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Das Wichtigste in Kürze
- In einer dänischen Gemeinde wird zweimal wöchentlich der Strand von Müll befreit.
- Nur wird der Abfall danach wieder tief im Meer ins Wasser geworfen.
In Dänemark scheint eine Gemeinde nach dem Motto «es ist besser, gut auszusehen als sich gut zu fühlen» zu leben. Der Ort Slagelse geriet Anfang Woche nach einem Bericht des nationalen Rundfunksenders «Danmarks Radio» in Kritik.
Die Stadtverwaltung gibt 150'000 Dollar aus, damit ein Bulldozer im Sommer zweimal pro Woche den Stillinge-Strand säubert. Doch der Abfall wird anschliessend wieder zurück in die Tiefe des Meeres geworfen.
Diese Praxis ist gemäss Torkel Gissel Nielsen, Professor an der Technischen Universität von Dänemark, «völlig idiotisch». Auch Katherine Richardson, Professorin für biologische Ozeanographie, äussert sich in einer E-Mail an das Online-Magazin «Vice» verärgert: «Dies ist keineswegs eine Hilfe für die Natur. Hier geht es nur um eines: Bequemlichkeit für die Strandbesucher.»
Die dänische Ortschaft antwortete nicht auf Anfragen der US-amerikanischen Zeitschrift. Allerdings verteidigte der stellvertretende Bürgermeister Villum Christensen die Methode gegenüber «Danmarks Radio» und sagte: Strandbesucher würden wollen, dass der Strand «ordentlich und sauber» sei, wie an Urlaubsorten in Südeuropa. Zigarettenstummel und andere kleine Plastikteile würden «so oder so grösstenteils im Meer landen».