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Bei den Olympischen Spielen von London 2012 haben laut einer Nachkontrolle mehr als 70 Athleten illegale Substanzen zur Leistungssteigerung konsumiert. Die Medaillen werden neu vergeben.
Die Internationale Test-Agentur Ita hat die Bilanz ihrer Arbeit bei den Nachkontrollen von Dopingproben der Olympischen Spielen 2012 in London vorgelegt. Demnach wurden nachträglich 73 Verstösse gegen Anti-Doping-Bestimmungen geahndet. Dabei sei es zu der Aberkennung von 31 Medaillen gekommen und insgesamt zur Neuvergabe von 46 olympischen Medaillen in vier Sportarten.
Die Dopingproben von London 2012 sind im Auftrag des Internationalen Olympischen Komitees mit neueren Analysemethoden untersucht worden. Die erneuten Tests von Proben hatte das IOC nach den Sommerspielen 2004 in Athen begonnen. Das Re-Analyseprogramm für die Spiele in London ist das bisher umfassendste gewesen. Insgesamt sind nach Angaben der Ita 2727 Proben erneut analysiert worden.
Keine Auswirkungen für die Schweiz
Die häufigsten betroffenen Sportarten der Dopingsünder sind Gewichtheben und die Leichtathletik, die rund 80 Prozent der Vergehen ausmachen. Nach Nationen gefiltert, wurden die meisten Vergehen von russischen, weissrussischen und ukrainischen Athleten begangen. Auf Namensnennung wird in der Untersuchung verzichtet.
Die Schweiz hat keinen Dopingsünder zu verzeichnen, allerdings wird auch kein Olympionike oder Olympionikin von damals nachträglich in den Genuss einer Medaille kommen. In den relevanten Sportarten haben die Schweizer nirgends eine Medaille knapp verpasst.
sda / mar