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Riesige Steinblöcke, welche breit verstreut vor der aufgebauten Zuschauertribüne liegen, prägen das Bühnenbild des Giswiler Freilichttheaters «Häxä machä». Die Regisseurin des Theaters, Annette Windlin, hat diesen Ort bewusst ausgewählt. Er solle die damalige Zerstörung des Unwetters symbolisch verdeutlichen, sagt sie.
35 Schauspielerinnen und Schauspieler spielen innerhalb von «Häxä machä» nach, was sich im 17. Jahrhundert an Ort und Stelle zugetragen hat - nämlich die Hexenverfolgung von 1629. Dazumal trat der lokale Wildbach «Laui» über die Ufer und verwüstete grosse Teile des Dorfs. Auch die Kirche wurde zerstört.
Für die Finanzierung der neuen Kirche musste der Pfarrer beweisen, dass die alte Kirche durch Hexen und deren Schadenszauber zerstört wurde. Eine Hetzjagd begann, wobei 33 Menschen als Hexen verurteilt, gefoltert und hingerichtet wurden. Diese Begebenheit wird im Theaterstück am historisch wahren Beispiel der Familie Bergmann gezeigt.
Aktuelle Bezüge durchaus sichtbar
Romano Cuonz ist der Autor des Theaters. Er hat die historischen Tatsachen bewusst so aufgegleist, dass sie auch an aktuelle Phänomene, wie zum Beispiel Mobbing erinnern. Dabei hat Romano Cuonz erst nach der Fertigstellung des Theaterstücks herausgefunden, dass es sich bei der Familie Bergmann um seine direkten Vorfahren handelt. «Ein Ahnenforscher hat mir dies kürzlich mitgeteilt», sagt er.