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Nach Boston mussten wir unser Mietauto abgeben. Vom Flughafen Baltimore fuhren wir nach der Abgabe mit dem Zug und Metro bis Washington. Ein Ticket für die Metro zu lösen war gar nicht so einfach. Wir benötigen tatsächlich Hilfe. Nachdem wir eine Metrokarte für 2 Dollar ( pro Karte) gelöst hatten konnten wir, mit dem richtigen Code dann auch ein Ticket lösen.
In Washington hatten wir ganz Zentral ein Historisches Hotel gebucht.
Washington hat uns sehr gut gefallen. Es ist eine sehr saubere Stadt mit grossen wuchtigen Häusern.
Gespannt waren wir besonders auf das weisse Haus. Ein bisschen endtäuscht waren wir dann aber schon. Wir hatten es uns viel grösser vorgestellt, obwohl es 132 Räume, 35 Badezimmer, 412 Türen, 147 Fenster,
8 Treppenhäuser, 3 Aufzüge, einen Swimmingpool, einen Tennisplatz, einen Kinosaal sowie eine unter Präsident Richard Nixon eingerichtete Bowlingbahn hat.
Beeindruckend war das Capitol. In ihm finden Sitzungen des Senats und des Repräsentantenhauses statt.
Das Washington Monument ist ein 169.05 Meter hoher Turm in der Form eines Obelisk. Das Denkmal wurde zu Ehren von George Washington, dem ersten Präsidenten von den Vereinigten Staaten errichtet. Die Bauphase dauerte von 1848 bis 1884. Es gab einen 25 jährigen Unterbruch wegen des Amerikanischen Bürgerkrieges, das war auch der Grund wieso es so lange gedauert hatte. Wenn man beim Foto genau hin sieht, kann man einen Unterschied bei der Verfärbung der Steine sehen.
Am zweiten Tag nahmen wir uns wieder einen Hop on Hop off Bus. Da es auch hier in Amerika relativ wenig Touristen hat (dir wenigen sind meistens auch Amerikaner, da z.B. Europäer noch nicht direkt einreisen dürfen, ging es nicht lange und wir hatten den Bus wieder für uns alleine.
Ein nicht ganz alltägliches Phänomen haben wir ebenfalls in Washington angetroffen. Da hatte es diese Insekten namens Zikaden. Im Osten der USA kriechen alle 17 Jahre Milliarden von diesen Tieren aus dem Boden um sich anschliessend zu paaren. Dabei Zirpen sie und erreichen dabei so eine Lautstärke von mehr als 100 Dezibel erreichen, das ist etwa so laut wie ein Rasenmäher.
Und dann kam der Tag näher wo wir unser Wohnmobil abholen konnten. Angekommen war es, aber noch nicht abgefertigt. In dieser Zeit wollten wir noch Baltimore besichtigen.
Das spannendste an Baltimore war das Kriegsschiff welches im Hafen stand. Dieses wurde tatsächlich noch im ersten Weltkrieg eingesetzt.
Nicht immer weiss man was da aus dem Boden kommt.
Lustig war es auch immer wieder wie sie unseren Namen schreiben.
Mit dem Taxi gings dann am nächsten Morgen zum Hafen. Alle Unterlagen waren komplett, wir mussten nur noch auf unserer Begleitung warten. Ohne Agent kommt man da nur schwer hinein.
Mit ihr ging es dann problemlos über ein riesiges Gelände wo dann in bester Gesellschaft uns kleines Mobil stand.
Und endlich konnte unsere Reise weiter gehen, mit unserem Wohnmobil und eigenem Essen. Auf das freuten wir uns sehr. Wir wollten uns in Zukunft wieder auf die Restaurantbesuche freuen können.
Auf der Fahrradroute fuhren wir dann unserem ersten Ziel mit dem Wohnmobil entgegen. Es ging zu den Niagarafällen.
Nicht immer waren wir uns sicher ob dieser Weg auch zum Ziel führt.
Es war aber nicht möglich an einem Tag dort hinauf zu fahren, was aber überhaupt nicht schlimm war da wir ja keine Eile hatten. Wir haben da auf dem Weg auch so das eine andere andere schönes schon gesehen. Das Rehkitz war besonders süss. Ich hatte noch nie so eines gesehen.
Wir kamen den Niagarafällen immer näher. So nahe an der Kanadischen Grenze werden wir wohl nie wieder sein. Leider ist diese immer noch wegen Covid geschlossen.
Und dann waren wir da, an den Weltberühmten Niagara Falls.
Auf der einen Seite Amerika, auf der anderen Kanada. Der Niagara Fall ist 51 und 99 Meter hoch.
Wir sind dann mit dem Schiff zu den Fällen gefahren. Pflotsch nass wären wir gewesen, wenn wir nicht dies Regenschütze bekommen hätten.
