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Obwohl das Problem von sexualisierter Gewalt komplex ist, fallen die Reaktionen in der Gesellschaft auf Vorfälle von sexualisierter Gewalt einfach aus. Diese sind oft verharmlosend, abwertend und suggerieren, dass die Schuld beim Opfer und nicht bei der Tatperson liegt. Letzteres zeigt sich auch in Victim-Blaming-Fragen, die häufig unter Medienberichterstattungen über sexualisierte Gewalt auftauchen, wie z. B. «Was hattest du an?» oder «Hast du ‹Nein› gesagt?». Solche Fragen ignorieren die Komplexität der Problematik und veranschaulichen, wie unsensibel auf Betroffene von sexualisierter Gewalt reagiert wird.
Die Bachelorthesis befasst sich mit der Fragestellung, wie interaktive Kurzfilme junge Erwachsene für traumatische Ereignisse sensibilisieren können, wobei sexualisierte Gewalt als spezifisches Beispiel betrachtet wird. Im theoretischen Teil werden das Sensibilisierungspotenzial interaktiver Kurzfilme, die mediale Darstellung sexualisierter Gewalt sowie bestehende Präventionsansätze analysiert. Um ergänzende Erkenntnisse zu gewinnen, werden zwei Leitfadeninterviews und ein Experiment durchgeführt. Die Leitfadeninterviews werden mit zwei Fachleuten im Bereich Prävention und interaktiver Filmproduktion geführt. Basis für das Experiment dient das Lehrprojekt: der interaktive Kurzfilm starrk.
starrk. entsteht zusammen mit Jannis Pfister und umfasst zwei Teile: einem interaktiven Kurzfilm und Interviews mit Betroffenen und Expert:innen. Im Kurzfilm begleitet man Mia, wie sie immer wieder denselben Tag in ihrem Leben durchspielt und sich fragt, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Mit dem interaktiven Kurzfilm wollen wir einen Identifikationspunkt zum Thema sexualisierte Gewalt ermöglichen. Mit den anschliessenden Interviews setzen wir das Thema in einen grösseren Kontext.
Wenn du mehr über starrk. erfahren möchtest, dann folg uns auf Instagram @starrk.film.