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Etappe der diesjährigen Vuelta ist im Urin des Briten der zu hohe Wert des Asthmamittels aufgefallen, wie der Rad-Weltverband UCI mitteilte. Die B-Probe hat das Ergebnis bestätigt. Die auffällige Probe Froomes bedeutet aber vorerst keine provisorische Sperre für den Briten. Der 32-Jährige muss aber erklären, warum der Grenzwert überschritten wurde.
Findet der Brite keine zufriedenstellende Antwort auf den erhöhten Wert, könnten ihm die Aberkennung des Vuelta-Sieges und eine Sperre drohen. Die UCI wollte sich zum laufenden Verfahren nicht weiter äussern. In einem vergleichbaren Fall war der ehemalige italienische Sprintstar Alessandro Petacchi 2008 für ein Jahr gesperrt worden.
Froome bestätigte in einem Communiqué seines Rennstalls Sky die Probe und verwies auf seine Asthma-Erkrankung: «Es ist bekannt, dass ich an Asthma leide, und ich kenne die Regeln sehr genau. Ich benutze einen Inhalator, um meine Symptome zu behandeln, und ich weiss, dass ich jeden Tag getestet werde, wenn ich das Trikot des Führenden trage.»
In Froomes Urin ist an der Vuelta gemäss Sky ein Salbutamol-Wert von rund 2000 Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) nachgewiesen worden. Der Grenzwert der Welt-Antidoping-Agentur WADA liegt bei 1000 ng/ml. «Die Auffälligkeiten bedeuten nicht, dass Chris die Regeln gebrochen hat», schrieb Sky in der Mitteilung. Es gebe «komplexe medizinische und physiologische Probleme, die den Stoffwechsel und die Ausscheidung von Salbutamol beeinflussen könnten», liess Teamchef Dave Brailsford verlauten.
«Da mein Asthma immer schlimmer wurde im Verlauf der Vuelta, habe ich auf Anraten des Teamarztes die Dosis erhöht. Wie immer habe ich jedoch grössten Wert darauf gelegt, die erlaubte Dosis nicht zu überschreiten», erklärte sich Froome.
2017 hat der Brite mit dem Sieg an der Tour de France und der Vuelta Historisches geschafft. Das Double in Frankreich und Spanien im gleichen Jahr war vor ihm nur den Franzosen Jacques Anquetil (1963) und Bernard Hinault (1978) gelungen.
(SDA)