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Magazin
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04.05.2020
Fast alle Welt der Klavierspieler schaut sich in einem Klavierfachgeschäft um und will heutzutage ein schwarzes, ein hochglanzpoliertes Instrument erwerben. Natürlich sehen diese mit viel Aufwand mit einem tiefen schwarz polierten Lack erst einmal großartig aus. Doch kaum einer denkt daran, dass der Staub darauf leichter zu sehen ist, als auf einem mit Holz furnierten Instrument oder dass es empfindlicher auf Kratzer reagiert … Warum also wollen die meisten ein schwarzes „Ungetüm“ in der Wohnung haben?
Liebe Klavierenthusiastinnen und -enthusiasten,
fast alle Welt der Klavierspieler schaut sich in einem Klavierfachgeschäft um und will heutzutage ein schwarzes, ein hochglanzpoliertes Instrument erwerben. Natürlich sehen diese mit viel Aufwand mit einem tiefen schwarz polierten Lack erst einmal großartig aus. Doch kaum einer denkt daran, dass der Staub darauf leichter zu sehen ist, als auf einem mit Holz furnierten Instrument oder dass es empfindlicher auf Kratzer reagiert … Warum also wollen die meisten ein schwarzes „Ungetüm“ in der Wohnung haben?
Nun, da sie daran denken, dass sich ein schwarzes Instrument leichter wieder verkaufen lässt. Doch will man eigentlich ein Instrument, dass man zum Teil mit viel Aufwand und Herzblut ausgesucht hat und als „sein“ Instrument betrachtet, jemals wieder verkaufen? Meistenteils nicht.
Doch es gibt auch die von fast jedem Klavierhersteller in der Geschichte seiner Tätigkeit mit viel Herzblut und Aufwand gefertigten Design-Instrumente. Ist es nun ein Ibach-Flügel im Design des berühmten Architekten Richard Meier, ein Instrument aus der Reihe der von dem Möbeldesigner für das Unternehmen Sauter entworfenen Peter Maly-Instrumente, ein Bösendorfer im Design der Porsche-Werkstätten oder aber ein Steinway im Entwurf von Karl Lagerfeld.
Doch was passiert, wenn man solch ein Instrument tatsächlich einmal verkaufen muss?
Nun, auf der einen Seite sind es oftmals limitierte Serien, die mit Design-Instrumenten einhergehen. Das bedeutet, dass man annehmen kann, dass diese Instrumente im Preis steigen. Doch dem ist nicht immer so, denn man muss ja jemanden finden, der genauso denkt wie derjenige zum Zeitpunkt des Kaufs eines solchen Instruments. Denn auf der anderen Seite sind diese Menschen meist nicht mehr leicht zu finden – da halt alles schwarz poliert sein muss.
Das bedeutet: Man braucht Zeit für solch einen Verkauf, man muss sich vielleicht sogar sehr viel Zeit lassen, um genau den richtigen Käufer und Interessenten für solch ein Instrument in limitierter Auflage von einem berühmten Designer zu veräußern. Dann kann man solch ein Instrument wahrscheinlich sogar mit Gewinn veräußern. Doch Geduld ist hierbei das oberste Prinzip. Wer ein Klavier oder einen Flügel aus einer normalen Serie veräußern will, hat es da natürlich ungleich leichter, denn solche Instrumente sind immer gesucht.
Dennoch sollte man sich – wenn man sich von einem Design-Instrument angezogen fühlt – nicht davon abschrecken lassen, dass es vielleicht schwieriger zu verkaufen sei, wenn es denn dazu kommen sollte. Ganz im Gegenteil, es gibt tatsächlich solche Design-Instrumente, die wie eine Wertanlage gehandelt werden. Was das bedeutet?
Nun, wenn man es sich leisten kann – denn natürlich sind diese Instrumente immer etwas teurer, wenn man sie neu erwirbt – sollte man seinem eigenen Geschmack folgen und vertrauen. Es muss nicht alles schwarz oder weiß sein, denn das Leben selbst ist ja auch nicht nur schwarz oder weiß!
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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14.04.2020
Wenn man bei eBay oder anderen Internet-Plattformen nach Klavieren sucht, dann findet man immer wieder recht alte Instrumente, die eigentlich kaum mehr dem modernen Standard entsprechen.
Wenn wir ein 30 Jahre altes Auto kaufen, können wir es als Oldtimer anmelden, wenn wir ein Handy sehen, das älter als 8 Jahre ist, gehört es fast schon in eine andere Zeitrechnung.
Das Gute: Bei Klavieren verändern sich die Dinge nicht allzu schnell. Und dennoch: Es verändern sich beständig im Innern der Instrumente Dinge, die wir nicht gleich wahrnehmen.
