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Wir verstehen unsere Forschung konstruktiv. Wir erforschen, welche Phänomene wir mittels welcher Artefakte erzeugen können und wir erforschen die Funktionsweise dieser Artefakte, indem wir sie konstruieren.
Wir konstruieren Werkzeuge, aber nicht dazu, dass andere schneller oder besser arbeiten können, sondern dazu, uns unser Wissen bewusst zu machen. Wenn unsere Werkzeuge eine praktische Bedeutung für andere haben, so nehmen wir das sehr gerne in Kauf und freuen uns darüber.
Wir vermuten, dass wir mit dieser Intention nicht ganz alleine sind; uns scheint die gesamte Ausseinandersetzung mit KI-Technologien generell mehr durch das Interesse am "Mensch-Sein" als durch das Interessse von praktischen Werkzeugen motiviert. Von dieser Deklaration unseres Selbstverständnisses als Forscher abgesehen, vermuten wir, dass die Untersuchung des eigenen Wissens mindestens so gute Werkzeuge erzeugt, wie konvetionell aufgefasstes Engineering, in welchem Ingenieure vermeintlich konstruieren, was Kunden wollen.
In unserem Forschung wollen wir auf der theoretischen Ebene klären, was Wissen "ist". In unserer konstruktivistischen Perspektive bedeutet dies zu allererst, herauszufinden, wie wir den Ausdruck "Wissen" verwenden.
Auf der praktischen Ebene wollen wir klären, was wir in bezug auf Wissensmanagement in welcher Form "wissen", und wie - mit welchen Methoden und Werkzeugen - wir unser Wissen sinnvoll "managen". Dazu gehört insbesondere auch, dass wir Methoden und Werkzeuge (witer)entwickeln.
Wir fragen uns also nicht, was Wissen überhaupt ist, sondern wie wir als individuelle Subjekte mit dem umgehen, was wir Wissen nennen. Deshalb nennen wir unser Teilprojekt KnowPort, was für Knowledge Portfolio steht.