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Wasserqualität
News
Das Zofinger Trinkwasser ist qualitativ einwandfrei und kann trotz nachgewiesenen Abbauprodukten von Pflanzenschutzmitteln bedenkenlos getrunken werden.
Das StWZ-Trinkwasser besteht aus Grund- und Quellwasser. Beide Wasserarten werden regelmässig an ihren Fassungen (Grundwasserpumpwerken, Quellen) überprüft.
Grundwasser
Die nationale Grundwasserbeobachtung NAQUA des Bundesamts für Umwelt (BAFU) liefert ein landesweit repräsentatives Bild über die Entwicklung der Grundwasserressourcen, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Dabei werden Zustand und Entwicklung der Grundwasserressourcen an mehr als 600 Messstellen in der Schweiz erfasst. Im Rahmen dieser Kampagne wird auch ein StWZ-Grundwasserpumpwerk geprüft. Im Juni 2019 wurden zusätzlich zu den allgemeinen und anorganischen Stoffen, den Nährstoffen und den flüchtigen Kohlenwasserstoffen, auch 98 Pestizide und Metaboliten untersucht. Die Resultate daraus zeigen drei nachweisbare Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln:
- Chlorothalonil-Sulfonsäure (R417888, relevant): Der Mittelwert liegt seit Messbeginn im Juni 2018 bei weniger als 0.020 Mikrogramm pro Liter (Tendenz sinkend).
- Desphenyl-Chloridazon (nicht relevanter Metabolit B): Der Mittelwert liegt seit August 2016 bei 0.096 Mikrogramm pro Liter (Tendenz sinkend).
- Methyldesphenyl-Chloridazon (nicht relevanter Metabolit B1): Der Mittelwert seit August 2016 liegt bei 0.042 Mikrogramm pro Liter (Tendenz sinkend).
Ein gesetzlicher Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter ist nur bei Chlorothalonil-Sulfonsäure festgelegt. Die gemessenen Werte liegen deutlich unter dem aktuell festgelegten Höchstwert. Bei den Abbauprodukten von Chloridazon gibt es im Gegensatz zu Chlorothalonil keinen Verdacht, dass der Stoff krebserregend ist. Die nachweisbaren Metaboliten zeigen seit der erstmaligen Erfassung einen Abwärtstrend.
Quellwasser
Der Untersuchungsbericht des Quellwassers von anfangs Oktober 2019 zeigt, dass nur ein Abbauprodukt eines Pflanzenschutzmittels in Spuren festgestellt wurde. Dieser kann jedoch nicht quantifiziert werden, da der Wert unter der messbaren Grenze liegt. Das heisst: Es ist kein Stoff über 0.020 Mikrogramm pro Liter nachweisbar.
Allgemeine Beurteilung
Die Analysen des Zofinger Trinkwassers zeigen eine sehr gute mikrobiologische und chemische Qualität. Die Nitratwerte des Grundwassers liegen höher als beim Quellwasser und sind seit Jahren stabil um die 20 Milligramm pro Liter (festgelegter Höchstwert 40 Milligramm pro Liter). Das Grundwasser ist härter als das Quellwasser. Es wird mit ca. 32 französischen Härtegraden (fH) als «hart» eingestuft. Das Quellwasser ist mit ca. 20°fH «mittelhart». Zusammenfassend ist das durch StWZ gelieferte Trinkwasser hygienisch einwandfrei und kann weiterhin ohne Massnahmen uneingeschränkt genossen werden.