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2014/15
Cupsieg
Nach dem erstmaligen Nichterreichen der Playoffs war die Saison 2014/15 ein Neustart. Allerdings einer mit intensivem Vorlauf. Trainer Guy Boucher, der bereits Ende Januar nach Bern gekommen war, den Misserfolg aber nicht mehr abwenden konnte, kehrte nach dem Saisonende nicht in seine Heimat zurück. Stattdessen nützte er den Frühling, um zusammen mit seinem Assistenten Lars Leuenberger und Sportchef Sven Leuenberger zu analysieren, Massnahmen zu treffen und sich eingehend mit der Planung der Saison zu befassen. Mit den Verteidigern Eric Blum, Marc-André Gragnani und den Stürmern Bud Holloway, Chuck Kobasew, Simon Moser, Marc Reichert und Thomas Rüfenacht kamen sieben Spieler, die im Team wichtige Rollen einnehmen sollten. Bei den Verpflichtungen ging es in erster Linie darum, die Bereiche Charakter und Leadership im Team zu stärken. Eine Massnahme zur Stärkung der Leadergruppe war die Einführung des Monats-Captains. Damit gab der Headcoach allen Spielern die Chance, sich anhand bestimmter Richtlinien eine Führungsrolle zu verdienen.
Mit einem neuen Trainer und zahlreichen neuen Spieler war klar, dass die Mannschaft eine gewisse Zeit benötigen würde, um ihr Potenzial auszuschöpfen. Zu Beginn der Saison lief in der Champions Hockey League, in welche der SCB mit einer 0:7-Niederlage gegen das tschechische Team von Ocelari Trinec startete, noch längst nicht alles rund. Auch in der nationalen Meisterschaft benötigte das Team einen Monat Anlauf, um in Fahrt zu kommen. Ab Mitte Oktober aber arbeitete sich der SCB Schritt um Schritt nach vorne und übernahm exakt zu Weihnachten mit dem 3:1-Heimsieg am 23. Dezember gegen Titelverteidiger ZSC Lions erstmals die Tabellenführung. Auch im nach über 40 Jahren wieder eingeführten Swiss Ice Hockey Cup machte der SCB bis dahin gute Figur. Den Auswärtssiegen gegen Thun (7:1), Lugano (3:2 n.V.) und die SCL Tigers (4:1) folgte zum Jahresbeginn der Halbfinal-Heimsieg gegen die ZSC Lions (2:1). Im Final besiegte der SCB die Kloten Flyers vor heimischem Publikum mit 3:1. In der Meisterschaft schloss das Team von Guy Boucher die Regular Season auf dem zweiten Rang ab. In den Playoffs ging die Viertelfinalserie gegen Lausanne über sieben Spiele (1:0, 1:2, 1:2 n.P., 2:1, 3:0, 1:2, 2:1 n.V.). Das entscheidende Tor zum Halbfinaleinzug gelang dem Finnen Jesse Joensuu, der wie Torhüter Nolan Schaefer und Stürmer Keven Cloutier im Verlauf der Saison zum SCB gestossen war. Im Halbfinal unterlag der SCB dann dem späteren Meister HC Davos mit 0:4 (2:3 n.V., 2:6, 0:2, 1:3).
Die PostFinance-Arena war inklusive Cupfinal in der Saison 2014/15 bei acht Spielen ausverkauft. Zum fünften Mal in der Geschichte des SCB kamen über eine halbe Million Zuschauer zu den 31 Spielen in der PostFinance-Arena, zum achten Mal hintereinander lag der Zuschauerdurchschnitt (16'263) über 16'000, womit der SCB bezüglich Zuschaueraufmarsch zum 14. Mal in Serie die Nummer 1 Europas war.