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
wenn man bei eBay oder in anderen Internet-Plattformen nach Klavieren sucht, dann findet man immer wieder recht alte Instrumente, die eigentlich kaum mehr dem modernen Standard entsprechen.
Wenn wir ein 30 Jahre altes Auto kaufen, können wir es als Oldtimer anmelden, wenn wir ein Handy sehen, das älter als 8 Jahre ist, gehört es fast schon in eine andere Zeitrechnung.
Das Gute: Bei Klavieren verändern sich die Dinge nicht allzu schnell. Und dennoch: Es verändern sich beständig im Innern der Instrumente Dinge, die wir nicht gleich wahrnehmen.
Das können Materialien sei oder aber auch viele Kleinigkeiten in der Mechanik, die wir erst bei genauerer Prüfung im Anspielen wahrnehmen können. Das bedeutet nicht, dass Instrumente, die älter als 20 Jahre sind, nicht mehr spielbar sind, ganz im Gegenteil, sind sie oftmals sogar besser oder haltbarer als neue Instrumente.
Doch wie unterscheidet man, ob man einfach nur ein altes Instrument oder ein vielleicht schon historisch interessantes angeboten bekommt?
Nun, zum einen hängt dies sicherlich vom Hersteller ab, denn ein Premium-Hersteller hat auch schon vor 50 Jahren seine Instrumente nach den besten Maßstäben gefertigt. Doch bei Instrumenten aus den preisgünstigsten, oftmals asiatischen Ländern, oder aus der ehemaligen UdSSR sind mit weitaus weniger Sorgfalt gebaut worden, da sie nicht auf lange Haltbarkeit, sondern auf das reine Funktionieren zum Zeitpunkt der Erstellung konzipiert waren.
Oftmals werden aber auch Flügel angeboten, die älter als 80 oder sogar 90 Jahre sind. Wie beurteile ich da, ob es sich um ein interessantes Instrument handelt, oder aber nur um ein „altes“
Unabhängig von dem Zustand, muss man sich klarmachen, dass solch alten Instrumente in der Regel vollkommen anders spielen lassen. Zudem waren die Normen für die Bauweisen noch lange nicht internationalisiert. Allein die DIN, als die Deutsche Industrie Norm, war 1948 erst bei 8200 Normen angekommen (2012 waren es bereits über 33.000 Normen). Da kann es schon einmal sein, dass ein Instrument nicht die Tastenbreite aufweist, wie man es gewohnt ist. Oftmals sind es nur Zehntelmillimeter, aber es macht einen Unterschied.
Natürlich gibt es gerade aus den Zeiten von 1880 bis ca. 1920 wunderbare Instrumente, aber die lassen sich halt anders spielen. Oftmals sind andere Mechanikarten verbaut als wir es heute gewohnt sind, mag man bei fehlerhaften Teilen kaum mehr von Reparaturen, sondern eher von aufwendigen Restaurationen reden.
Historisch wertvoll sind in der Regel nur Instrumente von namhaften Herstellern. Heute findet man auch von recht unbekannten Namen eines Herstellers fast alles im Internet, wenn dieser Hersteller eine Weile existierte und gute Instrumente baute. Wenn man nichts findet, sollte man lieber die Finger von alten Instrumenten lassen, denn auch früher gab es schon Fantasienamen von Firmen, die nicht auf Qualität achteten. Ohnehin sollte man sich genauer informieren, denn nur da man einen Namen eines Herstellers findet, bedeutet dies nicht, dass das Instrument auch von diesem gebaut wurde, denn auch vor vielen Jahren wurden Namen alter, historisch interessanter Firmen von Massenherstellern aufgekauft …
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie ein altes Instrument kaufen – auch wenn es in gutem Zustand ist – sollten Sie sich vom Fachmann beraten lassen und sich nicht allein auf Ihr eigenes Ohr oder Gespür verlassen. Denn ansonsten könnte es sein, dass Sie zu viel bezahlen, oder dass Sie nicht lange Spaß an solch einem Instrument haben werden. Und das Weiterverkaufen wird dann oftmals zu einem Problem.
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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02.03.2020
Das Internet ist ein endloses Gebilde für das Finden und das Suchen von Angeboten. In der letzen Zeit trifft man tatsächlich immer häufiger auf Angebote, bei denen Klavierbauer nicht allein ihre Arbeit als Stimmer oder Intonierer des Instruments in den eigenen vier Wänden anbieten, sondern auch gleich die Vermittlung dieser Fähigkeiten in einem Praktikum vermitteln wollen. Ist das möglich?
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
das Internet ist ein endloses Gebilde für das Finden und das Suchen von Angeboten. In der letzen Zeit trifft man tatsächlich immer häufiger auf Angebote, bei denen Klavierbauer nicht allein ihre Arbeit als Stimmer oder Intonierer des Instruments in den eigenen vier Wänden anbieten, sondern auch gleich die Vermittlung dieser Fähigkeiten in einem Praktikum vermitteln wollen. Ist das möglich?
