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(Pixabay)
Analog zur «Erklärung von Mailand
», einer Branchenvereinbarung zur Reduktion von Zucker in Frühstücksflocken und Joghurt, möchte der Bund den Salzgehalt in manchen verarbeiteten Produkten senken. In den letzten Monaten fanden mit grossen Herstellern Gespräche zur Salzreduktion in Suppen und Salatsaucen statt, wie die «Sonntagszeitung« schreibt. Die Verhandlungen seien aber gescheitert. Die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) vorgeschlagenen Reduktionsziele würden von der Industrie nicht mitgetragen, wird Liliane Bruggmann, Leiterin des Bereichs Ernährung im BLV, zitiert.
Einige Hersteller möchten statt Salz Ersatzprodukte verwenden, indem ein Teil des Natriumchlorids durch Kaliumchlorid ersetzt wird. Das BLV finde dies aber nicht sinnvoll und möchte, dass die Menschen sich an einen weniger salzigen Geschmack gewöhnen, wird Bruggmann zitiert.
Industrie hat Salzgehalt bereits reduziert
Die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden seien andere, heisst es bei Coop. Diese würden Produkte ohne Geschmacksverstärker und ohne Aromen wünschen. Das sei mit einer Salzreduktion schwierig zu vereinbaren. Coop habe aber den Salzgehalt von Suppen bereits reduziert, wird ein Coop-Sprecher zitiert. Es sei fraglich, ob die Konsumenten eine weitere Reduktion akzeptieren würden. Auch Migros und Nestlé argumentieren, man habe den Salzgehalt in Suppenprodukten oder Bouillonwürfeln bereits reduziert.
Aldi hingegen hält die Ziele des BLV für sinnvoll und strebt an, beim eigenen Sortiment den Salzgehalt um 10 Prozent zu reduzieren.
Das BLV prüfe nun, welche freiwilligen oder gesetzlichen Massnahmen andere europäische Länder zur Reduktion des Salzkonsums getroffen hätten und wie diese wirkten, heisst es weite. Ob eine Salzsteuer ein Thema sei, sei offen, wird Bruggmann zitiert.