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Der Volksmund nennt den Baum auch: Jaca
Wissenschaftlicher Name: Artocarpus beterophyllus Lam. (A. integrifolius)
Deutscher Name: Jackfrucht
Aus der botanischen Familie der: Moraceae
Herkunft: Indien – der Name “Jaca“ stammt von dem Hindu-Namen “Chakha“
Verbreitung
Die Jackfrucht ist die grösste aller kultivierten Früchte überhaupt, besonders populär ist sie in den Ländern Südostasiens und Afrika. Sie wurde durch die Portugiesen in Brasilien eingeführt, wo sie sich gut angepasst und ausgebreitet hat.
Eigenschaften
Der Jackfruchtbaum erreicht eine Höhe von bis zu 25 Metern und hat eine unregelmässige Krone. Die Früchte reifen innerhalb von 180 bis 200 Tagen. Sie erreichen eine Länge zwischen 22 bis 90 Zentimetern und einen Durchmesser zwischen 13 und 50 Zentimetern – ihr Gewicht liegt zwischen 10 und 15 Kilogramm, manchmal auch mehr.
Klima und Boden
Der Baum entwickelt sich gut und bringt Früchte von bester Qualität in allen tropischen Regionen mit feuchtwarmem Klima hervor – oder auch in halbtrockenem Klima mit künstlicher Bewässerung. Die Pflanze braucht eine mittlere Jahrestemperatur von 25oC, Niederschläge über 1.200 mm pro Jahr (gut verteilt), relative Luftfeuchtigkeit um 80%, mit Sonnentagen. Frost schädigt die Pflanze.
Der Boden sollte eine gute Tiefe haben, gut durchfeuchtet und fruchtbar sein, aus einem Sand/Lehmgemisch bestehen und keinen Überschwemmungen ausgesetzt sein – mit einem pH-Wert zwischen 6 und 6,5.
Reproduktion
Die Verbreitung des Jackfruchtbaumes kann auf vegetativem Weg geschehen – mittels der Produktion von Ablegern für kommerzielle Pflanzungen – oder durch die Verwendung der Samen. Die Früchte, deren Samen zur Anwendung kommen sollen, müssen von starken, gesunden Bäumen mit einer guten Produktion stammen – die Samen sollten aus deren Früchten entnommen und 24 Stunden lang in kaltem Wasser eingeweicht werden. Danach legt man sie direkt in die Erde. Dazu bringt man 2 bis 3 Samenkerne in einer Tiefe von 3 bis 5 cm in horizontale Position. Wenn die Pflänzchen 5 cm Höhe erreicht haben, nimmt man die Ausdünnung vor – nur die kräftigste Pflanze bleibt stehen. Ab einer Höhe von 15 bis 20 cm kann die Pflanze am definitiven Standort eingesetzt werden. Das Giessen sollte regelmässig und ohne Exzesse erfolgen.
Als Behälter für die Ableger kann man Säcke aus schwarzem Polyäthylen verwenden – Grösse 20×30 cm, gefüllt mit einer Mischung aus sandig-lehmiger Erde (oder Waldboden) zu 3 Teilen, gemischt mit 1 Teil Kuhmist. Die Säcke können in Doppelreihen mit einem Zwischenraum von 60-80 cm aufgestellt werden – das Treibhaus sollte mit Palmblättern gedeckt sein, um anfangs 50% an Schatten zu spenden. Im Lauf der Entwicklung der Pflänzchen lässt man zunehmend mehr Licht einfallen.
Varietäten
Hinsichtlich der Konsistenz des Fruchtfleisches klassifiziert man die Typen in Brasilien in “ Jaca dura“ (harte Jaca – grössere Früchte und festes Fruchtfleisch) und “ Jaca mole“ weiche Jaca – kleinere Früchte mit weichem, süsserem Fruchtfleisch).
Nutzen
Die Jackfrucht kann frisch vom Baum oder als Sirup, als Kompott oder in kristallisierter Form verkonsumiert werden.
