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Sommaire
Massnahmen für Sport
Verordnung über Massnahmen (8. September 2021) in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie
Art. 20 Besondere Bestimmungen für Personen, die sportliche oder kulturelle Aktivitäten ausüben
Für Personen, die sportliche oder kulturelle Aktivitäten ausüben, gilt Folgendes:
b. Werden die Aktivitäten im Rahmen von Veranstaltungen ausgeübt, so gelten betreffend die Zugangs-, die Personenzahl- und die Kapazitätsbeschränkun-gen die Artikel 14–15.
d. Bei Aktivitäten in Innenräumen muss zudem:
1. bei Personen ab 16 Jahren der Zugang auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt werden; davon ausgenommen sind Aktivitäten, die in abge-trennten Räumlichkeiten in einem Verein oder in einer anderen bestän-digen Gruppe von höchstens 30 Personen, die dem Organisator bekannt sind, regelmässig gemeinsam ausgeübt werden, namentlich Trainings o-der Proben,
2. eine wirksame Lüftung vorhanden sein.
Art. 14 Veranstaltungen im Freien ohne Zugangsbeschränkung auf Personen mit einem Zertifikat
1 Für Veranstaltungen im Freien kann darauf verzichtet werden, den Zugang für Per-sonen ab 16 Jahren auf Personen mit einem Zertifikat zu beschränken, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
a. Die maximale Anzahl Personen, seien es Besucherinnen und Besucher oder Teilnehmende, beträgt 1000; dabei gilt:
1. Besteht für die Besucherinnen und Besucher eine Sitzpflicht, so dürfen höchstens 1000 Besucherinnen und Besucher eingelassen werden.
2. Stehen den Besucherinnen und Besuchern Stehplätze zur Verfügung oder können sie sich frei bewegen, so dürfen höchstens 500 Besucherin-nen und Besucher eingelassen werden.
b. Die Einrichtung ist höchstens zu zwei Dritteln ihrer Kapazität besetzt.
c. Die Besucherinnen und Besucher tanzen nicht.
2 Für Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis (private Veranstaltungen) mit höchstens 50 Personen, die im Freien, aber nicht in öffentlich zugänglichen Einrich-tungen und Betrieben stattfinden, gilt einzig Artikel 4; die Pflicht zur Erarbeitung und Umsetzung eines Schutzkonzepts gilt nicht.
Art. 14a Veranstaltungen in Innenräumen ohne Zugangsbeschränkung auf Personen mit einem Zertifikat
1 Für Veranstaltungen in Innenräumen kann darauf verzichtet werden, den Zugang für Personen ab 16 Jahren auf Personen mit einem Zertifikat zu beschränken, wenn fol-gende Voraussetzungen erfüllt sind:
a. Die maximale Anzahl Personen, seien es Besucherinnen und Besucher oder Teilnehmende, beträgt 30.
b. Es handelt sich um eine Veranstaltung eines Vereins oder einer anderen be-ständigen Gruppe, deren Mitglieder dem Organisator bekannt sind.
c. Die Einrichtung ist höchstens zu zwei Dritteln ihrer Kapazität besetzt.
d. Die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske nach Artikel 6 wird befolgt; zu-dem wird der erforderliche Abstand nach Möglichkeit eingehalten.
e. Es werden keine Speisen und Getränke konsumiert.
2 Für religiöse Veranstaltungen, Bestattungsfeiern, Veranstaltungen im Rahmen der üblichen Tätigkeit und der Dienstleistungen von Behörden, Veranstaltungen zur poli-tischen Meinungsbildung sowie Treffen etablierter Selbsthilfegruppen in den Berei-chen der Suchtbekämpfung und der psychischen Gesundheit gelten die Vorgaben nach Absatz 1 Buchstaben c–e; zudem müssen die Kontaktdaten der anwesenden Per-sonen erhoben werden. Die maximale Anzahl Personen, seien es Besucherinnen und Besucher oder Teilnehmende, beträgt 50.
3 Für private Veranstaltungen mit höchstens 30 Personen, die in Innenräumen von nicht öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben stattfinden, gilt einzig Ar-tikel 4; die Pflicht zur Erarbeitung und Umsetzung eines Schutzkonzepts gilt nicht.
Art. 15 Veranstaltungen mit einer Zugangsbeschränkung auf Personen mit einem Zertifikat
1bis Für Veranstaltungen im Freien, zu denen der Zugang für Personen ab 16 Jahren auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt wird, gilt diese Beschränkung auch für die Aussenbereiche von zur Veranstaltung gehörigen Restaurations-, Bar- und Club-betrieben.
FAQ - Massnahmen
FAQ vom BAG
Ausweitung Zertifikatspflicht
Seit dem 1. Juli 2021 ist das Covid-Zertifikat für Grossveranstaltungen ab 1000 Personen und in Clubs, Diskotheken und Tanzveranstaltungen obligatorisch (sogenannte rote Bereiche). Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage und der Bettenbelegung in den Spitälern wird ab 13. September
2021 die Zertifikatspflicht auf weitere Bereiche ausgeweitet:
- Innenbereiche von (Hotel-)Bars und Restaurants
- Freizeit-, Sport und Unterhaltungsbetriebe, wie Theater, Kinos, Casinos, Schwimmbäder, Museen, Zoos etc.
