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(Kt. Schwyz,
Bez. und Gem.Einsiedeln).
1054 m. Passübergang mit Strasse, w.
Einsiedeln zwischen dem
Alpthal
und dem Thal der
Biber; verbindet
Einsiedeln mit Rotenturm, Schwyz
und
Goldau und weiterhin über den
Pass von
St. Jost mit Zug
und Luzern.
Auf der
Passhöhe eine
Kapelle und 2
Häuser mit 21 kathol. Ew. Ehemaliges Korrektionshaus für Knaben. Wirtshaus.
Rindvieh- und Pferdezucht. Schöne Aussicht auf
Einsiedeln und die
Alpen. Am O.-Abstieg prachtvolle Moränen. Vor der Erbauung
der Eisenbahnen wurde der
Pass von Wallfahrern sehr stark begangen. Am machten die
Schwyzer die
Mönche von
Einsiedeln
zu Gefangenen und führten sie mit ihren Knechten und dem Vieh über den Katzenstrick nach Schwyz,
welche Episode
vom Schulmeister Rudolf von
Radegg, einem der Gefangenen, in seinem Gedicht
CapellaHeremitana anschaulich und ausführlich
beschrieben worden ist. Am wurden die den Katzenstrick besetzt haltenden Oesterreicher von den Franzosen vertrieben.
Die aus dem 11. Jahrhundert stammende alte Pfarrkirche zu
St. Martin
nahe dem Dorf ist 1903 durch Blitzschlag eingeäschert worden.
Frauenkloster vom Orden des h. Dominikus. Im 7. Jahrhundert
von
Bischof Paschalis von
Chur als adeliges Damenstift gegründet und 1156 dem Orden des h. Augustinus
zugeteilt. Zu Ende des 14. Jahrhunderts durch Feuer zerstört, dann von Albert von
Schauenstein wieder aufgebaut und mit grossem
Besitz ausgestattet. 1647 rief
Bischof Johannes VI. von
Chur Dominikanerinnen aus dem Kloster Bludenz (im Vorarlberg) hierher,
nachdem der
GraueBund dem Kloster einen Teil seiner einstigen
Güter wieder zurückerstattet hatte. 1768 neuerdings
abgebrannt.
Beträchtlichste der der
Sitter auf
Appenzeller Boden von links zugehenden Nebenadern;
entspringt
am Zöpfli (zwischen
Kronberg und
Klosterspitz) in 1200 m, bildet auf seinem ganzen
Lauf die Grenze zwischen den Gemeinden
Gonten und Appenzell
und mündet nahe der
Münzmühle (wo früher das
Appenzeller Geld geschlagen worden ist) in 754 m. Er hat wie seine
Nebenbäche (Lehmerenwiesbach,
Hüttenbach und
Sägebach von links; Gehrschwendebach und Rellenbach von rechts) ein starkes
Gefälle und ist deshalb bei Hochwasser ein oft gefährlicher
Wildbach.
(Kt. Bern,
Amtsbez. Seftigen).
549 m. Gem. und Dorf, am linken Ufer der
Gürbe, an der Strasse
Belp-Wattenwil und 12,5 km ssö.
Bern.
Station der Gürbethalbahn. Postablage, Telephon. Strasse über
Gelterfingen und
Kirchdorf nach
Thun. 56
Häuser, 318 reform.
Ew. Kirchgemeinde
Kirchenthurnen. Auf dem durch die Korrektion der
Gürbe trocken gelegten einstigen Sumpfboden wird jetzt
Kohl gebaut, der im Herbst zur Herstellung von Sauerkraut massenhaft verkauft wird. Torfgruben.
Wiesen- und Ackerbau. Gerberei.
Das Dorf in rascher Entwicklung begriffen. Alemannengräber.
Grond und KavestrauPin(Kt. Graubünden,
Bez. Vorderrhein).
3250-3217 m. So heissen die zwei höchsten
Spitzen der
Brigelser Hörner. Geologisch
sehr interessanter Aufbau. Der Name Kavestrau = Zügel oder Zaum ist dem
Stock deswegen beigelegt worden, weil ein gelbes
Band von Rötidolomit von Weitem den Eindruck eines den Gipfeln umgelegten Zügels macht. Der KavestrauPin zum erstenmal 1865 bestiegen. Beide Gipfel werden von
Chur aus oft besucht, welche
Tour meistens mit einer Besteigung des
Tödi kombiniert wird.
Thurgau,
der später solche Fabriken auch in Islikon und Frauenfeld erbaute und 1822 gestorben ist. Schloss mit eingebautem altem Turm;
bis zu Ende des 18. Jahrhunderts Sitz einer besonderen Herrschaft. 1241: Kevinkon; 1250 wird ein Burkhard von Kefikon als
kiburgischer Dienstmann genannt. Ein Heinrich von Kefikon († 1315) war Chorherr zu Zurzach. Die Gerichtsherrschaft
Kefikon später ein Lehen des Klosters auf der Reichenau. Die Burg 1376 Eigentum des Konrad von Gachnang; wurde 1427 als einer
der Grenzpunkte zwischen der GrafschaftKiburg und dem Thurgau
bezeichnet und liegt noch heute mitten auf der Grenze.
Später wechselte die Burg öfters ihre Besitzer und gehörte der Reihe nach dem Erasmus Ryf (1502),
Ludwig Ryf (1529) genannt Walter von Blidegg, den Joner aus Frauenfeld, Hirzel und Escher aus Zürich.
Das jetzige Schlossgebäude wurde
im 17. Jahrhundert neu errichtet; der in dasselbe verbaute alte Turm misst 7,8 m im Geviert bei einer Mauerdicke von
1,5 m. Die niedere Gerichtsbarkeit Kefikon war dem Enneren Amt der Landvogtei Kiburg zugeteilt und stand seit 1742 dem Zürcher
Patriziergeschlecht der Escher zu. Nachher Privateigentum; heute mit Gastwirtschaft.