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Pornos machen dumm. Sie schaden dem Sexualleben. Wer zu viel davon guckt, verliert die Lust am realen Sex. Das sind nur einige Gerüchte, die sich um den Pornokonsum ranken. Mit letzterem räumt nun ein internationales Forscherteam auf. Ihre neue Studie zeigt: Wer mehr Pornos guckt, hat mehr Lust auf Sex.
Das Ziel der Studie an der University of California und der Concordia University in Montreal war es, herauszufinden, ob die verwendete Zeit zum Pornoschauen das sexuelle Verlangen der Probanden beeinflusst. Dazu befragten sie 280 Männer über ihren durchschnittlichen Pornokonsum – er liegt übrigens bei 40 Minuten pro Woche.
Anschliessend verglichen die Forscher die Konsumdauer der Probanden mit ihrer sexuellen Erregung beim Porno-gucken im Labor und den berichteten Erektionsproblemen beim Sex mit Partnern.
Das überraschende Ergebnis: Die Männer, die mehr Pornos gucken, waren stärker erregt, hatten also mehr Lust auf Sex. «Dieses Muster legt nahe, dass diejenigen, die mehr visuelle sexuelle Reize zu sehen kriegen, einen höheren Sexualtrieb haben», schreiben die Forscher Nicole Prause und James Pfaus darüber im «Journal of Sexual Medicine». Das stärkste Verlangen nach Sex hatten jene, die mindestens zwei Stunden Pornos pro Woche konsumieren.
Zudem wiesen die Forscher nach, dass Erektionsprobleme beim Sex mit Partnern nicht mit der Pornokonsumdauer der Probanden korrelieren. (rar)