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Die Gemeinde Arth liegt im inneren Teil des Kantons Schwyz in einem weit geschwungenen Talkessel zwischen Zuger- und Lauerzersee und zieht sich vom Gipfel des Rossbergs bis hinüber zum Rigi-Kulm. Das wilde Bergsturzgebiet, die Rigi als Königin der Berge, die Naturschönheiten im Schutt und Sägel sowie die fruchtbare, mit Obstbäumen übersäte Tallandschaft kennzeichnen die Gegend. Trotz des stetigen Bevölkerungswachstums hat sich die Gemeinde Arth ihren ländlichen Charakter bewahrt: Die Siedlungsgebiete Arth, Oberarth und Goldau verstehen sich seit jeher als drei Dörfer mit eigenen Identitäten.
Urkundlich wird Arth erstmals im Jahre 1036 erwähnt, in welchem Graf Ulrich der Reiche den Hof in Arth samt Kirchenschatz seinem Neffen Arnulf von Lenzburg übermacht. Nach dem Aussterben der Lenzburger im Jahre 1172 kamen die Güter an die Kyburger. Schliesslich fielen die Ansprüche am Ende des 12. Jahrhunderts an die Habsburger und die Hünenberger. 1315 schlossen die Schwyzer mit den Arthern zur Bewahrung der Freiheit einen gegen die Herrschaft Österreichs gerichteten Bund. Als Schutz gegen allfällige Angriffe entstand eine gewaltige Letzimauer mit Türmern, die sich vom Berghang des Rossbergs dem See entlang zum Berghang der Rigi hinüberzog. Heute sind davon kaum mehr Spuren sichtbar. Im Jahr 1656 entstand das Kapuzinerkloster Arth, 1668 die Wallfahrtskapelle «Maria zum Schnee» auf Rigi Klösterli und 1696 die heutige barocke Pfarrkirche.
Am 2. September 1806 donnerte der furchtbare Bergsturz von Goldau zu Tale und begrub 457 Menschen unter sich. Doch neues Leben strömte aus dem Schuttkegel und die Eröffnung der Gotthardbahn im Jahre 1882 verhalf Goldau zu einem unerwarteten Aufschwung. Im Jahre 1875 wurde zudem die Arth-Rigi-Bahn (heute Rigi Bahnen) eröffnet.
Die Gemeinde Arth verfügt über Arbeitsplätze in den Bereichen Seilbahnbau, Textilverarbeitung, Türen- und Badewannenproduktion sowie Metallbau. Im Dienstleistungssektor sind Tagestourismus, Bahnbetrieb und Transportgewerbe von Bedeutung. Viele Einwohner pendeln dank der guten Verkehrsanbindung an ihren Arbeitsplatz in die Zentrumsstädte Zug, Luzern oder Zürich. Der Gemeindebehörde sind die Kontakte zum einheimischen Gewerbe sehr wichtig und werden durch Treffen und Veranstaltungen aktiv gefördert.