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Gefährdete Wasserreserven in den Alpen
Gebirgswasserreserven sind gefährdet. Ursache sind neben dem Klimawandel unter anderem wachsende Bevölkerungszahlen und Misswirtschaft bei den Wasserressourcen. Dies ist das Resultat einer internationalen Studie, an der auch auch Wissenschaftler von der Forschungsanstalt für Wald Schnee und Landschaft sowie der Universität Zürich mitgearbeitet haben.
Der Gletschersee des Rhonegletschers im 2012.
Um diese wertvollen Ökosysteme und die Menschen, die dort zu Hause sind, schützen zu können, braucht es laut den Forschern internationale, gebirgsspezifische Strategien zur Anpassung an den Klimawandel.
Für die Untersuchung wurde eine weltweite Rangliste von 78 von Bergegletschtern gespeisten Wassersystemen erstellt. Sie versorgen insgesamt rund 1,9 Milliarden Menschen – oder rund ein Viertel der Weltbevölkerung – mit Wasser. «Durch die Bewertung aller Gletscher-Wasserreserven der Erde haben wir jene Einzugsgebiete identifiziert, die auf der regionalen und globalen politischen Agenda zuoberst stehen sollten», sagt Kostudienleiter Arthur Lutz von der Universität Utrecht.
Indus-Region und Alpen in Europa
Das am intensivsten beanspruchte System der Erde, und auch eines der am stärksten gefährdeten, ist laut Studie die asiatische Indus-Region. Sie erstreckt sich über grosse Teile des Himalaya sowie über Gebiete in Afghanistan, China, Indien und Pakistan. Ebenfalls ganz oben auf der Rangliste stehen die südlichen Anden und die Rocky Mountains. Zu den besonders stark gefährdeten Systemen gehören auch diejenigen in den europäischen Alpen: die Rhone, der Po, der Rhein, die Nordküste des Schwarzen Meeres sowie die Küste der Kaspischen See. (mai/mgt)