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Massagen
Die klassische Massage ist eine manuelle Therapie, die vorwiegend bei organischen Störungen am Stütz-, Halte- und Bewegungsapparat angewandt wird. Durch verschiedene Grifftechniken wie Streichungen, Knetungen, Reibungen und Vibrationen werden lokale mechanische Reize auf die Haut und die Muskulatur gesetzt. Diese dienen der Spannungsregulierung und beeinflussen den Muskelstoffwechsel positiv. Zudem erreicht die Massage eine allgemeine positive Wirkung auf den ganzen Körper. Unter Anderem wird die Blutzirkulation und die Drüsentätigkeit verbessert und es wird eine regulierende Wirkung auf den Blutdruck, Puls, Atmung und Schlaf ausgeübt. Auch im psychischen Bereich führt die Massage zu einer allgemeinen Entspannung.
Um die klassische Massage effizient ausführen zu können braucht es neben der Handfertigkeit der Grifftechnik auch exakte Kenntnisse der Anatomie und der Physiologie, insbesondere des Bewegungsapparates. Zudem ist eine genaue Befunderhebung und die Durchführung von verschiedenen Funktionsprüfungen unerlässlich, um eine situationsgerechte Behandlung durchführen zu können.
Pilates
Die Pilates-Methode (erfunden durch den 1883 in Mönchengladbach geborene Joseph Hubertus Pilates ) ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem vor allem die tief liegenden, kleinen und meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine korrekte und gesunde Körperhaltung sorgen sollen. Das Training beinhaltet Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung. Es ist bedingt auch zur Rehabilitation nach Unfällen geeignet. Wichtig ist eine fachliche Einführung in die Methode, um Bewegungs- und Haltungsfehler zu vermeiden. Generell ist die Verletzungsgefahr jedoch eher gering.
Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des so genannten „Powerhouses“, womit die in der Körpermitte liegende Muskulatur rund um die Wirbelsäule gemeint ist, die so genannte Stützmuskulatur. Die Muskeln des Beckenbodens und die tiefe Rumpfmuskulatur werden gezielt gekräftigt. Alle Bewegungen werden langsam und fließend ausgeführt, wodurch die Muskeln und die Gelenke geschont werden. Gleichzeitig wird die Atmung geschult.
Die wesentlichen Prinzipien der Pilates-Methode sind:
- Kontrolle: Ein wesentlicher Grundsatz des Trainings ist die kontrollierte Ausführung aller Übungen und Bewegungen. Dadurch sollen auch die kleineren „Helfermuskeln“ gestärkt werden.
- Konzentration: Mit Hilfe von Konzentration sollen Körper und Geist in Harmonie gebracht werden. Jede Bewegung soll mental kontrolliert werden, die Aufmerksamkeit soll ganz auf den Körper gerichtet sein.
- Atmung: Bewusste Atmung spielt bei Pilates eine wichtige Rolle. Sie soll Verspannungen entgegenwirken und die Kontrolle über den Körper erhöhen. Deshalb wird die Atmung in das Zwerchfell trainiert.
- Zentrierung: Mit Zentrierung ist die Stärkung der Körpermitte gemeint, das so genannte Powerhouse, das vom Brustkorb bis zum Becken reicht und alle wichtigen Organe enthält. Die Stärkung der Powerhouse-Muskulatur kräftigt vor allem den Rücken und kann sich bei Rückenschmerzen positiv auswirken.
- Entspannung: Bewusste Entspannung soll helfen, Verspannungen aufzufinden und zu lösen. Entspannung ist bei Pilates jedoch nicht das Gegenteil von Körperspannung.
- Fließende Bewegung: Alle Übungen werden in fließenden Bewegungen ausgeführt, ohne längere Unterbrechungen. Es gibt keine abrupten isolierten Bewegungen.
Gangsicherheit und Sturzprophylaxe
Stürzen muss nicht sein
Erhöhtes Sturzrisiko im Alter
Mit dem Älter werden nimmt das Sturzrisiko zu, weil wichtige Körperfunktionen wie Kraft, Koordination, Gleichgewichtsreaktionen und Sinneswahrnehmungen abnehmen.
40% der über 75-jährigen und bis zu 50% über 85-jährigen stürzen jährlich ein bis mehre Male.
Ein einziger Sturz kann eine Kettenreaktion von Folgeerscheinungen auslösen. Deshalb gilt:
Vorbeugen ist besser als Heilen
Dieser Kurs bietet interessierten SeniorInnen:
- Sensibilisierung für das Erkennen und Vermeiden von Sturzgefahren
- Anleitung zum Verbessern von Gleichgewicht, Kraft und Koordination
- Schulung im Umgang mit schwierigen Situationen beim Gehen und Aufstehen
- Informationen zu Hilfsmittel