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12 November 2018
Junge Talente aus Russland und der Schweiz
Im November 2018 besuchten zwei Stipendiaten der russischen Spivakov-Stiftung die Schweiz: die Pianistin Mariamna Sherling und der Klarinettist Andrey Ryazantsev. Am 9.11. und 11.11. gaben sie zusammen mit Schülerinnen und Schülern der ZBSM zwei Konzerte, organisierten von der Zakhar Bron Musikschule und der Verein "Konzertreihe Marina Korendfeld".
Die 17-jährige Mariamna Sherling brillierte mit zwei virtuosen Stücken aus der romantischen Epoche: Frédéric Chopins Scherzo Nr. 4 und Franz Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 12. Sie begleitete zudem den 16-jährigen Andrey Ryazantsev, der das Publikum mit der Sonatine für Klarinette und Klavier von Joseph Horovitz und Motiven aus Bizets Oper Carmen begeisterte. Mariamna und Andrey besuchen die Musikschule von Gnessinych in Moskau und sind beide Preisträger zahlreicher renommierter Musikwettbewerbe.
Von unserer Schule beteiligten sich sieben Schülerinnen und ein Schüler an den Konzerten. Sie führten das Publikum – darunter den russischen Botschafter Sergei Garmonin und unsere Hauptsponsoren Vladimir Kuznetsov und Olga Malova (Kuma-Stiftung) – auf eine Zeitreise vom Barock bis ins 20. Jahrhundert.
Moe Zürcher, eine 14-jährige Schülerin der Zakhar Bron Schule, eröffnete das Programm mit der berühmten Chaccone von Vitali. Im Oktober 2018 hatte Moe am Konzert im Menuhin-Saal in Bern, das vom russischen Konsulat organisiert wurde, die Chaccone und Mazurka von Sergej Prokofiev aufgeführt. Zur Zeit bereitet sie dieses Programm für den nationalen Wettbewerb im Aargau vor.
Sophie Branson, 12 Jahre alt, hatte diesen Herbst am Festival der Spivakov-Stiftung „Moskau trifft Freunde“ teilgenommen und war im Bolschoi-Theater aufgetreten. An den Konzerten in der Schweiz präsentierte Sophie den ersten Satz des Bruch-Konzerts, das sie mit tiefem Gefühl spielte. Das Publikum war beeindruckt von ihrer emotionalen Reife und der Vielfalt ihres Klangs.
Im Duo mit Aurora Gächter spielte Sophie auch den ersten Satz der Prokofiev-Sonate für zwei Violinen solo, die die Mädchen für den Schweizerischen Landeswettbewerb im März 2019 vorbereiten.
Ilva Eigus, 11 Jahre alt, interpretierte an beiden Konzerten den ersten Satz der spanischen Symphonie von Lalo. Ihr Auftritt war geprägt von der Virtuosität und dem hellen Charakter der spanischen Musik. In Baden spielte Ilva zudem die berühmte Meditation aus der Oper Thaïs von Massenet und eroberte mit der Schönheit ihres Klangs die Herzen des Publikums.
Marc Senn präsentierte die drei Sätze der Bachpartita in D-Moll: Allemande, Courante und Sarabande. Er begeisterte die Zuhörer durch eine authentische und tiefe Interpretation der Bachschen Musik.
Nina Gringolts (10) spielte Kreislers Präludium und Allegro virtuos. Das Publikum schätzte die charmante Bühnenpräsenz der jungen Musikerin.
Aurora Gächter bezauberte das Publikum im Kulturhaus Helferei durch ihre sehr persönliche, fast mystische Lesart der Legende von Wieniawski. In der Villa Boveri ergänzte Aurora sie mit einer brillanten Aufführung von Wieniawskis Polonaise.
An den Konzerten nahmen neben den Geigern aus dem Advanced Studies Program des ZBSM auch unsere sehr jungen Pianistinnen Eva Solodovskaya und Mila Kovari teil. Sie stellten sich der Herausforderung souverän und präsentierten virtuose Klavierminiaturen von Daquin und Debussy.
Dies ist das zweite Jahr der Zusammenarbeit zwischen der Zakhar Bron Musikschule und der Spivakov-Stiftung.
Unsere Schule lädt jeweils die Stipendiaten der Stiftung aus Russland zu einem Auftritt in der Schweiz ein. Die erste Konzertreihe fand im November 2017 statt. Im Gegenzug gibt die Spivakov-Stiftung unseren Schülern die Möglichkeit, als Solisten in so berühmten Moskauer Konzertsälen wie dem Bolschoi-Theater und dem Haus der Musik aufzutreten.