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Band XXIX No. 26.
27. Juni 1885.
Patentbericht.
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richterstatter nicht gemacht, indem er stets 100 und mehr Zuhörer angetroffen habe.
Hr. Kayser hält es für wünschenswert, dass auf technischen Versammlungen wissenschaftliche Vorträge gehalten werden, jedoch sollen diese allgemeiner Natur sein, weil unter den Teilnehmern alle Zweige der Technik vertreten seien. Da die Zeit auf den Hauptversammlungen sehr gemessen sei und man doch vornehmlich die Industrie der Gegend kennen lernen wolle, so sollen die Vorträge hauptsächlich die Aufgabe sich stellen, auf die Ausflüge vorzubereiten.
Hr. Korte glaubt, dass der Kölner Antrag gerade aus der schwachen Beteiligung an den Vorträgen entspringe. Die Zeit auf den Hauptversammlungen sei sehr knapp bemessen. Zwei Tage seien den Geschäften, 11/2 Tag den Besichtigungen und der grösste Teil der Abende der Erholung gewidmet. Man sei unter diesen Umständen im allgemeinen nicht geneigt, streng wissenschaftlichen Vorträgen zu folgen. Aus diesem Grunde erreiche der Vortragende sehr wenig, und der Besuch sei ausserdem so schwach, dass derselbe unmöglich den Vortragenden befriedigen könne. Die allgemeinen Vorträge sollten daher auf die Besichtigungen vorbereiten, während die eigentlich wissenschaftlichen Vorträge in die einzelnen Gruppen zu verweisen seien.
Hr. Gantert kann sich den Ausführungen der Hrn. Kayser und Korte nicht anschliessen und hält den Kölner Antrag, in welchem er einen versteckten Vorwurf gegen den Vorstand sieht, für nicht berechtigt.
Hr. Korte kann in dem Antrage keinen Vorwurf gegen den Vorstand erblicken, und zwar um so weniger, als vor längerer Zeit Honorare für die Vorträge ausgesetzt seien.
Hr. Blecher, glaubt, das gerade durch diese Honorare die rein akademischen Vorträge erweckt seien. Wenn auch nicht zu leugnen sei, dass der Kölner Antrag über das Ziel schiesse, so enthalte derselbe doch vieles Wahre. Allgemein wissenschaftliche Vorträge über Streitfragen in der technischen Welt, welche geeignet seien, eine fruchtbringende Verhandlung hervorzurufen, sollen gewiss nicht ausgeschlossen sein. Der Kölner Antrag enthalte keinen Vorwurf gegen den Vorstand, dem es vielleicht ganz lieb sein dürfte, ein Mittel in die Hand zu bekommen, um gewisse Vorträge abzuwehren.
Hr. Gantert findet die Entscheidung über die Zulässigkeit eines Vortrages sehr schwierig, da es ebenso sehr auf die Persön: lichkeit des Vortragenden und dessen Rednergabe als auf den Stoff ankommme.
Zur Vorberatung des Kölner Antrages wird eine Commission gewählt.
Patentbericht.
Die in a2 sich sammelnde
Kl. 13. No. 31138. Zugregulator. latten eindringt, dass aber dann das Weitereindringen nur C. Pieper, Berlin. Die Vorrichtung sehr langsam fortschreitet. Die lebendige Kraft des fallenden soll zur Regelung des Zuges nach MassFördergestelles soll auf diese Weise auf einem möglichst gabe der Kesselspannung dienen. Sobald langen Wege vernichtet werden.
die Spannung in dem mit dem Kessel in
offener Verbindung stehenden Behälter b Kl. 10. No. 31169. Neuerung an Koksöfen. A. M.
über die zulässige Grenze steigt, wird Chambers und Th. Smith, Sheffield. Durch das den
das durch ein Bleigewicht c belastete bienenkorbförmigen Ofen rings umgebende, bei g; mit einer
Sicherheitsventil d gehoben. Der dann Druckwindleitung verbundene, bei i schräg aufwärts durch die
in a eintretende Dampf kann nur langUmfassungswand geführte Rohr g wird erwärmte Luft in den
sam durch eine sehr enge Oeffnung entRaum oberhalb der Kohlen geblasen. Da der Ofen im
weichen, so dass er den Kolben hebt,
durch seine Stange mit dem Zugschieber
0. dergl. verbunden.
