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Sieg von Stanislas Wawrinka gegen Andy Murray beim US Open 2013
Verkehrte Welt. Was wir aktuell erleben, haben wir noch nie erlebt: Bis anhin setzte sich immer Roger Federer als bester Schweizer in die Finals ab und Wawrinka musste sich schon bald aus dem Turnier verabschieden. Nun ist es umgekehrt: Federer wirft es früh aus dem jeweiligen Turnier und Wawrinka erreicht die Finalspiele. Doch was er bei seinem letzten Spiel geleistet hat, schiesst echt den Vogel ab: Er wirft Andy Murray, den diesjährigen Wimbledon Sieger, in nur drei Sätzen aus dem Viertelfinal-Spiel der laufenden US Open 2013: Eine glatte Sensation! Was ist bloss mit Stan los?! Super! Und es läuft schon das ganze Jahr gut für Wawrinka. Seine beste Platzierung erreichte er 2008 mit dem 9. Rang auf der ATP-Rangliste, seit da ging es auf und ab, aber eher runter bis Rang 29 und seit diesem Jahr setzt er zum Steigflug an. Seit seinem Finalspiel gegen Rafael Nadal beim Mutua Madrid Open im Mai befand er sich wieder auf dem 10. Rang der ATP-Rangliste und nun hat er sich wieder auf den 9. Platz vorgearbeitet. Geht seine Erfolgsserie weiter? Ein kleines Hindernis droht: Sein Halbfinalspiel, das er nun erreicht hat, darf er gegen Novak Djokovic bestreiten, die aktuelle Nr. 1. Doch wenn er so spielt wie gegen Murray, ist alles möglich. Sein Selbstbewusstsein scheint klar gestärkt zu sein und mit etwas Glück, wer weiss. Auf der anderen Seite stehen sich Rafael Nadal und Richard Gasquet im Halbfinal der US Open gegenüber, bei welchem Nadal als Favorit gilt und der bei einem Sieg der wahrscheinliche Finalgegner wäre. Das diesjährige Finalspiel von Madrid würde sich in einem solche Falle wiederholen, doch mit welchem Ausgang? Doch Stan zeigt sich, wie gewohnt, sehr zurückhaltend und bescheiden. Auf die Frage, ob er jetzt das Turnier gewinnen will, die ihm im Interview mit dem Schweizer Fernsehen nach dem Match gestellt wurde, meinte er: „Ich weiss nicht, ja, ich bin im Halbfinale, aber ich werde mir jetzt nicht sagen, dass ich es gewinnen will. Ich muss jetzt Match um Match nehmen und wenn ich es gewinnen will, muss ich Novak Djokovic besiegen und dann noch einen Gegner. Für mich viel wichtiger ist es, weiter gut zu spielen, dieses Nievau zu halten, weiter gegen Top 10-Speieler anzutreten und auf diesem Weg weiter zu machen. Ich nehme die Dinge, wie sie kommen.“ Man kann nur die Daumen drücken, dass dem sympathischen Romand dieses Kabinettstückchen gelingen wird. Es würde die Schweizer Tenniswelt echt auf den Kopf stellen.