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Der Bundesrat will ein Cyberkommando schaffen und die Milizbestände in diesem Bereich ausbauen. Konkret soll die heutige Führungsunterstützungsbasis (FUB) auf Anfang 2024 in ein "Kommando Cyber" weiterentwickelt werden, wie der Bundesrat mitteilte.
Gemäss dem erläuternden Bericht des Bundesrats ist die Zahl der gezielten Cyberangriffe auf strategisch relevante Ziele stark angestiegen. Deshalb müssten auch die Personalbestände in diesem Bereich in den kommenden Jahren wesentlich erhöht werden. Vorgesehen sei, auf den 1. Januar 2022 sowohl ein Cyberbataillon als auch einen Cyberfachstab zu bilden. Der heutige Personalbestand von 206 Armeeangehörigen im Cyberbereich soll auf 575 erhöht werden.
Die Kosten für die Schaffung des Kommandos Cyber und die Aufstockung des Personals seien im Rahmen der Umsetzung der Weiterentwicklung der Armee (WEA) bereits budgetiert. Es würden keine weiteren finanziellen Kosten erwartet, so der Bundesrat.
Die Landesregierung wollte bei der WEA eigentlich die Bereiche FUB und die Logistikbasis der Armee (LBA) zu einem Kommando Unterstützung zusammenlegen. In der Sommersession nahm das Parlament dann jedoch eine Motion an, die verlangte, auf die Zusammenlegung zu verzichten. Dies, weil der Mehrwert der Reorganisation infrage gestellt wurde. Als Reaktion auf die Annahme dieses Vorstosses will der Bundesrat nun das Kommando Cyber schaffen.
Die Vernehmlassung zu diesen Änderungen dauert bis am 22. Januar 2021.