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|Lehrgänge|

Bis zum ersten Selektionsrapport nach fünf Wochen haben die Anwärter Zeit, die an sie gestellten Anforderungen zur vollsten Zufriedenheit zu erfüllen. Von der Grundschulung der Schweizer Armee werden nur die spezifischen für die Fsch Aufkl relevanten Elemente ausgebildet. In dieser Phase sind die Anwärter auf sich alleine gestellt. Die Ausbildung ist von Beginn an kompromisslos auf den späteren Einsatz ausgerichtet, obwohl sich die Anwärter noch in der Selektionsphase befinden. Diese Zeit stellt sehr hohe Anforderungen an das körperliche Leistungsvermögen der Rekruten. Wöchentlich werden Leistungsmärsche durchgeführt, die zunehmend anspruchsvoller werden und zum Teil mit Vollpackung absolviert werden oder mit verschiedenen Posten wie Pistolen-, Sturmgewehrschiessen, Hindernissbahn u.a. ergänzt werden. Höhepunkt der ersten Phase ist die Übung "Ironman", die jeder Anwärter erfolgreich zu bestehen hat. Jene Anwärter, die den hohen Anforderungen der Fsch Aufkl nicht genügen werden in eine andere Schule versetzt, wobei nach Möglichkeit die Wünsche des Rekruten berücksichtigt werden.
Die zweite Selektionsphase steht im Zeichen des Sprungdienstes. Das Ziel dieser vier Wochen ist in einer ersten Phase die Überprüfung der fallschirmtechnischen Fähigkeiten, in einer zweiten das erlernen des militärischen Fallschirmspringens. So absolvieren die Anwärter bereits in der ersten Sprungwoche einen schulmässigen Nachteinsatz. Weitere Ausbildungsschwerpunkte in dieser Phase sind das körperliche Training, das Beherrschen der eingesetzten Waffen sowie computerunterstützte nachrichtendienstliche Ausbildung. Nach vier Wochen findet der zweite Selektionsrapport statt. Auch nach dieser Selektion besteht immer noch die Möglichkeit, dass ein Anwärter, der keine Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt hat, entlassen wird.
In den folgenden Wochen liegt das Schwergewicht darin, die Anwärter in spezifischen Thematiken der Fsch Aufkl einzuführen. Ab diesem Zeitpunkt werden die meisten Übungen nur noch taktisch durchgeführt. Einzelkämpferausbildung mit taktischem Biwakbau, Verhalten und Patrouillieren im feindlichen Gebiet sowie Vorgehensweisen bei Kontakt mit Hunden. In diesem Abschnitt findet auch die Ausbildung an der Funkausrüstung, die Einweisung auf den Rundkappenfallschirm T-10 für TIEF-Einsätze (200 Meter/Grund) sowie die Schulung für Sauerstoffeinsätze (höher als 7000 Meter/Meer) statt. Die fallschirmtechnischen Anforderungen werden laufend erhöht. Das Springen in anspruchsvolle Landezonen im Gebirge sowie in Gewässer wird geübt. Die Kenntnisse wie Waffenausbildung, Nachrichtendienst, Seiltechnik werden weiter gefestigt. Höhepunkt dieses Ausbildungsblockes ist eine mehrtägige Übung, in welcher die verschiedenen Elemente der Ausbildung im Gesamtzusammenhang angewendet werden. Mit dieser Übung können die Aspiranten beweisen, dass sie das Erlernte auch in der Praxis umsetzen können.
Am Ende der 43 Wochen (Unteroffiziere), respektive 59 Wochen (Offiziere) dauernden Grundausbildung werden die Anwärter zum Fallschirmaufklärer Unteroffizier bzw. Fallschirmaufklärer Offizier brevetiert.