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Praxis für Psychoanalyse
Schwierigkeiten können unüberwindbar erscheinen, und der Leidensdruck kann so gross werden, dass eine therapeutische Unterstützung notwendig wird. Die psychoanalytische Theorie geht davon aus, dass aktuelle Schwierigkeiten fast immer in Verbindung mit Erfahrungen aus der Kindheit stehen.
Durch unbewusste Wiederholungen in bestimmten Lebenssituationen werden alte Konflikte reaktiviert, die sich im sozialen Kontext behindernd bemerkbar machen. Psychische Schwierigkeiten als das Ergebnis von Kommunikationsstörungen zwischen Menschen zu verstehen, ermöglicht es uns, diesen mit mehr Verständnis für sich selber zu begegnen.
In der psychoanalytischen Arbeit versuchen Klient und Psychoanalytikerin diese Kommunikationsstörungen zu eruieren, ihnen einen Sinn zu geben und sie damit verständlich zu machen. Wenn das gelingt, wird eine korrigierende emotionale Erfahrung möglich.
Gruppenanalyse
Die Besonderheit der Gruppenanalyse liegt darin, dass sie die soziale Natur des Menschen in den Vordergrund stellt. Der Mensch wird in ein soziales Netz hinein geboren, über welches Sprache, Normen, Kultur und Geschichte vermittelt werden. Das bedeutet, dass der Mensch nur als Mit-Mensch existiert und Individualität nur im Kontext der Gruppe wahrgenommen wird. Wenn Menschen zusammenkommen, so entwickelt sich auf einer nichtsprachlichen Ebene sofort ein Netzwerk von Beziehungen, in dem die Einzelnen agieren und interagieren, aber niemals nicht kommunizieren. Die Grundannahme der Gruppenanalyse lautet dementsprechend, dass individuelle Störungen als Niederschlag der sozialen und kulturellen Umgebung zu verstehen sind. Auf diesem Hintergrund wird denn auch eine Störung des Einzelnen als Ergebnis einer Kommunikationsstörung verstanden.
Methode
Die Gruppenanalyse nach S.H.Foulkes (1898-1976) basiert auf den Theorien der Psychoanalyse, der Soziologie, der Gestalttherapie und der Neurologie.