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Diese Form der Schilddrüsenentzündung zählt ebenso wie der Morbus Basedow zu den Autoimmunerkrankungen. Im Anfangsstadium dieser Erkrankung zeigt der Körper die typischen Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion.
Auch hier werden, ähnlich wie beim Morbus Basedow, Antikörper gebildet, die das Schilddrüsengewebe angreifen, so zu Entzündungen dieses Organs und letztendlich zur Auflösung der Schilddrüse führen. Die in den Entzündungsbereichen gespeicherten Hormone werden in der Anfangsphase schlagartig freigesetzt, so dass zunächst eine Überfunktion der Schilddrüse die Folge ist.
Durch den zunehmenden Verlust von gesundem und aktivem Schilddrüsengewebe büsst die Schilddrüse jedoch schliesslich ihre Fähigkeit ein, in einem ausreichendem Mass Hormone zu bilden. Daher führt diese Erkrankung letztlich zu einem Mangel an Schilddrüsenhormonen und somit zur Unterfunktion der Schilddrüse.
Die eigentlichen Ursachen einer Schilddrüsenerkrankung
Die Ursachen einer Schilddrüsenerkrankung sind offensichtlich unterschiedlich, dennoch haben sie eines gemein: Der betroffene Organismus wurde durch Überlastung in seiner Regulationsfähigkeit derart eingeschränkt, dass er die Entstehung dieser Erkrankungen nicht verhindern konnte.
In Anbetracht dessen stellt sich natürlich die Frage, WELCHE Belastungen zu einer Überlastung geführt haben könnten und somit für die entsprechende Schilddrüsenerkrankung verantwortlich sind.
Wenn wir davon ausgehen, dass ein relativ unbelasteter und mit allen Nähr- und Vitalstoffen gut versorgter Körper sämtliche seiner Funktionen selbständig aufrechterhalten kann, wird deutlich, dass bei einer Erkrankung - ganz gleich welcher Art - entweder eine Überbelastung oder eine Mangelversorgung stattgefunden haben muss. Im schlimmsten Fall kommen gar beide Faktoren zusammen.
Glossar - Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie Hashimoto-Thyreoiditis (Lymphozytäre Thyreoiditis) und Morbus Basedow (Immunhyperthyreose)
|Hypothyreose||Schilddrüsenunterfunktion|
|Hyperthyreose||Schilddrüsenüberfunktion|
|Euthyreose||gute Schilddrüseneinstellung (natürlich oder mit Hormonen)|
|T3||Trijodthronin, das aktive Hormon|
|T4||Tetrajodthyronin = Levothyroxin = L-Thyroxin, die Speicherform|
|TSH||Thyreoidea Stimulierendes Hormon|
|Thyreoiditis||Schilddrüsenentzündung|
|Hashimoto -Thyreoiditis||Autoimmunkrankheit mit Erhöhung von MAK und/oder TAK|
|Morbus Basedow||Autoimmunkrankheit mit Erhöhung von TRAK|
|MAK||Antikörper gegen Schilddrüsen-Mikrosomen|
|TAK||Antikörper gegen Thyreo-Peroxidase (auch TPO-AK genannt)|
|TRAK||TSH-Rezeptor-Anti-Körper|
Besonders die seelischen Aspekte von Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse sind dabei für eine ganzheitliche Therapie von großer Bedeutung und werden leider bei so genannten "unheilbaren Krankheiten" noch immer gravierend unterschätzt.
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis liegt — im Gegensatz zum Morbus Basedow — eine krankhafte Unterfunktion (Hypothyreose) der Schilddrüse vor. Es handelt sich dabei hier wieder um eine Autoimmunerkrankung, da körpereigene Antikörper das Schilddrüsengewebe entzündlich infiltrieren und zerstören. Durch den zunehmenden Verlust von gesundem und aktivem Schilddrüsengewebe büßt die Schilddrüse ihre Fähigkeit ein, in einem ausreichendem Maße Ihre Hormone zu bilden, sie zu speichern und an den Körper abzugeben.
Die in der Schilddrüse gebildeten Hormone T3 und T4 werden normalerweise zur Speicherung an ein Protein gebunden, dem so genannten Thyreoglobin. Dieses Protein wird nun durch den Thyreoglobin-Antikörper (TG-AK) behindert und zerstört. Außerdem existieren noch die so genannten Thyreoidea Peroxidase-Antikörper (TPO-AK), die den Zellstoffwechsel innerhalb der Schilddrüse sabotieren können. Die beiden Antikörpertypen TG-AK und TPO-AK lassen sich auch im Blut nachweisen und sind ein wichtiger laborchemischer Hinweis auf eine mögliche Autoimmun-Thyreoiditis.
