Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03630.jsonl.gz/2525

Erste Auswertungen meinerseits zeigen, dass die 2’501 befragten Bewohner im Durchschnitt die eigene wirtschaftliche Lage und die der Stadt eher gut bewerten, jedoch in der Perspektive die Lage der Stadt schlechter sehen als die eigene.
Gefragt wurde nach:
- der Beurteilung der eigenen aktuellen wirtschaftlichen Lage
- der Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage der Stadt Zürich
- der Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage in ein bis zwei Jahren
- der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Stadt Zürich in ein bis zwei Jahren
In allen Kreisen wird die eigene Lage durchschnittlich mit einem «eher gut» bewertet (knapp 4 auf der linken Skala). In 6 der 12 Kreise wird die eigene aktuelle Lage besser bewertet als die der Stadt. In allen Kreisen wird die eigene Lage in der Zukunft positiv bewertet (2=Status quo, rechte Skala). weiterlesen →
Am ersten Mai-Sonntag finden in Erinnerung an die Stadtaktivistin Jane Jacobs in vielen Städten Jane’s Walks statt. In Zürich führte am Abend vom 3. Mai Marie-Anne Lerjen durch einen Abschnitt der Badenerstrasse.
In der Nähe vom Restaurant Freihof fanden wir den Weg in ein kleines Gebiet mit zweigeschossigen Reiheneinfamilienhäusern (Rudenzweg). Unsere Gruppe wurde schnell von Quartierbewohnern neugierig begutachtet und so kamen wir auch schnell ins Gespräch. Das Quartier hinterliess den Eindruck, sehr belebt zu sein. Das Quartier ist – von dem, was wir an dem Abend gesehen haben – mindestens in zweierlei Hinsicht speziell entlang der Badenerstrasse: es ist belebt und nicht hoch gebaut. weiterlesen →
In letzter Zeit sind in der Schweiz mehere Hochschulareale in Bahnnähe entstanden: in Luzern, Zürich, Olten und in Brugg-Windisch.
Während des Pendelns zwischen Zürich und Basel im vergangenen Jahr ist mir aufgefallen, dass einige Campusse entlang von Bahnlinien (Brugg-Windisch und Olten) oder in ehemaligen Postgebäuden (Luzern und Zürich) entstanden sind.
Die Universität Luzern wurde im Jahr 2000 mit einem Volksentscheid gegründet. Damit reiht sie sich in eine Tradition der vom demokratischen Staatswesen gegründeten Universitäten ein. (Die erste Universität Europas, die nicht von der Kirche oder einem Landesfürsten gegründet wurde, war 1833 die Universität Zürich). Die bisherigen Institute und Seminare konnten 2006 zusammen mit der Pädagogischen Hochschule im umgebauten Postbetriebsgebäude einziehen. Damit bildet das umgebaute Gebäude für die Universität und die Pädagogischen Hochschule und zusammen mit weiteren Gebäuden der Hochschule Luzern (Rektorat und Services und das Departement Soziale Arbeit) ein neues Hochschulareal. weiterlesen →
Der Sammelband «Wachstumsschmerzen» ist bezieht sich auf die gleichnamige Veranstaltungsreihe der Stadtentwicklung Zürich und der Universität Zürich im Herbst 2013 (vgl. den Blogbeitrag zum Vortrag von Saskia Sassen).
Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Disziplinen betrachten mit ihrer Brille urbane Veränderungsprozesse. Die Stadt Zürich ist ein interessantes Beispiel: Vor zwanzig Jahren war die Stadt anderen Rahmenbedingungen konfrontiert, nämlich mit Stadtflucht, Stagnation und Überalterung. Heute befasst man sich wieder mit den Folgen des Wachstums – die Stadt ist wieder ein attraktiver Ort zum Wohnen und zum Arbeiten. weiterlesen →
Die Wochenzeitung WOZ, der Rotpunktverlag und das Seminar für Soziologie der Universität Basel haben Stadtspaziergänge zum Thema «Raum und Macht» organisiert (vgl. Blogeintrag zum Buch). Am 4. Oktober ging es, thematisch angeleitet mit Lucius Burckhardts Blick auf die Stadt, durch Basel.
Verhinderte Verkehrsachse
Man traf sich in der Brasserie des Basler Bahnhofs und spazierte in Richtung Aeschenvorstadt, deren Umbau zur verkehrsreichen «Talentlastung» dank dem Engagement von Lucius und Annemarie Burckhardt verhindert werden konnte. Burckhardt setzte sich an der ETH Zürich und an der Hochschule Kassel mit der Frage der Partizipation der Bevölkerung bei der Gestaltung von urbanen Räumen auseinander. weiterlesen →
Am 3. Oktober fand im Sozialarchiv in der Reihe «Drittes Lebensalter – Eine neue Generation im Aufbruch» auf Einladung von François Höpflinger ein Podium zum Thema «neue Wohnformen im Alter – generationengemischt» statt.
