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Ein Budget setzt sich aus Einnahmen und Ausgaben zusammen.
Einnahmen
Zu den Einnahmen gehört das Taschengeld oder der Jugendlohn, den du von deinen Eltern bekommst. Aber auch das Geld aus einem Teilzeitjob, einem Ferienjob oder dein Nettolohn als Lehrling, wenn du arbeitest.
Einnahmen
Ausgaben
Zu den Ausgaben gehören Fixkosten und variable Kosten.
Fixkosten
Fixkosten sind regelmässige monatliche oder jährliche Ausgaben, die unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch anfallen. Ein Beispiel dafür ist das Abonnement für den öffentlichen Verkehr. Wenn du ein solches Abonnement hast, bezahlst du dafür monatlich oder jährlich einen bestimmten Betrag. Dieser Betrag bleibt gleich, egal ob du oft oder selten mit dem Zug fährst.
Weitere Beispiele für typische Fixkosten im Jugendalter sind die Abo-Gebühren für das Handy, Cloud-Dienste, Apps, Software, Spiele und Streaming-Dienste sowie die Beiträge für die Krankenkasse oder für die Mitgliedschaft in Vereinen.
Fixkosten
Hinzu kommen in der Regel weitere Fixkosten, wenn du volljährig bist, wie z.B. die Steuern, die Miete für die Wohnung und die Beiträge für verschiedene Versicherungen.
Kosten ab 18 · Steuern
Variable Kosten
Im Gegensatz zu den Fixkosten variieren die variablen Kosten je nachdem, wie oft du eine Dienstleistung in Anspruch nimmst. Wenn du ohne Abonnement mit dem Zug fährst, brauchst du eine Fahrkarte. Je öfter du fährst, desto öfter musst du eine Fahrkarte kaufen. Das bedeutet, dass du mehr Geld ausgibst, je öfter du diese Dienstleistung in Anspruch nimmst.
Typische Beispiele für variable Kosten im Jugendalter sind Kleider, Schuhe und Accessoires, Freizeittätigkeiten, Coiffure, Körperpflege, Schulmaterial, Hobbys und Sport.
Variable Kosten
Zu den variablen Kosten gehören auch aussergewöhnliche Ausgaben für teure Anschaffungen (z.B. ein neuer Computer), für Wünsche (z.B. ein Spiel) oder für Unvorhergesehenes (z.B. die Reparaturkosten für dein Fahrrad). Diese aussergewöhnlichen Ausgaben kannst du finanzieren, wenn du in der Vergangenheit genug Geld zur Seite gelegt hast oder wenn du Geld geschenkt bekommst.
Ersparnisse
Budget
Eine realistische Budgetplanung braucht Erfahrung und Daten. Deshalb ist es sinnvoll, deine Einnahmen und Ausgaben während einer gewissen Zeit auf Papier oder elektronisch festzuhalten. Wie das konkret geht, erfährst du in einem Video-Tutorial auf feel-ok.ch/geld-tutorial.
Tutorial
Nach einer gewissen Zeit kennst du deine Einnahmen und Ausgaben. Einnahmen minus Ausgaben ergibt am Ende entweder einen Gewinn, also gespartes Geld, oder einen Verlust. Bei einem Verlust musst du dir überlegen, wie du deine Ausgaben verändern kannst, damit es mindestens eine Null wird. Sonst droht dir eine Überschuldung.
Bleibt am Ende Geld übrig, richtest du am besten ein Sparkonto ein, auf das du das gesparte Geld überweist. So steht es dir zur Verfügung, wenn du es für aussergewöhnliche Ausgaben brauchst.
Budget erstellen
Überschuldung
Überschuldung heisst: Ich gebe jeden Monat mehr aus, als ich einnehme und habe keine Ersparnisse auf meinem Konto. So kann ich bald nicht mehr alle meine Rechnungen bezahlen. Die Folgen sind sehr negativ.
Eine realistische Budgetplanung ist ein wirksames Instrument, um das Risiko einer Überschuldung zu verringern. Genauso wie über Geld zu sprechen, die Ausgaben regelmässig zu überprüfen sowie Quittungen und Belege geordnet aufzubewahren.
10 Tipps, um Schulden zu vermeiden
Wenn du bei jemandem Schulden hast, bezahle sie so schnell wie möglich. Wer die Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, dem drohen Betreibungen und Lohnpfändung. Das kann im schlimmsten Fall zum Verlust von Freundschaften, der Wohnung oder der Arbeitsstelle führen und die Gesundheit gefährden. Überschuldung ist deshalb unbedingt zu vermeiden.
Überschuldung: Hilfe suchen · Von der Mahnung zur Betreibung
Wünsche und Bedürfnisse
Bevor du etwas kaufst, überlege dir, ob du es dir leisten kannst, was für und was gegen den Kauf spricht, welche Alternativen du hast und warum du diesen Artikel wünschst.
Wünsche und Geld
Unsere Wünsche spiegeln unsere Bedürfnisse wider. Zu den Bedürfnissen gehören unter anderem Selbstständigkeit, Erholung, Anerkennung und Wertschätzung durch andere.
Bedürfnisse
Dazu zwei Beispiele:
Warum hast du den Wunsch, ein Velo zu kaufen?
Weil du selbstständig sein und dich frei bewegen willst? Weil du einen Ausgleich zum stressigen Alltag brauchst?
Warum hast du den Wunsch, dir neue Klamotten wie jene deiner Freundinnen zu kaufen?
Nur weil sie dir gefallen? Oder auch weil du die Anerkennung und Wertschätzung deiner Freundinnen suchst?
Unsere Wünsche helfen uns zu verstehen, welche Bedürfnisse uns wichtig sind. Wenn wir unsere Bedürfnisse verstehen, können wir darüber nachdenken, wie wir sie am besten befriedigen können.
Wünsche und Bedürfnisse
Kaufalternativen
Hast du den Wunsch, etwas zu kaufen, prüfe zuerst, welche Alternativen du hast: Je nachdem, was du dir wünschst, können das Mieten, Leihen, Tauschen, Reparieren oder der Kauf einer Occasion eine günstigere Alternative zum Neukauf sein.
Das Sechseck der Kaufalternativen
Guter Kauf und schlechter Kauf
Wenn du doch etwas Neues kaufen willst und Geld dafür hast, denk daran:
- Ein guter Kauf bereitet langfristig Freude und befriedigt deine Bedürfnisse. Bei schlechten Käufen hält die Freude nur kurz an und deine Bedürfnisse werden nicht oder nur wenig befriedigt.
- Ein guter Kauf ist in der Regel gut überlegt. Schlechte Käufe sind oft unüberlegt und impulsiv: Daher ist die Gefahr grösser, dass man sie später bereut.
- Ein guter Kauf ist zu deinem Vorteil. Ein unüberlegter, impulsiver Kauf ist zum Vorteil derer, die dir etwas verkaufen wollen... lieber gestern als morgen. Um dies zu erreichen, kennen die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen viele Tricks, um Menschen zum Kauf zu bewegen: Dazu gehören Preisnachlässe, Sonderangebote, zeitlich begrenzte Aktionen und die Werbung von Influencer*innen.
Verkaufstricks
Beratung
Wenn du Fragen zum Thema Geld hast oder in finanzielle Schwierigkeiten geraten bist, zögere nicht, dir Hilfe zu holen. Wir haben für dich auf feel-ok.ch/iq-geld Beratungsangebote aufgelistet.