Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/74394

<h2>SubmittedText<h2><p>1995 haben die SBB den Bahnhof von Crêt-du-Locle (Linie La-Chaux-de-Fonds-Le-Locle) geschlossen. Nun soll der Betrieb wieder aufgenommen werden; die Kosten für die Wiederinbetriebnahme werden auf 1 520 000 Franken veranschlagt.</p><p>1. Warum sind die Kosten für die Arbeiten so hoch, wenn sie von den SBB ausgeführt werden?</p><p>2. Gab es eine öffentliche Ausschreibung für diese Arbeiten?</p><p>3. Könnten sich die SBB als Verantwortliche für die Schliessung des Bahnhofes im Jahr 1995 nicht mit einem höheren Betrag an den Kosten für die Wiedereröffnung beteiligen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die ausgewiesenen Kosten entsprechen den Investitionen für vergleichbare Anlagen auf dem SBB-Netz. Die Anlage wird behindertengerecht und unter Betrieb erstellt, was gewisse Mehraufwendungen nach sich zieht.</p><p>2. Die SBB haben die eisenbahntechnischen Arbeiten selbst vorgenommen. Die übrigen Arbeiten wurden aufgrund einer ordnungsgemässen Ausschreibung an Drittfirmen vergeben.</p><p>3. Die Schliessung der Haltestelle Crêt-du-Locle erfolgte 1995 im Hinblick auf die Einführung eines von den Behörden bestellten Bahn- und Buskonzeptes zwischen den beiden Städten La Chaux-de-Fonds und Le Locle. Die Nachfrage in Crêt-du-Locle war zu diesem Zeitpunkt mit weniger als vierzig Personen pro Tag sehr gering. Im Rahmen des kantonalen Projektes Run/Transrun sind im Perimeter der Haltestelle Entwicklungszonen vorgesehen. Der Kanton hat daher die Wiedereröffnung der Haltestelle gewünscht.</p><p>Die SBB wenden für die Bestimmung des Kostenteilers auf dem ganzen Netz einheitliche, nicht diskriminierende Regeln an, welche sich an objektiven Kriterien orientieren. Im konkreten Fall haben die SBB 20 Prozent der Kosten übernommen.</p>