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Wenn Botox gegen Schwitzen eingesetzt wird – was macht der Wirkstoff?
Das „Toxin“ in der Bezeichnung des Wirkstoffes kommt nicht von ungefähr. Es handelt sich um ein Nervengift, welches die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln lahmlegt. Einfacher erklärt, benötigen Muskeln ein Signal, das durch den dazugehörigen Nerv abgegeben wird – über den Transmitterstoff Acetylcholin. Damit wird dem Muskel signalisiert sich zusammenzuziehen. Botox als Mittel wirkt, indem es die Ausschüttung von Acetylcholin hemmt, die Muskulatur ist damit nicht mehr in der Lage, sich zu kontrahieren – lähmt also.
Das „Gift“ wird in der Medizin in sehr geringen Dosierungen beispielsweise eingesetzt, um verkrampfte Muskeln zu entspannen. Ebenso spielt es in der ästhetischen Medizin und damit verwandten Behandlungen eine Schlüsselrolle, um einzelne Partien im Gesicht zu straffen und somit dem Elastizitätsverlust der Haut entgegenzutreten. Tatsächlich war es während diesen ursprünglichen Anwendungen, wo ein weiterer Nebeneffekt von Botulinumtoxin identifiziert wurde: die Hautregion wurde wärmer und trockener. Auf diesen Erkenntnissen fusst die Behandlung mit Botox gegen Schwitzen.