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Was heute Fotografen und Filmer wären, waren im 18. Jahrhundert Maler und Zeichner: Sie begleiteten die Entdecker auf ihren Expeditionen und dokumentierten die fremden Landschaften, Menschen, Tiere und Pflanzen. Expeditionsmaler der dritten Cook-Reise war John Webber, ein Künstler mit Berner Wurzeln. Als Johann Wäber wurde er 1751 als Sohn des Berner Bildhauers Abraham Wäber in London geboren. Mit sechs Jahren kam er zu einer Tante nach Bern, wo er beim Landschaftsmaler Johann Ludwig Aberli eine Lehre machte. Unterstützt von der Burgerlichen Gesellschaft zu Kaufleuten setzte er seine Ausbildung in Paris fort, ehe er nach London zurückkehrte.
Von der Cook-Expedition brachte Webber 1780 rund 320 Skizzen und Zeichnungen mit, die er später in Ölbilder und Kupferstiche umsetzte. Eines seiner berühmtesten Werke ist das Porträt der Südsee-Prinzessin Poedua, das in der aktuellen Berner Ausstellung zu sehen ist. Nebst den Skizzen brachte Webber etwa 120 Objekte aus der Südsee nach London. Diese «Südseesachen» vermachte er 1790 seiner Heimatstadt Bern. cs