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„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Die Erde war aber wüst und öde, und Finsternis lag auf der Urflut, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht Gut war, und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die finsternis nannte er nacht. Und es ward Abend und ward Morgen: ein erster Tag.“1
So oder so ähnlich beginnen die jüdische und die christliche Bibel und zahlreiche andere mythologische Schöpfungsmythen. Der Urgott formt aus dem Nichts eine Welt. In der griechischen Mythologie entsteht aus dem Chaos eine Ordnung – der Kosmos. Daraus entstehen Gaia, die Welt und Uranos, das Himmelsgewölbe. Gaia und Uranos heiraten und zeugen mehrere Kinder, welche die ersten Götter werden. Ihr jüngster Sohn Kronos, der Anführer der Titanen, galt als Inbegriff der Kreativität, die er aber, und das ist das bemerkenswerte, nicht nur schöpferisch, sondern auch zerstörerisch Einsetzte. – Seine Kinder frass er alle nach ihrer Geburt, um sicher zu gehen, dass ihn keines entmachten konnte, wie er es bei seinem eigenen Vater getan hat.