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Angst, Angst, die ihm den Magen umdrehte. Das Boot eine Nussschale. Wurde hin und her geworfen, emporgehoben, rauschte die Wogen hinab. Der Alte hatte sich auf den Boden des Bootes gesetzt. Mitten hinein ins Wasser, das dort hinein gischtete. Umklammerte mit einem Arm eine Ruderbank, zog sich an der Bordwand hoch, übergab sich in einem Schwall ins Meer, dann wieder ins Boot. Schöpfte mit einer Schale, die er aus der Kiste geholt hatte, Salzwasser und Erbrochenes aus dem Boot. Wartete auf die eine Welle, die über dem Boot brechen und es in die Tiefe ziehen würde. Betete, dass der Sturm sich legen möge. Der Sturm, der eigentlich noch keiner war, was die Windstärke anging, die grobe See, die dem Kapitän eines Krabbenkutters kaum ein müdes Lächeln abgerungen hätte. Doch einem alten Mann, der in einem Boot vom Seegang umeinander gewirbelt wird und sich die Seele aus dem Leib kotzt, erschienen Sturm, Regen und der wilde Tanz des Bootes im Wogen der aufgewühlten See wie das Jüngste Gericht. Eine große Woge hob das Boot auf ihren Kamm, brach, das Boot stürzte hinab. Hart schlug der Kopf des geschwächten Alten gegen die Bordwand und er verlor das Bewusstsein.
Text: Ludwig Janssen