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Erhöhte Eigenenergieversorgung, gesteigerte Rentabilität, reduziertes Algenwachstum. All das versprechen Solarfaltdächer, welche über den Klärbecken von Abwasserreinigungsanlagen errichtet werden können.
Der Gemeinderat Oberriet überprüfte in Zusammenarbeit mit der dhp technology AG, Zizers, die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage über den Klärbecken der ARA Oberriet. Die Unternehmung entwickelt seit rund vier Jahren Solarfaltdächer und vertreibt diese in der Schweiz und im nahen Ausland.
Die Photovoltaikanlage soll circa die Hälfte des Energieverbrauchs decken
Die PV-Paneelen sind an Drähten fixiert und überspannen grössere Flächen stützenfrei. Bei Unwettern, starken Winden und Schnee werden die Paneelen in eine Garage zurückgezogen und sind geschützt.
Die Photovoltaikanlage vereint 360 Module auf einer Fläche von 798 Quadratmetern und soll für die ARA durchschnittlich pro Jahr Strom im Umfang von 141'470 Kilowattstunde produzieren. Gedeckt wird damit ein Anteil von circa 51 Prozent des Energieverbrauchs. Dadurch können 66'400 Kilogramm CO2-Emissionen vermieden werden.
Der Gemeinderat braucht die Zustimmung der Bevölkerung
Der Gemeinderat beantragt der Bevölkerung mit dem Budget 2022 einen Kredit von 570'000 Franken. Die Einmalvergütung, welche nach Fertigstellung der Anlage erstattet wird, beziffert sich auf 48'292 Franken. Bei Zustimmung kann das Ausführungsprojekt im 2022 geplant und dann im zweiten Quartal 2023 in Betrieb genommen werden.