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Pumpspeicherung
Wenn der Verbrauch gering oder die Produktion zum Beispiel aus Solar- oder Windkraftwerken hoch ist, ist auch der Preis am Strommarkt tiefer. Traditionell war das vor allem nachts der Fall, wenn schlecht regulierbare Kohle- und Atomkraftwerke zu viel produzierten. Pumpspeicherwerke nutzen diesen billigen Strom und pumpen das Wasser in die Speicherseen hoch. Steigt der Preis wieder, wird das Wasser turbiniert und der Strom kann am Markt für gutes Geld verkauft werden.
Bis vor ein einigen Jahren funktionierte dieses System dank billigem Nachtstrom und teuren Mittagsspitzen sehr gut. Heute sind die Preisdifferenzen am Strommarkt kleiner, auch dank mehr erneuerbarer Stromproduktion aus Wind und Sonne. Pumpspicherwerke rentieren heute schlecht, obwohl sie durch die Endverbraucher subventioniert sind, weil für den Pumpstrom kein Netzentgelt bezahlt wird.
Die Pumpspeicherung hat in Zukunft möglicherweise gute Chancen, mit den täglichen wetterbedingten Schwankungen von erneuerbaren Energien Gewinne zu machen. Es ist aber auch möglich, dass dezentrale Speichersysteme sinnvoller sind - bei dezentraler Produktion mit Photovoltaik muss der Strom so nicht über mehrere Netzebenen transportiert und transformiert werden. Schweizer Pumpspeicherwerke können möglicherweise auch einen Betrag zum Ausgleich europäischer Schwankungen leisten.
SES Empfehlung
Die SES stellt sich heute gegen den weiteren Ausbau der Pumpspeicherwerke. Der Bedarf ist nicht absehrbar und sie dienen der Laufzeitverlängerung der alten Bandkraftwerke.
Die Subventionierung durch den Erlass des Netzentgelt gemäss StromVG ist ungerecht und ungerechtfertigt. Sie führt zu einer Ungleichbehandlung der verschiedenen Speichertechnologien und gehört abgeschafft.