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Die Grasshoppers holen mit Fredy Bickel einen grossen Namen in die Challenge League. Er soll den Rekordmeister zurück in die Super League führen. Klappt das Zusammenspiel mit Trainer Uli Forte aber auch wie gewünscht?
Am Mittwochmorgen gibt GC bekannt, dass der neue Geschäftsführer endlich gefunden wurde. Er heisst Fredy Bickel und wird sein Amt am 1. Oktober antreten. Für Bickel ist es eine Rückkehr zur alten Liebe. Bei GC startete er einst seine Management-Karriere, war die rechte Hand des früheren Sportchefs Erich Vogel. Er amtete beim Rekordmeister unter anderem als Pressesprecher und Transfer-Koordinator, bevor er von Vogel entlassen wurde. Bickel fand sein Glück danach bei YB und vor allem beim FCZ, mit dem er als Sportchef drei Meistertitel feiern konnte.
Nun ist Bickel zurück bei GC. Auf den ersten Blick ist die Wahl durchaus logisch – die Zürcher waren auf der Suche nach einem erfahrenen Mann und Bickel war nach seinem zu Ende gegangenen Engagement bei Rapid Wien vereinslos.
Doch auf den zweiten Blick kommt auch die Frage auf: Kann das mit Bickel und GC wirklich gut gehen? Mit Trainer Uli Forte hat er eine wenig harmonische gemeinsame Vergangenheit. Und Fortes Vertrauensperson Erich Vogel sass wegen Bickel drei Wochen im Gefängnis. Die GC-Legende musste im September 2014 20 Tage in Untersuchungshaft, Bickel warf Vogel und dem Spielervermittler Peter Bozzetti Erpressung vor. Vogel kam schliesslich mit einer bedingten Geldstrafe von 13'500 Franken davon.
Bickel und Forte haben sich versöhnt
Auch die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Bickel und Forte selbst ist nicht gerade in erfolgreicher Erinnerung. Nachdem Bickel Anfang 2013 bei YB als Sportchef übernahm und versprach, dass die Berner «spätestens 2016 einen Titel gewonnen haben», holte er den damaligen GC-Coach Forte an Bord.
Die Young Boys verpassten in den beiden Forte-Jahren aber den Titel und so entliess Bickel seinen Trainer in der dritten gemeinsamen Saison schon nach dem dritten Spieltag (und der verpassten Champions-League-Qualifikation). Forte rechnete danach in der Öffentlichkeit mit Bickel ab, sagte, dass der Sportchef mit ihm ein falsches Spiel gespielt habe.
Vier Jahre später finden die beiden bei GC wieder zusammen – und sollen sich ausdiskutiert haben. «Wir brauchen starke und erfahrene Personen in unserem Klub. Fredy ist so eine. Wir hatten unsere Differenzen, aber das ist Vergangenheit. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm», wird der GC-Trainer in der Medienmitteilung zitiert.
Bickel und Forte scheinen sich versöhnt zu haben. Ob und wie sich der neue GC-Geschäftsführer und Fortes Einflüsterer Erich Vogel begegnen werden, wird sich weisen. Klar dürfte aber sein: Das Zusammenspiel zwischen Bickel und Forte wird nur funktionieren, wenn es sportlich rund läuft.