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Die überholte Vorstellung, dass China “nur Geschäfte machen will”, sollte aus unserem Verständnis der politischen Aussichten der aufstrebenden Weltmacht vollständig ausradiert werden.
Einfach ausgedrückt: Peking hat seit langem erkannt, dass es, um sein Wirtschaftswachstum ungehindert fortsetzen zu können, die notwendigen Instrumente entwickeln muss, um sich selbst, seine Verbündeten und deren gemeinsame Interessen zu schützen.
Die Notwendigkeit eines starken Chinas ist keine neue Idee, die der derzeitige chinesische Präsident Xi Jinping entwickelt hat. Sie reicht viele Jahrzehnte zurück und umfasst verschiedene nationalistische Bewegungen und letztlich auch die Kommunistische Partei. Was Xi Jinping von den anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass China dank des beispiellosen globalen Einflusses, den Peking während seiner Amtszeit (2013 – heute) erlangte, nun keine andere Wahl mehr hat, als sein “Wirtschaftswunder” mit einem militärischen zu vergleichen.
Donald Trump machte das Handelsdefizit zwischen seinem Land und China bereits vor seinem Machtantritt zu einem Eckpfeiler seiner außenpolitischen Agenda. Abgesehen davon ist es das Militärdefizit, das China am meisten beunruhigt. Während sich die Weltmedien oft auf Chinas militärisches Eindringen in das Südchinesische Meer konzentrieren – oft als “Provokationen” bezeichnet – wird der massiven US-Militärpräsenz rings um von China wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Zehntausende von US-Soldaten sind im Westpazifik und in anderen Regionen…..