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Der Weg des Karate-Do wird im Dojo geübt und im täglichen Leben praktiziert. Die Übung des Weges gewinnt an Klarheit, Bedeutung und Wirksamkeit, wenn eine
aufrichtige und von Anstand getragene Lehrer-Schüler-Beziehung gepflegt wird. Dies gilt in gleicher Weise auch für das Verhältnis der Übenden untereinander.
Die Beachtung wesentlicher Umgangsformen macht einen Menschen glaubwürdig, ermöglicht eine verständliche Kommunikation mit anderen und hilft, die im Karate angestrebte Harmonie zwischen den Menschen zu entwickeln und zu erhalten.
Der Gruss (Rei) ist die Ausdrucksform des Respekts und Grundlage jeder Etikette. Zu Beginn und Ende des Trainings verweilen die Karatekas in Mokuso (Konzentrationsübung). Anschliessend erfolgt der Gruss als Respekt gegenüber dem Karate-Do und dem Begründer des Goju-Ryu, danach erfolgt der Gruss vom Schüler zum Lehrer.
Karatekas, die den Gruss korrekt ausführen, bezeugen ihrem Lehrer und Partner Respekt und Dank. Es wird deutlich, dass sie wesentliche Prinzipien des Karate verinnerlicht haben und vorleben.
In Anlehnung an die traditionellen Dojokun (Dojo-Regeln) sollten die nachfolgenden Anweisungen besonders beachtet werden:
1. Sei pünktlich!
2. Komme regelmässig!
3. Respektiere die anderen Schüler!
4. Sei für jeden der/die beste Trainingspartner/in!
5. Sei höflich und bescheiden!
6. Übe konzentriert die aufgezeigten Formen!
7. Fördere mit deinem Tun das gemeinsame Ziel!
8. Achte auf die Sauberkeit des Dojos!
»Man kann lange Zeit trainieren aber wenn man dabei nur lernt, seine Arme und Beine zu bewegen und auf und ab zu hüpfen wie eine Puppe, so unterscheidet sich das Karatetraining nicht sehr vom Tanzunterricht. So erreicht man das Wichtigste nicht; man hat die Quintessenz des Karate-Do versäumt.«
Gichin Funakoshi