Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03153.jsonl.gz/2975

Gallus Bär - das Krienser Gemeindewappen
Das Wappen von Kriens zeigt in Weiss auf grünem Boden rechts den heiligen Gallus mit schwarzer Kutte, gelbem Heiligenschein und Abtstab; links den holztragenden schwarzen Bären, der ein gelbes Brot erhält.
Die Darstellung des Holz tragenden Bären und des Brot verteilenden Gallus geht zurück auf die Legende einer Begegnung der beiden. Der Inhalt dieser Legende allerdings wird je nach Quelle unterschiedlich dargestellt.
In der einen Fassung wird davon erzählt, dass Gallus einen hungrigen Bären mit Brot fütterte. Dafür half der dankbare Bär Gallus eine Holzhütte zu bauen, die sich im Laufe der Zeit zu einem der grössten Schweizer Klöster - dem Kloster St. Gallen - entwickelte.
In einer anderen Fassung soll der Bär nachts in der Mühleggschlucht (im Kanton St. Gallen) dem schlafenden Hiltibod und Gallus begegnet sein. Gallus habe sich auch dann nicht einschüchtern lassen, als sich der Bär aufrichtete. Da soll Gallus dem Bären befohlen haben: "Ich gebiete dir im Namen des Herrn. Nimm dieses Holz und trage es ins Feuer!" . Der Bär gehorchte und trug das Holz zum Feuer. Gallus gab dem Bär anschliessend ein Brot unter der Bedingung dass er sich nie mehr erblicken sollte. Hiltibod soll alles mitgehört haben und sagte zu Gallus : "Jetzt weiss ich dass der Herr mit dir ist wenn selbst die Tiere des Waldes deinem Wort gehorchen." Der Bär tauchte nie wieder auf.
Diese Begebenheit war der Geschichte nach ein Zeichen Gottes an Gallus, dass er dort bleiben sollte. Der Bär wurde auch das Wappentier der Stadt St. Gallen.
Am 16. Oktober 640 (nach anderen Quellen: 620 oder 646-650) starb der heilige Gallus nach seiner letzten Predigt in Arbon. Dieser Tag, der Gallustag, wird heute auch in Kriens noch gefeiert.
Zu unterscheiden davon ist das offzielle Gemeindelogo, mit dem die politische Institution und ihre «Betriebe» (Heime, Schule etc.) nach aussen auftreten.