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Reisen nach Santiago, Kapverden
Santiago ist mit 991 km2 die grösste und am dichtesten bevölkerte Insel der Kapverden. Fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung lebt hier. Das Innere der Insel ist gebirgig mit tiefen Tälern; der höchste Gipfel ist der Pico d'Antonia mit 1392 m. Die Küste ist steil mit zum Teil schönen Sandstränden. Nur in höheren Lagen gibt es üppige Vegetation, ansonsten ist die Insel eher karg und trocken.
Reisetipps für eine Reise nach Santiago
Die Stadt Praia an der Südküste von Santiago ist Hauptstadt der Kapverden. Hier leben etwa 100.000 Menschen. Im 18.Jahrhundert erbaut, ist sie heute wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes mit einem regen Nachtleben.
Nur 15 km von Praia entfernt liegt Cidade Velha, die alte Hauptstadt und UNESCO-Weltkulturerbe. Hier lag ein wichtiger Zwischenhafen auf den afrikanischen Routen. Die günstige Lage des Hafens verstärkte den florierenden Sklavenhandel zwischen Afrika und der „Neuen Welt“. Noch heute steht am Marktplatz der Pranger, an dem die Sklaven gehandelt wurden. Das alte portugiesische Fort Sao Filipe oberhalb von Cidade Velha diente der Verteidigung gegen Piraten, die die reiche Stadt wiederholt angriffen.
Im Inland der Insel findet man Dörfer mit Kunsthandwerkszentren, Felsformationen und Täler, weite Felder und immer wieder Pfade für wunderschöne Wanderungen. Assomada, die zweitgrösste Stadt Santiagos, im Zentrum der Insel gelegen, profitiert von der hohen landwirtschaftlichen Produktivität ihres Umlandes. Sehenswert ist hier besonders der grosse, lebendige afrikanischer Markt (Mittwoch und Samstag).
Weitere Ausflüge sind z.B. ein Spaziergang durch tiefe Canyons und herrliche Landschaft zum Fischerdorf Porto Rincao mit seinem uralten Kapok-Baum, Tarrafal mit einer schönen hellsandigen Badebucht, eine Wanderung durch das herrliche Ribeira Principal oder eine Fahrt entlang der eindrucksvollen Küstenstrasse an der Ostküste.
Santiago ist eine attraktive Insel für ambitionierte Mountainbiker. Anfänger stossen aber sehr schnell konditionell und technisch an ihre Grenzen. Die Insel bietet eine Vielfalt von landschaftlich und fahrtechnisch reizvollen Routen.