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Das zweite Buch Mose schildert uns nicht nur die Erlösung des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten. Es zeigt uns gleichzeitig, dass Gott bei einem erlösten Volk wohnen wollte. Im Lobgesang des geretteten Volks am anderen Ufer des Roten Meeres wird das sehr deutlich. Die Israeliten singen davon, dass Gott sie durch seine Stärke zu seiner heiligen Wohnung geführt habe (2. Mo 15,13). Sie erwähnen ebenfalls die Wohnung und das Heiligtum im Land (V. 17). Vers 13 spricht vom Zelt der Zusammenkunft (der Stiftshütte) in der Wüste, Vers 17 vom Tempel, den Salomo bauen würde. Beides sind Bilder der Versammlung Gottes, die nach Epheser 2,22 eine «Behausung Gottes im Geist» ist. Das eher bescheidene Zelt der Zusammenkunft, das durch die Wüste getragen wurde, ist dabei mehr ein Hinweis auf den Zeugnis-Charakter der Versammlung nach aussen hin. Der prächtige Bau Salomos lässt uns mehr an die Versammlung nach dem Ratschluss Gottes denken.
Gott benutzte das Volk Israel, um sein Haus zu bauen. In 2. Mose 25,8 sagt Er: «Sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne.» Ab 2. Mose 35 wird die Herstellung im Einzelnen geschildert. Vorher jedoch hatte Gott Mose ausführlich darüber informiert, was und wie es getan werden sollte. Zweimal wird Mose ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er alles entsprechend dem Muster machen sollte, das Gott ihm gezeigt hatte (2. Mo 25,9.40).
Dieses alttestamentliche Bild hat eine neutestamentliche Bedeutung für uns. Bevor wir näher darauf eingehen, erinnern wir daran, dass das Neue Testament uns das Haus Gottes unter mindestens drei verschiedenen Gesichtspunkten zeigt.
- Erstens bilden alle Menschen, die neues Leben aus Gott haben und den Heiligen Geist besitzen, das Haus Gottes (1. Pet 2,5; 1. Kor 3,9; Eph 2,22). Dieses ist heute kein materielles, sondern ein geistliches Haus.
- Zweitens befinden wir uns im Haus Gottes (1. Tim 3,15). Wir leben täglich 24 Stunden lang darin. Deshalb ist es wichtig, wie wir uns in diesem Haus verhalten. Das betrifft nicht nur die Zeiten des Zusammenkommens der Versammlung, sondern unser ganzes Leben.
- Drittens bauen wir am Haus Gottes (1. Kor 3,10). Wir bringen «Steine» herbei, d.h. wir predigen den Menschen das Evangelium. Wir helfen, «Steine einzubauen», d.h. wir benutzen die gesunde Lehre, um Menschen «vollkommen in Christus» darzustellen (Kol 1,28). Am Haus Gottes zu bauen bedeutet, in diesem Haus nach Gottes Gedanken das zu tun, was Gott möchte, dass es getan wird. Die Arbeit an dieser Wohnung Gottes geschieht durch Menschen. Gott bestimmt allerdings, was und wie es getan werden soll. Das überliess Er damals weder Mose noch den Kindern Israel. Das überlässt Er auch heute nicht uns selbst.
In 2. Mose 35,4 – 36,7 finden wir eine Vielzahl von allgemeinen Hinweisen über das Bauen des Zeltes der Zusammenkunft, an dem das ganze Volk beteiligt war. Es beginnt mit einem klaren Gebot und einem Appell Gottes (Kap. 35,4) und endet damit, dass mehr als genügend Material vorhanden war (Kap. 36,7).
Ich möchte gern auf einige Einzelheiten hinweisen und sie auf unsere Aktivität im Haus Gottes heute übertragen. Dabei wollen wir sowohl den örtlichen Aspekt der Versammlung als auch ihren weltweiten Aspekt im Auge haben.
