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Cabral ist ein effizienter Knipser. Wussten wir ja schon. Was die Statistik auch zeigt: Sich erst von Kevin Bua jetzt auch von Ricky van Wolfswinkel zu trennen, war jetzt nicht die beste Idee.
Mit Kevin Bua hat der beste Vorbereiter für Rot-Blau die Mannschaft schon nach der Corona-Pause verlassen. Alle 94 Minuten hat eine seiner Vorlagen via einen Fuss oder Kopf den Weg ins Tor gefunden. Mit Van Wolfswinkel geht der zweit-effizenteste Goalgetter beim FCB. Alle 135 Minuten hat der Holländer in dieser Saison getroffen. Nur Cabrals Quote (ein Tor pro 133 Minuten) ist noch besser.
Die Grafik versucht, auch eine gewichtete Aussage über den Offensivkraft der Spieler zu machen. Die roten Balken berücksichtigen deshalb sowohl Tore wie auch Assists. Die Tore werden aber doppelt gewertet (man muss die Vorlage letztendlich immer noch versenken). Als Resultat erhält man in diesem Sinne keine eigentlichen Minuten, sondern einen Wert, mit dem sich die (Offensiv-)Spieler untereinander vergleichen lassen. Auch hier: je tiefer der Wert, desto besser. Vom klassischen Stürmer Cabral (gewichteter Wert von 58) geht also rund ein Drittel mehr Torgefahr aus als vom offensiven Mittelfeldspieler Campo (90).
Die dritt- und die viertwirksamste Offensivkraft verloren
Mit dieser Gewichtung könnte man theoretisch auch begründen, warum man sich für Cabral und Ademi entscheidet, aber gegen Van Wolfswinkel und Bua (dass es im Falle von Van Wolfswinkel laut bz unschön gelaufen sein soll, ist dann wieder ein anderes Thema): Ademi und Cabral schneiden besser ab. Allerdings nur leicht. Immerhin: Man wollte ja ursprünglich mal die Lohnsumme reduzieren. Ist bis jetzt nicht wirklich passiert.
Und die Verteidigung?
Wie bewertet man etwas, das nicht eingetroffen ist. Es ist ja die Aufgabe der Defensivspieler, Tore zu verhindern. Welche Aktion aber kausal ist, kann man nicht in jedem Fall messen. Beim Blocken oder Ablenken eines gegnerischen Schusses zwar sehr wohl, aber zum Beispiel nicht, wenn ein Angriff früh unterbunden wird.
Natürlich gibt es Instrumente wie die Anzahl der Clearances pro Spiel oder die Zweikampf-Quote. Darüber gibt es im Schweizer Fussball aber noch kaum Zahlenmaterial, das für alle verfügbar wäre.
Drum bleibe ich etwas simpel in den Aussagen über die Defensive und orientiere mich an der durchschnittlichen Anzahl Minuten, die ein Verteidiger im Einsatz stand. Das sagt immerhin etwas aus über Kondition und darüber, ob der Trainer zufrieden war und den Spieler deshalb möglichst bis zum Ende drin lässt. Das ergibt folgendes Bild:
- Silvan Widmer (88.6 min.)
- Omar Alderete (86.3 min.)
- Fabian Frei (82.4 min.)
- Eray Cömert (81.4 min.)
- Raoul Petretta (79 min.)
- Taulant Xhaka (75.3 min.)