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Instandsetzung Peter Merian-Brücke in Basel.
Die SBB setzt von Ende Mai 2022 bis Ende 2024 die Peter Merian-Brücke beim Bahnhof Basel SBB instand. Ziel ist, die Lebensdauer der Strassenüberführung nochmals um 25 bis 30 Jahre zu verlängern.
Die Peter Merian-Brücke verbindet in Basel das Gundeldingen-Quartier mit der Innenstadt. Die Strassenüberführung überquert kurz vor dem roten Postreitergebäude die östliche Einfahrt des Bahnhofs Basel SBB. Unter der Brücke verlaufen die östlichen Enden der Perrons zwischen Gleis 1/2, Gleis 3/4, Gleis 5/6 und Gleis 7/8.
Das Foto zeigt die Peter Merian-Brücke von oben Richtung Innenstadt gesehen. Die 96 Meter lange und 15 Meter breite Brücke ist zweispurig, inklusive Radstreifen. Sie verfügt über zwei Trottoir.
Die Brücke wurde 1901 erbaut. Das Brückenbauwerk wird im Gleisfeld durch fünf Pfeilerreihen abgestützt. Das Foto zeigt vier dieser Pfeilerreihen Richtung Innenstadt gesehen. Jede Pfeilerreihe besteht dabei aus fünf Stahlstützen. Links von den Pfeilerreihen, an der Unterseite der Brücke, sind die Lampen der bestehenden Perronbeleuchtung zu sehen.
Die Widerlager, welche die Brücke beidseits des Gleisfelds abstützen, sind ein Natursteinmauerwerk, wie das Foto illustriert.
Die Brückenplatte besteht aus fünf Stahl-Hauptträgern. Diese sind untereinander mittels Stahl-Querträgern (Trägerrost) verbunden, wie im Foto hier gut ersichtlich.
Wie auf den Fotos vom Juni 2019 unschwer zu erkennen, hat der Zahn der Zeit an der Brücke genagt. Grund dafür ist insbesondere, dass das Abdichtungssystem unterdessen Mängel aufweist. Das Wasser, das so vermehrt auf die Brücke einwirkt, sorgt für Verwitterungsschäden an Pfeilern, Widerlagern und Tragwerk.
Im Rahmen des Instandsetzungsprojekts wird das Abdichtungssystem deshalb verbessert und Brückenelemente repariert oder erneuert.
Die Peter Merian-Brücke soll ihren Nutzerinnen und Nutzern für weitere 25 bis 30 Jahre sicher und zuverlässig zur Verfügung stehen. Das ist das Ziel des Projekts Instandsetzung Peter Merian-Brücke. Dazu erneuert die SBB einerseits die Abdichtung des Brückenbauwerks. So gelangt künftig weniger Wasser an die Brückenelemente, was einen besseren Verwitterungsschutz gewährleistet. Andererseits repariert die SBB schadhafte Stellen und ersetzt wo nötig Brückenlager. Zwei Pfeilerreihen, welche direkt im Gleisbereich stehen, stattet sie zudem mit Anprallschutz aus. Zudem erneuert sie die Perronbeleuchtung.
Folgende Massnahmen sind im Detail geplant:
Pfeiler und Widerlager.
- Erneuerung des Verwitterungsschutzes (Korrosionsschutz)
- Verbesserung des Anprallschutzes mittels Stahlbetonwandscheiben bei den beiden äussersten Pfeilerreihen
- Instandsetzen des Mauerwerks der beiden Widerlager
- Ersatz und Instandsetzung der Brückenlager. Diese sind Teil der Widerlager und Pfeiler, auf welchen die Stahl-Hauptträger und damit die Brückenplatte ruht.
Tragwerk unten.
- lokale Betoninstandsetzungen
