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Ungarischer Aussenminister: Erreichen der Klimaziele ohne Kernenergie nicht möglich
Szijjártó erklärte am 6. Kongress der Nuklearindustrie Mittel- und Osteuropas, die EU müsse nicht nur die Anwendung einheitlicher Kriterien gewährleisten, sondern die Kernenergie auch fördern. Er betonte, dass Kernkraftwerke elektrische Energie nicht nur sicher erzeugen können, sondern auch «umweltfreundlich, billig und langfristig vorhersehbar». Ungarn sei führend bei der Bekämpfung des Klimawandels, fügte er hinzu. Die Investitionen Ungarns in die Kernkraft könnten sicherstellen, dass 90% der Stromerzeugung des Landes bis 2030 klimaneutral sein würden.
Ungarn meine es ernst mit der Nutzung der Kernenergie und habe dies in den vergangenen Jahrzehnten klargemacht, ergänzte er. Der Ausbau des Kernkraftwerks Paks werde dazu beitragen, 17 Mio. Tonnen CO2-Emissionen einzusparen, sagte er und merkte an, dass der Verkehrssektor des Landes jährlich 12 Mio. Tonnen dieser Emissionen erzeuge. Die zwei geplanten Kernkraftwerksblöcke werden also helfen, das 1,5-Fache dieser Menge einzusparen.
Am Standort Paks gut 100 km südlich von Budapest stehen derzeit vier Einheiten des russischen Typs WWER-440 in Betrieb. Sie gingen zwischen 1983 und 1987 ans Netz. Die vier Blöcke machen gut die Hälfte des in Ungarn produzierten Stroms aus. Ein Anfang 2014 unterzeichnetes Abkommen sieht an diesem Standort den Bau von zwei russischen Einheiten mit einer Leistung von je 1200 MW als Ersatz vor. Ohne diese beiden neuen Einheiten sei das Land nicht in der Lage, seine Klimaziele zu erreichen, hatte die Regierung wiederholt argumentiert.
Die EU kündigte kürzlich an, kohleabhängige Regionen finanziell zu unterstützen, um sie bei ihren Bemühungen zur Dekarbonisierung zu unterstützen. Der Vorschlag sieht jedoch vor, dass solche Mittel nicht für Kernkraftwerke verwendet werden.