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Die aus dem Departement Gironde (F) stammende Rebsorte Merlot ist bei den grossen Bordeauxweinen Teil der Assemblage. Ihr Name soll sich von der Amsel (frz. merle) ableiten, die die Merlot-Beeren angeblich besonders liebt. Durch DNA-Analysen wurden ihre Eltern gefunden: Sie ist eine natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc und Magdeleine Noire des Charentes, einer alten Rebsorte, die inzwischen fast verschwunden ist. Merlot ist eine Halbschwester von Cabernet Sauvignon, Malbec (Cot) und Carmenère. In der Schweiz wurde die einfach anzubauende, aber für den falschen Mehltau anfällige Rebsorte Mitte des 19. Jahrhunderts im Kanton Waadt zum ersten Mal angepflanzt. Heute wird sie jedoch vor allem im Kanton Tessin angebaut, dessen Wahrzeichen sie wurde. Hier wurde sie 1906 nach der Reblauskrise eingeführt.
Die Sorte Merlot ergibt Weine mit Noten von geröstetem Kaffee, gebrannten Kirschen, Waldbeeren und Schokolade. Sie weist weiche Tannine und eine dunkle Farbe mit leicht violetten Reflexen auf.
Merlot wird in mehreren Weinbauregionen angebaut
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