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Bezirk des Kantons Aargau.
Man zählt in diesem Bezirke 27585 Reformierte und 1062 Katholiken. - Seit dem Jahre 1901 sind
die Gemeinden
Riken und
Balzenwil in eine Gemeinde vereinigt unter dem Namen
Murgenthal;
(Kt. Zug).
Die Stadt Zug hat eine überaus reizende Lage und sehr günstige, klimatische Verhältnisse.
Unter den öffentlichen Gebäuden nimmt das Schulhaus im Neustadtquartier, erbaut von Keiser und Bracher,
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bezogen im Herbst 1909, eine hervorragende Stelle ein. Gilt es doch in baulicher und in schulhygienischer Beziehung als eines
der schönsten und besteingerichtetsten der Schweiz. Die Stadtbibliothek, in der Mitte der Stadt, befindet sich in dem geschmackvoll
restaurierten ehemaligen Zeughaus und zählt etwa 25000 Bände. Im Süden der Stadt erheben sich das Zeughaus,
die Kaserne und die Kantonsschule, deren reichhaltige Sammlungen sehenswert sind. Ferner das höchst gefällige Marienheim,
erbaut von E. Weber, bezogen 1909 und das neue Theater und Kasino, erbaut von Keiser und Bracher, vollendet 1909, ein moderner
Bau, der sich durch ebenso praktische als gefällige Einrichtung auszeichnet.
Das 1855-57 erbaute Bürgerspital und das neben ihm befindliche städtische Waisenhaus an der Strasse nach Arth, sowie das
oberhalb des Dörfchens Oberwil thronende Sanatorium Franziskusheim, eröffnet 1909 (Privatanstalt), verdienen sowohl wegen
ihrer herrlichen Lage, als wegen ihrer durchaus modernen Einrichtung besonders Erwähnung. Schön gelegen und baulich interessant
sind auch das alte Schützenhaus und das Bürgerasyl, beide
im Westen der Stadt an der Chamerstrasse.
Die interessante Waffensammlung befindet sich jetzt im historischen Museum, im Rathaus. Unweit von diesem sind die vorzüglich
eingerichtete Fischbrutanstalt und der Fasanengarten (am See).
Unter den Gebäuden im Privatbesitz sind vorzüglich nennenswert: im nördlichen Stadtteil: die weitläufigen
Gebäulichkeiten der grossen Metallwarenfabriken, das Schlösschen NeuSt. Andreas, die Bank (vormals Sparkassa) und das Etablissement
der Wasserwerke;
in der Mitte der Stadt der Hirschen («Vereinshaus») in italienischem Stil
(galt in der ersten Hälfte des 19. Jahrh. als einer der schönsten Gasthöfe der Schweiz), ferner die Burg, einst Sitz
des habsburgischen Amtmanns, und der Hof, beide mit krenelierten Ringmauern umgeben;
im Süden: der Zurlaubenhof.
Dieser ehemalige
Sitz der Freiherren v. Zurlauben, Thurm und Gestelenburg enthält u. a. einen grossen Saal mit den Bildnissen der französischen
Könige. Unterhalb des Zurlaubenhofes ist die grosse Fabrik elektrischer Zähler und oberhalb das stattliche Pensionat,
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