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Viele werdende Eltern sorgen sich über die möglichen Risiken, die ihre Haustiere für ihr ungeborenes Baby darstellen können. Bei Hunden besteht noch mehr Grund zur Sorge, da sich Katzen dem Neuankömmling gegenüber eher ängstlich verhalten. Und doch kann ein Hund im Haus gut für die Gesundheit eines Babys sein!
Symptome von Atemwegsinfekten treten im ersten Lebensjahr häufig auf. Sie werden in der Regel durch ein Virus verursacht (das humane Rhinovirus ist der häufigste Erreger). Der Besuch einer Kindertagesstätte, ältere Geschwister und fehlendes Stillen wurden bereits als Faktoren identifiziert, die zu Atemwegsinfektionen im frühen Alter beitragen können. Die Anwesenheit eines Tieres an der Seite des Kindes, vor allem eines Hundes, kann dagegen dazu führen, dass es weniger krank wird.
Weniger Infektionen der Atemwege
Laut einer finnischen Studie aus dem Jahr 2012 schützt das Zusammenleben mit einem Haustier, insbesondere einem Hund, Kinder im ersten Lebensjahr vor vielen Infektionen. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, verfolgten die Forscher fast 400 Kinder von der Schwangerschaft der Mutter bis zum Alter von einem Jahr. Ziel war es, die Häufigkeit von Atemwegsinfektionen und den möglichen Kontakt des Kindes mit Tieren zu erfassen.
Jede Woche wurden die Eltern gebeten, ein Tagebuch zu führen, in dem die Krankheiten und Symptome des Kindes sowie die Zeit, die das Haustier (Hund oder Katze, falls vorhanden) im Haushalt verbrachte, festgehalten wurden. Das Ergebnis: Kinder mit Hunden im Haushalt hatten weniger Atemwegsinfektionen als andere Kinder. Sie entwickelten weniger Husten, Ohrenentzündungen und Schnupfen und benötigten im ersten Jahr weniger Antibiotika.
Ein Begleiter, der das Immunsystem stärkt
Diese Ergebnisse unterstützen die Theorie, dass der Kontakt mit Tieren im ersten Lebensjahr wichtig ist. Haustiere scheinen die Resistenz gegen infektiöse Atemwegserkrankungen in der Kindheit zu stärken.
Die Daten zeigten auch, dass Kinder, die mit einem Hund leben, der wenig Zeit im Haus verbrachte (6 Stunden oder weniger), das geringste Infektionsrisiko hatten. Die Erklärung? Hunde, die viel Zeit im Freien verbringen, bringen viel mehr Schmutz und Bakterien ins Haus.
Die Menge des Schmutzes korreliert wahrscheinlich mit der Menge an Bakterien in der Wohnumgebung. Und diese Vielfalt hilft, das Immunsystem zu stimulieren. «Die Anwesenheit des Hundes lässt das Immunsystem eines Kleinkindes reifen, so dass es weniger häufige und weniger langwierige Infektionen erlebt», sagt Eija Bergroth, Kinderärztin und Hauptautorin der Studie.
Sie können sich also bei Ihrem treuen Begleiter bedanken: Seine Anwesenheit erspart Ihnen vielleicht den einen oder anderen Notfallbesuch beim Kinderarzt…