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Aruba – niederländisches Flair in karibischen Gewässern
Aruba zählt zu den drei niederländischen ABC-Inseln, zu denen auch Bonaire und Curaçao gehören. Rein geografisch gehören alle drei Inseln zu den Kleinen Antillen und zu Südamerika. Politisch unterstehen sie den Niederlanden. Urlauber finden hier viele verschiedene Freizeitmöglichkeiten.
Die Hauptstadt Oranjestad, 1796 als „Fort Zoutman“ von den Niederländern gegründet, beeindruckt nicht nur im Stadtzentrum mit einer interessanten Mischung aus karibischer und niederländischer Architektur.
Die Entdeckung Arubas
Entdeckt wurde die Insel im Jahr 1499 von den Spaniern, die zu dieser Zeit weiträumige Erkundungsfahrten in der Karibik und Richtung Südamerika unternahmen. Viele der auf Aruba lebenden Caiquetio-Indianer, welche aus dem Gebiet des heutigen Venezuelas stammten, wurden nach Santo Domingo (in der heutigen Dominikanischen Republik) verbracht, damit sie dort in Kupferminen arbeiteten. Aruba selbst wurde als Weideland für Esel, Pferde, Schafe und Schweine genutzt.
Niederländische Herrschaft auf Aruba
Die Niederlande kauften Aruba im Jahr 1636. Sie betrieben die von den Spaniern eingeführte Viehzucht weiter, setzten dazu aber häufig angelernte Indianer ein. Bis in das späte 18. Jahrhundert siedelten nur wenige Europäer auf Aruba, weil die Insel mehr als Stützpunkt und Raststätte und weniger als Domizil diente. Durch Gold- und Erdölfunde erlangte die Insel industrielle und wirtschaftliche Bedeutung. Einwanderer aus Venezuela bildeten im Laufe der Zeit eine südamerikanische Gemeinde auf Aruba.
Industriewachstum auf der Insel
Zunächst wurden auf Aruba keine Bodenschätze vermutet – und auch nicht gefunden. Die Niederländer stiessen 1824 auf Gold und förderten es bis 1916 zu Tage. Ab 1860 wurden neben der Viehzucht auch der Anbau und Vertrieb von Aloe vera vorangetrieben. Einen kräftigen Schub erlangte die Wirtschaft durch die Förderung und Raffinierung von Erdöl (seit 1929). Ab 1960 kamen die ersten Touristen mit Kreuzfahrtschiffen nach Aruba. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Tourismus zum bedeutendsten Wirtschaftszweig.
Sehenswertes in Oranjestad
Das älteste Gebäude der Stadt ist das früher namensgebende Fort Zoutman. In dieser Wehranlage, die 1798 erbaut und nach dem Konteradmiral Johan Arnold Zoutman benannt wurde, befinden sich unter anderem das Historische und Archäologische Museum. Vor dessen Eröffnung 1984 diente die Anlage unter anderem als Verwaltungsgebäude, Polizeistation, Gefängnis, Gericht, Post und Bibliothek. Zur Anlage gehört auch der Willem-III.-Turm. Dieser wurde 1868 erbaut und diente bis zum Jahr 1963 als Leucht- und Uhrenturm. Heute ist die Uhr noch aktiv, das Leuchtfeuer jedoch erloschen.
Empfehlenswert ist in der Hauptstadt Arubas auch der malerische Schoonerhafen. Hier finden Sie viele Möglichkeiten zum Flanieren und Einkaufen. Auf dem „Schwimmenden Markt“ werden auf Booten Lebensmittel aus Venezuela angeboten.
Strände und Wassersport auf Aruba
Über zehn verschiedene Sandstrände mit blauem, klarem Wasser laden Sie zum Sonnenbaden, Planschen und Schwimmen ein. Im Nordwesten der Insel finden Sie zum Beispiel den Arashi Beach, der auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Schnorchler profitieren hier von der sanften Strömung und von den vielen Fischen. Von hier erreichen Sie auch den Leuchtturm „California Lighthouse“. Etwas südlich des Arashi Beach liegt der Malmok. Riffe und auf Grund liegende Schiffswracks sind interessante Ziele für Taucher.
Familien mit kleineren Kindern sind am Baby Beach, welcher an der Südspitze der Insel liegt, am sichersten. Dieser Strand liegt halbmondförmig an einer Lagune und bietet weitreichend flaches Gewässer. Auch kann hier geschnorchelt werden, nur sollten Sie am Ende der Lagune auf Meeresströmungen achten.
Zu den möglichen Wassersportarten auf Aruba gehören neben den bereits genannten auch verschiedene Unterwassertouren – entweder mit Tauchhelm oder mit dem U-Boot. Letztere Variante ist besonders für ältere Reisende und Kinder geeignet. Zudem können Sie auch das Paddle Board nutzen, Parasailing betreiben oder sich im Hochseefischen versuchen.
Oberstes Bild: Divi Tree auf dem Baby Beach auf Aruba (Serge Melki, Wikimedia, CC)