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Gut anderthalb Jahre nach dem ersten Teil von »Menschliches, Allzumenschliches « erscheint dessen zweiter und letzter Nachtrag »Der Wanderer und sein Schatten«. Er ist bewusst als pointierte Fortsetzung jenes Buches komponiert, das der grosse Philosoph so herausfordernd selbstgewiss den »freien Geistern« gewidmet hat. Einmal mehr zeigt Nietzsche (Nietzsche, Friedrich 1844 - 1900) sich hier als virtuoser Meister des funkelnd und scharf geschliffenen Wortes und wendet sich kraftvoll gegen die »Grundirrtümer«, auf denen fehlgeleitete Metaphysik und überkommene Moral basieren.
Portrait
Friedrich Nietzsche (1844-1900) stammte aus einer evangelischen Pfarrersfamilie, besuchte die renommierte Landesschule in Pforta bei Naumburg, studierte in Bonn und Leipzig und wurde mit 25 Jahren Professor der klassischen Philologie in Basel. Er war ein genialer Denker, Meister der Sprache und begabter Musiker und Komponist. Sein Leben war bestimmt von problematischen Beziehungen, etwa zu Richard Wagner oder Lou Andreas-Salomé, und endete in der bedrückenden Einsamkeit des Wahnsinns.