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Menschen & Mächte
1968: Der Prager Frühling ist vorbei
Dokumentation
Die Dokumentation thematisiert die Niederschlagung und die Konsequenzen des "Prager Frühling" aus internationaler und österreichischer Perspektive. Mehr als 160.000 Tschechen flüchteten damals über die Grenze nach Österreich, viele jedoch weiter in andere europäische Staaten oder nach Amerika. Die österreichische Regierung versetzte das Bundesheer in Alarmbereitschaft und verstärkte die Einheiten nördlich der Donau und im Waldviertel. Gleichzeitig jedoch verhielt sich die damalige ÖVP-Alleinregierung Klaus 1968 außenpolitisch bedeutend defensiver als die Regierung Raab beim Ungarnaufstand 1956. Der damalige Außenminister Kurt Waldheim wies den damaligen österreichischen Botschafter in Prag, Rudolf Kirchschläger, an, keine Visa mehr für fluchtwillige Tschechen auszustellen, der jedoch widersetzte sich der Weisung.
Die tschechischen Rufe nach Freiheit und Demokratie, veröffentlicht im Manifest der 2000 Worte vom Juni 1968, und die Forderungen nach gesellschaftlichen und politischen Reformen werden mit den damaligen Reform-Forderungen in den westlichen Demokratien verglichen, die etwa zeitgleich von den protestierenden Studenten in Frankreich, Deutschland und Österreich erhoben wurden.
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