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Lage der Mühlen im St. Alban-Tal
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St. Albankirche
Kloster
Vorderer Teich
1 - Hirzlimühle
2 - Spitalmühle
3 - Orismühle
4 - Spittelmüllersmühle
5 - Spisselimühle
6 - Lippismühle
Hirzlimühle
(Vordere Spiegelmühle)
2 Räder, 26.18 PS
Spitalmühle
2 Räder, 26.18 PS
1883 teilweise abgebrannt
Orismühle
(Tabakmühle, Vordere Schleife)
2 Räder, 32.60 PS
1854 abgerissen, Fabrikgebäude 1890 errichtet
Spittelmüllersmühle
(Steinenklostermühle)
32.60 PS, 1883 abgebrannt.
Neubau 1978 abgebrochen.
Spisselimühle
2 Räder, 72.45 PS
1891 abgebrochen
Lippismühle
(Leimermühle)
2 Räder, 72.45 PS
1891 abgebrochen
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07 - Rychmühle
08 - Zunzgermühle
09 - Gallicianmühle
10 - Stegreifmühle
11 - Haus zum Esel
12 - Almosenmühle
13 - Herbergsmühle
14- Rheinmühle
Rychmühle
40 PS (zusammen
mit der Zunzgermühle)
Zunzgermühle
40 PS (zusammen mit der Rychmühle)
1853 abgebrochen
Gallicianmühle
(Klingentalmühle) 23.23 PS
Stegreifmühle, 23.23 PS
1963 abgebrannt.
1980 originalgetreuer
Wiederaufbau
Haus "Zum Esel"
Hintere Schleife
(Almosenmühle)
3 Räder, 36.54 PS
1896 abgebrochen
Herbergsmühle (Hintere
Spiegelmühle)
3 Räder, 36.54 PS
1960 abgebrochen
Rheinmühle (Spiegelmühle)
2 Räder, 96.25 PS
1888 abgebrochen
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Hirzlimühle (Vordere Spiegelmühle), 2 Räder, 26.18 PS
Die Hirzlimühle gehört zu den wenigen Mühlen im St. Albantal, die bis ins 19. Jahrhundert
ausschliesslich als Getreidemühlen genutzt wurden.
Ihren Namen verdankt sie dem Wandbild eines Hirschen, das ein Müller im 17. Jahrhundert
an der südlichen Fassade anbringen liess. 1837 wurde die Hirzlimühle Teil des sogenannten
Brunnwerks St. Alban.
Das Wasser aus zwei ergiebigen Quellen am Hang wurde gefasst und in einem langen Tunnel in den Keller der Hirzlimühle geleitet. Dort befand sich das von einem Wasserrad angetriebene Pumpwerk, mit dem das Quellwasser in ein Reservoir in der St. Alban-Vorstadt gepumpt wurde. Die nach wie vor bestehende Wasserfassung beliefert heute die Klimaanlage des Museums für Gegenwartskunst.
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Spitalmühle, 2 Räder, 26.18 PS, 1883 teilweise abgebrannt
Der Spitalmüller unterstand im Mittelalter einem doppelten Lehensverhältnis:
Einerseits war er Pächter des Spitals in der Freien Strasse,
andererseits musste er dem St. Albankloster einen jährlichen Zins entrichten.
Dieser bestand aus 4 Säcken Korn und einem Schwein. Zudem musste er zur Erntezeit einen Erntearbeiter stellen und das Getreide des Klosters unentgeldlich mahlen.
Die Verpflichtungen dem Kloster gegenüber entfielen mit der Reformation 1529.
Die Getreidemühle blieb aber bis 1822 im Besitz des Spitals.
1884 wurde die durch ein Schadenfeuer stark beschädigte Spitalmühle an die
Papierfabik Stöcklin verkauft.
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Orismühle (Tabakmühle, Vordere Schleife), 2 Räder, 32.60 PS
1854 abgerissen, Fabrikgebäude 1890 errichtet
Wie viele andere Mühlen diente die Orismühle in ihrer Geschichte verschiedenen Zwecken.
Erstmals taucht sie in den Quellen 1366 als Messerschleife auf, bevor sie Rutsch von Oris 1422 zur Kornmühle umwandelte. Später war sie beinahe 300 Jahre lang im Besitz der Safranzunft, welche die Mühle als "Wurtzmühlin" (Gewürzstampfe) nutzte. Mit dem Betrieb beauftragte die Zunft einen Stämpfer, der zwei Gewürzschauern unterstand.
