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Am Mittwoch, 25. August 2010, fand in Basel im Rahmen des Raid Suisse-Paris wieder ein Concours d'Élégance statt.
Bericht von Niggi Bastian
Ein Blick zum Bürofenster hinaus zeigt mir, dass der diesjährige Concours d'Elegance wieder einmal vom Wettergott begünstigt wird; blauer Himmel mit ein paar Wolken und angenehme Temperaturen.
Als ich um 16.00 Uhr beim Treffpunkt ankomme, sind die "berittenen Teilnehmer" schon bei der Messehalle, um die einzelnen Gruppen von ca. 10 - 12 Fahrzeugen vom "minderen Basel" in die Steinenvorstadt zu begleiten. Die restlichen Helfer bekommen ihre Standorte mitgeteilt, eine Leuchtweste und - wenn nötig - ein Funkgerät. Ich bekomme wie jedes Jahr ein Funkgerät, damit das OK mich nach der Veranstaltung mit einer Kreuzpeilung wieder findet. Ansonsten habe ich via Funk mit Jens Möckel Verbindung, um den "altertümlichen Verkehrsfluss" zu regeln.
Nachdem Jens die Helfer kurz instruiert hat, werden die Stellungen bezogen. Ich habe dieses Jahr das seltene Glück, eine richtig nette Politesse an meiner Seite zu haben …oder umgekehrt. Nach einer kurzen Absprache miteinander beziehe ich meinen Posten etwas unterhalb vom "Atlantis", Janine (die Politesse) regelt den Verkehr, damit die Gruppen miteinander bis Eingangs "Steinen" fahren können. Dort nimmt sie Jens in Empfang und schickt sie dann einzeln auf den roten Teppich, wo die Fahrzeuge vorgestellt werden.
Meine Aufgabe besteht darin, die Fahrzeuggruppen vor dem "Atlantis"auf der linken Strassenseite anzuhalten, damit ich auf Kommando von Jens die Fahrzeuge kompakt in die "Steinen" schicken kann. Dort wird nämlich einen Tag vor dem "Raid Basel - Paris" an einem Concours d' Élégance, gesponsert von der Bank ‚Clariden Leu' ein Teil der Wagen vorgestellt, prämiert und anderntags zusammen mit den übrigen auf die Reise nach Paris geschickt.
Dieses Jahr habe ich Glück, kein Auto steht in der Haltezone und blockiert die "Auffangzone". So warte ich gespannt auf die ersten Oldtimer.
Kurze Zeit später kommt - angeführt von einer allseits bekannten Dame auf einer roten Honda Transalp - das erste "Päckli". Verwundert stelle ich fest, dass dieses Jahr die erste Gruppe einen Showblock darstellt mit Velos, alten Hochrädern und sogar betagten Holzvelos, die noch gar keine Pedale haben……und auch keine Bremsen. Da es vor dem "Atlantis" ziemlich bergab geht, haben gewisse - stilecht gekleidete Herren - unten am Klosterberg ziemlich heisse Sohlen.
Die nächste Gruppe muss ich schon aufhalten, weil der berühmt-berüchtigte Speaker in der Steinen wieder mal traditionell jedes Gefährt etwas zu ausführlich vorstellt. Toll für die Teilnehmer, schlecht für Jens und mich. So kommt es, dass zeitweise zwei Gruppen auf dem linken wie rechten Trottoir vor dem "Atlantis" sich ein Stelldichein geben. Die Fahrer und auch Fahrerinnen kennen aber "s'Probleeem vo dr Staine" und nutzen die Zeit, sich etwas mit den anderen Teilnehmern zu unterhalten oder die anderen Oldtimer anzuschauen. Ich habe dadurch ein klein wenig Zeit, einige Fotos zu schiessen, wobei ich bemerke, dass dieses Jahr der Klosterberg der Geheimtipp für Fotografen zu sein scheint - das Trottoir ist voll von Leuten mit Kameras.
Catherine wird währenddessen von einem Teilnehmer mit dem TCS Pannendienst verwechselt und bittet sie, doch schnell die abgesoffene Batterie zu reparieren. Der eigens dafür organisierte Pannendienst nimmt sich dann aber dem Problem fachmännisch an, so dass Catherine Ihren Dienst wieder aufnehmen kann und Jens ein Durcheinander in der Reihenfolge bekommt. Sein "Superburschi vor dem Atlantis" kann dann das Durcheinander etwas regeln, aber die Liste mit der Reihenfolge der Autos ist trotzdem etwas durcheinander. Flexibilität ist eine grosse Vorraussetzung, um an diesem Anlass Spass und Erfolg zu haben. Aber dieses Jahr werden mithilfe aller Beteiligten allfällige Probleme im Handumdrehen gelöst - der Tag ist auch zu schön, um sich zu ärgern. Ein Pärchen, das in einem goldenen Mercedes-Benz vorfährt, verteilt kleine Leckerli, da die Beiden just an diesem Tag ihre goldene Hochzeit feiern - so toll. Stilecht gekleidet sieht man viel stolze Oldtimerbesitzer miteinander diskutieren und der Eine oder Andere nutzt die kurze (oder längere Pause….) dazu, nochmals das Auto zu polieren oder noch schnell den Hut oder den Anzug zu richten. So habe ich auch dieses Jahr - bis auf zwei Schrecksekunden - meine helle Freude an den Autos und ihren Besitzern.
Nach gut zwei Stunden kann ich nach getaner Arbeit meinen Posten verlassen, das Funkgerät bei Jens abgeben und mich von allen verabschieden. Da ich Kinderdienst habe, kann ich leider nicht noch beim offerierten Pizzaessen teilnehmen. Ich bin aber sicher, dass ich nächstes Jahr wieder dabeisein werde, wenn die Oldtimer durch Basel rollen.