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Die klassische Weltreise, die zusammenhängende Fahrt rund um den Globus, gilt als Krönung der Schiffsreisen. Jahr für Jahr stechen mehr als ein Dutzend Cruiseliner aus Europa oder den USA in See, um nach drei- bis viermonatiger Fahrt wieder zurückzukehren – ein Abenteuer, das es in sich hat. Grosse Weltreisen werden hauptsächlich in unseren Wintermonaten aufgelegt (Dezember/Januar bis April/Mai). Da die Zahl der Kunden limitiert ist, die über die entsprechende Zeit (und das nötige Kleingeld) für eine so lange Seereise verfügen (es sind denn auch mehrheitlich Menschen, die nicht mehr im Berufsalltag stehen), sind auch einzelne Teilstrecken von zwei bis mehreren Wochen möglich. Das muss man wissen:
DIE ROUTE
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Globus zu umrunden: Westwärts, immer der untergehenden Sonne nach, wobei man von einer Zeitzone zur anderen stets eine Stunde gewinnt. Das Gegenteil gilt für die Route ostwärts, stets der aufgehenden Sonne entgegen, wo man diese Stunden verliert. So oder so: Bei der Routenplanung gilt es zwei gigantische Land-«Barrieren» zu berücksichtigen. Der amerikanische Kontinent wird entweder an seiner schmalsten Stelle durch den Panamakanal «überwunden», oder aber via Kap Hoorn, der legendären Südspitze von Südamerika, umrundet. Ähnliches gilt für Europa/Afrika: Der direkte Weg vom Atlantik in den Indischen Ozean führt via Mittelmeer und Suezkanal, die Alternative ist die Umrundung des Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas. Je nachdem ergibt sich eine eher
nördlichere, resp. südlichere Route.
DIE GRAND VOYAGE
Es gibt auch Schiffe, die zwar nicht gleich die ganze Welt umrunden, sich aber auf meist ebenso lange abenteuerliche Seereisen aufmachen. Solche «Grand Voyages» führen z.B. ab Europa nach Asien und Afrika und wieder zurück, ab den USA in den Pazifik bis nach Australien und Fernost und wieder zurück. Oft werden auch die (meist etwas kürzeren) «Überstellfahrten» als Grand Voyages ausgeschrieben: Das betrifft Schiffe, die z.B. nach der Sommersaison in Europa in ihr Winterrevier in Asien oder Australienwechseln und so eine einmalige, längere Seereise unternehmen.
DER REISEVERLAUF
Die Route ist das eine – der genaue Reiseverlauf das andere: Es kann schon ein Qualitätsunterschied sein, ob ein Schiff auf seiner Weltreise 45 oder aber 60 Destinationen besucht. Ebenso wichtig ist die Dauer der Landaufenthalte: An einem Traum- Ziel ist es womöglich entscheidend, ob man nur einen halben Tag, einen ganzen Tag oder noch besser einen längeren Aufenthalt mit Übernachtung im Hafen zur Verfügung hat. Allen Weltreisen gemeinsam ist der Fakt, dass es gewisse Abschnitte mit mehreren Seetagen gibt – darauf gilt es sich einzustellen.
DAS SCHWIMMENDE ZUHAUSE
Wer zwei, drei Monate (oder auch nur einige Wochen) auf demselben Schiff verbringt, sollte sich die Wahl gut überlegen: Suche ich vor allem meine persönliche Ruhe auf einem kleinen Schiff oder wünsche ich genügend Abwechslung mit Spa und Wellness, Unterhaltung und einer Restaurant-Auswahl auf einem grösseren Schiff? Soll es eher unkompliziert oder luxuriös sein? Amerikanisch-international, europäisch oder deutsch? Und will ich tatsächlich eine (preislich zwar attraktive) Innenkabine oder nicht doch vielmehr eine Balkonkabine?
DER PREIS
Solche Überlegungen und die Dauer der Reise haben letztlich Einfluss auf den Preis. Im Standard-Segment kann eine Weltreise in einer Innenkabine bereits ab sehr attraktiven 10000 Franken gebucht werden, in einer Aussenkabine etwa ab 18000 Franken. Im Premium-Segment liegt die Spannweite zwischen 20000 und 30000 Franken, im Luxus-Segment sind es meist über 50000 Franken. Eine wichtige Rolle spielt dabei, ob Getränke, Trinkgelder und allenfalls Landausflüge inbegriffen sind – das kann sich sonst addieren. Teilstrecken sind je nach Dauer deutlich günstiger und bieten ebenfalls eine «once-in-a-lifetime»-Erfahrung.