Nun, es gibt Pianisten, die sich über Jahre hinweg tatsächlich so intensiv mit dem Thema der Stimmung ihres Instruments beschäftigt haben, dass sie mit Stimmhammer im Gepäck zu ihren Konzerten reisen. Und etliche verstehen vom Stimmen eines Flügels tatsächlich etwas. Der mittlerweile in die Jahre gekommene Pianist Paul Badura-Skoda beispielsweise ist ein solcher.
Auch Cembalisten verstehen alle ihr Handwerk, wenn es um das Stimmen ihres Instruments geht, denn immerhin verstimmen sich selbst die nach historischen Vorbildern gebauten Cembali ebenso schnell wie ein Streichinstrument. Also muss ein Cembalist stimmen können …
Aber ein Klavier, das weitaus mehr Saiten in seinem Innern hat und das sich in der Regel in der sogenannten Wohltemperierten Stimmung präsentieren soll, verlangt eine andere Art der Stimmung.
Natürlich gibt es zur Überprüfung mittlerweile digitale Stimmgeräte, die einem das Leben vereinfachen, aber das Ergebnis will keiner hören, der ausschließlich nach Stimmgerät stimmt. Kann man also das, was Klavierbauer in drei Jahren Ausbildung lernen – unter anderem das Stimmen von Instrumenten – in einem Praktikum erlernen?
Wahrscheinlich ist das möglich, wenn man sich bereits länger mit den akustischen Gegebenheiten und dem Stimmen an sich beschäftigt hat. Doch darf man nicht annehmen, dass das Ergebnis so klingt, als würde es von einem Klavierbauer vorgenommen werden. Das bedeutet: Man soll sich nicht vorstellen, dass die Stimmung, die man da vornimmt, lange hält, dass sie so gleichschwebend ist, dass man direkt wieder Spaß am instrumentalen Spiel hat.
Eigenwilligerweise werden heutzutage ja beispielsweise auf YouTube für alle Arten von „Ich mache es selbst“ Anleitungen angeboten. Auch für das Klavierstimmen finden sich da zahllose Beispiel-Videos. Aber würden Sie ihr Auto auch selbst reparieren, nur damit Sie wissen, wie man es selbst macht? Würden Sie in ein Diagnosegerät investieren, um zu wissen, was Ihr Auto für ein Problem hat?
Natürlich sind die Werkzeuge, die man für das Stimmen eines Klaviers benötigt ungleich preiswerter. Aber dafür sind die Preise für eine professionelle Stimmung auch gerade einmal so angesiedelt, wie man für eine AE (=Arbeitseinheit) in einer Autowerkstatt bezahlt. Zudem gibt es oftmals auch daneben noch Fragen und Wünsche vom Klavierspieler an den Techniker: Die eine Taste geht schwerer als die andere, etc. da beginnt dann das Wissen zu hapern, wenn man nur ein Praktikum belegt hat. Und ob die Angebote, die vierstellige Kosten verursachen würden, dabei helfen, bleibt doch fraglich. Nicht umsonst haben wir in Deutschland immer noch die beste Ausbildung im Bereich der Klavierbauer. Warum also sollte man auch in diesem Bereich versuchen, es selbst zu machen?
Fragen Sie lieber einen Fachmann, anstatt Ihr Instrument der Gefahr auszusetzen, dass es nachher schlechter ist als zuvor.
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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05.12.2019
Gerade in den angelsächsischen Ländern ist es ein großes Thema: Ratgeber. „How to …“-Bücher scheinen jedes nur erdenkliche Feld abzudecken, das man sich vorstellen kann. Natürlich ist davon das Klavier als Instrument nicht ausgenommen.
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
gerade in den angelsächsischen Ländern ist es ein großes Thema: Ratgeber. „How to …“-Bücher scheinen jedes nur erdenkliche Feld abzudecken, das man sich vorstellen kann. Natürlich ist davon das Klavier als Instrument nicht ausgenommen.
Immer wieder machen sich mehr oder weniger bekannte Autoren daran, Tipps zu geben, wie man ein Klavier stimmt, wie man ein Klavier spielt, wie man das richtige Klavier findet, worauf man achten sollte, wenn man ein gebrauchtes Klavier kauft, zu bewerten, welches Klavier das Beste ist usf. Und im Zeitalter des Internet gibt es natürlich noch weitaus mehr Leute, die Ratschläge geben, um anderen Menschen zu „helfen“ …
Die Fragen, die sich mir immer wieder beim Durchblättern solcher Bücher stellen, sind: Was habe ich tatsächlich gelernt? Was bringt mir dieses Buch dann wirklich für mein Instrument? Kann ich nach dem Lesen wissen, welches Instrument besser, welches wertvoller ist. Weiß ich wirklich, wie ich ein Instrument behandeln muss, wenn ich ein YouTube-Video dazu gesehen habe?
