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Ringvorlesung der Fortgeschrittenen Forschenden und Lehrenden der Universität Zürich (FFL)
Die Antonyme «Fremdbestimmung» und «Selbstbestimmung» gehören zum argumentativen Arsenal der Aufklärung, die Kant als «Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit» definiert hat. Wie sehr diese Antonyme aber dialektisch ineinander verschlungen sind, zeigt sich in dem Dilemma, dass der freiheitliche Staat von Voraussetzungen lebt, die er selbst nicht garantieren kann. Garantiert, gesichert und durchgesetzt werden können Freiheit und Selbstbestimmung nämlich nur durch Mittel, die ihrem eigenen Anspruch zuwiderlaufen: durch Rechtszwang, das heisst durch Fremdbestimmung, die so paradoxerweise als Möglichkeitsbedingung von Selbstbestimmung erscheint.
Fachwissenschaftler*innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen: u.a. der Pädagogik, Klassischen Philologie, Theologie, Informatik, Philosophie, Politik, Medizin, Musik und Soziologie, loten diese Antonyme in Bezug auf ihr jeweiliges Thema aus.
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