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Wodurch unterscheiden sich wirtschaftspolitische und wirtschaftstheoretische Aussagen?
Die Wirtschaftstheorie versucht wirtschaftliche Zusammenhängen zu erklären. Sie versucht Kausalaussagen, also Ursache-Wirkung-Bezüge rauszufinden.
Die Wirtschaftspolitik fragt eher nach Ziele und Maßnahmen diese Ziele zu erreichen. Dabei baut die Wirtschaftspolitik auf die Wirtschaftstheorie auf. Es geht um die Mittel-Ziel-Beziehung.
Welche budgetmäßige und gesamtwirtschaftliche Kosten entstehen durch Arbeitslosigkeit?
Direkt zuordbare Kosten wie Zahlung von Arbeitslosengeld, Hartz 4, Betrage zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung, Wohngeld u.s.w.
Indirekte Kosten wie Ausfälle an Steuern und an Sozialbeiträge.
Gesamtwirtschaftliche Kosten wie Wertschöpfungsverlust gemessen an den entgangenen BIP.
Soziale Kosten von psycho-soziale Folgen u.a. durch Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung der Arbeitslosen, Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, gesellschaftlich-kulturelle Isolation und damit Verlust an sozialer Kompetenz und sozialer Anerkennung, höheres Krankheits- und Suizidrisiko.
Kann die Arbeitslosenquote als Maßgröße für Arbeitslosigkeit herangezogen werden?
Arbeitslosenquote = Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen in %. (Anzahl der registrierten Arbeitslosen/Anzahl der zivilen Erwerbstätigen + Anzahl der registrierten Arbeitslosen)
Sie ist nicht geeignet als Maßgröße für Arbeitslosigkeit weil
Statistisch erfasst werden nur die bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Arbeitssuchenden, nicht alle Arbeitssuchenden.
Nicht erfasst Personen die an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen,
Nicht erfasst Personen die arbeitsunfähig erkrankt sind,
Nicht erfasst Personen im Vorruhestand
Nicht erfasst Kurzarbeiter
Die Arbeitslosenquote entspricht nicht den Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation
ISt das BIP als Wohlstandsindikator geeignet ?
Das BIP erfasst den Gesamtwert aller Güter, Waren und Dienstleistungen, welche innerhalb der Grenzen einer Volkswirtschaft in einer Periode hergestellt wurden.
Er ist alleine nicht als Wohlstandsindikator geeignet weil
Berücksichtigt nicht die sozialen Kosten die bei der Güterproduktion entstehen. Gibt keinen Hinweis auf die Einkommensverteilung oder die Vermögensverteilung einer Gesell-schaft Nachhaltigkeit einer Wirtschaft wird nicht erfasst: Kosten für Beseitigung von Umweltschäden gehen in die Berechnung des BIP ein und erhöhen es. Umfasst nur Markttransaktionen – Produktionen in privaten Haushalten werden nicht erfasst obwohl sie die Wohlfahrt berühren (z.B. Hausarbeit, Kindererziehung Gartenarbeit) Sagt wenig über die Qualität des Gesundheits- und Bildungssystems aus.
Was ist ein Windfallprofit?
Mann spricht von Windfallprofit wenn ein zufälliges und ungeplantes Gewinn entsteht der Aufgrund einer bestimmten Situation entsteht, die zu einer Marktänderung geführt hat. Der Gewinn ist somit nicht Leistungsbezogen.
Beispiele für Windfallgewinne sind:
Steigen aufgrund politischer und konjunktureller Entwicklung die Weltmarktpreise für Öl, bleiben die Kosten der Ölgewinnung unverändert, die durch höhere Preise zusätzlich erzielten Gewinne sind Windfall Profits Auf Gütermärkten: durch Änderung staatlicher Regulierungsvorschriften zugunsten eines Un-ternehmens Auf Devisenmärkten: bei unerwarteter positiver Kursänderung eines Wechselkurses
Welche Unterschied besteht zwischen Kostendruck- und Angebotslücken-Inflation und wie ist ihre Auswirkung auf die Angebots-funktionskurve?
