Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03324.jsonl.gz/210

«die grösste brunst der stat» – Beobachtungen zu Umgestaltungen von bernischen Städten nach Katastrophen
Auteur(s)
Langue(s)
Date
04. Mars 2019
Brunnen waren in der frühneuzeitlichen Stadt Symbole städtischer Macht und städtischen Reichtums. Gleichzeitig sollten sie aber auch möglichst viele Einwohner der Stadt mit Trinkwasser versorgen – das Fallbeispiel Bern zeigt exemplarisch, wie die komplexe Infrastruktur der Trinkwasserversorgung funktionierte und die Brunnen mit dem kostbaren Nass versorgt wurden.
Orangerien und Gewächshäuser sind wesentliche Elemente der historischen Gartenanlagen. Sie gehören zum gestalterischen Gesamtkonzept von Schloss und Garten und stellten in ihrer Zeit häufig eine technische Herausforderung dar. Heute sind die wenig beachteten Bauwerke oft in ihrem Bestand gefährdet.
In den Jahren nach 1666 entstand zwischen Bern und Thun ein Landsitz nach französischem Muster. Sein Erbauer, Albrecht von Wattenwyl, schuf sich mithilfe fähiger Künstler und Handwerker ein kostbares Souvenir an die Zeit seiner erfolgreichen Militärkarriere in französischen Diensten.
Einige Jahrzehnte nachdem die ersten Räderuhren in Europa auftauchten, erhielt auch Bern eine öffentliche Uhr. Zuerst musste ein wechter die Stunden an einer grossen Glocke nachschlagen. Aber die Stundenglocke und das Schlagwerk in der alt kebie, dem heutigen Zytglogge, sollten den Bernern nach dem verheerenden Brand endgültig die modernen Stunden und damit den Neuanfang einläuten.
Berühmte Dichter wie Albrecht Haller, Jean-Jacques Rousseau oder Lord Byron sowie bekannte Maler wie Kaspar Wolf, Gabriel Lory oder William Turner standen am Anfang der touristischen Entwicklung. Seit dem frühen 18. Jahrhundert lenkten sie die ersten fremden Besucher zu den landschaftlichen Schönheiten der Schweiz.