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Die Konfessionslosen sind in der Stadt Zürich am häufigsten vertreten, gefolgt von den Römisch-Katholischen und den Evangelisch-Reformierten, wie die Stadt Zürich schildert.
Die Anteile der Muslimin¬nen und Muslime sowie der Christlich-Orthodoxen haben sich in den letzten zwanzig Jahren kaum verändert. Seit 1970 nimmt die Zahl der Konfessionslosen stark zu; das habe sowohl mit Kirchenaustritten als auch mit Geburten, Zu- und Wegzügen zu tun.
Aktuell seien in der Stadtzürcher Wohnbevölkerung die Konfessionslosen am stärksten vertreten (34 %). Römisch-katholische Personen kommen häufiger vor als evangelisch-reformierte (28 und 22 %).
Diese drei Gruppen machen zusammen über 80 Prozent der Wohnbevölkerung aus. Von den restlichen 20 Prozent stellen muslimische und christlich-orthodoxe Menschen die grössten Gruppen (6 und 4 %).
Knapp drei Prozent gehören zur Gruppe «Andere Christliche». Je etwa ein Prozent machen die jüdischen, hinduistischen und buddhistischen Gruppen aus; das entspreche je ungefähr 4000 Personen.Um 1850 waren über neunzig Prozent der Stadtzürcher Wohnbevölkerung evangelisch-reformiert.
Unter anderem wegen der Zuwanderung in den 1910er- und 1960er-Jahren stieg der Anteil der Römisch-Katholischen bis 1970 auf etwa vierzig Prozent an. Bis dahin war die Stadt Zürich vor allem durch diese zwei Religionsgruppen geprägt worden.
Das änderte sich ab den 1970er-Jahren: Seither sei die Gruppe der Konfessionslosen prozentual stetig gewachsen. Dies sei nicht nur auf Kirchenaustritte zurückzuführen, sondern in ähnlichem Masse auch auf Geburten, Zu- und Wegzüge.
Die Zahl der Musliminnen und Muslime sowie die der Christlich-Orthodoxen sei in den 1990er-Jahren angestiegen; seit zwanzig Jahren seien deren Anteile jedoch annähernd konstant.Die Religionszugehörigkeit unterscheidet sich nach Alter: Konfessionslose seien bei den 25- bis 39-Jährigen besonders stark vertreten. Die Römisch-Katholischen verteilen sich relativ gleichmässig über verschiedene Altersklassen, während die Evangelisch-Reformierten bei den Ältesten am häufigsten vorkommen – das war übrigens schon 1970 der Fall.
Zudem gibt es deutliche Zusammenhänge zwischen Nationalitäten und Religionen: So seien viele Personen mit italienischem oder portugiesischem Pass römisch-katholisch. Evangelisch-Reformierte kommen vor allem bei den Schweizerinnen und Schweizern sowie bei den deutschen Staatsangehörigen häufig vor.
Hohe Anteile an Konfessionslosen gibt es bei Personen aus Frankreich, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten – aus Ländern also, aus denen viele hochqualifizierte Fachkräfte nach Zürich gezogen seien («Expats»).Aktuell treten pro Jahr je etwa sechs von tausend Menschen aus der römisch-katholischen und der evangelisch-reformierten Kirche aus. Kirchenaustritte kommen bei den 25- bis 39-Jährigen am häufigsten vor.
Die Austrittsgründe seien je nach Alter unterschiedlich: Ältere seien oft mit Stellungnahmen ihrer jeweiligen Religionsgemeinschaft nicht einverstanden; Jüngere geben besonders häufig an, sie seien ausgetreten, weil sie nie einen Glauben hatten. Sowohl bei den Jüngeren wie bei den Älteren werden Kirchensteuern oder finanzielle Beiträge jedoch nicht als Hauptgrund für den Kirchenaustritt genannt.Sind spirituelle Menschen auch religiös? Besuchen gläubige Personen regelmässig religiöse Veranstaltungen? Dem sei nicht so: Von den Stadtzürcherinnen und Stadtzürchern, die sich als spirituell bezeichnen, sei etwa die Hälfte nicht religiös.
Ungefähr ein Drittel derjenigen, die religiös sind, besucht kaum kirchliche oder glaubensgemeinschaftliche Veranstaltungen. Bei Glaubensfragen seien die Übergänge offensichtlich fliessend.Die Religionslandschaft in der Stadt Zürich sei auch Thema einer Veranstaltung im Stadthaus Zürich: Am 29. Januar 2019 um 19 Uhr präsentiert Statistik Stadt Zürich eine Publikation mit Zahlen und Hintergründen zur Thematik.
Anschliessend diskutieren Regierungsrätin Jacqueline Fehr und Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist darüber, was diese Daten und Fakten für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft bedeuten. Die kostenlose öffentliche Veranstaltung werde von der Integrationsförderung der Stadt Zürich organisiert..
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