Bei der Kostendruckinflation steigen die Preise weil die Produktionskosten steigen. DIe Kosten können aufgrund höhere Preise bei den Rohstoffe, höhere Steuersätze, gestiegene Löhne u.s.w steigen. Die Kosteerhöhung kann Hausgemacht oder importiert sein.
Die Angebotsfunktion wird nach oben verschoben, also wird die selbe Gütermenge zu höheren Preise angeboten.
Bei der Angebotlückeninflation ist die Nachfrage gleich, jedoch nimmt die Angebotsmenge ab. Gründe dafür können Produktionsausfall, Streiks, Missernten, Naturkatastrophen u.s.w sein. (Eine Angebotslücke kann auch durch erhöhte Exporttätigkeiten entstehen). Auch hierbei können die Gründe Hausgemacht oder importiert sein.
Die Angebotsfunktion wird nach links verschoben, auf einer bestimmten Höhe des Preisniveaus wird weniger angeboten.
Können Unternehmen grundsätzlich ihre Umsätze maximieren wenn sie ihre Preise senken?
Nein, weil die Reaktion der Nachfrager von ihrer Bedürfnisstruktur, die sich in der Preiselastizität der Nachfrage ausdrückt, abhängt.
Bei einer preisunelastische Nachfrage wird Nachfrage auch bei einer Preisminderung nicht steigen, dadurch werden eher Umsatzeinbüßen entstehen.
Bei einer preiselastische Nachfrage wird die Preisminderung zu einem Absatzplus führen. Der Verzicht auf einen Teil des alten Stückpreises wird durch eine relativ stärkere Nachfragezunahme kompensiert.
Unelastische Nachfrage = Nachfragemenge reagiert nicht sehr stark auf Preisveränderungen; ist <1 Elastische Nachfrage = Nachfragemenge reagiert stark auf Preisversänderungen; ist >1)
Geringe Inflationsrate und flacher Konjunkturverlauf führen zu geringeren Steuereinnahmen für den Staat. Begründen Sie die These.
Eine geringe Inflationsrate impliziert auch eine geringe im Umlauf befindliche Geldmenge. Durch diese geringe im Umlauf befindliche Geldmenge wird die Preissteigerung gehemmt. Generell geht damit allerdings eine Steigerung der Arbeitslosigkeit einher, denn es fehlen die Anreize für Unter-nehmen mehr Ware zu produzieren und dafür mehr Arbeitnehmer einzustellen. Dadurch stagniert die Konjunktur, die Investitionen und der Konsum was in Folge zu geringeren Steuereinnahmen (sowohl der Konsumsteuer als auch der Lohn- und Einkommenssteuern) für den Staat führt.
Allgemein kann noch gesagt werden, dass die Gründe der Inflation ausbleiben, also besteht weder ein Nachfrageüberschuss, noch ist mehr Geldmenge auf den Markt, die eine Inflation fordern wurden. Wird nicht mehr verkauft, werden auch nicht mehr Unsatzsteuer bezahlt.
Die Verbindung der Inflation und der Arbeitslosigkeit wird hingegen durch die erweiterte Phillipskurve verdeutlicht.
Wenn durch die Verteilung des BIP alle Bürger bessergestellt werden sollten, ist dies nur durch Wachstum möglich? Mit Begründung
Die Aussage stimmt. Bei gleich bleibendem BIP können nicht alle Menschen mehr bekommen da eine Umverteilung zum Vorteil einiger Menschen eine Benachteiligung anderer Menschen bedingt. Entsprechend der Pareto-Effizienz soll keine Umverteilung stattfinden sondern eine allgemeine Besserstellung aller Bevölkerungsschichten erreicht werden. Damit alle Menschen besser gestellt werden können, muss auch die zu verteilende Menge größer werden und das ist nur durch Wachstum möglich.
