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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.01244 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Fumagalli Urteil vom 14. Februar 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Rechtsanwältin Vanessa Heimgartner, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1956, ist seit 2003 geschieden und Mutter eines Sohnes (geboren 1990). Sie verfügt über keine abge schlos sene Ausbildung, bezieht seit 1997 Sozialhilfe und war zuletzt ab 1994 bis 2011 im Y.___ in einem Beschäftigungsprogramm integriert. Unter Hinweis auf gesundheitliche Beschwerden meldete sie sich am 31. Oktober 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leist ungsbezug an (Urk. 7/10). In medizinischer Hinsicht holte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 7/5; Urk. 7/17; Urk. 7/18), zu welchen der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 16. Januar 2017 Stellung nahm (Urk. 7/22/3-4). In erwerblicher Hinsicht zog sie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten bei (Urk. 7/15). Am 3. Mai 2017 führte die IV-Stelle bei der Versicherten eine Haushaltsabklärung vor Ort durch (Urk. 7/21). Mit Vorbescheid vom 24. Mai 2017 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/23), wogegen die Be schwerdeführerin mit Schreiben vom 21. Juni 2017 sowie ergänzend am 29. August 2017 Einwand erhob (Urk. 7/24 ; Urk. 7/29 ). Mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7/31 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte am 16. November 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (S. 2 Ziff. 3; Urk. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Mit gerichtlicher Verfügung vom 12. Januar 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Pro zessführung bewilligt (Urk. 8). Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG als invalid, wenn eine Un mög lichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorlie gens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga ben bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entspre chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren ten revision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts be messung ( Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b). Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungs ver gleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigung en und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b). Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich zusammengefasst auf folgende Standpunkte: Gemäss dem Arztbericht von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychia trie und Psychotherapie FMH, sei ein invaliditätsrelevanter Ge sundheitsschaden ausgewiesen. Im Hinblick auf die Qualifikation der Beschwerdeführerin sei auf grund des Haushaltsabklärungsberichtes in keiner Weise nachvollziehbar, wes halb sie als vollerwerbs tätig eingestuft werden sollte. Sie habe die Ausbildung zur Coiffeuse nicht abgeschlossen und selber angegeben, dass ihr dieser Beruf nicht zugesagt habe und sie sich eine geregelte Tätigkeit nicht vorstellen könne. Ausserdem habe sie nie einer geregelten Tätigkeit nachgehen wollen und dies letztlich auch nicht getan. Die Beschwerdeführerin sei deshalb als voll im Ha us halt Tätige zu qualifizieren. Die Einschränkung im Haushaltsbereich sei unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht ihres Lebenspartners auf 28 % beziffert worden. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 28 %, w omit kein Anspruch auf e ine Invalidenrente bestehe (Urk. 2 /7/30 ). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, die Ge sund heitsbeeinträchtigung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits im frühen Erwachsenenalter eingetreten beziehungsweise zu einem Zeitpunkt, als sie noch einer Erwerbstätigk eit nachgegangen sei. Gemäss IK-Auszug habe sie ab 1974 über mehrere Jahre hinweg immer wieder versucht, im Erwerbsleben Fuss zu fassen. Dass ihr dies nicht gelungen sei, sei mit Blick auf die medizinischen Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ihre Krankheit zurückzuführen. Zudem habe sie immer wieder an Teillohnprojekten – zuletzt im Jahr 2011 – teil genommen. Dies gemäss IK-Auszug auch nach der Geburt des Sohnes (1990) und in der Zeit, als noch eine Kinderbetreuung erforderlich gewesen sei. Ebenso seien gemäss IK-Auszug Einsätze während der Ehe zu verzeichnen. Zu berück sichtigen sei zudem ihre aktuelle Lebenssituation. Sie sei geschieden und wäre im Gesundheitsfall gezwungen – auch wenn sie mit einem Lebenspartner zusammen wohne – einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzu gehen, da im Konkubinat keine Unterstützungspflicht vorliegen würde und der Lebenspartner auch keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Ihre Aussage, dass sie sich aufgrund der Lebensumstände eine geregelte Erwerbstätigkeit erst gar nicht vor stellen könne, bedeute nicht, dass sie im Gesundheitsfall keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würde, und könne mithin nicht als «Aussage der ersten Stunde» zur Frage des Umfangs der hypothetischen Erwerbsfähigkeit im Gesundheitsfall her an gezogen werden. Die objektiven Umstände würden aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung den Schluss nahelegen, dass sie im Gesundheitsfall zumindest in einem Umfang einer Erwerbst ätigkeit nachgehen würde, der es ihr erlaube, ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Mangels einer beruflichen Ausbil dung und fehlender Erfahrung müss t e sie mindestens ein Pensum im Umfang von 80 % ausüben, um dies erreic hen zu können (Urk. 1 S. 9 f.). Der Vollständigkeit halber sei darauf hi nzuweisen, dass aufgrund ihres schweren und seit langem bestehenden Leidens offensichtlich eine Unfähigkeit bestehe, für sich selber zu sorgen, weshalb es sich rechtfertige, von einer vollständigen oder zumindest 70 % igen Einschränkung (auch) im Aufgabenbereich auszugehen. Sie habe demnach – selbst unter der Annahme, dass sie im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig gewesen wäre – Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 1 S. 10 f.). 2.3 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente, ausgehend von einer voll im Haus halt Tätigen, mit einem Invaliditätsgrad von 28 % verneint hat. 3. 3.1 Dr. Z.___, der die Versicherte auf Aufforderung des Hausarztes Dr. A.___ untersuchte, stellte in seinem Bericht vom 21. April 2015 (Urk. 7/17) die folgen den psychiatrischen Diagnosen (Urk. 7/17/1) : - Polytoxikomonie (ICD-10: F 19.25) - Opiat abhängigkeit: Methadonsubstitution seit 1982 - Cannabisabhängigkeit - Benzodiazepinabhängigkeit ( Dormicum ) - Abhängige Persönlichkeitsstörung - i m Zusammenhang mit negativen Kindheitserlebnissen (ICD-10: Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6) - Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: F 33.4). Darüber hinaus stellte er der Beschwerdeführerin die somatische Diagnose einer substituierten Hypothyreose und stellte einen Status nach Hepatitis B und C fest, wobei keine V irusreplikation nachweisbar sei (Urk. 7/17/1). B e züglich der Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass der Schweregrad der Störung nicht mit ein er beruflichen Tätigkeit vereinbar sei. Es bestehe eine Beein trä chtigung in diversen Bereichen wie beispielsweise bei ausdauerndem, fokus sier tem E rledigen (auch einfacher) manueller Tätigkeiten, Zuverlässigkeit, Flexi bilität und Anpassungsfähigkeit. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit habe sich zuletzt auch im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes der Sozialhilfe gezeigt, wo von die Beschwerdeführerin schl i esslich dispensiert worden sei (Urk. 7/17 /2 ). 3.2 Dr. med. A.___, Facharzt Innere Medizin FMH, stellte der Beschwerde führerin in seinem Bericht vom 24. November 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/18/1) : - Status nach intravenösem Drogenabusus - Methadonersatz seit 1982, Heroinabhängigkeit von 1977 bis 1982 - Status nach Hepatitis B und C - Benzodiazepin-Abhängigkeit Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verneinte er bezüglich der folgenden Diag nosen (Urk. 7/18/1): - Substituierte Hypothyreose - Status nach Cholezystektomie - Adipositas. Die Beschwerdeführerin sei seit Dezember 2004 bei ihm in Behandlung und seit diesem Zeitpunkt bis auf Weiteres mindestens zu 20 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit arbeitsunfähig. Gleichzeitig führte er aus, dass die Arbeitsunfähigkeit seit Jahren und Jahrzehnten durch die psychiatrische Erkrankung der B eschwer deführerin bedingt sei, und v erwies auf den Bericht von Dr. Z.___ vom 21. April 2015 (Urk. 7/18/1-2). 3.3 Die R AD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 16. Januar 2017 zu den vorgelegenen Arztberichten (vgl. Urk. 7/5/2; Urk. 7/17; Urk. 7/18/1-5) Stellung (Urk. 7/22/ 3-4) und diag nos tizierte mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/22/3) : - Abhängige Persönlichkeitsstörung - Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10 F 33.4) - Polytoxikom anie (ICD-10 F 19.25) mit Opiat abhängigkeit: Methadon substitution seit 1982, Cannabisabhängigkeit und Benzodia zepin abhän gig keit ( Dormicum ) Ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte sie der Beschwer deführerin folgende Diagnosen (Urk. 7/22/3) : - Negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6) - Substituierte Hypohyreose - Status nach Hepatitis B und C - Status nach Cholecystektomie - Adipositas - Langjährige Abhängigkeit von Tabak (ICD-10 F 17.2) mit begleitender COPD. Die Beschwerdeführerin sei spätestens seit dem Zeitpunkt, an dem sie von dem Beschäftigungsprogramm dispensiert worden sei – das heisst seit 2013 (recte: 2011, vgl. Urk. 7/15/5 ) – sowohl i n der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätig keit 100 % arbeitsunfähig. Diese Arbeitsunfähigkeit lasse sich überwiegend wahr scheinlich durch medizinische Massnahmen nicht verbessern. Eine niederschwel lige Arbeitstätigkeit zur Etablierung einer Tage sstruktur könne versucht werden (Urk. 7/22/4). 3.4 Bei dieser medizinischen Ausgangslage ist der in der angefochtenen Verfügung von der Beschwerdegegnerin gezogene Schluss, dass die 61jährige Beschwerde führerin an einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschä digung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG leidet (Urk. 2), nicht zu beanstanden. Wie Dr. Z.___ überzeugend darlegte (Urk. 7/17/2), liegt bei der Beschwerde füh rerin nach einer desolaten Kindheit und Jugendzeit eine abhängige Persönlich keitsstörung nach ICD-10 vor, die dazu führte, dass die Versicherte schon in jungen Jugendjahren durch den Konsum von Geborgenheit und Versorgung imi tie render Substanzen wie Cannabis und kurz nach dem 20. Altersjahr von Heroin in eine Drogensucht geriet, die seit 1982 mit Methadon substituiert wird, wobei die Versicherte zusätzlich auch benzodiazepinabhängig ist. Sämtliche Ärzte sind sich auch einig darin, dass deshalb bei der Versicherten seit Jahren keine verwert bare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorhanden ist; auch das ist unstrittig und dem ist zu folgen. 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist jedoch die Qualifikation der Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige. 4.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitlich erwerbstätig oder als nicht erwerbstätig einzustufen ist, – was je zu einer anderen Methode der Inva li di tätsbemessung (Einkommensvergleich, spezifische Methode, gemischte Metho d e) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (vorsteh end E. 1. 2 ). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge richt folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 4.3 Anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 3. Mai 2017 (Urk. 7/21) gab die Beschwerdeführerin – auf die Frage, wie ihre berufliche Situation ohne Gesund heitsschaden wäre – an, dass sie nie einer geregelten Erwerbstätigkeit nachge gangen sei. Sie habe eine Lehre als Fotografin machen wollen, dies sei aber von zu Hause aus nicht akzeptiert worden. Daher habe sie eine Lehre als Coiffeuse angefangen. Einen Abschluss habe sie jedoch nicht gemacht, da ihr der Beruf nicht zugesagt habe. Aufgrund ihrer Lebenssituation sei sie zunehmend in die Drogenszene gerutscht beziehungsweise geflüchtet und sei dadurch oft weg von zu Hause gewesen. Da sie sich eine geregelte Erwerbstätigkeit gar nicht erst vor stellen könne, könne sie hierzu auch keine Angaben machen (Urk. 7/21/4). Dass die Beschwerdeführerin bei ihrer Drogenvergangenheit seit Jugendzeit nie einer geregelten Erwerb stätigkeit nachgegangen ist, sie sich deshalb eine geregelte Erwerbs tätigkeit nicht vorstellen kann, bede utet nicht – wie die Beschwerde füh rerin zu Recht geltend macht (vgl. Urk. 1 S. 9) –, dass sie im Gesundheitsfall nicht einer Er werbstätigkeit nachgehen würde. Der Beschwerdeführerin war offenbar nicht bewusst, dass es bei der gestellten Frage um eine Aussage für den hypo the tischen Fall ohne Gesundheitsschaden ging. Und von der Abklärungsperson wurde dies auch nicht richtig gestellt und es wurde auch nicht nachgehakt. Weil sich die Versicherte zu dieser entscheidenden Frage nicht äusserte, sind ihre An gaben anlässlich des Haushalsabklärungsberichtes für ihre Qualifikation irrele vant. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach die Beschwerdefüh rerin selber angegeben habe, dass ihr der Beruf als Coiffeuse nicht zugesagt hab e und sie sich eine geregelte Tä tigkeit nicht vorstellen könne (vgl. Urk. 2 S. 2), ver mag daher für die Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % im Haushalt Tätige nicht zu überzeugen. 4.4 Die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin zeigt auf, dass die Versicherte gemäss d em Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 7/15) ab 1974 – das heisst ab ihrem 1 9. Lebensjahr – immer wieder, aber sehr tiefe Einkommen erzielte. Auch in der Zeit nach der Methadonsubstitution, mit welcher sie im Jahr 1982 begann (Urk. 7/18/1), sowie vor der Geburt ihres Sohnes 1990 (Urk. 7/4/1), erzielte die Beschwerdeführerin kein e tragfähig en Einkommen (Urk. 7/15/1-2). Seit 1989 ist sie Sozialhilfeempfängerin (vgl. Urk. 7/18/2) und nahm zwischen 1994 und 2011 regelmässig an dem Beschäftigungsprogramm « Y.___ » der Stadt Zürich teil, bei welchen sie jeweils ein geringes Einkommen erzielte. Von 1999 bis 2003 war sie verheiratet (vgl. Urk. 7/28), lebt aber seit Jahren wieder mit ihrem Lebenspartner – dem Kindsvater ihres Sohnes – zusammen (vgl. Urk. 7/21/4 ). Auch er bezieht Sozialhilfe (vgl. Urk. 7/21/2). A ufgrund des G esagten ist bei der Beschwerdeführerin lediglich von eine r kurzen Zeit einer Vollständigen Erwerbsfähigkeit als gesunde Person – nämlich während des Zeitraum s nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit bis zum Beginn ihres Heroinkonsums – a uszugehen. Die Beschwerdeführerin absolvierte in dieser Zeit ein Werkjahr sowie ihre nicht bestandene Lehre als Coiffeuse und war damit voll erwerbstätig. Im Übrigen spricht auch der Bericht von Dr. Z.___ (Urk. 7/17) dafür, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen bereits ab dem jungen Erwachsenenalter nicht in der Lage war, über einen längeren Zeitraum einer kontinuierlichen Arbeit nachzugehen. So sei die Ent wicklung einer autonomen und stabilen Persönlichkeit vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin als Kind von ihren Eltern geschlagen und mit neun Jahren in ein Heim gegeben worden sei und schliesslich ihre Mutter – als sie 13-jährig war – verstorben sei, nicht gelungen. Der Konsum von Geborgenheit und Versorgung imitierender Drogen sei als Symptom einer abhängigen Persönlich keitsstörung zu sehen und habe die Entwicklung einer reifen Persönlichkeit schon seit dem frühen Erwachsenenalter zusätzlich geschädigt. Der Schweregrad der Störung sei nicht mit einer beruflichen Tätigkeit vereinbar (Urk. 7/17/2). Im vor liegenden Fall ist deshalb davon auszugehen, dass die Persönlichkeitsstörung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im frühen Erwachsenenalter – als die Be schwer deführer in demnach erwerbstätig war – verfestigt war. Damit kann aus den über die Jahre tatsächlich erzielten, nachgewiesenen Einkommen, wenig auf die hypothetisch zu ermittelnde Situation des Gesundheitsfalls geschlossen werden. Immerhin ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin immer wieder auch gear beitet hat und nicht nur nichterwerbstätig war. Aus der Tatsache, dass die Versicherte während ihrer Ehe nicht gearbeitet hat, lässt sich vorliegend sodann nichts schliessen. Denn die Ehe dauerte nur gerade vier Jahre (Urk. 7/9), und im vorliegend massgeblichen Zeitpunkt war die Ver sicherte nicht mehr verheiratet. 4.5 Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie mit überwiegender Wahr schein lichkeit als zumindest 80 % im Erwerbsbereich Tätige oder voll Er werbstätige zu qualifizieren sei (Urk. 1 S. 10). Massgebend für die Qualifikation ist weiter, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beschwerdeführerin nach den per sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnissen erwerbstätig wäre, wenn sie in der Gesundheit nicht be einträchtig wäre. Zu beachten ist, dass der Sohn der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1990) bereits ausgezogen und in einem Pensum von 100 % berufstäti g ist ( vgl. Urk. 7/21/2 ), weswegen er keine Betreu ung mehr benötigt. Weiter lebt die Beschwerdeführerin im Konkubinat mit einem nicht erwerbstätige n Mann. Im Gesundheitsfall wäre sie demnach gezwungen, einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzugehen. Aus den erwähnten Tatsachen, dass die Versicherte immer wieder auch teiler werbs tätig war, aus persönlichen und finanziellen Umständen eine Erwerbstätig keit möglich und gar zwingend notwendig wäre, ist zu folgern, dass die Ver sicherte im Gesundheitsfall bei ansonsten gleichen Bedingungen erwerbstätig wäre. In Anbetracht der Tatsache, dass die Versicherte bereits über 60 Jahre alt ist, kann ihrem Vorbringen, sie würde in einem Teilzeitpensum von 80 % arbeiten, gefolgt werden. Dafür, dass sie hingegen nichterwerbstätig wäre, sprechen die Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht. 4.6 Bei dieser Qualifikation als teilerwerbstätige Person ist der Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode im Sinne von Art. 28 a Abs. 3 IVG zu bemessen. Da die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seit Jahren gänzlich arbeitsunfähig ist, steht ihr beim Verhältnis von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Aufgabenbereich eine ganze Invalidenrente zu. Diese ist aufgrund der Anmeldung bei der Invalidenversicherung am 31. Oktober 2016 (eingegangen bei der Inva lidenversicherung Anfang November 2016, Urk. 7/6) sechs Monate später ab 1. Mai 2017 auszuzahlen (Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG). 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und a uf Fr. 6 00.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherung s anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 16. Oktober 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. Mai 2017 hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. -- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigFumagalli

