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Die Fortschritte der Naturwissenschaften in der Erforschung des Geistes beeindrucken nicht nur eine breite Öffentlichkeit. Naturalistische Konzepte dominieren auch die Debatten in der Philosophie des Geistes. Die Intentionalität der Person gerät dabei nur in naturwissenschaftlicher Perspektive in den Blick. Die begrifflichen Schwierigkeiten, die damit zusammenhängen, bleiben dabei ebenso unthematisiert wie die methodischen Voraussetzungen empirischer Befunde. Auf der Basis sprachkritischer Überlegungen Wittgensteins, die für die aktuelle Diskussion wieder fruchtbar gemacht werden, entwickelt die Arbeit nicht nur eine grundsätzliche Kritik der ontologischen und wissenschaftstheoretischen Prämissen des Naturalismus. Zugleich wird mit Blick auf von Wright und Bruner ein "kulturalistisches" Verständnis des Mentalen entworfen, das den Brückenschlag zu kulturwissenschaftlichen Ansätzen in der Psychologie ermöglicht.
Autorentext
Der Autor: Michael Cursio wurde 1967 in Nürnberg geboren und studierte Philosophie, Psychologie und Alte Geschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. 2005 promovierte er in Philosophie an der Universität Potsdam. Er ist seit 1994 als freier Dozent in der Weiterbildung tätig.
Aus dem Inhalt: Wittgensteins Philosophie der Psychologie - Kritik des Naturalismus - Intentionalität der sprachlichen Mitteilung - Intentionalität der Handlung und verstehende Handlungserklärung - Die Realität intentionaler Zustände in der Perspektive von Alltagspsychologie, empirischer Wissenschaft und Philosophie des Geistes.