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«Ich verstehe, dass das für alle ein grosser Schock ist. Ich habe sicherlich keine Regeln gebrochen», sagte Chris Froome in einem Interview mit der BBC. Der 32-jährige Brite sagte weiter, dass dies «kein positiver Test» sei. Auf die Frage, ob sein Image nachhaltig beschädigt werde, antwortete er mit «Nein».
Ich bin seit 10 Jahren Radprofi, ich behandle meine Symptome und fahre seit 10 Jahren mit Asthma.
Der vierfache Tour-Sieger Froome war bei seinem Vuelta-Triumph im September bei einer Dopingprobe positiv getestet worden. Der Rad-Weltverband UCI sah am Mittwoch von einer Suspendierung ab, sie will zunächst weitere Informationen von Team und Fahrer einholen.
«Ich bin seit 10 Jahren Radprofi, ich behandle meine Symptome und fahre seit 10 Jahren mit Asthma», sagte Froome. «Ich kenne die Regeln und weiss, wo die Grenzen liegen. Ich habe diese Grenzen nie überschritten», so Froome, der laut eigenen Angaben der UCI alle nötigen Informationen zur Verfügung gestellt hat. Wie der unzulässig hohe Wert zustande gekommen sein könnte, sagte Froome nicht.
Das was hier läuft, ist inkonsequent, intransparent, unprofessionell und unfair.
Tony Martin «total wütend»
Aus dem Fahrerlager wurde mancherorts Kritik am Vorgehen der UCI laut. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin kritisierte den Verband aufs Schärfste. «Ich bin total wütend. Im Fall Chris Froome wird definitiv mit zweierlei Mass gemessen», schrieb Martin auf seiner Webseite. «Das was hier läuft, ist inkonsequent, intransparent, unprofessionell und unfair.»
Andere Sportler würden nach einer positiven Probe «sofort gesperrt. Ihm und seinem Team wurde von der UCI Zeit gegeben, sich zu erklären. Mir ist kein derartiger Fall in der jüngeren Vergangenheit bekannt», teilte der 32-Jährige mit: «Das ist ein Skandal, zumal er nicht einmal mehr bei der WM hätte antreten dürfen.» Dort hatte Froome knapp zwei Wochen nach seiner positiven Probe Zeitfahr-Bronze geholt, Martin war Neunter geworden.
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 13.12.2017, 22:30 Uhr