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Mutterbandschmerzen während der Schwangerschaft
Die Dehnung der Mutterbänder verursacht oftmals die sogenannten Mutterbandschmerzen. Diese Schmerzen treten meistens im 2. Drittel der Schwangerschaft auf und können stechend, ziehend, krampfartig oder ähnlich einer Zerrung sein. Durch das Wachstum der Gebärmutter werden die Mutterbänder besonders stark beansprucht.
Mutterbänder - was sind das?
Die Mutterbänder fangen im ersten Trimester an zu wachsen, und sich auszudehnen. Dies umfasst den Zeitraum von der Empfängnis bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche. Als Mutterbänder werden zwei Muskelstränge bezeichnet, welche deine Gebärmutter in einer aufrechten Position halten. Sie ziehen jeweils von der Seite des Uterus zum Schambein. Wenn deine Gebärmutter, welche mit vielen Bändern und dem Beckenboden vernetzt ist, in der Schwangerschaft wächst, werden auch die Mutterbänder stärker belastet.
Es gibt ein breites und ein rundes Mutterband. Durch das breite Mutterband wird der Uterus am seitlichen Beckenrand befestigt. Das runde Mutterband zieht durch den Leistenkanal bis zu den grossen Schamlippen.
Wann Schmerzen in den Mutterbändern auftreten und welche Symptome es gibt
Normalerweise kannst du zwischen der 17. Schwangerschaftswoche und der 24. Schwangerschaftswoche mit Schmerzen in den Mutterbändern rechnen. Dies kann sich in Beschwerden an den Seiten des Unterbauches, in Leisten- und/oder Rückenschmerzen sowie in stechenden Schmerzen in den Schamlippen äussern. Die Schmerzen können auch in Richtung Kreuzbein ausstrahlen, oder sich ähnlich wie bei einem Muskelkater anfühlen. Bei körperlicher Anstrengung oder auch wenn sich dein Baby im Bauch bewegt, können die Beschwerden kurzfristig verstärkt werden.
Was gegen Schmerzen der Mutterbänder hilft
Wenn sich die Schmerzen in Form von Ziehen und Stechen im unteren Bauchbereich, in der Leistengegend und/oder im Kreuzbeinbereich äussern, ist es wichtig, dass du versuchst, dich zu entspannen. Atemübungen können dir dabei gut helfen. Wenn die Schmerzen nachts auftreten, solltest du deine Position im Bett ändern. Du kannst dir auch eine Wärmeflasche auf den Unterbauch legen, musst aber unbedingt darauf achten, dass die Flasche nicht zu heiss ist. Die Wärme könnte sonst deinem Kind schaden
Die Dehnungsschmerzen treten vor allem beim Stehen, Gehen, Aufstehen oder beim Tragen von Etwas vor. Die Schmerztoleranz ist von Schwangeren zu Schwangeren verschieden. Verlasse dich daher ganz auf dein Gefühl. Wenn die Mutterbandschmerzen jedoch zunehmen, solltest du deinen Arzt oder eine Hebamme konsultieren. In diesem Fall könnten die Schmerzen nämlich auch auf Eröffnungswehen hinweisen, die sich auch auf den Muttermund auswirken. Solltest du die Mutterbandschmerzen in Verbindung mit einer Blutung, einem Fruchtwasserabgang oder einem Hartwerden des Bauches haben, solltest du dies ebenfalls ärztlich abklären lassen. Dies ist auch absolut notwendig, wenn die Mutterbandschmerzen in Kombination mit Fieber, Schwindel, Erbrechen und Durchfall auftreten.
Praktische Hebammentipps für Schwangere
- Grundsätzlich kannst du Mutterbandschmerzen reduzieren, indem du als Schwangere immer wieder Ruhephasen einlegst.
- Achte auch immer wieder auf deine Körperhaltung. Du solltest nicht ins Hohlkreuz fallen, sondern dein Becken kippen, und dein Steissbein Richtung Boden ziehen.
- Bei akuten Mutterbandschmerzen kannst du auch ein warmes, nicht zu heisses Bad nehmen.
- Lege dich auf den Rücken, sofern es mit dem Babybauch angenehm ist.
- Entlastend wirkt zudem ein warmer Kamillen- oder Lavendelwickel.
- Auch eine sanfte Massage mit Lavendel- oder Fenchelöl in der Leistengegend kann zur Linderung der Schmerzen beitragen.
- Lagere auch immer wieder mal deine Beine hoch, und lass es langsam angehen.
- Weiteres sind flache Schuhe empfohlen. Verzichte auf hohe Absätze in der Schwangerschaft.
Schmerzen in den Mutterbändern in der Schwangerschaft sind nicht gerade angenehm, gehören aber irgendwie dazu, da die Mutterbänder eine wichtige Funktion erfüllen. Wenn die Schmerzen zu stark werden, solltest du aber auf jeden Fall deinen Gynäkologen konsultieren, um Frühwehen oder andere Ursachen ausschliessen zu können.