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Edition Winterthur
Stadtführer Winterthur:
Die sieben Stadtteile
Die sieben Stadtteile
Dass Winterthur trotz seiner Grösse nicht den Charakter einer Grossstadt hat, hängt mit deren Entwicklung zusammen. Die ehemalige Kleinstadt fusionierte im Jahr 1922 mit den umliegenden Dörfern, womit sich die Stadtfläche auf einen Schlag verfünffachte und Winterthur mit rund 50 000 Einwohnerinnen und Einwohnern zur zweitgrössten Stadt im Kanton Zürich wurde. Der Dörfligeist aber blieb: viele Stadtbewohnerinnen und -bewohner fühlen sich primär ihrem Stadtteil (dem früheren Dorf) und weniger der ganzen Stadt zugehörig, auch wenn sie natürlich gleichzeitig stolze Winterthurerinnen und Winterthurer sind. Auslöser der Fusion war eine rasante industrielle Entwicklung, verbunden mit einem grossen Bevölkerungswachstum. Die Stadt wuchs dabei nicht nur an den Rändern, sondern auch in den umliegenden Dörfern stiegen die Bevölkerungszahlen an: wegen der niedrigeren Mieten und Lebenskosten liessen sich insbesondere Arbeiterinnen und Arbeiter, die in den Fabriken der Stadt arbeiteten, hier nieder. Das führte in den Dörfern zu einer Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung: Fabrikarbeiter und Handwerker begannen die Orte gegenüber den Bauern zu dominieren. In Veltheim etwa stieg die Bevölkerung zwischen 1870 und 1910 auf das Siebenfache an. Das grosse Wachstum überforderte die Vororte, denn die anstehenden Infrastrukturaufgaben standen in keinem Verhältnis zum bescheidenen Steueraufkommen. Sie forderten deshalb, «die finanziell verblutenden Gemeinden» seien «durch die Verbindung mit der prosperierenden Stadt aus ihrer Notlage zu befreien». Winterthur war allerdings über diese Eingemeindungsgelüste alles andere als glücklich; aus finanziellen Gründen, aber auch weil man wegen des zu erwartenden Zuzugs von Arbeiterinnen und Arbeitern eine Stärkung der sozialdemokratischen Partei befürchtete. Eine Volksinitiative, die von der SP unterstützt wurde, ebnete schliesslich den Weg für eine Eingemeindung.
Dichte Überbauungen und grüne Landschaften: Die Kontraste in Winterthur hängen mit der Entwicklung der Stadt zusammen: Überbauung im Gern, Hegi.
Die stark befahrene Zürcherstrasse verbindet das Stadtzentrum mit Töss und mit der A1 nach Zürich.
Stadt
Vom historischen Siedlungskern aus dehnte sich die Stadt ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in alle Richtungen aus: Es entstanden Villenquartiere, Arbeitersiedlungen und Überbauungen
für den Mittelstand. Die Kernstadt und die umliegenden Quartiere bilden heute einen der insgesamt sieben Stadtteile. Nebst der Altstadt gehören dazu das Innere Lind, das Äussere Lind, der Heiligberg,
der Brühlberg, das Neuwiesenquartier und das Tössfeld. Im Kreis Stadt leben gut 19 000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 2010).
Quartierzeitungen: 8400 Altstadt → www.8400-bva.ch
Lindeblatt (Inneres Lind) → www.bahnhuesli.ch/indeblatt
Quartierpost (Äusseres Lind) → www.aeusseres-lind.ch
Kulturzentrum Alte Kaserne → www.altekaserne.winterthur.ch
Bahnhüsli Inneres Lind, Pflanzschulstr. 58 www.bahnhuesli.ch
Inneres Lind
Dieses stadtnahe Gebiet nördlich der Altstadt gehört zu den schönsten Wohnquartieren der Stadt mit den alten Villen, den grosszügigen privaten Park- und Gartenanlagen und den von Bäumen gesäumten Quartierstrassen. Daran schliessen sich Siedlungen an, die nach dem Bau der Bahnlinie um 1854 für den Mittelstand und die Arbeiterschaft erstellt wurden (z.B. an der Bahnstrasse). Auch dieses kleinmassstäblich strukturierte Quartiergeviert zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität aus.
Äusseres Lind
Dem Inneren Lind schliesst sich das Äussere Lind an. Dieses liegt am Fusse des Lindbergs und besteht aus schönen alten Repräsentationsquartieren, nebst mustergültigen Wohnquartieren für die Arbeiterschaft und den unteren Mittelstand (z.B. Brauerquartier). In diesem Gebiet befinden sich auch die beiden Kantonsschulen Rychenberg und Im Lee sowie das Konservatorium und das Kantonsspital.
Heiligberg
Der Heiligberg ist der stadtnächste und kleinste der sieben Hügel, um die sich das bebaute Stadtgebiet rankt. Er liegt am südlichen Rand der Altstadt. Entlang seiner Flanken gruppieren sich attraktive Wohnquartiere, das obere Plateau des Hügels ist ein beliebter grüner Naherholungsraum für die Bevölkerung, durchsetzt mit ein paar Villen, öffentlichen Parkanlagen und einem trutzigen alten Schulhausbau. Hier oben hat die Stadtgärtnerei auch einen eindrücklichen Rosengarten mit über 300 Rosenarten angelegt.
