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Wer in der Schweiz zum Militär möchte, der muss genau wie in vielen anderen Ländern auch ein umfangreiches Auswahlverfahren durchlaufen. Das Schweizer Militär nimmt seine Rekruten also ganz genau unter die Lupe und stellt so sicher, dass ausschließlich die besten Bewerber genommen werden. Zu diesem Auswahlverfahren gehört auch die sogenannte psychologische Abklärung, bzw. ein psychologisches Gespräch. Aber keine Angst: Das Ganze hört sich deutlich aufregender an, als es in Wahrheit wirklich ist.
Testverfahren: Mehrere Hürden in der Rekrutierung
Wenn du dich schon ein kleines bisschen mit den unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Schweizer Armee beschäftigt hast, wirst du sicherlich auch bemerkt haben, dass zunächst ein umfangreiches Rekrutierungsverfahren durchlaufen werden muss. Dieses besteht im Detail aus unterschiedlichen Tests, Prüfungen und Untersuchungen, welche letztendlich den Ausschlag für oder gegen eine Zeit beim Militär geben. Du musst also möglichst in allen Prüfungen einen guten Eindruck hinterlassen können, um dich mit einer starken Vorstellung im Auswahlverfahren zu präsentieren. Und das wiederum ist nur dann möglich, wenn du dich gut auf die verschiedenen Aufgaben vorbereitest.
Psychologische Abklärung: Was ist das genau?
Im Grunde genommen besteht die Psychologische Abklärung aus zwei unterschiedlichen Bausteinen. So wird in einer recht umfangreichen Prüfung zunächst einmal eine Art IQ Test durchgeführt. Hier musst du also beispielsweise Rechenaufgaben lösen oder deine Fähigkeiten beim Merken von Dingen unter Beweis stellen. Im Detail besteht dieser psychologische Test aus den folgenden Bausteinen:
- Intelligenztest
- Persönlichkeitstest
- Psychologisches Gespräch
Der Intelligenztest besteht aus einem Test zum Textverständnis, einem Test zum geometrischen Verständnis, einem Test zum logischen Denken und einem Test zur Überprüfung deines Kurzzeitgedächtnisses. Der Persönlichkeitstest wiederum bewertet bei aller Objektivität vor allem, wie belastbar oder emotional du bist. Darüber hinaus wird im Rahmen dieses Persönlichkeitstests zum Beispiel auch geprüft, wie dein Angst- und Stressverhalten aussieht, ob du selbstbewusst bist und ob du die nötige emotionale Stabilität vorweisen kannst. Darüber hinaus wird im Rahmen des psychologischen Gesprächs auch festgestellt, ob du für eine Kaderfunktion beim Militär geeignet bist.
Was wird im Rekrutierungsverfahren noch geprüft?
Wie bereits erwähnt, sind im Rekrutierungsverfahren der Schweizer Armee unterschiedliche Prüfungen zu finden. Mit einer guten emotionalen Stabilität allein wirst du also keine Chance auf eine Karriere beim Militär haben. Damit du genau weißt, welche Hürden von dir im Auswahlverfahren ebenfalls noch übersprungen werden müssen, haben wir die Bausteine der Rekrutierung hier einmal genauer aufgeführt:
- Medizinische Untersuchung
- Fitnesstest der Arme (FTA)
- Psychologische Abklärung
- Personensicherheitsprüfung (PSP)
In der medizinischen Untersuchung wird zum Beispiel geprüft, ob deine Lunge oder dein Herz korrekt arbeiten. Darüber hinaus nimmt der Rekrutenarzt auch deine Körpergröße oder dein Gewicht unter die Lupe. Der Fitnesstest der Armee wiederum dient dazu, deine sportliche Leistungsfähigkeit zu überprüfen. Hier musst du dich zum Beispiel in einem Ausdauertest beweisen oder deine Kraft beim Kugelstoßen unter Beweis stellen. Neben der psychologischen Abklärung steht zudem eine Personensicherheitsprüfung auf dem Fahrplan. In dieser prüft das Militär, ob du für den Gebrauch von Schusswaffen geeignet bist oder generell vertrauenswürdig genug, um für das Militär zu arbeiten. Du siehst also: Soldat werden ist in der Schweiz keinesfalls eine leichte Sache und benötigt eine intensive und langfristige Vorbereitung.
Fazit: Psychologische Abklärung spielt eine wichtige Rolle
Um beim Schweizer Militär aufgenommen werden zu können, musst du eine ganze Menge Qualität vorweisen können. Du wirst nicht nur in einer sportlichen Prüfung getestet, sondern auch hinsichtlich deiner psychologischen Stärken und Schwächen. Ein gutes Selbstvertrauen ist ebenso notwendig, wie Kenntnisse der Geometrie oder der Rechtschreibung. Darüber hinaus solltest du die unterschiedlichen Anforderungen für die verschiedenen Funktionen beim Militär beachten. So kannst du schon im Vorfeld deiner Bewerbung sehen, welche Berufsrichtungen für dich überhaupt in Frage kommen. Anschließend findet dann der Tauglichkeitsentscheid statt, ehe in einem Zuteilungsgespräch alle weiteren Schritte besprochen werden. Bis hierhin schaffst du es aber eben nur, wenn du im Rekrutierungsverfahren gute Leistungen vorweisen konntest.
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Bildquellen
- Psychologische Abklärung: Pixabay