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In der Schweiz und auch in Bern wird darüber diskutiert, ob Cannabis legalisiert werden soll. Wie eine Umfrage des Blauen Kreuzes Bern-Solothurn-Freiburg zeigt, sind viele Jugendliche dagegen, dass Marihuana an den gleichen Verkaufsstellen wie bei Alkohol- und Nikotinprodukten erworben werden könnte.
«Über 67 Prozent der Befragten wollen, dass Cannabis nur in lizenzierten Shops oder Apotheken gekauft werden kann», sagt Markus Wildermuth vom Blauen Kreuz. Im Rahmen von Gesundheitsaktionen seien im August und September über 500 Schülerinnen und Schüler an Gymnasien in der Stadt Bern befragt worden.
Das Blaue Kreuz will alles daran setzen, dass Verkaufsstellen lizenziert sein müssen, falls es zur Cannabis-Legalisierung kommt. Zudem will die Organisation verhindern, dass für Cannabis Werbung gemacht werden kann.
Nicht per se gegen Legalisierung
Laut Markus Wildermuth ist das Blaue Kreuz nicht per se gegen die Legalisierung: «Es sollte bloss nicht so rauskommen wie bei Nikotin und Alkohol. Da haben wir schon genug Probleme.» Beispielsweise könnte der THC-Gehalt nach Alter abgestuft und die erhältliche Cannabis-Menge limitiert werden.
In Bern und Biel wurden jüngst Gesuche eingereicht, um Pilotversuche zum Verkauf von Cannabis durchführen zu können. In Basel musste ein solches Pilotprojekt vor Kurzem verschoben werden, da die Qualitätsstandards nicht erfüllt wurden.