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Infos Bolivien
Hauptstadt: Sucre (Regierungssitz La Paz)
Amtssprache: Spanisch
Einwohnerzahl: 10.907.778
Fläche: 1.098.581 km²
Währung: Boliviano
Landschaft
Eveline:
Bolivien ist ein Land mit vielen Gesichtern. Es bietet hohe, eisbedeckte Berge, dazwischen das zentrale Hochland (Altiplano), welches auf einer Höhe von 3000 bis 4000m liegt und etwa 1/3 der Fläche Boliviens ausmacht. Im Gegensatz dazu stehen das saftig grüne Gebiet in den Yungas und natürlich das tropisch-heisse Tiefland im Amazonasbecken.
Patric:
Landschaftlich ist Bolivien ein Land der Superlative. Es hat gleichzeitig die trockensten, salzreichsten und sumpfigsten natürlichen Landschaften der Welt zu bieten. Daneben ist Bolivien eines der höchstgelegenen Länder der Erde. Unter anderem findet man hier den höchsten Regierungssitz, das höchste Skigebiet, den höchsten schiffbaren See sowie die höchste Wüste der Erde.
Klima
Eveline:
Klimatisch haben wir so einiges erlebt. Das rauhe Klima im Gebirge, die Hitze im Dschungel, den heftigen Wind an der Laguna Colorada und in der Wüste Siloli… Das für mich angenehmste Klima hatten wir in Sucre – sonnig, warm und windstill 🙂
Patric:
Wie landschaftlich ist Bolivien auch klimatisch extrem vielfältig. Es ist eines der kältesten, wärmsten, trockensten, windigsten und schwülsten Länder der Erde. Das vor allem deshalb, weil es in diesem Land unglaubliche Höhenunterschiede gibt. Im Altiplano kann die Temperatur zwischen Tag und Nacht um 50° variieren.
Leute
Eveline:
Das ist schwierig zu beschreiben… In La Paz zum Beispiel erlebten wir viele Leute als zurückhaltend bis abweisend. Da viele Menschen (vorallem im oberen Teil der Stadt, wo wir waren) sehr arm sind und unter schwierigen Bedingungen leben müssen, denke ich, dass sie einfach nicht den Raum und die Energie haben um sich mit Touristen “abzugeben”. In Rurrenabaque und Sucre hingegen waren die Leute sehr offen und hilfsbereit. In Uyuni hatten wir eigentlich nur Kontakt zu Mitarbeitenden der Reise Agenturen und die haben meist freundlich und sogar in englisch versucht uns ihre Tour zu verkaufen.
Patric:
Meine Erfahrungen mit den Menschen in Bolivien sind gespalten. Einerseits haben wir im Amazonas und im Tiefland unglaublich freundliche, offene und hilfsbereite Menschen kennengelehrnt. Anderseits waren die Leute im Altiplano sehr zurückhalten und oft abweisend. Ich möchte dieses Verhalten jedoch in keiner Weise verurteilen. Wenn man bedenkt unter welchen Umstäden diese Menschen leben ist eine gewisse Zurückhaltung nur verständlich…
Essen & Trinken
Eveline:
Nachdem ich die ganze erste Woche in Bolivien mit Magenverstimmung und Durchfall zu kämpfen hatte, habe ich beschlossen mich vorwiegend von Pasta zu ernähren. Damit kam ich – ausser im Dschungel – ganz gut durch. Meine bevorzugten Getränke in Bolivien – Wasser, Tee & Coca Cola
Patric:
Die hygienischen Verhältnisse in Bolivien sind mit keinem anderen Land in Südamerika vergleichbar. Glücklicherweise wurde ich währen unserm Aufenthalt in diesem Land von grösseren Problemen mit der Verdauung verschont. Trotzdem hielt sich meine Neugier bezüglich der einheimischen Spezialitäten aufgrund der hygienischen Umstände sehr in Grenzen. Deshalb fiel unsere Ernährung in dieser Zeit eher Einseitig aus und bestand oft aus Pasta oder Reis.
Verkehr
Eveline:
Soweit ich weiss, besteht das Strassennetz von Bolivien zu zwei Dritteln aus Naturstrassen, soviel zum Strassenzustand. Die Busse sind um einiges schlechter als etwa in Ecuador oder Peru. Dafür hatten wir mit den Chauffeuren Glück – sie haben alle paar Stunden einen Stopp eingelegt, damit wir Toiletten aufsuchen und uns verpflegen konnten (was anscheinend nicht selbstverständlich ist). Die Nachtfahrt von La Paz nach Sucre haben wir uns erspart und sind die Strecke geflogen, was sehr unkompliziert und angenehm war.
Patric:
Noch im Jahre 2001 waren hier nur 5% der Strassen asphaltiert. Mittlerweile hat sich das sicher etwas verbessert aber die Verkehrsmittel sind teilweise immer noch in einem abenteuerlichen Zustand. In Bolivien haben wir gelernt dass ein Bus NIE voll ist, es gibt immer noch Platz für ein, zwei, drei oder noch mehr Fahrgäste… 🙂
Hat mir super gefallen
Eveline:
Unsere 3-tägige Tour von Uyuni nach San Pedro de Atacama war für mich das absolute Highlight in Bolivien. Die verschiedenen Landschaftsbilder, die farbigen Lagunen mit den Flamincos, die Geysire und die heissen Quellen… Trotz der Höhe und dem rauhen, windigen Klima war es wunderschön.
Auch unser Besuch im Amazonas war sehr eindrücklich und trotz Krankheit auf seine Art ein schönes Erlebnis. Angenehm war es in der Stadt Sucre – wir hatten ein tolles Zimmer im Casa Verde, genossen täglich die köstlichen Süssigkeiten in der französischen Patisserie und hatten gutes Wetter.
Patric:
Bolivien war für mich das Highlight unserer bisherigen Reise. Was wir in den letzten Wochen in diesem Land alles erlebt haben ist einfach unglaublich! Einige der Erlebnisse, welche ich sicher nie wieder vergessen werde, sind die Besteigung des Huyana Potosi, die Tage im Amazonas und natürlich unsere Tour von Uyuni nach San Pedro de Atacama. Bolivien ist anstrengend aber unglaublich vielfältig!
Hat mir weniger gefallen
Eveline:
Die Nacht im Highcamp des Huayna Potosi. Für mich viel zu kalt und die dünne Luft in dieser Höhe liess mich kaum schlafen – das war eine sehr, sehr lange Nacht…
Auch die Zustände in den Minen von Potosi haben mir überhaupt nicht gefallen. Ich war erschüttert über die Bedingungen, denen die Arbeiter dort ausgesetzt sind.
Patric:
Wegen der hygienischen Umstände waren wir oft gezwungen uns etwas einseitig zu ernähren und auf einheimische Spezialitäten zu verzichten – schade. Als negatives “Highlight” bleibt mir ganz klar unser Besuch in den Minen von Potosi in Erinnerung. Was wir dort erlebt und gesehen haben hat mich unglaublich schockiert und aufgewühlt. Das war etwas vom schlimmsten, was ich in meinem Leben gesehen habe und ich werde diese Bilder nie vergessen…