(Siehe Rubrik → «Spazieren - Wandern -Entdecken»).
Das Innere Lind gehört zu den schönsten Wohngegenden der Stadt.
Die Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Brauereistrassensiedlung im Äusseren Lind.
Der Heiligberg: Schöne Wohnlagen.
Brühlberg
Westlich des Stadtzentrums liegt der Brühlberg, ein weiterer beliebter und viel genutzter Hausberg der Stadt. Hier wird an den Hängen gewohnt, der obere Teil ist bewaldet und mit Spazierwegen erschlossen. Ein Sendeturm mit Aussichtsplattform (130 m) gewährt einen schönen Blick auf die Stadt, die Kyburg und den dahinter liegenden Alpenkranz. Am südöstlichen Hügelfuss gibt es eine mehrfach ausgezeichnete Parkanlage, den Brühlgut-Park, zu bewundern. Der historische Park wurde von den bekannten Winterthurer Landschafts-architekten Rotzler Krebs Partner umgestaltet und wird sowohl von der Quartierbevölkerung als auch von den Studierenden und Berufstätigen aus dem nahen Sulzerareal genutzt.
Tössfeld
Das Tössfeld liegt in der Ebene zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Töss. Entstanden ist es als klassisches Arbeiterquartier im Zusammenhang mit der Expansion von Sulzer und der Schweizerischen Loko motivfabrik (SLM). Die Fabrikanlagen belegten ein rund 20 ha grosses Gebiet zwischen der Zürcherstrasse und den Bahngleisen. Daran schloss sich ein dichtes Wohnquartier an, geprägt von kleinen Reihenhäuschen sowie kleineren und grösseren Mehrfamilienhäusern. Während der Charakter dieses Wohngevierts weitgehend erhalten geblieben ist, wurde das ehemalige Industrieareal zu einem neuen urbanen Stadtteil umgebaut. Eine schöne Referenz erwies die Stadt Winterthur dem Tössfeld, als sie am Rande der Zürcherstrasse einen kleinen Park mit einer eindrücklichen begehbaren Pavillon-Skulptur von Max Bill anlegte. Etliche Kunstsinnige fanden damals, dass das Werk einen repräsentativeren Platz verdient hätte.
(Siehe Publikation → «Kunst im öffentlichen Raum in Winterthur»).
Auf dem Haldengutareal, wo früher Bier produziert wurde, wird heute gewohnt.
Grossstädtische Verdichtung im Neuwiesenquartier hinter dem Hauptbahnhof.
Die Pavillon-Skulptur von Max Bill.
Der Brühlgut-Park.
Neuwiesen
Das hinter dem Hauptbahnhof gelegene Neuwiesenquartier erlebt gegenwärtig einen gewaltigen Bauboom. Im traditionell eh schon dicht bebauten Gebiet wurde eine Reihe markanter Baukörper hochgezogen und damit der Raum zusätzlich verdichtet. Entstanden ist attraktiver und sehr begehrter Wohnraum - nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof und vom Stadtzentrum entfernt.
(Siehe Rubrik → «Rund um den Bahnhof»).
Eulach
Die einstige Bedeutung der Eulach, die Winterthur den Übernamen «Eulachstadt» eingebracht hat, lässt sich heute kaum mehr nachvollziehen. Aus dem einst stolzen Winterthurer Stadtfluss ist ein unattraktives Rinnsal geworden. Das Schicksal der Eulach war die bauliche Entwicklung der Stadt. Weil man keine Überschwemmungen riskieren wollte, wurde der Stadtbach tiefer gelegt, kanalisiert und eingedolt. Unterdessen hat ein Umdenken stattgefunden und es gibt Pläne, die Eulach an ausgewählten Orten wieder zu renaturieren und ihr etwas von der alten Würde zurückzugeben. Während Jahrhunderten hatte sie nämlich für das Gewerbe eine wichtige Rolle gespielt: An ihren Ufern siedelten sich Mühlen, Färbereien, Bleichereien und Gerbereien an (vgl. Sagi Hegi und Schleife) und das als erstes Freibad der Schweiz gebaute Schwimmbad Geiselweid bezog anfänglich das Wasser aus der Eulach. Von der früheren Kraft und Grösse des Gewässers zeugen alte Bilder vom Untertor. Sie zeigen die Eulach, wie sie als wilder Fluss mit Stromschnellen zwischen der Adler-Apotheke und dem Archareal am Untertor vorbeirauscht.
