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Im Mai 2011 gab die Europäische Investitionsbank (EIB) bekannt, dass gegen die Mopani Copper Mines, ein Bergbauunternehmen im Mehrheitsbesitz von Glencore Xstrata, eine Untersuchung laufe. Anlass war ein Sonderprüfungsbericht im Auftrag der sambischen Regierung. Dieser hatte verschiedene Hinweise auf unlautere Formen der Steueroptimierung ergeben:
- Über fragwürdige interne Verrechnungspreise und Derivatgeschäfte beim Kupferverkauf an Schwesterfirmen habe der Konzern Gewinne ausser Landes geschafft, um in Sambia weniger Steuern zu bezahlen.
- Mopanis Behauptung, ihre Lohnkosten seien zwischen 2005 und 2007 dramatisch gestiegen, halte keiner genauen Überprüfung stand.
- In der wenig transparenten Kostenstruktur von Mopani gebe es Hinweise auf Unstimmigkeiten. Die sambischen Steuerbehörden sollten die Steuerrechnung von Mopani deshalb einer genauen Prüfung unterziehen.
Sambische Regierungskreise haben wiederholt geäussert, dass die Steuervermeidungspraktiken von Rohstofffirmen ein grosses Problem für ihr Land darstellen. GlencoreXstrata weist diese Anschuldigungen zurück.
Tatsache ist, dass das rohstoffreiche Sambia mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von nur 1426 Dollar dringend auf Steuereinnahmen angewiesen ist, um sein Bildungs- und Gesundheitswesen und die öffentliche Infrastruktur zu verbessern.
Im Februar 2005 hatte die EIB der Mopani Copper Mines ein Darlehen über 48 Millionen Euro gewährt. Damit sollte eine Kupferhütte modernisiert werden, was helfen sollte, die sambische Wirtschaft zu stimulieren und die Armut zu reduzieren.
Alliance Sud, die Erklärung von Bern, Christian Aid, Oxfam, das europäische NGO-Netzwerk Eurodad und weitere Organisationen fordern die Europäische Investitionsbank in einem offenen Brief auf, sie soll ihre Untersuchungen zu den Steueroptimierungspraktiken der Mopani Copper Mines öffentlich machen.