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Montevideo - Der Kandidat der Linken und ehemalige Guerilla-Kämpfer Jose Mujica hat die Präsidenten-Wahl im südamerikanischen Uruguay gewonnen. Der 74-Jährige kann Hochrechnungen zufolge auf 51,2 Prozent der Stimmen rechnen.
Sein Konkurrent, der frühere rechtsgerichtete Präsident Luis Lacalle, räumte seine Niederlage ein. Der konservative Politiker kam auf 44,7 Prozent.
Mujica rief sogleich zur Nationalen Einheit auf. "Wir wissen, dass es heute Landsleute gibt, die unglücklich sind und niemand sollte den Fehler begehen, sie deshalb zu beileidigen", sagte er bei einer Rede vor tausenden jubelnden Anhängern im Zentrum der Hauptstadt Montevideo. Es gebe "weder Sieger noch Besiegte, nur Landsleute".
Mujica ist wegen seiner Vergangenheit nicht unumstritten: Er stand in den 1960er und 70er Jahren mit an der Spitze der linken Guerilla und sass 14 Jahre lang im Gefängnis. Er war bereits Minister und Senator und hat eine Fortsetzung der investorenfreundlichen Politik des Landes angekündigt.
Sollte sich sein Wahlsieg bestätigen, würde er dem populären sozialistischen Präsidenten Tabare Vazquez im Amt nachfolgen, der das südamerikanische Land aus dem wirtschaftlichen Abschwung herausgeführt hat.
Mujica hatte mit knapp 48 Prozent der Stimmen die für einen Sieg im ersten Wahlgang nötige absolute Mehrheit verfehlt. Das Wählen ist für die fast 2,6 Millionen stimmberechtigten Bürger des Landes verpflichtend.
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