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Hoi Tong (auch: Honam Tempel oder Haichuang Tempel) ist eine buddhistische Tempel- und Klosteranlage auf der Insel Henan in der Provinz Guangdong.
Geschichte
Erbaut wurde der Tempel unter dem Namen Qianqiu in der Nanhan Dynastie (südliches Han-Reich) zwischen 917 und 971. Möglicherweise wurde er danach zerstört. Es wird berichtet, dass er in der Ming Dynastie (Beginn 1368) wiederaufgebaut wurde und den Namen Hoi Tong erhielt.
Nachdem das Süd-Shaolin Kloster zerstört wurde, floh Abt Ji Sim wahrscheinlich ins Kloster Hoi Tong. Von dort aus schickte er auch Lukh ah Choi auf die Suche nach dem ebenfalls geflüchteten Hung Hee Gung. Interessanterweise wurde das Kloster gerade unter der Qing Dynastie gefördert und erweitert. Es blühte auf und wurde zum Haupttempel von Henan.
Während der Herrschaft der Imperatorin Cixi schwand die Wichtigkeit von Hoi Tong mehr und mehr. Reformen zwangen das Kloster dazu, Teile für die öffentliche Schule zur Verfügung zu stellen. Während der ersten Jahre der Chinesischen Republik (ab 1912) wie auch in der Kulturrevolution (1966 – 1976) wurde die Anlage mehrfach ernsthaft beschädigt. Vollständig zerstört wurde sie glücklicherweise nicht.
Ab 1993 nahm das Kloster seinen Betrieb wieder auf und wurde umfassend renoviert.
Dreh- und Angelpunkt für Recherchen
Nachdem niemand so genau weiss, wo der südliche Shaolin-Tempel genau gewesen ist, ist Hoi Tong eine der wichtigsten Anlaufstellen für Recherchen zu den damaligen Hergängen, auf welche ich bisher gestossen bin. Das Kloster wird unter seinen verschiedenen Namen in unterschiedlichen Quellen genannt.