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Schweiz oder Süddeutschland, 1565
Stahl, Holz, Bein, Hanfschnüre
L. Bogen 60 cm
L. Säule 63 cm
Inv. 1888.99. und I888.99.a.
Im späten 15. Jahrhundert ersetzte der Stahlbogen den Hornschichtbogen. Die Neuerung barg mehrere Vorteile in sich: Die Spannkraft der Armbrust wurde bedeutend erhöht. Weder Nässe noch Trockenheit konnten dem Stahlbogen etwas anhaben, er verlor seine Spannkraft auch bei langdauernder Spannung nicht. Nachteilig war, dass dieser neue Typus nur mit der Zahnstangenwinde gespannt werden konnte, was zu einer langsamen Schussabgabe führte. Trotz technischer Verbesserungen hatte die Armbrust aber um 1500 als Kriegswaffe ausgedient. Damals konnte man mit Feuerwaffen über den wirksamen Bereich der Armbrust schiessen, ohne selbst in ihren Schussbereich zu geraten. Als Jagd- und Sportwaffe der Oberschicht bewahrte die Armbrust ihren Platz aber noch lange. Der hölzerne Schaft dieser Armbrust besitzt reiche Beineinlagen. Die Unterseite zeigt vorne die hl. Magdalena mit Totenschädel und die Jahrzahl 1565, hinten die aus der römischen Sagenwelt bekannte Lukretia. Auf den Schaftseiten sind Jagdszenen dargestellt. Die Gegenüberstellung von tugendhafter Römerin und christlicher Büsserin ist typisch für die Epoche des Humanismus und lässt auf einen gebildeten Auftraggeber schliessen.
Basel, 18. und 19. Jh. Von links nach rechts: Uniform des Basler Kriegskommissars (1817-1831) Johann David La Roche Inv. 1893.70. Uniform eines Jägerwachtmeisters zu Pferd um 1830 lnv. Nr. 1905.5586. Uniform eines Offiziers der Freikompanie Ende 18. Jh. Inv. 1927.210. Uniformrock eines Offiziers der Helvetischen Republik um 1800 Inv. 1894.131.b. Uniformrock eines Grenadiers des 1. Basler Regimentes um 1810 Inv. 1905.5591. Säbel: Inv. 1917.72., 1896.208., 1913.561.