Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03308.jsonl.gz/339

Und hier noch unsere Freitagabend-Nachricht
"Big Blue" entlässt bekanntlich in Europa zwischen 10'000 und 13'000 Mitarbeitende aus der Service-Abteilung. Auch in der Schweiz wird es zu Stellenabbau bei IBM Global Services kommen, man weiss allerdings nicht genau, wieviele Arbeitsplätze
verschwinden sollen.
WashTech-Anführer Marcus Courtney kritisiert gegenüber der 'Post' IBM hart: "IBM treibt Offshore Outsourcing voran, um unbarmherzig Kosten zu senken und hochqualifizierte Jobs ins Ausland zu verlagern. Die Gewinner sind die reichsten Grossfirmen, die amerikanischen Arbeiter sind die Verlierer."
"Eine echte weltweite Firma"
Bei IBM sieht man das natürlich anders. Die 'Post' zitiert aus einem Interview mit IBM VP Robert Moffat (leider ohne zu sagen, wo das Interview erschien), IBM wandle sich eben von einem klassischen Multi zu einer "echt weltweiten Firma". Arbeiten würden in einer solchen Firma aufgeteilt und an die jeweils effizientesten Standorte vergeben. Wer glaube, es gehe nur um die Kosten, sei auf dem falschen Dampfer, wird Moffat zitiert: "Es geht vor allem um die Qualifikationen". Auch im englischen Original vermeidet Moffat übrigens das Wörtchen "global" sorgfältig und spricht von "weltweit" (worldwide).
"Wir produzieren viele Dokumente"
Der Reporter Steve Lohr von der 'Post' versuchte, der IBM-Zentrale eine Stellungnahme zum veröffentlichten Dokument zu entringen. Antwort: "No Comment". Es würden IBM-intern viele Dokumente, Charts und Projektionen produziert, sagte der oder die IBM-SprecherIn zur 'Post'.
Das glauben wir aber sofort. (Christoph Hugenschmidt)