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- 47 Millionen französische Stimmberechtigte wählen eine neue Nationalversammlung.
- Umfragen sehen Emmanuel Macrons Partei «La République en Marche!» deutlich vorn.
- Die Wahllokale sind von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, in Grossstädten zwei Stunden länger.
- Das endgültige Ergebnis steht erst nach der zweiten Wahlrunde in einer Woche fest.
Die Meinungsforscher sind sich einig: Das Lager von Präsident Macron dürfte bei der Parlamentswahl in Frankreich eine deutliche Mehrheit bekommen. Damit würde das politische System völlig umgepflügt. Umfragen sahen Macrons Partei «La République en Marche!» und ihre Verbündeten zuletzt bei rund 30 Prozent.
Wegen des Mehrheitswahlrechts könnte das Macron-Lager letztlich aber die Marke von 400 der 577 Abgeordnetenmandate knacken. Bisher ist die Macron-Partei überhaupt nicht in der Volksvertretung präsent. Der Aufstieg von «La République en Marche!» erschüttert die politische Landschaft Frankreichs.
Auch Front National dürfte zulegen
Die bislang die Nationalversammlung dominierenden Sozialisten von Macrons Amtsvorgänger François Hollande müssen sich auf einen dramatischen Absturz einstellen. Auch die bürgerliche Rechte steht unter Druck. Über 50 Jahre lang hatten Sozialisten und Republikaner die Geschicke des Landes bestimmt.
Der Front National von Marine Le Pen dürfte laut Meinungsforschern seine Position im Parlament ausbauen. Die Partei ist bislang nur mit zwei Abgeordneten vertreten.
Mit einer absoluten Mehrheit in der Nationalversammlung hätte Macron grossen Spielraum für seine Gesetzespläne, um Frankreichs Wirtschaft in Schwung zu bringen. Vorzeigevorhaben ist dabei eine Lockerung des Arbeitsrechts.