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DIE GOLDENEN ZITRONEN
Anfangs kombinierten sie harten Rock ’n’ Roll mit 70er-Jahre-Punkrock und humoristischen, teils bösen, schlagerartigen Texten. Live waren und sind sie auf Grund ihrer chaotischen Auftritte gefragt. Die Goldenen Zitronen sehen sich als ein Symbol der Unabhängigkeit und lehnen die Zusammenarbeit mit der Musikindustrie ab.
1986 sorgten sie mit ihrem Song Am Tag, als Thomas Anders starb, einer satirischen Abwandlung des Hits Am Tag, als Conny Kramer starb von Juliane Werding, erstmals für Aufsehen. Mit Für immer Punk – einem Cover des Alphaville-Hits Forever Young –, bei dem Mitglieder zahlreicher anderer Punkrockgruppen wie Die Toten Hosen oder Die Ärzte mitwirkten, hatten sie einen Kulthit in der einschlägigen Szene.
Das Album Fuck You (1990), auf dem sie sich über große Rockbands lustig machten und gegen den Alltagsstumpfsinn protestierten, dokumentierte eine Weiterentwicklung der Band.
Bandmitglieder Julius Block (hinten) und Enno Palucca (vorne)1994 präsentierten sie sich mit dem Album Das bißchen Totschlag in einem neuen musikalischen Stil, zu ihrem gewohnten Power-Rock kamen Elemente aus Garagen-Trash, Electro-Beats, Hip-Hop und Noise-Pop. 1996 veröffentlichten sie ihr Album Economy Class, auf dem zum Teil jazzartige Improvisationen zu hören sind.
Mit Dead School Hamburg veränderten sie abermals ihren Musikstil und die Instrumentierung wurde elektronischer. Ein gewisser Hang zum Avantgardistischen setzte sich auch in ihrem 2001 erschienenen Studioalbum Schafott zum Fahrstuhl fort. Bis zum nächsten Album Lenin vergingen fünf Jahre. Herausgekommen ist letztlich erneut eine Collage moderner Punkmusik abseits popkultureller Gewöhnlichkeiten.
Auf ihrem 2009 erschienenen Album Die Entstehung der Nacht änderte sich der Musikstil erneut, und die Goldenen Zitronen entwickelten eine Neigung zum Poetischen und zum Sprechgesang. Das Album hat sich damit sehr von den Vorgängern entfernt.[1] Zudem war es das Album der Woche im Webradio Byte.fm.[2]
Die Band arbeitete unter anderem mit dem Liedermacher und Schriftsteller Franz Josef Degenhardt zusammen, aber auch mit aktuelleren Künstlern wie den Chicks On Speed und Peaches, Hans Platzgumer, Françoise Cactus, DJ Koze, DJ Hell, Dis*ka und den Merricks.
Göldin & Bit-Tuner
D.R.A.M.A.
Der Chronist und seine Bestie zwischen Upbeat und Abgrund, dem inneren und dem äusseren.
Und im letzten Schluck Prosecco spiegelt sich die Traurigkeit.
Der Gute und der Böse, sie sind zurück - die Königin ist längst abgehauen. GÖLDIN &
BIT-TUNER liefern ihr neues Meisterwerk. Es erzählt vom Verlassenwerden, Abfucken und
dem langsamen Bewusstseinsverlust in der Stadt der Selbstoptimierung. No more Drama?
Ein politisch überblendeter Emo-Pop für eine digital verzerrte Generation, die erwachsen
werden muss. Du. Ich. Bitte. Drama.