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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. Teilt er die Meinung, dass die Einhaltung der Kinderrechtskonvention in der Schweiz gefährdet ist, weil die Belastung der Kantone durch Unterkunft, Betreuung und Bildung der unbegleiteten Minderjährigen im Asylbereich stark gestiegen ist?</p><p>2. Ist er bereit, mit einem substanziellen finanziellen Zusatzbeitrag (alternativ: mit einer Verdoppelung der Globalpauschale) die Kantone im Bereich der Unterkunft, Betreuung und Bildung der unbegleiteten Minderjährigen im Asylbereich zu entlasten und diesen damit die Einhaltung der Kinderrechtskonvention zu erleichtern?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat gewichtet die korrekte Umsetzung der Kinderrechtskonvention hoch. Dies gilt auch gegenüber unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden.</p><p>Im Mai 2016 hat die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) "Empfehlungen zu unbegleiteten minderjährigen Kindern und Jugendlichen aus dem Asylbereich" verabschiedet. Diese Empfehlungen werden das Recht und die Praxis der Kantone bezüglich Unterbringung, Betreuung und Ausbildung der unbegleiteten Minderjährigen weiter harmonisieren und dazu beitragen, den Vorgaben der Kinderrechtskonvention Nachachtung zu verschaffen. Angesichts dieser Entwicklungen sieht der Bundesrat die Umsetzung der Kinderrechtskonvention als nicht gefährdet.</p><p>Der Bundesrat anerkennt aber, dass die gestiegene Zahl an Asylgesuchen von unbegleiteten Minderjährigen für die Kantone zusätzliche Herausforderungen in den Bereichen Unterbringung, Betreuung und Ausbildung mit sich bringt. Die SODK hat im Sommer 2016 bei allen Kantonen eine Erhebung zu den Kosten für die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen durchgeführt. Sie hat die Ergebnisse dieser Erhebung in einem Bericht dargelegt und gestützt auf diese Analyse im Frühjahr 2017 die Forderung nach Erhöhung der entsprechenden Bundessubventionen gestellt. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement ist gegenwärtig daran, die dem Bericht zugrunde liegenden Kostenangaben zusammen mit der SODK zu plausibilisieren und einen allfälligen Anpassungsbedarf hinsichtlich Subventionen zu eruieren. Bevor der Bundesrat sich zu einem allfälligen Mehrbedarf in diesem Bereich äussert, ist der Abschluss dieser Arbeiten abzuwarten.</p>  Antwort des Bundesrates.