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Der US-Open-Sieger Thiem musste in seinem Achtelfinal gegen Hugo Gaston (ATP 239), den Bezwinger von Stan Wawrinka, sehr hart kämpfen. Erst nach gut dreieinhalb Stunden und zwei verlorenen Sätzen setzte sich der Österreicher 6:4, 6:4, 5:7, 3:6, 6:3 durch. Das entscheidende Break im fünften Satz gelang ihm zum 5:3, den zweiten Matchball verwertete er, nachdem er noch einmal einen Breakball abwehren musste.
Es waren Thiems erste verlorenen Sätze am French Open. In seinem elften Best-of-5-Match seit Anfang Oktober wirkte der Österreicher mit zunehmender Spieldauer etwas angeschlagen. Der flinke und erneut sehr variantenreich spielende Gaston machte ihm das Leben aber auch überaus schwer, vor allem mit den zahlreichen Stoppbällen und Lobs. Nicht weniger als 50-mal lockte Gaston seinen vermeintlich übermächtigen Gegner mit Stopps ans Netz.
Nächster Gegner von Thiem, dem French-Open-Finalisten der letzten beiden Jahre, ist Diego Schwartzman. Der als Nummer 12 gesetzte Argentinier erreichte die Viertelfinals wie Djokovic und Nadal ohne Satzverlust.
Nadal marschiert weiter
Im Gegensatz zu Thiem machte Nadal auch am Sonntag kurzen Prozess. Der zwölffache Roland-Garros-Sieger schlug den 20-jährigen Amerikaner Sebastian Korda (ATP 213) in 1:55 Stunden 6:1, 6:1, 6:2. Nächster Gegner des Spaniers ist mit Jannik Sinner (ATP 75) ein weiterer Ungesetzter. Der bisher überzeugende 19-jährige Italiener setzte sich gegen den als Nummer 6 gesetzten US-Open-Finalisten Alexander Zverev in vier Sätzen durch.
Korda jr., sein Vater Petr Korda hatte 1996 das Australian Open gewonnen, erreichte in Paris als Qualifikant erstmals die Achtelfinals eines Grand-Slam-Turniers. Gegen sein Idol Nadal blieb er aber chancenlos. Wie Nadals letzte zwei Gegner Stefano Travaglia und Mackenzie McDonald gewann er weniger als fünf Games. In vier Spielen hat Nadal erst 23 Games abgegeben.
Halep von polnischem Teenager vorgeführt
Bei den Frauen ging das Favoritensterben am achten Turniertag weiter. Mit Simona Halep musste die am meisten genannte Titelanwärterin die Segel gegen den polnischen Teenager Iga Swiatek streichen. Die Weltranglisten-Zweite aus Rumänien war gegen die gross aufspielende 19-jährige Weltnummer 54 von A bis Z chancenlos. 30 gegenüber 12 Winner bei 20:15 unerzwungenden Fehlern standen nach 68 einseitigen Minuten zu Buche.
Für Halep war es die erste Niederlage seit dem Halbfinal am Australian Open in Melbourne. Seither hatte die Weltranglisten-Zweite 17 Partien in Serie gewonnen und die Titel in Dubai, Prag und zuletzt in Rom geholt. Durch ihr Achtelfinal-Out in Paris steht fest, dass Ashleigh Barty die Nummer 1 im Frauentennis bleibt. 2019 hatte Halep gegen Swiatek am French Open im Achtelfinal noch 6:1, 6:0 gewonnen.