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One dress still not photographed and the other not yet finished, I can only offer you some results of my time in the kitchen.
A few month ago I bought another cook book at the flea market, “Illustriertes Kochbuch von Mary Hahn”. It was first published in 1912, my issue dating from 1922, and it was one of the standard recipe books in the first half of the 20th century in Germany (and maybe also the other german-speaking countries, as I bought it in Switzerland). It is different from many cook books due to the many illustrations in it, nearly every complex recipe or cake has a small picture next to it, additionally, some illustrations show complicated steps or special tools used.
As I wanted to bake something for easter, I had a look through the book and chose two recipes. One of these I share with you now, the other later.
Hildatörtchen
(Hilda is a german female name and “Törtchen” is the diminutive of “Torte”, though I would’ve never called them that way).
Use
200g flour
1 tsp baking powder
125g peeled and grated almonds
125g sugar
150g butter
1 pinch cinnamon
to make a shortcrust. Use a rolling pin and roll not too thin (it is very short, you don’t want it to be thinner than 3-4mm. The recipe asks to roll it “as thick as a 5-Mark coin”, but I have no idea how thick that was). Cut out circles with the bottom of a wine glass (or use a cookie cutter like I did). Bake in medium hot oven (I think mine was 165°C) until they are light golden in color. After cooling, join them by adding apricot jam on one and cover with the other cookie. Glaze the top with a very thin layer of apricot jam, too. Cut thin cardboard strips and cover the middle of the cookies with them. Dust with icing sugar until they are completely white (I did this directly after adding the jam and my sugar got wet. Maybe it is better to wait until the jam has dried a little.), remove the cardboard and cover the not coated strip with minced pistachios.
Freshly made, they were just tasty jam-filled cookies, now , a day later, they are very soft and melt in the mouth. I wouldn’t call it an extraordinary recipe, but they are nice and I do love treats that are more than a biscuit and less than a proper cake.
Ich komme derzeit weder zum fotografieren noch produziere ich viel Neues auf der Nähmaschine, aber in letzter Zeit backe ich mehr. Vor einiger Zeit habe ich auf dem Flohmarkt eine Ausgabe des Illustrierten Kochbuchs von Mary Hahn gefunden, eines der Standardwerke im deutschen Kochbuchregal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erstmals erschien es 1912, meine Ausgabe ist von 1922. Aussergewöhnlich ist es aufgrund seiner vielen Abbildungen, von fast jedem komplexeren Rezept gibt es ein Bild, dazu werden auch manchmal Arbeitsschritte oder Gerätschaften gezeigt.
Für Ostern wollte ich nun unbedingt ein paar der Rezepte ausprobieren und entschied mich für zwei. Eines bekommt ihr heute, das andere später einmal.
Hildatörtchen
(ehrlich gestanden, wollte ich sie vor allem aufgrund des Namens backen)
Zu diesem feinen Kuchen macht man einen ziemlich festen Mürbeteig von 200g Mehl, 125g geschälten, fein gestoßenen oder geriebenen Mandeln, 125g Zucker, 150g Butter , 1 Messerspitze gestoßenen Zimt und 1 Teelöffel Backpulver, rollt ihn fünfmarkstückdick aus, sticht mit einem Weinglase runde Scheiben aus und bäckt sie auf leicht gebuttertem bemehlten Bleche in mäßiger Hitze langsam hellgelb. Nach dem Erkalten setzt man je zwei mit dazwischen gestrichener feiner Aprikosenmarmelade zusammen, bestreicht auch die Oberfläche ganz dünn wie ein Hauch damit, legt über die Mitte einen fingerbreiten Kartonstreifen, stäubt mit der Streubüchse oder einem feinen Siebe reichlich Puderzucker darüber , so daß die Oberfläche ganz weiß aussieht, hebt dann vorsichtig den Kartonstreifen ab und streut sehr fein gehackte Pistazien auf den unbezuckert gebliebenen Streifen der Törtchen. Man kann sie auch rot und weiß glasieren.
Ich habe keine Ahnung, wie dick ein 5-Markstück 1922 war, mein Teig war so 3-4mm dick. Zum Ausstechen habe ich einen runden Ausstecher genommen und das mit dem gebutterten Backblech hat sich in Zeiten von Backpapier und Antihaftbeschichtungen wohl auch überlebt. Gebacken habe ich auf 165°C Umluft. Ich würde euch raten, die Marmelade auf der Oberseite kurz antrocknen zu lassen. Ich habe es nicht gemacht und mein Puderzucker ist teilweise nass geworden.
Zunächst schmecken sie einfach wie sehr feine Spitzbuben mit Aprikosenmarmelade, der grösste Unterschied dazu sind wohl die Mandeln im Teig. Heute, am nächsten Tag, sind sie sehr weich und zerfallen fast im Mund. Kein Rezept, welches ich nun als das ultimative Gebäckrezept bezeichnen möchte, aber lecker sind sie auf jeden Fall und ich mag ja Gebäck, das ein wenig mehr ist als ein schlichtes Plätzchen aber kein Kuchen.
Liebe Grüsse
ette