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St. Andrews - Der britische Premierminister Gordon Brown will die Finanzbranche wegen ihrer Mit-Verantwortung für die Finanzkrise zur Kasse bitten. Er sprach sich für die Einführung einer internationalen Steuer für Finanztransaktionen aus.
Die G-20-Gruppe müsse über einen Vertrag diskutieren, der die "weltweite Verantwortung der Finanzinstitutionen gegenüber der Gesellschaft" widerspiegele, sagte Brown bei dem Treffen der Finanzminister der 20 grössten Volkswirtschaften im schottischen St. Andrews. Eine mögliche Massnahme zur Stabilisierung des weltweiten Finanzsystems sei die Einführung der Transaktionssteuer.
Die Steuer auf internationale Devisengeschäfte geht auf eine Idee des US-Wirtschaftsexperten James Tobin in Jahr 1971 zurück. Die sogenannte Tobin-Steuer wurde jedoch nie eingeführt und geriet erst im Zuge der Finanzkrise wieder in den Fokus der Massnahmen, um Banken zur Verantwortung zu ziehen und die ungebremste Spekulation auf globalen Märkten zu reduzieren.
Brown räumte zwar ein, dass es grosse Schwierigkeiten bereiten dürfte, derartige Schritte allein schon rein technisch einzuleiten. Das sollte aber nicht davon abhalten, diese Überlegungen mit Dringlichkeit und Entschiedenheit voranzutreiben. Der IWF solle sich dieses Themas annehmen und bis April einen Bericht dazu vorlegen.
Brown drängt darüber hinaus auf Fortschritte beim Themenfeld Finanzierung von Klimaschutzmassnahmen, gerade auch in ärmeren Ländern. Der Gipfel in Kopenhagen im Dezember bilde eine historische Chance, globale Fortschritte beim Klimaschutz zu erzielen.
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