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Renens hatte wie manch vergleichbare Agglomerationsgemeinde seit den 1960-Jahren mit viel Verkehr in ihrem Zentrum zu kämpfen. Die Funktion als Einkaufs- und Begegnungsort sowie als sozialer Treffpunkt wurde zunehmend beeinträchtigt. Eine erste Modernisierung der Place du marché zeigte das Potenzial dieses Ortes. Als Anfang der 2000er-Jahre private Entwicklungsprojekte zur Diskussion standen, wurden die Zeichen der Zeit erkannt und ein umfassender Planungsprozess für das ganze Ortszentrum in die Wege geleitet.
Beim Projekt «Coeur de ville» handelt es sich um ein städtebauliches Vorhaben im Grossmassstab. Es umfasst den Betrieb und die Gestaltung der öffentlichen Räume sowie das damit verbundene Strassen- und Wegnetz im Zentrum von Renens. Es wurde mit einem aufwändigen Planungsprozess schrittweise vorangetrieben; exemplarisch dafür ist die Durchführung des Wettbewerbes für die Sanierung und Neugestaltung der Place du marché, bei dem die Projektvorschläge öffentlich präsentiert und juriert wurden. Neben Vertretern der politischen Parteien, des Gewerbes, der Jugend- und der Seniorenvereinigungen wurden im Planungsprozess auch die Behindertenorganisationen miteinbezogen. Die Gewährleistung der Zugänglichkeit für Personen mit eingeschränkter Mobilität im Zentrum von Renens konnte somit berücksichtigt werden; beispielsweise wurde als Verbindung zwischen der Rue du Midi und Place de la Marche eine behindertengerechte Rampe gebaut.
Die Place du marché sowie die Rue Neuve wurden als öffentliche Begegnungsräume neu gestaltet und sind Fussgängerzonen. Das zubringende Strassennetz beruht auf dem Koexistenzprinzip zwischen Fussverkehr, Veloverkehr und motorisierten Individualverkehr und ist als Begegnungszone signalisiert. Verschiedene kleinere Wegverbindungen und Durchgänge sind dem Fussverkehr vorbehalten und sorgen für eine angenehme Netzdurchlässigkeit. Zusätzlich wurden mehrere «Pocket Gardens» realisiert, die zu einem Ensemble von öffentlich zugänglichen und nutzbaren Freiräumen beitragen.
Das Projekt erhielt im Rahmen des Flâneur d’Or 2011 eine Auszeichnung.