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Gold und Bronze für die Schreiner
Weltmeister Sven Bürki und die Medaillengewinner aus Brasilien, Taipeh und England.
Stolz präsentiert Fabio Holenstein seine Bronzemedaille und die Schweizerfahne.
Sven Bürki während des Wettkampfes: Die Zeit für das Möbel war knapp bemessen.
Der letzte Schliff am Stehpult, das Fabio Holenstein anzufertigen hatte.
Am Donnerstag, 19. Oktober, gingen in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) die Berufsweltmeisterschaften mit der Siegerehrung zu Ende. Dabei schnitten die Schweizer Schreiner hervorragend ab. Der Möbelschreiner Sven Bürki holte die Goldmedaille, während sein Berufskollege Fabio Holenstein bei den Massivholzschreinern eine Bronzemedaille gewann.
Dabei galt es für die Teilnehmer, mit speziellen Bedingungen zurechtkommen: Bei Aussentemperaturen von 30 Grad im Schatten und 90% Luftfeuchtigkeit mussten sie sich täglich mehrfach umziehen, um sich in den stark klimatisierten Innenräumen nicht zu erkälten. Ausserdem waren die Lichtverhältnisse an den Arbeitsplätzen schlecht und bei den Massivholzschreinern gab es einen 20-minütigen Stromausfall. Auch die Qualität des zur Verfügung gestellten Holzes war dürftig.
Trotz solcher Widerwärtigkeiten hat die Schweizer Delegation an den diesjährigen Berufsweltmeisterschaften so gut abgeschlossen wie nie zuvor. Sie gewann über alle Berufe gesehen zwanzig Medaillen, davon elf goldene. Damit belegte die Schweiz in der Nationenwertung hinter China den zweiten Platz, als mit Abstand beste europäische Nation. Das Schweizer Team sicherte sich in über einem Fünftel der Berufe den WM-Titel, mehr als die Hälfte der jungen Schweizer Berufsleute kann mit einer Medaille nach Hause reisen.