1707 liess die Zunft neben der Stampfe auch eine Walke für die (ebenfalls safranzünftigen) Hosenlismer einrichten. 1770 erfolgte der Verkauf an Ch. Burckhardt, der die Mühle zur Tabakstampfe umbauen liess. Nach 1840 wurde die Orismühle durch diverse Um- und Anbauten erweitert und zu einer Seidenbandfabrik mit 200 Beschäftigten umgewandelt. 1878 wurde das Areal schliesslich von Samuel Stöcklin erworben. Damit wurde die Orismühle zum Stammhaus der Firma Stöcklin & Cie, die als erste im St. Albantal Papier in grossem Massstab maschinell herstellte und damit den Schritt von der handwerklichen zur industriellen Papierfabrikation vollzog. Sie sollte auch die letzte sein: Obschon die Firma sukzessive alle Wasserrechte und Areale am Vorderen Teich erwarb, genügte letztlich der schmale Geländestreifen zwischen dem Steilhang der St. Albanvorstadt und dem Rhein den Ansprüchen nicht mehr. 1955 verlegte die Firma ihren Sitz nach Arlesheim.
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Spittelmüllersmühle (Steinenklostermühle), 32.60 PS, 1883 abgebrannt.
Neubau 1978 abgebrochen.
Mit dem Kauf der Spittelmüllersmühle 1452 war das Spital an der Freien Strasse bis ins 17. Jahrhundert Besitzerin zweier Kornmühlen im St. Albantal.
Auch unter den späteren Besitzern findet sich eine kirchliche Institution:
1679 verkauft der Müller Hans Ulrich Sulger die Mühle "dem Gotthaus Maria Magdalena an der Steinen", also dem Steinenkloster. Dies mag, 130 Jahre nach der Reformation, verblüffen. Tatsächlich waren die Basler Klöster nach der Reformation nicht einfach geschlossen und aufgehoben worden. Den Mönchen und Nonnen wurde nur verboten, Novizinnen und Novizen aufzunehmen. Die Klöster blieben als Rechtskörper bestehen, ihr Gut wurde städtischen Schaffnern unterstellt. Damit stellte der Rat sicher, dass die üppigen Einnahmen aus dem überaus reichen Klosterbesitz im Elsass oder im Schwarzwald auch weiterhin nach Basel flossen.
Bis ins 19. Jahrhundert diente die Steinenklostermühle ausschliesslich als Kornmühle. Erst 1874 erfolgte der Umbau in eine Schreinerei. Die Firma Bodenmüller & Cie liess das Wasserrad durch eine Turbine ersetzen, mit der sie Holzbearbeitungsmaschinen und eine Schleife antrieb.
1934 kam die Mühle samt ihren Wasserrechten in den Besitz der Papierfabrik Stöcklin.
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Spisselimühle, 2 Räder, 72.45 PS, 1891 abgebrochen
Die Mühle verdankt ihren Namen dem Müllergeschlecht der Spisselin, die das Lehen
im 14. Jahrhundert besass. In der Folge kam es zu so vielen Besitzerwechseln wie
bei keiner anderen Mühle im St. Albantal. Der Grund war wohl die Lage unmittelbar
bei der Teichmündung. Offensichtlich beeinträchtigte der Wasserrückstau die Rentabilität.
Auffallend häufig wurden die Besitzer der Spisselimühle "gefröhnt", also betrieben.
Mit den Besitzern wechselte oft auch die Nutzung.
Die Spisselimühle diente abwechselnd als Kornmühle, Hammerschmiede, Schleifwerk oder Papiermühle.
Einer der letzten Besitzer, Gustav Rensch-Miville, richtete 1886 eine Gewürz- und Senfmühle
sowie eine Fleischhackerei ein. Fünf Jahre später liess er die alte Mühle niederlegen
und durch den heutigen neobarocken Bau ersetzen.
Hier richtete die Papierfabrik Stöckli 1912 ihr Direktionsgebäude ein.
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Lippismühle (Leimermühle), 3 Räder, 72.45 PS
1967 abgebrochen
700 Jahre lang wurde in der Mühle an der Teichmündung, die um 1400 einem Henman Leymer, später der Müllerdynastie Lippe gehörte, Getreide gemahlen. Erst nach dem Erwerb durch die Papierfabrik Stöckli 1885 wurde sie neuen Zwecken zugeführt.
Die Wasserräder wurden durch Turbinen und Generatoren zur Stromerzeugung ersetzt. In der Folge erwarb die Firma auch die übrigen Wasserrechte am Vorderen Teich (ausser jenem der Hirzlimühle) und konnte die Anlage 1937 zu einem modernen Kleinkraftwerk ausbauen, das 1,75 Mio kWh erzeugte.
