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Schlangengifte in der klassischen Homöopathie
Wenn früher ein Patient oder eine Patientin vor mir sass, ich nach dem Gespräch meine Arzneiideen hatte und ich dann repertorisierte und dann Lachesis muta weit vorne stand, dann verschrieb ich diese Arznei, ob der Patient nun gesprächig war oder nicht. Ich war mir nicht bewusst, dass, wenn Lachesis weit vorne stand, es mir nur sagen wollte: schau Dir alle Schlangenarzneien gut an! Denn Lachesis zeigt eigentlich die Symptome an, die fast alle Schlangen haben…
Die Urschlange, also der gemeinsame Vorfahre aller heute lebenden Schlangenarten, hatte wahrscheinlich Beine mit Zehen und ging nachts auf die Jagd .
Man geht davon aus, dass Schlangen vor etwa 128 Millionen Jahren an Land entstanden sind und nicht im Wasser, wie oft vermutet wird. Wahrscheinlich ist, dass das ursprüngliche Kriechtier, über dessen Größe die Wissenschaftler keine genauen Angaben machen, in den Wäldern der südlichen Erdhalbkugel auf die Jagd nach Wirbeltieren, aber auch nach wirbelloser Beute ging.
Die Jagdmethoden der heute lebenden Schlangen sind verschieden: Giftschlangen etwa beißen ihre Opfer und lassen sie dann in der Regel wieder los. Wenn die Beute dann flieht, folgen sie gemächlich. Das Gift wirkt meist bereits nach wenigen Minuten. Würgeschlangen umschlingen ihre Beute. Mit jedem Ausatmen des gefangenen Tiers ziehen sie fester zu, bis das Opfer das Bewusstsein verliert.
Es gibt drei verschiedene Arten von Schlangen: Würgeschlangen, Giftschlangen und ungiftige Schlagen. Die Schlangengifte sind die physiologisch wirksamen Bestandteile des Giftapparates. Diese Gifte dienen hauptsächlich der Beutejagd und der Verdauung, daneben auch zur Verteidigung gegen Angreifer. Das Gift der Crotaliden wirkt hämolytisch, greift also Gewebe und Blutgefässe an (Bothrops jararaca, Chenchris, Crothalus cascavala, Crotalus horridus, Lachesis) Das Gift der Elapidae wirkt neurotoxisch, greifen also die Nerven an, was dann Einfluss auf die Herztätigkeit hat (Elaps, Naja naja, Hydrophis cyanocinctusc (Wasserschlange))
Die Gifte bewirken…
… Entzündungen, Schmerzen und Ödeme
… zytotoxisch, schädigen also Zellen und Gewebe
… Hämorrhagien, was zu einer Schädigung der Blutzellen und Blutgefäs-
se führt
… Zytolyse: Schädigung von Muskel-, Haut- und Bindegewebe, starke
Schmerzen, Nekrosen, Sehstörungen
… Myotoxizität: Schädigung von Muskelgewebe und Muskelschwäche
… Cardiotoxizität: Schädigung der Herzzellen, Arrythmie und Herzstillstand
… Neurotoxizität: Wirkung auf das Nervensystem mit
Lähmung, Krämpfe, Delirien
… Hämotoxizität, Wirkung auf die Blutgerinnung (Thrombocyten)
Herabsetzung der Blutgerinnung, was Thrombosen hervorrufen kann
Die allgemeinen Familiensymptome der Schlangen
Je nach dem, um welche Schlangenart es sich handelt, ob es sich um eine Giftschlange oder eine Würgeschlange handelt oder ob es um eine ungiftige Schlangenart geht, sehen die homöopathischen Mittelbilder recht unterschiedlich aus. Dennoch gibt es viele Gemeinsamkeiten.
Obwohl selbst recht angriffslustig haben viele homöopathische Schlangenmittel eine Abneigung gegen Streit. Sie kämpfen nur, wenn es absolut notwendig ist, doch dann häufig mit einer hohen Intensität. Rache, Intrigen, heftige Impulse sind vielen Menschen, die ein homöopathisches Schlangenmittel benötigen, nicht fremd.
