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Hagel, Platzregen und heftige Stürme hätten Maiskulturen geschädigt, Weizenfelder umgelegt, Gewächshäuser abgedeckt und Überdachungen für Heu zerstört. Die am stärksten betroffenen Provinzen dürfen dem Verband zufolge Treviso, wo vor allem Weinreben für Prosecco, Cabernet und Merlot betroffen waren, sowie Cremona sein, wo es vor allem Mais und Weizen traf.
Coldiretti erinnerte daran, dass es in diesem Jahr bereits binnen weniger Monate ungewöhnlich hohe Temperaturen, Fröste und Dürren gegeben habe, und sprach von einem „verrückten Frühling“. Für den Verband sind die jüngsten Ereignisse eine „weitere Demonstration“ des Klimawandels mit zunehmenden Wetterextremereignissen, die die landwirtschaftliche Produktion, Anlagen und Infrastruktur schädigen. Allein die bisherigen Ereignisse in diesem Frühling hätten einen Gesamtschaden in Höhe von rund 1 Mrd. Euro verursacht.
In Nord- und Mittelitalien macht derzeit auch eine schwere Dürre den Bauern grosse Sorgen. Nach einem trockenen und warmen Winter waren die Niederschläge im Frühjahr um 50 Prozent geringen als im Durchschnitt der letzten Jahrzehnte. «Italien durstet», warnt der Landwirtschaftsverband Coldiretti. Das Wasser wurde rationiert, die Bewässerung der Felder ist eingeschränkt. Besorgniserregend sei die Lage vor allem in den norditalienischen Regionen Lombardei, Venetien, Emilia Romagna und Ligurien. Auch Mittelitalien stöhne wegen der Wasserknappheit, die die Landwirtschaft und die Viehzucht stark belaste, teilt der Verband weiter mit.