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Wenn ein/e Angehörige/r stirbt, ist die Bestattung Ihrer Wahl diejenige, die sich um die komplizierten Abläufe kümmert. Jener Teil, der mit der Verabschiedung zu tun hat, das Begräbnis, wird nach wie vor von Priester geleitet.
Damit das Begräbnis eine gute Möglichkeit für den Abschied werden kann, ist es ratsam sich mit dem Begräbnisvorsteher zuvor zu treffen. Die Bestattung informiert unsere Pfarre über den Todesfall Ihres/r Angehörigen, wir geben der Bestattung schließlich Bescheid, ob einer unserer Seelsorger an dem betreffenden Termin vorstehen kann. Auf diese Weise kommt der Kontakt zwischen Ihnen und dem Begräbnisleiter zustande.
Vor der Besprechung zum Begräbnis ist es sehr hilfreich, wenn Sie einen kurzen Lebenslauf des/der Verstorbenen anfertigen.
2020
✞ Hans Burgener (28.2.2020)
Hans wurde am 13. Juni 1934 als 4. Kind von Josef und Augusta Burgener geboren. Er musste schon früh in seinem Leben zwei schwere Schicksalsschläge durchleben, der erste als sein 13-jähriger Bruder Richard im Jahre 1940 gestorben ist und der zweite als er seinen Vater ein Jahr später zu Grabe tragen musste. Sein älterer Bruder Hansli verstarb noch vor Hans Geburt im Alter von einem Jahr. So bestand die Familie Burgener nach dem Tod des Vaters nur noch aus seine Mutter Augusta, seine Schwester Brigitta und ihm. Das hatte zur Folge, dass sie die ganze Arbeit die anfiel zu dritt erledigen mussten.
Nach der obligatorischen Schulzeit konnte er leider nicht seinem Traumberuf Schreiner nacheifern, da er zuhause auf dem landwirtschaftlichen Betrieb aushelfen musste. Anfang der 60er Jahre konnte er allerdings mit seinem Jugendfreund Karl Studer sein Transportunternehmen gründen. Dort entstand auch sein Spitzname ‚Jeep-Hans‘.
Am 23. April 1962 haben sich Fridolina und Hans das Ja-Wort gegeben. Ihre 3 Kinder, David, Indira und Fredy, liessen dann auch nicht mehr lange auf sich warten.
Gegen Ende der 70er Jahre hat es Ihn schliesslich in die Lonza gezogen, wo er als Schichtarbeiter tätig war. Wenn seine Kinder ihn fragten, was sein Beruf ist, hat er immer geantwortet ‚Ich habe 99 Berufe aber keinen Richtigen‘.
Auch wenn er immer ein Macher war, mussten seine Hobbys nie darunter leiden. Er war tagelang in seiner Schnitzstube auf dem Dachboden und arbeitete an seiner nächsten Schnitzerei. Und alle die schon bei ihm Zuhause waren, sei es im Dorf oder in seiner wahren Heimat in Brunnen konnten seine Werke bewundern.
Nebenher war er auch ein aktives und langjähriges Mitglied des Tambouren- und Pfeifervereins und hat mit seiner Spielfreude David und Indira angesteckt.
Mit seinem humorvollen Auftreten und seinem Schalk wusste er manche Gesellschaft zu unterhalten.
Das Jahr 96 war sehr emotional. Anfang des Jahres wurde sein erster Enkel Gian-Luca geboren. Das wurde allerdings vom plötzlichen Unfalltot seiner einzigen Tochter Indira überschattet. Dieser Verlust hat ihn bis an sein Lebensende begleitet.
In den Jahren darauf wurden 4 weitere Enkelkinder geboren: Alicia, Matteo, Tabea und Mattia. Er liebte seine Enkel und seine Enkel liebten ihn. Er unternahm gerne etwas mit ihnen, seien es Wanderungen in Brunnen oder 5-inu auf dem Platz vor der Alphütte. Des Öfteren spielte er mit seinen Enkelkinder Mühle und liess sie dann mit Absicht gewinnen.
