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Der Louche-Effekt, auch als «Ouzo-Effekt» bekannt, bezieht sich auf eine trübe Erscheinung, die auftritt, wenn Wasser zu einem klaren Alkohol wie Absinth, Pastis, Ouzo oder anderen Anisspirituosen hinzugefügt wird. Dieses Phänomen ist eine physikalische Reaktion und nicht chemischer Natur.
Woher kommt der Louche-Effekt?
Der Louche-Effekt stammt aus der chemischen Zusammensetzung von Anisspirituosen, die ätherische Öle enthalten, insbesondere Anethol, das für den Geschmack von Anis verantwortlich ist. Anethol ist in Alkohol löslich, aber nicht in Wasser.
Wie funktioniert er?
Wenn Wasser zu dem Alkohol hinzugefügt wird, verringert sich der Alkoholgehalt der Mischung, und das Anethol wird weniger löslich. Dies führt zur Bildung von kleinen Anethol-Tröpfchen, die im Getränk schweben. Diese Tröpfchen streuen das Licht, wodurch das Getränk milchig oder trüb erscheint.
Der Effekt ist ein Beispiel für eine Emulsion, die hier durch die Zugabe von Wasser zu einem hydrophoben (wasserabweisenden) Stoff wie Anethol entsteht. Die Öltröpfchen werden fein verteilt und bilden eine Emulsion mit dem Wasser. Diese Dispersion von Tröpfchen verändert die optischen Eigenschaften des Getränks und führt zur trüben Erscheinung.
Interessanterweise ist der Louche-Effekt nicht nur auf Anisspirituosen beschränkt; er kann auch bei anderen Emulsionen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie in der Chemie beobachtet werden, wo er bei der Herstellung von Emulsionen, Suspensionen oder Lösungen relevant ist.
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