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Romantische Sage aus der württembergischen Geschichte. Nachw. v. Friedrich Pfäfflin
Die Fehde zwischen dem Schwäbischen Städtebund und Herzog Ulerich von Württemberg von 1519 und die Liebesbeziehung zwischen dem Junker Georg von Sturmfeder und Marie von Lichtenstein sind die zwei Themen dieses fulminanten Heimat- und Geschichtsromans: eine packende Ritter- und Liebesgeschichte, die ›historische Wahrheit‹ beansprucht. Wilhelm Hauff schuf mit diesem Werk – nach dem Vorbild Sir Walter Scotts – den ersten deutschen »historischen Roman« und beeinflusste damit Schriftsteller wie C. F. Meyer, Gustav Freytag und Joseph Victor von Scheffel. Der 1826 zum ersten Mal erschienene Roman hatte in der Öffentlichkeit ein so grosses Echo, dass Graf Wilhelm von Württemberg 1840/41 die Burg Lichtenstein über dem Echaztal nach dem literarischen Vorbild neu errichten liess. "
Portrait
Wilhelm Hauff wurde am 29. November 1802 in Stuttgart geboren. Er studierte Theologie und Philosophie in Tübingen und arbeitete später als Hauslehrer. Nach Reisen durch Frankreich, die Niederlande und Norddeutschland wurde Hauff Redakteur des "Cottaschen Morgenblattes". Er veröffentlichte Romane und Novellen, bis heute bekannt ist er jedoch durch seine Märchen. Sie erschienen 1826 - 1828 in drei Märchenalmanachen, in denen der Autor die einzelnen Märchen durch eine Rahmengeschichte verbunden hat. Wilhelm Hauff starb 1827 im Alter von 25 Jahren an einem Nervenfieber.