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Kindheit und Solferino
Einer Darstellung des bürgerlichen Milieus von Genf im frühen 19.Jahrhundert sind Aufnahmen aus dunklen Hinterhöfen, den Wohnstätten der Unterschicht, gegenübergestellt. Henry Dunant nimmt diese Kontraste wahr und engagiert sich für die sozial Schwächeren und Benachteiligten. Texte und Bilder dokumentieren seine Jugend. Die Wurzeln seines sozialen Einsatzes gründen in der protestantisch-pietistischen Tradition seiner Familie und seinem intensiven Bibelstudium im Kreise von Freunden. Im Widerspruch dazu stehen seine kolonialen Unternehmungen in Nordafrika. Henry Dunants Projekte in Nordafrika drohen zu scheitern. Er sucht Hilfe bei Napoleon III. und reist ihm ins Feldlager nach. Am Abend des 24. Juni 1859 trifft er in Castiglione ein, wo die Opfer der blutige Schlacht von Solferino versammelt wurden. Zusammen mit Helfern aus Castiglione versucht Dunant, mit völlig unzureichenden Mitteln die Not von Schwerverwundeten aller Nationen zu lindern. Einen Bericht über die Schrecknisse dieses Krieges veröffentlicht Henry Dunant 1862 in seiner Schrift „Un souvenir de Solférino“. Dieses Buch erzeugt weltweit Aufsehen und ebnet den Weg, Dunants revolutionäre Idee, die Gründung einer „internationalen Konvention zum Schutz der Kriegsverwundeten“, zu realisieren. Eine in Leder gebundene Ausgabe dieses Werkes mit handschriftlicher Widmung an den damaligen schweizerischen Bundespräsidenten ist im Zentrum dieses Raumes ausgestellt.