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Wie Bildung ein neues Leben ermöglicht
Hla May U stammt aus einem armen Dorf in Bangladesch und erhielt dank der Schweizer Hilfsorganisation CO-OPERAID die Chance, die Primarschule zu besuchen. Die Begabung brachte die junge Frau noch viel weiter.
27. Dezember 2022 — Eingesandter Artikel
CO-OPERAID setzt sich in Zusammenarbeit mit lokalen Hilfswerken, die von Einheimischen geführt werden, in Ostafrika und Süd- und Südostasien für das Kinderrecht auf Bildung ein. In Bangladesch schafft CO-OPERAID mit dem Hilfsprojekt «Rowa Kyang» neue Perspektiven für Kinder aus ethnischen Minderheiten.
Die Menschenrechte dieser indigenen Bevölkerung werden massiv missachtet und für ihre Kinder stehen kaum Bildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Hilfsprojekt fördert die Primarschulbildung von rund 950 Kindern pro Jahr in 25 Dorfschulen. Projektregion ist der Distrikt Bandarban der Chittagong Hill Tracts im Südosten Bangladeschs.
Ergänzend zur Primarschulbildung erlauben zwei Wohnheime von CO-OPERAID die Sekundarschulbildung für die talentiertesten Schüler*innen. Dazu unterstützt CO-OPERAID Stipendien, welche Ausbildungen an der Fachhochschule und an der Universität ermöglichen. Das Projekt hat auch die römisch-katholische Pfarrei Guthirt aus Wipkingen mitgetragen, die über mehrere Jahre dafür gesammelt hat.
Der Weg zum Studium
Die Unterstützung von CO-OPERAID bewirkt viel, wie das Beispiel von Hla May U zeigt. Die junge Frau stammt aus Yang Hre Say, einem sehr armen und abgelegenen Dorf in Bangladesch. Dank CO-OPERAID konnte sie als Kind die Dorfschule und anschliessend die Sekundarschule besuchen.
Als begabte Schülerin wurde Hla May U schliesslich mit einem Stipendium gefördert. Dadurch konnte sie Ende 2019 erfolgreich ein Diplom als Krankenschwester und Hebamme erwerben. Sie ist damit die erste Person ihres Dorfes mit einem Hochschulabschluss. Ihre Familie und das ganze Dorf sind stolz auf sie.
Heute gibt Hla May U die Unterstützung weiter, die sie erhalten hat: Bereits während den Semesterferien hat Hla May U die Menschen in ihrer Heimat beraten. Sie arbeitet zudem bei den Gesundheitskampagnen des CO-OPERAID-Partner-Hilfswerks mit und wird von der Regierung und der UNO für Gesundheitsdienste in ihrer Heimatregion angestellt.