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- Über 10'000 m lässt Almaz Ayana nach langer Abwesenheit alle stehen
- Im Weitspringen schafft der ehemals drogenabhängige Luvo Manyonga die Krönung
- Im Diskuswerfen lässt der Litauer Andrius Gudzius die Favoriten hinter sich
Almaz Ayana hat im Olympiastadion von London über die 10'000 m eine One-Woman-Show abgeliefert. Die Äthiopierin überrundete Konkurrentin um Konkurrentin und siegte in 30:16,32 Minuten. Was ihre aussergewöhnliche Leistung noch spezieller macht: Wegen Verletzungen hatte die 25-Jährige in dieser Saison keine offizielle Marke über die 10'000 m aufgestellt.
Mit dem Respektabstand von 46 Sekunden Rückstand lief ihre Landsfrau Tirunesh Dibaba, die in ihrer Karriere dreimal WM-Gold geholt hat, zu Silber. Bronze ging an die Kenianerin Agnes Jebet Tirop.
Weitspringer mit Hollywood-Story
Der Südafrikaner Luvo Manyonga gewann als erster Afrikaner WM-Gold im Weitsprung. Der 26-Jährige setzte sich mit 8,48 m vor dem Amerikaner Jarrion Lawson (8,44) durch. Bronze ging an Manyongas Landsmann Ruswahl Samaai (8,32).
Manyonga wuchs in armen Verhältnissen auf und war bis vor zwei Jahren drogenabhängig. An den Olympischen Spielen von Rio hatte er Gold um einen Zentimeter verpasst. Titelverteidiger Greg Rutherford (Gb) fehlte verletzungsbedingt; Rio-Olympiasieger Jeff Henderon (USA) war überraschend bereits in der Qualifikation gescheitert.
Diskus-Gold geht nach Litauen
Diskuswerfer Andrius Gudzius schaffte im zweiten Versuch eine Marke, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbiss. Die 69,21 m des Litauers, der damit eine persönliche Bestleistung realisierte, brachten ihm seine erste WM-Medaille ein – und dabei gleich die goldene.
Um winzige 2 Zentimeter geschlagen wurde der Schwede Daniel Stahl, Bronze ging an den Amerikaner Mason Finley (68,03 m). Der dreifache Weltmeister Robert Harting ging nicht zuletzt wegen vier Fehlversuchen leer aus. Mit 65,10 m wurde der Deutsche Sechster. Direkt vor ihm platzierte sich Titelverteidiger Piotr Malachowski (Pol).
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 5.8.2017, 19:55 Uhr