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… wofür es die vielen in karibischem Blau leuchtenden Wasserbecken in der Baugrube des Erweiterungsbaus braucht? Sie übernehmen eine zentrale Aufgabe bei der Statik des neuen Gebäudes.
Und so funktioniert das:
Eins ums andere werden die Becken – Fundamentsvertiefungen genannt – leergepumpt und darin käfigartige Strukturen aus Armierungseisen angebracht. Danach werden sie samt der Eisenkonstruktion mit Beton verfüllt.
In einem nächsten Arbeitsschritt wird die Bodenplatte gegossen, so dass der aktuell sichtbare Überstand dieser Eisenkonstruktionen in ihr verschwinden werden. Auf diese Weise kann eine solide Verbindung zwischen den Fundamentsvertiefungen und der Bodenplatte hergestellt werden.
Exakt auf die nunmehr nicht mehr sichtbaren Vertiefungen werden etwas später Stützen platziert, welche die Hauptlast des zukünftigen Gebäudes tragen werden. Durch ihren Standort auf den armierten, besonders tragfähigen und belastbaren Fundamentsvertiefungen, kann zukünftig der auf den Stützen lastende Druck grossflächig in den Grund abgeleitet werden.
Doch weshalb hat das Wasser in den Fundamentsvertiefungen so intensiv türkis geleuchtet? Der Beton der Wände ist kalkhaltig und alkalisch. Das sich darin sammelnde und so stehende Regenwasser hat über die Zeit die Mineralien aus dem Beton herausgelöst und sich dadurch verfärbt. Das aus den Becken gepumpte Wasser wurde kontrolliert in ein Absetzbecken geleitet, wo es wieder neutralisiert und dann komplett unbelastet abgeleitet werden kann.
Fotos: Köbi Würzer