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Basée sur une étude ethnographique réalisée en Romandie auprès de jeunes peu qualifié·e·s et de travailleurs et travailleuses sociales affilié·e·s à des dispositifs d’insertion, cet article montre les événements, expériences et épreuves liées à la transition à l’âge adulte ainsi que les positions dans le cycle de vie favorables à une mise en veille ou à une activation de dispositions économiques ascétiques. Il questionne le rôle des travailleurs et travailleuses sociales comme agent·e·s de socialisation économique ainsi que les diverses modalités de socialisation par lesquelles les jeunes intériorisent les dispositions économiques.
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Based on an ethnographic study conducted in French-speaking Switzerland among young people with low skills and social workers affiliated to integration schemes, this article shows the events, experiences and trials related to the transition to adulthood as well as the positions in the life cycle that are favourable to putting ascetic economic dispositions on hold or activating them. It questions the role of social workers as agents of economic socialization and the various ways in which young people internalize economic dispositions.
Author(s): Christophe Delay, Isabelle Csupor, Laure Scalambrin
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La formation des travailleuses et travailleurs sociaux est aujourd’hui structurée sur la base d’un modèle proposant un premier échelon de formation au niveau secondaire II, puis un deuxième au niveau tertiaire. Elle résulte de décisions politiques prises entre 1990 et 2005. La participation des organisations faîtières des écoles de travail social à la décision politique était principalement orientée vers la pérennisation de leurs offres de formation. Tout au long du processus, elles ont été confrontées à de nombreuses incertitudes quant au devenir de leurs propositions. Mais leur engagement a influencé la structuration finale de la formation et des professions du travail social.
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The professional education of social workers is now structured on the basis of a model proposing a first level of training at secondary level II, then a second level of tertiary education. This training model was institutionalized in 2005, after some 15 years of political reforms. The participation of the umbrella organisations of the schools of social work in political decision-making, was mainly oriented towards the sustainability of their training offers. Over the course of political reforms, they were confronted with many uncertainties as to the future of their proposals. But their involvement in the formulation of policy decisions has influenced the final structuring of vocational training and professions in social work.
Author(s): Olivier Grand, Benoît Renevey
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Seit einigen Jahren ist in der deutschsprachigen Schweiz – ähnlich wie in Deutschland – ein Ausbau von (schulischen) Freizeitangeboten zu beobachten, die Kinder und Jugendliche nach dem Unterricht über Mittag und am Nachmittag in Tagesschulen besuchen können. Mit der Verzahnung von Unterricht und Freizeit verändert sich das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit im Kontext Schule. Mit Tagesschulen sind, neben Chancen für die Soziale Arbeit, zentrale Herausforderungen verbunden, welche in diesem Beitrag anhand von in der Schweiz und Deutschland durchgeführten Forschungsprojekten vorgestellt werden. Die diskutierten Befunde dieser Projekte können als Reflexionsangebote für Soziale Arbeit fungieren und für die Weiterentwicklung ihres Handlungsfelds in der Tagesschule als auch im Kontext Schule insgesamt dienen.
Author(s): Emanuela Chiapparini, Nina Thieme, Markus Sauerwein
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Dieser Beitrag basiert auf einer biografischen Längsschnittstudie zu gesellschaftlichen Positionierungsprozessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus eingewanderten Arbeiter*innenfamilien. Anhand eines exemplarischen Fallbeispiels behandeln wir Beschleunigungs-und Aktivierungsdynamiken im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und diskutieren die biografische Tragweite forcierter schulisch-beruflicher Transitionen im Hinblick auf Implikationen für die Soziale Arbeit. Eine beschleunigte und fremdbestimmte Berufswahl und entsprechende Ernüchterungserfahrungen können die (Berufs-)Biografie nachhaltig beeinflussen. Das Wissen um solche Übergangsmechanismen sind von hoher Relevanz für die Soziale Arbeit und ihre Interventionen im Rahmen eines hochgradig (ungleich) differenzierten und flexibilisierten kapitalistischen Arbeitsmarktes.
Author(s): Garabet Gui, Eva Mey
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Basé sur une enquête qualitative menée en Suisse auprès de jeunes issus de la migration subsaharienne, cet article explore les dynamiques familiales autour de l’éducation et de la communication en matière de santé sexuelle. Les résultats révèlent que trois types de pratiques de protection sont mises en place pour limiter les risques perçus en matière de sexualité: la protection descendante (les parents à l’égard des enfants), l’autoprotection (les enfants envers eux-mêmes) et la protection ascendante (les enfants à l’égard des parents). Les pratiques de protection visent en priorité les risques sociaux et moraux associés à la sexualité et dans une moindre mesure les risques médicaux.
