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Ganze 37 Werke von Willy Suter befinden sich in der Kunstsammlung der Mobiliar – und mit ihnen ein Querschnitt durch das Schaffen des Künstlers von 1956 bis 1994. Menschen sind auf diesen Bildern nicht zu sehen. Nur einmal, in dem Gemälde Metamorphose von 1986, meint man schemenhaft eine Person ausmachen zu können. In den übrigen Werken ist der Mensch allenfalls indirekt präsent: in Gestalt von Baukränen, Booten oder landwirtschaftlichen Maschinen, deren Darstellung Suter augenscheinlich auch dazu nutzte, konstruktive Elemente, divergierende und dynamisierende Linien in seine Kompositionen aufzunehmen. Chantier Naval, die Schiffswerft von 1967, Regain Catalan von 1968 und das Gemälde mit dem gewitzten Titel Sa majesté la moissonneuse [Ihre Majestät die Mähmaschine] von 1982 zeigen dies exemplarisch. Ein Landschaftsbild wie Les champs en été (1964) fängt in beinahe van Gogh’schem Kolorit die Wärme eines Sommertages in den Feldern ein, die Création d’un monde (1982) scheint vor Hitze zu flirren, als würde die Welt in einem Schmiedeofen erschaffen, und angesichts der Winterlandschaft von 1956 glaubt man, die Kälte der Schneeluft zu spüren. Auch Suters abstrakte Kompositionen sind ausdrucksstark: Seine Ode au printemps précoce (1988) etwa ist eine regelrechte Explosion von Farbe und Lebendigkeit.
Im Laufe der 1970er-Jahre und dann wieder in den späten 1980er-Jahren wandte sich Suter verstärkt der abstrakten Malerei zu. Ein Merkmal seines gesamten Œuvres ist der weitgehende Verzicht auf eine illusionistische Tiefenräumlichkeit, das heisst die bewusste Wahrnehmung des Bildes in seiner Flächigkeit. Willy Suter studierte an der Kunstgewerbeschule Zürich und bei Alexandre Blanchet an der Ecole des Beaux-Arts in Genf, wo er später selbst eine Professur innehatte.
Willy Suter wurde 1918 in Basel (CHE) geboren und starb 2002 in Genf (CHE).
Tätigkeitsbereich: Malerei