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Abendliche Idylle im winterlichen Saas-Fee: Ohne Autolärm hat die Destination dazu die nötige Ruhe. Bild: Saas-Fee/Saastal
Bereits die Anreise durch das Saastal ist ein Erlebnis. Es geht vorbei an steilen Berghängen, tiefen Schluchten und urchigen Walliser Dörfern. Die meisten Leute können sich kaum vorstellen, dass die Menschen hier vor weniger als hundert Jahren mit Maultieren oder zu Fuss nach Stalden reisen mussten. Saas-Fee wurde erst vor 70 Jahren mit der Autostrasse erschlossen. Ein Entscheid des neuen und jungen Gemeinderats, der einen ebenso wegweisenden Entscheid mitfällte: Trotz der Zufahrtsstrasse sollte Saas-Fee autofrei bleiben. Ein Entscheid, der nicht nur aus nachhaltiger Sicht Gold wert war. Einerseits verzeichnete Saas-Fee dank der Zufahrtsstrasse innerhalb eines Jahres bereits 45 Prozent mehr Übernachtungen, andererseits schuf es durch das autofreie Dorf einen zusätzlichen touristischen Anreiz.
Strasse statt Standseilbahn
In den 50er-Jahren des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Alpinisten und somit Touristen ins Saastal, da sie vom Zauber der Berge fasziniert wurden. Es waren vor allem Briten, die sich einst auf die höchsten Berge wagten. Zehn Jahr später wurden die ersten Hotels im Saastal gebaut. Mit der anwachsenden Bevölkerung und dem zunehmenden Fremdenverkehr drängte sich der Bau einer Autostrasse auf. Im Jahr 1938 erreichte die Strasse das Dorf Saas-Grund. Erst nach dem Ende des zweiten Weltkriegs ging es darum, die Strecke von Saas-Grund nach Saas-Fee zu realisieren. Es lag jedoch noch ein Gesuch für eine Standseilbahn offen. Dieses war 1948 endgültig vom Tisch.
Vor 1951 übernahmen Pferde und Schlitten die Transporte von Saas-Grund nach Saas-Fee. Bild: Saastal Tourismus AG
Am 8. Juli 1951 fuhr endlich das erste Auto nach Saas-Fee. Im selben Jahr wurde das Dorf aber – so paradox das klingen mag – Mitglied der Gemeinschaft autofreier Schweizer Tourismusorte (GAST). Saas-Fee ist ausserdem Gründungsmitglied der Allianz in den Alpen, einem Gemeindenetzwerk von über 200 internationalen Alpen-Gemeinden. Diese setzen sich dafür ein, dass die Ziele der Alpenkonvention für eine nachhaltige Entwicklung im Alpenraum konkret umgesetzt werden.
Von 50’000 Übernachtungen auf 1,2 Millionen
Der kluge Entscheid für die Verkehrserschliessung – und gleichzeitig für das verkehrsfreie Dorf – zahlte sich aus. Von damals 50’000 Logiernächten pro Jahr wuchs die Anzahl der Besucherinnen und Besucher stetig an. Heute sind es im ganzen Saastal über 1,2 Millionen Übernachtungen pro Jahr. Das autofreie Dorf hat den Einwohner:innen Arbeit in der Heimat beschert. Es war auch ein wirtschaftlich nachhaltiger Entscheid.
Während in anderen Skigebieten motorisierte Skibusse die Gäste transportieren, musste Saas-Fee einen anderen Weg finden, die Leute bequem zu den Bahnanlagen zu bringen. Wintersportgäste profitieren seit der Wintersaison 2016/17 von einem Shuttlebus-Betrieb, welcher die Strecke zwischen Busterminal/Parkhaus und der Talstation des Alpin Express verbindet. Wie es zum autofreien Ferienort passt, fahren die Busse emissionsfrei. Einerseits dient dies dem Komfort der Wintergäste, gleichzeitig wird auch die ökologische Nachhaltigkeit berücksichtigt. Im Dorf selbst werden Gäste mit Elektrobussen und Elektrotaxis befördert.
Autofreies Saas-Fee: Einkäufe mit dem Elektrotaxi
Oft werden die Einwohnerinnen und Einwohner gefragt, wie es sich in einem autofreien Dorf lebt. Wie bringt ihr die Einkäufe nach Hause? Müsst ihr den Kinderwagen den gesamten Hügel hinaufschieben? Liefern Versandhäuser euch die Möbel bis vor die Haustür? Wie baut ihr Häuser und renoviert ihr Wohnungen, wenn keine motorisierten Fahrzeuge durch die Strassen fahren dürfen? Die Leute in Saas-Fee wissen sich zu helfen. Einkäufe bringen sie mit dem Handwagen, dem Elektrotaxi oder dem E-Bike nach Hause. Eltern chauffieren Kinder öfter mit dem Veloanhänger von A nach B – zur Schule gehen sie zu Fuss. Möbel liefert die Gemeinde mit dem Elektrofahrzeug. Und gebaut wird hauptsächlich in der Bausaison im Frühling mittels Sondergenehmigungen.
Dass Saas-Fee autofrei ist, bringt viele ökologische, soziale und gesundheitliche Vorteile mit sich. Ohne Autoverkehr ist die Luftqualität deutlich besser, durch das Vermeiden von CO2 ist die Destination deutlich klimafreundlicher. Zudem wird weniger Lärm im Dorf erzeugt, was eine entspannte Lebens- und Ferienatmosphäre verspricht. Diese Vorteile fallen den Gästen bei der Ankunft neben dem spektakulären Bergpanorama mit den Gletschern zuerst auf.
Viele sind zu Fuss oder per Velo unterwegs
Um von A nach B zu gelangen, bewegen sich die Einwohnerinnen und Einwohner meist zu Fuss oder mit dem Velo. Dies fördert die aktive Bewegung und das soziale Leben im Dorf. Die Menschen grüssen sich gegenseitig und bleiben nicht selten stehen, um miteinander zu plaudern.
Die autofreien Gassen von Saas-Fee vor der imposanten Bergkulisse. Bild: Saastal Tourismus AG
Als autofreies Dorf fördert Saas-Fee die Anreise mit dem öffentlichen Verkehrsmittel. Das Saastal erreichen Reisende in zwei Stunden von Bern und in drei von Zürich – und dies mit nur einmaligem Umsteigen. In Saas-Fee angekommen, bewegen sich Tourist:innen zu Fuss oder per Elektrotaxi zur Unterkunft. Innerhalb der Destination Saas-Fee/Saastal ist das PostAuto ab der ersten Übernachtung in der SaastalCard inbegriffen. Die Bergbahnen sind mit der SaastalCard (Mehrwertgästekarte) im Sommer ebenfalls inklusive.
Hier gibts mehr zur Nachhaltigkeit in der Destination Saas-Fee!
Dies ist ein Advertorial und wurde von der Saastal Tourismus AG erstellt. Der Inhalt entspricht den Nachhaltigkeits-Anforderungen von Go Green.