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Das Sternbild Orion ist bei uns von August (Morgenhimmel) bis April (Abendhimmel) zu sehen.
Beteigeuze, sein östlicher Schulterstern leuchtet hell und rötlich, Rigel, der den Fuss des Orions markiert, funkelt in weissbläulichem Licht. Zwischen den beiden stehen aufgereiht drei Sterne, die den Gürtel des Orions darstellen – deshalb der Begriff «Gürtelsterne». Der Orion ist das auffallendste Sternbild des Winterhimmels. Momentan hat es durch die Kreiselbewegung der Erdachse nahezu seine nördlichste Stellung erreicht. In 13 000 Jahren wird der Orion jedoch von Mitteleuropa aus nicht mehr vollständig sichtbar sein. Der griechischen Mythologie zufolge war Orion der Sohn des Poseidon und einer Tochter des kretischen Königs Minos. Homer beschreibt Orion in seiner Odyssee als riesigen Jäger, der mit einer unzerbrechlichen bronzenen Keule bewaffnet war. Er prahlte vor Artemis, der Göttin der Jagd, dass er jedes Tier auf Erden töten könne. Darauf schüttelte sich die Erde zornig und aus einem Riss im Boden kroch ein Skorpion, der den Jäger stach und tötete. Deshalb flieht Orion jeweils unter den westlichen Horizont, wenn der Skorpion im Osten aufsteigt.
Foto: Andreas Walker