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BLICK: Herr Hitzfeld, sind Sie überrascht, dass James Meyer in den Knast muss?
Ottmar Hitzfeld: Es ist eine tragische Geschichte. Zu Beginn habe ich gute Erfahrungen mit ihm gemacht. Er war beim FC Aarau Leistungsträger, wir wurden zusammen Cupsieger. Ein Jahr später hatte er dann aber völlig falsche finanzielle Vorstellungen.
Das heisst?
Er wollte plötzlich das Doppelte oder Dreifache verdienen. Er sagte: «Entweder der Schnee stimmt – oder ich höre auf.»
Er sprach von Schnee, also Kokain?
Nein, nein, das war seine Sprache. Schnee oder Flocken, das war für ihn Geld.
Die Fortsetzung?
Wir sammelten 30000 Franken, um ihm mehr anbieten zu können. Aber es reichte ihm nicht. Da hörte er mit 28 Jahren auf. Er war sofort arbeitslos. Es war eine Situation, die ich nie und nimmer kapiert habe.
Für einen Wechsel hätten Sie Verständnis gehabt?
Logisch. Aber so hatte er plötzlich kein Geld und keinen Beruf mehr. Und er fand nie Anschluss im richtigen Leben. Er lernte falsche Leute kennen, war anfällig dafür, das schnelle Geld zu verdienen, und wurde immer wieder rückfällig. Traurig, weil er vom Charakter her ein guter Typ war.