Wie kann die Nachfrage- bzw. Angebots-Elastizität ermittelt werden? (In der Aufgabe: Zuordnung von Beispielen zu (un-) elastischer Nachfrage und (un-) elastischem Angebot. Z.B. der Preis sinkt um 3%, die Nachfrage steigt um 5%)
Mit Hilfe des Elastizitätskoeffizienten lassen sich die Begriffe elastisch und unelastisch genauer bestimmen: ELdir > 1 Ist der Elastizitätskoeffizient größer 1, dann spricht man von elastischer Nachfrage Die Nachfrage nach Gütern des gehobenen Bedarfs, wie z.B. Autos oder Schmuck, ist i.d.R. elastisch. ELdir < 1 Bei einem Elastizitätskoeffizienten, der kleiner als 1 ist, spricht man von einer unelastischen Nachfrage. ELdir = 1 Bei einem Elastizitätskoeffizienten von 1, sagt man, dass es eine proportionalelastische Nachfrage ist. ELdir = 0 Wenn der Elastizitätskoeffizient 0 beträgt, ist es eine vollkommen unelastisch Nachfrage. ELdir = ∞ Man spricht bei einem Elastizitätskoeffizienten von ∞ von einer vollkommen elastischen Nachfrage. Bedeutung der direkten Nachfrageelastizität Die durch Marktbeobachtungen ermittelten Elastizitätskennziffern, versetzen einen Anbieter in die Lage abzuschätzen, welche Folgen Preisänderungen für die Nachfrage bzw. den Umsatz haben.
Was ist der Unterschied zwischen eine realen und einer nominale Bewertung einer ökonomische Größe? (z.B: BIP)
Reale Bewertung: • Die reale Bewertung einer Größe ist von inflationären Einflüssen bereinigt – d.h. es wird rechne-risch unterstellt dass es keine Inflation gegeben habe – die Größe wird zu konstanten Preisen bewertet. • Bezieht keine Preissteigerungen mit ein • Größen der verschiedenen Jahre werden dabei mit einem konstanten Satz des Basisjahres bewertet Nominale Bewertung: • Die nominale Bewertung einer Größe ist einschließlich inflationsbedingter Preiserhöhungen - die Größe wird zu laufenden (aktuellen) Preisen bewertet. • Inflationseffekte werden nicht ausgeklammert • Berechnung erfolgt mit den jeweiligen Größen aus dem maßgeblichen Jahr. Dies kann alternativ auf jede Art von ökonomischen Größen angewendet werden. Um Größen über mehrere Perioden miteinander zu vergleichen ist es wichtig, dass sie INFLATIONSBEREINIGT SIND.
Beschreibe die Wechselwirkung zwischen Bedürfnis und Produktion und beschreibe welchen Einfluss die Werbung darauf hat?
EIn Bedürfnis ist ein subjektiver Empfinden eines Mangels. Also möchte man was haben, was man nicht verfügt. Da das Bedürfnis subjektiv ist, kann es im Gegenteil zu einen Bedarf nicht gemessen werden. "z.B.:Bedarf an gebrauchte Kalorien oder Vitaminen).
Die Produktion von materiellen und imaterillen Güter soll die Bedürfnisse befriedigen.
Bedürfnisse subjektiv und endogen, das bedeutet, dass sie von einem Menschen selber ausgehen. Werbung versucht exogen ein Bedürfnis im Menschen zu erzeugen, also von außen, um die hergestellten Güter an den Mann zu bringen.
Die Werbung unterstützt und verstärkt diese Abhängigkeiten und informiert darüber, dass Produkte vorhanden sind und dass diese Produkte bestimmte Bedürfnisse befriedigen können.
In welchem Umfang Bedürfnisse erst durch die Produktion von Gütern und durch Werbestrategien geschaffen werden, kann nicht beurteilt werden.
Welchen Unterschied besteht zwischen Gütermarkt und Arbeitsmarkt?
