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Die Anfänge der Plakatsammlung gehen auf das Jahr 1896 zurück: In dem der Allgemeinen Gewerbeschule angegliederten Gewerbemuseum Basel, das kurz zuvor einen Neubau an der Ecke Petersgraben-Spalenvorstadt bezogen hatte, war eine Ausstellung mit Plakaten aus den Beständen des Kunstgewerbemuseums Strassburg durchgeführt worden. Unter dem Eindruck der erfolgreichen Ausstellung begann man mit dem Aufbau einer eigenen Sammlung. Eine systematische Sammeltätigkeit wurde allerdings erst zwanzig Jahre später aufgenommen, als 1917 im Rahmen einer umfassenden Reform von Schule und Museum der Maler und Grafiker Max Bucherer einen Auftrag zur Einrichtung einer ‹Muster- und Vorbildersammlung angewandter Graphik› erhielt.
Die damit neubegründete Plakatsammlung war Teil der von Albert Baur geleiteten öffentlichen Fachbibliothek des Gewerbemuseums. Gesammelt primär Schweizer Plakate. Der vergleichsweise kleine Bestand ausländischer Plakate besteht grösstenteils aus qualitativ besonders interessanten Beispielen aus der Zeit vor 1940.
Von den wichtigsten Schweizer Plakatgestaltern besitzt die Sammlung bedeutende Bestände, in einzelnen Fällen praktisch das Gesamtwerk. Dies betrifft vor allem Basler Grafiker, etwa Burkhard Mangold, Paul Kammüller, Hermann Eidenbenz, Niklaus Stoecklin, Robert Stöcklin, Rudolf Urech, Theo Ballmer, Emil Ruder oder Armin Hofmann. Von anderen Baslern ist ein Grossteil ihres Plakatschaffens vorhanden; dies gilt etwa für die sehr produktiven Gestalter Peter Birkhäuser, Donald Brun, Herbert Leupin und Celestino Piatti. Auch von weiteren Plakatkünstlern wie Emil Cardinaux, Otto Baumberger, Karl Bickel, Cuno Amiet, Maurice Barraud, Eric de Coulon, Viktor Rutz, Ernst Keller, Max Bill, Hans Falk und anderen besitzt die Sammlung signifikante Bestände.
Rolf Thalmann, der ersten vollamtlichen Leiter der Plakatsammlung positionierte diese schliesslich ab 1983 als kulturwissenschaftliche Sammlung im weiteren Sinn. Neben dem gestalterischen war nun auch der dokumentarische Wert eines Plakats ein relevantes Sammelkriterium. Seit 1996 ist die Sammlung organisatorisch der Schule für Gestaltung Basel zugeordnet. Sie umfasst heute rund 100'000 Plakate aus den Bereichen Kultur, Politik und Wirtschaft und ist damit ein bedeutender Teil des visuellen Gedächtnisses der Schweiz.