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Curaglia 2010. Noch heute sind die Häuser gegen Norden sehr eng zusammengebaut (Blick aus dem Korb der ADL)
Gemäss einem Bericht im Buch der Karmel-Bruderschaft ist das Dorf von Curaglia 1777 abgebrannt. Gemäss Überlieferung ist der grösste Teil des Dorfes zerstört worden, das in der Karfreitag-Nacht [28. März 1977]. Zu alten Zeiten wurde die Karfreitagsprozession erst nach den Trauermetten abgehalten. Während der Prozession habe niemand das Feuer entdeckt. Erst eine Person, die ihre Notdurft erledigen musste und somit später in die Kirche zurückkam, entdeckte das Feuer in Curaglia, so wird es überliefert.
Im Bundestagsprotokoll vom 13. September 1777, das sich im Staatsarchiv befindet, wird der Brand von Curaglia erwähnt. Der Herr Landammann Caderas habe im Namen der Gemeinde Medel und Curaglia nach finanzieller Hilfe für die Geschädigten gefragt. Das Feuer habe 32 Häuser, 28 Ställe, 33 Holzschöpfe und den Kirchturm eingeäschert. In einem Bericht aus der Gasetta Romontscha Nr. 15/1932 zieht Augustin Giger darum folgenden Schluss: „Man kann also davon ausgehen, dass das Dorf Curaglia praktisch ganz verbannt wurde. Dieser Zustand ist leicht verständlich, da das Dorf Curaglia wohl wie heute sehr eng ineinander gebaut war: Häuser, Ställe, Schöpfe, alles nebeneinander, alles übereinander und die damaligen Gebäude waren sicher nur aus Holz, mit Schindeldächern gedeckt, von Holzlatten und Steinen erschwert. Es gab wenig Wasser im Dorf, einen einzigen Brunnen oberhalb der Kirche. Der grobe Brunnen war aus Lärchenholz gefertigt und diente zum Kleiderwaschen und zur Tränke. Es gab keine Löschmaschinen und andere Löschgeräte. So blieb es bis 1904.“
aus: Val Medel, S. 284 – 293, geschrieben von Linus Beeli