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Kurz: Kommt darauf an.
Ausführlich: Die Tauchzeit wird durch mehrere limitierende Faktoren bestimmt. Der wichtigste Faktor ist die Tauchtiefe. Weil der Druck mit zunehmender Tiefe steigt, erhöht sich die Stickstoff-Sättigung im Körpergewebe des Tauchers. Gleichzeitig steigt der Atemgasverbrauch aufgrund des höheren Drucks.
Genauer: Während eines Tauchgangs geht Stickstoff im Körpergewebe des Tauchers in Lösung. Wird die Stickstoffsättigung zu hoch, drohen ein Tiefenrausch und schliesslich eine Stickstoffnarkose, was unter Wasser den Tod bedeuten kann. Dies begrenzt einerseits die Tauchzeit direkt und hat andererseits zur Folge, dass der Aufstieg aus der Tiefe nicht beliebig schnell erfolgen kann, weil sonst der im Körpergewebe des Tauchers gelöste Stickstoff ausperlt. Ein zu schneller Aufstieg kann zur lebensbedrohlichen Dekompressionskrankheit führen. Die deshalb nötigen Dekompressionsstopps während des Aufstiegs verkürzen wiederum die Grundzeit.
Je grösser die mitgeführte Tauchflasche ist, desto länger reicht der Atemgasvorrat. Normalerweise tauchen Sporttaucher mit 12- oder 15-Liter-Flaschen.
Neben der Tauchtiefe hat auch die Aktivität während des Tauchgangs einen Einfluss auf den Atemgasverbrauch eines Tauchers. Bei starker körperlicher Anstrengung, z.B. wegen einer starken Strömung, steigt die Atemfrequenz, was die Tauchzeit verkürzen kann.
Grundsätzlich kann man sagen, dass Tauchgänge von Sporttauchern normalerweise zwischen etwa 20 Minuten und 2 Stunden dauern. Technische Taucher und Berufstaucher gehen mit spezieller Ausrüstung zum Teil auf über 6-stündige Tauchgänge.