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gebräuchliche Mikrophon. Sie besteht aus einem Bügel V, iu welchem sich eine bewegliche Spitze a mittels Schrau- bengewinde gegen eine feste Spitze d verschie- ben läßt, so daß das zu messende Stück beide Spitzen berührt. Mittels des Teilkrei- ses X läßt sich dann die Dicke bis auf l/iouo mm genau ablesen. Die Spitzen o und ä, von denen c beweglich ist, dienen zum Mes- sen von Hohlräumcn.
Für Hohlräume von größerer Ausdehnung [* 1] ! wie Cylinderdurch- messer hat man Stich- maße ls. d.) mit Mikrophon. (Vgl. Difserentialschraube.) Mikrometerzirkel, [* 2] ein Zirkel zum Messen sehr kleiner Dimensionen, wie z. B. der Gegenstände der Nhrenfabrikation(Räder, Federn).
Der (s. nach- stehende [* 2] Figur) bestebt aus einem doppelten Schenkel- [* 2] Fig. i. paar, die einen gemeinsamen Drehpunkt a haben, aber von verschiedener Länge sind.
Mit dem kürzern i Schenkelpaar d wird gemessen, am längern, mit > dessen einem Arm ein Gradbogen c verbunden ist, das Maß vergrößert dargestellt und dadurch mit Leichtigkeit abgelesen. MikroMillimeter oder Mikron, ein in der Mikroskopie angewandtes Maß ^ 0,001 mm, also ^1000000 ui;
es wird in der Schweiz [* 3] amtlich als M' und sonst bisweilen als ^ abgekürzt geschrieben.
Mikromyölie (grch.), die angeborene Kleinheit des Rückenmarks.
Mikron, soviel wie Mikromillimeter (s. d.). Mikronesien, Gesamtname für die Inselgrup- pen im nordwestlichsten Oceanien, wie die Ladronen, die Karolinen, die Palau- und die Marshallinseln.
Mikroorganismen, kleinste Lebewesen pflanz- licher oder tierischer Natur, im engern Sinne gleich- bedeutend mit Bakterien (s. d.). Mikroperthit, s. Perthit. Mikrophon (grch.), Bezeichnung für die eine Klasse der in der Telephonie gebräuchlichsten Geber.
1) Allgemeines und Geschichtliches. In dem Mikrophon versetzen die durch die Luft fortgepflanzten musikalischen oder durch Sprechen erregten Schall- wellen eine Platte oder Tafel in Schwingungen, an welcher in geeigneter Weise zwei oder mehrere die Elektricität nicht besonders gut leitende Körper (vor- wiegend Kohle) fo befestigt sind, daß sich zufolge der Schwingungen der Platte, sei es durch Druckänderun- gen oder sei es durch Formänderungen, die Innigkeit der Berührung in einer jenen Schwingungen genau entsprechenden Weise in rascher Folge ändert;
da nun die sich berührenden Körper in den Stromkreis einer galvanischen Batterie eingeschaltet sind, so ändert sim weiter mit der Innigkeit der Berührung auch der Widerstand, den die Berührungsstelle dem Strome bietet, und dadurch die Stärke [* 4] des Stroms. Wird daher in den Stromkreis noch ein Telephon als Empfänger eingeschaltet, so werden die Strom- stärkenänderungen die Platte desselben in überein- stimmender Weise in Schwingungen versetzen und so die gegen das Mikrophon gesprochenen Worte oder Töne wieder dem Ohr [* 5] vernehmbar machen.
Das Mikrophon eignet sich nur in sehr unvollkommener Weise dazu, als Empfänger benutzt zu werden.
Befindet sich der Empfänger in größerer Entfernung von dem Mikrophon, so ist es vorzuziehen, ihm nicht die ^ von dem Mikrophon beeinflußten Bat- terieströme selbst durch die Lei- tung zuzuführen, sondern einen Induktor anzuwenden, dessen primäre Rolle man von den in ihrer Stärke wechselnden Mikro- phon-Batterieströmen durchlaufen läßt, da- mit sie in der sekundä reu Rolle Induktions- ströme erzeugen, welche dann in der Leitung zum Empfänger ge- langen und in ihm wirken.
Nach- dem Edison in einem Batterie- Telephon 1875 von der oben er- wähnten Eigenschaft der Kohle, durch Druck ihren Widerstand zu ändern, Gebrauch gemacht hatte, kam Hughes 1878 auf die Erfindung des eigentlichen Mikrophon;
dagegen sprach 1881 das amerik. Patentamt die Priorität der Erfindung dem Han- noveraner E. Berliner [* 6] in Washington [* 7] zu. 2) Beschreibung einiger VI. Das Mikrophon von Hughes bestand einfach aus zwei rechtwinklig an- einander befestigten Holzbrettchen, von denen das eine, vertikal stehende, in entsprechender Entfernung übereinander zwei in den Stromkreis eingeschaltete Kohlenstückchen trug, welche an den einander zu- gewandten Flächen kleine Vertiefungen besaßen; in diese Vertiefungen wurde in vertikaler Stellung ein Kohlenstäbchen lose eingesetzt, so daß es durch die Schwingungen der Platte in Erzitterungen versetzt werden konnte. (Vgl. Induktionswage [* 8] und die zu- gehörige Abbildung, in der N ein solches Mikrophon dar- stellt.) Ähnliche Einrichtung, nur bei anderer Lage der Kohlenstäbe, haben die Mikrophon von Croßley, Gower, Ader.
Sehr verbreitet sind die Mikrophon von Berliner und von Francis Blake in Preston.
Bei Berliners (s. vorstehende [* 2] Fig. 1) liegt hinter einem Schall- trichter eine Eisenblechplatte, welche auf ihrer Rück- seite in der Mitte eine Neusilberhülse mit eingelegten Kohlenplättchen trägt;
auf die Kohlenplatte legt sich durch sein Gewicht mit seinem abgerundeten Ende ein Kohlencylinder, welcher in einer Messinghülse steckt und mittels derselben an einem kurzen Mefsing- blech befestigt ist, das mittels zweier Schrauben [* 9] wieder am Ende eines zweiten, dickern Blechstreifens aufgehängt ist und sich pendelnd um beide Schrauben bewegen kann.
InBlates Mikrophon liegt die schwingende Platte nicht mit im Stromkreise, vielmehr wird gegen ihre Mitte ein an einer schwachen Feder hängendes Platinhämmerchen durch eine von einer kräftigern Feder getragene Kohlenplatte gedrückt, während die schwächere Feder das Hämmerchen vonder Eisenblech - platte binwegzudrücken und abzuheben strebt;
beide ¶