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Seit dieser Woche trainieren die 24 NHL-Teams, die den Sprung in die erweiterten Playoffs geschafft haben, wieder. Wir sagen dir, was du vor dem Restart wissen musst.
Am Montag startete die Phase 3 des «return to play»-Plans der NHL – die Trainingscamps mit den vollständigen Kadern. Am 1. August geht es dann nach einem Testspiel pro Mannschaft wieder los mit Ernstkämpfen.
Weil die Regular Season nicht beendet werden konnte, findet die «Post-Season» dieses Jahr mit 24 statt wie üblich 16 Teams statt – mit je zwölf Vertretern aus der Eastern und der Western Conference.
Die jeweils vier besten Mannschaften der beiden Conferences stehen direkt im Conference-Viertelfinal. Die anderen Teams spielen die restlichen Teilnehmer in Best-of-5-Serien aus. Diese Serien gelten aber noch nicht offiziell als Playoffs, sondern sind eine Art Pre-Playoffs. Die NHL braucht offiziell den Begriff «Qualifying Round» für die Pre-Playoffs und «Round Robin» für die Platzierungsrunde der Topteams.
Die acht gesetzten Spitzenteams bleiben in dieser Zeit aber auch nicht untätig, sondern spielen gegen die anderen drei qualifizierten Mannschaften ihrer Conference eine kurze Gruppenphase. Die Ergebnisse dort können auch noch Einfluss auf die Setzliste für die Conference-Viertelfinals haben.
Das führt nach aktuellem Stand zu den folgenden Duellen. Anmerkung: Die Positionen der gesetzten Teams im Tableau können sich noch verändern.
Nach der Play-In-Runde und den Platzierungsspielen geht es dann mit normalen Playoffs mit 16 Teams weiter.
Gespielt wird in in zwei Hub-Citys in Kanada. Die Western Conference trägt ihre Spiele in Edmonton aus, die Eastern Conference in Toronto. Der Stanley-Cup-Final wird in Edmonton ausgetragen.
Lange war Las Vegas als Hub-City einer der Spitzenkandidaten. Doch stark steigende Coronaviruszahlen in den letzten Tagen und Wochen sorgten dafür, dass Kanada, das die Krankheit wesentlich besser im Griff hat als die USA, gleich den doppelten Zuschlag erhielt.
In der ersten Phase (Play-In und Platzierungsrunde der gesetzten Teams) sind bis zu sechs Partien pro Tag möglich. Das heisst, dass es in Toronto und Edmonton zu je drei Partien kommt.
Es ist zu erwarten, dass die Spiele schon am Mittag (Lokalzeit) beginnen. Das würde bedeuten, dass es in der Schweiz gegen 19 Uhr NHL-Playoffspiele zu sehen geben würde.
Nicht mit dabei sind Nico Hischier, Mirco Müller (beide New Jersey Devils) und Timo Meier (San Jose Sharks), deren Teams den Sprung unter die besten 24 Teams der Liga nicht geschafft haben. Sven Bärtschi (Vancouver Canucks) verzichtet freiwillig, während Calvin Thürkauf (Columbus Blue Jackets) nicht im Kader seiner Mannschaft ist.
Nein, derzeit bereiten sich die Mannschaften noch in ihren gewohnten Heimstätten auf die Fortsetzung der Saison vor. Am 26. Juli reisen die Teams (50 Personen inklusive Spieler, Trainer und weiteren Staffmitgliedern) dann in ihre jeweiligen Hub-Citys in Kanada.
Weil sich die Teams danach in einer vom restlichen Leben in Kanada abgeschlossenen «Bubble» befinden, müssen sie sich auch nicht in die sonst üblicherweise von der kanadischen Regierung verlangten 14 Tage Quarantäne begeben.
Mit Beginn des offiziellen Trainings für die Saison-Wiederaufnahme meldete die NHL 43 positive Corona-Ergebnisse. Insgesamt wurden nach Angaben vom Montag mehr als 600 Spieler getestet, 4'934 Proben wurden genommen. Alle betroffenen Profis sind oder waren in Quarantäne. Namen wurde nicht genannt.
Das klingt nach viel, dabei muss man aber bedenken, dass die Teams und die Spieler bislang noch nicht abgeschottet wurden. Die Abschottung beginnt erst jetzt und wird dann nach der Abreise in die Hub-Citys definitiv.
