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Aus der Vielfalt des internationalen Angebotes an Maissorten werden diejenigen ermittelt, die sich unter schweizerischen Anbaubedingungen in ökologischer, ökonomischer und qualitativer Hinsicht am besten eignen.
Mitte April bis Ende Mai, wenn der Boden in Saattiefe mindestens 8 °C warm ist.
In leichten, humusreichen Böden 6 cm, in schweren Böden 4 cm.
Entscheidend für hohe Erträge ist die Bestandesdichte. Die Sortentabelle zeigt die Saatmengen bei normalem Saatzeitpunkt und guten Saatbedingungen. Bei Frühsaaten und schlechten Bedingungen muss 1 Korn/m2 mehr gesät werden, bei Spätsaaten unter idealen Verhältnissen 1 Korn/m2 weniger.
Normal sind 75–80 cm. Bei Kompaktsorten (kleinwüchsig) können sich engere Reihenabstände positiv auf den Ertrag auswirken, da die einzelnen Pflanzen den Standraum besser ausnützen können.
Wählen Sie robuste Sorten mit guter Ertragssicherheit. In höheren Lagen und bei Spätsaaten erzielen Sie mit frühen Sorten höhere Erträge. Achten Sie bei Spätsaaten speziell auf eine gute Standfestigkeit!
Ideal sind tiefgründige, gut durchlüftete und humusreiche Böden und tonige Sandböden mit pH-Werten von 6.0–7.5. Auf nasse Böden reagiert Mais empfindlich. Das Saatbett erst vorbereiten wenn der Boden genügend abgetrocknet ist. In Saattiefe nicht zu fein bearbeiten.
Der Anbau von Weizen oder Triticale nach Mais gibt keine Beiträge für «schonende Bodenbearbeitung» (Fusarien). Zur Bekämpfung des Maiszünslers müssen die Stoppeln spätestens im April des Folgejahres untergepflügt werden.
110 kg/ha N, 95 kg/ha P205, 220 kg/ha K2O, 25 kg/ha Mg. Die Stickstoff-Gabe unbedingt aufteilen, da der N-Bedarf zu Beginn sehr gering ist. Mit dem N-Dünger Entec N26 kann die gesamte Stickstoffmenge ohne Auswaschgefahr vor der Saat gestreut werden.
Gesparte Trocknungskosten = zusätzlicher (Franken-) Ertrag. Darum sollte Körnermais so trocken wie möglich geerntet werden. Silomais wird je nach Verwendungszweck bei einem TS-Gehalt der ganzen Pflanzen zwischen 27 % und 34 % geerntet (Mitte Teigreife bis Ende Gelbreife).
Informationen rund um den Pflanzenschutz finden Sie bei Omya Schweiz AG, Agro. Beratungsdienst.
Der Maiszünsler verursacht durch seine Eiablage Ertragseinbussen von 10–30 % und ist der bedeutendste tierische Maisschädling in der Schweiz. Bevor sich die jungen Larven in Richtung Wurzeln durch den Stängel fressen, ernähren sie sich von Blättern und Staubbeuteln. So stören sie die Nährstoffeinlagerung in den Kolben und führen bei befallenen Pflanzen erst zu Fahnen- und später zu Stängelbruch. Dadurch geht weitere Energie verloren. Frassstellen sind zudem ideale Eintrittspforten für Pilze, weshalb mit Maiszünsler befallene Pflanzen oft erhöhte Mykotoxingehalte aufweisen.
Äusserlich zeigt sich das Schadbild anfänglich nur durch 3–4 mm grosse Löcher im Kolben oder Stängel und durch Bohrmehlhäufchen in den Blattachseln.
Die Raupen überwintern in Maisstoppeln. Werden die auf dem Feld verbleibenden Maisreste bis Ende April gemulcht (< 5 cm) oder sauber untergepflügt, kann einem Maiszünslerbefall vorgebeugt werden.
Die biologische Bekämpfung des Maiszünslers mit Schlupfwespen (Trichogramma) hat in der Schweiz gute Ergebnisse erzielt. Die Trichogramma ist der natürliche Widersacher des Maiszünslers und legt die Eier in jene des Maiszünslers. Bereits nach 9–12 Tagen schlüpft die nächste Trichogramma-Generation aus den parasitierten Maiszünsler-Eiern und die Maiszünslerpopulation kann nachhaltig auf einem sehr tiefen Niveau gehalten werden.
Der Zeitpunkt der Ausbringung in Form von Karten oder Kugeln auf dem Feld hängt nicht von der Maisentwicklung sondern vom Flug des Maiszünslers ab. Die Freilassung fällt erfahrungsgemäss in die zweite Junihälfte.
Die Trichogramma-Karten oder -Kugeln, auf denen sich die Trichogramma-Eier befinden, werden Ihnen per Post zugestellt. Die Eier reagieren sehr empfindlich auf Hitze und dürfen daher nicht der direkten Sonnenstrahlung (z.B. im Auto) ausgesetzt sein. Verteilen Sie die Karten oder Kugeln möglichst rasch nach deren Erhalt. Lässt sich eine Zwischenlagerung nicht vermeiden, können die Trichogramma während maximal 48 Stunden an einem kühlen (10–15 °C) und dunklen Ort aufbewahrt werden. Die erste Trichogramma-Karte oder -Kugel wird nach 7 Meter im Innern des Maisfeldes ausgesetzt. Weitere Trichogramma folgen alle 14 Meter.