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Das Justizministerium hat einen Beschluss aus dem Jahr 2015 aufgehoben, mit dem ein in São Paulo bereits ausgewiesenes Indioterritorium vergrößert wurde. Begründet wird der Schritt mit einem Verwaltungsfehler. Statt den zugesprochenen 512 Hektar will der Staat dem Volk der Guarani lediglich drei Hektar zustehen.
Die “Terra Indígena do Jaraguá“ im Norden der Stadt São Paulo ist bereits 1987 homologiert worden. Damals betrug die ausgewiesene Fläche allerdings nur 1,7 Hektar. Sie war damit das kleinste Indio-Territorium des Landes. 2015 wurde das Gebiet um 512 Hektar erweitert. Die sollen nach dem Willen des Justizministeriums jedoch wieder herausgenommen werden.
In den vier Dörfern des Reservats leben etwa 700 Indigene. Sie waren bereits vor 2015 von einer Verweisung des von ihnen beanspruchten Landes bedroht. Der Grund dafür war ein Prozess zur Wiedereinsetzung des Besitzes durch eine Privatinhaber.
Das Land ist für die Indios ihre Lebensgrundlage. Auch auf die Gefahr hin, dass sie nun die 512 Hektar wieder verlassen müssen, bauen sie weiter Nahrungsmittel für ihre Familien an, wie sie sagen. Sie rufen aber auch zu einem Protest auf der Avenida Paulista auf, mit dem auf den Vorgang und das Problem hingewiesen werden soll.
Befürchtet wird, dass es bei dem Beschluß alleine nicht bleiben wird, sondern auch andere ausgewiesene Indio-Territorien revidiert werden. Auch vom Staatsministerium wird der Schritt kritisch betrachtet. Sie fordern von Justizminister Torquato Jardim Erklärungen.