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SC Aadorf gewinnt im Favoritenduell16.04.2019
Der um eine Stunde früher angesetzte Schweizer Mannschaftwettkampf in der zweiten Liga im Schach hatte einen guten Grund. Das Raiffeisen-Team von Aadorf musste an diesem Samstagnachmittag bis nach Samedan reisen. Diese Reise hatte sich gut gelohnt, nicht nur um das trübnasse Wetter gegen Sonne einzutauschen, sondern auch auf den 64 Brettern des königlichen Spiels. Nach einer anfänglichen Flaute konnten sich die Hinterthurgauer an den vorderen Brettern durchsetzten.
Volker und Raphael fanden nicht ins Spiel und brachten die Mannschaft ins Hintertreffen.
Nachdem Raphaels Gegner mit der Nimzo-Indischen Verteidigung die Achillessehne seines Damengambits getroffen hatte, ging die Partie schnell verloren für den Aadorfer. Nachdem die Eröffnung am zweitletzten Brett ruhiger verlief, begann Volker mehrere strategische Fehler, woraufhin sein Gegner erst einen Bauern gewann und danach durch geschicktes taktische auch die Partie 0:2 für Engadin
Paul Frischknecht leitete die Wende an diesem Spielnachmittag ein.
Frischknecht überraschte seinen Gegner mit einer selten gespielten Eröffnungsvariante. Der Samedaner wählte daraufhin eine zwar passive, aber stabile Figurenaufstellung. Auch auf eine gestellte Falle fiel er nicht herein. In der Folge blieb auch der Aadorfer recht passiv und musste bald zu Verteidigungszügen greifen, aber es gelang ihm, die Streitkräfte recht harmonisch zusammenwirken zu lassen. Nachdem der kurze Gegenangriff des Engadiners abgewehrt war, zwang Frischknecht seinen Gegner zur Hergabe von etwas Material, und nach vollzogenem Generalabtausch stand der Bündner mit abgeschnittenen Hosen da. Als dann noch zwei weitere Bauern verloren gingen, musste er sich geschlagen geben. Stand: 1:2 für Engadin.
Samyo münzte gescheiterter Spielstart in einen Sieg um.
Auf den Fehlzug von Samyo nach der Eröffnung hatte der Engadiner die Möglichkeit die gegnerische Dame unter Druck zu setzten. Um den drohenden Damenfang zu verhindern musste der Aadorfer eine Leichtfigur gegen zwei Bauern anbieten. Das lenkte den Gegner aber keineswegs ab und griff weiter die Dame an, was Samyo schnelles und druckvolles Spiel am Damenflügel verschaffte. Als die Zeitnot beim Bündner dazukam konnte er dem Druck nicht mehr standhalten und gab die Partie auf. 2:2 für Aadorf
Aadorfs Jungtalent bringt erneut seine Mannschaft in Führung! Marcel bestätigte den Sieg mit einem abgeklärten Spiel am ersten Brett.
Der jüngere Bounlom-Bruder Jannik schien von Begin weg einen Plan zu haben und verfolgte diesen auch unentwegt. Mit dem dazu ziehen seines Turmes im Mittelspiel, konnte Jannik seinem Gegner den Todesstoss auf der h-Linie am Königflügel zufügen. Eberle erreichte mit den schwarzen Figuren schon in der Eröffnung eine ausgeglichene Stellung. Im Mittelspiel übersah sein Gegner eine gewinnbringende Kombination, welche aufgrund von Eberles Grundlinienschwäche möglich gewesen wäre. Doch es sollte anders kommen: Eberle gewann im Mittelspiel einen Bauern, und konnte den Vorteil im Turmendspiel zu einem Sieg verwerten.
4:2 für Aadorf und Tabellenerster nach der 2.Runde