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- Die umstrittene Ausstellung «Real Human Bodies» darf in Lausanne nicht gezeigt werden. Dies bestätigt nun das Waadtländer Kantonsgericht.
- Die Organisatoren der Ausstellung konnten die Herkunft der präsentierten Leichen nicht nennen.
- Gegen die Ausstellung hatte eine christliche Vereinigung Beschwerde eingereicht.
Gemäss der christlichen Vereinigung «Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter» (ACAT) dürfte es sich bei den gezeigten Leichen mit grosser Wahrscheinlichkeit um verstorbene oder hingerichtete chinesische Gefangene handeln.
Hinter der Ausstellung «Real Human Bodies» steht der Niederländer Jan van Bergen. Nach seinen Angaben stammen die Leichenteile von freiwilligen Spendern aus den USA. Entsprechende Dokumente legte er in der Schweiz jedoch nicht vor.
Anatomie-Ausstellungen polarisieren
Als umstrittener Pionier derartiger Ausstellungen gilt der Deutsche Gunther von Hagens. Seine durch ihn realisierte Schau «Body Worlds» vor einem Jahr in Genf polarisierte ebenfalls stark. 1998 war von Hagens Ausstellung «Körperwelten» in Basel zu sehen, und erreichte über 600'000 Besucher.