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Sicherer Konsum
Tipps im Umgang mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln
- Benzodiazepine bekämpfen zwar Symptome, aber sie behandeln nicht die Ursachen von psychischen Problemen. Daher ist es wichtig, zu Beginn der Behandlung die zugrundeliegenden Ursachen (z.B. Traumata oder Ängste) abzuklären und weitere Behandlungselemente einzuplanen. Das können beispielsweise eine Verhaltenstherapie oder ein Stressbewältigungstraining sein.
- Grundsätzlich wird empfohlen, Benzodiazepine je nach Erkrankung nur für einen begrenzten Zeitraum regelmässig einzunehmen. Beispielsweise gilt bei Schlafstörungen als Empfehlung maximal vier Wochen.
- Achten Sie auf Warnzeichen, die ernstzunehmende Hinweise auf den Missbrauch dieser Medikamente darstellen.
- Benzodiazepine dürfen nicht schlagartig abgesetzt werden, sondern über eine längere Zeit Schritt für Schritt reduziert werden. Besprechen Sie das Absetzen immer mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, um ein mögliches Entzugssyndrom zu vermeiden.
- Kommt es nach Absetzen dieses Medikamentes zu Entzugserscheinungen, werden diese oft als Wiederauftreten der Ausgangsbeschwerden gedeutet und dahingehend missinterpretiert, dass sie das Mittel noch brauchen.
- Es gilt die "4K Regel": Benzodiazepine nur mit klarer Indikation, korrekter Dosierung, kurzer Anwendung und kein abruptes Absetzen!
Entzugssymptome wie Angstzustände und Schlaflosigkeit sind manchmal nicht von den anfänglich behandelten Beschwerden zu unterscheiden. Dies sollte beachtet werden, um nicht in einen Teufelskreis des Aus- und Wiedereinstiegs in die Medikamente zu gelangen.