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Via Bregaglia
Sehenswürdigkeiten entlang der Route
Diese schönen Orte und interessanten Gebäude sind einen Besuch wert...
Atelier Segantini
Die letzten Lebensjahre verbrachte der bekannte Maler Giovanni Segantini in Maloja, die Gegend, die ihn zu seinen Bildern inspirierte. Daran erinnern heute der Rundbau, ein Modell eines grossen Pavillons mit Panoramablick, der Sentiero Segantini, ein Rundweg der durch die Landschaft seiner Bilder führt und das Familiengrab im kleinen Bergfriedhof.
Turm Belvedere
Der Bau des Turms geht auf das Jahr 1882 zurück, als der Graf Camille de Renesse ein Schloss als Familiensitz plante. Der Turm und das daran anschliessende Hotel wurden jedoch erst in den Jahren 1896 - 1903 fertiggestellt. Nachdem es verschiedenen Zwecken gedient hatte, wurde das Belvedere 1953 Eigentum vom Schweizerischer Bund für Naturschutz. Das Hotel wurde abgerissen, der Wachturm blieb als Wahrzeichen Malojas.
Prätorium mit Rundturm
Das Prätorium war der Sitz des Rathauses und des Gerichts des Tals sowie Sitz für die Zolleinnahmen. Im Turm befanden sich die Gefängnisse. Die Folterwerkzeuge kann man dort besichtigen während auf der nahe gelegenen Lichtung von Cudin noch heute die makaberen Säulen des Galgens, stehen. Hinrichtungsort auch jener, die der Hexerei beschuldigt wurden.
Palazzo Castelmur
Das mächtige neugotische Bauwerk geht auf die Jahre 1850 - 1855 zurück, als Baron Giovanni de Castelmur das aus dem 18. Jh. stammende Patrizierschloss der Familie Redolfi vergrösserte, indem er den Südflügel mit zinnengekrönten Türmen anfügte. Die Inneneinrichtung ist im Stil Louis Philippes gehalten. Im zweiten Stock befindet sich eine Ausstellung über die Bündner Zuckerbäcker im Ausland. Das geschichtliche Archiv beinhaltet eine ausgedehnte Dokumentation über das Bergell.
Museum Ciäsa Granda und Galerie Giacometti-Varlin
Die "casa grande" (grosses Haus) wurde im Jahr 1581 von Giovanni Stampa erbaut und in den 50-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts von der "Società Culturale di Bregaglia" (Kulturgesellschaft des Bergells) gekauft und renoviert. Heute ist es das Haus der Kultur. Seit einigen Jahrzehnten beherbergt die "Ciäsa Granda" das Talmuseum mit ethnographischen Dokumentationen, eine Mineraliensammlung und ein naturhistorisches Museum. Im modernen Saal, im Untergeschosse sind die Werke der Künstlerfamilien Giacometti und Varlin ausgestellt.
Das Dorf Soglio
"La soglia del paradiso" (Die Schwelle zum Paradies), wie der Maler Giovanni Segantini, der hier einige Jahre überwinterte, Soglio bezeichnete. Das Dorf befindet sich auf einer Sonnenterasse am Nordhang des Tals. Von diesem alten, auf einer sonnigen Hangterasse 1090 m.ü.M. gelegenen Dorf hat man einen einzigartigen Blick auf das darunterliegende Tal und die majestätischen Gipfel der Sciora-Gruppe auf der anderen Seite. Im ganzen Dorf - ein Labyrinth aus steingepflasterten Gassen und engstehenden alten Häusern und Ställen - fühlt man die Vergangenheit.
Esposizione artigianale
Die "Artigianale Bregaglia" ist einzig in ihrer Art und in ihrem Aufbau. Alle Produkte werden von Kunsthandwerkern des Tals in reinster Handarbeit hergestellt. Eine originelle Art, sich dem Kunsthandwerk des Tals und seinen Bewohnern zu nähern. Die "Artigianale Bregaglia" ermöglicht den Besuchern einen Einblick in die ländliche Kultur und das tägliche Leben im Tal: Holzspielzeuge, Laternen, Geschirr, Küchenutensilien, gestrickte - oder Stoffpuppen, Topflappen, Pullover und Kinderkleidung, handgewebte Decken und viele andere originelle und einzigartige Erzeugnisse, die gerade wegen ihrer Schlichtheit schön, natürlich und nützlich sind. Die Handarbeiten kann man in der "Bottega dell'Artigianale" in Soglio bestaunen und kaufen.
Der Kastanienlehrpfad
Für die Geschichte und die Kultur des Dorfes Castasegna ist der Kastanienwald von grosser Bedeutung. Um diesen besser kennen zu lernen wurde ein Lehrpfad mit Informationstafeln eingerichtet. Dort findet man Informationen über die speziellen Aspekte der Flora und Fauna dieses Gebietes, die Kastaniensorten und ihre Kultivierung. In einer "Modellhütte" (cascina), die noch heute gebraucht wird, erfahern die Besucher alles über Trocknung und Verarbeitung der Kastanien.
Villa Garbald
Das Denklabor Villa Garbald ist die restaurierte Semper-Villa mit freigelegten Fresken im Stil der Illusionsmalerei. Im parkartigen Garten ist ein moderner, preisgekrönter Wohnturm ergänzt worden. Die ETH Zürich nutzt die Räume als Seminarzentrum, das als solches auch externen Gruppen zur Verfügung steht.
