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Archiv der RS-Sport-News 2011
Wie schon im Vorjahr, habe ich alle RS-Sport-News 2011 separat archiviert. Dies gibt Ihnen somit die Möglichkeit, entsprechende News vergangener Renn-Veranstaltungen nochmals nachzulesen, bezw. deren Resultat-Listen zu downloaden.
Euer Fotograf
René Streuli
RS-Sport-News aus vergangenen Tagen ...
Sonntag, 21. August 2011 – 12.51 Uhr
Motocross - offizielle Startliste für das 65. FIM-Nationen-Cross (MXoN) in Saint Jean d’Angely (FRA)
Im Rahmen des englischen MX-Grand Prix, der an diesem Weekend in Matterley Basin (GBR) ausgetragen wird, veröffentlichte die FIM die offizielle Startliste (Entry-List) für das diesjährige Nationen-Cross (MXoN), das am 17./18. September in Saint Jean d’Angely (FRA) stattfindet.
Als ganz grosser Favorit wird das US-Team - angeführt von Ryan Dungey (MX1), Blake Bagget (MX2) und Ryan Villopoto (Open) - versuchen, seinen Team-WM-Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. Dem amerikanischen Serien-Team-Weltmeister (2005-2010) dürfte es speziell in diesem Jahr aber ganz bestimmt nicht leicht fallen, den 7. Titel in Serie einzufahren. Denn insbesondere die Teams aus Frankreich, Deutschland, Italien und Belgien muss man ebenfalls zu den ganz grossen Favoriten zählen.
Aus schweizer Sicht geht es darum den 11. Platz aus dem Vorjahr zu verteiden oder gar zu verbessern. Für dieses Unterfangen hat Team-Chef Marc Ristori nicht ganz überraschend ein ganz junges Team nominiert. Mit Arnaud Tonus (er startet in der «Open-Klasse»), dem frisch gebackenen Junioren-Vize-Weltmeister Jeremy Seewer (MX2) und dem Thurgauer Yves Furlato (MX1), setzt Ristori auf Fahrer, welche sich in der WM bereits erfolgreich etabliert haben (Tonus) und auf Fahrer, denen ebenfalls die Zukunft gehören könnte.
Etwas überraschend hingegen die Nicht-Berücksichtigung des ersten und bisher einzigen schweizer Motocross-Weltmeisters Julien Bill, der vor 2 Wochen in Frankreich nach einer überragenden Weltmeisterschafts-Saison verdientermassen den MX3-WM-Titel sicherstellen konnte. Als grosser Routinier hätte der stets motivierte Westschweizer dem Team mit Sicherheit ebenso helfen können, wie die «jungen Wilden». Ob da gewisse Vorkommnisse in der Vergangenheit zwischen dem Romand und der FMS gegen Bill entschieden haben, bleibt wohl unbeantwortet ...
Zu bemerken gilt aber auch, dass mit Killian Auberson und Kevin Gonseth (beide Inter 125), sowie Grégory Wicht und Alain Schafer (beide Inter Open) ebenfalls sehr starke Fahrer nicht nominiert werden konnten (oder wollten/durften??), da diese grösste Chancen haben, in diesem Jahr erstmals MX-Schweizermeister werden zu können (Auberson & Gonseth), bezw, diesen erfolgreich verteidigen zu können (Wicht). Bleibt nur zu hoffen, dass es der FMS in den kommenden Jahren gelingen wird, den Renn-Kalender so zu erstellen, dass es im Vergleich zu den wichtigsten internationalen Rennen zu keinen Termin-Kollisionen mehr kommen kann!
Quelle der offiziellen Entry-List für das MXoN 2011: - http://www.motocrossmx1.com --- bezw. Quelle der aktuellen FMS-Ranglisten: - http://www.swissmoto.org
Montag, 1. August 2011 – 23.19 Uhr
Motocross - Entwarnung bei Steve Ramon (BEL), dem 2-fachen MX-Weltmeister :
Der GP von Limburg in Lommel (BEL) wurde am Samstag von einem fürchterlichen Sturz des 2-fachen Weltmeisters Steve Ramon (BEL) überschattet. Nachdem der stets freundliche und sympathische Belgier den Start fürs Qualifikationsrennen völlig verhauen hatte, versuchte er in der Anfangsphase rasch möglichst Plätze gutzumachen, um sich die Chancen auf einen guten Startplatz für den GP vom Sonntag offen zu halten – was bei der kräfteraubenden und technische enorm schwierigen Sandstrecke von Lommel enorm wichtig ist!
