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Die Regeln sagen: Männer laufen im 100m-Wettbewerb gegen Männer, und Frauen gegen Frauen. Klar. Was so banal klingt, ist alles andere als einfach, vor allem, wenn der eigene Körper nicht hundertprozentig dem entspricht, was angeblich eine Frau oder einen Mann ausmacht. Das musste auch die indische Sprinterin Dutee Chand feststellen, als sie im Juli von ihrem Verband von der Teilnahme an den Commonwealth Games und den Asia Games ausgeschlossen wurde. Chand habe, das war die Begründung, einen zu hohen Testosteron-Wert und dies verschaffe ihr einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Läuferinnen. Ihre Leistungen hatten anscheinend Zweifel an ihrem biologischen Geschlecht geweckt, so dass sie einem Geschlechtstest unterzogen wurde. Über Dutee Chand, die Praxis der Geschlechtertests im Leistungssport und fliessende Grenzen zwischen Mann und Frau haben wir ausserdem mit der Soziologin Karolin Heckemeyer gesprochen.
Autor: Anna, Pia
Radio: RDL
Datum: 03.11.2014