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Comologno
Comologno, Teil der Gemeinde Onsernone, liegt auf 1'085 m im hintersten Teil des Onsernonetals. Der "Palazzo della Barca", eines der prächtigen, von reich gewordenen Auswanderern erbauten Herrschaftshäuser, war in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhundert im Besitz von Wladimir Rosenbaum und seiner Frau Aline Valangin. Die "Barca" entwickelte sich zum Zufluchtsort für Emigranten und Künstler wie Hans Arp, Sophie Arp-Taeuber, Max Bill, C.G. Jung, Max Ernst, Meret Oppenheim, Ignazo Silone, Kurt Tucholsky, Wladimir Vogel und weitere. Ein junger Auswanderer aus der Familie Remodo aus Comologno ersteigerte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts an der Pariser Börse ein Schiff, das zuvor als verschollen erklärt wurde. Wochen später lief es, voll beladen mit Seidenstoffen, im Hafen ein. Remodo verkaufte die Seide und machte damit ein grosses Vermögen. Er liess in Comologno ein Palazzo erbauen und taufte es „la barca“ – das Schiff. „Ich kam nach Comologno für einen Tag, ich blieb einen Monat, verlor eine Unzahl von Schachpartien, reinigte dafür zweimal das Wellenbad, dreimal die Schleudertrommel, viermal den Dinnerstein. Das fünfte Mal aber dröhnte ich unbewusst im Lautlosen.“ Eintrag des Malers Max Ernst im Gästebuch der Barca. Aline Valangin hat in mehreren Romanen das Leben in Comologno und dem Onsernonetal beschrieben. In einem ihrer Bücher ist die Rede von den "Bagni di Craveggia" und der "Battaglia dei Bagni di Craveggia", einem Grenzgefecht im hintersten Onsernonetal während des Zweiten Weltkriegs.