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Dieser Artikel gibt einen Überblick über Ähnlichkeiten und Unterschiede. In welchen Bereichen werden Trainingsschauspieler eingesetzt? Gibt es eine einheitliche Methode und woher kommt diese? Gibt es Weiterbildungen für Seminarschauspieler? Welchen Mehrwert oder Nutzen bringen sie?
Einführung
„Trainingsschauspieler/ in“, „Seminarschauspieler/ in“, und „Rollenschauspieler /in“ sind ungeschützte Berufsbezeichungen, die teilweise synonym verwendet werden. Es ist daher nur bedingt möglich, von den Berufsbezeichnungen auf die Kompetenzen und Tätigkeitsfelder der Personen zu schließen, die sie tragen. In Bezug auf konkrete Aspekte und Zusammenhänge kann ein Vergleich jedoch hilfreich sein. Der vorliegende Artikel soll einen Beitrag dazu leisten.
Interaktive Lernbegleiter/ innen
Trainingsschauspieler/ innen, Seminarschauspieler/ innen und Rollenschauspieler/ innen können allgemein als „interaktive Lernbegleiter/ innen“ betrachtet werden. Sie kommen in Aus– und Weiterbildungen, in Coachings, Trainings, in Schulen und in verschiedenen soziokulturellen– und therapeutischen Settings zum Einsatz. Für Assessment-Center und als Mystery Shopper und Mystery Patienten werden sie ebenfalls engagiert.
Je nach Kontext, bilden sie realistische Szenarien nach und dienen in Gesprächsübungen als „Crash-Test-Dummys“. Sie werden als Fachleute für Kommunikation engagiert, geben Feedback auf der Verhaltensebene und sind „lebendige Spiegel“. Sie stellen ihre Expertise für Außenwirkung und Präsenz zur Verfügung.
Warum Schauspieler/ innen?
Für die genannten Aufgabenfelder kommen Schauspieler/ innen in Betracht, weil Sie gelernt haben menschliche Verhaltensmuster zu beobachten und nicht nur theoretisch zu erklären, sondern gezielt und variabel zu verkörpern.
In Abgrenzung zu ihrer Tätigkeit als Schauspieler/ innen kann man sagen, dass die Arbeit als interaktive/r Lernpartner/ in nicht auf ein künstlerisches Produkt abzielt, sondern einen pädagogischen, weiterbildenden, therapeutischen oder soziokulturellen Auftrag hat.
Der Einsatz von schauspielerischen Mitteln, auch in politischen, pädagogischen oder therapeutischen Kontexten, hat eine lange Geschichte. Beispielhaft sei auf die Arbeiten von Augusto Boal und Jacob Levy Moreno hingewiesen.
Begriffsunschärfe und die Frage nach der Qualität
Schauspieler/ innen, die außerhalb der sonst üblichen Kontexte (Theater & Film) arbeiten, haben andere und zusätzliche Aufgabenschwerpunkte. Die Veränderung des Kontextes zieht eine Anpassung der Berufsbezeichnung nach sich. Die neue Umgebung (zum Beispiel ein „Seminar“), wird der Berufsbezeichnung „Schauspieler/ in“ vorangestellt (daraus wird: „Seminar-Schauspieler/ in“). Sowohl die Umgebungs-beschreibenden Worte, wie auch die Bezeichnung „Schauspieler/ in“, beinhalten noch kaum inhaltliche oder qualitative Implikationen. Die unterschiedlichen Wortkombinationen und ihre synonyme Verwendung, sind die Folge einer Begriffsunschärfe bezüglich der oben genannten Berufsbezeichnungen und/oder sie führen zu dieser. Das kann verwirrend sein und/oder Fragen aufwerfen. Womit hat man es im jeweiligen Fall zu tun?
Was machen oder können Rollenschauspieler/ innen, Seminarschauspieler/ innen und Trainingsschauspieler/ innen? Welche Ähnlichkeiten und Unterschiede gibt es? Gibt es verlässliche Qualitätsstandards? Wer ist für welche Aufgabe und welchen Kontext am besten geeignet?
Es gibt verschiedene Perspektiven, aus denen diese Fragen beantwortet werden können und ich denke, dass im konkreten Fall jeder für sich eine passende Antwort darauf finden darf.
