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Schwerhörigkeit - was nun?
«Hören heisst DazugeHören. Entsprechend sind wir bestrebt, Hörstörungen sehr sorgfältig abzuklären und umfassend zu informieren, welche Möglichkeiten zur Hörverbesserung in der individuellen Situation sinnvoll und Erfolg versprechend sind.»
Unser Ohr kann Frequenzen zwischen 20 und 20 000 Hertz wahrnehmen. Die höchste Empfindlichkeit liegt jedoch im Sprachbereich zwischen 500 und 5 000 Hz. Dabei gelangen die akustischen Signale (Schallwellen) aufs Trommelfell, werden über die 3 Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) in das Innenohr (Cochlea) weitergegeben und von den Sinneszellen (Haarzellen) in elektrische Impulse auf den Hörnerven übertragen. Jede Störung in diesem komplexen Ablauf geht mit einer Schwerhörigkeit einher. Wird der Schall im äusseren Gehörgang (z.B. Ohrschmalz oder Gehörgangsatresie) oder im Mittelohr (z.B. Otosklerose) gedämpft, so resultiert eine Schallleitungsschwerhörigkeit.
Hörgeräte
Solche Erkrankungen oder Verletzungen am Trommelfell oder im Mittelohr können meist mit mikrochirurgischen Operationen behoben werden. Bei Missbildungen oder inoperablen Erkrankungen werden knochenverankerte Hörsysteme (BAHA) in Lokalanästhesie implantiert.
Störungen im Innenohr oder am Hörnerven führen nicht nur zu einer Schallempfindungsschwerhörigkeit, sondern auch zu einer deutlichen Verschlechterung der Sprachverständlichkeit! Diese Hörstörungen können entweder mit Hörgeräten versorgt, oder mit aktiven Mittelohrimplantaten rehabilitiert werden. Hochgradige Schwerhörigkeiten oder gar Taubheit sind die Domäne der Cochleaimplantate. Bei seltenen Tumoren des Gehör- und Gleichgewichtsnerven (z.B. beidseitige Akustikusneurinome bei NF II) besteht die Möglichkeit der Einlage eines Hirnstammimplantates.