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Hilfsprediger, Vikare, Spital- und Gefängnispfarrer nicht mitgezählt. Die Zahlen für den Kanton Bern umfassen ferner noch die 4 Solothurner Pfarreien im Bucheggberg. Im Kanton Graubünden können sich zwei oder drei benachbarte Pfarreien zusammentun und gemeinsam einen einzigen Pfarrer haben. Da solche Zusammenschlüsse von Pfarreien hie und da bloss temporären Charakter tragen, kommen in der Anzahl der Pfarreien Schwankungen vor (die Zahl der Tabelle bezieht sich auf das Jahr 1904). Je eine staatlich anerkannte französische Pfarrei besteht in Bern, Zürich, Basel, Schaffhausen und St. Gallen, je eine solche deutsche in Lausanne, Genf, Neuenburg, La Chaux de Fonds und Le Locle. Für die Diasporakirchen des Kantons Solothurn beziehen sich die mitgeteilten Zahlen bloss auf die beiden Kirchgemeinden Olten und Balsthal-Gäu, da über andere Diasporagemeinden dieses Kantons keine Zahlenangaben erhältlich waren. Mit Bezug auf die freien Kirchen der Waadt und von Genf endlich beziehen sich die unter der Rubrik «Konfirmationen» mitgeteilten Zahlen auf die Kinder, deren religiöser Unterricht im Frühjahr 1904 abgeschlossen war, da die Konfirmation bei diesen Kirchen nicht als regelmässige Einrichtung besteht.
6. Religiöse Gesellschaften.
Ueppig entwickelt ist in der reformierten Schweiz das religiöse Vereinsleben, indem zahlreiche theologische Gesellschaften, Bibelvereine, Evangelisationsvereine, Vereine für innere oder für äussere Mission, Sonntagsschul-Gesellschaften etc. bestehen. An dieser Stelle wollen wir bloss derer kurz gedenken, die einen interkantonalen Charakter tragen.
Die 1839 gestiftete schweizerische Predigergesellschaft (Société pastorale suisse) vereinigt die Geistlichen aller Landeskirchen und der freien Kirchen zur Diskussion von theologischen und praktischen Fragen in abwechslungsweise in den verschiedenen Kantonen stattfindenden Versammlungen. Im Jahr 1896 hat sie eine Kommission für kirchliche Liebestätigkeit (Commission d'activité chrétienne) bestellt, die als nicht-offizielles Organ der reformierten Kirchen der Schweiz im Sinne der Einigkeit und gemeinsamen Arbeit dieser Kirchen dahin wirken soll, die christliche Liebestätigkeit auf religiösem, moralischem und sozialem Gebiet zu popularisieren, aufzumuntern und auszubreiten. Diese Kommission hat eine Spezialbibliothek mit Sitz in Bern angelegt, veröffentlicht alle drei Monate ihre Mitteilungen und veranstaltet jedes Jahr Pastorenkonferenzen oder Unterrichtskurse, in denen die in ihren Tätigkeitsbereich fallenden Fragen behandelt werden.
Die tiefgehenden theologischen Bewegungen und Diskussionen des zweiten Drittels des 19. Jahrhunderts haben zur Gründung von besondern Vereinigungen geführt, in denen sich die geistlichen und die Laienvertreter der hauptsächlichsten theologischen Richtungen zusammenfinden. Solcher Vereinigungen bestehen drei: der Evangelisch-kirchliche Verein (Union évangélique nationale) mit positiver oder orthodoxer Tendenz, die die Vertreter der sog. Vermittlungstheologie in sich vereinigende Theologisch-kirchliche Gesellschaft (Société ecclésiastique) und der Verein für freies Christentum (Union du christianisme libéral).
