Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03462.jsonl.gz/2541

In einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats beriet das Gremium am Mittwoch über die Lage. Haley berichtete zudem, dass US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping gefordert habe, China solle sämtliche Erdöllieferungen an Nordkorea stoppen. Das Reich der Mitte müsse mehr tun, sagte Haley.
Zugleich warnte die US-Diplomatin, "im Falle eines Kriegs" werde die Führung in Nordkorea "vollkommen zerstört" werden. Mit seinem jüngsten Test einer Interkontinentalrakete habe Nordkorea sich für "die Aggression entschieden" statt für einen friedlichen Prozess, sagte Haley. "Das Verhalten Nordkoreas ist immer weniger tolerierbar." Trump hatte bereits bei seinem ersten Auftritt vor der UNO im September Nordkorea mit der "völligen Zerstörung" gedroht.
"Wir haben nie den Krieg mit Nordkorea gesucht und suchen ihn heute noch immer nicht", sagte Haley am Mittwoch weiter.
Nordkorea hatte am Mittwoch (Ortszeit) eine Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 getestet. Anschliessend erklärte das autokratisch geführte Land, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen. Die USA, Japan und Russland verurteilten den Test. China äusserte seine "grosse Sorge" und zugleich die Hoffnung auf eine "friedliche Beilegung" des Konflikts.
Trump kündigte neue Strafmassnahmen gegen Nordkorea an. Noch am Mittwoch würden "zusätzliche bedeutende Sanktionen" gegen Pjöngjang verhängt, gab der US-Präsident über den Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt.
Die USA forderten gleichzeitig das deutsche Auswärtige Amt in Berlin auf, seinen Botschafter aus Nordkorea abzuziehen. Länder mit diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea sollten diese abbrechen, um den Druck auf Nordkorea im Atomstreit mit dem kommunistischen Land zu erhöhen, sagte die Sprecherin des US-Aussenministeriums, Heather Nauert, am Mittwoch in Washington. "Ruft Euren Botschafter zurück", sagte sie mit Blick auf Deutschland.
Das Land gehört anders als die USA zu den Staaten, die bisher ihre diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea trotz dessen Atomprogramm aufrechterhielten. Deutschland wird gegenwärtig von dem Diplomaten Thomas Schäfer in Nordkorea repräsentiert.
(SDA)