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Beschaffenheit der Tiefengrundwässer
in der zentralen Nordschweiz und angrenzenden
Gebieten
Zusammenfassung
In einem ersten Teil des Berichts NTB 84-21 wird das Untersuchungsprogramm vorgestellt, nach welchem die Nagra seit 1981 die Beschaffenheit der Tiefengrundwässer in der Nordschweiz und angrenzenden Gebieten regional erforscht. Für die nach gleichen Methoden ausgeführte Untersuchung der im Tiefbohrprogramm der Nagra punktförmig erschlossenen Wässer entstand mit diesen Arbeiten zugleich das regionale Referenznetz.
Nach einer Erörterung der Untersuchungsziele wird eine Uebersicht der Probeentnahmestellen und der Analytik gegeben. Die Untersuchungen beziehen sich auf die physikalischen Eigenschaften des Wassers, auf die gelösten und die ungelösten Inhaltsstoffe, einschliesslich Mikroorganismen, sowie auf die isotopische Zusammensetzung des Wassers und seiner Inhaltsstoffe. Sie schliessen viele Parameter ein, über welche bisher aus der Region keine oder nur wenige Daten vorlagen. Die angewandten, im Bericht beschriebenen EDV-Auswertungen umfassen Plausibilitätskontrollen, graphische Darstellungen, Korrelationsrechnungen, multivariate Auswertungsmethoden und thermodynamische Modelle.
In einem zweiten Teil des Berichts werden erste Interpretationen der bisherigen Untersuchungsergebnisse gegeben, wobei auch die Analysen aus dem Tiefbohrprogramm Berücksichtigung finden. Ausgewählte Aspekte der hydrogeologischen Interpretation sind im vorliegenden Bericht neben einer Typisierung der Wässer nach Hauptbestandteilen vor allem die stabilen Isotope im Wasser und in den gelösten Sulfaten.
Die wichtigsten Daten und deren Interpretation werden eingehend nach der Systematik der die Aquifers bildenden Formationsgruppen besprochen. Wässer verschiedener Herkunft lassen sich durch Haupt- und Nebenbestandteile, durch Verhältnisse und Korrelationen zwischen Wasserinhaltsstoffen sowie mit multivariaten Verfahren, namentlich Clusteranalysen, unterscheiden. Damit sind unter anderem Verbindungen zwischen Aquifers verschiedener Formationen zu erkennen. Angaben über die Verweilzeiten der Wässer im Untergrund stützen sich auf die Bestimmungen von Tritium, Argon39 und Kohlenstoff-14 (unter Berücksichtigung von Kohlenstoff-13).
In einem abschliessenden Kapitel werden Hinweise auf die Zusammenhänge in den einzelnen geologischen Grossstrukturen gegeben und Schlussfolgerungen im Hinblick auf die hydrogeologische Synthese der nordschweizerischen Tiefengrundwässer, insbesondere auch die hydrodynamische Modellierung, gezogen.
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