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In diesem Artikel wird das System der flächengebundenen Direktzahlungen evaluiert. Modellrechnungen für den Schweizer Alpenraum zeigen, dass über eine Regionalisierung dieser Beiträge Effizienzgewinne erzielt werden können. Bei der Neugestaltung des Direktzahlungssystems für das Berggebiet muss das Ziel der Einkommenssicherung vom Ziel der Flächenbewirtschaftung getrennt werden. Flächenbezogene Beiträge werden dann nur noch so hoch angesetzt, dass die Bewirtschaftungsziele erreicht werden. Einkommensverluste können unter einem einkommenspolitischen Ziel durch Mittel kompensiert werden, welche dank eines effizienteren Flächenbeitragssystems eingespart werden. Diese sozialpolitisch motivierten Beiträge sollen nach Verteilungskriterien ausgerichtet und zeitlich begrenzt werden. Für das gesamte Beitragssystem entfallen damit Einkommens- und Vermögenslimiten. Gesamthaft reduziert sich damit für potentielle Aufgabebetriebe der Anreiz zur Flächennutzung und die Flächenmobilität wird verbessert. Durch eine effizientere Agrarpolitik eingesparte Mittel können in eine integrierte Regionalentwicklung ländlicher Räume fliessen.
Politische Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft sind effektiver und effizienter, wenn sie auf regionaler anstatt einzelbetrieblicher Ebene festgelegt werden. Dies kann helfen, die Klimaziele kosteneffizienter zu erreichen.
Die weltweite Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln dürfte mittelfristig stabil bleiben. Herausforderungen für die Ernährungssicherheit in der Schweiz sind die pro Kopf sinkende Agrarfläche, zunehmende Extremwetterereignisse und ein verstärkter Schaderregerdruck.
An der deutsch-französischen Sprachgrenze innerhalb der Schweiz werden Agrarumweltmassnahmen zur Förderung der Biodiversität unterschiedlich stark umgesetzt. Wirtschaftspolitische Anreize könnten diesen kulturbedingten Unterschied verringern.