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Begriffserklärung
Gynäkomastie bezeichnet das Auftreten besonders großer männlicher Brüste.
Von einer echten Gynäkomastie spricht man, wenn im Brustbereich übermässiges Drüsengewebe vorhanden ist. Die Ansammlung von Fettgewebe im Brustbereich wird als Pseudogynäkomastie bezeichnet.
Jungendliche Gynäkomastie
Während der Pubertät haben 65% der männlichen Jugendlichen temporär grössere Brüste. Dies ist einem höheren Hormonwert geschuldet und tritt parallel zur sexuellen Entwicklung ab dem 12. Lebensjahr auf. In den meisten Fällen bilden sich diese Brüste jedoch nach 1 – 2 Jahren wieder zurück. Bei übergewichtigen Patienten können ebenfalls grössere Brüste auftreten.
Erwachsene Gynäkomastie
Brustdeformationen in Form und Größe können beim Mann auch bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. Diese können zum einen Schmerzen verursachen, zum anderen werden sie oft als ästhetisch störend empfunden. Gynäkomastie konnte auch bei Bodybuildern beobachtet werden, die anabolische Steroide, Testosteron oder andere Medikamente zu sich nehmen. Auch Marihuana kann einen negativen Einfluss auf die Brustform haben.
Alternde Gynäkomastie
Nach dem 50. Lebensjahr sinken die Testosteronwerte des Mannes und grössere Mengen an Fett werden in den Brüsten und am Bauch gespeichert.
Krankhafte Gynäkomastie
Mit einer krankhaften Gynäkomastie wird die plötzliche Vergrösserung der Brust bezeichnet. Sie kann in jedem Alter auftreten, die meisten Patienten sind jedoch Männer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Es handelt sich dabei um einen faserförmigen Tumor, der sich im unteren Teil der Brust befindet. Dieser Tumor tritt oft bilateral auf und er kann hormonähnliche Substanzen abgeben. Die krankhafte Gynäkomastie ist häufig mit Schmerzen verbunden.
Behandlung
> Ausschneiden
> Fettabsaugung
> Wiederherstellung der Haut
Komplikationen
> Hämatome
> Überschüssige Haut
> Unzureichende Ausschneidung
Diese Komplikationen treten jedoch in weniger als 1% der Fälle auf.