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Spinell.
Ein in verschiednen Varietäten vorkommendes Mineral, tesseral kristallisierend, in reinster Form nur aus Thonerde und Magnesia bestehend, dann farblos und durchsichtig, häufiger gefärbt durch Eisen und Chromoxyd. Die roten (karmin, ponceau, rosa), besonders schön gefärbten und durchsichtigen, sind meist geschätzte Edelsteine; sie ähneln den Rubinen und gehen oft als solche, sind aber in den Bestandteilen ¶
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und der Kristallform ganz anders beschaffen und erreichen auch die orientalischen Rubine weder im Feuer und der Sättigung
der Farbe, noch in der Härte und Schwere. Diese Steine heißen Rubin
spinelle und wenn sie blaß gefärbt sind Balasrubine.
Die Färbungen dieser letztern sind blaßrot bis gelblichrot. Sie sind nicht so selten wie die erstern,
aber keineswegs gemein und werden, wenn rein und tadelfrei, auch gut bezahlt, im allgemeinen aber doch geringer als die rubinähnlichen.
Unter Almandin
spinellen begreift man allerlei bläuliche, violette, rötlichbraune und sonst dunkelfarbige Sorten geringern
Wertes. Die edlen
Spinelle kommen aus fernen Ländern und werden in Ost- und Hinterindien, auf Ceylon,
in der Tatarei, einzeln und selten im Schuttland und im Sande von Flüssen und Bächen gefunden. Steine von drei Karat und
höher sind selten und teuer und erlangen in guten Exemplaren Diamantpreise. Geringere Varietäten sind häufiger und finden
sich in Böhmen und Siebenbürgen, in Schweden (blaue), in Australien, in Südamerika. Die dunkelgrünen
und schwärzlichblauen Varietäten führen den besondern Namen Pleonast, eine grasgrüne Varietät heißt Chloro
spinell,
eine schwarze aus den Pyrenäen Picotit. - Zoll: s. Edelsteine.