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Religiöse Symbole in Klassenzimmern sind in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern immer wieder ein Thema für hitzige Diskussionen. Einmal geht es darum Kruzifixe aus Klassenzimmern zu entfernen um Nichtchristen vor derem Anblick zu verschonen, ein anderes Mal geht es darum das Tragen von Kopftüchern in Klassenzimmern zu erlauben um auf die Religionsfreiheit Rücksicht zu nehmen. Auch schon diskutiert wurde darüber ob Schülerinnen am Schwimmunterricht, am Turnunterricht oder an Klassenlagern teilnehmen müssen oder nicht usw.
Die Diskussion um die Rücksichtname auf Religionen in Klassenzimmern hat nun offenbar eine weitere Steigerung erfahren. Wie die britische Zeitung Dailymail berichtet, hat ein Lehrer einem durstigen Schüler verboten Wasser zu trinken. Dies am offenbar heisstesten Tag des Jahres bei einer Temperatur von 28 Grad! Grund, der Lehrer wollte damit verhindern, dass der Schüler seine muslimischen Mitschüler verärgert, die gerade Ramadan haben. Der islamische Fastenmonat Ramadan dauert im Jahr 2013 vom 9. Juli bis 7. August.
Verantwortliche der betroffenen Primarschule behaupten auf Anfrage, dass es kein Verbot für Kinder aus anderen Religionen gebe Speisen und Getränke während des Ramadans zu sich zu nehmen. Zum konkreten Fall wollten sie sich jedoch nicht äussern.
Meine Meinung zur Sache ist klar. Religiöse Bevormundung hat an öffentlichen Schulen nichts zu suchen. Das Kindeswohl bzw. die körperliche Unversehrtheit von Kindern hat Vorrang. Ein Lehrer, der einem durstigen Schüler verbietet Wasser zu trinken, handelt unverantwortlich und gehört zur Rechenschaft gezogen.