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In der Nacht auf Montag werden in Los Angeles die goldenen Oscar-Trophäen verliehen. Stefan Oester vom Kino Astoria in Visp verrät seine Favoriten.
«Parasite», «Once Upon a Time… in Hollywood» oder «Joker». Sie alle gehören für Stefan Oester, Chef des Kino Astoria in Visp, bereits im Vorfeld der 92. Oscar-Nacht zu den grossen Gewinnern. Sein persönlicher Favorit ist jedoch «1917».
Das sind die diesjährigen Oscar-Favoriten: der psychisch kranke Batman-Gegenspieler Joker, eine Handvoll Mafiosi um den Gangster «The Irishman», zwei abgehalfterte Schauspieler im Hollywood der 1960er Jahre und zwei junge britische Soldaten in den Schützengräben vom Ersten Weltkrieg. Diese männerlastigen Themen - mit weissen Schauspielern besetzt - holten die meisten Oscar-Nominierungen. Dass Frauen vor und hinter der Kamera so wenig berücksichtigt wurden, sorgte sofort für heftige Kritik im Internet.
Mit elf Nominierungen ist die düstere Comic-Charakterstudie «Joker» der grosse Favorit. Das Werk hat Chancen in der Top-Sparte «Bester Film». Ausserdem sind Regisseur Todd Phillips und Hauptdarsteller Joaquin Phoenix nominiert, der für die Rolle stark abnahm und sich ein schrilles Lachen antrainierte. Nach früheren Nominierungen für «Gladiator», «Walk The Line» und «The Master» könnte Phoenix nun endlich seinen ersten Oscar in Empfang nehmen.
Renée Zellweger kann auf ihre zweite Oscar-Trophäe hoffen. Dieser Meinung ist auch Oester. Nach dem Nebendarsteller-Preis für das Drama Cold Mountain ist sie nun Favoritin für den Hauptdarstellerinnen-Oscar für ihre Darstellung der Schauspielerin Judy Garland in dem Film «Judy».ip