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Seit 1949 feiern die Liebenden jeweils am 14. Februar auch in der Schweiz den Valentinstag.Wie nicht anders zu erwarten war, kam der Impuls dafür von den Gärtnereien. Seither ist der Tag immer mehr verkommerzialisiert worden und längst werden nicht nur mehr Blumen verschenkt, sondern es gibt immer buntere und variantenreichere Geschenkideen.
Der Valentinstag war von den amerikanischen Soldaten im Nachgang zum Zweiten Weltkrieg nach Europa gebracht worden. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Rückkehr der Tradition zu ihrem Ursprung, der sich im antiken Rom befindet.
Gemäss der Legende war Valentin ein christlicher Pfarrer. Gegen das Jahr 270 hat er den Zorn des römischen Kaisers Claudius II. auf sich gezogen, weil er Paare verheiratete. Der Kaiser verbot ihm dies in der Folge, weil seiner Ansicht nach aus verheirateten Männern schlechte Soldaten würden.
Schliesslich steckte der Kaiser den Pfarrer ins Gefängnis. Dort verliebte er sich in die blinde Tochter seines Wärters. Durch ein Wunder soll er ihr das Augenlicht wiedergegeben und die ganze Familie zum christlichen Glauben bekehrt haben.
Als der Kaiser von diesem Wunder erfuhr, liess er Valentin am 14. Februar enthaupten. Vor seinem Tod soll Valentin seiner Geliebten noch die Botschaft übermittelt haben: «Von deinem Valentin».
Eine andere Legende besagt, dass der Valentinstag durch eine «Liebeslotterie» entstanden ist, die im antiken Rom en vogue war. Jeweils am 14. Februar, der dem Junon, dem Beschützer der Frauen gewidmet war, sollen die jungen Frauen ihren Partner für das Jahr oder sogar fürs Leben gefunden haben, indem sie ein Billett aus einer Urne zogen.
Dieser Brauchtum verlor sich im Laufe der Jahrhunderte insbesondere in den angelsächsischen Ländern. In Grossbritannien beispielsweise trafen sich die jungen Menschen jeweils am Vortag des Valentinstages, um die Valentiner und Valentinerinnen zu bestimmen. Ersterer wurden dann für ein Jahr zum Kavalier der Zweitgenannten.
Später gab es auch den Brauch der jungen Männer, den jungen Frauen in ihrer Umgebung burlesque Geschenke oder anonyme Liebesbriefe zukommen zu lassen. Oft waren auch ältere alleinstehende Frauen Adressaten dieser Scherzbriefe, und sie hatten die Weisheit, sich geehrt darüber zu zeigen.
Die ersten kommerziellen Glückwunschkarten zum Valentinstag wurden 1847 in Worcester im US-Bundesstaat Massachusetts von der 19-jährigen Esther Howland hergestellt. Ihr Prototyp, für den eine britische Karte als Inspiration diente, hatte grossen Erfolg. 5000 dieser Karten wurden bestellt.
Howland produzierte die Karten am Laufband und engagierte Freunde zum Schneiden, Arrangieren und Kleben der verschiedenen Motive. In den besten Jahren erzielte sie einen Umsatz von rund 100’000 Dollar mit den Valentinskarten.
(SDA)