- Erneuerung der Perronbeleuchtung. Die bestehenden Lampen unter der Brücke werden durch neue LED-Lampen ersetzt. Diese sind heller und verbrauchen weniger Strom.
Tragwerk oben.
- Erneuerung Belag und Abdichtung
- Ersatz der Fahrbahnübergänge von der Strasse auf die Brücke
- lokale Betoninstandsetzung, Instandsetzung/Erneuerung Stahlbetonplatte
- Instandsetzen/Erneuern Schutzgitter
Bei den Pfeilern, welche auf den Perrons stehen, wird der Belag um sie herum entfernt und nach der Instandsetzung wiederhergestellt. An den Perrons selbst sind im Rahmen dieses Instandsetzungsprojekt keine dauerhaften Massnahmen vorgesehen. Vorhandene Installationen und Einrichtungen an oder zwischen den bestehenden Pfeilern werden vorübergehend für die Sanierungsmassnahmen ausser Betrieb genommen.
Auf der Brücke hat es heute bereits zwei Radstreifen. Diese werden auch nach dem Instandsetzungsprojekt weiter bestehen. Die Möglichkeiten, mehr Platz für Velos zu schaffen, sind jedoch im Rahmen des Projekts limitiert, wenn dies nicht auf Kosten von Fussverkehr und motorisiertem Verkehr gehen soll. Grund ist, dass das Instandsetzungsprojekt keine Verbreiterung der Brückenplatte beinhaltet. Das wäre technisch mit der bestehenden Grundkonstruktion nicht möglich. Eine Verbreiterung der Brückenplatte kann allenfalls erst im Rahmen eines Neubaus der Peter Merian-Brücke erfolgen. Aktuell genügt jedoch die Instandsetzung, um die Lebensdauer der Brücke für weitere 25 bis 30 Jahre zu gewährleisten.
Ein vorzeitiger Neubau ist auch insofern keine Option, als die neue Brücke mit den langfristigen Ausbauplänen des Bahnhofs Basel SBB koordiniert werden muss. Diese liegen noch nicht im erforderlichen Detaillierungsgrad vor. Es bestünde also das Risiko, heute eine Brücke zu bauen, welche übermorgen den Ausbau des Bahnhofs erschwert und verteuert. Sobald ein Neubau geplant werden kann, muss zudem geklärt werden, wer die Zusatzkosten für den Bau einer breiteren Brücke finanziert. Der Bund als Auftrag- und Geldgeber für Bahninfrastrukturprojekte finanziert gemäss geltender Praxis und Gesetzgebung einen gleichwertigen Ersatz eines Strassenbrückenobjekts. Er finanziert aber keinen Ausbau für zusätzliche Velospuren. Was der Bund oder Dritte nicht finanzieren, kann die SBB nicht bauen.
- Weitere Informationen zu Finanzierung von Instandhaltung und Ausbau der Bahninfrastruktur finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Verkehr hier.Link öffnet in neuem Fenster.
Bezüglich der Velosituation gingen im Rahmen des Bewilligungsverfahrens Einsprachen ein. Der Kanton Basel-Stadt erarbeitet in Zusammenarbeit mit der SBB eine Vorstudie, die aufzeigen wird, welche Verbesserungen für die Velofahrenden im Raum Solothurnerstrasse–Hochstrasse–Peter Merian-Strasse mit der bestehenden Brücke möglich sind. Ziel ist es, die Velomassnahmen koordiniert mit der Sanierung der Oberfläche der Peter Merian-Brücke umzusetzen.
Dies sind die wichtigsten Meilensteine des Projekts gemäss aktueller Planung:

