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Der Mühlbach diente vielen Gewerbebetrieben als Antriebskraft. Das brachte Verdienst, gelegentlich aber auch Streit. Wurde ein solcher durch ein Gericht geregelt, entstanden viele Schriftstücke, die uns oft interessante Informationen über jene Zeit liefern.
An dieser Stelle stand schon im 18. Jahrhundert eine Hammerschmiede. Sicher ab 1810 und bis 1876 gehörte sie der Familie Beusch. In den Akten der Gebäudeversicherung sind 1873 drei Wasserräder,
zwei Essen und ein Blasbalg erwähnt. Die Hammerschmiede war bis 1890 in Betrieb. Um 1900 wurde das Gebäude abgebrochen und das heutige Wohnhaus erstellt. Von 1907 bis 2000 wurde im Untergeschoss
eine Schnapsbrennerei betrieben.
1854 starb der Schmied Burkhard Beusch. Die Witwe Katharina führte mit den Söhnen den Betrieb weiter. Ab 1858 prozessierten der Besitzer der Mühle und Säge im Vorderdorf und der Besitzer der Spinnfabrik gegen die Betriebsweise der Hammerschmiede.
Um bei Niedrigwasser die schweren Schmiedhämmer in Schwung zu bringen, musste das Wasser im Kett zuerst aufgestaut werden. Den Unterliegern verursachte das einen unregelmässigen Wasserzufluss. Zeugen der Beklagten sagten aus, dies sei seit jeher so gemacht worden. Die Klage wurde abgewiesen, weil die Hammerschmiede schon seit langem bestand, anderseits die Spinnfabrik erst 1837 erbaut wurde und der klagende Müller seine Mühle erst 1849 ersteigert hatte.