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Beschwerden in den Wechseljahren, im Klimakterium
Die Beschwerden während den Wechseljahren kommen durch den relativ schnell fortschreitenden Abfall der Hormone, insbesondere des Östrogenspiegels zustande.
Ein Drittel der Frauen klagt über starke Wechseljahrbeschwerden mit echtem Krankheitswert, ein weiteres Drittel gibt geringe und ein Drittel praktisch keine Beschwerden an. Die Dauer dieser Symptome ist sehr unterschiedlich und kann zwischen einigen Monaten und vielen Jahren liegen.
Risikofaktoren für ein stärkeres Leiden an klimakterischen Beschwerden sind:
- Rauchen
- Übergewicht
- Geringe körperliche Aktivität
- Niedriger sozioökonomischer Status
Zu den wichtigsten akuten Erscheinungen welche in den Wechseljahren auftreten können, zählen:
- So genannte vasomotorische Symptome: Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Benommenheitsgefühl, Schwindel
- Blutungsstörungen: Schwache, starke, verlängerte Regelblutungen, Schmierblutungen vor und nach Menstruation, unregelmässige Zyklen oder Ausbleiben der Blutung
- Schlafstörungen
- Reduzierte Fruchtbarkeit (Fertilität) und sexuelle Funktionsstörungen: Ungefähr die Hälfte der Frauen berichtet über eine Reduktion des sexuellen Interesses; Erregungsstörungen haben ca. 20-45%, Orgasmusstörungen 26-30% und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr 20-45%.
- Seelische und emotionale Wechselbäder, depressive Verstimmung und Gedächtnisstörungen
Die ersten Wallungen treten meist nachts in Form von Schweissausbrüchen auf, weswegen Sie allenfalls erwachen. Auch Hitzewallungen nach Kaffeegenuss oder emotionaler Erregung weisen darauf hin, dass die Beschwerden durch die Wechseljahre bedingt sein könnten.
Treten Hitzegefühle vorwiegend am Tag auf, ohne dass diesen bestimmte Ereignisse zugeordnet werden können, so spricht dies eher gegen die Hormonumstellung als Ursache.
Der Zeitpunkt des Auftretens allgemeiner Beschwerden gibt weitere Hinweise auf die Frage, ob es sich um hormonabhängige Symptome handelt oder nicht. Gewichtszunahme und Wasserstau, welche vor allem vor der Regelblutung zu beobachten sind und nach der Monatsregel wieder verschwinden, sprechen ebenfalls für ein hormonelles Ungleichgewicht; meistens verursacht durch den Progesteronmangel.
Diese Symptome müssen nicht als gegeben hingenommen werden! Informieren Sie sich beim Frauenarzt über die Möglichkeit einer Behandlung. Diese kann entweder kurzfristig oder auch langfristig zur Prävention von späteren degenerativen Leiden erfolgen.
Altersbedingte, degenerative Veränderungen
Die Eierstockhormone – insbesondere Östrogen und Progesteron – haben einen schützenden Effekt vor verschiedenen Erkrankungen. So vermutet man, dass die weiblichen Geschlechtshormone einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Frauen in jüngeren Jahren wesentlich weniger an Herzkreislauf-Erkrankungen leiden.
Durch den Wegfall von Progesteron und Östrogen nach der Menopause können folgende Leiden beschleunigt werden:
- Beeinträchtigung des Knochen- und Gelenkapparates (Osteoporose, Arthrose und Gelenkschmerzen)
- Kardiovaskuläre (Herz-Kreislauf)- Erkrankungen
- Gewichtszunahme
- Haut- und Haarveränderungen (Falten, Haarverlust, respektive Haarwuchs an unerwünschten Stellen)
- Beschwerden im Genital- und Harnwegsbereich: Scheidentrockenheit, Inkontinenz und immer wieder auftretende Harnwegsinfekte
Das Versiegen der Hormonproduktion ist zwar ein altersbedingt „normaler“ Prozess, kann aber nach der Menopause die Lebensqualität der Frau stark beinträchtigen und das Erkrankungsrisiko erhöhen. Da diese Leiden erst Jahre nach den Wechseljahren in Erscheinung treten, besteht ein ausreichendes Zeitfenster und damit eine ideale Möglichkeit zur Prävention durch eine Hormonersatztherapie (siehe Hormontherapie).

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|25.02.2013 - dde, dzu|