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c. Funktion
Das Grundkapital hat eine Sperrfunktion. Es ist ein Betrag, der von der Aktiengesellschaft freiwillig nicht weggegeben und unterschritten werden darf; wohl aber unfreiwillig, wenn ein geschäftspolitischer Entscheid der Geschäftsführung falsch war und zu Pflichten gegenüber Dritten führt, die es unumgänglich machen, das Grundkapital anzuschneiden.
Herabsetzung: Seine Herabsetzung ist kompliziert und nur möglich, wenn zu einem besonderen Revisionsbericht festgestellt wird, dass die Forderungen aller Gläubiger gesichert sind. Eine Rückerstattung des Grundkapitals an den Aktionär wird auch durch das Verbot der verdeckten Gewinnausschüttung und durch die Vorschriften über den Erwerb eigener Aktien verhindert. Wird die Gesellschaft liquidiert, sind aus dem Vermögen der Aktiengesellschaft, also auch aus dem Grundkapital, zuerst die gesellschaftsfremden Drittgläubiger zu befriedigen, erst dann die Aktionäre.
Das vom einzelnen Aktionär gezeichnete Grundkapital definiert die persönliche Haftung des Aktionärs. Ist das Kapital nur gezeichnet, aber noch nicht liberiert, muss der Aktionär auch im Konkurs der Gesellschaft den offenen Betrag einwerfen; ist sein Anteil voll liberiert, verliert er das investierte Geld.
Das Grundkapital hat auch eine Warnfunktion. Ist nur noch die Hälfte des Grundkapitals durch Aktiven gedeckt, muss die Verwaltung eine Generalversammlung einberufen, die über nötige Massnahmen entscheiden kann (Art. 725 OR).