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|Abt Heinrich von Twiel (1121-1122)

Abt Heinrich von Twiel
Heinrich von Twiel, 1121-1122. 1121 wurde Heinrich von Twiel zum Abt gewählt, und zwar von der kaiserlich gesinnten Partei des Konvents, worauf die Gegenpartei, unterstützt von den Zähringern, Manegold von Mammern ihrerseits zum Abt wählten. Sie erklärten die Wahl Heinrichs für ungültig, weil er vor dem Ableben Ulrichs von Eppenstein auf Grund eines gefälschten Abdankungsschreibens desselben gewählt worden sei. Wie weit dies stimmt oder erfunden ist, kann nicht nachgeprüft werden. 1122 setzte Konrad von Zähringen Manegold mit Gewalt in St. Gallen ein. Heinrich floh mit seinem Anhang zunächst nach der Burg Zell bei Leutkirch in Schwaben. Manegold verstand es, sich in der Abtei zu halten. Er gelangte an den Kaiser und gab vor, er allein sei kanonisch rechtmäßig gewählt, da Heinrich noch zu Lebzeiten Ulrichs gewählt worden sei. Aus unerklärlichen Gründen ließ Heinrich V. den kaiserlich gesinnten Abt fallen und entschied für Manegold. Nach diesem Entscheid zog sich Heinrich ins Kloster Zwiefalten zurück. Nach dem Tod Manegolds 1 133 rief ihn dessen Nachfolger als Propst nach St. Gallen zurück. Hier starb er an einem 21. November.
(Duft, Johannes; Die Abtei St.Gallen, St. Gallen 1986)