Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03576.jsonl.gz/2073

Mit dem Gegenvorschlag zur Majorzinitiative werden künftige Majorzwahlen vereinfacht, indem nur noch eine Liste mit den aufgeführten Kandidatinnen und Kandidaten dem Stimmvolk vorgelegt wird. Beim bisherigen Wahlverfahren stand eine Vielzahl von Listen zur Verfügung. Dieser bunte Strauss an Listen führte offenbar zu unübersichtlichen Situationen und damit zu sehr vielen ungültigen Stimmen. Beim neuen Wahlverfahren werden jene Personen angekreuzt, die man wählen will. Allerdings dürfen selbstverständlich nur so viele Kreuze gemacht werden, wie Sitze zu verteilen sind.
Das Taktieren mit Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien findet nur noch in den Medien statt. In den offiziellen Wahlunterlagen entfallen Listenverbindungen.
Mit einem lachenden und weinenden Auge sehe ich auf die parteipolitische Strategie mit den Listenverbindungen zurück. Die Parteien, welche ihre Kandidatinnen und Kandidaten auf möglichst vielen Listenverbindungen platzieren konnten, hatten am ehesten Wahlerfolg. Dieses Argument wurde von einer Mehrheit an der Delegiertenversammlung der FDP erkannt, sodass sie sich gegen eine Änderung des heutigen Wahlprozedere aussprachen. Aber ist das wirklich liberal?
Leserbrief von Willi Kälin, Kantonsrat FDP, Pfäffikon
Schreiben Sie einen Kommentar