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"Wenn man bis Lalibela in der Region Amhara in Äthiopien reist, ist das Land knochentrocken. Die Region befindet sich inmitten der Dürrezeit, die durch das Wetterphänomen El Nino verursacht wurde. Ich war schon öfter in Äthiopien und wurde Zeuge von vorherigen Dürren. Doch dieses Mal ist es anders. Das Land um Lalibela, gelegen im Lasta Gebiet, gleicht einer Wüste. Es gibt kein Anzeichen von Pflanzen oder Leben, abgesehen von ein paar Bäumen, die auf dem trockenen Land zerstreut sind.
Die Gemeinden und Kinder im Gebiet Lasta haben schon immer mit Wasserknappheit zu kämpfen gehabt. Durch die langanhaltende Dürre wurde dieses Problem noch verschärft. Plan International hat in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Rescue Committee (IRC) ein Wasser-LKW-System eingeführt. Dieses System liefert täglich lebensrettendes Wasser über LKWs von Lalibela zu sechs verschiedenen Verteilungspunkten in den Gebieten Lasta und Bugna, was mehr als 7'000 Menschen zugutekommt.
Die Widerstandsfähigkeit dieser Menschen ist bemerkenswert. Sie kämpfen jeden Tag ums Überleben! Es ist so trocken, dass alle Flüsse ausgetrocknet sind. Während meiner Reise treffe ich die 29-jährige Melese Asefa, Mutter von zwei Kindern. Sie ist körperlich beeinträchtigt, kann nicht richtig gehen. Ihr drei Jahre altes Baby, Birtukan, leidet an Unterernährung. Ich kann den Schmerz in ihrem Gesicht sehen, aber Melese ist hoffnungsvoll, da sie Unterstützung in Ernährung und Gesundheit von Plan International erhält. „Meine Familie und ich litten sehr an Nahrungs- und Wassermangel im vergangenen Jahr. Dank der äthiopischen Regierung und Plan International hat sich die Gesundheit meines Kindes endlich verbessert“, sagt Melese. „Sie ist dem Tod entkommen.“
In den letzten 10 bis 15 Jahren hat die äthiopische Regierung viel getan, um die Sicherheit für die von der Dürre betroffenen Menschen und den Gebieten zu verbessern. Die Regierung verteilt Nahrung und wir von Plan International besorgen Wasser und bringen es in die Gemeinden. Doch die Sorgen bleiben. Die Bewohner erzählten mir, wie zwei aufeinanderfolgende Ernten ausgeblieben sind. Der Regen wird irgendwann kommen, aber die Finanzierung ist dennoch knapp. Selbst wenn der Regen jetzt beginnen würde und die Bewohner ihr Saatgut im nächsten Monat pflanzen könnten, wird es noch weitere sechs Monate dauern, bis sie ihr Getreide ernten können."
Unterstützen Sie unsere Massnahmen gegen die Dürre in Äthiopien. Bitte helfen Sie noch heute mit Ihrer Spende. Herzlichen Dank!