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Uruguay schert aus der Drogen-Prohibitionspolitik aus und erlaubt den Anbau von Cannabis und den Handel unter staatlicher Aufsicht. Keine Absichtserklärung, sondern ein endgültiger Beschluss. Ein historischer Beschluss, wenn man an die jahrzehntelange Auseinandersetzung über die Drogenpolitik in Südamerika denkt.
Ein entsprechendes Gesetz hat der Senat in Montevideo in der Nacht auf Mittwoch endgültig verabschiedet. Das neue Gesetz verstösst gegen ein Internationales Abkommen über Betäubungsmittel, das unter Druck der USA 1962 abgeschlossen wurde.
Der «Krieg gegen die Drogen», der in Südamerika viele Todesopfer und verseuchte Landschaften hinterlässt und vor allem zu einer hohen Kriminalität der Drogenmafia führte, sei «gescheitert», erklärte Senator Roberto Conde von der regierenden Mitte-Links-Koalition. Als erstes hatte Uruguay den Konsum für über 18-Jährigen schon seit einiger Zeit erlaubt und damit die Konsumenten entkriminalisiert.
Über den in Südamerika und den USA umstrittenen Entscheid Uruguays berichtet die NZZ auf der Frontseite unter dem Titel «Uruguay wagt das Cannabis-Experiment». Auch das Radio und die meisten andern Zeitungen haben darüber an prominenter Stelle informiert.
Doch kein Wort davon am Mittwoch Abend um 19.30 Uhr in der Schweizer Tagesschau.
Zu den Befürwortern der Cannabis-Legalisierung gehören die früheren Präsidenten Mexikos und Brasiliens Vicente Fox und Fernando Cardoso. Auch in Kolumbien, wo seit Jahrzehnten ein blutiger Drogenkrieg die Gesellschaft herausfordert, gibt es vermehrt Stimmen, die eine schrittweise Liberalisierung von Cannabis befürworten.
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Siehe Tagesschau-Kritik vom 10.12.2013: «Wir müssen Schnüffelei nicht immer gross bringen.
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Themenbezogene Interessenbindung der Autorin/des Autors
Keine