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Plastische Mentalsprache – Definition der Kommunikationsplastik
Den Ursprung meines plastischen Schaffens ist in der Zelle als Grundelement aller lebender Formen zu finden: ovale bis runde Schlaufen, an einer flachen Reihe oder raumgreifend. Die Teile einer zerschnittenen Zelle sind „Kommas“ (griechisch: „Abschnitt“); sie dienen als weiteres Element zur Oberflächengestaltung neugeschaffener Körper. Damit ist das Material für die neue Formensprache vorhanden, noch aber fehlt ein „Alphabet“ zur Entwicklung einer „Sprache“.
Ich erfand meine raumplastische „Zeichensammlung“ mit Hilfe eines Tagtraumes:
Da lag ich am Strand einer Insel, ich war alleine, und ich wollte auch nicht bleiben. Ich erhob mich und stand auf. Dabei zogen meine zehn Finger Striche in den Sand - erste Menschenspuren - und unter den Händen hatten sich je ein kleines Häufchen aus Sand gebildet.
Dies war die Geburt einer Grundform, einer Formel zur Weiterentwicklung meiner plastischen Sprache, um dann reden zu können, wenn Worte wie Wolken zu schweigen beginnen. Sie erlaubt, mit einer einzelnen Plastik oder mit mehren Stücken in einer Gruppe zusammengestellt, frei interpretierbare „Bilder“ zu gestalten, so wie Blumengestecke verschlüsselte Mitteilungen zu schenken vermögen; es ist das Besteck einer Werkstatt der persönlichen Mentalsprache, Neuwertiges der Alltagsandacht zur Formulierung von Gefühlen, eine nonverbale „Schriftform“ als Verständnisraum. Sprache wird so zum Raumthema, und Seelenraum hat Sprache gefunden.