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London - Wenige Tage vor der womöglich knappsten Parlamentswahl seit Jahrzehnten haben die Spitzenkandidaten der britischen Parteien um die Wechselwähler gekämpft. Der konservative Anwärter David Cameron trat in einem Wahlkreis in Blackpool im Nordwesten des Landes auf.
Premier Gordon Brown warb im ostenglischen Ipswich um die Unterstützung der noch unentschlossenen Wähler. Cameron rief vor der Abstimmung am Donnerstag zu einem Wahlkampf-Endspurt bis zum späten Mittwochabend auf.
Brown hatte kritisiert, dass Cameron bereits die Pläne für seine ersten 100 Tage als Premier sowie ein Notbudget vorgestellt hat. "Die Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, was sie bekommen", verteidigte der 43-jährige Chef der Tories sein Vorgehen.
Amtsinhaber Brown richtete im Wahlkampfendspurt den Fokus auf sein Handeln in der Krise. "Dies ist keine normale Wahl, sondern ein Kampf um unsere Zukunft", mahnte er.
Wirklichen Wandel könne nur seine Partei bringen, versprach der Spitzenkandidat der Liberaldemokraten, Nick Clegg. Clegg machte auch vor unpopulären Themen nicht Halt. Der Nachrichtenagentur AFP sagte der 43-Jährige in einem Interview, er halte einen Beitritt seines Landes zur Eurozone unter bestimmten Voraussetzungen für möglich.
Gemäss Umfragen dürften die Konservativen bei dem Urnengang am Donnerstag die meisten Stimmen verbuchen. Allerdings können sie womöglich in weniger Wahlkreisen mit einem Sieg rechnen als die Labour-Partei mit ihrer geografisch weitgestreuten Anhängerschaft.
Entscheidend ist aber die Zahl der eroberten Wahlkreise, da nach dem Mehrheitswahlrecht ausschlaggebend ist, welcher Kandidat für einen Bezirk in das Parlament einzieht. 650 Sitze sind im House of Commons zu vergeben, 326 sind für die Regierungsbildung nötig.
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