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Bremgarten–Dietikon
|Kürzel||BD|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1902-05-01|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1902 eröffnete und von Anfang an elektrifizierte (Gleichstrom) BD war eine Aktiengesellschaft. Am Anlagekapital beteiligte sich unter anderem auch die Einwohnergemeinde Bremgarten. Die in den Fahrplänen als «Strassenbahn» bezeichnete BD wurde schmalspurig gebaut, die bereits seit 1876 bestehende Fortsetzung Wohlen–Bremgarten (WB) hingegen in Normalspur. Um die verschiedenen Spurweiten zu überwinden, legte man auf der WB-Strecke 1912 eine dritte Schiene ein. Gleichzeitig verband man die beiden Bahnen durch die Verlängerung Bremgarten–Bremgarten West und der Abschnitt Wohlen–Bremgarten wurde elektrifiziert, sodass nun die gesamte Strecke Dietikon–Wohlen von der schmalspurigen BD befahrbar war. Die Betriebslänge der BD war ab diesem Zeitpunkt deutlich grösser als die Eigentumslänge. Der plötzliche Anstieg der schwebenden Schulden 1911 sowie des Anleihekapitals ist im Zusammenhang mit den genannten Erweiterungen zu sehen, wozu ebenfalls eine umfangreiche Neubeschaffung von Rollmaterial gehörte. Entsprechend erhöhten sich die Baukosten und die fälligen Zinsen. Parallel wuchsen aber ebenfalls die Transportvolumina sowohl im Güter- wie im Personenverkehr an.
Hauptgeschäft der BD war der Personenverkehr. Ihre Betriebsergebnisse lagen stets im positiven Bereich, woran auch der Kriegsausbruch 1914 nichts änderte. Im Gegenteil stiegen die Gewinne markant an. Mit einem satten Überschuss von 163'400 Franken erwirtschaftete die BD 1919 das bislang beste Resultat überhaupt. Dividenden zahlte sie jedoch keine aus. Die Gewinne aus dem Transportgeschäft wurden zur Reservenbildung und zum Abbau der schwebenden Schulden eingesetzt. Die Betriebssubventionen ab 1913 stammten von den SBB für den Fahrdienst der BD auf der Strecke Wohlen–Bremgarten.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: