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Finanzielle Engpässe sind keine Altersfrage: Auch ältere Menschen können in Situationen geraten, in der sie ihre Rechnungen vorübergehend nicht mehr bezahlen können – oft unverschuldet und auch ohne einen extravaganten Lebensstil. Ein Pensionär, der nur eine durchschnittliche Rente aus der ersten und zweiten Säule bezieht, kann eine aufwändige Zahnreparatur von mehreren tausend Franken unter Umständen nicht innert 30 Tagen bezahlen. Sind Konsumkredite hier eine Lösung?
Die meisten Kreditinstitute lehnen Kreditanträge von Pensionierten generell ab, unabhängig von deren individuellen Bonität. Cashgate beispielsweise schreibt auf ihrer Website: «Ein Kredit [..] wird ausschliesslich erwerbstätigen Personen […] gewährt. Sollten Sie erwerbstätiger Rentner sein, gibt es Ausnahmen.» Oft wird sogar behauptet, dass die Vergabe eines Konsumkredits an über 65-jährige Personen gesetzlich nicht erlaubt sei. Dies trifft aber nicht zu, wie der K-Tipp schreibt: Das Gesetz verlangt lediglich, dass ein Kreditnehmer in der Lage sein muss, einen Kredit innerhalb von drei Jahren zurückzuzahlen.
Bei älteren Menschen sehen Kreditinstitute ganz einfach ein höheres Risiko für einen Kreditausfall, insbesondere im Todesfall. Dann müssen sie die restlichen Raten bei den Erben eintreiben, weil nämlich auch die meisten Versicherer eine Restschuldversicherungen bei Kreditnehmern im Pensionsalter ablehnen. Und dieses Risiko scheuen die meisten Kreditinstitute.