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Polen installiert Kameras an Grenze zum russischen Gebiet Kaliningrad
Nach dem Konflikt um Migranten an der EU-Aussengrenze zu Belarus will Polen seine Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad mit Kameras und Bewegungsmeldern ausstatten.
«Es geht um Signale, die direkt bei einer illegalen Grenzüberquerung von Personen oder Fahrzeugen abgegeben werden», sagte eine Sprecherin des Grenzschutzes am Donnerstag der Nachrichtenagentur PAP. Polens Grenze zu dem Gebiet Kaliningrad, der ehemaligen Nordhälfte Ostpreussens, ist rund 200 Kilometer lang. Gegenwärtig sind dort zwei Grenzübergänge geöffnet.
Ende Januar hatte Polen an seiner Grenze zu Belarus mit dem Bau einer dauerhaften Befestigung begonnen. Ein 5,5 Meter hoher Zaun soll die Landabschnitte der insgesamt 418 Kilometer langen Grenze schützen. Seit dem Sommer versuchen Migranten, aus Belarus über die EU-Aussengrenzen nach Polen und in die baltischen Staaten zu gelangen.
Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisengebieten wie dem Irak oder Afghanistan nach Minsk eingeflogen zu haben, um sie dann in die EU zu schleusen. Zuletzt sind die Zahlen aber stark zurückgegangen. Am Donnerstag meldete der polnische Grenzschutz, es seien am Vortag zehn Versuche eines illegalen Grenzübertritts registriert worden.