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Wenn man Brodie fragt, wie er so stark geworden ist, hat er nur eine Antwort: „Zoeys Blut“. Das Nabelschnurblut seiner kleinen Schwester schenkte ihm ein neues Leben.
Brodie war 18 Monate alt, als bei ihm eine linksseitige halbseitige Zerebralparese diagnostiziert wurde, die ihn daran hinderte, die ipsilaterale Seite seines Körpers zu kontrollieren. Zerebralparese ist eine häufige Erkrankung, von der in der Regel 2 von 1.000 Säuglingen betroffen sind. Leider gibt es bis heute kein Heilmittel, aber Professor Joanne Kurtzberg von der Duke University in North Carolina, führt seit Jahren klinische Versuche mit Stammzellen aus Nabelschnurblut durch, um diese gefürchtete Krankheit zu behandeln – mit hervorragenden Ergebnissen. Seitdem haben sich viele Zentren in der ganzen Welt der Erforschung der Krankheit und der daraus resultierenden Therapien gewidmet, die zukünftig neue Hoffnung für die Patienten bringen werden, die an dieser Krankheit leiden. Dies ist der Fall von Brodie, der dank einer Transfusion von Stammzellen aus dem Nabelschnurblut seiner Schwester Zoey die linke Körperhälfte wieder benutzen kann. Innerhalb weniger Wochen nach der Transfusion stellten Brodies Eltern, Brenda und Ben, eine deutliche Verbesserung von Brodies Zustand fest. «Nach der Behandlung mit Zoeys Nabelschnurblutprobe begann Brodie, seinen linken Arm wieder zu bewegen.» Brodies Mutter hat auch eine deutliche Verbesserung seiner geistigen Fähigkeiten festgestellt.
Es wird angenommen, dass die Infusion von Nabelschnurblutzellen die Symptome der Zerebralparese verbessern kann, indem sie Entzündungen und Schwellungen im Gehirn verringert. Laut Professor Graham Jenkin von der Monash University, ist die zerebrale Kinderlähmung schliesslich eine Entzündungskrankheit. Das Gehirn entzündet sich aus verschiedenen Gründen, was zu zerebralen Lähmungen führt, und es wurde in präklinischen Studien gezeigt, dass diese Zellen dazu beitragen, die Entzündung zu beseitigen. Bei der klinischen Studie, an der Brodie teilnahm, handelte es sich um eine Phase-1-Studie, mit der die Sicherheit von Nabelschnurblutinfusionen bei zerebraler Lähmung untersucht werden sollte.
Obwohl die Ergebnisse ermutigend sind, muss noch nachgewiesen werden, dass Brodies Verbesserungen eine direkte Folge der Nabelschnurblutbehandlung sind. In Australien ist eine weitere klinische Studie der Phase 2 geplant, die eine grössere Gruppe von Teilnehmern umfassen wird, um die Wirksamkeit zu messen und die Sicherheit der Geschwister-Nabelschnurblut-Therapie weiter zu bewerten. In der Zwischenzeit führen Prof. Jenkin und seine Kollegen von Monash Health die klinische Studie ACTRN12619001637134 durch, die weltweit erste Studie zur Vorbeugung von zerebraler Kinderlähmung durch Behandlung von Frühgeborenen, die vor der 28. Schwangerschaftswoche geboren werden. Fast die Hälfte aller Kinder, die eine zerebrale Kinderlähmung entwickeln, werden zu früh geboren. Um dieser Statistik entgegenzuwirken, hofft die neue Studie, den Schweregrad der Zerebralparese zu verringern, indem Frühgeborenen so bald wie möglich nach der Geburt Zellen aus ihrem Nabelschnurblut verabreicht werden