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“Sie ist im Schlaf gestorben, so wie sie es wollte, ohne zu leiden”, sagte ihre Tochter Blandine de Caunes der Nachrichtenagentur AFP. Groult wurde am 31. Januar 1920 in Paris geboren. Sie arbeitete zunächst als Lehrerin für Latein und Französisch, danach als Redaktorin von Frauenzeitschriften und begann erst mit 40 Jahren Bücher zu schreiben.
Ihr “Vierhändiges Tagebuch” verfasste sie mit ihrer jüngeren Schwester Flora. Ihre erste Alleinveröffentlichung “La part des choses” brachte Groult 1972 den Preis der Akademie der Bretagne ein. Zu ihren Bestsellern zählte das 1975 veröffentlichte Werk “Ödipus’ Schwester – Zorniges zur Macht der Männer über Frauen”.
Ihren grössten Bucherfolg hatte die Französin jedoch mit dem Roman “Salz auf unserer Haut”, der von dem britischen Regisseur Andrew Birkin auch verfilmt wurde. Dass ihr Weltbestseller über Liebe ohne Schuldgefühle und erfüllte weibliche Sexualität einen selbst erlebten Hintergrund hatte, enthüllte die Autorin in ihrer Autobiografie, die auf Deutsch 1998 unter dem Titel “Leben heisst frei sein” erschien.
Die Autorin schrieb ausserdem Bücher über historische Figuren, die für die Befreiung der Frau kämpften. So über die Revolutionärin Olympe de Gouges, die für die Rechte der Bürgerinnen eintrat und auf dem Schafott endete, oder über die französische Wegbereiterin der Gleichberechtigung, Pauline Roland.
(SDA)