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.01244 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Fumagalli Urteil vom 14. Februar 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Rechtsanwältin Vanessa Heimgartner, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1956, ist seit 2003 geschieden und Mutter eines Sohnes (geboren 1990). Sie verfügt über keine abge schlos sene Ausbildung, bezieht seit 1997 Sozialhilfe und war zuletzt ab 1994 bis 2011 im Y.___ in einem Beschäftigungsprogramm integriert. Unter Hinweis auf gesundheitliche Beschwerden meldete sie sich am 31. Oktober 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leist ungsbezug an (Urk. 7/10). In medizinischer Hinsicht holte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 7/5; Urk. 7/17; Urk. 7/18), zu welchen der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 16. Januar 2017 Stellung nahm (Urk. 7/22/3-4). In erwerblicher Hinsicht zog sie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten bei (Urk. 7/15). Am 3. Mai 2017 führte die IV-Stelle bei der Versicherten eine Haushaltsabklärung vor Ort durch (Urk. 7/21). Mit Vorbescheid vom 24. Mai 2017 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/23), wogegen die Be schwerdeführerin mit Schreiben vom 21. Juni 2017 sowie ergänzend am 29. August 2017 Einwand erhob (Urk. 7/24 ; Urk. 7/29 ). Mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7/31 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte am 16. November 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (S. 2 Ziff. 3; Urk. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Mit gerichtlicher Verfügung vom 12. Januar 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Pro zessführung bewilligt (Urk. 8). Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG als invalid, wenn eine Un mög lichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorlie gens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga ben bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entspre chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren ten revision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts be messung ( Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b). Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungs ver gleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigung en und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b). Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich zusammengefasst auf folgende Standpunkte: Gemäss dem Arztbericht von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychia trie und Psychotherapie FMH, sei ein invaliditätsrelevanter Ge sundheitsschaden ausgewiesen. Im Hinblick auf die Qualifikation der Beschwerdeführerin sei auf grund des Haushaltsabklärungsberichtes in keiner Weise nachvollziehbar, wes halb sie als vollerwerbs tätig eingestuft werden sollte. Sie habe die Ausbildung zur Coiffeuse nicht abgeschlossen und selber angegeben, dass ihr dieser Beruf nicht zugesagt habe und sie sich eine geregelte Tätigkeit nicht vorstellen könne. Ausserdem habe sie nie einer geregelten Tätigkeit nachgehen wollen und dies letztlich auch nicht getan. Die Beschwerdeführerin sei deshalb als voll im Ha us halt Tätige zu qualifizieren. Die Einschränkung im Haushaltsbereich sei unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht ihres Lebenspartners auf 28 % beziffert worden. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 28 %, w omit kein Anspruch auf e ine Invalidenrente bestehe (Urk. 2 /7/30 ). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, die Ge sund heitsbeeinträchtigung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits im frühen Erwachsenenalter eingetreten beziehungsweise zu einem Zeitpunkt, als sie noch einer Erwerbstätigk eit nachgegangen sei. Gemäss IK-Auszug habe sie ab 1974 über mehrere Jahre hinweg immer wieder versucht, im Erwerbsleben Fuss zu fassen. Dass ihr dies nicht gelungen sei, sei mit Blick auf die medizinischen Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ihre Krankheit zurückzuführen. Zudem habe sie immer wieder an Teillohnprojekten – zuletzt im Jahr 2011 – teil genommen. Dies gemäss IK-Auszug auch nach der Geburt des Sohnes (1990) und in der Zeit, als noch eine Kinderbetreuung erforderlich gewesen sei. Ebenso seien gemäss IK-Auszug Einsätze während der Ehe zu verzeichnen. Zu berück sichtigen sei zudem ihre aktuelle Lebenssituation. Sie sei geschieden und wäre im Gesundheitsfall gezwungen – auch wenn sie mit einem Lebenspartner zusammen wohne – einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzu gehen, da im Konkubinat keine Unterstützungspflicht vorliegen würde und der Lebenspartner auch keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Ihre Aussage, dass sie sich aufgrund der Lebensumstände eine geregelte Erwerbstätigkeit erst gar nicht vor stellen könne, bedeute nicht, dass sie im Gesundheitsfall keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würde, und könne mithin nicht als «Aussage der ersten Stunde» zur Frage des Umfangs der hypothetischen Erwerbsfähigkeit im Gesundheitsfall her an gezogen werden. Die objektiven Umstände würden aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung den Schluss nahelegen, dass sie im Gesundheitsfall zumindest in einem Umfang einer Erwerbst ätigkeit nachgehen würde, der es ihr erlaube, ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Mangels einer beruflichen Ausbil dung und fehlender Erfahrung müss t e sie mindestens ein Pensum im Umfang von 80 % ausüben, um dies erreic hen zu können (Urk. 1 S. 9 f.). Der Vollständigkeit halber sei darauf hi nzuweisen, dass aufgrund ihres schweren und seit langem bestehenden Leidens offensichtlich eine Unfähigkeit bestehe, für sich selber zu sorgen, weshalb es sich rechtfertige, von einer vollständigen oder zumindest 70 % igen Einschränkung (auch) im Aufgabenbereich auszugehen. Sie habe demnach – selbst unter der Annahme, dass sie im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig gewesen wäre – Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 1 S. 10 f.). 2.3 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente, ausgehend von einer voll im Haus halt Tätigen, mit einem Invaliditätsgrad von 28 % verneint hat. 3. 3.1 Dr. Z.___, der die Versicherte auf Aufforderung des Hausarztes Dr. A.___ untersuchte, stellte in seinem Bericht vom 21. April 2015 (Urk. 7/17) die folgen den psychiatrischen Diagnosen (Urk. 7/17/1) : - Polytoxikomonie (ICD-10: F 19.25) - Opiat abhängigkeit: Methadonsubstitution seit 1982 - Cannabisabhängigkeit - Benzodiazepinabhängigkeit ( Dormicum ) - Abhängige Persönlichkeitsstörung - i m Zusammenhang mit negativen Kindheitserlebnissen (ICD-10: Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6) - Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: F 33.4). Darüber hinaus stellte er der Beschwerdeführerin die somatische Diagnose einer substituierten Hypothyreose und stellte einen Status nach Hepatitis B und C fest, wobei keine V irusreplikation nachweisbar sei (Urk. 7/17/1). B e züglich der Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass der Schweregrad der Störung nicht mit ein er beruflichen Tätigkeit vereinbar sei. Es bestehe eine Beein trä chtigung in diversen Bereichen wie beispielsweise bei ausdauerndem, fokus sier tem E rledigen (auch einfacher) manueller Tätigkeiten, Zuverlässigkeit, Flexi bilität und Anpassungsfähigkeit. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit habe sich zuletzt auch im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes der Sozialhilfe gezeigt, wo von die Beschwerdeführerin schl i esslich dispensiert worden sei (Urk. 7/17 /2 ). 3.2 Dr. med. A.___, Facharzt Innere Medizin FMH, stellte der Beschwerde führerin in seinem Bericht vom 24. November 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/18/1) : - Status nach intravenösem Drogenabusus - Methadonersatz seit 1982, Heroinabhängigkeit von 1977 bis 1982 - Status nach Hepatitis B und C - Benzodiazepin-Abhängigkeit Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verneinte er bezüglich der folgenden Diag nosen (Urk. 7/18/1): - Substituierte Hypothyreose - Status nach Cholezystektomie - Adipositas. Die Beschwerdeführerin sei seit Dezember 2004 bei ihm in Behandlung und seit diesem Zeitpunkt bis auf Weiteres mindestens zu 20 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit arbeitsunfähig. Gleichzeitig führte er aus, dass die Arbeitsunfähigkeit seit Jahren und Jahrzehnten durch die psychiatrische Erkrankung der B eschwer deführerin bedingt sei, und v erwies auf den Bericht von Dr. Z.___ vom 21. April 2015 (Urk. 7/18/1-2). 3.3 Die R AD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 16. Januar 2017 zu den vorgelegenen Arztberichten (vgl. Urk. 7/5/2; Urk. 7/17; Urk. 7/18/1-5) Stellung (Urk. 7/22/ 3-4) und diag nos tizierte mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/22/3) : - Abhängige Persönlichkeitsstörung - Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10 F 33.4) - Polytoxikom anie (ICD-10 F 19.25) mit Opiat abhängigkeit: Methadon substitution seit 1982, Cannabisabhängigkeit und Benzodia zepin abhän gig keit ( Dormicum ) Ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte sie der Beschwer deführerin folgende Diagnosen (Urk. 7/22/3) : - Negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6) - Substituierte Hypohyreose - Status nach Hepatitis B und C - Status nach Cholecystektomie - Adipositas - Langjährige Abhängigkeit von Tabak (ICD-10 F 17.2) mit begleitender COPD. Die Beschwerdeführerin sei spätestens seit dem Zeitpunkt, an dem sie von dem Beschäftigungsprogramm dispensiert worden sei – das heisst seit 2013 (recte: 2011, vgl. Urk. 7/15/5 ) – sowohl i n der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätig keit 100 % arbeitsunfähig. Diese Arbeitsunfähigkeit lasse sich überwiegend wahr scheinlich durch medizinische Massnahmen nicht verbessern. Eine niederschwel lige Arbeitstätigkeit zur Etablierung einer Tage sstruktur könne versucht werden (Urk. 7/22/4). 