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Fitness im Alltag – aber ganzheitlich
Wie kann ich meine Fitness so aufbauen, dass sie mir wirklich im Alltag hilft? Was überhaupt ist Fitness? Bedeutet eine gute Kondition auch eine gute Fitness? Was ist der Unterschied zwischen Kondition und Fitness? Diese und weitere Fragen werden dir in diesem übersichtlichen Beitrag beantwortet.
Was heisst "fit sein"?
Wenn du fit oder fitter werden willst, so muss dies immer ganzheitlich geschehen. Ein (nicht wertendes!) Beispiel: Ein reiner Ausdauerathlet wird in einer Alltagssituation wie einem Wohnungsumzug keine grossen, schweren Kartons heben können; ein Bodybuilder wird die Kartons zwar mühelos hochheben können, kommt jedoch bei einer weiten Distanz zwischen Wohnung und Auto schnell ausser Atem. Eine weitere Person hat totale Mühe mit der Koordinierung beim Treppenlaufen mit Karton oder kann kaum die Balance halten damit. Alle drei Personen sind aus meiner Sichtweise nicht ganzheitlich fit. Sie sind vielleicht Spezialisten in ihrem Gebiet, was ihnen im Alltag jedoch nur begrenzt hilft. Fit sein heisst für mich, eine gute Kondition UND eine gute Koordination zu haben. Was heisst das genau?
Kondition
Die vier Konditionsfaktoren Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Wenn jemand also eine gute Kondition haben will, muss er/sie
- kräftig genug sein (KRAFT),
- diese Kraft über einen gewissen Zeitraum halten können (AUSDAUER),
- die Bewegungen in einem gewissen Tempo ausführen können und nicht träge werden (SCHNELLIGKEIT) und
- dabei beweglich sein, damit er die Bewegung überhaupt ausführen kann (BEWEGLICHKEIT)
Viele Personen, Vereine und Clubs trainieren vorwiegend im Konditionsbereich. Eine gute Kondition nützt dir jedoch nur beschränkt, wenn du sie nicht koordinieren kannst. Deshalb braucht es für eine gute Fitness ebenfalls die Koordination.
Koordination
Die vier Koordinationsfaktoren Reaktion, Gleichgewicht, Orientierung und Rhythmisierung werden unter diesem Begriff zusammengefasst. Wenn jemand eine gute Koordination haben will, muss er/sie
- schnell auf Reize reagieren können (REAKTION),
- seinen Körper sowie auch Gegenstände in der Balance halten können (GLEICHGEWICHT),
- wissen, wo er/sie und Umliegendes sich befindet (ORIENTIERUNG) und
- in die ganzen Abläufe einen gewissen Rhythmus reinbringen können (RHYTHMISIERUNG)
Werden diese acht Faktoren gut mit Regeneration und Entspannung ergänzt, entsteht bei einem guten Training, bei effektiver und effizienter Bewegung richtige, ganzheitliche Fitness bei Menschen, welche unter günstigen Umständen von längerer Dauer anhält.
Fitness auf allen Ebenen
Die Definition von Fitness kann sehr allgemein genommen werden und ist eher ein Modewort. Wikipedia beispielsweise definiert Fitness als ‘körperliches und geistiges Wohlbefinden’ und dass man ‘im Alltag leistungsfähig ist und Belastungen standhalten kann’. Wikipedia erwähnt bei dem Hauptbeschrieb ebenfalls (was mir sehr gefällt), dass zu Fitness nicht nur ‘regelmässige körperliche Betätigung’ gehört, sondern auch ‘eine gesunde und ausgewogene Ernährung’. Desweitern wird von ‘ungesunden Ergänzungsmitteln und Beschränkung auf reines Krafttraining’ abgeraten (auch sehr toll, finde ich).
An diese Aussage möchte ich gerne noch kurz anknüpfen. Im nächsten Blogbeitrag werde ich dir ausführlich über den Weg zur körperlichen Fitness anhand der obigen acht Punkten berichten. Du kannst diese acht Punkte jedoch auch auf die Psyche ausdehnen. Lies sie nochmals durch und denke dabei nicht an den physischen Körper, sondern an deinen Geist.
Demzufolge ist es überaus wichtig, dass du nicht nur gute Taten hast, sondern auch gute Gedanken und Emotionen. Negative Gedanken und Emotionen (dir sowie auch anderen gegenüber) schaden dir und somit deiner Fitness. Sie tragen in keiner Weise zu deinem dauerhaften Wohlbefinden bei.
Einen guten Tipp, wie man sich auch über den psychischen Aspekt etwas bewusster werden kann – was der erste Schritt zur Veränderung darstellt – möchte ich dir hier ans Herz legen:
Reflektiere jeden Abend kurz deinen Tag. Du kannst dies im Kopf oder besser noch, schriftlich tun. Überlege dir, welche Gedanken und Emotionen vom heutigen Tag förderlich, welche eher hinderlich für dein Wohlbefinden waren. Mache dich dafür NICHT klein. Wir alle wachsen, wir alle sind uns am entwickeln und machen hie und da mal einen Fehler – das ist absolut ok. Anerkenne nun deine förderlichen Punkte und werde dir bewusst, wie viel Gutes du tagtäglich tust, denkst und fühlst. Visualisiere jedoch auch, wie du deine nicht förderlichen Merkmale in einer nächsten Situation durch ein anderes Handeln oder förderliche Punkte ersetzt hast.
Wenn du dies jeden Tag tust – und es dauert wirklich nicht lange – wird sich dein Bewusstsein und dein Wohlbefinden, und damit deine Fitness, merklich verbessern.
Viel Freude beim Umsetzen und stay tuned für den nächsten Blog mit den Tipps für Fitnesstraining.