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Fast alle 16-17-Jährigen besuchen eine Ausbildung
Rund 96 Prozent aller St.Galler Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren befanden sich im Zeitraum 2014-16 noch in einer Schule oder Ausbildung. Langfristig gesehen ist dabei seit dem Jahr 1990 eine Erhöhung der Ausbildungsquote der Jugendlichen um zwei Prozentpunkte auszumachen. Während diese Ausbildungsquote in St.Gallen 1990 noch leicht unter dem schweizweiten Durchschnitt lag, ist für den Zeitraum 2014-16, für welchen nur noch Stichprobendaten zur Verfügung stehen, kein statistisch gesicherter Unterschied zu beobachten. Auch bei den anderen betrachteten Kantonen Luzern und Thurgau ist die Ausbildungsquote der 16- und 17-Jährigen tendenziell gestiegen. Im Zeitraum 2014-16 sind im interkantonalen Vergleich keine signifikanten Unterschiede bei der Ausbildungsquote zu erkennen.
Im Bezug auf das bildungspolitische Ziel, dass 16-17-Jährige eine Schule/Ausbildung besuchen sollten, gibt der Indikator eine aktuelle Einschätzung zum Erreichungsgrad dieses Ziels. Da Zuwanderungen (Familiennachzug) in dieser Altersgruppe quantitativ marginal sind, kann davon ausgegangen, dass die Personen dieser Altersgruppe, die sich nicht mehr in einer Schule bzw. Ausbildung befinden, in der Regel das obligatorische Bildungssystem in der Schweiz durchlaufen haben. Dieses hat einen gewissen Einfluss auf den Übergang in den nachobligatorischen Bereich. Daneben spielt die wirtschaftliche Konjunktur und damit zusammenhängend die Angebots- und Nachfragesituation auf dem Arbeitsmarkt eine Rolle.
Anteil der 16-17-Jährigen (ständige Wohnbevölkerung), die sich in einer Ausbildung befinden.
Die Schweizerische Strukturerhebung findet bei einer Stichprobe der Personen der ständigen Wohnbevölkerung statt, die mindestens 15 Jahre alt sind und in Privathaushalten leben. Die Stichprobe umfasst schweizweit mindestens 200'000 Personen. Ein Teil der Kantone finanziert eine Erhöhung der Stichprobe auf ihrem Gebiet, wovon der Kanton St.Gallen bisher jedoch noch keinen Gebrauch gemacht hat. Es werden Ergebnisse auf Ebene Personen wie auch Privathaushalten produziert. Die Ergebnisse sind Hochrechnungen auf die Gesamtbevölkerung.
Diese unterliegen einem Stichprobenfehler und sind deshalb als Schätzungen zu interpretieren. Der Stichprobenfehler der Schätzwerte wird in der Regel durch Vertrauensintervalle auf Basis einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent ausgewiesen. Beispiel: Schätzwert Merkmal X = 67 Prozent der Bevölkerung mit einem Vertrauensintervall von +/- 2: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent liegt der wahre Anteil von Merkmal X zwischen 65 und 69 Prozent.
Bei der hier vorliegenden Auswertung der Strukturerhebung wurden die Stichproben von jeweils drei aufeinanderfolgenden Erhebungsjahren zusammengenommen (sogenanntes Pooling), wobei den einzelnen Personen nur jeweils ein Drittel ihres Gewichts zubemessen wurde. Durch diese Vergrösserung der Datengrundlage kann der Stichprobenfehler verringert werden und eine detailliertere Auswertung erfolgen. Die Zahlen beziehen sich damit auf den entsprechenden Dreijahreszeitraum.
Die Daten der Volkszählungen 1990 und 2000 wurden vom Bundesamt für Statistik mit den Daten der Strukturerhebung harmonisiert, so dass sie sich auf die gleiche Bevölkerungsauswahl (Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren in Privathaushalten) wie in der Strukturerhebung beziehen.
Geplante nächste Aktualisierung bis spätestens: 30.04.2019
Die Infografik sowie die Zahlen, die ihr zugrunde liegen,...
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