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Alphabet beendet seinen Versuch, entlegene Regionen der Welt mit Hilfe von Ballons mit schnellem Internet zu versorgen. Die dafür gegründete Tochterfirma Loon wird geschlossen. "Wir haben keinen Weg gefunden, die Kosten so weit zu senken, dass ein langfristig nachhaltiges Geschäft möglich wird," erklärte Loon-Chef Alastair Westgarth in einem Blogeintrag.
Google hatte das Projekt im Jahr 2013 vorgestellt
. Ab 2018 wurde Loon unter dem Dach der Mutter Alphabet als eigenständige Firma geführt. Die Idee hinter dem Projekt war, dass mit Ballons entlegene und dünn besiedelte Gegenden sich günstiger mit Internet versorgen lassen als mit herkömmlicher Telekommunikations-Infrastruktur. Ein Projekt dazu startete das Unternehmen in Kenia. Loon-Ballons, die monatelang in der Luft bleiben, hätten auch als Notfalllösung nach Naturkatastrophen zum Einsatz kommen
können, um die Internetversorgung zu gewährleisten, bis die herkömmliche Infrastruktur wieder aufgebaut ist.
Loon ist einer der "Moonshots" von Alphabet. Diese lässt sich der Konzern Jahr für Jahr Milliarden von Dollar kosten, während das Google-Kerngeschäft mit Online-Werbung das Geld dafür liefert.
Laut 'Reuters' beschäftigte Loon 2019 rund 200 Mitarbeitende. In den kommenden Monaten werde der grösste Teil des Loon-Teams weiterziehen, schreibt das Unternehmen. Man arbeite daran, für sie andere Rollen beim Konzern zu finden. Ein kleiner Teil des Loon-Teams soll nun sicherstellen, dass der Betrieb von Loon reibungslos abgewickelt werde – dazu gehöre auch der Abbau des Dienstes in Kenia. Das Unternehmen kündigt weiter einen 10 Millionen Dollar schweren Fond für gemeinnützige Organisationen und Unternehmen an, die sich auf Konnektivität, Internet, Unternehmertum und Bildung in Kenia konzentrieren.