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Heute: die Madas IXe T Mina, vorgestellt von Gérard Schmid
Mit ihrer 9-9-16 Register Ausstattung und ihrer Breite von 64 cm ist die IXe T Mina ein klassisches Beispiel einer „superlangen” Madas von H. W. Egli, Wollishofen. Die gut erhaltene Maschine mit der Seriennummer 11223 dürfte wohl 1928 gebaut worden sein. Mina Rechenmaschinen sind eher selten anzutreffen.
Die Mina könnte das erste Madas Model mit Tastatur sein, das die Firma Egli 1922 mit einem Motor ausgerüstet hat.
Sie wurde im April 1923 an der berühmten Foire de Bruxelles als einer der Höhepunkte in Eglis Madas Ausstellung präsentiert.
Auf diesem Archivbild sind ganz vorne die zwei ersten Madas Modelle mit Motoren zu sehen, nämlich die IXe Metallic mit Schieber und die IXe T Mina Mina mit Tastatur. Die Tastatur der Mina ist noch mit den alten kleinen runden Tasten versehen und die Maschine hat noch kein DIV STOP Taste.
Den Ingenieuren von Egli war das technische Kunstück gelungen, einen elektrischen Motor auf eine handgetriebene lange Madas anzupassen, ohne an der Konstruktion und an den Dimensionen der Maschine etwas zu ändern.
Einzig die Kurbel wurde, genau an ihrer originale Lage, mit einen Druckschalter ersetzt.
Auffallend bei der elektrischen Madas sind zwei Schalter. Auf dem Motor steuert der elektrische Hauptschalter aus Porzellan die drei Betriebsoptionen der Maschine. Rechts der Tastatur steht der Druckschalter. Seine Funktion ist die Rechenzyklen auszulösen und automatisch zu unterbrechen.
1927 führte Egli systematisch bei allen motorbetriebenen langen Madas eine Division Unterbrechungstaste ein, mit der Bezeichnung DIV STOP. Bei Maschinen mit einer DIV STOP Taste bleibt der Betriebsschalter beim Drücken im Division Modus, automatisch in der eingeschalteten Lage, bis der Divisionsvorgang fertig ist, insofern man nicht auf die DIV STOP Taste drückt.
Um eine automatische Division bei elektrischen Maschinen vor 1927 durchzuführen, musste man den Betriebsschalter mit einer Sperrklinge manuell verriegeln. Er konnte aber jederzeit während der Division entriegelt werden, um die Division zu unterbrechen. Die Einführung der DIV STOP Taste machte den Unterbruch der Division viel eleganter.
Die Zahl 1 der ersten linken Zahlenkolonne der Tastatur kann durch das Rotieren des Postenzählers ständig in der gedrückten Stellung gehalten werden. Dies erlaubt die Anzahl Additionen, ab der neunten Stelle des Resultatregisters aufzuzählen.
Das elektrische Triebwerk ist als kompakter, leicht zerlegbarer Block konzipiert. Es ist mit zwei M8 Schrauben an einer 10 mm dicken Aluminium Platte auf der inneren Seite der Verschalung einfach fixiert.
Der Motorblock besteht aus einem 250-300 U/min Synchronmotor mit integrierter Zentrifugalbremse, einem Porzellan Hauptschalter, einer elektrischen Verteilungsbüchse und einer Zunge mit zwei Kupferkontaktklingen. Der elektrische Strom wird am hinteren Teil der Zunge angesteckt.
Beim Drücken auf den Betriebsschalter wird eine Kupferplatte, die auf der Zyklussteuerstange fixiert ist, von 45 Grad nach unten gekippt. Die beiden Kupferklingen der Zunge werden kurzgeschlossen. Der Motor wird eingeschaltet bis die Kupferplatte am Ende des Rechenzyklus wieder nach oben kippt.
Die elektrischen Madas waren mit einem Schaltungsschema geliefert, das üblicherweise im Deckel der Maschine angebracht war.
Aus dem Schema ist ersichtlich, dass der Hauptporzellanschalter drei Betriebsoptionen erlaubt. Der Motor kann ausgeschaltet bleiben, konstant laufen oder in Wartezeit bleiben, bis er vom Betriebsdrückschalter an der Tastatur aktiviert wird.
Vielen Dank an Gérard für diesen Beitrag, und Herrn Lewin für das Zur-Verfügung-Stellen der Fotos der Ausstellung!
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