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Eine grosse Herausforderung für das Umweltmanagement besteht darin, den räumlichen Rahmen von Regulierungen den spezifischen Umweltproblemen anzupassen. Von einer naturwissenschaftlichen Perspektive kann der geeignete Massstab von Managementeinheiten durch die Grenzen, über welche hinaus physische, chemische und biologische Prozesse keinen Effekt mehr auf das Umweltproblem haben, definiert werden. Tatsächliche politische Managementeinheiten stimmen allerdings nur selten mit diesen Idealzuständen überein. Dies gilt insbesondere für grenzüberschreitende Wasserverunreinigung im Allgemeinen, und Regulierung von Mikroverunreinigung im Besonderen, wo unterschiedliche Rechtsprechungen dazu tendieren, verschiedene politische Lösungen hervorzubringen und divergierende Instrumente eingesetzt werden, um das exakt gleiche Problem innerhalb des gleichen hydrologischen Einzugsgebietes anzugehen. In diesem Forschungsprojekt wenden wir einen interdisziplinären Ansatz an, in dem wir eine „Mass Flux“-Analyse mit Politikwissenschaft und Wirtschaftsgeographie kombinieren und uns folgende Frage stellen: Wie kann die potenzielle Diskrepanz zwischen dem physischen Umfang der Verschmutzung und den entsprechenden politischen Handlungsbereichen und der Regulierung von Mikroverunreinigung visualisiert und erfasst werden, um eine effektive und effiziente Regulierung von Mikroverunreinigung auszugestalten?
Verwandtes Dissertations-Projekt von Florence Metz: How to explain instrument selection in complex policy processes