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Die Bestände der Galerie des 2010 verstorbenen Basler Galeristen und Kunstsammlers Ernst Beyeler werden heute und am Mittwoch bei Christie's in London versteigert. Der erwartete Millionenerlös soll an die Fondation Beyeler in Riehen BS gehen.
An der noch bis Sonntag dauernden Kunstmesse Art Basel hat die Galerie Beyeler, zusammen mit der von Ernst Beyeler und seiner 2008 verstorbenen Ehefrau Hildy gegründeten Fondation, nach wie vor einen eigenen Stand. Die Galerie selbst hat ihre Pforten jedoch am vergangenen Wochenende geschlossen.
Ernst und Hildy Beyeler hatten dies testamentarisch verfügt: Nach ihrem Tod sollen die Galerie an der Basler Bäumleingasse 9 aufgehoben und deren Bestände zugunsten des Riehener Beyelermuseums versteigert werden. Das Auktionshaus Christie's bietet sie nun zusammen mit einigen Werken aus dem Privatbesitz des Ehepaars an.
Die Versteigerung ist laut Christie's Höhepunkt der in London anstehenden Auktion von Meisterwerken des Impressionismus und der Moderne. Den "Nachlass von Ernst Beyeler, einer absoluten Legende der Kunstwelt, anzubieten", sei zudem "eine grosse Ehre".
Monet, Picasso und andere
Unter den Hammer kommen Meisterwerke etwa von Monet, Picasso, Gauguin, Toulouse-Lautrec, Renoir, Léger, Giacometti, Klee, Calder, Tobey, Kiefer, Tinguely, Baselitz oder Vieira da Silva. Ein "Seerosen"-Bild von Claude Monet soll gemäss Christie's allein 17 Millionen Pfund (über 23 Millionen Franken) bringen.
Pablo Picassos "Buste de Françoise" wird auf umgerechnet 9,6 Millionen bis gegen 14 Millionen Franken geschätzt. Weitere Werke sind etwa "Le vallon" von Paul Gauguin (7,6 Millionen bis 11,7 Millionen Franken) oder "La source (nu allongé)" von Auguste Renoir (5,5 Millionen bis 8,2 Millionen Franken).
Ernst Beyelers Weg zu einem der bedeutendsten Galeristen und Sammler hatte in den 1940er-Jahren begonnen. In 65 Jahren dürfte er gemäss Christie's über 16'000 Werke verkauft haben. Seine eigene während Jahrzehnten entstandene Sammlung von Werken der Klassischen Moderne übertrug das Ehepaar Beyeler 1982 der Fondation, die sie seit 1997 im Museum in Riehen zeigt.
SDA-ATS