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Ausgerchnet in einem der wasserreichsten Länder der Welt könnten bis 2035 bis zu 74 Millionen Menschen unter Wassermangel leiden. Ein Problem ist die ungleiche Verteilung des kostbaren Guts, ein anderes sind mangelnde Infrastrukturen.
”Água: biodiversidade, serviços ecossistêmicos e bem-estar humano no Brasil” ist der Bericht überschrieben, der von 17 Wissenschaftlern verschiedener Universitäten und Einrichtungen erarbeitet und jetzt beim limnologischen Kongress in Florianópolis vorgestellt wurde.
Aufgezeigt wird in diesem die momentane Situation, Probleme und künftige Folgen, sollte sich beim Umgang mit Natur und Wasser nichts ändern.
Angesprochen werden unter anderem die Dürren, die in den vergangenen Jahren nicht nur den halbwüstenähnlichen Nordosten Brasiliens gegeißelt haben. Auch im zentralen Westen des Landes und dem dichtbesiedelten Südosten hat es mangels Wasser Rationierungen gegeben.
Der Wassermangel wirkt sich aber nicht nur auf die Menschen und deren Gesundheit aus. Nach Schätzungen der Forscher sind der Landwirtschaft im Dürre-Jahr 2015 etwa 20 Milliarden Reais (umgerechnet derzeit etwa 4,5 Milliarden Euro) verloren gegangen.
Etwa 85 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen befinden sich im westlichen Zentrum, Südosten und Süden des Landes. Abhängig ist diese Region vom Amazonas-Regenwald, der für etwa 40 Prozent des in dieser Region niedergehenden Regens sorgt. Abholzung und Zerstörung des Regenwaldes wirken sich somit direkt auf die Wirtschaft des Landes aus.
Auch die Veränderung der Flussregime und das Aufstauen bedrohen Gewässer, Biodiversität und hydrologische Vorgänge, wie von den Forschern betont wird. Gleichzeitig verweisen sie auf die zunehmende Verschmutzung der Flüsse.
Als Gegenmaßnahmen werden Aufforstungen, der Erhalt von Uferrandstreifen, der Schutz von Quellgebieten, der Erhalt von Feuchtflächen und Investitionen in die Infrastruktur genannt.