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Das Friedensabkommen mit der FARC sollte dem über 50 Jahre währenden Konflikt in Kolumbien ein Ende setzen. Doch eine knappe Mehrheit von 50,2 Prozent der Stimmbevölkerung lehnte das Abkommen im Plebiszit vom 2. Oktober 2016 ab.
Trotz dem Misserfolg an der Urne darf nicht vergessen gehen, dass über sechs Millionen Kolumbianerinnen und Kolumbianer das Abkommen befürworten. «Obwohl das Abkommen nicht perfekt war, bedeutete es einen konkreten Schritt Richtung Frieden und Gerechtigkeit. Die Unsicherheit, welche der Volksentscheid nun mit sich bringt, setzt Millionen von Kolumbianerinnen und Kolumbianern einem erhöhten Risiko für Menschenrechtsverletzungen aus. Besonders gefährdet sind verletzliche Personengruppen wie indigene, afrokolumbianische und kleinbäuerliche Gemeinschaften», sagt Erika Guevara-Rosas, Amerika-Verantwortliche von Amnesty International.
In diesem Kontext ist die Verleihung des Friedensnobelpreises an Santos ein wichtiger Impuls, um die Konfliktparteien darin zu bestärken, an einer definitiven Konfliktlösung weiterzuarbeiten. Der Entscheid des Nobelpreiskomitees «würdigt nicht nur die Initiative von Präsident Santos und seiner Regierung, sondern auch die Arbeit von vielen Menschen in- und ausserhalb Kolumbiens, die sich für einen Frieden mit Gerechtigkeit einsetzen», sagt Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International.