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Südbahn

Aargauische Südbahn:
SBB Strecke Otmarsingen/ Lenzburg - Rotkreuz Immensee
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Die Gotthardbahn hatte Ihren ursprünglichen Ausgangspunkt im Norden in Luzern. Auf der Strecke Richtung Süden wurde vorerst die bereits bestehende Strecke Luzern - Zug der 'Schweizerischen Centralbahn' SCB bis Rotkreuz mitbenutzt.
Eine direkte Verbindung zwischen dem damals existierenden Schweizer Eisenbahnnetz der Centralbahn (SCB) und Nordostbahn (NOB) im Norden und der Gotthardbahn wurde dann mit der Aargauische Südbahn von Aarau nach Rotkreuz geschaffen. Sie wurde 1881, also bereits ein Jahr vor der Eröffnung der Gotthardbahn in Betrieb genommen.
Allerdings erschloss diese Strecke keine grösseren Städte, sondern führte durch den schwach besiedelten Kanton Aargau an diesen vorbei. Interessanterweise dauerte es ganze 15 Jahre, ehe die direkten Verbindungen Immensee - Luzern und Arth-Goldau - Zug - Zürich gebaut wurden. Fortan nahmen die Gotthard-Schnellzüge praktisch ausschliesslich diese neuen, kürzeren Strecken nach Zürich bzw. Luzern, und der Südbahn blieb fortan noch der Lokal- und Güterverkehr.
Daran hat sich im Prinzip bis heute wenig geändert. Der Güterverkehr auf der Gotthardbahn nahm allerdings über Jahrzehnte stetig zu. Die günstig trassierte, direkte Südbahn Aarau - Rupperswil - Wohlen - Rotkreuz konnte diesen Verkehr bestens aufnehmen, wobei die Knotenpunkte Luzern und Zürich auf ideale Weise umfahren werden.
Während man auf der eigentlichen Gotthardstrecke schon in den ersten Betriebsjahren mit dem Doppelspurausbau begann, blieben die Zufahrtslinien aber noch über Jahrzehnte einspurig. So wurde auch die relativ einfach trassierte Südbahnstrecke erst 1966 vollständig auf Doppelspur umgestellt.
Spricht man über den Güterverkehr am Gotthard, so denkt man gemeinhin eher an spektakuläre Rampenstrecken wie Erstfeld - Göschenen sowie jene in der Leventina, allenfalls vielleicht auch an die Ceneri-Nordrampe. Die Zufahrtslinien im Norden dagegen, vom Bötzberg mit seinen 12 0/00 einmal abgesehen, sind dagegen eher Flachlandstrecken und im Grunde absolut unspektakulär.
Was führt nun den Fotografen an die Südbahnstrecke? Für mich ist es die weitgehend unberührte, sanfte Hügellandschaft zwischen Lindenberg und Reusstal, die Harmonie zwischen Landschaft und Bahn im südlichen Streckenteil, wie sie heute nur noch selten auf Hauptstrecken anzutreffen ist. Es ist der Reiz einer Bahnstrecke, die vorwiegend durch Wälder, Wiesen und Feldern führt. Kaum ein Ort, wo die ländliche Idylle durch moderne Industriegebiete, bunte Lagerhallen oder riesige Kaufmärkte gestört wird.
Auch keine langweiligen IC-Pendelzüge, sondern jede Menge interessanter Güterverkehr bietet die Strecke dem Besucher. Und dazwischen mindestens einen stündlichen Regionalzug, der einen in die Dörfer und an die Strecke bringt. Nun, was will man mehr?