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Seit 2014 wird die Rote Liste der Wildbienen (Erstveröffentlichung 1997) aktualisiert. An dem noch bis 2020 dauernden Projekt ist Dr. Remo Wenger (valceo GmbH) seit Projektstart als regulärer Feldmitarbeiter involviert. 2019 gelang ihm im Rahmen dieses Projektes ein sensationeller Nachweis: die Wespenbiene (Nomada linsenmaieri) konnte erstmals nach rund 20 Jahren wieder im Kanton Wallis nachgewiesen werden. Bisher waren lediglich 3 Fundpunkte in der gesamten Schweiz bekannt, welche alle im Kanton Wallis liegen (vgl. Karte, Quelle: Kartenserver CSCF), wovon die letzten Nachweise aus den Jahren 1998/99 datieren. Das Hauptverbreitungsgebiet der mediterranen Art erstreckt sich von Marokko über die Iberische Halbinsel bis nach Frankreich.
Über die Biologie der sehr kleinen Art (5-6 mm) ist nur wenig bekannt: Wespenbienen sammeln nicht wie die anderen Wildbienen Pollen für ihre Larven, sondern legen ihre Eier in die Nester ihrer Wildbienenwirte. Die Larve tötet / frisst zuerst die Wirtsbienenlarve und ernährt sich anschliessend von deren Pollenvorrat. Als Wirt werden bei Nomada linsenmaieri Zottelbienarten (Panurgus sp.) vermutet.
Das Bild unten zeigt die sehr ähnliche Nomada similis (Quelle: e-pics ETHZ, Bildautor: Andreas Müller).