1) Jeder hat eine Aufgabe
Der Text macht deutlich, dass sich jeder im Volk Israel einbringen konnte. Es gab zwar «Spezialisten» wie Bezaleel und Oholiab. Darüber hinaus war jedoch jeder Einzelne gefragt mitzuarbeiten. Neben diesen beiden Männern werden drei Gruppen ausdrücklich genannt:
- die Männer
- die Frauen
- die Fürsten
Ein Blick ins Neue Testament bestätigt, dass es heute nicht anders ist. Epheser 4,7 sagt, dass jedem Einzelnen von uns die Gnade gegeben worden ist nach dem Mass der Gabe des Christus. Wenn es um Aufgaben und Dienste geht, ist keiner ausgeschlossen. Das wird deutlich, wenn wir 1. Korinther 12 im Zusammenhang lesen. In diesem Kapitel geht es um die Gnadengaben in der örtlichen Versammlung. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Jeder hat seine Aufgabe. Die Frauen sind keineswegs ausgenommen. Die Schwester Phöbe aus Kenchreä wird ausdrücklich eine «Dienerin der Versammlung» genannt (Röm 16,1). Der Dienstbereich von Mann und Frau ist unterschiedlich, aber wir sollten uns hüten, damit eine Wertung vorzunehmen. In 2. Mose 35,25.26 wird der Dienst der Frauen besonders betont. Es gab solche, die «weisen Herzens» waren, und solche, die Verständnis hatten und «die ihr Herz trieb». Solche Schwestern sind bis heute unbedingt gefragt.
Es fällt ausserdem auf, dass die «Fürsten» in Kapitel 35,27 besonders erwähnt werden. Anders als in Nehemia 3,5 beteiligten sie sich wie alle anderen am Werk Gottes. Das Neue Testament betont den besonderen Vorbildcharakter von Führungspersonen. In 1. Petrus 5,3 werden die Ältesten aufgefordert, «Vorbilder der Herde» zu sein. Ein Vorbild zu sein bedeutet unter anderem vorzumachen, wie es geht. Echtes Führen geht immer Hand in Hand mit Dienen.
2) Die Aufgaben sind verschieden
Die Fähigkeiten und Aktivitäten der einzelnen Mitarbeiter waren voneinander verschieden. Keiner konnte alles tun. Jeder war auf den anderen angewiesen. Es gab Spezialisten im Umgang mit Textilien, mit Metallen, mit Edelsteinen, mit Holz und mit Gewürzen.
In der Versammlung Gottes ist das nicht anders. Es gibt verschiedene Fähigkeiten und es gibt verschiedene Aufgaben. Im Gleichnis von den Talenten in Matthäus 25 lesen wir ausdrücklich: «Einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, jedem nach seiner eigenen Fähigkeit» (Mt 25,15). Die Fähigkeiten sind natürliche Befähigungen, die der Schöpfer-Gott uns Menschen gibt. Sie sind ganz verschieden. Entsprechend diesen natürlichen Befähigungen gibt Gott Gnadengaben, d.h. Aufgaben zum Dienst. Diese sind ebenfalls ganz verschieden. In 1. Korinther 12 spricht Paulus ausdrücklich von «Verschiedenheiten von Gnadengaben», von «Verschiedenheiten von Diensten» und von «Verschiedenheiten von Wirkungen» (1. Kor 12,4-6). Das hebt den Gedanken der Einheit keineswegs auf. Die christliche Einheit ist eine Einheit in Verschiedenheit. Jeder bringt sich mit seinen Fähigkeiten und seinen Aufgaben ein.
Weil das so ist, brauchen wir nicht neidisch auf andere zu sehen, die vermeintlich besser qualifiziert sind. Wir dürfen auch keineswegs auf andere herabsehen, von denen wir vielleicht meinen, dass sie eine geringere Arbeit tun. Jeder ist auf den anderen mit seinen Fähigkeiten und Aufgaben angewiesen, damit das Werk gelingt.
