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Ungarisch wird seit mehr als 3.000 Jahren gesprochen und gilt als eine der ältesten Sprachen Europas. Die Sprache hat ihre Ursprünge im finnougrischen Sprachenzweig der Uralsprachen, einer Gruppe von Sprachen, die ursprünglich aus dem Ural-Gebirge an der Grenze zwischen Asien und Europa kommen.
Im Rahmen der Migration der Ungarn in Richtung Südosten um 400 wurde die Sprache von Völkern beeinflusst, mit denen sie in Kontakt trat. Vor allem handelte es sich um Völker mit türkischen und iranischen Sprachen. Um das Jahr 1000, nach der Niederlassung der Ungarn in der Karpatenebene, der Gründung des Königsreichs Ungarn und der Annahme des Christentums wurde das Ungarische von den Sprachen der Nachbarvölker, vor allem der Slawen und dem Lateinischen – der Sprache, auf der das ungarische Schriftsystem basiert – beeinflusst. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Sprache weiter und verbreitete sich dank der ersten Übersetzung der Bibel ins Ungarische. Aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierten sich die Regeln der Ungarischen und wird die Sprache zur offiziellen Sprache Ungarns.
Die ungarische Sprache wird in neun regionale Varianten bzw. Mundarten gegliedert, aber die Sprache gilt dennoch als einheitlich, da sich die Sprecher der verschiedenen Dialekte problemlos verstehen. Heute wird die Sprache von 12 Millionen Menschen gesprochen, wobei sich drei Viertel davon in Ungarn befinden. Aber auch in Nachbarländern wie Rumänien, der Slowakei, Serbien, Ukraine, Kroatien, Slowenien sowie in den Vereinigten Staaten, in Kanada und in Israel findet man Ungarisch sprechende Menschen.
Einordnung in Sprachfamilien:
Uralsprachen – Finnougrische Sprachen – Ungarische Sprachen - Ungarisch