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Walter Gerzner war noch ein Kleinkind, als er um 1950 zusammen mit seinen sechs Geschwistern ins Waisenhaus Einsiedeln kam. Das Kinderheim wurde damals von Schwestern des Klosters Ingenbohl geführt. Doch es war auch eng verzahnt mit dem Kloster Einsiedeln. Die Mönche unterrichteten Religion und predigten am Sonntag in der örtlichen Jugendkirche. Die Kinder wiederum waren Ministranten. Auch Walter Gerzner.
Der Vorfall
Zum Verhängnis wurde dem Bub, dass er im Unterricht von Pater A. nicht aufs Maul sitzen konnte. Damals war er etwa acht Jahre alt, den genauen Zeitpunkt kann Walter Gerzner nicht mehr rekonstruieren. «Weil ich mich getraute, dem Pater zu widersprechen, sagte er, ich sei ungehorsam.»