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Bei Autoimmunerkrankungen wie z. B. Multipler Sklerose, Arthritis oder Lupus Erythematodes greifen die Abwehrzellen des Immunsystems keine Krankheitserreger, sondern körpereigenes Gewebe an. Als Sitz des Immunsystems spielt der Darm bei der Entstehung von Autoimmunerkrankung eine entscheidende Rolle. Denn genau wie eine gesunde Darmflora vor Autoimmunprozessen schützt, kann eine kranke Darmflora sie geradezu fördern. Daher kann die Sanierung der Darmflora eine wichtige Massnahme zur Prävention von Autoimmunerkrankungen darstellen.
Darmflora schützt vor Autoimmunprozessen
Eine ungesunde Darmflora kann viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben und wird inzwischen sogar mit der Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis und Lupus Erythematodes in Verbindung gebracht.
Ein Forscher-Team um Prof. Dirk Elewaut von der belgischen Universiteit Gent untersuchte, welche Störungen in der Darmflora es konkret sind, die möglicherweise zu Autoimmunprozessen führen könnten.
Die Wissenschaftler stellten fest, dass beispielsweise die starke Vermehrung eines bestimmten Darmbakteriums (Fadenbakterien vom Clostridia-Typ) im Darm zu Veränderungen im Lymphgewebe führen könnte.
Diese Veränderungen führen daraufhin zur Bildung von Antikörpern, die wiederum unkontrolliert Organe und Gewebe angreifen, wie es etwa bei Multipler Sklerose und Lupus Erythematodes der Fall ist.
Die Entstehung dieser Krankheiten folgt jedoch nicht unmittelbar auf die Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora.
In Prof. Elewauts Studie entwickelten die Probanden erst im späteren Verlauf des Lebens eine Autoimmunkrankheit, wenn sie in der Jugend einen hohen Clostridia-Anteil im Darm gehabt hatten.
Clostridia-Bakterien verursachen Autoimmunerkrankungen
Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen die Untersuchungen von Forschern der US-Universitäten Harvard Medical School und New York University.
Mäuse, die keimfrei aufwuchsen, entwickelten keine rheumatoide Arthritis. Das passierte erst, als die Tiere im Alter von drei Wochen Clostridia-Bakterien ausgesetzt wurden. Doch ist es nicht das Bakterium selbst, das zu den krankhaften Autoimmunprozessen führt.
Hsin-Jung Wu von der Harvard Medical School erklärt:
"Das Bakterium kreiert ein Umfeld, in dem die genetische Veranlagung [zu z. B. rheumatoider Arthritis; Anm. d. Red.] freie Bahn hat. Es ist eine Interaktion zwischen Genetik und Umwelt."
Wer also die genetische Veranlagung zu einem derartigen Gesundheitsproblem NICHT hat, kann u. U. sehr gut mit einem Clostridia-Befall leben – ohne je eine Autoimmunerkrankung zu erleiden.
Veränderte Darmflora bei Arthritis
Eine Studie aus dem Jahr 2013 liefert weitere Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Darmflora und der Entstehung von Autoimmunerkrankungen.
Forschern des NYU Langone Medical Center und der New York University School of Medicine aus den USA gelang es erstmalig, Veränderungen in der Darmflora von Arthritis-Patienten festzustellen.
Sie untersuchten Stuhlproben von 42 Arthritispatienten und 28 gesunden Erwachsenen. Dabei zeigte sich, dass die Arthritis-Patienten eine wesentlich höhere Bakterienanzahl vom Typ Prevotella im Darm hatten als die Gesunden. Auch handelte es sich um andere Prevotalla-Stämme, die im Darm der Kranken heimisch waren als jene Stämme, die in einer gesunden Darmflora ansässig waren.
Probiotika schützen vor Autoimmunerkrankungen
Bislang steht die Schulmedizin Autoimmunerkrankungen oft sehr hilflos gegenüber. Betroffene müssen starke Medikamente einnehmen, die nicht unbedingt den gewünschten Erfolg bringen.
Die neuen Forschungsergebnisse lassen jedoch hoffen, dass sich daran schon bald etwas ändern könnte.
