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Lake effect snow
Dahinziehende Seeeffekt-Wolken über den Seen Superior, Michigan, Nipigon, Erie, St. Clair und Ontario. Die Windrichtung ist Nordwest mit Wechsel zu West im Bereich der sich nach Osten ausbreitenden Wolken.
Vor allem im Gebiet der Großen Seen in Nordamerika tritt ein meteorologischer Effekt auf, den man dort als Lake effect snow oder snowsquall bezeichnet. Eine deutsche Bezeichnung für dieses Phänomen gibt es nicht, man kann die englischen Bezeichnungen jedoch mit Seeeffekt-Schnee bzw. Schneeböe übersetzen.
Dieser Effekt tritt auf, wenn im Winter kalte Winde über große Seeflächen mit warmen Wasser strömen. Dabei wird über dem See Wasserdampf aufgenommen, der jedoch schnell gefriert und am Lee-Ufer des Sees als Schnee niedergeht. Verstärkt wird der Effekt durch orografisch bedingte Aufwärtsbewegungen der Luftströmung entgegen der Windrichtung, wodurch es zu schmalen aber dafür sehr intensiven Niederschlagsbändern mit Ablagerungsraten von mehreren Dezimetern Schnee pro Stunde kommen kann.