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Es sei praktisch unmöglich, alle 1997 getroffenen energiepolitischen Beschlüsse bis 2001 umzusetzen, ohne dass im Süden des Landes bei kaltem Wetter die Stromversorgung gefährdet sei und aus fossilen Ressourcen erzeugter Strom importiert werden müsse. Die Regierung beabsichtige daher, die Stilllegung auf ein späteres Datum zu verschieben. Entsprechende Verhandlungen mit den Parteien, welche die sozialdemokratische Minderheitsregierung unterstützten, seien im Gang. Mit einem Entscheid werde bis am 20. September gerechnet.
Im Einklang mit den Parlamentsbeschlüssen von 1997 wurde Block 1 des Kernkraftwerks Barsebäck nach schwierigen Verhandlungen im letzten November endgültig abgeschaltet. Die Regierung entschädigte die Betreiberin des Kraftwerks, die Sydkraft, für die entgangene Stromproduktion. Zur Versorgung Südschwedens wird seither vermehrt auf den Import elektrischer Energie aus dänischen Kohlekraftwerken zurückgegriffen. Das Parlament entschied 1997, Barsebäck-1 bedingungslos zu schliessen, während die Stilllegung von Barsebäck-2 an umweltpolitische Auflagen gebunden wurde: Die verlorene Produktion von 4 Mrd. kWh im Jahr sollte durch Energieeinsparungen sowie mit Strom aus nichtfossilen Kraftwerken ersetzt werden.
Quelle
P.B. nach Mitteilung des Foratoms und NucNet, 16. und 17. August 2000