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Das Schweizer Bildungssystem
Das Schweizer Bildungssystem
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Das schweizerische Bildungssystem gliedert sich in drei Hauptebenen: Primarstufe, Sekundarstufe und Tertiärstufe. Aufgrund des föderalen Charakters des politischen Systems der Schweiz fällt die Bildung in die Zuständigkeit der 26 Kantone.
Obligatorische Schule
Sie dauert etwa neun Jahre und ist unterteilt in primäre (oft 6 Jahre) und sekundäre I (oft 3 Jahre). Vorher verlangen einige Kantone von den Kindern, dass sie ein oder zwei Jahre lang die Schule besuchen. Im schweizerischen System haben die öffentlichen Schulen Vorrang vor den Privatschulen.
Sekundarstufe II
Nach der obligatorischen Schulzeit bietet das schweizerische Bildungssystem zwei Bildungswege an: die berufliche Erstausbildung (auch "Lehre" genannt) und die allgemeinbildenden Schulen.
Tertiärabschluss
Die Tertiärstufe umfasst mehrere Studiengänge: Berufsprüfungen, Hochschulen, Fachhochschulen, Fachhochschulen und eidgenössische Universitäten/ETHs.
Ohne Diplom, oder ohne anerkanntes Diplom?
Rund 615'000 Erwachsene im Alter von 25 bis 64 Jahren hatten in der Schweiz keine Möglichkeit, eine Ausbildung nach der Schule zu absolvieren. Diese Personen verfügen jedoch über sehr viel Berufserfahrung. Es gibt auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Bildungsnachweis, die in der Schweiz nicht anerkannt sind.
Das Bildungssystem in der Schweiz bietet alternative Wege (Link zur Stufe -2) für Erwachsene zum Erwerb eines Abschlusses der Sekundarstufe II. Außerdem werden spezifische Verfahren für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen vorgeschlagen (Link zur Stufe -2).
Lehrabschluss für Erwachsene
Gemäss Artikel 32 der Verordnung über die Berufsbildung können Erwachsene, welche über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung verfügen, durch ein Qualifikationsverfahren (Abschlussprüfung) zu einem eidgenössisch anerkannten Berufsabschluss gelangen, auch wenn sie ihre Berufskenntnisse nicht in einer beruflichen Grundbildung erworben haben.
Lehrabschluss nachholen
Wer einen Lehrabschluss auf dem 2. Bildungsweg nachholen will, kann beim kantonalen Amt für Berufsbildung die Gesuchsunterlagen für den entsprechenden Lehrberuf bestellen. Aufgrund der eingereichten Unterlagen entscheidet das Berufsbildungsamt über die Zulassung zum Qualifikationsverfahren. Die Anmeldefristen und Gebühren sind kantonal geregelt. Als Anmeldetermin gilt in der Regel der Oktober des Vorjahres.
Infos und Links
- Kantonale Berufsbildungsämter
- Nützliche Infos zum Qualifikationsverfahren für Erwachsene ohne berufliche Grundbildung: Merkblatt (www.berufsbildung.ch/)
- Informationen zu den Berufsabschlüssen
Validierung von Bildungsleistungen
Wer viel Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt hat, aber noch keinen Berufsabschluss hat, kann den Berufsabschluss über ein Verfahren zur "Validierung von Bildungsleistungen" erwerben.
Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) bietet auf ihrer Homepage zahlreiche nützliche Informationen zum Verfahren, zum Angebot sowie häufig gestellten Fragen im Bezug auf die Validierung von Bildungsleistungen.
Die Validierung von Bildungsleistungen ist ein neues Qualifikationsverfahren und wird erst seit kurzer Zeit für eine beschränkte aber wachsende Anzahl Berufe angeboten. Die Kantone koordinieren das Angebot regional. Wer Genaueres erfahren will, kann sich im Wohnkanton über das aktuelle Angebot und die Kosten informieren.
Merkblatt Validierung von Bildungsleistungen