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Gegner der Globalisierung sind am Donnerstag (22.06.) in Genf im Vorfeld des UNO-Sozialgipfels zu einem "Alternativ-Gipfel" zusammengetroffen. Bis zum Sonntag werden an dem viertägigen Treffen Alternativen zur Globalisierung diskutiert.Dieser Inhalt wurde am 22. Juni 2000 - 14:21 publiziert
Mehrere hundert Personen aus mehreren Dutzend Ländern diskutieren an dem viertägigen Treffen Alternativen zur Globalisierung. Eine bessere Welt sei möglich, wurde bei der Eröffnung betont.
Der "Alternati-Gipfel" wurde vom Schweizer Komitee des Appells von Bangkok organisiert, dem rund 50 linke Gruppierungen und Drittweltorganisationen angehören. Der Appell von Bangkok war im Februar am Rand der 10. Uno-Konferenz über Handel und Entwicklung (UNCTAD) gebildet worden.
Für internationale Allianz
Hauptziel des "Alternativ-Gipfels" in Genf ist es, die in Seattle Ende 1999 anlässlich der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) entstandene Oppositionsbewegung besser zu strukturieren.
In einem Resolutionsentwurf, der am Sonntag verabschiedet werden soll, wird eine internationale Allianz gefordert. Dies müsse mit konkreten Kampagnen erreicht werden. Soziale Bewegungen, nichtstaatliche Organisationen und Gewerkschaften müssten "breitere Mobilisierungen mit konkreten Zielen" entwickeln.
Weltsozial-Forum geplant
Im kommenden Jahr soll zu diesem Zweck ein soziales Weltsozial-Forum organisiert werden. Die Veranstaltung soll jedes Jahr parallel zum Weltwirtschaftsforum von Davos stattfinden.
Das erste Weltsozial-Forum soll vom 25. bis 30. Januar 2001 im brasilianischen Porto Alegre stattfinden. Die Veranstaltung stehe allen offen, die sich für Alternativen zur Globalisierung einsetzen, hiess es am Donnerstag.
Der "Alternativ-Gipfel" wurde von Susan George, Präsidentin der französischen "Koordination Anti-WTO" und Juan Tortosa, Präsident des Schweizer Komitees des Appels von Bangkok eröffnet. Die Teilnehmer prangerten unter anderem die Zunahme der Ungleichheiten, die Verschärfung auf dem Arbeitsmarkt sowie die Vernachlässigung der Umwelt an.
Auch die Strategien der internationalen Finanzinstitutionen seien gescheitert. Kritisiert wurde weiter, dass sich die Industrieländer weigerten, die Schulden der armen Länder zu streichen.
Die Organisatoren des "Alternativ-Gipfel" betonten, die geplante Demonstration am Sonntag in Genf werde friedlich verlaufen.
Uno-Sozialgipfel
In der kommenden Woche (26.-30.06.) findet - erstmals in Genf - eine Sondersession der Uno-Generalversammlung statt. Fünf Jahre nach dem Uno-Sozialgipfel von Kopenhagen zieht die internationale Staatengemeinschaft in der Rhonestadt Bilanz über die weltweite soziale Entwicklung und Armutsbekämpfung.
swissinfo und Agenturen
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