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Della architettura von Viola Zanini ist ein architektonisch technisch-praktisches Handbuch der Renaissance.
Der Autor, Giuseppe Viola Zanini, war ein erfahrener Kartograph und Architekt. Er stammte aus einer Familie von Baumeistern: Sein Großvater war Maurer und sein Vater war in den letzten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts in der Stadt Padua im Baugewerbe tätig. Der eigentliche Mentor von Viola Zanini scheint jedoch der paduanische Adlige Vincenzo Dotto (1572-1629) gewesen zu sein, ein erfahrener Geograph Kartograph und bemerkenswerter Architekt, der verschiedene Werke in Padua und Umgebung schuf.
Das Werk, das zum Teil auf Veranlassung von Vincenzo Dotto veröffentlicht wurde, ist in zwei Büchern unterteilt, gebunden in einem Band von 21cm. Geplant waren drei, welches er durch seinen frühen Tod nicht verwirklichen konnte.
Das erste ist den Materialien und Bautechniken gewidmet. Das zweite der Theorie und Praxis der fünf Ordnungen der Architektur.
Das erste Buch (1-252) ist den Materialien und Bautechniken gewidmet. Nach der Widmung, dem Vorwort und der Tabelle mit dem analytischen Index – findet sich eine kuriose Erwähnung der Ursprünge der Architektur, gefolgt von zwei knappen Abhandlungen über die Prinzipien der Geometrie und der Perspektive, die aus den Werken von Sebastiano Serlio, Daniele Barbaro und Cristoforo Sorte abgeleitet wurden. Interessant ist jedoch die Beschreibung der Verwendung der Perspektive bei der Gestaltung der Quadraturen für die Decken der Räume, die auch die Lösung der mehrfachen Fluchtpunkte umfasst.
Das erste Buch von Viola Zanini, das sich mit den Baumethoden ihrer Zeit befasst, ist besonders wichtig, da es die Fachliteratur vorwegnimmt, die im 17. Jahrhundert veröffentlicht werden sollte: Interessant sind beispielsweise die statischen Überlegungen zur Form der Bögen und die Verwendung von Metallbindern oder die Beschreibung der Montage von Holzrippen und -bindern, der Herstellung von venezianischen Terrazzoböden, Marmorino-Putz, Bleiblechdächern usw.
Der Inhalt des zweiten Buches (253-497) befasst sich mit der Theorie und Praxis der fünf Ordnungen der Architektur. Inspiriert von Vitruv, Alberti und Palladio, stellt er in Wirklichkeit eine müde Wiederbelebung der Ordensregeln dar.
Trotz seiner erstaunlichen Grösse ist das Buch visuell sehr ansprechend.