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Milde Strafe für Verkauf von einer Tonne Marihuana
LUGANO - Das Strafgericht von Lugano hat einen 30-Jährigen Italiener wegen des Anbaus und des Verkaufs von Marihuana zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 24 Monaten verurteilt. Sein Kollege kam mit einer bedingten Haftstrafe von 18 Monaten davon.
Staatsanwalt Antonio Perugini hatte für die beiden Angeklagten, die zusammen fast eine Tonne Marihuana auf den Markt gebracht hatten, eine Gefängnisstrafe von jeweils mehr als drei Jahren gefordert. Die Verteidigung wiederum hatte für bedingte Haftstrafen plädiert.
Die beiden Angeklagten, die im Sottoceneri zwischen 1998 und 2003 einen Hanfshop und mehrere Plantagen betrieben hatten, verwiesen während des zweitägigen Prozesses auf die unsichere Rechtslage.
Die Behörden seien über ihre Tätigkeit im Bild gewesen, hätten aber lange Zeit keinerlei Anstalten gemacht, ihre Aktivitäten zu unterbinden. "Als Italiener dachte ich, dass der Handel mit Hanf in der Schweiz erlaubt ist", sagte einer der beiden Angeklagten.
Bis im Frühling 2003 galt das Tessin in Italien als Paradies für Kiffer. Dann liess die Polizei in einer gross angelegten Razzia alle 75 Hanfläden im Kanton schliessen. 129 Personen wurden verhaftet und rund 4,2 Tonnen Drogenhanf beschlagnahmt.