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Lebensstile in Erlenmatt-Entwicklungsplänen
Familien stellen eine Hauptzielgruppe für die Überbauung des Erlenmattquartiers dar. Jedoch werden Familien in den 22 von verschiedenen Planungsteams im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs ausgearbeiteten Planunterlagen kaum erwähnt oder abgebildet. Es dominieren vielmehr junge Menschen, Singles und Paare, auch Menschengruppen, in Freizeit und Business Outfit. In einigen Fällen werden auch Kinder oder Gruppen von Kindern gezeigt. Nicht ein einziger Plan zeigt eine Zwei-Eltern-Familie. Eine Ein-Eltern-Familie taucht insgesamt nur einmal auf. Lediglich acht Planungsteams benutzen überhaupt die Begriffe „Familie“, „Familien“ oder „Familienwohnungen“; die drei von der Wettbewerbsjury erstplatzierten Teams sind nicht darunter. Aus dieser Auswertung darf freilich nicht voreilig geschlossen werden, dass Familien bzw. deren Bedürfnisse bei der weiteren Überplanung und Gestaltung des Erlenmattquartiers keine oder eine untergeordnete Rolle spielen. Die Ergebnisse dieser Teilstudie können allenfalls Anlass sein, sich in städtebaulichen Vorhaben und Planungen näher mit dem Menschen- und Familienbild von Architekten und Planern zu befassen und (selbst-)kritisch auseinanderzusetzen.
Veröffentlichung in Vorbereitung.