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Erst in rund 170 Jahren werden Frauen weltweit gleich viel verdienen wie Männer. Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute schreibt, belegt dies eine neue Studie des World Economic Forums (WEF).
Noch vor einem Jahr hatten Studien gezeigt, dass die mit Männer vergleichbare Entlöhnung und Erwerbsbeteiligung der Frauen bereits in 118 Jahren erreicht sein könnte. Weil sich die wirtschaftliche Kluft im letzten Jahr aber derart vergrössert habe, sei der Fortschritt gebremst worden, so das WEF.
Bei allen 144 ausgewerteten Ländern stehen Island und Finnland auf den vordersten Plätzen. Dort sind die Frauen in den Bereichen Bildung, Gesundheit sowie bezüglich wirtschaftlicher Chancen und politischer Macht bereits heute gleichauf mit den Männern.
Es folgen Schweden und Ruanda. Vor allem Letzteres habe die Einkommensqualität für Frauen massiv erhöht. Zudem würden am meisten Frauen im nationalen Parlament einsitzen.
Auf den letzten Plätzen befinden sich Jemen, Syrien, Saudi-Arabien und der Iran – die USA belegt Platz Nummer 45.
Die Studie kommt zum Schluss, dass die globale Kluft zwischen den Geschlechtern im politischen Bereich langsam aber stetig am wachsen sei. Die wirtschaftliche Kluft sei heute etwa so gross wie im Jahr 2008 und habe somit Rückschritte gemacht. (stj)Publiziert am 29.10.2016 | Aktualisiert am 29.10.2016