Das kann man jetzt natürlich noch nicht beurteilen. Die Pläne der NHL sehen aber tatsächlich eine sehr dichte Bubble vor. In Edmonton und Toronto sollen Arenas, Trainingscenter und Hotels komplett von der Öffentlichkeit abgeschottet werden. In dieser sicheren Zone sollen auch Restaurants und Freizeitangebote vorhanden sein.
Die Familien der Spieler sind in der «Bubble» vorerst nicht erlaubt. Erst ab den Conference Finals sind enge Familienmitglieder der Spieler in einem separaten Hotel zugelassen.
Neben Spielern, Trainern und Staffmitgliedern der Teams gehören auch die Schiedsrichter, Mitarbeiter in den Hotels und den Arenas sowie Fahrer oder Sicherheitspersonal zur «Bubble». Alle diese Personen sollen täglich getestet werden – was bedeutet, dass die NHL in der ersten Phase bis zu 2000 Tests täglich brauchen wird.
Nein. Die einzigen Personen, die in den Stadien erlaubt sind, sind Spieler, Trainer, sonstige Mitglieder der Teams, Stadionangestellte und Medienschaffende.
Sollte eine Person innerhalb der sicheren Zone Covid-19-Symptome zeigen oder positiv getestet werden, wird sie sofort isoliert. Ebenfalls wird ein sofortiges Contract Tracing durchgeführt. Die Person bleibt bis 72 Stunden nach dem Abklingen der Symptome oder bis zwei Tests über den Zeitraum von 24 Stunden negativ sind in Quarantäne.
Die NHL hat nicht vor, nach einem positiven Test ganze Teams zu isolieren.
Die Spieler leben während der ganzen Zeit im Hotel. In den Einzelzimmern sind keine anderen Spieler erlaubt. Social Distancing soll wann immer möglich eingehalten werden – auch bei Reisen oder beim Essen. Auch Masken sollen wann immer möglich getragen werden.
Wie bereits erwähnt, wird es innerhalb der sicheren Zone und in den Hotels Restaurants und Bars geben, wo sich die Spieler verpflegen können. Darüber hinaus ist auch eine kontaktlose Lieferung von lokalen Restaurants erlaubt. Innerhalb der Bubble wird es auch Freizeitangebote geben und zwischendurch machen die Mannschaften Exkursionen (beispielsweise um Golf zu spielen).
Sofern sie geöffnet sind, dürfen die Spieler und Trainer die Hotelpools nutzen. Spas und Saunas bleiben dagegen geschlossen. Für die Krafträume wird es Zeitpläne geben. Die Geräte werden wie auch die Spielerbänke bei den Spielen immer wieder desinfiziert.
Ja. Die Spieler sind nicht verpflichtet, an der Qualifikationsrunde und den Playoffs teilzunehmen wenn sie nicht möchten. Dass sich bei diesem Format nicht alle wohlfühlen, zeigt sich auch daran, dass es in der Abstimmung der Spielergewerkschaft doch auch 135 Nein-Stimmen (zu 502 Ja-Stimmen) gab. Allerdings wurde dabei auch gleichzeitig noch über den künftigen Gesamtarbeitsvertrag abgestimmt, was sicher noch die eine oder andere Stimme beeinflusst hat.
Tatsächlich haben sich schon Spieler dafür entschieden, nicht an der Fortsetzung der Saison teilzunehmen. Zu ihnen gehört auch der Schweizer Stürmer Sven Bärtschi. Die Vancouver Canucks hätten den Flügel, der den grössten Teil der Saison in der AHL verbrachte, in ihrem Kader gehabt. Doch der 27-Jährige entschied sich wegen «Sorgen aufgrund der Risiken von Covid-19 für meine Familie» dagegen.
Neben Bärtschi haben bis jetzt auch Travis Hamonic (Calgary), Mike Green (Edmonton) und Steven Kampfer (Boston) dafür entschieden, nicht zu spielen. Max Domi (Montreal) ist als Diabetiker Risikopatient, hat sich aber noch nicht definitiv entschieden. Er will noch sieben bis zehn Tage warten, bis er sagt, ob er spielen wird oder nicht.
Nein. Aktuell ist die NHL voll im Fahrplan. Die Liga behält sich aber weiterhin das Recht vor, alles weiter nach hinten zu schieben oder gar abzusagen, falls die Situation mit dem Coronavirus aus dem Ruder laufen sollte.
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