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Marcus Mumford singt Bob Dylan? Klingt nach einem feuchten Traum, gibt’s nun aber tatsächlich. Zu verdanken ist dies T-Bone Burnett, der die Supergroup The New Basement Tapes ins Leben gerufen hat. „A Music Event 47 Years In The Making“ wird deren Album, das am 11. November erscheint, angepriesen. Die ganze Geschichte und ein Vorgeschmack:
1967: Nach einem schweren Motorradunfall, der als Wendepunkt seiner Karriere gilt, sitzt Bob Dylan in einem Haus namens ‚Big Pink‘ in der Nähe von Woodstock und erholt sich von den Verletzungen. Mit seiner Begleitband Hawks, die später als The Band zu grossem Ruhm gelangten, schreibt er im Keller des Hauses an neuen Songs. Erst acht Jahre später erscheinen diese unter dem Titel „The Basement Tapes“, einem der wichtigsten, inspirierendsten Alben im Dylan-Kanon. Im Keller sind 1967 aber auch Texte entstanden, zu deren Vertonung es nicht gereicht hat. Sie wurden unlängst entdeckt, was den legendären Produzenten, Komponisten und Archivar T-Bone Burnett (zuletzt Soundtracks für True Detective und Inside Llewyn Davis) auf den Plan gerufen hat: Er scharte eine Gruppe talentierter Musiker um sich und gründete The New Basement Tapes, um diese tonlosen Dylan-Texte mit Klang zu versehen. Die Band besteht aus Elvis Costello, Jim James (My Morning Jacket), Rhiannon Giddens (Carolina Chocolate Drops), Taylor Goldsmith (Dawes) und Marcus Mumford (Mumford & Sons).
Letzterer betätigt sich im neusten Vorgeschmack auf das Album „Lost In The River“ als Sänger. „When I Get My Hands On You“ ist ein schleichender, musikalisch spartanisch umgesetzter Stalker-Lovesong, in dem Mumfords Stimme schauerlich sanft klingt und ganz ohne den laut predigenden Tonfall auskommt, den er in Songs seiner eigenen Band oftmals einsetzt.