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1827. Schubert ist 30 Jahre alt. Er spürt, dass sich sein Leben langsam dem Ende zuneigt. Die Gefühle, die Wilhelm Müller in seinen Gedichten beschreibt – Ermattung, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Ziellosigkeit – , durchdringen sein ganzes Wesen und bringen seinen grössten Liederzyklus hervor, nur noch gefolgt von den letzten Meisterwerken (späte Klaviersonaten, Quintett mit zwei Celli). Die "Winterreise" schildert auf beklemmende Weise, wie sich ein romantischer "Wanderer" in der eisigen Kälte verirrt und schliesslich bei der traurigen Figur des von knurrenden Hunden umgebenen Leiermanns anlangt, der das Ende seines Weges markiert... Der englische Tenor Ian Bostridge, stilgerecht von Jan Schultsz auf dem Hammerklavier begleitet, ist ein idealer Interpret.