Wann

Was
|Mai 2021 bis April 2022||Plangenehmigungsverfahren gemäss Eisenbahngesetz inklusive öffentliche Auflage des Projektdossiers in Basel vom 2. Juni 2021 bis 2. Juli 2021|
|Ende Mai 2022||Baubeginn, Einrichten Installationsplatz Vorarbeiten|
|Mitte Juni 2022 bis Ende Juni 2023||Arbeiten unten: Instandsetzung Brückenunterseite und Brückenpfeiler, Korrosionsschutzarbeiten, Pfeilerverstärkungen und Lagerersatzarbeiten|
|Anfang April 2023 bis Mitte September 2023||Arbeiten unten: Ausbesserung von Schadstellen und Bewehrung auf der Unterseite der Brücke.|
|Ende Juni 2023 bis Ende August 2023||Arbeiten unten: Instandsetzung der Brückenwiderlager im Bereich Süd (Hochstrasse) und im Bereich Peter Merian Gebäude (Nord).|
|Ende September 2023 bis Ende 2024||Arbeiten oben: Instandsetzung auf Brücke|
Die Projektkosten belaufen sich auf rund 8 Millionen Franken, finanziert via der Leistungsvereinbarung zwischen Bund und SBB. Im Rahmen der Leistungsvereinbarungen handeln Bund und Bahnen jeweils periodisch aus, wie viel öffentliche Mittel für die Instandhaltung und kleinere Erweiterungen investiert werden können.
Weitere Informationen zum Plangenehmigungsverfahren finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Verkehr hier.
Link öffnet in neuem Fenster. Weitere Informationen zur Finanzierung der Bahninfrastruktur und dem Bahninfrastrukturfonds (BIF) finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Verkehr hier.Link öffnet in neuem Fenster.
Bauarbeiten tagsüber sind grundsätzlich effizienter und kostengünstiger. Nachtarbeiten führt die SBB darum nur aus, wenn der Arbeitsbereich den fahrenden Zügen oder der Fahrleitung zu nahekommt. Dann muss die SBB aus Sicherheitsgründen Gleise sperren und Fahrleitungsabschnitte ausschalten. In der verkehrs- und passagierärmeren Nachtzeit haben diese Massnahmen deutlich geringere Auswirkungen auf die Reisenden.
Deshalb sind auch für das Projekt Instandsetzung Peter Merian-Brücke Nachtarbeiten nötig. Die folgenden Nachtarbeiten sind in nächster Zeit geplant:

Datum

Zeit

Was

So/Mo, 29./30.1., bis

nachts, jeweils 22 bis 5.30 Uhr

Verstärkung Brückenfundament
Die Terminangaben basieren auf dem heutigen Planungsstand. Zwischenzeitliche Änderungen sind leider teilweise unvermeidbar. Wenn immer es der zeitliche Vorlauf zulässt, informieren wir via unserer Webplattform für Lärmanzeigen sbb.ch/bauarbeiten. Bei unvorhersehbaren Ereignissen, wie ungünstigen Wetterbedingungen oder Maschinendefekten, kann das Programm kurzfristig angepasst werden.Auf folgender Webseite finden Sie Anwohnerschreiben und Lärminserate aller aktuell laufenden Bauarbeiten der SBB und können einen regionalen Newsletter abonnieren: sbb.ch/bauarbeiten
Die Brücke bleibt gemäss aktueller Planung über die ganze Bauzeit befahr- und begehbar. Bis Ende 2023 saniert die SBB die Brückenunterseite. Dann wird es vereinzelt temporäre Einschränkungen. 2024 saniert die SBB die Brückenoberseite. Dann wird jeweils rund ein Drittel der Brückenfläche abgesperrt sein. Es werden jedoch weiterhin zwei richtungsgetrennte Fahrspuren zur Verfügung stehen mit Geschwindigkeitsreduktionen für den motorisierten Verkehr. Die beiden Radstreifen müssen während den Drittelsperren aufgehoben werden. Velos nutzen dieselben Fahrspuren wie der motorisierte Verkehr. Auch für den Fussverkehr soll die Brücke stets offen bleiben. Je nach Bauphase wird jedoch eines der beiden Trottoirs gesperrt sein.
Projektleitung.
SBB AG
Infrastruktur Ausbau- und Erneuerungsprojekte
Frederick Keller, Projektleiter
Bahnhofstrasse 12, 4600 Olten
E-Mail: <email-pii> Link öffnet in neuem Fenster.
Webseite: sbb.ch/merian-bruecke
Sonstige Bauarbeiten:
Auf folgender Webseite finden Sie Anwohnerschreiben und Inserate aller aktuell laufenden Bauarbeiten der SBB: sbb.ch/bauarbeiten
Sonstige Bauprojekte im Bahnhof Basel SBB:
Auf folgender Webseite finden Sie Angaben und Weblinks zu laufenden und geplanten Bauprojekten im Bahnhof Basel SBB: sbb.ch/basel-sbb
Sonstige Themen:
Auf folgender Webseite finden Sie weitere Kontakte für Fragen zu anderen SBB Themen: sbb.ch/kundendienstLink öffnet in neuem Fenster.
Für Medienschaffende:
Bitte wenden Sie sich an unsere Medienstelle.
Jobs und Karriere:
Auf folgender Webseite finden Sie Angaben zu Jobs und Karriere im Ingenieurwesen und der Planung der SBB: sbb.ch/engineering