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Veränderung in Bezug auf die Einflussnahme auf die Zeit
Die Arbeitsweise in Kontext 4 des Orientierungsmodells folgt einem gemeinsamen Takt. Wie ein Scrum Team in 14täglichen Sprints seine Arbeit plant, hat eine grössere agile Umsetzungsorganisation einen Takt – gängig sind hier etwa 10 Wochen. In diesem Takt werden 10wöchige Abschnitte von Epics umgesetzt. Die Erreichung des Inhalts eines Epics setzt sich also aus einem oder mehreren solchen Abschnitten zusammen.
Oft lassen sich weder der Startzeitpunkt noch die Dauer zu Beginn gesichert festlegen. Die Teams arbeiten mit einer getakteten Planung und erarbeiten die erwähnten Abschnitte fortlaufend. Je nach Ergebnis der rollierenden Schärfung des Scopes, der zur Verfügung stehenden Ressourcen und Abhängigkeiten kann die Anzahl notwendiger Abschnitte variieren. Entsprechend kann die Dauer kürzer oder länger ausfallen. Ebenso wenig ist der Startzeitpunkt der Arbeiten direkt durch den Auftraggeber beeinflussbar: Er hängt von der Priorisierung des Themas ab, und diese wird durch das Unternehmen in einem gemeinschaftlichen Entscheid im Rahmen des Portfolios gefällt.
Die Einflussnahme auf die Zeit beschränkt sich damit auf folgende Hebel, womit auch wiederum der neue Rollenbegriff «Business Owner» geprägt wird:
- Der Business Owner kann in der rollierenden Schärfung des Scopes diesen reduzieren. z.B. mittels Akzeptanz eines Minimum Viable Products mit weniger Funktionalität als ursprünglich gewünscht. Damit kann die Fertigstellung oft in weniger Planungszyklen und damit kürzerer Zeit erfolgen.
Der Business Owner kann Einfluss nehmen auf die gemeinschaftliche Planung mittels Teilnahme an den dazugehörigen Events wie dem PI Planning, und mittels guten Designs des Wertbeitrags seines Epics. Je höher dieser ist, desto höher wird das Epic priorisiert werden.