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Medienkodex
Dieser Medienkodex beschreibt die Grundsätze, nach denen unsere Bewegung mit den Medien kommuniziert. Die Anleitungen der Medienarbeit basieren auf diesen Überlegungen. Unser Medienkodex beschreibt, wie wir handeln. Die Ziele der Medienarbeit erläutern, welchen Zustand wir erreichen wollen und die Medienstrategie beschreibt, wie wir dorthin gelangen. Der Medienkodex wird von der SubWG Media Relations & Press ausgearbeitet und im Plenum der WG Communication legitimiert. Die regionalen Medienarbeitsstellen können ebenfalls danach handeln, oder ihn als Grundlage für eigene Dokumente verwenden. Dieser Medienkodex ist noch nirgends legitimiert worden.
Wer redet?
- Jeder kann die Forderungen der Klimastreik-Bewegung sowie offiziell Beschlossenes im Namen der Klimastreik-Bewegung kommunizieren.
- Was nicht im nationalen / regionalen Konsens entschieden wurde, kann nicht im Namen der Bewegung kommuniziert werden
- Andere Aussagen sind Meinungen von in der Klimastreik-Bewegung engagierten Menschen. Wir haben keine Sprecher*innen. Es wird betont, wenn im eigenen Namen geredet wird: «Meiner Meinung nach», «Ich persönlich finde, dass».
Vielfältigkeit
- Bei grossen Interviews von nationaler Ausstrahlung gehen mindestens zwei Personen, wenn möglich nach Geschlechtern aufgeteilt.
- Wir achten darauf, dass unsere Bewegung in ihrer Vielseitigkeit repräsentiert wird.
- Wir tragen unsere Inhalte ehrlich und offen in die Öffentlichkeit.
- Erfahrene Personen mit mehren Auftritten machen neuen Gesichtern platz. Ihr Wissen ist wertvoll um neue Leute einzuarbeiten und Verantwortungen abzugeben.
- Wenn immer möglich werden Aufgaben in einem Rotationsprinzip erledigt.
Wording
- Wir sind non-violent und kommunizieren auch so. Wir sind friedlich, aber bestimmt.
- Wir nutzen gendergerechte Sprache. Wo immer möglich wird die gender-neutrale Form gebraucht. Wo nicht möglich: Genderstern im geschriebenen Wort, männliche und weibliche Form im gesprochenen Wort.
- Klimakrise statt Klimawandel.
- Vermeide absolute Worte wie «immer», «nie», «alle».
Inhalt
- Die Ziele der Medienarbeit sowie die Medienstrategie geben Hinweise über die jetzt wichtigen Themen.
- Wir sind transparent über unsere Quellen und Interessen und verbreiten faktenbasiertes Wissen.
- Wenn wir Dinge bewerten, dann immer im Bezug auf unsere Forderungen.
- Wenn wir kritisieren, dann Gruppen, Verhaltensweisen, Institutionen, niemals nur Einzelpersonen.
- Individuelle ökologische Anstrengungen sind nicht genug, um die Klimakrise zu überwinden. Deshalb fokussieren wir uns vor allem auf die politischen Anstrengungen und unsere Forderungen.
Rechte & Pflichten
- Wer nicht mit den Medien sprechen möchte, sollte das freundlich, aber bestimmt gegenüber Medienschaffenden kommunizieren und auf Alternativen hinweisen (andere Personen oder Wandlung der Anfrage).
- Eine Antwort zu verweigern oder eine Diskussion abzuwehren ist nie sinnvoll – ausser man würde damit Klimaleugenden eine Plattform bieten.
- Du hast das Recht, deine direkten Zitate gegenzulesen. Auch ganze Artikel können oft gegengelesen werden.
- Du hast das Recht an deinem Wort, deinem Ton, deinem Bild: Aussagen können jederzeit zurückgezogen werden, solange noch nicht veröffentlicht wurde. Ist aber nur im Notfall zu empfehlen.
- Die Medien sind nicht verpflichtet, euch die Fragen im Vorfeld zu schicken. Meistens sind sie aber bereit, einige Leitfragen oder die Richtung des Interviews vorzugeben.