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Lernziele
- Sie können einfache Programme nachvollziehen und auf Fehler untersuchen
- Sie finden für einfache Aufgabenstellungen algorithmische Lösungen und können diese in einer Programmiersprache implementieren
# Was ist Python?
Bei Python handelt es sich um eine weit verbreitete «Höhere» Programmiersprache. Im Gegensatz zu vielen anderen Programmiersprachen, wird Python interpretiert. D.h. ein Python-Code läuft auf allen System wo Python-Interpreter existieren und diese existieren für fast jedes Betriebssystem: Windows, macOS, Linux und andere.
Die Programmiersprache von Python legt viel Wert auf Lesbarkeit des Codes. Dies wird vor allem durchs Einrücken von Code zur Kennzeichnung von Programmierblöcken erreicht. Was bei Python zur Syntax gehört, ist bei vielen anderen Programmiersprachen nur Konvention, an welche man sich nicht zwingend halten muss.
# Wieso Python?
Die Hauptmerkmale von Python sind:
- Leserlich und aufgeräumt
- Englische Wörter statt Sonderzeichen
- Wenige syntaktische Ausnahmen und Spezialfälle
- Blöcke durch Einrücken des Codes
- Weite Verbreitung: Tendenz steigend
- Universelle Einsatzmöglichkeiten
# Woher kommt Python?
Python wurde 1989 von Guido van Rossum erfunden. Im Jahr 2000 wurde die Version 2 veröffentlich. Von nun an arbeiteten viele Programmierer am Projekt. Seit 2008 gibt es eine Version 3. Die Version 2 wird jedoch parallel zu Python 3 weiterentwickelt.
# Turtle-Grafik
Bei der Turtle-Grafik handelt es sich eigentlich um eine Bildbeschreibungssprache: Ein Roboter (die «Turtle» – echt oder virtuell) trägt einen Stift übers Papier. Der Stift kann angehoben und gesenkt werden, so dass er das Papier nicht mehr resp. wieder berührt. Mit einfachen Befehlen wie «vorwärts», «rückwärts», «drehen links» und «drehen rechts» wird der Roboter bewegt und zeichnet so aufs Papier.
# Ursprünge der Turtle
Die Turtle-Grafik wurde in den späten 1960er Jahren berühmt, als Seymour Papert die Programmiersprache LOGO mit Turtle-Support ausstattete. Dabei konnte ein echter Turtle-Roboter gesteuert werden.
Turtle-Roboter gab es aber bereits in den 1940er Jahren: William Grey Walter, ein Wissenschaftler der sich mit Neurophysiologie und Robotik befasste, konstruierte dreirädrige autonome Roboter. Diese zeichneten zwar noch nicht, sie bewegten sich aber sehr langsam und wurden deshalb «Tortoises» genannt.
# Turtle heute
Für alle gängigen Programmiersprachen existieren heute Turtle-Grafik-Implementationen. Gerade beim Erlernen der Grundkenntnisse des Programmierens haben die Turtles viele Vorteile und sind beliebt: Einerseits lassen sich an Hand der Turtle alle grundlegenden Programmier-Strukturen erlernen. Andererseits bieten die Turtles dem Programmierer eine visuelle Rückmeldung, indem sie eben auf Papier oder am Bildschirm Spuren hinterlassen.