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Vaduz (ots/ikr) - Die Liechtensteinische Schülerstudie 2012 zu Alkohol und anderen Drogen bildet den Suchtmittelkonsum junger Liechtensteiner ab. An der Gesamterhebung haben insgesamt 368 Jugendliche des Jahrgangs 1995 mit Wohnsitz in Liechtenstein teilgenommen. Dies entspricht 82 % aller zu dem Zeitpunkt der Befragung 15-16-jährigen Jugendlichen in Liechtenstein. Mit der vorliegenden Schülerstudie wurde zudem die Suchtpräventionskampagne "DU sescht wia!", welche von 2006 bis Ende des Jahres 2009 durchgeführt wurde, evaluiert. Ausserdem nahm Liechtenstein zum ersten Mal an der europaweiten ESPAD-Untersuchung (The European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs) teil, was nun einen Vergleich Liechtensteins mit anderen europäischen Ländern ermöglicht.
Eine Gegenüberstellung der Erhebungszeiträume der Jahre 2005 und 2011 zeigt eine mehrheitlich positive Entwicklung auf. Der regelmässige Gebrauch von Alkohol der 15- bzw. 16-jährigen Jugendlichen hat erheblich abgenommen. Die Gruppe derjenigen Jugendlichen, welche gänzlich auf Alkohol verzichten bzw. welche nur zu seltenen Gelegenheiten alkoholische Getränke zu sich nehmen, hat demgegenüber beträchtlich zugenommen. Auch Rauschtrinken scheint unter liechtensteinischen Jugendlichen im Vergleich zum Jahr 2005 weniger oft praktiziert zu werden. So ist die Anzahl jener Jugendlichen, welche regelmässig bis zum Rausch trinken, stark gesunken. Auch gaben nur noch halb so viele Jugendliche wie im Jahr 2005 an, während der letzten 30 Tage betrunken gewesen zu sein. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Zigarettenkonsum. Der experimentelle Konsum von Zigaretten ist zwar geringfügig angestiegen, jedoch rauchen neuerdings beträchtlich weniger Jugendliche täglich. Auch der Anteil der Starkraucher ist massiv gesunken. So rauchen verglichen mit dem Jahr 2005 nur noch halb so viele Jugendliche zwischen 11 und 20 Zigaretten pro Tag und sogar fünf Mal weniger Jugendliche gaben neuerdings an, mehr als 20 Zigaretten täglich zu rauchen. Nur der Konsum illegaler Drogen ist weniger erfreulich. Zwar weist nur noch jeder fünfte Jugendliche Erfahrungen mit Cannabis auf und der regelmässige Cannabiskonsum der 15- bzw. 16-Jährigen hat sich seit 2005 nahezu halbiert, gleichwohl hat sich der Konsum anderer illegaler Drogen als Cannabis beinahe bei allen Substanzen verdoppelt.
Die Aktivitäten während der Suchtpräventionskampagne "DU sescht wia!" hatten eine Abnahme des Konsums legaler Substanzen, also Alkohol und Nikotin bzw. Benzodiazepine zum Ziel. Sowohl bei Alkohol und Zigaretten als auch bei der Verschreibung von Medikamenten durch Ärzte können nun, zwei Jahre nach Beendigung der Kampagne, deutlich positive Entwicklungen festgestellt werden. Da diese Erfolge zumindest teilweise auf die Durchführung der Suchtpräventionskampagne "Du sescht wia!" zurückzuführen sind, zeigt dies die Notwendigkeit eines weiteren Ausbaus bzw. einer Weiterführung begonnener, auf einen längeren Zeitraum ausgelegter präventiver Massnahmen.
Die gesamte Studie finden Sie auf www.asd.llv.li
Kontakt:
Ressort Gesundheit
Stefan Rüdisser
T +423 236 63 28