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Vevey–Mont Pèlerin
|Kürzel||VCP|
|Bahntyp||Standseilbahn|
|Betriebseröffnung||1900-07-24|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1900 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte (Gleichstrom; ab 1930 Drehstrom) VCP gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie erschloss ausgehend von Vevey-Plan durch die Rebberge des Lavaux mit drei Zwischenstationen – Corseaux, Beau Site, Chardonne-Jongny – die oberhalb der Stadt gelegenen Ortschaften mit ihren Hotels. Die aussichtsreiche Bergstation Mont Pèlerin war überdies ein beliebtes Ausflugsziel. Die Errichtung der VCP besorgte die Firma Von Roll AG Bern. Die ganzjährig verkehrende VCP bot in ihren Wagen ausschliesslich Sitzplätze an.
Die VCP entwickelte sich vom Betriebsstart an gut. Die Passagierzahlen und ebenso die Erträge nahmen bis 1913 einigermassen kontinuierlich zu, wobei auch dem Güterverkehr eine ansprechende Bedeutung zukam. Mit dem Kriegsausbruch 1914 verminderten sich zwar die Einnahmen markant, doch konnte sich die VCP trotzdem sicher über Wasser halten. Die Betriebsergebnisse waren im ganzen beobachteten Zeitraum stets positiv und reichten – auch in den Kriegsjahren ¬– aus, einerseits die Zinsen zu bezahlen, andererseits Dividenden auszuschütten, die in den besten Jahren nach 1910 bei 5 Prozent des Aktienkapitalwerts lagen. Ausserdem konnte die VCP ihr Fremdkapital ab 1903 schrittweise vermindern. Passivsaldi musste sie bis 1920 nie ausweisen. In diesem Jahr standen schwebenden Schulden von lediglich 18'000 Franken Reserven von 86'000 Franken und flüssige Mittel von knapp 76'000 Franken gegenüber.
Die Baukosten der zweischienigen und hauptsächlich in Einschnitten errichteten VCP lagen mit 482'000 Franken pro Bahnkilometer auf durchschnittlichem Niveau. Dominierender Kostenfaktor war der Unterbau, der 37 Prozent der Gesamtausgaben auf sich vereinigte. Zu den aufwändigen Kunstbauten gehörte der Chardonne-Tunnel mit einer Länge von 118 Metern. Beachtliche 211 Meter der VCP verliefen ausserdem auf Brücken. Klar überdurchschnittlich teuer war der Landerwerb mit einem Anteil von knapp 11 Prozent an den Gesamtaufwendungen. Die Ausgaben für die Seiltragrollen schliesslich erreichten mit 34'000 Franken eine geradezu exorbitante Höhe. Keine andere Standseilbahn gab auch nur annähernd einen solchen Wert an. Die Rollmaterialkosten berechnete die VCP ab 1911 anders als zuvor, indem von nun an die Aufwendungen für das Drahtseil (6000 Franken) und für die eben erwähnten Seiltragrollen (33'919 Franken) gesondert ausgewiesen wurden. Unter Berücksichtigung dieser rein bilanztechnischen Mutation blieben somit die Rollmaterialkosten 1900 bis 1920 nahezu unverändert.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: