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input-de412.10 Bundesgesetzüber die Berufsbildung(Berufsbildungsgesetz, BBG)vom 13. Dezember 2002 (Stand am 1. Juli 2024)Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,gestützt auf Artikel 63 der Bundesverfassung, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 6. September 2000,beschliesst: SR 101 BBl 2000 56861. Kapitel:  Allgemeine BestimmungenArt. 1 Grundsatz Die Berufsbildung ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt (Sozialpartner, Berufsverbände, andere zuständige Organisationen und andere Anbieter der Berufsbildung). Sie streben ein genügendes Angebot im Bereich der Berufsbildung, insbesondere in zukunftsfähigen Berufsfeldern an. Die Massnahmen des Bundes zielen darauf ab, die Initiative der Kantone und der Organisationen der Arbeitswelt so weit als möglich mit finanziellen und anderen Mitteln zu fördern. Zur Verwirklichung der Ziele dieses Gesetzes:a. arbeiten Bund, Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt zusammen;b. arbeiten die Kantone und die Organisationen der Arbeitswelt auch je unter sich zusammen.Art. 2 Gegenstand und Geltungsbereich Dieses Gesetz regelt für sämtliche Berufsbereiche ausserhalb der Hochschulen:a. die berufliche Grundbildung, einschliesslich der Berufsmaturität;b. die höhere Berufsbildung;c. die berufsorientierte Weiterbildung;d. die Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel;e. die Bildung der Berufsbildungsverantwortlichen;f. die Zuständigkeit und die Grundsätze der Berufs‐, Studien- und Laufbahnberatung;g. die Beteiligung des Bundes an den Kosten der Berufsbildung. Dieses Gesetz gilt nicht für Bildungen, die in anderen Bundesgesetzen geregelt sind. Der Bundesrat kann im Einvernehmen mit den Kantonen einzelne Berufsbereiche vom Geltungsbereich ausnehmen, soweit dies im Interesse einer sinnvollen Aufgabenverteilung zwischen Bund und Kantonen geboten ist.Art. 3 ZieleDieses Gesetz fördert und entwickelt:a. ein Berufsbildungssystem, das den Einzelnen die berufliche und persönliche Entfaltung und die Integration in die Gesellschaft, insbesondere in die Arbeitswelt, ermöglicht und das ihnen die Fähigkeit und die Bereitschaft vermittelt, beruflich flexibel zu sein und in der Arbeitswelt zu bestehen;b. ein Berufsbildungssystem, das der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe dient;c. den Ausgleich der Bildungschancen in sozialer und regionaler Hinsicht, die tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau, die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen sowie die Chancengleichheit und Integration von Ausländerinnen und Ausländern;d. die Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Bildungsgängen und -formen innerhalb der Berufsbildung sowie zwischen der Berufsbildung und den übrigen Bildungsbereichen;e. die Transparenz des Berufsbildungssystems. Fassung gemäss Anhang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2016 (Integration), in Kraft seit  1. Jan. 2019 (AS 2017 6521, 2018 3171; BBl 2013 2397, 2016 2821).Art. 4 Entwicklung der Berufsbildung Zur Entwicklung der Berufsbildung fördert der Bund Studien, Pilotversuche, die Berufsbildungsforschung und die Schaffung von tragfähigen Strukturen in neuen Berufsbildungsbereichen. Der Bund ist selber in diesen Bereichen tätig, soweit dies zur Entwicklung der Berufsbildung notwendig ist. Für Pilotversuche kann der Bundesrat nach Rücksprache mit den Kantonen und den betroffenen Organisationen der Arbeitswelt nötigenfalls vorübergehend von den Bestimmungen dieses Gesetzes abweichen. Die Qualität und die Unabhängigkeit der Berufsbildungsforschung müssen durch qualifizierte Forschungseinrichtungen gewährleistet werden.Art. 5 Information, Dokumentation und LehrmittelDer Bund fördert:a. die Information und Dokumentation, soweit sie von gesamtschweizerischer oder sprachregionaler Bedeutung ist;b. die Erstellung von Lehrmitteln für sprachliche Minderheiten.Art. 6 Verständigung und Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften Der Bund kann Massnahmen im Bereich der Berufsbildung fördern, welche die Verständigung und den Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften verbessern. Er kann insbesondere fördern:a. die individuelle Mehrsprachigkeit, namentlich durch entsprechende Anforderungen an die Unterrichtssprachen und die sprachliche Bildung der Lehrkräfte;b. den durch die Kantone, die Organisationen der Arbeitswelt oder die Unternehmen unterstützten Austausch von Lehrenden und Lernenden zwischen den Sprachregionen.Art. 7 Förderung benachteiligter Regionen und GruppenDer Bund kann Massnahmen im Bereich der Berufsbildung zu Gunsten benachteiligter Regionen und Gruppen fördern.Art. 8 Qualitätsentwicklung Die Anbieter von Berufsbildung stellen die Qualitätsentwicklung sicher. Der Bund fördert die Qualitätsentwicklung, stellt Qualitätsstandards auf und überwacht deren Einhaltung.Art. 9 Förderung der Durchlässigkeit Vorschriften über die Berufsbildung gewährleisten grösstmögliche Durchlässigkeit sowohl innerhalb der Berufsbildung als auch zwischen der Berufsbildung und den übrigen Bildungsbereichen. Die ausserhalb üblicher Bildungsgänge erworbene berufliche oder ausserberufliche Praxiserfahrung und fachliche oder allgemeine Bildung werden angemessen angerechnet.Art. 10 Mitspracherechte der LernendenDie Anbieter der Bildung in beruflicher Praxis und der schulischen Bildung räumen den Lernenden angemessene Mitspracherechte ein.Art. 11 Private Anbieter Gegenüber privaten Anbietern auf dem Bildungsmarkt dürfen durch Massnahmen dieses Gesetzes keine ungerechtfertigten Wettbewerbsverzerrungen entstehen. Öffentliche Anbieter, die in Konkurrenz zu nicht subventionierten privaten Anbietern stehen, haben für ihre Angebote der berufsorientierten Weiterbildung Markt-preise zu verlangen.2. Kapitel:  Berufliche Grundbildung1. Abschnitt:  Allgemeine BestimmungenArt. 12 Vorbereitung auf die berufliche GrundbildungDie Kantone ergreifen Massnahmen, die Personen mit individuellen Bildungsdefiziten am Ende der obligatorischen Schulzeit auf die berufliche Grundbildung vorbereiten. Art. 13 Ungleichgewichte auf dem Markt für berufliche GrundbildungZeichnet sich ein Ungleichgewicht auf dem Markt für berufliche Grundbildung ab oder ist ein solches Ungleichgewicht bereits eingetreten, so kann der Bundesrat im Rahmen der verfügbaren Mittel befristete Massnahmen zur Bekämpfung treffen.Art. 14 Lehrvertrag Zwischen den Lernenden und den Anbietern der Bildung in beruflicher Praxis wird ein Lehrvertrag abgeschlossen. Er richtet sich nach den Bestimmungen des Obligationenrechts über den Lehrvertrag (Art. 344–346a), soweit dieses Gesetz keine abweichende Regelung enthält. Der Lehrvertrag wird am Anfang für die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung abgeschlossen. Erfolgt die Bildung in beruflicher Praxis nacheinander in verschiedenen Betrieben, so kann der Vertrag für die Dauer des jeweiligen Bildungsteils abgeschlossen werden. Der Lehrvertrag ist von der zuständigen kantonalen Behörde zu genehmigen. Für die Genehmigung dürfen keine Gebühren erhoben werden. Wird der Lehrvertrag aufgelöst, so hat der Anbieter von Bildung umgehend die kantonale Behörde und gegebenenfalls die Berufsfachschule zu benachrichtigen. Wird ein Betrieb geschlossen oder vermittelt er die berufliche Grundbildung nicht mehr nach den gesetzlichen Vorschriften, so sorgen die kantonalen Behörden nach Möglichkeit dafür, dass eine begonnene Grundbildung ordnungsgemäss beendet werden kann. Wird der Abschluss eines Lehrvertrages unterlassen oder wird dieser nicht oder verspätet zur Genehmigung eingereicht, so unterliegt das Lehrverhältnis dennoch den Vorschriften dieses Gesetzes. SR 2202. Abschnitt:  StrukturArt. 15 Gegenstand Die berufliche Grundbildung dient der Vermittlung und dem Erwerb der Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten (nachfolgend Qualifikationen), die zur Ausübung einer Tätigkeit in einem Beruf oder in einem Berufs- oder Tätigkeitsfeld (nachfolgend Berufstätigkeit) erforderlich sind. Sie umfasst insbesondere die Vermittlung und den Erwerb:a. der berufsspezifischen Qualifikationen, welche die Lernenden dazu befähigen, eine Berufstätigkeit kompetent und sicher auszuüben;b. der grundlegenden Allgemeinbildung, welche die Lernenden dazu befähigt, den Zugang zur Arbeitswelt zu finden, darin zu bestehen und sich in die Gesellschaft zu integrieren;c. der wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Kenntnisse und Fähigkeiten, welche die Lernenden dazu befähigen, zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen;d. der Fähigkeit und der Bereitschaft zum lebenslangen Lernen sowie zum selbstständigen Urteilen und Entscheiden. Sie schliesst an die obligatorische Schule oder an eine gleichwertige Qualifikation an. Der Bundesrat bestimmt die Kriterien, nach denen ein Mindestalter für den Beginn der beruflichen Grundbildung festgelegt werden kann. Die Bildungsverordnungen regeln den obligatorischen Unterricht einer zweiten Sprache. Der Sportunterricht richtet sich nach dem Sportförderungsgesetz vom 17. Juni 2011. SR 415.0 Fassung gemäss Art. 34 Ziff. 3 des Sportförderungsgesetzes vom 17. Juni 2011, in Kraft seit 1. Okt. 2012 (AS 2012 3953; BBl 2009 8189).Art. 16 Inhalte, Lernorte, Verantwortlichkeiten Die berufliche Grundbildung besteht aus:a. Bildung in beruflicher Praxis;b. allgemeiner und berufskundlicher schulischer Bildung;c. Ergänzung der Bildung in beruflicher Praxis und schulischer Bildung, wo die zu erlernende Berufstätigkeit dies erfordert. Die Vermittlung der beruflichen Grundbildung findet in der Regel an folgenden Lernorten statt:a. im Lehrbetrieb, im Lehrbetriebsverbund, in Lehrwerkstätten, in Handelsmittelschulen oder in anderen zu diesem Zweck anerkannten Institutionen für die Bildung in beruflicher Praxis;b. in Berufsfachschulen für die allgemeine und die berufskundliche Bildung;c. in überbetrieblichen Kursen und vergleichbaren dritten Lernorten für Ergänzungen der beruflichen Praxis und der schulischen Bildung. Die Anteile der Bildung gemäss Absatz 1, ihre organisatorische Ausgestaltung und die zeitliche Aufteilung werden nach den Ansprüchen der Berufstätigkeit in der entsprechenden Bildungsverordnung bestimmt. Die Verantwortung gegenüber der lernenden Person bestimmt sich nach dem Lehrvertrag. Wo kein Lehrvertrag besteht, bestimmt sie sich in der Regel nach dem Lernort. Zur Erreichung der Ziele der beruflichen Grundbildung arbeiten die Anbieter der Bildung in beruflicher Praxis und der schulischen Bildung sowie der überbetrieblichen Kurse zusammen.Art. 17 Bildungstypen und Dauer Die berufliche Grundbildung dauert zwei bis vier Jahre. Die zweijährige Grundbildung schliesst in der Regel mit einer Prüfung ab und führt zum eidgenössischen Berufsattest. Sie ist so ausgestaltet, dass die Angebote den unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden besonders Rechnung tragen. Die drei- bis vierjährige Grundbildung schliesst in der Regel mit einer Lehrabschlussprüfung ab und führt zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis. Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis führt zusammen mit dem Abschluss einer erweiterten Allgemeinbildung zur Berufsmaturität. Die berufliche Grundbildung kann auch durch eine nicht formalisierte Bildung erworben werden; diese wird durch ein Qualifikationsverfahren abgeschlossen.Art. 18 Berücksichtigung individueller Bedürfnisse Für besonders befähigte oder vorgebildete Personen sowie für Personen mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen kann die Dauer der beruflichen Grundbildung angemessen verlängert oder verkürzt werden. Der Bundesrat erlässt besondere Bestimmungen über die fachkundige individuelle Begleitung von Personen mit Lernschwierigkeiten in zweijährigen beruflichen Grundbildungen. Der Bund kann die fachkundige individuelle Begleitung fördern.Art. 19 Bildungsverordnungen Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erlässt Bildungsverordnungen für den Bereich der beruflichen Grundbildung. Es erlässt sie auf Antrag der Organisationen der Arbeitswelt oder, bei Bedarf, von sich aus. Die Bildungsverordnungen regeln insbesondere:a. den Gegenstand und die Dauer der Grundbildung;b. die Ziele und Anforderungen der Bildung in beruflicher Praxis;c. die Ziele und Anforderungen der schulischen Bildung;d. den Umfang der Bildungsinhalte und die Anteile der Lernorte;e. die Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel. Die Qualifikationsverfahren für die nicht formalisierten Bildungen orientieren sich an den entsprechenden Bildungsverordnungen. ... Ausdruck gemäss Ziff. I 8 der V vom 15. Juni 2012 (Neugliederung der Departemente), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3655). Diese Änd. wurde im ganzen Erlass berücksichtigt. Eingefügt durch Art. 21 Ziff. 2 des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 2004 (AS 2004 4929; BBl 2003 7711). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 4 des BG vom 26. Sept. 2014, mit Wirkung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 3977; BBl 2013 7057).3. Abschnitt:  AnbieterArt. 20 Anbieter der Bildung in beruflicher Praxis Die Anbieter der Bildung in beruflicher Praxis setzen sich für den bestmöglichen Lernerfolg der Lernenden ein und überprüfen diesen periodisch. Sie bedürfen einer Bildungsbewilligung des Kantons; dieser darf keine Gebühren erheben.Art. 21 Berufsfachschule Die Berufsfachschule vermittelt die schulische Bildung. Diese besteht aus beruflichem und allgemein bildendem Unterricht. Die Berufsfachschule hat einen eigenständigen Bildungsauftrag; sie:a. fördert die Entfaltung der Persönlichkeit und die Sozialkompetenz der Lernenden durch die Vermittlung der theoretischen Grundlagen zur Berufsausübung und durch Allgemeinbildung; b. berücksichtigt die unterschiedlichen Begabungen und trägt mit speziellen Angeboten den Bedürfnissen besonders befähigter Personen und von Personen mit Lernschwierigkeiten Rechnung;c. fördert die tatsächliche Gleichstellung von Frau und Mann sowie die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen durch entsprechende Bildungsangebote und -formen. Der Besuch der Berufsfachschule ist obligatorisch. Die Berufsfachschule kann auch Angebote der höheren Berufsbildung und der berufsorientierten Weiterbildung bereitstellen. Die Berufsfachschule kann sich in Zusammenarbeit mit den Organisationen der Arbeitswelt und den Betrieben an überbetrieblichen Kursen und weiteren vergleichbaren dritten Lernorten beteiligen. Sie kann Koordinationsaufgaben im Hinblick auf die Zusammenarbeit der an der Berufsbildung Beteiligten übernehmen.Art. 22 Angebote an Berufsfachschulen Die Kantone, in denen die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt, sorgen für ein bedarfsgerechtes Angebot an Berufsfachschulen. Der obligatorische Unterricht ist unentgeltlich. Wer im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule die Voraussetzungen erfüllt, kann Freikurse ohne Lohnabzug besuchen. Der Besuch erfolgt im Einvernehmen mit dem Betrieb. Bei Uneinigkeit entscheidet der Kanton. Ist eine lernende Person im Hinblick auf eine erfolgreiche Absolvierung der Berufsfachschule auf Stützkurse angewiesen, so kann die Berufsfachschule im Einvernehmen mit dem Betrieb und mit der lernenden Person den Besuch solcher Kurse anordnen. Bei Uneinigkeit entscheidet der Kanton. Der Besuch erfolgt ohne Lohnabzug. Das SBFI bewilligt auf Antrag der Berufsverbände die Durchführung von interkantonalen Fachkursen, wenn dadurch das Bildungsziel besser erreicht und die Bildungsbereitschaft der Lehrbetriebe positiv beeinflusst wird, keine übermässigen Kosten erwachsen und für die Teilnehmenden keine erheblichen Nachteile entstehen.Art. 23 Überbetriebliche Kurse und vergleichbare dritte Lernorte Die überbetrieblichen Kurse und vergleichbare dritte Lernorte dienen der Vermittlung und dem Erwerb grundlegender Fertigkeiten. Sie ergänzen die Bildung in beruflicher Praxis und die schulische Bildung, wo die zu erlernende Berufstätigkeit dies erfordert. Die Kantone sorgen unter Mitwirkung der Organisationen der Arbeitswelt für ein ausreichendes Angebot an überbetrieblichen Kursen und vergleichbaren dritten Lernorten. Der Besuch der Kurse ist obligatorisch. Die Kantone können auf Gesuch des Anbieters von Bildung in beruflicher Praxis hin Lernende vom Besuch der Kurse befreien, wenn die Bildungsinhalte in einem betrieblichen Bildungszentrum oder in einer Lehrwerkstätte vermittelt werden. Wer überbetriebliche Kurse und vergleichbare Angebote durchführt, kann von den Lehrbetrieben oder den Bildungsinstitutionen eine angemessene Beteiligung an den Kosten verlangen. Organisationen der Arbeitswelt, die überbetriebliche Kurse und vergleichbare Angebote durchführen, können zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen von Betrieben, die nicht Mitglied der Organisation sind, eine höhere Kostenbeteiligung verlangen. Der Bundesrat legt die Voraussetzungen für die Kostenbeteiligung und deren Umfang fest.4. Abschnitt:  AufsichtArt. 24 Die Kantone sorgen für die Aufsicht über die berufliche Grundbildung. Zur Aufsicht gehören die Beratung und Begleitung der Lehrvertragsparteien und die Koordination zwischen den an der beruflichen Grundbildung Beteiligten. Gegenstand der Aufsicht sind darüber hinaus insbesondere:a. die Qualität der Bildung in beruflicher Praxis, einschliesslich der überbetrieblichen Kurse und vergleichbarer dritter Lernorte;b. die Qualität der schulischen Bildung;c. die Prüfungen und andere Qualifikationsverfahren;d. die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen im Lehrvertrag;e. die Einhaltung des Lehrvertrags durch die Vertragsparteien. Der Kanton entscheidet auf gemeinsamen Antrag der Anbieter der Berufsbildung und der Lernenden über:a. die Gleichwertigkeit nicht formalisierter Bildungen nach Artikel 17 Absatz 5;b. Fälle nach Artikel 18 Absatz 1. Die Kantone können im Rahmen ihrer Aufsicht insbesondere:a. weitergeleitete Beiträge nach Artikel 52 Absatz 2 zweiter Satz ganz oder teilweise zurückfordern;b. einen Lehrvertrag aufheben.5. Abschnitt:  Eidgenössische BerufsmaturitätArt. 25 Die eidgenössische Berufsmaturität schafft die Voraussetzungen für ein Studium an einer Fachhochschule. Die erweiterte Allgemeinbildung nach Artikel 17 Absatz 4 kann auch nach dem Erwerb des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses erworben werden. Die Kantone sorgen für ein bedarfsgerechtes Angebot an Berufsmaturitätsunterricht. Der Berufsmaturitätsunterricht an öffentlichen Schulen ist unentgeltlich. Bund und Kantone können private Anbieter unterstützen. Der Bundesrat regelt die Berufsmaturität.3. Kapitel:  Höhere BerufsbildungArt. 26 Gegenstand Die höhere Berufsbildung dient auf der Tertiärstufe der Vermittlung und dem Erwerb der Qualifikationen, die für die Ausübung einer anspruchs- oder einer verantwortungsvolleren Berufstätigkeit erforderlich sind. Sie setzt ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, den Abschluss einer höheren schulischen Allgemeinbildung oder eine gleichwertige Qualifikation voraus.Art. 27 Formen der höheren BerufsbildungDie höhere Berufsbildung wird erworben durch:a. eine eidgenössische Berufsprüfung oder eine eidgenössische höhere Fachprüfung;b. eine eidgenössisch anerkannte Bildung an einer höheren Fachschule.Art. 28 Eidgenössische Berufsprüfungen und eidgenössische höhere Fachprüfungen Die eidgenössischen Berufsprüfungen und die eidgenössischen höheren Fachprüfungen setzen eine einschlägige berufliche Praxis und einschlägiges Fachwissen voraus. Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt regeln die Zulassungsbedingungen, Lerninhalte, Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel. Sie berücksichtigen dabei die anschliessenden Bildungsgänge. Die Vorschriften unterliegen der Genehmigung durch das SBFI. Sie werden in Form eines Verweises nach Artikel 13 Absätze 1 Buchstabe g und 3 des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 2004 im Bundesblatt veröffentlicht. Der Bundesrat regelt Voraussetzungen und Verfahren der Genehmigung. Die Kantone können vorbereitende Kurse anbieten. SR 170.512 Vierter Satz eingefügt durch Art. 21 Ziff. 2 des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 4929; BBl 2003 7711).Art. 29 Höhere Fachschulen Die Zulassung zu einer eidgenössisch anerkannten Bildung an einer höheren Fachschule setzt eine einschlägige berufliche Praxis voraus, soweit diese nicht in den Bildungsgang integriert ist. Die vollzeitliche Bildung dauert inklusive Praktika mindestens zwei Jahre, die berufsbegleitende Bildung mindestens drei Jahre. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) stellt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Organisationen für die eidgenössische Anerkennung der Bildungsgänge und Nachdiplomstudien an höheren Fachschulen Mindestvorschriften auf. Sie betreffen die Zulassungsbedingungen, Lerninhalte, Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel. Die Kantone können selber Bildungsgänge anbieten. Die Kantone üben die Aufsicht über die höheren Fachschulen aus, soweit sie eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge anbieten. Ausdruck gemäss Ziff. I 8 der V vom 15. Juni 2012 (Neugliederung der Departemente), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3655). Diese Änd. wurde im ganzen Erlass berücksichtigt.4. Kapitel:  Berufsorientierte WeiterbildungArt. 30 GegenstandDie berufsorientierte Weiterbildung dient dazu, durch organisiertes Lernen:a. bestehende berufliche Qualifikationen zu erneuern, zu vertiefen und zu erweitern oder neue berufliche Qualifikationen zu erwerben;b. die berufliche Flexibilität zu unterstützen.Art. 31 Angebot an berufsorientierter WeiterbildungDie Kantone sorgen für ein bedarfsgerechtes Angebot an berufsorientierter Weiterbildung.Art. 32 Massnahmen des Bundes Der Bund fördert die berufsorientierte Weiterbildung. Er unterstützt insbesondere Angebote, die darauf ausgerichtet sind:a. Personen bei Strukturveränderungen in der Berufswelt den Verbleib im Erwerbsleben zu ermöglichen;b. Personen, die ihre Berufstätigkeit vorübergehend eingeschränkt oder aufgegeben haben, den Wiedereinstieg zu ermöglichen. Er unterstützt darüber hinaus Massnahmen, welche die Koordination, Transparenz und Qualität des Weiterbildungsangebotes fördern. Die vom Bund geförderten Angebote der berufsorientierten Weiterbildung und die arbeitsmarktlichen Massnahmen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz vom 25. Juni 1982 sind zu koordinieren. SR 837.05. Kapitel:  Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel1. Abschnitt:  Allgemeine BestimmungenArt. 33 Prüfungen und andere QualifikationsverfahrenDie beruflichen Qualifikationen werden nachgewiesen durch eine Gesamtprüfung, eine Verbindung von Teilprüfungen oder durch andere vom SBFI anerkannte Qualifikationsverfahren.Art. 34 Anforderungen an Qualifikationsverfahren Der Bundesrat regelt die Anforderungen an die Qualifikationsverfahren. Er stellt die Qualität und die Vergleichbarkeit zwischen den Qualifikationsverfahren sicher. Die in den Qualifikationsverfahren verwendeten Beurteilungskriterien müssen sachgerecht und transparent sein sowie die Chancengleichheit wahren. Die Zulassung zu Qualifikationsverfahren ist nicht vom Besuch bestimmter Bildungsgänge abhängig. Das SBFI regelt die Zulassungsvoraussetzungen.Art. 35 Förderung anderer QualifikationsverfahrenDer Bund kann Organisationen fördern, die andere Qualifikationsverfahren entwickeln oder anbieten.Art. 36 TitelschutzNur Inhaberinnen und Inhaber eines Abschlusses der beruflichen Grundbildung und der höheren Berufsbildung sind berechtigt, den in den entsprechenden Vorschriften festgelegten Titel zu führen.2. Abschnitt:  Berufliche GrundbildungArt. 37 Eidgenössisches Berufsattest Das eidgenössische Berufsattest erhält, wer die zweijährige Grundbildung mit einer Prüfung abgeschlossen oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat. Es wird von der kantonalen Behörde ausgestellt.Art. 38 Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis erhält, wer die Lehrabschlussprüfung bestanden oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat. Es wird von der kantonalen Behörde ausgestellt.Art. 39 Eidgenössisches Berufsmaturitätszeugnis Das eidgenössische Berufsmaturitätszeugnis erhält, wer ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis besitzt und die vom Bund anerkannte Berufsmaturitätsprüfung bestanden oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat. ... Die Kantone sorgen für die Durchführung der Berufsmaturitätsprüfungen und stellen die Zeugnisse aus. Ergänzend kann auch der Bund solche Prüfungen durchführen. Aufgehoben durch Anhang Ziff. II 2 des Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetzes vom 30. Sept. 2011, mit Wirkung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4103;  BBl 2009 4561).Art. 40 Durchführung der Qualifikationsverfahren Die Kantone sorgen für die Durchführung der Qualifikationsverfahren. Das SBFI kann Organisationen der Arbeitswelt auf deren Antrag die Durchführung der Qualifikationsverfahren für einzelne Landesteile oder für die ganze Schweiz übertragen.Art. 41 Gebühren Für die Prüfungen zum Erwerb des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses, des eidgenössischen Berufsattests und des eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnisses dürfen von den Kandidatinnen und Kandidaten und von den Anbietern der Bildung in beruflicher Praxis keine Prüfungsgebühren erhoben werden. Für unbegründetes Fernbleiben oder Zurücktreten von der Prüfung und für die Wiederholung der Prüfung sind Gebühren zulässig.3. Abschnitt:  Höhere BerufsbildungArt. 