3) Das Motiv zum Dienst
Es fällt auf, dass es im Text dreimal heisst, dass die Kinder Israel durch ihr Herz getrieben wurden (Kap. 35,21.26; 36,2). Das will sagen, dass sie den Wunsch im Herzen hatten, etwas für ihren Gott zu tun und seine Wohnung zu bauen.
Das Neue Testament spricht von unterschiedlichen Motiven zum Dienst. Ein Motiv ist der Lohn, den es geben wird. Paulus erinnert die Korinther daran, dass ihre Mühe nicht vergeblich ist im Herrn (1. Kor 15,58). Dennoch ist der Lohn nicht das höchste Motiv zum Dienst, sondern die Liebe. In Hebräer 6 lesen wir: «Gott ist nicht ungerecht, euer Werk zu vergessen und die Liebe, die ihr für seinen Namen bewiesen habt, da ihr den Heiligen gedient habt und dient» (Heb 6,10). Hier wird das Werk mit der Liebe verbunden. Es ist die Liebe zu unserem Herrn, die unser Herz treibt, etwas für Ihn zu tun. Es ist gleichzeitig die Liebe zu unseren Glaubensgeschwistern und zu verlorenen Menschen, die uns motiviert, uns einzusetzen.
Es ist sicher nicht von ungefähr, dass Paulus gerade in 1. Korinther 13 ausführlich von der Liebe spricht. Nachdem er in Kapitel 12 die Gaben behandelt hat und in Kapitel 14 über den Dienst in den Zusammenkünften spricht, wird er durch den Heiligen Geist geleitet, uns über das höchste Motiv jeglicher christlichen Aktivität zu schreiben. Wenn wir nicht Liebe haben, sind wir nichts und nützt uns alles nichts. Wir wollen uns deshalb immer wieder fragen, warum wir etwas für unseren Herrn tun.
4) Der Herr sucht Freiwillige
Der Text bestätigt mehrfach, dass die Kinder Israel mit «willigem Herzen» arbeiteten (z.B. Kap. 35,22). Das bedeutet, dass sie die Arbeit nicht aus Zwang taten, sondern weil es ihnen ein Herzensanliegen war.
Gott sucht freiwillige Herzen, wenn es darum geht, am Haus Gottes zu arbeiten. Auch wenn Gott uns auffordert, an seinem Haus zu bauen (vgl. z.B. Hag 1,8), so bleibt es dennoch eine freie Entscheidung. Gott zwingt niemand, etwas für Ihn zu tun. Er möchte unsere Herzen bewegen, dass es uns ein inneres Anliegen ist, etwas für Ihn zu tun. Arbeit am Haus Gottes soll auch nicht aus Routine geschehen oder einfach deshalb, weil sich kein anderer dafür findet.
Im bemerkenswerten Lied von Debora und Barak in Richter 5 heisst es gleich zu Beginn: «Weil Führer führten in Israel, weil freiwillig sich stellte das Volk, preist den HERRN!» (V. 2). In Apostelgeschichte 15 werden für eine besondere Aufgabe Männer ausgewählt, «die ihr Leben hingegeben haben für den Namen unseres Herrn Jesus Christus» (V. 26). Niemand musste sie dazu zwingen. Sie taten es aus Liebe. In 1. Korinther 9 spricht Paulus von der Notwendigkeit, die auf ihm lag, das Evangelium zu verkündigen. Dennoch tat er es freiwillig. Seine Schlussfolgerung ist folgende: «Wenn ich dies freiwillig tue, so habe ich Lohn, wenn aber unfreiwillig, so bin ich mit einer Verwaltung betraut» (V. 17). Beides war für ihn wahr. Ihm war eine Aufgabe anvertraut, die er jedoch freiwillig erfüllte.
Dienst für den Herrn entspringt einem Herzen, das den Herrn liebt und gern etwas für Ihn tut. Einen solchen Dienst wird der Herr nicht unbelohnt lassen.
