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Das Schloss in 1767 Herrliberger
Am östlichen Ende des Dottenberges, wo die vordere Jurakette jäh durch eine der vielen, dem Gebirge eigentümlichen Klusen unterbrochen wird, steht heute noch Schloss Wartenfels. Es ist nur von der Bergseite, also von Westen her, bequem erreichbar. Nach den übrigen Himmelsrichtungen fällt die Bergkante steil ab. Zur Burg gehörten einst das nördlich in einem Talkessel liegende Bad Lostorf, das südlich zu Füssen der Veste im Tal eingebettete Dorf Lostorf mit der auf einer Anhöhe gelegenen alten Pfarrkirche und der Hof Mahren. Diese Teile bildeten zusammen die kleine, abgerundete Herrschaft Wartenfels.
Die Burg war freies Eigen der Freiherren von Wartenfels. Das Schloss war wahrscheinlich auch zur Zeit des letzten Hohenstaufenkaisers entstanden. Ritter Wernher von Wartenfels, der älteste uns bekannte Burgherr um 1250, begab sich in kiburgische Dienste. Seine Nachfolger litt es ebenfalls nicht zu Hause; Johann und Heinrich waren im Gefolge der Habsburger zu finden. Am weitesten brachte es Niklaus, der um 1300 unter König Albrecht zum Vorsitzenden des königlichen Hofgerichtes emporrückte. Ruhelos, befand er sich im Elsass, in der Steiermark und wieder in der Heimat auf Wartenfels. Leider konnte er seinen Sitz nicht auf einen Stammhalter vererben. Sein Schwiegersohn Hans von Thengen, der mit Niklausens Tochter Anna verheiratet war, ritt auf Wartenfels als Burgherr ein. Aus der zweiten Ehe des Hans von Thengen mit Adelheid von Wartenfels entspross Johann von Thengen der jüngere. Durch dessen einzige Tochter ging die Herrschaft an Heinrich und Hans von Roseneck über. 1458 erwarb Heinrich von Bubenberg, Herr zu Spiez und Schultheiss von Bern, die anmutig gelegene Burg. Im selben Jahre erlangte Solothurn durch Kauf vom Freiherrn Thomas von Falkenstein die hohe Gerichtsbarkeit über Lostorf und setzte sich da als Landesherr fest. Es sollte nicht lange dauern, bis die Stadt auch die übrigen Rechte ihr Eigen nennen konnte. Schwer verschuldet, verkaufte 1465 der später so berühmt gewordene Adrian von Bubenberg, der vor einer Reise ins heilige Land einige Verpflichtungen lösen wollte, Burg und Herrschaft Wartenfels an Solothurn.
Die Stadt richtete das Schloss als Landvogteisitz her und legte den Lostorfern und andern Untertanen so schwere Fronen auf, dass sie 1489 rebellierten, zu der Zeit, als auch die Zürcher Landschaft das Joch, das ihr Hans Waldmann auferlegt hatte, abschüttelte. 1498 siedelte der Landvogt nach dem wiederhergestellten Niedergösgen über. Die Stadt lehnte die Burg, die durch ihre schöne Lage schon damals zum geruhsamen Wohnen einlud, an Private aus. 1517 wollte sie ein Altschultheiss von Rapperswil kaufen, um seinen Kindern eine Erziehung auf dem Lande bieten zu können! Um jene Zeit lebte ein Hans Vogt von Zell auf der alten Warte. 1522 zog Kaspar von Bubenhofen, ein Diener des Herzogs Ulrich von Württemberg dort oben ein. Doch rasch wechselten die Burgbewohner; auf die Edlen zum Bach folgte 1554 Marcus Röust von Zürich, 1560 ein Hess von Zug. 1600 erkor der schlachtenberühmte Oberst und Ritter Jost Greder Wartenfels als Landsitz, und die Burg blieb in der Pflege seiner Nachkommen bis 1749, weshalb sie im Volke lange das Grederschloss hiess. Später lösten sich die Familien Grimm, die sich dann "von Wartenfels" nannten, Altermatt, Tugginer und Guldimann im Besitze des Hauses ab. 1930 ist die Burg in den Händen der Basler Familie Meidinger wohl erhalten und belebt als weithin sichtbarer Schmuck die waldigen Berghänge um Lostorf.
En 1978, le château fut donné à une fondation par Johannes Fuchs et Mme Ursula Friedrich.
Bibliographie