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Mit 7,2 km/h auf den Gornergrat
Geschichte 7
Vor der Eröffnung der Gornergrat Bahn dauerte die Wanderung von Zermatt zum 1854 gebauten Hotel Riffelhaus rund eineinhalb Stunden. Die Sesselträger rechneten für den Aufstieg rund vier Stunden. Teilweise nutzten die Reisenden auch die Möglichkeit, den Aufstieg mit dem Pferd oder mit einem Maultier zu bewältigen.
Ab dem 20. August 1898 verkürzte sich die Erreichbarkeit des Gornergrats deutlich. Die Rowan-Kompositionen der Gornergrat Bahn fuhren mit einer Geschwindigkeit von 7,2 km/h dem Gipfel entgegen. Reisende konnten den Gornergrat ab Zermatt in einer Stunde und dreissig Minuten erreichen. Die reine Fahrzeit lag bei 80 Minuten, in den Stationen Riffelalp und Riffelberg gab es jeweils einen Aufenthalt von fünf Minuten.
Raschere Erreichbarkeit
Vor der Eröffnung der Visp-Zermatt Bahn (VZ) und der Gornergrat Bahn dauerte die Reise von Visp auf den Gornergrat rund 13 Stunden. Mit der Inbetriebnahme der VZ benötigten Reisenden nur noch sieben Stunden. Mit der Eröffnung der Gornergrat Bahn 1898 verkürzte sich die Reise auf vier Stunden.
Drei Bahngesellschaften stellten die Bahnlinie von Lausanne durch das Wallis bis nach Visp und Brig 1878 fertig und ermöglichten so eine gute Erreichbarkeit von Westen her. Mit der Eröffnung des Simplontunnels 1906 durch die Schweizerischen Bundesbahnen verkürzte sich die Reisezeit auch von Italien her deutlich.
Von Norden dauerte die Fahrt von Zürich auf den Gornergrat rund 12.5 Stunden und von Bern rund neuneinhalb Stunden. Mit der Eröffnung der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) 1913 konnte die Reisezeit reduziert werden. Seit der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels 2007 können Bahnpassagiere den Gornergrat in einer Zeit von unter drei Stunden erreichen.