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Hugo Gaston fordert Favorit Casper Ruud im Gstaader Final
Im Final von Gstaad treffen am Sonntag der favorisierte Casper Ruud und der Aussenseiter Hugo Gaston aufeinander.
Ruud setzte sich im Halbfinal sicher gegen den Tschechen Vit Kopriva 6:3, 6:0 durch, während Gaston seinen Höhenflug mit dem 3:6, 6:3, 6:3 gegen Laslo Djere fortsetzte.
Gaston (ATP 155) hatte beim vorletzten French Open mit dem Sieg gegen Stan Wawrinka und dem Vorstoss in den Achtelfinal für Aufsehen gesorgt. Seither konnte er die französischen Erwartungen aber nicht erfüllen. Mit nur zwei gewonnenen Matches im laufenden ATP-Jahr war er nach Gstaad gekommen.
Im Berner Oberland stand er erstmals auf diesem Niveau in einem Halbfinal und bewies wie schon in den Runden zuvor gegen die deutlich höher eingeschätzten Südamerikaner Federico Delbonis und Cristian Garin ein gutes Nervenkostüm. Nachdem er im ersten Satz fünf Games in Folge - vom 3:1 zum 3:6 - verloren hatte, trat er bei eigenem Service sehr sicher auf. Nach 108 Minuten nutzte er seinen ersten Matchball gegen den über 100 Weltranglisten-Plätze besser klassierten Djere (ATP 52).
Im zweiten Halbfinal blieb die Überraschung aus. Der Qualifikant Kopriva (ATP 249), der sein erstes ATP-Turnier bestritt und in Gstaad unter anderem den topgesetzten Denis Shapovalov eliminiert hatte, begann den Halbfinal mit einem Break. Danach diktierte der grundsolide Ruud das Geschehen. Der Weltranglisten-14. strebt am Sonntag seinen dritten Turniersieg in diesem Jahr und den zweiten in der Schweiz an. Vor zwei Monaten gewann der 22-Jährige das Geneva Open.