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Farbstoffe
Die als Sudanfarbstoffe bekannte Gruppe der Azofarbstoffe umfaßt rote Farbstoffe wie Sudan I bis Sudan IV, Sudan Orange G, Sudan Rot B, Sudan Rot G und Sudan Rot 7B. Zusammen mit anderen in Lebensmitteln illegal verwendeten Farbstoffen wie 4-(dimenthylamino)azobenzen (Buttergelb), Pararot, Rhodamin B und Orange 2 sind dies synthetisch produzierte rote Azofarbstoffe. Diese Farbstoffe gelten als krebserregend und erbgutschädigend und stellen damit eine Gefahr für den Konsumenten dar. Dies ist der Grund, warum die EU ihren Gebrauch als Lebensmittelzusatzstoffe verbietet (nicht aufgelistet in der Farbstoff-Richtlinie 94/36/EC). Nichts desto trotz werden diese Farbstoffe in einigen Ländern verwendet, um die Farbe von z.B. Paprika- und Chillipulver zu intensivieren oder licht- bzw. alterungsbedingte Farbverluste auszugleichen.
Ein weiteres aktuelles Thema ist das Vorkommen des natürlichen Farbstoffes Annatto (E 160b) inGewürzmischungen und Lebensmitteln. Die EU erlaubt die Verwendung von Annatto in einer Vielzahl von Lebensmitteln und Getränken, nicht aber in Gewürzen und Gewürzmischungen.
Es wird empfohlen, im Rahmen der Qualitätssicherung, Produkte wie Gewürze, Gewürzmischungen, Tomatensaucen, Bratensoßen etc. auf Sudan I-IV sowie 4-(dimethyl-amino)-azobenzen, Pararot, Rhodamin B, Orange II und Bixin zu untersuchen. Spezielle Aufmerksamkeit sollte hierbei Rohmaterialien und Basiszutaten aus Dritte-Welt-Ländern zukommen.
Eurofins bietet die Analyse von allen genannten Farbstoffen in zahlreichen Produkten und Matrices mittels LC-MS/MS an.
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