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Bereits in den 70er-Jahren kamen erste Bestrebungen für alternative Kulturformen und -räume in Wil auf. Alternativ meinte zum einen ergänzend zum bestehenden kulturellen Angebot, dann aber, vor dem Hintergrund der 68-er Bewegung, auch „neue, junge Kultur“. Ab 1972 war es die „Schublade“ und später die „Freie Aktion“ und die IG Freizeitzentrum, die sich für Räume für Bands und Konzerte einsetzte. Unter anderem sollte das alte Gaswerk dazu genutzt werden. Resultiert hat daraus die Obere Mühle als Freizeitzentrum. Ab 1980 wurden durch den „FOCUS“ im Pfarreizentrum Konzerte veranstaltet, später folgten vier Altstadt Open Airs, die vom Verein „PANKRAZ“ veranstaltet wurden.
Aus dem Umfeld dieser Bewegung und den späteren Kulturlöwen formierte sich auch die Partei „prowil“ (heute: GRÜNE prowil), die auch heute im Wiler Stadtparlament vertreten ist. Mit dem Gare de Lion und der Kunsthalle sind zwei kulturelle Anliegen dieser Zeit auch heute noch höchst lebendig.
Kurz darauf löste sich der Verein Remise aus personellen Gründen per Ende 2007 auf und bot dem Verein Kulturzentrum Wil an, die Nachfolge zu übernehmen. Nach einigen Monaten Umbauarbeiten startete der Kulturbahnhof Gare de Lion seinen Betrieb im Herbst 2008. Die programmatischen Schwerpunkte der Remise wurden übernommen, jedoch durch die häufigere Durchführung von Konzerten – auch mit lokalen Bands – Lesungen, Poetry Slam, Comedy, Kleintheater und weiteren Veranstaltungen ergänzt. Der neue Name nimmt sowohl Bezug auf die Remise, auch als frühere Lokremise (französischer Name bleibt), als auch auf die Bewegung der Kulturlöwen (Lion) und den Generationenwechsel („de“, von „Gare de Lyon“ in Bezug auf das Französisch-Lehrmittel „on y va“).
www.garedelion.ch
GARE DE LION
Silostrasse 10
9500 Wil