Kl. 35. No. 31460. Schiffselevator für veränderliche Wasserstände. J. Schäfer, Crefeld. Um bei veränderlichem Wasserstande das untere gebogene Ende g des Rahmens G sammt Trommel e und Leitrolle h mittels der Winde R und Kette k in verschiedener Höhe einstellen zu können, ist
übrigen geschlossen ist, so müssen die Verbrennungs- und Destillationsproducte die Koblen von oben nach unten durchdringen, um durch den durchlöcherten Boden und die Röhren o und r nach den Condensationsapparaten zu gelangen. Im Boden sind unterhalb der durchlöcherten Platten m Kanäle n angebracht, welche von allen Seiten nach der Mitte und dem Rohr o geneigt sind.
Kl. 13. No, 31129. Doppelkammeriger Flugaschenfänger. R. Müller, Oberröblingen a. H. Um das Ausräumen der Flugasche während des Betriebes vornehmen zu
können, ohne durch Oeffnen
sächlich die Asche ablagern wird, geräumt werden, so wird dieselbe vorber durch einen
die obere Trommel A mit ihrem Wagen, an welchem G drehbar hängt, auf einem Geleise fahrbar, ohne dass dadurch der Antrieb von A durch die von der Maschine M mittels Riemscheiben im gedrehte Welle i gestört wird. Schräge Schüttrinnen n, welche nach den auf Seitengeleisen p stehenden Waggons führen, werden mitgefahren.
deutscher Ingenieure.
zen ( gebracht, durch Drebung der Wellen w mittels Riemenvorgelege unter das fuchsschwanzförmige Sägeblatt A geschafft, durch abc von Hand genau eingestellt und durch Senkung der Rollen R mittels ug ter festgestellt ist (t ist Sperrrad), wird der Schlitten d durch die Pleuelstange f der Hauptwelle in Gang gesetzt, worauf A durch die eigene Schwere an der Führung 6 niedersinkt. Nach vollendetem Schnitte kuppelt man mittels Handgriffes l das Kegelräderpaar k mit der Riemscheibe h, und die auf der genuteten Welle m hin und her geschobene Rolle n mit Band nu windet die Säge wieder empor. (Patentirt ist die Verbindung aller genannten Teile.)
KI. 38. No. 31224. Linkscopirmaschine für Reliefarbeiten. P. Hosemann, Liegnitz. Um Reliefs herzustellen, welche die Spiegelbilder der vorgelegten Originale bilden, wird das Original unter, das Werkstück auf der Tischplatte i befestigt, welche auf der festen Platte k auf Rollen leicht beweglich ist. Bewegt man nun mittels der als Gegen
Kl. 13. No. 31207. Röhrenverbindung. 0. Schramm,
Berlin. Die Einrichtung ist bestimmt Nk für Dampferzeuger, bei welchen eine And
zahl Wasserröhren a von einer vorderen a
gemeinschaftlichen flachen Kammer ausgehen und von Heizröhren b durchzogen sind. Zur Abdichtung der hinteren Rohrenden gegen einander sowie zur Befestigung der äusseren Röhren a in einer Tragplatte k dienen Kegelstumpfe c, wel
che zwischen je zwei auf b aufgeschraubten Muttern m gehalten und mittels Schrauben d gegen k gepresst werden.
Kl. 21. No. 31235. Neuerungen an Regulatoren für elektrische Bogenlampen. H. Henneberg und R. O. Lorenz, Wien, Der Nachschub der verbrauchten Kohle wird
nicht, wie bei Lampen älterer Construction, erst infolge von Stromänderungen, sondern bei constantem elektrischem Strome bewirkt, und bemerkenswert ist die Anwendung der magnetischen Fernwirkung auf rotirende Eisenkörper oder andere paramagnetische oder auch gutleitende Körper. Mit dem Getriebe g, welches, wenn frei gegeben, dem zu einer Zahnstange ausgebildeten oberen Kohlenhalterd gestattet, herabzusinken, ist eine Eisenscheibe e verbunden, welche sich innerhalb des Wirkungsbereiches des magnetischen Feldes a zweier Elektromagnete b undo dreht. b liegt im Hauptstromkreis und C, welcher b entgegenwirkt, im Nebenschlusse. Wenn der Strom in die Lampe eintritt und die Kohlenstifte sich nicht berühren, so geht der Strom durch C, welcher seinen Anker k anzieht und durch Vermittelung des Sperrhebels h das Getriebe g auslöst. Infolge dessen geht die obere Kohle bis zur Berührung mit der unteren herab, der Hauptstromkreis wird geschlossen. Nun kommt b zur Wirkung, · zieht seinen am unteren Kohlenhalter sitzenden Anker m herab und bildet den Lichtbogen. Gleichzeitig wird aber auch das Polstück a von b magnetisirt und hemmt durch magnetische Fernwirkung auf e den Umlauf des Getriebes g und also das weitere Herabgehen der oberen Kohle. Je nach dem Abbrand der Kohlen
wird der Strom im Hauptstromkreis schwächer, der im Nebenschluss stärker, und da c ebenfalls, aber in entgegengesetzter Weise, magnetisirend auf a wirkt, so schwächt er mehr und mehr die magnetische Wirkung desselben auf die Scheibe, so dass das Getriebe sich allmäblich drehen und die obere Kohle dem Verbrauch entsprechend sinken kann. Die Schraube s dient zur Berichtigung der Stellung von e inbezug auf a.
