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In der Schweiz erhalten die Kantone jährlich einen Teil des Reingewinns aus der Spirituosenbesteuerung, nämlich den Alkoholzehntel (10% des Gewinns geht an die Kantone, 90% fliesst in die Bundeskasse). 2021 wurde den Kantonen im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl 26'878'893 Franken ausgerichtet.
Die Kantone sind verpflichtet, ihren Anteil am Alkoholzehntel für die Bekämpfung der Ursachen und Folgen von Alkoholismus sowie von Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauch einzusetzen. Nach der Verteilung der Beträge an die Dachorganisationen erstatten Letztere das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit, Bereich Alkohol, über die Verwendung des Alkoholzehntels Bericht.
Sie finden diese Berichte auf der entsprechenden Seite, indem Sie auf der Karte der Schweiz auf den gewünschten Kanton klicken.
Verwendung nach Suchtform
Die Verwendung des Alkoholzehntels durch die Kantone nach Suchtformen zeigt, dass der Zehntel keineswegs nur der Prävention und Behandlung von Alkoholproblemen vorbehalten ist. Mit einem Anteil von 35% (gleiche Rate wie im Vorjahr) am Zehntel dominiert der Bereich Alkohol nicht mehr so stark wie früher. 2021 waren dies etwas mehr als 9 Millionen Franken. Allerdings verwenden fast alle Kantone einen Teil des Zehntels für die Alkoholproblematik.
Ein beträchtlicher Teil des Alkoholzehntels wird für die allgemeine Bekämpfung aller Suchtformen verwendet. Im Jahr 2021 entfielen 43% der kantonalen Ausgaben auf verschiedene Suchtmittel.
Auf die Bekämpfung der Ursachen und Wirkungen des Konsums illegaler Stoffe entfallen im Allgemeinen rund 11% der Mittel und auf die Tabakbekämpfung rund 5%. Seit 10 Jahren haben sich diese prozentualen Anteile fast nicht verändert.
Verwendung nach Handlungsfeldern
In Prävention, Früherkennung und Behandlung investieren die Kantone gewöhnlich über 90% des Alkoholzehntels. Die Anteile, die der Nachsorge sowie der Forschung, der Aus- und der Weiterbildung gewidmet sind, liegen generell bei rund 10% (aktuell 7%).
Über die Jahre ist eine grosse Stabilität bei der Verwendung in den Handlungsfeldern Prävention, Nachsorge und Forschung erkennbar. Auch die Früherkennung bleibt mit 18% gegenüber 2020. Generell lässt sich sagen, dass die Mittelallokation weitgehend von der Strategie der einzelnen Kantone abhängt.