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Skitrekking und Skitouren
Skitrekking
Das Skitrekking wird vor allem in Skandinavien ausgeübt, wo in manchen Regionen weitläufige Loipennetze zur Verfügung stehen. Unter Trekking versteht man das Absolvieren einer Streckenwanderung in mehreren Tagen, wobei jeden Tag ein bestimmtes Pensum zurückgelegt wird. Die Distanzen der Tagesstrecken richten sich meist nach den Übernachtungshütten, die entlang einer solchen Trekkingroute zur Verfügung stehen. Man übernachtet in diesen Hütten und trägt seine Ausrüstung in einem Rucksack mit sich. Solche Trekkingrouten führen zum Beispiel durch den Rondane-Nationalpark in Norwegen oder quer über die Fjells zwischen dem Gudbrandstal und dem Österdal bei Lillehammer.
Skitouren mit Langlaufski
Alpine Skitouren können auch mit Langlaufski durchgeführt werden. Bei Wettbewerben, wie dem legendären "Wildsaurennen" im Tiroler Sellraintal gibt es sogar getrennte Wertungen für Läufer auf Alpin Ski und Läufern mit Langlaufskiern. Dazu werden die Langlaufskiern mit dünnen Klebefellen präpariert, zum Abfahren klemmt man die Stöcke zwischen die Beine und folgt der Schwerkraft ins Tal. Zugegeben, diese Nutzung der Langlaufski benötigt viel Kondition, Technik und Überwindungsgabe. Bei Frühjahrsbedingungen kann man kürzere Touren aber durchaus mit Langlaufskiern unternehmen. Steifere Skating-Ski, die kürzer sind und ein besseres Abfahren ermöglichen, eignen sich besser als herkömmliche klassische Ski.
Telemarkski
Der Telemarkski ist die nordische Form des alpinen Skitourenski. Er gehört in Skandinavien zur Standardausrüstung und ist durch eine grössere Breite als der Loipenski und durch Stahlkanten gekennzeichnet. Telemarkski eignen sich besonders zum mühelosen Gleiten im Tiefschnee, auf Ziehwegen, jedenfalls auf nicht maschinell präpartierten Loipen. Dementsprechend lässt sich mit Telemarkski auch abfahren, sofern man den Telemarkschwung beherrscht.
Saison und Tageslänge
Für die Planung eines Skilanglaufausfluges oder einer Tour ist gerade im Winter, wo die Tageslänge im Jahreslauf am geringsten ist, die Beachtung der richtigen Tageszeit von Wichtigkeit. Im Dezember und Januar sind die Tage am kürzesten, die Dämmerung setzt bereits gegen 16.00 Uhr ein, der Tageslauf der Temperatur empfiehlt einen Aufbruch um die Mittagszeit. In höheren Lagen oder im Gebirge müssen auch die Temperaturen berücksichtigt werden, die ebenfalls um die Tagesmitte am günstigsten sind. Schon um 14 Uhr beginnt trotz Sonnenscheins, die Temperatur abzusinken. Je länger der Winter dauert, umso länger werden die Tage wieder, umso stärker ist die Tageserwärmung. Die kältesten Wintertage können jedoch im Gebirge Ende Januar, Anfang Februar auftreten. Die Sonne steht noch sehr flach am Horizont und die Tageserwärmung bleibt gering. Je weiter es dem März zugeht, umso stärker wird die Kraft der Sonne. Wenn die Tageserwärmung den Schnee zur Tagesmitte hin aufweicht, sind die Vormittags- und Spätnachmittagsstunden die besten für Langlauf Unternehmungen. Während in der Früh gute Bedingungen herrschen, werden diese im Lauf des Vormittags immer schlechter, die Luft wird wärmer, der Schnee feucht und weich. Das Gegenteil am Nachmittag: Die Tageserwärmung nimmt ab, der Schnee "zieht an", also gefriert wieder, und die Laufbedingungen werden ständig besser. Dafür tritt die Dämmerung als natürliche Begrenzung für die Tour auf den Plan und muss für die Planung der Ausflugslänge unbedingt berücksichtigt werden. Die Saison dauert in den meisten Langlaufgebieten Mitteleuropas von Anfang bis Mitte Dezember bis Mitte, Ende März. Im April muss man in Höhen über 1500 m Seehöhe ausweichen, um klassische Frühjahrsschnee-Loipen vorzufinden. In manchen Regionen Skandinaviens ist es nicht selten, dass der Langlaufwinter bis Mitte, Ende Mai dauert.
Für den Langlaufschuh eines Volksläufers gelten die gleichen Empfehlungen wie für Skiwanderer und Hobbylangläufer. Damit eine direkte Kraftübertragung "Bein-Fuss-Schuh-Ski" erfolgen kann, muss der Langlaufschuh eines Volksläufers noch exakter passen. Die Skating-Schuhe mit dem SNS-Pilot-Equipe-Skate-Bindungssystem sind für Volksläufer von grossem Vorteil, da die Skiführung aufgrund der zusätzlichen Federverbindung im Ballenbereich besser ist und der Ski bei jedem seitlichen Abstoss automatisch schneller zurückfedert. Somit spart man viel Kraft, ein Effekt, der sich gerade bei langen Volkslauf-Distanzen positiv auswirkt.
Bildquelle: skeeze / pixabay.com