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Max Tundra ist das musikalische Alter Ego von Ben Jacobs, welcher nach seinem Debut auf dem Warp- Label jetzt bei Domino Records zuhause ist, und zweifellos zu den «Weirdos» der elektronischen Musikszene gehört.
Als ob er aufzeigen wollte, wie vergnüglich die Überflutung mit Informationen sein kann, packt er mehr Ideen in eine Minute seiner Musik, als andere während einer ganzen Karriere verarbeiten können. So wurde sein erstes Demo von einer Plattenfirma abgelehnt mit der Begründung, dass «zuviele Ideen enthalten» seien.
Mit bestechender Logik erklärt er, dass er nicht von dem inspiriert wird, was ihm gefällt, weil er sich ja daran erfreuen kann, dass jemand anderes das gemacht hat, er es folglich jetzt nicht mehr machen muss, sondern gerade von dem, was ihm nicht gefällt, was ihn nervt. «Was, so eine miese Nummer ist in den Charts?».
Seine Stücke sollen möglichst genau dem entsprechen, was er vorher im Kopf gehört hat. Umso erstaunlicher, dass er sämtliche Instrumente, die er einsetzt, selbst spielt: Wenn an einem bestimmten Punkt eine Trompete hingehört, besorgt er sich eine und lernt sie zu spielen.
Nachdem sein Debut «Children At Play» für Warp aus instrumentalen Nummern bestand, wie das erste Album für Domino, «Some Good Friend You Turned Out To Be», bekommt mit «Mastered by Guy at the Exchange» die Musik noch eine Stimme.
Natürlich singt er selbst, wo er nicht als weibliche Stimme seine Schwester Becky eingespannt hat. Seinen Auftritten wird nachgesagt, dass sie zum Vergnüglicheren gehören, was auf einer Bühne stattfinden kann …