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Schauplätze
Beim Schreiben spielen für mich die Schauplätze eine zentrale Rolle, bei den beiden Krimis, bei den historischen Sachbüchern wie den Reportagen.
«Der Vermisste vom Vierwaldstättersee»
Kurze Tour durch den Krimi
In einem abgelegenen Chalet in der Nähe des Gasthofs Gyrenbad wird Lina Brunner erschlagen aufgefunden.
Der Journalist Konrad Mattmann hat Zweifel an der Schuld des Ehemannes. Er recherchiert auf eigene Faust. Auch im Seebad Utoquai.
David und Susanne Brunner treffen sich in der Markthalle in Basel. Wo war David am Abend, als seine Mutter ermordet wurde?
David Brunner versteckt sich im Heidenloch, in der ehemaligen Sprengstoff-Fabrik der Cheddite AG. Dabei stösst er auf ein Foto, das viele Fragen aufwirft.
Mit dem Dynamit von Isleten wurde einst nicht nur der Gotthardtunnel gesprengt. Hier liegt auch ein explosives Familiengeheimnis begraben.
Auch auf der Blumeninsel im Lago di Maggiore wurde einst Sprengstoff produziert. Mattmann ahnt, wie alles zusammenhängt.
Wie eng Brunners Familiengeheimnis mit seiner eigenen Geschichte verwoben ist, wird Mattmann im Palazzo Salis klar.
Auf dem Schauenberg löst sich ein verstrickter Fall. ENDE
«Mutters Museum» Feldbach
1950 kam Rosmarie Wildberger erstmals als Haushaltlehrtochter ins Oberhaus nach Feldbach am Zürichsee. 1961 heiratete sie Albert Bühler und wurde Gutsherrin.
Für das junge Paar wurde das ganze Parterre des Oberhauses renoviert, mit neuer Küche sowie neuem Badezimmer. Die Schwiegereltern von Rosmarie zogen während des Umbaus auf den Goldenberg in die gleichnamige Villa, eine Art Altersresidenz.
Von Anfang an interessierte sich Rosmarie Bühler-Wildberger für ihre Vorgängerin, die 1770 ins Oberhaus eingeheiratet hatte. Magdalena Bühler-Hürlimann, Gutsherrin im Oberhaus von 1770 - 1835, stammte aus der Mühle in Feldbach. Die Hürlimanns gründeten vis à vis vom Oberhaushaus das Stammhaus der Brauerei Hürlimann.
Auf dem Gut Rosenberg waren Rosmarie und ihr Mann Albert nur selten zu Gast. Die Villa und den Gutshof liess sich der Brauereibesitzer Hürlimann 1832 bauen.
Die frühesten Dokumente, die Rosmarie im Familienarchiv Bühler fand, betreffen Schirmensee. Doch Rosmarie musste zuerst lernen, die alte Schrift zu lesen. Ursprünglich stammt die Familie Bühler von dort und liess sich erst später in Feldbach nieder.
«Mutters Museum» Schweiz & Europa
Rosmarie Wildberger war in Neunkirch aufgewachsen. Ihr Vater war Sattler, ihre Mutter führte das Lederwarengeschäft neben der Sattlerei.
Am Zeltweg in Zürich bildete sich Rosmarie Wildberger zur Haushaltungslehrerin aus.
Rosmaries Mann hatte einen Teil seiner Schulzeit im Institut in Sameden und die Winterferien öfters in Arosa verbracht. Sie selbst war während ihrer Schulzeit nicht über Neunkirch, Schaffhausen und Zürich hinausgekommen.
Die Hochzeitsreise von Rosmarie und Albert Bühler-Wildberger führte im Februar nach Unterbäch. Sie fuhren Ski und wohnten bescheiden in einem Chalet. Einmal besuchten sie Zermatt, auf der Rückreise Montreux. Die Eltern, Grosseltern und Urgrosseltern von Albert Bühler stiegen auf ihren Hochzeitsreisen nur in den teuersten Hotels und an den besten Adressen ab.
Über dem Haupteingang des Oberhauses thront das Wappen von Regula Heusser und Hansjakob Bühler sowie die Jahrzahl 1743. Die erste Gutsherrin im Oberhaus war eine reiche, junge Witwe von der Hueb bei Wald. Von ihr fand Rosmarie weder ein Bild noch andere historische Zeugnisse im Oberhaus.
Unter den Rechnungsbüchern fand Rosmarie dasjenige ihrer Vorgängerin Magdalena Bühler-Hürlimann. Auf dem Stierenmarkt in Sursee hatte diese vor der französischen Revolution Zuchtstiere gekauft. Den Wein, der auf dem Gut produziert wurde, verkaufte sie bis nach Glarus und Einsiedeln.
Die Grosseltern und Urgrosseltern von Albert Bühler stammten mütterlicherseits aus Stäfa. Die Familien Reichling und Rebmann gehörten dort zur ländlichen Oberschicht.
Rosmaries Schwiegermutter Hedwig Bühler-Boller wuchs auf dem Bollergut in Hinteregg östlich von Zürich auf. Sie lernte in einem Mädcheninstitut in Prilly, wie ein gutbürgerlicher Haushalt zu führen sei. Im Schloss Crans suchte sie bei Alice van Berchem-Necker Trost und religiösen Halt.
1968 räumte Rosmarie nach dem Tod von Tante Bertha Bühler deren Haus in Zug. Der gesamte Haushalt der ledigen Schwester ihres Mannes kam ins Oberhaus.
Tante Bertha besass auch ein grosses Ferienhaus in Flims. Dieser Haushalt kam ebenfalls auf den Estrich im Oberhaus. Darunter viele Möbel, Gemälde und Fotoalben von deren Reise nach Afrika, Ägypten, Amerika und ans Nordkapp.