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Wir sind gerade zurück gekommen von einem kurzen Einsatz in Rumänien. Ich (Bettina) bin mit Wendy und Ava nach Lugoj gereist. Wendy, selber schon Rumänien erfahren, war zum ersten Mal in Lugoj. Ava, noch keine 20 Jahre alt, war sogar überhaupt das erste Mal an einem Tierschutzeinsatz im Ausland dabei. Ich habe mich sehr gefreut, den beiden das Projekt Dog Park zu zeigen. Die Tierschutz Einsätze in Lugoj sind meist ein Wechselbad der Gefühle. So auch dieses Mal.
Wir wurden von unseren Tierschutz Freunden Otto und Cristian herzlich emfpangen. Sofort nach unserer Ankunft haben wir den Dog Park besucht. Ava und Wendy haben zum ersten Mal das grosse Grundstück betreten, wo um die 40 Hunde zusammen leben. Die Hunde haben uns, zum Teil stürmisch, begrüsst. Toll ist es, wenn man mit den Hunden schmusen und spielen kann. Ich glaube ja, da kann man nur glücklich sein. Ava und Wendy haben meine Begeisterung auf jeden Fall geteilt. Vor allem Wendy, die sonst Hunde aus Tierheimhaltung kennt, ist die ruhige Art des Rudels aufgefallen. Sie bellen viel weniger als wir es sonst gewohnt sind.
Nebst Hunde schmusen, haben wir auch noch Hundehütten bemalt und das neue Gartenhäuschen lackiert, worin nun Futter gelagert wird. Auch die "Cabana", wo Cristian teilweise drin wohnt, wurde von uns lackiert.
Am zweiten Tag gab es dann das Kontrastprogramm zum Dog Park. Wir haben das städtische Tierheim besucht. Dank Otto´s und Cristian´s guten Beziehungen, dürfen wir und sie das städtische Tierheim zu jeder Zeit betreten. Keine Selbstverständlichkeit, ist es doch das offizielle Tierheim der Stadt und somit auch in deren Verantwortung. Viele Tierheime in Rumänien sind nicht öffentlich zugänglich. Man kann sich selber denken, warum.
Im städtischen Tierheim triftt mich immer wieder die Realität. Ich bin rein gekommen, das Gebelle ging los und wir haben Nassfutter und Goodies verteilt. Die Hunde haben vor Aufregung alles runter geschlungen. Als ich so dabei war, einen Hunde zu füttern, hat es mich tief getroffen. Die Erkenntnis wie besch*** es diese Hunde in diesen kleinen, kalten Zwingern haben. Gestresst vom Gebelle der anderen, teilweise allein gelassen. Viele zwengen sich Liebe suchend an die Gitterstäbe. Und das, liebe Leser oder Leserin, ist eher noch ein gutes Tierheim. Die Hunde werden täglich gefüttert, es wird geputzt und die Tiere werden medizinisch betreut. Ich mag mir andere Tierheime gar nicht vorstellen. Trotzdem... man steht da, schaut zu und ist traurig...
Umso mehr schätzt man die Atmosphäre im Dog Park. Wir können gewiss nicht alle Hunde retten. Leider müssen einige der Tiere im städtischen Tierheim ausharren, bis sie adoptiert werden. Der Dog Park soll ja nicht überfüllt werden und wir, vor allem Otto und Cristian, tun alles, was sie können. Sie müssen täglich mit dem leben, was wir nur drei Tage sehen. Ich bin daher unglaublich dankbar für alles, was sie und wir schon erreicht haben.
Die Tage in Rumänien gingen wieder schnell rum. Eindrücke und Emotionen... eine Achterbahnfahrt. Und doch freuen wir uns bereits wieder auf das nächste Mal.