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Die Rolling Stones haben sich bei ihrem zweiten Konzert in China erneut der Zensur beugen müssen. Die «Honky Tonk Women» wurden dem chinesischen Publikum wieder einmal vorenthalten. «Jetzt würden wir normalerweise etwas wie ‹Honky Tonk Women› spielen, aber es wurde untersagt», rief Sänger Mick Jagger den Zuschauern während des Auftritts in Shanghai am Mittwoch zu, so die Band auf ihrem Twitter-Profil.
Das Publikum nahm dies klaglos hin, wie Konzertbesucher berichteten. «Die Leute waren einfach begeistert, die Stones zu sehen», sagte Fan Andrew Chin. Der Stones-Hit mit seinen Anspielungen über Sex des lyrischen Ichs mit einer «Kneipenkönigin» und anderen Wesen war den chinesischen Kontrolleuren offenbar zu anstössig. Andere Klassiker der Altrocker wie «Street Fighting Man» und «You Can't Always Get What You Want» wurden hingegen nicht beanstandet.
Die Rolling Stones waren 2006 erstmals in der Volksrepublik aufgetreten. Schon damals durften sie mehrere ihrer Hits wie auch «Honky Tonk Women» nicht spielen. Die chinesischen Behörden betrachten Live-Auftritte besonders argwöhnisch, seitdem die isländische Sängerin Björk 2008 während ihres Songs «Declare Independence» mit «Tibet»-Rufen auf die von China besetzte autonome Region hinwies. Der britische Sänger Elton John schockierte die chinesische Führung, als er sein Konzert in Peking Ende 2012 dem Regierungskritiker Ai Weiwei widmete.