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Figurationen des Sozialen in Prozessen Räumlicher Planung
Eine theoretisch-empirische Annäherung an Thematisierungen des Sozialen in Prozessen räumlicher Planung am Beispiel von drei Mikrostudien in der Stadt Zürich
Ausgehend von der Beobachtung, dass in ‹der Planung› der Anspruch besteht, Soziales inProzessen räumlicher Planung zu berücksichtigen, jedoch vielfach diffus bleibt, was unterdem Sozialen verstanden wird (Problemstellung 1), geht die Arbeit der Frage nach, inwiefernin konkreten Prozessen räumlicher Planung Soziales thematisiert wird. Diese Annäherung istauch für die Soziale Arbeit relevant, deren Handlungsziel unter anderem darin liegt, sozialeThemen und die Bedarfe ihrer Adressat*innen in Planungsprozesse einzubringen. Gleichzeitig ‹diagnostiziert› sich Soziale Arbeit ein unzureichendes Verständnis von Planung und Prozessen räumlicher Planung, weshalb es ihr nur unzureichend gelingt, ihr Handlungsziel zurealisieren (Problemstellung 2). Ziel der Arbeit ist es, sich Thematisierungen des Sozialen inProzessen räumlicher Planung anzunähern und daraus Figurationen des Sozialen abzuleiten.Dies erfolgt über die Analyse von drei Planungsprozessen in der Stadt Zürich bzw. die Inhaltsanalyse von planungsprozessbezogenen Dokumenten. In den sogenannten Mikrostudien zeigt sich, dass Thematisierungen und Figurationen des Sozialen in Planungsprozessenwandelbar sind und beeinflusst werden vom Planungsgegenstand, von (bau)rechtlichenGrundlagen und juristisch unverbindlichen Leitlinien sowie von den beteiligten Akteur*innen. Über die Mikrostudien hinweg wird deutlich, dass Soziales bezüglich unterschiedlicherInhalte und Begriffe verhandelt wird, wobei sich wiederkehrende Thematisierungsschwerpunkte und Ausrichtungen abzeichnen. Sind sozial(wissenschaftlich)e Akteur*innen an Planungsprozessen beteiligt, besitzen diese tendenziell eine eingeschränkte Deutungsmacht,wobei Soziolog*innen und Sozialarbeitende zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in verschiedene Rollen einbezogen werden. Auf Basis der Ergebnisse werden schliesslich Schlussfolgerungen für Akteur*innen Sozialer Arbeit und räumlicher Planung abgeleitet.