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Im langen Streit um eine Vernehmung des Wikileaks-Gründers Julian Assange durch schwedische Staatsanwälte suchen Schweden und Ecuador nach einer Lösung. Regierungsvertreter beider Länder trafen sich am Montag in Stockholm.
Das bestätigte eine Sprecherin des schwedischen Justizministeriums der Nachrichtenagentur dpa in Stockholm.
Die Anklage will Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London zu einem Vergewaltigungsvorwurf aus dem Jahr 2010 befragen. Das scheiterte bislang nach Angaben der Staatsanwälte an einer mangelnden Erlaubnis Ecuadors.
Schweden habe dem Land nun eine Vereinbarung vorgeschlagen, die eine Befragung möglich machen könnte, sagte die Sprecherin. «Sie wird als Brücke zwischen unseren Rechtssystemen dienen.» Details gab sie nicht bekannt.
Drei Missbrauchsvorwürfe gegen Assange waren in diesem Monat bereits verjährt. Die schwedischen Staatsanwälte hatten sich lange gewehrt, den Australier in London zu verhören. Begründet hatten sie das damit, dass ein Prozess ohnehin in Schweden hätte stattfinden müssen.
Assange hält sich seit drei Jahren in der Botschaft Ecuadors auf - auch, weil er eine Auslieferung an die USA fürchtet. Dort droht dem 44-Jährigen eine Haftstrafe wegen der Wikileaks-Enthüllungen. (sda/dpa)