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An der Entwicklerkonferenz IO hatte Google das Sprachassistenz-System Duplex vor einigen Wochen erstmals vorgestellt. CEO Sundar Pichai zeigte den Besuchern der Konferenz, wie die Google-KI telefonisch Coiffeurtermine buchen
Duplex sorgte für viel Aufmerksamkeit, aber auch Kritik. Dass der Mensch am anderen Ende nicht wisse, dass er mit einer Maschine spreche, sei bedenklich, hiess es in verschiedenen Berichten.
Bei der Konferenz im Mai wurde eine Aufnahme abgespielt. Später berichteten einige Medien, die Aufnahme sei gefälscht oder zumindest nachträglich bearbeitet worden. Nun hatten einige US-Journalisten Gelegenheit, das System live zu testen. Und sie alle versuchten, die KI zu überlisten, wie aus den Berichten hervorgeht.
Die Journalisten schlüpften jeweils in die Rolle eines Restaurantmitarbeitenden, um eine Tischreservierung von Duplex entgegen zu nehmen. "Duplex wartete geduldig darauf, dass ich ungeschickt durch meine erste Tischreservierung stolperte" und "dass ich ihre Anforderungen aufschrieb, und als ich Duplex bat, Dinge zu wiederholen, die ich beim ersten Mal nicht erwischt hatte ('Eine Reservierung zu welcher Zeit?'), tat sie dies ohne Zwischenfälle", so das Resümee des 'Ars-Technica'-Journalisten.
"Ich habe mit Googles Duplex-Sprachassistenten gesprochen. Es fühlte sich an, wie der Anfang von etwas Grossen." So der Titel des 'Re/Code'-Berichts
zur Pressekonferenz. In seinem Gespräch leitete die KI den Anrufer schliesslich an eine echte Person weiter. Dies ist laut Google so geplant, falls die Technologie einer Aufgabe nicht gewachsen ist.
Der 'Gizmodo'-Reporter
schaffte es, Duplex so zu verwirren, dass die Reservierung nicht klappte, zeigt sich aber dennoch beeindruckt. "Als eine Person fragte, ob sie mit einer Person oder einem Computer sprach, identifizierte sich Duplex als automatischer Assistent. Und als eine Person, die sich als Gastgeber ausgab, fragte, ob jemand in der Gruppe Allergien habe, antwortete Duplex einfach, dass sie es nicht wisse." Die Software habe die meisten Stolpersteine, die ihr die Journalisten in den Weg gelegt hatten, gemeistert, so sein Fazit.
Google reagierte offenbar auch auf die Kritik, dass zu erkennen sein sollte, dass Menschen nicht mit anderen Menschen interagieren. "Hi, ich rufe an, um eine Reservierung zu machen. Ich bin Googles automatischer Buchungsservice, also nehme ich diesen Anruf auf", zitiert 'fastcodesign.com'
den Anfang des Gesprächs. Auf Nachfrage führe die KI aus, dass sie im Namen eines Kunden anrufe, der eine Reservierung vornehmen wolle. (kjo)