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Die Schweizer Uhrenindustrie stelle im Exportbereich neue Rekorde auf und befinde sich im Wandel, heisst es in einer Mitteilung des Beratungsunternehmens Deloitte vom Donnerstag. Nachdem die Uhrenexporte 2022 einen neuen Rekordwert von fast 25 Milliarden Franken erreicht hätten, habe sich der starke Wachstumskurs in diesem Jahr fortgesetzt - und dies trotz der Inflation und des starken Frankens.
Die zehn wichtigsten Exportmärkte der Schweiz seien in den ersten acht Monaten 2023 weiter gewachsen, hiess es mit Blick auf die Regionen weiter. Die USA blieben der wichtigste Einzelmarkt für Schweizer Uhren, mit Exporten im Wert von fast 2,7 Milliarden Franken, was einem Anstieg von fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. China verzeichnete im gleichen Zeitraum ein ähnliches Wachstum von 9,3 Prozent, doch liegen die Exporte immer noch 7,5 Prozent unter dem Niveau von 2021.
Etwas trübere Aussichten
In den ersten acht Monaten 2023 erzielte aber auch Indien ein überdurchschnittliches Umsatzwachstum von 18 Prozent, wie aus der Deloitte-Studie 2023 zur Schweizer Uhrenindustrie hervorgeht. Die Prüfgesellschaft rechnet damit, dass Indien innerhalb eines Jahrzehnts zu den zehn wichtigsten Schweizer Exportmärkten gehören wird.
Die Aussichten der Branche für die kommenden zwölf Monate sehen die Befragten derweil weniger zuversichtlich. Lediglich die Hälfte der Befragten gab an, diese positiv zu beurteilen, im Vergleich zu 57 Prozent der Befragten noch vor einem Jahr. Ein Viertel antwortete, sie seien negativ eingestellt. Als Gründe wurden die geopolitische Unsicherheit, die Inflation und die anhaltende Lebenshaltungskostenkrise genannt.
Mehr Ladengeschäft
Trotz des Anstiegs im E-Commerce-Bereich geht eine Mehrheit davon aus, dass der Verkauf im Ladengeschäft auch in Zukunft dominieren wird. Die meisten Marken und Detailhändler sind sich einig (62%), dass die Offline-Verkäufe auch in den nächsten fünf Jahren die Online-Verkäufe überwiegen werden. Daher wollen sie auch die stationären Detailhandelsaktivitäten weiter ausbauen.
Für die Studie wurden zwischen August und September 75 Führungskräfte aus der Branche online befragt und es wurden Interviews mit Branchenexperten durchgeführt. Ausserdem wurden 6'045 Konsumenten befragt - in China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Hongkong, Italien, Japan, Singapur, Vereinigte Arabische Emirate und in den USA sowie in diesem Jahr auch in Indien.