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Zuger Cola erobert russischen Markt
Kurz nach Beginn der russischen Offensive in der Ukraine hat die Coca-Cola Company den Rückzug aus dem russischen Markt verkündet. Die Spuren des Alternativprodukts «Dobry Cola» führen in den Kanton Zug.
Die klassische Coca-Cola ist vergriffen in Russland. Der öffentliche Druck auf die Coca-Cola Company wurde nach Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine Anfang 2022 so gross, dass das amerikanische Unternehmen den Rückzug aus dem russischen Markt verkündete. In Onlineshops ist inzwischen ein neues Produkt aufgetaucht: Dobry Cola, übersetzt: die «nette» Cola.
Hergestellt wird Dobry Cola vom russischen Unternehmen Multon Partners. Multon Partners wiederum gehört, wie der Tagesanzeiger berichtet, dem Unternehmen Coca-Cola HBC. Ihren Sitz hat die Coca-Cola HBC in Steinhausen im Kanton Zug.
Halbherziger Rückzug von Coca Cola aus Russland
Das börsenkotierte Zuger Unternehmen Coca-Cola HBC beteuert, bereits im März 2022 ihre Geschäfte in Russland eingestellt zu haben. Die Lieferungen des Coca-Cola-Konzentrats nach Russland seien eingestellt worden.
Multon Partners produziere Dobry Cola in Russland. Das Unternehmen werde dort verwaltet und geführt. Die Produktionsstätten, in denen Multon Partners bis im Frühjahr 2022 noch die «echte» Coca-Cola abgefüllt hatte, wolle das Unternehmen vorläufig nicht schliessen.
Ein Fünftel der Coca-Cola HBC gehört der Coca-Cola Company. Vom Verkauf der Dobry Cola profitiert also auch das amerikanische Unternehmen, das sich aus dem Russlandgeschäft zurückziehen wollte. Gemäss Einschätzungen der amerikanischen Elite-Universität Yale ist das Engagement der Coca-Cola Company wie folgt zu beurteilen: Gewisse Tätigkeiten seien ausgesetzt worden, andere würden fortgeführt.
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