Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03162.jsonl.gz/2306

Der Städtebauforscher Michael Mehaffy hat einen Gedanken formuliert, der für Zürich interessant ist. Er fragte sich und forschte, wo das urbane Dichteoptimum liege. Dichte, Bewohnbarkeit, Baukosten sind die Parameter. Wie er sagt, biegt die Kurve oberhalb eines Optimums ab. Wird mit dieser Erkenntnis nach Stadtteilen gesucht, finden sie sich u.a. in London, New York und Paris. Das sind die Teile dieser Städte, die im sogenannten urbanen Flachbau erstellt wurden: die «Haussmannniennes» mit 5 1/2 Etagen in Paris, die Brownstone-Quartiere New Yorks (und Brooklyns) mit 2-5 Etagen und die grandiosen Reihenhausquartiere Londons in den Stadtteilen Belgravia, Kensington, Chelsea und Notting Hill (zuerivitruv ab 19. März 2021). Die Dichten sind hoch, die Lebensqualität ebenso. Das Hochhaus kommt nicht vor.
Es wäre wünschbar, wenn sich unser Amt für Städtebau mit solchen Forschungen auseinandersetzen würde, bevor im Blindflug das in den letzten zwanzig Jahren nicht erfolgreiche Hochhauskonzept um weitere Jahrzehnte verlängert wird.
Bilder: Hamburg & Niederlande