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Als Ursachen solcher Prämienschübe identifiziert er im Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps" vom Montag unter anderem die neue Spitalfinanzierung von 2012 sowie die vielen neu zugelassenen Ärzte nach der Aufhebung des Ärztestopps Ende 2011.
Obwohl ihm nach eigenen Angaben keine offiziellen Zahlen vorliegen, zeigt er sich überzeugt, dass der Prämienanstieg für das kommende Jahr jenen für 2016 (4,2% im Schnitt) übersteigen wird. Dies ergibt sich laut ihm aus den gestiegenen Gesundheitskosten und der "nicht guten" finanziellen Lage der Versicherer. "Der Anstieg der Kosten und die Defizite der Vergangenheit müssen gedeckt werden."
Im Interview spricht sich Maillard dagegen aus, das Gesundheitswesen in der Schweiz national zu organisieren. Deshalb befürwortet er auch die Bestrebungen der Westschweizer Konsumentenorganisation FRC, die mit einer Initiative liebäugelt, welche kantonale Krankenkassen ermöglichen würde. Die Idee würde den Kantonen neue Freiheiten geben, sagte Maillard.
Maillard gehörte im Abstimmungskampf 2014 zu den Vorkämpfern für eine nationale Einheitskasse, die das Volk damals zum wiederholten Male ablehnte. In vier Westschweizer Kantonen sagte die Bevölkerung indes Ja zur Volksinitiative. Das FRC-Projekt gilt als Nachfolgeprojekt für eine Reform der Krankenversicherung.
(AWP)