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Die Santee oder Östliche Dakota sind die östlichste Dialekt- und Stammesgruppe der Sioux Indianer aus der gleichnamigen Sprachfamilie, die sich aufgrund ihres Dialektes Dakota (Freunde, Verbündete) nannten. Ihre westwärts gezogenen Sioux Verwandten bezeichneten sich als Lakota.
Sprachlich und kulturell werden die Dakota in zwei Gruppen unterteilt:
- Santee (Messermacher) mit den Stämmen Mdewakanton (am Geistersee lebendes Volk) und Wahpekute (Laubwald Schützen)
- Sisseton (Volk der Sümpfe) mit den Stämmen Sisseton und Wahpeton (unter den Blätter lebendes Volk)
Ursprünglich wurden nur die Mdewakanton und Wahpekute als Santee bezeichnet, später übertrug man diese Bezeichnung auf alle Stämme der Östlichen Dakota.
Die Santee ähnelten kulturell den Algonkin und gehörten somit eher zum Kulturareal des nordöstlichen Waldlandes als zur Plainskultur. Ihre Jagdbeute waren Hirsche, Rehe und Niederwild, aber auch Bisons, sie betrieben Fischfang mit Speeren und großen Netzen und bauten neben Bohnen, Kürbissen und Tabak auch Mais an. Sie gewannen Zucker aus Ahornsirup und ernteten Wildreis. Ahornsirup wurde durch Anzapfen der Bäume gewonnen und den aufgefangenen Saft kochte man so lange, bis eine dicke, stark süße, braune Flüssigkeit entstand, die zum Süßen der Nahrung diente. Wildreis wuchs vorwiegend im Gebiet der Großen Seen. Die im Spätsommer reifen, länglichen dunklen Körner wurden von Booten aus geerntet. Die Halme wurden ins Boot gebeugt und die Reiskörner mit Stöcken aus den Ähren gedroschen. Dabei fielen auch genügend Körner ins Wasser, um somit die Saat für das nächste Jahr zu bilden. Im Frühjahr und Sommer lebten sie in festen Siedlungen, die aus rechteckigen Rindenhäusern mit Giebeldächern bestanden. Auf der Jagd wurde das Tipi bevorzugt, aber auch das Wigwam.
Ursprünglich bildeten sieben Stämme der Sioux eine Allianz, die sie Oceti Sakowin (Die sieben Ratsfeuer) nannten. Zu den sieben Ratsfeuer gehörten neben den oben genannten vier Dakota-Stämmen die zur Nakota-Stammesgruppegehörenden Yankton und Yanktonai sowie als größte Gruppe die Lakota. (oft auch als Teton bezeichnet)
Die Mdewakanton waren bis zum Aufstand der Östlichen Dakota 1862 (Sioux-Aufstand) in Minnesota der führende Stamm der sieben Ratsfeuer, mussten aber als Folge der Niederlage, bei der sie große Verluste an Menschen und Kampfkraft erlitten, ihre Stellung innerhalb der Allianz an die größte Gruppe der Lakota, den Oglala, abtreten.
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