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Grosserfolg für Melinda Nadj Abonji: Mit ihrem Werk "Tauben fliegen auf" hat sie es auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis geschafft. Es ist das erste Mal, dass ein Schweizer Autor in die engere Auswahl für die renommierte Auszeichnung kommt.
Die Autorin und Musikerin Melinda Nadj Abonji, die 1968 im serbischen Becsej geboren wurde, erzählt in "Tauben fliegen auf" von einer ungarischen Familie aus der serbischen Provinz Vojvodina: Die Eltern ziehen in die Schweiz und holen später, in den 1970er-Jahren, ihre Töchter nach.
Die weiteren Anwärter auf den Deutschen Buchpreis sind: "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag" von Jan Faktor, "September" von Thomas Lehr, "Andernorts" von Doron Rabinovici, "Rabenliebe" von Peter Wawerzinek sowie "Dinge, die wir heute sagten" von Judith Zander.
Die Jurymitglieder trafen eine Auswahl aus den 20 Titeln der Longlist, ursprünglich waren 148 Bücher eingereicht worden. Der Gewinner der mit insgesamt 37'500 Euro (50'300 Franken) dotierten Auszeichnung wird am 4. Oktober bekanntgegeben.
Der Deutsche Buchpreis, vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisiert, wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Er gilt inzwischen als die literarische Auszeichnung mit der grössten öffentlichen Resonanz im deutschsprachigen Raum.
Im vergangenen Jahr hatten Peter Stamm mit "Sieben Jahre" und Sibylle Berg mit "Der Mann schläft" einen Platz auf der Longlist erreicht.
swissinfo.ch und Agenturen