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Gran-Mal Anfall - generalisierter Krampfanfall
Bei Julia treten seit Herbst 2011 immer häufiger epileptische Absenzen auf. Seit Februar 2012 leidet sie zusätzlich an sogenannten Gran-Mal Anfällen.
Grand-Mal beschreibt einen generalisierten Krampfanfall bei der Epilepsie. Der Grand-Mal Anfall geht meist mit einer Bewusstlosigkeit während des Anfalls einher. Es ist bekannt, dass es bei einem Anfall zu einer plötzlichen Entladung der Nervenzellen kommt. Dabei treten Muskelkrämpfe im Kopf, Rumpf und an den Extremitäten auf und entwickeln sich zu Muskelzuckungen weiter. Ausserdem kann es zu vermehrtem Speichelfluss, Blutdruckanstieg sowie Luftnot kommen.
Das schwierige oder typische bei Julia ist, dass sie auch durch starke krampflösende Medikamente, auch nach mehreren Minuten nicht aus dem Krampf rauskommt. Meistens gehen ihre schweren Anfälle bis zu 15 Minuten. Manchmal sogar noch länger. Dies sind dann die Situationen, wo nur noch der Rettungsdienst helfen kann und Julia in den Spital muss.
Stereotyper Ablauf bei einem grossen Anfall von Julia
Bei den bisherigen grossen Epi-Anfällen war der Ablauf immer ähnlich. Der Ablauf sah zeitlich chronologisch meistens folgendermassen aus:
- Julia ist sehr früh wach, trinkt extrem viel, es geht ihr aber soweit gut
- Julia wird plötzlich sehr unruhig (hat evtl. Absenzen), weint, jammert, ist motorisch sehr unruhig (dies alles deutlich mehr als normal)
- Julia räuspert sich häufig, schluckt schwer (als hätte sie etwas im Hals)
- Sie zeigt einzelne Absenzen
- Julia muss erbrechen
- Sie wird sehr müde, legt sich hin, schliesst die Augen, Lippen und Füsse beginnen leicht zu zucken
- Julia ist bewusstlos, nicht mehr ansprechbar, sie hat starken Speichelfluss (auch Schaumbläschen), der Anfall nimmt zeitlich an Intensität zu, schliesslich auch Zuckungen der Extremitäten, plötzlich hohes Fieber (über 40°)