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Auf Weiden angewiesen
Heute 17.10.19, gab es im Naturlehrgebiet Weidenjungfern bei der Eiablage zu beobachten. Das Sozialleben reifer Tiere spielt sich vor allem in den Kronen ufernaher Weichgehölze (bevorzugt Weiden) ab. Dort besetzen die Männchen Reviere auf den höchsten Zweigen und warten dort auf paarungsbereite Weibchen. Einfliegende Weibchen werden am Gewässer ergriffen und es bildet sich das Paarungsrad.
Nach der Paarung legt das Weibchen meist im Tandem mit seinem sägeartigen Ovipositor jeweils zwei Eier aufs Mal unter die Rinde des Gehölzes. Diese Einstichstellen vernarben und sind optisch gut sichtbar. Die Eier gedeihen nur in lebendem Gehölz. Die Eiablage erfolgt oft in Gruppen, was vor allem zur Mittagszeit zu grossen Ansammlungen von Paaren auf ufernahen Weiden und anderen Weichhölzern führen kann.
Die Weidenjungfern überwintert im Eistadium. Die Prolarve schlüpft zu Beginn der Vegetationsperiode aus dem Ei und verlässt dann die Gehölzpflanze. Entweder fällt sie direkt aufs Wasser, wo die Larve schlüpft und untertaucht oder sie fällt aufs Land, wo sie sich mit windenden Bewegungen zum Wasser bewegt und dann schlüpft. Die Larven halten sich in seichten Gewässern meist auf dem Gewässerboden zwischen Wasserpflanzen auf und in tieferen Gewässern nahe der Wasseroberfläche. Bei genügend Versteckmöglichkeiten können sie mit Fischen zusammenleben. Noch im selben Jahr schlüpft die Imago.
Quelle: libellenschutz.ch
Bild: Heidi Jost