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Chinas Kommunisten sonnen sich in ihrem Erfolg. Der in dieser Woche zu Ende gegangene Kongress der Partei in Peking war eine Demonstration ihres Selbstbewusstseins. Die Diktatur der Genossen ist unangefochten. Es besteht kein Zweifel, der Schlüssel ist der beispiellose wirtschaftliche Fortschritt der letzten Jahrzehnte: Seit der marktwirtschaftlichen Öffnung unter Deng Xiaoping in den achtziger Jahren hat die kommunistische Führung Hunderte Millionen von Chinesen aus der Armut befreit.
Der wachsenden Mittelschicht beschert ein ungebrochenes kräftiges Wachstum immer annehmlichere Lebensbedingungen. Mit dieser Entwicklung widerspricht China einer Lieblingsidee der demokratischen Welt: der Überzeugung, dass jede Bevölkerung, sobald sie einen gewissen Wohlstand erreicht hat, über kurz oder lang demokratische Mitsprache fordert und sich nicht mehr mit gedeckten Grundbedürfnissen zufriedengibt.
Der Pakt zwischen Genossen und Volk in China - ihr bekommt Wohlstand, dafür haben wir die Macht - scheint genau umgekehrt zu funktionieren: Steigender Wohlstand garantiert, dass das Volk keine demokratischen Rechte verlangt. Die Kommunisten sind nachgerade zum wirtschaftlichen Erfolg verdammt. Es sieht ganz so aus, als müsste der Westen über die Bücher - bisher jedenfalls.