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(Meldung umgeschrieben und ergänzt um Statement der Swisscom)
Bern (awp/sda) - Die Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) schreibt der Swisscom ein weiteres Mal tiefere Preise vor: Die Ex-Monopolistin darf nun den Konkurrenten für die Mitbenützung der Kabelkanalisationen in den beiden vergangenen Jahren nur rund halb soviel verrechnen.
Swisscom hatte den monatlichen Preis auf knapp 40 Rappen pro Meter und Kabel festgelegt. Das Unternehmen zeigte sich nicht überrascht vom Entscheid der ComCom. Es werde keine grossen finanziellen Auswirkungen auf die Konzernergebnisse haben. Ob die Swisscom rekurriere, sei noch offen, sagte ein Sprecher.
Die wesentlichen Parameter für die Berechnung kenne man aus früheren Verfahren und man habe deshalb die laufende Preisberechnung bereits angepasst, erklärte die Swisscom weiter.
Es ist der erste Entscheid der ComCom über den Zugang zu den Kabelschächten der Swisscom. Seit 2007 waren dazu drei Verfahren hängig, wie die ComCom am Mittwoch mitteilte.
Die Kabelkanalisationen sind Teil der Infrastruktur zwischen Telefonzentralen und Haushaltanschlüssen, zu der die Swisscom ihren Mitbewerbern Zugang verschaffen muss - als Folge der gesetzlichen Entbündelung der "letzten Meile".
Aufgrund ihrer marktbeherrschenden Stellung müsse die Swisscom ihren Konkurrenten ihr gesamtes Kabelkanalisationsnetz zur Mitbenützung anbieten, sofern ausreichend Kapazitäten vorhanden seien, hielt die ComCom fest.
Die Behörde stutze auch die Preise für einige Dienstleistungen, welche die Swisscom im Zusammenhang mit den Schächten anbietet. Beispielsweise muss das Unternehmen die Stundensätze für Machbarkeitsanalysen, Projektierungen und weiteren Service-Prozessen um 3 bis 8% reduzieren. Gewisse Dienste darf sie künftig laut ComCom gar nicht mehr in Rechnung stellen.
Weiter erhalten die Konkurrenten ab 2011 Online-Zugang zum Informationssystem, welches Auskunft über freie Kapazitäten in den Schächten bietet. Die Konkurrenz müsse die gleichen Informationen über die Kanalisationen erhalten können wie die Swisscom, betonte die ComCom.
Die Preise für die Mitbenützung der Schächte berechnete die ComCom mit den gleichen Parametern wie die im letzten Jahr festgelegten Interkonnektions- und Entbündelungspreise, hiess es weiter. Auch bei diesen Tarifen zwang die ComCom der Swisscom Konzessionen auf.
cc
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