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Die Erwerbstätigenquote bei den 15- bis 64-Jährigen ist in der Schweiz im Jahr 2020 bei 79,9%. Dies ist eine leichte Trendwende gengenüber der Zunahme in den Vorjahren: Von 2010 bis 2019 ist die Erwerbstätigenquote von 77,3% auf 80,5% angestiegen.
Die Frauen sind hauptverantwortlich für den Anstieg der Erwerbstätigkeit. Im Jahr 2010 lag ihre Quote bei 71,3%, im Jahr 2020 bei 75,9%. Bei den Männern ist der Verlauf relativ konstant – die Quote im Jahr 2020 liegt bei 83,9%. Frauen mit Kindern zwischen 7 und 14 Jahren arbeiten im Jahr 2020 zu 79,9% und damit deutlich häufiger als Frauen mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren (74,7%). Hingegen arbeiten 93,9% der Männer mit mindestens einem Kind unter 15 Jahren, unabhängig vom Alter des Kindes.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Eine Erwerbstätigkeit kann neben dem Generieren eines Einkommens unter anderem sinnstiftend wirken, das soziale Netz vergrössern und Ansehen mit sich bringen. Mit diesen Wirkungen sind positive gesundheitliche Zusammenhänge belegt. Andererseits kann Arbeit über körperliche und psychische Belastungen oder auch Unfälle die Gesundheit beeinträchtigen. In umgekehrter Richtung betrachtet ist eine genügende Gesundheit Voraussetzung für eine Erwerbstätigkeit.
Eine Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen in einer Bevölkerung kann, falls gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen gegeben sind, ein positives Zeichen für die Entwicklung der öffentlichen Gesundheit eines Landes darstellen.
Definition
Dieser Indikator zeigt die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen. Die Erwerbstätigenquote ist definiert als Anteil der Erwerbstätigen an der ständigen Wohnbevölkerung im selben Alter.
Erwerbstätige: Als Erwerbstätige gelten Personen im Alter von mindestens 15 Jahren, die während der Referenzwoche
- mindestens eine Stunde gegen Entlöhnung gearbeitet haben
- oder trotz zeitweiliger Abwesenheit von ihrem Arbeitsplatz (wegen Krankheit, Ferien, Mutterschaftsurlaub, Militärdienst usw.) weiterhin eine Arbeitsstelle als Selbständigerwerbende oder Arbeitnehmende hatten,
- oder unentgeltlich im Familienbetrieb mitgearbeitet haben.
Die Gesamtbevölkerung beinhaltet zudem die Erwerbslosen gemäss International Labour Organization (ILO) und die Nichterwerbspersonen. Erwerbslose gemäss ILO sind wie folgt definiert:
- in der Referenzwoche nicht erwerbstätig und
- in den vier vorangeganenen Wochen aktiv eine Arbeit gesucht und
- für die Aufnahme einer Tätikeit verfügbar.
Als Nichterwerbspersonen gelten Personen, die weder erwerbstätig noch erwerbslos gemäss ILO sind (z.b. Hausfrauen und Hausmänner, Rentnerinnen und Rentner etc.).
Die Daten stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) des Bundesamtes für Statistik, einer Befragung der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren anhand einer Stichprobe von über 120‘000 Personen. Die Daten der SAKE werden quartalsweise erhoben (kontinuierliche Erhebung). Ab 2018 werden Personen ab 90 Jahren nicht mehr befragt. Sie werden dennoch in der Stichprobe aufgeführt und werden allesamt als Nichterwerbspersonen betrachtet.
Die Referenzbevölkerung (Bevölkerung von 15 bis 64 Jahren) wird anhand der Strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik geschätzt.
Quellen
- Bundesamt für Statistik (BFS): Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)
- Bundesamt für Statistik (BFS): Strukturerhebung
Referenzen
- Bundesamt für Statistik (BFS): Definitionen zu Arbeit und Erwerb
Medienauskünfte
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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