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Universität Zürich
Laufzeit: 01.08.2018 – 31.07.2022
Im Projekt werden die Entwicklung sowie der aktuelle Stand und Status der höheren Fachschulen in der Schweiz untersucht. Nach 1995 war dieser tertiäre Bildungsbereich durch die Schaffung von Fachhochschulen gezwungen, sich innerhalb des (Berufs-) Bildungssystems neu zu positionieren und zu legitimieren. Die höheren Fachschulen gerieten in einen Neudefinierungs- und Abgrenzungsprozess, mit dem u.a. Fragen nach der Wertigkeit der Diplome und eine Politik der Sichtbarmachung verbunden waren.
Die Entwicklung und die Herausforderungen der bildungssystematischen Neuverortung der höheren Fachschulen wurden – trotz politischem Handlungsdruck – von der Forschung bislang nur wenig bearbeitet. Um systematische Erkenntnisse zu diesem Bildungstyp zu gewinnen, wird zunächst eine Dokumentenanalyse der normativen Regelungen und entsprechender Kontextdokumente durchgeführt; darauf bauen Fallstudien zu fünf Studiengängen aus fünf Branchen (Gesundheit, Technik, Gastronomie und Tourismus, Wirtschaft sowie Soziales) auf. Dabei liegt der Fokus auf den institutionellen Entwicklungsprozessen. Die Daten werden mit Methoden der qualitativen Sozialforschung (Experteninterviews) und der Oral History (witness seminar) erhoben.
Mit diesem Projekt soll Wissen über die Aushandlungsprozesse zwischen den involvierten Akteuren, über die bildungssystematischen Strukturen und deren Transformation sowie über die Einflüsse internationaler Reformen im Berufsbildungsbereich generiert werden, was ein vertieftes Verständnis für die strukturbildenden Prozesse der letzten beiden Jahrzehnte ermöglichen soll.