Doch schon in der 2. Runde passierte es, Steve kam in einem der schnellsten Streckenabschnitt in ein Loch, worauf es ihn über den Lenker hinweg katapultierte. Mit voller Wucht und kopfüber schlug er im tiefen Sand ein, worauf er regungslos liegenblieb. Während das Quali-Rennen zunächst weiterlief, eilten Ärzte sofort zum Unfallort, um den 31-jährigen vor Ort zu stabilisieren. Nach etwa 5 Runden wurde dann das Rennen endlich abgebrochen, um Ramon, die Ärzte und Streckenposten, bei der Bergung von Steve Ramon nicht noch zusätzlich zu gefährden. Ersten Diagnosen zufolge musste man mit dem Schlimmsten rechnen, nachdem Steve Ramon bei vollem Bewusstsein signalisierte, dass er ein leises Kribbeln spüre, sein Arme und Beine jedoch nicht mehr fühlen könne – was mir auch seine Freundin bestätigte (…). Nachdem sich die Ärzte richtigerweise die notwendige Zeit nahmen, um ihn mit aller Sorgfalt stabilisieren und bergen zu können, spürte man den sehr tief sitzenden Schock unter den Funktionären, Zuschauern und allen anderen Anwesenden.
Nach Ramons Bergung kam es zum Re-Start des MX1-Quali-Race; direkt anschließend konnte ich mich kurz mit Ramons Mechaniker unterhalten, der mir mitteilte, dass man über den Gesundheitszustand von Steve noch nichts genaueres wisse – man könne nur warten, beten und hoffen.
Grund zur Freude gab es dann am Morgen früh, als ich im Medien-Center nach Steves Gesundheitszustand fragte. Eine Mitarbeiterin vom WM-Promoter «Youthstream» teilte mir inoffiziell mit, dass Ramon nach mehreren Untersuchungen und Tests in der Nacht auf Sonntag erste positive Reaktionen gezeigt hätte, dass er langsam wieder Gefühl in die Beine und Arme bekommen würde und dass die Lähmungserscheinungen auf einen spinalen Schock der Wirbelsäule zurückzuführen sei. Man könne zudem glücklicherweise davon ausgehen, dass das Rückenmark nicht verletzt sei und dass der Belgier keine Brüche erlitten habe. Nach diesen positiven Nachrichten war ich völlig erleichtert und beruhigt; später sah man überall im GP-Fahrerlager erhellte Gesichter und ein kollektives Aufatmen war spürbar.
Später vermeldete der erleichterte offizielle Suzuki-Pressesprecher Adam Wheeler weitere positive Neuigkeiten. Seinen Angaben zufolge habe sich der 31-jährige und 2-fache Weltmeister zwar einen Nerv im Nacken verletzt, könne aber alle seine Extremitäten einschließlich seinen Zehen bewegen. Wheeler ergänzte zudem: „Die Ärzte sagten, dass sie davon überzeugt sind, dass das Leatt-Brace (Nackenschutz) Steve vor dem Schlimmsten bewahrt hat!“ Heute Morgen könne Ramon aller Voraussicht nach vom örtlichen Krankenhaus in ein anderes verlegt werden – es sieht im Moment also sehr gut aus, dass Ramons Genesung positiv verlaufen könnte.
Team-Besitzer Sylvain Geboers sagte dazu: „Steve hat bereits gute Behandlungen erfahren. Er fühlt seinen gesamten Körper, konnte seine Beine beugen und wollte das Rennen vom Krankenbett aus ansehen. Morgen wird er in ein näher an seinem Wohnort gelegenes Krankenhaus verlegt - dorthin, wo man ihn auch 2009 mit seiner Nackenverletzung brachte. Er hat im Moment etwas weniger Schmerzen, aber natürlich tut ihm alles weh, und er ist schwach. Realistisch betrachtet glaube ich nicht, dass wir ihn dieses Jahr nochmals fahren sehen werden, doch das Hauptziel lautet ohnehin, dass er sich vollständig erholt und wieder ganz gesund wird.“
Gute Besserung, viel Kraft, Geduld und alles Gute auch von mir, Steve!
