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Kaffeeröstung und -verarbeitung haben in der Schweiz Tradition, schreibt der Bund in einer Medienmitteilung. In den vergangenen Jahren sind die Schweizer Kaffee-Exporte aber nochmal deutlich angestiegen. Den Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung zufolge exportierte die Schweiz 2006 noch 12'747 Tonnen Kaffee. Im Jahr 2019 lag die ausgeführte Menge bereits bei 89'819 Tonnen. Wertmässig sind die Kaffee-Exporte noch schneller gewachsen. Sie legten im selben Zeitraum von 202 Millionen Franken auf 2,5 Milliarden Franken zu.
In der Schweiz wird in erster Linie Kaffee aus Brasilien (23 Prozent), Kolumbien (14 Prozent) und Vietnam (9 Prozent) verarbeitet. Es wird aber auch Kaffee aus Spanien und Italien importiert. Im Durchschnitt zahlten Schweizer Unternehmen 2019 rund vier Franken für ein Kilogramm. Verkauft wurde ein Kilogramm Kaffee von Schweizer Unternehmen dann für durchschnittlich 30 Franken. Den Angaben zufolge haben sich die Durchschnittspreise der Kaffee-Exporte in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt, während diejenigen der Kaffee-Importe lediglich um etwa 8 Prozent gestiegen sind.
Der meiste in der Schweiz verarbeitete Kaffee wird in die Nachbarländer Frankreich und Deutschland sowie in die USA verkauft. Aber auch Italien, Spanien, Grossbritannien und Österreich gehören zu den grössten Abnehmern von Schweizer Kaffee.