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Die Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus haben einschneidende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Um diese abzumildern, hat der Bundesrat eine Erwerbsersatzentschädigung geschaffen. Diese wird von den Ausgleichskassen berechnet und ausgerichtet.
Anspruch haben:
- Selbständigerwerbende, die aufgrund einer bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessung oder des Veranstaltungsverbots einen Erwerbsausfall erleiden;
- Selbständigerwerbende, die aufgrund der Corona-Krise Erwerbseinbussen erleiden und deren Jahreseinkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zwischen CHF 10'000 und CHF 90'000 liegt (sog. Härtefallregelung);
- Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist;
- Personen, die wegen einer ärztlich angeordneter Quarantäne ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen.
Selbständige
Selbständige, die ihren Betrieb auf behördliche Anordnung schliessen mussten
Dabei handelt es sich namentlich um die folgenden Betriebe:
- Einkaufsläden und Märkte
- Restaurantbetriebe
- Barbetriebe und Diskotheken, Nachtclubs und Erotikbetriebe
- Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, namentlich Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzerthäuser, Theater, Casinos, Sportzentren, Fitnesszentren, Schwimmbäder, Wellnesszentren, Skigebiete, botanische und zoologische Gärten und Tierparks;
- Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt wie Coiffeure, Massagen, Tattoo-Studios und Kosmetik.
Der Anspruch dieser Personen dauert grundsätzlich bis am 16. Mai 2020. Wenn Selbständigerwerbende jedoch ihren Betrieb nicht öffnen dürfen, weil Sie kein Schutzkonzept einhalten können, besteht weiterhin Anspruch auf den Corona-Erwerbsersatz. Eine automatische Verlängerung gibt es in diesen Fällen jedoch nicht. Bitte verwenden Sie dafür den QR-Code, den Sie auf der letzten Corona-Abrechnung finden. Falls Ihnen dieser QR-Code nicht bekannt ist, reichen Sie bitte eine neue Anmeldung ein.
Selbständige, die aufgrund der allgemeinen Situation in eine finanzielle Notlage geraten
Personen, die ihren Betrieb zwar nicht schliessen mussten, aber wegen der Corona-Krise eine Erwerbseinbusse erleiden, haben unter Umständen ebenfalls Anspruch auf eine Entschädigung. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Härtefallregelung, weshalb es zwei Einschränkungen gibt:
- Ein Anspruch besteht nur, wenn das Erwerbseinkommen zwischen CHF 10 000 und CHF 90 000 liegt.
- Der Anspruch ist bei diesen Personen auf maximal zwei Monate begrenzt (17. März 2020 bis 16. Mai 2020).
Zuständig für die Beurteilung des Anspruchs ist in jedem Fall die beitragsabrechnende Ausgleichskasse. Hier finden Sie die Kontaktdaten der Verbands-Ausgleichskassen.
Aufgrund der Weisungsanpassung des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 15. Mai 2020 wird für die Berechnung der Corona-Erwerbsersatzentschädigung neu die letzte definitive Beitragsverfügung hinzugezogen. Sollte diese bei Ihrer Berechnung höher sein als die geleisteten Akontozahlungen für das Jahr 2019, können Sie schriftlich eine Neuberechnung Ihrer Entschädigung verlangen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Erklärfilm "Corona Erwerbsersatzentschädigung für Selbständige".
Eltern
Anspruch auf die Entschädigung aufgrund von Betreuungspflichten haben Eltern, wenn sie Kinder bis zum 12. Lebensjahr betreuen und deswegen ihre Erwerbsarbeit unterbrechen müssen. Des Weiteren haben auch Eltern von jungen Erwachsenen über 12-jährig bis max. 20-jährig mit einer Beeinträchtigung, welche eine Eingliederungsstätte oder Sonderschule nicht mehr besuchen können, Anspruch auf Corona-Erwerbsausfall. Das Anmeldeformular kann direkt der Ausgleichskasse eingereicht werden, bei der der Arbeitgeber abrechnet.
Weitere Informationen erhalten Sie im Erklärfilm "Corona Erwerbsersatzentschädigung für Eltern".
Personen in Quarantäne
Bei Personen in Quarantäne ist der Anspruch auf Entschädigung auf 10 Tage limitiert.
Weitere Informationen erhalten Sie im Erklärfilm "Corona Erwerbsersatzentschädigung für Personen in Quarantäne".
Anmeldung
- Selbständigerwerbende: Sind Sie selbständigerwerbend, verwenden Sie bitte ausschliesslich dieses Anmeldeformular.
- Arbeitgebende: Sind Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeberin von der Abwesenheit eines Mitarbeitenden infolge Kinderbetreuung oder Quarantäne betroffen und zahlen Sie seinen Lohn weiterhin aus, dann melden Sie Ihren Anspruch bitte mit diesem Anmeldeformular an.
- Arbeitnehmende: Sind Sie angestellt und Ihr Arbeitgeber bezahlt Ihnen keinen Lohn mehr, dann verwenden Sie bitte dieses Anmeldeformular.
Durch die Verwendung der richtigen Anmeldeformulare kann eine automatisierte und somit raschere Verarbeitung Ihres Gesuchs garantiert werden.
Fragen
Die Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie hier.
Für telefonische Anfragen erreichen Sie uns unter der Nummer 041 375 05 20.
Aufgrund der vielen Anmeldungen wird die Verarbeitung mehr als eine Woche in Anspruch nehmen. Wir bitten Sie zudem um Verständnis, dass wir im Vorfeld keine Anmeldebestätigungen zustellen können.