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Dachfenster,
Fenster, die an den Dachflächen angebracht werden, um den Dachräumen
Licht
[* 2] und
Luft zuzuführen. Bei den
gewöhnlichen
Dachfenstern stehen auf einer auf die
Sparren aufgekämmten Unterschwelle zwei Pfosten, die einen
Rahmen tragen,
auf dem die
Dachfenstersparren ruhen, die hinten unter einem möglichst spitzen
Winkel
[* 3] an die Dachsparren
stoßen, wenn sie nicht unmittelbar bis zum
First hinauflaufen. Die sogen.
Ochsenaugen (franz.
œil de bœuf) haben eine lotrechte
Vorderwand mit kreisrunder oder ovaler Öffnung und
Satteldach und fanden früher
besonders bei Mansarden- und Kuppeldächern
Anwendung.
Sie haben aber mit jenen den Fehler gemein, daß da, wo ihre Bedeckung mit dem Dach [* 4] zusammenstößt, das Regenwasser leicht eindringt und die Fäulnis der Sparren und Latten herbeiführt. Um diesem Übelstand zu begegnen, hat man die Fledermäuse (Froschmäuler oder Schwalbenschwänze) eingeführt, die sich von jenen dadurch unterscheiden, daß sich ihre Bedeckung zu beiden Seiten in das Dach verläuft. Für Bodenräume genügen meist in den Dachflächen angebrachte (liegende) Oberlichtfenster, sogen. Dachklappen von Gußeisen, Zinkblech oder verzinktem Eisenblech.
Bei größern Fensterflächen werden die Glastafeln durch eisernes Sprossenwerk unterstützt. Bei Ziegel- und Schieferbedachung wird auch durch starke Glasplatten, welche zwischen die Dachziegel eingedeckt sind, Oberlicht hergestellt (s. Dachdeckung). [* 5] Kleine, halbkreisförmige, aus gebrannten Thonzellen oder Metall gebildete, in die Dachflächen eingesetzte Fensterchen heißen Kappfenster oder Dachluken. Bei versenktem Dachgebälk werden die zur Erleuchtung der Dachräume bestimmten Fenster noch in den Umfassungswänden (der Drempel- oder Kniestockswand) angebracht. Vgl. Kappfenster.