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Phelsuma nigristriata gehört zu den Arten, mit welchen ich mich als erste beschäftigt habe. Nach laticauda und klemmeri, habe ich mir die drei Mayottearten zugelegt und dies bis heute nie bereut. Die anderen beiden Arten, welche mit nigristriata Mayotte, eine Insel der Komoren, besiedeln sind pasteuri und robertmertensi.
Bilder meiner Tiere sind in der Galerie zu finden.
Ich halte ein Pärchen in einem Terrarium von 40x40x80. Das Terrarium ist bestückt mit Bambusrohren und schlicht bepflanzt, damit ich die Übersicht habe und sehe, ob beide Tiere in Ordnung sind.
Als Beleuchtung verwende ich eine T-5 Röhren mit Tageslichtspektrum. Aus Temperaturgründen verzichte ich auf das Zuschalten von Wärmespots, dies ist aber in einem einzelnen Terrarium unabdingbar.
Die Art behält unter diesen Bedingungen ihre leuchtenden Farben und der Farbverlust ist vernachlässigbar.
Ich habe als Anfänger den Fehler gemacht und sie in ein Terrarium mit schlechter Lüftung gesetzt. Bei Staunässe und Stickluft verblasst auch diese Art leicht.
Ich füttere die Tiere mit Heimchen, Wachsmottenlarven, Stubenfliegen, verschiedenen kleinen Schabenarten, Bohnenkäfern, Getreidekäfern und Wiesenplankton. Ich versuche so viel Abwechslung wie möglich zu bieten. Die Futtertiere bestäube ich bei jeder Fütterung (ich füttere jeweils zwei Mal die Woche) mit einem entsprechenden Vitaminpräparat.
Zudem steht immer ein Schälchen bereit, welches mit einem Gemisch aus zwei Drittel zu Pulver verarbeiteten Blütenpollen und zu einem Drittel aus Vitaminpulver besteht. Während der Eiablage wird dies vermehrt angenommen.
Zusätzlich Wasser biete ich nur im Winter, wo lediglich jeden zweiten Tag gesprüht wird. Es ist wichtig, dass das Wassergefäss regelmässig gereinigt wird, da ansonsten Bakterien überhand nehmen. Den Wasserbedarf decken die Tiere in der Regel via Sprühwasser.
Phelsuma nigristriata scheint bezüglich Feuchtigkeit keine besondere Ansprüche zu stellen, ich halte die Luftfeuchtigkeit jedoch leicht höher, da sie auch in der Natur eher in feuchten Gebieten vorkommen. Ich sprühe jeweils am Abend, im Winter jeden zweiten Tag und im Frühling und Sommer zusätzlich am Morgen.
Die Luftfeuchtigkeit halte ich bei Phelsuma nigristriata das ganze Jahr über gleich. Sie beträgt nach dem Sprühen ca. 80% und vorher ca. 50-60%.
Im Sommer halte ich die Art tagsüber bei 27 Grad und in der Nacht fällt die Temperatur auf ca. 22-23 Grad. Im Winter erreicht die Temperatur lediglich 25 Grad am Tag und fällt in der Nacht auf 18-20 Grad ab.
Die Beleuchtungsdauer halte ich wie bei allen Arten bei 14 Stunden im Sommer und bei 8 Stunden im Winter.
Der Jahreszyklus ist bei dieser Art bloss wichtig, um den Weibchen eine Legepause zu gönnen.
Diese Art ist leicht zur Fortpflanzung zu bewegen. Es sind sehr dankbare und nicht sehr anfällige Pfleglinge, welche mit ihrer Farbe bezaubern.
Sie legen sehr kleine Eier, in möglichst dünne Bambusrohre oder Blattachsen ab. Bei mir haben sie den Bambuseingang nachträglich meist verstopft (z.B. mit einem kleinen Blatt), was die Eiersuche erschwert.
Ich erlebe die Art zutraulich bis scheu, mit etwas Geduld sind die Tiere an eine Fütterung von Hand oder Pinzette zu gewöhnen, natürlich gibt es auch hier Ausnahmefälle.