Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03166.jsonl.gz/3263

Der 7.10. war dieses Jahr 2016 der erste Freitag im Monat Oktober und damit offiziell der Tag des Lächelns (World Smile Day). Die Idee, diesen Tag zu feiern, geht auf Harvey Ball zurück, jenen Werbegrafiker aus Worcester (Massachusetts, USA), der die viel verwendeten "Smileys" erfunden hat. Im Jahre 1999 wurde der Tag des Lächelns erstmalig gefeiert.
Es war im Dezember 1963, als Harvey Ball für eine Versicherungsgesellschaft einen motivierenden Ansteckbutton entwerfen sollte. Sehr viel (kreative) Mühe gab er sich dabei nicht, und er hatte damit auch nur 45 Dollar verdient, aber das Ergebnis kennen wir heute alle. Tatsächlich hatte es nur wenige Monate gedauert, bis sein Smiley schon damals weltbekannt war.
Dass sich das Lachen positiv auf unsere Gesundheit auswirkt, ist schon sehr lange bekannt. Grund genug, die Zusammenhänge jetzt auch wissenschaftlich erforschen zu wollen, Gelotologie nennt sich diese Disziplin.
Mit Lachen Fett verbrennen
Das soll jetzt kein Scherz sein. In der Tat konnte nachgewiesen werden, dass beim beziehungsweise für das Lachen über hundert Muskeln beteiligt sind. Es handelt sich also um eine Arbeit oder Leistung, für die unser Körper viel Energie bereitstellen muss. Hinzu kommt, dass dabei die Atmung intensiviert wird, und der Körper im Ergebnis besser mit Sauerstoff versorgt wird.
Natürlich profitiert davon auch unser seelisches Befinden, denn durch Lachen wird die Produktion der Stresshormone Adrenalin und Kortison eingeschränkt, im Gegenzug aber die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin angekurbelt. Wie durch ein Sicherheitsventil werden im heiteren Moment Stress und Anspannung gelöst.
In vielen Kliniken werden heute regelmässig Clowns zur Erheiterung der Patienten engagiert, was sehr dankbar und lobend als Gewinn für alle Beteiligten angenommen wird.
Es liegen Untersuchungen aus den USA vor, die darauf hinweisen, dass durch viel Lachen sogar die Immunabwehr gestärkt wird, indem vermehrt das körpereigene Gamma-Interferon und die T-Lymphozyten aktiviert werden. Beide sind sehr wichtig für die Bekämpfung der Tumorentstehung.
Daher ist Lachen so gesund
Diese "Lachstudien" belegen die folgenden gesundheitsfördernden Veränderungen im Körper:
- Die durch Lachen ausgelöste heftige Bewegung des Zwerchfells wirkt gleichsam wie eine Ganzkörpermassage. Insbesondere die inneren Organe Milz, Leber, Galle und der gesamte Magen-Darm-Trakt werden dabei moderat "durchgeknetet", was natürlich eine Stimulanz für die Verdauung bedeutet.
- Durch die Pulsbeschleunigung wird die Durchblutung des gesamten Körpers angeregt, dazu gehört auch die Haut. Im Ergebnis wirken fröhliche Menschen jünger.
- Wie oben bereits erwähnt, können wir auch in angespannten Situationen durch Lachen den Ausstoss des Stresshormons Adrenalin reduzieren, wodurch sich die Muskulatur wieder entkrampft, und der Herzschlag wieder in normale Fahrwasser kommt. Es handelt sich hierbei um eine körperliche Schutzreaktion, die sich sogar automatisch einstellen kann. Es ist immer wieder zu beobachten, dass Menschen in völlig ausweglosen Situationen, für die sie keine Auflösung mehr finden können, anfangen hysterisch zu lachen, ohne diese Reaktion selbst noch steuern zu können.
- Lachen kurbelt die Produktion körpereigener entzündungshemmender und schmerzbetäubender Stoffe im Blut an.
- Lachen verbessert den Cholesterinspiegel und den Blutdruck.
- Dass Lachen unsere Immunabwehr auf Trab bringt, wurde auch schon weiter oben erwähnt. Belegt ist, dass die Konzentration des Wachstumshormons HGH im Blut ansteigt.
- Lachen ist ein kostenloses Anti-Aging-Programm.
Gibt es auch Gegenanzeigen?
Ja, die gibt es tatsächlich. Asthmatiker kennen das gut. Es gibt in einer lustigen Gesellschaft viel Grund zum Lachen, weil vielleicht jeder einen tollen Witz auf Lager hat, und es wird viel und herzhaft gelacht. Wer in dieser Situation gerade mit einer Bronchitis kämpft oder unter einer Überempfindlichkeit des Bronchialsystems leidet, die zum Beispiel allergisch bedingt sein kann, bemerkt möglicherweise eine zunehmende Atemnot. Das zum Teil stossweise Ein- oder Ausatmen beim Lachen kann für angegriffene Bronchien eine besondere Anstrengung bedeuten, sodass die Bronchialmuskulatur mit einer Verkrampfung reagiert. Die meisten Patienten haben stets ein bronchial erweiterndes Spray dabei und können das aufkommende Problem damit unmittelbar lösen. Wer das nicht hat, ist gut beraten, die illustre Gesellschaft zu verlassen und ruhig zu bleiben. Draussen an der frischen Luft wird sich der Luftmangel bald wiedergeben. Besprechen Sie dann unbedingt den Vorfall mit Ihrem Arzt.
Bildquelle: cherylholt / pixabay.com