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Interfakultäre Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie (IKAÖ)
Ort: UniS, Schanzeneckstrasse 1, Parterre, Seminarraum A027
Mittwoch 2. Juli 2008 (09:00-13:00, 14:00-18:00)
Was heisst Kreativität? Lässt sich Kreativität gezielt herbeiführen, ist Kreativität lern- und steuerbar? Gibt es theoretische Ansätze und/oder Heuristiken, die für sämtliche (oder die meisten) Techniken, die die Kreativität fördern sollen, von zentraler Bedeutung sind, und welche Rolle kommt dabei der Morphologie, der Bildung von Analogien, zu? Welche Techniken sind domänenspezifisch, d.h. nur auf bestimmte Themen und Probleme anwendbar, welche sind unabhängig von einem ganz bestimmten Kontext in vielen verschiedenen (z.B. disziplinären und interdisziplinären) Kontexten einsetzbar?
Donnerstag, 3. Juli 2008
Problemlösungsansätze - Überblick und Anwendung in der Wissenschaft (09:00-13:00)
Was heisst Kreativität in der Forschung (Abgleich an Definitionen und Erfahrungen)? Welche Aufgaben in der Forschung lassen sich mit Hilfe von Kreativitätstechniken lösen bzw. bearbeiten? Welche Erfahrungen liegen dazu vor? Welche Problemlösungsstrategien gibt es? Nach welchen Prinzipien arbeiten Kreativitätstechniken? Wie lassen sich Kreativitätstechniken einteilen? Weshalb funktioniert der Einsatz solcher Techniken nur in der Gruppe, weshalb wenden Individuen keine solchen Techniken an? Wo im Forschungsprozess lassen sich solche Techniken eher einsetzen, wo eher weniger? Welches Potential kommt solchen Techniken mit Blick auf die kommerzielle Umsetzung von Forschung zu?
Kreatives Arbeiten in der Gruppe (14:00-18:00)
Wie lässt sich das Lösen von Problemen in einem Team moderieren? Welches ist die Rolle der Moderatorin, des Moderators beim Einsatz von Kreativitätstechniken in einem Team, welches sind die zu gewärtigen Schwierigkeiten? Was ist bekannt über 'Risiken und auch Nebenwirkungen' von Veränderungen in Teams und Institutionen, die durch kreative Prozesse ausgelöst wurden? Welches sind die organisatorischen Rahmenbedingungen für kreatives Arbeiten in der Gruppe? Wie lassen sich Problemlösungs- und Ideen-Workshops moderieren? Welches sind geeignete Methoden für die verschiedenen Phasen des Problemlösungsprozesses? Wie lässt sich kreatives Arbeiten in virtuellen Teams fördern?
Freitag, 4. Juli 2008
Szenische Verfahren mit Fokus auf das Psychodrama (09:00-13:00)
Was ist Psychodrama, welches sind seine rollen- und handlungstheoretischen Grundlagen und welche Methoden kommen dabei zum Zuge? Wie ist das Psychodrama in Typen szenischer Verfahren einzuordnen? In welchen Anwendungsfeldern kann das Psychodrama eingesetzt werden? Wie muss es auf verschiedene Ziele hin operationalisiert werden? Wie lassen sich Zusammenarbeit, die Übernahme sowie die Koordination von Perspektiven in Lern- und Arbeitsprozessen entwickeln und welche Rolle kann dabei das Psychodrama spielen? Was ist bekannt über die Wirkung des Verfahrens Psychodrama und welches sind offene Fragen? Lässt sich das Psychodrama auch in der Forschung anwenden?
Planspiele und Simulationen (14:00-18:00)
Was sind Planspiele und Simulationen? Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Szenarien? Wie ist ein typisches Planspiel aufgebaut? Wie läuft es ab? Wie werden Planspiele und Simulationen entwickelt und was ist der dafür erforderliche Aufwand? Welche Studien über Einsatz und Wirkung von Planspielen liegen vor? Inwieweit können Planspiele zu einer gemeinsamen Sprache beitragen? Welche Rolle können Planspiele und Simulationen in der Forschung spielen? Welches sind die Stärken dieser Instrumente für die Lehre? Unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen können sie eingesetzt werden? Was kann beim Einsatz von Planspielen und Simulationsspielen alles schief laufen?
