Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/133990

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Bericht über die Höhe der Wertschöpfung in der Schweiz und im Ausland der eingesetzten KEV-Gelder in Fotovoltaikanlagen vorzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ist ein Förderinstrument für die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien und richtet sich dementsprechend an Eigentümerinnen und Eigentümer derartiger Anlagen. Die KEV ist nicht in erster Linie als Instrument der Wirtschaftsförderung für die Schweiz gedacht.</p><p>Genaue statistische Erhebungen über den Mittelfluss der KEV-Gelder für Fotovoltaikanlagen werden nicht durchgeführt. Jedoch werden die Vergütungssätze regelmässig überprüft. Aufgrund der dabei durchgeführten Markteinschätzungen und Kostenerhebungen lässt sich der Mittelfluss der KEV-Gelder schätzen.</p><p>Bei der Berechnung der Wertschöpfung von Fotovoltaikanlagen sind verschiedene Aspekte zu berücksichtigen: Module, weitere Anlagenkomponenten sowie die Installation und der Unterhalt. Dabei kann etwa hervorgehoben werden, dass Installation und Unterhalt der Anlagen vollumfänglich in der Schweiz anfallen. Insgesamt beträgt der Anteil an der Wertschöpfung, der aus den finanziellen Mitteln der KEV in der Schweiz erfolgt, bei Fotovoltaikanlagen gut 60 Prozent (davon entfallen 15 Prozentpunkte auf Module, 25 Prozentpunkte auf restliche Komponenten und 20 Prozentpunkte auf den Unterhalt).</p><p>Betreffend die Produkte lässt sich zudem folgende Aussage machen: Gemäss Statistik der Zollverwaltung stammten 2011 gut 19 Prozent der importierten lichtempfindlichen Halbleiter aus China (vgl. dazu auch Antwort auf die Interpellation 12.3159). Diese Zahl stieg im Verlaufe des Jahres 2012 auf 28 Prozent. Der Anteil an Schweizer Produkten liegt gemäss Schätzungen bei gut 10 Prozent.</p><p>Die im Januar 2013 vom Bundesamt für Energie veröffentlichte Studie "Volkswirtschaftliche Bedeutung erneuerbarer Energien in der Schweiz" zeigt auf, dass im Jahr 2010 Unternehmen der Querschnittsbranche der erneuerbaren Energien eine Bruttowertschöpfung von gut 4,8 Milliarden Franken erzielt haben (etwa 0,9 Prozent des BIP der Schweiz). Diese Leistung wurde von rund 22 800 Beschäftigten erbracht (0,6 Prozent der Gesamtbeschäftigung). Unter Einbezug der vorgelagerten Zulieferbranchen sind rund 1,5 Prozent des BIP und 1,2 Prozent der Beschäftigten an der Nutzung erneuerbarer Energien beteiligt. Die Exporte von Gütern und Dienstleistungen zur Nutzung erneuerbarer Energien beliefen sich auf rund 3,2 Milliarden Franken. Seit dem Jahr 2000 ist die Branche der erneuerbaren Energien mit mehr als 4 Prozent pro Jahr überdurchschnittlich stark gewachsen. Die KEV wirkt unterstützend bei der guten Entwicklung der Branche der erneuerbaren Energien.</p><p>Aus Sicht des Bundesrates reichen die obenaufgeführten Daten aus, um sich ein genügend genaues Bild über die Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien, inklusive Fotovoltaik, machen zu können.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.