Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03479.jsonl.gz/1629

Blindleistung: Beschreibung und Wirtschaftliche Aspekte
Industrien, die Schweissmaschinen, Drehstrommotoren oder Elektroöfen einsetzen, wissen, dass Blindleistung (Blindenergie) ein grosses Thema ist, sowohl finanziell als auch in Bezug auf die Sicherheit. Aber was ist mit "Blindleistung" gemeint? Dieser Artikel gibt einige Antworten und ihre Rolle bei der Energieeffizienz.
Zwischen Wirk- und Blindenergie unterscheiden:
Die Energie, die durch das Stromnetz fliesst, wird in zwei Teile unterteilt: aktive und reaktive Energie.
- Die Wirkenergie (ausgedrückt in kWh) ist die Energie, die von Elektrogeräten zum Betrieb verwendet wird. Letztere wandeln die Wirkenergie in mechanische Energie, die für den Betrieb des Gerätes verwendet wird, und in Wärme (Verluste) um.
- Die Blindenergie (ausgedrückt in kvarh) wird von den Magnetkreisen der betreffenden Vorrichtung genutzt. Sie ist diejenige, die das Magnetfeld von z.B. Spulen oder Transformatoren erzeugt. Für den direkten Betrieb des Gerätes wird daher keine Blindenergie verwendet. Aber ohne sie könnte es nicht funktionieren.
Welche Geräte verbrauchen Blindenergie?
In der Industrie sind die grössten Verbraucher von Blindenergie:
- Schweissmaschinen;
- Dielektrische, Lichtbogen- und Induktionserwärmungsöfen;
- Asynchronmotoren;
- Leuchtstofflampen, Entladungslampen und magnetisches Vorschaltgerät;
- Transformatoren;
- Leistungsgleichrichter.
Auch wenn die Blindenergie nicht zur mechanischen Arbeit der Geräte beiträgt, wird sie vom Stromversorger berechnet.Im Allgemeinen wird sie zum Green Rate bezahlt. Es ist in der Tat "unproduktive" Energie für die Nutzer, trägt aber dazu bei, die CO2-Emissionen in die Atmosphäre zu erhöhen. Bei sehr hohem Blindenergieverbrauch wird bestraft, dass diese "parasitäre" Energie die Versorgungsqualität beeinträchtigt.
Folge der Blindenergie für den Anwender:
Die sogenannte "unproduktiven" Energien können zu folgenden Problemen führen:
- Stromüberlastung in Transformatoren;
- Stromversorgungskabel, die mehr als nur Wärme erzeugen;
- Zusätzliche Joule-Verluste;
- Die Spannung fällt ab;
- Verpflichtung zur Zahlung von Sanktionen;
- Verringerung der Gesamtqualität der Installation;
- Obligatorische Überdimensionierung der Anlage.
Was kann getan werden, um den Verlust von Blindenergie zu kompensieren?
Die beste Lösung ist die Installation von Batteriekondensatoren so nah wie möglich an Blindstromerzeugern. Diese Kondensatoren senken die Blindenergie durch Verbesserung des Leistungsfaktors der Geräte.
Diese Lösung ist jedoch recht teuer, da sie mehrere Installationen erfordert. Es ist auch möglich, sich für eine sektorale Implementierung zu entscheiden, z.B. in einer Werkstatt oder einer Produktionslinie. Die wirtschaftlichste Lösung ist eine zentrale Installation. Es wird weniger effektiv sein als die anderen, aber dennoch Lieferantenstrafen vermeiden.
Kondensatorbänke bieten eine Kompensation in zwei Varianten: fest oder automatisch.
Die erste wird verwendet, wenn die Blindleistung gering ist. Die Kondensatoren können entweder durch Schalter oder durch Schütze aktiviert werden. Die automatische Kompensation erfolgt über eine bestimmte Anzahl von "Schichten", die jeweils einem Bruchteil des Kondensators entsprechen. Abhängig von der zu regelnden Blindleistung werden die Schritte automatisch aktiviert. Letztendlich wird Blindenergie genutzt, um die Magnetfelder von elektrischen Geräten zu versorgen. Zu den Geräten, die am meisten verbrauchen, gehören Schweissmaschinen, Asynchronmotoren oder Transformatoren. Die Blindenergie ist dem Wechselstrom inhärent, kann aber durch den Einsatz von Kondensatorbänken reduziert werden. Auf diese Weise können Sie aktive Energieverluste reduzieren, Ihre Energierechnung reduzieren, die Effizienz von Anlagen und Ausrüstungen maximieren und gleichzeitig die CO2-Bilanz Ihres Unternehmens verbessern.