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Vor 49 Jahren (merksch öppis?) stellten einige Mätteler betrübt fest, dass die Jungen kein Matteänglisch beherrschten und auch, dass der Mattedialekt am verschwinden war. Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann diese Sondersprache endgültig verschwunden sein wird. Das bedauerten sie sehr und gründeten den Mattteänglisch Club, mit dem Ziel, beide Sprachen zu fixieren, bekannt zu halten und für das Matteänglisch die Regeln nieder zu schreiben, ja dieser Sprache, die ja nur gesprochen wurde, eine Schriftlichkeit zu verleihen. Nach 10 Jahren wurde das Buch «Matteänglisch, Geschichte der Matte, Dialekt und Geheimsprache» veröffentlicht. Kurz nach Erscheinen, verschwand der Dialekt tatsächlich. Ausser den paar Wörtern, die in die Umgangsprache Eingang gefunden haben, kennen die Jungen nichts mehr. Für sie ist es Kauderwelsch, kommt ihnen Spanisch vor; einige tendieren zur Vermutung, es könnte sich um eine Geheimsprache handeln, was es aber nie war.Wir können uns glücklich schätzen, Publikationen über diese Sprachen zu besitzen, wenn man bedenkt, wie viele Minderheitssprachen Jahr für Jahr ohne dokumentiert zu sein, verschwinden. Aber auch unsere Umgangssprache macht das, was die Sprachen seit tausenden von Jahren machen: sie wandelt sich. Unsere alemannischen Sprachen tendieren Richtung Oltener Bahnhofbuffet.
Peter Hafen