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Eine bekannte wissenschaftliche Studie zum Thema Entscheidungsfindung stellt folgende Frage: „Sie bekommen 1 Euro von mir. Aber nur unter folgender Bedingung: Damit der Deal wirksam wird, müssen Sie einem weiteren Kandidaten einen Teil davon abgeben und dieser muss Ihr Angebot annehmen. Lehnt er es ab, bekommen Sie beide nichts. Sie haben nur eine Chance. Wie hoch wird Ihr Angebot ausfallen?“ Die eigentliche Frage hinter der Frage lautet: Wie treffen Sie Entscheidungen? Gerade Manager machen sich oft nicht bewusst, wie sie Entscheidungen treffen. Dabei tragen sie eine hohe Verantwortung, denn ihre Entscheidungen haben immer direkte oder indirekte Auswirkungen auf andere Menschen. Reflektieren Sie ihre Entscheidungen ausreichend?
Fast alle Antworten auf die eingangs gestellte Frage lagen zwischen 40 und 60 Cent, bewegten sich also in einem Rahmen um die Mitte. Kennt man die zweite Person, der man das Angebot macht, fällt die Streuung sogar noch geringer um den mittleren Wert „50 Cent“ aus. Obwohl es als Manager in der Regel darum geht Gewinn, Ressourcen und Erfolg zu maximieren, zeigt die Studie, dass Menschen eindeutig emotional und nicht rational entscheiden, selbst wenn es um so etwas Klares wie Finanzen geht. Die rationale Entscheidung des homo oeconomicus zu der Studie wäre „1 Cent“ gewesen. Schließlich wollen Sie Ihren Gewinn maximieren. Daher geben Sie den kleinstmöglichen Wert als Angebot weiter. Ihr Kollege hat kein Angebot erhalten, also muss er den einen Cent annehmen, um seinen Gewinn zu maximieren. Offensichtlich geht die Mehrheit davon aus, dass auch sein Nebenmann nicht rational entscheidet.
Natürlich stehen Manager vor komplexeren Entscheidungen, auf die sie sich aber vorbereiten und Unsicherheiten durch Fakten oder Best Practices minimieren können. Top-Manager generieren ihr Wissen für zukünftige Entscheidungen aus ihren Erfahrungen und dem sogenannten Bauchgefühl. Wie schaffen sie das? Laut aktuellen Hirnforschungen entsteht der erste Impuls für Entscheidungen im limbischen System, also dort, wo Menschen Gefühle verarbeiten. Es gibt Wissenschaftler, die vermuten, dass dieser Impuls aus Informationen entsteht, die das Gehirn unbewusst aufgenommen und nicht aktiv verarbeitet hat. Das bedeutet, um die Ressource Erfahrung und Bauchgefühl aktiv nutzen zu lernen, müsste die Wahrnehmung geschult werden, um so das Verhalten den Entscheidungssituationen anzupassen.
Eine der Kernkompetenzen bei Mercuri Urval ist es, genau das zu evaluieren: Wie trifft eine zukünftige Führungskraft ihre Entscheidungen? Mit Hilfe unserer Potentialanalyse gehen wir mit Kandidaten auf die Verhaltensebene und reflektieren gemeinsam vergangenes Verhalten, um mit sehr großer Sicherheit validieren zu können, wie erfolgreich derjenige oder diejenige in seiner bzw. ihrer nächsten Herausforderung sein wird. Unsere Erfolgsquote liegt hier bei 94 Prozent!
Unser Rat: Um langfristig als Manager erfolgsversprechende Entscheidungen zu treffen, schulen Sie die Objektivität in Ihrer Wahrnehmung: Gewöhnen Sie sich an, auch gegenteilige Meinungen verstehen zu lernen. Probieren Sie zudem Themen aus, mit denen Sie normalerweise nicht in Berührung kommen würden. Identifizieren Sie Ihre am meisten verhärteten Ansichten und finden Sie heraus, welche Überzeugung dahintersteckt. Seien Sie ruhig auch misstrauisch gegenüber sich selbst. Minimieren Sie Ihre persönliche Blackbox, indem Sie durch kontinuierliches Feedback von anderen Ihr Fremd- und Selbstbild miteinander abgleichen. Sie werden den Mehrwert erfahren!