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Mark Selby hat die Snooker-Weltmeisterschaft in Sheffield gewonnen. Im Final lässt er Ding Junhui keine Chance. Der Chinese verpasst damit eine historische Chance.
Der Engländer Mark Selby ist am späten Montagabend zum zweiten Mal nach 2014 Snooker-Weltmeister geworden. Der «Jester from Leicester» gewann das zweitägige Finale in Sheffield gegen den Chinesen Ding Junhui mit 18:14. Der ehemalige Weltranglisten-Erste Ding verpasste damit die Chance, als erster asiatischer Spieler Weltmeister zu werden.
Selby verteidigte durch seinen Sieg Platz 1 in der Weltrangliste. Der 32-Jährige stammt aus Leicester und machte seinen Triumph kurz nach dem Meistertitel der Fussballer aus seiner Heimatstadt perfekt.
Selby, der erstmals 2007 im Finale stand, hatte am Sonntag zunächst klar mit 6:0 geführt, ehe Ding im dramatischen Finale mit etlichen langen, taktischen Partien bis auf 9:10 und auf 10:11 verkürzte. In Führung ging der 29-Jährige in seinem ersten WM-Finale aber nie.
Die Vorentscheidung fiel im umkämpften 31. Frame, der mehr als 50 Minuten dauerte. Mit einer Mischung aus knallhartem Safety-Spiel und brillant gelochten Bällen holte sich Selby das 17:14.
Nach Matchende war der neue Weltmeister erstmal ganz perplex. Gefragt, wie er das geschafft hat, meinte er: «Kein Ahnung». Dann führte Selby doch noch aus: «Zum Glück konnte ich vorher auch mit meinem B-Spiel etwas bewegen. Mein bestes Spiel habe ich mir wohl bis zum Schluss aufbewahrt.»
Neben Willenskraft, Kampfkraft und Nervenstärke zeigte er im Finale auch spielerische Klasse. Er war der komplettere Spieler und der mit der niedrigeren Fehlerquote. Der Sieg war also vollauf verdient. (pre/bam/sid)