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Steingruber startete am Boden und am Sprung in den Wettkampf und legte mit zwei gelungenen Vorstellungen an ihren besten beiden Geräten die Basis für die Final-Qualifikationen im Mehrkampf, am Boden und am Sprung. Vor vier Jahren in London hatte Steingruber einen Gerätefinal noch verpasst, als sie am Sprung in der Qualifikation gestürzt war und nur Neunte wurde.
Für ihre Bodenübung, die ihr nicht ganz so perfekt wie bei ihrem EM-Titel in Bern geglückt war, erhielt Steingruber zwar “nur” 14,666 Punkte, das Kampfgericht bewertete allerdings alle Athletinnen relativ streng. Am Sprung zeigte sie den Tschussowitina und den Jurtschenko mit einer Doppelschraube ohne Fehl und Tadel und erhielt dafür 15,266 Punkte.
Nur am Schwebebalken lief es ihr gar nicht nach Wunsch. Nachdem ihr die schwierigen Elemente der Übung geglückt waren, kam sie nach einem einfachen Fehler aus dem Gleichgewicht und musste das Gerät verlassen. Bereits an den Europameisterschaften in Bern hatte sie Probleme am Schwebebalken bekundet. Will sie im Mehrkampf-Final am Donnerstag ihr Ziel, einen Platz in den Top 5, erreichen, darf sich die WM-Fünfte von Glasgow einen solchen Patzer nicht leisten.
Einen sehr starken Wettkampf lieferten erwartungsgemäss die Amerikanerinnen ab. Vor allem Simone Biles bot am Boden und am Sprung zwei überragende Leistungen und gewann auch die Mehrkampf-Qualifikation überlegen. Pech bekundete Gabrielle Douglas, die Mehrkampf-Olympiasiegerin von 2012. Als nur drittbeste Amerikanerin verpasst sie den Mehrkampf-Final.
(SDA)