Der erste Unterschied besteht darin, dass auf den Arbeitsmarkt der Unternehmen der Nachfrager ist und der Haushalt bietet die Arbeitskraft an. Im Gütermarkt ist der Unternehmer der Anbieter und der Hauslhalt der Nachfrager.
• Existenzielle Abhängigkeit vom Arbeitsmarkt: AN ist gezwungen seine Arbeitskraft anzubie-ten er kann nicht auf die Vermarktung seiner „Ware“ verzichten • Externe Lohnfestsetzung: einzelner AN hat keinen direkten Einfluss auf den Marktpreis der Ar-beit Lohnfestsetzung erfolgt i.d.R. extern in Tarifverhandlungen ist der Preis zu niedrig kann der AN aber nicht darauf verzichten seine Arbeitsleistung anzubie-ten, sondern muss i.d.R. den niedrigen Lohn akzeptieren
• Preisbildung und Mindestlöhne: vereinbarte tarifliche Mindestlöhne sind zwar nach oben flexibel aber nicht nach unten. Ein Angebotsüberhang auf dem Arbeitsmarkt führt also nicht – wie auf dem Gütermarkt – zu sinkenden Preisen (bzw. Löhnen), so dass sich ein sogenanntes Unterbeschäftigungsgleichgewicht einstellt. Im Gegensatz zu den Theorien der vollständigen Konkurrenz ergibt sich aus den Marktkräften kein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage
Erläutere die Kreuzpreiselastizität und wie sich die Nachfrage der Güter A und B verhält.
Die Kreuzpreiselastizität oder auch indirekte Nachfrageelastizität genannt, ist das Verhältnis einer prozentuale Nachfrageänderung des Gutes A zu einer pronzentuale Preisänderung des Gutes B.
Im Gegenteil zur direkten Elastizität spielt das Vorzeichen hier eine Rolle da ein negatives Vorzeichen bei komplämenteren Güter vorkommt und ein positiven Vorzeichen bei Substitutionsgüter vorzufinden ist.
Komplementärgüter: Sind Güter, die gemeinsam nachgefragt werden weil sie sich in ihrem Nutzen ergänzen Preissenkung führt bei Komplementärgüter zu Nachfragesteigerung (z.B. Kraftfahrzeuge und Benzin; steigt der Preis für Benzin stark an, sinkt die Nachfrage nach Fzg mit hohem Benzin-verbrauch.
Substitutionsgüter: Stillen ähnliche Bedürfnisse und werden daher von den Konsumenten als Ersatzgut angesehen Preissenkung führt bei Substitutionsgüter zu Verminderung der Nachfrage (z.B. Preis für But-ter steigt, Nachfrage für Butter sinkt und die Verbraucher weichen auf Margarine aus; wenn der Preis für Apfel steigt kaufe ich mehr Birnen usw.)
Erörtere die These, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften vor allem von den 3 Größen volkswirtschaftliche Gesamtnachfrage (und damit Produktionshöhe), Arbeitsproduktivität und Lohnkosten abhängt.
