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Ob das Alphorn in der heutigen Form seinen Ursprung in den Schweizer Alpen hat, ist nicht mit letzter Sicherheit auszumachen.
Die älteste bekannte Abbildung eines langgestreckten (ca. 3m langen) Hirtenhorns ist in einem Altarbild der Bergkappelle Rohrmoos bei Tiefenbach (Allgäu, D). Es entstand um 1568.
Die erste schriftliche Erwähnung in der Schweiz geht allerdings bereits auf das Jahr 1527 zurück. Damals schrieb ein Mönch im Kloster St. Urban in das Kassabuch des Klosters, dass er einem Alphornbläser aus dem Jura für seinen Auftritt einen Batzen gegeben habe.
Ursprünglich wurde auch das kürzere Hirtenhorn (z.B. Unspunnenhorn) als Alphorn bezeichnet. Diese kürzeren Instrumente dienten vornehmlich als Ruf- und Signalhorn. Aber auch bereits im 16. Jahrhundert wird anderorts beschrieben, dass der „Kühreihen“ von den Sennen stundenlang gesungen und geblasen wurde. Solche melodischen Formen sind jedoch nur auf langen Instrumenten spielbar.
Dies zeigt, dass das Alphorn schon immer neben einem Werk- auch ein Spielzeug der Alp-Hirten war. Es gibt eine reichhaltige Notenliteratur aus allen Landesteilen, und noch heute ist das Alphorn ein wichtiger Teil der schweizerischen Musik-Kultur.