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Informationen mit freundliche Genehmigung zur Verfügung gestellt von www.zollinger-genealogy.com.
In den letzten zehn Jahren der Forschung zur Familiengeschichte der Zollingers lag der Schwerpunkt darin, alte Familienbücher zu finden und die heute noch weltweit lebenden Zollingers über ihre Telefonbucheinträge zu kontaktieren. Da nun diese Aufgabe fast erledigt ist, verdient nun eine andere Aufgabe, die bislang vernachlässigt wurde, mehr Aufmerksamkeit. Zu verschiedenen Zeitpunkten in der Geschichte, und unter verschiedenen Umständen und mit unterschiedlichen Beweggründen, änderten gewisse Zollinger die Schreibweise ihres Namens. Dabei sind sie ganz klar – sowohl aus einem historischen wie genealogischen Standpunkt – Zollinger durch und durch.
Einige Schreibweisen wurden deshalb geändert, um den Namen einer anderen Sprache oder Kultur anzupassen, weshalb es nicht erstaunt, dass die meisten dieser Anpassungen in den USA erfolgten. Bei der Ankunft in den USA konnte es passieren, dass die Immigrationsbehörden den Namen missverstanden oder einfach beschlossen, eine einfachere Schreibweise zu verwenden. Dies war zwar bei den Zollingers nicht der Fall; doch später sind Dokumente mit verschiedenen Schreibweisen zu finden, manchmal sogar auf derselben Seite. Dann kam es auch vor, dass einzelne sich aus irgendwelchen Gründen entschieden, die Schreibweise ihres Namens zu ändern. Das war beispielsweise bei den Zollingers aus Mohawk Valley des Staates New York der Fall: Sie beschlossen einfach ihren Namen auf «Zoller» zu verkürzen. Andererseits gab es ein paar frühe Immigranten im südlichen Pennysylvania, die das «o» in ein «u» änderten. Von dort gibt es nun einen grossen Zweig der Familie, die sich unter dem Namen Zullinger entwickelte. Doch in dieser speziellen Familie wechselten nur einige der Kinder auf die neue Schreibweise, weshalb es in ihrem Stammbaum verschiedene Zweige mit beiden Schreibweisen gibt. Ein weiterer Zweig der frühen Immigranten entschied, ihre Schreibweise auf Sollinger zu ändern. Diese können noch heute in den gleichen Bezirken im Norden von Pittsburgh, PA, und auch in benachbarten Bezirken in Ohio gefunden werden. Und zuletzt gibt es noch den weniger gut untersuchten Zweig der Sulenger.
Auch in der Schweiz gibt es verschiedene Schreibweisen, wobei eine davon auf eine ähnliche Entwicklung wie in den USA zurückgeht: nämlich der Anpassung an eine andere Kultur. Es handelt sich dabei um einen Zollinger, der in die östlichsten Berge der Schweiz zog, in welchen Rumantsch gesprochen wird. Über die Zeit änderte der Name von Zollinger zu Sollinger und schliesslich zu Solinger. Aber die interessanteste der verschiedenen Schreibweisen ist allerdings auf ein historisches Überbleibsel zurückzuführen. Die früheste Dokumentation des Namens Zollinger ist auf einen tiefen aristokratischen Rang mit dem Namen «von Zollikon» zurückzuführen. Über die Jahrhunderte wurde das aristokratische «von» fallengelassen und der Name «Zollikon» entwickelte sich rasch weiter zu «Zolliker». Nur schon innerhalb von zwei Generationen wechselte der Namen erneut in die permanente Form Zollinger. Doch schon ein paar Generationen später wechselten einzelne Personen, die auf dem ursprünglichen Familiengut in Lautikon lebten, zurück zu Zolliker und behielten diese Schreibweise bis heute.
Familienmitglieder mit diesen verschiedenen Schreibweisen zu finden war sehr schwierig, weil die Herangehensweise, Namen über Telefonbucheinträge zu finden, hier nicht funktioniert. Dies deshalb, weil die Mehrheit der Personen mit diesen verschiedenen Schreibweisen keine Nachkommen der Zollinger-Familie sind, weshalb es nicht zielführend gewesen wäre, sie per Telefon zu kontaktieren. Eine Ausnahme sind die Zullingers, die vollständig von Janice Roden untersucht wurden. Und auch die Schweizer Solingers, die alle auf denselben Ursprung zurückverfolgt werden können. Für die Restlichen wäre es jetzt an der Zeit, mehr Forschung in diese Zweigen zu betreiben. Ein Anfang wurde gemacht mit dem Namen Zoller, weil viele der Zweige mit diesem Namen immer noch im angestammten Gebiet im Staat New York leben. Dort schrieben verschiedene Familienmitglieder ausführliche Familienstammbäume und kürzliche Nachforschungen haben diese Arbeit erweitert. Die Hauptaufgaben bestehen nun darin, die Sollingers in den USA und die Zollikers in der Schweiz zu finden. Das ist der Fokus, auf welchem die nächste Phase der Forschung sich konzentrieren sollte.