Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03598.jsonl.gz/2070

Eine weitere Saison ging zu Ende. Eine Saison, die ich als meine bisher erfolgreichste bezeichnen darf. Nichtsdestotrotz gab es auch unerfreuliche Momente. In meinem Saisonrückblick möchte ich kurz auf die Meilensteine dieser Saison eingehen.
Auch im Winter 2017 galt der Fokus den Cross Europameisterschaften. Bedingt durch mein Alter durfte ich mich zum ersten Mal in der Kategorie der Aktiven an den Start stellen. Nach einer Vorbereitung mit einem Trainingslager im Engadin und einigen Vorbereitungswettkämpfen im In- und Ausland setzte ich mir ein hohes Ziel. Bei der Premiere in der neuen Kategorie wollte ich sogleich eine Rangierung in den besten 30 erreichen. Mit dem 29. Rang konnte ich diese Zielsetzung erfüllen. Dieser Abschnitt der Saison zeigte mir auf, dass ich einen weiteren Leistungsschritt vorwärts machen konnte.
Im Trainingslager in Südafrika (Dullstroom) wollte ich den Grundstein für die Sommersaison legen. Bei idealen Bedingungen und einer wunderschönen Landschaft gelang mir dies auch. Zurück in der Schweiz rebellierte jedoch mein Körper, da er die hohe Belastung kombiniert mit den sehr tiefen Temperaturen nicht verkraften konnte. Bedauerlicherweise wurde danach nicht auf die Cross Schweizermeisterschaften verzichtet. Zwar war ich einen Schweizermeistertitel reicher, jedoch stand danach die bedeutungsvolle Sommersaison auf dem Spiel.
Dank sehr intensivem Alternativtraining und einer genialen medizinischen Betreuung konnte ich während meinem vierwöchigen Trainingslager in Amerika (Flagstaff) sehr sachte mit dem Lauftraining beginnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich kontinuierlich mein Trainingspensum erhöhen. Das klar definierte Saisonziel, die Europameisterschaften in Berlin, lag zu dieser Zeit noch weit entfernt. Trotz dieser kurzen Vorbereitungszeit stellte ich mich Ende Mai zum ersten Mal an die Startlinie über 5’000m. Die erzielte Zeit von 13:48min, sprich eine Verbesserung der persönlichen Bestzeit um 9 Sekunden, konnte ich so nicht erwarten. Mit dem Saisonziel im Visier reiste ich an meinen zweiten Wettkampf nach Spanien (Huelva). Mit einer Zeit von 13:39min unterbot ich die Limite für die Europameisterschaften in Berlin um ganze 3 Sekunden. Da sich die fehlenden Trainingseinheiten und auch der Semesterprüfungsstress bemerkbar machten, verzichtete ich auf weitere Wettkämpfe und fokussierte mich wieder auf das Training.
Als Vorbereitung auf die Europameisterschaften in Berlin verbrachte ich 4.5 Wochen im Höhentrainingslager im Engadin. Die Vorbereitung verlief ideal. Ich profitierte von optimalen Trainingspartnern und konnte die gewünschten Umfänge und Intensitäten laufen. In Berlin wollte ich zeigen, dass ich einen weiteren Leistungsschritt gemacht habe. Die Realität sah leider ganz anders aus. Ich müsste an meinem bisher grössten Anlass die Erfahrung machen, dass die Planung nicht immer aufgeht. Ich durfte aber an diesem Grossanlass teilnehmen und habe wertvolle Erfahrungen gesammelt.
Meine Unterstützer und Förderer möchte ich in diesem Saisonrückblick keinesfalls vergessen. Denn sie sind dafür verantwortlich, dass ich solche Erfolge feiern darf. Der Dank geht an meine Familie, die mir diesen Weg ermöglicht - meine Trainer Gian Marco und Ruedi für den immensen Aufwand und die Betreuung – meine Sponsoren physio watt, Dietiker Neujahrslauf, New Balance, Fussball-Corner Oechslin, WINFORCE und peaq GmbH für die Treue und schöne Zusammenarbeit – meine medizinischen Betreuer für die geleistete Arbeit.
Nun freue ich mich bereits riesig auf die anstehende Wintersaison.