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Zusammenfassung
Grundlage für die Wasserbaupolizei ist ein Bundesgesetz von 1877. In Kombination mit entsprechender Gesetzgebung in Forstwesen hatte der Bund die Oberaufsicht über die Wasserbau- und Forstpolizei im Hochgebirge erhalten. Die Bemühungen gingen dahin, den durch unsachgemässe Waldbewirtschaftung gestörten Wasserhaushalt vor allem in den Bergregionen mit entsprechenden Massnahmen zu beheben. Neben der Regelung der Aufsicht fasste das Gesetz die Unterstützung von Korrektionen und Verbauungen der Gewässer durch den Bund ins Auge.
Die Gesuche der Kantone zur Entrichtung von Bundesbeiträgen mussten "von Vorlagen begleitet sein, welche über die betreffenden Lokalverhältnisse, die bestehenden Überstände und die beabsichtigten Abhülfsmittel" Auskunft gaben. Die Erstellung von Akten für die Gewässerkorrektionsgesuche ist ausführlich geregelt.
War ursprünglich die Wasserbaupolizei auf die Wildwasser innerhalb der Abgrenzung des eidgenössischen Forstgebietes beschränkt, wurde sie später ausgedehnt. Sie umfasst heute nahezu alle Fliessgewässer. Innerhalb der Wasserbaupolizei kommt den Wasserkraftwerken besondere Bedeutung zu: die Baupläne der Anlagen bedürfen der Genehmigung des Bundesrates, die Bauausführung der Anlagen untersteht der Oberaufsicht des Bundes.
Archivierungsempfehlungen
Das Bundesarchiv übernimmt die administrativen und technischen Akten. Die Staatsarchive übernehmen die Projektunterlagen und weitere Akten im Bereich Wasserbaupolizei. Die Dokumentationen sollten integral und im Original aufbewahrt werden.