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Ich grüße dich, der du das liest.
Ich möchte heute sprechen von Aufopferung. Dies ist eine Eigenschaft, die selbstzerstörerisch ist. Es galt früher als schick, sich aufzuopfern. Diese Menschen wurden mit Respekt behandelt. Heute ist es eher so, dass man als burnoutgefährdet gilt und nicht gut zu sich schaut. Das Geben und Nehmen sollte immer in einem ausgeglichenen Fluss sein. Kannst du, wenn sich die Gelegenheit anbietet, freien Herzens geben, ohne einen Hintergedanken, je dafür etwas zurückzuerhalten? Kannst du etwas annehmen, was dir angeboten oder geschenkt wird, ohne ein Gefühl von Schuldigkeit gegenüber dem Anderen zu haben? Wisse, wenn du im Fluss mit dem Leben bist, wird sich das Geben und Nehmen immer ausgleichen. Jedoch findet der Fluss nicht immer in die gleiche Richtung zurück, aus der die Gabe kam. Vielleicht erhältst du von einer Person etwas und gibst ein andermal jemand Anderem etwas. Da alle Menschen miteinander verbunden sind, bleibt der Kreislauf so erhalten und alles ist in Bewegung. Aufopferung heißt, zuviel des Gebens in eine Richtung. Anstatt Anderen, genau so wie sich selbst, etwas zu geben und sich im gleichen Maße empfänglich und dankbar zu zeigen, wird der Kreislauf unterbrochen und der Mensch gibt einseitig, bis er ausgelaugt ist, oft einhergehend mit stillen Forderungen oder Vorwürfen an Andere, zu wenig Dankbarkeit zurückzuerhalten. Achte also auf den Durchfluss und übe selbst Dankbarkeit im Geben und empfangen dürfen. Dies ist der alle bereichernde Fluss des Lebens.
Gesegnet seist du.