Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03317.jsonl.gz/2702

|BESCHICHTUNG

VERNICKELT oder VERCHROMT

Die vernickelte Nadel stellt bis Ende 2020 den Standard für Haushalt-Nähmaschinen dar. Danach stellt Schmetz die Produktion langsam auf "verchromt" um, so wie es bei den Indutrienadeln seit jahrzehnten standard ist.
|MATERIAL

Hohlsäume

Hohlsaum ist eine Handarbeitstechnik, mit der Stoffkanten an leinenbindigen Stoffen (u.a. an Weißwäsche wie Tischdecken, Bettlaken und Schürzen) dekorativ versäubert wurden. Er zählt zu den einfacheren Varianten der Durchbrucharbeit.
Die Stoffkante wird zweifach umgeschlagen, wie es beim Versäubern von Säumen üblich ist. Dort, wo der erste Umschlag zu liegen kommt, werden mehrere Fäden parallel zur umgeschlagenen Kante ausgezogen. Dadurch liegt ein Teil der quer zum Saum liegenden Fäden frei. Der Nähfaden wird im umgeschlagenen Saum befestigt, dann schlingt man den Nähfaden um einige (üblicherweise drei bis fünf) der freiliegenden Fäden und sticht wieder durch den umgeschlagenen Saum. Führt man dies fort, indem man jedes Mal die gleiche Anzahl Querfäden umschlingt, werden die Querfäden zu Bündeln zusammengefasst, sodass sich entlang des Saums kleine Löcher bilden. Der Nähfaden tritt gegenüber den Löchern optisch zurück.
Diese Unauffälligkeit des Nähfadens galt insbesondere im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert als erwünscht. Im Verlauf des 20. Jahrhundert geriet Hohlsaum wieder etwas außer Mode.
|MATERIALTYP

GEWEBE

Gewebe ist ein textiles Flächengebilde, das aus mindestens zwei Fadensystemen, Kette und Schuss, besteht, die sich in der Sicht auf die Gewebefläche unter einem Winkel von genau oder annähernd 90° mustermässig kreuzen.
Jedes der beiden Systeme kann aus mehreren Kett- bzw. Schussarten aufgebaut sein (z. B. Grund-, Pol- und Füllkette / Grund-, Binde- und Füllschuss). Die Kettfäden verlaufen in Längsrichtung des Gewebes, parallel zur Gewebekante, und die Schussfäden in Querrichtung, parallel zum Geweberand.
Die Verbindung der Fäden zum Gewebe erfolgt vorwiegend durch Reibschluss. Damit ein Gewebe ausreichend schiebefest ist, müssen die Kett- und Schussfäden meistens relativ dicht gewebt werden. Deshalb weisen die Gewebe bis auf wenige Ausnahmen auch ein geschlossenes Warenbild auf.
Um Gewebe zu Nähen vwerwendet man immer Nadeln mit Verdrängerspitze und nie eine Schneidspitze.
|NADELSYSTEM

130/705 H
SY 2040 (SINGER)

Entspricht 130/705 H WING
|SCHMETZ CANU

CANU 22:20

CANU ist die Abkürzung für «Catalog Number» und stellt das vom deutschen Nadelhersteller SCHMETZ entwickelte, heute weltweit genutzte System für die Zusammenfassung und Identifizierung von gleichen Nähmaschinennadeln dar, welche diverse Nähmaschinenherstellerspezifische Bezeichnungen (Nadelsysteme) tragen.
|SPITZENFORM

R/SET - Rundspitze normal

Spitze mit Spitzkegeligem Anschliff. Die normale Rundspitze ist die Standardspitzenform. Bei den Haushaltnadeln wird diese Spitzenform bei den als Universalnadeln bekannten Nadeln verwendet. Bei der Systembezeichnung wird meistens kein Spitzenzusatz «R» verwendet.
Anwendungen:
- Leichtes Gewebe
- Beschichtete Materialien; schwere gewebte Materialien wie z.Bsp. Zeltplanen
- Kaschierte Materialien mit weichem Kunststoff bzw. dünnem Karton (Pappe)
- Folien
- Leder-/Textilkombinationen
|VERARBEITUNG

Säume, Hohlsäume & Ziernähte

Ideal um Säume, Hohlsäume oder Ziernähte zu nähen