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Die Schindler Aufzüge AG ist eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft, welche weltweit agiert. Insgesamt arbeiten über 65'000 Mitarbeitende in mehr als 100 Ländern für Schindler. Mit einer solch hohen Mitarbeiterzahl gehört das Unternehmen zu den Grossunternehmungen. Schindler ist hauptsächlich im Sekundärsektor (Industriesektor) tätig, wobei ein Trend von Produkten zu Dienstleistungen erkennbar ist.
Die Entstehung der Schindler Aufzüge AG geht auf die Kollektivgesellschaft "Schindler & Villiger" im Jahre 1874 zurück. Heute ist sie eine Tochtergesellschaft der Schindler Holding AG, welche im Jahr 1929 zur Neuorganisation von Schindler gegründet wurde.
Schindler ist primär in der Branche Maschinenbau tätig. Dazu gehört die Fabrikation, der Vertrieb, die Montage und der Unterhalt von Aufzügen und Fahrtreppen. Schindler ist nach der "Otis Elevator Company" der weltweit zweitgrösste Hersteller von Aufzugsanalgen und grösster Hersteller von Fahrtreppen und Fahrsteigen. Ein Fahrsteig ist ein Personenbeförderungsmittel, in der Nutzung ähnlich wie ein Förderband, allerdings ist die nutzbare Fläche hier kein Band bzw. Gurt, sondern besteht aus Metallsegmenten. In der Schweiz ist Schindler Marktführer in diesen Gebieten.
Schindler hat auch stets hohe Bewertungen als Arbeitgeber. Im "Beste Arbeitgeber"-Ranking von "Le Temps / Handelszeitung" 2021 belegt Schindler Platz 2 mit 9.05 von 10 möglichen Punkten (Quelle).
L. Zemp arbeitet in einer Abteilung, welche Dienstleistungsprogramme entwickelt. Schindler-Verkäufer verwenden diese Programme, um den Kunden die Auslastung ihrer Gebäude zu Spitzenzeiten aufzeigen zu können. In einer Simulation wird das Gebäude aufgebaut und die Verkehrsströme virtuell gemessen. Damit können allfällige Anstauungen von Menschen gefunden und verhindert werden. Anhand der Resultate wird eine optimale Anzahl an Aufzügen und Fahrtreppen vorgeschlagen.
D. Wüest arbeitet in einer Entwicklungsabteilung. Dort werden neue Technologien getestet. Falls diese Technologien sich als neue Möglichkeit für die Produkte eignen, versuchen sie diese in unsere bereits existierenden Produkte zu integrieren. Dadurch werden die Produkte von Schindler immer weiterentwickelt. Ein aktuelles Beispiel sind "Corona-konforme" Gestaltung von Liften. Es gibt Möglichkeiten den Aufzug kontaktlos zu rufen und die Luft im Inneren des Aufzuges zu reinigen.
GEschichte
Die Kollektivgesellschaft "Schindler & Villiger" wurde 1874 durch Robert Schindler und Eduard Villiger gegründet. Nach 18 Jahren verliess Eduard Villiger das Unternehmen. Den ersten hydraulischen Lastenaufzug lieferte Schindler Schweiz 1890, den ersten elektrischen Aufzug zwei Jahre später.
1954 wurde der Bau einer hochmodernen Fabrik auf der grünen Wiese in Ebikon (Kanton Luzern) begonnen. Der Bau des Schindler-Pavillons in Ebikon wurde damals in der Presse "Europas modernstes Wohlfahrtshaus" genannt. Der Grossvater von L. Zemp erzählte, dass er sich noch sehr gut an diesen Bau erinnern kann. Für diese Zeit war dies ein Riesenbauprojekt, solche Bauten kannte man damals noch gar nicht. Er erzählte auch eine kleine Anekdote: Auf der grünen Wiese lebten damals viele spezielle Tierarten. Diese Tiere wurden von einer Privatperson in ein selbst erbautes Biotop gerettet, da Schindler diese grüne Wiese überbauen wollte.
Leitbild
Das Produkt von Schindler ist nicht etwa der Aufzug oder die Fahrtreppe. Schindler verkauft Mobilität und Komfort. Demzufolge gehört jeder zur Zielgruppe, auch wenn man als Privatperson nicht direkt ein Käufer der Produkte ist.
Für Schindler sind folgende Werte besonders wichtig:
- Sicherheit
- Urbane Mobilität
- Mehrwert für Kunden
- Förderung der Mitarbeitenden
- Qualität in der Führung
Intern legt das Unternehmen viel Wert auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden. Diese können dank einem Arbeitsplatz, welcher spannende Aufgaben und ein familiäres Umfeld bietet, Diversity stärkt und fachliche Weiterentwicklung sowie faire und soziale Arbeitsbedingungen garantiert, ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Die Sicherheit aller Mitarbeitenden hat bei Schindler oberste Priorität.
Fazit
Die Schindler Aufzüge AG ist ein zukunftsorientiertes, sehr modernes und für Mitarbeitende sehr angenehmes Unternehmen. Als Lernende empfinden wir das Arbeitsklima als sehr angenehm, wir werden unseren Fähigkeiten entsprechend gefördert und können unsere Ideen meistens gut umsetzen. Es ist sehr cool, dass Schindler so viele Lernende ausbildet. Es gibt einen Verein für alle Lernende, in welchem man miteinander etwas unternimmt wie z.B. Bowling, Skifahren, Go-Kart und vieles mehr.
Als Schindler-Mitarbeiter haben wir es uns angewöhnt, jeden Aufzug, den wir benutzen, nach dem Hersteller zu prüfen!
Beitrag der BM-Lernenden D. Wüest und L. Zemp, 04.05.21
Glossar
Reihenfolge der Fachbegriffe nach Vorkommen im Beitrag.
|Fachbegriff||Erklärung|
|gewinnorientierte Aktiengesellschaft||

Rechtsform gemäss OR. Die AG gehört zu den Handelsgesellschaften, welche einen wirtschaftlichen Zweck verfolgen. Die wichtigsten Rechtsformen sind die Einzelunternehmung, die Aktiengesellschaft und die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung). Mehr dazu auf unserer interaktiven Wissenskarte "Rechtsformen".
|Grossunternehmung||

Grossunternehmungen sind marktwirtschaftliche Unternehmungen, die mehr als 250 Beschäftigte zählen.
|Sekundärsektor, auch Sekundärer Sektor||

Es gibt drei Wirtschaftssektoren (Einteilungen): 1. Primärer Sektor (Landwirtschaft; ca. 9% aller CH-Unter-nehmungen, 2. Sekundärer Sektor (Industrie, ca. 15%) und 3. Tertiärer Sektor (Dienstleistungen, ca. 76%).
|Holding||

Eine Holding besteht aus einem Mutterunternehmen, das Kapitalbeteiligungen an Tochterunternehmungen hält. Mehr zur Holding HIER.