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Legal oder illegal: Blöd machts in jedem Fall. Regelmässiges Marihuanarauchen senkt den IQ
Häufiger Konsum von Marihuana kann einen deutlich negativen Effekt auf das Gehirn von Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben, wie z.B. Verschlechterung der kognitiven Leistungen, verminderte Aufmerksamkeit und nachlassendes Gedächtnis und Abnahme des IQ. Experten sprechen von regelmäßigem Konsum, wenn Heranwachsende einmal pro Woche oder öfter zu Marihuana greifen. Dies kann, so Professor Krista Lisdahl, PhD, Direktor des Brain Imaging and Neuropsychology Lab an Universität von Wisconsin-Milwaukee, zu Sucht und neurodegenerativen Schäden führen.
Sie diskutierte mit Kollegen anlässlich des 122. jährlichen Treffens der American Psychological Association auf einem Symposium über den Marihuana-Gebrauch unter Jugendlichen und den möglichen Folgen einer Legalisierung dieser Substanz für medizinische Zwecke.
Heranwachsende, die von Marihuana abhängig werden, können durchschnittlich sechs IQ-Punkte bis zum Erwachsenenalter verlieren, warnte Lisdahl und verwies auf eine Längsschnittstudie 2012 von 1.037 Teilnehmern, die von der Geburt bis 38 Jahren beobachtet wurden. Aufnahmen des Gehirns bei 16- bis 19-jährigen regelmäßigen Cannabiskonsumenten zeigten, dass diese deutliche Veränderungen in ihrer Gehirnstruktur aufwiesen. Vor allem die graue Substanz war davon betroffen, die mit Intelligenz assoziiert ist.
Die Experten um Dr. Bettina Friese vom Pacific Institute for Research and Evaluation in Kalifornien befürchten, dass bei einem legalisierten medizinischen Marihuana-Konsum Jugendliche die Risiken der Droge nicht mehr richtig wahrnehmen. Dies bestätigen die Ergebnisse einer Studie von 2013, an der sie beteiligt war. Sie und ihre Kollegen beobachteten 17.482 Jugendliche aus Montana. Der Marihuana-Konsum war demnach unter Jugendlichen in denjenigen Bezirken höher, wo im Jahr 2004 eine größere Anzahl von Menschen für den legalen Gebrauch von Marihuana für medizinische Zwecke stimmte. Die Heranwachsenden dort hielten den Genuss von Marihuana zudem für wenig gefährlich.
Quelle: APA, PNAS, Curr Addict Rep, Drugs
Session 3163: “Considering Cannabis? Potential Public Health Implications of Marijuana Legalization,” symposium, Saturday, Aug. 9, 10-11:50 a.m. EDT, Room 150B, Walter E. Washington Convention Center, 801 Mount Vernon Pl., NW, Washington, D.C.
Autor: äin-red