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Jede Partei hat ihren Rechtsvertreter, welcher nach der Mediationsausbildung ein CLP-Training durchlaufen hat. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Verhandeln unter Rechtsvertreterinnen verpflichten sich die «CLP-Anwälte», sowohl die Interessen ihrer Klienten zu vertreten und gleichzeitig eine im Gesamtinteresse aller Beteiligten liegende faire Lösung anzustreben. Damit dieses Ziel nicht gefährdet wird, verpflichten sich die beigezogenen Anwältinnen, die Parteien nicht vor Gericht zu vertreten, alle Informationen und Unterlagen offen zu legen, integer, respektvoll und zielorientiert zu verhandeln.
Sofern notwendig, werden CLP-Fachpersonen für Paare und Familien (speziell in «Collaborative Law and Practice» ausgebildete Psychotherapeuten), Kinderfachleute und gegebenenfalls Finanzexpertinnen etc. beigezogen. Diese Fachpersonen arbeiten mit den Konfliktparteien und den Anwälten als Team zusammen. Obwohl durch den Beizug dieser Fachleute zusätzliche Kosten entstehen, werden diese durch eine effektivere Vorgehensweise wiederum eingespart. Das CLP-Verfahren ist daher in der Regel kostengünstiger als ein strittiges Gerichtsverfahren, in welchem hohe Anwalts- und Gerichtskosten anfallen können und welches äusserst kräfteraubend sein kann.
Das CLP-Verfahren unterscheidet sich von der Mediation, indem die Parteien in Begleitung und Unterstützung ihrer Anwältinnen eine Lösung erarbeiten, während in der Mediation das Verfahren durch den Mediator geleitet wird und die Parteien in Selbstverantwortung ihre Lösungen erarbeiten. Gemeinsam ist den beiden Verfahren, dass der Fokus nicht auf Positionen, sondern auf die dahinter liegenden Interessen und Bedürfnisse jedes Beteiligten gerichtet wird.
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