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Camping para adultos
In Buenos Aires und Umgebung sind gute Standmöglichkeiten eher rar. Da wir für Amigo wegen unseres Schweizeraufenthaltes im April/ Mai sowieso mehrere Tierheime begutachteten, checkten wir auch noch mögliche Stand- oder Campingplätze rund um Buenos Aires.
Samstagnachmittag, nach einem Einkaufsbummel in einem der amerikanisch anmutenden Einkaufscenter, wollten wir auf einen, aus dem Argentinischen Campingführer gut beschriebenen Platz übernachten. Um sicher zu sein, dass der Platz geöffnet und auch Fahrzeuge aufgenommen werden, fragte Brigi noch telefonisch nach. Eine ältere Frau versicherte uns telefonisch, dass der Platz geöffnet sei und wir mit einer „Casa rodante" willkommen seien. Nichts wie hin! Die Zufahrt zum Gelände war sehr schmal und seitlich mit vielen Büschen und hohen Sträuchern bewachsen. Auf ca. 300 Metern links und rechts sahen wir vergammelte Hausruinen und verrostetes Landwirtschaftsgerät. Dann folgte eine grosse Grasfläche mit einem grossen Gebäude und einem kleinen Planschbecken. Auf der grünen Wiese tummelten sich etwa ein Dutzend...
Ärgerliches Geräusch
Wir fahren von Cachi auf der Piste Richtung Cafayate. Vor San Carlos kommen wir wieder auf die Teerstrasse. Während der Ortsdurchfahrt hören wir vom rechten Vorderrad her ein quitschendes, knirschendes Geräusch. Wir beschliessen, noch bis Cafayate zu fahren und dort der Sache auf den Grund zu gehen.
Nach Entfernen des Vorderrades hatten wir guten Zugang zur Radtrommel. Beim Drehen dieser stellten wir fest, dass das Geräusch schon viel dezenter geworden war, und beim Rückwärtsdrehen nicht mehr auftrat - wahrscheinlich ein eingedrungener Stein.
Ich telefonierte noch mit Peter, dem Betriebsleiter MAN Schweiz, um mich rückzuversichern.
Er empfahl mir, das Verhalten des Rades weiterhin zu beobachten. Anstelle entfernen der Radtrommel, sollten wir doch besser die guten Weine degustieren, wie Recht hatte er. Das Geräusch ist bei der Weiterfahrt nicht mehr aufgetreten und das Rad hat sich auch nicht ungewöhnlich erwärmt.
Diverse Degustationen haben wir auch schadlos überstanden.
Observatorium Paranal in Chile
Ein astronomisches Observatorium in der Atacamawueste, das von der Europäischen Südsternwarte (ESO) betrieben wird. Die Atmosphäre über dem Gipfel Paranal zeichnet sich durch trockene und außergewöhnlich ruhige Luftströmung aus, was den Berg zu einem sehr attraktiven Standort für ein astronomisches Observatorium macht. Der Gipfel wurde in den frühen 1990ern von seiner ursprünglichen Höhe von 2'660m auf 2'635m heruntergesprengt, um ein Plateau für das VLT (very large teleskope) zu schaffen.
Wir verlassen Cusco
Beim Verlassen unseres Lagerplatzes, noch vor der grossen Plaza, werden wir mit der Trillerpfeife und durch Winken von einer Polizistin zum Anhalten aufgefordert. Sie meint, wir mit unserem LKW, dürften hier nicht fahren. Unsere Frage, was nun, konnte sie leider nicht beantworten. Auf die Frage nach dem Weg nach Lima, wusste sie keine Antwort. Wir bedankten uns (für was auch immer) und fuhren unsere Richtung weiter. Nach einer verbotenen, von weiteren Trillerpfeifen begleiteten Fahrt rund um die Plaza, kam erneut ein Zwangsstopp. Für die direkte Zufahrt zur Avenida de Sol müssten wir eine Bewilligung haben. Unsere Antwort, wir fahren nach Lima muchas gracias, und ohne die Polizistin weiter zu beachten fuhren wir weiter.
