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Die kapellenartige Saalkirche wurde anfangs des 18. Jahrhunderts als Stiftung der Schlossherren von Wildegg, der Familie Effinger anstelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus erbaut. Sie liegt in der Mitte des langestreckten Dorfes Holderbank in unmittelbarer Nähe der Hauptstrasse zwischen Lenzburg und Brugg.
Baumeister war Samuel Jenner (1653–1720) von Bern, ein Schwager von Abraham Dünz I aus der berühmten Baumeister-Dynastie Dünz, die im Aargau für den Bau von mehreren massgeblichen reformierten Kirchen wie Othmarsingen, Gränichen und Birr verantwortlich waren.
An den rechtwinkligen Saal der Kirche fügt sich im Osten ein fünfeckiger Chor; im westlichen Eingangsbereich findet sich ein neuromantischer Giebel mit Blendbogenfries unter einem viereckigen Dachreiter mit Spitzhelm. Im Innern sind an allen vier Wänden (Chor-, Schiff- und Portalwand) zahlreiche Gedenktafeln, Epitaphien und Grabplatten von Mitgliedern der Stifterfamilie Effinger aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu finden, die der kleinen Kirche – die Begräbniskapelle der Effinger – einen leicht ‹gruftige› Atmosphäre verleihen.
1978/79 erfolgte eine umfassende Aussenrenovation, 1995/96 eine Innenrenovation.
Zum architektonischen Ensemble gehören der Friedhof und das Pfarrhaus.
Die Kirche Holderbank steht seit 1960 unter kantonalem Denkmalschutz.
Verfasst von Barbara Tobler
Fotos von Markus Hässig