Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/236584

<h2>SubmittedText<h2><p>Kürzlich kam es in Italien zu einem tödlichen Vorfall mit einem Herdenschutzhund. Eine 20-jährige Frau wurde in der Nähe eines Picknickplatzes in Monte Fiorino in der Gemeinde Satriano von einem Maremma-Schäferhund zerfleischt. </p><p>Wie wird in der Schweiz die Sicherheit von Touristen, Wanderern, Bikern etc. in Gebieten mit Herdenschutzmassnahmen sichergestellt?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Sicherheit wird einerseits durch die Entflechtung von Tourismus und Landwirtschaft gefördert, andererseits durch besondere Anforderungen an die Herdenschutzhunde und deren Haltung. Massnahmen auf Seiten des Tourismus, zum Beispiel die Entflechtung der Einsatzgebiete von Herdenschutzhunden vom Mountainbike-und Wanderwegnetz, können je nach Gebiet eine sehr effiziente und wirkungsvolle Massnahme zur Konfliktverhütung sein. Entsprechende Planungen werden gemäss der im Juli revidierten Jagdverordnung finanziell unterstützt. Bezüglich Herdenschutzhunden setzt der Bund seit 2014 ein System zur Unfall-und Konfliktverhütung ein. Um die Sicherheit der Hunde aus diesem Bundesprogramm zu garantieren umfasst es drei zentrale Elemente: die Qualität der eingesetzten Hunderassen und Hunde, klare Regeln zu deren sicheren Einsatz und die Überwachung der Hunde. Die Kantone können die Haltung und den Einsatz von Herdenschutzhunden auch ausserhalb des Bundesprogramms zulassen. In diesem Fall verantworten sie die Ausbildung und den Einsatz ihrer Herdenschutzhunde.</p>