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Die Nachfrage im alpenquerenden Güterverkehr wächst: Bis 2050 muss die Bahn hier jährlich bis zu 47 Millionen Tonnen bewältigen, damit das Verlagerungsziel erreicht werden kann. Im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) hat INFRAS geprüft, welchen Beitrag die Bahn zur Verlagerung von der Strasse auf die Schiene leisten muss – und welche Massnahmen erforderlich sind.
Im Auftrag des Bundesamts für Verkehr (BAV) hat INFRAS den Verlagerungsbedarf, das Angebotspotenzial und das Marktpotenzial des alpenquerenden Schienengüterverkehrs für das Jahr 2050 anhand verschiedener Varianten analysiert. Das Fazit der Studie: Mit dem Ausbauschritt (AS) 2035 sind ausreichend Trassenkapazitäten vorhanden, damit der Schienengüterverkehr seinen Beitrag zur Erreichung des gesetzlich vorgegebenen Verlagerungsziels im alpenquerenden Güterverkehr (AQGV) erreichen kann.
Die Bahn muss ihren Anteil am Modalsplit im alpenquerenden Güterverkehr steigern
Bis 2050 dürfte das gesamtmodale Verkehrsaufkommen im alpenquerenden Güterverkehr um 45% steigen. Die Zahl der Gütertransporte auf der Strasse soll hingegen 650'000 Fahrten nicht übersteigen. Entsprechend gross ist der Bedarf, Güter mit der Bahn, statt mit dem Lkw zu transportieren.
Der Markt kann den Verlagerungsbedarf decken
Die StudienautorInnen gehen davon aus, dass das Marktpotenzial des Strassengüterverkehrs hoch ist und der Verlagerungsbedarf zur Erreichung des Verlagerungsziels abgedeckt werden kann. Nur im Binnenverkehr liegt das Verlagerungspotenzial je nach Variante unter dem Verlagerungsbedarf – was vor allem für die Trassenplanung relevant sein wird. Am grössten ist das Potenzial im Transitverkehr, wo die meisten Lkw-Fahrten durch Schienengüterverkehr ersetzt werden können.
Um das Verlagerungsziel zu erreichen, sind flankierende Massnahmen notwendig
Die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) schafft die Voraussetzung, um das im Ausbauschritt (AS) 2035 geplante Angebot im alpenquerenden Güterverkehr erreichen zu können. Grössere infrastrukturelle Massnahmen sind dafür nicht erforderlich. Es bedarf jedoch flankierender Massnahmen, die in die entsprechende Stossrichtung der «Perspektive Bahn 2050» eingebracht wurden. «Es müssen ausreichend Umschlagskapazitäten sowie Trassenkapazitäten und Abstellanlagen verfügbar sein, um Puffer bei Unregelmässigkeiten zu schaffen», fasst Projektleiter Lutz Ickert zusammen: «Wie gut das gelingt, hängt insbesondere davon ab, wie erfolgreich sich die Schlüsselakteure des gesamten Korridors grenzüberschreitend koordinieren».
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