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Prof. Dr. Matthew Rabin
Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich verleiht die Würde eines Doktors ehrenhalber an Herrn Prof. Dr. Matthew Rabin in Anerkennung seiner grossen Verdienste. Er hat mit seinen Arbeiten zur Theorie von Fairness und Reziprozität und zur Theorie referenzabhängiger Präferenzen erheblich zu einem Brückenschlag zwischen Psychologie und Wirtschaftswissenschaften beigetragen, der die mikroökonomische Forschung in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend verändert hat.
Matthew Rabin ist Edward G. und Nancy S. Jordan Professor für Wirtschaftswissenschaft an der University of California, Berkeley. Seinen Bachelor of Science in Mathematik erwarb er an der University of Wisconsin-Madison im Jahr 1984 und seinen Doktortitel in Wirtschaft im Jahr 1989 am Massachussetts Institute of Technology (MIT). Seit er seine Doktorarbeit abgeschlossen hat, arbeitet er für Berkeley. Des Weiteren war er Gastprofessor am Massachussetts Institute of Technology, an der London School of Economics and Political Science, an der Northwestern University, an der Harvard University und am California Institute for Technology.
Seine Forschung beinhaltet abstrakte spieltheoretische Modelle der Kommunikation sowie einige experimentelle Arbeiten, und seit kurzem beschäftigt er sich auch mit Themen aus dem Bereich der Neuroökonomie. Das Herz seiner Forschung aber ist die Entwicklung eines übertragbaren und anwendbaren Modells der psychologischen Faktoren, welche bis dahin in der empirischen Wirtschaftsforschung vernachlässigt wurden. Entwickelt werden sollen dabei formelle theoretische Modelle von Fairness, Risiko und referenzabhängigen Präferenzen, von Voreingenommenheit beim Vorhersagen von Präferenzen, von kognitiver Verzerrung und folgernder Fehler sowie von Prokrastination und anderen Formen von Selbstkontrollproblemen. Darüber hinaus sollen Wege erforscht werden, um die Wohlfahrtsökonomie zu modernisieren – auf dass diese die empirischen Studien zum Thema «wirtschaftliche Institutionen und ihre Auffassung von Wohlergehen» besser reflektiert.
Matthew Rabin ist Fellow der Econometric Society und der American Academy of Arts and Sciences. Im Jahr 1999 wurde ihm eine MacArthur Fellowship zuerkannt, und 2001 wurde er mit der John Bates Clark Ehrenmedaille der American Economic Association ausgezeichnet. 1981 wurde Matthew Rabin von der Springbrook High School senior class ausgewählt als «Most Likely to Express His Opinion». Seine professionellen Beiträge konzentrieren sich auf die Förderung des Einbezugs psychologischer Faktoren in die etablierte Wirtschaftswissenschaft. Er war (mit Colin Camerer und George Loewen- stein) Ko-Autor des Sammelbandes «Fortschritte in Verhaltensökonomie», und er unterstützt seit 1998 die Organisation der Russell Sage Summer Institute in Behavioral Economics sowie seit kurzem auch jene des Asia Summer Institute in Behavioral Economics der National University of Singapore.