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Keine Unterstützung für junge Landwirt:innen
Gemäss Valentina Hemmeler Maïga, Generaldirektorin des kantonalen Amtes für Landwirtschaft und Natur, bestimmen in Genf drei Gesetze den Zugang der Jungen zu Boden: das Bundesgesetz über die Landwirtschaft (LwG), das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) und das Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG). Keines dieser Gesetze unterstützt junge Landwirtinnen und Landwirte oder Personen, die nicht aus einer Landwirtschaftsfamilie stammen. Gemäss LwG muss man, um als Landwirtin oder Landwirt zu gelten, zusätzlich zur Ausbildung auch Gebäude und Maschinen besitzen sowie angemessene Finanzen vorweisen können, um die wirtschaftlichen Risiken tragen zu können – alles Voraussetzungen, die viele Jungbäuerinnen und Jungbauern nicht erfüllen können. Auch die anderen Gesetze wie das BGBB, das die Bewirtschaftung auf Selbstbewirtschafter beschränkt und das Teilen von Parzellen verbietet, unterstützen die Jungen nicht.
Antoine Boudra, ein junger Genfer Bauer, wurde mit all diesen Problemen konfrontiert. Bis vor kurzem noch war er selbst Student an der HEPIA. Er gehört zu den wenigen, die Zugang zu landwirtschaftlichem Boden erhalten haben. Seinen Betrieb verdankt er einer Chance, die er vor zwei Jahren erhalten hat: Er konnte sich mit einem älteren Landwirten zusammenschliessen, der ihm nicht nur Boden zur Bewirtschaftung gegeben hat, sondern ihm auch versprochen hat, seine Sozialversicherungen zu bezahlen, sollte er wegen schlechten Ernten dazu nicht mehr in der Lage sein. Anders gesagt: Er übernahm für ihn die wirtschaftlichen Risiken. Letzten Endes tat der ältere Landwirt all das, was der Staat hätte tun müssen.