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Woraus besteht eine PET-Flasche?
PET-Flaschen bestehen aus einem Kunststoff namens PET. Es gibt viele Arten von Plastik, alle mit verschiedenen Eigenschaften. Eines jedoch ist allen gemein: Sie werden aus Erdöl hergestellt.
Als Grundlage für die Herstellung von Plastik dienen natürliche Vorkommen von Erdöl. Dieses enthält sogenannte Kohlenwasserstoffe, die als Rohstoffe oder Grundbausteine für die Industrie dienen. Aus Kohlenwasserstoffen werden durch verschiedene Prozesse Polymere hergestellt, also Kunststofe. Diesen Prozess kann man sich vorstellen, wie wenn man viele einzelne Perlen auf einen Faden aufzieht und dabei eine lange Kette entsteht ("Polymer" setzt sich aus den griechischen Wörtern poly=viel und meros=Teil zusammen). Tatsächlich sind Polymere lange Ketten oder Fäden, die dann weiter verarbeitet werden können. Je nachdem, welche Art oder Sorte von chemischen Stoffen man am Anfang verwendet, besitzt das Polymer am Ende andere Eigenschaften.
Beispiele von weiteren bekannten Polymeren, die täglich verwendet werden, sind Nylon (Kleider), Polyethylen (feine, weisse Einkaufstüten) oder Teflon (Antihaftbelag in Bratpfannen).
Vom Polymer zur Flasche
Das hergestellte Polymer ist im Moment noch weit davon entfernt eine Flasche zu sein. Der Kunststoff, das PET (=Polyethylenterephthalat), ist erst einmal eine unförmige Masse, die aus langen Ketten besteht. Diese Masse muss nun in die Form einer Flasche gebracht werden. Dies geschieht durch ein Verfahren namens Spritzblasen.
Dabei wird ein Stück der Masse aufgewärmt, bis es verformbar ist, und dann auf die Form einer PET-Flasche aufgesetzt. Nun wird mit einem Ventil Druck angelegt, so dass der Kunststoff sich in der Form verteilt. Nach dem Abkühlen kann die fertige PET-Flasche entnommen werden.
Recycling ist wichtig
Da PET – wie die meisten anderen Kunststoffe – aus Erdöl hergestellt wird, ist es wichtig, dass wir diesen Stoff recyceln. Denn die natürlichen Erdölvorkommen im Boden sind nicht unerschöpflich. Werden PET-Flaschen einfach in den normalen Müll geworfen, dann entsteht in der Verbrennungsanlage nichts als gasförmiges Kohlendioxid (CO2). Aus diesem können keine neuen Produkte hergestellt werden, und es ist zudem ein Treibhausgas, das zur Klimaerwärmung beiträgt.
Werden die PET-Flaschen hingegen gesammelt, kann man sie in Recyclinganlagen aufschmelzen und daraus wieder neue Flaschen herstellen. Es wird also für die PET-Herstellung kein weiteres Erdöl gebraucht, und es werden nicht unnötig wertvolle Rohstoffe verbrannt.