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Grosse Ehre für Sébastien Buemi. Der 31-jährige Westschweizer hat zum dritten Mal (nach 2007 und 2014) im Rahmen des «Dinner des Champions», der offiziellen Meisterfeier, den begehrten Auto Sport Award erhalten.
Die Automobilsportbehörde ASS und ihre Nationale Sportkommission NSK würdigen mit dem Auto Sport Award jedes Jahr besondere Verdienste um den Schweizer Motorsport. Buemi hat mit dem erneuten Gewinn der Langstrecken-Weltmeisterschaft und seinem Sieg bei den legendären 24 Stunden von Le Mans die Jury überzeugt.
«Es ist mir eine Ehre, dass ich diese Auszeichnung bereits zum dritten Mal kriege», sagt Buemi. «Sie bedeutet mir sehr viel, weil es der wichtigste Preis ist, den es in der Schweiz gibt. Ich hätte die Auszeichnung gerne persönlich in Bern entgegengenommen. Aber leider bin ich durch den Saisonauftakt der Formel E verhindert.»
Buemi hat mit seinen Teamkollegen Fernando Alonso und Kazuki Nakajima 2018/2019 fünf von acht Rennen zur Langstrecken-Weltmeisterschaft auf seinem Toyota TS050 Hybrid gewonnen – darunter eben auch die 24h von Le Mans. Mit zwei weiteren zweiten Plätzen sicherte sich das Trio souverän den Titel. Für Buemi war das nach 2014 bereits der zweite Titel im World Endurance Championship (WEC).
Buemi fuhr bereits 1994 im Alter von sechs Jahren erste Kartrennen. Sein grösster Erfolg im Kartsport war 2002 die europäische Vizemeisterschaft der Kartjunioren in der ICA-Klasse. 2004 wechselte er in den Formelsport und trat zunächst in der deutschen Formel BMW an. 2006 wechselte Sébastien in die Formel-3-Euroserie; im Jahr darauf dann in die GP2. 2008 wurde er dort Meisterschaftssechster mit zwei Siegen. Der Lohn für die gute Arbeit war ein Testfahrervertrag bei Red Bull in der Formel 1.
2009 erhielt Buemi ein Formel-1-Cockpit bei der Scuderia Toro Rosso, dem Schwesterteam von Red Bull. Er wurde damit zum ersten Schweizer seit Jean-Denis Délétraz 1995, der einen Formel-1-Grand-Prix bestritt. Bereits bei seinem ersten Grand Prix in Australien gelang es Buemi, als Siebter zwei Punkte zu holen.
Drei Jahre fuhr Buemi für Toro Rosso, dann wechselte er zu Toyota in die Langstrecken-Weltmeisterschaft. Sieben Jahre hat er dort bereits verbracht, 16 Siege eingefahren. 2018 und 2019 gewann er jeweils die 24 Stunden von Le Mans. Parallel setzt Buemi seit der Geburtsstunde der Formel E auf die Elektroserie. 13 Siege, ein Titel (2015/2016) und drei Vize-Meisterschaften sind dort eine beeindruckende Bilanz.
Die Award-Gewinner im Überblick
2007 Sébastien Buemi und Ulrich Giezendanner
2008 A1 Team Switzerland
2009 Fabio Leimer
2010 Peter Sauber
2011 Marcel Fässler
2012 (Keine Vergabe)
2013 Fabio Leimer
2014 Sébastien Buemi
2015 Stefano Comini
2016 Neel Jani
2017 Paul Gutjahr und Daniel Fausel
2018 Mario Illien
2019 Sébastien Buemi