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Schwenken ist eine Technik, die gewöhnlich bei Action-Aufnahmen angewendet wird, um ein Gefühl von Bewegung zu vermitteln. Es geht darum, während einer längeren Belichtungszeit die Kamera in die Richtung zu bewegen, in die sich auch das Motiv bewegt. Korrekt ausgeführt bleibt das Motiv scharf, während der Hintergrund und alle statischen Elemente im Bildausschnitt in einer attraktiven Unschärfe abgebildet werden.
Schwenken kann verwendet werden, um ein Gefühl von Bewegung zu vermitteln – als kreativer Effekt und zum Ebnen des Hintergrundes, damit sich das Hauptmotiv besser hervorhebt.
Was auch immer deine Absicht ist: Ein guter Schwenk ist nicht einfach. Und das Geheimnis hinter einem beeindruckenden Schwenk ist … Übung. Schwenken erfordert eine gute Kontrolle über die Kamera, weshalb kein Weg an praktischer Übung vorbeiführt. Zum Üben eignen sich viele Sportarten mit festem Streckenverlauf. Du hast dabei Runde für Runde die Möglichkeit, deine Fähigkeiten zu verbessern.
Wähle die Blendenautomatik (Tv) oder den Manuellen Modus und dann die Belichtungszeit. Die Belichtungszeit hängt von einer Anzahl von Faktoren ab: wie schnell sich das Motiv bewegt, die Entfernung zwischen dir und dem Motiv, das Objektiv, das du verwendest und wie stark der von dir gewünschte Unschärfe-Effekt sein soll.
Beginne mit einer Belichtungszeit von 1/60 Sek. und verlängere sie dann, wenn du bei der Durchführung des Schwenks sicherer wirst. Vergiss nicht, den Bildstabilisator am Objektiv auszuschalten (es sei denn, du arbeitest mit einem Objektiv dessen Bildstabilisator die Schwenk-Funktion unterstützt – Modus-2 –, die dann aktiviert sein muss).
Schwenken ist eine großartige Möglichkeit, ein Actionbild bei bewölktem Himmel noch interessanter zu gestalten. Mit einem Weitwinkelobjektiv und einer Aufnahmeposition näher an der Strecke machst du eine Aufnahme, die den Betrachter in die Action einbezieht.
Um zu verhindern, dass deine Kamera während des Schwenks neu fokussiert, stellst du den Fokus vorab am Objektiv ein. Dazu musst du festlegen, wo sich das Motiv bei der Aufnahme befindet und wo deine Kamera fokussieren soll. Dann schaltest du das Objektiv auf manuelle Fokussierung.
Wenn sich das Motiv nähert, beobachtest du die Bewegung sorgfältig durch den Sucher, platzierst dann ein AF-Feld auf dem Motiv und verfolgst dann seine Bewegung durch den Sucher. In einer gleichmäßigen Bewegung schwenkst du die Kamera nun in Fahrtrichtung mit dem Motiv. Vermeide dabei möglichst vertikale Bewegungen. Wenn du mit Reihenaufnahmen arbeitest, drückst du den Auslöser, bevor das Motiv die vorgegebene Position erreicht hat und machst dann einige Aufnahmen, bis das Motiv die gewünschte Aufnahmeposition verlassen hat.
Prüfe das Bild auf dem Display der Kamera. Wenn dein Motiv perfekt im Fokus ist und der Hintergrund in eine gleichmäßige, weiche Unschärfe getaucht ist, hast du alles richtig gemacht. Allerdings ist es wahrscheinlicher, dass du noch einige Versuche machen willst!