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Nach dem Beginn von Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft hat Libanons Zentralbankchef Riad Salameh den Verdacht der Geldwäsche und Veruntreuung zurückgewiesen.
Er habe bei einem Treffen mit dem libanesischen Generalstaatsanwalt alle Fragen der Schweizer Justiz beantwortet, teilte Salameh mit, wie die staatliche libanesischen Agentur NNA am Donnerstag meldete. Er habe dabei bestätigt, dass weder vom Konto der Zentralbank noch von deren Budget Überweisungen getätigt worden seien, hiess es weiter. Salameh sprach von «bösen Gerüchten», die gegen ihn gerichtet seien.
Die Schweizer Bundesanwaltschaft hatte die libanesischen Behörden bei Ermittlungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Veruntreuung um Rechtshilfe ersucht und einen Fragenkatalog an ihre libanesischen Kollegen übermittelt. Dabei geht es um eine Untersuchung wegen schwerer Geldwäsche im Zusammenhang mit einer möglichen Veruntreuung von Geldern zum Nachteil der libanesischen Zentralbank.
Libanesischen Medienberichten zufolge geht es um den Verdacht, dass Salameh, sein Bruder und eine Mitarbeiterin sowie Einrichtungen, die mit der Zentralbank verbunden sind, trotz Beschränkungen 400 Millionen US-Dollar ins Ausland transferiert haben.
Der Libanon leidet unter einer der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrisen seiner Geschichte. Die Devisenvorräte des Landes sind massiv gesunken, die libanesischen Lira hat zum Dollar mehr als 80 Prozent an Wert verloren. Kritiker klagen, noch zu Beginn der Krise im Herbst 2019 seien mehr als 3.5 Milliarden US-Dollar ins Ausland und damit in Sicherheit gebracht worden. (aeg/sda/dpa)