Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/1901

Sehr viele Personen leiden unter vergrösserten Blutäderchen im Gesicht. Diese können sehr unterschiedliche Ausmasse annehmen: Von kleinsten Äderchen an den Wangen, zu grösseren, auffälligen Gefässen auf der Nase älterer Männer bis hin zur Couperose bei jungen Frauen. Der Dermatologe bezeichnet diese Krankheitsbilder als Rosacea (Couperose) oder periorale rosaceaartige Dermatitis (PRD).
Diese Krankheitsbilder der Blutgefässe unterscheiden sich aber grundlegend von Angiomen, Hämangiomen oder Feuermale (detaillierte Angaben darüber auf speziellem Infoblatt).
Rosacea (Couperose) und periorale rosaceaartige Dermatitis (PRD)
Rosacea und periorale Dermatitis sind Krankheitsbilder der talgdrüsenhaltigen Gesichtshaut. Diese Erkrankungen sind nicht gefährlich, können aber für den Betroffenen sehr lästig und kosmetisch sehr störend werden. Bei beiden Erkrankungen kann es unbehandelt zu feinen Gesichtsrötungen, Pusteln um Mund und Augen, bis hin zu langwierigen, schwerwiegenden Krankheitsverläufen mit entstellenden Bildern und Knollennasen kommen. Daher ist eine frühzeitige Vorstellung beim Facharzt und die beizeitige Therapieeinleitung wichtig, denn sie verhindert schwere Verläufe und Verschlechterungen.
Rosacea (Couperose)
Viele Frauen kennen den Fachbegriff Couperose. Er beschreibt die in vielen Modezeitschriften beschriebenen erweiterten Äderchen an der Stirn, auf den Wangen und um die Nase. Die Couperose zeigt sich häufig als Frühstadium der Rosacea. Von der Rosacea sind Männer und Frauen ab der zweiten Lebenshälfte gleich stark betroffen. Die Erkrankung der Rosacea lässt sich in drei Stadien einteilen:
Stadium I: Gerötete Wangen durch erweiterte Gefässe (Couperose, Teleangiektasien)
Stadium II: Erweiterte Äderchen auf den Wangen, evtl. zusätzliche, einzeln stehende rote Knötchen, vereinzelte Eiterpusteln um die Nase, die Augen und den Mund bis hin zu ausgeprägten Pustelfeldern.
Stadium III: Vergröbertes Hautbild durch Wucherung der Talgdrüsen, beim Mann bis hin zur Knollennase (Rhinophym). Augenentzündungen sind oft begleitend zu beobachten. Ebenfalls geht dieses Stadium häufig mit einer Magen-Darm-Erkrankungen und Besiedelung des Darmes mit Hefepilzen (Candida) einher.
Periorale rosaceaartige Dermatitis (PRD)
Die periorale rosaceaartige Dermatitis kennen viele unter den Namen "Stewardessen-Krankheit" oder "Mannequin-Erkrankung". Sie kommt häufig bei jungen, gepflegten Frauen vor. Es handelt sich dabei um ein Krankheitsbild, welches mit Rötungen, Knötchenbildung, verunreinigter Haut und Pickel einhergeht. Am häufigsten sind die Partien um den Mund und die Augenlider sowie an den Wangen betroffen. Zu den verursachenden Faktoren der PRD zählen die Anlagefaktoren, hormonelle Bedingungen, Stress, Lichtunverträglichkeit, die falsche oder übermässige Pflege besonders empfindlicher Gesichtshaut sowie Allergien gegen Kosmetika oder Mundhygiene-Artikel. Ebenfalls kann starkes Schminken oder Abschminken die Symptome verschlechtern. Auch hier können Magen-Darm-Erkrankungen die Ursache der Gesichtsproblematik sein (Candida-Hefepilzbesiedlung).
Für den chronischen Verlauf der PRD kommt auch eine falsche, andauernde Anwendung von Cortison in Frage. Cortison hilft zwar kurz, verschlimmert aber auf Dauer die PRD.
Dr. (VAK Moskau) med. Vadym Volpov
Facharzt FMH Dermatologie & Venerologie, Phlebologie SGP,
ästhetische Chirurgie (A), Lasermedizin SGML