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Woher er kommt, was ihn vom traditionellen Espresso unterscheidet und weshalb wir mittlerweile unsere Lateinamerikanische Mischung umbenennen in «Der Diplomat» Das aus der Schweiz stammende und in der Schweizer Gastronomie meist georderte Kaffeegetränk, der Café Crème, sorgt nicht nur unter den Gastronomen, sondern auch bei den Endkonsumenten für Diskussionsstoff. Steht das «Crème» im Namen für den mitgelieferten, abportionierten Kaffeerahm? Tatsächlich verweist das Wort auf die leckere Crema auf dem Kaffee, welche im Unterschied zum traditionellen Filterkaffee durch Druck im Brühprozess erzeugt wird. In den 80er Jahren, als die ersten Vollautomaten den Markt eroberten, trank man in der Schweiz vornehmlich Filterkaffee. Die sirupartige, stark konzentrierte und aus Italien stammende Geschmacksexplosion, der Espresso, war für den Durchschnittsschweizer doch eine Nummer zu stark. Dennoch wollte er die Crema im Vergleich zum herkömmlichen Filterkaffee nicht missen, wodurch der Café Crème als Mittelweg zwischen Espresso und Filterkaffee geboren wurde. Die Zubereitung eines hochwertigen Café Crème ist leider alles andere als einfach und stellt hohe Anforderungen an Bohne und Mensch, was entsprechend auch dazu geführt hat, dass man sich in der Schweizer Gastronomie einen bitteren, wässrigen Café Crème fast schon gewohnt ist. Der Brühprozess für einen Café Crème ist per se die bitterere Version im Vergleich zum Espresso, wobei viermal mehr Wasser durch die gleiche Menge Kaffeepulver gepresst wird. Im herkömmlichen Fall führt dies zu einer Überextraktion, was mit einer dunkel gerösteten Bohne zu dem allseits bekannten bitteren Geschmackserlebnis führt.