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Fränzi B. möchte folgendes wissen: "Ich bin der Meinung, dass die Kontrolle ob Hausaufgaben gemacht sind oder nicht, bei der Person liegt, die sie gibt! Liege ich da richtig? Ich helfe, wo es nötig ist, aber ich kontrolliere keine Hausaufgaben, kann ich das so weiter machen?"
Und das ist unsere Antwort:
Die Hausaufgaben erfüllen einerseits den Zweck, das in der Schule Gelernte zu vertiefen und zu wiederholen. Auf der anderen Seite sollen sie auch zum selbständigen Arbeiten anregen und der Lehrperson Hinweise darauf geben, was das einzelne Kind kann.
Wenn die Eltern die Hausaufgaben des Kindes jeweils korrigieren und es dazu anleiten, diese zu verbessern, kann die Lehrperson nur erkennen, wie gut die Eltern das Thema verstanden haben .
Helfen in einer Klasse fast alle Eltern, führt dies teilweise dazu, dass die Lehrperson den Eindruck bekommt, dass sie schwierigere Hausaufgaben geben darf und sie mit dem Stoff rascher vorwärts gehen kann. Dadurch nimmt der Druck für alle Kinder zu - woraufhin die Eltern oft noch mehr helfen. Ein Teufelskreis!
Das sind aber nicht die einzigen Probleme, die die Korrekturen der Eltern auslösen können.
Manche Kinder reagieren frustriert auf die Verbesserungsvorschläge. Sie haben sich Mühe geben, sich durchgebissen und sind erleichtert, dass sie es hinter sich haben. Wollen die Eltern nun eine Verbesserung, entwickeln viele Kinder eine stärkere Abneigung gegen die Hausaufgaben. Einige lassen sich mit der Zeit überhaupt nicht mehr über die Schultern schauen, andere fordern mit der Zeit ein, dass die Eltern ständig nebendran sitzen und ihnen helfen, alles von Beginn an richtig zu machen.
Weiß das Kind, dass seine Hausaufgaben bereits fehlerfrei sind, hat es auch keinen Grund, in der Schule bei der gemeinsamen Verbesserung aufzupassen. Das kann dazu führen, dass das Kind innerlich abschaltet und wichtige Erklärungen der Lehrperson nicht mitbekommt.
Es spricht somit einiges dafür, sich mit Korrekturen zurückzuhalten.
Auf der anderen Seite ist es hilfreich, wenn Sie sich ein grobes Bild über die Arbeitshaltung und den Lernstand des Kindes verschaffen.
Sehen Sie beispielsweise, dass Ihr Kind häufig überfordert ist, können Sie der Lehrperson eine Notiz dazu zukommen lassen.
Fällt Ihnen jedoch auf, dass Ihrem Kind die Hausaufgaben gleichgültig sind und es diese absichtlich schluderig und unvollständig erledigt, ist es angebracht, einzuschreiten.
Hat Ihr Kind zum Beispiel entdeckt, dass es das Übungsblatt mit den Rechenaufgaben rascher "lösen" kann, wenn es wahllos Fantasie-Zahlen einträgt, können Sie deutlich machen, dass Sie sich eine andere Arbeitshaltung wünschen. Manchmal reicht es bereits, wenn man dem Kind gegenüber zu Beginn der Hausaufgaben die klare Erwartung äußert, dass es sich Mühe gibt.
Allerdings: Anmerkungen zum Schriftbild führen oft zu unnötigem Streit. Wenn die Lehrperson die Schrift des Kindes akzeptiert, können Sie als Eltern lange anmerken, dass Ihr Kind schöner schreiben soll. Für Ihr Kind hat in diesem Bereich normalerweise die Lehrperson das letzte Wort.
Manche Kinder möchten alles perfekt machen und wollen unbedingt, dass die Eltern die Hausaufgaben überprüfen. Wir würden empfehlen, dem Kind eher allgemeine Rückmeldungen zu geben und ihm dabei zu helfen, seine "Fehlertoleranz" etwas auszubauen. Zum Beispiel in der Art: "Hey, ich glaube, du hast das Thema verstanden. Es sind noch ein paar kleine Flüchtigkeitsfehler drin - das schaut ihr euch ja morgen sicher noch an."
Manchmal gibt es Lehrpersonen, die die Rolle der Eltern anders sehen und sich eine aktivere Mitwirkung wünschen. Es ist hilfreich, die Lehrperson beim ersten Elternabend des Schuljahres zu fragen, inwieweit Sie als Mutter oder Vater bei den Hausaufgaben eingreifen sollen.
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