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Die Geschichte der Basler Mission erlaubt aus globalhistorischer Sicht Erkenntnisse über die Entwicklung globaler Kompetenzen zu gewinnen, die bereits im 19. Jahrhundert weit über das Ziel der Verbreitung christlich-abendländischer Werte hinausgingen. Am Beispiel der Basler Mission lässt sich die offensichtliche Vernetzung der Welt verdeutlichen, deren Einfluss auf die Kolonialverwaltungen aufzeigen und deren Beteiligung an globalen Handels-, Bank- und Kreditgeschäften diskutieren. Zur Stärkung grenzübergreifender Handlungsmöglichkeiten wählten religiöse Bewegungen auch die säkulare Form der internationalen Organisationen, wie die 1877 gegründete Alliance of Reformed Churches und der 1920 gegründete Internationale Missionsrat. Wir fragen nach der internationalen Vernetzung der Entscheidungsträger und testen die gewonnenen Aussagen an Widerständen und Grenzen. Dabei stehen die britische Internierung von Angehörigen der Basler Mission während des Ersten Weltkriegs und die Blockierung der Güter der missionseigenen Handelsgesellschaft in den britisch besetzten afrikanischen Territorien und in Indien im Zentrum des Interesses.
Das Projekt untersucht die Entstehung globaler Expertise sowie die Entwicklung transkultureller Handlungskompetenzen jenseits nationalstaatlicher Institutionen. Damit leistet es einen Beitrag zu Verständnis und Bedeutung der Globalisierung und deren Erscheinungsformen im Kontext einer in der Schweiz beheimateten und mit dieser eng vernetzten, international tätigen Organisation.