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Der Dokumentarfilm "Das Geschäft mit dem Blut" wurde bereits mehrfach ausgestrahlt und war am Mittwoch, 1.3.17 auch im TV SRF zu sehen. Er thematisiert hauptsächlich die bezahlten Plasmaspenden in den USA und einigen anderen Ländern, die von der plasmaverarbeitenden Industrie (Octapharma, CSL und weitere.) durchgeführt werden, und kritisiert die Zustände namentlich in den USA, wo arme Leute für Entgelt regelmässig Plasma spenden.
Die Haltung von Blutspende SRK Schweiz zu diesem Thema: Wir sind nicht glücklich über die Zustände, die offenbar in vielen Zentren der bezahlten Plasmaspende herrschen. Wir haben mehrfach schon klar gesagt, dass wir aus ethischen und moralischen Gründen jede Form von bezahlter Blutspende ablehnen. Eine solche Art von Blutbeschaffung diskreditiert das gesamte Blutspendewesen und gefährdet das Vertrauen zwischen Spender und Blutspendeorganisationen.
Tatsache aber ist und bleibt, dass für viele Patienten diese aus Plasma hergestellten Medikamente überlebenswichtig sind. Ein Boykott der plasmaverarbeitenden Industrie würde vor allem diesen Patienten schaden und wäre ethisch ebenso wenig verantwortbar.
Wir als Schweizer Blutspendedienst können keinen Einfluss darauf nehmen, wie die Plasmabeschaffung in anderen Ländern erfolgt. Wir können nur sicherstellen, dass die im Prinzip weltweit anerkannten Kriterien der Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit in unserem Lande ausnahmslos befolgt werden.
Wir haben grosses Verständnis für die Kritik an der bezahlten Plasmaspende, die im Film insbesondere am Beispiel der USA aufgezeigt wird. Was hingegen die Plasmathematik in der Schweiz angeht, so werden im Filmbeitrag einige Fakten vereinfacht oder unseres Erachtens nicht ganz im richtigen Kontext dargestellt.