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VON STIMMIMITATOREN UND TANZENDEN WOLKEN
Stare zaubern mit ihren Schwärmen kunstvolle Formen an den Himmel und imitieren dutzende Geräusche. Diese Fähigkeiten lassen den Star seinem Namen gerecht werden: Star der Vogelwelt. Jedoch ist er auch als Verursacher von so manchem Ärger bekannt. In Städten sorgt er ab und an für Beschädigung der Autos durch Vogelkot oder sein schrilles Gezwitscher hallt über weite Strecken.
Den Star (Sturnus vulgaris) könnte man vom Erscheinungsbild her mit der Amsel verwechseln. Er ist etwas kleiner und hat einen kürzeren Schwanz als diese. Im Flug ist seine dreieckige Flügelform gut erkennbar. Das Winterkleid schimmert metallisch grün und purpurrot auf schwarzem Untergrund und ist hell gesprenkelt. Im Prachtkleid sind die Federn schwarz und metallisch glänzend. Weibchen behalten die hellen Sprenkel im Prachtkleid, was sie von den Männchen unterscheiden lässt.
Obwohl der Star zu den Singvögeln gehört, wird sein Gesang nicht als solcher wahrgenommen. Seine Stimme klingt eher schwätzend, zischend und mehr wie ein abfallendes Pfeifen. Er verfügt jedoch über eine erstaunliche Gabe: Er ahmt verschiedenste Geräusche nach. Häufig imitiert er die Gesänge anderer Vögel, wie die des Mäusebussards oder des Pirols. Gerne wird auch Hühnergackern und Hundegebell nachgemacht. Sogar Rasenmäher-Geräusche und Klingeltöne von Handys können aus den Bäumen erklingen.
In Europa ist der Star weitverbreitet und variiert örtlich und in seinem Zugverhalten von einem Standvogel bis zum Kurzstreckenzieher. Die ziehenden Stare überwintern meist im Mittelmeerraum und Nordwestafrika. Im September bis Oktober versammeln sie sich zu riesigen Schwärmen, um gemeinsam ins Winterquartier zu ziehen. Die grossen Schwärme formen tanzende schwarze Wolken, die manchmal während mehreren Minuten zu beobachten sind. Durch die dauernd ändernde Flugrichtung nimmt die Formation fliessend neue Formen an. Das verwirrt mögliche Angreifer, wie zum Beispiel den Sperber.
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