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T
P
AT dQ = CdT
dp .
(C), 8T
ov entsprechend dem zu Grunde liegenden oben erwähnten Erfahs rungssaße, der, unter a und m Constante verstanden, in die Form gebracht werden fann:
Ꭲ
(1)*). dp Sofern nun andere einfache Gefeße, die als Grundlagen der Entwickelung dienen könnten, insbesondere die Aenderungsgesepe der specifischen Wärmen c, und Cp, noch nicht in dem Maße experimentell constatirt find, wie 61. (1) für überhigten Wasserdampf, ist es wünschenswerth, in dieser Bes ziehung vorläufig alle Wege offen zu halten und zunächst zu versuchen, wie weit man mit der Entwidelung der Zustandsgleichung kommen fann auf Grund der allgemeinen Gleichungen (A) bis (C) und des einzigen Erfahrungssaßes (1).
GI. (C) 'liefert mit dQ=0:
Zusaß der Redaction. Es möge mir gestattet sein, obigem Auffaße einige Bez merkungen hinzuzufügen. Da nämlich derselbe den Charakter einer Controverse nicht nur gegen die Anschauungen von Şrn. Prof. Zeuner bezüglich auf das Verhalten des Wasserdampfes hat, sondern auch theilweise solche physikalische Constante darin angezweifelt werden, welche man bisher als zuverlässige Grundlage für die Anwendung der mechanischen Wärmetheorie auf das Verhalten der Dämpfe betrachtet hat, so ist es nöthig, Stellung in dieser Frage zu nehmen, und möchte ich die meis nige hier kurz bezeichnen.
Zurächst fann ich mich mit der Art und Weise, wie der Hr. Verfasser zu seiner empfohlenen Zustandsgleichung (9) des Wasserdampfes gelangt, nicht befreunden. Er bringt zu dem Ende für ein permanentes Gas das Differential der Temperatur auf einen gewissen der vielen Ausdrüde, deren dasselbe fähig ist
GI. (8)
- und integrirt dann diese Differentialgleichung unter Abstraction von der Vorausseßung, auf Grund welcher fie entwidelt worden war, welche Voraussepung (BT = pv als Zustandsgleichung eines permanenten Gases) nämlich die Constante C des Integrals (9) gleich Null bestimmen, somit diese Gleichung zu einer identischen 0 = 0 machen würde. Wenn nun auf solche Art ein für den Wasserdampf nicht unbrauchbares Resultat herauskommt, so erscheint das als ein Zufall, und es bleibt zweifelhaft, ob nicht eine andere Umgestaltung der Gleichung für dt (die auch unbes schadet der Voraussegung c, = Const. des Verfassers in mannigfacher Weise möglich ist) ein noch besseres Resultat ergeben bätte.
Rationeller ist es, mit Zeuner nur von folden Grunds lagen auszugehen, deren Bedeutung von vorn herein ersichtlich ist. Dazu tritt der günstige Umstand, daß die eine der Zeuner'schen Vorausseßungen, nach welcher analog dem Verhalten der Gase bei Zustands ånderungen ohne Wärmezuführung die absolute Temperatur des überhişten Dampfes proportional einer gewissen Potenz feia nes Drudes fid ändert, neuerdings durch die S. 404 dieses Bandes der Zeitschrift von mir besprochenen Versuche von şirn und Cazin eine so auffällige Bestätigung erfahren hat, daß man für Wasserdampf diesen Saß jeßt nicht nur als øypothese, sondern als Erfahrungssag der Entwickelung der Zustandsgleichung zu Grunde legen fann.