Montag, 30. Mai 2011 – 19.57 Uhr
Motocross - Abruptes Saisonende für MX2-WM-Fahrer Valentin Guillod:
Just nachdem Valentin Guillod in der noch jungen MX2-WM-Saison den Renn-Rhythmus immer besser gefunden zu haben schien, muss er diese verletzungsbedingt auch schon wieder beenden. Der für das auf diese Saison hin neu gegründete KTM-Scott-Racing Team fahrende Westschweizer verletzte sich beim Training eine Woche vor dem US-GP von Glen Helen am rechten Knie schwer.
Trotz seiner Knieverletzung startete er auch beim nachfolgenden GP in Brasilien – und auch hier fuhr er erneut in die Punkte. Nach 4 GP’s (Sevlievo/BUL = 1 Pkt. – Valkenswaard/NDL = 1 Pkt. – Glen Helen/USA =8 Pkte. – Indaiatuba/BRA = 10 Pkte.) hält der 19-jährige Guillod mit total 20 WM-Punkten den hervorragenden 20. Platz im WM-Klassement – und das in seiner Rookie-Saison!
Da Guillod die beiden letzten GP’s mit starken Knieschmerzen bestritt, unterzog er sich nach der Rückkehr aus Brasilien einer genauen Untersuchung. Die schockierende Nachricht: … Kreuzbandriss im rechten Knie!! Dies alles erfuhr ich im Rahmen des ADAC MX-Master-Rennens in Freising/Münchner Flughafen (Sa./So.28.-29. Mai) im persönlichen Gespräch mit Valentin, bezw. mit Hubert Nagl. Valentin Guillod: „Natürlich ist das für mich eine sehr grosse Enttäuschung. Gerade jetzt als es mir immer besser lief – aber ich muss es akzeptieren. Ich weiss dass in unserem Sport das Verletzungs-Risiko gross ist. Ich versuche positiv zu bleiben. Ich werde kommenden Dienstag (31. Mai) in der hauseigenen Orthopädischen Klinik der ORTEMA GmbH in Markgröningen (nordwestlich von Stuttgart gelegen) operiert. Dann beginne ich sofort mit der Reha. Ich werde sehr viel Zeit in meine körperliche Fitness investieren, damit ich noch stärker in die Saison 2012 zurückkehren kann“. All dies erzählt mir Valentin mit seiner gewohnt freundlichen und sympathischen Art und mit einem schelmischen «Smile» im Gesicht.
Später unterhielt ich mich auch mit seinem Team-Chef Hubert Nagl. Neben Lars Oldekamp, der nach Aussage von Hubert Nagl momentan eine eher schwierige Zeit durchmacht, war natürlich auch Valentin Thema unsers Gesprächs. Nagl: „Es ist natürlich für unser gesamtes Team ein herber Rückschlag, da sich Valentin auf dem Bike sehr wohl fühlt, was sich auch in den Resultaten sehr positiv widerspiegelt. Da am kommenden Weekend der nächste GP in Saint Jean d’Angeli (FRA) ansteht, müssen wir uns schnellstens nach einem Ersatzfahrer umsehen, der zumindest die 3 nächsten GP’s (Frankreich, Portugal und Spanien) oder wenn möglich den Rest der laufenden Saison fahren kann. Zurzeit stehen wir in Verhandlungen mit KTM-Österreich, -Deutschland und der KTM-Schweiz. Wir haben natürlich ein paar Fahrer im Auge, die ich jetzt aber nicht nennen will, da noch nichts entschieden ist. Ich denke aber, dass wir den Namen bis Mitte dieser Woche präsentieren können“. Wünschen wir den beiden Team-Chefs Hubert Nagl und Uwe Rommel ein gutes Händchen bei der Fahrerwahl und Valentin Guillod wünschen wir baldige und gute Besserung.
Dienstag, 26. April 2011 – 14.57 Uhr
Motocross - Sidecar-WM-Lauf & Inter 125/Open SM-Lauf in Frauenfeld:
Im Rahmen der 50. Austragung des traditionellen Ostermontag-Motocross auf dem «Schollenholz» in Frauenfeld, bekamen die 8500 Zuschauer einmal mehr tollen Motocross-Sport geboten. Sowohl die komplett versammelte Weltelite der Seitenwagen-Klasse, wie auch die Klassen «Inter 125» und «Inter Open» der offiz. CH-Meisterschaft, kämpften um wertvolle Weltmeisterschafts- bezw. CH-Meisterschaftspunkte.
