Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03658.jsonl.gz/2711

Sicherung
Nach der auf behördliche Weisung erfolgten Schliessung der Sondermülldeponie im April 1985, wurde erkannt, dass der mittlerweile abgedeckte Deponiekörper eine Gefahr für das Grundwasser darstellt. Mit einem ausgedehnten Beobachtungsnetz liess sich eine langsam im Felsuntergrund fortschreitende Verschmutzungsfahne feststellen; diese hat zwar bis heute die Qualität des genutzten Grundwassers in der unterhalb der Deponie gelegenen Talfüllung aus Schottern, Sanden und Silten nicht zu beeinträchtigen vermocht. Sie stellt dennoch eine latente Gefahr für das Grundwasser dar.
Bereits 1992 setzte deshalb die kantonale Umweltbehörde Schutzziele für das im Abstrom der Deponie zirkulierende Grundwasser fest und verfügte die Sanierung der Deponie. Da zu diesem Zeitpunkt mangels technischer Erfahrung nicht an eine Gesamtsanierung zu denken war, wurde in den folgenden Jahren vom Konsortium im Einvernehmen mit den kantonalen und kommunalen Aufsichtsbehörden mit Nachdruck an der Sicherung der Deponie, d.h. der Abschirmung der Schadstoffquelle gegen die Biosphäre gearbeitet.
Seit 1988 sind folgende Sicherungsmassnahmen realisiert worden:
1. Verbesserung und Ergänzung der Oberflächen- und Seitenabdichtung
2. Ergänzung der Entwässerungs- und Gasfassungssysteme
3. Bau einer eigenen Schmutzwasser- und Abluftbehandlungsanlage.
"SWALBA"
4. Bau einer Interventionsbrunnenreihe im Grundwasserträger im Abstrombereich der Deponie
"Brunnenreihe Kölliker Rinne"
5. Bau einer Hangdrainage oberhalb (nördlich) der Deponie.
"Abschirmung Nord"
6. Bau einer Drainagewand im Süden der Deponie, mit Seitenflügeln im Osten und Westen.
"Abschirmung Süd"
Mit diesen Massnahmen ist der Deponiekörper seitlich und nach oben einwandfrei gesichert; die Abgänge werden umweltfreundlich entsorgt. Das Restrisiko liegt in der geringen Wahrscheinlichkeit, dass Schadstoffe die Abschirmungen unterwandern und nach vielen Jahren doch noch im genutzten Grundwasser auftreten. Dieses Problem lässt sich nur durch Beseitigung der Schadstoffquelle, d.h. den umweltgerechten Rückbau der Deponie lösen.
"Gesamtsanierung"