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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen sind ein wesentlicher Risikofaktor für Darmkrebs. Im Unterschied zu anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sind sie für ihre wiederkehrenden und teilweise anhaltenden Krankheitsschübe bekannt. Dabei zählen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu den häufigsten Formen.
Allein in Deutschland sind etwa 400'000 Menschen betroffen. Die Zahl der Erkrankungen steigt weltweit. Wissenschaftler der Agricultural and Mechanical University in Texas haben nun herausgefunden, dass Mangos die Krankheitslast lindern können.
Mangos: Süss und gesund
Obwohl das Fruchtfleisch einer reifen Mango einen verhältnismässig hohen Zuckergehalt aufweist, punktet die süsse Frucht durch ihr Nährstoffprofil. Mangos enthalten neben wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen vor allem Beta-Carotin und zählen damit zu den carotinreichsten Obstsorten. Darüber hinaus steckt in ihnen ein hoher Anteil an Gallotanninen. Dabei handelt es sich um hydroliysierbare Gerbstoffe, die mikrobizide und kanzeroprotektive Eigenschaften besitzen.
Bereits in einer früheren Studie konnte Dr. Susanne Talcott einen kanzeroprotektiven Effekt bei Darm- und Brustkrebs herausstellen. In einer neuen Studie untersuchte das Team um Talcott nun Männer und Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren, die an Morbus Crohn und Colitis ulcerosa litten. Raucher, Menschen mit Leber- und Nierenerkrankungen, Laktoseintoleranz und Zöliakie waren von der Untersuchung ausgeschlossen. Auch schwangere und stillende Frauen wurden in dieser Untersuchung nicht berücksichtigt, weshalb die Pilotstudie letztlich mit 14 Teilnehmern abgeschlossen wurde. Dabei nahmen die Probanden täglich zwischen 200 und 400 g Obst zu sich. Bei Verdauungsbeschwerden war es den Teilnehmer erlaubt, die Dosis herabzusetzen.
Obwohl noch weitere Untersuchungen erforderlich sind, konnten die Wissenschaftler beobachten, dass Symptome der Colitis ulcerosa nachgelassen hatten - ebenso wie die Anzahl der Biomarker abnahm, die mit Entzündungen einhergehen. Auch die Abnahme von Chemokine GRO (GRO-2 und GRO-3) konnte beobachtet werden, deren Expression im Dickdarmkrebsgewebe signifikant höher ist als in normalem Gewebe. Gleichzeitig kam es zu einer Erhöhung der Anzahl von Milchsäurebakterien und anderen probiotischen Bakterien.
Artikelfoto: Hamza Butt CC BY 2.0)