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Das Reinvermögen der privaten Haushalte spielt in unserem Wirtschaftssystem eine entscheidende Rolle. Es bildet einen Teil des ökonomischen Kapitals (Finanzkapital), das zur Produktion von Gütern eingesetzt wird. Andererseits ist das Vermögen zusammen mit dem Einkommen ein zentraler Faktor der materiellen Wohlfahrt. Damit können der künftige Konsum finanziert sowie die Anfälligkeit der Haushalte in wirtschaftlichen Krisenzeiten, bei gesundheitlichen Problemen sowie bei der Pensionierung verringert werden.
Folglich weist das Reinvermögen der privaten Haushalte unter anderem auf die Fähigkeit der Schweizer Haushalte hin, die Folgen einer Wirtschaftskrise gesamthaft zu verkraften. Zudem können die finanziellen Vermögenswerte, die im Reinvermögen der Haushalte ebenfalls eingerechnet werden, durch weiterer Einkünfte wie beispielsweise Zinsen oder Dividenden eine wichtige Einkommensquelle darstellen.
Ein wesentlicher Teil des Reinvermögens der privaten Haushalte wird von den finanziellen Vermögenswerten gebildet, über das die Haushalte hauptsächlich bei den Pensionskassen verfügen. Diese Vermögenswerte werden bei den Kassen als Passiva in Form von Forderungen der Haushalte kumuliert, gehören jedoch auf die Aktivseite der Haushalte.
Auf der Passivseite der Haushalte stellt die Hypothekarschuld den wichtigsten Bestandteil dar. Konsumkredite oder Leasing machen weniger als 10% der Passiva aus.
Dieser makroökonomische Indikator sagt wenig über die Verteilung des Haushaltsvermögens aus.
Das Reinvermögen der privaten Haushalte spielt in unserem Wirtschaftssystem eine entscheidende Rolle. Es bildet einen Teil des ökonomischen Kapitals (Finanzkapital), das zur Produktion von Gütern eingesetzt wird. Andererseits ist das Vermögen zusammen mit dem Einkommen ein zentraler Faktor der materiellen Wohlfahrt. Damit können der künftige Konsum finanziert sowie die Anfälligkeit der Haushalte in wirtschaftlichen Krisenzeiten, bei gesundheitlichen Problemen sowie bei der Pensionierung verringert werden.
Stand 13. Dezember 2017
Die wichtigsten Ergebnisse
Im Beobachtungszeitraum bewegte sich der Anteil des Finanzvermögens zwischen 56% und 62% des Gesamtvermögens. 2008 hat das Reinvermögen wegen der sinkenden Börsenkurse an den wichtigsten Finanzplätzen deutlich abgenommen. Das Immobilienvermögen stieg jedoch konstant über den gesamten Beobachtungszeitraum.
Eine detaillierte Analyse der Zusammensetzung der Haushaltsvermögen von 2008 zeigt einen deutlichen Rückgang der Anlagen in strukturierte Produkte (Kombination von klassischen Finanzanlagen und Derivaten) und einen starken Anstieg der liquidesten Finanzprodukte wie Einlagen und Bargeld.
Im Zeitraum von 2000 bis 2016 betrug die Verschuldung der privaten Haushalte rund 20% des Vermögens. Hauptbestandteil ist die Hypothekarschuld; sie entspricht über 90% der Gesamtverschuldung.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Anteil der Hypothekarschulden im Vergleich zum verfügbaren Einkommen von 145% im Jahr 2000 auf 187% im Jahr 2016. Demgegenüber nahm das Finanzvermögen ebenfalls im Vergleich zum verfügbaren Einkommen leicht ab.
Kontext
2008 wirkte sich die Finanzkrise auf das Anlageverhalten der Haushalte aus. Sie wandten sich von riskanten Anlagen wie z.B. Aktien ab und bevorzugten liquide Anlagen wie Einlagen. Diese Verhaltensänderung wirkte sich auf die Aktienkurse aus; das Finanzvermögen der Haushalte verringerte sich trotz des weiterhin robusten Wirtschaftswachstums um 12%. Während der darauffolgenden Finanzkrise von 2009 stieg das Finanzvermögen der Haushalte hingegen um 9% an. Diese Zunahme ist weitgehend auf die Erholung der Aktienkurse zurückzuführen.
Hauptverantwortlich für das Wachstum des Haushaltsvermögens waren die Ersparnis und die stetig steigenden Immobilienpreise. Dies zeigt, dass das Haushaltsvermögen, das eine Bestandesgrösse darstellt, sensibler auf das allgemeine Preisniveau (Immobilien und Börsenkotierungen) reagiert als auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Tätigkeit.
Vergleich mit subjektiven Daten
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Internationaler Vergleich
|CHF|
|Schweiz||187'177|
|Italien||57'839|
|Frankreich||54'851|
|Deutschland||51'009|
|Österreich||54'981|
|USA||--

|EU (28 Länder)||--|
|OECD - Total||--|
Methodologie
Das gesamte Finanzvermögen der Haushalte kann von der Finanzierungsrechnung abgeleitet werden. Letztere ist integraler Bestandteil der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Das Immobilienvermögen entstammt einer Schätzung der SNB, die sich auf die Evaluation der im eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) des Bundesamtes für Statistik eingetragenen Wohnimmobilien stützt. Die Geschäftsimmobilien, die nicht überbauten Grundstücke und die Immobilien im Ausland werden hingegen nicht gezählt. Sowohl das Immobilienvermögen als auch die finanziellen Vermögenswerte werden zum Marktwert bewertet und somit von der Preisentwicklung beeinflusst.
Definitionen
Definition des Indikators
Das Haushaltsvermögen ist eine Bestandesgrösse zu einem bestimmten Zeitpunkt, im Allgemeinen zum Jahresende. Es umfasst das Finanzvermögen (liquide Mittel, Einlagen, Schuldscheine, Aktien sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionskassen) und das Immobilienvermögen.
Das Reinvermögen der privaten Haushalte errechnet sich aus dem Vermögen abzüglich der Verpflichtungen.
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