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UBS und Credit Suisse sind ins Visier der brasilianischen Kartellbehörde geraten. Der Conselho Administrativo de Defesa Econômica (Cade) teilte am Donnerstag mit, er habe eine Untersuchung gegen 15 globale Bankinstitute im Zusammenhang mit der Absprache zur Manipulation von Wechselkursen eröffnet - unter denen auch die beiden Schweizer Grossbanken seien.
Laut der Behörde «gibt es starke Hinweise auf wettbewerbswidrige Praktiken». Der Vorwurf steht auch im Raum, dass die Banken ihre Käufe und Verkäufe von Devisen koordiniert hätten, um Benchmarkindizes zu beeinflussen.
Bloomberg-Terminal-Chats entlarven Praktiken
Die Praktiken sollen in den Jahren 2007 bis 2013 stattgefunden haben. Hinweise lieferten den Behörden Chat-Dienste des Bloomberg-Terminals, wo von «Kartell» oder «Mafia» die Rede gewesen sein soll.
Im Mai 2015 hat sich die UBS im Zusammenhang mit Manipulationen im Devisenhandel bereits mit den US-Behörden geeinigt. Die Bank kam um eine Strafklage herum, gleichzeitig wurde aber das Non-Prosecution Agreement im Liborfall aus dem Jahr 2012 widerrufen. Insgesamt wurden der Bank Bussen von knapp 550 Millionen Dollar aufgebrummt.
(awp/gku/mbü)