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Nach Informationen der Tageszeitung «Le Monde» besitzt François Hollandes früherer Wahlkampfmanager Jean-Jacques Augier über seine Holding Eurane Anteile an zwei Unternehmen auf den Kaimaninseln. Das britische Überseegebiet gilt als «Schweiz der Karibik». Frankreichs Präsident Hollande hat Steuerflüchtlingen den Kampf angesagt.
In einer ersten Stellungnahme verteidigte Augier die Investition auf den Kaimaninseln als vollkommen legal. Sie sei über eine Gesellschaft getätigt worden, die seine China-Geschäfte verwalte.
Er habe weder ein eigens Konto auf der Inselgruppe, noch persönlich dort Geld angelegt, sagte der im Buchhandel- und Verlagsgeschäft tätige Unternehmer. In Hollandes Wahlkampfteam war Augier für die Finanzen zuständig. Er gilt bis heute als Vertrauter des Sozialisten.
Für Hollande kommen die neuen Enthüllungen zur Unzeit. Er steht unter erheblichem Druck, weil er seinen Budgetminister Jérôme Cahuzac trotz Hinweisen auf ein Schwarzgeld-Konto monatelang im Amt hielt. Cahuzac hatte die Existenz des Konto erst am Dienstag öffentlich eingeräumt.
(tno/aho/sda)