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das_geheimnis_vom_31._mai_2007_041.mov (16056.56 KB)
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das_geheimnis_vom_31._mai_2007_039.mov (20503 KB)
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Aus: Begegnungen mit Jesus, dem Wassermann von Pater Paul Vautier, geschrieben in Reckingen im Jahr 1999
" Ich bin das Wasserschloss", hatte sie gesagt.
Wenn die Quelle gefasst wird, baut man, meist unsichtbar im Berg, das Wasserschloss, um das Wasser zu speichern und es von dort aus zu verteilen.
Sie hatte sich im Gespräch nicht verschlossen gezeigt und sie hatte auf meine zudringlichen Fragen offen geantwortet. Aber ich spürte auch den Bereich des Geheimnisses, und dass sie lieber im Berg verborgen bleiben würde. Fruchtbarkeit muss nicht immer mit viel Öffentlichkeit verbunden werden. Die Frau, die sich ganz einsetzt, und wenn nötig auch ganz vorne - beim Kreuz - steht, aber auch, und vielleicht lieber, die Mutter im Hintergrund.
Die "Wasserfrau"...
(Man braucht etwas Geduld beim Hochladen des Filmes!)
"Nicht einmal Jesus bekam von seinem Vater alles gesagt, er sollte seine Weg gehen, wohl im Herzen verbunden, aber ohne alles zu wissen. Er ging auf die grosse Stunde zu, ohne sie genau zu kennen. Aber er wusste: Er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er lässt mich nicht allein, weil ich immer das tue, was ihm gefällt..."
Aus: Begegnungen mit Jesus, dem Wassermann von Pater Paul Vautier, geschrieben in Reckingen im Jahr 1999
" So fand diese Zeit der Begegnung, an der Schwelle des neuen Zeitalters, ein Ende. Noch lange schaute ich ihm nach, dem jungen Mann mit der Sportflasche, der mit elastischem Schritt sich auf den Weg machte. Ich wusste nicht, wohin er gehen würde, und die Menschen auf der Strasse wussten nicht, wer er war. Und trotzdem fühlte ich mich nicht allein. Seine Worte und alles, was ich aufgenommen hatte, blieb in meinem Herzen. Im Geiste schaute ich in seine Augen, in denen ich weit, weit ins Herz der Dinge, der Menschen und Gottes blicken konnte."
Aus: Begegnungen mit Jesus, dem Wassermann von Pater Paul Vautier, geschrieben in Reckingen im Jahr 1999
das_geheimnis_vom_31._mai_2007_040.mov (2458.72 KB)
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das_geheimnis_vom_31._mai_2007_045.mov (10931.04 KB)
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Die Formulierung:
"Wir nehmen nun Abschied von unserem Bruder Paul!" finde ich nicht christlich.
Bruder Paul selber sagt, ich zitiere aus der Predigt zu Maria Himmelfahrt mit dem Thema
Maria im Altersheim:
Wir haben oft nicht die Treue und Ausdauer, Menschen zu begleiten,unsere Liebe mag vergehen und erkalten - aber da zeigt sich Gott, den die Schrift den "Treuen" nennt, sicher von einer ganz anderen Seite. Für ihn werden wir nicht alt - wir sind immer jene, die er geschaffen und gern hat.
Und wem er eine besondere Aufgabe gegeben hat, dem bleibt sie!
Soweit das Zitat.
"Ich bin nicht Thomas, ich bin Jesus. Weisst Du, genau deswegen hat er den Übernamen "Zwillling".
Man kann uns kaum unterscheiden."
Ich konnte ihn wirklich kaum unterscheiden. Er hatte auch dieselben vewaschenen Cordhosen und dieselben Turnschuhe an. Gesicht, Bart und Haare eben wie bei Zwillingen täuschend ähnlich, nur die Augen und der Blick unterschieden sich, wie ich im Gespräch zunehmend feststellen sollte. Statt des bunten Hemdes trug er ein einfaches, hellblaues T - Shirt. Der Druck darauf war so blass geworden, dass man erst im zweiten und dritten Blick zu lesen begann. "I my Father" stand simpel drauf, und beim Abschied sah ich, dass er den Satz des Lieblingjüngers draufstehen hatte: "Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm" - in einer Kursivschrift, die mehr graphisch wirkte und den Inhalt eher spät preis gab.
(Geduld beim Heraufladen des Filmes.)
Der Geist ist derjenige, der weht wo er will, ohne dass wir sehen, woher er kommt. Er ist auch derjenige, der die Tiefen erforscht...
Er kam von oben und steigt mit uns in die Tiefe hinunter. Er wird mit uns hinaufsteigen. Das ist der Kreislauf des Lebens. "Wenn ich erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen". Dieses Wort, das er damals zu mir sprach, faszinierte mich. Aber ich musste lernen, mit ihm tief in meine Tiefen hinabzusteigen, klein zu werden, um neu geboren zu werden, um zu dem zu werden, der ich sein sollte. "Erhöht werden" hiess aber, wie ich später lernte, sterben, Begegnung mit Schmerz und Tod. Nur jene, die auch dieser Begegnung nicht ausweichen, sind wahrhaft neu geboren.

Lange sagten wir nichts mehr. In der Stille verliess mich Nikodemus. In mir wuchs die Sehnsucht nach einer Zeit, in der wir Menschen uns immer besser kennen lernen, in der wir nicht den Verführungen des Äusseren und Grossen erliegen. Guiness' Buch der Weltrekorde ist Symbol für eine Zeit der nutzlosen Grösse. Was nützen die Sandwiches von 65 Metern Länge oder 72 oder mehr Stunden geistloses Witzeerzählen? Diese oberflächliche Grösse wird nicht helfen, dass wir menschlicher werden. Jede neue Maschine ist bis jetzt auch im Krieg verwendet worden. Nur die innere neue Geburt hilft.

Ich weiss, Du denkst nach über das Zeichen des Wassermannes. Das wird die Schicksalsfrage sein, ob wir einander unverbindlich, spielerische Freunde sein werden, etwas Wasser austauschen oder nur Wasserspiele machen, - oder ob unsee Freundschaft wirklich bis zum Blut geht, dass wir uns gegenseitig füreinander einsetzen. Du kennst das Wort aus den Abschiedsreden:
"Eine grössere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für seine Freunde."
Jedenfalls werden die Probleme der künftigen Jahrhunderte so gross sein, dass es viele braucht, die sich ganz für die anderen einsetzen - mit allen Gaben und Talenten und allen Fähigkeiten,
die ihnen der Vater geschenkt hat.
Endlich ein kleiner Ofen auf dem Friedhof. Gefunden am Morgen des 20. September 2008!
Ich warte auf das wärmende "Vesta" - Feuer!
Ich sah wieder auf das kleine Freundschaftsband an seinem linken Handgelenk, die paar unscheinbaren weisen und blauen Wollfäden. Einer schien neu zu sein, eben hineingeflochten. Und ich dachte an das schwierige Wort, das jetzt einen neuen, tiefen Sinn bekam:
was ihr auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein.
Wir sprachen noch etwas, dann verabschiedete er sich. Er wolle, er musste weiter auf seiner Sammeltour. Ich bat ihn noch um einen Wollfaden und band ihn mir ums Handgelenk. Er sollte mich dauernd daran erinnern, auch ein Wassermann zu werden.