Kl. 38. No. 31125. Quersägemaschine. J. Barta, Zernest bei Kronstadt (Siebenbürgen). Nachdem der Holzblock auf besonderen kleinen Wagen auf die vordere der Wal
gewicht ausgebildeten Fussplatte f und des Hebels e den Taststift c auf und ab, so wird durch Stange d und Hebel g der Fräser a so ab und auf bewegt, dass er infolge der gleichen Uebersetzungsverhältnisse an e und g stets so weit über i steht wie c darunter.
Kl. 47. No. 31118. Combinirte Reibungs- und Zahnkupplungen. J. Börsum, Lillehammer (Norwegen). Um die Welle e mit dem treibenden Teile a stofsfrei zu kuppeln, wird zunächst eine Reibungskupplung ab eingerückt, bis e dieselbe Geschwindigkeit wie a hat; dann aber wird, um die Kupplung gegen das Lösen durch Erschütterungen zu schützen, die Reibungs- durch eine Klauenkupplung ac ersetzt und diese durch eine gegen den Bund g sich stützende Feder h gesichert. Nach Fig. 1 sind beide Kupplungen ganz unabhängig von einander, so dass ab wieder ausgerückt werden kann. Nach
Fig. 2 hält die Feder h nach dem Loslassen des Rückhebels der Klauenkupplung auch die Reibungskupplung geschlossen, indem sie mittels des Kegels p gleichzeitig die Hebelklauec in den Einschnitt m drückt und 6 gegen a presst. In Fig. 3 sind die Teile a und c vereinigt, und beide Kupplungen werden durch denselben Rückhebel gehandhabt: in der Mittelstellung sind beide gelöst, nach rechts hin wird die Reibungskupplung eingerückt, und beim Loslassen schiebt h die Klauen c nach links in die Ausschnitte x. Statt der Kegelreibungskupplung kann auch die bekannte Cylinderreibungskupplung mit Kniehebeln und Bremsklötzen angewandt werden.
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Kl. 49. No. 31150. Apparat zum Abdichten von Stehbolzen mit Muttern usw. E. A. J. Müller, Hamburg. Auf den abzudichtenden Stehbolzen al wird das Aufsatzstück a aufgeschraubt, um welches die Büchse 21 mit drei in Ausschnitte derselben eingesetzten Zähnen ? drehbar ist. Durch die Mutter m wird 71 mit ihren Zähnen in die gewünschte Arbeitslage gebracht, worauf 61 mittels eines Schlüssels in Drehung versetzt wird, so dass die durch die Büchse 72 an den Stehbolzen al angedrückten Zähne z an der abzudichtenden Stelle von al einen kleinen Wulst erzeugen.
gende Fahrzeug läuft, mit geöffneten Backen 6 bi von oben auf das in Bewegung befindliche Zugseil herabsenkt und darauf, nachdem die Muffe des Zugseiles durch die trichterförmigen Erweiterungen der Backen in den Raum zwischen denselben gelangt ist und infolge dessen der Apparat mit dem Fahrzeuge mitgenommen wird, die Backen mittels des an einen festen Widerstand stossenden Hebels t geschlossen und in der geschlossenen Lage festgehalten werden. Damit die Backen stets die richtige Lage zu einander und zu dem Zugseile haben, sind dieselben in der Richtung des Zugseiles nach beiden Seiten verlängert und an den Enden durch lose, mit Rollen n versehene Achsen a verbunden, Die Rollen legen sich beim Ansetzen des Apparates auf das Zugseil und stellen die Backen parallel zu dem letzteren ein. Das Qeffnen und Schliessen des Apparates wird durch die mit schraubenförmigen Schlitzen von ungleichmässiger Steigung versehene Hülse d vermittelt, die mit der einen Backe 6 durch die Hülse h mit den Ansätzen y unverschiebbar verbunden ist und mit der anderen bu durch den Kreuzkopf k, welcher in die schraubenförmigen Schlitze der Hülse eingreift, in Verbindung steht. Stösst der an der Hülse befestigte Hebel t gegen einen festen Widerstand, so wird die Hülse d verdreht und infolge dessen die Backe bi der Backe b genähert oder von derselben entfernt. Sind die Backen in völlig geschlossener Lage, so schnappen die Nasen i des von einer Schraubenfeder beeinflussten Stiftes u in entsprechende Ausschnitte p der Hülse d ein, und stellen diese in ihrer Lage fest. Damit sich der Stift u der Backe bu bezw. dem Kreuzkopfe k gegenüber nicht verdrehen kann, greifen Ansätze e desselben in entsprechende Längsschlitze e des Kreuzkopfes ein. An der Ausladestelle angekommen, wird der Stift u durch eine geneigte Fläche, gegen welche er stösst, nach innen gedrückt und dadurch die Hülse d gelöst. Bei entsprechender Abänderung der Backen kann der Apparat auch zum Anklemmen an glatte Zugseile dienen.
