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Innert 20 Jahren hat der Ertrag von mittelfrühen Silomaissorten, die in der Schweiz am häufigsten angebauten Maissorten, im Mittel um 2 dt TS/ha/ Jahr zugenommen, wobei für die Frühreife ein gutes Niveau beibehalten worden ist. Überdies sind Sorten mit gewichtigen agronomischen Defekten, wie eine zu geringe Standfestigkeit, ausgesondert worden. Die Entwicklung des Gehalts an verdaulicher organischer Substanz (VOS) ist schwieriger zu bewerten, da diese Eigenschaft stark von den Umweltbedingungen beeinflusst wird. Von Standort zu Standort und von Jahr zu Jahr stellt man Unterschiede im Ertrag und in der Qualität fest. Wird ein Trockensubstanzgehalt von über 30 % erreicht, beeinflusst der Reifegrad bei der Ernte den VOS-Gehalt nicht mehr. Hingegen kann eine zu frühe Ernte die Qualität des Futters negativ beeinflussen, da der Kornanteil dann zu gering ist, was durch die bessere Verdaubarkeit der grünen Pflanzenteile nicht kompensiert wird. Es wurden Daten von verschiedenen Standorten verglichen. Die Standorte Changins (Nyon, VD) und Reckenholz (Zürich, ZH) weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften auf: In Changins mit heisseren und trockeneren Sommern werden für die Ernte befriedigende Trockensubstanzgehalte (ungefähr 33 %) zwei bis vier Wochen früher erreicht als am Standort Reckenholz, wo auch die Erträge im allgemeinen etwas geringer ausfallen. Bei der Qualität des Nährwertes werden keine derart klaren Unterschiede beobachtet. Die verdauliche organische Substanz korreliert am Standort Reckenholz weniger gut mit dem Körneranteil (R2 = 0,01, ns) als am Standort Changins (R2 = 0,21***), wo die Pflanzen kleiner sind. In Changins scheint die Entwicklung der Kolben die Verminderung der Verdaulichkeit der vegetativen Pflanzenteile als Folge der höheren Temperaturen kompensieren zu können. Die Auswertung der Sortenversuche mit Silomais der Jahre 1991 – 2010 zeigt, dass signifikante züchterische Fortschritte erzielt worden sind. Neuere Sorten, mit Fortschritten insbesondere bei den Trockensubstanzerträgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.
Fromental und Goldhafer sind typische, auch für Futterbaumischungen geeignete Heuwiesengräser. Von vier geprüften Fromental- und drei Goldhafersorten wird es wohl nur eine neue Sorte von Fromental auf die Liste der empfohlenen Sorten schaffen.
Pflanzenbau
Stevenel P., Wendling M., Brabant C., Suss H., Savoyat C., Dierauer H., Mascher F., Charles R.
Das FiBL und Agroscope haben Brotweizensorten auf Ertrags- und Qualitätsstabilität untersucht. Es zeigte sich, dass die Sortenwahl an den Standort angepasst werden muss und dass ein hohes Ertragspotenzial nicht mit einem hohem Proteingehalt einhergeht.