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Das CEA mit seinen rund 16'000 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von fast FF 18 Mrd. ist neben der zivilen Forschung und Entwicklung auch für das militärische Nuklearprogramm Frankreichs zuständig. Dessen Anteil hat auch 1998 leicht abgenommen und wird 1999 weiter sinken, so dass er noch rund 30% des Personals und 38% der Mittel beansprucht. Etwas gewachsen sind dafür die Investitionen und der Umsatz auf den nichtnuklearen Forschungsgebieten, der Elektronik, Informatik und Biotechnologie. Stabil blieb dem gegenüber der Anteil der nuklearen Forschung und Entwicklung einschliesslich Strahlenanwendung und -wirkung. Mit Aufwendungen von FF 1,9 Mrd. den grössten Raum nimmt nach wie vor die Reaktorentwicklung ein. Dazu gehören die Beiträge an die französische und internationale Fusionsforschung, die Weiterentwicklung der Druckwasserreaktoren, des Uran- und Mischoxidbrennstoffs für diese Reaktoren sowie zu einem Fünftel die Erneuerung und der Weiterbetrieb des Schnellen Reaktors Phénix. Dieser ist entsprechend dem Gesetz vom 30. Dezember 1991 ein unverzichtbarer Bestandteil des Programms zur Behandlung der langlebigen Abfälle durch Transmutation und Spaltung. Das Phénix-Programm wird auch 1999 erhebliche Mittel beanspruchen. Gut FF 1,6 Mrd. wurden 1998 für Brennstoffkreislauf-Projekte aufgewendet, davon rund die Hälfte für Abfallfragen und etwas mehr als ein Viertel die Entwicklung der Urananreicherung mit Lasern. Für die Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der nuklearen Sicherheit wendete das CEA FF 1,2 Mrd. auf, davon die Hälfte für Projekte im Zusammenhang mit der Druckwasserreaktor-Technologie.
Beim CEA gebündelt sind auch die Staatsbeteiligung an der Nuklearindustrie, der Elektronik und der Biomedizin. Seit einigen Jahren sind sie in der Gruppe CEA Industrie zusammengefasst und es wird dafür separat eine konsolidierte Rechnung vorgelegt. Die Beteiligungen umfassen rund 60 Firmen mit zusammen gut 50'000 Mitarbeitern und 1998 einem Umsatz von FF 51 Mrd. Das sind rund 4% weniger als 1997. Die weitaus wichtigsten Beteiligungen sind die Cogema mit Eurodif und anderen Kernbrennstofffirmen, die Framatome sowie die Technicatome. Zwei Drittel des Umsatzes wurden im nuklearen Brennstoffkreislauf erzielt.
Quelle
P.B. nach Rapport annuel 1998 von CEA und CEA-Industrie