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Das Haus Klingental 11, das heutige Domizil des RappazMuseums, gehört zu den ältesten Gebäuden in Kleinbasel, dem rechtsrheinischen Teil der Stadt. Seine Ursprünge reichen bis ins XI. Jahrhundert zurück und sind eng mit dem 1274 am Rheinufer errichteten, vom Minnesänger und Ritter Walther von Klingen gestifteten Nonnenkloster Klingental verbunden; ein Fresko am Nachbarsgebäude kündet davon. Das Haus Klingental 11 grenzt an das einstige Klostertor und beherbergte die klostereigene Weberei, die der benachbarten Webergasse ihren Namen gab. Von der klösterlichen Vergangenzeit zeugt unter anderem ein sechs Meter tiefer Sodbrunnen, der bis auf den heutigen Tag im Parterre des RappazMuseums bestaunt werden kann. Zur Zeit der Klostergründung war Kleinbasel, das jenseitige oder mindere Basel, eine eigene Stadt, dessen vornehmes und wohlhabendes Frauenkloster Klingental wesentlich zum Aufschwung der Gebiete diesseits des Rheins beitragen sollte. 1225 setzte mit dem Bau der Rheinbrücke eine enge wirtschaftliche Verflechtung beider Basel ein. 1392 ging die mindere Stadt durch Verkauf schliesslich an das linksrheinische Grossbasel.
Im Zuge der Reformation wurde das Kloster Klingental 1557 aufgehoben und diente fortan als Lager- und Gewerbekomplex sowie als Unterkunft für Soldaten der benachbarten Kaserne. Nach Jahrzehnten privater Nutzung ging die Liegenschaft Klingental 11 im 17. Jahrhundert in den Besitz der Stadt über und wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Grund auf renoviert, um dem Müller der benachbarten Klingentalmühle als Alterssitz zu dienen; noch heute lehnt ein Mühlstein der Müllerfamilie an der Stirnseite des Nachbarsgebäudes Klingental 9. Von dem ursprünglichen, vom Grenzfluss Wiese gespeisten, raffinierten Kanal- und Bewässerungssystem, welches zahllose Mühlen antrieb und für Gewerbe und industrielle Entwicklung der Stadt von entscheidender Bedeutung war, zeugen heute nur noch wenige Spuren.