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Zum ersten Mal seit 2013 war Federer ohne Vorbereitungsturnier in den Beinen nach Melbourne gereist, die fehlende Matchpraxis war dem 38-jährigen Baselbieter aber nicht anzumerken. Im dritten Duell mit dem Kalifornier gewann Federer neun der ersten zehn Punkte, nach gut fünf Minuten führte er bereits mit 3:0. Auch im zweiten und im dritten Satz gelang Federer gleich bei erster Gelegenheit ein Break.
«Es ist schön, wieder in Australien zu sein», sagte Federer im anschliessenden Platzinterview mit Jim Courier. Beim Publikum entschuldigte er sich für das Fehlen am ATP Cup, stattdessen bereitete er sich in Dubai und Melbourne auf das Turnier vor. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, es war eine sehr gute Erstrundenpartie.»
Verzögert wurde der Auftritt Federers nur durch eine rund viertelstündige Regenunterbrechung Mitte des ersten Satzes, als das Dach über der Rod Laver Arena geschlossen werden musste. Federer zeigte sich spielfreudig wie eh und je, übernahm das Zepter von Beginn an und stiess auch immer wieder ans Netz vor.
Johnson (ATP 75), der zuletzt das Challenger-Turnier in Bendigo gewonnen hatte, blieb auch im dritten Duell mit Federer chancenlos. Nach 81 Minuten verwertete der Schweizer mit einem Servicewinner seinen ersten Matchball zum klaren Sieg.
In der 2. Runde trifft Federer am Mittwoch auf den Sieger der Partie zwischen dem Serben Filip Krajinovic (ATP 41) und dem französischen Qualifikanten Quentin Halys (ATP 215). Bereits gescheitert ist der Kanadier Denis Shapovalov, ein möglicher Achtelfinal-Gegner Federers. Die Nummer 13 der Setzliste verlor gegen Marton Fucsovics aus Ungarn in vier Sätzen.
Mit seiner 21. Teilnahme im Melbourne Park stellte Federer einen Rekord auf. Der Grand-Slam-Rekordsieger gewann das Turnier in Melbourne sechs Mal, zuletzt 2018.
Für Jil Teichmann und Viktorija Golubic ist das Australian Open bereits zu Ende. Teichmann verliert in der 1. Runde gegen Jekaterina Alexandrowa ebenso in drei Sätzen wie Golubic gegen Zhu Lin.
Jil Teichmann (WTA 68) wehrte sich bei ihrer Premiere im Hauptfeld im Melbourne Park gegen die im Ranking 40 Plätze bessere klassierte Russin Alexandrowa nach Kräften, ehe sie mit 4:6, 6:4, 2:6 unterlag.
Im zweiten Satz holte sie einen 1:3-Rückstand auf und schaffte dank fünf von sechs gewonnenen Games den Satzausgleich, im dritten zog Alexandrowa aber schnell auf 4:0 davon, ehe sie nach 2:10 Stunden ihren dritten Matchball verwertete.
Die 25-Jährige aus Tscheljabinsk setzte damit ihren vorzüglichen Saisonstart fort. Zum Auftakt des Jahres gewann sie das Turnier in Shenzhen.
Noch länger als Teichmann stand Viktorija Golubic (WTA 76) im Einsatz. Nach gut zweieinhalb Stunden unterlag sie der Chinesin Zhu Lin (WTA 71) 6:4, 1:6, 6:7 (5:10).
Die Partie hatte hin und her gewogen, wobei sich beiden Spielerinnen die Möglichkeit bot, diese frühzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Golubic vergab beim Stand von 4:4 und 5:5 im dritten Durchgang je einen Breakball, insgesamt liess sie allein im finalen Satz elf Breakchancen verstreichen.
Im Super-Tiebreak führte Golubic mit 3:0, ehe ihr ein kurzer Aussetzer das Game und damit die Partie kostete. Die 27-Jährige schaffte es damit auch im fünften Anlauf im Hauptfeld am ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nicht, die 1. Runde zu überstehen.
(zap/sda)