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Paul Huwiler
Inhaltsverzeichnis
Lebensdaten
Profess: 27. Januar 1828
Konventbruder: 18?–1850?
Buchbinder
Beziehungsnetz
Verwandtschaft
Sohn des Johann Huwiler und der A. M. Elisabeth Räber.
Paten: Joseph Brun und A. Maria Huwiler.
Lebensbeschreibung[1]
Br. Paul wurde in Wallenschwil im Kanton Aargau am 3. März 1805 geboren und in der Pfarrkirche von Muri auf den Namen Josef getauft. Seine Eltern waren Johann Huwiler und A. M. Elisabeth Räber. Taufpaten waren Joseph Brun und A. Maria Huwiler. Gefirmt wurde er am 11. August 1808 von Weihbischof Ferdinand von Bissingen von Konstanz in der Klosterkirche Muri.[2] Vor seinem Klostereintritt besuchte er vier Jahre das Gymnasium, doch ist nicht angegeben wo, wahrscheinlich aber im nahen Muri oder in Zug. An Begabung hätte es ihm nicht gefehlt aber er trat aus nicht bekannten Gründen als Laienbruder in das Kloster ein und begann am 27. Januar 1828, zusammen mit seinen Mitnovizen Odermatt, Brunner und Fruonz, das Noviziat.
Er wirkte dann als Kirchen- und Konventbruder. Die übrige Zeit reparierte er die Uhren und fertigte auch neue an. Diese Fertigkeit hatte er sich selber angeeignet. Zu Zeiten von P. Adalbert Vogel, der 1901 starb, hing im Priorat noch eine von ihm gefertigte Stockuhr, die nur alle 10 Tage aufgezogen werden musste. Als mit der Zeit Br. Pauls Sehkraft nachliess, begann er sich als Buchbinder nützlich zu machen, obwohl er keine Erfahrungen im Buchbinden hatte. Seine Bücher waren dann auch weniger elegant als solid gebunden. Am 27. Januar 1878 konnte er mit P. Konrad Fruonz und P. Ignaz Odermatt sein Goldenes Professjubiläum feiern. In seinen letzten Lebensjahren betätigte er sich noch als Bienenzüchter, richtete im Brüdergarten Bienenkästen ein und pflegte diese mit viel Eifer und Geduld, aber mit nicht allzu grossem Ertrag, wie P. Adalbert Vogel festhielt.[3] Auf einem Foto aller Laienbrüder mit ihren Utensilien (Werkzeugen) vom Herbst 1869 ist er mit einen Bienenkorb sitzend abgebildet. Br. Paul starb am 20. März 1885 als Senior des Konventes mit 80 Jahren an einem Schlaganfall.
Professnummer
- Nr. 611
Einzelnachweise
- Die Lebensbeschreibung wurde weitgehend vom Manuskript von Br. Meinrad Haberl (StiArEbg Professbucheinträge, mit Vorarbeiten von P. Gall Heer), übernommen.
- Bescheinigung von Pfarrer P. Plazidus Eggenschwiler von Muri am 5. Dezember 1827.
- Vogel, Catalogus biogr. S. 269.
Bibliographie
- Gottwald, Benedikt: Album Engelbergense. Luzern 1882, S. 145, Nr. 611.
- StiArEbg Professbucheintrag nach dem Manuskript von Br. Meinrad Haberl (mit Vorarbeiten von P. Gall Heer).