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Gut 3,5 Jahre lang betrieb der Mann einen «regen Drogenhandel». Er handelte mit rund 1,3 Kilogramm reinem Kokain. Bereits bei 18 Gramm reinem Kokain liegt laut Gesetz ein schwerer Fall vor. Mit seinem Kokainhandel war – wie er laut Gericht wusste – eine «erhebliche Gefährdung für die Gesundheit einer grossen Anzahl von Menschen verbunden». Es müsse bei ihm von einer hohen kriminellen Energie ausgegangen werden.
Der Mann betrieb die Drogengeschäfte laut Gericht aus rein finanziellen Gründen. So gab er zu Protokoll, er habe Kokain verkauft, um sein «Sackgeld» aufzubessern. «Was als Motiv in keiner Art und Weise schützenswert ist», hält das Gericht fest. Er selber konsumierte laut eigenen Angaben keine Suchtmittel.
Hoch verschuldet und mit geringem Lohn
Der Mann hatte sich darauf eingerichtet, durch den Drogenhandel regelmässige Einkünfte zu erzielen. Der hoch Verschuldete erwirtschaftete im entsprechenden Zeitraum nur ein geringes legales Einkommen von rund 1'500 Franken und finanzierte sich einen wesentlichen Teil seiner Lebenshaltungskosten mit dem Erlös aus den Drogengeschäften.
Das Gericht beurteilt das objektive und das subjektive Tatverschulden als mittelschwer. Er habe sich wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz – begangen als schwerer Fall – zu verantworten.
Wegen verdeckter Fahndung aufgeflogen
Der Mann wurde am 25. Juni 2019 verhaftet, nachdem er einem verdeckten Fahnder zwei Gramm Kokain für 200 Franken verkauft hatte. Er zeigte sich laut Urteil von Beginn an geständig, mit Kokain gedealt zu haben.
479 Tage, die er bereits in der Untersuchungshaft und im vorzeitigen Strafvollzug verbracht hat, werden ihm angerechnet, wie aus dem am Montag veröffentlichten Urteil hervorgeht. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten beantragt.