3.4 Bei dieser medizinischen Ausgangslage ist der in der angefochtenen Verfügung von der Beschwerdegegnerin gezogene Schluss, dass die 61jährige Beschwerde führerin an einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschä digung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG leidet (Urk. 2), nicht zu beanstanden. Wie Dr. Z.___ überzeugend darlegte (Urk. 7/17/2), liegt bei der Beschwerde füh rerin nach einer desolaten Kindheit und Jugendzeit eine abhängige Persönlich keitsstörung nach ICD-10 vor, die dazu führte, dass die Versicherte schon in jungen Jugendjahren durch den Konsum von Geborgenheit und Versorgung imi tie render Substanzen wie Cannabis und kurz nach dem 20. Altersjahr von Heroin in eine Drogensucht geriet, die seit 1982 mit Methadon substituiert wird, wobei die Versicherte zusätzlich auch benzodiazepinabhängig ist. Sämtliche Ärzte sind sich auch einig darin, dass deshalb bei der Versicherten seit Jahren keine verwert bare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorhanden ist; auch das ist unstrittig und dem ist zu folgen. 4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist jedoch die Qualifikation der Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige. 4.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitlich erwerbstätig oder als nicht erwerbstätig einzustufen ist, – was je zu einer anderen Methode der Inva li di tätsbemessung (Einkommensvergleich, spezifische Methode, gemischte Metho d e) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (vorsteh end E. 1. 2 ). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge richt folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 4.3 Anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 3. Mai 2017 (Urk. 7/21) gab die Beschwerdeführerin – auf die Frage, wie ihre berufliche Situation ohne Gesund heitsschaden wäre – an, dass sie nie einer geregelten Erwerbstätigkeit nachge gangen sei. Sie habe eine Lehre als Fotografin machen wollen, dies sei aber von zu Hause aus nicht akzeptiert worden. Daher habe sie eine Lehre als Coiffeuse angefangen. Einen Abschluss habe sie jedoch nicht gemacht, da ihr der Beruf nicht zugesagt habe. Aufgrund ihrer Lebenssituation sei sie zunehmend in die Drogenszene gerutscht beziehungsweise geflüchtet und sei dadurch oft weg von zu Hause gewesen. Da sie sich eine geregelte Erwerbstätigkeit gar nicht erst vor stellen könne, könne sie hierzu auch keine Angaben machen (Urk. 7/21/4). Dass die Beschwerdeführerin bei ihrer Drogenvergangenheit seit Jugendzeit nie einer geregelten Erwerb stätigkeit nachgegangen ist, sie sich deshalb eine geregelte Erwerbs tätigkeit nicht vorstellen kann, bede utet nicht – wie die Beschwerde füh rerin zu Recht geltend macht (vgl. Urk. 1 S. 9) –, dass sie im Gesundheitsfall nicht einer Er werbstätigkeit nachgehen würde. Der Beschwerdeführerin war offenbar nicht bewusst, dass es bei der gestellten Frage um eine Aussage für den hypo the tischen Fall ohne Gesundheitsschaden ging. Und von der Abklärungsperson wurde dies auch nicht richtig gestellt und es wurde auch nicht nachgehakt. Weil sich die Versicherte zu dieser entscheidenden Frage nicht äusserte, sind ihre An gaben anlässlich des Haushalsabklärungsberichtes für ihre Qualifikation irrele vant. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach die Beschwerdefüh rerin selber angegeben habe, dass ihr der Beruf als Coiffeuse nicht zugesagt hab e und sie sich eine geregelte Tä tigkeit nicht vorstellen könne (vgl. Urk. 2 S. 2), ver mag daher für die Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % im Haushalt Tätige nicht zu überzeugen. 4.4 Die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin zeigt auf, dass die Versicherte gemäss d em Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 7/15) ab 1974 – das heisst ab ihrem 1 9. Lebensjahr – immer wieder, aber sehr tiefe Einkommen erzielte. Auch in der Zeit nach der Methadonsubstitution, mit welcher sie im Jahr 1982 begann (Urk. 7/18/1), sowie vor der Geburt ihres Sohnes 1990 (Urk. 7/4/1), erzielte die Beschwerdeführerin kein e tragfähig en Einkommen (Urk. 7/15/1-2). Seit 1989 ist sie Sozialhilfeempfängerin (vgl. Urk. 7/18/2) und nahm zwischen 1994 und 2011 regelmässig an dem Beschäftigungsprogramm « Y.___ » der Stadt Zürich teil, bei welchen sie jeweils ein geringes Einkommen erzielte. Von 1999 bis 2003 war sie verheiratet (vgl. Urk. 7/28), lebt aber seit Jahren wieder mit ihrem Lebenspartner – dem Kindsvater ihres Sohnes – zusammen (vgl. Urk. 7/21/4 ). Auch er bezieht Sozialhilfe (vgl. Urk. 7/21/2). A ufgrund des G esagten ist bei der Beschwerdeführerin lediglich von eine r kurzen Zeit einer Vollständigen Erwerbsfähigkeit als gesunde Person – nämlich während des Zeitraum s nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit bis zum Beginn ihres Heroinkonsums – a uszugehen. Die Beschwerdeführerin absolvierte in dieser Zeit ein Werkjahr sowie ihre nicht bestandene Lehre als Coiffeuse und war damit voll erwerbstätig. Im Übrigen spricht auch der Bericht von Dr. Z.___ (Urk. 7/17) dafür, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen bereits ab dem jungen Erwachsenenalter nicht in der Lage war, über einen längeren Zeitraum einer kontinuierlichen Arbeit nachzugehen. So sei die Ent wicklung einer autonomen und stabilen Persönlichkeit vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin als Kind von ihren Eltern geschlagen und mit neun Jahren in ein Heim gegeben worden sei und schliesslich ihre Mutter – als sie 13-jährig war – verstorben sei, nicht gelungen. Der Konsum von Geborgenheit und Versorgung imitierender Drogen sei als Symptom einer abhängigen Persönlich keitsstörung zu sehen und habe die Entwicklung einer reifen Persönlichkeit schon seit dem frühen Erwachsenenalter zusätzlich geschädigt. Der Schweregrad der Störung sei nicht mit einer beruflichen Tätigkeit vereinbar (Urk. 7/17/2). Im vor liegenden Fall ist deshalb davon auszugehen, dass die Persönlichkeitsstörung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im frühen Erwachsenenalter – als die Be schwer deführer in demnach erwerbstätig war – verfestigt war. Damit kann aus den über die Jahre tatsächlich erzielten, nachgewiesenen Einkommen, wenig auf die hypothetisch zu ermittelnde Situation des Gesundheitsfalls geschlossen werden. Immerhin ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin immer wieder auch gear beitet hat und nicht nur nichterwerbstätig war. Aus der Tatsache, dass die Versicherte während ihrer Ehe nicht gearbeitet hat, lässt sich vorliegend sodann nichts schliessen. Denn die Ehe dauerte nur gerade vier Jahre (Urk. 7/9), und im vorliegend massgeblichen Zeitpunkt war die Ver sicherte nicht mehr verheiratet. 4.5 Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie mit überwiegender Wahr schein lichkeit als zumindest 80 % im Erwerbsbereich Tätige oder voll Er werbstätige zu qualifizieren sei (Urk. 1 S. 10). Massgebend für die Qualifikation ist weiter, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beschwerdeführerin nach den per sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnissen erwerbstätig wäre, wenn sie in der Gesundheit nicht be einträchtig wäre. Zu beachten ist, dass der Sohn der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1990) bereits ausgezogen und in einem Pensum von 100 % berufstäti g ist ( vgl. Urk. 7/21/2 ), weswegen er keine Betreu ung mehr benötigt. Weiter lebt die Beschwerdeführerin im Konkubinat mit einem nicht erwerbstätige n Mann. Im Gesundheitsfall wäre sie demnach gezwungen, einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzugehen. Aus den erwähnten Tatsachen, dass die Versicherte immer wieder auch teiler werbs tätig war, aus persönlichen und finanziellen Umständen eine Erwerbstätig keit möglich und gar zwingend notwendig wäre, ist zu folgern, dass die Ver sicherte im Gesundheitsfall bei ansonsten gleichen Bedingungen erwerbstätig wäre. In Anbetracht der Tatsache, dass die Versicherte bereits über 60 Jahre alt ist, kann ihrem Vorbringen, sie würde in einem Teilzeitpensum von 80 % arbeiten, gefolgt werden. Dafür, dass sie hingegen nichterwerbstätig wäre, sprechen die Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht. 4.6 Bei dieser Qualifikation als teilerwerbstätige Person ist der Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode im Sinne von Art. 28 a Abs. 3 IVG zu bemessen. Da die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seit Jahren gänzlich arbeitsunfähig ist, steht ihr beim Verhältnis von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Aufgabenbereich eine ganze Invalidenrente zu. Diese ist aufgrund der Anmeldung bei der Invalidenversicherung am 31. Oktober 2016 (eingegangen bei der Inva lidenversicherung Anfang November 2016, Urk. 7/6) sechs Monate später ab 1. Mai 2017 auszuzahlen (Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG). 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und a uf Fr. 6 00.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherung s anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 16. Oktober 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. Mai 2017 hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. -- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigFumagalli

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2017.01244 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Fumagalli Urteil vom 14. Februar 2019

IV.2017.01244

IV.2017.01244

IV.2017.01244 I. Kammer

I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Fumagalli

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Fumagalli

Urteil vom 14. Februar 2019

Urteil vom 14. Februar 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste

vertreten durch Stadt Zürich Soziale Dienste Rechtsanwältin Vanessa Heimgartner, Sozialversicherungsrecht, Team Recht

Rechtsanwältin Vanessa Heimgartner, Sozialversicherungsrecht, Team Recht Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich

Hönggerstrasse 24, 8037 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1956, ist seit 2003 geschieden und Mutter eines Sohnes (geboren 1990). Sie verfügt über keine abge schlos sene Ausbildung, bezieht seit 1997 Sozialhilfe und war zuletzt ab 1994 bis 2011 im Y.___ in einem Beschäftigungsprogramm integriert. Unter Hinweis auf gesundheitliche Beschwerden meldete sie sich am 31. Oktober 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leist ungsbezug an (Urk. 7/10). In medizinischer Hinsicht holte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 7/5; Urk. 7/17; Urk. 7/18), zu welchen der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 16. Januar 2017 Stellung nahm (Urk. 7/22/3-4). In erwerblicher Hinsicht zog sie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten bei (Urk. 7/15). Am 3. Mai 2017 führte die IV-Stelle bei der Versicherten eine Haushaltsabklärung vor Ort durch (Urk. 7/21). Mit Vorbescheid vom 24. Mai 2017 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/23), wogegen die Be schwerdeführerin mit Schreiben vom 21. Juni 2017 sowie ergänzend am 29. August 2017 Einwand erhob (Urk. 7/24 ; Urk. 7/29 ). Mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7/31 = Urk. 2).

