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(Thema Irrwege und Umwege)
Ein Versprechen trägt die Verpflichtung in sich, das Versprochene auch einzuhalten.
Auf dem Weg zu Gott mögen wir Einweihungszeremonien begegnen, die mit Versprechen oder Gelübden verbunden sind. Wir sollten jedoch aufmerksam werden, wenn wir aufgefordert werden eine "Negation" zu versprechen, d.h. versprechen etwas NICHT zu tun.
Ein Versprechen ist etwas Bedeutsames. Wenn einem etwas als bedeutungslos erscheint, sollte man zumindest kein Versprechen daraus machen. Ein Versprechen bedeutet eine Bindung, ein Knoten.
Das Versprochene nimmt seinen Raum im persönlichen Bewusstsein, es drängt sich immer wieder "nach vorne".
Wenn wir nun etwas "Negatives" versprochen haben, z.B. unser Sexualleben stark einzuschränken, so ist unser Bewusstsein immer wieder mit der durch die Erinnerung an "Sex" erzeugte Schwingung konfrontiert. Doch genau diese Schwingung wollte man ja vermeiden!
Ein negatives Versprechen ist daher kontraproduktiv.
Die Negation kann auf dem Weg des Suchenden Sinn machen, um jene Wege abzugrenzen, die im Sinne des Zieles hinderlich sind. Doch sollten solche Abgrenzungen nicht Teil eines Versprechens sein.