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Nach dem Holzer folgt der Geisterjodler – eine weitere Sage, die sich in der Märliwelt Glarnerland zugetragen hatte. Paul Wirth, ein Urgestein des Kantons, erzählt vom Älpler «Chäpp», der gegen die Franzosen rebellierte und nun als Geisterjodler nie in Vergessenheit gerät
Im Jahre 1799 soll es gewesen sein, als ein französisches Heer den Männern unter Suworows Kommando den Weg über den Pragelpass zu versperren versuchte. Ihr Weg führte über die einsame Alp von Kaspar Glarner. Der junge Hirte war erzürnt über den Anblick der Franzosen, denn diese hausten schon lange wie die Schweine in seiner geliebten Heimat. So stellte er sich zu wehr, schlug einige nieder und als er seinen Niedergang erkannte, rannte er hinüber, entlang der Felswände des Wiggis – die Franzosen in langen Sätzen hinterher. Kurz vor dem Abgrund erwartete er seine Verfolger. Der junge Hirte warf sich ihnen entgegen und riss sie mit letzter Kraft, einen hallenden Jauchzer ausstossend, in den Abgrund. Heute, so sagt man, könne man alle zehn oder zwanzig Jahre sein Jodeln hören und wer ihn in stiller Nacht vernimmt, vergisst’s seiner Lebtag nicht mehr.