Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03618.jsonl.gz/2144

Blondeau entwickelte auch dreidimensionale, topologische Musik-Landkarten, um Gemeinsamkeiten von musikalischen Zellen zu veranschaulichen: «espaces compositionelles», und xier bewegt sich während des Komponierens quasi als Flaneur durch diese Kompositionsräume.
Philosophische und kulturtheoretische Texte sind Inspirationsquellen für die meisten von Blondeaus Werken: Walter Benjamin, Michel Foucault, Aby Warburg oder die Farbenlehre von J. W. Goethe, sie sind Teil des gedanklichen Hintergrunds dieser Stücke. Diese sind regelmässig an den renommiertesten Festivals für neue Musik zu hören.
Ebenso interessieren den 34-Jährigen Blondeau Zwischenräume: Die «Musique mixte» etwa ist xiese Spezialität. Mit Musik, gemischt aus instrumentalen und elektronischen Klängen erkundet Blondeau hybride Klangräume, oder reflektiert in einem der jüngsten Werke, dem Musiktheater «They», Räume für das neutrale Geschlecht.