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von Thierry Meyssan
Die syrische Präsidentschaftswahl war eine Siegesfeier angesichts der äußeren Aggressionen. Sie bestätigte die Autorität von Baschar al-Assad, nicht wegen seiner politischen Ideen, sondern wegen seines Mutes und seiner Hartnäckigkeit als Kriegsherr. Der Westen, der diesen Krieg verloren hat, akzeptiert ihn immer noch nicht. Er betrachtet diese Wahl daher als null und nichtig. Er hält die syrischen Behörden weiterhin für Folterer und ist unfähig, seine Verbrechen zuzugeben.
Die Arabische Republik Syrien hat gerade eine Präsidentschaftswahl durchgeführt, trotz der Feindseligkeit des Westens, der sie immer noch sowohl zerlegen als auch stürzen will, zugunsten einer Übergangsregierung nach dem Vorbild Deutschlands und Japans am Ende des Zweiten Weltkriegs [1]. Die Wahlen verliefen, nach Angaben internationaler Beobachter aus allen Ländern mit Botschaft in Damaskus, gerecht und fair. Baschar al-Assad wurde mit überwältigender Mehrheit für eine vierte Amtszeit gewählt.
Diese Gegebenheiten verdienen einige Erklärungen. Im Wesentlichen hätte dieser Artikel schon in 2014 bei den letzten Präsidentschaftswahlen geschrieben werden können, da sich die Haltung der Westmächte trotz ihrer militärischen Niederlage überhaupt nicht verändert hat.
Der Kontext
2010 (also vor dem Krieg) war die Arabische Republik Syrien ein Staat mit einer starken demographischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Ihr Präsident war der beliebteste arabische Staatschef, sowohl in seinem