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Häusliche Gewalt: Das plant der Kanton
SP-Grossrätin Julia Müller hat nochmals nachgefragt, was die Regierung gegen häusliche Gewalt unternimmt.
Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Nachdem SP-Grossrätin Julia Müller auf eine Anfrage bezüglich Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt von der Bündner Regierung nur Copy/Paste-Antworten serviert bekommen hatte, startete sie im Dezember einen zweiten Anlauf. Diesmal gab es eine ausführlichere Antwort der Regierung, ohne Copy/Paste. Die Regierung antwortet, dass Graubünden mit anderen Kantonen und dem Bund zusammenarbeite, um die Istanbul-Konvention (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt) umzusetzen.
Im Zeitraum von Mitte 2018 bis 2020 liege der Fokus dabei auf Themen wie beispielsweise der Ausbildung in den Bereichen «Gleichstellung», «Aufhebung von Rollenzuweisungen» und «gewaltfreie Konfliktlösung». Auch die Bekanntheit der Opferhilfe-Beratungsstelle soll erhöht werden. Weiter heisst es, dass ab diesem Jahr «zusätzliche finanzielle Mittel für die sexualpädagogische Schulung» zur Verfügung gestellt würden.
Erfolgen soll die Umsetzung der Istanbul-Konvention in den verschiedenen kantonalen Institutionen, die es in den Bereichen häusliche Gewalt und Gewalt an Frauen gibt. Nebst der Opferhilfe-Beratungsstelle sind dies: die Beratungsstelle für gewaltausübende Personen, das Gleichstellungsbüro, das Frauenhaus und auch die Koordinationsstelle für häusliche Gewalt. Ab diesem Frühling werde zudem ein interkantonaler Ausschuss festlegen, wie die Berichterstattung der Kantone gegenüber dem Bund erfolgen solle, schreibt die Bündner Regierung in ihrer Antwort weiter.