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Von Beinwil nach Mariastein
Der Ursprung des Benediktinerklosters Mariastein liegt im solothurnischen Beinwil. Hier, am Nordfuss des Passwangs gründet Abt Esso mit Mönchen aus dem Reformkloster Hirsau im Schwarzwald um das Jahr 1100 eine Niederlassung. 1648 verlegt Abt Fintan Kieffer das Kloster von Beinwil nach Mariastein. Neben der Betreuung der Wallfahrer wird am neuen Standort eine Klosterschule geführt. Gleichzeitig betreuen die Patres die Klosterpfarreien.
1798 bedeutet die Revolutionszeit das Ende von Kloster und Wallfahrt und die Flucht der Mönche. Die Klostergüter werden verkauf oder verpachtet.
1802 kauft Abt Hieronymus Brunner (1765-1804) das Kloster zurück. Sein Nachfolger, Abt Placidus Ackermann (1804-1841), lässt die Gebäude schrittweise erneuern.
1874 wird das Kloster als Folge des Kulturkampfes erneut aufgehoben. Der Staat verpflichtet sich aber, die Wallfahrt aufrecht zu erhalten. Abt und Konvent lassen sich im französischen Delle nieder, 1906 bauen sie sich in Bregenz am Bodensee mit dem St. Gallus-Stift eine neue Heimat auf.
1941 vom nationalsozialistischen Regime vertrieben, kehren die Mönche ins Asyl nach Mariastein zurück.
1971 wird die Abtei nach einer kantonalen Volksabstimmung zivilrechtlich wieder hergestellt. Die Totalsanierung der Klosteranlage wird in Angriff genommen und mit der Kirchenrenovation 1999/2000 glücklich abgeschlossen.