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Dominio de Pingus
Im Jahr 1995 wurde der erste Pingus abgefüllt. Dieser Wein aus Ribera del Duero in limitierter Produktion schrieb mit einer legendären Bewertung von Robert Parker Junior (1998) Geschichte: «Einer der grössten jungen Rotweine, die ich je probiert habe.» Der Jahrgang steht auch im Zentrum einer mythisch anmutenden Geschichte – das Frachtschiff, das ein Viertel der limitierten Produktion transportierte, sank vor den Azoren, und der Wein landete in Neptuns Keller auf dem Meeresgrund...
Peter Sisseck alias Pingus
Peter Sisseck alias Pingus wurde 1962 in Kopenhagen (Dänemark) geboren. Sein Onkel Peter Vinding-Diers, der als Önologe das Château Rahoul in Bordeaux leitete, weckte Peters Interesse an Wein schon in jungen Jahren. Bei ihm lernte der 21-Jährige in der Folge das Weinmachen.
Rotweine von Dominio de Pingus
Eineinhalb Jahre blieb er, dann kehrte er nach Dänemark zurück, studierte Landwirtschaft und wurde Agraringenieur. Doch Wein sollte für ihn der rote Faden bleiben. Er bewarb sich bei Ridge, doch noch bevor er nach Kalifornien abreisen konnte, wurde ihm 1990 der Aufbau des Weinguts Hacienda Monasterio in Ribera del Duero angeboten. Peter reiste mit einem enormen Überschuss an Energie aus Bordeaux an, im «Rucksack» trug er das Manifest seiner Freunde, der «Garagisten» des rechten Ufers, das die Notwendigkeit postulierte, zu den Grundlagen zurückzukehren, zum edlen Streben, natürliche flüssige Kunst zu schaffen. Während dieser Zeit wurde Peter von den alten Rebparzellen in der Region La Horra in den Bann gezogen. Mit dieser Faszination begann eine neue Ära, in der er seine Vision definierte, dort einen Wein zu schaffen, der mit der Zeit im Kreis der Grands Crus willkommen geheissen würde und Generationen überdauern könnte.
Der Keller
Am Ufer des Flusses Duero in der Provinz Valladolid liegt die kleine Kellerei von Dominio de Pingus. Innerhalb der weiss getünchten Mauern findet sich ein versteckter Keller, der im Jahr 1830 entdeckt wurde und die klösterliche Schönheit der Zisterzienserzeit (12. Jh.) widerspiegelt. Man sagt, es handle sich um einen der ältesten Keller der Region, und Peters Wunsch war es, in diesen historischen Mauern feinste Weine zu produzieren.
Der Versuch, ein «Lieu» zu entwerfen und zu gestalten, in der Hoffnung, dass es die nächsten Jahrhunderte überdauern werde, erfordert Klarheit im Denken. Rückblickend war es kein leichter Weg, aber dank dem Feuer der Leidenschaft und unermüdlicher Willenskraft wurde Peters Traum, sein Weingut in diesem verschlafenen kleinen Dorf anzusiedeln, im Jahr 2004 mit der Fertigstellung des Projekts verwirklicht.
In der Kellerei unter der Kathedralendecke stehen die 16 modernen Edelstahl-Gärtanks, in denen Flor de Pingus hergestellt wird, den 5 Taransaud-Foudres gegenüber, der Wiege des Pingus. Die begrenzte Produktion ist durch die Raumkapazität gegeben und wird unantastbar klein bleiben, denn Dominio de Pingus hat nicht die Absicht, über den heutigen Stand zu wachsen.
Die Weinberge
Die biodynamische Philosophie war die einzig mögliche Richtung, die man in den Pingus-Weinbergen einschlagen konnte. Den alten knorrigen Reben der Tinta del País (Tempranillo), die 1929 auf den 4,2 Hektaren grossen Parzellen Barroso und San Cristobal gepflanzt worden waren, musste Respekt entgegengebracht werden. Peter ist überzeugt, dass die Reinheit der Trauben erhalten bleibt, wenn man dem traditionellen Weinbau treu bleibt. «Mit diesem starken Bewusstsein für das Wohlergehen der Wurzeln und die Artenvielfalt schützen wir das künftige Wachstum des Terroirs von Pingus.» Und dieser feste Glaube, so hofft er, wird die Essenz dieser wertvollen Reben ins nächste Jahrhundert tragen.
Die beiden sich ergänzenden Weinberge von Pingus befinden sich auf den sanften Hügeln von La Horra auf 800 bis 837 Metern Höhe. Der erste, Barroso, ist aus alten Kies-Sand-Schichten über kalkhaltigen Böden aus dem Duero entstanden. San Cristobal, der zweite, 200 Meter entfernte Weinberg, liegt auf lehmigen Hängen mit Südwestausrichtung.
Die Ausgewogenheit im Charakter verdankt der Flor de Pingus 16 verschiedenen Parzellen, die miteinander assembliert werden und sich aus jungen und älteren Weinbergen zusammensetzen, die in der Region La Horra verstreut sind. Einige dieser Parzellen (14 Hektaren) sind in eigenem Besitz, andere (6 Hektaren) werden bewirtschaftet und genau überwacht. Alle Weinberge werden nachhaltig und biologisch bewirtschaftet.
Die Bodegas y Viñedos Arnaldo
2007 startete Peter Sisseck das Projekt PSI, um alte Weingärten zu retten. Mehr als 400 Winzer mit kleinsten Parzellen und uralten Rebstöcken sind an diesem einzigartigen Projekt beteiligt. Peter bietet ihnen Beratung und Hilfe und kauft ihre Trauben für den PSI. Ausgebaut wird dieser Wein in vorwiegend gebrauchten Fässern, so bringt er das volle Potenzial und die Typizität dieser einmaligen Region in die Flasche. Nicht nur der Name (die Initialen von Peter Sisseck oder der griechische Buchstabe Psi), sondern auch der Stil tragen die unverkennbare Handschrift des Meisters: unglaublich kraftvoll und gleichzeitig perfekt balanciert – ein Wein von aussergewöhnlicher Struktur und Vielschichtigkeit, so vieldeutig und tiefgründig wie das Zeichen Psi Ψ. Und gleichwohl soll es ein erschwinglicher Wein für den Weinliebhaber sein, ein Wein für jeden Tag.
Winzer
Fattoria La Gerla / Sergio Rossi
Steht man auf der Terrasse von La Gerla so schweift der Blick über die friedliche Landschaft des Montalcino mit ihren Hügeln, Rebgärten, den schlanken Zypressen und den überall verstreuten Weingütern. Eingebettet in den Colli Senesi südlich von Siena umfasst das Gebiet ca. 2000 Hektaren (vor 50 Jahren waren es lediglich 60!).
Villa Caviciana
Wenn frühmorgens die Sonne über dem Bolsenasee langsam aufgeht, das spiegelglatte Wasser tausendfach glitzert und sich die friedliche Stille mit dem ersten Blöken der Schafe, dem leisen Miauen der Hauskatze und dem fröhlichen Vogelgezwitscher verabschiedet, dann versteht man, dass hier einige Menschen ihr Paradies auf Erden gefunden haben. Abseits vom grossen Massentourismus der Küste, die nur eine gute Stunde Fahrt entfernt liegt, in noch weitgehend intakter Natur, breitet sich der See in der anmutigen Hügellandschaft aus, mal ruhig, mal wild wie das Meer aufschäumend.
Champagne Philipponnat
Wenn Sie durch die Champagne reisen, treffen Sie überall auf bekannte Namen, die fast jedes Kind kennt. Grosse Namen, hinter denen oft sehr grosse Unternehmen stehen, die weltweit tätig sind und überall zu kaufen sind. Bei Champagne Philipponnat ist das etwas anders. Der Name Philipponnat ist nicht jedem geläufig; das unterstreicht seine Exklusivität umso mehr.