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Unsere Geschichte „ufem Port“
Unser Hof wird seit mindestens 6 Generationen durch die Familie Berger bewirtschaftet.
Traditionellerweise wurde auf dem Port immer Milchvieh gehalten. Bis 1974 transportierte sogar eine kleine Transportseilbahn die Milch über den Hügel hinunter direkt nach Rachholtern in die Käserei, wo Emmentalerkäse und Butter hergestellt wurde.
Die in die Jahre gekommene und defekte Seilbahn wurde danach eingestellt und die Milch wurde mit dem Traktor und „Brügeli“ in die Käserei gebracht.
Auf der Südseite des stattlichen Bauernhauses zeugt noch heute das Vordach von der damaligen Transportseilbahn.Die Mutterschweinehaltung war ebenfalls ein wichtiger Betriebszweig. Bis zu 18 Muttersauen wurden für die Ferkelproduktion gehalten. Diese wurde um 1997 jedoch wegen den zunehmenden Anforderungen an die Schweinehaltung eingestellt. Die alten Ställe waren nicht mehr tierschutzkonform.
Auf Ende April 2004 kündigten die damaligen Betriebsleiter Michael und Vreni Berger sowie Andreas Berger bei der Käsereigenossenschaft Rachholtern das Milchlieferkontingent von 109’755 Litern. Ein Jahr darauf kam der Austritt aus der Käsereigenossenschaft. Wegen der Überproduktion des Emmentalerkäses und wegen des sinkenden Milchpreises sahen die Betriebsleiter sich gezwungen, neue Wege einzuschlagen. Die Milch wurde danach von der Cremo in Fribourg direkt ab Hof übernommen und als Industriemilch verarbeitet. Die gute Qualität der Milch wurde während 10 Jahren mit einem erfreuenden Milchpreis und mit jährlichen Auszeichnungen belohnt.
Neben der Milchvieh- und Schweinehaltung wurde lange Zeit Brot- und Futtergetreide angebaut. Sogar Saatkartoffeln wurden während einigen Jahren erfolgreich angebaut.
Die stetig sinkenden Produktionspreise zwangen die Betriebseiter dazu, ausserbetrieblich arbeiten zu gehen. Während Andreas zu den Kühen schaute, ging Michael als Holzereiarbeiter in den Wald und Vreni arbeitete in einem Lebensmittelladen als Verkäuferin. Der Sturm „Lothar“ brachte zusätzliche Arbeit im Wald, so dass die arbeitsintensive Kartoffelproduktion im Jahr 2002 aufgegeben wurde.
Von da an wurde auf dem Hof neben der Graslandbewirtschaftung noch Futterweizen und zusätzlich Silomais für die Milchviehfütterung angebaut.
Die Milchwirtschaft und die damit verbundene Viehzucht waren auf dem Port noch bis ins Jahr 2016 traditionell geführt. In der Rindviehzucht erzielte der Hof einige Erfolge an verschiedenen Viehausstellungen.
Längst führten jedoch die Überproduktion der Milch und der zunehmende Import von billiger Milch aus dem Ausland zu unrentablen Preisen, so dass das Landwirtschaftliche Einkommen den Produktionsaufwand längst nicht mehr deckte.
Als wir im Jahr 2014 den Hof übernahmen, stellte uns diese Tatsache vor eine Herausforderung.
Zudem sahen wir einen hohen Investitionsbedarf bei den Stallungen.
Die in die Jahre gekommene Stalleinrichtung musste mittelfristig ersetzt werden und die Tierhaltungsvorschriften verschärfen sich von Jahr zu Jahr. Zudem arbeitet Markus als Fortswart und Holzereiinstruktor vorwiegend auswärts, da müssen die Alltagsarbeiten rund um den Hof und im Stall von einer Person mit maximal einer Aushilfe bewältigt werden können.
Aus wirtschaftlichen und arbeitstechnischen Überlegungen entschieden wir uns dann zur Umstellung auf die Mutterkuhhaltung und zu den entsprechenden Investitionen in den Stallumbau.
Die Produktion von Natura-Beef für Mutterkuh Schweiz und Port-Beef für unsere Direktvermarktung passt zu unserem Betrieb und zu unserem Grasland. Wir sind überzeugt, dass die natürliche Form der Rindviehhaltung und die schonende Landbewirtschaftung zu unseren Grundwerten passen und dass wir trotz der schwierigen Entscheidung zur Umstellung den richtigen Weg eingeschlagen haben.