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Alain Tanner ist tot. Der wichtigste und erfolgreichste Vertreter des neuen Schweizer Films der 1960er und 70er Jahre ist heute Morgen 92jährig gestorben.
Zwölf Jahre bevor Hollywood mit dem feministischen Roadmovie Thelma & Louise zwei Frauen aus den gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen liess, hatte Alain Tanner das schon in der Schweiz durchgespielt.
Messidor hiess Tanners Film von 1979, in dem die Studentin Jeanne und die Verkäuferin Marie aufbrechen, um die Freiheitsmöglichkeiten der reichen Schweiz zu erkunden – und tödlich scheitern. „Zum Tod von Alain Tanner“ weiterlesen
Der Filmtitel bezieht sich auf ein Internet-Meme, auf eben diese Regel Nummer 34, welche besagt, dass es von allem, was es gibt, auch eine Porno-Version gebe.
Regel 35 ergänzt das um den Zusatz, dass die Porno-Version dort, wo sie noch nicht existiert, gerade im Entstehen begriffen sei.
So verspielt Júlia Murats Filmtitel daherkommt, so verspielt gibt sich auch ihre Heldin, die 23jährige Jura-Studentin Simona in Brasilien. In der Titelsequenz sehen wir sie bei einem Auftritt als freizügiges Cam-Girl vor ihrem Laptop. Ob sie das nur zum Vergnügen macht, oder auch, um Geld zu verdienen, wird nie ganz klar. „REGRA 34 von Júlia Murat“ weiterlesen
Das ist nicht nur der erste Pferdemädchen-Kunstporno, den ich in meinem Leben gesehen habe, sondern eindeutig auch der bizarrste.
Dabei darf niemand sagen, der Titel sei nicht Warnung genug.
Die Piaffe ist gemäss Wikipedia eine Übung der klassischen Reitkunst. Sie ist «prüfungsrelevanter Teil der höheren Dressurprüfung» und sie gehört zu den Kunstgangarten. „PIAFFE von Ann Oren“ weiterlesen
Der unberührte Bergsee zwischen den verschneiten Felsflanken liegt grau glitzernd in Reinheit auf der Leinwand. Erst die nächste Einstellung zeigt die Abfälle, die dort zum Vorschein kommen, wo das Wasser in die Landschaft übergeht.
MOOP – Matter Out Of Place – Material, das nicht an diesen Ort gehört, so lautet eine offizielle Bezeichnung, die sich in diesem Film vor allem auf Müll bezieht.
Hilal Baydarov ist ein Informatiker und Mathematiker aus Baku in Aserbaidschan. Und ein ausgebildeter Filmemacher; er war Student beim einzigartigen Béla Tarr aus Ungarn, dem langsamsten Regisseur der Welt.
Wohl wahr, die Kirche hat es sich selbst zuzuschreiben, dass mit ihren Insignien, Ritualen und Vorstellungen so effiziente Horrorbilder zu erzeugen sind. Jahrhunderte von Machterhaltung via Höllendrohung, Sündenmalereien und Gottesfurchteintreibungen haben Spuren hinterlassen in unserem kollektiven Schattenfühlen.
Minimalistisch im Aufwand, das wird bei diesem Film von der ersten Einstellung an programmatisch signalisiert. Pier-Luigi steht im Dschungel seines Gartens im Halbdunkel vor einer Palme und streitet mit dem Dickicht.