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Einige Schlüsseldaten aus der Geschichte des Tabaks - von der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahr 1492 bis in die heutige Zeit, in der die Tabakindustrie weiterhin enorme Forschungsbudgets für „weniger schädliche“ Tabakerzeugnisse aufwendet, deren langfristige gesundheitliche Auswirkungen bislang alle unbekannt sind.
Christoph Kolumbus entdeckt Amerika und stellt fest, dass die Eingeborenen, insbesondere bei Festen und religiösen Zeremonien, gerollte Tabakblätter rauchen, die sie „tabaco“ nennen. Die Eingeborenen schreiben dem Tabak magische und heilende Eigenschaften zu.
Die ersten Tabaksamen werden nach Europa gebracht, genauer nach Portugal. Tabak wird daraufhin dort als Heilpflanze betrachtet, der man zahlreiche Heilkräfte zuschreibt.
Jean Nicot, französischer Botschafter in Portugal, führt den Tabak am Hof des französischen Königs ein, um die Migräne von Caterina de Medici zu behandeln. Die Pflanze wurde zu seinen Ehren Nicotiana Tabacum genannt. Nach dieser Entdeckung ordnete die Königin an, diese Pflanze auch in Frankreich anzubauen. Die Verwendung von Tabak kommt am königlichen Hof und im restlichen Europa in Mode. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts ist Tabak weltweit bekannt.
Guy Facon, Arzt am Hof von Ludwig XIV, begreift die Risiken des Tabakkonsums. Er untersagt das Rauchen am Hofe des Königs zum Schutze seiner Gesundheit.
Die erste Maschine zur Herstellung von Zigaretten wird erfunden. Das Rauchen von Zigaretten ersetzt nun nach und nach den Kau- und Schnupftabak.
Amerikanische Soldaten führen industriell hergestellte Zigaretten nach Europa ein.
Es werden erste Studien veröffentlicht, die mit dem Tabakkonsum verbundene Gesundheitsrisiken nachweisen. Diese Aufdeckungen bewirken eine Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung für die mit dem Tabak verbundenen Gefahren. Der Verbrauch geht zurück. Die Tabakindustrie führt daraufhin Filterzigaretten ein, die glauben lassen sollen weniger schädlich zu sein.
Light-Zigaretten kommen auf den Markt und werden als weniger gesundheitsschädlich beschrieben, obwohl sie genauso viel Nikotin und Teer enthalten.
Es werden erste Studien über die Gefahren des Passivrauchens veröffentlicht.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfasst das Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (WHO FCTS). Die Schweiz hat dieses Übereinkommen, wie auch 167 weitere Länder, unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert.
In der Schweiz stellt das Inkrafttreten des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen eine wichtige Etappe zur Eindämmung der negativen Auswirkungen des Rauchens dar.