Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03200.jsonl.gz/2268

Schweizer Unternehmen in den USA setzen im amerikanischen Wahlkampf mehrheitlich die «Elefanten»: Rund 60 Prozent der Spendengelder erhielten die Republikaner.
Schweizer Unternehmen in den USA unterstützen im amerikanischen Wahlkampf mehrheitlich die Republikaner: Rund 60 Prozent der Spenden fliessen auf republikanische Konten. Das zeigt eine Auswertung der Zeitung «Der Sonntag» anhand von Zahlen des unabhängigen Center for Responsive Politics.
Insgesamt stecken die Mitarbeiter von Schweizer Konzernen mehr als zwei Millionen Dollar in die US-Kongresswahlen, die zeitgleich wie die Präsidentschaftswahlen stattfinden. Damit sind Schweizer Unternehmen stärker als alle anderen ausländischen Firmen am Wahlkampf beteiligt. Am aktivsten sind dabei die Grossbanken Credit Suisse und UBS, die zusätzlich auch den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney mit insgesamt fast 700‘000 Franken unterstützen.
Aber auch Mitarbeiter von anderen Konzernen werfen Hunderttausende Dollar für den Wahlkampf auf. Wichtige Geldgeber der Republikaner sind der Finanzdienstleister Zurich (150‘959 Dollar), der Pharmariese Novartis (155‘200 Dollar) und der Agrarkonzern Syngenta (123‘000 Dollar).
Die Pharmaindustrie hofft, dass Romney im Fall einer Wahl Teile von Präsident Barack Obamas umfangreicher Gesundheitsreform rückgängig machen würde. «Das System braucht mehr marktwirtschaftliche Elemente und weniger sozialpolitische Steuerung», sagt Beat Moser, Direktor des Branchenverbands Scienceindustries, zum «Sonntag». Bankenprofessor Martin Janssen sagt, dass ein republikanischer Sieg Bewegung in den Steuerstreit mit den USA bringen könnte. «Wird Romney gewählt, bietet sich der Schweiz eine neue Chance.»
(chb)