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| Athanasius (295-373) - Abhandlung über die Synoden zu Rimini in Italien, und zu Seleucia in Isaurien. (De synodis Arimini et Seleuciae in Isauria)

24.
Ein gewisser Theophronius aber, Bischof von Tyanä, hat folgende Glaubensformel verfaßt und Allen vorgelegt, welche auch Alle, indem sie den Glauben dieses Mannes annahmen, unterzeichneten.1 Gott weiß es, den ich zum Zeugen in meine Seele rufe, daß ich also glaube, nämlich: An Einen Gott Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer und Werkmeister aller Dinge, von dem Alles ist. Und an seinen eingebornen Sohn, Gott, das Wort, die Kraft und die Weisheit, unsern Herrn Jesum Christum, durch den alle Dinge sind, der von Ewigkeit her aus dem Vater geboren, vollkommener Gott aus dem vollkommenen Gotte, und bei Gott ist in der Hypostasis (Person); der in den letzten Tagen herabgestiegen, und geboren worden ist aus der Jungfrau, nach den Schriften, der Mensch geworden ist, gelitten hat, auferstanden von den Todten und aufgefahren ist zu den Himmeln, und sitzet zur Rechten seines Vaters, und wieder kommen wird mit Herrlichkeit und Macht, um zu richten die Lebendigen und die Todten, und bleibt in Ewigkeit. Und an den heiligen Geist, den Tröster, den Geist der Wahrheit, welchen Gott über seine Diener auszugießen durch den Propheten verheißen hat, und welchen der Herr seinen Jüngern zu senden versprochen, und gesandt hat, wie die Apostel-Geschichte bezeugt2. Wenn aber Jemand gegen diesen Glauben lehrt oder bei sich selbst denkt, fo sey er verflucht! Und wer wie Marcellus von Ancyra, oder wie Sabellius, oder wie Paulus von Samosata denkt, der sey gleichfalls verflucht, und jeder, der mit ihm Gemeinschaft macht!“
1: Diese dritte Glaubensformel wurde gleichfalls i. J. 341 verfaßt.
2: ApG. II.