Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03133.jsonl.gz/1087

Damit wäre es die grösste Demonstration für Lesben- und Schwulenrechte in der Geschichte Australiens. Auch in anderen Städten gab es Kundgebungen. Ab Dienstag können die Australierinnen und Australier per Brief für die Ehe für alle abstimmen. Das Ergebnis soll am 15. November bekanntgegeben werden. Das Votum ist aber nicht bindend.
Grund für die ungewöhnliche Volksbefragung ist, dass die Opposition die Pläne des konservativen Premierministers Malcolm Turnbull für eine richtige Volksabstimmung blockiert. Labor-Partei und Grüne sind zwar dafür, dass Frau und Frau sowie Mann und Mann heiraten dürfen, lehnen aber ein Referendum ab.
Vor dem Protestmarsch warb Turnbull bei Vertretern seiner eigenen Regierungskoalition für die gleichgeschlechtliche Ehe und betonte, dass bereits 23 andere Staaten sie eingeführt hätten. Keinem dieser Länder sei der Himmel auf den Kopf gefallen, sagte er. "Ist das Leben, wie wir es kennen, zusammengebrochen? Wurde die traditionelle Ehe, wie wir sie kennen, untergraben? Nein", zitierte der Sender ABC den Regierungschef.
(SDA)