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PORTRÄTS. Wer sind die Filmschaffenden hinter den NFTs der Swiss Crypto Stamp 2.0? 26.07.2022
Zehn Filmschaffende aus der Schweizer Filmszene haben die NFTs kreiert, die Teil sind der Ausgabe Swiss Crypto Stamp 2.0. Lernen Sie die Künstler*innen kennen, die eindrucksvoll die Vielfalt der schweizerischen Filmszene zeigen.
Geboren 1985 in Zürich. Er zog 2007 nach Mexiko-Stadt, wo er als Typograf arbeitete. Von 2009 bis 2014 arbeitete er beim Film und Theater in Berlin, bevor an der Haute École d’Art et de Design (HEAD) in Genf Film studierte. Seine Kurzfilme wurden auf internationalen Festivals gezeigt. 2018 gründete er die Produktionsfirma Andrea Film mit. «De Noche Los Gatos Son Pardos», sein erster langer Spielfilm, wird dieses Jahr am Locarno Film Festival uraufgeführt.
Geboren 1993 in Berlin als Sohn eines Architekten und einer Malerin, war Samuel Pattheys Kindheit geprägt von Kunst, Kultur und Kreativität. So ist es folgerichtig, dass er 2D-Animation an der Hochschule Luzern – Design & Kunst studierte.
Er schloss das Studium 2017 mit dem Film «Travelogue Tel Aviv» ab. Samuel Patthey lebt in Freiburg und arbeitet als Animationsfilmer und Illustrator. Sein erster Film «Écorce» feierte am Locarno Film Festival 2020 Premiere.
Zurzeit arbeitet Samuel Patthey an seinem nächsten Kurzfilm.
Elie Grappe studierte klassische Musik am Conservatoire National in Lyon und anschliessend von 2011 bis 2015 Regie an der École Cantonale d’Art Lausanne (ECAL).
An der ECAL drehte er die Kurzfilme «Répétitions» und «Suspendu», die an mehreren internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurden.
Nach seinem Abschluss drehte er zusammen mit Timothée Zurbuchen den Musikdokumentarfilm «Hors scène». Anschliessend übernahm er das Casting und das Darstellercoaching für Blaise Harrisons Film «Les Particules», der an der Quinzaine des Réalisateurs 2019 gezeigt wurde.
Im Juli 2021 lief sein erster Langspielfilm «Olga» im Wettbewerb der 60. Semaine de la Critique der Filmfestspiele Cannes und erhielt den Prix SACD. Danach wurde der Film auf verschiedenen Festivals gezeigt – Karlovy Vary, Odessa, Brüssel, Hamburg. Er lief am 17. November 2021 in den Kinosälen an und wurde in mehr als 20 Länder gespielt.
Bei den Oscars 2022 ging «Olga» für die Schweiz als bester internationaler Film ins Rennen. Im März 2022 erhielt «Olga» drei Quartz-Trophäen des Schweizer Filmpreises: für den besten Film, das beste Drehbuch und den besten Ton.
Klaudia Reynicke ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Sie ist schweizerisch-peruanische Doppelbürgerin und ist in Peru, der Schweiz und den USA aufgewachsen.
Bevor sie sich dem Filmemachen zuwandte, studierte sie Kunst sowie Sozial- und Politikwissenschaften. 2010 erlangte sie den MA in Filmrealisation an der École Cantonale d’Art in Lausanne (ECAL) und der Haute École d’Art et de Design in Genf (HEAD).
Darauf führte Klaudia Reynicke Regie bei mehreren Dokumentarfilmen für das Kino und das italienischsprachige Fernsehen der Schweiz (RSI). «Il Nido» (2016), produziert von Amka Films (CH) und Tempesta Films (ITA), ist ihr erster Langspielfilm. Er lief im Wettbewerb «Cineasti del presente» (Filmemacher der Gegenwart) des Locarno Film Festival 2016.
«Love Me Tender» (2019), produziert von Amka Films, ist ihr zweiter Spielfilm. Er wurde in derselben Sektion am Locarno Film Festival 2019 vorgestellt und feierte seine internationale Premiere am TIFF – Toronto International Film Festival 2019. «Love Me Tender» wurde an verschiedenen renommierten Festivals gezeigt, darunter das BFI London Film Festival, das Sevilla Festival de Cine Europeo, das BAFICI und das AFI FEST in Los Angeles.
Klaudia Reynicke bereitet zurzeit ihren dritten Spielfilm «Reinas» vor, der anfangs 2023 in Peru gedreht werden soll.
Maya Kosa hat polnische Wurzeln und wurde 1985 in Genf geboren. Sergio Da Costa hat portugiesische Wurzeln und wurde 1984 in Lausanne geboren. Nach dem Studium an der Haute École d’Art et de Design (HEAD) in Genf drehten sie 2014 ihren ersten Langfilm «Rio Corgo», in dem sich Dokumentation und Fiktion vermischen.
Der Film feierte seine internationale Premiere an der Berlinale 2016 in der Sektion Forum und kam im selben Jahr in der Schweiz, in Frankreich und in Portugal in die Kinos.
«L’île aux oiseaux», ihr Zweitwerk, gewann den Dokumentarfilm-Wettbewerb des Migros-Kulturprozent und hatte seine Premiere am Locarno Film Festival 2019. Danach wurde er auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter San Sebastian, Rotterdam, Mar del Plata, Viennale und DOK Leipzig, und wurde mehrfach ausgezeichnet. 2020 wurde er für den Schweizer Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.
