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Gemäss einer Pressemitteilung der Fachstelle für Rassismusbekämpfung vom Donnerstag, 9. Februar 2023 erlebt jede dritte Person in der Schweiz Diskriminierung oder Gewalt – meist im Zusammenhang mit Rassismus. Motive sind Nationalität, körperliche Merkmale, Religion oder ethnische Herkunft.
"Anders" zu sein ist nicht einfach. Mit «Anderen» konfrontiert zu sein auch nicht. Aber sind Diskriminierung und Gewalt die Lösung dazu? Was lehrt uns die Geschichte?
Dieses Jahr, am 10. Dezember, werden wir den 75. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) feiern – der Menschenrechtserklärung, welche aus Anlass der Gräueltaten des 2. Weltkriegs ausgearbeitet wurde, damit sich solches nie wiederhole, weder im Grossen noch im Kleinen.
Die Leiterin der damaligen Fachgruppe, die für die Ausarbeitung dieser Erklärung verantwortlich war, war Eleanor Roosevelt, Menschenrechtsaktivistin, Diplomatin und Gattin des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Auf die Frage "Wer wird sicherstellen, dass die Menschenrechte respektiert werden?" entgegnete sie:
"Wo beginnen übrigens die allgemeinen Menschenrechte? An den kleinen Plätzen, nahe dem eigenen Heim. So nah und so klein, dass diese Plätze auf keiner Landkarte der Welt gefunden werden können. Und doch sind diese Plätze die Welt des Einzelnen: Die Nachbarschaft, in der er lebt, die Schule oder die Universität, die er besucht, die Fabrik, der Bauernhof oder das Büro, in dem er arbeitet.
Das sind die Plätze, wo jeder Mann, jede Frau und jedes Kind gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Würde ohne Diskriminierung sucht.
Solange diese Rechte dort keine Geltung haben, sind sie auch woanders nicht von Bedeutung. Wenn die betroffenen Bürger nicht selbst aktiv werden, um diese Rechte in ihrem persönlichen Umfeld zu schützen, werden wir vergeblich nach Fortschritten in der weiteren Welt suchen."
Üben wir uns daher in der Zivilcourage, diesen Auftrag, der auch in Artikel 29 der AEMR gegeben ist, bei allen unseren Begegnungen umzusetzen:
Jeder Mensch hat das Recht, diesen Menschenrechten gemäss behandelt zu werden. Jeder Mensch hat in gleichem Mass die Pflicht, sie gegenüber anderen auszuüben – wo auch immer er oder sie sich bewegt. Wenn wir dies beherzigen, werden wir einen Schritt weiterkommen Richtung Friede und Toleranz.
https://unric.org/de/allgemeine-erklaerung-menschenrechte
Nelson Mandela, geboren am 18 Juli 1918, gilt als Symbolfigur für Freiheit und Menschenrechte. Er setzte sich erfolgreich gegen die Rassentrennung und für die Rechte der Schwarzen in Afrika ein.
1962 wird Mandela festgenommen wegen Protestaktionen. Zur Haft verurteilt, sass er 27 Jahre für seine Überzeugung im Gefängnis. Wieder auf freiem Fuss, wurde er Südafrikas erster schwarzer Präsident und Held einer ganzen Nation.
Mandela erhielt 1993 den Friedensnobelpreis.
Unser Verein machte mit einer Flyer-Verteilaktion auf diesen wichtigen Vertreter der Menschenrechte aufmerksam.
Der Tag der Menschenrechte wird jedes Jahr am 10. Dezember begangen – dem Tag, an dem die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) verabschiedete. Die AEMR ist ein wegweisendes Dokument, in dem die unveräusserlichen Rechte verkündet werden, die jedem Menschen zustehen – unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Sprache, politischer oder sonstiger Meinung, nationaler oder sozialer Herkunft, Eigentum, Geburt oder sonstigem Status. Sie liegt in mehr als 500 Sprachen vor und ist damit das am häufigsten übersetzte Dokument der Welt.
Seit 20 Jahren verfolgt Youth for Human Rights International die Zielsetzung, junge Menschen über Menschenrechte aufzuklären, insbesondere über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, und sie so zu inspirieren, wertvolle Verfechter von Toleranz und Frieden zu werden. YHRI ist heute zu einer globalen Bewegung angewachsen, die hunderte von Gruppen, Vereinen und Ortsgruppen weltweit umfasst.
Eine solche Ortsgruppe ist der Verein „Jugend für Menschenrechte Schweiz“. Zum 73. Jahrestag der Menschenrechte machten wir mit einer Verteilaktion und einer Werbekampagne im Zürich Hauptbahnhof auf die Menschenrechte aufmerksam.