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Die Homöopathie ist eine medizinische Methode, die homöopathische Präparate (praeparationes homeopathicae gemäss Europäischer Pharmakopöe) zur Behandlung von Patienten einsetzt. Die Auswahl eines geeigneten homöopathischen Mittels für einen Patienten folgt dem «Simile-Prinzip» und basiert auf der bestmöglichen Übereinstimmung zwischen den gegebenen Symptomen eines Patienten und den Symptomen, die ein Präparat bei gesunden Probanden hervorrufen kann. Folglich stützt sich die homöopathische Therapie auf eine umfassende Sammlung von Symptomen, die durch bestimmte Substanzen bei gesunden Personen induziert werden. Diese Symptomensammlung («Materia Medica») basiert auf toxikologischen Untersuchungen sowie auf sogenannten Arzneimittelprüfungen, welche die Wirkung homöopathischer Präparate bei gesunden Probanden untersuchen und führt weiter verdichtet zu «Arzneimittelbildern».
In der Therapie werden Substanzen in potenzierter Form eingesetzt. In der Potenzierung wird eine gegebene Substanz wiederholt 1:10 oder 1:100 verdünnt und intensiv verschüttelt. Die Verdünnung kann die inverse Avogadro-Zahl überschreiten, was dazu führt, dass Moleküle der Ausgangssubstanz nur noch mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit vorhanden sind. Es wird daher manchmal die Ansicht vertreten, dass die Anwendung der Potenzierung zu Präparaten führt, die mit Placebo identisch seien, und entsprechend geschlussfolgert, dass eine homöopathische Therapie nichts anderes als eine Placebobehandlung sei.
Dennoch gehört die Homöopathie zu den am häufigsten nachgefragten komplementärmedizinischen Therapien in der Schweiz, und auch in vielen Ländern Europas und der ganzen Welt ist sie durchaus verbreitet. Die Herstellung homöopathischer Präparate ist in vielen Arzneibüchern geregelt, so in der europäischen, US-amerikanischen, brasilianischen und indischen Pharmakopöe.
Die Grundprinzipien der Homöopathie wurden durch den Arzt Samuel Hahnemann (1755–1843) entwickelt und in verschiedenen Schriften beschrieben:
Referenzen: