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Nationalfeiertag - 1. August
Am 1. August – dem Schweizer Nationalfeiertag – wird in der ganzen Schweiz die Entstehung der Eidgenossenschaft gefeiert. Es werden Festumzüge und Ansprachen gehalten und Feuerwerke und grosse Feuer veranstaltet.
Die Geschichte dahinter
Die „alte“ Eidgenossenschaft entstand anfangs August im Jahre 1291 auf dem Rütli, aus dem Bündnis dreier Kantone um den Vierwaldstättersee – Uri, Schwyz und Unterwalden. Mit diesem Zusammenschluss wollten sich die Schweizer gegen die Grafen von Habsburg auflehnen. Dadurch wollten sie die Rückgewinnung und Verlängerung ihrer Autonomierechte erlangen.
Es existieren verschiedene Mythen, wie dieses Bündnis besiegelt wurde:
- Mit dem damals verfassten Bundesbrief sollte der Landfrieden besiegelt werden.
- Der Apfelschuss von Wilhelm Tell und der Tyrannenmord am Landvogt Gessler unterstützte diesen Zusammenschluss.
- Der Rütlischwur wurde geschworen.
Mit den Jahren schlossen sich immer mehr Kantone diesem Bündnis an, bis sich die Schweiz, so wie sie heute existiert, gebildet hatte.
Als 1890 die Berner ihr 700-Jahre-Jubiläum und das 600-Jahre-Jubiläum des Bundesbriefes gemeinsam feiern wollten, kann eine Diskussion auf, über den echten Ursprung der „alten“ Eidgenossenschaft. Letztlich hat sich die Variante durchgesetzt, dass der Bundesbrief, der Rütlischwur und die Taten von Wilhelm Tell in einem direkten Zusammenhang zueinander stehen. Für diese Ereignisse wurde der 1. August 1291 festgelegt.
Bräuche am 1. August
- Es werden Schweizer-, Kantons- und Gemeindefahnen aufgehängt.
- In den Gemeinden finden Feiern statt. Die Nationalhymne wird gesungen, eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens hält eine Rede, es wird Musik gespielt und die Kirchenglocken läuten.
- Höhenfeuer werden auf Hügeln und Berggipfeln abgebrannt. Sie sollen die Zusammengehörigkeit sichtbar machen.
- Kinder ziehen mit Lampions und Fackeln durch die Strassen.
- Feuerwerke werden abgebrannt.
- Auf dem Rütli – dem Geburtsort der Schweiz – findet die Bundesfeier statt. Hier hält der/die BundespräsidentIn eine Ansprache, die im Radio- und Fernsehen übertragen wird.
- Um 20 Uhr läuten überall die Kirchenglocken für 15 Minuten.
Viel Vergnügen beim Feiern!