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Die Geretschwandsperren wurden in den Jahren 1947/48 erstellt, um die Sohle der Grossen Schliere im Bereich der Rutschung Geretschwand und damit auch die Rutschung selber zu stabilisieren. Die Sperren haben im Laufe der Zeit stark gelitten. Insbesondere setzte das Unwetter vom August 2005 dem Bauwerk stark zu. In der Folge war eine Sanierung zwischen Dezember 2007 und Mai 2008 unumgänglich. Ziel der Sanierungsmassnahmen waren einerseits die Erhaltung der Funktionalität und Stabilität der Sperren sowie andererseits der Schutz der Geretschwandrutschung vor negativen Einflüssen wie Sohlenerosion durch die Grosse Schliere. Im Rahmen der Sanierung wurden verschiedene Massnahmen ausgeführt. Der linke Böschungsfuss wurde mit Holzkasten und Blocksteinmauern gesichert. Mit dieser Massnahme konnte erreicht werden, dass der Fuss der Geretschwandrutschung geschützt bleibt. Die gebrochene Sperre 4 wurde mit einem Betonriegel verstärkt. Bei der Sperre 5 wurde auf Wunsch des Bundes zuerst eine Minimallösung versucht. Verschiedene Gewitterabflüsse im Jahr 2008 zerstörten diese Minimallösung jedoch, weshalb ein Projekt-Nachtrag nötig wurde. Unterhalb der zerstörten Sperre wurden nun zwei Vorsperren errichtet. Diese Massnahme hat zum Ziel, den Sperrenfuss zu sichern und die Überfallhöhe auf sechs Meter zu reduzieren. Der seitliche Blocksatz musste angepasst werden. Die Sicherung des bis zu drei Meter unterkolkten Sperrenfusses war eine weitere, aufwändige Arbeit. Die Unterfangung musste mit Felsnägeln mit dem anstehenden Fels verbunden werden. Gleichzeitig wurden zur Verbreiterung des Gerinnes die sich im Bachbett befindenden grossen Findlinge gesprengt. Die zusätzlichen Sicherungsmassnahmen der Sperre 5 wurden im Frühling und Herbst 2009 ausgeführt, sodass Ende 2009 die Geretschwandsperren vollständig saniert waren. Die Kosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Franken.