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Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen)
Kontakt
Yves Weidmann, Landesbeauftragter für Oeffentlichkeitsarbeit
Kirche Jesu Christi HLT, Lättenstrasse 6a, 8185 Winkel/ZH
Telefon 078 821 99 91
Mail: <email-pii>
www.mormonen.ch
Geschichte
Selbstdarstellung:
«Am 6. April 1830 aufgrund göttlicher Offenbarung durch Joseph Smith, der als Prophet anerkannt wird, mit 6 Mitgliedern wiederhergestellt als Kirche Jesu Christi. Im Gegensatz zur Kirche zur Zeit nach dem Tod von Jesus Christus als die Mitglieder sich ebenfalls Heilige, eben Heilige der ersten Tage nannten (siehe NT) heute eben Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage.
Ende 1998 hatte die Kirche weltweit über 10 Millionen Mitglieder, wovon mehr als die Hälfte ausserhalb der USA. »
2017 beträgt die weltweite Mitgliederzahl über 17 Millionen.
Die ersten Mormonen kamen 1850 in die welsche Schweiz, 1853 in die deutsche Schweiz. Schon 1855 gab es 8 Gemeinden in der Schweiz. Während des ersten Weltkriegs mussten alle Missionare das Land verlassen. 1955 wurde in Zollikofen der Tempel geweiht, 1992 nach der Renovation neu geweiht. 1996 zählte die Schweiz 6700 Mitglieder.
In Pratteln wurde als Tochter der Basler Gemeinde 1937 eine eigene Gemeinde gegründet. Interessantes über die Gemeinde kann in einem Heft nachgelesen werden: "1937 - 1997. Erinnerungen. 60-Jahr Feier der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Gemeinde Pratteln“. Die Gemeinde begann ihre Aktivitäten in einem Saal eines Restaurants. Die ersten Neubekehrten wurden in der Ergolz getauft.
Um 1999 wurde in Bad Säckingen eine neue Gemeinde („Zweig“) gegründet. Dadurch zogen viele Mitglieder der Gemeinde Pratteln zur Verstärkung der neuen Gemeinde nach Säckingen.
2006 wurde in Basel die Wanderausstellung «150 Jahre in der Schweiz. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage» gezeigt. Sie kann auch als PDF am Bildschirm betrachtet werden.
Mitgliederzahlen:
Basel: 300
Pratteln: 200 - 220.
Reinach: 100 -110.
Basel als Stadtgemeinde ist dabei eher stagnierend, die Landgemeinden tendenziell zunehmend (50% eigene Kinder, 50% Konvertiten)
Ab rund 200 Mitgliedern kann eine Gemeinde auch geteilt und eine neue Gemeinde gegründet werden.
Lehre und Ziele
Selbstdarstellung:
«Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist ganz klar eine christliche Kirche. Das zentrale der Lehre ist Jesus Christus als Sohn Gottes, der für die Menschen das Sühnopfer dargebracht hat. Entsprechend den 13 Glaubensartikel der Kirche, welche zusammenfassend für andere darlegen, an was wir glauben, gilt "die Bibel“ soweit sie richtig übersetzt ist ebenso als massgebende Heilige Schrift, wie das "Buch Mormon“, das Buch "Lehre und Bündnisse“ und das Buch "Die Köstliche Perle“.
Die Glaubensartikel, wie sie von Joseph Smith formuliert wurden:
1. Wir glauben an Gott, den ewigen Vater, und an seinen Sohn, Jesus Christus, und an den Heiligen Geist.
2. Wir glauben, dass der Mensch für seine eigenen Sünden bestraft werden wird und nicht für die Übertretung Adams.
3. Wir glauben, dass dank dem Sühnopfer Christi alle Menschen errettet werden können, indem sie die Gesetze und Verordnungen des Evangeliums befolgen.
4. Wir glauben, dass die ersten Grundsätze und Verordnungen des Evangeliums sind: erstens der Glaube an den Herrn Jesus Christus, zweitens die Umkehr; drittens die Taufe durch Untertauchen zur Sündenvergebung; viertens das Händeauflegen zur Gabe des Heiligen Geistes.
5. Wir glauben, dass man durch Prophezeiung und das Händeauflegen derer, die Vollmacht haben, von Gott berufen werden muss, um das Evangelium zu predigen und seine heiligen Handlungen zu vollziehen.
6. Wir glauben an die gleiche Organisation, wie sie in der Urkirche bestanden hat, nämlich Apostel, Propheten, Hirten, Lehrer, Evangelisten usw.
7. Wir glauben an die Gabe der Zungenrede, Prophezeiung, Offenbarung, der Visionen, der Heilung, Auslegung der Zungen usw.
8. Wir glauben, dass die Bibel, soweit richtig übersetzt, das Wort Gottes ist; wir glauben auch, dass das Buch Mormon das Wort Gottes ist.
