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„Musik oder Lärm?“ – das hängt von der Betrachtungsweise ab. Besucher einer Veranstaltung setzten sich einer musikalischen Darbietung freiwillig aus. Anwohner hingegen nehmen die Geräusche (Musik, Stimmen, Fahrzeuggeräusche etc.) unfreiwillig war. Dauerhafter Lärm verursacht gesundheitliche Schäden von immensem Ausmass.
Bei der Betrachtung von Lärm/Musik in Verbindung mit Veranstaltungen können drei verschiedene Gruppen unterschieden werden: Mitwirkende, Besucher, Unbeteiligte (z. B. Anwohner, Tiere). Für ein Schallereignis gibt es immer einen Emissions- bzw. einen Immissionsort, der für die Beurteilung des maximal zulässigen Pegels relevant ist. Rein praktisch gesehen, ist Lärm alles, was als störend empfunden wird oder was gesundheitsschädigend wirkt. Dies kann also auch Musik oder das Geräusch von Böllern während eines Feuerwerks sein. Beim Lärmschutz kann grundsätzlich zwischen aktivem Lärmschutz am Emissionsort (akustische Massnahmen, Ausrichtung und Wahl der Beschallungssysteme etc.) sowie passivem Lärmschutz am Immissionsort (bauakustische Massnahmen und Gehörschutz) unterschieden werden. Musik, welche von Besuchern und Künstlern in der Regel nicht als Lärm empfunden wird, kann aufgrund ihrer Lautstärke und Einwirkungsdauer ebenso gesundheitsschädigend sein. Bei Musikern, Technikern und beim Bar- und Securitypersonal, ist, sofern es sich um Arbeitnehmer handelt, der Arbeitgeber im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes verpflichtet, Gehörschutzmittel zur Verfügung zu stellen und die Anwendung derer zu kontrollieren. Für Besucher gilt die Schall- und Laserschutzverordnung, welche Maximalpegel und Massnahmen beschreibt, die der Veranstalter erfüllen muss.
TA 2015