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Die beiden gehören zu den bekannten russischen Langläufern. Legkow ist Olympiasieger über 50 km sowie Tour-de-Ski Sieger 2013, und Below stand an der Tour de Ski auch schon auf dem Podest.
Die beiden standen schon seit geraumer Zeit mit vier anderen Langläufern im Verdacht, von jenem staatlichen Dopingsystem profitiert zu haben, das Russland 2014 in Sotschi Medaillen im Dutzend bescherte. Nun reagierte das IOC und sperrte die beiden für weitere Teilnahmen an Olympischen Spielen.
Die Entscheidung hat die Bezeichnung Skandal verdient.
Legkow wurden zudem sämtliche Medaillen von den Olympischen Spielen in Sotschi aberkannt. Der Russe verliert somit seine Goldmedaille über 50 km sowie das Staffel-Silber über 4x10 km. Below gewann in Sotschi kein Edelmetall.
Legkows deutscher Anwalt Christof Wieschemann nennt das Urteil der IOC-Disziplinarkommission «skandalös». Mit der Entscheidung gehe das IOC «ohne weitere Ermittlungen und ohne weitere Beweise weit über die Angaben des McLaren-Reports hinaus und stellt sich gegen die bereits vorliegenden Entscheidung des internationaler Sportgerichtshof CAS in gleicher Sache.»
Berufung geplant
Die Entscheidung, so Wieschemann, habe «die Bezeichnung Skandal verdient. Sie verhöhnt geradezu die Erklärung des Präsidenten des IOC, Dr. Thomas Bach, nur auf der Grundlage sicherer Beweise entscheiden zu wollen.»
Spätestens am Donnerstag werden die beiden Athleten, die in den Jahren um Sotschi vom Schweizer Reto Burgermeister trainiert wurden, Berufung beim CAS einlegen.
Auch FIS sperrte die Langläufer
Das Internationale Olympische Komitee hatte wegen Dopingverdachts kurz vor Weihnachten 2016 ein Disziplinarverfahren gegen 28 russische Teilnehmer der Winterspiele 2014 eingeleitet. Daraufhin hatte die FIS sechs Langläufer gesperrt, unter ihnen Legkow und Below.
Auslöser war der Bericht des Sonderermittlers Richard McLaren für die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada, der die Namen von rund 1000 russischen Sportlern enthält.
Sendebezug: Radio SRF 1, Nachmittagsbulletin, 01.11.2017, 17:12 Uhr.