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Ich finde diesen Artikel wirklich hervorragend und er sollte jedem zu denken geben, der Neulingen mit akuten Borreliose-Symptomen rein alternative Behandlungmethoden empfiehlt.
Insofern würde ich auch immer dazu raten, erstmal in jedem Fall sich mit AB ( und evtl. mit komplementärer Begleitmedizin ) behandeln zu lassen und wenn damit dann aus irgendwelchen Gründen nicht damit zurecht gekommen wird, kann immer noch auf eine reine Komplementärmedizin zurückgegriffen werden. Dies ist zumindest meine eigene Denkweise.
Die letzte Studie zur Langzeit- Antibiotika- Behandlung ??
Im Oktober 2007 publiziert die Zeitschrift Neurology eine randomisierte kontrollierte Doppelblindstudie zur Behandlung von Patienten mit einer "chronischen Neuroborreliose" mit leichten bis mäßigen kognitiven Störungen, deutlicher Fatigue, Schmerzen und deutlicher körperlicher Behinderung. Die Studie wurde von bekannten Befürwortern der Langzeitbehandlung durchgeführt. Obwohl die Studie vom NIH finanziert wurde und öffentlich nach Patienten gesucht wurde, gelang es den Studienärzten nach 4 Jahren und Screening von 3368 potentiellen Patienten nur 37 Patienten in die Studie aufzunehmen, - 8 weniger als geplant. Die meisten Patienten weigerten sich, weil die Borreliose doch nicht bestätigt werden konnte oder die Patienten schon schlechte Erfahrungen mit der Langzeitbehandlung gemacht hatten. Dies obwohl in Bevölkerungsstudien bis zu einem Drittel solche Symptome angeben und 2% davon angeben schwer kognitiv beeinträchtigt zu sein. Nachdem in den ganzen USA nach Teilnehmern gesucht worden war, erstaunt somit bereits die geringe Ausbeute. Die Patienten wurden doppelblind in eine Gruppe die 10 Wochen i.v. Ceftriaxon oder eine Plazebogruppe unterteilt. Mehr als ein Viertel der antibiotisch behandelten Patienten hatte Nebenwirkungen, die zum Abbruch der Studie zwangen. Nach 12 und 24 Wochen zusammengenommen waren die Veränderungen in den neuropsychologischen Tests zwischen mit Ceftriaxon und Plazebo-behandelten Patienten nicht statistisch signifikant unterschiedlich, beide besserten sich leicht. Nur nach 12 Wochen gaben die einzelnen Patienten mit besonders schweren subjektiven Beschwerden, die mit Ceftriaxon behandelt wurden, eine etwas größere Besserung an, die allerdings statistisch nicht signifikant war und nach 24 Wochen nicht mehr nachweisbar war. Die Autoren machten dann nach Schilderung des Editor der Zeitschrift soviele post hoc Analysen, bis ein kleiner nicht signifikanter Effekt für eine kleine Subgruppe nachweisbar war. Der Editor der Zeitschrift John J. Halperin kommentiert die Studie am Ende mit "Wie die anderen 3, zeigt diese Studie eindeutig die Abwesenheit von jeglicher anhaltender Wirkung (der Langzeit- Antibiotika- Behandlung) auf die geistige Leistungsfähigkeit. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass erhebliche Risiken einer Langzeit- Antibiotika- Behandlung bestehen, ist es Zeit mit anderen Behandlungsmethoden nach einer wirksamen Hilfe für Patienten, mit subjektiven anhaltenden kognitiven Symptomen nach einer Behandlung einer Borreliose, zu suchen. - Eindeutig, genug ist genug. " Borrelien
Wobei aber doch gerade Doxy von Sievers als eines der wirkungsvollsten AB bei Borreliose beschrieben wird.Eine www.zeckenliga.ch/downloads/Mitgliederinformation%202_2008.pdf aus 2008 der Liga für Zeckenkranke Schweiz: Fehlender Beweis für Langzeit-Antibiotika-Therapie: Unter dem Titel „Fehlende Evidenz für eine Langzeit-Antibiotika-Therapie bei Post-Lyme-Syndrom (bzw. Chronischer Lyme-Borreliose)“ . Die Masterarbeit untersuchte allerdings nur mit den Wirkstoffen Ceftriaxon (bekannt unter Rocephin) intravenös und Doxycyclin.
