Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03654.jsonl.gz/1829

Der Kerenzerberg, der am Ufer des Walensees liegt, gilt mit den drei Dörfern Filzbach, Obstalden und Mühlehorn als ältestes Kurgebiet im Glarnerland und bildet eine interessante Tourismusregion, eingebettet in der natürlichen Region der Schweizer Voralpen. Atemberaubende Aussicht auf den Walensee, die Churfirsten und den Mürtschenstock sorgen für bleibende Eindrücke.
In dieser Region war höchstwahrscheinlich die ethnische Grenze zwischen den Räter und den Kelten, was die Namen Kerenzer und Filz(bach) belegen, die sich aus dem Keltischen ableiten. Im 15./16. Jahrhundert vor Christus wurden die Alpenvölker durch den römischen Alpenfeldzug unterworfen und anschliessend romanisiert. Die Ortsnamen «Quinten», «Terzen» und *Quarten» sind lateinische, somit also römische Namen, die belegen, dass sich die Römer hier angesiedelt haben.
Schon die Römer hatten einen Weg über den Kerenzerberg unterhalten, wie Funde (Amphoren, Pfeil- und Lanzenspitzen etc.) und Reste eines Kleinkastells in Filzbach direkt neben dem Hotel belegen. Dieser römische Turm, eben Römerturm genannt, gab dann auch dem Hotel den unverwechselbaren Namen.
Die Überreste des Wachposten auf sind auf der Ostseite des Hotels sichtbar. Eine Tafel illustriert die Fundorte. Es ist belegt, dass unter dem Römerturm noch diverse Kostbarkeiten aus frührömischer Zeit unausgegraben liegen. Das Kleinkastell stand in schönster Lage auf einem Felshöcker, am ursprünglichen Passweg über den Kerenzer. Zwei sehr ähnliche Anlagen in bester Sichtverbindung zu Filzbach sind im Strahlegg am Walensee und auf dem Biberlikopf entdeckt worden.