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Eine Impfung ist unbedingt empfehlenswert!
Die Staupe ist eine hoch ansteckende Virusinfektion. Junge und alte Hunde sind besonders betroffen. Der Verlauf ist sehr unterschiedlich, meist verbleiben Schäden (zum Beispiel Zahnschmelzdefekte beim Junghund oder Hornhautveränderungen) oder die Krankheit verläuft gar tödlich. Infizierte Tiere scheiden die Viren mit allen Körperflüssigkeiten aus.
Der erkrankte Hund zeigt zunächst hohes Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Die Staupe äussert sich in einer späteren Phase in vier Symptomenkomplexen, die sehr unterschiedlich sind. Sie können einzeln, aber auch in Kombination auftreten:
Eine Impfung ist unbedingt empfehlenswert!
Die Parvovirose wird durch ein Virus ausgelöst. Das Virus wird über den Kot ausgeschieden und kann in der Umwelt mehrere Monate lebensfähig bleiben. Die Parvovirose bricht 3 bis 7 Tage nach der Ansteckung aus.
Zwei Formen werden unterschieden:
Eine Impfung ist unbedingt empfehlenswert!
Die Leptospirose wird durch Bakterien verursacht. Die sogenannten Leptospiren, werden hauptsächlich über den Harn von infizierten Nagern (z.B. Ratten, Mäuse) oder anderen Hunden übertragen. Die Hauptansteckungsquelle sind stehende Gewässer, die mit infiziertem Harn verunreinigt sind. Hunde, die daraus trinken, können sich auf diesem Weg anstecken. Infizierte Hunde können monate- bis jahrelang in unregelmässigen Abständen Leptospiren über den Harn ausscheiden. Auch der Mensch kann sich anstecken.
Die Leptospirose bricht eine bis zwei Wochen nach der Ansteckung aus. Die Krankheit beginnt mit plötzlicher Schwäche, Erbrechen und Fieber. Weitere Anzeichen sind Atembeschwerden, vermehrter Durst und häufiger Harnabsatz. Später können Muskelschmerzen und Gelbsucht auftreten. Die Leptospirose kann Nieren und Leber schädigen und tödlich verlaufen.
Eine Impfung ist empfehlenswert.
Die ansteckende Leberentzündung des Hundes wird durch ein Virus verursacht. In einigen Fällen kann die Hepatitis mild verlaufen. Bei Welpen jedoch entwickelt sich zumeist eine schwere Krankheit und endet oft tödlich.
Einige Tage nach der Ansteckung zeigt der Hund Fieber, ist müde, verliert den Appetit und hat vermehrt Durst. Im weiteren Verlauf kommt es zu Augen-, Nasenausfluss und Erbrechen. Der Hund zeigt Durchfall und Bauchschmerzen und eine Leber- oder Nierenschädigung kann auftreten. Nicht selten bleiben schwere Organschäden, insbesondere eine chronische Hepatitis bestehen oder es kann zu einer Hornhauttrübung am Auge und nachfolgender Erblindung kommen.
Eine Impfung ist empfehlenswert, in den meisten Tierpensionen ist sie obligatorisch.
Der Zwingerhusten ist eine hoch ansteckende Erkrankung der Atemwege und wird durch Viren und Bakterien ausgelöst. Die Ansteckung erfolgt durch feinste Tröpfchen, die der erkrankte Hund beim Ausatmen oder Husten ausscheidet. Die Infektion beschränkt sich nicht nur auf Zwingerhunde!
Typisches Anzeichen eines Zwingerhustens ist trockener und „bellender“ Husten, der tief tönt. Der Husten tritt anfallsweise auf und kann heftig sein. Häufig hört sich der Husten an, als „stecke dem Hund etwas im Hals“. Der Husten ist sehr unangenehm, schmerzhaft und kann über Wochen dauern. Als Komplikation kann eine Lungenentzündung resultieren.
Erkrankte Hunde erholen sich bei rechtzeitiger Behandlung in der Regel vollständig.
Eine Impfung ist empfehlenswert für Hunde, die sich während den Ferien in mit Babesien „verseuchten“ Zeckengebieten aufhalten.
