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Die Fahne, ein emotionales Symbol
Eine Fahne ist mehr als nur ein Stück Stoff oder eine Kennzeichnung von einem Land, Firma oder Verein. Mit Fahne sind Emotionen verbunden, man zeigt die Zugehörigkeit zu einem Land, einem Kanton, zu einer Gemeinde, oder je nach Grösse einer Stadt sogar zu einem Quartier.
Mit Flaggen werden aber auch Emotionen gezeigt, stellen Sie sich nur einen Fussballmatch in einem Stadion vor, und es würden keine Fahnen geschwenkt.
Die Fahne ein Stück Heimat
Egal wo auf der Welt man sich befindet, wann man die Flagge der Heimat wehen sieht erzeugt dies im Normalfall Emotionen. Was für Gefühle der Betrachter in dem Moment wo er die Fahne entdeckt entwickelt ist sehr individuell, und wohl auch abhängig von Ort und der Zeit, aber sicher ist, dass etwas empfunden wird.
Diese Effekte, welche Fahnen erzeugen, ist nichts Neues. Schon früh, wurden Flaggen und Banner zum Beispiel in Kriegen als Feldzeichen mitgeführt. Auch dort hatten Fahnen einen hohen emotionalen Stellenwert und waren begehrte Trophäen für die gegnerische Partei.
Wo hat das Schweizerkreuz seinen Ursprung
Die alten Eidgenossen, zogen nicht mit einer Schweizer- sondern mit der jeweiligen Kantonsfahne ins Feld. Der Deutsche Kaiser führte im 13. Jahrhundert als heiliges Zeichen eine Fahne mit einem Kreuz mit sich in den Krieg. Als Zeichen für die Macht über Leben und Tod, führte er noch eine blutrote Fahne mit sich.
Das Kreuz und die Farbe rot wurden auch oft als Privileg für Städte, Regionen oder Talschaften vergeben. Das Führen eines Kreuzes in der Fahne konnte zum Beispiel bedeuten, dass man direkt dem Kaiser (direkt der kaiserlichen Gerichtsbarkeit unterstellt) ohne Grafen unterstellt war.
Schwyz wurde 1240 reichsfrei, und führte eine rote Fahne (noch ohne Kreuz). Weil die Schwyzer den König Rudolf von Habsburg in einem Krieg gegen Burgund unterstützten, erhielten Sie das Recht das Kreuz in der Fahne zu führen.
Je grösser die Eidgenossenschaft wurde, desto schwieriger wurde es im Krieg «den Freund vom Feind» zu unterscheiden. Das Problem wurde gelöst, indem bei der Schlacht von Laupen (1339) das weisse Kreuz (aus weissen Stoffstreifen) als einheitliches Erkennungsmerkmal genutzt wurde.
Die Moderne Schweizerfahne
Der Grundstein für die heutige Schweizerfahne wurde 1848 gelegt. Damals wurde das schlanke Kreuz durch fünf Quadrate in einem grösseren roten Quadrat ersetzt. Die heutige schlankere Form des Kreuzes wurde 1889 durch die Bundesversammlung festgelegt.
Rechteckige Fahne, wie es die meisten anderen Länder haben, wurden im Jahr 1941 für die Schweizer Seeschiffe eingeführt, die gesetzliche Regelung folgte im Jahr 1953. Interessant ist, dass bereits 1911 die Schiffe auf dem Bodensee eine Bug- und Heckfahne im Verhältnis 2:3 führten.
Die Proportionen des Schweizerkreuzes
Nachfolgend, finden Sie eine Grafik mit der korrekten Vermassung einer Schweizerflagge.
Die Gesetzlichen Regelungen für das Schweizerkreuz
Die genaue Grösse des Schweizerkreuzes und die rote Farbe wurden erst 2013 mit dem Wappenschutzgesetz geregelt. In Kraftgetreten ist diese im Jahre 2017.
Eine persönliche Bemerkung zur Schweizerfahne
Ganz ehrlich, mich begeistert die Schweizerfahne, ich weiss nicht, ob es Zufall war, oder das Sujet bewusst so gewählt wurde. Aber ein Erkennungssymbol zu entwickeln, welches nicht falsch herum aufgehängt werden kann respektive von jeder Seite her erkannt wird. Wäre wohl auch heute noch eine grosse Herausforderung für jeden Grafiker.
Für mehr Informationen, besuchen Sie fahnenwelt.ch