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Nachdem in den beiden Vorjahren das Schmallenberg-Virus den Auslandsabsatz merklich gebremst hatte, konnte 2014 erstmals seit 2011 wieder die Marke von 70 000 exportierten Tieren überschritten werden. Zudem erzielten die Anbieter laut DHV bei relativ stabilen Preisen einen neuen Rekordumsatz. Mit 40 275 Stück beziehungsweise einem Anteil von 53,7 % wurde mehr als die Hälfte der Holstein-Zuchtrinder außerhalb der EU verkauft.
In vielen Drittstaaten bestehe weiterhin eine große Nachfrage, um den Milchkuhbestand und die Milchproduktion auszubauen, berichtete der Verband. So seien im letzten Quartal 2014 die Exporte in die Türkei richtig in Schwung gekommen, und in Algerien habe es nach dem zwischenzeitlichen Einfuhrstopp wegen der dortigen Maul- und Klauenseuche (MKS) einen großen Einfuhrbedarf gegeben.
Wichtigster Drittlandskunde blieb aber für die deutschen Holsteinexporteure, ungeachtet der sonstigen Handelsbeschränkungen im Agrarbereich, Russland. Zudem waren der Libanon und Kuwait stabile Abnehmerländer, die in den letzten Jahren jeweils mehr als 1 500 Zuchtrinder erwarben. In die Region Nordafrika, im Einzelnen die Länder Marokko, Ägypten und Algerien, wurden 2014 mehr als 14 100 Tiere abgesetzt, was fast einem Fünftel der Gesamtexporte entsprach.