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Intersport-Chef Franz Julen hat kein Musikgehör, aber Hochachtung vor Churchill und Beckenbauer.
Ihr Motto? Was ich mache, tue ich aus Überzeugung, mit Leidenschaft und Konsequenz.
Ihr grösster Fehler? Meine Mitarbeiter sagen, die stetige Ungeduld.
Ihre härteste Lebensschule? Mit dreizehn Jahren verbrachte ich zwei Jahre im Gymnasium Untere Waid in Mörschwil. Dort lernte ich mich durchzubeissen. Heute bin ich dafür dankbar.
Welches Talent würden Sie gerne besitzen? Musikalität. Ich habe ein ganz schlechtes Musikgehör und bin ein entsprechend miserabler Tänzer.
Ihr liebster Künstler? Sina, eine Persönlichkeit, die konsequent ihren Weg geht. Bei welcher Gelegenheit lügen Sie? Am liebsten nie, doch ab und zu braucht es Notlügen.
Eine Person, die überschätzt wird? Jeder, der glaubt, dass er unersetzlich sei, und nicht loslassen kann.
Was stört Sie in Ihrer Branche? Dass es immer noch Sporthändler gibt, die nicht bereit sind, für ihre Kunden alles zu geben.
Wofür geben Sie ohne schlechtes Gewissen Geld aus? Für Ferien mit der Familie.
Die schönste Sportart, die Sie selber betreiben? Im Winter Skifahren, im Sommer Tennis.
Die schönste Sportart im TV? Fussball.
Der grösste Sportler aller Zeiten? Franz Beckenbauer. Er war als Fussballer, aber danach auch als Trainer und Berufsmann erfolgreich.
Ihr Lieblingsclub? FC Bayern München.
Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gerne post mortem abendessen, und warum? Winston Churchill. Er hat sich nach Misserfolgen wieder aufgerappelt, war stets pointiert und hat den typisch britischen Humor nie verloren.
Wer oder was wären Sie gerne einen Tag lang? Präsident der Vereinigten Staaten, um herauszufinden, wie intensiv diese Aufgabe wäre.
Welchen Titel sollte ein Porträt über Sie tragen? Joker.
Ihr erster Wagen? VW Golf GLS.
Ihre grösste Extravaganz? Auch auf meinen vielen Geschäftsreisen nehme ich mir genügend Zeit, um regelmässig Sport zu treiben.
Ihre teuerste Sportausrüstung? Ein Mountainbike, das ich nur selten benutze.
Wie möchten Sie sterben? Nach einem erfüllten Leben friedlich einschlafen.
Franz Julen (55) führt seit 13 Jahren von Bern aus IIC Intersport International, den mit 10,2 Milliarden Euro Umsatz in 63 Ländern grössten Sportartikelhändler der Welt. Zuvor war der Walliser CEO von Völkl.