Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/198281

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, im "Reporting Personalmanagement Bundesverwaltung, Parlamentsdienste, eidgenössische Gerichte und Bundesanwaltschaft" - einem Bericht zuhanden der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommissionen der eidgenössischen Räte - jährlich eine detaillierte Auswertung der Sprachenanteile nach Departementen, Verwaltungseinheiten und Kaderlohnklassen zu liefern. Das Dokument soll öffentlich zugänglich sein und eine detaillierte Auswertung enthalten und nicht, wie dies im Bericht 2018 der Fall ist, lediglich eine Zusammenfassung.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Vielfalt der Bundesverwaltung leistet einen wichtigen Beitrag für die Verankerung des Bundes in den Regionen und bei den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Der Bundesrat teilt die Ansicht des Motionärs, wonach der Mehrsprachigkeit dabei eine zentrale Bedeutung zukommt. Um dies zu unterstreichen, hat der Bundesrat die Sprachenverordnung (SpV; SR 441.11) sowie die Weisungen zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Bundesverwaltung erlassen und die Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit (DBM) mandatiert, zusammen mit den Departementen und Ämtern die Sprachkompetenzen der Mitarbeitenden zu fördern.</p><p>Mit dem jährlichen Reporting Personalmanagement informiert der Bundesrat die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommissionen der eidgenössischen Räte über die Umsetzung der Personalpolitik und damit auch über die Erreichung der Ziele in der Mehrsprachigkeit. Inhalt und Form der Berichterstattung fussen auf der Reportingvereinbarung zwischen den Geschäftsprüfungs- und Finanzkommissionen der eidgenössischen Räte und dem Bundesrat vom Januar 2010 sowie auf Artikel 8d Absatz 1 SpV. Die vom Motionär verlangten Auswertungen sind in den vergangenen vier Jahren denn auch im Reporting zum Personalmanagement jeweils in einem 20 Seiten umfassenden Anhang ausgewiesen worden.</p><p>Die DBM legt zudem alle vier Jahre einen Evaluationsbericht zur Förderung der Mehrsprachigkeit vor, in welchem sie die Sprachenanteile in der Bundesverwaltung detailliert analysiert und - im Unterschied zum reinen Zahlenmaterial im Anhang zum Reporting - diese auch kommentiert. Der nächste Bericht der DBM wird voraussichtlich im Herbst 2019 publiziert. Der Evaluationsbericht der DBM enthält die Zahlen des Jahres 2018. Deshalb hat der Bundesrat im Reporting zum Personalmanagement 2018 darauf verzichtet, im selben Jahr die gleichen Zahlen zweimal auszuweisen.</p><p>Im Reporting zum Personalmanagement 2019 wird der Bundesrat die Sprachenanteile nach Verwaltungseinheit und Kaderlohnklassen wieder wie zuvor ausweisen.</p><p>Damit ist das Anliegen des Motionärs erfüllt, und es kann auf die Annahme der Motion verzichtet werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.