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Auch Darbellay bewirbt sich um einen Sitz im Staatsrat. Doch beide Männer wohnen im gleichen Bezirk und die Kantonsverfassung sieht vor, dass nur einer – nämlich derjenige mit dem besten Ergebnis – in die Regierung einziehen kann.
2008 hatte Darbellay die Vorwahlen der CVP in Martigny gegen Voide gewonnen, auch wenn die französischsprachige Walliser CVP danach Maurice Tornay zum Kandidaten wählte.
Angriff oder nicht Angriff?
Auf der neuen Liste «Rechtsbürgerliches Bündnis» stehen neben Voide die beiden Walliser SVP-Kandidaten Oskar Freysinger (bisher) und Sigrid Fischer-Willa. Die SVP habe die Verbindung mit Voide am Montag akzeptiert, teilte sie in einem Communiqué mit.
Der Präsident der Oberwalliser CVP, Anton Andenmatten, nimmt die Zusammenarbeit von Voide mit der SVP erstaunt zur Kenntnis. «Ich kann diesen Zusammenschluss nicht nachvollziehen.»
Es gehe nicht darum, Darbellay frontal anzugreifen, sagt Michael Graber, SVP-Fraktionschef im Walliser Kantonsparlament. Vielmehr will sich die SVP die Stimmen der rechtsbürgerlichen Walliserinnen und Walliser sichern, welche nicht SVP wählen. Doch: «Darbellay hat die SVP auch schon als Sekte bezeichnet. Wir müssen auf ihn also keine Rücksicht nehmen.»
Viele Kandidaturen
Die Ausgangslage für die Staatsratswahlen im Wallis ist äusserst spannend. Die CVP will ihre bisherigen drei Sitze mit drei Kandidaten verteidigen, die FDP versucht mit Claude Pottier und Frédéric Favre den vor vier Jahren verlorenen Sitz zurückzugewinnen.
Ddie SP geht mit einem Zweierticket – Esther Waeber-Kalbermatten (bisher) und Stéphane Rossini – in den Wahlkampf und der ehemalige Informationschef der Kantonspolizei Jean-Marie Bornet kandidiert als Unabhängiger.