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VON HANS-JOACHIM HOFFMANN-NOWOTNY*
Im homerischen Schlachtenlärm der Multikulturalismus-Debatte war die Stimme der Soziologie bisher nur am Rande zu vernehmen. Wo so viel «Engagement» im Spiel ist, erscheint die einer Fachwissenschaft gebotene «Distanzierung» (Elias) fehl am Platze. Allerdings: Die Helden werden müde, das Klirren von Schwertern gegen Schwerter und auf Rüstungen nimmt ab, und leise noch, aber doch schon unüberhörbar, vernimmt man im Hintergrund die Stimmen eines aus verschiedenen Disziplinen zusammengesetzten Chores, der den Vorrang der Analyse vor dem Werturteil verkündet. In diesen Chor stimmt der Autor im folgenden mit ein.
Es geht mir im wesentlichen um konzeptuelle Klärung. Wenn es gelingt, zur neuen Utopie einer multikulturellen Gesellschaft «Distanz» zu halten, dann erkennt man zum einen, dass sie nichts anderes als ein vielleicht gegenwärtig akzentuiertes, aber alles in allem wohlbekanntes Phänomen moderner Gesellschaften widerspiegelt: die Existenz von Subkulturen. Zum anderen legt ihr ideologischer Gehalt die Vermutung nahe, dass die Abkehr gerade des linken politischen Spektrums von klassischen universalistischen Orientierungen (die Internationale der Arbeiterschaft) hin zu kulturalistischen Positionen (Ethnien und nicht mehr Klassen) nichts anderes als ein erneuter Versuch ist, in die inzwischen doch reichlich verwehten Spuren revolutionärer Utopien mit viel ideologischem Elan ein neues Subjekt gesellschaftlicher Veränderung einzusetzen ohne sich auf eine Reflexion in bezug auf die Risiken dieses neuen Projekts einzulassen.
In den einschlägigen Diskursen sind die Begriffe «Multikulturalität», «multikulturelle Gesellschaft» oder «Multikulturalismus» ebenso weit davon entfernt, übereinstimmend definiert zu werden wie der auf diese Weise in Anspruch genommene Begriff der «Kultur» selbst. Ich will entsprechend lediglich eine Art Resümee versuchen: in knappster Formulierung kann «Kultur» als das Symbolsystem einer Gesellschaft bezeichnet werden. Auf der Ebene der Gesamtgesellschaft ist dieses Symbolsystem in Institutionen kodifiziert, welche die grundlegenden Werte und Normen, Verfahrens- und Verhaltensregeln des menschlichen Zusammenlebens beinhalten. Diese Werte und Normen, Verfahrens- und Verhaltensregeln sind Teil eines «Wissensvorrates» (Habermas), der die Kultur der verschiedensten gesellschaftlichen Subsysteme durchdringt und zusammen mit den subsystemspezifischen «Wissensvorräten» bei der symbolischen «Konstruktion von Welt» und der Bewältigung von deren Problemen Anwendung findet. Unterschiedliche Kulturen (in einem strengen Sinne des Wortes) bedeuten deshalb auch unterschiedliche Welten, unterschiedliche Strategien der Problembehandlung und nicht zuletzt differentielle Chancen des Gelingens von Kommunikation. Erst ein geteilter «Wissensvorrat» ermöglicht und darauf kommt es mir in diesem Zusammenhang besonders an dem einzelnen wie der Gruppe Kommunikation, Verständigung und letztlich ein Zusammenleben. Kultur gibt weiter Orientierung und vermittelt Identität; Gemeinsamkeit der Kultur stiftet ein Bewusstsein von Zusammengehörigkeit und kann ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit geben.
