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Wunderwerk Haut: Mit einer Oberfläche von knapp 2m2 und einem Gewicht von 16 Prozent des gesamten Körpergewichts ist die Haut unser grösstes Organ.
Wunderwerk Haut: die Anatomie
Ein Quadratzentimeter Haut enthält etwa:
- 6 Millionen Zellen
- 5000 Sinneskörper
- 4 m Nervenfasern
- 5 Haare
- 1 m Adern
- 100 Schweissdrüsen
- bis zu 40 Talgdrüsen
- 12 Kälterezeptoren
- 2 Wärmerezeptoren
- 100 Druckpunkte
- 200 Schmerzpunkte
Oberhaut
Die Oberhaut (Epidermis) ist aus fünf Schichten aufgebaut, deren unterste, die Basalschicht, ständig neue Zellen produziert und nach oben schiebt. So entstehen aus den Basalzellen zunächst Stachelzellen, dann Körnerzellen und schliesslich Hornzellen. Letztere bilden eine feste Schicht, welche die Oberfläche nach aussen abdichtet. Die Oberhaut erneuert sich alle 28 bis 30 Tage.
Lederhaut
In die robuste Lederhaut (Dermis) sind Blutgefässe, Talg-, Schweiss- und Duftdrüsen sowie Haar- und Nagelanlagen, aber auch Hautsinnesorgane und Nerven eingebettet. Letztere sorgen für den stechenden Schmerz, wenn beispielsweise der Schnitt mit dem Brotmesser danebengeht.
Unterhaut
Die Unterhaut (Subcutis) besteht grösstenteils aus lockerem Bindegewebe, in dem kleine, kissenartige Fettpolster eingelagert sind. Das Fettgewebe dient als Druckpolster, Kälteschutz und Energiereserve.
Wunderwerk Haut: die Funktionen der Haut
Schutz
Die Haut als Grenzorgan hat eine lebenswichtige Schutzfunktion.
Eine gesunde Haut schützt den Organismus vor dem Eindringen von Krankheitserregern, wie Bakterien und Viren. Sie schützt ebenfalls vor mechanischen Verletzungen. Die Haut bietet auch einen begrenzten Schutz gegen Strahlenschäden, indem sie mehr Melanin produziert, was zu einer Hautbräune führt.
Wahrnehmung
Auf unserer Haut sitzen fast vier Millionen Rezeptoren zur Reizaufnahme.
So informieren uns Schmerzrezeptoren, Druckrezeptoren (bis zu 100/cm2), Thermorezeptoren (vor allem an Kinn, Nase, Ohren und Lippen) oder Tastrezeptoren (besonders an Fingerspitzen, Lippen, Zunge, Brustwarzen und Geschlechtsorganen) Tag und Nacht darüber, was um uns herum geschieht.
Kürzlich wurde herausgefunden, dass die menschliche Körperoberfläche sogar von speziellen Streichel-Nerven durchzogen ist.
Wärmehaushalt
Über die Haut kann der Körper seinen Wärmehaushalt regulieren. Um die Körpertemperatur konstant bei 36,5 Grad zu halten, verändert der Organismus die Hautdurchblutung. Haben wir zu warm, wird der Hautoberfläche zusätzlich durch die Verdunstungskälte beim Schwitzen, Wärme entzogen. Bei Kälte richten sich die Haare auf (Gänsehaut) und durch das Unterhautfettgewebe wird der Körper thermisch isoliert.
Speicher
Unsere Haut ist ein Speicher:
– Ein Viertel unseres gesamten Blutes befindet sich in der Haut.
– Ein Drittel des gesamten Wasservorrats des Körpers ist in der Haut gespeichert.
Gefühle
Die Haut ist auch Teil unseres Gefühlsempfindens.
Wenn wir erröten oder erblassen, oder wenn sich unsere Haare sträuben, kehrt unser Innerstes gut sichtbar nach aussen. Zudem sendet die Haut über Duftstoffe – die Pheromone – Geruchsbotschaften aus. Sie informiert unser Gegenüber über unsere Gefühlslage, ohne dass wir etwas dagegen tun können.
Aussehen
Die Haut prägt das Erscheinungsbild des Menschen sehr stark.
Und die Hautatmung?
Der oft gehörte Begriff «Hautatmung» ist eigentlich falsch: Über die menschliche Haut erfolgt keine Aufnahme von Sauerstoff und keine Abgabe von Kohlendioxid – sondern lediglich eine Wasserverdunstung. Innerhalb von 24 Stunden verdunsten über die Haut 500 bis 600 ml Wasser; beim Schwitzen kann die Wasserabgabe sogar auf bis zu zwei Liter ansteigen.
Das Wunderwerk Haut verdient eine gebührende Pflege
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