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Bei vermehrten Schäden in den Weidetierbeständen müsse die erlaubte Zahl der Wolfsabschüsse, die gegenwärtig bei 38 Tieren liegt, erhöht werden, forderte der zweitgrösste französische Bauernverband am Dienstag vergangener Woche in einer Pressemitteilung.
Die Ausweitung des Jagdrechts sei notwendig, weil sich die Wolfspopulation in Frankreich trotz erfolgter Entnahme von Einzeltieren stark ausgeweitet habe und damit auch die Schäden bei den Weidetierhaltern. Die Confédération verwies dabei auf neueste Schätzungen des Nationalen Büros für Jagd und Wildtiere (ONCFS), denen zufolge innerhalb des letzten Jahres die Wolfspopulation von 292 auf 360 Tiere und damit um mehr als ein Fünftel gestiegen ist.
Im vergangenen Jahr gab es den Daten zufolge im gesamten französischen Staatsgebiet 2'766 Attacken durch Wölfe auf Weidetiere, die eine Entschädigungssumme von 21,4 Mio. Euro (23.23 Mio. Fr.) nach sich zogen. Wie schnell sich Problemdruck aufbaue, so die Confédération paysanne, zeige sich an der Entwicklung im Département Aveyron in den östlichen Pyrenäen: Dort gab es 2015 noch keine Wolfsübergriffe, ein Jahr später jedoch 16 und im bisherigen jahresverlauf bereits 19, denen 65 Tiere zum Opfer fielen. Angesicht dieser Entwicklung hat auch der französische Bauernverband (FNSEA), darunter der Bezirksverband Aveyron, die Regierung zum Handeln aufgefordert, um weiterhin eine sichere Weidehaltung zu ermöglichen.
Die Confédération paysanne will die Eindämmung der Wolfsrisse als klares Ziel in den „Rahmenplan Wolf 2018-2022“ aufgenommen sehen. Zudem solle der Wolf von der Liste der geschützten Arten in der Konvention von Bern und der Habitatrichtlinie gestrichen werden. Zu den weiteren Forderungen des Kleinbauernverbandes zählen, die Erlegung von Wölfen in Tierhaltungsregionen und in Nationalparks durch staatliche Dienste wahrzunehmen, Interventionsgruppen in allen Départements einzurichten sowie ausreichend Geldmittel zur Installation von Schutzmassnahmen bereitzustellen.