Volkswirtschaftliche Gesamtnachfrage: Produktionsmenge richtet sich nach gesamtwirtschaftlicher Nachfrage nach Waren u. Dienstl. Hohe Nachfrage = hohe Produktion hohe Nachfrage nach Arbeitskräften (Ziel: Bedarf der Haushalte decken) Sinkende Nachfrage = weniger Umsatz runterfahren der Produktion und sinkender Bedarf an Arbeitskräften Arbeitsproduktivität: = das Verhältnis zw. Input und Output (Minimalprinzip = mit wenig Aufwand den höchst mögli-chen Ertrag erzielen) Bei steigender Arbeitsproduktivität bei gleichbleibender Produktionsmenge sinkt der Bedarf nach Arbeitskräften (Arbeitskräfte sparende Rationalisierung, durch technischen Fortschritt o-der durch Einführung von neuen Produktionsverfahren)
Lohnkosten: Das Ziel von Unternehmern ist die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, auch die Lohnkosten. Durch den Einsatz von Maschinen können die Lohnkosten gesenkt werden sinkt die Nachfrage nach Arbeitskräften Bei niedrigen Lohnkosten, die den Einsatz von teuren Maschinen und deren Wartung nicht rechtfertigen, steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften das ist auch der Grund warum die Produktion von Gütern in den letzten Jahrzehnten in die sogenannten Billiglohnländer ausgelagert wurde. In finanziellen Engpässen sparen die Unternehmen bei den Lohnkosten (Kurzarbeit, Entlassun-gen) da diese variable Kosten sind die kurzfristig gesparte werden können. Maschinen und Anla-gen haben hohe Fixkosten die nicht so leicht Löhne sind nur nach oben flexibel und nicht nach unten. Ein Angebotsüberhang führt daher nicht zu sinkenden Löhnen. (Unterbeschäftigungsgleichgewicht) Wirtschaftspolitisches Konzept von Keynes: Wenn eine Nachfragelücke nach Arbeitskräften besteht, die sich nicht von selbst schließt, dann ist es Aufgabe des Staates, durch geeignete Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die private Nachfrage nach Arbeitskräften zunimmt. Die Produktion ist das Ergebnis und nicht Voraussetzung der Be-schäftigung. Das Wirtschaftswachstum ergibt sich aus der Entwicklung von Beschäftigung und Produktivität, nicht umgekehrt.
Erläutern Sie eine Preiskalkulation nach dem Prinzip „bottom up“ und „top down“
Bei der Preiskalkulation handelt es sich um den Prozess den Angebotspreis anhand der Kosten zu ermitteln. Sie liefert Informationen um den MArktpreis zu beurteilen und ggf. kurzfristige und langfristige Preisuntergrenzen zu definieren. NAtürlich ist das Ziel den Preis so zu definieren, dass alle Kosten gedeckt sind und ein Gewinn erwirtschaftet wird.
Top-down Kalkulation Wird von gegebenem Marktpreis ausgegangen und versucht die Kosten entsprechend anzu-passen Hier wird von den Gesamtkosten auf die Einzelkosten runtergerechnet um zu sehen ob am En-de noch etwas übrigbleibt Typische systematische Schätzfehler: geschätzte Mengen können über- oder unterschätzt wer-den – das belastet das Projekt und den Gewinn. Bottom up Kalkulation Werden alle Kosten addiert und ein Gewinnzuschlag erhoben Erfahrungswerte für typische Komponenten oder Funktionen werden bewertet. Ihre Menge wird geschätzt. Typische systematische Schätzfehler: Zusammenfassung enthält Sicherheitszuschläge oder un-nötige Leistungen, die den Preis belasten u. durch die Gefahr von Absatzeinbußen oder Pro-jektverlusten den Ertrag schmälern.
Was versteht man unter Kurzarbeit?
Bei der Kurzarbeit handelt es sich um eine partielle Arbeitslosigkeit. Der Mitarbeiter arbeitet nur ein Teil der üblichen Arbeitsszeit, ehält aber auch nur den anteiligen Lohn. Bei bestimmten Voraussetzungen übernimmt das Arbeitsamt die Bezahlung eines Teils des Verdienstausfalls.
Durch Zahlung von Kurzarbeitergeld soll den Betrieben bei vorrübergehenden schwierigen Be-dingungen die Möglichkeit gegeben werden, ihre eingearbeiteten MA halten zu können und AN Arbeitsplätze zu erhalten, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden Zustimmung des Betriebsrates ist notwendig
Angenommen die Arbeitslosenquote entspricht der beschäftigungspolitischen Realität. Was berücksichtig die Quote dennoch nicht? Wie müsste die Arbeitslosenstatistik konkret differenziert werden?
Die Arbeitslosenquote = (gemeldeten arbeitslosen/zivilen bzw. abhängige zivilen Erwerbspersonen)*100
I.d.R wird zur Ermittlung nder Quote im Nenner die Anzahl der zivilen abhängigen Personen genommen.
