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NELSON FREIRE, 1944 in Brasilien geboren, gibt sein erstes Rezital mit 5 Jahren. 12jährig wird er am Internationalen Wettbewerb von Rio de Janeiro ausgezeichnet. Er setzt seine Studien in Wien bei Bruno Seidlhofer, Lehrer von Friedrich Gulda, fort. 1964 erhält er in Lissabon den ersten Preis des Vianna da Motta-Wettbewerbs und in London die goldene Medaille des Concours Dinu Lipatti und Harriet Cohen.
Seine internationale Karriere startet 1959 und führt ihn um die ganze Welt. Die Liste der Konzertsäle, in denen er auftritt, die Orchester und Dirigenten, mit denen er spielt, ist beeindruckend und enthält alle grossen Namen der Musikwelt: Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Valery Gergiev, Eugen Jochum, Kurt Masur, Lorin Maazel, Rudolf Kempe oder Seiji Ozawa. Und natürlich Martha Argerich, mit der Nelson Freire eine jahrzehntelange Freundschaft und unvergessliche Aufnahmen und Tourneen in Japan, Südamerika und den USA verbindet.
Die Discographie von Nelson Freire ist gekrönt von unzähligen Preisen und Auszeichnungen. In den letzten Jahren wurden zwei wichtige Kompilationen veröffentlicht: eine Kassette mit sieben CDs „The Complete Columbia Album Collection“ bei Sony und bei Decca die Sammlung „Radio Days“, Radioaufnahmen von 1968 bis 1979. Ebenfalls bei Decca erschienen ist seine letzte, ganz Bach gewidmete CD, für die er den Echo Klassik-Preis in der Kategorie „beste solistische Einspielung 2016“ erhielt.