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Um bei einem ASP-Ausbruch in der Schweiz die Seuche bekämpfen zu können, sind drastische Massnahmen vorgesehen, schreibt Wald Schweiz. So könnte in einer ersten Etappe während max. 30 Tagen für ein Gebiet mit einem Radius von 10 bis 15km ein Jagdverbot gelten und die Pflicht, Waldwege nicht zu verlassen, eingeführt werden. In einer zweiten Etappe würde für ein Gebiet mit einem Radius von 3 km ein vollständiges Waldzugangsverbot verfügt, in einem weiteren Radius von 7 km würde der Waldzugang auf unerlässliche Forstarbeiten beschränkt. Dies gälte für 12 bis 24 Monate.
Laut Wald Schweiz bedeutet dies, dass ein Gebiet von mindestens 350 km2 während bis zu zwei Jahren für Forstarbeiten und Waldbesucher gesperrt würde. Dies wäre ein schwerwiegender Eingriff in das Eigentum und die wirtschaftliche Freiheit der Waldeigentümer und der Forstbetriebe. Zudem hätte diese laut dem Verband der Waldeigentümer gravierende finanzielle, ökologische und berufliche Nachteile. Die Arbeitsgrundlage des Forstpersonals entfalle.
Wald Schweiz weist zudem auf das Waldgesetz hin, nachdem die Schutz-, Nutz- und Wohlfahrtsfunktion des Schweizer Waldes nachhaltig sichergestellt sein muss. Bevor es zum ersten ASP-Ausbruch komme, müsse mit den Waldbesitzern ein Dialog geführt werden, ob eine Gefährdung dieser Funktionen vertretbar ist.
Der Verband fordert klare und praxistaugliche Kompensationslösungen. Zudem müssten die Eigentümer bei der Errichtung von Sperrgebieten aktiv miteinbezogen werden. Weiter müsse Klarheit darüber bestehen, ob die Schutz-, Nutz- und Wohlfahrtsfunktionen des Waldes wirklich eingeschränkt werden sollen oder ob es nicht pragmatischere Lösungen gebe.