Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03587.jsonl.gz/1745

Kreuzotter
Vipera berus (Linnaeus, 1758)
Kreuzotter
Verbreitung:
Weltweit hat keine andere landbewohnende Schlangenart ein so grosses Verbreitungsareal wie die Kreuzotter. Es erstreckt sich von Frankreich und Grossbritannien im Westen quer durch Europa und Sibirien bis zur pazifischen Insel Sachalin im Osten. Im Norden überschreitet es in Schweden und Finnland den Polarkreis und im Süden reicht es bis nach Nordgriechenland.
In der Schweiz findet man die ausgedehntesten Lebensräume in den Nord- und Zentralalpen der östlichen Landeshälfte, so in den Kantonen SZ, UR, SG, vor allem aber GL und GR. Auch im übrigen Alpenraum leben da und dort einige Populationen. Im Jura ist die Kreuzotter ziemlich selten und zudem auf den welschen Teil beschränkt. Im Mittelland schliesslich existiert gar nur noch ein einziges Habitat im Kanton Zürich. (Text: Rainer Neumeyer, Karch, Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz)
Aussehen:
Ausgewachsene Tiere sind zwischen 60 bis 85cm lang, selten mehr. Die Iris ist kupferrot und die Pupille senkrecht geschlitzt.
Die Grundfärbung der Kreuzotter ist sehr Variabel. Von beige über braun, gelb, grau bis rötlich gibt es alles. Sogenannte melanotische Tiere, also ganz schwarze Tiere sind in vereinzelten Gebieten sehr Häufig. Ansonsten hat die Kreuzotter ein typisches Zickzackband auf dem Rücken, welches sich farblich deutlich von der Grundfärbung unterscheidet. An den Seiten kommen eine Reihe rundlicher Flecken vor. Der längliche Kopf ist nicht sehr deutlich vom Hals abgesetzt. Die Dorsalia (Rückenschuppen) sind gekielt.
Von der Kreuzotter gibt es 3 Unterarten, wovon die Nominatform in der schweiz vorkommt. Vipera berus berus. Dann gibt es noch Vipera berus nikolskii und Vipera berus sachaliensis.
Hier ein Poster von Rol Krol über die verschiedenen Färbungen der Kreuzotter.
Lebensraum:
Die Biotope die von der Kreuzotter bewohnt werden sind je nach geografischer Lage sehr vielseitig. Es können trockene und feuchte Wälder, feuchtwiesen, Moore, Steinbrüche und Geröllhalden sein. Je nach Gebiet und Witterung kann die Kreuzotter eine bis zu 8 Monaten lange Winterruhe machen. Bei uns ist sie in der Regel von November bis März, je nach Höhenlage und Witterung.
Nach der Winterruhe beginnt die Zeit der Paarung. Geschlechtsreif sind sie im Alter von 3 bis 4 Jahren. 3 bis 4 Monate nach der Paarung gebärt das Weibchen bis zu 20 lebende Babys, die zwischen 12 bis 23cm lang sind.
Die meist Tagaktive Schlange ernährt sich von Mäusen, Vögel, Eidechsen und Frösche.
Das Gift der Kreuzotter wirkt vorwiegend auf das Blut und Gefässsystem zytotoxisch (nekrotische oder proteolytische Toxine); Gewebeabbau durch die Einwirkung giftiger Enzyme, die ursprünglich entstanden sind um die Verdauungsprozesse der Beute zu beschleunigen.
http://www.toxinfo.org/frameset.php?class=2&hauptframe=/tier/index.html