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Das Ergebnis dieser Untersuchung wurde am 25. Oktober 2000 von der ?Groupe permanente d'experts pour les laboratoires et les usines? bewertet. Dies führte u.a. zu behördlichen Forderungen, die am 26. Dezember von der französischen nuklearen Aufsichtsbehörde Direction de la sûreté des installations nucléaires (DSIN) im Internet publiziert wurden.
Die 1999 durchgeführte Überprüfung hatte im Wesentlichen zum Ziel, die Anlagensicherheit nach 20 Jahren Betrieb aus einer Gesamtschau zu würdigen. Mit Bezug auf die erste solche Bewertung im Jahr 1988 hält die DSIN folgende wichtigen Ergebnisse fest:
- Die Anzahl relevanter Freisetzungen von Uran-hexafluorid hat signifikant abgenommen,
- es gab keine Zwischenfälle aufgrund von exothermen Reaktionen oder Explosionen,
- die Risiken im Umgang mit ionisierender Strahlung werden beherrscht,
- die verfügbaren Führungskapazitäten haben sich als genügend erwiesen,
- gewisse Wärmetauscher der Fabrik Nr. 130 leiden seit 1999 unter korrosionsbedingten Lecks, so dass Wasser in den Uranhexafluorid-Kreislauf übertreten konnte. Die Eurodif hat ein entsprechendes Reparaturprogramm gestartet.
Aufgrund der Untersuchungsergebnisse formulierte die DSIN nun Forderungen in folgenden Bereichen:
- Vorsorge gegen Kritikalitätsrisiken,
- Überprüfung der Erdbebensicherheit von Strukturen,
- Überarbeitung der Notfallpläne.
Die Fabrik ?Georges Besse? befindet sich auf dem Gelände Tricastin im südfranzösischen Pierrelatte. Die im Jahr 1983 in Betrieb genommene Anlage wird von der Firma Eurodif betrieben. Sie arbeitet nach dem Prinzip der Gasdiffusion und hat eine Kapazität von 10,8 Mio. Trennarbeitseinheiten (SWU) pro Jahr. Sie erreicht Anreicherungsgrade von 5% und kann insgesamt etwa hundert KKW-Blöcke versorgen.
Quelle
H.K. nach Décision DSIN vom 26. Dezember 2000