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Millionen Menschen leben in den Armenvierteln der indischen Haupstadt. Zugang zu sauberem Wasser ist für sie ein Problem. Dank einem Schweizer PET-Flaschenprojekt hat es sich für ein paar 10'000 Slumbewohner jetzt entschärft.
Normalerweise kochen die Frauen ihr Wasser ab, bevor sie es trinken. Aber dafür benötigen sie Gas - und Gas ist teuer. Statt das Wasser zu kochen, füllen nun viele Slumbewohnerinnen das verkeimte Wasser in PET-Flaschen ab und legen diese während mindestens 6 Stunden an die Sonne. Diese tötet die Bakterien im Wasser ab. Das Wasser wird trinkbar.
Von Schweizern entwickelt
Die simple und günstige Methode nennt sich Sodis (Solar water disinfection) und wurde von Schweizer Wissenschaftlern entwickelt. Ein lokales Hilfswerk hat die PET-Flaschenmethode in den Slums eingeführt. Die Organisation konnte nicht nur besser auf die Bedürfnisse der Slumbewohner eingehen, sie vermittelte ihnen auch den Zusammenhang von Trinkwasserqualität, Wasserhygiene und Durchfall.
Sodis-Projekte gibt es mittlerweile in Entwicklungsländern auf der ganzen Welt. Die Methode wurde vor gut 10 Jahren eingeführt. Rund 5 Millionen Leute machen täglich von ihr Gebrauch. Durchfallerkrankungen, die für Kinder häufig tödlich enden, haben in diesen Gebieten stark abgenommen.
«Input» war vor Ort
Im «Input» vom 16. Dezember 2012 berichtet SRF-Korrespondentin Karin Wenger aus dem Rangpuri-Pahari-Slum in Delhi. Unter anderem hat sie sich mit der 32-jährigen Nupur unterhalten, deren Kinder nicht mehr so oft krank werden, seit sie die Sodis-Methode anwendet.