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Panixerthal
(Kt. Graubünden, Bez. Glenner). 2800-748 m. Linksseitiges Nebenthal zum Vorderrheinthal, in das es zwischen Waltensburg und Ruis ausmündet. Steigt nach NW. bis zu dem vom Wichlenberg, Hausstock, Ruchi und Muttenstock umrahmten grossartigen Felsenzirkus auf. Bis zur Panixeralp (Alp Schmuèr) hinauf ist das trogförmige Thal eng und zwischen steilen Hängen und langen Felsbändern tief eingeschnitten. Wo die Gehänge nicht allzusteil sind, tragen sie Weiden und Wald, welch' letzterer bis zu 1900 m hinaufreicht.
Neben dem am linksseitigen Hang stehenden kleinen Dorf Panix (1300 m; 5 km oberhalb Ruis und Waltensburg) finden sich (besonders am rechtsseitigen Thalgehänge) bis zu etwa 1400 m zahlreiche zerstreute Hütten. Hinten über der von hohen Felswänden eingefassten Panixeralp gabelt sich das Thal in zwei Aeste, die durch einen vom Hausstock gegen SO. absteigenden Kamm voneinander getrennt werden. Der O.-Arm steigt mit zwei Stufen gegen den Wichlenberg und Hausstock auf und trägt zuoberst den Meergletscher; durch seinen untern Abschnitt führt der nach Elm leitende Panixerpass.
Der W.-Arm bildet gleich zu Beginn eine enge, von übereinandergelagerten Felsbändern begleitete Schlucht, die unzugänglich ist und auf langen Umwegen (z. B. über Alp Meer) umgangen werden muss. Seinen obersten Abschnitt bilden zwei Nischen, die durch einen vom Ruchi nach SO. auszweigenden Felskamm voneinander getrennt werden und in denen die flachen Eisfelder des Cavirolas- und Fluazgletschers liegen. Deren vereinigte Schmelzwasser verstärken sich auf der Panixeralp durch den Abfluss des Meergletschers zum Panixerbach (Ual Schmuèr), der von links in den Frisalbach mündet.
Der einzige bedeutendere Nebenbach ist der von der Sether Furka herabkommende Ranascabach. Alle diese Wasser mit ihren vielen Fällen, die Gletscher und die imposante Bergumrahmung verleihen dem Thal einen grossen Reiz, der von den Touristen stetig mehr gewürdigt wird. Doch bleibt der Verkehr im Thal immer noch ein beschränkter, obwohl der Panixerpass im Sommer häufig begangen wird. Hausstock und Ruchi, die ebenfalls vielfach Besuch erhalten, werden weit häufiger von Elm oder Linthal als von Panix her in Angriff genommen.