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Projekt Belize
Projekt Belize
Das Naturschutzgebiet Shipstern entstand 1989 auf Initiative der Stiftung ITCF mit Sitz im Papiliorama in der Schweiz und im Royal Burgers’ Zoo in Arnhem in den Niederlanden.
Im Jahr 2012 ging dieses Schutzgebiet in einen Trust auf unbestimmte Zeit zugunsten der Regierung von Belize und seiner Einwohner über und wurde damit zu einem offiziellen Reservat von Belize.
Das vor Ort als Shipstern Conservation and Management Area bekannte Schutzgebiet befindet sich in der Nähe des Dorfes Sarteneja im Distrikt Corozal.
Die Corozal Sustainable Future Initiative (CSFI) ist eine gemeinnützige, belizische Nichtregierungsorganisation, welche ordnungsgemäss registriert und geprüft sowie neutral und unpolitisch ist.
Sie wurde 1990 vom Papiliorama und dem Burgers’ Zoo ins Leben gerufen und ihr Vorstand besteht aus belizischen und internationalen Umweltschützern, welche von Berufes wegen oder aus tiefstem Herzen für die Umwelt eintreten.
Obwohl die CSFI ihren rechtlichen Sitz in Belize City hat, ist sie seit jeher eine reine Feldorganisation, deren Büros sich auch heute noch im Herzen des Shipstern Reservats befinden.
Die CSFI stützt sich bei der Erfüllung ihres Auftrags auf drei Hauptziele:
- Naturschutz
- Bildung
- nachhaltiger Tourismus
Shipstern Conservation & Management Area
Das Naturschutzgebiet Shipstern (Shipstern Conservation & Management Area) befindet sich ganz im Nordosten von Belize im Distrikt Corozal. Es wurde 1989 unter dem Namen Shipstern Nature Reserve gegründet und im September 1990 vom Minister für Natürliche Ressourcen eingeweiht.
Das Schutzgebiet entstand durch die allmähliche Zusammenlegung von drei Parzellen und umfasst heute eine Fläche von 11.000 Hektaren (110 km2). Nebst ausgedehnten Wäldern schützt es auch wichtige aquatische Lebensräume wie die Shipstern Lagune und die Teiche Xo-Pol und Xacan Chacmol. Am 31. Oktober 2012 wurde Shipstern auf unbestimmte Zeit in einen Trust zugunsten der Bevölkerung und der Regierung von Belize überführt.
Shipstern ist seit langem als eines der wichtigsten Schutzgebiete in Belize bekannt für seine zahlreichen seltenen Lebensräume, welche zum Teil nur hier vorkommen. Die Wälder in und um Shipstern regenerieren sich seit dem Hurrikan Janet, der 1955 das gesamte Gebiet zerstörte, ohne jegliche Störung. Daher können die Wälder von Shipstern, obwohl sie rein technisch gesehen immer noch als Sekundärwälder gelten, als unberührt betrachtet werden.
Fauna
Die Tierwelt von Shipstern ist dank der mehr als drei Jahrzehnte dauernden Schutzmassnahmen immer noch vielfältig und reichlich vorhanden. Pekaris, Hoccos und Hirsche durchstreifen die Wälder und Savannen und sind wertvolle Beute für Jaguare und Pumas. Auch die drei anderen Katzenarten Belizes (Ozelot, Jaguarundi und Margay) sind alle vertreten.
Der Baird-Tapir ist immer reichlich vorhanden. Der Fischertukan ist häufig, ebenso wie mehrere Papageienarten und viele auf der Yucatan-Halbinsel endemische Arten. Eine Seltenheit ist die Tropenspottdrossel, welche auf dem Festland von Belize nur in Shipstern vorkommt.
Weitere Dokumentationen finden Sie auf der Website der CSFI.csfi.bz
Flora
Die Flora von Shipstern ist ebenso vielfältig. Es ist der einzige Ort in Belize, an dem man einen Halbimmergrünen Trockentropenwald finden kann, in direkter Nachbarschaft zu einem noch selteneren Wald, dem trockenen Küstenwald mit Yucatan-Pseudophoenix-Palme.
Dieser Waldtyp ist nicht nur in Belize selten (er kommt nur in Shipstern und im Bacalar Chico Nationalpark vor), sondern auf der gesamten Yucatan-Halbinsel bedroht, wo er nur noch in vier kleinen Gebiete wächst. Weitere Dokumentationen finden Sie auf der Website der CSFI.csfi.bz
Der Nordöstliche Biologische Korridor
Am 22. Januar 2020 unterzeichnete der Minister für Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Einwanderung ein Dekret, mit welchem die Einrichtung des Nordöstlichen Biologischen Korridors bestätigt wurde. Ziel des Biologischen Korridors ist es, wichtige Wälder in einer Region zu schützen, in welcher sich die industrielle Landwirtschaft stark ausbreitet.
Der Nordöstliche Biologische Korridor umfasst eine Fläche von fast 28.000 Hektaren Land, darunter 13.600 Hektaren Privatland (grösstenteils unter Trust auf unbestimmte Zeit) sowie die früher als Freshwater Creek Forest Reserve und Honey Camp National Park bekannten Reservate. Er umfasst immergrüne Tieflandwälder, Mangroven, Küstenwälder, Süsswasserlagunen und Feuchtgebiete.
Der Nordöstliche Biologische Korridor beherbergt über 1.000 bekannte Pflanzen- und Tierarten und seine Bedeutung für lebenswichtige Ökosystemdienstleistungen (wie Bestäubung, Wasserspeicherung und -abgabe, Regenbildung und Überschwemmungsschutz für Zuckerrohr-, Bohnen- und Reiskulturen und für die angrenzenden Gemeinden) wird von allen beteiligten Partnern anerkannt. Die natürlichen Ökosysteme des Gebiets stellen als Rückzugs- und Fortpflanzungsgebiete für Wildtiere und Samenbanken für Holzarten eine künftige Einkommensquelle dar. Last but not least bieten sie über die CSFI Arbeitsplätze für die lokalen Gemeinschaften.
Die Fertigstellung des Korridors ist das Ergebnis von mehr als zwanzig Jahren unermüdlicher Anstrengungen und Hingabe zahlreicher Akteure. Der Korridor ist das Ergebnis einer intelligenten Partnerschaft zwischen der Regierung von Belize, lokalen und internationalen Naturschutz-NGOs, den umliegenden Gemeinden und dem Privatsektor. Die ITCF und die CSFI spielten eine entscheidende Rolle bei der Koordination der administrativen Bemühungen, welche zur Schaffung des Korridors führten, sowie bei der Grenzmarkierung der neuen Schutzgebiete im Feld.
Im Jahr 2020 unterzeichnete die CSFI mit der Regierung von Belize ein 20-jähriges Co-Management-Abkommen für den gesamten biologischen Korridor. Die CSFI beschäftigt heute über 45 Mitarbeiter, welche alle aus den lokalen Gemeinden stammen, und ist damit einer der grössten Arbeitgeber im Nordosten von Belize. Ihr Jahresbudget von 700.000 US$ wird fast vollständig in und um die Schutzgebiete herum investiert, was die CSFI zu einem wichtigen wirtschaftlichen Akteur in der Region macht.