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David Weilerberg preist sein Werk als Ratgeber für schnellen Reichtum an. Der Autor beschreibt seine zahlreichen Selbstversuche ausführlich, blumig und ausschweifend. Beispielsweise verdingte er sich während vier Wochen als Steingräber in Brasilien. Den grossen Reichtum fand er ebenso wenig wie seine einheimischen Kumpels. Letztere spürten zwar ab und zu einen edlen Stein auf, wie einen grösseren Smaragd, Amethyst oder Achat, gaben aber den dafür erhaltenen Lohn für Freudenfeste meistens sofort wieder aus.
Ebenso wenig fruchteten die Schatzsuche nach Münzen über und unter Wasser, seine Versuche als YouTuber, Börsenspekulant, Quizshowteilnehmer, Poker- oder Glücksspieler und als Bohrturmarbeiter. Generell gesagt ist von allen beschriebenen Versuchen der Erfolg als Pokerspieler am wahrscheinlichsten. Doch schnell reich zu werden, ist auch in diesem Fall eine Illusion. Nur mathematisches Denken, kombiniert mit psychologischen Kenntnissen und jahrelangem Training, taugt in den seltensten Fällen zum Erreichen des ersehnten Geldsegens.
David Weilerberg
Schnelles Geld
Wie einfach man reich werden kann
Econ Verlag, Berlin, 2015
227 Seiten, Fr. 23.90
ISBN 978-3-430-20175-9
Obwohl der Autor überzeugt ist, dass man sich nur trauen muss, um das grosse Geld früher oder später zu erspielen oder zu erwirtschaften, ist es nicht einfach, dieses Ziel zu erreichen. Auch er scheiterte. Das zeigen seine Erfahrungsberichte eindrücklich. Fazit: Für Laien ist es schlicht eine Illusion, schnell und einfach zu Geld zu kommen. Insofern ist der Untertitel des Werkes irreführend und hält nicht, was er verspricht.