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Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Flachwitz her!
Meine abwesenden Blicke verraten, gerade nicht über eine gesunde Biochemie zu verfügen. Passend dazu spielt mein Kopf auch noch ein melancholisches Musikstück in der Endlosschleife. Ich möchte meine Stimmung jetzt weghebeln können. Das Weghebeln endet als komischer Versuch, ein gutes Leben hinzubekommen.
Ich renne vielmehr den verzerrten Vorstellungen meines Lebens hinterher. Wo ist nochmals der blöde Knopf?
Der rettende Knopf zum Aussteigen finde ich auf meinem Handy. Via Internet lasse ich irgendwelche Flachwitze laufen. Ich setze meine Kopfhörer auf und gebe meiner Birne die volle Dröhnung.
Was ist grün, eckig und tut weh, wenn man es ins Gesicht kriegt?
Ein Billardtisch.
Was erhält man, wenn man einen Tausendfüssler mit einem Papagei kreuzt?
Ein Walkie Talkie.
Was ist braun und kann schwimmen?
Eine Exkrem-Ente.
Warum haben Fische Schuppen?
Na, wo sollen sie sonst ihre Fahrräder abstellen?
Warum können Seeräuber keine Kreise zeichnen?
Weil sie Pi-Raten.
Was ist ein Keks unter dem Baum?
Ein schattiges Plätzchen.
Wie nennt man einen Mann, der Geld aus dem Fenster wirft?
Einen Schein-Werfer.
Ein Tier aus dem Wald mit A?
A Hirsch.
Ein Tier aus dem Wald mit N?
Noch a Hirsch.
Wie findest du den Frühling bis jetzt so?
– Atemberaubend.
Nathalie, 22, hat Heuschnupfen.
Was hat jemand, der im Dreieck läuft?
Kreislaufprobleme.
Wieso machen sich so viele Studenten vor der Prüfung in die Hosen?
Wegen der hohen Durchfallquote.
Wie nennt man eine Demonstration von Veganern?
Gemüseauflauf.
Was sagt Andreas Bourani vor dem Geldautomat?
Ich heb ab!
Wie heisst ein Reh mit Vornamen?
Kartoffelpü.
Welches Tier macht äääääääääuuuuuuwwww?
Ein unentschlossenes Schaf.
Warum heben Sie die Uhr nicht auf?
Habe keine Uhrheberrechte.
Was macht eine juckende Wolke?
Einen Wolkenkratzer.
Wieso vertrocknen alle Blumen?
Johann, 17, Gärnterlehrling, steht auf dem Schlauch.
Ach, herrlich.
Eine Runde Lachen tanken.
Durch diese Dudelei kann ich mein Leben kurz abstellen und durchatmen. Die melancholischen Klänge sind weg. Dafür trällert mein Kopf nun ein Countrysong. Ob das wohl die bessere Alternative ist?
Nun ja, immerhin bekomme ich ein Smile to go. Und etwas Abstand, meine Situation zu reflektieren.
Ich lerne gerade zu fühlen, ohne innerlich ganz zu Hackfleisch zu werden (sinnbildlich). Da können mich kleinste Impulse emotional schon mal umwehen.
In stürmischen Zeiten brauche ich die Einfachheit in den Dingen. Dazu gehören Flachwitze, Marmelade kochen oder den Fussboden schrubben.
Flachwitze sind für mich eine Möglichkeit, keine besondere Unterhaltung oder aussergewöhnliche Pirouetten von mir zu erwarten. Meine Frisur muss keine Pudelpreise gewinnen und meine Bohnen muss ich nicht im Reformhaus kaufen.
Das tut gut.
Vom Versuch, mein Leben einfacher zu machen, folgt im Dezember ein ausführlicher Artikel. Darauf freue ich mich schon. Aber erstmal trinke ich veganes Wasser. Esse glutenfreier Kürbis. Und freue mich über den dringend benötigten Lachanfall.
In diesem Sinne
Bleiben wir gemeinsam dran – es lohnt sich!
Noémie