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Alkohol und seine psychoaktiven Wirkungen
Alkohol ist eine psychoaktive Substanz, die in erster Linie auf das Zentralnervensystem wirkt, indem sie seine Funktionsweise verändert.
Alkohol wird als psychotrop bezeichnet. Viele natürliche oder synthetische Substanzen werden als "psychoaktiv" bezeichnet: Es handelt sich dabei um alle Drogen, um Cannabis und bestimmte Medikamente wie Schlafmittel und Anxiolytika, die eine Abhängigkeit auslösen.
Abhängigkeit hängt direkt mit einem Toleranz-Effekt zusammen : Der Körper entwickelt eine gewisse Resistenz gegen die Wirkung des konsumierten Produkts. Warum ist das so? Weil er weiss, dass Alkohol ein schädliches Produkt für seine Homöostase ist (das Gleichgewicht seiner Zellen). Um weiterhin dieselben Auswirkungen zu verspüren, muss der Konsument immer mehr trinken. Diese Toleranz verursacht das Auftreten von Entzugserscheinungen mit der Besonderheit, zur Substanz gegenläufige Wirkungen zu verursachen.
|Entzugsyndrom|
Die Suchtbehandlung besteht aus der Entwöhnung und Aufrechterhaltung der Abstinenz mithilfe einer medikamentösen Therapie.
Sucht ist eine Verhaltensstörung, die aus dysfunktionellem Lernen resultiert. Mit anderen Worten: Sucht ist das Ergebnis der Verstärkung eines Verhaltens, das an den Konsum eines Produkts gebunden ist. Wir sprechen daher über automatisierte Verhaltensweisen, die mit dem Konsum zusammenhängen, ohne dass eine bewusste Entscheidung getroffen wird. Anscheinend hängt dies mit einer Aktivierung des dopaminergen Systems zusammen. Die Person wird sich in ihr Suchtverhalten herein steigern und andere Verhaltensweisen vernachlässigen, die notwendiger oder wünschenswerter wären.
Die Behandlung der Sucht besteht in der Verstärkung der alternativen Verhaltensweisen, also des gewünschten Verhaltens. Es geht darum, wieder zu lernen, seine Wahl zu treffen, Prioritäten zu setzen, mittels einer Psychotherapie sich der bewussten, überlegten und vernünftigen Entscheidungstreffung zuzuwenden.
Bei Alkoholikern führt das Suchtverhalten zur Unvernunft und zur Unfähigkeit zu Vernunft.
Alkohol kann anregen, entspannen, enthemmen und euphorisieren. Er kann auch einen Konzentrationsverlust bewirken, eine grössere Bereitschaft, Risiken einzugehen, oder das Urteilsvermögen einschränken. Sehschwierigkeiten und eine erhöhte Gewaltbereitschaft können auftreten. Bei hoher Alkoholkonzentration kann es zu Bewusstlosigkeit, Verlust der Reflexe, Amnesie, schwacher Atmung, tiefer Körpertemperatur, Lähmungserscheinungen, Koma, unabsichtlichem Harnlassen, Atemstillstand bis zum Tod kommen. Die Unfallgefahr ist infolge Selbstüberschätzung und verminderter Reaktionsfähigkeit stark erhöht.
Beim gleichzeitigen Konsum von illegalen Substanzen kann die Wirkung der verschiedenen Substanzen verstärkt werden. Alkohol kann auch die Wirkung von zahlreichen Medikamenten verstärken, vermindern oder verändern. Die Packungsbeilagen informieren jeweils darüber.