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Verein Bürger für Bürger 15.05.2010 12:36

Nationalrat Andreas Gross kritisiert, dass zahlreiche EU-Mitgliedsstaaten und Staaten des Europarates die völlige Gleichstellung
von heterosexuellen und homosexuellen Europäern trotz bereits verabschiedeter EU-Richtlinien nicht durchgesetzt hätten. In den Staaten des Europarates, die nicht in der EU sind, sei die Situation noch prekärer. So würden die Krankenkassen einiger Staaten Transsexuellen die medizinischen Massnahmen zur Anpassung von primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen nicht bezahlen. Passbehörden und Meldeämter würden sich weigern, die geschlechtliche Identität auch formal in Pässen und Dokumenten zu ändern und anzuerkennen.
Was halten Sie davon, dass sich Gross nun im Europarat für Schwule, Lesben und Transsexuelle stark macht?
Was halten Sie davon, dass unsere Behörden uns über diese Aktivitäten von Nationalrat Andreas Gross nicht orientieren?
Warum erfahren wir Schweizer Bürger nichts davon, dass Gross in seinem Bericht ›Discrimination on the basis of sexual orientation and gender identity‹ die parlamentarische Versammlung des EU-Rates auffordert, einer Resolution zuzustimmen, welche an alle Mitgliedsstaaten des Europarates appelliert, die Grundrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen (LGBT) sicherzustellen und zu fördern; besonders die Meinungsfreiheit, das Recht auf Zusammenschluss und Versammlungsfreiheit, das Recht auf Leben und Sicherheit und das Verbot jeglicher Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen. Gross wünscht, dass diese Grundrechte in Einklang mit den internationalen Standards in allen Staaten des Europarates gesichert und gefördert werden. Ferner ruft er auch dazu auf, die Ehe unabhängig von der jeweiligen sexuellen Orientierung oder sexuellen Identität für alle Menschen zu öffnen und verheirateten/verpartnerten homosexuellen Menschen die gleichen Rechte und Pflichten bei Aufenthaltserlaubnis und Adoptionsrecht zu geben, wie den heterosexuellen Eheleuten. Gross fordert das Ende von Diskriminierungen von Transgender im Bereich der medizinischen Versorgung und gesetzlichen Anerkennung sowie eine Unterstützung und Förderung der Forschung und Lehre im Bereich ›Diskriminierung auf Grund von sexueller Orientierung und sexueller Identität‹.
Ihre Meinung interessiert uns!
VEREIN BÜRGER FÜR BÜRGER Postfach 266 8044 Zürich
Dr. Markus Erb, Präsident
<email-pii>
www.freie-meinung.ch
Quelle: Gross,Andreas (2008): Discrimination on the basis of sexual orientation and gender identity
http://assembly.coe.int/Main.asp?link=/Documents/WorkingDocs/Doc09/EDOC12087.htm