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Mit Djokovic fehlt der Topfavorit
Wie im letzten Jahr ist Novak Djokovic das grosse Thema am US Open - wenn auch aus völlig anderen Gründen. Fünf Schlaglichter zum letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres.
Wie im letzten Jahr ist Novak Djokovic das grosse Thema am US Open - wenn auch aus völlig anderen Gründen. Fünf Schlaglichter zum letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres.
DER GROSSE ABWESENDE. Im letzten Jahr war Novak Djokovic einen Sieg davon entfernt, als erster Spieler seit Rod Laver 1969 den Kalender-Grand-Slam zu vollenden. Dann hatte er im Final gegen Daniil Medwedew seine Nerven nicht im Griff. Nun verpasst der Serbe die Chance auf einen 22. Major-Titel und die Einholung von Rafael Nadal, weil er als Ungeimpfter nicht in die USA einreisen darf. In der Weltrangliste riskiert Djokovic den Fall aus den Top Ten, da er bereits beim Australian Open (aus dem Land ausgewiesen) und Wimbledon (wegen Russen-Ausschluss) keine ATP-Punkte sammeln konnte.
DER TITELVERTEIDIGER. In Wimbledon fehlte wegen Russlands Angriffskrieges Daniil Medwedew, in New York darf er zur Titelverteidigung antreten. Zwar gewann der 26-jährige Moskauer Anfang Monat das Turnier in Los Cabos, in Montreal und Cincinnati scheiterte er aber in der 2. Runde respektive im Halbfinal.
DIE GROSSE UNBEKANNTE. Rafael Nadal ist zwar der Grand-Slam-Rekordsieger und in diesem Jahr bei Major-Turnieren noch ungeschlagen. Dennoch ist der Form- und vor allem Fitnessstand des 36-jährigen Spaniers fast unmöglich einzuschätzen. Seit er vor dem Wimbledon-Halbfinal gegen Nick Kyrgios wegen einer Bauchmuskelverletzung das Handtuch werfen musste, hat er nur eine Partie gespielt - und in Cincinnati gegen den späteren Überraschungssieger Borna Coric verloren. Kyrgios wird auch in New York wieder zu den aussichtsreichen Aussenseitern gehören, wie auch Stefanos Tsitsipas oder der Teenager Carlos Alcaraz, der im letzten Jahr am US Open mit dem Erreichen der Viertelfinals seinen Durchbruch schaffte und bereits die Nummer 4 der Welt ist.
EINE NEUE RADUCANU? Weit offen ist wie in den letzten Jahren üblich das Feld der Frauen. Im Final 2021 setzte sich die Qualifikantin Emma Raducanu gegen Leylah Fernandez durch - beide damals noch keine 19 Jahre alt. Und beide haben seither keine dicken Stricke mehr zerrissen und würden bei einem frühen Out im Ranking aus den Top 50 fallen.
ABSCHIED DER GROSSEN DAME. Mit Serena Williams hat die beste Spielerin der Profiära, wenn nicht der Geschichte, ihren Abschied angekündigt. Es dürfte ihr schwer fallen, nochmals um den Titel mitzukämpfen. Dennoch wird jeder ihrer Auftritte - der erste gegen Danka Kovinic (WTA 80) - für ein volles Stadion sorgen. Die aktuelle Weltnummer 1 Iga Swiatek schwächelte nach einem grandiosen Saisonstart in den letzten Monaten.