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17.05.2019:
Vergangene Woche berichtete die Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI über die aktuelle Verbreitung von Verschlüsselungstrojanern, sogenannter «Ransomware». Wie können Sie sich als Privatperson schützen?
Bei «Ransomware» handelt es sich um eine bestimmte Familie von Schadsoftware (Malware). Diese verbreitet sich üblicherweise über schädliche E-Mail-Anhänge oder infizierte Webseiten. Einmal installiert, verschlüsselt «Ransomware» Dateien auf dem Computer des Opfers sowie auf allfällig verbundenen Netzlaufwerken und Speichermedien (beispielsweise USB-Sticks). Die verschlüsselten Dateien werden dadurch für das Opfer unbrauchbar. Wurden die Dateien auf dem Computer durch die «Ransomware» verschlüsselt, zeigt diese dem Opfer einen «Sperrbildschirm» an. Dieser fordert das Opfer auf, eine bestimmte Geldsumme in Form einer Internetwährung (beispielsweise Bitcoins) an die Angreifer zu bezahlen, damit diese die verschlüsselten Dateien wieder freigeben und letztere somit wiederverwendet werden können (Erpressung). Durch die Verwendung einer Internetwährung wird die Nachverfolgung der Urheberschaft erschwert. Die Einhaltung der von den Angreifern gestellten Forderung und der damit verbundenen Zahlung an die Angreifer gibt jedoch keine Garantie, dass Opfer wieder Zugang zu den verschlüsselten Dateien erhalten. Zudem finanziert eine Zahlung das Geschäftsmodell der Angreifer und erlaubt diesen damit, die Angriffe mit «Ransomware» fortzuführen und weitere Opfer zu infizieren und zu schädigen.
Einfache, aber wirksame präventive Massnahmen
Mit den folgenden vier Massnahmen können Sie sich als Privatperson schützen:
- Erstellen Sie regelmässig eine Sicherungskopie (Backup) Ihrer Daten. Die Sicherungskopie sollte offline, das heisst auf einem externen Medium wie beispielsweise einer externen Festplatte gespeichert werden. Stellen Sie zudem sicher, dass Sie das Medium, auf welche Sie die Sicherungskopie erstellen, nach dem Backup-Vorgang vom Computer trennen. Ansonsten werden bei einem Befall durch «Ransomware» möglicherweise auch die Daten auf dem Backup-Medium verschlüsselt.
- Halten Sie installierte Software und Plug-ins immer aktuell. Stellen Sie sicher, dass sämtliche installierte Software, Apps sowie auch Web-Browser Plug-ins (beispielsweise Flash Player etc.) stets auf dem aktuellsten Stand sind. Verwenden Sie, wenn immer möglich, die automatische Update-Funktion der jeweiligen Software.
- Seien Sie immer vorsichtig bei verdächtigen E-Mails, bei E-Mails, welche Sie unerwartet erhalten, oder welche von einem unbekannten Absender stammen. Befolgen Sie keine Anweisungen im Text, öffnen Sie keinen Anhang und folgen Sie keinen Links.
- Installieren Sie ein Virenschutzprogramm, das mit automatischen Updates immer auf dem neusten Stand gehalten wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass neu entwickelte Schadsoftware nicht erkannt wird.