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für Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe, Streicher und Basso continuo
Die in den späten 1730er Jahren zusammengestellten vier kleineren Messen BWV 233–236 waren Teil von Bachs Bemühen, herausragenden Einzelsätzen seiner geistlichen und weltlichen Kantaten durch die Umarbeitung zu Messen und Oratorien einen dauerhaften Darbietungskontext zu erschliessen. Aufgrund ihrer Beschränkung auf Kyrie und Gloria waren sie prinzipiell für den Leipziger Gottesdienst geeignet und wurden daher im Gegensatz zur vollständigen Missa in h-Moll auch als «lutherische» Messen bezeichnet. Die auf den Kantaten BWV 102, 72 und 187 beruhende Missa in g entfaltet im einleitenden Kyrie elegischen Drive, der die schlagkräftigen Figurationen des Vorbildsatzes «Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben» perfekt dem lateinischen Bittgebet anpasst – eine überzeugende Werkgestalt, die sich in den wuchtigen Tuttisätzen des ebenfalls in Moll stehenden Gloria und des Cum sancto spiritu sowie drei elegant instrumentierten und rhythmisch prononciert gesetzten Soloarien fortsetzt.