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Bern, 16. Dezember 2002. Der Schweizerische Seniorenrat (SSR) wendet sich entschieden gegen die Vorschläge, für über 50jährige Personen höhere Krankenkassenprämien zur Deckung der Pflegekosten einzuführen. Der SSR hält solche Vorschläge aus zwei Gründen für verfehlt und unannehmbar.
Erstens durchbrechen sie den Grundsatz der Solidarität in der sozialen Krankenversicherung, der auch für die Solidarität zwischen den Generationen gilt. Die heutigen Rentnerinnen und Rentner haben in ihren Berufsjahren ebenfalls solidarische Prämien bezahlt und die Lasten anderer Generationen mitgetragen. Separate höhere Prämien für Ältere bedeuten eine Diskriminierung der betroffenen Generationen, sind sozial nicht zu rechtfertigen und widersprechen auch dem Diskriminierungsverbot in der Verfassung.
Zweitens werden die Kosten der Älteren im Gesundheitswesen undifferenziert und falsch eingeschätzt. Viele Untersuchungen belegen, dass mit der längeren Lebenserwartung in erster Linie mehr aktive und gesunde Lebensjahre gewonnen werden. Hohe Kosten ergeben sich bei allen Menschen in der letzten Lebensphase, in den letzten Monaten oder Jahren, und dies unabhängig vom Zeitpunkt des Todes. Es ist daher falsch, Alter mit Krankheit gleichzusetzen und mit undifferenzierten Durchschnittszahlen zu operieren.
Resolution verabschiedet von der Plenarversammlung des Schweizerischen Seniorenrates.
Kontaktpersonen:
Angeline Fankhauser
Co-Präsidentin SSR
In den Lettenreben 15
4104 Oberwil
Tel. 061 402 15 33
Herbert B. Kaestner
Co-Präsident SSR
Chemin des Hutins 10 A
1247 Anières
Tel. 022 751 19 63, Natel 079 773 93 57
Beide Kontaktpersonen sprechen Deutsch und Französisch.