Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/111081

<h2>SubmittedText<h2><p>Kindersitze sind für bis 12-jährige Kinder obligatorisch. Sportvereine, Jugendgruppen usw. stehen mit dieser Vorschrift vor grossen organisatorischen und logistischen Problemen. Ein Handlungsbedarf zur Einführung eines solchen Gesetzes aufgrund der Sicherheit wird von diesen erfahrenen Gruppierungen nicht erkannt. Verletzungen der Kinder mit normalen Gurten sind nicht bekannt.</p><p>Was war konkret der Auslöser, der Grund, das Problem, dieses fragwürdige Gesetz von der EU zu übernehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Bei der Einführung der Neuregelung ging der Bundesrat von Verkehrssicherheitsüberlegungen aus. Kindern im Alter von 7 bis 12 Jahren soll im Strassenverkehr der gleiche Schutz zukommen wie Erwachsenen und Kindern unter 7 Jahren. Verschiedene Tests mit simulierten Kollisionen haben deutlich gezeigt, dass die Unfallverletzungswahrscheinlichkeit und -schwere für Kinder, die kleiner als 150 Zentimeter sind, bei Verwendung von Kinderrückhaltevorrichtungen wesentlich geringer sind, als wenn sie lediglich mit den Sicherheitsgurten gesichert werden. Bestehende Gurtsysteme in Personenwagen sind mit ihrer Verankerung auf Personen mit einer Körpergrösse von mindestens 150 Zentimeter ausgerichtet und können bei kleineren Personen schwere Bauch- und Halsverletzungen verursachen.</p><p>Gestützt auf diese Erkenntnisse und auf Antrag von Verkehrssicherheitsorganisationen hat der Bundesrat beschlossen, die Vorschriften anzupassen und die in der europäischen Richtlinie vorgesehene Regelung zu übernehmen. In unseren Nachbarländern gilt die Richtlinie bereits. Für Sportvereine und Jugendgruppen stehen Lösungen für die Bewältigung der logistischen Aufgaben zur Verfügung. So hat das Bundesamt für Strassen einen Flyer herausgegeben, der diesen Gruppierungen Möglichkeiten aufzeigt, die mit einem vertretbaren finanziellen und organisatorischen Aufwand verbunden sind.</p>