Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03565.jsonl.gz/2145

Sie vereinen problemlos die göttliche und weltliche Musik auf hohem Niveau. Mit Gospel und Blues begeisterten die Blind Boys of Alabama am Mittwochabend am Blues Festival das Publikum im Volkshaus. Dort traten Jimmy Carter, Ricky McKinnie, Ben Moore, Paul Beasley, Joey Williams, Austin Moore, Ray Ladson und Peter Levin am Abend des «Swiss Blues Award» auf. Glam war für Sie mit dabei.
(Video: Telebasel)
Gründung einer Gospelgruppe
Die Geschichte der Band begann Ende der 30er Jahre. Damals gründeten fünf blinde Jungen am «Talladega Institute for Negro Deaf and Blind» eine Gospelgruppe mit dem Namen «The Happyland Singers». Nach einem Auftritt mit den Jackson Harmonies 1948 änderte sich ihr Name und sie nennen sie sich seither «Five Blind Boys of Alabama».
Hochburg des vierstimmigen Gospel-Satzgesangs war Birmingham in Alabama. Der Stil, bei welchem die Melodien auf dramatische Weise kontrastier werden, war zuerst nur in religiösen Kreisen verbreitet. Später wurde er von Stars wie dem «Golden Gate Quartet» salonfähig gemacht.
Quantensprung in den 80er
Während Jahrzehnten sangen die Blind Boys of Alabama bei Gospelveranstaltungen und das Schicksal hatte noch grössere Pläne. So folge 1983 der Quantensprung. Damals wirkte die Band beim Musical «The Gospel at Colonus» mit. Die Produktion gewann einen Obie Award und damit öffneten sich sämtliche Türen.
Mittlerweile haben die Blind Boys of Alabama über 70 Platten und CDs veröffentlicht, Live-Konzerte für mehrere US-Präsidenten gespielt, waren in Filmen und TV-Shows zu sehen und gewannen insgesamt sechs Grammies. 2007 wurde die Band gar in die Gospel Music Hall of Fame aufgenommen.