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Lorenzo Vita hat den unterstehenden Artikel geschrieben:
Er wurde am 2. Februar 1991 in Rom geboren und schloss 2016 sein Studium der Rechtswissenschaften mit einer Dissertation über internationales Recht ab. Nach seinem Abschluss erhielt er einen Master in Geopolitik und besuchte Kurse über den internationalen Terrorismus. Er arbeitet seit 2017 für ilGiornale.it und verfolgt insbesondere InsideOver. Der Artikel hier unten erschien im InsideOver (frei übersetzt aus dem italienischen).
Nun wird Italien zum schwachen Glied Europas im Coronavirus-Graben. Die europäischen Länder beginnen, die Ausbrüche zu fürchten, die sich zwischen der Lombardei und dem Veneto entwickelt haben, und viele fragen sich, ob es nicht angebracht ist, etwas mehr zu tun, um die Ansteckung zu stoppen: mit der Isolierung Italiens zu beginnen. Zunächst einmal durch die Aussetzung des Schengener Abkommens. Die von der Mitte-Rechts-Kommission in Italien geforderte Massnahme, um eine Ansteckung im Land zu vermeiden, könnte von den europäischen Staaten gerade deshalb gefordert werden, um eine mögliche Ansteckungswirkung auf dem restlichen Kontinent zu verhindern. Und es ist kein Geheimnis, dass die Anfrage auch die Spitze der Europäischen Union berühren könnte.
Im Moment haben die Quellen der EU, wie La Stampa berichtet, nur von der Möglichkeit gesprochen, dass einige Länder in diesem Sinne Anfragen stellen könnten. Doch während die Bürokratie in Bewegung ist und die Worte abgewogen werden, sind die ersten Positionen bereits bezogen worden. Rumänien hat Kontrollen für alle Personen angeordnet, die aus den vom Coronavirus betroffenen italienischen Regionen eintreffen. Die Schweiz hat keine Kontrollen angeordnet, aber im Tessin gibt es erste Vorschläge zur Stärkung der Zollbehörden, und die Kontrollen haben zugenommen. Marine Le Pen, aus Frankreich, donnert über die Möglichkeit, dass im Falle einer unkontrollierbaren Epidemie die Grenzen zu Italien geschlossen werden. Und nun wird auch von Österreich, insbesondere von Kärnten, verlangt, nicht nach Italien zu reisen. Eine Vorsichtsmassnahme, die Hand in Hand geht mit den ersten Kontrollen für diejenigen, die aus unserem Gebiet kommen, auch in Israel, einem Land, das Italien auf die gleiche schwarze Liste gesetzt hat wie die asiatischen Länder.
Das Problem ist ernst. Und Italien, das seine Grenzen (nicht nur die physischen, sondern auch die der Flughäfen und Häfen) hätte schliessen müssen, um eine Ansteckung zu vermeiden, befindet sich nun in der besonderen Situation, das eigentliche Problem Europas angesichts der Ausbreitung der Epidemie zu sein. Eine Gefahr, die, wie gesagt, in Europa zu spüren beginnt und die leider durch die Zahl der Infektionen bestätigt wird: enorm im Vergleich zu den anderen Staaten, die stattdessen sofort beschlossen haben, andere Protokolle anzuwenden und es zumindest vorläufig geschafft haben, die Ausbrüche in kleinen Orten und vor allem ohne die Zahlen, die unser Territorium im Moment erlebt, einzudämmen.
Italien steht nun unter Beobachtung. Die Washington Post selbst schrieb über den Zustand des Coronavirus in Italien und sprach von Italien als dem grössten Ausbruch ausserhalb Asiens. Ein Zustand, der die Italiener terrorisiert, vor allem aber die anderen Regierungen ratlos macht. Was vorgegangen in Italien? Was geschah, so dass innerhalb weniger Stunden ein Land mit einigen wenigen stationären Einheiten in die Explosion mit noch unklaren Konturen geraten konnte, wie auch die Weltgesundheitsorganisation offen erklärt hat? Das ist schwer zu sagen. Sicherlich gab es einen Fehler im System. Aber es ist merkwürdig, dass das einzige Land, das Direktflüge von und nach China blockiert hat, am stärksten betroffen ist. Natürlich wurden die indirekten Flüge von und nach anderen Ländern nicht blockiert. Aber da andere EU-Länder die Flugblockade wie die in Italien noch nicht einmal umgesetzt haben, kann man nicht alles auf das Versäumnis, die Fluggesellschaften zu stoppen, schieben. Sicherlich gibt es noch etwas anderes. Laut Dagospia könnte sich das Problem genau (paradoxerweise) aus der Blockade der Flüge ergeben. "Die anderen EU-Länder, die die Route mit China offen liessen, hatten stattdessen die Möglichkeit, das Problem zu umschreiben. Niemand kehrte mit indirekten Flügen nach Spanien oder Deutschland zurück - erklärt Dagospia - und alle, die aus China zurückkehrten, wurden direkt in Quarantäne gesteckt", so hätten die Behörden auf einem einzigen Kanal gearbeitet. Stattdessen arbeiteten sie, indem sie Unterscheidungen trafen, auf einer zweigleisigen Schiene und vermieden strenge Kontrollen bei indirekten Flügen.
Auf jeden Fall geht es für die europäischen Länder im Moment nicht nur darum, die Ausbreitung des Virus von den asiatischen Ländern und China aus zu verhindern, sondern auch von Italien aus, da die Zahl der Ansteckungen von Stunde zu Stunde zunimmt und befürchtet wird, dass dies nur der Anfang eines noch ernsteren und unberechneten Szenarios sein könnte (zumindest am Anfang). Die EU-Mitgliedstaaten haben noch keine drastischen Massnahmen beschlossen, und in Italien wurde noch nicht von Brüssel aus Alarm geschlagen. Aber es ist klar, dass die Lombardei und das Veneto als das schwache Glied in der Kette gegen das Coronavirus angesehen werden. Jenseits der Alpen gibt es Befürchtungen einer Ansteckung. Und selbst wenn die Europäische Kommission Ruhe predigt, ist es klar, dass einige Leute anfangen zu befürchten, dass der freie Personenverkehr nicht mehr länger ein Tabu sein könnte.