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Badischer Bahnhof: Der schlummernde Riese
Von NICOLAS RÜST
Das Hirzbrunnen-Quartier weist mehrheitlich eine W2(a) und W3-Nutzung auf. Dies ist in Anbetracht der Lage und insbesondere entlang der Riehenstrasse zu wenig. Das Hirzbrunnen-Quartier ist zum Badischen Bahnhof, was das Gundeldinger-Quartier zum Bahnhof SBB ist. Aus verschiedenen Gründen hat das «Hirsbrunnen» jedoch nie die Entwicklung erfahren, wie sie dem «Gundeli» beschieden war.
Im Interesse der Stadt sind Teile des Quartiers darum aufzuzonen. Das Quartier hat das Potential, ein belebtes Quartier zu werden. Bedeutende Bestandesbauten (beispielsweise die Siedlungen Im Vogelsang und Schorenmatten) sind zu erhalten und tragen dazu bei, die Identität des Quartiers weiterhin mit zu prägen.
Der Badische Bahnhof schottet ab, ist aber auch durch das Rosental-Areal vom Stadtzentrum abgeschottet. Der Kanton Basel-Stadt hat einen Grossteil dieses Areals erworben. Die Vermutung liegt nahe, dass sich das Rosental-Areal in absehbarer Zeit öffnen und zu einem lebendigen Stadtquartier entwickeln wird.
Es ist davon auszugehen, dass auch hier der Bedarf an guten Verbindungen zunehmen wird. Das Areal wäre für Arbeiten und Wohnen am selben Ort prädestiniert. Auch ist denkbar, dass sich hier Firmen ansiedeln, welche an einer hervorragenden Anbindung an das deutsche Fernverkehrsnetz und darüber hinaus an die europäische Schienentransversale Rotterdam-Genua interessiert sind.
Eine Aufwertung des Badischen Bahnhofs bedeutet, Basel als Stadt zwischen zwei Bahnhöfen zu verstehen, wie dies in mehreren Städten der Fall ist. Diese bildeten auch eine Art natürlicher Parcours für Besucher, die vom einen zum anderen Bahnhof schlendern könnten.
Quintessenz ist, dass der Badische Bahnhof und seine Umgebung ein gewaltiges Potential enthalten, das durch Aufzonungen, Bahn-Direktverbindungen und eine bessere Stadtraumgestaltung ausgeschöpft werden muss.
28. Februar 2019
Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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"Entwickeln wir uns zur Zweibahnhofs-Stadt"
Sie haben vollkommen recht: De Badische Bahnhof ist ein schlafender Riese. Und den gilt es endlich wachzuküssen:
David De Pretto, Celerina
"SBB haben kein wirtschaftliches Interesse"
Interessanter Beitrag von Nicolas Rüst. Das Hauptproblem ist doch, dass die SBB gar kein wirtschaftliches Interesse daran haben, den Badischen Bahnhof mit einfacheren oder zusätzlichen Verbindungen aufzuwerten. Sie wollen möglichst viele Besucher im Bahnhof SBB haben, wo sie Ladenflächen vermieten; je mehr Menschen die Halle frequentieren, desto höher die Mietpreise. Im Bahnhof SBB sind sie Herr im Haus, im Badischen Bahnhof hingegen nicht.
Andreas W. Schmid, Basel
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