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Der Unfallversicherer Suva teilte mit, dass das Unfallrisiko für Angestellte des Bau- und Transportgewerbes an Tagen mit Temperaturen über dreissig Grad sieben Prozent grösser sei als sonst. Dies zeigten Auswertungen der Berufsunfallzahlen zwischen den Jahren 2000 bis 2015.
Gesicherte Erkenntnisse über die Ursache der höheren Unfallzahlen an Hitzetagen hat die Suva nicht. Die Ursachen könnten nur vermutet werden, sagte Mediensprecher Serkan Isik auf Anfrage.
Als Ursachen vermutet die Suva Konzentrationsmangel und Übermüdung. Die für den Körper und besonders den Kreislauf belastenden hohen Temperaturen könnten zu Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit oder Erbrechen führen, schreibt sie.
Nicht nur die Hitze selbst kann bei Arbeiten im Freien Probleme bereiten. Bei intensiver Sonnenstrahlung bilde sich Ozon, schreibt die Suva in ihrer Hitze-Checkliste für Baustellen. Hohe Ozonbelastungen könnten zu Augenbrennen, Reizgefühlen in Hals- und Rachen, Atemnot und Kopfschmerzen führen. Auch die UV-Strahlen könnten ab einer gewissen Intensität gesundheitliche Probleme verursachen, etwa Krebs oder Augenschäden.
Besser haben es diesbezüglich diejenigen, die nicht an der prallen Sonne oder sogar in einem klimatisierten Büro ihrer Arbeit nachgehen können. Bei den anderen Berufszweigen sei keine Korrelation zwischen Hitze und Berufsunfällen festgestellt worden, sagte Isik.
Damit Angestellte in den hitzegefährdeten Branchen heisse Arbeitstage gut überstehen, rät die Suva, mehrmals pro Stunde Wasser zu trinken. Stündlich soll eine kurze Pause an einem kühlen und schattigen Ort eingelegt werden. Schwere und belastende Arbeiten sollen am kühlen Morgen verrichtet werden.
(SDA)