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Das Podest
- 1. Mathieu Faivre (FRA)
- 2. Filip Zubcic (CRO)
- 3. Loïc Meillard (SUI)
Auf der gleichen Piste, auf welcher er am Montag in der Kombination Bronze geholt hatte, doppelte Meillard nach und sicherte der Schweiz die 8. WM-Medaille. Im Duell um Rang 3 des ersten Parallel-Riesenslaloms der WM-Geschichte profitierte der 24-Jährige vom Ausrutscher des Deutschen Alexander Schmid. Bronze ist für Meillard jedoch ein schwacher Trost. Denn es wäre durchaus mehr dringelegen.
Meillard ist am Regelwerk gescheitert. Das darf nicht sein.
Gerade einmal 2 Hundertstelsekunden hatten Meillard zum Finaleinzug gefehlt. Besonders bitter: Weil der Neuenburger in der Qualifikation die Bestzeit aufgestellt hatte, musste er im Finaldurchgang jeweils zuerst auf der schnelleren roten Piste starten. «Meillard ist am Regelwerk gescheitert. Das darf nicht sein», wählte SRF-Experte Marc Berthod klare Worte.
Regularien bestrafen Meillard
Wie bei den Frauen bedeutete dies im Männer-Rennen einen Nachteil: Denn der Maximalvorsprung von 0,5 Sekunden war auf der klar langsameren blauen Piste kaum zu verteidigen. So nahm Meillard dem Kroaten Filip Zubcic im ersten Halbfinal-Lauf deutlich mehr als 0,5 Sekunden ab. Der Rückstand wurde jedoch auf eine halbe Sekunde reduziert. Meillard wurde also um seine Chance auf Gold gebracht. Denn Zubcics Zeit auf dem roten Kurs wurde nicht beschnitten.
Die Krux mit dem Modus
Etliche Fahrer beklagten nach dem Rennen, der Modus sei unfair gewesen. Hintergrund: Der rote Kurs war deutlich schneller als der blaue. Während die Regeln zwecks Erzeugung von Spannung wollen, dass der Maximalrückstand nach dem 1. Run 0,5 Sekunden beträgt, wurde schnell klar: Auf dem roten Kurs ist diese Hypothek im Re-Run problemlos wettzumachen. Das bedeutet zusammengefasst, dass es ein klarer Vorteil war, erst auf dem blauen und im 2. Lauf dann auf dem roten Kurs starten zu dürfen.
Mathieu Faivre darf sich dennoch als verdienter Weltmeister feiern lassen. Er trotzte den Regularien und sicherte sich überlegen Gold vor Zubcic. Der 29-jährige Franzose entschied beide Durchgänge für sich – keine Selbstverständlichkeit auf den ungleichen Pisten. Bereits in seinem Halbfinal-Lauf hatte er auf Schmid nur 0,16 Sekunden eingebüsst.
Die weiteren Schweizer
- 11. Marco Odermatt
- Justin Murisier (in Quali out)
- Gino Caviezel (in Quali out)
Marco Odermatt schaffte es zwar in die Finalentscheidung, der Achtelfinal bedeutete für den Nidwaldner jedoch Endstation. Er verlor kumuliert eine Hundertstelsekunde auf Luca de Aliprandini (ITA). Den 1. Lauf hatte der 23-Jährige noch für sich entschieden.
Das Hundertstel-Pech hatte in der Qualifikation auch Justin Murisier ereilt. Der Walliser verpasste den Einzug in den Finaldurchgang der besten 16 um 0,01 Sekunden. Gino Caviezel schied nach gutem Start aus. Der Bündner kann sich nun auf seinen Einsatz im Riesenslalom konzentrieren.
So geht es weiter
Am Mittwoch geht es mit dem Team-Event weiter. Am Freitag (Riesenslalom) und Sonntag (Slalom) kämpfen die Techniker dann um die prestigeträchtigen Einzel-Medaillen.