Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03101.jsonl.gz/1442

Vor mittlerweilen wahrscheinlich 50 Jahren oder noch mehr wurde mir Folgendes erzählt:
Ein Notar, welchem man nachsagte, dass er geizig sei, und ein Spengler, beide aus Grosshöchstetten, trafen sich in einer Wirtschaft im ca. 4 – 5 km. entfernten Schlosswil und tranken zusammen ein Bier.
Auf dem Weg zurück nach Grosshöchstetten (die beiden besaßen offensichtlich noch kein Auto) diskutierten sie über verschiedene Sachen, und der Spengler fragte den Notar in einer bestimmten Angelegenheit um Rat.
Als es zu regnen begann, öffnete der Spengler seinen Regenschirm. Der Notar hatte keinen Schirm bei sich, aber derjenige des Spenglers war groß genug, dass auch der Notar darunter Platz fand.
Ein paar Tage später erhielt der Spengler vom Notar eine Rechnung:
„Für Auskunft von Schlosswil nach Grosshöchstetten, Fr. 5.—„
Der Spengler jedoch war nicht auf den Kopf gefallen und schickte folgende Rechnung zurück:
„Für unter meinem Schirm gegangen von Schlosswil nach Grosshöchstetten, Fr. 5.—„
Die Geschichte soll sich tatsächlich so zugetragen haben!