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Mikrobiom und Mikrobiota
Obwohl sie oft synonym verwendet werden, sind Mikrobiom und Mikrobiota unterschiedliche Begriffe. Die Mikrobiota bezeichnet die Population kommensaler, symbiotischer oder pathogener Mikroorganismen, die bestimmte Bereiche unseres Körpers besiedeln, z. B. die Haut, die Nase, den Darmtrakt und die Vagina.
Die menschliche Mikrobiota spielt eine wichtige Rolle, indem sie eine schützende physische Barriere bildet, antimikrobielle Substanzen gegen Krankheitserreger freisetzt, das Immunsystem stimuliert, potenzielle Giftstoffe abbaut und bestimmte Mikronährstoffe synthetisiert.
Es ist wichtig, dass sich dieses dynamische System an äußere und innere Reize anpasst, um einen Zustand des Gleichgewichts aufrechtzuerhalten, der das Wohlbefinden des Organismus gewährleistet. Ein Ungleichgewicht in der Mikrobiota kann zur Entwicklung und zum Fortschreiten von Infektionskrankheiten, Lebererkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Magen-Darm-Krebs, Stoffwechselkrankheiten, Atemwegserkrankungen und geistigen oder psychischen Störungen führen.
Das Mikrobiom umfasst das gesamte genetische Erbe, das die Mikrobiota charakterisiert, sowie die Gene, die exprimiert werden. Das Mikrobiom eines Menschen bildet sich in der Kindheit und wird durch Ernährung, Medikamente und Umwelteinflüsse beeinflusst. Unterschiede im Mikrobiom können auch die Anfälligkeit einer Person für Krankheiten wie Stoffwechselstörungen, Allergien, Krebs, kardiovaskuläre und neurologische Störungen sowie ihr Ansprechen auf Medikamente bestimmen.