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Die Kirche Leissigen gehört zu den romanischen Kirchengründungen am Thunersee. (12 Thunerseekirchen). Sie wird in der Chronik von Elogius Kiburger erwähnt und soll von Rudolf II. von Hochburgund gestiftet worden sein.
Die ehemals romanische Kirche wurde vom überaus berühmten Baumeister Abraham Dünz I. um 1615 zum barocken Predigtsaal umgebaut. Die Kanzel der Kirche ist aus dem Jahre 1664. In der Kirche befinden sich zahlreiche schöne Wappenscheiben aus dem 17. Jh., die von Hans Jakob Güder angefertigt wurden. Der Altar der Kirche ist der Heiligen Catarina geweiht und der Taufstein stammt wohl aus der romanischen Gründungszeit und ist das älteste Stück der Kirche.
Ab 1312 gehörte die Kirche Leissigen zum Kloster Interlaken, wo sie auch bis zum Jahr 1528, also bis zur Reformation verblieb. Der Kirchturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde erst später neben die Kirche gestellt. Im Turm hängen drei Glocken, die seit 1986 elektronisch gesteuert läuten.
In der Kirche können diverse Ausgrabungen aus früheren Kirchenbaustadien besichtigt werden sowie die Glockengussgrube; leider befindet sich die darin gegossene Glocke nicht mehr im Turm. Sie kann im historischen Museum Bern besichtigt werden.