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The Illiac Passion
1964-67, 16mm, Farbe, Ton, 90 Minuten
Ming Green
1966, 16mm, Farbe, Ton, 8 Minuten
Zwei Filme von Gregory Markopoulos
Anschliessend Publikumsgespräch mit Filmemacher Robert Beavers, Temenos-Archiv, Zürich
am Dienstag 10. Mai 2011 um 19 Uhr
im Vortragssaal der ZHdK, Ausstellungsstrasse 60
8005 Zürich
Gregory Markopoulos (1928-92) entwickelte seine experimentelle Filmsprache zunächst im Umfeld von Cinema 16 und später als Mitbegründer der The Film-makers Cooperative (u.a. gemeinsam mit Jonas Mekas), bis er in den späten 1960er Jahren von New York nach Europa übersiedelte. Mit dem Filmemacher Robert Beavers lebte er bis Anfang der 1990er Jahre an verschiedenen Orten u.a. in Griechenland, der Schweiz und Deutschland. War Markoupolos zu Beginn noch an der klassischen Erzählweise des Hollywood-Kinos orientiert, entwickelte er in den 1960er Jahren eine radikale Montagetechnik zwischen mehreren Bild-, Ton- und Sprachebenen. Einzelne Sequenzen wurden in einer speziellen Schnitttechnik noch in der Kamera editiert und einzelne Bilder auf diese Weise collagenartig zusammengesetzt. Durch fragmentarische Erzählweisen und eine weitgehend unabhängige Bild- und Tonebene etabliert Markopoulos eine eigene Zeit-Architektur in seinen Filmen.
The Illiac Passion versetzt die Figuren einer antiken Prometheus-Erzählung in die New Yorker Kunstszene der 60er Jahre. Leidenschaft, Begehren und Gewalt kommen mit einer tragischen Poetik auf die Leinwand, die heute geradezu verstörend wirkt. Kurz bevor Markopoulos sein Appartment im Greenwich Village Ende der 60er Jahre in Richtung Europa verliess, entstand Ming Green als Porträt einer räumlichen Beziehung.
Organisiert von Maria-Cecilia Quadri, Gabriel Möhring, Joris Stemmle und Burkhard Meltzer im Rahmen des Seminars Kunstgeschichte der Medien