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Touristeninseln wie Helgoland oder Sylt versuchen, mit Uferschutzmassnahmen (Wellenbrecher, Brandungshindernisse, Aufschüttungen, Bepflanzungen, Deiche, Dämme usw.) die Entwicklung zu hemmen.
Wattenmeer
Das Watt ist das flache, aus Schlick und Schlamm bestehende Gebiet, das unmittelbar vor Küstenlinie liegt. Das Watt wird durch die Gezeiten beeinflusst. Bei Flut bzw. Hochwasser liegt das Watt unter der Meeresoberfläche.
Geest
Hinterland:
Ästuare
Tide-Ästuare sind Mischungszonen zwischen Flüssen und dem Küstenmeer, deren physikalische, chemische und biologische Dynamik stark von den Gezeiten beeinflusst werden. Gleichzeitig sind diese Ästuare wichtige Wirtschaftsfaktoren als Zugänge zu den grossen Seehäfen der südlichen Nordsee. Nicht alle Ästuare sind gleich und das Zusammenspiel unterschiedlicher Prozesse und Einflüsse machen diese Übergangszonen zwischen Land und Meer kompliziert. Wechselwirkungen zwischen Naturraum und Gesellschaft sind ein zentrales Kennzeichen vieler dieser Systeme und erschweren die Einschätzung von Folgen menschlicher Eingriffe. (Quelle Helmholtz-Zentrum Geesthacht)
Das Wattenmeer erstreckt sich über 450 km entlang der Nordseeküste Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande. Es umfasst 7'300 km2 Wattflächen und Rinnen. Zusammen mit den Inseln, den Flussmündungen und angrenzenden Gebieten in der Nordsee bedeckt das Trilaterale Kooperationsgebiet eine Fläche von 14'700 km2 - es ist damit eines der grössten Feuchtgebiete weltweit. Es beherbergt eine grosse Vielzahl von verschiedenen Pflanzen und Tieren. Jedes Jahr rasten dort 10-12 Millionen Vögel auf ihrem Zug zwischen Winterquartier und Brutgebieten.
Für die Menschen ist die Wattenmeerregion Heimat, Arbeits- und Wirtschaftsraum und nicht zuletzt ein beliebtes Erholungsgebiet.
Im Land der Friesen - Küstenidentität in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden
Das Wattenmeer ist für die Küstenbewohner Deutschlands ebenso identitätsstiftend wie für die dänischen und niederländischen Küstenbewohner. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und dem Wadden Sea Forum durchgeführte Online-Befragung der Wattenmeer-Bewohner in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden.
Die länderübergreifende Online-Befragung erstreckte sich von Ribe in Dänemark über Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen bis nach Frislan in den Niederlanden.
"Neu ist die Erkenntnis, dass es eine Küstenidentität über die Ländergrenzen hinweg gibt", sagt die Herausgeberin der Studie Prof. Dr. Beate Ratter vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht: "Ob Däne, Niederländer oder Deutscher - Heimat ist für die Küstenbewohner das Wattenmeer. Sie alle fühlen sich zu Hause und wohl an einem Ort, an dem Naturgewalten allgegenwärtig sind."
Die Studie zeigt, dass die Küstenbewohner aller drei Länder ihre Heimat lieben - besonders die weite Landschaft, das spezielle Wetter, die aussergewöhnliche Natur, die Nachbarn und ihre Traditionen. Sie selbst beschreiben sich als ein bisschen stur, eher introvertiert und dennoch freundlich.
Neben der Liebe zur Landschaft verbindet die Wattenmeer-Bewohner die gemeinsame Sorge ihre Heimat zu verlieren. So wird die Angst vor den Folgen des Klimawandels genannt. Die wirtschaftliche Nutzung der Region durch neue Industrien und Techniken wie Offshore-Wind-Installationen, Fracking oder Kohlendioxid-Einlagerungen verunsichert die Wattenmeer-Bewohner. Doch nicht nur Unternehmen stehen in der Kritik: In der Umfrage werfen Teile der Küstenbevölkerung den Naturschutzorganisationen vor, die Küstenbewohner bei ihren Überlegungen auszublenden. Auch Politiker sind am Wattenmeer von manchen Bewohnern gefürchtet, da politische Entscheidungen oft unvorhergesehene Konsequenzen für die Küstenbewohner haben können, insbesondere wenn sie ohne Einbezug der Küstenbewohner gefällt werden.
Studie:
Cultural Identity in the Wadden Sea Regionof Denmark, Germany and The Netherlands
Results from the online survey of July 2012 to December 2012
Stan Coenders