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Vor knapp einem Jahr öffnete Bhutan nach der Pandemie seine Grenzen wieder, führte aber gleichzeitig eine Tourismusgebühr (Sustainable Development Fund) von USD 200 pro Nacht ein. Bhutan setzte schon immer auf restriktiven Tourismus wodurch das kleine Land vom Massentourismus verschont blieb.
Das neue Tourismuskonzept mit dieser hohen SDF-Gebühr, wie Hans Wettstein vermutet von PWC in Singapur ausgearbeitet, führte aber dazu, dass sich der Tourismus nach Bhutan nach der Pandemie nicht erholte.
Im Frühsommer 2023 revidierte die Regierung von Bhutan die Gebühr um längere Aufenthalte im Land wieder attraktiver zu machen. So erhielt man beispielsweise für das bezahlen der Gebühr für sieben Nächte sieben zusätzliche Nächte gebührenfrei.
Gebühr halbiert
Dieses System war offensichtlich zu kompliziert und auch schlecht kommunizierbar. Deshalb entschied die Regierung von Bhutan nun, das zu vereinfachen und hat die SDF-Gebühr pro Nacht ab dem 1. September 2023 auf die Hälfte, also auf USD 100 reduziert. Somit gleicht das Preisbild für Reisen nach Bhutan wieder demjenigen von vor der Pandemie, abgesehen von den gestiegenen Flugpreisen.
Schonung von Ressourcen
Mit der SDF-Gebühr will das Land die lokalen Ressourcen schonen, was gemäss dem Asienkenner Hans Wettstein durchaus Sinn macht. Bhutan hat nur eine begrenzte Anzahl von Unterkünften und will keinen Billig- oder Massentourismus. Jeder Besucher soll die Möglichkeit bekommen einen Baum zu pflanzen. 70% vom Land ist mit Wald bedeckt, ein nachhaltiger Tourismus ist das oberste Ziel der Tourismusbehörde. Bhutan ist eines der einzigen Länder der Welt, welches nicht nur ‘CO2-neutral’, sondern auch ‘CO2-negativ’ ist. In Bhutan wird mehr CO2 absorbiert als produziert. (BRA)