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Die älteste Zeichnung von Herrliberg wird im Mai 1655 vom Holländer Jan Hackaert angefertigt und zeigt die Umgebung des Steinrads. Der 1644 geöffnete Steinbruch ist gut erkennbar. Die schweren Quadersteine werden mittels eines «Steinrads», einer Hebevorrichtung mit Tretrad, auf Kähne geladen, was der Örtlichkeit den Namen gibt. In Zürich ist bis 1841 nahe dem Bauschänzli ebenfalls ein Steinrad in Betrieb, das Kähne entlädt, die von den Steinbrüchen in Bäch und Herrliberg kommen.
Das heutige Haus «Zum untern Steinrad» an der Steinradstrasse 7 aus dem 18. Jahrhundert gelangt 1870 in den Besitz des Schipfguts. Zusammen mit dem darüberliegenden Riegelhaus aus dem 17. Jahrhundert «Zum oberen Steinrad» an der Steinradstrasse 11 bildet es eine Einheit, bis die Bahnlinie 1893 die beiden benachbarten Höfe, die bereits im 15. Jahrhundert bezeugt sind, trennt.
1933 wird auf der Seeﬂäche vor dem Steinrad ein schwimmendes Seekasino mit Restaurant geplant, verbunden mit dem Ufer durch einen Steg. Neben dem VVH wehren sich auch die Schipf-Besitzer gegen das Projekt. Es wird vom Wasserbauamt abgelehnt. Die Gemeindeversammlung verweigert 1965 die Annahme einer SBB-Haltestelle Steinrad.
1970 wird am wenige Meter breiten Ufer eine neue Seebadeanlage eingeweiht.