Aus dem Gesagten folgt, dass man von «Multikulturalität» generell dann sprechen könnte, wenn als soziale Aggregate abgrenzbare Mitglieder einer Gesellschaft sich bei der symbolischen Konstruktion von Realität aus je verschiedenen, einander «fremden» «Wissensvorräten» versorgen, wenn sie je eigene «Bedeutungswelten teilen». Wie aber entsteht nun «Multikulturalität»? Betrachten wir zwei «klassische» Fälle:
1. Kulturell unterschiedliche Gesellschaften haben sich zu einem grösseren sozialen System zusammengeschlossen (der Fall Schweiz), und
2. Multikulturalität hat sich durch Einwanderung ergeben, wenn entweder fremdkulturelle Einwanderer sich auf Dauer nicht an die Kultur des Einwanderungskontextes assimiliert haben oder es nicht zur Bildung eines neuen gemeinsamen «Wissensvorrates» (melting pot) gekommen ist.1 Eine nach einer Einwanderung faktisch zu verzeichnende Multikulturalität kann selbstverständlich auch als ein vorübergehendes Stadium einer Entwicklung aufgefasst werden,über deren Ergebnis uns (bzw. die uns nachfolgenden Generationen) dann die Geschichtsschreibung informieren wird. Kultur ist somit auf jeden Fall dynamisch zu verstehen.
Die historische Sicht der Dinge kann auch dazu beitragen, die sterile Aufgeregtheit des hier relevanten Diskurses ein weiteres seiner Merkmale zu reduzieren und zu mehr Gelassenheit zu mahnen.
«Multikulturalismus» soll schliesslich eine Ideologie genannt werden, die den mit «Multikulturalität» umschriebenen möglichen Zustand einer Einwanderungsgesellschaft als erhaltens- bzw. erstrebenswert darstellt und die Bedingungen seiner Möglichkeit im wesentlichen in der moralischen Besserung der Autochthonen sieht. Die damit oft einhergehende Komplexitätsreduktion vereinfacht zwar die Sachlage, ist der Auseinandersetzung darüber aber kaum sachdienlich.
Die Formulierung, wonach eine multikulturelle Gesellschaft dann vorliegt, wenn als soziale Aggregate abgrenzbare Mitglieder einer Gesellschaft sich bei der symbolischen Konstruktion von Realität aus je verschiedenen, einander fremden «Wissensvorräten» versorgen, ist zunächst nur als Nominaldefinition zu verstehen. Sie sagt deshalb noch nichts darüber aus, ob es aus soziologisch-theoretischer Sicht auch sinnvoll ist, überhaupt von einer multikulturellen Gesellschaft zu sprechen. Josef Schmid, ein wortmächtiger Kritiker des Multikulturalismus, meint jedenfalls, eine Gesellschaft könne letztlich auch nur eine Kultur haben. Nach dieser Auffassung kann es also definitionsgemäss eine multikulturelle Gesellschaft nicht geben. Eine sogenannte multikulturelle Gesellschaft bestünde dann aus mehreren verschiedenen Gesellschaften, die nebeneinander leben etwa auf dem Territorium ein und desselben Staates. Im gängigen Verständnis ist jedenfalls «Gesellschaft» im Terminus «multikulturelle Gesellschaft» häufig identisch mit «Staat», und das heisst «Nationalstaat». Die Vorstellung allerdings, die multikulturelle Einwanderungsgesellschaft könne zu einer Alternative für den Nationalstaat werden, ist nicht nur strittig, sondern dürfte wohl auch noch einige Zeit ihrer Realisierung harren.
Man kann in der Tat fragen, wie theoretisch fruchtbar und sinnvoll es wäre, auch dann von einer Gesellschaft zu sprechen, wenn in extremis zwischen Teilen ihrer Bevölkerung keine Kommunikation und damit auch kein Zusammenleben möglich wäre, wenn Teilbevölkerungen also in verschiedenen Kulturen und damit auch verschiedenen Strukturen lebten, die man zusammengenommen als «Gesellschaften» bezeichnen kann.
