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Die beiden Weltkriege sind Auslöser von gewaltigen Flüchtlingsströmen und der neutrale Kleinstaat wird zu einem wichtigen Zufluchtsort. Im Ersten Weltkrieg entsteht das Selbstbild der Schweiz als humanitäres Flüchtlingsland und «Insel inmitten des Krieges», welches das gesamte 20. Jahrhundert über wirkungsmächtig bleibt. Allerdings sind nicht alle Flüchtlinge im selben Mass erwünscht.
Im Ersten Weltkrieg werden die zuvor offenen Grenzen geschlossen und die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für Ausländerinnen und Ausländer kontinuierlich verschärft. 1917 gründet der Bund die Eidgenössische Fremdenpolizei und legt den Grundstein für die repressive Flüchtlingspolitik in der Zwischenkriegszeit und während des Zweiten Weltkrieges («Das Boot ist voll»).
Die Jahre zwischen 1950 und 1970 sind aufgrund der Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg und der antikommunistischen Haltung der offiziellen Schweiz von einer grosszügigen und liberalen Asylpolitik geprägt. Die Stimmung gegenüber Flüchtlingen beginnt zu kippen mit der Ankunft der tamilischen Flüchtlinge aus Sri Lanka ab 1983 und insbesondere mit den Flüchtlingen als Folge der Konflikte in Ex-Jugoslawien in den 1990er Jahren.
Im Anschluss an den Vortrag ist eine Diskussion erwünscht.
Diese Veranstaltung ist Teil einer Vortragsreihe zur Ausstellung „homo migrans“ im Bernischen Historischen Museum. Die weiteren Vorträge in dieser Reihe:
20.01.2020: Hugenotten rein, Täufer raus? (Annette Kniep); 10.02.2020: Migranten mit Waffen (Marc Höchner)
|Kursleitung||

Anja Huber
|Teilnehmende||

Min. 12
1x Mo 18.30–20.00 Uhr
am 18.11.2019
Standard 28.00
Mo 18.11.2019 18.30–20.00 Uhr