42 Eidgenössische Berufsprüfung und eidgenössische höhere Fachprüfung Die eidgenössische Berufsprüfung und die eidgenössische höhere Fachprüfung richten sich nach den Vorschriften über diese Prüfungen (Art. 28 Abs. 2). Der Bund sorgt für die Aufsicht über die Prüfungen.Art. 43 Fachausweis und Diplom; Registereintrag Wer die eidgenössische Berufsprüfung bestanden hat, erhält einen Fachausweis. Wer die eidgenössische höhere Fachprüfung bestanden hat, erhält ein Diplom. Der Fachausweis und das Diplom werden vom SBFI ausgestellt. Das SBFI führt ein öffentliches Register mit den Namen der Inhaberinnen und Inhaber der Fachausweise und der Diplome.Art. 44 Höhere Fachschule Wer an einer höheren Fachschule die Prüfung besteht oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchläuft, erhält ein Diplom der Schule. Das Prüfungsverfahren und das gleichwertige Qualifikationsverfahren richten sich nach den Mindestvorschriften (Art. 29 Abs. 3).6. Kapitel:  Bildung von BerufsbildungsverantwortlichenArt. 45 Anforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner Als Berufsbildnerin oder Berufsbildner gilt, wer in der beruflichen Grundbildung die Bildung in beruflicher Praxis vermittelt. Berufsbildnerinnen und Berufsbildner verfügen über eine qualifizierte fachliche Bildung sowie über angemessene pädagogische und methodisch-didaktische Fähigkeiten.Der Bundesrat legt die Mindestanforderungen an die Bildung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner fest. Die Kantone sorgen für die Bildung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner.Art. 46 Anforderungen an die Lehrkräfte Lehrkräfte, die in der beruflichen Grundbildung, der höheren Berufsbildung und der berufsorientierten Weiterbildung unterrichten, verfügen über eine fachliche und eine pädagogische und methodisch-didaktische Bildung. Der Bundesrat legt die Mindestanforderungen an die Bildung der Lehrkräfte fest.Art. 47 Andere BerufsbildungsverantwortlicheFür die Bildung von anderen Berufsbildungsverantwortlichen wie Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten sowie von weiteren in der Berufsbildung tätigen Personen kann der Bund Angebote bereitstellen.Art. 48 Förderung der Berufspädagogik Der Bund fördert die Berufspädagogik. Er führt zu diesem Zweck die Eidgenössische Hochschule für Berufsbildung (EHB). Die Aufgaben und die Organisation der EHB sind im EHB-Gesetz vom 25. September 2020 geregelt. Fassung gemäss Art. 36 des EHB-Gesetzes vom 25. Sept. 2020, in Kraft seit 1. Aug. 2021  (AS 2021 414; BBl 2020 661). SR 412.106Art. 48a Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 18. Juni 2010 (AS 2010 5003;  BBl 2009 7207). Aufgehoben durch Art. 36 des EHB-Gesetzes vom 25. Sept. 2020, mit Wirkung 1. Aug. 2021 (AS 2021 414; BBl 2020 661).7. Kapitel:  Berufs-, Studien- und LaufbahnberatungArt. 49 Grundsatz Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung unterstützt Jugendliche und Erwachsene bei der Berufs- und Studienwahl sowie bei der Gestaltung der beruflichen Laufbahn. Sie erfolgt durch Information und durch persönliche Beratung.Art. 50 Qualifikation der Beraterinnen und Berater Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterinnen und -berater weisen sich über eine vom Bund anerkannte Fachbildung aus. Der Bundesrat erlässt Mindestvorschriften für die Anerkennung der Bildungsgänge.Art. 51 Aufgabe der Kantone Die Kantone sorgen für eine Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Sie sorgen für die Abstimmung der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung auf die arbeitsmarktlichen Massnahmen gemäss Arbeitslosenversicherungsgesetz vom 25. Juni 1982. SR 837.08. Kapitel:  Beteiligung des Bundes an den Kosten der Berufsbildung; Berufsbildungsfonds1. Abschnitt:  Beteiligung des Bundes an den Kosten der BerufsbildungArt. 52 Grundsatz Der Bund beteiligt sich im Rahmen der bewilligten Kredite angemessen an den Kosten der Berufsbildung nach diesem Gesetz. Er leistet hauptsächlich Pauschalbeiträge an die Kantone zur Finanzierung der Aufgaben nach Artikel 53. Die Kantone leiten diese Beiträge in dem Ausmass an Dritte weiter, in dem diesen die genannten Aufgaben übertragen sind. Den Rest seines Beitrags leistet der Bund an:a. Kantone und Dritte für die Finanzierung von Projekten zur Entwicklung der Berufsbildung und zur Qualitätsentwicklung (Art. 54);b. Kantone und Dritte für besondere Leistungen im öffentlichen Interesse (Art. 55);c. Dritte für die Durchführung von eidgenössischen Berufsprüfungen und eidgenössischen höheren Fachprüfungen sowie für Bildungsgänge höherer Fachschulen (Art. 56);d. Personen, die Kurse absolviert haben (Absolventinnen und Absolventen), die auf eidgenössische Berufsprüfungen oder eidgenössische höhere Fachprüfungen vorbereiten (Art. 56a). Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018  (AS 2017 5143; BBl 2016 3089).Art. 53 Pauschalbeiträge an die Kantone Die Pauschalbeiträge an die Kantone werden zur Hauptsache auf der Grundlage der Anzahl Personen bemessen, die sich in der beruflichen Grundbildung befinden. Sie tragen zudem dem Umfang und der Art der Grundbildung sowie dem Angebot an höherer Berufsbildung angemessen Rechnung. Der Bundesrat kann weitere Kriterien berücksichtigen. Die Pauschalbeiträge werden für folgende Aufgaben geleistet:a. Angebote an:1. Fachkundiger individueller Begleitung von Lernenden in zweijährigen beruflichen Grundbildungen (Art. 18 Abs. 2),2. Massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Grundbildung (Art. 12),3. Berufsfachschulen (Art. 21),4. überbetrieblichen Kursen und Kursen an vergleichbaren Lernorten (Art. 23),5. allgemein bildendem Unterricht für die Vorbereitung auf die Berufsmaturität (Art. 25),6. vorbereitenden Kursen für die eidgenössischen Berufsprüfungen und die eidgenössischen höheren Fachprüfungen (Art. 28),7. Bildungsgängen an höheren Fachschulen (Art. 29),8. berufsorientierter Weiterbildung (Art. 30–32),9. Veranstaltungen der Bildung für Berufsbildnerinnen und Berufsbildner (Art. 45),10. Qualifizierung der Berufs-, Studien- und Laufbahnberaterinnen und ‐berater (Art. 50);b. die Durchführung von Prüfungen und anderen Qualifikationsverfahren (Art. 40 Abs. 1) unter Vorbehalt von Artikel 52 Absatz 3 Buchstabe c. Fassung gemäss Ziff. II 4 des BG vom 6. Okt. 2006 über die Neugestaltung des Finanzausgleichs und die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).Art. 54 Beiträge für Projekte zur Entwicklung der Berufsbildung und zur QualitätsentwicklungDie Beiträge für Projekte zur Entwicklung der Berufsbildung nach Artikel 4 Absatz 1 und die Beiträge für Projekte zur Qualitätsentwicklung nach Artikel 8 Absatz 2 sind befristet.Art. 55 Beiträge für besondere Leistungen im öffentlichen Interesse Als besondere Leistungen im öffentlichen Interesse gelten namentlich:a. Massnahmen zur Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann sowie der Bildung und berufsorientierten Weiterbildung von Menschen mit Behinderungen (Art. 3 Bst. c);b. die Information und Dokumentation (Art. 5 Bst. a);c. die Erstellung von Lehrmitteln für sprachliche Minderheiten (Art. 5 Bst. b);d. Massnahmen zur Verbesserung der Verständigung und des Austausches zwischen den Sprachgemeinschaften (Art. 6);e. Massnahmen zu Gunsten benachteiligter Regionen und Gruppen (Art. 7);f. Massnahmen zur Integration Jugendlicher mit schulischen, sozialen oder sprachlichen Schwierigkeiten in die Berufsbildung (Art. 7);g Massnahmen zur Förderung des Verbleibs im Beruf und des Wiedereinstiegs (Art. 32 Abs. 2);h Massnahmen zur Förderung der Koordination, der Transparenz und der Qualität des Weiterbildungsangebotes (Art. 32 Abs. 3);i. Förderung anderer Qualifikationsverfahren (Art. 35);j. Massnahmen, die der Sicherung und Erweiterung des Lehrstellenangebotes dienen (Art. 1 Abs. 1). Beiträge für Leistungen im öffentlichen Interesse werden nur gewährt, wenn die Leistungen längerfristig angelegt sind und besonderer Förderung bedürfen, damit sie erbracht werden. Der Bundesrat kann weitere Leistungen im öffentlichen Interesse festlegen, für die Beiträge gewährt werden können. Der Bundesrat legt die Kriterien für die Gewährung der Beiträge fest.Art. 56 Beiträge für eidgenössische Berufsprüfungen und eidgenössische Fachprüfungen; Bildungsgänge höherer FachschulenDer Bund kann die Durchführung von eidgenössischen Berufsprüfungen und eidgenössischen höheren Fachprüfungen sowie Bildungsgänge höherer Fachschulen, die von Organisationen der Arbeitswelt angeboten werden, mit Beiträgen unterstützen.Art. 56a Beiträge an Absolventinnen und Absolventen von vorbereitenden Kursen Der Bund kann an Absolventinnen und Absolventen von Kursen, die auf eidgenössische Berufsprüfungen oder eidgenössische höhere Fachprüfungen (Art. 28) vorbereiten, Beiträge leisten. Die Beiträge decken höchstens 50 Prozent der anrechenbaren Kursgebühren. Der Bundesrat legt die Voraussetzungen für die Beitragsberechtigung, den Beitragssatz sowie die anrechenbaren Kursgebühren fest. Der Bund kann auf Antrag hin Teilnehmenden von Kursen, die auf eidgenössische Berufsprüfungen oder eidgenössische höhere Fachprüfungen vorbereiten, Teilbeiträge gewähren. Der Bundesrat regelt die Einzelheiten. Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018  (AS 2017 5143; BBl 2016 3089).Art. 56b Informationssystem Das SBFI führt ein Informationssystem, um die Zahlung von Beiträgen nach Artikel 56a zu kontrollieren und diesbezügliche Statistiken zu erstellen und auszuwerten. Es bearbeitet im Informationssystem folgende Daten:a. Angaben zur Identifikation von Empfängerinnen und Empfängern der Beiträge nach Artikel 56a Absätze 1 und 4;b. Angaben zur Identifikation von Absolventinnen und Absolventen von eidgenössischen Berufsprüfungen und eidgenössischen höheren Fachprüfungen nach Artikel 28;c. ...d. Angaben über den empfangenen Beitrag nach Artikel 56a Absätze 1 und 4;e. Angaben über die absolvierten vorbereitenden Kurse;f. Angaben über die absolvierten eidgenössischen Berufsprüfungen und eidgenössischen höheren Fachprüfungen. Der Bundesrat erlässt Bestimmungen zu Organisation und Betrieb des Informationssystems und zu Sicherheit, Dauer der Aufbewahrung und Löschung der Daten. Er kann Dritte mit der Führung des Informationssystems und der Bearbeitung der Daten beauftragen. Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018  (AS 2017 5143; BBl 2016 3089). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 8 des BG vom 18. Dez. 2020 (Systematische Verwendung der AHV-Nummer durch Behörden), mit Wirkung seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 758;  BBl 2019 7359).Art. 57 Bedingungen und Auflagen Beiträge nach den Artikeln 53–56 werden nur gewährt, wenn das zu subventionierende Vorhaben:a. bedarfsgerecht ist;b. zweckmässig organisiert ist;c. ausreichende Massnahmen zur Qualitätsentwicklung einschliesst. Der Bundesrat kann weitere Bedingungen und Auflagen vorsehen. Er regelt die Bemessung der Beiträge.Art. 58 Kürzung und Verweigerung von BeiträgenDer Bund kürzt bewilligte Beiträge oder verweigert neue Beiträge, wenn die Beitragsempfänger ihre Aufgaben und Pflichten nach diesem Gesetz in erheblicher Weise vernachlässigen oder verletzen.Art. 59 Finanzierung und Bundesanteil Die Bundesversammlung bewilligt jeweils mit einfachem Bundesbeschluss für eine mehrjährige Beitragsperiode:a. den Zahlungsrahmen für:1. die Pauschalbeiträge an die Kantone nach Artikel 53,2. die Beiträge nach Artikel 56 an die Durchführung eidgenössischer Berufsprüfungen und eidgenössischer höherer Fachprüfungen sowie an Bildungsgänge höherer Fachschulen,3. die Beiträge nach Artikel 56a an Absolventinnen und Absolventen von vorbereitenden Kursen;a. den Zahlungsrahmen für die Abgeltungen für die EHB nach Artikel 48 Absatz 2;b. den Verpflichtungskredit für:1. die Beiträge nach Artikel 54 an Projekte zur Entwicklung der Berufsbildung und zur Qualitätsentwicklung,2. die Beiträge nach Artikel 55 an besondere Leistungen im öffentlichen Interesse. Als Richtgrösse für die Kostenbeteiligung des Bundes gilt ein Viertel der Aufwendungen der öffentlichen Hand für die Berufsbildung nach diesem Gesetz. Von seiner Kostenbeteiligung entrichtet der Bund höchstens 10 Prozent als Beitrag nach den Artikeln 54 und 55 an Projekte und Leistungen. Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018  (AS 2017 5143; BBl 2016 3089). Eingefügt durch Art. 36 des EHB-Gesetzes vom 25. Sept. 2020, in Kraft seit 1. Aug. 2021  (AS 2021 414; BBl 2020 661).2. Abschnitt:  BerufsbildungsfondsArt. 60 Zur Förderung der Berufsbildung können Organisationen der Arbeitswelt, die für Bildung und Weiterbildung sowie Prüfungen zuständig sind, eigene Berufsbildungsfonds schaffen und äufnen. Die Organisationen umschreiben den Förderungszweck ihres Berufsbildungsfonds. Insbesondere sollen sie die Betriebe in ihrer Branche in der berufsspezifischen Bildung unterstützen. Der Bundesrat kann auf Antrag der zuständigen Organisation deren Berufsbildungsfonds für alle Betriebe der Branche verbindlich erklären und diese zur Entrichtung von Bildungsbeiträgen verpflichten. Dabei gelten sinngemäss die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 28. September 1956 über die Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen. Voraussetzung für die Verbindlicherklärung ist, dass:a. sich mindestens 30 Prozent der Betriebe mit mindestens 30 Prozent der Arbeitnehmenden und der Lernenden dieser Branche bereits finanziell am Bildungsfonds beteiligen;b. die Organisation über eine eigene Bildungsinstitution verfügt;c. die Beiträge ausschliesslich für die branchentypischen Berufe erhoben werden;d. die Beiträge für Massnahmen in der Berufsbildung eingesetzt werden, die allen Betrieben zugute kommen. Die Bildungsbeiträge richten sich in Art und Höhe nach dem für die Kosten der Berufsbildung bestimmten Beitrag der Mitglieder der entsprechenden Organisation. Der Bundesrat legt die maximale Höhe fest; dabei kann er die Höchstbeträge nach Branchen differenzieren. Betriebe, die sich bereits mittels Verbandsbeitrag an der Berufsbildung beteiligen, in einen Berufsbildungsfonds einbezahlen oder sonst nachweisbar angemessene Bildungs- oder Weiterbildungsleistungen erbringen, dürfen nicht zu weiteren Zahlungen in allgemein verbindlich erklärte Bildungsfonds verpflichtet werden. Das SBFI führt die Aufsicht über die allgemein verbindlich erklärten Fonds. Die Details über Rechnungslegung und Revision werden in der Verordnung geregelt. Fassung des zweiten Satzes gemäss Anhang Ziff. 13 des BG vom 20. Juni 2014 über die Weiterbildung, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 689; BBl 2013 3729). SR 221.215.3119. Kapitel:  Rechtsmittel, Strafbestimmungen, Vollzug1. Abschnitt: RechtsmittelArt. 61 Rechtsmittelbehörden sind:a. eine vom Kanton bezeichnete kantonale Behörde für Verfügungen kantonaler Behörden und von Anbietern mit kantonalem Auftrag;b. das SBFI für andere Verfügungen von Organisationen ausserhalb der Bundesverwaltung;c. und d. ... Im Übrigen richtet sich das Verfahren nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesverwaltungsrechtspflege. Fassung gemäss Anhang Ziff. 35 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005,  in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Aufgehoben durch Anhang Ziff. 35 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005, mit Wirkung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2. Abschnitt: StrafbestimmungenArt. 62 Zuwiderhandlung und Unterlassung Mit Busse wird bestraft, wer Personen bildet:a. ohne Bewilligung nach Artikel 20 Absatz 2;b. ohne den Lehrvertrag (Art. 14) abzuschliessen. Bei leichtem Verschulden kann statt der Busse eine Verwarnung ausgesprochen werden.Art. 63 Titelanmassung Mit Busse wird bestraft, wer:a. einen geschützten Titel führt, ohne die erforderlichen Prüfungen bestanden oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen zu haben;b. einen Titel verwendet, der den Eindruck erweckt, er oder sie habe die entsprechende Prüfung bestanden oder ein gleichwertiges Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen. Die Strafbestimmungen des Bundesgesetzes vom 19. Dezember 1986 gegen den unlauteren Wettbewerb bleiben vorbehalten. SR 241Art. 64 StrafverfolgungDie Strafverfolgung obliegt den Kantonen.3. Abschnitt:  VollzugArt. 65 Bund Der Bundesrat erlässt die Ausführungsbestimmungen, wo das Gesetz die Zuständigkeit nicht anders regelt. Er kann die Zuständigkeit zum Erlass von Vorschriften auf das WBF oder auf das SBFI übertragen. Die Kantone und interessierten Organisationen werden angehört vor dem Erlass von:a. Ausführungsbestimmungen;b. Bildungsverordnungen. Der Bund hat die Oberaufsicht über den Vollzug dieses Gesetzes durch die Kantone.Art. 66 KantoneSoweit der Vollzug nicht dem Bund zugewiesen ist, obliegt er den Kantonen.Art. 67 Übertragung von Aufgaben an DritteBund und Kantone können Organisationen der Arbeitswelt Vollzugsaufgaben übertragen. Diese können für Verfügungen und Dienstleistungen Gebühren erheben. Satz eingefügt durch Ziff. II des BG vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 5. Okt. 2005  (AS 2005 4635; BBl 2004 145). Art. 68 Anerkennung ausländischer Diplome und Ausweise Der Bundesrat regelt die Anerkennung ausländischer Diplome und Ausweise der Berufsbildung im Geltungsbereich dieses Gesetzes. Im Bereich der Anerkennung ausländischer Diplome und Ausweise der Berufsbildung kann der Bundesrat selbstständig völkerrechtliche Verträge abschliessen. Fassung gemäss Art. 13 des BG vom 25. Sept. 2020 über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität in der Bildung, in Kraft seit 1. April 2022 (AS 2022 164;  BBl 2019 8327). Fassung gemäss Art. 13 des BG vom 25. Sept. 2020 über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität in der Bildung, in Kraft seit 1. April 2022 (AS 2022 164;  BBl 2019 8327).Art. 69 Eidgenössische Berufsbildungskommission Der Bundesrat bestellt eine eidgenössische Berufsbildungskommission. Sie setzt sich aus höchstens 15 Vertreterinnen und Vertretern von Bund, Kantonen, Organisationen der Arbeitswelt sowie der Wissenschaft zusammen. Die Kantone haben für drei Mitglieder das Vorschlagsrecht. Sie wird von der Staatssekretärin oder dem Staatssekretär des SBFI geleitet. Das SBFI führt das Sekretariat.Art. 70 Aufgaben der eidgenössischen Berufsbildungskommission Die Berufsbildungskommission hat folgende Aufgaben:a. sie berät die Bundesbehörden in allgemeinen Fragen der Berufsbildung, in Fragen der Entwicklung und der Koordination und deren Abstimmung mit der allgemeinen Bildungspolitik;b. sie beurteilt Projekte zur Entwicklung der Berufsbildung nach Artikel 54, Gesuche um Beitrage für besondere Leistungen im öffentlichen Interesse nach Artikel 55 und um Unterstützung im Bereich der Berufsbildung nach Artikel 56 sowie Forschung, Studien, Pilotversuche und Dienstleistungen im Bereich der Berufsbildung und der berufsorientierten Weiterbildung nach Artikel 48 Absatz 2 Buchstabe b. Sie kann von sich Anträge stellen und gibt zu den zu beurteilenden Projekten zuhanden der Subventionsbehörde Empfehlungen ab.Art. 71 Eidgenössische BerufsmaturitätskommissionDer Bundesrat setzt eine eidgenössische Berufsmaturitätskommission ein. Die Kommission ist beratendes Organ in Fragen der Berufsmaturität, insbesondere in Fragen der Anerkennung von Qualifikationsverfahren. Fassung gemäss Ziff. I 6.2 der V vom 9. Nov. 2011 (Überprüfung der ausserparlamentarischen Kommissionen), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5227).10. Kapitel:  SchlussbestimmungenArt. 72 Aufhebung und Änderung bisherigen RechtsDie Aufhebung und die Änderung bisherigen Rechts werden im Anhang geregelt.Art. 73 Übergangsbestimmungen Die geltenden kantonalen und eidgenössischen Bildungsverordnungen sind innert fünf Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes anzupassen beziehungsweise zu ersetzen. Nach bisherigem Recht erworbene geschützte Titel sind weiterhin geschützt. Die Umstellung auf Pauschalbeiträge nach Artikel 53 Absatz 2 findet stufenweise innert vier Jahren statt. Die Kostenbeteiligung des Bundes wird innert vier Jahren stufenweise auf den in Artikel 59 Absatz 2 festgelegten Anteil erhöht.Art. 73a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 16. Dezember 2022 (Anerkennung altrechtlicher kantonaler und interkantonaler Abschlüsse) Der Bund ist zuständig für die Anerkennung von altrechtlichen kantonalen und altrechtlichen interkantonalen Abschlüssen in Bereichen der Berufsbildung, die gemäss diesem Gesetz in Bundeskompetenz liegen. Der Bundesrat kann diese Aufgabe an Dritte delegieren. Diese können für ihre Leistungen Gebühren erheben. Der Bundesrat regelt die Gebühren. Eingefügt durch Anhang Ziff. 3 des BG vom 16. Dez. 2022 über die Förderung der Ausbildung im Bereich der Pflege, in Kraft seit 1. Juli 2024 (AS 2024 212; BBl 2022 1498).Art. 74 Referendum und Inkrafttreten Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum. Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.Datum des Inkrafttretens: 1. Januar 2004 BRB vom 19. Nov. 2003Anhang(Art. 72)Aufhebung und Änderung bisherigen RechtsIFolgende Erlasse werden aufgehoben:1. Bundesgesetz vom 19. April 1978 über die Berufsbildung;2. Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über Finanzhilfen an die Höheren Fachschulen im Sozialbereich.IIDie nachstehenden Erlasse werden wie folgt geändert:... [AS 1979 1687; 1985 660 Ziff. I 21; 1987 600 Art. 17 Ziff. 3; 1991 857 Anhang Ziff. 4; 1992 288 Anhang Ziff. 17, 2521 Art. 55 Ziff. 1; 1996 2588 Art. 25 Abs. 2 und Anhang Ziff. 1; 1998 1822 Art. 2; 1999 2374 Ziff. I 2; 2003 187 Anhang Ziff. II 2] [AS 1992 1973] Die Änderungen können unter AS 2003 4557 konsultiert werden.

input-rm412.10Rumantsch è ina lingua naziunala, ma ina lingua parzialmain uffiziala da la Confederaziun, numnadamain en la correspundenza cun persunas da lingua rumantscha. La translaziun d’in decret federal serva a l’infurmaziun, n’ha dentant nagina validitad legala.Lescha federaladavart la furmaziun professiunala(LFPr)dals 13 da december 2002 (versiun dal 1. da fanadur 2024)L’Assamblea federala da la Confederaziun svizra,sa basond sin l’artitgel 63 da la Constituziun federala, suenter avair gì invista da la missiva dal Cussegl federal dals 6 da settember 2000,concluda: SR 101 BBl 2000 56861. chapitel Disposiziuns generalasArt. 1 Princip La furmaziun professiunala è ina incumbensa communabla da la Confederaziun, dals chantuns e da las organisaziuns dal mund da lavur (partenaris socials; federaziuns professiunalas, autras organisaziuns cumpetentas ed auters purschiders da la furmaziun professiunala). Ellas ed els sa stentan da garantir ina purschida suffizienta en il sectur da la furmaziun professiunala, cunzunt en ils champs professiunals cun vistas per il futur. Las mesiras da la Confederaziun han l’intenziun da promover tant sco pussaivel las iniziativas dals chantuns e da las organisaziuns dal mund da lavur cun meds finanzials e cun auters meds. Per realisar las finamiras da questa lescha collavuran:a. la Confederaziun, ils chantuns e las organisaziuns dal mund da lavur;b. ils chantuns er tranter els e las organisaziuns dal mund da lavur er tranter ellas.Art. 2 Object e champ d’applicaziun Questa lescha regla per tut ils secturs professiunals danor per quels da las scolas autas:a. la furmaziun fundamentala professiunala, inclusiv la maturitad professiunala;b. la furmaziun professiunala superiura;c. la furmaziun supplementara orientada a la professiun;d. las proceduras da qualificaziun, ils attestats ed ils titels;e. la furmaziun da las persunas responsablas per la furmaziun professiunala;f. la cumpetenza ed ils princips da la cussegliaziun da professiun, da studi e da carriera;g. la participaziun da la Confederaziun als custs da la furmaziun professiunala. Questa lescha na vala betg per furmaziuns che vegnan regladas en autras leschas federalas.  