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gen, im wesentlichen also nur einen dekorativen
Zweck hatten.
5) Der
Dipteros entsteht, wenn um den Tempel
[* 2] eine doppelte Säulenstellung herumgeführt wird, also an der Vorder- und
Rückseite vier
Reihen von
Säulen
[* 3] stehen
[* 1]
(Fig. 5). Der
Pseudodipteros
[* 1]
(Fig. 6) unterscheidet sich von dem
Dipteros dadurch,
daß die innere Säulenstellung fehlt, aber der Zwischenraum zwischen der äußern Säulenstellung und
der Cellawand der gleiche geblieben ist. Je nach der Zahl der
Säulen an der Vorderseite, welche immer eine gerade war, unterscheidet
man:
Naos (Tempel) tetra-, hexa-, okta-, deka- und dodekastylos (d. h. 4-, 6-, 8-, 10 und
12säulige Tempel). Eine besondere
Abart der Tempel waren die Rundtempel, welche bisweilen auch von
Säulen umgeben
waren und dann
Monopteros hießen.
Schon im 12. Jahrh. waren
Klagen über
Anmaßlichkeit, Treulosigkeit und
¶
mehr
Ausschweifungen der Tempelherren laut geworden. Bibere templariter (saufen wie ein Templer) wurde fast sprichwörtlich gebraucht. Ohne
Rücksicht auf die allgemeinen Interessen verfolgten sie aus Habgier und Herrschsucht eine nicht selten verderbliche Sonderpolitik.
Oft standen sie mit den Sarazenen im geheimen Bunde, den KaiserFriedrich II. wollten sie auf seinem Kreuzzug
an dieselben verraten; mit den Johannitern lebten sie in beständigem, oft blutigem Streit, und von den Bischöfen wurden
sie, weil deren Aufsicht seit 1162 vom Papst entzogen, ohne dies gehaßt.
Auf Grund der Aussagen zweier verdächtiger Männer erhob er gegen die Tempelherren die Anklage wegen Verleugnung Christi, Verehrung des
Götzenbildes Baphomet (s. d.), Verspottung des Abendmahls, unnatürlicher Wollust etc., - Beschuldigungen, welche durch manche
Umstände, durch frivole Äußerungen mancher Templer, durch frühere Anklagen seitens der Päpste, so 1208 Innocenz' III. u. a.,
unterstützt werden, aber durch unwiderlegliche Zeugnisse noch nicht bewiesen sind.
Namentlich ist die Behauptung von einer förmlichen ketzerischen Geheimlehre der Tempelherren (vgl. Prutz, Geheimlehre und Geheimstatuten
des Tempelherrenordens, Berl. 1879), wonach sie an einen Doppelgott, den wahren
himmlischen und den andern, der die Freuden der Welt erteile, geglaubt und letztern im Bild eines aus edlem Metall geformten
Menschenkopfs verehrt hätten, keineswegs unbestritten. Am wurden die Tempelherren in Frankreich mit ihrem Großmeister verhaftet.
Gleichzeitig begann die Einziehung ihrer Güter.
In der Mitte des 18. Jahrh. bemühten sich die Jesuiten, das auftauchende Freimaurerwesen
mit dem alten Templerorden in Verbindung
zu bringen, um den Bund in katholisch-hierarchischem Sinn zu lenken. So entstand der neue Templerorden in Frankreich, dessen
Haupttendenzen die Bewahrung des ritterlichen Geistes und das Bekenntnis eines aufgeklärten, in der Zeitphilosophie
wurzelnden Deismus waren, und dem die ersten Personen des Hofs und der PariserGesellschaft beitraten.
Nachdem derselbe während der Revolution sich aufgelöst hatte, sammelte in den letzten Jahren das Direktorium seine Trümmer
wieder, und man suchte nun dem Bund eine politische Richtung zu geben. Napoleon I. begünstigte ihn als
ein Adelsinstitut. Die Restauration sah den aufgeklärte Tendenzen verfolgenden Bund zwar mit argwöhnischen Augen an, doch bestand
derselbe fort. Die Philhellenenvereine fanden in ihm eifrige Teilnehmer. Nach der Julirevolution trat der Bund sogar in Paris
wieder öffentlich hervor und zwar mit kommunistischen Tendenzen, und seine Mitglieder nannten sich Chrétiens
catholiques primitifs.