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Aufgrund der Corona Situation fiel in diesem Jahr die American Football Saison in der Schweiz komplett aus. An ihrer Stelle organisierte der Schweizerische American Football Verband einen Herbst Cup. Im Final standen sich Luzern Lions und die Argovia Pirates gegenüber.
Die Zusammenarbeit der Midland Bouncers und der Argovia Pirates auf der U19 Stufe trug Früchte. Die als Argovia Pirates startende, von beiden Vereinen zusammengestellte Mannschaft qualifizierte sich für den Final des Herbst Cups gegen die Luzern Lions.
Der Boden in Luzern war nach den tagelangen Regenfällen sehr tief. Der über dem Spielfeld hängende nasskalte Nebel verschlechterte dazu die Sichtverhältnisse. Diese Bedingungen machten ein Passspiel sehr schwierig. Es war klar, dass das Team mit dem besseren Laufspiel diesen Final für sich entscheiden würde. In der Vorrunde trafen die beiden Finalgegner bereits einmal aufeinander. In einem von den Verteidigungen dominierten Spiel unterlagen die Pirates durch einen Safety mit 0:2. Ein völlig untypisches Resultat im American Football. Entsprechend nervös gingen die Pirates und Lions zu Beginn des Finals vor. Der nasse, rutschige Ball war schwer zu halten, bei Passversuchen war sowohl das Werfen als auch das Fangen eine Herausforderung. Die Pirates konnten in der ersten Hälfte vorlegen. Im ersten Quarter gelang ihnen zwar kein Touchdown, doch Dank eines Field Goals von Lenny Poffa gingen die Aargauer mit 0:3 in Führung. 0:3 stand es auch nach dem zweiten Quarter.
Nach der Pause wurde die Pirates Offense von den Lions in der eigenen Endzone gestoppt. Mit diesem Safety verkürzten die Gastgeber auf 2:3 im dritten Quarter. Eine Interception brachte die Luzern Lions im vierten Quarter in Ballbesitz. Nach ein paar gelungenen Spielzügen standen die Lions kurz vor der Endzone der Pirates. Elric Pascali gelang die entscheidende Interception und brachte das Ballrecht zurück zu den Argovia Pirates.
Was in den Trainings bisher nie geübt wurde, ist eine Besonderheit im American Football – die Victory Formation. Bei diesem angesagten Spielzug erhält der Quarterback zwar den Ball, kniet aber hinter seiner Offenisve Line nieder womit der Spielzug abgebrochen wird. Dies wird üblicherweise dann gemacht, wenn das Team im Ballbesitz in Führung liegt und nur noch wenig Spielzeit auf der Uhr ist. Zum Glück hatten die Pirates noch nicht alle Time Outs in der zweiten Halbzeit verwendet. Damit konnten die Coaches den Spielern die Victory Formation noch kurz erklären.
Danach gab es kein Halten mehr – die Junioren U19 feierten ihren äusserst knappen Sieg über die Luzern Lions überschwänglich.