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Die bisher eingeführten Regelungen im Zusammenhang mit dem Corona-Erwerbsersatz für selbständig Erwerbende, Eltern, die während der Schulschliessung ihre Kinder betreuen mussten, und für Menschen in Quarantäne sind vom Bundesrat zeitlich bis spätestens 16. September 2020 begrenzt worden. Bis zum 16. September 2020 sind allfällige Ansprüche geltend zu machen und/oder Neuberechnungen zu verlangen. Danach können keine solchen Ansprüche mehr angemeldet bzw. keine Neuberechnungen mehr verlangt werden. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 19. Juni 2020 entschieden.
Der Bundesrat hat am 16. April 2020 beschlossen, den Anspruch auf Erwerbsersatz aufgrund des Coronavirus auszuweiten auf:
- Selbständigerwerbende, die indirekt von behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben (z. B. Taxifahrer, Hoteliers, Physiotherapeuten etc.). Voraussetzung ist, dass das AHV-pflichtige Erwerbseinkommen höher als CHF 10'000 ist, aber CHF 90'000 nicht übersteigt.
- Eltern, welche Kinder bis 20 Jahre mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen betreuen. Anspruchsberechtigt sind Eltern von Jugendlichen, die in eine Sonderschule gehen oder einen Intensivpflegezuschlag der IV erhalten. Voraussetzung ist, dass die schulischen Institutionen (Sonderschule, Schule, Eingliederungsstätte etc.) wegen der Coronapandemie geschlossen worden ist. Bei Eltern von Jugendlichen, die in einer Regelschule integrativ geschult werden und keinen Intensivpflegezuschlag erhalten, endet der Anspruch auf die Entschädigung nach wie vor mit dem 12. Altersjahr des Kindes.
Bei Selbständigerwerbenden ist die Erwerbsausfallentschädigung auf CHF 196 pro Tag bzw. CHF 5'880 pro Monat begrenzt und kann rückwirkend frühestens ab dem 17. März 2020 beantragt werden. Die Entschädigung endet nach zwei Monaten, spätestens aber mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie.
Bei Eltern kann der Anspruch frühestens ab dem 19. März 2020 geltend gemacht werden und endet mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie. Bei selbständigerwerbenden Eltern ist der Anspruch auf 30 Taggelder beschränkt.
Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus werden gelockert
Der Bundesrat hat am 16. April 2020 Massnahmen zur Lockerung der ergriffenen Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus kommuniziert.
Erste Lockerung per 27. April 2020
In einer ersten Etappe sollen ab 27. April 2017 etwa folgende Betriebe wieder öffnen können:
- Praxen für Zahnmedizin
- Praxen für Physiotherapie und medizinische Massagen
- Coiffeurgeschäfte
- Massagepraxen
- Tattoo-Studios
- Kosmetiksalons
- Bau- und Gartenfachmärkte
- Gärtnereien
- Unbediente öffentliche Einrichtungen wie Waschanlagen
Die Geschäfte müssen ein Schutzkonzept vorlegen, bevor sie öffnen dürften.
Ab dem 27. April werden zudem die Sortimentsbeschränkungen in Lebensmittelläden aufgehoben.
Zweite Lockerung per 11. Mai 2020
In einer zweiten Etappe sollen voraussichtlich ab 11. Mai 2020 die obligatorischen Schulen sowie die Einkaufsläden und Märkte wieder öffnen. Der Entscheid darüber wird am 29. April 2020 vom Bundesrat definitiv gefällt.
Dritte Lockerung per 8. Juni 2020
In einer dritten Etappe sollen ab dem 8. Juni 2020 in einem dritten Schritt die Mittel-, Berufs- und Hochschulen wieder Präsenzveranstaltungen abhalten dürfen. Gleichzeitig sollen Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, botanische Gärten und Zoos wieder öffnen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Einzelheiten hierzu will der Bundesrat am 27. Mai 2020 beschliessen.
Der Übergang von einem Schritt zum nächsten erfolgt gemäss Bundesrat jedoch erst dann, wenn es zu keinem deutlichen Anstieg von Coronafällen gekommen ist.
