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Die Sömmerungsbeiträge für Schafe sind in der Schweiz nach Weidesystem gestaffelt und bei Umtriebsweide höher als bei Standweide. In dieser Studie wurden in einem kontrollierten Alpweideversuch die in diesen beiden Weidesystemen erzielbare Mast- und Schlachtleistung sowie die Fleischqualität verglichen. Hierzu wurden 55 männliche kastrierte Lämmer (36,2±4,2 kg schwer und 27±3 Wochen alt) der Schweizer Rassen Engadinerschaf und Walliser Schwarznasenschaf einer fetten Milchkrautweide und einer Borstgrasweide jeweils mit Standweide- und Umtriebsweidesystem zugeteilt. Von jeder Rasse wurden auf jedem Vegetationstyp und Weidesystem sechs bis sieben Tiere gehalten. Bei Umtriebsweide waren Tageszuwachs, Schlachtausbeute und tendenziell die Fleischigkeit (CH-TAX) bei beiden Rassen höher als bei Standweide. Einen stärkeren Einfluss auf Tageszuwachs und Schlachtgewicht als das Weidesystem hatte jedoch der Vegetationstyp. Im Vergleich zur Standweide waren beim Fleisch vom Umtriebsweidesystem der Garverlust höher und die maximale Scherkraft niedriger. Dies galt aber nur für die Engadinerschafe. Bei den Walliser Schwarznasenschafen war nur die Scherkraft ansatzweise niedriger. Im Hinblick auf die Fleischqualität reagierten die beiden Rassen also unterschiedlich sensibel auf das Weidesystem. Bei den Mast- und Schlachtleistungen hingegen war für beide Rassen die Alplämmermast im Umtriebsweidesystem derjenigen im Standweidesystem vorzuziehen.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.