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Durch einen Wildvogel wurde die Vogelgrippe (H5N1) im November 2021 zu uns gebracht und auf die Hühner übertragen. Für den Menschen ist dieses Virus nicht gefährlich, für die Hühner aber leider hochansteckend.
Die Hühner wurden alle eingeschläfert – es waren innert weniger Tagen alle schwer erkrankt und für sie war es eine Erlösung.
Doch das war leider noch nicht alles. Da das Virus von Enten übertragen wird, sollten auch diese euthanasiert werden. Wir haben alles versucht um dies abzuwenden. Leider mussten wir aber erfahren, dass es in einem solchen Fall keine andere Möglichkeit gibt, um die Gefahr der Ausbreitung zu stoppen. Deshalb mussten wir uns von vielen gefiederten Freunden verabschieden.
Hühner
Die industrielle Zucht schuf zwei Sorten Hühner: Solche, die zur Fleischgewinnung dienen, und andere, die Eier legen. Das hat Folgen.
Die männlichen Küken der Legelinien werden nach dem Schlupf in den Grossbrütereien aussortiert und anschliessend vergast. In der Schweiz sind das 2 Millionen Tiere, in der EU an die 300 Millionen. Ihre Aufzucht rentiert nicht, da Junghähne der Legelinie nur einen “leeren Fleischkörper” entwickeln, also zu wenig Fleisch ansetzen. Und Eierlegen können sie ja sowieso nicht.
Die weiblichen Legeküken kommen von den Grossbrütereien in Aufzuchtställe und nach 18 Wochen als “Junghennen” in Eierproduktionsbetriebe. Dort haben sie während rund einem Jahr nur eine Aufgabe: Eier zu legen. Dann sind sie ausgelaugt und verbraucht. Die produzierte Eimasse von 300 Eiern entspricht dem 10fachen ihres Körpergewichts.