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Gemäss Angaben des BAZL entsprechen die CO2-Emissionen des internationalen Flugverkehrs aus der Schweiz 10 Prozent der gesamten CO2-Emissionen dieses Landes. Der tatsächliche Anteil des Luftverkehrs am menschengemachten Klimaeffekt wird aufgrund der speziellen Wirkung des Strahlungsantriebs in Reiseflughöhe teilweise als deutlich grösser eingeschätzt (IPCC 2007). Aufgrund dieses substanziellen Betrags und der bisher fehlenden Treibstoffbesteuerung im Flugverkehr steht in der Schweiz gegenwärtig die Einführung einer Flugticketabgabe zur Debatte. Nach dem Ständerat hat sich auch die zuständige Umweltkommission des Nationalrats (UREK‑N) für eine Flugticketabgabe ausgesprochen. Die Flugticketabgabe soll als Lenkungsabgabe ausgestaltet werden, bei der die Haushalte, die wenig fliegen, in der Bilanz finanziell profitieren, während Vielflieger mehr bezahlen, als sie rückerstattet erhalten. Dabei sind unterschiedliche Modelle zur Erhebung und Rückerstattung der Flugticketabgabe möglich. Dies ist die zweite, überarbeitete Fassung dieser Studie. Für diese Fassung wurden neben den Zahlen des Mikrozensus Mobilität und Verkehr die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt erfassten Flugreisen integriert.
Diese Studie, die sotomo im Auftrag des Vereins Rote Anneliese erstellt hat, liefert empirische Grundlagen zur Beurteilung der finanziellen Betroffenheit der Schweizer Bevölkerung durch unterschiedlich ausgestaltete Flugticketabgaben. Dafür wurden erstmals der Umfang und die Verteilung der flugbasierten CO2-Emissionen in der Schweiz untersucht und auf dieser Basis die finanziellen Effekte von zwei konkreten Flugticketabgabe-Modellen beziffert. Beim ersten Modell handelt es sich um das Modell, wie es aktuell von der Umweltkommission des Nationalrats (UREK‑N) favorisiert wird. Beim zweiten Modell («New Climate 2020») handelt es sich um den Alternativvorschlag des Vereins Rote Anneliese. Die beiden Modelle sind durch folgende Eckwerte charakterisiert:
- «Modell Nationalrat» – Auf Kurzstreckenflügen aus der Schweiz werden 30 Franken und auf Langstreckenflügen 120 Franken erhoben. 51 Prozent der Einnahmen werden mittels Kopfprämie an die Bevölkerung zurückvergütet. 49 Prozent fliessen in einen Klimafonds.
- «New Climate 2020» – Die Flugticketabgabe wird auf den Flügen aus der Schweiz in Abhängigkeit des tatsächlichen CO2-Verbrauchs der Flugreise erhoben. (Die Höhe der Abgabe wird so angesetzt, dass sich die Gesamteinnahmen der beiden Modelle entsprechen.) 100 Prozent der Einnahmen werden mittels Kopfprämie an die Bevölkerung zurückvergütet.
Den gesamten Bericht können Sie hier herunterladen (PDF).