Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03629.jsonl.gz/847

In einem fachspezifischen Zusammenhang hat das Nachbilden und Fertigen nach Vorlage Tradition. Dahinter steht die Idee, dass Lernende angeleitet, instruiert und angewiesen werden müssen, damit ein Produkt entsteht, das eine praktische Funktion bzw. einen konkreten Nutzen erfüllt. Die Lehrpersonen können dabei den Prozess der Herstellung bis ins Detail planen und kontrollieren.
Den auf den E-Portal vorgestellten Unterrichtseinheiten liegt eine andere Idee zu Grunde: Es wird von der Vorstellung ausgegangen, dass Lernende in einem Prozess des Erfindens und Entdeckens eigene Pläne und Produkte entwickeln können sollen. Damit dies möglich wird, stellt die Lehrperson reichhaltige Aufgaben, die die Bedingungen klären und Hilfestellungen für die Lernenden ermöglichen. Ideen und Vorstellungen werden in einem individuellen und gemeinsamen Prozess (Austausch mit der Lehrperson und Mitlernenden) gesammelt, verglichen, verworfen, ausgewählt und skizziert, bevor sie getestet und ausführt werden. Die selber entwickelten Ideen, materialisierten Einfälle und Produkte stehen für einen individuellen Lernprozess. Dabei ist von Bedeutung das prozessorientierte Lernen als Chance von fachspezifischem Problemlöseverfahren und individuellen Ergebnissen zu verstehen.