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Auf dem Gebiet der Gemeinde Lütisburg wurden bis zur Schulverschmelzung im Jahre 1969/1970 drei Volksschulen unterhalten: eine katholische und eine evangelische im Dorf (bis 1950 in Oberwies) und eine evangelische in Rimensberg. Über den Ursprung dieser Schulen ist wenig bekannt. Die katholische Schule wurde erstmals 1680 erwähnt. 1815 wurde die katholische Schule in das neben der zerfallenen Burg gelegene Diensthaus verlegt. Von 1815 bis 1970 diente das Schloss, das 1859 für Schulzwecke nochmals umgebaut wurde, als Schulhaus.
Wann die Reformierten von Lütisburg ihre beiden Schulen in Oberwies und auf dem Winzenberg, später Rimensberg, errichteten, ist unbekannt. Am 18. November 1770 wurde der Baumwollweber und Kleinbauer Johann Jakob Rimensberger von den Schulgenossen einstimmig zum Schulmeister von Oberwies gewählt. Er bezog einen Jahreslohn von 10 Gulden (heutiger Wert ca. 200 Franken). Von jedem Kind durfte er 6 Kreuzer (ca. 20 Franken) als Schulgeld verlangen. Diese Schulgelder mussten vom Lehrer mühsam erbettelt werden. Der Schulkreis Oberwies umfasste die Höfe Haslen, Mühlau, Oberwies und Unterrindal. Zum Schulkreis Winzenberg gehörten Rimensberg, Herrensberg, Nord, Schauenberg und Winzenberg. Schule wurde gehalten von Martini (11. November) bis anfangs Mai, in jeder Schule 10 Wochen. Der Unterricht beschränkte sich auf Lesen, Schreiben und Singen von Psalmen und geistlichen Liedern, vom Rechnen sah man ab.
Im Jahre 1837 wurde in Oberwies ein eigenes Schulhaus erstellt, angebaut an das Haus des Lehrers. Aber schon in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1841 fiel es dem Grossbrand zum Opfer, der vier Häuser und zwei Scheunen vernichtete. Im Frühjahr 1842 beschloss die Gemeinde den Wiederaufbau des Schulhauses, das heute noch neben der Sägerei Rutz besteht.
1946 wurde eine Baukommission beauftragt, eine Schulanlage mit Kochschule und Lehrerwohnung oberhalb des Dorfes Lütisburg für die Schüler der Talgegend zu planen. 1950 wurde das Schulhaus im Oberdorf eingeweiht. Von 1950 bis 1970 erteilte ein Lehrer in der achtklassigen Gesamtschule Unterricht.
1946 wurde eine Baukommission beauftragt, eine Schulanlage mit Kochschule und Lehrerwohnung oberhalb des Dorfes Lütisburg für die Schüler der Talgegend zu planen. 1950 wurde das Schulhaus im Oberdorf eingeweiht. Von 1950 bis 1970 erteilte ein Lehrer in der achtklassigen Gesamtschule Unterricht.
Bedeutend weniger bewegt ist die Geschichte der Katholischen Schulgemeinde; fanden doch weder Zusammenschlüsse noch grössere bauliche Veränderungen statt. Aber wie in Oberwies und Rimensberg genügten die Schulzimmer im ehemaligen Schloss ebenfalls nicht mehr den an sie gestellten Anforderungen. Erschwerend erwies sich die Lage dicht am Abhang der Thur. Nach einem Erdrutsch holte der Schulrat im Jahre 1960 ein Gutachten über den Zustand und die Sicherheit des Schlossgebäudes ein. Das Kantonale Hochbauamt führte in einem Gutachten aus, dass das Schulgebäude die nächsten 20 Jahre überstehen werden, was sich bewahrheitet hat. Der Schulrat gab sich aber mit dieser Auskunft nicht zufrieden und versuchte, mit dem Projekt eines Schulhaus-Neubaus vor die Schulbürger zu treten. Dem Vorprojekt aus dem Jahre 1963 erwuchs aber vor allem aus dem Gebiet von Unterrindal Widerstand. Letztlich konnten sich die katholischen Schulbürger auf einen Bauplatz gegenüber dem Restaurant „Post“, dem heutigen Standort des Schulhauses, einigen.
Am 20. Juli 1968 erfolgte der Spatenstich und im Frühling 1970 bezogen die Schüler das neu erstellte Schulhaus im Dorf Lütisburg. Gleichzeitig werden die konfessionell getrennten Schulgemeinden zusammen gelegt. Im Zusammenhang mit der Schulverschmelzung wurden die katholischen Bürger der oberen Berggegend (Winzenberg, Schauenberg, Herrensberg) von der Schulgemeinde Oberrindal abgetrennt und Lütisburg zugeteilt. Um den Kindern den Schulweg zu erleichtern, wurde ab „Landhaus“, Winzenberg, ein Schulbus eingesetzt.
