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Puerto Maldonado ist eine Dschungel-Stadt im südöstlichen Peru und Hauptstadt der Region Madre de Dios. Sie hat 50.661 Einwohner (2005). Sie ist nach dem Entdecker Faustino Maldonado benannt, der 1860 eine Expedition in das peruanische Amazonastiefland leitete und 1861 dort verschollen blieb.
Puerto Maldonado liegt im Tropenwald des Amazonas-Tieflandes, 55 km westlich der Grenze zu Bolivien, am Zufluss des Tambopata in den Río Madre de Dios, einem Amazonas-Nebenfluss. Bei Puerto Maldonado kreuzt eine Fähre den Fluss, welche die Hauptstraße von Cuzco mit den peruanischen Städten San Lorenzo, Iberia und Iñapari verbindet.
Das Klima ist warm und feucht über das ganze Jahr, die Regenzeit dauert von Oktober bis April und sorgt dafür, dass die Straßenverbindungen in dieser Zeit häufig im Schlamm versinken und eine Anbindung über die Straße unmöglich wird.
Goldwäscher bei Puerto MaldonadoDie ursprüngliche Gründung der Siedlung geht auf die Gewinnung von Kautschuk zurück, aber die Zeit der Kautschukgewinnung ist lang vorüber. Heute lebt die Stadt in erster Linie vom Holzeinschlag, vom Goldwaschen, dem Sammeln von Paranüssen, dem Bootsbau und dem Ökotourismus, letzterer vor allem über den Flughafen "Padre Aldamiz".
Auch der Holzeinschlag ist inzwischen stark dezimiert, es gibt nur noch einen holzverarbeitenden Betrieb. Kürzliche Änderungen im EU-Außenrecht haben hunderte von Nusssammlern und den örtlichen Verarbeitungsbetrieb vom Import in die EU abgeschnitten. Die Goldwäsche geschieht in bescheidenem Umfang durch kleine Gruppen von Männern, die das Gold aus dem Flussbett waschen. Die örtliche Wirtschaft fußt heute also vor allem auf dem Ökotourismus und dem Bau von Booten, mit dem die Touristen transportiert werden.
Nahe der Stadt liegen der Manu-Nationalpark und der Tambopata-Candamo-Nationalpark, außerdem das Bahuaja-Sonene-Nationalreservat. Diese Naturschutzgebiete gehören zu den wenigen noch unberührten Primärwäldern des Regenwaldgürtels dieser Erde. Die Naturschutzgebiete werden durch eine Reihe von Übernachtungsplätzen für Touristen erschlossen, die nur mit dem Boot zu erreichen sind.
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