Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03105.jsonl.gz/427

Diese Bilder wurden 2022 in der Schweiz in einem Standardbetrieb aufgenommen, der sich der Produktion von Mastferkeln widmet und mit der Bezeichnung BTS/RAUS als “besonders tierfreundlich“ zertifiziert ist.
Künstlich besamt, zu wiederholten Geburten verurteilt, bringen die Sauen in knapp 4 Lebensjahren manchmal mehr als 100 Junge zur Welt. Ferkel werden auf schmutzigem Beton und Metall geboren. Viele von ihnen sterben noch als Babies, und die, welche diese Hölle überleben, werden nach 6 Monaten Eingesperrtsein in den Schlachthof geschickt.
In der Schweiz erleiden jedes Jahr gegen 100.000 Sauen und mehr als 2 Millionen Ferkel das Leben, das unsere Bilder aufdecken.
Direkt am Körper nummeriert, gezwungen, Ferkel für die Mast zu gebären, werden die Sauen wie Produktionsmaschinen behandelt. Ein nicht kastrierter Eber wird benutzt, um eine Brunst vor der künstlichen Besamung zu erkennen. Die Jungen werden kastriert , um den Geschmack ihres Fleisches zu schützen.
Erschöpft nach durchschnittlich 5 Besamungs-, Trächtigkeits- und Geburtszyklen und 29 Jungen pro Jahr werden die Sauen im Alter von 3 Jahren zum Schlachthof geschickt. Die Ferkel verbringen 4 Wochen bei ihrer Mutter, werden dann 6 Monate lang gemästet und danach geschlachtet. Viele sterben kurz nach der Geburt, ihre Leichen werden in Müllcontainern aufgestapelt und als prozentualer Verlust angerechnet. Ein Schwein könnte fast 15 Jahre alt werden.
Das ganze Leben dieser Tiere spielt sich in einem geschlossenen Raum ab, auf einem mit Exkrementen bedeckten Betonboden, in einem permanenten Lärm und Gestank. Die Sauen verbringen über 3 Jahre mehr als 200 Tage im Käfig , ohne sich umdrehen zu können. Krankheiten, Mangelerscheinungen und Infektionen aufgrund dieser Umgebung werden durch Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente und Antibiotika gelindert.
Die Fleischindustrie ist ein organisiertes und vollständig durchgedachtes System zur Ausbeutung, Einsperrung und Tötung. Von der Architektur bis zum Material wird nichts dem Zufall überlassen. Käfige, Katheter, Wärmelampen, Zahnfeilen, Kastrationshaltevorrichtungen, Leichenwagen, alles Zubehör, vorgesehen, um das Tierleben zu ordnen und rentabel zu machen.
Lahmheit, Verletzungen und Krankheiten sind häufig und bleiben oft unbehandelt. Einige Ferkel liegen sterbend vor ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Die Sauen zeigen Anzeichen von Stress und Langeweile, seelisches Leiden, verursacht durch die lebenslange Gefangenschaft.
Helft uns, die Realität der Intensivlandwirtschaft in der Schweiz bekannt zu machen
Stimmen Sie am 25. September mit JA zum Verbot der Massentierhaltung.
Über die Abstimmung hinaus gibt es tausend Möglichkeiten zu handeln. Die Tierausbeutung ist politisch: setzen Sie sich ein für ihren Abbau.