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Die Geschichte der HSG: kurz und bündig Über 100 Jahre Universität St.Gallen: von der Handelsakademie zur renommierten, international vernetzten Hochschule. Die Universität St.Gallen ist eine der ältesten Handelshochschulen überhaupt und war die erste ihrer Art in der Schweiz. Gegründet wurde die HSG 1898, als der Grosse Rat des Kantons St.Gallen die Einrichtung einer «Höheren Schule (Akademie) für Handel, Verkehr und Verwaltung» in der Stadt St.Gallen beschloss. Als wichtigster Wegbereiter gilt der Politiker und Publizist Theodor Curti (1848-1914). Bescheidene Anfänge Der Zweck der Handelsakademie war es, den kaufmännischen Nachwuchs für ostschweizerische Textilindustrie besser auszubilden. Die Anfänge waren sehr bescheiden. Der Schulbetrieb startete 1899 mit nur sieben eingeschriebenen Studenten und 85 Hörerinnen und Hörer. Die Lehrveranstaltungen fanden im Westflügel der Kantonsschule am Burggraben statt, wo sich die Handelsakademie eingemietet hatte. Umzug und Aufstieg Die Nachfrage nach der kaufmännischen Ausbildung in St.Gallen vergrösserte sich schnell. Aufgrund steigender Studierendenzahlen musste die Schule zweimal umziehen. 1911 wurde der Unterricht in den eigens errichteten Neubau in der Notkerstrasse 20 verlegt und die Handelsakademie gleichzeitig in «Handelshochschule» umbenannt. 1963 erfolgte der Umzug an den heutigen Hauptstandort auf dem Rosenberg. Der Campus war nach Plänen des Architekten Walter Förderer (1928-2006) im Stil des Brutalismus erbaut worden. Nach 1962 trug die Schule den Namen «Hochschule St.Gallen für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (HSG)». Die Universität St.Gallen als Vorreiterin 1995 wird die Hochschule schliesslich in «Universität St.Gallen (HSG)» umbenannt, obwohl sie formal gesehen bereits seit der Verleihung des Promotionsrechts im Jahr 1939 mit den Universitäten gleichgestellt ist. Bei der Weiterentwicklung der akademischen Ausbildung hat die HSG oft eine Vorreiterrolle eingenommen: 1968 führte sie eine institutionalisierte Weiterbildungsstufe ein, 2000 setzte sie die (1999 europaweit angestossene) Bolognareform um und 2003 folgte die Einführung der Kinderuni – jeweils als erste Hochschule in der Schweiz. Parallel dazu wurde der Umfang der Forschung und des Studienangebots sukzessive ausgeweitet. Der vollständige Name lautet heute Universität St.Gallen – Hochschule für Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften, Internationale Beziehungen und Informatik (HSG).