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Gartenmelde Rote Richterswil
Atriplex hortensis
Vor der Ankunft des Spinats in Europa im 13. Jh. war die Gartenmelde in den Hausgärten weit verbreitet. Es gibt sie in verschiedenen Farbschattierungen von hellgrün über rot bis violett. Die Gartenmelde ist robust, wächst auf jedem Boden und, sich selbst überlassen, sät sie sich selbst aus. Die einjährigen Pflanzen werden bis zu 2 Meter hoch.
Die Gartenmelde wird ab dem zeitigen Frühjahr (im März, wenn der Boden offen ist) direkt an Ort und Stelle gesät, entweder in Reihen oder breitwürfig. Man kann die Pflanzen ernten, indem man sie abschneidet, sobald sie eine Höhe von etwa 20cm erreicht haben, oder indem man einzelne Blätter pflückt. Die jungen Blätter können roh in Salaten gegessen werden, die älteren werden zu einem schmackhaften Gemüse, ähnlich wie Spinat, verarbeitet. Da die rote Gartenmelde auch beim Kochen ihre intensive rote Farbe behält, eignet sie sich für interessante kulinarische Experimente wie zum Beispiel rote Knöpfli oder Spätzli.
Will man eigenes Saatgut gewinnen, lässt man fünf, besser zehn der schönsten Pflanzen blühen. Im Herbst werden die Samenstände, an denen die Samen bereits zu trocknen beginnen, abgeschnitten und an einem geschützten Ort nachgetrocknet. Danach werden die Samen abgestreift und für den Gebrauch im nächsten Jahr aufbewahrt. Die Samen bleiben etwa zwei Jahre keimfähig.