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Bei Halbzeit war die Fünfte des Einzel-Wettkampfs vom Freitag auf Top-10-Kurs, doch in den beiden Stehendschiessen leistete sie sich im dichten Schneetreiben zwei respektive einen Fehler. Stehend setzte sie gleich die ersten beide Versuche neben das Ziel und fiel so vorübergehend bis auf Position 21 zurück. Liegend hatte die 31-jährige Olympia-Zweite von Sotschi perfekt geschossen und nach 6 km den 6. Platz belegt.
Gasparin hatte die letzte Saison wegen ihrer Babypause verpasst und war in Ruhpolding erstmals wieder in die absolute Spitze gelaufen. Am Freitag war sie ohne Schiessfehler durchgekommen. Zuvor hatte in diesem Winter ein 11. Platz im Sprint in Hochfilzen als bestes Resultat zu Buche gestanden.
Den Sieg in Bayern holte sich die tschechische Weltcupleaderin Gabriela Soukalova, die fehlerfrei schoss. Dahinter folgten die Deutschen Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier. Sowohl Hildebrand als auch Dahlmeier vergaben den Sieg mit dem allerletzten Schuss. Noch schlimmer erging es Marie Dorin Habert. Die Französin, Zweite im Weltcup-Klassement, kam in der Spitzengruppe zum letzten Schiessen, musste aber gleich viermal in die Strafrunde und fiel noch auf den 9. Platz zurück.
Doch noch Heimsieg dank Lesser
Im Männerrennen, für das sich kein Schweizer qualifiziert hatte, sorgte Erik Lesser für den ersten Heimsieg der Woche in der deutschen Biathlon-Hochburg. Auch er entschied den Wettkampf dank einer perfekten Leistung am Schiessstand für sich. Weltcup-Leader und Seriensieger Martin Fourcade leistete sich hingegen beim letzten Schiessen einen Fehler. Der Franzose kam als Zweiter trotz einer gewohnt starken Laufleistung nur noch bis auf 9,8 Sekunden an Lesser heran.
(SDA)