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/ Februar 2005

Fleisch macht krank
Fleisch löst schädliche
Abwehrreaktionen im Körper aus. US-Forscher haben herausgefunden, dass
sich beim Verzehr von Fleisch ein Zuckermolekül im Gewebe ablagert, das
unser Körper fälschlicherweise als Angreifer sieht und bekämpft. Diese
gefährliche Abwehrreaktion könne Herzerkrankungen und Krebs verursachen,
befürchten die Wissenschafter. Das Zuckermolekül Neu69Gc kommt vor allem in
Lamm-, Schweine- und Rindfleisch vor.
Ballaststoffe gegen Krebs. Eine ballaststoffreiche Ernährung (viel Obst, Gemüse, Vollkornbrot) kann das Darmkrebs-Risiko vermindern. Zu diesem Ergebnis kommt die bislang grösste von der EU finanzierte Studie über das europäische Ernährungsverhalten. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine US-Studie an 35 000 Personen. Diese zeigt, dass bei Personen, die am meisten pflanzenfaserreiche Kost verzehren, das Risiko für Dickdarm-Krebs niedriger ist.
Fette Nahrung gefährdet das Augenlicht. Nahrungsmittel, die viel Fett enthalten, fördern die altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), die häufigste Ursache für Erblinden. Nüsse scheinen AMD hingegen aufzuhalten. Forscher der Massachusetts Eye and Ear Infirmary beobachteten über fünf Jahre hinweg 260 AMD-Patienten und registrierten deren Ernährungsgewohnheiten.
Rohes Gemüse kann Brustkrebsrisiko senken. Das zeigt eine Studie aus Deutschland. Karl-Heinrich Adzersen, Arzt an der Frauenklinik in Heidelberg, hat in einer neuen Studie mit über 600 Frauen den Einfluss von Gemüse und Früchten auf das Brustkrebsrisiko untersucht. Sein Ergebnis: Frauen, die mindestens 65 Gramm rohes Gemüse und rund 50 Gramm Vollkornprodukte pro Tag assen, hatten nur ein halb so grosses Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, wie jene, die wenig davon assen. Bereits früher zeigten Studien vielversprechende Resultate: Italienische Wissenschafter fanden heraus, dass Kartoffeln und viel rohes Gemüse vor Brustkrebs schützen können. In Griechenland ergab eine Studie, dass Gemüse und Olivenöl das Risiko verringern.
Weniger Fleisch, mehr Früchte. Die Gesundheitsexperten sind sich einig, dass eine «saure» Ernährung dem Körper nicht gut tut. Wer viel säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Fisch oder Softdrinks zu sich nimmt, sollte seine Ernährung umstellen. «Basenreich zu essen, also mehr Früchte und Gemüse, ist in jedem Fall eine gute Empfehlung», sagt die Schweizerische Vereinigung für Ernährung.
Vorsicht im Umgang mit Pouletfleisch: Es droht ein Befall mit Arcobacter-Keimen. Campylobacter und Salmonellen sind tückische Darmbakterien und können den Genuss von Poulet nachhaltig verderben.
Gift im Fisch. Fisch ist die hauptsächliche Quelle von Methylquecksilber. Und von Quecksilber im Fisch gehen grössere Gefahren für die Gesundheit aus, als bisher angenommen. Methylquecksilber ist hochgiftig und kann zu schweren Nerven- und Hirnschäden führen.
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