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Der Klimawandel zieht voraussichtlich häufigere und stärkere Hochwasserereignisse nach sich. Gleichzeitig steigt das Schadenpotenzial entlang von Gewässern, da die Bebauung generell immer dichter wird. Das Projekt C.02 entwickelte eine Methode, wie sich zukünftige Risiken für Hochwasserschäden abschätzen lassen. Konkrete Berechnungen anhand eines Gebiets entlang der Aare zeigen, dass der Klimawandel die Hauptursache für die erwartete Zunahme des Schadensausmass durch Überschwemmungen ist, und nicht die Siedlungsentwicklung.
Ausgangslage
Der Klimawandel führt voraussichtlich zu einer erhöhten Gefahr von Hochwasser. Gleichzeitig – und zu einem Grossteil unabhängig vom Hochwasserrisiko – steigt auch in der Nähe der grossen Gewässer das Schadenpotenzial stetig an. Gefahrenkarten weisen bereits heute das Überschwemmungsrisiko aus. Diese Karten wurden aber auf der Basis aktueller Klimadaten erstellt. Prognosen, wie sich das Hochwasserrisiko angesichts des Klimawandels verändert, und welche Schäden unter diesen Voraussetzungen zu erwarten sind, fehlen noch weitgehend. Die Studie iefert für einen grossen Abschnitt der Aare ab Thun bis zur Mündung in den Rhein die nötigen Grundlagen, um sich auf häufigere und/oder intensivere Hochwasser vorzubereiten und die Basis für eine glaubhafte und umsetzbare, risikobasierte Raumplanung legen.
Ziele
- Abschätzen der veränderten Hochwasser-Situation und -Risiken unter einem sich ändernden Klima.
- Ausarbeitung von Empfehlungen bezüglich möglicher Anpassungsstrategien auf Basis der Resultate der Überflutungsberechnungen und Risikoabschätzungen.
- Einbezug und Sensibilisierung der kantonalen Stakeholder und des Bundes.
Vorgehen
- Beschaffen von hydrologischen Grundlagen sowie von Grundlagen zum Schadenpotenzial.
- Berechnung von Szenarien bezüglich der Abflussspitzen und -mengen der Aare unter Berücksichtigung der Klimaszenarien CH2018.
- Modellierung der Hydraulik aufgrund der berechneten Abflussdaten.
- Entwicklung einer Methodik zur Projektion des Schadenpotenzials in die Zukunft.
- Berechnung der Hochwasserrisiken heute und in der Zukunft (mit und ohne Einfluss der Klimaveränderung).
Projektregion
|Vollständiger Projekttitel:||

Hochwassergefährdung und Risikoentwicklung entlang der Aare unter einem sich verändernden Klima (C.02)
|Projektgebiet:

Überflutungsfläche der Aare ab Wehr Thun bis Mündung in den Rhein in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau
|Laufzeit:

November 2018 – Februar 2021
|Träger:

GEOTEST AG / Hunziker, Zarn & Partner AG / Universität Zürich
|Begleitung:||Bundesamt für Umwelt BAFU|
Letzte Änderung 16.01.2023
Kontakt
Severin Schwab
Fachbereichsleiter Wassergefahren und Hochwasserschutz
GEOTEST AG
<email-pii>
Tel. +41 31 910 01 63