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Vergangene Woche wurden in der ostkasachischen Stadt Ridder die Weltmeisterschaften im Ski-OL ausgetragen. Mit von der Partie war auch der 20-jährige Oberarther Sandro Truttmann, welcher zum ersten Mal eine Elite-WM bestritt.
Die Titelwettkämpfe fanden alle vom gleichen Stadion aus statt, wobei für die jeweiligen Wettkämpfe sehr verschiedene Teile des Waldes genutzt wurden. Auch die Wetterbedingungen zeigten sich sehr abwechslungsreich. Während es während der Sprint- und Mitteldistanz in Strömen regnete und stürmte, präsentierte sich das Wetter am Ende der Woche von seiner besten Seite mit Sonnenschein und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt.
Stürmischer Start
Zu Beginn der Meisterschaften wurden die kürzeren Distanzen ausgetragen. So stand am ersten Wettkampfstag der Sprint auf dem Programm. Truttmann konnte einen sicheren und schnellen Start hinlegen. Auf Grund von kleineren Unsicherheiten auf der Karte verlor er einige Male ein paar Sekunden, schaute aber insgesamt auf einen sicheren Lauf zurück und war mit dem 24. Rang im WM-Debüt sehr zufrieden.
Wie schon der Vortag war auch der Mittwoch geprägt von Regen und Sturm. Aufgrund der sehr langsamen Schneeverhältnisse wurden die Siegerzeiten für ein Mitteldistanzrennen aussergewöhnlich lange. Der Start von Truttmann war lange unsicher, da er aufgrund von Magenproblemen nur spärlich Nahrung zu sich nehmen konnte. Kurz vor dem Start entschied er sich allerdings für das Rennen, welches er dann technisch nahe am Optimum lief. Physisch hatte er auch wegen den unerwartet langen Laufzeiten mehr Probleme. Dennoch zeigte sich der 20-Jährige im Ziel erneut zufrieden mit dem guten 20. Rang als zweitbester Schweizer.
Fordernde Langdistanz
Aufgrund der Nichtselektion für die Sprintstaffel und die Staffel hatte Truttmann genügend Zeit, um sich bis zur Langdistanz am Sonntag von seinen Magenproblemen zu erholen und Kräfte zu sammeln. Im Massenstartrennen über 20 Kilometer gelang ihm erneut ein guter Lauf ohne grössere Fehler. Durch die warmen Temperaturen an den Vortagen und den kalten Nächten bildete sich im ganzen Laufgebiet eine pickelharte Schneedecke, auf welcher kreuz und quer durch den Wald gelaufen werden konnte. Truttmann kam mit diesen speziellen Bedingungen sehr gut zurecht. Mit der langen Distanz des Rennens hatte Truttmann aber zu kämpfen. Dennoch war er mit der Leistung sehr zufrieden, womit er die Weltmeisterschaften mit einem guten 22. Platz abschliessen konnte.
Insgesamt schaut Truttmann auf eine gute Weltmeisterschaft zurück. Insbesondere die spezifischen Vorbereitungen zur Anpassung an die grosse Zeitverschiebung scheinen sich für den jungen Oberarther ausgezahlt zu haben.
Sprint: 1. Peter Arnesson SWE 15:49, 2. Andrei Lamov RUS 16:04, 3. Kiril Veselov RUS 16:15, 24. Sandro Truttmann SUI 17:53
Mitteldistanz: 1. Peter Arnesson SWE 56:51, 2. Andrei Lamov RUS 58:52, 3. Kiril Veselov RUS 59:06, 20. Sandro Truttmann SUI 1:06:11
Langdistanz: 1. Peter Arnesson SWE 1:29:11, 2. Janne Häkkinen FIN 1:29:13, 3. Staffan Tunis FIN 1:29:55, 22. Sandro Truttmann SUI 1:36:20