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Vollständiger Name des Indikators: Übereinstimmung zwischen dem Bildungsniveau und der ausgeübten Tätigkeit
Dieser von der EU empfohlene Indikator gibt Aufschluss über die Divergenzen zwischen dem Bildungsniveau und dem für die Arbeitsstelle verlangten Anforderungsniveau. Er zeigt, wie eine im Herkunfts- oder Aufnahmeland abgeschlossene Ausbildung auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt anerkannt und verwertet wird.
In der Schweiz übten 2017 14,3% der Arbeitnehmenden mit einem Tertiärabschluss einen Beruf aus, für den sie überqualifiziert sind. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund betrug dieser Anteil 9,7%, bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation lag er bei 19,9% und bei der zweiten oder höheren Generation belief er sich auf 16,2%. Somit ist in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund die erste Generation signifikant häufiger von einer beruflichen Überqualifikation betroffen als die zweite oder höhere Generation.
Im Jahr 2017 war der Anteil der Arbeitnehmende mit einem Tertiärabschluss, die einen Beruf ausüben, für den sie überqualifiziert sind, nicht signifikant höher als 2012 (14,3% gegenüber 13,5%). In der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der zweiten oder höheren Generation ist dieser Anteil von 11,0% im Jahr 2012 auf 16,8% im Jahr 2014 gestiegen. Er ging bis 2015 auf 12,2% zurück und verzeichnete 2017 einen erneuten Anstieg auf 16,2%. In der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation und in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund haben sich die Anteile zwischen 2012 und 2017 nicht signifikant verändert.
In jeder Grossregion verzeichnet die Bevölkerung mit Migrationshintergrund signifikant höhere Überqualifizierungsquoten als diejenige ohne Migrationshintergrund. Im Espace Mittelland ist der relative Unterschied nach Migrationsstatus am grössten (Verhältnis von 1:3,2). In der Zentralschweiz ist der Unterschied am kleinsten (nahezu 1:1,3), gefolgt von der Nordwestschweiz (1:1,5).
Tabellen
Definitionen
Die Überqualifikation wird auf der Grundlage der beruflichen Stellung, der Anzahl unterstellter Mitarbeitenden, der Ausbildung und der sozioprofessionellen Kategorie geschätzt. Daraus ergeben sich zwei Gruppen von überqualifizierten Personen, die folgendermassen definiert werden:
1. Arbeitnehmende ohne Führungsfunktion mit abgeschlossener Hochschulausbildung, die einen Beruf ausüben, für den keine solche Ausbildung vorausgesetzt wird
2. Arbeitnehmende mit Führungsfunktion und abgeschlossener Hochschulausbildung, denen eine Person unterstellt ist a) und die einen Beruf ausüben, für den keine solche Ausbildung vorausgesetzt wird
a) Man geht davon aus, dass Arbeitnehmende mit Kaderfunktion, denen mehr als eine Person unterstellt ist, nicht überqualifiziert sein können.