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Alexander Calder: Bäume – Abstraktion benennen
bis 12.01.2014
Fondation Beyeler
Die Fondation Beyeler präsentiert mit der zweiten Calder Gallery eine einzigartige Ausstellung mit Werken des amerikanischen Bildhauers, die in Zusammenarbeit mit der Calder Foundation eingerichtet und sich einem weiteren, noch nicht untersuchten Aspekt im Schaffen des Künstlers widmet. Neben Leihgaben der Calder Foundation werden auch selten ausgeliehene Werke aus Privatbesitz sowie aus der Fundació Joan Miró, Barcelona, und dem Moderna Museet, Stockholm, zu sehen sein.
Als Alexander Calder 1933 im Zuge der weltpolitischen Lage Paris für seine Heimat Nordamerika verlässt, lässt er sich mit seiner Frau Louisa James dauerhaft in Roxbury, Connecticut, in einem alten Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert nieder. Dort entfaltet die Umgebung eine unmittelbare Wirkung auf den Künstler und ein neuer Abschnitt in der Entwicklung seiner Arbeit zeichnet sich ab. Der Aussenraum tritt als zusehends werkbestimmende Komponente in Erscheinung.
Die Präsentation in der Fondation Beyeler beginnt mit einer ausgefallenen Gruppe von unterschiedlichen Stabile-Mobiles von 1939, die als ca. zwei Meter hohe Maquetten für die avantgardistische Umgestaltung des Bronx-Zoos gedacht waren. Dort sollten sie in solider Ausführung und als Monumentalskulpturen eine Art Baumschmuck des afrikanisch anmutenden Raubkatzengeheges abgeben. Das Projekt wurde schliesslich nicht realisiert, belegt aber eindrücklich das zukunftsweisende Potenzial von Calders künstlerischen Ideen.
Organische Assoziationen bestimmen die formalen Strukturen wie Laubkronen, Ast-Kaskaden, Blatt-Abfolgen. Das freie Spiel der präsentierten Werke im dicht bespielten Innenraum des Museums schliesst sich zu einem regelrechten «Calder-Wald» zusammen. Die dadurch entstehende Verbindung von Innen- und Aussenraum nimmt auf ein für die Fondation Beyeler wichtiges Thema Bezug, das die Sammlung in einem harmonischen Miteinander von Architektur und Landschaft einbettet.
Eine zweite Werkgruppe beleuchtet schliesslich die Entstehung des Werks The Tree in der Sammlung der Fondation Beyeler, mit der ursprünglichen Maquette und formal verwandten Werken und Zwischenstufen. Im Sommer wird zudem auch The Tree, das monumentale Stabile-Mobile der Sammlung Ernst und Hildy Beyeler, an seinen angestammten Platz im Berower Park auf dem Gelände der Fondation Beyeler zurückkehren.