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Schweizerinnen und Schweizer haben 2005 laut Bundesamt für Statistik über 11 Mrd. Franken im Ausland ausgegeben – also 6% mehr als im Vorjahr.
Die ausländischen Touristen ihrerseits haben 2005 fast 14 Mrd. Franken in der Schweiz ausgegeben, was einem Wachstum von fast 5% gegenüber 2004 entspricht.
Die Fremdenverkehrsbilanz 2005 schliesst mit einem Aktivsaldo von 2,2 Mrd. Franken ab. Das heisst, dass die ausländischen Touristen, die die Schweiz besuchten, im Inland per Saldo 2,2 Mrd. Franken mehr ausgaben als die Schweizer, die ins Ausland fuhren.
Die touristische Schweiz nahm also 2,2 Mrd. Franken mehr ein als sie ausgab. Dieser Saldo entspricht im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 1,1%, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt.
Grösster Anteil: Reiseverkehr mit Übernachtungen
Haupteinnahmequelle bildete wiederum der Reiseverkehr mit Übernachtungen, der knapp zwei Drittel der Gesamteinnahmen ausmachte. Ausländische Gäste gaben dafür 6,9 Mrd. Franken aus, 6,0% mehr als im Vorjahr.
Der grösste Anteil entfiel mit 45% auf die Übernachtungskosten, 30% entfielen auf Nebenausgaben und 25% betrugen die Ausgaben für Verpflegung.
Die Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr sowie dem übrigen Fremdenverkehr beliefen sich auf etwa die Hälfte des Übernachtungs-Tourismus, auf 3,3 Mrd. Franken, 7,2% mehr als im Vorjahr. Die ausländischen Grenzgänger inklusive Kurzaufenthalter gaben 1,5 Mrd. Franken aus, 0,9% weniger als 2004.
Medizinischer Tourismus: Über 1 Mrd. Einnahmen
Die Einnahmen aus Aufenthalten von ausländischen Studierenden und Schülern beliefen sich auf 828 Mio. Franken und stiegen damit um 0,7%. Ausländische Patientinnen und Patienten, die entweder während ihres Aufenthalts in der Schweiz erkrankten oder zur medizinischen Betreuung in die Schweiz einreisten, bezahlten 1,1 Mrd. Franken für Leistungen in Schweizer Spitälern (+1,0%).
Von den Ausgaben von Schweizern im Ausland entfielen 10,1 Mrd. Franken auf den Reiseverkehr mit Übernachtungen, was einem Plus von 7,7% entsprach. Die starke Zunahme wird hauptsächlich auf die erhöhte Anzahl von ausserhalb der Landesgrenzen verbrachten Logiernächten zurückgeführt.
Fortgesetzte Erholung nach Einbruch von 2001 bis 2003
Damit setzte sich die nach dem Einbruch in den Jahren 2001 bis 2003 beobachtete Erholung auch im Berichtsjahr fort, schreibt das BFS. Die Ausgaben der Schweizer Auslandreisen ohne Übernachtung beliefen sich unter Berücksichtigung der Währungs- und Preisentwicklung auf 1,4 Mrd. Franken (-5,4%).
swissinfo und Agenturen
In Kürze
Die Fremdenverkehrsbilanz stützt sich auf zahlreiche Daten aus schweizerischen und ausländischen Quellen, aber auch auf Schätzungen.
Die Aktiven der Bilanz stellen die Einnahmen der Schweiz dar, die entstehen, wenn ausländische Touristen ihr Geld ausgeben.
Dem stehen auf der anderen Seite die Ausgaben gegenüber, die Schweizer tätigen, wenn sie als Touristen im Ausland Geld ausgeben.
Für die Schweiz als bekannte Reise-Destination stellt der Tourismus eine wichtige Branche dar. Allein die Einnahmen von den Ausländern entsprechen 3% der Wertschöpfung (des BIP).
Davon leben nicht nur Hotellerie und Gastronomie, sondern auch zahlreiche andere Branchen, wie das Transportgewerbe.