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Funktionsweise der Stockmühle
Unsere Mühle ist eine Stockmühle mit horizontal gelegtem Turbinenrad und dem darauf vertikal aufgesetzten Stock
- die Drehzahl des Turbinenrades wird über die Welle (den Stock) 1:1 auf den Läuferstein übertragen
- der Antrieb und das Mahlwerk sind also starr verbunden
Im Quarzsteinlager und Läuferstein dreht sich der Stock (11) samt Turbinenrad (5) und Läuferstein (2). Das Quarzsteinlager ist in einen Lager– oder Spurbalken eingebaut.
Der Lagerbalken ruht quer auf einem Lärchenbalken (9) und hängt am Ende an einer Stange. Über eine Schraube kann so der Lagerbalken gehoben oder gesenkt werden. Mit dieser Schraubvorrichtung hebt oder senkt sich somit der Stock (Welle) und der Läuferstein.
Der Läuferstein (2) ist aus Granit und wiegt 280 kg
- er ist über das Balanceeisen (4) mit dem Stock (11) verbunden
- das Balanceeisen nivelliert den Läuferstein beim Drehen
- eingefräste Nuten bilden Schneidekanten und Lüftungsschlitze
Der Bodenstein (3) ist fest montiert und wiegt 480 kg - auch der Bodenstein hat eingefräste Nuten
- an deren Kanten werden die Körner geschnitten
- das Mehl fällt in die Nuten und wird durch die Schwungkraft an den Rand getrieben und von dort ins Ablaufrohr
- die Oberfläche des Bodensteins ist gekrönt (mehr Fläche)
Das Mehlgut fällt auf das Rüttelsieb
- dieses wird durch den Stock (Welle) angetrieben
- das feine Mehl fällt durch das Sieb in die Mehlkiste
- die Kleie gelangt durch den Kleienkotzer zum Kleienauffang
Das Kleiengut kann - nach Vorstellung des Müllers - ein zweites Mal durch die Mühle gelassen - verfeinert – werden.
Mit dem Turner oder Steinkran kann der Läuferstein zum Service abgehoben und auf den Steinschragen gelegt werden.