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Schädlingsinfo
Flöhe sind als geschlechtsreife Tiere meist 2 bis 3 mm grosse, flügellose Insekten mit seitlich stark abgeflachten Körper. Die beiden hinteren Beinpaare sind als Sprungbeine entwickelt. Ihr harter, zäher Hautpanzer macht es fast unmöglich, sie zu zerdrücken, und der hohe, schlanke Körper ist ausgezeichnet geeignet, sich zwischen Haaren und Federn zu bewegen.
Die kräftig entwickelten Sprungbeine lassen Sprünge von bis zu 30 cm zu, was für die Wirtsfindung von grosser Bedeutung ist. Ein Sprung von 30 cm macht zwar nicht so viel her, ist aber das 200fache der Körperlänge des Flohs, was beim Menschen 350 m entsprechen würde. Von den etwa 60 bei uns vorkommenden Arten kann fast die Hälfte den Menschen beissen, aber nur eine Art, der Menschenfloh, kann sich durch Menschenblut allein ernährt fortpflanzen. Meist werden die Wirte nur zur Nahrungsaufnahme aufgesucht, so dass sich stets nur 1 % einer Flohpopulation (inklusive der Larven) auf dem befallenen Warmblüter befindet.
Die erwachsene Larve verpuppt sich in einem Kokon, der aus dem Sekret der Speicheldrüsen gesponnen wird. Das Puppenstadium dauert 1 Woche bis mehrere Monate. Das Schlüpfen aus der Puppenhülle wird erst durch einen Erschütterungsreiz ausgelöst. Falls ein solcher Reiz, der in der Regel von einem möglichen Wirt verursacht wird, für längere Zeit ausbleibt, kann sich der Schlupf mehrere Monate lang verzögern. Auf diese Weise kann z. B. beim Bezug einer Wohnung, die längere Zeit leer stand, ein Massenschlüpfen von Flöhen ausgelöst werden.
Eine grössere Bedeutung haben Flöhe allerdings als Vektoren zahlreicher Krankheitserreger. Hunde- und Katzenflöhe fungieren z. B. als Zwischenwirte von Bandwürmern, die nicht selten bei Kindern auftreten. Alle Floharten können beim Blutsaugen auch Bakterien übertragen. Am bekanntesten dürfte hierbei der Pesterreger sein. Häufig werden Staphylokokken übertragen.
» Menschenfloh (Pulex irritans)
» Katzenfloh (Ctenocephalides felis)