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Bei den hochwachsenden Gewächshauskulturen Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika ist zur Zeit für die Praktiker unklar, wie sie die Dosierung der Fungizide, Insektizide und Akarizide an die wachsenden Kulturen anpassen sollen. In den meisten Fällen stellt die Blattfläche der Kultur die Zielfläche für den Einsatz von Produkten gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten dar. Erste Messungen zeigen, dass die Blattfläche bei Auberginen, Gurken und Paprika indirekt durch die einfach zu bestimmende Laubwandfläche mit ausreichender Genauigkeit geschätzt werden kann. Bei Tomaten sind wegen der Vielzahl von Anbauformen und Sorten weitere Messungen nötig. Als provisorisches Arbeitsmodell wird vorgeschlagen, dass eine Laubwandfläche von 20 000 m² pro Hektare der Basisproduktmenge entspricht, welche sich aus dem Basiswasservolumen von 1000 Liter pro Hektare und der bewilligten Anwendungskonzentration errechnet. Ähnlich wie im Obst-, Wein- und Beerenbau könnte dann das einfach konzentrierte Brühevolumen linear der Laubwandfläche nach oben und unten angepasst werden. Das provisorische Dosiermodell muss durch weitere Messungen und Versuche validiert werden. Überdies müssen auf der Seite der Applikationsgeräte weitere Verbesserungen erzielt werden, damit das zu applizierende Brühevolumen möglichst vollständig und gut verteilt auf der jeweiligen Kultur ausgebracht wird.
Zufferey V., Delabays N., Verdenal T., Reynard J.- S., Dienes A., Belcher S., Lorenzini F., Bieri S., Blackford M., Bourdin G., Spangenberg J.-E., Carlen C., Spring J.-L.
Reynard J.- S., Spring J.-L., Verdenal T., Zufferey V., Bourdin G., Bieri S., Carlen C., Crettenand F., Favre G.