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1. März 1901
Die Wuppertaler Schwebebahn ist ein am 1. März 1901 eröffnetes öffentliches Personennahverkehrssystem in Wuppertal. Die Hochbahn gilt als Wahrzeichen der Stadt und steht seit dem 26. Mai 1997 unter Denkmalschutz. Betreibergesellschaft sind die Wuppertaler Stadtwerke. Einen Groschen kostete die Fahrt mit dem neuen Verkehrsmittel, das bei so manchem frühen Fahrgast für mindestens so viel Angstschweiß wie Stolz auf dieses Unikum sorgte.
2. März 1969
Jungfernflug der Concorde. Das Überschall-Passagierflugzeug Concorde absolvierte erfolgreich seinen Jungfernflug. 1962 unterzeichneten die Regierungen Großbritanniens und Frankreichs den Vertrag über Entwicklung und Bau eines Überschall-Verkehrsflugzeuges. Die Flugzeit von Paris nach New York verkürzte sich von sechs auf drei Stunden und 45 Minuten. Es dauerte noch sechs Jahre, bis der Liniendienst aufgenommen werden konnte: British Airways schickte ihre Concorde von London nach Bahrain, Air France flog von Paris nach Rio de Janeiro. Am 28. April 1979 landete zur feierlichen Eröffnung der verlängerten Hauptpiste erstmals eine Concorde der Air France in Basel-Mulhouse.
3. März 1847
Alexander Graham Bell (†1.8.1922) US-amerikanischer Erfinder wurde in Edinburgh geboren. Bell studierte an der Universität Edinburgh. 1871 ging Bell als Taubstummenlehrer nach Boston. Dort war er von 1873 bis 1877 Professor für Sprechtechnik und Physiologie der Stimme. Nebenbei experimentierte er an der Entwicklung des Telegrafen und versuchte die Übertragung musikalischer Töne über Telegrafenleitungen. Das Prinzip beruhte auf der Umwandlung von Schallschwingungen in elektrische Schwingungen, die durch Leitungen übertragen und anschließend wieder in Schallschwingungen umgewandelt werden. Am 10. März 1876 gelang Bell der Versuch. Das Telefon fand 1876 auf der Weitausstellung in Philadelphia große Beachtung.
4. März 1675
Der englische König Charles II. ernennt John Flamsteed zu The King's Astronomical Observator. Die Gründung des Royal Greenwich Observatory im gleichen Jahr geht auf einen Vorschlag des ersten königlichen Astronomen zurück. Im Februar 1676 wurde er Mitglied der Royal Society und im Juli zog er an das Observatorium, in dem er lebte, bis er 1684 zum Pfarrer der Gemeinde von Burstow in Surrey berufen wurde. Diesen Beruf und den des Astronomer Royal übte er bis zu seinem Tod 1719 aus.
5. März 1953
Josef Stalin, ursprünglich Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili, Diktator der Sowjetunion, gestorben. Während seiner Regierungszeit errichtete Stalin eine totalitäre Diktatur, ließ im Rahmen politischer Säuberungen vermeintliche und tatsächliche Gegner verhaften, in Schau- und Geheimprozessen zu Zwangsarbeit verurteilen oder hinrichten sowie Millionen weiterer Sowjetbürger und ganze Volksgruppen besetzter Gebiete in Gulag-Strafarbeitslager deportieren. Viele wurden dort ermordet oder kamen durch die unmenschlichen Bedingungen ums Leben. Die durch ihn vorangetriebene Kollektivierung der Landwirtschaft trug in vielen Teilen der Sowjetunion zu Hungersnöten bei, denen ungefähr sechs Millionen Menschen zum Opfer fielen.
6. März 1957
Es war ein bewegender Moment für einen ganzen Kontinent. Auch außerhalb Afrikas waren am 6. März 1957 viele Menschen voller Hoffnung: Mit Ghana war die erste europäische Kolonie südlich der Sahara unabhängig. Mit dem Hissen der rot-gelb-grünen Fahne mit dem schwarzen Stern begann der Aufbruch Afrikas in die politische Unabhängigkeit. Damals hielt Kwame Nkrumah seine erste Rede als Ministerpräsident des unabhängigen Ghana: "Der Kampf ist nun endlich zu Ende. Und Ghana, eure geliebte Heimat, ist frei für immer." Nach 80 Jahren britischer Herrschaft legte der neue Staat auch den kolonialen Namen Goldküste ab und nannte sich stolz nach dem alten afrikanischen Königreich Ghana.
