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Mutter M. Theresia hatte das Glück, zwei Jahre vor ihrem Tod, sich einem kleinen Pilgerzug nach Lourdes anzuschliessen. Es war eine der wenigen Wahlfahrten, die sie in ihrem Leben unternommen hatte. Sie schrieb darüber an Sr. Lucia Thaler am 6. Januar 1887: „Ich habe sie für die ganze Kongregation unternommen, daher waren alle meine geistlichen Kinder eingeschlossen und alle Anliegen in die Hände der Gottesmutter gelegt.“ Lourdes musste ihr zum grossen inneren Erlebnis geworden sein; ihre Zunge wurde beredt, wenn sie davon sprach. Zur bleibenden Erinnerung an die Grotte von Massabielle kaufte sie eine schöne Statue der Lourde-Maria, stellte sie einen Tag und eine Nacht in der Grotte auf und nahm sie als teuren Schmuck der neuen Lourdesgrotte in Ingenbohl nach Hause.
Nach ihrer Heimkehr beschloss sie, auch in Ingenbohl eine Lourdesgrotte zu errichten. Noch im Todesjahr Mutter M. Theresias wurde sie erstellt und am 21. Oktober 1888 feierlich eingeweiht. Die Lourdesgrotte befindet sich unterhalb des Schwesternfriedhofs, von einem Wäldchen umgeben. Eine Statue der Lourdes-Maria schmückt die Feldengruft, ein Sprinbrunnen erinnert an die Quelle von Lourdes. Auch heute wird die Grotte von mancher Schwester und auch von Männern und Frauen von nah und fern gern besucht. Manch inniges Gebet wird dort verrichtet.