5) Der Herr beruft zum Dienst
In 2. Mose 35,4-19 finden wir den allgemeinen Aufruf Gottes an das Volk, Materialien für den Bau der Stiftshütte zu bringen und dann alles Nötige daraus herzustellen. Die Reaktion auf diesen Appell zeigen uns die Verse 20-29. Alle, die willigen Herzens und Geistes waren – Männer, Frauen und Fürsten –, beteiligten sich daran.
Dann heisst es in Vers 30: «Mose sprach zu den Kindern Israel: Seht, der HERR hat Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen.» Das war eine Berufung zu einem speziellen Dienst. Sie steht übrigens nicht im Widerspruch zur Freiwilligkeit. Das eine ist unsere Antwort. Das andere ist der göttliche Ruf. Für jede Arbeit brauchen wir einen Ruf des Herrn. Er ist der Auftraggeber. Er legt fest, was wir arbeiten und wie wir arbeiten. Mit «willigem Herzen» zu arbeiten bedeutet nicht, dass wir tun und lassen können, was uns richtig erscheint. Sowohl die Arbeit als auch die Art und Weise, wie wir sie tun, bestimmt Der, der uns ruft.
Das Neue Testament spricht an verschiedenen Stellen von Gnadengaben. Jede von ihnen ist eine Gnadengabe Gottes (2. Tim 1,6). Er ist immer der Ursprung. In Apostelgeschichte 13,2 lesen wir die bemerkenswerten Worte: «Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe.» Die beiden gingen freiwillig. Aber nicht sie bestimmten Aufgabe und Zeitpunkt, sondern Gott. Es war auch nicht die Versammlung in Antiochien, die Paulus und Barnabas aussandte. Gott hatte eine besondere Aufgabe und berief die entsprechenden Männer dazu.
Es ist wichtig, dass wir diesen biblischen Grundsatz beachten: Niemand anders als Gott sendet seine Diener aus. Wenn die Sache vom Herrn ausgeht, wird Er dies auch der örtlichen Versammlung deutlich machen. Dann kann der Dienst in Übereinstimmung mit den Geschwistern am Ort ausgeübt werden (Apg 15,40). Wie nötig und wichtig ist das! Aber die Versammlung sendet nicht aus. Sie bildet auch keine Diener aus. Das tut Gott, und Er tut es auf seine Weise. Wie Gott zubereitet und beruft, ist übrigens ganz unterschiedlich. Es lohnt sich, das anhand verschiedener Beispiele in der Bibel einmal nachzuvollziehen (z.B. Mose, Josua, Samuel, David, Paulus).
6) Der Geist leitet im Dienst
Es ist eine Sache, für einen Dienst berufen zu sein, und eine andere, ihn auszuüben. Deshalb lesen wir in 2. Mose 35,31 von Bezaleel, dass Gott ihn mit seinem Geist erfüllt hatte, «in Weisheit, in Verstand und in Kenntnis und in jedem Werk». In Kapitel 36,1.2 wird zweimal betont, dass Gott den Männern und Frauen für die Arbeit Weisheit gegeben hatte. Sie taten die Arbeit nicht aus eigener Kraft, sondern in Abhängigkeit von Gott.
1. Korinther 12 belehrt uns über die geistlichen Gaben. In Vers 11 heisst es: «Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will.» Ohne die Wirksamkeit und Kraft des Heiligen Geistes können wir keinen Dienst für den Herrn tun. Wenn wir Vers 31 von 2. Mose 35 aufmerksam lesen, finden wir neben dem eigentlichen Werk drei weitere Elemente:
- Der Geist gibt Weisheit: Weisheit brauchen wir, um zu erkennen, was wir tun sollen, wann wir es tun sollen und wie wir es tun sollen. Es ist wichtig, dass wir uns diese Fragen immer wieder stellen: Herr, was soll ich tun? Wann soll ich es tun? Wie soll ich es tun? Dazu benötigen wir die Leitung des Heiligen Geistes.
