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Pflanze des Monats Oktober
Eisenholzbaum
Parrotia persica
Allein die grossartige Herbstfärbung ist Grund genug, einen Eisenholzbaum zu pflanzen: Schon früh im Herbst färbt sich das Laub in Gelb-, Orange-, Rot- und Violetttönen und bleibt lange am Baum. Später, während der winterlichen Tristesse fällt seine wunderschöne Rinde auf. Bei älteren Exemplaren blättert sie in schuppigen Platten ab, die neue Rinde darunter zeigt sich in rotbraunen oder ockerfarbenen Flecken. Im Spätwinter erscheinen dunkelrote Blüten, die so klein sind, dass man sie oft übersieht. Dabei sind sie wirklich zauberhaft.
Der Wuchs ist üblicherweise breit und ausladend, es gibt aber auch schmalwüchsige Sorten wie beispielsweise diese Pflanzen hier, bei denen es sich um die Sorte ’Vanessa’ handelt. Der Eisenholzbaum verträgt Trockenheit, liebt die Wärme, wird sehr alt und wächst langsam. Er wird höchstens zehn Meter hoch, wodurch er auch für kleine Gärten geeignet ist. Im Kaukasus bildet er märchenhafte Wälder mit einer ganz eigenartigen Atmosphäre.
Dieses schöne Gehölz wurde nach Friedrich Parrot (1792 – 1841) benannt. Mit 24 schloss er in Tartu (Estland) sein Medizinstudium ab, kam als Stabsarzt der russischen Armee bis nach Südeuropa, wurde mit 29 Professor für Physiologie, Pathologie, Semiotik und Physik der Universität in Tartu, wo er später auch Rektor wurde. Er bereiste den Kaukasus und Armenien. Dort bestieg er den Ararat, um die Überreste der Arche Noah zu suchen; gefunden wurde sie dabei aber nicht. Weil Noah den Berg per Schiff anstatt zu Fuss erklommen hatte, gilt Parrot als Erstbesteiger. Später folgte noch eine letzte Expedition ans Nordkap. Nach langer Krankheit starb Friedrich Parrot. Er wurde nicht mal fünfzig Jahre alt – aber was für eine Biografie!
Standort: Im Nordgarten