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Der Bundesrat anerkannte am 3.9.1957 die Unabhängigkeit und am 12.4.1969 die Neutralität des Königreichs K., das 1863-1953 ein franz. Protektorat gewesen war. Die Zahl der Schweizer in K. stieg zu dieser Zeit kaum über 30 (2004 111). Das Polit. Departement war 1964-65 und 1968-75 nur konsularisch in K. tätig, dann wurde das 1972 eröffnete Konsulat in Phnom Penh geschlossen. Als 1970 die Republik proklamiert und 1975 das totalitäre Regime der Roten Khmer an die Macht kam, brach der Bundesrat aufgrund der Maxime, Staaten und nicht Regierungen anzuerkennen, die diplomat. Beziehungen zu K. nicht ab. Das nach der vietnames. Invasion von 1979 neu eingesetzte Regime anerkannte der Bundesrat nicht. De facto fror die Schweiz ihre Beziehungen mit den versch. Akteuren des 1998 offiziell als beendet erklärten Bürgerkriegs ein. Wie die meisten anderen Staaten stimmte auch sie dafür, dass die von der Exilregierung ernannten Delegationen an den internat. Konferenzen als bevollmächtigt galten. Das EDA beschränkte seine Tätigkeit auf einige informelle Kontakte mit Vertretern der Vietnam gegenüber feindlich eingestellten Koalition. Die Schweiz leistete humanitäre Hilfe: 1978 wurden dringend benötigte Nahrungsmittel nach K. gesandt. Schweizer Spenden trugen zur Finanzierung von Hilfsaktionen der Vereinten Nationen, des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge, der Unicef, des IKRK sowie diverser religiöser Organisationen bei, die alle die Flüchtlinge in Thailand unterstützten. Seit 1980 ist das Hilfswerk der Evang. Kirchen der Schweiz in K. tätig, seit 1986 das Schweiz. Rote Kreuz. Auch das EDA ist mit Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in K. präsent. 2003 lancierte Bundesrat Joseph Deiss ein Handelsförderungsprogramm für K. Das Land war in der Schweiz vor 1975 v.a. wegen seines kulturellen Reichtums bekannt, danach erregten die Grausamkeiten der Roten Khmer Aufmerksamkeit.
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– EDA, Dok.
Autorin/Autor: Marc Perrenoud / EM