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dh. Besser hätte der Start in die Partie am Sonntagabend für den FC Gontenschwil nicht laufen können. Bereits in der 3. Minute schoss Meier seine Farben in Führung. Die Entstehung seines Treffers begann am eigenen Sechzehn-Meter-Raum mit einer klugen Spielauslösung. Nach einer wunderschönen Kombination über mehrere Stationen und direkten Pässen auf der linken Angriffsseite, legte Della Rossa den Ball präzise vor die Füsse Meiers. Dieser schob mit seinem schwächeren linken Fuss trocken durch die Beine des Wettinger Torhüters hindurch. Das Spiel gestaltete sich in der Folge sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften leisteten sich keine groben Fehler, die zu Toren hätten führen können. Die Partie spielte sich vorwiegend im Mittelfeld ab, wo harte, aber faire Zweikämpfe geführt wurden. Nach gut einer halben Stunde kreierte der FC Gontenschwil die erste Chance nach dem Führungstreffer. Zahnd spitzelte das Spielgerät hinter die Abwehr auf Hug. Sein Treffer wurde allerdings aufgrund einer angeblichen Abseitsposition aberkannt. In der 39. Minute wurde es brandgefährlich vor dem Tor des FC Gontenschwil. Wettingens Brunner stand nach einem gelungenen Zuspiel rund elf Meter alleine vor Torhüter Schaffner. Der Wettinger Angreifer hämmerte den Ball, der von der Latte zurückprallte, auf die Torlinie. Emmenegger klärte die Situation und spedierte den Ball aus der Gefahrenzone. In der Bundesliga wäre wohl die Torraumkamera zum Einsatz gekommen, um alle Zweifel eines Treffers zu beseitigen. Kurz vor der Pause stand abermals Meier, der die Captain-Binde des verletzten Zürcher am linken Oberarm trug, im Mittelpunkt. Er tankte sich mit seiner beeindruckenden Statur gegen zwei Wettinger Verteidiger durch und wurde vom Dritten regelwidrig gestoppt. Dieser Kraftakt bescherte dem FC Gontenschwil einen Freistoss aus rund 20 Metern und dem FC Wettingen die erste gelb-rote Karte. Bolliger übernahm die Verantwortung und zirkelte den Ball gekonnt in die linke untere Ecke, die der Wettinger Torhüter hätte abdecken sollen. Somit baute der FC Gontenschwil seine Führung zur Pause aus.
Der Pausentee schmeckte nach diesem „Last Minute“ Führungstreffer besonders gut. Dennoch warnte das Trainerduo Bolliger/Zahnd in der Kabine seine Spieler vor diesem heiklen Resultat. Heikel deshalb, weil eine 2:0 Führung zur Pause in den Köpfen der Spieler eine gewisse Sicherheit verleiht und die Konzentration nachlassen könnte. Ein Anschlusstreffer nach der Pause wäre für den weiteren Spielverlauf denkbar schlecht. Der FC Wettingen hatte nichts mehr zu verlieren und musste reagieren, zumal er einen Mann weniger zur Verfügung hatte. Der Auftrag lautete deshalb klar, so rasch als möglich das dritte Tor zu schiessen.
Die Zuschauer bemerkten von der Überzahl des FC Gontenschwil nicht viel. Die zweite Halbzeit gestaltete sich wiederum lange Zeit ausgeglichen. In der 68. Minute war es ein Spieler des FC Wettingen, der aus zirka 30 Metern abzog und die Latte traf. Zehn Minuten später traf ein Wettinger Stürmer nach einem gewonnenen Zweikampf nur das Aussennetz. Nach diesen beiden Chancen konnte der FC Gontenschwil das Tempo nochmals erhöhen. Orosaj scheiterte zunächst am glänzend reagierenden Torhüter nach einem Zuspiel von Della Rossa. Wenig später schoss Kurmann, der nach längerer Verletzungspause eingewechselt wurde, aus aussichtsreicher Position über das Gehäuse. Nach einem Foul im Mittelkreis in der 85. Minute zückte der Schiedsrichter die gelb-rote Karte für einen Wettingen-Akteur. Nach dieser erneuten Ampelkarte kam es wie es kommen musste. Der FC Wettingen, in doppelter Unterzahl, war nun anfällig auf die Angriffe der Grün-Weissen. Kurz vor Ende der Partie machte es Orosaj besser und startete zu einem sehenswerten Solo. Er vernaschte gleich drei Wettinger mit seinen technischen Fähigkeiten, liess den Torwart ins Leere hechten und schob überlegt zum Endresultat von 3:0 ein.
Nüchtern betrachtet stellte man fest, dass das Potenzial der Gontenschwiler noch nicht ausgeschöpft wurde. Umso wichtiger war dieser Sieg zu Null mit einer durchschnittlichen Leistung, zumal die erste Mannschaft des FC Gontenschwil nicht wunschgemäss in die neue Saison startete. Mit diesem Sieg legte die Mannschaft das Fundament zu einer hoffentlich erfolgreichen „Englischen Woche“ mit drei Spielen innert sieben Tagen. Bereits am Mittwochabend, um 20.15 Uhr, trifft der FC Gontenschwil auswärts auf den FC Mutschellen in einem Nachtragsspiel und versucht den nächsten Vollerfolg zu landen.