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OpenOffice trennt sich von Oracle und nennt sich neu LibreOffice. Zumindest vorerst.
Die Open-Source-Bürosuite OpenOffice ist ab sofort unabhängig von Oracle. Der US-Datenbankriese hatte mit dem Kauf von Sun Microsystems auch die Kontrolle von OpenOffice.org übernommen. Die OpenOffice.org-Community teilte nun heute mit, dass nach zehn Jahren erfolgreichen Wachstums unter dem Dach von Sun soeben die unabhängige "The Document Foundation"
gegründet worden sei, um die Bürosuite als wirklich freie Software zu vertreiben und weiter zu entwickeln.
Oracle ist gemäss der Mitteilung eingeladen worden, ein Mitglied der Foundation zu werden und die Markenrechte von OpenOffice der Community zu überlassen. Da sich Oracle aber offenbar noch nicht dazu geäussert hat, musste ein neuer Name gewählt werden. So heisst OpenOffice ab sofort LibreOffice. Ob Oracle den alten Namen abtreten wird, ist zurzeit nicht bekannt. Gut möglich also, dass LibreOffice nur ein vorübergehender Name ist.
Auch ohne Oracle scheint das neue Projekt genügend Unterstützung zu haben. "The Document Foundation" wird von zahlreichen Organisationen und auch von einigen IT-Grössen wie Google, Novell und Red Hat gesponsert. "Viva la LibreOffice", lässt sich Guy Lunardi, Product Management Director bei Novell, in der Mitteilung zitieren. Er hoffe, LibreOffice werde für den Office-Markt das, was heute Mozilla Firefox für den Browser-Markt sei. Gründungsmitglied der neuen Foundation ist übrigens auch der Schweizer Daniel Stoni, Präsident der OpenOffice.org Switzerland Association sowie Administrator des "Swiss Ubuntu LoCo"-Teams. (mim)