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- Simone Preuss |
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Der chinesische Internetriese Alibaba gab am Mittwoch bekannt, dass er ein neues Unternehmen gegründet habe, um sich dem professionellen Sport und damit neuen Geschäftsbereichen außerhalb des Internethandels zu widmen.
Ein Mehrheitsanteil der Alibaba Sports Group gehört der Alibaba Group, aber auch Sina, eine chinesische Nachrichten-Website und Betreiber der beliebten Microblogging-Site Weibo, sowie Yunfeng Capital, eine von Alibaba-Gründer Jack Ma unterstützte Investmentfirma, sind am neuen Unternehmen beteiligt.
Alibaba-Geschäftsführer Daniel Zhang wird die Alibaba Sports Group leiten und das E-Kommerce-Ökosystem des Mutterunternehmens nutzen, um an Geschäftsbereichen wie den Sportrechten, Sportmedien, Veranstaltungen und Kartenverkäufen teilzunehmen. In einer Pressemitteilung sagte Alibaba, das neue Unterfangen solle "Chinas Sportindustrie revolutionieren" und Kunden, Sportlern und Fans bessere Produkte und Leistungen bieten". Dazu will es den Internethandel, Medien, Marketing, Video, Home Entertainment, Cloud Computing und andere internettechnologien integrieren.
Erst im letzten Jahr hatte Alibaba 1,2 Milliarden Yen (rund 188 Millionen US-Dollar) für einen Anteil am chinesischen Fußballverein Guangzhou Evergrande ausgegeben. Zudem kam die Ankündigung nur einen Tag vor einer Veranstaltung mit der US-amerikanischen College-Sportliga PAC-12.
Alibaba ist nicht das einzige chinesische Unternehmen, das über den Sport in andere Bereiche einsteigen will: Erst vor zwei Wochen hatte der Immobilien- und Unterhaltungskonzern, die Dalian Wanda Group, bekannt gegeben, die Organisation für den Triathlon-Wettbewerb Ironman für 650 Millionen US-Dollar kaufen zu wollen. Zu Anfang des Jahres hatte Dalian mehr als eine Milliarde Euro für die Schweizer Sportmarketinggruppe Infront ausgegeben, die Übertragungsrechte an der Fußballweltmeisterschaft besitzt. Zudem hat das Unternehmen einen 20-prozentigen Anteil am spanischen Fußballverein Atletico Madrid erworben.