Freilich muß ich gestehen, daß auch bei der Zeuner': fchen Entwidelung mir die Herbeiziehung lo zusammengefekter Größen, wie seiner Function g und des Wärmegewichtes P, um mit ilrer Hülfe zu der gesuchten Zustandsgleichung zu gelangen, nicht als ein glüdlicher Griff erscheint; es wird dadurch der einfache innere Zusammenhang zwischen den Voraussegungen und dem Resultat der Rechnung verdunkelt. In der That ist weiter nichts nöthig, als die beiden þauptgleichungen der Wärmetheorie
ə өту ) A
(A) Әр 'P ar ay
Эр
OT OT
c.)
(B) in Verbindung mit einem der 3 Ausdrüđe von dQ, und zwar desjenigen dieser Ausdrücke, welcher dt und dp enthält, also
m
(3),
n
unter F(p) eine noch unbekannte Function von p verstanden. Aus Gl. (B) und (2) folgt:
ce
Cp Co
P
9
1
aT und die Gleichseßung dieses Ausdruces von cop
mit dem entsprechenden aus Gl. (3) giebt Cp Cv T=pv + F.(p)
(4), 1 m
m A Ср worin
F,(p)=-.À F(p) auch eine bloße Function von p ist. Dieselbe kann man der Forderung gemäß bestimmen, daß Gl. (4) auch bei sehr großer Ueberhibung noch zutreffend sein soll, wobei das Verhalten des Dampfes sich dem eines Gases, und c, sowie co fich je einem constanten Grenzwerthe c resp. C, nähern. Mit ist dann in 61. (1) befanntlich zu regen:
(n-1) (c, -c)' also
n
1
m
n
RT = pv + F.(p), unter R eine Constante verstanden. Sofern sie aber für diesen Fall die Form: RT=pv erhalten muß, seße ich
F.(p) = 0, somit auch F(p) = 0, wonach die allgemeine Zustandsgleichung des Dampfes in der Form erhalten wird :
m
Soll aber dieser Gleichung durch irgend eine Function f(p) für alle Werthe von v entsprochen werden können, so ist dies nur dadurdy möglich, daß das Glied mit v verschwindet, daß also
Ce = Const. rei; dann folgt: f'(p)
In f(p) = min p + Const. = In (bp) f(p)
f(p) = bp, unter b eine Constante verstanden, und die Einführung dieses Ausdruckes in Gl. (8) giebt die 3euner'sche Zustandsgleidung: BT=pv + CpTM mit B =m
(9). Aus Gl. (5) folgt dann:
T = PV
ma
Cp
1-m Av
(2);
m Cp
wodurch in Verbindung mit Gl. (9) die specifiche Wärme c, als Function von zweien der Größen p, v, T bestimmt ist.
2) Ist C, eine Function nur von v, so ist jeft eine neue Rechnung, die der vorigen sub 1) ganz entsprechend mit Gl. (6) und (7) statt mit Gl. (2) und (7) auszuführen wäre, überflüssig, weil sich das Resultat mit Rüdsicht auf die Form dieser Gleichungen voraussehen läßt. Denn GI. (7) bleibt ungeändert, wenn
p mit v und m mit
А
Wären C, und Cp als Functionen von p und v resp. von p und T oder von v und T bekannt, so wäre durch GI. (5) auch T als Function von p und v bestimmt. Sind aber C, und op nur unvollständig bekannt, so müssen zur Entwickelung der Zustandsgleichung noch die beiden Ausdrücke 8T
ƏT von und nad Si. (2) und (3) zu Hülfe genommen
Әу Әр werden, nämlich mit F(p) = 0: 1' A
ЭТ р
(6). av
op Durc Substitution der hieraus entnommenen Ausdrücke A
und fann Gleichung (5) auch in die Form gebracht
Cp werden:
1 ƏT
1 OT
=
Oy
(7). 8p
ar Die specifischen Wärmen c, und c, find vermuthlich beide variabel. Eine von ihnen muß es wenigstens sein, , denn wären beide constant, fo hätte Gl. (5) die Form:
= Const., und es hätte dann der Dampf in jedem Zustande auch alle aus dieser charakteristischen Gleichung für Gase fich ergebenden Eigenschaften mit denselben gemein, was erfahrungsmäßig nicht der Fall ist. Indem nun aber jeßt eine Ergänzung des Fundamentalsaßes (1) durch Annahmen in Betreff Ce oder C, nöthig geworden ist, liegt es nahe, dieselben zwar möglichst allgemein, doch so zu wählen, daß das durch der Faden der Rechnung leicht weiter geführt werden fann. Dies gesdieht besonders dadurch, daß man, um Gleis chung (2) oder Gl. (6) integrabel zu machen, C, als unabhängig von v resp. C, als unabhängig von p vorausseßt.
