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Die Challengers gewinnen das vierte Finalspiel gegen die Therwil Flyers mit 2-0. Damit entthronen sie den Titelverteidiger und feiern ihren zehnten Schweizermeistertitel der Clubgeschichte.
Die Baselbieter mussten die Partie gewinnen, um die Serie nochmals ins heimische Leimental zu holen. Den Challengers hingegen winkte der erste Titelgewinn seit 2018 und der erste überhaupt im 2009 umgebauten Baseballstadion Heerenschürli. Hatten in den ersten drei Partie die Offensivreihen das Sagen, war Spiel 4 geprägt von einem herausragenden Pitcher Duell zwischen Ferlon Gijsbertha Perez auf Seiten der Flyers und Manuel Lopez Martinez beim Heimteam. Die beiden arbeiteten sich durch die beiden besten Offensivreihen des Landes wie das heisse Messer durch die Butter. Lopez Martinez gestand den Flyers nur einen Hit und drei Walks zu bei zehn Strikeouts und liess nur gerade drei gegnerische Runner überhaupt in Scoring Position kommen. Ihm gelang mit einem Game Score von 92 das statistisch fünftbeste gepitchte Spiel aller Zeiten in der Challengers Geschichte.
Trotz hervorragender Pitcherleistungen und starker Abwehrreihen gab es letztlich mit den Challengers einen Sieger. Dies lag mitunter auch an deren Leadoff-Batter Ryan Byrne. Im dritten Inning gelangte er auf den einzigen Error der Flyers Defense auf die zweite Base, stahl die dritte und scorte den Game-winning Run auf einen Wild Pitch. Und er wiederholte das Ganze im achten Inning. Marco Limacher eröffnete dieses in seiner letzten Plate Appearance seiner NLA-Karriere mit einem Single ins Center Field. Byrne folgte mit einem Fielder’s Chioce, mit welchem er Limachers Platz auf der ersten Base übernahm, ehe er zunächst die zweite und dann die dritte Base stahl und auf einen passed Ball der Flyers auch das 2-0 erzielte.
Und da Lopez Martinez das Gas auch im neunten Inning nicht ausging, brachen nach dem Flyout zu Center Fielder Regis Reinhard zum 27. und letzten Out alle Dämme. Den als Aussenseiter in die Finalserie gestiegenen Challengers gelang es, die Flyers nach zuletzt vier Titeln in Serie zu stoppen und ihrerseits zum zehnten Mal den Pokal in die Höhe zu stemmen. Nach einer etwas durchzogenen Vorrunde und raufte sich das Team im Laufe des Europacup-Turniers Ende Juni in Bratislava zusammen und legte einen Steigerungslauf hin, der letztlich im Titelgewinn gipfelte.
Schon im Halbfinal wurden sie vom Stadtrivalen Zürich Barracudas aufs Äusserste gefordert, die Challengers setzten sich dort im Entscheidungsspiel erst nach Extra-Innings durch, sodass sie im Final voller Selbstvertrauen und totalem Fokus auftraten und mit Ausnahme von einem schlechten Inning in Game 2 praktisch alles richtig machten. Als entscheidend erwies sich die Breite im Kader. In jeder Partie lieferten andere Spieler einen letztlich entscheidenden Beitrag. Und dass diverse gestandene Baseballer im Herbst ihrer Karriere ihre ganze Erfahrung ausspielten, veredelte den Output der jungen Garde um Hayden Jung-Goldberg oder Nick Siemers zu einem erfolgreichen Cocktail.
NLA Playoff-Final Therwil Flyers (1.) vs. Zürich Challengers (2.), best-of-five: Endstand 1-3
Sonntag, 27.08.23, Zürich Heerenschürli: Therwil Flyers vs. Zürich Challengers 6-10
Samstag, 02.09.23, Therwil Känelmatt: Zürich Challengers vs. Therwil Flyers 7-13
Sonntag, 03.09.23, Therwil Känelmatt: Zürich Challengers vs. Therwil Flyers 15-4
Samstag, 09.09.23, Zürich Heerenschürli: Therwil Flyers vs. Zürich Challengers 0-2