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Erste historische Aufzeichnung aus dem Jahr 1384
Die Gemeinden Cama und Verdabbio lagen lange Zeit im Streit um das Val Cama. Im Jahre 1384 wurde dann eine schriftliche Vereinbarung unterzeichnet. Diese beinhaltete, dass Verdabbio ein Teil des Val Cama bekam. Im Gegenzug erhielt Cama gute Felder und Weinreben im Talgrund des Misox. Im 1600 und 1700 Jahrhundert gab es immer wieder Konflikte über die Grenzziehung. Abgesehen von kleineren Veränderungen wurden diese aber beibehalten.
Mittels Trockenmauer wurde die Gemeindegrenze festgelegt (siehe Bild). Eine Besonderheit ist, dass die Grenze im weiteren Verlauf durch den See gezogen wurde.
(Quelle: "La voce delle Valli, settimanale del grigioni italiano, August 2005, Dante Peduzzi)
Menschliches Tun in früheren Zeiten
Vor allem die zahlreichen Alpgebäude belegen die Präsenz des Menschen im Val Cama. Es ist dokumentiert, dass im Jahr 1577 "Nicolao da Valdort" mit Hilfe seiner Brüder ein Alpgebäude am Cama Bergsee erbaute. Von den Einwohnern von Verdabbio wurde gegen Mitte des 1700 Jahrhunderts die abgelegene Alp Broieta errichtet.
Das Tal wurde auf vielfältige Weise genutzt:
- » Wälder:
Alte Dokumente belegen, dass bereits im Jahr 1504 Bergholz aus dem Val Cama verkauft wurde. Sehr wahrscheinlich wurde dieses Holz schon für den Bau der Steinbrücke über die Moesa benutzt, die 1978 durch einen Hochwasser zerstört wurde.
- » Gelber Enzian:
Zwischen 1862 und 1865 wurden Wurzeln des Gelben Enzians im Val Cama für die Schnapsherstellung ausgegraben. Die Gemeinde Cama erteilte an einen professionellen Schnapsbrenner hierzu die Erlaubnis.
- » Baumharz: Es ist bekannt, dass die Gemeinde Cama im Jahr 1862 für 20 Franken das Recht verkaufte, im Wald von Besarden Baumharz zu gewinnen. Das Harz wurde für die Herstellung von Holzfässern und Schnüren verwendet. Es wurde aber auch von Apothekern nachgefragt.
- » Holzkohle: Im 19. Jahrhundert hatte die Ära der Holzkohlegewinnung (Köhlerei) begonnen. Heute findet man im Val Cama an unerwarteten Orten geebnete Flächen. Hier wurde Totholz, welches z. B. von Lawinen mitgerissen wurde, verkohlt. Holzkohle hat gegenüber Holz den Vorteil, dass sie ohne Flammen und unter grösserer Hitzerzeugung verbrennt.
(Quelle: Dante Peduzzi)
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