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Der streng rechteckige Platz mit hellem, gelblichem Asphaltbelag, begrenzt durch ein breites Betonband, erscheint als grosszügig dimensionierte Ganzheit. Die sparsame Möblierung mit mobilem Grün, einem historischen Brunnen, Bänken und einer ehemaligen Tramstation mit Uhr sowie die sanften Übergänge zwischen den Fahrbahnen (signalisiert als Begegnungszone) und den Flächen, die dem Fuss- und teilweise dem Veloverkehr vorbehalten sind, unterstützen diese Wirkung. Nachts erhellen vier haushohe Mastenleuchten und einzelne Bodenleuchten den Platz. Die 85%-Geschwindigkeit von 24 km/h wird als tolerierbarer Wert betrachtet. Die Auswertung der sechs verschiedenen Geschwindigkeitsmessungen ergab, dass 74% der gemessenen Fahrzeuge unter 20 km/h fahren.
Auf der Faubourg Saint-Germain wurde Ende 2013 eine Begegnungszone eingerichtet. Zentral zwischen Altstadt und Bahnhof gelegen, befinden sich auf beiden Strassenseiten grössere Einkaufsnutzen wie Coop und Migros. Dadurch bestehen rege Fusswegbeziehungen über die Strasse. Die Begegnungszone wurde im Zusammenhang mit dem Neubau des Esplanade Centre umgesetzt und verknüpft dieses mit den bestehenden Nutzungen auf der gegenüberliegenden Seite. Den Fussgängern steht somit ein attraktiver Strassenraum zur Verfügung. Ebenfalls befindet sich in der Begegnungszone eine Bushaltestelle, welche gestalterisch gut eingegliedert wurde.
Quellen: Le régional Nr 467 (Foto 1) und Fussverkehr Schweiz (Foto 2-8)
Renens hatte wie manch vergleichbare Agglomerationsgemeinde seit den 1960-Jahren mit viel Verkehr in ihrem Zentrum zu kämpfen. Die Funktion als Einkaufs- und Begegnungsort sowie als sozialer Treffpunkt wurde zunehmend beeinträchtigt. Eine erste Modernisierung der Place du marché zeigte das Potenzial dieses Ortes. Als Anfang der 2000er-Jahre private Entwicklungsprojekte zur Diskussion standen, wurden die Zeichen der Zeit erkannt und ein umfassender Planungsprozess für das ganze Ortszentrum in die Wege geleitet.
Am 1. Dezember 2014 wurde auf der Dorfstrasse im Bereich der kath. Kirche eine Begegnungszone eingeführt. Die Einführung erfolgte im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan Dorfzentrum Walchwil, welcher unteranderem den Neubau der Gemeindeverwaltung und eine gesamthafte Umgestaltung des Dorfplatzes umfasst.
Gleichzeitig zum behindertengerechten Ausbau des Bahnhof Wettingens nutzte die Gemeinde die Chance, den Bahnhofsvorbereich neu zu gestalten. Es wurde ein neuer Bahnhofplatz mit darauf angeordnetem Busterminal realisiert. Um eine attraktive Aufenthaltsfläche zu schaffen und die Interessen aller Nutzergruppen zu berücksichtigen wurde ebenfalls eine Begegnungszone eingerichtet. Damit die Begegnungszone optisch vom restlichen Strassenraum abgegrenzt werden kann, wurde für die Begegnungszone eine Materialisierung aus hellen Betonplatten gewählt. Mehrere Poller und eine Rinne aus Granitstein grenzen die Begegnungszone ein.