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Archive for August, 2015
I Wie lässt sich so etwas begreifen wie die Philosophie?
I Die Philosophie der Antike hat einen Anfang, der mit Thales gesetzt wird, und ein Ende …
I Die Figur, die am Anfang des antiken Philosophierens steht, trägt den Namen Thales. Von ihm ist kein Text überliefert, kein Text greifbar, von dem mit Bestimmtheit gesagt werden kann, dass Thales ihn geschrieben hat. Das Philosophieren dieser Figur ist damit nicht einfach, nicht materiell fassbar.
I Seit wann ist Denken fassbar? Soll Denken überhaupt fassbar sein oder begreifbar im Sinn eines Erfassens durch die Hände? Das wäre doch anfassbar und das ist doch widersinng, ein Begreifen in diesem Sinne von der Philosophie zu erwarten.
Notiz
I Thales von Milet sei „der früheste für uns greifbare Philosoph“, schreibt Christoph Horn (Philosophie der Antike (München: Beck, 2013) S. 7, er habe im Jahr 585 v. Chr. eine Sonnenfinsternis vorhergesagt, mit der man ihn zeitlich fassen könne. „Die philosophisch zentrale Leistung des Thales ist aber, dass er die erscheinende Wirklichkeit, wir wir sie aus der Erfahrung kennen, auf ein grundlegendes Prinzip zurückzuführen suchte.“ (Horn, S. 10).
„ Ein Tag ist auch ein Raum.“
Beginn von N 30, einem Prosagedicht in 31 Kapiteln von Jeroen Mettes (1978-2006) nach: Daniel Rovers, „Das absolute Gehör für bullshit – Der Dichter Jeroen Mettes“, in: Schreibheft 84 , S. 138.
I Wenn ich Boethius lese, dann wird die Zeit mit dem Raum zur Zelle.
I Wenn ich die Illustrationen betrachte, die Boethius in der Zelle mit der Dame Philosophie zeigen, dann erscheint mir die Illustration als Zelle, in der andere Zellen aufgeschlossen werden können.
I In der Zelle des Bilds oder des Texts, der ein Bild beschreibt, Freirräume oder Freiheitsgrade erschliessen, das ist eine Hoffnung, die der Idealismus seit der Antike formuliert.
I Ist das ein Argument?
I Es ist eine Aussage, die weiter ausformuliert werden sollte.