Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03095.jsonl.gz/2255

Die unbemannten, schwer bewaffneten Flugzeuge der US-Luftwaffe sind in Afghanistan und Pakistan gefürchtet. Aus dem Nichts treffen sie ihre Ziele – und töten regelmässig auch Dutzende ZivilistInnen.
Seit sechs Jahren entwickelt auch ein Konsortium von europäischen Rüstungsunternehmen eine solche Killierdrohne. An der Pariser Flugmesse wurde das Fluggerät namens «nEUROn» nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Mitte des kommenden Jahres soll es zum Jungfernflug abheben. Eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt ist die Ruag, die grösste Kriegsmaterialproduzentin der Schweiz. Sie ist verantwortlich für die Aerodynamik und die Aufhängung der Waffensysteme der Drohne. Das VBS hat sich bereits mit mehreren Millionen Franken an den Entwicklungskosten von nEUROn beteiligt.
Immer wieder gab es im Nationalrat Diskussionen, ob die französische Armee plant, nEUROn als Tragsystem für Nuklearsprengköpfe einzusetzen. Das VBS konnte diese Gerüchte nie entkräften. Ebenso wenig konnte das Verteidigungsministerium erklären, warum die Schweiz sich an dem Projekt beteiligt.