- Veranstaltungen im Innenbereich (Konzerte, Sportveranstaltungen, Vereinsanlässe, Privatanlässe wie Hochzeiten ausserhalb von Privaträumen).
- Ausgenommen sind Veranstaltungen unter 30 Personen, bei denen sich die teilnehmenden Personen alle kennen und die in abgetrennten Räumlichkeiten in beständigen Gruppen durchgeführt werden (z.B. Sporttrainings oder Musikproben).
- Ausgenommen sind zudem religiöse Veranstaltungen, Bestattungsfeiern, Veranstaltungen im Rahmen der üblichen Tätigkeit und der Dienstleistungen von Behörden, Treffen etablierter Selbsthilfegruppen und Veranstaltungen zur politischen Meinungsbildung mit unter 50 Personen; für diese Anlässe gilt u.a. Maskenpflicht im Innern mit Kontaktdatenerhebung.
- Ganz ausgenommen bleiben Treffen von Parlamenten und Gemeindeversammlungen.
Welche Bereiche sind weiterhin von der Zertifikatspflicht ausgenommen (grüner Bereich)?
Keine Zertifikatspflicht wird eingeführt für
- öffentlichen Verkehr, Detailhandel sowie im Transitbereich von Flughäfen
- private Veranstaltungen in privaten Räumlichkeiten bis 30 Personen
- religiöse Veranstaltungen und Veranstaltungen zur politischen Meinungsbildung bis max. 50Personen
- Treffen von Parlamenten und Gemeindeversammlungen
- Dienstleistungen von Behörden sowie personenbezogene Dienstleistungen, wie etwa Coiffeursalons, therapeutische und Beratungsangebote, Gastronomieangebote in sozialen Anlaufstellen (z.B. Gassenküche im Innenbereich)
An Arbeits- und Ausbildungsstätten (inkl. Kantinen) sieht der Bund ebenfalls keine Zertifikatspflicht vor. Keine Zertifikatspflicht gilt zudem für Aussenräume (ausser die Besucherinnen und Besucher von Freizeit-, Sport und Unterhaltungsbetrieben wechseln zwischen Innen- und Aussenräumen hin und her).
Müssen die Mitarbeitenden in einem Betrieb mit Zertifikatspflicht ebenfalls ein Zertifikat haben, etwa Servicepersonal in Restaurants, Fitnessinstruktorinnen, Museumsaufseher oder Helfer bei Sportveranstaltungen?
Nein. Ein Arbeitgeber kann aber für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rahmen seiner Fürsorgepflicht das Vorliegen eines Zertifikats verlangen (zum Beispiel in Spitälern). Sie dürfen das Vorliegen eines Zertifikats bei ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern überprüfen, wenn dies der Festlegung angemessener Schutzmassnahmen oder der Umsetzung des Testkonzepts dient. Dies kann der Fall sein, wenn sich Arbeitnehmende in engen Verhältnissen in Innenräumen (z.B. Grossmetzgerei) aufhalten, nicht aber im Freien (z.B. Gärtnerarbeiten). Der Arbeitgeber muss schriftlich festhalten, wenn er anhand des Covid-Zertifikats Schutzmassnahmen oder Massnahmen zur Umsetzung eines Testkonzepts treffen möchte. Die Arbeitnehmenden sind dazu anzuhören. Das Ergebnis der Überprüfung des Zertifikats darf vom Arbeitgeber nicht für andere Zwecke verwendet werden. Zudem darf es zu keiner Diskriminierung zwischen geimpften und genesenen sowie ungeimpften Arbeitnehmenden kommen. Gilt eine Zertifikatspflicht für Angestellte, muss das Unternehmen regelmässig (z.B. wöchentliche) Tests anbieten oder die Testkosten übernehmen, wenn er keine repetitiven Tests anbietet. Falls der Arbeitgeber differenzierte Massnahmen vorsieht (z.B. Maskentragen oder Home-Office für Personen ohne Zertifikat), muss der Arbeitgeber die Testkosten nicht übernehmen. Bei einer öffentlich-rechtlichen Institution muss eine gesetzliche Grundlage für die Bearbeitung von Gesundheitsdaten vorliegen, um eine Zertifikatspflicht einzuführen.
Empfehlungen des Amts für Sport
Um eine sichere Umgebung zu gewährleisten und eine mögliche Beschleunigung der Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, empfiehlt das Amt für Sport, die allgemeinen Massnahmen des Bundes zu befolgen:
- Sich an die Abstand- und Hygieneregeln halten
- Reisen einschränken
- Weniger Menschen treffen und die Durchmischung von Personen vermeiden
- Masken tragen
Zur Erinnerung: Die Eigentümer von Sportanlagen müssen ein Schutzkonzept (Art. 4) erarbeiten und umsetzen, das insbesondere Folgendes umfasst:
- Einhaltung der Kapazitätsgrenzen von Anlagen und des Abstands von Einzelpersonen
- Steuerung der Personenflüsse innerhalb der Anlage (Ankünfte, Garderobe, Training und Verlassen der Anlage)
- Häufige Reinigung