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Die aktuelle Studie des «European Institut of gender equality» (EIGE) ist im November 2018 erschienen. Sie eruiert im Anschluss an zwei frühere Studien in sechs weiteren europäischen Ländern die Zahl der Mädchen und jungen Frauen, welche von FGM/C bedroht sind.
Die Nachfolgestudie des EIGE untersucht Staaten, in denen viele Migrantinnen und Migranten leben, die aus aus Ländern mit einer hohen Vorkommensrate von FGM/C stammen. Dies wirft beispielsweise im Bereich Asyl spezifische Fragen auf.
Durch Migration und Exil verursachte Werte- und Verhaltensänderungen verringern einerseits das Risiko für Mädchen der zweiten Einwanderergeneration, ebenfalls von FGM/C betroffen zu sein. Die der Praxis zugrundeliegende Geschlechter-Ungleichheit bleibe in den betreffenden Gemeinschaften aber tief verwurzelt.
Die Studie gibt Handlungsempfehlungen, wirbt für den Austausch von best practices und bekräftigt die Wichtigkeit des Einbezugs der betroffenen Communities – Frauen und Männer – für die Präventionsarbeit. Fachleute im Gesundheitsbereich sollen systematisch weitergebildet, spezialisierte Angebote für Betroffene eingerichtet und Verstösse gegen das in der EU geltende Verbot von FGM/C geahndet werden.