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„Traumhafte“ Rubin-Stadt in Texas
Die Rubin-Stadt leuchtet schon von weitem: David Adyaje entwarf für die „Linda Pace Foundation“ im texanischen San Antonio einen verspielten Museumsbau. Die Inspiration dazu lieferte ein Traum.
Die Rubin-Stadt von der Linda Pace, Künstlerin, Kunstsammlerin und Gründerin der nach ihr benannten Stiftung kurz vor ihrem Tod träumte, erinnert an die Idealvorstellung eines kleinen Mädchens von einem Märchenschloss: ein burgartiges Gebäude mit vielen Türmen in Pink, Lachs und Himbeerrot. Pace skizzierte ihre Vision und zeigte die Zeichnung David Adjaye, der damals bei ihr zu Besuch war. So stellte sie sich den Museumsbau vor, in dem sie ihre rund 800 Werke umfassende Sammlung zeitgenössischer Kunst ausstellen wollte. Als Standort hatte sie den Campus ihrer Stiftung in San Antonio in Texas vorgesehen.
Seither sind rund acht Jahre vergangen. Jetzt soll ihre Idee verwirklicht werden: Adjaye hat Paces Skizze in Architektur „übersetzt“, vor kurzem wurde das Projekt vorgestellt. Der britische Architekt entwarf ein zweistöckiges Gebäude mit einer verspielten Dachlandschaft. Auffälligste Elemente sind die Fassade aus purpureingefärbten Fertigbetonplatten und die riesigen Fensterfronten, die Sicht auf die Stadt und auf den angrenzenden Chris Park gewähren, den Pace zum Gedenken an ihren verstorbenen Sohn angelegt hatte.
Die Bauarbeiten sollen nächstes Jahr starten, 2018 soll das neue Museum eröffnet werden. (mai)