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Donald Trump und die Credit Suisse haben eine gemeinsame Vergangenheit: Vor 14 Jahren endete ein geplanter Deal vor Gericht.
Grosse Aufregung bei der Wirtschaftselite: Donald Trump kommt ans WEF nach Davos. Der amerikanische Präsident hat vergangene Verbindungen in die Schweiz: Die Credit Suisse hat mit ihm in den USA schon vor Gericht gestritten.
2004 drohte Donald Trumps Hotel- und Casino-Imperium mit lautem Getöse zusammenzukrachen. Um den drohenden Kollaps abzuwenden, stimmte Trump im August dieses Jahres zu, die Kontrolle über seine Hotels und Casino-Resorts an die Credit Suisse First Boston – die Investmentbank der Credit-Suisse – abzutreten.
Trump und Credit Suisse unterzeichneten einen Vertrag
Der Plan: Die Grossbank sollte 400 Millionen Dollar in Trumps Firmenimperium pumpen und im Gegenzug eine 65-Prozent-Beteiligung an Trumps Casino Atlantic City im Bundesstaat New Jersey erhalten. Der damalige Geschäftsmann und Multimilliardär Donald Trump und die Credit Suisse unterzeichneten einen Vertrag («Recapitalization Plan»), der von Restrukturierung der Schulden und die Genehmigung der Aufsichtsbehörden abhängig war.
Obwohl die Rolle der Credit Suisse vor 14 Jahren in der eines reinen Finanzinvestors bestand, beinhaltete die Finanzspritze auch Pläne für eine substanzielle Umgestaltung der Casinos. Es gab auch Ideen, neue Hoteltürme in den Taj Mahal und Trump Plaza Casinos in Atlantic Cityhinzuzufügen und neue Casinos in Las Vegas und Atlantic City zu kaufen oder zu bauen, wie Scott Butera, Executive Vice President von Trumps Hotelunternehmen, damals dem «Wall Street Journal» sagte.
Trumps Mitarbeiter Butera war vorher bei der Credit Suisse
Butera hat als ehemaliger Investmentbanker auch schon mal für die Credit Suisse gearbeitet, bevor er 2003 in die Firma von Trump trat. Davor war er für eine amerikanische Einheit der UBS tätig gewesen.
Damals suchte Donald Trump auch nach fadenscheinigen Argumenten, warum die Geschäfte mit den Casinos so mies liefen und seine Hotels insgesamt über 1,8 Milliarden Dollar Schulden angehäuft hatten – einmal war es das schlechte Wetter, dann der Irak-Krieg oder die Wirtschaftslage der USA.
Enttäuschung bei CS über geplatzten Deal
Doch der Refinanzierungs-Deal mit der Credit Suisse platzte: In einer Pressemitteilung der Trump Hotels hiess es, die Auflösung sei «im gegenseitigen Einvernehmen» geschehen. Eine Sprecherin der Credit Suisse liess verlauten, man sei «enttäuscht, dass wir nicht wie geplant mit Trumps Hotel und Casino Resorts zusammenarbeiten werden».
Die geplatzte Zusammenarbeit der Credit Suisse und Donald Trump endete in einem Rechtsstreit vor einem Konkursrichter in New Jersey. Die Bank verlangte rund um die Rekapitalisierung eine Entschädigung über 26 Millionen Dollar. Im März 2006 einigte man sich gemäss Gerichtsunterlagen aussergerichtlich.