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Als Ai Weiwei am Flughafen in Beijing ein FLugzeug nach Hongkong besteigen wollte, hat ihn die Polizei am Sonntag Morgen verhaftet. Wegen «Aufrufen zum Untergraben der Staatsgewalt» sitzen schon etliche Dissidenten hinter Gittern.
Die Verhaftung des «Andy Warhol» von China deutet auf eine Eskalation der repressiven Politik hin. Bisher «begnügte» sich die Staatsgewalt mit mehreren Hausarrests des Künstlers, dem Verbot von Ausstellungen und im Januar mit dem Zerstören seines Ateliers in Shanghai. Vor drei Jahren ernannten ihn die Behörden noch zum künstlerischen Leiter des «Vogelnest»-Olympiastadions, das er mit den Basler Architekten Herzog & de Meuron konzipierte. Das sollte eine Ausnahme bleiben. Deshalb feierte er seine grössten Erfolge im Ausland. 2010 machte er in London Furore, als er die Turbinenhalle im Museum Tate Modern mit hundert Millionen Sonnenblumenkernen aus Porzellan füllte. Im Berliner Ostasiatischen Museum ist zur Zeit eine Installation aus 3000 Kilo gepresstem Pu-Er-Tee zu bewundern.
«Ich kann hier nicht weiter arbeiten»
«Ich bin ratlos, weil ich in China nicht weiter arbeiten kann», erklärte er noch Ende März. Deshalb hat der 53-Jährige im Berliner Stadtteil Schöneweide ein Künstler-Studio gekauft. Er wolle dies nicht als Flucht verstanden wissen, sondern wolle sein Studio in Beijing weiter betreiben. Am Sonntag nach seiner Verhaftung hat die Polizei sein Studio durchsucht und möglicherweise geschlossen. Ai Weiwei pendelte häufig zwischen China und Europa. In den Achtzigerjahren lebte er in New York.
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keine