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Historische Leistungen
Rechthaberei wegen ideologischen Überzeugungen, religiöser Fanatismus, Machtstreben, Egoismus, Geltungssucht und andere Unzulänglichkeiten der Menschheit lagen seit jeher den Konflikten zugrunde, die nur zu oft zu gewaltsamen Auseinandersetzungen geführt haben. Kriege führen immer wieder zu unsäglichem Leid.
Konflikte können unterschiedlich angegangen werden. Ein Mittel ist das Recht des Stärkeren, der einfach kompromisslos seine Interessen durchsetzt. In der Regel führt dies nicht zu einem echten Frieden. Früher oder später wird der Unterlegene versuchen, eine Korrektur zu erzwingen, wenn nötig mit Gewalt. Demgegenüber beinhaltet verantwortungsbewusste Konfliktarbeit eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Interessenlagen aller Beteiligter.
Ob grosse oder kleine Konflikte: Die Grundprinzipien für deren nachhaltige Lösung sind identisch. Es geht stets darum, allen Konfliktbeteiligten gerecht zu werden. Die berechtigten Bedürfnisse aller Beteiligter müssen sorgfältig und ausgewogen herausgeschält werden. Das Ziel ist, dass alle Seiten die verschiedenen Interessen nachvollziehen können und respektieren. Dies ist die Grundlage für die Erarbeitung von erfolgreichen Lösungen.
In loser Folge werden Anwendungsfälle aufgezeigt, die eine historische Dimension haben. Dabei werden einerseits Ereignisse beleuchtet, die von jahrzehntelangen Unzulänglichkeiten handeln, die mit überlegtem und klugem Handeln überwunden wurden. Ein schönes Beispiel ist das Zustandekommen der eidgenössischen Bundesverfassung von 1848. Lösungen gab es aber auch bei bedeutend länger dauernden kriegerischen Konflikten. Ein illustratives Beispiel sind die Umstände, die 1648 zum Ende des Dreissigjährigen Kriegs führten. Auch sollen Leistungen von Einzelpersonen gewürdigt werden, die sich uneigennützig für die Befriedung von jahrelangen Gewaltexzessen eingesetzt haben. Es lohnt sich beispielsweise, das Engagement von Jimmy Carter, US-Präsident von 1977 bis 1981, im Kontext des Nahostkonflikts zu betrachten. Aber auch die Schweiz kann sich hervorragender Persönlichkeiten rühmen. So hat Max Petitpierre, Bundesrat von 1944 bis 1961, mit seinem umsichtigen Handeln die Schweiz nach dem Zweiten Weltkrieg aus einer schwierigen, konfliktbeladenen Situation herausgeführt.