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Bei der Überarbeitung der Waadtländer Verfassung im Jahr 2002 wird der Artikel 6bis ausser Kraft gesetzt. Währenddessen schreitet die Überbauung im Lavaux voran. So ruft Franz Weber eine zweite Initiative «Sauver Lavaux» ins Leben. Sie fordert die Wiedereinführung des Schutzes in die Verfassung und wird 2005 von den Waadtländern mit 81 Prozent der Stimmen angenommen.
Die Ruhe währt nicht lange: Das Weingebiet wird in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Eine epochale Anerkennung für den Einsatz der Fondation Franz Weber, von Helvetia Nostra und der Vereinigung «Sauver Lavaux». Doch der Status «UNESCO-Weltkulturerbe» ist nicht rechtsverbindlich, und gerade dies weckt neue Begehrlichkeiten. Um eine stärkere Rechtsverbindlichkeit zu erreichen, lanciert «Sauver Lavaux» 2009 eine Gesetzesinitiative. Die kantonalen Behörden unterbreiten einen Gegenvorschlag. Am 18. Mai 2014 gibt das Waadtländer Stimmvolk dem Gegenvorschlag den Vorzug.
Die Vereinigung «Sauver Lavaux» setzt ihre Arbeit der Überwachung und des Dialogs mit den kommunalen Behörden fort, um zu verhindern, dass das einmalige Weingebiet der Gier von Bauunternehmen zum Opfer fällt.
Mehr Informationen:
Webseite der Vereinigung «Sauver Lavaux» (französisch)