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Nachdem mir der Start in die Weltcupsaison mit dem enttäuschenden 25. Rang in Südafrika missglückte, hoffte ich auf mehr Erfolg im australischen Regenwald von Cairns.
Am Freitag stand der erste Eliminator der Saison an. Die Strecke war nach 48h-Regen sehr schmierig und so gab es dann auch viele Stürze…
Mit der drittschnellsten Quali-Zeit legte ich eine solide Ausgangslage für die Finalläufe. Ich gewann meinen Viertelfinal souverän. Den Halbfinal mit Weltmeisterin Engen konnte ich ebenfalls vor Engen gewinnen. So stand ich im Final: gegen Engen (SWE), Europameisterin Rysveds (SWE) und Schweizermeisterin Neff. Der Start glückte mir nicht nach Wunsch und am Schluss der Startgeraden lag ich nur auf Rang 4, schon mit einigen Metern Rückstand. Ich hatte wohl eine sehr klebrige Linie erwischt und hatte bei den entscheidenden Antritte keinen Grippe. Mein erster Gedanke war, jawohl das passt, denn in Andorra wo ich den XCe für mich entscheiden konnte, lag ich nach dem Start auch an letzter Position…
Ich musste etwas versuchen und nahm in einer der nächsten Kurven die viel schnellere Aussenlinie mit Anlieger. Wie aus einem Gewehr geschossen flog ich danach über die kommende Welle und crashte in die Mulde dahinter: Sturz, beide Räder zertrümmert und aus der Traum. Als vierte und somit letzte überquerte ich die Ziellinie. Zumindest durfte ich aufs Podest und war dort bei der Champagnerschlacht wie immer tonangebend… ;) nächster Sprinteinsatz wird dann am kommenden Wochenende in Solothurn, anlässlich der Bikedays sein.
Fürs Cross Country Rennen am Sonntag war ich etwas verunsichert: wieder war es heiss wie in Südafrika. Die Kühlweste war wieder mein Begleiter die letzten Minuten vor dem Start. Aus Startplatz 17 kam ich in der Startschlaufe gut links auf die dritte Position. Dann nach ca. zwei Minuten Renndauer eine Schrecksekunde: ich fuhr an vierter Stelle in ein Matschloch, das vom Veranstalter schön mit Kies getarnt war. Das Vorderrad ist einfach stecken geblieben und ich bin über den Lenker geflogen. Zum Glück hat der Sturz nicht sehr viel Zeit gekostet. Als Drittletzte im ganzen Frauenfeld nahm ich das Rennen wieder auf. Schon als 20. kam ich trotzdem von dieser Startschlaufe zurück und nahm die fünf Runden in Angriff.
Doch wie weiter? Der Schock des Hitzekollaps von Südafrika sass noch tief. Ich versuchte die ersten drei Runden mit Standgas zu fahren, denn ich hatte mega Angst, dass es mich wieder parkieren würde.
In der vierten von fünf Runden arbeitete ich mich auf den ausgezeichneten sechsten Platz nach vorne und verteidigte diesen mit der jeweils viert besten Rundenzeit in Runde vier und fünf.
Wooow, der 6. Platz in einem Weltcuprennen und beste Schweizerin, ist mein bisher bestes Resultat international!. Ich habe nie überdreht und habe mich auf dem höchsten Punkt immer auf die Abfahrten konzentriert. Am Schluss hatte ich sogar noch Reserven, aber Tanja Zakelj vor mir anscheinend auch. Ich bin mega happy!
Dank dem vierten Rang von Teamkollegin Sabine Spitz, meinem sechsten und dem zwölften Rang von Adelheid waren wir das beste Team des Tages und durften deshalb noch aufs Podest steigen.
Eine geglückte Hauptprobe im australischen Cairns, wo dann 2017 die Weltmeisterschaften ausgetragen werden…