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Das 18. Jahrhundert brachte eine Welle frischer Luft in Maggiatal. Nicht mehr nur arme Menschen verliessen das Tal, sondern auch viele grosse Familien, die anderswo noch grösser wurden und Wohlstand und Reichtum ins Maggiatal zurückbrachten.
Unter der Herrschaft der Landvögte (1513-1798) wurde das Maggiatal diskontinuierlich regiert. Da die Landvögte jeweils nur zwei Jahre blieben, hatten sie keine Möglichkeit, grosse infrastrukturelle Projekte in Angriff zu nehmen, so dass sie sich häufig auf die Verwaltung von Steuern und Geldbussen beschränkten. Die Auswanderung der grossen Familien war deshalb eine Antwort auf den Wunsch nach Entwicklung und wirtschaftlichem Fortschritt, der im Maggiatal unmöglich erschien. Unternehmergeist und Tatendrang waren die treibende Kraft hinter der neuen Auswanderungswelle.
Archivio di Stato di Friburgo, RN 971 (dettaglio)
Aus Prato, einer Gemeinde im Lavizzara-Tal, wanderten in dieser Zeit viele Familien aus und fanden ihr Glück: die Familien Ardrighetti, Berna, Pfeiffer (Pifferi), Bell, und andere Familien. Der Handel brachte diese Familien auch in die Stadt Freiburg, wo einige von ihnen sogar das Bürgerrecht erhielten und in das Bürgerbuch der Stadt eingetragen wurden.
Musée d'art et d'histoire, Fribourg - 1606 (dettaglio)
Der Museo di Valmaggia, in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Freiburg, sitz vom 18. Mai bis dem 31. Oktober Dokumente und Objekte von diesem Jahrhundert an.