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In der Abwasserüberwachung wird häufig nur der BSB aus dem Abbau von Kohlenstoffverbindungen bestimmt (Kohlenstoff-BSB), mit der Zugabe von Allylthioharnstoff (ATH) wird die Nitrifikation gehemmt, um einen Sauerstoffverbrauch durch den Abbau von Stickstoff-Verbindungen zu verhindern. In der allgemeinen Gewässerüberwachung wird häufig der gesamte BSB als Summe des Abbaus der Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen gemessen; dies wird als ungehemmter BSB bezeichnet. Beide Messverfahren führen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen: In Oberflächengewässern kann im Sommer der ungehemmte BSB den 3-fachen Wert des gehemmten BSB erreichen.
Üblicherweise wird der BSB5 verwendet. Dieser Wert ist die Menge an Sauerstoff in mg/l, die Bakterien und alle anderen im Wasser vorhandene Mikroorganismen bei einer Temperatur von 20 °C innerhalb von fünf Tagen verbrauchen, woraus man auf die Menge der dabei abgebauten organischen Stoffe schließt. Daneben wird gelegentlich noch der BSB2 und der BSB∞ bestimmt, die den Sauerstoffbedarf innerhalb zweier Tage bzw. bis zum Erlöschen der Atmung, hypothetisch also bis zum Abbau aller biotisch abbaubaren organischen Stoffe angeben. Als Faustregel gilt: BSB5 ist etwa 70 % des BSB∞.
Abwasserinhaltstoffe
Das Verhältnis zum Chemischen Sauerstoffbedarf liefert eine Aussage über die Art der Abwasserinhaltsstoffe:
ist BSB5 = (50 … 100) % CSB, sind die Inhaltsstoffe gut biotisch abbaubar.
Des Weiteren kann die Aussagekraft während der Analyse über die organische Abbaubarkeit der Abwasserinhaltsstoffe durch die falsche Wahl an Mikroorganismen verfälscht werden. Eine Adaption der Mikroorganismen ist binnen 5 Tagen nur begrenzt möglich, wodurch die Metabolisierung verringert ist und die Analyse so zu einem falschen Resultat über die Abbaubarkeit führt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Biochemischer_Sauerstoffbedarf
Die Technik
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