Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03648.jsonl.gz/487

Glossary
Nicht mit einer Krankenhausaufnahme verbunden (im Gegensatz zu stationär).
Männliche Geschlechtshormone.
Einritzen der äusseren Hülle des Embryos, zum Beispiel mit einem Laser, um die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut zu erleichtern.
Assistierte Reproduktionstechniken/-technologien
Entwicklungsstadium innerhalb der Embryogenese. In Blastozyten befinden sich verschiedene Zelltypen.
Bestandteile des Zellkerns und Träger der Erbmasse. Die Chromosomen bestehen hauptsächlich aus Desoxyribonukleinsäure (DNS). Sie ist das eigentliche Erbmaterial und geht bei der Zellteilung auf die Tochterzellen über. Der Mensch besitzt 2 × 23 = 46 Chromosomen. 22 Chromosomenpaare sind nicht an der Geschlechtsbestimmung beteiligt. Das 23. Paar, die Geschlechtschromosomen, ist bei Mann und Frau unterschiedlich ausgebildet: Die Frau besitzt je Zellkern zwei X-Chromosomen, der Mann ein ungleiches Paar, nämlich ein X- und ein Y-Chromosom. Je nachdem, welches Chromosom die Samenzelle trägt, die die Eizelle befruchtet, wird das Geschlecht eines Jungen oder eines Mädchens festgelegt.
Aus dem Englischen abgeleitet von down = herunter und regulation = Regulierung. Verringerung der körpereigenen Hormonausschüttung durch Medikamente.
Zweifach angelegte, pflaumengrosse Organe der Frau, in denen befruchtungsfähige Eizellen produziert werden. Die Eierstöcke bilden die Hormone Östrogen und Gestagen (gestatio = Schwangerschaft, gen = erzeugen).
Trichterförmiges «Transportband», in dem die Samenzellen zum Ei und die befruchteten Eier in die Gebärmutterhöhle geleitet werden.
Einnistung des Embryos in einem der Eileiter statt in der Gebärmutterhöhle.
Die Eizelle verlässt den Eierstock und tritt in den Eileiter über.
Samenflüssigkeit oder Befruchtungsflüssigkeit männlicher Tiere und Menschen.
Die «Anheftung» der befruchteten Eizelle an die Gebärmutterschleimhaut. In der Fachsprache wird es als Implantation oder Nidation bezeichnet.
Ab Verschmelzung der Erbanlagen wird von einem Embryo gesprochen. Ab der 13. Schwangerschaftswoche wird das sich entwickelnde Kind als Fötus (auch Fetus) bezeichnet.
Übertragung einer Eizelle in die Gebärmutter nach Befruchtung ausserhalb des Körpers.
Griechisch zusammengesetztes Wort: endo = innen, metra = Gebärmutter. Häufige Ursache von ungewollter Kinderlosigkeit. Bei der Endometriose befindet sich Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter und kann dort Narben verursachen.
Flüssigkeitsgefüllte Eibläschen, in denen sich die Eizellen befinden. Die Follikel reifen in den Eierstöcken.
Absaugen der Eibläschenflüssigkeit mit einer sehr feinen Kanüle, um die Eizelle zu gewinnen.
Follikelstimulierendes Hormon, das das Wachstum und die Entwicklung der Eizellen fördert.
Gemeinsame Bezeichnung für weibliche und männliche Geschlechtszellen, die vor der Befruchtung nur einen einfachen Chromosomensatz haben.
Birnenförmiges Organ, in dem das Kind ausgetragen wird. Die Gebärmutter besteht aus dem Gebärmuttermund, dem Gebärmutterhals und der Gebärmutterhöhle. In die Gebärmutter münden die beiden Eileiter.
Stark durchblutete Schleimhaut, die periodisch von der Gebärmutter gebildet wird. In das Endometrium nistet sich der Embryo ein.
Der nach dem Eisprung übrig gebliebene Rest des Eibläschens erhält nach einer Umwandlung eine gelbliche Farbe, daher Gelbkörper.
Gonadotropin-Releasing-Hormone. Griechisch-englisch zusammengesetztes Wort: gonos = die Erzeugung, trop = Wirkung auf, Releasing = Freilassen. Hormon, das die Ausschüttung von LH und FSH bewirkt.
Medikament zur Hemmung der Ausschüttung von LH und FSH (nach anfänglicher Freisetzung dieser Hormone).
Griechischer Wortstamm (anti = gegen). Medikamente, die die Ausschüttung der Fruchtbarkeitshormone LH und FSH verhindern.
Auf die Keimdrüsen, besonders von Hormonen, wirkend.
Sammelbezeichnung für gonadotrope Hormone des Hypophysenvorderlappens, der Plazenta (Mutterkuchen) oder der Gebärmutterschleimhaut, die das Wachstum der Gonaden (Geschlechtsdrüsen, in denen sich die Keimzellen entwickeln) fördern und steuern.
