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Veröffentlicht am12 Oktober 2022
"Ihr werdet meine Zeugen sein"
Unter dem Leitwort «Ihr werdet meine Zeugen sein» stellt Missio Schweiz im Monat der Weltmission Pauline Jaricot und ihr Wirken vor. Pauline Jaricot gründete vor genau 200 Jahren in Lyon das Werk der Glaubensverbreitung, aus dem Missio hervorgegangen ist.
«Täglich ein Gebet und eine Münze pro Woche.» Mit dieser einfachen Formel lässt sich das Wirken und Charisma von Pauline Jaricot (1799-1863) zusammenfassen. Als junge Frau rief sie in Lyon das Werk der Glaubensverbreitung ins Leben, dessen offizielle Gründung am 3. Mai 1822 erfolgte. Die Ausrichtung des Werkes hatte von Beginn an die Kirche auf der ganzen Welt im Blick, war also klar weltkirchlich orientiert. Die Unterstützung für die Verbreitung des Evangeliums sollte nicht mehr national organisiert sein; sie wollte, dass alle «Missionen», wie man damals sagte, gleich unterstützt werden.
Gebet und soziales Engagement
Ein schlichtes aber geniales System der Spendensammlung wurde ihr Erfolgsrezept: ein Münze pro Woche
war die finanzielle Beteiligung an der Mission, dazu das tägliche Gebet eines Vaterunsers und Ave Marias auf die Fürsprache von Franz Xaver, der später Patron der Mission wurde. Die vielen kleinen Spenden, die durch Zehner- und Hundertergruppen zusammengetragen wurden, waren Pauline Jaricot wichtiger als einmalige Grossspender. Das Mittragen der Mission, die Unterstützung der Evangelisierung durch das tägliche Gebet so vieler Menschen war ihr ungemein bedeutsam. Aus der wöchentlichen Münze ist die Kollekte vom Sonntag der Weltmission geworden. Es hat sich als praktischer erwiesen, die Sammlung einmal im Jahr durchzuführen. Sie wird auf der ganzen Welt durchgeführt. Das Geld fliesst in einen Solidaritätsfonds, aus dem über 1’100 finanziell schwache Ortskirchen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien Mittel für ihre seelsorgerlichen und sozialen Aufgaben erhalten.
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