Am 27. Mai 1971 wurde zu einer Interessentenversammlung ins Restaurant „Rössli“, Tufertschwil, eingeladen. Man wollte mit einer Sammlung bei Privaten und in Geschäften und aus einer Tombola am „Tufertschwilerfest 1971“ den finanziellen Grundstock für einen Kindergarten Lütisburg legen.
Am 17. Februar 1972 konnte der Verein zur Führung eines Kindergartens gegründet werden. Im Frühling darauf erschienen die ersten Kindergärtler im Reservezimmer des Schulhauses Oberdorf. Nach drei Jahren waren die finanziellen Mittel des Vereins ausgeschöpft und jedermann war froh, dass die Schulgemeinde den Kindergarten übernehmen konnte. Im Schuljahr 1986/1987 liess die Behörde den Dachstock des Schulhauses Oberdorf ausbauen und Raum für einen zweiten Kindergarten schaffen. Seit Frühling 1987 unterrichten zwei Kindergärtnerinnen die Kleinsten unserer Gemeinde.
In den vergangenen Jahren wurden die beiden Schulhäuser im Oberdorf und Neudorf stetig unterhalten und saniert.
Im 2006 folgte der Start zur Sanierung im Schulhaus Innenbereich. Dabei standen Beleuchtung, Akustik, Sicherheit, Funktionalität und Farbe im Vordergrund. Weiter hat sich seit dem Neubau im Jahr 1968 im Schulwesen doch sehr vieles verändert. Angefangen mit den verschiedensten Therapien, Einzug des Computers im Schulalltag, Umsetzung der geleiteten Schule und Einführung der integrativen Schulform sind einige von vielen Neuerungen, die Raumanpassungen und bauliche Massnahmen zur Folge hatten.
Ein grosser Tag war sicher die Einweihung der neuen Sportanlagen und des neuen Pausenplatzes beim Schulhaus Neudorf im August 2007. Die grosszügige Sportanlage strahlt weiter über Lütisburg hinaus.
Baubeginn Schulhaus Neudorf, 4 Klassenzimmer, Werkraum, Lehrerzimmer, Nassräume, Keller und Lagerraum; Turnhalle und Dienstwohnung
Einweihung - Aufnahme Schulbetrieb
2 Klassenzimmer mit Gruppenraum
1 Materialraum mit Bibliothek, Luftschutzkeller
Dachsanierung / Schulhaus, Pausenhalle, Turnhalle und Dienstwohnung, komplett neuer Flachdachaufbau mit Isolierung und Dachbegrünung - inkl. Bau der Solaranlage
Sanierung der Fensterfronten Schulhaus West- und Südfassade; neue Fenster, Lamellenstoren und Leibungsisolation mit Metallverkleidungen
Sanierung der Fassaden Süd und West an Schulhaus, Pausenhalle, Turnhalle und Dienstwohnung; Westseite Turnhallentrakt Metall-Glasfassade, Aussenzugang im Bühnenbereich, Fassade analog Schultrakt saniert, kosmetische und funktionelle Verbesserungen Turnhalle mit Bühne im Innenbereich
Sanierung der Fassaden und Fensterfronten Nord und Ost an Schul- und Turntrakt, Erweiterungsbau Geräteraum und Küche
Fenstersanierung ehemalige Dienstwohnung (Fenster / Storen)
1. Etappe Schultrakt Innensanierung: Einbau Schulleiterbüro, Disponibelraum, ISF-Raum, Serverraum und Sanierung Klassenzimmer
2. Etappe Schultrakt Innensanierung: 5 Klassenzimmer, 1 Gruppenraum; Einweihung der neuen Sportanlagen und des neuen Pausenplatzes
3. Etappe Schultrakt Innensanierung: alle Korridore, Nebenräume und WC-Anlagen, Einbau Rollstuhl-WC und Personenschutz
Sanierung Neudorfstrasse, Anpassung/Neugestaltung Vorplatz Schulhaus (Busunterstand/Einfahrt/Velounterstand), Sanierung Eingang Pausenhalle/Turnhalle
Verlegung Handarbeit vom Schulhaus Oberdorf ins Schulhaus Neudorf, Kauf Parkplätze Neudorf
Sanierung Dachrand, Eingangsbereich Oberdorf, Interaktive Whiteboards
Anschluss an den Wärmeverbund