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Dieses 1849 gegründete Ensemble ist weit mehr als eine Chorvereinigung hervorragender Amateursänger. Es ist nicht minder ein Gesellschafts- als ein Vokalphänomen, vergleichbar etwa den berühmten Chören der walisischen Grubenarbeiter.
In tausend Meter Höhe, inmitten des waadtländischen Tannenwaldes - wie anderwärts in den Tiefen der walisischen Kohlen- und Erzgruben haben sich Generationen von Sängern und Sängertraditionen herausgebildet. Der schönste Ruhmestitel dieser Vereinigung von 40 Männerstimmen ist es wohl, dass Ernest Ansermet sie auserwählt hatte, Strawinskys "Oedipus Rex" im Konzertsaal und auf Schallplatte zu interpretieren.
Die "Chorale du Brassus", seit 1951 bis heute unter demselben Chorleiter, pflegt alle für Männerstimmen zugänglichen Musikgattungen: vom Gregorianischen Choral, von den Messgesängen und Motetten der Renaissance über die bedeutenden Chorwerke der Romantik, die Volksmusik der Schweiz und anderer Länder sowie berühmte Opernchöre bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.