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Ein niedriger Unternehmenssteuersatz bringt einem Land entscheidende Wettbewerbsvorteile gegenüber seinen wirtschaftlichen Rivalen und geht mit einem überdurchschnittlich hohen Wachstum einher. Dies ist das Ergebnis einer neuen Untersuchung, die von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in 86 Ländern durchgeführt wurde. Die Schweiz liegt dabei im Mittelfeld auf Platz 13. Den ersten Platz nimmt Irland ein, wo der offizielle Steuersatz von knapp 40% (1993) auf heute 12,5% gesunken ist.
Die osteuropäischen Länder – besonders diejenigen, die im Mai 2004 der EU beigetreten sind – haben ebenfalls grosse Fortschritte im Sinne eines Steuersystems gemacht, das für die Niederlassung von Unternehmen förderlich ist: Bulgarien, Lettland, Litauen, Ungarn, Rumänien, Polen und die Slowakei befinden sich inzwischen unter den europäischen Top 10.
Ausgehend von diesen Ergebnissen hat KPMG die Situation in der Schweiz näher analysiert. Indem die Steuersätze in den einzelnen Kantonen in das Ranking einbezogen wurden, konnte die Gesellschaft feststellen, dass einige Kantone der internationalen Konkurrenz um Längen voraus sind.
So beträgt der durchschnittliche Steuersatz in Europa 25,7%, in Obwalden dagegen nur 13,1%, in Zug 16,4% und in Appenzell Innerrhoden 16,7%. Der Kanton Graubünden scheint jedoch mit knapp 30% hinterherzuhinken.
Kurt Bucher, Sekretär für Wirtschaftsförderung des Kantons Obwalden, hält die Höhe der Unternehmenssteuer für ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Firmenstandorts. "Dank unseres niedrigen Steuersatzes steigt die Anzahl der Firmen, die sich bei uns niederlassen, jedes Jahr", hebt er hervor.
Seiner Meinung nach interessieren sich die Firmen erst in zweiter Linie für Faktoren wie Rechtssicherheit, qualifizierte und mehrsprachige Arbeitskräfte oder die allgemeine Lebensqualität.