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Die Geschichte des Zürihegellaufes begann im Jahre 1950, als sich kein einziger Zürcher im Final der Schweizer Sprintermeisterschaft fand. LCZ-Klubmitglied Silvio Nido nahm dies zum Anlass, einige Abklärungen über die Ursache vorzunehmen und kam zum Schluss, dass weder der Schnelllauf noch der Dauerlauf an den Zürcher Schulen gefördert wurde. Er schlug daher vor, dass der LCZ einen Laufwettbewerb durchführen sollte. An der folgenden GV wurde dies bewilligt. So wurde der Sportanlass «de schnällscht Zürihegel» geboren.
Die Gründungsmitglieder waren Silvio Nido, Dr. Karl Staubli, Alex Enderle, Jack Egli und Walter Hess. 1951 erfolgte der erste Zürihegellauf. Um den Lauf noch etwas besser bekannt zu machen, führte man einen Zeichenwettbewerb durch, womit man ins Bewusstsein der Schule eindrang. Ab 1955 wurden auch die Mädchen zugelassen. Erste Siegerin wurde Pia Kälin vom Schulhaus Liguster, Örlikon.
Seit 1955 wurden erstmals Quartierausscheidungen durchgeführt, wobei Sekundarlehrer Roger Stoll die Organisation für Seebach übernahm und sie bis 1974 beibehielt. Bei den Quartierausscheidungen qualifizierten sich die schnellsten pro Jahrgang für den Zwischenlauf auf dem Sihlhölzli und dort wurden die 12 Finalisten ermittelt. In dieser Art wird die Veranstaltung noch heute durchgeführt.
Die Wirkung auf die Lehrerschaft war vorbildlich, denn ich erinnere mich, dass meine Klassenlehrer seit 1954 vor allem den Schnelllauf fleissig pflegten. Mit 16 mussten die Schüler eine Schlussprüfung im Turnen durchführen, was in Seebach zu einem Grossanlass ausmündete. Dabei kam dann auch der Dauerlauf zur Anwendung, wobei man sich auf einen Kilometer Lauflänge beschränkte. Die Rennstrecke befand sich beim Schulhaus Buhnrain und umfasste die Gegend der Eigenwasenstrasse, Buhnrain und Buhnstrasse. Einer der besten war 1960 Walter Bertschi, der sich auch später noch im TVS sehr bemerkbar machte. Geprüft wurden Kugelstossen, Hochsprung, 100-Meter-Lauf, 1-Km-Lauf und Klettern.
Seit etwa 1967 wurden gleich viele Mädchen- und Knabenjahrgänge zum Zürihegellauf zugelassen. Seit 1968 dürfen auch Schüler aus den Vororten teilnehmen. Als Anerkennung für seinen Einsatz und die hervorragende Idee wurde Silvio Nido 1971 mit dem Sportförderpreis ausgezeichnet. Seine Leistung kann nicht genug hervorgehoben werden! Die Veranstalung wurde laufend den aktuellen Bedürfnissen und der sich wandelnden Zeit angepasst, was viel dazu beitrug, dass die Veranstaltung bis heute ein einziges Erfolgserlebnis blieb.
Statistiken zum Lauf
Nochfolgend ein paar Zahlen über die Gesamt-Teilnehmerzahlen:
1950 Gründer Silvio Nido 1951 - 1954 Jack Egli 1955 - 1964 Dr. Karl Staubli 1965 - 1975 Roger Stoll 1976 - 2000 Heinz Haas
Quartierausscheidung
Unter dem Titel «De schnällscht Zürihegel» findet in Zürich seit 1951 jährlich ein 80 m-Lauf statt, bei welchem der schnellste Stadtzürcher ermittelt wird. Dabei gibt es in jedem Quartier eine Vorausscheidung. In Seebach wurde diese stets durch einen Lehrer organisiert. Bis 1974 war das stets Roger Stoll, von 1975 bis 1983 Sekundarlehrer Arthur Schyrr, von 1984 bis 2004 Heinz Eppenberger, ab 2005 Edgar Sieber und für 2010 nennt der QVS in seinem Jahresbericht Martin Räz und Corina Lussi vom TVS. Es ist noch zu erwähnen, dass Seebach von allen Stadtquartieren seit Jahrzehnten fast immer die meisten Teilnehmer mobilisiert.
Folgende Seebacher Sieger sind der OGS noch namentlich bekannt
- Peter Leibundgut wird 1975 schnellster Zürihegel überhaupt. - Daniel Wassmer wird 1981 in seinem Jahrgang schnellster Zürihegel. - Angelo Solazzo und Sabrina Marruncheddu 1983 und 1984. - Domenico Mascia und Manuela Bader 1986. - Philipp Rutschmann und Damaris Trüb 1987. - Adelina Del Percio und Philipp Rutschmann 1988. - Denise Widmer und Philipp Rutschmann 1989. - Cornelia Jud und Thomas Polak 1991. - Sandra Reiser und Stefano Barbanera 1993. - Nicole Heiniger und Damian Bachofner 1994. - Samira Balomo und Dembah Fofanah 2003. - Gina Meili und Dembah Fofanah 2004.
Leider ist es nicht ganz einfach, an Zahlen und Namen heran zu kommen, da die Berichte über diese Veranstaltung in den Lokalblättern und in den Geschäftsberichten des QVS oftmals nur allgemein gehalten sind, speziell in den letzten Jahren. Dennoch ist die OGS bemüht, die Daten zu ergänzen, sobald sie bei ihren Recherchen auf solche stösst.