Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03628.jsonl.gz/646

Entstehung
Simon Biner wusste von einem Gaudi-Golfturnier im Ausland zu berichten. Diese Grundidee wurde von Simon Biner und Harry Lauber weiterentwickelt. 1992 wurde erstmals in Europa auf einer Höhe von 3000 M.ü.M. der 1. Matterhorn Eagle Cup ausgetragen. Wegen der speziellen Verhältnisse waren die Löcher viel grösser als ein normales Golfloch und wiesen einen Durchmesser von ca. 70 cm auf. Im Gegensatz zum jetzigen Turnier spielte man in der ersten Austragung zwischen Schwarzsee und Staffelalp lediglich über 6 Löcher.
Bei der ersten Austragung waren 65 Golfer am Start. Erster Brutto-Sieger war Wolfram Krüger, damals Captain des GC Riederalp, die Nettowertung ging an Daniel Godat bei den Herren und Felizitas Fischer bei den Damen. Am Start erhielt jeder 10 Bälle. Für jeden verlorenen gab es fünf Strafschläge. Heute sind die Regeln etwas humaner geworden; es gibt nur noch zwei Strafschläge.
Entwicklung
Als Jäger kannte Harry Lauber das Gebiet um den Riffelsee sehr gut. Das Areal bot eine ideale Topographie, kurzgewachsene Alpenflora, ein traumhaftes Panorama direkt gegenüber vom Matterhorn und umgeben von 37 weiteren Viertausendern. Ihm war klar, dass fortan der Eagle Cup hier ausgetragen werden musste. Gemeinsam mit Simon Biner und Urs Eschle (Initiant des Zermatter Yeti Clubs und Urfreund der Zermatter Golfer) machte man sich von Rotenboden aus auf den Weg und legte den neuen Eagle Cup Parcours fest. Den natürlichen Geländeformationen folgend konzipierte man 9 Spielbahnen in Richtung Riffelberg. So wird nun seit 1993 auf diesem Originalparcours über drei Par 3 Löcher, fünf Par 4 Löcher und einem Par 6 Loch gespielt. Jeder darf drei Schläger seiner Wahl mitnehmen und erhält drei markierte Bälle.
Greens gibt es keine, nur flachgedrückte Erde, welche als "Brown" bezeichnet wird. Daher gibt es auch kein "putting" mehr, sondern es wird normalerweise mit einem "chip-in" eingelocht.
Nur wer es selbst erlebt hat, kann wissen, wie einfach es ist, den Ball auch da noch vorbeizuspielen. Dieser Kapriolen zum Trotz ist es ein riesiger Spass und die Stimmung unter allen Teilnehmern ist entsprechend locker und familiär. Und gerade deswegen hat sich der Eagle Cup in den Jahren 1991 bis 2001 auch zahlenmässig stark entwickelt. Von 65 Teilnehmern 1991 zu 156 im Jahre 2001. Damit ist aber diese Entwicklung abgeschlossen, denn mehr Teilnehmer erträgt die sensible Natur nicht. "Vom Interesse her könnten wir noch zulegen und zum Beispiel auch an zwei oder gar drei Tagen spielen. Doch das wollen wir ausdrücklich nicht." Das Organisationskomitee legt Wert darauf, dass es bei einem Wochenendanlass bleibt. In den Grundzügen aber soll der Matterhorn Eagle Cup seine Urform behalten. Im Jahr 2011 wurde dann zum 20-Jahr-Jubiläum eingeladen. Der 20. Eagle Cup war gleichzeitig auch der letzte des "alten" Organisationskomitees unter Präsident Harry Lauber. Nun wird es Zeit für eine neue Generation mit neuen Ideen, doch eines bleibt gleich: Wir spielen vor der schönsten Bergkulisse der Welt!