Soll einer noch erzählen, die Polizei in Peru sei nicht auch hilfsbereit.
Colaboración
Ein Wort, das bei Zöllnern, Polizisten und anderen Beamten in Bolivien sowie Peru sehr verbreitet ist und bei Touristen entsprechend oft angewandt wird.
Eigentlich ist damit Schmiergeld zahlen auf etwas humanere Art ausgedrückt, gemeint. Fragt man, für was das Geld verwendet wird, sind die Antworten sehr erfinderisch: für Brücken- & Strassen- Reinigung, abblätternder Putz am Bürogebäude usw. Dabei fliesst die Kohle direkt in die Taschen der korrupten Beamten.
Wir haben bisher noch nie bezahlt. Meistens reicht der Hinweis, dass man sehr gerne bezahle, aber nur gegen Quittung.
Der Chef der Einreisebehörde in Peru wollte es aber noch ein wenig genauer wissen. In Erwartung einer Zahlung nahm er mich alleine in sein Büro und fing wieder von der Colaboración an. Anstatt Geld zu geben, klopfte ich ihm recht kräftig auf die Schulter und sagte, Amigo ich freue mich auf dein Land, gab ihm die Hand ohne Geld darin. Er war etwas erstaunt und wir konnten kollegial auseinander gehen.
Salar de Uyuni
Dieser grösste Salar der Erde ist etwa 160 km lang, 135 km breit und liegt in Bolivien auf ca. 3'700m Höhe. Für uns ein landschaftlicher Höhepunkt. Von den Einheimischen wird er „Weisses Meer" genannt.
Der Salzreichtum des Salar de Uyuni wird auf ungefähr 10 Milliarden Tonnen geschätzt. Jährlich werden davon etwa 25.000 Tonnen abgebaut und in die Städte transportiert.
Atemberaubend...
Nachdem wir bei MAN in Santiago einen kleinen Service an Robusto gemacht hatten, waren wir der Küste entlang nordwärts nach Chañaral (CL) unterwegs. Beobachten der Meereswellen, Musik hören, lesen, faulenzen sowie Fische essen und chilenischen Wein geniessen, waren unsere Aktivitäten.
Gemeinsam mit Bruno und Renate, unterwegs mit ihrem „Little Monster", einem 4x4 MAN, bezwangen wir den Paso de San Fransisco mit 4'748 Meter Höhe nach Argentinien. Nicht nur wegen der Naturschönheiten und den gigantischen Weiten, sondern auch wegen der dünnen Luft waren die Anfahrt und Lagerplätze atemberaubend. Nachts waren auf 3'600 Meter Höhe Minustemperaturen bis zu 16 Grad angesagt. Wir hatten wieder einmal mehr mit Anticonchelante (Gefrierschutzmittel) den Diesel aufbereitet und dadurch liefen die Fahrzeuge und die Heizungen trotz der extremen Kälte einwandfrei.
Panamericana südlich von Santiago, bereits Autobahn
Mehrere Fahrradfahrer auf Pannenstreifen in Gegenrichtung.
An einem Tag über 8 Mähdrescher überholt, einer davon mit drei schwer beladenen Anhängern unterwegs.
Ein Fahrradfahrer mit zwei Pferden am Strick im Schlepptau.
An diversen Stellen Fussgänger, die alle vier Fahrspuren überqueren.
Mehrere Bushaltestellen auf dem erweiterten Pannenstreifen, mit wartenden Leuten. Die Busse haben jeweils nach der Haltestelle eine separate Beschleunigungsspur.
Ein junger Fahrradfahrer, der auf der Autobahn hinter einem alten Bus im Windschatten mit einem lotterigen Fahrrad bei über 60km/h hinterher strampelt.
Vier Gauchos auf dem Pannenstreifen reitend, vergnügt miteinander plaudernd.
Bei einer grossen Copec Tankstelle waren bei der Ausfahrt die mittleren Leitplanken der Autobahn entfernt und die Fahrzeuge überquerten die beiden Fahrspuren, um in der anderen Richtung weiterzufahren.