En enclegientscha cun ils chantuns po il Cussegl federal excluder singuls champs professiunals dal champ d’applicaziun da questa lescha, sche quai ha per consequenza che la repartiziun da las incumbensas tranter la Confederaziun ed ils chantuns è pli raschunaivla.Art. 3 FinamirasQuesta lescha promova e sviluppa:a. in sistem da furmaziun professiunala che permetta a las singulas persunas da sa realisar sin plaun professiunal e persunal e da s’integrar en la societad, en spezial en il mund da lavur, sco er che las qualifitgescha e las renda prontas d’esser flexiblas areguard la professiun e da reussir en il mund da lavur;b. in sistem da furmaziun professiunala che serva a la cumpetitivitad dals manaschis;c. l’egualitad da las schanzas da furmaziun sin plaun social e regiunal, l’egualitad effectiva da dunna ed um, l’eliminaziun dals dischavantatgs envers las persunas cun impediments sco er l’egualitad da las schanzas e l'integraziun da persunas estras;d. la permeabilitad tranter differentas scolaziuns e furmaziuns a l’intern da la furmaziun professiunala sco er tranter la furmaziun professiunala ed ils auters champs da furmaziun;e. la transparenza dal sistem da furmaziun professiunala. Versiun tenor la cifra 2 da l'agiunta da la LF dals 16 da dec. 2016 (integraziun), en vigur dapi il 1. da schan. 2019 (AS 2017 6521, 2018 3171; BBl 2013 2397, 2016 2821).Art. 4 Svilup da la furmaziun professiunala Per sviluppar la furmaziun professiunala promova la Confederaziun studis, projects da pilot, la perscrutaziun davart la furmaziun professiunala e la creaziun da structuras solidas en novs champs da la furmaziun professiunala. La Confederaziun daventa sezza activa en quests champs, sche quai è necessari per sviluppar la furmaziun professiunala. Per projects da pilot po il Cussegl federal – en cas da basegn e suenter avair tadlà ils chantuns e las organisaziuns respectivas dal mund da lavur – divergiar temporarmain da las disposiziuns da questa lescha. La qualitad e l’independenza da la perscrutaziun davart la furmaziun professiunala sto vegnir garantida tras instituziuns da perscrutaziun qualifitgadas.Art. 5 Infurmaziun, documentaziun e meds d’instrucziunLa Confederaziun promova:a. l’infurmaziun e la documentaziun, sche quai è d’in interess naziunal u d’in interess per ina regiun linguistica;b. la creaziun da meds d’instrucziun per las minoritads linguisticas.Art. 6 Chapientscha e barat tranter las cuminanzas linguisticas En il sectur da la furmaziun professiunala po la Confederaziun promover mesiras che megliereschan la chapientscha ed il barat tranter las cuminanzas linguisticas. Ella po promover particularmain:a. la plurilinguitad individuala, cunzunt faschond pretensiuns correspundentas areguard las linguas d’instrucziun ed areguard la furmaziun linguistica da las persunas d’instrucziun;b. il barat da persunas d’instrucziun sco er d’emprendistas e d’emprendists tranter las regiuns linguisticas, sche quai vegn sustegnì dals chantuns, da las organisaziuns dal mund da lavur u da las interpresas.Art. 7 Regiuns e gruppas dischavantagiadasLa Confederaziun po promover mesiras en il sectur da la furmaziun professiunala che van a favur da regiuns e da gruppas dischavantagiadas.Art. 8 Svilup da la qualitad Ils purschiders da la furmaziun professiunala garanteschan il svilup da la qualitad. La Confederaziun promova il svilup da la qualitad, tschenta standards da qualitad e surveglia che tals vegnian observads.Art. 9 Promoziun da la permeabilitad Prescripziuns davart la furmaziun professiunala garanteschan la pli gronda permeabilitad pussaivla tant a l’intern da la furmaziun professiunala sco er tranter la furmaziun professiunala ed ils auters champs da furmaziun. L’experientscha pratica, professiunala u extraprofessiunala, la furmaziun spezialisada u generala ch’èn vegnidas acquiridas ordaifer las scolaziuns usitadas vegnan messas a quint adequatamain.Art. 10 Dretgs da cogestiun dals emprendistsIls purschiders da la furmaziun pratica professiunala e da la furmaziun da scola dattan dretgs da cogestiun commensurads a las emprendistas ed als emprendists.Art. 11 Purschiders privats Per purschiders privats sin il martgà da la furmaziun professiunala na dastgan resultar naginas distorsiuns da concurrenza nungiustifitgadas pervia da mesiras ch’èn vegnidas prendidas sin basa da questa lescha. Purschiders dal sectur public che concurrenzeschan purschiders betg subvenziunads dal sectur privat ston pretender pretschs confurms al martgà per lur purschidas da furmaziun supplementara orientada a la professiun.2. chapitel Furmaziun fundamentala professiunala1. part Disposiziuns generalasArt. 12 Preparaziun per la furmaziun fundamentala professiunalaIls chantuns prendan mesiras per preparar per la furmaziun fundamentala professiunala las persunas che han deficits da furmaziun individuals a la fin dal temp da scola obligatoric. Art. 13 Dischequiliber sin il martgà da la furmaziun fundamentala professiunalaEn il rom dals meds finanzials disponibels po il Cussegl federal prender mesiras limitadas per cumbatter in dischequiliber che sa mussa u che smanatscha sin il martgà da la furmaziun fundamentala professiunala.Art. 14 Contract d’emprendissadi Ils emprendists ed ils purschiders da la furmaziun pratica professiunala fan in contract d’emprendissadi. El sa drizza tenor las disposiziuns dal Dretg d’obligaziuns concernent il contract d’emprendissadi (art. 344–346a), uschenavant che questa lescha na cuntegna naginas regulaziuns divergentas. Il contract vegn concludì il cumenzament da l’emprendissadi e vala per l’entira durada da la furmaziun fundamentala professiunala. Sche la furmaziun pratica professiunala ha lieu successivamain en plirs manaschis, po il contract vegnir fatg mintgamai per la part respectiva da l’emprendissadi. Il contract d’emprendissadi sto vegnir approvà da l’autoritad chantunala cumpetenta. Per l’approvaziun na dastgan vegnir adossadas naginas taxas. Sch’il contract d’emprendissadi vegn schlià, sto il purschider da la furmaziun infurmar immediatamain l’autoritad chantunala ed eventualmain la scola professiunala spezialisada. Sch’in manaschi vegn serrà u sch’el na garantescha betg pli la furmaziun fundamentala professiunala tenor las prescripziuns legalas, procuran las autoritads chantunalas ch’ina furmaziun fundamentala professiunala cumenzada possia – sche pussaivel – vegnir terminada en urden. Las prescripziuns da questa lescha èn er applitgablas per l’emprendissadi, sch’igl è vegnì tralaschà da far in contract d’emprendissadi u sch’in tal na vegn betg inoltrà u vegn inoltrà cun retard per l’approvaziun. SR 2202. part StructuraArt. 15 Object La furmaziun fundamentala professiunala serva ad intermediar ed ad acquirir las cumpetenzas, las enconuschientschas e las abilitads (qua sutvart qualificaziuns) ch’èn indispensablas per exercitar ina professiun u ch’èn necessarias en in champ professiunal u en in champ d’activitad (qua sutvart activitad professiunala). Ella cumpiglia en spezial l’intermediaziun e l’acquisiziun:a. da las qualificaziuns specificas per la professiun che permettan a las emprendistas ed als emprendists d’exercitar in’activitad professiunala en moda cumpetenta e segira;b. da la furmaziun generala fundamentala che permetta a las emprendistas ed als emprendists da chattar l’access al mund da lavur, da reussir en quel e da s’integrar en la societad;c. da las enconuschientschas e da las cumpetenzas economicas, ecologicas, socialas e culturalas che permettan a las emprendistas ed als emprendists da contribuir ad in svilup persistent;d. da l’abilitad e da la prontadad d’emprender per vita duranta sco er da giuditgar e da decider independentamain. Ella suonda il temp da scola obligatoric u ina qualificaziun equivalenta. Il Cussegl federal fixescha ils criteris che servan a fixar la vegliadetgna minimala per cumenzar la furmaziun fundamentala professiunala. Las ordinaziuns da furmaziun reglan l’instrucziun obligatorica d’ina segunda lingua. L’instrucziun da sport sa drizza tenor la Lescha federala dals 17 da zercladur 2011 davart la promoziun dal sport. SR 415.0 Versiun tenor la cifra 3 da l’artitgel 34 da la LF davart la promoziun dal sport dals 17 da zer. 2011, en vigur dapi il 1. d’oct. 2012 (AS 2012 3953; BBl 2009 8189).Art. 16 Cuntegns, lieus da furmaziun, responsabladads La furmaziun fundamentala professiunala consista:a. d’ina furmaziun pratica professiunala;b. d’ina furmaziun da scola generala e relativa a la professiun;c. d’ina cumplettaziun da la furmaziun pratica professiunala e da la furmaziun da scola, là nua che l’activitad professiunala che vegn emprendida pretenda quai. La furmaziun fundamentala professiunala vegn per regla fatga en ils suandants lieus da furmaziun:a. en il manaschi d’emprendissadi, en la cuminanza da manaschis d’emprendissadi, en lavuratoris d’emprendissadi, en scolas medias da commerzi u en autras instituziuns per la furmaziun pratica professiunala ch’èn renconuschidas per quest intent;b. en scolas professiunalas spezialisadas per la furmaziun generala e relativa a la professiun;c. en curs intermanaschials ed en auters lieus da furmaziun cumparegliabels per cumplettaziuns da la pratica professiunala e da la furmaziun da scola. Las parts da la furmaziun tenor l’alinea 1, lur structura organisatorica e lur repartiziun temporala vegnan fixadas en l’ordinaziun da furmaziun correspundenta tenor ils basegns da l’activitad professiunala. La responsabladad visavi l’emprendista u l’emprendist vegn fixada tenor il contract d’emprendissadi. Sch’i na dat nagin contract d’emprendissadi, vegn ella fixada per regla tenor il lieu da furmaziun. Per cuntanscher las finamiras da la furmaziun fundamentala professiunala collavuran ils purschiders da la furmaziun pratica professiunala e da la furmaziun da scola sco er dals curs intermanaschials.Art. 17 Tips da furmaziun e durada La furmaziun fundamentala professiunala dura dus fin quatter onns. La furmaziun fundamentala da dus onns terminescha per regla cun in examen che autorisescha per l’attestat federal da furmaziun professiunala. Ella è concepida uschia che las purschidas tegnan quint spezialmain da las differentas premissas dals emprendists. La furmaziun fundamentala da trais fin quatter onns terminescha per regla cun in examen final d’emprendissadi che autorisescha per l’attestat federal da qualificaziun. L’attestat federal da qualificaziun ed in diplom da furmaziun generala approfundada autoriseschan per la maturitad professiunala. La furmaziun fundamentala professiunala po er vegnir acquirida tras ina furmaziun professiunala betg formala; questa furmaziun vegn terminada cun ina procedura da qualificaziun.Art. 18 Consideraziun da basegns individuals Per persunas spezialmain qualifitgadas u cun ina furmaziun preliminara sco er per persunas cun difficultads d’emprender u cun impediments po la durada da la furmaziun fundamentala professiunala vegnir prolungada u scursanida adequatamain. Il Cussegl federal decretescha disposiziuns spezialas davart l’accumpagnament individual spezialisà da persunas cun difficultads d’emprender en ina furmaziun fundamentala professiunala da dus onns. La Confederaziun po promover l’accumpagnament individual spezialisà.Art. 19 Ordinaziuns da furmaziun Il Secretariat da stadi per furmaziun, retschertga ed innovaziun (SEFRI) decretescha ordinaziuns da furmaziun per il sectur da la furmaziun fundamentala professiunala. El decretescha quellas sin proposta da las organisaziuns dal mund da lavur u, en cas da basegn, da sai anor. Las ordinaziuns da furmaziun reglan spezialmain:a. l’object e la durada da la furmaziun fundamentala;b. las finamiras e las pretensiuns da la furmaziun pratica professiunala;c. las finamiras e las pretensiuns da la furmaziun da scola;d. la dimensiun dals cuntegns da la furmaziun e las parts che vegnan surpigliadas dals lieus da furmaziun;e. las proceduras da qualificaziun, ils attestats ed ils titels. Las proceduras da qualificaziun per las furmaziuns betg formalas sa basan sin las ordinaziuns da furmaziun correspundentas. ... Designaziun tenor la cifra I 8 da l’O dals 15 da zer. 2012 (reorganisaziun dals departaments), en vigur dapi il 1. da schan. 2013 (AS 2012 3655). Questa midada è vegnida resguardada en l’entira lescha. Integrà tras l’art. 21 cifra 2 da la LF dals 18 da zer. 2004 davart las publicaziuns uffizialas (AS 2004 4929; BBl 2003 7711). Abolì tras la cifra 4 da l’agiunta da la LF dals 26 da sett. 2014, cun effect dapi il 1. da schan. 2016 (AS 2015 3977; BBl 2013 7057).3. part PurschidersArt. 