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Zürichsee–Gotthardbahn (Rapperswil–Pfäffikon)
|Kürzel||ZGB|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1878-08-27|
|Mutiert||Ab 1890-01-01 Südostbahn|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1878 eröffnete ZGB – in der Statistik als «Rapperswil–Pfäffikon» bezeichnet – gehörte einer Aktiengesellschaft und verband über einen rund drei Kilometer langen Seedamm Rapperswil (SG) mit Pfäffikon (SZ). Der ambitionierte Name verdeutlicht zwar, was die Gesellschaft anstrebte, nämlich einen möglichst direkten Anschluss der Ostschweiz an die noch im Bau befindliche Gotthardbahn (GB). Allein 1879 wurden über 160'000 Franken in entsprechende Projektplanungen (Verlängerung Pfäffikon–Brunnen) investiert. Es blieb jedoch bei den Planungen. An den Kosten für den Dammbau, auf dem neben dem Schienentrassee zusätzlich eine Fahrstrasse und ein Fussweg angelegt wurde (beide sind in den Baukosten inbegriffen), beteiligte sich auch der Bund mit 100'000 Franken. Diese Summe rechnete die Statistik dem Aktienkapital zu. Die ZGB verfügte über kein eigenes Rollmaterial. Der Betrieb oblag den Vereinigten Schweizerbahnen (VSB).
Die ZGB war stets defizitär. Bei den Betriebssubventionen handelte es sich um die Anleihenzinsen, auf deren Einforderung die Gläubiger zugunsten der ZGB verzichtet haben. Die Zinsen wurden somit weder bezahlt noch gutgeschrieben. Ab 1884 stellte die Statistik ohne nähere Erläuterungen auf der Aktivseite der Bilanz 680'399 Franken statt beim Baukonto neu bei den «zu amortisirenden Verwendungen» ein. Entsprechend verringerte sich der Betrag der Baukosten. Auch bei den Bausubventionen handelte es sich um abgeschriebenes Aktienkapital (Gründungsaktien).
Auf den 1. Januar 1890 ging die Linie durch Verkauf in den Besitz der neu konstituierten Südostbahn (SOB) über. Dabei wurden unter anderem fast 90 Prozent des Aktienkapitals und 25 Prozent der festen Anleihen abgeschrieben.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: