Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03464.jsonl.gz/3214

Hauptwirtschaftszweige sind
das lokale Kleingewerbe, die Landwirtschaft und der Tourismus, traditionell
auch
das Kristallsuchen.
Unternehmen des Produktions- oder Dienstleistungsgewerbes sind nur wenige
im Tal ansässig.

Verkehr
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in der Surselva keine fahrbare
Strasse; erst 1846 wurde das Tal über Flims erschlossen. 1858
erreichte die Strasse Disentis und eine Pferdepost nahm ihren Betrieb
auf. 1879 wurde die Strasse
nach Vals erstellt, 1885 ins Safiental, 1887 durch die Val Lumnezia nach
Vrin und 1894 nach Obersaxen.
Die Rhätische Bahn führt seit 1903 nach Ilanz und seit 1912 nach Disentis.
An die Vorderrheinlinie der RhB schliesst sich in Disentis die Matterhorn-Gotthard-Bahn
an und stellt die Verbindung zur Gotthardbahn her. Im Osten erfolgt der Übergang
auf die SBB in Chur. Quer zum Tujetsch, dem obersten Abschnitt der Surselva,
entsteht der Gotthard-Basistunnel. Der Haupteingangsschacht befindet sich im
Tujetscher Hauptort Sedrun. Überlegungen, an diesem 800 m langen Schacht
einen Übergang Umsteigebahnhof (Porta Alpina) einzurichten, wurden verworfen.
Parallel zur Schmalspurbahn verläuft die Hauptstrasse 19 durch die ganze
Surselva bis zum Oberalppass und weiter nach Andermatt im Kanton Uri. In Disentis
zweigt die Lukmanierpassstrasse ins Tessin ab.
Die Übergänge des Kistenpasses und des Panixerpasses nach Norden (Glarus)
sind, wie auch die Übergänge nach Süden, über die Greina
ins Tessin und über den Valserberg ins Rheinwald, alpine Wanderrouten. Es
gibt noch viele andere Wanderrouten (Krützlipass, Bruni, Cavardiras, usw.)
Durch das ganze Vorderrheintal führt die Senda Sursilvana.