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Wenn ein Versicherungsberater oder ein unabhängiger Makler eine Lebensversicherung „verkauft“, erhält er von der Versicherungsgesellschaft eine sogenannte Vertriebsprovision. Dies gilt grundsätzlich nicht nur bei Lebensversicherungen (sondern auch bei anderen Versicherungsprodukten) – dort sind die Provisionen aber besonders hoch.
Zwei Gravierende Interessenkonflikte
Die Höhe der Vermittlungsprovision hängt einerseits von der Laufzeit ab – je länger die Laufzeit ist, desto höher auch die Provision. Andererseits hängt sie von der Höhe der jährlichen Prämie ab. Je höher die Prämie, desto höher die Provision. Daraus ergeben sich bei der Beratung zwei Interessenkonflikte: Berater können dazu verleitet werden, möglichst langlaufende und solche mit möglichst hohen Jahresprämien zu empfehlen. Verdoppelt man als Berater Laufzeit und Prämienhöhe, vervierfacht sich die Höhe der Provision (angenäherte Berechnung).
Keine neutrale Empfehlung
Berater, die auf Provisionsbasis arbeiten, empfehlen leider sehr oft gemischte Lebensversicherungen. Vielfach bieten sie eine kostenlose Finanzplanung (oft auch Finanzoptimierung genannt) an und am Schluss kommt als Handlungsempfehlung der Kauf einer gemischten Lebensversicherungspolice im Rahmen der Säule 3a oder Säule 3b heraus. Das ist in vielen Fällen nicht die beste Lösung.