Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/1754

Die Geschichte von Noah und seiner Arche ist allgemein bekannt. Sie ist älter als das alte Testament. So wurde bereits im Atrachasis-Epos um 1900 v. Chr. über die Sintflut berichtet. Die Geschichte der Sintflut dürfte aber noch um einiges älter sein. Sie dürfte bis ans Ende der letzten Eiszeit um 10’500 vor Christus zurück reichen.
Beim Übergang von der letzten Eiszeit zur darauffolgenden Wärmeperiode dürfte es zu einer grossen Eisschmelze gekommen sein. Das Schmelzwasser dürfte zum Anstieg der Meeresspiegel geführt haben. Das wiederum dürfte zu Effekten wie eben einer Sintflut geführt haben. So könnte zum Beispiel infolge des Wasseranstiegs im Mittelmeer ein natürlicher Damm beim Bosporus gebrochen sein. Infolge könnte Meerwasser vom Mittelmeer in trockene Gebiete an der Stelle des heutigen Schwarzen Meeres geflossen sein. Ein solches Ereignis wäre eine riesen Katastrophe gewesen, die das Ausmass einer Sintflut gehabt hätte. Mögliche Siedlungen in den betroffenen Gebieten wären innert kürzester Zeit von den Wassermassen weggeschwemmt und überflutet worden. Dennoch ist es denkbar, dass es Menschen gab, die dieses Ereignis überlebt haben. Sie könnten es von einem sicheren Ort z.B. auf einem Berg oder einem Landstück über dem heutigen Meeresspiegel beobachtet haben.
Anschliessend dürfte die Geschichte über Generationen hinweg überliefert worden sein. Dabei dürfte sie immer wieder verändert und angepasst worden sein. Irgendwann wird die Geschichte jemand aufgeschrieben haben. Dabei ist es gut möglich, dass es sich beim Autor um einen Priester gehandelt hat. Nicht jeder wird damals des Schreibens mächtig gewesen sein. Schreiben war wahrscheinlich ein Privileg von Geistlichen und Adligen. Der Schreiber dürfte aufgrund seiner Stellung die Geschichte für seine wahrscheinlich religiös-politischen Zwecke abgeändert haben. Er dürfte aus der Geschichte über eine Naturkatastrophe eine Geschichte über einen zornigen Gott gemacht haben, der damit ein sündhaftes Volk bestraft hat. Mit solchen Schauergeschichten konnten frühere geistliche und politische Führer eine Moral durchsetzen. Moral ist wichtig für das Zusammenleben von grösseren organisierten Gesellschaften. Durch Moral kann das Verhalten von einzelnen Individuen zugunsten eines Staatswesens beeinflusst werden.
Die Geschichte dieses religiös-politischen Schreiberlings wurde später von anderen religiösen Schreiberlingen aufgenommen. Irgendwann kam die Geschichte dann auch ins Alte Testament und wird gläubigen Menschen bis heute erzählt.
Hier ein Bericht über die mögliche Sintflut am Schwarzen Meer:
Die mögliche Sintflut am Schwarzen Meer wäre übrigens nicht die erste gewesen. Vor fünf Millionen Jahren soll es auch einen Dammbruch bei Gibraltar gegeben haben. Damals flossen gigantischen Mengen Meerwasser vom Atlantik in bislang trockene Gebiete im Mittelmeerraum.