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Poker ist ein Spiel das tausende von Menschen auf der ganzen Welt begeistert und täglich werden es mehr. Die Beliebtheit dieses Spiels ist
immer weiter gestiegen, nicht zuletzt auch durch das Fernsehen und die Möglichkeit Poker Turniere
online spielen zu können. Jeder liebt den Nervenkitzel wenn es um das grosse Geld geht. Mit viel Geschick und etwas Glück schafft man es
vielleicht ganz nach oben und dieser Gedanke reizt so viele Spieler es zu versuchen. Doch woher kommt dieses aufregende Spiel eigentlich genau?
Geschichte des Poker
Die Chinesen gelten als die Erfinder der Kartenspiele. Bereits im 13. Jahrhundert entwickelten sie die ersten Karten und über Seefahrer
gelangten sie zunächst nach Ägypten. Schnell erkannte man das Potential und verband die ersten Kartenspiele mit Wetten. Viele Kartenspiele
wurden von da an erfunden. In Europa und damit auch in Deutschland begann der Boom der Kartenspiele aber erst im 17. und 18. Jahrhundert.
Die Deutschen erschufen das Spiel "Pochen", also "Klopfen" und im Englischen heisst klopfen "to poke". Damit startete die Verbreitung des Pokers
und sein Siegeszug begann. Viele Länder Europas entwarfen ihre eigenen Kartenspiele und viele Varianten vermischten sich. Franzosen brachten
ein, dem Poker sehr ähnliches Spiel, über den Atlantik nach New Orleans und es wurde schnell zum Kartenspiel Nummer eins.
Wie viele andere grossartige Spiele auch, unterlag Poker leider vielen Betrugsversuchen. Ehrliche Spieler verloren viel Geld an Abzocker die
sich Vorteile mit unfairen Mitteln verschafften. Wer mehr gewettet hatte als er besass, wurde oft erschossen oder beging kurz danach Selbstmord. Es
dauerte viele Jahre bis sich das englische 52-Kartendeck einbürgerte und Namen wie "flush" oder "straight" sich festigten. Anfang des 20. Jahrhunderts
wurde dann die erste Form des heute bekannten Texas Holdem gespielt. Man begann das Spiel ernsthaft zu analysieren und stellte Berechnungen für
Wahrscheinlichkeiten auf. Ab den 70ern wurden die ersten Poker Bücher mit konkretem Inhalt auf den Markt gebracht und einige legendäre Pokerspieler,
z.B. Doyle Brunson, machten sich einen Namen. In der Zwischenzeit wurden auch viele verschiedene Pokerarten wie das Seven-Card-Stud oder Draw-Poker
erfunden, wodurch das Spiel noch mehr Möglichkeiten bieten konnte.
Poker Spielregeln
Diese Spielregeln beschreiben das ursprüngliche Texas No Limit Holdem, der aufregendsten Variante vom Poker. Für alle anderen Arten sind die
Spielregeln etwas geändert worden, aber wer die Grundkenntnisse beherrscht wird auch in diesen schnell Fuss fassen können!
Beim Poker wird der Sieger anhand einer festgelegten Hände-Hierarchie ermittelt. Bevor man sich mit dem Spielablauf vertraut macht, sollte man
diese Reihenfolge kennen, damit man zu jedem Zeitpunkt des Spieles seine ungefähren Chancen kennt. Wichtig ist dabei zu wissen, dass aus den
7 möglichen Karten (2 auf der Hand + 5 auf dem Tisch) nur die besten 5 Karten genommen werden, um eine dieser Hände bilden zu können. Hier die
Rangfolge im Kurzen erklärt:
- 1. Die höchste Karte (z.B. ein Ass)
- 2. 1 Paar
- 3. 2 Paar
- 4. Drilling
- 5. Strasse
- 6. Flush (5 Karten desselben Zeichens)
- 7. Full House (1 Paar + 1 Drilling)
- 8. Vierling
- 9. Straight Flush (Strasse + 5 Karten desselben Zeichens - also z.B. Herz)
- 10. Royal Flush (dasselbe wie Straight Flush, nur mit den Karten von 10 bis Ass gebildet)
Diese Reihenfolge muss von 1 bis 10 betrachtet werden. Je höher die Zahl, desto wertvoller ist die eigene Hand. Es gewinnt immer derjenige mit der
stärksten Kombination. In vielen Fällen ist es auch möglich, dass zwei Personen dieselbe Hand haben können. Bei Strassen z.B. zählt dann die höhere
Kombination, bei einem Full House der höhere Drilling und bei einem Flush die höchste Karte des Zeichens.
Nun zu den Spielregeln! Am Anfang müssen die zwei Spieler links vom Kartengeber (Dealer) gezwungene Einsätze (Blinds) in die Mitte legen. Das
garantiert für jede Runde einen kleinen Pot um den auf jeden Fall gespielt werden kann. Dann verteilt der Kartengeber an jeden Spieler zwei Karten,
immer eine Karte für jeden und dann noch einmal. Diese Karten werden für die anderen Spieler nicht sichtbar auf der Hand gehalten. Diese
so genannten "pocket cards" bilden
den Ausgangspunkt einer jeden Runde. Auf diese kann auch schon gewettet werden. Diese Phase nennt man "Preflop", also bevor die ersten drei
Gemeinschaftskarten auf den Tisch gelegt werden. Man hat nun das erste Mal die Möglichkeit eine Aktion zu machen. Entweder man wettet, schmeisst weg
oder erhöht die Wette eines anderen Spielers. Wenn alle Spieler den höchsten Betrag angeglichen haben bzw. ihre Hand geschmissen (gefoldet) haben,
werden die ersten 3 Gemeinschaftskarten aufgedeckt. Beim No Limit Holdem Poker muss man wissen, dass die Wetthöhe unbegrenzt ist. D.h. man kann in
einer Runde auch sein gesamtes Geld einsetzen und auch verlieren.
Die auf dem "Flop" für alle Spieler sichtbaren Karten können mit den zwei eigenen Karten kombiniert werden. Im Idealfall ergeben sich hier schon
Kombination für ein Paar oder höherwertiger. Dann wird wieder gesetzt.
Dann kommt der "Turn" mit einer weiteren Gemeinschaftskarte. Wieder muss man seine Hand überprüfen und erkennen wie man dasteht und kann wieder
wetten. Mit dem "River" kommt dann die letzte Karte ins Spiel und wieder können Chips in die Mitte gelegt werden.
Sind alle Karten aufgedeckt und alle Wetten wurden angeglichen, kommt es zum Höhepunkt, dem Showdown. Alle Spieler müssen ihre zwei verdeckten Karten
offen legen und es wird der Gewinner bestimmt! Danach beginnt eine neue Runde, die Karten werden gemischt und die Blinds rücken eins weiter nach links.
Ein wichtiger Punkt sei hier für Anfänger schon einmal erwähnt. Es ist keine Regel bis zum Showdown mit gehen zu müssen. Man kann in jeder Wettrunde
seine Karten folden und das Spielgeschehen beobachten. Selten wird ein Paar gewinnen, sodass man sich nicht auf kleine Wahrscheinlichkeiten versteifen
sollte. Es ist keine Schande seine Hand schon vor dem Flop weg zu werfen und auf eine bessere zu warten!
Poker ist ein sehr komplexes Spiel und die Regeln scheinen für den Anfang sehr kompliziert zu sein. Doch wer sie kennt und sich auf das Spiel
konzentrieren kann, der wird sicher bald der Magie der Karten verfallen. Die Kombination aus Wetten, dem Ungewissen, das grosse Geld u.v.m. machen
Poker dabei so reizvoll.