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Vor fünf Jahren fand in China Yu Xu, die erste J-10-Pilotin, bei einem tragischen Absturz den Tod. Die chinesische Luftwaffe gedenkt der “revolutionären Märtyrerin” – das ist der Titel, den ihr der Staat posthum verlieh. Yu war 30 Jahre alt, als sie bei Hebei umkam. 360’000 Menschen erwiesen ihr “als der stolzesten Pilotin Chinas” die letzte Ehre. Bestattet wurde ihre Asche in Chongzhou, wo auch andere Heldinnen und Helden begraben sind.
- Nach der einen Version gelang es Yu nicht mehr, sich mit dem Schleudersitz zu retten. Demnach wäre sie mit ihrer Maschine abgestürzt.
- Augenzeugen wollen aber gesehen haben: Yu betätigte den Schleudersitz und suchte sich am Fallschirm zu retten. Darauf traf der Flügel des Nachbarflugzeugs die Pilotin und tötete sie in der Luft. Das andere Flugzeug konnte landen.
Die Luftwaffe liess und lässt den genauen Hergang offen.
Die J-10-Pilotinnen galten als Pionierinnen. Nachdem sie in reguläre Staffeln eingetreten waren, öffnete die Luftwaffe für Frauen auch die Bomber-Ausbildung. Etliche Kandidatinnen bestanden alle Tests und fliegen heute auch Bomber vom Typ H-6H/K/M, die immer wieder in Taiwans Luftraum eindringen. Der J-10A/B/C/S Firebird ist im Luftwaffenbestand immer noch gut vertreten, doch gehören die J-10 nicht mehr zu den modernen Jets – verglichen etwa mit den Suchoi-35 Flanker oder den J-20A.