Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03214.jsonl.gz/564

Jeder, der sich auf Reise begibt, sei es für eine
Urlaubsreise oder für eine Geschäftsreise oder
alle, die einen internationalen Transport organisieren, kommt mit
dem Zoll in Kontakt: eine öffentliche Einrichtung, die sich um die
Kontrolle bei Ein- und Ausfuhr von einem nationalen Gebiet kümmert.
Qualität und Sicherheit stehen an
erster Stelle.
Die Ausfuhr ist eines von den verschiedenen
Regierungen unterstütztes Verfahren zur Förderung des Handels.
Dieser Vorgang ist an Steuer- und Zollgesetze gebunden, die
genauestens eingehalten werden müssen. Die Ausfuhr besteht
praktisch in einer Überführung ausserhalb der EU, bei der
Handelsgüter ins Ausland verbracht werden.
Die Ware am Zoll wird strengen Kontrollen
unterzogen und wenn sie nicht geeignet scheint, wird sie von den
Zollbehörden beschlagnahmt. Aber dieses Problem
kann gelöst werden, indem man die Einleitung des
Zollabfertigungsprozesses beantragt: Er besteht in der Bezahlung
von Zöllen, die die Ware freigeben und die Ausfuhr ermöglichen. Der
Eigentümer der Ware oder sein Vertreter kann unter Vorlage der
Ausfuhrzollanmeldung die Zollabfertigung beantragen. Diese
Unterlagen werden elektronisch an die verschiedenen Zollstellen
übermittelt, wo die importierte Ware ankommen sollte. In eben
diesen Ämtern erfolgt die Analyse der Steuerrisiken und der
Sicherheitsrisiken im Allgemeinen, die auftreten könnten. Nach den
erforderlichen Kontrollen ist die Ware bereit, ausgeführt zu
werden.
Die Waren müssen mit der entsprechenden Ausfuhranmeldung
versehen sein; das Zollamt ist ausserdem für das gesamte
Verfahren verantwortlich. Anschliessend bringt das
gemeinschaftliche System die Ausfuhrzollstelle mit der
Einfuhrzollstelle in Verbindung. Es gibt verschiedene
Zollberatungszentren, die für Dritte arbeiten, d.
h. für Unternehmen und Einzelhändler: Sie übernehmen die Funktion
des Referenten, um sicher alle Zollverfahren zu bewältigen. Diese
Beratungszentren geniessen das volle Vertrauen der Zollbehörden, so
dass die verschiedenen Waren direkt in ihren Büros gestellt und
somit die Kosten einer Zollkontrolle gespart werden können.
Waren, die nicht als ausfuhrfähig
befunden wurden, werden in ein Zolllager
gebracht: Hier werden die Güter vorübergehend gelagert und
aufbewahrt. Dieser Vorgang erfordert keine Zahlung von
Einfuhrzöllen, d.h. während des Verfahrens der Zwischenlagerung der
Ware ist keine unmittelbare Bezahlung der Zollabgaben vorgesehen,
sondern diese wird ausgesetzt. Die Zollbehörden haben das Recht,
Waren zu beschlagnahmen und ihre Ausfuhr zu untersagen.
Der Exporteur von Handelsgütern muss letzteren
eine zollrechtliche Bestimmung angeben: Wenn es nicht möglich ist,
die Ware zu verzollen oder an den Sender zurückzuschicken, kann man
sich für eine Ausfuhr unter Kontrolle des Zolls entscheiden und
dieser kann die Ware ihres Wertes enteignen und die nach der
Kontrolle der Ware vorgesehenen Zollgebühren aufheben.
Die Arbeit der Zollstellen ist sehr komplex und gefährlich;
daher steht Sicherheit an erster Stelle, um die
öffentliche Ordnung innerhalb der nationalen Gemeinschaft zu
gewährleisten. Zur Vereinbarkeit und Organisation der Aufgaben des
Zolls bestehen verschiedene Verfahren, die der wichtigste
Bestandteil der zollamtlichen Arbeiten sind. Das Verfahren der
endgültigen Einfuhr besteht in der Zahlung der
Zollgebühren, womit die Ware, die von Nicht-EU-Ländern stammt, von
allen Zoll- oder Steuerhindernissen befreit wird.
Im Durchfuhrverfahren verpflichtet sich der
Spediteur, dieselbe Ware, die von der Abgangszollstelle
kontrolliert wurde, an der Ankunftszollstelle innerhalb eines
festgelegten Zeitraums wieder vorzuweisen. Dieses Verfahren wird
auf Waren angewendet, die beim Verbringen von einem Ort zum anderen
Zollformalitäten unterliegen.
Das Zolllagerverfahren ermöglicht die
Einlagerung von Waren, die nicht zum gemeinschaftlichen Gebiet
gehören, und das so lange, bis auf diese Waren Einfuhrzollabgaben
erhoben werden. Das Verfahren der passiven Veredelung hingegen
unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der
Gemeinschaft: Es ist möglich, Handelsgüter vorübergehend
auszuführen und diese Bearbeitungs- oder Veredelungsverfahren zu
unterziehen. Gleichzeitig ermöglicht das Verfahren zur aktiven
Veredelung Waren einzuführen und anschliessend als Fertigprodukte
wieder auszuführen. Das alles erfolgt ohne die Erhebung von
Zollabgaben.
Ähnlich ist das Umwandlungsverfahren, in dem es
möglich ist, Nichtgemeinschaftswaren auf europäischem Gebiet zu
verändern, ohne dass Zollgebühren erhoben werden. Zuletzt gibt es
noch die vorübergehende Verwendung, ein Verfahren, in das
ausländische Waren im Rahmen von Messen oder anderen gelegentlichen
Veranstaltungen in die Gemeinschaft überführt werden können, um sie
dann anschliessend wieder auszuführen.