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Die italienische Fernsehserie „Suburra: Blood on Rome“ ist seit dem Oktober 2017 auf dem Streamingdienst Netflix zu sehen. Sie dient als Prequel für den gleichnamigen Film, der zwei Jahre zuvor erschienen ist und dessen Vorgeschichte in zehn Episoden erzählt. Die Produktion einer zweiten Staffel wurde mittlerweile bekannt gegeben. Die Serie bedient sich dabei der Technik des Spielfilms: Zu Beginn jeder Folge wird der dramatische Höhepunkt dargestellt, dessen Zustandekommen im Anschluss gezeigt und erklärt wird.
Die Ausgangslage wird gleich zu Beginn in einer mitreißenden Pilot-Folge erzählt. Die drei vollkommen unterschiedlichen Hauptprotagonisten Aureliano, Spadino und Gabriele stehen allesamt vor dem gleichen Problem: In kurzer Zeit müssen sie möglichst viel Geld auftreiben. Mehr oder weniger zufällig kreuzen sich ihre Wege auf einer Sex-Party, bei der sich unverhofft eine Gelegenheit auftut: Ein Priester des Vatikans ist Gast dieser Ausschweifungen und erleidet einen Herzanfall. Die drei Männer entschließen sich dazu, den Geistlichen zu entführen und den Vatikan, der seine Geheimnisse lieber für sich behält, zu erpressen. Der Plan geht schief, weil der Priester sich selbst umbringt. Stattdessen finden die Erpresser in dessen Wohnung Papiere über einen Immobilien-Deal, an dem ranghohe Politiker und die italienische Mafia direkt beteiligt sind. Von dort aus entwickelt sich eine rasante Serie, die vor allem dank ihrer drei Hauptdarsteller zu überzeugen weiß.
Anfangs wurde „Suburra: Blood on Rome“ aufgrund der Elemente aus der italienischen Mafia mit „Gomorrha“ verglichen, zudem wurde ihr eine gewisse Ähnlichkeit zur Netflix-Produktion „Narcos“ nachgesagt. Während vor allem bei letzterer Serie allerdings die Tendenz dazu geht, von den illegalen Geschäfen zu einem legitimen Gelderwerb zu gelangen, bleibt „Suburra“ klassisch: Jeder ist käuflich, Gewalt ist stets eine Lösung und Politiker und Verbrecher sind meist ein und dasselbe. Schwächen, möglicherweise bedingt durch ein kleineres Budget, hat die Serie in der Inszenierung und den Schauplätzen, was durch eine großartige Besetzung aber schnell in den Hintergrund rückt.