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Deutschland - Neues Berufsbildungsgesetz
Deutschland - Neues Berufsbildungsgesetz
In Deutschland wird ein neues Berufsbildungsgesetz eingeführt. Die höhere Berufsbildung wird neu in drei Stufen gegliedert mit den Bezeichnungen «Geprüfte/r Berufsspezialist/in», «Bachelor Professional» und «Master Professional». Diese Neuerung dürfte auch Auswirkungen haben für die Schweiz. Hierzulande wurde 2014 die “Motion Aebischer” vom Nationalrat erst angenommen, doch dann vom Ständerat abgelehnt. Die Motion hatte für die Höhere Berufsbildung die Einführung der Bezeichnungen “Professional Bachelor” und “Professional Master” gefordert. Der Ständerat wollte die Begriffe Bachelor und Master nicht für die Höhere Berufsbildung verwenden.
Neues Berufsbildungsgesetz für Deutschland. BCH. 22.102019.
Schweiz – Rendite tertiärer Bildung
Schweiz – Rendite tertiärer Bildung
7'300 Franken. So viel weniger verdient der Schweizer Staat an einer tertiär gebildeten Frau als an einer Frau mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II. Die Schweiz und Estland sind die einzigen Länder in der OECD mit einer negativen staatlichen Bildungsrendite auf Tertiärstufe für Frauen. Will heissen: Die staatlichen Investitionen in die tertiäre Bildung von Frauen sind hierzulande höher als die Erträge für den Staat in Form von Steuern und Sozialabgaben. Die Gründe liegen in der Schweiz vor allem in der unterdurchschnittlichen Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt. Für die Frauen selbst sieht die Sache besser aus als für den Staat: Die Investition in ihre tertiäre Bildung bringt einer Schweizer Frau während ihres Arbeitslebens 314'900 Franken mehr ein als ein Abschluss auf Sekundarstufe II. Das entspricht einer privaten Bildungsrendite von 14 Prozent (OECD-Mittel 21 Prozent).
An den Männern verdient der Staat etwas mehr. Ein tertiär gebildeter Mann spült 65'700 Franken mehr in die Staatskasse als ein Mann mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II. Für den tertiär gebildeten Mann liegt der Lebenslohn um 422'600 Franken höher als für jenen mit einem Abschluss auf Sekundarstufe II. Das entspricht einer privaten Bildungsrendite von 14 Prozent (OECD-Mittel 17 Prozent).
Die OECD ergänzt allerdings: Neben den direkt messbaren privaten und staatlichen Bildungsrenditen gibt es den schwerer messbaren Nutzen von tertiärer Bildung, etwa die höhere Produktivität, die Schaffung von Arbeitsplätzen, bessere Gesundheit, die Teilnahme am kulturellen und sportlichen Leben.
Bildung auf einen Blick 2019. OECD-Indikatoren. OECD 2019. S.113-132.
Digitalisierung – Schweiz auf Platz 5
Digitalisierung – Schweiz auf Platz 5
Im weltweiten Vergleich ist die Schweiz führend, was die Digitalisierung angeht. Eine Studie der privaten Wirtschaftshochschule IMD in Lausanne platziert sie auf Rang fünf hinter den USA, Singapur, Schweden und Dänemark. Gemessen wird sowohl die gesellschaftliche Implementierung als auch die Erforschung digitaler Technologie. Als Schweizer Stärke streicht die Studie die vielen Hochqualifizierten aus dem Ausland hervor. Als Gefahr sieht sie die die restriktive Gesetzgebung zur Immigration.
IMD Digital Competititiveness Ranging 2018. IMD Business Schule. 2019
Schweiz – Daten der OECD
Schweiz – Daten der OECD
Die OECD hat ihre Bildungsindikatoren für das Jahr 2019 aktualisiert. Hier einige Daten aus der Ländernotiz zur Schweiz:
Im Jahr 2018 verfügen 44 Prozent der 25-64-Jährigen in der Schweiz über einen tertiären Abschluss. Im OECD-Schnitt sind es 39 Prozent.
