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Schimmelpilzkulturen sind in den Wohnungen natürlich unerwünscht. Für die Hausfrau sind sie ein Horror, weil sie den oft falschen Eindruck einer ungepflegten Wohnung erzeugen. Sie können unangenehme Allergien bei den Atmungsorganen auslösen.
Der Spiegel besteht aus Glas und kann kein Wasser aufsaugen. Wände und Decken nehmen jedoch, sofern sie verputzt und gestrichen sind, mehr oder weniger viel Wasser ins Material auf. Dort trocknet es langsamer, als dies auf der Spiegeloberfläche der Fall ist. Das bedeutet, wenn ein Badezimmer oft benützt wird, dass die feuchten Wandoberflächen praktisch gar nicht mehr völlig austrocknen und einen idealen Untergrund für Schimmelpilzkulturen bilden. Es kommt hinzu, dass viele Schimmelpilze gar kein flüssiges Wasser zum Wachstum benötigen, sondern bereits bei 80 bis 90% relativer Luftfeuchtigkeit gedeihen.
Deswegen kann es sinnvoll sein, verputzte Wandflächen mit einer eher dichten Farbe zu streichen, um das Eindringen von Feuchtigkeit in den Verputz zu reduzieren. In diesem Fall muss nach dem Duschen so lang gelüftet werden, bis ein allfälliger Wasserfilm auf dem Anstrich abgetrocknet ist.
Das Badezimmer ist normalerweise der feuchteste Raum einer Wohnung. Wohl jeder kennt das Phänomen, dass nach dem Duschen der Badezimmerspiegel mit Kondenswasser beschlagen ist. Es ist aber keineswegs so, dass der Spiegel den Dampf anziehen würde. Im Prinzip ist auf allen Wand- und Deckenflächen des Badezimmers die gleiche Wasserschicht.