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St. Antonius in Obfelden ist die letzte Notkirche im Kanton Zürich, die als solche erbaut wurde und bis heute ihren Dienst leistet.
|Patrozinium||Hl. Antonius von Padua|
|Baujahr||1965|
|Architekt||unbekannt|
|Pfarreigrösse||6'600|
|Politische Gemeinde
||Aeugst a.A., Affoltern a.A., Hedingen,

Obfelden und Ottenbach
Geschichte
Seit 1887 werden die Katholiken von Obfelden und Umgebung von den Seelsorgern der Pfarrei Affoltern betreut; lediglich zwischen 1943 und 1946 gehörte Obfelden für kurze Zeit zur Pfarrei Mettmenstetten. 1947 wurde für Obfelden ein Kirchenbaufonds gegründet. 1955 konnte das Land für die St. Antoniuskirche erworben werden, und am 9. November 1964 erfolgte der erste Spatenstich. Gebaut wurde das kleine Gotteshaus nach dem Muster der Notkirche von Elgg. Bewusst wurde St. Antonius am nördlichen Rand des Areals erstellt, damit Raum für spätere Entwicklungen blieb. Am 27. Juni 1965 weihte Generalvikar Alfred Teobaldi die fertige Kirche ein. In den 1980er Jahren wurde neben ihr ein Pfarreizentrum errichtet, ebenfalls so konzipiert, dass an Stelle der Notkirche ein Kirchenneubau möglich wäre. Da sich dieser vom Platzbedarf her nicht aufdrängte, wurde davon bis heute abgesehen und stattdessen das Innere des bestehenden Gotteshauses in den 2010er Jahren renoviert.
Architektur & Kunst
Die St. Antoniuskirche ist aufgrund ihrer Lage an der Strasse nicht geostet, sondern zeigt in nordöstliche Richtung. Auf gemauerten Pfeilern entstand eine solide Holzkonstruktion mit einem nur schwach ansteigenden Giebeldach. Auf der rechten Seite der Kirche ist der freistehende Glockenturm aufgestellt, in dem drei Glocken hängen. Der Kirchenraum bietet bis zu 220 Menschen Platz, und richtet diese – dem Prinzip der Wegekirche folgende – auf den Altarraum aus.
Seit der Renovation in den 2010er Jahren besitzt der Altarraum eine Ausstattung der ortsansässigen Schreinerei Frick. Das Mobiliar ist anthrazitfarben gehalten und bildet einen Kontrast zur gelben Wandfläche hinter dem Taufbecken und der Osterkerze auf der linken Seite des Altars sowie zur blauen Wandfläche rechts, wo sich die Muttergottesstatue befindet. Abgeschlossen wird die Ausstattung durch ein Kruzifix, das sich an der Rückwand des Altarraumes oberhalb des Altares befindet. Ein letzter Zeuge der vorherigen Innenausstattung ist der Taufstein, der vor der Kirche aufgestellt wurde.