Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03101.jsonl.gz/743

Den Schweizer Boardercrosser gelingt im Rahmen der Cross-WM im schwedischen Idre Fjäll der erhoffte Medaillen-Exploit nicht. Bei den Frauen sichert sich Lara Casanova überraschend den 5. Platz.
Vor rund einem Jahr bedrohte ein Horrorsturz die Karriere der Schweizer Boardercrosserin Lara Casanova. An der WM in Idre Fjäll versöhnt sich die 24-jährige Ostschweizerin mit ihrem Sport und wird Fünfte.
Elf Monate nach ihrem schlimmen Sturz im Weltcup-Einsatzes in Sierra Nevada, bei dem sich Lara Casanova drei Lendenwirbel brach und die Hüfte ausrenkte, sorgte die 24-Jährige für den Schweizer Exploit an den Cross-Weltmeisterschaften. Bei den wegen Corona von China in das schwedische Idre Fjäll verlegten Titelkämpfen sorgte Casanova als Fünfte für das beste Schweizer Resultat seit zwölf Jahren, seit der Silbermedaille von Olivia Nobs.
Letztlich kostete die Schweizerin wohl das Abschneiden in der Qualifikation - Casanova beendete die Ausscheidung als Zwölfte - gar die Teilnahme am grossen Final. Sie blieb in den Halbfinals an der späteren Weltmeisterin und Qualifikationsschnellsten Charlotte Banks sowie der italienischen WM-Zweiten Michela Moioli hängen. Ihr Meisterstück sparte sich Casanova für den kleinen Final auf, in dem sie unter anderen die zweifache französische WM-Medaillengewinnerin Chloé Trespeuch hinter sich liess. "Es ist wirklich cool, wie es heute gelaufen ist. Gerade auch, weil es eines meiner ersten Rennen seit dem schweren Unfall war", sagte Casanova. Aline Albrecht und Sophie Hediger verpassten die K.o.-Läufe.
Die grössten Erwartungen aus Schweizer Sicht hatte im Vorfeld Kalle Koblet geweckt. Der 26-jährige Winterthurer blieb nach der fünftbesten Zeit der Qualifikation allerdings im Viertelfinal hängen und wurde 13. Nick Watter, der sich ebenfalls für die K.o.-Phase qualifiziert hatte, beendete den Wettkampf im 27. Rang. Gold in einem spektakulären Finale der Männer sicherte sich der Spanier Lucas Eguibar um Haaresbreite vor Alessandro Hämmerle aus Österreich.