1) Ist ce eine Function nur von p, so folgt aus GL. (2), unter f(p) eine noch näher zu bestimmende Function von p verstanden,
pv + f(p)
(8), und daraus, wenn l'(p) die Ableitung von f(p) naš p bezeichnet,
ƏT
A v (0) + f'(p).
ОТ
ap
Cp mit
Daß nun beide Gleichungen (9) und (11), indem ste sich beide ihrer Form nach an die Zustandsgleichung der Gase anschließen, auch beide durch schidliche Wahl ihrer Cons stanten in genügende Uebereinstimmung mit den vorhandenen Beobachtungen gebracht werden fönnen, ist leicht begreiflich; ist doch die Abweichung im Berhalten der Dämpfe von dem der Gase selbst im gesättigten oder fast gesättigten Zustande der ersteren immerhin nur eine solche, daß sie den Physikern lange Zeit verborgen bleiben konnte. Die Entscheidung über die relative Vorzüglichkeit der beiden Annahmen Cp
Coast, und c, = Const. muß deshalb vorzugsweise von directeren
Cv
Bestimmungen dieser Größen selbst erwartet werden. Dabei ist zu beachten, daß, wenn fich durch weitere Versuche Cr als eine veränderliche Größe herausstellen sollte, damit noch nicht bewiesen sein wird, daß c, es in geringerem Grade ist, während, wenn cp auch nur als unabhängig von v nachgewiesen wäre, damit auch schon die Annahme c, = Const. dem Obigen zufolge gerechtfertigt sein würde, sofern wenigstens das Gesep Gl. (1) durd) weitere Versuche feine Anfechtung erleidet. Borläufig gebe ich der Annahme cp = Const. den Vorzug, weil ihre Zulässigkeit durch die vorhandenen Versuche wenigstens wahrscheinlich gemacht wird, während wir über die Größe co oder das Verhältniß le für überhigten Wasserdampf noch gar Nichts durch einigermaßen directe Versuche wissen.
Was aber weiter die verschiedenen Gesichtspunkte Zeu: ner's und Schmidt's bei der Bestimmung der Constanten B, C, min GI. (9) oder (11) betrifft, so hängt die Ents scheidung zwischen ihnen theils mit einer Principienfrage, theils mit der Bedürfniß- oder Zweckmäßigkeitsfrage zusammen.
