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Die Gespräche mit Nordmazedonien und Albanien hätten bereits vor knapp zwei Jahren beginnen sollen. Doch Bulgarien verlangt seitdem von Nordmazedonien, dass das kleinere Nachbarland auf Forderungen im Hinblick auf Minderheiten, Geschichtsschreibung und Sprache eingeht.
"Bulgarien hat entschieden, rückwärts zu gehen und eine Blockade zu verhängen, die niemandem hilft", sagte Kovacevski. Nützen würde das nur äusseren Mächten wie Russland, das neben seinem Krieg gegen die Ukraine auch einen negativen Einfluss auf die Westbalkan-Region ausübe.
Frankreich, das bis Ende Juni den EU-Ratsvorsitz innehat, will den Konflikt noch im Laufe seines Mandats beilegen. Ein französischer Vorschlag, der die Differenzen überbrücken soll, liegt derzeit dem bulgarischen Parlament vor. Doch scheint dieser nicht ausreichend mit Nordmazedonien abgestimmt zu sein.
"In seiner gegenwärtigen Form ist dieser Vorschlag inakzeptabel", führte Kovacevski aus. Das gelte sowohl für ihn selbst als auch für die politischen Parteien und die Bürger Nordmazedoniens. Die Einzelheiten dieses Vorschlags sind öffentlich nicht bekannt.
Das Treffen mit den Staaten des westlichen Balkan ging dem eigentlichen EU-Gipfel voraus. Dabei ging es um die EU-Perspektive von Serbien, Albanien, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und Montenegro. Die Länder sind teils seit vielen Jahren EU-Beitrittskandidaten./gm/DP/ngu
(AWP)