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Haarausfall
Haarausfall kann erblich bedingt sein, aber auch nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren kann es dazu kommen.
Falls Sie von Haarausfall betroffen sind, müssen Sie sich damit nicht abfinden. Gerade bei Frauen lässt sich Haarausfall gut behandeln.
Von einem krankhaften Haarausfall spricht man, wenn regelmäßig jeden Tag mehr als hundert Haare ausfallen.
Ursachen
Für Haarausfall gibt es ganz verschiedene Ursachen. Diese können unter anderem sein:
- die Hormonumstellung in den Wechseljahren, nach einer Schwangerschaft oder nach Absetzen der Antibabypille
- Infektionen
- eine Krebserkrankung mit Chemotherapie oder Bestrahlung
- körperlicher oder seelischer Stress
- Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen (z.B. Eisen), Spurenelementen (z.B. Zink) oder Aminosäuren
- bestimmte Medikamente
- erbliche Belastung.
Hormonell bedingter Haarausfall
Für viele Stoffwechselvorgänge im Körper sind Hormone verantwortlich, u.a. auch für den Haarwuchs. Schwankungen im Hormonhaushalt können den normalen Haarausfall beeinträchtigen.
Im Körper einer Frau bildet sich in geringem Maße das männliche Hormon Testosteron, das bei entsprechender Veranlagung zum Haarausfall führen kann. Diese Veranlagung ist erblich bedingt und die häufigste Ursache, wenn Frauen an Haarausfall leiden. Die Haarwurzeln sind gegenüber diesem männlichen Hormon überempfindlich, die Haare fallen vermehrt aus, weil sie nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Diese Form des Haarausfalls trifft häufig Frauen zu Beginn der Wechseljahre. Aber auch einige Arzneimittel, wie z.B. bestimmte Antibabypillen, können Haarausfall begünstigen.
Haarausfall nach der Schwangerschaft
Etwa 2 bis 4 Monate nach einer Geburt kann es durch die Hormonumstellung zu einem Haarausfall kommen. Er hält aber in fast allen Fällen nur wenige Monate an. Während der Schwangerschaft ist der Östrogenspiegel deutlich höher. Das hat auf das Haarwachstum einen bedeutenden Einfluss. Die Lebensphase jedes Haares verlängert sich durch das zusätzliche Östrogen erheblich. Haare, die unter normalen Umständen schon ausgefallen wären, wachsen einfach weiter. Meist haben Frauen während der Schwangerschaft aus diesem Grund mehr und dickere Haare als normalerweise. Nach der Schwangerschaft sinkt der Östrogenspiegel wieder und die Haare, deren Lebenszeit eigentlich längst überschritten war, fallen aus. Hat sich der Hormonhaushalt noch nicht wieder eingependelt, kann es auch kurzzeitig zu dünneren Haaren als vor der Schwangerschaft kommen. Das ist aber normal und geht vorüber.
Behandlung
Der hormonell bedingte Haarausfall lässt sich auf zwei Arten behandeln:
- durch eine äußerliche Anwendung von Haartinkturen mit dem Wirkstoff alpha- Estradiol
- durch die Einnahme spezieller Hormonpräparate.
Alpha- Estradiol wird auf die Kopfhaut aufgetragen und kann bei regelmäßiger Anwendung an der Haarwurzel den Einfluss der männlichen Hormone in gewissem Umfang aufheben.
Vererbter Haarausfall kann mit sogenannten Antiandrogenen behandelt werden. Die Wirkung dieses Medikaments ist die Neutralisierung der männlichen Sexualhormone im Körper der Frau. Hierzu können z.B. spezielle Antibabypillen verschrieben werden.
Nach den Wechseljahren hilft die Einnahme des Hormons Östrogen. Wegen bestimmter Risiken muss diese Hormonbehandlung ausführlich mit dem Arzt besprochen werden.
Die zusätzliche Einnahme von Biotin, Hefe, Vitamin B oder Aminosäuren kann die Therapie noch unterstützen.