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Jährlich erkranken in der Schweiz rund 1100 Menschen an Krebs der Mundhöhle oder des Rachens. Das macht etwa 3% aller Krebserkrankungen aus. 70% der Patienten sind Männer, 30% sind Frauen. Mundhöhlenkrebs kann auch jüngere Menschen treffen: 12% der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose unter 50, 58% zwischen 50 und 70 Jahre alt.
An allen Stellen im Bereich von Mund und Rachen kann sich Krebs entwickeln: an den Lippen, an der Zunge, am Zahnfleisch, in den Wangen, am harten oder weichen Gaumen, am Zungengrund sowie am oberen oder unteren Rachen.
Risikofaktoren
Es gibt keine eindeutige Ursache für Mundhöhlenkrebs. Einige Faktoren können aber das Erkrankungsrisiko erhöhen.
Sowohl der regelmässige Konsum von Alkohol – besonders von hochprozentigen Getränken – und das Rauchen gelten als die wichtigsten Risikofaktoren, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken. Besonders hoch ist das Risiko bei Personen, welche regelmässig Alkohol trinken und rauchen.
Weitere Risikofaktoren sind:
- chronisch wunde Stellen im Bereich der Mundschleimhaut (z.B. aufgrund scharfer Zahn- oder Prothesenkanten)
- schlechte Mundhygiene
- Infektion mit bestimmten Typen der Humanen Papillomaviren (HPV)
Symptome
Welche Beschwerden ein Tumor in der Mundhöhle auslöst, hängt unter anderem davon ab, wo er sich befindet. Krebs der Lippen oder der Mundschleimhaut beispielsweise macht sich oft als Geschwür bemerkbar, das nicht heilen will. Solche wunden Stellen im Mund sollte man deshalb spätestens nach zwei Wochen vom Arzt oder Zahnarzt abklären lassen.
Andere Symptome von Mundhöhlenkrebs sind Schmerzen, Schwellungen, schlechter Mundgeruch, vermehrter Speichelfluss oder Kau- und Schluckbeschwerden. Menschen mit einer Gebissprothese bemerken manchmal, dass ihre Prothese nicht mehr richtig sitzt.
Diagnose
Bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs nimmt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine gründliche Untersuchung des Mund- und Rachenraums vor. Mund, Rachen, Nasenhöhlen, Kehlkopf und Luftröhre werden mit einem Endoskop untersucht, von verdächtigen Stellen werden Gewebeproben entnommen. Die Gesichts- und Halsorgane lassen sich mit Röntgenbildern, einer Computertomografie oder einer Magnetresonanztomografie darstellen.
Therapie
Falls sich der Krebs noch nicht zu weit ausgebreitet hat, wird er operativ entfernt. Oft werden dabei auch Halslymphknoten entnommen. Manchmal ist zusätzlich eine Strahlentherapie oder eine Chemotherapie notwendig, entweder vor oder nach der Operation.