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„Wie ein lautloser Seufzer schlug ihr aus dem Loch abgestandene Luft entgegen; das alte Hotel schien widerwillig zu erwachen. Sie hatte die Totenruhe dieses Ortes gestört, fuhr es ihr durch den Kopf, als sie einen weiteren Schritt nach hinten machte.“
aus «Bel Veder», Roman von Mirko Beetschen, ausgezeichnet mit dem Literaturpreis des Kantons Bern 2019
Bel Veder − von Mirko Beetschen
Herbst 1946. Der greise Besitzer eines seit Jahrzehnten leerstehenden Grandhotels in den Bergen des Berner Oberlands verschwindet spurlos und wird für tot erklärt. Seine Enkelin Eleanor reist aus Baltimore an, um das Erbe anzutreten. Im abgeschiedenen Hotelpalast trifft sie auf weitere Familienmitglieder. Die Zweckgemeinschaft richtet sich bis zur Testamentseröffnung in den leeren Räumen ein und träumt von wiedererweckter Grandezza. Doch Eleanor fühlt sich in der fremden Umgebung zunehmend bedroht. Die Bergwelt ist ihr unheimlich, die verlassenen Zimmer und verwinkelten Gänge des riesigen Hauses verunsichern Sie.
Ist das alte Gebäude wirklich so verlassen, wie es scheint? Als ein furchtbarer Unfall geschieht und der unerwartet hereinbrechende Schnee das Hotel von der Aussenwelt abschneidet, eskaliert die Situation.
www.belveder.ch