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Salzmann, Hansueli
Hansueli Salzmann (* 13.09.1929 in Rüederswil; † 23.05.2011 in Zäziwil)
Leben
Als Knecht und Magd kamen Hansueli Salzmann und seine junge Frau 1952 auf den Hof 'Oberer Schönenwasen' oberhalb Grosshöchstetten, wo sie das Stöckli bewohnten. Nach zwei Jahren zogen sie in die 'Aulenmatt' oberhalb Rüederswil, dem Geburtshaus von Hansueli Salzmann. Sein Vater und der Onkel brauchten dringend Hilfe in Feld und Stall. Die junge Familie, inzwischen mit drei Kindern, suchte nach einem Bauernhof, einer Pacht. Man trug ihnen das 'Weidhüsli' oberhalb Lützelflüh an.
Fast zwei Jahrzehnte arbeiteten Salzmanns auf diesem Hof, bis der Besitzer Eigenbedarf anmeldete. Die Pächtersfamilie musste umziehen. Sie fand einen Pachthof in 'Dürrägerten' oberhalb Oberburg. Und wieder ereilte sie nach 18 Jahren strenger Arbeit das Pächter-Schicksal: Sie mussten den Hof den Söhnen des Besitzers überlassen. Salzmanns fanden keine für ihr Alter geeignete Pacht mehr. Es war die Zeit, wo die Bauern ihr Land zwar verpachteten, aber die Bauernhäuser weiter selber bewohnten. Familie Salzmann blieb keine andere Wahl, als ihr lebendiges und totes Inventar zu versteigern. Steigerung - eines der schlimmsten Erlebnisse ihres Lebens! Sowohl die Menschen als auch die in fremde Ställe verteilten Tiere litten unter bitterem Heimweh.
Hansueli Salzmann, inzwischen fünfzig Jahre alt, fand eine Stelle in der Zimmerei Obi in Zäziwil. Die Arbeit mit dem Holz und seine neuen Arbeitskollegen halfen ihm, mit dem Verlust des Hofes besser fertig zu werden.
Dreissig Jahre lang hat Hansueli Salzmann seine Gedanken und Beobachtungen für sich aufgeschrieben, hat „nichts an die Grosse Glocke gehängt, um von den Leuten nicht schräg angeschaut zu werden“. Oft sass er nach der Arbeit auf dem Stallbänkli und schrieb in ein Büchlein. Wenn Hansueli Salzmann unterwegs war, warf seine Frau einen Blick hinein, las schnell zwei oder drei Strophen und war erstaunt darüber, wie ihr Mann seine und auch ihre Gedanken in passende Worte fassen konnte. Sie und auch die Kinder unterstützten ihn darin, das Geschriebene zu veröffentlichen, in einem Büchlein und auch in der „Wochen Zeitung“ von Langnau. (Autorenkorespondenz, 14. November 2011)