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Ich wollte zum Vorsitzenden des Rechtschreibrates und dessen abstrusen Phantasien vom Zusammenhang zwischen Analphabetismus und der „Fetzenliteratur“ auf Twitter eigentlich nichts schreiben -- ich kann schließlich nicht jeden Blödsinn kommentieren, den irgendein Laiensprachnörgler von sich gibt. […] Eine Erklärung des Analphabetismus auf der Grundlage von Kommunikationstechnologien oder -angewohnheiten bietet sich angesichts der annähernden Gleichverteilung des Problems über die Altersgruppen hinweg schlicht nicht an. Die eigentliche Erklärung ist auch viel einfacher, und sie zeigt, dass wir uns zur Bekämpfung von Analphabetismus um eine „stärkere Rolle“ der Rechtschreibung „in Schule und Lehrerausbildung“ genausowenig Gedanken machen müssen, wie um Kurznachrichtendienste. Stattdessen sollten wir dafür sorgen, dass mehr Menschen überhaupt einen Schulabschluss und eine vernünftige (Aus-)Bildung erhalten […].
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Stefanowitsch, Anatol
Ist man also ein Depp, wenn man den Deppenapostroph verwendet? Ein kleines bisschen vielleicht, da man sich ohne große Not der Häme einiger Mitmenschen aussetzt. Anders als beispielsweise die prä– und postreformatorischen Kommaregeln sind die Regeln für den Apostroph ja denkbar einfach (im Zweifelsfall kann man den Apostroph einfach grundsätzlich weglassen — das wird zu sehr wenigen Fehlern führen). Die Tatsache, dass diese Regeln so einfach sind, dürfte übrigens ein Grund für die Sammelwut der Apostrophenjäger sein: der „Deppenapostroph“ ist auch ohne vertieftes interpunktorisches Wissen leicht zu erkennen. Interessanterweise gibt es ja keine Webseiten, die dem Sammeln von falsch gesetzten Kommas gewidmet sind […].
Letzteres stimmt nicht ganz: Siehe unsere fundsachen.
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