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Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche wird konkret: Jean César Scarcella, Abt der Territorialabtei Saint-Maurice, muss sein Amt ruhen lassen.
Nach den Enthüllungen um den jahrzehntelangen Missbrauch in der katholischen Kirche in der Schweiz ist nun erstmals ein Name eines hohen Würdenträgers gefallen: Jean César Scarcella. Er ist Abt der Territorialabtei Saint-Maurice und aktives Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz.
Scarcella soll einen Jugendlichen sexuell missbraucht haben. Er hat sich selber als einer in der Studie der Uni Zürich genannten Personen geoutet und laut einer Medienmitteilung Bischof Joseph Bonnemain seine vollständige Kooperation zugesichert haben.
Scarcella wird wie folgt zitiert: «Die Ermittlungen betreffen auch einen Vorwurf, der gegen mich erhoben wurde. Ich habe Bischof Bonnemain meine volle Kooperation zugesichert. Um die Unabhängigkeit der Ermittlungen zu gewährleisten, habe ich mich in Absprache mit dem Abteirat und dem Präsidenten der Bischofskonferenz dafür entschieden, mein Amt als Abt von Saint-Maurice bis zum Abschluss der Voruntersuchung ruhen zu lassen.»
Ins Visier geriet Scarcella nach Anschuldigungen durch Nicolas Betticher, der sich an den Vatikan wandte. Bischof Joseph Bonnemain wurde darauf als Sonderermittler ernannt.
Scarcella ist 72 Jahre alt und seit 2015 Leiter der Abtei Saint-Maurice. In der Bischofskonferenz ist er für das Department «Glaube, Liturgie, Bildung, Dialog» zuständig.
Quellen: aeg, mns