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«Die Listen der Freiburger SP, der Mitte links – CSP und der Grünen werden für die Wahlen in den Nationalrat vom 20. Oktober verbunden sein. Die Listen der SP bilden eine Unterlistenverbindung, und eine zweite vereint die Listen der Mitte links – CSP und der Grünen.» Dies haben die Freiburger Linksparteien gestern in einem gemeinsamen Communiqué bekannt gegeben.
Die drei Parteien hätten gleiche Ansichten bezüglich Solidarität, sozialer Gleichheit und Umweltschutz, heisst es weiter. Sie erachteten es deshalb als wichtig, einen dritten Sitz in Bern zu gewinnen, um gemeinsam den Kampf für den Klimaschutz und eine fortschrittliche Schweiz mit der Gleichstellung von Mann und Frau und dem Schutz der Umwelt zu führen.
Bei den Wahlen 2011 hatte die CSP den Sitz von Marie-Thérèse Weber-Gobet an die SP verloren, und 2015 verlor die SP diesen Sitz an die SVP. Nun ist die Rückeroberung des linken Sitzes das Ziel.
Bereits 2015 gab es im linken Lager eine Allianz, die aber etwas anders aussah. Damals war die EVP noch im linken Lager, dieses Mal will sie aber die CVP unterstützen. Auch bei den Unterlistenverbindungen gibt es Änderungen. Die SP spannt gleich mit vier Listen aus ihren eigenen Reihen zusammen. Und die Grünen, die sich vor vier Jahren noch mit einer eigenen Jungliste verbündet hatten, bilden nun mit der CSP eine Unterlistenverbindung. Die Verhandlungen der Grünen mit den Grünliberalen führten hingegen zu keinem Ergebnis, da diese mit der CVP eine Verbindung eingeht.
«Es gab einige Punkte zu diskutieren», sagt Bruno Marmier, Präsident der Grünen. «Wir brachten noch einmal die letzten Ergänzungswahlen für den Staatsrat auf den Tisch. Die SP hat Fehler eingestanden. Dass eine Partei die alleinige Vorherrschaft in einem Bündnis hat, geht nicht.» Deshalb sei es auch zur Unterlistenverbindung mit der CSP gekommen, damit ein allfälliger dritter Sitz an eine dieser beiden Parteien ginge, so Marmier.
Benoît Piller, Präsident der SP, sagt: «Ja, wir anerkennen Fehler von unserer Seite. Doch wir haben dieses Kapitel nun abgeschlossen. Wir sind stärker, wenn unsere drei Parteien zusammen in den Wahlkampf steigen.» Philippe Wandeler, Präsident der Mitte links – CSP, stellt ebenfalls ins Zentrum, dass der dritte Sitz zurück an die Linke gehe, vorzugsweise an die CSP oder die Grünen. «Wir hoffen auf den Sitzgewinn für eine sozial-ökologische Partei.»
Man habe in den Diskussionen auch bereits auf die kommenden Staatsratswahlen geschaut, so Wandeler. «Es wird sich nun zeigen, wie bereit die SP ist, die Macht zu teilen. Aber das Einvernehmen unter den Linksparteien ist derzeit gut.»
Wenn man die drei Parteipräsidenten befragt, was im Vergleich zu den Wahlen von vor vier Jahren anders ist, so sprechen vor allem Wandeler und Marmier ihre Kandidatenlisten an. «Wir haben zwei deutschsprachige Kandidaten und ein gutes Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen. Es sind Leute mit einem soliden Rucksack», so Wandeler.
Marmier hält fest: «Wir haben nun viele Kandidaten, auch Junge, die in der Politik bereits sehr aktiv sind. Im Vergleich zum letzten Mal haben die Grünen sechs statt drei Grossräte, und die aktuellen Themen mit der Klimadebatte spielen uns in die Hände.»