Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/87644

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, zu berichten, ob in den kommenden Jahren genügend ausgebildetes Pflegepersonal vorhanden ist, mit welchen Massnahmen, der Beruf attraktiver gemacht werden kann und wie die Qualität der Aus- und Weiterbildung des Pflegepersonals sichergestellt werden kann. Insbesondere ist zu prüfen, mit welchen Angeboten Berufsumsteigerinnen und Berufsumsteiger sowie Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger unterstützt und gefördert werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat weiss um den Personalmangel in der Pflege und die hohe Bedeutung, die einer qualitativ guten Pflege für die Sicherung der Gesundheitsversorgung in unserem Land zukommt, und ist überzeugt, dass gesamtschweizerisch abgestimmte und ausdifferenzierte Ausbildungsangebote auf verschiedenen Bildungsstufen einen entscheidenden Erfolgsfaktor dafür darstellen. Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in der Pflege setzt einen breiten Zubringer und adäquate Ausbildungen auf den verschiedenen Bildungsstufen (Fachmann/Fachfrau Gesundheit, dipl. Pflegefachfrau/-fachmann HF, Bachelor/Master of Science in Pflege) sowie eine enge Abstimmung der Bildungs- und Gesundheitspolitik des Bundes mit den Kantonen voraus.</p><p>Verschiedene Arbeiten laufen: </p><p>- In enger Zusammenarbeit mit der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH), der Nationalen Dachorganisation der Arbeitswelt Gesundheit (OdASanté) und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) sowie der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) werden für die Pflege gesamtschweizerisch verbindliche Anforderungen auf Fachhochschulstufe (Bachelor/Master) erarbeitet. Zu berücksichtigen ist auch die Abstimmung zu den universitären Medizinalberufen, deren Aus- und Weiterbildung im Medizinalberufegesetz geregelt ist. </p><p>- Die GDK hat dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) den Auftrag erteilt, die Personalsituation in den Gesundheitsberufen quantitativ zu erheben. Die Standortbestimmung soll dazu dienen, den Mangel an Fachkräften aktuell und in den folgenden Jahren zu eruieren. Weitere Massnahmen auch qualitativer Natur in der Versorgung, Ausbildung und Rekrutierung von Fachpersonal in der Pflege sollen folgen. </p><p>Bund und Kantone sind sich bewusst, dass der Mangel an Fachkräften in der Pflege gemeinsam anzugehen ist. Der Bundesrat ist bereit, in enger Absprache mit den Kantonen über Ergebnisse und eingeleitete Massnahmen zu berichten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.