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Darum geht es
Ein Killer überfährt ein Reh. Ein Mann in Unterhose erfriert im Wald. Ein Ehemann erschlägt seine Gattin mit einem Hammer. Ein Trucker wird im Bordell erstochen. Das ist die Ausgangslage der Serie «Fargo». Angereichert mit viel schwarzem Humor im Stil der Coen-Brüder.
Der Sexappeal
Der Killer hinterlässt eine blutige Spur im Norden der USA. Weisser Schnee, rotes Blut. Diese starken Bilder erinnern an den Filmklassiker der Gebrüder Joel und Ethan Coen. Kein Wunder, sie haben die Serie auch mitproduziert. Den Coen-Touch hat der Drehbuchautor in der seriellen Form von «Fargo» beibehalten. Dass Menschen auf brutale und skurrile Art zu Tode kommen, ist ein Markenzeichen der Brüder. Das wird oft eingesetzt. Trotzdem: «Fargo» ist eine Krimi-Serie, die eigentlich gar keine Krimi-Serie ist. Es ist ein Blick hinter die vermeintlich lieblichen Fassaden bürgerlicher Existenzen.
Was man wissen sollte
1997, ein Jahr nachdem das Drama «Fargo» in den Kinos startete, wollte man bereits eine TV-Serie produzieren. Das Projekt wurde verworfen, weil man glaubte, dass eine serielle Form des Films die Fans abschrecken würde. FX Productions wagte den Schritt. Die Geschichte der Serie spielt 2006, 20 Jahre später als die Filmvorlage. Die erste Staffel war sehr erfolgreich. Die Fortsetzung kommt 2015 ins amerikanische Fernsehen. Sie wird 1979 spielen und die Geschichte einer Nebenfigur aus der ersten Staffel erzählen.
Wer die Serie gucken sollte
«Fargo» ist für Leute,
- die sich eine Fortsetzung des Filmklassikers der Coen-Brüder gewünscht hätten.
- denen nicht schlecht wird, wenn sie Blut sehen.
- die auf schwarzen Humor abfahren.
- die Martin Freeman auch in einer anderen Rolle als der von «Bilbo» in der Hobbit-Trilogie ernst nehmen können.
- die unkonventionelle Krimikost schätzen.
DVD-Hinweis
«Fargo», Blu-Ray und DVD, FX Productions, 2014. Ohne deutsche Tonspur.