Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03105.jsonl.gz/1971

«Werden in einem Quartier verkehrsberuhigende Massnahmen ergriffen, haben diese zum Ziel, dass sich die Autofahrer andere Wege suchen. Deshalb fordern wir, dass in den Verkehrszählungen auch die Verschiebung des Verkehrs auf die Bürglenstrasse in Richtung Marly erfasst wird.» Dies schreibt die Vereinigung der Freunde von Bürglen in einem Brief an den Freiburger Gemeinderat als Reaktion auf die zusätzlichen Begleitmassnahmen zur Poyabrücke im Juraquartier (die FN berichteten).
Neben Verkehrszählungen verlangt der Quartierverein zudem, dass die Stadt den Fussgängerweg im Ortszentrum entlang der Friedhofsmauer besser sichert. «An dieser Stelle kommen Busse und Lastwagen nur knapp aneinander vorbei», sagt Präsident Jean-Frédéric Python den FN. Diese müssten dann jeweils auf den nur farblich gekennzeichneten Fussgängerweg ausweichen. «Das ist gefährlich.» Möglichkeiten zur Verbesserung sieht Python etwa durch einen Eingang in der Mauer oder einen Zugang beim alten Kiosk, der es den Fussgängern erlauben würde, diesen Abschnitt auf der anderen Seite der Mauer zurückzulegen. «Das wären relativ kleine Sachen», so Python. Eine grössere Angelegenheit sind hingegen die besseren Busverbindungen, welche der Quartierverein schon seit Jahren fordert und die auch Bürgerinnen und Bürger immer wieder zu Aktionen anstiften (siehe Kasten). Auch im Brief an den Gemeinderat sind diese Thema. «Wir fordern, dass die Stadt die Verbindungen im öffentlichen Verkehr verbessert, damit die Bewohner eine reale Alternative haben», heisst es dort.
Verbesserung ist geplant
Es sei lange vor seinem Amtsantritt definiert worden, wo Zählungen im Zusammenhang mit dem Poyaprojekt erfolgten, sagt Gemeinderat Thierry Steiert (SP). Diese nun auf das Bürglenquartier auszuweiten, mache aber keinen Sinn. «Wir hätten vor der Eröffnung der Poyabrücke bereits Zählungen machen müssen.» Auch glaubt Steiert nicht, dass die Massnahmen im Juraquartier Auswirkungen auf Bürglen haben werden.
Eine Verbesserung der Ortsdurchfahrt in Bürglen sei im Agglomerationsprogramm zweiter Generation sowie im noch nicht verabschiedeten Aggloprogramm dritter Generation vorgesehen, so Steiert. Dies bestätigt Félicien Frossard, Generalsekretär der Agglo. Die Umsetzung sei für den Zeitraum 2023 bis 2026 geplant. Was genau gemacht wird, sei noch nicht definiert.
Und was den Verkehr betrifft, will Steiert die Kadenz der Regionalbusse verbessern. «Eine eigene städtische Buslinie hätte unverhältnismässige finanzielle Konsequenzen.»
Fragebogen: Kandidaten sollen Stellung beziehen
W ie wollen Sie Bürglen besser integrieren? Welches wären konkrete Massnahmen? Einen Fragebogen mit diesen und anderen Fragen hat eine Gruppe von Einwohnern von Bürglen an alle Freiburger Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten verschickt, alle Antworten wird die Gruppe «Bourguillon en marche» auf ihrer Website aufschalten. «Wir gehören zu Freiburg, sind aber nicht gut angeschlossen», erklärt Initiantin Franziska Heyna den FN. «Wir wollen, dass sich die Kandidaten dessen bewusst werden und Stellung beziehen.» Unter dem Titel «Bourguillon en marche» gibt es nicht nur eine Website, die Gruppe ist nun auch auf Facebook und Instagram aktiv. rb www.bourguillon-en-marche.org