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Auf keinen anderen Amateurverein ist der FCB in den letzten 15 Jahren im Cup öfters getroffen als auf den Meyrin FC. Bereits zum dritten Mal kreuzen sich nun die Wege der beiden Vereine, wobei die Genfer jeweils in einer anderen Liga waren, wenn sie dem FCB im Cup zugelost wurden. Bei der ersten Begegnung im Cup 2004 spielte Meyrin in der Challenge League, im Jahr 2015 in der 2. Liga interregional und nun in der 1. Liga.
Grundsätzlich liegt es an uns, wie wir das Spiel in Meyrin gestalten, auch wenn der Gegner Spieler mit Qualität im Kader hat.
In den beiden bisherigen Duellen setzte sich jeweils der FCB durch: 2004, wie nun im 1/16-Final, mit 3:1, wobei die entscheidenden Treffer zugunsten des FCB zum 2:1 und zum 3:1 erst in den letzten 20 Minuten durch den eingewechselten Christian Giménez fielen – der Argentinier traf bereits 20 Sekunden nach seiner Hereinnahme durch Christian Gross. Ein wenig einseitiger verlief dann der Cup-1/32-Final 2015 zwischen den beiden Teams: Der FCB gewann mit 4:0 (1:0) und hatte auch noch gleich drei Treffer an die Torumrandung zu beklagen.
Wiederaufstieg und Etablierung in der 1. Liga
In der darauffolgenden Saison schaffte der Meyrin FC den Wiederaufstieg in die 1. Liga und dann gleich die Qualifikation für die Aufstiegsspiele, wo man allerdings am FC Münsingen scheiterte. Und im letzten Jahr fehlten lediglich zwei Punkte, um erneut um die Relegation in die Promotion League zu spielen. Der Meyrin FC hat sich also wieder als feste Grösse in der 1. Liga etabliert, nach sechs Runden belegt er in der aktuellen Saison den vierten Tabellenrang.
Es warten intensive Wochen auf uns. Wir wollen und werden bereit sein.
Im Kader der Genfer hat es auch durchaus bekannte Namen, wie zum Beispiel jenen Matt Moussilous. Der Kongolese bestritt knapp 150 Partien in Frankreichs höchster Liga und ging in der Schweiz während zweieinhalb Jahren für den FC Lausanne-Sport auf Torjagd. Oder jener Ibrahim Talls, der ebenfalls eine stattliche Anzahl an Einsätzen in den höchsten Ligen Frankreichs und der Schweiz vorzuweisen hat. Und da wäre auch noch Fabrizio Zambrella, der auf diese Saison hin in seinen Heimatkanton zurückgekehrt ist und ebenfalls in verschiedenen Ligen Europas (Schweiz, Italien und Griechenland) aktiv war.
Sieben Spiele innert drei Wochen
Unterwegs – in Europa aber auch weiter – waren auch einige FCB-Spieler mit ihren Nationalteams. Die letzten kehrten am Mittwoch nach Basel zurück und nahmen dann sogleich mit den Hiergebliebenen die Vorbereitung auf die kommenden drei strengen Wochen, in denen Rotblau sieben Partien bestreiten wird, in Angriff. Vielleicht kommt daher die Begegnung mit dem Erstligisten genau im richtigen Zeitpunkt, nämlich als Auftakt und damit vielleicht auch als Gelegenheit für Marcel Koller seine Neuzugänge in einem Ernstkampf live zu beobachten. Nicht mit dabei ist sicher Ricky van Wolfswinkel und höchstwahrscheinlich auch Jonas Omlin, der am Freitag wegen einer Verspannung im Rücken individuell trainiert hat. Djordje Nikolic hätte aber wohl auch so gute Karten gehabt, zum Einsatz zu kommen.
Wir haben im letzten Cupspiel gesehen, dass es auch gegen unterklassige Gegner kompliziert werden kann.
Marcel Koller hat betont, dass er von seinem Team vollen Fokus auf die Partie im Kanton Genf verlangt, auch wenn danach Spiele gegen den FC Krasnodar und den BSC Young Boys anstehen. „Wenn der Fokus fehlt, wird es auch gegen einen Erstligisten schwierig. Es gibt überhaupt keinen Grund überheblich zu sein“, so der FCB-Trainer. Sollte seine Mannschaft das beherzigen und zu einem zu erwartenden Erfolg kommen, wäre das sicher ein willkommener Auftakt in eine strenge, interessante und auch wichtige Phase der laufenden Saison.