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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2014.00285 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Gasser Küffer Urteil vom 29. April 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Vijay Singh Münch Singh Rechtsanwälte Dufourstrasse 32, 8008 Zürich gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee Sachverhalt: 1. Der 1965 geborene X.___ arbeitete als Allrounder in der von ihm im Januar 2012 gegründeten Y.___ GmbH und war über diese bei der Schweizerische n Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert. Mit Unfallmeldung vom 17. Juni 2012 teilte er der Suva mit, dass er am 11. Juni 2012 abends um 22.30 Uhr in Z.___ von Unbekannten überfallen worden sei, welche ihm mit Schlägern diverse Kopfverletzungen zu gefügt hätten ( Urk. 12/1). Die Suva erklärte mit Schreiben vom 20. Juni 2012, dass sie dem Versicherten bis zur genauen Abklärung der Verhältnisse lediglich ein Teiltaggeld von aktuell Fr. 78.40 ausrichte ( Urk. 12/3), und nahm unter anderem diverse Polizeirapporte, Einvernahmeprotokolle ( Urk. 12/ 40-44) und den Schlussbericht zum polizeilichen Ermittlungsverfahren der Kantonspolizei A.___ vom 26. November 2012 ( Urk. 12/56) zu den Akten. Mit Verfügung vom 8. September 2014 stellte die Staatsanwaltschaft Bezirk B.___ das Ve rfahren in der Strafsache X.___ wegen Raufhandel s (Art. 133 des Strafgesetzbuches, StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123 StGB/Art. 126 StGB) sowie Angriff s (Art. 13 4 StGB) ein ( Urk. 12/169). Darauf teilte die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 und bestätigendem Einspracheentscheid vom 6. Novem ber 2014 ( Urk. 2) die Kürzung der Taggeldleistungen wegen Beteiligung an einer Rauferei und Schlägerei um 50 % mit. Mit Verfügung vom 11. Juni 2014 for derte sie zuviel ausbezahlte Taggelder im B etrag von Fr. 12‘172.20 zurück ( Urk. 12/179). Die Einsprache dagegen datiert vom 11. November 2014 ( Urk. 12/182). 2. Gegen den Entscheid betreffend Kürzung der Taggelder vom 6. November 2014 liess X.___ am 3. D ezember 2014 Beschwerde erheben und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie der damit bestätigten Verfügung vom 13. Oktober 2014 beantragen. Das ihm zustehende Taggeld für die Zeit vom 14. Juni 2012 bis 18. Juni 2014 sei nicht zu kürzen und der bisher zurückbehaltene Betrag im Umfang von 25 % des ordentlichen Taggeldansatzes sei nachzuzah len. In formeller Hinsicht liess er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie Bestellung von Rechtsan walt lic. iur. Vijay Singh zum unentgeltlichen Rechts vertreter ersuchen ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin liess in der Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 die Abweisung der Beschwerde beantragen ( Urk. 11). Mit Verfügung vom 20. März 2015 wurde das Gesuch, der Beschwerde vom 3. Dezember 2014 die auf schiebende Wirkung zu erteilen, abgewiesen und Rechtsanwalt Singh als unent geltlicher Rechtsvertreter bestellt ( Urk. 15). Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für di e Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Ereignis vom 11. Juni 2012 ist unstreitig als Nichtberufsunfall zu qualifizie ren und begründet als solcher grundsätzlich Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung, UVG). Streitig und zu prüfen ist, ob die Taggeldleistungen zu Recht um die Hälfte gekürzt wurden, wobei die Zulässigkeit der vom Leistungsentscheid gesonder ten, verfügungsweisen Festsetzung der Kürzung vom Beschwerdeführer zur Recht nicht in Frage gestellt wurde (vgl. BGE 114 V 201 ff., 112 V 84 E. 2a). 1.2 1.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Grundlagen über die Kürzung von Leistungen der Unfallversicherung (Art. 39 UVG), namentlich nach Art. 49 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV), i m angefochte nen Entscheid ( Urk. 2 S. 3 f.) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. 1.2.2 Danach ist der Tatbestand der Beteiligung an Raufereien oder Schlägereien gemäss Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV grundsätzlich verschuldensunabhängig konzi piert und weiter gefasst als der Straftatbestand der Beteiligung an einem Rauf handel gemäss Art. 133 StGB. Es genügt, dass das zu sanktionierende Verhalten objektiv gesehen die Gefahr einschliesst, in Tätlichkeiten überzugehen oder solche nach sich zu ziehen, und die versicherte Person dies erkannt hat oder erkennen musste (BGE 134 V 315 E. 4.5.1.2). Der Tatbestand des Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV ist daher nicht nur bei der Teil nahme an einer eigentlichen tätlichen Auseinandersetzung gegeben. Es ist auch nicht notwendig, dass der Versicherte selbst tätlich geworden ist. Unerheblich ist zudem, aus welchen Motiven er sich beteiligt hat, wer mit einem Wortwech sel oder Tätlichkeiten begonnen hat und welche Wendung die Ereignisse in der Folge genommen haben. Entscheidend ist allein, ob die versicherte Person die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung erkannt hat oder erkennen musste (nicht publ. E. 1.1 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 [U 325/05]; RKUV 2005 Nr. U 553 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_579/2010 vom 10. März 2011 E. 2.2.1). 1.2.3 Eine Leistungskürzung nach Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV setzt voraus, dass zwi schen dem als Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei zu qualifizierenden Verhalten und dem Unfall ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Die Beurteilung der Adäquanz im Besonderen hat retrospektiv zu erfol gen. Es ist zu fragen, ob und inwiefern die objektiv unter Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV fallende Handlung als eine wesentliche Ursache des Unfalles erscheint. Dies ist dann zu bejahen, wenn die spezifischen Gefahren des allenfalls zu sanktionierenden Verhaltens des Versicherten sich beim Unfallereignis konkret ausgewirkt haben und nach der allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge geeignet sind, einen Unfall von der Art des ein getretenen herbeizuführen. Dabei ist auch ein gewisser zeitlicher Konnex not wendig (nicht publ. E. 1.2 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 ; siehe auch B GE 134 V 315 E. 4.5.1.2.; Urteil e des Bundesgerichts 8C_579/2010 E. 2.2.1 und 8C_363/2010 vom 29. März 2011 E. 3.2). 1.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 2. 2.1 In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz insofern rügen, als diese ihrer Begründungspflicht sowohl in der Verfügung vom 13. Oktober 2014 als auch im angefochtenen Entscheid nicht respektive ungenügend nachgekommen sei ( Urk. 1 S. 1 und 7). 2.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar stellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwä gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof fene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Ent scheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder tatbe ständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein wand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/ dd mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b). Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 1). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann es jedoch nicht der Sinn des durch die Rechtsprechung geschaffenen Instituts der Heilung des rechtlichen Gehörs sein, dass Versicherungsträger sich über den elementaren Grundsatz des rechtlichen Gehörs hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass solche Verfahrensmängel in einem vom durch den Verwaltungsakt Betroffenen allfällig angehobenen Gerichts verfahren behoben würden. Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtli chen Gehörs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöti gen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhö rung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 120 V 357 E. 2b, 116 V 182 E. 3c und d). 2.3 Wenn der Beschwerdeführer vorbringen lä sst, die Beschwerdegegnerin habe ihre Begründungspflicht bereits bei Erlass der Verfügung vom 13. Ok tober 2014 ( Urk. 12/172) verletzt, indem sie dieser keine nachvollziehba re Begründung angefügt habe, und, dass es ihre Pflicht gewesen wäre, zu seiner Argumen tation in der Einsprache vom 30. Oktober 2014 ( Urk. 12/176), wonach es am Abend des 11. Juni 2012 zu zwei Vorfällen gekommen sei, wobei der erste nicht Ursac he für die beim zweiten Vorfall erlitt enen Verletzungen gewesen sei ( Urk. 1 S. 7), Stellung zu nehmen, so ist dies mit Blick auf die vorstehenden rechtlichen Überlegung en nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Zwar finden sich zumindest im Einspracheentscheid vom 6. November 2014 die wesentlichen rechtlichen Erwägungen zur Frage der Kürzung; doch erweisen sich die Aus führungen und Subsumtionen zur Kausalität tatsächlich als dürftig. Auch wenn von einer Verletzung der Begründungspflicht auszugehen wäre, handelt es sich aber unter den gegebenen Umständen nicht um eine schwerwie gende Verletzung des rechtlichen Gehörs, welche zwingend zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen würde. Der Beschwerdeführer konnte sich zudem in diesem Verfahren umfassend äussern und die Beschwerdegegnerin begründete die Kürzung vernehmlassungsweise einlässlich; entsprechend kann die Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegend als g eheilt gelten (BGE 127 V 437 E. 3d/ aa, 126 I 72, 126 V 132 E. 2b, je mit Hinweisen), zumal der Beschwerdeführer selbst keine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin bean tragen lässt. 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die strittige Kürzung der Taggeldleistungen damit, dass sich aus der Sachverhaltsdarstellung in der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 8. September 2014 ergebe, dass der Beschwerde führer bei der Auseinandersetzung vom 11. Juni 2012 nicht nur angegriffen worden sei, ohne am Streit beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn der Sachver halt nicht detailliert habe eruiert werden können, ergebe sich klar, dass ein Kampf stattgefunden habe und der Beschwerdeführer mit seinem Sohn und seinem Schwager, C.___, mit dem Ziel einer Aus einandersetzung mit den übrigen beteiligten Personen mit dem Auto losgefahren sei. Damit habe er sich in die Gefahrenzone begeben, woraus sich eine Schlägerei ergeben habe. Zu welchem genauen Zeitpunkt sich der Beschwerdeführer seine Verletzungen zugezogen habe, könne dahingestellt bleiben. Mit seiner aktiven Beteiligung habe er den Gegner provoziert und es trotz angeblicher Drohungen nicht als notwendig erachtet, sich sofort nach Hause zu begeben. Dass der Beschwerdeführer strafrechtlich nicht schuldig gesprochen worden sei, ändere an dieser Beurteilung nichts, zumal der Tatbestan d des Raufhandels gemäss Art 133 StGB nur verneint worden sei, weil es sich lediglich um Tätlich keiten und nicht um Körperverletzungen gehandelt habe ( Urk. 2 S. 5, 11 S. 4 ff. ). 3.2 Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen geltend machen, am 11. Juni 2012 sei es zu zwei Vorfällen gekommen. Dem ersten Ereignis, welches um zirka 20.00 Uhr an der D.___ in Z.___ stattgefunden habe, sei ein Vorfall vorausgegangen. Sein S ohn, E.___, sei von den Herren F.___ und G.___ ausgebremst worden. Darüber habe E.___ seinem Vater berichtet, welcher sodann seinen Sohn sicher nach Hause habe bringen wollen. Auf dem Weg hätten sie gezwungenermassen wieder F.___, G.___ und H.___ passieren müssen, worauf E.___ angehalten und ausgestie gen sei, um mit den Kontrahenten zu sprechen. Darauf sei es sofort zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Gemäss den übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers, seines Sohnes und C.___ sei der Beschwerdeführer erst nach Ausbruch der Auseinandersetzung aus dem Wagen gestiegen, um zu schlichten und die P arteien zu trennen. Wer wen aus welchem Grund geschlagen habe, werde von den Beteiligten unterschiedlich geschildert und es sei gemäss Einstellungsverfügung nicht beweisbar, dass sich der Beschwerdeführer strafbar gemacht habe. Anlässlich dieses Vorfalls sei es zu keinen Verletzungen gekommen, weshalb er sowieso bedeutungslos bleibe. Die Verletzungen, welche zu seiner Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, hätten ihre Ursache einz ig im zweiten Vorfall dieses Abends, welcher sich um zirka 22.30 Uhr an der I.___ auf dem Gemeindeparkplatz in Z.___ ereignet habe. Nach dem ersten Vorfall sei d er Beschwerdeführer zurück nach J.___ zum Wohnort von C.___ gefahren. Da er seinen Sohn telefo nisch nicht habe erreichen können, sei er später an dessen Wohnort in Z.___ gefahren. Als er sein Fahrzeug auf dem Gemeindeparkplatz habe abstellen wollen, sei er von mindestens fünf Personen angegriffen worden, welche mit Schlagstöcken auf ihn eingeschlagen hätten. Die Hintergründe dieses brutalen Angriffs und ein Zusammenhang mit dem ersten Vorfall seien bis heute nicht restlos geklärt. Jedenfalls stehe fest, dass der Beschwerdeführer mit einem der artigen Angriff nicht habe rechnen müssen. Er sei schlicht zum falschen Zeit punkt am falschen Ort gewesen. E ine Kürzung der Taggeldleistungen könne hiermit nicht begründet werden ( Urk. 1 S. 4 ff.). 4. 4.1 Gemäss Rapport der Kantonspolizei A.___ vom 24. November 2012 dürfte der Abend vom 11. Juni 2012 verschiedene Phasen durchlaufen haben, bis die Poli zei schlussendlich vor Ort war. Als erstes soll es in Z.___ auf der K.___ zu einem Vorfall zwischen zwei Personenwagen gekommen sein, bei welchem E.___, F.___ und G.___ beteiligt gewesen seien. Kurz darauf sei es in der Nähe des Restaurants L.___ in Z.___ zur ersten Diskussion gekommen. E.___ dürfte daraufhin seinen Vater und seinen Onkel, C.___, in J.___ abgeholt haben. Darauf sei es in Z.___ bei der Pizzeria M.___ ( D.___ ) um zirka 20.00 Uhr zu einem Raufhandel zwischen der Gruppe mit dem Beschwerdeführer, seinem Sohn und C.___ und der anderen Gruppe mit H.___ und F.___ gekommen. Im Zusammenhang mit dem Raufhandel hätten E.___ und H.___ Verletzungen geltend gemacht. C.___ soll einen Holzstock benutzt und F.___ einen fussball grossen Stein nach E.___ geworfen haben. Der ganze Ablauf, wer wen mit was geschlagen habe, sei von den beiden Gruppen unterschiedlich dar gestellt wor den ( Urk. 12/56 S. 8). Nachdem der Beschwerdeführer seinen Sohn und C.___ nach Hause gebracht habe, sei er nochmals nach Z.___ gefahren, wo er beim Gemeindeparkplatz durch eine mit Schlagstöcken ausgerüstete Gruppe ange griffen und verletzt worden sei. Gemäss Aussagen des Beschwerdeführers seien unter anderem H.___ und der „Grosse“ ( F.___ ) daran beteiligt gewesen. Daraufhin sei die Polizei benachrichtigt worden ( Urk. 12/56 S. 8). Im Rahmen des polizeilichen Ermittlungsverfahrens wurd e der Beschwerdefüh rer gemäss Aktenlage mehrfach befragt und am 14. Juni 2012 vorläufig festge nomme n. Am 16. Juni 2012 wurde er aus der Un tersuchungshaft entlassen (vgl. unter anderem Urk. 12/56 S. 9, 15, 22 f.) 4.2 Richtig ist, dass das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer im Zusammen hang mit dem Raufhandel mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ vom 8. September 2014 eingestellt worden ist und sich aus den Akten nicht klar ergibt, was sich genau am Abend vom 11. Juni 2012 ereignete. Als erstellt erachtete die Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ gemäss dem Sachverhalt in der Einstellungsverfügung vom 9. September 2014, dass der Sohn des Beschwerdeführers, E.___, seinem Vater am Abend des 11. Juni 2012 zwischen 19.00 und 20.00 Uhr einen Vor f all gemeldet hatte, bei wel chem er gemäss seiner Schilderung kurz zuvor von einem von G.___ gelenkten Auto, in welchem auch F.___ gesessen sei, ausgebremst worden s ei, wobei es anschliessend zu einer Diskussion gekommen sei. Hierauf begab sich der Beschwerdeführer gemäss Sachverhaltsfeststellung der Staatsan waltschaft in Begleitung von C.___ umgehend zu seinem Sohn. Nach dem d ie drei beim N.___ in Z.___ H.___ in dessen Fahr zeug zufällig wiedergesehen hätten, seien sie ihm mit ihrem Fahrzeug gefolgt. 4.3 In Bezug auf die folgende tätliche Auseinandersetzung, mithin den ersten Vor fall dieses Abends, blieben die genauen Tatumstände gemäss E. 5 der Einstel lungsverfügung aufgrund der widersprüchlichen Aussagen der Beteiligten letzt lich unklar; genügende Beweise, welche eine Anklage gegen den Beschwerde führer wegen Raufhandel s (Art. 133 StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123/126 StGB) oder eines Angriff s (Art. 134 StGB ) gerechtfertigt hätten, konnten nicht erhoben werden. Dieser Schluss basierte aber wesentlich auf dem Umstand, dass für die Erfüllung der Tatbest ände gemäss Art. 133 und Art. 134 StGB eine Verletzung, die über eine Tätlichkeit hinausgeht, Strafbarkeitsvoraussetzung ist, und die (behaupteten) Verletzungen der Parteien aus dem ersten Vorfall dieses Abends nicht üb er Folgen von Tät lichkeiten hinausgingen (vgl. E. 5 in Urk. 12/169). Die Einstellung des Strafverfahrens ändert jedoch nichts daran, dass der Beschwer deführer als Beteiligter im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu betrachten ist. Es steht fest und ist unbestritten, dass er sich, nachdem ihn sein Sohn über das angebliche Ausbremsmanöver informiert hatte, mit di esem sowie seinem Schwager C.___ auf den Weg machte, um mit der anderen Gruppe in Kontakt zu treten. Auch mischte sich der Beschwerdeführer in die erste Auseinandersetzung dieses Abends tätlich ein (vgl. Urk. 12/43/4, 12/45/1, 12/56/9). Welche Gesinnung dieser Kontaktaufnahme ursprünglich zugrunde lag, kann offen bleiben (vgl. obige E. 1.2.2). Die Argumentation des Beschwer deführers, wonach er sich angeblich nur zwecks Schlichtung respektive Auflö sung des K onflikts eingemischt habe, hilft ihm nicht weiter. Eine schutzwür digte Hilfeleistung im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV könnte nur bejaht werden, wenn damit ein wehrloser Beteiligter vor Gewalttätigkeiten geschützt werden soll ( Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversi cherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, 2003, S. 225). Der 1992 geborene Sohn des Beschwerdeführers, in dessen Fahrzeug eine entladene und entsicherte Pistole, ein Magazin mit 7 Patronen, ein Lederholster zur Pistole und ein Pfefferspray sichergestellt worden waren (vgl. Urk. 12/56 S. 24), ist aber fraglos nicht als Wehrloser im Sinne der Bestimmung zu betrach ten. Des W eitern griff der Beschwerdeführer g emäss eigenen Aussagen bereits nach einem ersten Schlag gegen seinen Sohn in die Rauferei ein (vgl. Urk. 12/43 S 4). Eine unmittelbar drohende Gefahr für Leib und Leben seines Sohnes, welche ein Eingreifen gerechtfertigt hätte (RKUV 1991 Nr. u 120 E. 5a und b), lag zu diesem Zeitpunkt gemäss Aktenlage nicht vor. Auch hätte der Beschwerdeführer diesfalls erklären müssen, aus welchem Grund sowohl er als auch der angeblich unbeteiligte C.___ auf eine Benachrichtigung der Polizei trotz gegebener Gefahrenlage verzichteten. 4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beteiligung des Beschwerdeführer s an der ersten Ausei nandersetzung des Abends, welche fraglos als Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu interpretieren ist, in einem kausalen Zusam menh ang zum Unfall, mithin zu den unbestrittenermassen erst beim zweiten Vorfall des Abends erlittenen Verletzungen steht. Dabei gilt, dass der Tatbestand der Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV z eitlich nicht als beendet gilt, solange nicht alle daran Beteiligten klar erkennbar mit dem verbal oder handgreiflich ausgefochtenen Streit aufgehört haben und nicht mit einer Fortsetzung bei nächster Gelegenheit gerechnet werden mu ss (vgl. nicht publ. E. 1.3 des Urteils 132 V 27 mit Verweis auf EVGE 1964 S. 74 ff. E. 2). Von einer Streitbeilegung in diesem Sinne durfte gemäss Aktenlage keiner der Beteiligten ausgehen. Gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers vom 14. Juni 2012 seien er, sein Sohn und C.___, während die andere Gruppe Steine nach ihnen geworfen habe, ins Auto gestiegen und davon gefahren (vgl. Urk. 12/43 S. 4). Die erste tätliche Auseinandersetzung dieses Abends beendete den Konflikt zwischen den beiden Gruppen offensichtlich nicht und die B etei ligten mussten zweifellos damit rec hnen, dass ein neuerliches Auf - einandertref fen zu einer Fortsetzung der Auseinandersetzung führen könnte. Indem sich der Beschwerdeführer noch am gleichen Abend nach Z.___ und damit an den Ort der ersten Auseinandersetzung und des angeblichen Aus bremsmanövers zurückbegab, nahm er das Risiko, den Kontrahenten ein weite res Mal zu begegnen, und damit auch eine Fortsetzung der Auseinandersetzung in Kauf. Sodann wohnt jeder tätlichen Auseinandersetzung das Risiko inne, verletzt zu werden. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach der zweite Vorfall mit dem ersten in keinem Zusammenhang st ehe, erscheint welt fremd, zumal gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers zwei der am zweiten Vorfall beteiligten Personen bereits bei der ersten Ausei nandersetzung beteiligt waren und diese zudem gedroht hätten, auch noch den Sohn des Beschwerdeführers „dranzunehmen“ (vgl. Urk. 12/44 S. 11). Auch wenn der zweite Vorfall den ersten an Vehemenz deutlich überstieg und möglicherweise weitere /andere Personen daran beteiligt waren, bildet e er eine Einheit mit der Rauferei zuvor, musste der Beschwerdeführer doch nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und d er allgemeinen Lebenserfahrung damit rechnen, dass ein neuerliches Aufeinandertreffen noch am selben Abend in einer weitern tätlichen Auseinandersetzung enden würde. Die vorausge gangene Auseinandersetzung bildete entsprechend eine adäquate und natürliche Ursache für die erlittenen Unfallfolgen. Nach dem Gesagten schloss die Beschwerdegegnerin zu Recht, dass sich der Beschwerdeführer am 11. Juni 2012 an einer Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV beteiligt und sich infolgedessen Verletzungen zu gezogen hat. Die Höhe der Kürzung um 50 % entspricht dem minimalen Ansatz gemäss dieser Bestimmung und wurde vom Beschwerdeführer richtigerweise nicht in Frage gestellt. Damit erweist sich der an gefochtene Entscheid als zu treffend. Die Beschwerde ist abzuweisen. 5. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weist in der e inge reich ten Kostennote vom 7. April 2016 ( Urk. 17/2 ) für das vorliegende Verf ah ren einen Zeitaufwand von 10.75 Stunden und Barauslagen von Fr. 26.-- aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Beim gerichtsüblichen Stun den ansatz von Fr. 200. -- bis Ende 2014 ( 9 Stunden 5 Minuten im Jahr 2014, vgl. Urk. 17/2) und Fr. 220.-- ab 1. Januar 2015 (1 Stunde 40 Minuten, vgl. Urk. 17/2) resultiert darau s eine Entschädigung von Fr. 2‘386.08 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Vijay Singh, Zürich, wird mit Fr. 2‘386.10 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Vijay Singh - Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf - Bundesamt für Gesundheit sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigGasser Küffer

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2014.00285 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Gasser Küffer Urteil vom 29. April 2016 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Vijay Singh Münch Singh Rechtsanwälte Dufourstrasse 32, 8008 Zürich gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee Sachverhalt: 1. Der 1965 geborene X.___ arbeitete als Allrounder in der von ihm im Januar 2012 gegründeten Y.___ GmbH und war über diese bei der Schweizerische n Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert. Mit Unfallmeldung vom 17. Juni 2012 teilte er der Suva mit, dass er am 11. Juni 2012 abends um 22.30 Uhr in Z.___ von Unbekannten überfallen worden sei, welche ihm mit Schlägern diverse Kopfverletzungen zu gefügt hätten ( Urk. 12/1). Die Suva erklärte mit Schreiben vom 20. Juni 2012, dass sie dem Versicherten bis zur genauen Abklärung der Verhältnisse lediglich ein Teiltaggeld von aktuell Fr. 78.40 ausrichte ( Urk. 12/3), und nahm unter anderem diverse Polizeirapporte, Einvernahmeprotokolle ( Urk. 12/ 40-44) und den Schlussbericht zum polizeilichen Ermittlungsverfahren der Kantonspolizei A.___ vom 26. November 2012 ( Urk. 12/56) zu den Akten. Mit Verfügung vom 8. September 2014 stellte die Staatsanwaltschaft Bezirk B.___ das Ve rfahren in der Strafsache X.___ wegen Raufhandel s (Art. 133 des Strafgesetzbuches, StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123 StGB/Art. 126 StGB) sowie Angriff s (Art. 13 4 StGB) ein ( Urk. 12/169). Darauf teilte die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 und bestätigendem Einspracheentscheid vom 6. Novem ber 2014 ( Urk. 2) die Kürzung der Taggeldleistungen wegen Beteiligung an einer Rauferei und Schlägerei um 50 % mit. Mit Verfügung vom 11. Juni 2014 for derte sie zuviel ausbezahlte Taggelder im B etrag von Fr. 12‘172.20 zurück ( Urk. 12/179). Die Einsprache dagegen datiert vom 11. November 2014 ( Urk. 12/182). 2. Gegen den Entscheid betreffend Kürzung der Taggelder vom 6. November 2014 liess X.___ am 3. D ezember 2014 Beschwerde erheben und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie der damit bestätigten Verfügung vom 13. Oktober 2014 beantragen. Das ihm zustehende Taggeld für die Zeit vom 14. Juni 2012 bis 18. Juni 2014 sei nicht zu kürzen und der bisher zurückbehaltene Betrag im Umfang von 25 % des ordentlichen Taggeldansatzes sei nachzuzah len. In formeller Hinsicht liess er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie Bestellung von Rechtsan walt lic. iur. Vijay Singh zum unentgeltlichen Rechts vertreter ersuchen ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin liess in der Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 die Abweisung der Beschwerde beantragen ( Urk. 11). Mit Verfügung vom 20. März 2015 wurde das Gesuch, der Beschwerde vom 3. Dezember 2014 die auf schiebende Wirkung zu erteilen, abgewiesen und Rechtsanwalt Singh als unent geltlicher Rechtsvertreter bestellt ( Urk. 15). Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für di e Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Das Ereignis vom 11. Juni 2012 ist unstreitig als Nichtberufsunfall zu qualifizie ren und begründet als solcher grundsätzlich Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung, UVG). Streitig und zu prüfen ist, ob die Taggeldleistungen zu Recht um die Hälfte gekürzt wurden, wobei die Zulässigkeit der vom Leistungsentscheid gesonder ten, verfügungsweisen Festsetzung der Kürzung vom Beschwerdeführer zur Recht nicht in Frage gestellt wurde (vgl. BGE 114 V 201 ff., 112 V 84 E. 2a). 1.2 1.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Grundlagen über die Kürzung von Leistungen der Unfallversicherung (Art. 39 UVG), namentlich nach Art. 49 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV), i m angefochte nen Entscheid ( Urk. 2 S. 3 f.) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. 1.2.2 Danach ist der Tatbestand der Beteiligung an Raufereien oder Schlägereien gemäss Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV grundsätzlich verschuldensunabhängig konzi piert und weiter gefasst als der Straftatbestand der Beteiligung an einem Rauf handel gemäss Art. 133 StGB. Es genügt, dass das zu sanktionierende Verhalten objektiv gesehen die Gefahr einschliesst, in Tätlichkeiten überzugehen oder solche nach sich zu ziehen, und die versicherte Person dies erkannt hat oder erkennen musste (BGE 134 V 315 E. 4.5.1.2). Der Tatbestand des Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV ist daher nicht nur bei der Teil nahme an einer eigentlichen tätlichen Auseinandersetzung gegeben. Es ist auch nicht notwendig, dass der Versicherte selbst tätlich geworden ist. Unerheblich ist zudem, aus welchen Motiven er sich beteiligt hat, wer mit einem Wortwech sel oder Tätlichkeiten begonnen hat und welche Wendung die Ereignisse in der Folge genommen haben. Entscheidend ist allein, ob die versicherte Person die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung erkannt hat oder erkennen musste (nicht publ. E. 1.1 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 [U 325/05]; RKUV 2005 Nr. U 553 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_579/2010 vom 10. März 2011 E. 2.2.1). 1.2.3 Eine Leistungskürzung nach Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV setzt voraus, dass zwi schen dem als Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei zu qualifizierenden Verhalten und dem Unfall ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Die Beurteilung der Adäquanz im Besonderen hat retrospektiv zu erfol gen. Es ist zu fragen, ob und inwiefern die objektiv unter Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV fallende Handlung als eine wesentliche Ursache des Unfalles erscheint. Dies ist dann zu bejahen, wenn die spezifischen Gefahren des allenfalls zu sanktionierenden Verhaltens des Versicherten sich beim Unfallereignis konkret ausgewirkt haben und nach der allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge geeignet sind, einen Unfall von der Art des ein getretenen herbeizuführen. Dabei ist auch ein gewisser zeitlicher Konnex not wendig (nicht publ. E. 1.2 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 ; siehe auch B GE 134 V 315 E. 4.5.1.2.; Urteil e des Bundesgerichts 8C_579/2010 E. 2.2.1 und 8C_363/2010 vom 29. März 2011 E. 3.2). 1.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 2. 2.1 In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz insofern rügen, als diese ihrer Begründungspflicht sowohl in der Verfügung vom 13. Oktober 2014 als auch im angefochtenen Entscheid nicht respektive ungenügend nachgekommen sei ( Urk. 1 S. 1 und 7). 2.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar stellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwä gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof fene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Ent scheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder tatbe ständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein wand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/ dd mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b). Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 1). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann es jedoch nicht der Sinn des durch die Rechtsprechung geschaffenen Instituts der Heilung des rechtlichen Gehörs sein, dass Versicherungsträger sich über den elementaren Grundsatz des rechtlichen Gehörs hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass solche Verfahrensmängel in einem vom durch den Verwaltungsakt Betroffenen allfällig angehobenen Gerichts verfahren behoben würden. Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtli chen Gehörs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöti gen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhö rung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 120 V 357 E. 2b, 116 V 182 E. 3c und d). 2.3 Wenn der Beschwerdeführer vorbringen lä sst, die Beschwerdegegnerin habe ihre Begründungspflicht bereits bei Erlass der Verfügung vom 13. Ok tober 2014 ( Urk. 12/172) verletzt, indem sie dieser keine nachvollziehba re Begründung angefügt habe, und, dass es ihre Pflicht gewesen wäre, zu seiner Argumen tation in der Einsprache vom 30. Oktober 2014 ( Urk. 12/176), wonach es am Abend des 11. Juni 2012 zu zwei Vorfällen gekommen sei, wobei der erste nicht Ursac he für die beim zweiten Vorfall erlitt enen Verletzungen gewesen sei ( Urk. 1 S. 7), Stellung zu nehmen, so ist dies mit Blick auf die vorstehenden rechtlichen Überlegung en nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Zwar finden sich zumindest im Einspracheentscheid vom 6. November 2014 die wesentlichen rechtlichen Erwägungen zur Frage der Kürzung; doch erweisen sich die Aus führungen und Subsumtionen zur Kausalität tatsächlich als dürftig. Auch wenn von einer Verletzung der Begründungspflicht auszugehen wäre, handelt es sich aber unter den gegebenen Umständen nicht um eine schwerwie gende Verletzung des rechtlichen Gehörs, welche zwingend zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen würde. Der Beschwerdeführer konnte sich zudem in diesem Verfahren umfassend äussern und die Beschwerdegegnerin begründete die Kürzung vernehmlassungsweise einlässlich; entsprechend kann die Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegend als g eheilt gelten (BGE 127 V 437 E. 3d/ aa, 126 I 72, 126 V 132 E. 2b, je mit Hinweisen), zumal der Beschwerdeführer selbst keine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin bean tragen lässt. 3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die strittige Kürzung der Taggeldleistungen damit, dass sich aus der Sachverhaltsdarstellung in der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 8. September 2014 ergebe, dass der Beschwerde führer bei der Auseinandersetzung vom 11. Juni 2012 nicht nur angegriffen worden sei, ohne am Streit beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn der Sachver halt nicht detailliert habe eruiert werden können, ergebe sich klar, dass ein Kampf stattgefunden habe und der Beschwerdeführer mit seinem Sohn und seinem Schwager, C.___, mit dem Ziel einer Aus einandersetzung mit den übrigen beteiligten Personen mit dem Auto losgefahren sei. Damit habe er sich in die Gefahrenzone begeben, woraus sich eine Schlägerei ergeben habe. Zu welchem genauen Zeitpunkt sich der Beschwerdeführer seine Verletzungen zugezogen habe, könne dahingestellt bleiben. Mit seiner aktiven Beteiligung habe er den Gegner provoziert und es trotz angeblicher Drohungen nicht als notwendig erachtet, sich sofort nach Hause zu begeben. Dass der Beschwerdeführer strafrechtlich nicht schuldig gesprochen worden sei, ändere an dieser Beurteilung nichts, zumal der Tatbestan d des Raufhandels gemäss Art 133 StGB nur verneint worden sei, weil es sich lediglich um Tätlich keiten und nicht um Körperverletzungen gehandelt habe ( Urk. 2 S. 5, 11 S. 4 ff. ). 3.2 Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen geltend machen, am 11. Juni 2012 sei es zu zwei Vorfällen gekommen. Dem ersten Ereignis, welches um zirka 20.00 Uhr an der D.___ in Z.___ stattgefunden habe, sei ein Vorfall vorausgegangen. Sein S ohn, E.___, sei von den Herren F.___ und G.___ ausgebremst worden. Darüber habe E.___ seinem Vater berichtet, welcher sodann seinen Sohn sicher nach Hause habe bringen wollen. Auf dem Weg hätten sie gezwungenermassen wieder F.___, G.___ und H.___ passieren müssen, worauf E.