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Dass Endometriose sehr viele "Gesichter" hat, möchte ich gerne mit meiner Geschichte aufzeigen: Glücklicherweise hatte ich nie starke Mensschmerzen - im Gegenteil, im Vergleich mit vielen anderen Frauen ging es mir immer sehr gut. Ausserdem hatte ich bis zum Erkennen der Endometriose bereits zwei Kinder geboren. So war es denn auch nicht ungewöhnlich, dass mein Arzt, vor fünf Jahren, bei den ersten, plötzlich auftretenden Unterleibsschmerzen, eine Eileiterentzündung vermutete. Da die Behandlung mit Antibiotika aber keine Besserung brachte, veranlasste er eine Laparoskopie. Die Diagnose: Endometriose im Douglas-Raum.
Es folgte eine vier Monate lange Behandlung mit Zoladex und eine 2.Laparoskopie. Leider hielt die Therapie nicht, was sie versprach: Bereits ein Jahr später erneute Schmerzen, zweiter Versuch einer Zoladex-Therapie aber dieses Mal mit einer Add-Back-Begleitung. Ausserdem 3. Laparoskopie. Nach 7 Monaten Ende der Zoladex-Therapie.
Nach nur drei Monaten Ruhe machten sich die Schmerzen leider schon wieder bemerkbar. Wie immer nicht nur auf die paar Tage vor und während der Periode beschränkt, sondern ununterbrochen. Es begann der Versuch, die Krankheit mit verschiedenen neuen Medikamenten oder neuen Anwendungen in den Griff zu bekommen, bis ich nach vier Monaten den Entschluss fasste, die Gebärmutter, mit Beibelassung der Eierstöcke, zu entfernen.
Seither - und das ist jetzt immerhin schon seit einem Jahr - bin ich absolut schmerzfrei.
Einige Dinge habe ich dabei nie aus den Augen verloren: Zur Unterstützung des Immunsystems und Stärkung des Gemütes habe ich mich immer auch mit alternativen Methoden, wie Akupunktur und Atemtherapie behandeln lassen und trotz Schmerzen regelmässig Sport, zBsp. Schwimmen, gemacht.
In längeren Schmerzphasen (mind.1 Monat) habe ich auch einmal während zwei bis drei Wochen, unter ärztlicher Kontrolle, ununterbrochen stärkere Schmerzmittel genommen, um Körper und Geist eine Ruhepause zu gönnen.
Und zuletzt: Leider ist bei Endometriose nichts definitiv. Sie kann - muss aber nicht (!) - immer wieder auftreten. Auch wenn die meisten Ärzte die Patientinnen mit einer zu guten Prognose schonen möchten, bringt das gar nichts. Jede Endo-Patientin muss sich eines möglichen Rückfalles bewusst sein. Nur so kann sie den nächsten Schub akzeptieren und besser dagegen ankämpfen.
Allen Endo-Frauen wünsche ich wenig bis gar keine Schmerzen und ich hoffe, dass jede ihren Weg finden kann, die Krankheit zu zügeln.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2007