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Wie Seagate mitgeteilt hat, erreichte das Unternehmen mit einer neuen Technologie die wichtige Hürde von einem Terabyte pro Quadratzoll. Durch die Heat-assisted Magnetic Recording (HAMR) genannte Entwicklung sollen schon in der ersten Generation 3,5-Zoll-Festplatten mit sechs Terabyte und 2,5-Zoll-Festplatten mit zwei Terabyte möglich sein. Bis 2030 sollen die Kapazitäten dann auf bis zu 60 TB bei 3,5-Zoll-Festplatten und auf bis zu 20 TB bei 2,5-Zoll-Festplatten ansteigen.
Das 2006 erstmals von Fujitsu beschriebene HAMR ermöglicht den Einsatz von Magnetmaterialien wie einer Eisen-Platin-Legierung, die einerseits eine höhere Koerzitivkraft bieten, andererseits aber einen weniger starken superparamagnetischen Effekt haben. Dadurch können die magnetischen Domänen in der Magnetscheibe näher aneinanderrücken und somit mehr Daten auf gleichem Raum speichern als aktuell verwendete Magnetscheiben.
Die Krux: Um das Magnetfeld zur Speicherung von Daten zu erzeugen, muss - anders als in herkömmlichen Festplatten - ein Laser im Schreib- und Lesekopf die Stelle der Speicherung zunächst punktuell erhitzen.
Aktuell liegen 3,5-Zoll-Festplatten bei drei Terabyte, die Grenze bei 2,5-Zoll-Festplatten ist bei einem Terabyte. Erste HAMR-Laufwerke erwartet Seagate "später in diesem Jahrzehnt". Bis die Technologie also marktreif ist, scheint noch viel Zeit vergehen zu können. Insbesondere die Auswirkungen durch das Erhitzen mit dem Laser sollen die Hersteller noch vor Probleme stellen.