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Das Wichtigste in Kürze
- Zu den Beständen, die das Schweizerische Literaturarchiv bereits im Sommer übernommen hat, gehören die gesammelten Werke und Materialien mit Gedichtentwürfen, Arbeitsbüchern und verschiedenen Romanfassungen sowie Zeichnungen und Collagen, die das bildnerische Schaffen der Autorin zeigen.
Von besonderem Interesse sind eine Pressedokumentation, Publikumsbriefe und Auszeichnungen. Diese Bestände dokumentieren, wie sich die Lesereaktionen im Lauf der Jahrzehnte verändert haben. «Während ihre experimentellen und eigenwilligen Gedichte vorerst auf wenig Anklang gestossen waren, erfuhr Semadeni danach das Glück der späten Anerkennung», heisst es dazu in der Mitteilung.
Leta Semdeni wurde 1944 in Scuol geboren; später studierte sie Germanistik und bildete sich zur Sekundarschullehrerin aus. Seit 2005 widmet sie sich ausschliesslich dem Schreiben von Prosa, Lyrik und Kinderbüchern. Breit wahrgenommen wird sie seit 2000. Eine Besonderheit ihrer Schreibe ist, dass sie sowohl auf rätoromanisch als auch auf deutsch schreibt, auf eigenwillige Weise zwischen den beiden Sprachen hin und her wechselt; ihre Prosatexte erscheinen ausschliesslich auf Deutsch.
Bekannt wurde sie mit Gedichtsammlungen wie etwa «In mia vita da vuolp / In meinem Leben als Fuchs» (2010 und 2017), mit ihren Romanen «Tamangur» (2015) und «Amur, grosser Fluss» (2022) oder mit «Tulpen / Tulipanas» (2019) mit Illustrationen von Madlaina Janett und erschienen in der Reihe des Schweizerischen Jugendschriftenwerks (SJW).
Dafür wurde sie 2020 mit dem Josef-Guggenmos-Preis für Kinderlyrik ausgezeichnet; 2016 erhielt sie den Schweizer Literaturpreis und 2011 den Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung für ihr lyrisches Gesamtwerk.