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Mit einem sicheren 3:1-Erfolg über den letztjährigen Cupsieger Näfels sicherte sich Volley Amriswil am Samstag, 1. Aprill 2017, zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte den Cupsieg. Zum letzten Mal hatten die Thurgauer die Cuptrophäe vor fünf Jahren gewonnen, und auch damals hatte der Gegner Näfels geheissen.
(Bernhard Windler)
Vor 2750 Zuschauern in der ausverkauften St. Léonard-Halle in Freiburg erwischte das Glarner Team einen fulminanten Start, während das Thurgauer Team arg mit der Nervosität zu kämpfen hatte. Nach wenigen Minuten hiess es 1:5, nachdem van Berkel und Prével den Ball ins Aus und Fellay in den Block gehämmert hatten. Ausserdem gelangen den Näfelsern just in der Startphase mehrere Servicewinner. 6:12 hiess der grösste Rückstand, ehe das Pavlicevic-Team sich langsam aufrappelte. Bei 11:16 lagen sie noch mit fünf Punkten im Rückstand, bei 16:20 noch mit vier, und immer näher kamen die Thurgauer heran. Bei 23:23 war der Ausgleich geschafft, ehe der nächste Angriff den Näfelsern einen Satzball verschaffte. Eine Unaufmerksamkeit der Blockspieler erlaubte dem eingewechselten Zuspieler Reto Giger mit einer Passeur-Finte den Satzgewinn für die Glarner.
Hart umkämpfter zweiter Satz
In den zweiten Durchgang starteten die Amriswiler weitaus besser als in den ersten Satz. Bis zum Stande von 13:10 lagen sie nie im Rückstand, ehe Samuel Ehrat aus dem Rückstand eine knappe Führung machte. Diese hatte aber keinen Bestand, denn als Aleks Ljubicic bei 15:15 zum Aufschlag kam, stand es kurze Zeit später 18:15. Nach zwei Näfelser Punkten schuf Josh Howatson mit krachenden Aufschlägen eine sichere Differenz. Diese reichte trotz eines letzten Aufbäumens von Näfels zum sicheren Satzgewinn mit 25:21.
Näfels wird demontiert
Während die Glarner schon ab Mitte des zweiten Satzes abgebaut hatten, steigerten sich die Amriswiler ab Beginn des dritten Satzes in einen wahren Spielrausch.
Sébastien Steigmeier glänzte mit einer Vielzahl von Angriffsvarianten, und Adrien Prével spielte die Glarner richtig schwindlig. Immer wieder suchte Spielmacher Howatson auch die Mitteangreifer, von denen van Berkel mit vielen schönen Punkten nach kurzen Zuspielen besonders glänzte. Bei 13:5 war der Satz praktisch schon gelaufen, und erst nach dem 22:10 gelang dem Team von Dalibor Polak noch eine leichte Resultatkosmetik. Adrien Prével war es, der mit zwei identischen Blöcken gegen den gegnerischen Topscorer Adrian Martinez den Satzgewinn zum 25:15 sicherstellte.
Ein Schaulaufen zum Schluss
Nach einer 5:1-Führung war man im vierten Satz schnell einmal auf dem direkten Weg zum Sieg. Wohl hielten die Glarner bis zum 10:9 einen knappen Abstand, doch dann ebneten Steigmeier und zum Schluss auch noch Jérôme Fellay mit ihren Aufschlägen den Weg zum Sieg. Als der Punkteabstand bei 16:10 erstmals sechs Punkte betrug, resignierten die Näfelser, und nach 100 Minuten reiner Spieldauer beendete der beste Punktesammler Sébastien Steigmeier mit einem schlitzohrigen Blockout das in der Endphase ziemlich einseitige Spiel.
Jetzt in die Playoffs
Mit dem Gewinn des Supercups und des Cups haben die Amriswiler zwei Saisonziele geschafft. Jetzt gilt es, das grösste Ziel anzugehen: die Verteidigung des Meistertitels. Am kommenden Donnerstag soll dazu im Auswärtsspiel bei Lausanne UC der Grundstein gelegt werden, bevor man die Playoff-Halbfinalserie am Samstag im heimischen Tellenfeld zu beenden hofft. Spielbeginn in Lausanne-Dorigny ist um 20:00 Uhr, in Amriswil zur gewohnten Zeit um 17:00 Uhr.
Matchtelegramm
Volley Amriswil – Biogas Volley Näfels 3:1 (23:25, 25:21, 25:13, 25,15) St. Léonard, Freiburg; 2750 Zuschauer, Schiedsrichter: 1. Stephan Grieder, 2. Philippe Enkerli. Startformation Volley Amriswil: J. Fellay, L. van Berkel, S. Steigmeier, A. Prével, A. Ljubicic, J. Howatson, C. Daniel. Auszeichnung Best Player: Josh Howatson (Amriswil), Samuel Ehrat (Näfels)