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Mittwoch, 26 Okt. 2022 - 20:00 Uhr
Le Cap, Französische Kirche Bern
Jeremy Bager, Fagott; Frederic Bager, Klavier
Jeremy Bager, Fagottist mit schweizerischen und englischen Wurzeln, studierte bei Carlo Colombo in Lausanne und Giorgio Mondolesi in Zürich. Er ist Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters und des Schleswig-Holstein Festival Orchesters und anschließend Akademist im Gewandhausorchester Leipzig. Jeremy wurde regelmäßig als Solofagottist eingeladen, u.a. zum Residentie Orkest in Den Haag und zum Isländischen Symphonieorchester, sowie an die Opernhäuser in Frankfurt und Palermo (Sizilien). Von Singapur bis Boston spielte er in vielen Ländern und in den größten europäischen Sälen unter der Leitung von berühmten Dirigenten wie Andris Nelsons, Daniel Harding, Vladimir Jurowski, François-Xavier Roth und Herbert Blomstedt.
Als begeisterter Kammermusiker nimmt er an verschiedenen internationalen Festivals teil, u. a. auf den British Isles, in Verbier und Davos (Young Artist 2022). Er ist Mitglied der Camerata Figarella auf Korsika und des Ensembles Astera, einem Bläserquintett, das er 2019 gegründet hat. Er tritt regelmäßig in Recitals mit seinem Bruder, dem Pianisten Frederic Bager, sowie als Solist mit verschiedenen Schweizer Orchestern auf. Jeremy wird vom Migros-Kulturprozent unterstützt.
Frederic Bager trat als Solist in renommierten Konzertsälen auf, u.a. in Berlin (Großer Saal der Philharmonie), Köln (Philharmonie), London (St John's Smith Square), Lausanne (Salle Métropole und Salle Paderewski) und Genf (Victoria Hall). Er tritt regelmäßig bei Schweizer Festivals wie Davos Festival, Puplinge Classique und Festival des Haudères auf und spielte mehrmals live auf RTS Espace 2. Er war Preisträger des Migros-Kulturprozent.
Er studierte bei Andrew Ball am Royal College of Music in London und später bei Ian Fountain an der Royal Academy of Music und wurde in beiden Institutionen mehrfach hoch gehandelt. Im Jahr 2018-19 wurde er zum Hodgson Fellow der RAM ernannt. Als leidenschaftlicher Liebhaber des Liedgesangs erhält er Ratschläge von Roger Vignoles. Er tritt häufig kammermusikalisch auf, unter anderem mit seinem Bruder, dem Fagottisten Jeremy Bager, und genießt es, auch abseits der ausgetretenen Pfade aufzutreten, zum Beispiel bei Konzerten und Fernsehauftritten in Indien und Bangladesch. Frederic Bager wuchs in der Westschweiz auf, bevor er seine Schulzeit an der Wells Cathedral School in England beendete. Während dieser Zeit war er Finalist in der Kategorie Keyboards beim BBC Young Musician Wettbewerb 2010 und tourte durch China.
Die Werke
Die Musik von Dutilleux 1916 – 2013 knüpft an die Tradition von Maurice Ravel, Claude Debussy und Albert Roussel an. Sein 1964 uraufgeführtes Orchesterstück Métaboles wurde als Beitrag der Erweiterung von neuen Ausdrucksformen gewertet.
«Sarabande et Cortege» 1942 steht aber noch am Beginn von Dutilleux Karriere und wurde als Teil einer Reihe von vier Prüfungsstücken für das Pariser Konservatorium komponiert. An dieser Institution war Dutilleux später als Professor für Komposition tätig.
«Hommage à Henri Dutilleux» (UA) von Markus Hofer
…manchmal gibt es Themen oder auch nur Motive, die mich nicht loslassen – so auch ein Thema aus dem 2. Satz Cortège für Fagott und Klavier von Dutilleux.
Das ist einer der Gründe, dass ich Henri Dutilleux eine Hommage geschrieben habe!
Für eine Huldigung ist mein Stück eigentlich zu kurz – doch ist es dafür umso dichter, so dass es, so hoffe ich, bei einem mehrmaligen Anhören immer Neues zu entdecken gibt.
Um eine klangliche Einheit der beiden Instrumente herzustellen, habe ich den inneren Dialog vorwiegend im Bass gesetzt – also bewusst nicht im hoch-tief Kontrast zwischen Klavier und Fagott.
«FanSolSi» für Fagott solo (UA) von Hans Eugen Frischknecht
Schönberg 1874 -1951 gilt zusammen mit Igor Strawinsky als „einer der einflussreichsten Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts nach Claude Debussy und war die zentrale Gestalt der Zweiten Wiener Schule. Ihr Bestreben, „die Tonalität in ihrer spätromantischen Erscheinungsform konsequent zu Ende“ zu denken, mündete nach Aufgabe der Dur-Moll-Tonalität in die Zwölftontechnik. Schönberg entwickelte um 1920 parallel zum weniger bekannten Josef Matthias Hauer die theoretische Formulierung dieser neuen Kompositionstechnik, die später zur seriellen Musik weiterentwickelt und von zahlreichen Komponisten der Neuen Musik aufgegriffen wurde. Im Juli 1921 komponierte Arnold Schönberg mit dem Präludium der Klaviersuite op. 25 das erste Stück in der von ihm entwickelten Zwölftontechnik.
Die «Suite für Klavier op. 25» zeigt das Bestreben, traditionelle Formen für die neue Musiksprache zurückzugewinnen.
Die Satzbezeichnungen sind: Präludium, Gavotte (attacca), Musette, Gavotte (da capo), Intermezzo, Minuett: Moderato – Trio, Gigue
«VESTIGES» für Fagott solo von Jean-Luc Darbellay
Die „Fondation Gianadda“ in Martigny (CH), ein modernes Ausstellungsgebäude, das über den Ruinen (Vestiges) eines römischen Tempels gebaut wurde, gab mir die Idee zum Titel des Werkes. Entsprechend den Ruinen baut der Komponist sein Werk auf der Grundlage überlieferter Strukturen. Diese können als Vestiges (Spuren aus alter Zeit) aufgefasst werden. Im Sinne einer 12-Tontechnik verarbeitete, kleine Motive, evozieren abgebröckelte Mauern, scheinbar zufällig umherliegende Steine. Das Werk gibt dem Fagottisten Gelegenheit, sein Instrument, das sonst vorwiegend begleitende Aufgaben hat, in allen Schattierungen und klanglichen Möglichkeiten dem Publikum näherzubringen.
« Arioso serioso pour basson et piano » Pierre - André Bovey
Le thème de cette pièce, joué au début par le basson solo, emprunte son profil rythmique au thème de la fugue en fa dièse mineur du clavier bien tempéré de Jean-Sébastien Bach. Suivront différents épisodes en forme de dialogues entre les deux instruments. La coda se déroule dans un style pointilliste , les motifs devenant de plus en plus brefs et espacés.
Tansman wurde als Sohn jüdischer Eltern 1897 in Polen geboren. Er siedelte nach Frankreich über und nahm 1920 die französische Staatsbürgerschaft an.
Alexandre Tansman war als Pianist sowie als Komponist eine «feste Grösse» im Pariser Musikleben.
Zu seinen vielfältigen Schafen gehört auch die «Sonatine pour Basson et Piano» aus dem Jahr 1957 dessen Satzbezeichnungen: Allegro – ein Fagott-Solo leitet nahtlos in die Aria über – und als Schluss-Satz ein Scherzo.