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Zum Einbau in Einsitzerflugzeuge wurde die sich aus einem Sender, einem Empfänger und
einen Antennenanpassgerät zusammensetzende Funkstation Stat. 1005 b F von Telefunken Berlin,
die mit dem von Autophon gefertigten Telaccord - Zusatz elektro-mechanisch ferngesteuert werden kann,
beschafft. Von der Telefunken Zürich AG konnten die Geräte in der Schweiz in Lizenz gefertigt werden.
1942/3 wurden 210 Anlagen zum Einbau in die Morane D 3801/02 und C 3603 gefertigt.
Das Bordfunkgerät FG X, das später die Bezeichnung SE-010 erhielt, wurde von
Telefunken Zürich in Lizenz gefertigt, der elektromechanische Fernbedienzusatz
Telaccord wurde zum Telefunkengerät von der Solothurner Firma Autophon geliefert.
Die Sendeanlage besteht aus dem eigentlichen Sender As 1009, dem Hochfrequenzkabel und
dem Antennenanpassgerät Al 1011.
Im Sender selbst ist der Hochfrequenzteil und der Modulationsteil in der Form
von zwei Baugruppen enthalten, die Antennenabstimmung erfolgt im "Antennengerät".
Der Hochfrequenzteil besteht aus dem Steuerkreis, dem Leistungskreis und der
Antennenkreiskopplung. Die Abstimmung des Senders erfolgt mittels zwei Kugelvariometern
aus Calit, einem keramischen Material, und Silberwicklungen; die beiden Kugelvariometer
für die Abstimmung des Steuer- und Leistungsskreises sind identisch aufgebaut, ein exzentrischer
Antrieb sorgt dafür, dass die Kugelvariometer nichtlinear von der Abstimmskalenscheibe
angetrieben werden, was letztendlich dafür sorgt, dass die Senderfrequenz sich mit der
Drehung der Abstimmskalenscheibe in etwa linear ändert. Die Skala besteht aus einer
auf dem Rand der Abstimmskalenscheibe markierten Rundskala mit einer Einteilung von 0 - 60,
die Arbeitsfrequenz muss anhand einer Eichkurve auf Millimeterpapier bestimmt werden.
Im Hochfrequenzteil befindet sich ein parallel zum Schwingkreiskondensator geschalteter
Trimmer, der nach einem Wechsel der Steuerröhre mit einem Schraubenzieher durch ein
Loch in der linken oberen Frontplatte nachgestimmt werden muss. Ein zweiter Trimmkondensator
für den Gleichlauf von Steuer- und Leistungskreis an der rechten Seite des Hochfrequenzteils
ist vom Werk mit einer roten Markierung versehen.
Im Modulationsteil finden sich die Modulatorstufe, mit einem mit einem Schraubenzieher
durch ein Loch in der Frontplatte erreichbaren Potentiometer, welches parallel zum
Eingangstransformator geschaltet ist, kann der Modulationsgrad auf optimale Verständlichkeit
eingestellt werden. Ein Tongenerator für die Aussendungen in tönender Telegraphie und
zum Einpfeifbetrieb, das Tastrelais und die Betriebsartenschalter mit den entsprechenden
Betriebsartenrelais sind ebenfalls Bestandteil des Modulationsteils.
Zur manuellen Abstimmung findet sich zur Rechten an der Abstimmskalenscheibe ein Feineinstelltrieb,
des weiteren gibt es auf der Frontplatte nur noch den Schalter für die Antennenankopplung
und den Betriebsschalter "Einfpeifen" - "Betrieb" - "Abstimmen".
In der deutschen Originalausstattung war eine mechanische Wahl von zwei Betriebsfrequenzen
durch einen Bowdenzug vorgesehen, wie sie auch beim F.G.IV realisiert war, dazu eine
mechanische Nachstellung der Empfangsfrequenz.
In der Schweizer Version wurde eine elektromechanische Vorwahl von fünf Betriebsfrequenzen
durch den Telaccord-Zusatz, entwickelt von der Firma Autophon, realisiert. Der Aufsatz
Telaccord FS10-S wird auf den von Telefunken entwickelten Sender aufgeschraubt,
fünf mit Schrauben versehene mechanische Rasten geben die Rastpositionen für die
Frequenzen vor, welche vom Piloten mit einem Frequenzwahlgerät mit fünf Tasten angewählt werden.
Die Heizspannung von 26 Volt für den Empfänger wird direkt dem
Bordnetz entnommen, die Hochspannungen für Anoden- und Gittervorspannungen werden
vom Umformer Ak 1037 aus der Primärspannung von 27 V erzeugt.

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