Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/84901

<h2>SubmittedText<h2><p>1. Der Bundesrat wird eingeladen, gestützt auf den Bericht "Prävention von Jugendgewalt 2006" die nächsten Schritte an die Hand zu nehmen und die Umsetzung zentraler Massnahmen im Frühbereich zu begleiten und zu koordinieren. </p><p>2. In der laufenden Legislatur ist für kantonale Programme und Massnahmen im Frühbereich für die familienbasierte Prävention ein Sonderkredit von 7 Millionen Franken zu bewilligen.</p><p>3. Unterstützt werden sollen geeignete Beratungs- und Unterstützungsmassnahmen zur Verbesserung der Kompetenz und Stärkung der Verantwortung von Erziehungsberechtigten im Frühbereich.</p><p>4. Die vom Bund unterstützten Massnahmen und Programme sollen darauf zielen, gezielt die soziale und gesellschaftliche Kompetenz zu stärken und damit die Integrations- und Leistungsfähigkeit der heranwachsenden Kinder in Familie, Beruf und Gesellschaft zu fördern und zu verbessern. </p><p>5. Der Fokus ist insbesondere auf Familien mit besonderen sozialen und gesundheitlichen Risiken zu legen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Motionärin verweist auf den Bericht "Prävention von Jugendgewalt. Wege zu einer evidenzbasierten Präventionspolitik", den die Eidg. Ausländerkommission (EKA) im Jahr 2006 veröffentlicht hat. Dieser bildete die Entscheidgrundlage für die EKA, geeignete Projekte im Bereich der Prävention von Gewalt finanziell zu unterstützen.</p><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Motionärin, dass familienbasierte Prävention im Frühbereich notwendig und wirkungsvoll ist. Er misst daher Projekten, welche Familien mit sozialen und gesundheitlichen Risiken unterstützen, ein besonderes Gewicht zu. Aus diesem Grund hat der Bund bereits eine Reihe von unterstützenden Massnahmen in unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen ergriffen:</p><p>- Migration/Integration: Das Bundesamt für Migration (BFM) beteiligt sich im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2008-2011 zur Förderung der Integration von Ausländerinnen und Ausländern an niederschwelligen Angeboten in den Bereichen Sprache und Bildung sowie Modellvorhaben, welche die Integrationspraxis fördern.</p><p>- Elternbildung: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) leistet einen finanziellen Beitrag an das Pilotprojekt "primano", welches insbesondere durch das Hausbesuchsprogramm "schritt:weise" Kinder im Vorschulalter aus sozial benachteiligten Familien fördern will. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) unterstützt den Schweizerischen Bund für Elternbildung (SBE), der die Trägerschaft für das Programm "FemmesTische" innehat.</p><p>- Gesundheit: Im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung (NPEB 2008-2012), welches noch vor der Sommerpause 2008 vom Bundesrat verabschiedet werden soll, sind sozioökonomisch benachteiligte Menschen und Familien wichtige Zielgruppen.</p><p>Im Weiteren wird der Bundesrat im Rahmen der Umsetzung der Motion SGK-N 06.3001, "Strategie zur Armutsbekämpfung", zusätzliche Massnahmen für sozial benachteiligte Kinder im Vorschulalter prüfen. Zudem engagieren sich auch die Kantone, Gemeinden und privaten Organisationen durch Massnahmen im Frühbereich.</p><p>Aus der Sicht des Bundesrates wird somit die familienbasierte Prävention im Frühbereich bereits vielfach angegangen, und es besteht zurzeit kein weiterer Handlungsbedarf. Er lehnt daher eine Erweiterung des Engagements des Bundes und insbesondere die Bewilligung eines Sonderkredits in der Höhe von 7 Millionen Franken ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.