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Der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat seinen Reisepass zurückerhalten. Das teilte ein Mitglied seines Verteidigungsteams nach dem Besuch des Franzosen in dessen Haus in New York mit.
Damit steht dem früheren Chef des Internationalen Währungsfonds gut drei Monate nach seiner Festnahme die Heimreise nach Frankreich offen. Der 69-Jährige war Mitte Mai kurz vor seinem Abflug nach Frankreich im Flugzeug festgenommen worden.
Das Verfahren gegen Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung war am Dienstag eingestellt worden. Zur Begründung hiess es, das Zimmermädchen, das Strauss-Kahn Vergewaltigung vorwirft, habe gelogen und sich in Widersprüche verstrickt.
Zwar habe es zwischen beiden einen "kurzen sexuellen Kontakt" gegeben. Einige Indizien sprächen auch dafür, dass dieser Kontakt "nicht einvernehmlich" gewesen sein könnte. Doch gebe es dafür keine eindeutigen Beweise.
Das 32-jährige Zimmermädchen beschuldigte ihn, sie zuvor in seiner Suite in einem New Yorker Hotel unter anderem zum Oralsex gezwungen zu haben. In Frankreich muss Strauss-Kahn mit einer weiteren Anklage wegen sexueller Übergriffe rechnen.