Andere Länder, andere Autobahn-Sitten.
Ein bisschen Abenteuer ist auf der „Panam" geblieben.
Abschleppdienst Kawi Fortsetzung von Notizen Februar
Das Mail vom Subaru-Besitzer an uns lautete:
Wir sind über Chiloé hochgefahren. Nach dem Vulkan Osorno haben wir wieder nach Argentinien gewechselt und sind zuerst wegen schlechtem Wetter nach Bariloche in die Stadt gefahren. Da haben wir vor derselben Werkstatt vom Januar wieder geparkt und waren den ganzen Tag in der Stadt unterwegs. Am Abend lief der Wagen nicht mehr an. Der Mechaniker kam raus und schaute was nicht gut ist und reparierte nochmals den Alternator wie das letzte Mal. So haben wir den Montag nochmals in Bariloche verbracht. Am Abend kam die Rechnung ohne Arbeit! Als ich fragte, wo die Arbeit verrechnet sei, meinte er, dass es Garantie sei! Ich gab ihm ein Trinkgeld was er zuerst nicht wollte. Ich setzte mich durch, und das Geld blieb in der Werkstatt! Ist das nicht unglaublich? Wir sind genau 6'000km gefahren und er macht die Arbeiten auf Garantie! Wir geniessen es sehr und erleben immer so viel Nettes da in Argentinien! Der Wagen läuft wieder super! Gruss Jo und Maca.
Abschleppdienst Kawi
Wir campieren mit anderen Reisenden vor dem Ortseingang El Chaltén und geniessen die herrliche Sicht auf den Fitz Roy. Nach einem Ausflug mit der Kawi zum Lago del Desierto bleiben wir im Dorf neben einem Subaru mit offener Motorhaube stehen. Jonathan und Macarena sind für drei Monate in Argentinien und Chile mit diesem in Santiago gekauften Auto auf Achse.
Jonathan erklärt uns auf Schweizerdeutsch die Starterprobleme eines Wagens. Ohne richtiges Werkzeug ist eine sinnvolle Hilfe nicht möglich. So spannen wir den „Subi" kurzerhand mit einem Seil an unsere Kawi. Mit Anhang geht es nun quer durch den Ort zum Lagerplatz Robustos. Der Anlasser wird auseinander genommen, gereinigt und erneut montiert. Hurra, der Wagen lief wieder. Nachdem Macarena über das Werkzeug- und Material-Lager von Robusto staunte, meinte sie beim Abschied: „Robusto ist wie ein Sodimac, ein Chilenischer Bau- und Handwerker-Markt.
Später treffen wir die beiden in Chile Chico wieder. Der Subaru lief immer noch und wir hoffen, dass dies auf der Weiterreise so geblieben ist.
24. Dezember 2006
Von unserem reichhaltig gedeckten Frühstückstisch sehen wir runter in eine kleine Meeresbucht. Darin führen Delphingruppen Synchronschwimmen vor. Fein gestärkt, führt uns die gut zu befahrende Piste über Camerón, wo Gauchos Schafe zusammentreiben und scheren, nach dem Lago Blanco.
Ein herrlicher Lagerplatz mit Sicht über den See auf eine Insel. Am Horizont schneebedeckte Bergspitzen und im Rücken einen Magellan-Wald. Der Wilderer, der in seiner Blechhütte nicht weit von uns entfernt war, zeigte uns seine Trophäen. Drei Biberschwänze, die wolle er an Touristen verkaufen. Wir waren daran nicht interessiert.
Aussen schmückten wir Robusto mit einem Mistelzweig und innen gab's Dekoration mit Kugeln und Girlanden. In unserer warmen Stube hörten wir Weihnachtslieder und dachten an unsere Daheimgebliebenen. Dank unserem Grosseinkauf in Punta Arenas ging es uns auch kulinarisch gut.
5 Tage lang genossen wir die Gesellschaft von wilden Pferden, Guanacos und Kondoren. Biber die morgens um 4 Uhr und abends um 10 Uhr ihre Dämme bauen bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Zu diesen Zeiten waren wir im Land der Träume.