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Glyphogenie,
eine besondere Methode der Ätzung von Stahlplatten. Die im Ätzgrunde auf gewöhnliche Weise radierte Platte wird mit einem 2-3 cm hohen Wachsrand umgeben und mit Vorätzwasser (destilliertem Wasser mit 5 Proz. reiner Salpetersäure und einem Zehntel seines Volumens Weingeist) übergossen, bis die radierten Striche sich braun färben. Die Platte wird dann mit Spülwasser (destilliertem Wasser mit dem dritten Teil seines Volumens Weingeist vermischt) abgewaschen und durch Aufblasen von Luft mittels Blasebalgs getrocknet, worauf man wieder Vorätzwasser aufgießt, bis die Striche braun erscheinen.
Dann wird die Flüssigkeit abgegossen und durch Ätzwasser (30 Teile destilliertes Wasser, 15 Teile Weingeist, 6 Teile reine Salpetersäure, ½ Teil Höllenstein) ersetzt, das die Platte 15 mm hoch bedecken muß. Das Ätzwasser bleibt auf der Platte, bis der sich bildende feine Schlamm die ganze Fläche gleichmäßig bedeckt, worauf die Platte mit reinem Wasser vermittelst eines weichen Haarpinsels so lange gewaschen wird, bis alle Striche ausgewaschen erscheinen. Je nach der beabsichtigten Tiefe der Striche wird die Ätzung noch ein- oder mehreremal wiederholt. Flacher zu haltende Stellen deckt man durch Auftragen eines in Terpentinöl gelösten Ätzgrundes. Die Ätzung ist bei einer Temperatur von annähernd 15° C. auszuführen.