Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03558.jsonl.gz/538

© Jürg Meyer
Gesteinszone 5c: Verrucano-Ablagerungsabfolgen Rotbraune oder grüne alte Sediment-Vulkan-Abfolgen
Mal rot, mal grün – mal chaotisch, mal vulkanisch – Ein Gesteins-Kuddelmuddel
In der Permzeit (300-250 Mio.J.) lag das zukünftige Mitteleuropa als wüstenartiges, trocken-heisses Land auf Äquatorhöhe. Durch Dehnungen bildeten sich Grabensenken aus, in denen sich mächtige Sedimentabfolgen ablagerten. Entlang der randlichen Bruchzonen stiegen Magmen auf und bauten grosse Vulkane auf, die vorwiegend das granitähnliche Vulkangestein Rhyolith förderten. Im trockenen Wüstenklima oxidierten die Gesteine zu rostroten Farben, die heute noch dominieren, wenn sie nicht bei der alpinen Metamorphose zu stark beeinflusst und dabei «vergrünt» wurden. In den Glarner Alpen wurde eine solche vulkano-sedimentäre Grabenserie als Decke überschoben und bildet die Gipfelfluren zwischen Pizol, Piz Sardona und Hausstock. Weitere Vorkommen von rotem Verrucano finden sich im Bündner Münstertal, im Unterwallis und Südtessin, von grünem um Ilanz und im Wallis zwischen St. Niklaus und Val d’Anniviers. Ausser in den Glarner Alpen bauen diese Vorkommen aber keine Berge von Bedeutung auf.