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International Business Seminar Series: "Green!Tea: Renewable Energy for the Vietnamese tea sector"
Vietnam ist eines der wirtschaftlichen Kraftzentren Südostasiens. Wie kann ein geeignetes Geschäftsmodell für vietnamesische Teebäuerinnen und -bauern aussehen? Wie kann die teebasierte Landwirtschaft zur Kohlenstoffbindung beitragen? Und inwieweit kann die Teeproduktion durch Agrivoltaiksysteme optimiert werden? Besuchen Sie unsere aktuelle IBSS-Veranstaltung und erfahren Sie mehr vom schweizerisch-vietnamesischen Green!Tea-Team.
Vietnam strebt mit Blick auf lukrative Exportmärkte eine qualitativ hochwertige landwirtschaftliche Produktion an, während es gleichzeitig auf mehr erneuerbare Formen der Energieerzeugung umsteigt, um die COP26-Verpflichtungen zu erfüllen. Solarenergie und Biomasse aus produktiven Wäldern sollen diesen Übergang unterstützen. Die begrenzte Verfügbarkeit von Land führt jedoch zu Spannungen zwischen der landwirtschaftlichen Produktion und der Erzeugung erneuerbarer Energien. Darüber hinaus führen die Verschlechterung der Bodengesundheit und die durch den Klimawandel verursachten Dürren zu einem hohen Einsatz von Düngemitteln und zur Abhängigkeit von Energie für die Bewässerung. Die Kombination von Agri-Photovoltaik (d. h. Photovoltaikanlagen auf Ackerflächen) und der Pyrolyse von Biomasse zur Erzeugung von Wärme und Biokohle ist ein vielversprechender Ansatz, um die Produktionskosten zu senken und gleichzeitig die Energie- und Ressourceneffizienz der Landwirte zu steigern und ihnen die Erzeugung hochwertiger landwirtschaftlicher Produkte zu ermöglichen. Die breite Einführung einer solchen Technologie hat das Potenzial, Vietnams Position auf den internationalen Märkten zu stärken und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten.
Das Projekt Green!Tea, das von der Schweizerischen Eidgenossenschaft und ihrer REPIC-Plattform kofinanziert wird, zielt darauf ab, ein integriertes Pilot-Agrivoltaik-Pyrolyse-System zu entwerfen, das in der teeproduzierenden Provinz Nghe An oder in anderen Teeanbauprovinzen umgesetzt werden soll, einschließlich seiner Merkmale (Geschäftsmodell, Partnerschaften, Kosten und Einnahmen für die Bauern, rechtliche Aspekte usw.).
Während des Seminars wird das Green!Tea-Team aus Vietnam und der Schweiz über die Fortschritte in den vier Arbeitspaketen von Green!Tea berichten: drei konzentrieren sich auf Boden, Pyrolyse und agrivoltaische Prozesse und eines auf die Aspekte des Geschäftsmodells und den Umsetzungsfahrplan. In jedem Arbeitspaket findet ein Wissenstransfer zwischen schweizerischen/europäischen und vietnamesischen Partnern statt, wobei der lokale Privatsektor stark einbezogen wird. Das Hauptergebnis des Projekts ist ein Konzeptnachweis, der in einer Pilotanlage validiert und verfeinert werden kann.
Dr. Grégoire Meylan, der das Event leitet und moderiert, ist Dozent und Senior Project Manager an der ZHAW School of Management and Law. Einer seiner Schwerpunkte ist die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Schweizer Unternehmen. Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit ist er auch in der Forschung und Entwicklung von sauberen Technologien in Schwellenländern tätig – zum Beispiel im Rahmen des Projekts Green!Tea.