Piuro
Museum der Ausgrabungen von Piuro
In den Sakristeien der Kirche von Sant'Abbondio von Piuro befindet sich eine Ausstellung der Reste des alten Piuro, das im Jahre 1618 von einem Felssturz begraben wurde. Unter den ausgestellten Gegenständen gibt es liturgische Stücke, Familienwappen und Stücke aus Speckstein. An den Wänden hängen Drucke, die ab 1618 in verschiedensten europäischen Staaten über Piuro vor und nach dem Unglück herausgegeben wurden.
Wasserfälle von Acqua Fraggia
Die Wasserfälle, die sich im italienischen Teil des Bergells befinden, sind besonders wegen ihres doppelten Sprunges sehenswert. Sie sind seit dem Jahr 1984 als Naturdenkmal anerkannt und bieten mit ihrem wunderschönen Park, dem Vita Parcours, dem Fahrradweg und den zahlreichen Wandermöglichkeiten sowohl Momente der Entspannung als auch der Unterhaltung.
Die romanischen Kirchen von Santa Croce
Im Ortsteil Santa Croce befinden sich zwei wichtige romanische Kirchen. Die Kirche von San Martino in Aurogo geht auf das 11. Jh. zurück und ist mit wertvollen antiken Fresken verziert. Die "Rotonda", so genannt wegen ihres runden Grundrisses, befindet sich auf der anderen Seite des Flusses Mera. In ihr wird ein kostbares Flügelaltarbild aufbewahrt.
Savogno
Das Dorf Savogno
Dicht aneinandergebaute Häuser, enge stufige Gassen, Ställe und Heuschober bestimmen das Bild dieses antiken Dorfes. Savogno mit seinen Häusern aus Holz und Stein und mit den mit Holzloggien verzierten Fassaden ist eines der bedeutendsten Beispiele spontaner Architektur. Es beherrscht das Tal und bietet ein einzigartiges Panorama. Savogno ist auch Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen.
Prosto
Palazzo Vertemate Franchi
Im Ortsteil Cortinaccio in Prosto di Piuro gelegen, nur zwei Kilometer von Chiavenna entfernt, eingebettet in die wunderschöne Natur, ist dieser Palast. Ein Meisterwerk der Renaissance. An den reich mit Fresken geschmückten Wänden und Decken finden sich Szenen aus der griechischen Mythologie. Die mit Holz ausgekleideten Stuben und die mit Holzintarsien eingelegten Decken sind der Stolz des Palastes.
Specksteinwerkstätte und Leinenherstellung
Unter den alten traditionellen Berufen des Bergells sind besonders der Abbau und die Bearbeitung des Specksteins hervorzuheben. Im Atelier - Museum können Gegenstände, u. a. die "Laveggi" (Töpfe), bewundert werden, die dort mit grosser Kunstfertigkeit hergestellt werden. Im selben Gebäude befindet sich eine Leinenweberei, wo Teppiche und Stoffe besonders guter Qualität gewoben werden.
Chiavenna
Die Stadt Chiavenna
"Clavenna", der Schlüssel der Alpen, war schon bei den Römern ein wichtiges Zentrum auf der Reise zum Rheinbecken. Heute ist es ein blühendes touristisches und kulturelles Städtchen mit einem ausserondentlich gut erhaltenen historischen Stadtkern.
Schatzmuseum
Im Inneren der eindrucksvollen Kollegiatkirche San Lorenzo befindet sich ein Museum. Ausgegestellt sind: eine reiche Anzahl von kostbaren Messgewändern und Kirchenzubehör, ein seltener Musikcodex aus dem 11. Jh. und ein Meisterstück der mittelalterlichen Goldschmeidekunst - die "Pace di Chiavenna", ein Evangeliar-Einband aus dem 12. Jh., zudem eine Goldreliefarbeit mit Edelsteinen und wertvollen Miniaturen.
Taufbecken San Lorenzo
Es stammt aus dem Jahre 1156 und ist aus einem einzigen Stück Speckstein von einem Durchmesser von 180 cm und einer Höhe von 83 cm gefertigt. Der Rand trägt eine Inschrift, die an die Namen der Konsule der zwei Gemeinden, die das Werk in Auftrag gaben und an den Künstler, der es ausführte, erinnert. Das Relief, das das Becken schmückt, beschreibt die Zeremonie des Heligen Samstags, an dem das Wasser für die Taufe geweiht wurde.
Mühle von Bottonera
Sie befindet sich im alten Handwerksviertel von Chiavenna und ist ein seltenes Beispiel der Industriearchitektur. Noch heute fühlt man sich dort in die unermüdliche Arbeitsatmosphäre der Müller des 19. Jh. zurückversetzt.
Auf den vier Stockwerken kann man die kunstvolle Schreinerarbeit dieser Holzkonstruktion bewundern.
Botanisch - archäologischer Park "Paradiso":
Eingeschlossen im weitläufigen Naturschutzgebiet "Marmitte dei Giganti", bietet der botanisch - archäologische Park "Paradiso" die Möglichkeit, verschiedenste botanische Arten und zahlreiche archäologische und geschichtliche Reste zu sehen. Zudem kann mann sich eines grossartigen Blicks über das ganze Tal erfreuen. Es besteht die Möglichkeit, den Turm "Torrione" mit der naturkundlichen Abteilung des Chiavenna Tals zu besichtigen.