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Schwermut und Lachanfällevon Marie Gfeller 1981 in einer bretonischen Hafenstadt: Eine zerbrechliche Romy Schneider gibt ihr letztes grosses Interview. Der biografische Spielfilm «3 Tage in Quiberon» mit Marie Bäumer läuft im Kino.
«Du haust mich nicht in die Pfanne? Kaputte Leute sind ja immer sehr interessant ...» So zitierte der Journalist Michael Jürgs Romy Schneider, die er 1981 in Quiberon traf, in seiner Biografie über die berühmte deutsch-französische Schauspielerin. Kaputt, das war die widerspenstige Schneider, die ein knappes Jahr später an Herzversagen verstarb, in der Tat. Schulden und Drogenprobleme, bröckelnde familiäre Beziehungen, Depressionen. «Ich bin nicht Sisi», sagte Schneider, welche 1955 mit 16 Jahren erstmals die Kaiserin spielte: «Ich bin eine unglückliche Frau von 42 Jahren und heisse Romy». Trotz schlechter Erfahrungen mit der Presse willigte sie während eines Kuraufenthalts in der Bretagne in ein Interview mit dem damaligen «Stern»-Reporter ein, der in Begleitung des Fotografen Robert Lebeck anreiste.
Davon inspiriert, porträtiert die Regisseurin Emily Atef eine vielseitige Persönlichkeit in ihrem schwarzweissen, visuell starken Spielfilm «3 Tage in Quiberon». Marie Bäumer spielt die janusköpfige Schneider, der sie in vielen Momenten wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Von grosser Schwermut im einen Moment hin zum Bodenwälzen vor Lachen im nächsten – das gelingt ihr gut. Auch die Nebenrolle, die Birgit Minichmayr als Schneiders Freundin Hilde einnimmt, bildet fein die Verstrickungen zur schwankenden Schauspielerin ab.