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|aus: Informationsblatt Nr. 2, Mai 1991

In neuem Gewand erscheint seit Januar 1991 "Der Herold der Christlichen Wissenschaft". Viele Jahre wurden auf der Umschlag-Vorderseite der jetzt im 89. Jahrgang erscheinenden Zeitschrift nur die Titel der drei hauptsächlichsten Aufsätze angezeigt. Jetzt lädt unter dem Namen des Blattes jeweils eine mehrfarbige Fotografie zum Blättern ein. Der Umfang der monatlich erscheinenden Zeitschrift ist auf 96 Seiten angewachsen. Die Anordnung der Texte ist neu festgelegt worden. Die Zweisprachigkeit ist geblieben. Während aber bisher der gleiche Aufsatz genau parallel auf der linken Seite in englischer und auf der rechten Seite in deutscher Sprache abgedruckt war, enthalten nun die vorderen Zweidrittel des Heftes Artikel in deutscher und der letzte Drittel eine Auswahl davon in englischer Sprache. Den Abschluss bilden wie bis anhin die Adressen der Versammlungen und der "Ausüber".
Die verschiedenen Aufsätze zeigen indessen deutlich, wie sehr sich die Mitglieder der Christlichen Wissenschaft weiterhin nach "Wissenschaft und Gesundheit", dem 1875 erschienenen Hauptwerk der Gründerin, Mary Baker Eddy, richten. Das Werk gilt, so der Titel eines Artikels, als Buch, das "das Universum umwandelt", und ebenso als das Buch, von dem Heilung ausgeht. Der "Herold" hat einige Mitglieder gefragt, warum sie "Wissenschaft und Gesundheit" studieren. Für die einen beschreibt Mary Baker Eddy darin das heilende Wirken Christi und seine Mission zur Erlösung aller Menschen (man beachte die Reihenfolge). Andere erwidern:
"... Das weltliche Denken behauptet, dass Leiden, Böses und Tod unvermeidlich seien und dass uns die Religion helfe, diesen Unvermeidlichkeiten würdevoll zu begegnen. Aber in Wissenschaft und Gesundheit wird das völlig anders gesehen. Von der ersten bis zur letzten Seite wird ein von Gott bestimmtes Universum beschrieben - das Himmelreich, das herbeigekommen ist, das Himmelreich inwendig in uns, wie Christus Jesus sagt."
Richtig aus dem Neuen Testament zitiert lautet Jesu Wort allerdings: "Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch" - nämlich indem Er als Messias bereits gekommen ist und unter den Seinen wirkt (Lukasevg. 17,21). Die Christliche Wissenschaft lehrt demgegenüber: Gottes Reich ist überall. Denn "Gott" ist unendliches Gemüt, Geist, Seele, Prinzip, und er ist auf diese Art alles in allem, was existiert. Etwas Gegenteiliges kann es nicht geben. Bosheit, Sünde, Krankheit, aber auch Materie bestehen letztlich nicht. Die Aussage im "Herold" räumt allerdings ein, dass "diese Sicht der Wirklichkeit allen gängigen Anschauungen zuwiderläuft". Um so mehr gelte es, so wird gefolgert, diese Sicht der Wirklichkeit immer mehr in die Praxis umzusetzen ... Mrs. Eddy's Rat lautet darum: Halte fest an "der Wahrheit des Seins" im Gegensatz zur irrtümlichen Meinung, Leben, Substanz oder Intelligenz könnten in der Materie sein (Zitate aus "Herold" März 1991).