Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03139.jsonl.gz/1101

DEATH BY UNGA BUNGA
So Far So Good So Cool
Jansen Records
Death By Unga Bunga klingt wie eine Anspielung auf Silvio Berlusconi’s verzweifelte Versuche, seinem Alter zu entfliehen. Vielleicht ist es auch das Höllenfeuer für den bemitleidenswerten Greis oder repräsentiert die Substanz seiner Politik (hierfür sei auf das folgende Bugs Bunny Video verwiesen)? Überdies verwendet der ehemalige italienische Marionettenspieler (oder war er tatsächlich Präsident!?) bei seinem «Unga Bunga Bunga» Matratzen kaum auf die gleiche Art und Weise, wie die Comicfiguren in «Family Guy» (Hähh, hähh). Das norwegische Quintett um Sänger und Gitarrist Sebastian Ulstad Olsen hat im Vergleich zum italienischen Schaumschläger auch Substanz. Ihr Garagenpop ist energetisch, mit wunderbaren Gesangsharmonien angereichert und kitzelt äusserst angenehm in den Gehörgängen. Wenn die Band im fünften Song «So Cool» singt, darf man das durchaus auch auf ihre Musik beziehen. Songs wie «Haunt Me», «Soldier», «So Cool», «Into The Night» oder «Boys» sind höchst eingängig und man mag kaum glauben, dass «So Far So Good So Cool» bereits das fünfte Werk von Death By Unga Bunga ist. Eine weitere Amtsperiode ist hier mehr als erwünscht, bei Berlusconi eher nicht.