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Am Lehrstuhl Zobl steht das Kapitalmarkt- und Bankenrecht im Vordergrund. In beiden Gebieten wird gelehrt und geforscht. Lehrveranstaltungen werden sowohl im Kapitalmarkt- als auch im Bankenrecht angeboten. Daneben haben die Studierenden auch die Möglichkeit, Seminare in diesen Rechtsgebieten zu besuchen und Seminararbeiten abzufassen. Sodann ist wahlweise auf folgende z.T. abgeschlossene, z.T. noch offene Forschungsprojekte am Lehrstuhl hinzuweisen:
Als grössere Publikation erschien für gut 2 Jahren das von Dieter Zobl und Stefan Kramer verfasste Buch „Schweizerisches Kapitalmarktrecht“. Dieses Buch liefert eine zusammenhängende Darstellung des schweizerischen Kapitalmarktrechts. Im Allgemeinen Teil werden zunächst die Regelungsziele und -instrumente des Kapitalmarktrechts systematisch analysiert. Die Ziele der Kapitalmarktgesetzgebung bewegen sich im Spannungsfeld zwischen dem Schutz des einzelnen Marktteilnehmers (Anlegerschutz) und dem Schutz der Funktionsfähigkeit des Marktes (Funktionsschutz). Bei der Umsetzung dieser Regelungsanliegen spielt heute die Selbstregulierung der Normadressaten eine grosse Rolle.
Im Zentrum der Betrachtungen stehen sodann die Publikumsgesellschaften, die Anlagefonds und die verschiedenen Finanzintermediäre (Banken, Effektenhändler etc.). Nebst einem Kapitel über die einzelnen Anlageinstrumente findet sich ausserdem eine eingehende Darstellung der Handelssysteme (Börsen, börsenähnliche Einrichtungen) sowie der Zahlungs- und Effektenabwicklungssysteme. Hinweise auf internationale Standards, insbes. auf das europäische Recht, fehlen ebenso wenig wie ein Ausblick auf die zu erwartenden Entwicklungen in den Bereichen Regulierung und Aufsicht. Abgeschlossen wird der Allgemeine Teil mit Ausführungen zu den kapitalmarktrelevanten Strafbestimmungen (Insiderhandel, Kursmanipulation etc.).
Eine eingehende Behandlung erfahren sodann auch die Objekte das Kapitalmarktes, also z.B. Aktien, Obligationen, Derivate und strukturierte Produkte.
Gegenstand des Besonderen Teils sind die einzelnen Kapitalmarktgeschäfte. Die Darstellung des Primärmarktes umfasst das Emissionsgeschäft sowie einen Exkurs zur Asset- bzw. Risk Securitisation. Die Verbriefung von Hypotheken, die in den USA zu einer Kreditkrise geführt hat, wird hier ebenfalls mitbehandelt. Die Geschäfte des Sekundärmarktes beinhalten die Effektenkommission, die Repurchase Agreements (Repos) und das Securities Lending. Zum Schluss findet sich ein Überblick über die Abwicklung von Börsentransaktionen.
Im Bereiche des öffentlichen Bankenrechtes ist Zobl schon seit einigen Jahren Chefherausgeber und Mitkommentator des bekannten Kommentars „Bodmer/Kleiner/Lutz“ zum schweizerischen Bankengesetz. Im privaten Bankrecht steht am Lehrstuhl Zobl vor allem das Kreditsicherungsrecht im Vordergrund. Der 1982 erschienene erste Band zum Fahrnispfandrecht im Berner Kommentar, der gegen 1000 Seiten umfasst, steht gegenwärtig in Ueberarbeitung. Hier gilt es, neben der zwischenzeitlich erschienen schweizerischen Literatur und Judikatur auch ausländische Entwicklungen mitzuberücksichtigen.