Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03342.jsonl.gz/1966

Für die Studie wurden im Januar und Februar dieses Jahres 119 Führungskräfte und Vorstände aus 114 Energieversorgern in 44 Ländern interviewt. Rund 45% der Befragten prognostizierten einen wachsenden Anteil der Kernenergie. Dies sind deutlich mehr als in der letztjährigen Umfrage (2006: 19%). Besonders augenfällig ist der Stimmungsumschwung in der Region Asien/Pazifik. Hier erwarten sämtliche Befragte, dass die Kernenergie in den kommenden fünf Jahren stärker zum Primärenergiemix beitragen wird als bisher - 2006 glaubte dies nicht einmal jeder Zehnte. Auch Wind- und Wasserkraftwerke werden in der nach Ansicht von knapp 90% beziehungsweise gut 60% der Befragten der Region Asien/Pazifik mehr Energie erzeugen. Einen steigenden Anteil der insgesamt weiterhin dominierenden Kohle am Primärenergieverbrauch prognostizieren demgegenüber nur noch 6% der asiatischen Versorger im Vergleich zu rund 75% in der Vorjahresumfrage.
«Offensichtlich haben die Bedenken um den Klimawandel in der globalen Energieversorgungsbranche einen Umdenkprozess ausgelöst und die Handlungsbereitschaft in den Bereichen Energieeffizienz sowie regenerativer und CO2-freier Erzeugung noch einmal deutlich erhöht», so Manfred Wiegand, Global Utilities Leader bei PwC. «Es bleibt allerdings abzuwarten, wie schnell und in welchem Ausmass sich dies in einer spürbaren Veränderung des Energiemix niederschlägt. Hierzu sind wirtschaftliche Signale und Anreize unverzichtbar, wie etwa CO2-Preise, die weltweit - das heisst auch in den USA, China und Indien - Anwendung finden.»
Quelle
D.S. nach PwC, Medienmitteilung, 14. Juni 2007