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letzte Arbeiten für's Jahr
Spiesser 1530
Der Reisläufer der Renaissance ist nun weit vorangeschritten. Die Bekleidung der schweizer Reisläufer und der deutschen Landsknechte zeigte nur kleine Unterschiede auf, so dass heute oft vergessen geht, dass sie früher verfeindet waren.
Die Bilder zeigen einige Stadien der Entstehung. Zu sehen sind auch die Ledernesteln aus Büffelleder, mit welchen der Wams geschlossen und mit der Hose verknüpft wird. Auf dem letzten Bild ist die fast fertige Gewandung mit der für die Renaissance typischen Schamkapsel zu sehen.
La Neuveville 1712
Dieser barocke Milizsoldat ist das zweitletzte Kostüm welches noch hergestellt werden muss. Hose und die handgestrickten Strümpfe sind bereits fertig. Das Gilet ist fast fertig und es fehlt nun nur noch der Rock. Hier ist der erste Probe-Schnitt aus einem Teststoff zu sehen.
Der Rock hat weite Schösse mit viel Stoff und kurze Ärmel mit grossen Aufschlägen. Während der Rock später hellbraun wird, sind die Aufschläge rot. Die roten Aufschläge sind das einzige was für diesen Soldat belegt sind. Sie wurden dem Mann nämlich als wohl einziges zur Verfügung gestellt.
Moutier 1776
Diese Figur ist nun bereit für den Aufbau. Am Justaucorps, damals einfach Rock genannt, wurden als Abschluss noch die mit Stoff überzogenen Holzknöpfe angenäht. Hose, Gilet und Rock sind zwar keine Uniformteile, wurden jedoch für den katholischen Teil des Bezirks zur Huldigung vor dem Bischof 1776 in Delémont vorgeschrieben. Dies, weil sie der gängigen Tracht entsprachen. Neben den wenigen schriftlichen Quellen zur dieser Bekleidung haben wir uns an Bildern von einfacher Landbevölkerung aus der ganzen Schweiz orientiert.
Figurenaufbau der Figur 1918
Anhand der Figur eines Soldaten am Ende des 1. Weltkrieges zeigen wir hier den Aufbau der Figuren. Auch wenn jede Figur eine Position hat die zu Ihrer Zeit passt und verschiedene Dinge gehalten werden sollen, ist das Vorgehen dasselbe.
- das Mannequin wir mit Schuhen grob ausgerichtet.
- wenn nötig wird ein Bein am Oberschenkel aufgetrennt, gedreht und wieder verschraubt.
- nachdem der Oberkörper ausgerichtet ist, werden die einzelnen Teile miteinander verschraubt. Zum Schutz der Schuhe dient ein einfacher Überzug mit Klettverschluss.
- eine Strumpfhose wird angezogen. Sie dient einerseits dem Schutz der Kleidung vor den scharfen Kanten und Schrauben. Andererseits kann darin das Polstermaterial - in diesem Fall Ethafoam - befestigt werden. Darüber wird nun bereits die Hose angezogen.
- Die Stumpfhose wird mit einem stabilen Polyesterfaden über die Schultern fixiert. Die Arme werden grob in die richtige Position gebracht.
- zur Kontrolle werden nun auch die Oberbekleidung und die wichtigsten Utensilien angezogen. Wenn nötig kann so noch mehr Material in die Strumpfhose oder darüber angebracht werden.
- die Hände werden erhitzt, in die richtige Position gedrückt und wieder abgekühlt. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Finger später kaum noch bewegt werden können. Sind sie zu enganliegend, kann das Objekt nicht mehr eingeführt werden.
- wenn alles sitzt, werden die Schrauben und Muttern der Arme angezogen.
- der Arm wird entfernt und wiederum mit Ethafoam umwickelt um ihm eine natürliche Form zu geben.
- nun muss lediglich noch das Schulterloch mit Watte gestopft werden. Der Rest kann bei der definitiven Aufstellung drapiert werden.