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ACC Sandoz Granulat und Brausetabletten enthalten den Wirkstoff Acetylcystein. Dieser verflüssigt und löst den zähen, festsitzenden Schleim in den Luftwegen und fördert den Auswurf.
Das auf der Schleimhaut der Atemwege vorhandene Sekret spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr von eingeatmeten Schadstoffen wie Bakterien, Staub und chemischen Verunreinigungen. Diese Reizstoffe werden im Sekret festgehalten, wo sie unschädlich gemacht und mit dem Auswurf ausgeschieden werden.
Bei durch Bakterien oder Viren verursachten Infektionen (Erkältungen, Grippe, Bronchitis) und bei chronischen, durch Schadstoffe hervorgerufenen Reizungen nimmt die Schleimproduktion zu. Durch die Verdickung des Schleims können die Atemwege blockiert werden, was Atembeschwerden und Auswurfschwierigkeiten zur Folge hat. Durch die schleimlösende Wirkung von ACC Sandoz verflüssigt sich der zähe Schleim und kann besser abgehustet werden. Dadurch wird die Gefahr einer Infektion vermindert. Bei freien Atemwegen lässt der Husten nach, und die Atmung wird erleichtert.
ACC Sandoz wird verwendet bei Atemwegserkrankungen mit übermässiger Bildung zähflüssiger Sekrete, die nicht oder nur ungenügend ausgehustet werden können, wie übermässige Bildung von zähem Schleim bei Erkältungshusten.
Auf ärztliche Verschreibung kann ACC Sandoz auch bei akuter und chronischer Bronchitis, bei Entzündungen der Kehlkopfschleimhaut (Laryngitis) und der Luftröhrenschleimhaut (Tracheitis), bei Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis), bei Bronchialasthma sowie als Zusatzbehandlung bei zystischer Fibrose (Mukoviszidose) verwendet werden.
Die Wirkung von ACC Sandoz wird durch reichliches Trinken gefördert. Rauchen trägt zur übermässigen Bildung von Bronchialschleim bei. Durch Verzicht auf das Rauchen können Sie die Wirkung von ACC Sandoz unterstützen.
1 Beutel ACC Sandoz 600 mg Granulat enthält 0.22 BE.
ACC Sandoz darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Acetylcystein oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung und bei Vorliegen eines Magen- und Darmgeschwürs nicht eingenommen werden. Das Granulat darf des Weiteren bei Vorliegen einer seltenen angeborenen Krankheit des Zuckerstoffwechsels (sogenannte Fruktose-Unverträglichkeit) nicht eingenommen werden. In diesem Fall sollten Sie auf die Brausetabletten ausweichen.
ACC Sandoz sollte auch nicht zusammen mit hustenstillenden Arzneimitteln (Antitussiva) eingenommen werden, da durch diese Arzneimittel der Husten und die natürliche Selbstreinigung der Atemwege unterdrückt werden, wodurch das Abhusten des verflüssigten Schleims beeinträchtigt wird und es zu einem Stau des Bronchialschleims mit Gefahr von Bronchialkrämpfen und Infektionen der Atemwege kommen kann.
Die Brausetabletten und die Beutel Granulat zu 600 mg dürfen wegen ihres hohen Gehaltes an Wirkstoff bei Kindern unter 12 Jahren (bei Kindern mit der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose (zystischer Fibrose) unter 6 Jahren) nicht verwendet werden.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.
Falls Sie bei einer früheren Einnahme eines Arzneimittels mit dem gleichen Wirkstoff, wie ihn ACC Sandoz enthält, Ausschläge oder Atembeschwerden beobachtet haben, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin darüber informieren, bevor Sie mit der Einnahme des Präparates beginnen.
Die gleichzeitige Verwendung gewisser anderer Arzneimittel kann zu einer gegenseitigen Beeinflussung der Wirkung führen. So kann die Wirksamkeit gewisser Arzneimittel gegen Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe (z.B. Nitroglycerin bei Angina pectoris) verstärkt werden. Die gleichzeitige Verabreichung von hustenstillenden Arzneimittel (Antitussiva) kann die Wirkung von ACC Sandoz beeinträchtigen (siehe: «Wann darf ACC Sandoz nicht verwendet werden?»).
