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Sichtbare Blutgefäße im Gesicht nennt man Rosazea. Es handelt sich um eine häufige Erkrankung, die oft in Verbindung mit Erythrose, einer diffusen Rötung an den Wangen, auftritt. Einige Hauttypen neigen zu Hautrötungen aufgrund von Stress, Hitze, Kälte oder sogar Verdauungsproblemen. Wie kann geholfen werden? Lesen Sie den Rat eines Dermatologen.
Wie ist das Profil der Patienten mit Rosazea?
Das Vorkommen von erweiterten Gefäßen im Gesicht ist ein Zeichen von Fragilität der Hautkapillaren.
Das Phänomen kommt bei Patienten mit blasser und dünner Haut am häufigsten vor. Verschiedene Faktoren tragen zum Auftreten von Rosazea bei, wie z.B. eine plötzliche Temperaterwärmung, Zigarettenrauch, Gewürze, Alkohol und Stress. Sie führen zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Gesicht. Achtung jedoch, die Mythen sind unwahr: Rosazea bedeutet nicht, dass Sie zuviel Alkohol trinken!
Welchen Rat geben Sie Ihren Patienten?
Die Faktoren, die Rosazea fördern, sollten so weit wie möglich vermieden werden.
Wenn ein Patient blasse Haut hat, sollte den Verzehr von scharf gewürzten Speisen vermeiden und sich im Winter mit stark feuchtigkeitsspendenden Kosmetika schützen. Es ist von Vorteil, das Rauchen aufzugeben. Ich empfehle grundsätzlich die Verwendung von kosmetischen Cremes mit aktiven Inhaltsstoffen, die zur Verbesserung der Mikrozirkulation der Haut beitragen. Darüber hinaus ist es wichtig, Make-up sanft zu entfernen, ohne die Haut zu reizen. Und ich ermutige die Verwendung von korrigierendem Make-up.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Wenn es sich nur um wenige sichtbare Gefäße handelt, stellt die Elektrokoagulation eine Option dar.
Heutzutage erzielen auch Gefäß-Laser hervorragende Resultate. Der KTP-Laser kann das Erscheinungsbild von Rosazea in 2 Sitzungen mit 6-wöchigem Abstand bereits deutlich verbessern. Ich verwende auch Intense Pulsed Light (Blitzlicht), das bei Erythrorosazea gute Ergebnisse erzielt. Diese Behandlungen müssen während einer Zeit durchgeführt werden, in der die Haut nicht der Sonne ausgesetzt ist.