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ERSTER AKT
Morosus, ein alter Seebär, hat sich, um Ruhe zu finden, in sein Haus zurückgezogen. Nichts auf der Welt hasst er so wie Lärm, selbst das Geschwätz seiner Haushälterin geht ihm auf die Nerven und Musik kann er nicht ausstehen. Sein Barbier schlägt vor, eine schweigsame Frau ins Haus zu bringen. Doch obwohl Morosus gerne jemanden um sich hätte, kann er sich nicht entschliessen. Unerwartet kommt sein Neffe zu Besuch. Morosus' Freude wird getrübt, als er erfährt, dass sein Neffe Tenor einer Operntruppe ist. Er enterbt Henry, weil dieser vom Singen nicht lassen will und weist ihn aus dem Haus. Den Barbier beauftragt er, ihm eine schweigsame Frau zu besorgen. Die Komödianten und der Barbier beschliessen, den heiratslustigen Morosus zu prellen. Aminta, Henrys Frau, soll die Schweigsame spielen und dem alten Herrn hinterher die Hölle heiss machen.
ZWEITER AKT
Morosus werden nun drei beiratslustige »Schweigsame« vorgeführt, seine Wahl fällt, wie vorgesehen, auf Aminta, weil sich Carlotta und Isotta dümmlich und affektiert geben. Die Scheinehe wird von den als Pfarrer und Notar verkleideten Komödianten vollzogen, Morosus ist selig. Doch kaum sind beide ein Paar, als sich die schweigsame Frau als wahrer Teufel entpuppt. Sie poltert und zetert und lässt Morosus nicht im unklaren, wer Herr im Haus ist. Jetzt ist Morosus froh, dass Henry verspricht, seine Frau zu beruhigen und ihm zur Ruhe zu verhelfen.
DRITTER AKT
Am nächsten Tag geht das tolle Treiben weiter, Gesangslehrer und Pianist erscheinen, Musik erklingt fortwährend, dazu machen als Arbeiter verkleidete Komödianten allerlei Spektakel, bis Morosus erschöpft um Pause bittet. Er verspricht Aminta die Hälfte seines Vermögens, wenn sie ihn nur verlässt und ist schliesslich froh, Aminta an seinen Neffen loszuwerden. Er gibt seinen Segen zu dessen Verbindung, verzeiht allen, froh, noch einmal davongekommen zu sein: »Wie schön ist doch die Musik, aber wie schön erst, wenn sie vorbei ist.«