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Der bewaffnete Konflikt in der Ukraine fordert nach wie vor viele Opfer und richtet erhebliche Schäden an. Es fehlen immer mehr lebensnotwendige Güter wie etwa Wasser.
Humanitäre Konvois aus der Schweiz in der Ukraine
In der Region Donezk war die Firma «WodaDombass» nicht mehr in der Lage, Trinkwasser für die Ortschaften beidseitig der sogenannten «Kontaktlinie» zur Verfügung zu stellen. Dies weil aufgrund des Konflikts die für die Trinkwasseraufbereitung erforderlichen Chemikalien nicht mehr angeliefert werden konnten. Die schlechte Wasserqualität hatte namentlich eine deutliche Zunahme der Fälle von Hepatitis A in der Region zur Folge.
Die Schweiz wurde um Hilfe ersucht und organisierte deshalb seit Mai 2015 sieben humanitäre Konvois, die unter anderem die benötigten Chemikalien geladen hatten. Den Lastwagen und Zügen mit jeweils mehreren Tonnen dieser Produkte gelang es, ohne Zwischenfälle die Kontaktlinie zu passieren. Die Konvois brachten auch medizinisches Material und Medikamente für die Spitäler der Region mit.
Damit war die Schweiz der erste und bisher einzige Drittstaat, der in diesem Umfang Hilfsgüter für die Bevölkerung auf beiden Seiten der Kontaktlinie zur Verfügung stellte. Auch der Zugtransport vom Mai 2016 war eine Premiere. Bisher ist es noch keiner Organisation gelungen, Güter per Bahn zu liefern.
Die Schweizer Hilfe erreichte drei Millionen Menschen, und die Anzahl der durch unsauberes Wasser erkrankten Personen sank spürbar. Die Schweizer Einsätze stärkten zudem die Position von WodaDombass als öffentliche Dienstleisterin.