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Unter einer Trophoblasterkrankung („Blasenmolen“) versteht man die abnormale Entwicklung der Plazenta. Es handelt sich hierbei um ein seltenes Krankheitsbild. Die Häufigkeit liegt bei etwa 1 zu 1000 Geburten. Man unterscheidet 2 Arten von Blasenmolen :
Die komplette Blasenmole : Hierbei handelt es sich um ein Schwangerschaftsprodukt ohne Embryo bzw. Fetus. Die Plazenta entwickelt eine « traubenartige » Struktur.
Die inkomplette oder partielle Blasenmole : Im Schwangerschaftsprodukt kann sich ein Embryo entwickeln, dieser ist allerdings häufig mit schweren Fehlbildungen verbunden. remplacer par: hat allerdings häufig schwere Fehlbildungen.
Wie wird die Erkrankung diagnostiziert ?
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Meistens kommt es zu Blutungen oder Erbrechen. Manchmal sind es auch die ersten Untersuchungen, die routinemässig in der Frühschwangerschaft durchgeführt werden, die die Erkrankung aufdecken. Die Ultraschalluntersuchung in Verbindung mit der Bestimmung des Beta-hCG-Wertes im Plasma sind die beiden wichtigsten Untersuchungen, welche die Diagnose erlauben.
Das typische «Schneegestöber» im Ultraschallbild und sehr hohe Beta-hCG-Werte lassen auf eine Blasenmolen-Schwangerschaft schliessen. Die Gesamtheit der klinischen, biologischen und bildgebenden Untersuchungen ist notwendig, um eine Blasenmolen-Schwangerschaft zu diagnostizieren.
Warum ist eine Beta-hCG (Schwangerschaftshormon) Verlaufskontrolle notwendig ?
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Nach einer Blasenmolen-Schwangerschaft besteht das Risiko des Zurückbleibens von Blasenmolen-Gewebe in der Gebärmutter. Dieses kann weiterwachsen und eine Aussaat in andere Körperregionen zur Folge haben. Das Risiko rechtfertigt regelmäßige engmaschige Kontrollen. Welche leicht mittels Blutabnahme und Dosierung des Schwangerschaftshormons β-hCG durchgeführt werden können. Bei ca. 80-90% der Frauen sinken die Hormonwerte schnell ab und sind bald nicht mehr nachweisbar, dies entspricht einem kompletten Verschwinden der Blasenmole.
In welchen Abständen erfolgt die Kontrolle des Beta-hCG ?
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Eine Blutabnahme ist alle zwei Woche bis zur Negativierung erforderlich. Danach erfolgt die Kontrolle einmal monatlich für einen Zeitraum von 3 bis maximal zwölf 12 Monaten.
Was passiert im Falle einer Persistenz oder Erhöhung des Beta-hCG-Spiegels ?
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Wenn die komplette Negativierung ausbleibt ist eine spezielle Betreuung angebracht. Eine Reihe von Untersuchungen wie Thoraxröntgen, Ultraschall und Computertomographie werden vorgenommen. In diesem Falle kontaktieren wir Ihren Arzt um gemeinsam das weitere Vorgehen und die nötigen Untersuchungen zu besprechen. Eine derartige Situation erfordert eine angepasste Chemotherapie welche im Regelfall eine komplette Heilung ohne Einfluss auf die Fruchtbarkeit nach sich zieht.
Welche Verhütung während der Kontrollen ?
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Eine wirksame Verhütung ist unmittelbar nach Abstoßung und während der Verlaufskontrollen unerlässlich. Empfohlen wird die hormonale Kontrazeption, vorausgesetzt es bestehen keine Gegenanzeigen für die Einnahme der Pille. Eine Alternative stellt das Einsetzten einer Spirale 6 Wochen nach Abstoßung der Blasenmole dar.
Wann sollte man über eine erneute Schwangerschaft nachdenken ?
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Sobald Ihre Nachsorge abgeschlossen ist, können Sie eine Schwangerschaft in Betracht ziehen. Nach einer Chemotherapie beträgt dieser Zeitraum in der Regel 18 Monate.
Das Risiko einer Blasenmole bei einer erneuten Schwangerschaft ist sehr gering und wird auf etwa 1 bis 3 % geschätzt. Es besteht kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen des Kindes bei Frauen, die eine Chemotherapie erhalten haben.
Wichtig ist allerdings, dass Ihnen bei jeder neuen Schwangerschaft wieder Blut abgenommen wird, um das Schwangerschaftshormon zu bestimmen, da ein kleines Risiko besteht, dass die Krankheit zu diesem Zeitpunkt erneut auftritt. Dieser Test soll lediglich sicherstellen, dass alles in Ordnung ist.