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Ehem. Zisterzienserinnen- (ca. Mitte des 13. bis Mitte des 16. Jh.), dann Dominikanerinnenkloster (ca. 1575 bis 1640), gelegen in der Au am Lauerzersee unterhalb des Dorfes S., weshalb der Konvent in den Quellen auch als Kloster in der Au erscheint.
Das 1262 erw. Zisterzienserinnenkloster, das dem Abt von Frienisberg unterstand, dürfte auf ein Beginenhaus im Dorf S. zurückgehen. 1277 wurde die noch unvollendete Kirche geweiht. Grabungen 1977 und 1986-87 ergaben, dass das Klosterviereck erhebl. Ausmasse hatte und später nie vergrössert werden musste. Das Kloster wurde schon früh von den Spannungen zwischen dem Land Schwyz und dem Haus Habsburg tangiert; Habsburg versuchte wiederholt, Vorrechte des Konvents mit Schirmbriefen gegen schwyzer. Zugriffe, z.B. gegen Besteuerung, zu schützen. Der Konvent verfügte über Streubesitz in Nidwalden, Uri sowie über ein Erblehen des Fraumünsters in Zürich (Enge, Altstätten). 1404 brachten grosse Schneemassen Teile des Klosters zum Einsturz.
Der Verkauf des Zürcher Besitzes 1498 leitete den Niedergang des Konvents ein, der sich im frühen 16. Jh. dann auflöste. Bis 1570 standen die Gebäude leer, ehe es dem Land Schwyz gelang, Dominikanerinnen aus dem Kloster Nollenberg bei Schönholzerswilen zur Übersiedlung nach S. zu bewegen. Der Bf. von Konstanz und der Papst stimmten 1575 bzw. 1577 der Abtretung des Klosters an den Dominikanerorden zu, 1610 erfolgte die offizielle Aufnahme. 1576 wurde die Klosteranlage durch Brandstiftung zerstört; die Neuweihe nach dem Wiederaufbau erfolgte 1590. Nach einer Überschwemmungskatastrophe 1610 brannte das Kloster 1640 erneut nieder. Danach setzte die Schwyzer Obrigkeit die Eingliederung des Konvents S. ins Dominikanerinnenkloster St. Peter am Bach in Schwyz durch; die Klostergebäude wurden weitgehend abgetragen. 1691 wurde die Kapelle der Schmerzhaften Mutter in der Au im Chorbereich der Klosterkirche erstellt. 1870 erwarb die Gem. S. die Liegenschaft und errichtete darauf ein Armenhaus. Zu Beginn des 21. Jh. stand dort das Alters- und Pflegezentrum Au.
Literatur
– HS III/3, 905-916
Autorin/Autor: Andreas Meyerhans