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Über 100 Personen spenden jährlich eine Niere oder einen Teil ihrer Leber. Wer kann spenden? Wie ist die Beziehung zwischen Spender und Empfänger? Zahlen und Fakten zur Lebendspende in der Schweiz.
Der Lebendorganspende hat einen hohen Stellenwert innerhalb der Organspende. Im Jahr 2002 war in der Schweiz die Zahl der Transplantationen, die durch eine Lebendspende ermöglicht wurden, zum ersten Mal höher als diejenige der Transplantationen mit dem Organ eines verstorbenen Spenders. Diese Entwicklung ist in vielen anderen Ländern ähnlich.
Während noch Mitte der 1990er-Jahre nur wenige Lebendspenden durchgeführt wurden, gehört diese Therapieform heutzutage in vielen Transplantationszentren zum Standardverfahren.
Organspenderinnen und Organspender in der Schweiz (1994-2018)
Anzahl der Transplantationen durch lebende und verstorbene Personen im Vergleich. Quelle: BAG/Swisstransplant
Was sind die Gründe für den Aufschwung der Lebend-Organspende?
Es gibt zwei Hauptgründe: Erstens besteht in fast allen Ländern ein grosser Mangel an Organen von verstorbenen Spendern. Zweitens ist das Resultat nach einer Lebendnierenspende deutlich besser als nach einer Transplantation von einem verstorbenen Spender. Zudem sind grosse Fortschritte in der Narkose- und Operationstechnik erzielt worden. Das Risiko für einen Lebendspender ist somit gering. Der Vorteil einer Lebendnierenspende wiegt in der Regel deren Risiken auf.
Statistiken zu Nierenspenden in der Schweiz. Rund 60% der Spendenden sind weiblich. 33% der Spendenden sind andere Verwandte, 27% sind Lebenspartner. Die Mehrheit der Spender sind durchschnittlich 25 bis 34 Jahre alt.