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Die Behörden in Thailand haben die Evakuierung des Geländes in der Nähe des Eingangs zur Höhle angeordnet, in der zwölf Knaben einer Fussballmannschaft und ihr Trainer festsitzen. Am Sonntag kamen Sporttaucher und Sanitäter an der Höhle an.
Das Gelände werde für den Rettungseinsatz benötigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die vor der Höhle versammelten rund 1000 Journalisten müssen das Gebiet damit verlassen.
«Jeder, der nicht in den Einsatz eingebunden ist, muss die Gegend sofort verlassen», hiess es in einer Lautsprecheransage der Polizei. «Von der Lagebewertung her brauchen wir das Gebiet, um den Opfern zu helfen», hiess es weiter. In dem schlammigen Feldlager setzte daraufhin eiliges Packen und Abreisen ein.
Die Räumung fachte Spekulationen über einen kurz bevorstehenden Start oder eine bereits laufende Rettungsaktion an. Neu ankommenden Reportern wurde der Zugang verwehrt. Sie wurden mit der Ansage, später werde eine Pressekonferenz folgen, zu einem Regierungsgebäude weitergeleitet.
Der Chef des Rettungseinsatzes, Narongsak Osottanakorn, hatte zuvor mit Blick auf den Wasserstand, das Wetter und die Gesundheit der Jungen gesagt, die Bedingungen für einen Rettungsversuch seien «jetzt und in den kommenden drei oder vier Tagen perfekt». Es müsse eine klare Entscheidung getroffen werden, «was wir tun können». Am Samstagabend gab es erneut schwere Regenfälle, was die Dringlichkeit der Rettung verdeutlichte.
Der Weg aus der überschwemmten Tham-Luang-Höhle ist selbst für erfahrene Taucher ein kräftezehrender fünfstündiger Tauchgang. Wie gross das Risiko ist, hatte sich am Freitag gezeigt, als ein Taucher der thailändischen Eliteeinheit Navy Seals beim Aufbau der Sauerstoffleitung starb.
Am Samstag wurden zudem zehn weitere Mitglieder des Rettungsteams verletzt, als sie den Berg nach Eingängen von oben in die Höhle absuchten. Dabei stürzte ihr Auto eine Klippe herab. Ihre Verletzungen sind aber offenbar nicht lebensgefährlich. (sda/afp/dpa/vom)
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