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Hollywoodstar und Festivalgründer Robert Redford hat am Donnerstag im US-Wintersportort Park City das Sundance Filmfestival eröffnet. In der Wettbewerbssparte «World Cinema»-Dokumentarfilm ist der Schweizer Christian Frei mit einem Beitrag über Mammuts nominiert.
Sundance ist das grösste Festival für unabhängige, ausserhalb Hollywoods produzierte Filme. Bis zum 28. Januar werden mehr als 110 Spielfilme sowie Dokus und Kurzfilme aus Dutzenden Ländern gezeigt.
Bei der traditionellen Pressekonferenz zum Auftakt des Festivals pries Redford die #MeToo- und «Times Up»-Bewegung als einen Wendepunkt in Hollywood. Er hoffe, dass Frauen im Filmgeschäft nun mehr Möglichkeiten hätten, ihre Projekte zu verwirklichen. «Die Rolle der Männer ist es nun, zuzuhören», sagte Redford. Männer hätten zu lange das Geschäft dominiert.
Bei dem Festival treten 56 Filme in vier Wettbewerbs-Kategorien gegeneinander an. Die Schweiz ist mit dem Film «Genesis 2.0» von Regisseur Christian Frei vertreten. Frei führte gemeinsam mit dem jungen russischen Filmemacher Maxim Arbugaev Regie.
Mammutjäger und Klonforscher
Der Film dokumentiert den strengen und gefährlichen Alltag von Mammutjägern auf einer abgelegenen Inselgruppe in Sibirien. Gleichzeitig porträtiert er Klonforscher, die das ausgestorbene Wollhaarmammut wieder zum Leben erwecken möchten.
Frei ist der erste Schweizer Filmemacher, der zum dritten Mal an das grösste Filmfestival der USA eingeladen worden ist. Der gebürtige Solothurner gehört aktuell zu den wichtigsten Schweizer Regisseuren. Der Präsident der Schweizer Filmakademie war 2001 für seinen Dokfilm «War Photographer» für einen Oscar nominiert. Neben seiner Arbeit an eigenen Filmen produziert Frei auch Filme junger Kollegen, zuletzt etwa «Raving Iran» von Susanne Regina Meures.
Jedes Jahr mischen auch international bekannte Schauspieler beim Sundance-Festival mit. Diesmal werden Stars wie Robert Pattinson, Rosamund Pike, Kristen Stewart und Jake Gyllenhaal mit ihren Indie-Filmen erwartet. Die Schauspieler Ethan Hawke, Paul Dano, Idris Elba und Rupert Everett stellen neue Regie-Werke vor. (sda/dpa)