20 Purschiders da la furmaziun pratica professiunala Ils purschiders da la furmaziun pratica professiunala s’engaschan per ch’ils emprendists hajan il meglier success pussaivel en lur emprendissadi ed els surveglian periodicamain quest success. Els basegnan ina permissiun chantunala per la furmaziun d’emprendistas e d’emprendists; il chantun na dastga adossar naginas taxas per quella.Art. 21 Scola professiunala spezialisada La scola professiunala spezialisada intermediescha la furmaziun da scola. Questa ultima cumpiglia l’instrucziun professiunala e l’instrucziun da la furmaziun generala. La scola professiunala spezialisada ha in’atgna incumbensa da furmaziun; ella:a. promova il svilup da la persunalitad e la cumpetenza sociala dals emprendists cun als intermediar la basa teoretica per exercitar la professiun, sco er la furmaziun generala; b. resguarda ils differents talents dals emprendists e tegna quint – tras purschidas spezialas – dals basegns da las persunas spezialmain qualifitgadas e da las persunas cun difficultads d’emprender;c. promova l’egualitad effectiva da dunna ed um sco er l’eliminaziun dals dischavantatgs envers ils impedids tras purschidas e tras furmas da furmaziun correspundentas. La frequentaziun da la scola professiunala spezialisada è obligatorica. La scola professiunala spezialisada po er metter a disposiziun purschidas da la furmaziun professiunala superiura e da la furmaziun supplementara orientada a la professiun. La scola professiunala spezialisada po – en collavuraziun cun las organisaziuns dal mund da lavur e cun ils manaschis – sa participar a curs intermanaschials ed ad ulteriurs auters lieus da furmaziun cumparegliabels. Ella po surpigliar incumbensas da coordinaziun per promover la collavuraziun da dals acturs participads a la furmaziun professiunala.Art. 22 Purschidas da scolas professiunalas spezialisadas Ils chantuns che intermedieschan la furmaziun pratica professiunala procuran per ina purschida da scolas professiunalas spezialisadas confurm al basegn. L’instrucziun obligatorica è gratuita. Tgi che ademplescha las premissas che vegnan pretendidas en il manaschi d’emprendissadi ed en la scola professiunala spezialisada, po frequentar curs facultativs senza reducziun dal salari. La frequentaziun da quests curs ha lieu en consentiment cun il manaschi. En cas ch’ins na vegn betg perina, decida il chantun. Sch’ina emprendista u sch’in emprendist è dependent d’in curs da sustegn per absolver cun success la scola professiunala spezialisada, po la scola professiunala spezialisada – en enclegientscha cun il manaschi e cun l’emprendista u cun l’emprendist – ordinar da frequentar tals curs. En cas ch’ins na vegn betg perina, decida il chantun. Ils curs da sustegn pon vegnir frequentads senza reducziun dal salari. Sin proposta da las federaziuns professiunalas permetta il SEFRI d’organisar e da realisar curs professiunals interchantunals, sche quai gida a cuntanscher meglier las finamiras da furmaziun, promova la disponibilitad dals manaschis d’emprendissadi, na chaschuna nagins custs excessivs e na chaschuna nagins dischavantatgs considerabels per las participantas e per ils participants.Art. 23 Curs intermanaschials ed auters lieus da furmaziun cumparegliabels Ils curs intermanaschials ed ils auters lieus da furmaziun cumparegliabels vulan intermediar e laschar acquirir las abilitads fundamentalas. Els cumpletteschan la furmaziun pratica professiunala e la furmaziun da scola, là nua che l’activitad professiunala che vegn emprendida pretenda quai. Ils chantuns procuran – cun la cooperaziun da las organisaziuns dal mund da lavur – per ina purschida suffizienta da curs intermanaschials e d’auters lieus da furmaziun cumparegliabels. La frequentaziun dals curs è obligatorica. Sin dumonda dals purschiders da la furmaziun pratica professiunala pon ils chantuns deliberar emprendistas ed emprendists dals curs, sch’ils cuntegns da tals vegnan intermediads en in center da furmaziun manaschial u en in lavuratori d’emprendissadi. Tgi che organisescha curs intermanaschials u purschidas cumparegliablas, po pretender dals manaschis d’emprendissadi u da las instituziuns da furmaziun ina participaziun adequata als custs. Per evitar distorsiuns da concurrenza pon las organisaziuns dal mund da lavur che organiseschan curs intermanaschials e purschidas cumparegliablas pretender ina participaziun als custs pli auta dals manaschis che n’èn betg commembers da l’organisaziun. Il Cussegl federal fixescha las premissas e l’import da la participaziun als custs.4. part SurveglianzaArt. 24 Ils chantuns procuran per la surveglianza da la furmaziun fundamentala professiunala. Da la surveglianza fan part la cussegliaziun e l’accumpagnament da las partidas dal contract d’emprendissadi sco er la coordinaziun tranter ils acturs participads a la furmaziun fundamentala professiunala. Objects da surveglianza èn ultra da quai en spezial:a. la qualitad da la furmaziun pratica professiunala, inclusiv dals curs intermanaschials e dals auters lieus da furmaziun cumparegliabels;b. la qualitad da la furmaziun da scola;c. ils examens ed autras proceduras da qualificaziun;d. l’observaziun da las disposiziuns legalas dal contract d’emprendissadi;e. l’observaziun dal contract d’emprendissadi tras las partidas. Sin ina proposta communabla dals purschiders da la furmaziun professiunala sco er dals emprendists decida il chantun davart:a. l’equivalenza da las furmaziuns professiunalas betg formalas tenor l’artitgel 17 alinea 5;b. ils cas tenor l’artitgel 18 alinea 1. En il rom da lur surveglianza pon ils chantuns en spezial: a. pretender la restituziun totala u parziala da contribuziuns ch’els han concedì tenor l’artitgel 52 alinea 2 segunda frasa;b. annullar in contract d’emprendissadi.5. part Maturitad professiunala federalaArt. 25 La maturitad professiunala federala creescha las premissas per in studi ad ina scola auta professiunala. La furmaziun generala approfundada tenor l’artitgel 17 alinea 4 po vegnir acquirida er suenter avair obtegnì l’attestat federal da qualificaziun. Ils chantuns procuran per ina purschida che correspunda al basegn da l’instrucziun da maturitad professiunala. L’instrucziun da maturitad professiunala che vegn dada en scolas publicas è gratuita. La Confederaziun ed ils chantuns pon sustegnair ils purschiders privats. Il Cussegl federal regla la maturitad professiunala.3. chapitel Furmaziun professiunala superiuraArt. 26 Object Sin il stgalim terziar serva la furmaziun professiunala superiura ad intermediar ed a laschar acquirir las qualificaziuns ch’èn necessarias per exercitar in’activitad professiunala pretensiusa u da responsabladad. Ella premetta ch’i saja vegnì obtegnì in attestat federal da qualificaziun, ch’i saja vegnida terminada ina furmaziun generala superiura da scola u ina qualificaziun equivalenta.Art. 27 Furmas da la furmaziun professiunala superiuraLa furmaziun professiunala superiura vegn acquirida tras:a. in examen professiunal federal u in examen professiunal federal superiur;b. ina furmaziun che vegn renconuschida da la Confederaziun e che vegn dada en ina scola spezialisada superiura.Art. 28 Examens professiunals federals ed examens professiunals superiurs Ils examens professiunals federals ed ils examens professiunals federals superiurs premettan ina pratica professiunala respectiva ed enconuschientschas spezialisadas respectivas. Las organisaziuns dal mund da lavur cumpetentas reglan las cundiziuns d’admissiun, ils cuntegns didactics, la procedura da qualificaziun, ils attestats ed ils titels. Per quest intent resguardan ellas las furmaziuns che suondan. Las prescripziuns èn suttamessas a l’approvaziun dal SEFRI. Ellas vegnan publitgadas en il Fegl uffizial federal en furma d’in renviament tenor l’artitgel 13 alineas 1 litera g e 3 da la Lescha dals 18 da zercladur 2004 davart las publicaziuns uffizialas. Il Cussegl federal regla las premissas e la procedura da l’approvaziun. Ils chantuns pon porscher curs preparatorics. SR 170.512 Integrà la quarta frasa tras l’art. 21 cifra 2 da la LF dals 18 da zer. 2004 davart las publicaziuns uffizialas, en vigur dapi il 1. da schan. 2005 (AS 2004 4929; BBl 2003 7711).Art. 29 Scolas spezialisadas superiuras L’admissiun ad ina furmaziun che vegn renconuschida da la Confederaziun e che vegn dada en ina scola spezialisada superiura premetta ina pratica professiunala respectiva, sche questa pratica n’è betg integrada en la furmaziun. La furmaziun a temp cumplain dura, inclusiv ils praticums, almain dus onns, la furmaziun cumplementara a la professiun almain trais onns. En collavuraziun cun las organisaziuns responsablas fa il Departament federal d’economia, furmaziun e retschertga (DEFR) prescripziuns minimalas per la renconuschientscha federala da las furmaziuns e dals studis da diplom supplementar a las scolas spezialisadas superiuras. Las prescripziuns pertutgan las cundiziuns d’admissiun, ils cuntegns didactics, la procedura da qualificaziun, ils attestats ed ils titels. Ils chantuns pon porscher sezs furmaziuns. Ils chantuns han la surveglianza da las scolas spezialisadas superiuras, sch’els porschan furmaziuns che vegnan renconuschidas da la Confederaziun. Designaziun tenor la cifra I 8 da l’O dals 15 da zer. 2012 (reorganisaziun dals departaments), en vigur dapi il 1. da schan. 2013 (AS 2012 3655). Questa midada è vegnida resguardada en l’entira lescha.4. chapitel Furmaziun supplementara orientada a la professiunArt. 30 ObjectSin basa d’ina moda d’emprender organisada ha la furmaziun supplementara orientada a la professiun l’intent:a. da renovar, d’approfundar e da cumplettar qualificaziuns professiunalas existentas u d’acquirir novas qualificaziuns professiunalas;b. da sustegnair la flexibilitad professiunala.Art. 31 Purschida da furmaziun supplementara orientada a la professiunIls chantuns procuran che la purschida da furmaziun supplementara orientada a la professiun correspundia al basegn.Art. 32 Mesiras da la Confederaziun La Confederaziun promova la furmaziun supplementara orientada a la professiun. Ella sustegna en spezial purschidas che han l’intent da:a. permetter a persunas da restar en la vita professiunala, en cas ch’i dat midadas structuralas en il mund professiunal;b. levgiar a persunas che han reducì u interrut lur activitad professiunala il return en lur professiun. Ella sustegna plinavant mesiras che promovan la coordinaziun, la transparenza e la qualitad da la purschida da furmaziun supplementara. Las purschidas da furmaziun supplementara orientada a la professiun che vegnan sustegnidas da la Confederaziun ston vegnir coordinadas cun las mesiras per il martgà da lavur tenor la Lescha dals 25 da zercladur 1982 davart l’assicuranza cunter la dischoccupaziun. SR 837.05. chapitel Procedura da qualificaziun, attestats e titels1. part Disposiziuns generalasArt. 33 Examens ed autras proceduras da qualificaziunLas qualificaziuns professiunalas vegnan cumprovadas cun in examen cumplessiv, cun ina cumbinaziun d’examens parzials u cun autras proceduras da qualificaziun che vegnan renconuschidas dal SEFRI.Art. 34 Pretensiuns a las proceduras da qualificaziun Il Cussegl federal regla las pretensiuns a las proceduras da qualificaziun. El garantescha la qualitad e la cumparegliabladad tranter las proceduras da qualificaziun. Ils criteris da valitaziun che vegnan utilisads en las proceduras da qualificaziun ston esser objectivs e transparents e garantir l’egualitad da las schanzas. L’admissiun a proceduras da qualificaziun n’è betg cumbinada cun la pretensiun d’avair frequentà tschertas furmaziuns specificas. Il SEFRI regla las premissas d’admissiun.Art. 35 Promoziun d’autras proceduras da qualificaziunLa Confederaziun po promover organisaziuns che sviluppan u porschan autras proceduras da qualificaziun.Art. 36 Protecziun dals titelsMo titularas e titulars d’in diplom da la furmaziun fundamentala professiunala e da la furmaziun professiunala superiura èn autorisads da purtar ils titels fixads en las prescripziuns correspundentas.2. part Furmaziun fundamentala professiunalaArt. 37 Attestat federal da furmaziun professiunala L’attestat federal da furmaziun professiunala survegn, tgi che ha terminà la furmaziun fundamentala da dus onns cun in examen u tgi che ha reussì cun success ina procedura da qualificaziun equivalenta. L’attestat federal da furmaziun professiunala vegn emess da l’autoritad chantunala.Art. 38 Attestat federal da qualificaziun L’attestat federal da qualificaziun survegn, tgi che ha reussì cun success l’examen final d’emprendissadi u tgi che ha passà cun success ina procedura da qualificaziun equivalenta. L’attestat federal da qualificaziun vegn emess da l’autoritad chantunala.Art. 39 Attestat federal da maturitad professiunala L’attestat federal da maturitad professiunala survegn, tgi che posseda in attestat federal da qualificaziun ed ha reussì cun success l’examen da maturitad professiunala che vegn renconuschì da la Confederaziun u tgi che ha passà cun success ina procedura da qualificaziun equivalenta. ... Ils chantuns procuran per la realisaziun dals examens da maturitad professiunala ed emettan ils attestats. Cumplementarmain po er la Confederaziun organisar tals examens. Abolì tras la cifra II 2 da l’agiunta da la LF dals 30 da sett. 2011 davart l’agid a las scolas autas e davart la coordinaziun en il sectur da las scolas autas svizras, cun effect dapi il 1. da schan. 