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3. 3. 2. Open Access
Als Open Access wird der freie Zugang zu wissenschaftlichen Dokumenten und anderen Materialien im Internet bezeichnet. Die Open Access-Prinzipien wurden im Jahr 2003 durch die Deklaration von Berlin festgelegt. Nach der Deklaration müssen zwei Bedingungen erfüllt sein, damit ein Dokument als Open Access gilt:
- Der Autor behält die intellektuellen Urheberrechte, muss aber allen Nutzern das freie, weltweite Zugangsrecht gewähren und ihnen erlauben, das Dokument zu kopieren, zu nutzen, zu verbreiten, zu übertragen und öffentlich wiederzugeben, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird.
- Eine Kopie des Dokuments muss auf einer akademischen Plattform publiziert und der Öffentlichkeit ohne technischen Einschränkungen zugänglich gemacht werden. Der langfristige Zugang zum Dokument muss sichergestellt werden.
Ein Dokument, dass unter Open Access-Bedingungen publiziert wird, kann also von allen Interessierten im Volltexte gelesen, heruntergeladen, kopiert, verteilt und gedruckt werden. Es darf in ihnen gesucht, auf sie verwiesen und auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzt werden, ohne dass dafür bezahlt werden muss. Ziel der Open Access-Bewegung ist es, wissenschaftliche Literatur und wissenschaftliche Materialien für alle Nutzerinnen und Nutzer kostenlos im Internet zugänglich zu machen. Je mehr Leute Open Access-Literatur benutzen und sich an der Verbreitung von freier Literatur beteiligen, desto wichtiger wird die frei zugängliche Literatur werden. Viele Universitäten und öffentliche Institutionen – darunter auch infoclio.ch – unterstützen die Open Access-Bewegung. Bevor man eine Arbeit oder einen Text im Internet veröffentlicht, der an der Universität entstanden ist, sollte dafür beim zuständigen Dozenten die Erlaubnis eingeholt werden, denn es ist umstritten ob man für Texte, welche im Rahmen des Studiums geschrieben werden, die alleinigen Rechte hat, oder ob diese der Universität „gehören“.
Es werden drei Arten des Publizierens nach Open Access-Bedingungen unterschieden:
- Goldener Weg: Erstveröffentlichung von wissenschaftlichen Artikeln in Open Access-Zeitschriften.
- Grüner Weg: zeitgleiche oder nachträgliche Archivierung digitaler Inhalte auf einem Dokumentenserver einer Universität, einem Fachrepositorium oder auf der eigenen Website (Self-Posting).
- Grauer Weg: die Bereitstellung von Literatur ohne die Beteiligung von Verlagen oder Universitäten.
Weiter Informationen gibt es auf der Informationsplattform open-access.net.
Siehe auch das Dossier zu Open Access des Schweizerischen Nationalfonds sowie das Dossier zu Open Access auf infoclio.ch.