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«Ich weiss nicht, ob ich dann noch hier wäre»
Aus dem unbekümmerten Beachboy wurde ein Getriebener, zusehends von Angstattacken geplagt. Eine neue Netflix-Doku zeichnet die tragische Geschichte von Mardy Fish nach.
Mardy Fish spricht in der Netflix-Doku über seine Angstattacken.
Foto: Netflix
Auf der Fahrt im Auto nach Flushing Meadows ergreift Stacey Fish die Hand ihres Mannes Mardy und sagt: «Du musst nicht spielen.» Sie spürt, wie er mit sich kämpft, wie er versucht, die Flutwelle der zerstörerischen Gedanken in seinem Kopf zu stoppen. «Wie bitte? Ich muss nicht spielen?», fragt Fish verständnislos. «Für Matchs wie diesen habe ich doch mein ganzes Leben trainiert.»
Sein Achtelfinal am US Open 2012 gegen Roger Federer steht an, alle warten auf das grosse Duell. Auch die Eltern von Fish sind vor Ort. «Wir kommen, aber es gibt Probleme», schreibt ihnen Stacey per SMS. Mutter Sally hört in den Gängen des Arthur Ashe Stadium, wie der frühere Tenniscrack Justin Gimelstob, nun TV-Experte beim Sender CBS, zu jemandem sagt: «Wenn Mardy Fish nicht spielt, bringt CBS jemanden um.»