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Die Naturschutzorganisationen Pro Natura und WWF Schweiz erachten die Abschussbewilligung des Kantons Wallis für nicht rechtens, da höchstwahrscheinlich mit Welpen gerechnet werden kann. Einen Abschuss eines Elternteils in dieser kritischen Phase würden die Jungtiere nicht überleben. Die Organisationen reichen deshalb Beschwerde gegen die Abschussbewilligung ein und verlangen aufschiebende Wirkung.
Diese Woche erteilte der Kanton Wallis eine Abschussbewilligung für einen Einzelwolf in der Augstbordregion (naturschutz.ch berichtete). Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die als Paar lebenden Wölfe ein Rudel gebildet haben, schreibt die Gruppe Wolf Schweiz. Nach geltendem Wolfskonzept würde dies bedeuten, dass nicht der Kanton Wallis, sondern das Bundesamt für Umwelt für die Abschussbewilligung zuständig sei, betonen Pro Natura und WWF Schweiz in ihrer Mitteilung.
Das Wolfskonzept empfehle in der Zeit vom 1. April bis 31. Juli „auf einen Abschuss grundsätzlich zu verzichten“. In diesem Zeitraum seien die Wolfsjungen noch in der Wurfhöhle. Der Abschuss der Wolfsmutter oder des Wolfsvaters in dieser Zeit würde den sicheren Tod der Jungtiere bedeuten, so Pro Natura und WWF Schweiz.
Deshalb reichen die beiden Naturschutzorganisationen Beschwerde gegen die Abschussbewilligung für einen Wolf ein und verlangen die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Ausserdem fordern sie den Kanton Wallis auf, sich auf die Umsetzung der Herdenschutzmassnahmen zu konzentrieren, und verlangen von Herrn Staatsrat Melly, während der kritischen Periode keinen Wolf schiessen zu lassen.