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Bei einer Großputz-Aktion haben russische Soldaten im Sommer 2018 insgesamt 630 Tonnen alte Treibstofffässer von der Wrangel-Insel weggeschafft. Die Fässer rosteten dort jahrzehntelang vor sich hin. In diesem Jahr sind weitere mindestens 150 Tonnen Schrott zur Entsorgung aufs Festland geschickt werden.
Russland setzt seine Aufräumaktion in der Arktis fort. Das Verteidigungsministerium hat mit der Aufstellung eines neuen Aufräumkommandos begonnen, das auch im letzten Jahr in den Kampf gegen Müll auf der Wrangel-Insel gezogen ist. Diese nördlich von Ostsibirien gelegene Insel steht seit 2004 auf der von der UNESCO geführten Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit.
Insgesamt 40 Soldaten, mindestens zehn Fahrzeuge und 20 Einheiten Spezialtechnik sind im Sommer 2019 auf die Wrangel-Insel verlegt worden, wie das Presseamt des Militärbezirks Ost mitteilte. Es war geplant, von Juni bis Oktober mindestens 150 Tonnen Metallfässer zu sammeln und auf Schiffe zu verladen. Darüber hinaus sollen etwa zwei Hektar Boden rekultiviert werden. Bei den Arbeiten in der Rodgers-Bucht, der Somnitelja-Bucht, in der Siedlung Uchakowski und am Flugplatz Swjosdny waren Bulldozer, Fahrzeugkräne und Kettentransporter zum Einsatz gekommen. Die Entsorgung von Altlasten wird auch im Sommer 2020 fortgesetzt.
Zu Zeiten der Sowjetunion waren auf der 7600 km² großen Wrangel-Insel Truppen stationiert. Im vergangenen Jahr hat ein Aufräumkommando der russischen Armee dort schon 630 Tonnen alte Metallfässer gesammelt und mit Spezialpressen zerkleinert. Der Großteil davon wurde bereits zur Verschrottung auf das Festland verschifft. Auch andere Gebiete der russischen Arktis werden allmählich auf Vordermann gebracht. Von der Insel Bolschoi Schantar, wo inzwischen ein Nationalpark entstanden ist, wurden allein 2018 Dutzende Tonnen Metallschrott weggeräumt.
Im Jahr 2010 hat Wladimir Putin nach dem Besuch auf dem Franz-Joseph-Land einen Großeinsatz gegen den Müll in der gesamten russischen Arktis angekündigt. In den zurückliegenden Jahrzehnten hatten sich um dortige Siedlungen, Rohstoffvorkommen aber auch um Militärstützpunkte, See- und Flughäfen große Müllkippen angehäuft.
Laut Sergej Iwanow, einst russischer Verteidigungsminister und heute Umweltbeauftragter des Kremls, soll der Großputz bis 2025 abgeschlossen werden. Parallel dazu reaktiviert Russland die alten Militärinfrastrukturen in der Region und baut in großem Stil neue.
Quelle: Sergej Pirogow, Sputnik