Die Babesiose wird von einzelligen Parasiten („Babesien“) verursacht. Der Parasit vermehrt sich in den roten Blutkörperchen des Hundes und zerstört sie. Die Krankheit wird durch die braune Hundezecke beim Beissen übertragen. Zecken leben im Unterholz, Gestrüpp und hohen Gräsern am Waldrand oder im Garten. Im Frühjahr und im Herbst ist die Ansteckungsgefahr am grössten. Erste Symptome der Babesiose zeigen sich zwei Tage bis zwei Monate nach der Ansteckung.
Die häufigsten Anzeichen sind plötzliches hohes Fieber, Apathie, Appetitverlust, Erbrechen und Durchfall. Ein bis zwei Tage später tritt Blutarmut auf. Durch den Abbau der roten Blutkörperchen kann es auch zu einer bräunlichen Verfärbung des Urins oder zur Gelbverfärbung der Schleimhaut kommen. Gefürchtet ist ein Nierenversagen. Die Babesiose kann zum Tod führen.
Im Raum Basel kommt die Babesiose nicht vor. Es wird von ersten Fällen südlich Kembs (F, Elsass) berichtet. Je nach Land und Region ist die Babesiose stark verbreitet und gilt deshalb bei uns als „Reisekrankheit“.
Eine Impfung ist zurzeit in der Schweiz nicht nötig. Sobald der Hund ins Ausland mitgenommen wird (auch grenznah!), ist die Impfung obligatorisch.
Die Tollwut gehört zu jenen Viruserkrankungen, die für Mensch und Tier sehr gefährlich und unheilbar sind. Infizierte Tiere übertragen die Tollwutviren mit ihrem Speichel, meist durch einen Biss. Von der Bissstelle wandert das Virus entlang der Nervenbahnen ins Gehirn. Bis der infizierte Hund an Tollwut erkrankt, können zwei bis vier Wochen vergehen, in seltenen Fällen sogar noch länger.
Die Erkrankung kann in zwei Formen auftreten:
Die Erkrankung führt zu fortschreitenden Lähmungserscheinungen verschiedenster Muskeln. Häufig kann das Tier nicht mehr schlucken, es speichelt, kann nicht mehr trinken und erstickt schlussendlich, weil auch die Atemmuskulatur gelähmt wird.
Eine Impfung ist möglich und wird je nach Situation empfohlen.
Die Borreliose wird durch Bakterien aus der Gruppe der Borrelien verursacht. Bis 50% der Zecken der Gattung gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus, sind damit infiziert. Sie gilt insbesondere beim Hund nach heutigem Wissensstand als „überdiagnostiziert“ und in Studien konnten bisher nur meist vorübergehende Symptome wie vergrösserte Lymphknoten, Arthritis und Polyarthritis u.ä. bewiesen werden.
Die Krankheit wird durch Schildzecken der Gattung gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus beim Blutsaugen übertragen. Die Erreger vermehren sich im Darm der Zecke. Während die Zecke Blut saugt, wandern die Bakterien zur Bissstelle, was mehrere Stunden benötigt.
Zecken leben im Unterholz, Gestrüpp und hohen Gräsern im Garten. Im Frühjahr und im Herbst ist die Ansteckungsgefahr am grössten. Suchen Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken ab. Entfernen sie die Zecken sofort – am besten mit einer speziellen Zeckenzange – und machen Sie diese unschädlich.
Eine Impfung ist für Zuchthündinnen empfehlenswert.
Die Herpesinfektion des Hundes wird durch ein Virus verursacht. Neugeborene, schwache und junge Welpen können daran sterben. Die Infektion der Mutterhündin kann zu Sterilität, Missbildungen, Früh- oder Totgeburten führen. Die Mutterhündin kann ihre Jungen auch während der Geburt anstecken.
Die ersten Anzeichen der Herpesvirose sind Durchfall und Erbrechen. Wenig später wimmern und strampeln die Welpen und verlieren rasch an Gewicht. Manchmal treten zusätzlich Atembeschwerden oder Haut- und Schleimhautblutungen auf.
