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Während eines Polizeistreiks im brasilianischen Bundesstaat Ceará sind in wenigen Tagen mehr als 100 Morde verübt worden. Das Sekretariat für öffentliche Sicherheit des Bundesstaates im Nordosten Brasiliens verbreitete am Samstag eine Mitteilung, wonach bis Freitag 88 Tote gezählt worden seien.
Das Portal «G1» berichtete nun, dass in Abwesenheit der Sicherheitskräfte zwischen Samstag und Sonntagmorgen (Ortszeit) noch einmal mindestens 15 Mordopfer hinzugekommen seien.
Die Polizei in Ceará fordert mehr Lohn, seit Mitte der Woche sind die Sicherheitskräfte im Ausstand. Daraufhin kam es in dem Bundesstaat mit fast neun Millionen Einwohnern zu einer Explosion der Gewalt. Brasilien ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt. Nach dem aktuellen Gewaltmonitor gab es in dem südamerikanischen Land im vergangenen Jahr 41'635 Morde.
Ein Senator versuchte am Mittwoch, mit einem Bagger die Absperrung um ein Polizeirevier zu durchbrechen und den Streik dort zu beenden - ihm wurde in die Brust geschossen. Präsident Jair Bolsonaro erliess am Donnerstag ein Dekret, um 3000 Soldaten nach Ceará zu schicken. Der brasilianische Verteidigungsminister und der Justizminister sollten nach einem Bericht der Agência Brasil am Montag in die Hauptstadt des Bundesstaates, Fortaleza, reisen. (bal/sda/dpa)
Frau Anthony, in elf Tagen beginnen in Peking die Olympischen Winterspiele. Wie ist die Stimmung vor Ort?
Tamara Anthony: Es hat gerade geschneit. Das kommt hier eher selten vor. Das macht es aber etwas realer, dass hier die Olympischen Winterspiele sehr bald stattfinden werden.