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Nach den Enthüllungen im Fall Lance Armstrong durch die US-Antidoping-Agentur USADA zieht auch der Skandal um den italienischen Radprofi Leonardo Bertagnolli immer grössere Kreise.
Der Ex-Profi, für den das italienische Olympische Komitee CONI eine dreijährige Sperre beantragt hat, gestand, im Jahr 2006 wegen Schilddrüsenproblemen Kontakt zum umstrittenen Dopingarzt Michele Ferrari aufgenommen zu haben.
"Ich bat mein Team Liquigas, mich bei Ferrari behandeln lassen zu dürfen. Ich hatte auch 2007 Kontakte zu ihm mit der Genehmigung meines Teams. 2008 verbot mir Liquigas, mich von Ferrari behandeln zu lassen", heisst es in Auszügen von Ermittlungsprotokollen.
Bertagnolli soll den Staatsanwälten zudem weitere Fahrer genannt haben, die zu Ferraris Kunden zählten, darunter der spätere Olympiasieger Alexander Winokourow. Liquigas bestritt, Bertagnolli Kontakte mit Ferrari genehmigt zu haben.
Der Weltverband UCI hatte im Juni ein Dopingverfahren gegen Bertagnolli wegen Anomalien in seinem biologischen Pass eingeleitet. Er hatte angesichts der schweren Dopingvorwürfe gegen seine Person seine Karriere Ende Juni beendet. Ferrari ist laut USADA-Akten auch massiv in das Doping-System um Armstrong involviert gewesen.