Author(s): Francesca Poglia Mileti, Laura Mellini, Brikela Sulstarova
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Der theoretische Ansatz “User Involvement” hat sich – anders als in der Schweiz – in verschiedenen europäischen Ländern in der Forschung, Praxis und Ausbildung der Sozialen Arbeit in den letzten fünfzehn Jahren etabliert. Vorliegender Artikel will diesen Ansatz für den Schweizer Kontext anschlussfähig machen, indem der Ansatz “User Involvement” anhand zentraler Begrifflichkeiten aus dem europäischen Diskurs deskriptiv analytisch vorgestellt und innerhalb von diesem kritisch reflektiert wird. Da Partizipationsansätze in unterschiedlichen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit in der Schweiz stark verbreitet sind, wird in einem zweiten Schritt das Rollenverständnis von Adressaten der Sozialen Arbeit an diese angeknüpft. Die dahinterstehende Absicht besteht darin, eine idealtypische Diskussionsgrundlage für die Anschlussfähigkeit des Ansatzes User Involvement für den Schweizer Kontext bereitzustellen.
Author(s): Emanuela Chiapparini, Véronique Eicher
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Es besteht ein reger Fachdiskurs um den Bildungsbegriff in der Sozialen Arbeit, allerdings droht ihm so auch die Gefahr, dass er zu einem undurchsichtigen Gebilde wird. Um dem entgegen zu wirken, unternimmt dieser Beitrag ein Klärungsversuch basierend auf einer systematischen Literaturrecherche. Handbücher und Fachlexika der Sozialen Arbeit und der Erziehungswissenschaft werden als repräsentatives Wissen der Fachgemeinschaft behandelt und die darin enthaltenen Ausführungen zum Bildungsbegriff einander gegenübergestellt. Diese Klärungsversuche lassen sich zu drei Definitionszugängen verdichten: historisch-gesellschaftlich, formal-deskriptiv und abgrenzend-differenzierend. Basierend auf dieser verdichteten Systematisierung lässt sich die Verortung des Begriffs für die Soziale Arbeit herleiten, die sich aus dem Verhältnis von Gesellschaft und Individuum, aus dem Diskurs über die verschiedenen Arten bzw. Konzepten von Bildung und deren Initiierung ergibt.
Author(s): Karin A. Stadelmann, Marius Metzger
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Im vorliegenden Beitrag wird der Zusammenhang zwischen Prekarität und Kindesvernachlässigung in den Fokus genommen. Dazu wird eine explorative Studie vorgestellt, welche die Lebens- und Arbeitssituation von neun sogenannten «vernachlässigenden» Familien ethnographisch erforschte.Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die multiple Problemkonstellation in den Familien eng mit der finanziellen Situation, den Erwerbsbedingungen sowie der sozialen Lage zusammenhängt und es aufgrund körperlicher und psychischer Erschöpfung, Erkrankungen und Sucht, sowie fehlenden Zukunftsperspektiven zu Einschränkungen der (erzieherischen) Handlungsfähigkeit kommt. Ein Teil der Kinder äussert sich dieser Situation gegenüber mit sozial auffälligem Verhalten, Leistungsstörungen in der Schule und körperlichen Erkrankungen. Die Soziale Arbeit ist gefordert, dieser Situation nicht lediglich mit erzieherischer Unterstützung zu begegnen, sondern über Ausbildung/Bildung und arbeitsmarktliche Bedingungen bei erwerbstätigen Familien nachzudenken und Lösungen zu entwickeln.
Author(s): Margot Vogel Campanello
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Seit Ende der Neunzigerjahre erfährt die Schulsozialarbeit eine zunehmende Verbreitung an Schweizer Schulen. Die Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Schulsozialarbeit istjedoch oft schwierig und wenig ausgeprägt. Anhand von zusammengeführten Befragungsdaten aus 25 Berner Gemeinden wurde mittels einer logistischen Regression geprüft, welche Faktoren die Nutzung von Schulsozialarbeit begünstigen oder hemmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung von den zur Verfügung stehenden Ressourcen, vom vorhandenen Versorgungsmodell, vom Sozialbelastungs- index und vom Grad der Kenntnisse über das Angebot abhängig ist (p