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In der "Cuverie" des Champagnerhauses Deutz, die während der vergangenen Jahre zu einer beachtlichen Grösse herangewachsen ist, befinden sich in jedem der grossen Bottiche der gärende Traubenmost einer ganz bestimmten Rebfläche. Erst, wenn sich die vier Experten von Deutz im "Salon des Oiseaux" zusammenfinden, werden die unterschiedlichen Pressungen zu harmonisierenden Blends (in der Champagner-Fachsprache "Cuvée" genannt) zusammengefügt. 80% jener Blends stammen typischerweise aus Grand Cru- und Premier Cru-Lagen; der Grossteil der Trauben werden schon seit vielen Generationen von denselben Weinbauern angekauft. 20 bis 50 Meter unterhalb der Erdoberfläche befinden sich die Kellereien, in denen die Cuvées dann bis zu zehn Jahre lang in Flaschen lagern, um zu Schaumweinen auszureifen. Dort finden sich auch wahrhaftige Sammlerstücke wie die Methusalems der "Amour de Deutz"-Serie, welche für mehrere Tausend Franken über die Ladenzeile gehen. Dass der Name "Deutz" auffallend deutsch klingt, ist kein Zufall: Das Haus wurde 1838 von den ausgesandten Bürgersöhnen William Deutz und Peter Geldermann in Aÿ gegründet. 1988 - die Leitung hatten längst die Nachfahren einstiger Schwiegersöhne übernommen - spaltete sich das Unternehmen in einen Champagner-Hersteller und eine Sektkellerei auf. Wenig später übernahm Branchen-Riese Louis Roederer die Marke Champagne Deutz und verhalf ihr zu ungeahntem Ruhm.
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