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Im Cross-Country-Rennen der Elite Frauen holt sich die Britin Evie Richards in Val di Sole unerwartet den Weltmeistertitel vor Anne Terpstra und Sina Frei. Jolanda Neff belegt Platz vier, Alessandra Keller Platz zehn. Im U23-Rennen der Frauen gibt es einen österreichischen Doppelsieg durch Mona Mitterwallner und Laura Stigger. Noelle Buri wird Achte.
Nach dem Start ins Elite-Rennen der Frauen ist es Pauline Ferrnd-Prevot, die überzeugend ihrer Konkurrenz davonfährt. Die Schweizerinnen, mit Sina Frei, Jolanda Neff, Linda Indergand und Alessandra Keller sind in den Top-10 dabei. Doch lange wärt die Führung der Französin nicht, denn die Britin Evie Richards setzt sich aus der Verfolgergruppe ab und robbt langsam an die Spitze.
Dort hält sich Richards nicht lange bei Ferrand-Prevot auf und beginnt nun ihre Führung auszubauen. Die Französin hingegen beginnt zu schwächeln und wird anfangs der vierten Runde von Anne Terpstra eingeholt. Die Holländerin festigt im weiteren Verlauf ihre zweite Position während Pauline Ferrand-Prevot ganz aus der Medaillenentscheidung fällt.
Evie Richards fährt souverän zum Sieg und ringt um Worte: «Ich kann es nicht glauben! Nie hätte ich gedacht, einst so was zu erreichen. Es hatte seine Zeit gedauert, bis ich alle meine Puzzleteile in meinem Umfeld zusammenhatte und heute kam das beste daraus zusammen, einfach unglaublich!» Richards ist übrigens die erste britische Cross-Country-Weltmeisterin.
Dahinter liegen Jolanda Neff und Sina Frei alleine auf den Plätzen drei und vier und haben das Duell um Bronze begonnen. Sie kommen sogar noch der Holländerin Terpstra nahe, die doch noch Silber einfahren kann. Frei und Neff sprinten, mit besserem Ende für Frei, die sichtlich erschöpft ist: «Jolanda und ich hatten in der letzten Runde Maja Wloszczowska distanzieren können, haben stets gut zusammengearbeitet. Erst danach duellierten wir uns und hatten einen harten aber fairen Kampf.»
Enttäuscht zeigt sich Jolanda Neff über die verpasste Medaille nicht: «Ich hatte heute nicht die besten Beine und das beste Gefühl. Aber ich habe bis zuletzt gekämpft, und mit Rang vier habe ich ein gutes Resultat, bei dem ich nicht viel hätte besser oder schlechter machen können. Die Entscheidung um die Medaille fiel vor der letzten Abfahrt, wo Sina Frei die besseren Beine hatte und vor mir in die Abfahrt stach. Danach ist es kaum noch möglich zum Überholen.»
Alessandra Keller zeigt ein starkes Rennen und klassiert sich auf Rang zehn, Linda Indergand wird Zwölfte.
Österreichischer Doppelsieg im U23-Rennen
Bei den U23-Frauen wird Mona Mitterwallner Weltmeisterin vor ihrer Team-Kollegin Laura Stigger und Caroline Bohe (DEN). Noelle Buri belegt als beste Schweizerin Platz acht.
Die erst 19-jährige Österreicherin Mona Mitterwallner liegt in der Startrunde noch mit Laura Stigger gleichauf. Doch auf der ersten ganzen Runde verabschiedet sich Mitterwallner und und baut ihren Vorsprung stetig aus. Sie wird mit über zwei Minuten Vorsprung U23-Weltmeisterin und knöpft damit nahtlos an ihre letzte U19-Saison 2020 an, wo sie ebenfalls Weltmeisterin war.
Bereits mit fast dreieinhalb Minuten Rückstand gewinnt die Dänin Caroline Bohe die Bronzemedaille. Sie liegt anfänglich noch etwas zurück und erkämpft sich in Runde zwei die dritte Position, die sie bis am Ende behält.
Trotz Schwierigkeiten vor dem Rennen fährt Noelle Buri ein starkes Rennen und sie äussert sich zufrieden: «Beim Warmfahren wurde ich von einem E-Biker abgeschossen, worauf mein Bike kaputt war. Fünf Minuten vor dem Start war es dann wieder fahrbereit, ein weiteres Warmup gab es nicht. Ich bin sehr happy, dass ich trotz dieses Vorfalls meine Leistung abrufen konnte!»