Kurzarbeitsentschädigung: Antrag und Abrechnung aufgrund von behördlichen Massnahmen infolge Pandemie Covid-19
Im Zusammenhang mit der Ausweitung und Vereinfachung der Kurzarbeitsentschädigung hat das SECO ein ausserordentliches Formular für den Antrag und für die Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung aufgrund von behördlichen Massnahmen infolge Covid-19 aufgeschaltet.
Das Formular kann unter folgendem Link heruntergeladen und ausgefüllt werden:
https://www.arbeit.swiss/dam/secoalv/de/dokumente/formulare/arbeitgeber/kae/KAE-Abrechnung%20COVID-19%20d-f-i%20definitiv.xlsx.download.xlsx/KAE-Abrechnung%20COVID-19%20d-f-i%20definitiv.xlsx
Sämtliche weiteren Formulare im Zusammenhang mit der Kurzarbeitsentschädigung sind unter folgendem Link abrufbar:
https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/service/formulare/fuer-arbeitgeber/kurzarbeitsentschaedigung.html/
Erwerbsersatzentschädigung für Selbständigerwerbende, Eltern, Personen in Quarantäne und freischaffende Künstler aufgrund der Pandemie Covid-19
Selbständigerwerbende, Eltern, Personen in Quarantäne und freischaffende Künstler haben sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, Anspruch auf Entschädigung für Erwerbsausfall.
Das entsprechende Formular ist elektronisch ausfüllen und als PDF-Datei per E-Mail an die zuständige Ausgleichskasse zu senden
Link zum Formular sowie zu Merkblättern:
https://www.ahv-iv.ch/de/News-Infos/post/corona-erwerbsersatzentschaedigung-formular-merkblaetter-etc-sind-bereit
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
Liquiditätshilfen für Unternehmen insbesondere
- Soforthilfe mittels vom Bund verbürgten COVID-Überbrückungskrediten (10 % vom Umsatz oder max. CHF 500'000 pro Unternehmen – rasche Abwicklung via Hausbank);
- weiter führende Überbrückungskredite bis CHF 20 Mio. werden vom Bund zu 85 % via Bürgschaftsorganisationen verbürgt;
- Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen;
- Erstreckung von Zahlungsfristen insbesondere bei der direkten Bundessteuer, Mehrwertsteuer oder Zöllen ohne Verzugszins;
- NEU - Ausweitung der Kurzarbeitsentschädigungsansprüche:
- für Inhaber von Gesellschaften im Sinne von arbeitgeberähnlichen Angestellten (z. B. GmbH-Gesellschafter)
- für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen, für Temporärangestellte und Angestellte im Lehrverhältnis
- trotz vorhandenen Überstunden und Ferien können Ansprüche geltend gemacht werden
- Gesuche sollen unkompliziert behandelt sowie prompt ausbezahlt werden
- Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Angestellte, wenn sie Kinder Zuhause betreuen müssen oder für Arbeitnehmende, die aufgrund einer ärztlichen Anordnung in Quarantäne gesetzt worden sind
- Rechtsstillstand bei Betreibungsverfahren.
Entschädigung bei Erwerbsausfall für Selbständige insbesondere
- deren Betrieb aufgrund behördlichen Anordnung geschlossen wurde;
- wenn sie Kinder Zuhause betreuen müssen;
- diejenigen, welche aufgrund einer ärztlichen Anordnung in Quarantäne gesetzt worden sind.
Zentral ist die individuelle Situation zu analysieren um Liquiditätsengpässen oder Erwerbsausfälle frühzeitig zu erkennen und die Massnahmen des Bundes zu beanspruchen. Wir verfolgen die Geschehnisse und die Kommunikation des Bundes sowie der Kantone laufend. Detaillierte Informationen unter anderem zu den Überbrückungskrediten wurden vom Bundesrat bis Donnerstag in Aussicht gestellt. Gerne unterstützen wir Sie insbesondere bei
- der Beantragung von Kurzarbeitsentschädigungen für selbständig Erwerbende, Angestellte und Nahestehende von Betrieben
- der Beantragung von Überbrückungskrediten
- Ausarbeitung betriebsinternen Pandemierichtlinie
- usw.
Bitte zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.