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Die Bewertungen einiger defensiver Sektoren sind angesichts zunehmender wirtschaftlicher Risiken attraktiver als andere Bereiche im Aktienmarkt, schreibt Mark Haefele, globaler Anlagechef bei UBS Wealth Management, in einem Anlagekommentar, aus dem die Agentur Bloomberg zitiert. Dies vor dem Hintergrund, dass Wachstumsaktien nach wie vor teuer seien. Haefele betont zudem, dass ein Beginn eines neuen Bullenmarktes nicht in Sicht sei.
Im Fall einer harten Landung der Wirtschaft wären die Sektoren mit den höchsten relativen Bewertungen wahrscheinlich am anfälligsten, so Haefele in der Notiz weiter. Bei einer sanften Landung würden zyklische Teile des Value-Index wahrscheinlich starke Gewinne verzeichnen.
Der UBS-Anlagechef bevorzugt insgesamt weiterhin aber defensive Sektoren, dort speziell Basiskonsumgüter (dazu gehören in der Regel Hersteller von Nahrungsmitteln, Getränken, Artikeln für Haushalt und Körperpflege) und den Bereich der Energieversorgung. Eine weitere Empfehlung liegt bei aufstrebenden Märkten inklusive China und eine Diversifizierung der Anlageklassen über die USA hinaus.
Haefele war schon früh vorsichtig in Bezug auf die Aussichten für Aktien im Jahr 2023 und warnte davor, eine schnelle Wende bei der Fed-Zinspolitik zu erwarten. Das Marktumfeld dürfte im Laufe von 2023 "konstruktiver" werden, schrieb Haefele im November 2022. Die Inflation werde zurückgehen und Anleger würden beginnen, Zinssenkungen und höheres Wachstum vorwegzunehmen. Der Jahresbeginn verlange jedoch aufgrund der hohen Inflation, steigenden Zinsen und des verlangsamten Wachstums eine relativ defensive Haltung, schrieb Haefele vor rund sechs Monaten.
(cash)