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Respektlose «Fans»
Seit der Todesnachricht von Tina Turner (†83) vom 24. Mai 2023 versammeln sich täglich dutzende Fans vor ihrer Villa Algoquin in Küsnacht ZH, gedenken der Musikerin, legen Blumen und Briefe nieder und zünden Kerzen an, um der verstorbenen Queen of Rock 'n' Roll die letzte Ehre zu erweisen. Wie ein Angehöriger von Wittwer Erwin Bach (67) nun gegenüber «20 Minuten» sagt, würden nicht alle die Grenze der Villa und des Anstandes respektieren und über den Zaun des Hauses steigen. Wiederholt habe die Polizei ausrücken müssen, um zu intervenieren. Die Kantonspolizei bestätigt, dass sie regelmässig beim Anwesen von Tina Turner im Einsatz steht, vor allem aber um den Verkehrsfluss an der Seestrasse zu gewährleisten. Über spezifische Einsätze geben die Behörden keine Auskunft.
Beerdigung im kleinen Rahmen
Noch stehen keine Details zur Beerdigung von Turner fest. Gegenüber der britischen Zeitung «Mirror» verriet ihr ehemaliger Assistent Eddy Hampton jetzt aber, dass die Musiklegende sich keine grosse öffentliche Beerdigung gewünscht habe. «Sie wollte eingeäschert werden, und ich erwarte, dass es eine kleine, sehr private Angelegenheit sein wird. Ich bin sicher, dass es später eine Art Gedenkkonzert und Ehrung geben wird.» Hampton schilderte weiter, dass dort vermutlich nur Tinas engstes Umfeld vor Ort sein werde.
Wachablösung spielt «Simply The Best»
Auch König Charles III. (74) ehrt die verstorbene Tina Turner (1939-2023). Die Band der Welsh Guards spielte bei einer Wachablösung eine Version ihres Hits «Simply The Best». Ein vom British Forces Broadcasting Service auf Twitter veröffentlichter Clip zeigt die Performance. Der König habe den Musikern erlaubt, die legendäre Sängerin auf diese aussergewöhnliche Weise zu ehren, berichtet das «People»-Magazin. Der Monarch habe Turner erstmals im Jahr 1986 kennengelernt. Zum zehnjährigen Jubiläum der gemeinnützigen und von Charles gegründeten Organisation «The Prince's Trust» fand damals in der Wembley Arena ein «All-Star»-Konzert statt, bei dem neben Turner unter anderem auch Elton John (76), Rod Stewart (78) und Paul McCartney (80) auftraten.
Schreikonzert für Tina
Bei ihrem Konzert am Freitag in Paris würdigte Superstar Beyoncé ihrem Idol Tina Turner. Sie unterbrach ihr Set für eine Minute, um der verstorbenen Entertainerin zu gedenken. Dann forderte sie die Menge auf, Turner ein lautstarkes Zeichen in den Himmel zu senden. «Ich möchte dass ihr laut schreit, damit sie eure Liebe spürt». Naturgemäss folgten die Konzertbesucher ihrer Aufforderung. Auch Superstars wie Selena Gomez, Lenny Kravitz und Natalie Portman befanden sich unter den Besuchern des Konzerts.
Musikerin Cher stand Freundin Tina Turner bei
Cher (77) und Tina Turner (†83) verband eine langjährige Freundschaft – auf und neben der Bühne. Auch wenn sich Tina Turner in den letzten Jahren aus der Öffentlichkeit zurückzog, war Cher stets an ihrer Seite und wusste, wie es ihr geht. In der Show «The Beat with Ari Melber» des US-Senders MSNBC erzählt Cher nun, dass sich Tina Turner sich schon länger auf den Tod eingestellt haben soll.
«Sie hat so lange gegen diese Krankheiten gekämpft und war so stark, wie man es von ihr erwartet», so die Sängerin. «Aber ich weiss, dass sie mir zuletzt sagte: ‹Ich bin wirklich bereit. Ich will das einfach nicht mehr ertragen.›» In den schwersten Stunden von Tina Turner stand Cher ihrer Freundin bei. «Ich habe angefangen, sie zu besuchen, weil ich dachte: Ich muss diese Zeit in unsere Freundschaft investieren, damit sie weiss, dass wir sie alle nicht vergessen haben. Also ging ich zu ihr, verbrachte Zeit mit ihr, und das machte sie glücklich», erzählt Cher in der TV-Show.
Tina Turner verstarb eines natürlichen Todes
Nach «langer Krankheit», wie ihr Sprecher sagt, verstarb Tina Turner im Alter von 83 Jahren in Küsnacht ZH, daheim in ihrer Villa am Zürichsee. Der Star hatte verschiedene Leiden. 2013 erlitt Tina Turner einen Schlaganfall, 2016 wurde bei Darmkrebs diagnostiziert und 2017 erlitt sie ein Nierenversagen, woraufhin ihr Ehemann Erwin Bach (67) eine Niere spendete. Es war Tina Turner zeitlebens wichtig, darüber entscheiden zu können, wie sie sterben wird – aus diesem Grund meldete sie sich bei der Sterbehilfeorganisation Exit an. In einem Interview mit der «Zeit» im Jahr 2018 sagte sie: «Ich bin sehr dankbar in der Schweiz zu leben und hier begleiteten Suizid in Anspruch nehmen zu können.»
Doch das war offenbar nicht nötig. Wie Tina Turners Sprecher gegenüber der britischen Zeitung «Daily Mail» sagt, ist die Queen of Rock 'n' Roll «eines natürlichen Todes» gestorben.