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Murray wurde vor weniger als einem Monat aus dem Gefängnis entlassen. Sein Entschluss, seine Ansichten in Interviews mit der Öffentlichkeit zu teilen, stösst nicht nur den Fans sauer auf. Auszüge & Hintergründe zu Murrays Aussagen.
Zu Beginn möchten wir die Stellungnahme des Estate wiedergeben: „Eine Jury befand Murray für schuldig an Michaels Tod. Dennoch beschuldigt er weiterhin Michael für seine eigenen Verbrechen. Man muss hier den Ursprung der Quelle in Betracht ziehen. Murray ist weder wahrheitsgetreu noch glaubwürdig. Seine grotesken und entsetzlichen Kommentare sind keiner zusätzlichen Reaktionen würdig.“
Da wir offen und als Newsseite nicht einseitig berichten möchten, haben wir uns dennoch mit den Aussagen Murrays befasst. Für jene, die die Interviews nachlesen bzw. sehen möchten, folgen am Schluss des Beitrags die Links. Nicht nur der Estate, sondern auch die Pressewelt, unter anderem Roger Friedman, sind über Murrays Auftreten entsetzt, auch Debbie Rowe sowie die Moderatorin Liz Hayes, die Murray für die australische TV Sendung ’60 Minutes‘ interviewt hat, sind geschockt über die Antworten Murrays. Weitere Informationen in unserem Bericht stammen vom zweiten veröffentlichten Interview mit der ‘Daily Mail‘.
Murray beteuert, wie er schon in einigen Aussagen zuvor klar gemacht hat, dass er Michael die tödliche Dosis Propofol nicht verabreicht habe, Michael habe sich die Dosis selber injiziert. Liz Hayes wiederholt während ihres Interviews Murrays Kommentar: „Es wäre nahezu unmöglich für ihn [Michael] aus seinem Schlaf aufzuwachen, das Propofol zu spritzen und dann bewusstlos zu werden, nicht mehr länger zu atmen, in den zwei Minuten, in denen Sie sagen, Sie [Murray] hätten den Raum verlassen.“ Murrays Reaktion: „Ich sage, dass Michael Jackson unglücklicherweise aufgrund eines Missgeschicks seines eigenen Handelns starb.“ Demnach antwortete Murray auch auf die Frage, welche Verantwortung er für den Tod von Michael trage: „[Verantwortung] für seinen Tod? Keine. Nichts was ich Michael gegeben habe, hat ihn umgebracht.“ Auch darauf angesprochen, warum Murray dem Rettungsdienst die Verabreichung von Propofol, die er in einer kleinen Dosis zugibt, nicht erwähnt habe, als sie ihn nach den Medikamenten gefragt haben, die sein Patient bereits erhalten habe, entgegnet er: „Weil Propofol kein Problem anhand der von mir durchgeführten Behandlung darstellte. Propofol hatte keinen Einfluss, ich weiss wie Propofol wirkt.“ Warum also hätte Murray dies den Medizinern gegenüber, die nach dem Notruf eintrafen, nicht erwähnen sollen? Obwohl dies für die weitere Behandlung Michael Jacksons in jedem Fall von höchster Wichtigkeit war. Er selbst beteuert ja, keinen Fehler gemacht zu haben.
Weiter in den Fall zurück zu gehen würde keinen Grossen Sinn machen, denn Murray wurde nicht ohne Grund schuldig gesprochen. Wir haben auf jackson.ch ausführlich und detailliert über jeden Prozesstag berichtet. Es gibt keinen Anlass Murray Glauben zu schenken, was sein Unschuldsbekenntnis betrifft.
Murray betitelt sich im Interview mit ’60 Minutes‘ selbst als Michaels bester Freund: „Ich war sein engster Freund. Gewiss war ich Michaels Arzt, aber ich verbrachte mehr Zeit mit ihm als Freund, wie ihn ärztlich zu betreuen.“ Es ist nicht abzustreiten, dass Murray Michael sehr nahe gestanden haben muss. Genau deshalb sollte er wissen, was für Auswirkungen seine eigenen nun sehr öffentlichen Auftritte nicht nur auf Michaels Nachlass, sondern auch auf Michaels Kinder haben muss. In den Interviews hat Conrad Murray nicht nur die Schuld von sich abgewiesen an Michaels Tod Verantwortung zu tragen, sondern hat Michael mit privaten und sehr intimen Details blossgestellt und gedemütigt. Diese Aussagen Murrays möchten wir bewusst nicht wiedergeben, da diese Informationen sehr privat und nicht von Relevanz bezüglich der Schuldfrage Murrays sind. Wenn Murray Michael und seine drei Kinder so am Herzen liegen würden, wie er immer beteuert, würde er zweimal überlegen, private Details bekannt zu geben, auf die sich die Klatschpresse nur so stürzen wird. Or did he just do it for the money?
Katherine Jacksons Anwälte haben sich bereits zum Vorgehen Murrays geäussert und bezeichnen ihn als Feigling, der den Mann beschmutzt, den er für seinen Nutzen getötet habe: „Murray hat sich geweigert unter Eid auszusagen, sein Versuch Michael auszunutzen ist verachtenswert und widerwärtig.“
Der Kolumnist Roger Friedman bringt es auf den Punkt: „Conrad Murray ist nicht glücklich Michael einmal umgebracht zu haben. Er musste es nochmal tun.“
Auch wenn wir Murrays Interviews aufgrund der extremen Missachtung von Michaels Privatsphäre nur ungern teilen, möchten wir unseren Lesern alle Informationen offen legen: