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Die Schweizer Hockey-Nationalmannschaft konnte ihren Titel aus dem Vorjahr in Arosa nicht verteidigen. Die Equipe von Sean Simpson trat im Final gegen Weissrussland zu wenig zwingend auf und musste sich im Penaltyschiessen mit 2:3 geschlagen geben.
Andres Ambühl traf als einziger Schweizer, scheiterte allerdings mit seinem zweiten Versuch. Für Weissrussland waren Andrej Kostitsin und Sergej Demagin erfolgreich.
Weissrussen spielbestimmend
Dank einer doppelten Überzahl zu Beginn des Schlussabschnittes hatten die Schweizer die Verlängerung erzwungen. Denis Hollenstein traf in ganz ähnlicher Manier wie schon am Freitag gegen Norwegen zum 2:2 in die nahe hohe Torecke.
Bei Spielmitte hatten die über weite Strecken überlegenen Weissrussen die Partie mit einem Doppelschlag zum 2:1 gedreht. Der Führungstreffer für die Schweiz war Ryan Gardner mit dem Schlittschuh (ohne klare Kickbewegung) gelungen.
Die Folgen des Erfolgs
«Wir haben nicht schlecht gespielt. Aber die Weissrussen waren schlichtweg etwas besser. Sie zeigten mehr Emotionen, waren engagierter und gewannen deshalb auch fast alle Zweikämpfe», konstatierte Simpson nach dem Spiel. Der Coach erinnerte daran, dass seit der Silbermedaille von Stockholm alle Mannschaften noch motivierter und konzentrierter in ihre Spiele gegen die Schweiz gehen würden.
Eine starke Leistung zeigte Goalie Benjamin Conz, der den verletzten Martin Gerber vertrat. Der 22-Jährige lieferte damit gute Argumente, auch in Sotschi zum Team zu gehören. «Es gibt so viele gute Schweizer Goalies, dass das enorm schwierig wird», gab sich Conz zurückhaltend. «On verra».
Warten auf den 6. Januar
Simpson wird sein Olympia-Aufgebot am 6. Januar bekannt geben. Die Schweiz startet am 12. Februar gegen Lettland ins olympische Turnier, die weiteren Vorrundengegner sind Schweden und Tschechien. Zuvor testet die Schweiz gegen Gastgeber Russland und gegen Norwegen.