1. X.___, geboren 1956, ist seit 2003 geschieden und Mutter eines Sohnes (geboren 1990). Sie verfügt über keine abge schlos sene Ausbildung, bezieht seit 1997 Sozialhilfe und war zuletzt ab 1994 bis 2011 im Y.___ in einem Beschäftigungsprogramm integriert. Unter Hinweis auf gesundheitliche Beschwerden meldete sie sich am 31. Oktober 2016 bei der Invalidenversicherung zum Leist ungsbezug an (Urk. 7/10). In medizinischer Hinsicht holte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 7/5; Urk. 7/17; Urk. 7/18), zu welchen der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 16. Januar 2017 Stellung nahm (Urk. 7/22/3-4). In erwerblicher Hinsicht zog sie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten bei (Urk. 7/15). Am 3. Mai 2017 führte die IV-Stelle bei der Versicherten eine Haushaltsabklärung vor Ort durch (Urk. 7/21). Mit Vorbescheid vom 24. Mai 2017 stellte sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/23), wogegen die Be schwerdeführerin mit Schreiben vom 21. Juni 2017 sowie ergänzend am 29. August 2017 Einwand erhob (Urk. 7/24 ; Urk. 7/29 ). Mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 7/31 = Urk. 2). 2. Hiergegen erhob die Versicherte am 16. November 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (S. 2 Ziff. 3; Urk. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Mit gerichtlicher Verfügung vom 12. Januar 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Pro zessführung bewilligt (Urk. 8).

2. Hiergegen erhob die Versicherte am 16. November 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben (S. 2 Ziff. 1) und es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2). Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (S. 2 Ziff. 3; Urk. 3). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Januar 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Mit gerichtlicher Verfügung vom 12. Januar 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Pro zessführung bewilligt (Urk. 8). Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburts gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG als invalid, wenn eine Un mög lichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorlie gens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga ben bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entspre chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).

Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG als invalid, wenn eine Un mög lichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorlie gens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga ben bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entspre chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen). 1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren ten revision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts be messung ( Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b). Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungs ver gleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigung en und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).

1.3 Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren ten revision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditäts be messung ( Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b). Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungs ver gleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypo thetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigung en und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b). Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).

Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4). 2.

2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich zusammengefasst auf folgende Standpunkte: Gemäss dem Arztbericht von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychia trie und Psychotherapie FMH, sei ein invaliditätsrelevanter Ge sundheitsschaden ausgewiesen. Im Hinblick auf die Qualifikation der Beschwerdeführerin sei auf grund des Haushaltsabklärungsberichtes in keiner Weise nachvollziehbar, wes halb sie als vollerwerbs tätig eingestuft werden sollte. Sie habe die Ausbildung zur Coiffeuse nicht abgeschlossen und selber angegeben, dass ihr dieser Beruf nicht zugesagt habe und sie sich eine geregelte Tätigkeit nicht vorstellen könne. Ausserdem habe sie nie einer geregelten Tätigkeit nachgehen wollen und dies letztlich auch nicht getan. Die Beschwerdeführerin sei deshalb als voll im Ha us halt Tätige zu qualifizieren. Die Einschränkung im Haushaltsbereich sei unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht ihres Lebenspartners auf 28 % beziffert worden. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 28 %, w omit kein Anspruch auf e ine Invalidenrente bestehe (Urk. 2 /7/30 ).

2.1 Die Beschwerdegegnerin stellte sich zusammengefasst auf folgende Standpunkte: Gemäss dem Arztbericht von Dr. med. Z.___, Facharzt für Psychia trie und Psychotherapie FMH, sei ein invaliditätsrelevanter Ge sundheitsschaden ausgewiesen. Im Hinblick auf die Qualifikation der Beschwerdeführerin sei auf grund des Haushaltsabklärungsberichtes in keiner Weise nachvollziehbar, wes halb sie als vollerwerbs tätig eingestuft werden sollte. Sie habe die Ausbildung zur Coiffeuse nicht abgeschlossen und selber angegeben, dass ihr dieser Beruf nicht zugesagt habe und sie sich eine geregelte Tätigkeit nicht vorstellen könne. Ausserdem habe sie nie einer geregelten Tätigkeit nachgehen wollen und dies letztlich auch nicht getan. Die Beschwerdeführerin sei deshalb als voll im Ha us halt Tätige zu qualifizieren. Die Einschränkung im Haushaltsbereich sei unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht ihres Lebenspartners auf 28 % beziffert worden. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 28 %, w omit kein Anspruch auf e ine Invalidenrente bestehe (Urk. 2 /7/30 ). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, die Ge sund heitsbeeinträchtigung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits im frühen Erwachsenenalter eingetreten beziehungsweise zu einem Zeitpunkt, als sie noch einer Erwerbstätigk eit nachgegangen sei. Gemäss IK-Auszug habe sie ab 1974 über mehrere Jahre hinweg immer wieder versucht, im Erwerbsleben Fuss zu fassen. Dass ihr dies nicht gelungen sei, sei mit Blick auf die medizinischen Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ihre Krankheit zurückzuführen. Zudem habe sie immer wieder an Teillohnprojekten – zuletzt im Jahr 2011 – teil genommen. Dies gemäss IK-Auszug auch nach der Geburt des Sohnes (1990) und in der Zeit, als noch eine Kinderbetreuung erforderlich gewesen sei. Ebenso seien gemäss IK-Auszug Einsätze während der Ehe zu verzeichnen. Zu berück sichtigen sei zudem ihre aktuelle Lebenssituation. Sie sei geschieden und wäre im Gesundheitsfall gezwungen – auch wenn sie mit einem Lebenspartner zusammen wohne – einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzu gehen, da im Konkubinat keine Unterstützungspflicht vorliegen würde und der Lebenspartner auch keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Ihre Aussage, dass sie sich aufgrund der Lebensumstände eine geregelte Erwerbstätigkeit erst gar nicht vor stellen könne, bedeute nicht, dass sie im Gesundheitsfall keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würde, und könne mithin nicht als «Aussage der ersten Stunde» zur Frage des Umfangs der hypothetischen Erwerbsfähigkeit im Gesundheitsfall her an gezogen werden. Die objektiven Umstände würden aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung den Schluss nahelegen, dass sie im Gesundheitsfall zumindest in einem Umfang einer Erwerbst ätigkeit nachgehen würde, der es ihr erlaube, ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Mangels einer beruflichen Ausbil dung und fehlender Erfahrung müss t e sie mindestens ein Pensum im Umfang von 80 % ausüben, um dies erreic hen zu können (Urk. 1 S. 9 f.).

2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend, die Ge sund heitsbeeinträchtigung sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits im frühen Erwachsenenalter eingetreten beziehungsweise zu einem Zeitpunkt, als sie noch einer Erwerbstätigk eit nachgegangen sei. Gemäss IK-Auszug habe sie ab 1974 über mehrere Jahre hinweg immer wieder versucht, im Erwerbsleben Fuss zu fassen. Dass ihr dies nicht gelungen sei, sei mit Blick auf die medizinischen Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ihre Krankheit zurückzuführen. Zudem habe sie immer wieder an Teillohnprojekten – zuletzt im Jahr 2011 – teil genommen. Dies gemäss IK-Auszug auch nach der Geburt des Sohnes (1990) und in der Zeit, als noch eine Kinderbetreuung erforderlich gewesen sei. Ebenso seien gemäss IK-Auszug Einsätze während der Ehe zu verzeichnen. Zu berück sichtigen sei zudem ihre aktuelle Lebenssituation. Sie sei geschieden und wäre im Gesundheitsfall gezwungen – auch wenn sie mit einem Lebenspartner zusammen wohne – einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzu gehen, da im Konkubinat keine Unterstützungspflicht vorliegen würde und der Lebenspartner auch keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Ihre Aussage, dass sie sich aufgrund der Lebensumstände eine geregelte Erwerbstätigkeit erst gar nicht vor stellen könne, bedeute nicht, dass sie im Gesundheitsfall keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würde, und könne mithin nicht als «Aussage der ersten Stunde» zur Frage des Umfangs der hypothetischen Erwerbsfähigkeit im Gesundheitsfall her an gezogen werden. Die objektiven Umstände würden aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung den Schluss nahelegen, dass sie im Gesundheitsfall zumindest in einem Umfang einer Erwerbst ätigkeit nachgehen würde, der es ihr erlaube, ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Mangels einer beruflichen Ausbil dung und fehlender Erfahrung müss t e sie mindestens ein Pensum im Umfang von 80 % ausüben, um dies erreic hen zu können (Urk. 1 S. 9 f.). Der Vollständigkeit halber sei darauf hi nzuweisen, dass aufgrund ihres schweren und seit langem bestehenden Leidens offensichtlich eine Unfähigkeit bestehe, für sich selber zu sorgen, weshalb es sich rechtfertige, von einer vollständigen oder zumindest 70 % igen Einschränkung (auch) im Aufgabenbereich auszugehen. Sie habe demnach – selbst unter der Annahme, dass sie im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig gewesen wäre – Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 1 S. 10 f.).

