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Besançon liegt am Rande des französischen Jura und gilt als grünste Stadt Frankreichs. Dies ist sicher einer der Gründe, dass sie auf Platz drei der französischen Kommunen gewählt wurde, welche die beste Lebensqualität bieten. Die Stadt blickt mit ihrer Zitadelle auf eine grosse Vergangenheit zurück. Dabei geht fast vergessen, dass Besançon vor hundert Jahren eine kurze Blüte als Bäderstadt erlebte. Davon zeugt noch das ehemalige Grand Hôtel des Bains, das wir hier nochmals aufleben lassen.
Die Altstadt wird von einer Schleife des Flusses Doubs umflossen und vom Wahrzeichen Besançons, der Zitadelle, überragt. Ihre Mauern beherbergen einen kleinen zoologischen Garten, das Museum der Stadt und das beeindruckende Museum des Widerstands und der Deportation.
Die Befestigungsanlage der Zitadelle gehen im Wesentlichen auf den Militärarchitekten von Louis XIV zurück: Marschall Sébastien Le Prestre de Vauban (Denkmal). Zusammen mit den Stadtmauern und dem Fort Griffon bilden sie die „Festungsanlagen von Vauban“, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Von der Zitadelle aus haben wir eine schöne Aussicht auf die Stadt (unten).
Um die Schleife des Flusses Doubs um die Altstadt zu erforschen, empfiehlt sich eine Schifffahrt. An der Ponte de la République liegen die Boote für eine Rundfahrt bereit.
Kurz nach der Abfahrt schliesst sich die erste Schleuse.
Damit es wirklich eine Rundfahrt wird, fährt das Boot durch einen Tunnel unter der Zitadelle.
tscheiar auf dem Place de la Révolution. Apropos Revolution: Während der Uhrenkrise 1973 besetzen die Arbeiter der Uhrenfirma Lip die Fabrik und übernehmen die Produktion in Eigenregie, da sie um ihre Arbeitsplätze fürchten mussten.
Das Musée des Beaux-Arts, das ebenfalls am Place de la Révolution steht, kann für sich in Anspruch nehmen, mit Jahrgang 1694 das älteste Museum Frankreichs zu sein. Ein moderner Erweiterungsbau mit überdachtem Innenhof wurde 1970 vom Le-Corbusier-Schüler Louis Miquel vorgenommen.
Nachdem in Besançon thermische Quellen gefunden werden, gründen 1890 einheimische Geschäftsleute die Compagnie des Bains Salins de la Mouillère. Geplant wird der Bau eines Thermalbades, eines Casinos und eines Kursaals mit Konzerthalle, sowie eines Grandhotels.
Als Architekten verpflichtet man Alfred Ducat (1827-1898), der ebenfalls aus Besançon stammt. Schnell kann mit dem Bau des Komplexes begonnen werden, wobei das Grand Hôtel des Bains als letztes Gebäude 1893 eröffnet wird. Drei Jahre später wird noch ein Tourismusbüro hinzugefügt. Die Stadt darf sich nun stolz Besançon-les-Bains nennen.
Wie überall in Europa läutet der Beginn des Grossen Krieges abrupt das Ende der goldigen Belle-Epoque-Jahre ein. Die Thermalbäder sind für viele Jahre stillgelegt, um schliesslich abgerissen zu werden, um dem modernen Hotel Mercure Parc Micaud Platz zu machen.
Der Kursaal wird von der Stadt 1979 in ein Konferenzzentrum umgebaut. Die Halle des Casinos beherbergt heute das Nouveau Théâtre. Und das Tourismusbüro hat als ebendieses den Niedergang überlebt.
Das Grand Hôtel des Bains verfügt über 80 Zimmer, verteilt auf drei Stockwerke. Das Haus ist mit den neuesten Annehmlichkeiten der Zeit wie Lift, elektrischer Strom und Telefon ausgestattet.
Ein Lesezimmer mit Veranda zum Park beherbergt neben einer Bibliothek auch Ausstellungen zeitgenössischer Künstler aus der Umgebung und aus Paris. Der Fumoir ist im maurischen Stil gestaltet und lädt auch zum Billard-Spiel ein. Das Hotel wird heute unter dem Namen Villa Médicis als gehobene Altersresidenz betrieben.
Wo vor hundert Jahren das Thermalbad seine Gäste zur Kur empfing, steht heute das beste Hotel der Stadt: das Mercure Besançon Parc Micaud.
In der Hotelbar „L’Instant“ stossen wir mit zwei Kir Royal auf einen gemütlichen Abend an.
Im Hotelrestaurant geniessen wir Kräuter- und Pilzomlette, serviert mit hausgemachten Pommes Frites. Dazu trinken wir eine feine Flasche Santenay 1er Cru aus dem Burgund. Als Vegetarierhochburg kann Besançon nicht gerade bezeichnet werden. So sind wir im Park-Hotel mit unserer Omlette sehr gut aufgehoben und besuchen das Lokal am nächsten Tag gleich nochmals!
In der Hotelbar wird auch ein Käseteller mit Brot serviert.
Das zweite Dreisternehaus ibis Styles Besançon liegt ziemlich abgelegen in einem Wohnquartier. Dafür bietet es einen Swimmingpool. Bei unserem Besuch im Jahr 2008 nennt es sich noch Novotel, womit diese Fotos bereits in den Bereich historischer Aufnahmen gehören. In der Bar erholen wir uns vom langen Fussmarsch in dieses Hotel mit einem Kir Royal.
In der Grande Rue stehen die meisten Geschäfte von Besançon.
Blick von der Ponte de la République auf den Parc Micaud.
An dem Ufer des Doubs.
Im Selbstbedienungsrestaurant Brioche am Place du 8 Septembre konsumieren wir das typische französische Frühstück.
Auf dem Platz vor der Médiathèque steht als Hommage an die ersten Filmpioniere, die Gebrüder Lumière, eine Skulptur, welche den Inhalt ihres Kurzfilms von 1895 "Le Jardinier" (L'Arroseur arrosé) wiedergibt. An der Kamera: tscheiar, hinter der Kamera: Manjulta. Die Gebrüder Lumière stammen aus Besançon.
Einer ist hier zuviel!