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Die Vision von Samih Sawiris für Andermatt war gewagt. Aber der Ägypter hat sich durchgesetzt.
Kennen Sie den Unterschied zwischen einem «Why-notter» und einem «Yesbutter»? Erstere zeichnen sich durch Optimismus aus und begrüssen neue Projekte mit einem «Why not?». Zweitere sind permanente Bedenkenträger. Sie signalisieren vordergründig Zustimmung, killen aber gewagte Würfe mit dem zweiten Wort im Satz: Yes, but. Die Schweiz ist ein Land des «Yes-Butterismus».
Die Zahl der Zweifler war gross, als im Jahr 2005 die Andermatter Pläne des ägyptischen Geschäftsmannes Samih Sawiris bekannt wurden. Kann ein Alpen-Pharao im windigen Andermatt, das der männlichen Bevölkerung vor allem durch Armeeeinsätze bekannt war, ein touristisches Wunder schaffen? Die Bevölkerung sagte erstaunlicherweise «yes». Viele Touristikexperten sagten: «Yes, but.»
Durchhaltewillen wird belohnt
Dass das Projekt mitten in der Finanzkrise startete, dass Sawiris vom Arabischen Frühling gebremst wurde, dass sich Andermatt 2.0 zunächst nur zögerlich entwickelte – alles Wasser auf die Mühlen der Bedenkenträger. Der Mann aus Ägypten gab trotzdem nie auf.
Wenn sich in Andermatt jetzt die Belegungszahlen bessern, wenn sich lang gehegte Pläne konkretisieren und die Immobilienpreise steigen, dann lässt sich zweierlei sagen: Sawiris’ Durchhaltewillen wird belohnt. Und: Die Optimisten lagen offenbar besser als die Pessimisten. Gut so.