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Die Gesamtheit der Stimmberechtigten in der Kirchgemeinde wird als Kirchgemeindeversammlung bezeichnet. Die Stimmberechtigten üben ihr Recht aus in der gleichnamigen Zusammenkunft, der Kirchgemeindeversammlung oder an der Urne (Art. 156)
Die Aufgaben (Art. 157) der Kirchgemeindeversammlung umfassen:
- Erlass und Änderung der Kirchgemeindeordnung,
- Entgegennahme des Jahresberichtes der Kirchenpflege und Aussprache über den Stand des kirchlichen Lebens,
- Abnahme der Jahresrechnung,
- Festlegung von Budget (und Steuerfuss)
- Wahl der Mitglieder in die Kirchenpflege, die Rechnungsprüfungskommission und die Pfarrwahlkommission, sowie der Präsidentin oder des Präsidenten der entsprechenden Behörde. Weiter wählt die Kirchgemeindeversammlung die Delegierten in die Zentralkirchenpflege und Pfarrpersonen,
- Geschäfte von Oberbehörden, die ihr durch die Kirchenpflegeunterbreitet werden,
- Übernahme neuer Gemeindeaufgaben und Bestimmung der zuständigen Organe,
- weitere ihr durch die Kirchgemeindeordnung oder durch Kirchgemeindebeschluss vorbehaltene oder von der Kirchenpflege vorgelegte Geschäfte.
Die Kirchenpflege kann für die Beratung kirchlicher Anliegen zu freien Versammlungen (Art. 158) einladen. Beschlüsse solcher Versammlungen haben die Wirkung von Anregungen.
Ordentlich angesetzt sind Kirchgemeindeversammlungen im Frühjahr (Abnahme der Rechnung) und im Herbst (Budget). Je nach Bedarf können auch ausserordentliche Versammlungen einberufen werden.
(Rechtsquelle: Kirchenordnung)