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Die neun Schwerverletzten wurden mit Helikoptern nach Porto und Lissabon gebracht, sagte der Einsatzleiter des Zivilschutzes, Carlos Pereira. Die meisten der Verletzten hätten Verbrennungen und Rauchvergiftungen erlitten.
Ein Vertreter der Behörde hatte zunächst von 50 bis 60 Verletzten gesprochen. Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa kündigte an, noch am Sonntag zum Unglücksort zu reisen.
Während geselligem Anlass
Das Feuer brach am Samstagabend in dem Gebäude nahe der Stadt Tondela aus, als sich dort rund 70 Menschen zu einem gemeinsamen Abendessen versammelt hatten. "Das ist eine Katastrophe", sagte Tondelas Bürgermeister José António Jesús laut "Público" über das Unglück.
Jesús sagte im Fernsehsender RTP, im Vereinsheim habe ein Sueca-Turnier stattgefunden. Das Kartenspiel ist in Portugal sehr beliebt. Anschliessend hätten sich die Anwesenden gemeinsam das Duell zwischen den Fussballklubs Benfica Lissabon und Sporting Braga angeschaut.
Ausgelöst wurde das Feuer nach Angaben des Bürgermeisters durch die Explosion eines Ofens. Die Flammen breiteten sich nach Angaben der Feuerwehr schnell aus. Nach etwa einer Stunde wurde der Brand gelöscht.
Vergebliche Fluchtversuche
"Es geschah sehr schnell. Die gesamte erste Etage stand innerhalb von fünf Minuten in Flammen", sagte ein Augenzeuge der Zeitung "Publico". Die Menschen hätten vergeblich versucht zu fliehen. Sie seien erst nach einigen Minuten entkommen, als Rettungskräfte eine Tür mit Hilfe eines an einem Geländewagen befestigten Seils aufbrachen.
Bei den Lösch- und Bergungsarbeiten seien mehr als 170 Angehörige der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Polizei sowie Dutzende Fahrzeuge und drei Helikopter eingesetzt worden, erklärten Sprecher der Rettungsteams.
Die Ursache blieb vorerst unbekannt. Von Medien zitierte Augenzeugen erklärten, die Tragödie sei durch eine Explosion in einem Kaminofen in einem oberen Teil des Gebäudes ausgelöst worden. Dabei sei auch giftiges Kohlenmonoxid ausgetreten, sagte der Bürgermeister von Tondela.