Es erscheint theoretisch (und auch empirisch) gut begründet anzunehmen, dass «Kultur» und «Struktur» einer je bestimmten Gesellschaft (genereller: eines je bestimmten sozietalen oder sozialen Systems) aufeinander abgestimmt sind jedenfalls mehr oder weniger2 und in einer Entsprechung zueinander stehen. Zwischen «Struktur» und «Kultur» besteht danach ein Interdependenzverhältnis, das heisst auch: kultureller Wandel hat strukturelle Reaktionen zur Folge und vice versa. Wegen dieser wechselseitigen Abhängigkeit kann man nicht von «Kultur» und damit auch nicht von «Multikulturalität» sprechen, ohne «Struktur» und damit auch «Multistrukturalität» zumindest mitzudenken. Wieviel kulturellen Pluralismus das «diffizile Gebilde» der hochentwickelten Gesellschaft vertrage, das so meint Schmid sei «das Preisrätsel der Soziologie der Moderne», wobei hinzuzufügen ist, dass dies auch für die Frage gilt, wieviel strukturellen Pluralismus eine Gesellschaft verträgt.
Es ist nun ohne Zweifel so, dass ein Staat eine bestimmte Struktur aufweist ja dadurch geradezu in erster Linie definiert ist , und dieser Struktur entspricht auch eine bestimmte Kultur. So gesehen kann es also soziologisch durchaus sinnvoll sein, den Staat als eine Gesellschaft mit einer Kultur anzusehen.
Ebenso ist es ohne Zweifel so, dass es unterhalb des Niveaus der Superstruktur und Superkultur des Staates auf verschiedenen Ebenen eine Vielzahl von Substrukturen mit ihnen jeweils entsprechenden Subkulturen gibt. Diese stehen zurübergreifenden Kultur in einem Interdependenzverhältnis und werden von ihr in nicht unbeträchtlichem Masse penetriert, können also in der Regel nicht gänzlich unabhängig von ihr sein.
Das eben Gesagte trifft in besonderer Weise für den modernen Nationalstaat mit seinen sehr umfänglichen und sehr weitreichenden staatlichen Strukturen zu, denen grundlegende Wertvorstellungen universeller Art entsprechen, wie sie in Verfassungen und Gesetzen festgeschrieben sind. Sie gelten weitestgehend unterschiedslos für alle Mitglieder der nationalstaatlichen Gesellschaft, und zwar nicht nur auf der Ebene der Superstruktur, sondern sie bestimmen auch in variierendem Ausmass das Regelsystem von kodifiziert institutionalisierten und in abnehmendem Masse auch das von kodifizierten oder nicht-kodifizierten gemeinschaftlichen und privaten Teilstrukturen.
Die französische Soziologin Dominique Schnapper bringt die universalistische Natur des modernen Nationalstaates in ihrem eben erschienen Buch «La communaut des citoyens. Sur l'ide moderne de nation» perfekt zum Ausdruck: «La nation se veut une communaut idale de citoyens; elle ne connat pas que desgaux et ignore rsolument les particularits ethniques, rgionales, culturelles, linguistiques, religieuses de chacun.»
Im modernen Staat kann es also nach dessen Selbstverständnis generell im zentralen Bereich öffentlicher und staatlicher Ordnung kein Nebeneinander von Kulturen geben, das heisst, er kann im Bereich dieser Ordnung gar nicht multikulturell sein. Das bringen viele «Multikulturalisten» auch durchaus zum Ausdruck, allerdings wohl ohne sich voll bewusst zu sein, welche Art von Kulturverständnis damit demonstriert wird. Für dieses Kulturverständnis, das man «eurozentrisch» nennen könnte, steht besonders prägnant eine Formulierung des Soziologen John Rex, der sagt: «multiculturalism in the modern world involves on the one hand the acceptance of a single culture and a single set of individual rights governing the public domain and a variety of folk cultures in the private domestic and communal domains.».Die multikulturelle Gesellschaft» (im Sinne von Rex) erlaubt somit «the continuance of folk values and folk religions», allerdings sofort wiederum mit der nächsten Einschränkung «as long as these do not interfere with the functioning of the main political, economic and legal institutions of society».
