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Der am 12. Juli 1884 in Livorno geborene Amedeo Modigliani besuchte 1902 die Kunstakademien von Florenz und Venedig, zog 1906 nach Paris und lernte dort Picasso, Kees van Dongen und später Juan Gris kennen. Modigliani führte ein Leben, das von Alkohol und Drogen geprägt war.
"Wenn ich deine Seele kenne, male ich deine Augen." Er malte vom Kubismus beeinflusste Porträts mit überlangen Hälsen, versetzten, blindwirkenden Augen, pendelnden Nasen und Körpern in Extremhaltungen, wozu er überwiegend rostige Farben verwendete. Modigliani starb am 25. Januar 1920, einen Tag vor dem Tod seiner langjährigen Lebensgefährtin Jeanne Hébuterne, an einer Hirnhautentzündung.
Für seine erste und einzige Einzelausstellung malte Modigliani eine Reihe von Akten, die heute zu seinen berühmtesten Gemälden zählen. Diese Ausstellung erregte große Aufmerksamkeit und trug zu Modiglianis Ruf als skandalöser Playboy bei. Modigliani soll regelmäßig Dante aus dem Gedächtnis rezitiert haben. Er malte bekannte zeitgenössische Dichter und Schriftsteller, darunter Blaise Cendrars, Guillaume Apollinaire und Jean Cocteau.
Modigliani liebte die Kunst des Zeichnens. Obwohl er manchmal Fotografien als Referenz verwendete, arbeitete er meist direkt von einem Modell aus. Er war ein besessener Zeichner, der in Cafés oder auf der Straße Papier und Bleistift in die Hände nahm – wie in einer „grafischen Gymnastik“. Diese Zeichnungen waren die Vorläufer für seine gemalten Bilder. Sie wurden zu Gegenständen, die er gegen Geld eintauschen konnte.