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«Horror», «Tortur», «Grottenschlecht»: Besucher der beiden März-Konzerte in Zürich-Oerlikon und Basel lassen kein gutes Haar an einer Produktion des bekannten Veranstalters «Act Entertainment». Dieser ist kein Anfänger und organisiert seit über 20 Jahren erfolgreich grosse Bühnenshows und Konzerte.
«Der Erzähler suchte seine Brille»
Nach den Erzählungen vieler Besucher kämpfte der Erzähler auf der Bühne einen einsamen Kampf gegen das Scheitern: «Er sah im Dämmerlicht seine Texte nicht und verwechselte sie. Dann verpasste er seinen Einsatz und setzte wieder ein, als das Orchester bereits wieder spielte. Etwas besser wurde es nach der Pause, als er offenbar seine Brille wiedergefunden hatte.»
Das angekündigte, berühmte dänische «Tolkien Ensemble» stand schon gar nicht auf der Bühne. Zwar wurde kurz zuvor angekündigt, dass das Berliner «Auenland Orchester» ohne Verstärkung spiele. Doch das «Tolkien-Ensemble» distanzierte sich auf seiner Homepage von der Veranstaltung. Es sei dafür gar nicht gebucht worden.
Kein Geld zurück
Thomas Dürr, Chef von «Act Entertainment», räumt ein, dass nicht alles rund lief bei dieser Produktion. Dass ein Künstler einmal einen oder zwei schlechte Tage einziehe, das liege aber in der «künstlerischen Freiheit». Und die falsche Ankündigung des «Tolkien-Ensembles» sei ein Bock, den die Produktionsfirma geschossen habe, bei der man den Event eingekauft habe.
Fantasy-Fans, die mit der Leistung unzufrieden sind und ihr Geld zurück fordern (80 bis 120 Franken), erhalten kein Geld, «weil wir den Event ja auch bezahlen mussten», sagt Veranstalter Dürr. Stattdessen wurde den Unzufriedenen ein Ersatz-Event angeboten. Zum Beispiel der Auftritt eines Komikers.