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A6212 Artilleriewerk Römerstrasse GR
Vermutlich im Jahre 1942 wurde für die der Kampfgruppe Luziensteig zugewiesene Artillerie die Kavernenstellung «Römerstrasse» in der Nordwand der Persaxplatten ausgesprengt.
Römerstrasse
Der Eingang wurde an den Anfang des von der alten Festung auf den Fläscherberg führenden Weges gelegt, die relativ grossen Scharten dagegen unterhalb des Weges platziert. Diese Artillerie wirkte vor die Sperre Ansstein-Schollberg. Ausser einem Munitionsmagazin verfügte die Stellung über keine Infrastruktur. Unterkunft bot die Kaserne.
Im Jahre 1943 bezog die aus der Gebirgsbatterie 202 hervorgegangene Motorkanonenbatterie 95 mit ihren 7,5 cm Feldkanonen das Kavernenwerk. 1947 wurden die Feldkanonen durch fest eingebaute 12 cm Haubitzen ersetzt. Da eine Ventilationsanlage fehlte, wurden die Geschütze mit einer Ausblasvorrichtung ausgestattet. Im Zusammenhang mit den durch die Umbewaffnung bedingten Umbauarbeitenerfolgte auch der Einbau eines Schiessbüros. Anfang der 1960-er Jahre muss ein Stollen zu einer als Bat-KP bezeichneten Kaverne ausgebrochen worden sein, die offenbar dieselbe A-Nummer trug. Weitere Infos sind derzeit nicht vorhanden. Vermutlich 1971 wurde die Stellung aufgegeben, 1985 desarmiert.
Obere Römerstrasse
1943 bezog die Motorkanonenbatterie 96 auf dem Fläscherberg nördlich des Schnielskopfes die offenen, aber mit Brustwehr und betonierter Bettung versehenen Geschützstände «Obere Römerstrasse». Die Schussrichtungen der mit Holzhütten getarnten Stellungen entsprach in etwa derjenigen der Kavernen. Sie wurden in den achtziger Jahren eingedeckt, einzelne Überreste sind noch auffindbar. Der Stellungsbezug war gemäss Truppentagebuch sehr mühsam, die Geschütze wurden zum Transport zerlegt.