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Nachhaltige Siedlungshygiene bildet eine grosse Herausforderung in Ländern mit geringem Einkommen. Weltweit haben über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu verbesserten Sanitärbedingungen. Soziale Unternehmer, öffentliche Versorgungsdienstleister, Non-Profit Organisationen, und profit-orientierte Unternehmen versuchen der Krise entgegenzuwirken. Sie haben jedoch grosse Schwierigkeiten ihre Geschäftsmodelle zu skalieren. Die meisten von ihnen befinden sich in der Pilotphase oder sind gerade im Begriff über diese Phase hinaus zu expandieren. Wir arbeiten mit verschiedenen Organisationen zusammen, um die Rolle von Innovationen im Skalierungsprozess zu untersuchen. Die Organisationen decken entweder die gesamte Sanitäre Wertschöpfungskette (sanitation value chain) oder konzentrieren sich auf einzelne Wertschöpfungsaktivitäten. Wir verwenden Methoden wie die Aktionsforschung, Interviews und Fokusgruppen, um Fallstudien über diese Organisationen zu erarbeiten. Das ermöglicht es uns, ein besseres Verständnis und Empfehlungen für die Skalierungsprozesse und die Wachstumsstrategien zu entwickeln.
Unser Fallstudien zeigen zwei verschiedene Vorgehensweise bei diesen Organisationen auf: Integrierte versus isolierte Vorgehensweise.
Integrierte Vorgehensweise: Organisationen übernehmen alles vom Design und Verkauf des Interfaces (Toilette) bis zum Transport und Aufbereitung des Abwassers zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe und Herstellung von Endprodukten (Biogas, Dünger, Kompost).
Isolierte Vorgehensweise: Organisationen bieten nur einzelne Glieder der Sanitären Wertschöpfungskette an, während andere lokale Akteure die restlichen Teile übernehmen.