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Zur Einstimmung auf den Vortrag von Werner Hardmeier über die grenzüberschreitenden Bahnen im Jura möchten wir Sie mit dieser Eisenbahngeschichte schon mal auf die Region einstimmen.
Der Hauptgrund für diese Geschichte ist aber die angekündigte und mehrfach verschobene Einstellung dieser kurzen Bahnstrecke, der wir eine kleine Homage widmen möchten. Erstaunlicherweise wurden die schweren Sturmschäden vom 24. Juli 2023 wieder repariert und derzeit ist für 2024 weiterhin Zugbetrieb vorgesehen…
Die nur 4.24 Kilometer lange Meterspurstrecke der RdB (Régional des Brenets) wurde 1890 gebaut, um den Ausflugsort les Brenets und den gleichnamigen See einfacher erreichbar zu machen. Erst 1950, nach der 1947 erfolgten Fusion mit der PSC (Pont – Sagne – Chaux de Fonds) zur CMN, wurde sie elektrifiziert. Für beide Bahnen wurden 5 neue Triebwagen beschafft, wobei die Triebwagen 3 und 5 an unsere Bahnstrecke gingen. Die beiden damals gelieferten Triebwagen stehen bis heute im Einsatz. Seit 2012 wird die Strecke von TransN betrieben.
Der CMN BDe 4/4 5 wartet am 26. April 1980 am Anfangspunkt in Le Locle auf Gäste. Es gibt hier keine einzige Weiche. Das heisst, man kann nicht umfahren und höchstens mal einen Wagen stehen lassen. 26.04.1980 Foto: Edi Meier, Bülach
Auf der Bahnstrecke Le Locle – les Brenets stehen genau 4 Fahrzeuge zur Verfügung. Meist pendelt einer der Triebwagen 3, oder 5. Hier hat der BDe 4/4 5 am 26. April 1980 ausnahmsweise wegen einer Fotofahrt den Steuerwagen Bt 11 mit dabei. Das Gleis endet im Schotterbett und später an einem einfachen Prellbock. 26.04.1980 Foto: Edi Meier, Bülach
Übersicht über den Bahnhof Le Locle am 26. April 1980. Rechts sind noch zwei Stumpengleise zu sehen, wovon eines mit Perron, die heute beide verschwunden sind.
Der BDe 4/4 5 hat den roten Anstrich mit weissem Zierband erst kurz vorher bekommen. 26.04.1980 Foto: Edi Meier, Bülach Ausnahmsweise eine Foto aus neuerer Zeit. Der BDe 4/4 5 wird nun von TransN betrieben. Er trägt einen neuen Anstrich mit Hinweis auf das 125 Jahr Jubiläum und besitzt eine komplett erneuerte Inneneinrichtung. Ansonsten präsentiert er sich weitgehend im Originalzustand. Auf der Aufnahme verlässt er am 9. August 2022 gerade den ersten Tunnel zwischen Le Locle und les Frêtes. Hier, nur 300 Meter vom Endpunkt entfernt, gibt es eine Haltestelle. 09.08.2022 Foto: Edi Meier, Bülach Am anderen Ende des Tunnels folgt eine 90 Grad Kurve an deren Ende les Frêtes, die andere Zwischen- Haltestelle dieser Strecke, auftaucht. Hier fährt der Triebwagen BDe 4/4 3 am 4. April 1978 noch mit dem alten Anstrich in die Haltestelle ein. 04.04.1978 Foto: Edi Meier, Bülach
Dieser unbewachte Bahnübergang bildet den Anfang und Zugang zur Haltestelle les Frêtes. Sie liegt im Wald in einem einsamen Zwischental mit einzelnen gestreuten Höfen, was kaum für ein grosses Passagieraufkommen reicht. Diese Aufnahme mit dem BDe 4/4 5 entstand am 09.08.2022 Foto: Edi Meier, Bülach
Das ist der kleine Unterstand der Haltestelle les Frêtes. Neu beschriftet mit dem Logo von TransN und der stolzen Beschilderung von Gleis 1…
Als ich einsteigen wollte, fuhr der Zug trotz eingeschalteter Haltanforderung fast vorbei. Offenbar eine ungewohnte Situation für den Lokführer… 09.08.2022 Foto: Edi Meier, Bülach
Kurz oberhalb von les Frêtes findet sich diese Stelle mit den für den Jura typischen Kalkfelsen. Dank einer Fotofahrt schiebt der BDe 4/4 5 den einzigen Güterwagen L45 (man kann ja in Le Locle nicht umfahren…) und zieht den Steuerwagen Bt 11. Auf diesem Foto sind also 75% des verfügbaren Rollmaterials vereint! 26.04.1980 Foto: Edi Meier, Bülach
Nach Unterquerung der Hauptstrasse kommt die einzige Stelle im offenen Gelände mit sanft gewellten Weiden wie sie für den Jura typisch sind. Am 5. November 1983 präsentiert sich der BDe 4/4 5 im schönsten Licht. Leider ist diese Stelle heute wegen einer Damhirschzucht beidseitig mit hohen Drahtgitterzäunen versehen und nicht mehr fotografierbar. 05.11.1983 Foto: Edi Meier, Bülach
Es folgt ein Abschnitt im Wald im Steilhang über einer Klus an deren Ende der Zug durch ein weiteres Tunnel den Endbahnhof les Brenets erreicht. Am 05. September 1983 verlässt der BDe 4/4 5 diesen Tunnel in Richtung Le Locle. 05.11.1983 Foto: Edi Meier, Bülach
Am anderen Ende des Tunnels fährt der BDe 4/4 5 am 5. September 1983 nach wenigen Metern gerader Strecke in den Endbahnhof les Brenets ein. Wer nach diesen Bildern findet, dass die Triebwagen irgendwie vom typisch Schweizerischen Erscheinungsbild abweichen, der liegt nicht falsch. Der mechanische Teil wurde 1950 in Italien bei Reggiane gebaut. Die elektrische Ausrüstung hingegen stammt aus heimischer Produktion von BBC und Sécheron. 05.11.1983 Foto: Edi Meier, Bülach
Wenn man sich am Standort der letzten Aufnahme um 180 Grad dreht, so kann man beobachten wie der Triebwagen BDe 4/4 3, hier noch in den klassischen Farben, die Depotwerkstätte passiert. Hier verlässt er am 04. April 1978 den Endbahnhof les Brenets. 04.04.1978 Foto: Edi Meier, Bülach
Das repräsentable Bahnhofgebäude von les Brenets mit dem wartenden BDe 4/4 5 wurde am 10. September 1983 von Urs Züllig fotografiert. In les Brents existiert eine grössere Gleisanlage mit etlichen Handweichen um die zweigleisige Depotwerkstätte anzuschliessen. 10.11.1983 Foto: Urs Züllig, Uerikon
Fast 40 Jahre später, am 9. August 2022 sieht es in les Brenets noch fast gleich aus. Nur der Triebwagen BDe 4/4 5 hat einen neuen Anstrich. Die Gleisanlage mit Handweichen ist auf den ersten Blick unverändert, doch es fehlt das Gleis ganz rechts das 1983 in engem Bogen ans bergseitige Mäuerchen führte. 09.08.2022 Foto: Edi Meier, Bülach
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