Diese Vereinigungen haben während längerer Zeit eine ziemlich intensive Tätigkeit entfaltet, heute aber viel von ihrem Einfluss und ihrer einstigen Bedeutung eingebüsst, da seit der Zeit ihrer Blüte neue Fragen und Stimmungen aufgekommen und die Gegensätze weniger lebhaft und einschneidend geworden sind, sowie zugleich auch die gegenseitige Stellung der religiösen Parteien sich seither merklich verschoben hat. Auf Initiative der Predigergesellschaft sind seit 1842 in den verschiedenen reformierten Kantonen die Protestantisch-kirchlichen Hilfsvereine (Sociétés de secours aux protestants disséminés) entstanden. Diese kantonalen Vereine haben sich zu einem Bund zusammengeschlossen, der jedes Jahr eine Delegiertenversammlung abhält und von einem Zentralkomite geleitet wird. Sie nehmen sich nicht ausschliesslich der in den katholischen Kantonen zerstreut wohnenden Protestanten an, sondern wenden ihre Fürsorge auch den reformierten Diasporagemeinden des Auslandes, besonders denen in Oesterreich, Böhmen, Mähren und Frankreich zu.
Die evangelische Missionstätigkeit in heidnischen Ländern erscheint in der Schweiz vertreten durch die 1815 gestiftete Basler Missionsgesellschaft, sowie durch die Mission romande, die von der Waadtländer freien Kirche im Jahr 1869 gegründet worden ist, seit 1883 ein gemeinsames Unternehmen der drei freien Kirchen von Waadt, Neuenburg und Genf bildet und ihre Tätigkeit ausschliesslich auf Südafrika (Transvaal, Tembe, Lourenço-Marquez) beschränkt; 1907 zählte sie 62 männliche und weibliche Missionare, 11 Stationen mit zahlreichen Filialen, sowie 2 Lehrer- und Evangelisten-Seminarien.
In den deutschen Kantonen entstand 1875 ein schweizerischer Zweig des Allgemeinen evangelisch-protestantischen Missionsvereins, der seinen Hauptsitz im Deutschen Reich hat und in China und Japan arbeitet. Die Reformierten französischer Zunge interessieren sich lebhaft für die Missionsgesellschaft (Société des Missions) in Paris. Auch die Mission der Brüdergemeine (Église morave) zählt so ziemlich überall treue und aufopfernde Freunde.
Christliche Vereine junger Männer bestehen in allen reformierten Kantonen und bilden zusammen den schweizerischen Zweig der grossen Weltallianz dieser Gesellschaften. Zu nennen ist ferner der christliche Studentenverein, der Studierende aller Fakultäten der verschiedenen Universitäten umfasst und sowohl in lokalen als in Gruppen- und Generalversammlungen die aktuellen wissenschaftlichen, sozialen und theologischen Fragen und Strömungen bespricht. Sehr gut hat sich auch die reformierte religiöse Presse entwickelt. Schon 1879 zählte man 34 religiöse Journale, wovon 21 auf die deutsche und 13 auf die welsche Schweiz entfielen. Seither hat ihre Zahl noch zugenommen.
7. Bibliographie.
Finsler, Georg. Kirchliche Statistik der reformierten Schweiz. Zürich 1854. - Gareis und Zorn: Staat und Kirche in der Schweiz. Zürich 1877. - F. Meyer: Schweiz (in Herzog's Realenzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche. 3. Ausgabe). - Protokolle der evangelisch-reformierten Kirchenkonferenz der Schweiz. - Salis, A. v. Taschenbuch für die schweizer. reformierten Geistlichen. Jahrgang 1905.
[Dr A. Perrochet.]
II. Katholische Kirche.
I. Allgemeines; geschichtliche Entwicklung und heutiger Bestand der schweizerischen katholischen Kirche.
Die katholische Schweiz umschliesst 1379664 Seelen, die sich auf sechs Bistümer und eine bischöfliche Abtei nullius (Saint Maurice) verteilen. Heute sind diese Bistümer unmittelbar dem Heiligen Stuhl unterstellt, der in der Schweiz bis 1874 durch einen in Luzern residierenden apostolischen Nuntius mit Bischofsrang vertreten war.
Die Verteilung des Landes auf die verschiedenen geistlichen Rechtshoheiten fusste ursprünglich auf der römischen Verwaltungseinteilung, so dass das Bistum in der Regel mit dem Umkreis einer Stadt und das Erzbistum mit demjenigen einer Provinz zusammenfiel.
