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In der feuchtwarmen Luft bauen sich am Nachmittag etwa 500-1000 J/Kg MLCAPE auf. Auf 300 hPa ist ein Divergenzfeld über der Schweiz am Nachmittag zu erwarten, insbesondere in der Osthälfte. Am Jura und in der Zentralschweiz sind bereits Schauer entstanden. Durch den Hebungsantrieb und die mässige Labilität dürften sich diese noch ein wenig verstärken und zu Gewittern werden. Am späteren Nachmittag zieht zudem ein schwacher Trog von Westen nach Osten über die Schweiz, der ebenfalls die Gewitterbildung fördert.
Die Gewitter werden aber eher schwach organisiert sein, da die Windscherung nur moderat ist (DLS 10-15 m/s). Dies minimiert die Gefahr von Hagel und Sturmböen. Lokal kann Hagel bis 1.5 fallen, aber dies dürfte die Ausnahme darstellen. Auch Sturmböen dürften nur vereinzelt und wenn dann nicht sonderlich intensiv auftreten.
Am ehesten gefährlich ist der Starkregen. Durch die hohe Feuchtigkeit können lokal 20 bis 30 mm Niederschlag in einer Stunde fallen. Grössere Mengen sind unwahrscheinlich, da eine gewisse Zuggeschwindigkeit der Zellen zu erwarten ist, sodass sie nicht lange über einem Ort bleiben.
Fazit: Durch die Höhendivergenz werden schwach organisierte Schauer und Gewitter ausgelöst, die im Verlaufe des Nachmittags von Westen nach Osten die Nordschweiz überqueren. Am Abend könnte ein kleiner Trog weitere Gewitter enstehen lassen, die wieder von West nach Ost ziehen. Wegen der nicht wirklich starken Windscherung besteht am ehesten die Gefahr von örtlichem Starkregen (20-30 mm/h) mit kleineren Überflutungen. Kleinkörniger Hagel und vereinzelte stürmische Böen bis 75 Km/h sind möglich.