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Schon jetzt haben die Para-Athleten mehr Medaillen gewonnen, als die brasilianischen Teilnehmer der Olympiade. Sie haben zudem bereits die Gesamtzahl der in London 2012 erzielten Medaillen erreicht. Beim Vergleich der einzelnen Edelmetalle ist London vorne. Damals haben die brasilianischen Para-Athleten 21 mal Gold geschafft, während in Rio 2016 bisher zehn erzielt worden sind.
Laufen: Hightech muss Medaille entscheiden
Gold hat es für Diogo Jerônimo da Silva, Daniel Silva, Gustavo Henrique Araujo und Felipe Gomes beim 4x100m Staffellauf in der Kategorie T11 bis T13 für Blinde und Läufer mit geringem Sehvermögen gegeben. Mit einer Zeit von 42s37 hat das Quartett darüber hinaus einen neuen paralympischen Rekord gesetzt. Silber ist an China und Bronze an Usbekistan gegangen.
Bange Sekunden hat Edson Pinheiro nach seinem 100m-Sprint (T38) erlebt. Sowohl er als auch der Südafrikaner Dyan Neille Buis haben die Strecke in 11s26 zurückgelegt. Um herauszufinden wer von beiden die Ziellinie als erster überquert hatte, musste auf das “Photofinish“ zurückgegriffen werden.
Nach dem war der Brasilianer schneller als Dyan Neille Buis. Damit hat der 37-Jährige nach mehreren Teilnahmen an paralympischen Spielen seine erste Bronzemedaille gewonnen.
Seine zweite Rio 2016 Medaille hat Odair Santos erzielt, dieses Mal beim 1.500m Lauf (T11). Der blinde Sportler ist zunächst an der Spitze gelegen, dann aber vom Kenianer Samwel Mushai Kimani überholt worden. Immerhin hat Odair aber Silber geholt. Das hat er auch bereits beim 5.000m Lauf T11 erzielt.
Bei den Rollstuhl-Athleten (T54) hat auf der 1.500 Meter Strecke der Thailänder Prawat Wahoram vor dem Schweizer Marcel Hug Gold geholt.
Schwimmen: Schwimmdoppel auf Siegerpodest
Noch einmal Silber erschwommen hat André Brasil, dieses Mal beim 100m Freistil in der Kategorie S10. Mit ihm auf das Siegerpodest gestiegen ist Phelipe Rodrigues, an den Bronze gegangen ist. Überholt worden sind die beiden vom Ukrainer Maksym Krypak. Das Doppel André und Phelipe teilt sich bei den verschiedensten Wettkämpfen schon seit 2008 jedes Mal wieder das Siegertreppchen.
Weitsprung: Zwei Rekorde in einem Wettkampf
Ein Kopf an Kopfrennen hat sich Matheus Evangelista Cardoso mit dem chinesischen Sportler Shang Guangxu geliefert. Zuerst hat der Brasilianer in der Kategorie T37 mit 6,53 Metern den bis dato gültigen Paralympics-Rekord im Weitsprung gebrochen. Dann hat der Chinese aber noch 24 Zentimeter nachgelegt, mit 6,77 Meter einen neuen Rekord besiegelt und den Brasilianer auf den zweiten Platz verwiesen.
Gewichtheben: Leichtgewicht entscheidet Medaille
Brasilien hat einen neuen Gewichtheberstar. Der heißt Evânio da Silva und hat in der Kategorie bis 88 Kg stolze 210 Kg gestemmt. Das hat auch der Mongole Sodnompijee Enkhbayar geschafft. Weil der Brasilianer aber 1,1 Kg weniger Körpergewicht auf die Waage bringt als Sodnompijee ist das Silber an Evânio gegangen. Gold hat Mohammed Khalaf aus den Vereinigten Emiraten mit 220 Kg erhalten.
Tischtennis: Bruna Costa schreibt Geschichte
Nur 22 Minuten haben Bruna Costa Alexandre gereicht, um im Tischtennis-Einzel Klasse 10 Bronze zu erzielen. Damit schreibt die 21-Jährige Geschichte, weil sie die erste Frau Brasiliens ist, die es im Tischtennis-Einzel der Paralympics auf das Siegerpodest geschafft hat.
Sitz-Volleyball: Frauen im Halbfinale
In drei Sätzen hat das brasilianische Frauenteam ihre holländischen Gegnerinnen im Sitz-Volleyball besiegt und sich damit für das Halbfinale qualifiziert.
Rollstuhlbasketball: Brasilanerinnen feiern Niederlage
Gegen die Amerikanerinnen hatten die Brasilianerinnen von Anfang an kaum Chancen. Sie haben dennoch ihr Bestes gegeben und sind auch trotz der 66:35-Niederlage im Viertelfinale mit tosendem Applaus belohnt worden.