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Der Ärger war gross, als Michal Svoboda an einem grauen Novembermorgen im Jahr 2003 vor seinem Auto stand: Vandalen hatten den Spiegel abgebrochen und die Türen zerkratzt. «Zum Glück habe ich eine Parkschadenversicherung», dachte sich der damals 60-jährige Controller aus Zürich. Noch in der gleichen Woche schickte er seiner Kaskoversicherung das ausgefüllte Schadenformular und glaubte, die Sache sei damit erledigt.
Im Mai 2005, also fast drei Jahre später, flattert Svoboda ein eigenartiges Schreiben ins Haus: Seine Versicherung schickt ihm die Rechnung seines Garagisten über knapp 1300 Franken für die seinerzeit ausgeführten Reparaturen – mit der Bitte um direkte Begleichung. Svoboda greift zum Telefon und erfährt, dass der Mechaniker seinerzeit vergessen hatte, die Rechnung zu stellen, und das nun nachgeholt hat. Damit nicht genug: Jetzt verweigert die Zürich-Versicherung die Bezahlung der Rechnung. Begründung: Der Schaden sei «gestützt auf Artikel 60 des Obligationenrechts» verjährt.
«Ich habe alles richtig gemacht», wundert sich der verärgerte Svoboda an der Beobachter-Hotline. «Kann es sein, dass ich auf den Kosten sitzen bleibe?» Nein, lautet die Antwort. Erstens kommt bei Versicherungsfragen nicht das Obligationenrecht, sondern das Versicherungsvertragsrecht zur Anwendung. Zweitens ist der Schaden nicht verjährt, er wurde seinerzeit sofort gemeldet. Mit diesen Argumenten gerüstet, wehrt sich Michal Svoboda schriftlich. Die Antwort der «Zürich»: Der Schaden wird übernommen