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Paul Gugelmann wurde am Pfingstsonntagmorgen, den 19. Mai 1929, als fünftes von sieben Kindern einer einfachen Arbeiterfamilie in Schönenwerd geboren.
Trotz grossen materiellen Sorgen verstanden es die Eltern, ihren zwei Töchtern und fünf Söhnen ein glückliches Zuhause zu bieten. Spielsachen waren rar, dafür der Erfindergeist und der Tatendrang der Kinder umso grösser. Die Familie bewohnte ein Nebengebäude der Stiftskirche, und die schöne Umgebung - Kreuzgang, Bühl und Schulgarten - waren herrliche Spielplätze.
Nach den Schulen und einem Welschlandaufenthalt trat Paul Gugelmann in die Werbeabteilung der Bally Schuhfabriken ein, wurde Grafiker, sodann Créateur und zog 1951 als ausgebildeter Schuhdesigner nach Paris, wo er für Bally ein Kreationsstudio aufbaute und während Jahren leitete.
Der glücklichen Ehe mit Erika Huber sind eine Tochter und ein Sohn entsprossen. Trotz grosser beruflicher Anspannung erfüllte ein unbändiger Schaffensdrang seine ganze Freizeit, beeinflusst durch das so anregende Leben in der französischen Metropole: Gugelmann malte, zeichnete und modellierte in jeder freien Minute; eine Spielzeugdampfmaschine, die er als Geschenk für seinen Sohn gekauft hatte, zerlegte er in ihre Bestandteile und verwandelte sie durch allerlei Beifügungen phantasievoll in seine erste mobile Skulptur. Bis zu seiner Rückkehr 1969 in die Schweiz entstanden in konsequenter Weiterbildung acht weitere mit Dampf betriebene phantastische Skulpturen.
In der Schweiz, zuerst in Olten, dann in Gretzenbach, nahm das künstlerische Schaffen seinen unbeirrten Fortgang. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland brachten grosse Erfolge und eine begeisterte Anhängerschaft. Trotz bedeutenden Angeboten blieben die 'poetischen Maschinen' unverkäuflich; nach dem Willen des Künstlers wurden sie 1994 in eine Stiftung eingebracht und können heute in dem 1995 eigens für sie geschaffenen Museum in Schönenwerd besichtigt werden.
Paul Gugelmann hat ebenfalls bedeutende Aufträge für die Öffentlichkeit ausgeführt, die ihn als Plastiker weitherum bekannt machten; sie zeichnen sich durch eine ausserordentliche handwerklichen Könnerschaft sowie eine starke sinnliche Ausdruckskraft aus.