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SAFP Präsident Lucien Valloni:
• SAFP verlangt die Gleichstellung der Frauen mit den Männern durch den SFV im Bereich der Frauennationalmannschaft in finanziellen und anderen Bereichen.
• SAFP verlangt die Wiederaufnahme der durch den SFV strikt abgelehnten Gesamtarbeitsvertragsverhandlungen für bessere Arbeitsbedingungen für Frauen in der Nationalmannschaft.
• SAFP verlangt, dass der SFV endlich die von der FIFA als zwingend bezeichneten neuen Schutzbestimmungen für schwangere Frauen, umsetzt, und zwar in der Nationalmannschaft und in der Women’s Super League.
• SAFP verlangt, dass die Vermarktung der Frauennational-mannschaft getrennt von derjenigen der Männer erfolgt, damit klar ist, welche Einnahmen zwingend für den Frauenfussball eingesetzt werden müssen.
SAFP hat dem SFV im November 2021 einen Gesamtarbeitsvertrags-entwurf unterbreitet, in dem viele Vorschläge für eine Gleichstellung der Frauen im Bereich Nationalmannschaft mit den Männern enthalten ist und die auch die finanzielle Gleichstellung und die gleich professionelle Betreuung und Unterbringungen wie bei den Männern verlangt. SAFP will auch, dass bei der finanziellen Abgeltung der Frauen auch dem Umstand Rechnung getragen wird, dass die Frauen in ihren Klubs viel weniger verdienen als die Männer und teilweise sogar bei ihrem Arbeitgeber ausserhalb des Fussballs frei nehmen müssen, um mit der Nationalmannschaft unterwegs zu sein. Im Dezember 2021 hat der SFV GAV-Verhandlungen abgelehnt.
Der SFV hat sich bislang auch geweigert, die von der FIFA eingeführten Mutterschutzbestimmungen, welche per Juni 2021 auf nationaler Ebene hätten eingeführt werden müssen, umzusetzen, obschon die FIFA diese Bestimmungen als zwingend bezeichnet. SAFP verlangt vom SFV nun erneut, dass diese Mutterschaftsschutzbestimmungen unverzüglich in der Nationalmannschaft und in der Women’s Super League eingeführt werden.
Zurzeit versteckt sich der Verband hinter der gemeinsamen Vermarktung und ist nicht in der Lage zu sagen, wieviel für Frauen und wieviel für Männer eingenommen wird. Klar ist aber,
dass für Männer wesentlich mehr ausgegeben wird und das schon seit Jahrzehnten. Es ist Zeit, dies zu ändern und auch auf dieser Ebene eine Gleichstellung zu erreichen. Da die Frauen in ihren Klubs in der Regel sehr tiefe oder gar keine Löhne haben, dass auch ein Teil der grossen Summen, die der SFV von der FIFA und UEFA für den Frauenfussball erhält, auch in Löhne der Spielerinnen investiert wird. Nur so kann eine weitere Professionalisierung des Frauenfussballs erreicht werden. Nur bei einer besseren finanziellen Abgeltung der Spielerinnen können sich diese noch mehr auf den Fussball konzentrieren.
Zürich, 8. März 2022
SAFP Präsident