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Challenge23 Togo, war ein gemeinsames Abenteuer von Frontiers, StartupMinistries und MissionPlus.
Mit dabei waren 35 Teilnehmende aus der Schweiz, um die 70 aus Togo und Einzelne aus dem Benin, Tschad und Burkina Faso. «Taffes Programm wie in einem Armeecamp, aber zum Glück für Jesus!», habe ich einmal in einen Chat geschrieben. Am Morgen haben uns Teachings, Lobpreis und Gebet auf unseren Einsatz am Nachmittag vorbereitet. «Wir lernen gute Methoden und effiziente Arten das Evangelium ganzheitlich und für Gruppen zu verkünden, so wie es Paulus und die Jünger von Jesus gemacht haben», war eine weitere Notiz für den Chat. Am Abend haben wir das Erlebte in Gruppengesprächen verarbeitet.
Die Wunde am Bein
Jeder gemischten Zehnergruppe wurde ein Quartier oder ein Dorf zugeteilt, das sie während den vier Wochen um die zwanzig Mal besuchten. Mamy berichtet: «In einem Moment des Gebets bekamen wir den Eindruck, dass eine junge Person wichtig sein wird, um ein Haus des Friedens zu finden. So beteten wir weiter für eine Mutter und einen jungen Mann, die wir kennengelernt hatten. Er hatte eine Wunde am Bein, die seit dreieinhalb Jahren nicht heilte und das normale Wachstum hinderte. Durch unsere Gebete begann die Wunde zu bessern und die Haut begann sich zu schliessen. Diese Mutter und ihr Sohn haben anderen Menschen von Jesus erzählt. Schlussendlich liessen sich sechs Personen im Haus taufen, die nun gemeinsam in der Bibel lesen und eine Hauskirche bilden». Dieser junge Mann lud seine Freunde ein und erzählte ihnen, was er von der Geschichte des verlorenen Sohnes behalten hatte – diese Situation hat mich tief berührt.
Ein Plastiktischtuch als Taufbecken
Die Grossmutter eines Familienclans konnte nicht mehr gehen und wir boten ihr Gebet an. Ihre Kraft nahm zu, auch wenn sie nicht gehen konnte. Mehrere wollten Nachfolgende von Jesus werden und sich taufen lassen. So auch die Grossmutter, doch wie? Der Gang zum Fluss war unmöglich. Ich überlegte und suchte das Zentrum, wo wir wohnten, nach etwas Brauchbarem für eine Taufe ab. Mein Blick fiel auf eine Plastiktischdecke. Genau. Das war die Lösung! Einige hielten die Ecken des Tischtuches, während andere am Brunnen Wasser schöpften und dieses in unser «Taufbecken» gossen. Kossivi erzählt: «Als wir die Großmutter tauften und um den Heiligen Geist beteten, spürte sie die Gegenwart Gottes und sie hatte viel Freude und sang Lieder. Die Freude ist wirklich in diese Familie eingezogen. Vorher war alles traurig. Alle haben Befreiung empfangen. Es gibt keine Angst oder Sorgen mehr. Sie haben fröhliche Gesichter. Die Mutter sagte, sie sei wie in einer Wolke gewesen und jetzt sehe sie klar.»
Die Frau im grünen Kleid
«Schon in der Schweiz hatte eine Frau in der Kirche den Eindruck, dass wir eine Frau in der Nähe der Moschee treffen werden, die grün gekleidet ist. Am ersten Tag war die erste Person, mit der ich sprach, R. Sie wohnte in der Nähe der Moschee und trug ein grünes Kleid. Sie war einverstanden, dass wir für sie beteten. Danach wollten auch alle anderen Frauen Gebet und Ratschläge für ihr Leben. Am nächsten Tag freute sie sich sehr, uns wiederzusehen, und wir besuchten die Frau zu Hause. Sie hatte das Evangelium gut verstanden und bereute viele Dinge, die sie in ihrem Herzen hatte. Sie hat Jesus als ihren Retter und Herrn in ihr Leben eingeladen. Sie wollte das mit ihrer Familie und ihrem Mann teilen. Dann sahen wir sie nicht mehr. Wir schickten ihr eine ermutigende Nachricht, dass sie an Jesus festhalten solle und dass wir für sie beten würden. Wahrscheinlich lehnte der Ehemann ab und sie musste sich zurückziehen». «Auch trafen wir S. und A. auf dem Weg und beteten für S. Dann teilten wir das Evangelium und beide nahmen es an. Sie trugen Schutzarmbänder, machten Reinigungsrituale, sahen Schlangen und der Tod verfolgte sie. Am nächsten Tag beteten wir mit einem Leiter um Befreiung – Freude kam in ihnen auf. Sie taten tiefgreifende Busse und wir tauften die beiden Frauen». Viviana
Kein Christ, der bloss rumsitzt
Gefordert waren wir als Team, wie auch als gesamte Gruppe durch krank sein und Müdigkeit. Und nicht jedes Team konnte begeistert von offenen Türen und Gottes Wirken berichten. Und dennoch: ich bin überzeugt, dass jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer Gott ganz persönlich erlebt hat. Am Schluss des Camps haben wir die Weiterbetreuung an die Eglise Apostolique Togo übergeben, unserer Partnerkirche vor Ort. 57 haben unterschrieben, dass mithelfen, die neuen Gläubigen zu begleiten. Insgesamt wurden 100 Leute getauft und 22 Häuser wurden mit dem Evangelium erreicht. Als Verantwortliche aus der Schweiz werden wir das Team vor Ort weiterhin durch punktuelle Besuche ermutigen und unterstützen.
Fabio, ein Schweizerteilnehmer, drückt pointiert aus: «Ich weiss jetzt, dass ich nicht ein Christ sein möchte, der nur in der Kirche rumsitzt und nichts macht.»