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Sie heissen Asmania, Bobby, Arif und Edi und arbeiten als Fischer, Bootsmechaniker und Gästehaus-Besitzerin auf Pari, einer kleinen Insel in Indonesien. Und: Sie könnten einen Präzedenzfall verantworten, wenn es um die Frage geht, wer für die Folgen des Klimawandels verantwortlich ist. David gegen Goliath.
Letzten Sommer haben die vier vor dem Friedensgericht in Zug ein Verfahren gegen den Schweizer Zementhersteller Holcim eingeleitet. Weil sie unter den Folgen des Klimawandels leiden, fordern sie Schadenersatz von einem der weltweit grössten CO2-Emittenten. «Die Überschwemmungen werden immer höher und dringen in die Häuser ein, die Wasserquellen versalzen, es gibt immer weniger Land, die ganze Insel hat bereits zehn Prozent ihrer Fläche verloren», so Yvan Maillard von der Entwicklungsorganisation HEKS. Er begleitet den Prozess gegen Holcim eng.
Das Schlichtungsverfahren hat Anfang Oktober stattgefunden, dabei hat Holcim keinerlei Bereitschaft signalisiert, seine Mitverantwortung für den Klimawandel anzuerkennen. Die Verhandlung vor dem Friedensgericht in Zug schloss deshalb ohne Ergebnis. Die Kläger*innen haben nun bis im Januar Zeit, eine zivilrechtliche Klage in Zug einzureichen, wo Holcim seinen Hauptsitz hat.