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Durch den Austausch eines einzigen Wasserstoffatoms gegen ein Iod-Atom entsteht eine zwischenmolekulare Wechselwirkung, wie die Universität am Dienstag mitteilte. Diese führt zur schnelleren Freisetzung des Insulins; das Hormon behält indes seine Wirkung.
Die vorteilhaften Eigenschaften vorausgesagt hatte eine Kombination von Computersimulationen. Mittels Experimenten konnten die Forschenden die Stabilitätsänderung des chemisch modifizierten Insulins anschliessend im Experiment bestätigen, wie sie in der Fachzeitschrift "Journal of Biological Chemistry" berichten.
Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und reguliert den Blutzuckerspiegel. Der Körper speichert Insulin als Komplex aus sechs identischen Molekülen. Die physiologische Wirkung entfalten kann das Hormon indes erst, wenn es als einzelnes Molekül vorliegt.
Wenn der Körper Insulin benötigt, wird der Komplex daher aufgeteilt. Bei der Entwicklung künstlicher Insulinpräparate zur Behandlung von Diabetes versuchen Forscher diesen Teilungsprozess zu optimieren. Ein möglicher Ansatz bestehe darin, einzelne Atome gezielt auszutauschen.
Das Team der Universität Basel hatte das modifizierte Insulin in Zusammenarbeit mit Forschenden aus den USA und Australien untersucht. Eine spätere klinische Anwendung sei durchaus denkbar.