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> KING NARESUAN - PART 1
Epos
Thailand 2007
Alternative Titel King Naresuan Part I: Hongsawadee's Hostage; Naresuan;
King Naresuan: Die Geiselnahme von Burma; ตำนานสมเด็จพระนเรศวรมหาราช
Tamnan somdej phra nare-suan maharaj: ton ong prakan hongsa;
King Naresuan Part I: Pegu's Hostage
Regie
Chatrichalerm Yukol
Darsteller Pratcha Sananwatananont, Sompob Benchanukul, Sorapong Chatree,
Jirayu La-Ongmanee, Suchada Chekly, Sarunyu Wongkrachang, Grace Mahadamrongkul
Länge 160 Min.
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 12 (FSK: 16)
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.|
© Text Marco,
molodezhnaja 8.11.09
© Bilder Splendid, Screenshots molodezhnaja
STORY
1563, fünfzehn Jahre nach dem Tod von Suriyothai, besteigt der burmesische Prinz Bayinnong (Sompob Benjathikul) den Königsthron von Hongsawadi in Pegu. Er erobert etliche Städte in Siam auf dem Weg nach Norden. Sein jüngstes Ziel ist das Reich Phitsanulok, das ohne die Hilfe des befreundeten Reiches Ayutthaya unter König Maha Chakrapadi (Sarunyu Wongkrachang) mühelos besiegt wird. Der neunjährige Thronfolger Prinz Naresuan (Pratcha Sananwatananont) wird gefangengenommen und nach Pegu gebracht, um seinen Vater, Maha Tammaraja (Chatchai Plengpanich), gefügsam zu machen und ihn nach dem Fall Ayutthaya 1569 als Marionettenkönig einzusetzen. Naresuan freundet sich mit dem widerborstigen Bunthing (Jirayu La-Ongmanee) und der vorlauten Maneechan (Suchada Chekly) an und wird vom Mönch Mahathera Kanchong (Sorapong Chatree) ausgebildet.
REVIEW
Mit Suriyothai inszenierte der thailändische Prinz Chatrichalerm Yukol im Jahr 2001 einen epischen Kassenschlager. Das war ein Fingerzeig: Fortan sollte sich der langjährige Erfolgsfilmer ganz einer Stilrichtung verschreiben: dem cineastischen Epos. Für ein im thailändischen Kontext gigantisches Budget von 20 Millionen Dollar machte er sich daran, die Lebensgeschichte des Königs Naresuan (1555-1605) zu erzählen, ganz im Stile der "Herr der Ringe"-Werke als aufwendige Monumentalfilme in drei Teilen. Der erste schlug trotz Release-Problemen im Januar 2007 ein wie eine Bombe. Und der zweite sprengte im Februar die Kassenrekorde, indem er zum erfolgreichsten thailändischen Film aller Zeiten aufstieg.
Der dritte Teil, in dem Naresuan endlich König werden sollte, war für den 5. Dezember desselben Jahres vorgesehen, als "Geschenk" zum 80. Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej. Doch wegen mehreren Problemen kam es nicht dazu. Die Finanzierung platzte, Yukol wurde krank, Co-Darsteller Tony Jaa sprang ab und Yukol gab das Projekt auf. Stattdessen widmete er sich der Romanverfilmung "Petchprauma". Doch im Sommer 2009 beschloss die thailändische Regierung, wieder Geld für die Weiterführung des Nationalepos' zur Verfügung zu stellen und Yukol machte sich an die Entwicklung weiterer Teile, statt Jaa nun mit Dan Chupong (Dynamite Warrior) mit an Bord.
Der erste Teil erzählt jedoch noch aus der Kindheit des beliebten Königs - und dies leider auf holprige Weise. Yukol, der die tatsächlichen Ereignisse zum "Wohle des Nationalstolzes" an einigen Orten abänderte, fühlt sich genötigt, so viele Figuren wie möglich zu erwähnen. Dadurch ähnelt der Film, wie schon Suriyothai, manchmal eher einer Geschichtslektion als einem Film. Dieser Eindruck wird durch die theatralische Dialog-Präsentation noch verstärkt. Der ganze Film wirkt so etwas künstlich: Von den royalen Dekreten, die von hohen Thronen herunter gelesen werden über die zwischen Theatralik und Seifenoper pendelnden Akteure bis hin zu den superproperen Kostümen, die aussehen, als wären sie erst gerade gefertigt worden.
Es fehlt der Dreck am Ganzen: Selbst Bettler tragen saubere Kleider, nichts sieht aus, als ob tatsächlich darin gelebt wurde. Und das macht den Film zu einer steifen Angelegenheit. Kombiniert man dies mit den holprigen Schnitt, der den labyrinthischen Plot mit seiner Armada an Figuren nur behelfsmässig zusammenhält, ist "King Naresuan" ein etwas frustrierendes Erlebnis: Der Aufwand mit bis zu 100'000 Statisten ist sichtbar und er erfreut. Die Kampfszenen sind episch - nur leider wenig zahlreich und etwas statisch. Und Jungschauspieler Pratcha Sananwatananont ist ziemlich gut, ebenso Veteran Sorapong Chatree.
Doch damit hat es sich: Die restlichen Schauspieler wirken oft unerfahren und agieren bisweilen gestelzt. Und wenn man für die Handlung einen Crashkurs in thailändischer Geschichte braucht, um ihr überhaupt folgen zu können, dann ist dramaturgisch etwas schief gelaufen. Tatsächlich ist es die Fortsetzung, die dann die Schlachten zeigt, das Pathos aufdreht und in der es sich auszahlt, die vielen Charaktere eingeführt zu haben. King Naresuan - Part 2 holte denn auch die besseren Kritiken, spielte mehr ein, und wurde als thailändischer Beitrag für den Auslands-Oscar eingereicht. Muss man den ersten gesehen haben, um den zweiten zu kapieren? Nein. Aber es macht das Doppelpack reichhaltiger. Also erst durch den soliden, wenn auch etwas sperrigen "Part 1" kämpfen und sich danach mit "Part 2" verwöhnen lassen. Und darauf warten, dass auch die weiteren Teile etwas taugen.
Die Teile des "Naresuan"-Epos:
King Naresuan I: Hongsawadee's Hostage (2007)
King Naresuan II: Reclamation of Sovereignty (2007)
King Naresuan III: The Great Naval Battle (2010)
King Naresuan IV: The Great Elephant Battle (2011)
King Naresuan V (2011)
MEINE
DVD
Deutschland, Code 2, PAL
Bild: Anamorphic Widescreen
Ton: Thai 5.1 mit deutschen und holländischen Untertiteln.
(Film als Bonus-Feature des zweiten Teils!)
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SCREENSHOTS
Screenshots der DVD mit TotalMedia Theatre 3, verkleinert und leicht geschärft mit CorelPaint
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