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Kreuzlingen – Ein Biber hat sich am Chrebsbach angesiedelt und einen Damm gebaut. Weil das Bauwerk die Hochwassersicherheit gefährdet, muss der Damm entfernt werden. Die Bauverwaltung sucht mit Unterstützung der Jagd- und Fischereiverwaltung sowie «Hallo Biber» einen alternativen Lebensraum für das Tier.
Am Ufer des Chrebsbachs, oberhalb des Chrebsbach-Wegs hat sich vor einigen Tagen ein Biber angesiedelt. Das Tier fällte Ufergehölz und baute am Grobholzrechen, unmittelbar vor Eintritt in die Bacheindolung, einen Damm. Der Biberdamm gefährdet an dieser Stelle die Hochwassersicherheit erheblich, weil die Funktion des Grobholzrechens durch das angestaute Material stark beeinträchtigt wird. Im Hochwasserfall angeschwemmtes Material wird nicht mehr ausreichend zurückgehalten. Bei einer Abschwemmung drohen die Eindolung zu verstopfen und eine Überschwemmung des unterliegenden Siedlungsgebietes.
Die Bauverwaltung der Stadt Kreuzlingen hat deshalb vom Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau die Bewilligung erhalten, Biberdämme an diesem Ort entfernen zu dürfen. Wenn nötig darf der Biber durch Anbringen eines Viehhütedrahtes am Wiederaufbau eines Dammes an diesem Ort gehindert werden.
Die Bauverwaltung bedauert, den Biber von diesem Standort vertreiben zu müssen. Die Hochwassersicherheit geht in diesem Fall jedoch vor. Zusammen mit der Jagd- und Fischereiverwaltung und der Aktion «Hallo Biber» wird sie prüfen, ob dem Tier ein alternativer Lebensraum angeboten werden kann.