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Erprobung des künftigen digitalen Reisedokuments mit Gesichtserkennung steht bevor
Anfang nächsten Jahres soll ein Test für ein künftiges digitales Reisedokument mit Gesichtserkennung stattfinden. Das Pilotprojekt wird auf KLM-Flügen von Kanada in die Niederlande stattfinden, heißt es in einem Schreiben des Parlaments.
Die Reisenden werden gebeten, ein Porträt ihres Gesichts (Selfie) zu machen. Dieses kann dann mit dem im Pass-Chip gespeicherten Foto verglichen werden. In diesem Stadium prüft die Gesichtserkennung, ob die Person, die den DTC (digitaler Reiseausweis, Anm. d. Red.) erstellt, auch der rechtmäßige Inhaber des Dokuments ist“, heißt es in dem Schreiben.
„An welches frühere Pilotprojekt erinnert mich das eigentlich?“, fragt der FVD-Abgeordnete Pepijn van Houwelingen. „Ah, jetzt erinnere ich mich, das Projekt „Known Traveller Digital Identity“ des Weltwirtschaftsforums natürlich!“
Dies ist ein digitaler Reisepass, der um den Covidimpfpass erweitert werden kann. Es handelt sich um eine Partnerschaft zwischen dem WEF, der niederländischen Regierung, der kanadischen Regierung, Air Canada, KLM und einigen Flughäfen, darunter der Flughafen Schiphol.
Das Ziel des Projekts: „Eine neue Zukunftsvision für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr zu schaffen und ein vertrauenswürdiges, gemeinsames und für beide Seiten vorteilhaftes System zu entwickeln, in dem der Reisende im Mittelpunkt steht“.
Zuvor hatte Van Houwelingen parlamentarische Anfragen zu dem Projekt gestellt. Aus den Antworten geht hervor, dass die Niederlande im Januar 2018 von der kanadischen Regierung und dem WEF um eine Teilnahme gebeten wurden und dass „die Projektleitung auf niederländischer Seite dem Ministerium für Justiz und Sicherheit übertragen wurde“.