Ich habe niemals mehr über ein Instrument gelernt als wenn ich mich mit Klaviertechnikern, mit Klavierbaumeistern, also mit Fachleuten über das Instrument unterhalten habe. Erst wenn ich mit Erklärungen am „lebenden Objekt“ sehe, dabeistehe, wie man etwas macht, warum und wenn man mir auf meine Verständnisfragen antworten kann, begreife ich, was da passiert. Dann kann ich es allerdings noch lange nicht selber machen. Ein Instrument zu stimmen, verlangt viel Übung, da müsste man schon mindestens zwei Instrument haben, um eines zum Üben für das Stimmen zu haben, das andere für das eigentliche Klavierspiel.
Und ob ein Instrument besser oder schlechter als das andere ist, ist bei einem so individuellen Instrument wie dem Klavier einfach nicht objektiv zu beurteilen. Natürlich lässt sich erkennen, welche Materialien verwendet werden, wie gut Leimstellen verarbeitet wurden etc. Aber letztendlich kommt es darauf an, wie man sich am Instrument fühlt, wie es zu einem „spricht“. Und da helfen dann auch keine Ratgeber und jährliche Übersichten oder etwa die Vergabe von „Preisen“ für das „beste Instrument“. Das kann ein Mensch alleine für andere ohnehin nicht beurteilen, sondern nur für sich selbst.
Also: Wer wirklich sicher sein will, dass er viel weiß über das Instrument, der sollte viele unterschiedliche Instrumente anspielen, sich immer wieder mit unterschiedlichen Klaviertechnikern unterhalten, über Tipps und Tricks. Denn aus Büchern kann man nur selten etwas darüber erfahren, wie man ein Klavier technisch zu handhaben oder zu beurteilen hat.
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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01.11.2019
Wenn in kurzer Zeit die Heizperiode wieder vorbei sein könnte, werden sich vielleicht doch einige Klavierbesitzer wieder einmal fragen, wie eigentlich das Klavier oder der Flügel auf diese klimatische Veränderung reagieren. Nun, das eine ist die Stimmhaltung, das bedeutet, dass sich auch am Ende einer Heizperiode die Instrumente durchaus verstimmen können.
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
wenn in kurzer Zeit die Heizperiode wieder vorbei sein könnte, werden sich vielleicht doch einige Klavierbesitzer wieder einmal fragen, wie eigentlich das Klavier oder der Flügel auf diese klimatische Veränderung reagieren. Nun, das eine ist die Stimmhaltung, das bedeutet, dass sich auch am Ende einer Heizperiode die Instrumente durchaus verstimmen können.
Holz ist nun einmal ein lebendiger Werkstoff, der auf Luftfeuchtigkeit und Temperaturen reagiert, gleichgültig wie gut und lange das Holz vor dem Entstehen des Instruments abgelagert und getrocknet ist. Selbst bei massiven Holzfußböden werden Restmengen von Feuchtigkeit angegeben, die bei klimatischen Veränderungen zum „Arbeiten“ des Holzes unter den Füßen führen können.
Wie kann man aber diesem Faktor im Heimbereich sinnvoll entgegenwirken?
Nun, sicherlich ist das von der Firma Dampp-Chaser angebotene System zum Anbau an ein Instrument eine der besten Methoden, um den klimatischen Bedingungen zu begegnen. Dieses System verfügt über ein Wasserreservoire, das über eine Sensorsteuerung das Wasser verdampft und auf das Instrument, also das Holz im Instrument überträgt, das damit nie austrocknet. Gleichzeitigt verfügt es aber auch über eine Heizung, die dafür sorgt, dass das Instrument immer dann an Feuchtigkeit verliert, wenn es notwendig ist. So wird das Holz immer auf einem gleichbleibendem Feuchtigkeitsgrad gehalten, was gegen Rissbildungen und Verstimmungen beiträgt.
Ansonsten gilt immer das Gleiche: Am besten die Instrumente nicht in Räumen mit Fußbodenheizungen aufstellen, da sich die Hitze unter dem Instrument sammelt und das Holz austrocknet. Wer das Instrument in einem Raum neben die Heizung stellt, muss damit rechnen, dass das Holz und die Stimmhaltung leiden. Ein Raumluftbefeuchter kann helfen in der trockenen Jahresperiode wie der Winterzeit den Feuchtigkeitsverlust im Raum auszugleichen. Lassen Sie sich am besten individuell von Ihrem Klavierstimmer beraten, der natürlich gerne vier Mal im Jahr zum Stimmen kommt, der aber auch Tipps geben kann, wie Sie Ihr Instrument im Raum besser vor zu schneller Verstimmung und Austrocknung bewahren können.
