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(Papierboot, ArgonautaArgo L.), Tintenschnecke aus der Ordnung der Oktopoden. Das Weibchen hat einen rundlichen
Körper, kleinen Kopf, sehr großen Trichter und ein lappenartig verbreitertes oberes Armpaar. Die Färbung ist prachtvoll
und mannigfach, zum Teil mit silberartigem Schimmer. Die papierdünne Schale ist ungemein elegant und ziemlich elastisch,
spiralig gewunden, doch so, daß der letzte Umgang die frühern völlig bedeckt; auch scheint sie zu dem
herausgenommenen, nirgends enger mit ihr verwachsenen Tier gar nicht zu passen, so daß man lange Zeit glauben konnte, das
Tier bewohne die Schale einer fremden, noch nicht bekannten Gattung.
Das Männchen ist viel kleiner, entbehrt der Schale und der verbreiteten Arme; einer der letztern jedoch
entwickelt sich zu einer birnförmigen Blase, ist länger als die übrigen und endet in einen fadenförmigen Anhang. Er füllt
sich mit Samen,
[* 3] reißt bei der Begattung ab und bleibt als vermeintlicher Eingeweidewurm (Hectocotylus) in der Mantelhöhle
des Weibchens noch längere Zeit frisch und beweglich, bis die eigentliche Begattung und Befeuchtung vollzogen
ist. Das Weibchen trägt die Eier
[* 4] im hintern Raum des Gehäuses mit sich herum. Der Papiernautilus bewohnt das
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Mittelmeer, besonders die sizilische Küste und den Busen von Tarent. Er war schon den Alten bekannt, und man fabelte, daß das
Weibchen die verbreiteten Arme als Segel benutzt, während es thatsächlich mit ihnen rudert.
Vgl. Müller, Über das Männchen
von Argonauta und die Hektokotylen (Leipz. 1853).