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Eicheln werden selten auf den Märkten angeboten. Wer auf Wanderungen im Algarve im Herbst die Gelegenheit hat Eicheln zu sammeln, sollte sich den Genuss dieses vergessenen Nahrungsmittels nicht entgehen lassen.
Die Eicheln der Steineiche lassen sich aufgrund ihrer Süsse, wenn sie ausgereift sind, auch roh essen. Andere Eicheln sind bitterer und müssen gekocht werden.
Wer Eicheln weiter verarbeiten möchte, sollte dazu Mehl herstellen. Daraus lassen sich Suppen, Plätzchen, Kuchen und Brot beispielsweise herstellen.
Eichelmehl
Dazu werden die Eicheln zuerst geschält und in Wasser gelegt. Das Wasser sollte, wenn es sich braun gefärbt hat, gewechselt werden. Der Vorgang kann insgesamt bis zu 24 Stunden dauern. Dann sollte das Wasser klar sein und die Bitterstoffe aus den Eicheln ausgewaschen sein.
Die Eicheln können auch in Wasser gekocht werden. Damit die Tannine komplett entweichen, müssen die Eicheln mindestens 30 Minuten gekocht werden. Auch hierbei muss das Wasser, wenn es sich verfärbt hat, immer wieder gewechselt werden.
Der Vorgang ist wichtig, nicht nur damit die Bitterstoffe entweichen sondern auch um Magenprobleme zu vermeiden.
Im Anschluss werden die Eicheln gemahlen und an der frischen Luft oder im Backofen (bei 50°) getrocknet. Hier sollte allerdings die Tür offenbleiben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Dann kann das Eichelmehl weiter verarbeitet werden.
Eichelplätzchen
Benötigt werden dazu 200 g Butter, 100 g Zucker, 100 g Eichelmehl und 200 g Weizenmehl, Zimt und Salz.
Die Butter wird geschmolzen und dann mit den restlichen Zutaten gut vermischt und eine Rolle geformt, die dann in einzelne Scheiben geschnitten wird. Die Stücke werden auf ein eingefettetes Backblech gegeben und nur mit Unterhitze bei 190ºC ca. 15 Minuten gebacken.
Eichelbrot
Benötigt werden dazu vier Tassen Eichelmehl, drei Tassen Wasser, 10 Esslöffel Olivenöl, sechs Esslöffel Honig, ein Esslöffel Salz, 60 g Hefe und ein Glas Milch.
Alle Zutaten werden in einer grossen Schüssel zu einer weichen Teigmasse geknetet. Der Teig muss zwischen sechs und acht Stunden gehen, am besten über Nacht. Anschliessend wird er noch einmal geknetet und ruht dann 30 Minuten.
Während das Brot in die gewünschte Form geknetet wird, rund oder oval, wird der Ofen auf 180ºC erhitzt. Dann wird das Brot auf ein Ofenblech gelegt, mit Mehl gepudert und in den Ofen gegeben. Möglich ist auch eine Kastenform. Die Backzeit beträgt ca. 60 Minuten.