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Die Blase ist ein muskuläres Hohlorgan, das den Harn über mehrere Stunden hinweg wasserdicht speichern und, auf ein willkürliches Signal hin, komplett entleeren soll. Die Entleerung vollzieht sich durch ein Zusammenziehen der Blasenwand, das im Normalfall nur nach einem bewussten Startsignals des Gehirns gestartet wird.
Agiert die Blase aber unabhängig von der Steuerung des Gehirns, zieht sie sich ab einem bestimmten Füllstand automatisch zusammen und versucht den Harn zu entleeren. Die Folge ist ein plötzlicher, starker Harndrang, häufig verbunden mit dem Gefühl, die Entleerung nicht aufschieben zu können und die Blase sofort entleeren zu müssen. Ist in diesem Moment nicht binnen weniger Minuten eine Toilette erreichbar, so kann diese Fehlfunktion der Blase zu einer Inkontinenz führen. Da der Harnverlust unter Harndrang auftritt, wird diese Form des unfreiwilligen Harnverlustes als Dranginkontinenz bezeichnet. Kommt die Dranginkontinenz zusammen mit häufigem Wasserlassen am Tage und in der Nacht vor, ist meist eine überaktive Blase die Ursache.