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Ja, die gab es auch in der DDR.
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Karl May war bekannt, schließlich gab (und gibt) es ja das Museum in Radebeul und das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal, sein Geburtshaus. Aber seine Bücher wurden nicht gedruckt, lange Zeit nicht gedruckt.
Aber da war Liselotte Welskopf-Henrich, deren Bücher über „Die Söhne der großen Bärin” von vielen, vielen Kindern – Mädchen und Jungen – regelrecht verschlungen wurden. Und erst der Film, in dem Gojko Mitić den Häuptling Tokei-ihto spielte! Das waren Vorbilder so mancher Gruppe von Dorf- und Stadtkindern, die (spätestens nach dem Film) mit viel Phantasie das Indianerleben nachspielten. Und das unabhängig von den Indianistik-Gruppen, die sich irgendwann dann dem Kulturbund anschlossen.
Ich habe als Kind zuerst die dreibändige Version des Romanzyklus' gelesen, die gab es nämlich selbst in den kleinsten Dorfbibliotheken. Und dann, als Student, konnte ich auch die sechsbändige Version lesen. Aber das Gesamtwerk der Schriftstellerin habe ich bis heute nicht geschafft, auch nicht das 1952 erschienene Buch „Der Steinknabe” (nach einem Märchen der Dakota-Indianer frei erzählt). Ich möchte das gerne nachholen.
Im Gegensatz zu Karl May verfügte Liselotte Welskopf-Henrich über fundierte wissenschaftliche Kenntnisse in den Bereichen Kultur im antiken Griechenland und Kultur der nordamerikanischen Indianer.
Karl May las ich erst kurz vor, während und nach der Wende. Und seine Bücher (und die nach deren Vorlage gedrehten Filme) fand ich nie so gut wie die von Liselotte Welskopf-Henrich.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 17. August 2023 war ich zufrieden mit der erledigten Einkauferei, mit Dada am Nachmittag, mit der Ruhe in der Badewanne.
© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).