Welpen, welche die Infektion überleben, tragen das Herpesvirus lebenslang. Im Verlauf ihres Lebens kann der infizierte Hund das Virus schubweise ausscheiden. Dies geschieht vor allem bei Stresssituationen und die betroffenen Hunde werden wieder ansteckend.
Texte und Impfempfehlungen von Dr. med. vet. Markus Moser, übersetzt von Valentin Moser.
Die Texte wurden mit größter Sorgfalt verfasst und übersetzt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann jedoch nicht garantiert werden.
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Eine Impfung ist unbedingt empfehlenswert!
Katzenschnupfen wird durch verschiedene Viren und Bakterien verursacht. Infizierte Katzen übertragen die Krankheitserreger durch Tröpfchen aus Nasensekret, Tränenflüssigkeit oder Speichel. Angesteckte Katzen können wochen- oder gar monatelang Ausscheider sein. Der Mensch kann die Krankheit indirekt als „Schmierinfektion“ übertragen, deshalb sind auch Wohnungskatzen gefährdet.
Der Katzenschnupfen bricht innerhalb von 1 bis 5 Tagen aus. Erste Anzeichen sind tränende Augen, klarer, wässeriger Nasenausfluss, Niesen, Fieber und Appetitmangel. Die Katze niest häufig, Mandeln und Lymphknoten im Halsbereich schwellen an. Der Ausfluss kann eitrig werden und in der Nase, auf der Zunge, am Zahnfleisch und im Rachen können schmerzhafte Geschwüre entstehen. Weitere Komplikationen können sehr verschiedenartig sein.
Eine Impfung ist unbedingt empfehlenswert!
Die Katzenseuche ist eine hoch ansteckende Virusinfektion. Sie kann für Jungkatzen tödlich enden. Infizierte Katzen scheiden das Virus hauptsächlich mit dem Kot aus. Der Erreger ist äusserst widerstandsfähig, er kann mehr als ein Jahr lang überleben. Das Virus kann auch an Schuhen und Kleidern haften bleiben, somit mitgeschleppt werden, deshalb sind auch Wohnungskatzen gefährdet. Bei nicht geimpften und trächtigen Katzen sind auch ihre Jungen im Mutterleib gefährdet. Es entstehen irreparable Schäden am Gehirn.
Erste Anzeichen sind plötzlicher Appetitmangel und Bewegungsunlust. Fieber, Erbrechen und schliesslich wässerig-blutiger Durchfall. Die Katzenseuche verläuft besonders bei Jungtieren äusserst schnell und oft tödlich.
Eine Impfung ist bei Freigängern unbedingt empfehlenswert.
Die Katzenleukose wird durch das Katzenleukämievirus, abgekürzt FeLV, verursacht. Ob sich die Katze infiziert hat, ist äusserlich nicht zu erkennen. Auch eine völlig gesund erscheinende Katze kann das Virus in sich tragen. Bis zum Ausbruch der Erkrankung können mehrere Jahre vergehen. In dieser Zeit gibt die angesteckte Katze die Erreger millionenfach ab, vor allem mit dem Speichel und anderen Körperausscheidungen.
Das klinische Bild der Erkrankung ist sehr vielfältig. Symptome sind Lustlosigkeit, Fieber, plötzliche Abmagerung, blasse Schleimhäute durch Blutarmut, Verdauungsstörungen und Zahnfleischentzündungen. In Brusthöhle, Leber, Niere und Darm können bösartige Tumore auftreten. Trächtige Kätzinnen zeigen Fehlgeburten oder geben das Virus an ihre Welpen weiter.
Wenn die Krankheit ausbricht, endet sie in der Regel tödlich. Das Virus kann jedoch mit einem speziellen Test nachgewiesen werden.
Eine Impfung ist zurzeit in der Schweiz nicht nötig. Sobald der Hund ins Ausland mitgenommen wird (auch grenznah!), ist die Impfung obligatorisch.
