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Historischer Hintergrund
Im Jahr 1903 wurde, auf Initiative der Brüder Cima aus Dangio, die als Chocolatiers in Nice tätig waren, über den Wölben der ehemaligen Brauerei San Salvatore, die erste “Fabrique de Chocolat Cima” errichtet.
Obwohl die Schokoladenfabrik Cima Norma, deren Besitz seit 1913 an Giovanni Pagani übergegangen war, von zwei tragischen Ereignissen – dem Sturme von 1908 und dem Brand von 1915 – geprägt war, die das Hauptgebäude zweimal zerstörten, wuchs und blühte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiter. Das Wachstum setzte sich auch in der Nachkriegszeit fort und erreichte seinen Höchststand in den 50er und 60er Jahren, als die Produktion 1’500 Tonnen pro Jahr erreichte. Die Verschärfung der Konkurrenz und die Auflösung des Hauptkundenvertrages führten zur Einstellung der Tätigkeit und zur Schliessung des Werks im Jahre 1968.
Im Jahr 2016 hat die Gruppe, die das Eigentum an der Eigentumswohnung Cima Norma übernommen hat, die Schenkung von fast der Hälfte der Nutzfläche des Gebäudes an die Fondazione La Fabbrica del Cioccolato gefördert, indem sie sich an die Vorgaben des Masterplans des Bleniotals hielt.
Die Stiftung
La Fabbrica del Cioccolato ist eine Schweizer Non-Profit-Stiftung, die 2016 gegründet wurde, um kulturelle Aktivitäten im ehemaligen Industriekomplex Cima Norma in Torre-Dangio in der Gemeinde Blenio zu fördern und zu unterstützen. Mit Ausstellungen, Seminaren und Residenzen will die Stiftung diesen alten Industriestandort wiederbeleben und ihn in ein dynamisches und sich ständig weiterentwickelndes Laboratorium umwandeln, in dem Künstler und Kulturschaffende aus der ganzen Welt untergebracht sind. Seit 2020 organisiert die Stiftung das Cima Norma Art Festival, eine interdisziplinäre Kunstausstellung, die sich den grossen Themen widmet, die unsere Zeit prägen.
Eigenschaften
- MUSEEN Themenmuseen