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Ernst Ludwig Kirchner
Ernst Ludwig Kirchner wurde 1880 in Aschaffenburg, Deutschland, geboren. Nach einem Architekturstudium in Dresden gründete er mit seinen Freunden Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die Künstlergemeinschaft «Brücke». 1911 zog Kirchner nach Berlin um. In den folgenden Jahren erreichte er mit seinen expressiven Werken einen ersten Höhepunkt seines Schaffens.
1913 zerbrach die Freundschaft der «Brücke»-Künstler. Während seiner Ausbildung zum Soldaten erlitt Kirchner im Jahr 1915 einen Zusammenbruch; nach Klinikaufenthalten in Königstein im Taunus und Kreuzlingen am Bodensee suchte er 1917 in Davos Heilung. Zuerst auf der Stafelalp, dann im Haus «In den Lärchen» und schliesslich auf dem Wildboden setzte Kirchner sein umfangreiches Werk fort. Er malte Bauern bei der Arbeit und visionäre Landschaften, die den überwältigenden Eindruck der Alpenlandschaft fassen. Neben malerischen, zeichnerischen und grafischen Werken fertigte er wieder Möbel und freie plastische Arbeiten.
Im nationalsozialistischen Deutschland durften Kirchners Bilder nicht mehr gezeigt werden. 1936 wurden sie aus den Museen entfernt und in der Ausstellungsreihe «Entartete Kunst» verunglimpft. Die Diffamierung seiner Person und seines künstlerischen Werks verstärkten Kirchner persönliche Krise. Im Juni 1938 nahm er sich das Leben. Sein Grab und das seiner Lebensgefährtin Erna Schilling befinden sich auf dem Davoser Waldfriedhof.