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Als Joseph Haydn sein Opus 20 komponierte, hat er eines der ersten Werke eines neuen und für die Zukunft vielversprechenden Genres zu Papier gebracht: das Streichquartett. Zwei Jahrhunderte später wird man sich beim Hören des Quatuor n° 1 von György Ligeti des seit damals zurückgelegten Weges bewusst. Der Untertitel dieses Jugendwerkes von Ligeti „Métamorphoses noctures“ kann als Referenz an das Modell von Béla Bartók, an seiner Neigung zu thematischen Transformationen und traumhaften Atmosphären, gelesen werden. Diese Partition erweist sich als vierversprechend und lässt einer der grossen Erneuerer des 20.
Jhr. vorausahnen. Zwischen diesen beiden Werken steht von Antonín Dvořák das „Amerikanische Quartett“, das er während seines Amerika-Aufenthaltes komponierte. Von der Präsidentin des National Conservatory of Music in New York beauftragt, ein von europäischen Einflüssen freies Repertoire an klassischer Musik zusammenzustellen, führte ihn dazu, Lieder und folkloristische Melodien der Neuen Welt zu studieren und davon einige Charakteristiken in seine Werke einzubauen. Haydn, Dvořák und Ligeti: drei Gründerwerke, interpretiert von einem des besten aktuellen Ensembles, dem Quatuor Belcea.