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Weiterer Verlauf
Der Hund ist in akuter Lebensgefahr (Ersticken). Es wird sofort Sauerstoff verabreicht, und eine leichte Sedation wird gesetzt. Dadurch atmet der Hund ruhiger; eine Sonde kann über das linke Nasenloch via die Nasenpassage und den Kehlkopf in die Luftröhre gelegt und dem Tier so kontinuierlich Sauerstoff zugeführt werden. Ein schnellwirkendes Cortison wird injiziert, und der Hund wird kalt abgeduscht und in den Luftstrom eines Ventilators gelegt. Eine intravenöse Infusion zur Schockbekämpfung wird appliziert. Eine Untersuchung der Rachenregion zeigt, dass die Kehlkopfbewegung (insbesondere die Öffnung der Stimmritze beim Einatmen) stark vermindert ist. Eine Kehlkopflähmung (Larynxparese) wird diagnostiziert.
Im Verlauf der nächsten Stunden sinkt die Körpertemperatur auf normale Werte. Nach Sauerstoffapplikation steigt die Sauerstoffsättigung des Blutes rasch wieder auf normale Werte. Währenddem der Hund langsam aufwacht, wird die Sauerstoffzufuhr versuchsweise unterbrochen. Nachdem der Hund auch ohne Sauerstoff wieder eine normale Atmung zeigt, wird die Sauerstoffsonde entfernt und der Hund mit einem Beruhigungsmittel nach Hause entlassen, wo er an einem kühlen Ort gehalten wird. Am nächsten Morgen hat sich die Situation beruhigt, der Hund atmet wieder normal und zeigt Appetit.