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Weitere Luftaufnahmen von Les Clées
Der Etymologie des Wortes Clées stammt aus dem Nieder-Lateinsichen cleta, der Sieb bedeutete, und den man im Wort clédard wieder findet oder Tor zur Weide. Die Stadt Clées bildete ein Tor ins Waadtland.
Das Dorf Clées, das tief in einem tiefen Graben angesiedelt ist, und umgeben mit dicken Wäldern, die den Umfang der kultivierbaren Erde beschränken, wäre ein kleines Dorf geblieben ohne die "Industrie" der Reisenden und der Transitgüter. Es war zuerst ein burgundisches Gebiet, das an den Genfer Grafen belehnt wurde, dann ging es über zu Savoyen, aber - und da zeigt sich die Bedeutung, die diese Passage für Europa hatte es brauchte nicht weniger als eine Kaiserkonzession, die in 1297 vom deutschen Kaiser Adolph de Nassau unterzeichnet wurde, um diese Zuteilung an Ludwig von Savoyen, den Baron von Waadt, der soeben Morges gegründet hatte, für rechtsgültig zu erklären.
Die Häuser des alten Dorfes wurden fast alle beim Angriff des Schlosses in 1475 durch die Schweizer zuerst, dann durch die Verteidiger des Ortes zerstört. Die letzteren wollten verhindern, dass die Angreifer sich dort niederliessen. Anschliessend wurden sie geplündert und angezündet.
Die zwei Dörfer waren von einer Mauer umgeben, von der noch einige Teile in den Kellern oder im Erdgeschoss der Häuser des neuen Dorfes sichtbar sind. Durch die alten Pläne kennt man die genaue Vorzeichnung dieser Ringmauer, die mit drei heute verschwundenen Aussentüren versehen wurde.
Die erste Tür, zur Strasse von Bretonnières, wurde „unteres Tor“ oder Tor "unter der Stadt" genannt, sie verteidigte die Brücke nach Orbe.
Reisende konnten durch dieses "untere Tor" Clées nicht auf dem direktesten Weg erreichen, der heute geebnet wurde. Sie mussten den alten römischen Weg folgen, der das Schloss auf dem Felsen umrundete. Der Herr de Clées hatte sogar diesen Übergang im Westen mit Hilfe einer hohen Mauer abgeschlossen, von der noch eine Grundmauer von einem Meter Höhe in Garten steht.
Eine zweite Tür, genannt von Tabernakel, oder oberes Tor, führte unter dem neuen Dorf zur Strasse von BaIlaigues. Man erkennt das frühere Aussehen auf einen Plan des Sekretärs des Vögten, der aus 1776 datiert, und besonders auf ein Ölbild, das am Schloss Vincy hängt, und das etwa aus der Zeit vor 1832 stammen muss, da das Schloss seine grossen Fenster noch nicht hatte. Eine dritte Tür, das von Orbe, ebenfalls verschwunden, gab den Zugang zur Strasse von Lignerolle, die heute nicht mehr als ein vizinaler Weg ist, während die Strasse von Lignerolle vom oberen Teil des Dorfes ausgeht. Dieser Weg trug lange den Namen „Strasse des Todes“, weil im Mittelalter die Toten der Clées bei Lignerolle bestattet wurden.
Die Gebühren
Obwohl die Burgund Kriege den Ruin der Festung verursachten, lebte die Stadt Clées noch während Jahrhunderte weiterhin vom Verkehr, von den Gebühren und von den Lagerhaussteuern. Die Berner Administration hatte sofort erkannt, dass sie aus diesen Gebühren Nutzen ziehen konnte. Man besitzt die Liste der Waren, und der Leute, die diese Gebühren bezahlen mussten.
Les Clées par Zurlauben 1777 (graphica-antiqua.ch)
Die Händler schätzten die Lagerhäuser, deren Sicherheit durch die Justiz von Bern garantiert wurde. Diese Lagerhäuser mit der Bezeichnung "Soustes" waren ziemlich zahlreich von einem Land zum anderen, und das Dorf Susten in der Nähe von Leuk im Wallis, verdankt seinen Namen daher, dass es eines davon war.
Das Buch der Gebühren in Clées erläutert auf Lateinisch und in Französisch die Liste aller Waren und Tiere, die einer Übergangssteuer verpflichtet waren, mit dem Betrag der Zölle.
Der Verfall, der bereits vor der Zerstörung des Schlosses von den Schweizern in 1475 begann, ist sie besonders auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Händler nach und nach andere bequemere Wege benutzten, um den Jura zu überqueren. Die Bevölkerung ging immer mehr zurück. Die heruntergerissene Umfriedungsmauer, wurde nicht wieder aufbaut, die alten Hütten auch nicht. Der Bau der Strasse von Orbe bis Jougne und der Eisenbahn von Vallorbe im 19. Jahrhundert gaben ihm den letzten Hieb. Die alte blühende Stadt wurde Clées zu einem kleinen Dorf.
Bibliographie