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Kanye West sorgte mit seiner dritten Yeezy-Kollektion erneut für viel Furore und Schlagzeilen – etwas, wovon andere Designer nur träumen können. Unbestritten ist auch die Tatsache, dass seine Sneakers, die Yeezy Boosts, Verkaufsschlager sind und von verschiedenen Magazinen zum Turnschuh des Jahres gewählt wurden.
Aber wenn Kanye West herumposaunt, dass er Nike vom Sneaker-Thron geworfen habe, liegt er falsch. Sehr falsch. Auch wenn Adidas im Bereich Lifestyle dank Kanye West (aber auch dank seinem anderen Aushängeschild Pharrell Williams) zulegen konnte, hat Adidas im US-Sportschuhmarkt Anteile verloren.
Nike hat in den USA die Nase vorn
Adidas muss in den USA, dem mit Abstand grössten Sportartikelmarkt der Welt, kämpfen, um an den anderen Marken dranzubleiben. Adidas' Anteil am Sportschuhartikel-Markt liegt klar unter 10 Prozent, derjenige von Nike liegt bei fast 50 Prozent.
Wenn also Kanye in seinem Song «Facts», einem sogenannten Diss-Track, gegen Nike schiesst und darin behauptet, er habe über einen Million Turnschuhe verkauft, klingt das zwar nach viel. Die Verantwortlichen bei Nike können bei solchen Zahlen aber nur lachen.
Allein Basketball-Star Lebron James, der vor kurzem mit Nike einen lebenslangen Vertrag abgeschlossen hat, verkaufte im Jahr 2014 Turnschuhe für 340 Millionen Dollars. Take that, Kanye!