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Big Blue möchte etwas verkaufen, verrät aber immer noch nicht was.
IBM hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 24,9 Milliarden Dollar erzielt, was im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 einem Rückgang von 3 Prozent entspricht. Dies ist mittlerweile das fünfte Quartal in Folge, in dem IBM einen Umsatzrückgang in Kauf nehmen musste.
Der Reingewinn des IT-Riesen fiel um 17 Prozent auf 3,2 MiIlliarden Franken. IBM führt allerdings gerade eine grosse Restrukturierung durch, der dieses Jahr 6000 bis 8000 Arbeitsplätze
zum Opfer fallen dürften. Im zweiten Quartal verbuchte IBM dafür Kosten von einer Milliarde Dollar. Ohne diesen Sonderaufwand wäre der Gewinn im Jahresvergleich leicht gestiegen, um 3 Prozent auf etwa 4,3 Milliarden Dollar.
Zum Umsatzschwund trug insbesondere die Hardwaresparte bei, deren Umsatz laut IBM um 12 Prozent auf noch 3,8 Milliarden Dollar sank. Hardware macht damit mittlerweile weniger als einen Sechstel des IBM-Umsatzes aus. Die Bedeutung des Bereichs dürfte noch weiter sinken, falls Big Blue, wie das viele erwarten, in näherer Zukunft sein Geschäft mit Low-end-x86-Servern verkauft.
In den letzten Monaten gab es immer wieder glaubwürdige Berichte darüber, dass IBM mit Lenovo über einem Verkauf seines Low-End-Server-Geschäfts verhandelte. Anfang Mai wurde die Gespräche aber anscheinend vorläufig abgebrochen
, weil sich die beiden Parteien nicht auf einen Preis einigen konnten.
Anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen bestätigte IBM nun, dass ein grösserer Verkauf geplant war, der aber wahrscheinlich nicht mehr dieses Jahr stattfinden werde. Trotzdem, so Finanzchef Mark Loughridge, befinde man sich weiterhin in Gesprächen mit Interessenten. Um welchen Geschäftsbereich es sich dabei handelt, wollte Loughridge aber nicht verraten. (hjm)