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Scovia und ihre Mutter Sophia können wieder lächeln.
Text: Sophia Aloikin, Programm-Assistentin, World Vision Uganda
Als erstes Kinder der Familie war Scovia der Mittelpunkt des Familienglücks und ein fröhliches Baby. Ihr unglückliches Leben begann, als sie nicht mehr gestillt wurde. Ihre Eltern, ein junges Paar, fanden nicht heraus, wo das Problem lag.
«Ich bin wieder schwanger geworden, als ich noch gestillt habe», erzählt die 24-jährige Sophia Tindiweji, die Mutter von Scovia. «Mir blieb keine andere Wahl, als Scovia nicht mehr zu stillen. Sie war erst acht Monate alt, als ich das zweite Kind gebar.»
Sophia brachte Scovia in die nächstgelegene Klinik, wo man ihr einige Medikamente gab. Aber ihr Gesundheitszustand verbesserte sich nicht. «Früher hatte ihr ständiges Lächeln und lautes Lachen unser Haus erhellt. Jetzt konnte sie nicht mehr spielen und lachen. Ihre Haut war blass. Ihre Augen hatten sich gesenkt. Ihr Haar war braun geworden. Und ihr Körper war angeschwollen», blickt Sophia mit trauriger Stimme zurück.
Scovias Lieblingsspeise waren pürierte irische Kartoffeln – aber sie hatte keinen Appetit mehr, konnte keine Nahrung mehr zu sich nehmen. Ihr Zustand beunruhigte ihre Eltern, aber sie hielten ihre Hoffnung aufrecht. «Wir blieben stark und hofften, dass es ihr eines Tages besser gehen würde», erzählt Sophia.
Eines Tages, in der Abenddämmerung, stattete ein Koordinator des Village Health Teams (VHT), Patrick, der Familie einen Besuch ab. Er fand Scovia auf dem Schoss ihrer Mutter sitzend, zugedeckt mit einem Stück Stoff, das sie vor der Kälte schützte. «Patrick informierte uns über die Gesundheitsuntersuchung, die bei den Kindern unserer Gemeinde durchgeführt würde. Er empfahl uns, daran teilzunehmen», erinnert sich Sophia.
Patrick ist einer von 78 VHTs, die von World Vision geschult wurden, um Kinder auf Unterernährung hin zu untersuchen. Scovia, damals 18 Monate alt, gehörte zu jenen untersuchten Kindern, bei denen eine schwere Unterernährung festgestellt wurde. «Um medizinische Hilfe zu erhalten, wurden wir an das Rukunyu-Krankenhaus überwiesen», erzählt Sophia. Hier wurde Scovia behandelt und Sophie wurde über die richtige Ernährung aufgeklärt.
Patrick klärt Sophia und ihren Mann bei einem Hausbesuch über Gesundheit und Ernährung auf.
Viele verkümmerte und untergewichtige Kinder
Omwibale, eine der Gemeinden Ugandas, in denen World Vision tätig ist, war stark von Unterernährung bei Kindern unter fünf Jahren betroffen. Das grösste Problem war, dass Mütter wie Sophia nicht glaubten, dass ihre Kinder unterernährt waren. Stattdessen erklärten sie das Elend ihrer Kinder mit Hexerei. «Viele Familien griffen zur Behandlung zu alternativer Medizin, einschliesslich lokaler Kräutermischungen, aber nichts änderte sich», sagt Patrick. «Die Kinder verkümmerten weiter. Verkümmerte und untergewichtige Kinder waren an der Tagesordnung, ebenso wie Todesfälle und Krankheiten.»
Im Jahr 2018 wurden im Rukunyu-Krankenhaus zum Beispiel durchschnittlich 29 akut unterernährte Kinder pro Monat behandelt. Diese Zahl begann im darauffolgenden Jahr zu sinken – dank der Arbeit der VHTs, die sich an die Gemeinden wandten, um Fälle zu identifizieren, zu untersuchen und weiterzuleiten. Sie schulten werdende und stillende Mütter auch in Gesundheits- und Ernährungsfragen. Heute behandelt das Krankenhaus im Durchschnitt 15 mässig unterernährte Kinder pro Monat.
Ein medizinischer Mitarbeiter des Rukunyu-Krankenhauses misst das Gewicht von Scovia.
Die Bemühungen von World Vision zeigen Wirkung
Ausgestattet mit Wissen und Fähigkeiten sind Betreuerinnen wie Sophia nun besser in der Lage, ihre Kinder angemessen zu ernähren und damit Unterernährung zu vermeiden.
«Dank World Vision bin ich gut gerüstet», sagt Sophia. «Ekitobero (eine Mischung aus gemeinsam zubereiteten Lebensmitteln) hat unsere Kinder vor Verkümmerung und sogar dem Tod bewahrt. Nachdem ich gelernt habe, wie man nahrhaftes Essen mit lokal verfügbaren Lebensmitteln zubereitet, fühle ich mich verpflichtet, nicht nur meine Kinder, sondern alle Kinder in meiner Gemeinde zu schützen. Eigentlich sollte es Pflicht aller Eltern und Betreuer sein, Unterernährung zu verhindern.»
Das Leben von Scovia hat sich stark verbessert. Sie hat wieder Appetit, sie ist stark und gesund. Ihr strahlendes Lächeln hat sie wiedergefunden – und ihre Familie lacht mit ihr!
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