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14. April 1929: Schon der Start ist ein Erfolg und noch heute hat «Monaco» einen ganz besonderen Klang. Wer sich nichts aus der Formel 1 macht, schaut sich trotzdem ein Rennen im Jahr an. Der Circuit mitten durch die Stadt garantiert wie kein anderes Rennen Spektakel.
Nirgends ist es so wichtig, sich im Qualifying die Pole Position zu sichern, wie in Monaco. Wer schon beim Start weit hinten loslegen muss, hat eine überaus schwierige Aufholjagd vor sich. Denn Platz zum Überholen gibt es auf dem engen Kurs durch das Fürstentum fast nirgends.
1929 ist der Kampf um die Startaufstellung noch nicht so entscheidend. 16 Autos stehen am 14. April am Start, als erstmals ein Grosser Preis ausgetragen wird. Wer von ganz vorne ins Rennen gehen kann, wird im Gegensatz zu heute nicht in einem Zeitlauf entschieden, sondern ausgelost.
Der Engländer William Charles Frederick Grover-Williams gewinnt den GP in einem grünen Bugatti. Fast vier Stunden lang kurvt er 100 Mal um die Strecke, bringt es dabei auf einen beachtlichen Schnitt von 80 km/h.
Williams' sportlicher Erfolg rettet ihn später nicht vor den Nazis. Er arbeitet in Paris am Aufbau einer Spionagezelle, wird aber geschnappt und 1945 in einem Konzentrationslager hingerichtet.
Für das grosse Schweizer Highlight in Monaco sorgt Clay Regazzoni. 1979 wird der Tessiner nur vom Südafrikaner Jody Scheckter geschlagen, dem späteren Weltmeister. Dabei geht Regazzoni bloss vom bescheidenen 16. Startplatz aus ins Rennen.
Bei seiner Aufholjagd profitiert der Schweizer auch von einigen Ausfällen der Konkurrenten und um ein Haar wäre er sogar ganz zuoberst auf dem Podest gestanden. Scheckter kämpft gegen Ende des Rennens mit Getriebeproblemen, so dass Regazzoni Sekunde um Sekunde aufholen kann. Schlussendlich reicht es dann doch nicht zum historischen Sieg.