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Er bestritt auch eines der wenigen Pflichtspiele des FCB gegen ein schwedisches Team: Gegen Elfsborg Boras verlor man anno 1961 auf dem Landhof 3:6. „Mangelnde Kondition bescherte die Niederlage“ war danach im bissigen Zeitungskommentar in der Basler National-Zeitung zu lesen. Der Vollständigkeit halber sei betont, dass die Schweden in eben diesem Jahr schwedischer Meister wurden und in ihrem Heimstadion über 20'000 Fans anzogen. In Basel traten sie unter anderem mit ihren Spitzenspielern Henry Larsson (80 Tore für Elfsborg) und Ove Grahn (62 Tore für Elfsborg, später bei GC aktiv) an. Insgesamt kam Carlo Porlezza mit Basel auf 96 nationale und 21 internationale Spiele. Er befindet sich damit in guter Gesellschaft mit Daniel Majstorovic, Enrique Mata, Mohamed Elneny, Fabian Schär, Aleksandar Dragovic, Markus Steinhöfer und Adrian Knup, die beim FC Basel ähnliche Werte erreichten.
Sensation im Cupfinal
Am meisten Freude bereitete Carlo Porlezza jedoch die Teilnahme am Schweizer Cupfinal. Der FCB mit dem jungen Karli Odermatt traf im Endspiel auf die Grasshoppers aus Zürich. Alles sprach im Vorfeld von GC und von seinen vielen Internationalen, aber die Basler waren fest entschlossen dagegenzuhalten. Am 15. April 1963 waren damals vor 40'000 Zuschauern (davon die grosse Mehrheit aus Basel) folgende Teams am Start:
FCB: Stettler; Vogt, Michaud, Stocker; Weber, Porlezza; Ludwig, Odermatt, Pfirter, Blumer, Gatti.
GC: Elsener; Hummel, Menet, Wespe, Ghilardi; Rognoni, Faccin; Kunz, Gronau, Wüthrich, Duret.
GC wurde als hoher Favorit gehandelt. Es hatte in den fünfziger Jahren die Meisterschaft dominiert und galt seit jener Zeit auch als Cup-Spezialist. Für die Mannschaftsaufstellung auf FCB-Seite zeichnete übrigens der FCB-Coach Kurt Walter („Channe-Walter“) verantwortlich. Er präsentierte dem FCB-Trainer Georges Sobotka auf dessen Wunsch eine Liste mit denjenigen Spielern, die für diesen kapitalen Match in Frage kamen. Sobotka übernahm die Liste zum Glück tel quel, das Ganze wurde ein phantastischer Erfolg. Die stürmisch bejubelten Tore für die Bebbi fielen beide in der zweiten Halbzeit. In der 59. Minute traf Blumer, in der 67. Minute war Ludwig erfolgreich. Verbürgt ist zudem noch, dass Trainer Sobotka grad nach dem Pass auf Ludwig aufs Feld gerufen hat: „Nein, diesen Pass darfst Du so auf keinen Fall spielen“. Nur Sekundenbruchteile später buchte der kleine Ludwig prompt das 2:0 für Basel. Die Schlachtenbummler vom Rheinknie waren ausser Rand und Band, nur Sobotka sagte einen Moment gar nichts mehr. Solche Dinge sind Künstlerpech, wie sie auch den Grössten in der Branche einmal passieren können. Wir sagen: Hauptsache ist, dass die FCB-Spieler dafür gesorgt haben, dass der begehrte Cup-Becher standesgemäss mit Trommel- und Piccolo-Begleitung für die Cupfeier nach Basel gebracht werden konnte.