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Bei den Briten war es 1992. Das Jahr, das Queen Elizabeth II., 95, höchstpersönlich als «annus horribilis» bezeichnete. Zu der Charakterisierung der vorangehenden Monate als «schreckliches Jahr» hatten unter anderem ein Brand auf Schloss Windsor, die Trennung von Prinz Andrew und seiner Ehefrau Herzogin Sarah, die Scheidung von Prinzessin Anne und ihrem Ehemann Mark Phillips und die Trennung von Prinz Charles und Prinzessin Diana geführt. Um nur einige Punkte zu nennen.
Bei den Monegassen war es 2021. Im Gegensatz zu den nördlicheren Nachbarn lässt sich das Ganze allerdings in nur einen Punkt zusammenfassen: Absenz. Diese allerdings war so langwierig und so bestimmend, dass sie das Jahr zu einem ebenso schrecklichen hat werden lassen wie 1992 für die Briten. Fürstin Charlène, 43, war die Leidtragendste der Geschichte. Denn sie war es, die sechs Monate lang in ihrer Heimat Südafrika festgesessen hatte, wegen einer schweren Entzündung im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und vielen darauffolgenden Operationen nicht nach Hause zurückkehren konnte. Und die auch die letzten Tage des Jahres in einer Klinik fernab ihrer Heimat Monaco verbringen musste – und wie sich nun herausstellen sollte: zum grössten Teil allein.
Zwar hatte der monegassische Hof unmittelbar vor Weihnachten bereits angekündigt, dass Fürstin Charlène über die Feiertage in der Klinik bleiben würde, in die sie sich zuvor begeben hatte. «Ihre Hoheit Fürstin Charlène erholt sich auf zufriedenstellende und beruhigende Weise, auch wenn es noch einige Monate dauern kann, bis ihre Gesundheit wieder vollständig hergestellt wird», hiess es in der Mitteilung des Palasts. Doch in selbiger Mitteilung war auch die Rede davon gewesen, dass sie sich dabei auf Unterstützung würde freuen können. «Ihre Durchlaucht Fürstin Charlène wird während der Weihnachtsfeiertage von Ihrer Durchlaucht Fürst Albert II. und ihren Kindern besucht werden.»
Wie die «Bunte» nun berichtet, soll der Besuch von Fürst Albert, 63, und den Zwillingen Prinz Jacques und Prinzessin Gabriella, 7, allerdings sehr kurz ausgefallen sein. Vier Stunden lang durfte Charlène ihre Liebsten am 23. Dezember bei sich haben. Die Zwillinge sollen ihrer Mutter Zeichnungen mitgebracht und mit ihren Eltern gegessen, gespielt, gesungen und gebetet haben. Doch das Wiedersehen nach fünf Wochen fand ein jähes Ende, als die Besuchszeit bei Charlène um war.
Auf diese wird in der Klinik, in der sich Charlène von ihrer psychischen und physischen Erschöpfung erholt und die sich Gerüchten zufolge in Zürich befinden soll offensichtlich grossen Wert gelegt. Denn zunächst einmal hatte die Fürstin gar keinen Besuch empfangen dürfen, weil der Fokus darauf gelegen habe, sich zu erholen und zu Kräften zu kommen, wie die «Bunte» weiss.
Mittlerweile soll es ihr besser gehen, sie fühle sich nicht mehr so erschöpft und soll ebenfalls an Gewicht zugenommen haben. Entsprechend hatten die Ärzte einen Besuch der Familie bei Charlène für möglich eingestuft. Und von dieser Einschätzung machten Albert und die Kids gleich zweimal Gebrauch.
Denn auch zu Beginn des Jahres liessen sich die drei bei Charlène blicken. Wo sie die Weihnachtstage in gewohnter Umgebung in Monaco verbracht haben sollen, kehrten sie am 2. Januar in die Klinik zurück, wo wieder «ein geheimer Blitzbesuch» anstand, wie das deutsche Magazin die Visite nennt. Es ist also davon auszugehen, dass auch dieser Aufenthalt bei Charlène nicht von langer Dauer gewesen ist.
Obschon sich Charlène nicht lange an der Anwesenheit ihrer Familie erfreuen konnte, dürfte die Wiedervereinigung nach fünf Wochen ihr gutgetan haben. Schliesslich hatte sie schon während ihres Zwang-Aufenthalts in Südafrika mehrfach berichtet, wie sehr sie ihren Mann und ihre Kinder vermisse.
Dorthin war die Fürstin im Mai 2021 für ein karitatives Engagement für knapp zwei Wochen geflogen. Daraus sind wegen einer lange verschleppten Entzündung im Hals-Nasen-Ohren-Bereich rund sechs Monate geworden, die sie auf dem afrikanischen Kontinent ausharren musste. Nach ihrer kurzzeitigen Rückkehr nach Hause in den monegassischen Palast Mitte November verabschiedete sie sich nur kurze Zeit später wieder, um sich in einer Klinik von den Strapazen zu erholen. Verschiedene Medien berichteten daraufhin, dass sie sich in Zürich behandeln lassen soll, was so allerdings nie bestätigt worden ist.
«Charlène ist wirklich erschöpft», sagte Albert daraufhin im Gespräch mit «Paris Match». Sowohl physisch als auch psychisch, meinte er, schlägt sich die Erschöpfung bei seiner Gattin nieder. «Deswegen haben wir zusammen und mit unserer nächsten Familie entschieden, dass es das Beste sei, wenn sie sich in Ruhe ausserhalb von Monaco erholen kann, aus den offensichtlichen Gründen der Diskretion und des Komforts.»
Charlènes Vater lieferte dann Anfang Dezember ein erstes Update zum Gesundheitszustand. Im Gespräch mit News24.com berichtete er, dass seine Tochter «nach wie vor sehr müde» sei. Doch verbreitete er auch Optimismus auf eine baldige Besserung der Situation. «Meine Tochter war es gewohnt, 20 Kilometer am Tag zu schwimmen», sagte er über die einstige Profisportlerin. «Da ich weiss, wie sie trainiert hat, weiss ich, dass sie stark ist und dass sie es schaffen und viel stärker zurückkommen wird.»