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In Calgary wird derzeit die insgesamt 104. Weltmeisterschaft (62 bei den Männern, 42 bei den Frauen) ausgetragen. Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau sind das erste Team überhaupt, das an einem WM-Turnier mit einem sogenannten Eight-Ender, einem Achterhaus, aufwartet.
Schon ein Sechserhaus ist auf diesem Niveau auf dem hochwertigen Eis in der Halle sehr selten. Das Achterhaus bedeutet, dass am Schluss eines Ends alle acht Steine eines Team im «Haus», im Zielkreis, liegen, und zwar näher am Zentrum als der beste Stein des Gegners.
Die Däninnen um Skip Madeleine Dupont lagen vor dem 7. End ohne Vorteil des letzten Steins 4:5 zurück. Mit hohem Risiko spielend, liessen sie die Schweizer Steine im Haus liegen, um ihr eigenes Spiel aufzuziehen und die Schweizerinnen unter Druck zu setzen. Im Lauf des Ends spielten die Däninnen immer mehr unpräzise Steine oder sogar Fehlsteine. Diese nutzten die Schweizerinnen jedes Mal aus, um einen weiteren Stein in eine vertikale, schwierig angreifbare Linie ins Haus zu spielen. Zuletzt hatte die Schweizer Nummer 4 Alina Pätz eine einfache Aufgabe, um den achten Stein ebenfalls noch zu platzieren. Auf diese Weise stand es zuletzt 13:4.
Einen Bonus gibt es für diese schiere Unmöglichkeit nicht. Auch die Höhe des Sieges spielt im Curling keine Rolle. Aber die aktuellen Weltmeisterinnen des CC Aarau stehen mit vier Siegen aus vier Spielen auch so sehr gut da.
In der nächsten Partie treffen sie am Montag um 17 Uhr Schweizer Zeit auf Japan.