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DER RÜCKGANG DER ARTENVIELFALT
Das Biodiversitäts-Monitoring zeigt: Die Artenvielfalt in den Palmölplantagen und ihren angrenzenden Gebieten nimmt über die Jahre erheblich ab! Um den verschiedenen Arten im Regenwald eine Existenzgrundlage zu lassen, müssten die Ausgleichsflächen vergrössert oder miteinander verbunden werden.
Können RSPO-zertifizierte Plantagen auf brachliegendem Land angelegt werden, oder muss dafür – wie oft behauptet – Regenwald abgeholzt werden? Und: Wie steht es um die Biodiversität in den Plantagen und ihren Ausgleichsflächen?
2011 veröffentlichten wir Resultate einer Pilot-Studie, welche bestätigen, dass Palmölplantagen auf bereits gerodetem oder brachliegendem Wald ebenso ökonomisch und nachhaltig betrieben werden können, wie auf Flächen, für welche Regenwald weichen müsste. Dieses Projekt wurde von einem Biodiversitäts-Monitoring begleitet, von welchem die Ergebnisse nun vorliegen.
Während einer Zeitspanne von 2008–2014 wurde die Artenvielfalt in verschiedenen Vegetationstypen innerhalb, oder nahe einer Plantage genauestens beobachtet: In den Plantagen, den brachliegende Flächen und den Ausgleichsflächen mit Regenwald. Die Resultate der Beobachtungen sprechen für sich: Die Artenvielfalt nahm in allen Vegetationstypen über die Zeit drastisch ab. Besonders betroffen sind Flächen, welche brandgerodet wurden. Zudem: Die Tragik der Monokulturen besteht darin, dass auch angrenzende Ausgleichsflächen, durch ihre geografische Isolierung, eine merklich verminderte Biodiversität aufweisen!
Wir von der Stiftung PanEco sind überzeugt, dass ganzheitlicher Regenwaldschutz essentiell für unsere Arbeit ist. Deshalb beteiligen wir uns an Forschungsprojekten, welche wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, die als Basis für eine erfolgreiche Wiederansiedlung der Sumatra-Orang-Utans und den Schutz ihres Lebensraums dient.