Oberwinterthur
Der im Nordosten gelegene Stadtteil Oberwinterthur ist die Urzelle Winterthurs; hier entstand im ersten Jahrhundert nach Christus die römische Siedlung Vitudurum. Am Kirchhügel und im
Unteren Büel (heute mit Wohnblöcken überbaut) waren denn auch während Jahren archäologische Grabungen im Gang, mit vielen aufschlussreichen Funden und Befunden aus der Römerzeit. Heute
ist Oberwinterthur mit über 20 000 Einwohnerinnen und Einwohnern der grösste Stadtteil Winterthurs. Vom historischen Dorfkern aus, mit seinen schmucken Bauern-, Gewerbe- und Wohnhäusern,
deren Geschichte zum Teil bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht, entwickelte sich Oberwinterthur in alle Richtungen. Der in den letzten Jahren am stärksten wachsende Teil ist Neuhegi, wo
gegenwärtig auf dem brachliegenden früheren Industriegelände von Sulzer rund 4500 Wohnungen und ebenso viele Arbeitsplätze entstehen.
Quartierzeitungen:
Oberi Zytig → www.oberwinterthur.ch
Hegi Info → www.ovhegi.ch
Reutlinger Post → www.winterthur-reutlingen.ch
Freizeitanlage Eichwäldli → www.qv-eichwaeldli.ch
Quartierraum Halle 710, Barbara Reinhart Strasse 27 → www.ovhegi.ch
Hegi, Reismühleweg 48 → www.ovhegi
Quartiertreff Stadel → w ww.stadtentwicklung.winterthur.ch
Der Dorfkern von Oberwinterthur.
Die Aussenwacht Reutlingen aus der Vogelperspektive.
Das Hohlandhaus und der Kirchturm der Kirche St. Arbogast.
Kirche St. Arbogast und Hohlandhaus
Die zuoberst auf dem Kirchhügel stehende reformierte Kirche St. Arbogast gilt als eine der wichtigsten Landkirchen der Schweiz. Sie ist die einzige romanische Pfeilerbasilika, die im Kanton erhalten ist. Sehenswert sind auch die frühgotischen Wandmalereien aus den Anfängen des 14. Jahrhunderts und die Kirchenfenster von Max Hellstern. Zum historischen Ensemble gehört das trutzige Hohlandhaus, einst Sitz des niedrigen Adels, der im Dorf für den Einzug des Zehnten verantwortlich war.
Eulachpark
Für die riesige, 60 000 m2 grosse Parkanlage haben die Stimmberechtigten ohne mit der Wimper zu zucken einen Kredit von 10 Mio. Franken bewilligt. Für Grünräume haben die Winterthurerinnen und Winterthurer traditionell ein grosses Herz, was sich in Abstimmungen immer wieder zeigt. Der Park ist das Kernstück der Stadtraumerweiterung in Neuhegi und eine Attraktion für den ganzen Raum Oberwinterthur-Hegi. Die Anlage wird von allen Bevölkerungskreisen genutzt - zum Spazieren, Picknicken, Spielen oder Sonnenbaden.
(Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur»).
Schwimmbad Oberi
Nach einer Gesamtsanierung präsentiert sich die Anlage in neuem Glanz - mit Chromstahlbecken, grosszügiger Gestaltung und altem Baumbestand. Ein Teil der Anlage ist auch ausserhalb der Badesaison geöffnet - für Beachvolleyball und Minifussball. Mooswiesenweg 44. Öffnungszeiten Mai und September: Montag 10 Uhr bis 19 Uhr, Dienstag bis Sonntag, 9 Uhr bis 19 Uhr. Juni bis August: Montag 10 Uhr bis 20 Uhr, Dienstag bis Sonntag, 8 Uhr bis 20 Uhr.
→ www.badi-oberwinterthur.ch
Segelflugplatz Hegmatten
Die Segelflugzeuge, die im Sommer am nordöstlichen Himmel von Winterthur elegant und lautlos ihre Schleifen ziehen, starten und landen auf dem Segelflugplatz Hegmatten. Der von der Segelfluggruppe Winterthur betriebene Flugplatz liegt am östlichen Stadtrand zwischen Oberwinterthur und Wiesendangen. Die Segelfluggruppe bietet auch Segelflugunterricht und Passagierflüge an.
→ www.sgw.ch
Lautlose Fliegerträume: Der Segelflugplatz Hegmatten.
Der Veloweg nach Stadel.
Historisches Bild der Sagi Reismühle Hegi.
Sagi Reismühle Hegi
Die Sagi Reismühle in Hegi ist Winterthurs letzte wasserradgetriebene Sägerei. Sie ist eine von fünf Mühlen, die im Mittelalter an der Eulach zwischen Hegi und Oberwinterthur betrieben wurden. Im Sommerhalbjahr wird regelmässig einmal im Monat an einem Samstag demonstriert, wie in alten Zeiten mit Hilfe der Wasserkraft Balken gesägt wurden.
→ www.reismuehle-hegi.ch
Reutlingen
Die Aussenwacht Reutlingen hat sich den Charakter eines Bauerndorfes weitgehend bewahrt. Die alten Häuser mit den schmucken Bauerngärten stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zum Dorf gehören ein kleines Schulhaus und ein Restaurant. Einzig das Rauschen der nahen A1 bedrängt die ländliche Idylle.
Restaurant «zur Eintracht», Reutlingerstrasse 67. → www.eintracht-reutlingen.ch
Stadel
Die kleine Aussenwacht am Fuss der Mörsburg war einst ein eigenständiges Wein- und Ackerbaudorf. Stadel ist ein ländlich-intaktes Dorf geblieben. Und in einem der grossen Bauernhäuser hat die Werkschule Grundhof, ein pädagogisch-therapeutisches Schulheim für Jugendliche mit Schwierigkeiten in der Volksschule und in der Familie, ihren Sitz.
