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- Das Roadmovie «Nomadland» ist mit drei Goldmännchen in Hauptkategorien der Gewinner der Oscar-Nacht.
- Das Werk wurde zum besten Film gekürt, Filmemacherin Chloé Zhao bekam die Regie-Trophäe und Frances McDormand den Preis für die beste weibliche Hauptrolle.
- Anthony Hopkins wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Die aus China stammende Chloé Zhao ist die erste Nicht-Weisse, die in der Kategorie «Beste Regie» geehrt wurde. Sie ist ausserdem die erst zweite Frau, die in dieser Sparte triumphieren konnte: Bisher war Kathryn Bigelow mit «Tödliches Kommando – The Hurt Locker» (2010) die einzige Oscar-prämierte Regisseurin.
Frances McDormand holte für ihre Darbietung in «Nomadland» bereits ihr drittes Goldmännchen. Die Trophäe als bester Schauspieler ging überraschend an Anthony Hopkins. Der 83-jährige Brite gewann den Preis für seine Leistung im Familiendrama «The Father».
Diversität bei den Nebendarstellenden
Yuh-Jung Youn bekam den Oscar als beste Nebendarstellerin. Die 73-jährige Südkoreanerin wurde für ihre Rolle in «Minari – Wo wir Wurzeln schlagen» ausgezeichnet. Darin spielt sie die Grossmutter einer koreanischen Familie in den USA. Es ist ihr erster Oscar – ausserdem war sie als erste Südkoreanerin überhaupt in dieser Kategorie nominiert.
Der Oscar für den besten Nebendarsteller ging an Daniel Kaluuya. Der 32-jährige schwarze Brite wurde für seine Leistung in «Judas and the Black Messiah» ausgezeichnet. Er spielt in dem Film über die Black Panther Party in den 1960er-Jahren den Bürgerrechtler und Aktivisten Fred Hampton. Für Kaluuya ist es der erste Oscar-Gewinn.
Mit weiteren Preisen wurden ebenfalls Filme über Nicht-Weisse gewürdigt: Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal und Jamika Wilson etwa gewannen in der Sparte Make-up/Frisur für das Musikdrama «Ma Rainey's Black Bottom» über die schwarze Sängerin Ma Rainey.
Corona-bedingte Anpassungen
Wegen der Corona-Pandemie hatte die 93. Verleihung der Academy Awards einen deutlich kleineren und dadurch auch intimeren Rahmen als sonst. Als Hauptschauplatz der Oscar-Show diente diesmal das historische Bahnhofsgebäude der Union Station in Los Angeles und nicht das grosse Dolby Theatre. Wegen der Reiseschwierigkeiten durch die Corona-Auflagen wurden einige Oscar-Kandidatinnen und Laudatoren auch von internationalen Standorten per Video zugeschaltet.
Die Teilnehmenden der Verleihung mussten während der Gala vor der Kamera keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Produzenten hatten in einer Videokonferenz mit den Nominierten und ihren Vertretern bekannt gegeben, dass während Drehpausen Masken getragen werden müssen.
Die Zeremonie im Bahnhofsgebäude Los Angeles Union Station wurde wie ein Filmdreh organisiert. Für alle Gäste war demnach eine Temperaturmessung vor der Gala verpflichtend. Zudem mussten Teilnehmerinnen und Teilnehmer mindestens drei negative Corona-Tests vorlegen.
Alle Gewinnerinnen und Gewinner der 93. Oscar-Verleihung
|Bester Film||«Nomadland»|
|Beste Hauptdarstellerin||Frances McDormand – «Nomadland»|
|Bester Hauptdarsteller||Anthony Hopkins – «The Father»|
|Beste Nebendarstellerin||Yuh-Jung Youn – «Minari»|
|Bester Nebendarsteller||Daniel Kaluuya – «Judas and the Black Messiah»|
|Beste Regie||Chloé Zhao – «Nomadland»|
|Bestes Originaldrehbuch||«Promising Young Woman»|
|Bestes adaptiertes Drehbuch||«The Father»|
|Bester fremdsprachiger Film||«Another Round»|
|Bester Filmsong||«Fight For You» – «Judas and the Black Messiah»|
|Bester Animationsfilm kurz||«If Anything Happens I Love You»|
|Bester Animationsfilm lang||«Soul»|
|Bester Dokumentarfilm kurz||«Colette»|
|Bester Dokumentarfilm lang||«My Octopus Teacher»|
|Bester Kurzfilm||«Two Distant Strangers»|
|Beste Kostüme||«Ma Rainey's Black Bottom»|
|Bestes Make-Up||«Ma Rainey's Black Bottom»|
|Beste Ausstattung||«Mank»|
|Beste Kamera||«Mank»|
|Bester Schnitt||«Sound of Metal»|
|Beste Filmmusik||«Soul»|
|Beste Visual Effects||«Tenet»|
|Bester Ton||«Sound of Metal»|