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2008: Erneut Russen Sieg am GP Tell
DE. Als Gesamtsieger des 35. GP Tell schwang mit
Timofey Kritskyi
ein Russe obenaus.
Der 21-jährige Russe im Team Katjusha sorgte damit für den zweiten russischen GP Tell Gesamtsieg. Die Schweizer Fahrer hatten einen harten Stand gegen die übermächtige internationale Konkurrenz und brachten ihren bestklassierter Fahrer - den Wädenswiler Elias Schmäh - nur auf den 18. Gesamtklassement.
Bereits der Prolog durch die Luzerner Altstadt wurde durch die Osteuropäer dominiert. Infolge eines Dopingvergehens eines russischen Fahrers erbte der Moldawier Sergiu Cioban nachträglich den Prologsieg.
Bestklassierter Schweizer war der Genfer Nicolas Schnyder (Le Grand Sacconex) als Fünfter.
Start und Ziel der ersten Etappe befand sich in Brunnen. Auf eindrückliche Art dominierte der Russe Timofey Kritskiy das Rennen. Der Zweite des Prologes vom Vortag setzte sich auf der langgezogenen Zielgeraden in Brunnen problemlos gegen seinen letzten Begleiter – den Franzosen Remi Cusin – durch und übernahm dank diesem Sieg auch die Gesamtführung des GP Tell.
Im Napfgebiet mit Start- und Zielort Luthern wurde die zweite Etappe ausgetragen. Nach einer Etappe, in welcher v.a. das sehr offensiv fahrende französische Nationalteam immer wieder in Front lag, durfte sich am Ende erfreulicherweise auch ein Franzose als Tagessieger feiern lassen: Der 20-jährige Arthur Vichot setzte sich nach einer langen Flucht und einem spannenden Finale gegen den russischen Leader Kritskyi durch. Der Russe baute mit seinem zweiten Etappenrang seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus.
Im Massenspurt wurde die dritte Etappe des GP Tell mit Start und Ziel im aargauischen Safenwil entschieden. Es siegte der im niederländischen Rabobank-U23-Team fahrende USA-Holländer Tejay van Garderen. Im Gesamtklassement kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen.
Die Schlussetappe wurde mit Start und Ziel in der Tell-Tross-Basis Campus Sursee ausgetragen und führte kreuz und quer durch den Kanton Luzern. Im Massenspurt setzte sich der Holländer Coen Vermeltfort aus dem U23-Team von Rabobank durch. Tagesbester Schweizer war einmal mehr der Unterwalliser Julien Taramarcaz (GS VC Mendrisio), der mit einem dritten Etappenrang am heutigen Tag auch das beste Schweizer Tagesergbnis am GP Tell 2008 erzielte.
Text: Daniel Erismann
Schlussklassement GP Tell 2008