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Nur jedes zweite Unternehmen veröffentlicht Informationen zu seiner politischen und philanthropischen Spendentätigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt die heute von Ethos veröffentlichte Studie, die sich mit den 100 grössten in der Schweiz kotierten Unternehmen befasst. Gesamthaft betrachtet erläutern nur wenige Unternehmen ihre Spendenpolitik. Zudem ist die Immobiliengesellschaft Mobimo das einzige Unternehmen, das seinen Aktionärinnen und Aktionären den Gesamtbetrag seiner Spenden an der Generalversammlung zur Konsultativabstimmung vorlegt.
Von den 21 Gesellschaften, die politische Spenden tätigen und über diese kommunizieren, veröffentlichen nur vier die Höhe der zugeteilten Beträge. Bei den philanthropischen Spenden teilen 14 der 36 Unternehmen, die solche Vergabungen vornehmen, deren Gesamtbetrag mit.
Empfehlungen von Ethos
Angesichts der Kosten- und Reputationsrisiken, die von Spenden-Praktiken ausgehen können, empfiehlt Ethos den kotierten Unternehmen:
- Eine Politik in Sachen politische und philanthropische Spenden zu entwickeln, bei der das Zuteilungsverfahren klar definiert wird.
- Transparent über die Spenden zu kommunizieren. Dies beinhaltet vor allem, Informationen über die festgelegte Politik und die Spendenpraktiken des vergangenen Jahres öffentlich zugänglich zu machen.
- Der Generalversammlung eine Konsultativabstimmung über die Maximalbeträge zu unterbreiten, deren Zuteilung für das folgende Geschäftsjahr vorgesehen ist.
Öffentliche Diskussionsrunden
Aus Anlass der Veröffentlichung dieser Spendenstudie organisiert der Verein Ethos Académie zwei öffentliche Diskussionsrunden. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen mit Angabe der Teilnehmerzahl werden gern per E-Mail entgegengenommen: <email-pii>.
- Romandie: Donnerstag, 3. April um 18:15 in Genf, Hotel Royal Manotel, 41 rue de Lausanne (5 Min. zu Fuss vom Hauptbahnhof).
- Deutschschweiz: Donnerstag, 10. April 2014 um 18:00 in Basel, Altes Warteck, Clarastrasse 59 (Tram 2 oder 10, Haltestelle Basel Messeplatz).