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Namen und Bürgerrecht
Das Kind erhält den Familiennamen der Eltern, wenn diese verheiratet sind. Sind sie nicht miteinander verheiratet, erhält das Kind den Namen der Mutter, oder, wenn diese infolge früherer Eheschliessung einen Doppelnamen führt, den ersten Namen. Sind die Eltern miteinander verheiratet, so erhält das Kind das Kantons- und Gemeindebürgerrecht des Vaters, sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, dasjenige der Mutter.
Neues Namensrecht für Ehepaare und ihre Kinder ab 2013
Wer seit der Heirat einen Doppelnamen trägt und diesen abgeben möchte bzw. wieder seinen Ledignamen annehmen möchte, kann dies ab dem 1. Januar 2013 tun. Dabei besteht für Ehegatten keine Frist für eine Namensänderung. Die Namen gemeinsamer Kinder können ebenfalls geändert werden, jedoch nur innerhalb einer Übergangsfrist. Ehepaare, welche die Namen ihrer Kinder ändern möchten, haben dafür nur bis Ende 2013 Zeit. Ebenso können nicht verheiratet Eltern, die ein gemeinsames Sorgerecht haben, innerhalb dieser Frist den Namen ihrer Kinder auf den Namen des Vaters ändern.
Für Kinder, die nach dem 1. Januar 2013 geboren werden, gilt die Regel, dass sie den gemeinsamen Familiennamen der Eltern erhalten. Tragen die Eltern verschiedene Namen, erhalten die Kinder den Namen, den die Eltern bei der Heirat als Familiennamen bestimmt haben. Im ersten Jahr nach der Geburt können die Eltern den Namen des Kindes noch auf den Ledignamen des anderen Elternteils ändern. Kinder nicht verheirateter Eltern heissen weiterhin grundsätzlich wie die Mutter. Bei gemeinsamem Sorgerecht können unverheiratete Eltern auch erklären, dass das Kind den Namen des Vaters tragen soll.
Beistand- und Rücksichtspflicht; Recht auf persönlichen Verkehr
Eltern und Kinder schulden einander Beistand und Rücksichtnahme zum Wohle der Gemeinschaft.
Eltern, die nicht die elterliche Sorge oder Obhut über das Kind haben, und das unmündige Kind, haben gegenseitigen Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr (Art. 273 ZGB). Die Vormundschaftsbehörde am Wohnsitz des Kindes kann die Beteiligten ermahnen und ihnen Weisungen erteilen. Das Recht auf persönlichen Verkehr kann verweigert oder entzogen werden, wenn das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet wird, sich die Eltern nicht ernsthaft um das Kind gekümmert haben oder andere Gründe vorliegen.1
1 Das Recht auf persönlichen Verkehr erlischt, sobald das Kind zum Zwecke einer Adoption bei den künftigen Adoptiveltern untergebracht wird (Art. 274 ZGB).