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Binnen sechs Monaten hat sich die Zahl verdoppelt: Knapp eine Million Menschen in Syrien sind laut Uno vom Krieg eingeschlossen. Es fehlt an Nahrung und Wasser.
Die Lage der Zivilisten im mehr als fünf Jahre andauernden Bürgerkrieg in Syrien ist verzweifelt und verschlechtert sich weiter: Die Zahl der in belagerten Dörfern, Städten und Stadtteilen lebenden Menschen hat sich nach Uno-Angaben innerhalb eines halben Jahres verdoppelt.
Rund 974'000 Menschen lebten derzeit im Belagerungszustand, sagte der Uno-Koordinator für humanitäre Hilfe, Stephen O'Brien, im Uno-Sicherheitsrat in New York. Vor sechs Monaten seien es noch weniger als 500'000 Menschen gewesen.
Die Menschen in den belagerten Orten seien dringend auf Hilfslieferungen angewiesen, sagte O'Brien. Konvois kämen aber wegen der schweren Kämpfe meist nicht ans Ziel.
Allein in dem von Rebellen kontrollierten Ostteil der Grossstadt Aleppo sind Schätzungen zufolge 250'000 Menschen eingeschlossen. Sie haben kaum noch etwas zu essen und zu trinken, zudem ist ihre medizinische Versorgung fast vollständig zusammengebrochen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es in Ost-Aleppo kein funktionierendes Krankenhaus mehr. (cht/AFP)