7. März 1971
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) strahlte die erste Folge des ersten Fernsehmagazins für Kinder, die "Lach- und Sachgeschichten" aus. Das ein Jahr später in "Die Sendung mit der Maus" umbenannte TV-Magazin ist bis heute nicht nur bei Kindern wegen seiner Mischung aus Information und Unterhaltung sehr beliebt. Über die Jahre bekam die berühmte orangefarbene Maus Gesellschaft: Der kleine blaue Elefant, die gelbe Ente und Käpt'n Blaubär greifen der Maus in der Sendung unter die Arme. Erfunden hat das Magazin der WDR-Redakteur Gert K. Müntefering.
8. März 1921
Der kurz Internationaler Frauentag oder Weltfrauentag genannte Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Am 8. März 1917 streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zu Ehren der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt.
9. März 1839
Das Verbot der Kinderarbeit leitete in Preußen den Beginn staatlicher Sozialpolitik ein. Das Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter verbot die regelmäßige Beschäftigung von Kindern unter neun Jahren in Fabriken und Bergwerken. Jugendliche im Alter zwischen neun und 16 Jahren durften nach dem Gesetz höchstens zehn Stunden arbeiten, wenn sie zuvor mindestens drei Jahre lang die Schule besucht hatten. Trotz der Androhung von Strafen bei Verstößen gegen die Verordnung zeigte das Arbeitsverbot anfangs nur geringe Wirkung.
10. März 1661
Nach dem Tod seines Ersten Ministers, Kardinal Mazarin, übernahm der französische König Ludwig XIV. (1643-1715) selbst die Regierungsgeschäfte. Bis dahin hatte der Kardinal die eigentliche Macht im Lande inne gehabt. Ab dem 10. März 1661 regierte der auch als "Sonnenkönig" bezeichnete Ludwig XIV. als absoluter Monarch und alleiniger Herrscher über Krieg und Frieden. Sein Anspruch auf die vollkommene Macht im Staate wird am besten durch das Zitat "L'État c'est moi (Der Staat bin ich)" charakterisiert. Er starb am 1. September 1715 in Versailles.
11. März 1955
Alexander Fleming wurde 1881 in Lochfield bei Darvel geboren. 1921 isolierte er das Enzym Lysozym, das im Eiweiß des Hühnereis sowie in zahlreichen menschlichen Körpersekreten vorkommt und in der Lage ist, Bakterien zu zerstören. Er bemerkte zufällig am 28. September 1928 im Labor in eine seiner Staphylokokken-Kulturen hineingeratene Schimmelpilze der Gattung Penicillium, die eine keimtötende Wirkung hatten. Weitere Untersuchungen führten später zum Antibiotikum Penicillin. 1945 bekam er zusammen mit Howard Walter Florey und Ernst Boris Chain, die seine Untersuchungen weitergeführt hatten, für die Entdeckung des Penicillins den Nobelpreis für Medizin. Fleming starb am 11. März 1955 in London an einem Herzinfarkt.
12. März 1930
Der Salzmarsch von 1930 war eine Kampagne Mahatma Gandhis, die das Salzmonopol der Briten brechen sollte und letztlich zur Unabhängigkeit Indiens von Grossbritannien führte. Der Salzmarsch war die spektakulärste Kampagne, die Gandhi während seines Kampfes um Unabhängigkeit initiierte. Diese Aktion sollte den zivilen Ungehorsam verdeutlichen. Dabei zog Gandhi mit 78 seiner Anhänger ab dem 12. März 1930 von Ashram über 385 Kilometer nach Dandi am Arabischen Meer. Dort kam er 24 Tage später an und hob als Symbolhandlung einige Körner Salz auf, um damit gegen das britische Salzmonopol zu demonstrieren. Salz war seit jeher ein bedeutender Wirtschaftsfaktor Indiens und zudem für die Bevölkerung notwendig, um einerseits das Grundnahrungsmittel Reis zuzubereiten, andererseits im heißen Klima den täglichen Elektrolytverlust auszugleichen. Jede Form der Salzgewinnung, des Salztransports und des Salzhandels war den Briten vorbehalten und hoch besteuert.
