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Der junge Freund des alten Kant
Der 1760 geborene und 1807 in Königsberg gestorbene Johann Friedrich Gensichen war Mathematiker und arbeitete eng zusammen mit Johann Friedrich Schultz (1739-1805), Mathematik-Professor und Zweiter Hofprediger in Königsberg. Ihr gemeinsames Thema: Eine Mathematik unendlich grosser Zahlen. "Nebenan" wohnte Immanuel Kant, der zu dem viel jüngeren Gensichen ein enges Freundes-Verhältnis pflegte.
J. F. G. erstellte 1791 eine Neufassung der wichtigsten Teile von Kants "Himmelstheorie", schrieb die beiden ersten Rezensionen über Fichtes Offenbarungskritik und verteidigte in mehreren Broschüren und Rezensionen die innovativen mathematischen Ansätze von Schultz.
Kurz bevor er zum Mathematik-Ordinarius (Nachfolge von Schultz) hätten berufen werden können, starb er.
Hans-Peter Gensichen
H.-P. Gensichen wurde 1943 geboren. Er hat zahlreiche Bücher im BoD-Verlag veröffentlicht. Das erfolgreichste von diesen heisst "Kant IN heutigem Deutsch".
Beruflich ist G. evangelischer Pfarrer. Er hat jahrzehntelang und regelmässig in der weltbekannten Wittenberger Schlosskirche gepredigt. Zudem leitete er dort eine Forschungsstelle, die sich mit dem Verhältnis zwischen Naturwissenschaft und christlichem Glauben befasste.
Das Ehepaar Verena und Peter Gensichen feierte 2018 seine Goldene Hochzeit in Tübingen.
Die Kinder des Paares leben heute in Leipzig, Rostock und Tübingen. Politisch - umweltpolitisch tätig - war G. nach der deutschen Wiedervereinigung in einer grossen Deutschen Umweltstiftung.
Ein Wikipedia-Artikel sagt zu GENSICHEN mehr.