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Die Ribosomen sind die Protein-Fabriken der Zelle. Sie ketten eine Aminosäure nach der anderen zusammen. Danach faltet sich die Aminosäure-Kette in die endgültige Form des Proteins. Wie eine Kette gefaltet wird, hängt davon ab, welche Aminosäuren darin vorkommen. Im Labor lassen sich Proteine „röntgen“, und danach kann man mit Hilfe des Computers Modelle ihrer Struktur erstellen.
Proteine sind Baumaterialien und Arbeiter der Zellen
Es gibt viele verschiedene Proteine. Jedes von ihnen hat eine ganz bestimmte Funktion im Körper zu erfüllen. Ihrer Funktion entsprechend lassen sie sich in Gruppen einteilen:
- Struktur-Proteine: Sie sorgen für die Form von Zellen, Geweben und Organen. Ein Beispiel sind die sogenannten Glykoproteine, die in den Zellhüllen vorkommen.
- „Schutz-Proteine“: Sie dienen der Abwehr von Fremdstoffen, die in den Körper eindringen. Ein Beispiel sind die Antikörper, die Krankheitserreger binden und auf diese Weise unwirksam machen.
- Enzyme: Sie machen die grösste Gruppe der Proteine aus. Ihre Aufgabe ist es, chemische Reaktionen zu ermöglichen und zu beschleunigen. Ein Beispiel ist die DNA-Polymerase, welche DNA verdoppelt und repariert.
- Transport-Proteine: Sie können bestimmte Stoffe binden und transportieren. Ein Beispiel ist das Hämoglobin, das in den roten Blutzellen vorkommt und Sauerstoff von den Lungen in die übrigen Körperteile transportiert.
- Kontraktile Proteine: „Kontraktil“ heisst „fähig, sich zusammenzuziehen“. Gemeint sind Proteine, die für die Bewegung verantwortlich sind. Die zwei wichtigsten sind Aktin und Myosin im Skelettmuskel.
- Hormone: Sie dienen als Boten- und Regulationsstoffe. Ein Beispiel ist das Insulin, welches in der Bauspeicheldrüse produziert wird und im Blut für die Senkung des Blutzuckerspiegels sorgt.