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Zwei Tage nach dem verheerenden Vulkanausbruch in Guatemala werden noch fast 200 Menschen vermisst. Der Verbleib von insgesamt 192 Menschen sei unklar, teilte der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes am Dienstag mit.
Der Feuervulkan war zunächst am Sonntag ausgebrochen, am Dienstag ereignete sich erneut eine heftige Explosion - die Zahl der Toten stieg auf mindestens 73.
Man verfüge über Informationen mit Namen und Orten, wo die Menschen vermisst würden, sagte der Direktor des Katastrophenschutzes an einer Medienkonferenz. Er gab die Zahl der Vermissten mit 192 an.
Nach der erneuten Explosion am Dienstag hatte sich Lava den Südhang des Berges hinabgewälzt. Wie der Katastrophenschutz mitteilte, wurden sechs Ortschaften im Gefahrengebiet evakuiert. Ärzte, Helfer und Journalisten wurden aus der Region um den Feuervulkan in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr von Guatemala-Stadt auf Twitter mitteilte.
Dichter Rauch und Ascheniedergang erwartet
Zudem wurde ein dichter Rauch- und Aschevorhang erwartet, wie das Institut für Vulkanologie des lateinamerikanischen Landes auf Twitter erklärte. Der Lavastrom könne heisse Gase absondern, weshalb das Gebiet unbedingt gemieden werden sollte.
Der Vulkan südwestlich von Guatemala-Stadt war am Sonntag ausgebrochen. Die Lavamassen zerstörten zwei Ortschaften nahezu vollständig. Die Räumungs- und Bergungsarbeiten dauern noch immer an. Der Katastrophenschutz richtete eine Homepage ein, auf der Menschen als vermisst gemeldet werden können.
Der Volcán de Fuego ist einer von drei aktiven Vulkanen in dem mittelamerikanischen Land. Seit 2002 zeigt der etwa 3700 Meter hohe Berg wieder eine verstärkte Aktivität. Erst im Mai war der Vulkan ausgebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst. (sda/afp)