Was die Quote nicht unterscheidet ist, um welche Ursache von Arbeitslosigkeit es sich hierbei handelt. Informationen bezüglich den Grund der Arbeitslosigkeit wie, friktionelle-, saisonale-, konjunkturelle- und vor allem strukturelle Arbeitslosigkeit, die sowohl Informationen über regionale- oder sozio-struktureller Hinsicht enthält, wären für die Arbeitsosigkeitbekämpfung durch arbeitspolitischen Maßnahmen wichtig um eine bessere Effektivität zu gewährleisten.
Erklären sie Früh-, Präsens- und Spät-Indikatoren und nennen sie jeweil ein Beispiel.
Konjunkturindikatoren sind Messgrölßen, mit denen man die wirtschaftliche Entwicklung abbilden kann. Sie dienen der Operationalisierung wirtschaftspolitische Zielgrößen.
Frühindikatoren:
• Zeigen bereits im Voraus Veränderungen an, die sich mit gewisser Verzögerung beim Inlandsprodukt oder bei der Kapazitätsauslastung ergeben werden • Auftragseingänge, Lagerveränderungen in der Industrie, Baugenehmigungen
Präsenzindikatoren:
• Entwickeln sich parallel zur Konjunktur • Arbeitslosenzahlen, Zahl offener Stellen, BIP, Produktionsindex
Spätindikatoren:
• Reagieren erst mit gewisser Verzögerung auf Konjunkturveränderungen • Preisveränderungen, Beschäftigungssituation
Kann ein Monopolist jeden Preis auf den Markt verlangen?
Als einziger Hersteller und Anbieter eines Produkts befindet sich ein Monopolist in einer einzigar-tigen Position Der Monopolist hat uneingeschränkte Kontrolle über die Menge des Angebots und den Preis Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch dass der Preis eines Gutes (analog auch Gewinnspanne) höher ist als bei polypolistischer Preisbildung denn die Nachfrager können nicht auf andere Anbieter ausweichen Nachfrager verhalten sich eher preisunelastisch; können und werden nur in geringem Maße von Preissteigerungen abgeschreckt, da sie auf Monopolisten angewiesen sind Wird der Monopolist zu gierig und übersteigt der Preis den Cournot’schen Punkt (Schnittpunkt von Grenzerlös und Grenzkosten), fangen die Nachfrager an sich einzuschränken und verzichten auf die Güter (Cournot’scher Punkt ist die Bezeichnung für den Punkt auf der Preis-Absatz Funk-tion eines Monopolisten, an dem sich das U im Gewinnmaximum befindet/Ergebnis monopolisti-scher Preisbildung
Wie wird Inflation gemessen?
Die Inflation bezeichnet einen Anstieg des Preisniveaus über einen bestimmten Zeitraum. Dies geschieht auf Grund einer Erhöhung der Geldmenge durch die Zentralbank. Dabei ändert sich das Verhältnis von Geld und Gütern in dem Maße, dass mehr Geld für ein Gut aufgebracht werden muss beziehungsweise für eine Einheit Geld weniger Güter erhältlich sind. Die Inflation ist also eine Geldentwertung. Gemessen wird die Inflation mit Hilfe eines sogenannten Verbraucherpreisindexes. Dabei wird ein Warenkorb herangezogen und die Veränderung der Preise der Güter aus diesem Warenkorb zu einem Basisjahr verglichen. Dieser Warenkorb besteht aus einer Anzahl verschiedener Güter, die repräsentativ für den Konsum in Deutschland stehen.
