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Männchen der Hochlandkärpflingart Ameca splendens (Marie France Janelle/wikimedia)
Leuchtende Farben und raffinierte Tänze helfen den Männchen vieler Fischarten, ein Weibchen zu bezirzen. Doch manchmal können solche Darbietungen die Weibchen schädigen, wie eine Studie nahelegt. Die Männchen der in Mexiko und einigen Regionen der USA beheimateten Hochlandkärpflinge (Goodeidae) tragen an ihrer Schwanzfloss einen gelben vertikalen Streifen, welcher beim Wedeln wie eine sich windende Beute aussieht. Dieser Trick zieht Weibchen an, kann aber auch dazu führen, dass sie Gewicht einbüssen.
Für ihr Experiment wählten die Forscher schwangere Weibchen aus sechs Goodeidae-Arten aus und setzten ihnen leckere Insektenlarven und Männchen der beiden Arten mit den leuchtendsten Schwanzflossen vor. Die Weibchen von fünf der sechs Arten waren von den Männchen derart abgelenkt, dass sie im Lauf einer Woche an Gewicht einbüssten. Die Weibchen jener Arten, deren Männchen eine besonders auffällige Flosse tragen, verloren am wenigsten Gewicht.
Die Forscher nehmen an, dass die Weibchen dieser Arten bereits gelernt hatten, sexuelle Anziehung und Fressen auseinanderzuhalten, weshalb sie auf Schwindel mit Futter nicht mehr hereinfallen.
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