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Nasenspray
Vor einigen Jahren gelang es Forschern, einen Impfstoff zu entwickeln, der mit Hilfe eines Nasensprays verabreicht wird und gegen Zahnkaries wirksam ist. Zahnkaries ist eine Infektionskrankheit, die vor allem durch Bakterien des Streptokokkus mutans hervorgerufen wird. Diese Bakterien treten dort vermehrt auf, wo durch die Aufnahme von zuckerhaltigen Lebensmitteln und mangelhafter Zahnhygiene Säuren entstehen können, die den Zahn schädigen. Das von den Forschern entwickelte Nasenspray hilft dabei, Antikörper gegen diese Bakterien zu bilden.
Laut den Forschern ist es am sinnvollsten, bereits Kleinkinder zu impfen, deren Zähne im Wachsen begriffen und somit noch nicht mit Bakterien besiedelt sind. Hier bestehen die besten Erfolgsaus-sichten.
Kaugummi
Karies entsteht hauptsächlich durch Streptokokkus mutans-Bakterien, welche aus Kohlenhydraten Säure bilden und so Zahnschmelz und Zahn angreifen. Deutsche Forscher haben einen Kaugummi entwickelt, der Milchsäurebakterien enthält, wie sie zum Beispiel zur Konservierung von Lebensmitteln verwendet werden. Diese sind für den menschlichen Organismus absolut unschädlich. Ihre kariesverhindernde Wirkung besteht darin, dass sich in einer chemischen Reaktion mit den Streptokokken verbinden und so verhindern, dass diese an den Zähnen haften bleiben.
Dadurch werden die Streptokokkus mutans-Bakterien mit dem Speichel weggespült. Ihre Säureproduktion kann nicht mehr stattfinden beziehungsweise findet in so geringem Ausmaß statt, dass der Zahn nicht mehr geschädigt wird. Inzwischen werden solche Milchsäurebakterien auch in Zahnpasta verwendet.
Eiweiß
Von amerikanischen Forschern wurde ein Wirkstoffkombinat entwickelt, das durch eine Gruppe von Eiweißmolekülen Bakterien im Mund gezielt aufspüren und abtöten kann. Laut einer 2010 veröffentlichten Studie konnten durch diesen Wirkstoff mehrere hundert Bakterienvarianten innerhalb einer halben Minute zerstört werden. Somit wären Zähne innerhalb kürzester Zeit vor den von Streptokokkus mutans-Bakterien erzeugten Säuren geschützt.
Rotwein
Durch die in roten Trauben, vor allem im Traubenkern enthaltenen Substanzen, oligomere Polyphenole genannt, werden im gesamten menschlichen Körper freie Radikale abgefangen und unschädlich gemacht. Kanadische Forscher konnten nachweisen, dass diese positive Wirkung auch Zahnfleischentzündungen vorbeugt oder hilft, diese schneller zu heilen.
Cranberries
Die positive Wirkung von Cranberries bei Harnwegs- und Blasenentzündungen ist längst unumstritten. Einen ähnlichen Effekt hat Cranberries-Saft auch bei der Kariesvorbeugung. Durch die enthaltenen Wirkstoffe wird verhindert, dass sich auf dem Zahnschmelz Plaque bildet, welcher für die Entstehung von Karies verantwortlich ist.
Kaffee
Die in Kaffee enthaltenen Substanzen Chlorogensäure, Niacin und vor allem Trigonellin hemmen erwiesenermaßen die Entstehung von Plaque. Forschungsergebnisse zeigten, dass die Wirkstoffe des Kaffees kariesverursachende Bakterien, wie zum Beispiel die für Kaires hauptverantwortlichen Streptokokkus mutans-Bakterien wirksam abtöten.
Laser
Karies ist eine Infektionskrankheit des Zahnhartgewebes, die durch verschiedene Faktoren ausgelöst wird. Ursache für die Infektion sind vor allem Streptokokkus mutans Bakterien, welche Plaque und Zahnbelag hervorrufen. Gewöhnlich entsteht Karies so auf dem Zahnschmelz und dringt vom Äußeren des Zahns immer weiter nach innen vor.
Allerdings kann es auch vorkommen, dass Karies am Zahnbein entsteht, also unter der Zahnschmelzoberfläche, welche auch dann noch gesund erscheinen kann. In solch einem Fall ist Karies beim normalen Untersuchen der Zähne nicht sichtbar.
Das Deutsche Grüne Kreuz empfiehlt daher eine spezielle Laser-Technik, anhand derer es möglich ist, solche versteckten Schädigungen zu entdecken. Diese Technik stützt sich auf das unterschiedliche Fluoreszenzverhalten gesunder beziehungsweise geschädigter Zähne. Beim gesunden Zahn wird Licht anders reflektiert als bei einem Zahn mit geschädigter Zahnsubstanz.
Nanopartikel
Basierend auf der Idee von schmutzabweisender und lackschützender Nanotechnik in Autowaschstraßen erfanden Forscher der Universität Witten/Herdecke einen Zahnlack, der vor Karies schützen soll. Bei dieser Nanotechnik werden mikroskopisch kleine Partikel verwendet, die unter anderem Fluorid enthalten. Der Zahnlack wird ungefähr im halbjahres-Abstand auf die Zähne aufgetragen. Der Lackfilm selbst schützt den Zahn bereits vor Plaque und zum anderen werden beim Kauen die enthaltenen Fluoride freigesetzt, welche ebenfalls die Bildung von Karies verhindern.
Kügelchen gegen Schmerzen
Eine ähnliche Technik wird von Forschern der Universität Leeds bei schmerzempfindlichen Zähnen angewandt. Die Ursachen für überempfindliche Zähne sind neben zurückgehendem Zahnfleisch fast immer kleine Löcher im Zahnbein, Dentin genannt. Mikroskopisch kleine Kügelchen aus Hydroxylapatit (Nanoteilchen) sollen nun diese winzigen Löcher im Dentin auffüllen und den Zahn so sanieren.
Chip für Zahnwachstum
Kanadische Forscher entwickelten einen Chip, der durch Ultraschallwellen das Wachstum von Zähnen und Kiefernknochen anregen soll. Dieser Chip wird im Mund eingesetzt und beispielsweise an Kunststoffkronen befestigt. Ein Energiesensor stellt fest, dass die Ultraschallwellen auch wirklich am gewünschten Punkt ankommen.
Zähne aus der Petri-Schale
Nach der Entschlüsselung menschlichen Genmaterials arbeiten Experten und Forscher nun daran, Zähne auch außerhalb des menschlichen Körpers nachwachsen zu lassen beziehungsweise zu züchten. Diese sollten den Patienten dann anstellen von künstlichen Implantaten eingesetzt werden.
Adressen: Zahnärzte