- Der Geist gibt uns Verstand: Im Dienst für den Herrn lassen wir uns nicht von unseren Empfindungen leiten, sondern wir gebrauchen unseren Verstand. Leitung durch den Heiligen Geist bedeutet nicht, den Verstand auszuschalten. Wir stützen uns zwar nicht auf den Verstand, aber wir gebrauchen ihn sehr wohl. 1. Korinther 14,15 gibt dazu ein Beispiel.
- Der Geist gibt uns Kenntnis: Im Dienst für den Herrn arbeiten wir nicht «unintelligent», d.h. wir wissen, was wir tun und warum wir es tun. Der Heilige Geist gibt uns Einsicht in die Gedanken Gottes über unseren Dienst. Nur wenn wir seine Gedanken kennen, können wir diesen auch folgen und sie umsetzen.
Dienst für den Herrn geschieht nicht aus uns heraus. Der Heilige Geist in uns leitet uns. Wir dienen nicht in «Eigenregie», sondern in Abhängigkeit. Paulus erinnert die Korinther daran, dass unsere Tüchtigkeit «von Gott» ist (2. Kor 3,5). Das wollen wir nicht vergessen.
7) Gegenseitige Hilfestellung
In 2. Mose 35,34 werden zwei Männer erwähnt, denen Gott ins Herz gegeben hatte, anderen zu helfen, d.h. sie anzuleiten. Auch im Dienst für den Herrn ist noch «kein Meister vom Himmel gefallen». Obwohl Gott uns zu einer Aufgabe befähigt und wir sie unter der Leitung des Heiligen Geistes ausüben, benötigen wir doch eine Zeit der Übung und Zubereitung. Dabei können wir die Hilfe anderer in Anspruch nehmen oder selbst anderen helfen. Es ist schön zu sehen, wie Diener im Werk des Herrn sich gegenseitig Hilfestellung geben.
Das Neue Testament liefert uns dazu einige Beispiele. Die älteren Frauen werden angewiesen, die jüngeren zu unterweisen. Sie sollen «Lehrerinnen des Guten» sein (Tit 2,3-5). In Kolosser 1,7 spricht der Apostel von Epaphras, dem treuen Diener des Christus. Er zeichnete sich unter anderem dadurch aus, dass die Kolosser von ihm etwas «gelernt» hatten. Paulus selbst war ein guter Lehrmeister. Er lehrte durch Wort und Tat. Er erinnert die Philipper daran, was sie gelernt und empfangen und gehört und an ihm gesehen hatten (Phil 4,9). Ganz am Ende seines Lebens fordert er Timotheus auf: «Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weisst, von wem du gelernt hast» (2. Tim 3,14). Timotheus hatte wie kaum ein zweiter Gelegenheit gehabt, Paulus zu begleiten und viel vom ihm zu lernen.
Dienst für den Herrn lernen wir nicht auf einer Bibelschule oder an einer theologischen Fakultät. Dienst für den Herrn lernen wir in der Praxis des Lebens. Wir fangen einfach an, das zu tun, was der Herr uns aufträgt, und sind dankbar, wenn Er uns Brüder und Schwestern zur Seite stellt, die uns dabei helfen und anleiten.
Fazit
Niemand konnte die Stiftshütte damals allein bauen. Niemand kann das Haus Gottes heute allein bauen. Jeder brachte sich auf seine Weise ein. Das Ergebnis dieses gemeinsamen und glücklichen Arbeitens am Haus Gottes damals ist bemerkenswert. In 2. Mose 36,6.7 lesen wir, dass sie aufhören mussten, Material zu bringen, weil mehr als genug für das ganze Werk vorhanden war.
Diesen Zustand erreichen wir heute nicht. Solange die Entrückung noch nicht stattgefunden hat, wächst der Bau (das Haus Gottes) immer noch zu einem heiligen Tempel (Eph 2,21). Und im Blick auf unsere Verantwortung an diesem Bau bleibt das Wort bestehen: «Jeder aber sehe zu, wie er darauf baut» (1. Kor 3,10). Wir wollen uns gegenseitig Mut machen, uns in der Arbeit für den Herrn gebrauchen zu lassen und für die zu beten, die sich aktiv daran beteiligen.