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Joe Biden gewann in der Nacht auf Donnerstag die beiden Swing States Wisconsin und Michigan. Die Resultate aus den Bundesstaaten Georgia und Nevada sollten am Donnerstag bekannt werden. Gewinnt Biden nur einen dieser Staaten, ist er der nächste US-Präsident.
Vorweg dies: Es kann noch mehrere Tage oder gar Wochen dauern, bis sämtliche Stimmen für die US-Präsidentschaftswahl ausgezählt sind und der Sieger feststeht. Wegen der Corona-Pandemie haben mehr Amerikanerinnen und Amerikaner als sonst per Post abgestimmt. In Pennsylvania zum Beispiel wird damit gerechnet, dass die Briefstimmen erst am Freitag vollständig ausgezählt sind. Weil der dortige Gewinner 20 Wahlleute-Stimmen erhält, gilt Pennsylvania als besonders wichtiger Bundesstaat.
Nichtsdestotrotz könnte das Rennen auch schon am Donnerstag entschieden werden. Noch offen ist das Ergebnis in diesen Bundesstaaten:
Für North Carolina und Pennsylvania werden für Donnerstag keine Schlussergebnisse erwartet. In Georgia und in Nevada hingegen könnte es noch am Donnerstag zum Showdown kommen. Und so sieht es für die zwei Kandidaten dort derzeit aus:
Arizona wurde teilweise schon sehr früh Joe Biden zugerechnet. Weil die Associated Press in diesem Bundesstaat weiterhin Biden als Sieger, ist der Bundesstaat auch auf watson im Moment noch blau. In den letzten Stunden hat sich der Abstand zwischen Biden und Trump aber wieder stark verkleinert. Es könnte also sein, dass Arizona doch noch an Trump geht. Der aktuelle Stand:
Gewinnt Biden auch in Georgia, so steht das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen fest: Mit 280 Elektorenstimmen wäre er der Sieger.
Biden reicht aber auch der Gewinn von Nevada. Denn mit diesen sechs Wahlmännerstimmen käme er auf genau 270.
Selbst wenn Trump Georgia gewinnt, wird es eng für ihn. Er läge dann bei 230 Wahlleute-Stimmen. Kann er in Nevada Biden aufholen, so käme er auf 236 Stimmen. Zählt man noch North Carolina dazu, das erst später ausgezählt wird, wo Trump aber klar vorne liegt, kommt der Präsident auf 251 Stimmen – noch immer nicht genug für einen Sieg.
In dem Fall müsste er auf die 20 Stimmen in Pennsylvania hoffen, die aber erst gegen Ende dieser Woche ausgezählt werden. 2016 gewann er in dem Staat knapp vor Hilary Clinton, 2012 ging der umkämpfte Ort an Barack Obama.
Donald Trump muss jetzt also in allen verbliebenen Staaten gewinnen.