Durch das HI-Virus ausgelöste Infektion, die zu AIDS führen kann.
Körpereigene Informationsüberträger zwischen verschiedenen Organen.
Lateinisch: human = menschlich, chorion = Eihaut, gonaden = Geschlechtsdrüsen, trop = wirken. Hormon, das als Medikament zur Auslösung des Eisprungs eingesetzt wird. hCG wird aus dem Urin schwangerer Frauen gewonnen oder biotechnologisch hergestellt.
Lateinisch: human = menschlich, Menopause = Wechseljahre. hMG wird aus dem Urin von Frauen nach den Wechseljahren gewonnen. hMG wird zur Stimulation der Eierstöcke eingesetzt.
Der Hypothalamus, eine Struktur tief in Ihrem Gehirn, fungiert als intelligentes Kontroll- und Koordinationszentrum Ihres Körpers. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Ihren Körper in einem stabilen Zustand, der Homöostase, zu halten. Dies geschieht durch direkte Beeinflussung Ihres autonomen Nervensystems oder durch die Steuerung von Hormonen.
Lateinisch: intra = in, hinein, Cytoplasma = Zellinhalt, Spermium = männliche Samenzelle. Methode der assistierten Befruchtung, bei der ein einzelnes Spermium mithilfe einer dünnen Hohlnadel in eine Eizelle gespritzt wird.
Ein funktionfähiges System.
Insemination ist die Übertragung von Samen in die Scheide oder Gebärmutter mit technischen Hilfsmitteln. Bei der IUI wird der Samen in die Gebärmutter, möglichst nahe an das Ei, gebracht.
Lateinisch: in vitro = im Glas, Fertilisation = Befruchtung. IVF bedeutet Befruchtung ausserhalb des Körpers.
Griechisch: kryo = kühl, frostig. Durch Kryokonservierung können Eizellen im Vorkernstadium tiefgefroren gelagert werden.
Als Kultivierung bezeichnet man im biologischen Sinne die Schaffung und Aufrechterhaltung von Bedingungen, die ein Wachstum von bestimmten Organismen gewährleisten.
Endoskopie des Bauchraums und seiner Organe. Wird zur Erkundung von Lage, Grösse und Zustand der Bauchorgane durchgeführt.
Die Leydig-Zwischenzellen befinden sich zwischen den Samenkanälchen der Hoden und produzieren das männliche Sexualhormon Testosteron.
Hormon, das den Eisprung auslöst.
Gutartige Geschwulst in der Gebärmutter, die aus Muskelgewebe besteht. Myome können manchmal der Grund für anhaltende Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten sein.
Lateinisch: östrus = Paarungsbereitschaft, gen = erzeugen. Östrogen ist ein weibliches Geschlechtshormon, das in den Eierstöcken gebildet wird und für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut sorgt.
Das ovarielle Hyperstimulationssyndrom ist eine übersteigerte Reaktion auf einen Hormonüberschuss. Es tritt in der Regel bei Frauen auf, die injizierbare Hormonpräparate einnehmen, um die Entwicklung von Eizellen in den Eierstöcken zu stimulieren. Beim ovariellen Überstimulationssyndrom (OHSS) schwellen die Eierstöcke an und werden schmerzhaft.
Ovarielle Funktionsstörung bedeutet eine anomale, unregelmässige (mit ≤ 9 Menses/Jahr) oder ausbleibende Ovulation. Die Menstruationsblutungen sind oft unregelmässig oder fehlen ganz. Die Diagnose lässt sich meistens durch die Anamnese erstellen oder kann durch Messung der Hormonspiegel oder wiederholte Unterbauchsonographien bestätigt werden.
Mutterkuchen, über den das Kind mit Nährstoffen versorgt wird. Nach der Geburt löst sich der Mutterkuchen von der Gebärmutterwand und wird als «Nachgeburt» ausgestossen.
Griechisch: abgeleitet von kytis = Blase und poly = zahlreich. Eierstock mit vielen kleinen Zysten.
Lateinisch: pro = für, gestatio = Schwangerschaft. Das Hormon Progesteron wird vom Gelbkörper gebildet. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos vor.
Lateinisch: lactis = Milch. Hormon, das im Gehirn gebildet wird. Prolaktin bringt den Milchfluss in Gang.
Wenn sich bei regelmässigem Geschlechtsverkehr über ein Jahr keine Schwangerschaft einstellt, gehen die Mediziner von einer Unfruchtbarkeit (Sterilität) aus. Diese muss allerdings nicht endgültig sein.
Die Sertoli-Zellen sind spezielle, teilungsunfähige Zellen des Hodengewebes, die die Hodenkanälchen gegenüber den Blutgefässen abschirmen.
Befinden sich im Ejakulat überhaupt keine Spermien, besteht die Möglichkeit, Spermien direkt aus dem Hoden (TESE = testikuläre Spermienextraktion) beziehungsweise Nebenhoden (MESA = mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration) zu gewinnen.