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Anfangs dieses Jahres schrieben 450 Fachpersonen aus Medizin, Psychotherapie und Psychologie einen Offenen Brief an Behörden und Politik. Darin wurde das Nothilfesystem, welches die abgewiesenen Asylsuchenden behandelt, kritisiert.
Im März wurde zu dieser Thematik eine Podiumsdiskussion veranstaltet, welche vom NCBI Schweiz mitorganisiert wurde. Die Diskussion richtete ihr Augenmerk vor allem auf die psychischen Folgen des Nothilfesystems. Kritisiert wurde, dass die Bedingungen im System menschenunwürdig seien und in den Rückreisezentren Druck auf die abgewiesenen Asylsuchenden ausgeübt werde.
Ron Halbright (Programmleiter NCBI Schweiz) spricht in diesem Zusammenhang von psychischer Belastung, Isolation, fehlender Beschäftigung, Polizeivisiten mitten in der Nacht, Verhaftung und Mobilitätseinschränkungen. Dies betrifft in der Schweiz Tausende von Personen.
Die Schweizer wüssten allerdings zu wenig über diese Thematik, so Halbright. Viele Instanzen sagen, dass sie hier keine Wahl haben und die Gesetze ihnen keinen Spielraum lassen. Halbright lässt dies nicht gelten und verweist darauf, dass jeder Kanton einen Spielraum habe. Als Beispiel für Veränderungen nennt er die Kantone Bern und Schwyz.