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1893 baute der Obwaldner Hotelpionier Franz Josef Bucher mit seinem Schwager Josef Durrer eine elektrisch betriebene Standseilbahn zum Stanserhorn. Sie war eine direkte Antwort auf die 1889 eröffnete Pilatusbahn. Ihre Steilheit und ein neuartiges Bremssystem machten sie zu einer technischen Pioniertat.
Der Bau der Stanserhornbahn inklusive Gipfelhotel fiel in eine Zeit der Bergbahneuphorie, die nicht nur in der Zentralschweiz zu einer Übersättigung mit Aussichtsbahnen führte. Trotz raffinierter Werbemethoden und dem Bau einer Strassenbahn zwischen Stansstad und Stans, welche die Anreise der Passagiere erleichtern sollte, blieb die Stanserhornbahn lange Zeit nicht rentabel. Denn nur die vermögende Elite konnte sich die teuren Fahrpreise der Bergbahnen leisten. Mit der 2012 eröffneten Cabrio-Seilbahn hat das Stanserhorn ganz im Sinne ihrer Gründer erneut eine technische Innovation zu bieten.
Die Alpen rund um das Stanserhorn gehören auch heute noch zu den Kerngebieten des Wildheuens. Das Wildheuen, das früher einen wichtigen Beitrag zur Existenz der Bergbauernbetriebe leistete, wird im heutigen Nidwalden eher als sportliches Hobby und Beitrag zur Landschaftspflege der Alpwiesen praktiziert.
Heu als Winterfutter war vor dem Zeitalter der Futtermittelimporte für die Viehhaltung von grosser Bedeutung. Die Menge des eingebrachten Heus entschied darüber, wieviel Vieh überwintert werden konnte. Mit der steigenden internationalen Nachfrage nach Nidwaldner Hartkäse und Vieh vergrösserten sich im 17. Jahrhundert die hiesigen Bestände an Jung- und Milchvieh. Der steigende Futterbedarf konnte nur mit zusätzlichem Heu bewältigt werden, das man auf steilen und unzugänglichen Alpwiesen, den sogenannten Planggen, erntete und für den Bedarf im Winter in Tristen (kegelförmige Haufen) aufschichtete.