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Wieso übernehmen die westlichen Medien diesbezüglich eigentlich immer das Kremlsprech?
Das Russland wohl noch nie ein echtes Referendum im rechtlich demokratischen Sinne abgehalten hat dürfte ja mittlerweile jedem Fünfklässler bekannt sein.
Die von Georgien abtrünnige Region Südossetien will in einem Referendum die endgültige Abspaltung von der Schwarzmeerrepublik und den gleichzeitigen Anschluss an Russland besiegeln. Das Oberste Gericht in der Hauptstadt Zchinwali habe einen entsprechenden Ukas des amtierenden Präsidenten Anatolij Bibilow abgesegnet und damit die Volksabstimmung für den 17. Juli angesetzt, berichtete die russische Staatsagentur Tass in der Nacht zum Samstag. «Wir haben den schicksalhaften Schritt gemacht, wir kehren heim, wir gehen nach Russland», wurde Bibilow zitiert.
Russland hatte Südossetien 2008 nach einem Krieg gegen Georgien – ebenso wie das Gebiet Abchasien – als unabhängigen Staat anerkannt und Tausende Soldaten in der Region stationiert. (sda/dpa)
Wenn US-Aussenminister Antony Blinken an diesem Wochenende nach Europa reist, dann wird er Zusammenhalt und Einigkeit beschwören, die Stärke des Westens loben und die Ukraine seiner Unterstützung versichern. Unterstützung bedeutet vor allem eins: Geld. Fast 40 Milliarden Dollar wollen die USA für die Verteidigung der Ukraine gegen Russland zur Verfügung stellen, für Waffen, Hilfsgüter und die Unterstützung Flüchtender. Es ist das grösste Hilfspaket dieser Art seit Jahrzehnten, rund fünf Prozent des jährlichen US-Verteidigungsbudgets. Weder im Afghanistan- noch im Irakkrieg gab es binnen so kurzer Zeit derartige Ausgaben.