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Die berufliche Vorsorge ist eine der beiden tragenden Säulen der Schweizer Altersvorsorge. Die Arbeitnehmenden und RentnerInnen sind auf ihre Leistungen angewiesen. Das BVG muss deshalb so ausgestaltet sein, dass die Renten zusammen mit der AHV ein gutes und sicheres Einkommen ergeben.
Die Leistungsfähigkeit der Altersvorsorge ist heute ungenügend. Für tiefe bis mittlere Einkommen reichen die angestrebten Ersatzquoten von 60 % nicht aus, um im Alter die gewohnte Lebensführung zu garantieren. Für diese Einkommensgruppen müssen die Renten über eine Stärkung der AHV erhöht werden. Angesichts der grossen Bedeutung der 2. Säule erfordert ein Bericht über die Zukunft der zweiten Säule weitergehende fundierte Analysen. Die Grünen erwarten vom Bundesrat vertiefte Abklärungen, statt einer engen Betrachtungsweise, die primär auf eine Senkung des Mindestumwandlungssatzes abzielt.
Der ganze Bericht bleibt zudem oft in einer mikroökonomischen Sicht verhaftet. Die makroökonomische Sicht sollte bei einer obligatorischen Sozialversicherung mit einem Kapital von gegen 700 Milliarden Franken stärker gewichtet werden. So erhalten die Auswirkungen von Massnahmen auf die gesamte Volkswirtschaft im Bericht zu wenig Gewicht. Zudem wird eine zentrale Frage weitegehend ausgeklammert: Braucht ein Kapitaldeckungsverfahren zwingend eine Vollkapitalisierung oder reicht auch eine Teilkapitalisierung? Und wie könnte eine solche Teilkapitalisierung ausgestaltet sein?