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Alle tun es, doch keiner spricht darüber. Denn furzen ist peinlich. Aber warum sind manche Pupse eigentlich lauter als andere, und wieso riechen Chinesen gerne fremde Entweichungen?
Ein Furz besteht aus einem Gemisch verschiedener Gase wie Sauerstoff, Stickstoff, Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan. Nur ein Prozent macht den stinkenden Teil aus. Zum einen ist das der Schwefelwasserstoff, welcher nach faulen Eiern riecht und zum anderen Dimethylsulfid (erinnert an den Geruch von gekochtem Kohl) und Methylmercaptan, das wie faules Gemüse stinkt.
Es gibt leise und laute Fürze. Entgegen mancher Meinung hat das nichts mit den Pobacken zu tun. Es ist die Geschwindigkeit des Furzes, die den Klang ausmacht. Und die Enge des Schliessmuskels spielt ebenfalls eine Rolle.
Bis zu drei Meter pro Sekunde.
Wer nach dem Essen möglichst wenig Geräusche von sich geben möchte, sollte auf Bohnen, Linsen, Brokkoli, Blumenkohl, Mais, Kartoffeln, Aprikosen, Trauben, Birnen, Bier und Eier verzichten.
Ein gesunder Mensch kommt auf 14 Mal. Es handelt sich dabei um ein Volumen von 705 Milliliter, das sind ungefähr drei Tassen Gas täglich. Die kräftigsten Fürze sind in der Regel die ersten am Morgen.
Es gibt Menschen, die behaupten, man könnte davon Hämorrhoiden kriegen oder der Darm würde ausgedehnt. Doch in Wirklichkeit ist eine Unterdrückung nicht weiter schlimm. Unnötige Krämpfe wären das einzige, was passieren könnte.
Ja, weil Wasserstoff und Methan brennbare Gase sind. Aber nicht alle produzieren methanhaltige Fürze. Diejenigen, die das könnten, sollten es trotzdem nicht tun. Es kann mächtig in die Hose gehen.
Termiten sind lästige Tierchen. Sie zerstören nicht nur Gebäude, indem sie Holz fressen. Sie sind mit ihren Fürzen auch mitschuldig an der globalen Erwärmung.
Nein, es sind an erster Stelle die Rülpser. Denn 90 bis 95 Prozent des Methans entstehen durch das Ausstossen oder Ausatmen des verbrauchten Sauerstoffs und nicht durchs Furzen.
Wer beruflich gerne fremde Pupse einatmen will, sollte am besten nach China gehen. Denn dort sind Furzriecher-Jobs gerade sehr beliebt. Der Duft und das Volumen der Fürze können offenbar viel über Krankheiten aussagen und Ärzten helfen, eine Diagnose zu stellen.
Das Englische Wort für Furz «fart» kommt vom Altenglischen «feortan», was so viel heisst wie «Den Wind brechen».
Die Fische kommunizieren durch Fürze. Sie pressen Luft aus ihrer Schwimmblase in den Analtrakt und erzeugen damit Töne von bis zu 7,6 Sekunden Dauer und einem Tonspektrum von 1,7 bis 22 Kilohertz, also mehr als drei Oktaven! Das haben Forscher rund um Ben Wilson von der University of British Columbia herausgefunden. Sie haben weiter festgestellt, dass der pazifische Hering im Vergleich zum atlantischen viel klangbegabter ist.