In ersterer Hinsicht ist festzuhalten, daß die Naturwissens schaft eine Erfahrungswissenschaft ist, daß ihre Gesepe durch Combination und Verallgemeinerung aus einzelnen Versuchen und Beobachtungen abstrahirt sind. Dem entsprechend sind zur Bestimmung der Constanten einer neuen physikalischen Formel möglichst directe Versuchsresultate besser, als die Vergleidung mit anderen empirischen Formeln, besonders wenn sie solchen Wissenschaftsgebieten angehören, welche der betreffenden Frage ferner liegen; und wenn sich zeigt, daß ein solches icon früher aufgestelltes Gesez mit neuen, sorgfältig angestellten Versuchen nicht harmonirt, so hat man im Allgemeinen mehr Grund, an der Vollkommenheit jenes Geseges, als an der Zuverlässigkeit dieser Versuche zu zweifeln. Darf dies schon von neueren physikalischen Versuchen in Beziehung auf ältere physikalisde Theorieen behauptet werden, so gilt es noch viel mehr in Beziehung auf chemische Theorieen. Die Arbeiten des Chemifers im Laboratorium sind der Natur der Sache gemäß im Allgemeinen erheblicheren Fehlern unterworfen, als die des Physiker8 in seinem Cabinet, und der Erstere (chäft deshalb mit Recht die mit Sülfe physifalischer Versuche abstrahirten chemischen Theorieen in gewissen Fällen als Correctur für die Mangelhaftigkeit der Analyse zur Bestimmung der Atom- und Molecülgewichte. Umgefehrt aber die Leteren vermittelst der chemischen Theorie als Correctiv physifatischer Versuche zu bes nußen, erscheint im Allgemeinen nicht gerechtfertigt, und wenn
insbesondere Schmidt die chemische Theorie höher ftellt, als die Versuchsresultate eines so ausgezeichneten Experimentators, wie Regnault, indem er dessen Bestimmung von Cp für Wasserdampf deshalb bezweifelt, weil fie mit der chemischen Theorie nicht harmonirt, so heißt das uns den Boden unter den Füßen wegziehen, auf dem wir stehen und stehen müssen.
Was ferner das Bedürfniß einer möglichst angenäherten Kenntniß der Zustandsgleichung des Wasserdampfes betrifft, so liegt dasselbe gerade für den Theil seines unendlich weiten Zustandsgebietes vor, welcher dem Grenzzustande der Sättigung zunächst liegt, und da man nun einmal bei unserer vor: läufig mangelhaften Renntniß darauf verzichten muß, jene Zustandsgleichung schon jeßt für das ganze Zustandsgebiet genau aufzustellen, so ist es zwedmäßiger, dies für den den Sättigungszustande, als für den dem entgegengeseßten Grenzs zustande zunächst liegenden Theil dieses Gebietes möglichst angenähert zu erstreben. Man hat aber Grund zu vermuthen, daß jene chemische Theorie außer sonstigen Vorbehalten nur für den idealen Gaszustand der Körper streng zutreffend ist, und ist sie fomit auch aus diesem Grunde weniger zur Bes stimmung der in Rede stehenden Constanten geeignet, als Versuche, welche mit überbigtem Wasserdampfe in der Nähe des Sättigungszustandes angestellt wurden.
Hiernach bin ich mit 3 euner der Meinung, daß zur Bestimmung von B in G1. (9) die Regnault'schen Versuche in Betreff cp den gerechtesten Anspruch auf Berücksichtigung haben, während durch die Wahl der Constanten C und m vor Allem möglichster Anschluß an die Werthe von v zu er: zielen ist, welche die mechanische Wärmetheorie für gesättigten Wasserdampf liefert, weil die directen Bestimmungen dieses specifischen Volumens mit besonderen Schwierigfeiten perbunden sind. Ob durch Versude bon folcher Art, wie fte Hirn und Cazin angestellt haben und aus denen ich, ohne die näheren Umstände zu fennen, den ohne Zweifel zu fleinen Wertly m = 0,236 gefolgert hatte, zu einer besseren Bestimmung dieser Constanten führen können, als die Zeuner'sche Annahme m=0,25, möge hier unerörtert bleiben; mein Zweck war nur, in Betreff der Ausführungen von ørn. Profeffor Schmidt, meinen Standpunkt im Allgemeinen zu motiviren und nebenbei zu zeigen, wie beide vorgeschlagene Zustandsgleichungen des Wasserdampfes auf eine mehr durchsichtige Weise entwidelt werden fönnen, als es meines Erachtens von den Herren Autoren selbst geschehen ist. Mai, 1867
F. Grasbof.
Tangye'fchen Preßpumpe das Saugeventil enthält. Der Kolben b ist vielmehr massiv, und unter ihm liegt das Saugeventil c. d ist das Druckventil; der Raum oberhalb desselben communicirt mit dem Preßcylinder e, in welchem fich der Preßfolben f bewegt.
