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Die Gemeinden legen mit den Bauzonen fest, wo und wie gebaut werden darf. Mit der Revision des Raumplanungsgesetzes hat das Volk 2013 beschlossen, dass Bauzonen nur noch dem voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre entsprechen dürfen. Zu grosse Bauzonen müssen verkleinert werden. So lässt sich Landwirtschaftsland zurückgewinnen. Zudem müssen brachliegende oder ungenügend genutzte Flächen in den Bauzonen besser genutzt werden. In den Kantonen und Gemeinden laufen die Arbeiten dazu. Die Bauzonen umfassen heute insgesamt rund 232'000 Hektaren.
Bauzonen bezeichnen die Flächen, auf denen gebaut werden darf. Dies dient dazu, dass möglichst kompakt an einem Ort und nicht verstreut gebaut wird. Boden darf grundsätzlich nur bebaut werden, wenn das betreffende Grundstück von der Gemeinde einer Bauzone zugewiesen worden ist. Dies erfolgt im Rahmen der Nutzungsplanung der Gemeinde. Im Nutzungsplan, auch Zonenplan genannt, werden die Bauzonen parzellengenau ausgeschieden und periodisch angepasst. Die Bauzonen werden dabei einer bestimmten Nutzung zugeteilt.
Fläche der Bauzonen nach Hauptnutzungen
Entwicklung der Bauzonen und Nutzung: Trendwende
Die Bauzonenfläche stieg in der Schweiz bis 2012 stetig an. Seither setzte aber eine Trendwende ein: Die Gesamtfläche der Bauzonen blieb konstant, obwohl die dort lebende Bevölkerung von 7,4 auf 8 Millionen (+7.9%) Einwohnerinnen und Einwohner wuchs. Die Bauzonenfläche pro Person sank dadurch um rund 6 Prozent von 309 m2 auf 291 m2.
Innenentwicklung
Die Siedlungsentwicklung nach innen (Innenentwicklung) dient dazu, die Bauzonen besser zu nutzen, indem beispielsweise bestehende Häuser aufgestockt oder brachliegende Industrie- und Gewerbeareale genutzt werden. So entstehen lebendige Quartiere für Wohnen, Arbeit und Erholung – und es wird weniger Land bebaut. In der ganzen Schweiz sind Gemeinden zusammen mit Planern, Architektinnen und Investoren daran, die damit verbundenen Möglichkeiten unter Einbezug der Bevölkerung auszuschöpfen. Dies hilft, die Zersiedelung und den damit verbundenen Bodenverbrauch zu bremsen.
Gute Innenentwicklung bringt der Bevölkerung sowohl einen quantitativen als auch einen qualitativen Mehrwert. Entsprechende Quartiere, Dorfkerne und Areale weisen öffentliche und halb-öffentliche Räume auf, um Begegnungen und Erholung zu ermöglichen. Die Raumplanung muss dafür sorgen, dass solche Orte erhalten oder neu geschaffen werden. Eine gute Innenentwicklung deckt gestalterische Fragen ab und sorgt dafür, dass sie bei der Bevölkerung auf die nötige Akzeptanz stösst.