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In der dritten Runde der Darts-WM 2020 in London ist Fallon Sherrock ausgeschieden. Die 25-jährige Engländerin, die als erste Frau überhaupt eine Weltmeisterschafts-Partie gewonnen hatte, unterlag ihrem Landsmann Chris Dobey 2:4.
«Ich habe gar nicht schlecht gespielt, aber er war halt fantastisch», sagte Sherrock zu «Sport 1». Die WM werde sie dennoch in allerbester Erinnerung behalten. «Das waren vielleicht die besten zwei Wochen meines Lebens. Nun geht es zurück in den Alltag.»
Sherrock gelang ein Start nach Wunsch. Gleich im ersten Leg schaffte sie ein Break, etwas später ging der erste Satz an sie und das Publikum war ausser sich vor Freude.
Dobey hatte von Beginn an einen schweren Stand, die Fans waren klar auf der Seite der Aussenseiterin. Zwar schaffte er höhere Scores, doch bei den entscheidenden Würfen aufs Doppelfeld versagten ihm die Nerven zu oft. Ganz anders Sherrock, welche ihre Chancen resolut ausnutzte und dank einer überragenden Quote beim Auschecken mit 2:1 Sätzen in Führung ging.
Doch Dobey bewies grosse Klasse. Er liess sich nicht aus der Ruhe bringen, skorte weiterhin und war nun auch bei den Würfen aufs Doppel erfolgreicher. So gewann er die Partie mit 4:2.
Mit Daryl Gurney musste zuvor ein weiterer Spieler aus den Top Ten der Setzliste die Segel streichen. Der Nordire unterlag in einem hochspannenden Spiel dem Engländer Glen Durrant mit 2:4. Durrant nimmt erstmals an der PDC-WM teil, in den letzten drei Jahren wurde er jeweils Weltmeister beim Konkurrenzverband BDO. Nun trifft er auf Dobey.
Stephen Bunting war erwartungsgemäss kein Stolperstein für Michael van Gerwen. Der holländische Titelverteidiger eliminierte die Nummer 17 der Setzliste mühelos mit 4:0. Auf «MvG» wartet im Viertelfinal der Sieger der Partie zwischen Steve Beaton (25) und Darius Labanauskas.
Der routinierte Australier Simon Whitlock zog mit einem 4:1-Sieg über Mervyn King aus England in die Achtelfinals ein. Dort trifft der «Wizard», der die ersten fünf Legs verlor und mit 0:2 Sätzen in Rückstand zu gehen drohte, auf Gerwyn Price. Der Waliser schlug den «Highlander» John Henderson nach einer phasenweise phänomenalen Leistung 4:0.
Während der an Nummer 3 gesetzte Price noch nie Weltmeister war, gewann Gary Anderson im Alexandra Palace schon zwei Mal. Doch ein dritter Titel kommt vorderhand nicht hinzu: Anderson unterlag dem Engländer Nathan Aspinall, einem potenziellen Halbfinal-Gegner von van Gerwen. Um dorthin zu gelangen, muss Aspinall den Sieger der Begegnung Adrian Lewis (13) gegen Dimitri van den Bergh (29) schlagen.
Aus den Top Ten sind nur noch drei Spieler dabei: Überfavorit van Gerwen, Price und der als Nummer 7 gesetzte Peter Wright.
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