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Der schwedische Autohersteller Saab hat wegen unbezahlter Rechnungen erneut die Bänder abgeschaltet. Wie Unternehmenssprecher Eric Geers sagte, musste die Produktion im Stammwerk Trollhättan am Mittwoch eingestellt werden, weil Komponenten von Zulieferern fehlten.
Diese verweigerten die Lieferung, weil sie ihr Geld von Saab nicht mehr bekommen. Nach ähnlichen Problemen in der Vorwoche hatte die Saab-Führung erklärt, es handele es sich lediglich um einzelne Zulieferer, mit den man sich schnell einigen werde.
Geers meinte im Radiosender SR zu dem erneuten Stopp: "Wir werden in Kürze eine permanente Lösung präsentieren, damit die Produktion wieder störungsfrei laufen kann." Der vor einem Jahr angetretene niederländische Saab-Eigner Victor Muller hatte Anfang dieser Woche erstmals Liquiditätsprobleme eingeräumt, gleichzeitig aber auch den Medien ein "Aufbauschen" der Probleme mit Zulieferern vorgeworfen.
Verlust von 218 Mio. Euro
Saab hatte im letzten Jahr nur 32'000 Autos produziert und Mullers sehr kleiner niederländischer Muttergesellschaft Spyker Cars einen Verlust von 218 Mio. Euro eingebracht.
Die schwedische Behörde für Staatskredite bezeichnete die Lage des Unternehmens als "akut und prekär". Als entscheidend für die Überlebenschance gilt die Frage, ob die Behörde grünes Licht für eine Kapitalzufuhr von 50 Mio. Euro durch den umstrittenen russischen Investor Wladimir Antonow gibt.