Mit 2 ungefährdeten Laufsiegen sicherte sich der 8-malige Weltmeister und Titelverteidiger Daniel Willemsen (2010 mit Gerti Eggink als Beifahrer) und Sven Verbrugge (NED-BEL) den Gesamtsieg beim GP-Suisse. Nach einem eher verhaltenen Start übernahmen die Beiden jedoch die Führung noch vor Ablauf der ersten Runde und bauten ihren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz kontinuierlich aus. Mit einem komfortablen Vorsprung von knapp 25 Sekunden, gewannen sie Moto 1 vor Joris Hendrickx-Kaspars Liepins (BEL-LAT) und 8 Sekunden vor den 3.-platzierten Jan Hendrickx (Bruder v. Joris) und Beifahrer Tim Smeuninx (BEL-BEL).
Auch der 2. Durchgang wurde zu einer klaren Angelegenheit von Willemsen-Verbrugge: Nachdem sie den Holeshot für sich entscheiden konnten, übernahmen sie sofort das Tempodiktat und fuhren einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Knapp 10 Sekunden zurück sahen Hendrickx-Liepins die schwarz-weisse Flagge wiederum als Zweiter - 3. wurden die in Lettland beheimateten Gebrüder Jänis und Lauris Daiders. Pech in Moto 2 hatte der beste Schweizerpilot Andy Bürgler mit dem Deutschen Raphael Markert im Boot, nachdem sie ein Defekt am Kurzschlusskabel weit zurückwarf. Bereits im 1. Durchgang kämpften die Beiden eher unglücklich, woraus in der Tageswertung lediglich 5 WM-Punkte resultierten.
Viel Freude hatten die vielen Zuschauer auch an Yves Furlato, dem 3.-Schnellsten im Zeit-Training: Der in Amlikon-Bissegg lebende Thurgauer und «Local-Hero» gewann in der Klasse «Inter 125» nach einem über weite Strecken spannenden und hart umkämpften Rennen den 1. Lauf vor den beiden Westschweizern Killian Auberson und Kevin Gonseth. Pech hatte der Trainingsschnellste Jeremy Seewer, der nach sehr gutem Start (Platz 2) kurz zu Boden musste und dadurch den Kontakt zur Spitze verlor. Zwischenzeitlich auf Rang 6 zurückgefallen, kämpfte er sich aber noch auf den ausgezeichneten 4. Platz zurück. Im 2. Lauf wurde der Bülacher in einen Start-Crash verwickelt, der ihn schliesslich zur Aufgabe zwang. Gonseth, Furlato, Patrick Walther und der Romanshorner Andy Baumgartner schrieben fortan die Geschichte von Moto 2, nachdem der junge Liechtensteiner Luca Bruggmann eher überraschend als Führender aus der Startrunde zurückkam. Schliesslich gewann Gonseth diesen interessanten und mitreissenden 2. Lauf vor Furlato und Walther. Sehr zur Freude der vielen Fans sicherte sich Yves Furlato so den Tagessieg vor Kevin Gonseth und Patrick Walther. Um einen winzigen Punkt verpasste Titel-Mitfavorit Killian Auberson das Podium und wurde undankbarer 4.
Die «Open-Klasse» wurde an diesem Weekend vom jungen aufstrebenden Franzosen Johan Lafont dominiert (5. im Zeit-Training und Sieger in beiden Läufen). Auch wenn sein Landsmann Vincent Berthome den Holeshot gewann, entschied Lafont den 1. Durchgang für sich. Zweiter wurde mit einem Rückstand von 3 Sekunden Kevin Auberson, dicht gefolgt von Schweizermeister Grégory Wicht auf Platz 3. Überschattet wurde dieser 1. Lauf leider von einem schweren Unfall des Italieners Alessandro Pagliacci. Um den anfangs bewusstlosen und mit schweren Kopfverletzungen am Boden liegenden Italiener vor Ort richtig versorgen und betreuen zu können, musste das Rennen nach 9 gefahrenen Runden richtigerweise abgebrochen werden. Hoffen und drücken wir die Daumen, dass Alessandro möglichst bald wieder ganz gesund wird!!!
