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Die von der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen produzierte Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT kann bei neun St.Galler Gemeinden die Stimmbeteiligung einzelner Bevölkerungsgruppen aufzeigen. Aktuell liegen nun die Stimmbeteiligungszahlen zum zweiten Wahlgang der Regierungswahlen vor. Diese zeigen, dass die Möglichkeit, eine zweite Frau in den Regierungsrat zu wählen, die Frauen höchstens in der Stadt St.Gallen leicht stärker zu mobilisieren schien. Nach Jahrgängen betrachtet, zeigt sich in der Tendenz das bekannte Bild einer mit dem Alter steigenden Beteiligung.
Stimmbeteiligung bei Frauen ein wenig tiefer als bei Männern
Die Möglichkeit eine zweite Frau in den Regierungsrat zu wählen, schien die Frauen nicht besonders zu mobilisieren. Das gewohnte Bild, dass Frauen leicht weniger häufig abstimmen, zeigt sich auch bei den Wahlen vom 19. April. Einzig in der Stadt St.Gallen war die Stimmbeteiligung der Frauen minim höher als diejenige der Männer. Das kam in den letzten 2 Jahren nur einmal - am 9. Februar 2020 - vor und deutet darauf hin, dass die SP-Kandidatin Laura Bucher in der Stadt St.Gallen, in der die SP über eine grosse Wählerstärke verfügt, einen kleinen mobilisierenden Effekt bei den Frauen erzielt hat.
Tiefe Stimmbeteiligung bei Personen unter 60 Jahren
Während in vier der acht beteiligten Gemeinden die Stimmbeteiligung am 19.04.2020 gegenüber der Abstimmung/Wahl vom 8. März in allen Altersgruppen sank, stieg sie in der Gemeinde Au in allen Altersgruppen. Dies dürfte mit der dortigen kommunalen Vorlage zusammenhängen, über die gleichzeitig abgestimmt wurde. In Schmerikon und Wildhaus-Alt St.Johann führten die zur Abstimmung stehenden kommunalen Vorlagen nicht zu einer höheren Stimmbeteiligung. Wie schon in den vergangenen Abstimmungen war die Stimmbeteiligung auch in der aktuellen Abstimmung/Wahl bei den älteren Personen höher. Die durch die Corona-Pandemie bedingte Einschränkung auf die briefliche Stimmabgabe scheint darauf keinen massgeblichen Einfluss gehabt zu haben. Dies erstaunt nicht, liegt doch der Anteil der üblicherweise per Urne Abstimmenden deutlich unter fünf Prozent. Bei den 60 bis 80-Jährigen beteiligte sich am 19.04.2020 fast jede/r Zweite an der Abstimmung/Wahl, in der Gruppe der 40 bis 59-Jährigen waren es noch rund 35 Prozent, während die Beteiligung der unter 40-Jährigen in den meisten Gemeinden etwas über 20 Prozent lag.
Details zur Stimmbeteiligung nach Alter und Geschlecht…
… können für alle neun STISTAT-Gemeinden in einer mit Filtern ausgestatteten Excel-Tabelle nach eigenem Interesse zusammengestellt werden. Sie kann heruntergeladen werden.
Alle Statistikprodukte zur Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT …
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Zur Methodik
Bei der Stimmbeteiligungsstatistik STISTAT der Fachstelle für Statistik können bei neun St.Galler Gemeinden auf Basis der eingescannten Stimmrechtsausweise soziodemographische Informationen ergänzt werden. Es handelt sich um die Gemeinden Au, Gossau, Mels, Quarten, Schmerikon, St.Gallen, Uzwil und Wildhaus-Alt St. Johann. Wegen eines technischen Fehlers bei der Erhebung konnten für Uzwil bei den Wahlen vom 8. März und 19. April 2020 keine Daten produziert werden. Die auf Basis der STISTAT-Daten ermittelte Stimmbeteiligung entspricht dem Anteil der Stimmenden an allen Stimmberechtigten. Gezählt werden die abgegebenen Stimmrechtsausweise. Zur Ermittlung der Zahl der Stimmberechtigten und deren soziodemographischen Merkmale wird die Bevölkerungsstatistik STATPOPSG der Fachstelle für Statistik verwendet. Die Einzeldaten von STISTAT werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für vertiefte Analysen auf Basis eines Datenschutzvertrags zur Verfügung gestellt.
Die von der Fachstelle für Statistik hier publizierten statistischen Informationen unterstehen dem Statistikgesetz des Kantons St.Gallen (sGS 146.1) und dessen Qualitätskriterien.
Hinweis an die Medien: Der Leserschaft als Quellenort bitte «www.statistik.sg.ch» mitteilen.
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei:
Andrea Huber, Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen
058 229 42 56/ <email-pii>