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Geschichte der Schule Hittnau
Bereits in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts fanden markante Veränderungen in der Hittnauer Schullandschaft statt: Die vier Schulgemeinden Oberhittnau, Unterhittnau, Hasel und Dürstelen schlossen sich 1907 zu einer einzigen Primarschulgemeinde zusammen.
1910 wurde eine Sekundarschule eröffnet, nachdem die Besseren unter den Hittnauer Schülerinnen und Schülern während Jahrzehnten in Pfäffikon oder von Dürstelen auch in Bauma die Sekundarschule besucht hatten. Zu damaliger Zeit sehr fortschrittlich, wurden die Primar- und Sekundarschulgemeinde 1942 zu einer Schulgemeinde vereinigt.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfügte die Schule Hittnau über folgende Schulbauten:
- das heutige alte Sekundarschulhaus an der Jakob Stutzstrasse
- sowie die Schulhäuser aus dem 19. Jahrhundert in den Ortsteilen Unter- und Oberhittnau, Dürstelen und Hasel.
Pro Schulhaus unterrichtete jeweils eine Lehrperson, welche den 16-37 Schülerinnen und Schülern in der Mehrklasse das ABC und das Einmaleins beibrachte.
Von einer Turnhalle konnte bis 1945 nur geträumt werden. Geldknappheit liess das Projekt immer wieder scheitern. Nicht einmal ein Sportplatz mit einigen Geräten konnte gebaut werden. Man behalf sich deshalb mit „Provisorien“ und liess die Schülerinnen und Schüler in Schulhausgängen, Fabrikhallen oder auch im „Hirschensaal“ turnen, natürlich nur, wenn die Witterung den Turnunterricht im Freien nicht zuliess.
Der Durchbruch für die erste Hittnauer Turnhalle kam erst durch den neuen kantonalen Finanzausgleich, dank dem die Gemeinde endlich über die nötigen Geldmittel verfügte. Als Bauplatz wählte man nach längerer Evaluation den Obstgarten hinter dem Sekundarschulhaus – damit begann sich die Gegend Hermetsbüel als Hittnauer Schulzentrum zu etablieren.
Die andauernd wachsende Schülerzahl führte dazu, dass das 1910 als Sekundarschulhaus erbaute Gebäude auch von Primarschulklassen belegt wurde, und zwar im gleichen Klassenzimmer. Ein vernünftiger Unterricht war nicht mehr möglich, einerseits durch die Überbelegung, andererseits zog eine bissige Bise durch die alten Fenster. Verkehrsprobleme wurden als weiterer Grund für einen Neubau genannt; die Asphaltierung der Strasse zwischen Ober- und Unterhittnau zog nämlich so viel Verkehr an, dass die Sicherheit der Schüler nicht mehr gewährleistet war und Lärm und Ablenkung den Schulunterricht empfindlich störten.
1962 wurde das neue Oberstufenschulhaus eingeweiht, wobei der ausführende Architekt den Bauplatz wie folgt beschrieb: „Inmitten von Wiesen, auf einer Geländekuppe, die eine prächtige Sicht auf die umgebenden Hügel und Wälder gewährt.“
1983 erweiterte man die Anlage um eine neue Turnhalle, einen Singsaal und Räumlichkeiten für die Bibliothek.
1989 erhielt die Primarschule ihr neues Schulhaus auf demselben Areal.
1993 wurde die Erweiterung des Oberstufenschulhauses mit neuen Werkräumen, Schulküche und verschiedenen Gruppen- und Vorbereitungszimmer an die Hand genommen.
2003 fand die Einweihung des neuen Dorfschulhauses (Primar- und Sekundarklassen) unter dem Motto „die längste Pause der Welt“ als fröhliches Fest für Jung und Alt statt.
Die Einweihung der langersehnten Mehrzweckturnhalle Hermetsbüel im Oktober 2010 setzte den vorläufigen Schlussstrich unter die rege Bautätigkeit auf der Schulanlage Hermetsbüel, die den mittlerweile 440 Schülerinnen und Schülern eine moderne und grosszügige Infrastruktur beschert.