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Roubakine, Boris
Gestorben: 1974
Entstammt einer vermögenden Grossgrundbesitzerfamilie russischer Herkunft. Die Familie liess sich 1908 in Clarens nieder, nachdem der Vater aus der Verbannung nach Sibirien zurückgekehrt war. Die Mutter war Pianistin, der Vater ein Humanist mit einer über hunderttausend Bände umfassenden Bibliothek. Die Familie der Hauslehrerin, Mathilde de Ribeaupierre, besass diverse Chalets im Val d’Hérens, wo der kleine Roubakine die Bergwelt kennen und lieben lernte. Er wurde Violinist und lebte in New York, später in Kanada. Nach dem Krieg kam er regelmässig auf Konzerttournee nach Europa, die Ferien verbrachte er in Lausanne und im Wallis, das für ihn zu einer Sehnsuchtslandschaft wurde und wo er mit Hingabe fotografierte und filmte. Roubakine stellte in Europa und den USA aus und hielt Vorträge über Fotografie, auch in der Schweiz. Die Qualität seiner Fotografien aus hochalpinen Regionen wurde mit jenen von Albert Steiner verglichen.
SAMMELPUBLIKATIONEN
Elisabeth Breguet, «100 ans de photographie chez les Vaudois, 1839-1939», Payot, Lausanne 1981; Paul Hugger (Hg.), «Welten aus Fels und Eis. Alpine Fotografie in der Schweiz, Geschichte und Gegenwart», NZZLibro, Zürich 2009.