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Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in der Schweiz intensiv über die ideale Route einer Alpenbahn durch die Alpen diskutiert. Dabei spielten die Interessen einzelner Kantone und Regionen sowie der Einfluss der Nachbarstaaten eine wichtige Rolle. Ende der 1840-er Jahre wurden in der ganzen Schweiz zahlreiche Projekte diskutiert wie diese Karte aus dem Jahre 1852 zeigt:
Ausschnitt aus: Die Schweiz und die projectirten Eisenbahnen, in: Chemin de fer des Alpes, 1852. (Sammlung Alte Drucke, Rar 8956q, Annexe III). Abgebildet sind die Varianten Grimsel (grün), Simplon (grün), Gotthard – mit Schiffverbindung (rot), Lukmanier (blau), San Bernardino (braun) und Splügen (violett).
Bei der Vision einer Eisenbahnverbindung über die Alpen hatten die Bündner die Nase vorn: 1845 legte Richard La Nicca ein erstes Projekt vor und beantragte eine Konzession für den Bau einer Eisenbahn durch den Kanton Graubünden über den Lukmanier. 1847 unterzeichneten die Schweizer Kantone St. Gallen, Graubünden und Tessin einen Staatsvertrag mit dem Königreich Sardinien, der den Bau der Lukmanierbahn zum Ziel hatte. Doch sowohl dieser wie auch allen anderen Bündner Varianten (San Bernardino und Splügen) war kein Erfolg beschieden.
Die sog. Gotthardvereinigung, bestehend aus 14 Kantonen sowie der Zentral- und Nordostbahn, befürwortete die Gotthardlinie. Als sich dann 1866 auch Italien für die Gotthardbahn und die Durchbohrung des Gotthards aussprach, waren die Würfel gefallen. Diesem politischen Gewicht hatten die „Lukmanier-„ und die „Simplonkantone“ wenig entgegenzusetzen.
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