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Das Wichtigste in Kürze
- In der Nacht auf Montag werden in Los Angeles die Oscars verliehen.
- In diesem Jahr stellt Corona die Verleihung auf den Kopf.
- In der diesjährigen Ausgabe sind besonders viele Frauen und Afroamerikaner nominiert.
Sie wolle an die Frauen erinnern, deren unglaubliche Arbeit von der Academy nicht anerkannt wurde, sagte die Oscar-Preisträgerin im Scheinwerferlicht der Kameras auf dem roten Teppich. In der Sparte «Beste Regie» waren 2020 nur Männer nominiert.
Doch dieses Jahr ist Vieles anders! Nicht nur steht die Verleihung im Zeichen der Frauen, sie steht auch im Zeichen der Pandemie.
Academy Awards: So umgehen die Veranstalter Corona-Pandemie
Zoom-Schalten aus den Wohnzimmern der Nominierten sind tabu, sie sollen live dabei sein. Die traditionelle Glamour-Show mit Starrummel auf dem rotem Teppich vor Hollywoods Dolby Theatre fällt aber aus. Stattdessen spielt die Zeremonie auf mehreren Bühnen.
Als neuer Standort kommt in Los Angeles das Bahnhofsgebäude Union Station dazu, ebenso sind Schalten aus London und von anderen Zentren geplant.
Chloé Zhao hat gute Chancen bei den Academy Awards
Schon vor der Trophäenvergabe am Sonntag (25. April) stellen die Britin Emerald Fennell und die in Peking geborene Chloé Zhao einen Rekord auf. Nie zuvor in der langen Oscar-Geschichte waren gleich zwei Frauen in der Regie-Sparte nominiert.
Fennell für den Rache-Thriller «Promising Young Woman», Zhao für das Road-Movie «Nomadland». Bis 2020 gingen nur fünf Frauen für den Regiepreis ins Rennen, Kathryn Bigelow («The Hurt Locker», 2010) ist bis jetzt die einzige Oscar-prämierte Regisseurin.
Zhao hat allerbeste Chancen, die männlichen Kollegen Thomas Vinterberg («Der Rausch»), David Fincher («Mank») und Lee Isaac Chung («Minari - Wo wir Wurzeln schlagen») auszustechen.
Sie ist die erste nicht-weisse Regisseurin mit Oscar-Chancen. Zudem ist sie die erste Frau, die in einem Jahr gleich vier Trophäen gewinnen kann: Neben Regie auch für Schnitt, das beste adaptierte Drehbuch sowie als Produzentin den Top-Preis für den besten Film.
Frauen-Rekord bei den Academy Awards 2021
Eine Rekordzahl von 70 Frauen wurde diesmal nominiert, rechnet die Academy stolz vor. Ein weiteres Novum: noch nie gab es so viele Menschen, die nicht weisse Amerikaner sind (neun von zwanzig Anwärtern) in den vier Schauspielkategorien.
Die Anfang April verliehenen SAG-Awards vom US-Schauspielerverband gelten als Oscar-Vorbote. Setzen diese Gewinner ihren Siegeszug bei den Academy Awards fort, wäre das ein Vielfaltsrekord: der «Best Actor»-Oscar ginge posthum an den im vorigen August an Krebs gestorbenen Afroamerikaner Chadwick Boseman für «Ma Rainey's Black Bottom». Viola Davis würde für ihre Hauptrolle als die schwarze Blues-Sängerin Ma Rainey ausgezeichnet.
Der Nebenrollen-Oscar ginge an den Briten Daniel Kaluuya für seine Darstellung des Black-Panther-Aktivisten Fred Hampton in «Judas and the Black Messiah».
Als erste südkoreanische Schauspielerin würde die 73-jährige Yuh-Jung Youn für ihre Nebenrolle als schlagfertige Grossmutter in dem Familiendrama «Minari - Wo wir Wurzeln schlagen» in der Oscar-Nacht triumphieren.
Academy Awards: Dieser Film hat die meisten Nominationen
Neben Boseman sind unter anderem der britisch-pakistanische Riz Ahmed («Sound of Metal»), «Minari»-Star Steven Yeun und Leinwandveteran Anthony Hopkins («The Father») nominiert, der mit 83 Jahren als ältester Schauspieler einen Oscar besitzen würde. Viola Davis hat im Rennen um den Preis als beste Hauptdarstellerin starke Konkurrenz von Frances McDormand («Nomadland») und Carey Mulligan («Promising Young Woman»).
Zahlenmässig ist die Filmbiografie «Mank» von Regisseur David Fincher mit zehn Nominierungen der diesjährige Oscar-Favorit.