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1643 berief das Parlament von England 121 Theologen, um ein Glaubensbekenntnis zu verfassen. Diese berieten von 1643 bis 1647, was für die reformierte Kirche in England in Zukunft verbindlich sein soll. Die Fülle der Ratgeber und die Dauer, während dem um eine Einheit gerungen wurde, macht das Westminster Bekenntnis zu einem bemerkenswerten Dokument der Kirchengeschichte.
In der Folge wurde das Bekenntnis von presbyterianischen Missionaren in die ganze Welt hinaus getragen. Im Lauf der Geschichte erhielt es so weltweite Bedeutung. Das Westminster Bekenntnis gilt bis heute als die letzte grosse Bekenntnisschrift, zu der sich die Reformierten der ganzen Welt bekennen.
Ausschnitt aus dem Westminster Bekenntnis
Kapitel 7: Von Gottes Bund mit dem Menschen
Artikel 7.1 Keine Beziehung zu Gott ohne gnädigen Bund
Der Abstand zwischen Gott und den Geschöpfen ist so gross, dass die vernunftbegabten Geschöpfe, obwohl sie ihm als ihrem Schöpfer Gehorsam leisten müssen, ihn doch niemals als ihre Seligkeit und ihren Lohn geniessen können, wenn es nicht durch eine freiwillige Herablassung von Gottes Seite geschieht, die er nach seinem Wohlgefallen durch einen Bundesschluss zum Ausdruck bringt.
Artikel 7.2 Der Bund der Werke
Der erste mit dem Menschen geschlossene Bund war ein Bund der Werke, in dem Adam und in ihm seiner Nachkommenschaft unter der Bedingung eines vollkommenen und persönlichen Gehorsams das Leben verheissen wurde.
Artikel 7.3 Der Bund der Gnade aus Glauben
Der Mensch machte sich durch seinen Fall selbst unfähig durch diesen Bund das Leben zu erlangen. So gefiel es dem Herrn, einen zweiten Bund zu schliessen, der gewöhnlich der Gnadenbund genannt wird, durch den er Sündern Leben und Heil durch Jesus Christus umsonst anbietet, indem er von ihnen Glauben verlangt damit sie gerettet werden, und indem er allen denen, die zum Leben verordnet sind, verheisst, seinen heiligen Geist zu geben, um sie zum Glauben willig und fähig zu machen.
Das Westminster Bekenntnis im Internet