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Ahmed Ibn Tulun, geb. 835, Begründer der Dynastie der Tuluniden, stammte aus Samarra (Irak) und war der Sohn eines ehemaligen türkischen Sklaven. Unter den Abbasiden machte er Karriere, stieg zum General auf, und es gelang ihm, die ägyptische Provinz vom Kalifenreich zu lösen und Ägypten wieder als unabhängiges Reich zu etablieren. Die Moschee, die er in den Jahren 876 bis 879 errichten liess, ist das einzige Bauwerk, welches von seiner Residenzstadt Al-Qatai (nördlich von Fustat) erhalten blieb. Nach der Legende liess Ibn Tulun die Moschee auf einer Felsplatte des Jaschkur-Hügels errichten, dort, wo Abraham einen Widder anstelle seines Sohnes Isaak geopfert haben soll. Sie ist die zweitälteste Moschee in Ägypten. Konzeptionell ist der aus gebrannten Lehmziegeln errichtete Bau eine Hofmoschee, das 40 m hohe Minarett ist nach dem Vorbild mesopotamischer Stufentürme aufgemauert und kann über den Aussenaufgang bestiegen werden. Im von Arkaden umschlossenen Innenhof steht ein überkuppeltes Brunnenhaus. Der Gebetssaal ist aus fünf Pfeilerreihen gebildet, der umlaufende Schmuckfries ist etwa 2000 m lang und soll aus dem gleichen Holz geschnitzt worden sein, aus dem auch die Arche Noah geschnitzt worden sein soll. In den späteren Jahrhunderten wurde die Moschee mehrfach restauriert, sie wurde aber auch als Weberei, Pilgerstation, Lagerplatz und Armenhaus missbraucht. Im Jahre 2004 liess die Ägyptische Antikenbehörde das Bauwerk letztmals restaurieren, und die Moschee wurde ihrer ursprünglichen Bestimmung wieder zugeführt.
Der Blick vom Minarett über die Stadt Kairo beziehungsweise in den Innenhof der Moschee und auf die angrenzende Medrese des Sarghatmisch ist überwältigend: der Emir Seif el-Din-Sarghatmisch liess im Jahre 1365 an der Nordwestmauer der Moschee eine Medrese mit offenem Innenhof, einem Minarett sowie prachtvollen Kuppel anbauen.