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17.10.2017 –
Stell dir dieses Szenario vor: Du bist auf der Flucht und wirst zur Zielscheibe der Taliban. Im Kugelhagel rennst du weg und verlierst deinen Vater aus den Augen. Ali wurde 1997 in Afghanistan geboren und hat genau dieses Szenario erlebt. Bis heute weiss Ali nicht, ob sein Vater noch lebt. In der Ausstellung “Die Stimme meiner Verletzungen” von “Ärzte Ohne Grenzen” werden die physischen und psychischen Wunden von zwei geflüchteten Menschen gezeigt. Der Schweizer Fotograf Reto Albertalli hat Christiana und Ali begleitet und ihre Narben festgehalten.
Christiana kommt aus Nigeria und musste ihre beiden Kinder in Ghana zurücklassen. “Was hättest du an meiner Stelle getan?” Auf dem Mittelmeer kam Wasser in ihr Schlauchboot und Christiana wäre fast ertrunken. Heute lebt sie in Italien mit ihrem Mann Joseph, geprägt von ihrer Reise. Die Ausstellung “Die Stimme meiner Verletzungen” von “Ärzte Ohne Grenzen” hat bis am Samstag in der Kornschütte Luzern geöffnet.