13. März 1781
Der englische Astronom Friedrich Wilhelm Herschel (1738-1822) entdeckte den Planeten Uranus. Der Wissenschaftler konstruierte mehrere Spiegelteleskope und führte zwei Himmelsdurchmusterungen durch, die Sterne bis zur 4. bzw. bis zur 8. Grösse erfassten. Der englische König George III. ernannte den auch als Musiker erfolgreichen Himmelsforscher 1782 zum "Royal Astronomer". Der Planet Uranus ist vier Mal größer als die Erde und der siebte Planet des Sonnensystems. Er besitzt 15 Monde und ist mit einer durchschnittlichen Oberflächentemperatur von -183°C der kälteste Planet unseres Sonnensystems. Der Planet besteht fast ausschließlich aus Wasserstoff und Helium.
14. März 1879
Albert Einstein war ein das heutige physikalische Weltbild maßgeblich prägender Physiker, Verfasser der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie und Träger des Nobelpreis für Physik 1921 für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts. Er wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren und starb im Alter von 76 Jahren am 18. April 1955 in Princeton, New Jersey in den Vereinigten Staaten.
15. März 44 v.Chr.
Gaius Julius Caesar *13. Juli 100 v. Chr. in Rom; †15. März 44 v. Chr. in Rom war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor. Der patrizischen Familie der Julier entstammend gelangte durch ein Bündnis mit dem reichen Marcus Licinius Crassus und dem erfolgreichen Militär Gnaeus Pompeius Magnus im Jahr 59 v. Chr. zum Konsulat. In den folgenden Jahren ging Caesar als Prokonsul in die nördlichen Provinzen Illyrien und Gallia Cis- und Transalpina, von wo aus er in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. ganz Gallien bis zum Rhein eroberte. Im Römischen Bürgerkrieg von 49 bis 45 v. Chr. errang er die Alleinherrschaft. Nach seiner Ernennung zum Diktator auf Lebenszeit fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Großneffe und Haupterbe Gaius Octavius, der spätere Kaiser Augustus setzte die Monarchie als neue Staatsform des Römischen Reiches endgültig durch.
16. März 1521
Ferdinand Magellan stieß auf die Philippinen, nachdem er die nach ihm benannte Magellan-Straße vom Atlantischen in den Pazifischen Ozean durchquert hatte. Die spanischen Interessen, die Gewürzinseln (Molukken) auf der Spanien durch den Vertrag von Tordessillas zugeteilten Welthälfte über den Atlantik zu erreichen, war so stark, dass die Krone im März 1518 fünf Schiffe für Magellan ausrüsten ließ, mit denen er 1519 in See stechen konnte. Magellans Flagschiff war die "Trinidad". Er nahm die Philippinen für die Krone von Spanien in Besitz und begann, die Bewohner der Philippinen zum christlichen Glauben zu bekehren. Beim Versuch, in einem Kampf zwischen rivalisierenden Bewohnern der Philippinen Frieden zu stiften, fiel Magellan am 27. April 1521 auf der Insel Maktan.
17. März 1804
Premiere von "Wilhelm Tell". Friedrich von Schillers Drama "Wilhelm Tell" wurde am Hoftheater in Weimar uraufgeführt. Schiller griff auf die Sage des schweizerischen Volkshelden Wilhelm Tell, die erst 1470 aufgeschrieben wurde, zurück. Das Stück handelt vom Widerstand der unterdrückten Bevölkerung gegen die tyrannische Obrigkeit. Wilhelm Tell wird gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schiessen. Schließlich tötet er den Landvogt Gessler und gibt damit den Anstoß zum Aufstand. Friedrich Schiller informierte sich anhand der Berichte des Chronisten Tschudi und des Schweizer Historikers Johannes von Müller über den engeren geschichtlichen Kontext.
18. März 1850
1850 wurde die Wells Fargo Company von Henry Wells, William George Fargo und John Butterfield gegründet. Zu Beginn gehörte die Firma zu den ersten und erfolgreichsten Eilzustelldiensten, die während der schnellen, nach Westen gerichteten Expansion der Vereinigten Staaten entstanden. Eine staatliche Postzustellung war zu der Zeit nicht vorhanden oder sehr kostspielig. Expresskuriere, gewöhnlich auf Pferden oder mit Postkutschen unterwegs, überquerten den Kontinent von den östlichen Städten zur westlichen Grenze, um Korrespondenz, Pakete, Fracht, Gold oder andere Sendungen zu transportieren. Wells Fargo machte sich dabei einen guten Namen. Obgleich Wells Fargo anfangs keine Finanzservices anbot, gehörten zu ihren Kunden alle grossen Banken. Bald war klar, dass das Transportieren von Aktienzertifikaten, Währungen und anderen Bankgütern rentabler war als das Transportieren von grösserer Fracht. 1882 nahm American Express, als direkter Konkurrent zur US-Post, Postanweisungen in seine Dienstleistungspalette auf.
