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Teil der angewandten
Geometrie, lehrt die Bestimmung des
Inhalts von
Gefäßen, namentlich von Fässern.
Zu diesem
Zweck kann man die einzelnen
Dimensionen des
Fasses mit einem Längenmaßstab messen und dann nach einer der
im Art.
Faß
[* 8] angebenen
Formeln den
Inhalt berechnen. Diese Rechnung kann man teilweise oder ganz umgehen mit
Hilfe der sogen.
Visierstäbe (Visierruten), von denen man quadratische und kubische unterscheidet. Erstere enthalten auf der einen Seite
einen
Längen-, auf der andern aber einen Flächenmaßstab, der die
Fläche des
Kreises angibt, an dessen
Durchmesser man ihn anlegt.
Mit dem erstern mißt man die
Länge des
Fasses, mit dem letztern den Spund- und Bodendurchmesser und liest dabei sogleich
den
Querschnitt am Spund
und die Bodenfläche ab. Nimmt man dann ⅔ der erstern
Fläche, zählt dazu ⅓ der letztern und
multipliziert die
Summe mit der
Länge, so ergibt sich der
Inhalt des
Fassen.
Noch bequemer sind die kubischen
Visierstäbe, die man nur durch das Spundloch entweder in schiefer
Richtung nach dem einen Bodenwinkel (Diagonalstab) oder
in
Richtung des
Durchmessers am Spund (Tiefstab) einzusetzen hat, worauf man unmittelbar den
Inhalt ablesen kann. Dieselben
beruhen darauf, daß die
Inhalte ähnlicher
Körper sich wie die Kuben entsprechender
Längen verhalten;
es ist daher für jede Faßform ein besonderer kubischer
Visierstab nötig.
Vgl.
Bleibtreu, Visierkunst (Karlsr. 1833), und
die Litteratur beim Art.
Faß.
Der Visionär kann selbst Gegenstand seiner Vision werden, dann findet das Sichselbstsehen
(Doppelgänger) statt. Die
Phantasie kann aber auch beim Sichselbstsehen das falsche
Objekt in das eigne
Subjekt verlegen, so daß damit das
Gefühl einer Trennung der eignen Persönlichkeit sich verbindet und man aus zwei verschiedenen
Wesen zu bestehen glaubt, welche
von dem Einen
KörperBesitz genommen haben, der dann mithin auch, beiden dienend, eine doppelteRolle spielt.
Stellt sich durch ein unbewußtes Schließen von der Vergangenheit auf die Zukunft diese Zukunft oder auch eine von dem
Seher
nur räumlich gemiedene Gegenwart als Faktum objektiv anschaulich dar, so nennt man dies das
»zweite Gesicht« (s. d.).