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Das Kloster Ingenbohl ist das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz. Die Ingenbohler Schwestern sind Teil der weltumspannenden franziskanischen Familie und gehören dem Dritten Orden an.
Das Kloster Ingenbohl wurde in einer Zeit des politischen und sozialen Umbruchs gegründet. Damals herrschten grosse Armut und Perspektivlosigkeit. Der Kapuziner Pater Theodosius Florentini, ein junger Ordensmann aus dem graubündischen Münstertal, wollte die Not mit mutigen Massnahmen lindern und erwarb 1855 den Nigg’schen Hof. Der Bauernhof entwickelte sich zum Mutterhaus, und 1857 wurde Schwester Maria Theresia Scherer zur Generaloberin gewählt, nachdem 1856 die Lehrschwestern in Menzingen und die Barmherzigen Schwestern in Ingenbohl durch bischöflichen Entscheid zu zwei selbständigen Instituten erklärt worden waren. Nach dem Tod von Pater Theodosius Florentini 1865 übernahm sie, in Treue zum geistigen Erbe des Gründers, die Weiterentwicklung des Klosters und leitete die Gemeinschaft bis zu ihrem Tod im Jahr 1888 mit Umsicht und Güte. 1995 wurde Mutter Maria Theresia von Papst Johannes Paul II seliggesprochen. Heute sind die Barmherzigen Schwestern eine internationale Kongregation mit etwa 3200 Schwestern in 17 Ländern. Das Mutterhaus, beziehungsweise das Generalat der Kreuzschwestern, befindet sich nach wie vor in Ingenbohl, in der Schweiz.
Zum Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz gehören auch die Klosterkirche und die Krypta. Die Klosterkirche wurde 1973 eingeweiht und die leicht getönten Steine der Klosterkirche weisen auf das Schriftwort: «Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen». Die Krypta wurde 1975 eingeweiht und in ihr befindet sich das Grab der seligen Mutter Maria Theresia Scherer.