Im Folgenden beantworte ich die Fragen aus meiner Perspektive. Ich möchte Ihnen damit einen Überblick über die jeweiligen Zusammenhänge geben. Zur Vertiefung einzelner Aspekte, habe ich weiterführende Links beigefügt.
Einladung zum Austausch
Menschen, die selbst eine oder mehrere dieser Berufsbezeichnungen führen oder Erfahrungen mit einer/m Rollenschauspieler/ in, Seminarschauspieler/ in oder Trainingsschauspieler/ in gemacht haben, können mir gerne ihre Ergänzungen oder Korrekturvorschläge zu diesem Artikel schicken. Ich freue mich über einen konstruktiven Austausch!
Wenn Sie Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie mir, ich freue mich von Ihnen zu hören!
Der/die Rollenschauspieler/ in
Rollenschauspieler/ innen sind Menschen, die die innerhalb eines Rollenspieles eine Rolle spielen. Die Voranstellung des Wortes „Rollen-“ deutet darauf hin, dass die Aufgabe dieser Schauspieler/ innen sich auf die Darstellung einer Rolle beschränkt. Es geht also nicht um die künstlerische Darstellung einer Rolle im Zusammenhange eines Gesamtwerkes (Theaterstück, Film etc.).
Es gibt keine spezielle Ausbildung zum/zur Rollenschauspieler/ in, theoretisch kann jeder Mensch als solche/r tätig sein. Oft sind es aber ausgebildete Schauspieler/ innen die- neben ihrer künstlerischen Tätigkeit- als Rollenschauspieler/ innen ein „zweites Standbein“ gefunden haben. Rollenschauspieler/ innen arbeiten als Kulturschaffende, wie auch im politischen und/oder wirtschaftlichen Bereich.
Rollenspiele
„Rollenspiele“ werden zum Beispiel in Trainings oder Coachings durchgeführt. Für die Teilnehmer/ innen wird damit die Möglichkeit geschaffen, theoretisch gelerntes Wissen direkt im Training auszuprobieren und zu üben. Sie können „im praktischen Tun“ neue Verhaltensweisen- und Strategien finden und entwickeln. Der/die Rollenschauspieler/ in spielt beispielsweise die Rolle eines Gesprächspartners (Mitarbeiter, Kunde, Vorgesetzter usw.). Er/sie fungiert dabei für die Teilnehmenden als „Sparringspartner/ in“. Die Teilnehmenden agieren im Rollenspiel als „sie selbst“. Es werden meistens Situationen nachgebildet, die für die Teilnehmenden im „echten Leben“ herausfordernd sind. Sie können sich im Rollenspiel auf zukünftige, ähnliche Situationen vorbereiten. Vergangene, reale Situationen, können im Rollenspiel nachgespielt- und dabei verarbeitet und/oder evaluiert werden.
Vorteile und Nutzen eines Trainings/ Coachings mit Rollenspiel
Anders als im „echten Leben“, kann das Geschehen im Rollenspiel „zurück gespult“, pausiert, verlangsamt und wiederholt werden. Die realistische Konfrontation durch das Rollenspiel, im geschützte Rahmen des Trainings oder Coachings, ist der Mehrwert für die Teilnehmer/ innen. Sie werden zu „Handelnden“ ermächtigt und bleiben nicht nur „Zuschauer/ innen“ des Geschehens. Das Rollenspiel schafft eine Übsituation, in der das Lernen nachhaltiger wird. Der Transfer in den beruflichen oder privaten Alltag gelingt danach oft besser.
Das interaktive Element des Rollenspiels bringt Schwung in das Training oder Coaching und sorgt, wenn es entsprechend durchgeführt wird, für Spaß und Begeisterung bei den Teilnehmer/ innen. Theoretischer Input kann direkt praktisch umgesetzt und verarbeitet werden. Die Teilnehmer/ innen, wie auch die Trainer/ innen und Coaches, bekommen ein direktes „Feedback in der Erfahrung“. Wo „hakt es“ noch und wo werden Entwicklungsschritte bereits sichtbar? Die Trainer/ innen und Coaches können dadurch ihr Feedback auf das konkrete Verhalten der Teilnehmenden im Rollenspiel beziehen. Die Teilnehmenden haben die Chance den Input der Trainer/ innen und Coaches im Rollenspiel direkt anzuwenden.