Die in dieser und vielen anderen, ähnlich lautenden Aussagen gemachten mehrfachen Einschränkungen, stellen nun aber eine drastische Reduktion von «Kultur» und des Konzepts der «Multikulturalität» - und damit der multikulturalistischen Postulate dar. «Kultur» im Begriff «Multikulturalität» heisst dann offenbar nichts anders als die Existenz von (der Soziologie seit ihren Anfängen bekannten) Subkulturen in den um noch einmal Rex zu wiederholen «private, domestic and communal domains», und auch dies nur insoweit, als dabei Werte und Normen, für die universelle Geltung beansprucht wird, nicht tangiert werden. Damit ist letztlich denn wohl auch gesagt, dass jedenfalls auf der Ebene der Gesamtgesellschaft eine Gesellschaft nur eine Kultur haben kann.
«So what?» wird der das Schlachtgetümmel distanziert beobachtende Soziologe fragen, und der Historiker und der Politikwissenschafter werden anmerken, dass eben dies die universelle Verbindlichkeit staatlich-öffentlicher Kultur bei gleichzeitiger Variabilität (jedoch keineswegs völliger Beliebigkeit) der gemeinschaftlichen und privaten Kultur auf der einen Seite einen der fundamentalen Grundsätze der Moderne darstellt. Auf der anderen Seite kann aber nicht geleugnet werden (und die zitierten Aussagen bestätigen dies erneut), dass es trotz aller gegebenen funktionalen Differenzierung einer modernen Gesellschaft und privaten und gemeinschaftlichen «Freiräumen» sinnvoll bleibt, von Kultur als einem Totalphänomen zu sprechen.
So kann also zwar normativ gefordert werden, Einwanderer sollten ihre Kultur weiterleben (dürfen, vielleicht sogar müssen). Es kann aber nicht theoretisch begründet werden, wie es angesichts der gegebenen Abhängigkeit der Kulturen und Strukturen der verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen voneinander Einwanderern möglich sein soll, im privaten und gemeinschaftlichen Raum Elemente einer fremden Kultur (die im Auswanderungskontext mit ihr entsprechenden Strukturen verbunden war) fortzuführen, im überlagernden und die unteren Ebenen penetrierenden Bereich (das heisst auf der staatlichen Ebene sowie in den sozietalen Teilsystemen «Politik», «Recht», «Bildung» und «Wirtschaft», um nur die wichtigsten zu nennen) jedoch die dort Geltung beanspruchenden institutionellen Vorgaben des Einwanderungslandes, selbst wenn sie denen der Herkunftskultur diametral entgegenstehen sollten, nicht nur formell zu akzeptieren, sondern offenbar auch zu internalisieren (assimilieren).
Bedenkt man, dass insbesondere die «neuen» Einwanderer aus hochtraditionalen Kulturen stammen, in denen der ganzheitlich-umfassende Aspekt noch sehr dominant ist, in denen er in sehr viel höherem Masse als «bei uns» auch «Identität» bedeutet, so muss es als sehr fahrlässig, wenn nicht sogar zynisch erscheinen, den Einwanderern von «Kultur» und «Multikulturalität» zu sprechen, letzlich aber nur «Folklore» zu meinen, und wie aufgezeigt selbst davon eigentlich nur Resteübrigzulassen. «Verantwortungsethik» ist hier wohl ein Fremdwort.
Aber auch gesellschaftstheoretisch gesehen ist es mehr als fragwürdig, «Multikulturalität» mit «folk values and folk religions» (Rex) gleichzusetzen, wenn dieseüberdies nur sehr eingeschränkt gelebt werden dürfen.
Terminologisch sauberer und theoretisch konsequenter wäre, nach den Bedingungen der Möglichkeit «subkultureller Differenzierung» (und damit verbunden «substruktureller Differenzierung») unterhalb des staatlich-öffentlichen Sektors zu fragen, was allerdings nun gar nichts Neues bedeuten würde. Die angetönte Aufgeregtheit des Multikulturalismusdiskurses ist also wohl in erster Linie eine Funktion soziologischer Ignoranz der Lautstärksten unter den daran Beteiligten.
