Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03109.jsonl.gz/363

Basel, um 1680
Nussbaumholz geschnitzt
H. Rhenus 21, B. 40,5 cm
H. Basilea 24,5, B. 37,5 cm
Inv. 1932.1042. und 1932.1043.
Die beiden Fassriegel sind Gegenstücke und stammen aus dem Basler Waisenhaus. Der erste Riegel zeigt als Bruststück einen bärtigen Mann mit Zackenkrone, der auf der Schulter zwei gekreuzte, fleischige Delphine trägt. Es handelt sich um die Personifikation des Rheins. Im Gegenstück einer Frauenbüste kreuzen sich im Nacken zwei Füllhörner, aus denen Kronen, Basler Münzen und Früchte herausrollen. Hier ist die Stadt Basel als Basilea personifiziert. Die beiden Fassriegel sind hervorragende Beispiele der Basler Plastik des 17. Jahrhunderts. Da sie grosse Ähnlichkeit mit den Figuren des geschnitzten Ratstisches von Frisch aufweisen, werden sie diesem Meister zugeschrieben. Der aus Linz gebürtige Bildschnitzer hatte 1675 als Meisterstück einen prachtvollen Ausziehtisch angefertigt, um eine Basler Schreinerwitwe heiraten und deren Geschäft betreiben zu können. 1676 hatte er den Tisch dem Rat verehrt, worauf ihm die Einbürgerungsgebühr erlassen wurde.