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Anlässlich der Weltimpfwoche macht UNICEF auf die Bedeutung eines lückenlosen Impfschutzes aufmerksam. Obschon heute mehr Kinder geimpft sind als je zuvor, starben im Jahr 2016 weltweit schätzungsweise 1,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Krankheiten, die sich durch eine Impfung hätten vermeiden lassen. Jedes siebte Kind ist unvollständig oder gar nicht geimpft und damit unnötigen Gefahren ausgesetzt. Die grosse Herausforderung besteht darin, auch die ärmsten und verletzlichsten Kinder zu erreichen.
12 Fakten rund ums Impfen
- Zwei Drittel aller Kinder ohne Impfschutz leben in fragilen Staaten oder Konfliktgebieten. Zwischen 2010 und 2016 ging die Impfrate in Syrien (um 38 Prozent) und in der Ukraine (um 33 Prozent) am stärksten zurück.
- In zahlreichen Ländern werden hingegen deutlich mehr Kinder geimpft als noch 2010. In Indien zum Beispiel sank die Zahl der Kinder ohne Impfschutz von 5,3 Millionen auf 2,9 Millionen.
- Die Hälfte aller nicht geimpften Kinder lebte 2016 in Nigeria, Indien, Pakistan, Indonesien, Äthiopien oder der Demokratischen Republik Kongo.
- Die Prozentzahl der Kinder, die die nötigen drei Impfdosen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten erhielten, stieg seit 2010 am stärksten in Palau, Malta, der Demokratischen Republik Kongo, den Komoren, Aserbaidschan und Äthiopien.
- 2017 brach in Jemen eine der schlimmsten Cholera-Epidemien aus, die je beobachtet wurden. Über eine Million Verdachtsfälle wurden registriert, knapp 29 Prozent von ihnen Kinder unter fünf Jahren.
- Die Infektionskrankheit Diphtherie, die dank wirksamem Impfschutz heute nur noch selten auftritt, ist wieder auf dem Vormarsch. Auf einen Ausbruch in den Flüchtlingslagern der Rohingya in Bangladesh reagierte UNICEF sofort mit grossangelegten Impfkampagnen, die nahezu eine halbe Million Kinder erreichten.
- Im Jahr 1988 erkrankten noch rund 350 000 Personen an Polio. Seither wurden über 2,5 Milliarden Kinder gegen diese Krankheit geimpft. Mit nur noch 22 Fällen in zwei Ländern sind wir im Jahr 2017 einer endgültigen Ausrottung von Polio näher gekommen als je zuvor.
- Masernimpfungen haben zwischen 2000 und 2016 schätzungsweise 20 Millionen Kinder vor dem Tod bewahrt.
- In Afrika sollen bis 2026 eine Milliarde Menschen gegen Gelbfieber geimpft werden, fast die Hälfte von ihnen Kinder unter fünfzehn Jahren. Seit 2001 hat sich die Produktion von entsprechenden Impfstoffen vervierfacht.
- 2016 waren schätzungsweise 86 Prozent aller Kleinkinder unter zwölf Monaten vollständig gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten geimpft – gegenüber 52 Prozent vor rund dreissig Jahren.
- 2017 beschaffte UNICEF 2,4 Milliarden Impfdosen im Wert von 1,3 Milliarden Dollar und erreichte damit 45 Prozent aller Kinder weltweit.
- Dank Impfungen wurde der neonatale Tetanus, der bei Neugeborenen meistens tödlich verläuft, in fünfzehn Ländern ausgerottet. Äthiopien, Haiti und die Philippinen gelten seit 2017 als frei von neonatalem Tetanus.
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