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Autor: Heribert Baechler
FreiburgZu Beginn des Konzertes präsentierten die Kadetten ihr Können. Unter der versierten Stabführung ihrer Dirigentin Sylvie Ayer boten sie dem Publikum «The Maelstrom» von R. W. Smith, «The Bolero of Carmelo» von Ferrer Feran und «Pacific Dreams» von Jacob de Haan. Den Bolero gestalteten die Jugendlichen zu einem echten Hörerlebnis. Sie erledigten ihre solistischen Einsätze mit Bravour und zündeten den Funken für die Concordia.
Im Bann der Natur
Mit der Fourth Symphony «Yellowstone Portraits» von James Barnes entwarf das Blasorchester ein musikalisches Bilderbuch zum US-Nationalpark. Im ersten Teil schildert der Komponist in betörenden Klangbildern das Erwachen der Natur. Über filigranen Silberfäden des Metallophons begrüsst die Flöte als erste Vogelstimme den Tag. Triller-Ostinati verdichten die Atmosphäre, bis die Sonne über dem Horizont triumphiert und das Tal in ihrem Glanz erstrahlt. Apart gesetzte Disharmonien stören die Idylle und die aberwitzige Flucht der alarmierten Antilopen bestimmt das Geschehen.
Der Sprint der grazilen Läufer bot den Musikern unter Dirigent Jean-Claude Kolly Gelegenheit zur Entfaltung ihres Könnens. Die Herde jagte rasant durch die Register. Abrupt änderte sie die Richtung, um bald hier bald dort wieder aufzutauchen. Der Meister am Pult leitete ohne Hast durchs Geschehen. Die Musiker demonstrierten eine tadellose Beherrschung ihrer Instrumente.
Adam Grobs «Midnight in Buenos Aires» gewährte Einblicke ins Leben einer südamerikanischen Grossstadt. Nach der Pause lieferte das Korps unter der Leitung seines Assistenten Stéphan Delley eine überzeugende Darbietung der Armenischen Tänze von Alfred Reed. Das Finale zu ihrem Aufbruch zu fernen Horizonten setzte die Concordia mit Luis Serranos «Marco Polo, La Ruta de las Sada». Mit drei Zugaben bereicherte das meisterhaft aufspielende Korps seine musikalische Weltreise.