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In diesen Tagen gedenkt die Welt des Untergangs der Titanic - eine der denkwürdigsten Schiffskatastrophen der Geschichte ereignete sich vor 100 Jahren. Leider kam es auch auf dem Bielersee zu grösseren Schiffsunglücken mit tragischem Ausgang. Der Untergang der "Neptun" im Jahr 1880 gilt als eines der grössten Dampferunglücke der Schweizer Schiffahrt.
Bei der Indienststellung am 2. April 1912 war die RMS Titanic das grösste und das luxuriöseste Schiff der Welt. Doch seine Unsterblichkeit verdankt sie nicht diesen Rekorden, sondern ihrem tragischen Geschick: Auf ihrer Jungfernfahrt vor 100 Jahren, am 14. April 1912 gegen 23:40 Uhr, kollidierte die Titanic etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland mit einem Eisberg. Zwei Stunden und 40 Minuten nach dem Zusammenstoss versank der Stolz der White Star Line im Nordatlantik. Von den über 2200 an Bord befindlichen Personen überlebten zwischen 1490 und 1517 die Katastrophe nicht – vor allem, weil der Luxusdampfer bei weitem nicht über genügend Rettungsboote verfügte. Wegen der hohen Opferzahl zählt der Untergang der Titanic zu den grossen Katastrophen der Seefahrtsgeschichte.
Auch die Geschichte der Schweizer Binnenschifffahrt kennt Katastrophen mit Todesopfern. Eines der grössten Schiffsunglücke auf Schweizer Seen ereignete sich im Jahr 1880 auf dem Bielersee: Als der Dampfer „Neptun“ vor Tüscherz in einen Sturm geriet, kamen fünfzehn der insgesamt siebzehn Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben. Noch kurz zuvor, auf der St. Petersinsel, hatten die jungen Menschen bei Musik und Tanz die schönen Seiten des Lebens gefeiert.