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Frankreich: Finanzierung von Projekten der vierten Generation
Das Abkommen zwischen dem französischen Staat und dem CEA wurde am 11. September 2010 im Journal officiel de la République française veröffentlicht. Damit bestätigt die Regierung die von Staatspräsident Nicolas Sarkozy Mitte Dezember 2009 bekannt gegebenen Schwerpunkten zur Verwendung der Mittel aus der «Nationalen Anleihe».
Die Vereinbarung enthält detaillierte Anweisungen, wie das CEA die Mitteln auszugeben hat. Ein dafür geschaffener Ausschuss überwacht die Verwendung der Gelder. Die EUR 651,6 Mio. stehen bis 2017 für die Entwicklung eines Demonstrationsreaktors der vierten Generation (Programme Astrid) zur Verfügung. Astrid (Advanced Sodium Technological Reactor for Industrial Demonstration) mit einer elektrischen Leistung von 600 MW, soll die Machbarkeit gasgekühlter Schneller Brüter im industriellen Massstab belegen. Der Baubeginn ist für 2017 vorgesehen mit einer Inbetriebnahme gegen 2020. Die französischen Unternehmen Areva und Electricité de France (EDF) beteiligen sich laut CEA bereits an der Forschung und Entwicklung des Projekts. Gespräche mit der GDF Suez seien im Gang.
Ein Gesetz vom 9. März 2010 vergibt dem CEA neben den EUR 651,6 Mio. für Astrid auch EUR 248,4 Mio. (CHF 321 Mio.) für den Forschungsreaktor Jules Horowitz. Somit hat das CEA insgesamt EUR 900 Mio. im Rahmen des Programms «Kernenergie von morgen» zugesprochen erhalten.