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IhreWände sind 2 mm dick, sehr dehnbar und elastisch, stark muskulös und bilden bei Jungfrauen am Eingang
eine meist halbmond-, selten ringförmige Falte (Scheidenklappe, Hymen, Jungfernhäutchen), welche den Durchmesser desselben
beträchtlich verringert. Nach ihrer Zerreißung bleiben von ihr nur einige wenig hervorragende Narben (carunculae myrtiformes)
zurück. Im Innern der S. befindet sich normal stets Schleim. Die weibliche Scham (vulva, cunnus), d. h. der für S. und
Harnröhre gemeinschaftliche Raum (sinus urogenitalis) liegt in der Nähe des Afters, ist beim Embryo mit diesem zur Kloake vereinigt
und auch bei vielen erwachsenen Säugetieren noch mit ihm durch eine Hautfalte verbunden sowie mit einem für beide Öffnungen
gemeinschaftlichen Schließmuskel versehen.
Eine in ihr befindliche Hervorragung ist der Kitzler oder die Klitoris (s. d.). BeimMenschen ist sie rechts
und links durch je zwei Hautfalten ausgezeichnet, die äußern oder großen und innern (auch Nymphen genannten) oder kleinen
Schamlippen; der Eingang zur S. läßt sich beim Weib durch einen besondern Schließmuskel (constrictor cunni), dessen Fasern
zum Teil in die des Afterschließmuskels übergehen, verengern. Der vor derScham (und beim Mann vor derRute) gelegene, mit krausen Haaren besetzte Teil der Bauchwandung heißt Venus- oder Schamberg (mons Veneris s. mons pubis).