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Andere Namen: Hallwiler Aa, Aa; der Oberlauf der Aa heisst Ron
Hydrologie: Nach dem Durchfliessen des Baldeggersees heisst der Fluss nun Aabach. Aabach heisst er beim Ausfluss aus dem Baldeggersee auf 463 m.ü.M. Er ist mit der Ron zusammen und einschliesslich der beiden Seen 44 km lang, hat ein Einzugsgebiet von 302.7 km² und mündet bei Wildegg auf 348 m.ü.M. in die Aare. Seine Wasserführung beträgt bei der Mündung etwa 5.2 m³ Wasser pro Sekunde, bei Lenzburg sind es erst etwa 3 m³ pro Sekunde.
Gewässerkennzahl: 680
Urkundlich überlieferte Namen: Aa 1875, Hallwiler Aa 1902, Lenz/Lenzbach im Mittelalter
Namensentwicklung: Aha => Aa => Aabach, im Mittelalter hiess das Flüsschen aber noch Lenz oder Lenzbach als Ableitung aus dem alteuropäischen Namen *Lentia. Wann genau der heutige Name Aabach anstelle von Lenz/Lenzbach eingeführt wurde, ist noch offen, vermutlich aber erst im Spätmittelalter. In der Siegfriedkarte von 1875 hiess der Bach bereits Aa. Es ist zu vermuten, dass das Flüsschen früher mehrere Namen hatte, je nach Dorf. Solche Beispiele findet man zuhauf. Die Geografen und Kartenmacher hingegen neigen eher dazu, dass ein Flusslauf über die ganze Länge den gleichen Namen trägt. So könnte die Lenz, die wohl nur im Unterlauf so hiess, ihren ursprünglichen Namen verloren haben.
Etymologie: Der heutige Name bedeutet Wasserbach, der frühere Bach. Der mittelalterliche Name Lenz oder Lenzbach steht mit dem Namen der Stadt Lenzburg in Zusammenhang, durch welchen das Flüsschen fliesst. Hier stellt sich die Frage, ob die von Geiger 1965 erwähnte Vermutung, der Name gehe auf einen alteuropäischen Namen Lentia zurück, tatsächlich zutrifft. Gemäss Zehnder 1991 darf man das annehmen und auch das LSG schliesst dieser Deutung an. Die Stadt selber wird 893 erstmal schriftlich als Lencis erwähnt. Der Name Lenceburc wird erstmals 1036-54 erwähnt. Das weist darauf hin, dass der Name des Flüsschens sekundär auf den Ort überging. *Lentia wird gedeutet als 'die Biegsame' oder als 'die Gekrümmte' oder auch 'still dahinfliessendes Wasser'. Gekrümmt ist denn auch ihr Lauf, besonders ausgeprägt im mittleren Flussabschnitt zwischen Seon und Lenzburg. Dass Lenz etwas mit Wasser zu tun hat, erfährt man auch in der Schifffahrt: Das sich im Kielbereich im Schiffsrumpf ansammelnde Wasser heisst Lenzwasser, das Ablaufenlassen selbigen nennt man lenzen mit der Bedeutung 'trocken legen'.
Flussnamentyp: Der Aabach hat einen frühalemannischen Namen, der früher vermutlich nur für den Oberlauf galt. Der Name Lenz für den Unterlauf hingegen ist alteuropäisch.
Geologie: folgt noch.
Flussgeschichte: Die Wasserkraft des Flüsschens wurde im Mittelalter und bis über 1900 sehr rege genutzt und sogar heute dient das Wasser weiterhin dazu, wertvollen Naturstrom zu gewinnen.