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Viele kennen die grossartige Skulptur aus wuchtigen geometrischen Steinquadern, welche in einer Nebenstrasse der Bahnhofstrasse in Zürich steht. Wer aber weiss schon, dass sie von Max Bill stammt? Noch viel weniger ist bekannt, dass Max Bill Bürger von Moosseedorf ist.
Max Bill ist ein international bekannter Universalkünstler. Geboren und aufgewachsen in Winterthur liess er sich nach einer Lehre als Silberschmied am Bauhaus in Dessau zum Architekten ausbilden. Dort war er Schüler von Wassily Kandinsky, Josef Albers und Paul Klee.
Bill arbeitete schon früh in verschiedenen Sparten und war als Bildhauer, Grafiker, Architekt, Herausgeber einer Zeitschrift wie auch als Designer von Alltagsgegenständen tätig. Er präzisierte die von Theo van Doesburg entwickelten Thesen der Konkreten Kunst, welche sein bildhauerisches wie sein grafisches Schaffen prägten. Bill pflegte gute Beziehungen zu Hans Arp, Piet Mondrian und Augste Herbin. Er war Mitbegründer und Erbauer der Hochschule für Gestaltung in Ulm, deren Rektor und Leiter der Abteilung Architektur und Produktform er wurde. An der Landesausstellung von 1964 in Lausanne war er leitender Architekt des Sektors „Bilden und Gestalten". Während acht Jahren gehörte er dem Gemeinderat von Zürich an und von 1967 bis 1971 vertrat er als Parteiloser den Landesring der Unabhängigen (LdU) im Nationalrat. Ab 1979 arbeitete er als Professor für Umweltgestaltung an der staatlichen Hochschule für bildende Künste in Hamburg.
Max Bill erhielt für sein Schaffen im In- und Ausland verschiedenste Preise und Ehrungen. Der Wichtigste ist der „Praemium Imperiale für Skulptur", ein japanischer Weltkulturpreis, der auch als Nobelpreis der Kunst gilt. Max Bill verstarb 1994 in Berlin.
Am 22. November wurde der Platz über dem RBS-Bahnhof, der bisher keinen offiziellen Namen hatte, in „Max Bill Platz" getauft. Zudem wurde eine Informationstafel zum Leben und zum Werk des grossen Künstlers aufgestellt. Der Sohn Jakob Bill sowie seine Ehefrau Chantal wohnten der Taufe bei. Ca. Personen aus der Bevölkerung nahmen an der Feier teil und ehrten mit ihrer Anwesenheit den Künstler.