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Der Coronavirus-Notstand ist inzwischen zu einem globalen Notstand geworden. Nachdem die Pandemie bereits Länder wie die Schweiz und den europäischen Kontinent betroffen hat, breitet es sich nun in den ärmsten Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas aus. Länder, in denen die Pandemie nicht nur eine gesundheitliche Notlage, sondern auch eine soziale und humanitäre Katastrophensituation darstellt: Millionen von Menschen sind bereits ohne Nahrungsmittel und sauberes Wasser, und häufig sind sie an überfüllten Orten wie etwa in Vertriebenenlagern zusammengepfercht.
Als internationale Organisation haben wir bei ActionAid sofort auf den Notfall in über 40 Ländern reagiert, in denen wir mit unseren Projekten präsent sind. Unser Ansatz bei der Hilfe in Notsituationen basiert auf einer Vorgehensweise, die Frauen in den Vordergrund stellt, die die spezifischen Bedürfnisse von Gemeinschaften in den Mittelpunkt rückt und sich auf die Wahrung von Menschenrechten aller Individuen fokussiert.
Die Pandemie darf die großartigen Ergebnisse, die wir im Laufe der Jahre an der Seite von Frauen und Gemeinschaften weltweit erreicht haben, nicht auslöschen!
Wir müssen dringend in der Lage sein, mehr zu tun, um die Schwächsten zu unterstützen und Leben zu retten. Vielen Dank.
Lesen Sie, was wir dank der Unterstützung unserer schweizerischen und internationalen Spenderinnen und Spender bisher erreicht haben:
MALAWI
Malawi hat eine der höchsten Unterernährungsraten der Welt: 17,5% der Bevölkerung sind unterernährt. Das Covid-19-Virus könnte diejenigen schwer treffen, deren Gesundheit bereits stark beeinträchtigt ist. Das Land ist zudem in hohem Maße von importierten Nahrungsmitteln abhängig, um die Binnennachfrage zu decken, und sieht sich daher einem noch größeren Risiko von Hunger und Unterernährung ausgesetzt, da Schließungen und Blockaden vorgenommen wurden, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken.
In Malawi gibt es viele Frauen, die sich um die Krankenpflege kümmern, aber keinen Zugang zu persönlicher Schutzausrüstung wie Handschuhen und Masken haben: Diese Frauen riskieren täglich ihre Sicherheit und ihr Leben.
ActionAid Malawi hat mit seinen Partnern ein Krisenmanagementteam eingerichtet, das in Zusammenarbeit mit der malawischen Regierung eine Kampagne zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit koordiniert, die zur Prävention von Covid-19-Ansteckungen dienen soll.
Darüber hinaus arbeitet ActionAid mit der Roger Federer Foundation zusammen, um Nahrungsmittellieferungen und Hygiene-Hilfsgüter zu beschaffen und damit 14.000 Familien mit Kleinkindern, Frauen und Mädchen zu unterstützen.
2011 startete ActionAid Malawi in Partnerschaft mit der Roger Federer Foundation eine auf zehn Jahre angelegte Kampagne zur Verbesserung der Kinderbildung in Malawi. Heute wird die Kooperation mit der Roger Federer Foundation weiter fortgesetzt, deren Beitrag es ActionAid ermöglicht, seine Projekte im Bereich der Schulbildung auf sichere Art und Weise durch die Übertragung von Unterrichtseinheiten auf lokalen und nationalen Radiosendern weiterzuführen.
VIETNAM
Als Reaktion auf den Appell der vietnamesischen Regierung, die Kräfte im Kampf gegen das Coronavirus zu bündeln, hat ActionAid Vietnam sich gemeinsam mit seinen Partnern kurzgeschlossen, um sich dafür einzusetzen, die schwächsten Bevölkerungsgruppen zu erreichen.
ActionAid hat unverzüglich medizinische Hilfsgüter und Nahrungsmittel an Familien in wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten, an Menschen mit Behinderungen, an Frauen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung bedroht sind, und an Angehörige ethnischer Minderheiten verteilt. Insgesamt wurden in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden 2.544 Kits verteilt, darunter antibakterielle Masken, Desinfektionsgel, Körperpflegeprodukte, Seife, aber auch Reis, Nudeln, Öl, Salz und Milch.
ActionAid Vietnam erstellte außerdem Informationsmaterial über die Maßnahmen zur Prävention der Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung und übersetzte es in 5 lokale Sprachen (Mong, Tay, Khmer, E De, Dao), damit es möglichst viele Menschen verstehen können. Dieses Material wird an 100.000 Menschen verteilt, insbesondere an diejenigen, die nur begrenzten Zugang zu Information und Prävention haben.
Und schlussendlich, um der Nahrungsmittelknappheit und der durch die Pandemie verursachten Verkehrsbehinderung von Transporten lebenswichtiger Güter entgegenzuwirken, bereitet ActionAid die Verteilung von Saatgut, Düngemitteln und landwirtschaftlichen Geräten vor, um sicherzustellen, dass die am stärksten von der Pandemie betroffenen Familien ihre eigenen Nahrungsmittel anbauen und auf diese Weise so schnell wie möglich Ernährungssicherheit erreichen können.
Es gibt noch viel zu tun, und es gibt noch so viele gefährdete Menschen, die man erreichen muss, um das Virus einzudämmen.
Helfen Sie uns, das Leben von so vielen Menschen wie möglich zu retten.