Quelle der Ranglisten: - http://www.swissmoto.org/deu/home/ - bezw. Streckenplan vom MRSV Frauenfeld
Ostersonntag, 24. April 2011 – 15.36 Uhr
Motocross - Sidecar-WM-Lauf in Frauenfeld – Round 3:
Herrliches Frühlingswetter empfing die Seitenwagen-Weltelite gestern Oster-Samstag zu den freien Trainings, Vor-Qualifikationen und zu den Qualifikations-Läufen. In 2 Gruppen aufgeteilt absolvierten die Akteure ihr gestriges Programm auf einer bestens präparierten Strecke, die den Zuschauern mit ihren vielen Sprüngen nicht nur gestern Samstag, sondern speziell auch für Oster-Montag ein wahres Spektakel bieten wird.
Während sich Joris Hendricks mit seinem Beifahrer Kaspars Liepins (BEL-LAT) das Qualifikations-Rennen A für sich entscheiden konnte, lies sich der mehrmalige Weltmeister Daniel Willemsen und sein reaktivierter «Plampi» Sven Verbrugge (NED-BEL) in der Gruppe B als «Quali-Sieger» abwinken.
Als bester Schweizer klassierte sich Andy Bürgler zusammen mit seinem Deutschen Beifahrer Raphael Markert in der Gruppe B auf dem sehr guten 7. Platz. Ebenfalls sehr gut ins Szene setzen konnte sich das Schweizer Gespann Ueli Hadorn-Roland Peterer, die sich mit «Quali-Platz» 12 für die Rennläufe von morgen Ostermontag ebenfalls einen Platz am Startbalken sichern konnten.
Quelle der Ranglisten: - http://www.swissmoto.org/deu/home/ - bezw. Streckenplan vom MRSV Frauenfeld
Dienstag, 19. April 2011 – 19.56 Uhr
Motocross - Saison-Eröffnungsrennen der offiz. Motocross-CH-Meisterschaft in Payerne (Combremont-le-Petit):
MX2-WM-Pilot Valentin Guillod fährt die gesamte Konkurrenz in Grund und Boden – mit 2 Lauf-Siegen in der Klasse «Inter 125» und einem Lauf-Sieg, bezw. einem 2. Platz in der «Open-Klasse» holte sich der 19-jährige Fribourger den Tages-Sieg in beiden Klassen auf sehr eindrückliche Art und Weise.
Nachdem Valentin Guillod bereits die beiden freien Trainings für sich entscheiden konnte, liess er sich auch in den Zeit-Trainings jeweils die schnellste Zeit notieren. Nein, er würde sowohl in der «125-er» wie auch in der «Open-Klasse» mit seiner 250-er KTM ausrücken – ohne daran was Spezielles ändern zu müssen, meinte der in Môtier (Vully) wohnhafte Überflieger.
In der «kleinen» Klasse dominierte er denn auch die Konkurrenz mit Siegen in beiden Rennen nach Belieben; Kevin Gonseth, der in beiden Rennen überzeugen konnte und zwei Mal Platz 2 belegte, verlor satte 27 Sekunden im 1. und 10 Sekunden im 2. Durchgang. Killian Auberson holte sich zweimal Platz 3, während Jeremy Seewer trotz verhauenem Start im 1. Lauf noch auf den starken 4. Platz fuhr – in Durchgang 2 missriet ihm der Start abermals und trotzdem reichte es dem jungen Bülacher nach erneut beeindruckender Aufholjagd noch zu Platz 6.
In der «Open-Klasse» war es erneut Valentin Guillod, der die Akzente setzte. Trotz eher mässigem Start und Sturz im 1. Durchgang schrammte er am Schluss nur ganz knapp am Sieg vorbei. Alain Schafer, im vergangenen Jahr Schweizermeister in der 125er Klasse, holte sich indes gleich bei seinem ersten Auftritt «bei den Grossen» den 1. Laufsieg gerademal 47 Hundertstelsekunden vor Guillod – Platz 3 holte sich der Franzose Romain Billerey vor Jiri Cepelak (CZE).
