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Klimamodelle zeigen auf, dass der Klimawandel die Niederschlagsmuster verändern wird. Ökologen befürchten nun, dass dies zu einem weltweiten Waldsterben führen könnte, wie die Universität Zürich am Montag mitteilte. Auch für die Schweiz gehen die Klimamodelle von heisseren und trockeneren Sommern aus.
Versuch mit zehn tropischen Baumarten
Das internationale Forschungsteam um Michael O»Brien von der Universität Zürich führte einen Pflanzversuch mit 1400 Setzlingen von zehn tropischen Baumarten durch. Die Forscher erhöhten - beziehungsweise senkten - künstlich die in den Pflanzen eingelagerten Zuckerarten.
Dann setzten sie die Setzlinge einer künstlichen Dürreperiode aus. Dabei zeigte sich, dass Jungbäume mit mehr gespeicherten Kohlenhydraten den überlebenswichtigen Wassergehalt im Stamm länger aufrechterhalten konnten als solche mit weniger gespeicherten Kohlenhydraten.
Erstmals nachgewiesen
Die Zuckerwerte zu messen könnte nicht nur dabei helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder abzuschätzen. Da die Dürretoleranz nicht bei allen Baumarten gleich war, könnten in Zukunft für Wiederaufforstungen Arten ausgewählt werden, die mehr Kohlenhydrate speichern. Damit wären die Wälder besser an trockenes Klima angepasst.
Dass eingelagerte Stärke und lösliche Zucker in Pflanzengeweben Bäume widerstandsfähiger gegen Wassermangel macht, wurde schon lange vermutet - nachgewiesen wurde es nun aber zum ersten Mal. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse im Fachjournal «Nature Climate Change» veröffentlicht.