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Das Robinienholz zählt zu den zähesten und wertvollsten europäischen Nutzhölzern. Es ist sehr widerstandsfähig gegen Wurmfrass, Pilzen und Insekten, witterungsfest und unter Wasser beinahe unverwüstlich. Robinienholz ist ein feines, schweres und hartes Holz. Es ist tragfähig, äusserst dauerhaft und schwindet nur wenig.
Robinienholz ist sauer und wird in Verbindung mit Feuchtigkeit durch Metalle verfärbt. Es sind rostfreie oder verzinkte Verbindungselemente anzuwenden.
Unter den europäischen Holzarten nimmt das Robinienholz aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen abiotische und biotische Einflüsse eine Sonderstellung ein.
In der Norm DIN-EN 350-2 sind die Holzarten nach ihrer Resistenz in Klassen eingeteilt (siehe Tabelle 1). Die Robinie ist die einzige in Europa kultivierte Holzart in der Resistenzklasse 1. Robinienholz kann demnach ohne Imprägnierung überall im Aussenbereich eingesetzt werden und ist dadurch eine sinnvolle Alternative zum Tropenholz.
Unter hiesigen Witterungsverhältnissen erliegt das Holz der Pappel nach 2 Jahren, das der Buche nach 3-5, das der Esche nach 7, das der Lärche nach 10 und das der Eiche nach 12-15 Jahren der Fäulnis. Das Robinienholz ist diesen Hölzern diesbezüglich weit überlegen. Es steht selbst bei schlechter Qualität im Durchschnitt mindestens 20 Jahre im Boden. (nach GÖHRE 1952)