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Bahnhof Seen und die Tösstallinie
Kanzleistr. 60
8405 Winterthur
Die Linie ins Tösstal mit den Winterthurer Stationen Grüze, Seen und Sennhof wurde bereits 1875 in Betrieb genommen. Das Stationsgebäude liegt etwas ausserhalb des Dorfkern, da Seen keine Industriebetriebe hatte, die auf einen Bahnanschluss angewiesen waren.
Die „Tössthalbahn TTB“ wurde 1871 gegründet und 1875 in Betrieb genommen. Die Bahnstrecke Winterthur-Wald misst 37 Kilometer. Die Bahnstrecke war für das Tösstal von grosser Bedeutung. Sie stellte die Anbindung ans Verkehrsnetz zu den nationalen und internationalen Hauptstrecken sicher und war für den An- und Abtransport der Produkte der Tösstaler Industrie wichtig. Auch transportierte die Tösstalbahn für die aufstrebenden Fabriken die nötigen Arbeitskräfte an ihre Arbeitsorte. Der Bestand von Lokomotiven betrug 1876 fünf Maschinen und 116 Eisenbahnwagen. Die Werkstatt für Unterhalt und Reparaturen befand sich in Bauma.
Am 4. Mai 1875 fuhr der erste Zug von Winterthur nach Bauma, nachdem die Tösstalbahn-Gesellschaft am 17. Dezember 1871 gegründet worden war. Täglich fuhren drei Züge in jede Richtung. Am 14. Oktober 1876 erfolgte die Eröffnung des Teilstückes nach Wald. Die Wald-Rüti-Bahngesellschaft verband dann zusammen mit den Vereinigten Schweizerbahnen die Strecke mit Rapperswil.
Als 1910 die Bodensee-Toggenburg-Bahn und die Rickenbahn eröffnet wurden verlor die Tösstalbahn einen Teil des einträglichen Güterverkehrs und es begannen finanzielle Sorgen. Der Konkurs konnte schliesslich abgewendet werden, in dem der Bund die Bahn übernahm.
Die Tösstalbahn wurde am 1. Oktober 1918 von den SBB übernommen.
Die Neuzeit hat auch im Tösstal begonnen
Endlich wurde nun auch die Bahnline ins Tösstal erneuert. Die SBB investieren 83 Millionen Franken in die Aufwertung der Bahnhöfe. Mit der dritten und letzten Etappe der vierten Teilergänzungen der Zürcher S-Bahn verkehren im Tösstal ab Ende 2018 mehr Züge: Die S26 verkehrt zwischen Winterthur und Bauma künftig im genauen Halbstundentakt sowie zwischen Bauma und Rüti neu halbstündlich. Dazu ersetzt die S11 die S12 und fährt neu in den Hauptverkehrszeiten bis nach Wila. Dies bedingt einen Ausbau der Bahnhöfe Winterthur Seen, Sennhof-Kyburg, Saland, Tann-Dürnten, Steg und Gibswil. Von Mitte 2016 bis Ende 2018 werden die Bahnhöfe behindertengerecht und, wo nötig, zu Kreuzungsstationen ausgebaut. Der Umbau des Bahnhofs Sennhof-Kyburg ist das erste der sechs Projekte und hat 2016 begonnen. Es entsteht eine neue, behindertengerechte Personenunterführung. Es folgt ein neues Kreuzungsgleis mit einem Aussenperron von 170 Metern Länge.
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