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Der Huflattich (Tussilago farfara) zeigte bereits unseren Vorfahren zuverlässig die Beschaffenheit des Bodens an. Doch er kann noch weit mehr, es heisst, er könne auch die Temperatur des Bodens anzeigen, weshalb ihm im Phänologischen Kalender eine grosse Bedeutung zugesprochen wird.
Am wohlsten ist es dem Huflattich auf Ruderalflächen, in Kiesgruben, auf Bahndämmen, entlang von Strassen- und Wegrändern. Das Zytröseli, wie die heimische Pflanze auch genannt wird, zeigt uns damit lehmige, kalkhaltige oder tonhaltige Böden an. In meinem alten Buch «Pflanzengeheimnisse» von Willy Schrödter steht, dass er früher in einigen Regionen auch als «Bleipflanze» betitelt worden ist, also eine Pflanze sei, die Bleivorkommen anzeigen kann.
Als Zeigerpflanze kommt dem Huflattich zudem im Phänologischen Kalender eine grosse Bedeutung zu: Seine Blüte läutet den Vorfrühling ein. Die Phänologische Phase des Vorfrühlings beginnt just mit seiner Blüte und die geht erst dann auf, wenn der Boden eine Temperatur von 6° erreicht hat. So zumindest habe ich das in verschiedenen Fachpublikationen gelesen.
Mit Sicherheit aber hat sich die Blütezeit des Huflattichs in den letzten Jahren stets etwas nach vorne, in den Februar verschoben. Blühte er einst ungefähr Mitte März, so kann ich erste Huflattichblüten in milden Wintern unterdessen vermehrt bereits gegen Ende Februar beobachten.