2015 (AS 2014 4103; BBl 2009 4561).Art. 40 Realisaziun da las proceduras da qualificaziun Ils chantuns procuran per la realisaziun da las proceduras da qualificaziun. Il SEFRI po surdar a las organisaziuns dal mund da lavur – sin lur proposta – l’incumbensa da realisar las proceduras da qualificaziun per singulas regiuns u per l’entira Svizra.Art. 41 Taxas Per ils examens che mainan a l’attestat federal da qualificaziun, a l’attestat federal da furmaziun professiunala ed a l’attestat federal da maturitad professiunala na dastgan vegnir adossadas naginas taxas a las candidatas ed als candidats sco er als purschiders da la furmaziun pratica professiunala. Per in’absenza nunmotivada u per ina retratga da l’examen sco er per la repetiziun da l’examen dastgan vegnir adossadas taxas.3. part Furmaziun professiunala superiuraArt. 42 Examens professiunals federals ed examens professiunals superiurs L’examen professiunal federal e l’examen professiunal superiur sa drizzan tenor las prescripziuns respectivas (art. 28 al. 2). La Confederaziun procura per la surveglianza da quests examens.Art. 43 Attestat professiunal e diplom; inscripziun en il register Tgi che ha reussì l’examen professiunal federal, survegn in attestat professiunal. Tgi che ha reussì l’examen professiunal federal superiur, survegn in diplom. L’attestat professiunal ed il diplom vegnan emess dal SEFRI. Il SEFRI maina in register public cun ils nums dals titulars dals attestats professiunals e dals diploms.Art. 44 Scola spezialisada superiura Tgi che reussescha l’examen d’ina scola spezialisada superiura u tgi che passa cun success ina procedura da qualificaziun equivalenta, survegn in diplom da la scola. La procedura d’examen e la procedura da qualificaziun equivalenta sa drizzan tenor las prescripziuns minimalas (art. 29 al. 3).6. chapitel Furmaziun da las persunas responsablas per la furmaziun professiunalaArt. 45 Pretensiuns a las furmaturas ed als furmaturs professiunals Furmatura u furmatur professiunal è tgi ch’intermediescha la furmaziun pratica professiunala en il rom da la furmaziun fundamentala professiunala. Furmaturas e furmaturs professiunals han ina furmaziun qualifitgada en lur spezialitad professiunala sco er abilitads pedagogicas e metodic-didacticas adequatas.Il Cussegl federal fixescha las pretensiuns minimalas a la scolaziun dals furmaturs professiunals. Ils chantuns procuran per la scolaziun dals furmaturs professiunals.Art. 46 Pretensiuns a las persunas d’instrucziun Las persunas d’instrucziun che instrueschan en la furmaziun fundamentala professiunala, en la furmaziun professiunala superiura ed en la furmaziun supplementara orientada a la professiun, han per regla ina furmaziun specifica en lur spezialitad professiunala, ina furmaziun pedagogica ed ina furmaziun metodic-didactica.Il Cussegl federal fixescha las pretensiuns minimalas a la furmaziun da las persunas d’instrucziun.Art. 47 Autras persunas responsablas per la furmaziun professiunalaLa Confederaziun po metter a disposiziun purschidas per la furmaziun d’autras persunas responsablas per la furmaziun professiunala sco per las expertas e per ils experts d’examen u per autras persunas ch’èn activas en la furmaziun professiunala.Art. 48 Promoziun da la pedagogia per la furmaziun professiunala La Confederaziun promova la pedagogia per la furmaziun professiunala. Per quest intent maina ella la Scola auta federala per la furmaziun professiunala (SAFFP). Las incumbensas e l’organisaziun da la SAFFP èn regladas en la Lescha dals 25 da settember 2020 davart la SAFFP. Versiun tenor l’art. 36 da la LF dals 25 da sett. 2020 davart la SAFFP, en vigur dapi il 1. d’avust 2021 (AS 2021 414; BBl 2020 661). SR 412.106Art. 48a Integrà tras la cifra 1 da l’agiunta da la LF dals 18 da zer. 2010 (AS 2010 5003; BBl 2009 7207). Abolì tras l’art. 36 da la LF dals 25 da sett. 2020 davart la SAFFP, cun effect dapi il 1. d’avust 2021 (AS 2021 414; BBl 2020 661).7. chapitel Cussegliaziun da professiun, da studi e da carrieraArt. 49 Princip La cussegliaziun da professiun, da studi e da carriera gida giuvenils e creschids a tscherner la professiun ed il studi sco er a planisar la carriera professiunala. La cussegliaziun ha lieu tras infurmaziun e tras cussegliaziun persunala.Art. 50 Qualificaziun dals cussegliaders Ils cussegliaders da professiun, da studi e da carriera ston avair terminà cun success ina furmaziun spezialisada che vegn renconuschida da la Confederaziun. Il Cussegl federal decretescha prescripziuns minimalas per la renconuschientscha da las furmaziuns.Art. 51 Incumbensa dals chantuns Ils chantuns procuran per ina cussegliaziun da professiun, da studi e da carriera. Els han quità che la cussegliaziun da professiun, da studi e da carriera saja accordada cun las mesiras per il martgà da lavur tenor la Lescha dals 25 da zercladur 1982 davart l’assicuranza cunter la dischoccupaziun. SR 837.08. chapitel Participaziun da la Confederaziun als custs da la furmaziun professiunala; fond per la furmaziun professiunala1. part Participaziun da la Confederaziun als custs da la furmaziun professiunalaArt. 52 Princip La Confederaziun sa participescha, en il rom dals credits permess, adequatamain als custs da la furmaziun professiunala tenor questa lescha. Ella paja principalmain contribuziuns pauschalas als chantuns per finanziar las incumbensas tenor l’artitgel 53. Ils chantuns transmettan questas contribuziuns a terzas persunas en proporziun a las incumbensas ch’els han surdà ad ellas. Il rest da sia contribuziun paja la Confederaziun a:a. chantuns e terzas persunas per finanziar projects che servan a sviluppar la furmaziun professiunala e la qualitad (art. 54);b. chantuns e terzas persunas per prestaziuns spezialas ch’èn d’in interess public (art. 55);c. terzas persunas per la realisaziun dals examens professiunals federals e dals examens professiunals federals superiurs sco er per las furmaziuns da scolas spezialisadas superiuras (art. 56);d. persunas che han absolvì curs preparatorics (absolvents) per examens professiunals federals u per examens professiunals federals superiurs (art. 56a). Integrà tras la cifra I da la LF dals 16 da dec. 2016, en vigur dapi il 1. da schan. 2018 (AS 2017 5143; BBl 2016 3089).Art. 53 Contribuziuns pauschalas als chantuns Las contribuziuns pauschalas che vegnan pajadas als chantuns vegnan calculadas principalmain sin basa dal dumber da persunas che absolvan ina furmaziun fundamentala professiunala. Plinavant tegnan las contribuziuns quint adequatamain da la dimensiun e dal gener da la furmaziun fundamentala sco er da la purschida da furmaziun professiunala superiura. Il Cussegl federal po resguardar ulteriurs criteris. Las contribuziuns pauschalas vegnan pajadas per las suandantas incumbensas:a. purschidas da:1. accumpagnament individual spezialisà d’emprendistas e d’emprendists che absolvan furmaziuns fundamentalas professiunalas da dus onns (art. 18 al. 2),2. mesiras per preparar per la furmaziun fundamentala professiunala (art. 12),3. scolas professiunalas spezialisadas (art. 21),4. curs intermanaschials e curs a lieus da furmaziun cumparegliabels (art. 23),5. instrucziun da furmaziun generala per sa preparar per la maturitad professiunala (art. 25),6. curs preparatorics per ils examens professiunals federals e per ils examens professiunals federals superiurs (art. 28),7. furmaziuns en scolas spezialisadas superiuras (art. 29),8. furmaziun supplementara orientada a la professiun (art. 30–32),9. occurrenzas da furmaziun per furmaturas e per furmaturs da la professiun (art. 45),10. qualificaziun dals cussegliaders da professiun, da studi e da carriera (art. 50);b. realisaziun d’examens e d’autras proceduras da qualificaziun (art. 40 al. 1) cun resalva da l’artitgel 52 alinea 3 litera c. Versiun tenor la cifra II 4 da la LF dals 6 d’oct. 2006 davart la refurma da la gulivaziun da finanzas e da la repartiziun da las incumbensas tranter la Confederaziun ed ils chantuns (NGF), en vigur dapi il 1. da schan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).Art. 54 Contribuziuns per projects per sviluppar la furmaziun professiunala e per sviluppar la qualitadLas contribuziuns per projects ch’èn destinads a sviluppar la furmaziun professiunala tenor l’artitgel 4 alinea 1 e las contribuziuns per projects ch’èn destinads a sviluppar la qualitad tenor l’artitgel 8 alinea 2 èn limitadas temporalmain.Art. 55 Contribuziuns per prestaziuns spezialas ch’èn d’in interess public Sco prestaziuns spezialas ch’èn d’in interess public valan particularmain:a. mesiras per promover l’egualitad effectiva tranter dunna ed um sco er per promover la furmaziun e la furmaziun supplementara orientada a la professiun da persunas cun impediments (art. 3 lit. c);b. l’infurmaziun e la documentaziun (art. 5 lit. a);c. la creaziun da meds d’instrucziun per las minoritads linguisticas (art. 5 lit. b);d. mesiras per meglierar la chapientscha ed il barat tranter las cuminanzas linguisticas (art. 6);e. mesiras che van a favur da regiuns e da gruppas dischavantagiadas (art. 7);f. mesiras per integrar en la furmaziun professiunala giuvenils cun difficultads en scola, cun difficultads socialas u cun difficultads linguisticas (art. 7);g. mesiras per promover da restar e da returnar en la vita professiunala (art. 32 al. 2);h. mesiras per promover la coordinaziun, la transparenza e la qualitad da la purschida da furmaziun supplementara (art. 32 al. 3);i. promoziun d’autras proceduras da qualificaziun (art. 35);j. mesiras che servan a garantir ed ad amplifitgar la purschida da plazzas d’emprendissadi (art. 1 al. 1). Contribuziuns per prestaziuns ch’èn d’in interess public vegnan concedidas mo, sche las prestaziuns èn vegnidas concepidas a pli lunga vista e sch’ellas basegnan ina promoziun speziala per ch’ellas possian vegnir furnidas. Il Cussegl federal po fixar ulteriuras prestaziuns d’in interess public che pon survegnir contribuziuns. Il Cussegl federal fixescha ils criteris per la concessiun da las contribuziuns.Art. 56 Contribuziuns per examens professiunals federals e per examens professiunals federals superiurs; furmaziuns da scolas spezialisadas superiurasLa Confederaziun po subvenziunar la realisaziun dals examens professiunals federals e dals examens professiunals federals superiurs sco er las furmaziuns da scolas spezialisadas superiuras che vegnan purschidas d’organisaziuns dal mund da lavur.Art. 56a Contribuziuns ad absolvents da curs preparatorics La Confederaziun po pajar contribuziuns ad absolvents da curs preparatorics per examens professiunals federals u per examens professiunals federals superiurs (art. 28). Las contribuziuns cuvran maximalmain 50 pertschient da las taxas da curs imputablas. Il Cussegl federal fixescha las premissas per il dretg da contribuziun, la tariffa da contribuziun sco er las taxas da curs imputablas. Sin dumonda po la Confederaziun pajar contribuziuns parzialas a persunas ch’èn sa participadas a curs preparatorics per examens professiunals federals u per examens professiunals federals superiurs. Il Cussegl federal regla ils detagls. Integrà tras la cifra I da la LF dals 16 da dec. 2016, en vigur dapi il 1. da schan. 2018 (AS 2017 5143; BBl 2016 3089).Art. 56b Sistem d’infurmaziun Il SEFRI maina in sistem d’infurmaziun per controllar il pajament da contribuziuns tenor l’artitgel 56a sco er per far ed evaluar statisticas respectivas. En il sistem d’infurmaziun elavura el las suandantas datas:a. indicaziuns per identifitgar persunas che han survegnì contribuziuns tenor l’artitgel 56a alineas 1 e 4;b. indicaziuns per identifitgar absolvents d’examens professiunals federals e d’examens professiunals federals superiurs tenor l’artitgel 28;c. ...d. indicaziuns davart la contribuziun survegnida tenor l’artitgel 56a alineas 1 e 4;e. indicaziuns davart ils curs preparatorics absolvids;f. indicaziuns davart ils examens professiunals federals ed ils examens professiunals federals superiurs absolvids. Il Cussegl federal decretescha disposiziuns davart l’organisaziun e davart la gestiun dal sistem d’infurmaziun sco er davart la segirezza, davart la durada da la conservaziun e davart la stizzada da las datas. El po incumbensar terzas persunas cun la gestiun dal sistem d’infurmaziun e cun l’elavuraziun da las datas. Integrà tras la cifra I da la LF dals 16 da dec. 2016, en vigur dapi il 1. da schan. 