Wissenschaftler der Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ fanden heraus, dass der Transfer von gesunden Darmbakterien aus dem Verdauungstrakt ausgewachsener Mäuse Jungtiere vor der Entstehung von Diabetes Typ 1 schützen könnte, eine Erkrankung, die ebenfalls zu den Autoimmunkrankheiten gehört.
Während von den unbehandelten Tieren 85 Prozent Diabetes Typ 1 entwickelten, waren es nach dem Transfer der Darmbakterien nur noch 25 Prozent.
Überrascht waren die Forscher von der Erkenntnis, dass die Darmbakterien offenbar auch Einfluss auf das Hormonsystem der Tiere hatten und auf diese Weise die Entstehung der Autoimmunerkrankung verhindern konnten.
Autoimmunerkrankung durch übertriebene Hygiene?
Diese Ergebnisse stützen die These, dass die steigende Zahl von Autoimmunerkrankungen mit zunehmender Keimfreiheit unserer Umgebung zu tun haben.
So sind Kinder, die regelmässig einer Vielzahl verschiedener Bakterien ausgesetzt sind, besser vor Autoimmunerkrankungen geschützt als Altersgenossen, die in einer vergleichsweise sterilen Umgebung aufwachsen.
Was Sie tun können, um Ihre Darmflora aufzubauen und so unter anderem der Entstehung einer Autoimmunerkrankung vorzubeugen? Die Darmflora aufbauen.
Therapiemöglichkeiten
Organotrope Therapie
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Immunbiologische und isopathische Therapie
Die immunbiologische und isopathische Therapie der Humanbiologie ist ein ganzheitlich-medizinisches Naturheilverfahren.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Nosodentherapie: Krankheit mit Krankheit heilen
Nosoden sind homöopathische Präparate, die aus sterilisierten Krankheitsprodukten hergestellt werden. Sie sollen den Heilungsprozess bei hartnäckigen Krankheiten in Gang bringen.
Nosoden oder ein gleichzeitig verabreichtes homöopathisches Medikament unterstützt werden.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Biocell Diagnostik und personalisierte Medizin
Die BIOCELL Diagnostic ist eine in den letzten Jahren entwickelte moderne Analyse, welche selektive Fachbereiche der Homotoxikologie, der Patho-Physiognomie und der mitochondrialen Medizin miteinander auf effiziente und zielführende Weise verbindet und zu neuem Nutzen bringt.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei der Erkrankung von Autoimmunerkrankung in Frage kommen.
Homöopathie
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Nosodentherapie
Unter Nosoden versteht man homöopathische Mittel, die auf Grundlage von krankem Gewebe, Eiter, Krebszellen oder infektiösem Blut hergestellt werden.
Das Gift muss raus
Erkrankungen führen zu einer Belastung des Körpers mit diversen Giften oder Stoffwechselprodukten. Zu einer regulären Nosodentherapie gehört daher immer auch eine Giftausleitung. So soll die Ausscheidung durch Nosoden oder ein gleichzeitig verabreichtes homöopathisches Medikament unterstützt werden.
Phytotherapie
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Bioresonanztherapie (BRT)
Die Bioresonanztherapie (BRT) (Synonyme: Bioinformations-therapie (BIT); biophysikalische Informationstherapie) ist ein energetisches Behandlungsverfahren, dessen Grundlage die Quantenphysik ist. Es geht davon aus, dass jedes biologische System mit einer eigenen Frequenz schwingt, die auf die Eigenschwingung der Elementarteilchen zurückzuführen ist. Die Schwingungsfrequenz vermittelt einen ständigen biologischen Informationsfluss zwischen diesen elektrischen Feldern und der Materie bzw. dem Gewebe. Die Grundlage der Therapie besteht in der gezielten Einspeisung biologisch wirksamer Frequenzen, die z. B. krankes Gewebe, das in seiner Frequenz gestört ist, beeinflussen können. Außerdem wird erkranktes Gewebe mit patienteneigenen Schwingungen behandelt, indem diese in das erkrankte Gebiet geleitet werden.
Die Bioresonanztherapie ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen sinnvoll. Bestimmend für die Therapie ist nicht die Erkrankung, sondern das Schwingungszentrum.
Akupunktur
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig
Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.