Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/1622

Condurango,
Name mehrerer südamerik. Pflanzen, die gegen Krebs, Syphilis und Schlangenbiß empfohlen werden. Die aus Ecuador, Gonolŏbus Condurango Triana, ist ein Schlingstrauch aus der Familie der Asklepiadeen (s. d.), welcher an den Westabhängen der Cordilleren wächst und deren Rinde als Condurangorinde (Cortex Condurango) in hellgrau-braunen, bis 10 cm langen, bis 4 mm dicken bitter schmeckenden Röhren oder Halbröhren in den Handel kommt. Dieselbe enthält mehrere Glykoside (Condurangin), die eine giftige Wirkung besitzen, aber noch nicht eingehend studiert sind.
Das Arzneibuch für das Deutsche Reich (1890) hat Cortex Condurango aufgenommen. Die aus Guancabamba in Peru stammt von Marsdenia Condurango Reichbch. aus der Familie der Asklepiadeen, die aus Neugranada von Macroscepis Trianae Dec. aus derselben Familie. Beide kommen nicht mehr im Handel vor; dagegen werden mitunter noch die Blätter und Stengel von Mikania Guaco Humb., einer in Centralamerika einheimischen Pflanze aus der Familie der Kompositen, als Condurango bezeichnet und als Stipites Guaco arzneilich verwendet.