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Das Ohr ist nicht nur Organ zum Hören und Horchen, nicht nur Instrument für das Gleichgewicht und die aufrechte Haltung des Menschen, sondern vor allen Dingen das Organ, das die Hirnrinde mit elektrischer Energie auflädt. Das Gehirn braucht zum Leben Zucker und Sauerstoff, kann damit allein aber noch lange nicht denken.
Für diese Funktion benötigt es Reize, die von allen Sinnesorganen in Form von elektrischen Impulsen zu ihm gelangen. Das hierfür weitaus wichtigste Sinnesorgan ist das Ohr, das ungefähr mit 90% an der Energiezufuhr zur Hirnrinde beteiligt ist.
In der Schnecke wird der Ton in elektrische Impulse umgewandelt, die über den Hörnerv zur Hirnrinde gelangen. Nicht alle Töne haben jedoch diesen Aufladeeffekt. Die Cortischen Zellen sind in dem Teil, der den hohen Frequenzen vorbehalten ist, sehr viel zahlreicher als dort, wo die tiefen Frequenzen aufgenommen werden.
Das Hören hoher Frequenzen bedeutet also eine grössere Anzahl von Impulsen zur Grosshirnrinde, was eine wahre «Aufladung», eine Belebung der kortikalen Tätigkeit bewirkt (im EEG sichtbar). Das bedeutet geistige sowie körperliche Vitalität, psychische Ausgeglichenheit, Konzentrationsvermögen, etc.
Hier liegt auch ein wichtiger Grund, warum zunehmende Schwerhörigkeit im Obertonbereich in der Regel mit ebenfalls zunehmender Ermüdbarkeit, Unlust, erschwerter Konzentration und Vergesslichkeit einhergehen kann. Die hohen Frequenzen fallen aus. Aber glücklicherweise hat auch der Schwerhörige oder gar Gehörlose noch die Möglichkeit, via Ohr Energie zu tanken. Das Gleichgewichtsorgan, welches meist intakt ist, bildet mit dem Hörorgan, der Schnecke, eine Einheit und ist immerhin mit etwa 60% an der Aufladung der Hirnrinde beteiligt.
Das Ohr ist also eine äusserst wichtige und leider oft unterschätzte Energiequelle. Sie gibt uns die Kraft, unser tägliches Leben mit allen Höhen und Tiefen zu meistern, hilft uns Probleme in ihrer wahren Dimension zu sehen und somit zu relativieren, fördert die Konzentration und ermöglicht effizienteres und motivierteres Arbeiten.
Die A. Tomatis-Methode ermöglicht es, sofern keine Krankheit vorliegt, das Ohr wieder vermehrt auf hohe Frequenzen zu sensibilisieren und somit den Allgemeinzustand des Menschen entscheidend zu verbessern.
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