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Genf. Am Extrakongress der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wurde heute das Projekt "CLIMANDES - Klimaprodukte für Entscheidungsträger der Anden" erfolgreich lanciert. Das Projekt stärkt die bestehende Partnerschaft zwischen den Gebirgsländern Peru und Schweiz und ist ein Pilotprojekt des globalen Rahmenwerks für Klimadienstleistungen (Global Framework for Climate Services, GFCS), das von der WMO koordiniert wird.
Obwohl Peru und die Schweiz aus geografischer Sicht weit voneinander entfernt liegen, stehen beide Länder vor ähnlichen Herausforderungen: Hohe Gebirge beeinflussen die regionalen Wetter- und Klimaphänomene massgeblich und die Folgen des Klimawandels sind sowohl in Peru als auch in der Schweiz beispielsweise durch den Gletscherschwund sehr gut sichtbar. Um sich an bestehende und kommende Veränderungen anzupassen und um Risiken zu minimieren, sind hochwertige Wetter- und Klimainformationen von grosser Wichtigkeit. Diese werden durch die nationalen Wetterdienste bereitgestellt.
Mittels des Zusammenarbeitsprojektes CLIMANDES soll der Wissenstransfer zwischen der Schweiz und Peru verstärkt und die Bereitstellung verschiedener Klimadienstleistungen in Peru optimiert werden. Darunter fällt die Verbesserung der Qualität der klimatologischen Messungen und die daraus berechneten Analysen zur Charakterisierung des Klimas in Peru.
Im Rahmen des Extrakongresses der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), welcher vom 29. - 31. Oktober in Genf stattfindet, wurde dieses Projekt erfolgreich lanciert; es dient nun als Pilotprojekt des globalen Rahmenwerks für Klimadienstleistungen (Global Framework for Climate Services, GFCS).
Massgeschneiderte Klimadienstleistungen für Peru
Das Projekt CLIMANDES hat zum Ziel, qualitativ hochwertige und auf die Bedürfnisse der Entscheidungsträger abgestimmte Klimadienstleistungen für die Regionen Cusco und Junín in Peru zu entwickeln. Die Verbreitung von Klimainformationen an die lokalen Entscheidungsträger steht im Fokus des Projekts. So sind beispielsweise Angaben zu Kälte- oder Hitzeperioden für die Landwirtschaft von grosser Bedeutung. Von diesen Informationen profitieren auch verschiedene Wirtschaftsbereiche wie die Landwirtschaft, die Tourismusbranche, der Bergbau und der Energiesektor. Durch die verbesserten Klimainformationen können Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel frühzeitig ergriffen werden.
Stärkung der Ausbildung von Meteorologen und Klimatologen
CLIMANDES richtet den Fokus zudem auf die Verbesserung der akademischen Ausbildung in den Bereichen Meteorologie und Klimatologie. Im WMO Ausbildungszentrum in Lima werden die Studienpläne an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Andenregion angepasst. Darüber hinaus wird der Studentenaustausch innerhalb der Region, aber auch zwischen Peru und der Schweiz, gefördert.
CLIMANDES wird vom Globalprogramm Klimawandel der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziell unterstützt und durch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) koordiniert. Die Projektimplementierung in Peru wird durch den peruanischen Wetterdienst SENAMHI und die Universität La Molina durchgeführt. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, das Geographische Institut der Universität Bern und Meteodat GmbH unterstützen die peruanischen Partner bei der Projektdurchführung. Das Projekt CLIMANDES läuft von August 2012 bis Juli 2015 und verfügt über ein Budget von rund CHF 3.2 Mio.
CLIMANDES: Servicios CLIMáticos con énfasis en los ANdes en apoyo a las DEcisioneS
Kontakt
Kommunikation MeteoSchweiz: <email-pii>, 044 256 94 10
DEZA: Jean-Bernard Dubois, <email-pii>, 031 325 9280