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Obwohl dieses Buch schon vor ein paar Jahren erschienen ist, habe ich es erst kürzlich (wieder) in meinem Regal entdeckt. Und eine Entdeckung ist es wahrhaftig! Eduardo Halfon schickt seine Hauptfigur auf eine Spurensuche zwischen Guatemala, Osteuropa und Amerika. Auslöser dieser Suche ist eine Tätowierung auf dem Unterarm des Grossvaters der Hauptfigur, die er seinem Enkel gegenüber immer als Telefonnummer ausgegeben hat. Irgendwann will der das nicht mehr so recht glauben und fängt an zu forschen. Halfon erzählt diese Geschichte in nur lose miteinander verbundenen Kapiteln in einem manchmal melancholischen, manchmal ironischen, manchmal sehr komischen Ton. Der titelgebende "polnische Boxer" soll dem Grossvater in Auschwitz das Leben gerettet haben - doch ob das stimmt? Am Schluss zählt nicht die Antwort darauf, ebensowenig wie die Antwort auf die Frage, wieviel Autobiografisches in der "Polnische Boxer" steckt. Am Schluss zählt nur: Hier hat einer wunderbare Literatur geschaffen.