Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03160.jsonl.gz/1154

Int. Hügelregatta Essen: Jan Schäuble gewinnt im leichten U23-Einer
Artikel - Int. Hügelregatta Essen: Jan Schäuble gewinnt im leichten U23-Einer
Ideale Bedingungen herrschten am ersten Wettkampftag auf dem Baldeneysee. Bei warmen und schwachwindigen Verhältnissen präsentierte sich die Regattastrecke meist ideal. Der Veranstalter nutzte die 8 Bahnen umfassende Strecke, um die Vorläufe und Finalrennen auf 8 Bahnen auszutragen. In diesem Jahr wurden die Kategorien der Elite und U23 meist zu einem Rennen zusammengelegt, wobei eine getrennte Wertung erstellt wurde. In den Vorläufen vermochten sich am Samstagmorgen insgesamt sechs SRV-Boote für die Finalrennen zu qualifizieren. Einzig der Frauen-Doppelzweier U23 sowie der Vierer ohne Steuermann Männer U23 wurden in das kleine Finalrennen verwiesen.
Jan Schäuble sorgt mit fulminantem Endspurt für den Tagessieg
Jan Schäuble (Seeclub Stansstad) qualifizierte sich dank eines Vorlaufsiegs für den Finallauf. In diesem übernahm der Tunesier Mohamed Taieb, seines Zeichens Fünfter der U23-WM 2017, schnell die Führung und baute diese auf bis zu drei Bootslängen aus. Jan Schäuble ruderte sicher an zweiter Stelle, während der zweite Schweizer, Gian-Luca Jenni (Seeclub Zürich), in einem eng umkämpften Rennen an vierter Stelle liegend ruderte. Schäuble liess sich in seinem ersten internationalen Rennen als Leichtgewicht nicht entmutigen und kämpfte sich auf den letzten 600 Metern des Rennens Schlag für Schlag wieder an den führenden Tunesier heran. Dann zog Schäuble zum gewaltigen Endspurt an, für welchen ihm sogar eine schnellere Abschnittszeit notiert wurde als auf dem ersten Streckenviertel. Kurz vor dem Ziel schob Jan Schäuble seine Bugspitze in Führung und sorgte so für einen Schweizer Tagessieg. Gian-Luca Jenni wurde dank eines cleveren Rennens sehr guter Vierter.
Lara Eichenberger holte sich einen zweiten Platz
Lara Eichenberger (Ruderclub Zürich) musste um den Finaleinzug im Vorlauf wie die Männer nicht fürchten. Im Finale startete Eichenberger schnell, so dass sie bei 500 Metern als Führende vermeldet wurde. Auf dem zweiten Abschnitt war es die Holländerin Kettler, welche die Führung übernahm und bis ins Ziel nicht mehr abgab. Lara Eichenberger etablierte sich auf dem zweiten Platz und wehrte alle Versuche der Tschechin Neuhortova ab, wieder zu Eichenberger aufzuschliessen. Lara Eichenberger schloss das Rennen auf dem guten zweiten Platz ab. Im Skiff der U23-Männer ruderte Valentin Huehn im A-Finale auf den vierten Platz hinter den Ruderern aus Ungarn, Slowenien und Wiebe Veenstra, dem für den Basler Ruderclub startenden holländischen Kaderathleten.
Hohes Niveau in den Mannschaftsbooten
Als eine der wenigen U23-Mannschaften vermochten sich Sofia Meakin (CA Vésenaz) und Eline Rol (SN Genève) in das A-Finale zu rudern, dank eines vierten Vorlaufrangs. Im Finale versuchten die beiden jungen Athletinnen das Rennen so lange wie möglich mitzugehen, mussten dann aber im Mittelteil der Strecke etwas Lehrgeld bezahlen. Auch das Kommentatorenboot, das direkt neben den Schweizerinnen fuhr, verursachte dem Schweizer Boot Wellen, was die Ruderinnen zusätzlich herausforderte. Im Ziel resultierte ein siebter Rang. Gewonnen wurde das Rennen von Leonie Pless und die für Deutschland startende Thalwiler Ruderin Ladina Meier. In einem direkten Finale mit acht Doppelvierern war auch der Schweizer U23-Doppelvierer mit Linus Copes (RC Thalwil), Morton Schubert (GC Zürich), Dominic Condrau (RC Rapperswil-Jona) und Scott Bärlocher (RC Baden) am Start. Das Rennen wurde von den Booten des polnischen Ruderverbandes dominiert, welcher seine gesamte Skull-Elite an im Doppelvierer an den Start brachte. Das Schweizer Boot musste in diesem ersten gemeinsamen internationalen Rennen erkennen, dass die Trauben hoch hängen und verlor 10 Sekunden auf das polnische U23-Boot, war jedoch in einen Zweikampf mit einem tschechischen U23-Doppelvierer verwickelt. Eine Steigerung gegenüber dem Vorlauf gelang im B-Final dem Schweizer U23-Vierer-ohne mit Joshua Meyer (GC Zürich), Filippo Ammirati (CC Lugano), Oliver Gisiger (GC Zürich) und Nils Schneider (SC Biel). Nachdem die Mannschaft im Vorlauf den Rhythmus aus dem Training nicht ins Rennen umsetzen konnte, gelang dies im B-Finale auf den ersten 1250 Metern schon wesentlich besser und so war die Mannschaft im Rennen mit den anderen Booten. Im Schlussviertel des Rennens vermochte der Schweizer Vierer aber die Geschwindigkeit nicht nochmals anzuheben. So blieb der 7. Rang in diesem B-Final für den Schweizer Vierer-ohne. Ähnlich erging es dem Frauen-Doppelzweier U23 mit Debora Hofer (SC Thun) und Fabienne Schweizer (SC Luzern). Sie ruderten im B-Final auf den sechsten Rang.
Morgen Sonntag folgt der zweite Wettkampftag. Aufgrund einer Gewitterwarnung haben die Organisatoren die Rennen früher angesetzt. Die Vorläufe beginnen bereits um 08:00 Uhr und die Finalrennen starten um 10:00 Uhr.