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Rætschthal
(Kt. und Bez. Schwyz). 2168-800 m. Rechtsseitiges Nebenthal zum Bisithal, dem obersten Abschnitt des Muotathales. Beginnt mit der zwischen Pfannenstock und Kratzerengrat eingebetteten Kratzerenhöhe und senkt sich in gerader Linie nach SW., um mit einer 500 m tiefen Schlucht n. vom Weiler Dürrenboden mitten ins Bisithal auszumünden. Das 6 km lange Thal bildet eine enge und im Durchschnitt 300 m tiefe Furche in der Gebirgsplatte Karrenalp-Silbernalp und ist eingeschnitten einerseits zwischen Pfannenstock (2572 m), Auf den Stollen (2205 m) und Geitenberg (1715 m), die den N.-Rand des grossen Malmkarrenfeldes der Karrenalp bilden, im S., sowie andererseits der aus Valangienkalken und fossilreichen Valangienmergeln aufgebauten schmalen sw. Fortsetzung des Kratzerengrates im N., längs deren N.-Fuss noch eine dem Rätschthal parallele, aber engere und weniger tiefe zweite Rinne sich hinzieht.
Das Rätschthal ist ein isoklinales Längsthal, ausgewaschen in den zwischen dem Malm der Karrenalp und der Kreide des Gebietes der Silbern eingeklemmten und steil nach N. einfallenden Balfriesschiefern. Der Wildbach dieses kurzen und engen Thales erhält keine Nebenarme und ist verhältnismässig wasserarm. Oben und in der Mitte finden sich einige kleine Alpweiden mit zwei Gruppen von Hütten in 1582 und 1474 m und im untern Abschnitt einige ständig bewohnte Höfe. Aus dem Rätschthal führen nach O. zum Rossmatterthal-Klönthal der Uebergang über die Kratzerenhöhe und nach N. zur Thoralp-Pragelpass das Thorloch, eine in die Valangienmauer der n. Thalseite eingeschnittene malerische Scharte.