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Die wählerstärkste SVP steht vor einer Herausforderung. Sie will ihre drei Nationalratssitze einerseits ohne den Bisherigen-Bonus der nicht wieder antretenden Nationalrätin Verena Herzog verteidigen. Die Partei muss anderseits auch auf die EDU als langjährige Listenverbindungspartnerin verzichten. Diese schloss sich mit der aus Corona-Massnahmenkritikern entstandenen Gruppierung Aufrecht zusammen.
Die FDP versucht ihrerseits, ihren Nationalratssitz zurückzuerobern. Sie verlor ihre Vertretung in der grossen Kammer an der Klimawahl vor vier Jahren an die Grünen. Die Rückkehr in den Nationalrat gelingt den Freisinnigen, wenn sie in der Dreierlistenverbindung mit Mitte und EVP das beste Resultat erzielen oder diese Listenverbindung zwei Sitze gewinnt.
Die Konkurrenz ist für die Freisinnigen innerhalb der Listenverbindung gross. Die Mitte-Partei tritt mit Christian Lohr an, der seit 2011 im Nationalrat politisiert und sich schon mehrfach als Thurgauer Panaschierkönig auszeichnete.
Bei den Sozialdemokraten gilt Kantonsrätin Nina Schläfli als Favoritin, den Sitz der nicht wieder antretenden Nationalrätin Edith Graf-Litscher zu verteidigen. Die Chancen für die Sozialdemokraten stehen gut. Ihre Listenverbindung mit den Grünen und der GLP könnte aufgrund ihrer Wählerstärke sogar zwei Sitze gewinnen. Davon dürfte der Bisherige Kurt Egger von den Grünen profitieren, sofern seine Partei nicht von den Grünliberalen überflügelt wird.
Im Rennen um den Ständerat gelten die beiden Bisherigen Brigitte Häberli-Koller (Mitte) und Jakob Stark (SVP) als klare Favoriten. Sie werden von Gabriela Coray (parteilos), Stefan Leuthold (GLP), Robin Spiri (Aufrecht) und Kristiane Vietze (FDP) herausgefordert.