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Lebensraum für den Tiger in Thailand
Weltweit leben nur noch 3890 Tiger in freier Wildbahn. Soll diese Tierart überleben, muss ihr Lebensraum dringend erweitert und geschützt werden. Deshalb setzt sich der WWF dafür ein, dass im Nordwesten Thailands sichere Lebensräume für den Tiger geschaffen und erhalten werden. Denn in dieser Region an der Grenze zu Myanmar wächst die Tigerpopulation leicht an. Das ist eine einzigartige Chance, die Population zu stärken.
Das grösste Tigerschutzgebiet Südostasiens stärken
«Wildtierkorridore, in denen Tiger gefahrlos wandern können und auch über die thailändischen Grenzen hinweg in Myanmar neuen Lebensraum besiedeln können, sind wichtig für die Fortpflanzung.»
Spektakulär sind die steilen Berghänge – und nahezu unberührt die dichten Wälder im Nordwesten Thailands an der Grenze zu Myanmar. Dort liegt das Umphang-Schutzgebiet, das dank seiner Abgeschiedenheit und seiner Lage äusserst wertvoll für den Tiger- und Naturschutz ist. Es umfasst eine Fläche von 2600 Quadratkilometer, was der Grösse des Kantons Tessin entspricht.
Bilder von Kamerafallen haben gezeigt, dass die Tiger aus Thailands Wäldern – beispielsweise aus den benachbarten Nationalparks Mae Wong und Khlong Lan – durch dieses Reservat bis nach Myanmar ziehen. Das Umphang-Schutzgebiet ist also ein wichtiger Korridor für den Tiger.
Schätzungsweise leben nur noch 130 Tiger im Grenzgebiet von Thailand und Myanmar.
Das Umphang-Schutzgebiet ist Teil der grössten Tigerschutzregion Südostasiens, welche insgesamt rund 178'900 Quadratkilometer umfasst. In den Wäldern leben ebenfalls viele andere bedrohte Tierarten wie beispielsweise Asiatische Elefanten, Asiatische Tapire oder Nebelparder. Hier nimmt der Tigerbestand langsam zu und viele Tiere, die hier geboren werden, wandern deshalb weiter in andere Gegenden. Das ist für das langfristige Überleben des Tigers in Thailand und Myanmar zentral. Dennoch wird der Tiger auch hier durch Wilderei und Strassenprojekte, die seinen Lebensraum fragmentieren, bedroht.
So schaffen wir sichere Schutzgebiete für den Tiger
Der WWF unterstützt Tiger-Länder mit dem Ziel, die Anzahl der Tiger bis 2022 zu verdoppeln. Zum ersten Mal seit einem Jahrhundert steigen die Tigerzahlen wieder. Das ist ein Riesenerfolg. Trotzdem sind Tiger immer noch bedroht, und es ist wichtig, dass wir ihren Lebensraum in allen Tiger-Ländern besser schützen. Das Projekt in Umphang trägt genau dazu bei.
Bereits seit fünf Jahren ist der WWF in der Region rund um das Umphang-Schutzgebiet aktiv. Die Projektarbeit umfasst unter anderem die Stärkung der Anti-Wilderer-Patrouillen, das Monitoring der Tiger und ihrer wichtigsten Beutetiere und das Vermitteln von Fachwissen im Bereich Gebietsmanagement. Der WWF bezieht die lokale Bevölkerung mit ein und fördert ihren Austausch mit der Gebietsverwaltung.
Der WWF will im Umphang-Schutzgebiet den Tigerschutz mit folgenden Massnahmen vorantreiben:
- Mehr, grössere und besser geschulte und ausgerüstete AntiWilderer-Patrouillen helfen, illegale Aktivitäten zu verhindern.
- Durch mehr Kamerafallen verbessert sich die Datenlage zu den Tigern und ihren Beutetieren. So können gezieltere Schutzmassnahmen getroffen werden.
- Die Resultate aus den Fotofallen sowie Projektaktivitäten werden mit der lokalen Bevölkerung und den Behörden diskutiert.
- Die gesammelten Daten werden ausgewertet und mit weiteren Partnern in Thailand und Myanmar geteilt. Damit wird die überregionale und transnationale Zusammenarbeit gefördert.
Was Sie tun können
Um den Lebensraum des Tigers schützen zu können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Helfen Sie uns mit einer Spende oder einer symbolischen Tiger-Adoption. Unser Souvenir-Ratgeber zeigt Ihnen, welche Erinnerungsstücke aus Ihrem Urlaub nicht zur Zerstörung von Lebensräumen und Bedrohung von Arten wie dem Tiger beitragen.