Nach dem Wegzug der Firma Stöcklin 1955 wurde die Anlage vom Elektrizitätswerk Basel (heute IWB) unter dem Namen "KW Mühlenberg" weitergeführt, bis sie 1971 stillgelegt werden musste.
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Rychmühle, 40 PS (zusammen mit der Zunzgermühle)
Die Rychmühle ist heute Teil der Basler Papiermühle. In ihr ist unter anderem der Museumsshop untergebracht. Ihren Namen verdankt sie einem ihrer mittelalterlichen Besitzer, dem adligen Heinrich Rych von Rychenstein.
In der Rychmühle begann 1448 die 500-jährige Geschichte der Papierherstellung im St. Albantal.
Heinrich Halbysen, der seit 1433 vor dem Riehentor im Kleinbasel eine Papiermühle betrieben hatte, verlagerte die Produktion ins St. Albantal, wo die Mühlen von der Stadtmauer geschützt waren. Von da an wurde in der Rychmühle bis 1924 Papier hergestellt, u.a. durch die Papiererfamilien Gallician, Heussler und Thurneysen.
1807 liess der damalige Besitzer, Marcus Heussler, im Süden einen Flügel anbauen, der zum Papiertrocknen diente. Dieser langgestreckte, dreigeschossige Bau gilt als ältestes erhaltenes Basler Industriegebäude. Er beherbergt heute die Münsterbauhütte.
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Zunzgermühle, 40 PS (zusammen mit der Rychmühle)
1853 abgebrochen
Die Wasserrechte der Zunzgermühle gingen um 1530 an die gegenüberliegende Rychmühle über. Seither wurden beide Mühlen gemeinsam betrieben. Ihren Namen verdankt die einstige Getreidemühle dem letzten Müller, Hans von Zunzgen, der die Mühle 1448 an Heinrich Halbysen verkaufte.
Später war die Zunzigermühle über zweihundert Jahre lang im Besitz der Papiererfamilie Heussler, ging 1796 in den Besitz der Familie Thurneysen über und war schliesslich bis 1924 Teil der Papierfabrik Oser & Thurneysen.
H.R. Thurneysen liess die Mühle 1853 abbrechen und durch den bestehenden Fabrikneubau ersetzen.
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Gallicianmühle (Klingentalmühle), 23.23 PS
Zu den Prunkstücken des sanierten St. Albantals zählt zweifellos die Gallicianmühle, die heute die Basler Papiermühle (Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck) beherbergt. Der Kernbau des dreiteiligen Gebäudekomplexes stammt aus dem 12., der viergeschossige Wohnbau aus dem 15. Jahrhundert. Der markante dreigeschossige Dachstuhl über dem Gewerbebau datiert von 1788. Hier wurde Papier getrocknet. Typisch sind die schmalen Gaupen, mit denen man die Luftzufuhr regulieren konnte.
Errichtet wurde die Mühle vermutlich unmittelbar nach der Anlage des St. Albanteichs. 1284 befand sie sich im Besitz des Kleinbasler Frauenklosters Klingental. 1433 wurde die Kornmühle zur Hammerschmiede umgebaut.
Zwanzig Jahre später wurde sie von Anton Gallician erworben. Dieser Spross einer piemontesischen Papiermacherfamilie stieg schnell zum wichtigsten Papierproduzenten Basels auf. Sein Stab-Papier (so genannt aufgrund des Baselstabs als Wasserzeichen) wurde in ganz Europa gehandelt. Der steile soziale und politische Aufstieg der Familie Gallician wurde jedoch 1523 jäh gebremst. Die Mühle gelangte in den Besitz der Familie Thüring, die sie über 200 Jahre betrieb.
1850 wurde die einst bedeutendste Papiermühle zur Tabakstampfe umgebaut und bis 1931 genutzt. 1975 übertrug die Einwohnergemeinde der CMS die Gallicianmühle im Baurecht. Diese richtete das 1980 eröffnete Museum ein.
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Stegreifmühle, 23.23 PS,1963 abgebrannt.
1980 originalgetreuer Wiederaufbau
Die Mühle verdankt ihren Namen einem ihrer mittelalterlichen Besitzer, Wilhelm Stegreif.
1480 erwarb Antonio Gallician, der Besitzer der gegenüberliegenden Gallicianmühle, die Kornmühle, in der von da an bis ins frühe 20. Jahrhundert Papier hergestellt wurde.
Mit einer kurzen Unterbrechung: Von 1842 bis 1859 war die Mühle im Besitz der Firma J.R. Geigy, die hier Farbhölzer zerkleinern und mahlen liess. Sie belieferte die Basler Seidenbandindustrie mit Farbstoffen. Wenig später spezialisierte sich die Firma auf die Produktion von chemischen Farben und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem Weltkonzern (Ciba-Geigy, heute Novartis).
