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Der Glaskörper
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Der Glaskörper
Der Glaskörper ist eine gelartige durchsichtige Substanz, die den Innenraum des Augapfels ausfüllt, und zwar den Raum zwischen der Rückfläche der Augenlinse und der Augapfel-Innenwand, respektive ihrer innersten Schicht, der Netzhaut (Retina). Das Glaskörper-Gel ist von einer extrem feinen Membran umgeben, der Glaskörpergrenzmembran. Sie liegt vorn der Linse an, hinten und seitlich der Netzhaut. Zwischen Glaskörper und Netzhaut ist die Netzhaut allerdings nur unregelmässig angeheftet. Regelmässige Anheftungen bestehen hingegen im Bereich der Netzhautmitte, an der Stelle des schärfsten Sehens, dem gelben Fleck (Makula), des Sehnervs, der Netzhautgefässe und der äussersten Netzhautperipherie, der Glaskörperbasis.
Trübungen des Glaskörpers
Als «mouches volantes» werden Trübungen des Glaskörpers bezeichnet, die vor allem bei Bewegung durch ihre Lageveränderung als längliche, doppelkonturierte Strukturen (Fliegen, Linien) wahrgenommen werden. Besonders sichtbar sind sie bei hellem Hintergrund (weisse Wand, Schnee, klarer Himmel). Sie sind harmlos. Bei erstmaligem Auftreten empfiehlt sich eine gründliche Untersuchung des Augeninneren, um pathologische Veränderungen der Netzhaut (Retina) auszuschliessen.
Abhebung des Glaskörpers
Durch die altersbedingte strukturelle Veränderung des Glaskörpers löst sich mit der Zeit die Glaskörpergrenzmembran von ihrer Unterlage ab. Der von der Grenzmembran umschlossene Restglaskörper fällt immer mehr zusammen, je stärker sich die Glaskörpergrenzmembran von der Netzhaut ablöst, bis er zuletzt schlaff hinter der Linse hängt. Weil sich der Glaskörper dabei nur von den hinten gelegenen Netzhautteilen abhebt, während er vorne angeheftet bleibt, spricht man von «hinterer Glaskörperabhebung».
Die Glaskörperabhebung ist also nichts pathologisches, sondern ein normaler Alterungsvorgang.
Neben der altersbedingten Glaskörperabhebung (meist nach dem 40. Lebensjahr) können Kurzsichtigkeit, Entzündungen im Augeninnern oder Unfälle mögliche Ursachen für eine Glaskörperablösung sein.
Notfallsymptome
Plötzlich auftretende Trübungen, Schlieren oder «Spinnennetz» und Blitze im Auge können auf Veränderungen der Netzhaut (Retina) hinweisen, welche zu einer Netzhautablösung führen können
Bei folgenden Symptomen sollten Sie dringend einen Augenarzt aufsuchen!
An einigen Stellen haftet der Glaskörper an der Netzhaut. Hebt der Glaskörper ab, kommt es an diesen Stellen zu einer Zugwirkung und zur fotoelektrischen Reizung der Nervenzellen, die von Patienten als Blitzen wahrgenommen wird. Ist die Zugwirkung zu stark, kann dies zu Netzhautrissen führen. Risse der Netzhaut können unbehandelt zu einer Ablösung der Netzhaut führen. Bei frühzeitiger Diagnose werden die Netzhautrisse mittels Laserbehandlung behandelt. Erlaubt der Befund keine Laserbehandlung mehr, muss die Netzhaut mit einer Operation wieder angeheftet werden.