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TWELVE war 1995 bis 1999 das erste TV-Format der Schweiz, das unabhängig von einer TV-Station privat produziert wurde. Es war wohl auch die erste TV-Sendung, die komplett nonlinear geschnitten wurde. Nun ist das Projekt Digitalisierung von TWELVE abgeschlossen.
Produziert wurde damals auf VHS bzw. S-VHS. Die Originalbänder wurden im SELICA-MEDIA-Archiv gelagert, inklusive je einer VHS-Kopie. Als ab ca. 1997 nonlinear auf PC geschnitten wurde, konnten pro Sendung zwei Masterbänder ausgegeben werden, plus zusätzliche für weitere TV-Stationen, welche einzelne TWELVE-Sendungen übernommen haben.
Sämtliche Sendungen sind nun auf einem Server von SELICA MEDIA im Format MP4-H.264 abgelegt. Für heutige Sehgewohnheiten erscheint das damalige 4:3-PAL-Format (720 x 576 Pixel inklusive viel Rand) in Kombination mit der S-VHS-Bildqualität als sehr schlecht.
Einige Mängel wurden mit der Digitalisierungen gelindert
- VHS-Farbschatten: Die Sättigung wurde reduziert
- Gelblastigkeit einer Leihkamera vom Lokalfernsehen Region Sulgen, welche zu Anfangszeiten oft verwendet wurde: Farbkorrektur
- Der Ton von der VHS-Normalspur ist systembedingt nur mono. Als 1996 noch mechanisch konventionell geschnitten wurde, war Nachvertonung nur auf dem "Audio Normal Track" möglich. Mit der Digitalisierung wurde der auf der Stereo-Spur vorhandene Originalton mit der ursprünglich gewählten Musikuntermalung und dem Off-Kommentar (leider inkl. allen bereits damals gemischten Tönen) auf dem "Audio Normal Track" neu gemischt.
- Der bei den damaligen Röhren-TV-Geräten unsichtbare Rand ist auf den heutigen Playern und Geräten voll zu sehen. Diese Störsignale wurden schwarz abgedeckt. Besonders breit auf der rechten Seite war dieser Rand bei der AV-Master-Videoschnittkarte von FAST.
- Der nicht gesendet Countdown zu Beginn der Sendungen wurde in einigen Fällen belassen, der technische Hinweis zur Tonspurwahl hingegen herausgeschnitten.
- Der Kontrast und die wegen mangelnder Beleuchtung bei der Aufnahmen viele dunklen Szenen wurde teilweise verbessert. Dabei galt es die Balance zu finden zwischen mehr Kontrast und nicht zuviel Körnung aufgrund des starken Bildrauschens.
- Einige Videoclips von Drittlieferanten wurden neu eingesetzt.
Aus rechtlichen Gründen ist es leider nicht möglich, TWELVE heute öffentlich zugänglich zu machen.