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Ziefen, ein ehemaliges Posamenter- und Bauerndorf, liegt an Bach- und Durchgangstrasse in geschützter Talweite. Es ist die Letzte Rebbauerngemeinde im hinteren Kantonsteil. Der Ortsname, der 1226 als Civenne erstmals in einer Urkunde erwähnt wird, ist möglicherweise von gallorömischer Herkunft. Je eine römische Niederlassung auf dem Ebnet und im Steinenbühl gelten als sicher. Auf dem Kilchberg, wo heute die Kirche steht (1302 erstmals erwähnt), erhob sich im 14. Jahrhundert eine Burg, die von einem Zweig der Eptinger mit dem Zunamen Zivenner bewohnt wurde. 1400 kam Ziefen mit dem Amt Waldenburg an die Stadt Basel. 1565 wütete die Pest in Ziefen und 211 Menschen schieden dahin. Bis 1798 gehörte Ziefen zum Waldenburger Amt und wechselte danach zum Bezirk Liestal. Zur Blütezeit der Posamenterei um 1880 standen in Ziefen nicht weniger als 244 Webstühle im Einsatz. Das Tal der Hinteren Frenke wird im Volksmund Fünflibertal genannt, was auf die wirtschaftliche Abhängigkeit der Basler Seidenherren hin deutet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kannte Ziefen keine grossen Bautätigkeiten. Erst nach dem zweiten Weltkrieg entstanden neue Wohngebiete und am Dorfeingang siedelten sich einige Gewerbe und Industriebauten an.
Ziefen ist ein Strasse-Bach-Zeilendorf und seit einiger Zeit im nationalen Inventar der geschützten Dorfkerne aufgenommen.
Lisette Waldner (s’Diegmatt – Lisettli, 1903-2000) war die letzte Baselbieter Heimposamenterin und wob bis 1986 Bändel auf Ihrem Webstuhl. Jetzt steht er im Landesmuseum in Prangins/VD.
Ziefen, auf Mundart „Ziife“ liegt auf 424 m.ü.M und ist das mittlere Dorf im Tal. Ziefen gehört ebenfalls zum Bezirk Liestal. 2012 hatte Ziefen 1600 Einwohner.
Wappen:
Seit 1943. Ein liegender schwarzer Adler mit goldenen Fängen und goldenem Schnabel auf silbernem Grund. Es ist das Wappen der Eptinger von Ziefen, wie es auf einer Glasscheibe von 1583 zu sehen ist. Flagge: weiss-schwarz.
Quelle: Homepage Gemeinde Ziefen
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