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Jane Austen ist eine der mit Abstand berühmtesten englischen Schriftstellerinnen. Ihre Romane sind keine Aschenputtel- und Prinzessinnengeschichten einer unverheirateten Jungfer, sondern eine ironische und humorvolle Kritik an der Arroganz, Ignoranz und Intoleranz der Gesellschaft ihrer Zeit. Ende des 20. Jahrhunderts schliesslich stand Jane Austen sogar in dem Ruf, eine Feministin «avant la lettre» gewesen zu sein. In «Stolz und Vorurteil» befreit sich die Hauptfigur Elizabeth Bennett zuerst aus den Fesseln der gesellschaftlichen Realität, um anschliessend mit Mr. Darcy eine Liebesheirat einzugehen. Vor zwanzig Jahren erschien «Stolz und Vorurteil» in einer neuen Übersetzung von Andrea Ott im Manesse Verlag. Warum braucht es Neuübersetzungen? Wie ging Andrea Ott vor, um diesem Klassiker der Weltliteratur von 1813 sprachliche Frische zu geben und zugleich seine ursprüngliche Aktualität zu bewahren? Wie fand sie den Ton, um Jane Austens temporeiche, spritzige Dialoge in unsere Zeit zu holen? Im Gespräch mit ihrem Verleger Horst Lauinger erzählte Andrea Ott im Literaturhaus Zürich von ihrer Arbeit und zeigte anhand von konkreten Beispielen, welche besonderen Herausforderungen bei der Übersetzung eines zweihundert Jahre alten Textes zu bewältigen sind. Vorher las der Schauspieler Thomas Sarbacher den Anfang von «Stolz und Vorurteil» in Andrea Otts Neuübersetzung.