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Stadtgemeinde im preuß. Regierungsbezirk
Düsseldorf,
[* 5]
Kreis
[* 6]
Solingen,
[* 7] an der
Wupper und der
LinieHaan-Deutz
der Preußischen Staatsbahn, aus vielen einzelnen Ortschaften bestehend, hat eine evangelische und kath.
Kirche, starke
Weberei,
[* 8] Türkischrotfärberei, Wollspinnerei, Alizarinfabrikation, Dampfschleiferei etc.
und (1885) 5813 meist evang. Einwohner.
(Lichter), zum Entfrachten (und Befrachten) von (etwa auf der
Reede liegenden) Seeschiffen bestimmtes
kleines Fahrzeug, überall dort üblich, wo das
Schiff
[* 9] wegen seines Tiefganges nicht zu voller
Ladung selbständig kommen kann.
(leicht schmelzbar), die
Eigenschaft mancher
Körper, bei verhältnismäßig nicht starker Temperaturerhöhung
in den tropfbarflüssigen Zustand überzugehen, im
Gegensatz zu strengflüssig, schwer schmelzbar.
woraus später
Leyden, besser Leiden, wurde; 1090 war es eine ansehnliche Herrschaft und erhielt von den
Grafen von
HollandBurggrafen, die bis 1420 bestanden. Vom 25. Mai bis wurde Leiden vergebens von den Spaniern belagert.
Am ward durch das Auffliegen eines
Schiffs mit 40,000 Pfd.
Pulver ein Teil der Stadt zerstört.
scharnierartig bewegliche Drähte mit der großen hohlen Messingkugel der mittlern Flasche verbunden sind. Der Tischa b steht
auf Glasfüßen und ist mit Stanniol belegt, von welchem mittels einer Klemmschraube ein Draht
[* 30] zur Erde geleitet werden kann.
Die Wirkungsweise der leidener Flasche wird am besten erläutert durch die dem Wesen nach mit ihr übereinstimmende
Franklinsche Tafel
[* 26]
(Fig. 2), d. h. eine Glastafel, welche senkrecht
auf einem Glasfuß steht und auf beiden Seiten so mit Stanniol belegt ist, daß das Glas
[* 31] am Rand ungefähr handbreit frei bleibt.
Wäre nur eine Belegung vorhanden, so würde sich dieselbe, mit dem Konduktor der Elektrisiermaschine
[* 32] in
leitende Verbindung gesetzt, nur so weit laden, bis die Spannung ihrer Elektrizität derjenigen auf dem Konduktor gleich geworden
ist. Steht aber der ersten Belegung eine zweite gegenüber, so wirkt die auf jene geleitete (z. B.
positive) Elektrizität verteilend (influenzierend) auf die beiden miteinander verbundenen Elektrizitäten der letztern, indem
sie die ungleichnamige (negative) anzieht, die gleichnamige (positive) aber abstößt.
Wird nun die zweite Belegung, etwa durch Berührung mit dem Finger, mit dem Boden in leitende Verbindung gesetzt, so entweicht
die abgestoßene gleichnamige Elektrizität (die Influenzelektrizität zweiter Art), während die ungleichnamige Influenzelektrizität
erster Art (-E) sich auf die dem Glas anliegende Seite des Stanniolblattes und sogar zum großen Teil
auf die Glasfläche selbst begibt, wo sie durch die anziehende Wirkung der +E der ersten Belegung festgehalten oder, wie man
zu sagen pflegt, gebunden wird.
Diese -E der zweiten Belegung wirkt aber auch bindend zurück auf die +E der ersten Belegung, indem sie dieselbe
ebenfalls nötigt, zum größten Teil auf der innern Seite des Stanniolblattes und auf der Glasfläche selbst sich anzusammeln.
Diese Bindung der +E auf der ersten Belegung ist jedoch nie ganz vollständig, denn zur vollständigen Bindung der -E auf der
zweiten Belegung muß auf der ersten ein Überschuß von +E, also freie Elektrizität, vorhanden sein,
welche auf folgende Art leicht nachgewiesen werden kann.
Klebt man nämlich auf jede Seite der Tafel mit etwas Wachs ein
elektrisches Pendel, so wird das eine von der ersten Belegung,
auf welcher sich freie Elektrizität befindet, abgestoßen, während das andre an der zweiten Belegung gerade herunterhängt
[* 26]
(Fig. 3). Diese noch frei gebliebene Elektrizität besitzt aber eine viel geringere Spannung als diejenige des Konduktors; es
kann daher neue +E von diesem auf die erste Belegung überströmen, welche neuerdings auf die zweite influenzierend wirkt
und, wenn diese abgeleitet ist, durch die wachgerufene Influenzelektrizität erster Art gebunden wird. So
setzt sich die Ansammlung von +E auf der ersten Belegung fort, bis die auf ihr vorhandene freie Elektrizität dieselbe Spannung
wie auf dem Konduktor erreicht hat.
Das Verhältnis, in welchem diese Belegung mehr Elektrizität aufnehmen kann, wenn ihr die zweite Belegung gegenübersteht,
als wenn sie allein vorhanden wäre, heißt die Verstärkungszahl. Die leidener Flasche unterscheidet
sich von der Franklinschen Tafel nur durch die Form. Sie wird geladen, indem man ihren Knopf und sonach auch die innere (erste)
Belegung mit dem Konduktor der Maschine
[* 33] verbindet, während die Flasche mit der äußern (zweiten) Belegung auf leitender Unterlage
steht.
Die Entladung der Flasche, d. h. die Vereinigung der beiden entgegengesetzten auf den Belegungen angesammelten
Elektrizitäten, erfolgt, wenn man zwischen der äußern Belegung und dem zur innern Belegung führenden Knopf eine leitende
Verbindung herstellt. Faßt man mit der einen Hand
[* 34] die äußere Belegung, mit der andern den Knopf an, so fühlt man eine starke
Erschütterung der Armgelenke, bei stärkerer Ladung einen heftigen Schmerz in der Brust. Um bei Versuchen
mit der leidener Flasche die Entladung durch den menschlichen Körper zu vermeiden, bedient man sich eines isolierten Ausladers
[* 26]
(Fig.
4.) z. B. eines an beiden Enden mit Knöpfen versehenen u. mit einer Guttaperchahülle überzogenen Messingdrahts, dessen eines
Ende mit der äußern Belegung in Berührung gebracht, während das andre dem Knopf der Flasche rasch genähert wird. Schon
in einiger Entfernung springt mit lautem Knall ein heller Funke über. Nach einiger Zeit gibt die Flasche einen zwei-