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Um (simulierte oder natürliche) Trockenperioden beurteilen zu können, sind allgemeine Kriterien erforderlich, welche den Stress berücksichtigen, dem die Pflanzen bei solchen Ereignissen ausgesetzt sind. Diese Studie untersucht die Aussagekraft verschiedener Indikatoren für die Beschreibung der Intensität von Perioden mit Wassermangel. Diese Indikatoren wurden mit Hilfe der Ergebnisse von Trockenversuchen (Simulationen im Folientunnel) evaluiert, die von Agroscope zwischen 2012 und 2014 auf Kunstwiesen in 470 bis 1200 m Höhe durchgeführt worden sind. Indikatoren, die einzig auf klimatischen Parametern basieren, können die Intensität einer Trockenheitsbehandlung nicht ausreichend beschreiben. Das Wasserdefizit, (N–ETP) genügt zum Beispiel nicht, um die Intensität des Stresses zu beschreiben, dem die Pflanzen ausgesetzt sind. Dieser Parameter berücksichtigt nämlich den Zusammenhang zwischen Vegetation und Boden nicht. Aussagekräftiger sind Indikatoren, die auf dem im Boden verfügbaren Wasser beruhen, da sie die Ertragsunterschiede zwischen Flächen mit Wassermangel und ausreichend versorgten Flächen besser erklären. In unseren Versuchen beliefen sich die Ertragsunterschiede je nach Situation zwischen 13% und 60%. Schwieriger als die Ertragsunterschiede sind Auswirkungen von Trockenperioden auf den Nährwert zu bestimmen. Die oben erwähnten Indikatoren können die beobachteten Abweichungen der Nährwerte nicht erklären. So beeinflusst Trockenstress die Vegetation und deren Umgebung über verschiedene Prozesse, die sich in manchmal gegenläufiger Weise auf die Futterqualität auswirken. Wenn es jedoch zu keiner bedeutenden Veränderung der botanischen Zusammensetzung kommt, hat eine Trockenperiode einen viel geringeren Einfluss auf die Futterqualität als auf den Ertrag.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.
Schweizer Rebberge sind oft klein und in einem Mosaik von unterschiedlichen Parzellen und Bewirtschaftungsformen angeordnet. Deshalb kann vermutet werden, dass durch Abdrift regelmässig Pestizide von konventionellen auf biologische Rebberge gelangen. Dennoch werden in Bioweinen meist keine Pestizidrückstände gefunden.
Pflanzenbau
Nay M.M., Grieder C., Frey L.A., Amdahl H., Radovic J., Jaluvka L., Palmé A., Skøt L., Ruttink T., Kölliker R.
Rotklee ist eine der wichtigsten Leguminosen im europäischen Futterbau. In einem mehrjährigen Experiment testeten Forschende die europaweit grösste Sammlung verschiedener Herkünfte von Rotklee an fünf Standorten in Europa.