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Die Bereitstellung von Wasser in ausreichender Menge und Qualität, das den Bedürfnissen privater Haushalte, der Landwirtschaft, Industrie und der Umwelt gerecht wird, wird weltweit zunehmend zu einem Problem.
Wiederum sind es die ökonomisch schwächsten Bevölkerungsteile der Erde, die am meisten unter der zunehmenden Verknappung der Ressource Wasser zu leiden haben. Die Hälfte der Bevölkerung in den Entwicklungsländern – insgesamt 2,5 Milliarden Personen - lebt ohne sanitäre Grundversorgung und fast 800 Millionen Menschen haben keinen zuverlässigen Zugang zu sauberem Wasser.

|Malte Wandel|
|Mosambik|
 
 
 
 
Mangelnder oder gänzlich fehlender Gewässerschutz, unzureichende sanitäre Versorgung, die Einleitung von gewerblichen und landwirtschaftlichen Schadstoffen, eine Übernutzung bestehender Wasserressourcen aber insbesondere auch durch Klimawandel bedingte Extremwetterereignisse sind Ursachen für die Verunreinigung und Verknappung von natürlichen Wasserressourcen. Hinzu kommen Krankheiten, die durch fäkal verunreinigtes Wasser verursacht werden. So sterben jährlich 1,9 Millionen Menschen an wasserbedingten Durchfallerkrankungen sowie 1,2 Millionen an Malaria.
Die global zunehmenden Probleme im Wasser-, Sanitär- und Hygienebebereich (WASH) sind zentrale Herausforderungen im Kampf gegen Hunger und Armut.
Projektkomponenten von WASH:
Zugang zu Wasser: Erschliessung, Speicherung, Verteilung und Aufbereitung von sauberem Trinkwasser aus Grund-, Oberflächen- und Regenwassersystemen.
Zugang zu Sanitäranlagen: Aspekte der Siedlungs- und Haushaltshygiene, insbesondere die Handhabung von Urin und Fäkalien und deren Entsorgung/Wiederverwertung, Abwasserentsorgung und auch Müll- und Abfallbeisitung.
Hygiene und Gesundheit: Massnahmen im Bereich der Trinkwasser- und Körperhygiene wie z.B. Hygieneaufklärung, Kampagnenarbeit, Hygieneeinrichtungen wie Waschplätze und Handwaschbecken)
Wassermanagement: Massnahmen zur nachhaltigen Verankerung der Dienstleistungen im Wasser- und Sanitärbereich in lokalen Strukturen (Gemeinden, lokale Administration, politische Strukturen, Privatwirtschaft). Dies umfasst den Aufbau, die Beratung und die Vernetzung von Institutionen, Wissensmanagement, Sensibilisierungskampagnen und die Gründung, Entwicklung bzw. Unterstützung von Wasserkomitees.
Sanitäre Grundversorgung und Trinkwasserhygiene gehören bei allen Wasserprojekten mit dazu: Durch den Bau von Toilettenanlagen und Handwascheinrichtungen an Grundschulen im ländlichen Raum soll ein verbessertes Hygieneverhalten schon möglichst früh in der Erziehung verankert werden.
Regional angepasste Lösungen und kulturelle Akzeptanz sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass die Trinkwasserversorgungsanlagen und sanitäre Einrichtungen auch genutzt werden. Intensive Aufklärungsarbeit und Hygieneschulung in den Dörfern gehören dabei zu den Hauptaufgaben. Nur wenn die problematischen Zusammenhänge zwischen fäkalen Verunreinigungen von Trinkwasser und Nahrungsmitteln einerseits und Durchfallerkrankungen andererseits verstanden werden, wird es über eine Änderung des Verhaltens letztendlich gelingen, die hohe Kindersterblichkeit weltweit zu verringern.
Aktuell unterstützte Projekte von Viva con Agua:
- Mosambik 2013
- Gesunde Schulen in Guatemala