Das Christentum drang auf zwei verschiedenen Wegen in die Schweiz ein: erstens längs der von Mailand ausgehenden und über Turin führenden Römerstrasse, die den Grossen St. Bernhard überschritt, ins Rhonethal hinunterstieg und dem Genfersee folgte, um dann längs dem Juragebirge zum Rhein hinzustreben;
zweitens längs der ebenfalls von Mailand ausgehenden, aber nach Osten ziehenden und die Bündnerpässe überschreitenden Römerstrasse, die sich von Chur aus einerseits gegen den Walensee und nach Zürich hin, anderseits gegen den Bodensee verzweigte, um mit beiden Zweigen schliesslich in Basel an die erstgenannte Strasse wieder anzuknüpfen.
Die römischen Kolonien entwickelten sich bald zu Mittelpunkten, in denen das Christentum eine hervorragende Rolle spielte. Diese grossen Zentren waren schon seit den ersten Jahrhunderten des Bestehens der christlichen Kirche zugleich auch Bischofssitze, so Aventicum (Avenches), Vindonissa (Windisch), Augusta Raurica (Kaiser Augst), Octodurum (Martigny), Curia Raetorum (Chur), Colonia Equestris (Nyon) und Geneva (Genf).
a. Aventicum (Avenches), die Hauptstadt des römischen Helvetiens, scheint der erste Bischofssitz der Schweiz gewesen zu sein und als solcher aus der Regierungszeit des Kaisers Konstantin zu datieren. Als die Stadt Avenches ums Jahr 610 n. Chr. von den ins Land eingefallenen Alemannen geplündert und zerstört wurde, soll der ¶
Die Katholische Schweiz
Lief. 190
GEOGRAPHISCHES LEXIKON DER SCHWEIZ
Verlag von Gebrüder Attinger, Neuenburg.
^[Karte: 6° 0’ O; 47° 0’ N; 1:1500000]
-.-. Grenzen der Dekanate, Kapitel...
▩ BISCHOFSSITZ.
▣ Kapitel.
♅ Männer Kloster.
♁ Frauen Kloster.
x Hospiz.
o Kirchgemeinde.
S. Priesterseminar.
C. Katholische Lehranstalten.
Mce. Borel & Cie. Neuchâtel
V. Attinger sc.
DIE KATHOLISCHE SCHWEIZ ¶
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damalige Bischof St. Marius seinen Sitz schon seit 590 nach Lausanne verlegt gehabt haben. Hier blieb dieser Sitz bis zur Reformation, worauf sich die Bischöfe, nachdem sie im 17. Jahrhundert hier und dort eine bleibende Stätte gesucht, endgiltig in Freiburg niederliessen. 1826 gliederte man dem Bistum Lausanne auch die katholischen Pfarreien des Bistums Genf an, während es 1860 die Pfarreien des alten Kantonsteiles von Bern, die zum Bistum Basel geschlagen wurden, verlor.
b. Vindonissa. Diese grosse Stadt lag am Zusammenfluss der Reuss, Limmat und Aare. Als erster sicher beglaubigter Bischof erscheint Bubulcus, der im Jahr 517 als Teilnehmer des Konziles von Epaunum auftritt. Der Einfall der Barbaren im 5. Jahrhundert hatte der Stadt Vindonissa einen schrecklichen Schlag zugefügt und sie vollständig zerstört, worauf sich ihr Bischof ums Jahr 594 nach Konstanz zurückzog. Das Bistum Konstanz bestand bis 1814, in welchem Jahr es aufgelöst wurde. Der die heutigen Kantone Aargau, Thurgau, Luzern, Zug und Schaffhausen umfassende schweizerische Abschnitt der grossen Diözese kam an das neue Bistum Basel, während St. Gallen und Appenzell, die dem Bistum ebenfalls angehört hatten, zur Zeit ein selbständiges eigenes Bistum bilden und die einst ebenfalls von Konstanz abhängigen Kantone Zürich, Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus dem Bistum Chur angegliedert wurden.
c. Augusta Raurica. Nach der Niederlage von Bibrakte (58 v. Chr.) hatten sich die mit den Helvetiern verbündeten Rauriker genötigt gesehen, ihre Stadt Raurica wieder aufzubauen. Bald nachher (44 oder 43 v. Chr.) sandte der Kaiser Augustus eine unter der Leitung von Munacius Plancus stehende römische Kolonie hierher. Das Christentum predigten die vom h. Petrus ausgesandten St. Maternus, St. Eucharius und St. Valerius. Der erste Apostel von Augusta soll der h. Maternus gewesen sein.
