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Jud Süss
Oseph Ben Issachar Süsskind Oppenheimer wurde 1698 in Heidelberg geboren und war lange Zeit Finanzberater des Herzogs Karl Alexander von Württemberg.
Nach dem Tod des Herzogs wurde er aus niederen Beweggründen am 4. Februar 1738 bei Stuttgart hingerichtet. In die Geschichte ging er unter dem diffamierenden Namen „Jud Süss“ ein. Er diente als historische Vorlage für Wilhelm Hauffs Novelle von 1827 und Lion Feuchtwangers Roman von 1925. Im Jahr 1940 kam dann auch die Spielfilm Fassung. Am 5. September wurde Veit Harlans Werk bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt. 19 Tage später gab es dann die Deutschland Premiere im Berliner UFA Palast. Als antisemitischer Propagandafilm sollte er die Ariesierung vorantreiben. Mittlerweile darf der Film nur in geschlossen Veranstaltungen mit didaktischer Begleitung gezeigt werden. In Stuttgart widmet sich nun eine Ausstellung dem Werk Harlans. Worauf der Fokus liegt und was im Rahmenprogramm zu erleben ist, hat uns einer der Kuratoren beantworten.