Die Früchte haben eine irreguläre, ovale Form, eine raue, dicke Schale mit kleinen hexagonalen Noppen, sie sind in unreifem Zustand grün, und nach der Reife gelblich-braun. Sie wachsen direkt am Stamm und an den grösseren Ästen und können ein Gewicht von mehr als 15 Kilogramm erreichen. Die Frucht stellt einen so genannten Steinfruchtverband dar, der sich aus zahlreichen schmalen, elliptischen Einzelfrüchten zusammensetzt, deren jede einen grossen Kern enthält, umgeben von einem cremigen, weissen und saftigen Fruchtfleisch, mit einem charakteristischen, aromatischen Geruch.
Die Zahl der Samenkerne kann bis zu 500 Einheiten pro Frucht betragen. Sie sind essbar, wenn man sie grillt, brät oder kocht – in rohem Zustand sollten sie nicht angeknabbert werden, da sie ein Toxin enthalten, das sich bei Garung verliert. Der Geschmack der gegarten Kerne erinnert an geröstete Nüsse und wird als Aphrodisiakum gepriesen.
Der Jackfruchtbaum bringt während des ganzen Jahres Früchte hervor. Beheimatet in Indien, wird er in allen Tropenländern unseres Planeten kultiviert – in Brasilien wurde er im 18. Jahrhundert eingeführt. Im “Reconcavo Baiano“ (rund um die Allerheiligenbucht in Bahia) liefert er die Grundnahrung für ländliche Kommunen. Die bedeutendste therapeutische Anwendung seiner Frucht gilt ihrer effektiven Bekämpfung von Atemwegsinfekten – Husten aller Art. Ihre Kerne helfen gegen Blähungen. Und die Milch, die bei einem Anschnitt der Baumrinde und auch beim Öffnen der Früchte austritt, wird in der Volksmedizin gegen Irritationen der Augen angewendet.
Der kerzengerade wachsende Stamm kann bis zu 25 Meter hoch werden – mit einem Durchmesser von mehr als 1 Meter – er hat eine unregelmässige Krone mit lederartigen, dunkelgrün glänzenden Blättern. Die Blüten – ohne Blütenblätter – gruppieren sich als maskuline und feminine Blütenstände auf dem Stamm und den stärkeren Ästen.
Das Holz ist weiss bis gräulich, es dunkelt nach, wenn es mit der Luft in Berührung kommt und nimmt dann die Färbung von Mahagoni an. Es ist ein Edelholz und wird im Schiffbau verwendet, ebenso in der Möbelschreinerei.
Der Baum wird zur Wiederaufforstung verwendet, als windabweisende Hecken gepflanzt, um Schatten für das Vieh auf den Weiden zu spenden und als Zierpflanze. Die grünen Blätter, in gehacktem oder gemahlenem Zustand, werden gerne als Nahrungsersatz für Vögel, Ziegen, Schafe und Schweine verwendet.
Die Frucht, beziehungsweise die Einzelfrüchte, werden am liebsten roh, direkt vom Baum, verzehrt, man kann aus ihnen allerdings auch verschiedene Süssspeisen, Kompotte, Säfte, Liköre und anderes herstellen, oft kommen die einzelnen Fruchtparzellen auch tiefgefroren auf den Markt, denn sie verderben in frischem Zustand sehr schnell. Den Tieren kann man die frische Frucht in ihrem Gesamt, gehackt vorlegen.
Die Samenkerne sind besonders reich an Stärke (Amiden), man kann sie gebacken und gegrillt essen – wenn man sie nach dem Backen zu Mehl mahlt, kann man es für Plätzchen verwenden oder auf Süssspeisen streuen. In der Volksmedizin kommen die Kerne für Darminfekte zur Anwendung.
Kulinarische Tipps
Damit das Kompott der Jackfrucht besonders gut gelingt, sollte man erst nach dem Kochen eine beliebige Portion an Zucker hinzufügen.
Die Kerne der Jackfrucht sind erst essbar nach dem Garen derselben. Am besten kocht man sie in Salzwasser so lange, bis sie weich geworden sind.
Um eine Süssspeise aus der Jackfrucht zuzubereiten – egal welcher Art – sollte man fünf Minuten bevor man die Masse vom Feuer nimmt, etwas Saft von Limonen (oder Zitronen) hinzufügen – das rundet die Süsse des Kompotts, zum Beispiel, angenehm ab.