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So ist die Arbeit in Samsungs Fabriken
Junge chinesische Frauen vom Land versuchen ihr Glück bei chinesischen Elektronik-Manufakturen wie Samsung. Dort winken vergleichsweise hohe Löhne, aber auch lange Arbeitszeiten. Eine Reportage aus Tianjin, China.
Diese Reportage hat unser China-Korrespondent Michael Kan verfasst. Übersetzung: Marcel Hauri.
Die 19-jährige Zhao Caixia verliess wie viele Frauen in ihrem Alter ihre Heimatstadt in der chinesischen Provinz Gansu, um ihren Horizont zu erweitern. Doch dieser Horizont beschränkt sich im Moment auf eine Produktionsstätte von Samsung in der chinesischen Stadt Tianjin, wo sie einen 12-Stunden-Tag mit der Überprüfung von Kameras verbringt, bevor diese die Manufaktur verlassen.
Es sei eine ziemlich anstrengende, weil monotone Arbeit, sagt sie. Sie muss Funktionen der Kameras testen. Auch sei der Arbeitsdruck zum Teil ziemlich hoch. Aber sie sagt auch, dass die Arbeitsbedingungen grundsätzlich in Ordnung seien. Klimaanlagen in den Unterkünften, ein sauberer Arbeitsplatz und ein gutes Salär seien die positiven Aspekte ihrer Anstellung.
«Ich will im Moment keinen anderen Job, ich bin ziemlich zufrieden mit dem, was ich mache» sagt Zhao. Sie verdient zwischen 2'000 und 4'000 Yuan (entspricht etwa 300 - 600 Franken) pro Monat, je nach Überstunden die sie leiste. «Ich finde die Bezahlung in Ordnung, ich gebe auch nicht so viel aus».
Die Arbeitsbedingungen in chinesischen Manufakturen werden immer argwöhnischer beobachtet, dennoch gehören die Jobs zu den begehrtesten für Chinesinnen aus der Provinz, die nur kleine Karrierechancen besitzen. Für diese Menschen bieten die Manufakturen einen anständigen Lohn auch wenn die Arbeit monoton ist und es nur selten zusätzliche Gratifikationen gibt. Der IDG News Service besuchte zusammen mit einem Arbeitsrechtsaktivisten Tianjin und befragte Arbeiterinnen.
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