Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03622.jsonl.gz/2050

03011101
In den 60er und 70er Jahren nahmen die Studierendenzahlen an der ETH insgesamt und auch im Gebiete der Mathematik rasant zu. Wegen der Lehrleistungen an anderen Fachabteilungen war die Mathematik davon ganz besonders betroffen, so dass sich eine kontinuierliche Vergrösserung des Lehrkörpers ab Mitte der 60er Jahre aufdrängte.
Die zahlreichen Neuberufungen in dieser Zeitspanne ermöglichten es, an der ETH auch wichtige neue Gebieten der Mathematik abzudecken: Die Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik, das Gebiet des Operations Research sowie – im Zusammenhang mit den ersten Computern – die angewandte und numerische Mathematik und die Logik. Dieser Ausbau, der vor allem die angewandte Seite betraf, verlief nicht immer ganz ohne Widerstände seitens der traditionellen mathematischen Richtungen, aber die in jener Zeit expandierenden Mittel machten es glücklicherweise möglich, gleichzeitig auch die theoretische Mathematik weiter zu fördern.
Im Jahre 1975 gab sich die Mathematik an der ETH die Struktur eines Departementes. Dieser Schritt erfolgte lange vor der Departementisierung der ganzen ETH und ist auf das Bedürfnis nach einer klareren organisatorischen Trennung von der Physik zurückzuführen. Im Jahre 1981 konstituierte sich die Informatik als eigene Abteilung IIIC, was eine Verschiebung von einer Reihe von Professuren weg vom Mathematik-Departement bedeutete; die theoretische Informatik und das benachbarte Gebiet der Logik blieben allerdings am angestammten Platz.
Ab Anfang der 90er Jahre konnte an der ETH die Finanz- und Versicherungsmathematik wesentlich ausgebaut werden; die entsprechende Studienrichtung hat inzwischen unter den Studierenden grossen Anklang gefunden.
©
2011
ETHistory 1855-2005
| Last update:
10.3.2005 |
!!! Dieses Dokument stammt aus dem ETH Web-Archiv und wird nicht mehr gepflegt !!!
/rueckblicke/departemente/dmath/entwicklung