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Erläuterungen:
Die Hitzewarnungen beruhen ab Sommer 2021 neu auf der mittleren Tagestemperatur (Tmean).
Diese stellt eine sehr robuste Grösse dar und berücksichtigt die Hitzebelastung während der ganzen 24 Stunden eines Tages. Sie ist nicht von einzelnen Temperaturspitzen abhängig. Tmean wird für jede Station aus dem Mittelwert aller Messwerte eines Tages (von Mitternacht bis Mitternacht) berechnet. Mit der Wahl der mittleren Tagestemperatur als Hitzeindikator wird daher auch die Temperatur in der Nacht berücksichtigt. Nächtliche Temperaturen sind besonders relevant für die menschliche Gesundheit. Falls die Nächte nicht ausreichend kühl sind, kann sich der Körper kaum erholen und die Hitzebelastung schlechter verkraften.
Die Schwellenwerte und Kriterien des Hitzewarnkonzeptes liegen epidemiologischen Auswertungen durch das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) in Basel zugrunde, die massgeschneidert für die Schweiz vorliegen. Berücksichtigt werden die Auswirkungen der mittleren Tagestemperatur auf die Mortalität in der Schweiz. Die wissenschaftlichen Analysen durch Swiss TPH zeigen, dass bereits ab einem Tag mit hohen Temperaturen die Mortalitätsrate ansteigt. Deshalb wurde ab Sommer 2021 auch die Warnstufe 2 eingeführt, um kurze Wärmeperioden ab einem Tag warnen zu können.
Die allgemeine Hitzewarnung beruht mit der mittleren Tagestemperatur auf einem rein temperaturbasierten Index. Neben der Temperatur hat zwar auch die Feuchtigkeit einen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen, jedoch gemäss verschiedener Studien im Schweizer Klima nicht auf die Mortalität.