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Wer eine Espressomaschine und eine Espressomühle zu Hause hat, greift für die Zubereitung eines langen Kaffees am besten zum Cafe Americano. Dabei wird ein einfacher oder doppelter Espresso auf eine gewählte Wassermenge gegeben.
Der Vorteil: da ein Teil der Flüssigkeit des Endgetränkes nicht durch den Kaffee fliessen muss, wird dieser nicht überextrahiert. Auf diese Weise vermeiden wir Bitterkeit im Kaffee die nicht gut schmeckt.
Eine gute Alternative ist die Zubereitung eines Café crèmes. Dafür ist allerdings eine zweite Mühle notwendig. Das hin und her stellen der Mühle zwischen einzelnen Getränken ist nicht praktisch, da das genaue Einstellen der Mühle viel Zeit braucht.
100 Gramm Wasser in die Tasse geben.
Anschliessend einen „normalen“ doppelten Espresso beziehen und auf das Wasser laufen lassen.
Das Endgetränk hat dann in etwa ein Volumen von 145 Milliliter. Wir empfehlen grundsätzlich das Wasser nicht aus dem Tank der Kaffeemaschin zu beziehen, sondern separat auf etwa 75 Grad zu erwärmen.
Die zugegebene Menge Wasser kann auch mit Hilfe der Bypass-Berechnung angepasst werden und so die Stärke gezielt eingestellt werden.
Wie so oft könnte man in Kaffee-Fragen auch beim Americano ganze etymologische Kaffeewerke erstellen und nach der Wortherkunft suchen. Formal richtig ist vermutlich die italienische Schreib- und Sprechweise. Denn schliesslich verdanken wir den Americano den BesucherInnen und Besuchern Italiens, welche die Konzentration des Espresso gewöhnungsbedürftig fanden. Gestreckt mit Wasser aber wird der Espresso viel zugänglicher. Damit hatte er auch schnell seinen Namen weg: Caffè Americano eben.
Die Verbreitung des Getränkes in der ganzen Welt hat dann die italienische Schreibweise in den Hintergrund gedrängt und durch das populäre Cafe ersetzt, welches auch in der spanischen und französischen Sprache dem „Kaffee“ entspricht und im deutschen durch die Cafés verbreitet ist.
Der Cafe Americano ist keinesfalls mit einem Lungo zu vergleichen. Beim Lungo läuft das gesamte Brühwasser durch den Kaffee, was zu einer ausgeprägten Bitterkeit führt. Der Cafe Americano ist auch deutlich stärker in seiner Konzentration als ein Filterkaffee.
Durch die Verwendung der Espressomühle ist man bei der Zubereitung des Cafe Americanos oft an die Espressobohne gebunden. Dadurch schmeckt und riecht auch der Americano „espressoartig“. Einen deutlichen Qualitätssprung macht der Americano jedoch, wenn man für die Zubereitung hellere Kaffeeröstungen wählt. Für den Amerciano eignen sich sogar Filterkaffeeröstungen gut. Durch die grosse Wassermenge werden die spitzen Säuren der Filterkaffeeröstung sehr gut balanciert und das Getränk ist sehr balanciert.