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Periodisch keine Schafskälte
In einer früheren Analyse der Periode 1981‒2007 war die Schafskälte nicht erkennbar. Der durchschnittliche sommerliche Temperaturanstieg im Juni zeigte vielmehr sehr regelmässig über den Monat verteilte kleine Temperatureinbrüche von ähnlichem Ausmass.
Daraus ist zu schliessen, dass bei der Herausbildung von periodischen Witterungseigenheiten der Zufall, das heisst die Wahl der Analyseperiode eine wesentliche Rolle spielt. Mit anderen Worten: Was in der einen Analyseperiode recht markant zum Ausdruck kommt, ist vielleicht bereits in der nächsten nicht mehr sichtbar.
Warum der Name „Schafskälte“?
Die Herkunft des Begriffs «Schafskälte» wird je nach Quelle unterschiedlich erklärt. In der deutschen Literatur wird der Begriff vielfach darauf zurückgeführt, dass die nasskalte Witterungsphase im Juni frisch geschorenen Schafen übel mitspielen kann. In den Schweizer Alpen erfolgt die Schafsschur jedoch bereits im April. Bis im Juni ist dann wieder genügend wärmender Schafspelz nachgewachsen. Vom 15. bis 20. Juni findet jedoch der Alpauftrieb der Schafe statt. Und dann kommt es oft vor, dass der Beginn der Alpsömmerung der Schafe mit nasskalten Bedingungen zusammenfällt, was zum Begriff «Schafskälte» geführt hat (mündliche Mitteilung durch Herrn Alexander Dönz, Chur, Juni 2009).
Referenzen
- Scherhag R., W. Lauer, 1982: Klimatologie. Das Geographische Seminar. Westermann Verlag, Braunschweig.
- Schirmer H., 1987: Meyers kleines Lexikon Meteorologie. Meyers Lexikonverlag. Mannheim, Wien, Zürich.