In Durchgang 2 holte sich Kevin Auberson den Holeshot vor dem amtierenden «Open-Schweizermeister» Grégory Wicht, welcher in Runde 2 die Führung an sich reissen konnte. Doch nicht für lange; denn in Runde 5 übernahm der grosse Dominator dieses interessanten Saison-Eröffnungsrennens das Diktat. Valentin Guillod kontrollierte von nun an das Rennen von der Spitze weg und feierte schliesslich einen weiteren verdienten Lauf-Sieg. Wicht folgte mit einem Rückstand von 3 Sekunden auf Rang 2 – 3. wurde erneut der in Villeur St. Georges (bei Besançon) lebende Franzose Billerey vor dem Gewinner des 1. Laufes Alain Schafer.
Quelle der aufgeführten Ranglisten & Statistiken: - http://www.swissmoto.org/deu/home/
Donnerstag, 14. April 2011 – 14.48 Uhr
Motocross:
Startschuss zur offiziellen Motocross Schweizermeisterschaft 2011 - Entgegen der Tradition wird am kommenden Sonntag, 17. April 2011 die FMS-Schweizermeisterschaft nicht wie üblich in Frauenfeld eröffnet, sondern auf der ehemaligen WM-Strecke in Payerne – genauergesagt in Combremont-le-Petit (VD).
Mit grosser Spannung wird diesem Eröffnungsrennen entgegengefiebert; nicht zuletzt auch deshalb, weil sich auch auf diese Saison in den jeweiligen Teilnehmerfeldern einiges geändert hat. So sind in der «Open-Klasse» beispielsweise erfolgreiche Fahrer wie der mehrfache Schweizermeister Marc Nicolet und Patrick Kasper nicht mehr dabei. Dann wechselt Patrick Walther von der grossen MX1- zurück in die «MX2-Klasse». Interessant zu beobachten wird auch sein, wie sich Fahrer wie der Rückkehrer und langzeitverletzte Dani Huser (vorher ebenfalls MX2), der MX2-Schweizermeister 2010 Alain Schafer in der Königsklasse präsentieren werden. Kann Titelverteidiger Grégory Wicht an die Leistungen im Vorjahr anknüpfen? Und dann wäre da natürlich noch das ganz grosse und sensationelle Comeback von Simon Baumann, der nach seinem verletzungsbedingten Abschied aus der MX-Szene (2007) via Supermotard auf die Strasse in die Superstock 1000 wechselte und letztes Jahr hervorragender 3. Natürlich könnte man die Liste dieser interessanten Namen beliebig weiterführen...
Alphabetisch aufgeführt die Favoriten auf den Open-Meistertitel:
Alphabetisch aufgeführt die Favoriten auf den 125er-Meistertitel:
Quelle: FMS - http://www.swissmoto.org/deu/
Sonntag, 20. März 2011 – 10.32 Uhr
Motocross:
«KTM Scott-Racing» als Talentschmiede --- Team-Chefin und ehemalige Motocross-Fahrerin Stefanie Rommel, sowie die beiden Team-Manager Hubert Nagl und Uwe Rommel (Stefanies Vater) wollen das auf diese Saison hin neu gegründete KTM Scott Racing powered by Baden Logistik Team (offizielle Team-Bezeichnung mit Sitz im belgischen Lommel) zusammen mit den beiden Talenten Valentin Guillod (SUI) und Lars Oldekamp (GER) in der MX2-WM etablieren.
Weiter sehen sie sich mit dem neu formierten Team als Talentschmiede, die junge «Roh-Diamanten» wie Guillod und Oldekamp weiter fördern wollen. Dadurch soll deren Chance erhöht werden, um später möglicherweise bei Werk-Teams anheuern zu können.
Team-Präsentation in Payerne
Am Donnerstag, 17. März war in der Westschweiz die offizielle Team-Präsentation, die von Guillods Mutter Monique bestens organisiert wurde und in entspannter und lockerer Atmosphäre über die Bühne ging. Insbesondere Hubert Nagl – Vater vom deutschen MX1-WM-Star Maximilian Nagl – und die beiden Fahrer Guillod und Oldekamp standen den Medien-Vertretern für Fragen zur Verfügung. Interessante Infos bekam ich beim Gespräch mit Hubert Nagl (er fährt mit einem auf Rennen getrimmten 600er Fiat immer noch Autorennen) betreffend Team-Konzept, Ziele, Engagement der beiden Fahrer und auch betreffend der Zusammenarbeit mit KTM-Schweiz und KTM-Deutschland.
