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Mitte November gab die griechische Regierung bekannt, dass sie die griechische Minderheit in Albanien einbürgern werde.
Die griechischen Behörden gehen davon aus, dass mehr als 200’000 Personen durch diesen Entscheid neu die griechische Staatsbürgerschaft beantragen könnten. Allein diese Zahl von Personen verfüge über die notwendige Identitätskarte, die sie als ethnische Griechen ausweist.
Dem Entschluss gingen Gespräche mit Tirana voraus. Albanien musste zudem seine Verfassung anpassen. Die albanischen Griechen waren schon lange daran interessiert, griechisches Bürgerrecht zu erlangen. Athen befürchtete aber, dass dadurch die Stellung der Minderheit in Albanien geschwächt werden könnte. Der Schutz des Eigentums und anderer Rechte der Griechen in Albanien habe zuerst garantiert werden müssen, erklärte der griechische Innenminister Pavlopoulos.
Stimmen in Griechenland behaupteten hingegen, dass die Regierung vor allem sich selber einen Gefallen habe machen wollen: Möglicherweise erhoffe sie sich so bessere Resultate bei allfälligen vorgezogenen Neuwahlen nächstes Jahr. Ein Sprecher erklärte hingegen, dass man lediglich beabsichtige, die Griechen aus dem Ausland besser in die Gesellschaft zu integrieren.
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