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Die Geschichte des Major Tschamper Fonds geht auf Major Jakob Tschamper (von Langenthal, † 1943) respektive dessen Witwe Frieda Hedwig Tschamper-Ziegler (von Strengelbach, 17.10.1886 – 10.07.1957) zurück. Major Tschamper kommandierte nach dem ersten Weltkrieg in den Zwanzigerjahren das Füs Bat 55 und später das Ter Bat 140 (nachmalig Füs Bat 140).
In ihrer eigenhändigen, letztwilligen Verfügung vom 11.06.1956 hielt Hedwig Tschamper-Ziegler im Sinne der seinerzeitigen Verfügung ihres verstorbenen Mannes fest: „Vom verbleibenden Reste der Erbschaft sind zwei Fonds mit gleichen Teilen anzulegen zur Unterstützung bedürftiger Unteroffiziere u. Soldaten des Füs. Bat. 55 u. des Ter. Bat. 140.“ Die beiden Bataillonen erhielten aus dieser Erbschaft je CHF 40’000. Dieses Vermögen wurde fortan in je einer Hilfskasse zur Truppenkasse der beiden Bataillone geführt, welche beide als Stiftungen gemäss Art. 80 ff. ZGB qualifizierten.
Mit der Ablösung der Armee 61 durch die Armee 95 wurde Ende 1994 das Füs Bat 140 aufgelöst und dessen Vermögen in den Fonds des Füs Bat 55 überführt. Ende 2003 wurde im Rahmen der Reform Armee XXI auch das Füs Bat 55 aufgelöst. Die ehemaligen AdA des Füs Bat 55 wurden grösstenteils in die Nachfolgeverbände Inf Bat 56 und Inf Bat 60 integriert und der Stiftungszweck des Major Tschamper Fonds erstmals entsprechend angepasst. Mit der Weiterentwicklung der Armee (WEA) wurde Ende 2017 das Inf Bat 60 wieder aufgelöst und das Inf Bat 56 in die Ter Div 2 überführt. Dies bedingte eine zweite Anpassung des Stiftungszweckes des Major Tschamper Fonds in seiner heutigen Form, 100 Jahre nachdem Major Tschamper das Füs Bat 55 kommandiert hatte.