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Die Mühle Maroggia ist ein Familienunternehmen, das Ende des 19. Jahrhunderts von Michael Stadlin, einem Nachkommen einer alten Müllerfamilie aus der Zentralschweiz, gegründet wurde.
Maroggia ist seit jeher eine Gemeinde, die mit der Müllerei verbunden ist, denn bereits im Jahr 1800 war die Mühle Raggi und Contestabile in Betrieb, die 1888 von der Familie Stadlin übernommen wurde. Im Jahr 1904 wurde an der Stelle, an der sich heute die Mühle befindet, eine Reismühle gekauft. Die Reismühle wurde abgerissen, um Platz für eine neue Mühle zu schaffen: gut gelegen und mit einem Privatgleis an die Eisenbahnlinie angeschlossen, das auch heute noch für die rationelle Versorgung mit losem Getreide unverzichtbar ist. Die Struktur wurde durch den Bau eines hölzernen Silos vervollständigt, das noch heute existiert. Das neue Werk nahm 1924 die Produktion auf.
In den Jahren 1940-1950 wurden die Mühle und die Lagerhallen durch Verbesserungen vergrößert. In dieser Zeit wurde auch ein zweites Betonsilo errichtet.
Die Produktionsabteilung wird laufend mit neuen Maschinen erneuert, die die Produktivität schrittweise erhöhen, neue Silos für die Lagerung der Fertigprodukte werden installiert und die nunmehr vollautomatische Absackungsabteilung wird umgebaut.
Im Jahr 2017 wurde der älteste Teil der Fabrik, der Teil, in dem sich früher die Reismühle befand, renoviert, um ein größeres und praktischeres Lager für verpackte Produkte zu schaffen. Mit dem Lagerhaus wird auch eine Fläche von etwa 170 Quadratmetern für Besucher und Veranstaltungen geschaffen, die das Licht der Welt erblickt.
Gleichzeitig wird in der Produktionsabteilung eine Misch- und Abfüllanlage für Spezialprodukte eingerichtet.
Die Mühle ist nun vollständig automatisiert.
Vielleicht weiß das nicht jeder:
Am späten Samstagnachmittag, dem 1. August 1998, zog ein sehr heftiger Hagelsturm über Maroggia und das untere Mara-Tal hinweg, gefolgt von einem Wolkenbruch, der die Mühle vollständig überflutete, die Maschinen unbrauchbar machte, die Lagerbestände an Fertigerzeugnissen zerstörte und schwere Schäden an den Gebäuden verursachte.
Der Wunsch, die Mühlentradition am Leben zu erhalten, veranlasste den damaligen Eigentümer Luigi Fontana zu einer vollständigen Renovierung des Komplexes, die durch die Entscheidung seines Sohnes Alessandro, das Familienunternehmen weiterzuführen, stark motiviert wurde.