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Zum elften Mal in Folge ist Bayern München deutscher Meister geworden. Auf der Zielgeraden brach Borussia Dortmund ein. Aber es war ein Saisonfinale, das für die Zukunft hoffen lässt.
Die aktuelle Saison war ein Glücksfall für den deutschen Fussball. Die Meisterschaft war atemberaubend, spannend und ein echter Zweikampf zwischen den übermächtigen Bayern und Borussia Dortmund, den der Rekordmeister erst in der 89. Spielminute durch einen Treffer von Youngster Jamal Musiala für sich entscheiden konnte.
Nach über viereinhalb Stunden ist Stan Wawrinka eine Runde weiter.Bild: keystone
Zum ersten Mal seit über zwei Jahren übersteht Stan Wawrinka an einem Grand-Slam-Turnier die erste Runde, für Belinda Bencic ist das French Open hingegen bereits vorbei. Novak Djokovic bleibt derweil ohne Satzverlust.
Wawrinka kämpft sich durch
Zum ersten Mal seit dem Australian Open 2021 steht Stan Wawrinka an einem Grand-Slam-Turnier wieder in der 2. Runde. Der Romand setzt sich gegen Albert Ramos-Viñolas mit 7:6 (7:5), 6:4, 6:7 (2:7), 1:6, 6:4 durch.
Obwohl Ramos-Viñolas (ATP 67) 22 Weltranglistenplätze besser klassiert ist als Wawrinka (ATP 89) stellt der Sieg des Schweizers keine Überraschung dar. Der 38-jährige Routinier hatte schon die vorangegangenen sieben Duelle gegen den nur drei Jahre jüngeren Spanier gewonnen.
Der Parcours zum Weiterkommen verlief aber bemerkenswert. Am Ende gewann der Spanier acht Ballwechsel mehr als Wawrinka (192:184). Wawrinka sah im dritten Satz schon wie der sichere Sieger aus. Nach dem vierten Satz hätten indes nicht mehr viele Leute auf Wawrinka gewettet.
Albert Ramos-ViñolasBild: keystone
Der Reihe nach: Wawrinka führte gegen Ramos-Viñolas 7:6, 6:4, 3:1. Der Schweizer kam zu weiteren Breakbällen für eine 4:1- und 5:2-Führung. Stattdessen gewann der Spanier den dritten Satz im Tiebreak und den vierten Satz gleich 6:1. Im Entscheidungssatz erwischte Wawrinka den besseren Start. Aber wieder machte es der Romand nach einer 5:2-Führung nochmals spannend (von 5:2 auf 5:4). Schliesslich nützte Stan Wawrinka den dritten Matchball.
Der Sieg stellt für Wawrinka im Spätherbst seiner Karriere ein Grosserfolg dar. Im Januar am Australian Open gab der dreimalige Grand-Slam-Turniersieger in der Startrunde gegen Alex Molcan eine Partie aus den Händen, die er wie das Spiel gegen Ramos-Viñolas in Roland-Garros lange dominiert hatte. Zuvor hatte Wawrinka 2022 schon am French Open (gegen Corentin Moutet), in Wimbledon (gegen Jannik Sinner) und am US Open (wieder gegen Moutet) Auftaktspiele verloren.
Wawrinka begeistert mit einem Rückhand-Winner.Video: SRF
Wawrinka wähnt sich im Frühling 2023 endlich wieder soweit, um mit den Besten mithalten zu können. Aber die Konstanz fehlt dem Sieger von Roland-Garros 2015 und Paris-Finalisten von 2017 noch. An den Vorbereitungsturnieren in Monte Carlo, Madrid und Rom verlor Wawrinka ausschliesslich gegen formstarke Spieler und erspielte sich in diesen Partien stets seine Chancen.
In Paris geht es für Wawrinka am Mittwoch gegen den Australier Thanasi Kokkinakis weiter.
Debakel für Bencic
Belinda Bencic (WTA 12) verliert in der Startrunde des French Open gegen Jelina Avanesjan (WTA 134) mit 3:6, 6:2, 4:6.
Die Niederlage gegen die 20-jährige Russin, die in der letzten Runde der Qualifikation verlor und als glückliche Verliererin (Lucky Loser) doch noch ins Hauptfeld rutschte, ist für Belinda Bencic ein Debakel. Trotz Wettkampfpause seit dem 9. April (Final in Charleston) wegen einer Oberschenkelverletzung – diese Partie hätte Bencic nie und nimmer verlieren dürfen.
In der 1. Runde ausgeschieden: Belinda Bencic.Bild: keystone
Die Schweizerin leistete sich einen Fehlstart und lag nach weniger als einer Viertelstunde 0:4 in Rückstand. Diesen Rückstand vermochte Bencic im ersten Satz nicht mehr aufzuholen. Ab dem zweiten Satz dominierte die Favoritin aber die Partie. Sie führte auch noch im Entscheidungssatz mit 4:2, verlor die Partie wegen viel zu vieler Fehler doch noch.
Letztmals verlor Belinda Bencic im letzten Sommer in der Startrunde von Wimbledon gegen eine ähnlich schwach klassierte Gegnerin. Damals ging Bencic gegen die Chinesin Wang Qiang, die Nummer 140 der Welt, 4:6, 7:5, 2:6 ein. Heuer verlor Bencic auch in Dubai gegen Karolina Muchova gegen eine Spielerin von ausserhalb der Top 100 (damals 112). Aber Muchova, erst vor kurzem noch eine Top-20-Spielerin, stellt ein ganz anderes Kaliber als Avanesjan dar. Die Russin besiegte vor Bencic noch keine Gegnerin aus den Top 50 der Weltrangliste.
Die Niederlage wird nachwirken. Belinda Bencic verspielte in Paris eine riesige Chance – trotz gestörter Vorbereitung. Das Losglück und die Niederlagen der grössten Rivalinnen in ihrer Sektion der Draw (Sakkari, Linette) nützten nichts. Für die nächsten zwei Wochen bis zum Beginn der Rasensaison bleiben Belinda Bencic wegen dieser Partie gegen Avanesjan primär Frust und Ärger.
Jelina Avanesjan.Bild: keystone
Djokovic ohne Satzverlust
Ohne Satzverlust kam der zweimalige Sieger Novak Djokovic weiter. Der Weltranglistendritte aus Serbien besiegte den Amerikaner Aleksandar Kovacevic 6:3, 6:2, 7:6 (7:1). Djokovic kassierte ein Break, als er im dritten Satz zum Sieg aufschlug, verhinderte gegen den 24-jährigen Amerikaner aber mit einem blitzsauberen Tiebreak einen Satzverlust. Der zweimalige Turniersieger Djokovic trifft in der 2. Runde auf den Ungar Marton Fucsovics.
Novak Djokovic bekundete in der ersten Runde keinerlei Probleme.Bild: keystone
Eine Weltranglistenerste weniger
Ungewöhnlich für eine Amerikanerin – aber Sloane Stephens spielt am liebsten auf Sand. Die Finalistin von 2018 (Niederlage gegen Simona Halep) fand auf dem «Court Central» ihre Sandform sofort wieder: Sie besiegte die als Nummer 16 gesetzte ehemalige Weltranglistenerste Karolina Pliskova in weniger als anderthalb Stunden 6:0, 6:4.
Sloane Stephens.Bild: keystone
(nih/sda)