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Pflanze des Monats Oktober
Silberdistel
Von Spanien, Italien und dem Balkan über Mitteleuropa bis Mittelrussland. Auf nährstoffarmen, bevorzugt kalkhaltigen Böden, in den Alpen bis auf 2800 m Höhe. Die Silberdistel hat einen sehr kurzen (max. 30 cm) hohen Stängel, Die Pflanze ist aufrecht und meist einköpfig. Die Blätter sind wellig-fiederschnittig, mit tief geteilten Abschnitten und stachelig gezähnt. Die Köpfe sind von den zungenförmigen, strahlig ausgebreiteten, silberweiss-glänzenden inneren Hüllblättern umgeben. Der Durchmesser mit diesen beträgt 5–12 cm. Die Blüten sind röhrenförmig und weisslich bis braunpurpurn. Die Früchte sind 4–5 mm lang, rotbraun behaart, mit 10–15 mm langen, federigen Pappusborsten. Volkstümliche Anwendungen:
Die Wurzel wurde in der Volksheilkunde als Grippemittel, harntreibendes Mittel und gegen Greisenbrand gesammelt, in der Tiermedizin als Mast- und Brunstpulver verwendet. Die Korbböden wurden früher ähnlich wie Artischocken gegessen. Daher wird die Silberdistel bei Almhirten auch Jägerbrot genannt.
Äusserlich als Waschung bei Dermatosen und zum Auswaschen von Wunden und Geschwüren. Mehrfach erwähnt wird die Anwendung als lindernde Mundspülung bei Zungenkrebs. Die Wirksamkeit bei den genannten Anwendungsgebieten ist nicht hinreichend dokumentiert.