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Die historische Säge liegt am Abhang östlich des Dorfkerns von Peist. Sie ist Teil eines gewerblich genutzten Gebäudeensembles, das als «Mühle Rufinätscha» bekannt ist. Die Baugruppe ist vom Dorfkern seit jeher durch eine Güterstrasse erschlossen, die bergseitig von einer langgezogenen Trockenmauer begleitet wird. Die Strasse wurde im Sommer einst mit Pferdefuhrwerken und im Winter mit Schlitten befahren.
Die Säge wurde 1819 für die lokale Holzverarbeitung errichtet und zunächst mit einem Wasserrad über einen Kanal aus dem benachbarten Farbbach betrieben. Etwa nach dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde ein elektrischer Antrieb eingebaut. Im gemauerten Untergeschoss wurden über die Riementransmission die Gatterstössel mit dem vertikal eingespannten Sägegatter mit Joch im Sägeraum im Obergeschoss in Bewegung gesetzt. Diese Anlageteile, wie auch der Klotzwagen, auf dem der zu sägende Stamm eingespannt wird, sind allesamt vorhanden. Die teils verschalte Ständerkonstruktion ist bedeckt von einem einseitig abgewalmten, einst mit Holzschindeln und heute mit Blech gedeckten Satteldach. Die Holzschindeln der Unterkonstruktion sind vom Sägeraum aus noch sichtbar. Das Pultdach auf der Ostseite schützte einst die Wasserradvorrichtung vor der Witterung.
Die Sägerei ist ein wertvoller Zeuge des lokalen Gewerbes im 19. und 20. Jahrhundert. Der Name Farbbach dürfte auf die im 19. Jahrhundert von Christian Brunold betriebenen Färberei zurückzuführen sein. Das einfache Gebäude lässt dank der noch vorhandenen Einbauten sehr gut erkennen, wie früher die schweren Holzträmmel bewegt und zu Balken und Brettern verarbeitet wurden. Die kantonale Denkmalpflege hat die Sägerei 2022 inventarisiert und stufte das Gebäude als schützenswert ein.
Seit der Einstellung des Sägereibetrieb um 1960 wurde das Gebäude nicht mehr genutzt und präsentierte sich in den letzten Jahren aufgrund des mangelnden Unterhalts in einem sehr verwahrlosten Zustand.
Nun konnte das Gebäude der Sägerei mitsamt dem noch vorhandenen Inhalt für rund CHF 80 000.- für mehrere Jahrzehnte gesichert werden (Projektdossier). Die fachgerechte Instandstellung erfolgte im Frühling/Sommer 2023 im Rahmen eines Projektes der Stiftung Baustelle Denkmal unter Einsatz von Freiwilligen und Zivildienstleristenden.
Die von der Gemeinde Arosa grosszügig unterstützte Restaurierung des Bauwerks war nicht nur vom Heimatschutz und der Denkmalpflege gewünscht worden. Auch die Kulturfachstelle Arosa-Schanfigg zeigte sich an einer Instandstellung interessiert. Sie erkannte die Chance, die Säge entlang der von der Talkommission verabschiedeten Marketing-, resp. Förderstrategie für die touristische Entwicklung des Schanfiggs kulturtouristisch zu nutzen. Und dies im doppelten Sinne: Einerseits soll die baukulturelle und sozioökonomische Bedeutung der Säge für das Dorf Peist und die ganze Talschaft in situ vermittelt werden. Andererseits kann der beschauliche Platz rund um das Bauwerk im Sinne eines «dezentralen Dorfzentrums» aktiv in das Dorfleben eingebunden und bespielt werden.
Das vorhandene Potenzial nutzen
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