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Abhängigkeit
Nach der Weltgesundheitsorganisation wird eine Cannabisabhängigkeit diagnostiziert, wenn während der letzten 12 Monate mindestens drei der nachfolgend aufgeführten sechs Kriterien gleichzeitig vorhanden waren.
- Es besteht ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, Cannabis zu konsumieren.
- Es besteht eine verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums.
- Das Auftreten von körperlichen Entzugssymptomen, wenn der Konsum beendet oder reduziert wird.
- Es kann eine Toleranzentwicklung nachgewiesen werden, d.h. es sind zunehmend höhere Dosen erforderlich, um die gleiche Wirkung hervorzurufen, die zuvor durch niedrigere Dosen erreicht wurde.
- Andere Vergnügungen oder Interessen werden zugunsten des Substanzkonsums zunehmend vernachlässigt. Es entwickelt sich ein erhöhter Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen des Konsums zu erholen.
- Der Cannabiskonsum wird trotz nachweisbarer eindeutiger schädlicher körperlicher, sozialer oder psychischer Folgen fortgesetzt.
Mittlerweile ist gut belegt, dass insbesondere ein hochdosierter und intensiver Cannabisgebrauch sowie ein Konsumbeginn im Jugendalter mit einer Abhängigkeit und verschiedenen körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen einhergehen können. Die Überwindung der psychischen Abhängigkeit stellt dabei die grössere Herausforderung dar, während der körperliche Entzug in der Regel unproblematisch mit mässigen Symptomen verläuft.