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Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Ecuador sind gut und dürften sich mit dem am 1. November 2020 in Kraft getretenen Freihandelsabkommen zwischen Ecuador und der EFTA intensivieren.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Ecuador
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Ecuador sind relativ bescheiden. Das letzte Treffen auf Ministerebene fand im September 2017 statt, als Bundesrat Johann Schneider-Ammann den ecuadorianischen Aussenhandelsminister Pablo Campana zu einem offiziellen Besuch in Bern empfing.
In den Bereichen Doppelbesteuerung, Luftverkehr und Rechtshilfe bestehen bilaterale Abkommen. Das Freihandelsabkommen zwischen Ecuador und der EFTA ist im November 2020 in Kraft getreten.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Der Handelsaustausch mit Ecuador ist relativ gering. 2020 importierte die Schweiz Güter im Wert von 205 Millionen CHF. Die Exporte nach Ecuador beliefen sich 2020 auf 97,6 Millionen CHF. Die Schweiz exportiert hauptsächlich pharmazeutische Produkte, Chemikalien und Maschinen nach Ecuador.
Die Schweizer Direktinvestitionen in Ecuador beliefen sich 2019 auf rund 281 Millionen CHF, und Schweizer Firmen im Land beschäftigten knapp 5800 Angestellte.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende aus Ecuador können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben. Basierend auf einem Mandat des SBFI koordiniert die Universität St. Gallen zurzeit Forschungskooperationen zwischen der Schweiz und Lateinamerika.
Schweizerinnen und Schweizer in Ecuador
Ende 2020 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 1736 Schweizerinnen und Schweizer in Ecuador.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Zwischen der Schweiz und Ecuador besteht seit 1888 ein Freundschafts-, Niederlassungs- und Handelsvertrag. 1938 eröffnete die Schweiz ein Konsulat in Quito, seit 1963 besteht dort eine diplomatische Vertretung.
Ecuador war von 1969 bis 2009 ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Die auf Armutsreduktion ausgerichteten Programme wurden Ende 2010 abgeschlossen, da sich Ecuador zu einem Land mittleren Einkommens entwickelte.