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Die Aufhebung der Milchkontingentierung im Jahre 2009 verändert die Milchproduktion grundlegend. Eine repräsentative Umfrage in der Ostschweiz untersucht, wie sich Betriebe mit einem hohen Kontingentswachstum charakterisieren. Die Auswertung zeigt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen dem erfolgten Wachstum in der Vergangenheit, und der Absicht, zukünftig weiter zu wachsen, besteht. Wachstumsbetriebe zeichnen sich zudem dadurch aus, dass ihre Kühe häufiger im Herdebuch registriert sind und auch signifikant höhere Jahresmilchleistungen erreichen; beide Zusammenhänge sind allerdings in der Talregion stärker ausgeprägt als in der Hügel- und Bergregion. Bei weiteren Variablen wie Alter der Betriebsleitung, Ausbildung oder Silofütterung gibt es keinen Zusammenhang mit der Wachstumsstärke.
Schweizer Landwirtschaftsbetriebe geben überschüssigen Hofdünger für die ausgeglichene Nährstoff-Bilanz an Betriebe mit freien Aufnahmekapazitäten oder an Kompostier- und Vergärungsanlagen ab. Die Transportmengen von Hof- und Recyclingdünger und damit auch die Transportkosten nahmen von 2015 bis 2020 deutlich zu.
Die Beschäftigung im Agrarsektor ist in vielen europäischen Ländern besonders in der Nutztierhaltung rückläufig. Direktzahlungen können diesem Trend entgegenwirken und zu mehr – vor allem weiblichen – Familienarbeitskräften auf dem Betrieb führen.
Trotz der aktuellen Herausforderungen wie des Kriegs in der Ukraine oder des Klimawandels ist der Schweizer Ernährungssektor relativ resilient. Zu diesem Schluss kommt der Bericht von Agroscope im Auftrag des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung.