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Das Haus des Priors gehört zu den Tausenden von Gasthäusern, die im Mittelalter entlang der grossen Verkehrswege Europas errichtet wurden. Das Gebäude, das für den Empfang hoher Gäste wie Aristokraten und Prälaten bestimmt war, ist wahrscheinlich das letzte Zeugnis dieser legendären Paläste.
Im Mittelalter lag Romainmôtier an einem der Pilgerwege, die nach Santiago de Compostela führten. 1280 liess der Prior Pierre Aymon de Playsie dieses Haus auf dem Gelände der Abteikirche und des Klosters erbauen.
Die Invasion der Berner 1536 hatte die Entmachtung der Abtei und die Vertreibung der Mönche zur Folge. Nachdem die Berner wieder weg waren, kam das Haus des Priors ab 1798 nacheinander in Besitz verschiedener privater Eigentümer, die zahlreiche Änderungen vornehmen liessen.
1959 erwirbt die Journalistin und Reisende Katharina von Arx das Gebäude und entdeckt die darin verborgenen Schätze. Es wird zum Baudenkmal von nationaler Bedeutung erklärt.
Heute können mehrere Salons gemietet werden. Im Erdgeschoss werden in einem Tearoom köstliche hausgemachte Kuchen serviert.