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Altersflecken
Viele Menschen in unseren Breitengraden setzen sich in jeder freien Minute der Sonne aus. Am Ende des Sommers werden sie wieder entdecken, dass ihre „Sammlung“ brauner Flecken auf der Haut um einige Exemplare größer geworden ist. Oft geht dann die Angst vor dem "Schwarzen Krebs" um. Was sind Sommersprossen, was Altersflecken und wo beginnt der Hautkrebs?
Sommersprossen
sind angeborene oder in der Kindheit entstandene pigmentreiche Flecken in der Oberhaut, die verteilt oder lokal gehäuft auftreten. Oft sind die Haare dann auch eher rötlich und die Haut insgesamt heller als durchschnittlich. Durch starke Sonneneinstrahlung und nach Sonnenbrand können sie an Zahl und Grösse zunehmen. Sie befinden sich im Hautniveau und haben keinen Krankheitswert.
Altersflecken
sind den Sommersprossen im Prinzip sehr ähnlich, entstehen aber vorwiegend jenseits des 35. Lebensjahres oder später. Oft häufen sie sich jedoch schon ab dem 23. Lebensjahr, denn ab diesem Alter beginnen wir unwiderruflich zu altern, wenn wir unsere Lebensweise nicht extrem ändern. Im Gegensatz zu den Sommersprossen, die am gesamten Körper vorkommen können, sieht man sie vorwiegend an den belichteten Teilen des Körpers, also im Gesicht, auf den Handrücken, an den Armen und am Decolleté. 50% aller Menschen über 50 Jahre sind davon mehr oder weniger betroffen. Andere Bezeichnung: Leberflecken; ihre Grösse variiert zwischen 2 mm und einigen Zentimetern im Durchmesser.
Merke: die echten Altersflecken entwickeln sich nicht zu Hautkrebs. Sie müssen nicht behandelt werden. Frauen entwickeln mehr Altersflecken als Männer.
Melanom-Flecken
sind dunkelbraune bis schwarze Hautflecken, überwiegend (aber nicht nur) an Körperstellen, die dem Licht ausgesetzt sind. Mit zunehmendem Alter und Sonneneinstrahlung findet man darin immer mehr bösartig veränderte Zellen. Äusserlich kann diese Veränderung oft rechtzeitig an bestimmten Merkmalen erkannt werden, z.B. an rascher Grössenzunahme, ausfransenden Rändern, deutlicher zweifarbiger Zeichnung, also dunkelbraun und schwarz und Dickenzunahme. Wenn diese Melanome dann auch noch beginnen zu jucken und/oder zu bluten, dann spätestens muss der Hausarzt zum Hautarzt oder Schönheits-Chirurgen überweisen. Spezielle Untersuchungen des Gewebes können die Frage der Bösartigkeit schnell klären. Dann kann ein solches Melanom entfernt werden. Da in den Zellen Metastasen heranwachsen, die vom Melanom in die Blut- und Lymphbahnen abgegeben werden, sollte bei der Diagnose (Hautkrebs) nicht lange gewartet werden.
Alterswarzen
sind gelbe, schwarze oder braune flache Gebilde auf der Haut von unregelmässiger, rauher Oberfläche. Anderer Name: seborrhoische Keratose. Meist findet man sie bei Menschen von heller Hautfarbe ab der Altersgruppe über 40. Obwohl diese Veränderungen oft wie Hautkrebs aussehen, sind sie immer gutartig. Führt das Reiben der Kleidung zu Entzündungen oder Blutungen, sollten sie entfernt werden, z.B. durch Ausbrennen mit elektrischem Strom (Elektrokauter), ausschälen (mit dem scharfen Messer) oder durch Einfrieren mit flüssigem Stickstoff, so dass sie abfallen.
Entstehung der Flecken
In der Epidermis, der Oberhaut, gibt es viele Farbstoff produzierende Zellen, die Melanocyten. Da der Farbstoff Melanin heisst, gab man den Zellen den Namen Melanocyten. Die Menge an Melanin in der Epidermis bestimmt die individuelle und rassenbedingte Hautfarbe. Es schützt die Haut vor zu starker Sonneneinstrahlung. Je älter die Haut, desto langsamer erneuern sich die Oberhautzellen und desto länger benötigt die Haut, um sich wieder zu regenerieren.