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Jenisberg ist eine kleine Walsersiedlung auf der linken Seite des Landwassertales. Gegründet wurde sie wohl Anfangs des 14. Jahrhunderts als Berghof des Jenni (Johann).
An den sonnigen Steilhängen unterhalb von Jenisberg wurden hauptsächlich Sommergerste und Roggen angebaut. Noch heute stehen die alten Kornspeicher. Ein weiterer Zeuge des ehemaligen Getreideanbaus ist die Mühle, die damals im Chüetobel stand und den Jenisbergern weitgehende Selbstversorgung ermöglichte. Gemahlen wurde jeweils im Juni, wenn der Wasserstand des Chüetobelbaches hoch genug und der Lawinenschnee geschmolzen war. Mit der Bahneröffnung 1909 konnte auch das Mehl einfach zugekauft werden, sodass die Mühle im Jahr 1918 zum Stillstand kam. In den 1980er Jahren wollten einige Waldarbeiter den Mühlstein mit Hilfe einer Seilwinde hoch nach Jenisberg ziehen, leider riss das Seil und der Stein rollte den Wald hinunter, bis er schliesslich im Chüetobelbach zum Stillstand kam. Dort lag er einige Jahre, bis die Jenisberger sich entschlossen, dieses Stück Geschichte zu bergen. Seit dem Jahr 2008 steht der Stein nun vor der Gässälibeiz.
Oberhalb des Dorfes steht die kleine Kirche, deren Bau auf das Jahr 1681 zurück geht. Der Weiler Jenisberg, eine ursprünglich von Romanen genutzte Maiensässterasse, wurde im 14. Jahrhundert von Walsern aus der Landschaft Davos besiedelt. Gemäss Überlieferung waren die Walser bereits auf der Jenisberger Alp (1989m) sesshaft.
In Jenisberg finden wir Walserhäuser in Mischbautechnik, aber auch solche mit Mantelmauern und Sgraffiti, die von aussen an den Engadiner Haustyp erinnern.
Von 1896 bis 1905 hatte Jenisberg eine eigene Schule. Der Lehrer kam jeden Tag von Wiesen nach Jenisberg, um die Schüler zu unterrichten.
Jenisberg war lange nur durch zwei steile Wege mit Wiesen verbunden. Heute ist der Weg, welcher nach Wiesen Station führt, zu einer Fahrstrasse ausgebaut worden. Anstelle der alten Holzbrücke über das Landwasser steht heute die 1906 erbaute Steinbrücke.