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Ich beziehe mich auf Ihre Empfehlung an künftige Auslandschweizer, das Freizügigkeitsguthaben auf eine Stiftung im Kanton Schwyz zu überweisen, da die Quellensteuer in Schwyz am tiefsten sei (CASH vom 15. März 2007). Aber kann ich die Quellensteuer nicht zurückfordern, wenn ich mein Wohn- und Steuerdomizil in Frankreich habe? E. F. in l.
Antwort: Wer sich das Vorsorgekapital auszahlen lässt, zahlt in seiner Wohngemeinde eine Kapitalauszahlungssteuer. Wird das Geld erst ausbezahlt, nachdem der Versicherte sich in der Schweiz abgemeldet hat, wird ihm eine Quellensteuer in Abzug gebracht. Im Kanton Schwyz ist sie am tiefsten.
Nun sagen Sie richtig, dass man aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Frankreich und der Schweiz die Quellensteuer zurückfordern kann. Dies gilt freilich nicht uneingeschränkt, sondern nur für Leute, welche in der Privatwirtschaft tätig waren. Stammen die Vorsorgegelder hingegen aus einem öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis, so kann die Quellensteuer nicht zurückgefordert werden. Mir ist nur Australien bekannt, wo man die Quellensteuer auf Kapitalleistungen aus einem öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis zurückfordern kann.
Und wenn wir schon beim Thema sind: Nicht nur bei der Kapitalauszahlung, auch auf Renten werden im Heimatland Quellensteuern in Abzug gebracht. Allerdings nur bei Staatsdienern. Oder präziser: Stammen die Renten aus einem öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis, wird bei Auslandschweizern die Quellensteuer in Abzug gebracht. Diese kann nicht zurückgefordert werden. Stammt die Rente hingegen aus einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis, wird in der Schweiz keine Quellensteuer abgezogen. Diese Regelung entspricht übrigens dem internationalen Standard.
Erschienen im CASH am 12. April 2007