2018 (AS 2017 5143; BBl 2016 3089). Abolì tras la cifra 8 da l’agiunta da la LF dals 18 da dec. 2020 (Diever sistematic dal numer da la AVS tras las autoritads), cun effect dapi il 1. da schan. 2022 (AS 2021 758; BBl 2019 7359).Art. 57 Cundiziuns e pretensiuns Contribuziuns tenor ils artitgels 53 fin 56 vegnan concedidas mo, sch’il project che sto vegnir subvenziunà:a. è confurm als basegns;b. è organisà en moda cunvegnenta;c. cumpiglia mesiras che permettan da sviluppar la qualitad. Il Cussegl federal po prevair ulteriuras cundiziuns e pretensiuns. El regla la calculaziun da las contribuziuns.Art. 58 Reducziun e refusa da contribuziunsLa Confederaziun reducescha contribuziuns permessas u refusa novas contribuziuns, sche las persunas che han survegnì contribuziuns negligeschan u violeschan considerablamain las incumbensas e las obligaziuns ch’ellas han tenor questa lescha.Art. 59 Finanziaziun e participaziun da la Confederaziun L’Assamblea federala permetta per ina perioda da contribuziun da plirs onns, mintgamai tras in simpel conclus federal:a. il rom da pajaments per:1. las contribuziuns pauschalas pajadas als chantuns tenor l’artitgel 53,2. las contribuziuns tenor l’artitgel 56 per la realisaziun dals examens professiunals federals e dals examens professiunals federals superiurs sco er per scolaziuns da scolas spezialisadas superiuras,3. las contribuziuns tenor l’artitgel 56a ad absolvents da curs preparatorics;a. la limita per las indemnisaziuns pajadas a la SAFFP tenor l’artitgel 48 alinea 2;b. il credit d’impegn per:1. las contribuziuns tenor l’artitgel 54 per projects per sviluppar la furmaziun professiunala e per sviluppar la qualitad,2. las contribuziuns tenor l’artitgel 55 per prestaziuns spezialas en l’interess public. La participaziun da la Confederaziun als custs correspunda a circa in quart da l’import che vegn pajà dal maun public per la furmaziun professiunala tenor questa lescha. Da sia participaziun als custs paja la Confederaziun maximalmain 10 pertschient sco contribuziun per projects e per prestaziuns tenor ils artitgels 54 e 55. Versiun tenor la cifra I da la LF dals 16 da dec. 2016, en vigur dapi il 1. da schan. 2018 (AS 2017 5143; BBl 2016 3089). Integrà tras l’art. 36 da la LF dals 25 da sett. 2020 davart la SAFFP, en vigur dapi il 1. d’avust 2021 (AS 2021 414; BBl 2020 661).2. part Fond per la furmaziun professiunalaArt. 60 Per promover la furmaziun professiunala pon las organisaziuns dal mund da lavur ch’èn cumpetentas per la furmaziun e per la furmaziun supplementara sco er per ils examens crear ed accumular agens fonds per la furmaziun professiunala. Las organisaziuns defineschan l’intent da promoziun da lur fond per la furmaziun professiunala. Cunzunt duain ellas sustegnair ils manaschis da lur branscha a sviluppar la furmaziun specifica per la professiun. Sin dumonda da l’organisaziun cumpetenta po il Cussegl federal declerar il fond per la furmaziun professiunala da questa organisaziun sco liant per tut ils manaschis da la branscha ed obligar quests ultims da pajar contribuziuns da furmaziun. Qua valan confurm al senn las disposiziuns da la Lescha federala dals 28 da settember 1956 davart la decleranza impegnativa da contracts collectivs da lavur. La premissa per declerar las disposiziuns sco liantas è, che:a. almain 30 pertschient dals manaschis cun almain 30 pertschient dals lavurants sco er dals emprendists da questa branscha sajan gia participads finanzialmain al fond per la furmaziun;b. l’organisaziun disponia d’ina atgna instituziun da furmaziun;c. las contribuziuns vegnian incassadas mo per las professiuns specificas da la branscha;d. las contribuziuns vegnian investidas en mesiras da la furmaziun professiunala che van a favur da tut ils manaschis. Il gener e l’import da las contribuziuns da furmaziun sa drizzan tenor la contribuziun dals commembers da l’organisaziun respectiva; questas contribuziuns èn destinadas als custs da la furmaziun professiunala. Il Cussegl federal fixescha l’import maximal; el po differenziar ils imports maximals tenor branschas. Manaschis che pajan la contribuziun per la furmaziun professiunala tras la federaziun, che la pajan en in fond da furmaziun professiunala u che pon cumprovar ch’els furneschan autras prestaziuns adequatas da furmaziun u da furmaziun supplementara, na dastgan betg vegnir obligads da far ulteriurs pajaments en fonds da furmaziun ch’èn vegnids declerads sco generalmain liants. Il SEFRI ha la surveglianza dals fonds ch’èn vegnids declerads sco generalmain liants. L’ordinaziun regla ils detagls da la contabilitad e da la revisiun. Versiun da la segunda frasa tenor la cifra 13 da l’agiunta da la LF dals 20 da zer. 2014 davart il perfecziunament, en vigur dapi il 1. da schan. 2017 (AS 2016 689; BBl 2013 3729). SR 221.215.3119. chapitel Meds legals, disposiziuns penalas, execuziun1. part Meds legalsArt. 61 Las autoritads da meds legals èn:a. in’autoritad chantunala designada dal chantun per disposiziuns d’autoritads chantunalas e da purschiders che han ina incumbensa chantunala;b. il SEFRI per autras disposiziuns d’organisaziuns ordaifer l’administraziun federala;c. e d. ... Dal rest sa drizza la procedura tenor las disposiziuns generalas da la giurisdicziun administrativa federala. Versiun tenor la cifra 35 da l’agiuntada la L dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, en vigur dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202). Abolì tras la cifra 35 da l’agiunta da la L dals 17 da zer. 2005 davart il TAF, cun effect dapi il 1. da schan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).2. part Disposiziuns penalasArt. 62 Cuntravenziun e tralaschada Cun ina multa vegn chastià, tgi che surpiglia la furmaziun da persunas:a. senza la permissiun tenor l’artitgel 20 alinea 2;b. senza concluder il contract d’emprendissadi (art. 14). En cas d’ina leva culpa poi vegnir pronunzià in avertiment empè d’ina multa.Art. 63 Abus da titels Cun ina multa vegn chastià, tgi che:a. porta in titel protegì senza avair reussì cun success ils examens necessaris u passà ina procedura da qualificaziun equivalenta;b. utilisescha in titel che dat l’impressiun ch’el haja reussì l’examen correspundent u haja passà ina procedura da qualificaziun equivalenta. Las disposiziuns penalas da la Lescha federala dals 19 da december 1986 davart la concurrenza illoiala restan resalvadas. SR 241Art. 64 Persecuziun penalaLa persecuziun penala è chaussa dals chantuns.3. part ExecuziunArt. 65 Confederaziun Il Cussegl federal decretescha las disposiziuns executivas, uschenavant che la lescha na regla betg autramain questa cumpetenza. El po delegar la cumpetenza da decretar prescripziuns al DEFR u al SEFRI. Ils chantuns e las organisaziuns interessadas vegnan tadlads avant che decretar:a. disposiziuns executivas;b. ordinaziuns da furmaziun. La Confederaziun ha la surveglianza suprema davart l’execuziun da questa lescha tras ils chantuns.Art. 66 ChantunsUschenavant che l’execuziun n’è betg attribuida a la Confederaziun, è ella chaussa dals chantuns.Art. 67 Transferiment d’incumbensas a terzas persunasLa Confederaziun ed ils chantuns pon surdar incumbensas executivas ad organisaziuns dal mund da lavur. Questas organisaziuns pon incassar taxas per disposiziuns e per servetschs. Frasa integrada tras la cifra II da la LF dals 17 da dec. 2004, en vigur dapi ils 5 d’oct. 2005 (AS 2005 4635; BBl 2004 145).Art. 68 Renconuschientscha da diploms e d’attestats esters Il Cussegl federal regla la renconuschientscha da diploms e d’attestats esters da la furmaziun professiunala en il champ d’applicaziun da questa lescha. En il sectur da la renconuschientscha da diploms e d’attestats esters da la furmaziun professiunala po il Cussegl federal concluder en atgna cumpetenza contracts internaziunals. Versiun tenor l’art. 13 da la LF dals 25 da sett. 2020 davart la collavuraziun e la mobilitad internaziunala en il sectur da la furmaziun, en vigur dapi il 1. d’avrigl 2022 (AS 2022 164; BBl 2019 8327). Versiun tenor l’art. 13 da la LF dals 25 da sett. 2020 davart la collavuraziun e la mobilitad internaziunala en il sectur da la furmaziun, en vigur dapi il 1. d’avrigl 2022 (AS 2022 164; BBl 2019 8327).Art. 69 Cumissiun federala per la furmaziun professiunala Il Cussegl federal nominescha ina cumissiun federala per la furmaziun professiunala. Ella sa cumpona da maximalmain 15 represchentantas e represchentants da la Confederaziun, dals chantuns, da las organisaziuns dal mund da lavur sco er da la scienza. Ils chantuns han il dretg da proponer trais commembras u commembers. La cumissiun vegn presidiada dal secretari da stadi dal SEFRI. Il SEFRI maina il secretariat.Art. 70 Incumbensas da la cumissiun federala per la furmaziun professiunala La cumissiun per la furmaziun professiunala ha las suandantas incumbensas:a. ella cusseglia las autoritads federalas en dumondas generalas da la furmaziun professiunala, en dumondas dal svilup e da la coordinaziun sco er da l’armonisaziun cun la politica da furmaziun generala;b. ella giuditgescha ils projects per sviluppar la furmaziun professiunala tenor l’artitgel 54, las dumondas da contribuziun per prestaziuns spezialas ch’èn d’in interess public tenor l’artitgel 55 e las dumondas da sustegn en il sectur da la furmaziun professiunala tenor l’artitgel 56 sco er la perscrutaziun, ils studis, ils projects da pilot ed ils servetschs en il sectur da la furmaziun professiunala e da la furmaziun supplementara orientada a la professiun tenor l’artitgel 48 alinea 2 litera b. Ella po far sezza propostas e fa recumandaziuns per mauns da l’autoritad da subvenziun davart ils projects che ston vegnir giuditgads.Art. 71 Cumissiun federala per la maturitad professiunalaIl Cussegl federal nominescha ina cumissiun federala per la maturitad professiunala. La cumissiun è l’organ consultativ per dumondas da la maturitad professiunala, en spezial per dumondas davart la renconuschientscha da proceduras da qualificaziun. Versiun tenor la cifra I 6.2 da l’O dals 9 da nov. 2011 (examinaziun da las cumissiuns extraparlamentaras), en vigur dapi il 1. da schan. 2012 (AS 2011 5227).10. chapitel Disposiziuns finalasArt. 72 Aboliziun e midada dal dretg vertentL’aboliziun e la midada dal dretg vertent vegnan regladas en l’agiunta.Art. 73 Disposiziuns transitoricas Las ordinaziuns chantunalas e federalas vertentas davart la furmaziun ston vegnir adattadas respectivamain remplazzadas entaifer tschintg onns dapi l’entrada en vigur da questa lescha. Titels protegids ch’èn vegnids acquirids tenor il dretg vertent èn protegids er vinavant. La midada a contribuziuns pauschalas tenor l’artitgel 53 alinea 2 ha lieu progressivamain entaifer quatter onns. La participaziun als custs tras la Confederaziun vegn augmentada entaifer quatter onns progressivamain sin quella part ch’è fixada en l’artitgel 59 alinea 2.Art. 73a Disposiziuns transitoricas da la midada dals 16 da december 2022 (renconuschientscha da diploms chantunals ed interchantunals emess tenor il dretg vegl) La Confederaziun è cumpetenta per renconuscher diploms chantunals ed interchantunals emess tenor il dretg vegl en secturs da la furmaziun professiunala ch’èn, tenor questa lescha, en la cumpetenza federala. Il Cussegl federal po delegar questa incumbensa a terzas persunas. Quellas pon incassar taxas per lur prestaziuns. Il Cussegl federal regla las taxas. Integrà tras la cifra 3 da l’agiunta da la LF dals 16 da dec. 2022 davart la promoziun da la scolaziun en il sectur da la tgira, en vigur dapi il 1. da fan. 2024 (AS 2024 212; BBl 2022 1498).Art. 74 Referendum ed entrada en vigur Questa lescha è suttamessa al referendum facultativ. Il Cussegl federal fixescha l’entrada en vigur.Data da l’entrada en vigur: 1. da schaner 2004 COCF dals 19 da nov. 2003.Agiunta(art. 72)Aboliziun e midadas dal dretg vertentIIls suandants decrets vegnan abolids:1. Lescha federala dals 19 d’avrigl 1978 davart la furmaziun professiunala;2. Lescha federala dals 19 da zercladur 1992 davart ils agids finanzials a las scolas spezialisadas superiuras da lavur sociala.IIIls decrets qua sutvart vegnan midads sco suonda:... [AS 1979 1687; 1985 660 cifra I 21; 1987 600 art. 17 cifra 3; 1991 857 agiunta cifra 4; 1992 288 agiunta cifra 17, 2521 art. 55 cifra 1; 1996 2588 art. 25 al. 2 ed agiunta cifra 1; 1998 1822 art. 2; 1999 2374 cifra I 2; 2003 187 agiunta cifra II 2] [AS 1992 1973] Las midadas pon vegnir consultadas en il AS 2003 4557.