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Die Kirche besteht aus dem Kirchenschiff unter einem Satteldach und einer in östlicher Richtung anschliessenden Erweiterungsgruppe, bestehend aus dem Turm mit seinem barocken Giebelgeschoss in der Mitte, dem Annex im Nordosten und der Erlachkapelle mit einem Walmdach im Südosten. Das Kirchenschiff hat glattverputzte Wände, an deren Längsseiten symmetrisch vier grosse Rundbogenfenster eingelassen sind. An der West-, der Nord- und der Südseite befindet sich je ein Louis XV-Portal mit einem hölzernen Vordach, das von Doppelvolutenkonsolen getragen wird. Diese wiederum gehen aus Hermenpilastern auf Sockeln hervor. Am Nordportal ist zusätzlich das Baujahr 1779 vermerkt.
Turm
Der Kirchturm wurde in der gotischen Zeit an das Kirchenschiff angefügt. Seine heutige Höhe hat er seit der Zeit um 1650. Bis zur Uhrkastendiele weist er eine Höhe von 14 Metern auf, worauf noch einmal 6 Meter bis zum Ende des Giebelgeschosses folgen. Dieses ist im barocken Stil gehalten und zeigt sowohl nach Westen wie nach Osten ein Zifferblatt. Die Stockwerke sind äusserlich durch Gesimse erkennbar. Die unteren drei Fenster sind kleine Scharten, dann folgt ein grösseres rechteckiges Fenster, worauf Rundbogenfenster folgen. Der Aufstieg im Turm verläuft über fünf Treppen bis zur Uhrkastendiele, dann folgt noch einmal eine Treppe bis zur Glockenstube.
Uhrwerk
Das Uhrwerk aus dem Jahr 1962 wurde 1996 automatisiert. Es wird nun per Funk von Frankfurt aus gesteuert und stellt automatisch auf Sommer- oder Winterzeit um. Die Stunden- und Viertelstundenschläge werden vom Uhrwerk aus gesteuert und von einem Klöppel an der grossen Glocke ausgeführt. Das Geläut der Kirche ist vom Uhrwerk unabhängig.
Der Glockenstuhl
Glocken
Die Glocken befinden sich im obersten Stockwerk des Turms. Das Geläut wird über eine Steueranlage in der Kirche, die unabhängig vom Uhrwerk ist, geregelt.
Die Kirche hat drei Glocken:
Die grosse Glocke (Schlagton: a') mit einem Durchmesser von 112 cm stammt aus dem Jahre 1429. Die Umschrift lautet: «O rex glorie xpe veni cvm pace. fusa svm in honore marie virginies et georiy. ano domini mcccc xxviiii». Darunter befinden sich vier Reliefs: 1. der Heilige Nicasius als Bischof mit Krummstab, umgeben von einem Engel und einer knienden Gestalt; 2. das Einsiedlerpilgerzeichen, das die Engelsweihe der Gnadenkapelle zeigt; 3. ein weiteres Pilgerzeichen, nämlich der Heilige Beatus, der mit einer Lanze einem Drachen gegenübersteht; 4. der Heilige Georg als bekrönter oder lockiger Reiter.
Die mittlere Glocke (Schlagton: cis'') hat einen Durchmesser von 79 cm. Sie trägt die Umschrift: «o rex glorie christe veni nobis cvm pace. anno domini 1552» und verrät mit der genannten Zahl auch ihr Entstehungsjahr.
Die kleine Glocke (Schlagton: fis'') hat einen Durchmesser von 68 cm und wird ins 14. Jahrhundert datiert, womit sie die älteste Glocke in der Kirche ist. An ihrem Hals trägt sie die Umschrift: «O REX XE VENI CVM PACE». Weiter ist ein Relief eines Adlers erkennbar.
Der Annex
Annex
Der Annex nördlich des Turms stammt in seiner jetzigen Form aus dem Jahr 1806. Er ist nur von aussen her zugänglich. Der Raum diente unter anderem als Gefängnis, was beim Anblick der massiven Mauern und dem winzigen Schartenfenster leicht nachvollziehbar ist. Heute dient der Annex während der Öffnungszeiten der Kirche als Toilette. An den Wänden, insbesondere an der Westwand, sind verschiedene Wandzeichnungen und Inschriften erkennbar. Mit ein wenig Fantasie findet man vielleicht eine geheime Botschaft eines ehemaligen Insassen.