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Johannes schreibt auf Patmos die Offenbarung (Off. 1,9)
Um zu beweisen, daß Gott sich heute nicht mehr offenbaren würde, werden von den christlichen Gemeinschaften und Kirchen aus dem 22. Kapitel der Offenbarung des Johannes die Verse 18 und 19 genannt.
Dort heißt es: „Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buche geschrieben ist; und wenn jemand etwas hinwegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Anteil am Baume des Lebens.“ (Off. 22,18-19)
Diese Verse beziehen sich nicht auf zukünftige spätere Offenbarungen, denn es ist ganz deutlich von „den Worten des Buches dieser Weissagung“ die Rede. Johannes wollte mit diesen Worten verhindern, daß eigenmächtige Abänderungen und Fälschungen an seiner Offenbarung vorgenommen werden. Er hat damit erneute spätere Offenbarungen nicht ausgeschlossen. Auch solchen jeweils in sich abgeschlossenen Offenbarungen darf wieder nichts hinzugefügt noch etwas weggelassen werden.
Abgeschlossen ist die Bibel insofern, als daß in Jesus der ewige Gott vor zweitausend Jahren ein für alle Mal ein menschliches Antlitz angenommen hat, weshalb es keine höhere Offenbarung geben kann, als diese Menschwerdung Gottes. Das bedeutet aber nicht, daß es seit Auferstehung und Himmelfahrt kein offenbarendes Wirken Gottes mehr gibt. Von neuen Offenbarungen ist im neuen Testament die Rede und sind darin mehrfach angekündigt worden.