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Der Euro ist am Mittwoch erstmals seit fünfeinhalb Jahren unter den Wert von 1,50 Franken gefallen. Am Morgen markierte die europäische Gemeinschaftswährung im Devisenhandel ein Tief von 1,4868 Franken.
Die 1,50-Franken-Schwelle wird von der Exportindustrie oft als Schmerzgrenze bezeichnet, weil sich die Ausfuhren in die wichtigen Euro-Absatzmärkte mit einer Abwertung der Gemeinschaftswährung für die dortigen Käufer verteuern. Letztmals war diese Marke im Frühling 2003 unterschritten worden.
Auch gegenüber dem Dollar verlor der Euro an Wert. In Fernost kostete er erstmals seit Februar 2007 weniger als 1,30 Dollar. Im Nachmittagshandel notierte der Euro bei 1,2750 Dollar. Mitte Juli noch war der Euro auf ein Allzeithoch von 1,6038 Dollar gestiegen. Seitdem verlor die Gemeinschaftswährung 19,4% ihres Wertes zum Dollar.
Anleger wetteten derzeit darauf, dass die Zinsen in der Euro-Zone zur Ankurbelung der Konjunktur deutlich gesenkt werden müssen, berichteten Händler. Zudem drohe der Konjunktur der Euro-Zone Ungemach durch die wirtschaftlichen Probleme in Osteuropa und anderen Staaten.