Diese grosse Stadt wurde von den eingefallenen Barbaren ums Jahr 406 zerstört, worauf der Bischof samt seinen Gläubigen sich nach Basilea zurückzog und den Titel eines Bischofes von Augusta und Basel beilegte. Das Bistum umfasste ursprünglich den Ober Elsass, den Kanton Basel, die Kantone Solothurn und Aargau bis zur Aare, sowie den heutigen Berner Jura (mit Ausnahme der bis 1781 zu Besançon gehörenden Ajoie und der Amtsbezirke Courtelary, Neuenstadt und Biel, die bis 1801 dem Bistum Lausanne angegliedert waren).
Zur Zeit der Reformation verlegte der Bischof seinen Sitz nach Pruntrut, welche Stadt zusammen mit der Ajoie (Elsgau) 1781 dem Bistum Basel angegliedert wurde. Die französische Revolution warf 1793 das Bistum zu Boden, worauf der Jura bis 1814 zur Diözese Strassburg gehörte und dann neuerdings unter die Herrschaft des Bischofes von Basel kam. 1828 fand eine Reorganisation des Bistumes statt und wurde als Amtssitz des Bischofes die Stadt Solothurn bestimmt.
d. Octodurum. Die Abtei Saint Maurice (Agaunum) scheint der erste Bischofssitz im Rhonethal gewesen zu sein. Der Ursprung dieses Bistums geht bis 302, d. h. ins Jahr des Martyriums der thebäischen Legion zurück. Um 349 soll der h. Theodor I. oder Theodul I. den Bischofssitz nach Octodurum (Martinach) und im 6. Jahrhundert der Bischof Heliodor nach Sitten, der Hauptstadt des Wallis, verlegt haben. Das Bistum Sitten umfasste das ganze Wallis und die Waadtländer Bezirke von Les Ormonts, Aigle und Bex, welchen Territorialbestand es bis heute beibehalten hat.
e. Curia Raetorum. Curia, die Hauptstadt Rätiens, bildete ein römisches Lager von grosser Wichtigkeit. Eine alte Ueberlieferung will wissen, dass das Christentum den Rätiern durch den h. Luzius, einen Jünger St. Peters, gebracht worden sei, dessen Wirken ins zweite Jahrhundert gesetzt wird. Doch erscheint (nach einer Teilnehmerliste am Konzil von Mailand) ein Bischof von Chur erst im 4. Jahrhundert. Dieses Bistum umfasste damals das Bündnerland, den südlichen Abschnitt des Kantons St. Gallen, sowie ausserhalb der Schweiz grosse Teile von Tirol und von Voralberg. Napoleon I. nahm ihm alle auf deutschem Reichsboden liegenden Lande weg, die er der Diözese Brixen angliederte. Dagegen erhielt das Bistum Chur nach der Aufhebung desjenigen von Konstanz die Kantone Schwyz, Unterwalden, Uri, Zürich und Glarus zugesprochen, sowie 1860 auch noch die seit der Reformation zur Diözese Como gehörenden italienischen Bündnerthäler. Eine kurze Zeit lang waren Chur und St. Gallen zu einem einzigen Bistum vereinigt.
f. Colonia Equestris (Nyon). In Noviodunum oder Nyon hatte sich noch zur Zeit Caesars eine römische Reiterkolonie niedergelassen, nach welcher der Ort auch den Namen Colonia Equestris führte. Das Christentum wurde hier schon frühzeitig gepredigt. Es erscheint als sicher, dass nach der Plünderung von Besançon durch Attila der Bischof dieser Stadt sich nach Nyon flüchtete, wo einer seiner Nachfolger vor der Rückkehr nach Besançon einen Bischof einsetzte. Infolge von unaufhörlichen Kriegen soll dann der Bischof von Nyon in Belley Schutz gesucht haben, welche Stadt derart als Bischofssitz an die Stelle von Nyon trat.
