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Musiktherapie lindert Tinnitus-Beschwerden
Eine am Deutschen Zentrum für Musiktherapie DZM vorgenommene Studie zeigt bei 23 Versuchspersonen eine Linderung von Tinnitus-Beschwerden durch eine spezielle Musiktherapie.
23 Versuchspersonen, die mindestens ein halbes Jahr konstant unter Tinnitus-Rauschen litten, beteiligten sich an der Pilotstudie.
Sie unterzogen sich fünf Tage lang jeweils zwei 50-minütigen Einheiten Musiktherapie. Das Vorgehen war ähnlich wie beim tonalen Tinnitus, so die Forscher.
Zu Beginn mussten sich die Patienten aktiv mit dem gehörten Geräusch auseinandersetzen und zwar mit Hilfe von Instrumenten oder der eigenen Stimme. "Also das Gegenteil vom Wegdenken oder Weghören", so der Studienleiter. Die Musik helfe dabei, Tinnitus und Stressreaktionen voneinander zu entkoppeln und könne für Entspannung sorgen. Diese Übungen ermöglichen dem Patienten mit der Zeit eine aktive Unterdrückung des Tinnitus-Geräusches.
21 der 23 Probanden berichteten nach Therapieende und sechs Monate danach von Verbesserungen, was einer neunzigprozentigen Erfolgsquote entspricht. Bildgebende Untersuchungen, die den Verlauf begleiteten, bestätigten neuroplastische Veränderungen der Gehirnstrukturen durch die Therapie.
Es zeigte sich auch, dass zwischen dem "Tinnitus-Rauschen" und der Gesundheit der Herzkranzgefässe ein Zusammenhang besteht: Fast die Hälfte der Teilnehmer wiesen erhöhte Blutdruckwerte auf. Die Forscher erwarten nun, dass der Pilotstudie eine gross angelegte Langzeitstudie folgt.
Tinnitus ist eine der häufigsten Leiden aus dem Hals-Nasen-Ohren-Berich, das bis zu 40% aller Menschen im Laufe des Lebens einmal betrifft.
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pte
08.09.2009 - dzu