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Der neue «IQAir World Air Quality Report» ist da. Aufatmen lässt dieser aber nicht. Denn viele Städte und Länder schneiden schlecht ab, einige wenige gut.
Nur sieben Länder der Welt erreichen gemäss den im Jahr 2023 erhobenen Daten sichere Luftverschmutzungswerte. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Schweizer Luftqualitätstechnologieunternehmens IQAir hervor. Der Weltluftqualitätsbericht stützt sich auf Daten von mehr als 30'000 Messstationen in 134 Ländern, Territorien und Regionen. In 124 dieser Länder wurde festgestellt, dass die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten Grenzwerte für PM2,5 (Feinstaub) überschritten werden.
Die sieben Länder, die den Sicherheitsrichtwert von fünf Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m3) oder weniger einhielten, waren Australien, Estland, Finnland, Grenada, Island, Mauritius und Neuseeland.
Puerto Rico, Bermuda und Französisch-Polynesien lagen ebenfalls innerhalb der sicheren Grenzwerte. In Europa war die Luft in Island mit 4 µg/m3 am saubersten, gefolgt von Estland mit 4,7 µg/m3 und Finnland mit 4,9 µg/m3. Die europäischen Städte haben sich seit dem Bericht von 2022 verbessert: 54 Prozent wurden 2023 als grün eingestuft, gegenüber 39 Prozent im Jahr zuvor.
Die am stärksten verschmutzten Länder der Welt
Die Länder mit der schlechtesten Luftqualität befinden sich vor allem in Süd- und Zentralasien, wo auch die 10 am stärksten verschmutzten Städte der Welt liegen. Den wenig beneidenswerten ersten Platz belegte Bangladesch mit 79,9 µg/m3 - mehr als 15 Mal höher als der jährliche PM2,5-Richtwert der WHO.
An zweiter Stelle lag Pakistan mit Werten, die 14 Mal über den sicheren Normen lagen. Es folgte Indien mit PM2,5-Werten, die 10-mal über dem Grenzwert lagen. Das Land beherbergt auch die vier am stärksten verschmutzten Städte der Welt, wobei die Industriestadt Begusarai im Nordosten am schlimmsten ist. Tadschikistan und Burkina Faso lagen an vierter und fünfter Stelle mit PM2,5-Werten, die neunmal über den sicheren Normen lagen.
Dem Weltbericht zur Luftqualität nach haben weniger als zehn Prozent der Länder die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation zur Feinstaubbelastung eingehalten.