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Je tiefer der Sonnenstand ist und je höher die Obergrenze des Nebels bzw. Hochnebels liegt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sich dieser im Tagesverlauf auflockert. Als Anhaltspunkt dienen die Untersuchungen von Courvoisier, die vor allem Gültigkeit haben, wenn der Luftdruck konstant bleibt, Hochdruckwetter herrscht und somit keine Fronten im Spiel sind.
Auswirkungen des Sonnenstands
In langen Nächten können sich die unteren Luftschichten wesentlich stärker abkühlen, was die Bildung eines ausgeprägteren Kaltluftsees fördert. Zusätzlich verursacht eine flachere Einstrahlung der Sonne auf die Erde weniger Erwärmung und dadurch schlechtere Auflösungsbedingungen der Nebeldecke. Dies ist insbesondere in den Monaten November und Dezember der Fall.
Im November und Dezember ist die Auflösungschance von Nebel bzw. Hochnebel somit am geringsten. Beispielsweise ein Hochnebel mit einer Obergrenze zwischen 1000 und 1500 m löst sich in diesen Monaten nur noch in zwei von 10 Fällen auf.
Tieferer Hochnebel geht eher weg
Die Studie von Courvoisier zeigt ausserdem, dass die Auflösungs-Chancen von tiefem Nebel höher sind als von hohem. Statistisch gesehen löst sich ein Nebel mit einer Obergrenze um 800 m im November noch in jedem zweiten Fall auf.