In einigen Trainings oder Coachings werden keine professionellen Rollenschauspieler/ innen eingesetzt, sondern die Teilnehmer/ innen bekommen stattdessen selbst die Aufgabe, für andere Teilnehmer/ innen in die Rolle des Gesprächspartners oder Gegenübers zu schlüpfen. Manchmal sind es auch die Trainer/ innen und Coaches, die diesen Part übernehmen. Beides kann gelingen und zu fruchtbaren Ergebnissen führen. Es können allerdings auch Probleme entstehen, die für die Teilnehmer/ innen unvorteilhaft sind.
Nachteile und „Fallen“ im Rollenspiel
Wenn die abzubildenden „Rollen“ im Spiel nicht authentisch widergespiegelt werden, verliert das Rollenspiel den Realitätsbezug. Es wird dann zu einem fiktiven Ereignis, dass die Teilnehmer/ innen nur noch schwer mit ihrem beruflichen oder privaten Alltag in Beziehung setzen. Die eigenen Fragen und konkreten Lernziele können in so einem Rollenspiel nicht mehr ohne Weiteres verfolgt werden.
Ein anderes Problem kann dadurch entstehen, dass natürlich nicht jede(r) Teilnehmer/ in gerne „schauspielert“. Wird dies trotzdem gefordert, kann eine Stresssituation entstehen und das Ganze wird für den/die Teilnehmer/ in zu einer „Tortur“. Damit schwindet auch die Aufnahmefähigkeit und Entwicklungsbereitschaft.
Ungeübte Rollenschauspieler/ innen „überfahren“ ihren Gesprächspartner im Rollenspiel leicht, sodass er/sie keine Chance hat neues Verhalten auszuprobieren, was ohnehin eine Herausforderung ist. Oder sie sind „zu nett“, d.h. sie spielen ihre Rolle so, dass für den Übenden/die Übende keine reale Herausforderung entsteht, wie er/sie sie im Alltag antrifft. Den Teilnehmer/ innen wird dadurch ein Lernerfolg vorgegaukelt, der keiner ist.
Die Teilnehmer/ innen wollen sich gegenseitig nicht „auf den Schlips treten“. Auch können sich Dynamiken oder Hierarchien, die bereits in der Gruppe vorhanden sind, störend auf das Rollenspiel auswirken. Die „Feedbacks“ und Gespräche, die innerhalb der Gruppe auf so eine Session folgen, führen oft nur zu weiterer Verwirrung. Was gut gemeint war, wirkt kontraproduktiv und das Potential des Rollenspieles wird nicht genutzt.
Zusätzliche Fähigkeiten sind erforderlich
Einige der oben beschriebenen Probleme können auch dann entstehen, wenn es sich um ausgebildete Schauspieler/ innen handelt, die als Rollenschauspieler/ in eingesetzt werden. Wer im Film oder auf der Bühne überzeugend spielt, ist nicht automatisch ein/e gute/r Rollenschauspieler/ in. Zusätzlich zu der Fähigkeit, eine Rolle authentisch darzustellen, sind dafür weitere Eigenschaften gefragt. Zentral ist die Fähigkeit, sich selbst nicht in den Vordergrund zu spielen, sondern dem/der Teilnehmer/ in als „lebendes Lernmittel“ zur Verfügung zu stehen. Empathie und didaktisches Feingefühl sind unerlässlich.
Trainer/ innen oder Coaches als Rollenschauspieler/ in
Wenn die Trainer/ innen oder Coaches den Part des Rollenschauspielers übernehmen, laufen sie Gefahr ihre Neutralität zu verlieren, d.h. sie sind in den Augen der Teilnehmer/ innen nicht mehr „sauber“. Sie haben im Rollenspiel provoziert und/oder getriggert, was für das Rollenspiel gewollt und sinnvoll ist, verlieren aber für die Teilnehmenden die Funktion des Trainers oder Coaches, der ihnen beratend, helfend und unterstützend zur Seite steht. Für die Teilnehmer/ innen ist es nicht immer leicht dazwischen sauber zu trennen und manchmal ist es für sie unmöglich.
Es gibt einen weiteren Nachteil: Trainer/ innen und Coaches können das Geschehen des Rollenspieles nicht „von aussen“ beobachten, wenn sie als Rollenschauspieler/ in im Rollenspiel sind. Dadurch übersehen sie leicht wichtige Details im Verhalten der Teilnehmer/ innen. Wertvolle Feedbackmöglichkeiten gehen dabei verloren.
