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Jonathan Stockhammer, 1969 in Los Angeles geboren, studierte zunächst Chinesisch und Politologie, ehe er sich für die musikalische Laufbahn entschied und in seiner Heimatstadt ein Studium in den Fächern Komposition und Dirigieren absolvierte. Noch während seiner Ausbildung assistierte er Esa-Pekka Salonen beim Los Angeles Philharmonic und leitete erste Konzerte bei dem renommierten kalifornischen Orchester. Nach seinem Studienabschluss zog Stockhammer nach Deutschland und knüpfte enge künstlerische Beziehungen zum Ensemble Modern, zur MusikFabrik NRW und zum Ensemble Resonanz. Mittlerweile hat er auch zahlreiche traditionelle Sinfonieorchester geleitet, darunter das Oslo Philharmonic, das NDR Sinfonieorchester, die Tschechische Philharmonie und das Sydney Symphony Orchestra. 2012/13 debutierte er bei den Bamberger Symphoniker, dirigierte die Junge Deutsche Philharmonie und feierte seinen Einstand an der New York City Opera mit Thomas Adès’ Powder Her Face. Die Oper spielt ohnehin eine Hauptrolle in Jonathan Stockhammers Berufsleben, wobei sich sein Repertoire von Kurt Weill und Alexander Zemlinsky bis zu Ur- und Erstaufführungen erstreckt. So verantwortete er an der Opéra de Lyon die französische Premiere von Pascal Dusapins Faustus – The Last Night; in Stuttgart brachte er Rihms Proserpina heraus, am Pariser Châtelet Sondheims Little Night Music und am Theater Sankt Gallen Zwickers Der Tod und das Mädchen. Darüber hinaus widmet sich Jonathan Stockhammer auch Projekten, die sich gängigen Kategorien entziehen: Mit dem Ensemble Modern hat er beispielsweise Musik von Frank Zappa auf CD eingespielt (und wurde dafür mit dem «ECHO Klassik» ausgezeichnet), mit den Pet Shop Boys, mit Chick Corea oder dem Rapper Saul Williams hat er zusammengearbeitet, und 2012 dirigierte er Heiner Goebbels’ Surrogate Cities im Londoner South Bank Centre.
Juli 2013