Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/201405

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird eingeladen, in einem Bericht die sicherheitspolitischen Risiken der aktuellen Abhängigkeit der Armee von fossilen Energien und von weiträumigen Stromtransporten abzuschätzen. Die Armee braucht eine Strategie, um diese Risiken durch die dezentrale Produktion von neuen erneuerbaren Energien zu minimieren. Namentlich die Nutzung des bedeutenden Fotovoltaikpotenzials der Armee und die damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Fragen sind vertieft darzulegen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Wie viele Bereiche der öffentlichen Hand ist auch die Armee für die Erfüllung ihrer Aufgaben in hohem Masse von fossilen Brennstoffen abhängig, namentlich für alle Aspekte der Mobilität auf dem Boden und in der Luft. Dies gilt auch für alle Gerätschaften, die mobile Einsätze unterstützen, wie zum Beispiel Generatoren. Diese Abhängigkeit wird auf absehbare Zeit nicht vollständig beseitigt werden können, auch wenn die Armee seit Längerem bestrebt ist, möglichst verbrauchseffiziente Systeme zu beschaffen und somit insgesamt weniger Brennstoffe zu verbrauchen.</p><p>Der Bund reduziert die Risiken dieser Abhängigkeiten durch Diversifizierung bei den Produzenten und Lieferanten und unterhält Pflichtlager. Auch die Armee unterhält eigene Betriebsstofflager, um ihre Aufgaben im Fall temporärer Versorgungsengpässe erfüllen zu können. Möglichkeiten, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energieträger zu substituieren, bestehen für die Armee vor allem bei den Infrastrukturen. Deshalb ist das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) seit Längerem daran, seine Gebäude mit Fotovoltaikanlagen auszurüsten. Im Jahr 2018 betrug die produzierte Menge an erneuerbaren Energien 5,2 Gigawattstunden pro Jahr.</p><p>Diese Menge reicht in der Tat nicht, um eine Autonomie der Armee zu gewährleisten. Deshalb führt das VBS seine Anstrengungen zur Förderung der Produktion erneuerbarer Energie und deren Nutzung in der Armee weiter. Der Bundesrat erachtet es im Sinne des vorliegenden Postulates als sinnvoll, die sicherheitspolitischen, rechtlichen und finanziellen Aspekte darzulegen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.