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Langnau war spätestens seit dem 18. Jahrhundert kein rein bäuerliches Dorf mehr. Als Handels- und Gewerbezentrum war Langnau stark bürgerlich geprägt, was sich in der Sammlung und in den Ausstellungsräumen «Kind, Spiel und Familie» widerspiegelt.
Die Spielsachen in der Sammlung sind klar in Mädchen- und Knabenspielzeug unterteilt. Für Knaben waren Soldatenfiguren, Burgen und anderes Kriegsspielzeug gedacht. Mädchen dagegen spielten mit Puppen und Spielzeugküchen und wurden so früh an das häusliche Leben gewöhnt.
Die Sammlung von Kinderwagen, Säuglings- und Unterwäsche, Toilettenartikeln und Seidenkleidern mit ihren kunstvoll hergestellten Strick- und Näharbeiten wurden in einer Zeit hergestellt, als das Leben bürgerlicher Frauen auf Haus und Familie beschränkt waren und sie somit Zeit für aufwändige Handarbeiten hatten.
Von 2002-2021 fand unter der damaligen Museumsleiterin, Madeleine Ryser, zur Dokumentation des Bürgertums in Langnau i.E. eine Auswahl an Spielzeug in die Museumssammlung. Die Objekte stammen aus gutbürgerlichen Deutschschweizer Haushalten, vornehmlich aus dem frühen 20. Jahrhundert.