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Philippiniens Präsident Rodrigo Duterte will das Kriegsrecht im von Dschihad-Kämpfern bedrohten Süden des Inselstaates bis zum Jahresende verlängern. Dies kündigte er in einem Brief an das Parlament an.
Demnach soll die Regelung über die kommende Woche hinaus bis zum 31. Dezember ausgeweitet werden. Wegen Kämpfen mit bewaffneten Islamisten in der südphilippinischen Stadt Marawi hatte Duterte Mitte Mai über die Region Mindanao für 90 Tage das Kriegsrecht verhängt.
200'000 Menschen auf der Flucht
Bei den Kämpfen gab es seither schon annähernd 600 Tote. Dem philippinischen Militär gelang es bislang nicht, die Stadt unter Kontrolle zu bringen. Mehr als 200'000 Menschen sind auf der Flucht.
Nach philippinischem Recht kann der Präsident das Kriegsrecht nur für 90 Tage ausrufen. Einer Verlängerung muss der Senat - beide Kammern des Parlaments - zustimmen. Dies gilt angesichts der Mehrheitsverhältnisse jedoch als Formsache.
(sda/chb)