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Aufgabe
Rohstoffhändler wie Trafigura produzieren billigen Treibstoff und verkaufen diesen in Afrika. Der «Dirty Diesel» enthält 400 Mal mehr Schwefel, als in Europa erlaubt ist. Die NGO Public Eye beauftragte uns mit einer Kampagne, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erzeugen und Druck auf die verantwortlichen Akteure auszuüben, das schmutzige Geschäft zu stoppen.
Idee
Wir schickten die dreckige Luft zurück zum Absender. Gemeinsam mit Aktivisten aus Accra drehten wir einen kurzen Film, indem die lokale Bevölkerung die verschmutze Luft in Kanister abfüllt, in einen Container verlädt und an den Hauptsitz von Trafigura nach Genf verschifft. Die Reise des Containers konnte auf der Kampagnenseite in Echtzeit verfolgt werden. Begleitet von einer Petition, die Trafigura aufforderte, ihr schmutziges Geschäft zu stoppen.
Resultate
Die Kampagne «Return to Sender» erregte hohe Aufmerksamkeit in den Sozialen Medien und in der internationalen Presse (Guardian, New York Times, NZZ u.v.m.). Beinahe 20’000 Menschen unterzeichneten die Petition, die zusammen mit der dreckigen Luft an Trafigura übergeben wurde. Kurz darauf reduzierten Ghana, Nigeria, die Elfenbeinküste, Togo und Benin ihre nationalen Schwefelstandards um das 60-fache. Der Stadtrat von Amsterdam hat den Handel von schmutzigem Treibstoff verboten. Trafigura musste Produktion und Vertrieb von «Dirty Diesel» den neuen Gesetzgebungen anpassen.Link zur Website
Visualisierung der Schifffahrt durch WebGL (3D)
Das Schiff konnte mit den im Schiffsverkehr üblichen AIS-Daten verfolgt werden. Alle 15 Minuten wurden Schiffsposition und Wetterdaten auf der Website aktualisiert. Die Visualisierung zeigte Position, Route und Geschwindigkeit des Schiffs und veränderte sich je nach Wetterlage, Tageszeit und Windverhältnissen.
Ablauf der Kampagne
Resultate
Die «Return to Sender» Kampagne erzeugte so viel Aufmerksamkeit, dass die Regierungen von Ghana, Nigeria, Elfenbeinküste, Togo und Benin ihre nationalen Schwefelstandards um das 60-fache reduzierten. Durch diese Gesetzesänderungen sehen sich Trafigura und andere Rohstoffhändler ab März 2017 gezwungen, Treibstoff mit entsprechend tieferem Schwefelgehalt in diese Länder zu verkaufen.