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<h2>SubmittedText<h2><p>Hepatitis C ist heilbar und könnte eliminiert werden. Trotzdem stirbt in der Schweiz täglich mindestens ein Mensch an dieser Krankheit. Die Zahl der Todesopfer ist somit zweimal höher als im Strassenverkehr. In ihrer Resolution vom 24. Mai 2014 hat sich die WHO zum Ziel gesetzt, diese lebensbedrohliche Viruserkrankung bis 2030 zu eliminieren. Die Schweiz hat diese Resolution 2014 mitunterzeichnet.</p><p>1. Wo steht die Schweiz bei der Umsetzung der WHO-Resolution?</p><p>2. Welche Massnahmen sieht der Bund vor, um die in der Resolution festgehaltene Zielsetzung "Elimination</p><p>von Hepatitis C bis 2030" zu erfüllen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Eine 2016 im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführte Analyse der Todesursachenstatistik hat gezeigt, dass in der Schweiz seit 2003 jährlich konstant ungefähr 200 Todesfälle wegen Infektionen mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) auftraten. Diese Zahl dürfte sich in den nächsten Jahren verbessern, da seit 2017 alle chronisch mit HCV infizierten Personen Zugang zu den neuesten antiviralen Medikamenten mit einer Heilungschance von über 90 Prozent haben.</p><p>1. Die Resolution 67.6 der Weltgesundheitsversammlung von 2014 (siehe: http://apps.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA67-REC1/A67_2014_REC1-en.pdf#page=25) verlangt, dass alle Mitgliedländer nationale Pläne zur Bekämpfung viraler Hepatitis entwickeln. Da die Schweiz bereits seit Jahrzehnten erfolgreich Massnahmen durchführt, um die Ansteckung der Bevölkerung mit HCV, aber auch mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) zu bekämpfen, konnte auf die Erarbeitung eines solchen Plans verzichtet werden. Zu den bereits laufenden Aktivitäten gehören hauptsächlich Präventionsmassnahmen wie beispielsweise die Verwendung von sterilem Einwegmaterial, sichere Blut- und Organspenden, die Sensibilisierung und Schadenminderung bei Drogenkonsumierenden und Impfungen gegen HBV. Dies hat dazu geführt, dass relevante Indikatoren zur Krankheitslast wie Inzidenz, Hospitalisationen, Lebertransplantationen, Sterblichkeit usw. seit Jahren entweder stabil blieben oder sogar sanken. Der Bundesrat hat im Rahmen der am 11. November 2015 verabschiedeten Nationalen Strategie Sucht entschieden, die bestehenden Bekämpfungsmassnahmen weiterzuführen und sie im Drogenbereich, wo seit Jahren die meisten Ansteckungen passieren, weiter zu verstärken.</p><p>2. Neben den obenbeschriebenen Massnahmen unterstützt der Bundesrat im Drogenbereich den therapeutischen Ansatz mit den seit 2014 erhältlichen, direkt wirksamen antiviralen Medikamenten gegen Hepatitis C. Diese Medikamente heilen über 90 Prozent der infizierten Personen. Da sie bei der Markteinführung weit über 60 000 Franken pro Behandlung kosteten, wurden sie zuerst nur mit einer Limitatio in die Spezialitätenliste aufgenommen, d. h. mit einer Einschränkung für Behandlungen ab moderat fortgeschrittener Lebererkrankung. Um die Präventionsmassnahmen im Drogenbereich zu stärken, hat das BAG im letzten Jahr entschieden, dass diese Medikamente ab dem 1. Mai 2017 für alle chronisch mit HCV infizierten intravenös Drogenkonsumierenden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vergütet werden. Aufgrund erheblicher Preissenkungen auf Therapiekosten von 30 000 Franken hat das BAG erreicht, dass seit dem 1. Oktober 2017 alle chronisch infizierten Personen, unabhängig vom Grad der Lebererkrankung, Zugang zu diesen Medikamenten haben.</p><p>Aufgrund der epidemiologischen Situation in der Schweiz und der bereits umgesetzten Massnahmen ist der Bundesrat zuversichtlich, dass das von der Weltgesundheitsversammlung im Rahmen der Global Health Sector Strategy on Viral Hepatitis angestrebte Ziel, virale Hepatitis bis 2030 zu eliminieren, in der Schweiz mit grosser Wahrscheinlichkeit erreicht werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.