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Im Rahmen einer Bachelorarbeit der ETH Zürich wurde Datenmaterial eines vierjährigen Versuches von Agroscope ALP des Projekts «Typo» ausgewertet. Von Kühen der Mutterkuhrassen Angus, Limousin, Eringer und des milchbetonten Rassenkreuzungstyps Limousin x Red Holstein (F1), wurden die Futteraufnahme und die Lebendgewichtsentwicklung während der Winterfütterung erhoben. Mit Futteraufnahmen von über 14 kg Trockenmasse bei Angus- und F1-Kreuzungstieren liegt der Futterverzehr höher als in den bisherigen schweizerischen Fütterungsempfehlungen. Bei Limousin-Mutterkühen wird ein signifikanter, um ca. 10 % geringerer Futterverzehr gegenüber den anderen Mutterkurassen beobachtet. Der maximale Futterverzehr liegt bei den Mutterkühen um den Zeitpunkt des dritten Laktationsmonats. Eine Energiemobilisation von 4 bis 10 MJ NEL pro Tag ist deshalb auch bei Mutterkühen innerhalb der ersten zwei Laktationsmonate zu erwarten. In Anlehnung an neuere französische Datengrundlagen zur Schätzung des Futterverzehrs wurden im Rahmen der Bachelorarbeit, in Kombination mit dem Datenmaterial aus dem Projekt «Typo», zudem eine Schätzformel für den Futterverzehr von Mutterkühen schweizerischer Rassen abgeleitet. Die Modellannahmen zur Verzehrsschätzung wurden auf einem Praxisbetrieb geprüft, wobei sich maximal 4 % Unterschied zwischen dem geschätzten und dem gewogenen Futterverzehr ergaben. Zur weiteren Anwendung wird ein Schätzmodell in Abhängigkeit von Rasse und Lebendgewicht der Mutterkuh, dem Energiegehalt der Futterration und Korrekturen für Trächtigkeit, Laktationsmonat und Laktationsnummer vorgeschlagen.
Nutztiere sind in der Lage, Grasland und Nebenprodukte in wertvolle Lebensmittel umzuwandeln. Doch wie viele Tiere braucht die Schweiz noch, wenn die Ackerflächen statt für Futtermittel primär für die Produktion von Lebensmitteln genutzt würden?
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.