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Ja, auch frischgebackene Väter können betroffen sein. Die Depression tritt jedoch oft nicht unmittelbar nach der Geburt auf, sondern erst nach 3 bis 6 Monaten. Das Risiko, zu erkranken, ist dann am grössten, wenn die Partnerin an einer postpartalen Depression leidet.
Ebenfalls betroffen sind Väter, die bereits früher an einer Depression erkrankt waren. Weitere mögliche Ursachen sind Konflikte in der Paarbeziehung, finanzieller Druck, Arbeitslosigkeit, der Umgang mit den eigenen Erwartungen an die Vaterrolle oder Schwierigkeiten, eine Beziehung zum Kind aufzubauen.
Symptome wie Erschöpfung, Antriebslosigkeit und ein Gefühl von Leere entwickeln sich meist schleichend. Manche Männer neigen zu Reizbarkeit, aggressivem Verhalten und impulsiven Handlungen. Flucht in die Arbeit sowie ausserhäusliche Aktivitäten oder die Entwicklung eines Suchtverhaltens sind ebenfalls mögliche Anzeichen für eine postpartale Depression. Auch körperliche Symptome wie Verspannungen, Magenschmerzen oder Herzrhythmusstörungen können auf eine Erkrankung hinweisen.
Das Thema postpartale Depression bei Vätern ist noch wenig erforscht und das Bewusstsein, dass auch Männer erkranken können, ist noch zu wenig verbreitet. Dies hat zur Folge, dass die Krankheitsanzeichen sowohl vom betroffenen Mann als auch von seinem Umfeld vielfach unterschätzt werden. Unterstützung und therapeutische Begleitung sind jedoch für erkrankte Väter ebenso wichtig, wie für erkrankte Mütter.