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Zwischen 1'000 und 4'000 Neugeborene kommen mit einer Beeinträchtigung auf die Welt, weil die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol trank. Am Welttag des alkoholgeschädigten Kindes ruft die Sucht Schweiz dazu auf, eine alkoholfreie Schwangerschaft zu unterstützen und solidarisch mit Frauen zu sein, wie es in der Medienmitteilung heisst.
Ein Schlückchen schon gefährlich
Weder eine risikofreie Trinkmenge noch ein Zeitraum sei bestimmbar, um Alkoholschäden zu verhindern. Um Neugeborene zu beschützen, müsse man ganz auf Alkohol verzichten. «Alkohol passiert die Plazentaschranke schnell und kann die Entwicklung aller Organe des Ungeborenen und besonders das Zentralnervensystem beeinträchtigen», erklärt Expertin Rachel Stauffer Babel.
Solidarität für Schwangere
In einem Umfeld, wo getrunken wird, ist der Druck für Schwangere höher. Deshalb pocht Sucht Schweiz auf mehr Solidarität. Entweder indem die Angehörigen auch nicht trinken oder die schwangere Frau nicht zum Mittrinken animieren.
In vielen Ländern werden Kinder und Eltern unterstützt sowie mit Kampagnen aufgeklärt. In der Schweiz bestehe ein grosser Nachholbedarf.
Beeinträchtigung beim Kind: FASD und FAS
Alle Beeinträchtigung, die infolge von Alkoholschäden auftraten, fallen unter dem Kürzel «FASD» (Fetal Alcohol Spectrum Disorder).
Die Symptome sind folgende: Merk- und Lernschwierigkeiten, Sprechstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität.
Beim fortgeschrittenen Fall FAS (Fetales Alkoholsyndrom) kommen folgende dazu: Wachstumsverzögerungen, körperliche Auffälligkeiten am Kopf und Gesicht, verzögerte geistige Entwicklung und verminderte Intelligenz.
Von den 1'000 bis 4'000 betroffenen Kindern in der Schweiz weisen zehn Prozent die schwere Form (FAS) auf. Die meisten Beeinträchtigungen sind nicht heilbar. Bei der Behandlung geht es darum, den Betroffenen zu helfen, damit sie bestmöglich mit der Störung umgehen können.
Alkohol während Stillzeit
Da Alkohol während der Stillzeit in die Muttermilch gelangen kann, empfehlen die Experten, auch dann darauf zu verzichten. Falls man Alkohol trinkt, nur in kleinsten Mengen und lange Zeit vor dem Stillen.