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Du bist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Archäologie, was beinhaltet diese Tätigkeit?
Die Organisation, Koordination und wissenschaftliche Betreuung der Grabungsprojekte des Fachbereichs Klassische Archäologie, d. h. etwa die Detailplanung der Forschungsarbeiten, die Vorbereitung und Durchführung der Grabungskampagnen, die Kommunikation mit den italienischen Behörden, die Ausbildung der studentischen Mitarbeiter*innen, die Kontrolle, Verwaltung und Archivierung der Grabungsdokumentation, die Finanzbuchhaltung, die Präsentation und Publikation der Forschungsergebnisse, die Betreuung von Bachelor-, Master- und Dissertationsarbeiten zu den Grabungsbefunden sowie der wissenschaftliche und organisatorische Support der externen Projektpartner. Im Herbstsemester führe ich zudem jeweils eine Lehrveranstaltung im Hörsaal durch.
Was hast du studiert und wann hast du abgeschlossen?
Ich habe von 1997 bis 2004 Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Geschichte des Mittelalters studiert.
Warum hast du dich für dieses Studium entschieden?
Die Archäologie hat mich schon im Kindergarten fasziniert; entscheidend war dann aber das Ausgrabungsprojekt der Uni Zürich auf dem Monte Iato in Sizilien.
Was hast du während des Studiums getan?
Seit dem dritten Studienjahr habe ich jährlich an der Ausgrabung auf dem Monte Iato teilgenommen. Zudem konnte ich zusammen mit Mitstudent*innen im Vindonissa-Museum in Brugg eine Ausstellung konzipieren und organisieren.
Wie bist du zu deiner jetzigen Anstellung gekommen?
Nach meinem Studium war ich an der Uni Zürich als Grabungsassistent für das Ausgrabungsprojekt in Spina angestellt und habe während dieser Zeit weiterhin jährlich auf dem Monte Iato gearbeitet. 2012 wurde dann die Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Projektleitung der archäologischen Forschungen in Spina und auf dem Monte Iato geschaffen.
Was gefällt dir an deiner jetzigen Arbeit?
Das praktische Arbeiten während der Ausgrabung, der Kontakt und der Austausch mit Menschen, ein Team zu leiten und die Ausbildung der Studierenden.
Das Wichtigste, was du aus deinem Studium mitgenommen hast?
Das breite Grundlagenwissen über die Antike und die praktischen Erfahrungen, die ich während der Teilnahme am Ausgrabungsprojekt auf dem Monte Iato sammeln konnte.
Mit welchen Mitteln informierst du dich in deinem Arbeitsbereich?
Über Vereine und Arbeitsgruppen wie die Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Klassische Archäologie (SAKA) oder die Vereinigung der Freunde Antiker Kunst. Insbesondere aber durch persönliche Kontakte, die sich durch die Ausgrabungsprojekte oder durch die Teilnahme an Tagungen und Kongressen ergeben.
Was würdest du StudienanfängerInnen gerne mit auf den Weg geben?
Profitiert zu Beginn des Studiums von der Möglichkeit, in die verschiedenen Teilgebiete der Archäologie einen Einblick erhalten zu können und versucht herauszufinden, was euch am meisten interessiert und vor allem Spass macht.
Was macht das Studium in Zürich speziell?
Die Vielfalt der archäologischen Studienprogramme, die Möglichkeit während des Studiums praxisbezogen zu arbeiten, die Archäologische Sammlung und die hervorragenden Bibliotheken.