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Wenn die sprichwörtliche Leiche im Keller tatsächlich ein riesiger Hase im Wohnzimmer ist, dann ist das zwar auch nicht so einfach, aber es besteht noch Hoffnung! Ein Film über Ängste und Unsicherheit, Einsamkeit und Beziehung.
Als es an der Tür klingelt, schaut der Mann zunächst durch das Guckloch, bevor er die mehrfach verschlossene und verriegelte Tür öffnet. Draussen steht eine Frau, die ihm wortlos lächelnd eine leere Zuckerdose entgegenstreckt. Die beiden schauen sich an, freundlich interessiert, doch da klappert und knallt es hinter dem Mann in der Wohnung. Der Mann schnappt sich die Zuckerdose und knallt die Türe zu. – Was hat er zu verbergen?
Der völlig überdimensionierte Hase ist ganz offensichtlich symbolisch zu verstehen: Er ist der Platzhalter für etwas in der Privatsphäre des Mannes, das nicht ohne weiteres darstellbar ist.
Diesem rätselhaften Etwas kommt man wohl am schnellsten auf die Spur, wenn man den Hasen zunächst beiseite lässt und die Geschichte aus der Perspektive der Frau betrachtet: Was bekommt die Frau vom Verhalten des Mannes mit? Wie mag das Verhalten des Mannes auf sie wirken? Welche Gründe für das Verhalten des Mannes könnte die Frau vermuten?
Auch aus der Perspektive des Mannes sollte nach Möglichkeit zunächst nicht der Hase, sondern das Verhalten und die Selbstwahrnehmung des Mannes angesprochen werden: Wie lässt sich das Verhalten des Mannes beschreiben? Was ist der Grund dafür, dass sich der Mann so benimmt? Wie fühlt sich der Mann in seiner Haut?
In einem dritten Schritt könnte ausgehend von der Fremdwahrnehmung und der Selbstwahrnehmung der Versuch eines Transfers gemacht werden: Habt Ihr auch schon erlebt, dass Ihr selbst oder jemand anders sich so ungewöhnlich verhalten hat? Was war der Grund dafür oder welche Gründe vermutet ihr?
Eine Thematisierung des Hasen als Symbol ist im Unterricht wahrscheinlich erst möglich, wenn die reale Ebene möglicher Problemlagen nachvollzogen wurde und dabei eventuell auch die Schwierigkeit deutlich wurde, solche Probleme zur Sprache zu bringen – oder ins Bild zu setzen.
Die von Matthias Film produzierte DVD „Red Rabbit“ mit nichtgewerblich-öffentlichem Vorführrecht (Ö-Recht) enthält neben dem Film auch Arbeitsmaterialien von Michael Schubert.