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Nach einer Reihe von Protestaktionen von Greenpeace-Aktivisten hat am Freitag der Chef der Umweltschutzbewegung, Kumi Naidoo, persönlich eine Ölplattform vor der Küste Grönlands geentert, um gegen geplante Bohrungen in der Arktis zu protestieren.
Der Greenpeace-Chef und ein weiterer Aktivist sind dabei festgenommen worden. Nach Polizeiangaben wird ihnen unbefugter Zutritt und Verletzung der um die Bohrinsel verhängten Sicherheitszone vorgeworfen.
Sie protestierten gegen Probebohrungen nach Öl in der Arktis. Nach Angaben von Greenpeace übergab der Südafrikaner der Besatzung der Bohranlage "Leiv Eiriksson" einen Appell von 50'000 Umweltschützern aus aller Welt. Darin wird die schottische Betreiberfirma Cairn Energy aufgefordert, "genau zu erklären", wie sie mit einer Ölkatastrophe wie vor einem Jahr im Golf von Mexiko umgehen würde.
Cairn Energy bestätigte die Greenpeace-Aktion; der Betrieb sei nicht gestört worden.
Nach einer Blockade-Aktion von 18 Greenpeace-Aktivisten hatte ein Gericht die Umweltschutzbewegung in der vergangenen Woche zu einer Strafe von 50'000 Euro pro Tag verurteilt, sollten Aktivisten erneut in eine Sperrzone rund um die Bohrinsel eindringen.
Cairn Energy will rund 180 Kilometer vor Grönlands Küste nach Öl bohren, Greenpeace befürchtet schwere Umweltschäden. Bereits im August hatten Aktivisten der Umweltschutzorganisation eine Erkundungsplattform der Cairn Energy besetzt und die Arbeiten tagelang aufgehalten.
SDA-ATS