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Man hört manchmal die Kritik, dass die KD den Fleischkonsum verstärken würde oder dass zu viele Milchprodukte gegessen würden. Oder man hört, dass es eine stark proteinlastige Ernährungsform wäre und man zu wenig Ballaststoffe bekommen würde.
Dann gibt es auch Vegetarier, die denken, die ketogene Ernährung wäre sowas wie eine Gegenbewegung zum Verzicht auf tierische Lebensmittel (es gibt auch Ketarier, die so denken).
Diese Kritikpunkte können unter Bestimmten Umständen alle zutreffen. Es kann aber auch genauso gut keiner der Punkte zutreffen. Es kommt darauf an, wie man die KD formuliert. Entscheidend ist nicht nur, was für Vorlieben und Ideale man in Bezug auf das Essen hat, sondern auch, was für Ziele man damit verfolgt:
Will man abnehmen? Muskeln aufbauen oder die Ausdauer verbessern? Will man Tumoren in Schach halten? Epileptische Anfälle vermeiden? Alzheimer vorbeugen?
Ein Tumorpatient wird sich nicht in erster Linie von Steaks ernähren und ein Kraftsportler wird kaum den ganzen Tag nur Gemüse essen.
Man kann die ketogene Ernährung nur auf eine Art definieren: Über den Stoffwechsel. Es ist die Ernährungsform, die den metabolischen Zustand der Ketose zur Folge hat. Das ist alles.
Ich persönlich finde eine ausgewogene KD sollte viel Gemüse enthalten und der Proteinkonsum sollte moderat sein (1 – 1,5g/kg Körpergewicht). Ich esse heute deutlich mehr Gemüse, als wo ich mich “normal“ ernährt hatte. Der Fleischkonsum ist in etwa gleich geblieben, Milchprodukte ebenfalls. Nüsse und Eier esse ich etwas mehr. Und wenn ich das Gemüse zubereite, dann bin ich sehr grosszügig mit der bio Butter 😉
So sieht mein typisches Abendessen aus: