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Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts
Das Forschungsprojekt untersucht ausgewählte zentrale Fragen zu den Bedingungen erfolgreicher klimapolitischer Prozesse auf nationaler und internationaler Ebene auf systematische Weise:
- Wie haben sich die klimapolitischen Prozesse auf der internationalen Ebene und in ausgewählten Schlüsselstaaten (wie der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten, der USA sowie Chinas) seit 2001 entwickelt?
- Welche Handlungsoptionen bieten sich einzelnen Staaten—besonders auch sogenannt kleineren und geopolitisch weniger mächtigen Staaten wie der Schweiz—angesichts des sich wandelnden internationalen Umfelds für die Unterstützung, Formulierung und Umsetzung möglichst wirksamer Klimaschutzmassnahmen?
Um Antworten auf diese übergeordnete Fragestellung zu finden, kombiniert das Forschungsprojekt innovative Datenerhebungs- und Analyseverfahren (Textanalyse, Ereignisdatenanalyse, Soziale Netzwerkanalyse) zusammen mit Experteninterviews und Dokumentenanalyse. Dieses Vorgehen erlaubt, klimapolitische Prozesse auf verschiedenen politischen Ebenen auf systematische Weise zeitvergleichend zu untersuchen.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
Aufgrund seiner Fragestellung und des gewählten Forschungsansatzes befindet sich das Forschungsprojekt an der Schnittstelle von nationalstaatlicher Innenpolitik und internationaler Politik. Einerseits geht es darum, innenpolitische Faktoren für das bessere Verständnis der internationalen Klimapolitik zu finden. Anderseits untersucht das Forschungsprojekt, inwiefern das internationale politische Umfeld Handlungsmöglichkeiten für innovative klimapolitische Massnahmen auf nationaler und substaatlicher Ebene bietet respektive diese einschränkt. Das Forschungsprojekt ist eingebettet in das internationale Forschungsprogramm COMPON (Comparing Climate Change Policy Networks, siehe http://www.compon.org), das zum Ziel hat, Erklärungen für die im internationalen Vergleich grossen Unterschiede nationalstaatlicher Klimapolitiken zu finden. Das so gewonnene Wissen soll letztlich dazu beitragen, die Diffusion innovativer und erfolgreicher politischer Massnahmen zwischen einzelnen Ländern zu fördern und so zu einem wirksameren internationalen Klimaregime beizutragen.