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Auch Nick Cave hat eine romantische Ader
Nick Cave eröffnet mit seiner am 2. Februar erschienen Murder Ballads
fulminant das musikalische Jahr 1996. Das Album, von Musikkritikern hochgelobt,
hält, was es verspricht: Es ist mörderisch gut.
Das Erfolgsrezept von Caves neuestem Werk ist eigentlich einfach. Man nehme 10
Geschichten, welche von tragischen Morden handeln, schreibe dazu die
entsprechend langsame und düstere Musik und voilą. Ein weiterer Punkt ist
natürlich die Zusammenarbeit des aus dem australischen Perth stammenden
Cave mit den Musikern seiner Band, gennant the bad seeds. Obwohl Cave der
überragende Künstler dieser Band ist, sollte der Einfluss von Mick
Harvey und dem Chef der Einstürzenden Neubauten Blixa Bargeld nicht
unterschätzt werden.
Betrachtet man die Entwicklung von Cave, so erkennt man, dass der Junge mit dem
Alter immer moderater wird. Vergleicht man dieses Album oder den Vorgänger
Let Love In mit den früheren Werken, wie From Here To Eternety oder Your
Funeral My Trial, so erkennt man, wie der Australier immer moderater und
musikalischer wird. Ein Grund für diese leichte Abschweifung in den Kommerz
mag darin liegen, dass Cave auf den Murder Ballads einige Duette aufgenommen
hat, unter anderem mit PJ Harvey und Kylie Minogue. Den krönenden Abschluss
bildet aber immer noch der Dylan-Cover von Death Is Not The End, in welchem
jeder auf dem Album erscheinende Künstler eine Strophe singt, inklusive dem
wahrscheinlich immer noch nicht nüchternen Ex-Pogue Shane MacGowan.
Die australische Herkunft von Cave leuchtet auch ein bisschen bei der Musik
durch, welche immer wieder Elemente aus der traditionellen australischen
Volksmusik übernimmt, diese dann aber stark verfremdet. Auch die Sympathien
Caves zum Stil des Industrial lassen sich nicht ganz verschweigen, speziell
nicht, weil Blixa Bargeld in seiner Band mitspielt.
Allgemein gesagt, stellen die Murder Ballads ein Werk dar, das in
näächster Zukunft grossen Erfolg haben könnte und dies nicht
zuletzt bei einer intellektuell angehachten Zuhörerschaft der alternativen
Musik, sondern in weiten Kreisen der schweizerischen Zuhörerschaft.
Wer noch mehr über Cave und seine schlechten Samen erfahren möchte,
für den habe ich noch folgenden Link bereit:
http://www.mutelibtech.com/mute/
oder auch über das Telnet, wo nur mutelibtech.com eingegeben werden muss.