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Nicht zugelassene oder nicht deklarierte GVO in Futtermitteln
In der Schweiz ist die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in die Umwelt zu anderen als wissenschaftlichen Zwecken verboten. Dennoch können GVO enthaltende Produkte eingeführt werden. Vier gentechnisch veränderte Mais- und Sojasorten dürfen in der Schweiz verwendet werden, müssen aber entsprechend deklariert sein. Die importierten Erzeugnisse werden von verschiedenen Stellen kontrolliert. Produkte mit einem Anteil an zugelassenen GVO von mehr als 0,9 % müssen als «gentechnisch verändert» gekennzeichnet sein. Der Anteil Produkte mit nicht zugelassener oder nicht deklarierter GVO verdeutlicht die Schwierigkeit, GVO-freie Produkte auf den Markt zu bringen. Zugleich bietet er einen Anhaltspunkt dafür, wie wahrscheinlich das Vorhandensein von GVO in der Schweizer Umwelt ist.
Die hier dargestellten Werte beziehen sich ausschliesslich auf Futtermittel für Nutztiere. Die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) regelmässig durchgeführten Kontrollen machen deutlich, dass nur ein Bruchteil der kontrollierten Futtermittel für Nutztiere Anlass zu Beanstandungen gibt. Ein Anteil an zugelassenen GVO von mehr als 0,9 % muss deklariert werden. In den Kontrollen, die vom BLW zwischen 2001 und 2017 durchgeführt wurden, schwankte der Anteil der nicht korrekt deklarierten oder zu stark kontaminierten Futtermittel für Nutztiere zwischen 0 und 2 %. Da der Anteil nicht konformer Futtermittelproben in den letzten sechs Jahren unter 1 % lag, ist davon auszugehen, dass nur gesetzeskonforme Futtermittel für Nutztiere auf den Markt gelangen. Der Zustand lässt sich somit positiv bewerten. Eine Bewertung der Entwicklung ist nicht möglich, da dieser Anteil während des Erhebungszeitraums schwankte.
In der Europäischen Union sind die Analysemethoden standardisiert. Somit ist die Vergleichbarkeit mit den EU-Staaten gewährleistet.
Proben von Futtermitteln für Nutztiere werden auf molekularer Ebene im Hinblick auf das Vorhandensein gentechnisch veränderter DNA analysiert. Die Analysemethoden werden laufend an den neusten technischen Stand und an die am Markt erhältlichen Produkte angepasst.
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