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Erle
Kurzinfo
Laubholz
Beschreibung
Die Erle gehört mit ca. 30 verschiedenen Arten zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae) und ist in vielen Gebieten auf der Nordhalbkugel heimisch. In Mitteleuropa kommen hauptsächlich drei Arten vor: die Schwarzerle (auch Roterle), die Weißerle (auch Grauerle) und die Grünerle (auch Bergerle oder Laublatsche). Dabei ist nur die Schwarzerle von Bedeutung für die Holzwirtschaft.
Schwarzerlen erreichen eine Höhe von ungefähr 30 m und wachsen in ihrer Jungend sehr rasch. Mit einem typischen Lebensalter von 100 bis 120 Jahren sind sie relativ kurzlebig. Weißerlen werden nur ca. 10 bis 15 m hoch und und kaum älter als 50 Jahre; Grünerlen kommen meist als Sträucher oder kleine Bäume (bis 5 m) vor.
Erlen, vor allem die Schwarzerlen, wachsen vornehmlich entlang der Ufer von Gewässern und an feuchten Standorten. Sie sind in fast ganz Europa anzutreffen mit Ausnahme von Südspanien und großen Teilen Skandinaviens. Große Bestände sind im Baltikum, in Polen, im Spreewald und im Alpenvorland in Bayern zu finden.
Splintholz und Kernholz der Erle unterscheiden sich nicht. Das Holz ist rötlichweiß oder rötlichgelb bis rötlich gefärbt und dunkelt unter Lichteinwirkung nach. Die Jahresringe sind nicht sehr stark ausgeprägt, jedoch durch die etwas größeren Poren des Frühholzes erkennbar.
Technische Daten
Zwischen Schwarz- und Weißerle bestehen keine nennenswerten Unterschiede bei den Eigenschaften. Zwar liefert die Schwarzerle das etwas schwerere und festere Holz, dennoch können beide Arten als nahezu gleichwertig gesehen werden.
Erlenholz ist allgemein recht leicht und weich. Seine Struktur ist gleichmäßig und mit geraden Fasern. Es schwindet wenig und weist nach der Trocknung ein sehr gutes Stehvermögen auf.
Das Holz ist wenig fest und wenig elastisch, seine Festigkeit und Elastizität ist in etwa mit dem Holz der Linde vergleichbar.
Erlenholz ist der Witterung ausgesetzt wenig dauerhaft, aber unter Wasser verbaut von sehr großer Beständigkeit.
Verarbeitung
Erlenholz läßt sich leicht trocknen. Es neigt kaum zum Reißen. Von Hand oder maschinell läßt sich das Holz gut bearbeiten, auch gut drechseln und schnitzen. Die Oberflächenbehandlung ist problemlos möglich, insbesondere läßt es sich gut beizen, weshalb es auch gern als Ersatzholz für wertvolle Edelhölzer genommen wird.
Lieferbare Größen
Erle ist als Rundholz, Schnittholz und als Furnier erhältlich
Kurzzeichen: ER
Anwendungen
- Möbelbau
- Modellbau
- Bilderleisten
- Musikinstrumente
- Sperrfurniere
- Ersatzholz für Edelhölzer
- Schnitz- und Drechslerarbeiten, Holzbildhauerei