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Jahrhundertealt ist die Beschäftigung der Künste mit der Natur als einer idealisierten Welt, einer pastoralen Idylle, bewohnt von Hirten und Schäfern. Wenn heute von «Pastorale» die Rede ist, dürfte auf der Rangliste der meistgenannten Assoziationen die 6. Sinfonie von Ludwig van Beethoven ganz oben stehen. Beethovens Pastorale ist allerdings weit mehr als ein blosses musikalisches Gemälde – «mehr Ausdruck der Empfindung als Mahlerey» sei sie, so der Komponist über das Schwesterwerk seiner berühmten Schicksalssinfonie. Träumerisch und poetisch ist das 1920 in Wengen im Berner Oberland entstandene Werk Pastorale dété von Arthur Honegger. Inspirationsquelle dieser schwärmerischen Klänge war der Lieblingsdichter des schweizerisch-französischen Komponisten, Arthur Rimbaud. Aus dessen Feder stammt die Gedichtzeile «Jai embrassé laube dété» («Ich habe die Sommermorgenröte umarmt»), die Honegger in der Partitur abdrucken liess. Eine tönende Umarmung einer ganzen Region mit ihrer reichen Volksmusiktradition und ihres okzitanischen Dialekts sind die Chants dAuvergne von Joseph Canteloube. Für die Interpretation dieser farbenreich orchestrierten Orchesterlied-Schätze konnten wir die französische Mezzosopranistin Alix Le Saux gewinnen.