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Korruptionsprozess gegen Malaysias Ex-Premier verschoben
Der Auftakt des Korruptionsprozess gegen Malaysias langjährigen Premierminister Najib Razak ist verschoben worden. Eigentlich hätte das Verfahren gegen den 65-Jährigen an diesem Dienstag beginnen sollen.
Auf Antrag der Verteidigung wurde der Termin am Montag jedoch verlegt. Einen neuen Termin gibt es noch nicht. Najib wird Korruption und Veruntreuung von Geldern aus der Staatskasse in grossem Stil vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 200 Jahre Haft. Er weist alle Vorwürfe zurück.
Als Regierungschef stand Najib von 2009 bis 2018 an der Spitze des südostasiatischen Landes. Bereits während seiner Amtszeit gab es immer wieder Vorwürfe gegen ihn und auch gegen seine Ehefrau.
Dabei geht es insbesondere um einen Staatsfonds namens 1MDB, aus dem er viele Millionen auf private Konten abgezweigt haben soll. Wegen des Falls wird inzwischen in einem Dutzend Ländern ermittelt, auch in der Schweiz und in den USA.
Bei der Parlamentswahl im vergangenen Mai wurde Najib überraschend von seinem Vorgänger Mahathir Mohamad geschlagen. Der inzwischen 93-Jährige hatte ihn einst gefördert, kandidierte dann aber für die Opposition. Najib stellt sich nun als Opfer politischer Justiz dar. Trotz der schweren Vorwürfe sind er und seine Frau gegen Kaution auf freiem Fuss.