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Carlo Janka tritt zurück! Der 35-jährige, mittlerweile 2-fache Familienvater bestreitet am Samstag sein letztes Rennen als Alpin-Profi. Graubünden verliert den erfolgreichsten alpinen Skifahrer aller Zeiten.
In der Jungfrau-Region aber will sich der als «Iceman» in jungen Jahren bekannt gewordene Janka ein letztes Mal den Berg hinunterstürzen – auf der Strecke, auf der er einst kometenhaft an die Weltspitze vorgestossen war. Gleich bei seiner Premiere 2009 kam Janka in der Super-Kombination zum durchschlagenden Erfolg. Insgesamt kletterte er im Berner Oberland 8 Mal aufs Podest. Herausragend waren sein Triumph in der Abfahrt 2010 und 5 Jahre später nach langer Leidenszeit die Ränge 1 in der Kombination sowie 3 in der Abfahrt.
Abermals eine Planänderung
Der Obersaxner Weltmeister im Riesenslalom von Val d’Isère 2009 und Olympiasieger im Riesenslalom von Vancouver 2010 zolltd amit seinen langjährigen Rückenproblemen Tribut. Elf Weltcup-Siege feierte Janka in seiner langen Karriere, dazu kamen 18 weitere Podestplätze in allen Disizplinen ausser dem Slalom, dazu der gewinn des Gesamtweltcups 2009/2010.
In den letzten Jahren wurde der Profisport für Janka allerdings zum Märtyrium: In der Saison 2017/18 bestritt er kein einziges Weltcup-Rennen, dafür in Pyeongchang die Kombination bei den Winterspielen (15.). Zwei 3. Ränge in den Abfahrten von Lake Louise (Dezember 2019) und Kvitfjell (März 2020) waren seine allzu magere Ausbeute im langen Karriere-Endspurt nach der grossen Zäsur. Als beachtlich ist zudem der 9. Platz bei der WM-Abfahrt im Vorjahr in Cortina d’Ampezzo einzustufen.
Langjährige Rückenprobleme
Seither aber kam Janka nicht mehr ganz an die Spitze zurück. Wegen Rückenproblemen und einer Covid-Erkrankung verpasste er den Einstieg in den laufenden Weltcup-Winter, die Nordamerika-Rennen liess es deshalb ganz weg. Für Bormio in der Altjahrswoche meldete er sich kurzfristig zurück und plante gleich mit drei Speed-Starts. Nach dem ernüchternden Training reiste Janka dann aber wieder ernüchtert vor den Rennen ab. In Wengen wollte er sich noch einmal, für seine 4. Olympia-Teilnahme in Serie, empfehlen.
Mittlerweile haben sich die Prioritäten beim zweifachen Familienvater aber verändert – der «Iceman» freut sich auf das Leben ohne verbissenen Kampf um Hundertstelsekunden. Graubünden verneigt sich vor einem grossen Sportsmann!
Der «Iceman» steht an der Spitze der erfolgreichsten Bündner Skifahrer
(Archivbild: GRHeute)