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Das Nein zur No-Billag-Initiative scheint gesetzt zu sein – glaubt man den Umfragen. Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass diese daneben liegen, wie folgende fünf Beispiele zeigen.
61 Prozent sind gegen die No-Billag-Initiative, stellte die letzte SRG-Trendumfrage vor den Wahlen am 4. März fest. Doch Umfragen sind eine Momentaufnahme und keine Prognose, wie die Wissenschaftler auch immer wieder selber festhalten. Denn bis zu den Wahlen kann die Meinung noch kippen und alles anders kommen. Dies wissen wir spätestens seit der Minarett-Initiative, als sich das Abstimmungsergebnis konträr zu den Umfrageergebnis verhielt.
watson hat die SRG-Trendumfragen der letzten 10 Jahre analysiert: Fünf Fälle, in denen die Stimmung zwischen der letzten Umfrage und Abstimmung noch kippte.
Der Fall Carlos hat mit einer Zahl begonnen: 29'000 Franken pro Monat. So viel kostete sein Sondersetting. Nun liegt eine neue Zahl vor: 800'000 Franken. So viel kosteten seine Gefängnisaufenthalte seither. Die Justiz ist überfordert.
Unter dem Pseudonym Carlos stellte das Schweizer Fernsehen im August 2013 einen 17-jährigen Messerstecher vor. Er war eigentlich nur die Nebenfigur in einer Reportage über einen Zürcher Jugendanwalt mit unorthodoxen Methoden. Carlos hätte diese als Erfolgsbeispiel illustrieren sollen, als der haltlose Jugendliche, der dank einem Bündel massgeschneiderter Massnahmen endlich Halt findet. Man nannte es Sondersetting. Es kostete 29 000 Franken pro Monat.
Die gut gemeinte Botschaft kam ganz schlecht …