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Zwei Argentinier haben die erste Homo-Ehe in ganz Lateinamerika geschlossen. Der Vorsitzende des Nationalen Instituts gegen Diskriminierung (INADI), Claudio Morgado, der bei der Trauung anwesend war, sprach von einem «historischen Ereignis».
Die Trauung habe am Dienstag im südargentinischen Ushuaia stattgefunden, rund 3500 Kilometer von seiner Heimatstadt Buenos Aires entfernt, sagte einer der frisch gebackenen Ehepartner, Alex Freyre, in einem Telefongespräch mit dem Fernsehsender Todo Noticias de Buenos Aires.
Ehe per Gerichtsbeschluss verweigert
Dies sei ein «Schritt in Richtung Rechtsgleichheit» aller Bürger. Der 39-jährige Freyre hatte lange darum gekämpft, mit seinem 41-jährigen Partner José Maria Di Bello eine rechtsgültige Ehe einzugehen.
Freyre und Di Bello war im April in Buenos Aires die Trauung verweigert worden. Mitte November entschied dann zwar ein Gericht, dass die Eheschliessung eines gleichgeschlechtlichen Paares rechtmässig sei. Kurz vor der Hochzeitsfeier hob ein anderes Gericht die Entscheidung jedoch auf.
Gouverneurin ebnete den Weg
Auch die Behörden von Ushuaia verweigerten zunächst die Eheschliessung. Eine ausdrückliche Erlaubnis der Gouverneurin von Ushuaia, Fabiana Rios, machte den Weg für die erste Homo-Ehe in Lateinamerika schliesslich frei.
Mexiko-Stadt hatte vor gut einer Woche erstmals in Lateinamerika per Gesetz die Homo-Ehe mit den gleichen Rechten und Pflichten wie bei heterosexuellen Paaren eingeführt. Im katholisch geprägten Lateinamerika waren bis dahin nur vereinzelt eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen möglich.
(sda/afp/halp)
Quelle: SF