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Bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie angestrebt
Bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie steigern die Lebensbedingungen der Arbeiter/innen und haben nach einer gerade publizierten Wirkungsanalyse der Universität Tufts bessere Geschäftsergebnisse zur Folge. Ein vom SECO unterstütztes Programm, das in sieben Ländern mit 1.300 Fabriken und 1,6 Millionen Angestellten durchgesetzt werden soll, hat dies zum Ziel.
Seit 2009 unterstützt das SECO das Programm für die Textilindustrie „Better Work“ der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und der Internationalen Finanzgesellschaft (IFC). Dieses Programm hilft Exportunternehmen dabei, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit in der weltweiten Versorgungskette zu erhöhen.
Die gerade veröffentlichte Wirkungsanalyse belegt, dass Unternehmen, die am Programm „Better Work“ teilnehmen, ihre Qualität, Produktivität und Rentabilität verbessern können. Die Forscher/innen zeigen ebenfalls einen Zusammenhang auf zwischen der Bildung im Betrieb von Frauen und der Produktivitätssteigerung. 80 % der Arbeiternehmer/innen in der Textilindustrie sind nämlich Frauen, und mit der Ausbildung der Aufseher/innen konnte die Produktivität um 20 % gesteigert werden.
Das SECO fördert seit mehreren Jahren die Erhöhung von höher qualifizierten Arbeitsplätzen in den Schwerpunktländern der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, und dieses Ergebnis bestätigt, dass der soziale Fortschritt mit dem wirtschaftlichen Fortschritt Hand in Hand geht.
Das Programm „Better Work“ schafft eine Win-win-Situation. Die Arbeiter/innen können ihren Familien mehr Geld geben, während gleichzeitig die Erhöhung der Gehälter zur Reduktion der Lohndiskriminierung beiträgt.
Wie der Fall Vietnam zeigt, beschränken die Verbesserungen den Geschäftsfortgang nicht, sondern tragen im Gegenteil zu einer gesteigerten wirtschaftlichen Leistung bei. Die Gewinne der Fabriken in Vietnam wurden nach einer 4-jährigen Beteiligung am Programm um 25 % gesteigert.
Artikel von: Staatssekretariat für Wirtschaft
Artikelbild: © michaeljung / iStock