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Aufgrund von Effizienz-Steigerungen ist der Einsatz von mineralischen Phosphor-Düngern in der Schweiz in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, schreibt BLW-Vizedirektorin Gabriele Schachermayr im Editorial der Januar-Ausgabe von "Agrarforschung Schweiz". Noch werden pro Jahr ca. 4'000 Tonnen Phosphor benötigt.
Ein grosser Teil dieses Phosphors gelange aus dem landwirtschaftlichen Kreislauf in das Abwasser und in den Klärschlamm, heisst es weiter. Dieser werde verbrannt und die Asche deponiert oder in der Zementindustrie verwendet. Die Wiederaufbereitung könnte aber zu einer nachhaltigen Nährstoff-Rückgewinnung beitragen und die Schweiz könnte ihren Phosphor-Bedarf selbst decken.
Bereits gebe es eine breite Palette von Prozessverfahren, um Phosphor aus der Abwasser- und Klärschlamm-Entsorgung zurückzugewinnen. Für eine sichere Verwendung wurden Schadstoffgrenzwerte sowie Qualitätskriterien erarbeitet.
Laut Schachermayr geht das Bundesamt für Landwirtschaft davon aus, dass ab 2021 Phosphor aus recyclierter Schweizer Produktion in den Handel gelangen wird. Vom Potenzial her könnte schon in 10 Jahren sämtlicher in der Landwirtschaft benötigter Phosphor aus Schweizer Produktion stammen.