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Ein schwarzer Würfel lässt das Wort "Celine" erstrahlen. Es ist 20:43 Uhr, als die erste Silhouette - und der erste Hosenrock einer langen Serie - einige Meter über dem Boden erscheint. Einige Sekunden vergehen, bis sich die Celine-Frau und ihr stählerner Fuss durch die Kraft eines mechanischen Arms dem Laufsteg nähern. Mit dem Stiefel auf dem Boden bewegt sie sich - in Blazer, Hosenrock und Seidenschal - entschlossen zu einer Pariser-Elektro-Litanei vorwärts.
"Kontrollfreak" als Erscheinungsbild und Beatnik von Kopf bis Fuss: diese Frau hätte ihr linkes Ufer nur unter der Bedingung eines One-Way-Tickets nach Kathmandu (als Beweis die von ihr getragenen wolligen Felle und Kaschmirponchos) oder vielleicht einfach eines Wochenendes auf dem Land verlassen. Sechs Monate nach seinem kontroversen Start stimmt Hedi Slimane mit allen überein. Die DNA des Hauses ist identifizierbar, ebenso wie der Charakter des Schöpfers. Und durch die Vermischung der Verschiedenartigkeiten wird klar: Am Ende wird die Mode einen neuen Archetyp geniessen können. Die bürgerliche Frau 3.0 ist, wie der Frühling, angekommen.