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In Australien sind Wissenschaftlern zufolge bis zu 45 Tierarten vom Aussterben bedroht. Wallabys, Nasenbeutler und zahlreiche weitere Tiere könnten binnen 20 Jahren verschwunden sein, wenn nicht rasch gegengesteuert werde, heisst es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie.
Dutzende Säugetiere, Vögel und Eidechsen in der nordwestlichen Region Kimberley werden demnach Opfer von verwilderten Katzen; Esel und Ziegen machen ihnen den Lebensraum streitig. Der Norden Australiens sei der letzte Rückzugsort für viele Tierarten, erklärte eine Autorin der Studie der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization.
Fast 30 Prozent der darin aufgeführten gefährdeten Arten sind einzigartig für die Region Kimberley. Andere Tiere, wie der goldene Kurznasenbeutler und die Goldrücken-Baumratte, seien im Rest des Landes bereits verschwunden, erklärten die Wissenschaftler. "Das Kimberly ist wirklich ihre letzte Chance auf der Erde", sagte die Autorin.
Dem Bericht zufolge sind für den Aufbau einer Reihe von Naturschutzprogrammen sofort 96 Mio. Dollar nötig. Die jährlichen Mittel für den Schutz der ursprünglichen Fauna der Region müssten auf 40 Mio. Dollar verdoppelt werden.
Die Wissenschaftler schlagen zudem vor, die Zahl der wilden Esel und Ziegen in der Region zu reduzieren, die mit den "tierischen Ureinwohnern" um das Nahrungsangebot konkurrieren. Allein verwilderten Katzen fielen jeden Tag rund 500'000 in Kimberley einheimische Tiere zum Opfer, erklärte die Expertin. Ausserdem müsse mehr gegen Waldbrände in der Region unternommen werden.
SDA-ATS