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Der Bundesrat hat am 27. Januar 2021 die «Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) im Bereich des internationalen Personenverkehrs» angepasst. Einerseits verlangt er bei der Einreise vermehrt negative Tests, andererseits hat er die Quarantäneregel überarbeitet. Unter gewissen Umständen ist eine verkürzte Quarantäne möglich. Die Verordnung tritt am 8. Februar 2021 in Kraft.
Hintergrund für die Überarbeitung der Verordnung ist, dass manche Personen mangels Symptomen ihre Virusinfektion nicht wahrnehmen und nicht wissen, dass sie ansteckend sind. Daher müssen Einreisende in die Schweiz mit dem Flugzeug oder aus Risikogebieten/-staaten einen negativen PCR-Test vorlegen.
Nach wie vor gelten Gebiete und Länder, in denen die Neuinfektionen in den letzten 14 Tagen um mehr als 60 pro 100'000 Personen höher sind als in der Schweiz, als Risikogebiete/-staaten. Sollte es unmöglich sein, diese Zahl zu bestimmen, so lässt sich auch auf den Hinweis auf ein erhöhtes Übertragungsrisiko abstützen. Ein solcher Hinweis kann die Einreise von infizierten Personen in den letzten vier Wochen aus gewissen Gebieten oder Staaten sein. Neu hinzugefügt hat der Bundesrat das Kriterium der COVID-19-Mutationen. Gebiete oder Staaten mit einer nachgewiesenen Mutation, die ansteckender ist oder einen schwereren Krankheitsverlauf auslöst, können ebenfalls auf die Risikoliste gesetzt werden.
Wer in die Schweiz einreisen möchte
Mit Ausnahme von Personen aus Grenzgebieten mit engem wirtschaftlichem, gesellschaftlichem und kulturellem Austausch müssen einreisende Personen grundsätzlich ihre Kontaktdaten elektronisch oder auf Papier erfassen und zur Verfügung stellen. Die Unternehmen des internationalen Verkehrs sind für die Erfassung zuständig. Sie müssen diese Daten dem Bundesamt für Gesundheit BAG auf Anfrage zugänglich machen, während 14 Tagen aufbewahren und danach vernichten.
Wer aus Risikogebieten/-staaten einreisen möchte, muss einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Das Gleiche gilt für die Einreise mit dem Flugzeug. Hier spielt es jedoch keine Rolle, woher die Person kommt. Sie muss in jedem Fall einen Test vorlegen, ansonsten kann ihr die Einreise verweigert werden.
Die Liste mit den aktuellen Risikogebieten/-staaten finden Sie auf der Website des BAG.
Nach der Einreise in Quarantäne gehen
Personen, die sich während der zehn Tage vor ihrer Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen zusätzlich zum negativen Test zehn Tage in Quarantäne gehen. Mit einem zweiten Negativtest können sie um drei Tage verkürzen. Zudem müssen sie ihre Einreise innerhalb von zwei Tagen behördlich melden.
Davon ausgenommen sind Personen,
- deren Tätigkeit in der Schweiz zur Aufrechterhaltung gewisser Bereiche beiträgt,
- die Personen oder Güter über die Grenze transportieren,
- die aus beruflichen oder medizinischen Gründen einreisen oder deshalb in Risikogebieten waren,
- die weniger 24 Stunden in einem Risikogebiet waren,
- die auf der Durchreise sind,
- die an einer Veranstaltung (berufsbedingter Sportwettkampf, Kulturanlass oder Fachkongress) in einem Risikogebiet teilgenommen und das Schutzkonzept eingehalten haben,
- die sich innerhalb der letzten drei Monate infiziert haben und als geheilt gelten.
Arbeitgebende müssen prüfen, ob die Tätigkeit ihrer Mitarbeitenden in der Schweiz wirklich notwendig ist, und das bescheinigen.