Jede Gesellschaft, die Subkulturen aufweist, könnte somit auf dieser Ebene als «multikulturell» bezeichnet werden. Und da kulturelle Andersartigkeit von Einwanderersubkulturen selbst nach Meinung vieler Multikulturalisten nur in eng begrenztem Umfang zulässig sein soll, wird um so weniger verständlich, warum von Multikulturalität einer Gesellschaft und nicht schlicht von Subkulturalität die Rede sein soll, wenn einige der vielen Subkulturen einer modernen Gesellschaft (vornehmlich) eingewanderte Mitglieder aufweisen. Denn das multikulturalistische Postulat kann ja in der Tat wohl nicht einen Zustand einer Gesellschaft meinen, in dem es zwischen Subkulturen nicht einmal einen zumindest teilweise gemeinsamen «Wissensvorrat» gäbe, Kommunikation und Verständigung zwischen ihnen also unmöglich wären. Soziologisch gesehen ist ein solches Postulat ebenso «heroisch» wie «idiotisch» (laienhaft) im ursprünglichen Sinne des Wortes.
Wenn aber all das Gesagte einem auch nur annähernd soziologisch informierten Zeitgenossen bekannt sein müsste weswegen dann dieser homerische Schlachtenlärm um alten Wein, wenn doch lediglich die Schläuche, in die er abgefüllt wird, neu sind? Weil, so mein Verdacht, es wohl nur um die Schläuche geht. Es geht darum, eine neue Utopie zu gewinnen. Ich aber halte an einer alten Utopie fest: an jener der Aufklärung. Und dies zwingt mich, den Menschen als Individuum, ausschliesslich aus seiner Person und seinen Leistungen heraus zu würdigen. Dies aber kann ich nicht tun, wenn ich einem Individuum Eigenschaften, ja Vorurteile (einerlei, ob positive oder negative) anrechnen muss, die sich auf seine Gruppenzugehörigkeit, auf seine durch die Zufälligkeiten der Geburt entstandene ethnische Abstammung beziehen als ob denn ein Mensch nichts anderes als seine ethnische Gruppe wäre. Dass ich das nicht tun will, ist nun Teil meiner Kultur die der abendländischen Aufklärung verpflichtet ist. Denn genau dieser Ethnozentrismus erlaubt es mir erst, «fremde» Kulturen als solche zu respektieren, auch wenn ich ihre Werte nicht teile.
Literatur
1Kategoriale Konzepte (wie «multikulturell»,«assimiliert»,«integriert» usf.) werden nur der Vereinfachung des Sprechens wegen gewählt. In der Realität ist selbstverständlich von Kontinua auszugehen, bei denen z. B. «multikulturell» «nicht multikulturell» die Extrempunkte eines Kontinuums bezeichnen. Völlig eigenständige «Wissensvorräte» sind zwar denkbar, wahrscheinlicher ist aber, dass sie sich im je gegebenen Einzelfall lediglich mehr oder weniger voneinander unterscheiden.
2Während «Kultur» als «Symbolsystem» einer Gesellschaft bezeichnet werden kann, meint «Struktur» deren «Positionssystem», den Aufbau, die (immer auch) machthaltige Gliederung einer Gesellschaft, «die legitimen Ordnungen, über die die Kommunikationsteilnehmer ihre Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen regeln und damit Solidarität sichern» (Jürgen Habermas, Theorie des kommunikativen Handelns, Bd. 2, Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a. M., 1981, S. 209.).
Dr.Hans-Joachim Hoffmann-Nowotny (<email-pii>) ist ordentlicher Professor für Soziologie am Soziologischen Institut der Universität Zürich.
*Für die Mitarbeit bei der Redaktion dieses auf jüngsten Veröffentlichungen des Autors beruhenden Artikels sei Dr. Gaetano Romano herzlich gedankt.
unipressedienst Pressestelle der Universität Zürich
Felix Mäder (<email-pii>)
http://www.unizh.ch/upd/magazin/2-96/
Last update: 24.6.1996