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Ajaccio (Museen)
10.06.2017 Ajaccio Am Morgen früh ist bereits Markt auf der Place Marechal Foch. Wie in allen anderen Orten von Korsika sind die Preise genau gleich wie in der Schweiz. Für die EU ist das sehr teuer. Die Statue von Napoleon wird nun von der Morgensonne beschienen. Ich besuche die Kathedrale und den dahinter liegenden Place General de Gaulle, auch Diamante genannt. Hier findet ein kleiner Flohmarkt statt. Viel interessantes gibt es nicht. Ich laufe weiter auf dem Cours Grandval und komme an der Regionalregierung, der „Collectivité Territoriale de Corse“, die in einem Palast, vor dem ein blühender Garten angepflanzt wurde, residiert. Auf der Place d'Austerlitz stehen schon die Touristenbusse. Gruppen von Deutschen und Engländern drängen sich vor dem Napoleon-Denkmal. Dahinter gibt es noch die Napoleon Höhle, wo der junge Napoleon angeblich gespielt haben soll. Ich laufe zurück zur Place General de Gaulle, wo in Denkmal “Napoleon und seine Brüder“ steht. Die Schwestern, von denen er auch zahlreiche hatte, fehlen allerdings. Die Genuesische Festung ist leider Militärgebiet und deshalb nicht zugänglich. Die Maison Bonaparte hat, im Gegensatz zu den Angaben im Reiseführer, noch nicht geöffnet. Ein Schild bei einem Laden besagt, die Toiletten seien „Free for costumers”. Wahrscheinlich wollte man damit etwas anderes sagen. Ich besuche nun den Samstagsmarkt und beobachte das bunte Treiben. Danach besuche ich noch die Marina, wo eine Besucherterrasse auf den Gebäuden eingerichtet worden ist, so dass man eine schöne Aussicht auf den Hafen und auf Ajaccio hat. Nun sollte das Maison Bonaparte geöffnet haben. Bereits hat sich eine riesige Schlange gebildet. Es dürfen offenbar nur immer soviele rein, wie gerade herausgekommen sind. Ich absolviere die Audioguide-Tour des Hauses, an dem nichts mehr original ist, weil es in der Zwischenzeit mehrere Male verwüstet und umgebaut wurde. Danach gehe ich im Spar einkaufen, denn morgen ist Sonntag und ich werde sehr abgelegen übernachten. Auf der Place General de Gaulle esse ich ein paar Sandwiches, dann laufe ich zum Palais Fesch. Beim Eingangsbereich stehen verschiedene Büsten, so von Kardinal Fesch und Napoleon I. Die Kunstsammlung ist viel kleiner, als ich vermutet habe. Aufgefallen sind mir: I.A.A. Pils, débarquement des troupes allies en Crimee; Nicolo di Tommaso, Mariage mystique de St. Catherine (14. Jhdt.); Maitre de la Fertilite de l'oeuf, la tentation de la chouette sowie Ansichten von Ajaccio Ende der 1880er Jahre von François Peraldi und Auguste Emeric. Danach besuche ich noch die Chapelle Imperiale, eigentlich ein Mausoleum für Verwandte der Familie Bonaparte. Nun schlendere ich noch etwas durch den höhergelegenen Teil der Stadt, der nicht touristisch ist. Tauben stochern in einer Erdwand und lassen sich von mir nicht stören. Ich laufe am Spital vorbei zur Place de Gaulle und zurück zum Hotel, hole den Scooter und fahre los. Ganz schön ins Staunen komme ich, als ich auf einem Schild „Plage Trottel“ lese. Tatsächlich hat man auch den geistig minderbemittelten einen Strand gewidmet, aber warum so politisch unkorrekt? Schliesslich gelange ich zum Parata Turm, einem der vielen genuesischen Wachttürme. Er liegt malerisch auf einem Felsvorsprung im Meer, gegenüber den Iles Sanguinaires, deren Besuch ich mir erspare. Zurück fahre ich nicht dem Ufer entlang, sondern über eine unglaublich löcherige Strasse via St. Antoine. Auf einem kleinen Pass hören die Schlaglöcher auf einmal auf und die Strasse ist wieder gut.