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Ein politischer Wirt und politische Gäste
Das grosse Wirtshaus mit dem prachtvollen Wirtshausschild wurde um 1620 errichtet und zählt zu den geschichtlich besonders interessanten Gebäuden des Dorfes. Zu Beginn des 19. Jh. war Johannes Mesmer-Ramstein Besitzer des Gasthauses. Mesmer engagierte sich politisch und war einer der führenden Köpfe in den Trennungswirren zwischen der Stadt Basel und der Landschaft. 1833 wurde er im neuen Kanton Basel-Landschaft in
den Regierungsrat gewählt.
Das Wirtshaus galt lange Zeit als Wallfahrtsort für viele Deutsche: Mesmer gewährte nämlich in seinem Haus dem Revolutionär und Freiheitskämpfer Friedrich Hecker und seinen Kampfgenossen Asyl, nachdem diese nach dem Scheitern der badischen Revolution im Jahre 1848 hatten fliehen müssen.
Die Wirtsstube mit der alten Holzdecke und den verschiedenen Erinnerungsstücken an Johannes Mesmer verleihen dem Gasthaus seine besondere Atmosphäre. Der Ökonomieteil des «Schlüssel» wurde 1930 abgebrochen und durch ein Wohnhaus ersetzt, das man später dem historischen Wirtshaus im Stil anpasste.