Die allgemeinen Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion sind anfangs meist nicht sehr ausgeprägt und entwickeln sich eher langsam. Aus diesem Grund wird häufig auch eine Hashimoto-Thyreoiditis erst spät diagnostiziert oder sogar nur zufällig entdeckt. Auch ist zu Beginn der Erkrankung eine Abgrenzung gegenüber anderen Schilddrüsenerkrankungen oder Non-Hashimoto-Hypothyreosen nicht immer möglich und eindeutig.
Bei einer Unterfunktion der Schilddrüsenaktivität kommt es im Laufe der Zeit zu unterschiedlichen Symptomen von Mangel, Schwäche und Verminderung verschiedener organischer Funktionen. Hierzu gehören Kälteempfindlichkeit und Mangel an Lebenswärme, deutliche Gewichtszunahme, die unabhängig von den Essgewohnheiten besteht, erniedrigter Blutdruck (Hypotonie) und verlangsamte Pulsfrequenz (Bradykardie), Neigung zu erniedrigten Eisen- und erhöhten Cholesterinwerten, Haarausfall und brüchige Nägel, Infektanfälligkeit, Schmerzen in Muskeln und an Gelenken, Ödembildungen, erhöhtes Schlafbedürfnis, häufige Verstopfungen, Antriebslosigkeit und depressive Verstimmungen, unregelmäßige und unterschiedliche Menstruationen. In extremen Fällen können sich zusätzlich Unfruchtbarkeit und sogar Schwachsinn entwickeln.
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis spielt sich jedoch zusätzlich noch ein entzündlicher Prozess im Schilddrüsengewebe ab, der in verschiedenen Schweregraden verlaufen kann und zeitweilig auch in Schüben auftritt. Grundsätzlich sollten Jod und jodhaltige Nahrungsmittel sowie Medikamente hierbei reduziert oder vermieden werden, da Jod den Entzündungsprozess mit großer Wahrscheinlichkeit begünstigt. Paradoxerweise sind aber in einem gewissen Maße schilddrüsenanregende Präparate zur Unterstützung der noch vorhandenen Gewebeaktivität notwendig. Häufig tritt die Hashimoto-Thyreoiditis auch in einem Zusammenhang mit vorangegangenen oder parallel existierenden (Auto)Immunerkrankungen auf.
Von der Hashimoto-Thyreoiditis sind statistisch gesehen überwiegend Frauen ab dem 30. - 40. Lebensjahr betroffen. Aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht werden die Heilungsmöglichkeiten leider kategorisch als sehr gering eingestuft, was, je nach Symptomlage, meist eine lebenslange Substitution von Thyroxin-Präparaten o. ä. nötig macht. Selbstverständlich gibt es jedoch aus naturheilkundlicher und ganzheitlich-therapeutischer Sicht eine Reihe von Möglichkeiten, sich mit dieser Erkrankung bewusst auseinander zu setzten und eine Heilung zu ermöglichen.
Ganzheitliche Massnahmen bei Schilddrüsenerkrankungen
Der Körper macht uns auf die oben erklärte Entwicklung durch das Senden unterschiedlicher Signale (Symptome) aufmerksam. Das gilt grundsätzliche für alle Symptome - so auch für die einer Schilddrüsenerkrankung.
Folglich sollten doch die ersten zu ergreifenden Massnahmen darin bestehen, sich mit den Themen Ernährung und Entlastung des Körpers intensiv zu beschäftigen.
Bei der organotropen Therapie geht es darum, geschwächte Organe zu unterstützen.
Immunbiologische und isopathische Therapie
Die immunbiologische und isopathische Therapie der Humanbiologie ist ein ganzheitlich-medizinisches Naturheilverfahren.
Pflanzenheilkunde: es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Homöopathisch: aufbereitete mineralische, pflanzliche oder Organbestandteile werden nach einem bestimmten Verfahren potenziert, d. h. aufbereitet, verdünnt und verschüttelt.
Orthomolekulare Therapie: mit den passenden Vitaminen, Mineralstoffen, Amino- und Fettsäuren wird eine Unterstützung der betroffenen Organe angestrebt.
