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Uhu
Bubo bubo
Der Uhu ist mit einer Flügelspannweite bis über 180cm die grösste Eulenart der Welt. Er gehört zur Gruppe der Ohreulen, deren Merkmal die langen, abstehenden Federohren sind, die je nach Gemütszustand waagrecht bis steil aufgerichtet sind. Die eigentlichen Ohren sitzen jedoch seitlich am Kopf.
Uhus kommen von Westeuropa und Nordafrika bis nach Ostasien vor. Die einzelnen Unterarten haben sich in ihrer Grösse und Färbung an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst. Sie sind vor allem in felsigen Regionen zu finden, wo Wälder und offene Landschaften sich abwechseln. Bekannte Brutgebiete in der Schweiz sind z.B. die grossen Alpentäler wie das Engadin oder Wallis. Zu schaffen machen dem Uhu nebst den schwindenden Lebensräumen auch Hochspannungsleitungen, Stacheldraht und Pestizide. Seit 1925 steht der Uhu unter gesetzlichem Schutz.
Uhus sind nacht- und dämmerungsaktiv. Bei der Jagd stürzen sie sich entweder von einer Warte aus auf die Beute nieder oder sie suchen ihre Nahrung im lautlosen Flug. Wie alle Eulen besitzen Uhus spezielle Federstrukturen, welche die Luftturbulenzen beim Flug mindern, und so ein beinahe geräuschloses Fliegen ermöglichen. Die Nahrung besteht zu zwei Dritteln aus Säugetieren, wie Ratten, Spitzmäuse, Hasen oder junge Rotfüchsen. Auch Vögel, Frösche und gelegentlich Fische werden von Uhus gerne gefressen. Die Beute wird vollständig verzehrt. Unverdauliche Teile wie Knochen, Zähne, Haare und Federn werden anschliessend als so genannte Gewölle wieder ausgewürgt.
Im Tierpark finden Sie den Uhu in der begehbaren Voliere auf dem Rundgang. Er ist von den kleineren Eulenarten abgetrennt, da er als geschickter Jäger für diese gefährlich wäre.
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