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An verschiedenen Stellen von René Pahud de Mortanges’ Rechtsgeschichte kommen die Rechte von Stadt und Kanton Freiburg zur Sprache. So nimmt die Freiburger Handfeste (1249) einen wichtigen Platz ein bei den Stadtrechten, die zu den wichtigsten Rechtsquellentypen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit gehören.
Bürgerversammlung
Während die ersten Stadtrechte vom Stadtherrn verliehen wurden, ging die Satzungsgewalt später an die Bürgerversammlung über, welche die älteren Rechte ergänzte und neue schuf. Dies geschah in Zürich 1218/1255 mit dem Richtebrief, in Luzern 1252 mit dem Geschworenen Brief und in Freiburg 1404 mit dem Vennerbrief (S. 97f. § 153 und 154). Dieser regelte die Abhaltung der Bürgerversammlung und die Einsetzung der städtischen Amtsträger detaillierter, als dies in der Handfeste der Fall gewesen war.
Neben der Universität Basel bestanden in der frühen Neuzeit Rechtsschulen in verschiedenen reformierten Städten der Eidgenossenschaft. Dabei handelte es sich meist um Lehrstühle, die einer anderen städtischen Bildungseinrichtung angegliedert waren.
So wurde an der Genfer Akademie nach dem Ausbruch der Hugenottenkriege 1562 ein juristischer Lehrstuhl eingerichtet, an dem namhafte französische Juristen lehrten. An der 1537 gegründeten Akademie von Lausanne drängte sich die Gründung eines juristischen Lehrstuhls erst 1708 auf. An der Hohen Schule in Bern wurde 1680 eine Rechtsprofessur und 1787 gar ein Politisches Institut gegründet. In Zürich wurde seit 1694 Völkerrecht und seit 1763 auch Naturrecht gelehrt.
Als einziger katholischer Stand erhielt Freiburg 1763 eine Rechtsschule. Ab 1775 unterrichtete hier Tobias Barras (1740-1813), bis 1798 das Akademiegebäude mit dem Einzug der Franzosen für eine Weile in eine Kaserne umgewandelt wurde (S. 143-146 § 219-223). Beim Akademiegebäude aber handelte es sich um nichts anderes als um das heutige Albertinum, das ursprünglich als Weinhalle errichtet worden war und Ende des 19. Jahrhunderts den Dominikanern übertragen wurde. kut