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Nach einem spezifischen öffentlichen Wettbewerb haben die Schweizerischen Bundesbahnen und die Stadt Zürich die Officine Ghidoni SA in Riazzino beauftragt, eine wichtige Fussgängerbrücke zu bauen, welche das weitläufige und stark frequentierten Gleisareal am Hauptbahnhof Zürich überquert. Die starke unterirdische Erschliessung des Bahnhofs und der beiden Längsseiten der Bahnhofseingangslinien, an denen sich hauptsächlich Verwaltungsgebäude befinden, erforderte zur Erleichterung des Langsam Verkehrs zwischen den beiden Fronten Zollstrasse und Europaallee, den Bau eines Luftwegs von ca. 160 m Länge.
Es handelt sich im Wesentlichen, um ein Generalunternehmet-Werk, zumal von der vergebenden Stelle die Leistungen des strukturellen Teils, die Vorbereitung von temporären und endgültigen Brückenpfeiler und die Fundamente der Passerelle einbezogen sind.
Die Fussgängerbrücke ist auf beiden Seiten durch eine elikoidale Zugangstreppe gekennzeichnet und mit zwei Lifttürmen ausgestattet welche nicht nur die Struktur stützen, sondern den Fussgängern sowie den Behinderten und Radfahrern das Erreichen der Brücke ermöglichen; So können sie das Eisenbahnfeld in vollkommener Sicherheit komfortabel und ohne Beeinträchtigung der Bahnnutzer überqueren. Zusätzlich zu den Lifttürmen, werden zur Unterstützung der Passerelle 8 Säulen an den Schultern der beiden Rampen angebracht, welche es den Konvois ermöglichen die unterirdischen Gehsteige zu erreichen,.
Das aus einem zentralen Metallkasten und zwei Seitenregalen gebildete Gerüst wird durch ein besonders innovatives Seitengeländer ergänzt, das aus einem speziellen Metallgitter mit Zick-Zack-Muster und einem Holzhandlauf besteht. Für die sich verjüngende Längsstruktur der Fussgängerbrücke wird hochbeständiger Stahl verwendet, während für Treppen und Geländer viele der Elemente aus rostfreiem Stahl realisiert werden. Die Gehfläche wird mit einer Schicht Gussasphalt versehen.
Angesichts der Dichte der bereits vorhandenen Infrastrukturen (Gleise, Fahrleitungen, Stromleitungen usw.) und des intensiven Bahnvverkehrs handelt es sich hierbei um alles andere als um eine banale Herausforderung.
Im Hinblick der zahlreichen Einschränkungen, welche wichtige Vorarbeiten auf dem Eisenbahngelände erfordern, um sowohl vorübergehende als auch endgültige Stützen für das Bauwerk zu schaffen, werden die Montagebedingungen offensichtlich extrem sein.
Der Vorschub (Schub des Artefakts von einer Seite aus) wird auf jedem Fall sehr anspruchsvoll sein und von der Europallee aus durchgeführt werden, wo die Realisierung des Stütz- und Montagegerüstes geplant ist; ist aber sicherlich die am wenigsten invasive Lösung unter diesen Bedingungen, auch unter Berücksichtigung der Länge und des wichtigen Überhangs, den die freitragende Struktur überwinden muss.
Seit einigen Wochen haben wir mit der Planung begonnen und der Fertigstellungstermin für die Rohbauarbeiten ist für August 2020 geplant.
Sicherlich basiert die Akquisition dieses wichtigen Projekts auf den Fähigkeiten, die wir beim Bau der Plattform über dem Berner Bahnhof und der angrenzenden Laupenstrasse bewiesen haben. Das Objekt weist im Vergleich zu dieser Fussgängerbrücke mehrere Ähnlichkeiten bezüglich der Umgebung und einen ähnlichen Schwierigkeitsgrad auf.
Eigenschaften:
- Gesamtlänge ca. 161 m
- Zentrale Spannweite 78 m
- Gesamtgewicht der Struktur ca. 470 Ton
Bauherr: SBB | Immobilien Development | Zürich + Stadt Zürich
Ingenieur: Conzett Bronzini Partner AG | Chur; Diggelmann + Partner AG | Bern
Architekt: 10:8 Architekten GmbH | Zürich
Struktur und verwandte Leistungen: Officine Ghidoni SA | Riazzino