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geb. --.--.----
Amiodaron und Indapamid beeinflussen sich gegenseitig
Kombination vermeiden
Risiko
Erhöhtes Risiko für ventrikuläre Rhythmusstörungen
Mechanismus
Additive Verlängerung der QT-Zeit.
Effekt
Durch die additive Verlängerung der QT-Zeit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von kardialen unerwünschten Wirkungen wie Arrhythmien, Torsades de pointes oder Herzstillstand. Eine häufige unerwünschte Arzneimittelwirkung von Indapamid ist vermehrter Kaliumverlust bis zur Hypokaliämie. Dies stellt einen weiteren Risikofaktor für das Auftreten von Torsades de pointes dar [Antonelli D, 2005].
Empfehlung
Gemäss Schweizer Fachinformation für Amiodaron ist die Kombination mit Indapamid kontraindiziert. Ist eine gleichzeitige Gabe unumgänglich, sind regelmässige EKG-Kontrollen der QT-Zeit notwendig. Die Elektrolytkonzentrationen, insbesondere Kalium, sollten sorgfältig überwacht werden und Kalium sicherheitshalber hochnormal eingestellt werden. Auch eine Monitorisierung der Nierenfunktion sollte durchgeführt werden. Zu beachten ist auch, dass eine Interaktion aufgrund der langen Halbwertszeit (Amiodaron: 20-100 Tage) auch nach Absetzen von Amiodaron noch möglich ist.
Literatur
Klassifikation
Die Grundlage für die Klassifikation ist die referenzierte Literatur und ein validiertes und nachvollziehbares Entscheidungsmodell. Die getroffenen Entscheidungen für die Einteilung des Schweregrads werden durch den Flowchart visualisiert.
Letzte Aktualisierung des Textes am 29.05.2018