Um den Preßfolben unter Druck niederzulaffen, ist hier nicht die sonst gewöhnliche Einrichtung getroffen, daß durch einen von unten auf das Druckventil wirkenden Hebel dasselbe gehoben, durch einen schnellen Anhub des Pumpentolbens das Saugeventil ebenfalls gehoben, und so das Druckwasser aus e in das Reservoir g zurücgetrieben wird, durch welche Operation nachtheilige Stöße entstehen können. Vielmehr wird in einer, in der Zeichnung nicht anschaulich gemachten, Weise durch Drehen der Schraube h, Fig. 8, ein drittes Ventil allmälig geöffnet, welches den Drudraum über d mit dem Reservoir g in Verbindung feßt, wodurch ein langsames Niedergehen des belasteten Preßlolbens stattfinden fann.
Diese in unserer Quelle nur stizzenhaft angedeutete Anordnung der Bladwood'schen Winde möchte vor den vorbeschriebenen den Vortheil bieten, daß etwa nothwendig werdende Reparaturen wegen leichterer Zugänglichkeit der beweglichen Theile besser auszuführen sind. Jedenfalls ist aber die Winde von Adamson in ihrer äußeren Form viel weniger volumis nos, als die von Bladwood.
Der in Fig. 1 bis 6, Taf. II *) dargestellte, der ,, Sammi. von Zeichn. f. d. Şütte" (1862, Taf. 11) entnommene, by draulische webebod ist in seiner äußeren compendiösen Form dem Adamson'schen (Fig. 5 bis 8, Taf. XVI, Bd. X) entsprechend, zeigt jedoch einige besondere Abweichungen von legterem in seiner Construction.
Der Preßcylinder d und hohle Preßfolben cc bestehen auch hier aus Schmiedeeisen; auf den Kolben ist jedoch ein gegossener Windefopf e aufgefeßt, welcher zugleich so bes schaffen ist, daß der Pumpenhebel in ihm gelagert werden fann und zwar nicht, wie bei Adamson, seitlich, sondern in der Mitte.
Die zur Aufnahme des Pumpenhebels vorgerichtete Hülsef ist mit ihrem Endzapfen in Rothgußlagern drehbar und trägt einen zweiten Zapfen für den Scharnierkopf der Pumpenkolbenstange a. Dieser Scharnierkopf bietet zugleich eine Geradführung der Kolbenstange, und find deshalb die Rothgußlager des Drehzapfens des Sebels f, dem Bogenausschlage entsprechend, etwas verschiebbar, wie dies in den Details am besten aus dem Durchschnitte in Fig. 4 erhellt. Die Kolbenstange a tritt an ihrem oberen Ende vor dem Scharnierkopfe noch durch eine Stopfbüchse, um ein Abschließen des inners halb des hohlen Preßtolbens und Windefopfes vorhandenen Wasser: refp. Delraumes zu bewirfen und somit das Aus: fließen der Flüssigkeit bei etwaigem Umfallen des Hebebocfes zu verhindern. Das Anfüllen dieses Raumes gesdieht durch die mittelft Schraube verschließbare Deffnung in der oberen Dede des Windelopfes, Fig. 1. Etwas unterhalb derselben bei h (Fig. 1, 2 und 5) befindet fich eine zweite Deffnung, welche durch einen, mittelft angeschraubten Bandes gehaltenen, Pfropfen verschlossen wird. Die diametrale Deffnung im
Windefopfe (Fig. 1) dient zum Einlegen des Stiftes für den Scharnierkopf der Rolbenstange a.
