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„Kar“ stammt vom althochdeutschen „kara“ bzw. „chara“, welches „Klage“, „Kummer“, „Trauer“ bedeutet. Der Karfreitag ist der Freitag vor ⇒ Ostern. Er folgt auf den
⇒ Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Der Karfreitag wird auch „Stiller“ oder „Hoher Freitag“ genannt.
Der Karfreitag ist gemäss Überlieferung der Todestag von Jesus und wird etwa seit dem 2. Jahrhundert als Trauertag begangen. Er ist heute der höchste kirchliche Feiertag. An ihm gedenkt die Kirche des Kreuzestodes Jesu Christi in Erwartung seiner Auferstehung. Nach ihrem Glauben litt und starb Jesus als „Gottesknecht“ und nahm im Kreuzestod freiwillig die Sünde und Schuld aller Menschen auf sich. Durch Tod und Auferstehung Jesu wird allen Menschen erst Sündenvergebung und damit Errettung aus dem Tod und ewiges Leben zuteil.
Biblische Bezüge zum Karfreitag: Joh19; Mk 15
Der Charakter des Karfreitags veränderte sich im Laufe der Zeit – er wurde immer mehr zum Fastentag. Die protestantische Kirche erkannte ihn zuerst nur teilweise an. Erst ab dem 17. Jahrhundert gewann er an Bedeutung, wobei besonders die Busse im Vordergrund stand. Ausserdem wurde jetzt auch das Abendmahl zu einem zentralen Punkt der Karfreitagsgottesdienste, wohingegen es davor gerade an diesem Tag nicht gefeiert wurde.