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2005 war das Wachstum im ERP-Markt gemäss IDC für ganz Westeuropa gesehen für die Anbieter trotz guter Allgemeinkonjunktur mit lediglich 2,5 Prozent noch relativ enttäuschend. Letztes Jahr aber, so berichtet der Marktforscher heute, habe der Markt mit einem Wachstum von 6,8 Prozent gegenüber 2005 deutlich an Dynamik gewonnen. IDC hat darum seine Prognose für das Wachstum bis 2011 auf ein jährliches Durchschnittswachstum von 5,5 Prozent erhöht.
"2006 scheint ein Jahr des Aufbruchs im Markt für ERP-Applikationen in Westeuropa gewesen zu sein", analysiert Bo Lykkegaard, der für den ERP-Bereich zuständige Forschungschef bei IDC. "Der Markt profitierte einerseits davon, dass vermehrt ERP-Systeme aus den späten 90ern ersetzt wurden, und andererseits von der generell guten Wirtschaftslage in der Region. Ebenfalls ein Faktor war es, dass durch Übernahmen und Merger eine Reihe von Anbietern mit zweifelhaftem finanziellem Status in grössere, finanziell stabile Unternehmen integriert wurden."
Gemäss IDC werden vor allem Unternehmen in der Grössenordnung von 100 bis 1000 Angestellten in den nächsten Jahren noch mehr in ihre ERP-Systeme investieren.
Anmerkung: Während die Zahlen von IDC für grössere Anbieter und ihre Kunden sicher zutreffen, muss man bei ihrer Übertragung auf den Gesamtmarkt vorsichtig sein. Der Markt bleibt trotz einiger Überflieger und Konsolidierer wie SAP, Oracle, Infor, Lawson oder Sage stark zersplittert, und viele lokale Anbieter dürften dabei unter dem Radar von IDC bleiben. (Hans Jörg Maron)