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Substanzen
Für Homöopathika werden Substanzen aus den Naturreichen verwendet: Minerale, Pflanzen, Tiere liefern wertvolle Heilmittel. Aber auch menschliche Absonderungen werden verarbeitet. Z.B. Muttermilch.
Herstellung
Da Hahnemann für seine Arzneien auch giftige Stoffe verwendete, begann er seine Grundsubstanzen stufenweise mit Alkohol zu verdünnen und zu verschütteln. Bei festen und unlöslichen Substanzen, z.B. Gold, Eisen, Quarz, verrieb er diese im Mörser und verdünnte sie danach schrittweise durch Verreiben mit Milchzucker.
Die stufenweise Verdünnung und Verschüttelung nennt man Potenzierung (Kraftentfaltung). Hahnemann entdeckte, dass bei vielen Substanzen die Heilkraft erst durch die Potenzierung freigesetzt wird.
Lange Zeit verwendete er einzig die sogenannten C-Potenzen (Centestimalpotenzen, in der Verdünnung 1:99). In seinen letzten Lebensjahren entwickelte er die Q-Potenzen in Tropfenform. Hier betragen die Verdünnungsschritte ca. 1:50’000.
Im homöopathischen Arzneimittelbuch (HAB) sind die genauen Herstellungsvorgänge der einzelnen Arzneimittel beschrieben. Die Anweisungen entsprechen heute noch in den wesentlichsten Punkten den Vorschriften Hahnemanns.
Wirksamkeit
Die potenzierten Arzneimittel enthalten ab C12 oder D23 kein Molekül des ursprünglichen Arzneistoffes mehr. Es wurde die Information des Heilmittels auf den Trägerstoff Alkohol übertragen und mit diesem werden die Globulis benetzt.
Die homöopathischen Arzneien sind dynamisierte Heilmittel. Krankheit ist in ihrer Grundlage eine dynamische Verstimmung des Organismus. Diese kann in ihrer Tiefe nur mit dynamisch wirkenden Heilmitteln wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Das homöopathische Arzneimittel berührt die geschwächte Lebenskraft und regt den Heilungsvorgang an.
Dosierung
Oft ist der Patient erstaunt, wenn er nur ein einziges Mal morgens nüchtern Globulis einnehmen soll.
In der klassischen Homöopathie wird die Dosierung auf ein Minimum beschränkt. Um die Lebenskraft zu beeinflussen, kann ein einzelner Impuls genügen. Wiederholt man das Mittel zu früh oder zu oft, kann der Heilungsverlauf gestört werden. Solange etwas in Bewegung ist, braucht es keine zusätzlichen Impulse.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein homöopathisches Mittel auf keinen Fall schaden könne. Nimmt jemand über längere Zeit, unbegleitet, dasselbe homöopathische Mittel ein, besteht die Gefahr der ungewollten Arzneimittelprüfung, d.h., der Patient produziert neue Symptome des Medikamentes, das er zu Heilzwecken einnehmen wollte. Auch Homöopathika gehören in fachkundige Hände!