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Bernie Ecclestone errang diese Woche einen wichtigen Sieg. Das höchste britische Zivilgericht lehnte eine Schadenersatzklage des deutschen Medienkonzerns Constantin gegen den Formel-1-Chef mit Wohnsitz in Gstaad BE ab. Dieses Problem ist damit abgehakt.
Doch Richter Guy Newey äusserte sich dennoch sehr kritisch zum milliardenschweren Briten. Nach Auffassung von Newey schmierte Ecclestone vor knapp neun Jahren den damaligen Bayern-LB-Chef Gerhard Gribkowsky, damit das deutsche Geldinstitut seine Formel-1-Anteile an den von Ecclestone gewünschten Investor CVC verkauft. «Die Zahlungen waren Bestechung», so Newey.
Ecclestone bewundert Putin
Das kann Ecclestone offenbar nichts anhaben. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNN äusserte sich der 83-Jährige zum umstrittenen russischen Verbot der «Propaganda von nicht-traditionellen sexuellen Beziehungen gegenüber Minderjährigen». Damit drohen Schwulen und Lesben, die sich in der Öffentlichkeit zu ihrer Neigung bekennen, Geldstrafen und Haft. Das Dekret verbietet jegliche positive Berichterstattung über gleichgeschlechtliche Liebe. Ecclestone findet das gut.
Er bewundere Putin für seine Meinung, so Ecclestone zu CNN. Denn die sei absolut richtig. «Ich bin völlig einverstanden. Und wenn sie eine weltweite Umfrage durchführen würden, wären es 90 Prozent der Bevölkerung ebenso», so der Formel-1-Chef gegenüber dem Sender.
Wohl auch knallhartes kommerzielles Kalkül
Hinter der öffentlichen und verbalen Unterstützung steckt wohl auch knallhartes kommerzielles Kalkül. Im Herbst wird erstmals seit einem Jahrhundert wieder ein Auto-Grand-Prix in Russland durchgeführt. Am 12. Oktober 2014 rasen die Boliden am Grand Prix von Sotschi durch die Stadt am Schwarzen Meer.