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Starke Frauen in der Ostschweiz: Guta Rau, Leiterin des künstlerischen Betriebs am Theater St. Gallen
Seit der Saison 2022/2023 ist Guta Rau Leiterin des künstlerischen Betriebs und Referentin Musiktheater am Theater St. Gallen. Geboren und aufgewachsen ist sie in Bayern. Sie studierte Germanistik und Anglistik in München und in Passau.
Die Leidenschaft für Theater und Musik führte Guta Rau über verschiedene studentische Theatergruppen und Orchester, im Rahmen von Stückverträgen,l an das Landestheater Niederbayern. Von 2008 bis 2012 war sie am Theater Hagen tätig., wo sie auch erstmals Regie führte. Zuletzt arbeitete sie von 2012 bis 2021 am Landestheater Detmold als Regieassistentin und Regisseurin. Zur Spielzeit 2021/2022 wechselte sie als Spielleiterin Musiktheater und Regieassistentin an das Theater St. Gallen, wo sie Mozarts Zauberflöte im moderneren Gewande inszenierte. In der Saison 2022/2023 brachte sie «Die Fledermaus» von Johann Strauss mit grossem Erfolg auf die Bühne (so Guta Rau’s Vita für das Theater St. Gallen)
Hinzuzufügen ist:
Guta Rau stammt aus einer etwas chaotischen grossen Familie: Zwei Brüder, zwei Schwestern. Die Grossmutter hat mit der Familie zusammengelebt und auch immer mehrere Katzen und ein Hund. «Meine Grossmutter war Sängerin und hat mich und meine Geschwister schon sehr früh an die Musik herangeführt. Wir alle spielen verschiedene Instrumente und jeder von uns hat immer noch (teils beruflich, teils als Hobby) mit Musik zu tun», erzählt Guta Rau. Daraus ergibt sich eine Zusatzfrage (siehe unten)
ostschweizerinnen.ch befragten Guta Rau zu ihrer beruflichen Leidenschaft
Frau Rau, was war Ihr erster Traumberuf?
Als Kind wollte ich gerne Räuber werden, wie Robin Hood. Im Teenager-Alter ging es dann eher Richtung Tiermedizin. Studiert habe ich schliesslich Literatur in Deutsch und Englisch. Und nun bin ich am Theater gelandet.
Wo und wie lange waren Sie an der Schule tätig?
Ich habe nie an der Schule unterrichtet (ausser im Rahmen eines Auslandsjahres in England), aber ich habe Deutsch als Fremdsprache unterrichtet und Literaturkurse an der Universität gehalten, im Rahmen einer Art Sommerakademie.
Waren Theater und Musik schon immer Ihre grosse Leidenschaft?
Musik war es auf jeden Fall, damit bin ich aufgewachsen. Ständig hat irgendwer irgendwo im Haus musiziert. Auch gemeinschaftliches Kanon-Singen oder das Singen von Quotlibets waren eine übliche Unterhaltung, insbesondere bei längeren Autofahrten. Das Theater habe ich erst später für mich entdeckt, obwohl wir auch oft als Zuschauer im Theater waren. Aber als selbst Mitwirkende kam es erst durch das Studium und das Studententheater. Dann aber auch mit Herzblut.
Haben Sie einen Lieblingskomponisten und wen?
Das ist ganz unterschiedlich und wechselt auch immer wieder, je nachdem, womit ich mich gerade beschäftige. Ich kann mich für eine Oper wie «Breaking the Waves» von Missy Mazzoli genauso begeistern wie für einen Verdi oder Mozart, auch wenn die Musik selbst nicht unterschiedlicher sein könnte.
Haben Sie eine Lieblingsoper und welche?
Da ist die Antwort eigentlich ähnlich wie bei der vorigen Frage. Ich bin da sehr offen für sehr unterschiedliche Werke, wenn mich die Geschichte und die Musik mitreissen können. Ausserdem bin ich auch ein grosser Operetten-Fan. Die Mischung aus herrlich albernen Verwechslungsgeschichten und walzerseligem Dahinschmelzen finde ich einfach grossartig.
Zusatzfrage:
Welches Instrument spielen Sie? Und spielen Sie es immer noch?
Ich spiele Cello und Klavier, habe aber leider viel zu wenig Zeit dafür. Das ist der Nebeneffekt des Theaterlebens. Früher habe ich viel in Laien-Orchestern gespielt, aber die treffen sich leider immer, wenn man am Theater noch im Einsatz ist.