Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03594.jsonl.gz/2630

Mit einem Fütterungsversuch auf drei Schweinemastbetrieben wurden Möglichkeiten untersucht, Schweinefleisch mit einem besonderen gesundheitlichen Wert zu produzieren, welches gleichzeitig einen hervorragenden Genusswert aufweist. Über Zulagen im Futter konnten Selen, Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren im Fleisch und Fett von Schweinen und daraus hergestellten Fleischprodukten angereichert werden. Die erwünschte Verbesserung des Omega-6/Omega-3 (n-6/n-3)-Verhältnisses auf unter 5 wurde erreicht und der Vitamin- E-Gehalt war in den Fleischprodukten der Versuchstiere erhöht. Mit einer kombinierten Zulage von organisch gebundenem und anorganischem Selen im Futter wurde im Fleisch ein Selengehalt sicher erreicht, welcher die Auslobung als «Quelle von Selen» erlaubt. Die sensorische Qualität der Fleischprodukte wurde nicht negativ beeinflusst. Eine von drei auf neun Tage verlängerte Reifung verbesserte die Zartheit. Diese kann aufgrund der geschätzten Heritabilität von ca. 37 % und der grossen phänotypischen Varianz auch züchterisch verbessert werden. Eine Elektrostimulierung der Schlachtkörper ergab keine spürbare Verbesserung der Zartheit. Mit den überprüften Massnahmen stehen praxistaugliche Verfahren zur Verfügung, mit denen der Nähr- und Genusswert von Schweinefleisch verbessert werden kann.
Pflanzen und Mikroorganismen können Schallwellen wahrnehmen und darauf reagieren. Agroscope hat in einer Literaturstudie diverse Publikationen zum Thema analysiert. Sie zeigen, dass Schall zu positiven Auswirkungen auf die Physiologie, zu verbessertem Wachstum, Entwicklung und Krankheitsresistenz führen kann.
Der Krieg in der Ukraine, Trockenperioden und Dürren, dann wieder Starkregen und Überschwemmungen sind grosse Herausforderungen für unsere Ernährungssysteme. Die Probleme, die dabei offen zutage treten, sind aber nicht neu. Und die Lösungen sind bekannt.
Biogene Amine in Lebensmitteln stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Forschende von Agroscope und INRAE untersuchten in Raclette-Käse die Bildung dieser unerwünschten Stoffe durch das Bakterium Morganella morganii.