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Folgen der Strom- und Gasmarktöffnung in den USA
Dabei treten neben den bisherigen inländischen Unternehmen mehr und mehr starke, international tätige ausländische Gruppen in den USA auf. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Marktanalyse der Washington International Energy Group (WIEG). Der bekannte "Think Tank" hat laut seiner am 6. Januar 1999 veröffentlichten Umfrage "1999 Energy Industry Outlook" in den Chefetagen der Gas- und Elektrizitätsbranche weiter festgestellt, dass zwar die Ansicht vorherrscht, bei der Energiegewinnung liesse sich mehr verdienen als bei der -verteilung. Trotzdem will sich aber mehr als die Hälfte der Unternehmen künftig auf den Transport und die Verteilung von Strom und Gas beschränken, da sie dort Monopolanbieter bleiben können. Auf der Erzeugungsseite wird nur rund einem Viertel der heute aktiven Unternehmen überhaupt noch eine Überlebenschance gegeben. Während das Vertrauen in die Zukunft des Gases hoch bleibt, hat sich die Einstellung der Energiemanager zur Kernenergie seit der letzten Umfrage grundsätzlich gewandelt: Zum ersten Mal seit vielen Jahren glauben sie jetzt wieder, dass Kernkraftwerke wirtschaftlich konkurrenzfähig zu betreiben sind.
In einem Kommentar zur Umfrage befürchtet die WIEG, die durch die Marktöffnung ausgelöste Konsolidierung, das starke Auftreten ausländischer Gesellschaften und das geringe Interesse der Verbraucher könne im schlimmsten Fall zu einer Ballung der Marktmacht führen, ohne dass die Kosten zurückgingen. Im besten Fall würden die Effizienz verbessert, die Kosten gesenkt und Innovationen angeregt.
Bei der Publikation des Berichts gab die WIEG auch die alljährliche Ernennung der "Energiegesellschaft des Jahres" bekannt. Ihre Wahl fiel auf die PECO Energy, die sich von der Verlustin die Gewinnzone gearbeitet hat, vier Kernkraftwerke betreibt und letztes Jahr mit dem Kauf von Three-Mile-Island-1 zusammen mit British Energy Schlagzeilen machte.