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60 Jahre Land Rover: Ein Ritt durchs Gelände
06.05.2008
Als Urtyp des Geländewagens gilt der Land Rover. Mit ihm hat die mittlerweile 60-jährige Geschichte des britischen Herstellers begonnen. Noch ohne den Namen Defender feierte er als „Land Rover“ 1948 sein Debüt auf der Amsterdamer Autoausstellung. Von da an entdeckten vor allem das Militär, das Rote Kreuz und Tierschutzorganisationen das robuste Geländefahrzeug für ihre Zwecke. Im Lauf der Jahre wurden nur wenige Veränderungen an dem Offroader vorgenommen, bis er 1990 aufgrund der Einführung des Discovery die Zusatzbezeichnung „Defender“ erhielt.
Mit dem neuen Modell Range Rover wurde 1970 ein geländetaugliches Fahrzeug mit komfortabler Ausstattung vorgestellt, das auch auf der Strasse eine gute Figur machte und zudem über die Vorzüge eines Kombis verfügte.
Insgesamt gingen bis heute rund 50% der produzierten Defender an Militär und Zivilbehörden. Grund für den Erfolg war vor allem seine robuste Bauart; noch heute ist ein Grossteil aller jemals gebauten Fahrzeuge auf den Strassen der Welt unterwegs. Dabei hilft neben dem stabilen Leiterrahmen, der Starrachse und der allgemein sehr reparaturfreundlichen Technik auch die wegen des Eisenmangels nach dem Krieg teilweise aus Aluminiumblechen gefertigte Karosserie. Rost kann ihr nur wenig anhaben. Bis 1970 war der kernige Geländewagen das einzige Modell des Herstellers. Dann wurde mit dem Range Rover ein geländetaugliches Fahrzeug mit sehr komfortabler Ausstattung und einem sehr grosszügigen Platzangebot vorgestellt.
Ein kleineres Schwestermodell ist dem Range Rover erst 1989 mit dem Discovery zur Seite gestellt worden. Als Familien-Offroader ist er zum Verkaufsschlager geworden.
So hat ein geländegängiges, allradgetriebenes Fahrzeug erstmals sowohl im Schlamm als auch vor der Oper eine gute Figur gemacht. Heute ist das ganz normal: Luxus-SUV orientieren sich immer noch an ihrem britischen Vorläufer und verbinden Lifestyle- und Offroad-Gene. Ein kleineres Schwestermodell ist dem Range Rover erst 1989 mit dem Discovery zur Seite gestellt worden. Als Familien-Offroader ist er zum Verkaufsschlager geworden. Bis heute, und damit innerhalb von 19 Jahren, sind weltweit mehr als 800’000 Einheiten des Discovery verkauft worden. Zum Vergleich: Erst 1976, 28 Jahre nach dem Debüt des ersten Land Rover, konnte der Hersteller mit zwei Modellen die Marke des einmillionsten Fahrzeugs knacken.
Als Premium-Kompakt-SUV ist der Freelander 1997 auf den Markt gekommen, der als erster Land Rover nicht der strengen Geländewagenlehre entsprach, da er zum Beispiel keine Geländeuntersetzung vorweisen konnte.
1997 ist schliesslich der Freelander als Premium-Kompakt-SUV auf den Markt gekommen, der als erster Land Rover nicht der strengen Geländewagenlehre entsprach. Er konnte keine Geländeuntersetzung vorweisen, und statt Starrachsen verfügte er über Einzelradaufhängung. Die Karosserie war selbsttragend. Den vorläufigen Schlusspunkt in der Modellpalette setzte 2005 der Range Rover Sport, der eine dynamischere Spielart zu seinem Basismodell Range Rover bietet. Parallel dazu wurden die anderen Modelle kontinuierlich aufgefrischt und technisch verbessert. Der Hersteller schreibt sich unter anderem Innovationen wie Aluminiumkarosserie, Luftfederung und Kreuzventile für maximale Verschränkung, die Bergabfahrhilfe und einen Tankschutz zur Vermeidung einer Fehlbetankung auf die Fahne.
Studie LRX mit Turbodiesel-Hybridantrieb.
Einen Ausblick auf die Zukunft gibt die im Januar in Detroit präsentierte Studie LRX mit Turbodiesel-Hybridantrieb. Unter dem hochliegenden, coupéartigen Blechkleid verbirgt sich ein echter Offroader. Der Dreitürer mit den schmalen Scheinwerfern verfügt über einen permanenten Allradantrieb sowie über eine Bergabfahrkontrolle. Mit seinen kompakten Ausmassen ist der LRX nahe beim Freelander anzusiedeln, weshalb seine Serienfertigung noch offen ist. Eine Entscheidung wird Ende des Jahres erwartet. Um Kannibalisierungseffekte unter den eigenen Modellen zu vermeiden, ist zudem zu klären, ob er wie die Studie ein Dreitürer wird oder wie der Freelander ausschliesslich als Fünftürer auf den Markt kommen soll.
Die wirtschaftliche Geschichte der Marke Land Rover ist immer recht abwechslungsreich gewesen. Nach Rover, British Leyland, BMW und Ford gehören die Geländewagenexperten gemeinsam mit der Schwestermarke Jaguar seit kurzem zum indischen Mischkonzern Tata. Der ist mit den beiden britischen Neuzugängen in die Top 20 der grössten Automobilhersteller der Welt aufgestiegen und will sich dem westlichen Wettbewerb auf Augenhöhe präsentieren. Für Land Rover können neuer Schwung und frisches Geld nur gut sein.
„Edition 60yrs“ in Limitierter Stückzahl
Land Rover feiert am 30. April 2008 das 60-jährige Firmenbestehen. Aus diesem Anlass hat der britische Geländewagenhersteller vier Sondermodelle „Edition 60yrs“ in limitierter Stückzahl aufgelegt.
www.landrover.ch
José Peixoto/pd