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Bereits als junger Student wurde er zum Einsiedler, weil er von der Sittenlosigkeit in Rom so angewidert war.
Drei Jahre lang lebte er schliesslich in einer Höhle bei Subiaco östlich von Rom. Mit der Einsiedelei war es allerdings bald vorbei, weil immer mehr Menschen zu Benedikt pilgerten und er gebeten wurde, einem Kloster vorzustehen. Beim Versuch, dieses Kloster zu reformieren, stiess er allerdings auf heftigen Widerstand. Die Mönche versuchten sogar, ihn zu vergiften.
Benedikt kehrte wieder nach Subiaco zurück und gründete dort mehrere Klöster. Wieder war der Erfolg von kurzer Dauer, weil ihn Neid und Missgunst des Bischofs von Tivoli vertrieben.
Nun ging Benedikt nach Monte Cassino, 80 Kilometer südöstlich von Rom. Dort schrieb er seine berühmte «Regula Benedicti», eine umfangreiche Ordensregel, an der sich bis heute viele Mönche und Nonnen orientieren. Von der sinnvollen Tagesstruktur bis zum Umgang mit Fehlverhalten finden sich Regeln des Zusammenlebens darin, die über das Klosterleben hinaus Gemeinschaften inspirieren. Benedikt von Nursia wurde zu einem geistigen Vater dessen, was wir heute «Europa» nennen.