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Adval Tech konnte im Geschäftsjahr 2016 mehrere grössere Aufträge in der Automobilindustrie akquirieren, wodurch einzelne Standorte über Jahre hinweg ausgelastet sein werden. So wird die Gruppe beispielsweise mittels eines innovativen Produktionsprozesses Kunststoffteile in Millionenauflagen für ein Sitzgurtschloss herstellen – 2016 hat Adval Tech den Auftrag für den mexikanischen Standort mit Produktionsstart Ende 2017 erhalten, Anfang 2017 erfolgte die Nomination für die Produktion ab 2018 in China. Ebenfalls im Bereich der Kunststoffkomponenten erhielt Adval Tech im Berichtsjahr einen Auftrag für Luftleitsysteme für ein zusätzliches Modell von Audi. Die Serienproduktion wird Anfang 2018 in Ungarn starten und mehrere Jahre dauern.
Im Bereich der Metallkomponenten wurde Adval Tech für eine zweite Produktionslinie eines Lenksystems nominiert. Die Produktion startete bereits im Januar 2017 im neu akquirierten Werk in Endingen (Deutschland). Und auch in Brasilien ist es Adval Tech nach einigen herausfordernden Jahren gelungen, neue Aufträge für Sitzstrukturen und für anspruchsvolle Strukturteile zu gewinnen. Für den Standort Endingen gewann Adval Tech zwei weitere Grossprojekte; hier geht es um die automatisierte Fertigung von Zierleisten inklusive Entwicklung und Herstellung der Serienwerkzeuge.
Kerninvestitionen und Infrastrukturprojekte
Adval Tech hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 an mehreren Standorten stark in den Ausbau der Infrastruktur investiert; beispielsweise für neue Pressen in Brasilien und in Deutschland oder für zusätzliche Spritzgiessmaschinen in Mexiko und den Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur. In Ungarn hat Adval Tech die Tochtergesellschaft Adval Tech (Hungary) Kft. im ersten Quartal 2017 in zwei juristisch unabhängige Gesellschaften aufgeteilt. Der Bereich Kunststoff wird unter dem bisherigen Namen Adval Tech (Hungary) Kft. fortgeführt, der Bereich Metall firmiert neu unter Adval Tech (Hungary) Plant 2 Kft. Zudem wird Adval Tech die Produktion von Metallkomponenten in Ungarn in einem Produktionsgebäude mit rund 5’000 Quadratmeter Fläche zusammenfassen. Das neue Gebäude in unmittelbarer Nähe der Kunststoffkomponentenproduktion soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.
Auch in Endingen baut Adval Tech ein zweites Produktionsgebäude. Dadurch entstehen bis zum dritten Quartal 2017 rund 10’000 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche mit dem primären Ziel, die im benachbarten Sasbach angesiedelte Komponentenproduktion nach Endingen zu verlegen. Für zusätzliches Wachstum stehen Adval Tech in Endingen weitere Landreserven zur Verfügung.
Massnahmen zur verbesserten Nutzung von Synergien und zur Effizienzsteigerung
Adval Tech erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2017 ein unverändert anspruchsvolles Marktumfeld. Die Schweizer Gesellschaften sind nach wie vor einem grossen Margendruck ausgesetzt. Der Verwaltungsrat der Gruppe hat beschlossen, den Standort Uetendorf auf das vierte Quartal 2018 hin zu schliessen. Damit optimiert die Gruppe ihre Standorte, kann Synergien besser nutzen und ihre Effizienz weiter steigern. Den heute in Uetendorf beschäftigten rund 25 Mitarbeitenden plant Adval Tech innerhalb der Gruppe entweder in Niederwangen oder in Endingen einen Arbeitsplatz anzubieten. In Niederwangen konzentriert sich Adval Tech auf technisch anspruchsvolle rotationssymmetrische Teile, die mit Schnellläuferpressen in grossen Volumen hergestellt werden. Hier bietet Adval Tech den Kunden als sogenannter One-Stop-Shop alles aus einer Hand, von der Entwicklung der Komponenten, über die Konzeption der Werkzeuge bis zur Produktion und zur punktgenauen Auslieferung.
Adval Tech ist schuldenfrei
Durch den Verkauf des Segments Molds ist die Adval Tech Gruppe heute schuldenfrei. Per Bilanzstichtag 2016 weist das Unternehmen eine Nettoliquidität von 50,7 Mio. CHF aus (31.12.2015: Nettoverschuldung 59,9 Mio. CHF). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 32,1% per Ende 2015 auf 68,8% per Ende 2016.
Ausblick
Das Geschäftsjahr 2017 wird für Adval Tech von der konsequenten Umsetzung aller neu akquirierten Projekte und den verschiedenen Produktionsverlagerungen geprägt sein sowie von der vollständigen Integration der Fischer IMF. In der Vergangenheit trug das per 31. August 2016 verkaufte Segment Molds rund einen Drittel zur Gesamtleistung und rund 40% zum Betriebsergebnis der Adval Tech Gruppe bei. Mit dem Verkauf des Segments Molds, der Konzentration auf einen Produktionsstandort in der Schweiz im Bereich Metall, der Schliessung eines Werkes in China und unter Einbezug des neuen Standortes in Endingen verändert sich die Zusammensetzung der Gesamtleistung der Adval Tech Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 im Vorjahresvergleich wesentlich. Dementsprechend wird die Gesamtleistung 2017 geringer ausfallen als für 2016 ausgewiesen.
Adval Tech ist in der globalen Automobilindustrie gut positioniert und geht mit seiner schlanken Organisation und einer sehr soliden Bilanzstruktur gut gerüstet in die Zukunft.
Medienkontakt:
Valeria Poretti
Leiterin Corporate HR/Communication
Tel.: +41 31 980 82 66
<email-pii>
Die Adval Tech Gruppe gehört zu den führenden Anbietern von Werkzeugen, Baugruppen, Systemen und Serienteilen in den Technologiebereichen Stanzen und Umformen von Metall (Styner + Bienz, QSCH) und Spritzgiessen von Kunststoff (AWM, Foboha, Teuscher).
Mit innovativen und technisch anspruchsvollen Lösungen ermöglicht die Adval Tech Gruppe ihren Kunden, Produkte und Prozesse laufend zu verbessern und somit Mehrwert – added value – zu schaffen.
|Adval Tech Holding AG (Firmenporträt)|
|Artikel 'Adval Tech AG: Geht gestärkt, schuldenfrei und in der globalen Automobilindustri...' auf Swiss-Press.com|
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