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In der diesjährigen Saison geht es bis Ende Jahr in diversen Disziplinen schon in die Phase der Finalturniere, wo es unten den besten Spielern aus der ganzen Schweiz der jeweiligen Stärkeklasse um Schweizermeisterschafts-Edelmetall geht.
(BC St. Gallen) Während es überraschenderweise in der Disziplin „Einband“ weder in der NLB als auch in der Regionalliga kein St. Galler in die Finalrunde geschafft hat, sieht dies in der Königsdisziplin Dreiband deutlich besser aus.
In der Regionalliga haben sich mit Ludwig Nobel, Thomas Wenk und Son Van Vu gleich drei Ostschweizer für das Finale der besten sechs in Basel qualifizieren können und werden als Nr. 3 bis 5 des Turniers um die Medaillen spielen.
In der Nationalliga B spielten Thanh Van Phan und Giorgio Morosi in zwei Halbfinalturnieren um den Einzug ins Finale. Van Phan konnte sich Mitte September in Ecublens gegen alle seine Halbfinalgegner durchsetzen (25:12, 22:16, 19:18, 24:14) und zog als Halbfinalsieger direkt ins Finale von Ende Dezember in Lausanne ein. Mit dem besten Gesamtschnitt und einem herausragenden Einzelschnitt von 0,757 konnte Van Phan auch zwei der drei Turnierrekorde für St. Gallen verbuchen.
Im zweiten Halbfinalturnier spielte Giorgio Morosi in Genf um einen Platz im Finalturnier. Nach mehrjähriger Turnierpause in der Disziplin Dreiband auf dem Matchbrett bedeutete das Turnier für Morosi auch eine erste Standortbestimmung in Bezug auf seinen Trainings- und Formstand. Morosi startete gut ins Turnier und gewann seine ersten beiden Partien mit viel Routine und gutem Dreibandspiel ( 22:17, 20:19). In der dritten Partie trafen die bis dahin ungeschlagenen Sylvain Vimeux (ALB Lausanne) und Giorgio Morosi in der Direktbegegnung aufeinander. Der Sieger dieser Partie wäre vorzeitig Turniersieger und somit direkt für das Finalturnier qualifiziert gewesen. In einer hochstehenden Partie ging Morosi früh mit 10:2 in Führung und liess sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Obwohl Vimeux immer wieder an Morosi herankam, konnte der Ostschweizer mit starken Punkten kontern und am Ende mit 25:21 in nur 33 Aufnahmen die Partie und damit das Turnier vorzeitig gewinnen. Dass Morosi dann die letzte Partie äusserst knapp mit 12:13 verloren geben musste, ist wohl der Müdigkeit und der damit verbundenen „Konzentrationspause“ nach rund 6 ½ Stunden Turnierzeit geschuldet. Dennoch konnte sich Morosi zwei der drei Turnierrekorde erspielen und darf mit der gezeigten Leistung zufrieden sein, auch wenn für das Finale noch deutlich Luft nach oben vorhanden ist. Im Finalturnier am 18. Dezember in Lausanne werden die beiden St. Galler Van Phan und Morosi als Turniernummer 1 und 3 geführt und haben beide gute Chancen auf den Gewinn des Schweizermeistertitels.
Der Billardclub St. Gallen könnte also zum Jahresende nach verhaltenem Saisonstart nun doch einige Medaillen im Dreiband in die Ostschweiz holen und so den Startpunkt in eine hoffentlich erfolgreichere zweite Saisonhälfte 2021_2022 setzen.