Dazu gehören nicht nur die Artikel, die Verbraucher täglich kaufen (z. B. Brot und Obst), sondern auch Gebrauchsgüter (z. B. Autos, PCs, Waschmaschinen usw.) und wiederkehrende Transaktionen (z. B. Mietzahlungen). Die Zusammenstellung dieser „Einkaufsliste“ von Artikeln und ihre Gewichtung entsprechend ihrer Bedeutung in den Budgets der Verbraucher ergeben den sogenannten Warenkorb. Jeden Monat prüft eine Gruppe von Preisbeobachtern die Preise dieser Artikel an verschiedenen Verkaufsstellen. In der Folge werden die Kosten dieses Korbs immer wieder verglichen, sodass eine Zeitreihe für den Preisindex entsteht. Die jährliche Inflationsrate kann dann berechnet werden, indem man die Veränderung der Kosten des Warenkorbs heute als Prozentsatz der Kosten desidentischen Warenkorbs vor einem Jahr ausdrückt.
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI; englisch Harmonised Index of Consumer Prices, HICP), ist ein in der Europäischen Union von der Eurostat erhobener Verbraucherpreisindex, der nach EU-weit einheitlichen Regeln berechnet wird. Ihm liegt ein EU-weit einheitlicher Warenkorb zugrunde. Der HVPI ist die Kennzahl, mit der in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) die Preisniveauentwicklung gemessen wird
Begründe Warum Bedürfnisse der Verbraucher als „Motor der Wirtschaft“ bezeichnet werden können.
Bedürfnisse sind subjektive Empfindungen eines Mangels. Güter können diese Bedürfnisse erfüllen. Dazu gehören Sachgüter, Dienstleistungen und Rechte. Jedoch können nicht alle Bedürfnisse als Motor der Wirtschaft bezeichnet werden, sondern nur diejeniege, die sich auch tatsächlich im Bedarf, also als eine konkrete Nachfrage an dem Markt ergeben. Bedürfn´sse an sich können nämlich existieren ohne je erfüllt zu weden.
Was macht die unsichtbare Hand des Marktes?
Die unsichtbare Hand ist eine Metapher, die die Selbstregulierung des Marktes beschreibt.
Dahinter steckt die freie Preisbildung und die Rückwirkung der Preise auf Anbieter- und Nachfrageverhalten. Preise sind die Instrumente, mit denen die unsichtbare Hand die wirtschaftliche Aktivität dirigiert. Die Preise widerspiegeln beides, den gesellschaftlichen Wert eines Guts und die sozialen Kosten der Produktion. Da sich Unternehmungen und Haushalte bei ihren Kauf- und Verkaufsentscheidungen an Preisen orientieren, berücksichtigen sie bei ihren Entscheidungen unbewusst soziale Nutzen und Kosten ihrer Aktivitäten. Preise führen die individuellen Entscheidungsträger zu Ergebnissen, die in vielen Fällen auch die soziale Wohlfahrt maximieren. In letzter Konsequenz bringt die unsichtbare Hand Märkte gewöhnlich dazu, die Ressource effizient zu verteilen.
Kein einzelner Marktteilnehmer strebt direkt danach das Volkseinkommen zu maximieren; jeder will nur seinen Güterbedarf decken. Und doch führe der Marktmechanismus durch seine unsichtbare Hand zum volkswirtschaftlichen Optimum. Das eigennützige Streben der wirtschaftenden Menschen oder Unternehmen trage im „System der natürlichen Freiheit“ zum Wohl der gesamten Gesellschaft bei.
Vollbeschäftigung bedeutet eine Arbeitslosenquote von „Null“. Falsch oder richtig?
Die Aussage ist falsch: Auch in Ländern ohne Arbeitslosenprobleme gibt es saisonale, friktionelle und „gezielte“ Arbeitslosigkeit („Wohlstandsarbeitslosigkeit“), sodass ein gewisser Bodensatz an Arbeitslo-sen immer eine Arbeitslosenquote >0 bedingt.
In Industrieländer spricht man von Vollbeschäftigung wenn die Arbeitslosenquote < 4% ist.
Unterscheiden sie theoretische und politische Aussagen
Politischen Aussagen im gegensatz zu theoretischen Aussagen enthalten Wertungen/Meinungen , die objektiv nicht im Sinne von richtig oder falsch überprüfbar sind. Dies gilt sowohl für die wirtschaftspolitischen Ziele als auch für die Instrumente und Maßnahmen.
