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Freiburg Ab sofort ist im Ratzehof des Museums für Kunst und Geschichte Freiburg ein kleiner flämischer Flügelaltar ausgestellt. Das kostbare Stück aus dem 16. Jahrhundert ist ein Geschenk der Kartäusermönche der Valsainte an den Kanton Freiburg.
Es sei ein Zeichen des Dankes für die kantonale Unterstützung bei der 2008 beendeten Renovation der Klostergebäude, schreibt das Museum in einer Medienmitteilung. Die Renovation hatte acht Jahre gedauert und 7,5 Millionen Franken gekostet; der Kanton Freiburg und die Eidgenossenschaft trugen die Hälfte der Kosten.
Das Flügelaltärchen, das nun im Museum zu sehen ist, ist auf Eichenholz gemalt, ein Bildträger, der in den Niederlanden gebräuchlich, bei uns jedoch selten ist. Der Urheber ist nicht identifiziert, obwohl das Werk eine kleine Signatur («JF» oder «HF») trägt. Der Stil und die Bildthematik, die sich auf das Fronleichnamsfest beziehe, könnten gemäss Mitteilung des Museums auf eine Herkunft aus Lüttich und den Umkreis des Malers Lambert Lombard hinweisen. Möglicherweise habe es sich um ein Reisealtärchen gehandelt. Dieses könnte einem Priester gehört haben, der im religiös gefärbten Unabhängigkeitskrieg der Niederlande gegen die spanischen Herrscher habe fliehen oder sich verstecken müssen. cs
Das Altärchen aus dem Kloster Valsainte könnte aus Lüttich stammen, der Künstler ist unbekannt.Bild zvg