Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03541.jsonl.gz/1797

Die «No-Billag»-Initiative hat überdurchschnittlich viele Stimmberechtigte an die Urne gelockt: Die Stimmbeteiligung lag bei rund 54 Prozent. An der Abstimmung über die neue Finanzordnung 2021 beteiligten sich rund 53 Prozent der Stimmberechtigten.
Am höchsten war die Stimmbeteiligung wie üblich im Kanton Schaffhausen, dem Kanton mit dem faktischen Stimmzwang. 68,4 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten sich dort an der Abstimmung über die No-Billag-Initiative.
Aber auch in anderen Kantonen gab es hohe Stimmbeteiligungen. Im Tessin gingen fast 65 Prozent an die Urne. Auch in Nidwalden, Obwalden und Zug lag die Stimmbeteiligung bei über 60 Prozent.
Seit der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 betrug die durchschnittliche Stimmbeteiligung in der Schweiz rund 43 Prozent. Über die vergangenen zehn Jahre hinweg stieg sie indes auf über 46 Prozent.
Zuletzt war am 24. September 2017 über die Reform der Altersvorsorge abgestimmt worden. Damals lag die Stimmbeteiligung bei 46,7 Prozent. Die höchste Stimmbeteiligung seit Einführung des Frauenstimmrechts kam bei der EWR-Abstimmung von 1992 zustande, als 78,7 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne gingen.
Danach gab es nur noch bei der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative im Februar 2016 eine Stimmbeteiligung über 60 Prozent. Die Initiative "gegen die Überfremdung und die Überbevölkerung der Schweiz" (1974) und die GSoA-Initiative zur Abschaffung der Armee (1984) waren auf rund 70 Prozent gekommen.