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Régional du Val-de-Travers
|Kürzel||RVT|
|Bahntyp||Normalbahn|
|Betriebseröffnung||1883-09-24|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die RVT war Eigentum einer Aktiengesellschaft und nahm 1883 auf der Strecke Travers–Fleurier–St-Sulpice den Betrieb auf. 1886 kam die Zweiglinie Fleurier–Buttes hinzu. Der Kanton Neuenburg unterstützte die Bahn mit einer «rückzahlbaren Subvention» von 512'000 Franken und beteiligte sich zudem mit Anleihen von anfangs 210'000 Franken (später mehr) am Anlagekapital. Ferner steuerte auch die Zementfabrik in St.-Sulpice ein unverzinsliches Darlehen von 72'000 Franken bei. Den Betrieb der RVT besorgte die Suisse Occidentale–Simplon (SOS) bzw. später die Jura–Simplon-Bahn (JS), nach deren Verstaatlichung im Jahr 1903 vorübergehend die SBB und danach schliesslich die RVT selbst.
Obwohl der Personenverkehr durchaus bedeutsam war und erheblich zunahm, entwickelte sich immer mehr der Gütertransport zum wichtigsten Geschäftsfeld der RVT. 1913 beschaffte die RVT in grossem Stil neues Rollmaterial. Vor allem der Bestand an Güterwagen stieg von 9 auf 31 Einheiten. Damit zusammenhängen dürfte die gleichzeitige Aufstockung des Anlagekapitals um fast 550'000 Franken, wobei unklar ist, wie diese Gelder im einzelnen genau verwendet wurden. Das Val-de-Travers war bekannt für sein Asphaltvorkommen. 1913 wurde die Rekordmenge von 53'000 Tonnen Asphalt bergmännisch abgebaut.
Die Kriegsjahre nach 1914 überstand die RVT unbeschadet. Die Erträge aus dem Personen- und insbesondere aus dem Güterverkehr konnten sich zwischen 1914 und 1920 mehr als verdoppeln. Allerdings stieg ebenfalls der Betriebsaufwand im gleichen Zeitraum stark an, nämlich von 192'000 Franken auf 473'000 Franken. In den 1930er-Jahren geriet die RVT zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten, was 1943 zu einer grundlegenden Bereinigung der Bilanz zwang. Gleichzeitig erfolgte bis 1944 die Elektrifikation (Wechselstrom).
Erwähnungen
Diese Bahn wird in keinen anderen Kommentaren erwähnt.