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Die Winterbehandlung ist ein zentraler Bestandteil der alternativen Varroabekämpfung. Denn nur mit einer Reduktion der Varroamilben im Winter können unsere Bienenvölker mit einer tiefen Varroapopulation in den Frühling starten.
Im Zusammenhang mit der Winterbehandlung sind folgende Punkte zu beachten:
- Jede Milbe, welche wir mit der Winterbehandlung aus dem Volk bringen, kann sich im Frühling nicht mehr vermehren.
- Mit der Winterbehandlung lassen sich bis zu 95% der Varroamilben in einem Volk eliminieren.
- Rückinvasionen im Spätherbst können die Varroapopulationen in kurzer Zeit wieder ansteigen lassen. Es ist möglich, dass nach der Behandlung mehr als 400 Milben auf die Winterunterlagen fallen!
- Um eine optimale Wirksamkeit erreichen zu können, sollten die Völker brutfrei sein. Dies ist meist 3 Wochen nach den ersten Frostnächten im November der Fall. In den meisten Jahren kann deshalb die Behandlung auf Mitte/Ende Dezember eingeplant werden.
- Wer mit der Varroabehandlung bis in den Januar zuwartet, läuft Gefahr, dass die Winterbehandlung nicht mehr bei optimalen Temperaturen durchgeführt werden kann.
Tipps:
- Alle Völker behandeln. Keinesfalls mit dem natürlichen Milbenfall von einem Volk auf die anderen Völker schliessen. Der Varroabefall kann innerhalb eines Bienenstandes sehr unterschiedlich sein.
- Es soll genügend warm sein um eine gute Wirksamkeit erreichen zu können (rund 5°C je nach Behandlungsmethode).
- Winterbehandlung gemäss Anleitung durchführen.
- Entsprechende Schutzmassnahmen tragen.
- Falls 2 Wochen nach der Winterbehandlung mehr als 500 Milben auf die Unterlage fallen, empfiehlt sich eine zweite Verdampfung möglichst früh im Januar. Spühen und Träufeln sollte nur 1x angewendet werden