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Über ein Jahrhundert politischer Arbeit und zwei Anläufe, 1959 und 1971, bei nationalen Abstimmungen brauchte es in der Schweiz, ehe Schweizerinnen endlich politische Teilhabe auf Bundesebene erlangten. Schweizer Frauenverbände mussten Druck auf den Bundesrat ausüben und all ihre Kräfte mobilisieren, um die Mehrheit der Bevölkerung und der Stände zu überzeugen. Bei der ersten Abstimmung zum Frauenstimmrecht 1959 sprach sich der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund explizit für das Stimmrecht aus und politisierte. Zur zweiten Abstimmung 1971 gab der SKF aus internen, politischen Gründen keine Empfehlung ab. Die historischen Protokolle der Vorstandssitzungen und Jahresversammlungen zeigen aber, dass die Frauen, die die Geschäfte des Verbandes leiteten, für die politische Rechtsgleichheit der Frau einstanden.