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Neoadjuvante Chemotherapie als Alternative beim Ovarialkarzinom?
|Autor(in): Urspeter Masche|
|Datum: 23. Juli 2015|
Beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom besteht die übliche Behandlung aus einer Operation, gefolgt von einer Chemotherapie, die ein Platinderivat enthält. Wie eine randomisierte Studie zeigte, kann man jedoch auch zuerst Zytostatika verabreichen und die Operation hinauszögern. 550 Patientinnen mit einem Ovarialkarzinom im Stadium III oder IV wurden auf zwei Gruppen verteilt: in der ersten wurde primär operiert und danach wurden 6 Chemotherapie-Zyklen durchgeführt; in der zweiten fanden zunächst 3 Chemotherapie-Durchgänge, anschliessend die Operation und nochmals 3 Chemotherapie-Zyklen statt. Primärer Endpunkt war die Gesamtüberlebenszeit; sie betrug im Median in der ersten Gruppe (primär Operation) 22,6 und in der zweiten Gruppe (primär Chemotherapie) 24,1 Monate. Ein möglicher Vorteil durch eine primäre Chemotherapie ergab sich daraus, dass in dieser Gruppe weniger postoperative Komplikationen zu verzeichnen waren.
Kurzfassung der Studie aus dem «Lancet»: Primary chemotherapy versus primary surgery for newly diagnosed advanced ovarian cancer (CHORUS): an open-label, randomised, controlled, non-inferiority trial
Neoadjuvante Chemotherapie als Alternative beim Ovarialkarzinom? (23. Juli 2015)
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