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Die Beziehungen der Schweiz zum Heiligen Stuhl sind ausgezeichnet. Ein wichtiges und gut sichtbares Verbindungselement ist die Päpstliche Schweizergarde.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Heiliger Stuhl (Vatikanstadt)
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Der Heilige Stuhl wird in der Schweiz durch die apostolische Nuntiatur vertreten. Zugleich ist der Nuntius Vertreter des Papstes bei der lokalen Kirche.
Im Mai 2013 fanden erstmals politische Konsultationen zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl statt. Der Austausch über länderspezifische Erfahrungen und relevante Themen wird weiter gepflegt. Besprochen werden auch Fragen des interreligiösen Dialogs und der Zusammenhang von Politik und Religion.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die Apostolische Nuntiatur in der Schweiz ist die älteste ständige Vertretung des Vatikans nördlich der Alpen. Sie wurde 1597 in Luzern eröffnet. Der Nuntius war bei den katholischen Kantonen akkreditiert. Ab 1803 erfolgte die Akkreditierung beim Bund. 1873 führte der Kulturkampf zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl. Erst 1920 wurden die Beziehungen neu geknüpft.
1969 kam erstmals ein Papst in die Schweiz: Paul VI. besuchte die UNO in Genf. Ebenso führte die erste Reise von Papst Johannes Paul II. nach Genf, wo er 1982 die UNO besuchte. Im Jahr 1984 absolvierte er ausserdem eine fünftägige Pastoralvisite in der Schweiz. 2004 hielt sich Johannes Paul II. ein weiteres Mal in der Schweiz auf, diesmal zum nationalen Treffen der katholischen Jugend in Bern.
Der Bundesrat pflegte die diplomatischen Beziehungen zum Heiligen Stuhl seit 1989 mittels eines Botschafters in Sondermission. 2004 wurde der Schweizer Botschafter in Prag zum regulären Botschafter auch für den Heiligen Stuhl ernannt. Zwischen 2010 und 2014 residierte der Schweizer Botschafter für den Heiligen Stuhl in der Schweiz, während der gegenwärtige Schweizer Botschafter für den Heiligen Stuhl in Ljubljana akkreditiert ist.
Der jüngste Besuch einer Bundespräsidentin beim Heiligen Stuhl fand am 6. Mai 2017 statt. Bei dieser Gelegenheit traf Doris Leuthard Papst Franziskus und stattete der Schweizer Garde einen Besuch ab.
Die Päpstliche Schweizergarde wurde 1506 von Papst Julius II. gegründet. Die jährliche Vereidigung der neuen Schweizer Gardisten am Jahrestag der Plünderung Roms (Sacco di Roma, 1527) findet traditionellerweise im Beisein wichtiger Persönlichkeiten aus der Schweizer Politik statt.