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In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Lebensqualität in Brasilien verbessert. Dies geht aus dem am Dienstag (25.) vorgelegten Atlas zum Entwicklungsindex von 16 brasilianischen Metropolen und ihrem Großraum hervor. Abgenommen hat danach die Differenz zwischen den reichsten und den ärmsten Städten. Allerdings gibt es innerhalb der Städte nach wie vor große Unterschiede beim menschlichen Entwicklungsindex.
Analysiert haben das Forschungsinstitut Ipea, das UN-Entwicklungsprogramm und die Stiftung João Pinheiro die statistischen Zahlen von knapp 10.000 Untersuchungseinheiten aus den Jahren 2000 bis 2010. Das Fazit daraus lautet, dass sich die großen Differenzen in den zehn Jahren reduziert haben. Laut Studie wurden im Jahr 2000 sieben Prozent der untersuchten Einheiten mit einem sehr geringen Index eingestuft und 32 Prozent mit einem geringen. Mittlerweile sind nur noch zwei Prozent mit einem „niedrigen“ Entwicklungsindex vertreten.
Gemessen werden für den Entwicklungsindex die Bereiche Lebenserwartung, Durchschnittseinkommen und Schulausbildung. Bei allen drei Sektoren wurden Verbesserungen erreicht. Den besten Entwicklungsindex weist São Paulo mit 0,794 Punkten auf. An zweiter Stelle liegt der Hauptstadtdistrikt mit 0,792 und an dritter Curitiba mit 0,783 Punkten. Manaus bildet mit lediglich 0,720 das Schlusslicht. Im Jahr 2000 lag der Entwicklungsindex Manaus mit 0,585 allerdings wesentlich niedriger.
Innerhalb einer Stadt und ihrem Umland kann es jedoch nach wie vor große Unterschiede geben. Das Durchschnittseinkommen liegt in den reicheren Stadtteilen von Manaus beispielsweise bei umgerechnet 2.631 Euro, während es in den ärmeren Vierteln bei lediglich 56 Euro pro Kopf und Monat liegt. In São Paulo reicht die Kluft von 4.600 Euro in den betuchteren Stadtteilen zu 117 Euro im ärmsten Stadtteil. Bei der Lebenserwartung sieht es ähnlich aus. Dort besteht eine Diskrepanz von 15 Jahren. Die höchste Lebenserwartung wird mit 82 Jahren und die niedrigste mit 67 Jahren angegeben. Unterschiede gibt es ebenso bei der Schulbildung. In den Untersuchungseinheiten mit den besten Ergebnissen haben 91 bis 96 der über 18-Jährigen ihre Grundausbildung abgeschlossen. Dem gegenüber stehen Regionen, in denen lediglich 21 bis 37 Prozent der Erwachsenen die dafür notwendigen acht Schuljahre vorweisen können.