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Lucas Federers Buch «Zwischen Internationalismus und Sachpolitik» beschäftigt sich mit der trotzkistischen Bewegung in der Schweiz in den Jahren 1945-1968. Den kleinen, aber beständigen trotzkistischen Gruppierungen gelang es trotz ihrer geringen Grösse, politische Initiativen, ausserparlamentarische Bündnisse und Protestaktionen zu lancieren, so etwa im Widerstand gegen die atomare Bewaffnung der Schweizer Armee, in der Solidarität mit der algerischen Unabhängigkeitsbewegung oder hinsichtlich den Forderungen nach einem allgemeingültigen Mindestlohn. Lucas Federer untersucht, wie die trotzkistische Strömung im Kontext des Kalten Krieges aktiv war, was sie verändert hat, wo sie in Erscheinung trat und woran sie gescheitert ist.
In seiner Besprechung stellt Marcel Bois (Hamburg) die zentralen Erkenntnisse der Studie dar, diskutiert ihre Thesen und hält abschliessend fest, «dass Lucas Federer ein anregendes, nachvollziehbar argumentierendes und gut lesbares Buch vorgelegt hat. Trotz einiger Redundanzen, die zum Teil dem Aufbau der Studie geschuldet sind, liefert es wesentliche neue Erkenntnisse zur Historiografie der Schweiz im Kalten Krieg. Federers Ansatz, die Geschichte des Trotzkismus aus einer neuen Perspektive zu untersuchen, ist zweifellos aufgegangen.»
Die Besprechung ist auf infoclio.ch und HSozKult frei verfügbar, das ganze Buch open access auf der Website des transcript Verlags.