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Der Plan: Um das Verkehrsproblem im Dorfzentrum zu lösen, haben Kanton und Gemeinde die Variante «Mühlerain» vorgeschlagen. Mit dieser sollte der Verkehr am Zentrum vorbeigeleitet werden Richtung Pfäfers und Taminatal. Die heutige Nebenstrasse Mühlerain hätte dafür ausgebaut werden müssen.
Die Opposition: Gegen die Variante «Mühlerain» ist von einem Komitee das Referendum ergriffen worden. Die Variante stelle keine echte Dorfumfahrung dar, sondern verlagere das Problem lediglich, hiess es unter anderem im Vorfeld der Abstimmung. Auf grossen Widerstand ist der Plan insbesondere gestossen, weil die auszubauende Strasse direkt an den Kurpark des Grand Resort Bad Ragaz angrenzt. Die Umfahrung störe den Betrieb, hatte sich auch das Resort gewehrt.
Der Plan B: Das Komitee wie auch das Grand Resort setzten sich für die Dorfkernumfahrung Variante «Rosenbergli» ein. Das Grand Resort hatte in Aussicht gestellt, sich mit bis zu fünf Millionen Franken an den Kosten für diese Variante zu beteiligen. Da diese durch geologisch und strassenbautechnisch schwieriges Gelände führt und sehr teuer ist, hatten sie Kanton und Gemeinde verworfen. Nach dem Scheitern von «Mühlerain» werde die Variante «Rosenbergli» nun aber nochmals eingehender geprüft, heisst es bei der Gemeinde.
Die Vorgeschichte: Eine Verkehrsentlastung ist in Bad Ragaz seit bald 40 Jahren ein Thema. Bereits 1979 und 1985 lehnte das Stimmvolk eine erste Entlastungsvariante ab. Darauf folgten weitere Studien und Projekte. Durch das Zentrum von Bad Ragaz fahren heute täglich rund 2700 Fahrzeuge.