Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03239.jsonl.gz/1678

Im Markt von binären Optionen stösst man regelmässig auf Indikatoren, die scheinbar Wunder vollbringen. Die einen sind kostenlos, die anderen kostenpflichtig, aber alle haben eines gemeinsam, sie sind abgeleitet von frei verfügbaren Indikatoren, die irgendwo im Netz heruntergeladen werden können. Ich bin ein skeptischer Indikatoren-Nutzer, da der beste Indikator für mich immer noch der Kurs selbst ist, unterstützt von aussagekräftigen Kerzenformationen. Indikatoren hinken dem Kurs immer hinterher und können demnach nur als Bestätigung angesehen werden. Dennoch können Indikatoren hilfreich sein und ich beschreibe hier nur die beiden Indikatoren, die ich als Bestätigung einsetze. Diese beiden Indikatoren sind aber sicherlich nicht dazu geeignet, im kurzfristigen Handel zu traden, sondern wurden für den längerfristigen Handel entwickelt.
Bollinger Bänder
Bollinger-Bänder (oder engl. Bollinger Bands) sind ein in den 1980er Jahren von John Bollinger entwickeltes Verfahren zur Chartanalyse. Basierend auf der Normalverteilung wird davon ausgegangen, dass aktuelle Kurse eines Wertpapiers mit höherer Wahrscheinlichkeit in der Nähe der Mittellinie vergangener Kurse liegen, als weit davon entfernt.
Die häufigste Interpretation sieht wie folgt aus: Ein Kurs nahe dem oberen oder unteren Band wird als Signal für eine kurzfristige Bewegung zum anderen Band gedeutet. Durchbricht die Kerze die äusseren Begrenzungslinien und schliesst die Kerze ausserhalb, dann könnte eine Trendumkehr stattfinden. Jedoch sollen die Bollinger Bänder nur als weiteres Indiz zu anderen Kriterien wie Kerzenformationen oder Support und Widerstand angesehen werden.
Die Verengung des oberen und unteren Bandes in Richtung des gleitenden Durchschnitts (Mittellinie) impliziert eine grössere Kursbewegung, wobei die Richtung nicht bestimmt werden kann.
Weitere kostenlose und nützliche Indikatoren sind im e-Book erklärt.