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Im Grunde genommen ist es doch ziemlich beruhigend, dass in der Schweiz Regierungswahlen aber so was von kein Aufreger sind.
Gemessen an dem, was gerade in Grossbritannien abläuft, sind sie geradezu ein Nichtevent.
Das bei uns Bundesräte nicht direkt vom Volk gewählt werden, haben wir den amerikanischen Verfassungsvätern zu verdanken.
(Bekanntlich hat die Schweiz 1848 das amerikanische Zweikammernsystem übernommen => Sister Republics.)
Die Gründungsväter der USA waren skeptisch gegenüber einer Volkswahl des Präsidenten, weil sie befürchteten, das Volk sei allzu anfällig für eine populistische Stimmungsmache.
Deshalb wurde die Option diskutiert, den Präsidenten durch den Kongress wählen zu lassen (Repräsentantenhaus plus Senat, also deren Vereinigte Bundesversammlung).
Was jedoch aus Gründen der Gewaltenteilung verworfen wurde.
Um dennoch keine direkte Volkswahl zu haben, wurde das Wahlmännersystem als Puffer eingeführt.
Die vom Volk in den einzelnen Bundesstaaten gewählten Wahlmänner sollten Fehlentscheidungen des Volkes bei der Präsidentenwahl korrigieren können.
Weil das politische System der Schweiz bekanntlich kein Präsidialsystem ist, geht das mit der Wahl der sieben Bundesräte durch die Verinigte Bundesversammlung durchaus in Ordnung.
Weil damit, wie heute wieder geschehen, verhindert wird, dass das einmalige „Wahlgewinnlein“ einer Partei in den nächsten vier Jahren in der Landesregierung zu völlig unnötigen Aufgeregtheiten führen könnte.
Und das wollen wir partout nicht. Deshalb musste selbst die SVP für ihren zweiten Sitz zunächst einmal hintanstehen.
Wir sind halt schon ein wenig anders als die Briten.
Irgendwie cleverer.