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Laut ZDF-Hochrechnungen kommt die SPD auf 22,4 Prozent und damit einen Prozentpunkt mehr als die Grünen. In der RBB-Hochrechnung erreicht die SPD 22,7 Prozent, die Grünen kommen auf 21,4 Prozent. Die CDU erzielt laut den beiden Hochrechnungen mit weniger als 17 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei einer Abgeordnetenhauswahl in Berlin.
Der bisherige Regierende Bürgermeister Michael Müller (ebenfalls SPD) war bei dieser Wahl nicht mehr angetreten und hatte stattdessen für den Bundestag kandidiert. Er hatte die gut 3,7 Millionen Einwohner zählende deutsche Hauptstadt an der Spitze einer rot-rot-grünen Koalition aus SPD, Linken und Grünen regiert. Giffey hatte vor der Wahl offen gelassen, ob sie diese Koalition fortführen wolle, Jarasch sprach sich für die Fortsetzung aus.
Die 43-jährige Giffey hatte sich in der Hauptstadt schon als Bürgermeisterin des Problembezirks Neukölln einen Namen gemacht. Von 2018 bis zum Mai dieses Jahres war Giffey Bundesfamilienministerin. Wegen einer Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit trat sie zurück, der Doktortitel wurde ihr von der Freien Universität Berlin im Juni aberkannt.
Die aus Augsburg stammende 52-jährige Jarasch war eine Kompromisskandidatin innerhalb der Ökopartei. Sie war von 2011 bis 2016 Landesvorsitzende.
Berlin wurde erst einmal kurzzeitig von einer Frau regiert. Von 1947 bis 1948 stand die Sozialdemokratin Louise Schroeder (1887-1957) als amtierende Oberbürgermeisterin an der Spitze der Verwaltung.