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Wahrscheinlich werde es ein erneutes Zusammenkommen im Juni geben, sagte der nigerianische Ölminister. Es brauche noch weitere Beratungen, sagte Katars Ölminister Mohammed al-Sada.
Saudi-Arabien machte nicht mit
Von verschiedenen Quellen war zu vernehmen, dass die Minister der Mitgliedländer der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) eine interne Vereinbarung möchten, bevor sie mit Nicht-Opec-Ländern verhandelten. Dies meldete die Nachrichtenagentur Reuters. Die Vertreter von mehr als einem Dutzend Ölförderer, darunter das mächtige Saudi-Arabien und Russland, wollten sich in Katars Hauptstadt Doha eigentlich auf die Deckelung der Ölproduktion auf dem Niveau vom Januar einigen, um dem Preisverfall auf dem Weltmarkt entgegenzuwirken.
Das Scheitern einer Drosselung der Ölförderung wird vor allem Saudi-Arabien zugeschrieben. Saudi-Arabien habe eine Kehrtwende vollzogen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen am Sonntag gegenüber Reuters.
Markt setzte auf Drosselung
Wollte Saudi-Arabien zunächst eine Einigung mit allen kompromissbereiten Ölstaaten, solle zum Schluss ein Entwurf für eine Vereinbarung vorgelegen haben mit der Bedingung, dass alle Länder des Ölkartells Opec mitziehen müssten. Dies war aber nur schwer realisierbar, weil der Iran - der Erzrivale Saudi-Arabiens im Nahen Osten - bereits mehrfach angekündigt hat, seine Ölproduktion nach dem Ende der Sanktionen im Zuge des Atomstreits zunächst hochfahren zu wollen. Der Iran war in Doha nicht vertreten.
Die Aussicht auf eine Drosselung der Produktion hatte den Ölpreis in den vergangenen Monaten bereits wieder anziehen lassen, nachdem er seit Mitte 2014 wegen des riesigen Überangebots abgestürzt war.
Ölpreis fällt
Die gescheiterten Gespräche zur Deckelung der Fördermengen haben den Ölpreis am Montag im frühen Handel auf Talfahrt geschickt. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 5,6 Prozent auf 40,69 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI verlor 5,5 Prozent auf 38,15 Dollar.
Die Öl-Förderländer einigten sich bei ihrem Treffen in Doha am Sonntag nicht auf ein Einfrieren der Produktion. Damit bleibt das Überangebot bestehen. Bereits heute werden täglich ein bis zwei Millionen Barrel Erdöl mehr als dem Boden gepumpt als benötigt. sda