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Josef Waeber wurde am 10. November 1913 in Berg, damals noch Gemeinde Düdingen, geboren. Auf einem Bauernhof in Friseneit verbrachte er eine glückliche Jugendzeit. Die Primarschule besuchte er in Schmitten und die Sekundarschule in Düdingen. Nach der Schulzeit wechselte er ins Institut St. Josef in der Guglera, um die französische Sprache zu erlernen.
Josefs starke Verbundenheit zur Scholle entwickelte sich sehr früh. Dies blieb auch seinem Vater nicht verborgen, und er schickte ihn an die landwirtschaftliche Schule nach Grangeneuve, wo er das Diplom als Landwirt erwarb. Das Vertrauen seines Vaters ging soweit, dass er ihm mit achtzehn Jahren die Verantwortung für den Ackerbau übertrug.
Aber auch die Liebe war ihm ein Leben lang treu. Am 10. Januar 1939 heiratete er Marie, geborene Vonlanthen, von Niedermuhren. Sie bekamen zwei Söhne und zwei Töchter. Zur Hochzeit übertrugen ihm seine Eltern den kleinen Hof im Lanthengässli in Schmitten.
Nicht nur die Liebe zur Landwirtschaft, sondern auch die Neigung zur Musik und dem Gesang war bei Josef gross. So spielte er mit Enthusiasmus während 25 Jahren als Tenorhornbläser bei der Musikgesellschaft Schmitten.
Seine Leidenschaft galt auch dem Schreiben, den Pferden sowie einem gemütlichen Jass. Vieles aus früheren Zeiten verarbeitete er beim Schreiben. An Pferden hatte Josef ein Leben lang grosse Freude. Sie waren seine unermüdlichen Weggefährten bei der Arbeit und in der Freizeit. Diese Leidenschaft und sein Wissen hat er seinen Enkel- und seinen Urgrosskindern weiterzugeben versucht.
Mit den Interessen und der Verbundenheit zur Landwirtschaft wuchs bei Josef der Wunsch nach einem grösseren Hof. Im Jahre 1953 bot sich ihm die Gelegenheit, im Kanton Solothurn einen grösseren Bauernhof zu pachten. Unglücklicherweise dauerte diese Pacht nur sechs Jahre, da das Gut verkauft wurde.
Das Glück war Josef jedoch abermals hold; er erhielt 1959 die Chance, im Guintzet, am Rande der Stadt Freiburg, einen Bauernhof zu pachten. Nach erneutem Tiefschlag – sechs Jahre später brannte die Scheune ab – wechselte er mit seiner Familie nach Avry-sur-Matran auf einen Hof mit ca. 60 Hektaren.
1968 übergab er seinem ältesten Sohn Marius den elterlichen Hof, während er mit seiner Gattin nach Schmitten zurückkehrte. Er baute sich in der Sonnegg 12 ein neues Heim. Leider erkrankte die Gattin 1988 unheilbar und verstarb ein Jahr später.
Die Sonne im Herzen hat er deshalb nicht verloren, und so war ihm das Glück abermals wohlgesinnt. Mit Beatrice Oberson hat er in den letzten vierzehn Jahren in seinem trauten Heim eine beseelte und fröhliche Zeit erlebt. Für diese glückselige Zeit war er sehr dankbar. Am 29. August ist er in seinem Heim friedlich entschlafen. Eing.