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Kinderheim Maison des Anges
Im Kinderheim Maison des Anges leben durchschnittlich 120 Kinder. Ab drei Jahren besuchen sie den heiminternen Kindergarten. Seit 2019 gehen die Kinder in die provisorisch eingerichtete Schule auf dem Nachbarsgrundstück, weil der Schulweg zu gefährlich geworden ist.
Kinderheim seit 2000
Das Maison des Anges wurde 1998 durch Herrn Leslie Maximilien zusammen mit Frau Susan Krabacker gegründet. Zu Beginn war es ein Waisenheim für Kinder mit Behinderungen. Im Jahr 2000 wurde das Kinderheim in ein allgemeines Kinderheim und in eine Kindertagesstätte umgewandelt. Die Leitung übernahm Gladys S. Maximilien, die Ehefrau von Leslie Maximilien. Die haitianischen Behörde “Institut du Bien Etre social et Recherches (IBESR)” erteilte dem Kinderheim eine Betriebsbewilligung. Das Maison des Anges begann daraufhin mit ersten Platzierungen von Kindern mit Adoptionen in Frankreich, später folgten Adoptionen in Deutschland und der Schweiz.
UN-Kinderrechtskonvention
In der Vergangenheit finanzierte sich das Kinderheim hauptsächlich durch Adoptionen. Etwa die Hälfte der Kinder konnten jeweils in eine Familie vermittelt werden. Das hat sich seit Frühling 2014 geändert: Haiti hat die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert und ihre Gesetze im April 2014 angepasst. Dies führt dazu, dass eine Quersubventionierung des Heimes durch Adoptionen nicht mehr möglich ist.
- Anteil Adoptions-Einnahmen vor 2014 95% 95%
- Anteil Adoptions-Einnahmen nach 2014 10% 10%
Der Bedarf
Kinder
Mitarbeiter
USD Kosten im Monat
Im Kinderheim arbeiten Nounous (Betreuerinnen der Kinder), Krankenschwestern, Köchinnen, Haushaltshilfen, Lehrpersonen, Büroangestellte, Wächter, Fahrer und Allrounder. Total sind es 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Betrieb des Heims muss rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, funktionieren, damit die Kinder grundversorgt und geschützt sind.
Das Kinderheim benötigt monatlich 32‘000 USD. Darin sind Essen, Milchpulver, Babynahrung, Windeln, Kleider, Medikamente, Arztkosten, Personalkosten, Schulgelder, Gebäudeunterhalt etc. enthalten. Aktuell beträgt das monatliche Defizit 10’000 bis 20’000 USD, das der Förderverein Maison des Anges übernimmt. Der Staat zahlt nichts an die Unterhaltungskosten des Kinderheims. Wenn die Kinderheime die Mittel nicht aufbringen, müssen die Kinder zurück auf die Strasse oder sie werden als Kindersklaven ausgenützt – Kinder werden an reichere Leute gereicht, bei denen sie den Haushalt machen müssen. Im Gegenzug sollten sie eine Schulbildung erhalten, was meistens nicht geschieht. Viele werden ausgenützt – auch sexuell. Über 250‘000 Kinder leben mit einem solchen Schicksal.