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Rimowa, der deutsche Kofferhersteller – wurde im Oktober 2016 zu 80 Prozent vom französischen Luxusgüterkonzern LVMH für 640 Mio. Euro übernommen – hat früher möglicherweise den Import in die Schweiz behindert. Deshalb untersucht nun die Wettbewerbskommission.
Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat eine Untersuchung gegen den deutschen Kofferhersteller Rimowa eröffnet. In der Untersuchung wird geprüft, ob Rimowa früher in unzulässiger Weise den Parallel- und den Direktimport in die Schweiz behindert hat.
Anlass für die Untersuchung sind gemäss einer Bekanntmachung der WEKO, Anhaltspunkte, dass Rimowa in der Vergangenheit mittels eines Exportverbotes in den Verträgen mit ausländischen Vertriebspartnern den Import seiner Produkte in die Schweiz beschränkt hat.
Laut WEKO-Vizedirektor Patrik Ducrey handelt es sich um einen älteren und eher kleinen Fall. Rimowa hat in der Zwischenzeit die jetzt untersuchten Vertragsbestimmungen korrigiert.
Rimowa ist dabei nicht zum ersten Mal im Visier der WEKO. Bereits 2010 hat die WEKO eine Untersuchung mit dem Verdacht auf einen Preiszwang bei Rollkoffern von Rimowa und Samsonite eröffnet. Es konnte damals jedoch nicht nachgewiesen werden, ob die von Händler zu Händler kaum unterschiedlichen Preise aufgrund einer kartellrechtlich unzulässige Verhaltensweise des Hersteller zustande gekommen waren.