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Was ist das Erdmagnetfeld?
Als Erdmagnetfeld bezeichnet man den Bereich um die gesamte Erde, in dem magnetische Kräfte wirken (über Magneten und magnetische Kräfte kannst du im Artikel „Die geheimnisvolle Kraft der Magnete“ lesen). Das Erdmagnetfeld ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Deshalb zeichnen Wissenschaftler Linien, um den Verlauf des Magnetfelds zu veranschaulichen. Diese Linien werden Magnetfeldlinien genannt.
Was bewirkt das Erdmagnetfeld?
Schutz vor kosmischer Strahlung
Von der Sonne, unserer Milchstrasse und fernen Galaxien gelangt kosmische Strahlung zu unserer Erde. Die kosmische Strahlung besteht aus Teilchen, die so viel Energie besitzen, dass sie das Leben auf der Erde zerstören könnten. Zum Glück bietet das Erdmagnetfeld Schutz vor diesen energiereichen Teilchen. Da das Erdmagnetfeld die ganze Erde umhüllt, werden die Teilchen aus dem All entlang der Magnetfeldlinien um die Erde herum gelenkt und verschwinden wieder im All. An den magnetischen Polen können aber die Teilchen leichter zur Erde gelangen. Deswegen entstehen dort farbenprächtige Polarlichter (hier erfährst du, wie ein Polarlicht entsteht). Wenn die Sonnenaktivität besonders hoch ist, kommt es manchmal vor, dass auch in mittleren Breitengraden (Mitteleuropa) Polarlichter entstehen.
Orientierung von Lebewesen
Manche Tiere besitzen einen Magnetsinn, mit dem sie magnetische Felder wahrnehmen können. Sie nutzen das Erdmagnetfeld, um sich zu orientieren (mehr dazu findest du in unserem Dossier "Orientierung im Tierreich" ). Zu den Tieren, die einen Magnetsinn besitzen, gehören zum Beispiel Bienen, Zugvögel, Meeresschildkröten und Haie. Wir Menschen besitzen keinen Magnetsinn. Jedoch können wir uns mithilfe des Erdmagnetfelds orientieren, indem wir einen Kompass zur Navigation benutzen.