Der/die Seminarschauspieler/ in
Neben der ungeschützten Berufsbezeichnung des Seminarschauspielers/ der Seminarschauspielerin, gibt es auch die Marke Seminarschauspieler®. Wilma Pokorny-van Lochem brachte 2006 ihre Erfahrungen mit trainingsacteurs aus den Niederlanden nach Deutschland. Seit dem wächst der Einsatz von Seminarschauspielern in Deutschland zunehmend. Vor allem für Trainings in der Wirtschaft, gibt es eine grosse Nachfrage nach Seminarschauspielern. Es gibt verschiedene Anbieter und Agenturen auf dem Markt, allerdings keine einheitlichen Qualitätsstandards. Der Deutsche(r) Seminarschauspiel- Verband e.V. hat ein Interesse daran, die Qualität der Seminarschauspieler weiter zu entwickeln und zu fördern, sowie Transparenz für Kundinnen und Kunden zu schaffen und gemeinsam die Qualität der Arbeit mit Seminarschauspielern auf dem deutschen Markt zu sichern und weiter zu verbessern.
Die Agentur seminarschauspieler.de bildet Seminarschauspieler/ innen nach den Qualitätsstandards des Deutschen Seminarschauspiel- Verbandes e.V. aus und vermittelt diese. Ich bin froh, dass ich hier meine Weiterbildung zum Seminarschauspieler machen konnte und einen zuverlässigen und erfolgreichen Partner gefunden habe. Über die Qualität und Arbeitsweise anderer Agenturen und Anbieter von Seminarschauspieler/ innen, kann ich aus eigener Erfahrung nicht`s sagen.
Mehr als ein/e Rollenschauspieler/ in?
Da die Bezeichnung „Seminarschauspieler“ nicht geschützt ist, ist es schwer eine eindeutige Definition desselben zu finden. Im Allgemeinen kann man aber sagen, dass Seminarschauspieler/ innen ähnliche Aufgaben haben, wie auch Rollenschauspieler/ innen. Darüber hinaus geben sie aber auch Feedback und/oder Tips zu Themen wie Körpersprache und Ausstrahlung etc.
Es ist anzunehmen, dass Seminarschauspieler/ innen, im Vergleich zu Rollenschauspieler/ innen, über zusätzliches Know-How verfügen, welches speziell für den Trainings- und Coachingbereich relevant ist. Neben den Voraussetzungen, die auch ein/e Rollenschauspieler/ in braucht, benötigen Seminarschauspieler/ innen weitere Charaktereigenschaften und Fähigkeiten. Diese sind: Improvisationstalent, Stressbeständigkeit, Kontaktfähigkeit, analytische Kompetenz, Businesstauglichkeit und eine schnelle Auffassungsgabe. Seminarschauspieler/ innen werden vorwiegend in der Wirtschaft eingesetzt. In pädagogischen, therapeutischen oder soziokulturellen Settings, kommen sie weniger zum Einsatz.
Das 3-stufige Rollenspiel
Eine besondere Übungsform mit Seminarschauspielern ist das Spiegelcoaching, welches oft Teil eines 3-stufige Rollenspieles ist. Dabei tauschen Seminarschauspieler/ in und Teilnehmer/ in in der zweiten Runde (zweite Stufe) die Rollen. Der/die Seminarschauspieler/ in spiegelt nun das Verhalten des Teilnehmers, sodass diese/r sich selbst wie „von außen“, also aus der Perspektive des Gegenübers, betrachten kann. Oft führt dies zu unmittelbaren „Aha-Erlebnissen“ und der/die Teilnehmer/ in bekommt Ideen, wie sie/er in der dritten Runde zielführender kommunizieren kann.
Die Marke Seminarschauspieler® und die Geschichte der Methode
Der/ die Trainingsschauspieler/ in
Trainingsschauspieler/ innen sind ebenfalls interaktive Lernbegleiter. Ihre Tätigkeitsfelder und Kompetenzen überschneiden sich teilweise mit denen von Rollenschauspieler/ innen und Seminarschauspieler/ innen oder sind mit ihnen identisch.