→ www.grundhof.ch
Restaurant Frohsinn Stadel, Unterdorfstrasse 7. Mit Gartenwirtschaft. → www.frohsinn-stadel.ch.
Besenbeizli Stadel, Stadlerstrasse 201, Bauernhof Heiri Keller. Mit Gartenwirtschaft. → www.stadel-beizli.ch
Mörsburg
Die Mörsburg liegt an erhabener Aussichtslage über dem Dorf Stadel. Sie war einst Residenz der Grafen von Kyburg. Seit 1598 ist die Burg im Besitz der Stadt Winterthur und dient heute als Ausstellungsort für die Sammlung des Historischen Vereins. Zu sehen sind u.a. Waffen, Feuerwehrobjekte, Öfen und Möbel aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Siehe Rubrik → «Kultur in Winterthur» und → www.museum-lindengut.ch
Gasthof Schlosshalde, Mörsburgstrasse 36. Mit Gartenwirtschaft. → www.schlosshalde-winterthur.ch
Die über dem Dorf Stadel gelegene Mörsburg.
Das Schloss Hegi, in dessen Garten im Sommer eine Besenbeiz betrieben wird.
Der Eulachpark - ein grosser Naturraum für die ganze Bevölkerung.
Schloss Hegi
Der spätmittelalterliche Herrensitz beherbergt eine Sammlung von Handwerk, Kunstgewerbe und Hausrat aus der bäuerlichen Alltags- und Wohnkultur vom 15. bis 18. Jahrhundert. Der Verein Schloss Hegi betreibt im Schlossgarten eine Sommerbeiz, die «Schloss Schenke», die von Mai bis Oktober an den Wochenenden geöffnet ist. Während der übrigen Zeit steht die Feuerstelle mit Grill der Öffentlichkeit zur freien Verfügung. In Anlehnung an den historischen Pflanzgarten wurde ein neuer angelegt mit alten Gemüsesorten der ProSpecieRara und Kräutern.
Siehe Rubrik → «Kultur in Winterthur» und → www.schlosshegi.ch
Ricketwil
Die ländliche Aussenwacht am Fusse des Etzbergs, mit rund 80 Einwohnerinnen und Einwohnern, ist geprägt von stattlichen Bauernhäusern und Scheunen und von einem Wirtshaus, das berühmt ist für
seine «Buuremetzgete».
Restaurant Landhaus Ricketwil, Räterschenstrasse 34. → www.garstro-tipp.ch und → www.ricketwil.ch
Seen
Der Bauboom hat das ehemalige Bauerndorf in einer Heftigkeit überrollt, die fast alle dörflichen Spuren zum Verschwinden gebracht hat. Nur wenige Häuser im ehemaligen Dorfzentrum und am
Kirchhügel sind als Zeugen der Vergangenheit erhalten geblieben. Ansonsten wurde Seen im grossen Stil überbaut: mit Wohnblöcken in der Ebene und Einfamilienhäusern an den Hängen. Zu Seen gehören
aber auch ausgesprochen ländlich-intakte Gebiete, die durch ein dichtes Netz von schönen Spazier- und Wanderwegen erschlossen sind. Seen zählt etwas mehr als 17 000 Einwohnerinnen
und Einwohner (Stand 2010).
Quartierzeitung:
Seemer Bote → www.seen.ch.
Freizeitanlage Kanzleistrasse 24 → www.seen.ch/freizeitanlage
Freizeitanlage Im Hölderli → www.wingertli.ch
Freizeitanlage Chiesgrueb, Weierstr. 95 → www.seen.ch/freizeitanlagen
Hütte am Hofstettweg, Hofstettweg 12 → www.seen.ch/freizeitanlagen
Als wenn die Zeit stehen geblieben wäre: Das Dorf Eidberg mit dem Primarschulhaus.
Eidberg und Hulmen
Das Dorf Eidberg mit einem eigenen Primarschulhaus liegt am Fusse des Hulmens. Der Hulmen ist mit 682 Metern der höchste Punkt der Stadt Winterthur. Vom meist nebelfreien Hochplateau aus geniesst man eine schöne Aussicht auf die nähere und weitere Umgebung.
Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur».
Binzenloo
Der städtische Bauernbetrieb ist ein biologischer Musterbetrieb. Das stattliche alte Gehöft liegt an der Strasse zwischen Gotzenwil und Eidberg.
Eidbergstrasse 57. → www.binzenloo.ch
Sessel
Der südwestlich von Iberg gelegene Aussichtspunkt bietet eine fantastische Fernsicht. Hier steht übrigens auch eine mächtige, rund 150 Jahre alte Winterlinde.
