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Folgende Kationen und Schwermetalle werden standardmäßig bei uns analysiert, wobei auch weitere Elemente auf Anfrage möglich sind:
Aufgrund von früheren bleihaltigen Pflanzenschutzmitteln sowie bleihaltigen Abgasen findet man noch heute teilweise erhöhte Bleigehalte in Böden, was wiederum von der Rebe über die Wurzeln aufgenommen werden kann. Dies kann zu erhöhten Bleigehalten im Most führen, wobei der größte Teil des enthaltenen Bleis bei der Gärung und des nachfolgenden Abtrennens des Hefetrubs wieder ausgeschieden wird, sodass im fertigen Wein nur geringe Gehalte vorkommen. In der EU gilt für Wein-Erzeugnisse bis zur Weinernte 2015 ein Grenzwert für Blei von 0,25 mg/L. Für Erzeugnisse ab dem Weinjahr 2016 gilt ein Grenzwert von 0,15 mg/L.
In Weintrauben kommen erhöhte Cadmiumgehalte in der Umgebung von starken Immessionsquellen vor. Es wird in die Umwelt durch Verbrennungsprozesse oder als Bestandteil von Klärschlamm eingebracht und kann in der Rebe über die Wurzeln aufgenommen und im Inneren der Weinbeere angereichert werden. In Weinen beträgt die zugelassene Höchstmenge in der Schweiz 0,01 mg/L.
Kalium beeinflusst in der Pflanze verschiedene Stoffwechselabläufe und stellt ein wichtiger Pflanzennährstoff dar. Während der Reife werden größere Mengen Kalium in der Traube eingelagert, sodass auch im Most und im Wein höhere Gehalte gefunden werden können. Die Höhe des Kaliumgehaltes hängt neben der Reife auch von weiteren Parametern wie dem Jahrgang, der Düngung wie auch der Traubenverarbeitung ab. Im Wein spielt Kalium vor allem aus sensorischer Sicht eine wichtige Rolle, da diese die vorhandene Säure puffern.
Kupfer ist für das Pflanzenwachstum ein unentbehrlicher Mikronährstoff. Aufgrund der natürlichen Kupfereinlagerung, wie auch durch kupferhaltige Pflanzenschutzmittel, können im Most höhere Gehalte an Kupfer nachgewiesen werden. Darüber hinaus wird auch während der Weinbereitung durch kupferhaltige Behandlungsmittel oder Geräte und Apparaturen Kupfer in das Produkt eingetragen. Aus diesem Grund gibt es für Wein einen Grenzwert für Kupfer, wobei die Verwendung kupferhaltiger Weinbehandlungsmittel nochmals strenger geregelt ist und es einen niedrigeren Grenzwert für behandelte Weine gibt.
Auch im Bier kann durch die Rohstoffe (durch beispielsweise Pflanzenschutzmittelrückstände), aber auch durch Apparate und Leitungen Kupfer in das Produkt gelangen. Wie auch bei allen anderen Schwermetallionen wirkt sich auch Kupfer negativ auf die kolloidale Stabilität und den Geschmack des Bieres aus, sodass erhöhte Kupfergehalte zu vermeiden sind.
Calcium ist für die Rebe ein wichtiger Nährstoff und ist beispielsweise für die Zellwandstabilität mit verantwortlich. Daher kommen auch in Wein und Most höhere Gehalte dieses Nährstoffes vor, wobei auch während der Weinbereitung beispielsweise bei der Entsäuerung Calcium eingetragen werden kann. Bei zu hohen Gehalten an Calcium kann es zu Kristallausscheidungen kommen, sodass diese vor der Füllung entfernt oder stabilisiert werden müssen. Da eine Kristallausscheidung im gefüllten Produkt nicht vorkommen sollte, stellt der Gehalt an Calcium im Wein ein wichtiger Parameter zur Qualitätssicherung im Wein dar.
Neben Wein ist der Calciumgehalt auch in anderen Produkten wie Bier relevant, da dieser hier beispielsweise während der Gärung im Zusammenhang mit der Flockung der Hefe steht. Darüber hinaus kann es bei Bieren mit niedrigen Calciumgehalten aufgrund des CO2-Gehaltes dazu kommen, dass Calcium aus kalkhaltigen Filtermaterialien herausgelöst wird, was anschließend unlösliche, kristalline Trübungen verursachen kann.
|Parameter||Messmethode|
|Blei||AAS|
|Kupfer||AAS|
|Cadmium||AAS|
|Kalium||AAS|
|Calcium||AAS|