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Buch- und Drehbuchautor Thomas Meyer gibt einen Cashkurs der jüdischen Sprache.
Jiddisch ist vor ungefähr 1000 Jahren im deutschen Sprachgebiet entstanden. Als die dort ansässigen Juden ab dem 11. Jahrhundert verfolgt wurden, flüchteten die meisten nach Polen und Litauen. Dort entlehnte das Jiddisch viele Wörter und satzbauliche Eigenarten aus den neuen sprachlichen Umgebungen. Darum klingt Jiddisch ein bisschen so, als würde ein slawischer Einwanderer Schweizerdeutsch sprechen, das ja ebenfalls ein mittelhochdeutscher Dialekt ist.
Jiddisch wird vor allem in ultraorthodoxen Familien in Jerusalem und New York gesprochen. Viele säkulare Juden gebrauchen Jiddisch zudem in einzelnen Wörtern und Redewendungen. Nur Juden? Nein. Seit Motti Wolkenbruch seine Geschichte im Kino erzählt, erfreuen sich auch Nichtjuden an den niedlichen Begriffen, von denen hier einige für den Hausgebrauch aufgeführt sind.