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Nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Produkte wie Leder, Daunen und Felle hat die Migros verbindliche Beschaffungsgrundsätze definiert. Diese gelten für Eigenmarken und Fremdmarken.
Die Migros ist Mitunterzeichnerin der Fur Free Alliance und verbietet dementsprechend für alle ihre Produkte den Einsatz von Echtpelz. Ausnahmen sind Schaf- und Lammfelle internationaler Herkunft sowie Kaninchenfelle aus der Schweiz unter der Voraussetzung, dass die Tiere nicht ausschliesslich für die Pelzproduktion gehalten wurden.
Unter Pelz versteht die Migros analog der Definition vom Schweizer Tierschutz STS ("Zusicherungserklärung pelzfreies Unternehmen" von 2011) jegliche Tierhaut oder Teile davon mit Haaren von Tieren, die nur zu diesem Zweck getötet werden – sei dies unverarbeitet oder verarbeitet. Pelz beinhaltet nicht:
Sämtliche Lieferanten von Wollprodukten müssen mit anerkannten Zertifikaten nachweisen, dass sie auf Mulesing verzichten. Als Mulesing wird das schmerzhafte Entfernen eines Hautlappens rund um den Schwanz von Schafen bezeichnet. Dieses Verfahren wird bei der Merinoproduktion insbesondere in Australien angewendet, um den Befall der Tiere mit Fliegenmaden zu verhindern.
Die Migros lehnt den Lebendrupf bzw. das Ausreissen der Haare bei lebenden Kaninchen ab. Auch die Haltungsbedingungen von Angorakaninchen entsprechen nicht den Tierwohl-Anforderungen der Migros. Deshalb verzichtet sie auf den Bezug von Produkten mit Haaren von Angorakaninchen.
Die Migros verkauft keine Lederprodukte von gefährdeten oder illegal gewilderten Arten. Alle Lieferanten müssen abklären, ob die Tierart, von welcher das Leder stammt, auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) steht und die Migros über die Tierart, die Herkunft und den Aufzuchtzweck informieren.
Für die Migros ist der Lebendrupf aus Sicht Tierwohl nicht vertretbar, auch wenn er zum Zeitpunkt der Mauser durchgeführt wird. Daher führt sie ausschliesslich Daunenprodukte im Sortiment, die aus Totrupf stammen. Gleichzeitig verbietet sie auch das Rupfen von Tieren aus Stopfmast. Alle Lieferanten müssen den Verzicht auf Lebendrupf mit einem von der Migros anerkannten Zertifikat belegen.
Bei Medikamenten und Alltagschemikalien – dies beinhaltet auch Wasch- und Reinigungsmittel, Baumaterialien, Farben, Lacke, Kosmetik und Körperpflegeprodukte – setzt die Migros primär auf Inhaltsstoffe ohne neue Substanzen und minimiert so Tierversuche. Auf Produktebene verzichtet sie auf nicht gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche.
Für alle Unternehmen der Migros-Gruppe gelten seit 2011 eine Reihe von sozialen und ökologischen Mindestanforderungen. Für Produkte tierischen Ursprungs gilt:
Die Migros strebt hohe Ziele im gewissenhaften Umgang mit Nutztieren an.
Mit den Labels und Marken geht die Migros beim Tierwohl weit über die gesetzlichen Bestimmungen.
Für die Migros steht das Tierwohl an oberster Stelle. Sie führt bis Ende 2020 ausschliesslich Eier aus Freilandhaltung in ihrem Sortiment.