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Hitzewellen belasten die Gesundheit
Die steigende Anzahl der Nächte, während denen das Thermometer nicht unter 20 Grad sinkt – die sogenannten Tropennächte –, macht deutlich, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der besonders betroffenen Quartiere mit einer massiv höheren Hitzebelastung konfrontiert sind: Im Sommer 2019 kam es hier zu acht bis dreizehn Tropennächten, in anderen Teilen Berns zu bis zu fünf und in Zollikofen zu 3 Tropennächten. «Der Wärmeinsel-Effekt zeigt sich nicht überall gleich stark», erklärt Moritz Burger, «denn in Stadtquartieren, die von lokalen Kaltluftströmen oder ausgeprägten Grünflächen profitieren, liegt die Zahl der Tropennächte zum Teil gar tiefer als ausserhalb der Stadt.»
Zusätzliche Messkampagnen sind wichtig, weil die Temperaturen von Sommer zu Sommer stark schwanken können. Der Sommer 2019 etwa war von zwei rekordverdächtigen Hitzewellen geprägt. Der Sommer 2020 fiel kühler aus.
Hitzewellen stellen eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar. Insbesondere ältere Menschen, Säuglinge und chronisch Kranke leiden unter den körperlichen Auswirkungen von Hitzestress, die von Herz-Kreislauf-Problemen über Dehydrierung bis zum Tod reichen. Besonders belastend für die Gesundheit ist die Kombination aus Hitzetagen (an denen es tagsüber heisser als 30 Grad wird) und Tropennächten, da die wichtige Erholungsphase des Körpers während der Nacht beeinträchtigt wird. Diese Kombination tritt in urbanen Gebieten aufgrund des städtischen Wärmeinseleffekts deutlich häufiger auf als im ländlichen Umland, womit auch die gesundheitlichen Risiken in der Stadt grösser sind.