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Das Tal, welches an den Kanton Luzern grenzt, liegt südlich der Stadt und wird seit dem Mittelalter landwirtschaftlich genutzt. Da wo es flach war und ein Bach für Wasser sorgte, haben unsere Vorfahren den Wald abgeholzt und das gewonnene Land genutzt. Es wurde vor allem Milch produziert und die Milchzentrale Zofingen vermarktete die Produkte in der Umgebung.
Dass das Riedtal ein wunderschönes Naherholungsgebiet ist und sich auch für den Anbau von Trauben eignet, haben wohl die wenigsten Zofinger gedacht.
Gehen wir aber zurück in die Zeit als die Berner in Zofingen noch das Sagen hatten, vernehmen wir, dass Bern 1661 die Konzession zur Anlage eines Rebbergs von gut 25 Jucharten am Bergli im vorderen Riedtal gab.
Zwei Jahre später, 1663, durfte auf der inneren Spitalhalde, das ist das Gebiet das heute noch Rebberg heisst, ein zweiter Südhang mit Reben bepflanzt werden. 1727 wurde eine Trotte unterhalb des Rebbergs gebaut. Da wo heute der Trottenweiher ist, stand diese Weinpresse. Um zu verhindern, dass aus dem Trester Schnaps gebrannt wurde, hatte der Aufseher strikte Anweisung, alle Trauben-Rückstände auf den Miststock zu werfen, was natürlich nicht immer geschah! «Na denn Prost.»
Text: Res Kaderli
Bilder: Res Kaderli
4.5.2020