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Bei dem OPU-Verfahren werden die Eizellen durch das Absaugen der Eiblasen direkt vom Eierstock gewonnen. Mittels einer langen Nadel, die in die Scheide des Rindes eingeführt wird und mit einer Aspirationspumpe verbunden ist, werden die Eiblasen ab einem Durchmesser von 2 mm punktiert und die darin enthaltene Flüssigkeit zusammen mit den Eizellen abgesaugt. Das Prozedere läuft unter Lokalanästhesie und Ultraschallkontrolle ab.
Ultraschallgeleitete Follikelpunktion
Die Eiblasenflüssigkeit wird nach deren Gewinnung filtriert und die Eizellen werden aus der restlichen Flüssigkeit unter einem Mikroskop gesucht. Im Labor reifen die Eizellen über 20 Stunden um anschliessend mit tiefgefrorenen Spermien eines ausgewählten Stieres befruchtet zu werden. Nach der in vitro Befruchtung werden die sich daraus entwickelnden Embryonen in einem Brutschrank bei 37 °C über 6-8 Tage inkubiert. Die Embryonen können dann entweder direkt in Spendertiere transferiert oder in flüssigem Stickstoff bis zum Transfer eingefroren werden.
Eine hormonelle Stimulationsbehandlung der Tiere ist nicht notwendig, und die Punktion kann bis zu zwei Mal pro Woche durchgeführt werden.