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Die zweite Niederlage in Folge gegen Murray nach der Pleite im Olympia-Final war ziemlich deutlich. Der Baselbieter agierte zu unkonstant, geriet bei eigenem Aufschlag oft in Bedrängnis und konnte seinerseits gegen den Service des Schotten nur wenig ausrichten. Nur einmal konnte er Murray - mit seiner einzigen Breakmöglichkeit der Partie - den Aufschlag abnehmen, zum 1:1 im ersten Satz. Murray gelang dann mit dem Game zum 3:2 die entscheidende Differenz.
Auch im zweiten Satz war Federer gegen den überzeugend aufspielenden Murray rasch in der Defensive. Unter anderem dank einem Punktgewinn nach dem schönsten Ballwechsel der Partie verhinderte der 17-fache Grand-Slam-Sieger ein Break gleich zu Beginn. Das erste Game im zweiten Umgang, das 18 Minuten dauerte, brachte Murray sieben ungenutzte Breakchancen. Nur die Effizienz sprach im 18. Duell zwischen den beiden nicht für Murray.
Roger Federer /
Der US-Open-Sieger verwertete nur drei von elf Möglichkeiten zum Servicedurchbruch, die dritte zum 3:2 im zweiten Satz. Federer konnte darauf nicht mehr reagieren, auch nicht nach der halbstündigen Regenunterbrechung beim Stand von 4:5. Murray, der in Schanghai 2010 und 2011 triumphiert hatte, trifft nun im Final auf Novak Djokovic.
Durch die Niederlage ist die ohnehin kleine Chance von Federer, am Jahresende an der Spitze der Weltrangliste zu stehen, weiter gesunken. Bei den letzten drei Turnieren des Jahres in Basel, Paris-Bercy und London kann der Schweizer keine Punkte gewinnen, weil er 2011 alle drei Events für sich entschieden hatte. Vor allem die Ausgangslage von Novak Djokovic ist deutlich besser. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass Federer Paris-Bercy auslässt, um sich eine Ruhepause zu gönnen.
Den nächsten Auftritt hat Federer am 21. Oktober bei den Swiss Indoors in der Basler St. Jakobshalle.