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Die Politik sollte mit Argumenten und nicht mit falschen Tatsachen überzeugen. Letztere scheint man nicht nur in der jüngeren Vergangenheit in Steuerfragen «vernachlässigt» zu haben, sondern auch in diesen Tagen in Energiefragen…
Es ist wohl kein Zufall, dass ein Politiker und heute ehemaliger Bundesrat ein Buch mit Titel «Lüge, List und Leidenschaft» schrieb, nämlich Moritz Leuenberger. Vermutlich dürfte auch sein ehemaliger Kollege, Hans-Rudolf Merz, dieses Buch kennen.
Und er hat es sich wohl zu sehr zu Herzen genommen, als er im Februar 2008 in der TV-Ansprache meinte:
Die Botschaftsdepeschen auf Wikileaks zeigen auf, wie man in US-Kreisen wirklich denkt. Verglichen mit dem, was öffentlich kommuniziert wird, besteht eine grosse Differenz. Das gilt allerdings auch für andere Bereiche.
Wenn wir einmal versuchen die Vogelperspektive zu den jüngsten Veröffentlichungen von Wikileaks betreffend Botschaftsdepeschen einzunehmen, was lernen wir daraus?
Vorab ist festzuhalten, dass es sich bei diesen Depeschen entweder um Berichte zu Begegnungen mit Repräsentanten anderer Länder oder um Einschätzungen über damals aktuelle Begebenheiten handelt, beides verfasst vom jeweiligen Botschaftspersonal.
Diese Feststellung ist vor allem deshalb wichtig, weil in diesen Tagen verschiedentlich Medienberichte zu lesen sind, welche gewisse Depeschen schon fast als unwiderrufliche Tatsachen darstellen. Das ist falsch.