Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03431.jsonl.gz/1495

Die Magnetresonanz- oder auch Kernspintomographie, abgekürzt MRI, ist ein bildgebendes Verfahren. Es erzeugt Schichtbilder vom Inneren des Körpers, mit deren Hilfe der Aufbau und die Funktion von Organen und Geweben studiert werden können.
Die Untersuchung, an der Sie mitwirken, ist Teil der Forschung am Institut für Biomedizinische Technik der ETH und Universität Zürich. Sie hat zum Ziel, neue MRI-Verfahren zu entwickeln und bekannte Verfahren zu verbessern. Die verwendeten Geräte mit 1.5 und 3.0 Tesla Feldstärke sind für diagnostische Patientenuntersuchungen zugelassen; ein weiteres Gerät arbeitet mit einer bisher nicht routinemässig verwendeten Feldstärke von 7.0 Tesla. Es ist dabei entscheidend, neue Entwicklungen mit Versuchspersonen zu erproben. Nur so kann der Nutzen für medizinische Anwendungen überprüft und optimiert werden. Die betreuende Person gibt Ihnen gern nähere Auskunft über die konkreten Ziele der aktuellen Studie.
Für die Bildgebung wird die zu untersuchende Person in einem starken Magnetfeld in einer Art Röhre positioniert. Während der Untersuchung werden vom Gerät zusätzliche Magnetfelder erzeugt, die sehr viel schwächer sind als das Grundfeld. Das Umschalten dieser Felder macht sich durch Klopf- und Brummgeräusche bemerkbar, die eine Lautstärke von bis zu 120 Dezibel erreichen können. Ausserdem verwendet das Gerät Radiowellen, ähnlich denen, die von Radios und Mobiltelefonen verwendet werden. Die verschiedenen Felder werden so kombiniert, dass die Wasserstoffatome im Körper zu einem Resonanzsignal angeregt werden. Dieses wird mit hochempfindlichen Antennen empfangen und von leistungsstarken Computern zu einem Bild zusammengefügt. Im Gegensatz zu Röntgenuntersuchungen oder Untersuchungen mit einem Computer-Tomographen (CT) werden beim MRI keine Röntgestrahlen eingesetzt.
Die erhobenen Daten dienen ausschliesslich zu Forschungszwecken. Sie unterliegen dem Datenschutz und werden vertraulich behandelt. Die Auswertung und Weiterverwendung erfolgt anonym. Daten aus Probandenstudien haben keine diagnostische Aussagekraft. Falls eine Unregelmässigkeit festgestellt werden sollte, wird ein Radiologe oder ein Neuroradiologe zur weiteren Abklärung beigezogen. Falls der Befund auf eine Erkrankung hinweisen könnte, werden Sie durch einen Arzt des MR-Zentrums informiert. Die Entscheidung zur weiteren Abklärung oder einer allfälligen Behandlung wird Ihnen und Ihrem Hausarzt überlassen.
Nach heutigen Erkenntnissen sind MRI-Verfahren ohne Risiko für die menschliche Gesundheit. Bekannte Gefahren gehen nur von Metallteilen oder elektronischen Implantaten im Körper aus. Es ist daher wichtig, dass sie den umseitigen Fragebogen für Teilnehmer/innen an MRI-Studien sorgfältig ausfüllen. Die betreuende Person ist Ihnen dabei gern behilflich. Die Stärke des verwendeten Magnetfelds beträgt je nach Studie 1.5, 3.0 oder 7.0 Tesla. Geräte mit 1.5 und 3.0 Tesla Feldstärke werden in Spitälern seit vielen Jahren regelmässig für die Routinediagnostik eingesetzt. Mit 7.0 Tesla-Geräten wird weltweit seit mehr als 5 Jahren geforscht und es konnten auch hier keine Folgen für die Gesundheit festgestellt werden. Vermeiden Sie dennoch rasche Bewegungen im Magnetfeld; sie können vorübergehend zu Schwindel oder metallischem Geschmack im Mund führen. Vereinzelt werden auch kurze Lichtblitze, sogenannte Phosphene, wahrgenommen. Für die eingesetzten Radiowellen gelten ähnliche Grenzwerte wie für Mobiltelefone, die bei MRI-Untersuchung strikt eingehalten werden. Auf diese Weise wird eine allfällige Erwärmung des Körpers vermieden. Zum Schutz gegen die Klopfgeräusche während der Untersuchung erhalten Sie einen den arbeitsmedizinischen Vorschriften entsprechenden Gehörschutz. Sie können dennoch jederzeit per Gegensprechanlage Kontakt mit dem Personal aufnehmen. Teilnehmende an MRI-Studien sind gegen allfällige Schäden versichert. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Nachteil für Sie von der geplanten Studie zurücktreten.
Für gewisse Untersuchungen ist es notwendig, ein Elektrokardiogramm (EKG) aufzuzeichnen. Dafür werden ihnen Elektroden unterhalb der Brust auf die Haut geklebt.
Für gewisse Untersuchungen (vor allem für klinische Routineuntersuchungen) wird den Patienten ein paramagnetisches Kontrastmittel (meistes eine Gadolinium-Verbindung) gespritzt. Nebeneffekte sind sehr selten. Falls dies bei einer Untersuchung erforderlich wäre, würden Sie im voraus informiert.
Falls keine anderen Verweise angegeben sind, stammen die Informationen aus einem Merkblatt, welches ProbandInnen/PatientInnen vor den Untersuchungen lesen und ausfüllen müssen.Last modified: Thu Mar 4 9:01:29 CEST 2010 Roger Lüchinger