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LONDON (awp international) - Der von den Vereinigten Staaten gestützte Versicherer American International Group (AIG) wirbt laut einem Pressebericht bei Grossinvestoren um einen Einstieg bei seiner Asiensparte AIA. Das US-amerikanische Unternehmen wolle 30 Prozent der AIA-Anteile bei institutionellen Investoren und vermögenden Industriellen unterbringen, berichtet die "Financial Times" (Donnerstag) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Diese Variante sei AIG lieber, als beim geplanten Börsengang kleine Aktienpakete auf den Markt zu bringen.
Dem Bericht zufolge dürfte es sich bei den wichtigsten Investoren höchstwahrscheinlich um Staatsfonds handeln. Die Fonds GIC und Temasek aus Singapur hätten ebenso Interesse bekundet wie Staatsfonds aus Abu Dhabi, Kuwait und Katar. Auch Banken und Versicherer aus China fassen dem Bericht zufolge eine Beteiligung ins Auge. Solchen Investitionen müsste jedoch die chinesische Finanzaufsicht zustimmen, da grössere Beteiligungen von Banken und Versicherungen im Ausland nur bis zu einer bestimmten Grössenordnung erlaubt sind.
Eine Übernahme von AIA durch den britischen Versicherer Prudential war Anfang Juni gescheitert. Aktionäre hatten den Kaufpreis von 35,5 Milliarden US-Dollar als zu hoch erachtet und gedroht, die für die Übernahme notwendige Kapitalerhöhung zu verweigern. Jetzt hofft AIG dem Bericht zufolge mindestens 30 Milliarden Dollar zu erzielen./stw/fn/stk
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