Sennhof
Über den Seemer Buck gelangt man stadtauswärts nach Sennhof. Man wähnt sich hier schon eher im Tösstal als in Winterthur. Der Sennhof ist geprägt von der Spinnerei Hermann Bühler AG. Vor der Industrialisierung war er ein einzelner zu Seen gehörender Hof. Mit der Spinnerei und dem Bau neuer Wohnquartiere entwickelte sich der Ort zu einer Aussenwacht mit über 1200 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Töss
Töss ist der multikulturellste Stadtteil Winterthurs. Die Maschinenindustrie hat das Gebiet geprägt. Es dominieren Arbeiterwohnsiedlungen und Mietshäuser, und die Geschäfte und Läden sind so
vielfältig wie die Menschen, die hier leben. Zwischen den Fabriken von Rieter und Sulzer gelegen, wurde Töss während der Industrialisierung zu einem bevorzugten Wohnort für Arbeiter und Arbeiterinnen.
Hier entstand 1865 auch die erste Arbeitersiedlung. Die «Rietersiedlung» bestand aus einfachsten Häuschen, die aber alle über einen grossen Pflanzgarten verfügten.
Fabrikant Heinrich Rieter wollte damit ein Zeichen setzen gegen seelenlose Mietskasernen als Arbeiterunterkünfte. Er war überzeugt, dass seine Häuschen der Selbstverantwortung und dem
Ordnungssinn der Bewohnerinnen und Bewohner förderlich sein würden und sich diese Haltung auch positiv auf die Arbeitsmoral auswirken würde. In der Fol ge entstand in der Stadt Winterthur eine
Vielzahl solcher Arbei tersiedlungen, ja sie wurden zu einem eigentlichen Markenzeichen der Stadt. Ein grosses Problem von Töss ist die stark befahrene Zürcherstrasse, die den Stadtteil brutal
entzweischneidet. Dahinter gibt es schöne alte Wohnquartiere mit viel Charme und hoher Lebensqualität. Es ist geplant, die Zürcherstrasse quartierverträglicher umzubauen. Um die Anliegen des
Stadtteils mit gut 10 000 Einwohnerinnen und Einwohnern (2010) kümmert sich die Tösslobby.
Quartierzeitungen:
De Tössemer → «www.toess.ch/de-toessemer
Euses Blättli (Dättnau-Steig) → «www.daettnau.ch
Gemeinschaftszentrum Bahnhof Töss, Stationsstr. 22 → www.toess.ch
Freizeitanlage Nägelsee, Schlachthofstrasse 36 → www.naegelsee.ch
Freizeitanlage Altes Schützenhaus Dättnau, Hündlerstrasse 8 → www.daettnau.ch
Bild links: Der Stadtteil Töss ist geprägt von der Maschinenindustrie: im Hintergrund die Fabrikanlagen der Firma Rieter.
Bild oben: Flugaufnahme von Töss mit der Firma Rieter (Aufnahme von 1971).
Chrugeler
Am Anfang der Entwicklung von Töss stand der Chrugeler, ein mittelalterliches Dorf, das sich im Laufe der Zeit zu einem Strassendorf entwickelte. Heute befindet sich der Chrugeler abseits der Strasse hinter dem massiven Betonbau des Zentrums Töss an idyllischer Lage am Tösskanal. Die kleinmassstäbliche Struktur der ehemaligen Kleinbauern- und Handwerkerhäuser prägt das malerische Quartier bis heute.
Der Tösskanal
Der Tösskanal trieb einst die Spinnerei Rieter an. Heute ist der Kanal ein beliebtes Naherholungsgebiet und dient auch der Produktion von Ökostrom. Nach einer Sanierung hat die Nordstrom GmbH die Kleinkraftwerke auf dem Rieterareal wieder in Betrieb genommen.
Die Töss
Die Töss zieht sich in einer grossen Schlaufe entlang der südlichen Grenze Winterthurs von Sennhof bis nach Töss, folgt dann der westlichen Grenze und verlässt das Stadtgebiet in Wülflingen als tosender Wasserfall. Die «Tosende» wurde früher zum Antrieb von Spinnereien und Webereien genutzt, u.a. von der Firma Rieter. Auch heute noch ist die Töss von grosser Bedeutung für die Stadt: Das Winterthurer Trinkwasser stammt zu 97 Prozent aus dem Tössgrundwasser und das Tössgebiet gehört zu den wichtigsten Naherholungsräumen Winterthurs
Siehe Rubriken → «Die Stadtteile» und → «Spazieren - Wandern - Entdecken»
Der Tösskanal trieb einst die Spinnerei Rieter an.
Dörfliche Idylle im Chrugeler am Tösskanal.
Der Reitplatz - ein intensiv genutzter Freizeit- und Naherholungsraum an der Töss.
Schwimmbad Auwiesen
Das 1970 entstandene Schwimmbad ist das jüngste der Winterthurer Freibäder. Die schöne Anlage grenzt mit ihren Rasenflächen direkt ans Tössufer.
Auwiesenstrasse 45. → www.schwimmbad-toess.ch
Reitplatz
Der Reitplatz gehört zu den beliebtesten und am intensivsten genutzten Naherholungsgebieten in der Stadt. Nirgends sonst ist an den Wochenenden so viel los wie auf dieser Allmend mit Sportanlage, Grillplätzen und Liegewiesen. Die Luft ist rauchgeschwängert, es riecht nach gebratenem Fleisch, Federbälle und Frisbees fliegen durch die Luft, auf den Fussballfeldern werden Grümpelturniere ausgetragen, Menschen reden, lachen, rufen, essen, trinken und dösen - die Stimmung ist entspannt und das Publikum international.
Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur».
Rossberg
Der Rossberg ist eine hoch über der A1 gelegene Enklave in einer Waldlichtung am südwestlichen Ende des Eschenbergs. Zum kleinen Weiler gehören eine romanische Kapelle aus dem 13. Jahrhundert, das Restaurant Rossberg (Montag und Dienstag geschlossen; Juni bis August täglich geöffnet) und der Golfplatz Kyburg. Das Gebiet ist mit schönen Spazierwegen erschlossen.
→ www.rossberg-winterthur.ch und → www.golf-kyburg.ch
Wülflingen
Wülflingen gilt als der eigenwilligste Winterthurer Stadtteil. Im «Wilden Westen» der Stadt lässt man sich von den «Oberen», also der Stadtregierung, nicht gerne dreinreden und nirgends sonst ist
der Dörfligeist so intakt wie hier. Wülflingen war einst ein Reb- und Ackerbauerndorf, was heute noch an den kleinbäuerlichen Häusern im Zentrum abzulesen ist. Der Dorfplatz allerdings ist zu einer
Strassenkreuzung verkommen. Projekte, diesen Zustand zu ändern, sind bisher immer gescheitert (Stand 2012). Wülflingen gehört, zusammen mit Seen und Oberwinterthur, zu den landwirtschaftlichen
Hochburgen der Stadt. Es gibt im Stadtteil, der unterdessen gut 14 000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt (2010), immer noch rund 20 Bauernbetriebe. Jenseits des überbauten Gebiets
wird es denn auch sehr rasch ländlich und die Städterinnen und Städter erfreuen sich an den weidenden Kühen und der unverbauten Landschaft.
Quartierzeitung:
wulfilo → www.wulfilo.ch.
Freizeitanlage Holzlegi → www.qv-langwiesen.ch
Freizeitanlage Sunnehüsli Hardau, Hardgutstrasse 58 → www.hardau.ch
Die überbauten Hänge kontrastieren mit dem alten Dorfzentrum von Wülflingen.
Das Schloss Wülflingen mit dem Schlossgarten.
Strickhof
Der Strickhof Wülflingen ist ein landwirtschaftlicher Ausbildungs- und Versuchsbetrieb. Er umfasst 30 ha Kulturland und liegt am Südwesthang des Wolfensbergs. Ausgebildet wird hier in einer Vielzahl von Berufen, von Landwirtschaft über Gesundheit bis Lebensmitteltechnologie, Agrotechnik oder Tierpflege. Daneben ist der Betrieb spezialisiert auf die Mutterkuhhaltung und unterhält einen eigenen Rebberg. Die produzierten Produkte (Wein, Gemüse, Obst, Setzlinge, Balkonpflanzen etc.) werden im Strickhof-Laden angeboten.
Riedhofstrasse 62. → www.strickhof.ch
Schloss Wülflingen
Das historische Schloss aus dem Jahr 1644 ist heute ein Restaurant für gehobene Ansprüche. In den Jahren 2007/08 wurde es umfassend renoviert unter Einbezug des schönen Schlossgartens, in dem im Sommer eine lauschige Gartenwirtschaft betrieben wird.
→ www.schloss-wuelflingen.ch
Gemeinschaft Hard
Die älteste mechanische Grossspinnerei der Schweiz ist heute ein gemeinschaftlich betriebenes Zentrum mit Gewerbebetrieben, Büros, Wohnungen, einem Bauernhof, einem Kleinkraftwerk und einem kulturellen Gemeinschaftsraum. Die Gemeinschaft Hard AG kaufte 1986 die idyllisch am Stadtrand gelegene Fabrikanlage mit einer Fläche von knapp 10 Hektaren und verwirklichte darin ein Modell für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten - das bis heute funktioniert. → www.geha-ag.ch
In der ehemaligen Grossspinnerei Hard wird heute gemeinschaftlich gewohnt und gearbeitet.
Die Wespimühle ist ein Denkmalpflegeobjekt von überkommunaler Bedeutung.
Die Töss verlässt das Stadtgebiet von Winterthur als spektakulärer Wasserfall.
Töss-Wasserfälle
Die Wasserfälle unterhalb der Hard bieten ein spektakuläres Naturschauspiel und ziehen insbesondere an schönen Sommerwochenenden viele Ausflüglerinnen und Ausflügler an.
Schwimmbad Wülflingen
Das Schwimmbad aus dem Jahr 1967 ist in eine parkähnliche Landschaft eingebettet und verfügt über drei Schwimmbecken. Zur Anlage gehört auch eine Blockhütte, das «Rugelihuus» mit Kochgelegenheit und Cheminée, das vermietet wird.
