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Tafel 9: Kyburgerstein
Der Kyburgerstein – Ein Grenzstein erzählt Geschichte
1452 erwarb der Stadtstaat Zürich die Grafschaft Kyburg und schob damit sein Herrschaftsgebiet bis an den Rhein vor. Mit dem Kyburgerstein markierte die Stadt Zürich ihr Hoheitsgebiet, namentlich gegenüber den Schaffhausern.
Die Herrschaftsverhältnisse im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren kompliziert und verflochten. Mit dem Erwerb der Grafschaft Kyburg erwarb Zürich zwar ein grosses Territorium, das bis an den Rhein reichte. Innerhalb des Territoriums verfügten jedoch zahlreiche Grundherrschaften ebenfalls über viele einzelne Rechte. So besass Schloss Laufen das Amt Uhwiesen mit Feuerthalen und den weiteren Chohlfirstdörfern und übte hier die niedere Gerichtsbarkeit aus.
In den 1540er-Jahren unternahm die Stadt Schaffhausen einen Anlauf, um ihr Territorium über den Rhein hinaus auszudehnen. Sie erwarb das Dorf Benken. Das rief die Zürcher auf den Plan. Sie machten ihre Rechte an Benken innerhalb der Grafschaft Kyburg geltend und zwangen Schaffhausen, ihnen Benken zu verkaufen. Um weiteren Expansionsabsichten Schaffhausens einen Riegel zu schieben, festigte der Stadtstaat Zürich nun zielgerichtet sein nördliches Territorium. 1544 erwarb er das Schloss Laufen mit allen Gebieten. Seither gehört Feuerthalen unverrückbar zu Zürich.
Der Kyburgerstein. (Quelle: www.hikr.org)