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Vor Ihnen breitet sich das Vorsass der Bergschaft Grindel aus. Die wunderschöne Landschaft im Grindelwaldtal mit Alpwiesen und -weiden und verstreuten Landwirtschaftsgebäuden ist das Resultat jahrhundertelanger Arbeit, welche die sieben Bergschaften von Grindelwald leisteten und leisten.
Die landwirtschaftliche Nutzung erfolgt auf drei Stufen: die Hauptbetriebe im Tal werden durch die Nutzung der Vorsassen und Alpen im Sommer ergänzt. Im frühen Sommer werden die Vorsassen bestossen und im Hochsommer die noch höher gelegenen Alpen.
Schon früh haben sich die Landwirte in Grindelwald auf Milchwirtschaft und Käseherstellung spezialisiert. Die sieben Bergschaften von Grindelwald pflegen die Alpen in aufwendiger Arbeit und auch nach strikten Regeln. Diese Regeln, die erstmals im Jahr 1404 in dem sogenannten Taleinungsbrief festgehalten wurden, dienen dazu, eine zu starke Nutzung (Übernutzung) der Alpen zu vermeiden. Das Grundprinzip ist, dass ein Landwirt nur so viel Vieh auf den Alpen sömmern darf, wie er im Winter im Tal füttern kann. So wird erreicht, dass nur soviel Vieh auf die Alpen gelangt, wie in der Region ernährt werden kann. Mit den Bergrechten sind auch Pflichten verbunden: Die TeilhaberInnen der Bergschaften leisten jährlich Arbeiten zur Alppflege, das Tagwannen (ca. 8-12 h pro Kuh und Sommer).