Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03114.jsonl.gz/2455

Es ging weiter mit der Befragung von Randy Phillips durch Marvin Putnam. Obwohl Phillips ja bekanntlich als Zeuge für die Jacksons auf der Liste stand, hat der letzte Bericht (siehe 22. Teil vom 13. Juni) bereits deutlich gezeigt, wie unterschiedlich die Aussagen, das Auftreten und das Erinnerungsvermögen plötzlich sind, wenn AEGs eigener Anwalt, Marvin Putnam, den Zeugen (und ihren eigenen CEO) befragt. Dies hatte sich auch am zweiten Befragungstag durch Putnam gezeigt.
Als die E-Mails von Kenny Ortega an Randy Phillips zur Sprache kamen, die letzterer nur wenige Tage vor Michaels Tod erhalten hatte und in der Ortega seine Bedenken betreffend Michaels geistiger und körperlicher Verfassung ansprach, sagte Randy Phillips aus, dass Conrad Murray gesagt hatte, dass wenn die Shows abgesagt würden, dies negative Auswirkungen auf Michael Jackson haben würde, weil er sich so freute auf die Shows. Phillips sagte aus, dass Conrad Murray wütend war, dass man ihn im Nachhinein kritisieren würde und er ermahnte Kenny Ortega „kein Amateur Arzt zu sein und eine Diagnose für seinen Patienten zu stellen“. Conrad Murrays Haltung beschrieb Phillips mit „bleib du in deiner Spur. Das ist meine Spur. Ich hab’s im Griff und mach das schon“.
Zudem sagte Phillips aus, dass Michael Jackson Ortega gesagt hatte, dass er bei den Proben nicht dabei sein müsste, da er diese Tänze fast seine ganze Karriere lang performed hatte. Michael habe gesagt, so Phillips, dass er für die Eröffnung der Shows bereit sein werde. „Du baust das Haus und wenn du damit fertig bist, füge ich die Tür hinzu und bemale sie“, so soll Michael sich gegenüber Phillips geäussert haben.
Nach dem bereits oftmals erwähnten Meeting bei Michael zu Hause, wenige Tage vor Michaels Tod, war Phillips sehr zuversichtlich. „Michael hat grossartig ausgesehen. Dr. Murray hatte uns Mut gemacht… Kenny war wieder an Bord und zuversichtlich und mit Michael schien alles in Ordnung zu sein“, so Phillips. Am darauffolgenden Tag schrieb Phillips die folgende E-Mail: „Jungs, wir hatten ein sehr produktives und gutes Meeting… Der Arzt war fantastisch und ich glaube, Kennys Hysterieanfälle werden unter Kontrolle sein und Michael war voll da und aufmerksam… Lasst uns beten, dass MJ mitmacht und dass er auch anfängt zu trainieren und zu essen“. Als Phillips dann die Proben am 23. und 24. Juni mit angeschaut hatte, habe er Gänsehaut gehabt, so gut war Michael. Nach den Proben am 24. Juni sei Michael aus seiner Garderobe gekommen und habe Phillips umarmt. „Du hast mich so weit gebracht“, so soll Michael Phillips gesagt haben. „Ich übernehme von hier an“. Wie er sich dabei gefühlt habe, fragte Putnam den Zeugen. „Grossartig“, so Phillips. Dies war das letzte Mal, dass Phillips Michael Jackson lebend gesehen hatte.
Nur eine kurze Anmerkung hier: Habt Ihr auch gerade ein Déjà-vu gehabt? Waren einige dieser Aussagen nicht ziemlich identisch mit seinen Aussagen auf dem Bonusmaterial der „This Is It“ Doku, wo, wie wir mittlerweile ja bestätigt erhielten, alles absichtlich schön geredet wurde?