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1886 und 1887 etwa 20000 Bauges Torf nach La Chaux de Fonds verfrachtet... Im Kleinen dient der Transport in Säcken.» 1904 spedierte die Linie Les Ponts-La Sagne-La Chaux de Fonds im Ganzen 2106 Tonnen Torf. Dieser ist je nach der Beschaffenheit der Moore und der Tiefenlage der abgebauten Schicht von verschiedenem Verkaufswert. Als Nebenprodukte gewinnt man auch noch die im Moor steckenden Wurzelstöcke, Baumstämme und Aeste, die zu einer Art Lignit geworden sind und unter dem Namen «kerbes» an Ort und Stelle etwa 4 Fr. pro Ster gelten.
In den tiefern, wasserreichen Partien der Moore findet man oft den sog. Dopplerit, eine frisch gleichmässig schwarze, wie Gelée sehr fein elastische, fettglänzende, nicht klebrige und geruchlose Substanz, getrocknet mit muscheligem Bruch, an der Luft in scharfkantige, glasartige Stücke zerfallend. Er stellt eine sehr komplexe Verbindung dar (Gemenge von freien Humussäuren, humussauren Salzen etc.), bildet sich hier fast ausschliesslich in den tiefern Teilen der Rasenmoore, tritt disloziert oder angehäuft in Spalten gang- und nesterartig auf und ist als das Endprodukt des ganzen Vertorfungsprozesses aufzufassen (vergl. Früh a. a. O. S. 164-168). Zum erstenmal wurde Torf abgebaut 1621 in Belgien. In La Brévine datiert die Torfgewinnung aus 1713 und in Les Ponts aus noch späterer Zeit. Zur Torffrage sei hier neben dem schon erwähnten grossen Werk von Früh, das auch alle Auskunft über die vorhandene Literatur gibt, noch erwähnt: Lesquereux, Léo. Quelques recherches sur les marais tourbeux en général. Neuchâtel 1844.
[Dr. H. Schardt.]
Die Flora der Torfmoore des Hochjura stammt aus der Eiszeit, und die sie zusammensetzenden Pflanzenarten finden sich vollzählig wieder in Skandinavien und zu einem grossen Teil in Lappland und den arktischen Gebieten, so dass sie höchst wahrscheinlich aus diesen Gegenden zu uns eingewandert sind. Charakteristisch ist für das Thal von Les Ponts eine kleine Anzahl von Holzpflanzen, Kräutern und Monokotylen, die mitten im Teppich der Torf- und Laubmoose gedeihen. Es sind a) 4 Baumtypen, nämlich die Rottanne (Picea excelsa) an den nicht zu nassen Rändern der Moore, die Moorkiefer (Pinus montana var. uncinata), die Moorbirke (Betula pubescens) und der Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia); b) einige Sträucher, nämlich die Zwergbirke (Betula nana), drei Weiden (Salix ambigua, S. aurita und S. repens) und die blaue Lonizere (Lonicera coerulea), eine in den jurassischen Torfmooren nur zufällig auftretende alpine Form; c) sechs Heidekrautgewächse, nämlich die gemeine Besenheide (Calluna vulgaris), die poleiblätterige Andromeda (Andromeda polifolia), die Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Heidelbeere (V. myrtillus), Preisselbeere (V. vitis idaea) und die zarte Sumpf-Moosbeere (Oxycoccus paluster); d) von Kräutern und Monokotylen Trichophorum caespitosum und T. alpinum, Eriophorum vaginatum;
Carex pauciflora, C. chordorrhiza, C. heleonastes, C. diandra, C. canescens, C. lasiocarpa und C. limosa;
Drosera rotundifolia und D. longifolia;
Parnassia palustris;
Galium uliginosum, G. palustre und an trockeneren Stellen G. boreale;
Stellaria uliginosa, Pedicularis palustris, Comarum palustre und Polystichum spinulosum.
Seltener sind Viola palustris, Scheuchzeria palustris und Sagina nodosa. Durch den Torfabbau beginnen zu verschwinden Alsine stricta und Saxifraga hirculus. Dazu kommen noch etwa 50 Moose, worunter 6 Arten Torfmoose (Sphagneen) und etwa 10 Flechten (so die Rentierflechte, Cladonia rangifera). Damit ist die charakteristische Flora der Torfmoore von La Sagne und Les Ponts nahezu erschöpfend aufgezählt. Diese ganze Pflanzengesellschaft vermag dank dem ihr zusagenden Boden, der bedeutenden Höhenlage und dem rauhen Klima sich hier trotz ihrer grossen Entfernung von den arktischen Gebieten zu halten und kräftig fortzupflanzen. Im Torf hat man Eichenstämme gefunden, die deutliche Zeichen menschlicher Bearbeitung aufweisen, was für ein weit zurückreichendes Auftreten des Menschen im Thal von Les Ponts spricht.
[Prof. F. Tripet.]
Das Thal wird zum erstenmal 1372 in einer Urkunde erwähnt, mit welcher Graf Johann II. von Aarberg den Bewohnern die ersten Freiheiten gewährt. Von diesen ausnahmsweisen Vergünstigungen, die den Kolonen zugestanden wurden, rührt die Bezeichnung des Clos de la Franchise her, unter der man im Allgemeinen den ganzen zentralen Abschnitt des Neuenburger Hochjura zusammenzufassen pflegt.