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Als einer der Väter der modernen französischen Küche hat Fernand Point es einmal so ausgedrückt: “Butter! Gib mir Butter! Immer Butter! “, (diese und andere Aussagen und Schriften findest du in seinem berühmten Buch Ma Gastronomie). Und ja, das stimmt: viele Köche lieben Butter. Und dafür gibt es einen guten Grund. Butter verleiht Saucen einen angenehmen cremigen Geschmack, erhöht die Komplexität, verbessert das Mundgefühl, ergänzt viele Gerichte und verändert die Textur. Es ist wirklich eine wunderbare Zutat.
Es gibt Zeiten, in denen wir einfach ein weiches, formbares Stück Butter brauchen. Aber meistens ist es ja doch so, dass wir vergessen, die Butter frühzeitig aus dem Kühlschrank zu holen. Du kannst einfach warten, bis sie weich wird oder eine Mikrowelle verwenden. Letzteres ist die schnellste Option, wenn ein Rezept geschmolzene Butter erfordert. Ein luxuriöser Dip zum Kochen von Hummerschwänzen, Backen von Weihnachtsguetzli oder für das Topping von Popcorn? Schmelze deine Butter 30-50 Sekunden lang in der Mikrowelle, bis der grösste Teil des Stücks flüssig ist. Die kleineren, nicht geschmolzenen Teile lösen sich unter leichtem Rühren auf.
Aber manchmal brauchst du keine geschmolzene Butter, du möchtest sie halbfest. Und eine der Möglichkeiten, schnell die richtige Textur zu erhalten, besteht darin, sie zu reiben. Auch direkt aus dem Kühlschrank oder sogar gefroren lässt sich Butter perfekt reiben. Reibe sie direkt in die Schüssel oder auf einen Teller. Versuche am besten, eine Käsereibe zu verwenden, wenn du einheitliche Scheiben benötigst. Oder aber du schneidest die Butter einfach in kleine Stücke und wartest kurz, bis sie weich wird.
In einigen Fällen (etwa beim Backen) kannst du die Butter auch zwischen BAckpapier oder in einen wiederverwendbaren Aufbewahrungsbeutel mit Zipverschluss legen und vorsichtig mit einem Wallholz bearbeiten. Oder schneide die Butter in grosse Klumpen und schlage sie dann flach, kratze sie zusammen und rolle sie auf. Dies ist eine gute Variante, um deine Butter kalt zu halten, aber weich genug zu machen, um dünn ausgerollt zu werden. So wird Blätterteig hergestellt. Damit kannst du dann herrliche Zimtschnecken, schichtige Nutella-Croissants, flockige Käsetaschen, aufgeblähte Pizza oder knusprigen Kirschkuchen herstellen.
Versuche, ein Stück aromatische und schmackhafte Butter in deine Mahlzeiten zu integrieren. Es gibt einige grundsätzliche Möglichkeiten, wie ein Omelett braten, ein Steak bestreichen oder Kekse backen – Situationen, in denen du definitiv etwas Butter verwenden möchtest. Es gibt jedoch auch weniger offensichtliche Fälle. Normalerweise geben wir Rahm in unseren Kaffee, aber Butter funktioniert ebenso. Rühre ein kleines Stück davon in deine Tasse und nimm sofort einen Schluck davon. Du wirst die unterschiedliche Milde und den Reichtum bemerken, ein neuer Geschmack, in den du dich versehentlich verlieben könntest. Das ist für den Morgen.
Zum Mittagessen kurz vor dem Servieren etwas Butter in die Suppe geben. Eine einfache Hühnernudelsuppe oder klassische dicke Suppen werden mit dieser einfachen Zugabe noch besser. Und um das Ganze abzurunden, gib Butter über gekochtes oder gedämpftes Gemüse, sei es Mais, Zucchini, Peperoni, Erbsen, Auberginen, Zwiebeln. Schmelze einfach etwas Butter in der Mikrowelle und beträufle deine leuchtende Vitaminschüssel mit flüssigem Gold. Ja, es klingt etwas kitschig, aber selbst einige banale Dinge können dir ein neues Geschmackserlebnis bieten. Und noch etwas – vergiss nicht, Salz und Pfeffer zu verwenden.