Zurzeit arbeiten Maya Kosa und Sergio da Costa an ihrem dritten Langspielfilm, «Une femme imparfaite», der in der chinesischen Gemeinschaft von Lissabon spielt.
Denise Fernandes wurde in Lissabon als Tochter kapverdischer Eltern geboren und wuchs in der italienischsprachigen Schweiz auf. Sie studierte Filmrealisation in der Schweiz und an der Internationalen Hochschule für Film und TV in Kuba.
Ihr neuster Kurzfilm «Nha Mila» (2020) feierte am Locarno Film Festival Weltpremiere. Er wurde an der 28. Ausgabe des Festivals Curtas Vila do Conde ausgezeichnet, war einer von 24 Kurzfilmen, die für den Europäischen Filmpreis 2020 nominiert waren und wurde an das 50. New Directors New Films Festival in New York eingeladen. Aktuell arbeitet sie an ihrem ersten Langspielfilm «Hanami».
Cyril Schäublin (*1984) ist in der Schweiz aufgewachsen und hat in Peking und Berlin Film studiert. Seine Filme wurden auf Festivals wie der Berlinale, Locarno, dem New York Film Festival oder San Sebastián uraufgeführt, darunter DENE WOS GUET GEIT (2017) oder UNRUEH (2022).
Geboren 1989 in Biel. Sie studierte Film an der École Cantonale d’Art (ECAL) in Lausanne sowie Kunst in Prag und an der ZHdK in Zürich. Ihr neuster Kurzfilm «Chute» gewann den Pardino d’Oro am Locarno Film Festival 2021, den Golden Puffin am Reykjavík International Film Festival und wurde auf weiteren internationalen Festivals gezeigt.
Ihr Kurzfilm «Bloc B» aus dem Jahr 2019 und der darauffolgende «Chute» liefen an internationalen Festivals und wurden beide an den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur ausgezeichnet.
Yan Hirschbühl ist bildender Künstler, 2D-/3D-Animations- und Visual Designer und VFX Artist. Er stammt aus Solothurn und begann seine Karriere als Praktikant in einem Foto- und Videostudio. Anschliessend absolvierte er ein Kunststudium und arbeitete in der visuellen Kommunikation mit dem Schwerpunkt Unternehmenskommunikation und Branding. Er arbeitete als Freelancer an zahlreichen Projekten und gründete eine Marketing- und Brandingagentur für KMU.
Neben diesen eher konventionellen Tätigkeiten unterrichtete Yan Hirschbühl an der SUPSI, entwickelte seine Fähigkeiten in Animation, Motion Design, Video- und visuellen Effekten weiter und arbeitete an Projekten für das Schweizer Fernsehen und die Werbebranche. Ein VFX-Kurs in den Lost Boys Studios in Vancouver, Kanada, erwies sich als Türöffner für die Mitarbeit an den visuellen Effekten grosser Blockbuster, darunter «Wonder Woman», «Annihilation», «Deadpool 2» und den oscarprämierten «Blade Runner 2049».
Nach mehreren Jahren, in denen er an visuellen Effekten für Film und Fernsehen gearbeitet hatte, zog er nach Montreal und stiess zum Multimedia-Entertainmentstudio Moment Factory. Dort stieg er in audiovisuelle Immersion und 3D Motion Design ein und arbeitete mit der modernsten Technologie. Während dieser Zeit wirkte er an vielen verschiedenen Projekten mit, von eher kleineren Produktionen wie bei den Grammys und «Alta Lumina» in Frankreich bis hin zu grösseren Produktionen wie Disney World und die MTV Music Awards.
Jetzt lebt Yan Hirschbühl wieder in der Schweiz und nutzt seine technischen und kreativen Fähigkeiten, um für neue Kunden Geschichten zu erzählen und Welten zu erschaffen.
Geboren 1985 in Georgien. Elene Naveriani ist Regisseur*in und lebt in der Schweiz. Elene absolvierte ein Studium in Malerei an der Staatlichen Akademie der Künste Tiflis mit Abschluss im Jahr 2003.
Nach einem Master in Critical Curatorial Cybermedia an Haute École d’Art et de Design (HEAD) in Genf, begann Elene, Film zu studieren. «Gospel of Anasyrma» (2014), der Kurzfilm zum Studienabschluss, wurde für seine markante Handschrift und Haltung gelobt. Elenes Arbeit macht unsichtbare Geschichten sichtbar, macht ungehörte Stimmen gehört und erschafft einen Raum für marginalisierte Existenzen.
Elene macht Widerstandskino. Der erste Langspielfilm «I Am Truly a Drop of Sun on Earth» (2017) steht exemplarisch für diese Linie; er feierte in Rotterdam Premiere und wurde mehrfach ausgezeichnet (Seoul, Xining, Valladolid, Porto). Elene hat zwei weitere Kurzfilme gedreht, die viel Lob erhielten. «Red Ants Bite» (2019) wurde für den Schweizer Filmpreis als Bester Kurzfilm nominiert.
Der zweite Spielfilm «Wet Sand» feierte im August 2021 in Locarno Weltpremiere, erhielt begeisterte Kritiken und den Preis für den besten Schauspieler. Elene wurde unter anderem mit dem Prix de Soleure ausgezeichnet und für den Schweizer Filmpreis (Bester Spielfilm) nominiert. Zurzeit arbeitet Elene am neuen Spielfilm «Blackbird, Blackbird, Blackberry», einer Adaptation eines georgischen feministischen Romans.