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Jeremias Gotthelf ( 1797 - 1854) hiess eigentlich Alfred Bitzius und wurde 1797 in Murten als Sohn eines reformierten Pfarrers geboren. Er selber studierte von 1817-1820 in Bern, anschliessend in Göttingen Theologie. Zuerst Vikar in Herzogenbuchsee und Bern, wechselte er 1831 nach Lüthelflüh im Emmental, wo er ein Jahr später zum Pfarrer gewählt wurde.
Gotthelf stand den Ideen Heinrich Pestalozzis nahe und setzte sich für die allgemeine Schulpflicht ein. Er war mit Henriette Zeender verheiratet und hatte drei Kinder. Ab 1828 betätigte er sich journalistisch, 1836 begann er mit der Schriftstellerei und verfasste den Roman "Der Bauernspiegel", aus dem sich auch sein Pseudonym ableitet. Gotthelf beschrieb in seinen Werken mit grosser Sprachmacht und in realistischen Schilderungen die bäuerliche Welt, die er durch radikale Strömungen und die Industrialisierung bedroht sah. Er starb 1854 in Lützelflüh an einer Lungenembolie.