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Die Evaluation von 18 Schweizer und sieben ausländischen Sammlungsbeständen zur Performancekunst, die ausserhalb von Kunstmuseen und Kunsthallen verortet sind, ermöglichte uns einen ersten Überblick über die generelle Sammlungstätigkeit, d. h. über deren Umfang und Ausrichtung sowie über Struktur und Zugänglichkeit.(1) Wir erhielten über die Befragung zudem detaillierte Angaben zu den Medien der Artefakte und deren qualitativem Zustand sowie deren Lagerung und Langzeitarchivierung. Anhand der Auswertung der Fragebögen wählten wir exemplarisch fünf Schweizer und drei ausländische Archive / Sammlungen aus, deren Vertreter/innen wir in Interviews befragten und deren Bestände wir vor Ort punktuell sichteten.
Zentrales Kriterium der Auswahl war, einen möglichst heterogenen Querschnitt von Sammlungen in der Schweiz zu untersuchen und diesen mit ausländischen Archiven zu vergleichen. So können zumindest in der Schweiz die Bezeichnungen ‹Performancearchiv› und ‹Sammlung von Performancedokumenten› weitgehend synonym verwendet werden, zumal es hierzulande kein explizites Archiv für Performance-Artefakte gibt. Zwar liegt bei den meisten Schweizer Sammlungen ein archivarisch-dokumentarisches Interesse vor, das aber in der Regel aus der unmittelbaren Kernaufgaben (wie z. B. Organisation von Performanceanlässen, Ausstellungen oder Festivals seit ca. 1970 bis heute) resultiert. Diese Tätigkeit ist jedoch mehr mit den Vorstellungen des Sammelns oder eher zufälligen Ansammelns verbunden als mit archivarischen Konzepten.
1 Siehe Liste der befragten Sammlungen / Archive und den Fragebogen unter related documents.