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Senecio halleri
Das Einköpfige Kreuzkraut mit seinen gelben Blüten und den graufilzigen Blättern trifft man im Saastal häufig an. Weltweit gesehen ist es aber selten, die Art kommt nur in den Westalpen vor. Senecio oder auch Greiskraut heisst es wegen seiner haarigen Früchte, die an die grauen Haare von alten Menschen erinnern sollen. Das Kreuzkraut ist aber sehr lebenskräftig und kommt bis gegen 3500 m vor. Der lateinische Beiname erinnert an den grossen Berner Arzt und Alpenforscher Albrecht von Haller (1708–1777), der im 18. Jahrhundert die Flora der Schweiz erstmals erfasst hat.
In der Schweiz findet man das Einköpfige Kreuzkraut nur im Wallis, und im Saastal liegt das Zentrum seiner geografischen Verbreitung. Einköpfig meint, dass ein Stängel immer nur eine Blume trägt. Wahrscheinlich ist diese Alpenpflanze eine Art, die während der letzten Eiszeit am eisfreien Stellen des Hochgebirges überlebt hat. Dem Vieh schmeckt die goldgelbe Alpenblume nicht, sie enthält nämlich Giftstoffe.