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Rückgabe von Geschäftsräumen
Die Rückgabe von Geschäftsräumen verhält sich analog zu den Privaträumen, gestaltet sich aber oft schwierig, da Vermieter versuchen, Renovationsarbeiten auf den ausziehenden Mieter zu überwälzen.
Wie bei Privatwohnungen muss der Vermieter die Schäden der normalen Abnutzung tragen. Wände und Teppiche sind bei gewerblicher Nutzung in der Regel nach weniger als zehn Jahren vollständig abgeschrieben. Kratzer und Flecken an Wänden und Böden sind nicht zu reparieren, solange diese eine Folge des vereinbarten Gebrauches sind. Dübellöcher müssen nur zugespachtelt werden, ein Übermalen oder entfernen aus der Wand ist nicht nötig.
Bei einem echten Mieterschaden muss der Vermieter bezahlte Handwerkerrechnungen vorlegen; Offerten genügen nicht, denn sie belegen keine Ausgaben.
Es ist Sache des Vermieters, bei Mietende nachzuweisen, dass die Räume mängelfrei übergeben worden sind. Fehlt ein Antrittsprotokoll, so hat der Vermieter keine Ansprüche gegen den Mieter. Ungültig ist eine Vertragsklausel, in welcher der Mieter im Voraus erklärt, die Sache in gutem Zustand angetreten zu haben. Und Vereinbarungen, wonach die Mietsache bei Verlassen instand gestellt werden muss, sind ebenfalls ungültig. Sie verstossen gegen das Grundprinzip, dass im Mietzins ein Anteil für die Abnutzung enthalten ist und der Mieter nicht zweimal zu bezahlen hat. (Quelle: Verband der Geschäftsmieter)