Wässerwiesenstrasse 71. → www.badiwuelflingen.ch
Wespimühle
Bei der Wespimühle handelt es sich um das bedeutendste Mühledenkmal der Stadt. Während Jahrhunderten trieben hier bis zu neun Wasserräder die Mühleeinrichtungen an. 1892 wurden sie durch eine 90 PS starke Girard-Turbine von Rieter ersetzt. Bis vor wenigen Jahren hoffte man, den Mühle-Betrieb retten zu können. Unterdessen ist aber der Gebäudekomplex verkauft und im früheren Kornsilo entstanden Loftwohnungen.
→ www.muehlefreunde.ch
Veltheim
Dieser Stadtteil liegt am nächsten bei der «Stadt», womit die Winterthurerinnen und Winterthurer das Stadtzentrum meinen. Das einstige Acker- und Rebbaudorf hat seine dörfliche Ausprägung
weitgehend bewahrt; der Dorfkern ist noch als solcher les- und erlebbar und es gibt eine Reihe schöner alter Riegelhäuser zu bewundern. Etwas erhöht über dem Dorf steht die reformierte Kirche
und am windgeschützten Südhang des Wolfensbergs wächst der «Gallispitz», ein kräftig-fruchtiger Pinot Noir. Der «Gallispitz» ist der oberste Punkt des Rebbergs mit erhabenem Blick über die Stadt.
«Gallispitz» heisst auch die Quartierzeitung von Veltheim. Vom Dorf führen zwei steile Strassen (Zielstrasse/Trottenstrasse) den Berg hinauf zum Rosenberg, der ebenfalls zum Stadtkreis Veltheim
gehört. Die Wohnquartiere auf dem Rosenberg entstanden ab den 1920er-Jahren. 2010 zählte Veltheim knapp 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Quartierzeitung:
Gallispitz → www.gallispitz.ch.
Quartierzentrum Veltheim, Bachtelstrasse 71
→ www.gallispitz.ch/quartierzentrum
Kirche Veltheim
Die ältesten Teile der Veltemer Kirche stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Im Inneren sind nebst der Holzdecke Fresken des Winterthurer Malers Hans Haggenberg aus dem Jahr 1482 zu sehen.
Tambürlihuus
Das 1563 erbaute Tambürlihuus ist eines der ältesten erhaltenen Bauernhäuser in der Schweiz. Es hat Kriege, Pest und Hungersnöte erlebt und war Lebensraum für mehr als 20 Generationen. Das Haus wurde 1994/95 total renoviert. Seinen Namen hat das Haus von einem seiner Bewohner, dem Nachrichtentambour Johann Jakob Siegrist-Siegrist.
Waldfriedhof
Der Friedhof Rosenberg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den Winterthurer Architekten Robert Rittmeyer und Walter Furrer angelegt und seither mehrmals vergrössert. Der idyllische Waldfriedhof ist ein Ort der Stille mit eindrücklichen Familiengräbern, einer sehr schön gestalteten Gemeinschaftsgrabanlage von den Landschaftsarchi tekten Rotzler Krebs Partner, Bäumen, Brunnen, Denkmälern und Skulpturen. Die stimmungsvolle Anlage wird nicht nur von Trauernden, sondern auch von Spaziergängerinnen und Spaziergängern gerne besucht und ist mit einem Netz von abwechslungsreich angelegten Wegen erschlossen. Der Waldfriedhof ist ein kulturhistorisches Schutzobjekt von überkommunaler Bedeutung.
Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur».
Der idyllische Waldfriedhof Rosenberg lädt ein zu beschaulichen Spaziergängen.
Der Schützenweiher ist Naherholungsgebiet und Rummelplatz zugleich.
Das Schwimmbad Wolfensberg: Die Veltheimer meinen, es sei das schönste in der Stadt, in den andern Stadtteilen aber findet man natürlich die eigene Badi am schönsten.
Schützenweiher
Der Schützenweiher ist ein beliebter Freizeitpark, der insbesondere an den Wochenenden intensiv genutzt wird. Am nordöstlichen Ende sorgt das Restaurant Schützenhaus mit seiner Gartenwirtschaft für viel Betrieb, gleich daneben gibt es eine Minigolfanlage und einen Campingplatz. Ruhiger und beschaulicher ist die Stimmung im südlichen Teil der Weiheranlage mit Schilfgürtel und Seerosen. Rund um den Weiher führt ein Spazierweg und es gibt einen Kinderspielplatz. In strengen Wintern friert der Weiher zu und die Wasserfläche wird zum Eislaufen freigegeben.
Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur».
Schwimmbad Wolfensberg
Vom Schwimmbad Wolfensberg wird gesagt, es sei das schönste in der Stadt. Die Anlage wurde 1935/36 vom Verein für Volksgesundheit gebaut, der auch die darüber liegende Schrebergartenanlage initiiert hat (vgl. Seite 154). Das terrassierte, stilvoll angelegte Bad mit den weissen Sonnenschirmen rund ums Bassin weckt mediterrane Gefühle.
