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Google TV: Verschmelzung von Internet und Fernsehen
Die Gerüchte von letzter Woche haben sich bewahrheitet: Google hat anlässlich seiner Entwicklerkonferenz I/O zusammen mit Sony, Intel und Logitech das Fernseh-Projekt "Google TV" präsentiert.
Google TV, das auf der Android-Plattform und Intels neuem Atom CE4100 System-on-Chip-Prozessor basiert, bringt einerseits das Internet auf den Fernseher, enthält es doch den Chrome-Browser, inklusive Adobe Flash-Unterstützung. Andererseits erweitert Google TV das bestehende, herkömmliche TV-Angebot um Video-Inhalte, die über das Internet und per Streaming verfügbar sind, von Plattformen wie Netflix, Amazon Video On Demand oder Youtube beispielsweise. Weiter sollen auf Geräten mit Google TV in Zukunft auch Anwendungen aus dem Android Market installiert und ausgeführt werden können.
Google TV wird als vorinstallierte Lösung direkt in neuen Fernsehern oder als Set-Top-Box-Lösung inklusive Blu-ray-Laufwerk von Sony erhältlich sein. Die ersten so genannten "Sony Internet TV" mit Google TV sollen im Herbst 2010 in den USA auf den Markt kommen. Aber auch ältere TV-Modelle sollen mit Google TV kompatibel werden: Logitech entwickelt ein Zusatzgerät, womit man aktuelle HDTV-Heimunterhaltungssysteme mit Google TV nachrüsten kann. Das Gerät beinhaltet neben Google TV auch Logitechs Fernbedienungstechnologie Harmony und soll über ein Steuergerät, das eine Tastatur mit Fernbedienungsfunktionen kombiniert, verfügen. Ausserdem plant Logitech gemäss Google eine HDTV-Kamera zum Video-Chatten für Google TV einzuführen, zusammen mit weiteren Optionen für Navigation und Bedienung.
Für Entwickler interessant sein dürfte, dass Googles TV-Plattform Open Source sein wird. Demnächst soll eine Reihe fernsehspezifischer APIs für Internetanwendungen und noch in diesem Jahr ein aktualisiertes Android SDK, das die Anwendungsentwicklung für Google TV unterstützt, veröffentlicht werden.