Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03596.jsonl.gz/65

Vor den abschliessenden beiden Einzel am Sonntag liegt die Schweiz aber immer noch 2:1 in Führung und hat alle Trümpfe in den eigenen Händen. Am Freitag hatten Federer und Stan Wawrinka ihre beiden Einzel gewonnen.
Die beiden praktisch gleichaltrigen Jugendfreunde Federer und Chiudinelli spielten erstmals im Davis Cup zusammen, hatten jedoch im vergangenen Jahr beim ATP-Turnier in Halle den Final erreicht. Chiudinelli kam anstelle des müden Stan Wawrinka zum Einsatz.
In der mit 8200 lautstarken Fans erneut fast vollen Palexpo-Halle in Genf lagen die Schweizer bis Mitte des vierten Satzes auf Kurs. Nachdem die Holländer in den ersten dreieinhalb Sätzen nur einen Breakball hatten, setzten sie dann aber zu einem Steigerungslauf an. Sie gewannen vom 4:4 im vierten Satz an sieben Games in Serie und schliesslich nach 3:20 Stunden die Partie.
Marco Chiudinelli trauerte den Chancen zu Beginn des vierten Satzes nach, als die Schweizer drei Breakbälle nicht nützen konnten. "Danach haben die Holländer aber auch sehr stark gespielt." Federer fand, sie hätten zwar unbedingt den Sack zumachen wollen, aber es sei trotzdem "cool und lässig" gewesen, mit Chiudinelli zu spielen, mit dem er so viel erlebt habe, seit sie beide achtjährig waren. Er machte auch klar, dass er am Sonntag auf jeden Fall bereit sein werde, um im Einzel den entscheidenden dritten Punkt zu holen. Und wenn doch nicht, hätten die Schweizer für das letzte Einzel noch den zumindest wieder etwas ausgeruhteren Stan Wawrinka in der Hinterhand.