___ angehalten und ausgestie gen sei, um mit den Kontrahenten zu sprechen. Darauf sei es sofort zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Gemäss den übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers, seines Sohnes und C.___ sei der Beschwerdeführer erst nach Ausbruch der Auseinandersetzung aus dem Wagen gestiegen, um zu schlichten und die P arteien zu trennen. Wer wen aus welchem Grund geschlagen habe, werde von den Beteiligten unterschiedlich geschildert und es sei gemäss Einstellungsverfügung nicht beweisbar, dass sich der Beschwerdeführer strafbar gemacht habe. Anlässlich dieses Vorfalls sei es zu keinen Verletzungen gekommen, weshalb er sowieso bedeutungslos bleibe. Die Verletzungen, welche zu seiner Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, hätten ihre Ursache einz ig im zweiten Vorfall dieses Abends, welcher sich um zirka 22.30 Uhr an der I.___ auf dem Gemeindeparkplatz in Z.___ ereignet habe. Nach dem ersten Vorfall sei d er Beschwerdeführer zurück nach J.___ zum Wohnort von C.___ gefahren. Da er seinen Sohn telefo nisch nicht habe erreichen können, sei er später an dessen Wohnort in Z.___ gefahren. Als er sein Fahrzeug auf dem Gemeindeparkplatz habe abstellen wollen, sei er von mindestens fünf Personen angegriffen worden, welche mit Schlagstöcken auf ihn eingeschlagen hätten. Die Hintergründe dieses brutalen Angriffs und ein Zusammenhang mit dem ersten Vorfall seien bis heute nicht restlos geklärt. Jedenfalls stehe fest, dass der Beschwerdeführer mit einem der artigen Angriff nicht habe rechnen müssen. Er sei schlicht zum falschen Zeit punkt am falschen Ort gewesen. E ine Kürzung der Taggeldleistungen könne hiermit nicht begründet werden ( Urk. 1 S. 4 ff.). 4. 4.1 Gemäss Rapport der Kantonspolizei A.___ vom 24. November 2012 dürfte der Abend vom 11. Juni 2012 verschiedene Phasen durchlaufen haben, bis die Poli zei schlussendlich vor Ort war. Als erstes soll es in Z.___ auf der K.___ zu einem Vorfall zwischen zwei Personenwagen gekommen sein, bei welchem E.___, F.___ und G.___ beteiligt gewesen seien. Kurz darauf sei es in der Nähe des Restaurants L.___ in Z.___ zur ersten Diskussion gekommen. E.___ dürfte daraufhin seinen Vater und seinen Onkel, C.___, in J.___ abgeholt haben. Darauf sei es in Z.___ bei der Pizzeria M.___ ( D.___ ) um zirka 20.00 Uhr zu einem Raufhandel zwischen der Gruppe mit dem Beschwerdeführer, seinem Sohn und C.___ und der anderen Gruppe mit H.___ und F.___ gekommen. Im Zusammenhang mit dem Raufhandel hätten E.___ und H.___ Verletzungen geltend gemacht. C.___ soll einen Holzstock benutzt und F.___ einen fussball grossen Stein nach E.___ geworfen haben. Der ganze Ablauf, wer wen mit was geschlagen habe, sei von den beiden Gruppen unterschiedlich dar gestellt wor den ( Urk. 12/56 S. 8). Nachdem der Beschwerdeführer seinen Sohn und C.___ nach Hause gebracht habe, sei er nochmals nach Z.___ gefahren, wo er beim Gemeindeparkplatz durch eine mit Schlagstöcken ausgerüstete Gruppe ange griffen und verletzt worden sei. Gemäss Aussagen des Beschwerdeführers seien unter anderem H.___ und der „Grosse“ ( F.___ ) daran beteiligt gewesen. Daraufhin sei die Polizei benachrichtigt worden ( Urk. 12/56 S. 8). Im Rahmen des polizeilichen Ermittlungsverfahrens wurd e der Beschwerdefüh rer gemäss Aktenlage mehrfach befragt und am 14. Juni 2012 vorläufig festge nomme n. Am 16. Juni 2012 wurde er aus der Un tersuchungshaft entlassen (vgl. unter anderem Urk. 12/56 S. 9, 15, 22 f.) 4.2 Richtig ist, dass das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer im Zusammen hang mit dem Raufhandel mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ vom 8. September 2014 eingestellt worden ist und sich aus den Akten nicht klar ergibt, was sich genau am Abend vom 11. Juni 2012 ereignete. Als erstellt erachtete die Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ gemäss dem Sachverhalt in der Einstellungsverfügung vom 9. September 2014, dass der Sohn des Beschwerdeführers, E.___, seinem Vater am Abend des 11. Juni 2012 zwischen 19.00 und 20.00 Uhr einen Vor f all gemeldet hatte, bei wel chem er gemäss seiner Schilderung kurz zuvor von einem von G.___ gelenkten Auto, in welchem auch F.___ gesessen sei, ausgebremst worden s ei, wobei es anschliessend zu einer Diskussion gekommen sei. Hierauf begab sich der Beschwerdeführer gemäss Sachverhaltsfeststellung der Staatsan waltschaft in Begleitung von C.___ umgehend zu seinem Sohn. Nach dem d ie drei beim N.___ in Z.___ H.___ in dessen Fahr zeug zufällig wiedergesehen hätten, seien sie ihm mit ihrem Fahrzeug gefolgt. 4.3 In Bezug auf die folgende tätliche Auseinandersetzung, mithin den ersten Vor fall dieses Abends, blieben die genauen Tatumstände gemäss E. 5 der Einstel lungsverfügung aufgrund der widersprüchlichen Aussagen der Beteiligten letzt lich unklar; genügende Beweise, welche eine Anklage gegen den Beschwerde führer wegen Raufhandel s (Art. 133 StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123/126 StGB) oder eines Angriff s (Art. 134 StGB ) gerechtfertigt hätten, konnten nicht erhoben werden. Dieser Schluss basierte aber wesentlich auf dem Umstand, dass für die Erfüllung der Tatbest ände gemäss Art. 133 und Art. 134 StGB eine Verletzung, die über eine Tätlichkeit hinausgeht, Strafbarkeitsvoraussetzung ist, und die (behaupteten) Verletzungen der Parteien aus dem ersten Vorfall dieses Abends nicht üb er Folgen von Tät lichkeiten hinausgingen (vgl. E. 5 in Urk. 12/169). Die Einstellung des Strafverfahrens ändert jedoch nichts daran, dass der Beschwer deführer als Beteiligter im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu betrachten ist. Es steht fest und ist unbestritten, dass er sich, nachdem ihn sein Sohn über das angebliche Ausbremsmanöver informiert hatte, mit di esem sowie seinem Schwager C.___ auf den Weg machte, um mit der anderen Gruppe in Kontakt zu treten. Auch mischte sich der Beschwerdeführer in die erste Auseinandersetzung dieses Abends tätlich ein (vgl. Urk. 12/43/4, 12/45/1, 12/56/9). Welche Gesinnung dieser Kontaktaufnahme ursprünglich zugrunde lag, kann offen bleiben (vgl. obige E. 1.2.2). Die Argumentation des Beschwer deführers, wonach er sich angeblich nur zwecks Schlichtung respektive Auflö sung des K onflikts eingemischt habe, hilft ihm nicht weiter. Eine schutzwür digte Hilfeleistung im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV könnte nur bejaht werden, wenn damit ein wehrloser Beteiligter vor Gewalttätigkeiten geschützt werden soll ( Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversi cherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, 2003, S. 225). Der 1992 geborene Sohn des Beschwerdeführers, in dessen Fahrzeug eine entladene und entsicherte Pistole, ein Magazin mit 7 Patronen, ein Lederholster zur Pistole und ein Pfefferspray sichergestellt worden waren (vgl. Urk. 12/56 S. 24), ist aber fraglos nicht als Wehrloser im Sinne der Bestimmung zu betrach ten. Des W eitern griff der Beschwerdeführer g emäss eigenen Aussagen bereits nach einem ersten Schlag gegen seinen Sohn in die Rauferei ein (vgl. Urk. 12/43 S 4). Eine unmittelbar drohende Gefahr für Leib und Leben seines Sohnes, welche ein Eingreifen gerechtfertigt hätte (RKUV 1991 Nr. u 120 E. 5a und b), lag zu diesem Zeitpunkt gemäss Aktenlage nicht vor. Auch hätte der Beschwerdeführer diesfalls erklären müssen, aus welchem Grund sowohl er als auch der angeblich unbeteiligte C.___ auf eine Benachrichtigung der Polizei trotz gegebener Gefahrenlage verzichteten. 4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beteiligung des Beschwerdeführer s an der ersten Ausei nandersetzung des Abends, welche fraglos als Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu interpretieren ist, in einem kausalen Zusam menh ang zum Unfall, mithin zu den unbestrittenermassen erst beim zweiten Vorfall des Abends erlittenen Verletzungen steht. Dabei gilt, dass der Tatbestand der Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV z eitlich nicht als beendet gilt, solange nicht alle daran Beteiligten klar erkennbar mit dem verbal oder handgreiflich ausgefochtenen Streit aufgehört haben und nicht mit einer Fortsetzung bei nächster Gelegenheit gerechnet werden mu ss (vgl. nicht publ. E. 1.3 des Urteils 132 V 27 mit Verweis auf EVGE 1964 S. 74 ff. E. 2). Von einer Streitbeilegung in diesem Sinne durfte gemäss Aktenlage keiner der Beteiligten ausgehen. Gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers vom 14. Juni 2012 seien er, sein Sohn und C.___, während die andere Gruppe Steine nach ihnen geworfen habe, ins Auto gestiegen und davon gefahren (vgl. Urk. 12/43 S. 4). Die erste tätliche Auseinandersetzung dieses Abends beendete den Konflikt zwischen den beiden Gruppen offensichtlich nicht und die B etei ligten mussten zweifellos damit rec hnen, dass ein neuerliches Auf - einandertref fen zu einer Fortsetzung der Auseinandersetzung führen könnte. Indem sich der Beschwerdeführer noch am gleichen Abend nach Z.___ und damit an den Ort der ersten Auseinandersetzung und des angeblichen Aus bremsmanövers zurückbegab, nahm er das Risiko, den Kontrahenten ein weite res Mal zu begegnen, und damit auch eine Fortsetzung der Auseinandersetzung in Kauf. Sodann wohnt jeder tätlichen Auseinandersetzung das Risiko inne, verletzt zu werden. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach der zweite Vorfall mit dem ersten in keinem Zusammenhang st ehe, erscheint welt fremd, zumal gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers zwei der am zweiten Vorfall beteiligten Personen bereits bei der ersten Ausei nandersetzung beteiligt waren und diese zudem gedroht hätten, auch noch den Sohn des Beschwerdeführers „dranzunehmen“ (vgl. Urk. 12/44 S. 11). Auch wenn der zweite Vorfall den ersten an Vehemenz deutlich überstieg und möglicherweise weitere /andere Personen daran beteiligt waren, bildet e er eine Einheit mit der Rauferei zuvor, musste der Beschwerdeführer doch nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und d er allgemeinen Lebenserfahrung damit rechnen, dass ein neuerliches Aufeinandertreffen noch am selben Abend in einer weitern tätlichen Auseinandersetzung enden würde. Die vorausge gangene Auseinandersetzung bildete entsprechend eine adäquate und natürliche Ursache für die erlittenen Unfallfolgen. Nach dem Gesagten schloss die Beschwerdegegnerin zu Recht, dass sich der Beschwerdeführer am 11. Juni 2012 an einer Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV beteiligt und sich infolgedessen Verletzungen zu gezogen hat. Die Höhe der Kürzung um 50 % entspricht dem minimalen Ansatz gemäss dieser Bestimmung und wurde vom Beschwerdeführer richtigerweise nicht in Frage gestellt. Damit erweist sich der an gefochtene Entscheid als zu treffend. Die Beschwerde ist abzuweisen. 5. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weist in der e inge reich ten Kostennote vom 7. April 2016 ( Urk. 17/2 ) für das vorliegende Verf ah ren einen Zeitaufwand von 10.75 Stunden und Barauslagen von Fr. 26.-- aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Beim gerichtsüblichen Stun den ansatz von Fr. 200. -- bis Ende 2014 ( 9 Stunden 5 Minuten im Jahr 2014, vgl. Urk. 17/2) und Fr. 220.-- ab 1. Januar 2015 (1 Stunde 40 Minuten, vgl. Urk. 17/2) resultiert darau s eine Entschädigung von Fr. 2‘386.08 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer). Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Vijay Singh, Zürich, wird mit Fr. 2‘386.10 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Vijay Singh - Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf - Bundesamt für Gesundheit sowie an: - Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigGasser Küffer

