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kleines Stück dieses Gebietes wird noch von der zur
Broye gehenden
Bressonnaz durchzogen. Alle diese übrigens nur kleinen
Flüsse haben sich ziemlich tief eingeschnitten. Die
Thäler einiger unter ihnen, wie der
Mèbre und des
Flon, erweitern sich
im Unterlauf zu grösseren
Ebenen. Der Anteil des Bezirkes am Ufer desGenfersees von der Mündung der
Chamberonne bis
Paudex ist 8 km lang.
Der
Hafen von
Ouchy ist Landungsplatz für
Last- und Marktschiffe und Dampfschiffstation der «Compagnie générale de
Navigation»; auch
Pully ist Dampfschiffstation. Postwagenverbindungen Lausanne-Le
Mont-PoliezPittet und
Lausanne-Belmont-Forel.
Hauptbeschäftigung der Bewohner der Mehrzahl der Landgemeinden ist die Landwirtschaft. Die verschiedene Höhenlage und wellige
Beschaffenheit des
Bodens gestatten den Betrieb der verschiedensten Kulturen. Während im tiefer gelegenen s. AbschnittGarten-,
Wiesen-, Obst-, Wein- und Gemüsebau vorherrschen, ist der merklich höher gelegene n. Abschnitt
zu einem grossen Teil mit
Wald bestanden. Diese beiden Gebiete sind also auch landschaftlich stark von einander verschieden.
Der angebaute Boden verteilt sich ungefähr wie folgt:
(Kt. Waadt,
Bez. Lausanne). Hauptort des Kantons Waadt
und des Bezirkes und Kreises Lausanne. Die Mitte der Altstadt steht
auf den Ausläufern des Jorat, 2 km n. vom Ufer des Genfersees; das Postgebäude 1,4 km n. vom Hafen. Die Stadt zieht sich ohne
Unterbrechung bis zum See hinunter, wo Ouchy eines ihrer Quartiere bildet. Die Kathedrale liegt in 6° 38' 6" OL. von Greenwich
und in 46° 31' 24,1" NBr. Die mittlere Höhenlage von Lausanne beträgt 515 m, d. h. 140 m über dem
Spiegel des Genfersees.
Die Häuser der Stadt stehen auf fünf verschiedenen Höhenrücken, zwischen denen die beiden WildbächeFlon und Louve in tiefen
Tobeln sich ihren Weg gebahnt haben. Die Louve mündet mitten in der Stadt in den Flon. Beide flossen einst
offen durch die Stadt und verursachten bei Hochwasser manchmal verheerende Ueberschwemmungen (besonders der Flon); heute sind
sie in langen Gewölben eingeschlossen, über denen eine Reihe von öffentlichen Plätzen (Place du Tunnel, Place de la Riponne,
Place du Pont, PlaceCentrale, PlacePépinet und Place du Flon) geschaffen worden ist.
Unterhalb der Stadt ist der Flon kanalisiert, hat 1892-1899 ein gepflastertes Bett mit gemauertem Ueberfall erhalten und mündet
endlich bei der Maladière in den See. Flon und Louve sammeln jetzt alle Abwasser der Stadt. Ueber
Lausanne erhebt sich die aussichtsreiche
Höhe des Signal, auf dessen zum See sich senkenden südlichen Ausläufer die Cité steht. Links vom Flon
liegt die Höhe des Bourg, die sich über Montbenon fortsetzt, und rechts der Louve die Hohe von Saint Laurent. Alle diese Rücken
steigen in einzelnen Stufen zum See ab, die zwischen sich für verschiedene Terrassenflächen Raum lassen. Nahe
Cour erhebt sich der Hügel von Mont Riondle Crêt, der seiner Isoliertheit und abgerundeten Form wegen einst als ein von Menschenhand
aufgeschüttetes Gebilde angesehen worden ist.
Die nahezu in der Mitte des Bezirkes liegende Gemeinde Lausanne umfasst mit ihren 3885 ha etwa die Hälfte der Fläche des
Bezirkes und ist, von einigen Berggemeinden abgesehen, die flächengrösste der Waadtländer Gemeinden.
Sie reicht vom Seeufer bis in den zentralen Jorat hinein und ist von ihrer SW.-Ecke (Mündung der Chamberonne, 375 m) bis zur
Montagne du Château (932 m) in der NO.-Ecke 12,3 km lang. Es sind diese beiden Ecken zugleich die am tiefsten
und höchsten gelegenen Punkte der Gemeinde. Zu ihr gehört noch ein gegen NW. gelegenes, im Kreis Romanel enklaviertes Landstück
mit der Siedelungsgruppe Les Vernands.
Andererseits ist die Gemeinde Épalinges derart in die Gemeinde Lausanne eingekeilt, dass sie diese in zwei nahezu gleich
grosse Hälften, eine untere im SW. und eine obere im NO., zerschneidet. Die Flächengrösse und unregelmässige
Form der Gemeinde sind dadurch zu erklären, dass nach der Reformation alle diese einst zum Bistum Lausanne gehörenden Ländereien
zusammen mit anderem Grundbesitz (Wald, Rebbergen etc.) an die Stadt kamen (vergl. die Art. Dézaley, Jorat).