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Zu Forschungszwecken haben Amerikanische Wissenschaftler Schafembryoenen kleine Aufnahmechips ins Innenohr implantiert. So wurden Geräusche aufgezeichnet, wie sie im Ohr von Ungeborenen ankommen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Audiology and Neuro-Otology veröffentlicht.
Die Gebärmutter, das Fruchtwasser und besonders die Flüssigkeit in den Ohren filtern die hohen Frequenzen schriller Töne fast ganz weg. Bei Musik etwa kann das ungeborene Baby die tiefen Vibrationen der Trommeln wahrnehmen. Die hohen Töne z.B. von Geigen hingegen werden vom Babyohr nicht wahrgenommen.
Von der Sprache hören die Ungeborenen vor allem die Melodie, die aus tieferen Vokalen besteht. Konsonanten kommen wegen den höheren Frequenzen nicht oder nur verzerrt an.
Die Stimme der Mutter beispielsweise wird gehört, als ob die Frau hinter einem Vorhang aus dickem Stoff sitzen würde. Beim Anhören der Aufnahmen aus dem Schafinnenohr bemerkten die Forscher überrascht, dass einige Sätze trotz dieser Verzerrungen gut zu verstehen waren.
Insgesamt seien alle bis auf die lautesten Geräusche im Mutterleib angenehm gedämpft, so dass nach Ansicht der Wissenschaftler selbst dann, wenn die werdende Mutter ein lautes Rockkonzert besucht, keine Gehörschäden bei dem Ungeborenen zu befürchten seien.