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Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Freiburg hat unter dem Eis Nordgrönlands einen Meteoriten-Krater von 31 Kilometern Durchmesser entdeckt. Das teilt die Universität mit. Es ist die erste Entdeckung eines Meteoriten-Kraters unter einem der Eisschilder der Erde. Die Forscher haben während den vergangenen drei Jahren an ihrer Entdeckung aus dem Jahre 2015 geforscht. Mit mehr als 31 Kilometern Durchmesser ist dieser Krater einer der grössten bekannten der Erde. «Innerhalb des Kraters fände die ganze Stadt Paris Platz», sagt Horst Machguth von der Universität Freiburg. «Der Krater wurde gebildet, als ein Eisen-Meteorit von mehr als einem Kilometer Durchmesser in Nordgrönland einschlug, und liegt seither versteckt unter fast einem Kilometer Eis.» Ob der Einschlag damals vergletschertes oder eisfreies Land traf, ist nicht bekannt. Der Krater wurde im Juli 2015 entdeckt, als dänische Forscher eine neue Karte des Felsbettes des grönländischen Eisschildes studierten. Sie bemerkten eine riesige, bisher unentdeckte kreisförmige Vertiefung unter dem sogenannten Hiawatha-Gletscher, der sich im Nordwesten Grönlands befindet. «Wir wussten sofort, dass dies etwas Besonderes war, aber gleichzeitig war klar, dass es schwierig sein könnte, den Ursprung der Vertiefung zu eruieren», sagt Kurt Kjær vom Dänischen Naturhistorischen Museum und Erstautor der Studie.
Der entscheidende Hinweis
Als das Forscherteam ein Flugzeug des Deutschen Alfred-Wegener-Instituts zum Hiawatha-Gletscher schickte, wurde die Vermutung bestärkt, dass es sich bei der grossen Vertiefung um einen Meteoriten-Krater handelt. Mittels eines neuen leistungsstarken Radarsystems wurden der Krater und das darüber liegende Eis kartiert. Dass die Vertiefung wie ein Meteoriten-Krater aussieht, beweist jedoch noch nicht, dass es sich tatsächlich um einen solchen handelt. Daher besuchten Mitglieder des Forschungsteams das Gebiet in den Sommern 2016 und 2017, kartierten tektonische Strukturen entlang des Gletscherrandes und nahmen Sedimentproben. «Die Quarzkörner in den Sedimentproben enthielten sogenannte planare Deformationsmerkmale», sagt Nicolaj K. Larsen von der Universität Aarhus in Dänemark. «Solche entstehen nur unter extremstem Druck, der für kurze Momente bei einem grossen Meteoriteneinschlag auftritt. Sie sind daher der Beweis, dass es sich hier um einen Meteoriten-Krater handelt.»