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Bewässerungssystem von Grimisuat: Speicherung und nachhaltige Bewirtschaftung des Wassers
Projektträger: Gemeinde Grimisuat, Drosera Ecologie Appliquée SA, Idealp SA, Geoval SA
Beschreibung: Die Gemeinde Grimisuat verfügt über keine eigenen Wasservorkommen und ist deshalb stark von der externen Wasserversorgung abhängig. Der Revouire-See hat als wichtigster Speicher für die Bewässerung der Agrarflächen zudem fast 30 % seines Fassungsvermögens verloren. Die Gemeinde hat für die Lösung des Wasserproblems einen ganzheitlichen Ansatz mit Fokus auf drei Bereiche herangezogen: Wasserressourcen, Speicherung sowie Versorgung und Verteilung. Mit diesem Ansatz hat die Gemeinde mehrere Handlungsfelder identifiziert, wie beispielsweise: klare Ermittlung des Wasserbedarfs, Erhöhung der Speicherkapazität, Reduktion der Wasserverluste des Versorgungs- und Verteilsystems, Reduktion des Wasserbedarfs durch Ausbau des Tropfsystems.
Beschreibung: AQUATY ist ein Aquaponik-Projekt, kombiniert also Pflanzenanbau mit Fischzucht. Die Fische werden in grossen Behältern aufgezogen, während die Pflanzen hors-sol kultiviert werden. Der Fischkot ist ein natürlicher, stickstoffreicher Dünger und wird in die Wasserbehälter mit den Wurzeln der Pflanzen geleitet. Mit diesen Nährstoffen wachsen die Pflanzen, diese filtern das Wasser, welches in die Fischtanks zurückgeführt wird. Dieser positive Kreislauf spart bis zu 90 % Wasser, vermeidet chemische Düngemittel und macht eine natürliche Produktion möglich. Das Wasser wird sowohl für die Fischzucht als auch für den Pflanzenanbau verwendet: lokal und 100 % biologisch.
Integriertes kommunales Wassermanagement der Stadt Martigny
Projektträger: Gemeinde Martigny, Ingenieurbüro Moret & Associés
Beschreibung: Das Projekt verwirklicht ein integriertes Wassermanagement auf Gemeindeebene, das dem natürlichen Kreislauf des Wassers möglichst nahe kommt und dem Ansatz des Einzugsgebiets folgt. Die Wahl einer kommunalen Lösung ermöglicht es, die verschiedenen Projekte effizient umzusetzen und die erforderlichen Kompetenzen in einer Einheit zu vereinen. Die Projekte drehen sich um das kommunale Wassernetz, das aus dem Fluss Dranse, seinen Zuflüssen und den Suonen besteht und sie verfolgen als Ziele die Nutzung und den Schutz von Wasser und Umwelt. Eines der Vorzeigeprojekte ist die Revitalisierung und der Hochwasserschutz der Dranse; ein Projekt mit mehreren Zielen, das die Stadt sicherer machen, die Lebensräume schützen, die Biodiversität entwickeln und Freizeit- und Erholungsräume schaffen soll. Ein weiteres innovatives Projekt ist die Nutzung der Suonen für den Aufbau eines Fernkältenetzes.
Rückgewinnung von überschüssigem Trinkwasser für die Bewässerung von Weinbergen
Projektträger: Gemeinde Vétroz
Beschreibung: Das Projekt sieht eine bessere Nutzung des Wassers für die Bewässerung der Weinberge von Vétroz unter Verwendung des Überlaufs des Péteille-Reservoirs vor. Die Trinkwasserquellen produzieren jährlich ein grosses Volumen. Ist die Produktion höher als der Verbrauch, wird das Wasser derzeit über einen Überlauf des am Hang liegenden Péteille-Reservoirs in die Natur geleitet. Im Jahr 2021 betrug das verlorene Volumen mehr als eine Million Kubikmeter. Ziel des Projekts ist es daher, das überschüssige Trinkwasser für das Bewässerungsnetz der Rebberge zu nutzen. Die Umsetzung des Projekts wird auch eine Optimierung der Ressourcen ermöglichen, da geeignetere Pumpstellen zur Verfügung stehen werden. Die Einsparung wird auf fast 66 % des aktuellen Energieverbrauchs geschätzt.
Projektträger: Gemeinde Leytron, IG group Data solutions SA
Beschreibung: myAquaspy ist eine Kommunikationsanwendung zwischen den Betreibern der Wassernetze und den Konsumenten. Sie besteht aus mehreren Modulen und hilft, die Konsumenten über die Trinkwasserqualität zu informieren und den bewussteren Verbrauch zu fördern. Mit dem Modul «Netzzustand und Störungsmeldungen» können sich Verbraucher über den Zustand des Wassernetzes informieren, Probleme dem Betreiber melden und alarmiert werden. Dank des Moduls «Wasserqualität» können die Konsumenten die Qualitätsindikatoren an einer bestimmten Stelle einsehen und sie mit den Indikatoren für Mineralwasser aus der Flasche vergleichen. Schliesslich wird das Modul «Nachhaltiger Konsum» es ermöglichen, die Indikatoren für den Verbrauch der Ressource zu konsultieren und die CO2-Bilanz von Leitungswasser mit derjenigen von Wasser aus der Flasche vergleichen.
Projektträger: Gemeinde Varen, Schnyder Ingenieure VS AG
Beschreibung: Ein Teil des Nutzwassers der Gemeinde Varen wird der Dala unterhalb von Rumeling über eine klassische, seitliche Fassung entnommen. Das Projekt sieht vor, den über 100 Jahre alten Dufour-Entsander durch einen entsprechenden Coanda-Rechen zu ersetzen. Die Dala wird zur Bewässerung der Rebberge und zur Stromproduktion genutzt. Mit der Erneuerung der Wasserfassung wird sauberes Wasser ohne Sedimente und Sand zu den Weinbergen fliessen. Die Reben sollen neu mit einem Tropfensystem bewässert werden.