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Was bedeutet der Hinweis LE? Das sind Löscheinheiten, dies ist eine Leistungsangabe, nach der die Löschkraft gemessen wird. Diese Art der Ermittlung wird in der Schweiz nicht angewendet. Ein Beispiel, 6 Liter Schaum bringt zwischen 1 und 2 Löscheinheiten.
Die Löscheinheiten sind abhängig vom Löschmittel und von der Grösse des Feuerlöschers. So kann man jederzeit erfahren welche Löscheinheiten gefordert werden.
Löscheinheiten sind eine sehr gute Angabe, was ein Feuerlöscher leisten kann. So kann man sich auch Gedanken darüber machen, nehme ich lieber ein Gerät mit einer Hohen Zahl an LE oder ist es nicht angenehmer 2 kleinere Geräte zu nehmen und doch die geforderten LE zu erhalten.
Ein grosses Thema in den Unternehmen ist immer wieder die Überprüfung der Feuerlöscher nach Nutzungsänderungen oder Umbauten. Stimmt die Anzahl der Feuerlöscher noch? Ist das richtige Löschmittel am richtigen Ort ? Muss eine neue Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden? Was sind Löschmitteleinheiten, was bedeuten diese und wie werden diese ermittelt? In diesem Beitrag erklären wir Ihnen den Begriff Löschmitteleinheit (LE) und zeigen Ihnen am Beispiel ganz konkreter Fälle, wie Sie diese berechnen.
Die Industrie stellt eine Vielzahl von unterschiedlichen Feuerlöschern zur Verfügung, die sich durch Löschmittel, die Löschmittelmenge und Löschvermögen unterscheiden.
In unseren Beispielen sprechen wir von Arbeitsstätten, welche ausreichend mit Feuerlöschern versorgt werden sollen.
Die Ermittlung der Löschmitteleinheiten (LE), die notwendig ist, um die Anzahl der installierten Feuerlöscher für ein Unternehmen festzulegen, ist in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.2 „Massnahmen gegen Brände“ beschrieben. Gemäß der ASR A2.2 ist die LE eine eingeführte Hilfsgröße, die es ermöglicht, die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Feuerlöscher zu vergleichen und das Gesamtlöschvermögen unterschiedlicher Feuerlöscher zu ermitteln.
Diese Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.2 wird in der Schweiz nicht angewendet, doch es kann helfen, die richtige Anzahl von Feuerlöscher vorzuhalten.
Durch eine Gefährdungsanalyse sollen Sie das Gefährdungspotenzial in den zwei neuen Räumen einschätzen. Sie können dabei wie nachfolgend beschrieben vorgehen für die Analyse:
Wie gross sind die Räume? Die Grundfläche in m2 ist hier massgebend.
Was wird gelagert? Sind dies brennbare oder nicht brennbare Stoffe?
Welche brennbaren Stoffe gibt es? Sind diese Stoffe fest, flüssig oder gasförmig?
Welche Löschmittel sind notwendig? Dies hängt von der Brennbarkeit der vorhandenen Stoffe ab.
Welche Löschmittelmengen sind notwendig? Dies ergibt sich aus dem Volumen, das abzulöschen ist.
Definition Brandgefährdung nach ASR A2.2 Gemäss ASR A2.2 liegt eine normale Brandgefährdung vor, wenn
-die Wahrscheinlichkeit einer Brandentstehung,
-die Geschwindigkeit der Brandausbreitung,
-die dabei frei werdenden Stoffe und die damit verbundene Gefährdung für Personen, Umwelt und Sachwerte vergleichbar sind mit einer Büronutzung.
In einem Büro reicht bei einer normalen Brandgefährdung eine Grundausstattung mit Feuerlöscher aus. (Die ASR A2.2 beschreibt immer nur die Grundausstattung bei einer normalen Brandgefährdung.)
Ihre Gefährdungsanalyse hat ergeben, dass in beiden Räumen überwiegend brennbare Stoffe der Brandklasse A vorhanden sind, also haben Sie sich für Wasserlöscher entschieden.
Für die Grundausstattung dürfen nur Feuerlöscher verwendet werden, die mindestens über 6 LE verfügen.
Nach der ASR A2.2 Tabelle 3 (fett markiert) ergibt sich für die normale Brandgefährdung im Büroraum bei einer Grundfläche von 200 m2 ein Bedarf von 12 LE.
Nach ASR A2.2 Tabelle 2 können Sie sich für zwei Wasserlöscher mit dem Löschvermögen 21A (2 × 6 LE = 12 LE) oder für einen Wasserlöscher mit dem Löschvermögen 43A (12 LE) entscheiden.