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3. Von der Hofsiedlung zum Twing oder Dorf
Ein Graf des Heiligen Römischen Reiches übergibt seinem Sohn, der Probst in Beromünster war, unser Gebiet zur Verwaltung. Damit sind die verschiedensten politischen und kirchlichen Rechte verbunden. Es ist nicht ein Besitz oder eine politische oder kirchliche Zugehörigkeit, wie wir das heute kennen. Es besteht eine bunte Vielfalt von Rechten und Verpflichtungen.
Oberkirch wurde damit zum Zentrum einer Grosspfarrei, die den ganzen Surseer Boden, das ganze mittlere Surental und das westliche Ufer des Sees umfasste. Oberkirch selber war damals nur eine einzelne Hofsiedlung. Unser Gebiet war damals noch sehr dünn besiedelt. (Oberkirch um 1695 ca. 150 Einwohner, Sursee um 1453 ca. 800 Einwohner). Nach und nach mit der Urbarmachung entstanden weitere Höfe. Diese wurden dann zu einer Gemeinmark verbunden. So entstand der Twing oder das Dorf. Gesetzlich geregelt werden die Twing- und Dorfrechte erst im 15. Jahrhundert, als die Landschaft an die Stadt Luzern überging und zum Untertanengebiet der Stadt wurde.
Sursee wurde 1256 erstmals als Stadt bezeugt. Damit wurde das eigentliche Stadtgebiet und sein unmittelbares Umland aus der Mutterpfarrei herausgelöst. Sursee wurde auch zu einem wirtschaftlichen Zentrum im Michelsamt.