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Spirulina
Spirulina (wegen ihrer Spiralenform so genannt) ist die bekannteste Süßwasser-Alge.
Die beste Qualität gedeiht in sauberen, warmen Vulkanseen auf Hawaii. Die Alge liefert eine stark basische Nahrung, was bei der Übersäuerung unserer Körper durch die heutige Nahrung nur gesundheitsfördernd sein kann. Sie enthält alle essentiellen Fettsäuren einschließlich Gammalinolensäure, alle essentiellen Aminosäuren, Enzyme, Chlorophyll, 12 verschiedene Carotinoide, Eisen und Magnesium.
Die Ergebnisse langjähriger Forschungen berechtigen zu der Hoffnung darauf, daß Spirulina vor Krebs schützen und Viruserkrankungen verhindern oder eindämmen kann. Manche Krebsformen werden durch das Amoklaufen beschädigter DNA (die Erbinformationen tragende -Nukleinsäure) verursacht, das zu unkontrolliertem Zellwachstum führt. Zellbiologen haben ein System von speziellen Enzymen, genannt Endonuclease, definiert, welche die beschädigte DNA repariert, um die Zellen intakt zu halten. Wird die Tätigkeit dieser Enzyme blockiert, beispielsweise durch Strahlung oder Gifte, so kann das dazu führen, daß Fehler in der DNA nicht mehr repariert werden und sich Krebs entwickelt.
Spirulina kann dagegen die Enzymaktivität der Endonuclease ankurbeln und damit eine DNA-Ausbesserung anregen.
Spirulina erhöht auch die Fähigkeit des Körpers, neue Blutzellen herzustellen.
Ihre blaugrüne Färbung verdankt sie neben dem Chlorophyll vor allem einem bestimmten blauen Polypeptid, dem Phycocyanin. Von diesem Stoff weiß man, daß er auf die Stammzellen des Rückenmarks Einfluß nehmen kann. Aus den Stammzellen entwickeln sich u.a. die weißen und roten Blutkörperchen.
Chinesische Forschungsarbeiten dokumentieren, daß Phycocyanin die Erzeugung von Blut stimuliert, indem es das Hormon Erythropoetin (EPO) nachahmt. EPO wird von gesunden Nieren produziert und reguliert die Produktion der roten Blutkörperchen in den Stammzellen. Die chinesischen Wissenschaftler behaupten weiter, daß das Phycocyanin außerdem die Produktion der weißen Blutzellen reguliert, auch wenn Stammzellen durch chemische Gifte oder Radioaktivität beschädigt sind.
Aufgrund dieser Wirkung wird Spirulina in Rußland zur Behandlung von Erkrankungen durch radioaktive Strahlung eingesetzt. Die Kinder von Tschernobyl erlitten radioaktive Vergiftungen durch das Essen von verseuchter Nahrung. Ihre Stammzellen sind so beschädigt, daß ihr Immunsystem nicht mehr gut funktioniert und sie unfähig sind, normale rote und weiße Blutkörperchen zu bilden. Sie sind anämisch und leiden unter furchtbaren allergischen Reaktionen. Gab man diesen Kindern jeden Tag 5 g Spirulina-Tabletten ein, zeigten sie schon nach 6 Wochen ein erstaunlich verbessertes Allgemeinbefinden.
Die Wirkung von Spirulina in Zusammenhang mit Krebs und Virusinfektionen (einschl. HIV) bedarf noch genauerer Untersuchungen. Festzuhalten bleibt, daß Spirulina hauptsächlich zur Gesunderhaltung des Gesamtorganismus beiträgt, während AFA vor allem auf Gehirn und Nervensystem günstig wirkt.
Spirulina ist eine Mikroalge. Sie enthält 60 - 70% Eiweiß, essentielle Aminosäuren, die Nukleinsäuren DNA u. RNA, Mineralstoffe, Vitamine, Chlorophyll, GLA, Linolensäure u. Arachidonsäure.
Anwendungsgebiete:
-Nährstoffsubstitution (rein pflanzlich)
-Diät-Ergänzung
-Immmunstimulantion