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Es gibt immer wieder Ausländer und Städter, die sich über Kuhglocken beschweren. Diese Leute sind aufs Land gezogen um eine ländliche Idylle zu geniessen. Leider verwechseln sie diese Idylle oft mit Totenstille. Weil es Totenstille selbst auf dem Land nicht gibt, stören sich diese Leute über den dort üblichen Lärm und klagen dagegen. Mit weitreichenden Konsequenzen! So muss z.B. ein Bauer dafür sorgen, dass sein Hahn morgens zu einer bestimmten Zeit nicht mehr kräht. Ein anderer Bauer darf seinen Kühen keine Kuhglocken mehr anziehen. In einem Dorf, muss man des Nachts den Brunnen abstellen weil sich ein Zugezogener über das Plätschern des Brunnens stört. Ich halte diese Entwicklung für weltfremd.
Kuhglocken sind etwas Schönes und sie gehören zur Schweiz. Sie sind überdies eine Touristenattraktion. Wir sollten darauf achten, dass Traditionen wie Alpaufzüge und Alpabzüge, bei denen Kühe prächtige Kuhglocken tragen und mit einem schönen Kopfschmuck versehen sind, aufgrund der Globalisierung nicht verloren gehen. Auch sollte man Kuhglocken nicht vorschnell verbieten weil dies ein Zugewanderter aus dem Ausland oder einer Stadt so verlangt. Es geht um mehr als bloss um den Glockenklang oder die sonst auf dem Land üblichen Geräusche, es geht um unsere Kultur, ein Stück Identität bzw. die Seele unseres Landes!