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Corpus Christi (Boże Ciało)
Film von Jan Komasa mit Bartosz Bielenia (Daniel), Eliza Rycembel (Eliza), Aleksandra Konieczna (Lidia), Tomasz Zietek (Pinczer), Leszek Lichota (Bürgermeister), Łukasz Simlat (Priester Tomasz), Lidia Bogacz (Mutter) u.a.
Polen 2019, DCP, OV/d/f, 115’
Der 20-jährige Daniel mit Kleinkrimineller Vergangenheit findet in der Jugendstrafanstalt zum Glauben und zur spirituellen Berufung. Aufgrund seiner Vorstrafen ist ihm jedoch der Zugang zum Priesterseminar verwehrt. Nach der Haft macht er sich auf der Suche nach Arbeit in ein polnisches Dorf auf und lernt den Dorfpfarrer kennen. Als dieser am nächsten Tag nicht aus dem Bett kommt, vertritt er ihn kurzentschlossen. Im Beichtstuhl sitzend, recherchiert er auf seinem Smartphone, wie er eine Beichte abzunehmen hat und hält kurz darauf die Messe ab. Mit seiner charismatischen Art gewinnt er bald das Vertrauen der Bevölkerung und hilft der Gemeinde, ein traumatisches Ereignis aufzuarbeiten. Das Paradies auf Erden als Fake-Priester kommt zu einem abrupten Ende, als ihn seine Vergangenheit einholt.
Das Drehbuch stammt von Mateusz Pacewicz und beruht auf wahren Begebenheiten. Jan Komasas stiller und subversiver Film untersucht aus einer existenziellen Perspektive die Frage, was ein Priester zu einem Priester macht. Das Ergebnis ist ein kraftvolles Drama und eine Startrampe für den jungen Schauspieler Bartosz Bielenia in der Hauptrolle. «Corpus Christi» wurde in der Kategorie «Bester Internationaler Film» für die Oscarverleihung 2020 nominiert. Neben zahlreichen Preisen, die der Film erhielt, wurde er im Rahmen der Verleihung des Polnischen Filmpreises Anfang März 2020 mit elf von 15 möglichen Auszeichnungen geehrt – ein neuer Rekord in der 22-jährigen Geschichte des Filmpreises.