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Die häufig verwendeten Begriffe werden nachfolgend beschrieben.
Notwendige Ausbildung im Strahlenschutz für die Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen
Der Begriff «Notwendige Ausbildung im Strahlenschutz für die Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen» bezeichnet die notwendigen beruflichen Kenntnisse, um eine Anwendung ionisierender Strahlen anzuordnen, sicher und regelkonform durchzuführen und das Ergebnis zu beurteilen. Je nach Ausbildungsstand einer Person und Komplexität einer Anwendung kann der Anwendungsbereich einer Person eingeschränkt sein und den Einbezug von Personen mit ergänzender Ausbildung im Strahlenschutz erfordern. So ist medizinischem Personal nur die Durchführung einer Anwendung auf Anweisung einer Person mit ergänzender Ausbildung im Strahlenschutz (Arzt/Ärztin, Zahnarzt/Zahnärztin, ...) erlaubt. Für komplexe Anwendungen kann ein Team von Personen mit notwendiger Ausbildung im Strahlenschutz erforderlich sein, um alle Aspekte abzudecken.
Die notwendige Ausbildung im Strahlenschutz umfasst:
- Kenntnis der fachspezifischen Ausdrücke und Fachtermini;
- Kenntnis der fachspezifischen Methoden, Hilfsmittel und Werkzeuge, deren sachgemässe Verwendung und Interpretation sowie das Abwägen von Lösungsvarianten;
- Kenntnis der in einem Fach behandelten Themen und Sachen (Überblick über das Ganze Fachgebiet);
- Kenntnisse über die Grundsätze und Vorschriften des Strahlenschutzes sowie die Gefahren und Risiken ionisierender Strahlung.
Die notwendige Ausbildung im Strahlenschutz wird von allen Personen verlangt, die mit ionisierenden Strahlen umgehen. Personen, die ionisierende Strahlen zu medizinischen Zwecken anwenden oder welche Strahlenschutzaufgaben gegenüber anderen Personen wahrnehmen (Art. 172 StSV), erlangen die notwendige Ausbildung im Rahmen einer Ausbildung, welche vom BAG anerkannt sein muss.
Dosisbereiche in der medizinischen Bildgebung
Die Dosisbereiche in der medizinischen Bildgebung sind in drei Bereiche unterteilt:
- Niedrigdosisbereich: effektive Dosis des Patienten E < 1 mSv; Zahnaufnahmen, Thorax Aufnahmen oder Aufnahmen der Extremitäten
- mittlerer Dosisbereich: 1 mSv< E < 5 mSv; Aufnahmen des Achsenskeletts, des Beckens und des Abdomens
- Hochdosisbereich: E > 5 mSv; Computertomografien, die meisten nuklearmedizinischen Untersuchungen und die meisten interventionellen radiologischen Eingriffe.
Strahlenschutzausbildung für Untersuchungen im Mittel- und Niedrigdosisbereich in der Medizin
Ärzte/Ärztinnen, welche Röntgenuntersuchungen im Mittel- und Niedrigdosisbereich durchführen, müssen eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Diese ist in die ärztliche Weiterbildung zur Erlangung eines Facharzttitels oder eines Fähigkeitsausweises integriert.
Ein Bestandteil der Weiterbildung ist der Besuch eines von BAG anerkannten Strahlenschutzkurses für die ärztliche Röntgendiagnostik. Im Übrigen richten sich die Anforderungen zur Erlangung der notwendigen Ausbildung im Strahlenschutz für Röntgenuntersuchungen im Mittel- und Niedrigdosisbereich nach den Bestimmungen der für die jeweilige Facharztrichtung gültigen Weiterbildungs- oder Fähigkeitsprogrammen.
Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige/r
Von Personen, die nach Artikel 16 Absatz 1 des Strahlenschutzgesetzes vom 22. März 1991 (StSG) und Artikel 182, Absatz 2 StSV in einem Betrieb im Auftrag der/des Bewilligungsinhabers/inhaberin für die Einhaltung der Strahlenschutzvorschriften verantwortlich sind, wird zusätzlich zur notwendigen Ausbildung für die Anwendung ionisierender Strahlung am Menschen ein Strahlenschutzsachverständigenkurs gefordert.
Die Strahlenschutz-Sachverständigen müssen vertieftes Wissen über die Strahlenschutzgesetzgebung sowie über die spezifischen Strahlenschutzaufgaben des jeweiligen Tätigkeitsbereiches nachweisen.
Eine Liste der vom BAG anerkannten Ausbildungen zum Erlangen des Sachverstandes ist unter dem entsprechenden Link auf der rechten Seite zu finden.
Letzte Änderung 28.08.2018