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Venezuela befindet sich im Nordosten von Südamerika. Das Land besteht aus einem Festland mit der Landeshauptstadt Caracas und zahlreichen Inseln in der Karibik. Die offizielle Landessprache ist Spanisch. Venezuela ist weithin bekannt für seine Erdölindustrie und da diese hoch subventioniert ist, ist Benzin in diesem Land unglaublich billig. Es beherbergt eine große Vielfalt an Wildtieren und gilt als eines der 17 Länder mit der größten Artenvielfalt der Welt. Venezuela ist auch die Heimat des höchsten Wasserfalls der Welt - Angel Falls mit einer Höhe von 979m. Allerdings ist es derzeit (2020) auch für Hyperinflation, einen starken Anstieg der Gewalt sowie lähmende Produktionsengpässe bekannt.
Wenn Sie in Venezuela Geschäfte machen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Venezolaner mit einer Person Geschäfte machen, nicht mit einer Firma. Bei den ersten Treffen wird es darum gehen, eine gute Beziehung aufzubauen. Nutzen Sie soziale Einladungen, da dies ein Teil des Geschäftsprozesses ist. Venezolaner kleiden sich gut und Äußerlichkeiten sind wichtig.
Venezolanischer Bolívar
Die Kosten für einen Arbeitgeber, um jemanden in Venezuela einzustellen, belaufen sich auf einen Aufschlag von 11,00% auf das Bruttogehalt.
Reguläre Angestellte
werden zweimal im Monat oder monatlich bezahlt.
Es gibt ein obligatorisches 13. Monatsgehalt in Venezuela, das am Ende des Jahres ausgezahlt wird.
Provisionen, Incentives und Boni sind variabel und werden direkt mit dem Arbeitgeber vereinbart.
1. Januar - Neujahrsfest
6./7. Januar - Dreikönigstag
verschiebbar (Montag vor Aschermittwoch) - Karneval
verschiebbar (März oder April) - Ostern
30 Tage nach Ostern - Fest der Himmelfahrt
19. März - Tag des Heiligen Josef
19. April - Jahrestag des Beginns der Unabhängigkeitsbewegung
1. Mai - Tag der Arbeit
60 Tage nach Ostern - Fronleichnam
24. Juni - Fest des heiligen Johannes des Täufers
29. Juni - Fest des heiligen Petrus und des heiligen Paulus
5. Juli - Tag der Unabhänigkeit
24. Juli - Geburt von Simon Bolivar
15. August - Mariä Himmelfahrt
Zweiter Montag im September - Fest der Muttergottes von Coromoto
12. Oktober - Tag des indianischen Widerstands
1. November - Allerheiligen
8. Dezember - Unbefleckte Empfängnis
24. Dezember - Heiliger Abend
25. Dezember - Weihnachten
Dezember – Silvester
Die Bürozeiten sind von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Montag bis Freitag.
Einige Unternehmen machen eine längere Mittagspause zwischen 12:00 und 15:00 Uhr, um die Hitze zu vermeiden.
Eine reguläre Arbeitswoche beträgt 40 Stunden.
Ein regulärer Arbeitstag darf nicht länger als 11 Stunden dauern. Überstunden werden mit 150 % des normalen Stundenlohns vergütet.
Nach einem Jahr Beschäftigung haben die Mitarbeiter Anspruch auf 15 Tage Jahresurlaub. Für jedes weitere Jahr der Beschäftigung kommt ein Tag hinzu, bis die Summe bei 30 Tage gedeckelt wird.
Wenn ein Arbeitnehmer in Venezuela erkrankt, muss der Arbeitgeber die ersten 3 Tage des Krankengeldes zahlen. Der Arbeitnehmer muss innerhalb von 48 Stunden ein ärztliches Attest vorlegen. Nach den ersten 3 Tagen übernimmt die Sozialversicherung und zahlt dem Arbeitnehmer ein Gehalt. Ein Arbeitnehmer kann sich bis zu 1 Jahr krankschreiben lassen.
In Venezuela gibt es für Arbeitnehmer ein sogenanntes Stabilitätsverfahren. Wenn ein Arbeitnehmer in Venezuela gekündigt wird, muss der Arbeitgeber innerhalb von 5 Tagen nach der Kündigung eine "Kündigungsmitwirkung" vor einem Arbeitsrichter einreichen, in der er die rechtlichen Gründe und Fakten, die zur Kündigung geführt haben, darlegt. Rechtliche Gründe sind z.B. Fehlverhalten, ungerechtfertigte Abwesenheit während 3 Arbeitstagen im Monat, Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen, sexuelle oder arbeitsplatzbezogene Belästigung etc.
Eine gesetzliche Kündigungsfrist gibt es in Venezuela nicht, diese wird im ursprünglichen Arbeitsvertrag vereinbart.
Eine Abfindung wird nur ausgezahlt, wenn ein Arbeitnehmer ohne Grund gekündigt wird. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine so genannte "Senioritätsleistung", die auf zwei Arten berechnet wird und von der der Arbeitnehmer die höhere erhält.
Zu Beginn des Arbeitsverhältnisses muss der Arbeitgeber ein Äquivalent von 15 Tagesgehältern pro Quartal in einen Fonds einzahlen. Nach dem ersten Jahr der Betriebszugehörigkeit zahlt der Arbeitgeber weitere 2 Tage pro Jahr ein, bis zu einem Gehalt von 30 Tagen.
Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf 30 Tage Gehalt für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit oder auf den Gesamtbetrag, den der Arbeitgeber seit Beginn des Arbeitsverhältnisses zurückgelegt hat, je nachdem, welcher Betrag höher ist.