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Verschiedene Funktionsstörungen können während des Schlafs dazu führen, dass der Atem stillsteht und man dutzendfach aufwacht.
Obwohl sich die Betroffenen normalerweise am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern können, bietet ihr Schlaf keine ausreichende Erholung.
Atemstörungen
Bei chronischer Bronchitis beispielsweise hat der Betroffene zu wenig Sauerstoff im Blut. Dasselbe Problem haben Menschen, diese nachts schnarchen und dabei längere Atempausen machen (Link zu entsprechendem Kapitel einfügen). Überhaupt nehmen atembezogene Schlafstörungen im Lauf des Alters zu. In den meisten Fällen sind sie jedoch harmlos und müssen nicht behandelt werden. Man sollte jedoch Schlafmittel meiden, da sie bestehende Atemstörungen verstärken können.
Magenprobleme
Beim Sodbrennen (dem „gastro-ösophagealen Reflux“) tritt Magensäure in die Speiseröhre über, was zu mehrfachen Schlafunterbrechungen führen kann. Tagsüber lässt sich die Flüssigkeit meistens gleich wieder herunterschlucken; die aufrechte Körperhaltung erleichtert das. Im Liegen während des Schlafes kann die Magensäure jedoch nicht abtransportiert werden, so dass die Betroffenen unter Husten und Würgen aufwachen. Das lässt sich manchmal vermeiden, wenn man den Kopf 15 bis 20 cm höher lagert. Auch Medikamente verschaffen mitunter Erleichterung.
Schmerzen
Schmerzen aufgrund von Arthritis, Angina oder Fibromyalgie (Muskelfaser-Schmerz) sowie Rücken- und Kopfschmerzen wirken sich oftmals störend auf den Schlaf aus. Geringfügige Massnahmen können aber die Situation schon entscheidend verbessern, wie z. B. das Kissen anders hinlegen, die richtige Matratze anschaffen oder vor dem Schlafengehen gewisse Regeln einhalten. Dabei sollte man stets den Hausarzt mit einbeziehen.
Hormonelle Störungen
Eine Überfunktion der Schilddrüse („Hyperthyreose“) führt dazu, dass das sympathische Nervensystem angeregt wird. Das äussert sich in Herzklopfen, Hitzewallungen und Ähnlichem. In den Wechseljahren schlafen Frauen nicht mehr so tief und wachen nachts häufiger auf. Aber auch Stress, Depressionen und Angstgefühle können die Nachtruhe deutlich beeinträchtigen.
Unweltfaktoren
Verschiedene Umweltfaktoren können sich störend auf den Schlaf auswirken, selbst wenn der Schlaf nicht direkt unterbrochen wird:
- eine zu hoch eingestellte Heizung
- ein unzureichend gelüfteter Raum
- Auto- und Flugverkehr
- Fernsehen und viele andere Geräusche
- Licht, das durch die Augenlider dringt
Anregende Mittel
Wer kurz vor dem Schlafengehen koffeinhaltige Getränke zu sich nimmt, kann zwar mitunter gleich gut einschlafen wie sonst, wird aber nachts häufiger wach. Auch Nikotin stimuliert und bewirkt, dass Raucher in der Regel langsamer einschlafen als Nichtraucher. Aber auch viele gebräuchliche Medikamente gegen Asthma und Erkältungen sowie zur Gewichtsabnahme, einschliesslich rezeptfreie, können sich störend auf den Schlaf auswirken.
Beruhigende Substanzen
Täglich eingenommene Schlafmittel verlieren schon nach wenigen Wochen ihre Wirksamkeit. Werden sie abrupt abgesetzt, kann sich die Schlafqualität allerdings weiter verschlechtern. Deswegen sollten diese Mittel unter ärztlicher Kontrolle allmählich reduziert werden. Bedenken Sie, dass auch rezeptfreie Mittel Probleme verursachen können. – Mit dem vielzitierten „Schlummertrunk“ schläft man zwar meist rascher ein, doch ist der Schlaf während der Nacht störanfälliger.
Ein Beispiel
Von Hermann Hesse ist eine Episode überliefert, die er nach einer Lesung in einem Hotel in Nürnberg erlebte.
«Das Zimmer war unerträglich überhitzt, aber man konnte die dampfende Heizung nicht abdrehen oder gar das Fenster öffnen, weil der Strassenlärm die ganze Nacht über anhielt. Am frühen Morgen schrillte das höllische Telefon und riss Hesse aus einem tiefen, schwerverdienten Schlaf, den er gerade erst, nach einer schlaflosen Nacht mit rasenden Kopf- und Augenschmerzen, gefunden hatte. Hier in Nürnberg, so erzählt er rückblickend, sei er sich „neunzigjährig und sterbend“ vorgekommen, „mit zerstörtem Hirn, brennenden Augen und eingeknickten Knien“ und habe „keinen anderen Wunsch gehabt als sich begraben zu lassen.»
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Fragen & Beratung: www.lebenshilfe.jesus.ch