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um 1840
Holz, farbig lackiert
Holzlade
Radierung, koloriert
L. 23 cm (Schachtel)
Inv. 1902.41.
«Flora, das Blumenspiel»
Mitte des 19. Jahrhunderts
Holz, farbig lackiert
Holzlade
Kreidelithographie, koloriert
L. 16,3 cm (Schachtel)
Inv. 1963.224.
«Sterndessins in Farbe»
um 1880
Holz, farbig lackiert
Holzlade
Lithographie, koloriert
L. 22 cm (Schachtel)
Inv. 1970.3240.
«Das Stern Legen»
Ende des 19. Jahrhunderts
Holz, teilweise dunkel gebeizt
Kartonschachtel
L. 11, 2 cm (Schachtel)
Inv. 1951.804.
Aus vielen Einzelteilen ein buntes Ganzes
Der aus Thüringen stammende Friedrich Fröbel (1782–1852) hatte im Umfeld von Johann Heinrich Pestalozzi in Yverdon und in verschiedenen Erziehungseinrichtungen in Deutschland und der Schweiz pädagogische Erfahrungen gesammelt. Bekannt wurde er in erster Linie als Gründer der Kindergärten; daneben ist er durch die von ihm entwickelten Spielzeuge «zur Pflege des Beschäftigungstriebes der Kindheit und Jugend» von grosser Bedeutung.
Diese «Spielgaben» sind dadurch gekennzeichnet, dass sie von elementaren Grundformen wie etwa dem Würfel und dem Quadrat ausgehen. Aus deren Zerteilung oder Vervielfältigung entstehen weitere Formen, und aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge gewinnen die Kinder das Verständnis von Strukturen. Vielfarbige Legetäfelchen, Flechtpapiere und andere Beschäftigungsspiele mit strukturellem Charakter wurden ebenfalls von ihm entwickelt und zum Vertrieb gebracht.
In der Nachfolge dieser Fröbelschen «Spielgaben» entstanden seit der Jahrhundertmitte zahlreiche Spiele, die den gleichen Prinzipien verpflichtet sind. Aus der Addition von geometrischen Einzelformen entstehen gegenständliche Gebilde oder dekorative Ornamente, nach Vorlagen oder in freier Gestaltung.
So werden beim beliebten «Sternlegen» aus nur zwei verschiedenen Formen (Rhomben und gleichseitigen Dreiecken) reizvolle geometrische Muster aufgebaut.
Verschiedene Buchstaben entstehen aus dem Zusammenlegen dreieckiger und trapezförmiger Plättchen beim «Mosaik Alphabete», während bei dem sehr stark verbreiteten «Flora, das Blumenspiel» zahlreiche verschiedene Formen Verwendung finden. Aus bunten Drei-, Vier- und Fünfecken, Kreissegmenten und anderen, durch Zerteilen entstandenen Formen können komplexe Blumendarstellungen gelegt werden, die auf den begleitenden Vorlageblättern aufgezeichnet sind. Alle diese Spiele scheinen sich, nach ihrer Anzahl und den starken Gebrauchsspuren zu schliessen, bei den schenkenden Erwachsenen und den spielenden Kindern grosser Beliebtheit erfreut zu haben. Durch ihre elementare Spielidee und Gestaltungsweise sind sie bis heute aktuell.