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«Nocturno Onírico»
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Added on 29 April 2022
- Description
Angel Hernández-Lovera
Der Gewinner des Joseph Haydn Kompositions-Wettbewerbs 2017 (Eisenstadt, 2017) und der Sieger beim zweiten internationalen Kompositions-Wettbewerb Antonín Dvořák (Prag, 2011) in der Kategorie «Best Free Work» ist ein venezolanischer Komponist wohnhaft in Wien seit 2013. Seine Ausbildung zum Komponisten erhielt er unter der Anleitung von Maestro José Antonio Abreu im Nationalen Orchester System (El Sistema) und schloss sein Studium (BA) an der Lateinamerikanischen Akademie für Komposition im Jahr 2009 ab. Er setzte sein Studium bei Tibor Nemeth am Joseph Haydn Konservatorium in Eisenstadt fort und erhielt 2017 ein Diplom in Musiktheorie und Komposition sowie in elektronischer Musik bei Jorge Sanchez Chiong.
Seine Werke reichen vom Kammergenre bis zum Symphonischen Genre. In den Jahren 2008 und 2009 absolvierte er in Venezuela Meisterkurse beim polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki und erhielt gute Kritik an seinem Werk. In den Jahren 2012 und 2016 besuchte er die 46. und 48. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, wo er aktiv an Kursen und Konferenzen mitwirkte und als Komponist an verschiedenen Konzerten und Workshops teilnahm. 2017 partizipierte er am Dialogszene-Workshop der Péter Eötvös-Stiftung in Budapest. Dort erhielt er als Preis die Produktion und Premiere seines Musiktheaters Dee and Dum, das von Kritikern als «Werk voller Farbe und Moderne» katalogisiert wurde.
«Nocturno Onírico»
Nocturno Onírico für Streichorchester ist der Versuch, ein fantastisches, widersinniges Umfeld zu erzeu- gen. Mit dem Begriff onírico (verträumt) wird nicht nur ein Traumgeschehen und seine Folgen, sondern auch etwas Surreales beschrieben. Die Instrumente experimentieren mit verschiedenen Möglichkeiten der Klangerzeugung und entfernen sich dabei von traditionellen Techniken. Zugleich verwenden sie aber stets Elemente einer traumhaften, schaurigen oder befreienden Sprache, die eine Annäherung an die Welt der Streicher ermöglicht.
Das Werk besteht aus drei Abschnitten, zusammengefügt durch sich überlagernde Bilder (oder Motive), die jedes Mal neue Kombinationsmöglichkeiten und somit neue Klangergebnisse entstehen lassen. Die Überlagerung und Filterung der Klänge sowie die Erweiterung der Spieltechniken bilden die Hauptelemente, die bei der Komposition dieses Stückes Verwendung fanden.
Im mittleren Abschnitt zeigt sich der Einfluss des barocken Concerto grosso in Form der drei Solisten und später des Ripieno, bei dem das Klangmaterial gefiltert wird und schliesslich in einem Choral seinen Höhepunkt erreicht, dessen lange Akkorde sich allmählich auflösen und dann ganz verklingen.
- Year of creation
- 2021
- Director
- Johannes Bachmann (Video) | Joël Cormier (Ton)
Credits and thanks
© HMF Productions
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