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Am 23. September 1910 überflog der Peruaner Geo Chavez als erster die Alpen - via Brig über den Simplonpass in Richtung Domodossola, wo er aber abstürzte. Die Schweizer Luftfahrt feiert den Pionier mit einer Jubiläums-Flugschau in Brig.
Für die Feiern vom 24. bis 26. September bauten die Organisatoren in Ried-Brig das damalige Flugfeld nach, "auf derselben Wiese, auf der damals Geo Chavez seinen Flug über die Alpen startete", wie die Aviatik-Enthusiasten schreiben.
Das Festprogramm umfasst verschiedene Flugdemonstrationen. Höhepunkt ist der Auftritt der Patrouille Suisse, der Kunstflugformation der Schweizer Luftwaffe.
Jorge Antonio Chavez, Geo Chavez genannt, kam am 13. Juni 1887 in Paris als Kind peruanischer Eltern zur Welt. 1909 erwarb er einen Ingenieur-Titel, ein Jahr später ein internationales Flugbrevet. Zu dieser Zeit begann er auch, an verschiedenen Flugwettkämpfen teilzunehmen.
Im gleichen Jahr - 1910 - lancierten die "Sociétà italiana di aviazione" und die "Comissione nazionale di turismo aereo del touring club italiano" einen Wettbewerb mit dem Ziel, zum ersten Mal die Alpen zu überfliegen.
Dem Sieger winkten 120'000 Lire, für damalige Verhältnisse eine grosse Summe. Gestartet werden sollte in Ried-Brig. Nach einem Zwischenstopp in Domodossola sollten die Aviatiker nach Mailand weiter fliegen.
Viele Piloten meldeten sich, ausgewählt wurden jedoch nur fünf - darunter Geo Chavez. Nach mehreren Versuchen wagte am 23. September 1910 bei misslichen Wetterbedingungen lediglich Chavez den Start. Mit seinem Flugzeug "Blériot XI" überquerte der 23-Jährige zwar die Alpen in 45 Minuten.
Doch kurz vor der Landung in Domodossola stürzte er ab. Der Aviatiker erlag am 27. September seinen Verletzungen. Die Überreste von Chavez und seinem Flugzeug wurden später nach Peru überführt.
Drei Jahre nach Chavez' Querung mit tragischem Ausgang gelang dem Schweizer Oskar Bider der erste vollständige Alpenüberflug von Bern nach Mailand.
swissinfo.ch und Agenturen