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(Thema Irrwege und Umwege)
Es ist sehr schön, wenn man einer spirituell fortgeschrittenen Persönlichkeit begegnet und mit ihr eine tiefe innere Verbundenheit verspürt. Eine solche Verbundenheit ist förderlich im spirituellen Leben (sadhu sanga). Sofern jedoch diese Persönlichkeit noch nicht 100% in der Transzendenz gefestigt ist, kann sie auch selber noch gewisse Irr- und Umwege durchlaufen. Ob neben der Bindung der persönlichen Zuneigung und Freundschaft zu einem/r Transzendentalisten/in noch eine zusätzliche Verbindung durch ein Versprechen bei einer Einweihungszeremonie förderlich ist, sollte kritisch hinterfragt werden. Ein Versprechen oder ein Gelübde gegenüber einer anderen Person abzulegen bedeutet, eine tiefe Bindung einzugehen. Das göttliche Prinzip der Liebe in Freiwilligkeit kann je nach Art und Inhalt eines Verspreches / Gelübdes in den Hintergrund geraten, was dem spirituellen Ziel - eine eigene Verbindung mit Gott aufzubauen nicht förderlich ist. Ein gebrochenes, unaufgelöstes Versprechen oder Gelübde kann zu psychischen Blockaden, zu unnötigen Schuldgefühlen bis hin zu psychischen und physischen Erkrankungen führen. Wenn ein abgelegtes Versprechen nicht eingehalten werden kann, sollte dies, wenn irgendwie möglich, mit jener Person besprochen werden, der man das Verspechen gegeben hat, um so eine gemeinsame versöhnliche Lösung zu finden, Leider ist das nicht immer möglich.