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Um Figuren zu schnitzen, werden oft sogenannte Schnitzrohlinge (vorgefräste Holzstücke) verwendet. Wenn aus diesen Rohlingen Kunstwerke entstehen, gelten sie auch dann als «handgeschnitzt», wenn sie vollständig mit Schnitzmessern bearbeitet werden.
Mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad wird im Gegensatz zum Schnitzen von klassischen Reliefs ein Negativ in die Tiefe geschnitzt. Die zusätzliche Herausforderung ist, dass die rechte und linke Seite des Motivs im Negativ vertauscht werden müssen, um später das Originalmotiv wiederzugeben. Man schnitzt spiegelbildlich.
Schnitzereien werden in «Natur», «koloriert» oder «gefasst» angeboten. Um die natürliche Oberfläche des Holzes zu erhalten, wird der Werkstoff mit Ölen oder Wachsen behandelt. Diese sorgen für einen Oberflächenschutz, der das Holz vor Feuchtigkeit und Schmutz schützt. Koloriert heißt, dass die Farbe des Holzes mit Farben oder Beizen verändert wird. Dabei bleibt die natürliche Struktur des Holzes sichtbar. Endbehandlung erfolgt auch hier mit Wachs oder Öl. Gefasste Schnitzereien sind mit einem speziellen Leim- und Kreidegrund versehen. Meistens wird bei einer Fassung auch eine Vergoldung vorgenommen. Die farbliche Gestaltung wird mit deckenden Farben vorgenommen, so dass vom Holz nichts mehr zu sehen ist.