Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03243.jsonl.gz/185

Die Meisterschaften der Super League und Challenge League ruhen wegen des Coronavirus mindestens auch an den nächsten zwei Wochenenden. Dies entschieden die 20 Klubs der Swiss Football League (SFL) bei ihrer ausserordentlichen Versammlung in Bern.
Wenn das vorerst bis am 15. März geltende Veranstaltungsverbot, das der Bundesrat am letzten Freitag verhängt hat, nicht verlängert wird, findet die nächste Runde in der Super League und in der Challenge League am 21./22. März statt.
Bereits am letzten Freitag waren die 24. Runde vom vergangenen Wochenende sowie die Cup-Viertelfinals von dieser Woche verschoben worden. Bis und mit dem Wochenende vom 14/15. März werden nun zwei weitere Runden nach hinten verlegt.
Zusätzlich erschwert wird die Terminfindung dadurch, dass Liga-Partien gemäss der UEFA nicht zeitgleich mit Europacup-Spielen stattfinden dürfen. Schäfer: «Ich habe sofort bei der UEFA angemeldet, dass diese Regelung ausser Kraft gesetzt wird.»
Die Klubs entschieden sich aus wirtschaftlichen Gründen, und auch weil zum jetzigen Zeitpunkt noch genügend Termine zur Verfügung stehen, gegen Geisterspiele. Offenbar haben ausserdem einzelne Kantone signalisiert, dass sie Geisterspiele verbieten würden, wie SFL-Geschäftsführer Claudius Schäfer an einer Medienkonferenz sagte.
Gemäss Schäfer müsse die Situation für die Wiederaufnahme der Meisterschaft im Auge behalten und proaktiv geplant werden. Sollte das Veranstaltungsverbot bis in den April hinein aufrechterhalten werden, müsste auch die Option von Geisterspielen nochmals geprüft werden.
Noch weiter in die Zukunft will Schäfer aber nicht schauen: «Was würde es bedeuten, wenn wir im April den Spielbetrieb nicht wieder aufnehmen können? Wenn wir die Meisterschaft abbrechen müssen? Wie soll über Auf-/Abstieg entschieden werden? Aber da sind wir noch nicht so weit, dass wir dazu etwas sagen können.» Klar ist nur, dass die Meisterschaft aufgrund der Vorbereitung auf die EM-Endrunde spätestens am 31. Mai beendet sein muss.
Die SFL und die 20 Klubs aus der Super und Challenge League werden bereits am 13. März ein weiteres Mal zusammensitzen. Eigentlich sollte dabei über eine allfällige Modusänderung entschieden werden sollen. «Grundsätzlich wird entschieden», erklärt Schäfer mit Verweis auf das Wort «grundsätzlich». Gut möglich, dass das Coronavirus der Modusdiskussion aber die Show stiehlt. (pre/sda)