Der Vollständigkeit halber sei darauf hi nzuweisen, dass aufgrund ihres schweren und seit langem bestehenden Leidens offensichtlich eine Unfähigkeit bestehe, für sich selber zu sorgen, weshalb es sich rechtfertige, von einer vollständigen oder zumindest 70 % igen Einschränkung (auch) im Aufgabenbereich auszugehen. Sie habe demnach – selbst unter der Annahme, dass sie im Gesundheitsfall nicht erwerbstätig gewesen wäre – Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 1 S. 10 f.). 2.3 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente, ausgehend von einer voll im Haus halt Tätigen, mit einem Invaliditätsgrad von 28 % verneint hat.

2.3 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente, ausgehend von einer voll im Haus halt Tätigen, mit einem Invaliditätsgrad von 28 % verneint hat. 3.

3. 3.1 Dr. Z.___, der die Versicherte auf Aufforderung des Hausarztes Dr. A.___ untersuchte, stellte in seinem Bericht vom 21. April 2015 (Urk. 7/17) die folgen den psychiatrischen Diagnosen (Urk. 7/17/1) :

3.1 Dr. Z.___, der die Versicherte auf Aufforderung des Hausarztes Dr. A.___ untersuchte, stellte in seinem Bericht vom 21. April 2015 (Urk. 7/17) die folgen den psychiatrischen Diagnosen (Urk. 7/17/1) : - Polytoxikomonie (ICD-10: F 19.25)

Polytoxikomonie (ICD-10: F 19.25) - Opiat abhängigkeit: Methadonsubstitution seit 1982

Opiat abhängigkeit: Methadonsubstitution seit 1982 - Cannabisabhängigkeit

Cannabisabhängigkeit - Benzodiazepinabhängigkeit ( Dormicum )

Benzodiazepinabhängigkeit ( Dormicum ) - Abhängige Persönlichkeitsstörung

Abhängige Persönlichkeitsstörung - i m Zusammenhang mit negativen Kindheitserlebnissen (ICD-10: Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6)

i m Zusammenhang mit negativen Kindheitserlebnissen (ICD-10: Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6) - Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: F 33.4).

Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10: F 33.4). Darüber hinaus stellte er der Beschwerdeführerin die somatische Diagnose einer substituierten Hypothyreose und stellte einen Status nach Hepatitis B und C fest, wobei keine V irusreplikation nachweisbar sei (Urk. 7/17/1).

Darüber hinaus stellte er der Beschwerdeführerin die somatische Diagnose einer substituierten Hypothyreose und stellte einen Status nach Hepatitis B und C fest, wobei keine V irusreplikation nachweisbar sei (Urk. 7/17/1). B e züglich der Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass der Schweregrad der Störung nicht mit ein er beruflichen Tätigkeit vereinbar sei. Es bestehe eine Beein trä chtigung in diversen Bereichen wie beispielsweise bei ausdauerndem, fokus sier tem E rledigen (auch einfacher) manueller Tätigkeiten, Zuverlässigkeit, Flexi bilität und Anpassungsfähigkeit. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit habe sich zuletzt auch im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes der Sozialhilfe gezeigt, wo von die Beschwerdeführerin schl i esslich dispensiert worden sei (Urk. 7/17 /2 ).

B e züglich der Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass der Schweregrad der Störung nicht mit ein er beruflichen Tätigkeit vereinbar sei. Es bestehe eine Beein trä chtigung in diversen Bereichen wie beispielsweise bei ausdauerndem, fokus sier tem E rledigen (auch einfacher) manueller Tätigkeiten, Zuverlässigkeit, Flexi bilität und Anpassungsfähigkeit. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit habe sich zuletzt auch im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes der Sozialhilfe gezeigt, wo von die Beschwerdeführerin schl i esslich dispensiert worden sei (Urk. 7/17 /2 ). 3.2 Dr. med. A.___, Facharzt Innere Medizin FMH, stellte der Beschwerde führerin in seinem Bericht vom 24. November 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/18/1) :

3.2 Dr. med. A.___, Facharzt Innere Medizin FMH, stellte der Beschwerde führerin in seinem Bericht vom 24. November 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/18/1) : - Status nach intravenösem Drogenabusus

Status nach intravenösem Drogenabusus - Methadonersatz seit 1982, Heroinabhängigkeit von 1977 bis 1982

Methadonersatz seit 1982, Heroinabhängigkeit von 1977 bis 1982 - Status nach Hepatitis B und C

Status nach Hepatitis B und C - Benzodiazepin-Abhängigkeit

Benzodiazepin-Abhängigkeit Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verneinte er bezüglich der folgenden Diag nosen (Urk. 7/18/1):

Einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verneinte er bezüglich der folgenden Diag nosen (Urk. 7/18/1): - Substituierte Hypothyreose

Substituierte Hypothyreose - Status nach Cholezystektomie

Status nach Cholezystektomie - Adipositas.

Adipositas. Die Beschwerdeführerin sei seit Dezember 2004 bei ihm in Behandlung und seit diesem Zeitpunkt bis auf Weiteres mindestens zu 20 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit arbeitsunfähig. Gleichzeitig führte er aus, dass die Arbeitsunfähigkeit seit Jahren und Jahrzehnten durch die psychiatrische Erkrankung der B eschwer deführerin bedingt sei, und v erwies auf den Bericht von Dr. Z.___ vom 21. April 2015 (Urk. 7/18/1-2).

Die Beschwerdeführerin sei seit Dezember 2004 bei ihm in Behandlung und seit diesem Zeitpunkt bis auf Weiteres mindestens zu 20 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit arbeitsunfähig. Gleichzeitig führte er aus, dass die Arbeitsunfähigkeit seit Jahren und Jahrzehnten durch die psychiatrische Erkrankung der B eschwer deführerin bedingt sei, und v erwies auf den Bericht von Dr. Z.___ vom 21. April 2015 (Urk. 7/18/1-2). 3.3 Die R AD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 16. Januar 2017 zu den vorgelegenen Arztberichten (vgl. Urk. 7/5/2; Urk. 7/17; Urk. 7/18/1-5) Stellung (Urk. 7/22/ 3-4) und diag nos tizierte mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/22/3) :

3.3 Die R AD-Ärztin Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nahm am 16. Januar 2017 zu den vorgelegenen Arztberichten (vgl. Urk. 7/5/2; Urk. 7/17; Urk. 7/18/1-5) Stellung (Urk. 7/22/ 3-4) und diag nos tizierte mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/22/3) : - Abhängige Persönlichkeitsstörung

Abhängige Persönlichkeitsstörung - Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10 F 33.4)

Anamnestisch rezidivierende depressive Episoden (ICD-10 F 33.4) - Polytoxikom anie (ICD-10 F 19.25) mit Opiat abhängigkeit: Methadon substitution seit 1982, Cannabisabhängigkeit und Benzodia zepin abhän gig keit ( Dormicum )

Polytoxikom anie (ICD-10 F 19.25) mit Opiat abhängigkeit: Methadon substitution seit 1982, Cannabisabhängigkeit und Benzodia zepin abhän gig keit ( Dormicum ) Ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte sie der Beschwer deführerin folgende Diagnosen (Urk. 7/22/3) :

Ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte sie der Beschwer deführerin folgende Diagnosen (Urk. 7/22/3) : - Negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6)

Negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z 61.0; Z 61.1; Z 61.6) - Substituierte Hypohyreose

Substituierte Hypohyreose - Status nach Hepatitis B und C

Status nach Hepatitis B und C - Status nach Cholecystektomie

Status nach Cholecystektomie - Adipositas

Adipositas - Langjährige Abhängigkeit von Tabak (ICD-10 F 17.2) mit begleitender COPD.

Langjährige Abhängigkeit von Tabak (ICD-10 F 17.2) mit begleitender COPD. Die Beschwerdeführerin sei spätestens seit dem Zeitpunkt, an dem sie von dem Beschäftigungsprogramm dispensiert worden sei – das heisst seit 2013 (recte: 2011, vgl. Urk. 7/15/5 ) – sowohl i n der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätig keit 100 % arbeitsunfähig. Diese Arbeitsunfähigkeit lasse sich überwiegend wahr scheinlich durch medizinische Massnahmen nicht verbessern. Eine niederschwel lige Arbeitstätigkeit zur Etablierung einer Tage sstruktur könne versucht werden (Urk. 7/22/4).