Kl. 47. No. 31285. Spritzkanne mit Reinigungs- und Regulirstift. A. Koch, Kalk. Ein Stift r ist mit der Bodenfeder f entweder unmittelbar oder mittels Hebels h, Fig. 1, verbunden bezw. an eine sich auf p abflachende Feder m, Fig. 2, angeschlossen, wird also beim Gebrauch entweder vorgeschoben oder zurückgezogen. Diese Bewegung dient bei einfach gestalteter Spitze des Stiftes zum Reinigen der Oeffnung oder auch mittels ventilartig wirkender Verstärkungen i it, Fig. 3 und 4, zur Regelung der jedesmal ausfliessenden Oelmenge.
Fig. 2.
Die elektrische Beleuchtung mit besonderer Berücksichtigung der in den Vereinigten Staaten von Nordamerika zu Centralanlagen vorwiegend verwendeten Systeme. Im Auftrage des Magistrates der kgl. Haupt- und Residenzstadt Berlin herausgegeben von Dr. Ernst Hagen. Berlin 1885. J. Springer.
Wie der Verfasser des vorliegenden Buches in der Vorrede bemerkt, ist dasselbe entstanden auf Grund der Erfahrungen, welche er auf einer im Auftrage des Magistrates der Stadt Berlin nach Amerika unternommenen Informationsreise zu sammeln Gelegenheit hatte. Besonders eingehend ist die elektrische Glühlichtbeleuchtung behandelt, und zwar vorzugsweise an das System von Edison sich anlehnend, welches auch in der Anlage von Centralstationen jetzt neuerdings in Deutschland Anwendung findet; Mitteilungen über die Glühlichtsysteme einiger anderer Compagnien sowie Bemerkungen über Accumulatoren schliessen sich an. Den Schluss bildet ein Abschnitt über Bogenlichtbeleuchtung.
In der Einleitung bespricht der Verfasser die verschiedenen Gesichtspunkte, welche bei der Wahl eines Beleuchtungssystemes, insbesondere zwischen Gas-, elektrischem Bogen- oder Glühlichte, von Einfluss sind. Neben der Luft
verschlechterung durch die Verbrennungsproducte ist es die Verbrennungswärme, welche ihn für geschlossene Räume das elektrische Licht, und zwar für Räume, in denen gelesen und geschrieben wird, ausschliesslich das Glühlicht, empfehlen lässt. Eine Tabelle über den Verbrauch an Material und die Wärmeentwicklung der verschiedensten Beleuchtungsarten unterstützt seine Ansicht. Bei der Beleuchtung der Strassen hält der Verfasser das Gaslicht so recht eigentlich an seinem Platze, der Sicherheit des Betriebes und der Billigkeit des erzeugten Lichtes wegen. Dass aber, wenigstens in besonderen Fällen, ein grösseres Lichtbedürfnis auch für Strassenbeleuchtung sich zeigt, darauf scheinen die Versuche in Berlin mit stärkeren Gasbrennern und elektrischem Bogenlichte hinzudeuten.
Der im VI. Kapitel des 3. Abschnittes gegebene Vergleich zwischen den Kosten der für solche Versuche wirklich ausgeführten Strassenbeleuchtung durch Regenerativbrenner, Lacarrière’sche Brenner, Bray-Brenner und elektrisches Bogenlicht scheint zugunsten des letzteren auszufallen. Nur für die Regenerativbrenner blieben die Kosten unter denen für das Bogenlicht, während die auf gleiche Bodenfläche fallende Lichtstärke nicht die Hälfte der durch dieses gegebenen erreichte.