Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03659.jsonl.gz/2373

Im Bezirk Schwyz gibt es 30 Wuhrkorporationen. Sie sind zuständig für den Unterhalt und die Verbauung der Gewässer. Das System stosse aber zunehmend an seine Grenzen, schreibt der Bezirksrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Hochwasserschutzprojekte würden immer komplexer und seien vermehrt mit dem Gewässerschutz verknüpft. Die heutige Aufteilung von Wasserbauaufgaben zwischen Bezirk und Korporationen führe ferner zu Zuständigkeitsproblemen. Dazu kommt, dass es für die meisten Bäche mit einem Hochwasserschutzproblem gar keine Wuhrkorporation gibt.
Es müssten damit neue Korporationen gegründet oder bestehende erweitert werden. Das System der Wuhrkorporationen sei somit veraltet, kompliziert und lückenhaft, teilte der Bezirksrat mit. Das neue Wuhrreglement sieht deswegen vor, dass der Bezirk die Aufgaben der Wuhrkorporationen übernimmt und die Korporationen aufgelöst werden. Der Gewässerunterhalt solle über Wuhrmeister, welche in Wuhrkreisen organisiert sind, sichergestellt werden.
Der Bezirk übernimmt damit auch die Finanzierung der Hochwasserschutzprojekte. Der Bezirksrat rechnet mit einer jährlichen Mehrbelastung von 1,1 Millionen Franken. Im Gegenzug würden die Grundeigentümer entlastet, hiess es in der Mitteilung.