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Die mitteleuropäische Zeit gibt in der Schweiz seit gut 125 Jahren den Takt an. Wie das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas) mitteilte, irrt der Volksmund, wenn er von Winterzeit spricht. Es gibt demnach nur die Sommerzeit und die Normalzeit. Mit der Normalzeit wird es an den Abenden früher dunkel.
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Die Zeitumstellung gibt es in der Schweiz seit 1981. Seit 1996 stellen die Menschen in allen Ländern der EU zudem einheitlich die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück.
Bei der Einführung der Sommerzeit und der mitteleuropäischen Zeit Ende des 19. Jahrhunderts entschieden sich Bundesrat und Parlament vor allem aus wirtschaftlichen Gründen für dieselbe Regelung wie die Nachbarstaaten. Bei abweichender Uhrzeit würde die Schweiz zur Zeitinsel, mit Konsequenzen insbesondere im Geschäftsverkehr, im Transportwesen, im Tourismus und der Kommunikation.
Der Wechsel zwischen Normal- und Sommerzeit ist hierzulande sowie in der EU umstritten. 2020 scheiterte eine Initiative zur Abschaffung der Zeitumstellung am Mangel an Unterschriften. Im März 2019 forderte das EU-Parlament die Abschaffung der Zeitumstellung im Jahr 2021. Es fehlen aber bis heute die notwendigen Entscheide aller Einzelstaaten.
Zugrunde liegen der Zeitumstellung Energieüberlegungen. Eine Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) bewies, dass die Sommerzeit tatsächlich einen Stromspareffekt hat, aber nicht wegen des Lichts, sondern wegen der Klimaanlagen. Die Angestellten verlassen ihre Arbeitsplätze früher. Da die grösste Kühlleistung am Nachmittag nötig wird, können die Anlagen früher heruntergefahren werden.
(sda)