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Unter dem Blickwinkel der Änderung des Systems der Standardarbeitskräfte SAK hat sich COFICHEV (Schweizer Rat und Observatorium der Pferdebranche) mit der Berechnung auf Grund des Arbeitsbudgets befasst, insbesondere mit dem Faktor SAK in der Kategorie «andere Nutztiere».
COFICHEV stellt das im Bericht aufgegriffene Prinzip der Änderung des Systems SAK nicht in Frage, insbesondere nicht die Anpassung der SAK-Faktoren an die tatsächliche, durchschnittliche Arbeitsbelastung, die Kürzung der normalen Arbeitszeit und die SAK-Zuschläge, die es erlauben, den landwirtschaftsnahen Tätigkeiten Rechnung zu tragen.
Die Kategorie «andere Nutztiere» ist ein Schlüsselelement bei der Diversifikation der landwirtschaftlichen Tätigkeiten und bei der Entwicklung von landwirtschaftsnahen Tätigkeiten. Die praktische Erfahrung zeigt, dass nur wenige oder keine wesentlichen technische Fortschritte für die Tierhaltung dieser Kategorie erzielt wurden. COFICHEV stellt fest, dass derzeit die Grundlagen der Berechnung für diese Kategorie nicht ohne weiteres zugänglich oder nicht veröffentlicht sind.
Für zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Tätigkeiten diversifiziert haben, ist die Pensionspferdehaltung ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Die durch Agroscope veröffentlichten Kennzahlen betreffend Pferdehaltung zeigen auf, dass der derzeitige Faktor 0.03 SAK/GVE (Grossvieheinheit) die Pferdehaltung doppelt bestraft.
Damit die gleiche Anzahl SAK berücksichtigt wird, braucht es 3-5 Mal mehr Arbeitsstunden für die Pferdehaltung als für die Haltung von Milchkühen. Für diese gleiche Anzahl SAK muss man ebenfalls ungefähr 2 Mal mehr Pferde als Milchkühe halten. Diese Feststellungen sind nicht ohne Einfluss auf das Volumen der Infrastrukturen, die Kosten der Investitionen und die Rentabilität dieses Zweiges.
Aufgrund des aktuellen Wissensstand vom ‚Schweizer Rat und Observatorium der Pferdebranche’ fordert COFICHEV daher:
- Die Veröffentlichung von Daten basierend auf dem Arbeitsbudget für jede Tierart in der Kategorie «andere Nutztiere».
- Die Einführung eines für die Pferde spezifischen Faktors SAK, basierend auf dem Arbeitsbudget, so wie es die Veröffentlichungen von Agroscope aufzeigt. Er sollte mindestens 0.055-0.060 SAK pro GVE betragen.
- Den Faktor SKA für die übrigen Nutztiere nicht zu senken, so lange nicht Veröffentlichungen den Umfang des technischen Fortschrittes aufzeigen.
- Dass künftig Art. 12b LBV präzisiert, welche Tätigkeiten im Rahmen der Pferdehaltung als landwirtschaftsnah betrachtet werden.
- Darüber zu wachen, dass die Leistungen auf dem Gebiet der Pferdehaltung in den anderen derzeit in Revision befindlichen Gesetzestexten (z. B. die zweite Etappe der Revision des Raumplanungsgesetzes) gebührend berücksichtigt werden.