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Das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK) verabschiedet einen Aktionsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention der Diskriminierung von LGBTIQ+-Personen, der 2022 umgesetzt werden soll. Insgesamt werden 130'000 Franken für die verschiedenen Massnahmen und die Durchführung einer Walliser Kampagne gegen Homophobie und Transphobie investiert. Im kantonalen Amt für Gleichstellung und Familie (KAGF) wurde zudem eine neue Stelle geschaffen, die sich der Thematik LGBTIQ+ widmet. Damit wird das Wallis zu einem der Vorreiterkantone im Kampf gegen diese Form der Diskriminierung werden.
Im Jahr 2020 beschrieb der Verein Alpagai der Kantonalen Kommission für Gesundheitsförderung Wallis die problematische Situation, die von der LGBTIQ+-Bevölkerung erlebt wurde, insbesondere die Schwierigkeit, sich an die richtigen Fachleute zu wenden, sowie den Mangel an spezialisierten Angeboten. Aufgrund dieser Feststellung beauftragte das DGSK über das Amt des Kantonsarztes die Gesundheitsförderung Wallis (GFW) mit der Durchführung einer umfassenden Studie zur aktuellen Situation der LGBTIQ+-Personen im Wallis.
Der Bericht mit dem Titel "Analyse der aktuellen Situation von LGBTIQ+-Personen im Wallis" besteht aus einer Bestandsaufnahme der Situation, die auf der Grundlage von vorhandenen Daten und Gesprächen mit Referenzpersonen aus Institutionen erstellt wurde. Er identifiziert die verschiedenen angetroffenen Problematiken, nämlich die erlebte Diskriminierung und Gewalt, die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit einer minoritären Identitätskonstruktion in der Adoleszenz, die Aspekte im Zusammenhang mit der sozialen und beruflichen Integration sowie die medizinische und psychosoziale Betreuung. Der Bericht enthält auch Empfehlungen zur Verbesserung der Situation von LGBTIQ+-Personen im Wallis.
Aktionsplan
Auf Grundlage der Schlussfolgerungen und Empfehlungen dieses Berichts wurde in Zusammenarbeit mit verschiedenen institutionellen und sozialen Partnern ein Aktionsplan ausgearbeitet. Die LGBTIQ+-Themen sind somit transversal in alle Interventionsachsen des Rahmenprogramms für Gesundheitsförderung und Prävention integriert. Die Förderung der Vielfalt und der Kampf gegen Diskriminierung aufgrund der affektiven sowie sexuellen Orientierung und der Geschlechteridentität werden auch in der kantonalen politischen Agenda priorisiert, insbesondere durch die Stärkung des KAGF mit der Schaffung einer 0,5 VZÄ-Stelle.
Rund zehn vom Departement finanzierte Massnahmen werden von der GFW im Rahmen ihres Programms PREMIS (Prävention der Diskriminierung von LGBTIQ+-Personen) umgesetzt. Mit den zusätzlichen Mitteln können einige bereits laufende Massnahmen, insbesondere Schulungen, verstärkt und neue entwickelt werden, wie ein jährlicher Tag des Partnerschaftsnetzwerks und die Ausweitung des Programms im Oberwallis.
Zudem ist die GFW über ein von der Dienststelle für Sozialwesen (DSW) finanziertes Leistungsmandat mit der Einrichtung einer spezifischen Sozialberatung für LGBTIQ+-Personen und insbesondere für Personen im Transitionsprozess beauftragt. Mit diesen leicht zugänglichen psychosozialen Beratungen, die von ausgebildeten Fachleuten durchgeführt werden, verfügt der Kanton Wallis über eine ständige Anlaufstelle, die LGBTIQ+-Personen in Schwierigkeiten zuhören und sie unterstützen kann.
Der Verband der SIPE-Zentren gehört ebenfalls zu den Akteuren des Aktionsplans, indem er mehr Schulungen zu diesem Thema für Fachleute und in Schulen anbietet.
Zusätzlich zu den 70'000 Franken, die für diese Massnahmen von der Dienststelle für Gesundheitswesen, der DSW und dem KAGF investiert werden, wird eine kantonale Sensibilisierungskampagne anlässlich des Welttages gegen LGBTIQ+Phobien am 17. Mai 2022 von der KAGF organisiert. Im Budget 2022 sind bereits 60'000 Franken für diese Sensibilisierungsmassnahmen vorgesehen.
Das Wallis ist einer der Vorreiterkantone im Kampf gegen Diskriminierung, indem es sich zum Ziel gesetzt hat, die LGBTIQ+-Bevölkerung durch Massnahmen, die Inklusion und Chancengleichheit unterstützen, sichtbar zu machen. Dies soll zur Entwicklung von Lebens-, Bildungs- und Arbeitsumgebungen beitragen, die die Vielfalt unterstützen, Sicherheit und einen diskriminierungsfreien Raum gewährleisten.