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Badegästeund Anwohner des Murtensees müssen sich bezüglich Radioaktivität keine Sorgen machen: Auf dem Grund des Sees wurden seit dem Unglück in Tschernobyl im Jahr 1986 keine erhöhten Werte des radioaktiven Cäsiums 137 gemessen. Dies zeigen laut dem Amt für Umwelt des Kantons Freiburg Messungen, welche die Firma Eawag im Rahmen einer Studie zum Phosphor und zum Sauerstoff im Murtensee im Jahr 2009 durchgeführt hat. Erhöhte Werte gab es laut der Studie nur für die Jahre 1963 aufgrund von damalsdurchgeführten Atomversuchen in der Atmosphäre und1986 wegen Tschernobyl,schreibt Elise Folly auf Anfrage. Sie ist beim Amt für Umwelt des Kantons Freiburg Verantwortliche für Oberflächengewässer und Grundwasser. Und auch die Werte für 1963 und 1986 seien im Murtensee deutlich tiefer ausgefallen als im Bielersee. Für den Neuenburgersee verfügt das Freiburger Umweltamt über keine Daten, da der Kanton Neuenburg zuständig ist. Für die Radioaktivität ist laut Folly grundsätzlich das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) zuständig.
In den letzten Tagen hatten erhöhte Cäsiumwerte im Bielersee ums Jahr 2000, die die «Sonntags Zeitung» veröffentlicht hatte, für Rummel gesorgt. Eine Gefahr bestand aber nie, die Grenzwerte wurden eingehalten. Es wird vermutet, dass das Cäsium aus dem AKW Mühleberg kam. Ist dies der Fall, ist auch klar, warum Murten- und Neuenburgersee nicht betroffen sind: Sie liegen beide höher als der Bielersee. luk