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Schweizermeisterschaften Basel 2020
Leichtathletik/ SM der Aktiven
Die diesjährigen nationalen Titelkämpfe gewannen durch die Absage aller internationalen Grossanlässe an Wichtigkeit. So waren die Wettkämpfe auf der Basler Schützenmatte, die bei sommerlichen Bedingungen ausgetragen wurden, in einzelnen Disziplinen sehr gut besetzt.
Grosses Pech für Andreas Haas und die Scherrer-Schwestern
Einen ganz bitteren Tag erwischte Andreas Haas. Der Menznauer im Dress des STV Willisau konnte gar nicht erst zum Vorlauf über 100 Meter antreten. Ein Unfall auf der Autobahn A2 in Richtung Reiden führte zu Stau. «Ich bin wortwörtlich im Stau steckengeblieben. Irgendwie passt die ganze Situation zu meiner Saison, die überhaupt nicht nach Wunsch verlief», so der 23-Jährige. Das Glück nicht auf ihrer Seite hatte auch Seline Scherrer, die in Basel über 1500 Meter antrat. Die ersten drei Läuferinnen der drei Zeitläufe sowie die drei Zeitschnellsten qualifizierten sich für den Endlauf vom Samstagnachmittag. Seline Scherrer tat viel fürs Rennen und versuchte das Tempo stets hochzuhalten. Rund 300 Meter vor dem Ziel wurde sie von drei Läuferinnen ein- und überholt und konnte dem Spitzentrio nicht ganz folgen. Auf der Zielgerade konnte sie nochmals aufdrehen und lief beinahe noch an die Drittplatzierte Zypriotin Natalia Evangelidou (KTV Bütschwil) heran. Als Vierte in 4:35.94 Minuten verpasste sie die direkte Finalqualifikation jedoch um weniger als vier Zehntelsekunden und musste auf einen Platz unter den drei Zeitschnellsten hoffen. In der dritten und letzten Serie liefen in der Folge sechs Athletinnen schneller als Seline Scherrer. Elena Eichenberger (LV Langenthal) schnappte ihn 4:35.05 Minuten den letzten der zwölf Finalplätze weg. Dementsprechend gross war die Enttäuschung bei der 25-Jährigen. Im zweiten Vorlauf war Selines fünf Jahre jüngere Schwester Michelle am Start. Die Uhren stoppten für sie nach 4:58.13 Minuten, womit sie eine persönliche Bestzeit aufstellte. Um sich direkt für den Final zu qualifizieren, hätte sie die Zeit von 4:32.30 Minuten unterbieten müssen. «Beim Einlaufen stach mich eine Wespe in den Hals. Während dem Wettkampf bekundete ich in der Folge grosse Mühe mit dem Atmen. Die ersten 1000 Meter liefen sehr gut, danach brach ich jedoch etwas ein und blieb deutlich über der Zeit, die ich mir im Vorfeld vorgenommen hatte.»
Top-8-Platzierung für Simon Schüpbach
Einen glücklicheren Ausgang fanden die 1500-Meter-Vorläufe für Simon Schüpbach. Der Schötzer trat im zweiten von insgesamt zwei Vorläufen an. Die vier Schnellsten pro Lauf plus vier Zeitschnellste qualifizierten sich für den Final. Simon Schüpbach meisterte diese Aufgabe taktisch clever und sicherte sich in Saisonbestzeit von 3:58.21 Minuten Rang vier und damit die direkte Finalqualifikation. Der Final vom Samstag wurde sehr taktisch gelaufen. Mit Tom Elmer (LC Zürich / 3:54.56 Minuten) konnte sich der grosse Favorit durchsetzen. Simon Schüpbach lief in 4:01.03 Minuten auf Rang acht. «Taktisch hätte ich sicher noch etwas besser laufen können, dennoch bin ich mit meinem achten Rang sehr zufrieden.» Der Weitspringer Raphael Huber konnte in dieser Saison erstmals die 7-Meter-Marke übertreffen. Demensprechend hoch waren seine Ziele für die diesjährigen Titelkämpfe. Nach zwei ungültigen Versuchen sprang er im dritten Versuch 6.81 Meter weit. Um sich für den Final der besten acht Sprinter zu qualifizieren, waren jedoch 7.09 Meter gefordert gewesen. Im vom Zehnkämpfer Simon Ehammer (TV Teufen) mit 7.99 Meter gewonnenen Wettkampf blieb dem Ettiswiler Rang 12. «Der Wettkampf verlief für mich sehr ärgerlich. Die beiden guten ersten Sprünge waren ungültig und im dritten Versuch passte dann leider nicht mehr alles zusammen. Eigentlich war ich sehr gut in Form, schade konnte ich das in Basel nicht zeigen. Die durchzogene Saison macht aber definitiv Lust auf mehr», so Raphael Huber.