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- Die rechte Partei «Centro Democrático» hat bei den Parlamentswahlen in Kolumbien die meisten Stimmen geholt.
- Die Partei von Ex-Präsident Álvaro Uribe kam nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen auf 16,5 Prozent für den Senat und 16,1 Prozent für die Abgeordnetenkammer.
- Die drei Parteien der Zentrumskoalition von Präsident Juan Manuel Santos kamen zusammen auf 38 beziehungsweise 43 Prozent.
- Weit abgeschlagen mit unter einem Prozent Wähleranteil lag die nach dem Friedensschluss 2016 in eine Partei umgewandelte Farc.
Für viele Kolumbianern ist die Farc nach dem jahrzehntelangen Konflikt ein Feindbild. Der ehemaligen Guerilla stehen nach den Bestimmungen des Friedensvertrags aber unabhängig von ihrem Stimmenanteil je fünf der insgesamt 166 Sitze im Abgeordnetenhaus und der 102 Senatssitze zu.
Über die Zukunft des Friedensabkommens herrscht Ungewissheit. Die Partei um Wahlsieger Álvaro Uribe lehnt Teile des Abkommens ab. Mit rechten Koalitionspartnern im Kongress verfügt Uribe über eine knappe Mehrheit. Eine Koalition könnte die weitere Umsetzung des Abkommens blockieren.
36 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen, die Wahlbeteiligung lag unter 50 Prozent. Die Abstimmung galt auch als Test für die Präsidentenwahl am 27. Mai. Der aktuelle Präsident Juan Manuel Santos darf wegen der geltenden Amtszeitbeschränkung nicht mehr antreten. Für seine Bestrebungen um ein Abkommen mit der Farc hatte Santos 2016 den Friedensnobelpreis erhalten.