Des Weiteren sollten Sie gewisse Antibiotika nicht gleichzeitig mit ACC Sandoz einnehmen, sondern in einem zeitlichen Abstand von 2 Stunden. Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin wird Ihnen erklären, bei welchem Antibiotika dies der Fall ist.
Leiden Sie an Bluthochdruck, sind für Sie ACC Sandoz Brausetabletten mit Brombeeraroma (vor allem diejenigen mit 600 mg Wirkstoff) nicht geeignet, da diese pro Brausetablette 139 mg Natrium enthalten.
Informieren sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Auf Grund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um Rat fragen.
Falls nicht anders verordnet, beträgt die übliche Dosierung bei akuten Erkrankungen:
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 3× täglich 1 Brausetablette ACC Sandoz 200 mg oder 1× täglich 1 Beutel ACC Sandoz 600 mg oder 1x täglich 1 Brausetablette ACC Sandoz 600 mg.
Kinder von 2 bis 12 Jahren: 3× täglich ½ Brausetablette ACC Sandoz 200 mg.
Bei Kleinkindern von 1-2 Jahren darf ACC Sandoz nur auf ärztliche Verschreibung, bei Säuglingen und Kleinkindern unter 1 Jahr nur unter stationärer ärztlicher Kontrolle verabreicht werden.
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 2× täglich 1 Brausetablette ACC Sandoz 200 mg.
Die Behandlungsdauer soll auf maximal 3-6 Monate beschränkt werden.
Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren: 3× täglich 1 Brausetablette ACC Sandoz 200 mg oder 1× täglich 1 Beutel ACC Sandoz 600 mg oder 1x täglich 1 Brausetablette ACC Sandoz 600 mg.
Kinder von 2 bis 6 Jahren: 3× täglich ½ Brausetablette ACC Sandoz 200 mg.
Wenn die übermässige Schleimbildung und der damit verbundene Husten nach einer Behandlung von 2 Wochen nicht zurückgehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, damit er die Ursache genauer abklärt und eine eventuelle bösartige Erkrankung der Atemwege ausschliesst.
Lösen Sie die Brausetablette oder das Granulat in einem Glas kaltem oder heissem Wasser auf und trinken Sie es sofort. Lösen Sie nicht gleichzeitig andere Arzneimittel mit ACC Sandoz im Wasser auf, denn dadurch kann die Wirksamkeit sowohl von ACC Sandoz als auch der anderen Arzneimittel beeinträchtigt oder aufgehoben werden.
Beim Aufreissen der Beutel oder Folien ist ein leichter Schwefelgeruch wahrnehmbar. Dieser ist typisch für den Wirkstoff Acetylcystein und beeinflusst dessen Wirkung nicht.
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von ACC Sandoz auftreten:
Gelegentlich Magen-Darm-Störungen wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, sowie Nesselsucht, Kopfschmerzen und Fieber. Diese sind vorübergehender Natur und bedürfen keiner Behandlung.
Bei empfindlichen Patienten können allergische Erscheinungen allgemeiner Art (wie z.B. Hautauschläge oder Juckreiz) auftreten. Sollten die Überempfindlichkeitsreaktionen auch Atembeschwerden und Bronchialkrämpfe auslösen, was in sehr seltenen Fällen geschehen kann, so müssen Sie die Behandlung mit ACC Sandoz sofort abbrechen und einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen.
Der Atem kann vorübergehend einen unangenehmen Geruch bekommen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.
Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Wirkstoff: Acetylcystein 600 mg;
Hilfsstoffe: Saccharin-Natrium, Aromastoffe, E 320 als Konservierungsmittel sowie weitere Hilfsstoffe.
Wirkstoff: Acetylcystein 200 mg;
Hilfsstoffe: Aromastoffe: Saccharin-Natrium, Vanillin sowie weitere Hilfsstoffe.
Wirkstoff: Acetylcystein 600 mg;
Hilfsstoffe: Aromastoffe: Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium, Vanillin sowie weitere Hilfsstoffe.
53985, 55622 (Swissmedic).
In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.
Folgende Packungen sind erhältlich:
Granulat: 10 Beutel zu 600 mg
20 Brausetabletten zu 200 mg.
10 Brausetabletten zu 600 mg.
Sandoz Parmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz.
Diese Packungsbeilage wurde im September 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.