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Eine Studie hat den Zugang zu den Zentren und deren Geschäften von sechs verschiedenen Städten der Westschweiz untersucht. In Freiburg wurde die Pérollesstrasse unter die Lupe genommen. Diese hat den höchsten Anteil an Fussgängerinnen und Fussgängern.
Der Zugang zu Einzelhandelsgeschäften in den Stadtzentren ist ein viel diskutiertes Thema. Eine Studie wollte wissen, woher die Menschen kommen, welche die Einkaufsquartiere und die Geschäfte in den Zentren besuchen. Wichtig war auch die Frage nach den Verkehrsmitteln. Die Studie erhob die Daten von sechs Städten der Westschweiz aus dem Jahr 2021, darunter Freiburg. Dies schreibt der nationale Verband Fussverkehr Schweiz in einer Mitteilung. Das Ziel sei es, Synergien zu schaffen, da die Städte und ihre Geschäfte vor einer gemeinsamen Herausforderung stünden: ein lebhaftes Zentrum zu entwickeln.
Die Erhebung konzentrierte sich auf kleine Einzelhandelsgeschäfte. In jeder Stadt wurde eine Einkaufsstrasse festgelegt – für Freiburg war es die Pérollesstrasse. In Freiburg nahmen 232 Personen an der Umfrage teil. Diese ergab, dass in Freiburg rund 57 Prozent der Personen zu Fuss auf der Pérollesstrasse unterwegs sind. Dies ist das höchste Ergebnis unter den sechs untersuchten Gemeinden. Laut der Mitteilung sind die Fussgänger und die Velofahrenden diejenigen, welche die Einkaufsstrassen am häufigsten besuchen.
Die Studie ergab zudem, dass Kundschaft, die mit dem Auto anreist, nicht mehr als andere Personen einkauft. Die Fussgängerzonen werden geschätzt. Wie die Studie zeigt, ist unmittelbare Nähe von Parkplätzen für einige Geschäftsinhaber nach wie vor ein Thema. Dies wird jedoch nicht mehr so brennend diskutiert.
Schliesslich geht aus der Studie hervor, dass die Geschäfte in allen Städten den Anteil ihrer Kunden, die mit dem Auto anreisen, überschätzten.
Verschiedene Massnahmen
Auf der Grundlage der Ergebnisse der Studie haben die Studienautoren verschiedene Massnahmen vorgeschlagen. Sie sollen den Städten Instrumente in die Hand geben, mehr Personen ins Stadtzentrum zu locken. Einer der Vorschläge für die Pérollesstrasse ist ein leichterer Übergang für die Fussgänger auf die andere Strassenseite. Personen, die mit dem Auto anreisen, sollen Anreize erhalten, ein alternatives Verkehrsmittel zu nutzen.
Weitere Verbesserungsmöglichkeiten sind aus Sicht der Studienautoren eine Reduktion der Belästigung durch den motorisierten Verkehr, der Ausbau der Bummelmöglichkeiten und mehr Werbung für die Pérollesstrasse. Ausserdem empfehlen sie, die Chance zu nutzen, die der neue Radweg eröffnet. Er biete Mobilität und einen Blick auf die historischen Gebäude und deren Arkaden. Die Geschäfte sollen sich stärker auf das junge Publikum ausrichten und mehr Dynamik für das Wochenende anstossen. Die Autoren schlagen schliesslich vor, entlang der Pérollesstrasse Oasen der Ruhe zu installieren. Diese könnten in der Nähe der Bushaltestellen vorgesehen werden, die als Wartebereiche fungieren.