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2014.00285 UV.2014.00285

UV.2014.00285 I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Ersatzrichter Wilhelm

Gerichtsschreiberin Gasser Küffer

Urteil vom 29. April 2016

Urteil vom 29. April 2016 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Vijay Singh

vertreten durch Rechtsanwalt Vijay Singh Münch Singh Rechtsanwälte

Münch Singh Rechtsanwälte Dufourstrasse 32, 8008 Zürich

Dufourstrasse 32, 8008 Zürich gegen

gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Rechtsabteilung

Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern

Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee

Bahnhofstrasse 24, Postfach, 6210 Sursee Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Der 1965 geborene X.___ arbeitete als Allrounder in der von ihm im Januar 2012 gegründeten Y.___ GmbH und war über diese bei der Schweizerische n Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert. Mit Unfallmeldung vom 17. Juni 2012 teilte er der Suva mit, dass er am 11. Juni 2012 abends um 22.30 Uhr in Z.___ von Unbekannten überfallen worden sei, welche ihm mit Schlägern diverse Kopfverletzungen zu gefügt hätten ( Urk. 12/1). Die Suva erklärte mit Schreiben vom 20. Juni 2012, dass sie dem Versicherten bis zur genauen Abklärung der Verhältnisse lediglich ein Teiltaggeld von aktuell Fr. 78.40 ausrichte ( Urk. 12/3), und nahm unter anderem diverse Polizeirapporte, Einvernahmeprotokolle ( Urk. 12/ 40-44) und den Schlussbericht zum polizeilichen Ermittlungsverfahren der Kantonspolizei A.___ vom 26. November 2012 ( Urk. 12/56) zu den Akten.

