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Christoph Karl Jakob Freiherr Kress von Kressenstein (1781-1856)
Aquarellierte Lithografie von Josef Kriehuber um ca. 1850. Kriehuber war der bedeutendste Porträtist des österreichischen Biedermeier und ein Pionier des Lithografierens. Seine Auftraggeber stammten vor allem aus hochadeligen Kreisen und aus dem Kaiserhaus. 1860 hat Kriehuber als erster Künstler überhaupt den Franz-Josef-Orden erhalten. Der Grossteil von Josef Kriehubers lithografischem Nachlass ist heute im Besitz der Wiener Albertina und der Österreichischen Nationalbibliothek.
Die Abbildung zeigt den adeligen Militär Kress als General der Kavallerie in dekorierter Uniform. Kress entstammt einer seit dem 13. Jahrhundert geadelten Familie. Bereits mit 16 Jahren trat er in die Armee ein und fiel durch vorbildliches Verhalten auf. Er steig in der Rangordnung schnell auf, nahm an fast allen Feldzügen teil und machte sich insbesondere in der Schlacht bei Wagram verdient. 1811 zum Major ernannt, war er in unterschiedlichen Bereichen der Armee verantwortlich. Ab 1837 war er Feldmarschallleutnant und Divisionär. Bei Beginn der Revolution 1848 war Kress Festungskommandant in Ofen, konnte jedoch seine Funktion nicht wahr nehmen, da er zu dem Zeitpunkt in Wien war, um seine Schwerhörigkeit zu behandeln. Im Folgejahr wurde
Kress Generalinspektor bei der Zentral-Equitation in Salzburg, ehe er in Pension ging – hochdekoriert und mit mehreren Militärauszeichnungen bedacht.
Die aufwendig handkolorierte Lithografie ist beim bekannten Wiener Verlag von Leopold Theodor Neumann erschienen und im Druck mit der Signatur Josef Kriehubers sowie derjenigen des Abgebildeten versehen. Mittig unten im Papier der Prägestempel des Verlages L.T. Neumann.
Der Zustand des in einem Passepartout hinter Glas gerahmten Blattes ist physisch sehr gut. Es sind leichte, helle Stockflecken auszumachen.
Lichtmasse: 43x30cm
Masse Total: 55x43cm
CHF 190.00Preis