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Auf die beiden Fragen "warum gibt es Vulkane?" und "wo gibt es Vulkane?'" heisst die Antwort: Plattentektonik. Die Theorie der Plattentektonik erklärt nicht nur das Phänomen Vulkanismus, sondern auch das für Menschen so gefährliche Phänomen Erdbeben, alle grossräumigen Reliefformen der Erde (insbesondere Gebirge) und viele andere naturräumliche Formen. Diese für die Geowissenschaften enorm wichtige Theorie ist relativ jung, sie wurde erst nach Mitte des 20.Jh. wissenschaftlich anerkannt. Wie so oft erst nach dem Tode ihres geistigen Vaters Alfred Wegener, der mit seiner Theorie der Kontinentverschiebung den Grundstein für die Theorie der Plattentektonik gelegt hatte.
|Abb.1: Die wichtigsten Erdplatten, Quelle: www.wikipedia.de / Plattentektonik|
Die feste Schicht der Erde, die Lithosphäre, ist zwischen 50 und 150km dick. Die Lithosphäre besteht aus vielen unterschiedlich grossen Teilen, den Platten. Diese Platten bewegen sich auf der zähflüssigen Asthenosphäre und sorgen an ihren Rändern für Unruhe. Je nach Bewegungsart der Platten und je nach dem, ob es sich um kontinentale oder ozeanische Platten handelt, laufen an den Plattengrenzen verschiedene Prozesse ab. Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Prozessen unterschieden, vgl. Abb.2.

Abb.2: Prozesse an den Plattengrenzen, Quelle: eigene Darstellung
|Abb.3: Vulkanvorkommen weltweit (ohne Ozeane), Quelle: http://www.volcano.si.edu/gvp/|
Die Verbreitung der heutigen Vulkane (vgl. Abb.3) korreliert sehr stark mit den aktuellen Plattengrenzen. Der allergrösste Teil der Vulkane liegt auf einer Plattengrenze. Ausnahmen sind die Hot Spot Vulkane (z.B. Hawaii): Diese Vulkane entstehen über ortsfesten Aufschmelzungsbereichen des Erdmantels. Vulkane treten aber nicht auf allen Plattengrenzen auf, sondern nur bei konstruktiven Grenzen und bei der Subduktion. Der konstruktive Fall wird beim Kapitel Island detailliert beschrieben, die Subduktion beim Thema Italien.