Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/266557

<h2>SubmittedText<h2><p>Die gymnasiale Matur berechtigt in der Schweiz zum freien Zugang zu allen Hochschulen und Universitäten, insbesondere auch zur Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH in Zürich und EPFL in Lausanne). Der freie Zugang ist möglich, weil der Matura-Ausweis für eine genügend hohe Qualität der Ausbildung am Gymnasium bürgt. Durch die stetige Erhöhung der Maturitätsquote ist der Qualitätsnachweis nicht mehr garantiert. Entsprechend bezeichnet zum Beispiel die ETH das erste Studienjahr als Probejahr.</p><p>&nbsp;</p><p>Die durchschnittliche gymnasiale Maturitätsquote liegt heute bei 22.6 Prozent. Zwischen den Kantonen gibt es grosse Unterschiede: Zwischen 12.9 Prozent (SH) bis 33.6 Prozent (GE). Es ist offensichtlich, dass hier mit unterschiedlichen Ellen gemessen wird und die Maturaausweise trotz formeller Identität grosse Qualitätsunterschiede beinhalten.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, ohne in die kantonalen Schulsysteme einzugreifen, soll eine Regelung eingeführt werden, wonach Maturandinnen und Maturanden aus Kantonen, in denen die gymnasiale Maturitätsquote höher ist als 20 Prozent, für die Aufnahme eines Studiums an ETH, EPFL oder einer Universität eine vorgängige Aufnahmeprüfung bestehen müssen.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die bisherige Entwicklung der gymnasialen Maturitätsquoten und wie schätzt er die zukünftige Entwicklung ein?&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>2. Welchen Zusammenhang erkennt der Bundesrat zwischen der Höhe der Maturitätsquote und der Qualität der gymnasialen Maturität?&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>3. Welche Herausforderungen ergeben sich aus den unterschiedlichen Maturitätsniveaus für die Hochschulen und Universitäten?</p><p>&nbsp;</p><p>4. Ist der Bundesrat bereit, der ETH und der EPFL sowie den Universitäten für Maturandinnen und Maturanden aus Kantonen mit einer gymnasialen Maturitätsquote über 20 Prozent die Einführung von obligatorischen Aufnahmeprüfungen zu empfehlen oder vorzuschreiben? Weshalb bzw. weshalb nicht?</p><p>&nbsp;</p><p>5. Welche anderen Möglichkeiten sieht der Bundesrat, um die Qualität der gymnasialen Maturität zu steigern bzw. die gymnasiale Maturitätsquote zu senken?</p><p>&nbsp;</p><p>Im voraus vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen.</p>