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Auf den 46-jährigen Abgeordneten Owen Smith als einzigen Herausforderer entfielen lediglich 38,2 Prozent der Stimmen. Corbyn, der dem linken Parteiflügel angehört, konnte sein Ergebnis im Vergleich zu seiner ersten Wahl 2015 noch einmal steigern, damals hatte er 59,5 Prozent erhalten.
Corbyn ist an der Basis und bei den Gewerkschaften beliebt, in der oppositionellen Fraktion im Parlament aber wegen seiner linken Ansichten umstritten.
Nach dem Brexit-Votum vor zwei Monaten hatte es massive Kritik in seiner Labour-Partei an ihm gegeben, weil er sich nicht genügend für einen Verbleib Grossbritanniens in der EU eingesetzt habe. Knapp 52 der Briten stimmten für einen Austritt.
Die rund 650'000 Parteimitglieder und Sympathisanten hatten bei der Brief- und Onlinewahl rund einen Monat Zeit zur Stimmabgabe.
Corbyn, der bereits vor einem Jahr an die Parteispitze gewählt wurde, muss nach langem Richtungsstreit jetzt um die Einheit der Partei werben. Bereits am Sonntag beginnt in Liverpool ein dreitägiger Parteitag.
Er rief die Partei nach der Bekanntgabe des Ergebnisses zur Einheit auf. «Wir haben viel mehr gemeinsam, als uns trennt», sagte der 67-Jährige in Liverpool. (SDA)