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Dante als der »Prototyp seherischen Dichtertums« wird in diesem Text angeführt, um die aufwühlende Gegenwart zu erklären. Für Thomas Mann hatte das humanistische Zeitalter, welches durch den Übergang in die Renaissance eingeleitet worden war, mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges abrupt geendet; hier zieht er den italienischen Nationaldichter und Autor der Göttlichen Komödie heran, um den Widerstreit zwischen einer zukunftsbejahenden und einer rückwärtsgerichteten Haltung zu illustrieren, der auch im Zauberberg thematisiert wird. Dante, dem die Zeitschrift Jugend am 1. September 1921 eine Sonderausgabe widmete, verkörpert für Mann den »progressiven« Part. Der Text war laut Tagebuch im Juni entstanden und wurde dem Sonderheft als Leitwort vorangestellt.
Autorentext
Thomas Mann, 1875 1955, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Mit ihm erreichte der moderne deutsche Roman den Anschluss an die Weltliteratur. Manns vielschichtiges Werk hat eine weltweit kaum zu übertreffende positive Resonanz gefunden. Ab 1933 lebte er im Exil, zuerst in der Schweiz, dann in den USA. Erst 1952 kehrte Mann nach Europa zurück, wo er 1955 in Zürich verstarb.