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Die Bauherrschaft hat freiwillig ihr «innovatives» Bauprojekt zurückgezogen und ein von 99 auf 93 Wohnungen verkleinertes Projekt neu aufgelegt. Die Bauherrschaft beziehungsweise das Architekturbüro verzichtete somit freiwillig auf insgesamt geschätzte vier bis fünf Millionen Franken. Hier stellt sich die Frage, wer diesen entgangenen Gewinn ökonomisch trägt – die neuen Eigentümer/Investoren, die Bauherrschaft/Architekten oder die Mieter? Die Einsprechenden wurden mit den Projektänderungen konfrontiert und explizit auf die neue Profilierung aufmerksam gemacht, mit dem Hinweis, doch jetzt die Einsprachen zurückzuziehen. Interessanterweise wurde bei einem der Gebäude ein ganzes Stockwerk «vergessen». So entsprachen die Profile nicht den Planeingaben. Die Folge war die Rückweisung des Baugesuchs durch die Gemeinde und eine Neuauflage.
Man könnte sich nun fragen, ob man mit diesem Fauxpas dachte, die Einsprechenden wären nicht in der Lage, Pläne zu lesen; ob es bewusst gemacht wurde, um so unliebsame Kritiker zum Schweigen zu bringen; oder ob die Kontrollen versagten? Wie wird wohl die Qualitätssicherung in einem solchen Projekt sichergestellt, wenn man bereits bei der Eingabe ein ganzes Stockwerk «vergisst»? Die Erwartungen der Bauherrschaft, im Frühling 2019 bereits über eine Baubewilligung zu verfügen (FN vom 12.1.2019), um potenzielle Interessenten zu beruhigen, wird so kaum einzuhalten sein.