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Der EVZ fiel gar auf den 3. Platz zurück, da Fribourg mit dem 6:3 gegen Davos den fünften Sieg in Serie feierte. Gottéron liegt punktgleich mit den Zentralschweizern zwei Punkte hinter Biel.
Die zuvor drittklassierten ZSC Lions unterlagen Bern zu Hause 0:1 und belegen nun Tabellenrang 4. Das fünftplatzierte Lugano verlor gegen Lausanne vor heimischem Publikum 1:4. Ambri-Piotta setzte sich in einer verrückten Partie bei Genève-Servette 10:4 durch, während Aufsteiger Ajoie mit dem 3:2 gegen die SCL Tigers zum dritten Sieg kam. Die Emmentaler sind nun Tabellenletzter.
13 Tore in den letzten zwei Dritteln
Die 5105 Zuschauer in Genf bekamen im Spiel zwischen Servette und Ambri-Piotta in den letzten zwei Dritteln nicht weniger als 13 Tore zu sehen.
Nachdem Dominic Zwerger die Leventiner in der 22. Minute 2:0 in Führung gebracht hatte, glichen die Genfer mit zwei Toren innert 141 Sekunden durch Deniss Smirnovs (25.) und Valtteri Filppula (27.) zum 2:2 aus. Ambri liess sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und reagierte seinerseits mit zwei Toren innert kurzer Zeit. Inti Pestoni brachte die Tessiner nach genau 32 Minuten erneut in Führung, 156 Sekunden später erhöhte Dario Bürgler mit seinem zweiten Tor an diesem Abend auf 4:2 (35.). Das war es aber noch nicht im Mittelabschnitt, gelang doch Servettes neuem finnischen Verteidiger Sami Vatanen in der zweiten Partie der erste Treffer (39.).
Es kam noch besser für die Genfer, Vatanen doppelte nach 38 Sekunden im letzten Abschnitt nach. Nach dem 4:5 von Isacco Dotti (45.) brachen die Gastgeber dann aber komplett auseinander. Die Tore vom 6:4 (50.) zum 10:4 (55.) erzielte Ambri innert 4:40 Minuten. Rückkehrer Pestoni steuerte vier Tore und einen Assist zum Sieg bei. Es war das erste Stängeli in der höchsten Schweizer Liga seit dem 10:3-Erfolg von Fribourg-Gottéron gegen die SCL Tigers am 17. November 2018.
Servette, im Mai noch Playoff-Finalist, ist nach der sechsten Niederlage in den letzten sieben Partien Vorletzter.
Gottéron bleibt im Hoch
Gottéron demonstrierte an diesem Wochenende zwei verschiedene Wege zum Sieg. Während beim 3:1 am Freitag in Langnau die defensive Stabilität und Vorsicht dem Erfolg Pate stand, zündeten die Freiburger am Samstag gegen Davos ein offensives Feuerwerk. Schon nach 87 Sekunden erzielte Captain und Klubikone Julien Sprunger das 1:0, danach folgten die Tore in schöner Regelmässigkeit.
Sprunger war am Ende einziger Doppel-Torschütze, mit dem 51. Doppelpack in der obersten Liga schloss er zur noch grösseren Ikone Slawa Bykow auf.
Davos ist ein gern gesehener Gast in der St-Léonard: Seit Februar 2018 und nun schon zum sechsten Mal reisten sie mit leeren Händen ins Bündnerland zurück.
Bern und das Hallenstadion – das passt
Das Hallenstadion liegt dem SC Bern. Nachdem die Berner dort Ende Februar Cupsieger geworden waren, setzten sie sich nun in der Meisterschaft zum dritten Mal in Serie auswärts gegen die ZSC Lions durch. Den einzigen Treffer der Partie erzielte in der 45. Minute Gregory Sciaroni; er traf nach einer schönen Kombination aus kurzer Distanz.
Der Sieg der Berner war alles andere als gestohlen, obwohl die Zürcher einige hochkarätige Chancen vergaben. Sie schafften es aber nicht, den 37-jährigen SCB-Goalie Daniel Manzato zu bezwingen. Dieser wehrte 29 Schüsse ab. So kamen die Berner im fünften Auswärtsspiel der Saison zum ersten Sieg. Die Lions hatten zuvor dreimal hintereinander vor heimischem Publikum gewonnen.
Ajoie schlägt und überholt Langnau
Am Ursprung von Ajoies zweitem Heimsieg stand eine Fünfminuten-Strafe gegen den Langnauer Sebastian Schilt kurz vor der zweiten Drittelspause. Daniel Eigenmann nutzte die lange Überzahlsituation in der 44. Minute zum entscheidenden 2:1. Zwei Minuten später erhöhte Philip-Michael Devos für die Gastgeber, die noch monatelang ohne den verletzten Schlüsselspieler Jonathan Hazen auskommen müssen. Harri Pesonen konnte in der Schlussphase nur noch verkürzen.
Für Langnau, das alle seine Siege auswärts einfuhr und zuhause bislang nur verlor, war es im fünften Gastspiel die zweite Niederlage. Das Team von Trainer Gary Sheehan steht nun punktgleich mit Ajoie und mehr absolvierten Spielen am Tabellenende.
Lausanne siegt dank Premieren
Dass Lausanne in Lugano gleich 4:1 gewann, hatte nicht erwartet werden können. Speziell war auch, dass alle vier Torschützen der Waadtländer zum ersten Mal in der laufenden Meisterschaft erfolgreich waren.
Zwar drückte Lugano zu Beginn des zweiten Drittel vehement auf das 1:1, nachdem Tim Bozon in der 17. Minute das 1:0 gelungen war. Lausanne überstand aber diese Phase und ging dank Fabian Heldner (30.) und Philip Varone (33.) 3:0 in Führung. Die Reaktion der Bianconeri liess nicht lange auf sich warten, nur 58 Sekunden später verkürzte Mikkel Boedker auf 1:3. Nach 71 Sekunden im letzten Abschnitt stellte Lukas Frick den Dreitore-Vorsprung für Lausanne wieder her. Darauf hatten die Südtessiner keine Antwort mehr.
Während der LHC im neunten Saisonspiel den vierten Erfolg feierte, verpasste Lugano den dritten Heimsieg in Folge.