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Es gibt neben der Seed-Implantation, welche vor allen Dingen bei Prostata-Krebs zum Einsatz kommt, noch das Nachladeverfahren (afterloading).
Seed-Implantation (Low-dose-rate = LDR)
Die Anzahl der Strahlenquellen (sog. Seeds = das sind 0,5 cm lange Jodteilchen), wird während eines Ultraschalls durch den Physiker ermittelt. Anschliessend werden diese Seeds in Hohlnadeln während einer Vollnarkose eingebracht. Beim «Post-Planing» wird dann nochmals eine genaue Lagebeurteilung der Seeds durchgeführt. Die Seeds verbleiben nun permanent dort. Nach gut 20 Tagen ist die Hälfte der Strahlendosis abgegeben.
Afterloading (High-dose-rate = HDR)
Bei dieser temporären Afterloading-Implantation mit Iridium-192, werden Applikatoren in Form von Metall- oder Kunststoffnadeln oder Schläuchen in das zu behandelnde Gewebe (Tumor) eingebracht und fixiert, nachdem der übliche Bestrahlungsplan berechnet, und die optimale Positionierung der radioaktiven Quelle festgelegt wurde. Danach wird das Afterloading-Gerät angeschlossen. Im sog. Tresor des Gerätes befindet sich das radioaktive Isotop. Es sitzt an der Spitze eines Drahtes, der nun in den Applikator einfährt, und dort die vorberechnete Zeit verweilt (meist nur wenige Minuten). Danach zieht dich der Draht wieder in den Tresor zurück, und bis zur nächsten Sitzung ist der Patient wieder mobil. Mit Hilfe der computertomographie-gesteuerten Implantationstechnik lassen die die Applikatoren in fast jede Körperregion einbringen.