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Waldröschen (1882-1884)
Waldröschen
(Erste Veröffentlichung: Dezember 1882 bis August 1884)
Kolportageroman (Karl-May-Verlag: Grüner Band 51: "Schloss Rodriganda", Karl-May-Verlag: Grüner Band 52: "Die Pyramide des Sonnengottes", Karl-May-Verlag: Grüner Band 53: "Benito Juarez", Karl-May-Verlag: Grüner Band 54: "Trapper Geierschnabel", Karl-May-Verlag: Grüner Band 55: "Der sterbende Kaiser" und Karl-May-Verlag: Grüner Band 77: "Die Kinder des Herzogs")
Den Kolportageroman Waldröschen oder die Rächerjagd rund um die Erde veröffentlichte Karl May unter dem Pseudonym Capitain Ramon Diaz de la Escosura im Verlag H. G. Münchmeyer in Dresden. Der Untertitel war Grosser Enthüllungsroman über die Geheimnisse der menschlichen Gesellschaft. Der Roman erschien in 109 Fortsetzungen und umfasste 2.612 Seiten.
Inhalt
Dem deutschen Arzt Karl Sternau gelingt es, den spanischen Grafen Emanuel de Rodriganda zu heilen und dessen Tochter Rosa de Rodriganda zu heiraten. Doch Gasparino Cortejo, der schurkische Verwalter des Grafen, hat bereits vor langer Zeit seinen eigenen Sohn gegen den Erben des Grafen ausgetauscht, um den Besitz der Rodrigandas in seine Hand zu bekommen. Er lockt Sternau nach Mexiko, wo er ihn in eine alte Pyramide sperrt. Sternau kann entkommen, wird jedoch nach einigem Hin und Her mit Freunden auf einer einsamen Insel ausgesetzt. Erst viele Jahre später werden sie befreit, nur um wiederum nach einigem Hin und Her im Kloster della Barbara gefangengenommen und -gehalten zu werden. Schliesslich kann der Leutnant Kurt Helmers, der Verlobte von Sternaus Tochter, dem "Waldröschen", seinen Schwiegervater in spe befreien. Es folgt die grosse Wiedervereinigung der getrennten Familien Helmers, de Rodriganda, von Olsunna etc. In diese Geschichte integriert Karl May die Auseinandersetzung zwischen dem von Europa ernannten Kaiser Maximilian von Mexiko (Erzherzog Maximilian von Österreich) und dem mexikanischen Präsidenten Benito Juárez. Dabei stellt er sich eindeutig auf die Seite des Indianers Juárez. Den österreichischen Erzherzog Maximilian stellt er als integren, aber falsch beratenen Menschen dar. Bemerkenswert ist auch die Gestalt des bürgerlichen Leutnants Kurt Helmers, der für die arroganten Adeligen seines Regimentes einen Affront darstellt.