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Etwas unwirklich wirkt die Halbinsel Musandam an der nördlichsten Spitze der Arabischen Halbinsel schon, wenn man diese im Rahmen einer Oman Rundreise besucht. Doch das ist ein weiteres Gesicht von einem Land, das sich auf dem Grenzbereich zwischen Arabischer, Eurasischer, Asiatischer und Afrikanischer Kontinentalplatte befindet und zwar arabisch geprägt ist, aber nicht zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört und dennoch von einem Sultan beherrscht wird. Der Oman hat eben viele Gesichter. Die Halbinsel Musandam an der Straße von Hormuz ist auch ein Naturwunder und wird „Arabisches Norwegen“ genannt. Grund dafür sind die Fjorde, die tief vom Meer her kommend ins Land reinragen. Und dann sind da noch die Ausläufer des Oman Gebirges, die hier steil und abrupt ins Meer abfallen. Erreichbar ist die Halbinsel über den Landweg und mit Flugzeug.
Grenzgebiet
Während Bergziegen schon immer ungehindert ihren Weg vom Oman ins Nachbarland fanden, war es Touristen trotz der geschlossenen Grenzverträge im Jahr 1970 bei der Machtübernahme des heutigen Sultans des Oman mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, bis 1992 nicht möglich die Halbinsel zu betreten. Denn Musandam ist eine Exklave des Oman und liegt eigentlich mitten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Inzwischen hat sich aber wegen der schönen Landschaft ein reger Touristenverkehr auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten eröffnet. Allerdings wird es in der Nacht in dieser Region sehr kühl. Temperaturen um den Gefrierpunkt sind keine Seltenheit, auch wenn es am Tag über um die 40 °C warm ist. Daher eben auch „Norwegen in Arabien“ und wegen der Fjorde eben.