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Hubelmattschulhaus
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Hubelmattschulhaus
Adresse
6005 Luzern
LU
Architektur
Die Architekten Zwicky, von Weissenfluh und von Segesser erlangten nicht ohne Grund den ersten Platz bei diesem Wettbewerb. Dank der sensiblen Aufgliederung des Bauvolumens fügt sich die Schulanlage sehr gut in den baulichen Kontext des Wohnquartiers ein. Die Bauten spiegeln den material- und detailreichen Baustil der 1950er-Jahre in qualitätsvoller Weise wider. Die Rasterung führte zu einer ausserordentlich ökonomischen Lösung. Leider erreichen die Erweiterungen und Umbauten weder in der Disposition der Bauvolumen noch der formalen Gestaltung die Qualität der ursprünglichen Anlage.
Chronologie
Die Errichtung des Hubelmattschulhauses folgte dem starken Bevölkerungswachstum in den 1940er-Jahren: Die Zahl der Kinder im Einzugsgebiet stieg innerhalb einer Dekade um mehr als 400. Die bestehenden Schulanlagen Felsberg, Würzenbach und Moosmatt deckten lediglich 140 der rund 160 benötigten Klassenräume ab. Die restlichen 20 Räume sollten neu im Gebiet Hubelmatt entstehen, einem rund 35’000 Quadratmeter grossen Grundstück. Die Vorlage wurde 1952 einstimmig vom Stadtrat angenommen und die Schulanlage bis 1955 von Fritz Zwicky, Hans von Weissenfluh und Beat von Segesser errichtet, für weniger als fünf Millionen Franken. 1970 und 1993 wurde die Anlage ausgebaut und erweitert, unter anderem der Hauswirtschaftstrakt im Nordosten um ein Geschoss aufgestockt.
Lage
Das Schulhaus befindet sich in erhöhter Lage oberhalb der Allmend und ist somit optimal an die öffentlichen Sportanlagen angeschlossen. Die Anlage umfasst neben den Klassenräumen auch eine Mensa, ein Auditorium, Hauswirtschaftsräume, eine Sternwarte, eine Bibliothek und einen Kindergarten sowie die im Nordosten angeordnete Wohnung des Abwarts. Der in Nord-Süd-Richtung gestreckte, symmetrische Haupttrakt ist um acht locker gesetzte Nebenbauten ergänzt. Besonders ins Auge fallen die drei fächerförmig angeordneten Schultrakte im Südwesten. Zusammen fassen sie einen Innenhof. Die Schulanlage ist allseitig erschlossen, wobei der Hauptzugang von der Bleichenlachenstrasse über eine Kaskadentreppe in den Innenhof führt.
Beschreibung
Alle Bauten der weitläufigen Schulanlage basieren auf demselben konstruktiven und gestalterischen Konzept. Sie wurden in Mischbauweise, als Massiv- und Rasterbau erstellt und mit einem Satteldach gedeckt. Die Rasterbauweise prägt vor allem den Bereich der Schulräume, die jeweils an den südlichen Traufseiten angeordnet sind. Das Betonskelett ist hier mit grossen Fenstern und aus Klinker erstellten Brüstungen gefüllt. Die Nordfassaden hingegen sind geschlossen und bilden die Erschliessungszone. Sie weisen nur wenige, präzis platzierte Fensteröffnungen auf, die der klaren Linie der Gebäude folgen. Der Hauptbau wird in der Mitte durch einen risalitartigen Eingangs- und Treppenbereich akzentuiert. Die Nordseite ist in der Vertikalen mit drei weiteren Annexen gegliedert.
Dem stringenten Konzept folgend, umfasst der Haupttrakt auf jedem Geschoss acht nach Süden ausgerichtete Klassenräume. Die zweigeschossigen Nebenbauten, welche fächerförmig im Südwesten angeordnet sind, ergänzen das Raumprogramm zusätzlich mit jeweils drei Klassenräumen und Nebenräumen. Ein schönes Detail sind die aus Stahl und Holz gefertigten Treppengeländer. Die vertikale Erschliessung ist durch einen klar ersichtlichen Materialwechsel am Boden gekennzeichnet. Die Korridore sind mit ockerfarbigen Platten belegt, während die Treppenhäuser durch Natursteinplatten akzentuiert sind.
Literatur