Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03317.jsonl.gz/927

Marisa Fois’ Buch «Héritages coloniaux» über die Schweizerinnen und Schweizern, die im kolonialen Algerien lebten, ist in eine Reihe von Studien einzuordnen, die sich mit der Involvierung der Schweiz in koloniale Prozesse beschäftigen. Die Autorin geht dem Nationalismus und der Verbreitung von imperialistischem Gedankengut in der Schweiz um die Wende zum 20. Jahrhundert nach sowie der darin eingebetteten Darstellung der sogenannten «Algerienschweizer». Im Weiteren beschreibt sie die Auswirkungen der Vermittlungsrolle der Schweiz im Kolonialkrieg auf ihre in Algerien lebenden Staatsbürgerinnen und -bürger sowie deren Repatriierung nach der Algerischen Unabhängigkeit und die anschliessende Organisierung in der «Association des Suisses spoliés d’Algérie ou d’outre-mer».
Lucas Hardt (Berlin) gibt in seiner Rezension einen Überblick über das Buch, thematisiert Fois’ Umgang mit den Selbstdarstellungen der Akteurinnen und Akteure und ordnet die Studie in die aktuelle Forschungsliteratur ein.
Lucas Hardts Rezension ist auf infoclio.ch und HSozKult in open access verfügbar - Marisa Fois' Buch ebenso auf der Webseite des Seismo Verlags!