Die Beschwerdeführerin sei spätestens seit dem Zeitpunkt, an dem sie von dem Beschäftigungsprogramm dispensiert worden sei – das heisst seit 2013 (recte: 2011, vgl. Urk. 7/15/5 ) – sowohl i n der bisherigen wie auch in einer angepassten Tätig keit 100 % arbeitsunfähig. Diese Arbeitsunfähigkeit lasse sich überwiegend wahr scheinlich durch medizinische Massnahmen nicht verbessern. Eine niederschwel lige Arbeitstätigkeit zur Etablierung einer Tage sstruktur könne versucht werden (Urk. 7/22/4). 3.4 Bei dieser medizinischen Ausgangslage ist der in der angefochtenen Verfügung von der Beschwerdegegnerin gezogene Schluss, dass die 61jährige Beschwerde führerin an einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschä digung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG leidet (Urk. 2), nicht zu beanstanden. Wie Dr. Z.___ überzeugend darlegte (Urk. 7/17/2), liegt bei der Beschwerde füh rerin nach einer desolaten Kindheit und Jugendzeit eine abhängige Persönlich keitsstörung nach ICD-10 vor, die dazu führte, dass die Versicherte schon in jungen Jugendjahren durch den Konsum von Geborgenheit und Versorgung imi tie render Substanzen wie Cannabis und kurz nach dem 20. Altersjahr von Heroin in eine Drogensucht geriet, die seit 1982 mit Methadon substituiert wird, wobei die Versicherte zusätzlich auch benzodiazepinabhängig ist. Sämtliche Ärzte sind sich auch einig darin, dass deshalb bei der Versicherten seit Jahren keine verwert bare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorhanden ist; auch das ist unstrittig und dem ist zu folgen.

3.4 Bei dieser medizinischen Ausgangslage ist der in der angefochtenen Verfügung von der Beschwerdegegnerin gezogene Schluss, dass die 61jährige Beschwerde führerin an einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschä digung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG leidet (Urk. 2), nicht zu beanstanden. Wie Dr. Z.___ überzeugend darlegte (Urk. 7/17/2), liegt bei der Beschwerde füh rerin nach einer desolaten Kindheit und Jugendzeit eine abhängige Persönlich keitsstörung nach ICD-10 vor, die dazu führte, dass die Versicherte schon in jungen Jugendjahren durch den Konsum von Geborgenheit und Versorgung imi tie render Substanzen wie Cannabis und kurz nach dem 20. Altersjahr von Heroin in eine Drogensucht geriet, die seit 1982 mit Methadon substituiert wird, wobei die Versicherte zusätzlich auch benzodiazepinabhängig ist. Sämtliche Ärzte sind sich auch einig darin, dass deshalb bei der Versicherten seit Jahren keine verwert bare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorhanden ist; auch das ist unstrittig und dem ist zu folgen. 4.

4. 4.1 Strittig und zu prüfen ist jedoch die Qualifikation der Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige.

4.1 Strittig und zu prüfen ist jedoch die Qualifikation der Beschwerdeführerin als Nichterwerbstätige. 4.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitlich erwerbstätig oder als nicht erwerbstätig einzustufen ist, – was je zu einer anderen Methode der Inva li di tätsbemessung (Einkommensvergleich, spezifische Methode, gemischte Metho d e) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (vorsteh end E. 1. 2 ).

4.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitlich erwerbstätig oder als nicht erwerbstätig einzustufen ist, – was je zu einer anderen Methode der Inva li di tätsbemessung (Einkommensvergleich, spezifische Methode, gemischte Metho d e) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (vorsteh end E. 1. 2 ). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge richt folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).

Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Ge richt folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3). 4.3 Anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 3. Mai 2017 (Urk. 7/21) gab die Beschwerdeführerin – auf die Frage, wie ihre berufliche Situation ohne Gesund heitsschaden wäre – an, dass sie nie einer geregelten Erwerbstätigkeit nachge gangen sei. Sie habe eine Lehre als Fotografin machen wollen, dies sei aber von zu Hause aus nicht akzeptiert worden. Daher habe sie eine Lehre als Coiffeuse angefangen. Einen Abschluss habe sie jedoch nicht gemacht, da ihr der Beruf nicht zugesagt habe. Aufgrund ihrer Lebenssituation sei sie zunehmend in die Drogenszene gerutscht beziehungsweise geflüchtet und sei dadurch oft weg von zu Hause gewesen. Da sie sich eine geregelte Erwerbstätigkeit gar nicht erst vor stellen könne, könne sie hierzu auch keine Angaben machen (Urk. 7/21/4). Dass die Beschwerdeführerin bei ihrer Drogenvergangenheit seit Jugendzeit nie einer geregelten Erwerb stätigkeit nachgegangen ist, sie sich deshalb eine geregelte Erwerbs tätigkeit nicht vorstellen kann, bede utet nicht – wie die Beschwerde füh rerin zu Recht geltend macht (vgl. Urk. 1 S. 9) –, dass sie im Gesundheitsfall nicht einer Er werbstätigkeit nachgehen würde. Der Beschwerdeführerin war offenbar nicht bewusst, dass es bei der gestellten Frage um eine Aussage für den hypo the tischen Fall ohne Gesundheitsschaden ging. Und von der Abklärungsperson wurde dies auch nicht richtig gestellt und es wurde auch nicht nachgehakt. Weil sich die Versicherte zu dieser entscheidenden Frage nicht äusserte, sind ihre An gaben anlässlich des Haushalsabklärungsberichtes für ihre Qualifikation irrele vant. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach die Beschwerdefüh rerin selber angegeben habe, dass ihr der Beruf als Coiffeuse nicht zugesagt hab e und sie sich eine geregelte Tä tigkeit nicht vorstellen könne (vgl. Urk. 2 S. 2), ver mag daher für die Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % im Haushalt Tätige nicht zu überzeugen.

4.3 Anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 3. Mai 2017 (Urk. 7/21) gab die Beschwerdeführerin – auf die Frage, wie ihre berufliche Situation ohne Gesund heitsschaden wäre – an, dass sie nie einer geregelten Erwerbstätigkeit nachge gangen sei. Sie habe eine Lehre als Fotografin machen wollen, dies sei aber von zu Hause aus nicht akzeptiert worden. Daher habe sie eine Lehre als Coiffeuse angefangen. Einen Abschluss habe sie jedoch nicht gemacht, da ihr der Beruf nicht zugesagt habe. Aufgrund ihrer Lebenssituation sei sie zunehmend in die Drogenszene gerutscht beziehungsweise geflüchtet und sei dadurch oft weg von zu Hause gewesen. Da sie sich eine geregelte Erwerbstätigkeit gar nicht erst vor stellen könne, könne sie hierzu auch keine Angaben machen (Urk. 7/21/4). Dass die Beschwerdeführerin bei ihrer Drogenvergangenheit seit Jugendzeit nie einer geregelten Erwerb stätigkeit nachgegangen ist, sie sich deshalb eine geregelte Erwerbs tätigkeit nicht vorstellen kann, bede utet nicht – wie die Beschwerde füh rerin zu Recht geltend macht (vgl. Urk. 1 S. 9) –, dass sie im Gesundheitsfall nicht einer Er werbstätigkeit nachgehen würde. Der Beschwerdeführerin war offenbar nicht bewusst, dass es bei der gestellten Frage um eine Aussage für den hypo the tischen Fall ohne Gesundheitsschaden ging. Und von der Abklärungsperson wurde dies auch nicht richtig gestellt und es wurde auch nicht nachgehakt. Weil sich die Versicherte zu dieser entscheidenden Frage nicht äusserte, sind ihre An gaben anlässlich des Haushalsabklärungsberichtes für ihre Qualifikation irrele vant. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach die Beschwerdefüh rerin selber angegeben habe, dass ihr der Beruf als Coiffeuse nicht zugesagt hab e und sie sich eine geregelte Tä tigkeit nicht vorstellen könne (vgl. Urk. 2 S. 2), ver mag daher für die Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % im Haushalt Tätige nicht zu überzeugen. 4.4 Die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin zeigt auf, dass die Versicherte gemäss d em Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 7/15) ab 1974 – das heisst ab ihrem 1 9. Lebensjahr – immer wieder, aber sehr tiefe Einkommen erzielte. Auch in der Zeit nach der Methadonsubstitution, mit welcher sie im Jahr 1982 begann (Urk. 7/18/1), sowie vor der Geburt ihres Sohnes 1990 (Urk. 7/4/1), erzielte die Beschwerdeführerin kein e tragfähig en Einkommen (Urk. 7/15/1-2). Seit 1989 ist sie Sozialhilfeempfängerin (vgl. Urk. 7/18/2) und nahm zwischen 1994 und 2011 regelmässig an dem Beschäftigungsprogramm « Y.___ » der Stadt Zürich teil, bei welchen sie jeweils ein geringes Einkommen erzielte. Von 1999 bis 2003 war sie verheiratet (vgl. Urk. 7/28), lebt aber seit Jahren wieder mit ihrem Lebenspartner – dem Kindsvater ihres Sohnes – zusammen (vgl. Urk. 7/21/4 ). Auch er bezieht Sozialhilfe (vgl. Urk. 7/21/2).

