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Franz Beckenbauer hat in der Affäre um mögliche Unregelmässigkeiten bei der Vergabe der Fussball-WM 2006 eine Zahlung an den Welt-Fussballverband Fifa als Fehler bezeichnet. In einer am Montag von mehreren Medien verbreiteten kurzen Stellungnahme weist der damalige Chef des Organisationskomitees aber den Vorwurf des Stimmenkaufs zurück.
«Es wurden keine Stimmen gekauft, um den Zuschlag für die Fussballweltmeisterschaft 2006 zu bekommen», wird aus der Stellungnahme zitiert. Um einen Finanzierungszuschuss der Fifa zu erhalten, sei man auf einen Fifa-Vorschlag eingegangen, «den die Beteiligten aus heutiger Sicht hätten zurückweisen sollen», heisst es weiter. «Für diesen Fehler trage ich als Präsident des damaligen Organisationskomitees die Verantwortung.»
«Schwarze Kasse»
Nach Darstellung von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wurden 2004 rund 6,7 Millionen Euro an die Fifa überwiesen. Dies sei eine Voraussetzung für einen Zuschuss des Weltverbandes von 250 Millionen Franken (170 Millionen Euro) an die WM-Organisatoren gewesen. Weil das Organisationskomitee (OK) damals aber noch mittellos gewesen sei, sei der französische Millionär und frühere Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus eingesprungen. Niersbach selbst gehörte dem OK an.
Der «Spiegel» hat die Zahlung auf die Zeit vor der WM-Vergabe datiert und sie als «schwarze Kasse» interpretiert. Deutschland hatte sich bei der WM-Vergabe im Jahr 2000 mit 12:11 Stimmen knapp gegen Südafrika durchgesetzt.
(reuters/ise)