Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03141.jsonl.gz/767

Ein Break zu Beginn des 3. Durchgangs brachte die Entscheidung zu Gunsten Federers. Weil die Weltnummer 2 aber nicht nachlegen und über die gesamte Partie hinweg nur eine durchzogene Leistung abrufen konnte, blieb es bis zum Schluss eine zähe Angelegenheit.
151 Minuten zuvor hatte Federer einen veritablen Fehlstart hingelegt, wirkte fahrig und reagierte gegen Chardy nur aus der Defensive heraus. Er lag im 1. Umgang 0:3, 1:4, später 2:5 zurück und fand dank gütiger Mithilfe des Franzosen doch noch ins Spiel.
Nichts für schwache Nerven
Denn als dieser zum Satzgewinn aufschlagen konnte, zitterte die Hand. Der 17-fache Major-Champion nutzte seinen ersten Breakball und verkürzte auf 4:5. Chardy konnte reagieren und erhielt bei Aufschlag Federer vier Chancen, um den Umgang erfolgreich abzuschliessen.
Wiederum schaffte es der 33-Jährige, sich zu befreien. Und weil im folgenden 11. Game bei Chardy überhaupt nichts mehr zusammenpasste, nahm er seinem Gegner gleich nochmals den Aufschlag ab (zu null!).
Wer nun dachte, dass alle Vorteile bei Federer liegen würden, irrte. Stattdessen blieb der Satz turbulent. Chardy glich zum 6:6 aus und erzwang ein Tiebreak. Dieses eröffnete er mit einem Doppelfehler und schloss es mit einem überflüssigen Vorhand-Return ins Netz ab. Damit fiel die Kurz-Entscheidung aus Sicht von Federer mit 7:5 aus, es war dies das 11. siegreiche Tiebreak in Folge für den Maestro.
2 Matchbälle und das «Dutzend» verpasst
Der zweite Durchgang blieb umkämpft, war aber längst nicht mehr so dramatisch. Nachdem Federer beim Stand von 5:4 als Returnspieler zwei Matchbälle ausgelassen hatte, wurde erneut ein Tiebreak nötig. Mit 7:5 sorgte Chardy für eine weitere Verlängerung des Matches und dafür, dass der Schweizer sein «Dutzend» nicht vollmachen konnte. Es sollte dies ein letztes Aufbäumen des einstigen Juniorensiegers bei Wimbledon gewesen sein.
Im Achtelfinal trifft Federer, 2011 Sieger an diesem Turnier, auf Lucas Pouille (ATP 176). Der 20-jährige Franzose, der via Qualifikation ins Haupttableau vorgestossen war, setzte sich in der 2. Runde gegen den Italiener Fabio Fognini durch.
Sendebezug: Radio SRF 3, Abendbulletin, 29.10.14 18:03 Uhr