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Die Messung des Augeninnendrucks bezeichnet man als Tonometrie. Der Druck im Inneren des Augapfels beträt beim gesunden Erwachsenen Werte zwischen 10 und 21 Millimeter Quecksilbersäule (mmHg).
Ein erhöhter Augendruck führt zu einer Schädigung der Nervenfasern und kann so den Sehnerv bleibend schädigen. Da dies schleichend und fast immer schmerzlos geschieht, ist die vorbeugende Messung des Augeninnendruckes ab dem 45. Lebensjahr, bei familiärer Belastung auch vorher, wichtig für eine Früherkennung.
Kontakt-Tonometrie
Die am weitesten verbreitete Methode ist die Messung mit dem Applanations-Tonometer nach Goldmann. Vor der Untersuchung wird die Hornhaut mit Augentropfen betäubt, um die Untersuchung schmerzfrei durchführen zu können. Im Anschluss drückt ein kleiner Messkörper (Sensor) die Rundung der Hornhaut in einem Bereich von etwa drei Millimetern flach. Der Druck, der hierfür nötig ist, entspricht dem Augeninnendruck und wird vom Arzt abgelesen.
Pascal Tonometer
Auch für diese Untersuchung wird die Hornhaut mit Augentropfen betäubt. Der Messkörper ist aber so aufgebaut, dass die Hornhaut praktisch nicht abgeflacht wird, sodass die Messung unabhängig von der Hornhautdicke erfolgen kann. Ein kleiner eingebauter Sensor (piezoelektrisches Element) ermittelt den Augendruck 100 mal pro Sekunde.
Die Empfindlichkeit des Gerätes kann die Augendruckschwankungen, die durch den Herzschlag ausgelöst werden, aufzeichnen. Neben der genauen Messung des Augeninnendruckes kann somit die okuläre Druckamplitude ermittelt werden, was zusätzliche Informationen über die Durchblutung des Sehnerves liefert.