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Mauersegler sind faszinierende Vögel. Sie verbringen ihr ganzes Leben in der Luft. Sie sind hervorragende Flugjäger und leben gerne in Kolonien. Ihre Nistplätze suchen sie in Siedlungen hoch oben an Gebäuden, in Hohlräumen und Nischen unter Dächern. Dabei bleiben sie ihren Nistplätzen treu.
Mauersegler sind Langstreckenzieher und verbringen in der Schweiz nur die warmen Sommermonate. Zwischen Mai und August ziehen sie ihre Jungen gross, bevor sie zu den Winterquartieren in Afrika zurückfliegen. Eine unglaubliche Leistung für ein Tier mit einem Gewicht von 30-50 Gramm!
Alles Material für den Nestbau wird in der Luft aufgefangen, der Segler ist nie am Boden. Die Gelegegrösse umfasst 2-3 Eier, die Brutdauer beträgt rund 20 Tage. Bis der junge Mauersegler flugfähig ist, vergehen durchschnittlich 42 Tage. Dabei spielt das Wetter eine tragende Rolle. Finden die Eltern genügend Insekten in der Nähe, verläuft das Futtern nahtloser und die Kleinen gedeihen und entwickeln sich ohne grössere Unterbrüche. Wenn am Tag die Temperatur nicht über 10-12° C. steigt, gibt es für die Segler keine Nahrung, ganz besonders, wenn es regnet. Nach zwei, drei Tagen versuchen die Altvögel der Schlechtwetterzone auszuweichen. Sie sind gezwungen, weite Distanzen zu fliegen, um sich dort mit Insekten einzudecken. Das gesammelte Futter lagern die Eltern in Ihrem Kehlsack, der bei Ankunft im Nest den Jungen verfüttert wird. Die Jungvögel haben die Fähigkeit, sich in einen mehrtägigen todesähnlichen Schlaf zu begeben, um da lange Fortbleiben der Eltern zu überbrücken. Erst wenn die wichtigen Schwung- und Steuerfedern und Handschwingen ausgebildet sind, ist der junge Mauersegler flugbereit. Es gibt keine Übungsflüge. Wenn er das Nest verlässt, dann muss er bereit sein, den langen Weg nach Afrika zu meistern.
Gegenüber den Singvögeln nehmen die Mauersegler bezüglich Alter eine klare Sonderstellung ein. Eine hohe Zahl der Vögel erreicht 10 Jahre und mehr.
Die Bestandesentwicklung ist rückläufig, der Mauersegler gibt in der Schweiz als potenziell gefährdet. Grund dafür sing fehlende Nist Möglichkeiten, ein deutlicher Rückgang von Fluginsekten als Nahrung und klimatische Auswirkungen auf die komplexen Wanderungen dieser Art nach Afrika und zurück.