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Plötzlich geht es schnell an der SRG-Spitze: Obwohl seine Amtszeit noch bis Anfang 2027 dauert, ist Gilles Marchand höchstens noch bis zum Jahreswechsel 2024/2025 SRG-Generaldirektor.
Begründet wird der um zwei Jahre vorgezogene Rücktritt mit dem 2026 anstehenden Abstimmungskampf über die Halbierungsinitiative.
«Die SRG will sich damit auf die politischen Ereignisse vorbereiten, die sie 2026 mit der Initiative '200 Franken sind genug' und 2027 mit den Verhandlungen über die neue Konzession erwartet», heisst es in einer am Donnerstagvormittag verschickten Medienmitteilung. Gemäss Gilles Marchand sei es die «bestmögliche Entscheidung im Interesse des Unternehmens».
«Die SRG muss sich auf einen neuen Zyklus vorbereiten, mit der Abstimmung über die Initiative, den Verhandlungen über die neue SRG-Konzession und der Ausarbeitung einer neuen mittelfristigen Finanzplanung», wird er im Kommuniqué zitiert.
Eigentlich würde der abtretende Generaldirektor seine Amtszeit erst mit Erreichen des 65. Altersjahres Anfang 2027 beenden. Dies würde jedoch eine Nachfolgelösung im Jahr 2026 mit sich bringen, also in jenem Jahr, in dem aller Voraussicht nach die Halbierungsinitiative zur Abstimmung kommt.
Vor diesem Hintergrund hat der Verwaltungsrat der SRG – laut Medienmitteilung «gemeinsam» mit Marchand – beschlossen, den Nachfolgeprozess vorzuziehen, um eine neue Generaldirektorin oder einen neuen Generaldirektor einzusetzen, die oder der bereits Anfang 2025 übernehmen kann.
«Die Stelle des Generaldirektors wird deshalb rasch öffentlich ausgeschrieben. Der Prozess wird vom Personalausschuss des Verwaltungsrats SRG unter dem Vorsitz von Jean-Michel Cina geleitet», schreibt die SRG.