Carsten Dürer
Chefredakteur PIANONews
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14.10.2019
Man kennt das: überall in den eigenen vier Wänden macht sich gerne einmal der Staub breit. In Ballungszentren ist dies weitaus stärker der Fall als in ländlichen Bereichen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der aus Haushalten entstehenden Feinstaubbelastung. Während sich gerade im Winter der Staub in Räumen aufgrund der Heizungen entwickelt, findet der Feinstaub in den wärmeren Monaten über geöffnete Fenster den Weg in die heimischen Räume.
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
man kennt das: überall in den eigenen vier Wänden macht sich gerne einmal der Staub breit. In Ballungszentren ist dies weitaus stärker der Fall als in ländlichen Bereichen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der aus Haushalten entstehenden Feinstaubbelastung. Während sich gerade im Winter der Staub in Räumen aufgrund der Heizungen entwickelt, findet der Feinstaub in den wärmeren Monaten über geöffnete Fenster den Weg in die heimischen Räume.
Gerade auf schwarz Hochglanz polierten Instrumenten sieht man dies deutlich: eine feine Staubschicht legt sich über den Polyester-Lack. Diesen kann man recht leicht mit einem weichen Tuch oder auch mit speziell im Klavierfachhandel zu erstehenden Pflegemitteln Herr werden, in dem man das Instrument von außen beständig reinigt. Und das sollte man in jedem Fall regelmäßig tun, da sich der Staub ansonsten leicht zu einer schwieriger zu entfernenden Schicht entwickelt, die schmierig und fettig ist. Da muss man dann wirklich mehr als nur den Staub abwischen, sondern muss richtig putzen. Dabei ist es wichtig, dass der empfindliche und hochglänzende Klarlack, der über dem schwarzen Polyesterlack aufgetragen ist, nicht beschädigt wird, ansonsten hat man bald schon einen wunderbaren Schlireneffekt, der sich ähnlich wie bei einem Autolack zeigt. Das ist schade, denn das kann man nicht so leicht rückgängig machen.
Aber wie sieht es mit dem Staub im Inneren des Instruments aus?
Schauen Sie da einmal genauer hin. Da verbirgt sich letztendlich fast genauso viel Staub wie auf dem Instrument. Nur dass man sich seiner seltener vergegenwärtigt, da die meisten Instrumente in den eigenen vier Wänden doch geschlossen – also mit geschlossenem Deckel – gespielt werden. Den Gussrahmen kann man noch recht leicht ebenfalls entstauben, auch mit einem weichen Tuch.
Aber wie sieht es mit dem Staub in der Mechanik, auf dem Resonanzboden aus?
Diesen kann man nicht gerade leicht selbst entfernen. Natürlich haben Klavierbauer dafür bestimmte Techniken und bestimmte Staubsauger, denn man will ja den Staub richtig entfernen, ohne dass die Besaitung bei Flügeln abgenommen werden muss. Darauf sollte man achten, man sollte dem Klaviertechniker sagen, dass er das Instrument jedes Mal, wenn er zum Stimmen kommt, darauf hinweisen, dass er doch bitte den Schmutz aus dem gesamten Instrument entfernt. Denn die Instrumente sind ja nicht hermetisch geschlossen, weniger als ein Pkw, dessen Türgummis immerhin den Staub draußen halten. Vielmehr sind überall kleine Lücken, letztendlich auch dafür gedacht, dass der Klang bei geschlossenem Instrument wirken kann. Entsprechend findet der Staub auch seinen Zugang ins Instrument – ständig.
Die Frage, die sich aber stellt: Wie kann man die Verstaubung im Instrument vermeiden?
Nun, natürlich gibt es für Flügel sogenannte Flügeldecken, die man über das Instrument wirft, wenn es nicht benutzt wird. Es sind die Decken, die das Instrument aber nicht nur vor Staub, sondern auch – da sie gefüttert sind – bei leichten Klimaveränderungen schützen. Aber das ist nicht gerade üblich in Privaträumen, da diese Decken nicht gerade schön aussehen, und zudem will man das Instrument ja jederzeit spielbar halten, ohne dass man sich jedes Mal die Mühe macht, die Flügeldecken abzuziehen. Es gibt allerdings auch solche Decken, die man bei Flügeln nur über den hinteren Bereich über das Instrument wirft. Das hilft schon einmal gegen den Staub auf Gussplatte und Resonanzboden. In jedem Fall sollte man aber den Tastaturdeckel bei nicht genutztem Instrument schließen, da der Staub hier ansonsten zwischen die Tasten der Klaviatur eindringt. Auch die Tastaturläufer helfen da schon.
