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Der Hengst Lordon hat sich verabschiedet
Am 15. August des vergangenen Jahres erlag Lordon (Logan-Lord-Judo) im Alter von 22 Jahren im Tierspital Bern einer Kolik. Er lässt viele Menschen zurück, die sich glücklich schätzen, seine Wege gekreuzt zu haben. Wir möchten einige Schlüsselstationen seines Lebenswegs als Zuchthengst in unserer Erinnerung wiederaufleben lassen.
Lordon (ex Lewis) erblickte das Licht der Welt am 31. März 1998 in Montfaucon im Jura, der Wiege der Freiberger-Rasse, bei Marcel Rebetez, genannt «der Patron». Noch im selben Jahr bestritt er die Fohlenschau erfolgreich mit 80 Punkten und den Noten 8/7/6. Drei Jahre später, im Jahr 2001, erreichte er beim Stationstest den hervorragenden 3. Rang. Nach der Körung wurde er im gleichen Jahr vom SNG erworben, wo seine Karriere als Zuchthengst in Avenches begann.
2002 und 2003 reiste er mit seinem Hengsthalter Jean-Pierre Christe ins bernische Emmental, genauer nach Bärau, um das Blut des Hengstes Alsacien, Begründer der Linie L, weiterzugeben. Von 2004 bis 2011 blieb er auf bernischem Boden in Gohl, abgesehen von einem kurzen Abstecher nach Oberbütschel während der Decksaison 2009. 2012 überquerte er die Sense und war bis 2013 in Brünisried im Kanton Freiburg stationiert. Seine letzte auswärtige Stationierung folgte im solothurnischen Lüsslingen unter der Obhut von Walter Rufer. Zurück im Nationalgestüt, führte Lordon sein Leben als Zuchthengst von 2014 bis 2020 fort.
Zu seinen Erfolgen zählte der Sieg in der Kategorie «Vater der besten Fohlen geboren 2003», sowie 3- bis 6-jährig die Finalteilnahme an der «Promotion CH Fahren».
Als Nachkomme von Alsacien trug er mit zwei seiner Söhne, Landlord und Lionel, die im Stationstest 2015 gekört wurden, zur Fortführung der Linie L bei. Unter seinen leistungsfähigen Nachkommen befinden sich: Lasko von Maresta SB B, Leila SB A, Lena vom Sennhof SB B El, Lisa SB A, Livia SB A, Lolita von Wartenstein SB B ElS, Luana SB A. Zwischen 2002 und 2016 nahmen 134 seiner Nachkommen an einem Feldtest teil.
In seinen letzten Jahren war Lordon der Lehrmeister in Kursen für Gespannfahren schlechthin. Er war dafür bekannt, an der Ausbildung einer grossen Zahl von Pferden und Gespannfahrern mitgewirkt zu haben. Dank seiner Eigenschaften war Lordon einfach unverkennbar: gleichzeitig «Gentleman» und ein echter «Kumpel». Mit seinem schelmischen Blick sorgte er immer wieder für Heiterkeit. Lordon war ein Pferd mit einem herausragenden Charakter, mutig, aufrichtig, einfach im Umgang, verlässlich und vor allem sehr grossherzig. Mit all diesen Qualitäten eroberte Lordon unzählige Herzen, und sie machten ihn zum perfekten Papa für Freibergerfohlen.
Gute Reise Lordon und danke!
Vielen Dank für alles - du wirst uns allen fehlen!
Das ganze SNG-Team