Währenddem er seinen Enkelkindern beim Aufwachsen und älter werden zusehen konnte, hat das Alter ihn aber nicht verschont gelassen und ihn immer mehr eingeschränkt. In seinen letzten Jahren hatte er immer mehr Altersbeschwerden. Hat man ihn jedoch gefragt wie es ihm geht, hat er immer nur gesagt ‚Iisch geids doch güet.‘
Am vergangenen Freitag ist Hans in den Armen seiner Ehefrau und seines Sohnes Fredy überraschend an den Folgen eines Herzversagens von uns gegangen.
Mit ihm verlieren wir einen geliebten Ehemann, Vater, Schwieger- und Grossvater.
Wir sind dankbar, dass wir ihn solange haben durften.
✞ Serafin Briggeler (08.1.2020)
✞ Mechtildis Stoffel-Studer (21.12.2019)
Am Himmel erstrahlt uns ein Hoffnungsstern, ein heller Schein, der alles nun gewendet, von unserm Leben war dieser Stern ein Stück, sanft und lächelnd, hat er warme Strahlen uns gesendet, Und immer wieder dein liebes Bild - wir senden dankbar unseren Blick zurück.
- Grossmutter Mechtildis wurde am 1.Juni 1925 in Visperterminen geboren; Als jüngstes von 8 Kindern der Aloisia und des Ernest Studer.
- Schon mit 2 Jahren verlor sie ihren Vater, dennoch durfte sie eine glückliche Jugendzeit mit ihren Geschwistern verbringen. Nach der obligatorischen Schulzeit in Visperterminen musste sie schon früh Verantwortung im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb übernehmen.
- Nach dem Eintritt ihrer Schwester Gertrud ins Kloster, übernahm sie noch zusätzliche Aufgaben in Haus und Stall.
- Am 27.4.1952 vermählte sie sich mit Andreas Stoffel des Augustin und der Adelina. Dieser Ehe wurden 6 Kinder geschenkt: Eliane, Cecilia, Andrea, Norbert, Amalia und Cordula.
- Viel Freude bereiteten Grossmutter der Besuch der 13 Enkel- und 10 Urenkelkinder.
- Ihr grosses Hobby die Handarbeit übte sie mit Geschick und viel Können aus. Die selbstgestrickten Strümpfe zu Weihnachten werden wir sehr vermissen.
- Mechtildis liebte die Gemeinschaft und traf sich regelmässig mit ihren Troggerkolleginnen zum gemütlichen Zusammensein. Auch am Singen fand sie Gefallen und war mit Stolz Ehrenmitglied des gemischten Chors.
- Die Lieblingsorte waren ohne jeden Zweifel Unterstalden, Bodmen und die Obru Site, wo sie viele schöne Stunden mit den Ihren verbrachte. Hier war sie zu Hause und wie sie sagte: in den Siten dem Himmel so nah. Dass sie hier glücklich war, erinnert das Kreuz, das sie mit Grossvater Andreas mühsam in die oberen Siten getragen und aufgestellt haben.
- Der 27. April 2002 war für Grossmutter ein ganz besonderer Tag, da sie zusammen mit Ihrem Bruder Sigisbert die Goldene Hochzeit und gleichzeitig mit Bruder Pfarrer Studer Valentin das Goldene Priesterjubiläum feiern konnte.
Im Jahr 2012 feierte sie mit ihrem Gatten Andreas im Kreise ihrer Familie noch die Diamantene Hochzeit. Leider verlor sie ihren geliebten Gatten Andreas noch im selben Jahr.
Danach verbrachte Grossmutter noch 4 Jahre alleine in ihrem Zuhause, bis der Gesundheitszustand es nicht mehr erlaubte. Im Mai 2017 fand sie im Alters- und Pflegeheim Hengert ihr neues Zuhause. Hier schätzte sie die Gesellschaft und Pflege und war stets zufrieden und sehr dankbar.
- Am Samstag den 21. 12. verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zunehmends. Nach einem reich erfüllten Leben durfte sie nun das grosse Weihnachtswunder erfahren.
Mit ihr verlieren wir eine liebenswerte und geliebte Mutter, Gross- und Urgrossmutter.
Wir sind dankbar, dass wir Sie solange bei uns haben durften.
Und schon leuchten sie ganz hell, die goldenen Erinnerungsterne.
all deine Sterne, die unsere Seele stets so erfreuten,
all deine Sterne, die uns das Hoffen lernten,
Licht und Liebe in unsere Seelen streuten.
Ein Stern, der heller scheint als Licht,
dir ein grosses Weihnachts-Wunder nun verspricht.