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Geschlechtergerechtigkeit in der Musikbranche wird zunehmend thematisiert. Eine MaLisa-Recherche untersuchte die Geschlechterverteilung bei deutschen Musikpreisen. Für die Recherche wurden fünf deutsche Musikpreise nach der Geschlechterverteilung der PreisträgerInnen anhand der Namen der MusikerInnen untersucht. Bei den fünf ausgewerteten deutschen Pop-Musikpreisen sind Frauen und nicht-binäre Personen deutlich unterrepräsentiert. Dies gilt sowohl für die Gewinner*innen aller fünf Pop-Musikpreise als auch für die Sonderauswertungen der Nominierten, UrheberInnen und Jurymitglieder.
Musikerinnen werden deutlich seltener mit Preisen ausgezeichnet als ihre männlichen Mitstreiter: Bei den GewinnerInnen für den Zeitraum 2016–2019 zeigt sich insgesamt ein deutlicher Männerüberhang von 83 Prozent. Im zeitlichen Verlauf 2016–2019 zeichnet sich keine nachhaltige Veränderung ab: Über alle Musikpreise hinweg bleibt das Verhältnis von weiblichen zu männlichen PreisträgeInnen in diesem Zeitraum bei etwa 1:5.