1. Der 1965 geborene X.___ arbeitete als Allrounder in der von ihm im Januar 2012 gegründeten Y.___ GmbH und war über diese bei der Schweizerische n Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert. Mit Unfallmeldung vom 17. Juni 2012 teilte er der Suva mit, dass er am 11. Juni 2012 abends um 22.30 Uhr in Z.___ von Unbekannten überfallen worden sei, welche ihm mit Schlägern diverse Kopfverletzungen zu gefügt hätten ( Urk. 12/1). Die Suva erklärte mit Schreiben vom 20. Juni 2012, dass sie dem Versicherten bis zur genauen Abklärung der Verhältnisse lediglich ein Teiltaggeld von aktuell Fr. 78.40 ausrichte ( Urk. 12/3), und nahm unter anderem diverse Polizeirapporte, Einvernahmeprotokolle ( Urk. 12/ 40-44) und den Schlussbericht zum polizeilichen Ermittlungsverfahren der Kantonspolizei A.___ vom 26. November 2012 ( Urk. 12/56) zu den Akten. Mit Verfügung vom 8. September 2014 stellte die Staatsanwaltschaft Bezirk B.___ das Ve rfahren in der Strafsache X.___ wegen Raufhandel s (Art. 133 des Strafgesetzbuches, StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123 StGB/Art. 126 StGB) sowie Angriff s (Art. 13 4 StGB) ein ( Urk. 12/169). Darauf teilte die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 und bestätigendem Einspracheentscheid vom 6. Novem ber 2014 ( Urk. 2) die Kürzung der Taggeldleistungen wegen Beteiligung an einer Rauferei und Schlägerei um 50 % mit. Mit Verfügung vom 11. Juni 2014 for derte sie zuviel ausbezahlte Taggelder im B etrag von Fr. 12‘172.20 zurück ( Urk. 12/179). Die Einsprache dagegen datiert vom 11. November 2014 ( Urk. 12/182).

Mit Verfügung vom 8. September 2014 stellte die Staatsanwaltschaft Bezirk B.___ das Ve rfahren in der Strafsache X.___ wegen Raufhandel s (Art. 133 des Strafgesetzbuches, StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123 StGB/Art. 126 StGB) sowie Angriff s (Art. 13 4 StGB) ein ( Urk. 12/169). Darauf teilte die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 und bestätigendem Einspracheentscheid vom 6. Novem ber 2014 ( Urk. 2) die Kürzung der Taggeldleistungen wegen Beteiligung an einer Rauferei und Schlägerei um 50 % mit. Mit Verfügung vom 11. Juni 2014 for derte sie zuviel ausbezahlte Taggelder im B etrag von Fr. 12‘172.20 zurück ( Urk. 12/179). Die Einsprache dagegen datiert vom 11. November 2014 ( Urk. 12/182). 2. Gegen den Entscheid betreffend Kürzung der Taggelder vom 6. November 2014 liess X.___ am 3. D ezember 2014 Beschwerde erheben und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie der damit bestätigten Verfügung vom 13. Oktober 2014 beantragen. Das ihm zustehende Taggeld für die Zeit vom 14. Juni 2012 bis 18. Juni 2014 sei nicht zu kürzen und der bisher zurückbehaltene Betrag im Umfang von 25 % des ordentlichen Taggeldansatzes sei nachzuzah len. In formeller Hinsicht liess er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie Bestellung von Rechtsan walt lic. iur. Vijay Singh zum unentgeltlichen Rechts vertreter ersuchen ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin liess in der Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 die Abweisung der Beschwerde beantragen ( Urk. 11). Mit Verfügung vom 20. März 2015 wurde das Gesuch, der Beschwerde vom 3. Dezember 2014 die auf schiebende Wirkung zu erteilen, abgewiesen und Rechtsanwalt Singh als unent geltlicher Rechtsvertreter bestellt ( Urk. 15).

2. Gegen den Entscheid betreffend Kürzung der Taggelder vom 6. November 2014 liess X.___ am 3. D ezember 2014 Beschwerde erheben und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie der damit bestätigten Verfügung vom 13. Oktober 2014 beantragen. Das ihm zustehende Taggeld für die Zeit vom 14. Juni 2012 bis 18. Juni 2014 sei nicht zu kürzen und der bisher zurückbehaltene Betrag im Umfang von 25 % des ordentlichen Taggeldansatzes sei nachzuzah len. In formeller Hinsicht liess er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung und Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie Bestellung von Rechtsan walt lic. iur. Vijay Singh zum unentgeltlichen Rechts vertreter ersuchen ( Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin liess in der Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 die Abweisung der Beschwerde beantragen ( Urk. 11). Mit Verfügung vom 20. März 2015 wurde das Gesuch, der Beschwerde vom 3. Dezember 2014 die auf schiebende Wirkung zu erteilen, abgewiesen und Rechtsanwalt Singh als unent geltlicher Rechtsvertreter bestellt ( Urk. 15). Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für di e Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen.

Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für di e Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Das Ereignis vom 11. Juni 2012 ist unstreitig als Nichtberufsunfall zu qualifizie ren und begründet als solcher grundsätzlich Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung, UVG).

1.1 Das Ereignis vom 11. Juni 2012 ist unstreitig als Nichtberufsunfall zu qualifizie ren und begründet als solcher grundsätzlich Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung, UVG). Streitig und zu prüfen ist, ob die Taggeldleistungen zu Recht um die Hälfte gekürzt wurden, wobei die Zulässigkeit der vom Leistungsentscheid gesonder ten, verfügungsweisen Festsetzung der Kürzung vom Beschwerdeführer zur Recht nicht in Frage gestellt wurde (vgl. BGE 114 V 201 ff., 112 V 84 E. 2a).

Streitig und zu prüfen ist, ob die Taggeldleistungen zu Recht um die Hälfte gekürzt wurden, wobei die Zulässigkeit der vom Leistungsentscheid gesonder ten, verfügungsweisen Festsetzung der Kürzung vom Beschwerdeführer zur Recht nicht in Frage gestellt wurde (vgl. BGE 114 V 201 ff., 112 V 84 E. 2a). 1.2

1.2 1.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Grundlagen über die Kürzung von Leistungen der Unfallversicherung (Art. 39 UVG), namentlich nach Art. 49 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV), i m angefochte nen Entscheid ( Urk. 2 S. 3 f.) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.

1.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat die rechtlichen Grundlagen über die Kürzung von Leistungen der Unfallversicherung (Art. 39 UVG), namentlich nach Art. 49 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV), i m angefochte nen Entscheid ( Urk. 2 S. 3 f.) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. 1.2.2 Danach ist der Tatbestand der Beteiligung an Raufereien oder Schlägereien gemäss Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV grundsätzlich verschuldensunabhängig konzi piert und weiter gefasst als der Straftatbestand der Beteiligung an einem Rauf handel gemäss Art. 133 StGB. Es genügt, dass das zu sanktionierende Verhalten objektiv gesehen die Gefahr einschliesst, in Tätlichkeiten überzugehen oder solche nach sich zu ziehen, und die versicherte Person dies erkannt hat oder erkennen musste (BGE 134 V 315 E. 4.5.1.2).

1.2.2 Danach ist der Tatbestand der Beteiligung an Raufereien oder Schlägereien gemäss Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV grundsätzlich verschuldensunabhängig konzi piert und weiter gefasst als der Straftatbestand der Beteiligung an einem Rauf handel gemäss Art. 133 StGB. Es genügt, dass das zu sanktionierende Verhalten objektiv gesehen die Gefahr einschliesst, in Tätlichkeiten überzugehen oder solche nach sich zu ziehen, und die versicherte Person dies erkannt hat oder erkennen musste (BGE 134 V 315 E. 4.5.1.2). Der Tatbestand des Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV ist daher nicht nur bei der Teil nahme an einer eigentlichen tätlichen Auseinandersetzung gegeben. Es ist auch nicht notwendig, dass der Versicherte selbst tätlich geworden ist. Unerheblich ist zudem, aus welchen Motiven er sich beteiligt hat, wer mit einem Wortwech sel oder Tätlichkeiten begonnen hat und welche Wendung die Ereignisse in der Folge genommen haben. Entscheidend ist allein, ob die versicherte Person die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung erkannt hat oder erkennen musste (nicht publ. E. 1.1 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 [U 325/05]; RKUV 2005 Nr. U 553 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_579/2010 vom 10. März 2011 E. 2.2.1).

Der Tatbestand des Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV ist daher nicht nur bei der Teil nahme an einer eigentlichen tätlichen Auseinandersetzung gegeben. Es ist auch nicht notwendig, dass der Versicherte selbst tätlich geworden ist. Unerheblich ist zudem, aus welchen Motiven er sich beteiligt hat, wer mit einem Wortwech sel oder Tätlichkeiten begonnen hat und welche Wendung die Ereignisse in der Folge genommen haben. Entscheidend ist allein, ob die versicherte Person die Gefahr einer tätlichen Auseinandersetzung erkannt hat oder erkennen musste (nicht publ. E. 1.1 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 [U 325/05]; RKUV 2005 Nr. U 553 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_579/2010 vom 10. März 2011 E. 2.2.1). 1.2.3 Eine Leistungskürzung nach Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV setzt voraus, dass zwi schen dem als Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei zu qualifizierenden Verhalten und dem Unfall ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Die Beurteilung der Adäquanz im Besonderen hat retrospektiv zu erfol gen. Es ist zu fragen, ob und inwiefern die objektiv unter Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV fallende Handlung als eine wesentliche Ursache des Unfalles erscheint. Dies ist dann zu bejahen, wenn die spezifischen Gefahren des allenfalls zu sanktionierenden Verhaltens des Versicherten sich beim Unfallereignis konkret ausgewirkt haben und nach der allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge geeignet sind, einen Unfall von der Art des ein getretenen herbeizuführen. Dabei ist auch ein gewisser zeitlicher Konnex not wendig (nicht publ. E. 1.2 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 ; siehe auch B GE 134 V 315 E. 4.5.1.2.; Urteil e des Bundesgerichts 8C_579/2010 E. 2.2.1 und 8C_363/2010 vom 29. März 2011 E. 3.2).

1.2.3 Eine Leistungskürzung nach Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV setzt voraus, dass zwi schen dem als Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei zu qualifizierenden Verhalten und dem Unfall ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Die Beurteilung der Adäquanz im Besonderen hat retrospektiv zu erfol gen. Es ist zu fragen, ob und inwiefern die objektiv unter Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV fallende Handlung als eine wesentliche Ursache des Unfalles erscheint. Dies ist dann zu bejahen, wenn die spezifischen Gefahren des allenfalls zu sanktionierenden Verhaltens des Versicherten sich beim Unfallereignis konkret ausgewirkt haben und nach der allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge geeignet sind, einen Unfall von der Art des ein getretenen herbeizuführen. Dabei ist auch ein gewisser zeitlicher Konnex not wendig (nicht publ. E. 1.2 des Urteils BGE 132 V 27, in: SVR 2006 UV Nr. 13 ; siehe auch B GE 134 V 315 E. 4.5.1.2.; Urteil e des Bundesgerichts 8C_579/2010 E. 2.2.1 und 8C_363/2010 vom 29. März 2011 E. 3.2). 1.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).

