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Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss leidet offensichtlich an seinem Heimatland. Er beklagt in der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung): «Ein Volk von Zwergen will man hierzulande sein und bleiben» (...) Er fügt richtig an: «Als Schweizer hat man in der globalisierten Welt immer weniger zu sagen».
Trotzdem versteigt er sich auf gefährliche, aber entlarvende Aussagen, er schreibt: «Vertrauen kann ein Schweizer Bürger heute eigentlich nur noch auf die Justiz. Allerdings nicht auf die schweizerische, sondern auf die amerikanische. Sie sorgt regelmässig dafür, dass die Eidgenossenschaft den Kontakt zu den zivilisatorischen Nationen nicht ganz verliert».
Er entpuppt sich damit als Verfechter fremder Richter und ausländischer Justiz in der Schweiz! Bärfuss unterliess die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass der Normalbürger in Deutschland, der weitaus kleinere Zwerg ist, im Vergleich zu seinem Aequivalent in der Schweiz. Weil es auf Bürgerebene in Deutschland keine Abstimmungen gibt und auch der Einfluss von kommunaler Ebene aus, äusserst gering ist.
Ich frage mich, ob Bärfuss den Werteverlust einer rein repräsentativen Demokratie, wie in Deutschland und den USA als solchen erkennt? Wenn Lukas Bärfuss brandredeartig behauptet: «Meine Heimat ist wahnsinnig», so hat er in einem Punkt tatsächlich recht: Es ist wahrlich wahnsinnig, wenn Schweizer Spitzenpolitiker demokratisch abgesegnete Volksentscheide einfach nicht umsetzen wollen!
Marcus Stoercklé jun., Basel