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Im Rahmenübereinkommen gibt es keine Definition für den Begriff der nationalen Minderheit. Die Staaten sind also frei bei der Wahl der Minderheiten, die sie auf ihrem Staatsgebiet schützen wollen.
Gemäss der auslegenden Erklärung, die die Schweiz bei der Ratifikation des Rahmenübereinkommens abgegeben hat, gelten folgende Gruppen als nationale Minderheiten der Schweiz:
die Gruppen von Personen, «die dem Rest der Bevölkerung des Landes oder eines Kantons zahlenmässig unterlegen sind, die schweizerische Staatsangehörigkeit besitzen, seit langem bestehende, feste und dauerhafte Bindungen zur Schweiz pflegen und von dem Willen beseelt sind, zusammen das zu bewahren, was ihre gemeinsame Identität ausmacht, insbesondere ihre Kultur, ihre Traditionen, ihre Religion oder ihre Sprache».
In der Schweiz werden zurzeit die Angehörigen der nationalen sprachlichen Minderheiten, die Angehörigen der jüdischen Gemeinschaften und die sesshaft und fahrend lebenden Jenischen und Sinti und Manouches als nationale Minderheiten anerkannt.
Wortlaut des Rahmenübereinkommens
Unterschriften, Ratifikationsstand und Inkrafttreten des Rahmenübereinkommens zum Schutz nationaler Minderheiten, Europarat