4.4 Die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin zeigt auf, dass die Versicherte gemäss d em Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 7/15) ab 1974 – das heisst ab ihrem 1 9. Lebensjahr – immer wieder, aber sehr tiefe Einkommen erzielte. Auch in der Zeit nach der Methadonsubstitution, mit welcher sie im Jahr 1982 begann (Urk. 7/18/1), sowie vor der Geburt ihres Sohnes 1990 (Urk. 7/4/1), erzielte die Beschwerdeführerin kein e tragfähig en Einkommen (Urk. 7/15/1-2). Seit 1989 ist sie Sozialhilfeempfängerin (vgl. Urk. 7/18/2) und nahm zwischen 1994 und 2011 regelmässig an dem Beschäftigungsprogramm « Y.___ » der Stadt Zürich teil, bei welchen sie jeweils ein geringes Einkommen erzielte. Von 1999 bis 2003 war sie verheiratet (vgl. Urk. 7/28), lebt aber seit Jahren wieder mit ihrem Lebenspartner – dem Kindsvater ihres Sohnes – zusammen (vgl. Urk. 7/21/4 ). Auch er bezieht Sozialhilfe (vgl. Urk. 7/21/2). A ufgrund des G esagten ist bei der Beschwerdeführerin lediglich von eine r kurzen Zeit einer Vollständigen Erwerbsfähigkeit als gesunde Person – nämlich während des Zeitraum s nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit bis zum Beginn ihres Heroinkonsums – a uszugehen. Die Beschwerdeführerin absolvierte in dieser Zeit ein Werkjahr sowie ihre nicht bestandene Lehre als Coiffeuse und war damit voll erwerbstätig. Im Übrigen spricht auch der Bericht von Dr. Z.___ (Urk. 7/17) dafür, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen bereits ab dem jungen Erwachsenenalter nicht in der Lage war, über einen längeren Zeitraum einer kontinuierlichen Arbeit nachzugehen. So sei die Ent wicklung einer autonomen und stabilen Persönlichkeit vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin als Kind von ihren Eltern geschlagen und mit neun Jahren in ein Heim gegeben worden sei und schliesslich ihre Mutter – als sie 13-jährig war – verstorben sei, nicht gelungen. Der Konsum von Geborgenheit und Versorgung imitierender Drogen sei als Symptom einer abhängigen Persönlich keitsstörung zu sehen und habe die Entwicklung einer reifen Persönlichkeit schon seit dem frühen Erwachsenenalter zusätzlich geschädigt. Der Schweregrad der Störung sei nicht mit einer beruflichen Tätigkeit vereinbar (Urk. 7/17/2). Im vor liegenden Fall ist deshalb davon auszugehen, dass die Persönlichkeitsstörung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im frühen Erwachsenenalter – als die Be schwer deführer in demnach erwerbstätig war – verfestigt war. Damit kann aus den über die Jahre tatsächlich erzielten, nachgewiesenen Einkommen, wenig auf die hypothetisch zu ermittelnde Situation des Gesundheitsfalls geschlossen werden. Immerhin ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin immer wieder auch gear beitet hat und nicht nur nichterwerbstätig war.

A ufgrund des G esagten ist bei der Beschwerdeführerin lediglich von eine r kurzen Zeit einer Vollständigen Erwerbsfähigkeit als gesunde Person – nämlich während des Zeitraum s nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit bis zum Beginn ihres Heroinkonsums – a uszugehen. Die Beschwerdeführerin absolvierte in dieser Zeit ein Werkjahr sowie ihre nicht bestandene Lehre als Coiffeuse und war damit voll erwerbstätig. Im Übrigen spricht auch der Bericht von Dr. Z.___ (Urk. 7/17) dafür, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen bereits ab dem jungen Erwachsenenalter nicht in der Lage war, über einen längeren Zeitraum einer kontinuierlichen Arbeit nachzugehen. So sei die Ent wicklung einer autonomen und stabilen Persönlichkeit vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin als Kind von ihren Eltern geschlagen und mit neun Jahren in ein Heim gegeben worden sei und schliesslich ihre Mutter – als sie 13-jährig war – verstorben sei, nicht gelungen. Der Konsum von Geborgenheit und Versorgung imitierender Drogen sei als Symptom einer abhängigen Persönlich keitsstörung zu sehen und habe die Entwicklung einer reifen Persönlichkeit schon seit dem frühen Erwachsenenalter zusätzlich geschädigt. Der Schweregrad der Störung sei nicht mit einer beruflichen Tätigkeit vereinbar (Urk. 7/17/2). Im vor liegenden Fall ist deshalb davon auszugehen, dass die Persönlichkeitsstörung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im frühen Erwachsenenalter – als die Be schwer deführer in demnach erwerbstätig war – verfestigt war. Damit kann aus den über die Jahre tatsächlich erzielten, nachgewiesenen Einkommen, wenig auf die hypothetisch zu ermittelnde Situation des Gesundheitsfalls geschlossen werden. Immerhin ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin immer wieder auch gear beitet hat und nicht nur nichterwerbstätig war. Aus der Tatsache, dass die Versicherte während ihrer Ehe nicht gearbeitet hat, lässt sich vorliegend sodann nichts schliessen. Denn die Ehe dauerte nur gerade vier Jahre (Urk. 7/9), und im vorliegend massgeblichen Zeitpunkt war die Ver sicherte nicht mehr verheiratet.

Aus der Tatsache, dass die Versicherte während ihrer Ehe nicht gearbeitet hat, lässt sich vorliegend sodann nichts schliessen. Denn die Ehe dauerte nur gerade vier Jahre (Urk. 7/9), und im vorliegend massgeblichen Zeitpunkt war die Ver sicherte nicht mehr verheiratet. 4.5 Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie mit überwiegender Wahr schein lichkeit als zumindest 80 % im Erwerbsbereich Tätige oder voll Er werbstätige zu qualifizieren sei (Urk. 1 S. 10). Massgebend für die Qualifikation ist weiter, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beschwerdeführerin nach den per sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnissen erwerbstätig wäre, wenn sie in der Gesundheit nicht be einträchtig wäre. Zu beachten ist, dass der Sohn der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1990) bereits ausgezogen und in einem Pensum von 100 % berufstäti g ist ( vgl. Urk. 7/21/2 ), weswegen er keine Betreu ung mehr benötigt. Weiter lebt die Beschwerdeführerin im Konkubinat mit einem nicht erwerbstätige n Mann. Im Gesundheitsfall wäre sie demnach gezwungen, einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzugehen. Aus den erwähnten Tatsachen, dass die Versicherte immer wieder auch teiler werbs tätig war, aus persönlichen und finanziellen Umständen eine Erwerbstätig keit möglich und gar zwingend notwendig wäre, ist zu folgern, dass die Ver sicherte im Gesundheitsfall bei ansonsten gleichen Bedingungen erwerbstätig wäre. In Anbetracht der Tatsache, dass die Versicherte bereits über 60 Jahre alt ist, kann ihrem Vorbringen, sie würde in einem Teilzeitpensum von 80 % arbeiten, gefolgt werden. Dafür, dass sie hingegen nichterwerbstätig wäre, sprechen die Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht.

4.5 Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass sie mit überwiegender Wahr schein lichkeit als zumindest 80 % im Erwerbsbereich Tätige oder voll Er werbstätige zu qualifizieren sei (Urk. 1 S. 10). Massgebend für die Qualifikation ist weiter, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beschwerdeführerin nach den per sönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnissen erwerbstätig wäre, wenn sie in der Gesundheit nicht be einträchtig wäre. Zu beachten ist, dass der Sohn der Beschwerdeführerin (Jahrgang 1990) bereits ausgezogen und in einem Pensum von 100 % berufstäti g ist ( vgl. Urk. 7/21/2 ), weswegen er keine Betreu ung mehr benötigt. Weiter lebt die Beschwerdeführerin im Konkubinat mit einem nicht erwerbstätige n Mann. Im Gesundheitsfall wäre sie demnach gezwungen, einer Erwerbstätigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts nachzugehen. Aus den erwähnten Tatsachen, dass die Versicherte immer wieder auch teiler werbs tätig war, aus persönlichen und finanziellen Umständen eine Erwerbstätig keit möglich und gar zwingend notwendig wäre, ist zu folgern, dass die Ver sicherte im Gesundheitsfall bei ansonsten gleichen Bedingungen erwerbstätig wäre. In Anbetracht der Tatsache, dass die Versicherte bereits über 60 Jahre alt ist, kann ihrem Vorbringen, sie würde in einem Teilzeitpensum von 80 % arbeiten, gefolgt werden. Dafür, dass sie hingegen nichterwerbstätig wäre, sprechen die Umstände mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht. 4.6 Bei dieser Qualifikation als teilerwerbstätige Person ist der Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode im Sinne von Art. 28 a Abs. 3 IVG zu bemessen. Da die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seit Jahren gänzlich arbeitsunfähig ist, steht ihr beim Verhältnis von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Aufgabenbereich eine ganze Invalidenrente zu. Diese ist aufgrund der Anmeldung bei der Invalidenversicherung am 31. Oktober 2016 (eingegangen bei der Inva lidenversicherung Anfang November 2016, Urk. 7/6) sechs Monate später ab 1. Mai 2017 auszuzahlen (Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG).

4.6 Bei dieser Qualifikation als teilerwerbstätige Person ist der Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode im Sinne von Art. 28 a Abs. 3 IVG zu bemessen. Da die Beschwerdeführerin auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seit Jahren gänzlich arbeitsunfähig ist, steht ihr beim Verhältnis von 80 % Erwerbstätigkeit und 20 % Aufgabenbereich eine ganze Invalidenrente zu. Diese ist aufgrund der Anmeldung bei der Invalidenversicherung am 31. Oktober 2016 (eingegangen bei der Inva lidenversicherung Anfang November 2016, Urk. 7/6) sechs Monate später ab 1. Mai 2017 auszuzahlen (Art. 29 Abs. 1 und Abs. 3 IVG). 5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und a uf Fr. 6 00.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG) und a uf Fr. 6 00.-- anzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherung s anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 16. Oktober 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. Mai 2017 hat.

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherung s anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 16. Oktober 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente ab 1. Mai 2017 hat. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. -- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600. werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

- Stadt Zürich Soziale Dienste

Stadt Zürich Soziale Dienste - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GrünigFumagalli