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Weit verbereitete Armut, ein schwacher Staat, Naturkatastrophen und bewaffnete Konflikte sind Ursachen für das Heer von 12 Millionen KinderarbeiterInnen in Pakistan. Solidar unterstützt die Eltern arbeitender Kinder, damit diese ihre Kinder zur Schule statt zur Arbeit schicken. Zwei Schulen in Lahore bieten 400 arbeitenden Kindern einen an ihre Situation angepassten Unterricht.
Laut UNICEF bleiben 7,3 Millionen Kinder der Schule fern, obwohl die pakistanische Verfassung den obligatorischen und kostenlosen Schulbesuch von 5- bis 14-Jährigen garantiert. Kinder müssen aus existenzieller Not als billige Arbeitskräfte zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen. Neben schädlichen Arbeitsbedingungen drohen ihnen oft auch Gewalt und sexuelle Übergriffe. In kleinen Fabriken, Werkstätten und Textilbetrieben arbeiten die Kinder bereits ab jüngstem Alter – oder sie verdingen sich als Hausangestellte oder StrassenverkäuferInnen. Bleiben die Kinder der Schule fern, droht ihnen oft das gleiche Schicksal wie ihren Eltern: sie verharren ohne Perspektiven in der Armut.
Solidar setzt sich für den Schutz der Kinder ein
Solidar Suisse fördert in Pakistan das Recht auf Bildung, den Schutz der Kinder vor Gewalt und sexuellen Übergriffen sowie die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Eltern, Arbeitgebende und Behörden werden über die Gefahren von Kinderarbeit und die Wichtigkeit des Schulbesuchs informiert. Ausserdem erhalten 400 arbeitende Kinder Schutz, Therapie und auf ihre Bedürfnisse angepassten Unterricht in zwei Schulen in Lahore. Die Eltern arbeitender Kinder werden unterstützt, den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn einzufordern und bessere Vermarktungsmöglichkeiten für ihre Produkte zu finden, damit sie langfristig ihre Kinder zur Schule statt zur Arbeit schicken können.