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Die Schweizerische Studiengesellschaft für Motorbetriebsstoffe (SSM) besteht seit dem Jahr 1929.
Ihre Mitglieder stammen hauptsächlich aus Kreisen der Automobilverbände, der Mineralölbranche, der Motoren- und Fahrzeugwerke, des Autogewerbes, des Transportgewerbes, Verkehrsbetrieben, der Schweizer Armee, der Post, der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) und der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA).
Gegründet unter dem Eindruck einer möglichen Verknappung an flüssigen Treibstoffen, befasste sich die SSM anfänglich, besonders aber während des Zweiten Weltkriegs, intensiv mit Fragen der Ersatzbetriebsstoffe für Motorfahrzeuge. Neben den auf Holz und Holzkohle basierenden festen Treibstoffen untersuchte sie noch Acetylen und eine Reihe flüssiger Ersatztreibstoffe.
In der Nachkriegszeit wurden unter anderem Arbeiten durchgeführt über Benzinsparmittel, die Lagerstabilität von Treibstoffen, Dampfblasenbildung, Klopffestigkeit, das Kälteverhalten von Dieseltreibstoffen und Mehrbereichs-Motorenölen. Schliesslich sind Arbeiten allgemein physikalisch-chemischer und motortechnischer Natur zu nennen.
Heute steht die SSM - wie damals zur Gründerzeit - wiederum vor wichtigen Aufgaben. Es geht nicht nur um eine möglichst sparsame Verwendung unserer Vorräte, sondern auch um die Frage, welche Energieträger für welche Zwecke zu verwenden sind, und gleichzeitig auch um die Suche nach Alternativtreibstoffen für motorische Zwecke. Dabei sind auch die Bedürfnisse des Umweltschutzes und die Auswirkungen einer Energieverknappung zu berücksichtigen.
Natürlich will und kann die SSM nicht mit ausländischen Mineralölgesellschaften konkurrieren. Es darf jedoch gesagt werden, dass die auf schweizerische klimatische und topographische Verhältnisse ausgerichteten Arbeiten der SSM auch von dieser Seite aufmerksame Beachtung und erfreulicherweise Anerkennung finden.
Damit die SSM ihre Aufgabe auch in Zukunft erfüllen kann, ist sie auf eine noch breitere Unterstützung angewiesen. Falls Sie noch nicht Mitglied der SSM sein sollten, würden wir uns sehr freuen, wenn auch Sie sich zu einem Beitritt entschliessen könnten.