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Seit einer guten Woche sitzt Boris Becker wegen Insolvenzdelikten im Gefängnis von Wandsworth. Die Anstalt gilt als knallhart, der ehemalige Profi geniesst jedoch Promi-Vorzüge, wie die «Bild» berichtet.
Offene Türen und mehr Anrufe
Anders als bei anderen Häftlingen bleibt Beckers Zellentüre offen. Dies, weil er angeblich unter Platzangst leidet und die kleine Doppel-Zelle von 6,5 Quadratmetern alleine bewohnt. Lediglich für die Nacht wird die Türe geschlossen.
Bereits bei Antritt der Strafe am vorletzten Freitag erhielt Becker mit einem zweiten – statt dem üblichen einen –Telefonanruf die zweite Extrawurst. So konnte er mit seiner Freundin Lilian de Carvalho Monteiro und mit seiner Mutter Elvira telefonieren.
Beschwerde bezüglich Essen
«Es zahlt sich also aus, berühmt zu sein», wird ein Gefängnis-Angestellter von der «Bild» zitiert. Wie die Zeitung weiter schreibt, gefällt Becker das Gefängnis-Essen allerdings gar nicht.
Der sechsfache Grand-Slam-Champion hatte Corned Beef als erste Mahlzeit erhalten. Das ist zerkleinertes, gepökeltes und in Dosen gepresstes Rindfleisch. Ausserdem seien die Portionen so klein, dass er sein Sackgeld von 12 Franken pro Woche für zusätzliche Snacks ausgebe.
Wie lange er mit den Zuständen hinter Gittern auskommen muss, ist unklar. Eine Verlegung in eine andere Anstalt sowie eine vorzeitige Entlassung wegen guter Führung sind möglich. Ein komplettes Absitzen seiner 2,5-jährigen Strafe ist eher unwahrscheinlich.
(hap)