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Demnach soll die heimische Milcherzeugung bis 2023 auf insgesamt 46,8 Mrd. l zulegen, im Vergleich zur aktuellen Prognose des US-Agrarressorts (USDA) für 2014 in Höhe von landesweit 33 Mrd. l Milch. Als wichtigste Stellschraube sieht das Ministerium in Brasília die Erhöhung der Milchleistung pro Kuh und Jahr. Diese soll bis 2023 von jetzt 1'400 l auf 2'000 l klettern.
Im Bereich der Rindfleischproduktion wird eine Anhebung der Viehdichte angestrebt. Vorgesehen ist, dass im Jahr 2023 statt wie bisher durchschnittlich 1,3 Rinder pro Hektar dann 2,6 Rinder pro Hektar gehalten werden. Auf diesem Weg soll Brasiliens Rindfleischproduktion binnen zehn Jahren bei gleichzeitiger Verringerung der benötigten Nutzfläche auf 13,6 Mio. t steigen, ausgehend von 9,9 Mio. t, wie sie das USDA für 2014 prognostiziert.
Die angestrebten Ziele will das Ministerium unter anderem durch eine verbesserte technische Betriebsausstattung erreichen. Geplant sind in diesem Zusammenhang eine stärkere Forschungsförderung und eine Aufstockung der Ausbildungskapazitäten für Landtechniker. Daneben will das Ressort die genetische Ausstattung der Herden optimieren, unter anderem durch die Förderung der Zuchtstierproduktion und die Durchführung von Trainingsmassnahmen zur künstlichen Besamung.
Ferner geht es um eine verstärkte Qualitätssicherung, zum Beispiel durch die Einbindung aller brasilianischen Fleischwaren in das nationale Überwachungssystem für Produkte tierischen Ursprungs (Sisbi-POA). Schließlich sollen der Export und der Inlandskonsum weiter angekurbelt werden, insbesondere durch zusätzliche Marketingaktivitäten, die Erschliessung neuer Märkte und die Entwicklung innovativer Produkte.