Das Thema der neuen Wohnformen ergibt sich aus dem Wunsch vieler älterer Menschen, mit jüngeren Menschen in Kontakt zu sein. Am Beispiel der Siedlung Giesserei Winterthur (vgl. Blogeintrag) wurde von der Bewohnerin Ruth Deutsch gezeigt, wie generationengemischtes Wohnen funktioniert. Das Beispiel der Giesserei zeigt, dass ein partizipativer Prozess bei der Planung gut auf die Bedürfnisse der Bewohner eingehen kann. Die Nachfrage nach den Wohnungen war so gross, dass anstelle von ursprünglich 25 Wohnungen am Ende 155 Wohnungen realisiert wurden (Hofer 2013). weiterlesen →
Die beiden Geografen Hermann und Leuthold veröffentlichten 2002 eine innovative Arbeit zu Lebensstilen und städtischer Segregeation. Die Autoren stellen die These auf, dass die Segregation entlang von Lebensstilen erfolgt. Es gibt keine allgemein intersubjektiv anerkannte Hierarchie des guten Quartiers. Wohnideale richten sich sowohl nach Möglichkeiten (Ressourcen) als auch nach Ansprüchen. Dies hat verschiedene Konsequenzen. Weiterlesen...
Das vor kurzem erschienene Buch «Raum und Macht» widmet sich dem Leben und Wirken von Lucius und Annemarie Burckhardt. Burckhardt, seines Zeichens Soziologe und Nationalökonom, gilt als Erfinder der «Spaziergangswissenschaft» und wichtiger Ideengeber der sozialen Stadt- und Raumplanung.
Promenadologie
Die Promenadologie sollte die Umweltwahrnehmung erweitern und neben den sichtbaren auch die unsichtbaren Phänomene einer Stadt, und neben wirtschaftlicher und politische Aspekte auch soziale Beziehungen berücksichtigen. Exemplarisch wird im Buch die Exkursion nach «Tahiti» erwähnt: Burckhardt erzählt seinen Kasseler Studenten bei einer Begehung eines Naturschutzgebietes (einem ehemaligen Truppeübungsplatz) aus George Fosters Tahiti-Bericht, der 1772 den Seefahrer James Cook in die Südsee begleitet hat. Die Landschaft erscheint nunmehr als etwas Gemachtes – und damit verbunden die Frage, wie Menschen Natur und Landschaft wahrnehmen und wie die Erkenntnisse in Raumplanung umgesetzt werden könnten. weiterlesen →
Christoph Twickel setzt sich am Beispiel Hamburgs mit der globalen und nationalen Standortkonkurrenz von Städten auseinander. Seit längerem wollte die Stadt seine wohlfahrtsstaatlichen Aufgaben ablegen und wie ein Unternehmen geführt werden. Die unternehmerische Stadt steht im Wettbewerb mit anderen Städten. Weiterlesen...
Eine Definition von Gentrifizierung und eine kritische Stellungnahme...
Die Soziologin Saskia Sassen sprach am 22. Oktober 2013 im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Wachstumsschmerzen” der Universität Zürich und der Stadtentwicklung der Stadt Zürich zum Thema «Global Cities».
Global Cities sind Städte, die im Zentrum eines transnationalen Städtesystems stehen, wobei sich Städte auf einen Bereich spezialisieren, z.B. als Sitz von Banken, transnationalen Konzernen, Buchprüfungsfirmen oder anderen Dienstleitstungsunternehmen. Zürich zählt aufgrund der grossen Bedeutung des Finanzplatzes zu den «Global Cities». weiterlesen →
Der Begriff der Gentifizierung hat in letzten Jahren den Weg aus der Stadtforschung in den öffentlichen Diskurs gefunden (vgl. z.B. tagesanzeiger.ch). Dabei wird der Begriff häufig im Sinne einer Aufwertung transitorischer Gebiete verstanden, womit die Zuwanderung von Reichen und der Preiserhöhung von Wohnraum und damit verbunden die Verdrängung ansässiger Bevölkerungsgruppen.
Der Sozialbericht 2012, der am Schweizer Kompetenzzentrum FORS realisiert wurde, liefert aktuelle Zahlen bzw. Indikatoren zur sozialen Lage in der Schweiz. Der Sozialbericht, der alle vier Jahre erscheint, fokussiert seiner vierten Ausgabe auf die Generationenbeziehungen in der Schweiz.
Der Bericht kommt zum Schluss, dass es in der Schweiz keinen Generationenkonflikt gibt. Innerhalb der Familien sind Generationenbeziehungen vorhanden, ausserhalb der Familien leben die Jungen und die Altern jedoch aneinander vorbei. weiterlesen →