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Worum geht es in Ihrer Forschung?
Meine Forschung befasst sich mit der Umstrukturierung des algerischen Staates. In zentralisierten Einheitsstaaten im Allgemeinen, und im algerischen Staat im Besonderen, ist die politische Macht unteilbar, nicht greifbar und stark in der Sphäre der Zentralregierung verankert. Algerien ist mit einer Fläche von 2.381.741 km2 der größte Staat Afrikas. In Staaten dieser Größe sind weniger zentralisierte Modelle denkbar und ratsam.
Das Interesse und das Ziel dieses Projekts besteht darin, eine andere Struktur und Form für Algerien zu skizzieren. Genauer gesagt geht es darum, eine allgemeine sowie globale Analyse der Faktoren, welche die Entstehung des heutigen algerischen Staates bestimmen, vorzunehmen.
Können Sie sich selbst ein wenig vorstellen?
Vor meinem Promotionsstudium hatte ich bereits einen Abschluss in Politikwissenschaften und internationalen Beziehungen der Universität Algier (Algerien). Außerdem habe ich einen Master-Abschluss am Institut für Menschenrechte in Lyon (Frankreich) erworben. Zusätzlich habe ich einen Master in Menschenrechte und nationale Minderheiten vom Institut für europäische Studien der Universität Straßburg, sowie einen Master in Recht, Gesellschaft und Religion (Islamologie/ Islamwissenschaften) der Universität Straßburg. Ich habe an zahlreichen Aktivitäten zum Thema Föderalismus teilgenommen, wie namentlich an der Sommeruniversität des Instituts für Föderalismus zum Thema «Föderalismus, Dezentralisierung und Konfliktlösung», wo ich momentan auch als Gastwissenschaftler tätig bin. Zusätzlich absolvierte ich ein Praktikum bei der Staatskanzlei in Bern.
Schließlich habe ich für eine NRO gearbeitet welche sich mit Menschenrechtsfragen befasst. Dies hat mir geholfen, die Realität der Menschenrechte und die politischen Fallstricke, mit denen sowohl Völker als auch Staaten konfrontiert sind, zu begreifen. Meine akademischen und beruflichen Erfahrungen haben bei der Entwicklung des Forschungsprojekts wesentlich dazu beigetragen.
Vielen Dank, Hocine, für diese Präsentation. Das IFF freut sich sehr, Sie an Bord begrüßen zu dürfen, und wir freuen uns darauf, bald mehr über Ihre Doktorarbeit zu lesen.