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«Zeitblende»: 75 Jahre D-Day
Am 6. Juni 1944 wagten die Alliierten den Frontalangriff auf Hitlers Europa. Die Invasion in der Normandie hat die Befreiung Westeuropas von der deutschen Besetzung eingeleitet und sie hatte weitreichende Folgen für das Nachkriegseuropa. Ein Veteran und zwei renommierte Historiker blicken zurück.
«Wir hatten Angst zu versagen, nicht zu leisten, was von uns erwartet wurde», sagt Edwin Bramall, wenn er 75 Jahre zurückblickt. Bramall, heute 95 Jahre alt, ist einer der letzten lebenden D-Day-Veteranen. In der «Zeitblende» erzählt er davon, wie er 1944 mit der grössten Flotte aller Zeiten über den Ärmelkanal fuhr und half, Westeuropa von den Nazis zu befreien. Bramall, heute Lord Bramall, wurde nach dem Krieg Feldmarschall und war in den 80er-Jahren in Grossbritannien Generalstabschef. Er ist einer der besten Kenner der Operation.
Im Fokus der Sendung stehen die dramatischen Morgenstunden des 6. Juni 1944 – und die Entscheidung des alliierten Befehlshabers Dwight D. Eisenhower, die Landung trotz eines Sturmes zu wagen. Es sei vielleicht die mutigste Entscheidung des Krieges gewesen, sagt Historiker Antony Beevor, einer der besten Kenner des Zweiten Weltkrieges.
Die «Zeitblende» sucht auch Antworten auf die Frage, inwiefern die Invasion in der Normandie zu einem demokratischen Westeuropa führte. Und sie beleuchtet die fürchterlichen Konsequenzen, die ein Scheitern der Alliierten hätte haben können: «Die Atombombe wäre dann nicht auf Hiroshima, sondern auf Berlin abgeworfen worden. Dafür wurde sie nämlich gebaut», erklärt Militärhistoriker Stig Förster.