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Hintergrund
Die Vitamin-D-Versorgung von Schwangeren in der Schweiz ist weitgehend unbekannt. Ebenso wenig bekannt ist, ob die Empfehlung an Schwangere, Vitamin D zu supplementieren, einen Einfluss auf die Vitamin-D-Versorgung hat und welchen Einfluss genetische Unterschiede in Vitamin-D-Stoffwechsel auf den Vitamin-D-Status haben.
Ziel
Erstes Ziel ist die Untersuchung von Vitamin-D-Blutspiegeln bei Schwangeren und ihren Babies. Da die Hautpigmentierung einen entscheidenden Einfluss auf den Vitamin-D-Blutspiegel hat, möchten wir die Versorgung von hell- und dunkelhäutigen Frauen/Babies miteinander vergleichen. Auch verschiedene Gene haben einen Einfluss auf den Blutspiegel von aktivem Vitamin D. Darüber hinaus gibt es sogenannte epigenetische Mechanismen, die die Aktivität von Genen steuern und auf diesem Wege ebenfalls den Vitamin-D-Spiegel beeinflussen. Beides ist derzeit noch wenig untersucht; wir möchten als zweites Ziel genetische und epigenetische Effekte auf den Vitamin-D-Stoffwechsel untersuchen und besonders schauen, ob sich dies zwischen Frauen und Babies verschiedener Hautfarbe unterscheidet.
Bedeutung
Unsere Studie ist die erste, die die Vitamin-D-Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen in der Schweiz untersucht. Da wir die Vitamin-D-Versorgung am Anfang und am Ende der Schwangerschaft untersuchen, werden wir eine Aussage machen können, ob die derzeitigen Empfehlungen der Eidgenössische Ernährungskommission helfen, den Vitamin-D-Status von Schwangeren zu verbessern. Unser Projekt soll auch einen Beitrag zur Frage leisten, ob Frauen mit dunkler Hautfarbe und somit besonders gefährdet für einen Mangel, häufig Migrantinnen, besondere Empfehlungen zur Vitamin-D-Versorgung benötigen. Mit der Untersuchung von genetischen und epigenetischen Unterschieden im Vitamin-D-Stoffwechsel werden weitere möglicherweise stärker Vitamin-D-Mangel-gefährdete Personengruppen identifiziert.