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(frz. droit d'étape), seit dem Mittelalter das Recht einer Stadt, zu beanspruchen, daß Kaufmannswaren,
deren Transport die Stadt oder ihren Umkreis, bisweilen auf mehrere Meilen Entfernung, berührt, zunächst
nach der Stadt gebracht und dort feilgehalten werden; oder, daß sie in der Stadt umgeladen und auf städtischem Geschirr
weiter geführt werden (Umschlagsrecht, droit de relâche forcée). Das S. wurde im Interesse des städtischen Verkehrs verliehen;
unter anderm wird das Emporkommen von Leipzig
[* 3] wesentlich auf das vom Kaiser verliehene S. zurückgeführt.
Mit Beseitigung der Binnen- und Wasserzölle ist auch das S. im 19. Jahrh. gefallen. (S. auch
Jus emporii.)
(Stapelrecht, Staffelrecht, Stapelfreiheit), ein in ältern Zeiten gewissen Städten bewilligtes Recht,
wonach gewisse oder auch alle Waren, welche auf Straßen versandt wurden, an denen ein Stapelplatz gelegen war, in diesem abgeladen
und daselbst eine gewisse Zeit (Stapelzeit) über zum Verkauf ausgestellt werden mußten, ehe man sie
weiterbringen durfte.