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William Evans, auch er ein Frühbegabter, beginnt mit 7 das Pianospiel. Nach dem Abschluss an der Henry Ford High School studiert er weiter an der University of Michigan. Nebenbei spielt er ausgiebig vor Publikum Piano und Kirchenorgel, bis er 1979 bei Donald Walden und Kamau Kenyatta seinen Jazz-Unterricht bekommt. Seine beiden Lehrer achten darauf, dass William die Idee der Improvisation verinnerlicht.
Natürlich sind da die vielen Auftritte in Detroit, Ann Arbor und anderen Städten, bevor Evans 1984 ins warme Florida übersiedelt. 1995, nach Tourneen rund um die Welt, wird Evans Professor an der Hochschule der Künste in Bern. Seitdem teilt er sein Leben zwischen der Schweiz, Florida ud seiner Heimat Michigan auf.
Geboren am 29.4.1958 in Basel. Begann mit 12 Jahren autodidaktisch E-Bass zu spielen, wechselte nach 2 Jahren zum Kontrabass, bekam den ersten Unterricht bei Peter Bockius und spielte bald in einer Vielzahl von lokalen Jazzformationen verschiedenster stilistischer Ausrichtung. Begleitete im Verlaufe seiner professionellen Karriere, welche 1978 begann, auch viele Jazz-Legenden wie Chet Baker, Wild Bill Davison, Mal Waldron, Harald Mabern, Lee Konitz, Kirk Lightsey, Steve Grossman u.a. Gastierte mit internationalen Formationen in ganz Europa sowie in Asien, Australien, USA, Kuba, Brasilien und Südafrika in grossen und kleinen Konzertsälen, Festivals und Clubs. 1987 hat er die "Swiss Jazz School" mit Diplom abgeschlossen. Zur gleichen Zeit war er Mitglied im Sinfonie Orchester "basel sinfonietta" und gründete die "Stephan Kurmann Strings" mit Andy Scherrer, Adrian Mears, Julio Barreto, Willy Kotoun und einem Streichquartett. Von dieser Formation sind bisher 5 CDs erschienen. Seine Arbeit als Sideman ist auf einer Vielzahl weiterer CDs dokumentiert (u.a. mit Dado Moroni, Alice Day, Doug Hammond, Dick De Graaf, Andrea Pozza, Mark Soskin, Feya Faku, Roberto Tarenzi, Jeff Boudreaux). Darunter sind auch einige CDs welche in Brasilien produziert wurden (u.a. mit Esdras "Neném" Ferreira, Guinga, Marina Machada, Lincoln Cheibb, Beto Lopes, Andre "Limao" Queiroz, Pedro Morais, Wilson Lopes, Carla Villar), wo er von 2003-2008 halbzeitlich lebte und arbeitete. 1994 gründete er den bird's eye jazz club, ist seither künstlerischer Leiter und tritt dort auch selber regelmäßig in den unterschiedlichsten Formationen auf, darunter auch viele welche eigens zu diesem Zweck zusammengestellt wurden. Bands welche seit längerem bestehen und gelegentlich auf Tour sind: Stephan Kurmann Strings, Adrian Mears New Orleans Hard Bop, Nat Su Quartet, Cojazz, Isla Eckinger Quartet, Alieksey Vianna Trio, Scherrer-Evans-Kurmann-Rossy, the bird's eye soundship, Su.Vianna.Kurmann.Barreto, Makaya and the New Tsotsis u.a.
Dank seiner großen Erfahrung ist er mit den verschiedensten Musikstilen vertraut. Sein perfektes Timing und sein tiefes Gespür für musikalische Abläufe gibt jeder Band in der er mitwirkt eine besondere Unterstützung und rhythmische Grundlage. Dafür und wegen seiner innovativen Sololeistungen ist er einer der meistgefragtesten Bassisten in Europa.
Geboren 1963 in Zürich. Musikstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Graz, Österreich und am Berklee College of Music, Boston, USA (Professional Music Diploma). Aktiv in der schweizer Szene seit 1987, u.a. mit Urs Blöchlinger, Omri Ziegele, Franco Ambrosetti. Trio Arbeit mit Dieter Ulrich und Lindsay Cooper, Stefan Kurmann und Norbert Pfammatter. Mitglied von Herbie Kopf's "Lop-Sided-Band" und "Hip Noses". Leitung von "The International Hashva Orchestra" mit Mark Turner, Mike Kanan, Joe Martin und Jorge Rossi. Festivalauftritte in Europa, Russland, Balkan, Baltikum, Karibik. Werkjahr der Stadt Zürich; Kompositionsauftrag des Kantons Zürich für "The International Hashva Orchestra". Dozent für Saxophon, Ensemble und Jazz Harmonielehre an der Musikhochschule Luzern. Autor eine Lehrmittels für Jazz Harmonielehre, herausgegeben von der Musikhochschule Luzern. Zahlreiche Aufnahmen, u.a. mit Herbie Kopf's "Hip Noses", Herbie Kopf's "Lop-Sided Band" im Duo mit Fredi Lüscher und unter eigenem Namen mit "The International Hashva Orchestra", dem Nat Su Quartett und dem Nat Su Trio.
Infolge Krankheit von Andy Scherrer spielte der Zürcher Altsaxofonist Nat Su
Basler Weltklasse
Der 1946 geborene Basler Tenorsaxofonist Andy Scherrer hat uns noch nie enttäuscht. Ob als Bandleader oder Mitglied von Magog und dem Vienna Art Orchestra: Stets hat er mit seinem runden, weichen, nuancenreichen Ton und seiner melodischen Erfindungskraft überzeugt. Auch die neue CD des bescheidenen Meisters bereitet wieder ungetrübte Freude. Scherrer hat sie in Quartettformation eingespielt, mit dem aus Detroit stammenden Pianisten William Evans, dem Basler Bassisten Stephan Kurmann und dem in Barcelona geborenen Drummer Jorge Rossy, der durch seine Zusammenarbeit mit Brad Mehldau und Wayne Shorter zu Ruhm gelangt ist. «Peace» von Horace Silver wurde Ende April 2012 im Basler Klub Bird's Eye mitgeschnitten (schon Scherrers Kadenz am Ende des Stücks lohnt ?den Kauf der CD), die übrigen sieben Tracks wurden zwei Wochen später im Studio aufgenommen. Je einer Komposition von Evans («Room 225») und Scherrer («Flatus Cerebralis») stehen sechs Standards gegenüber. Den «Jitterbug Waltz» von Fats Waller haben wir seit den späten Tagen von Zoot Sims nie mehr so schön gehört, «We See» von Thelonious Monk erfährt eine kongeniale Interpretation, und in «I'm Old Fashioned» von Jerome Kern weiss man gar nicht, was man mehr bestaunen soll: Evans' perlende Läufe, Scherrers Höhenflüge oder die Massarbeit der swingenden Rhythmusgruppe.