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Karl Bickel Vita
Geboren am 13. Februar 1886 in Zürich-Hirslanden, wächst Karl Bickel ab 1890 vaterlos auf. Der junge Bickel absolvierte 1900 -1904 eine Lithografenlehre im Artistischen Atelier von Paul Bleuler, das vor allem Postkarten entwarf. Danach arbeitete er als angestellter Werbegrafiker, um sich aber bald schon selbständig zu machen. Später trug er dann mit seinen in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen grafischen Anstalt J.E. Wolfensberger im Weltformat gestalteten Plakaten zum internationalen Ruf der Schweizer Grafik bei.
Seine Affinität zur Kunst liess Bickel schon früh Abendkurse an der Kunstgewerbeschule Zürich belegen und veranlasste ihn 1912 nach Italien zu reisen. In Florenz waren es vor allem die monumentalen Skulpturen Michelangelos, die ihn nachhaltig beeindruckten und zu ersten eigenen bildhauerischen Versuchen in Marmor inspirierten.
Unterbrochen wurde Karl Bickels Karriere im Jahr darauf von einer schweren Tuberkulose-Erkrankung. Die Genesung im Lungensanatorium Walenstadtberg und der Ausbruch des Ersten Weltkriegs sowie der Arbeiteraufstand 1918 in Zürich bewirkten in ihm einen Sinneswandel. Vom erfolgreichen Zürcher Gestalter und Künstler entwickelte er sich zum eingekehrten Verfechter des Friedens für jeden und alle, welcher sich in der Nähe der Stätte seiner Heilung niederliess und sich selber gelobte, sein Lebenswerk einem Monument des Friedens zu widmen.
1924, nach dem Tod seiner Mutter, verkaufte er das Haus in Zürich, um definitiv auf den Walenstadtberg zu ziehen. Sofort begann er mit dem Bau des Paxmal (Friedensmal), welches er 25 Jahre später, 1949 beendete. Das Paxmal diente bis 1938 auch als Wohnstätte des Künstlers mit seiner Frau und dem 1927 geborenem Karl, der bald in die Fusstapfen seines Vaters trat und ebenfalls Künstler wurde.
Ab Mitte der 30-iger Jahre wurde die PTT zu seiner grössten Auftraggeberin. Damit war die Finanzierung seines Lebenswerkes gesichert. Den Stickel legte er 1965 aus der Hand.
Auf Schrina-Hochruck lebte Karl BIckel fortan mit seiner Frau, der St. Gallerin Bertha Albrecht, bis zu seinem Tode, am 6. November 1982.