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Gamal al-Ghitani (AT)
Die Ereignisse im Safran-Viertel
Aus dem Nachwort von Hartmut Fähndrich zum Roman Seini Barakat
Gamal al-Ghitani ist im Jahre 1945 in einem oberägyptischen Dorf namens Guhaina geboren, doch siedelten seine Eltern sehr bald nach seiner Geburt in die ägyptische Hauptstadt über. Deshalb wuchs al-Ghitani in der Altstadt von Kairo auf, was eine wesentliche Voraussetzung für sein Interesse an der ägyptischen Vergangenheit wurde. Tagtägliches Leben zwischen Gebäuden, von denen viele aus der Zeit der Mamelucken (Mitte des 13. bis Anfang des 16. Jahrhunderts) stammten, prägten sein Verhältnis zur Geschichte und vermittelten ihm das Bewusstsein, dass die Vergangenheit in vielfaltiger Weise in die Gegenwart hineinwirkt. Etwa zur Zeit der ägyptischen Julirevolu- tion von 1952 kam Gamal al-Ghitani zur Schule, gehörte also zur Revolutionsgeneration. Ab 1962 lernte er Teppich-Design und arbeitete bis 1968 in diesem Beruf. Aus dieser Zeit stammen seine ersten literarischen Versuche, Kurzgeschichten die in libanesischen und ägyptischen Zeitschriften erschienen. 1968 begann al-Ghitani seine Karriere als Journalist. Gleichzeitig begann er ernsthaft auch seine Tätigkeit als Prosaschriftsteller und unternahm verschiedenartige Versuche, seinen eigenen Stil zu entwickeln.