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Acht von zehn Schweizerinnen und Schweizern verhüten
Schweizerinnen und Schweizer verhüten am häufigsten mit Kondom oder mit hormonellen Methoden. Insbesondere Personen unter 30 Jahren wählen diesen Weg. Die Häufigkeit der Verhütung hat in den vergangenen Jahren leicht zugenommen.
Das zeigt der Verhütungsbericht, den das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) am Freitag publiziert hat. Demnach verhüten 8 von 10 der sexuell aktiven Personen im Alter von 15–49 Jahren mit irgendeiner Methode. Im internationalen Vergleich sei dies ein hoher Anteil. Gemäss dem Bericht liegt er in einer ähnlichen Grössenordnung wie jener in Österreich und etwas höher als der Anteil in Deutschland. Die Häufigkeit hat in der Schweiz in den Jahren von 1992–2012 leicht zugenommen und war 2012 am höchsten.
Rund ein Viertel der 15- bis 49-jährigen Frauen in der Schweiz nimmt die Pille. In Deutschland und Österreich liegt der Anteil höher. Nach Kondom und hormonellen Methoden folgen die Sterilisation und die Spirale als Verhütungsmethode. Auf die «Pille danach» wird laut dem Bericht in der Schweiz eher selten zurückgegriffen – der Anteil beträgt weniger als 2%.
Bei der Verhütung mit hormonellen Methoden gibt es einige Risiken, beispielsweise bei Frauen mit Übergewicht oder bei Raucherinnen. Für einen «bemerkenswerten» Anteil der Frauen, die die Pille nehmen, gebe es eine Risikokonstellation: So seien beispielsweise 20% der Frauen übergewichtig, 30% Raucherinnen und gut 20% hätten ausgesagt, dass sie einen hohen Blutdruck hätten oder an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung litten.
Wie die Studie zeigt, wird in der italienischsprachigen Region seltener verhütet als in der übrigen Schweiz. Da sei eine verbesserte Information und Beratung angezeigt, schreiben die Autoren. Zudem gäbe es Handlungsbedarf bei den erwähnten Risikokonstellationen. Ansonsten hätten die Schweizerinnen und Schweizer insgesamt ein gutes Verhütungsbewusstsein, insbesondere die jüngere Bevölkerung.
Die Informationen für den Verhütungsbericht stammen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung, die das Bundesamt für Statistik seit 1992 alle fünf Jahre durchführt.
Quelle: SDA