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Mundhöhle
Im jungen Embryo geht, nach dem Einreissen der Membrana oropharyngealis, die ektodermal ausgekleidete Mundbucht, die von den Prominentiae mandibulares umgeben wird, direkt in den endodermal ausgekleideten Vorderdarm über. Sie wird auch als primäre Mundhöhle bezeichnet, weil zu diesem Zeitpunkt noch keine Nasenhöhle besteht. (Für die Bildung der äusseren Nase siehe Gesichtsentwicklung)
Erst durch die Bildung der Nasensäcke wird der primäre Gaumen (= Boden der beiden Nasensäcke) gebildet, der die primäre Mundhöhle in eine Mundhöhle und eine Nasenhöhle trennt. Die Wand zwischen den beiden Nasensäcken bezeichnet man als Nasenseptum.
Mit den beiden interaktiven Schemen können die Verhältnisse detailliert studiert werden.
- Ansicht von der Mundhöhle auf das Mundhöhlendach
- Ansicht von der Mundhöhle auf das transparent dargestelltem Mundhöhlendach
Das Primordium der Adenohypophyse (AH) erscheint im Stadium 10 (28 Tage) vor der Membrana oropharyngealis als Verdickung des Ektoderms.
Sie entwickelt sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bodenplatte des Neuralrohrs (Prosencephalon). Gleichzeitig entsteht eine Aussackung aus diesem Teil der Bodenplatte, die Neurohypophyse (NH). Diese Bodenplatte gehört zum künfitgen Diencephalon (Teil des Prosencephalon).
Das Primordium der AH bildet im Stadium 13 (32 Tage) eine Tasche (Rathke'sche Tasche), die immer in Kontakt mit der NH des Diencephalons bleibt und diese später von vorne umgibt.
Die AH verliert in der Folge den Kontakt zum Ektoderm und wird durch die weitere Flexion des Embryos bzw. die Ausdehnung des Prosencephalons (= künfitges Di- und Telencephalon) zusammen mit der NH an die Hirnbasis verlagert.
Der Abgang der AH gelangt mit der Gesichtsbildung durch die sich ausdehnenden Maxillar- und Mandibularbögen in das Rachendach. Zwischen Rachendach und AH bildet sich in der späten Embryonalzeit die Schädelbasis (Os sphenoideum).