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In der russischen Polarregion Tschukotka sind die Eisbären nach Befürchtungen von Tierschützern vom Aussterben bedroht. Sollte sich der derzeitige Trend fortsetzen, werde der Eisbärenbestand in der entlegenen Region in Russlands fernem Osten «sehr schnell» verschwinden, sagte Nikita Owsjanikow vom Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) am Freitag. Der Forscher, der die Eisbären in der Region bereits seit 18 Jahren untersucht, forderte die Schaffung neuer Schutzgebiete in der Arktis.
Der IFAW beklagt, dass Eisbären in Tschukotka durch die schmelzenden Eisflächen aus ihrem Lebensraum vertrieben würden und immer öfter auf dem Land leben müssten, wo sie nur schwer Nahrung fänden. Ausserdem würden immer mehr Eisbären wegen ihres Fells gejagt, das in Russland in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen hat. Insgesamt gibt es rund 22.000 Eisbären in der Arktis. Davon leben 5000 auf den Eisflächen zwischen Tschukotka und dem US-Bundesstaat Alaska.