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Rahmenbedingungen
Die Anfoderungen an den modernen Wasserbau sind im eidgenössischen Wasserbaugesetz von 1991 (Art. 4)definiert. Es bezweckt den Schutz von Menschen und erheblichen Sachwerten vor schädlichen Auswirkungen des Wassers. Dieses Ziel soll mit minimalen Eingriffen ins Gewässer realisiert werden. Voraussetzungen sind:
- Eine klare Gefahrenanalyse
- Eine klare Defintion der Schutzziele
- Eine zweckmässige Planung der Massnahmen
- und eine funktionierende Einsatzplanung für den Notfall
Alle fünf Thur-Anrainerkantone haben sich am 12. September 2001, auf dem Säntis, auf die folgenden Grundsätze für die Revitalisierung der Thur mit einer Vereinbarung verpflichtet:
- Ausreichender Gewässerraum
- Ausreichende Wasserführung
- Gute Wasserqualität
- Haushälterischer Umgang mit dennatürlichen und wirtschaftlichen Grundlagen
Wichtigste und auf jeden Fall massgebliche Grösse für Korrektionsprojekte ist der Raumbedarf des Fliessgewässers für den schadlosen Abtransport des Wassers.
Am 23. November 2004 hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau mit Beschluss Nummer 1022 das Grundsatzpapier "2. Thurkorrektion - Konzept 2002" für den Abschnitt Frauenfeld bis Bischofszell genehmigt. Die oben beschriebenen Grundsätze werden darin konkretisiert. Mit der Genehmigung des Konzepts wurde das Amt mit der Umsetzung beauftragt. Das Konzept sieht vor, die Thur in Abschnitte zu teilen und diese zu priorisieren und den Prioritäten entsprechend umzusetzen (> siehe Abgeschlossene Projekte und aktuelle Bauprojekte).