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Wir verwenden bewusst den Begriff »Sexarbeit« und »Sexarbeitende«, da wir es mit Frauen, Männern und Transgender zu tun haben, die – in unterschiedlichem Grade selbst- oder fremdbestimmt – ein Gewerbe betreiben, Gewinne generieren, für sich und ihre Familien Geld verdienen, Steuern und Sozialversicherungen bezahlen. Gemeinsam ist allen Sexarbeitenden, dass ihre Arbeit darin besteht, sexuelle Dienstleistungen anzubieten und zu erbringen.
Abgesehen davon aber sind Sexarbeitende eine äusserst heterogene Gruppe. Sexarbeitende haben unterschiedliche Realitäten; sie unterscheiden sich bezüglich sexueller Orientierung, Herkunft, sozialem und rechtlichem Status, Religion und/oder Lebensform. Und während manche Sexarbeitende ihre Arbeit frei gewählt haben und über eine Berufsidentität verfügen, arbeiten andere wegen prekären ökonomischen Bedingungen im Sexgewerbe. Andere wiederum arbeiten unter Zwangsausübung von Dritten im Sexgewerbe. Was immer aber die Umstände, Beweggründe und Motive der Sexarbeitenden sind: Sie alle haben ein Recht auf Beratung, Information und Prävention in ihrer Arbeit.