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Verantwortlich dafür ist auch das schwache Pfund, das seit der Brexit-Ankündigung im Juni 2016 an Wert gegenüber dem Euro und dem Dollar verliert und so die Importe verteuert.
Laut Statistik sorgte auch der Preisanstieg für Nahrungsmittel und Verkehr - dazu gehört etwa Kraftstoff - für die steigende Inflationsrate. Nahrungsmittel etwa waren im September in Grossbritannien 3,4 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Die Lebensmittelpreise hingen aber stark von Importkosten ab, erklärte Analyst James Smith.
Die Teuerung in Grossbritannien habe seit Beginn des Jahres zugenommen, und "die Rate ist im Königreich höher als in den meisten anderen EU-Ländern", erklärte das Statistikamt. Die Abwertung der Landeswährung könnte eine Erklärung sein, äusserten die Statistiker vorsichtig.
Eine Inflationsrate von drei Prozent war zuletzt im April 2012 gemessen worden. 2015 lag sie quasi bei null - zu steigen begann sie nach dem Ja der Briten zu einem Austritt Grossbritanniens aus der EU.
Die britische Notenbank hat wie die Europäische Zentralbank das Inflationsziel von zwei Prozent. Mehrere Mitglieder der Bank of England haben sich bereits andeutungsweise für eine Anhebung des Leitzinses ausgesprochen. Die nächste Sitzung des zuständigen Ausschusses ist am 2. November. Der Leitzins liegt historisch niedrig bei 0,25 Prozent.
(AWP)