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Vertigo
Regie: Alfred Hitchcock
Darst.: James Stewart, Kim Novak, Barbara Bel Geddes, Tom Helmore, Henry Jones, Raymond Bailey, Konstantin Shayne, Lee Patrick, Ellen Corby, Alfred Hitchcock u.a.
Wegen seiner krankhaften Höhenangst und der vermeintlichen Schuld am Tod eines Kollegen hat Scottie Ferguson den Polizeidienst quittiert. Kurz darauf wird er von seinem ehemaligen Schulfreund Gavin Elster angeheuert, um dessen unter Depressionen leidende Ehefrau Madeleine vor einem möglichen Selbstmord zu bewahren. Scottie folgt ihr heimlich auf ihren Spaziergängen und Fahrten durch San Francisco, die sie immer wieder zu Orten führen, die mit ihrer vor langer Zeit tragisch verstorbenen Urgrossmutter Carlotta in Verbindung stehen. Bald schon muss Scottie die lebensmüde Madeleine aus der Bucht von San Francisco fischen. Die beiden kommen sich durch die Rettungsaktion näher. Doch als Scottie kurze Zeit später mit Madeleine ein altes Kloster besucht, von dem sie in der Nacht geträumt hatte, muss er hilflos zusehen, wie sie vom Kirchturm in die Tiefe stürzt. Einige Monate später lernt er Judy Barton kennen, die Madeleine verblüffend ähnlich sieht … «Vertigo» zählt zu den meist diskutierten, zitierten und analysierten Werken der Filmgeschichte. Dank der trickreichen Kameraarbeit, der brillanten schauspielerischen Leistungen, der komplexen Ängste und Obsessionen, die der zwischen Traum und Albtraum changierende Film behandelt, gilt er als Hitchcocks Meisterwerk. Andreas Furler schreibt auf filmpodium.ch: «Über Hitchcocks geniales Suspense- und Seelendrama sind schon ganze Bibliotheken verfasst worden. Unter dem erotischen Gesichtspunkt kann der Film einerseits als eine (Angst-)Fantasie des erzkatholisch erzogenen Regisseurs gelesen werden, der seinen Protagonisten geradezu sadistisch mit Schuldgefühlen für das Ausleben einer erotischen Obsession piesackt. Dieser Lesart freilich steht der betörende sinnliche Schmelz und maliziöse Witz entgegen, mit welcher der erklärte Blondinen-Anbeter Hitchcock Kim Novak von der ersten Einstellung an als Männerfaszinosum in Szene setzt: marionettenhaft formbar, vermeintlich unwissend um ihre Erotik und zugleich undurchdringlich, sich eigensinnig allen Annäherungs- und Manipulationsversuchen entziehend. Die in übernatürliches Licht getauchte, sich vollendende Rückverwandlung der Fremden in die Geliebte ist, gerade in ihrer erotischen Unterschwelligkeit, einer der magischen Momente der Filmgeschichte.»