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Die Prävalenz von Rückenschmerzen in der Bevölkerung beträgt etwa 50%. Fast jeder Mensch erkrankt während seines gesamten Lebens mindestens 1-mal an einem Rückenleiden.
Chronische Rückenschmerzen sind die häufigste Ursache der Arbeitsunfähigkeit sowie von Funktionseinschränkungen in der 2. Lebenshälfte. Die meisten Schmerzepisoden klingen innerhalb von 6 Wochen aus, nur bei einer Minderheit persistieren chronische Schmerzen über 3 Monate hinaus. Die häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen sind funktionell und degenerativ, seltener metabolisch, neoplastisch und traumatisch.
In der Praxis hat sich die Unterscheidung der klinischen Syndrome als sinnvoll erwiesen: Vertebrales Syndrom mit lokalisierten Schmerzen; spondylogenes Syndrom mit lokalisierten und ausstrahlenden Beschwerden; vertebrales Syndrom mit Ausstrahlung, auch pseudoradikulär genannt; sowie radikuläres Syndrom mit dermatombezogener Schmerzausstrahlung bzw. neurologischen Defiziten.