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Vergleichende Untersuchungen zur Direktdosierung und nachgeschalteten Dosierung von Pulveraktivkohle
DWA KA Korrespondenz Abwasser, N° 12, 2017
Fachbeitrag von M. Evers, R. Lange, P. Jagemann, B. Teichgräber, E. Heinz, M. Lübken und M. Wichern.
Zusammenfassung
In einem Forschungsvorhaben, das die Emschergenossenschaft in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik der Ruhr-Universität Bochum durchführt, liegt der Schwerpunkt auf dem direkten Vergleich der Dosierung von Pulveraktivkohle (PAK) in die Belebung mit einer nachgeschalteten PAK-Stufe zur Elimination von anthropogenen Spurenstoffen. Die Untersuchungen werden auf dem Technikum der Emschergenossenschaft durchgeführt, wo eine zweistraßige Belebungsanlage sowie eine PAK-Stufe zur Verfügung stehen. DieBelebung wurde mit einem konstanten Zufluss von 2,3 L pro Sekunde pro Straße beschickt und mit einem Schlammalter zwischen 10,2 und 12,6 d (12 °C) betrieben. Die Auswirkungen der Dosierungvon 5 und 10 mg PAK pro Liter auf die Reduktion von elf Arzneimittelwirkstoffen werden hier vorgestellt. Durch die Zugabe von 5 mg PAK pro Liter in die PAK-Stufe wurden die Spurenstoffe im Mittel zu insgesamt 73 % reduziert. Bei der Verdoppelung der PAK-Dosis auf 10 mg PAK pro Liter betrug die Elimination über alle betrachteten Stoffe knapp 80 %. Bei der Direktdosierung konnten 56 % der Arzneimittel bei einer Dosierung von 5 mg PAK pro Liter und 66 % bei der Zugabe von 10 mg PAK pro Liter entfernt werden. Damit liegt die Eliminationsleistung bei der Direktdosierung gegenüber der nachgeschalteten PAK-Stufe um etwa 15–20 % niedriger.
- Publikationsjahr: 2017