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Textilkunde: Was sind Köper- und Twillstoffe?
In der jahrtausendealten Webtechnik haben sich einige Webarten zu den gängigen und meistgenutzten Grundbindungsarten herauskristallisiert: die Leinwandbindung, die Atlasbindung und die Köperbindung.
Aus Textilien in der Köperbindung, auch Twill genannt, werden viele unserer modernen Kleidungsstücke hergestellt.
Bei dieser Webart verläuft der Grat im Gegensatz zu anderen Stoffen schräg, von oben links nach unten rechts beim S-Grat-Köper sowie von unten links nach oben rechts beim Z-Grat-Köper. Der Schussfaden wird dabei abwechselnd unter der Kette her gefädelt und dann über zwei oder mehrere Kettfäden. Bei dieser Technik verschiebt sich der Schussfaden seitlich nach oben, ein schräges Muster entsteht.
Die Seite mit mehr Kettfäden wird Kettköper genannt, die andere – Schussköper. Der bekannteste Kettkörper ist Jeansstoff, bei dem die Kette blau ist, der Schuss weiss; beim Weben liegt die blaue Seite oben.
Artikel von: fashionpress.de
Artikelbild: Michael Merle, Wikimedia, GNU