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Roberto González-Monjas spielt Mozart
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Maurice Ravel
Wolfgang Amadeus Mozart
Ludwig van Beethoven
Maurice Ravels 1919 vollendete Suite "Le tombeau de Couperin" huldigt in filigranen Tanzsätzen dem französischen Barock, ist aber ganz Ravel. Als unvergleichlicher Spiegelkünstler, der er war, nimmt er mit diesem "Tombeau" (Grabmal) nicht bloss die Epoche von François Couperin (1668-1733) in den Rückspiegel, sondern auch Freunde und Bekannte, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. 1777 schrieb Vater Leopold Mozart seinem auf Reisen weilenden Sohn: "Was mich zu Zeiten betrübt macht, ist, dass ich dich nicht mehr Violine spielen höre." Kein Zweifel, nicht nur Mozarts Musik, sondern auch sein Geigenspiel muss betörend auf die Zuhörer gewirkt haben. Roberto González-Monjas tut es ihm nach - und zwar in jenem Violinkonzert, welches humorvollen Übermut und getragene Kantilene zu einem kontrastreichen Meisterwerk vereint. Ähnliches könnte man auch über Beethovens siebte Sinfonie sagen: Sie ist derart stark emotionsgeladen, dass ein Zeitgenosse gar meinte, die beiden Ecksätze müsse Beethoven in trunkenem Zustande komponiert haben. Wie auch immer, Beethoven war besonders stolz auf sie, und ihre Uraufführung 1813, bei welcher der langsame Satz auf Verlangen des begeisterten Publikums wiederholt werden musste, wurde zu einem der glänzendsten Erfolge in Beethovens öffentlicher Laufbahn.