Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03345.jsonl.gz/953

Im MBC kommt als Autocomputer ein kleiner Server zum Einsatz. Dieser Rechner spielt unterwegs die Rolle eines mobilen Hub: Er stellt anderen Geräten und Anwendungen Daten und Konnektivität zur Verfügung. Der Computer wird über fest eingebaute Bildschirme bedient und ist mit einem biometrischen Login mit Hilfe eines Fingerprintsensors abgesichert.
Lokal auf diesem mobilen Server sind viele Daten abgespeichert, die den Insassen des MBC auf verschiedenen Endgeräten zur Verfügung gestellt werden. Die MBC-Insassen können deshalb auch dann arbeiten, wenn keine Netzwerkverbindungen möglich sind.
Es gibt damit drei Möglichkeiten, wo sich Daten ablegen lassen: zentral auf dem Heim- oder Büroserver, lokal auf dem Server des MBC und mobil auf dem jeweiligen Einzelgerät. Damit tritt im MBC ein Problem verschärft auf, das jeder hat, der mobil arbeitet: Wie lässt sich sicherstellen, dass jederzeit die aktuelle Version eines Dokuments zur Verfügung steht, und wie lässt sich verhindern, dass neuere Daten versehentlich durch ältere Versionen ersetzt werden?
An sich ist das Problem der Datensynchronisation fast so alt wie die Computerei selbst. Bis vor kurzem erfolgte die Synchronisation meistens mit Hilfe des «Turnschuh- Netzwerks»: Also mit Diskette und Wechselplatte. Der Benutzer kopiert dabei von Hand die neuen Daten, die er auf dem Notebook erstellt hat, auf eine Diskette, einen USBStick oder eine Wechselplatte und füttert sie auf dem Hauptrechner wieder ein.
Solange es sich dabei um ein, zwei Texte handelt, ist gegen diese Methode nichts einzuwenden. Sobald es um umfangreichere Arbeiten an vielen Dateien geht oder gar um Anpassungen an Datensätzen in einer Datenbank, funktioniert diese Methode nicht mehr richtig. Es ist kaum möglich, so den Überblick über viele Dateien in vielen verschiedenen Verzeichnissen zu behalten und Datensätze in einer Datenbank manuell abzugleichen.
Windows XP hat einige mächtige Synchronisationstechniken bereits an Bord (siehe Tipps), doch diese Techniken sind auf den Austausch von Dateien ausgerichtet, nicht auf den Austausch von Daten. Windows ist also nicht in der Lage, in eine Datenbank oder eine andere Datei hineinzusehen und die veränderten Daten zu aktualisieren.
Ein Problem für sich ist die elektronische Post. Solange Sie E-Mails auf einem Firmenserver bearbeiten, werden alle Informationen immer zentral gespeichert. Sobald Sie aber damit beginnen, E-Mails mobil auf einem Notebook zu bearbeiten, können Sie nicht mehr sicherstellen, dass Sie zum Beispiel auf Ihre Antwort auf eine E-Mail immer Zugriff haben oder dass Ihre Antwort gesichert wird. Ganz abgesehen davon, dass sich daraus auch rechtliche Probleme ergeben können: Weil eine Firma die Pflicht hat, ihre Firmenkorrespondenz aufzubewahren, dürfte das mobile Bearbeiten von E-Mails deshalb in nächster Zeit zu Problemen führen. Die Arbeiten am MBC-Projekt jedenfalls haben einige dieser Schwachpunkte der mobilen Arbeitsweise bereits ans Tageslicht gebracht.