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Bernadette Forrer – Kieferbalance
Kiefermuskeln sind die ersten Muskeln, die auf Stress reagieren: Sie spannen sich an, drücken den Kiefer zusammen und pressen die Zähne aufeinander. Von den Kiefermuskeln dehnt sich die Anspannung über die Faszien, die Muskeln und die Wirbelsäule auf den übrigen Körper aus. Das ist evolutionsbedingt und durchaus sinnvoll. Denn es schützt den Körper. Man nennt das auch „den Verteidigungskiefer“. Wird das Problem, das den Stress ausgelöst hat, nicht gelöst, bleiben die Verspannungen bestehen und Sie müssen das Problem in der Nacht „abarbeiten“. Heisst: Sie knirschen mit den Zähnen und knacken mit dem Kiefer.
Wenn Sie am Morgen häufig Kopfschmerzen oder verspannte Schultern haben, pressen Sie in der Nacht vermutlich die Zähne zusammen. Über die Faszien, die Muskeln und die Wirbelsäule dehnen sich diese Verspannungen auf den ganzen Körper aus. Das kann im ganzen Körper zu Verspannungen und zu Schmerzen führen. Sogar in den Beinen und Füssen. Weil das Kiefergelenk nahe beim Gehörgang ist, sind verspannte Kiefermuskeln nicht zuletzt ein häufiger Grund für Tinnitus.