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Als Reginbert der Jüngere am 27. März 858 (erste Erwähnung der Pfarrei) seinen Anteil an der Kirche Turbenthal dem Kloster St. Gallen übertrug, bildete diese schon den Mittelpunkt einer Pfarrei. Er oder seine nächsten Vorfahren hatten ein erstes Gotteshaus gestiftet, das dem heiligen Gallus geweiht war.
Der «Anfang des buws» geschah (wie eine Inschrift besagt) noch im Jahre 1510 und schritt, mitfinanziert von Bischof Hugo von Kontanz, rasch voran. Dieser, gebürtig von Hohenlandenberg, schenkte insgesamt 252 von insgesamt 600 Pfund. Das Werk wurde schon 1512 vollendet.
Der letzte katholische Pfarrer aus der Zeit war Kaspar Huoter, der erste reformierte Pfarrer (1526) hiess Max Büchi.
(Aus dem Buch «Geschichte von Turbenthal I» von Hans Kläui)
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verschaffte sich die Textilindustrie in unser Dorf Eingang und begann, sich zu entwickeln. Mit dem Aufblühen kamen in den achtziger Jahren wieder Katholiken ins mittlere Tösstal. Nach mühseliger Vorarbeit entstand 1897 in Kollbrunn die erste katholische Kirche und sechs Jahre später erhielt auch Bauma eine Missionsstation.
Auf Bemühungen von Pfarrer Federer von Kollbrunn und dank des Entgegenkommens der hiesigen Primarschulpflege konnte im alten Primarschulhaus in Hutzikon ein Schulzimmer gemietet werden, das in eine Kapelle umgewandelt wurde. Anfang 1919 wurde der erste Gottesdienst gehalten.
Im Juni 1931 sprach der Churer Bischof zu Pfarrer Hugo Paul:«Gehen Sie nach Turbenthal. Sammeln Sie die dortigen Katholiken. Gründen Sie eine katholische Gemeinde. Mittel sind keine vorhanden!». Gesagt, getan. In guter Zusammenarbeit mit den hiesigen Katholiken und den auswärtigen Wohltätern war es möglich, einen Fonds zum Ankauf eines Bauplatzes anzulegen.
Am 12. Februar 1934 begannen die Aushubarbeiten für Kirche und Pfarrhaus und bereits am 2. Sonntag nach Ostern, am 15. April, weihte der Bischof von Chur, Dr. Laurentius Vinzenz, den Grundstein unserer Kirche zu Ehren des heiligsten Herz Jesu feierlich.
Am 27. Oktober war die Glockenweihe vollzogen und zwei Tage später begann der Aufbau der Orgel. Am 5. November bezog Pfarrer Paul das Pfarrhaus und schon am 25. November segnete der gleiche Bischof Kirche und Pfarrhaus ein.
«Dem Herrgott sei Dank und Ehre, der durch seinen sichtbaren Segen alles so gut gefügt hat!» (Hugo Paul, Pfarrer)