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Geniale Rezeptur
Bei der Zubereitung des SV-237MK-Verstärkers wurde folgende Rezeptur verwendet: Um dem Gericht den Duft der Elektronen-Röhren zu verleihen, stelle man an den Eingang der Vorstufe eine Doppeltriode vom Typ 12AX7 und leite die Signale weiter zu je einer Doppeltriode vom Typ 6N1P. Und weil die Kennlinienfelder von MOSFET-Transistoren denjenigen der Röhren mehr gleichen als diejenigen von bipolaren Transistoren, serviere man als Nachtisch eine bis zu 20 Watt in Class-A laufende MOSFET-Endstufe mit total 500 Watt an 4 Ohm. Als Dessert gebe man noch einen DAC mit 24 Bit /196 kHz hinzu.
Damit dieses Menü nicht zu heiss gegessen wird, montiere man links und rechts gigantische Kühlkörper. Tatsächlich wird das musizierende Gericht bei einer Raumtemperatur von rund 21 Grad nur gerade etwas mehr als handwarm. Und da man auch mit den Augen isst, stelle man hinter jedes an der Frontplatte angebrachte und dezent beleuchtete Bullauge eine glimmende Röhre vom Typ 12AX7.
Beim Transport dieses 20,4 Kilogramm schweren Gerichts lässt nicht der Verdauungstrakt, sondern vor allem die Wirbelsäule grüssen. Das Rezept stammt, wie bereits erwähnt, von Frank Blöhbaum, dem Chefkoch bei der Zubereitung der aktuellen Gerichte der Thorens-Haute-Cuisine sowie der Auto-BIAS-Regelung bei den grossen T.A.C-Verstärkern.