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Marcus Maeder:
Progeny – CD Taufe
Marc Behrens:
MUT ATT NARC IMM
Marcus Maeder: Progeny
Für den Komponisten, Künstler und Wissenschaftler Marcus Maeder rückte in der Beobachtung der eigenen wissenschaftlichen Arbeit eine zentrale künstlerische Frage immer mehr in den Vordergrund: Wenn Kunst und Musik einen spezifischen Zugang zur Welt erschliessen, wie lässt sich dann sein epistemischer Gehalt spezifizieren, oder anders gefragt: Wenn der Künstler einen Prozess oder ein Phänomen in der Natur musikalisch darstellt oder simuliert, was geschieht über ein solches Kunstwerk?
Wäre Musik als künstlerische Herangehensweise in der Lage, eine andere assoziative und emotionale Perspektive auf Theoreme in der Wissenschaft zu entwickeln, in dem sie gewisse Aspekte wissenschaftlicher Sichtweisen isomorphisch in ihrer Realisation verwendet?
Entstanden sind mit Progeny zehn Stücke und Versuche, Konzepte, wie sie in der theoretischen Biologie, speziell in der Theorie lebender Systeme entworfen wurden, künstlerisch umzusetzen. Progeny scheut die Etikette Ambient-Musik nicht, sondern sieht sich ausdrücklich im Kontext der „Ambient Poetics“ und „Environmmental Aesthetics“ verortet, wie sie vom amerikanischen Philosophen Thimothy Morton beschrieben werden. Ambient Poetics entwickeln Spekulationen der Natur, die über unseren konzeptuellen oder ideologischen Zugriff hinausgehen und modellieren so unsere Umwelt neu: Kunst als heuristischer Akt, der versucht, ideologischen Sichtweisen Bilder und Klänge der Andersheit gegenüberzustellen.
Marcus Maeder: Progeny erscheint auf Domizil (domizil 41)
Marc Behrens: MUT ATT NARC IMM
MUT ATT NARC IMM ist das Ergebnis eines siebenjährigen Prozesses der Live-Performance einer über die Jahre sich langsam wandelnden Klangfamilie – in extrem variierenden Bedingungen auf vier Kontinenten, in Konzertsälen, alten Kirchen, neben Krokodil-bevölkerten Wasserläufen.
Ein immersives elektroakustisches Musikstück, das Energien zwischen Klangrepertoire, Aufführungsrahmen, anwesendem Publikum, früheren Inkarnationen seiner Aufführungen und seines Publikums, dem Performer selbst und dem spezifischen Zeitpunkt am Tag der Aufführung mobilisiert