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Sie hat sich den begehrtesten Junggesellen Hollywoods geschnappt, berühmt war sie aber schon vorher durch ihr Wirken als Anwältin: Amal Clooney, geborene Alamuddin. Nun fällt ihr Name wieder. Sie hat offenbar das Team der Verteidiger von Wikileaks-Gründer Julian Assange verlassen, berichtet das Fachmagazin «American Law Litigation Daily».
Mit Clooney verliert Assange auf jeden Fall eine erfahrene Menschenrechtlerin. Vor ihm hatte sie auch Julija Timoschenko, die ehemalige Premierministerin der Ukraine, verteten. Als Anwältin stand sie auch für ganze Staaten und Organisationen vor den Schranken – etwa Bahrain, Kambodscha und die Vereinten Nationen. An mehreren Hochschulen unterrichtete sie Studenten in Europa und den USA Internationales Strafrecht.
George Clooney ist ein glühender Unterstützer von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Die Autorin von «American Law Litigation Daily» fragt sich, ob wohl die neusten Veröffentlichungen von Wikileaks die Konsequenz für ihr Fernbleiben auf Assanges Anwaltsliste der Grund sind. Haben diese Leaks doch Hillary Clinton mehrfach blossgestellt. Politischen Druck gab es wegen den Leaks auf jeden Fall: Die Botschaft Ecuadors in Grossbritannien hat Assange wegen den neusten Veröffentlichungen anscheinend den Zugang zum Internet gekappt.
Auch bei Enron dabei
Amal Clooney arbeitete in vielen internationalen Fällen mit. Etwa im Megaskandal Enron. Der Konzern verursachte mit mehreren Bilanzfälschungen den wohl grössten Unternehmensskandal der US-Geschichte und rutschte schliesslich in die Insolvenz. Im Zuge des Enron-Skandals kollabierte der Wirtschaftsprüfer Arthur Andersen. Auch in diesem Fall vertrat Alamuddin für ihre damalige Arbeitgeberin, die Kanzlei Sullivan & Cromwell in New York, Klienten.