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FLAGGE SCHOTTLANDS
Die schottische Flagge ist eine der ältesten Flaggen der Welt und reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück. Eine Überlieferung erzählt, dass im Jahre 832 ein König Hungus (oder Angus) die Pikten und Skoten in eine Schlacht gegen die Angelsachsen geführt haben soll. Hungus und seine Soldaten wurden umzingelt und er betete um Erlösung. Während der Nacht erschien der Apostel Andreas (der auf einem diagonalen Kreuz gekreuzigt worden war) und versicherte Hungus, dass seine Armee siegen würde. Im Morgengrauen nahmen die Wolken am blauen Himmel die Form eines diagonalen Kreuzes an. Die Pikten und Skoten wurden ermutigt, während die Angelsachsen erschraken und schließlich besiegt wurden. Seither ist das Andreaskreuz die Flagge Schottlands. Reliquien des Heiligen wurden später nach Schottland und in die Stadt gebracht, die man dann St. Andrews nannte.
Der Löwe wurde bereits im frühen 13. Jahrhundert von William I. angenommen, der auch „Wilhelm der Löwe“ genannt wurde, und kann als Wappentier erstmals im Jahr 1222 im Siegel seines Sohnes Alexander II. nachgewiesen werden.
Dieses Wappen wurde beim Beginn der englisch-schottischen Personalunion 1603 in das Wappen des Vereinigten Königreichs integriert und ist seither auch auf der Königsflagge des Vereinigten Königreichs zu sehen.
Die Benutzung der Flagge mit dem steigenden Löwen ist den Monarchen vorbehalten. Sie wird offiziell auf den schottischen Residenzen des Königshauses in Holyrood Palace und Balmoral Castle aufgezogen, wenn die Königin anwesend ist. Auch die Repräsentanten der Königin, darunter der First Minister of Scotland, die Lord Lieutenants, der Lord High Commissioner to the General Assembly of the Church of Scotland und der Lord Lyon King of Arms, dürfen die Flagge führen. Als persönliches Banner der Königin ist sie nach dem Gesetz des Parliament of Scotland von 1672, cap. 47 and 30 & 31 Vict. cap. 17 geschützt. Dennoch ist sie als alternative Flagge für Schottland (z. B. bei Fußball-Länderspielen) so beliebt, dass es politisch unmöglich wäre, jemanden deshalb gerichtlich zu verfolgen.