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Die 1871 erstellte neue Kirche
ist im gotischen Stil gehalten und steht an der Stelle einer mit den Wappen der
Berner Landvögte geschmückten alten Kirche
aus 1679, die durch Nachlässigkeit der Internierten der französischen Ostarmee 1871 ein Raub der Flammen
geworden ist.
Die französische Regierung hat daraufhin den grössten Teil der Baukosten der neuen Kirche getragen. Im Gebiet
von Kirchdorf stehen mehrere Herrensitze.
(Kt.,Amtsbez. und Gem. Bern).
531-556 m. Glänzendes neues
Quartier der Stadt
Bern, s. vor dieser und zwischen
ihr und dem Dählhölzli. Mit der
Altstadt durch die prachtvolle eiserne Kirchenfeldbrücke verbunden,
die Thal und Fluss mit 3 kühnen
Bogen überspannt. Die
Strassen mit
Bäumen bepflanzt, zahlreiche
Villen mit Gärten und Parkanlagen.
Hier befinden sich das grosse kantonale Historische Museum (mit bemerkenswerten Sammlungen) am Helvetiaplatz, der Palast
der Schweizerischen Landesbibliothek und des Bundesarchives, das Gebäude des eidgenössischen topographischen
Bureaus, das neue eidgenössische Münzgebäude.
Schönes Schulhaus. 207
Häuser, 1983 reform. Ew. Mit der
Altstadt durch eine
elektrische Strassenbahn verbunden.
Die 1673 im Rokokostil erbaute und 1897 restaurierte
Kirche enthält zahlreiche Glasmalereien, die zur Zeit ihrer Erbauung von Edeln der Umgebung, geistlichen Würdenträgern,
Amtspersonen etc. gestiftet worden sind.
Sehr schöne Aussicht thaleinwärts und thalauswärts.
Zahlreiche erratische Granitblöcke (von
denen viele für den Bau der Nideckbrücke in Bern
verwendet worden sind) zeigen, dass der einstige Aaregletscher diese Barre
überschritten hat, hinter welcher später die
Aare offenbar einen
See bildete.
Dann hat sich der Fluss
im Kirchet allmählig den schmalen Kanyon der heute so berühmten Aareschlucht ausgewaschen, die jetzt durch einen oft kühn
angelegten Fussweg zugänglich ist.
Neben dieser heutigen
Schlucht der
Aare wird das Kirchet noch von mehreren anderen
Schluchten
durchschnitten, die jetzt mit Glazialschutt aufgefüllt sind und zeigen, wie der Fluss während der verschiedenen
Interglazialzeiten mehrfach seinen
Lauf geändert hat.