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Im Lauf der Jahre sind immer wieder Varianten des Deutschschweizer Standard-Bildes aufgetaucht. Firmen traten
mit veränderten Karten auf um Urheberrechte zu umgehen oder um ein neues Bild zu etablieren,
Künstler verbesserten das Deutschschweizer Bild, Karikaturisten nutzten das Bild als Basis für ihre Arbeiten
und Grafiker verfremdeten die Kartem um ihre Werbe-Botschaft zu verkünden.
Welche dieser Varianten als neues Deutschschweizer Standard-Bild dienen sollte, wird immer wieder diskutiert. Durchgesetzt hat sich bis jetzt nur das Spiel mit extragrossen Wert-Indizes.
|Weitere Beispiele für veränderte Deutschschweizer Spielkarten finden sich bei|
Das Spiel ist für ältere Personen oder solche mit einer leichten Sehschwäche gedacht. Die Karten weisen extra grosse Wert-Indizes auf. Dadurch wird der Rahmen unterbrochen.
Dieses Low Vision Jass ermöglicht es stärker sehbehinderten Menschen mitzuspielen. Es wird vom Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen vertrieben. Die Karten haben oben links sehr grosse und kontrastreiche Farb- und Wert-Symbole. Sie sind nach unten leicht konisch zugeschnitten. Dadurch ist es einfacher, alle Karten gleich auszurichten und sie richtig in der Hand zu halten.
Dieses Opti-Jass hat zusätzlich zwei Braille-Zeichen als tastbare Farb- und Wert-Bezeichnung.
Der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen bietet zwei Versionen an:
Braille auf Vorderseite oder Braille auf Rückseite.
Das erste Zeichen steht für die Farbe: sch=Schellen, ei=Eicheln, s=Schilten, r=Rosen Das zweite Zeichen steht für den Wert: 6, 7, 8, 9, 0, U, O, K, A
Die Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen fördert das Wappen- und Fahnenwessen in der Schweiz. 1996 veranlasste die Stiftung die Schaffung eines heraldisch korrekten Kartenspiels:
Die anderen Farben entsprechen genau dem AGM Standardbild.
Das Spiel ist als Kaiserspiel ausgeführt. Deshalb gibt es 7 Zusatzkarten. Diese erklären das Nidwaldner Kaiserspiel. Die Werte sind 3 bis 9 sowie Banner, Under, Ober, König und As.
Dieses Spiel existiert nur in Patience-Grösse. Es zeigt ein streng abstrahiertes,
geometrisch einfach gehaltenes, Deutschschweizer Bild. Aufgrund der Farben und verschiedener Attribute
der Bildfiguren ist das Standard-Bild trotz der Vereinfachungen gut erkennbar.
Leider kenne ich weder den Jahrgang noch den Künstler zu diesem Spiel.
Zu diesem Spiel existiert ein Pendant als Geometrisches Piquet.↑ zum Seitenanfang
Anfang 2013 beschaffte der Grafiker und Illustrator Benedikt Notter aus Luzern über Crowdfundig die Mittel für die Produktion von "verbesserten" Jasskarten. Mit vielen kleinen Änderungen schuf Notter eine verspielte neue Version des Deutschschweizer Bildes.<
Seit 2000 gibt es unter dem Namen "Jass Plus" ein Spiel, das die neuen technischen und
gestalterischen Möglichkeiten nutzt.
Auffällig sind die 3D-Effekte sowie die Farbverläufe und Glanzeffekte. Die Schilten mit den Kreuzen auf den Wappen gefallen mir ganz besonders gut.
Seit 2003 vertreibt die Firma Innocard (Bedburg-Hau, Deutschland) ein Werbespiel, mit Deutschschweizer Bild.
1981 brachte die Firma Berliner Spielkarten (Darmstadt, Deutschland) ein Deutschschweizer Jass heraus. Das SPiel wurde von Carlit importiert und auch als Werbespiel eingesetzt.
2013 machte Coca Cola in der Schweiz mit diesen Jasskarten Werbung. Das Werbespiel wurde in Bars aufgelegt.
Das Spiel von Fredy Sigg ist in der Art eines Cartoons gestaltet. Farben und Attribute lassen das Standard-Bild aber trotzdem erkennen. Besonders die "Under" sind so gestaltet, dass man auf den ersten Blick meint, man halte ein "gewöhnliches" Spiel in der Hand.
Bei diesem Spiel hat die Künstlerin bei allen Bildkarten weibliche Figuren eingesetzt. An Stelle von Königen, Obern und Undern stehen Königinnen, Weiber und Amazonen. Leider wirken die Köpfe der Personen ein wenig seltsam aufgesetzt.
Die Körper der Figuren, ebenso wie die Asse und Zahlenkarten,
sind unverändert vom AGM-Standardbild übernommen.
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1990 entwarf auch Susan Csomor ein Spiel für "Frauezogg". Auch hier treten ausschliesslich weibliche Figuren auf. Die Künstlerin hat, vor allem beim Halsausschnitt, kleine Anpassungen an der Kleidung vorgenommen. Dadurch passen die Köpfe besser zu den Figuren.
Die Asse und Zahlenkarten
sind unverändert vom
AGM-Standardbild übernommen.
Susan Csomor hat gleichzeitig ein Spiel mit französischen Farben gestaltet Le Jass au feminin.↑ zum Seitenanfang