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Auf der ohne physische Teilnahme abgehaltenen Veranstaltung bestätigten die Aktionäre von Aryzta am Dienstag Urs Jordi als Präsident. Zudem wurden Jörg Riboni und zwei weitere neue Verwaltungsräte wie vorgeschlagen gewählt. Entgegen der Empfehlung des Unternehmens wurde auch der von einem Grossaktionär gestützte Alejandro Zaragüeta wiedergewählt.
Das neu zusammengesetzte Gremium dürfte der Strategie Jordis den Rücken stärken. Er will nämlich den Konzern lieber mit Teilverkäufen sanieren und hat sich gegen einen Verkauf des ganzen Unternehmens zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Der Umbau wird bereits kräftig vorangetrieben: So wurde das Management weiter umgekrempelt und das Pizzageschäft in Nordamerika verkauft. Zudem soll die Organisation zu einem Ländermodell umgebaut werden.
In der neuen Zusammensetzung wird das Gremium auf einen Alleingang setzen, während einige der bisherigen Mitglieder eine Übernahme durch den Finanzinvestor Elliott Advisors favorisierten. Anfang Dezember hatten die Amerikaner ein Übernahmeangebot im Wert von knapp 800 Millionen Franken vorgelegt. Elliott hatte die Offerte allerdings an Bedingungen geknüpft und Aryzta für eine Zusage eine Frist gesetzt. Der Backwarenhersteller liess diese Frist verstreichen.
Ob Elliott Aryzta immer noch schlucken will, ist nicht bekannt. Doch mit der jetzigen GV schwindet die Chance für den für sein aggressives Vorgehen berüchtigten Fonds, die Unterstützung des Verwaltungsrats für seine Übernahmepläne zu erhalten.
Elliott könnte allerdings einen neuen Anlauf mit einem besseren Preis oder gar einer feindlichen Übernahme nehmen. Unklar ist, ob Elliott die Finanzierung für ein solches Vorhaben zusammenbringen könnte. Medienberichten zufolge war ein erstes Angebot im Oktober unter anderem daran gescheitert.
Der Aktienkurs von Aryzta, der am Dienstag n der SIX 1,5 Prozent im Plus steht, kam seit der Übernahmeofferte von Elliott nie in die Nähe der gebotenen 80 Rappen pro Aktie.
(Reuters/AWP/cash)