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Der königliche Stil
Koong Joong = Königshof = Royal
Die Ursprünge von Koong Joong Hap-Ki-Do können bis zu 2ooo Jahre zurückverfolgt werden. Die Geschichte setzt sich aus 3 Herkunftslinien mit ihren spezifischen Eigenschaften zusammen:
1 Sado Moo Sool
Sado Moo Sool sind die Techniken, welche von der gewöhnlichen Bevölkerung entwickelt und innerhalb ihrer Famlienclans weitergegeben wurden. Sie mussten sich gegen An- und Übergriffe von anderen Räubern, wilden Tieren und auch Rittern zur Wehr setzen. Ihnen waren dabei oft Alltagsgegenstände hilfreiche Waffen. Traditionelle Waffen aus dieser Herkunft sind das Seil, der Gurt (welcher Teil der traditionellen Kleidung war) oder der Spazierstock. Heute können wir aus einer zusammengerollten Zeitung ganz einfach einer effizienten Waffe herstellen.
2 Bulkyo Moo Sool
Bulkyo Moo Sool fasst die Techniken der buddhistischen Mönche zusammen. Ihnen wird zugeschrieben, die Hebeltechniken entwickelt oder zumindest weiterentwickelt zu haben. Der Grundsatz "Du sollst anderen keinen Schaden zufügen" gilt auch umgekehrt: lass nicht zu, dass dir jemand Schaden zufügt. Die Hebeltechniken eignen sich besonders gut dazu, einen Angriff umzuleiten und die Kraft des Angreifers gegen diesen selbst zu richten. Die Waffe, die den Mönchen zugeschrieben wurde, ist der Langstock. Er soll als Gehstock fungiert haben, konnte aber auch sehr effektiv zur Verteidigung eingesetzt werden.
3 Koong Joong Moo Sool
Koong Joong Moo Sool sind die Kampftechniken des Königshofs. Im ganzen Königreich war es nur den Rittern des Königshofs erlaubt, Waffen zu tragen. Das Schwert ist auch die erste Waffe, welche als solche konzipiert wurde; sie taugt nicht zum Pflügen der Äcker oder als Gurt die Jacke festzuhalten... Diese Elitekämpfer wurden in allen Formen des Kampfes unterrichtet. Waffenlose Selbstverteidigung genauso wie diverse Waffentechniken. Die koreanischen Krieger waren sehr gute Reiter und ihrer Kurzbögen wegen sehr gefürchtet. Weitere Aspekte ihrer Ausbildung waren Schriftkunde, Religion und Philosophie. Zudem mussten sie für den Fall einer Verletzung gewisse Selbstheilungstechniken kennen, um schneller wieder zu genesen.
Koong Joong Hap-Ki-Do
Im Koong Joong Hap-Ki-Do ist eine harmonische Verschmelzung dieser drei Herkunftslinien erreicht worden. Dazu kommen Einflüsse aus dem japanischen Daitō-ryū Aiki-jūjutsu, welches selbst wiederum Wurzeln in diesen alten koreanischen Kampfkünsten hat und durch Choi Yong Sool aus Japan in die alte Heimat Korea zurückgebracht wurde.