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Hansrudolf Twerenbold wuchs in Ennetbaden in einer Familie mit Furhalterei-Unternehmen auf und ist seit den 1950er-Jahren als Ensemble- und freier Schauspieler im Kanton tätig. Er entdeckte bereits als Kind in den Rollen im Badener «Jungwacht-Theater» das Metier für sich, besuchte das Lehrerseminar in Wettingen und ab 1959 eine Sprech- und Schauspielausbildung bei Ellen Widmann in Zürich. Anschliessend folgten Engagements in Deutschland, in Chur und Solothurn. Ab Ende der 1960er-Jahre spielte er gelegentlich bei der «Claque» Baden, deren festes Ensemblemitglied er zwischen 1971 und 1986 war und mit der er gesellschaftskritische Stücke inszenierte. Die Motivation der Schauspielerinnen und Schauspieler sei es gewesen, neue Ansätze und Wege des Schauspiels auszuprobieren. Die Organisation als freies Ensemble erlaubte Experimente; durch Mitwirkung an öffentlichen Festen oder an der «Badenfahrt» gewann die «Claque» die Gunst der Badenerinnen und Badener, sodass hier auch provokante Stücke zur Aufführung kamen («Und sie legten den Blumen Handschellen an», 1975, wurde in Chur zensiert). Der Austausch unter den Aargauer Kleintheatern (z.B. mit der «Innerstadtbühne Aarau») bot Auftrittsgelegenheiten. Seit 1987 ist Hansrudolf Twerenbold als freier Schauspieler tätig. Er ist bekannt für Lesungen und engagierte sich insesondere für (die Wiederentdeckung) Aargauer Schriftsteller, zum Beispiel Paul Haller (1882–1920). Im Jahr 2011 wird Twerenbold mit dem erstmals durch das Aargauer Kuratorium verliehenen Kunstpreis für sein vielfältiges Kulturschaffen ausgezeichnet. Er wohnt in Ennetbaden.