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Die Wappen
Sirnach
Die erste Abbildung des Sirnacher Wappens finden wir im 1699 entstandenen Fischinger Ämterbuch. Darin sind die verschiedenen Wappen der Guttäter des Fischinger Klosters und Konventualen (stimmberechtigte Klostermitglieder) enthalten. Diese sind in einer Zeit der niedergehenden Heraldik gemalt worden und weisen hin und wieder Fehler auf, die darauf zurückzuführen sind, dass die Farben auf den Vorlagen nicht mehr richtig erkennbar waren. Es ist daher gut möglich, dass sich ein solcher Fehler in die Darstellung des Sirnacher Wappens eingeschlichen hat. Nach einer alten heraldischen Regel kann nämlich kein silberner Balken auf einem goldenen Schild angebracht werden, denn schon auf kurze Distanz verschwimmen Gelb und Weiss, es kann so unmöglich ein einprägsames Wappen entstehen. Genauso wurde aber das Sirnacher Wappen dargestellt. 1950 wurde durch eine einfache und bescheidene Korrektur dieser heraldische Fehler behoben. Man vertauschte das Weiss des Schrägbalkens mit dem Rot der Muscheln. Die Farben Rot, Gelb und Weiss sind mit der Zugehörigkeit zum Tannegger Amt erklärbar. Und die Muscheln? Ursprünglich trugen Wallfahrer, die das Grab des Apostels Jakob in Santiago de Compostela (Spanien) besuchten, solche Muscheln auf sich. Angenäht auf den Kleidern wurden sie zum allgemeinen Kennzeichen der Pilgerschaft. Nach der Gründung des Klosters Fischingen (1139 durch den Bischof von Konstanz) führte der alte Pilgerweg von Konstanz über Sirnach und Fischingen nach Einsiedeln. Da Sirnach zudem Pilgerstation war, ist der Zusammenhang zwischen den Muscheln im Wappen und dem Brauch des Pilgers gegeben.
Wiezikon
Dieses Wappen entspricht einer neueren Schöpfung. Wiezikon gehörte stets zum Tannegger Amt, das ursprünglich unter der Herrschaft des Bischofs von Konstanz stand und dann ans Kloster Fischingen überging. Die Farben Gelb und Blau und die schräge Anordnung des Fisches erinnern ans Tannegger Amt, der Fisch selbst weist auf die Beziehung zu Fischingen hin.
Busswil
Das Busswiler-Wappen ist eine neuere Schöpfung auf Grund der geschichtlichen Zusammensetzung der Gemeinde. Die Bänderung als Grundform stammt vom Littenheider Schild. Littenheid und Hub gehörten bis 1798 zum Tannegger Amt (Farben Gelb und Blau), Busswil selbst zum Kloster St. Gallen (Farben Gelb und Schwarz).
Der Fürstabt von St. Gallen hütete lange Zeit seine alten Besitztümer im Kanton Thurgau, zu denen auch Rickenbach-Busswil gehörte, wie seine Augäpfel, bis der Grosse Rat 1812 beschlossen hat, die Höfe und Weiler, die bisher keiner Gemeinde angeschlossen waren, zu selbständigen Gemeinden zusammenzuschliessen.
Horben
Horben hat das Wappen der Herren von Horben übernommen, die ein sanktgallisches Ministerialengeschlecht waren und in dieser Gegend ihren Stammsitz gehabt haben müssen, auch wenn er bis heute nicht nachgewiesen werden konnte. Die erst 1812 geschaffene Gemeinde umfasst die Ortsteile Egg, Eichholz, Fliegenast, Horben, Hurnen, Riethof und Than. 1997 wurde die Gemeinde Horben aufgrund der Gemeindereorganisation zweigeteilt. Egg und Horben gehören seither zur Gemeinde Sirnach, Eichholz, Fliegenast, Hurnen, Riethof und Than zur Politischen Gemeinde Eschlikon.