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Ab Mitte November heissen die Seychellen wieder Kreuzfahrtschiffe mit einer Kapazität von maximal 300 Passagieren willkommen. Das sind gute Neuigkeiten, denn aufgrund der Pandemie ist das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen im Inselstaat in Indischen Ozean untersagt.
Laut der Zeitung «Seychelles News Agency» bestehe ein riesiger Nachholbedarf, weshalb Kreuzfahrtunternehmen bis ins Jahr 2024 Absichten äussern, mit ihren Schiffen anzulegen. Als erstes Unternehmen wird die in Grossbritannien ansässige Reederei Noble Caledonia die vier Inseln Aldabra, Assumption, Farquhar und Cosmoledo ansteuern. Das Schiff verfügt lediglich über Kapazität für 118 Passagiere.
Das Ministerium für Zivile Luftfahrt, Marine und Häfen hat ein Hygienekonzept vorgegeben, das sich an Empfehlungen der EU und der International Maritime Organisation orientiert. Darin sind zum Beispiel die Zuständigkeiten geregelt, falls es zu einem Covid-Ausbruch unter den Passagieren kommen sollte. Ausserdem wird ein Reisebewilligungssystem eingeführt, welches an Kreuzfahrtschiffe und Yachten angepasst ist und gleichzeitig als Gesundheitsschutzsystem sowie als verbessertes Grenzkontrollsystem für ankommende Schiffe dient. Es soll ein nahtloses, papierloses und berührungsloses Verfahren sowohl für ein- und aussteigende Gäste als auch für die Schiffe selbst ermöglichen.
Der Port Victoria in der Hauptstadt des Staates verzeichnete in der Saison 2019/2020 39 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen mit insgesamt 63'442 Passagieren. Das letzte Schiff, das den Hafen anlief, war die Bougainville der Compagnie Du Ponant am 11. März 2020. Vor der Pandemie waren Kreuzfahrtschiffe ein globaler Wirtschaftszweig mit einem Umsatz von 45 Milliarden Dollar (41 Milliarden Franken).