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Auf Anna Netrebko (50) lastet ein grosser Druck, denn in den vergangenen Wochen hat die Opernsängerin einige Engagements verloren. Klar ist: die Medienberichterstattung über sie bricht nicht ab. Grund dafür ist die Kritik an ihrer vermeintlichen Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin (69), der aktuell einen Angriffskrieg in der Ukraine führt. In einem neuen Statement hat sich die Operndiva nun klar davon distanziert.
«Ich verurteile den Krieg gegen die Ukraine ausdrücklich und meine Gedanken sind bei den Opfern dieses Krieges und ihren Familien», lässt sie über ihren Anwalt ausrichten. Ihre Position sei «klar»: «Ich bin weder Mitglied einer politischen Partei noch bin ich mit irgendeinem Führer Russlands verbunden.» Netrebko «erkenne und bedauere, dass meine Handlungen oder Aussagen in der Vergangenheit zum Teil falsch interpretiert werden konnten».
Die Sängerin betont, dass sie Putin in ihrem ganzen Leben «nur eine Handvoll Mal getroffen habe» – und zwar «vor allem im Rahmen von Verleihungen von Auszeichnungen für meine Kunst oder bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele». Die 50-Jährige habe «ansonsten nie finanzielle Unterstützung von der russischen Regierung erhalten». Zudem lebe sie in Österreich, «wo ich auch steuerlich ansässig bin».
Weiter führt sie aus, dass sie ihr Heimatland Russland «liebe». Durch ihre Kunst strebe sie «ausschliesslich Frieden und Einigkeit» an. Nachdem sie Anfang März erklärt hatte, sich vorerst aus dem Konzertleben zurückziehen zu wollen, kündigt sie nun neue Konzerte an: «Nach der angekündigten Auftrittspause werde ich meine Opern- und Konzertauftritte Ende Mai, zunächst in Europa, wieder aufnehmen», so die österreichisch-russische Sängerin.
Zuvor hatten unter anderem die Bayerische Staatsoper, die Berliner Staatsoper Unter den Linden und die Metropolitan Opera in New York die Engagements der Künstlerin in ihren Häusern annulliert. Als Grund führte etwa die Bayerische Staatsoper «eine fehlende ausreichende Distanzierung» von Russlands Krieg in der Ukraine an.