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Am 8. April wurde der Lockdown in der chinesischen Stadt Wuhan aufgehoben. 76 Tage hatte er gedauert, die Menschen in der 11-Millionen-Metropole waren in dieser Zeit fast völlig isoliert. Mit 67.000 Corona-Fällen waren die Provinz Hubei und die Provinzhauptstadt Wuhan das Epizentrum des Corona-Ausbruchs in China. Regierung und Behörden gehen davon aus, dass sie das Virus nach den umfangreichen Vorsichts- und Quarantänemaßnahmen im Griff haben. „Inlands-Infektionen“ werden kaum noch gemeldet. Probleme bereiten die eingeschleppten Infektionen durch Rückholung chinesischer Staatsbürger, insbesondere Studenten, die ihr Studium z.B. in den USA abbrechen, weil sie sich zuhause sicherer fühlen. Auch die zahlreichen Landwege nach China bringen Gefahren mit sich. China hat dreimal so viele Einwohner wie die EU, die Fläche ist zweieinhalb Mal so groß wie die aller EU-Länder zusammen.
Seit Mitte März versucht die chinesische Regierung, die Produktion wieder hochzufahren, den Shutdown der Betriebe zu beenden. Ein Unterfangen, das sich als schwieriger herausstellt als das Ankurbeln der Konjunktur nach der Finanzkrise 2008/09.
Finanzkrise 2008/09: Krise als Chance
Das Wort „Krise“ setzt im modernen Chinesisch aus zwei Schriftzeichen zusammen: 危机. Das erste (wei) bedeutet „Gefahr“, das zweite (ji) „günstige Gelegenheit“. Die Jahre 2008 bis 2010 standen für China ganz im Zeichen dieser……