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Im August 2005 gab es in weiten Teilen des Schweizer Alpenraums schwere Überschwemmungen. Viele Ortschaften hatten neben den Wassermassen auch mit grossen Mengen Schwemmholz zu kämpfen. Es stellte sich die Frage woher das Schwemmholz stammt.
Zielsetzung
Ziel des Projektes ist es durch Untersuchungen des angeschwemmten Holz Hinweise zu erhalten, mit denen die Herkunft und auslösenden Prozesse eingegrenzt werden können. In vom Unwetter stark betroffenen Regionen wurde bei ausgewählten grossen Schwemmholzansammlungen untersucht:
- Volumen
- Bauholz, Brennholz, natürliches Holz (unbearbeitet)
- Baumarten
- Frisch / Verwitterungsgrad
- Abnützung im Wasser
- etc.
Methoden
In Absprache mit den kantonalen Fachstellen wurde unmittelbar nach den Unwetter mit der Aufnahmen von grossen Ablagerungen, Verklausungen und bereits neben den Gewässern aufgeschichteten Haufen begonnen. Die Untersuchungen wurden in folgenden Regionen durchgeführt: Berner Oberland, Entlebuch, Emmental, Obwalden, Prättigau. Die Aufnahmen beinhalteten eine visuelle Ansprache nach einem standartisierten Verfahren und eine Linienstichprobe mit detaillierter Untersuchung von ausgewählten Schwemmholzstücken.
Resultate
An den meisten der rund 20 untersuchten Standorten lag der Anteil von Bau- und Brennholz unter 20%. Beim natürlichen Schwemmholz zeigten sich grosse lokale Unterschiede. Es gab Stellen, an denen der Frischholzanteil bei nur 15 Prozent lag, andernorts wiederum betrug er bei über 90 Prozent. Über alle Untersuchungsgebiete gesehen lag der Frischholzanteil insgesamt zwischen 50 und 75 Prozent: Das Hochwasser hat damit mehr Frisch- als Totholz angeschwemmt.
Details zum Projekt
Projektdauer
2005 - 2020