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Einfluss von «Via sicura» auf die verfügten Administrativmassnahmen im Wallis
Statistik des Strassenverkehrs
Die ersten durch «Via sicura» vorgesehenen Massnahmen betreffend Raser-Delikten, sowie das zweite Massnahmenpaket, das unter anderem der vorsorgliche Fahrausweisentzug bei Alkoholismus beinhaltet, sind am 1. Januar 2013, respektive am 1. Juli 2014 in Kraft getreten. Diese Rechtsvorschriften haben einen Einfluss auf die Administrativmassnahmen der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt (DSUS). Die regelmässige Zunahme des Fahrzeugparks beeinflusst ebenfalls die Organisation der Führerprüfungen, der Fahrausweisentzüge und der technischen Kontrollen.
Das erste Massnahmenpaket von «Via sicura» mit spezifischen Massnahmen im Falle von Raser-Delikten trat am 1. Januar 2013 in Kraft. Im ersten Jahr waren 19 Fahrzeuglenker von diesen Massnahmen betroffen. Mit 21 Fahrzeuglenkern 2014, sowie 20 im Jahr 2015 ist diese Zahl relativ stabil geblieben. Das zweite Massnahmenpaket mit insbesondere der Forderung einer Fahreignungsabklärung für alle Fahrzeuglenker mit einem Alkoholisierungsgrad am Steuer von 1.6?, trat am 1. Juli 2014 in Kraft. Dies führte zu einer starken Zunahme der vorsorglich angeordneten Führerausweisentzüge von 193 Fällen im 2013, zu 377 im 2014 bis auf deren 591 im 2015.
Der im Kanton immatrikulierte Fahrzeugpark wuchs auch 2015 weiter. Diese Zunahme ist klar grösser als das Bevölkerungswachstum. Die Fahrzeugdichte pro Einwohner bleibt die Höchste des ganzen Landes. Waren es am 30. April 2015 noch 304'343 Einheiten, betrug dieser Wert am 30. April 2016 schon 310'421 Einheiten, was einer Zunahme von 2% entspricht. Dabei kann eine deutliche Differenz der Fahrzeugdichte von einer Region zur anderen festgestellt werden. Das Unterwallis ist mit 968 Fahrzeugen pro 1000 Einwohner die Region mit der höchsten Fahrzeugdichte, gefolgt vom Mittelwallis mit 914 Fahrzeugen und dem Oberwallis mit 881 Fahrzeugen pro 1000 Einwohner. Der Bezirk mit den meisten Fahrzeugen ist Siders, mit 42'600 Fahrzeugen, gefolgt von Monthey mit 41'400 Fahrzeugen und Martinach mit 40'600 Fahrzeugen. Auf der anderen Seite befindet sich der Bezirk östlich Raron mit 2'900 Fahrzeugen, vor dem Bezirk Goms mit 4'200 Fahrzeugen. Insgesamt 90'185 Fahrzeuge wurden durch die Verkehrsexperten im 2015 geprüft, was zum guten Gesamtzustand des Walliser Fahrzeugparks beiträgt.
Die Anzahl Führerprüfungen variiert nur wenig von einem Jahr zum anderen. 2015 wurden 16'848 theoretische und praktische Prüfungen abgelegt, 2014 waren es 16'767. Die Durchfallquote bei den praktischen Autofahrprüfungen der Kategorie B lag bei 28% und diejenige bei den Prüfungen der Kategorie A und A1 (Motorräder) bei 27%. Diese Quoten sind leicht besser als der schweizerische Durchschnitt.
Die Fahrzeuglenker unseres Kantons werden immer älter, was dazu führt, dass die Anzahl durchgeführter periodischer medizinischer Kontrollen stetig steigt. Im 2015 wurden insgesamt 16'110 medizinische Kontrollen an über 70-jährigen Fahrzeuglenkern durchgeführt. Am kommenden 1. Juli 2016 werden diesbezüglich neue gesetzliche Vorschriften in Kraft treten. Die DSUS hat in der Vorbereitung zur Umsetzung dieser Bestimmungen sehr eng mit der Walliser Ärztegesellschaft und der Walliser Optikervereinigung zusammengearbeitet.