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Als "Die Freiheit in der Liebe" 1967 in Frankreich erschien, 150
Jahre nach der Niederschrift, wurde das Buch begeistert aufgenommen und galt
als Vorläufer einer sexuellen Revolution. Fourier kritisiert scharf die "Zivilisation"
seiner Zeit und erarbeitet ein alternatives Gesellschaftsmodell, die "Harmonie",
die auf dem Ende der monogamen Ehe, der Vervielfältigung von Liebesbeziehungen
jeder Art und einer absoluten Gleichheit der Geschlechter basiert.
Fourier,
immerhin ein Mann des 18. Jahrhunderts, lässt auch Homosexualität, Fetischismus
und andere als "pervers" geltende Praktiken als Varianten der Leidenschaft
gelten; von den edelsten Gefühlen bis zu den absurdesten sinnlichen Manien,
von der heiligen Liebe bis zu schlüpfrigsten Phantasien gilt ihm alles als gleichwertig.
Als Visionär und Utopist entwirft er eine offene Gesellschaft, in der neue
Regeln keine Verbote mehr sind, sondern Protokolle sozialer, erotischer, ästhetischer
Spiele.
Margarete Stokowski, kämpferische Feministin mit spitzer Feder, hat diesem
wiederzuentdeckenden Sozialutopisten ein aktuelles Vorwort gewidmet.
Verlag: Edition Nautilus
Seiten: 112 S. Erscheinungsjahr: 2017 Ausführung: Fester Einband