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Screening Methoden
- Screening Methoden sollen erst angewendet werden, wenn die Patientin oder der Patient für eine Diskussion bereit ist oder das Thema selber anspricht. Es kann auch nützlich sein, wenn die Ärztin oder der Arzt anfragt und um die Erlaubnis bittet, über das Thema Alkohol mit der Patientin oder dem Patienten zu sprechen
- Ziel ist es festzustellen, ob ein problematischer Konsum vorliegt, ob die Patientin oder der Patient informiert ist und ob vor einem übermässigen Alkoholkonsum gewarnt werden muss. Es lohnt sich die Frage nach Konsumgewohnheiten und der Menge (vgl. Audit-C Fragebogen). Bei körperlichen Beeinträchtigungen, die auf einen erhöhten Alkoholkonsum hinweisen, ist es sinnvoll, auf das individuelle Risiko der betroffenen Person und eine Verknüpfung zwischen den körperlichen Beschwerden und dem Alkohol hinzuweisen (transparente Kommunikation, sachliche Aufklärung).
- Stellen Sie offene Fragen (Motivational Interviewing). Gerade in dieser Phase der Auseinandersetzung mit einer Suchtproblematik ist der Widerstand und der Gebrauch von Ausflüchten häufig sehr stark
- Entscheidend in dieser Phase ist die Herstellung von Ambivalenz, d.h. zu fragen, welche positiven Auswirkungen der Konsum hat und welche negativen mit dem Konsum verbunden sind. Andererseits ist es auch sehr wichtig, zu erfragen, ob es etwas Positives gibt, wenn der Konsum reduziert oder eingestellt wird und was an negativen Veränderungen zu erwarten ist. In dieser Weise und ohne Wertungen gefragt, kann der Betroffene zum Nachdenken gebracht und die Auseinandersetzung mit dem Konsumverhalten gefördert werden.
- Es gibt verschiedene Hilfsmittel, darunter Kurzfragebögen wie
- AUDIT (Alcohol Use Disorders Identification Test; WHO 1982), gut geeignet zur Früherkennung
- CAGE
- Es können aber auch Laborwerte als biologische Marker angewendet werden. Ein konfrontativer Umgang mit diesen "Beweismitteln" bewährt sich jedoch nicht. Die betroffene Person gerät dabei oft in einen Rechtfertigungsdruck, der seine Abwehr gegen eine Auseinandersetzung mit seinen Konsumgewohnheiten in der Regel verstärkt. Somit wird unter Umständen ein konstruktiver Einstieg in einen Veränderungsprozess behindert.
- Vgl. auch Früherkennung und Frühintervention
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