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Mind. vier Indikatoren pro erwartetem Faktor, besser sechs, wenn Unsicherheit gegeben ist über die Anzahl an Faktoren
Stichprobengröße
N=100 ausreichend, wenn Kommunalitäten hoch (>.70 --> in der Praxis selten) und vier bis fünf Indikatoren pro Faktor vorhanden sind
Bei moderaten Kommunalitäten (z.B. .40-.70) und moderater Überdeterminiertheit der Faktoren, sollte das N mind. 200 sein
Bei suboptimalen Bedingungen (niedrige Kommunalitäten, wenige Indikatoren pro Faktor) sollte das N>400 sein
Welche Methode der Faktorenanalyse sollte verwendet werden?
Ziel ist maximale Varianzaufklärung bzw. Informationsreduktion --> PCA
Ziel ist Identifizierung interpretierbarer Konstrukte, die die Korrelation zwischen manifesten Variablen erklären --> EFA
In der EFA werden daher die Faktoren auch nicht alleine daran bemessen, wie viel Varianz sie erklären. Vielmehr ist hier das Kriterium, wie sehr ein Faktor dazu beiträgt, dass Muster an Zusammenhängen zwischen den manifesten Variablen zu erklären
EFA also in vielen Fällen adäquater, allerdings gibt es auch hier eine Einschränkung: Wenn a priori Annahmen bestehen über Anzahl an Faktoren und man spezifizieren kann, welche Indikatoren auf welchem latenten Faktor laden, sollte die CFA verwendet werden
Welche Kriterien zur Bestimmung der Anzahl an Faktoren?
Welche Kriterien zur Bestimmung der Anzahl an Faktoren?
Entscheidung hat immer eine subjektive Komponente
Verwendet werden sollten die Parallelanalyse und/oder der MAP-Test in Kombination mit inhaltlichen Erwägungen (Interpretierbarkeit/Erwartbarkeit) der Lösung
Nicht verwendet werden sollte das Eigenwerte größer eins – Kriterium (Kaiser-Guttman-Kriterium)
Wenn Lösungen uneindeutig, dann sollten verschiedene (rotierte) Lösungen miteinander verglichen werden
Welche Klasse von Rotationstechniken?
Welche Klasse von Rotationstechniken?
Oblique vs. orthogonale Rotation
Ziel ist immer die Generierung einer Einfachstruktur Variablen laden (vom Betrag her) hoch auf einem Faktor und niedrig bzw. gar nicht auf den restlichen Faktoren
Annahme unkorrelierter Faktoren meist unwahrscheinlich
Daher immer sinnvoll, oblique Rotation anzuwenden, zumal gilt…
--> Wenn tatsächlich orthogonale Faktoren eine optimale Einfachstruktur erzeugen, resultiert eine orthogonale Lösung auch bei Verwendung einer obliquen Rotationstechnik (Korrelationen werden zugelassen, müssen aber nicht zwangsläufig auftreten)