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Pferd als Persönlichkeit
Pferde sind Fluchttiere. Sie leben in Freiheit im Herdenverband, der ihnen Sicherheit gibt und sie vor Feinden schützt. Auch wenn wir seit Jahrhunderten Pferde halten, als Arbeitstiere, für den Sport oder als Partner für die Freizeit, bleibt im Innersten jedes Pferdes die Angst vor natürlichen Feinden bestehen. Dies zu wissen ist wichtig, wenn man sich zum Bsp. wundert, warum ein Pferd, das auf dem Hinweg an einem Hindernis vorbeigegangen ist, auf dem Rückweg vor dem gleichen Hindernis plötzlich scheut. Pferde sehen mit einem Auge das Hindernis, mit dem anderen Auge versuchen sie immer, einen Fluchtweg zu finden. Pferde können ihre beiden Hirnhälften nicht miteinander verknüpfen, daher fällt es ihnen auch schwer, schlechte Erlebnisse zu verarbeiten.
Pferde wissen sehr genau, was gut für sie ist. Sie brauchen ausreichend Bewegung, Futter, welches der Nahrung, die sie in Freiheit aufnehmen würden, wenigstens ähnlich ist und, wenn sie denn nicht in der Herde im Offenstall gehalten werden können, einen Partner, mit dem sie ihre sozialen Bedürfnisse ausleben können.
Jedes Pferd hat seine eigene Persönlichkeit. Sie zu erfassen, ist unsere erste Aufgabe, wenn wir unser Pferd als Partner sehen wollen.