Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03563.jsonl.gz/94

Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) hat am 20.5. 2016 im Rahmen der zweiten Etappe der Richtlinienrevision weitere Änderungen der SKOS-Richtlinien gutgeheissen. Die SODK ist seit 2015 für das Erlassen der Richtlinien zuständig.
Die auf den 1. Januar 2017 in Kraft tretenden Regelungen beinhalten
- Inhaltliche Präzisierungen und eine neue Strukturierung der situationsbedingten Leistungen (SIL)
- Hinweise zur Verminderung von Schwelleneffekten
- ein Kapitel zur Abgrenzung zwischen der Regelsozialhilfe und der Nothilfe für Personen ohne Bleiberecht in der Schweiz
- die Regelung der Arbeitsintegration von unterstützten Personen nach der Geburt von Kindern unter dem Titel Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- den Entscheid, dass die Teuerungsanpassung für den Grundbedarf auch weiterhin zeitgleich und im gleichen prozentualen Umfang erfolgt wie beim Lebensbedarf der Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV.
Mit diesen Entscheiden geht die anfangs 2015 eingeleitete Revision der SKOS-Richtlinien zu Ende. Die Revisionspunkte der ersten Etappe die auf den auf den 1. Januar 2016 in Kraft getreten sind, umfassten Bestimmungen zum Grundbedarf für junge Erwachsene und Grossfamilien, zu den Sanktionsmöglichkeiten und zum Anreizsystem.
Der Auftakt zur Revision bildete die Vernehmlassung der Richtlinien, die die SKOS bei ihren Mitgliedern anfangs 2015 durchgeführt hat.
Als Grundlage für die Vernehmlassung und eine fundierte Diskussion über die Weiterentwicklung der SKOS-Richtlinien dienen die Erkenntnisse aus zwei wissenschaftlichen Studien, die die Angemessenheit des Grundbedarfs und die Anwendung und die Wirksamkeit der 2005 eingeführten Leistungen mit Anreizcharakter untersucht haben.