Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/149112

<h2>SubmittedText<h2><p>In der Solar-Aviatik operiert man mit grossen superleichten Karbon-Konstruktionen mit extrem effizientem Solarantrieb. Mit dem Projekt Solar Impulse kann sich die Schweiz in diesem Bereich ins Schaufenster stellen. Doch in welchem Ausmass profitiert die Schweizer Wirtschaft von diesem Projekt? Uns ist bekannt, dass im Rahmen dieses Projekts zahlreiche Akteure aus Wirtschaft und Industrie Prototypen entwickeln, mit denen beispielsweise das Gewicht von Flugzeugen reduziert werden kann. Macht der Bund genug, um die für diesen neuen Luftfahrtbereich mit grossem wirtschaftlichem Potenzial wertvollen Erkenntnisse und Erfahrungen zu bündeln?</p><p>Ein Teilbereich ist ganz besonders vielversprechend: die Solardrohnen und die High Altitude Pseudo-Satellites (Haps). Verschiedene Akteure aus der Industrie engagieren sich in der Produktion und Entwicklung von Haps: Airbus, Facebook und Google sind sehr aktiv, was die Übermittlung von Bildern und Daten mit solchen Geräten anbelangt. Das ist ein vielversprechender Zukunftsbereich: Die Haps sind möglicherweise flexibler als die Satelliten, wirtschaftlicher, genauso wirksam und überdies umweltschonender. Die Schweiz hat gute Voraussetzungen, um zu einem Leader bei den HAPS zu werden - natürlich dank Solar Impulse, aber auch dank zahlreicher Start-ups, die rund um die Drohnentechnik entstehen, ganz zu schweigen von unserer Stärke im Bereich der Datensicherheit und des Datenschutzes, einem Schlüsselbereich für die Datenübermittlung, die eines der Haupteinsatzgebiete der Haps darstellt. </p><p>Die Schweiz hat hier also eine Trumpfkarte in der Hand und Lehren aus dem Projekt Solar Impulse zu ziehen. Wird das auch gemacht? Und wenn ja: Wer macht das, und was genau wird gemacht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Projekte wie "Solar Impulse" sind Treiber einer innovativen schweizerischen Industrie und werden auch vom Bund gefördert. So unterstützt der Bund das Projekt unter Federführung von Präsenz Schweiz und stellt das erforderliche Fachwissen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt hinsichtlich einer beförderlichen Zertifizierung des Flugzeuges zur Verfügung.</p><p>Im Hinblick auf unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen) wie die High Altitude Pseudo-Satellites sind die schweizerischen Aufsichtsbehörden derzeit daran, die aviatischen Rahmenbedingungen für die Industrie möglichst optimal zu gestalten. Hierzu zählt die Ausarbeitung von international abgestimmten Rechtsgrundlagen. Das Ziel ist es, einerseits der Industrie Planungs- und Investitionssicherheit zu gewährleisten, andererseits unbemannte Luftfahrzeuge schrittweise und sicher in den schweizerischen Luftverkehr zu integrieren. Die Bedürfnisse der Industrie werden unter anderem dadurch berücksichtigt, dass sie bei der Normenentwicklung und der praktischen Anwendung beispielsweise bei Testflügen eng mit einbezogen wird.</p>  Antwort des Bundesrates.