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György Ligeti
Aus Ulrich Dibelius: György Ligeti. Eine Monographie in Essays Mainz, 1994
"Ich kann nicht zurückkehren zur Tonalität oder Modalität, weil das alles schon da war; und wir leben nicht im 19. Jahrhundert (...) Andererseits kann ich nicht fortfahren mit der Cluster-Komposition und mit der ametrischen , arhythmischen, amelodischen oder aharmonischen Musik. Und da habe ich zwischen Skylla und Charybdis so eine kleine Meeresenge zwischen Sizilien und Kalabrien gefunden.
Das sind meine Klavier-Etüden, das Klavierkonzert und das Violinkonzert. Und ich kann jetzt auch immer weniger mit der gleichschwebenden Temperatur anfangen (...). Es ist die Suche nach alternativen Möglichkeiten, eine neue Musik zu machen, die keine Rückkehr zum 19. Jahrhundert ist, die aber nicht mehr den Normen der Avantgarde entspricht".
Aus der Laudatio von György Kurtág:
Was bedeutet mir Ligeti? Die Ahnung, daß es etwas Höheres, Vollkommeneres gibt, als ich es mir je vorstellen konnte, daß es Zusammenhänge gibt in der Kunst, in den Wissenschaften, im Kosmos, über die er Bescheid weiß...