Fahrer-Verträge mit KTM-Schweiz & KTM-Deutschland
Dem KTM-Scott-Racing-Team ist es zusammen mit namhaften Sponsoren gelungen, eine zukunfts-orientierte Zusammenarbeit mit KTM-Schweiz, bzw. KTM-Deutschland einzugehen. Dies ermöglicht gerade auch deshalb mit einem humanen Budget die gesamte MX2-WM – inkl. Übersee-Rennen bestreiten zu können. Zudem schlossen die beiden Fahrer 3-Jahres-Veträge mit KTM-Schweiz (Guillod) und KTM-Deutschland (Oldekamp) ab. Oldekamp, der auch ein Angebot von Suzuki hatte, entschied sich jedoch für dieses Team, da die Perspektiven vielversprechender sind und Guillod arbeitete in den Jahren zuvor bereits mit dem Schweizer KTM-Importeur zusammen. Nicht zuletzt auch Dank den sehr guten Verbindungen von Hubert Nagl zu KTM in den vergangenen Jahren, ist eine enge Zusammenarbeit mit dem KTM-Factory-Team gewiss.
WM-Platzierung in den Top-15 als Ziel
Neben der gesamten MX2-WM bestreiten Lars Oldekamp (20) und Valentin Guillod (17) – soweit es der Terminkalender zulässt – auch nationale Rennen. Oldekamp wird man demzufolge auch bei den ADAC-MX-Masters-Rennen am Start sehen, während Guillod ein paar Rennen in der offiziellen FMS-Schweizermeisterschaft (Payerne, Broc & Roggenburg) bestreiten wird. Dass dies die beiden KTM-Importeure so wünschen, ist nur allzu verständlich. Der Haupt-Fokus beider Akteure ist aber ganz klar auf die WM ausgerichtet. Beide Youngsters sind fest davon überzeugt, regelmässig in die Punkte fahren zu können. Sie haben sich deshalb auch einen Platz unter den ersten 15 in der WM-Gesamtwertung zum Ziel gesetzt. Nach einigen Vorbereitungsrennen in Belgien und Holland, fällt der eigentliche WM-Startschuss am 10. April im bulgarischen Sevlievo. Für die gesamte Saison wünschen wir dem jungen, sympathischen und ambitionierten Team alles Gute und viel Erfolg.
weitere Infos finden sie auf der Team-Website unter: - http://www.ktm-scott-racing.com/
Donnerstag, 10. März 2011 – 11.57 Uhr
Motocross:
Marc Ristori, Zeit seines Lebens ein vorbildlicher Kämpfer, der niemals aufgibt und der sein neues Leben akzeptiert hat, lässt seine grossen Ziele nie aus den Augen!
Der Genfer Marc Ristori, mehrfacher Motocross-Schweizermeister und 2-facher GP-Sieger in der MX3-WM (Reutlingen/GER 2006 & Roggenburg/SUI 2006 & WM-Gesamt-4.) meistert sein 2007 erlittenes Schicksal auf sehr eindrückliche Art und Weise. Der seit seinem tragischen Renn-Unfall anlässlich des Genfer Supercross im Dezember 2007 Querschnitt-gelähmte Romand, hat sein neues Leben im Rollstuhl akzeptiert ohne zu resignieren - ganz im Gegenteil: Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Polen, hat Marc für sein Leben neue Perspektiven erkannt und sich hohe und gleichzeitig auch beeindruckende Ziele gesetzt, die er konsequent und entschlossen verfolgt.
Der für die Zeitung «L'illustré» arbeitende Westschweizer Journalist Frédéric Vassaux sprach mit Marc Ristori über das Schicksal, das neue Leben, die Zukunft und Pläne des ehemaligen Schweizer Top-Fahrers und Aushängeschild des Schweizer MX-Sports. Den detaillierten und bewegenden Artikel im aktuellen Heft «Paraplegie» der Schweizer Paraplegiker-Stiftung in Nottwil, der einen tiefen Einblick ins neue und nicht leichte Leben des sympathischen Marc Ristori gewährt, können Sie hier nachlesen - er liegt zum Download bereit.
