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In Katalonien hat am Donnerstag die mit Spannung erwartete Neuwahl des Regionalparlaments begonnen. Zur Abstimmung in der spanischen Region sind über 5.5 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen. Vor vielen Wahllokalen hatten sich am Morgen bereits Schlangen gebildet.
Die Abstimmung gilt als richtungsweisend für die Krisenregion, die nach einem von der Justiz verbotenen Unabhängigkeitsreferendum im Oktober ins politische Chaos abgerutscht war. Mehr als 15'000 Polizeibeamte sind im Einsatz, um die Sicherheit während der Wahl zu gewährleisten.
Nach Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den separatistischen Parteien und den Unabhängigkeitsgegnern ab. Der Wahlkampf war davon geprägt, dass die bekanntesten Kandidaten der Unabhängigkeitsbefürworter entweder im Exil oder in Haft sind.
Der nach Belgien geflohene Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont etwa, der mit der Liste Zusammen für Katalonien antritt, hatte mit Videoauftritten und über die sozialen Medien einen Wahlkampf aus der Ferne betrieben.
Die Wahllokale in Katalonien schliessen um 20.00 Uhr. Mit ersten einigermassen aussagekräftigen Ergebnissen wird gegen 22.00 Uhr gerechnet.
Die Neuwahl war von der Zentralregierung in Madrid ausgerufen worden, nachdem diese Ende Oktober die Regionalregierung von Puigdemont entmachtet und selbst die Kontrolle in Katalonien übernommen hatte. Die reguläre Legislaturperiode wäre bis 2019 gelaufen. (sda/afp/dpa)