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Eine Gegend irgendwo im Norden Spaniens. Nach der Durchquerung einer Stadt im Regen, am Ende eines Tunnels, öffnet sich das Valle de la Solana. Die Körnung und das Flackern des Films verleihen der Reise, die in diesen verlassenen Bergen beginnt, etwas Traumhaftes. Ein Hirte erzählt Emmanuel Piton, dass die letzten Bewohner diese Dörfer vor dreissig Jahren verliessen, in Richtung der Städte. Nur die Funkwellen stören die Ruhe und der Wind bringt Geschichten mit, zum Beispiel die von einer Ortschaft, die mit Sprengstoff zerstört wurde, um einen Stausee anzulegen, der nie entstand. Parallel zu den Erzählungen beleuchtet die visuelle Erforschung die Spuren der Vergangenheit: ein Porträt von Franco unter rissigem Glas, neben dem Bild eines Bauernpaares, das in den Trümmern eines Hauses steht. Últimas Ondasist eine psycho-geografische Drift durch diese verwilderten Orte, ein analoges Klagegedicht, das den Wesen gewidmet ist, die sie mit ihrer unauslöschlichen Präsenz prägen. Wie die Dichterin, die gleich einer Pythia prophezeit: «Die Schatten flüstern die Geschichten einer Zeit, die vielleicht nicht mehr existiert, und offenbaren Narben in der Landschaft (...) Alles kann von vorne beginnen».