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Patric Niederhauser hat sich bei seinem GP2-Debüt in Monza beachtlich aus der Affäre gezogen. Zwar entsprechen zwei 17. Plätze nicht dem Anspruch, den der 23-jährige Berner an sich selber stellt, aber der Rückstand auf die zum Teil sehr viel erfahrenere Konkurrenz war deutlich geringer, als es sich Niederhauser im Vorfeld ausmalte. Besonders gefreut hat ihn, dass er im zweiten Lauf GP2-erfahrene Fahrer auf der Strecke überholen konnte. Niederhauser erwischte in beiden Durchgängen einen guten Start. Allerdings wurde er im Sprintrennen am Sonntag auf der linken Spur vor der ersten Schikane eingebremst, sodass er einige Plätze verlor. In beiden Läufen blieb Niederhauser bis auf einen kleinen Ausrutscher in der zweiten Lesmo-Kurve ohne Fehler. Auch der Boxenstopp im Hauptrennen verlief reibungslos. Was nicht selbstverständlich ist, wenn man bedenkt, dass Patric zuvor nur Trockenübungen absolviert hatte.
Sein Team Lazarus zeigte sich von der Premiere des jungen Schweizers beeiundruckt. Schliesslich hatte Niederhauser vor dem Rennen in Monza keine Gelegenheit, das Auto zu testen. Zuletzt sass Niederhauser beim letztjährigen GP3 Saisonfinale in Abu Dhabi im November in einem Formel Auto. Im zweiten Rennen war Niederhauser auf seiner schnellsten Runde nur eine Zehntelsekunde langsamer als sein Teamkollege, der Spanier Sergio Canamasas, der sein viertes GP2-Jahr absolviert.
Patric Niederhauser: ““Zwei 17. Plätze sehen nach aussen vielleicht nicht nach sehr viel aus, aber man muss realistisch bleiben und den zeitlichen Rückstand betrachten. Da habe ich für das erste Mal in der GP2 einen mehr als ordentlichen Job gemacht, finde ich. Ich bin mit meiner Leistung auf jeden Fall zufrieden und dass ich ein paar Fahrer geschlagen habe, die über deutlich mehr Erfahrung in der GP2 oder mit ähnlichen Autos verfügen, freut mich besonders. Im ersten Rennen unterlief mir nur ein Fehler. Direkt nach dem Boxenstopp, als die Reifen noch zu kalt waren, rutschte ich in der zweiten Lesmo-Kurve geradeaus ins Kiesbett. Im zweiten Rennen hatte ich nach dem Safety-Car einen spannenden Zweikampf mit Simon Trummer. Leider habe ich mir da die Reifen etwas ruiniert. Es dauerte vier bis fünf Runden , ehe sie sich wieder erholt hatten. Unterm Strich kann ich sagen: Fur mich lief das Wochenende viel besser, als ich es erwartet hatte. Ich war von Anfang an bei den Leuten dabei und ich habe viel gelernt. Ein grosses Dankeschön dem Team Lazarus, dass mich prima unterstützt hat.””.
Crédit des Photo ©Sam Bloxham/GP2 Media Service