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Da ein aufziehender Sturm die Streichung ihres Fluges nach New York zur Folge hat, sieht sich die erfolgreiche Fotoreporterin Alex Martin (Kate Winslet) gezwungen, die Nacht vor ihrer Hochzeit in Idaho zu verbringen. Doch sie will sich nicht mit ihrem Schicksal abfinden. Um vielleicht doch noch rechtzeitig nach Hause zu kommen, beschliesst sie, ein Privatflugzeug nach Denver zu chartern, um von dort den frühstmöglichen Flug nach Hause zu nehmen.
Zufällig trifft sie auf einen ebenfalls gestrandeten Passagier, den britischen Neurochirurgen Ben Bass (Idris Elba), der dringend an die Ostküste muss, um dort eine lebensrettende Operation durchzuführen. Kurzentschlossen tun sich die beiden zusammen.
Bald darauf nehmen Alex und Ben in einer viersitzigen Piper Platz. Während des Fluges erleidet ihr Pilot einen Herzinfarkt und die kleine Maschine stürzt in den verschneiten Uinta Bergen im Nordosten von Utah ab. Weitab von jeglicher Zivilisation gehen die Chancen, in dieser Einöde gefunden zu werden, gegen Null. Also machen sie sich zu Fuss auf den Weg – ein erschöpftes Paar, das fortan mit den Elementen, wilden Tieren und dem Hunger zu kämpfen hat. Unter extremsten Umständen lernen Alex und Ben sich zu vertrauen, langsam nähern sie sich einander an. Dieser schreckliche Unfall wird ihr Leben von Grund auf verändern.
Dieser Film beruht auf dem gleichnamigen Roman des US-Autors Charles Martin. Der Trailer weist auf einen nervenzerfetzenden Überlebensthriller hin, der Filmtitel hingegen deutet eher auf eine Schmonzette à la Nicholas Sparks hin. Tatsächlich ist «Zwischen zwei Leben» zu Beginn recht spannend und erinnert an «Alive» aus dem Jahr 1993, in dem ein Rugby-Team mit dem Flugzeug in den Anden abstürzt und gezwungen ist, die Leichen ihrer Teamkollegen zu essen.
Doch nachdem sich die Beiden mal auf den Weg gemacht haben und von einer ausweglosen Situation in die nächste stolpern, beginnt sich unweigerlich eine Romanze zwischen den beiden zu entwickeln, womit wir schon bei der Schmonzette angelangt wären.
Auch nach dem vermeintlichen Ende nimmt der Film kein solches, sondern plätschert munter (und kitschig) weiter. Eine schlechte Schauspielführung und fragwürdige Entscheidungen beim Schnitt tragen das ihrige dazu bei, dass dieser Film zu einer ziemlich halbgaren Sache geworden ist. Während Idris Elba einen Briten spielen darf, «überzeugt» Kate Winslet mit einem absolut erbärmlichen amerikanischen Akzent.
Fazit: Nö. Diesen Film braucht man wirklich nicht gesehen zu haben. Zwar gibt es einige schöne Landschaftsaufnahmen und anfangs gar ein paar spannende Momente, doch spätestens in der zweiten Filmhälfte wird das Ganze immer lächerlicher und verkommt zu einem sülzigen Melodram. Zudem enttäuschen sowohl die Regie als auch die beiden Hauptdarsteller. Da hilft es auch nichts, dass die arme Kate Winslet wieder einmal in eiskaltem Wasser baden gehen musste. Ihrem Film ergeht es nämlich genau gleich.
Writers:
J. Mills Goodloe, Charles Martin
Cast:
Idris Elba, Kate Winslet, Marci T. House, Tintswalo Khumbuza, Adam Lolacher