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Jenins ist ein ausgesprochen enges Haufendorf am Eingang zur Ferienecke Graubünden und zählt rund 800 Einwohner. Das Dorf liegt 633 M.ü.M. im Zentrum des bündnerischen Weinbaugebietes, der sogenannten Bündner Herrschaft. Südöstlich grenzt die Gemeinde an Malans, während die Gemeinde Maienfeld von der Rheinebene bis zu den Alpen das ganze übrige Gebiet von Jenins umschliesst. Das Gemeindeterritorium erstreckt sich von der Talebene der bündnerischen Rheinebene vorerst leicht ansteigend zwischen zwei grossen Rüfezügen bis zum Fusse des Bergmassives des Vilan. In dieser Zone befinden sich sämtliche ganzjährig bewohnten Siedlungen.
Nordöstlich oberhalb des Dorfes windet sich ein steiler, aber gut ausgebauter Alpweg durch ausgedehnte Wälder bis in die Jeninser Alpen, die ihren höchsten Punkt auf der Nordseite des Vilan bei 2'375 M.ü.M. erreicht.
Die allgemeine Verkehrslage von Jenins ist hervorragend, da das Dorf nicht vom Durchgangsverkehr des bündnerischen Rheintales berührt wird. Sowohl die alte Verbindungsstrasse von Landquart über Maienfeld ins Fürstentum Liechtenstein und nach Sargans, als auch die Autobahn N 13 lassen Jenins links liegen.
Das Klima in der Bündner Herrschaft ist vorwiegend trocken, mild und warm. Von den durchschnittlich 110 cm Niederschlagsmenge fallen 50 cm auf die Sommermonate. Für die ausgesprochen milde Lage ist der freie Zutritt des Föhns verantwortlich, der oft starke Trockenheit verursacht. Andererseits tritt jedoch auch der Nordwind oft heftig ein. Die bewaldeten Rüfezüge, die auch die Nachbargemeinden abgrenzen, dienen als wirksame Windschutzgürtel. Das Dorf selbst gilt daher als gut geschützt.
Eine starke Verbundenheit zur Scholle liess in Jenins schon früh eine vorbildliche Ortsplanung entstehen. Keine modernen Bauten stören das Auge. Weitblick verhinderte einen Bauboom. Trotz ausgezeichneter und begehrter Wohnlage entstand nur eine beschränkte Zahl von Neubauten, und zwar ausserhalb des Dorfkerns. Kulturland wurde nur wenig geopfert. Die Grünzone und mit ihr die sich weit erstreckende Rebfläche dürfte durch die früh entstandene Zonenplanung gesichert sein.