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Vermutlich im 11./12. Jahrhundert wurde die ehemalige grosse Burg der Grafen von Buchegg erbaut. Genannt werden die Grafen zwischen 1130 und 1347. Bekannt sind vor allem der berühmte Heerführer Hugo von Buchegg (Tod 1347) sowie seine Brüder Mathias, Erzbischof von Mainz und Berchtold, Bischof von Strassburg. 1383, im Burgdorfer Krieg, wurde die Burg Buchegg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die letzte Bucheggerin Elisabeth verkaufte 1391 die Herrschaft Bucheggberg an die Stadt Solothurn. - Mit dem "Buechi-Schlössli" ist der heutige Turm gemeint, der 1546 von Walser Maurern im Auftrag der Solothurner Obrigkeit auf dem Areal der ehemaligen Burg errichtet wurde. Von 1546 bis 1798 diente er als Gefängnisturm, und die Gefangenen im ersten und zweiten Keller des Turms wurden vom "Schlösslihüeter" versorgt, so auch von Daniel Kürsener aus Küttigkofen, dem die Regierung lebenslanges Wohnrecht zugesprochen hatte. Bis zu seinem Tode 1863 war er im Turm als Uhrmacher tätig (Schwarzwälder Uhren). Die Regierung verkaufte den Turm, die angebaute Scheune und rund 4 Jucharten Land an Bauern von Buchegg, und der ganze Besitz ging später an das um 1840 erbaute Wirtshaus "Schloss Buchegg" über. Ein Anbau diente bis zu seiner Entfernung 1938 als Sommerwirtschaft. Schon 1876 wird ein Jakob Burkolter als Bierbrauer erwähnt; ihm folgte der Bayer Bierbrauer und Wirt Karl Faist, der in den grossen, heute noch bestehenden Kellern zwischen 1885 und 1922 Buchegger Bier braute. 1938 wurde die Stiftung Schloss Buchegg mit der Absicht gegründet, im Turm das Heimatmuseum des Bezirks Bucheggberg einzurichten, welches 1956 eröffnet werden konnte. In ihm werden seither an Ausstellungen einheimisches Kulturgut oder aber Werke von Künstlern und des Kunsthandwerkes gezeigt.
Bibliographie