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Indikationen-Set
Wann könnte bei einem Patienten ein spirituelles Bedürfnis vorliegen? Welche religiöse Ressource einer Bewohnerin könnte bei ihrer Unterstützung berücksichtigt werden? In welchen Situationen könnte eine Gesundheitsfachperson eine Fachperson der Seelsorge beiziehen?
Bei diesen Fragen hilft das neue Indikationen-Set, dessen Entwicklung wir initiiert und koordiniert haben; in einer Expertengruppe von Berner und St.Galler Fachpersonen der Seelsorge, wissenschaftlich begleitet von Prof. Traugott Roser und im Dialog mit Gesundheitsfachpersonen. Methodisch wegleitend war die sogenannte "Delphi-Methode". Das Indikationen-Set knüpft im Behandlungsalltag an, bei dem Mitarbeitende von Gesundheitsberufen Bedürfnisse und Verhaltensweisen wahrnehmen, die die Spiritualität berühren. Es bietet ihnen ein praktikables Instrument an, um rasch eine entsprechende Einschätzung und Abklärung vorzunehmen, spirituelle Bedürfnisse rascher und zielgerichteter zu identifizieren.
Das Set kann ambulant und stationär eingesetzt werden und eignet sich auch gut zur Dokumentation. Es wahrt die Autonomie von Patienten, indem Seelsorgekontakte in Verbindung mit medizinischen Indikationen gesetzt werden. Es verbessert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und fördert die niederschwellige Zugänglichkeit zur Seelsorge, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft oder zur persönlichen spirituellen Haltung. Die wissenschaftliche Erstveröffentlichung erfolgte in der Zeitschrift "Pflege", Juni-Nummmer 2019, Seite 60-64.
Lesen sie hier den in der Schweizerischen Ärztezeitung erschienenen Artikel zum Indikationen-Set für Spiritual Care und Seelsorge