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Benedikt von Peter, neuer Direktor des Luzerner Theaters, hat heute das Programm der Spielzeit 2016/17 vorgestellt. In seiner ersten Saison als Intendant möchte er den Theaterraum verändern und neue Räume einsetzen. Für die kommende Spielzeit sind insgesamt 27 Premieren geplant.
Raumtheater, so heisst die Form von Theater, welche Benedikt von Peter in Luzern lancieren möchte. Er stellt verschiedene zeitliche und geografische Räume ins Zentrum. Es sei quasi wie in einer Salle Modulable, so von Peter. Das Theater werde nicht "von oben", sondern auf Augenhöhe mit dem Publikum praktiziert.
Zum Auftakt im September wird der grosse Saal im Luzerner Theater in einen neuen Raum, in ein von Shakespear bekanntes "Globe"-Theater umgebaut. Das heisst, es gibt keine zentrale Bühne, Stühle seien entfernt, es sei ein Mix aus Darsteller und Besucher. Gespielt werden dort Luigi Nonos "Prometeo" (mit Lucerne Festival) und Georg Reischels Tanzstück "Up/Beat".
Erstmals "Box" neben der Jesuitenkirche
Auf der Wiese zwischen Jesuitenkirche und Stadttheater wird neu die sogenannte "Box" aufgebaut. Es handelt sich hierbei um einen hölzernen Pavillon, welcher flexibel gestaltbar ist und je nach Bedarf angepasst werden kann. In diesem wird unter anderem das Werk "Ödipus Stadt" von John von Düffels gezeigt. Im Herbst und im Frühling dient der Pavillon zudem als Lounge für die Öffentlichkeit.
Weitere "Räume" als Theaterbühne
An Ostern bespielt das Luzerner Theater zusammen mit Lucerne Festival die "Bühne Kirche". In der Jesuitenkirche steht Maria (zur Musik von Claudio Monteverdi), im Theater eine Kurtisane (zur Musik von Giuseppe Verdi) im Zentrum. Von Peter richtet seine Hannover "Traviata"-Inszenierung, bei der die Sopranistin Nicole Chevalier den ganzen Abend allein auf der Vorbühne steht, neu ein.
Im Frühling wird das Luzerner Theater den Raum "Draussen" erkunden, unter anderem in Luzerner Familiengärten. Ein weiterer Spielort ist eine leerstehende Fabrikhalle der ehemaligen Garnherstellerin "Viscosi" in Emmenbrücke. Nach sechzehn Vorstellungen im Spätherbst von Giuseppe Verdis "Rigoletto" wird die Halle abgerissen. Diese thematischen, nach Jahreszeiten gegliederten "Räume" werden festivalartig bespielt. Die einzelnen Produktionen würden teilweise in wenigen Wochen abgespielt und sich nicht über eine ganze Saison erstrecken, so Benedikt von Peter weiter.
Preise bleiben gleich
Im Vergleich zur Spielzeit 2014/2015 bleiben die Eintrittspreise bestehen, man verzichtet auf eine Preiserhöhung. Weiter gibt es zudem neue Angebote in Form von Abonnement. So hat man die Möglichkeit mit der GoldenCard quasi eine Jahreskarte zu lösen oder mit dem "HalbTax" Vorstellungen in einem gewissen Zeitraum vergünstigt zu besuchen.
Weitere Informationen zur Spielzeit 2016/17 des Luzerner Theaters findet ihr hier.