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Ein Shunt ist ein niederohmiger elektrischer Widerstand, der zur Messung des elektrischen Stromes verwendet wird (Messwiderstand). Der Strom, der durch einen Shunt fließt, verursacht einen zu ihm proportionalen Spannungsabfall, der gemessen wird.
Zur Messung hoher (>100 A) Ströme sind Shunts mechanisch robust aufgebaut, beispielsweise aus Metallbändern oder -stäben mit kräftigen Schraubkontakten für den Mess-Stromkreis und zwei kleineren Anschlüssen für das Messgerät. Große Shunts aus parallelen Metallstäben können direkt zwischen Stromschienen geschraubt werden.
Strommessgeräte mit analogen oder digitalen Anzeigeinstrumenten werden meist über eine Messung der sehr kleinen Spannung an einem Shunt realisiert, z. B. 200 mV bei digitalen Messgeräten oder übliche 60 mV bei Zeigerinstrumenten. Elektronische Schaltungen mit Operationsverstärkern können auch kleinere Spannungen am Shunt verarbeiten. Je kleiner die Spannung, desto weniger beeinflusst die Messung den Stromkreis.
Der Shunt wird dazu in die Leitung mit dem zu messenden Strom eingebaut. Die an diesem Widerstand abfallende kleine Spannung wird mit dem Anzeigeinstrument gemessen. Da durch die Übergangswiderstände an den Stromkontakten ein erheblicher Spannungsabfall entsteht, wird die am Shunt abfallende Messpannung über zwei zusätzliche Kontakte (Vierleiteranschluss, auch Kelvin-Anschlüsse oder Kelvin-Kontaktierung genannt) abgegriffen.
Der durch den Shunt fließende Strom wird nach dem ohmschen Gesetz berechnet: Beträgt der Spannungsabfall über einen 200-mΩ-Shunt 200 mV, so fließt ein Strom von 1 A. Falls der Strom, der durch den Spannungsmesser fließt, nicht vernachlässigbar klein ist, muss er bei der Berechnung berücksichtigt werden.
Messeinheit im Vordergrund mit Shunt Messwiderstand im Hintergrund.