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Burundi hat eine jahrhundertealte Geschichte als eigenständige Monarchie, das Königreich Burundi.
Am Ende des 19.Jahrhunderts wurde es im Rahmen der Aufteilung Afrikas unter den europäischen Grossmächten Deutschland zugeschlagen und zusammen mit "Ruanda" als "Urundi" der Kolonie Deutsch-Ostarfrika unterstellt. Die
Deutschen beschränkten sich auf die indirekte Herrschaft in Gestalt einer Residentur; der deutsche Resident stand ähnlich wie in britischen Protektoraten dem einheimischen Machthaber kontrollierend und beratend gegenüber. Parallel begann die Missionierung, bei der die Katholiken sich durchzusetzen. Im Ersten Weltkrieg wurde das Land von belgischen Streitkäften erobert und danach vom Völkerbund Belgien als Teil des Mandatsgebiets Ruanda-Urundi zugesprochen.
1962 wird Burundi von der Kolonial-macht Belgien in die Unabhängigkeit entlassen. Doch die Entwicklung in eine Demokratie gestaltet sich schwierig. Von 1993 bis 2005 erlitt Burundi einen grausamen Bürgerkrieg, welcher 300'000 Menschenleben forderte, 600'000 Waisenkinder und bittere Armut hinterliess.
Die Eigentumsverhältnisse des Ackerlandes sind in Burundi vielfach ungeklärt, weil viele Grundbücher im Bürgerkrieg verbrannten. Die Produktion von Grundnahrungsmitteln ist seither noch zusätzlich erschwert.
Burundi ist ein schönes und fruchtbares Land. Es gehört aber zu den ärmsten Ländern der Welt.
Wegen jahrelanger Unterdrückung und Ausbeutung der Kolonialmächte ist Burundi gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich auf einem Tief-punkt. Die Armut ist dramatisch. Die Menschen leiden Hunger, die Lebensmittel sind knapp und die Preise steigen. Viele Menschen kämpfen ums Überleben.
Das Land besteht hauptsächlich aus einer z.T. recht steilen Hügelland-schaft. Der Lebensunterhalt von etwa 90% der Einwohner ist von der Landwirtschaft abhängig. Angebaut werden Früchte, Maniok, Mais, Kartoffeln, Reis, Gemüse und Kaffee.
In Burundi gibt es viele positive Ansätze der Entwicklungszusammen-arbeit. Das Kompetenzzentrum Burundi der SEZ vernetzt und koordiniert badenwürttembergisches Engagement mit Aktivitäten in Burundi. Es fördert bestehende und neue Partnerschaften zwischen Baden-Württemberg und Burundi.
Seit 2014 unterstützt die Deutsche WertpapierService Bank (dwpbank) die Freihandelsgenossenschaft und die Bemühungen der Kaffeebauern von „Mboneramiryango“ durch Beratung, Import und Vertrieb ihres hochwertigen Kaffees.
Ab 2005 regierte Präsident Pierre Nkurunziza († 8. Juni 2020) mit harter Hand. Seine Partei behauptet die Wahlen von Mitte Mai 2020 gewonnen zu haben. Die Opposition wirft der Regierungspartei Manipulation und Wahlfälschungen vor.
Evariste Ndayishimiyeer (Bild rechts) ist Nachfolger vom verstorbenen Präsident Pierre Nkurunziza (Bild links).