Grundsätzlich sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass das Klavier oder der Flügel dem Staub ebenso ausgesetzt ist, wie andere Gegenstände im Haus – nur dass die Instrumente schwerer im Innern zu reinigen sind. Dem vorzubeugen, sollte man sich die Mühe machen, die Instrumente nach dem zu schließen und den Klaviertechniker auf die Reinigung aufmerksam zu machen. Denn das Ergebnis werden weniger später mögliche und weitaus aufwendigere Reparaturen und Reinigungen sein.
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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05.09.2019
Haben Sie sich bei Interesse an einem neuen Geschirrspüler, einem Mobiltelefon oder einem Pkw schon einmal gefragt, woher die Einzelteile für das Gerät stammen, wer es zusammengebaut hat oder wie die Preise zustande kommen?
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
haben Sie sich bei Interesse an einem neuen Geschirrspüler, einem Mobiltelefon oder einem Pkw schon einmal gefragt, woher die Einzelteile für das Gerät stammen, wer es zusammengebaut hat oder wie die Preise zustande kommen?
Wenn man auf ein iPhone von Apple schaut, einem US-amerikanischen Unternehmen, liest man da, dass es in China gefertigt wurde. Wenn man genauer in den Motorraum eines Pkw schaut, wird man feststellen, dass bei weitem nicht alle Teile aus Deutschland stammen, nur weil die Automarke einen deutschen Namen trägt. Ja zum Teil werden diese Fahrzeuge sogar komplett im Ausland gefertigt …
nur scheint dies keinen zu interessieren.
Ganz anders aber ist es im Klavierbau. Da wird sofort gefragt, woher die Einzelteile stammen, wo die Instrumente gefertigt sind etc. Warum eigentlich? Nun, natürlich war dies in früheren Zeiten, als die Globalisierung noch nicht so fortgeschritten war, ein wichtiges Indiz für die Qualität und das Know-How der Mitarbeiter. Doch mittlerweile ist das wohl doch anders geworden. Denn ohne Frage kann man behaupten, dass ausländische Firmen durchaus großartige Instrumente herstellen. Man denke nur an Yamaha, Kawai oder Fazioli, um nur drei von vielen zu nennen.
Und dennoch: Sobald man ein Klavier aus deutscher Fertigung vor sich hat, will man es genau wissen. Woher stammt der Resonanzboden, woher die Mechanik, woher die Tastatur … Ist das wirklich wichtig? Nein, ist es nicht, denn nur eines zählt: Fühlen Sie sich wohl am Instrument? Finden Sie den Klang Ihren Vorstellungen entsprechend? Liegt das Instrument in dem finanziellen Bereich, den Sie sich selbst gesetzt haben? Wenn dies alles zusammenkommt, dann haben Sie Ihr Instrument gefunden – unabhängig vom Land der Herstellung oder dem Ursprung der Einzelteile.
Wenn nun ein Unternehmen damit wirbt, dass es sich um ein rein deutsches Instrument handelt, dann ist das schön, zum Teil auch wahr – aber nur zum Teil. Die Mär von einem rein deutschen Klavier ist in einer globalisierten Welt einfach kaum aufrecht zu erhalten – und es ist einfach für Sie als Klavierspieler auch nicht wichtig. Denn Ihnen geht es um die Musik und nicht darum, woher das Instrument stammt, dem Sie ihr Innerstes beim Spielen anvertrauen. Vielleicht spielen noch Werterhaltung und Wiederverkaufsmöglichkeiten eine Rolle – ja. Aber ansonsten lassen Sie sich nicht von den vielen Geschichten, die man so gerne in sogenannten Blogs im Internet kolportiert beeinflussen, denn es ist weniger wichtig als man denkt.
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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16.08.2019
Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein Klaviergeschäft und niemand würde mit Ihnen sprechen … Das wäre wohl eher eine Katastrophe, denken sie nicht? Wenn man in ein Warenhaus geht, will man nicht belästigt werden, will sich meist nur einfach umsehen. Bereits die eleganten Kaufhäuser, in denen das Shop-in-Shop-System bis auf ein Maximum expandiert wurde, nerven ein wenig, da jede Marke seine eigenen Verkäufer hat, die sofort zur Stelle sind, auch wenn man sich nur einmal umschauen will.
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein Klaviergeschäft und niemand würde mit Ihnen sprechen … Das wäre wohl eher eine Katastrophe, denken sie nicht? Wenn man in ein Warenhaus geht, will man nicht belästigt werden, will sich meist nur einfach umsehen. Bereits die eleganten Kaufhäuser, in denen das Shop-in-Shop-System bis auf ein Maximum expandiert wurde, nerven ein wenig, da jede Marke seine eigenen Verkäufer hat, die sofort zur Stelle sind, auch wenn man sich nur einmal umschauen will.
