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Der Effekt von Donepezil und Vitamin E bei leichter kognitiver Einschränkung
Mild cognitive impairment (MCI) gilt als frühe und erste diagnostizierbare Vorstufe eines Morbus Alzheimer. Eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie hat geprüft, ob die Gabe von Donepezil oder Vitamin E einen Einfluss auf die Progression der kognitiven Einschränkungen zum Morbus Alzheimer hat.
769 Patienten mit MCI schlossen die Autoren in die 3 Jahre dauernde, randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie ein. Entweder erhielten die Teilnehmer täglich 2000 IE Vitamin E, 10 mg Donepezil oder Placebo. Primärer Endpunkt war ein klinisch wahrscheinlicher Morbus Alzheimer.
212 der 769 eingeschlossenen Personen erkrankten an einem Morbus Alzheimer. Die Progressionsrate von MCI zu Alzheimer betrug 16% pro Jahr. Vitamin E zeigte keinen präventiven Effekt bezüglich Auftreten eines Morbus Alzheimer. In der Donepezilgruppe war die Rate an Alzheimerpatienten nach 12 und 18 Monaten signifikant niedriger als in der Placebogruppe, am Ende der Studie war jedoch keine Differenz mehr nachweisbar. Bei Apolipoprotein E positiven Individuen (54% aller Teilnehmer) bestand auch nach 3 Jahren ein signifikanter Unterschied zugunsten von Donepezil versus Placebo.
Konklusion der Autoren: Vitamin E hat bei MCI keinen präventiven Effekt betreffend Progression der kognitiven Einschränkungen zum Morbus Alzheimer. Donepezil ist prophylaktisch effektiv, bei der Gesamtpopulation nur während eineinhalb Jahren, bei den Apolipoprotein E positiven Individuen während den ganzen untersuchten 3 Jahren.
Link zur Studie
NEJM 2005;early online release - Petersen R.C. et al
14.04.2005 - undefined