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Fouras an der französischen Atlantikküste
Fouras liegt ca. 14 km nordwestlich von Rochefort entfernt und windet sich als schmale Landzunge ins Meer hinaus. Nicht weit weg liegt die Insel Ile d'Aix. Fouras selbst ist auf dieser Halbinsel angesiedelt zwischen der Mündung der Charente in den Atlantik und der Bucht von Yves. Eingebettet zwischen Wäldern ist Fouras relativ windgeschützt und ist mit seinen fünf langen Sandstränden ein idealer Ort für Badeferien. Fouras ist mit seiner Fussgängerzone, dem Markt und den zwei Markthalle und den viele hübschen Geschäften absolut sehenswert.
Fouras hat eine lange militärische Vergangenheit. Haben sich die Einwohner damals gegen die Barbaren und die Normannen wehren müssen, haben es die Militärs von Rochefort Fouras im 17. Jahrhundert zum Teil vereinnahmt, um den strategisch wichtigen Standort weiter nutzen zu können. So wurde Fouras beispielsweise zum Sitz des königlichen Waffenarsenals und Napoleon liess seine Schiffe von dessen Hafen aus in See stechen.
Sie sind heute noch unübersehbar und mehr oder weniger gut erhalten, wie beispielsweise das Wohn-Bergfried, das zum Fort Vauban gehört. Heute befindet sich darin ein Museum, in welchem über die Geschichte von Fouras informiert wird.
Senknetzfischerei in Fouras bei Flut
Die wunderschönen, kleinen Fischerhütten dienen einer selten gewordenen Art der Fischerei. Das Netz, das bei Ebbe über dem Wasser hängt, wird bei Flut überspült. Der Fischer kann dann mit Hilfe einer Kurbel das Netz einholen und so den Fisch in die Hütte hinaufziehen.
Sonnenuntergang
Fouras ist für seinen besonders beeindruckenden Sonnenuntergang bekannt. Gemütlich in einer Bar an der Strandpromenade oder auf dem Sand sitzend lässt sich dieses Naturschauspiel am besten beobachten.
Fort Boyard
Das Fort Boyard ist eine Festung zwischen der Île d'Aix und der Île d'Oléron vor der Küste von Foures. Das Fort hat einen ovalen Grundriss, es ist 61 m lang und 31 m breit. Die Mauern erheben sich bis auf eine Höhe von 20 m.
Aufgabe des Forts war es, das seit 1666 bestehende strategisch wichtige Marinearsenal von Rochefort zu sichern, da die auf den beiden benachbarten Inseln stationierten Batterien mit ihrer beschränkten Reichweite das Arsenal nicht hinreichend vor englischen Angriffen schützen konnten. Bereits Vauban wurde mit Planungen beauftragt, hielt die Errichtung einer Festung auf der Sandbank von Boyard jedoch für nicht realisierbar. Erst unter Napoleon wurden im Jahre 1801 die Arbeiten in Angriff genommen. Aufgrund starker Strömungen und der Gezeiten konnte nur im Sommer und bei Ebbe gebaut werden. 1809 wurden alle Arbeiten eingestellt, da die als Fundament auf die Sandbank transportierten Felsblöcke immer wieder aufgrund ihres Eigengewichts absackten. 1837 wurden die Arbeiten aus Anlass erneuter französisch-englischer Spannungen wieder aufgenommen. Bis 1848 wurde der Sockel und bis 1857 schliesslich die Aufbauten errichtet.
Das Fort beherbergte Batterien, die von 250 Soldaten bedient wurden. Da sich mittlerweile die Reichweiten der benachbarten Küstenbatterien erweitert hatten, kam Fort Boyard aber keine wirkliche militärische Bedeutung mehr zu. Während der Pariser Kommune diente es als Gefängnis. 1913 wurde das Fort von der Armee verkauft. Während des Zweiten Weltkriegs wurde es als Zielobjekt für Übungen der deutschen Luftwaffe benutzt.
Am 28. Mai 1962 wurde das Fort mit 7500 Francs (1143,37 Euro) zur Versteigerung ausgerufen und schliesslich für 28.000 Francs (4268,57 Euro) von einem belgischen Zahnarzt ersteigert.
Fort Boyard ist in den beiden Spielfilmen Das Ruhekissen mit Brigitte Bardot aus dem Jahr 1962, sowie in die Abenteurer mit Alain Delon und Lino Ventura aus dem Jahr 1967 zu sehen. Zudem ist es seit 1990 Schauplatz der von dem Franzosen Jacques Antoine erfundenen, gleichnamigen Spielshow Fort Boyard.
Wohnmobilstellplatz in Foures
Beschreibung
Mein Tipp: Am offiziellen Stellplatz 100 Meter weiterfahren da hat es einen grossen Parkplatz direkt am Strand der über den Tag genutzt werden darf. Nicht zum übernachten.