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15220.5. Lorbeerkirsche, Prunus laurocerasus Herbergii, Lieferhöhe 1.00-1.25 m bru.
- Pflanzenwuchs: winterharte Sorte, auf Wunsch gibt es auch eine Sorte mit reichhaltiger weisser Blüte
- Blattfarbe: grün
- Lieferhöhe: h 1.00-1.25 m
- Verwendbarkeit, Standort: Hecke
Die Lorbeerkirsche ist ein immergrüner Strauch oder Baum, der Wuchshöhen bis zu 7 m erreicht. In strengen Wintern mit Temperaturen im Bereich von −20 °C erfrieren alle Blätter und ein großer Teil der Äste. In den meisten Fällen treibt die Pflanze wieder neu aus. Die 8 bis 15 cm langen Laubblätter ähneln in ihrer Form dem Echten Lorbeer (Laurus nobilis), worauf die inkorrekte Bezeichnung als „Kirschlorbeer“ zurückgeht. Die angenehm duftenden Blüten erscheinen zwischen April und Juni und stehen zu vielen in endständigen, traubigen Blütenständen zusammen. Die anfangs grünen kugeligen Früchte sind in der Reife schwarz.
Am oberen Ende des Blattstiels sitzen 2(-3) rote, extraflorale Nektarien an denen Zuckersaft abgegeben wird. Wie schon seit längerem vermutet, handelt es sich dabei um „Polizistenfutter“ für Ameisen. Die Nektarproduktion in den Drüsen ist in den ersten Wochen nach dem
-Sorten werden als weitgehend frostharte Ziersträucher in Parks und Gärten verwendet. Abgesehen von kleinwüchsigen Sorten ist das Gehölz aufgrund seiner Wuchsfreudigkeit ohne regelmäßigen Schnitt ungeeignet für kleine Gärten, da es in kurzer Zeit einen großen Standraum belegen und sich zudem durch Selbstaussaat bei günstigen Standortbedingungen schnell zu einer Art „Unkraut“ entwickeln kann. Dies ist besonders problematisch, wenn sich die Pflanze im Unterholz der Wälder ausbreitet und so die einheimische natürliche Vegetation verdrängt.[1] Darum ist die Lorbeerkirsche in vielen Gegenden auf der Schwarzen Liste der Neophyten aufgeführt und sollte außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets nicht mehr angepflanzt werden. Lorbeerkirsch-Pflanzen gedeihen auch auf unwirtlichen Plätzen. Sie wird sowohl solitär oder als Heckenpflanze verwendet.
Neben der Nutzung als Zierpflanze hat die Lorbeerkirsche inzwischen auch eine wichtige Funktion in der Restaurierung und Präparation erlangt. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts dienen die Blätter mit einem möglichst hohen Anteil an Blausäure dem Aufweichen oder Geschmeidigmachen organischer Materialien – ohne dabei Wasserschäden zu verursachen. Beispielsweise kann man getrocknete Insekten wieder beweglich bekommen, wenn man sie einige Tage über den zerschnittenen Blättern in einem geschlossenen Gefäß aufbewahrt (Blätter täglich austauschen und ).