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Cannabis und Autofahren: Neue Lagebesprechung stellt Fragen und Antworten für die Politik vor
(23.5.2018, LISSABON) Welche Auswirkungen hat der Cannabiskonsum auf das Autofahren? Beeinflussen essbare und rauchbare Cannabisprodukte den Fahrer in gleicher Weise? Wie sollte das Gesetz mit Fahrern umgehen, die Cannabis aus medizinischen Gründen einnehmen? Dies sind einige der Fragen, die heute in einem, von der EU-Drogenagentur (EBDD) und dem Canadian Centre on Substance Use and Addiction (CCSA), veröffentlichten neuen Richtlinien-Anweisungen über Cannabis und Autofahren behandelt werden.
Mit der Entwicklung der Cannabispolitik auf internationaler Ebene (1) wird das Thema Cannabis-beeinträchtigtes Fahren immer relevanter und soll den Betroffenen einen Überblick über die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen geben.
Das Briefing stützt sich auf die Erkenntnisse des dritten internationalen Symposiums über drogenabhängiges Fahren, das am 23. Oktober 2017 in Lissabon stattfand (2). Die Veranstaltung war eine Gemeinschaftsinitiative der EBDD, der CCSA, des US National Institute on Drug Abuse (NIDA) International Program und der New Zealand Drug Foundation. Über 100 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil, die Forscher, Praktiker und politische Experten aus über 30 Ländern zusammenbrachte.
Das Briefing beantwortet 15 Fragen, die in vier Schwerpunktthemen des Symposiums zusammengefasst sind:
Das Briefing beantwortet 15 Fragen, die in vier Schwerpunktthemen des Symposiums zusammengefasst sind:
Herausforderungen für regulatorische Modelle
Drogenüberprüfung, -tests und -nachweis
Verhindern von Cannabis-beeinträchtigtem Fahren
Zukunftsperspektiven für Forschung und Monitoring.
Drogenüberprüfung, -tests und -nachweis
Verhindern von Cannabis-beeinträchtigtem Fahren
Zukunftsperspektiven für Forschung und Monitoring.
Das Briefing befasst sich mit der Nützlichkeit von biologischen Tests und Verhaltenstests bei der Beurteilung von Cannabis-bezogenen Beeinträchtigungen, sowie den damit verbundenen Herausforderungen. Er beschreibt, wie sich die Wirkungen von gerauchtem Cannabis von denen von essbarem Cannabis unterscheiden und diskutiert die Komplexität, die entsteht, wenn Fahrer Substanzen (z.B. Cannabis und Alkohol) mischen. Das Briefing befasst sich auch mit den verschiedenen Möglichkeiten, auf Cannabis-positiv getestete Fahrer zu reagieren. Und mit der Notwendigkeit, die Strafen durch eine Aufklärung zu ergänzen, die den falschen Vorstellungen junger Menschen über das Ausmaß des Risikos entgegenwirkt.
Da Cannabiskonsum in einigen Ländern nicht mehr illegal ist (sei es zu medizinischen oder Freizeitzwecken), können Gesetze, die Cannabis-positive Fahrer bestrafen, denen die Alkohol-positive Fahrer bestrafen, ähnlich werden. Beispielsweise arbeiten viele Länder an Gesetzen, die höchstzulässige Grenzwerte im Blut festlegen. Wie im Falle des Alkohols würden diese Gesetze bedeuten, dass jeder Fahrer “über dem Grenzwert” eine Straftat begehen würde und es keine Notwendigkeit gäbe, eine körperliche Beeinträchtigung nachzuweisen. Welcher Ansatz auch immer gewählt wird, die laufende Evaluierung wird entscheidend sein.
Original Artikel von EU drugs agency (EMCDDA)
Übersetzung: Edy Ender