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Biografie
Mark Barden wurde 1980 in Cleveland/Ohio geboren. Sein Werk umfasst sowohl Konzertkompositionen wie Live-Installationen im Raum. Es erkundet die Schwellenbereiche der Physis und der Wahrnehmung. Seine Musik inszeniert das Scheitern, das sich unmittelbar an oder jenseits der Grenzen dessen einstellt, was wir hören und als Körpererfahrung umsetzen können, und das als Scheitern selbst stets spürbar ist. Ihre Klänge sind abwechselnd dicht, körperlich spürbar, fieberhaft; und wie sie dem Interpreten in der Aufführung entgleiten, überträgt sich auf das Hörerlebnis. In solchen Momenten gespiegelter Verletzbarkeit mag sich beim Hörer für Augenblicke ein Empfinden einstellen, sich selbst zu verlieren.
Mark Barden studierte am Oberlin Conservatory of Music Komposition bei Lewis Nielson und Klavier bei Monique Duphil und, nach einer ausgedehnten privaten Studienzeit bei Rebecca Saunders in Berlin, sodann an der Freiburger Hochschule für Musik Komposition bei Mathias Spahliger und Jörg Widman. Derzeit schließt er seine Promotion in Komposition am Goldsmith’s, University of London, ab mit einer Arbeit über die Rolle der Körperwahrnehmung beim Spielen und Hören von Musik in der Aufführung.
Er hat Kompositionsaufträge erhalten unter anderem vom Ensemble intercontemporain, vom ensemble recherche und dem Freiburger Barockorchester, dem Wittener Festival für Neue Kammermusik, den Donaueschinger Musiktagen, den Darmstädter Kursen für Neue Musik, der Akademie der Künste Berlin, und von Radio France. Er hat zahlreiche Preise für seine Arbeit erhalten, so das Thomas J. Watson Fellowship, das Oscar and Vera Ritter Foundation Fellowship, den Stipendienpreis der Darmstädter Kurse für Neue Musik, und ein Aufenthaltstipendium an der Akademie der Künste Berlin. Er hat 2010 den internationalen Kompositionswettbewerb ‘concertare’ gewonnen. Seine Werke sind in Europa, Nordamerika, und zuletzt im Mai 2015 in Israel, von den Vereinigungen Collegium Novum Zürich, Ensemble Nikel, hand werk, ELISION, Ensemble Mosaik, KNM Berlin, Wet Ink, ekmeles, Zafraan Ensemble, dem Mivos Quartet, und anderen aufgeführt worden. Zu derzeitigen Projekten gehören neue Kompositionen für Klangforum Wien, Ensemble Mosaik, das No Borders Orchestra, Ensemble Interface, und die Donaueschinger Musiktage 2015. Er lebt und arbeitet als freier Komponist in Berlin.