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Eine schnelle Analyse des Büroklimas mit dem Risikographen Raumluftfeuchte
Wenn Personen an Büroarbeitsplätzen über mangelhafte Temperaturen oder Luftfeuchten klagen oder häufige Atemwegserkrankungen auftreten, bietet das nachfolgende Verfahren eine rasche und einfache Möglichkeit für eine erste objektive Analyse und Beurteilung des Raumklimas. Das Verfahren beruht auf dem sogenannten „Risikograph Klima“, den die deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in ihrer Information 215-510 „Beurteilung des Raumklimas“ empfiehlt. Da dieser DGUV-Risikograph aber nur für Beschwerden über hohe Raumtemperaturen und hohe Raumluftfeuchten gilt, hat die Condair einen „Risikographen Raumluftfeuchte“ für ein trockenes Raumklima
entwickelt.
Wie ist dieser Risikograph anzuwenden und welche Ergebnisse liefert er?
Schritt 1:
In den Büros, in denen es Beschwerden über ein trockenes, unangenehmes Raumklima gibt, werden die Raumtemperaturen und die Raumluftfeuchten gemessen.
Schritt 2:
Die gemessenen Werte werden in den Risikographen Luftfeuchte eingetragen: die Temperatur auf der x-Achse, die relative Luftfeuchte entlang der schräg verlaufenden Raumluftfeuchtelinien
Schritt 3:
Die Anwendung des Risikographen Luftfeuchte zeigen die nebenstehenden zwei Beispiele.
Beispiel 1: Handlungsdedarf
Dies gilt beispielsweise für eine Raumtemperatur von 22 °C und einer Raumluftfeuchte von 30 %. Aus diesen Werten ergibt sich im Diagramm der Schnittpunkt A. Vom diesem Punkt aus wird eine horizontale Linie bis links an den Rand der Grafik (y-Achse) zum Punkt B gezogen. Dann wird der Punkt B mit der links außen neben dem Diagramm angeordneten Skala der Raumluftfeuchte verbunden, und zwar auf den gemessenen Wert der Raumluftfeuchte (im Beispiel 30 %).
Die sich dabei ergebende rote Linie verläuft durch den roten Bereich des Risikographen.
Dieser Bereich signalisiert eine ungenügende Raumluftfeuchte und daraus folgend gesundheitliche Gefährdungen. Schneidet die Ergebnisgerade den roten Bereich des Risikographen, wird aus medizinischer Sicht die Erhöhung
der relativen Raumluftfeuchte empfohlen.
Beispiel 2: Optimale Raumluftfeuchte
Im Vergleich dazu zeigt dieses Beispiel mit den grünen Geraden im Risikographen ein gutes Raumklima mit einer ausreichenden Raumluftfeuchte. Gemessen wurde eine Raumtemperatur von 22 °C und eine relative Raumluftfeuchte von 50 %. Daraus ergibt sich der Schnittpunkt C, von dem erneut eine horizontale Linie bis links an den Rand der Grafik zum Punkt D gezogen wird. Verbindet man den Punkt D mit der neben dem Diagramm angeordneten Feuchteskala auf den gemessenen Feuchtewert von 50 %, führt die sich dabei ergebende Gerade nun durch den grünen Bereich. Dieser Bereich kennzeichnet eine ausreichende oder gute Raumluftfeuchte und ein daraus folgendes geringes Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Gefährdungen durch zu trockene Luft.
Wenn im Risikographen Raumluftfeuchte die Gerade in der neutralen Zone zwischen dem roten und dem grünen Bereich verläuft,
empfiehlt sich die Erhöhung der Raumluftfeuchte ebenfalls.