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William David Coolidge
* 23. Oktober 1873 in Hudson (Massachusetts); † 3. Februar 1975 in Schenectady, New York
William David Coolidge, ein US-amerikanischer Physiker, ist am 23. Oktober 1873 in Hudson (Massachusetts) geboren. Er studiert am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er bereits 1896 ein Röntgenstrahlen erzeugendes Gerät, einen elektrostatischen Apparat, konstruiert. Erst wenige Wochen zuvor, am 8. November 1895, hat der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen die später nach ihm benannten "X-Strahlen" entdeckt und sie im Januar 1896 erstmals einem größeren Fachpublikum vorgestellt. Ein Stipendium führt Coolidge von 1896 bis 1899 nach Leipzig, wo er im Juni 1896 bei Gustav H. Wiedemann Physik studiert. Sein Doktorvater wird der Physiker Paul Drude, Nachfolger von Wiedemann. Bei ihm promoviert Coolidge im Juli 1899 mit der Arbeit "Eine neue Methode zur Demonstration der elektrischen Drahtwellen" zum Dr. phil. mit Auszeichnung. Im Winter 1898 begegnet Coolidge Wilhelm Conrad Röntgen, der – zu dieser Zeit Rektor der Universität Würzburg – Leipzig besucht und dem er seine Dissertationsarbeit zeigen kann. Nach seiner Rückkehr nach Massachusetts lehrt er am MIT, bevor er 1905 in das Forschungslabor von General Electric in Schenectady eintritt. 1932 wird er Direktor des Forschungsinstitutes, dem er bis zu seinem Ausscheiden 1944 vorsteht. William David Coolidge entwickelt duktile Wolframdrähte, die in einem von ihm entwickelten Verfahren aus Metallpulver gefertigt werden und als Glühdrahtwendeln in Glühlampen (Wolframdrahtlampe) Verwendung finden. Diese spiralförmigen Wolframdrähte werden am 27. Dezember 1913 in New York von ihm auch in der nach ihm benannten Coolidge-Röhre, einer Glühkathoden-Vakuumröhre, durch die Röntgenstrahlen freigesetzt werden, benutzt. Diese Röhre mit reproduzierbarer Strahlung (Intensität und Strahlungsqualität) wird der Vorläufer fast aller heute noch verwendeten medizinischen Röntgenröhren, wenn auch ihre Entwicklung dazu noch bis Mitte der 1940er Jahre dauert. Coolidge arbeitet während des Ersten Weltkrieges auch an akustischen Ortungsgeräten zur U-Boot-Erkennung, konzentriert seine Arbeit dann jedoch wieder auf die Röntgentechnik und entwickelt Röntgenröhren mit hohen Betriebsspannungen für Zwecke der Werkstoffprüfung und medizinischen Strahlentherapie. William David Coolidge ist am 3. Februar 1975 in Schenectady, New York, gestorben.
Bekannt ist der Name William David Coolidge u.a. durch das Eponym Coolidge-Röhre.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte William David Coolidge u.a. mit Gustav H. Wiedemann, Paul Drude, Wilhelm Conrad Röntgen.
Quellen:
www.sciencephoto.com/media/224013/enlarge
http://www.onmeda.de/lexika/persoenlichkeiten/coolidge.html
http://www.personenlexikon.net/d/coolidge-william-david/coolidge-william-david.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/William_David_Coolidge