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Der Shinkansen ist eine Erfolgsgeschichte. 1964 feierte der erste Hochgeschwindigkeitszug der Welt auf der Strecke zwischen Tokio und Osaka seine Premiere (Asienspiegel berichtete). Heute umfasst das Netz über 2400 Kilometer Länge. Und noch immer wird erweitert (Asienspiegel berichtete). Zur Popularität beigetragen hat unter anderem die Tatsache, dass der Shinkansen eines der sichersten Verkehrsmittel überhaupt ist. Seit 1964 hat es keinen Unfall mit Todesfolgen gegeben.
Ein einziges Mal entgleiste ein Shinkansen bei einem Erdbeben. Das war 2004 in der Präfektur Niigata. Verletzt wurde keiner der 155 Passagiere. Selbst in diesem Fall verhinderte die automatische Notbremsung eine grössere Katastrophe. Diese wird bei jedem Anzeichen einer grösseren Erschütterung augenblicklich ausgelöst, so dass der Shinkansen rechtzeitig zum Halten kommt. Hierzu werden laut Nikkei Shimbun 135 eigene Seismometer an Land sowie das Frühwarnsystem der japanischen Wetterbehörde verwendet, die jede kleine Bewegung der Erde registrieren, analysieren und sofort übermitteln.
Seismometer auf dem Meeresgrund
Nun erfährt dieses System ein markante Aufrüstung. Die drei Bahnbetreiber JR East, JR Central und JR West haben neu Zugriff auf über 200 Seismometer, die bei den Verwerfungen auf dem Meeresgrund zwischen Hokkaido und Shikoku platziert sind, wie die Asahi Shimbun berichtet. Ein mögliches Megabeben, wie beispielsweise das Nankai-Erdbeben (Asienspiegel berichtete) könnte so früh genug erkannt und per Glasfaserkabel an einen Seismometer an Land weitergeleitet werden. Dieser löst schliesslich die automatische Notbremsung für den Shinkansen aus. Somit kann ein Hochgeschwindigkeitszug neu bis zu 30 Sekunden schneller gestoppt werden. Das neue System wird ab sofort auf gewissen Abschnitten des Tohoku- und Joetsu-Shinkansen eingesetzt. JR Central und JR West beginnen 2019 mir der Einführung.