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Er kommt immer im ungünstigsten Moment und hört gefühlt nie mehr auf: der Schluckauf. Deshalb wird dem lästigen «Hitzgi» sogar ein eigener Tag gewidmet. Am 16. März ist der offizielle Tag des Schluckaufs.
Reflex des Körpers
Eine Dehnung des Magens oder der unteren Speiseröhre löst durch einen Nervenimpuls eine bestimmte Reaktion im Körper aus, die nicht kontrolliert werden kann. Oft passiert das, wenn man zu schnell isst, Alkohol oder Getränke mit viel Kohlensäure trinkt oder sehr scharfe, heisse oder kalte Lebensmittel zu sich nimmt. Im Falle des Schluckaufs entwischt einem dann ein «Hgs!».
Dabei passiert Folgendes: Der Nervenimpuls vom gedehnten Magen wird an das Gehirn gesendet, der ihn reflexartig auf den Zwerchfell- und Kehlkopfnerv umleitet. Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel, der sich bei der Einatmung zusammenzieht. Durch den Impuls ziehen sich die Atemmuskeln schnell und unregelmässig zusammen und die Stimmritze im Kehlkopf verschliesst sich. Die Luftzufuhr wird unterbrochen, wodurch es zum typischen Hicksen kommt.
68 Jahre lang Schluckauf
Normalerweise verschwindet das Hicksen nach einigen Minuten wieder von selbst. Beim chronisch andauernden Schluckauf wird die Sache jedoch etwas ernster. Meist entsteht er durch eine Störung des zentralen Nervensystems, des Zwerchfells oder einer chronischen Erkrankung des Magens. Es gibt auch Fälle, wo die Ursache vollkommen unklar ist. So auch beim Amerikaner Charles Osborne, der 68 Jahre seines Lebens an Schluckauf litt. Nur wenige Monate nachdem das Hicksen aufhörte, verstarb er jedoch.
Tipps gegen «Hitzgi»
Wenn das Hicksen nach kurzer Zeit nicht von selbst verschwindet, kursieren sehr viele Hausmittel und Tipps, die helfen sollen. Die meist genannten Methoden sind, möglichst lange die Luft anzuhalten, erschreckt zu werden, langsam zu atmen oder drei Mal leer zu schlucken.
Ausserdem kann man versuchen, eine grosse Menge Wasser in einem Zug zu trinken, im Kopfstand zu trinken, ein Glace zu lutschen oder ein Stück Zucker zu essen. Auch mit Brot in Kombination mit Wasser kann man versuchen, gegen den nervigen Schluckauf vorzugehen.
An der Zunge zu ziehen, beruhigt den Nerv, der die Atemmuskulatur versorgt. Ein weiterer origineller Ratschlag aus den Tiefen des Internets: an sieben Männer mit Glatze denken. Sollte der Schluckauf länger als drei Stunden andauern oder häufiger als sonst vorkommen, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.
(sgr)