Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03300.jsonl.gz/859

Kennzahlen dienen als Grundlage für die Vergleiche mit anderen und mit Bestwerten. Sie sind insbesondere im Energiemanagement wichtig. Wie auch in der Betriebswirtschaftslehre allgemein gilt auch hier:
If you can’t measure it, you can’t manage it!
Als Kennzahl wird eine definierte und damit vergleichbare absolute oder relative Grösse bezeichnet, die messbar ist. Demnach gibt es zwei Arten von Kennzahlen: relative Kennzahlen und absolute Kennzahlen.
Die effektiven Zahlenwerte in konkreten Fällen werden als Kennwerte bezeichnet.
Relative Kennzahlen werden aus dem Verhältnis einer Kenngrösse wie Leistung oder Kosten zu einer Bezugsgrösse wie Arbeitsplatz oder Flächeneinheit gebildet. Eine relative Kennzahl ist also ein klar definierter, spezifischer, eingegrenzter Wert, bezogen auf eine klar definierte Einheit resp. Bezugsgrösse. Relative Kennzahlen können für Prozesse, betriebliche Leistungen, Verbrauchswerte oder Grössen der Infrastruktur gebildet werden.
Bei relativen Kennzahlen kann die Zahl im Zähler als Kenngrösse bezeichnet werden. Eine relative Kennzahl kann demnach wie folgt definiert werden:
Relative Kennzahl = Kenngrösse/Bezugsgrösse
Beispiele von relativen Kennzahlen:
- Leistung/Output pro Arbeiter
- Energieverbrauch pro Flächeneinheit (Energiekennzahl)
- Kosten pro Arbeitsplatz
- Fläche pro Mitarbeiter
Das Problem oder die Herausforderung an relative Kennzahlen ist, dass die Bezugsgrösse bekannt sein muss. Im Energiemanagement ist dies oft die Energiebezugsfläche (siehe Kapitel 9).
Absolute Kennzahlen sind Werte, die als absolute Zahl gemessen werden können. Typische absolute Kennzahlen sind zum Beispiel:
- Rendite eines Portfolios
- Projektkosten
- Umsatz
- Zufriedenheitsgrad von Kunden
- Wirkungsgrad einer Maschine
- Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe