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Gerne möchte ich Ihnen einen kurzen Rückblick auf mein Tennisjahr 2019 geben. Wenn man alles einmal «Revue passieren» lässt, ist doch einiges geschehen:
Im Herbst 2018 war ich auf Japantournee und konnte einen Turniergewinn und ein Viertelfinale an Majorturnieren verbuchen; dank den dabei gewonnenen wertvollen Punkten konnte ich mich in den Top 50 der Juniorenweltrangliste platzieren, mit «highest ranking» 44. Dieses Ranking ermöglichte den Start im Haupttableau des Grand Slams-Turniers «Australian Open Junior Championsship» im Januar 2019, wo ich es bis in die dritte Runde schaffte und dann gegen die spätere Turniersiegerin (Clara Tauson, Dänemark) ganz knapp unterlag. Es folgten die Teilnahmen an den weiteren Grand Slams Roland Garros und Wimbledon! Was für eine Atmosphäre, was für ein Erlebnis an diesen Weltspitzenanlässen dabei sein zu dürfen! In Paris und Wimbledon schied ich leider knapp aus, aber für mich waren diese Turniere mehr als nur eine hammermässige Erfahrung; eines wurde mir dabei so richtig klar: da will ich als Tennisspielerin dereinst wieder hin!
Anfangs Sommer vertrat ich die Schweiz an der Junioren-Europameisterschaft in Klosters, wo ich es bis ins Viertelfinale schaffte.
Im August spielte ich mit dem TC Weihermatt Interclub Nationalliga A; wir schafften es in der Finalrunde auf den dritten Platz. Vorher durfte ich als Spielerin des TC Zofingen in der Interclub-Meisterschaft Nationalliga B den Aufstieg in die NL A mit erkämpfen!
Die – erfolgreiche – Juniorenzeit neigt sich nun ihrem Ende zu und ich wechselte im Herbst im Rahmen der weiteren Karriereplanung voll und ganz zu den Profis/Elite. Bereits beim 25k-Turnier (25000$) in Verbier stiess ich bis in den Viertelfinal vor, wobei ich unter anderem die WTA Nr. 267, Soylu Ipek bezwang. Es folgten zwei ITF pro-Turniere (15k) in Ägypten, wo ich einen Final und einen Halbfinal erreichte. In Luxemburg spielte ich gegen die Deutsche Antonia Lotter, die im Sommer übrigens gegen Belinda Bencic gewonnen hatte!
Nach diesen ersten Erfahrungen im Profibereich darf ich mit Genugtuung feststellen, dass ich spielerisch auch mit höher klassierten Spielerinnen mithalten kann; die gewonnen WTA-Punkte brachten mich bereits auf den aktuellen WTA-Weltrang Nr. 765.
Im Dezember schliesslich spielte ich bei den Aktiven an der Swiss Champion Trophy (Schweizermeisterschaften) in Biel; ich spielte mich in den Halbfinal und verlor dort nur sehr knapp in einem Dreisatz gegen die FED-Cup-Spielerin Ylena In Albon. In diesem Zusammenhang darf ich übrigens auch erwähnen, dass ich meine Schweiz-interne Klassierung in diesem Jahr erneut stark verbessern konnte und nun bereits als N2 15 rangiert bin.
Im neuen Jahr 2020 geht es mit ausgewählten internationalen und nationalen Turnieren weiter. Ziel ist dabei, das WTA-Ranking laufend zu verbessern, um möglichst bald in den Qualis der Grand Slam-Turniere zu stehen und dem FED-Cup-Team anzugehören.
Mit sportlichen Grüssen
Valentina Ryser