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In einer Stellungnahme schrieb Bullard über die neue Projektionsmethode von einem "neuen Narrativ". Die Leitzinsprognose basiere auf einem realen Wachstum von zwei Prozent, einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent und einer Inflationsrate von zwei Prozent. Dies entspricht in etwa der aktuellen Lage in den USA. Dieser Zustand wird für die kommenden zweieinhalb Jahre angenommen, woraus sich die Leitzinsprognose ableitet.
Bullard rechtfertigte die neue Prognosemethode damit, dass die Zinsprojektionen der Fed, die auf Vorhersagen ranghoher Notenbanker basieren, nicht besonders hilfreich gewesen seien. Auch der jüngst signalisierte Straffungskurs, der für dieses Jahr zwei Zinsanhebungen nahelegt, sei "zu steil", sagte Bullard. Er ergänzte, die Finanzmärkte glaubten ohnehin nicht an den signalisierten Kurs. Dies führe zu Verzerrungen an den Märkten und einer Beschädigung der Glaubwürdigkeit der Fed.
Die Leitzinsprognosen der Fed (Punktewolke oder "Dot Plot") werden an den Finanzmärkten oft als Hinweis auf den mittelfristigen Straffungskurs der Fed angesehen. Allerdings wurden die Prognosen in den letzten Monaten beständig nach unten korrigiert. Das heisst, die Fed-Prognosen stellten sich im Nachhinein immer als falsch heraus. Nicht wenige Fachleute sagen, die Fed habe damit einen Teil ihrer Reputation verspielt./bgf/jsl/jha/
(AWP)