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Freiburg Fels abtragen, Netze spannen und ein Alarmsystem einrichten: mit diesen Massnahmen soll die Eisenbahnstrecke beim Bahnhof Flamatt nachhaltig vor Naturgefahren geschützt werden. Zugunfälle und längere Unterbrüche der Strecke Freiburg–Bern, wie es sie beispielsweise 2006 und 2007 gab, sollen so verhindert werden.
Die Trägerschaft für das Projekt haben die Schweizerischen Bundesbahnen. Aufgrund des Waldgesetzes sind die Kantone aber zur Subventionierung solcher Sicherungsmassnahmen verpflichtet. Sie können bei umfangreichen Projekten jedoch selber Unterstützungsbeiträge vom Bund anfordern.
Die gesamten Arbeiten werden auf etwa vierzehn Millionen Franken veranschlagt. Der Kanton Freiburg müsste die Hälfte der Kosten übernehmen. Er bekam vom Bund aber eine bedeutende Beteiligung in Aussicht gestellt. Damit würden die Kosten für den Kanton am Ende rund 2,1 Millionen Franken betragen, wofür der Staatsrat im September dem Grossen Rat einen Kredit beantragen wird.
62000 Kubikmeter abtragen
Den grössten Anteil an den Kosten hat mit gut sieben Millionen Franken der Böschungsrückbau. Die vom steilen und instabilen Sandstein ausgehende Gefahr soll dadurch entschärft werden. Hierfür werden an mehreren Stellen insgesamt rund 62000 Kubikmeter Fels abgetragen. Dies entspricht etwa dem Volumen von zwanzig olympischen Schwimmbecken.
Doch nicht auf der ganzen, 3,3 Kilometer langen Strecke, die zwischen dem Ostportal des Tunnels Flamatt und der Sensebrücke gefährdet ist, kann Fels abgetragen werden. Daher sollen Netze verhindern, dass bei kleineren Felsabbrüchen Gestein auf die Geleise oder den Bahnhof fallen können. Für den Fall, dass ein grösseres Ereignis eintritt, welches die Netze zerstören würde, sind diese mit einem Alarmsystem ausgestattet. Züge würden durch den Alarm gestoppt oder zur Verlangsamung gezwungen. Damit wäre laut der Botschaft des Staatsrats an den Grossen Rat das Risiko einer Kollision von Zügen mit Felsmaterial praktisch ausgeschaltet. Die Netze mitsamt Alarmsystem schlagen mit zwei Millionen Franken zu Buche.
Baubeginn Anfang 2012
Weil das Alarmsystem zwar Unfälle verhindern kann, nicht aber die Blockierung der Bahnstrecke, sind weitere Massnahmen vorgesehen. So sollen zusätzlich Netze in Gelände- Rinnen, wo die Gefahr von Murgängen besteht, Erdrutsche aufhalten. Der Beginn der Arbeiten ist für das kommende Frühjahr vorgesehen; 2014 soll das Projekt abgeschlossen sein.fa
Soll nicht mehr vorkommen: 2007 behinderte ein Erdrutsch bei Flamatt den Zugverkehr für Wochen.Bild Corinne Aeberhard/a