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Die Moderation von Online-Diskussionen ist eine zentrale Aufgabe im E-Learning. Es lohnt sich deshalb, einen Blick darauf zu werfen.
Online-Moderator/innen haben die Aufgabe, Online Diskussionen zu
- regeln
- steuern
- mässigen
- in ein Thema einzuführen
- fokussieren
- zusammenzufassen
- beteiligen
- vermitteln
- abschliessen
Online-Diskussionen werden oft schriftlich geführt. Je nach Gruppengrösse wächst die Anzahl Beiträge sehr oft schnell, und die Beiträge sind mehr oder weniger ausführlich, manchmal keimen Konflikte auf, oft sind die Diskussionen auch redundant, weil es Teil der Aufgabe ist, sich zu einem Thema zu äussern, und die langsameren Teilnehmer/innen ihren Teil doch auch noch posten müssen. Zudem sind Beiträge manchmal oberflächlich oder monologisch, gehen gar nicht auf andere Beiträge ein.
Ein interessanter Ansatz, Online-Diskussionen stärker zu strukturieren, kommt von Katherine Fischer et. al. Sie schlagen vor, verschiedene Diskussionsmuster einzuführen. So müsste ein erstes Posting eine mit Beispielen belegte Interpretation, eine Erklärung oder eine Reflexion eines Aspektes erfordern, auf die im zweiten Posting z. B. die Hauptaussage des ersten Postings herausgearbeitet wird. Hier werden auch Fragen aufgeworfen oder Ansätze erweitert. Im dritten Posting werden die Aspekte des zweiten Postings herausgeschält, die für das Verständnis besonders förderlich waren und dazu beigetragen haben, das Thema zu vertiefen. In einem vierten Posting könnten dann die wichtigsten Ergebnisse festgehalten und kontroverse Diskussionspunkte zusammengefasst werden. Falls die Diskussionen in Untergruppen geführt wurden, können die vierten Postings auch dazu dienen, der Gesamtgruppe präsentiert zu werden.
Dieses Konzept stellt hohe Ansprüche, da es sich um eine Meta-Kompetenz handelt, solche Diskussionen so strukturiert und formalisiert abzuhandeln. Andererseits könnte man sich auch Teilziele setzen und versuchen, diese in einer ritualisierten Form in die Diskussionen einzubrinen, damit die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, sich damit auseinanderzusetzen und diese Formen einzuüben.