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Unmenschliche Arbeitsbedingungen: Der Bekleidungskonzern Zara muss eine Millionenstrafe zahlen, weil sein brasilianischer Zulieferer Menschen wie Sklaven behandelte.
Wegen sklavenähnlicher Arbeitsbedingungen bei einem Zulieferer in Brasilien muss das spanische Textilunternehmen Zara eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet etwa 1,4 Millionen Euro bezahlen.
Wie die brasilianische Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, konnte der Konzern mit einer entsprechenden aussergerichtlichen Einigung die nach Aufdeckung der Fälle im August geforderte Summe von 8,2 Millionen Euro deutlich reduzieren.
Zudem werde Zara nur noch zu einer strengeren Überprüfung seiner Zulieferer aufgefordert und nicht auch für zukünftige Fälle haftbar erklärt. Der Zara-Eigentümer Inditex war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen im Mai aufgenommen und in Americana, 130 Kilometer südlich von Sao Paulo, 52 Bolivianer entdeckt, die schwarz und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen gearbeitet hätten. Dabei seien Kleider der Marke Zara sichergestellt worden.
Gesundheitsschädliche Bedingungen
Zara nehme Dienste eines brasilianischen Subunternehmers in Anspruch, der wiederum mit mehreren illegalen Schneiderateliers zusammenarbeite, hiess es damals. Die Bolivianer hätten «im Schnitt 14 Stunden am Tag unter entwürdigenden Bedingungen gearbeitet», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zudem seien die hygienischen Zustände in den Unterkünften sehr bedenklich gewesen.
Zwei weitere Schneidereien, die Kleider für Zara herstellten, seien in Sao Paulo entdeckt worden. Eine Nichtregierungsorganisation hatte Ende Juli 15 Zwangsarbeiter aus diesen Ateliers befreit seien.
(laf/sda)