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Star-Parfumeur Henri Roberts kreierte Chanel No. 19
Die Aufgabe nach dem Tod von Chanel einen Duft zu erschaffen, der sie in gewisser Weise widerspiegelt und die Welt somit auch noch lange in der Zukunft an sie erinnert, übernahm damals kein Geringerer als der Chanel-Chefparfümeur Henri Robert selbst. Der renommierte Chemiker und Parfümeur hielt von 1953 bis zum Jahr 1978 die Hand über alle Parfumkreationen, die im namhaften Hause Chanel erschaffen wurden.
Und ihm war die Kunst der Parfumherstellung regelrecht in die Wiege gelegt worden. Bereits Roberts Vater Joseph war zu Lebzeiten ein bekannter und angesehener Parfumeur, der unter anderem für noch heute bekannte Duftmarken wie Etabs arbeitete. Robert war dabei übrigens so angesehen und talentiert, dass er sogar späteren Größen wie François Coty Unterricht (und sicherlich zahlreiche wertvolle Tipps mit auf den Weg) gab.
Und dass Roberts` Sohn Henry in die Fußstapfen seines Vaters treten sollte, ließ sich schon in den 30er Jahren erahnen, als Henri Roberts nach Cotys Tod dessen Aufgabe als Chefparfümeur beim noch heute gefragten Label Coty übernahm. Dennoch waren viele Kritiker skeptisch, als er 1952 schließlich in die zugegeben recht großen Fußstapfen des bis dahin bei Chanel tätigen Chefparfümeurs Ernest Beaux (er schuf mit Chanel No. 5 einen der noch heute bekanntesten Düfte der Welt) trat.
Doch bereits 1955 sollte sich Robert beweisen, denn er war es, der mit dem Duftklassiker Pour Monsieur den ersten Herrenduft aus dem Hause Chanel kreieren sollte. Es folgten weitere Düfte, doch schließlich war es in erster Linie Chanel No. 19, mit dem Roberts ein Stück Parfumgeschichte schreiben sollte.