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Der 26-jährige Slowake triumphierte in der Normandie im langen Bergsprint vor dem Franzosen Julian Alaphilippe und dem Spanier Alejandro Valverde. Im Finish dieser ansonsten eher flachen Etappe war eine Steigung von knapp 3 km Länge zu bewältigen.
Sagan gelangte in der Tour de France zu seinem fünften Etappensieg, dem ersten seit 2013. Der amtierende Strassenweltmeister, mit 13 Tagessiegen Rekordhalter der Tour de Suisse, übernahm dank den Bonifikationssekunden auch das Gelbe Trikot. Er führt in der Gesamtwertung nun mit acht Sekunden Vorsprung vor Alaphilippe. Valverde liegt als Dritter zehn Sekunden zurück. Titelverteidiger Chris Froome verbesserte sich mit 14 Sekunden Rückstand in den 5. Platz.
Wie Sieger Sagan fährt auch Alberto Contador für das russische Tinkoff-Team. Doch der Spanier, der die Frankreich-Rundfahrt 2007 und 2009 gewonnen hatte, büsste am Sonntag Zeit ein. Contador verlor auf die anderen Sieganwärter wie den Briten Froome und den Kolumbianer Nairo Quintana 48 Sekunden. Mit Richie Porte gehörte ein weiterer Fahrer aus dem erweiterten Favoritenkreis zu den Verlierern des Tages. Der Australier beklagte wenige Kilometer vor Etappenende einen Hinterraddefekt, wodurch er mehr als eineinhalb Minuten nach den Spitzenfahrern über die Ziellinie fuhr.
Als letzter Fahrer der unmittelbar nach dem Start ausgerissenen Vierer-Spitzengruppe wurde Jasper Stuyven erst wenige 100 Meter vor dem Ziel eingeholt. Der 24-jährige Belgier ist beim amerikanischen Team Trek-Segafredo Teamkollege der Schweizer Fabian Cancellara und Gregory Rast.
Die reinen Sprinter wie der Brite Mark Cavendish, der am Vortag das erste Teilstück gewonnen hatte und erstmals in seiner Karriere ins Maillot jaune eingekleidet worden war, blieben am Sonntag in Cherbourg erwartungsgemäss ohne Chance.
Das 3. Teilstück vom Montag, welches von Granville nach Angers führt, ist hingegen wieder auf die Sprinter wie Cavendish, Marcel Kittel und André Greipel zugeschnitten. Die Distanz von 223,5 km – die zweitlängste in der diesjährigen Rundfahrt – ist (fast) schon die grösste Schwierigkeit der Flachetappe. Allerdings dürfte es im Finale wiederum hektisch werden. 300 Meter vor dem Ziel gibt es noch eine 90-Grad-Rechtskurve zu bewältigen. Wer dort nicht vorne ist, hat mit dem Kampf um den Tagessieg nichts zu tun.
(SDA)