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Der Bereich des ersten Hauses kann so groß ausfallen, dass er sich über drei Zeichen erstrecken kann. Das heißt, dass der Beginn des zweiten Hauses erst im übernächsten Zeichen beginnt. In der Astrologie nennen wir dies „eingeschlossenes Zeichen im ersten Haus“. Eingeschlossen meint hier „miteingeschlossen“, also dass dieses Zeichen mit von der Partie ist und nicht etwa, dass das – wie viele offenbar meinen – auf einen Bereich hindeuten würde, der verschlossen bliebe, nur Probleme machen oder der nicht recht zu entwickeln wäre.
Nochmals zum klaren Verständnis: Wenn der Aszendent zum Beispiel im Widder ist und das zweite Haus erst in Zwillinge beginnt, dann ist das Zeichen Stier im ersten Haus eingeschlossen.
Beinhaltet das erste Haus ein eingeschlossenes Zeichen, bedeutet das, dass beide Zeichen berücksichtig werden müssen, das Aszendentzeichen und das zweite im ersten Haus eingeschlossene Zeichen. Das Zeichen in dem der Aszendent sich befindet, ist dabei aber dennoch meistens dominant oder stärker.
Und wenn nur ein Teil des nächsten Zeichen im ersten Haus ist?
Dann bleibt das meist mehr oder weniger ohne Bedeutung. Es sei denn, wenn s.g. persönliche Gestirne (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars) sich im nächsten Zeichen aber immer noch im Bereich des ersten Hauses befinden. Ein einfaches Beispiel kann das veranschaulichen. Wenn beim Widderaszendent – um bei unserem vorherigen Beispiel zu bleiben – eine Stiersonne sich im ersten Haus befindet, dann ist die ruhige (Stier) Handlungsweise (Sonne) innerhalb des energetischen Widderaszendenten aktiv. Also kann man davon ausgehen, dass dieser Widderaszendent weniger spontan aktiv ist. Aber er kann es dennoch, zum Beispiel wenn etwas materiell oder sinnlich Wertvolles dabei herausschaut. Also der Aszendent bleibt dennoch Widder, aber die Aktion tritt eher gebunden an Konkretes (Stier) hervor. Nur um einfach seine Energie loszuwerden, würde also dieser Widderaszendent nicht unbedingt spontan aktiv werden. Die Deutung ist ähnlich wie wenn der Stier im ersten Haus eingeschlossen wäre; weil eben ein persönliches Gestirn sich im nächsten Zeichen befindet.
Bei den weiter von der Sonne entfernten Gestirnen (Jupiter, Saturn, Chiron), ist die Bedeutung in den Zeichen nicht mehr so stark. Und bei den äußeren Gestirnen (Uranus, Neptun, Pluto) kann man die Zeichenstellung in einem persönlichen Horoskop fast ganz vergessen, sie haben mehr zeitgeschichtliche Bedeutung.
So waren die Jahrgänge mit Pluto in Jungfrau die-zurück-zur-Natur-Jahrgänge und sie haben das Recycling erfunden, die Jahrgänge mit Pluto in Waage wollten neue Wege des Zusammenlebens entwickeln und sie erfanden die Wohngemeinschaften. Die Jahrgänge mit Pluto in Skorpion wollten die Leidenschaft ausleben, doch es kam die damals neue Krankheit AIDS dazwischen. Die Jahrgänge mit Pluto im Schützen wollten alles optimieren, erweitern, doch hat sich gezeigt, dass nicht alles allein deshalb richtig ist, weil es Gewinn bringt. Und die Jahrgänge mit Pluto in Steinbock sind nun in eine Zeit hineingeboren, in der man wieder reale Werte herstellen muss und die Verantwortung für das Ganze getragen werden muss.
Es ist gewiss unfair, aber auch unverantwortlich und sogar gefährlich für die Welt, wenn es immer mehr Superreiche gibt, dieweil sogar in den Industrienationen bald ein Viertel aller Kinder unter oder knapp an der Armutsgrenze aufwachsen müssen. Und es wäre die folgerichtige Erkenntnis der Jahrgänge mit Pluto in Wassermann, dass der Wohlstand besser verteilt werden muss und dass das wirklich möglich ist. 2023 kommen die ersten Menschen mit Pluto in Wassermann auf die Welt. Möge es ihnen gelingen, auf unserem schönen Raumschiff Erde eine einzige Menschheit zu schaffen, in der niemand Angst haben muss Hunger zu leiden oder obdachlos zu werden. Dafür könnten wir doch zusammenstehen!