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| Athanasius (295-373) - Vertheidigung der Lehre des heiligen Dionysius von Alexandrien. (De sententia Dionysii)

16.
Würde dieses zweideutig gesagt seyn, so hätte es einen Erklärer nöthig; allein da er deutlich und oft über ebendasselbe schrieb; so mag Arius mit den Zähnen knirschen, weil er seine Ketzerei vom Dionysius umgestürzt sieht, und auch wider seinen Willen ihn behaupten hören: „Allezeit war Gott Vater; und der Sohn wird nicht ohne Grund ewig genannt; sondern weil der Vater ewig ist, ist doch wohl auch der [S. 274] Sohn ewig, und er ist zugleich mit ihm, wie der Glanz mit dem Lichte.“ Diejenigen aber, welche auch nur einen leisen Verdacht hegen, daß Dionysius die Ansichten des Arius gehabt habe, sollen diese üble Meinung von ihm ablegen. Denn was haben beide gemeinschaftlich, da Arius sagt: „Der Sohn war nicht, ehe er gezeugt wurde; sondern es gab eine Zeit, wo er nicht war;“ und da hingegen Dionysius lehrt: „Gott aber ist das ewige Licht, welches nie angefangen hat und nie aufhören wird; demnach leuchtet und besteht zugleich mit ihm der ewige Glanz, welcher ohne Anfang ist, und von Ewigkeit gezeugt vor ihm her leuchtet.“ Auf den andern Verdacht derjenigen aber, welche sagen: „Wann Dionysius vom Vater redet, nennt er den Sohn nicht, und umgekehrt, wann er vom Sohne redet, nennt er den Vater nicht, sondern er trennt, entfernt und theilt den Sohn von dem Vater,“ wird er antworten, und auch diese beschämen, indem er im zweiten Buche Folgendes sagt.