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Buddhismus vs. Hinduismus
Buddhismus vs. Hinduismus - Sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus spielt das Karma eine wichtige Rolle. Es besagt, dass jede geistige und physische Handlung auch eine Folge hat. Im Hinduismus ist das Karma mit dem Glauben an den Kreislauf der Wiedergeburten verknüpft und somit auch an den Fortbestand des Ursache-Wirkungs-Prinzips auf geistiger Ebene über die derzeitige irdische Existenz hinaus.
In beiden Religionen bezeichnet Karma die Folge des Handelns und Denkens sowie die Wirkung auf den Handelnden selbst. Karma entsteht durch eine Handlungsabfolge und nicht durch den Willen eines überirdischen Wesens, wie beispielsweise im Christentum. Sowohl ein gutes, wie auch ein schlechtes Karma, bedingen die Wiedergeburt. Ziel ist deswegen, kein Karma mehr hervorzurufen.
Wesentlicher Unterschied zwischen Buddhismus und Hinduismus ist, dass die menschliche Existenz im Hinduismus in eine sehr große Zahl von Göttern eingebettet ist, während der Buddhismus keine Götter kennt - ein markantes Unterscheidungsmerkmal des Buddhismus im Vergleich zu den anderen Weltreligionen.
Weiterhin werden die Menschen im Hinduismus, je nach ihrem Vorleben, in ein vorbestimmtes und vorgegebenes Kastensystem hineingeboren, das hierarchisch angeordnet ist und eine hinduistische Gesellschaft ordnet. Aus einer derartigen Kaste kann der Betreffende auch durch gutes Handeln zeit seines Lebens nicht entfliehen. Im Buddhismus existiert dieses umstrittene System nicht.
Während im Buddhismus die erleuchtete menschliche Existenz im Nichts endet, vergeht die Seele im Hinduismus nicht. Sie vereinigt sich mit dem Brahman, einer spirituellen Realität, die den Urgrund allen Seins wie Materie, Zeit, Energie etc. darstellt.