Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03592.jsonl.gz/959

Schlafraum
Die Schlafräume waren unterteilt in zwei Mannschaftsunterkünfte für Soldaten und Unteroffiziere mit 24 bzw. 28 Liegeplätzen und 5 Offizierszimmer. Die Anzahl der Soldaten-/Unteroffizierbetten (die Unteroffiziere schliefen während des Aktivdienstes bei den Soldaten) war so berechnet, dass sie von mehr als einer Person belegt werden mussten. Da die Mannschaft im Rotationsprinzip arbeitete ( je 1/3 Arbeit, 1/3 Ruhen, 1/3 Schlafen, bei erhöhter Alarmbereitschaft 1/2 Arbeit, 1/2 Ruhen) reichte es, wenn die Mannschaftsunterkunft die Hälfte der eingesetzten Truppe aufnehmen konnte.
Während der Aktivdienstzeit wurde in den Kleidern geschlafen. Pro Schlafplatz standen 2 Decken zur Verfügung. Trainer und Schlafsäcke kannte man damals noch nicht. Geschlafen wurde bis nach Kriegsende im Artilleriewerk auf Seegrasmatratzen. Diese waren immer leicht feucht. In den Infanteriewerken Schwarzwald und Geissrücken Ost stand sogar nur Stroh zur Verfügung. Dieses war gemäss Aussagen von Direktbetroffenen „verdammt“ feucht.
Nach Kriegsende kamen Luftmatratzen und später Schaumstoffmatratzen zum Einsatz. Dies führte zu einer spürbaren „Komfortsteigerung“.
Heute ist der grössere Schlafraum in einen Theoriesaal umgenutzt worden und steht mit seiner modernen technischen Ausrüstung für verschiedene Anlässe zur Verfügung. Mit wenig Aufwand kann er aber kurzfristig wieder in einen Schlafraum umgewandelt werden, wenn Bedarf nach zusätzlichen Schlafplätzen, z.B. für Schulen entsteht.