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Talo, ein 1-jähriger Luchs aus den Wäldern des waadtländer Juras, wurde in Genf wieder in die Freiheit entlassen. Die junge Raubkatze wurde in Freiheit geboren. Als die Wildhüter das Tier im Dezember 2012 geschwächt auffanden, war es noch nicht fähig, allein für seine Nahrung zu sorgen. Es ist unklar, ob die Mutter ums leben kam, oder den jungen Luchs einfach früh verlassen hatte.
Nachdem der Luchs von Spezialisten der KORA an der Veterinär- medizinschen Fakultät der Universät Bern während einigen Monaten gepflegt wurde, war das Tier diesen Frühling bereit, wieder in die Freiheit entlassen zu werden. Aufgrund der aktuellen Luchsdichte im südlichen waadtländer Jura schien es nicht sinnvoll, dass Talo an seinem Fundort wieder freigelassen wurde.
Auf der Suche nach einem geeigneten Platz für die Freilassung wurde die Region Genf in Betracht gezogen. Aufgrund seiner Lage und des guten Reh-Bestandes, der bevorzugten Beute der Luchse, wurde von Experten das Vallée de l’Allondon ausgewählt. Am 21. Mai 2013 wurde Talo besendert und dort freigelassen. Die ersten Tage nach der Freilassung verbrachte Talo im Vallée de l’Allondon, er hatte aber mehrfach die Grenze zu Frankreich überschritten. Die letzten zur Verfügung stehenden Daten zeigen, dass Talo im Moment die Juraflanke auf französischem Staatsgebiet (Region Rhône-Alpen) erkundet.
Bild © Laurent Geslin