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Der Dreifachtriumph der Mountainbikerinnen im olympischen Cross-Country-Rennen von Tokio war aus Schweizer Sicht keine Premiere, aber dennoch historisch. 1928 und 1936 durften die Turner jeweils Gold, Silber und Bronze entgegen nehmen.
Vor 85 Jahren standen in Berlin im Bodenturnen mit Georges Miez, dem mit vier Goldmedaillen erfolgreichsten Schweizer Olympioniken an Sommerspielen, Josef Walter und Eugen Mack letztmals drei Schweizer gemeinsam auf dem Podest.
Zwölf Jahre zuvor waren es ebenfalls die Turner, die der Schweiz am Pauschenpferd durch Josef Wilhelm, Jean Gutweniger und Antoine Rebetez einen Dreifachsieg bescherten.
Die beiden Dreifacherfolge aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg sind allerdings nicht mit der Moderne und dem perfekten Auftritt von Jolanda Neff, Sina Frei und Linda Indergand zu vergleichen. Am ehesten ist als Vergleich der Vierfachtriumph der Schweizer Abfahrer an der Ski-WM 1987 in Crans-Montana heranzuziehen. Damals siegte Peter Müller vor Pirmin Zurbriggen, Karl Alpiger und Franz Heinzer. An Olympischen Spielen standen aber selbst die Skirennfahrer noch nie zu Dritt auf dem Podest.
Mehr als eine Medaille im selben Wettkampf – auch das ist eine Seltenheit für die Schweiz. An Sommerspielen standen letztmals im Jahr 2000 zwei Schweizerinnen gemeinsam auf dem Podest: Brigitte McMahon (Gold) und Magali Messmer (Bronze) im Triathlon der Frauen.
In der Geschichte der Olympischen Sommerspiele gab es bei den Frauen bisher neun Wettkämpfe, in denen drei Athletinnen aus einer Nation die ersten drei Plätze belegten. Vor dem Trio Neff/Frei/Indergand gelang dies zuletzt 2016 in Rio de Janeiro den amerikanischen Leichtathletinnen über 100 m Hürden (Brianna Rollins, Nia Ali und Kristi Castlin).
In einer Rad-Disziplin hatte zuvor noch nie ein Land alle drei Podestplätze eingenommen. (pre/sda)