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Der Fortführungswert (alternativ zum Liquidationswert) bezeichnet den Wert, welchen ein Unternehmen im Rahmen einer Fortführungsprognose aufweist. Diese Prognose wird erstellt, wenn die Weiterführung des Unternehmens gefährdet ist und es allenfalls Insolvenz anmelden muss. In einem solchen Fall wird untersucht, ob das Unternehmen trotz Schwierigkeiten weitergeführt werden kann oder ob es liquidiert werden muss.
Im Falle einer Weiterführung nimmt der Fortführungswert eine zentrale Rolle ein. Denn dieser sagt aus, wie viel das Unternehmen im Falle einer Fortführung wert ist. Dabei werden die Vermögengegenstände und Schulden des Unternehmens bewertet. Falls das Unternehmen weitergeführt wird, können die Vermögensgegenstände weiter genutzt werden, um Einnahmen zu generieren. Der Fortführungswert dieser Vermögensgegenstände berücksichtigt somit die zukünftigen Erträge, welche durch die Nutzung generiert werden können. Im Hinblick auf die Schulden wird untersucht, wie viel der jeweiligen Schuld das Unternehmen an seine Gläubiger zurückzahlen kann. Im Falle der Fortführung können die Schulden über einen längeren Zeitraum abbezahlt werden, wodurch sich der Schuldenwert im Verhältnis zur allfälligen Insolvenzmasse erhöht. Grundsätzlich werden jedoch sowohl die Vermögensgegenstände als auch die Schulden im Rahmen der Fortführungsprognose oftmals von einem Insolvenzverwalter bewertet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Fortführungswert ein zentraler Faktor bei der Entscheidung über die Fortführung oder Liquidation eines Unternehmens ist. Denn unter Umständen kann das Unternehmen fortgeführt werden, wenn der Fortführungswert höher ist als der Liquidationswert. Allerdings sollte der Liquidationswert stets im Zusammenhang mit anderen Faktoren wie beispielsweise der Liquiditätslage des Unternehmens und der aktuellen wirtschaftlichen Situation betrachtet werden, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.