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Die Gelder stammen aus den Reserven des Königreichs, wie die staatliche Nachrichtenagentur Saudi Press Agency am Mittwoch mitteilte. Der Public Investment Fund (PIV) soll sich auf internationale und inländische Transaktionen konzentrieren, darunter einige "Hochzins- Gelegenheiten im lokalen Markt, die den privaten Sektor stützen", wie es hieß. Die Gelder erhöhen das Anlagevolumen des Staatsfonds von derzeit 600 Milliarden Rial um rund 17 Prozent.
Der Public Investment Fonds, geleitet von dem früheren Banker von Saudi Fransi Capital, Yasir Alrumayyan, war bislang auf inländische Investments ausgerichtet. Saudi-Arabien, im Bestreben die Einnahmen außerhalb des Ölgeschäfts zu steigern, will PIV nun zu einem 2 Billionen Dollar schweren Staatsfonds ausweiten. PIV hat in diesem Jahr bereits einige Transaktionen getätigt, darunter ein Investment von 3,5 Milliarden Dollar in die Taxi-App Uber. Zudem ist geplant, bis zu 45 Milliarden Dollar in einen globalen Technologiefonds im Gesamtvolumen von 100 Milliarden Dollar der japanischen SoftBank Group zu investieren.
Darüber hinaus beteiligt sich PIV mit 50 Prozent an der Investmentgesellschaft Adeptio des Geschäftsmanns Mohamed Alabbar aus Dubai. Der Staatsfonds investiert außerdem 500 Millionen Dollar in Alabbars Projekt, die E-Commerce Gesellschaft Noon.
Zu den Plänen der Saudis zählt auch, die Eigentümerschaft an dem Ölgiganten Saudi Arabian Oil an PIV zu übertragen und auch die Erlöse aus dem vorgesehenen Börsengang von Aramco. Derzeit hält PIV Aktien an lokalen börsennotierten Unternehmen - darunter Saudi Basic Industries und Saudi Telecom - im Volumen von rund 100 Milliarden Dollar. Der Anteil der Auslandsanlagen soll bis 2020 von aktuell fünf Prozent auf 50 Prozent erhöht werden.
(Bloomberg)