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Handlungskompetenzorientierung
Eine handlungskompetenzorientierte Ausbildung und Prüfung hat in der Berufsbildung eine lange Tradition. Im Betrieb und in den überbetrieblichen Kursen lernen angehende Berufsleute seit jeher an konkreten beruflichen Handlungssituationen, welche Fertigkeiten, Methoden, Prozesse, Informationen, Interaktionen, Haltungen und Reflexionen es braucht, um eine Berufstätigkeit erfolgreich auszuüben. In den Berufsfachschulen erwerben Lernende theoretisches Wissen, das idealerweise auch anhand beruflicher Handlungssituationen, respektive handlungskompetenzorientiert, vermittelt werden soll. Die Bildungsverordnungen und Bildungspläne der jeweiligen beruflichen Grundbildungen bilden hierbei eine wichtige Grundlage für handlungskompetenzorientierte Schullehrpläne, Lehrmittel und einen Unterricht, der sich an Handlungssituationen ausrichtet.
Wo stehen die Berufsfachschulen bei dem Thema?
Wie wird im Unterricht oder in der Schule die Idee der "Handlungskompetenzorientierung" umgesetzt?
Eine Projektgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Berufsfachschulen, der Kantone, des Bundes und des EHB haben im Zeitraum Oktober 2017 bis Juni 2018 ein Instrument entwickelt, um die Berufsfachschulen - d. h. Lehrpersonen und Schulleitungen - dabei zu unterstützen, diese Frage zu beantworten und in dem Thema "Umsetzung der Handlungskompetenzorientierung" eine Standortbestimmung zu ermöglichen. Das Instrument bildet die Dimensionen ab, die bei der Umsetzung der Handlungskompetenzorientierung an Bildungsinstitutionen von zentraler Bedeutung sind. Es ist wissenschaftlich fundiert, wurde breit vernehmlasst und in einer Vorstudie von verschiedenen Schulen erprobt. Es wurde in drei Landessprachen übersetzt und liegt als digitale und physische Version vor.