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|CS-GV||
08.04.2019 11:07:00

Credit Suisse: Ethos und Glass Lewis empfehlen, Vergütungen der Führungsinstanzen abzulehnen
Gemäss dem Antrag an die Aktionäre, so Ethos, sollen Boni für 2018 in Höhe von 64 Millionen Franken für die 12 Mitglieder der Geschäftsleitung genehmigt werden, was einem Anstieg um rund einen Drittel entspricht. Begründet werde dies mit dem erfolgreichen Abschluss der dreijährigen Umstrukturierung und mit der Tatsache, dass die Bank ihren ersten Gewinn seit 2014 eingefahren habe.
Ethos will dies aus diversen Gründen so nicht akzeptieren. So sei etwa der Aktienkurs der Credit Suisse Ende 2018 um fast 40 Prozent und die Börsenbewertung per Ende Jahr mit 27,6 Milliarden Franken auf einen der tiefsten Werte seit 2004 gefallen. Auch gehöre die Rendite der CS-Aktie sowohl 2018 als auch im Zeitraum 2016-2018 zu den niedrigsten der internationalen Grossbanken.
Weiter erhöhe sich die variable Gesamtvergütung für den CEO und die anderen Mitglieder der Geschäftsleitung um durchschnittlich 30 bzw. 34 Prozent, während die variable Gesamtvergütung für alle Mitarbeitenden stabil (3,2 Mrd) bleibe. Und nicht zuletzt sei die Vergütung des Präsidenten des Verwaltungsrats mit 4,7 Millionen Franken fast doppelt so hoch wie die durchschnittliche Vergütung der Präsidenten der 20 wichtigsten Schweizer Unternehmen (SMI-Unternehmen).
Diverse Punkte zur Ablehnung empfohlen
Ethos empfiehlt entsprechend den Aktionären, die Konsultativabstimmung über den Vergütungsbericht, die Vergütung des Verwaltungsrats, die variable Vergütung der Geschäftsleitung für das Jahr 2018, die fixe Vergütung der Geschäftsleitung für 2019 und die Zuteilung von Aktien im Rahmen des langfristigen Plans 2019-2021 abzulehnen.
Ethos hatte bereits in den Vorjahren jeweils diverse Punkte abgelehnt. An der GV vor zwei Jahren etwa hatten schliesslich lediglich 58 Prozent der Aktionäre dem Vergütungsbericht zugestimmt; letztes Jahr hatte es dann rund 80 Prozent Zustimmung gegeben, aber erst nachdem CEO Tidjane Thiam "freiwillig" auf einen Teil des Lohnes verzichtet hatte.
Glass Lewis hält Bonus von Credit-Suisse-Chef für zu hoch
Die Erhöhung des Bonus für Konzernchef Tidjane Thiam sei nicht gerechtfertigt, erklärte Glass Lewis in der Reuters am Montag vorliegenden Empfehlung zur Generalversammlung vom 26. April.
Einige Finanzkennzahlen der Credit Suisse seien schlechter ausgefallen als bei vergleichbaren Instituten, zudem habe der Aktienkurs schlechter abgeschnitten als der Schweizer Gesamtmarkt.
Thiam erhielt für 2018 eine Gesamtvergütung von 12,7 Millionen Franken und damit deutlich mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 4,9 Millionen Franken auf den kurzfristigen und 4,4 Millionen Franken auf den langfristigen Bonus.
uh/tt
Zürich (awp)
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