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EMC hat einen Teilsieg im seit 2013 laufenden Rechtsstreit mit dem damaligen Branchen-Neuling Pure Storage erzielt. Ein Gericht in Delaware hat EMC Schadenersatz von 14 Millionen Dollar zugesprochen, weil Pure ein De-Duplizierungs-Patent verletzt habe. EMC hatte es mit der Übernahme von Data Domain im Jahr 2009 erworben. Laut dem 'Wall Street Journal' hat EMC ursprünglich gegen drei Patentverletzungen geklagt und Schäden in Höhe von 83 Millionen Dollar geltend gemacht.
Da das Urteil keine Auswirkung auf den Verkauf von Pure-Produkten hat, kann EMC gegen den Vertrieb der Produkte nun mit einer einstweiligen Verfügung vorgehen.
Interessant ist, dass das Urteil nicht nur von EMC begrüsst wurde. In einem Blog
wertet es auch Pure als Erfolg. Das Gericht sei weitgehend der Argumentation von Pure gefolgt, jedenfalls habe man die "Fakten und das Gesetz in dieser Sache auf seiner Seite". Man werde seine Produkte und Services weiterhin verkaufen und keine Lizenzgebühren an EMC zahlen. Falls das Urteil in der Berufungsinstanz bestätigt werde, verfüge man über die nötigen technischen Alternativen zu den vom Gericht als Patentverletzung beurteilten Funktionen. Man verfüge zudem über ausreichende finanzielle Mittel, so dass man auch durch die Busse nicht gebremst werde.
Offen ist noch ein weiterer Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen. EMC hat Pure ebenfalls 2013 wegen Diebstahl vertraulicher Informationen verklagt, in deren Besitz Pure durch die Anwerbung von EMC-Mitarbeitern gelangt sein soll. Damals hatte Pure mit einer Gegenklage reagiert. Die gerichtliche Klärung soll für den Herbst anberaumt sein. (vri)