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Bei einem Treffen mit Unternehmervertretern in Paris von vergangener Woche zeigte sich Macron kämpferisch und betonte, dass die französische Regierung an den Plänen, die Anwendung des umstrittenen Wirkstoffs innerhalb von drei Jahren weitestgehend zu beenden, festhalten werde.
„Ich gebe keinen Kampf verloren“, so das französische Staatsoberhaupt. Er stellte zudem eine staatliche Plattform in Aussicht, um die Verbreitung von glyphosatfreien Wirtschaftsweisen zu fördern und dem Engagement gegen den Wirkstoff sowie den Landwirten, die auf Glyphosat verzichteten, mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Ihm lägen Einschätzungen vor, nach denen innerhalb von zwei Jahren die Technologie zur Abkehr von dem Totalherbizid vorliegen könnte.
Bereits Ende September rief die französische Nationalversammlung einen Ausschuss ins Leben, der die Umsetzung von Macrons Ausstiegsversprechen überwachen und begleiten soll. Das Gremium setzt sich aus Mitgliedern der Ausschüsse für Wirtschaft, nachhaltige Entwicklung und soziale Angelegenheiten zusammen und steht unter der Leitung des republikanischen Abgeordneten Julien Dive. Erklärte Absicht ist es, die Landwirte bei der Umstellung zu unterstützen, technische Engpässe zu identifizieren und so nah wie möglich mit denAkteuren vor Ort zusammenzuarbeiten.
Nach der Wiederzulassung des Wirkstoffes durch Brüssel im vergangenen November hatte Macron angekündigt, Glyphosat nach spätestens drei Jahren verbieten zu wollen und diesen Plan wiederholt bekräftigt. Insbesondere nachdem der Glyphosatausstieg jedoch nicht Teil des kürzlich verabschiedeten Gesetzes zur Stärkung der Bauern war, wurden wiederholt Zweifel an den Absichten der französischen Regierung geäussert.