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Beikost ist eine wunderschöne Möglichkeit als Familie Zeit zu verbringen und Dein Baby zu stärken. Das Baby beginnt sich für feste Kost zu interessieren. Dazu tauchen bestimmt Fragen, Sorgen und Ängste auf. Wann ist mein Baby bereit? Was sind Reifezeichen? Wie kann ich mich organisieren um jeden Tag etwas frisches auf dem Tisch zu haben?
Ein paar Fakten zuerst
Über 3000 Studien, die von der WHO durchgegangen wurden, ob in Entwicklingsländern oder Industriestaaten, zeigen dass der gesundheitliche Outcome – bei 6 Monate ausschliesslichen Stillen und danach Beikost begleitetes Weiterstillen, sowohl für Kind als auch für Mutter am besten ist. Mit etwa 6 Monaten zeigen die meisten Kinder, Beikostreifezeichen. Das heisst, sie zeigen durch motorische Fähigkeiten dass sie nun bereit sind für neue Kost.
Leider wird in vielen westlichen Länder vom Gesundheitspersonal empfohlen, bereits mit 4 Monaten mit Beikost zu beginnen. Begründungen dazu wären, Allergien als auch die Sicherung der Nährstoffversorgung.
Als Grund für die frühere Empfehlung wird die Stilldauer angegeben. Da Mütter nicht lange stillen ist es sinnvoll die Beikost begleitend noch einzuführen. Also statt ein längeres Stillen zu bewerben, wird eine frühere Beikoststart empfohlen. Dies führt jedoch oft zu einer deutlich kürzeren Stillzeit.
Um die Empfehlung zur Allergie- und Zöliakieprävention zu verstehen muss man die Studien und die daraus folgenden Empfehlungen näher ansehen. Zum Beispiel zeigen die Studien dass das Risiko für Zöliakie und Allergien bei Kinder unter 2 Jahren verringert wird, wenn sie während der Einführung der Gluten-haltigen oder allergenen Lebensmittel noch gestillt werden.
Aus den Studien, die leider nicht beachtet werden, zeigt sich dass Kinder die möglicherweise an Allergien leiden, die Beikost eher herauszögern.
Wichtig zu wissen ist, dass der Nährstoffbedarf gesunder, termingeborener und normalgewichtiger Säuglinge, durch das ausschliessliche Stillen 6 Monate oder länger gedeckt wird.
Die sogenannten Reiffezeichen
Um sicher essen zu können, muss der Rücken aufrichtig sein und das Kind muss sich ohne Hilfe stabilisieren können. Es ist sehr gefährlich ein Kind in schräger Position zu füttern, wie in Wippen, Autositzen oder Hochstühlen mit Kippfunktion. Dies kann jede Erwachsene Person auch selbst gerne mal ausprobieren und sich füttern lassen in einer zurückgelehnten Position. Auch BLW funktioniert nicht ohne motorische Fähigkeiten, da die Kinder erst um den 6 Lebensmonate bereit sind, etwas kontroliert zum Mund zu führen. Die Interesse am Essen ist ein zweiter wichtiger Punkt um mit Beikost anzufangen. Das erste mal etwas Neues zu essen brauch viel Geduld und auch Wiederholung um etwas zu mögen.
Frisch Kochen
Ob nun mit Brei gestartet wird oder direkt mit BLW, frisch zubereitet schmeckt das Essen am besten und ist in der Regel auch gesünder. Es gibt unzählige Rezept Ideen im Internet wie auch tolle Kochbücher. Man kann sich Heut zu Tage sehr gut informieren. Viele machen sich zu viele Gedanken. Wenn man einige Hinweise beachtet, muss man für ein Kind nicht separat noch kochen. Es reicht aus wenn bei den Erwachsenen das Essen direkt auf dem Teller noch gewürzt wird. Mit einer guten Organisation und Planung gelingt es jedem auch Menus vorzubereiten. Auch muss man beachten, dass die Mengen für ein Baby zu Beginn der Beikost, sehr gering ausfallen. Da geht es mehr ums ausprobieren und kennenlernen.