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«Wir trauern mit dem kuwaitischen Volk, den arabischen und islamischen Nationen und den befreundeten Völkern der Welt um den Emir des Landes», hiess es in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung. Seit Ende November war der geschiedene Emir wegen Gesundheitsbeschwerden in medizinischer Behandlung. Erst im Herbst 2020 hatte er sein Staatsamt als Nachfolger seines Halbbruders angetreten, der im Alter von 91 Jahren verstorben war. Bereits seit 2021 hatte Scheich Nawaf einen Teil seiner Befugnisse an den Kronprinzen übergeben.
Unter Scheich Nawaf war die Politik des kleinen Golfstaats zuletzt auch von Krisen geprägt. Mehrfach trat die Regierung in den vergangenen Jahren zurück. Kuwait hat das aktivste Parlament in der Region, dem etwas mehr Einfluss auf die Gesetzgebung gewährt wird als in den Nachbarländern. Die faktische Macht liegt jedoch in den Händen der Herrscherfamilie.
Das Golfemirat rief nach dem Tod von Scheich Nawaf eine 40-tägige Trauerphase aus. In den drei Tagen nach dem Tod von Scheich Nawaf werden alle staatlichen Institutionen geschlossen bleiben. Verschiedene Länder bekundeten ihr Beileid. Darunter waren unter anderen auch Saudi-Arabien und Grossbritannien. Die Vereinigten Arabischen Emiraten riefen als Reaktion auf den Tod des Emirs eine dreitägige Staatstrauer im eigenen Land aus.
Kuwait hat etwa 4,2 Millionen Einwohnern. Der Emir des Landes ist sowohl weltliches als auch geistliches Staatsoberhaupt. Er ernennt die Regierung. Kuwait war 1963 das erste Land in der Golfregion, das ein Parlament einführte.