Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/10559

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird um die Beantwortung folgender Fragen ersucht:</p><p>1. Wird die Strecke Romanshorn-Rorschach ebenfalls in die Anstrengungen zur Steigerung der Attraktivität der Seelinie einbezogen?</p><p>2. Welche Auswirkungen hat die Übernahme der Seelinie durch die Mittelthurgau-Bahn (MThB) auf die Bahnstrecke Romanshorn-Rorschach?</p><p>3. Ist nach der Übernahme der Seelinie durch die MThB weiterhin eine umsteigefreie Bahnverbindung von Rorschach nach Schaffhausen gewährleistet?</p><p>4. Könnte die MThB die grösstenteils weggefallenen Verbindungen zwischen Rorschach-Hafen und Rorschach-Hauptbahnhof zu günstigen Bedingungen übernehmen und damit die Anschlüsse an die Züge Richtung St. Gallen und Rheintal wiederherstellen?</p><p>5. Ist der Bundesrat bereit, die Idee einer Haltestelle Rorschach-Stadt mehr als nur verbal zu unterstützen und mitzuhelfen, dass sie ohne Verzug in die Tat umgesetzt wird?</p><p>6. Ist der Bundesrat bereit, die Planung, Finanzierung und Realisierung der Tieferlegung der Bahnlinie Rorschach-Goldach zusammen mit den lokalen kantonalen Behörden an die Hand zu nehmen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Eisenbahnstrecke Rorschach-Romanshorn wurde insbesondere wegen ihrer Bedeutung für den Güterverkehr aus dem Wettbewerb zur Seelinie ausgeklammert. Sie verbleibt grundsätzlich im Besitz der SBB. Die Strecke gehört jedoch zur ursprünglichen Seelinie zwischen Schaffhausen und Rorschach und muss in die Diskussion über das Angebot auf dieser Linie miteinbezogen werden. In bezug auf den zukünftigen Betrieb sind alle Optionen offen.</p><p>2. Im Rahmen der Übergabe der Seelinie wird auch der sinnvolle Einbezug der Strecke Romanshorn-Rorschach erörtert. Insbesondere für den regionalen Personenverkehr muss eine für die Region attraktive Lösung gefunden werden. Wie diese Lösung aussehen soll, ist Gegenstand der laufenden Übergabeverhandlungen für die Seelinie. Denkbar ist ein Betrieb entweder durch die SBB oder die MThB oder in Kooperation zwischen beiden Unternehmungen.</p><p>3./4. Die Kantone sind in die Gespräche über den zukünftigen Betrieb Romanshorn-Rorschach miteinbezogen. Wie der Betrieb konkret aussehen soll (durchgehend oder mit Umsteigen), soll deshalb auch von den Wünschen der Kantone abhängig gemacht werden. Das Betriebskonzept und die Zugläufe sind noch offen. Sie sind Gegenstand der laufenden Verhandlungen.</p><p>5. Für die Gestaltung und die Finanzierung der Haltestellen auf einer Strecke sind neben den Transportunternehmungen insbesondere die Regionen und Kantone angesprochen. Der Bund wird sinnvollen Lösungen sicher nicht entgegenstehen.</p><p>6. Investitionen in die SBB-Strecke Rorschach-Goldach liegen gemäss Leistungsauftrag 87 im unternehmerischen Ermessen der SBB. Die SBB haben in diesem Bereich die operative Verantwortung und sind frei, entsprechende Entscheide zu treffen. Kantone und Gemeinden müssten für ihre zusätzlichen Anliegen selber aktiv werden, da sie entsprechende Investitionen zu finanzieren hätten.</p>  Antwort des Bundesrates.