Doch anders ist es in einem Autohaus, oder in einem Klavierfachgeschäft. Da will man beraten werden, will sich informieren, will sich unterhalten. Genau an diesen Stellen ist der Dialog wichtig. Und in der Regel kann man dem Verkäufer auch gleich sagen, dass man sich nur einmal umschauen will. Doch wenn man das erste Mal ein bestimmtes Klavierfachgeschäft betritt, will man nicht lange suchen, um die Preiskategorie zu finden, nach der man Ausschau hält. Das zumindest kann schon helfen.
Wenn man dann doch Fragen hat, steht der Fachverkäufer in der Regel bereits, um diese zu beantworten. Natürlich ist man etwas schambehaftet, wenn der Fachverkäufer neben einem steht, wenn man ein Instrument anspielen will, denn meist zählt man selbst ja nicht gerade in die Pianistenliga, die sich gerne vor anderen profiliert. Vielmehr geht es hier um den Klavierspieler, der gerne einmal ausprobiert, sich vielleicht erst nach einer Weile in ein Instrument „verliebt“ und dann Fragen zum Kauf, vielleicht zur Vermietung oder Finanzierung hat. Aber so lange will man für sich sein.
Dennoch ist der Dialog, der dann folgt, das alles entscheidende Moment. Denn erst durch diesen kann man als Kunde auf vielleicht andere Instrumente ähnlicher Art aufmerksam gemacht werden, kann erfahren, worin die Unterschiede hinter der Klaviatur dieses oder jenes Instruments liegen. Dabei geht es nicht um die technischen Details, sondern vielmehr um die Gewinnung von Vertrauen zu diesem Geschäft.
Hat es eine eigene Werkstatt, die die Garantieleistungen übernimmt, verfügt es über einen eigenen Außendienst, der das Stimmen vor Ort bei einem zu Hause durchführen kann. Fragen zu den Kosten dieser beständigen Wartung gehören ebenso zur Gewinnung des Vertrauens, wie das Gespräch, warum ein Instrument in diesem Haus vielleicht ein paar Euro mehr kostet, als es ein anderes anbietet.
Der Dialog bleibt wichtig, auch der mit dem Techniker, der zu einem ins Haus kommt, um das Instrument zu stimmen und zu warten. Nur mit der Gewinnung von Vertrauen in einem Dialog kann sich das Verhältnis zwischen einem Kunden und dem Geschäft erfolgreich und nachhaltig entwickeln, oder?
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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04.06.2019
Man meint immer, dass die Tasteninstrumente von heute in ihrer Struktur seit Jahrhunderten festgelegt sind und sich nicht mehr verändern, es sei denn, es kommen neue elektronische Neuheiten in Zusammenhang mit Klavieren oder Flügeln hinzu.
Liebe Klavierliebhaberinnen und -liebhaber,
man meint immer, dass die Tasteninstrumente von heute in ihrer Struktur seit Jahrhunderten festgelegt sind und sich nicht mehr verändern, es sei denn, es kommen neue elektronische Neuheiten in Zusammenhang mit Klavieren oder Flügeln hinzu.
Dies liegt sicherlich auch daran, dass viele der Hersteller und der Klavierbauer zu sehr auf die Tradition des Klavierbaus und der Herstellung pochen. In Wirklichkeit sind gerade die Klaviere, die man heute in einem Klavierfachgeschäft findet, in vielen kleinen Dingen anders als die, die man noch vor 20 Jahren in den Geschäften vorfand.
Das betrifft nicht nur die Gehäuseforen und vielleicht die Oberflächen, da man heute auch häufiger mit offenporigen Lacken arbeitet. Vielmehr sind es viele Kleinigkeiten im Innern der Instrumente, die Ihnen das Spiel angenehmer machen sollen. Da gibt es Kleinigkeiten in der Mechanik bei Klavieren, um das Spielgefühl angenehmer zu gestalten, zum Teil leichtgängiger zu machen, da Klaviere aufgrund der etwas trägeren Mechanik ansonsten oftmals ein höheres Spielgewicht haben als Flügel.
Hier wurde in den vergangenen Jahren vieles getan.
Doch auch der Resonanzboden wurde bei vielen Instrumenten verändert, um eine größere Fläche im begrenzten Raum der Klaviere zu nutzen und damit den Klang im Volumen zu stärken. Pedale sind oftmals in anderer Form ausgeführt, da die in früheren Zeiten oft schmalen Pedale für längeres Spiel wirklich unangenehm unter den Fußsohlen sind.
Aber auch die Intonation ist brillanter geworden, entspricht mehr dem Zeitgeschmack heutigen Ohren.
Was das alles bedeutet?
