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Aktuelle Forschung in Kürze: September
Auswirkungen von Katzen auf die Patientenzufriedenheit in psychiatrischen Kliniken
Oft sind in psychiatrischen Kliniken Tiere auf den Stationen anwesend. Es wird angenommen, dass die Anwesenheit von Tieren einen Einfluss auf die Zufriedenheit der Patienten* hat. Dies wurde aber noch nicht wissenschaftlich untersucht, weshalb sich die Studie von Templin, Hediger, Wagner und Lang damit befasste, wie sich die Anwesenheit von einer Katze sich auf die Zufriedenheit der Patienten auswirkt.
Methode
An der Universitären Psychiatrischen Klinik (UPK) in Basel wurden retrospektiv die Daten von 170 Patienten mit der Diagnose einer Depression, einer Psychose oder Substanzmissbrauch untersucht. Die Patienten waren zufällig auf einer Station mit oder einer Station ohne Katze untergebracht. Die Zufriedenheit wurde mit dem „Münsterlinger Patientenfragebogen“ erhoben.
Resultate
In der Studie zeigte sich, dass die Patienten auf den Stationen mit Katze generell zufriedener sind. Auch in Bezug auf Behandlungserfolg und Weiterempfehlung der Klinik gaben die Patienten auf diesen Stationen höhere Zufriedenheit an. Die Anwesenheit der Katze hatte auch einen positiven Einfluss auf die Einschätzung der Freizeitangebote, Gemeinschaftsräume, Zusammenarbeit mit Pflege, Sozialarbeiter, Psychologen und weitere Therapeuten. Hingegen wurde keinen Zusammenhang mit der Zufriedenheit bezüglich Zusammenarbeit mit dem Arzt oder mit dem Zimmer und dem Essen gefunden.
Diskussion
In der Studie zeigte sich, dass die Anwesenheit einer Katze auf psychiatrischen Stationen einen Zusammenhang mit der Patientenzufriedenheit hat. Schon vorherhergehende Studien haben gezeigt, dass die Anwesenheit von Tieren eine beruhigende Klinikumgebung schafffen kann und zu einer positiveren Wahrnehmung von anderen Personen und Räumen führt. Auch dass die Zusammenarbeit mit Therapeuten und Pflege als positiver wahrgenommen wurde, wurde auch schon in anderen Studien festgestellt. Dort zeigte sich, dass das Vertrauen in Therapeuten und die therapeutische Allianz mit den Patienten durch die Anwesenheit eines Hundes verbessert werden kann.
*Die maskuline Form steht auch für die weibliche Form.
Quelle
Templin, J. C., Hediger, K., Wagner, C. & Lang, U. E. (2018). Relationship between patient satisfaction and the presence of cats in psychiatric wards. The Journal of Alternative adn Complementary Medicine. https://doi.org/10.1089/acm.2018.0263
Hier geht’s zum PDF der Studie:
Templin et al., 2018 (49.23 KB)