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Das Jahr 2015 dürfte noch lange in Erinnerung bleiben. Im Frühling regnete es intensiv, Landstriche wurden unter Wasser gesetzt. Ab Juni schlug das Wetter – es wurde heiss und sehr trocken. Die Bauern mussten ihre Kulturen, dort wo möglich, wässern. In anderen Regionen, wo das Bewässern nicht möglich war oder verboten wurde, kam es zu Ernteausfällen.
Gute Wachstumsbedingungen
Das Wetter hat sich auf die Gemüsepreise im Detailhandel ausgewirkt, wie aus dem jüngsten Marktbericht Früchte und Gemüse des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) zu entnehmen ist. Die Preise von Salatgurken und Kopfsalat lagen ganzjährig unter den Preismittel der Jahre 2011-2014, Tomaten (rund) und Karotten wurden dagegen eher teurer als in den Jahren 2011-14 angeboten.
Die BLW-Experten führen die tieferen Preise bei den Salatgurken auf das gute Wachstum und ein damit sehr gutes Angebot während fast der ganzen Saison zurück. Auch beim Kopfsalat wurde der Durchschnittspreis der Vorderjahre nur während zwei Monate erreicht. Der Preisdruck wird auf die grosse Konkurrenz von anderen Salaten wie Eichblatt, Endivien und Frisée zurückgeführt. Zudem war das Angebot aufgrund des warmen und schönen Wetters ab Oktober überdurchschnittlich.
Bewässerung
Bei den Tomaten und den Rüebli führte die trockene und warme Witterung zu eher höheren Preisen. Die Tomaten reiften rascher ab, es kam kurzfristig zu einem Überangebot. In der Folge kam es aber zu einer Verknappung, die Preise stiegen an.
Die Karotten mussten 2015 verstärkt gewässert werden, zudem waren die Lagerbestände im Frühjahr tiefer als in den anderen Jahren. Die Preise lagen deshalb während 11 Monaten über den Durchschnittspreis der Jahre 2011 bis 2014.