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Das Pierre-Auger Observatorium in Malargüe und Umgebung ist ein internationales physikalisches Grossexperiment zur Untersuchung von hochenergetischer kosmischer Strahlung. Diese stammt aus den Zentren von Galaxien (Schwarze Löcher) und besteht hauptsächlich aus Protonen und schweren Atomkernen (z.B. Eisen). Die Teilchen (Primärstrahlung) erzeugen beim Auftreffen auf die Erdatmosphäre eine Vielzahl anderer Teilchen (Sekundärstrahlung/Luftschauer). Mit der Messung und Interpretation dieser Teilchen-Strahlungen versuchen über 400 Wissenschaftler weltweit unser Wissen über Galaxien zu erweitern.
In der Stadt Malargüe selbst befindet sich nur das Besuchs- und Datenverarbeitungs-Zentrum. Der eigentliche Messaufbau ist gigantisch. Die Strahlungs-Detektoren verteilen sich in der Pampa Amarilla auf 3‘000 km2, was etwa der dreifachen Fläche des Kanton Uri entspricht.
An vier Standorten wird mittels 27 Teleskopen die Primärstrahlung bzw. das von ihr erzeugte Fluoreszenzlicht registriert.
1‘600 Oberflächen-Detektoren, die in einem Dreiecksmuster mit je 1‘500 m Abstand über das riesige Gelände verteilt sind, registrieren die Sekundärstrahlung. Jeder Detektor besteht aus einem mit 12 m3 hoch reinem Wasser gefüllten Tank, in dem die einfallenden Teilchen Lichtblitze erzeugen. Ein einzelner Luftschauer erzeugt dabei Blitze in mehreren Tanks. Die Auswertung dieser Blitze erlaubt es den Wissenschaftlern festzustellen, in welcher Galaxie die kosmische Strahlung ihren Ursprung hatte und mit welcher Energie sie wann ins All rausgeschleudert wurde.
Nachdem wir in den dunklen Weiten von Tierra del Fuego sehr oft unglaublich beeindruckende Sternenhimmel beobachten konnten, überwältigt uns nun dieses Observatorium mit seiner schieren Grösse.
Foto aus dem Internet