9. Wir glauben alles, was Gott offenbart hat, und alles, was er jetzt offenbart; und wir glauben, dass er noch viel Grosses und Wichtiges offenbaren wird, was das Reich Gottes betrifft.
10. Wir glauben an die buchstäbliche Sammlung Israels und die Wiederherstellung der Zehn Stamme, dass Zion (das Neue Jerusalem) auf dem amerikanischen Kontinent errichtet werden wird, dass Christus persönlich auf der Erde regieren wird und dass die Erde erneuert werden und ihre paradiesische Herrlichkeit empfangen wird.
11. Wir beanspruchen für uns das Recht, Gott den Allmächtigen zu verehren, wie es uns das Gewissen gebietet, und wir gestehen allen Menschen das gleiche Recht zu, mögen sie verehren, wie oder wo oder was sie wollen.
12. Wir glauben, dass es recht ist, einem König oder Präsidenten oder Herrscher, einer Obrigkeit untertan zu sein und den Gesetzen zu gehorchen, sie zu achten und für sie einzutreten.
13. Wir glauben, dass es recht ist, ehrlich, treu, keusch, gütig und tugendhaft zu sein und allen Menschen Gutes zu tun, ja, wir können sagen, dass wir der Ermahnung des Paulus folgen - wir glauben alles, wir hoffen alles, wir haben viel ertragen und hoffen, alles ertragen zu können. Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so trachten wir danach.
Das wichtigste in der Kirche sind intakte, gesunde Familien, weil diese die Grundlage einer gesunden Gesellschaft darstellen und vor allem, weil diese der Lehre des Erlösers Jesus Christus entsprechend über den Tod hinaus weiterbestehen können.
Als Unterschied zu anderen Glaubensgemeinschaften mag folgendes aufgezählt werden: Wir glauben an ein Vorherdasein, ein Leben vor diesem Leben in der Gegenwart Gottes. Wir glauben, dass dieses Leben eine Prüfungszeit darstellt, welche uns auf das Leben nach dem Tod vorbereiten soll. Wir glauben an die buchstäbliche Auferstehung und ewiges Weiterleben des Menschen. Wir glauben, wie dies den Glaubensartikeln entnommen werden kann daran, dass Jesus Christus Seine Kirche auch heute führt und leitet und zwar durch fortlaufende Offenbarung an seine Propheten wie seit jeher.»
Zusammenarbeit
Die Kirche und vor allem die Mitglieder und die Gemeinden sind, bereit alle Anstrengungen, welche mit dem Ziel der Kirche (siehe Punkt 3) übereinstimmen zu unterstützen.
In vielen konkreten Fragen ist eine Zusammenarbeit mit anderen Kirchen durchaus möglich und findet vielerorts statt.
Organisation, Finanzen
Die Kirche ist in der Schweiz rechtlich ein Verein nach ZGB.
Einer Gemeinde steht je nach Grösse ein Bischof vor.
Ihm stehen je zwei Ratgeber zur Verfügung.
Sowohl die erwachsenen Männer als auch die Frauen sind dann in weiteren Gruppen organisiert und planen Belehrungen und soziale Kontakte selbständig, aber unter Koordination der Gemeindevorsteher. Dasselbe gilt für die Jugendlichen und für die Kinder.
Mehrere Gemeinden sind in einem Pfahl (= Diözese, Bezirk) zusammengeschlossen. Pfahl Bern umfasst die westliche Deutschschweiz mit 14 Gemeinden.
Die Kirche wird weltweit geleitet von einem Präsidenten und zwei Ratgebern, unterstützt vom Kollegium der 12 Apostel sowie den weiblichen Präsidentschaften der Frauenhilfvereinigung, der Jungen Damen und der Primarvereinigung. Der Hauptsitz der Kirche ist in Salt Lake City (Utah; USA).
Alle würdigen Männer erhalten das Priestertum - die Frauen predigen, unterrichten und beten in den Gottesdiensten und allen Klassen oder anderen Versammlungen.
Die Frauen leiten zudem im Pfahl oder Gemeinden jeweils mit zwei Ratgeberinnen die Organisationen für Frauen, für Kinder und für jugendliche Mädchen.
Die Mitgliedschaft ist durch die (Gläubigen-)Taufe und Konfirmation möglich. Kleinkinder können gesegnet werden und erhalten dabei ihren Namen. Ab 8 Jahren können sie getauft werden.
Alle Beamtinnen und Beamte der Kirche leisten auf Gemeinde- und Pfahlebene ihren Dienst als Laien ehrenamtlich.
Der biblische Zehnte ist üblich. Zudem ist ein sogenanntes Fastopfer für Bedürftige eingerichtet welches in der Reihenfolge Gemeinde -> Schweiz -> Europa -> weltweit eingesetzt wird.
In finanzieller Hinsicht wird die Schweiz zentral verwaltet.
Auf Gemeindeebene gibt es eine offene Rechnung.
