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Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) nimmt fünf Banken in Bezug auf die Einhaltung der Sorgfaltspflichten im Fall Montesinos unter die Lupe. In der Schweiz sind rund 70 Mio. Dollar blockiert, die dem früheren peruanischen Geheimdienstchef zugerechnet werden.
Wie Edgar Wolhauser am Samstag (27.01.) zu einem Bericht des Zürcher "Tages-Anzeigers" sagte, handelt es sich um ein routinemässiges Verfahren, wie es immer eingeleitet wird, wenn Potentatengelder auf Schweizer Bankkonten auftauchen.
Seit dem vergangenen Oktober sind auf Banken in der Schweiz rund 70 Mio. Dollar blockiert worden, die dem früheren peruanischen Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos oder Personen in seinem Umfeld zugerechnet werden.
Die Zürcher Bezirksanwaltschaft eröffnete ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Geldwäscherei. Der Fall flog auf, weil eine der betroffenen Banken auf Grund von Bildern im Fernsehen Montesinos als Kunden erkannt und Anzeige bei der Meldestelle für Geldwäscherei erstattet hatte.
Die Kontenblockierungen betrafen die beiden israelischen Banken Leumi und Bibi Bank sowie die Banque Credit Acricole Indosuez. Bei dem EBK-Verfahren wird zusätzlich auch die Rolle der Grossbank UBS und der zur Credit Suisse Group gehörenden Bank Leu unter die Lupe genommen, wie Wolhauser bestätigte. Auch über sie waren Montesinos-Gelder geflossen; die Konten sind aber bereits saldiert. Wolhauser betonte den Routinecharakter des EBK-Verfahrens.
Vertrauter Montesinos verhaftet
In den USA ist Victor Alberto Venero Garrido, ein enger Vertrauter von Montesinos, festgenommen worden. Venero wollte in Miami gerade einen Millionenbetrag von einem Konto abheben, als ihm die US-Bundespolizei FBI auf die Spur kam, wie die Generalstaats-Anwaltschaft am Samstag in Lima mitteilte.
Ihr zufolge gilt Venero als führender Kopf der von Montesinos aufgebauten kriminellen Organisation. Nach seiner Festnahme gab Venero zu, 14 Mio. Dollar auf Konten in die Vereinigten Staaten geschafft zu haben.
swissinfo und Agenturen