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Die absolute Gleichheit der Redezeiten auf sämtlichen Fernseh- und Radiostationen gilt vom 28. März bis zum Freitag 8. April. Der erste Wahlgang findet am kommenden Sonntag 10. April und der zweite am Sonntag 24. April statt.
Bis zum 27. März mussten die Medien den Kandidierenden gemäss ihrem Wähleranteil und ihrem Ranking in Meinungsumfragen Präsenzzeit gewähren («accès équitable» à l’antenne). Doch ab zwei Wochen vor dem Wahlgang (ab 28. März) sind Fernsehen und Radio verpflichtet, allen zwölf Kandidierenden bis auf die Sekunden dieselbe Zeit zur Verfügung zu stellen. Das gilt auch für unterstützende Stimmen.
Von diesen strikten Zeitvergleichen sind die Social Media und die gedruckten Medien nicht betroffen. Man geht davon aus, dass sich die Wählerschaft vor allem auf die Radio- und Fernsehstationen stützt.
Der amtierende Präsident hat einen Vorteil, denn Berichte über seine amtlichen Auftritte in der Aussen- und Innenpolitik werden nicht mitgezählt. Nur wenn die TV- und Radioberichte über Emmanuel Macron nicht mit seinen offiziellen Aufgaben in Verbindung stehen, wenn sie dazu dienen, seine fünfjährige Amtszeit zu verteidigen oder einen Ausblick auf die nächste zu geben, wenn sie also der politischen Debatte angegliedert sind, dann wird davon ausgegangen, dass es sich bei den Äusserungen um solche des Kandidaten und nicht um solche des Präsidenten handelt.
Die französischen gesetzlichen Vorschriften für eine «égalité» der Kandidierenden sind in Europa einmalig. Allerdings gibt es in keinem anderen Land die Volkswahl eines Präsidenten oder einer Präsidentin, der oder die über ähnlich grosse Machtbefugnisse verfügt. In Frankreich ernennt und entlässt der Präsident oder die Präsidentin alle Regierungsmitglieder.
Am meisten Publikum in Frankreich erreichten in der Vergangenheit allerdings direkte Debatten unter den Kandidatinnen und Kandidaten in den letzten vierzehn Tagen, jeweils ebenfalls mit gleicher Sendezeit. Dieses Jahr findet im Schlussspurt keine solche Debatte statt, weil Präsident Macron nicht mitmachen wollte. Erst zwischen den beiden Wahlgängen, am 20. April, wenn nur noch zwei Kandidierende zur Wahl stehen, soll auf France 2 und TF1 ein TV-Duell stattfinden – laut Prognosen von Wahlumfragen zwischen Präsident Macron und Marine Le Pen.
Das Einhalten dieser Vorschriften wird vom «Conseil supérieur de l’audiovisuel» strikte kontrolliert.
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➜ Alle Details dieser Vorschriften für gleich lange Spiesse der Kandidierenden finden Sie hier.
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Text original en français. Deutsche Übersetzung vom Autor autorisiert.
Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine
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