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Die bulgarische Regierung will trotz der prognostizierten Niederlage ihrer Kandidatin bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl nicht zurücktreten. Dies hatte Regierungschef eigentlich angekündigt für diesen Fall.
«Lasst uns die Ergebnisse sehen - wir haben noch nicht verloren», sagte Ministerpräsident Boiko Borissow in der Nacht zum Montag. Angaben von Meinungsforschungsinstituten zufolge lag der russlandfreundliche ehemalige General Rumen Radew in der ersten Wahlrunde am Sonntag vor der Kandidatin der bürgerlichen Regierungspartei GERB, Zezka Zatschewa.
Borissow hatte den Rücktritt seiner Mitte-Rechts-Regierung für den Fall angekündigt, dass Parlamentspräsidentin Zatschewa den ersten Platz beim ersten Wahlgang verfehlt.
Jetzt schob er diesen Schritt auf: «Sollten wir die Stichwahl verlieren, werden wir uns am Montag in einer Woche für Neuwahlen entscheiden», sagte Borissow. Er wolle «kein Durcheinander in dieser Woche» vor der Stichwahl am 13. November verursachen. Zudem habe keine einzelne Partei die erste Runde gewonnen, sondern Radews Initiativkomitee, sagte Borissow.
Der parteilose Radew, der von den oppositionellen Sozialisten (Ex-KP) unterstützt wird, erhielt nach Angaben von Meinungsforschungsinstituten rund 25 Prozent der Stimmen. Zatschewa kam lediglich auf rund 22 Prozent. Eine Stichwahl zwischen den beiden gilt als sicher.
Amtliche Ergebnisse der Zentralen Wahlkommission lagen noch nicht vor. Das Endergebnis soll bis Dienstagabend bekannt werden. (sda/dpa)