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(NZZ – POLITISCHE LITERATUR – Donnerstag, 11. April 1996, Nr. 84, Seite 17)
zz. Der Föderalismus bildet den Themenschwerpunkt der «Schweizer Monatshefte» im April. Robert Nef wägt den Begriff in seiner Ambivalenz von Bund und Eigenstaatlichkeit der Teile, betrachtet die Wirkung der beiden Tendenzen auf die Freiheit, kritisiert die (interventionistische) Regionalpolitik und weitet den Blick aus auf Gemeinde-, Körperschafts- und Privatautonomie. Eine personal statt territorial gegliederte Föderation ist die Lösung von Michael Wolffsohn für den Nahen Osten und andere ethnisch-religiös durchmischte Regionen. In Kanada besteht das Problem nach Peter Ludwig Münch im Fehlen institutioneller Klammern wie einer Vertretung der Provinzen im nationalen Parlament und wirklich gesamtkanadischer Parteien. – Martin Lendi denkt über «die Notwendigkeit von einfachem Recht» nach: über die Spannung zwischen göttlicher Souveränität und komplexer Welt, über Liebe, Gerechtigkeit und – sich begrenzende – staatliche Ordnung.
Im Kulturteil schreibt Alphons Hämmerle über die Denker und Schriftsteller Giovanni Papini und Giuseppe Prezzolini, oei denen man im heutigen Italien wieder Orientierung zu suchen scheint Alexandra Michaela Kedves stellt den mit 24 Jahren schon erfolgreichen, im deutschen Sprachraum aber wenig beachteten Autor Christophe Bataille vor. Anton Krättli bespricht Friedrich Dürrenmatts Krimifragment «Der Pensionierte », Daniel Brühlmeier das Buch von Norman Mailer über John Kennedys Mörder Lee Harvey Oswald und Urs Schoettli Jean Christoph Rufins «Diktatur des Liberalismus».
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Schweizer Monatshefte. Vogelsangstrasse 52, 8006 Zürich. 48 S., Fr. 9.50.