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Essay aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des Mittelalters (ca. 500-1300), Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Sprache: Deutsch, Abstract: In meiner Hausarbeit im Rahmen der Vorlesung „Einführung in die Ethik“ beschäftige ich mich mit der Moralphilosophie des Thomas von Aquin, sowie in Teilen mit der aristotelischen Tugendlehre, welche Thomas aus christlicher Sicht interpretiert. In weiten Teilen übernimmt Thomas das aristotelische Gedankenmodell, an den entscheidenden Punkten jedoch setzt sich eine christliche Sichtweise durch, welche die Unterschiede zwischen den Ausführungen der beiden Philosophen erklärt. Das menschliche Handeln ist auf ein bestimmtes Endziel hin ausgerichtet, in diesem Punkt stimmen die beiden überein, wobei die Definition dieses Endziels und wie bzw. wodurch es erreicht werden kann, je nach Sicht sich deutlich unterscheiden. Aus thomistischer Sicht ist die Glückseligkeit als Ziel nicht im diesseitigen Leben, sondern im jenseitigen, in Gott zu finden, für Aristoteles gelten auch diesseitige Aspekte. Der Tugendbegriff hat von der Antike bis ins Mittelalter einen Wandel vollzogen, vor allem christliche Aspekte sind hinzugetreten. Zwar übernimmt Thomas einige Begriffe der aristotelischen Tugendlehre, doch versucht er diese mit theologischen Begriffen und Ansichten in Einklang zu bringen. Diese Veränderungen der Auslegung werde ich versuchen aufzuzeigen. Als Abschluss der Hausarbeit werde ich selbst Stellung zu dem Thema beziehen und sowohl thomistische, als auch aristotelische Standpunkte einer Kritik unterziehen, auch unter Berücksichtigung der heutigen Zeit.