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Noé Roth hatte am Sonntag in Krasnoyarsk gleich doppelt Grund zu riesiger Freude! Der 19-jährige Zuger sprang zu seinem ersten Weltcupsieg und sicherte sich damit gleichzeit auch noch den Gesamtsieg im Aerials-Weltcup.
Roth ging mit 13 Punkten Vorsprung auf den Einheimischen Maxim Burov ins Finale in Russland. Dieser klassierte sich letztlich im 4. Rang und fiel in der Gesamtwertung auch noch hinter seinen Landsmann Pavel Krotov zurück.
Im Super Final der besten sechs, der bei schwierigen Bedingungen (böiger Wind) stattfand, zeigte Roth einen Dreifachsalto mit fünf Schrauben (double-full, double-full, full). "Es ist gewaltig. Noé hat bereits die Quali gewonnen und im ersten Durchgang den 2. Platz belegt, er ist sehr konstant gesprungen und immer ruhig geblieben. Er wusste, dass er wohl gewinnen muss, um die Kristallkugel zu gewinnen", so Michel Roth, der Schweizer Cheftrainer und Vater von Noé.
Dass der erste Weltcup-Sieg just beim wichtigen Wettkampf im Saisonfinale zustande kam, passt zur Vita des Zentralschweizers. Trotz des jungen Alters bewies Roth seine Nervenstärke und Abgeklärtheit mehrfach. Im letzten Jahr überraschte er an seinen ersten Elite-Weltmeisterschaften mit Einzel-Bronze und dem WM-Titel im Team, in dieser Saison fügte er seinem Wettkampf-Programm praktisch problemlose Dreifach-Saltos mit fünf Schrauben hinzu.
Am Ende gewann Roth die Disziplinenwertung mit einer Marge von 52 Zählern. Er stand in vier von sieben Weltcup-Events in diesem Winter auf dem Podest. Zweimal wurde er Zweiter, einmal Dritter - und nun schaffte er es auf die oberste Stufe des Podests.
Pirmin Werner, Ende Februar Zweiter in Kasachstan, klassierte sich im letzten Wettkampf im 11. Rang und erreichte in der Disziplinenwertung den 4. Platz. Er wurde als "Rookie of the year" ausgezeichnet. "Das hätte ich vor der Saison nicht zu träumen gewagt", so Werner. Sein vorrangiges Ziel sei es gewesen, gut und verletzungsfrei durch die Saison zu kommen.
Letztmals ging die Aerials-Kristallkugel vor 14 Jahren in die Schweiz. 2006 durfte sich Evelyne Leu als Disziplinensiegerin feiern lassen.