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Bild 4: Fledermäuse können sich totstellen. Aus diesem Grund sollten auch vermeintlich tote Tiere vorerst in eine gut verschlossene Kartonschachtel gelegt werden.
Bild 4: Fledermäuse können sich totstellen. Aus diesem Grund sollten auch vermeintlich tote Tiere vorerst in eine gut verschlossene Kartonschachtel gelegt werden.
Fledermaus in der Wohnung
Bild 1: Quartier der Zwergfledermaus. Der Pfeil zeigt zum Einflugspalt. Oft wohnen Fledermäuse nahe bei Türen und Fenstern. Wenn diese nachts offen bleiben, dann können Fledermäuse in Wohnungen einfliegen.
Durch das offene Fenster kann sie nachts eingeflogen sein. Aufgescheucht findet sie dann oft den Ausweg nicht und fliegt stereotyp im Kreis herum oder versucht sich an Wänden aufzuhängen, um auszuruhen. Oft verstecken sich Fledermäuse zwischen Gardinenfalten.
Was tun?
Man kann eine an Wänden oder in der Gardine ruhende Fledermaus tagsüber dort lassen und in der Nacht für sie das Fenster öffnen. Wenn sie im Dunkeln ungestört fliegen kann, findet sie bald den Weg ins Freie. Man sollte das Zimmer verlassen, denn die Fledermaus hört auch unsere Atemgeräusche und das für uns kaum wahrnehmbare Rascheln von Textilien.
Eine Nachkontrolle im Zimmer ist wichtig, denn vielleicht sind noch mehr da? Sie können in Gefässe mit glatten Innenwänden gefallen sein und nicht mehr herauskommen!
Fliegt die Fledermaus nachts nicht ab, dann ist sie vermutlich krank.
Eine Fledermaus in Sicherheit bringen.
Bild 2: Eine Zwergfledermaus liegt auf dem Boden. Sie wurde von einer Katze in die Wohnung gebracht. Das leicht verletzte Tier rief laut. Damit sich die Fledermaus in der Wohnung nicht verkriechen konnte, wurde ein Küchensieb über sie gestülpt.
Wenn man eine Fledermaus auf diese Weise einmal unter Kontrolle hat, kann man überlegen, wie es weiter gehen soll.
Was tun?
Mann sollte versuchen, Kontakt mit Fledermausexperten aufzunehmen und gemeinsam beraten, was geschehen soll.
Bei unserem Beispiel kletterte die Fledermaus nach einiger Zeit am Gitter hoch. Sie hatte sich inzwischen durch Zittern aufgewärmt. Mitsamt dem Sieb wurde sie bis zum Abend in einer Schachtel versorgt und dann freigelassen.
Vorsicht! Verängstigte Fledermäuse können beissen.
Bild 3: Fledermäuse sind Wildtiere, die in ihrer Angst auch zubeissen können. Um Bisse zu vermeiden, sollten Fledermäuse nur mit einem Tuch oder mit Handschuhen ergriffen und in einer Kartonschachtel mit kleinen Luftlöchern untergebracht werden.
Wichtig:
Meistens können nur Fachkundige erkennen, ob eine Fledermaus durch Hunger und Durst krank wurde oder vielleicht sogar verletzt ist. Oft bringen Katzen noch lebende Fledermäuse in die Wohnung. Es brauch Fachwissen und Erfahurung, um abschätzen zu können, ob und wie schwer eine Flederaus nach einem Zwischenfall mit einer Katze verletzt ist. Im Zweifelsfall immer Rat bei Experten einholen. Bei grösseren Verletzungen und Knochenbrüchen müssen die Tiere in den meisten Fällen durch einen Tierarzt eingeschläfert werden.
Bei niedrigen Temperaturen können Fledermäuse Energie sparen!
Deshalb ist es für geschwächte Fledermäuse von Vorteil, wenn sie sich auskühlen lassen können. In der Zeit bis kompetente Hilfe gefunden wird, muss die Fledermaus an einem kühlen und sicheren Ort aufbewahrt werden.
Bild 4: Fledermäuse sind Ausbruchkünstler!
Manchmal genügt in der Kartonschachtel ein Spalt von wenigen Millimetern, durch den die Fledermäuse schlüpfen können. Oft wird auch eine momentane Inaktivität unterschätzt, sei es die Kältelethargie oder ein sich Totstellen (Akinese) der Fledermaus. Gerade lag sie noch unbeweglich da und plötzlich ist sie weg. Gut versteckt bleibt sie dann manchmal in der Wohnung lange Zeit unauffindbar.
Eine Bitte!
Auch wenn es noch so aufregend ist:
Aufgefundene Fledermäuse in Ruhe lassen - nicht herumzeigen und dadurch das vielleicht geschwächte Tier weiteren Gefährdungen aussetzen.
Fledermaus-Nottelefon für Region Basel: 078 815 36 53
übrige Deutschschweiz: 079 330 60 60