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Haltung - Radfahren mit Hund
Wer mit seinem Hund ein rasanteres Tempo einlegen möchte, braucht ein Hilfsmittel. Dazu eignet sich am besten das Fahrrad oder ein Trottinett. Voraussetzungen dafür sind, eine gute gesundheitliche Verfassung des Hundes, ein Mindestalter von 12 Monate (Hunde grosser Rassen noch älter) und das zuverlässige Ausführen einiger Kommandos. Mit dem Training sollte langsam begonnen werden.
Lässt man den Hund frei neben dem Fahrrad her laufen, so muss er zuverlässig die Kommandos "Komm", "Fuss" (links neben dem Führer gehen) sowie zum Beispiel "Rechts" oder "Fahrrad" (rechts neben dem Führer gehen) und „Warten“ ausführen. Entlang befahrener Strassen sollte der Hund neben dem Fahrrad, stets auf der dem Verkehr abgewandten Seite, gehen.
Auch beim Radfahren mit Hund gelten die Verhaltensregeln gegenüber Spaziergänger und anderen Hundehaltern.
Hunde, die während der Fahrt an der Leine geführt werden, dürfen keinesfalls an der Leine ziehen. Der Fahrer sollte beachten, dass er niemals die Leine um die Hand wickelt oder gar am Fahrradlenker befestigt. Denn wenn der Hund, aus welchem Grund auch immer, losrennt, ist ein Sturz vorprogrammiert. Eine Lösung bietet der so genannte "Springer". Dies ist eine Anbindevorrichtung, die am Fahrrad befestigt wird. Bei einem ruckartigen Wegrennen des Hundes, löst sich die Leine vom Springer.
Man sollte jedoch bedenken, dass das Radfahren nicht den Spaziergang mit dem Hund ersetzt, auf welchem er den Sozialkontakt zu anderen Hunden pflegt und herumschnüffeln kann. Zu Beginn der Tour, sollte sich der Hund warm laufen und ausgiebig versäubern können. Achten Sie auch auf die Temperatur. Bei hoher Sonnenstrahlung, gibt der Boden Hitze ab und ein Hund kann schnell überhitzen. Asphaltierte Strassen sollten möglichst gemieden werden. Ein weicher Untergrund wie Wald- und Feldwege mindert die Schläge auf die Gelenke, Bänder und Sehnen des Hundes und nutzt die Hornhaut der Fussballen weniger ab. Die Pfoten sollten vor und nach der Fahrt kontrolliert werden.
Während der Fahrt muss der Hundeführer sein Tempo dem Hund anpassen, damit dieser im Trab nebenher laufen kann. Durch den Auslauf mit dem Fahrrad oder Trottinett wird die Fitness des Hundes gesteigert, so dass er besser konditioniert ist und somit auch mehr Bewegung braucht.