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Leberkrebs bei Hepatitis C: Vorsorge schwieriger bei HIV
Das Leberzellkarzinom („Leberkrebs“) ist eine gefürchtete Komplikation der chronischen Hepatitis C. In der Regel tritt dieses erst bei fortschrittener Leberfibrose auf. Als gängige Methode um eine Entwicklung eines Leberzellkarzinoms rechtzeitig zu entdecken, wird die regelmässige Ultraschalluntersuchung der Leber emfpohlen.
Nun hat eine Spanische Autorengruppe eine Arbeit publiziert, wonach die Empfindlichkeit der Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung von Krebsvorstufen bei HIV-HCV-Koinfizierten Patienten schlecht funktioniert. Die Autoren untersuchten HIV positive Patienten mit Leberzellkarzinom und fanden, dass nur gut die Hälfte dieser Fälle mit einer Ultraschall-Untersuchung entdeckt wurden. Bei der Frühentdeckung der Leberzellkarzinoms wird das sog. „Milan-criteria“ verwendet. Das Kriterium ist erfüllt, wenn nur ein Einzelknoten < 5cm oder bis zu drei Knoten mit max. 3 cm Ausmass entdeckt werden.
Die Wahrscheinlichkeit, dass bei den HIV-/HCV koinfizizierten Personen ein Frühstadium im Ultraschall-Screening-programm entedeckt wurde, war lediglich 44% verglichen mit einer 71% Detektionsrate bei HIV-negativen Personen (Abb).
Die Resultate müssen sicher noch in anderen Kohorten überprüft werden. Doch die Daten lassen vermuten, dass sich das Leberzellkarzinom bei HIV-Infektion doch etwas anders verhält als bei HIV-negativen Personen. Vermutlich müssen wir die Surveillance bei HIV-postiven Personen noch anpassen.