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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch VI.
51.
Über seine Entstehung lehrt (Markus) folgendes: Von der zweiten Vierheit sind Kräfte ausgegangen und haben den Jesus erschaffen, der auf Erden erschienen ist. Der Engel Gabriel hat die Stelle des Logos eingenommen, den der Zoe der Heilige Geist, den des [S. 188] Menschen die Kraft des Höchsten, den der Kirche die Jungfrau1. So wird der Mensch gemäß dem Heilsplane ihm aus Maria geboren. Da er aber in das Wasser stieg, kam auf ihn als Taube der herab, der hinaufgestiegen war und die Zwölfzahl voll gemacht hatte; in ihm befindet sich der Samen jener, die gleichen Ursprungs mit ihm sind und mit ihm auf- und niedersteigen. Diese Kraft, die auf ihn herabkam, ist der Samen des Pleromas, der in sich sowohl den Vater wie den Sohn hat, sowie die durch diese erkannte unaussprechliche Kraft der Sige und die gesamten Äonen, Dies ist auch der Geist in ihm, der durch den Mund des Sohnes redete, der sich als Menschensohn bekannte, der den Vater offenbarte und auf Jesus herabkam2, um sich mit ihm. zu vereinigen. Der Heiland der Heilsordnung habe den Tod gestürzt und den Vater Christus Jesus bekannt gemacht. Markus sagt nun, Jesus sei der Name des Menschen nach dem Heilsplane, er sei aber gesetzt als Bild und Gleichnis3 des Anthropos, der auf ihn herabkommen sollte, den er in sich aufnahm und besaß; und das sei der Anthropos, das der Logos, das der Vater und der Arrhetos, die Sige und die Aletheia und die Ekklesia und die Zoe.
1: Vgl. Luk. 1, 26 — 38.
2: Mark. 1, 10.
3: Gen, 1, 26.