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aus den Clubnachrichten Frühling 1997
Am Sonntag 2. März 1947 brachten die Spieler des Eishockey-Clubs Effretikon den Schweizer Meister Titel nach Hause. Dieses Ereignis wurde im Frühjahr 1997 im Rahmen einer Zusammenkunft mit Walter Bretscher, Jakob Christen, Hans Diener, Walter Hess und Ruedi Werffeli sowie als Gast Carl Corrodi nochmals gefeiert und manche Anekdote wurde aufgefrischt.
Hier die damalige Mannschaftsaufstellung: Diener, Pfister, Werffeli, Corrodi, Sommer II, Stettbacher, Bretscher, Hess, Christen (Sommer I). Das Spiel gegen Siders endete mit einem 3 : 0 Sieg (0-0, 0-0, 3-0).
Doch drehen wir das Rad der Zeit etwas zurück und bringen das "Eingesandt" vom 5. März 1947 aus dem "Wochenblatt von Pfäffikon".
"Kaum die grössten Optimisten haben sich wohl mit der Hoffnung getragen, dass der hiesige Eishockey-Club ausgerechnet in diesem Winter zu so grossen Erfolgen und sogar zu nationalen Siegesehren gelangen würde, nachdem er aus dem Traininglager in Engelberg ziemlich dezimiert und scheinbar mit nicht allzu rosigen Zukunftsaussichten zurückgekehrt war. Nun es ist aber dem Club doch gelungem, einen Titel zu erringen, den sich zu erkämpfen bisher noch keinem Verein im Bezirk gelang. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Vereins dürfte aus diesem Anlass wohl angebracht sein. Es war im Frühjahr 1935, als sechs Jünglinge in Effretikon, alle im Alter von 12 bis 18 Jahren, in einer kleinen Waschküche den EHCE aus der Taufe hoben. Schon im Winter 1936/37 brachte die Mannschaft stolz die 1. Siegermedaille anlässlich der kantonalen Schülermeisterschaft auf dem Dolder in ihren Heimatort zurück. Nachdem schon im folgenden Jahr der Beitritt zum Schweizerischen Eishockey-Verband vollzogen wurde, hätte der EHCE bereits schon zweimal Gelegenheit gehabt, von Serie B in die oberklassige Serie A aufzusteigen. Doch musste der Club jeweils auf die Ehre verzichte, nachdem ihm mit dem Verschwinden des prächtigen Eisfledes Moosburg auch jede Trainings- und Spielgelegenheit genommen worden war. Es wäre auch heute noch zu wünschen, dass der ganzen Gegend durch das Wohlwollen der zuständigen Behörden möglichst bald ein vollwertiges, neueres Eisfeld entstehen könnte. Nachdem 1943/44 und 1945/46 bereits zum zweiten Male der beliebte Och-Cup das Stammlokal des EHCE schmückte, gelang es ihm nun in diesem Jahre, auch den ehrenvollen Aufstieg zu vollziehen. Grossen Anteil an diesem erfreulichen Erfolg hat zweifellos auch die rege Anteilnahme der hiesigen Bevölkerung, die sie in ihrer ausserordentlichen Gebefreudigkeit anlässlich der kürzlich durchgeführten Sammlung überzeugend bewies. Sie hat es damit ermöglicht, die Spieler in mancher bisher ganz aus eigener Kraft getragenen Kost zu entlasten. Es sei den grosszügigen Gönern deshalb an dieser Stelle in aufrichtiger Dankbarkeit gedacht,. Mögen sie auch weiterhin dem EHCE ihr tatkräftige Hilfe angedeihen lassen und ihm damit auch für die zukünftigen schweren Spielen in der Serie A zum Ansporn werden." Trotz den 50 Jahren, die seither vergangen sind, hat dieser Bericht viel Aktuelles und wir sehen daraus den sportlichen Ansporn, der letztendlich für den Erfolg eine wichtige Grundlage bildet.
Wir schliessen uns gerne dem grossen Kreis der Gratulanten an und freuen uns mit den ehemaligen Spielern über dieses Jubiläum, das die EIE-Familie sehr stolz macht.
dieser Artikel wurde seinerzeit von Viktor Imhof verfasst, am 9. März 2008 abgeschrieben (Paul Wiesmann)