihenfolge der Autoren veröffentlicht.
Diese Ausgabe befasst sich mit den jüngsten Entwicklungen in den Beziehungen Russlands zu China. Marcin Kaczmarski vertritt die Ansicht, dass trotz der erneuten Gespräche weiterhin Hindernisse für ein umfassendes Militärbündnis zwischen Russland und China bestehen. Als Zweites konzentriert sich Xin Zhang auf die politischen Narrative der chinesischen Eliten und Experten über Russland und stellt fest, dass diese die Beziehung auf einer Ebene verorten, die sich einerseits deutlich von einem Zweckbündnis unterscheidet und andererseits klar über ein solches hinausgeht. Als Drittes untersucht Brian G. Carlson, wie Moskaus Ambitionen für das Dreieck Russland-Indien-China durch den Grenzkonflikt zwischen China und Indien im Himalaya im Juni 2020 weiter untergraben wurden.
Das Thema dieser Ausgabe ist der aktuelle Zustand der russischen Landwirtschaft. Der erste Beitrag von Natalia Karlova, Olga Shik, Eugenia Serova und Renata Yanbykh befasst sich mit Veränderungen in der Struktur der landwirtschaftlichen Produktion, der Handelsentwicklung und der Agrar- und Ernährungspolitik. Der Artikel endet mit einer Auflistung der wichtigsten Herausforderungen, denen sich die russische Landwirtschaft stellen muss, um ihre Position in der nationalen Wirtschaft und auf den globalen Märkten behaupten zu können. Im zweiten Beitrag untersuchen Vasyl Kvartiuk und Thomas Herzfeld die Mechanismen, durch die die russische Landwirtschaft subventioniert wird. Unter Verwendung eines einzigartigen Datensatzes des russischen Landwirtschaftsministeriums zeigen sie die Anreize der regionalen und föderalen Regierungen bei der Verteilung von gezielten Subventionen auf die russischen Regionen auf. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass ähnlich wie in den USA und der EU die regionalen und föderalen Ebenen der russischen Regierung nicht nur versuchen, die landwirtschaftliche Entwicklung anzukurbeln, sondern Subventionen auch als ein Instrument zur Verfolgung politischer Ziele sehen.
Das Thema dieser Ausgabe ist soziale Ungleichheit mit einem besonderen Fokus auf Armut. Ann-Mari Sätre beschreibt zunächst die Ursachen von Armut und analysiert, wie soziale Netzwerke von Frauen helfen, Armut zu bekämpfen. Sie beurteilt auch die Rolle der politischen Führung im Verhältnis zu Graswurzelinitiativen. Zweitens gibt Ilya Matveev einen systematischen Überblick über verschiedene Ansätze zur Messung sozialer Ungleichheit in Russland und diskutiert deren Aussagekraft kritisch. Dem Artikel folgen mehrere Grafiken, in denen die Ergebnisse verschiedener Studien verglichen werden. Schliesslich erörtert Anna Tarasenko die sozialen Auswirkungen der aktuellen Covid-19-Pandemie und gibt einen Überblick über sozialpolitische Massnahmen zur Eindämmung dieser Auswirkungen.