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Bei Protesten gegen den japanischen Walfang in der Antarktis ist ein Schiff von Umweltaktivisten schwer beschädigt worden. Der Trimaran «Ady Gil» stiess am 6. Januar 2010 mit einem japanischen Begleitschiff zusammen, dabei wurde ein Teil des Bugs abgerrissen, wie die australische Umweltgruppe «Sea Shepherd» mitteilte. Das ultramoderne Schnellboot drohte zu sinken. Die sechs Aktivisten an Bord sind von einem zweiten «Sea Shepherd»-Schiff gerettet worden. Die Chancen für eine Bergung stehen äusserst schlecht, teilte die Organisation mit. Nach dem folgenschweren "Ady Gil"-Crash spricht der Umweltaktivist und Initiant von «Sea Shepherd» Paul Watson inzwischen sogar von einem «echten Walkrieg», und setzt dann trotzig nach: «Die Wale sind uns mehr wert als Schiffe, wir machen deshalb weiter». Offen ist die Schuldfrage, Walfänger und Umweltaktivisten geben sich gegenseitig die Schuld an der Kollision. Nach Darstellung der japanischen Behörden fuhren die Aktivisten dagegen absichtlich direkt vor das Boot der Walfänger. Die japanische Fischereibehörde sagte aber zu, den Vorfall genau zu prüfen. Die «Ady Gil» hatte vor eineinhalb Jahren unter ihrem früheren Namen «Earthrace» Schlagzeilen gemacht, als sie in 61 Tagen die Welt umrundete und somit einen neuen Weltrekord aufstellte.
Die Tierschützer versuchen seit Wochen, den weltweit umstrittenen Walfang in der Antarktis zu stoppen. Obwohl der kommerzielle Walfang seit 1986 verboten ist, jagen die Japaner trotz internationaler Proteste weiter - offiziell zu Forschungszwecken. Die Flotte besteht aus sechs Schiffen rund um das Fabrikschiff «Nisshin Maru». Im vergangenen Jahr hatten «Sea-Shepherd»-Aktivisten die Japaner 3200 Kilometer durch die Antarktis verfolgt. Die Walfänger töteten in der Saison 680 Wale, weniger als geplant. In diesem Jahr stehen 850 Zwerg- und 50 Finnwale auf ihrer Abschussliste.
Zwei Tage nach der Kollision mit dem mit dem japanischen Begleitschiff ist der 24 Meter lange Trimaran der Sea Sheperd Conservation Society gesunken. «Wir haben die «Ady Gil» heute um drei Uhr morgens verloren», sagte Kapitän Paul Watson. Den japanischen Walfängern warf er vor, Notsignale der Tierschützer ignoriert zu haben.
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