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Es gab an diesem so schicksalhaften Wochenende 1994 in Imola Momente, in denen Ayrton Senna darüber nachdachte, auf den Start zu verzichten. Momente, in denen der dreifache Weltmeister und 41-fache GP-Sieger gedankenverloren an seinen Williams lehnte und ins Leere starrte.
Schon im Freitagstraining hatte Sennas brasilianischer Landsmann Rubens Barrichello einen schweren Unfall mit viel Glück überlebt. Er war kurzzeitig bewusstlos und verpasste den Rest des Wochenendes. 24 Stunden später starb der Österreicher Roland Ratzenberger. An seinem Auto hatte sich bei 300 km/h der Frontflügel gelöst, das unlenkbare Wrack bohrte sich in der Villeneuve-Kurve in eine Mauer.
Tragödie in der Tamburello-Kurve
Senna entschied sich dennoch für einen Start. Und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Am 1. Mai 1994 um 14:17 Uhr schoss sein Williams in der langgezogenen Tamburello-Kurve mit ca. 330 km/h geradeaus in die Mauer. Das Auto zerschellte, ein Teil der Radaufhängung bohrte sich durch den Helm in Sennas Kopf.
Sennas Tod versetzte die Formel 1 und die ganze Sportwelt in tiefe Trauer. Sein enger Freund Gerhard Berger sagte dem Spiegel einst über den verhängnisvollen Tag: «Es war, als sei die Sonne vom Himmel gefallen.»
SRF-Kommentator Michael Stäuble erinnert sich noch gut an die Tragödie: «Es war ein riesiger Schock. Die Formel 1 hatte sich damals wirklich in einer Sicherheit gewiegt. Es gab seit mehr als einem Jahrzehnt keinen tödlichen Unfall mehr. Die Todesfälle von Senna und Ratzenberger waren eine richtige Lähmung.»