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Hunderte Menschen haben bei kurzfristig organisierten Gedenkfeiern in Boston der Opfer der Bombenanschläge beim Marathonlauf gedacht. Mit US-Fahnen und Plakaten versammelten sie sich am Dienstagabend (Ortszeit) an verschiedenen Orten der Stadt, um gemeinsam zu singen und zu trauern. In einem Park nahe der Anschlagstelle zündeten viele Menschen Kerzen an und sangen die amerikanische Nationalhymne.
Bei einer speziell für das jüngste Todesopfer, den achtjährigen Martin Richard, organisierten Trauerfeier versammelten sich Hunderte Menschen in einem Park im Vorort Dorchester, wo Richard gewohnt hatte. Gemeinsam sangen sie «God Bless America». Für einen für Donnerstag geplanten offiziellen Gedenkgottesdienst hat sich auch US-Präsident Barack Obama angekündigt.
Motiv weiter unklar
Nach dem Bombenanschlag auf den Marathon von Boston haben die Ermittler noch keinen Hinweis auf die Täter. Niemand habe sich zu der Tat bekannt, teilte die Bundespolizei FBI mit. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen.
«Die Bandbreite der Verdächtigen und der Motive bleibt gross», sagte der leitende FBI-Agent Rick DesLauriers. Demnach wurden aber erste Spuren gesichert. Das FBI untersucht Metallteile sowie Reste von schwarzen Nylon-Taschen und von Schnellkochtöpfen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Bomben aus Schnellkochtöpfen gebaut wurden, die in den Taschen versteckt wurden. Offenbar wurden die Sprengsätze mit zahlreichen Metallteilen wie Nägeln gespickt, um möglichst grossen Schaden anzurichten.
Das FBI und die Polizei von Boston baten zudem die Bevölkerung um Mithilfe. Aufnahmen, die unmittelbar vor und unmittelbar nach den Explosionen gemacht worden seien, seien besonders wichtig für die Ermittlungen, sagte der örtliche Polizeichef Ed Davis.
Die Feuerwehr hat für Hinweise eine Belohnung von 50'000 Dollar in Aussicht gestellt. Sie richtete ausserdem einen Fonds für die Opfer der Bombenexplosionen ein.
Bei dem Terroranschlag waren am Montag drei Menschen getötet und über 180 verletzt worden. Mindestens 17 Verletzte befinden sich noch immer in kritischem Zustand. Unter ihnen sind auch Kinder.