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Der Drache – Theater als Staatsaffäre
Es war einmal ein Märchenstück, das hiess Der Drache und handelt vom Schrecken der Diktatur, verkörpert durch einen furchtbaren Drachen. Aufgeführt wurde es 1965 in Ostberlin im Glanze des Deutschen Theaters, des ersten Staatstheaters der DDR. Warum durfte das Antidiktaturstück hier gespielt werden? Warum wurde es nicht sofort verboten von jenem Staat, der sich darin kritisiert sehen konnte? Was sich hinter dem Eisernen Vorhang abspielte, erscheint als ein Rätsel und als ein irritierendes Zwischenspiel zwischen Akteuren des Staats und demjenigen des Theaters.
Die vorliegende politische Aufführungsgeschichte rekonstruiert die politischen Hintergründe, die für das Entstehen und Bestehen dieses Schauspiels bedeutsam waren. Die Inszenierung wurde zur berühmtesten Theaterproduktion der DDR und hielt sich sechzehn Jahre auf der Bühne. Ihre Geschichte widerspiegelt das Verhältnis der DDR zu einem Stoff, der für sie ebenso zentral wie ambivalent war.
Bibliographische Angaben
Christian Mächler: Der Drache – Theater als Staatsaffäre: Politische Aufführungsgeschichte der Inszenierung von 1965 am Deutschen Theater in Ostberlin. Materialien des Instituts für Theaterwissenschaft Bern (ITW), Band 17, 2018. Chronos Verlag, Gebunden. 304 Seiten, 74 Abbildungen s/w.
Verfügbarkeit
CHF 68.00 / EUR 58.00
ISBN 978-3-0340-1279-9