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Ein nur ein Mal tägliches Melken in der Spätlaktation verstärkt die ohnehin vorhandenen Veränderungen gegenüber der durchschnittlichen Milchzusammensetzung. Solche Milch weist deutlich höhere Fett- und Eiweissgehalte, schlechtere Gerinnungseigenschaften, höhere Plasminogen- beziehungsweise Plasminkonzentrationen und tendenziell höhere pH Werte auf. Trotz dieser kritischen Verarbeitungseigenschaften war bis zu einem Anteil von 50 % in der Verarbeitungsmilch keine Beeinträchtigung der Qualität von Modellemmentaler festzustellen. Das heisst, mögliche Probleme bei der Verarbeitung von ein Mal täglich gemolkener Spätlaktationsmilch zu Emmentaler können durch Beimischung von „normaler“ Milch weitgehend kompensiert werden.
Nutztiere sind in der Lage, Grasland und Nebenprodukte in wertvolle Lebensmittel umzuwandeln. Doch wie viele Tiere braucht die Schweiz noch, wenn die Ackerflächen statt für Futtermittel primär für die Produktion von Lebensmitteln genutzt würden?
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.