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Lawinen, Bergrutsche und Überschwemmungen sind in der Schweiz eine Realität. "Unser Land ist seit langem für das Thema der Katastrophenprävention sensibilisiert und gehört international zu den führenden Nationen in Sachen Vorbeugung gegen Naturkatastrophen und deren Folgen", stellte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA am Mittwoch fest: "Darum kann das EDA zahlreiche Länder bei Massnahmen zur Vermeidung von Katastrophen sowie zur Eindämmung deren Auswirkungen kompetent unterstützen - beispielsweise Pakistan."
Pakistan wurde im Juli und August von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht. Die Schweiz unterstützt in diesem Land Projekte für effiziente Schutzmassnahmen wie Schleusen und Dämme. So hat die Direktion für Entwicklungszusammenarbeit DEZA in der Khyber Paktunkhwa Provinz den Bau eines 1,5 Km langen Damms mitfinanziert, welcher 180 Häuser des Dorfes Kohawar mit rund 2000 Einwohnern schützt. Dieser Damm hat sich bewährt, die Schäden der letzten Überschwemmungen waren deutlich geringer als in anderen Regionen. Geschützt wurden nicht nur die Häuser, sondern auch der Viehbestand, das Getreidelager und andere Infrastrukturen.
Die Katastrophenprävention und die Reduktion von klimabedingten Risiken sind ein Kernanliegen der schweizerischen Humanitären Hilfe. Die DEZA konzentriert ihre Anstrengungen auf Länder mit hohen Risiken und ungenügenden Bewältigungsstrategien. Sie arbeitet in Tadjikistan mit den nationalen Behörden im Bereich Hochwasserschutz, in Bangladesh ist sie im Bereich sturmresistentes Bauen tätig. In Armenien, Marokko, Georgien und Jordanien engagiert sich die DEZA bei der Erdbebenausbildung. Und in Peru und Nicaragua befasst man sich mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen.
Auch auf multilateraler Ebene hat die Schweiz in den letzten Jahren eine führende Rolle in der Umsetzung von Katastrophenvorbeugung eingenommen. Sie unterstützt die wichtigsten internationalen Organisationen durch finanzielle Beiträge und Experteneinsätze. Zudem setzt sie sich für eine effizient funktionierende Zusammenarbeit sowie bessere Koordination zwischen den verschiedenen mulilateralen Akteuren der ‚International Strategy for Disaster Risk Reduction’ (ISDR) ein.
Der „Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung“ wurde von der UNO-Generalversammlung ins Leben gerufen und soll zur Schaffung eines globalen Bewusstseins über die Bedeutung der Katastrophenprävention beitragen. Die Zunahme der Naturkatastrophen sind auch Folge der Klimaveränderung. Gletscher und Pole schmelzen, saisonale Regenfall-Muster verändern sich, Wasservorräte werden knapper. Dass Katastrophen oft gravierendere Auswirkungen als früher haben, ist u. a. auch auf die Verstädterung vieler Gebieten und das grosse Bevölkerungswachstum zurückzuführen.
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