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Weltweit betrachtet sind zahlreiche Primatenarten in Gefahr, von unserem Planeten zu verschwinden. Da sie in erster Linie Waldbewohner sind, stellt die grossflächige Abholzung dieses Lebensraumes auch in Südamerika für sie die grösste Bedrohung dar. Längst sind die Verbreitungsgebiete der meisten Arten zu einem Bruchteil ihres historischen Vorkommens geschrumpft.
Immer noch werden auch die Primaten bejagt – ausgewachsene Tiere werden erschossen, um die Jungtiere einzufangen und in den illegalen Wildtierhandel zu integrieren. Ausserdem verwüsten sie Felder und Plantagen, die an ihren Lebensraum grenzen und immer weiter vorrücken – was den Besitzern eine imaginäre Berechtigung vorspiegelt, sie abschiessen zu können.
Obwohl auf der Roten Liste der “International Union for Conservation of Natur“ kein Primat aufgelistet wird, der in den letzten zweihundert Jahren ausgestorben sein soll, gelten viele von ihnen inzwischen als stark gefährdet. Zu den am meisten bedrohten Arten gehören zum Beispiel die südamerikanischen Klammerschwanzaffen und die Löwenäffchen Brasiliens – desweiteren der Silbergibbon, endemisch auf der Insel Java, und der Orang-Utan aus Sumatra.
Neuste Zahlen der IUCN listen 48% aller Primaten unseres Planeten als bedroht auf, unter ihnen 11% kritisch bedroht, 22% stark gefährdet und 15% verwundbar.