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Wie der Website der englischen Zeitschrift «Amateur Photographer» zu entnehmen ist, wird Vivitar das gesamte Lager von rund 13’000 Digitalkameras, Camcorders und andere Markenartikel ab 14. Oktober über das Internet ausverkaufen. Nach dem Konkurs von Vivitar am 21. August 2008 ging der Markenname «Vivitar» an den amerikanischen Unterhaltungselektronikkonzern Sakar International, doch war dieser nicht an den Lagerbeständen interessiert. Die europpäische Niederlassung Vivitar SA France hat ihre Tätigkeit bereits eingestellt und alle 26 Angestellte entlassen.
Sakar International ist offensichtlich nur an den Markenrechten interessiert, um unter «Vivitar» eine eigene Kameralinie zu vertreiben, die preislich zwischen 70 und 100 USD liegen sollen und damit deutlich höher als die bisher von Sakar angebotenen Digitalkameras, die zwischen 20 und 100 USD verkauft werden.
Vivitar wurde 1938 in Oxnar, Kalifornien, von Max Ponder und John Best gegründet und spezialisiert sich nach dem Zweiten Weltkrieg darauf, Kameras und Fotozubehör aus Deutschland nach Amerika zu importieren. In den Siebziger- und Achtzigerjahren schaffte sich Vivitar mit Objektiven mit Wechselfassungen (Serie 1), Blitzgeräten, Labor- und anderem Zubehör einen Namen. Das Blitzgerät Vivitar 283 war ein Meilenstein und wurde über 20 Jahre lang unverändert gebaut. In den vergangenen 20 Jahren konzentrierte sich Vivitar auf Kameras und den Vertrieb von preisgünstigen Analog- und Digitalkameras und war damit nicht mehr sehr erfolgreich. Im November 2006 wurde Vivitar von Syntax-Brillian übernommen, die am 8. Juli 2008 in Konkurs ging.