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Zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Heimerziehung
Zwischen Anspruch und Realität
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist spätestens seit dem 8. Jugendbericht, in dem Partizipation als eine zentrale Strukturmaxime der Lebensweltorientierung benannt wird, ein häufig gebrauchtes Schlagwort in der Jugendhilfe. Wie sieht es aber konkret mit der Beteiligung von jungen Menschen in der Heimerziehung aus? Diese Bachelor-Thesis legt dar, inwiefern Partizipation im stationären Feld der Hilfen zur Erziehung realisiert wird. Im ersten Teil werden die Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen, die Geschichte der Heimerziehung sowie ihre Rahmenbedingungen dargestellt. Im zweiten Teil wird sich dem Partizipationsbergriff, den rechtlichen Grundlagen, den Differenzierungsdimensionen und den Argumentationslinien gewidmet, bevor die pädagogischen Ziele von Beteiligung angeführt werden. Der dritte Teil behandelt die Umsetzung des Partizipationsauftrages von Kindern und Jugendlichen in der Heimerziehung. Hierzu erfolgt ein Rückgriff auf Janusz Korczak und die Entwicklungspsychologie. Ferner wird die Sicht der pädagogischen Fachkräfte sowie der Adressaten auf Partiziaption abgebildet, um auf mögliche Probleme im Beteiligungsprozess hinzuweisen. Anschliessend wird ein Überblick über die methodische Umsetzung von Partizipation im Heim gegeben. Im letzten Teil wird der Frage nachgegangen, inwieweit Beteiligung zur Verbesserung der Qualität der Heimerziehung beitragen kann.