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Wissen Sie, was Wolfgang Amadeus Mozart wenige Tage nach dem Tod seines ersten Sohnes gemacht hat? Eine Symphonie komponiert. Und zwar innerhalb von etwa drei Tagen!
Ich hatte das Vergnügen, am letzten Wochenende dieser Symphonie zuzuhören und finde es unglaublich, wie man ein solches Meisterwerk in so kurzer Zeit kreieren kann.
Bevor Sie jetzt denken „ja der Mozart war halt ein Genie“, schauen Sie sich das eben Geschilderte nochmals genauer an: Was genau davon ist so genial, dass Sie es nicht auch in Ihrem Fachgebiet könnten?
Sie mögen vielleicht nicht Symphonien komponieren, haben aber andere Dinge, die nur Sie so gut machen können (und wenn nicht, wird es höchste Zeit, sich die nötige Expertise dafür anzueignen).
Das meiste der Erfolge von solch herausragenden Leuten wie Mozart kommt eben nicht von „Genie“ (was auch immer das sein soll), sondern von Denk- und Verhaltensweisen, sowie Gewohnheiten, die sich jeder aneignen kann. Hier sind drei davon:
- Momentum. Leute wie Mozart machen nicht lange herum mit Analysen, wie es sein könnte und wie nicht. Stattdessen legen sie los und produzieren. Schauen Sie sich um bei herausragenden Personen: fast immer bauen diese ein grosses Momentum an Aktionen und Resultaten auf. Wie hoch ist Ihr Momentum?
- Krisenresistenz. Nun wird nicht jeder kurze Zeit nach einem Schicksalsschlag gleich eine Symphonie komponieren. Aber jeder kann entscheiden (ja, das ist Ihre Entscheidung!), wie er mit Rückschlägen umgeht. Mozart ist nicht der einzige, der die negative Energie aus solchen Ereignissen für kreative Arbeiten nutzt, wie ein Judokämpfer die Angriffsenergie seines Gegners ebenfalls zum eigenen Vorteil nutzt.
- Fokus. Ja, herausragender Erfolg bedingt immer einen starken Fokus. Mozart hätte in allen möglichen Situationen alles Mögliche machen können. Aber er hat auf das fokussiert, das er am besten kann: komponieren. Wie ist das bei Ihnen? Sind Sie ebenfalls die meiste Zeit in Ihrer „Zone des Genius‘“?
P.S. Wenn Sie sich jetzt fragen, um welche Symphonie es sich handelt, ist hier die Auflösung: Symphonie Nr. 36 in C-Dur „Linz“.
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