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Die Testlawine wurde von einem Helikopter aus ausgelöst und rutschte über eine Distanz von 2.5 Kilometer den Hang hinunter. Sie erreichte dabei eine Geschwindigkeit von 200 Kilometern pro Stunde (km/h), wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) am Montag mitteilte.
Weitere Daten, die nun ausgewertet werden, haben neue Infrarot-Sensoren aufgezeichnet. Diese erfassten unter anderem die Temperaturen an unterschiedlichen Orten in der Lawine. Die Temperaturen gehören zu den Faktoren, die mitbestimmen, wie weit eine Lawine fliesst.
Das internationale Forschungsteam zeigte sich mit dem Versuch sehr zufrieden. Für das Gelingen des Experimentes mussten viele Faktoren zusammen spielen. Die Schneedecke musste beispielsweise instabil sein, jedoch nur soweit, dass keine spontanen Lawinen niedergehen konnten. Auch das Wetter musste mitspielen, damit der Helikopterpilot klare Sicht hatte.
Der Test wurde im Testgelände für Lawinendynamik (VdlS), das sich rund acht Kilometer nördlich von Sion befindet, ausgelöst. Seit dem Winter 1997/1998 erheben dort Ingenieure und Wissenschaftler mit robusten Sensoren Geschwindigkeits- und Kräfte-Daten, um die Bewegungen in Lawinen besser zu verstehen. Die Erkenntnisse helfen unter anderem dabei, Lawinensimulierungsprogramme und Lawinendynamikmodelle weiterzuentwickeln und die Schweizer Regeln zur Erstellung von Gefahrenkarten zu kontrollieren.
(SDA)