Diese Kolbenstange bildet an ihrem unteren Ende den geliderten Pumpenkolben; der zugehörige Stiefel besteht mit den Ventilgebäufen aus einem Stücke und bildet so den besonders eingeschraubten Boden b des hohlen Preßfolbens. Dieser Boden ist auf seiner unteren Fläche init Holz aus: gelegt. Die Anordnung des Sauges und Drudventiles ist aus Fig. 1, 3 und 6 ersichtlich; ein drittes Ventil, wie bei Adamson, zum Zurüdlaffen des Drudwaffers aus dem Preßraume (in d) in den hohlen Preßfolben ist hier nicht vorhanden. Statt dessen dient folgende Einrichtung.
Beiin Arbeiten der Bumpe wird der Niedergang des Hebels f durch die in einem seitlichen Ansaße des Windes kopfes e (Fig. 2 und 3) vorhandene und verstelbare Anschlagschraube begrenzt. Soll nun das Druckwasser aus dem Preßraume wieder zurüđtreten, so schraubt man diese Anfchlagschraube etwas tiefer: der Hebel f und mit ihm die Kolbenstange a fönnen jeft etwas weiter niedergedrüdt werden und zwar so weit, daß durch die Kolbenstange dno unmittelbar unterhalb derselben befindliche Drudventil geöffnet wird. Zugleich wird mittelst der auf den Ansaß bei a auf die Stange geschobenen Hülse auch der etwas hervortretende Führungsstiel des Saugeventiles niedergestoßen und dieses ebenfalls geöffnet, so daß das Druckwasser ind durch beide Bentile in den Raum innerhalb cc fließen, und der Preßkolben mit Winde: fopf schnell niedersinfen kann. *)
Endlich seien noch zur vollständigen Beschreibung die beiden, durch einen den Cylinder d unfassenden Ring verbundenen Traghebel g, g zum leidyteren Transportiren des ganzen Hebebodes erwähnt. –
Fig. 1 bis 3, Taf. XXII, geben eine von den bisher beschriebenen Constructionen wiederum abweichende Anordnung von Tangye, welche den Hebeboď auch als Fußwinde bes nußen läßt (vergl. Fig. 4, Taf. XVI, Bd. X).
Der Preßkolben a bildet hier den feststehenden Theil der Winde, um welchen der Preßcylinder bb beweglich ist. Um eine Drehung des Cylinders um den Kolben zu verhindern, find die Feder c und Nuth angebracht. Indem die Nuth nidit auf ganzer Länge des Kolbens a vorhanden ist, werden ein zu hobes Seben und Abfallen des Preßcylinders bb verhindert durch Anschlagen der Feder c gegen die obere Bes grenzung der Nuth.
Der Windefopf h, weldier hier von Gußeisen und nicht aufgesdraubt, sondern warın aufgelegt und mit Klemmschrauben gehalten ist, enthält die Pumpe, deren Bewegung, wie bei Adamfon, mittelft Hebel und Daumen geschieht. Auch ist die Anordnung des Sauge- und Drudventiles hier eine abs weichende, in Fig. 3 im größeren Maßstabe erläuterte.
Um nach geschehener Şebung einen (dynellen Niedergang des Preßcylinders bb zu bewirfen, wird, wie dies bereits S. 710, BD. X d. 3. beschrieben wurde, der Hebel d auf seinem Vierfant e zurüdgeschoben (in Fig. 2 punftirt), so daß fein durch den Knaggen f begrenzter Ausschlag (in Fig. 1
*) In Bezug auf bie Zeichnung Fig. 3 ist zu bemerken, daß nicht, wie hier gezeichnet, die Hilfe die Saugeventitöffnung ganz verbeden barf; ferner ist die das Saugeventil stets geschlossen haltende Spiralfeder uns beuttlich gezeichnet.
*) Da die Zeichnung nicht gerade genau ist, so kann besser auf die eingeschriebenen Maße berwiesen werben.
punftirt) größer wird, und der niedergehende Pumpenkolben g am Kolben g seitlich vorhandenen Knaggen der horizontal lies
,
wober ?
gende, in der Mitte ringförmige Stiel des Saugeventiles seitwärts geschoben, und somit auch dieses Ventil geöffnet gehalten wird: Das Drudwasser fließt dann also durch die beiden Pentile von dem Drudraume über a wieder in den hohlen Windes fopf h zurück.
