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Fachbegriffe
Die Standardabweichung misst die Volatilität anhand der durchschnittlichen Differenz zwischen einzelnen Datenpunkten und ihrem Mittelwert. Sie wird als Quadratwurzel der Varianz ausgedrückt. Das Ausmass und die Häufigkeit, mit der sich die Preise von Vermögenswerten nach oben oder unten bewegen, bestimmen ihre Volatilität, die als Indikator für das Anlagerisiko gilt.
Die vom amerikanischen Ökonomen William Sharpe entwickelte Sharpe Ratio ist ein Mass für risikobereinigte Renditen. Je höher die Quote, umso höher ist die Rendite im Verhältnis zum Risiko, das zur Erzielung dieser Rendite eingegangen wird. Einfacher ausgedrückt bedeutet eine hohe Sharpe Ratio eine bessere Investition (natürlich unter sonst gleichen Bedingungen).
Drawdown ist der Begriff der Finanzanalyse für einen Rückgang des Preises oder Wertes eines einzelnen Vermögenswerts, Index oder Portfolios. In unserer Tabelle ist der maximale Drawdown der grösste Rückgang, der für einen Index in einem der 40 Quartale (10 Jahre), in denen die Daten erfasst wurden, verzeichnet wurde. Die Messung ist eng mit der Sharpe-Ratio verbunden, da sie das grösste historische Risiko bzw. die grösste Volatilität des betreffenden Index angibt.
Was können wir dank dieses Fachwissens aus der Tabelle herauslesen?
1. Analyse der Rendite
Ob kumulierte oder annualisierte Renditen – es ist offensichtlich, dass die Einbeziehung von Private Debt, Private Equity und Immobilien einen entscheidenden Einfluss hat. Die Ergebnisse werden dadurch mehr als verdoppelt.
10-jährige jährliche Rendite der untersuchten Portfolios (in %)
Besonders interessant ist, dass die Transformation in der Schweiz wesentlich ausgeprägter ist als in China oder in den US. Die Schweizer Rendite ist bei Einbeziehung der privaten Märkte 4,1x höher als bei einem Index, der nur öffentlich gehandelte Wertpapiere misst. In China und den US beläuft sich der Anstieg auf lediglich 2,55x bzw. 2,22x.
Gleichzeitig hat sich die Schweizer Strategie, die durch Privatmarkt-Investments ergänzt wurde, mit 12,04% jährlicher Rendite verglichen mit 12,78% bzw. 12,67% für China und die US nur unwesentlich von den beiden anderen Strategien abgesetzt.
2. Risiko- und Drawdown-Analyse
Weil Privatinvestoren bei Anlageverlusten tendenziell abgeneigter gegenüberstehen als institutionelle Anleger – selbst wenn diese nur temporär sind – haben wir den maximalen Drawdown als Schwerpunkt für diese Abneigung gewählt.
Maximale Drawdowns für Quartalsrenditen der untersuchten Portfolios (in %)
Hier sehen Sie eine weitere Veränderung durch die Einbeziehung der privaten Märkte. Und einmal mehr ist es die Schweiz, die den grössten Nutzen daraus gezogen hat. In Verbindung mit der vorherigen Grafik bedeutet dies, dass Investitionen in den öffentlichen Schweizer Markt, ergänzt durch die Möglichkeiten des privaten Marktes, in den letzten 10 Jahren zu einer Rendite geführt haben, die sich kaum von derjenigen der US und Chinas unterscheidet, jedoch mit einem geringeren maximalen Verlust (Drawdown) von 6,91% gegenüber 8,02% bzw. 7,68%.
Die Standardabweichung erfasst nicht nur die aufgetretenen Verluste, sondern auch die Kursschwankungen nach oben. Als Risikomass ist sie daher ganzheitlicher als die blossen Drawdowns. Die Tabelle zeigt, dass die Einbeziehung privater Märkte zwar die absolute Abweichung (also das Risiko) erhöht, aber den Unterschied zwischen der Schweiz (0,06) und den beiden anderen Märkten auf nahezu unbedeutende Werte reduziert (0,07 für China und 0,06 für die US).
Dies ist ein deutlich besseres Ergebnis als bei einem Vergleich mit mehr oder weniger ähnlichen annualisierten Renditen und deutet darauf hin, dass unsere Märkte bei deutlich geringerem Risiko eine erstklassige Portfolio-Performance liefern. Wird dies durch die Sharpe-Ratios bestätigt?
3. Analyse der Sharpe-Ratio
Sharpe-Ratios für untersuchte Portfolios
Die Quoten bestätigen nicht nur die Schlussfolgerungen aus unserer Analyse der beiden vorangegangenen Grafiken, sondern sie ergänzen und vertiefen die Ergebnisse erheblich. Auch hier führt die Einbeziehung der privaten Märkte zu einer Vervielfachung des „Schweizer Vorteils“: Die Sharpe-Ratio steigt um mehr als das Vierfache von 0,36 auf beeindruckende 1,49, weit vor China mit 0,86 und den US mit 1,11.
Anders ausgedrückt: Für jede einzelne Risikoeinheit hat die Investition in eine Kombination aus privaten und öffentlichen Schweizer Märkten in den letzten zehn Jahren eine Rendite erbracht, die fast anderthalbmal so hoch ist wie das Risiko.