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Bacsinszky mit Exploit gegen ehemalige Weltnummer 1
- Dienstag, 20. Januar 2015, 6:22 Uhr, aktualisiert um 13:13 Uhr
Erstmals seit 2008 hat Timea Bacsinszky an den Australian Open wieder die 2. Runde erreicht. Die Waadtländerin verdiente sich ihr Weiterkommen mit einem überzeugenden 6:1, 6:4 gegen die frühere Weltnummer 1 Jelena Jankovic. Derweil blieb Romina Oprandi chancenlos.
Bacsinszky hat nach 4 Jahren Abwesenheit in Melbourne eine überzeugende Startvorstellung gegeben. Im ersten Satz blieb die Weltnummer 41 ohne Fehl und Tadel und deklassierte Jankovic (WTA 15) innert 28 Minuten gleich mit 6:1.
Einmal musste sie zwar ihren Aufschlag zum 4:1 abgeben. Im Gegenzug brachte die Serbin aber kein einziges Servicespiel durch. Sie erreichte im gesamten Match bei den 1. Aufschlägen eine magere Quote von 45 Prozent (gegenüber Bacsinszky mit 65%) und leistete sich 9 Doppelfehler (gegenüber 2). Jankovic war im vergangenen Herbst wegen Rückenproblemen zwei Monate ausser Gefecht gesetzt.
Der 2. Umgang entwickelte sich umkämpfter. Bacsinszky schaffte nach 6 vergebenen Möglichkeiten das einzige Break zum 5:4 und damit zur Vorentscheidung. Ohne zu zittern brachte sie das folgende Servicespiel durch und durfte sich nach 77 Minuten von der Gegnerin gratulieren lassen.
«Versuche, nicht euphorisch zu werden»
Mit Jankovic schlug sie immerhin die Melbourne-Halbfinalistin von 2008. In jenem Jahr hielt sich die heute 30-Jährige auch während 18 Wochen an der Spitze der Weltrangliste. Jankovic ist bereits die zweite Top-15-Spielerin, die gegen Bacsinszky in der neuen Saison verlor. In Shenzhen hatte die Lausannerin auf dem Weg in den Final sogar die Weltranglistenvierte Petra Kvitova bezwungen.
«Ich versuche jetzt einfach, nicht euphorisch zu werden. Denn man darf nie aus den Augen verlieren, wie viel Aufwand es braucht, damit man sich überhaupt mit den Besten messen kann», sagte sie nach ihrem neuerlichen Exploit.
Eine machbare Hürde in Runde 2
Als nächste Herausforderin wartet Anna Tatischwili (USA/WTA 141), die sich gegen Kimiko Date-Krumm (Jap/WTA 101) in 2 Sätzen durchsetzte. Kann die 25-jährige Schweizerin an ihre Leistung anknüpfen, dürfte diese Hürde ebenfalls zu meistern sein.
Oprandi stark eingeschränkt
Für Romina Oprandi dagegen endete das 1. Grand-Slam-Turnier der Saison in einer grossen Ernüchterung. Die Bernerin stand beim 0:6, 2:6 gegen die um 6 Plätze besser klassierte Tschechin Denisa Allertova (WTA 107) von Beginn weg auf verlorenem Posten. Gleich die ersten 9 Games gingen an die Qualifikantin. Danach konnte Oprandi nicht mehr reagieren.
Die 28-Jährige gab nach dem bitteren Ausscheiden an, sie habe wegen Schulterproblemen kaum trainiert. «Ich konnte in den vergangenen Monaten bloss dreimal auf dem Tennisplatz trainieren», sagte sie nach der Niederlage.
Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 20.01.15, 08:00 Uhr