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Überschwemmung vom Oktober 2000
Im Oktober 2000 hat die Rhone in der Ebene tausende von Hektaren überschwemmt. An den Ufern ihrer Nebenflüsse war die Lage dramatisch, die Unwetter forderten sogar Menschenleben. Vor allem am 15. und 16. Oktober war die Lage des Flusses überall kritisch: Er trat in Gampel und Evionnaz über die Ufer, und das Gebiet von Saillon war überschwemmt.
Die Schäden vom Oktober 2000 betrugen insgesamt fast eine halbe Milliarde Franken. Es ist viel in der Ebene investiert worden, seit man begonnen hat, den Fluss zu korrigieren. Die Städte sind näher an ihn herangekommen, es sind Fabriken und Werkstätten entstanden, und die Landwirtschaft hat sich in der Ebene entwickelt. Da die Dämme bei den vorhergehenden Korrektionen erhöht wurden, ist zurzeit das Wasserniveau des Flusses höher als die Ebene. Diese Dämme sind heute jedoch in einem kritischen Zustand, und die Hälfte von ihnen kann unter dem Druck der Hochwasser nachgeben...
Eine 3. Korrektion ist notwendig
Um derartige Schäden zu vermeiden, hielt man im Kanton Wallis bereits lange vor dem Hochwasser vom Oktober 2000 eine neuerliche Rhonekorrektion für unumgänglich.Die Ereignisse haben erneut gezeigt, dass die – von der Quelle des Flusses bis zum Genfersee – vorgesehenen Arbeiten gerechtfertigt sind. Sie werden rund dreissig Jahre dauern und ca. eine Milliarde Franken kosten. Die Grundidee dieser 3. Korrektion ist eine Verbreiterung des Flusses, überall dort wo dies möglich ist, damit Hochwasser besser abfliessen können. Wo nicht genügend Platz vorhanden ist, werden die Dämme verstärkt und erhöht. In gewissen Abschnitten kann auch das Flussbett abgesenkt werden. Alle diese Lösungen werden zurzeit geprüft. 2006 wird die generelle Lösung festgelegt. Sie wird im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung der Ebene gewählt werden. Man schätzt, dass die Rhone in der Ebene potenzielle Schäden in der Höhe von 10 Milliarden anrichten kann und dass im Fall von schweren Hochwassern an die 14'000 Hektaren überschwemmt werden können.