Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03309.jsonl.gz/23

Sie befinden sich derzeit auf folgender Seite:
Projekte
Abbau des Zwischenarchivs "Milchbuck"
Das ehemalige Zwischenarchiv des Staatsarchivs befindet sich in zwei Aussendepots im Milchbuck und umfasst heute 9.2 Laufkilometer Unterlagen, die zwischen 1987 und 2001 (in der Regel unbewertet) übernommen wurden, sowie einzelne zurückgestellte Ablieferungen bis 2008 und einzelne unbearbeitete Ablieferungen bis 2017. Mit der Anlage eines Zwischenarchivs reagierte das Staatsarchiv seinerzeit darauf, dass ab den 1980er Jahren viel mehr Massenakten des 20. Jahrhunderts abgeliefert wurden als bewältigt werden
konnten. Eine unmittelbare Erschliessung kam in Anbetracht der Ressourcen nicht in Frage, und breite Überlieferungsverluste sollten unter allen Umständen vermieden werden.
Das Projekt zum Abbau des Zwischenarchivs wurde im März 2008 mit dem Ziel gestartet, die analogen Unterlagen zu bewerten, sukzessive zu erschliessen und den Benutzerinnen und Benutzern langfristig zugänglich zu machen, wie es von Gesetzes wegen vorgesehen ist.
Zunächst wurde eine Gesamtübersicht über den Umfang, die Struktur und den Zustand des Zwischenarchivs erstellt, um einerseits das exakte Mengengerüst zu bestimmen und anderseits ein Arbeitsinstrument zur Planung und Durchführung des Abbaus zu entwickeln.
Anschliessend wurde im Januar 2009 mit dem Abbau der analogen Unterlagen des Zwischenarchivs begonnen, der aus folgenden Schritten besteht:
- Festlegung des jährlichen Abbauplans zu Beginn des Jahres
- Vorbereitung und Durchführung der Erschliessungsprojekte
- Nachführung der Gesamtübersicht
- halbjährliche fotografische Dokumentation der Aussenlager
- halbjährliche Erhebung und Dokumentation des Abbaustands
Die Ablieferungen der einzelnen Aktenbildner werden in grösseren oder in mehreren aufeinanderfolgenden Erschliessungsprojekten zusammengefasst und bearbeitet, um den für den erfolgreichen Abbau des Zwischenarchivs nötigen Effizienzgewinn zu erzielen. Jährlich sollen mindestens 400 Laufmeter abgebaut werden.
Gegenwärtig werden die Restanzen an digitalen Unterlagen erhoben, die seit 2008 an das Staatsarchiv abgeliefert und wegen fehlender technischer Voraussetzungen nicht oder nur teilweise bearbeitet werden konnten. Anhand dieses Mengengerüsts soll der jährliche Abbau spezifiziert und ab 2020 aufgenommen werden.