Sollte man lieber angemessenes oder maximales Wachstum anstreben?
a) Maximales Wachstum würde mit erhöhtem Verbrauch knapper und nicht regenerierbarer Res-sourcen einhergehen b) Forciertes Wachstum kann die Umwelt noch mehr schädigen bzw. belasten, als dies ohnehin schon geschieht c) Wachstum kann auch mit anderen Zielsetzungen kollidieren, beispielsweise kann forciertes Wachstum zu einem Anstieg des Preisniveaus oder sogar zu Beschäftigungseinbußen (jobless growth) führen. d) Angemessenes Wachstum ist allenfalls solches, wie es zur Kompensation des Freisetzungseffekts beim Faktor Arbeit aufgrund technischen Fortschritts zur Beschäftigungssicherung erforderlich ist. Aus der Analyse dieser Aussagen ist ein angemessen Wachstum eher anzustreben da dabei die vor-handenen Ressourcen im Vergleich am wenigsten strapaziert werden. Eher sollte man ein nachhalti-ges Wachstum anstreben um die vorhandenen Ressourcen zu schonen.
Was versteht man unter Wirtschaftspolitik und welches ist die wichtigste wirtschaftspoliti-sche Zielsetzung
Die Wirtschaftspolitik erstreckt sich auf die Durchführung von Maßnahmen mit denen der Staat be-stimmte ökonomische, soziale und politische Ziele verwirklichen will. Wirtschaftspolitik legt die Re-geln fest, innerhalb derer die weitgehend privat organisierte Wirtschaft sich mit all ihren verschiede-nen Akteuren entfalten kann. Welche Ziele mit welchen Instrumenten erreicht werden sollen hängt von den jeweiligen Akteuren ab. Die wichtigste wirtschaftspolitische Zielsetzung kann nur auf politischer Ebene bestimmt werden, all-gemein lässt sich dies nicht sagen. Das wirtschaftspolitische Endziel ist die Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt. Im deutschen Stabilitätsgesetz wird das gleichzeitige Erreichen der vier wirtschaftspolitischen Ziele verlangt (siehe auch Magisches Viereck). Da die genannten Ziele untereinander in Wechselbeziehun-gen stehen, kann ein bestimmter Eingriff auf irgendeine Weise alle Ziele berühren, was zu einem kaum überschaubaren Wirkungsgefüge führt. Das Magische Viereck beschreibt ein volkswirtschaftliches System der folgenden vier wirtschaftspo-litischen Ziele:
Stabilität des Preisniveaus hoher Beschäftigungsstand außenwirtschaftliches Gleichgewicht angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum
Wie ist das „Beschäftigungsziel“ im Stabilitätsgesetz formuliert
Es ist „ein hoher Beschäftigungsstand“ anzustreben, wobei „hoch“ nicht definiert ist. MERKE: Es ist nicht von Vollbeschäftigung die Rede
Erläutern Sie, was man unter verdeckter Arbeitslosigkeit versteht. Nennen Sie Beispiele für dieses Phänomen.
Verdeckte Arbeitslosigkeit gibt es in zwei Ausprägungen: Einmal bezieht sich der Begriff auf faktisch Arbeitslose, die nicht statistisch erfasst sind, weil sie sich nicht beim Arbeitsamt gemeldet haben. Zum anderen bezeichnet man mit dem Begriff die Tatsache, dass zwar statistische Beschäftigung vorliegt, es jedoch de facto keine Arbeit gibt: Sozusagen bezahltes Nichtstun. Formaler bezeichnet man damit die nicht erkennbare Unterauslastung des Arbeitspotenzials.
Sind Schecks „Geld“?
Schecks sind Anspruch auf Geld aber kein eigentliches Geld, jedenfalls nicht im Sinne eines gesetzlichen Zahlungsmittels. Andererseits können sie durchaus die ökonomische Geldfunktion erfüllen und indivi-duell „wie Geld“ gewertet werden.