1.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 2.

2. 2.1 In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz insofern rügen, als diese ihrer Begründungspflicht sowohl in der Verfügung vom 13. Oktober 2014 als auch im angefochtenen Entscheid nicht respektive ungenügend nachgekommen sei ( Urk. 1 S. 1 und 7).

2.1 In formeller Hinsicht lässt der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz insofern rügen, als diese ihrer Begründungspflicht sowohl in der Verfügung vom 13. Oktober 2014 als auch im angefochtenen Entscheid nicht respektive ungenügend nachgekommen sei ( Urk. 1 S. 1 und 7). 2.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar stellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwä gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ).

2.2 Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar stellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwä gungen (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof fene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Ent scheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder tatbe ständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein wand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/ dd mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).

Gemäss Art. 52 Abs. 2 Satz 2 ATSG werden Einspracheentscheide begründet. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betrof fene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Ent scheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder tatbe ständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Ein wand auseinander setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/ dd mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b). Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 1). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann es jedoch nicht der Sinn des durch die Rechtsprechung geschaffenen Instituts der Heilung des rechtlichen Gehörs sein, dass Versicherungsträger sich über den elementaren Grundsatz des rechtlichen Gehörs hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass solche Verfahrensmängel in einem vom durch den Verwaltungsakt Betroffenen allfällig angehobenen Gerichts verfahren behoben würden.

Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den beschwerdeführenden Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107 Ia 1). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann es jedoch nicht der Sinn des durch die Rechtsprechung geschaffenen Instituts der Heilung des rechtlichen Gehörs sein, dass Versicherungsträger sich über den elementaren Grundsatz des rechtlichen Gehörs hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass solche Verfahrensmängel in einem vom durch den Verwaltungsakt Betroffenen allfällig angehobenen Gerichts verfahren behoben würden. Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtli chen Gehörs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöti gen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhö rung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 120 V 357 E. 2b, 116 V 182 E. 3c und d).

Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtli chen Gehörs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöti gen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhö rung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst beförderlichen Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 120 V 357 E. 2b, 116 V 182 E. 3c und d). 2.3 Wenn der Beschwerdeführer vorbringen lä sst, die Beschwerdegegnerin habe ihre Begründungspflicht bereits bei Erlass der Verfügung vom 13. Ok tober 2014 ( Urk. 12/172) verletzt, indem sie dieser keine nachvollziehba re Begründung angefügt habe, und, dass es ihre Pflicht gewesen wäre, zu seiner Argumen tation in der Einsprache vom 30. Oktober 2014 ( Urk. 12/176), wonach es am Abend des 11. Juni 2012 zu zwei Vorfällen gekommen sei, wobei der erste nicht Ursac he für die beim zweiten Vorfall erlitt enen Verletzungen gewesen sei ( Urk. 1 S. 7), Stellung zu nehmen, so ist dies mit Blick auf die vorstehenden rechtlichen Überlegung en nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Zwar finden sich zumindest im Einspracheentscheid vom 6. November 2014 die wesentlichen rechtlichen Erwägungen zur Frage der Kürzung; doch erweisen sich die Aus führungen und Subsumtionen zur Kausalität tatsächlich als dürftig.

2.3 Wenn der Beschwerdeführer vorbringen lä sst, die Beschwerdegegnerin habe ihre Begründungspflicht bereits bei Erlass der Verfügung vom 13. Ok tober 2014 ( Urk. 12/172) verletzt, indem sie dieser keine nachvollziehba re Begründung angefügt habe, und, dass es ihre Pflicht gewesen wäre, zu seiner Argumen tation in der Einsprache vom 30. Oktober 2014 ( Urk. 12/176), wonach es am Abend des 11. Juni 2012 zu zwei Vorfällen gekommen sei, wobei der erste nicht Ursac he für die beim zweiten Vorfall erlitt enen Verletzungen gewesen sei ( Urk. 1 S. 7), Stellung zu nehmen, so ist dies mit Blick auf die vorstehenden rechtlichen Überlegung en nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Zwar finden sich zumindest im Einspracheentscheid vom 6. November 2014 die wesentlichen rechtlichen Erwägungen zur Frage der Kürzung; doch erweisen sich die Aus führungen und Subsumtionen zur Kausalität tatsächlich als dürftig. Auch wenn von einer Verletzung der Begründungspflicht auszugehen wäre, handelt es sich aber unter den gegebenen Umständen nicht um eine schwerwie gende Verletzung des rechtlichen Gehörs, welche zwingend zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen würde. Der Beschwerdeführer konnte sich zudem in diesem Verfahren umfassend äussern und die Beschwerdegegnerin begründete die Kürzung vernehmlassungsweise einlässlich; entsprechend kann die Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegend als g eheilt gelten (BGE 127 V 437 E. 3d/ aa, 126 I 72, 126 V 132 E. 2b, je mit Hinweisen), zumal der Beschwerdeführer selbst keine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin bean tragen lässt.

Auch wenn von einer Verletzung der Begründungspflicht auszugehen wäre, handelt es sich aber unter den gegebenen Umständen nicht um eine schwerwie gende Verletzung des rechtlichen Gehörs, welche zwingend zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen würde. Der Beschwerdeführer konnte sich zudem in diesem Verfahren umfassend äussern und die Beschwerdegegnerin begründete die Kürzung vernehmlassungsweise einlässlich; entsprechend kann die Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegend als g eheilt gelten (BGE 127 V 437 E. 3d/ aa, 126 I 72, 126 V 132 E. 2b, je mit Hinweisen), zumal der Beschwerdeführer selbst keine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin bean tragen lässt. 3.

3. 3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die strittige Kürzung der Taggeldleistungen damit, dass sich aus der Sachverhaltsdarstellung in der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 8. September 2014 ergebe, dass der Beschwerde führer bei der Auseinandersetzung vom 11. Juni 2012 nicht nur angegriffen worden sei, ohne am Streit beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn der Sachver halt nicht detailliert habe eruiert werden können, ergebe sich klar, dass ein Kampf stattgefunden habe und der Beschwerdeführer mit seinem Sohn und seinem Schwager, C.___, mit dem Ziel einer Aus einandersetzung mit den übrigen beteiligten Personen mit dem Auto losgefahren sei. Damit habe er sich in die Gefahrenzone begeben, woraus sich eine Schlägerei ergeben habe. Zu welchem genauen Zeitpunkt sich der Beschwerdeführer seine Verletzungen zugezogen habe, könne dahingestellt bleiben. Mit seiner aktiven Beteiligung habe er den Gegner provoziert und es trotz angeblicher Drohungen nicht als notwendig erachtet, sich sofort nach Hause zu begeben.

3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die strittige Kürzung der Taggeldleistungen damit, dass sich aus der Sachverhaltsdarstellung in der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 8. September 2014 ergebe, dass der Beschwerde führer bei der Auseinandersetzung vom 11. Juni 2012 nicht nur angegriffen worden sei, ohne am Streit beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn der Sachver halt nicht detailliert habe eruiert werden können, ergebe sich klar, dass ein Kampf stattgefunden habe und der Beschwerdeführer mit seinem Sohn und seinem Schwager, C.___, mit dem Ziel einer Aus einandersetzung mit den übrigen beteiligten Personen mit dem Auto losgefahren sei. Damit habe er sich in die Gefahrenzone begeben, woraus sich eine Schlägerei ergeben habe. Zu welchem genauen Zeitpunkt sich der Beschwerdeführer seine Verletzungen zugezogen habe, könne dahingestellt bleiben. Mit seiner aktiven Beteiligung habe er den Gegner provoziert und es trotz angeblicher Drohungen nicht als notwendig erachtet, sich sofort nach Hause zu begeben. Dass der Beschwerdeführer strafrechtlich nicht schuldig gesprochen worden sei, ändere an dieser Beurteilung nichts, zumal der Tatbestan d des Raufhandels gemäss Art 133 StGB nur verneint worden sei, weil es sich lediglich um Tätlich keiten und nicht um Körperverletzungen gehandelt habe ( Urk. 2 S. 5, 11 S. 4 ff. ).

Dass der Beschwerdeführer strafrechtlich nicht schuldig gesprochen worden sei, ändere an dieser Beurteilung nichts, zumal der Tatbestan d des Raufhandels gemäss Art 133 StGB nur verneint worden sei, weil es sich lediglich um Tätlich keiten und nicht um Körperverletzungen gehandelt habe ( Urk. 2 S. 5, 11 S. 4 ff. ). 3.2 Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen geltend machen, am 11. Juni 2012 sei es zu zwei Vorfällen gekommen. Dem ersten Ereignis, welches um zirka 20.00 Uhr an der D.___ in Z.___ stattgefunden habe, sei ein Vorfall vorausgegangen. Sein S ohn, E.___, sei von den Herren F.___ und G.___ ausgebremst worden. Darüber habe E.___ seinem Vater berichtet, welcher sodann seinen Sohn sicher nach Hause habe bringen wollen. Auf dem Weg hätten sie gezwungenermassen wieder F.___, G.___ und H.___ passieren müssen, worauf E.___ angehalten und ausgestie gen sei, um mit den Kontrahenten zu sprechen. Darauf sei es sofort zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Gemäss den übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers, seines Sohnes und C.___ sei der Beschwerdeführer erst nach Ausbruch der Auseinandersetzung aus dem Wagen gestiegen, um zu schlichten und die P arteien zu trennen. Wer wen aus welchem Grund geschlagen habe, werde von den Beteiligten unterschiedlich geschildert und es sei gemäss Einstellungsverfügung nicht beweisbar, dass sich der Beschwerdeführer strafbar gemacht habe. Anlässlich dieses Vorfalls sei es zu keinen Verletzungen gekommen, weshalb er sowieso bedeutungslos bleibe.

3.2 Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen geltend machen, am 11. Juni 2012 sei es zu zwei Vorfällen gekommen. Dem ersten Ereignis, welches um zirka 20.00 Uhr an der D.___ in Z.___ stattgefunden habe, sei ein Vorfall vorausgegangen. Sein S ohn, E.___, sei von den Herren F.___ und G.___ ausgebremst worden. Darüber habe E.___ seinem Vater berichtet, welcher sodann seinen Sohn sicher nach Hause habe bringen wollen. Auf dem Weg hätten sie gezwungenermassen wieder F.___, G.___ und H.___ passieren müssen, worauf E.___ angehalten und ausgestie gen sei, um mit den Kontrahenten zu sprechen. Darauf sei es sofort zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Gemäss den übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdeführers, seines Sohnes und C.___ sei der Beschwerdeführer erst nach Ausbruch der Auseinandersetzung aus dem Wagen gestiegen, um zu schlichten und die P arteien zu trennen. Wer wen aus welchem Grund geschlagen habe, werde von den Beteiligten unterschiedlich geschildert und es sei gemäss Einstellungsverfügung nicht beweisbar, dass sich der Beschwerdeführer strafbar gemacht habe. Anlässlich dieses Vorfalls sei es zu keinen Verletzungen gekommen, weshalb er sowieso bedeutungslos bleibe. Die Verletzungen, welche zu seiner Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, hätten ihre Ursache einz ig im zweiten Vorfall dieses Abends, welcher sich um zirka 22.30 Uhr an der I.___ auf dem Gemeindeparkplatz in Z.___ ereignet habe. Nach dem ersten Vorfall sei d er Beschwerdeführer zurück nach J.___ zum Wohnort von C.___ gefahren. Da er seinen Sohn telefo nisch nicht habe erreichen können, sei er später an dessen Wohnort in Z.___ gefahren. Als er sein Fahrzeug auf dem Gemeindeparkplatz habe abstellen wollen, sei er von mindestens fünf Personen angegriffen worden, welche mit Schlagstöcken auf ihn eingeschlagen hätten. Die Hintergründe dieses brutalen Angriffs und ein Zusammenhang mit dem ersten Vorfall seien bis heute nicht restlos geklärt. Jedenfalls stehe fest, dass der Beschwerdeführer mit einem der artigen Angriff nicht habe rechnen müssen. Er sei schlicht zum falschen Zeit punkt am falschen Ort gewesen. E ine Kürzung der Taggeldleistungen könne hiermit nicht begründet werden ( Urk. 1 S. 4 ff.).