Rütihofstrasse 15. → www.schwimmbad-wolfensberg.ch
Mattenbach
Mattenbach ist der einzige Stadtteil ohne ländlich-dörfliche Vergangenheit. Das grosse Wachstum des zwischen dem Stadtzentrum und Seen gelegenen Gebiets setzte Anfang des 20. Jahrhunderts
ein. Bereits zuvor aber waren hier, im Osten der Stadt, erste Arbeiterkolonien entstanden. Die beiden wichtigsten Arbeitgeber waren damals die Seidenstoffweberei Sidi und der Textilveredlungsbetrieb
Schleife. Unter dem zunehmenden Druck des Bevölkerungswachstums dehnte sich dann das bebaute Wohngebiet immer weiter stadtauswärts aus. So entstanden im Mattenbach-Quartier diverse
Genossenschaftsüberbauungen inklusive eines ersten Wohnhochhauses (Weberstrasse 91), und in der Grüze wurden ganze Quartiere mit hohen Wohnsilos überbaut, die sich allerdings immer um
grosszügig konzipierte Grünräume herum gruppierten. Im Stadtteil Mattenbach leben gut 12'000 Bewohnerinnen und Bewohner (2010).
Quartierzeitung:
Sprachrohr → www.sprachrohr
Quartiertreff Geiselweid, Mühlebrückestrasse 14
→ www.wohnliches-geiselweid.ch
Quartierzentrum Gutschick-Mattenbach, Scheideggstr. 19
→ www.sprachrohr-winti.ch
Die ehemalige Seidenfärberei beherbergt heute Kunst, Handwerk und Gewerbe.
Die Adlergartenvilla ist Teil des Alterszentrums.
Das Grüzefeld ist der grüne Trenngürtel zwischen den grossen Wohnüberbauungen in der Grüze und in Seen.
Schleife
Die Schleife ist ein altes Industrieareal zwischen Grüzen-, Pflanzschul- und Tösstalstrasse. Früher wurde dort eine Gerberei betrieben, dann eine Textilveredelung und schliesslich eine Seidenfärberei. Die Schleife ist heute ein vielfältig genutztes Areal, u.a. beherbergt es das Fotozentrum Winterthur, Gewerberäume und Künstlerinnenateliers.
Siehe Rubrik → «Kultur in Winterthur».
Adlergarten
Der Adlergarten hat eine wechselvolle Geschichte. Er wurde ab 1820 als Sommerresidenz, später als Hotelanlage («Hôtel de la Fortuna«), dann als Jacquardweberei und Töchterpensionat betrieben und war schliesslich Wohnort des Mitbegründers der Gebrüder Sulzer, Salomon Sulzer. 1947 erwarb die Stadt Winterthur das Anwesen. Sie betreibt dort das Alterszentrum Adlergarten. Die grosse, schöne Parkanlage ist öffentlich.
Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur».
Hallen- und Freibad Geiselweid
Das «Geisi» ist das erste künstlich geschaffene Freibad der Schweiz und wurde 1908-1911 von den Winterthurer Architekten Rittmeyer und Furrer gebaut. Ursprünglich bezog das Bad sein Wasser aus der benachbarten Eulach. Seit 1974 gehört zum Schwimmbad ein Hallenbad und seit einigen Jahren gibt es auch ein Naturbad, das ohne Chlorzusatz auskommt. Das Wasser dieses grossen Teichs wird durch die bepflanzte Uferzone natürlich gereinigt.
→ www.sport.winterthur.ch
Das Naturbad im Schwimmbad Geiselweid.
Eine moderne Variante der Arbeitersiedlungen in diesem Gebiet: die Zelgli-Überbauung.
Der Mattenbach mit seinem Velo- und Fussweg ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Mattenbach
Der Mattenbach gehört zu den liebsten Gewässern der Winterthurerinnen und Winterthurer. Insbesondere an den Wochenenden sind sie in Scharen auf den attraktiven Uferwegen anzutreffen, die links und rechts dem Wiesenbach entlangführen - vom Stadtzentrum bis nach Seen.
Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur».
Grüzefeld
Das 20 ha grosse Gebiet wurde 1964 als Erholungszone ausgeschieden. Die Stadt rettete damit die Grünfläche vor dem grossen Überbauungsdruck, der zu jener Zeit herrschte. Die Allmend präsentiert sich als grosse, modellierte Wiesenlandschaft mit sanften Hügeln, einem geschwungenen Wegnetz und einem Teich.
Siehe Publikation → «Gartenstadt Winterthur».
Dorfete
Die einzelnen Stadtteile demonstrieren ihr Zusammengehörigkeitsgefühl jährlich mit einem Dorffest, an dem meist nicht nur die Bevölkerung des jeweiligen Stadtteils mitmacht, sondern das auch Gäste aus der ganzen übrigen Stadt anzieht. Die Dorfete sind Miniaturausgaben des Albanifests in der Winterthurer Innenstadt: Die lokalen Vereine betreiben Festwirtschaften, Grill buden, Cüpli- und Cocktail-Bars, Marktstände reihen sich entlang den Gassen auf und meist gehört auch eine kleine Chilbi zum Fest. Die erste Dorfet im Jahr ist das Dorffest Veltheim, das bereits Ende Mai stattfindet, Mitte August folgen das Oberi-Fäscht und die Tössemer Dorfet und Ende August die Wülflinger Dorfet. Die Seemer Dorfet schliesslich setzt am ersten Septemberwochenende den Schlusspunkt.