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Im Geschichtsband „Berns goldene Zeit“ habe ich kürzlich einen interessanten Artikel über die vorbildliche Rolle des Staates Bern beim Strassenbau im 18. Jahrhundert gelesen, dessen Chausseen in ganz Europa gerühmt wurden. Eines der damals realisierten Projekte und gleichzeitig eine für die damalige Zeit ingenieurmässige Glanzleistung war der Bau des Aargauerstalden zwischen 1750 und 1758 , welcher den Zugang zur Untertorbrücke wesentlich erleichterte. Der Bau dieser Strasse war vor gut 250 Jahren sogar Anlass für das erste freistehende Denkmal in der Stadt Bern. Wegen seiner Gestaltung als „Kaffeemühle“ verspottet, wurde es 1815 durch einen aus einem Findling herausgehauenen Steinblock, die Inschrift blieb diesselbe, am oberen Ende des Aargauerstaldens ersetzt. Seit 1951 steht das Denkmal unter staatlichem Schutz, zwar nicht als Denkmal sondern als Findling. Die ganze Geschichte des Denkmals kann nachgelesen werden in „Bernische Denkmäler. Ehrenmale in der Gemeinde Bern und ihre Geschichte“ (Wälchli, Karl F.; Wäber, J. Harald; Martig, Peter; Hurni, Peter; Bern 1986).
Die lateinische Inschrift ist nur noch schlecht lesbar. Ich denke, es wäre eine guter Gelegenheit für das kantonale Tiefbauamt, welches dieses Jahr mit verschiedenen Anlässen sein 100 jähriges Bestehen feiert und ja in umittelbarer Nähe des Denkmals untergebracht ist, die Inschrift des Denkmals aus Anlass des Jubiläums erneuern zu lassen.