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Die Berner Künstlerin und Kunstvermittlerin Inga Vatter-Jensen ist gestorben
04.08.2014 Die am 23. September 1940 in Celle (D) geborene Berner Textilkünstlerin Inga Vatter-Jensen ist am 2. August 2014 gestorben. Sie hatte 1998 die Initiative zur Gründung der Gesellschaft zur Nachlassverwaltung Schweizerischer Bildender Künstlerinnen (GNSBK) ergriffen. Das rasche Anwachsen des Vereins zeugt von einem echten Bedürfnis seitens der Kunstschaffenden und Kunstfördernden. Die Gesellschaft verfügt über zahlreiche Nachlässe, welche aufgearbeitet, dokumentiert, publiziert und archiviert werden. In Zusammenarbeit mit Kunsthistorikerinnen sind bereits mehrere Künstlerinnen-Monografien erschienen.
Bild: Inga Vatter-Jensen zeigt 2011 im Archivraum eine Auftragsarbeit der in Belp geborenen Hanni Bay (1885-1978) - Foto: http://www.archivarte-schweiz.ch/index.html
Inga Vatter-Jensen wurde 1940 in Celle (D) geboren. Sie lebte seit 1960 in der Schweiz und in Frankreich. Sie war Bürgerin von Bern.
Inga Vatter-Jensen begann ihr Wirken in der bildenden Kunst als Textilkünstlerin, wobei sie sich an vielen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligte. Zahlreiche ihrer Werke schmücken öffentliche Bauten.
Als Sektionspräsidentin der GSMB+K von Bern (1982-1987) und anschliessend als Zentralpräsidentin (1987-1995) der Gesellschaft Schweizerischer Bildender Künstlerinnen (GSBK) förderte sie das Frauenschaffen durch zahlreiche Publikationen über Künstlerinnen, die Gründung eines verbandseigenen Journals und einer Galerie für Frauenwerke (Galerie GSBK Bern).
Als Kuratorin vieler Ausstellungen wirkte sie im In- und Ausland. Einen Schwerpunkt bildeten dabei die Ausstellungen zur Zeit der «Wende» in Osteuropa (Baltische Staaten, Russland, Tschechische Republik, Slowakei u. a.), welche in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Pro Helvetia und des Bundesamtes für Kultur (BAK) durchgeführt wurden.
Im Jahr 2005 erhielt Inga Vatter-Jensen den Dr. Ida Somazzi-Preis.
ArchivArte / Gesellschaft zur Nachlassverwaltung Schweizerischer Bildender Künstlerinnen (GNSBK)
Als erste und einzige Anlaufstelle war
seit 1998 die ArchivArte/Gesellschaft zur
Nachlassverwaltung Schweizerischer Bildender Künstlerinnen unter
der Leitung von Inga Vatter-Jensen in Bern tätig. Ziel und Zweck der Gesellschaft mit ihren 200 Mitgliedern
und GönnerInnen ist es, das künstlerische Schaffen von Frauen zu sichten, zu
inventarisieren, zu bewahren, zu dokumentieren und - falls es die Mittel erlauben
- zu publizieren und regelmässig auszustellen. So wird ein Teil der
schweizerischen und regionalen Kunsttätigkeit erhalten - und ganz speziell der
weiblichen Seite dieser Kunst und Kultur.
Die Beurteilung und Aufnahme eines Nachlasses muss nach Kriterien der Qualität erfolgen. Damit beschäftigt sich in der Gesellschaft eine eigens gewählte Kommission aus KünstlerInnen, Kunstfachleuten und KunsthistorikerInnen.
bd
Mehr:
http://www.archivarte-schweiz.ch/index.html
http://www.kunstundbuch.ch/archivarte.html
http://www.sikart.ch/KuenstlerInnen.aspx?id=4002356
http://www.sgbk.ch/index.php?id=415
Audio:
Radio SFR 1, Sendung "Herzblut" vom Mittwoch, 30. Januar 2013, um 15.10 Uhr:
"Ohne Kunst kann ich nicht leben"
http://www.srf.ch/player/radio/herzblut/audio/ohne-kunst-kann-ich-nicht-leben?id=4b8d8560-6268-43cf-88ed-222ff259c697
Auf dieser Webseite u.a. bereits erschienen:
https://www.ch-cultura.ch/de/archiv/bildende-kunst-fotografie-grafik-architektur/sie-rettet-kunstwerke-aus-verstaubten-estrichen
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Nachtrag:
http://bo.bernerzeitung.ch/region/bern/Tod-einer-Foerderin/story/20347642
Nachtrag vom 6.8.2014:
Ihr Engagement gegen das Vergessen wird weiterleben
Marianne Mühlemann
http://www.derbund.ch/kultur/kunst/Ihr-Engagement-gegen-das-Vergessen-wird-weiterleben------/story/21170756