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Probleme am Arbeitsplatz:
Wie spricht man sie am besten an?
Wenn man den ganzen Tag zusammenarbeitet, bekommt man von seinen Teamkolleginnen und -kollegen so einiges mit.
Auch, wenn das manchmal ganz privat ist.
Zum Beispiel, wenn ein Mitarbeiter eine Alkoholfahne hat, übernächtigt, deprimiert, gereizt oder teilnahmslos wirkt.
Soll man ihn darauf ansprechen?
Wenn das über einen längeren Zeitpunkt so geht, er nicht selbst anfängt, darüber zu sprechen, und Sie entweder ein gutes persönliches oder als Vorgesetzter ein sachliches Verhältnis zu ihm haben:
Auf jeden Fall ja.
Psychologen raten allerdings dazu, dann nicht mit der Tür ins Haus zu fallen:
Stellen Sie deshalb ihm gegenüber keine Diagnosen oder Mutmassungen an.
Fragen Sie Ihren Kollegen nicht, ob er vielleicht eine Ehekrise hat, er Alkoholiker ist oder ihn eine Überschuldung quält.
Sagen Sie ihm lieber, was Sie beobachtet haben, beispielsweise:
"Ich habe den Eindruck, dass du in letzter Zeit niedergeschlagen bist." Diese Frage tut ihm eventuell gut.
Wenn sich der Kollege dann allerdings immer noch nicht öffnet, sollte man das akzeptieren und ihn nicht weiter bedrängen - es sei denn, Sie sind selbst dauerhaft davon betroffen sind und müssen die Versäumnisse des Kollegen auffangen. Dann macht es irgendwann auch Sinn, den Chef einzuschalten.
Reden hilft oft weiter.
Und ermuntert Ihren Kollegen eventuelle dazu, seine eigene Situation zu erfassen und sie zu lösen - ggfs. auch mit professioneller Unterstützung.
Am Ende wird er Ihnen vielleicht sogar dankbar dafür sein, dass Sie das Gespräch mit ihm gesucht haben.