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Wir möchten das Risiko einer Erkrankung schon im Vorfeld minimieren oder gar ausschließen. Alle Katzen stehen deshalb unter ständiger tierärztlichen Kontrolle, sind negativ auf HCM geschallt, negativ auf PK und PKD getestet und FIP, FIV und FeLV frei.
In der nebenstehen Übersicht finden Sie eine kurze Definition der Krankheiten.
Genotyp N/N (homozygot gesund): Diese Katze trägt keine mutierte Form des Gens und kann es somit nicht an ihre Nachkommen weitergeben.
Genotyp N/PRA (heterozygoter Träger): Diese Katze trägt das mutierte rdAc-PRA-Gen einmal. Sie kann dies mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % an ihre Nachkommen weitergeben. Eine solche Katze darf nur mit einer homozygot gesunden (Genotyp N/N) Katze verpaart werden.
Genotyp PRA/PRA (homozygot betroffen): Diese Katze trägt das mutierte rdAc-PRA-Gen zweimal und hat ein extrem hohes Risiko an rdAc-PRA zu erkranken. Sie wird das rdAc-PRA-Gen zu 100 % an ihre Nachkommen weitergeben und darf nur mit einer homozygot gesunden (Genotyp N/N) Katze verpaart werden.
Ein DNA-Test ermöglicht den direkten Nachweis der verantwortlichen Mutation. Die DNA-Analyse ist unabhängig vom Alter des Tieres möglich und kann bereits bei Kitten durchgeführt werden. Für den DNA-Test wird ca. 0,5 ml EDTA-Blut benötigt. Alternativ ist auch die Einsendung eines sog. Backenabstriches möglich. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass der Abstrich nicht zu zaghaft durchgeführt wird, da sonst nicht ausreichend Material für die Untersuchung zur Verfügung steht. Es sollten immer zwei Backenabstrichträger pro Tier eingeschickt werden.
Die Diagnose anderer PRA-Formen ist nur über eine Untersuchung des Augenhintergrundes (ophtalmologischer Test) möglich. Der ophtalmologische Test muss auch bei Katzen und Katern, die bereits negativ getestet wurden und für die Zucht eingesetzt werden, bis zu einem Alter von 3-5 Jahren regelmäßig wiederholt werden, um eventuelle andere Formen spät beginnender PRA zu erkennen.
Eine Therapie ist nicht möglich.