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- Nach einem grossen Erdrutsch werden im Südwesten Chinas mindestens 141 Dorfbewohner unter den Geröllmassen vermisst.
- Heftiger Regen hatte einen Berghang aufgeweicht.
- Die rund 2000 Helfer können eine dreiköpfige Familie mit einem Baby retten. 15 Todesopfer wurden bereits geborgen.
Der riesige Erdrutsch ereignete sich am Samstagmorgen im Kreis Mao in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Die Siedlung Xinmo mit zahlreichen zweigeschossigen Häusern wurde auf einer Länge von mehreren hundert Metern vollständig begraben. Es ist nur noch eine Geröllwüste zu sehen.
Familie mit Säugling gerettet
Rund 2000 Helfer suchen nach den Verschütteten, die meterhoch unter den Erdmassen begraben sind. Eine dreiköpfige Familie mit einem Säugling konnte gerettet werden, berichtete das Staatsfernsehen.
Wie die Chancen stehen, dass noch weitere Überlebende gefunden werden, ist unklar. Die Erdmassen hatten sich nach intensiven Regenfällen von einem hohen Berghang gelöst, berichtete das Parteiorgan «Volkszeitung». Auch ein Fluss sei über zwei Kilometer zugeschüttet worden.
Immer wieder Erdrutsche
Seit Wochen gehen in China heftige sommerliche Regenfälle nieder, die jedes Jahr schwere Überschwemmungen und häufig Erdrutsche auslösen. Das Unglück passierte in einer hügeligen Gegend von Sichuan, die von den Minderheiten der Tibeter und der Qiang bewohnt wird. Der Kreis Mao liegt rund 200 Kilometer nördlich von der Provinzhauptstadt Chengdu.
In der Provinz wurden mehrere andere Erdrutsche auch aus dem Kreis Puge gemeldet, wo zwei Dorfbewohner ums Leben kamen und vier verletzt wurden. Schwere Niederschläge gingen auch in den zentralchinesischen Provinzen Hunan und Hubei nieder, die schwere Überflutungen meldeten. Mindestens 390'000 Menschen seien betroffen, berichtete Xinhua. Mindestens zwei Menschen seien in Hunan ums Leben gekommen. Auch hier sei das Risiko von Erdrutschen gestiegen, warnten die Behörden.