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“Theo Bleckmann ist eine Art halbverborgene Kultfigur der New Yorker Szene, seine Stimme geistert unfassbar zwischen Performance-Art, E-Musik, Ambient und Elektronik. Sie ist kindlich und nie frivol. Fast geschlechtslos, als hätte das Debakel unter dem Baum der Erkenntnis nie stattgefunden” – so Jazz-Kolumnist Peter Rüedi. Das Rowohlt-Lexikon schreibt, der 50-jährige Deutsche bringe seine “extended vocal technics” in Einklang mit solidem Swing und jener Verantwortung, die eine bewegende Balladen-Interpretation voraussetze. Seine bruchlosen Wechsel innerhalb einer Phrase erinnerten in seinen konventionellen Teilen an Mark Murphy. In Graz lernte der Stimmakrobatin Sheila Jordan kennen, die seine Mentorin und musikalische Partnerin wurde. 1989 zog Bleckmann nach New York. Hier arbeitete er mit Kirk Nurock, Mark Dresser und einer so illustren Musikerschar, die von Laurie Anderson, Anthony Braxton, Steve Coleman, Dave Douglas und den Minimal-Komponisten Philip Glass über John Hollenbeck, GaryVersace und John Zorn bis zur Pionierin der Vokal-Performancekunst, Meredith Monk reicht. Seine Stimme ist aber auch in Spielbergs ‘Man in Black’ oder mit klassischen Orchestern zu hören.
Mit Ben Monder arbeitet Bleckmann seit den 90er Jahren, das Duo realisierte zwei Alben, 1997 und 2007. Dabei ist das musikalische Spektrum des 1962 im Big Apple geborenen Gitarristen nicht minder breit. Auch wenn er unter eigenem Namen “bloss” acht Alben publizierte: Als gefragter Sideman wirkt Monder tatsächlich auf gut 130 Alben mit – selbst auf der letzten CD David Bowies, die am 8. Januar 2016 erschien – zwei Tage vor Bowies Tod. Nicht nur, dass Monder mit Guillermo Klein gespielt und mehrere Platten aufgenommen hat, er arbeitete auch etwa mit Jack McDuff, Marc Johnson, Lee Konitz, Kenny Wheeler, Tim Berne, Paul Motian, Jim Black, Joris Dudli, Ben Street oder mit dem Maria Schneider Jazz Orchestra zusammen, mit Tom Rainy und dem Bassisten Drew Gress. Sowohl Monder als auch Bleckmann sind stupende Techniker, unkonventionell und stilistisch ohne Berührungsängste – und als eingespieltes Duo ein Versprechen.