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Der GDT-Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, sank um 2,9%. Die ersten zwei Auktionen in diesem Jahr hatten ein positives Gesamtergebnis gebracht, im Februar kam es jetzt zum zweiten Rückgang. Der GDT-Index gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung am internationalen Milchmarkt.
Nur Käse teurer
Erneut negativ entwickelte sich gestern der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl), er sank gegenüber dem vorigen Event im Schnitt um 5,5% auf 4'379 USD/t (4'297 Fr.). Bei Butter erfolgte ein Rückgang um 3,9% auf 4'090 USD/t (4'014 Fr.). Niedriger bewertet wurde bei der jüngsten Auktion auch Kasein mit 9'873 USD/t (9'688 Fr.) (-0,9%). Dem gegenüber erhöhte sich die mittlere Notierung für Cheddar-Käse um 5,3% auf 4'526 USD/t (4'441 Fr.).
Die Kurse für Milchpulver waren diesmal weiter rückläufig: Bei Magermilchpulver sank der Index um 2,6% auf 2'840 USD/t (2'787 Fr.). Die Notierung für Vollmilchpulver - das am umfangreichsten gehandelte Produkt dieser Auktion - verringerte sich ebenfalls um 2,6% auf 2'966 USD/t (2'911 Fr.). In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 28'181 t verkauft, damit fiel die Menge gegenüber der vorhergehenden Auktion erneut geringer aus (29'006 t). Aber auch die Zahl der teilnehmenden Bieter sank, und zwar von 185 auf 175.
Analysten sehen relativ moderaten Preisrückgang
Der erneute Rückgang des GDT-Index wird von den Analysten in erster Linie auf die Ausbreitung des Coronavirus in China zurückgeführt. Die Volksrepublik ist der weltweit grösste Importeur von Milchprodukten und der wichtigste Käufer von Vollmilchpulver bei der GDT-Auktion. Die zunehmenden Infektionen mit dem Coronavirus bremsen laut Experten die Wirtschaft und damit den Konsum in China, gleichzeitig steigt der Druck auf die asiatischen Währungen.
Ökonomen der neuseeländischen ASB Bank geben aber auch zu bedenken, dass der jüngste Preisrückgang an der GDT relativ moderat ausgefallen sei. Dies hänge wohl damit zusammen, dass das globale Milchangebot derzeit - vor allem durch die starke Trockenheit in Ozeanien - begrenzt sei. Chinesische Käufer seien bei der jüngsten Auktion zurückhaltender, aber durchaus aktiv gewesen. Wenn es Peking gelinge, die Ausbreitung der Viruserkrankung bald einzudämmen, könnte die negative Preistendenz von kurzfristiger Dauer sein. Die nächste GDT-Auktion findet am 3. März 2020 statt.