Ich denke, es müssig hier zu diskutieren, ob Langzeit-AB oder nicht. In der Not säuft der Teufel Weihwasser. Wenn AB die einzigen Medis sind, die einem Patienten helfen, ein Minimum an Lebensqualität zu erhalten, sollte er sie bekommen, wenn er über die Risiken aufgeklärt wurde.
Danach sehe ich verschiedene Gefahren durch AB.
AB können selbst Zysten hervorrufen, wenn die Dosierung je nach AB zu hoch oder zu niedrig ist.
Dazu fällt mir ganz spontan ein, dass ich es generell noch nie erlebt habe, dass mich je ein Arzt vor Verschreibung eines AB nach meinem Körpergewicht gefragt hätte, um die für mich beste Dosierung zu finden
Makrolide dagegen stehen laut Sievers auch bei Borreliose in Verbindung mit häufiger Resistenzbildung und werden von ihm als relativ wirkungslos bezeichnet.
Da AB bekanntermassen sehr günstig sind, sehe ich ich hier die gesundheitlichen Risiken im Vordergrund
Ha, die mich " behandelnde" Psychologin in der Reha legte mir einen Fragebogen vor, der exakt die Hauptsymptome der Borreliose abdeckte und stellte dann fest, dass meine Beschwerden rein psychosomatischer Natur seien.Für mich zählt was mir bisher geholfen hat - egal ob gewisse AB Zysten provozieren sollte oder dies oder jenes AB nicht geeignet bzw. weniger erfolgreich sein sollte. Denn jedes AB kann bei jedem anders wirken. Es gibt nach wie vor keinen Goldstandart! Es bleibt nach wie vor ein Probieren und das für jeden individuell herausgefunden werden sollte, was am besten bei welchen Beschwerden hilft
Und auf den Einwand hin, dann hätten ABs mir doch nicht immer geholfen, wiegte sie ihr Haupt und murmelte, auch das könne psychosomatisch verursacht sein!!
Jaahaha, für Mme. Psychologin war das aber leider nicht "Nicht-Mehr-Weiterwissen", sondern ganz einfach:Es ist halt einfach, die Verantwortung für die Krankheit dem Patienten zu übertragen, wenn man selbst nicht mehr weiter weiss.
Zumal der Psychosomatikboom für die Kaste der Mediziner von mancherlei Vorteil ist - zunächst als Arbeitsbeschaffungsprogramm, hauptsächlich aber im Praxisalltag. Alles, worauf sich unsere Fünf-Minuten-Fließband-Medizin samt ihrem (übrigens ebenfalls weltmeisterlichen) röntgenwütigen Darstellungszwang und Messbarkeitswahn keinen Reim machen kann, lässt sich in dieser Rubrik prima abladen
Aber wir schweifen vom Thema ab....Mit der Diagnose "psychosomatisch" wird der Spieß der Bringschuld behände umgedreht: Nun muss nicht mehr der Arzt kurieren, sondern der Patient hat seine Lebensumstande in Ordnung zu bringen, notfalls mithilfe eines Psychiaters oder Psychologen. Und diese machen dem Bonmot „Wer einen Hammer besitzt, der betrachtet bald jedes Problem als Nagel“ alle Ehre. In gewissem Sinne sogar zu Recht: Wer von uns ohne psychischen Ballast ist, der werfe den ersten Stein auf die Autorität der Psychologie! Ist nicht bei jedem zumindest eine kleine Neurose zu finden? Bei den unerklärlich körperlich Leidenden bevorzugt die anankastische: „Sie neigen aber auch zur Selbstbeobachtung!
ich fahre auch die alternative Schiene. Aber wenn nichts mehr geht, mein Zustand sich trotzdem massiv verschlechtert, nehme ich auch Ab. Ungern, aber es hilft dann erst einmal ).
Verharmlosen sollte man das AB also nicht.
und nicht bei jeder Erkältung Ab sondern Naturheilmittel und Homöopathie. Auch wenn`s länger dauert.
Das sowieso nicht, denn Erkältungen sind viral bedingt! Es könnten sich sekundär Bakterien hinzugesellen, aber nicht von vornherein! Aber dennoch werden dafür oftmals ärztlicherseits AB verschleudert, aber wenn es um eine Borre geht, dann wird meist geknausert....
Viele Grüße Quittie
Das sowieso nicht, denn Erkältungen sind viral bedingt! Es könnten sich sekundär Bakterien hinzugesellen, aber nicht von vornherein!
Viele Grüße Quittie
Eine der Krankheiten, die vor allem Kinder oft nach Hause tragen, ist Scharlach - eine bakterielle Erkrankung, die entsprechend mit AB behandelt wird.