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Die fossile Wärmeerzeugung soll innert zehn Jahren um 27 Prozent sinken, der Verbrauch von fossilen Treibstoffen um 35 Prozent. Zum Ausgleich sieht das Energiekonzept eine Steigerung der erneuerbaren Wärmeerzeugung um 60 Prozent vor. Die Ökostrom-Produktion will der Kanton verdoppeln, bei einem insgesamt gleich bleibenden Stromverbrauch.
Die Regierung will insgesamt 18 Massnahmen umsetzen. Sie rechnet damit, dass die kantonalen Aufwendungen für das Energieförderprogramm von heute rund 7 Millionen Franken auf 8 Millionen Franken pro Jahr steigen werden. Voraussichtlich wird der Bund mehr Fördergelder zur Verfügung stellen.
Das Energiekonzept 2020 bis 2030 ist die Fortsetzung eines früheren Konzepts aus dem Jahr 2007. Die dort definierten Ziele erreichte der Thurgau nur teilweise. Planmässig um 16 Prozent reduziert wurde im Zeitraum 2000 bis 2016 der Verbrauch fossiler Energie in Gebäuden, Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen und Infrastruktur.
Durchzogene Bilanz
Erreicht hat der Kanton auch die angestrebte Steigerung der Produktion von erneuerbarer Wärme und Ökostrom. Verfehlt wurde hingegen die geplante Einsparung von fossilen Treibstoffen um 5 Prozent. Stattdessen nahm der Verbrauch im Verkehr um 8 Prozent zu.
Die Zunahme des Stromverbrauchs sollte gemäss Energiekonzept von 2007 auf 5 Prozent beschränkt werden. Effektiv nahm der Verbrauch um 11 Prozent zu. Das übergeordnete Ziel bleibt auch im neuen Energiekonzept 2020 bis 2030 das gleiche: Die Förderung einer nachhaltigen und sicheren Energieversorgung.