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Negative Konsequenzen für Wirtschaft und Konsum
Die wirtschaftlichen Folgen der Initiative beschränken sich nicht nur auf das Gesundheitswesen, die Hochschulen und die Forschung der Life-Science-Industrie – sie treffen die gesamte Wirtschaft. Welches Unternehmen würde sich in Zukunft noch in der Schweiz ansiedeln oder zusätzlich in diesen Standort investieren, wenn es weiss, dass seinen Mitarbeitenden hier ein wesentlicher Teil der medizinischen Versorgung vorenthalten wird? Mit unmittelbaren negativen Auswirkungen zu kämpfen hätten insbesondere die Lebensmittelbranche, die chemische Industrie und die Landwirtschaft. Für Letztere hiesse eine Annahme der Initiative zum Beispiel, dass keine neuen Methoden der Schädlingsbekämpfung mehr getestet werden dürften, auch wenn sie mit biologischen Mitteln arbeiten. Aber auch Gegenstände des Alltagslebens wären betroffen, selbst wenn nur ein kleiner Bestandteil, beispielsweise ein Nahrungsmittelzusatz, unter Anwendung von Tierversuchen entwickelt wurde. Entsprechende Verbote treffen alle Konsumierenden.
Gemäss Initiative muss gewährleistet sein, dass zwei Jahre nach ihrer Annahme alle importierten Produkte den strengen neuen Vorschriften entsprechen. Ein solches Verbot lässt sich nur mit umfangreichen Kontrollen durchsetzen. Die Behörden müssten also konstant überprüfen, unter welchen Bedingungen Produkte im Ausland hergestellt werden. Dafür wäre ein teurer Kontrollapparat notwendig, der Lieferungen verzögert und die Bürokratie aufbläht. Beides wird sich in höheren Preisen widerspiegeln.