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Nackt und knöchern schauen sie heraus aus dem Häusermeer und aus dem Horizont der Stadtbäume, braten schutzlos in der Sonne, speichern Kalorien und geben sie nachts an die Stadt weiter. Das Bild oben links veranschaulicht diese zunehmende Zementierung der Stadt in Zürich West, wo die Bautätigkeit dank der Hochhauszonen aus dem Jahr 2021 nach oben ausschlagen darf. Der Preis dafür ist hoch: Das Verschwinden des offenen Horizonts, einsam herumstehende Türme, Schädigung des Stadtgewebes und Beeinträchtigung des Luftaustausches. Wollen wir noch zuwarten, bis wir die Qualitäten, die zu guten mitteleuropäischen Städten gehören, ganz verloren haben?
Paris kommt uns einmal mehr zu Hilfe. Tag und Nacht sind die Blätter auf den Boulevards zugegen, im Takt mit den Gebäuden. Warum? Der Höhenplafonds für Gebäude aus der Zeit von Haussmann sorgt dafür und auch die damals gleichzeitige Pflanzung von Grossbäumen. Das Wohnen in Reichweite der Strasse, das sich der Höhenlimite verdankt, macht zusammen mit dem dadurch leicht erreichbaren öffentlichen Raum ein Gewebe. Ganz im Unterschied zu Hochhäusern, die als Solitäre alleine stehen. Mit immer noch fortschreitender Baukonjunktur sollten wir uns – bevor der Zug abgefahren ist – für das erfolgreiche und beliebte Stadt-Gewebe entscheiden.