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Einreiseverbot für ausländische Touristen nach Tibet
Danach soll die Ausstellung der Genehmigung zum Besuch der Provinz am südwestlichen Rand Chinas mindestens bis Ende August ausgesetzt werden.
Wer als Tourist aus dem Westen den Urlaub in China verbringt, braucht ein Visum. Für eine Reise in die tibetische Gebirgsregion ist dieses aber nicht ausreichend, denn hierfür muss eine gesonderte behördliche Genehmigung ausgestellt werden. Auch die Bewegungsfreiheit wird von den Machthabern in Peking eingeschränkt, denn der Aufenthalt in der Provinz darf nur in Begleitung eines von den Behörden ausgesuchten Reiseleiters erfolgen.
Die Grenzregionen waren schon immer die Achillesferse des riesigen Reiches der Mitte. Die nur schwer zugängliche Provinz Tibet wurde 1951 durch den Einsatz von Militärkräften okkupiert. Die Tibetaner leisteten den chinesischen Eindringlingen erbitterten, aber vergeblichen Widerstand. Über 90.000 Menschen starben bei der gewaltsamen Besetzung. Das geistige Oberhaupt der tibetischen Bevölkerung, der Dalai Lama, floh nach der chinesischen Übernahme nach Indien.
Die letzten großen Unruhen gab es hier im März 2008. Die Großmacht China reagierte darauf sehr scharf und schlug die Proteste blutig nieder. In der Folge war die Provinz über ein Jahr für Reisen ausländischer Touristen nicht zugänglich.
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