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Stuhlmikroskopie
Diagnostik: die älteste und auch mitunter besonders aussagekräftige Methode ist die Stuhlmikroskopie durch eine in Parasitologie besonders erfahrene Person. Dabei wird die Stuhlprobe direkt in einen speziellen Behälter mit einem speziellen, für diese Zwecke entwickelten Konservierungsmittel abgefüllt Namens SAF (=Sodium acetate – Acetic acid – Formalin, bzw. „Natriumacetat – Essigsäure – Formalin“) noch bevor der Stuhl Wasser berühren konnte und dann gut vermischt. Im Labor wird dann diese Stuhlprobe gefiltert und in mehreren Schritten durch Zentrifugation angereichert. Dies ist eine recht aufwendige Methode. Anschliessend Mikroskopiert man die Probe im Lichtmikroskop und gegebenenfalls zusätzlich im Phasenkontrast-Licht. Eine erfahrene Person kann dann sowohl die Art der Verdauung, beispielsweise sehr viel unverdaute Bestandteile, Befall mit Pilz Sporen oder Pilzfäden, bakterielle Zusammensetzung (zum Beispiel sehr heterogenes Bakterienbild oder normale reichhaltige Darmflora), Befall Parasiten und deren Beschreibung und zahlenmässige oder mengenmässige Auswertungen, und natürlich die Identifikation von Wurmeiern und Würmern, die ja in der Regel von Auge nicht zu sehen sind. Durch Entnahme von 3-4 Stuhlproben an unterschiedlichen Tagen entsteht dadurch eine sehr gute Aussagekraft.
Zusätzlich zur Stuhlmikroskopie existieren andere labortechnische Methoden und gezielte Erregernachweise wie PCR aus dem Stuhl oder gewisse gezielte serologische Analysen aus dem Blut.