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Der Fünfsatz-Sieg gegen den 19-jährigen Amerikaner war geprägt von Hochs und Tiefs. Überrascht war Federer vom Verlauf seines ersten Matches seit über zwei Wochen nicht. Seit dem gegen Alexander Zverev verlorenen Final von Montreal, als sich Rückenbeschwerden bemerkbar machten, kam er kaum zum Tennis spielen. Der Fokus lag auf der Rehabilitation.
Gegen Tiafoe sei er vorsichtig gestartet, um zu sehen, wie der Körper reagiert. "Ich habe eine Spur zu defensiv gespielt", erklärte Federer. "Ich habe den Ball nicht richtig gesehen, und die Koordination der Beine war nicht richtig da. Diese Sachen plus die vorsichtige Einstellung machen aus, dass dann etwa 40 Prozent fehlen." Mit der Zeit fand er seinen Rhythmus, selbst wenn er im vierten Satz nochmals eine Baisse hinnehmen musste.
Das Wichtigste war ohnehin, dass er die 1. Runde überstanden hat. Er sei immer ruhig geblieben, auch im fünften Satz. Dass er zum Turnierauftakt hart kämpfen musste, "könnte Gold wert sein". Die Partie habe ihm Informationen, Selbstvertrauen und ein besseres Gefühl gegeben. "Alles, was ich brauche", versicherte er. "Jetzt muss nur noch der Rücken halten."
Federer ist überzeugt, dass der Rücken jeden Tag ein bisschen besser wird, womit er auch implizierte, dass er noch nicht in perfektem Zustand ist. Nun hat der 19-fache Grand-Slam-Sieger zwei Tage Pause, ehe die Zweitrunden-Partie ansteht. Dann soll alles noch etwas besser laufen als gegen Tiafoe: "Ich bin ins Turnier gegangen mit der Überzeugung, dass alles besser wird von jetzt an."