Weiter gings nach Louisville. Die Strassen forderten so einiges von unserem Auto, aber sonst war es eine entspannte Fahrt. Die Amerikaner sind keine Drängler und machen auf den Einfahrten immer schön Platz.
Ungewöhnlich für uns Schweizer, man darf hier links und rechts vorbeifahren.
In Louisville gatten wir einiges zu tun. Als erstes wollten wir in Slugger Museum, dann zu Mohammed Ali und dann noch an das erste Pferderennen in diesem Jahr.
Im Slugger Museum erfuhren wir wie ein Baseballschläger entsteht und auch so das eine oder andere über Spieler die in die Geschichte eingegangen waren. So werden zum Beispiel alle wichtigen Mannschaften aus diesem Werk beliefert. Der Spieler sucht sich Holz und Form aus und dann wird der Schläger, heute mit einer CNC Maschine angefertigt. Bis heute wurden hier ca. 100 Millionen Schläger verkauft.
Muhammad Ali kennt fast jeder. Eigentlich bin ich nicht so ein Fan vom Boxen, Hansruedi mag das lieber. Doch in der Muhammad Ali Fundation erfuhr man nicht nur dass er vor und während einem Boxkampf immer grosse Sprüche klopfte, man lernte auch dass er ein sehr hilfsbereiter Mann war der sich sehr für Schwarze Menschen und andere Minderheiten einsetzte, ins Gefängnis wegen Militärverweigerung musste und zum Islam konvertierte.
Muhammad Ali wurde hier in Louisville geboren.
Louisville selber war noch recht hübsch.
Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem Bus zur Churchill down Rennbahn. Hier findet auch das Kentucky Derby statt. 170‘000 Zuschauer nehmen an so einem Derby teil. Bei uns waren es aber nur ein paar tausend. Wir haben wie alle anderen Rennwetten abgegeben. Ausser einmal 2 Dollar und 80 Cent ist ausser Spesen nix gewesen.
Wir hatten Tickets für ein Country Konzert in Xenia gekauft. Einer unsere Lieblingssänger, Mo Pitney, spielte dort. Per Zufall hat Hansruedi die Organisatorin des Konzertes auf Facebook kennen gelernt. So wussten wir auch dass es kein Problem für uns war dort zu parkieren.
Da wir etwas früher als erwartet dort waren, übernachteten wir wie Groupies vor dem geschlossenen Tor.
Am Konzert konnten wir dann Mo Pitney noch kurz treffen und ein zwei Fotos machen. Wir freuten uns darüber.
Das Konzert war bis auf eine Band super. Von Nachmittags um drei bis 22.00 Uhr super Musik und am Schluss noch ein sehr schönes Feuerwerk. Und das alles für 10 Dollar.
Am nächsten Morgen, Sonntag 13. Juni, hatten wir einen Termin im Walmart für die zweite Impfung. Auch dieses Mal kein Problem. Vor dem Impfen haben wir noch unseren Einkauf gemacht. Der Walmart hatte eine sehr schöne Weinabteilung wo sich Hansruedi, wie immer, viel Zeit lies um etwas feines auszusuchen. An der Kasse dann die Überraschung. Der Kassier nahm die Flaschen weg und sagte: I‘m so sorry, but we are not allowed to sell wine on Sunday. (Entschuldigen sie, aber am Sonntag dürfen wir keinen Wein verkaufen) und hat in einer Ruhe die weiteren Artikel eingescannt.
Ihr hättet das Gesicht von Hansruedi sehen sollen.
Nach all diesen Eindrücken wollten wir wieder einmal etwas raus aus der Hektik und unseren ersten Nationalpark besuchen, oder besser durchfahren. Doch der Park umfasst etwa 800 Quadratkilometer, da hat man vorher auch noch anderes zu sehen. Zum Beispiel waren wir auf einem Camp Ground., schöne Lage, Strom und Wasser, aber ein riesen Chaos. Trotzdem 40 Dollar und Hansruedi musste den Wasseranschluss noch selber ausschöpfen, da es vorher in Strömen geregnet hatte. (für Chantal: It rains cats and dogs! hahaha) (Wir mussten sogar auf die Seite fahren und anhalten.)
Der Weg war noch weit und Hansruedi wollte einen Fischerstopp einlegen. Lizenz gekauft und dann auf die Suche nach einem Platz gegangen. Direkt am Fluss haben wir auch einen gefunden. Nichts grossartiges, aber schön abgelegen und direkt am Fluss. Dort haben wir dann auch noch Tom kennen gelernt. Nach einem Schwätzchen, nach dem Nachtessen, wurde vereinbart, dass die beiden Männer am anderen Tag zum Fischen gehen. Auch er ist ein überzeugter Fliegenfischer. Leider wurde nichts daraus. In der Nacht hat es nochmals geregnet . Der Fluss stieg und stieg und war so trüb dass es keinen Sinn machte.
Wir brachen diese Übung ab und fuhren nun endgültig zum und durch den Park.
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