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Die Schweizer Armee verfügt momentan über einen Bestand von ca. 126'000 aktiven Angehörigen. Wenn man dazu noch die 20'000 Rekruten und die 80'000 Reservisten rechnet, kommt man auf über 200'000 Schweizer, welche zur «Landesverteidigung» eingesetzt werden. Damit ist ein Fünfzehntel aller männlichen Schweizer in der Armee eingeteilt. Zum Vergleich: die Soldatenquote in Deutschland ist rund zehnmal tiefer (285'000 Armeeangehörige auf rund 37 Millionen deutsche Männer).
Milliardenschwere Verschwendung
Die Schweizer Armee ist aber nicht nur völlig überdimensioniert, sondern auch wahnsinnig teuer. Im Jahr 2006 gab der Staat rund 4.5 Milliarden Franken für sein Militär aus. Und dies sind noch lange nicht die ganzen Kosten: Eine weitere Milliarde für die Landesverteidigung ist in anderen Sachgruppen der Finanzrechnung versteckt (Versicherungen, besondere Rentenleistungen, etc.). Auch die Gemeinden und Kantone werden mit ca. 400 Millionen Franken belastet. Und schliesslich verursacht die Armee einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 3 Milliarden Franken dadurch, dass sie die Angestellten und selbständig Erwerbenden von ihren Arbeitsplätzen fernhält. Insgesamt kostet die Schweizer Armee unsere Volkswirtschaft also jährlich gegen 9 Milliarden Franken.
Die «Aufträge» der Schweizer Armee
Gemäss der Bundesverfassung soll die Armee Kriege verhindern, den Frieden sichern, die Bevölkerung verteidigen sowie die zivilen Behörden bei der Abwehr schwerwiegender Bedrohungen unterstützen. Wer mit einigermassen klarem Kopf denken kann, dem ist bewusst, dass die Schweiz von keinem Feind bedroht ist. Zur Friedenserhaltung ist eine Armee nur kontraproduktiv. Die Schweizer Armee hat weder Aufgabe noch Sinn. Die jährlich 9 Milliarden Franken könnten wesentlich sinnvoller eingesetzt werden; etwa in der zivilen Katastrophenhilfe oder in der Bekämpfung der globalen Armut.