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Bildung für die indigene Bevölkerung im Amazonas
ARCHIV – BRASILIEN:
Mitten im Amazonasgebiet von Brasilien bieten die Salesianer Don Boscos der bitterarmen Bevölkerung Unterstützung an. Jugendliche und Familien profitieren von Berufskursen, die den Einstieg ins Arbeitsleben erleichtern sollen, von einem breiten Freizeitangebot, von Beratungsstellen und Unterstützung bei der Beantragung staatlicher Subventionen. Um das Angebot aufrecht zu erhalten, benötigen die Salesianer Don Boscos Hilfe bei der Deckung der laufenden Kosten.
Land/Ort: BRASILIEN – São Gabriel da Cachoeira
Projektnummer: BMA 15-004
Projektziel: In den salesianischen Zentren eine Plattform für 150 Jugendliche und 30 Familien anzubieten, welche ihnen berufliche und persönliche Perspektiven, ein inklusives soziales Umfeld sowie Zugang zu Sozialschutz und Informationen ermöglicht.
Projektwirkung: Durch die Kurse wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Berufseinstieg ermöglicht. Die Bevölkerung erhält sinnvolle Freizeitbeschäftigungen und kann durch die Beratungsstellen die ihnen zustehenden Födergelder beantragen.
Mittelbedarf: Die laufenden Kosten betragen 75 000 Schweizer Franken.
Der São Gabriel da Cachoeira liegt im Nordwesten des Bundestaates Amazonas. Ein grosser Teil des Verwaltungskreises liegt in einem Nationalpark und ist schwer zugängliches Gebiet mit schlechter Infrastruktur. Das Flussbecken des Rio Negro prägt die Landschaft. Die Grösse des Verwaltungskreises entspricht ungefähr der Fläche Österreichs.
Der Verwaltungskreis zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil an indigenen Einwohnern aus und hat rund 43 000 Einwohner. 90% der Bewohnern gehören einer der rund 17 verschieden indigenen Ethnien an.
In der Region ist die Arbeitlosenquote hoch und rund 40% der Einwohner leben in extremer Armut – ein Wert, der weit über dem nationalen Durchschnitt liegt. Die Hauptprobleme liegem im tiefen Bildungsniveau und nicht vorhandenen beruflichen Qualifikationen. Die Wirtschaft ist auf Subsistenzwirtschaft ausgerichtet.
Der Zugang zu staatlicher Unterstützung ist durch fehlende Dokumente z.B. einer Geburtsurkunde und durch die niedrige Mobilität sehr schwer, so erhält mehr als die Hälfte der Bewohner keine Familien- oder Essenszulagen sowie Identifikationspapiere, obwohl sie Anspruch darauf hätten. Ein weiteres Problem stellt daher der Zugang zu Fördergeldern und die Desinformation auf das Anrecht von Fördergeldern dar.
Mehr als ein Drittel der Schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen besuchen die Schule nicht. São Gabriel da Cachoeira hat eine ungenügende Infrastruktur und ebenso wenig die Mittel, Aktivitäten für Kinder und Jugendliche zur Verfügung zu stellen. Besonders in den abgelegenen Gebieten, welche vor allem von der indigenen Bevölkerung bewohnt werden.
Im Verwaltungsgebiet von São Gabriel da Cachoeira gibt es drei salesianische Einrichtungen. Die Arbeit der Salesianer vor Ort orientiert sich an den nationalen Richtlinien des sozialen Hilfsdienstes (Tipificação Nacional de Serviços Socioassostenciais), zudem entwickeln sie selbst Massnahmen für den ganzheitlichen Sozialschutz.
Hauptinstitution der Salesianer und Projektträger ist das Centro Missionário Salesiano no municípo de São Gabriel da Cachoeira. Angeschlossen sind ebenfalls das Centro Juvenil Salesiano und Comunidade Salesiana de Iaurareté e Santa Isabel do Negro, welches beides indigene Zentren sind.
Das Centro Missionário Salesiano ist von der lokalen Bevölkerung als Ausbildungsstätte anerkannt, welche den Jugendlichen berufliche Fähigkeiten vermittelt sowie Freizeitaktivitäten und Informationsveranstaltungen anbietet.
Im Verwaltungsgebiet von São Gabriel da Cachoeira gibt es drei salesianische Einrichtungen. Ziel der Zentren ist es eine Plattform für 150 Jugendliche und 30 Familien anzubieten, welche ihnen berufliche und persönliche Perspektiven, ein inklusives soziales Umfeld sowie Zugang zu Sozialschutz und Informationen ermöglicht.
Die Salesianer bieten Jugenlichen und jungen Erwachsenen Bildungsanbebote in folgenden Bereichen an:
- Elektrikkurse
- Schreinerkurse
- Back- und Konditoreikurse
- Kunstandwerkkurse
- Informatikkurse
Auch die Stärkung der Familie ist ein grosses Anliegen. Dazu gibt es verschiedene Informationsveranstaltungen und Workshops, die ausserdem die Entwicklung von Kinder und Jugendlichen fördern. Mit der verstärkten Sozialarbeit in den Familien soll der Zugang zu staatlichen Fördergeldern garantiert werden.
Durch vielfältige Kunst-, Kultur- und Freizeitangebote können sich die Jugendlichen sinnvoll beschäftigen, haben Raum für Selbstfindung, können ihre Sozialkompetenzen schulen und verborgene Talente entdecken.
Um die laufenden Kosten (Personal, Lebensmittel, Instrumente und Sportequipment, etc.) zu decken, braucht es jährlich 75 000 Schweizer Franken, wovon die Salesianer Don Boscos knapp die Hälfte selbst beisteuern können. Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit möchte dieses vielversprechende Projekt mit 38 000 Schweizer Franken mitfinanzieren.
Das Projekt konnte mit Ihrer Unterstützung erfolgreich abgeschlossen werden. Vielen Dank! Bei Interesse können Sie mit uns in Kontakt treten und Fragen zum Verlauf des Projekts oder zum Abschlussbericht stellen.
Die Don Bosco Jugendhilfe Weltweit unterstützt aktuell andere Projekte in Brasilien sowie mit dem Schwerpunkt Bildung. Helfen auch Sie mit einer Spende, damit das Leben junger Menschen gelingt. Herzlichen Dank für Ihre Grosszügigkeit!