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2006 sind in der Schweiz mit 7 Mio. Fr. mehr als doppelt so viele Musiktitel aus dem Internet heruntergeladen worden wie im Vorjahr.
Der legale Downloadmarkt entwickle sich erfreulich, schreibt der
Interessenverband der schweizerischen Tonträgerproduzenten (IFPI) in
einer Mitteilung. Allerdings könnten die Verluste im physischen
Tonträgermarkt noch bei weitem nicht kompensiert werden.
Die Probleme der Musikwirtschaft seien in der laufenden Revision des
Urheberrechtsgesetzes noch nicht erkannt worden, kritisieren die
Tonträgerproduzenten. Es gelte zu verhindern, dass die Schweiz das
europäische Land mit dem schwächsten Rechtsschutz für Kulturschaffende
bleibe.
Weltweit hat die Musikindustrie im Vorjahr rund zwei Milliarden Dollar mit dem Verkauf von Musik-Downloads umgesetzt. Das Geschäft entspricht mittlerweile schon zehn Prozent des Gesamtumsatzes am Musikmarkt.
Umsatzrückgang im traditionellen TonträgermarktDie Tonträgerproduzenten verzeichnen zum sechsten Mal in Folge einen Umsatzrückgang im traditionellen Tonträgermarkt: Der Umsatz verringerte sich 2006 um 30 Mio. Fr. oder 13,5 Prozent. Insgesamt wurden Tonträger für 191 Mio. Fr. verkauft. Der höchste Umsatz war 1995 mit 317 Mio. Fr. erzielt worden.
2006 verkauften die Schweizer Tonträgerproduzenten insgesamt 11,4 Millionen CDs (Vorjahr: 13,6 Mio.). Die Zahlen und Umsätze der verschiedenen Jahre sind allerdings nur bedingt vergleichbar, da sich der Mitgliederbestand des Interessenverbandes leicht verändert hat. Die Mitglieder repräsentieren rund 90 Prozent des Schweizer Musikmarktes.