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Die Schweiz wurde erst 1938 viersprachig!
1848 wurden die Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch offziell als Landessprachen festgelegt. Davor war die Schweiz offiziell nur deutschsprachig. Rätoromanisch wurde erst im Jahr 1938 als Landessprache anerkannt.
Deutsch ist immer noch auf Platz 1.
Bis heute ist Deutsch die meistgesprochene Sprache in der Schweiz. Etwa zwei Drittel der Schweiz spricht Deutsch.
Im Berner Jura hat sich die Sprachgrenze in den letzten Jahren etwas verschoben. Nordwestlich des Bielersees entstanden Ende des 19. Jahrhunderts ganze deutsche Gebiete. Diese Ausbreitung ging jedoch wieder etwas zurück. Zu dieser Zeit zogen viele Deutschschweizer in die Region, um in der Uhrenindustrie zu arbeiten. Die deutsche Sprache konnte sich aber nicht wirklich etablieren, da sich die "Zugezogenen" sprachlich anpassten, da auch die Schulen mehrheitlich französisch waren.
Immer mehr Deutschsprachige zieht es in den Süden und in die Berge.
Auch am Genfersee, am Lago Maggiore und in Graubünden nimmt die Deutsche Sprache immer mehr Platz ein. Aber warum?
Im Süden ist das Klima sehr angenehm und Graubünden hat die Berge - Also für viele Leute verlockende Wohnorte. Schon vor dem ersten Weltkrieg fand diese Binnenwanderung statt. Zwischen 1940 und 1980 war der Deutschanteil sogar deutlich höher als heute.
Arbeiter aus Italien
Der Anteil der italiensisch Sprechenden nahm vorallem in Zeiten von Grossbaustellen dazu. Während des Baus des Lötschberg - und Gotthardtunnels wanderten viele italienische Arbeiter ein. Dadurch vermehrte sich die italienische Sprache.
Stirbt Rätoromanisch bald aus?
In Graubünden gibt es heute kaum noch Personen, die nur Rätoromanisch sprechen. Schon Ende des 18. Jahrhundert verlor die Sprache an Bedeutung. Doch auch heute gibt es noch Regionalverbände, welche die Sprache erhalten möchten und sich dafür einsetzen. Im Jahr 2000 sprachen rund 60'000 Leute Rätoromanisch.