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In «Souvenir en images II» lässt René Myrha die Betrachtenden in zwei Räume blicken. Der hintere Raum ist mit seinen schwarzen Wänden dunkel gestaltet. Darin sind drei helle, eher abstrakte Skulpturen sichtbar, die auf schmalen, weissen Sockeln präsentiert werden. An der Wand hängt ein grosses Porträtbild. Der davor liegende Raum hat blaue Wände, einen grünen Boden und wird von oben kegelförmig beleuchtet. In diesem Licht bewegen sich drei Gestalten mit maskenartigen Gesichtern. Die eine steht vor einem gläsernen Objekt, in welchem sich das Porträt aus dem hinteren Raum spiegelt. Die beiden anderen Figuren scheinen zu schweben, umhüllt mit farbigen Stofffragmenten. Seit 1989 setzt sich René Myrha mit der Projektion von Bildern auseinander: Die Idee, die dem Kopf des Malers entspringt, ein Wirrwarr aus Bildfetzen, entwickelt sich zu einer Projektion auf die Leinwand, die zu einem Gemälde wird. Er will die inneren Erfahrungen in eine Bildwelt übertragen. Dabei haben René Myrhas Arbeiten stets etwas Theatralisches oder gar Szenografisches an sich: Die Räume sind grafisch mit farbigen Flächen gestaltet, die Figuren wirken wie aus Theaterstücken. Der Hang zur Darstellenden Kunst zeigt sich auch in weiteren Projekten von Myrha: So verantwortet er für zwei Opern die Kulisse und die Kostüme, wie bei Hector Berlioz’ «La Damnation de Faust» (1992 in Montpellier) und Richard Wagners «Parsifal» (2006 in Erfurt). Das Gemälde wird 1996 aus der Ausstellung «Projection d’images» angekauft.
Anja Seiler
Der hintere Raum sieht aus wie eine Ausstellung:
schwarze Wände, ein Bild, drei Sockel mit Skulpturen.
Im vorderen Raum fällt Licht auf den grünen Boden
wie auf einer Bühne.
Figuren schweben.
Schaut die eine Figur in einen Spiegel?
Es sind Bilder im Bild.
Sie erzählen Geschichten
Wie im Theater.
Der Künstler arbeitet immer wieder für Theater.
Er entwirft die Kulisse* und Kostüme.
*Kulisse
Die Kulisse ist im Theater wichtig.
Sie ist die Gestaltung der Bühne.
Zum Beispiel die Farbe der Wände, Stoff, Möbel, …
Sara Smidt