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Eben bin ich über den Beitrag «9 Signs You Shouldn’t Hire THAT Web Guy» von David Walsh gestolpert. Eine amüsante Sache – ich persönlich betätige mich gelegentlich als Webmaster (Verstoss gegen Regel 1), habe schon Websites für Bekannte gestaltet (Verstoss gegen Regel 5), prahle gerne mit meinen HTML-Kenntnissen (Verstoss gegen Regel 7) und habe auf dieser Website einen Zähler bei jedem Beitrag (Verstoss gegen Regel 8). Trotzdem, hier an dieser Stelle die deutsche Übersetzung dieses Beitrags. Schliesslich hatte ja niemand von euch ernsthaft vor, mich als Webmaster zu engagieren…
1. Er nennt sich Webmaster
Wer sich «Webmaster» nennt, meistert vermutlich gar nichts. Der Begriff wurde zum Synonym für Amateur. Das Web hat sich in so viele Richtungen weiterentwickelt, dass der Begriff nicht mehr aussagekräftig ist (war er es denn je?).
2. Er ist ein Front-Page-Experte
Jeder Entwickler oder Designer mit Ausbildung weiss, dass Microsoft Frontpage kein Profi-Tool ist. Frontpage geht bei Mami und Papi durch, die eine ihrem Hund gewidmete Webseite basteln wollen, aber nicht für jemanden, der die Sache ernsthaft angeht. Ich würde vermuten, dass ein solide arbeitender Webentwickler direkt den HTML-Code bearbeiten wird.
3. Er meldet deine Website bei einer [ungeheuer grosse Zahl] von Suchmaschinen an.
Die Website bei hunderten von Suchmaschinen anzumelden, war vor zehn Jahren eine gute Idee. Heute werden Webseiten indiziert, wenn sie relevanten Inhalt aufweisen. Die Suchmaschinen-Optimierung ist ein grosses Geschäft und das Giesskannenprinzip bringt einen nicht an die Spitze von Google.
4. Er platziert einen «Gestaltet von»-Hinweis am Ende jeder Seite
Du zahlst den Mann, um ein Marketing-Instrument für dich zu entwickeln, keine Plattform für ihn. Die Website ist ein Sprungbrett für dein Business, Karlheinz Bäckermeier ist der Mann hinter den Kulissen.
5. Er hat eine tolle Website für [einen Freund / ein Familienmitglied] gestaltet
Dein Geschäft braucht jemanden mit Erfahrung. Als häufigste Antwort auf die Frage «Wer ist er?» höre ich die Antwort: «Oh, er hat eine Website für die Tochter des Geschäftsführers von [Name einer laschen Unternehmung hier einfügen] gemacht.» Ehrlich, ich höre, die Freund-eines-Freundes-Geschichte die ganze Zeit. Wähl jemanden mit einem anständigen Portfolio, der Referenzen aufweisen kann.
6. Er kann dir ein tolles, animiertes Flash-Intro machen
Das heisst ausgedeutscht: «Ich kann Dutzende von Stunden und dein Geld dafür verbraten, etwas hinzubasteln, das viel zu lange lädt und häufiger übersprungen wird als der Nachtisch in einem schlechten Restaurant. Konsistenz und flüssige Benutzung sind wichtig für das Webdesign, nicht aussagelose Animationen, die die Zeit des Besuchers und dein Geld verschwenden.
7. Er erwähnt, er sei HTML-Experte
Wer ist das nicht? Ich würde argumentieren, dass die ungefragte Erwähnung irgend eines technischen Standards (PHP, Ruby, ColdFusion etc.) bloss der Aufplusterung dient. Ein Automechaniker könnte eine Banane zur Reparatur meines Wagens benutzen, wenns der Sache dienlich ist. Den Kunden interessiert nicht, wie es gemacht wird.
8. Er baut einen tollen Zähler in deine Seite ein
Ein hässliches Relikt aus den frühen Tagen des Internet, das die Konkurrenz über deine Web-Statistik informiert? Toll! Diese Zähler maximal unprofessionell, verzichte auf sie.
9. Er stattet die Website mit einem «Am besten betrachtet mit»-Hinweis aus
Jeder gute Webentwickler weiss, dass nicht er die Regeln macht. Er baut die Webseite nach geltenden Standards und fixt sie, wo nötig, für den Internet Explorer. So wird das seriöserweise gehandhabt.