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Leberkrebs
Wie entsteht Leberkrebs?
Leberkrebs entsteht in der Regel, wenn die Leber über viele Jahre entzündet ist. Diese chronische Entzündung verwandelt gesundes Lebergewebe in knotiges Narbengewebe (Leberzirrhose). Aufgrund dessen kann die Leber ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr erfüllen. In der kranken Leber verändern sich dann unter Umständen einzelne Zellen und wachsen zu einem oder mehreren Geschwulsten heran.
Die häufigsten Gründe für eine chronische Leberentzündung sind Alkoholmissbrauch oder eine Ansteckung mit leberspezifischen Viren (Hepatitis-B/-C). Aber auch eine Leberverfettung, die über Jahre anhält, führt gelegentlich zu einer chronischen Entzündung der Leber.
Wie häufig ist Leberkrebs?
In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 800 Menschen neu an Leberkrebs und 650 Menschen versterben pro Jahr daran. Damit ist das HCC die sechsthäufigste mit Krebs zusammenhängende Todesursache in der Schweiz, weltweit sogar die dritthäufigste.
Welche Untersuchungen sind nötig?
In der Regel stehen zur Untersuchung Schichtbildaufnahmen mit der Computertomografie (CT) und mit einer Magnetresonanztomografie (MRT) im Vordergrund. Mit einer zusätzlichen Blutuntersuchung kann die Diagnose häufig genau gestellt werden, so dass ein Probeentnahme vom Tumor mit einer Nadel nicht nötig ist.
Wie wird behandelt?
Die Behandlung ist generell sehr unterschiedlich und beantwortet im wesentlichen zwei Fragen:
- Wie weit fortgeschritten ist der Krebs?
- Wie gut arbeitet die Leber?
Die Behandlung kann im frühen Stadium entweder durch eine Leberoperation oder sogar Lebertransplantation erfolgen. Aber auch Chemotherapien über feine Schläuche, die ohne grosse Operation bis zur Leber geschoben werden, kommen zum Einsatz. Die Erstellung eines Behandlungsplanes bei Leberkrebs ist dementsprechend selten «schwarz-weiss». Deshalb arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen zusammen.