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Spanien
Spanien nimmt etwa 85 Prozent der Iberischen Halbinsel ein. Rund 88 Prozent seiner Grenzen sind von Wasser umgeben. Die Gebirgskette der Pyrenäen, die sich rund 435 km vom Golf von Biscaya
bis zum Mittelmeer erstreckt, bildet im Norden die Grenze zu Frankreich. Der Kernraum Spaniens ist das fast baumlose zentrale Hochland, die Meseta, mit durchschnittlichen Höhen von etwa
610 m über dem Meeresspiegel. Dieses Tafelland ist durch unregelmäßige Gebirgszüge oder Sierras in eine Nord- und eine Südregion unterteilt. Dazu gehören die Sierra de Guadarrama, die
Sierra de Gredos und die Montes de Toledo. Das Klima in Spanien ist, bis auf den Norden, durch hohe Temperaturwerte und geringe Niederschläge gekennzeichnet. Ausgeglichen ist es an der
Biskaya und in den atlantischen Küstenbereichen. Im zentralen Hochland sind die Sommer sehr trocken, so dass die Flüsse kaum Wasser führen. Dürren sind in Spanien nicht
ungewöhnlich.
Der Weinbau in Spanien
Heute ist Spanien eines der dynamischsten Weinländer Europas. Mit rund 1,2 Millionen ha Rebfläche (Jahr 2004 1'198 TSD ha oder rund 15% der Weltproduktion) und ca 48 Millionen (2004/2005) Hektoliter Wein pro Jahr liegt Spanien mit Frankreich (ca. 55 Mio / 2004) und Italien (ca. 50 Mio / 2004) im Wettkampf um den ersten Platz der weltweit grössten Weinproduzenten. Etwas über 60% der Anbauflächen werden für weisse Rebsorten kultiviert. In Spanien gibt es über 750 Weinbaugenossen-schaften, die etwa 70% des Weinanbaus kontrollieren.
Etwa ein Drittel der gesamten Weinproduktion wird exportiert, vorwiegend nach Deutschland.
Das entspricht etwa 20% des Exportumsatzes. Die kleine Schweiz liegt an 6. Stelle mit knapp 5% des gesamten Exportumsatzes des Weins aus Spanien. Mengenmässig führt allerdings Frankreich die Liste an, gefolgt von Deutschland, Italien und Portugal. Der grösste Umsatz bei den spanischen Qualitätsweinen wird mit dem Export von Schaumweinen (Cava) erzielt. Es folgen Weine aus Rioja, Jerez und Valencia.
Die spanischen Weine aus dem Rioja werden erst dann verkauft, wenn sie Trinkreife haben.
Die Spanier haben die gute Gewohnheit, ihre Weine solange in den Bodegas zu lagern,
bis sie tatsächlich trinkreif sind.
Die Rebsorten in Spanien
Im Verlaufe der Jahrhunderte wurden etwa 1.000 verschiedene Rebsorten kultiviert,
von denen heute etwa 600 verwendet werden. Rund 15 davon machen dreiviertel der Flächen aus.
Viele der autochthonen Sorten werden nur lokal verwendet. Die weisse Airén ist mit über 390.000 Hektar gemäss einer Erhebung des französischen Oenologen Galen die zweithäufigste Rebsorte der Welt. Die rote Tempranillo ist die wichtigste für den Rioja, die weisse Palomino die wichtigste für den Sherry.
Text: Aus dem Schweizer Weinportal