Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/77437

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, zusammen mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren die gymnasiale Maturität - insbesondere in den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern - so zu reformieren, dass der ETH- und Universitätszugang auch in Zukunft gewährleistet wird.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Dem Bundesrat ist die Qualität der gymnasialen Maturität ein zentrales Anliegen. Auch er ist der Meinung, dass der allgemeine Hochschulzugang, wie wir ihn seit Jahrzehnten kennen, längerfristig nur durch eine hochstehende gymnasiale Ausbildung und durch anerkannt gute Abschlüsse sichergestellt werden kann.</p><p>1995 haben der Bund und die Kantone, die im vorliegenden Zusammenhang gemeinsam Verantwortung tragen, eine neue Maturitätsanerkennungsregelung erlassen. Einzelne Bestimmungen (etwa jene betreffend die Naturwissenschaften) waren indessen schon bald der Kritik ausgesetzt. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) haben deshalb bereits 2001 beschlossen, die Anerkennungsregelung bzw. die neue Matur zu evaluieren (Projekt Evamar). In einer ersten Phase, die 2005 abgeschlossen wurde, ging es vor allem um die Frage, wie die neue Regelung umgesetzt wurde, wie sie von den Kantonen, den Gymnasien und Universitäten, aber auch von den Lehrenden und Lernenden eingeschätzt wird. In einer zweiten Phase, die im Verlaufe des Jahres 2008 abgeschlossen werden soll, geht es zentral um die Qualität der gymnasialen Ausbildung und der Matur.</p><p>Das EDI und die EDK wollten indessen mit einer Revision der bestehenden Regelung nicht zuwarten, bis auch die zweite Evaluationsphase abgeschlossen ist. Vielmehr wurde vereinbart, die bereits sichtbaren Probleme möglichst bald in einer Teilrevision zu beheben. Diese Revision ist im Gange. Sie soll insbesondere die Stellung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer stärken.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.