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Die Energieversorgung der Schweiz hängt zu rund 80 Prozent vom Import fossiler Brenn- und Treibstoffe sowie von Kernbrennstoffen aus dem Ausland ab. Sogar die schweizerische Stromversorgung ist zumindest in den Wintermonaten von Importen abhängig.
Die hohe Importabhängigkeit, die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und die Nachhaltigkeitsziele der schweizerischen Energiepolitik machen eine enge Zusammenarbeit der Schweiz mit internationalen Energieorganisationen und ausländischen Energiebehörden unabdingbar. Abgeleitet aus dem bundesrätlichen Bericht zur Energieaussenpolitik aus der Jahr 2008 ergeben sich in der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen unterschiedliche Prioritäten.
Mit den Nachbarländern werden regelmässige Kontakte auf Bundesrats- und Direktorenstufe gepflegt. Die breite Palette der Zusammenarbeitsbereiche erstreckt sich dabei von der Versorgungssicherheit bis hin zur Förderung erneuerbarer Energien, Fragen der Energieeffizienz und Forschungszusammenarbeit.
In den Verhandlungen mit der EU über ein Stromabkommen steht für die Schweiz die Absicherung ihrer Stellung im europäischen Energiemarkt im Vordergrund. Das Stromabkommen hängt vom Abschluss des institutionellen Abkommens ab, weshalb die Stromverhandlungen gegenwärtig ruhen. Auf technischer Ebene ist man bestrebt, die negativen Auswirkungen des Ausschlusses der Schweiz aus der sogenannten Kopplung der Strommärkte abzufedern.
Schliesslich setzt sich die Schweiz dafür ein, dass die globale Energiepolitik massgeblich von multilateralen Gremien wie der internationalen Energieagentur (IEA), der internationalen Atomenergieagentur (IAEA), der Energiecharta sowie der International Renewable Energy Agency (IRENA) mitgestaltet wird, da sie dort als Mitglied Mitspracherecht besitzt.