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Das Projekt wird von der Partnerorganisation Caritas Libanon implementiert. Es unterstützt die ärmsten Haushalte, welche von sozioökonomischen Schocks betroffen sind, durch Soforthilfe in Form von Geldzahlungen. Diese kommen 1’470 bedürftigen syrischen Flüchtlingen und libanesischen Begünstigten zugute.
Die Bargeldzahlungen stellen eine aussergewöhnliche Hilfe für besonders gefährdete Menschen dar, welche von sozioökonomischen Schocks betroffen sind. Nach solchen Schocks steigen die Gesamtausgaben der Haushalte, während das Einkommen stagniert oder sogar sinkt, wenn zum Beispiel der Hauptverdiener betroffen ist und nicht mehr arbeiten kann. Das Projekt schliesst folgende Arten von Schocks ein: vorübergehende Arbeitsunfähigkeit aufgrund akuter medizinischer Bedingungen, verbunden mit Lohnausfällen; Einkommensverluste durch Inhaftierung oder Strafverfolgung im Zusammenhang mit der Flüchtlingssituation; Diebstahl und/oder Zerstörung von Nutzpflanzen, Vieh, Unterkünften, Werkzeugen oder Gebrauchsgütern; Tod des Ernährers; kürzlich eingetretene Behinderung oder Krankheit; Scheidung, Trennung etc. Um negative Bewältigungsstrategien und den Fall in noch grössere Armut zu reduzieren, profitieren 515 Flüchtlinge und 220 libanesische Begünstigte von kurzfristigen Geldzahlungen, um zusätzliche Kosten und Einkommensverluste zu decken. Der Geldbetrag ist auf den jeweiligen Fall zugeschnitten und liegt zwischen 200 und 300 USD pro Monat für einen Zeitraum von maximal 3-6 Monaten. Um die Bedürftigkeit und spezifischen Bedürfnisse zu ermitteln, werden alle Begünstigten im Gemeinschaftszentrum von Caritas Libanon anhand eines standardisierten Fragebogens erfasst. Danach besuchen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter die Familien zu Hause, um die Informationen zu überprüfen.
Zusätzlich deckt das Projekt für 220 Familien die verbleibenden 25 Prozent Krankenhauskosten, welche nicht von UNHCR übernommen werden. Davon profitieren 735 Einzelpersonen. Konkret sind dies einmalige Geldtransfers an Einzelpersonen oder Krankenhäuser und nur für lebensrettende Eingriffe oder Operationen, welche es der betroffenen Person wieder ermöglicht, einer Arbeit nachzugehen und zum Haushaltseinkommen beizutragen. Die Geldtransfers betragen durchschnittlich 550 USD pro Person, in Ausnahmefällen können bis 2'500 USD gesprochen werden. Die Partnerorganisation registriert alle Patienten in einem ihrer Gemeinschaftszentren und verweist sie an das nächstgelegene Krankenhaus. Ein Facharzt prüft die Unterlagen sorgfältig und gibt eine Empfehlung zur Genehmigung ab. Die endgültige Genehmigung basiert auf der Einschätzung des Facharztes, der Bedürftigkeit des Haushalts, den Behandlungskosten, der Unterstützung anderer Beitragszahler, dem ungedeckten Betrag und der Verfügbarkeit der Mittel. Die stationären Behandlungskosten werden dem Krankenhaus direkt nach Zustellung und Erhalt der Originalquittung zurückerstattet. In Ausnahmefällen wird den Patienten, welche Gebühren bereits mit geliehenem Geld deckten, direkt an die betroffene Person überwiesen.
Um die Sozialarbeit der Partnerorganisation langfristig zu stärken und auszubauen, werden 27 Sozialarbeiter von Caritas Libanon weitergebildet. Zudem wird durch das Projekt die Implementierung eines Datenmanagementsystems gefördert, welches die Effektivität und Kohärenz zwischen den verschiedenen Aktivitäten und Akteuren im sozialen Bereich erhöht. Das System wird die Erfassungs- Nachsorge- und Berichterstattungsmechanismen zwischen den Abteilungen optimieren, Lücken in der Unterstützung aufdecken und sicherstellen, dass jeder Fall ordnungsgemäss aufgenommen und behandelt wird.