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Sind die Sicherheitsfunktionen Ihrer Maschine ausreichend ausgelegt?
Eignen sich die ausgewählten Komponenten? Und werden diese Komponenten korrekt eingesetzt?
Um diese Fragen zu beantworten, muss die Norm ISO 13849 angewendet werden:
Schritt 1: Bestimmung des erforderlichen Performance Levels
Betrachtet wird die Schwere der Verletzung, die Häufigkeit und/oder Dauer der Gefährdungsexposition sowie die Möglichkeit zur Vermeidung der Gefährdung.
Schwere der Verletzung:
S1: leichte (üblicherweise reversible) Verletzung
S2: ernste (üblicherweise irreversible) Verletzung einschliesslich Tod
Häufigkeit und/oder Dauer der Gefährdungsexposition:
F1: selten bis weniger häufig und/oder die Zeit der Gefährdungsexposition ist kurz
F2: häufig bis dauernd und/oder die Zeit der Gefährdungsexposition ist lang
Möglichkeit zur Vermeidung der Gefährdung oder Begrenzung des Schadens:
P1: möglich unter bestimmten Bedingungen
P2: kaum möglich
Schritt 2: Bestimmen der zu verwendenden Komponenten für das Erreichen des erforderlichen Performance Levels
Je nach zu erreichendem Performance Level wird eine der folgenden Architekturen ausgewählt:
Kategorie B:
Einkanalig. Ein einzelner Fehler kann zu einem Ausfall der Sicherheitsfunktion führen.
Kategorie 1:
Einkanalig mit Verwendung bewährter Bauteile und bewährter Sicherheitsprinzipien. Ein einzelner Fehler kann zu einem Ausfall der Sicherheitsfunktion führen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit geringer als bei Kategorie B.
Kategorie 2:
Verwendung von bewährten Sicherheitsprinzipien inkl. regelmässiger Überwachung der Sicherheitsfunktion.
Kategorie 3:
Zweikanalig. Bei Auftreten eines einzelnen Fehlers muss die Sicherheitsfunktion weiterhin ausgeführt werden können. Nicht alle Fehler werden erkannt.
Kategorie 4:
Zweikanalig. Bei Auftreten eines einzelnen Fehlers muss die Sicherheitsfunktion weiterhin ausgeführt werden können. Alle möglichen Fehler werden erkannt.
Folgende Werte müssen für die Bestimmung des erreichten Performance Levels berechnet werden:
MTTFd: Zeit bis zum gefährlichen Ausfall
DCavg: Diagnose-Deckungsgrad
Für diese Berechnungen sind die technischen Daten der einzelnen Komponenten und die ausgewählte Architektur erforderlich.
Schritt 3: Dokumentation
Die Bestimmungen des nötigen und erreichten Performance Levels sind zu dokumentieren. Am einfachsten lässt sich das mit einem entsprechenden Tool durchführen.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Entwicklung und Dokumentation Ihrer Sicherheitsfunktionen.
Thomas Fäh, CMSE® Certified Machinery Safety Expert