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Ein imposanter Steinadler erinnert auf dem Simplonpass an den Aktivdienst während des Zweiten Weltkriegs, der vor 80 Jahren begann.
Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen brach am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg aus. Gegen 60 Millionen Menschen verloren während des sechs Jahre dauernden Mordens ihr Leben. Die Schweiz wurde vom Krieg verschont. Doch von dem, was vielen noch heute als ein Wunder gilt, konnte damals noch niemand etwas ahnen.
Am Tag des deutschen Angriffs auf Polen ordnete der Bundesrat die Generalmobilmachung für den nächsten Tag an. Alle Wehrpflichtigen wurden zu den Waffen gerufen und die Grenzen besetzt, während christlicher Glaube und Gebet feste Bestandteile der geistigen Landesverteidigung bildeten. Nach dem Zusammenbruch Frankreichs im Frühjahr 1940 konzentrierte sich die Schweizer Verteidigungsstrategie mit dem sogenannten „Réduit“ auf die Sicherung der Alpentransversalen am Gotthard, Lötschberg und Simplon. Die Südflanke des Simplonpasses wurde von der Grenze zu Italien bis auf die Passhöhe militärisch stark ausgebaut. Davon zeugt unter anderem das Fort Gondo.
An den unbedingten Willen der Schweizerinnen und Schweizer, in bedrängter Zeit die Freiheit ihres Landes gegen totalitäre Regime zu verteidigen, erinnern viele Denkmäler. Eines davon ist der Adler auf dem wohl schönsten Alpenpass. Als Symbol der Wachsamkeit wurde er zur Erinnerung an die „Wacht am Simplon“ während des Zweiten Weltkrieges durch die 1938 gegründete Gebirgsbrigade 11 errichtet.
Zwischen 1939 und 1945 wurden in der Schweiz insgesamt 450‘000 Wehrmänner sowie 250’000 Hilfsdienstpflichtige – darunter auch zahlreiche Frauen – aufgeboten. Die Wehrmänner kamen auf durchschnittlich 800 Diensttage. Ende 1941 waren zudem 23‘000 und im Mai 1945 über 17‘000 Frauen im Einsatz. Von den permanent mindestens 3‘000 Frauen, die gleichzeitig im Einsatz standen, wurden insgesamt fast 3,7 Millionen Diensttage geleistet. Diese Frauen und Männer werden noch heute als „Aktivdienstgeneration“ bezeichnet.