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Das Unternehmen wandte sich gegen die Durchschnittsbetrachtung, dass rechnerisch jeden Tag gut 60 Flüge ausfielen. In den Durchschnittswerten seien auch einzelne Tage mit Terminalsperrungen in Frankfurt und München oder mit massiven Unwettern enthalten, an denen überdurchschnittlich viele Flüge gestrichen werden mussten, erklärte ein Sprecher in Frankfurt. Die grössten Probleme habe man zudem hinter sich.
Vorstandsmitglied Hohmeister bekräftigte Investitionspläne im Umfang von rund 250 Millionen Euro. Man werde zusätzliche Reserveflugzeuge und Crews bereitstellen. 600 zusätzliche Mitarbeiter würden allein zur Qualitätssicherung eingesetzt, kündigte das Unternehmen an. Zudem würden neun zusätzliche Flugzeuge des Typs Airbus A320 angeschafft, um die verspätete Lieferung der Modelle gleichen Typs mit einem neuen Antrieb auszugleichen.
Ein Grossteil der Ursachen für Ausfälle und Verspätungen liege nicht bei den Airlines, sondern an anderer Stelle - zum Beispiel bei der Flugsicherung, den Sicherheitskontrollen oder der Gepäckbeförderung. Hohmeister forderte eine gerechtere Aufteilung der Verspätungskosten innerhalb der Branche: "Wir werden auch mit unseren Systempartnern wie Flughäfen und Flugsicherungen über die Gebühren sprechen."
Der Lufthansa-Konzern hatte bereits im Sommer seine Kunden um Entschuldigung für die massenhaften Verspätungen und Flugausfälle gebeten. Die Stammgesellschaft Lufthansa hatte nach früheren Angaben bereits im ersten Halbjahr mehr Flüge gestrichen als im Gesamtjahr 2017. Neben dem schlechten Wetter und fortgesetzten Fluglotsenstreiks hatte Lufthansa seinerzeit auch Engpässe an Flughäfen und bei den Flugsicherungen als Gründe genannt./ceb/DP/mis
(AWP)