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Am 7. Dezember 2020 wurde im KKW Beznau eine Montageabweichung an zwei Notstanddieselgeneratoren festgestellt, welche bereits seit längerer Zeit bestanden hatte. Das Vorkommnis war von sicherheitstechnischer Bedeutung und wurde als INES-1 eingestuft.
Vorkommnisse Beznau
Infolge einer externen Netzstörung am 21. Februar 2020 wurde eine Spannungsversorgung in beiden Reaktorblöcken des KKW Beznau unterbrochen. Davon betroffen waren zwei Reserveschienen.
Am 6. August 2019 löste eine Störung im Unterwerk Beznau, das nicht zum KKW Beznau (KKB) gehört, in beiden Blöcken des KKB eine Leistungsreduktion aus.
Bei einer Analyse des Systemverhaltens erkannte das KKB einen meldepflichtigen Auslegungsfehler. Demnach hätten Signale aus Teilen der Anlage, die nicht für die Beherrschung des SSE notwendig sind, bei einem solchen Erdbeben dazu geführt, dass der dabei benötigte Notstromdiesel abgeschaltet worden wäre.
Am 6. Januar 2017 kam es zu einer Störung in der unterbrechungsfreien Stromversorgung einer gesicherten Wechselstromschiene.
Am 3. September 2016 stellte ein Operateur fest, dass der Druckschieber nach der Notspeisewasserpumpe fälschlicherweise geschlossen war. Dadurch wäre das Notspeisewassersystem im Anforderungsfall nicht für eine automatische Einspeisung verfügbar gewesen.
Bei einem Probelauf eines Notstanddiesels im KKB 2 hat am 3. November 2014 ein Riss an einer Entlüftungsarmatur der Kraftstoff-Rückführleitung zu einer geringfügigen Kraftstoffleckage geführt. Die Reparatur erfolgte innerhalb der von der Technischen Spezifikation gesetzten Frist. Die sicherheitstechnische Bedeutung des Vorkommnisses ist als gering einzustufen.
Das Vorkommnis hatte eine geringe Bedeutung für die nukleare Sicherheit. Das ENSI hat die Massnahmen des Betreibers geprüft und grundsätzlich für zweckmässig befunden. Darüber hinaus wurden weitere Analysen in Hinblick auf ähnlich positionierte Leitungen im primären Nebenkühlwassersystem gefordert.
Alle von der Störung bzw. den nachfolgenden Instandhaltungsarbeiten direkt betroffenen Komponenten wurden erfolgreich einer Funktionskontrolle unterzogen. Die Anlage wurde am 22. November 2012 wieder angefahren.