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DIE VORGESCHICHTE
So richtig ins Rampenlicht der Medien traten die «Paras» im Herbst 1964 während der Manöver des 4. Armeekorps. 28 zivile Fallschirmspringer (militarisiert) verschiedener Waffengattungen und militärischen Graden aus der ganzen Schweiz versammelten sich auf dem Militärflugplatz in Dübendorf, um die Aktionen der kommenden Tage vorzubereiten. Jeder brachte seinen privaten Fallschirm inkl. Springerstiefeln mit, da zu diesem Zeitpunkt die Armee noch über keine solchen Ausrüstungsgegenstände verfügte. Als Manövereinsätze waren zwei Absprünge aus der Ju-52 sowie ein Einsatz aus einem gemischten Verband aus Do-27 und Helikoptern geplant. Der erste Einsatz fand an der Weinlandbrücke, auf dem nördlichen Thurufer statt und wurde vom Chef EMD verfolgt.
Auftrag: Eroberung des Brückenkopfs. Der Gegner wurde überrascht und innert kurzer Zeit wurde die Brücke in Besitz genommen. Zwei Tage später war der Raum um die Thurbrücke bei Gütighausen das Ziel der hochmotivierten Fallschirmspringer, der Auftrag war derselbe. Auch hier waren die «Paras» erfolgreich. Der dritte Einsatz war eine Kommandoaktion gegen einen feindlichen Kommandoposten im Raum Schaffhausen. Der überraschte Gegner wurde überwältigt und der Kommandoposten war schnell eingenommen, obwohl noch während des taktischen Anfluges der Einsatzkommandant die hintersten beiden Al-2-Helikopter an eine echte Unfallstelle befahl. Dort leisteten die angehenden «Paras» den Schwerverletzten eines Artilleriemunitionstransportes erfolgreich erste Hilfe.
Dank dem Können und der Begeisterung der ad hoc militärischen Fallschirmspringer konnte diese Premiere als Erfolg betrachtet werden. Weitere erfolgreiche Manövereinsätze ziviler Springer erfolgten 1966.
© Fallschirmaufklärer Kompanie 17