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Hinter dem zweiten Vorhang aber eine Hütte, die das Allerheiligste genannt wird, die … die Lade des Bundes hatte … in der der goldene Krug war, der das Manna enthielt (Heb 9,3.4).
Der goldene Krug mit dem Manna, das die Kinder Israel verachteten, war für Gott kostbar und sollte im Allerheiligsten für immer vor Ihm aufbewahrt werden.
Wir lesen im Alten Testament nicht, dass es ein goldener Krug war (2. Mo 16,33), sondern nur, dass er einen Gomer, das heisst eine Tagesration von dem Brot enthielt, womit ein Israelit in der Wüste gespeist wurde. Durch diese zusätzliche Einzelheit, die wir hier finden, empfangen wir weitere Belehrung. Immer, wenn in den Schriften des Neuen Testaments eine Stelle aus dem Alten Testament angeführt wird, wird uns dadurch vermehrtes Licht gegeben.
Wir wissen, dass das Manna von dem spricht, der aus der Herrlichkeit herabkam, um hier unten ein Mensch zu werden, der keine Gestalt und keine Pracht hatte, gering und verachtet blieb, obwohl Er doch der Ewigseiende war. Es redet von dem sanftmütigen und demütigen Menschen Jesus Christus. Aber Gott schätzte den, der auf der Erde verachtet war, ganz anders ein. Er, der von den Menschen verworfen wurde, war bei Gott «auserwählt, kostbar.» Und Gott wollte, dass der, der in wunderbarer Gnade herabgestiegen ist, zur Freude seines eigenen Herzens in die Herrlichkeit seiner Gegenwart erhoben werde.
Als Sohn Gottes hatte Er ja schon von Ewigkeit her den Platz «im Schoss des Vaters» eingenommen. In Sprüche 8,22-31, wo Er als «die Weisheit» vor unsere Augen gestellt wird, lesen wir: «Der HERR besass mich … vor seinen Werken von jeher. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, von Anbeginn, vor den Uranfängen der Erde … Ich war Tag für Tag seine Wonne, vor ihm mich ergötzend allezeit.» Und in Psalm 40,8.9 wird uns ein Gespräch, das in der vergangenen Ewigkeit, zwischen Ihm und dem Vater geführt wurde, mitgeteilt: «Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht von mir geschrieben. Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist meine Lust; und dein Gesetz ist im Innern meines Herzens.»
Als Er dann in der Fülle der Zeit als der vollkommene Mensch auf dieser Erde wandelte, kam eine Stimme aus dem Himmel: «Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.» So war Er in der vergangenen Ewigkeit wie auch als Mensch auf der Erde die Wonne des Vaters. Aber jetzt ist Er als der verherrlichte Mensch in göttlicher Gerechtigkeit zu seiner Rechten. Er kam in vollkommener Gnade herab und kehrte als Mensch in vollkommener Gerechtigkeit zurück. Das ist es, was das Gold des Kruges uns sagen will.