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De Floh im Ohr2005
Informationen zum Stück
Es beginnt mit einer fixen Idee, einem Verdacht - einem Floh im Ohr. Aus mehreren Indizien beschliesst Rosmarie Bisig, dass ihr Mann sie betrügt. Um ihn zu überführen, stellt sie ihm eine Falle. Sie bestellt ihn mit Hilfe eines fingierten Briefes, den ihre Freundin Linda für sie schreibt in ein anrüchiges Hotel. Der unschuldige Ehemann schickt allerdings seinen Freund Windig, der sowieso ein Auge auf Rosmarie geworfen hat. Der eifersüchtige Ehemann von Linda wiederum entdeckt den erfundenen Liebesbrief mit der Handschrift seiner Frau und schwört Rache.
Hinzu kommen der Neffe Sebastian, der eigentlich an allem Schuld ist, der Hoteldiener Wüescht, der Bisig wie aus dem Gesicht geschnitten ist, eine Frau Doktor, ein Engländer und das Dienstpersonal auf erotischen Abwegen. Am Schluss endet die Hetzjagd wieder da, wo sie begann: im bürgerlichen Wohnzimmer. Hier wird mit letzter Kraft versucht, die von allen ersehnte Scheinheiligkeit wieder herzustellen.
Autor
Georges Feydeau
Regie
(*1973) Regisseur, Dramaturg, Schauspieler und Theaterwissenschaftler
Seit 1998 initiiert Mengarelli Theater-Produktionen und ist als Regisseur, Produzent, aber auch als Schauspieler tätig. Dem ging eine Bewegungstheater- und Tanzausbildung voraus. Entsprechend gilt sein Interesse den unterschiedlichen Genres eines erweiterten Sprechtheaters. Erweitert in dem Sinne, dass die Kommunikationsmittel Körper, Bild/Film, Musik, Artistik etc., die dem Medium Bühne zur Verfügung stehen, als Humus für seine ausgewogenen, reichen und sinnlichen Inszenierungen dienen. Ein anderer Background ist Mengarellis Studium der Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte. Stefano Mengarelli lebt in Winterthur und ist Vater von zwei Mädchen.
Akutell doktoriert Stefano Mengarelli am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds im Rahmen des Forschungsprojekts "Humanitas und Zivilisation im Spiegel der italienischen Improvisationskomödie des 16. Jahrhunderts". Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt bei den Theaterphänomenen des 15.-18. Jh. In seiner Doktorarbeit widmet sich Mengarelli der Theaterikonographie (Bildforschung) bei besonderem Fokus auf die handgemalten hundert Illustrationen der anonymen commedia dell'arte Szenariensammlung im so genannten römischen Corsini Manuskript.
"Ich freue mich riesig, diesen Text in einer leichtfüssigen, modernen und leicht grotesken Inszenierung mit dem Theater 88 auf die Bretter zu stellen. Nach der fulminanten Komödie "Der Floh im Ohr" von 2005 ist dies meine zweite Arbeit in Ramsen.
Und wieder erwartet Sie, wertes Publikum, eine ganze Reihe von skurrilen Figuren, eine wunderschöne Bühne und ein unterhaltsamer Abend.
Theater 88 in Höchstform. Der Spass ist garantiert!"