Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/225938

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt aufzuzeigen, wie der gesetzliche Ferienanspruch um zwei Wochen für alle erhöht werden kann sowie das Rentenalter für Frau und Mann auf Alter 67. Weitere Reformen des Rentensystems sollen auf der Basis dieses Prüfungsauftrags gemacht werden.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hatte die zurückgezogene Motion Noser 20.3225 "Mehr Lebensqualität und sichere Renten für alle" mit demselben Inhalt zur Ablehnung empfohlen. Für den Bundesrat hat ein mehrheitsfähiger Kompromiss über die notwendigen Massnahmen zur Stabilisierung der AHV Priorität.</p><p>Aktuell ist es wichtiger denn je, sich auf den Erfolg der Reform AHV 21 zu konzentrieren. Heute eine generelle Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre zu thematisieren, dürfte den Widerstand gegen die Reform verstärken und die notwendige Stabilisierung der AHV und Sicherung der Renten gefährden. Eine solche Analyse parallel zur jetzigen Reform durchzuführen, würde daher ein falsches Signal setzen.</p><p>Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind die Auswirkungen einer Erhöhung des gesetzlichen Ferienanspruchs auf den Arbeitsmarkt. Bei einer Erhöhung des gesetzlichen Ferienanspruchs ist grundsätzlich von negativen Auswirkungen auf das Lohnniveau und/oder die Beschäftigung auszugehen. Die Volksinitiative 10.057 "6 Wochen Ferien für alle" wurde auch aus solchen Überlegungen von der Stimmbevölkerung mit einer grossen Mehrheit abgelehnt. Die Erhöhung des gesetzlichen Ferienanspruchs würde zudem nur einen Teil der Erwerbsbevölkerung betreffen. Selbständigerwerbende oder Nichterwerbstätige, die ebenfalls der Beitragspflicht unterliegen, könnten von der vorgeschlagenen Kompensationsmassnahme nicht profitieren. Zudem geniesst bereits heute eine Vielzahl von Arbeitnehmenden vertraglich einen höheren Ferienanspruch und würde daher keine Verbesserung sehen.</p><p>Wie in seiner Antwort auf die vom Nationalrat angenommene Mo. Silberschmidt 20.4078 "Netto-null-Ziel im Jahr 2050. Ein Nachhaltigkeitsziel auch für die AHV" erwähnt, ist der Bundesrat bereit, alles Notwendige zu unternehmen, um eine längerfristige Finanzierung der AHV sicherzustellen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.