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Definition und Bedeutung der Psychologie
Die alte Definition von Psychologie als Seelenkunde oder Wissenschaft von der Seele (griech. psyche = Seele, Leben & griech. logos = Wort, Lehre, Kunde) greift zu kurz, weil sie als reine Übersetzung des Wortes nichts über die Bedeutung aussagt.
Nach heutiger Auffassung kann die Psychologie als eine Erfahrungs-wissenschaft bezeichnet werden, die bewusste Vorgänge und Zustände untersucht sowie deren Ursachen und Wirkungen. Sie untersucht subjektive Lebensvorgänge, welche gesetzmässig mit den objektiven verknüpft sind.
Die Psychologie beinhaltet grundlegende Prinzipien des Geschehens (einer Gesamtheit von Vorgängen), des Lebens oder des Organischen (Bindung an eine Einheit, Abhängigkeit untereinander, Anpassung & Vererbung, Gesundheit & Krankheit usw.), der Subjektivität (Vorgänge, die nur vom Träger, dem Subjekt, unmittelbar erfahren werden, "Innenzustände", "Erlebnisse", Einmaligkeit der inneren Erfahrung), der gesetzmässigen Verknüpfung (seelische Vorgänge stehen im Zusammenhang mit objektiven (körperlichen) Lebensprozessen.
Aufgaben und Methoden der Psychologie
Als Methoden bedient sich die Psychologie der Beobachtung, die als allgemeine Grundlage dient, wendet statistische Verfahren an und zieht physiologische Methoden hinzu.
Die Kernaufgabe der reinen Psychologie besteht in der Erforschung der seelischen Erscheinungen mit dem Ziel der Erklärung oder Beschrei-bung sowie in der Anwendung der gewonnen Erkenntnisse auf Anforderungen des sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens, wozu die Methode des Experimentes hinzugezogen wird (praktische Psychologie).
Die Hauptgebiete der Psychologie
Die empirische Psychologie lässt sich in 21 Untergebiete unterteilen, z.B. klinische Psychologie, medizinische Psychologie, Entwicklungspsychologie, Psychopathologie, Sozialpsychologie, differentielle Psychologie (Persönlichkeitsforschung), Pharmako-psychologie, allgemeine Psychologie und Arbeitspsychologie und viele mehr. Sie alle gehören in die empirische Psychologie.
Daneben gibt es die theoretische Psychologie, welche aufgrund der empirischen Befunde die einzelnen Theorien überprüft und daraus allgemeinste Gesetzmässigkeiten des Psychischen aufzustellen, um hieraus die einzelnen Erscheinungen zu begreifen und abzuleiten.
Die philosophische Psychologie, welche ein Teilgebiet der Philosophie ist, behandelt schliesslich die letzten Fragen nach dem Wesen des Psychischen, wozu Themen wie die Unsterblichkeit der Seele, die Willensfreiheit sowie der Leib-Seelen-Zusammenhang gehören.
Über die Geschichte der Psychologie berichtet ta panta rhei, Ihre Praxis für Psychotherapie, Psychologie und Coaching nächste Woche.
Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!
Brigitte Oswald
Psychologin, Psychotherapeutin und Coach in Rickenbach/Olten
Kompetent. Diskret. Anders