19. März 1932
Die am 19. März 1932 offiziell eröffnete Sydney Harbour Bridge stellt die Hauptverbindung zwischen Sydneys Nord- und Südküste über den Hafen von Sydney (Port Jackson) dar und wird von Einheimischen schlicht „coat hanger“ (Kleiderbügel) genannt. Die Brücke wurde 2007 an ihrem 75. Jahrestag als nationales Denkmal in die Australian National Heritage List eingetragen. In der Begründung der australischen Denkmalschutzbehörde steht die Brücke symbolisch für die Entwicklung des modernen Sydney und international für die glänzende Zukunft von Australien. Die Spannweite der Sydney Harbour Bridge beträgt 503 Meter, und der Bogenscheitel erhebt sich 134 Meter über den Meeresspiegel, wobei diese Höhe aufgrund der Expansion des Stahls an heißen Tagen um 18 cm steigen kann. Im Bogen sind 39‘006 Tonnen Stahl verarbeitet, womit diese Brücke eine der schwersten und weitesten Bogenbrücken der Welt ist.
20. März 1999
Bertrand Piccard und Brian Jones gelang die erste Weltumrundung im Heissluftballon. Die beiden Ballonfahrer aus der Schweiz und Großbritannien legten in knapp drei Wochen rund 46‘000 Kilometer zurück. Erfunden wurde der Heissluftballon ursprünglich 1709 vom brasilianischen Jesuitenpater Bartholomäus de Gusmao. Der erste wirklich einsetzbare, bemannte Heissluftballon wurde 1783 von den Brüdern Montgolfier entwickelt, der so genannten "Montgolfiere". Der erste bemannte Aufstieg gelang mit der Montgolfiere Reveillon aus den Gärten des Schlosses La Muette am 21. November 1783.
21. März 1913
Zusammen mit seiner Ehefrau Helene verliess der Theologe, Arzt und Organist Albert Schweitzer seinen Heimatort Günsbach im Elsass und brach nach Äquatorialafrika (Gabun) auf. In Lambaréne am Ogowe-Fluss gründete er eine Tropenklinik für Einheimische, die er durch Orgelkonzerte, Vortragsreisen und seine schriftstellerische Arbeit finanzierte. Schweitzer begriff seine Tätigkeit als christliche Nächstenliebe und forderte in seinen Veröffentlichungen die Christenheit zur Rückkehr zu den grundlegenden Idealen Jesu auf. Durch seine selbstlose Arbeit wurde er zum Vorbild einer ganzen Generation von Europäern. 1952 wurde er mit dem Friedensnobelpreis geehrt.
22. März 1765
Nach einem Erlass des britischen Finanzministers George Grenville wurde in den nordamerikanischen Kolonien der "Stamp Act" eingeführt. Damit wurde auf alle Schreiberzeugnisse wie Zeitungen, Pamphlete oder Poster eine Abgabe erhoben. Es war der erste Versuch Grossbritanniens, direkte Steuern in den nordamerikanischen Kolonien einzuführen. Allerdings hielt sich die neue Abgabe nur ein Jahr. Nach heftigem Widerstand der Kolonisten wurde der Erlass wieder zurückgenommen. Die Einführung verschiedener Steuern durch die britische Regierung war wenige Jahre später ein Auslöser für die Revolution und die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika.
23. März 1964
Am 23. März 1964 begann in Genf die bis dahin größte Wirtschaftskonferenz der Geschichte. Auf Anregung der Sowjetunion trafen sich im Palast der Nationen in Genf Delegierte aus 119 Nationen. Es galt herauszufinden, wie die reichen Länder der Welt die ärmeren Staaten unterstützen können. Die meisten der Entwicklungsländer waren früher von zumeist europäischen Kolonialmächten besetzt. Diese legten keinen grossen Wert auf eine gute Bildung der Bevölkerung ihrer Kolonien. Bodenschätze und Rohstoffe wurden ins Mutterland exportiert, wo eine Veredelung zu höher entwickelten Waren erfolgte und wo auch der Gewinn verblieb. Es kam zu Beschwerden von den Entwicklungsländern, sie seien gegenüber den Industrieländern benachteiligt und es herrsche eine ungerechte Weltwirtschaftsordnung. Aus dieser Konferenz entstand am 30. Dezember 1964 die UNCTAD in Genf.
24. März 1882
Tuberkelbazillus entdeckt. Am 24. März 1882 entdeckte der Berliner Arzt Robert Koch den Erreger der Tuberkulose. Mit Hilfe entsprechender Antibiotika gelang es später auch, die Krankheit erfolgreich zu bekämpfen. Zu Kochs Zeit litten in Deutschland rund eine Million Menschen an Tuberkulose. 80'000 verstarben jedes Jahr an der Krankheit. Robert Koch erhielt 1905 für diese Entdeckung den Nobelpreis in Medizin.
25. März 1957
Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande unterzeichnen in Rom den EWG-Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft. Gemeinsam mit der fünf Jahre früher gegründeten Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, oft auch Montanunion genannt, bilden die durch die Römischen Verträge gegründeten Organisationen die Europäische Gemeinschaft.
26. März 1971
Nach heftigen Protesten der Bevölkerung und einer militärischen Antwort der west-pakistanischen Armee riefen am 26. März 1971 bengalische Nationalisten in Ost-Pakistan die Volksrepublik Bangla-Desh aus. Die Unabhängigkeitserklärung war eine Reaktion auf die Vorherrschaft der Zentralregierung, die nach Ansicht der Bengalen die Belange des Ostens nicht genügend berücksichtigte. Obwohl die Awami League bei den Wahlen alle Parlamentssitze des Gebietes gewonnen hatte, scheiterten Verhandlungen über eine eigenständige Verwaltung der Region. Nach heftigen Kämpfen intervenierte Indien im November 1971 zugunsten der Bengalen. Einen Monat später gaben die pakistanischen Truppen auf und besiegelten damit endgültig die Unabhängigkeit Bangla-Deshs.
27. März 1845
Wilhelm Conrad Röntgen wurde am 27. März 1845 in Remscheid geboren. (†10. Februar 1923 in München). Er war ein deutscher Physiker und entdeckte am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg die nach ihm benannten Röntgenstrahlen; hierfür erhielt er 1901 als erster einen Nobelpreis für Physik. Seine Entdeckung revolutionierte unter anderem die medizinische Diagnostik und führte zu weiteren wichtigen Erkenntnissen des 20. Jahrhunderts, z. B. der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität.
28. März 1961
Die Beatles traten zum ersten Mal in Liverpool auf. Zu ihrem Konzert im Jazz-Cavern-Club kamen nur wenige Leute. Aber die Qualität der Band sprach sich schnell herum und die darauf folgenden Konzerte waren bald überlaufen. Die Band von John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr wurde 1958 gegründet. Der Kaufmann Brian Epstein wurde Manager der Band und verbesserte ihr Image entscheidend: Die kragenlosen Anzüge und typischen Beatles-Frisuren der Pilzköpfe wurden zum Markenzeichen der Band und zum Look einer ganzen Generation. Nach ihrem ersten Nummer-Eins-Hit "Please Please Me" im Januar 1963 platzierten sich alle Platten der Fab Four an der Spitze der internationalen Charts.
29. März 1912
Scott-Expedition endet tragisch. Am 29. März 1912 schrieb der britische Polarforscher Robert Scott die letzten Zeilen in sein Tagebuch: "Das Ende kann nicht mehr lange dauern. Um Gottes Willen, kümmert Euch um unsere Leute". Auf dem Rückweg von ihrer Expedition zum Südpol gerieten er und seine Begleiter in Schneestürme und verloren Schlitten und Proviant. Acht Monate später wurden sie erfroren aufgefunden.
30. März 1867
USA kaufen Alaska. Am 30. März 1867 legte der damalige US-Präsident Andrew Johnson dem Senat einen Kaufvertrag vor, mit dem die Vereinigten Staaten das 1,5 Mio. Quadratkilometer große Gebiet von Alaska zu einem Quadratmeterpreis von nur 0,0004 Cent von Russland erwerben wollten. Washington zahlte 7,2 Mio. US-Dollar in Gold für Alaska. Am 3. Januar 1959 wurde Alaska der 49. Bundesstaat der USA.
31. März 1889
In Paris wurde anlässlich der Weltausstellung der von Gustave Eiffel erbaute und nach ihm benannte Eiffelturm eingeweiht. Der zu diesem Zeitpunkt höchste Stahlfachwerkturm, der von der Pariser Bevölkerung als Schandfleck wahrgenommen wurde, sollte ursprünglich nur 20 Jahre stehen bleiben. Der 10'000 Tonnen schwere Turm ist 300 Meter, einschließlich der Fernsehantenne 324 Meter, hoch. Die Touristenattraktion wird von mehr als sechs Millionen Personen jährlich besucht.