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Die Suisa wird 100 Jahre alt
Die Genossenschaft Suisa feiert ihr hundert Jahr Jubiläum. Ihre Vorgängerin, die Verwertungsgesellschaft Mechanlizenz, wurde 1923 gegründet.
Eine Verwertungsgesellschaft gewährleistet, dass Künstlerinnen und Künstler angemessen für die Nutzung ihres geistigen Eigentums bezahlt werden, wenn ihre Werke genutzt werden.
Die erste solcher Gesellschaften in der Schweiz, die Mechanlizenz, begann 1923 damit, Lizenzen für die Herstellung von Musikdosen, damals bevorzugte Tonträger, zu vergeben. Das erwirtschaftete Geld wurde dann unter den Komponisten und Urhebern der Musik aufgeteilt. Parallel dazu wurde 1924 die Schweizerische Gesellschaft für Aufführungsrechte (Gefa) gegründet. Diese Gesellschaft sorgte dafür, dass Künstlerinnen und Künstler für ihre Auftritte bei Konzerten oder im aufkommenden Radio angemessen entlohnt wurden.
Die Gefa, die 1941 in Suisa umbenannt wurde, fusionierte 1980 mit der Mechanlizenz, und seitdem existiert nur noch die Suisa.
Die Suisa ist darauf bedacht, den Urheberinnen und Urhebern das ihnen zustehende Geld zukommen zu lassen. Sie hat rund 42.000 Komponistinnen und Komponisten als Mitglieder und vertritt ihre Rechte. "Wenn es die Suisa nicht gäbe, müssten alle Künstler und Künstlerinnen einzeln mit Radiostationen, TV-Sendern und Konzertveranstaltern über die Preise ihrer Werke verhandeln", sagt Giorgio Tebaldi, Leiter der Kommunikation bei der Suisa.
Im System der Suisa sind alle beteiligten Parteien an den Musikstücken erfasst, damit die Urheberrechtsgebühren korrekt verteilt werden können. "Jeder, der Musik im nicht-privaten Rahmen nutzt, sei es in einem Radio oder bei einem Konzert, zahlt diese Gebühren an uns, damit wir sie weitergeben können", erklärt Giorgio Tebaldi weiter.
"Der Unterschied zwischen der Gage und der Suisa besteht darin, dass bei der Gage die Mitwirkenden eines Konzerts bezahlt werden und bei der Suisa alle an dem Song Beteiligten", ergänzt Nick Werren, selbstständiger Musiker aus Bern.
Zusätzlich zur Suisa existiert seit 1989 auch die Musikförderstiftung Fondation Suisa. "Es gibt viele Genres, die förderungswürdig sind, aber selten gespielt werden. Diese Genres erhalten jedes Jahr 2,5 % der Suisa-Einnahmen." Dieses Geld wird dann für Kompositionen, Konzerte oder Tourneen verteilt und verwendet.
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