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Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist ein gefürchteter Bienenschädling. Die ausgewachsenen Käfer und die Larven fressen Honig, Pollen und bevorzugt Bienenbrut.
Aktuell
Keine Fälle in Italien.
Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist ein dunkelbrauner, 5 – 7 mm langer und 3 mm breiter Käfer. Er befällt Honigbienen und Hummeln und ist ein gefürchteter Schädling von Bienenvölkern. Die ausgewachsenen Käfer und Larven fressen Honig, Pollen und bevorzugt Bienenbrut. Sie schwächen das Bienenvolk, der Honig beginnt zu gären und die Waben brechen zusammen. Das befallene Volk wird entweder vernichtet oder verlässt den Bienenstock. Der Kleine Beutenkäfer greift auch das gelagerte Imkereimaterial an. Für Menschen ist er keine Gefahr.
Ansteckung und Verbreitung
Der Kleine Beutenkäfer versteckt sich in verborgenen Winkeln des Bienenstocks und vermehrt sich dort auch. Die Käfer schwärmen von betroffenen Bienenstöcken bis ca. 15 km weit aus und befallen neue Völker. Wanderimkerei und der Transport von Imkereimaterial können auch zur Verbreitung beitragen.
Beheimatet in der Kleine Beutenkäfer in Afrika südlich der Sahara, wo er nur geringe Schäden verursacht. Von dort wurde er u. a. nach Nordamerika, Australien und Ägypten verschleppt. In Portugal wurde er 2004 schnell wieder ausgerottet. 2014 gab es Fälle in Süditalien (Kalabrien und Sizilien).
In der Schweiz ist noch kein Vorkommen gemeldet. Aber die Fälle in Süditalien sind alarmierend und verlangen auch von Schweizer Imkerinnen und Imkern erhöhte Aufmerksamkeit und die regelmässige Kontrolle der eigenen Bienenvölker. Hauptrisikofaktor für die Einschleppung des Kleinen Beutenkäfers in die Schweiz sind Importe von Bienen, Hummeln, Imkerei-Nebenprodukten sowie von gebrauchtem Imkereimaterial. Je nachdem wie die Ausbreitung in Italien weiter geht, könnte der Käfer auch auf ‚natürliche‘ Art in die Schweiz kommen.
Damit in der Schweiz das allfällige Auftreten des Kleinen Beutenkäfers zu einem frühen Zeitpunkt entdeckt wird, sind sichernde Massnahmen bei Importen sehr wichtig (siehe „Weitere Informationen“).
Nationales Programm Apinella
Mit dem nationalen Programm Apinella werden zusätzliche Massnahmen zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers ergriffen. In der ganzen Schweiz kontrollieren Sentinel-Imker (Vertrauensimker) regelmässig ihre Bienenvölker, um ein Auftreten des kleinen Beutenkäfers so rasch wie möglich zu erkennen. Das Programm wird vom Veterinärdienst Schweiz in enger Zusammenarbeit mit dem Bienengesundheitsdienst und der Imkerbranche umgesetzt. Mehr dazu:
Projekt Apinella zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers
Was tun?
Der Befall mit dem Kleinen Beutenkäfer ist eine zu bekämpfende Seuche. Bei einem für Aethina tumida verdächtigen Käfer-Fund auf dem Bienenstand muss der Imker oder die Imkerin umgehend telefonisch die zuständige kantonale Veterinärbehörde informieren. So kann der Verdachtsfall abgeklärt werden.
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Gesetzgebung
Letzte Änderung 09.08.2018