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Unwetter im Rückblick
Über ein Dutzend Tornados
Ausgeprägte Gewitterfront
Am 20. Mai 2006 bildete sich im Bereich der Kaltfront eines von Irland nach Dänemark ziehenden Sturmtiefs eine stark ausgeprägte Gewitterlinie, die von West nach Ost rasch über die Mitte Deutschlands zog. Neben heftigen Gewitterböen bildeten sich über ein Dutzend Tornados. Teils gibt es Augenzeugen, teils konnte man aufgrund umfangreicher Wald- und Gebäudeschäden auf einen Tornado rückschließen. Außerdem gab es zahlreiche Verdachtsfälle.
Im Radarbild von 18:00 Uhr ist die Gewitterlinie anhand der starken, violetten Radarechos gut zu erkennen. Sie erstreckte sich zu diesem Zeitpunkt vom südlichen Niedersachsen über das westliche Thüringen, den Nordosten Bayerns und Südhessen bis nach Nordbaden und in die Pfalz. Die Tornadosymbole zeigen die u.g. Tornados.
Zwischen etwa 13:30 Uhr und 20 Uhr waren von West nach Ost folgende Gebiete betroffen: Sonsbeck im Kreis Wesel, Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck, Augustdorf im Kreis Lippe, Rietberg im Kreis Gütersloh (alle NRW); Zorge im Landkreis Osterode am Harz (Niedersachsen); Zierenberg im Landkreis Kassel (Hessen); Reckahn im Kreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg); Ebern und Kaltenbrunn in den Landkreisen Haßberge und Coburg, Königsberg im Landkreis Haßberge (alle Bayern); Spickendorf im Saalkreis, Hohenblast im Landkreis Wittenberg (beide Sachsen-Anhalt) und Diehsa im Oberlausitzkreis (Sachsen).