Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03237.jsonl.gz/603

Frage: Ich habe gehört, dass nur noch von lizenzierten Raufutterhändlern Heu gekauft werden darf. Stimmt das? Wenn ja, welche Raufutterhändler sind lizenziert?
Antwort: Ja, das stimmt. Jedoch darf auch jeder Knospe-Bauer mit Futtermitteln handeln. Wenn allerdings der Ankaufswert der Futtermittel Fr. 150 000.– übersteigt, muss der Knospe- Betrieb bei Bio Suisse einen Lizenzvertrag abschliessen. Im Artikel 2 der Bioverordnung unter 5bis c ist definiert, welche Art von Handel mit Bioprodukten nicht zertifizierungspflichtig ist: «die Lagerung und Vermarktung von verkaufsfertig verpackten und etikettierten Erzeugnissen, die ausschliesslich für die Schweiz bestimmt sind, falls sie vor der Abgabe an die Konsumenten nicht weiter aufbereitet werden. » Das heisst, dass ein Knospe-Betrieb zum Beispiel seine Silagerundballen oder Heuballen an eine nicht zertifizierte Landi verkaufen kann. Die Landi darf dann diese Ballen an einen Knospe-Betrieb als Knospe-Futter weiterverkaufen. Bedingung: Die Ballen müssen gut sichtbar mit einer gut befestigten Etikette versehen sein. Auf der Etikette muss der Name der Produzentin, des Produzenten und der Zertifizierungsstelle aufgeführt sein. Es dürfen nur etikettierte und mit einem Netz oder in Folie verpackte Ballen von einem nicht zertifizierten Händler gehandelt werden. Loses Knospe-Futter, zum Beispiel Heu, darf nur von zertifizierten und von Bio Suisse lizenzierten Händlern gehandelt werden, und sobald ein Händler das Futter unter seinem Namen verkauft, muss er sich auch zertifizieren und lizenzieren lassen. Wenn ein Knospe-Bauer von einem nicht lizenzierten Händler loses Knospe-Futter kauft, gilt dieses als konventionelles Futter.
Die lizenzierten Raufutterhändler sind in der Rubrik Adressen aufgelistet (in der Spalte ganz rechst muss "ja" stehen):
Futtermühlen (Rubrik Adressen)
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 14.01.2013