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Der Ratingausblick wird weiterhin mit "stabil" angegeben, wie Fitch am Freitagabend mitteilte. Die unveränderte Einstufung wird in einer Mitteilung mit der bedachten Wirtschafts- und Fiskalpolitik, einer weiterhin diversifizierten und wohlhabenden Wirtschaft und einem hohen Ausbildungsniveau der Bevölkerung begründet. Die Schweiz übertreffe die anderen mit "AAA" bewerteten Länder bei den meisten Rating-Indikatoren, hiess es. Das BIP pro Kopf etwa entspreche dem 1,4-Fachen des Medians der 'AAA'-Konkurrenten.
Nach dem starken Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr schraubt Fitch nun die Prognosen für das BIP im Gesamtjahr 2018 auf 3,0 Prozent von 2,1 Prozent nach oben.
Im nächsten Jahr sehe es allerdings anders aus. Denn wegen der Verteuerung des Frankens im Zuge weltpolitischer Spannungen und des Handelsstreits schraubt Fitch seine Prognosen zurück. Das Vertrauen von Unternehmen und Konsumenten sei hierzulande gefallen. Die Exporte und Investitionen dürften abnehmen, schrieb Fitch weiter. Das BIP dürfte nächstes Jahr lediglich noch um 1,9 Prozent wachsen und sich im 2020 auf ein Plus von 1,7 Prozent verlangsamen.
Die Inflation werde laut Fitch bis Jahresende auf 1,2 Prozent anziehen. Im nächsten Jahr werde sie dann 1,4 Prozent erreichen. Die Ratingagentur rechnet nicht mit einer geldpolitischen Straffung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vor dem nächsten Jahr, da die Inflation unter dem Median der 'AAA'-Länder von 2,0 Prozent bleibe.
(AWP)