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Mit den ersten norwegischen Siedlern kamen auch die Pferde auf diese damals noch sehr einsame Insel im Nordatlantik. Durch Kreuzungen mit den Keltenponies, die die Wikinger von ihren Raubzügen aus England und Irland mitbrachten, wurden die bis heute genetisch unveränderten Islandpferde gezüchtet. Das Pferd galt damals über viele Jahrhunderte als heiliges Tier, denn lange waren die Pferde das einzige Fortbewegungsmittel auf der Insel. Es gab kaum Strassen, und die, die es gab, waren unbefestigt und schlecht. Der 4. Gang der Isländer, der Tölt, machte das Reiten für die Isländer auf diesen Strassen sehr bequem. An einer der Landesversammlungen wurde das Gesetz erlassen, die Islandpferde genetisch rein zu halten und den Import neuer Pferde auf die Insel zu verbieten. Während der Industrialisierung begann auch der Export von Pferden ins Ausland. Am höchsten war die Exportrate nach Grossbritannien. Heute werden jährlich Tausende von Islandpferden in verschiedenste Länder transportiert.
In Island werden die meisten Islandpferde im Herdenverband halbwild gehalten. Den Sommer verbringen sie im Hochland und gebären dort ohne menschliches Einwirken ihre Fohlen. Im Herbst werden die Herden ins Tiefland getrieben, auch dort werden sie im Freien gehalten. Es ist auch in unseren Ländern möglich Isländer unter guten Bedingungen artgerecht zu halten. Isländer sollten nie einzeln sondern immer im Herdenverband gehalten werden. Die sozialen Kontakte der Tiere untereinander sind absolut nötig um die Charaktereigenschaften des Islandpferdes zu erhalten. Es sollten ausreichend grosse Weiden, mit einem Offenstall zur Verfügung gestellt werden. Durch ihre Anpassung an schwierige Lebensbedingungen und schwieriges Gelände ist das Pferd sehr robust und Gangsicher. Das Islandpferd ist ein ideales Freizeitpferd für Klein und Gross, seine Eigenschaften reichen vom nervenstarken, bequemen und ausdauernden Familienpferd bis zum temperamentvollen, enorm leistungsfähigen Turnierpferd.