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Ohne voll zu überzeugen, gewann Volley Amriswil auch die 10. Partie der diesjährigen Meisterschaft. Allerdings gab der klare Aussenseiter aus Einsiedeln einen kämpferischen Gegner ab, der das Pavlicevic-Team in den beiden letzten Sätzen stärker forderte, als angenommen werden konnte.
(Bernhard Windler) Als Kampf «Goliath gegen David» war das letzte Heimspiel von Volley Amriswil im alten Jahr angekündigt worden. Hier der Schweizer Meister aus dem Oberthurgau, der die Rangliste der NLA mit sieben Punkten Vorsprung anführte und erst einen Punkt abgegeben hatte, da das Amateurteam aus dem Kanton Schwyz, das in den vorangegangenen neun Spielen noch keinen Punkt und erst zwei Sätze gewonnen hatte und mit sieben Punkten Abstand auf den Zweitletzten das Tabellenende zierte. Im Matchprogramm war das Spiel mit «Spannung pur!» angekündigt worden. Damit war aber nicht der vorhersehbare Spielverlauf gemeint, sondern die Frage, ob Coach Pavlicevic dem einen oder anderen Einwechselspieler eine Chance geben würde.
Mit Brändli für Ljubicic
Tatsächlich liess der Coach für einmal Thomas Brändli für Captain Alex Ljubicic in der Startformation auflaufen, während er auf den anderen Positionen auf das bewährte Team vertraute. In der Startphase entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, und so lagen die Favoriten beim ersten technischen Timeout nur mit einem Punkt in Front. Doch in der Folge setzte sich Amriswil kontinuierlich ab. Via 13:9 und 16:11 beim zweiten technischen Timeout, kletterte das Resultat auf 19:12, ehe Howatson mit vier Punkten auf dem eigenen Aufschlag den Satz zum 25:13 entschied.
Geglückte Spielerwechsel bei Einsiedeln
Im zweiten Satz kam für Einsiedeln der unverwüstliche 43-jährige Denis Milanez als Passeur und Topskorer Stig Döös-Taagstad zum Einsatz. Mit Thomas Brändli als erstem Amriswiler Aufschläger gingen die Platzherren schnell einmal 4:0 in Führung. Der Punktgewinn von Einsiedeln nach einem prächtigen Ballwechsel gab den Innerschweizern Auftrieb. Beim Stande von 10:10 hatten sie gegenüber Amriswil aufgeholt, was Ratko Pavlicevic ein Timeout nehmen liess. Bei 16:13 lag Amriswil wieder standesgemäss in Führung, aber bei 18:16 wurde es wieder einigermassen eng. Nach vier Punkten bei Service Brändli hiess es 22:16, ehe Einsiedeln wieder zum Punkten kam. Bei 24:21 kam der lange verletzte Malte Stiel für Adrien Prével aufs Feld und führte sich mit einem Servicewinner zum Satzgewinn prächtig ein. Nach der Pause kam für die Oberthurgauer wieder Prével für Stiel zum Einsatz. Über 4:3 kam bei 7:8 Einsiedeln zur Führung. Bis 12:12 war der Satz völlig ausgeglichen. In der Folge lag Amriswil immer ganz leicht in Front, aber erst bei 21:18 lagen erstmals drei Punkte zwischen den beiden Gegnern. Mit 25:20 gewannen die Oberthurgauer Satz und Spiel gegen einen aufopfernd kämpfenden Gegner schliesslich einigermassen standesgemäss.
Noch ein Spiel vor Weihnachten
Am kommenden Donnerstag, 22. Dezember, gastiert Volley Amriswil in Jona beim Zweitletzten der Tabelle. Das Spiel in der Halle Grünfeld beginnt um 20:00 Uhr.
Matchtelegramm
Volley Amriswil-Volley Einsiedeln 3:0 (25:13, 25:21, 25:20). Amriswil, Tellenfeld; 560 Zuschauer. 1. Schiedsrichter: Laura Rüegg, 2. Schiedsrichter: Marcel Sieber. Startformation Volley Amriswil: J. Fellay, L. van Berkel, S. Steigmeier, A. Prével, Th. Brändli, J. Howatson, C. Daniel (Libero). Best Player: Josh Howatson (Volley Am-riswil), Matej Prajzler (Volley Einsiedeln)