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Nierenentzündung ist ein Sammelbegriff für Krankheiten des Nierengewebes. Sie äussert sich in einer Beeinträchtigung der Blutreinigungs- und Ausscheidungsfunktion; Abbauprodukte des Stoffwechsels werden allmählich ungenügend ausgeschieden.
Die Nierenbeckenentzündung spielt sich primär im Nierenbecken ab und ist in einem separaten Text beschrieben. Sie wird durch Bakterien verursacht.
Ein Glomerulus (Mehrzahl: Glomeruli) ist ein Knäuel feiner Blutkapillaren. Es bildet einen Teil des so genannten Nierenkörperchens, in dem durch Filtervorgänge der Urin gebildet wird. Das funktionelle Nierengewebe enthält gegen zwei Millionen solcher Nierenkörperchen.
Bei der Glomerulonephritis sind in erster Linie diese Filtereinheiten der Niere betroffen, bei der Nephritis vor allem das umgebende Gewebe.
So wird ein Symptomen-Komplex bezeichnet, der Folge ist von verschiedenen Erkrankungen der Glomeruli, unter anderem einer Glomerulonephritis. Es handelt sich um eine schwere Verlaufsform mit Tendenz zum Chronischwerden.
Die Ursache ist im Einzelnen oft nicht bekannt, denn eine Vielzahl von Faktoren wirkt schädigend auf die Niere:
Die Krankheitszeichen variieren je nach Ursache. Aus den Symptomen allein lassen sich keine Schlussfolgerungen hinsichtlich Krankheitsursachen ziehen. Die „klassischen Leitsymptome“ sind: Ödeme, blutiger Urin und Blutdruckanstieg.
Bettruhe und Diät sollten eingehalten werden. Bettruhe entlastet den Kreislauf und hilft, Flüssigkeitsansammlungen auszuschwemmen. Die Diät besteht aus salz- und eiweissarmer Kost mit Obst, Fruchtsäften, Brei, Gemüse, Kartoffeln, Brot. Bisweilen muss die Flüssigkeitszufuhr beschränkt werden.
Das Risiko einer Nierenentzündung lässt sich vermindern, wenn auslösende Krankheiten korrekt behandelt werden, insbesondere Angina (Mandelentzündung), Nierensteine, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
Wenn eine Nierenentzündung nicht auszuschliessen ist, sollte der Arzt konsultiert werden. Er stellt die Diagnose, wozu neben Blut- und Urinuntersuchungen auch Ultraschall, eventuell eine Biopsie (Gewebsentnahme) und Computertomographie (CT) genutzt werden.
Hauptsächliche Ansatzpunkte der Therapie sind: