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5A. Helioda
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Vorbemerkung
Es gibt leider keinen Text Huters, in welchem Carl Huter die Helioda-Theorie kurz, zusammenhängend und nachvollziehbar darlegt. Auch seine Schüler und Nachfolger haben keine Schriften hinterlassen, die diesem Anspruch gerecht werden würden. Jetzt, im Sommer 2022, ist dieser Mangel endlich behoben, nach rund 4-jähriger, ausdauernder Arbeit an diesem Thema.
Aus den rund 30 schriftlichen Erläuterungen, die Huter gegeben hat, vgl. mit den nachfolgenden Rubriken dieses Kapitels 5, ergibt sich das Nachfolgende.
- Es gibt einen Ur-Weltäther. Und dieser besteht aus drei Grundelementen: Das Ruh- oder Schwerelement, das Bewegungs- oder vibrierende Element, das Empfindungs- oder Leichtelement.
- Das Ruh- oder Schwerelement, das sich in separaten Ruhäther-Ilionen sammelte, ist nicht ganz frei vom Empfindungselement. Aus den Ruhäther-Ilionen gehen, über Zwischenstufen, die Atome hervor.
- In den Molekülen und Atomen kommt es zu einer Abspaltung des Empfindungselements und damit zur Bildung einer feinmateriellen empfindenden Substanz, die Huter Medioma nennt.
- Aus der Medioma spaltete sich eine noch feinere feinmaterielle Substanz, in welcher das Empfindungsvermögen noch stärker, feiner, gesammelter und konzentrierter ist, das Od.
- Aus dieser und vermutlich ähnlichen Substanzen ging eine astrale, ganz besonders fein empfindende Substanz hervor. Huter nennt sie Helioda oder Lebenskraft
- Medioma und Od sind verhältnismässig stark an die Materie gebunden. Obwohl die Materie einen Anteil an Medioma und Od enthält, treten sie kaum in Erscheinung. Diese Stoffe sind mit naturwissenschaftlichen Instrumenten nur schwer nachweisbar. Sie sind vielleicht indirekt mit Messinstrumenten nachweisbar.
- Die Helioda-Substanz ist am schwächsten an die Materie gebunden und im Eiweiss-Molekül am losesten. In diesem Molekül kann sie sich zudem am besten sammeln und konzentrieren.
- Diese "Befreiung" von der Materie in Verbindung mit ihrem Empfinden, einer Art Intelligenz, mag erklären, dass es der Helioda in der lebenden Zelle gelingt, sie zu beherrschen, sie zu organisieren und schöpferisch tätig zu sein.
- Die Helioda baut sich in der Zelle ein eigenes Organ, das Zentrosoma. Hier sammelt und konzentriert sie sich. Sie hat aber auch im Protoplasma, also in den Eiweiss-Substanzen, Sammelpunkte.
- Die Helioda ist somit ein Produkt des Empfindungselements, dem dritten Grundelement in unserer Welt. Sie kommt durch die Materie in die lebende Zelle hinein.
Anmerkung
1. Medioma, Od und die astrale Helioda sind als materielle Substanzen nur sehr schwer nachweisbar. Der heutige Mensch hat keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich. Das Thema ist daher nicht ohne weiteres verständlich.
2. Medioma, Od und Helioda haben beim Menschen charakteristische Wirkungen und führen zu charakteristischen Bildungen der Physiognomie. Diese Wirkungen sind oben, anhand der Bilder, und in Bezug auf die Helioda dargestellt. Für eine Vertiefung wird empfohlen, die Huterschen Schriften zu studieren und bei qualifizierten Psycho-Physiognomen Kurse zu besuchen. Im Rahmen dieser Internetsite würde es zu weit führen, diesen Bereich in der ganzen Breite und Tiefe zu behandeln.
2. Helioda - Erscheinungsformen, Wirkungen
Unter Helioda versteht Carl Huter eine feinmaterielle, empfindende, astrale Substanz. Sie tritt in drei Formen auf:
1. als negative Helioda,
die das Empfindungsvermögen der lebenden Organismen ermöglicht.
2. als positive Helioda,
in der Form einer feine, gelbliche Strahlung, beobachtbar z.B. am menschlichen Auge und Gesicht. Sie kann zur fernwirkenden Energie entwickelt werden, sodass sie mit dem Materiellen ausserhalb des Ichs korrespondieren kann, sozusagen mit dem Schicksal und dem Weltgewissen in Verbindung steht. Sie lässt die Gedanken entstehen, baut und formt die Physiognomie.
