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Er war Actionheld, Draufgänger oder Gauner – und natürlich Frauenschwarm: Der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo. Jetzt ist die Legende im Alter von 88 Jahren in Paris verstorben, wie diverse Medien übereinstimmend unter Berufung auf seinen Anwalt Michel Godest berichten. Belmondo galt als einer der erfolgreichsten Stars des europäischen Kinos überhaupt.
«Bébel», wie die Franzosen ihn nannten, drehte in seiner langen Karriere über 80 Filme. Er galt als eines der Gesichter der Nouvelle Vague. Den Durchbruch schaffte Belmondo 1960 in «Ausser Atem» des französisch-schweizerischen Regisseurs Jean-Luc Godard (90), fünf Jahre später gelang dem Duo mit «Elf Uhr nachts» (1965) ein weiterer grosser Erfolg. 1989 erhielt der Schauspieler für seine Rolle in «Der Löwe» (1988) den César, den wichtigsten französischen Filmpreis, in der Kategorie «Bester Hauptdarsteller».
Durchbruch mit «Ausser Atem»
Belmondo war am 9. April 1933 in Neuilly-sur-Seine als Sohn eines Bildhauers und einer Tänzerin zur Welt gekommen. Seine jahrzehntelang andauernde Theater- und Filmkarriere nahm in den späten 50er-Jahren Fahrt auf, richtig berühmt wurde er jedoch erst Mitte der 60er-Jahre, als Held und Komödiant in zahlreichen Action-Filmen.
Von 1966 bis 1974 lebte er mit der Schweizer Schauspielerin Ursula Andress zusammen. Jean-Paul Belmondo hinterlässt insgesamt vier Kinder: drei Töchter und einen Sohn. Immer wieder musste Belmondo auch Schicksalsschläge hinnehmen. 1994 starb seine Tochter Patricia bei einem Brand. Und 2001 erleidet er einen Schlaganfall und muss anschliessend wieder sprechen lernen.
Allerdings erholt er sich rasch wieder und heiratet 2002 die Tänzerin Natty Tardivel. Mit 70 Jahren wird er zum vierten Mal Vater. Nun ist Belmondo von dieser Welt gegangen. «Er war seit einiger Zeit sehr müde», so sein Anwalt. «Er ist ruhig gestorben.»