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Corbould
(spr. kórbohl), Edward Henry, engl. Historienmaler, geb. zu London, widmete sich als Sohn des Malers und Zeichners Henry C. (1787 bis 1844) und Enkel des Porträt- und Landschaftsmalers Richard C. (1757-1831) ebenfalls der Kunst und übertraf beide namentlich in der Aquarellmalerei. Nachdem er mit dem Ölbild: der Sturz des Phaethon 1834 erfolgreich debütiert hatte, brachte er im folgenden Jahr einen heil. Georg mit dem Drachen und 1836 ein griechisches Wagenrennen, die alle drei eine Medaille erhielten, ließ dann noch einige Ölbilder nach Spensers «Fairy queen» folgen und widmete sich seitdem völlig der Aquarellmalerei, deren Schöpfungen er seit 1838 regelmäßig auf die Ausstellungen der Akademie brachte.
Verschieden an Wert, haben sie ihre Hauptstärke in der Zeichnung, während es ihnen oft an Tiefe der Empfindung fehlt, an deren Stelle sich bisweilen eine gewisse süßliche Eleganz bemerklich macht. Zu den besten gehören: die Versammlung der Canterbury-Pilger, die Ehebrecherin vor Christus (1842), das Turnier zu Eglington, der Tanz der Salome vor Herodes, die Pest in London, die Taufe Ethelberts und Bilderstürmer in Basel (1854). Von 1851 bis 1872 war er Lehrer der Zeichenkunst und Malerei bei den Kindern der Königin Victoria.