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Eine im Jahr 2010 durchgeführte Auswertung einer schriftlichen Umfrage analysierte den Wissenstransfer im Schweizer Gemüsebau und die Bedeutung der Wissensquellen in den Fachgebieten Produktionstechnik, Markt und Betriebswirtschaft für Gemüsebaubetriebe. 226 Fragebögen von Gemüsebaubetrieben und Beratern wurden analysiert. Es zeigte sich, dass eigenes Hintergrundwissen von den Betrieben als sehr wichtig eingeschätzt wurde. Sehr hoch ist auch die Bedeutung von Wissen, das aus personalisierter Wissensvermittlung (Beratung) oder aus Tagungsangeboten stammt. In keinem der abgefragten Fachgebiete sah eine Mehrheit der an der Umfrage Teilnehmenden bedeutende Defizite an verfügbarem Wissen. Knapp die Hälfte wünscht sich allerdings eine verbesserte Vermittlung des Wissens über den Kanal Internet oder in Form von elektronischen Datenträgern. Die Umfrageresultate dienen als Grundlage für eine bessere Koordination und Ausrichtung des Wissenstransfers für den Schweizer Gemüsebau.
Pflanzenbau
Stucky T., Hochstrasser M., Meyer S., Segessemann T., Ruthes A. C., Ahrens C. H., Dahlin P., Pelludat C.
Der Wurzelgallennematode Meloidogyne incognita verursacht Schäden in Feld- und Gewächshauskulturen. Agroscope-Forschende entwickelten einen neuen Screening-Test, um Bakterien zur Bekämpfung dieser Agrarschädlinge zu identifizieren.
Bei der CULTAN-Düngung wird Stickstoff als Ammoniumlösung in den Boden injiziert. Mehrjährige Versuche von Agroscope zeigen, dass das Verfahren die Stickstoffauswaschung um durchschnittlich 38 % reduziert, ohne die Erträge zu beeinträchtigen.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.