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Trilogie der Erinnerung
Drei Hörspiele, ein Autor: David Zane Mairowitz erzählt von Europa im 20. Jahrhundert. Er erzählt von Lebensfäden, die gesponnen werden, die sich kreuzen, und die irgendwann abreissen. Und von Nachkommen, die versuchen, den Faden wieder aufzunehmen, mehr über die Geschichte ihrer Vorfahren, und über sich selber zu erfahren.
David Zane Mairowitz
David Zane Mairowitz wurde 1943 in New York geboren und übersiedelte in den 1960ern nach England, wo er als Publizist, Schriftsteller und Theaterautor begann. Erste Hörspielauftragsarbeiten für BBC folgten. Fortan arbeitet Mairowitz als Autor und Regisseur für Hörspiele, Features, Radio-Opern etc. Heute lebt er in Avignon und Berlin. Mairowitz' Hörspiele sind mehrfach international ausgezeichnet worden, z.B. mit dem Prix Ostankino, dem Prix Italia und dem Prix Europa.
«TKO»
Edith Zerbib ist Anfang zwanzig, und ringt mit ihrer eigenen Identität. Natürlich, da ist das Judentum, so etwas wie der Anker ihrer Familie. Aber darüberhinaus? Wer ist sie, wer will sie sein? Antworten, oder Inspirationen, hofft sie ausgerechnet bei einem zu finden, über den in der Familie nur geschwiegen wird: Emmanuel Zerbib. Er war Boxer, französischer Champion im Fliegengewicht und Europameister. Er hat mit der Familie, und mit der Religion gebrochen. Und er ist 1944 spurlos verschwunden, nach seinem letzten Kampf ...
«Züge in Gegenrichtung»
1975: Robert Nant stösst in einer Zeitung auf seinen eigenen Namen. Er stutzt: Gibt es einen Zusammenhang zwischen seinem Schicksal und demjenigen des grossen Widerstandkämpfers Robert «Bob» Nant? Er schreibt ihm. Doch sein Brief bleibt unbeantwortet. Erst rund 30 Jahre später meldet sich Bob Nant bei ihm. Die Fakten stimmen perfekt überein, meint er, es spreche alles dafür, dass er Robert Nants Vater sei. Um diese unglaubliche Geschichte der Wiedervereinigung zu besiegeln, leitet er einen DNA-Test in die Wege ...
«Hornissengedächtnis»
Reveka und Zacharias sind Juden, und flüchten vor dem Holocaust in die Schweiz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges heiraten beide, kaufen ein Haus, bekommen ein Kind. Doch dann übernimmt Zacharias eine Aufgabe, die ihn traumatisieren wird – und seine Ehe zerstören: Bei den Nürnberger Prozessen übersetzt er die Aussagen von Hermann Göring ins Französische. 50 Jahre lang werden Reveka und Zacharias kein einziges Wort mehr miteinander sprechen. Bis Suzanne, ihre Enkelin das Unmögliche versucht: Zwischen beiden zu vermitteln ...