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Publikum als (bewegte) Masse. Suddenly everywhere is black with people von Marcelo Evelin
Abstract
Interaktion und Partizipation des Publikums in den performativen Künsten nehmen seit den späten 1990er-Jahren stark zu: Die Performances von LIGNA, Gob Squad, Rimini Protokoll und SIGNA sowie die Museumsarbeiten von Tino Sehgal sind nur einige Beispiele des deutschsprachigen Gegenwartstheaters hierfür. Inszenierungen und Spielarten von Interaktion und Partizipation sind im Feld der Theater- und Tanzwissenschaft mittlerweile gut erforscht. Die Ausnahme hingegen sind systematisch-wissenschaftliche Analysen der Organisation und Dynamik eines Publikums beispielsweise als Gruppe, Gemeinschaft oder Masse. Aus diesem Grund wird in diesem Beitrag eine Option für die Untersuchung eines teilnehmenden Publikums eröffnet, die auf der Beobachtung von Konstellationen, Reaktionen und Bewegung des Publikums der Performance Suddenly everywhere is black with people basiert. Ausgehend von Elias Canettis Überlegungen in Masse und Macht soll die Gruppe der Zuschauenden als Masse betrachtet werden.
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