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Wetterlexikon
Bauernregeln
Bauernregeln bzw. Wetterregeln sind meist in Reimform gefasste alte Volkssprüche über das Wetter und dessen Folgen für die Landwirtschaft.
Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischt, Wind kräftigt, Schnee erheitert. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur verschiedene Arten von gutem.
Die meisten Bauernregeln sind an gewisse Daten gekoppelt wie
Am Neujahrstage Sonnenschein lässt das Jahr uns fruchtbar sein
oder
Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s guten Wein im neuen Jahr.
Die Bauernregeln entstanden im Laufe der Zeit aus Beobachtungen nacheinander folgender Umstände. Sie wurden über Generationen weitergegeben.
Während beim Hundertjährigen Kalender die Beobachtungen an das Planetenjahr gekoppelt wurden, war der Zeitraum bei den Bauernregeln kürzer gefasst. An einem bestimmten Tag im Jahr, zum Beispiel dem Tag der Heiligen Drei Könige oder den Eisheiligen, wurde das Wetter beobachtet und daraus dann Rückschlüsse für das Wetter in einer bestimmten Periode danach gezogen oder schon gleich dafür, wie ein bestimmter Ertrag in der Landwirtschaft ausfallen würde. Häufig waren die Wetterbeobachtungen noch nicht einmal an einen bestimmten Tag gekoppelt, sondern an einen Monat (Märzen-Schnee tut den Saaten weh). [weiter]