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DRIRE verklagt Greenpeace
Einige der Behälter - so auch der für die Schweiz bestimmte - sind gegenwärtig von den holländischen Behörden auf einem Grundstück der Covra arretiert. Einen weiteren 1000-Liter-Tank hat die französische Strahlenschutzbehörde OPRI konfisziert und genauer untersucht. An der Oberfläche mass sie eine Gammastrahlen-Äquivalentdosisrate von 1 µSv/h, das heisst, gut das Zehnfache der natürlichen Dosisrate. Bei der Analyse des stark alkalischen, natrium- und chlorarmen Inhalts wurden ein hoher Tritiumgehalt sowie Iod-129 und andere Spaltprodukte gemessen. Demnach handelt es sich zweifelsfrei um fast reines Abwasser aus der Wiederaufarbeitung der Cogema in La Hague, das die Greenpeace-Taucher direkt am Einleitungspunkt in den Ärmelkanal abgepumpt hatten. Laut OPRI liegen die festgestellten Konzentrationen zwar innerhalb der für die gefahrlose Einleitung ins Meer zugelassenen Grenzwerte, jedoch weit oberhalb der Aktivitäten, die ohne besondere Transportbewilligung mit entsprechenden Schutzmassnahmen transportiert werden dürfen. Auf Grund dieser Messergebnisse hat die zuständige französische Aufsichtsbehörde, die Direction régionale de l'industrie, de la recherche et de l'environnement (DRIRE) Basse-Normandie, beschlossen, Klage gegen Greenpeace wegen Verletzung des Gesetzes von 1975 über den Transport gefährlicher Güter beim zuständigen Richteramt in Cherbourg einzureichen.