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improvisatiren (1975-1980)
Die entscheidende Begegnung
Cabaretistisch-satirische Texte und Lieder schrieb ich schon seit der Gymerzeit , doch leider reichten meine Instrumentalkünste nie aus, um die musikalischen Vorstellungen, die durch meine Vorbilder (insbesondere Georg Kreisler) angeregt waren, umzusetzen. Erst das Zusammentreffen mit dem Improvisator Edwin Peter (*1928), Konzertorganist, Chorleiter und Lehrer am Konservatorium Bern, liess mich zu einem cabaretistischen Stil finden, in dem ich meine Ideen adäquat auszudrücken vermochte.
Unsere Zusammenarbeit war denkbar einfach: Ich stellte Edwin den Text eines Liedes aufs Notenpult seines Flügels, sang ihm die Melodie ein-, zweimal vor, und er improvisierte gleich seine Begleitung dazu. Danach kam das Üben: Wir spielten das Lied so lange gemeinsam, bis es uns vortragsreif erschien. Natürlich an mehreren Sitzungen. Aufgeschrieben wurden nur ein paar Akkorde neben den Text, als Gedächtnisstütze. Damit schuf Edwin die Begleitung bei jedem Zusammenspiel neu.
Improvisatiren - Politfonien - Makabritüden
1975 traten wir am zweiten Chansontreffen Solothurn erstmals öffentlich auf. Von da an entstand nach und nach ein Liederprogramm mit Gattungsbezeichnungen wie "Improvisatiren", "Politfonien" und "Makabritüden". Weil Edwins Improvisationen das durchgehende Markenzeichen bildeten, setzte sich der Titel Improvisatiren schliesslich durch. Und so hiess denn auch unsere erste LP, aufgenommen von Tonmeister und Verleger Hugo Durandi Anfang November 1978 im Theater am Zytglogge in Bern, erschienen als HD 311 im Frühjahr 1979.
Was Kritiker schrieben
Ausserhalb des Chansontreffens leider sehr selten zu hören ist Hans Jürg Zingg aus Hasle-Rüegsau mit dem Pianisten Edwin Peter. Was Zingg an perfekt ausformulierten und mit ausgeprägter Mimik vorgetragenen Texten bringt, liegt sowohl vom Gedanklich-Inhaltlichen als auch von der Darstellung her weit über dem Durchschnitt, schrieb der Kritiker des „Bund“ am 5. Oktober 1977 über unsern Auftritt am vierten Solothurner Chansontreffen.
Im Nachhinein staune ich darüber, wie oft und wie intensiv Kleintheateranlässe in den Tagesblättern von damals noch besprochen wurden!
Texte und Liedaufnahmen
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