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The Conceptual Space of the Affective Mind
Affektive Zustände sind Zustände, die sich gut oder schlecht anfühlen. So fühlt es sich zum Beispiel schlecht an Kopfschmerzen zu haben und gut, wenn das eigene Lächeln erwidert wird. In den letzten Jahrzehnten haben die empirischen Wissenschaften erstaunliche Fortschritte darin erzielt affektive Zustände besser zu verstehen, z.B. in dem sie Gehirnmuster identifiziert haben, die mit affektiven Zuständen assoziiert sind. Jedoch können diese Fortschritte wenig darüber hinwegtäuschen, dass wir immer noch darüber rätseln wie wir als Menschen Schmerzen und Emotionen begreifen: was sind der Inhalt und die Struktur affektiver Begriffe? Antworten auf diese Schlüsselfragen zu finden hat sich aus drei Gründen als sehr hartnäckig erwiesen. 1. Eine Analyse des Schmerzbegriffs und der Emotionsbegriffe scheinen das folgende Paradox zu enthüllen: Wir begreifen Schmerzen und Emotionen sowohl als mentale als auch als körperliche Zustände. 2. Schmerzen und Emotionen haben eine sensorische und affektive Phänomenologie, und repräsentieren die Welt in sehr komplexe Weise. Jedoch scheinen unsere Begriffe nicht die Struktur aufzuweisen, um auf diese verschiedenen Aspekte zu referieren. 3. Eine rein deskriptive Herangehensweise an affektive Begriffe kann nicht erklären, warum moralische Bewertungen einen starken Einfluss auf unser emotionales Denken ausüben. Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, dass unser affektives Verständnis nicht die wahre Natur von Emotionen und Schmerzen zu reflektieren scheint.
Das Ziel dieses Projekts ist es unser Verständnis des affektiven Erlebens voranzubringen, d.h. zu verstehen wie wir Schmerzen und Emotionen begreifen. Um die mentalen und körperlichen, phänomenalen und intentionalen, sowie deskriptiven und normativen Dimensionen affektiver Begriffe zu bestimmen, verwenden wir Methoden der analytischen und experimentellen Philosophie. Angefangen von verschiedenen philosophischen Schmerz- und Emotionstheorien, werden wir (a) studieren, inwiefern diese Theorien empirisch adäquat sind, indem wir Vignetten entwerfen um die Intuitionen von Laien zu Schmerzen und Emotionen zu testen; (b) durch die Analyse von linguistischen Korpora den Gebrauch von Schmerz- und Emotionssprache erforschen; (c) verschiedene Hypothesen über den Einfluss moralischer Bewertungen auf affektive Begriffe entwickeln und testen. Erste Pilotstudien deuten darauf hin, dass die gängigen Emotions- und Schmerztheorien nicht nur Lücken aufweisen, sondern auch falsche Vorhersagen über unser Verständnis von Schmerzen und Emotionen machen. Dieses Projekt zielt daher auch darauf ab einen passenderen theoretischen Rahmen für das Studium von Emotionen und Schmerzen zu finden und unser Verständnis darüber, wie wir unsere affektiven Zustände kommunizieren, fundamental zu verbessern.
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Förderung
Das Projekt wird gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.