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«An einem Tag vor acht Jahren bin ich aufgewacht und wusste, dass ich so nicht weiterleben kann. Schon als vierjähriger Junge soll ich gesagt haben, dass ich ein Mädchen sei. Später als professioneller Tänzer wünschte ich mir insgeheim, als Ballerina auf der Bühne zu stehen.
Doch erst an jenem Morgen war der Druck so gross, dass ich mich noch am selben Tag bei meinen Eltern outete. Da war Erleichterung. Da war aber auch Respekt vor allem, was auf mich zukommen würde.
Ich wurde muslimisch erzogen, meine Familie ist albanisch und stammt aus Mazedonien. Auf dem Balkan ist jemand wie ich nicht gern gesehen. Auch darum brauchte ich lang, bis ich akzeptieren konnte, dass ich als Frau leben will.
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Nicky (34)
«In der Schweiz fühle ich mich sicher, aber auch hier erfahre ich Zurückweisung, von Männern wie von Frauen»
In der Schweiz fühle ich mich sicher, aber auch hier erfahre ich Zurückweisung, von Männern wie von Frauen. Zum Glück habe ich Freundinnen, die mir das Gefühl geben, die schönste Frau der Welt zu sein, und eine Familie, die mich unterstützt.
Seit ich Hormone nehme, sind meine Gesichtszüge feiner geworden, ich habe wunderschöne Kurven bekommen und Dehnungsstreifen, die ich sehr liebe. Operieren liess ich nur den Hals und die Nase. Vor zwei Jahren stand dann die Frage im Raum, die alle trans Frauen umtreibt: Kann ich ohne Vulva eine Frau sein? In den Augen der Gesellschaft? In denen der Männer?
Ich habe mich gegen eine Operation entschieden, weil ich mich auch so als Frau fühle. Natürlich wünsche ich mir, einen Mann zu finden, der mich als die Frau liebt, die ich bin. Aber ich habe gelernt, mir selbst eine gute Freundin zu sein.»
– Nicky (34)