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Zwischen Vulgarität und lyrischer Tonlage bewegt sich die Sprache des autobiographisch gefärbten Romans von Oksana Sabuschko, in dem sie die Geschichte einer Frau, einer Dichterin, erzählt, die aus 'Fäulnis und Moder' der ukrainischen Geschichte weg will und jetzt an einer amerikanischen Universität unterrichtet. Was sie erfährt, sind jedoch nur die Schrecken des Exils, die sie mit all den anderen teilt, die ihre Heimat verlassen haben und denen es nicht gelungen ist, 'sich zu verwirklichen'.Keine Frau hatte sich bisher, formal wie inhaltlich, öffentlich so radikal zu Fragen der Sexualpolitik, zum slawischen Machotum, zur Sklavenmentalität ihrer Heimat geäussert, sodass die Feldstudien über ukrainischen Sex sehr schnell zur ›Bibel des Feminismus‹ avancierten.