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Zu den alternativen Güterständen gehören beispielsweise die Errungenschaftsbeteiligung und die Gütergemeinschaft. Bei der Errungenschaftsbeteiligung bleibt das Vermögen, welches die Eheleute vor der Ehe besaßen bei den jeweiligen Ehepartnern. Das Vermögen, welches erst während der Ehe erworben wird, wird bei einer Scheidung oder bei dem Tod eines Ehepartners aufgeteilt. Bei einer Gütergemeinschaft wird das gesamte Vermögen der Eheleute zum gemeinsamen Vermögen – auch das Vermögen, welches vor der Ehe erworben wurde. Ausgeschlossen sind persönliche Gegenstände (Beispiel: Schmuck oder eine Brille). Bei solchen persönlichen Gegenständen handelt es sich um sogenanntes Eigengut.
Bei den verschiedenen Güterständen ist außerdem zu beachten, dass lediglich die Errungenschaftsbeteiligung einen gesetzlichen Normalzustand darstellt. Das bedeutet, dass – soweit nichts anderes vereinbart wurde – grundsätzlich eine Errungenschaftsbeteiligung zwischen den beiden Eheleuten angenommen wird. Eine Gütertrennung und eine Gütergemeinschaft müssen hingegen immer zuvor durch einen Ehevertrag festgelegt worden sein.
Welchen Einfluss hat die Gütertrennung auf das Erbe?
Welchen Einfluss die Gütertrennung auf das Erbe hat, hängt insbesondere davon ab, ob eine letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) des Verstorbenen vorliegt oder nicht. Liegt keine letztwillige Verfügung vor, gilt nämlich grundsätzlich folgendes: Die Vermögen der beiden Eheleute werden strikt voneinander getrennt. Es gibt keine Errungenschaft mehr, an der der überlebende Ehepartner im Todesfall beteiligt wird.
Im Falle eines Todes würde das folgendermaßen aussehen: bei einer Errungenschaftsbeteiligung würde der Überlebende grundsätzlich immer 50% des Nachlasses aus dem Güterstand erhalten. Weiterhin erhält der überlebende Ehepartner die Hälfte des übrigen Vermögens. Somit würde der Ehepartner schlussendlich 75% des Vermögens erben. Bei der Gütertrennung geht das gesamte Vermögen in den Nachlass. Somit ist der Ehepartner – sofern es keine letztwillige Verfügung gibt – beim Erbe auf die gesetzliche Erbfolge angewiesen.