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Namensänderungen bei Kindern
Sind die Eltern verheiratet, dann erhalten die Kinder den gemeinsamen Familiennamen. Tragen die verheirateten Eltern jedoch verschiedene Ledignamen, dann kann entschieden werden, welchen Namen die Kinder tragen sollen.
Bei der Eheschließung können die Ehegatten den Namen der Kinder bestimmen. Wurde bei der Eheschliessung nicht festgelegt, welchen Namen das Kind tragen soll, wird dies bei der Geburtsmeldung des ersten Kindes gegenüber der Zivilstandsbehörde erklärt. Innerhalb eines Jahres ab der Geburt des Kindes kann genau ein Mal noch eine Änderung beantragt werden. Diese steht aber nur den Eheleute zu die, sich schon bei Eheschliessung oder Geburtsmeldung erklärt haben. Außerdem muss der Entschluss gemeinsam getroffen und unterzeichnet sein.
Bei unverheirateten Eltern erhält das Kind den Ledignamen der Mutter. Haben die Eltern das gemeinsame Sorgerecht, dann können sie eine Erklärung abgeben, dass das Kind den Namen des Vaters tragen soll.
Entscheidet sich die Mutter nach der Scheidung ihren Ledignamen wieder anzunehmen, dann hat das Kind einen anderen Namen als die Mutter. Der Elternteil, der die elterliche Sorge hat, kann ein Namensänderungsgesuch im jeweiligen Wohnsitzkanton einreichen. Allerdings müssen hierfür „achtenswerte Gründe“ vorliegen. Dabei ist das Bedürfnis des Kindes, den gleichen Nachnamen wie der sorgeberechtigte Elternteil zu tragen, ausreichend. Nichtsdestotrotz wird im Einzelfall abgewogen, da die Namensänderung beim Kind eine Abwendung vom anderen Elternteil hervorrufen und das Kindesinteresse beeinträchtigen kann.