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Motorola-Offizielle haben gestern bekannt gegeben, dass das Unternehmen einen Verkauf seiner Handysparte in Erwägung ziehe. Der rührige Grossinvestor Carl Icahn hat das Motorola-Management schon seit einiger Zeit in dieser Richtung unter Druck gesetzt. Motorola besteht neben dem Handybusiness, dass rund die Hälfte des Umsatzes ausmacht aus der Division "Home and Networks" (Set-Top-Boxen, Ausrüstung für Telekommunikationsunternehmen) und der Abteilung "Enterprise and Government" (Funkgeräte). Icahn glaubt, dass diese beiden Geschäftbereiche zusammen schon mehr Wert seien, als der gegenwärtige Börsenwert (rund 26 Milliarden Dollar) der Gesamtfirma, und dass der Verkauf der Handysparte zusätzlich 20 Milliarden Dollar einbringen könnte.
Fraglich ist allerdings, ob sich ein valabler Käufer dafür findet. Motorola hat in letzter Zeit kontinuierlich Marktanteile auf dem weltweiten Handymarkt verloren. Potentielle Käufer kämen am ehesten aus Asien.
Eine Zerschlagung der traditionsreichen "US-Technologie-Ikone", wie Motorola vom 'Wall Street Journal' genannt wird, würde viele Amerikaner ins Herz treffen. Das Unternehmen wurde 1928 gegründet und heisst seit 1947 Motorola. 1983 leitete Motorola als Pionier das Handyzeitalter mit dem weltweit ersten für einen grössere Käuferschicht konzipierten Mobiltelefon, dem "DynaTAC"
ein. Danach folgten Verkaufs-Hits wie das "StarTAC" in den 90ern und das "Razr" in diesem Jahrzehnt. Motorolas Problem allerdings, um es etwas vereinfacht zusammenzufassen, ist, dass die Durststrecke zwischen diesen Design-Durchbrüchen und Verkaufsschlagern jeweils etwas zu lange dauert. (hjm)