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Der Maler, Bildhauer, Autor, Filmemacher und Allround-Unterhalter Salvador Dalí (19041989) war einer der grössten Exhibitionisten und Exzentriker des 20. Jahrhunderts. Er übertrug als einer der Ersten die Erkenntnisse der Freudschen Psychoanalyse auf die Kunst und wird vor allem für seine surrealistischen Werke gefeiert. Ikonische Bilder wie die weichen Uhren oder das Hummertelefon gelten inzwischen als Symbole für den Surrealismus und die Moderne schlechthin.
Dalí nannte seine Bilder oft handgemalte Traumfotos. Ihre Faszination und die ihnen innewohnende Spannung beziehen sie aus der präzisen Darstellung bizarrer Elemente und inkongruenter Arrangements. Dalí malte, wie er selbst sagte, mit der imperialistischen Raserei der Präzision, jedoch nur, um die Verwirrung zu systematisieren und die Welt der Realität dadurch völlig zu diskreditieren.
Der Schnurrbart zwirbelnde Dalí revolutionierte die Rolle des Künstlers, indem er mit seinen Auftritten in der Öffentlichkeit polarisierte und in Form von Drucken, Mode, Werbung, Literatur und Film ein uvre schuf, das nicht nur an einer Galeriewand betrachtet, sondern auf vielfache Art und Weise konsumiert werden kann.
Dieser Band stellt Dalís Werk und Persönlichkeit vor und beleuchtet seine provokanten Kompositionen rund um die Themen Tod, Verfall und Erotik.
Portrait
Gilles Néret (19332005) war Kunsthistoriker, Journalist, Schriftsteller und Ausstellungskritiker. Er organisierte mehrere Kunst-Retrospektiven in Japan und gründete das SEIBU Museum sowie die Galerie Wildenstein in Tokio. Er leitete Kunstzeitschriften wie L'il und Connaissance des Arts und erhielt für seine Publikationen 1981 den Prix Elie Faure. Néret war Herausgeber von TASCHENs Monet und Velázquez und Autor von Dalí Das malerische Werk, Matisse sowie Erotica Universalis.