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Neuropsychologische Langzeitfolgen Tschernobyl
Neben der Strahlenexposition und dem damit verbundenen Krebsrisiko löste die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verschiedene akute und chronische Stressoren bei den Menschen aus. Zu diesen gesundheitlichen Beeinträchtigungen zählen in erster Linie psychologische Folgen wie andauernder psychischer Stress, posttraumatische Belastungsstörungen und vermindertes Wohlbefinden, die sich in Depression, Angstzuständen und Selbstmordgedanken ausdrücken.
Unter Einbezug aller Expositionskombinationen kommen die Autoren der Tschernobyl-Studie zum Schluss, dass bis heute bis zu 10 Millionen Menschen betroffen sind. Die vorliegenden Ergebnisse über die neuropsychologischen Langzeitfolgen bei Kindern, Erwachsenen und Arbeitern durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zeigen konsequent negative Auswirkungen.
Dies ergab die Green-Cross-Studie, die unter der Leitung von Prof. Jonathan M. Samet, Direktor des Instituts für Globale Gesundheit an der University of Southern California (USC), mit lokalen Partnern in Russland, Weissrussland, in der Ukraine und der Republik Moldau durchgeführt wurde.