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Georg Böhm (1661–1733) erhielt von seinem Vater, einem Lehrer und Organisten, die erste musikalische Ausbildung. Nach dem Tode des Vaters im Jahre 1675 besuchte er die Lateinschule in Goldbach und danach das Gymnasium in Gotha, auf dem er im Jahre 1684 seinen Abschluss machte.
Nach dem Studium in Jena hielt er sich zunächst einige Jahre in Hamburg auf und war danach als Organist an der Kirche St. Johannis in Lüneburg tätig. In dieser Zeit war Johann Sebastian Bach in Lüneburg Freischüler des Michaelis-Klosters und sang als Diskantist im Mettenchor. Böhms Einfluss auf Bachs frühe Orgelwerke und Klaviersuiten lässt sich stilkritisch vermuten, doch nicht belegen. Die Stelle des Organisten hatte Böhm bis zu seinem Tode im Jahre 1733 inne. In seiner Amtszeit wurde die Orgel auf 47 Register erweitert. Weiterlesen