Schlangen neigen oft zu heftiger Eifersucht und Missgunst und zeigen ein besitzergreifendem Verhalten. Die heftige Eifersucht und das besitzergreifende Verhalten vieler Schlangen sind in der Regel auf ein tiefes Verlassenheitsgefühl zurück zu führen. Die Eltern eine Schlangenkonstitution haben nicht sehr gut zu ihm oder ihr geschaut…
Schlangen haben oft Halssymptome, wie zB. wiederkehrende Halsinfektionen. Der Hals gilt als sehr berührungsempfindlich und Rollkragenpullover und enge Oberteile mit engem Ausschnitt werden nach Möglichkeit vermieden.
Generell und auch für Beschwerden im Halsbereich ist auffallend, das Symptome oft links beginnen und dann nach rechts wandern. Dies kann aber auch bei Kopfschmerzen und rheumatischen Beschwerden so sein.
Schlangen schlafen sich in die Verschlimmerung hinein und somit ist die schlimmste Zeit für Schlangen der Morgen. Patienten, die eine Schlangenarznei benötigen, Erwachen zum Beispiel am Morgen mit Kopfschmerzen, erwachen und machen dann einen epileptische Anfall, erwachen und sehen auf dem rechten Auge aufgrund einer Augenblutung nicht mehr gut…
Da die Schlangenarzneien vorwiegend syphilitischen sind, treten natürlich Symptome auch in der Nacht auf.
Generell brauchen Schlangen am Morgen oft zwei oder drei Kaffees, damit sie funktionstüchtig werden...
Fast alle Schlangenmittel haben einen starken Herzbezug. Herzklopfen, Herzstiche, Vergrößerungsgefühle und Schmerzen an der Herzspitze sind nur einige Symptome, die auf ein Schlangenmittel hindeuten können.
Wenn man sich den Weg des Giftes im Körper nach einem Schlangenbiss vorstellt, werden diese Symptome verständlich.
Wenn ich bei der Anamnese an eine Schlange denke, dann frage ich immer, ob der Patient oder die Patientin hellsichtig sind und auch intuitive Entscheidungen treffen.
Menschen, die ein homöopathisches Schlangenmittel benötigen, haben häufig Träume von Schlangen. Manchmal träumen sie auch, dass sie von Schlangen gebissen werden. Auch Ängste vor Schlangen können auftreten. Viele Menschen, die ein homöopathisches Schlangenmittel benötigen, haben Angst vor dem Einschlafen. Häufig ist die Angst vor dem Einschlagen gepaart mit der Angst, im Schlaf zu sterben.
Häufig spielen auch Gedanken an den Tod bzw. Ängste vor dem Sterben eine grosse Rolle bei den Beschwerden.
Vielen Menschen, die ein homöopathisches Schlangenmittel benötigen, verfügen über eine starke Ausstrahlung. Sie sind äußerst attraktiv, sexy und es scheint etwas Magisches von ihnen auszugehen.
Ihre starke Sexualität wirkt auf andere oft sehr verführerisch - und sie wissen, ihr Aussehen einzusetzen, um zu manipulieren und zum Ziel zu kommen. Schlangen haben zwar keine Ellenbogen - aber um ein Ziel zu erreichen, wachsen ihnen doch noch Arme
Das Wissen um die eigenen Abgründe und Tiefen gibt ihnen die Möglichkeit, auch tief in das Wesen von anderen Menschen hinein zu spüren.
Sie kleiden sich attraktiv, und die Bewegungen sind ein Tanz - ganz anders als die Spinnen. Wenn ich manchmal nicht sicher bin, ob ich ein Schlangen- oder ein Spinnenmittel verschreiben soll, dann
Viele Patient*Innen, die eine Schlangenarznei benötigen, haben aufgrund des Elternhauses eine Beziehungsstörung. Das Kind wurde zwar materiell versorgt, aber man verbrachte keine Zeit mit dem Kind zum Schmusen, reden, zuhören, spiegeln. Es wurde keine Nähe, Zuwendung und Sicherheit gegeben… Die emotionalen Bedürfnisse werden nicht erfüllt. Das Kind hat zwar eine sehr grosse Freiheit - aber nicht darum, weil Vertrauen da ist, sondern weil die Eltern die Verantwortung und Aufsicht für das Kind nicht übernehmen wollen. Das Kind erhält bei Schwierigkeiten keine Rückendeckung…
Als Kind zeigen sie keine Wut auf ihre Eltern - aus Angst, ganz verlassen zu werden…
Lieben Dank für’s Lesen
und herzliche Grüsse, Claudio