Diese zulegt beschriebene Construction *) möchte jedenfalls die einfachste und beste zu nennen sein, und sei zum Vergleiche endlich noch eine ältere Ausführung eines hydraulischen Hebebockes von Robertson & Tweedale (Pract. Mech. Journal“, 1860, Juni, S. 62) hier angeführt, Fig. 4 und 5, Taf. XXII.
Während hier ebenfalls der Preßfolben fest fteht, und der Preßcylinder beweglich ist, liegt die Pumpe außerhalb. Der Hauptträger A dieser Winde ist von Gußeisen. Ift der äußere Cylinder E durdy das Drudwasser gehoben, so fann von außen durch die mit Gewinde versebene Ventil: stange F die Communication zwischen dem Drudraume inner: halb des Cylinders E und dem Wasserreservoir in A wieder hergestellt werden. Das Drudwasser fließt nach A zurüd, und E senkt sich wieder. Der Bewegungsmechanismus der Drudpumpe ist aus den Figuren hinlänglich deutlich.
Schließlich sei hier noch eine ältere Construction der hydraulischen Pressen von Tangye, für Scheeren und Lod)maschinen, erwähnt, welche Hr. Prof. Rühlmann nad) „London Journal“ (1863, Nov., S. 289) in den „ Mitth. für das Königreid Hannover“ (1864, Şeft 5, S. 225) be: schrieben hat.
$. Ludewig.
*) Dieser Tangye’sche Hebebod ist bei 1gram Pumpenkolben- und 89mm Breßkolbendurchmesser für eine Last von 30000k berechnet, wähs rend der Fig. 5 bis 8, Taf. XVI, Bd. X gezeichnete Adamson'sche bei bezüglich 19mm und 59mm Durchmesser ca. 6000k belt.
Ver m i f ch tes.
Bleichverfahren nach C. M. Tesfié du Motay.
C. M. Dessié du Motay wendet den activen Sauerstoff, welchen Lösungen von übermangansauren Salzen im Augenblicke ihrer Reduction zu Mangansuperoryb entwickeln, mit überraschendem Erfolge zum Bleichen der vegetabilisden Faser an.
Das dem Erfinder und R. Maréchal in Meß für Frankreid, Deutschland und England patentirte Verfahren zerfällt im Wesentlichen in zwei aufeinander folgende, nach Bedürfniß mehrmals zu wiederholende Processe, nämlich:
1) das Bleichen durch Eintauchen in eine verdünnte Lösung
Des übermangansauren Salzes; 2) das Entfernen des auf die Faser niedergeschlagenen
Mangansuperorydhydrats. Zur Herstellung des ersten Babcs, welches am Geeignetsten neutrale übermangansaure Magnesa enthält, wird eine mangansaures Natron enthaltende Schmelze mit Wasser ausgelaugt und mit Lösung von schwefelsaurer Magnesta zerseßt. Der bezügliche Proceß ftedt fich durch nachstehende Gleichung dar:
3 Na Mn; 3 Mg S; nH
3 Na S; Mg #n; în Å,; 2 Mg H; (n-4) H. In die decantirte flare Lösung wird die mit heißer Sodalösung in üblicher Weise vorbereitete Faser getaucht und darin während 10 bis 15 Minuten langsam auf und ab bewegt; fie bededt fich mit ausgeschiedenem braunem Mangansuperorydhydrat und nimmt den Geruch des activen Sauerstoffes an.
Nach dem Auswaschen folgt die zweite Dperation, indem man burdy eine wässerige Auflösung von schwefliger Säure oder dwefelsaurer - salpetriger Säure das Mangansuperorydhydrat in Drydulfalz und somit in Lösung überführt.
