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Die frühere Bundesrätin Elisabeth Kopp lässt einen Grossteil der Sammlung afrikanischer Kunst ihres verstorbenen Ehemannes versteigern. Am 20. Juni kommen die 64 Objekte in Luzern unter den Hammer.
Seit dem 4. Juni können in der Galerie Fischer in Luzern und im Internet die Skulpturen, Kultgegenstände und Schmuckstücke aus Benin, Nigeria, Mali, Gabun und weiteren afrikanischen Ländern besichtigt werden. Das teuerste Stück ist ein mit 120'000 bis 180'000 Franken bewerteter Widderkopf aus Benin.
Das günstigste angebotene Stück ist ein Schmuckreif aus der Elfenbeinküste, der mit 50 bis 100 Franken ausgezeichnet ist. Wie Elisabeth Kopp gegenüber der Winterthurer Regionalzeitung "Der Landbote" ausführte, hat sie für die Sammlung ihres 2009 verstorbenen Ehemannes in ihrer 4 1/2-Zimmer-Wohnung keinen Platz mehr.
Einige Erinnerungsstücke behalte sie aber. Keinen Kommentar mochte die ehemalige Bundesrätin zur Frage abgeben, ob die Versteigerung aus finanziellen Gründen erfolge. Kopps hatten vor einigen Jahren mehrmals die Zwangsversteigerung ihrer Villa "Drei Eichen" in Zumikon nur knapp abwenden können.
Elisabeth Kopp (FDP) war 1984 als erste Frau in den Bundesrat gewählt worden und übernahm das Justizdepartement (EJPD). Anfang 1989 trat sie im Zug der "Affäre Kopp" aus dem Bundesrat zurück.