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Fortschritte in 3 Jahrhunderten
Harnisch um 1550
Die Renaissance-Zeit wird durch einen Schweizer Spiesser dargestellt. Längst nicht alle Schweizer Krieger konnten sich Rüstungsteile, geschweige denn eine ganze Rüstung leisten. Dieser Krieger trägt jedoch einen Harnisch mit Sturmhaube. Soeben sind diese Teile fertig geworden.
Musketier um 1640
Neben der Hose ist nun auch der Wams kurz vor der Fertigstellung. Auch wenn davon schlussendlich unter dem Lederwams nur die Arme zu sehen sind, zeigt sich langsam das Erscheinungsbild der Figur. Wie auch die Hose wurde der grüne Wams mit viel Handarbeit nach Vorlagen und einem Schnitt aus dem 17. Jahrhundert gefertigt.
Bieler Soldat um 1790
Als erste Uniform aus dem 18. Jahrhundert haben wir mit der Uniform eines Bieler Milizsoldaten begonnen. Im 18. Jahrhundert hatten die meisten Schweizer Miliz-Truppen keine sehr detaillierten schriftlichen Vorgaben. Oft sind nur Farben von Stoff und Knöpfe oder kleine Details überliefert. Im Fall von Biel wird gar die französischen Uniform des Schweizer-Regiments von Eptingen als Vorlage erwähnt. So ist diese Rekonstuktion ein Versuch, möglichst Nahe an die schriftlichen Quellen und die zeitgenössischen Zeichnungen zu kommen.
Gilet und Hose sind bereits fertig, beim Justaucorps haben wir eine erste grobe Version erstellt. Davon können wir nun den gut sitzenden und vor allem auch zeitgenössischen Schnitt ableiten.
Das Gilet ist nach einem zeitgenössischen Gilet aus unserer Sammlung gearbeitet. Viele der Kanten sind nur geschnitten und nicht vernäht, wie es auch bei zahlreichen Vorlagen der Fall ist. Den offenen Rücken haben wir von einem Berner Milizgilet übernommen. Diese praktische Option war auch bei eleganteren Gilets nicht unüblich, wobei dort die Schnürung aufwendiger verarbeitet wurde.
Auch die Hose ist nach einem Rococogilet aus unserer Sammlung kopiert und entspricht den Anweisungen des Französischen Reglements von 1786.