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Von der Halong Bucht mit dem Bus nach Ninh Binh und Hue
Unser nächstes Ziel von der Halong Bucht ist weiter im Süden und heisst Ninh Binh. Nach dem wir uns mit Sarah’s Mutter ein Busticket gekauft hatten, ging es gemütlich in Richtung Süden. Nach der 5 stündigen Busfahrt wurden wir in Ninh Binh direkt vor der Tür eines noblen Hotels mit rotem Teppich ausgeladen. Natürlich hatte keiner der Rucksacktouristen in diesem schönen Hotel reserviert. Also ging es zur Abwechslung mal mit dem Taxi zum nächstgelegenen Bahnhof. Wir wollten nämlich an diesem Abend unsere Reise direkt weiter nach Hue, der ehemaligen Kaiserstadt, fortsetzen.
Hue war von 1802 bis 1945 die Hauptstadt von Vietnam und bedeutet auf vietnamesisch Harmonie. In Hue befindet sich unter anderem die Zitadelle mit der verbotenen Stadt, welche eigentlich vom Kaiser in Vietnam bewohnt wurde. Die verbotene Stadt in Hue wurde nach dem Vorbild der Stadt in Peking erbaut und gilt seit dem Jahre 1993 als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Anlage wurde während der Tet-Offensive (Schlacht um Hue) 1968 sehr stark beschädigt. In der Zwischenzeit wurde fast alles wieder restauriert und gilt als ein interessantes Touristenmagnet. Auch wir besuchten natürlich die verbotene Stadt in Hue und genossen einen imposanten Nachmittag. Auch einen Besuch im Ho-Chi-Minh Museum in der Stadt können wir für Geschichtshungrige sehr empfehlen. Ho-Chi-Minh war ein vietnamesischer Revolutionär und kommunistischer Politiker, Premierminister von 1945-1955 und Präsident von Vietnam (1945-1969).
Von Hue weiter Richtung Da Nang
Da Nang ist die viert grösste Stadt in Vietnam mit etwa 1 Million Einwohner. Zwischen Da Nang und Hue liegt der Wolkenpass, welcher die Klimagrenze zwischen Nord- und Südvietam bildet. Die Vietnamesen nennen den Wolkenpass Hai-Van-Pass. Der Pass ist rund 20 Kilometer lang und 496 Meter hoch. Da Nang war im Vietnamkrieg eine wichtige Marinebasis der Amerikaner. Zu Beginn des Vietnamkrieges 1965 gingen im Süden von Da Nang die ersten US-Kampftruppen an Land. Aber für uns hiess es erst einmal in der einfachsten Holzklasse einsteigen um von Hue mit dem Zug nach Da Nang Stadt zu fahren. Wir sassen während 4 Stunden auf einer harten Holzbank, was uns aber durch das atemberaubenden Panorama auf der Spitze des Passes und die Schönheit einer einfachen Zugreise zeigte. Es gibt auch einen schnelleren Weg nach Da Nang, nämlich mit dem Bus. Dieser fährt aber durch einen Bergtunnel und soll angeblich nur halb so interessant sein. Als wir unser Gepäck in der Unterkunft in Da Nang deponiert hatten, ging es sogleich an den Strand. In Da Nang waren wir nur eine Nacht und gingen deshalb am Abend auf die bekannte Drachenbrücke. Die imposant Brücke wird Abends immer im Stil eines Drachens beleuchtet. Nachdem wir gefühlte tausend Fotos gemacht hatten, machten wir uns hungrig auf den Rückweg. Plötzlich erspähten wir einen uns noch unbekannten Strassenimbiss, da machten wir die erste Bekanntschaft mit einem der besten Sandwiches der Welt: das „Banh mi“. Das „Banh mi“ wurde während dem Kolonialismus der Franzosen in Indochina eingeführt. In Vietnam ist das Wort: „Banh mi“ der Begriff für jegliche Brote, doch überall auf den Strassen in Vietnam ist diese als Mahlzeit für unterwegs zu finden. Das „Banh mi“ ist ein Baguette, welches mit Pastete, gegrilltem Schweinefleisch, Mayonnaise, Koriander, Fischsauce und eingelegten Karotten belegt wird. Jetzt wisst ihr nun was wir meistens neben Hot Pot und jeglichen vietnamesischen Speisen gegessen haben – einfach lecker! 🙂 Müde und glücklich ging es danach nur noch ins Bett, da wir am nächsten Morgen wieder weiter nach Hoi An reisten.
Von Da Nang nach Hoi An, in die Stadt der Lampions
Am frühen Morgen ging es mit dem bereits bestellten Taxi – ja man darf sich auch mal etwas Bequemlichkeit leisten – in 45 Fahrminuten in das nicht weit entfernte Hoi An. Hoi An ist eine Küstenstadt in Zentralvietnam mit etwa 75’000 Einwohnern. Die Stadt war einst die grösste Hafenstadt in Vietnam und lag an der berühmten Seidenstrasse. Da wir bereits kurz vor Weihnachten standen, hatten wir für uns drei ein schönes Hotel mit Klimaanlage in Hoi An reserviert. Obwohl die meisten Vietnamesen keine Weihnachten feiern, war alles festlich geschmückt und fast ein bisschen „kitschig“ aufgezogen. Die Stadt ist mit ihrem Charme einfach wunderschön, besonders die Altstadt mit den alten Wohn- und Geschäftshäusern am Fluss. Hoi An ist auch für die vielen, bunten Lampions, welche überall aufgehängt sind bekannt. Deshalb reiht sich ein Laternenshop am Nächsten. Hoi An ist leider kein Geheimtipp mehr und so begegneten wir Touristen aus der ganzen Welt. Doch der Zauber bleibt und die Stadt gilt deshalb als eine der schönsten Orte in Vietnam. Nun war für uns der Tag des Festes gekommen und wir haben unseren eigenen Weihnachtsbaum gebastelt. Am Weihnachtsabend zogen wir für den leckeren Weihnachtsschmaus in die Altstadt am Fluss und danach mit unseren beiden Weihnachtsbäumen unter dem Arm in die Bar. Wie wir es von zu Hause kennen durfte natürlich der sehr leckere Panettone nicht fehlen. Nochmals herzlichen Dank an Pa und Dorothea die dies möglich gemacht haben 🙂
Am Abend des 25. Dezembers ging es mit dem Nachtbus während zehn Stunden weiter nach Nah Trang in den Süden von Vietnam. Die Busse sind sehr komfortabel und man ist meist mit einem Liegebus unterwegs. Das Schlafen ist aufgrund der holprigen Strassen eher nicht möglich, aber trotzdem mehr oder weniger bequem.