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Zwischen Mai und Juli 2015 wurde die Nationale Strategie Sucht einer öffentlichen Anhörung unterzogen. Diese zeigte, dass die grosse Mehrheit der Kantone, die Fachorganisationen sowie weitere Akteure des Gesundheits- und des Sozialwesens die vorliegende Strategie im Grundsatz befürworten.
Begrüsst werden insbesondere der umfassende und übergeordnete Orientierungsrahmen, die Einbettung in die bundesrätliche Agenda Gesundheit2020, die Unterscheidung zwischen Sucht, Risikoverhalten und risikoarmem Verhalten sowie die Weiterentwicklung der Viersäulenpolitik.
Die wichtigsten Rückmeldungen aus der Anhörung waren:
- Anpassung des Suchtbegriffs (klare Unterscheidung von Risikoverhalten und medizinische Abhängigkeit);
- gleichwertige Betonung der Eigenverantwortung der Individuen und der gesellschaftlichen Verantwortung in Bezug auf die Gesundheit Einzelner und aller;
- die Erwähnung der positiven Folgen der Regulierung für den Schutz der Gesundheit und die Einschränkung der Attraktivität bestimmter Produkte und Angebote;
- ein Hinweis auf die in den Städten lancierte Regulierungsdebatte zu Cannabis;
- ein Verweis auf die geplante Abstimmung in der Umsetzung der Strategien Sucht und NCD sowie Psychische Gesundheit;
- eine Erwähnung der verschiedenen Finanzierungsgefässe (Alkoholzehntel, Tabakpräventionsfonds) und deren Abstimmung mit den Strategien NCD und Sucht.
Letzte Änderung 03.08.2018