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Zeit weichen, und heute steht nicht mehr viel davon. Als schönes Wahrzeichen der alten Herrlichkeit erhebt sich sö. der
neuen Heilanstalt die Kirche, die anfangs der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts unter den Auspizien der schweizerischen
Gesellschaft zur Erhaltung historischer Kunstdenkmäler restauriert worden ist. Sie besteht aus einem von 7 Pfeilerpaaren
getragenen hohen Hauptschiff und zwei niedrigen Seitenschilfen. Die nw.
Wand ziert eine Rosette, ihr gegenüber liegt das
Chor, durch eine niedrige
Mauer vom Hauptschiff getrennt.
Während die Schiffe flach gedeckt sind, hat das Chor gotische Kreuzgewölbe. Bemerkenswert ist der zierliche Dachstuhl des
Mitteschiffs. Einen
Turm hat die Anlage nicht, wohl aber einen Dachreiter. Der Chorbogen zeigt noch Reste
einer figürlichen Bemalung. Die nicht gross angelegte Kirche gewinnt aber eine gewaltige Bedeutung durch die Glasgemälde,
welche die elf Fenster des Chores zieren. Sie sind in den Jahren zwischen 1320 und 1351 geschaffen worden und gehören nach
Lübke zu den vorzüglichsten Leistungen, welche die Glasmalerei des 14. Jahrhunderts hervorgebracht
hat.
In der Mitte des Mittelschiffes befand sich eine Gruft mit dem Erbbegräbnis der
Habsburger, welche dreizehn Angehörige des
Geschlechtes barg, darunter Königin Elisabeth, Königin Agnes und den bei
Sempach gefallenen Herzog Leopold III. 1770 liess
Maria Theresia sämtliche Ueberreste nach St. Blasien bringen. Ausserdem fanden sich in der Kirche
der
Wand entlang eine Reihe von Gräbern, in denen zum Teil einige bei
Sempach gefallene Edle, zum Teil andere Angehörige
des Adels und bernische Hofmeister bestattet waren. In Königsfelden verbrachte der
Berner Geschichtsschreiber Franz Ludwig
von
Haller seine Jugendjahre.
Bibliographie.
Liebenau, Theod. v. Geschichte desKlostersKönigsfelden. SA. Luzern
1868. - Liebenau, Theod. v., und Wilh.
Lübke. Das Kloster Königsfelden; hrsg. von der antiquar. Gesellschaft inZürich.
(Denkmale desHausesHabsburgin derSchweiz. III).Zürich
1867. - Merz, Walter. Führer durch die Klosterkirche zu Königsfelden.Reinach 1898. - Stammler, J. DiePflege der Kunst imAargau.
Aarau 1903.
Zusammen 757
Häuser, 6886 reform. Ew.; Dorf: 55
Häuser, 532 Ew.
Mühle,
Säge. Bedeutender Holzhandel. Schöne Landhäuser.
In
Liebefeld die Zentralverwaltung und das bakteriologische Laboratorium der schweizerischen landwirtschaftlichen
Versuchs- und Untersuchungsanstalten, sowie eine agrikulturchemische Anstalt und eine milchwirtschaftliche Versuchsanstalt.
Die Kirchgemeinde Köniz ist eine der ausgedehntesten des Kantons; sie umfasst neun Schulkreise und zerfällt in die vier
Viertel Köniz (mit
Wabern,
Gurten und
Liebefeld),
Schliern (mit Oberscherli und
Mittelhüseren),
Gasel (mit Niederscherli und
Mengistorf) und
Wangen (mit
Herzwil und
Liebewil).
Die sehr alte Pfarrkirche steht auf einer Anhöhe und schaut weit in die Lande hinaus. Sie enthält verschiedene kostbare
Altertümer: Glasgemälde, Heiligenstatuen. Abendmahlstafel, Fresken.
Schloss aus dem Jahr 1610, Eigentum des Staates Bern
und
von diesem seit einigen Jahren zu einer Blindenanstalt eingerichtet. Daneben bestehen noch zwei Armenhäuser
in
Klein Wabern, sowie je eine Rettungsanstalt für verwahrloste Mädchen in
Klein Wabern und
Steinhölzli und je eine solche
für Knaben in
Gross Wabern,
Landorf und
Grube.
Grab aus der Eisenzeit. Der
Ort 1016: Chunizis; 1111 und 1118: villa Chunicis. Die im 10. Jahrhundert von
Honig Rudolf II. von Burgund gestiftete Pfarrkirche zu Koniz war zugleich die Mutterkirche der Stadt
Bern; das
Kirchspiel bildete
ein Dekanat der Diözese
Lausanne und umfasste u. a. auch Bern,
Bümpliz,
Neuenegg etc. Dann ward Köniz ein Augustiner Chorherrenstift,
das 1227 aufgehoben und mit allen seinen
Rechten auf Köniz, Bern etc. dem Orden der Deutschritter zugewiesen
wurde.
Von deren altem
Ritterhaus ist heute nicht mehr viel zu sehen. Erst 1276 wurde die Stadt
Bern von der Kirche zu Köniz losgelöst
und zur eigenen Pfarrei erhoben. Bern
nahm 1528 die Komthurei Köniz irr Besitz, gab sie aber infolge des Basler Vertrages 1552 dem
Orden wieder zurück, wobei dieser freilich die Bedingung einzugehen hatte, dass die hier von ihm eingesetzten Amtmänner
Berner Bürger sein mussten. 1729 kaufte Bern
die Deutschordenskommende Köniz samt allen ihren
Rechten um den Preis von 72000 Silberthalern
an und liess sie bis 1798 durch einen Amtmann verwalten. Als solcher wohnte hier 1779-1783 der preussische
General von Lentulus. 1788 ging Köniz an den neu errichteten
Amtsbezirk Bern über.
senken. Erscheint von O., d. h. von der Schmalseite aus gesehen, trotz seiner nicht bedeutenden Höhe als mächtige und kühne
Bergpyramide.
Seiner eigentümlichen Gestalt wegen nennt man ihn im Volksmund auch schnorre (Schweinerüssel) oder - in Einsiedeln
- Käsbissen.
Der steilwandig aus dem Trebsenthal aufsteigende Köpfler bildet ein regelmässiges und nur
ganz leicht nach N. überliegendes Kreidegewölbe, das auf einer Flyschunterlage ruht. In die zum grössten Teil aus Urgon
bestehenden Gehänge haben sich zahlreiche Runsen eingeschnitten. Am S.-Hang die Köpfenalp, deren Nummulitenkalke reich an
Versteinerungen (besonders Gasteropoden) sind.