Nun, auch wenn Sie ein wirklich altes Klavier haben, dann beziehen sich die Unterschiede nicht nur darauf, dass die Gehäuse bei diesen alten Instrumenten oftmals schön verziert und mit Kerzenhalten oder ähnlichen Nettigkeiten ausgeführt sind, und dagegen die neuen Instrumente oftmals recht schlicht wirken. Vielmehr muss man den Klang, den Anschlag, all das, worum es eigentlich beim Spiel auf einem Klavier geht, ausprobieren.
Schnell wird man die Unterschiede erkennen. Und so sollte man nicht nur aufgrund von sentimentalen Gefühlen oder ästhetisch durchaus nachvollziehbaren Gründen und der Hochachtung für die schreinerische Handwerkskunst früherer Tage ein Instrument behalten mit dem Gedanken: Ach, eigentlich spielt es ja noch. Vor allem nicht dann, wenn man daran denkt, dass vielleicht eines der Kinder sich einmal für das Klavierspiel begeistern könnte.
Denn ein moderneres Instrument hat bei den vielen Veränderungen, die fast jährlich – ganz still und heimlich – in die Instrumente einfließen, für das Spiel doch einiges mehr zu bieten. Probieren Sie es aus und Sie werden es feststellen.
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -
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13.05.2019
Es gibt die Momente, wenn man sich an das eigene Instrument setzt, in denen man sich immer wieder Fragen stellt wie: Sollte der Bass nicht doch ein wenig voluminöser klingen, der Diskant ein wenig brillanter? Sollte der Anschlag am Instrument nicht ein wenig leichter sein, oder etwas gleichmäßiger?
Liebe Klavierfreundinnen und -freunde,
es gibt die Momente, wenn man sich an das eigene Instrument setzt, in denen man sich immer wieder Fragen stellt wie: Sollte der Bass nicht doch ein wenig voluminöser klingen, der Diskant ein wenig brillanter? Sollte der Anschlag am Instrument nicht ein wenig leichter sein, oder etwas gleichmäßiger?
Nun, viele geben sich einfach mit dem Zustand zufrieden, in dem sich ihr Instrument befindet. Zwar lassen sie ein bis zwei Mal im Jahr den Klavierstimmer kommen, wollen aber nicht allzu viel Geld investieren, um den gerade einmal vor Ort befindlichen Techniker mit den Kleinigkeiten, die sie stören könnten, zu konfrontieren. Die Angst vor Investitionen geht da mit einher. Das Ergebnis: Oftmals schauen sich Besitzer eigentlich guter Instrumente bald schon nach neuen um, die vielleicht mehr ihrem Geschmack entsprechen könnten.
Dabei ist es so, dass zahllose, gerade ältere Instrumente, eine solch gute klangliche und spieltechnische Grundlage bieten, dass es oftmals eine Schande ist, wenn man sieht, dass sie gegen preiswerte neue Instrumente aus Fernost ausgetauscht werden.
Was man machen kann? Man kann mit einem guten Klaviertechniker besprechen, welche Wünsche man an sein Instrument stellt. Oftmals sind es Kleinigkeiten, die der Klavierbaumeister ohne großen Aufwand in einigen Stunden am Instrument in den eigenen vier Wänden bewerkstelligen kann, um den Klang zu ändern, die Spielart neu einzustellen.
Natürlich sind bei allen Möglichkeiten Grenzen gesetzt. Daher sollte man auch bei einem älteren Instrument den Klavierbaumeister frühzeitig ansprechen, um seine Wünsche mitzuteilen, die Möglichkeiten zu besprechen, da dann das Instrument eigentlich noch in einem guten Zustand ist und die Kosten für Änderungen weniger höher sind, als viele Klavierspieler annehmen. Das Stechen und Bearbeiten der Hammerköpfe, die Einstellung der Mechanik kann Wunder bewirken. Aber man muss mitteilen, was man will. Und man muss auch insistieren, sich nicht von der Meinung anderer beeinflussen lassen, auch nicht von der des Klavierbaumeisters …
Schließlich wollen Sie mit Freude am Klang und der Spielweise ihres Instruments haben, nicht andere. Daher gilt auch hier – wie so oft im Leben – sich klarzumachen, was man will, wie das Instrument nach eigenem Bedürfnis im perfekten klanglichen wie spieltechnischen Zustand sein soll. Dies alles gilt natürlich auch, wenn Sie ein gebrauchtes oder ein neues Instrument im Handel erstehen wollen. Das, was Ihnen angeboten wird, ist nicht zwingend das Endergebnis.
Ansonsten hätten es die Pianisten auf den Bühnen der Welt schwer, wenn sie sich immer damit zufrieden geben müssten, was sie vorfinden. Auch sie besprechen mit dem Klaviertechniker, welche Kleinigkeiten sie verändert haben wollen, um den für sie persönlich besten Klang und die beste Spielweise haben zu können. Machen Sie es genauso!
Carsten Dürer
- Chefredakteur PIANONews -