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|Dieses Gemälde erzählt eine Episode nach der Auferstehung Christi. Zwei der Jünger, die noch immer unter dem Schock der Kreuzigung standen, gingen zum Dorf Emmaus, wo ihnen ein Fremder begegnete und mit dem sie in einem Gasthaus Rast hielten. Bevor sie zu essen begannen, segnete der Fremde das Brot, worauf die Jünger erkannten, dass es Jesus war. Diesen dramatischen Augenblick hält Caravaggio fest.

Die Ausdruckskraft der Malerei Caravaggios gründet in seiner Fähigkeit Realismus und Symbolismus zu vereinigen. Auf den ersten Blick werden die Ereignisse dargestellt, wie sie sich zugetragen haben könnten. Christus wird nicht idealisert und die Jünger sehen wie wirkliche Fischer aus. Je mehr man sich in das Bild vertieft, umso stärker treten andere Betrachtungsebenen hervor.
Dieses Werk ist das letzte, das Caravaggio mit grossem Aufwand malen konnte. Sein Leben nach 1606, als er wegen eines Todschlages zum Verstossenen wurde, zwang ihn zu einem bescheideneren Malstil.