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«Spitaleinweisungen wegen Corona sind tiefer als ausgewiesen» titelte der Blick anfangs Januar dieses Jahres. Nur rund die Hälfte der positiv auf Covid-19 getesteten Personen sind auch wegen dieser Erkrankung eingeliefert und behandelt worden. Die andere Hälfte ist wegen einer anderen Gebrechlichkeit dort. Eine identische Auswertung aus New York bekräftigt dieses Ergebnis. Der Regierungsrat bestätigt in seiner Stellungnahme zur Interpellation «Corona-Narrativ – Wann rückt die Regierung mit der Wahrheit heraus?», dass auch im Kanton Solothurn, positiv auf Covid-19 getesteten Patienten als Covid-19-Patienten in die Statistik einfliessen, obwohl diese wegen einer anderen Verletzung oder Krankheit behandelt werden. Wie viele das sind, weiss angeblich niemand. Gemäss der Regierung werden nämlich diese Daten durch die Spitäler nicht systematisch erfasst, was doch ziemlich merkwürdig erscheint. Fakt, auch positiv an Covid-19-getestete Patienten, welche nicht wegen einer Covid-19-Erkrankung in Behandlung sind, werden im Kanton Solothurn als Covid-19 Patienten für die Statistik deklariert. Der Aufschrei, dass Corona-Patienten die Spitäler, insbesondere die Intensivstation vollstopfen, war reine Panikmache seitens der Regierung. Anscheinend hat die Regierung davon Kenntnis gehabt, und hat weder bei der Erfassung interveniert noch die Bevölkerung darüber informiert.
Mit oder an Corona verstorben? Das ist die Gretchenfrage! Das italienische Gesundheitsinstitut hatte im Jahr 2020 die Zahl der geschätzten Covid-19-Todesfälle von über 130’000 auf unter 4’000 nach unten korrigiert. Wieso das? Weil die Behörde feststellte, dass über 97 % der Todesfälle nicht im direkten Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion stehen. Wie sieht es in der Schweiz und insbesondere im Kanton Solothurn aus? Gemäss der Stellungnahme des Regierungsrates ist in der Schweiz wie auch im Kanton Solothurn keine Differenzierung vorgenommen worden, ob eine Person an Covid-19 oder aufgrund einer oder mehreren Vorerkrankungen verstarb. Kurzum, Verstorbene, welche über ein positiv Covid-19-Testergebnis verfügten, obwohl sie ziemlich sicher an einer der Vorerkrankungen verstarben, sind als Covid-19-Totesfälle in der Statistik deklariert worden. «Einer, der bei einem Autounfall stirbt und Corona-positiv ist, ist ein Corona-Toter», hat der Bundesrat Cassis in der Arena bestätigt. Die Vermutung liegt nahe, dass nur ein sehr kleiner Bruchteil aufgrund einer Covid-19-Erkrankung verstarb. Nach über zwei Jahre seit Beginn der Pandemie hat die Schweiz, wie die anderen Länder ebenfalls, keinen Durchblick, wie viele Menschen tatsächlich am Covid-19-Virus gestorben sind und wie viele zum Zeitpunkt ihres Todes bloss das Virus in sich trugen. Ebenfalls zeigt ein Blick in die Statistik der Sterberate nach Altersgruppe, dass im Pandemiejahr 2020, keine Übersterblichkeit bestanden hat. Für die Altersgruppe 40-69-Jährigen war es sogar das Jahr mit der tiefsten Sterberate, verglichen mit den letzten 10 Jahren.
Übrigens, im Parlament des Kantons Solothurn bezog keine andere Partei, ausser die SVP-Fraktion, Stellung zu den fehlerhaften Statistiken. Angeblich besteht kein Bedarf, die fehlerhaften Statistiken zu beheben oder eine Aufarbeitung der Corona-Pandemie vorzunehmen.