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QUALITÄTSWASSER
Ein Trinkwasser-Parcours voller Überraschungen
Konsortium für die Wasserversorgung der Stadt Freiburg und ihrer Nachbargemeinden
Das 1963 gegründete Konsortium hat die Aufgabe, in der Station Port-Marly, die das der Saane in Hauterive entnommene Wasser aufbereitet, Wasser von einwandfreier Qualität herzustellen. Das aufbereitete Wasser wird über das Transportnetz des Konsortiums zu den Mitgliedergemeinden geleitet, die es an die Verbraucher verteilen. In einigen Gemeinden ist das Wasser des Konsortiums die einzige Versorgungsquelle, in anderen stellt es eine Ergänzung dar. Das Konsortium liefert jährlich etwa 3 Millionen m3 Wasser an die zwölf Mitgliedergemeinden und versorgt damit ein Potenzial von mehr als 70‘000 Personen, das heisst ein Viertel der Freiburger Bevölkerung.
Am Seegrund; Wasser von bereits guter Qualität…
Das Wasser des Konsortiums für die Wasserversorgung der Stadt Freiburg und ihrer Nachbargemeinden wird dem Greyerzersee entnommen. Direkt in die Druckleitung des Elektrizitätswerkes Hauterive eingespeist, gelangt es durch natürliches Gefälle zur Aufbereitungsstation Port-Marly, die sich direkt hinter Ihnen befindet.
Auf Grund dieser Fassung am- Seegrund erhält man Wasser von bereits guter Qualität. Die Aufbereitung bezweckt denn auch vor allem die Gewährleistung dieser Qualität, bevor das Wasser an die zwölf Mitgliedergemeinen Bärfischen, Belfaux, Chesopelloz, Courtepin, Corminboeuf, Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot, Marly, Matran, La Sonnaz und Villars-sur-Glane und an das Konsortium von Graboz und an den Trinkwasserverbund Bibera weitergeleitet wird.
Von 1994 bis 1999 wurden 18 Millionen Franken in umfangreiche Umbauarbeiten investiert, um das Konsortium mit einer modernen Station auszustatten, deren Produktionskapazität von 25000 Liter pro Minute den wachsenden Bedarf der Gemeinden zu decken vermag und den Anforderungen in Sachen Hygiene und Umweltschutz entspricht.
Eine Aufbereitung in 6 Schritten zur Gewährleistung einer einwandfreien Wasserqualität
In der Station Port-Marly wird das dem Greyerzersee entnommene Wasser aufbereitet, um seine einwandfreie Qualität zu gewährleisten, bevor es in die Leitungsnetze der Mitgliedergemeinden weitergeleitet wird. Die Aufbereitung besteht aus mehreren Schritten:
- Das Rohwasser aus dem Greyerzersee gelangt mittels einer Druckleitung direkt in das Elektrizitätswerk Hauterive.
- Vorozonierung: Voroxidierung, um Ammoniakstickstoff, Eisen und Mangan zu beseitigen, das Wasser zu entfärben und die Klärung zu verbessern, die Sauberkeit der Anlagen durch Bekämpfung von Organismen wie Algen und Phytoplankton zu sichern und die Flockung (Bildung von Flocken, die in Sandfiltern ausgesondert werden) zu fördern.
- Reinigung mit zweischichtigem Sandfilter: mechanisches Verfahren, um bei der Vorozonierung entstandene Flocken sowie Schwebstoffe (Trübung) auszusondern.
- Zwischenozonierung: Oxidierung, um Bakterien und Viren vollständig zu beseitigen, gewisse toxische Produkte zu zersetzen, das Wasser zu entfärben sowie geruchlich und geschmacklich zu verbessern und die biologische Aktivität in den Kohlefiltern zu fördern.
- Aktivkohlefilterung: biologisches Verfahren, um überzähligen Stickstoff, organische Stoffe (Erdöl, Pestizide, usw.) und Metalle auszusondern.
- Abschliessende Desinfizierung (Chlor), Lagerung in Reservoire und Weiterleitung in die Netze der Mitgliedergemeinden.
Frage 1
Wie viel Hahnenwasser verbraucht eine Person durchschnittlich jeden Tag?
- 16 Liter
- 72 Liter
- 162 Liter
Jeden Tag werden in der Schweiz durchschnittlich 162 Liter Hahnenwasser pro Person verbraucht. Nimmt man überdies Gewerbe, Industrie, öffentliche Dienste und die Wasserverluste hinzu, liegt der Tagesverbrauch bei fast 400 Litern pro Person.
Frage 2
Was ist die Hauptaufgabe der Aufbereitungsstation Port-Marly?
- Bakterien und Schwebstoffe herausfiltern
- Den Nitratgehalt des Wassers senken
- Kohlensäurehaltiges Wasser in die Hahnen leiten
Die Aufbereitung dient hauptsächlich dazu, Bakterien und Schwebstoffe auszusondern.
Frage 3
Ist Flaschenwasser besseres Trinkwasser als Hahnenwasser?
Nein, die beiden haben dieselben gesetzlichen Lebensmittelnormen zu erfüllen.
Texte:
Robert Jenni
Illustrationen: Sylvie Nussbaumer, Marc Baume, Robert Jenni und rmgdesign