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In der Nacht auf Sonntag keine Wettergefahren.
Am Sonntag sind lokal Gewitter zu erwarten. Vereinzelt sind kräftige Entwicklungen im Bezug auf stürmsiche Böen um 75 Km/h und Starkregen um 15 mm in weniger als einer Stunde nicht ausgeschlossen, das Schadens bzw. Gefahrenpotential ist aber insgesamt gering.
Genauer:
Die Luft ist labil geschichtet, das heisst, dass wenn ein Luftpaket aufsteigt und kondensiert, steigt es von selbst weiter auf, da es wärmer (weniger dicht) als die Umgebungsluft ist. Dies führt zu Schauern oder Gewittern. Der Grund dass derzeit bei uns nichts passiert liegt wahrscheinlich darin, dass die Luftpakete gar nicht so weit aufsteigen, bis sie kondensieren. Damit das passiert muss es irgendwie angehoben werden. Dies kann durch Sonneneinstrahlung geschehen, wenn die Sonne die bodennahen Luftschichten aufheizt, oder es können Windströmungen aus verschiedenen Richtungen aufeinander treffen, wobei die Luft gezwungenermassen aufsteigt, oder der Wind wird durch Berge in die Höhe umgeleitet.
Sonneneinstrahlung ist in der Nacht nicht vorhanden, sonst wäre es ja nicht Nacht. Berge oder zumindest grössere Hügel gibt es nur im Süden, der Wind kommt aber aus Westen. Auch zusammenlaufende Windströmungen, sogenannte Konvergenzen gibt es keine. Morgen Vormittag heizt die Sonneneinstrahlung die relativ feuchte und warme Luft auf, dann kommt es zu ersten Schauern. Nachmittags dreht der Wind auf Nordwesten und es kommt zusätzlich zu Konvergenz, was die Bildung von Gewittern begünstigt.
Die zur Gewitterbildung vorhandene Energie ist nicht allzu gross, aber ausreichend. Hagel würde aber nur bei viel Energie entstehen. Da am Abend im Vorfeld einer Kaltfront der Wind in eins bis zwei Kilometern Höhe stark zunimmt, kann es im Bereich von Gewittern zu kräftigen Böen kommen. Dies geschieht, wenn der Wind durch fallenden Niederschlag an den Boden umgeleitet wird.
Am späteren Abend wird die feuchtwarme Luft durch die Kaltfront ausgeräumt und das Gefahrenpotential nimmt rasch ab.