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Der Autopilot hält das Flugzeug automatisch auf Kurs und Höhe. Er ist in der Lage, das Flugzeug entlang einer programmierten Route vollautomatisch von einem Flugplatz zum anderen zu fliegen. Er kann sogar das Flugzeug fast selbst landen, wenn der Zielflughafen mit ILS (Instrumenten-Lande-System) ausgestattet ist. Zudem ist es einfacher, bestimmte Flugmanöver zu fliegen, indem die Einstellungen des Autopiloten verändert werden, als das Manöver von Hand zu fliegen. Beim Fliegen ohne Autopilot muss man die 6 Hauptinstrumente ständig im Auge behalten und jede Abweichung von Lage, Kurs, Geschwindigkeit und Höhe sofort korriegieren. Dies kann der Autopilot besser:
In Genf gibt es die Startbahn 5, also ca. 50 Grad Nord. In der Flugkarte kann die genaue Richtung der Piste abgelesen werden: 047. Diesen Wert stellen wir bei COURSE und HDG ein.
Mit COURSE stellt man die Richtung des unterbrochenen Balkens C in der Kursanzeige (Bild Rechts) ein. Er dient als Orientierung. Die Piste verläuft demnach von unserer Parkposition aus gesehen im 90 Grad Winkel von rechts nach links. Die Nase des Flugzeugs A zeigt auf der Kursanzeige immer nach oben. Unser Flugzeug steht jetzt auf Kurs 136, also Richtung Süd-Ost. Norden ist dort wo auf der Skala 0 angeschrieben ist.
Mit HDG (Heading = Kurs, Ausrichtung) stellt man die Richtung ein, in die der Autopilot das Flugzeug fliegen soll. In unserem Fall ebenfalls die Richtung der Startbahn, also 047 Grad Nord, angezeigt durch die violette Markierung H.
Bei IAS/MACH stellt man die Fluggeschwindigkeit ein, die der Autopilot halten soll. Generell fliegt man so schnell wie möglich mit Reisefluggeschwindigkeit. Aber unterhalb von 10'000 Fuss ist die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 250 Knoten.
Bei ALTITUDE (Höhe) gibt man die Flughöhe ein, also die 19'000 Fuss, welche uns die Flugsicherung durchgegeben hat.
Bei VERT SPEED (vertikale Geschwindigkeit) gibt man die Steigrate ein: Wir setzen 3'000 Fuss/Minute. Diese Rate hängt von der Leistung und dem Gewicht des Flugzeugs ab und muss mit Hilfe der Handbücher berechnet werden.
Mit dem Schalter F/D schalten wir den Flight Director ein. Dieser zeigt uns in Form eines violetten Kreuzes auf dem PFD (Primary Flight Display) an, wie wir das Flugzeug steuern müssen, um dem berechneten Kurs zu folgen. Wir können auch schon den Knopf HDG und ALT aktivieren. Diese Funktionen werden aber erst eingeschaltet, wenn der A/P (Autopilot) nach dem Start auf CMD (Command) gesetzt wird. A/T (Auto Thrust - automatische Schubkontrolle) bleibt bis kurz vor dem Start auf OFF.
Damit ist der Autopilot vorbereitet. Auf die Funktion einiger Schalter gehe ich später noch ein. Wir schalten die Navigationslichter (NAV) und nachts die Landescheinwerfer (LAND) im Overhead-Panel ein und sind bereit zum Rollen zur Startbahn.
Der Autopilot einer echten 737 hat weitere Modi. Der Computer berechnet die idealen Steigraten und Geschwindigkeiten je nach Leistung und Beladung des Flugzeugs und stellt im VNAV-Mode die VERT SPEED quasi selbst entsprechend ein. Die Geschwindigkeit wird auch nicht gleich auf 250 Knoten gesetzt, sondern auf ca. V2 + 20 Knoten. V2 ist die minimale Geschwindigkeit, mit der das Flugzeug bei Ausfall eines Triebwerkes noch sicher geflogen und gesteuert werden kann. Die Geschwindigkeit wird dann im VNAV-Mode vom Computer nach dem berechneten Profil gesteuert, abhängig von der Stellung der Landeklappen.
Da in der 737 des Simulators der VNAV-Mode und das FMS fehlt, müssen wir mehr von Hand fliegen. Dies ist auch bei echten Airlinern so möglich und muss auch oft so geflogen werden, wenn der Lotse entsprechende Anweisungen gibt, weil zum Beispiel noch ein anderes Flugzeug vor uns den Flugweg kreuzt.