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Moxibustion oder kurz nur Moxa genannt, bezeichnet den Vorgang der Erwärmung von speziellen Punkten. Moxa stammt aus Japan und wird dort seit jeher als Heilmittel eingesetzt. In China wird das Kraut zu Kegel geformt, auf die Akupunkturpunkte gesetzt und anschliessend abgebrannt. Dabei können Brandblasen und Verbrennungen entstehen.
|In meiner Praxis wird nur die Moxa-Zigarre verwendet.

Die Zigarre besteht aus Beifusskraut, welches in Papier eingewickelt und in eine Zigarren-Form gedreht wird. Das Papier wird an einem Ende entfernt und über einer Kerze angezündet. Die Zigarre ist ein schonendes Verfahren und bei sachgemässem Gebrauch können keine Verbrennungen oder Brandblasen entstehen.
Die Moxa-Zigarre kann mehrere Male verwendet werden. Um die Glut am Schluss auszulöschen wird sie mit der heissen Spitze im Sand oder in Alufolie erstickt.
Um sicher zu gehen, dass die Wärmebildung für den Klienten nicht zu heiss wird, umrahmt der Behandelnde mit einer Hand den behandelnden Akupunkturpunkt. Die Moxa-Zigarre wird nun immer wieder bis zu ca. 1 cm an den behandelnden Punkt geführt. Sobald eine starke Wärme erzielt wird, muss die Zigarre wieder entfernt werden. Dieser Vorgang wird ein paar Mal wiederholt. Je nachdem welche Stelle behandelt wird, gibt es verschiedene Techniken.
Moxa wird zur Drehung des Kindes im Mutterleib angewendet. Um eine Drehung des Kindes in die Kopflage herbeizuführen (zwischen 32. und 37. Woche), wird bei der Schwangeren mit einer glühenden Moxa-Zigarre aus sicherer Entfernung ein bestimmter Punkt am kleinen Zeh sehr stark erwärmt. Eine Garantie, dass sich das Kind dreht, stellt aber diese Methode nicht dar.
Zu früheren Zeiten war die Anwendung von Moxa sehr geruchsstark. Die heutigen Moxa-Zigarren enthalten unter anderem ätherische Öle, darunter Cineol und Thujaöl, außerdem Cholin, Harze und Tannin.