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Im Jahre 1915 begann im damaligen Osmanischen Reich ein Völkermord, infolge dessen bis zu 1,5 Millionen Armenier starben, entweder durch Massaker oder durch Deportationen. Die Türkei als Nachfolgestaat des Osmanischen Reichs sieht die Geschehnisse jedoch nicht als Genozid an, was die Beziehung zu Armenien bis heute belastet. Über die Hintergründe sprachen wir mit Armenien-Spezialist Benjamin Malgo von «Aktion Verzicht».
Serie «100 Jahre moderner Staat Armenien»
Armenien hat in den vergangenen Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte durchlebt. Der östliche Teil des armenischen Siedlungsgebiets gehörte seit 1828 zum Russischen Reich. Am 28. Mai 1918 erklärte dieses Gebiet seine Unabhängigkeit als Demokratische Republik Armenien, bis der Staat Ende 1920 als Armenische SSR unter die Kontrolle von Russland geriet und 1922 ein Teil der neugegründeten Sowjetunion wurde. Am 21. September 1991 erklärte sich Armenien unabhängig, als sich die Sowjetunion im Zerfall befand. Dieses Jahr wird im Hinblick auf die Unabhängigkeitserklärung von 1918 100 Jahre moderner Staat gefeiert.
( © Online-Redaktion ERF Medien)