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Basel, zwischen 1890 und 1894
Carrosserie Eugène fmann
H. 188, B. 117, L. 206 cm
Inv. 1933.223.
Der ungewöhnlich aufwendige, im Louis-XV-Stil ausgestattete Phaëthon-Schlitten aus dem Besitz des Basler Privatiers Johann Jakob Bachofen-Petersen (1865-1904), geliefert durch die Carrosserie Eugène Kauffmann, Bâle (Signatur in den Lampen), trägt auf den Kufen den Kopf der römischen Göttin Minerva. Der Hals der Schlittenfigur läuft unten in ein delphin- bzw. löwenähnliches Fabelwesen aus. Die Armlehnen der vorderen Sitzbank sind mit Löwenköpfen geschmückt. Der Herr kutschierte den Schlitten selbst. Auf dem hinteren Groomsitz wurde ein Bockdiener mitgeführt. Der Beleuchtung bei nächtlichen Fahrten dienten zwei reich verzierte versilberte Galalampen, sogenannte Tulpenstecher. 1877 zeigte der Münchner Hofwagenbauer F.P. Gmelch auf einer Ausstellung in Amsterdam einen Schlitten, welcher dem Basler Minerva-Schlitten verblüffend ähnlich war. Diese Ähnlichkeit legt den Schluss nahe, dass Johann Jakob Bachofen-Petersen seinen Minerva-Schlitten nach einer Abbildung aus dem Ausstellungsbericht im Guide du Carrossier von Brice Thomas, Paris, beim Basler Carrossier Kauffmann bestellte. 1904 ging der Schlitten in den Besitz der Familie Fürstenberger über (Wappen am Schlittenkasten).