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2004 wurde in der Schweiz ein Klassifizierungssystem für Dinkel eingeführt. Damit soll aufgrund von vorwiegend marktpolitischen Interessen reiner Dinkel von Dinkel mit Weizeneinkreuzung unterschieden und getrennt vermarktet werden. Neben Herkunftsbezeichnung und morphologischen Kriterien wird zur Klassifizierung das Gliadinmuster der Dinkelsorten herangezogen. Eine Bande im Bereich der ω-Gliadine und zwei Banden im Bereich der α-Gliadine sollen auf Weizeneinkreuzung hinweisen. Eigene umfangreiche Untersuchungen mittels Acid-Polyacrylamid-Gelelektrohorese (A-PAGE) an 58 Weizensorten und 249 Dinkelsorten und Zuchtstämmen zeigen, dass die ω-Gliadinbande als Weizentypisch bezeichnet werden kann, die beiden α-Gliadinbanden hingegen sowohl in Weizen wie auch in Dinkel auftreten können. Innerhalb der aktuell gültigen Vorgaben führte die A-PAGE in 18% der untersuchten Proben zu einer falschen B-Klassierung von „reinem“ Dinkel und in 52% der Fälle zu einer falschen A-Klassierung von Dinkel mit Weizeneinkreuzung. Damit zeigt sich die Gelelektrophorese als nicht geeignet, um eine Weizeneinkreuzung in Dinkel nachzuweisen. In Anbetracht fehlender wissenschaftlicher Nachweise, dass Dinkel für den Konsumenten besser verträglich sein soll als Weizen, plädieren die Autoren für andere Kriterien zur Klassifizierung von Dinkel.
Pflanzenbau
Spring J.-L-, Zufferey V., Verdenal T., Reynard J.-S., Lorenzini F., Bourdin G., Blouin A., Carlen C., Jermini M., Morisoli R., Ferretti M.
Aktuell werden fünf in der Schweiz gezüchtete Merlot-Klone über die Zertifizierung verbreitet. In einem mehrjährigen Versuch von Agroscope in Gudo (TI) konnten sie mit französischen und italienischen Referenzklonen verglichen werden, wobei sie ihre sehr guten Eigenschaften unter Beweis stellten.
Arbuskuläre Mykorrhiza-Pilze sind wichtig für gesunde Böden und gute Ernten. Eine europaweite Studie zeigt, dass Pflanzenschutzmittel diesen Pilzen zusetzen. Dadurch verringert sich ihre Fähigkeit, Pflanzen über die Wurzeln mit Phosphor zu versorgen.
Schotenklee und Esparsette kommen in Mischungen für ausdauernde Heuwiesen und für tanninhaltiges Futter zum Einsatz. Agroscope ergänzt die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen mit zwei Neuzüchtungen von Schotenklee, während bei der Esparsette alles beim alten bleibt.