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Der europäische Flugzeughersteller EADS wird keinen Einspruch gegen seine Niederlage im Rennen um einen Milliardenauftrag der US-Luftwaffe einlegen. Der amerikanische Konkurrent Boeing bleibt damit Sieger in der Ausschreibung für den Bau von 179 Tankflugzeugen.
Der Airbus-Hersteller EADS fühlt sich allerdings nicht als Verlierer im fast zehn Jahre langen Kampf um den Grossauftrag. Die Vergabe des Auftrags über die Erneuerung der Tankflugzeug-Flotte an Boeing sei zwar eine Enttäuschung. Man habe den amerikanischen Konkurrenten mit der eigenen Offerte aber in einen Preiskampf gezwungen.
Ursprünglich sollte der Auftrag ohne Ausschreibung an Boeing gehen. Gegenüber dem Angebot aus dem Jahr 2002 habe Boeing nun 16 Mrd. Dollar weniger verlangt, rechnete EADS vor. "Wir sind stolz darauf, dass unsere Beteiligung an der Ausschreibung dem Steuerzahler viel Geld spart", sagte Ralph Crosby, der Nordamerika-Chef von EADS am Freitag vor den Medien.
Die Vergabe des Riesenauftrags der US-Luftwaffe ist damit im dritten Anlauf geglückt. Zuvor hatte einmal Boeing gewonnen, einmal EADS. Wegen Fehlern bei der Auftragsvergabe schrieb die Regierung den Auftrag aber immer wieder neu aus. Auch dieses Mal lief nicht alles glatt: Durch eine Verwechslung landeten die Angebote der Gegenseite bei EADS und Boeing.
3,5-Mrd.-Dollar-Deal
Boeings Tankflieger, der nun von der US-Luftwaffe bestellt wird, basiert auf der in die Jahre gekommenen Verkehrsmaschine 767 und existiert bis dato erst auf dem Papier. EADS hatte dagegen einen bereits bei anderen Luftwaffen eingesetzten Tankflieger auf Basis des Passagierjets Airbus A330 ins Rennen geschickt.
Boeing wird nun in einer ersten Tranche bis 2017 insgesamt 18 Tankflugzeuge für 3,5 Mrd. Dollar ausliefern. Mit den schliesslich fast 180 Tankflugzeugen werden alte Maschinen aus der Eisenhower-Ära ersetzt.
SDA-ATS