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Man schätzt, dass weltweit 60 Mio. Minen vergraben und sich selbst überlassen wurden. Jährlich sind 26'000 Todesopfer zu beklagen - vorwiegend Frauen, Kinder und Bauern in Entwicklungsländern - und viele mehr werden verstümmelt.
Entminungsaktionen sind aufwändig und gefährlich. Sie werden zumeist mit Hilfe portabler Metalldetektoren und speziell trainierter Hunde durchgeführt. Ein wesentliches Problem dabei ist, zwischen echten Minen und Attrappen zu unterscheiden. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) unterstützt ein Projekt von weltweit zwölf Forschungsgruppen, die den Einsatz kerntechnischer Methoden zur Identifizierung von Landminen prüfen. Dazu gehört die Neutronenaktivierungsanalyse, mit deren Hilfe Elemente in verborgenen Objekten charakterisiert werden können.
Die bisherigen Arbeiten deuten darauf hin, dass Entminungsaktionen mit neutronenbasierten Methoden deutlich schneller und effizienter durchgeführt werden können. In Europa wird im Rahmen von zwei Projekten ein ausgewähltes System unter Feldbedingungen getestet. Ein Projekt fokussiert auf bestimmte Regionen, das andere ausschliesslich auf Kroatien, wo ein Labor zum Studium kerntechnischer Entminungsverfahren aufgebaut wird. Man vermutet, dass in Kroatien nahezu 7000 km2 mit Landminen und Blindgängern verseucht sind.
Quelle
M.S. nach IAEA Bulletin 4/2001