Vorschläge zur Begriffsabgrenzung
Da die Bezeichnung „Seminarschauspieler“ historisch gesehen eng mit der Entwicklung der Marke Seminarschauspieler® verbunden ist und von der Begründerin derselben geprägt wurde, ist es naheliegend, die Bezeichnung „Trainingsschauspieler/ in“ als allgemeiner und unspezifischer zu betrachten.
Um Verwechslungen zwischen der Marke Seminarschauspieler® und der Berufsbezeichnung „Seminarschauspieler“ zu vermeiden, bietet es sich an, den Begriff „Trainingsschauspieler/ in“ zu verwenden, wenn die Rede nicht von der Marke, mit ihren Besonderheiten und Qualitätsstandards ist, sondern wenn es lediglich um die berufliche Tätigkeit der betreffenden Person geht.
Für Schauspieler/ innen, die von seminarschauspieler.de als Seminarschauspieler/ innen vermittelt werden, fallen Markenname und Berufsbezeichnung zusammen.
Schauspieler/ innen mit ähnlichen Tätigkeitsfeldern, finden in der Bezeichnung „Trainingsschauspieler/ in“ eine sinnvolle Alternative. Es steht ihnen natürlich frei, sich ebenfalls „Seminarschauspieler/ in“ zu nennen. Es liegt bei den Auftraggebern, im Einzelfall zu entscheiden, ob die Anbieter ihrem Bedarf entsprechen.
Einsatzgebiete als mögliches Unterscheidungsmerkmal
Eine weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen „Seminarschauspieler/ innen“ und „Trainingsschauspieler/ innen“ könnte sein, dass Seminarschauspieler/ innen vorwiegend im wirtschaftlichen Bereich zum Einsatz kommen, Trainingsschauspieler/ innen dagegen auch in pädagogischen, therapeutischen oder soziokulturellen Feldern.
In wieweit diese Unterscheidung kennzeichnend ist, wird sich jedoch erst zeigen. Es scheint jedenfalls, dass Anbieter von Seminarschauspieler/ innen und diese selbst, ihre Kunden oft in der freien Wirtschaft suchen und finden und ihre Angebote und Kernkompetenzen entsprechend auf diese Zielgruppe ausrichten. Das gleiche Phänomen lässt sich allerdings auch für sogenannte Trainingsschauspieler/ innen beobachten.
Das bewusste verfügbar machen ihrer Expertise auch für andere Zielgruppen, könnte zukünftig ein Herausstellungsmerkmal für Trainingsschauspieler/innen werden.
Kompetent wie ein/e Seminarschauspieler/ in universell wie ein/e Rollenschauspieler/ in
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Rollenschauspieler/ innen die Kernkompetenz von Schauspieler/ innen, eine Rolle authentisch zu spielen, für verschiedene gesellschaftliche Bereiche verfügbar machen. Sie sind universell einsetzbar. Sind darüber hinaus besondere Fähigkeiten gefragt und Aufgaben vorgesehen, sind Seminarschauspieler/ innen, mit einer entsprechenden Weiterbildung, bestens geeignet. Suchen sie nach einer/einem interaktiven Lernbegleiter/ in für ein besonderes Einsatzgebiet (zum Beispiel Schulen oder Berufsausbildungen usw.), können dafür qualifizierte Trainingsschauspieler/ innen Ihnen ein passendes Angebot machen.
Fazit
Wie ich in dem Artikel versucht habe zu zeigen, können die verschiedenen Berufsbezeichnungen nur Anhaltspunkte geben. Letztlich sind es die Menschen, mit ihren Talenten, Fähigkeiten und Erfahrungen, die für eine Aufgabe geeignet sind, oder nicht. Menschen möchte ich in ihrer Einzigartigkeit kennenlernen- nicht vergleichen!
Schauspieler/ innen, Trainer/ innen, Coaches, Auftraggeber/ innen, und Teilnehmer/ innen (etc.), dürfen sich der hohen Anforderungen des Berufes, wie auch immer er benannt ist, bewusst sein. Anbieter/ innen und Auftraggeber/ innen stehen in der Verantwortung darauf zu achten, dass für die Teilnehmer/ innen ihrer Weiterbildungsmassnahmen eine adäquate, interaktive Lernbegleitung zur Verfügung steht.
Ähnlichkeiten und Unterschiede sind im konkreten Fall zu betrachten und die Frage, wer für welche Aufgabe geeignet ist, muss individuell beantwortet werden.
Für folgende Einsatzgebiete stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.