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@ Migranda
Menschenrechte sind universell (!), nicht „absolut“, das ist ein großer Unterschied, bitte verwechsel das nicht.
Menschenrechte sind SUBJEKTIVE Rechte, die JEDEM Menschen zustehen – und zwar allein schon deshalb, weil er ein Mensch ist. Sie müssen ihm nicht erst von außen zugestanden werden. Man kann sie ihm auch nicht von außen vorenthalten. Wird es dennoch getan, handelt es sich um eine Menschenrechtsverletzung, die nicht erst eines geschriebenen Gesetzes bedarf, um als Unrecht zu gelten.
Ein „absolutes“ Recht wäre zum Beispiel das Hoheitsrecht einer Herrschaftsform, Normen zu schaffen (das sogenannte normative Recht im rechtlichen Sinne), denen sich alle Bürger des Herrschaftsbereichs unterwerfen müssen. In einer Demokratie sind das legitime, vom Parlament (als Gremium der von allen wahlberechtigten Bürgern gewählten Vertretern / Legislative ) beschlossene Gesetze, die seitens des Staates (Exekutive) in Form des Rechtsweges (Judikative) durchsetzbare Ge- und Verbote enthalten. Aber auch die Bürger haben das Recht, den Rechtsweg gegen eine falsche Anwendung seitens des Staates usw. zu beschreiten. Möglich macht das die Gewaltenteilung, eines der wichtigsten Merkmale einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Dagegen: in einem totalitären Staat und wie der Name schon sagt, im früheren „Absolutismus“, begründen die absoluten und unbedingt durchsetzbaren Rechte des Herrschers, Autokraten, Diktators eine reine Willkürherrschaft.
Die Menschenrechte stellen keine absoluten Rechte dar, weil sie sich aus dem Humanismus, ja, aus dem Menschsein an sich, ergeben und begründen. Auch wenn sie nicht in den Verfassungen aufgenommen worden sein sollten, haben sie Bestand! Sie werden in demokratischen Staaten und Vereinbarungen zwischen Staaten (Menschenrechtskonvention) zwar meist aufgenommen, zumindest formaltheoretisch als Beleg einer humanen Gesinnung und auch aus pragmatischen Gründen: Auf eine Schrift kann man sich gerichtlich vermeintlich leichter berufen, als auf ein ungeschriebenes Recht. In Staaten mit ungeschriebener Verfassung gelten diese Rechte aber dennoch.
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Camus‘ „Gleichgültigkeit“ zielt nicht auf Herzlosigkeit und Gefühlskälte, sondern auf die Sorgen um das Ego und den von so vielen erhofften eigenen Verbleib nach dem Tode.