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Lebhafte Entwicklung
Erste grosse Tag nach der Gründung:
Am 20. Oktober 1927 beschliesst die Vereinsversammlung, eine Jugendriege ins Leben zu rufen. Ein Jahr später sind ihr bereits 30 Knaben angeschlossen. Eine sehr erfolgreiche Tätigkeit des KTV Reinach nimmt damit ihren Anfang. Sie verdient, weil sie inzwischen abgeschlossen ist, einen kleinen separaten Abschnitt.
Das Gleiche gilt für die Geschichte der Vereinfahne, die ihren Anfang am 14. Januar 1930 nimmt mit dem Beschluss, einen Fahnenfonds zu schaffen mit einem Startkapital von 250 Franken, was damals eine stattliche Summe war.
Das Jahr 1938 bringt eine starke Einschränkung im Turnbetrieb und Vereinsleben. Aufgrund der ausgebrochenen Maul- und Klauenseuche werden Versammlungen und Veranstaltungen verboten. Auf die Strasse, die ins Dorf hinein führt, wird auf einer Breite von 5 Metern mit Lisol getränktes Sägemehl gestreut. Während einer längeren Zeit ist rund um die Uhr ein Polizist postiert, der die Schuhsohlen der Passanten abspritzt. Reinach ist immer noch ein Bauerndorf!
Am 22. August 1941 erfolgt die Gründung einer vom KTV inspirierten, aber unabhängien Damenriege unter dem Namen "Katholische Turnerinnen Reinach".
Ab 1942 wird der militärische Vorunterricht ins Programm aufgenommen, bis der Vorunterricht 1972 in "Jugend und Sport" übergeht.
Am 27. und 28. Februar 1949 finden die ersten Maskenbälle des Reinacher Sportvereins statt. Sie läuten eine rund 40jährige Periode eines beliebten Engagements der Turner und Turnerinnen in der Gemeinde ein (über die in einem eigenen Kapitel berichtet wird).
Am 29. November 1952 wird die Männerriege des KTV Reinach gegründet für die etwas älteren und weniger Handballorientierten Mitglieder. Die Männerriege git am 17. Mai 1957 ihre Selbständigkeit auf und wird eine Sektion des KTV.
1966 - 1971 leitet der Reinacher Dr. Oswald Blunschi als Zentralpräsident die Geschicke des Scheizerischen Katholischen Turn- und Sportverbandes.
1970 löst sich der Verein "Katholische Turnerinnen Reinach" auf.
Ein besonderer Tag ist zweifellos der 24. November 1973. Die Generalversammlung beschliesst eine Namensänderung. Der "Katholische Turnverein-Reinach" heisst von jetzt an "Reinacher Sport-Verein" RSV. Zwar bleiben die Statuten, die Verbandszugehörigkeit und die Grundsätze gleich, doch der Name ist gleichwohl auch Programm. Katholisch zu sein, war und ist schon lange keien Voraussetzung mehr fürs Turnen im KTV. Doch der Namenswechel tut trotzdem einigen älteren Mitgliedern weh.
Eine Viertelstunde nach der denkwürdigen Versammlung - aber ohne Zusammenhang mit dem Namenswechsel - wird dem Vereinspräsidenten auf der Strasse eröffnet, dass man eine zusätzliche Sektion "Fitness" ins Leben rufen wolle. 1974 wird die neue Sektion offiziell in den Verein integriert.
1922 bilden die Handballer eine Spielergemeinschaft mit dem Stadtturnverein Basel bis zu dessen Auflösung 1997, eine Idee, die im Jahre 2000 mit dem TV Reinach erneut realisiert wird.
Am 28. Januar 1994 werden die alte Vereinsfahne und die Jugendriegefahne feierlich dem Reinacher Heimatmuseum übergeben; am 28. Oktober 1995 kann die neue Fahne, verbunden mit einem Volleballturnier, eingeweiht werden.
Im Jahre 1995 wird die Jugendriege aufgelöst.
Am 29. November 1996 heisst die Generalversammlung neue Statuten und ein neues Fahnenreglement gut.
Im Jahre 2000 wird das 75jährige Jubiläum des Vereins gefeiert. Am 8. und 9. September präsentieren sich die drei Sektionen Handball, Fitness und Männerriege der Öffentlichkeit in Reinach. Sie zeigen selbstbewusst, wer sie sind und was sie bieten und werben damit gleichzeitig um neue Mitglieder. Am 18. November feiert der Verein den hohen Geburtstag mit einem gemötliche Rundgang durch die Basler Altstadt, einem originellen Apéro und einem festlichen Nachtessen im Pfarreiheim St. Nikolaus, wo - wie die Geschichte zeigt - nicht zum ersten Mal gefestet und gefeiert wird.