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| Hilarius von Poitiers († 367) - Über die Synoden oder über den Glauben der Orientalen.

Fünfunddreißigstes Hauptstück.
Die Darlegung dieser Glaubenserklärung hat sich kurzes aber vollkommen deutlicher Bestimmungen bedient. Denn dadurch, daß sie diejenigen verdammte, welche sagten, der Sohn sey aus Nichts, hat sie ihm nicht einen begonnenen, sondern einen ewigen Ursprung gegeben. Und damit man nicht glauben möchte, daß dieser sein Ursprung, durch den er ewig geboren ward, eher von einer andern, als von Gottes Substanz herrühre, nennt sie auch diejenigen Gotteslästerer, welche behaupten würden, der Sohn wäre aus irgend einer andern Substanz, und nicht aus Gott geboren; und somit kann, da er nicht aus Nichts entstanden ist, noch anderswoher, als aus Gott, das, was er ist, geworden ist, nicht bezweifelt werden, daß er mit den Eigenschaften geboren worden sey, welche Gott hat; weil weder aus Nichts, noch von einer andern Substanz, als von der ungebornen und ewigen des Vaters, die Wesenheit des eingebornen Sohnes gezeugt wird. Sie verwirft aber auch die Zwischenräume von Zeiten und Jahrhunderten, so daß der, welcher der Natur nach nicht verschieden ist, der Zeit nach nicht trennbar seyn kann.