Eine persönliche Mission wird grundsätzlich privat finanziert.
Versammlungslokal, Angebote, Auftreten in der Öffentlichkeit
Versammlungslokalitäten in Basel-Stadt und Basellandschaft:
Bischofsgemeinde Basel
Gemeindehaus: St. Johanns-Platz 8, 4050 Basel
Bischofsgemeinde Pratteln:
Gemeindehaus und Archiv für Familienforschung: Wartenbergstrasse 31, 4132 Pratteln
Bischofsgemeinde Reinach:
Gemeindehaus und Archiv für Familienforschung: Wartenbergstrasse 31, 4132 Pratteln
Alle drei Lokale haben eine Kapelle für die Gottesdienste, Räume für Unterricht und Freizeitgestaltung, Büros und ein Sekretariat.
Basel hat zusätzlich einen Kultursaal mit Bühne.
In Basel und Pratteln sind Taufbecken vorhanden.
In Pratteln befindet sich das Archiv für Familienforschung.
Jeden Sonntag:
- Abendmahlsversammlung,
- Sonntagsschule für Alle (nach Altersgruppen getrennt),
- Priesterschaftsversammlung (für Männer), parallel Frauenhilfsvereinigung (für Frauen)
- Unterricht für Kinder bis 12 Jahren
Montagabend: es wird empfohlen, diesen Abend für die Familie von Versammlungen oder anderen Aktivitäten frei zu halten (Heimabend, jede Familie für sich)
Zweimal jährlich findet unter der Leitung des Präsidenten der Kirche eine Generalkonferenz statt, welche über Satellit weltweit ausgestrahlt wird. An diesen Versammlungen können alle Interessierten entweder in ihren Heimen oder in den Versammlungsgebäuden überall auf der Welt live teilnehmen.
Regelmässig finden soziale- und gesellschaftliche Veranstaltungen statt wie z.B.:
- Wöchentliche Jugendtreffs
- Tanz- und Unterhaltungsabende
- Ferienwochen oder Weekends (Sommer und Winter für alle Altersstufen)
- Zusammenkünfte und Weiterbildungsangebote aller Art
Soziale Dienste, Krankenpflege und Besuchsdienste werden von den Kollegien der Männer und von der Frauenhilfsvereinigung organisiert. Alle Männer und Frauen sind in einer Gemeinde jeweils zu zweit für eine kleine Gruppe, in der Regel max. 5 Einheiten (Familien oder Alleinstehende) verantwortlich. Diese Paare betreuen die ihnen zugeteilten Familien oder Alleinstehende ungezwungen mit Besuchen, gemeinsamen Aktivitäten oder Kontakten via Telefon sowie elektronischen Medien, resp. im Krankheits- oder Pflegefall nach Bedarf.
Der Bischof (=Gemeindeleiter, ehrenamtlich) leistet bei Bedarf Seelsorge. Ihm behilflich sind die Leiterin der Frauenhilfsvereinigung sowie der Präsident des Aeltestenkollegiums.
Verschiedene Betreuungsprogramme sind vorhanden und können bei Bedarf unmittelbar angewendet werden.
Die Kirche versteht sich entsprechend dem Auftrag von Jesus Christus klar als Missionskirche. Junge Männer und Frauen leisten während 2, resp. 1 1/2 Jahren Missionsdienst. Derzeit sind weltweit rund 65'000 Missionarinnen und Missionare unterwegs. Auch aus der Schweiz sind laufend mehr als 100 Missionarinnen und Missionare im Einsatz. Missionare und Missionarinnen dienen auch in zahlreichen Sozialen- und Sozialmedizinischen Bereichen.
Aeltere Ehepaare können auf eigenen Wunsch hin als Missionsehepaar dienen, vorzugsweise in zahlreichen sozialen und sozialmedizinischen Bereichen.
Literatur, Zeitschrift
Zusätzlich zur „Bibel“ anerkennen die Mormonen das „Buch Mormon“, „Lehre und Bündnisse“ sowie „Die köstliche Perle“ als wahre und gottgegebene Grundlagenbücher unserer Kirche.
→ https://www.lds.org/scriptures/bofm?lang=deu
www.presse-mormonen.ch
Hans-Martin Friedrich: Die gefälschte Offenbarung. Anspruch und Wirklichkeit mormonischer Glaubenslehren. Mit Glaubenszeugnissen ehemaliger Mormonen. Basel, Giessen 1997. (268 S., SW-Abb.)
Als weltweite, offizielle Zeitschrift erscheint monatlich der «Liahona» in verschiedensten Sprachen übersetzt.
Diese wie auch alle anderen und anderssprachigen Zeitschriften können von allen Interssierten abonniert werden, so z.Bsp.: in Englisch die „Church News“ oder die Zeitschrift „Ensign“.
Weitere Links
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Official internet site
www.kirche-jesu-christi.ch
www.familysearch.org