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Ein Buch, das bereits verfilmt wurde, nochmals zu verfilmen, ist meistens keine gute Idee – gerade wenn der erste Film nicht das Gelbe vom Ei ist. Das hat uns die Filmindustrie immer wieder bewiesen. Doch es gibt Ausnahmen. So zum Beispiel ist die «Shadowhunters»-Serie um einiges beliebter als der Film aus 2013. Eine Ausnahme aus einem ähnlichen Genre ist auch die neue «Percy Jackson»-Serie von Disney.
Wer weder die (über) zehnjährigen Filme geschaut hat, noch die Buchreihe von Rick Riordan gelesen hat: Percy Jackson ist ein zwölfjähriger Junge, der mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in New York wohnt. In der Schule ist er ein Aussenseiter. Doch als er sich endlich gegen seinen Mobber wehrt, wird er von der Schule verwiesen und er lernt eine neue Welt voller alter Götter und mystische Wesen kennen.
In der ersten Episode lernen nicht nur die Zuschauenden Percy kennen, auch er erfährt etwas Neues über sich. Denn er merkt schon länger, dass er anders ist als seine Mitschüler. Percy sieht Dinge, die nicht sein können. Monster. Mitten in New York. Seine Mutter offenbart ihm dann endlich, dass er ein Halbgott ist. Percys Vater ist einer der vielen griechischen Götter, doch wer genau erfährt Percy (und die Zuschauenden) erst im Laufe der Serie.
Percy wird seit dem Vorfall in der Schule von Monstern gejagt, er kann also nicht zurück. Seine Mutter bringt ihn stattdessen in ein Camp, in dem andere Jugendliche wie er leben. Unter seinesgleichen blüht Percy auf und er wird bald schon auf sein erstes Abenteuer geschickt.
Gespielt wird Percy von Walker Scobell. Er ist ein unbekanntes Gesicht in Hollywood, bisher hat er erst in zwei Filmen mitgespielt. Im Gegensatz zu Logan Lerman, der Percy in den beiden Filmadaptionen spielte, nimmt man Scobell den 12-Jährigen auch wirklich ab. Dies, weil er bei den Dreharbeiten wirklich um die 12 Jahre alt war. Lerman war bereits ein paar Jahre älter, was in diesem Alter einen riesigen Unterschied macht.
Auch bei der restlichen Besetzung hat sich Disney Mühe gegeben, die richtigen Personen zu casten. Und wer jetzt sagt, dass Annabeth (gespielt von Leah Jeffries) nicht den Beschreibungen in den Büchern treu ist, soll sich mit Rick Riordan anlegen. «Wenn du ein Problem mit dieser Besetzung hast, wende dich an mich. Du hast niemand anderem die Schuld zu geben», schreibt Riordan auf seinem Blog. Und weiter: «Mir als Autor war klar, dass ich die besten Schauspieler suchte, um die Persönlichkeiten dieser Figuren zu verkörpern und zum Leben zu erwecken, und dass das Äussere für mich zweitrangig war. Das haben wir getan. Wir haben uns ein Jahr Zeit genommen, um diesen Prozess gründlich durchzuführen und die Besten der Besten zu finden. Dieses Trio ist das beste. Leah Jeffries ist Annabeth Chase.»
Was für diese Serie spricht, ist der Fakt, dass Riordan daran mitgearbeitet hat, er war Co-Autor und ausführender Produzent. Das war bei den Filmen nicht der Fall. Die erste Staffel erzählt die Ereignisse des ersten Buchs «Diebe im Olymp» und ist eine sehr originalgetreue Adaption. Und obwohl die Schauspielerinnen und Schauspieler noch so jung sind, können sie mit ihrem Talent definitiv eine überzeugende Darstellung hinlegen.
Während in der ersten Episode noch viel World-Building stattfindet und Charaktere vorgestellt werden, nimmt die zweite Folge sehr an Fahrt auf. Doch auch die erste Folge ist wichtig, gerade für neue Fans, die bislang mit der Geschichte nicht vertraut sind.
«Percy Jackson» ist definitiv eine der besseren Young-Adult-Serien, die es gibt. Sie ist voller Action und katapultiert dich direkt in deine Kindheit oder Jugend zurück, als du die Bücher gelesen und von Mythen und Abenteuer geträumt hast.
Die Serie startet mit zwei Episoden am 20. Dezember auf Disney Plus. Danach folgt jede Woche eine neue Episode.
Ich bin genervt. Von Sandros Rastlosigkeit, von meinem Vermieter, vom Wohnungsmarkt, vom Wetter, von Cleo und von meiner Cellulitis. Also eigentlich macht mich die ganze Welt hässig. Sogar die Teenies, die an der Bushaltestelle Deutsch-Rap hören und auf den Boden spucken. Und dann bin ich genervt davon, dass mich das nervt.