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Als Christopher Kolumbus am 12. Oktober 1492 als erster Europäer auf den Bahamas anlegte, staunte er nicht schlecht. Der Entdecker wähnte sich im Paradies. Bis heute lockt die Naturvielfalt der Bahamas Menschen aus aller Welt in die Karibik.
Auf einem rund 1000 Kilometer langen Bogen von der Südostküste Floridas entlang der kubanischen Nordküste bis nach Haiti erstrecken sich die eindrucksvollen Inseln der Bahamas. Unglaubliche 700 grosse und kleine Eilande zählen zu dem Inselstaat im Atlantik, wobei nur 17 Inseln touristisch erschlossen und bewohnt sind. Von den knapp 400 000 Einwohnern leben über ein Drittel in der Hauptstadt Nassau auf der Insel New Providence. Als typisch karibische Stadt ist sie geprägt von lebhaftem Trubel. Die Menschen sind sehr gastfreundlich. Zahlreiche Atlantik- und Karibikkreuzfahrten legen einen Stopp im Hafen an der Prince George Wharf ein.
Nassau ist nicht nur das touristische, sondern auch das historische Zentrum der Bahamas. Es finden sich zahlreiche Monumente, wie beispielsweise die vier grossen Forts oder der Queen’s Staircase. Die Statue von Christopher Kolumbus sucht man in Nassau jedoch vergeblich. Das Denkmal, das an den ersten Europäer erinnert, der amerikanischen Boden betrat, findet sich nämlich auf San Salvador.
Während Kolumbus auf seiner Reise mehrere Monate auf einem kalten Schiff auf hoher See zubrachte, fliegen die Feriengäste heutzutage bequem in wenigen Stunden von Europa aus nach Nassau. Kolumbus wäre auch überrascht wie einfach und schnell er heutzutage von Insel zu Insel kommen würde. Das sogenannte «Island Hopping» auf den Bahamas ist dank dem sehr guten Linienflugnetz, Fähren und Postschiffen möglich.
An Deck eines Schiffes lässt sich die Schönheit der Inselgruppe vielleicht am perfektesten erleben. Die Bahamas sind bekannt für glasklares Wasser. Es schimmert in den schönsten und unterschiedlichsten Blautönen und glitzert auf der Oberfläche im strahlenden Sonnenschein. Unterhalb der Wasserlinie finden sich zahlreiche Korallenriffe mit einer enormen Artenvielfalt. Hier ist auch der grösste Unterwassercanyon, der bisher entdeckt wurde. Seine Tiefe wird mit knapp 4300 Metern angegeben und er liegt zwischen den Inseln Great Abaco und Eleuthera. Diese unglaubliche Tiefe ist leicht erklärbar. Die Bahamas stellen nämlich die nur wenige Meter aus dem Wasser ragenden Gipfel eines Plateaugebirges dar, welches aus einer Tiefe von über 5000 Metern aus dem Atlantik ragt. Die höchste Erhebung, die auf den Bahamas zu finden ist, ist der Mount Alvernia auf Cat Island mit einer Höhe von nur 63 Metern über dem Meeresspiegel. Aus dem Spanischen «baja mar» abgeleitet, ist der Name der Bahamas also völlig zutreffend: «flaches Meer».
Die grösste Insel ist Andros mit einer Fläche von 4100 Quadratkilometern. Sie beherbergt vor ihren Küsten das drittgrösste Riff der Welt. Wie jede andere Insel der Bahamas ist auch sie reich an vielfältigen natürlichen Attraktionen.
Durch die Bahamas zieht sich der Wendekreis des Krebses (Tropic of Cancer), die Temperatur liegt konstant zwischen 23 und 26 Grad Celsius. Entsprechend üppig und artenreich ist die tropische und subtropische Flora der Bahamas. Aber auch die Tierwelt – unter ebenso wie über Wasser – ist vielseitig und bunt.
Auf den Bahamas lässt sich die vielfältige Natur wunderbar mit Kajaks auf einer Tour erkunden. Auf Wanderungen kann man Vögel beobachten oder die unzähligen Sinklöcher, sogenannte «blue holes», besichtigen. Auch Führungen durch die Höhlensysteme sind faszinierend. Und die vielen traditionellen Märkte sind sowieso immer einen Besuch wert. Auf dem beliebtesten, dem Straw Market in Nassau, finden Besucher Kunsthandwerk, jede Art geflochtener Souvenirs aus Stroh und eine unwiderstehliche Auswahl leckerer Speisen und Gerichte. Die Bahamas bieten so viel Abwechslung, wie es Inseln gibt!
HIGHLIGHTS DER BAHAMAS
The Berry Islands: Die Insel stellt mit ihren vielen Edelfischen ein Paradies für Angler dar.
Eleuthera & Harbour Island: So stellt man sich die idyllischen Bahamas mit verträumten Hotelanlagen, kleinen Fischerdörfern, weiten Ananasfeldern und grünen Palmenalleen vor.
The Exumas: Das Wasser schimmert an diesen Küsten in einer unglaublichen, blauen Farbpalette. Nur die berühmten, schwimmenden Schweine setzen rosafarbene Nuancen…
Long Island: Diese 100 Kilometer lange Insel macht ihrem Namen alle Ehre. Bekannt ist sie für das tiefste «Blue Hole» der Welt mit einer Tiefe von 200 Metern.