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Die Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten und der lokale Kontext
British Medical Journal (bmj) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste mit Massnahmen erstellt, die weltweit zur Kontrolle von nichtübertragbaren Krankheiten (NCDs) empfohlen werden. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab jedoch eine unzureichende Nutzung dieser sog. Best Buy-Interventionen, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMIC).
Es stellte sich auch heraus, dass rund ein fünftel der aufgrund der Empfehlungen vorgenommenen Interventionen in LMIC Ländern nutzlos und eine Verschwendung der knappen Gesundheitsressourcen darstellen. Beispielsweise wurden in Thailand und Indonesien Personen im Alter zwischen 15-39 Jahren einem Diabetes-Screening unterzogen, bis sich herausstellte, dass ein solches Screening nur für Hochrisikogruppen im Alter ab 40 Jahren eine sinnvolle Intervention darstellt.
Viele Fragen drängen sich auf: Können globalen Leitlinien, die nicht aus LMIC Ländern stammen, überhaupt auf diese angewendet werden? Können Studienergebnisse meist aus Ländern mit hohem Einkommen, auf Regionen mit völlig anderen Bevölkerungsmerkmalen, Wirtschaftsstrukturen und lokalen Gegebenheiten übertragen werden? (Foto: Pan American Health Organization PAHO/flickr, CC BY-NC 2.0)
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