Personotrope Therapie
Anders als bei der organotropen Therapie geht es nicht um die einzelnen Organe, sondern um den ganzen Menschen. Es werden bei der personotropen Therapie die Konstitution und damit die Selbstheilungskräfte des Menschen unterstützt. Die schulmedizinische Diagnose spielt hierbei keine Rolle, sondern die Ausprägungen des körperlichen Abwehrsystems.
Bioresonanztherapie (BRT): die Bioresonanztherapie (BRT) biophysikalische Informationstherapie ist ein energetisches Behandlungsverfahren, dessen Grundlage die Quantenphysik ist. Es geht davon aus, dass jedes biologische System mit einer eigenen Frequenz schwingt, die auf die Eigenschwingung der Elementarteilchen zurückzuführen ist. Die Schwingungsfrequenz vermittelt einen ständigen biologischen Informationsfluss zwischen diesen elektrischen Feldern und der Materie bzw. dem Gewebe. Die Grundlage der Therapie besteht in der gezielten Einspeisung biologisch wirksamer Frequenzen, die z. B. krankes Gewebe, das in seiner Frequenz gestört ist, beeinflussen können. Außerdem wird erkranktes Gewebe mit patienteneigenen Schwingungen behandelt, indem diese in das erkrankte Gebiet geleitet werden.
Die Bioresonanztherapie ist sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen sinnvoll. Bestimmend für die Therapie ist nicht die Erkrankung, sondern das Schwingungszentrum.
Im Folgenden finden Sie naturheilkundliche und Alternative Therapieverfahren, die bei der Erkrankung von der Autoimmunerkrankung - Hashimoto-Thyreoiditis (Lymphozytäre Thyreoiditis) in Frage kommen.
Homöopathie
Die homöopathische Behandlung:
In einer ausführlichen Anamnese (Krankengeschichte) versucht der Homöopath, den Patienten als Ganzes in all seinen Lebensbereichen zu erfassen und alle Symptome und bisherigen Erkrankungen zu ordnen. Anhand dieser Gesamtheit der Symptome, wird anschließend das homöopathische Mittel bestimmt, das in seinem Arzneimittelbild die beste Übereinstimmung mit den Symptomen des Patienten aufweist. Eine homöopathische Behandlung von chronischen Krankheiten wird auch als Konstitutionsbehandlung bezeichnet.
Phytotherapie
Die phytotherapeutische Behandlung:
Es werden stabilisierend und regenerativ wirkende Pflanzen eingesetzt. Da es eine große Auswahl gibt, wird die beste Pflanze für jedes Organ bestimmt.
Akupunktur:
Diese Therapieform ist geeignet, Energien wieder zum fließen zu bringen. Sie basiert auf der Akupunktur-Lehre.
Wichtig: Der Säure-Basen-Haushalt und das Thema "Übersäuerung" kann bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine Rolle spielen!
Abraten möchte ich vor Versuchen der Selbstbehandlung. Es geht hier nicht darum, mal eben schnell ein Symptom aus dem Weg zu räumen, sondern um die Stimulierung regulatorischer Prozesse tief im Organismus. Hier ist unbedingt ein Fachmann gefragt, der nach gründlichem, mehrjährigem Studium der klassischen Homöopathie in der Lage ist, das passende Einzelmittel auszuwählen und den Verlauf der Therapie zu beurteilen. Generell gibt es hunderte von potentiell wirksamen Arzneien für diese Krankheit. Davon werden mindestens zwei Duzend besonders häufig mit Erfolg eingesetzt. Aber im jeweiligen Einzelfall ist es immer ein bestimmtes Mittel oder eine ganz bestimmte Mittelfolge, die dem Patienten hilft, seine Schwierigkeiten besser zu meistern. Die Veränderungen, die auf das Mittel eintreten sind oft sehr subtil und für den Laien schwer zu beurteilen.
Bei der homöopathischen Behandlung geht es nicht darum, in die Persönlichkeit des Patienten einzugreifen. Wir alle haben unsere größeren oder kleineren Schwachstellen, die ein Teil unserer Individualität sind und uns von allen anderen Menschen abheben. Nur indem wir lernen, diese zu akzeptieren, können sie unser Leben bereichern. Dagegen beschneidet der Versuch, menschliches Verhalten in Schablonen zu pressen, unser Selbst und macht uns ärmer und kränker. Daher kann es nicht unser Ziel sein, nur ein besseres „Funktionieren“ des Patienten durch reine Symptomenunterdrückung zu erreichen.