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Die Verarbeitung von Schrott bedeutet die Reinigung des arktischen Territoriums, was auch eine Priorität der nationalen Strategie zur Entwicklung der russischen Arktiszone ist. Schrott aus der ehemaligen Sowjetzeit, der noch in der russischen Arktiszone liegengeblieben ist, könnte für den Export geschmolzen werden. So wird die CO2-Steuer auf diesen Stahl niedriger sein, meinte Alexander Vorotnikov vom Arctic Development Project Office (Pora) gegenüber TASS.
Bereits im Jahr 2020 erwog die Europäische Kommission eine grenzüberschreitende CO2-Steuer auf Waren, die in die EU importiert werden. Diese Regelung betrifft Güter, welche keine obligatorischen Zahlungen für Treibhausgasemissionen haben. Der neue Steuermechanismus könnte in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 bereit sein und die Steuer wird voraussichtlich 2023 eingeführt.
„Wir kennen die moderne Verarbeitung, die sogenannte „weiße Metallurgie“, die Herstellung von Stahl aus Schrott. Wenn wir Stahl direkt aus Schrott herstellen, überspringen wir alle früheren Stufen wie Erzabbau, sowie Schwarzmetallgewinnung und werden so weniger mit CO2-Abgaben belastet. Wir könnten erneuerbare Energien verwenden, und somit wird die Kohlenstoffausstoss viel geringer sein. Wenn wir diesen Stahl exportieren, wird die CO2-Steuer viel niedriger sein“, sagte der Experte.
Die Verarbeitung von Altmetall bedeutet außerdem die Säuberung des arktischen Territoriums, was eine Priorität der vom Präsidenten genehmigten nationalen Strategie zur Entwicklung der russischen Arktiszone ist.
Zuvor sagte der Gouverneur der Nenzen-Region, Yuri Bezrodnyi, dass das arktische Territorium der Region 2’500 nutzbare Objekte für die Verwertung aufweist, darunter verlassene Wasserfahrzeuge, Leuchttürme und Gebäude. Der Gouverneur von Jakutien, Aisen Nikolayev meinte, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre die arktischen Küstengebiete von 100’000 Tonnen Altmetall gesäubert werden soll.
Heiner Kubny, PolarJournal