Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03102.jsonl.gz/917

Locarno Film Festival | Excellence Award Davide Campari | Laetitia Casta
Laetitia Casta begann ihre Schauspielkarriere mit der Rolle der Falbala in Claude Zidis «Astérix & Obélix contre César» (Asterix and Obelix vs. Caesar) im Jahr 1999. Weiter ging es im Jahr 2000 mit der erfolgreichen Miniserie «La Bicyclette bleue» (The Blue Bicycle) von Thierry Binisti, um 2001 in «Les âmes fortes» (Savage Souls) von Raùl Ruiz und 2002 in «Rue des Plaisirs» (Love Street) von Patrice Leconte aufzutreten.
2004 gab sie ihr Theaterdebüt in Jean Giraudoux’ «Ondine» unter der Regie von Jacques Weber. Ihre Darstellung der Brigitte Bardot in Joann Sfars Film «Gainsbourg» (Vie héroïque) (Gainsbourg: A Heroic Life) brachte ihr 2010 eine César-Nominierung in der Kategorie Beste Nebendarstellerin ein. 2012 spielte sie in Yvan Attals Do Not Disturb und Nicholas Jareckis Thriller Arbitrage, der auf dem Sundance Film Festival präsentiert wurde, neben Susan Sarandon und Richard Gere. 2018 war sie in Nils Taverniers «L’Incroyable histoire du facteur Cheval» (The Ideal Palace) und Louis Garrels «L’homme fidèle» (A Faithful Man) zu sehen. 2019 spielte sie in dem mit dem Schweizer Filmpreis 2020 ausgezeichneten Film «Le Milieu de l’horizon» (Beyond the Horizon) von Delphine Lehericey und in der Arte-Serie «Une île» (Apnea) unter der Regie von Julien Trousselier. 2021 werden drei neue Filme mit Casta als Darstellerin erscheinen: «Lui» von Guillaume Canet, «La Croisade» von Louis Garrel und «Selon la police» von Frédéric Videau. Ausserdem wird Casta wieder auf der Bühne zu sehen sein, ab Oktober 2021 auf Tournee und im Januar 2022 im Théâtre du Rond-Point in Paris für das Stück «Clara Haskil, Prélude et fugue» des Regisseurs Safy Nebbou und des Drehbuchautors Serge Kribus.
Parallel zu ihrer Schauspielkarriere engagiert sich Casta bei UNICEF für Kinder, die in Kriegssituationen leben. Ausserdem wurde sie 2011 vom damaligen französischen Kulturminister Frédéric Mitterrand zum Chevalier des Arts et des Lettres ernannt.
Einer vielseitigen Darstellerin
Mit Laetitia Castas Wechsel aus der Welt der Haute Couture in die Welt des Films und des Theaters begann der Aufstieg einer der vielseitigsten Darstellerinnen des neuen Jahrtausends. Unter der Regie von Regisseuren wie Raúl Ruiz für «Les âmes fortes» (Savage Souls, 2001), Tsai Ming-liang für «Visage» (Face, 2009) und im Theater unter dem aktuellen Oscar-Preisträger Florian Zeller für «Elle t’attend» (2008) hat Casta ihren Figuren neue Ebenen der Komplexität verliehen und dabei Grenzen und Klischees überwunden, um sich mit äusserster Freiheit ein sehr breites Spektrum von Registern und künstlerischen Visionen zu eröffnen.
Europäischer Glamour
Giona A. Nazzaro, künstlerischer Leiter des Locarno Film Festival: «Laetitia Casta verkörpert eine sehr moderne Idee des Kinos, im Einklang mit den Veränderungen des Publikums und des bewegten Bildes. Ihre künstlerische Entwicklung hat dazu geführt, dass sie mit einigen der innovativsten Filmemachern der letzten Zeit zusammengearbeitet und dabei ihren einzigartigen und unverwechselbaren Schauspielstil, den des grossen Kinos, bewahrt hat. Diese elegante und populäre Interpretin, eine Diva auf Augenhöhe, verkörpert einen kultivierten und klugen europäischen Glamour. Dies macht Laetitia Casta zur idealen Botschafterin für das Kino, und für die Piazza Grande, die einmal mehr ihr Publikum willkommen heisst. Die Eröffnung der 74. Ausgabe des Locarno Film Festival mit der Verleihung des Excellence Award an Laetitia Casta ist ein Zeichen der Hoffnung, das uns mit Zuversicht und Begeisterung in die Zukunft blicken lässt.»
Excellence Award Davide Campari
Davide Campari (1867-1936) war eine Schlüsselfigur in der Geschichte der Campari Group und ihrer Entwicklung in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Als echter Innovator war er sich von Beginn der Macht der Kunst in neuen und innovativen Kommunikationsformen bewusst, bei denen die Produkte des Unternehmens Teil von ikonischen Kunstwerken wurden. Die Zusammenarbeit erfolgte mit zahlreichen Künstlern: Fortunato Depero, Marcello Dudovich und Bruno Munari sind nur einige der Meister, die Campari unterstützte und mit denen er kooperierte. Aufgrund seiner lebenslangen Tätigkeit als Pionier und Mäzen ist der Name dieses Preises zur Förderung von Talenten in der Filmbranche Programm.
Text: Locarno Film Festival