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Ein Basler Wahrzeichen: Der Basiliskenbrunnen
Der Basiliskenbrunnen verdankt seine Entstehung einem Wettbewerb im Jahr 1884. Entworfen vom Architekten und Zeichner Wilhelm Bubeck (1850–1890) wurde er in 50 Exemplaren gegossen. Das Wasser strömt aus dem Maul des Basilisken in das runde Becken. Es erfrischt Frau, Herr und Hund zugleich: Am Fuss des Beckens ist ein Trinknapf für Vierbeiner angebracht. In Basel gibt es heute noch 28 Basiliskenbrunnen, die auf öffentlichem Grund stehen, und einige weitere auf Privatarealen.
Ein seltsames Paar: Basilea und der Basilisk
Der Name der Stadt Basel soll sich vom griechischen «Basileus» (König, Herrscher) herleiten – also etwa «die Königliche» bedeuten. Seine sprachliche Verwandtschaft mit dem Namen des Drachens ist offensichtlich. Das eigentlich furchterregende Fabelwesen war im Mittelalter sehr populär und erschien immer öfter als Wappenhalter in Basel. Wohl der erste, allerdings steinerne «Basiliskenbrunnen» steht in der Augustinergasse, wo ein kunstvoller Basilisk aus dem Jahr 1530 das Baslerwappen hält.
Der Basilisk – sagenumwoben und staatstragend
Der «König der Schlangen» wird im Mittelalter oft als Mischwesen mit dem Oberkörper eines Hahns, der eine Krone auf dem Kopf trägt, und dem Unterleib einer Schlange dargestellt. Er taucht in mehreren Regionen Europas auf. Als Wappenhalter der Stadt Basel erscheinen Basilisken erstmals 1448 in einer Handschrift. Wie der Basilisk zu dieser ehrenvollen Funktion fand, darum ranken sich mehrere Legenden. So soll während des Konzils zu Basel (1431–1449) ein reisender Kaufmann einen ausgestopften Basilisken vorgeführt haben. Eine andere Sage berichtet, dass ein Basilisk seit uralten Zeiten in einer Höhle gewohnt habe, über der später der Gerberbrunnen errichtet wurde. Die Inschrift des Brunnens am Gerberberglein erinnert daran.