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Das Wichtigste in Kürze
- Die Oper La Clemenza di Tito von Mozart wurde in Genf aufgeführt.
- Der Regisseur Milo Rau hat die politische Brisanz aufgegriffen.
- Das Stück steht zum Streaming zur Verfügung.
Am Theater in Genf wurde eine besondere Oper zum Streaming zur Verfügung gestellt: La Clemenza di Tito von Mozart. Der Schweizer Regisseur Milo Rau hat ihr seinen Stempel aufgedrückt. Der Dirigent Emelyanychev führte dazu das Orchestre de la Suisse Romande.
Verzeihung trotz Verrat in La Clemenza di Tito
Es geht in der ursprünglichen Oper um den mächtigen Tito, der Pech in der Liebe erfährt. Dazu verrät ihn sein bester Freund. Er kommt dessen tödlichen Anschlag in der Hauptstadt gerade noch lebendig davon.
Erste Opernregie des Schweizer Regisseurs
Hinter dieser utopischen Oper steckt somit eine politische Botschaft. Milo Rau interessierte sich wohl deswegen für die erste Opernregie in seiner Karriere. Er hat das Original stark adaptiert.
Eine Welt mit zwei Seiten
Das Bühnenbild zeigt aus Raus Sicht zwei Seiten unserer Welt. Ein schöner, heller Raum, der sich am Ende als Saal für eine Ausstellung mit wohlhabenden Kunstfreunden herausstellt.
Dann ist da die andere, die düstere Seite. Sie zeigt ein Flüchtlingslager mit herumliegendem Abfall, einem brennenden Ölfass und Protest-Schildern. Tito ist durch den Anschlag seines Freundes mit einem Rotlehm-verkrusteten Gesicht versehen worden. La Clemenza di Tito findet ihr Ende mit dem Tod aller singenden Solisten vor einem Podest.