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Die britische Bank Standard Chartered ist in Gesprächen, das Investmentbanking-Spinoff der Credit Suisse, die CS First Boston, mit Finanzierungen zu unterstützen. Das berichtet die Agentur Bloomberg mit Verweis auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die in London ansässige Bank erörtert demnach eine Partnerschaft mit der in New York ansässigen Boutique CS First Boston, indem sie Kreditkapazitäten bereitstellt, so die Personen. Standard Chartered würde im Rahmen der vorgeschlagenen Transaktion also nicht in das Kapital der CS First Boston einsteigen, aber Kreditlinien für das Geschäft mit kreditfinanzierten Übernahmen bereitstellen.
Dieses so genannte Leveraged Finance Geschäft ist ein Schwerpunkt der Aktivität der neuen Einheit, welche die Credit Suisse abspalten und mittelfristig an der Börse verkaufen will.
Die Struktur einer etwaigen Transaktion könnte sich noch ändern und es ist möglich, dass keine Einigung erzielt wird. Sprecher von Standard Chartered und Credit Suisse lehnten eine Stellungnahme ab.
Chef der CS First Boston ist der US-Banker Michael Klein. Er kommt offenbar gut damit voran, Funding-Partner für seine neue Investmentbank zu finden. Denn Anfang der Woche hatte Bloomberg berichtet, dass auch der US-Investor Apollo Global Management erwägt, 750 Millionen Dollar als Funding-Partner zur Verfügung zu stellen, damit die CS First Boston ihr Leveraged Finance Geschäft betreiben kann.
Dabei berät die Bank den Käufer eines Unternehmens nicht nur bei der Übernahme, sondern stellt auch die Finanzierung dafür bereit. Diese Kredite werden in einem zweiten Schritt verbrieft und als Wertpapiere am Kapitalmarkt verkauft.
Bill Winters, CEO von Standard Chartered, sagte letztes Jahr, dass seine Bank gut aufgestellt sei, um Marktanteile im Bereich Leveraged Finance zu gewinnen, unter anderem, weil eine Reihe von Konkurrenten mit Verlusten aus Problemkrediten konfrontiert seien. «Der Leveraged-Finance-Sektor hat stark gelitten», sagte er auf einer Bilanzpressekonferenz. «Wir sind ein bedeutender Leveraged-Finance-Anbieter, aber wir haben die Verluste vermieden. Ich denke, wir sind da etwas subtiler. Und das ist wirklich gut. Es bedeutet, dass wir in einer guten Position sind, um einige Gelegenheiten zu nutzen, die sich ergeben könnten, wenn sich der Markt beruhigt.» (Bloomberg/ali)