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Die besten jungen Wintersportler der Welt werden sich 2020 bei den olympischen Jugendspielen in Lausanne messen. Die Waadtländer Hauptstadt ist am Freitag vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Kuala Lumpur zum Austragungsort gekürt worden.
Lausanne setzte sich damit gegen die einzige Mitbewerberin durch, die rumänische Stadt Brasov. Zu den Spielen werden 1200 Athletinnen und Athleten im Alter von 15 bin 18 Jahren erwartet. Sie werden an Wettkämpfen in sieben Sportarten um die Medaillen kämpfen.
Eine Delegation von rund 20 Personen hatte am Freitagmorgen in Malaysia noch einmal die Werbetrommel für Lausanne 2020 gerührt. Auch Bundesrat und Sportminister Ueli Maurer hielt bei der offiziellen Präsentation vor dem IOC eine Rede.
Als sportliche Aushängeschilder der Kampagne waren Ski-Freestylerin Virginie Faivre sowie der ehemalige Eiskunstläufer Stéphane Lambiel nach Kuala Lumpur mitgereist. Die Wettkämpfe Ski Alpin, Freestyle, und Skicross werden in den Waadtländer Alpen in Leysin, Les Diablerets und Villars ausgetragen.
Die besten Nachwuchs-Langläufer messen sich in Brassus im Vallée de Joux im Waadtländer Jura. Die Wettkämpfe im Skisprung und Biathlon sind im benachbarten französischen Jura in Tuffes und Prémanon vorgesehen.
Die Eissportarten, die Zeremonien und das Athletendorf werden sich in Lausanne befinden. Die Waadtländer Hauptstadt hat unabhängig vom Zuschlag der Spiele durch das IOC bereits grosse Investitionen geplant.
Neues Athletendorf und Eisstadion in Lausanne
Für die Athleten soll ein neues Gebäude auf dem Campus der Universität Lausanne gebaut werden. Der kreisrunde Bau orientiert sich am olympischen Ring und bietet 1700 Betten. Nach den Spielen wird der Bau als Studentenheim genutzt.
In Lausanne wird zudem ein neues Sportzentrum mit Eisstadion mit olympischen Schwimmbecken entstehen. Die Organisatoren rechnen dank der olympischen Jugend-Winterspielen mit bis zu 70'000 Hotelübernachtungen in der Region.
Das Budget beläuft sich auf rund 40 Millionen Franken. Die Stadt Lausanne und der Kanton Waadt steuern je 8 Millionen Franken bei und leisten eine Defizitgarantie. Der Bund entscheidet nach dem Zuschlag über eine Beteiligung. (sda)