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Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble (P&G) hat in Argentinien nach Vorwürfen des Steuerbetrugs vorübergehend sein Geschäft auf Eis gelegt. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher am Montagabend ohne weitere Details zu nennen.
Unterdessen hat das südamerikanische Land Gespräche mit dem weltgrössten Hersteller von Haushaltsprodukten aufgenommen. Argentinien wirft P&G Steuerbetrug vor. Der Hersteller von Pampers-Windeln und Duracell-Batterien soll Einnahmen vor den Behörden verschleiert und Geld aus dem Land herausgeschleust haben. Die Steuerbehörde hatte deshalb am Wochenende die Argentinien-Geschäfte von P&G suspendiert. Den argentinischen Steuerbehörden zufolge soll P&G um 138 Millionen Dollar überhöhte Rechnungen für Importe ausgestellt haben.
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Ein Prozent des Gesamtumsatzes in Argentinien
Der Konzern betonte, alle Steuern bezahlt zu haben und sicherte zugleich Aufklärung der Vorwürfe zu. Procter & Gamble betreibt in dem Land drei Fabriken und zwei Logistikzentren. Insgesamt erwirtschaftet der Konzern in Argentinien rund ein Prozent seines Gesamtumsatzes.
In diesem Jahr hatten bereits die mexikanischen Behörden den Konsumgüterriesen wegen mutmasslicher Steuerhinterziehung ins Visier genommen. Legale Steuertricks multinationaler Grosskonzerne wie Gewinnverlagerungen oder gezielte Übernahmen in Niedrigsteuerländern bereiten vielen Staaten Sorgen. Argentinien ist seit seiner Staatspleite 2002 von den internationalen Finanzmärkten ausgeschlossen und fürchtet nach einem weiteren Zahlungsausfall im Juli einen Liquiditätsengpass.
(reuters/lur)