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Dienstleistungen im Bereich KVAs
Filter- und Flugaschenwäsche
(FLUWA-Verfahren)
Die saure Filter- und Flugaschenwäsche (FLUWA-Verfahren) bildet das Kernstück der AIK Systeme. Derzeit werden mit dem FLUWA-Verfahren mehr als 50% der schweizweit anfallenden Filteraschenfracht behandelt. Nach dem Motto „Verwertung vor Deponierung“ ermöglicht das FLUWA-Verfahren ein Recycling von Schwermetallen und minimiert die zu deponierende Rückstandsmenge.
Für die beste ökonomische und ökologische Verwertung nutzt der FLUWA-Prozess die Synergien der Rückstände Filterasche und Wäscherabwasser, die bei der nassen Abgasreinigung anfallen. Bei der sauren Flugaschenextraktion werden die Schermetalle der Filterasche durch die Säure des Wäscherabwassers herausgelöst. Gleichzeitig wird der überschüssige Säuregehalt des Wäscherabwassers mit der Alkalinität der Filteraschen neutralisiert. Der schwermetallarme sauer gewaschene Filteraschekuchen wird gemeinsam mit der Rostschlacke verwertet oder deponiert.
Quecksilberabscheidung
Bei der Quecksilberabscheidung wird das gelöste Quecksilber von einem selektiven Ionenaustauscherharz aufgenommen. Das Verfahren zum Abtrennen von Quecksilber kann in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt werden. Mit dieser Technologie werden die Quecksilber-Abwassergrenzwerte deutlich unterschritten.
Mit dem AIK Mercury-Ion-Verfahren können ca. 98% des gesamten Quecksilberinputs einer Abfallbehandlungsanlage einer Deponierung entzogen und einer Verwertung zugeführt werden.
Das Verfahren beruht auf zwei Phasen: der Vorfiltration des Wäscherabwassers gefolgt von der Quecksilberabscheidung über selektive Ionenaustauscherkolonnen. Die vorgängige Filtration des Wäscheabwassers verbessert die Quecksilberabscheideleistung des Ionenaustauschers deutlich. Somit lassen sich hohe Beladungsdichten bei selektiven Inonenaustauscherharz erzielen.
Abwasserbehandlung (ABA)
Die Abwasserbehandlungsanlagen (ABA) bei der AIK Technik AG sind flexibel und robust ausgelegt. Je nach den individuellen Bedürfnissen wird das Verfahren entsprechend konzipiert.
Im Prozess der Abwasserbehandlung werden die im Abwasser enthaltenen Schwermetalle als Metallhydroxide ausgefällt. Das filtrierte, schwermetallfreie Wasser entspricht den Vorgaben der Schweizerischen Gewässerschutzverordnung und kann in einen geeigneten Vorfluter geleitet werden. Der resultierende Hydroxidschlamm wird über Filtrationssysteme entwässert und im Falle eines vorangegangenen FLUWA-Prozesses einer Metallhütte als Sekundärrohstoff zur Zinkherstellung zugeführt werden.
Phosphorgewinnung – Leachphos©
Phosphor ist eine sekundäre Ressource im kommunalen Klärschlamm. Eine Gewinnung (Urban Mining) auf nasschemischem Weg aus der Klärschlammasche der thermischen Klärschlammverwertung (Monoverbrennung) in Anlehnung an das FLUWA-Verfahren haben wir in Zusammenarbeit mit dem ZAR und AWEL in einer DemoAnlage (EWB Bern) verifiziert.
Der AIK – LEACHPHOS© – Prozess besteht aus
- Nasschemischen Extraktion mit verdünnter Mineralsäure
- Gezielter Schwermetallabtrennung durch reduktive Ausfällung
- Gezielter Fällung des Phosphor-Produktes bei idealen pH Werten
- Verwertung des KSA-Filterkuchens
Es wurden mit der Demoanlage rund 5 to Phosphor produziert. Die damit gemachten Feldversuche bestätigten die Düngewirksamkeit des LEACHPHOS© Produktes. Anstelle eines Einsatzes des Phosphors als Dünger wäre eine Herstellung von Phosphorsäure ebenfalls machbar.