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Äussere Hämorrhoiden
Im Volksmund versteht man unter "Hämorrhoidalleiden" verschiedene Krankheiten, die der Arzt genau unterscheiden muss. Hämorrhoiden sind Gefässgeflechte, die im unteren Abschnitt des Analkanals bei jedem Menschen vorkommen und uns beim Zurückhalten von Flüssigkeit und Luft aus dem Mastdarm (Feinkontinenz) behilflich sind.
Äussere Hämorrhoiden sind im äussersten Abschnitt des Darmausganges zu finden und werden von sehr empfindlicher Haut bedeckt. Als ausgesprochen schmerzhafte Erkrankung kann die Gerinnselbildung innerhalb dieses Venengeflechtes genannt werden, die sogenannte thrombosierte, äussere Hämorrhoide. Dieser Zustand kann plötzlich auftreten, ist bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen und ist bezüglich der Entstehungsursache ungeklärt.
Als Therapie gibt es, je nach Ausprägung des Leidens, zwei unterschiedliche Methoden die sich gegenseitig ergänzen können. Prinzipiell können alle thrombosierten, äusseren Hämorrhoiden erstmals konservativ mit Kühlung, Schmerzmitteln, abschwellenden Medikamenten und medikamentöser Beeinflussung des Schliessmuskels behandelt werden. Besteht ein ganz genau umschriebenes Knötchen, das erst sehr frisch entstanden ist, oder besteht eine nicht auszuhaltende Schmerzhaftigkeit, so kann nach lokaler Betäubung (Unterspritzung) die Hämorrhoide eröffnet und das Gerinnsel ausgepresst werden. Die Verhinderung eines Rückfalls kann dann durch die oben beschriebenen konservativen Methoden angestrebt werden.