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Beschreibung
Eine gastroösophageale Refluxerkrankung (GERD) entsteht, wenn der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre zu Beschwerden oder Verletzungen führt. Häufig ist dies durch eine Schwäche des unteren Schliessmuskels der Speiseröhre oder durch einen Zwerchfellbruch, eine sogenannte Hiatushernie begünstigt.
Beschwerden / Symptome
Beschwerden die vom Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre verursacht werden, schliessen typische Symptome wie Sodbrennen (brennendes Gefühl welches vom Oberbauch hinter dem Brustbein nach oben hinaufzieht) und Regurgitation (das Zurückdringen von festen oder flüssigen Nahrungsteilen aus dem Magen in die Speiseröhre) aber auch atypische Symptome wie Brustschmerzen, Husten, Halsbrennen und Zahnschäden ein. Zusätzlich können auch Verletzungen wie eine säure-bedingte Entzündung der Speiseröhre (Refluxösophagitis), säure-bedingte Verätzungen und Vernarbungen (peptische Stenosen) oder eine Umbauung der Schleimhaut der Speiseröhre (Barrett-Ösophagus) auftreten.
Abklärung
In der Abklärung von Refluxbeschwerden hilft eine Magenspiegelung (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie) Verletzungen zu erkennen. Bei Patienten mit Refluxbeschwerden und einer normalen Magenspiegelung können Säuremessungen in der Speiseröhre abschätzen, wie lange die Speiseröhre der Magensäure ausgesetzt ist, und ob ein Zusammenhang zwischen Beschwerden und Reflux vorhanden ist. Bei Patienten mit typischen Refluxbeschwerden wird häufig eine Testtherapie mit säurehemmenden Medikamenten (sogenannter PPI-Versuch) zur Diagnostik eingesetzt.
Therapien
Zur Behandlung der Refluxerkrankung stehen magensäure-reduzierende Medikamente (Protonenpumpenhemmer oder H2-Antagonisten) und säure-bindende Medikamente (sogenannte Antazida) zur Verfügung. In ausgewählten Fällen kann sogar eine Operation (siehe unten) zur Reduktion des Rücklaufes von Mageninhalt in die Speiseröhre nötig sein.
Neben einer medikamentösen Therapie ist bei leichten Fällen auch eine Linderung der Beschwerden durch Gewichtsabnahme, Erhöhung des Kopfendes des Bettes, Verzicht auf Kaffee, Alkohol, Nikotin und Schokolade möglich.
Operative Therapie
Als Standard hat sich seit Jahrzehnten die sogenannte Fundoplikatio bewährt. Dabei wird ein Teil des Magens, der Fundus, um sich selber, bzw. den untersten Teil der Speiseröhre gefaltet und damit der Speiseröhren-Magen-Übergang wieder verstärkt. Gleichzeitig wird der Zwerchfellbruch repariert. Wie mittlerweile alle Operationen in diesem Bereich wird mit minimal-invasiven Methoden (Laparoskopie, Schlüssellochtechnik) gearbeitet. Mit der Fundoplikatio kann der Reflux mit sehr grosser Effektivität gestoppt werden, allerdings mit der Möglichkeit einiger Langzeit-Nebenwirkungen. Aufstossen von Luft oder Erbrechen kann nachher nicht mehr möglich sein, ebenso können Schmerzen beim Schlucken auftreten.