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Die rechtsliberale Volkspartei VVD unter Leitung des aktuellen Premierministers Mark Rutte, hat in den niederländischen Wahlen den grössten Anteil an Sitzen gewonnen. Dadurch lässt ein Teil der politischen Unsicherheit in Europa in einem Jahr bedeutender Wahlen nach.
Eine Fortsetzung des Status quo in den Niederlanden könnte der populistischen Bewegung in Europa den Wind aus den Segeln nehmen und die Wahrscheinlichkeit vermindern, dass die Wähler in Frankreich in der bevorstehenden Präsidentschaftswahl für Marine Le Pen stimmen werden – die ultra-rechte Führerin der Front National, die den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union will.
Die VVD ist nun gefordert, eine neue Regierungskoalition ohne die nächstgrössere Partei, die ultra-rechte Anti-Immigrationspartei von Geert Wilders, zu bilden. Das Wahlergebnis wird eine langwierige Zeit der politischen Unsicherheit in den Niederlanden mit sich ziehen, da sich eine Vielzahl an Parteien an der Regierung beteiligen möchte.
«Die Obligationen-Märkte haben die niederländischen Wahlen nicht als ein Hauptrisiko eingepreist», sagt Ken Orchard, Portfolio Manager der International Bond Strategy von T. Rowe Price. «In erster Linie hätte das Resultat die Anleihenmärkte insofern beeinflussen können, als dass ein starkes Abschneiden Wilders’ anderen populistischen Parteien in Europa Aufschwung hätte verleihen können – so der Front National in Frankreich unter Führung von Marine Le Pen.»
Laut Orchard sind die Anleihenmärkte zunehmend besorgt über die politische Unsicherheit in Europa. Er stellte in den letzten Monaten eine bemerkenswerte Ausweitung der Spreads zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen fest, was teilweise auf die Bedenken rund um die Popularität der Kandidatur Le Pen’s zurückzuführen ist.
«Aus einer Fixed-Income-Perspektive liegt der Fokus nun auf Frankreich», kommentiert Orchard. «Während die Wahrscheinlichkeit eines Siegs Le Pen’s tief bleibt, besteht das Hauptrisiko darin, dass die Märkte skeptisch sind und einen schweren Schlag für die Zukunft der Eurozone zu verkraften hätten.»