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Die Kosten für die Betreuung von Schulkindern in Tagesschulen teilen sich die Eltern, die Gemeinden und der Kanton auf.
Die Tagesschulfinanzierung geht von den Normlohnkosten aus. Die Normlohnkosten decken im Durchschnitt die Lohnkosten für das Betreuungspersonal inkl. Zuschlag für Sozialversicherungen, Leitung, Weiterbildung und Abwesenheiten.
Die Eltern decken einen Teil der Normlohnkosten mit den Gebühren, die sie für die Betreuung ihrer Kinder bezahlen. Den verbleibenden Anteil der Normlohnkosten vergütet die Bildungs- und Kulturdirektion den Gemeinden aus dem Lastenausgleich Lehrergehälter. Die Gemeinden rechnen zu diesem Zweck jährlich mit dem Kanton ab (ab 2022 über kiBon).
Die Infrastrukturkosten trägt die Standortgemeinde. Kosten für die Mahlzeiten (Lebensmittel, Lohn des Küchenpersonals oder auch Catering) kann die Gemeinde den Eltern zu subventionierten oder kostendeckenden Tarifen verrechnen.
Faktor 1.5
Die Tagesschulverordnung des Kantons Bern regelt, dass die Normlohnkosten für eine Betreuungsstunde für Kinder mit besonderen Massnahmen oder besonderen Betreuungsanforderungen bis zum eineinhalbfachen Ansatz der Normlohnkosten betragen können. Dieser sogenannte Faktor 1.5 ermöglicht es, diese Kinder intensiver zu betreuen und zu fördern. Den Gemeinden stehen durch die Verrechnung von Betreuungsstunden mit dem Faktor 1.5 zusätzliche Mittel für die Deckung von Lohnkosten zur Verfügung.