1963 brannte die Stegreifmühle bis auf die Grundmauern nieder.
1980 liess die CMS einen Neubau erstellen, bei dem das Äussere der Stegreifmühle mehr oder weniger originalgetreu rekonstruiert wurde. Sie beherbergt heute das Café Papiermühle.
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Haus "Zum Esel"
Das Haus "Zum Esel" gehörte zum Gebäudekomplex der Herbergsmühle. In ihm befand die Trinkstube der Müller. Es dürfte sich um wesentlich mehr als eine einfache Gaststätte gehandelt haben. Trinkstuben und Gesellschaftshäuser waren meist die sozialen Zentren eines Quartiers, in denen man sich austauschte und wichtige Ereignisse wie Hochzeiten oder Taufen feierte.
Möglicherweise fanden im Haus "Zum Esel" auch die Sitzungen der Teichkorporation statt.
1984/86 liess die CMS auf dem Areal, wo sich die Almosenmühle, die Rheinmühle, die Herbergsmühle und das Haus "zum Esel" befunden hatten, durch die Architekten Diener & Diener zwei Wohnhäuser und Ateliers erstellen.
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Hintere Schleife (Almosenmühle), 3 Räder, 36.54 PS
1896 abgebrochen
Die ursprünglich „Weisse Mühle“ genannte Mühle war bis zu ihrem Abbruch im 19. Jahrhundert mehrfach umgebaut worden. Sie diente zunächst als Schleife und Messerschmiede, dann als Papiermühle, bis sie 1650 in den Besitz des Grossen Almosens kam. Diese staatliche Institution versorgte arme Baslerinnen und Basler mit Kleidung und Brot. Deshalb liess sie die „Hintere Schleife“ in eine Kornmühle umwandeln.
1725 erfolgte der erneute Umbau zu einer Papiermühle, die 1883 der Papierfabrik Oser & Thurneysen angegliedert wurde.
Direkt daneben stand die im 17. Jh. erstmals erwähnte "Kleine Mühle", die vom jeweiligen Besitzer der Almosenmühle betrieben wurde.
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Herbergsmühle (Hintere Spiegelmühle), 3 Räder, 36.54 PS
1960 abgebrochen
Die Mühle verdankt ihren älteren Namen Niklaus zum Spiegel (ad speculum), dem adligen Besitzer im 13. Jahrhundert. Auch sie hatte im Laufe der Geschichte unterschiedliche Nutzungen. So pachtete 1418 der Basler Rat ein Rad der Getreidemühle, um Gips zu mahlen.
1699 kam die Mühle in den Besitz einer sozialen Institution, der "Elenden Herberge" am Petersberg. Den Namen Herbergsmühle behielt sie auch nach dem (späten) Umbau zur Papiermühle 1752 bei.
Zu den Besitzern gehörten unter andern die Papiermacherdynastien Heussler und Oser-Thurneysen.
Einzelne Räder wurden auch zu anderen Zwecken verpachtet:
Zwischen 1788 und 1800 wurden Ratine-Stoffe hergestellt, von 1831 bis 1841 Farbhölzer gemahlen. Pächter war Carl Geigy, der nach einem Brand seine Farbholzmühle in die Stegreifmühle verlegte.
1912 liess Eugen Oser eine Turbinenanlage anlegen, welche die Leistung der Mühle auf 160 PS steigerte. Sie wurde 1942 zu einem Kleinkraftwerk ausgebaut, welches jährlich 592'320 kWh erzeugte und bis 1955 Strom in das Stadtnetz abgab.
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Rheinmühle (Spiegelmühle), 2 Räder, 96.25 PS
1888 abgebrochen
Die leistungsstärkste Mühle im St. Albantal gehörte nicht zu den 12 Lehen, sondern galt als „Gewerbe“.
Ursprünglich gehörte sie zur Hinteren Spiegelmühle (Herbergsmühle); nach der Abtrennung wollte man offenbar die Zahl der Lehen in der Teichkorporation nicht ändern.
Wie die meisten Mühlen am hinteren Teich wurde die einstige Kornmühle ab dem 15. Jahrhundert für die Papierproduktion genutzt.
Die Lage direkt am Rhein barg auch Risiken. Führte der Fluss zu viel Wasser, musste der Betrieb eingestellt werden.
1808 erwarb Heinrich Oser die Mühle. Sein Sohn Christoph gründete die Papierfabrik Oser & Thurneysen, die bis 1925 produzierte.
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