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Das Bundesamt für Statistik (BFS) korrigiert die Annahmen über das Bevölkerungswachstum in der Schweiz nach oben: 2045 leben demnach 10,2 Millionen Personen in der Schweiz, rund zwei Millionen mehr als heute. Stärkster Wachstumstreiber ist die Zuwanderung.
Das Ausmass des Bevölkerungswachstums hänge fast ausschliesslich von den Wanderungsbewegungen ab, schreibt das BFS in seinem jüngsten Szenario zur Bevölkerungsentwicklung. Der Geburtenüberschuss wirke sich hingegen kaum auf das Bevölkerungswachstum aus, in absehbarer Zeit übersteige die Anzahl Todesfälle gar die der Geburten.
Eine Bevölkerung von 10,2 Millionen Personen im Jahr 2045 entspricht dem Referenzszenario, das von einer Fortsetzung der Entwicklung der letzten Jahre ausgeht. Daneben haben die Experten des Bundes auch noch ein «hohes Szenario» durchgespielt. Diese geht von einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung in der Schweiz bei gleichzeitigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der EU aus. Das Resultat: 11 Millionen Einwohner im Jahr 2045.
Gemäss dem «tiefen» Szenario, das von einem sich verlangsamenden Wirtschaftswachstum in der Schweiz ausgeht, leben im Jahr 2045 lediglich 9,4 Millionen Personen im Land. 2010 hatte das BFS in einem «mittleren Szenario» noch eine Bevölkerungszahl von 8.9 Millionen Personen im Jahr 2060 prognostiziert.
Unabhängig vom gewählten Szenario wird die Bevölkerung gemäss BFS «markant und rasch altern». In den nächsten 30 Jahren werde insbesondere die Zahl der Personen ab 65 Jahren stark zunehmen, da die Babyboom-Generation allmählich das Rentenalter erreiche. Dazu kommt die immer höhere Lebenserwartung.
Das Referenzszenario geht von 2,7 Millionen Personen über 65 Jahren im Jahr 2045 aus. Zum Vergleich: Ende 2014 gehörten 1,5 Millionen Personen zu dieser Altersgruppe.
Ebenfalls markant ansteigen dürfte das Bildungsniveau. Konnten 2014 noch 40 Prozent der 25- bis 64-Jährigen einen Tertiärabschluss vorweisen, sollen es im Jahr 2040 bereits bis 57 Prozent sein. Gemäss dem Referenzszenario gibt es im Jahr 2019 mehr Personen mit Tertiärabschluss als solche mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II. Ein wichtiger Faktor für diese Entwicklung ist die Zuwanderung von hochgebildeten Personen. (aeg/sda)