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Haie leben schon seit über 400 Millionen Jahren und gehören zu den schnellsten Schwimmern der Ozeane. Einige Arten können Geräusche ihrer Beute und einen einzigen Tropfen Blut im Wasser aus 100 Kilometern Entfernung erkennen. Haie sorgen für ein Gleichgewicht in den Meeren und spielen somit eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung eines stabilen marinen Ökosystems. Interessanterweise können sie beim Schwimmen nicht abrupt abbremsen, sondern müssen Hindernissen nach rechts oder links ausweichen. Haie haben zudem kein Skelett aus Knochen, sondern aus Knorpel und ihre Haut ist so rau, das viele Verletzungen durch sie anstatt durch die spitzen Zähne entstehen.
Nur sehr selten greifen Haie Menschen an. Dies geschieht meistens, weil sie sie verwechseln. Ein paddelnder Surfer sieht von unten wie eine schwimmende Robbe aus. Es werden wesentlich mehr Menschen von Kokosnüssen erschlagen, als weltweit von Haien gebissen und die Wahrscheinlichkeit für einen Haiunfall ist viel kleiner als die für einen 6er im Lotto.
Im Durchschnitt sterben jedes Jahr zehn Menschen durch Haiangriffe, doch werden jährlich etwa 100 Mio. Haie von Menschen getötet (3 pro Sekunde). Viele Arten sind deshalb gefährdet und vom Aussterben bedroht. Menschen jagen Haie, um das Fleisch und die Flossen zu essen oder um die Zähne als Trophäen zu sammeln. Teils fangen sie Haie, schneiden bloss die Flosse ab und werfen die Tiere leidend zurück ins Meer, wo sie qualvoll sterben.
(fms)