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Stadtpark
Die Stadt Opfikon hat den Flussraum der Glatt zwischen Schulstrasse und St.-Anna-Strasse zu einem Stadtpark aufgewertet. Die Glatt wurde in dem Bereich revitalisiert und für Erholungssuchende attraktiver und erlebbarer gestaltet. Entlang des Flusses wurden zudem parkähnliche, erlebbare Räume geschaffen, samt den dazu erforderlichen Einrichtungen wie Sitzelemente und Spielgelegenheiten.
R.01 Lenkbuhnen
An der Glatt sind Lenkbuhnen im gesamten Projektperimeter gebaut worden. Buhnen sind Dämme im Wasser, die rechtwinklig zum Ufer angelegt werden. Sie ermöglichen eine lokale Strukturierung des Gewässers, ohne dass Einbauten über dem Mittelwasserniveau notwendig sind. Die Lenkbuhne ist eine besondere Bauweise, da diese Art von Buhne bereits bei Niederwasser vollständig überströmt wird und über rund zwei Drittel der Gewässerbreite reicht. Sie werden leicht bogenförmig angeordnet, damit über die Bogenwirkung ein kraftschlüssiger Verbund zwischen den Blöcken erreicht wird. So kann eine erhöhte Strömungsvielfalt erreicht werden.
R.02 Uferbegrünung
Nebst der naturnahen Ufersicherung durch die Durchwurzelung des Ufers und generell der raueren Beschaffenheit liefert Laub und der Eintrag von weiterem organischem Material Nahrung und Besiedelungsmöglichkeiten für Lebewesen. Es wird deshalb auf weiten Strecken eine Begrünung der Ufer auf Mittelwasserniveau vorgesehen. Die Begrünung der Ufer besteht aus einer Kombination von Erlen- und Silberweidenpflanzungen, Weidensetzstangen und standortgerechten Sträuchern.
R.03 Uferbucht mit Flachwasserzone
Als Einzelmassnahme wurde am südlichen Ufer auf der Höhe des Fussballfeldes eine Uferbucht mit Flachwasserzone vorgesehen. Die steilen Ufer sind mit Ufergehölzen bestockt. An verschiedenen Abschnitten wurde der Übergang von Land zu Wasser mittels Totholzbündeln strukturiert, wodurch Rückzugsmöglichkeiten für Fische entstanden sind. Die Überflutungsflächen werden mit geeigneten Pflanzen ergänzt. Die rückversetzte Böschung wird zu einer artenreichen Wiese ausgebildet. So entsteht ein naturnaher Raum der insbesondere der Tier- und Pflanzenwelt vorbehalten bleibt.
R.04/R.06 Gestaltung naturnahes Querprofil
Die Querprofilgeometrie der dritten Glattkorrektur wirkte stark naturfremd. Mit einer Akzentuierung der Kurvensituationen und der Gestaltung eines naturnahen Querprofils wurde dem entgegengewirkt. Dies beinhaltete den Abbruch der mit Pflastersteinen hart verbauten Ufersicherungen an den Kurvenaussenseiten und den Rückbau der Bermen oberhalb des Mittelwasserniveaus. Durch spezielle Massnahmen entstanden so bei Mittel- und Niederwasser Flachwasserzonen.
R.05 Überflutungsfläche
Am südlichen Uferbereich zwischen der Schulhausbrücke und der Badibrücke entstand durch eine Absenkung des Geländes die Möglichkeit, eine Überflutungsfläche zu schaffen. In der Überflutungsfläche sollen eine Hochstaudenflur und Weichholzauengehölze initialisiert werden. Die rückversetzte Böschung soll als eine artenreiche Wiese, gegliedert von Gehölzen ausgebildet werden.
Ab der Schulstrasse wird eine neue Baumreihe als Leitelement entlang dem südlichen Uferweg gepflanzt. Damit können die Naherholungssuchenden im Schatten spazieren. Ausserdem sind dort entlang des Ufers Verweilorte mit Sitzelementen entstanden.
P.01 Zugang Stadtpark und Spielplatz
Der Zugang zum Stadtpark von der St.-Anna-Strasse wurde einladend und attraktiv gestaltet. Mit einem grossflächigen Geländeabtrag wurde ein Bezug zur Glatt hergestellt. Auf dem Niveau des heutigen Uferwegs ist ein chaussierter Platz entstanden und mit Alleebäumen beschattet. Dieser Platz wurde mit Tischen, Sitzbänken, Feuerstellen, einem Trinkbrunnen und einigen Spielgeräten möbliert. Ein Flachufer ermöglicht einen direkten Zugang zur Glatt. Der Zugang zur Glatt ist mit Stufen und Steinquadern ausgebildet. Die Steine sind so in der Glatt angeordnet, dass Rückzugsmöglichkeiten für Fische entstehen. Dieser urbane Parkbereich ist ganzjährig öffentlich zugänglich und nutzbar. Ausserhalb der Freibadsaison ist dieser Bereich direkt mit dem Badareal verbunden, indem der mobile Zaun der Anlage entfernt wird. Insgesamt wurde mit der Massnahme ein gewässernaher Aufenthaltsplatz in unmittelbarer Stadtnähe geschaffen, der sowohl für die Bevölkerung wie auch für die Beschäftigten in der Stadt einladend wirkt.
P.05/P.06 Eingang Freizeitbad und Wegführung Glattuferweg
In der Verlängerung der bestehenden Schwimmbadbrücke entsteht ein neuer Eingang zum Freizeitbad. Innerhalb des Freibades wird für das Sonnen und Verweilen ein grosszügiges Holzdeck mit Stufen bis zum Uferweg gebaut. Ein mobiler Zaun lässt auch hier den Stadtpark mit der Glatt in den Herbst- und Wintermonaten mit dem Freibad verschmelzen. Die mobilen Zaunelemente werden ausserhalb der Badesaison verwendet, um die Badebecken aus Sicherheitsgründen abzugrenzen.
Die Wegverbindung rechtsufrig zwischen der Badbrücke und dem tiefer liegenden Uferweg wurde neu erstellt. Der Weg wurde als Fuss- und Veloweg auf eine Breite von 4.00 m als chaussierter Weg gebaut.
P.07 Platz Glattuferweg
Der Bereich zwischen dem Ufenrueg und dem Freizeitbad wird stark ausgelichtet. Der Zaun wird versetzt, damit der Wegabschnitt offener und einladender wirkt. Oberhalb des neuen Fuss- und Velowegs entsteht ein kleiner Aufenthaltsplatz mit Fil Bleu Sitzelementen und Sitzstufen.
P.08 Turn- und Fitnessgeräte für Jung und Alt
Die heute schlecht genutzte Fläche links des südlichen Uferweges auf Höhe der Badibrücke solle aufgewertet werden. Entstanden sind dort Turnbereiche für jüngere wie auch ältere Menschen. Beide Turnbereiche sind von einem Baumhain beschattet. Im Schatten der Bäume stehen diverse Turngeräte, sei dies um die Alltagsfitness zu erhalten oder ein sportliches Workout durchzuführen.