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Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Tschechischen Republik sind sehr gut und problemlos. Alle 1-2 Jahre finden politische Konsultationen auf hoher Beamtenebene statt, und auf Ministerebene gab es zu den letzten Jahren verschiedene Treffen. Für 2020 ist ein Arbeitstreffen der Aussenminister geplant. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern entwickeln sich erfreulich. Die Tschechische Republik ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Zentraleuropa und regional das zweitwichtigste Land für Schweizer Investoren. Zwischen den beiden Ländern besteht ein intensiver Kulturaustausch.
Die Beziehungen sind zudem auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene sehr eng. Nach dem Ende des Prager Frühlings (1968) hatten rund 14'000 Tschechoslowaken als Flüchtlinge in der Schweiz Aufnahme gefunden. Sie tragen zu einer engen Vernetzung auf verschiedenen Gebieten (Kultur, Forschung, Städte/ Gemeindepartnerschaften, Wirtschaft) bei. Teilweise kehren die Kinder dieser Emigranten nun wieder nach Tschechien zurück. Tatsächlich gibt wenige Länder, mit denen die Schweiz durch historisch verursachte Migrationswellen in dieser speziellen Art verknüpft ist.
1992 trennten sich Tschechien und die Slowakei. Die Schweiz anerkannte die beiden neuen Staaten Anfang 1993 und nahm mit ihnen diplomatische Beziehungen auf.
Während der Übergansphase der 1990er Jahre war die Tschechische Republik ein Schwerpunktland der schweizerischen Osthilfe. Der Bund unterstützte eine Reihe von Projekten mit insgesamt CHF 50 Mio. Da Tschechien ein Mitglied der EU ist, beruht ein Grossteil der bilateralen Beziehungen rechtlich auf den bilateralen Verträgen der Schweiz mit der EU wie z.B. Personenfreizügigkeit, Luft- und Landverkehr, gegenseitige Anerkennung von Produktestandards. Tschechien gehört zu den Empfängern des Schweizer Beitrags für die Verringerung der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU. Zwischen 2008 und 2017 wurden 38 Projekte in der Höhe von insgesamt CHF 110 Mio realisiert. Momentan laufen Gespräche über einen zweiten Beitrag dieser Art an ausgewählte EU-Länder, zu den Tschechien wiederum gehören wird.