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Der Internationale Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC) verzeichnete im Jahr 2020 insgesamt 946 neue Schiedsfälle.
Dies ist die höchste Zahl an registrierten Fällen seit 2016, als eine komplexe Ansammlung kleinerer Streitigkeiten einen deutlichen Anstieg der Statistik bewirkte. Im Jahr 2019 registrierte die ICC noch total 869 neue Schiedsfälle.
Von den insgesamt 946 registrierten Fällen liefen eine Rekordzahl von 929 Fällen unter der ICC-Schiedsgerichtsordnung. 17 Fälle wurden unter Anwendung der ICC Appointing Authority Rules eingereicht, wonach die Parteien, die sich für ein ad hoc-Schiedsverfahren oder ein Vorgehen ausserhalb des institutionellen Rahmens der ICC entschlossen haben, den ICC-Schiedsgerichtshof um Unterstützung betreffend Verfahrensmanagement ersuchen können.
Diese eindrücklichen Zahlen in Zeiten einer globalen Pandemie widerspiegeln das kontinuierliche Wachstum und die verbesserte Zugänglichkeit zum ICC-Streitbeilegungsangebot. Zudem bestätigen sie den anhaltenden Aufstieg der Schiedsgerichtsbarkeit als bevorzugte Methode zur Lösung grenzüberschreitender Wirtschaftsstreitigkeiten.