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Mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 6,4 Prozent zwischen 2016 und 2021 übertrifft das südasiatische Land Bangladesch andere Länder wie Indien, Indonesien, Vietnam, die Philippinen und Thailand, schreibt der Beratungskonzern Boston Consulting Group (BCG) in einem am Freitag veröffentlichten Bericht.
Der inländische Verbrauchermarkt von Bangladesch werde der neuntgrösste der Welt werden, prophezeit BCG. Die Mittel- und Wohlstandsklasse werde zwischen 2020 und 2025 erheblich wachsen, wobei die durchschnittliche Arbeiterschaft gerade mal 28 Jahre alt ist – ein Traum für Wachstumsphantasien.
«Das Land hätte leicht von seinem Nachbarn im Nordosten, China, oder seinem kontinentalen Cousin im Westen, Indien, in den Schatten gestellt werden können, aber in dieser Region der Wirtschaftsmächte steht Bangladesch aufrecht», schreibt BCG.
Pro Kopf bereits reicher als Indien
Bangladesch ist 2015 von einem Land mit niedrigem Einkommen zu einem Land mit mittlerem Einkommen aufgestiegen. Das ist zwar fünf Jahre später als Indien, aber Bangladeschs Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist bereits höher als das seines Nachbarn. Das Land strebt an, bis 2031 ein Land mit mittlerem Einkommen im oberen Bereich zu werden.
Einige Herausforderungen bleiben bestehen. Jüngste Probleme mit der Liquidität sowie Devisen- und Inflationsdruck könnten laut BCG das Wachstum kurzfristig bremsen. Aber Bangladesch hat Massnahmen ergriffen, um seine 416 Milliarden Dollar schwere Wirtschaft für ein paar lukrative Jahrzehnte zu positionieren, solange es eine durchschnittliche Wachstumsrate von etwa 5 Prozent beibehält.
Laut einer BCG-Umfrage glauben 57 Prozent der Befragten, dass «die nächste Generation ein besseres Leben haben wird als sie selbst, insbesondere wenn das Land zu einer qualifizierten Wirtschaft übergeht». «Obwohl die Wirtschaft kurzfristig mit einigen Schwankungen konfrontiert ist, sind wir zuversichtlich, dass diese sehr widerstandsfähige Wirtschaft langfristig weiterhin ein robustes Wachstum aufweisen wird», heisst es im Bericht.
(Bloomberg)