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Vermeidungsstrategien führen bei jugendlichen Leistungssportlern*innen zu einer Zunahme an Burnoutsymptomen
Die Ergebnisse einer 6-monatigen Längsschnittstudie mit 141 jugendlichen Leistungssportlern*innen zeigen, dass durch bestimmte Stressbewältigungsstrategien Veränderungen hinsichtlich Burnoutsymptomen vorhergesagt werden können. Die Daten wurden von Wissenschaftlern der York St. John University, der Sheffield Hallam University und der University of Hull erhoben. Prof. Dr. Markus Gerber war als Kooperationspartner an der Studie beteiligt. Die Athleten wurden in Abstand von drei Monaten insgesamt dreimal befragt. Dabei zeigte sich, dass sich insbesondere sogenannte Vermeidungsstrategien (z.B. gedankliches Verleugnen der Stressbelastung, Aufgeben von Zielen) mit einem Anstieg an Burnoutsymptomen verbunden war. Die Studie verdeutlicht, dass die Entwicklung von Burnoutsymptomen davon abhängt, wie Ahtleten*innen mit dem von ihnen erlebten Stress umgehen. Athleten sollten deshalb auf die möglichen Risiken von Vermeidungsstrategien aufmerksam gemacht werden. Dies scheint insbesondere bei jüngeren Athleten wichtig zu sein, da diese über weniger Bewältigungsressourcen verfügen und somit häufiger auf Vermeidungsstrategien zurückgreifen. Eine weitere praktische Empfehlung könnte lauten, dass jugendlichen Leistungssportlern*innen im Rahmen psychologischer Fertigkeitentrainings vor Augen geführt werden sollte, mit Hilfe welcher Bewältigungsstrategien sie ihren Stress produktiv angehen können.
Im Detail nachgelesen werden können die Befunde in der Zeitschrift Psychology of Sport and Exercise:
Madigan, J.D., Rumbold, J.L., Gerber, M., & Nicholls, A.R. (2020). Coping tendencies and changes in athlete burnout over time. Psychology of Sport and Exercise, 48, 101666.