Die Verletzungen, welche zu seiner Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, hätten ihre Ursache einz ig im zweiten Vorfall dieses Abends, welcher sich um zirka 22.30 Uhr an der I.___ auf dem Gemeindeparkplatz in Z.___ ereignet habe. Nach dem ersten Vorfall sei d er Beschwerdeführer zurück nach J.___ zum Wohnort von C.___ gefahren. Da er seinen Sohn telefo nisch nicht habe erreichen können, sei er später an dessen Wohnort in Z.___ gefahren. Als er sein Fahrzeug auf dem Gemeindeparkplatz habe abstellen wollen, sei er von mindestens fünf Personen angegriffen worden, welche mit Schlagstöcken auf ihn eingeschlagen hätten. Die Hintergründe dieses brutalen Angriffs und ein Zusammenhang mit dem ersten Vorfall seien bis heute nicht restlos geklärt. Jedenfalls stehe fest, dass der Beschwerdeführer mit einem der artigen Angriff nicht habe rechnen müssen. Er sei schlicht zum falschen Zeit punkt am falschen Ort gewesen. E ine Kürzung der Taggeldleistungen könne hiermit nicht begründet werden ( Urk. 1 S. 4 ff.). 4.

4. 4.1 Gemäss Rapport der Kantonspolizei A.___ vom 24. November 2012 dürfte der Abend vom 11. Juni 2012 verschiedene Phasen durchlaufen haben, bis die Poli zei schlussendlich vor Ort war. Als erstes soll es in Z.___ auf der K.___ zu einem Vorfall zwischen zwei Personenwagen gekommen sein, bei welchem E.___, F.___ und G.___ beteiligt gewesen seien. Kurz darauf sei es in der Nähe des Restaurants L.___ in Z.___ zur ersten Diskussion gekommen. E.___ dürfte daraufhin seinen Vater und seinen Onkel, C.___, in J.___ abgeholt haben. Darauf sei es in Z.___ bei der Pizzeria M.___ ( D.___ ) um zirka 20.00 Uhr zu einem Raufhandel zwischen der Gruppe mit dem Beschwerdeführer, seinem Sohn und C.___ und der anderen Gruppe mit H.___ und F.___ gekommen. Im Zusammenhang mit dem Raufhandel hätten E.___ und H.___ Verletzungen geltend gemacht. C.___ soll einen Holzstock benutzt und F.___ einen fussball grossen Stein nach E.___ geworfen haben. Der ganze Ablauf, wer wen mit was geschlagen habe, sei von den beiden Gruppen unterschiedlich dar gestellt wor den ( Urk. 12/56 S. 8).

4.1 Gemäss Rapport der Kantonspolizei A.___ vom 24. November 2012 dürfte der Abend vom 11. Juni 2012 verschiedene Phasen durchlaufen haben, bis die Poli zei schlussendlich vor Ort war. Als erstes soll es in Z.___ auf der K.___ zu einem Vorfall zwischen zwei Personenwagen gekommen sein, bei welchem E.___, F.___ und G.___ beteiligt gewesen seien. Kurz darauf sei es in der Nähe des Restaurants L.___ in Z.___ zur ersten Diskussion gekommen. E.___ dürfte daraufhin seinen Vater und seinen Onkel, C.___, in J.___ abgeholt haben. Darauf sei es in Z.___ bei der Pizzeria M.___ ( D.___ ) um zirka 20.00 Uhr zu einem Raufhandel zwischen der Gruppe mit dem Beschwerdeführer, seinem Sohn und C.___ und der anderen Gruppe mit H.___ und F.___ gekommen. Im Zusammenhang mit dem Raufhandel hätten E.___ und H.___ Verletzungen geltend gemacht. C.___ soll einen Holzstock benutzt und F.___ einen fussball grossen Stein nach E.___ geworfen haben. Der ganze Ablauf, wer wen mit was geschlagen habe, sei von den beiden Gruppen unterschiedlich dar gestellt wor den ( Urk. 12/56 S. 8). Nachdem der Beschwerdeführer seinen Sohn und C.___ nach Hause gebracht habe, sei er nochmals nach Z.___ gefahren, wo er beim Gemeindeparkplatz durch eine mit Schlagstöcken ausgerüstete Gruppe ange griffen und verletzt worden sei. Gemäss Aussagen des Beschwerdeführers seien unter anderem H.___ und der „Grosse“ ( F.___ ) daran beteiligt gewesen. Daraufhin sei die Polizei benachrichtigt worden ( Urk. 12/56 S. 8).

Nachdem der Beschwerdeführer seinen Sohn und C.___ nach Hause gebracht habe, sei er nochmals nach Z.___ gefahren, wo er beim Gemeindeparkplatz durch eine mit Schlagstöcken ausgerüstete Gruppe ange griffen und verletzt worden sei. Gemäss Aussagen des Beschwerdeführers seien unter anderem H.___ und der „Grosse“ ( F.___ ) daran beteiligt gewesen. Daraufhin sei die Polizei benachrichtigt worden ( Urk. 12/56 S. 8). Im Rahmen des polizeilichen Ermittlungsverfahrens wurd e der Beschwerdefüh rer gemäss Aktenlage mehrfach befragt und am 14. Juni 2012 vorläufig festge nomme n. Am 16. Juni 2012 wurde er aus der Un tersuchungshaft entlassen (vgl. unter anderem Urk. 12/56 S. 9, 15, 22 f.)

Im Rahmen des polizeilichen Ermittlungsverfahrens wurd e der Beschwerdefüh rer gemäss Aktenlage mehrfach befragt und am 14. Juni 2012 vorläufig festge nomme n. Am 16. Juni 2012 wurde er aus der Un tersuchungshaft entlassen (vgl. unter anderem Urk. 12/56 S. 9, 15, 22 f.) 4.2 Richtig ist, dass das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer im Zusammen hang mit dem Raufhandel mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ vom 8. September 2014 eingestellt worden ist und sich aus den Akten nicht klar ergibt, was sich genau am Abend vom 11. Juni 2012 ereignete.

4.2 Richtig ist, dass das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer im Zusammen hang mit dem Raufhandel mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ vom 8. September 2014 eingestellt worden ist und sich aus den Akten nicht klar ergibt, was sich genau am Abend vom 11. Juni 2012 ereignete. Als erstellt erachtete die Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ gemäss dem Sachverhalt in der Einstellungsverfügung vom 9. September 2014, dass der Sohn des Beschwerdeführers, E.___, seinem Vater am Abend des 11. Juni 2012 zwischen 19.00 und 20.00 Uhr einen Vor f all gemeldet hatte, bei wel chem er gemäss seiner Schilderung kurz zuvor von einem von G.___ gelenkten Auto, in welchem auch F.___ gesessen sei, ausgebremst worden s ei, wobei es anschliessend zu einer Diskussion gekommen sei. Hierauf begab sich der Beschwerdeführer gemäss Sachverhaltsfeststellung der Staatsan waltschaft in Begleitung von C.___ umgehend zu seinem Sohn. Nach dem d ie drei beim N.___ in Z.___ H.___ in dessen Fahr zeug zufällig wiedergesehen hätten, seien sie ihm mit ihrem Fahrzeug gefolgt.

Als erstellt erachtete die Staatsanwaltschaft des Bezirks B.___ gemäss dem Sachverhalt in der Einstellungsverfügung vom 9. September 2014, dass der Sohn des Beschwerdeführers, E.___, seinem Vater am Abend des 11. Juni 2012 zwischen 19.00 und 20.00 Uhr einen Vor f all gemeldet hatte, bei wel chem er gemäss seiner Schilderung kurz zuvor von einem von G.___ gelenkten Auto, in welchem auch F.___ gesessen sei, ausgebremst worden s ei, wobei es anschliessend zu einer Diskussion gekommen sei. Hierauf begab sich der Beschwerdeführer gemäss Sachverhaltsfeststellung der Staatsan waltschaft in Begleitung von C.___ umgehend zu seinem Sohn. Nach dem d ie drei beim N.___ in Z.___ H.___ in dessen Fahr zeug zufällig wiedergesehen hätten, seien sie ihm mit ihrem Fahrzeug gefolgt. 4.3 In Bezug auf die folgende tätliche Auseinandersetzung, mithin den ersten Vor fall dieses Abends, blieben die genauen Tatumstände gemäss E. 5 der Einstel lungsverfügung aufgrund der widersprüchlichen Aussagen der Beteiligten letzt lich unklar; genügende Beweise, welche eine Anklage gegen den Beschwerde führer wegen Raufhandel s (Art. 133 StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123/126 StGB) oder eines Angriff s (Art. 134 StGB ) gerechtfertigt hätten, konnten nicht erhoben werden. Dieser Schluss basierte aber wesentlich auf dem Umstand, dass für die Erfüllung der Tatbest ände gemäss Art. 133 und Art. 134 StGB eine Verletzung, die über eine Tätlichkeit hinausgeht, Strafbarkeitsvoraussetzung ist, und die (behaupteten) Verletzungen der Parteien aus dem ersten Vorfall dieses Abends nicht üb er Folgen von Tät lichkeiten hinausgingen (vgl. E. 5 in Urk. 12/169).

4.3 In Bezug auf die folgende tätliche Auseinandersetzung, mithin den ersten Vor fall dieses Abends, blieben die genauen Tatumstände gemäss E. 5 der Einstel lungsverfügung aufgrund der widersprüchlichen Aussagen der Beteiligten letzt lich unklar; genügende Beweise, welche eine Anklage gegen den Beschwerde führer wegen Raufhandel s (Art. 133 StGB), eventuell einfache r Körperverlet zung/Tätlichkeiten (Art. 123/126 StGB) oder eines Angriff s (Art. 134 StGB ) gerechtfertigt hätten, konnten nicht erhoben werden. Dieser Schluss basierte aber wesentlich auf dem Umstand, dass für die Erfüllung der Tatbest ände gemäss Art. 133 und Art. 134 StGB eine Verletzung, die über eine Tätlichkeit hinausgeht, Strafbarkeitsvoraussetzung ist, und die (behaupteten) Verletzungen der Parteien aus dem ersten Vorfall dieses Abends nicht üb er Folgen von Tät lichkeiten hinausgingen (vgl. E. 5 in Urk. 12/169). Die Einstellung des Strafverfahrens ändert jedoch nichts daran, dass der Beschwer deführer als Beteiligter im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu betrachten ist. Es steht fest und ist unbestritten, dass er sich, nachdem ihn sein Sohn über das angebliche Ausbremsmanöver informiert hatte, mit di esem sowie seinem Schwager C.___ auf den Weg machte, um mit der anderen Gruppe in Kontakt zu treten. Auch mischte sich der Beschwerdeführer in die erste Auseinandersetzung dieses Abends tätlich ein (vgl. Urk. 12/43/4, 12/45/1, 12/56/9). Welche Gesinnung dieser Kontaktaufnahme ursprünglich zugrunde lag, kann offen bleiben (vgl. obige E. 1.2.2). Die Argumentation des Beschwer deführers, wonach er sich angeblich nur zwecks Schlichtung respektive Auflö sung des K onflikts eingemischt habe, hilft ihm nicht weiter. Eine schutzwür digte Hilfeleistung im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV könnte nur bejaht werden, wenn damit ein wehrloser Beteiligter vor Gewalttätigkeiten geschützt werden soll ( Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversi cherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, 2003, S. 225). Der 1992 geborene Sohn des Beschwerdeführers, in dessen Fahrzeug eine entladene und entsicherte Pistole, ein Magazin mit 7 Patronen, ein Lederholster zur Pistole und ein Pfefferspray sichergestellt worden waren (vgl. Urk. 12/56 S. 24), ist aber fraglos nicht als Wehrloser im Sinne der Bestimmung zu betrach ten. Des W eitern griff der Beschwerdeführer g emäss eigenen Aussagen bereits nach einem ersten Schlag gegen seinen Sohn in die Rauferei ein (vgl. Urk. 12/43 S 4). Eine unmittelbar drohende Gefahr für Leib und Leben seines Sohnes, welche ein Eingreifen gerechtfertigt hätte (RKUV 1991 Nr. u 120 E. 5a und b), lag zu diesem Zeitpunkt gemäss Aktenlage nicht vor. Auch hätte der Beschwerdeführer diesfalls erklären müssen, aus welchem Grund sowohl er als auch der angeblich unbeteiligte C.___ auf eine Benachrichtigung der Polizei trotz gegebener Gefahrenlage verzichteten.

