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Der Börsenguru sendet verwirrende Signale zur Entwicklung der Edelmetallmärkte. Er schliesst einen Crash am Goldmarkt nicht aus.
Seit über zehn Jahren bekennt sich Marc Faber als «Gold bug». Und in einem Interview im Sendegefäss «In the Move Asia» von Bloomberg Television liess er verlauten, dass er weiterhin Gold akkumuliere, auch wenn die Preise der Edelmetalle in den nächsten drei Monaten fallen werden.
Der Autor des stets lesenswerten «Gloom, Doom & Boom Reports» schliesst aber einen Crash am Goldmarkt nicht aus, wie er in einem Interview mit Lew Rockwell durchblicken liess. Vermögensverwalter Marc Faber mag Gold lieber als Silber, obwohl er im Verwaltungsrat des kanadischen Vermögensverwalters Sprott sitzt, der für seine extrem «bullischen» Prognosen für den Silbermarkt bekannt ist.
Er ist auch der Ansicht, dass Gold, für das er seit zehn, zwölf Jahren positiv sei, nicht zu teuer sein – in Relation zur Kreditblase. Er geht deshalb davon aus, dass der Goldpreis weiterhin steigt, oder vielmehr, dass der Wert des Papiergelds weiterhin fällt.
Goldpreis bald 200 Dollar tiefer?
Aber Faber, der sich rühmt, den Aktiencrash von 1987 und die Korrektur von 2008 vorausgesagt zu haben, wäre auch nicht überrascht, wenn die Flucht aus riskanten Anlagen dramatische Konsequenzen für den Goldmarkt hätte: «Ich wäre nicht überrascht, wenn der Goldpreis um 200 Dollar pro Unze fallen würde», sagte er gegenüber Lew Rockwell.
Er will diese Aussage aber nicht unbedingt als Prognose verstanden wissen; er wäre von einer Korrektur in diesem Ausmass einfach nicht überrascht.
Faber, der seit zwölf Jahren keine neuen Kunden mehr annimmt, rechnet überdies damit, dass der Euro in den nächsten Monaten gegenüber dem Dollar an Terrain verlieren wird und dass sich beide Währungen auf lange Sicht gegenüber Gold abschwächen.