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Kanadas amtierende Miss World wurde an der Einreise nach China gehindert. Damit kann Anastasia Lin nicht an dem diesjährigen Schönheitswettbewerb teilnehmen. Grund dafür soll ihr Einsatz für mehr Menschenrechte in der Volksrepublik sein.
Bereits im Vorfeld der diesjährigen Miss World Wahl in der chinesischen Stadt Sanya machte die kanadische Kandidatin Anastasia Lin sich Sorgen um ihre Teilnahme an dem Wettbewerb. Nun scheinen sich ihre Befürchtungen zu bewahrheiten: Lin darf nicht in ihr Geburtsland China einreisen.
Die 25-Jährige wurde nach eigenen Aussagen am Flughafen von Hongkong an der Weiterreise in die chinesische Provinz Hainan gehindert. Zuvor hatte ihr ein chinesischer Beamter telefonisch mitgeteilt, dass ihr kein Visum für die Volksrepublik ausgestellt werde. Einen Grund dafür gab der Beamte demnach nicht an.
Lin war als 13-Jährige nach Kanada gezogen. Sie setzt sich unter anderem für Falun Gong ein – eine spirituelle Bewegung, die seit 1999 in China verboten ist. Die Miss-Kandidatin fürchtet nun, dass ihr Engagement der Grund für das Einreiseverbot in die Volksrepublik sei.
Die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs gaben an, keine Informationen darüber zu haben, warum Anastasia Lin ein Visum für die Teilnahme am Wettbewerb verweigert wurde. Sie stellen ihr jedoch eine mögliche Teilnahme im nächsten Jahr in Aussicht.
Schon im Vorfeld hatten Vertreter des Wettbewerbs Miss World Kanada mitgeteilt: Sollte Lin kein Visum bekommen, werde die Wahl in China ohne eine Vertreterin Kanadas stattfinden. Eine zweite Kandidatin werde man nicht schicken, dafür sei auch die Vorbereitungszeit zu knapp.
trs/asc/Reuters/AP