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Mehr als 99,7 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Über 2,1 Millionen Infizierte sind verstorben, über 54,9 Millionen genesen.
Die Polizei markiert in den grösseren Städten in den Niederlanden am Dienstag Präsenz. Es bleibt vergleichsweise ruhig.
Die neusten Entwicklungen
- Der amerikanische Präsident Joe Biden kündigte am Dienstag (26. 1.) in Washington an, die Vereinigten Staaten wollten zusätzliche 200 Millionen Impfdosen kaufen - jeweils 100 Millionen von den Unternehmen Moderna und Pfizer. Die Lieferung der zusätzlichen Impfdosen werde bis zum Sommer erwartet. Damit solle der Bestellumfang von 400 auf 600 Millionen Impfdosen erhöht werden, sagte Biden. Dies sei genug, um bis zum Ende des Sommers 300 Millionen Amerikaner zu impfen, hiess es aus dem Weissen Haus. Die USA haben 330 Millionen Einwohner.
- Nach den im Zuge von Corona-Massnahmen ausgelösten schweren Krawallen in den vergangenen Tagen ist es am Dienstagabend (26. 1.) in den Niederlanden zunächst weitgehend ruhig geblieben. Zum Beginn der Ausgangssperre um 21 Uhr registrierte die Polizei nur vereinzelt kleine Zusammenstösse mit Randalierern. In Rotterdam wurden am Abend 17 Personen vorsorglich festgenommen, auch aus Breda wurden Festnahmen gemeldet. In Amsterdam versammelte sich im Westen nach Angaben der Polizei eine grosse Gruppe junger Männer. Die Lage sei wie auch in Hilversum angespannt, meldete die Polizei. In den zwei Nächten zuvor hatte es schwere Krawalle in zahlreichen Städten gegeben. Auslöser der Unruhen war die Ausgangssperre, die als bisher schwerste Corona-Massnahme am Samstag erstmals in kraft getreten war. Hunderte junger Männer waren daraufhin plündernd und randalierend durch die Strassen gelaufen und hatten Polizisten mit Feuerwerk und Steinen angegriffen.
- Rund 900 Holocaust-Überlebende sind im vergangenen Jahr in Israel nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt starben im Jahre 2020 rund 17 000 Holocaust-Überlebende, wie Israels Zentrales Statistikbüro am Dienstag (26. 1.) mitteilte. Bei rund 5300 Holocaust-Überlebenden sei eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, 17 Prozent seien daran gestorben. Alle Holocaust-Überlebenden seien über 75 Jahre alt, rund 17 Prozent davon über 90. Insgesamt betrug die Zahl der Holocaust-Überlebenden in Israel demnach zum Ende des Jahres 2020 rund 179 600. Die Zahlen wurden anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktag am Mittwoch veröffentlicht.
- Der britische Pharmahersteller Astrazeneca wehrt sich gegen Berichte zu einer geringen Schutzwirkung seines Corona-Impfstoffs bei Senioren. Berichte, dass das Mittel bei Menschen über 65 nur eine Wirksamkeit von 8 Prozent habe, seien «komplett falsch», teilte ein Sprecher am Dienstagmorgen (26. 1.) mit. Auch das deutsche Gesundheitsministerium dementierte kurz darauf die entsprechende Berichte. Zuvor hatte in Deutschland das «Handelsblatt» über den geringen Schutz bei älteren Menschen berichtet und bezog sich dabei auf deutsche Koalitionskreise. Auch die «Bild»-Zeitung berichtete darüber. Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschliesse. Auch habe ein Beratungskomitee für Impfungen den Einsatz des Impfstoffs bei Senioren unterstützt. Zudem habe eine im November im Fachblatt «Lancet» veröffentlichte Studie gezeigt, dass der Impfstoff auch bei Senioren eine starke Immunantwort auslöse. Die Europäische Union und die Schweiz setzen in der Impfstrategie in bedeutendem Mass auf den Wirkstoff der britisch-schwedischen Firma. Grossbritannien verimpft diesen bereits an die Risikogruppe der Ältesten. Erst am Freitag hatte AstraZeneca der EU mitgeteilt, man werde im ersten Quartal statt 80 Millionen nur 31 Millionen Dosen liefern können, angeblich wegen Problemen in der Lieferkette.
- Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus schottet sich Israel ab. Seit Mitternacht (26. 1.) ist der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv weitgehend geschlossen. Mit der drastischen Einschränkung des Luftverkehrs will die Regierung das Einschleppen weiterer Coronavirus-Mutationen verhindern. Die Massnahme soll vorerst bis Ende des Monats gelten, ausgenommen sind unter anderem Frachtflüge und Flüge aus medizinischen Gründen. Eine ranghohe Repräsentantin des Gesundheitsministeriums sprach sich aber bereits für eine Verlängerung um mehrere Wochen aus. Der Flughafen müsse mindestens einen Monat lang geschlossen bleiben.
- Nach den schweren Corona-Ausschreitungen in den Niederlanden herrscht in Belgien Sorge, die Proteste könnten auf das eigene Land überschwappen. In sozialen Medien würden mehrere Aufrufe zu Demonstrationen am Samstag in den grenznahen Städten Maasmechelen, Sint-Niklaas und Turnhout geteilt, berichtete die flämische Tageszeitung «De Standaard» am Dienstag (26. 1.). In den Niederlanden randalierten Jugendliche in der Nacht auf Dienstag den zweiten Tag in Folge gegen die Ausgangssperre. In grossen Gruppen zogen sie plündernd und randalierend durch die Strassen. Unruhen wurden aus etwa zehn Städten gemeldet – darunter Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. Mehr als 151 Personen wurden laut Polizei verhaftet. Bereits am Wochenende war es zu Protesten und Krawallen gekommen.
- Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern geht wegen der anhaltenden Corona-Krise nicht davon aus, dass Neuseeland dieses Jahr seine Grenzen wieder öffnet. «Wir können erwarten, dass der Grossteil des Jahres davon betroffen sein wird», sagte Ardern an einer Medienkonferenz am Dienstag (26. 1.) in der Hauptstadt Wellington. «Wir werden weiterhin auf ‹Travel Bubbles› mit Pazifiknationen und Australien hinarbeiten, aber der Rest der Welt stellt einfach ein zu grosses Risiko für unsere Gesundheit und unsere Wirtschaft dar, um an diesem Punkt das Risiko einzugehen.» Auch Australien erwägt laut Medienberichten, die Grenzen dieses Jahr geschlossen zu lassen. Beide Länder haben bis auf wenige Fälle das Virus de facto eliminiert. Nach dem ersten Fall in Neuseeland seit Monaten, bei dem sich offenbar eine kürzlich aus Europa zurückgekehrte 56-Jährige in einem Quarantänehotel angesteckt hatte, war die mit Australien geplante «Reiseblase» am 25. Januar kurzfristig gestrichen worden.
- Die EU-Kommission will die Impfstoff-Exporte überwachen. Hersteller müssen Ausfuhren aus der EU künftig melden und genehmigen lassen. Das kündigte die Kommission am Montagabend (25. 1.) an. Sie reagiert damit auf Kritik, dass bisher wenige Dosen zur Verfügung stehen. Das Register zur den Exporten soll binnen weniger Tage eingeführt werden. Ebenfalls am Montag schlug die EU-Kommission vor, Reisen innerhalb der EU weiter einzuschränken, um die Verbreitung neuer Varianten des Coronavirus zu bremsen.
- Gering Qualifizierte haben ein höheres Risiko, an Covid-19 zu sterben. Das ist das Ergebnis einer Auswertung, die das britische Statistikamt ONS am Montag (25. 1.) veröffentlicht hat. Dazu zählen etwa Arbeiter der verarbeitenden Industrie, Sicherheitskräfte, Köche oder Taxifahrer. Bei den Frauen wiesen Fliessbandarbeiterinnen und Näherinnen sowie Pflegekräfte die höchsten Todesraten auf. Die Statistiker untersuchten den Beruf von 7961 Personen, die zwischen dem 9. März und dem 28. Dezember 2020 mit oder an Covid-19 gestorben sind.