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Die grösste europäische Bank verlagert einen Fünftel ihrer Aktivitäten von London nach Paris. HSBC-Chef Stuart Gulliver begründet den Schritt mit dem Brexit.
Europas grösste Bank HSBC will nach einem EU-Abschied Grossbritanniens einen Teil ihrer Aktivitäten nach Paris verlagern. Etwa 20 Prozent der Handelsumsätze würden nach dem Brexit in die französische Hauptstadt gehen, kündigte Konzernchef Stuart Gulliver am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos an.
«Wir gehen nicht dieses Jahr und vielleicht auch nicht nächstes Jahr», sagte Gulliver. «Wir gehen in etwa zwei Jahren, wenn der Brexit wirksam ist.»
EU-Pass verloren
HSBC habe alle notwendigen Lizenzen für solch einen Schritt. Nach dem Brexit-Entscheid im Juni 2016 hatte die Bank von etwa 1000 Jobs gesprochen, die aus London abwandern könnten.
Wie Paris, Dublin und Luxemburg hofft auch Frankfurt auf einen Zuwachs an Arbeitsplätzen durch den Brexit. Mit dem «harten Brexit», wie ihn Premierministerin Theresa May angekündigt hatte, verlören die britischen Banken auf jeden Fall den sogenannten EU-Pass, mit dem sie ihre Produkte auch in der Union verkaufen können, sagte der Präsident des Bankenverbandes BdB, Hans-Walter Peters. «Dies wird zu Anpassungen bei den Geschäftstätigkeiten der Institute führen und mit Verlagerungen an andere Finanzstandorte einhergehen.»
(reuters/ise)