Quelle: Schweizer Paraplegiker Stiftung Nottwil - http://www.paranet.ch/de/pub/pan.cfm
Montag, 21. Februar 2011 – 14.33 Uhr
Motocross:
Arnaud Tonus heisst der grosse Sieger in der Klasse «MX2» beim Saison-Eröffnungsrennen in Valence (FRA) und Julien Bill meldet sich in der Klasse «MX1» eindrucksvoll zurück!
Der Westschweizer Arnaud Tonus feierte in Valence (Süd-FRA) einen Saisonauftakt wie er ihn sich nicht hätte besser vorstellen können. Nachdem er am Samstag die beiden Trainings dominierte, fuhr er am Sonntag auf der nassen und stark aufgeweichten Strecke einen unangefochtenen Laufsieg ein - und dies nach 3.-bester Zeit im Zeit-Training. Im 2. Durchgang der klasse «MX2» musste er sich zunächst nach misslungenem Start durchs halbe Feld durchackern. Seine wie immer kämpferische Fahrweise wurde letztlich verdientermassen mit einem starken 2. Rang belohnt. Dank einem 4. Platz im Superfinale (MX1 & MX2 zusammen) gewann der auf diese Saison hin von Suzuki zu Yamaha (Bike Cosworth Yamaha UK) gewechselten Romand die Gesamtwertung der MX2-Klasse.
In der Klasse «MX1» zeigte mit Julien Bill ein weiterer Westschweizer eine starke Performance. Der wieder auf einer Honda ausgerückte Bill scheint für die neue Saison bestens vorbereitet zu sein. Dies bestätigte er übers Weekend in Südfrankreich mit starken Leistungen. Dank Platz 10 im 1. Lauf, einem sehr starken 5. Rang in Durchgang 2 und einem überzeugenden 6. Platz im Superfinale, kam er in diesem Saison-Eröffnungsrennen auf den vielversprechenden 6. Platz in der Tageswertung.
Tagessieger in der MX1-Klasse wurde der Belgier Clement Désalle vor den beiden Franzosen Steven Frossard und Sebastien Pourcell. Nachstehend finden Sie alle Resultate und Tabellen im Detail.
Quelle der aufgeführten Ranglisten & Statistiken: - P.Haudiquert/Mediacross
Mittwoch, 9. Februar 2011 – 18.07 Uhr
Motocross:
Simon Baumann kehrt in die MX-Szene zurück - auf einer KTM 350 SX-F startet der hochmotivierte Appenzeller einen vielversprechenden Neuanfang
Der 29-jährige und 3-fache Motocross-Schweizermeister Simon Baumann steht vor einem grossartigen Comeback in die Motocross-Szene. Nachdem er 2007 infolge vieler schwerer Verletzungen vom MX in die Supermotard-Klasse gewechselt hatte, wurde er in dieser Rennserie hinter dem mehrfachen MX- & Supermotard-Schweizermeister Philippe Dupasquier 2008/2009 auf Anhieb 2x Vize-Meister!
Im letzten Jahr folgte dann der erfolgreiche Einstieg in die Strassen-CH-Meisterschaft - in der Klasse «Superstock 1000» stürmte er auf einer Suzuki auf den fantastischen 3. Gesamtrang - was für sehr grosses Aufsehen sorgte. All dies blieb Philippe Dupasquier - Team-Chef von KTM-Schweiz - natürlich nicht unverborgen. So kam es im Oktober vergangenen Jahres zu ersten Gesprächen, welche nun in eine mehrjährige Zusammenarbeit führte.
Simon Baumann teilte mir heute Nachmittag telefonisch mit, dass er zumindest für 1 Jahr seinen Beruf «an den Nagel hängt», um sich unter professionellen Bedingungen fortan voll und ganz auf seine sportlichen Ziele konzentrieren zu können. Und wer den sympathischen Simon kennt, der weiss, dass er alles daran setzen wird, um im Kampf um den FMS-Schweizermeistertitel in der Kategorie «Inter Open» ein gewichtiges Wort mitreden zu können. Neben der gesamten FMS-Meisterschaft (!) wird Simon Baumann möglicherweise auch noch einige SAM-Rennen bestreiten - eines ist auf jeden Fall heute schon sicher: Simon Baumann wird mit seiner KTM 350 SX-F die «Inter Open» richtig aufmischen - seine neue und zurzeit noch ungewohnte Startnummer 33 (alle kennen ihn mit der #99) wird bestimmt schon bald in aller Munde sein...
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