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Studie zeigt: Frauen ernähren sich umweltschonender als Männer
Weniger tierische Produkte, dafür aber mehr Obst und Gemüse. Weil Frauen im Vergleich zu Männern häufiger auf Fleisch verzichten, essen sie nicht nur gesünder, sondern auch umweltfreundlicher. Zu dieser Bilanz kommen Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg.
Die Forscher werteten Daten der Nationalen Verzehrstudie aus dem Jahr 2006 aus. Für diese Untersuchung wurden rund 20.000 Frauen und Männer in ganz Deutschland nach ihrem Ernährungsverhalten befragt. Die Auswertung der Daten erfolgte anhand der Kriterien Flächennutzung und Wasserbedarf.
Die Befragungen zeigten, dass der Ernährungsstil der Frauen sich günstig auf die Umwelt auswirkt: Sie verbrauchen weniger umweltintensiv produzierte Nahrungsmittel, beugen so dem Treibhauseffekt vor und verringern den notwendigen Flächenbedarf für die Herstellung tierischer Produkte.
Für die bisherige Ernährung der Männer bedarf es 24% mehr an Produktionsflächen gegenüber Frauen. Dies resultiert aus dem 28% höheren Fleischverzehr. Das weibliche Geschlecht hingegen konsumiert laut Studie mit 40% fast doppelt so viel Obst und Gemüse wie das männliche Geschlecht. Allerdings haben Frauen einen 11% höheren Wasserbedarf als Männer.
«Übernähmen alle Männer in Deutschland das typische Verzehrprofil von Frauen, würde eine Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern im In- und Ausland frei werden», kommentiert Studienleiter Toni Meier das Ergebnis. Diese Fläche entspricht etwa der Größe des norddeutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein. Fazit laut Meier: «Die Ernährung der Frauen kann ein Vorbild sein».
Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU, idw Text: Miriam Dippe