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Mehr als 200 Millionen Rand (16,2 Millionen Franken) an öffentlichen Mitteln habe der südafrikanische Präsident Jacob Zuma für den Ausbau seines Besitzes in Nkandla in der Provinz KwaZulu-Natal ausgegeben. Zu diesem Schluss kommt eine staatliche Untersuchung. Zum habe unrechtmässig Steuergelder zum Ausbau seines Privatanwesens verwendet.
Die nationale Ombudsfrau Südafrikas, Thuli Madonsela, beschuldigte am Mittwoch in Pretoria das Staatsoberhaupt des «unethischen Verhaltens». Die oberste Korruptionsbekämpferin des Landes forderte Zuma auf, die Gelder für Nkandla wieder zurückzuzahlen. Dies betreffe beispielsweise die Ausgaben für den Bau eines Swimmingpools und eines kleine Amphitheaters.
In offiziellen Amtspapieren lief der Pool unter der Bezeichnung «Feuerschutzbecken». Zuma hatte die Verwendung der Steuergelder mit notwendig gewordenen Sicherheitsmassnahmen für seine Residenz begründet.
Jetzt will die Opposition Zuma an den Kragen und ihn des Amtes entheben. Für ein solches Verfahren wäre im Parlament allerdings eine Zweidrittelmehrheit notwendig. Dort aber hat der Afrikanische Nationalkongress (ANC) von Zuma selbst fast eine solche Mehrheit. (aeg/sda)