3. als Zwischenform,
die als organisierende, schöpferische und erhaltende Kraft und Lebenskraft tätig ist, aber noch kaum erforscht ist. Diese Zwischenform ist die Erzeugerin des Bewusstseins, das jedem Individualwesen als Gewissen und Heiligkeitsgefühl innewohnt. Sie steht mit der positiven und der negativen Helioda in engster, untrennbarer Verbindung und ist an allen ihren Vorgängen mitbeteiligt. Dieser Zwischenteil verkörpert die Lebens- und Liebeskraft.
Carl Huter hat damit die Rätsel des Hell- und Fernfühlens, des Hellsehens, der Gebetsheilung, der Suggestion, der fernwirkenden und übertragbaren heilbringenden Liebesgedanken und Willenskraft zum ersten Male naturwissenschaftlich nachgewiesen.
Die Helioda-Strahlen sind psycho-physiologische Strahlen: Sie führen zu einer Aktivierung der Zellfunktionen und sie vermögen Gedankenkräfte und ähnliche Kräfte und Energie zu übertragen. (1)
Die Helioda als Ganzes stellt die Lebens- und Liebeskraft des Individuums dar. (2)
Anmerkungen
(1) Huter bezeichnet die Helioda wiederholt als psycho-physiologische Strahlen, vgl. II. Lehrbrief, 1. Lektion. Einzelheiten über die psychologischen, physiologischen und psycho-physiologischen Wirkungen sind aus den Huter-Schriften ersichtlich.
(2) Vgl. "Carl Huter neue Weltanschauung in zweiundsiebzig Sätzen", in Carl Huter: Die neue Weltanschauung, 1908:
"Die Lebenskraft ist aus der, allem Weltäther und aller chemischen Substanz anhaftenden Empfindungsenergie in Form der negativen und positiven Helioda geboren, und kam besonders im lebenden Eiweiss zum sichtbaren Ausdruck."
3. Helioda - Ergänzungen in Stichworten
3.1 Sammlungspunkte der Helioda
- Die negative Helioda tritt doppelt auf: Innerlich sammelt sie sich in allen Zentrosomen der lebenden Zelle. Äusserlich sammelt sie sich in den Weich- und Hohlformen.
- Die positiven Helioda tritt doppelt auf: Innerlich sammelt sie sich in allen Zentrosomen der lebenden Zelle. Peripher sammelt sie sich in den Empfindungsorganen und in den plastischen Körperausgliederungen: Greif- und Stossgliedern, Geschlechtsorgane, Sinnesorgane, Haupt, Gesicht.
3.2 Lebens- und Liebeskraft (1)
- Die Helioda ist die Trägerin der Lebenskraft.
- Der Grundcharakterzug des Empfindungsvermögens und des Lebens ist die Liebe.
- Die Liebe ist das schaffende und bauende primäre Weltprinzip.
- Die Liebe ist, nach Huters Hellfühlversuchen, das innerste Geheimnis des Lebens und alles Seins.
3.3 Materielle Aspekte (2)
- Die selbständige Lebenskraft oder Helioda ist eine Empfindungsfeinmaterie und Energie, die sich im lebenden Eiweiss sammelt. Sie entstand durch Abspaltung aus od-ähnlicher Materie, in welcher die Empfindungsenergie in höherem Masse gebunden ist.
- Die geistige Empfindungs- und Strahlkraft "Helioda" wurzelt in der Äthermaterie und schlummert in der chemischen Materie.
- Die Lebensempfindungs- und Strahlkraft Helioda der Lebewesen beruht auf konzentrierter Empfindungsenergie in der Materie. Das lebende Eiweiss ist der natürliche Träger dafür, aber Empfindungsvermögen besitzt auch jede andere Materie.
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Die Helioda ist reinster konzentrierter Empfindungsäther.
3.4 Übersinnliche Erscheinungen
- Die Heliodastrahlung und Heliodafernwirkung erklärt sich aus der konzentrierten Empfindungsenergie.
- Der Hell- und Fernsinn ist der Grundsinn aller übrigen fünf Sinnesorgane. Dieser Grundsinn wurzelt in dem gesammelten, konzentrierten und verfeinerten Empfindungsvermögen.
