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Durch den Klimawandel werden sich in den kommenden Jahrzehnten die Lebensbedingungen von Pflanzen weltweit verändern, wobei regionale Unterschiede zu erwarten sind. Heute kühle und feuchte Gebiete könnten in Zukunft zusätzlichen Arten Lebensraum bieten, in trockenen und warmen Regionen verschlechtern sich die klimatischen Voraussetzungen für eine hohe Artenvielfalt. Dies wurde in einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn, Göttigen und Yale veröffentlicht.
Erstmals wurden die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die pflanzliche Artenvielfalt auf globalem Massstab quantifiziert und bemessen. Dabei wurde untersucht, wie viele Pflanzenarten unter den heutigen Klimabedingungen in unterschiedlichen Regionen der Erde vorkommen. Den gefundenen Zusammenhang haben sie auf 18 verschiedene Klimawandelszenarien für das Jahr 2100 übertragen. Die Forscher kamen zum Schluss, dass der Klimawandel die bestehende Verteilung der Artenvielfalt durcheinander bringen könnte, mit kaum absehbaren Folgen für die Ökosysteme und den Menschen. Vorhersagen ob zusätzliche Arten in begünstigte Gebiete einwandern werden, oder ob benachteiligte Gebiete Arten verlieren werden, lässt die Studie leider nicht zu. Trotzdem liefern die Ergebnisse ein wichtiges Indiz, in welchen Gebieten eine Zuwanderung oder ein Verlust von Arten zu erwarten ist.