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Frère
Rogers bürgerlicher Name war Roger Louis Schutz-Marsauche. Er wuchs in einem reformierten Pfarrhaus auf. Geboren wurde er
in Provence VD, Sein Vater Karl Ulrich Schütz stammte aus Bachs im Zürcher Unterland, seine Mutter Amélie Henriette
Schütz-Marsauche aus Burgund. Roger war das jüngste von neun
Geschwistern.
1949 (also genau vor 70 Jahren!) erfolgte die Gründung der Communauté de Taizé hervor, deren erster Prior Frère Roger war. Am 17. April legten die ersten sieben Brüder aus dem Helferkreis Rogers ein gemeinsames Gelübde zum überkonfessionellen klösterlichen Leben ab und gründeten damit die “Communauté”, die “Gemeinschaft” von Taizé. Die Mitglieder leben nach den “evangelischen Räten” – Massstäben, die der Bergpredigt entnommen sind – in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam. Die Entwicklung des “inneren Lebens” einerseits, die “Solidarität mit den Menschen” andererseits sind Grundpfeiler der Gemeinschaft. Frère Roger, wie er sich nun nannte, stand der Gemeinschaft bis zu seinem Tod als Prior vor
Am Osterfest 1970 kündigte Frère Roger ein „Konzil der Jugend“ an, dessen Hauptversammlung vom 28. August bis 2. September 1974 stattfand. Das „Konzil“ machte Taizé weltweit bekannt. 1979 wurde das geistliche Jugendtreffen in dieser Form vorläufig ausgesetzt und ging später in einen „Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde“ über.
Seinem Herzensanliegen, der Versöhnung der Christen, widmete sich Roger intensiv. Bereits in der ersten Fassung der Regel von Taizé forderte er: „Finde Dich niemals ab mit dem Skandal der Spaltung unter den Christen.“
Am 16. August 2005, vier Tage vor dem 65-jährigen Jubiläum seiner Ankunft in Taizé, wurde Frère Roger in der Versöhnungskirche von einer psychisch kranken Frau mit einem Messer tödlich verletzt. Das Gebet wurde, um Panik zu verhindern, fortgesetzt. Roger starb kurze Zeit später an den Verletzungen.
„Jene Eingebung hat mich seit meiner Jugend wohl nie mehr verlassen: Ein Leben in Gemeinschaft kann ein Zeichen dafür sein, dass Gott Liebe und nur Liebe ist. Allmählich reifte in mir die Überzeugung, dass es darauf ankam, eine Gemeinschaft ins Leben zu rufen, eine Gemeinschaft von Männern, die entschlossen sind, ihr ganzes Leben zu geben, und die versuchen, sich stets zu verstehen und zu versöhnen. Eine Gemeinschaft, in der es im Letzten um die Güte des Herzens und die Einfachheit geht.“