Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/125398

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Palette der Möglichkeiten aufzuzeigen, mit denen die sehr schwierige Situation der Schweizer Literatur und des Buchs in der Schweiz wenn auch nicht gelöst, so wenigstens gelindert werden kann.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Schweizer Literaturplatz verdient kontinuierliche Unterstützung und Förderung. Deshalb hat der Bund bereits vor der Abstimmung vom 11. März 2012 entsprechende Massnahmen ergriffen (Unterstützung von Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzern, Verlagen und Literaturveranstaltungen).</p><p>Das Bundesamt für Kultur setzt sich für die Literatur ein, um den Zugang zum Lesen und zum Buch zu erleichtern, die Angebotsvielfalt sicherzustellen und die Anerkennung eines qualitativ hochstehenden literarischen Schaffens zu fördern.</p><p>Mit Inkrafttreten des Kulturförderungsgesetzes wird der Bund eidgenössische Preise und Auszeichnungen in allen Kultursparten verleihen, auch im Bereich der Literatur. Dieses Instrument erlaubt die finanzielle Unterstützung der Autorinnen und Autoren und gibt dem literarischen Schaffen der Schweiz eine nationale und internationale Sichtbarkeit. Die erste Verleihung der eidgenössischen Literaturpreise und -auszeichnungen findet anlässlich der Solothurner Literaturtage im Mai 2013 statt.</p><p>Weitere Massnahmen werden derzeit geprüft. Nach der Ablehnung der Buchpreisbindung hat der Vorsteher des Eidgenössischen Departementes des Innern das Bundesamt für Kultur beauftragt, die Situation zu evaluieren und bis im Herbst 2012 Wege aufzuzeigen, wie allenfalls bereits bestehende Massnahmen ergänzt werden könnten.</p><p>In Zusammenarbeit mit den Kantonen und Städten wird der Bund noch in diesem Jahr die Untersuchung öffentlicher Massnahmen zugunsten der Literatur ("Panorama") erneuern. Ein erstes "Panorama" aus dem Jahr 2006 gibt Aufschluss über den Umfang und die Vielfältigkeit der eingesetzten Mittel für die Buchkette. Das "Panorama" 2012 wird nicht nur die Entwicklung der öffentlichen Fördermittel, sondern auch die Verfeinerung der Datenlage ermöglichen. Ausserdem ist der Bundesrat bereit, die Lage des Buchmarktes in der Schweiz zu untersuchen.</p><p>Erst wenn diese Grundlagendaten vorliegen, wird der Bundesrat die Anliegen des Postulates erfüllen können.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.