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Geschichte der Börse
In "Geschichte der Aktie" hat die ARD auf einer zwischenzeitlich leider gelöschten Website geschrieben:
- "(...) Schon im alten Rom wurden die Erträge der Zölle, Bergwerke und Salinen für einige Jahre an Finanzgesellschaften verpachtet. Diese Gesellschaften hatten viele Mitglieder, jedoch lösten sich diese Arten von "Beteiligungsmodellen" wieder auf, nachdem die Pacht ausgelaufen war und waren somit nicht mit einer Aktiengesellschaft heutigen Typs zu vergleichen."
Über den Börsenursprung selber schreibt Florain Langer in "Facharbeit über Börse und Aktien":
- "(...) Das erste Börsentreffen, das in den Geschichtsbüchern festgehalten wurde, fand, im 15. Jahrhundert, im belgischen Brügge statt. Dort fand auf dem Marktplatz „ter buerse“ ein regelmäßiges Treffen von italienischen Händlern und Kaufmännern statt die, die Absicht hatten ihr Geld zu vermehren. Der Platz, und somit auch die heutige Börse, erlangte seinen Namen dadurch, dass ein Kaufmann mit dem Namen „van der Buerse“ direkt am Platz wohnte."
Und zum nächsten Entwicklungsschritt steht geschrieben:
- "(...) Die erste mit Heute vergleichbare Börse entstand 1460 in Antwerpen. Es war „[...] nicht nur ein Treffpunkt für eine kleine Gruppe von Händlern [...]“ wie in Brügge, sondern es handelten viele Kaufmänner unterschiedlicher Nationen miteinander. Hauptsächlich wurden auf ihr Gewürze verkauft, doch einige Zeit später verlor sie einen großen Teil ihrer Bedeutung an die neu entstandene Amsterdamer Börse."
Der Amsterdamer Börse hat die Welt auch den ersten Börsencrash zu verdanken. Planet Wissen schreibt zum Tulpenzwiebel-Crash:
- "(...) Bereits im 17. Jahrhundert erschütterte ein Crash die Welt des Handels: In den Niederlanden brach 1637 der Markt für Tulpenzwiebeln zusammen. Tausende hatten ihr Vermögen in Tulpenzwiebeln investiert, nachdem die Preise für die damals seltenen, asiatischen Importpflanzen in astronomische Höhen geschnellt waren. Vom Grafen bis zum Knecht spekulierten die Menschen mit den Knollen. Preise und Wert der Zwiebeln standen bald in keinem reellen Verhältnis mehr zueinander. 1636 war eine Zwiebel beispielsweise einen "neuen Wagen, samt Geschirr und zweier grauer Pferde" wert. Für seltene Exemplare wurden nach heutiger Rechnung bis zu 50.000 Euro gezahlt. Immer mehr Spekulanten waren in der Hoffnung auf schnelle Gewinne auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Doch dann stiegen die ersten wieder aus, um sich ihre Gewinne zu sichern. Eine Verkaufspanik entstand, die Spekulationsblase platzte wie ein Luftballon. Die "Tulipomanie" der Niederländer war schlagartig beendet."
Eine sehr schöne Abhandlung zur Börsengeschichte hat Mueller Science unter "Kleine Börsengeschichte" verfasst.