Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03295.jsonl.gz/2397

In Cafes wird Kaffee angeboten, die ursprünglich Gaststätten waren. Im Kaffeehaus von Wien hat man diese Tradition beibehalten. Die ersten Stätten der Kaffeehäuser waren Kairo, Damaskus und Aleppo. Das erste Cafe wurde 1647 in Venedig auf dem Marktplatz eröffnet, danach wurde in London ein weiteres Cafe eröffnet, das sich Virginia Coffee House nannte. Dieses wurde von Geschäftsleuten als Treffpunkt genutzt. In Paris und Leipzig stehen die ältesten Kaffeehäuser, die sich dieser Tradition bewahren. Es gab Stammcafes für Autoren, allerdings durfte man niemals den Hochmut verlieren, wenn Adelige und normale Menschen an einem Tisch sassen. In Stammcafes richtete man Postfächer ein, die Penny Post hiessen. Der Kaffee ersetzte das alkholische Getränk " Bier", das täglich aufgenommen wurde, sogar beim Frühstück. Schließlich kam man auf die Idee die Nüchternheit und Wachheit zu behalten. Mittlerweile veranstaltete man Musikkonzerte in Kaffeehäusern, allerdings wollte man mit Kaffeehäusern nicht nur Unterhaltung verschaffen, sondern auch die Kundschaft ankurbeln. Kaffeehäuser wurden auch Artisten und Varietekünstler zur Verfügung gestellt, sogar Casinos und Spielhöllen wurden in Kaffeehäusern integriert. Heutzutage werden Kaffeehäuser nur noch für den Gastronomiebetrieb benutzt. Der Ausdruck " Kaffeehaus" ist heute nicht mehr gebräuchlich, man sagt nur noch schlicht und einfach "Cafe". Das erkennt man schon an den Tischen, den zierlichen Decken und Zeitungen, die dekorativ an jedem Tisch ausliegen und an den Torten, Kuchen und dem Kaffee der hier bestellt werden kann. Mit einer angenehmen Atmosphäre, leicht gedimmten Licht, romantischer Hintergrundmusik möchte man ein Wohlfühlgefühl vermitteln. Cafes sind herrlich im Sommer, denn sie bieten dem Besucher auf Klappstühlen zu sitzen und in aller Gemütsruhe unter dem Sonnenschirm einen leckeren, heissen Kaffee zu trinken.