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Ausgangspunkt der namentlich zu Ende des 18. Jahrhunderts
blühenden
Emmenthaler Leinwandindustrie. Es stehen hier heute drei Leinwandwebereien in Betrieb;
daneben noch
Webstühle in manchen Familien.
Hunderte von Frauen und Mädchen beschäftigen sich ausserdem mit der Herstellung von Wirkwaaren.
Zwei Käsereien. Ackerbau. In kirchlicher Hinsicht war Eriswil einst vom Kloster St. Gallen,
in weltlicher von den Edeln von Eriswil
abhängig, deren Burg heute völlig verschwunden ist.
Nach dem Aussterben dieses Geschlechtes zu Ende
des 14. Jahrhunderts ging Eriswil der Reihe nach in den Besitz der Edeln von
Grünenberg, von
Mülinen und endlich an Rudolf
von
Luternau über, welch' letzterer, um seine Schulden bezahlen zu können, die
Herrschaft schliesslich an den Staat Bern
verkaufte.
(Kt. Bern,
Amtsbez. Thun).
990 m., Gemeinde, mit zahlreichen im obern Abschnitt des
Thales der
Zulg zerstreut gelegenen
Bauernhöfen, die durch eine Strasse mit dem Dorf
Schwarzenegg verbunden sind; 13 km ö.
Thun. Postablage, Telephon. Zerfällt
in die zwei Abschnitte Ausser Eriz (mit dem
WeilerLosenegg) und
InnerEriz (mit Bieten) und zählt zusammen in 90
Häusern 609 reform.
Ew. Kirchgemeinde
Schwarzenegg.
Ringsherum liegen die Grenzen ungefähr im Niveau der Juraseen. Im Innern allerdings machen sich Höhendifferenzen geltend.
Aus den alluvialen Ablagerungen des Grossen
Mooses erheben sich drei einander parallel von NO.-SW. ziehende
Rücken, nämlich
zwei Molassezüge und, ö. gegen das Grosse
Moos vorgelagert, ein Moränenwall. Der westlichste dieser
Hügelzüge, der
Jolimont, an dessen N.-Ende der Hauptort des Amtsbezirkes - Erlach - liegt, erreicht eine Seehöhe von 604 m,
erhebt sich mithin etwas mehr als 150 m über seine Umgebung.
Auf dem
Rücken des Hügels (1,5 km sw. des schönenJolimontgutes) liegt mitten im prächtigsten Buchenwald
eine Gruppe von grossen Arkesinblöcken, die, unter dem Namen «Teufelsbürde»
bekannt, wahrscheinlich einem alten Opferplatz entspricht. Grosse erratische Blöcke sind ferner aus der Gegend von Erlach
und auf der sich von hier aus n. nach der
St. Petersinsel fortsetzenden Landzunge bekannt. Der
Jolimont setzt sich
nach N. in den
Bielersee fort, um sich in der
St. Petersinsel (Amtsbez.
Nidau, Gem.
Twann) nochmals 40 m über den
Spiegel des
Sees zu erheben.
Nur wenige Meter niedriger erhebt sich bei
Ins der mittlere
Rücken, der Schaltenrain, ebenfalls ein Molassezug, der dem ö.
Ufer des
Bielersees entlang ziehend bei
Hagneck vom Aarekanal durchbrochen wird und im Amt
Nidau im
Jensberg
endigt. Auch auf dieser Erhebung finden wir Spuren ehemaliger Vergletscherung, grosse erratische Blöcke, von denen besonders
der gewaltige Schallenstein auf dem Schallensteinfeld, s. der Strasse
Müntschemier-Ins, Erwähnung verdient. S. von
Lüscherz
liegen auf dem höchsten Teile desRückens interessante Tumuli, d. h. eine Anzahl von keltischen Grabhügeln
von 3-4 m
Höhe und etwa 10 m Durchmesser. Auf dem
Oberfeld bei
Ins und in der Nähe von
Brüttelen wird das Gestein des Schaltenrains
in grossen
Steinbrüchen ausgebeutet. Die Steine von
Ins finden besonders als Treppenstufen Verwendung, und die Brüttelersteine
werden als gute Bausteine weithin verschickt. Die Brüttelerbrüche sind ausserdem den Paläontologen
als Fundstelle für Haifischzähne
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