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Die japanische Regierung will die Reaktoren 3 und 4 des Atomkraftwerks Oihara in der Präfektur Fukui möglichst rasch wieder ans Netz anschliessen, weil ab 5. Mai höchstwahrscheinlich kein AKW mehr sich in Betrieb befinden würde. Aber die Betriebswiederaufnahme der beiden Reaktoren verzögert sich, da die Sicherheitsprüfung von der Seite der Präfektur gewisse Zeit erfordert. Medienberichten zufolge wird die Präfektur Fukui die Wiederaufnahme zustimmen.
Darüber würde sich vor allem die Wirtschaft freuen, die vor einer Preiserhöhung von 17% in Schnitt, die Tepco in diesem April durchgeführt hat, sich in die Enge getrieben sieht. Sie fürchtet sich auch vor einer Stromknappheit, die ohne Atomstrom der japanische Gesellschaft in diesem Sommer wieder drohen würde.
Aber eine Mehrheit der Japaner ist gegen diese Betriebswiederaufnahme in Oihara. Am 14. und 15. April hat die Asahi-Zeitung eine Befragung per Telefon gemacht und 55% sind nicht einverstanden mit der Beurteilung der Regierung Noda, dass der Zustand beiden Meilern für die Betriebswiederaufnahme angemessen sei. 28% halten die Entscheidung für richtig.
Dementsprechend niedrig war der Anteil der Menschen, die sich auf die provisorischen Sicherheitsstandards für die Betriebswiederaufnahme verlassen. Vertrauen fanden gerade 17% und 70% stehen skeptisch gegenüber. Auch der Prognose der Stromknappheit glauben bloss 18%, für 66% ist sie unglaubwürdig.
Rund 70% der Befragten meinen ausserdem, bei einer Wiederaufnahme sollten nicht nur die Gemeinde des Standortes des AKWs sondern auch die umliegenden Gemeinden dazu zustimmen.
Die Regierung Noda hat bereits bei der Gründung seines Kabinetts im September letzten Jahres angekündigt, die Abhängigkeit von der Atomkraft zu verringern. Aber viele Japaner, nämlich 61%, meinen nicht, dass man vorwärts gekommen ist.