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Rudolf Koller hatte die vierspännige Gotthardpost 1873 im Auftrag der Direktion der Schweizerischen Nordostbahn gemalt. Vorangängig hatte er unzählige Skizzen gemacht und die zweispännige
Gotthardpost angefertigt. 1884 hatte er ein Replik der vierpännigen Gotthardpost für die Credit Suisse gemalt.
Koller hatte zur Herstellung der endgültigen Version verschiedenste Motive zusammengefügt, so dass eine dynamische Komposition entstand. Dabei hatte er die Elemente auf eine Art verändert und zusammengestellt, wie sie in der Wirklichkeit nicht zu finden sind. Wer die Tremola begeht, findet schon bald den Ort wo der fiktive Zuschauer gestanden haben muss, doch sieht es auf den ersten Blick etwas anders aus. Alles ist da, aber auseinandergezogen, weniger felsig und nicht so dramatisch. Trotzdem, oder erst recht, entspricht der Gesamteindruck den man dort hat, dem was der Künstler mit dem Bild mitteilen wollte.
Ich musste, um in die Nähe seines Bildes zu kommen, in meiner Fotomontage ebenfalls über vierzig verschiedene Elemente verwenden, alles etwas moderner (auch das Kopfsteinpflaster gehört dazu) und weniger dramatisch. Trotzdem bleibt die Tremola, besonders mit der Postkutsche befahren, ein eindrückliches Erlebnis.