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In dem am stärksten betroffenen Bundesstaat Texas starben bei eisigen Temperaturen mindestens zwölf Tiere auf einem Gnadenhof, wie die gemeinnützige Einrichtung Primarily Primates in San Antonio am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Darunter befänden sich ein Schimpanse, Lemuren und verschiedene andere Affenarten.
Nachdem der Strom am frühen Montagmorgen ausgefallen war, versuchten die Mitarbeiter des rund 280 Quadratmeter grossen Gnadenhofs zunächst, die Tiere mithilfe von Generatoren, Heizungen und Decken warm zu halten. Als die Temperaturen mit Einbruch der Nacht erneut sanken, begannen die Helfer, einige der Hunderten von Tiere andernorts in Sicherheit zu bringen, darunter im Zoo der Millionenstadt.
«Ich habe noch nie vor einer solchen Entscheidung gestanden», sagte Geschäftsführerin Brooke Chavez der Zeitung «San Antonio Express-News». Die Auswahl der Tiere sei davon abhängig gewesen, welche Aussicht bestand, sie einzufangen. Als die Mitarbeiter begannen, die Tiere für den Transport vorzubereiten, fanden sie auf dem Gelände einige, die bereits verendet waren.
«Ich hätte nie gedacht, dass sich mein Büro in eine Leichenkammer verwandeln würde, aber das ist nun passiert», sagte Chavez weiter. Die genaue Zahl der toten Tiere könne vermutlich erst dann ermittelt werden, wenn es wärmer werde und der Schnee schmelze.
Sie sei aber froh, dass sie so viele Tiere hätten retten können. Dankbar sei sie auch den Menschen, die ihnen Vorräte für die Tiere gespendet hätten. Primarily Primates hat nach eigenen Angaben Hunderte Tiere, darunter viele Primaten, aufgenommen, die zu Forschungs- oder Unterhaltungszwecken benutzt und ausgebeutet wurden.
Der Sturm und eisige Temperaturen führten seit Montag vor allem im Süden und Osten der USA zu Überlastungen und Ausfällen des Stromnetzes. Mindestens 14 Menschen sind Medienberichten zufolge bislang im Zusammenhang mit dem Unwetter ums Leben gekommen.