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Kontraproduktive Initiative
Dass die Steuerinitiative der SP ungerecht ist und den Förderalismus aushöhlt, wurde und wird der Öffentlichkeit breit diskutiert. Etwas weniger thematisiert wird die wissenschaftlich erhärtete Tatsache, dass sich höhere Steuersätze immer und überall negativ auf die versteuerten Einkommen auswirken.
Leute am oberen Ende der Lohnskala verfügen über die notwendige finanzielle und gesellschaftliche Flexibilität, um die versteuerten Einkommen zu reduzieren – was Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft hat. Einkommen, die gar nicht erarbeitet werden, fliessen nicht in den Wirtschaftskreislauf, schaffen keine Arbeitsplätze und reduzieren damit direkt und indirekt das Steuersubstrat.
Dieser Effekt lässt sich quantifizieren. Untersuchungen haben ergeben, dass eine Erhöhung der Steuerbelastung auf den Einkommen von 1% zu einer Senkung der deklarierten Einkommen von 0,2% bis 0,4 führt. Die Steuer(un)gerechtigkeitsinitiative ist nur schon so gesehen kontraproduktiv.
Thomas Wyss, Oberägeri
15. November 2010