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Der Rettungsplan des US-Finanzministeriums für die Finanzinstitutionen des Landes treibt die Vertreter kleinerer Banken auf die Barrikaden: Sie fürchten um ihre Existenz, weil die Grossbanken nun mit Steuerzahlergeld auf Einkaufstour gehen. Aktuelles Beispiel: PNC Financial Services will für 5,08 Mrd Dollar die National City Corp aus Cleveland kaufen. PNC erhält dazu vom Finanzminis-terium mehr als 7 Mrd Dollar. Die Behörden sind an der Fusion nicht unschuldig, denn sie verweigerten National City die Aufnahme in das staatliche Rettungsprogramm. Fred Becker, Präsident der Vereinigung nationaler Volksbanken, ist besorgt: «Ich glaube nicht, dass der Aufkauf von Banken das ist, was mit dem Stabilisierungsprogramm beabsichtigt wurde!»
Die Vertreter von 8000 zum Grossteil finanziell gesunden Gemeinschaftsbanken sorgen sich, dass der vom Steuerzahler subventionierten Konsolidierung im Bankensektor etliche Institute zum Opfer fallen könnten, die zu klein sind, um sich zu wehren. Sie wollen daher kräftig Lobby-Arbeit im Weissen Haus betreiben. «Von Tag eins an wird das nächstes Jahr ein harter Kampf», sagt Camden Fine, Vorsitzender der Vereinigung der unabhängigen US-Gemeinschaftsbanker. «Was in diesem System gut funktioniert hat, waren die Gemeinschaftsbanken.» Mike Washburn, Präsident der Red Mountain Bank in Alabama, warnt: «Der Kongress sollte sich genau überlegen, ob es klug ist, so viel Wirtschaftsmacht und Kapital in die Hände einiger weniger zu legen.»
Die vier grössten Banken kontrollieren schon jetzt mehr als 40% der Konten der Nation. Vor allem Gemeinschaftsbanken in Randlagen grosser städtischer Bal-lungsräume wie Chicago oder Washington fürchten, ihre grossen Konkurrenten könnten durch staatliche Subventionen noch stärker werden.