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Artikel MAZ
Kernteile des Geburtshauses von Johannes Dietler, dem Bankier, Kirchmeyer und Grossrat im 18. Jh., stammen bereits aus dem 15./16. Jh. (Dorfinventar 2021). Auch im Dorfplan von 1678 von G.F. Meyer findet man an dieser Stelle ein Haus eingezeichnet. Das ehemalige Bauernhaus wurde 1915 durch einen Kreuzgiebel und Erker verändert. 2009 erfolgte ein Umbau dieses stattlichen Hauses. Dabei wurde in der Hofstatt (Garten hinter dem Haus) der quergestellte Schopf abgerissen und durch einen modernen Wohnbau ersetzt. Ausserdem nahm man eine archäologische Notgrabung vor.
Ein Grubenhaus aus der Karolingerzeit
Schon seit langem ging man davon aus, dass das Dorf Muttenz aus einem römischen Gutshof hervorgegangen ist. Mit Ausnahme der archäologischen Grabungen in der Dorfkirche, fehlte bisher jedoch jede Spur einer frühmittelalterlichen Besiedlung. Nun liegt ein erster konkreter Hinweis vor, dass sich der frühmittelalterliche Ort tatsächlich im Umkreis der Kirche entwickelte. Man fand bei der Notgrabung die Reste eines Grubenhauses mit vier Eckpfosten. Grubenhäuser waren im Frühmittelalter eine geläufige Gebäudeform. Der Bautypus mit den vier Eckpfosten sowie die in seiner Verfüllung geborgenen Funde – unter anderem rollstempelverzierte Keramik, die auf der Töpferscheibe gefertigt wurde und der dünne Bügel einer Gürtelschnalle aus Buntmetall – datieren den Befund ins 8. Jh. Einige Pfostengruben im Umfeld zeugen von ebenerdigen Bauten in der nahen Umgebung. Sie könnten in dieselbe Zeit gehören.
Weitere Einzelheiten findet man unter Kirchplatz 18: Dietlerhaus