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Die neu entdeckte Viper kommt nur in zwei Gebieten in den Hochtälern des Ortes Biella im Piemont vor, wie die Universität Basel am Freitag mitteilte. Durch genaue Untersuchung der Morphologie und des Erbguts der Schlange konnten die Forscher nachweisen, dass es sich bei Vipera walser tatsächlich um eine neue Art handelt.
Sie sieht der Kreuzotter (Vipera berus) zwar äusserlich ähnlich, unterscheidet sich genetisch jedoch deutlich von dieser und anderen Vipernarten Westeuropas. Erkennen lasse sie sich in vielen Fällen anhand der Anzahl Schuppen am Kopfschild und um die Augen, so die Mitteilung.
Das Verbreitungsgebiet sei sehr klein und die Anforderungen der Schlange an ihren Lebensraum sehr spezifisch: Sie scheint offene, von Felsen durchzogene Flächen zu lieben, Wälder hingegen zu meiden.
Die Vipera walser profitierte daher vermutlich von der Viehhaltung auf Naturweiden und der damit verbundenen Ausdehnung von Weiden und Heidelandschaften bis ins 19. Jahrhundert hinein, so die Forscher. Da die Naturweiden jedoch in den letzten 100 Jahren zurückgegangen sind und sich Waldgebiete im Alpenraum wieder ausgebreitet haben, schwand auch der Lebensraum der Schlange zunehmend.
Das bedeute eine unmittelbare Bedrohung dieser Art, schrieb die Uni Basel. Aber auch Trophäenjäger und Sammler seien ein Problem. Die Forscher empfehlen daher, die neu entdeckte Viper als gefährdete Art einzustufen. Nun wollen sie genauer untersuchen, welche Bedingungen die Schlange braucht und wie man sie am besten schützen könnte.
Die Basler Forscher und ihre italienischen und britischen Kollegen beschrieben die Vipera walser kürzlich im Fachblatt “Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research”.
(SDA)