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Zur Pause schien das AFC Championship Game 2010 bereits entschieden zu sein: Die Pittsburgh Steelers führten mit 24:3 Punkten und hatten die Gäste aus New York zu diesem Zeitpunkt in jeder Hinsicht dominiert. Die Gastgeber begannen die Partie mit einem Drive, der in 15 Spielzügen 66 Yards übers Feld führte und dabei neun Minuten von der Uhr nahm. Running Back Rashard Mendenhall erzielte mit einem Lauf aus kurzer Distanz die ersten Punkte. Zwar endete der nächste Drive der Steelers mit einer Interception von Ben Roethlisberger, doch nach einem Punt der Jets baute Kicker Shaun Suisham die Führung der Steelers mit einem Field Goal weiter aus.
Die New York Jets brachten in der ersten Halbzeit in der Offense kaum etwas zustande: Die zumeist kurzen Drives endeten allesamt in Punts. Die Steelers nutzten die Chance: Ben Roethlisberger fand mit drei Pässen über 24, 20 und 14 Yards seine Receivers und schloss einen weiteren Drive mit einem 2 Yards-Lauf gleich selber ab. Und auch die Steelers Defense sorgte für Punkte: Cornerback Ike Taylor sackte bei einem Blitz Jets-Quarterback Mark Sanchez, dieser verlor der Ball, der von Steelers-Cornerback William Gay aufgenommen und 19 Yards zum Touchdown zurückgetragen wurde. Immerhin: Den Jets gelang es noch vor der Pause mit einem Field Goal durch Nick Folk wenigstens die ersten Punkte der Partie zu erzielen.
Und gleich nach der Pause zeigten die Jets, dass sie sich noch nicht geschlagen geben wollten: Zuerst erlief Shonn Greene 23 Yards, bevor dann Mark Sanchez Wide Receiver Santonio Holmes fand, der bei seiner Rückkehr nach Pittsburgh mit seinem 45 Yards-Touchdown-Fang die Partie wieder spannend machte. Die Steelers versuchten in der Folge, die Partie mit langen Angriffsserien zu kontrollieren und möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen. Dies gelang anfänglich, doch eine Interception von Safety Brodney Poole gegen Ben Roethlisberger kurz vor der Jets-Endzone machte den Steelers dann einen dicken Strich durch die Rechnung.
Doch auch den Jets wollte vorderhand keine weiteren Punkte mehr gelingen. Ihre beste Chance hatten sie dabei Mitte des letzten Viertels, nachdem sie sich bis an die 2 Yards-Linie der Steelers vorgearbeitet hatten. Nach einem Goalline-Stand der Steelers mussten die Gäste den Ball aber nach vier erfolglosen Versuchen abgeben. Allerdings fumbelte kurz darauf Ben Roethlisberger einen Snap und konnte von Defensive End Mike DeVito für einen Safety in der Endzone getackelt werden. Und nach dem Free Kick verkürzten die Jets den Rückstand weiter: Nach zehn Spielzügen fand Sanchez Receiver Jerricho Cotchery drei Minuten vor Spielende für den Anschluss-Touchdown.
Doch zum Schluss erwachte die Steelers-Offense plötzlich wieder: Nach dem Kickoff der Jets gab sie den Ball nicht mehr aus der Hand. Ben Roethlisberger fand zweimal einen Receiver für ein Frist Down und sorgte so dafür, dass die Jets hilflos zusehen mussten, wie die letzten Sekunden der Partie zerrannen. Die Steelers ihrerseits erreichten zum dritten Mal in sechs Jahren die Super Bowl.
New York Jets
19
0
3
7
9
Pittsburgh Steelers
24
7
17
0
0
PIT – TD – Mendenhall 1 Yard-Lauf (Extrapunkt Suisham)
PIT – FG – Suisham 20 Yards
PIT – TD – Roethlisberger 2 Yards-Lauf (Extrapunkt Suisham)
PIT – TD – Gay 19 Yards-Fumble Return (Extrapunkt Suisham)
NYJ – FG – Folk 42 Yards
NYJ – TD – Holmes 45 Yards-Pass von Sanchez (Extrapunkt Folk)
NYJ – Safety – DeVito tackelt Roethlisberger in der Endzone
NYJ – TD – Cotchery 4 Yards-Pass von Sanchez (Extrapunkt Folk)