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Oberflächen wärmer als Luft
Wenn in der Wetterprognose von Temperaturen und Höchstwerten die Rede ist, ist damit die Lufttemperatur in zwei Metern Höhe gemeint. Diese Temperatur ist tiefer als die Lufttemperatur nahe am Boden. Grund dafür ist, dass die Sonne nicht direkt die Luft erwärmt, sondern zuerst die Erdoberfläche. Erst die warme Oberfläche heizt dann die Luft darüber langsam auf.
Asphalt oder Hauswände werden somit bei Sonnenschein viel stärker erwärmt als Luft, die etwas weiter von diesen Wärmequellen entfernt ist. Je nach Material der Oberfläche strahlt sie mehr oder weniger Wärme ab. Diese Eigenschaften kann man sich zunutze machen. An einem windgeschützten Platz nahe der sonnenexponierten Hauswand lässt es sich auch im Frühling schon gut im T-Shirt aushalten.
Wetterstationen sind normiert
Damit die Temperaturmessungen auf der ganzen Welt vergleichbar sind, versucht man den Einfluss von Oberflächen auf die Messung möglichst klein zu halten. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat deshalb für die Temperaturmessung folgende Regeln aufgestellt: Gemessen wird wenn möglich immer zwei Meter über einem Rasen. Das Thermometer muss zudem im Schatten stehen und gut belüftet sein, sodass es nicht durch die direkte Sonneneinstrahlung erwärmt wird.