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1864: Die Laborkamera von Dubroni
Die Idee, das belichtete Bild gleich im Inneren der Kamera zu bearbeiten, kam sehr schnell auf: Bereits 1839 stellte sich Talbot eine derartige Vorrichtung vor. Am 21. Dezember 1864 meldet Jules Bourdin in England ein Patent an, für einen Apparat, den er «Taschenfotograf» Dubroni (ein Anagramm seines Familiennamens) nennt, der in verschiedenen Grössen und Modellen hergestellt wurde.
Wir befinden uns in der Zeit der Kollodiumplatten, die kurz vor der Aufnahme befeuchtet und sofort danach entwickelt werden mussten. Im Kameragehäuse befindet sich eine mit offener Rückwand Flasche: Anstelle der Mattglasscheibe wird eine Glasplatte eingesetzt. Mit einer Pipette füllt man in eine Öffnung oben am Gehäuse die Lösung, die die Platte lichtempfindlich macht, und neigt den Apparat, damit sie sich gut verteilen kann. Nach einer Belichtung von wenigen Sekunden – die Kamera auf dem Stativ und mit Auslöser – geht man sogleich zur Entwicklung über. Diese kann durch ein gelbes Glas auf der Rückseite kontrolliert werden, das durch eine Klappe geschützt ist.
Das Modell Nr. 2 gehört zu einem Köfferchen, das Fläschchen der Marke Dubroni enthält, das heisst sämtliche Produkte, die für die Behandlung der Platten notwendig sind, sowie verschiedenes Zubehör und Papier für die Abzüge, nicht zu vergessen die Bedienungsanleitung!
Illustration:
Dubroni, der « Taschenfotograf » Nr.2 mit seinem Köfferchen und verschiedenen Zubehör-Teilen