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Instandsetzung Lavoitobelbrücke
Bei der Instandsetzung der von Mirko Roš und Max Bill entworfenen Bogenbrücke über das Lavoitobel wurde die Brücke durch ein einseitiges Fixieren des Bogens bei einem Widerlager verstärkt.
Die durch Mirko Roš und Max Bill im 1966/67 entworfene Bogenbrücke über das Lavoitobel gehört zusammen mit der nahe gelegenen von Christian Menn im Jahr 1963 gebauten Rheinbrücke Tamins zu den besten Repräsentanten der schweizerischen Brückenbaukunst der 70er Jahre. Im Rahmen der Instandsetzung der Brücke wurde die Brücke beidseitig um 20 Zentimeter verbreitert und auf die Verkehrslasten gemäss den aktuellen Normen verstärkt.
Der Bogen der Lavoitobelbrücke konnte durch ein einseitiges Fixieren bei einem Widerlager so entlastet werden, dass er die höheren Verkehrslasten ohne Verstärkungsmassnahmen am Bogen aufnehmen kann. Der als Hohlkastenträger ausgebildete Fahrbahnträger wurde durch einen Überbeton und durch ein inneres Vorbetonieren der Stege verstärkt. Auch die Querträger beziehungsweise die Aufhängebewehrung bei der indirekten Lagerung der Fahrbahnträger wurden verstärkt.
Die zusätzlich aufgebrachten Eigenlasten und die erhöhten Verkehrslasten werden bei den Vorlandstützen neu über Mikropfähle in den Baugrund geleitet. Die Mikropfähle wurden dabei vorgepresst. Gleichzeitig konnte auch die Hangstabilität leicht verbessert werden.