Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03199.jsonl.gz/3109

Paris, je t’aime
Regie: Olivier Assayas, Gurinder Chadha, Ethan Coen u.a.
Darst.: Fanny Ardant, Julie Bataille, Juliette Binoche, Steve Buscemi, Sergio Castellitto, Willem Dafoe, Gérard Depardieu, Marianne Faithfull, Ben Gazzara u.a.
Ein gestresster Autofahrer ist auf der Suche nach einem Parkplatz in den engen Strassen des «Montmartre» und trifft die Frau seines Lebens; eine Südamerikanerin in der Pariser Vorstadt («Loin du 16e») bringt ihr Baby in die Tageskrippe und kommt nach langer Fahrt mit Bus und Metro endlich an ihrer Arbeitsstelle im 16. Arrondissement an, um dort das Baby einer anderen Frau zu hüten; in «Faubourg Saint-Denis» erinnert sich ein blinder junger Mann nach dem Telefongespräch mit seiner Freundin an den Anfang ihrer Beziehung – das sind drei der insgesamt achtzehn Episoden aus achtzehn Arrondissements, erzählt von international bekannten Regisseurinnen und Regisseuren wie Olivier Assayas, Gurinder Chadha, Isabel Coixet, Walter Salles, Alfonso Cuarón und Tom Tykwer. Ebenso klingend und international sind die Namen der mitwirkenden Schauspielerinnen und Schauspieler. Am Anfang des Projekts stand Tom Tykwers Kurzfilm «Faubourg Saint-Denis», der unter dem Titel «True» an der Berlinale 2004 vorgestellt wurde und als Lockvogel dienen sollte, um weitere Regisseure und Geldgeber von der Idee zu überzeugen. So unterschiedlich die fünfminütigen Episoden auch sind, der gemeinsame Nenner und rote Faden ist – wie könnte es in Paris anders sein – die Liebe in all ihren Formen. Doch mit Klischees wird höchstens gespielt, die Sehenswürdigkeiten stehen nicht im Vordergrund. Witzig ist der Einfall der Coen-Brüder in «Tuileries» mit Steve Buscemi, der komplett in der gleichnamigen Metrostation gedreht wurde, während sich gleich darüber weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie der Louvre und die Île de la Cité befinden. «Paris, je t’aime» feierte seine Premiere an den Internationalen Filmfestspielen in Cannes und war international so erfolgreich, dass die Städte-Kompilationsreihe mit New York (2009) und Rio de Janeiro (2014) fortgesetzt wurde, Shanghai ist in Planung. Das Lexikon des Internationalen Film schreibt: «Das Staraufgebot, die Vielfalt der Sujets und einfallsreichen Plots sowie die klug strukturierte Zusammenstellung ermöglichen zahlreiche Entdeckungen in den unterhaltsamen, mal wehmütigen, häufig humorvollen Geschichten, die ein positiver Grundton verbindet.»