Nach zwei- bis dreimaliger Wiederholung des Verfahrens erscheint die Faser vollständig gebleicht, schneeweiß, seidenglänzend und bedarf nur noch einer sorgfältigen Waschung, am besten unter Benußung von berdünnter Sodalösung.
Der Unterzeichnete hatte mehrmals Veranlassung, das beschriebene Verfahren im größeren Maßstabe ausführen zu sehen, und gestattet sich, die Aufmerksamkeit der bezüglichen Industriellen mit dem Bemerken darauf zu lenken, daß cs in Frankreich bereits Anwendung findet und von Tag zu Tag festeren Boden gerinnt. Saarbrücken, im Mai 1867.
Dr. 8. Both
Technische Literatur.
Chemisde Tecnologie. Havrez' Apparat zum Auslaugen und Gewinnung concentrirter Lösungen. (Hierzu Figur 6 bis 8, Tafel XXII.)
Zur systematischen Auðlaugung und Gewinnung concentrirter Lösungen hat P. Havrez („Génie industriels, Juni 1866, S. 329) einen Apparat construirt, welcher mit einem Vertheilungshahne die Operationen möglich macht, welche bei den bisherigen Systemen verschiedenartige şähne 2c. erforderten, um eine vollständige Erschöpfung der auszulaugenden Stoffe und eine gesättigte Lösung zu erhalten. Die lösende Flüffigkeit und die zu erschöpfende Masse bewegen fich zu diesem Zwecke entweder in ents gegengeseßter Richtung, indem Leştere in Käften, welche auf einer geneigten Ebene aufgestellt sind, von unten nach oben mittelst Sieben geschafft werden, während das Lösungsmittel in umge= fehrter Richtung entgegenfließt, oder die Masse bleibt unbeweglich in mit doppelten Siebböden versehenen Kästen, welche horizontal neben einander aufgestellt find, liegen, und die Flüssigkeit wird abwechselnd durch diefelben geführt, und ihr Ein- und Austritt durch entsprechende Hähne verändert.
Jeder Kasten hat 4 verschließbare Rohre. Das erste führt nad, der oberen Seite cines jeden Kastens die schon gesättigte Flüssigkeit von dem unteren Theile des vorhergehenden Kastens, in welchem sich eine verhältnismäßig mehr erschöpfte Masse befindet. Das zweite Rohr leitet vom Boden eines jeden Rastens die schwerere, gesättigtere Flüssigkeit nach dem oberen Theile des nädistfolgenden Kastens, in welchem ftch eine reichere Masse befindet. Das dritte Rohr dient zur Zuführung deß frischen Wassers zu der fast erschöpften Mafie; diese 3 'Rohre werden geschlossen, wenn Leştere herausgeschafft und durch frische erseßt werden soll. Das vierte Rohr dient zur Ableitung der gesättigten Flüssigkeit, welche zuleßt das eben mit frischer Masse gefüllte Gefäß durchflossen hat.
Für 12 derartige Laugegefäße find also 48 Robrmündungen und 36 Hähne erforderlich. Dieselben erset Havrez durch einen einzigen Hahn in folgender Weise (Fig. 6 bis 8, Taf. XXII).
Das schmiedeeiserne runde Gefäß BB, 1" hoch, ist durch 12 radienartige Scheiderrände in 12 gleiche Abtheilungen getheilt; in der Mitte des Bodens hat es eine Deffnung von 0“,33 Durchmesser. Hcber derselben genau in der Mitte ist ein gußeiserner Cylinder C von gleicher Höhe, wie das Gefäß, mittelft seines gußeisernen Bodeng Aan die Bodenwand des Gefäßes befestigt. Dieser Cylinder bildet in seinem unteren Theile das fegelförmige Gehäuse des Hahnes und enthält für den Zweck an dieser Stede