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PostDocs Auf dieser Seite stellen wir Ihnen PostDocs vor, die ein Thema mit Lateinamerikaschwerpunkt gewählt haben. Adriana López Labourdette, PD Dr. phil <email-pii> Für ihr Habilitationsprojekt «El retorno del monstruo, figuraciones de lo monstruoso en la literatura hispánica contemporánea» erhielt die HSG-Spanischdozentin Dr. Adriana López Labourdette von August 2009 bis Februar 2010 (Seit 2008) ein Stipendium der Forschungskommission der Universität St.Gallen (GEF) und absolvierte Anfang 2010 einen Forschungsaufenthalt an der Universidad de Buenos Aires (UBA). «We live in a time of monsters» – dieser Befund des Kulturtheoretikers Jeffrey Cohen und sein Vorschlag, Kulturen über die Deutung ihrer Monster zu lesen, bilden den Ausgangspunkt dieser Forschungsarbeit. Dabei wird das Monster in all seinen literarischkünstlichen Erscheinungsformen als kulturelle (Körper)konstruktion und als Symbol oder Symptom gesellschaftlicher Unsicherheiten oder kollektiver Wünsche begriffen. Es funktioniert somit als Zeichen, über dessen Analyse die dahinter liegenden gesellschaftlichen und kulturellen Realitäten befragt werden können. Vor diesem Hintergrund soll im diesen Forschungsprojekt die Präsenz des Monströsen in der hispanischen Belletristik ab 1990 untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, welche Gestalt die traditionellen Formen des Monströsen (Vampire, Wolfsmenschen, Siamesische Zwillinge, Cyborgs) in der zeitgenössischen Literatur annehmen und was sie über den tiefgreifenden Wandel der vergangenen zwanzig Jahre in den vier vorgeschlagenen Study Areas (Karibik, Mexico, Cono Sur und Spanien) aussagen. Dementsprechend richtet sich das Hauptaugenmerk dieser Forschung nicht nur auf das Monster als literarische oder diskursive Figur, sondern auch als Figuration, d.h. als inszenierter und mediatisierter Körper. Es soll gezeigt werden, inwiefern gegenwärtige gesellschaftliche Debatten um Identität und Alterität, um die Problematik des individuellen und kollektiven Subjekts, um Natürlichkeit bzw. Künstlichkeit des menschlichen Körpers sowie um die virtuelle Welt als Gegensatz zur natürlichen Welt durch die Figurationen des Ungeheuren zum Ausdruck kommen. Gleichzeitig werden die Ungeheuer als Matrizen für das Vergangene und das Zurückkehrende gedeutet und als Verkörperung verdrängter Ängste und verbotener Wünsche analysiert. Die Untersuchung strukturiert sich dabei entlang der vier Themenbereiche Identität/Differenz, Körperkonstruktionen, Sprache und Wissen/Erinnerung. Abstract «El retorno del monstruo» Roger Moser, Prof. Dr. rer. pol <email-pii> Roger Moser hat von 2007 bis 2011 in China (1 Jahr) und Indien (4 Jahre) gelebt. Er hat in beiden Ländern je Stiftungsprofessuren für EADS/Airbus am Indian Institute of Management in Bangalore und für BMW an der China-Europe International Business School in Shanghai aufgebaut. Heute ist er Mitglied der Forschungsstelle für Internationales Management an der Universität St.Gallen (www.fim.unisg.ch), wo er zwei Initiativen leitet, die eine Brücke zwischen der Schweiz und Asien schlagen. Im Bereich seiner Forschungsschwerpunkte Supply Chain und Strategisches Management hat er mehrere Forschungsartikel in weltweit führenden Managementzeitschriften veröffentlicht (Thomson ISI Impact Factor Ranking). Für seine Forschung und Pilotprojekte in «Base of the Pyramid (BoP)» Märkten in ländlichen Gebieten Indiens wurde Herr Moser 2011 von der Strategic Management Society mit dem ersten CK Prahalad Excellent Contribution Award ausgezeichnet. Dr. Mosers Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Märkte und Geschäftsmodellen in Schwellenländern. Auch für Lateinamerika hat er einige kleinere Projekte zu den Themen Markteintrittsbarrieren, Prozesse beim Vertrauensaufbau und Herausforderungen im Bereich interkultureller Kommunikation durchgeführt. Abstract «Market Entry Challenges for European SMEs in Mexico» Enzo Nussio, Dr. <email-pii> Enzo Nussio wird von Januar 2012 bis Ende 2013 vom Schweizerischen Nationalfonds mit einem Stipendium für angehende Forschende unterstützt. Er wird in dieser Zeit als Gastforscher am politikwissenschaftlichen Institut der Universidad de los Andes in Bogotá tätig sein (http://c-politica.uniandes.edu.co/). Drei Teilprojekte stehen unter dem übergreifenden Titel «Fear, Distrust and Protection in Violent Societies». Das erste besteht aus einer quantitativen Analyse einer gross angelegten Umfrage mit ehemaligen Kriegsteilnehmern: «Trusting the Enemy – Determinants of Confidence in State Institutions among Ex-Combatants» (mit Ben Oppenheim, UC Berkeley); das zweite basiert auf einem multimethodischen Vorgehen mit einer Zeitreihenanalyse und einer Fallstudie zu urbaner Gewalt nach der Demobilisierung paramilitärischer Truppen in Kolumbien: «Breakdown of Protection or New Contestation? Reasons for Urban Violence after Illegal Armed Group Demobilization» (mit Kimberly Howe, Tufts University); und das dritte Teilprojekt ist noch in einem frühen Stadium und zielt auf einen übergeordneten theoretischen Rahmen ab: «Fear in Violent Societies – Constructing a Multidisciplinary Theoretical Framework». Enzo Nussio hat im Februar 2011 an der Universität St.Gallen den Doktortitel in International Affairs and Governance erhalten. ausführlicher Forschungsplan Harald Tuckermann, Prof. Dr. oec. HSG <email-pii> Harald Tuckermann betreut den Kurs «Doing Business in Latinamerica» im Frühjahrssemester. Herr Tuckermann, der an der Universität St.Gallen promovierte, ist seit seit Juli 2011 Vizedirektor des Instituts für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG). Er leitet das Forschungsprogramms «Health Care Excellence» (www.healthcaremanagement.ch). Zusammen mit drei Kollegen untersucht er die Strategie, Führung und Veränderungsmanagement von Spitälern und Gesundheitsnetzwerken. Darüber hinaus ist Harald Tuckermann seit 2008 intensiv in der Executive Education zum systemischen Management von Gesundheitsorganisationen engagiert. Mit Lateinamerika verbinden ihn sowohl familiäre Beziehungen – er wurde in Bogotá geboren und ist mit einer Bolivianerin verheiratet – als auch berufliche Erfahrungen: Anfangs 2007 beendete er während eines mehrmonatigen Aufenthalts in El Salvador seine Dissertation «Organisationaler Wandel als Entfaltung von Paradoxien – Systemtheoretische Rekonstruktion einer Krankenhausfusion». Im Mai 2010 untersuchte er die Wirkung von Entwicklungshilfeinterventionen in einer Kooperative im peruanischen Hochland. Derzeit konzeptioniert Harald Tuckermann eine übergreifende Kooperation zur Erforschung von regionaler Gesundheitsversorgung in Lateinamerika.