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Die Waadtländer Justiz hat einen 47-jährigen Mann wegen Vergewaltigung verurteilt, da er ohne das Wissen der Frau während dem Sex das Kondom abgezogen hatte. Es handelt sich nach Angaben des Anwalts des Opfers um den ersten Schuldspruch dieser Art.
Der Mann wurde am Montag zu einer bedingten Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt. «Das Urteil kann noch angefochten werden, ist aber eine Premiere in der Schweiz», sagte am Dienstag der Anwalt Baptiste Viredaz der Nachrichtenagentur SDA, der die Frau vertrat. Der Anwalt bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «20 minutes».
Der Franzose und die Schweizerin hatten sich über die Smartphone-Applikation Tinder kennen gelernt. Beim zweiten Treffen kam es zum Geschlechtsverkehr, zunächst mit einem Präservativ, wie die Frau verlangt hatte.
Der Mann wollte danach der Frau in den Mund ejakulieren, was diese ablehnte. Stattdessen ging der Geschlechtsverkehr weiter. Die Schweizerin war sich dabei nicht bewusst, dass der Mann kein Kondom mehr trug.
Das Strafgericht Lausanne war der Ansicht, dass es einer Vergewaltigung gleichkomme, wenn ein ungeschützter Geschlechtsverkehr aufgezwungen wird, obwohl ein Schutz vorgesehen war. Nach Angaben des Anwalts Baptiste Viredaz liess das Bundesgericht diese Frage bislang offen. (whr/sda)
2008 trat Aziz O. eine Prozesslawine los, die erst heute vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) endete: Der islamistische Vater aus Basel hatte sich geweigert, seine minderjährigen Töchter zum Schwimmunterricht zu schicken und wurde dafür vom Bundesgericht gebüsst. Der EGMR bestätigte heute die Schweizer Gerichtspraxis.
Er wollte seine Töchter nicht in den Schwimmunterricht schicken, und ging dafür bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Nun hat Aziz O. verloren. Die neun- und siebenjährigen Töchter hatten im August 2008 die Primarschule in Basel besucht.
Dem obligatorischen Schwimmunterricht blieben sie jedoch fern. Gespräche mit den Eltern, welche die Schweizer und die türkische Staatsbürgerschaft haben, fruchteten nicht. Nach einem Warnschreiben im Jahr 2008 büsste das …