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Zuchtlachse stellen eine zunehmende Gefahr für Wildlachse dar. Die Zuchttiere haben einen Anteil von 95 Prozent an den insgesamt weltweit vorkommenden Lachsen. Zuchtlachse und Wildlachse sind genetisch verschieden. Entkommen die gezüchteten Lachse den Zuchtbecken, schliessen sich diese den wilden Lachspopulationen an.
Ein Forscherteam um Prof. Gage von der University of East Anglia (UEA) untersuchte anhand der Genetik die von den Zuchtlachsen ausgehenden Gefahren auf deren wilde Verwandten.
Jährlich entkommt eine grosse Anzahl an Lachsen den Zuchtbetrieben wie denen in Norwegen und Grossbritannien. Als invasive Arten vermehren sich die Zuchtlachse mit den Wildlachsen. Negativen Eigenschaften wie Aggressivität, fehlende Cleverness gegenüber Fressfeinden und eine schnelle Wachstumsrate können dadurch weitergegeben werden. Die Folge wäre laut den Forschern eine Störung der Eigenschaften der Wildlachse. Markant wären die Einflüsse auf die Körpergrösse, Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und der Rückkehrzeit.
Generell reduzieren die Zuchtlachse den Druck auf wildlebende Populationen, da diese dann weniger gefischt werden. Jedoch können entkommene Tiere zu genetischen Störungen führen. Die Zuchtlachse sind laut Prof, Gage „gut für den Tisch, aber nicht gut für die Stabilität der wilden Populationen“. Laut den Forschern kann insgesamt von einer Gefahr für die Biodiversität ausgegangen werden.
Bild: Erik Christensen [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons