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Amiodaron und Venlafaxin beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Bei gleichzeitiger Anwendung von Venlafaxin mit Amiodaron, welches CYP3A4 und CYP2D6 hemmt, ist eine erhöhte Plasmakonzentration von Venlafaxin (Substrat von CYP2D6 und CYP3A4) zu erwarten. Zudem kann es zu einer additiven QTc-Verlängerung und dadurch einem erhöhten Risiko für ventrikuläre Arrhythmien kommen.
Effekt
Erhöhtes Risiko für das Auftreten von ventrikulären Rhythmusstörungen und insbesondere von Torsades de pointes [Digby G, 2010]. Besondere Vorsicht ist bei der Kombination aufgrund der langen Halbwertszeit von Amiodaron geboten. Unter einer erhöhten Venlafaxin-Exposition besteht ein verstärktes Risiko für unerwünschte EFfekte Antidepressivums
Empfehlung
Die Kombination sollte vermeiden werden, gemäss Fachinformation für Amiodaron ist die Kombination mit Venlafaxin sogar kontraindiziert. Die Verabreichung von Venlafaxin sollte erst längere Zeit nach dem Absetzen von Amiodaron und nur mit Vorsicht in Betracht gezogen werden. Eine Alternative für Venlafaxin könnte Duloxetin sein, welches bisher nicht mit QT-Zeit-Verlängerung assoziiert wurde.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018