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Ende November 2019 flog der Rentner im Auftrag eines serbischen Rüstungskonzerns nach Peking, um sich mit Unterhändlern des chinesischen Waffenherstellers Norinco zu treffen.
Das Geschäft scheiterte und der Zürcher, der als Verbindungsmann wegen seiner guten Kontakte in der internationalen Waffenbranche engagiert worden war, kam aufs Radar der Bundesanwaltschaft. Seine Tätigkeiten seien illegal gewesen, so wurde er Mitte August wegen Verstosses gegen das Kriegsmaterialgesetz verurteilt, schreibt der «Sonntagsblick».
Beschuldigter weist vorsätzliche Gesetzesverstösse von sich
Der Mann sei noch an weiteren Waffendeals beteiligt gewesen. 2020 soll er versucht haben, für dieselbe serbische Rüstungsfirma 130 Flugabwehrkanonen zu beschaffen. Auch in Bulgarien habe er von einem Waffenhersteller Raketen kaufen wollen.
Gegenüber dem «Sonntagsblick» sagt der Zürcher, er habe den Strafbefehl der Bundesanwaltschaft akzeptiert, um nicht weiter Zeit und Geld im Verfahren zu verschwenden. In keinem der Fälle sei ein Kaufvertrag zustande gekommen und Geld sei nie geflossen. Er verstehe nicht, was an seinem Handeln illegal war.
Bundesanwaltschaft spricht Rentner schuldig
Die Bundesanwaltschaft hingegen ist der Meinung, dass der Goldküsten-Pensionär «wissentlich und willentlich» gehandelt habe. Eine Vermittlung von Kriegsmaterial brauche eine Bewilligung vom Seco, auch wenn es am Ende nicht zu einem Vertragsabschluss kommt.
Der Zürcher muss eine Busse von 8000 Franken bezahlen und erhält eine bedingte Geldstrafe von 40'000 Franken, mit einer Probezeit von zwei Jahren. Der Zürcher studierte in Belgrad und ist Verwaltungsrat einer Schweizer Firma, die nicht im Rüstungsgeschäft tätig ist. Trotzdem trat er in Verhandlungen als Managing Director dieser Zürcher Firma auf.
(hap)