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Denn Romeo, ein Sehuencas-Wasserfrosch, ist das letzte bekannte Exemplar seiner Art. Ein Aufruf in einer Online-Partnerbörse soll nun das nötige Geld für seine Rettung aufbringen. «Wir wollen nicht, dass er die Hoffnung verliert», erklärte der Wissenschaftler Arturo Muñoz von der Umweltschutzorganisation Global Wildlife Conservation.
In Zusammenarbeit mit der Internetseite Match.com sammelt die Organisation Spenden, um mehrere Expeditionen auf der Suche nach Anzeichen für weibliche Sehuencas-Frösche in bolivianische Gewässern auszusenden. Romeo selbst quakt seit Jahren vergeblich von seinem Aquarium im Naturkundemuseum der bolivianischen Stadt Cochabamba aus nach einer Partnerin.
Auf seinem Dating-Profil schwimmt Romeo über den Bildschirm, während eine aufreizende Stimme auf Englisch mit spanischem Akzent im Hintergrund spricht: «Hallo. Ich bin Romeo, ein Sehuencas-Wasserfrosch aus Bolivien.» Seine Lieblingsaktivitäten? Zu Hause bleiben und essen. «Ich bin hier, um meine Liebe zu finden, genau wie Du», sagt die Stimme weiter. Nur sei es bei ihm etwas dringender.
Mit der Kampagne hofft Global Wildlife Conservation bis zum Valentinstag am 14. Februar 15'000 Dollar zusammenzubringen. Die Zeit rennt davon. Sehuencas Frösche werden üblicherweise nicht älter als 15. Sollte keine Partnerin zur Fortpflanzung gefunden werden, droht Romeo das gleiche Schicksal wie dem Galapagos-Schildkrötenmännchen «Lonesome George», das im Jahr 2012 ohne Nachwuchs starb - und mit ihm seine gesamte Unterart.