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Noch weit bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts bewirtschafteten die Bewohner von Nendaz zahlreiche Getreidefelder. Für die Mehlherstellung wurden deshalb in der Region verschiedene Mühlen mit dem Wasser der Printse betrieben. Da das Flusswasser grundsätzlich auch Walken, Pressen und Sägen zum Laufen brachte, entwickelte sich das jeweilige Gebiet rund um das Flussufer – in diesem Falle Beuson – zum wirtschaftlichen Zentrum der Region.
Das Wasser des Wildbachs Tsâblo in der Region von Haute-Nendaz hatte wohlgemerkt nur eine geringe und nicht sehr regelmäßige Fließgeschwindigkeit. Trotzdem war es dank des Einfallsreichtums der Bauherren der Mühle möglich, das Beste aus dem vorhandenen Wasser herauszuholen.
Die Mühle von Tsâblo befand sich ursprünglich einige hundert Meter unterhalb des heutigen Standorts. Das liegt daran, dass sie 1984 aufgrund der Erweiterung der Talstrasse abgerissen wurde. Glücklicherweise waren Teile davon jedoch erhalten geblieben und einige Jahre später übernahm der Kulturerbeverein «Association pour la Sauvegarde du Patrimoine Nendard» den Wiederaufbau der Mühle nach dem alten Vorbild.
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