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| Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 2 (310—401)

Julius I. (337 — 352)
1. Brief des Papstes Julius an die Eusebianer 341
13. Die Unschuld des Athanasius erhellet auch aus der Bereitwilligkeit, mit welcher er nach Rom gekommen, sowie aus der Zuversicht, mit der er durch 18 Monate daselbst seine Gegner erwartete.
Da nun Solches erzählt wurde, so viele Zeugen auf seiner Seite standen und er selbst so viele Beweise seiner Unschuld beibrachte, was, bitte ich, sollten wir thun? Oder was Anderes forderte die kirchliche Satzung, als daß wir einen solchen Mann nicht verurtheilten, sondern vielmehr aufnahmen und für einen (wahren) Bischof hielten, wie wir ihn auch dafür gehalten haben? Denn über Dieß alles verblieb er hier ein Jahr und sechs Monate, die Ankunft von euch oder denen, welche Hieher sich begeben wollen, erwartend, und beschämte so durch seine Gegenwart Alle, da er gewiß nicht erschienen wäre, wenn er auf seine Sache nicht vertraut hätte. Denn nicht aus eigenem Antrieb, sondern gerufen und nach Erhalt unseres Schreibens kam er hieher, wie wir auch euch geschrieben haben. Dennoch, obgleich wir so gehandelt, habt ihr uns beschuldigt, als ob wir gegen die Canonen gehandelt hätten.