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Kasernenbau
In der Zeit zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg stellte der Bund fest, dass er über zu wenig Kasernen verfügte, um die Ausbildung der Truppen voranzutreiben. So wurde in der Gemeinde Lyss die Herrengasse-Turnhalle zur Unterkunft für die Rekrutenschulen umfunktioniert.
Da dies kein dauerhafter Zustand sein kann, wurde eine Studienkommission eingesetzt, welche einen Kasernenbau planen sollte. Gleichzeitig hatte sie auch den Auftrag, die notwendigen Geldmittel für den Bau sicherzustellen und eine Kasernenkorporation zu gründen.
Mit der Gründung war der Auftrag der Studienkommission erledigt und die Einwohnergemeinde Lyss hatte für die Realisierung des Kasernenbaus den Stimmberechtigten das Geschäft zu unterbreiten.
An der Volksabstimmung vom 12.12.1943 wurde das Geschäft aber von den Stimmberechtigten mit 601 : 370 Stimmen abgelehnt.
Die Korporation macht weiter
Die Kasernenkorporation nahm nach der Ablehnung an der Urne das Projekt wieder auf und aktivierte die aufgehobenen Verträge über den Landerwerb wieder und regelte die Finanzierung mit dem Bund.
Im März 1945 erfolgte die Bauausschreibung und im Juni konnte bereits mit dem Bau begonnen werden.
Am 7. Februar 1947 konnte die Kaserne feierlich eingeweiht werden.
Rechnung geht auf
Von 1946 – 1970 wurden insgesamt über eine halbe Million Kasernierungstage abgerechnet. Die Kasernenkorporation bedingte sich sowohl betreffend baulichen Arbeiten als auch betreffend den Lieferungen für den täglichen Bedarf die Berücksichtigung der Korporenten aus.