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Actares, die Bewegung für eine verantwortungsvolle Wirtschaft, stellt an der Generalversammlung von Nestlé vom 12. April Fragen zur Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen wie Palmöl und Soja, bei deren Produktion häufig grosse Waldflächen zerstört werden. In den USA und Kanada führten Wasserentnahmen durch Nestlé zu heftigen Auseinandersetzungen, und in Südamerika sind Kontroversen in Gang über die Privatisierung von Grundwasser.
Nestlé will bis 2020 alle Produkte so herstellen, dass sie nicht zur Abholzung von wichtigen Waldgebieten beitragen. An der letztjährigen Generalversammlung forderte Actares, dass die Risiken von verstecktem Soja (welches in Nestlés Zulieferketten als Tierfutter verwendet wird und um ein Vielfaches gewichtiger ist als der direkte Einkauf) einbezogen werden. Nestlé hat reagiert und der Dialog mit den NGO ist angelaufen.
Um das ehrgeizige Ziel der „zero deforestation“ erreichen zu können, muss Nestlé die Anstrengungen zur besseren Rückverfolgbarkeit der eingekauften Rohstoffe auch auf die Palmölproduktion ausweiten. Actares verlangt, dass das verwendete Palmöl nachweislich nachhaltig produziert wird und skrupellose Produzenten, die sich hinter wenig verbindlichen Labels verstecken, aus der Lieferkette ausgeschlossen werden.
Internationale Medien berichten von Protesten gegen die übermässige Wasserentnahme durch Nestlé in den USA und Kanada. Ebenfalls kritisiert werden lächerlich geringe Steuerabgaben im Verhältnis zum erzielten Umsatz und abgelaufene Konzessionen. Actares erwartet von Nestlé eine friedliche Einigung mit der betroffenen Bevölkerung – schliesslich misst das Unternehmen der Wasserfrage eine hohe Priorität bei.
Auch in Südamerika gibt es Aufruhr rund um das blaue Gold. Actares erwartet transparente Informationen von Nestlé zu den Gerüchten über die grossflächige Privatisierung von Grundwasser in Südamerika, vor allem in Brasilien und Argentinien (Aquifer Guaraní).
Actares ist erfreut über die Qualität im Management von Nestlé. Aber auch bei guten Leistungen sind die Vergütungen für den CEO und den Verwaltungsratspräsidenten viel zu hoch, weshalb sie von Actares abgelehnt werden.
Votum von Actares (nur auf Französisch).