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Gil Roberts wurde im März positiv auf Probenecid getestet. Ein Mittel, das auf der Dopingliste der Welt-Antidoping-Agentur Wada steht. Der 400m-Sprinter wurde daraufhin suspendiert.
Roberts liess dies nicht auf sich sitzen und behauptete, dass die Substanz «bei wiederholten und innigen Küssen» mit seiner Freundin in seinen Körper gelangt seien. Diese habe zuvor eine Nasennebenhöhlenentzündung mit dem Mittel Moxylong behandelt. Er habe seinen Schatz halt «vor der Probe oft und leidenschaftlich geküsst».
Der zuständige Richter erklärt: «Roberts hatte keine Ahnung, dass das Küssen seiner Freundin zur Aufnahme einer verbotenen Substanz führen könne. Als er sie küsste, wurde ihm nicht der Geschmack der Medizin in ihrem Mund gewahr. Roberts muss die Erkenntnis wie ein Blitz getroffen haben. Er hat seine Beweislast erfüllt.» (fox)
Es ist nicht gesichert, dass Tom Simpson diese Worte tatsächlich so gesagt hat. Doch möglich ist es allemal. Denn der Brite gilt als einer, der offen damit kokettiert, seine Leistung mit Tabletten und Pillen zu optimieren. Aufputschmittel betrachtet er als Medizin, nicht als Doping. Und einem Kranken wird man ja wohl helfen dürfen. Wobei Simpson zu seiner Zeit weiss Gott keine Ausnahme ist, der Umgang mit Doping ist selbstverständlich.