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In der Branche kursieren Berechnungen, denen zufolge die Versicherer insgesamt um die 100 Milliarden US-Dollar an Schäden zu begleichen haben dürften. "2017 wird nach 2005 und 2011 wohl das dritte Jahr, in dem die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten", sagte Pohlchristoph.
Konkurrent Swiss Re hatte die Belastung durch die drei Stürme und die jüngsten Erdbeben in Mexiko am Freitag auf 3,6 Milliarden Dollar geschätzt. Die Munich Re hat bisher keine eigenen Schätzungen veröffentlicht, aber ihr Gewinnziel von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro für 2017 in Frage gestellt.
Pohlchristoph erwartet, dass die Hurrikan-Schäden aus den USA die Preise in der Katastrophen-Rückversicherung auch in Europa nach oben treiben. "Rückversicherung ist ein globales Geschäft, auch wenn die Schäden regional sind. Die Auswirkungen dürften daher auch global sein." In den vergangenen Jahren seien die Preise im US-Katastrophengeschäft kräftig gefallen. Das lag sowohl an den jahrelang vergleichsweise geringen Schäden als auch an einem Überangebot an Rückversicherungsschutz, das durch eine Kapitalschwemme in der Branche und den Boom von Katastrophenanleihen angetrieben wurde./stw/jha/
(AWP)