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La bella Italia. Dies hat sich reitsport.ch als Motto genommen für diese Woche. Hier erfahrt ihr mehr über Legenden im Springsport.
Die Familie D’Inzeo aus Italien war zwischen den 1940er und 1970er Jahren sehr erfolgreich. Die zwei Söhne aus der Familie nahmen an zahlreichen Springen teil und gewannen so einige Medaillen. Piero D’Inzeo, der ältere von beiden Brüdern, kam am 4. März 1023 in Rom zur Welt und verstarb dieses Jahr am 13. Februar. Zusammen mit seinem Bruder Raimondo sind sie die ersten Athleten, die an acht Olympischen Spielen in Folge teilgenommen haben. Dabei sprechen wir von den Olympischen Spielen von 1948 bis 1976. Beide gelten damit bis heute als die Sportler mit den meisten Olympiateilnahmen. Hier eine Auflistung seiner grössten Erfolge, wobei der Europameistertitel 1959 in Paris auf Uruguay etwas ganz besonderes für ihn war.
Olympische Spiele:
1956 in Stockholm: Silbermedaille Mannschaft, Bronzemedaille Einzel auf Uruguay
1960 in Rom: Bronzemedaille Mannschaft, Silbermedaille Einzel auf The Rock
1964 in Tokio: Bronzemedaille Mannschaft Sun Beam
1972 in München: Bronzemedaille Mannschaft auf Easter Light
Europameisterschaften:
1958 in Aachen: Silbermedaille Einzel auf The Rock
1959 in Paris: Goldmedaille Einzel auf Uruguay
1961 in Aachen: Silbermedaille Einzel auf Pioneer
1962 in London: Bronzemedaille Einzel auf The Rock
Weitere:
4 × Sieger im Großen Preis von Aachen (1952 auf Uruguay, 1959 und 1961 auf The Rock und 1965 auf Bally Black)
Sein zwei Jahre älterer Bruder und Offizier Raimondo, konnte ebenfalls einige Turniere für sich entscheiden. 1960 gewann er sogar in Rom gemeinsam mit seinem Pferd Posipillo die olympische Goldmedaille. Seine Erfolge in einer kleinen Übersicht.
Olympische Spiele:
1956 in Stockholm: Silbermedaille Mannschaft, Silbermedaille Einzel auf Merano
1960 in Rom: Bronzemedaille Mannschaft, Goldmedaille Einzel auf Posillipo
1964 in Tokio: Bronzemedaille Mannschaft auf Posillipo
1972 in München: Bronzemedaille Mannschaft auf Fiorello II
Weltmeisterschaft:
1955 in Aachen: Silbermedaille Einzel auf Merano
1956 in Aachen: Goldmedaille Einzel auf Merano
1960 in Venedig: Goldmedaille Einzel auf Gowran Girl
1966 in Buenos Aires: Bronzemedaille auf Bowjak
Der stets in Uniform gekleidete Offizier hielt all seine Erfahrungen und Erfolge noch zusätzlich in einem Buch namens "Mein Leben mit Pferden" fest, das 1960 zum ersten Mal erschien.
Aber auch schon viel früher gab es bekannte Reiter aus Italien. Federico Caprilli (7. April 1868 bis 6. Dezember 1907) wurde berühmt, durch das Durchsetzen des neuen und noch heute gegenwärtigen leichten Springsitzes. Caprilli war Rittmeister der italienischen Armee sowie Ausbilder an italienischen Kavallerieschulen. Sehr lange war ein Sitz im Springreiten üblich, den wir uns heute nicht mehr vorstellen könnten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts haben sich die Reiter weit im Sattel zurückgelehnt und die Füsse nach vorne gestreckt, damit sie sich bei der Landung gut abstützen konnten. Caprilli war nicht der erste, der bemerkte, dass es einen besseren Sitz gab, der das Pferd besser entlastete. Einige vor ihm kamen auf den Gedanken, doch nur Federico Caprilli vermochte dem Sitz seine Berühmtheit verleihen. Da es immer Skeptiker unter uns gibt und diese damals auch nicht zu überzeugen waren, hat Caprilli die Vorteile des Sitzes bei einem Turnier unter Beweis gestellt. 1902 sprang er mit seinem Pferd in Turin einen neuen Höhenrekord von 2.08 Metern. Für Caprilli war der neue Sitz Mittel zum Zweck. Er wollte das natürliche Gleichgewicht des Pferdes nicht stören und merkte schnell, dass hierfür der leichte Sitz notwendig war. Ausserdem ermöglichte dieser Sitz, für Pferd und Reiter, ein angenehmes Reiten im Gelände.