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Verhaltenstherapie bei Tieren
Viele Tierhalter stellen sich die Frage, wann eine Verhaltenstherapie für Haustiere sinnvoll oder sogar erforderlich ist. Falls der Hund nicht auf Kommando "Sitz" macht oder sich die Katze nicht davon abbringen lässt, nachts ins Bett zu springen, sind dieses sicherlich keine Gründe, einen Tierheilpraktiker wegen einer Verhaltenstherapie zu konsultieren. Diese kleinen "Tiersünden" lassen sich durch eine konsequente Erziehung auch ohne fremde Hilfe beseitigen. Bei ernsteren Störungen der Beziehung Mensch - Haustier ist es jedoch ratsam, einen Tierheilpraktiker oder einen Tierarzt aufzusuchen.
Den Begriff "Verhaltensstörung" zu definieren ist nicht so einfach, wie es im ersten Moment zu sein scheint. Folgende Fragen müssen zunächst beantwortet werden:
1. Stört sich der Besitzer am Verhalten seines Tieres?
2. Ist der Vierbeiner durch das Verhalten seines Besitzers gestört?
3. Stören sie sich gegenseitig?
Heutzutage hat das Dasein unserer Haustiere kaum noch etwas mit der ursprünglichen Lebensweise ihrer wildlebenden Artgenossen gemeinsam. Trotz des jahrtausende langen Zusammenlebens der Haustiere mit dem Menschen konnten sie ihre Lebensumstände nicht vollständig anpassen. Es ist wichtig zu verstehen, dass es für einen Hund und für eine Katze durchaus normal ist, ein ausreichend grosses Gebiet durch Urin und Kot zu markieren und damit für fremde Artgenossen abzugrenzen. Wenn dieses jedoch im Haus oder in der Wohnung geschieht, weil sich zwei Katzen gegeneinander abzugrenzen versuchen oder weil ein Hund eifersüchtig auf das neugeborene Baby ist, kommt es natürlich - obwohl das Verhalten des Vierbeiners durchaus "normal" ist - zu Spannungen zwischen Tier und Tierhalter. Das Zusammenleben wird getrübt. Bei Angstreaktionen, bei der beschriebenen Eifersucht und auch durch ein Dominanzverhalten des Haustieres entstehen oft Probleme, die mit dem gesunden Menschenverstand der Besitzer alleine nicht mehr lösbar sind. In diesen Fällen muss von entsprechend sachkungigen Tierärzten oder Tierheilpraktikern durch eine entsprechende Therapie Abhilfe geschaffen werden.
Ein sowohl mit den Naturheilverfahren als auch mit der Tierverhaltenstherapie vertrauter Tierarzt oder Tierheilpraktiker kann entscheiden, ob je nach Lage des Problems eine Änderung der Haltungsbedingungen oder vielleicht ein verändertes Verhalten des Besitzers seinem Haustier gegenüber Abhilfe schaffen kann, oder ob das Tier selbst einer Therapie unterzogen werden muß, weil es vielleicht übertrieben oder auch ungenügend auf an sich "normale" Bedingungen und Umweltreize reagiert. In den meisten schwereren Fällen kann nur durch eine Kombination von Haltungsänderung, Verhaltenstraining und ganzheitlicher, naturheilkundlicher Therapie ein Erfolg erzielt werden. Besonders beim Angstsyndrom, bei der Eifersucht, aber auch bei einem dominanten aggressiven Verhalten ermöglichen die ganzheitlichen Therapieformen Homöopathie, Akupunktur aber auch ganz besonders die Bachblütentherapie eine sichere, sanfte und dauerhafte Heilung des Tieres.
Durch die Verhaltenstherapie und die natürliche medikamentöse Behandlung wird aus einem Schmusekätzchen mit Sicherheit kein Löwe und ein gemütlicher Neufundländer kein spritziger Rennhund werden. Die vierbeinigen Patienten werden jedoch in die Lage versetzt, innerhalb der ihnen angeborenen individuellen Grenzen adäquat und stressfrei auf die verschiedensten Reize zu reagieren. Durch die genannten Medikamente werden die Tiere nicht künstlich beruhigt oder sediert, wie es bei chemischen Mitteln der Fall ist, es wird schonend ganzheitlich therapiert ohne dass die Medikamente einschränkend wirken. Überreaktionen werden nicht unterdrückt, sondern reguliert. Beide, Tier und Tierhalter, werden durch die Verhaltenstherapie in Kombination mit den naturheilkundlichen Therapieverfahren entlastet, so dass ein harmonisches Miteinander wieder möglich ist.