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Vorfall in Michigan.
Wie erst in den letzten Tagen bekannt wurde, hat am 6. Januar der Lehrer Michael Woodberg nach nur neun Arbeitstagen seine Stelle als «Dean of Students» an den Richmond Community Schools in einer ländlichen Region nördlich von Detroit, Michigan, aufgegeben. Woodberg ist jüdischer Herkunft und war auf dem Posten für die Sicherheit und sonstige Sorgen und Belange der Lernenden zuständig. Anlass war eine gravierende Drohung gegen Woodberg, der zuvor in der Region Detroit ein Dutzend Jahre als Sonderschul-Lehrer und Trainer tätig gewesen war. Am 13. Dezember war an einem Schulgebäude ein Zettel mit antisemitischen Beschimpfungen gegen Woodberg und detaillierten Informationen zu ihm und seiner Familie gefunden worden. Das anonyme Schreiben forderte ihn unter Todesdrohungen zur Kündigung auf.
Die Direktion alarmierte daraufhin die Polizei, die Ermittlungen und eine Spurensuche an Schulgebäuden aufnahm. Nach den Feiertagen beschloss der Direktor zunächst eine einwöchige Schliessung der Anstalt. Als Anlass gab er Lehrermangel an, informierte Eltern jedoch erst am 8. Januar über die Kündigung von Woodberg. Am gleichen Tag wurde via anonymer Email eine andere Lehrkraft bedroht (Link).
Wenig später kam es zu einer dritten Todesdrohung gegen einen Schüler.
Die anhin nicht aufgeklärten Vorfälle werden auch deshalb sehr ernst in der Region genommen, weil vor zwei Jahren ein Schüler an der Oxford High School 50 Kilometer von Richmond entfernt mit einer Waffe aus dem Elternhaus vier Klassenkameraden erschossen und sieben verletzt hat.
Am Dienstag in einer Woche wollen die nahegelegene Congregation Beth Ahm und die ADL eine Gemeindeversammlung zu Antisemitismus abhalten (Link).