Anmerkung
(1) Carl Huter bezeichnet die Helioda als Lebens-und Liebeskraft. Huter hat dies persönlich erlebt, experimentell erforscht und die Berichte veröffentlicht. Die Helioda verstärkt sich durch liebende Gedanken, durch liebevolle und hingebende Tätigkeit, z.B. in der beruflichen Arbeit, in der Arbeit für die Familien, für Angehörige, für andere Menschen.
(2) Erläuterung der Bindung der Helioda resp. der Empfindungsenergie sowie das Schlummern in der Materie: Das Empfindungselement haftet der Materie an. Es ist an die Materie gebunden. Es ist ihr nicht möglich, sich zu sammeln, zu konzentrieren, sich zu verfeinern und somit, tätig zu werden, Bewusstsein zu entwickeln, etc.
4. Kurzbeschreibung an einem Vortrag
Vortragsbericht von Dr. med. O. Büsing, über den Vortrag vom Freitag, 26. April 1907 im Künstlerhaus in Berlin, dat. 5. Mai 1907.
Carl Huter hat folgendes über die Helioda gesagt:
- Durch zahlreiche Forschungen und Experimente ist er dann zur Entdeckung einer besonderen Lebenskraft gekommen, die er Helioda, Lebenslicht- oder Lebensstrahlkraft, nennt.
- Er fand eine negative Helioda, die das sensible Lebensempfinden, das ehemals angenommene metaphysische immaterielle Geistige darstellt,
- und eine positive Helioda, welche das formgestaltende, eventuell auch fernwirkende, psycho-physiologische Element, das die Materie beeinflusst, verkörpert.
- Die Heliodakraft ist nach Huter eine aus dem Weltäther abgespaltene Empfindungsenergie, die sich im lebenden Eiweiss, besonders in der tierischen Zelle, am höchsten beim Menschen in dessen Gewebszellen, besonders aber in den Zentralnerven sammelt.
- Diese Helioda ist die Trägerin eines doppelten, nämlich des bewussten und des unbewussten geistigen Lebens,
- und sie ist die oberste schöpferische Gestaltungskraft im lebenden Eiweiss.
- Durch sie wird die eigentliche feinere Physiognomie aller höheren Lebewesen gebildet.
Anmerkung
1. Der Vortragsbericht wurde mehrfach veröffentlicht. Daraus lässt sich schliessen, dass Huter erkannt hat, dass darin die Helioda besonders gut erläutert wird.
a. "Hochwart", 1907;
b. Carl Huter: Katechismus der Huterschen Wissenschaft, 1909;
c. Carl Huter: Das Empfindungsvermögen der Materie, 1909;
d. Freunde der Huterschen Wissenschaft (Herausgeber): Aus eigener Kraft, 1911.
Es könnte sein, dass der Artikel in der Lippischen Landeszeitung, 1907 erschienen ist. Abklärungen sind im Gang.
2. Vermutlich ist die Beschreibung der Helioda in enger Zusammenarbeit mit Dr. med. O. Büsing entstanden. Diese Auseinandersetzung mit einer aussenstehenden Person, zugleich Fachperson aus dem medizinisch-psychologischen Bereich, hat dann wohl zu dieser gut verständlichen Darstellung geführt.
3. Eine ähnlich kurze und ähnliche vollständige Erläuterung findet man in den von Carl Huter geschriebenen Texten kaum. Sie enthält nicht ganz alle wesentlichen Elemente. Es ist eine der wenigen Beschreibungen, in denen Huter ausdrücklich erklärt, dass die Helioda die Trägerin des geistigen Lebens ist. Jedoch fehlen weitere Erläuterungen dazu. Lediglich an einer einzigen Textstelle befasst sich Huter mit diesem Thema. Dort schreibt er, dass der Zwischenteil der Helioda noch wenig erforscht sei und in magischer Weise das Bewusstsein darstelle, vgl. mit 5A2. Quellen I , Ziffer 3
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Diese Seite wurde im Februar 2018 ausgearbeitet und am 1. März 2018 fertig gestellt. Sie wurde am 29. März 2018 erweitert. Am 19. Oktober 2018 wurde sie um "Grundlegende Thesen der Huterlehre" erweitert und kritisch durchgesehen. Sie wird regelmässig geprüft und angepasst, letztmals am 15. Januar 2019, am 23. April 2019, am 4. August, am 21. und 22. August 2019, vom 5. bis 15. Dezember 2020, am 13. August 2021, am 29. September 2021, am 31. Mai 2022 sowie vom 10. bis 20. Juni 2022.
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