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Das Wort Druide setzt sich aus dem keltischen Wort für „stark“ oder „super“ und dem Wort „sehen“ zusammen, bedeutet also „Ober Seher“. Somit dürften die Hauptaufgaben der Druiden darin bestanden haben, die Zukunft vorherzusehen und die Ursachen von Krankheiten zu ergründen. Damit hatten sie einerseits Einfluss auf die Politik, andererseits versuchten sie als „Medizinmänner“ ihre Patienten mit einer Kombination von Ritualen (Behandlung der Psyche) und Heilkräutern (Medikamenten) zu heilen. Heute würde man das Grundprinzip ihrer Heilmethode als „ganzheitliche Medizin“ bezeichnen, die immer den Körper und die Seele als Ganzheit betrachtet und behandelt. Da die Druiden davon überzeugt waren, dass ihr Wissen nur im lebendigen Vollzug richtig weiter gegeben werden konnte, schrieben sie nichts davon auf (obwohl die Kelten die griechische Schrift durchaus kannten und auch häufig, zum Beispiel auf Grabinschriften, bei Handelsgeschäften usw. benutzten).
Die Druiden gaben ihr Wissen an sorgfältig ausgewählte Schüler weiter. Mit dem Untergang der keltischen Kultur ging dieses weit gehend verloren. Schriftliche Berichte gibt es nur aus griechischen und römischen Quellen, die von Vorurteilen geprägt. Kelten gleich Barbaren ist somit mit Vorsicht zu betrachten. Zuverlässig überlieferte Details kennen wir also heute nicht mehr. Eindeutig überliefert ist jedoch, dass die Stellung der Frau in der keltischen Kultur einen hohen Stellenwert innehatte.