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Erst nach der Generalmobilmachung vom 1. September 1939 erlangte die Gegend von Gola di Lago wieder militärische Bedeutung. Der noch aus dem Ersten Weltkrieg stammende Verteidigungsgürtel musste im Lichte des neuen Armeeauftrags, die Verteidigung des schweizerischen Staatsgebiets ab seiner Grenze, und aufgrund der grösseren Reichweiten der neuen Waffen umstrukturiert werden. Aus diesem Grund wurde unter Ausnutzung der Geländetopographie eine neue, kaum überwindbare Abwehrlinie von Ponte Brolla über Indemini, Mezzovico, Gola di Lago bis nach Gandria konzipiert.
Das Gebiet von Gola di Lago bekam dadurch umgehend eine grosse Bedeutung. Die Beherrschung dieses Übergangs erlaubte es, den Verkehrsfluss vom oberen Valle del Vedeggio nach Isone und Camignolo sowie zwischen Rivera und Taverne zu kontrollieren und gleichzeitig allfällige feindliche Militäraktionen zwischen dem Monte Ceneri und dem Camoghè stören zu können.
Schliesslich wurden drei Infanteriewerke geplant, finanziert und gebaut: Der Infanteriebunker «Cima di Lago 1» (07) mit drei Maschinengewehren und dem in der Nähe gelegenen Gegenwerk «Cima di Lago 2» (06), der Bunker «Davrosio» (02) mit gepanzerten Beobachtungsposten und drei Maschinengewehren sowie der Infanteriebunker «Cappella di Lago» (01) mit einer Infanteriekanone und zwei Maschinengewehren.
Mit der einzigen Quelle in der Gegend konnte dank eines Verteilsystems die Wasserversorgung aller Festungsbauten sichergestellt werden. Diese Wasserleitungen werden noch heute genutzt.
Während der Nachkriegszeit wurde der Abschnitt zusätzlich mit betonierten Unterkünften und einem Bataillonskommandoposten in der Nähe der Militärunterkünfte verstärkt.