Unter jungen Erwachsenen (25-34-Jährigen) ist der Anteil mit einer tertiären Bildung gestiegen. 2008 waren es 38 Prozent, 2018 sind es 51 Prozent. Diese Zunahme entspricht der durchschnittlichen Entwicklung in der OECD.
Mit 3,2 Prozent DoktorandInnen belegt die Schweiz 2018 den zweithöchsten Rang in der OECD. Die Schweiz investiert überdurchschnittlich viel Geld in Forschung und Entwicklung.
Die Beschäftigungsquote liegt 2018 in der Schweiz höher als in der OECD – alle Bildungsabschlüsse betreffend. Lehrabgänger finden gleich gut einen Job wie tertiär Gebildete. Darin sieht die OECD ein Zeichen für die hiesige Wertschätzung von Lehrabschlüssen.
2008 lag in der Schweiz der Anteil junger Frauen mit tertiärer Bildung 16 Prozent unter demjenigen der jungen Männer. 2018 liegt er 10 Prozent darüber. Die Studienrichtung betreffend ist der Gender Gap in der Schweiz überdurchschnittlich hoch. In den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern sowie Mathematik studieren in der Schweiz nur 22 Prozent Frauen, im OECD-Schnitt sind es 30 Prozent.
Die Studienerfolgsquote (Bachelor) in der Schweiz ist mit 81 Prozent sehr hoch. Über der Schweiz liegen nur das Vereinigte Königreich und Israel. Der OECD-Schnitt liegt bei 67 Prozent.
Bildung auf einen Blick 2019. OECD-Indikatoren. OECD 2019.
Schweiz – Aus der Herbstsession 2019
Der Ständerat spricht sich für die Sprachförderung vor dem Kindergarten aus. Er ist aber gegen mehr Geld für Sprachaustausche. Der Ständerat lehnt ausserdem zwei Motionen der nationalrätlichen Bildungskommission ab: Sie forderten Impulsprogramme zur Digitalisierung. Ebenfalls lehnt er die …
Schweiz – Aus der Herbstsession 2019
Die wichtigsten bildungspolitischen Ergebnisse der Herbstsession:
Der Ständerat spricht sich für die Sprachförderung vor dem Kindergarten aus. Er ist aber gegen mehr Geld für Sprachaustausche. Der Ständerat lehnt ausserdem zwei Motionen der nationalrätlichen Bildungskommission ab: Sie forderten Impulsprogramme zur Digitalisierung. Ebenfalls lehnt er die Standesinitiative des Kantons Thurgau ab. Diese wollte Fremdsprachigen die Kosten für Zusatzunterricht aufbürden, wenn sie sich zu wenig um Integration bemühten.
Der Nationalrat nimmt eine Motion seiner Bildungskommission an. Sie will die Chancengerechtigkeit über Stipendien und Weiterbildungsangebote verbessern. Nun muss der Ständerat über die Motion befinden.
Session d’automne 2019: Ja zur Sprachförderung und Chancengleichheit. LCH. 27.9.2019
Digitalisierung auf Kosten der Lehrpersonen
Digitalisierung auf Kosten der Lehrpersonen
Die Digitalisierung führt landauf, landab zu Offensiven zur digitalen Ausrüstung der Schulen. Die Lehrpersonen werden dabei oft nicht oder nicht genügend berücksichtigt. Nicht selten bedeutet die Digitalisierung eine Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse. Dagegen wehrt sich Franziska Peterhans, Generalsekretärin des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH. Sie verweist auf den Artikel 327 im Obligationenrecht: Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer mit Geräten und Materialien für die Arbeit auszurüsten oder angemessen zu entschädigen. Das gilt nicht nur für Laptops, Tablets und Smartphones, sondern auch für Vorbereitungsräume, die nicht einfach ins Homeoffice abgeschoben werden dürfen.
Peterhans, Franziska: Ohne Schere Haare schneiden? LCH. 1.10.2019