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Stabile Tierchen
Unter der Lupe betrachtet sehen die kleinen Insekten ein wenig wie Wesen von einem fremden Planeten aus. Sie haben sechs Beine und drei Körperteile: Kopf, Brust und Hinterleib. Sie besitzen ein äußeres Skelett aus Chitin, das sie schützt und ihnen eine unglaubliche Stabilität verleiht. Ihr zweigeteilter Oberkiefer ist vielseitig einsetzbar – sie benutzen ihn als Schere, Schaufel oder Zange.
Die meisten Ameisenarten haben ihren Bau unter der Erde. Dort leben oft Millionen von ihnen zusammen – in einem perfekt organisierten Staat. Jede Ameise weiß genau, welche Aufga- ben sie zu erledigen hat. Es gibt Kundschafterinnen, die die Umgebung nach Nahrung absuchen. Die Wächterameisen beschützen den Bau. Die Arbeiterinnen schleppen die Nahrung heran, kümmern sich um die Larven und versorgen auch jene Ameisen mit Nahrung, die den Bau in Ordnung halten und diesen nicht verlassen.
Die Ameisenkönigin liegt dick und rund im Ameisenbau und hat den lieben langen Tag nichts anderes zu tun als zu fressen und Eier zu legen. Das können 100 und mehr sein – pro Tag! Sind die Eier gelegt, werden sie von den Brutpflegerinnen übernommen und gehütet. In den Eiern entwickeln sich die Larven, die sich später verpuppen und zu Ameisen werden. Meistens stammen alle Ameisen in einem Bau von dieser einen Königin ab. Männliche Ameisen haben nur ein sehr kurzes Leben. Sie kommen nur zur Paarung mit einer Königin auf die Welt. Sobald sie diese Aufgabe erledigt haben, sterben sie und werden von den Arbeiterinnen als Nahrung in den Bau gebracht.
Ameisen können miteinander kommunizieren ohne einen Laut von sich zu geben. Sie tauschen Informationen aus, indem sie eine Duftspur legen. In ihrem Körper befindet sich eine kleine „Chemiefabrik“, die viele verschiedene Signalund Lockstoffe herstellt. Diese Düfte werden über besondere Drüsen ausgeschieden. Andere Ameisen nehmen die Spur mit ihren Antennen auf. So erhalten sie Informationen zur Erkennung von Artgenossen, zur Orientierung bei der Futtersuche oder wenn Gefahr droht.
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