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Weltraumschrott
Eine Gefahr für den Zugang der Menschen in den Weltraum
Hunderttausende Schrottteile sind in der Erdumlaufbahn. Während die Grössten davon durch Bodenradare verfolgt werden, bleibt die grosse Mehrheit der Teile unsichtbar. Zwei grosse kürzliche Ereignisse, welche zum Problem beitragen sind der chinesische Test der Satellitenzerstörung im Jahr 2007 und die Kollision 2009 zwischen Iridium 33 und Kosmos-2251.
Mit der Miniaturisierung der Elektronik und der gewachsenen Abhängigkeit auf globale Netzwerke wird angenommen, dass die Population von kleinen Satelliten in den nächsten Jahren explodieren wird: Hunderte von Satelliten ohne Mittel zum Verlassen ihrer Umlaufbahn werden in die Erdumlaufbahn gebracht.
Kollisionen werden immer häufiger und zerstörerischer. Die Kollision 2009 zerstörte einen aktiven Satelliten mit einem Dollarwert im zweistelligen Millionenbereich.
Verschiebung in Richtung internationaler Regulierung
Internationale Richtlinien empfehlen ein Verlassen der Umlaufbahn 25 Jahre nach Erreichen der Lebensdauer. Allerdings gibt es bis jetzt noch keine strikte Regulierung. Wenn dies kommt müssen die Unternehmen dem nachkommen und entweder Mechanismen zum Verlassen der Umlaufbahn einbauen oder ein Serviceunternehmen beauftragen, die Raumfahrzeuge nach deren Lebensende aktiv aus der Umlaufbahn zu nehmen.
Ebenfalls gibt es die internationale Erkenntnis, dass 5-10 der aktuellen grossen Schrottteile ab 2020 jedes Jahr entfernt werden sollen. Das CleanSpace Programm der ESA hat das Ziel diese Fähigkeiten zu entwickeln, mit dem spezifischen Ziel den EnviSat, ein 8 Tonnen Satellit, der ein grosses Risiko für eine katastrophale Kollision darstellt, zu entfernen.