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Jolanda Neff sichert sich nach dem Europameistertitel in der U23-Kategorie nun auch den Weltmeistertitel. Die erst 19-jährige Rheintalerin bestimmt das Rennen von Beginn an und gewinnt mit 18 Sekunden Vorsprung auf die Ukrainerin Yana Belomoyna und 27 Sekunden vor der Polin Paula Goryck.
Jolanda Neff diktiert das Renngeschehen unter anderem wegen ihrer technischen Überlegenheit. Sie ist in den schmierig-matschigen Abfahrtspassagen sicher und schneller als ihre Konkurrentinnen. Die favorisierte Britin Annie Last muss denn auch immer wieder Lücken schliessen, die sich nach den Abfahrten zwischen ihr und der führenden Neff auftun. Bis zur Rennhälfte dgelingt dies der Engländerin bis sie nach einem Sturz in der technischen Zone ein Problem beheben muss. Dabei kommt es zur Vorentscheidung indem Neffs Vorsprung auf 30 Sekunden anwächst. Neff zeigt in der Folge weder in Aufstiegen noch in Abfahrten Schwächen und zieht ihr Rennen sicher durch.
«Ich bin extrem glücklich. Ich bin bisher zwei Weltmeisterschaften gefahren und jeweils in der ersten Runde vorne gewesen. Beide Male nahm es kein gutes Ende», sagt Jolanda Neff mit brüchiger Stimme. Ihre Strategie sei es gewesen, die Abfahrten vor Annie Last zu erreichen, nachdem die Britin in der ersten Runde vor ihr gleich dreimal gestürzt war. Zweimal kommt Neff nicht vorbei, doch beim dritten Mal setzt sie sich an die Spitze und legt Grundstein für die Siegesfahrt. «Ich habe gesehen, dass ich in den Abfahrten immer Zeit gut mache und habe das genutzt. In der dritten Runde wollte Annie an mir vorbei, aber ich habe dagegen gehalten und bin vor ihr rein», erläutert Neff.
Während Neff ihren Sieg sicher nach Hause bringt, entwickelt sich das Rennen für Annie Last zum Drama. Die Olympia-Achte wird von Yana Belomoyna und Paula Gorycka eingeholt und kann nicht mehr dagegen halten. Gorycka setzte sich an die zweite Position, wird dann aber noch einmal von Belomoyna, vor zwei Jahren WM-Zweite bei den Juniorinnen, überholt.
Michelle Hediger zeigt ihre beste Saisonleistung und wird Zehnte. Nach einer schwierigen Startphase, in der sie mehrfach eingeklemmt wird, kann sie sich noch von Rang 16 nach vorne arbeiten. «Ich wusste, dass Top-10 drin ist, wenn alles zusammen passt. Ich bin froh, dass ich meine beste Saisonleistung bei der WM abrufen konnte», sagt Hediger zu ihrem Rennen. Hinter ihr wird Linda Indergand Elfte. Vivienne Meyer erreicht Position 15.
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