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Suffragetten (abgeleitet vom Englischen Suffrage; zu Deutsch Wahlrecht) bezeichnete Frauenrechtlerinnen am Anfang des 20 Jahrhunderts in den USA und Grossbritannien.
Einen Tag vor Halloween bei den eidgenössischen Wahlen vom 31. Oktober 1971 waren erstmals Frauen wahlberechtigt und wählbar. Elf Frauen wurden in den Nationalrat gewählt. Bei 200 Nationalräten, macht das einen Frauenanteil von 5.5 Prozent. Eine einzige Frau wurde in den Ständerat gewählt.
Wegbereiterinnen dieser Entwicklung waren die sogenannten Suffragetten. In der Zeit zwischen 1903 und 1928 traten Frauen vor allem mit passivem Widerstand, Störungen offizieller Veranstaltungen bis hin zu Hungerstreiks für ein allgemeines Frauenwahlrecht ein.
Mit der Umsetzung des Frauenwahlrechts in den USA im Jahr 1920 und in Grossbritannien ab dem 2. Juli 1928 erreichte die Bewegung ihre Ziele.
In manchen anderen Ländern wurde das Frauenwahlrecht währenddessen schon früher und überwiegend gewaltlos erreicht: 1893 Neuseeland, 1902 Australien, 1906 Finnland, 1913 Norwegen, 1915 Dänemark, 1917 Niederlande (passiv), 1918 Russland, Deutschland, Österreich und Polen, 1919 Belgien, Ungarn, Luxemburg und die Niederlande sowie 1921 Schweden.
Der Begriff war ursprünglich von der englischen Presse geprägt worden, um die Wahlrechts-Aktivistinnen herabzuwürdigen, wurde von diesen jedoch erfolgreich für sich selbst vereinnahmt.
Im Nachlauf der Bewegung wurde der Begriff erneut abwertend für engagierte Frauenrechtlerinnen verwendet, so wie heute der Begriff Emanze.
Wenn wir in der heutigen Zeit die Diskussion um gleichen Lohn für gleiche Arbeit und die Vertretung von Frauen in höheren und höchsten Führungskreisen anschaut, sieht es aus wie eine Wiederholung. Nehmen wir als Beispiel die Vertretung von Frauen in den Vorständen von Deutschen Unternehmen im Aktien Index DAX. Per Erstellung sind 27 von 197 Mitgliedern Frauen, was eine Quote von 13.5% ergibt. Es gibt also immer noch genügend Quotenfrauen.
Wenn wir jetzt sehr konservativ eine Quote von 30% hinterlegen würden auf jeder Führungsstufe, dann sehen wir schon in der obersten Führungsebene ein grösseres Defizit. Dieses zieht sich dann meistens durch das Unternehmen durch.
Gemäss Schilling Report 2017 sehen die Zahlen für die Schweiz wie folgt aus: In der GL finden sich 9% der Frauen im Top Management 14%, im Middle Management 21% und in der Belegschaft 37%. Die Zahlen haben sich auch 2018 nicht geändert.
Und dies trotz der Tatsache, dass heute mehr Frauen ein Studium abschliessen. Ein gutes Beispiel wo sich etwas ändert, ist das Berufsbild der Aktuarin. Man trifft heute praktisch nur noch auf junge Aktuarinnen. Ein erfreuliches Zeichen im Kontext der Gender Diversity.
Diversity hilft auch Entscheide besser abzustützen, weil das Team weniger „blinde Flecken“ hat. Aus Erfahrung kann ich nur folgendes dazu sagen:
- Teams mit Frauen verhalten sich sozial besser
- Frauen sind im kritischen Denken uns Männern überlegen
- Wer fragt, bekommt ehrliche Antworten
- Frauen machen eine Sache erst, wenn sie sich wirklich sicher sind