Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03278.jsonl.gz/1499

Mit dem Release von Battlefield V am 20. November hat sich im Spiel nochmal ein bisschen was getan. Die Anzahl der Modi wurde aufgestockt. Neben Eroberung, den großen Operationen und Frontlinien, gesellen sich nun Durchbruch und Vorherrschaft zum Pool des Multiplayers dazu. Auch wenn beide Varianten keine große Neuerungen darstellen oder in irgendeiner Form das Gameplay-Konzept von Battlefield aufbrechen, bieten sie punktuell andere Erfahrungen.
In Durchbruch muss das angreifende Team Stück für Stück Punkte einnehmen, um die Verteidiger immer weiter zurück zu drängen. Im Gegensatz zur Eroberung ist der Spielablauf etwas fokussierter. Anstatt gleich auf den ganzen Schauplatz losgelassen zu werden und zu versuchen, bis zu sechs Orte unter Kontrolle zu halten, wird das Schlachtfeld, abhängig vom Erfolg der Angreifer, Stück für Stück verschoben.
Der gleiche Krieg in anderen Formaten
Bei Vorherrschaft schrauben die Entwickler die Spieleranzahl auf die Hälfte herunter. Auch Fahrzeuge fallen flach, sodass die Kämpfe sich auf die Infanterieeinheiten konzentrieren. Auch hier müsst ihr wieder Punkte einnehmen, halten und verteidigen. Ihr bekommt also "nur" einen Bruchteil der eigentlichen Battlefield-Formel aufgetischt, jedoch in konzentrierter Form.
Grundsätzlich funktionieren die vier Klassen gut und zufriedenstellend. Jeder Soldat, egal ob Sturmsoldat, Sanitäter, Versorger oder Aufklärer haben ihre Daseinsberechtigung und können durch überlegten Einsatz der entsprechenden Fähigkeiten einen wichtigen Teil zum Erfolg in der Schlacht beitragen. Allerdings gibt es unerfreuliche Ausnahmen: Zum Beispiel haben die Gewehre der Scharfschützen einen größeren Bullet drop als die des Sturmsoldaten. Wenn ihr in der Rolle des Sturmsoldats aber das Gewehr 43 in Kombination mit dem dreifachen Zielfernrohr wählt, dann seid ihr quasi ein Scharfschütze und habt so deutlich leichteres Spiel.
Baustellen
Die Konsolenversionen haben mit fundamentalen technischen Ungereimtheiten zu kämpfen: die Ladezeiten auf der PlayStation 4 Pro sind stellenweise unverständlich lang. Zum Teil auch unendlich lang, da beispielsweise zwischen zwei Matches die falsche Karte geladen wird, dadurch nichts mehr geht und ihr dann das Spiel erneut starten müsst, um wieder loslegen zu dürfen.
Während sich die Feuergefechte grundsätzlich gut anfühlen und die Action stimmt, gibt es gerade auf den Konsolen ein serverseitiges Problem: Die Tickrate, also die Anzahl an Überprüfungen pro Sekunde, wo sich die Spieler gerade auf der Karte befinden, ist mit 30Hz verhältnismäßig niedrig. Das kann dazu führen, dass zwei Spieler aus den verschiedenen Teams Kills tauschen. Bedeutet: ihr schießt und tötet jemanden, während er zur gleichen Zeit euch umnietet. Oder ihr werdet von jemanden getroffen, obwohl ihr hinter einer Häuserwand verschwindet.
Auf dem PC ist dieser Wert bei 60Hz, was zu einer angenehmeren Spielerfahrung führt. Laut DICE sind diese Werte für die Zukunft nicht in Stein gemeißelt. Es wäre zumindest schön, wenn in naher Zukunft die Konsolenversionen auf den gleichen Stand wie Battlefield V auf dem PC gebracht werden.