g. Geneva (Genf). Die Ueberlieferung erzählt, dass der h. Petrus in der Hauptstadt der Allobroger gepredigt habe. Im 4. Jahrhundert erscheint hier als erster Bischof Dominius und als sein Nachfolger Eleutherius. Das Bistum umfasste das nördliche Savoyen und einen Teil des Waadtlandes bis zur Aubonne. Zur Zeit der Reformation zog sich der Bischof nach Annecy zurück. 1802 gliederte man das Bistum Genf demjenigen von Chambéry an, worauf der Kanton Genf 1826 zum Bistum Lausanne geschlagen wurde, dessen Vorsteher nun den Titel eines Bischofes von Lausanne und Genf annahm.
Bis 1802 standen die Bischöfe von Lausanne und von Basel unter dem Erzbischof von Besançon, sowie diejenigen von Chur, Konstanz und St. Gallen bis 1805 unter demjenigen von Mainz, während das Bistum Sitten schon seit langer Zeit dem heiligen Stuhl direkt unterstanden hat.
Der Einfall der Alemannen warf die ganze christliche Organisation, die sich auf den Grundlagen der römischen Verwaltung aufgebaut hatte, über den Haufen und hatte eine Verschiebung der Sprengelsmittelpunkte zur Folge. Während des Mittelalters und bis zur Reformation verteilte sich das Gebiet der heutigen Schweiz auf neun Diözesen, von denen mehrere noch weit in die angrenzenden Nachbarstaaten hineinreichten. Ihren Sitz hatten in Ortschaften der jetzigen Schweiz blos fünf dieser Bistümer.
Dieser Stand der Dinge überlebte sogar noch den westfälischen Frieden (1648), indem man erst 1802, nach der französischen Revolution, daran dachte, die kirchlichen Verwaltungsgrenzen sich mit den staatlichen Grenzen decken zu lassen. Folgendes waren die neun eben erwähnten Diözesen: Sitten und Lausanne in der Westschweiz, Konstanz mit dem grössern Abschnitt der Ostschweiz, Basel und Chur mit nur geringem Anteil am Gebiet der heutigen Schweiz, Besançon mit dem grössten Teil der Ajoie (Berner Jura), Mailand und Como mit dem Tessin, sowie endlich Genf, dessen Hoheit neben Savoyen in der Schweiz das Genfer Gebiet und einen Teil des Waadtlandes umfasste.
Die jetzige Umgrenzung der bestehenden sechs schweizerischen Bistümer ist folgende:
1) Bistum Basel-Lugano (Bischofssitz Solothurn) mit den Kantonen Solothurn, Luzern, Zug und den Katholiken in Bern, Basel, Aargau, Thurgau und Schaffhausen, sowie - dem Titel nach - Tessin; 2) Bistum Chur (Bischofssitz Chur) mit den Kantonen Uri, Schwyz, Unterwalden und den Katholiken in Graubünden, Zürich, Glarus, ferner das Fürstentum Liechtenstein;
3) Bistum Lausanne-Genf (Bischofssitz Freiburg) mit dem Kanton Freiburg und den Katholiken in der Waadt, in Neuenburg und Genf; 4) Bistum Lugano (Sitz des Bistumsverwesers Lugano) mit dem Tessin; 5) Bistum St. Gallen (Bischofssitz St. Gallen) mit den Kantonen St. Gallen und Appenzell; 6) Bistum Sitten (Bischofssitz Sitten) mit dem Wallis (exkl. die zur Diözese Annecy gehörende Gemeinde Saint Gingolph) und dem Waadtländer Bezirk Aigle. - Ausserhalb der Organisation der Bistümer stehen die bischöfliche Abtei Saint Maurice (mit vier Pfarreien im Wallis), die direkt dem heiligen Stuhle unterstellten Abteien Einsiedeln und St. Bernhard, sowie das Chorherrenstift von St. Niklaus in Freiburg, endlich zwei apostolische Präfekturen in Graubünden: die italienische von Misox und Calanca (seit 1635; acht Pfarreien mit 4150 Katholiken) und die romanische von Rätien (seit 1621; 18 Pfarreien mit 6925 Katholiken).
Da die 7 Bischöfe der Schweiz (d. h. diejenigen von ¶