Die Tollwut gehört zu jenen Viruserkrankungen, die für Mensch und Tier sehr gefährlich und unheilbar sind. Infizierte Tiere übertragen die Tollwutviren mit ihrem Speichel, meist durch einen Biss. Von der Bissstelle wandert das Virus entlang der Nervenbahnen ins Gehirn. Bis der infizierte Hund an Tollwut erkrankt, können zwei bis vier Wochen vergehen, in seltenen Fällen sogar noch länger.
Die Erkrankung kann in zwei Formen auftreten:
Die Erkrankung führt zu fortschreitenden Lähmungserscheinungen verschiedenster Muskeln. Häufig kann das Tier nicht mehr schlucken, es speichelt, kann nicht mehr trinken und erstickt schlussendlich, weil auch die Atemmuskulatur gelähmt wird.
Eine Impfung ist möglich und wird je nach Situation empfohlen.
Die Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) ist eine tödlich verlaufende Infektion. Nach den neuesten Erkenntnissen entsteht das bösartige FIP-Virus (FIPV), das die Krankheit auslöst, erst in der Katze selbst als Mutation des felinen Coronavirus (FCoV). Übertragen wird das FCoV mit Kot oder Speichel (Futterschalen und Katzentoiletten) und durch direkten Kontakt. Bei den allermeisten Katzen wird das Virus durch das Immunsystem nach einiger Zeit eliminiert oder mindestens reduziert.
Das FCoV ist ein weitverbreitetes Virus. 50% aller Katzen in der Schweiz sind seropositiv für FCoV, 80% aller Katzen in grösseren Katzengemeinschaften (z.B. in Tierheimen). Warum das FCoV bei einem Teil der Katzen spontan zum „bösartigen“ FCoV mutiert und damit zum FIPV wird und somit FIP auslösen kann, ist nach wie vor nicht geklärt, bewiesen ist nur, dass gleichzeitig bestehende andere Erkrankungen und Stressfaktoren dazu beitragen. FIPV wird von Katze zu Katze kaum übertragen und deshalb ist FIP nach heutigem Wissenstand nicht „ansteckend“!
Die an FIP erkrankte Katze zeigt im ersten Stadium Symptome wie Fieber, Appetitmangel, Müdigkeit und leichte Atembeschwerden, dann auch Gewichtsabnahme und bei Welpen schlechtes Gedeihen. Da ganz verschiedene Organe von diesem Virus jeweils unterschiedlich befallen werden, sind auch die Krankheitsbilder sehr unterschiedlich. Grundsätzlich werden zwei Formen beobachtet:
Die Diagnosestellung ist in vielen Fällen äusserst schwierig und kann nicht selten erst im längeren Verlauf der Krankheit bestätigt werden. Der sogenannte FIP Titer Test heisst nur, dass die Katze mit dem FCoV Kontakt gehabt hat, sagt aber über das Entwickeln einer FIP nichts aus!
Eine Impfung in der Schweiz ist bisher nicht möglich.
Feline Immundefizienzvirus Infektion (FIV), auch «Katzen-Aids» genannt, wird durch einen mit dem Menschen-AIDS verwandten Virus verursacht und schädigt das Immunsystem der Katze. Infizierte Katzen stecken gesunde Artgenossen hauptsächlich durch Bisse an. Betroffene Tiere können jahrelang überleben und Viren ausscheiden. Nach der Ansteckung der Katze vermehrt sich das Virus in den weissen Blutkörperchen.
Allgemeine Unlust, Zahnfleischentzündungen, Schnupfen, schlecht heilende Hautwunden, vergrösserte Lymphknoten, Fieber und Durchfall können Symptome für FIV sein. Bei fortschreitender Erkrankung nimmt die Anzahl der weissen Blutkörperchen ab. Dadurch entsteht eine Schwächung des Immunsystems und die betroffenen Katzen leiden oft an anderen Infektionskrankheiten.
Die Symptome einer FIV-Infektion ähneln denen der Katzenleukose. Das Virus kann mit einem speziellen Test nachgewiesen werden.
Texte und Impfempfehlungen von Dr. med. vet. Markus Moser, übersetzt von Valentin Moser.
Die Texte wurden mit größter Sorgfalt verfasst und übersetzt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann jedoch nicht garantiert werden.
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