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Alfred Schnittke (1934–1998) Concerto grosso Nr. 1 für zwei Violinen,Cembalo, präpariertes Klavier und Streicher
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Franz Schubert (1797–1828) Streichquartett Nr. 15 in in G-Dur D 887, Fassung für Streichorchester
Über «Geheimnis»
«Ich habe es immer geliebt, Schnittke und Schubert einander gegenüberzustellen. Ich spüre da eine Verbindung in der emotionalen Färbung, die ich auf eine persönliche Art liebe. Das lässt sich nicht genau erklären, aber es hat mit Melancholie und Trost zu tun und wahrscheinlich mit den unterschiedlichen Beziehungen dieser beiden Komponisten zu ihrer Zeit und, daraus folgend, zur Vergangenheit.» Lorenza Borrani
Mit dem Concerto grosso Nr. 1 begründete der russisch-deutsche Komponist Alfred Schnittke im Jahr 1977 seine internationale Karriere. Die Bezeichnung verrät, dass dem Werk Anlehnungen an die barocke Musiksprache zugrunde liegen. Den Kitt zwischen den vielzähligen Fragmenten bilden dabei repetitive Strukturen. Der eklektische Stil, den der Komponist in diesem Werk für sich entdeckte, traf den postmodernen Zeitgeist Ende der 70er Jahre mitten ins Schwarze.
Etwas schwerer hatte es diesbezüglich Schuberts Streichquartett Nr. 15 in G-Dur. Erst nach Schuberts Tod publiziert und uraufgeführt, wurde das Werk noch lange als zu kompliziert verkannt. Herausfordernd ist es in der Tat: Mit seinen ständigen Wechseln zwischen Dur und Moll und schier endlosen Spannungsbögen zeigt es eine kompromisslose Auseinandersetzung mit den Themen Leben und Tod, Hoffnung und Verzweiflung.