Die Einstellung des Strafverfahrens ändert jedoch nichts daran, dass der Beschwer deführer als Beteiligter im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu betrachten ist. Es steht fest und ist unbestritten, dass er sich, nachdem ihn sein Sohn über das angebliche Ausbremsmanöver informiert hatte, mit di esem sowie seinem Schwager C.___ auf den Weg machte, um mit der anderen Gruppe in Kontakt zu treten. Auch mischte sich der Beschwerdeführer in die erste Auseinandersetzung dieses Abends tätlich ein (vgl. Urk. 12/43/4, 12/45/1, 12/56/9). Welche Gesinnung dieser Kontaktaufnahme ursprünglich zugrunde lag, kann offen bleiben (vgl. obige E. 1.2.2). Die Argumentation des Beschwer deführers, wonach er sich angeblich nur zwecks Schlichtung respektive Auflö sung des K onflikts eingemischt habe, hilft ihm nicht weiter. Eine schutzwür digte Hilfeleistung im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV könnte nur bejaht werden, wenn damit ein wehrloser Beteiligter vor Gewalttätigkeiten geschützt werden soll ( Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversi cherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage, 2003, S. 225). Der 1992 geborene Sohn des Beschwerdeführers, in dessen Fahrzeug eine entladene und entsicherte Pistole, ein Magazin mit 7 Patronen, ein Lederholster zur Pistole und ein Pfefferspray sichergestellt worden waren (vgl. Urk. 12/56 S. 24), ist aber fraglos nicht als Wehrloser im Sinne der Bestimmung zu betrach ten. Des W eitern griff der Beschwerdeführer g emäss eigenen Aussagen bereits nach einem ersten Schlag gegen seinen Sohn in die Rauferei ein (vgl. Urk. 12/43 S 4). Eine unmittelbar drohende Gefahr für Leib und Leben seines Sohnes, welche ein Eingreifen gerechtfertigt hätte (RKUV 1991 Nr. u 120 E. 5a und b), lag zu diesem Zeitpunkt gemäss Aktenlage nicht vor. Auch hätte der Beschwerdeführer diesfalls erklären müssen, aus welchem Grund sowohl er als auch der angeblich unbeteiligte C.___ auf eine Benachrichtigung der Polizei trotz gegebener Gefahrenlage verzichteten. 4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beteiligung des Beschwerdeführer s an der ersten Ausei nandersetzung des Abends, welche fraglos als Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu interpretieren ist, in einem kausalen Zusam menh ang zum Unfall, mithin zu den unbestrittenermassen erst beim zweiten Vorfall des Abends erlittenen Verletzungen steht.

4.4 Zu prüfen bleibt, ob die Beteiligung des Beschwerdeführer s an der ersten Ausei nandersetzung des Abends, welche fraglos als Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV zu interpretieren ist, in einem kausalen Zusam menh ang zum Unfall, mithin zu den unbestrittenermassen erst beim zweiten Vorfall des Abends erlittenen Verletzungen steht. Dabei gilt, dass der Tatbestand der Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV z eitlich nicht als beendet gilt, solange nicht alle daran Beteiligten klar erkennbar mit dem verbal oder handgreiflich ausgefochtenen Streit aufgehört haben und nicht mit einer Fortsetzung bei nächster Gelegenheit gerechnet werden mu ss (vgl. nicht publ. E. 1.3 des Urteils 132 V 27 mit Verweis auf EVGE 1964 S. 74 ff. E. 2). Von einer Streitbeilegung in diesem Sinne durfte gemäss Aktenlage keiner der Beteiligten ausgehen. Gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers vom 14. Juni 2012 seien er, sein Sohn und C.___, während die andere Gruppe Steine nach ihnen geworfen habe, ins Auto gestiegen und davon gefahren (vgl. Urk. 12/43 S. 4). Die erste tätliche Auseinandersetzung dieses Abends beendete den Konflikt zwischen den beiden Gruppen offensichtlich nicht und die B etei ligten mussten zweifellos damit rec hnen, dass ein neuerliches Auf - einandertref fen zu einer Fortsetzung der Auseinandersetzung führen könnte.

Dabei gilt, dass der Tatbestand der Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV z eitlich nicht als beendet gilt, solange nicht alle daran Beteiligten klar erkennbar mit dem verbal oder handgreiflich ausgefochtenen Streit aufgehört haben und nicht mit einer Fortsetzung bei nächster Gelegenheit gerechnet werden mu ss (vgl. nicht publ. E. 1.3 des Urteils 132 V 27 mit Verweis auf EVGE 1964 S. 74 ff. E. 2). Von einer Streitbeilegung in diesem Sinne durfte gemäss Aktenlage keiner der Beteiligten ausgehen. Gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers vom 14. Juni 2012 seien er, sein Sohn und C.___, während die andere Gruppe Steine nach ihnen geworfen habe, ins Auto gestiegen und davon gefahren (vgl. Urk. 12/43 S. 4). Die erste tätliche Auseinandersetzung dieses Abends beendete den Konflikt zwischen den beiden Gruppen offensichtlich nicht und die B etei ligten mussten zweifellos damit rec hnen, dass ein neuerliches Auf einandertref fen zu einer Fortsetzung der Auseinandersetzung führen könnte. Indem sich der Beschwerdeführer noch am gleichen Abend nach Z.___ und damit an den Ort der ersten Auseinandersetzung und des angeblichen Aus bremsmanövers zurückbegab, nahm er das Risiko, den Kontrahenten ein weite res Mal zu begegnen, und damit auch eine Fortsetzung der Auseinandersetzung in Kauf. Sodann wohnt jeder tätlichen Auseinandersetzung das Risiko inne, verletzt zu werden. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach der zweite Vorfall mit dem ersten in keinem Zusammenhang st ehe, erscheint welt fremd, zumal gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers zwei der am zweiten Vorfall beteiligten Personen bereits bei der ersten Ausei nandersetzung beteiligt waren und diese zudem gedroht hätten, auch noch den Sohn des Beschwerdeführers „dranzunehmen“ (vgl. Urk. 12/44 S. 11).

Indem sich der Beschwerdeführer noch am gleichen Abend nach Z.___ und damit an den Ort der ersten Auseinandersetzung und des angeblichen Aus bremsmanövers zurückbegab, nahm er das Risiko, den Kontrahenten ein weite res Mal zu begegnen, und damit auch eine Fortsetzung der Auseinandersetzung in Kauf. Sodann wohnt jeder tätlichen Auseinandersetzung das Risiko inne, verletzt zu werden. Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach der zweite Vorfall mit dem ersten in keinem Zusammenhang st ehe, erscheint welt fremd, zumal gemäss polizeilich protokollierter Aussage des Beschwerdeführers zwei der am zweiten Vorfall beteiligten Personen bereits bei der ersten Ausei nandersetzung beteiligt waren und diese zudem gedroht hätten, auch noch den Sohn des Beschwerdeführers „dranzunehmen“ (vgl. Urk. 12/44 S. 11). Auch wenn der zweite Vorfall den ersten an Vehemenz deutlich überstieg und möglicherweise weitere /andere Personen daran beteiligt waren, bildet e er eine Einheit mit der Rauferei zuvor, musste der Beschwerdeführer doch nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und d er allgemeinen Lebenserfahrung damit rechnen, dass ein neuerliches Aufeinandertreffen noch am selben Abend in einer weitern tätlichen Auseinandersetzung enden würde. Die vorausge gangene Auseinandersetzung bildete entsprechend eine adäquate und natürliche Ursache für die erlittenen Unfallfolgen.

Auch wenn der zweite Vorfall den ersten an Vehemenz deutlich überstieg und möglicherweise weitere /andere Personen daran beteiligt waren, bildet e er eine Einheit mit der Rauferei zuvor, musste der Beschwerdeführer doch nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und d er allgemeinen Lebenserfahrung damit rechnen, dass ein neuerliches Aufeinandertreffen noch am selben Abend in einer weitern tätlichen Auseinandersetzung enden würde. Die vorausge gangene Auseinandersetzung bildete entsprechend eine adäquate und natürliche Ursache für die erlittenen Unfallfolgen. Nach dem Gesagten schloss die Beschwerdegegnerin zu Recht, dass sich der Beschwerdeführer am 11. Juni 2012 an einer Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV beteiligt und sich infolgedessen Verletzungen zu gezogen hat. Die Höhe der Kürzung um 50 % entspricht dem minimalen Ansatz gemäss dieser Bestimmung und wurde vom Beschwerdeführer richtigerweise nicht in Frage gestellt. Damit erweist sich der an gefochtene Entscheid als zu treffend. Die Beschwerde ist abzuweisen.

Nach dem Gesagten schloss die Beschwerdegegnerin zu Recht, dass sich der Beschwerdeführer am 11. Juni 2012 an einer Rauferei und Schlägerei im Sinne von Art. 49 Abs. 2 lit. a UVV beteiligt und sich infolgedessen Verletzungen zu gezogen hat. Die Höhe der Kürzung um 50 % entspricht dem minimalen Ansatz gemäss dieser Bestimmung und wurde vom Beschwerdeführer richtigerweise nicht in Frage gestellt. Damit erweist sich der an gefochtene Entscheid als zu treffend. Die Beschwerde ist abzuweisen. 5. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weist in der e inge reich ten Kostennote vom 7. April 2016 ( Urk. 17/2 ) für das vorliegende Verf ah ren einen Zeitaufwand von 10.75 Stunden und Barauslagen von Fr. 26.-- aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Beim gerichtsüblichen Stun den ansatz von Fr. 200. -- bis Ende 2014 ( 9 Stunden 5 Minuten im Jahr 2014, vgl. Urk. 17/2) und Fr. 220.-- ab 1. Januar 2015 (1 Stunde 40 Minuten, vgl. Urk. 17/2) resultiert darau s eine Entschädigung von Fr. 2‘386.08 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer).

5. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weist in der e inge reich ten Kostennote vom 7. April 2016 ( Urk. 17/2 ) für das vorliegende Verf ah ren einen Zeitaufwand von 10.75 Stunden und Barauslagen von Fr. 26.-- aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt. Beim gerichtsüblichen Stun den ansatz von Fr. 200. -- bis Ende 2014 ( 9 Stunden 5 Minuten im Jahr 2014, vgl. Urk. 17/2) und Fr. 220.-- ab 1. Januar 2015 (1 Stunde 40 Minuten, vgl. Urk. 17/2) resultiert darau s eine Entschädigung von Fr. 2‘386.08 (inklusive Bar auslagen und Mehrwertsteuer). Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Vijay Singh, Zürich, wird mit Fr. 2‘386.10 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen.

3. Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Vijay Singh, Zürich, wird mit Fr. 2‘386.10 (inkl. Barauslagen und MWSt ) aus der Gerichtskasse ent schädigt. Der Beschwerdeführer wird auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Vijay Singh

Rechtsanwalt Vijay Singh - Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf

Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse

Gerichtskasse 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GrünigGasser Küffer