Dr. Paul Gamber (Praxis für Systemische Psychotherapie, Darmstadt)
Dipl. Psychologe, Systemischer Familientherapeut in eigener Praxis, Management-Trainer, Coach und Weiterbildner für systemische(s) Beratung/Coaching in Darmstadt. Lehrbeauftragter für anwendungsbezogene Psychologie an der Berufsakademie (Staatliche Studienakademie) Mannheim sowie am Ostasien-Institut der Fachhochschule für Wirtschaft in Ludwigshafen/Rheinland-Pfalz. Autor zahlreicher Buchveröffentlichungen über Therapie-, Trainings- und Managementthemen, darunter "Ideen finden, Probleme lösen. Methoden, Tipps und Übungen für einzelne und Gruppen", erschienen im Beltz Verlag, Weinheim 1996.
Prof. Dr. Horst Geschka (TU Darmstadt; Geschka & Partner Unternehmensberatung, Darmstadt)
Horst Geschka hat 1969 seine Dissertation über Management von Forschung und Entwicklung an der TH Darmstadt abgeschlossen. Er war 15 Jahre beim Battelle-Institut in Frankfurt tätig und hat dort eine Abteilung Innovationsmanagement aufgebaut. 1970/71 führte er mit einem kleinen Team eine grundlegende experimentelle Studie über Kreativitätstechniken durch. An der TH/TU Darmstadt war er Lehrbeauftragter, Honorarprofessor und ist derzeit Inhaber einer Stiftungsprofessur für Unternehmensgründung und Innovationsmanagement. Er ist Geschäftsführer der Geschka & Partner Unternehmensberatung. Seit 35 Jahren beschäftigt er sich mit Kreativitätstechniken in Theorie und Praxis.
Prof. Dr. Rudolf Groner (Universität Bern und Fernuniversität Schweiz)
Promotion an der Universität Wien in Psychologie, Philosophie und Musikwissenschaft, Postdoc am "Institute for Advanced Studies in Theoretical Psychology" an der University of Alberta, Edmonton (Canada) sowie am "Michigan Mathematical Psychology Program" an der University of Michigan, Ann Arbor (USA). Professor für Allgemeine Psychologie, Medienpsychologie und Quantitative Methodik am Institut für Psychologie an der Universität Bern, mit Gastprofessuren an der Humboldt-Universität Berlin, der Kyoto University und der Nagoya University (Japan). Seit 2008 Wissenschaftlicher Leiter am Institut für Fernstudien- und eLearningforschung an der Fernuniversität Schweiz (IfeL FS-CH).
Dr. Birgit Szczyrba (Technische Universität Dortmund)
Jg. 1961, Dr. paed., Dipl.-Soz.-Wiss., Studium der Soziologie, Psychologie, Sozialen Arbeit und Erziehung sowie Pädagogik, Hochschuldidaktische Moderatorin und Beraterin (P.A.D.), Psychodrama-Leiterin (DFP/DAGG), wiss. Mitarbeiterin des HDZ der TU Dortmund, Mitglied im Leitungsteam des Netzwerks der Hochschuldidaktischen Weiterbildung der Fachhochschulen in NRW, FH Südwestfalen, Sprecherin und Beauftragte für die wiss. Begleitung des Netzwerks Wissenschaftscoaching, (HDZ Dortmund/Hans Böckler Stiftung), Referentin des Psychodrama-Institut-Münster, Forschung zur Soziometrie und Perspektivenübernahme in interdisziplinären Kooperationen im Bildungs- und Sozialbereich.
Dr. Markus Ulrich (UCS Ulrich Creative Simulations, Zürich)
Studium in Mathematik, Biologie, Nachdiplomstudium in Automatik und Dissertation in Umweltmodellierung an der ETH Zürich. Professional Program in Simulation & Gaming Studies an der University of Michigan, Ann Arbor. Seit 1997 leitet Markus Ulrich die eigene Firma, die auf Entwicklung und Einsatz von Planspielen und didaktischen Computerspielen spezialisiert ist. Die Arbeitsschwerpunkte sind Workshops mit Planspielen mit dem Schwerpunkt nachhaltige Entwicklung, die Entwicklung neuer Instrumente und Methodikkurse für Lehrkräfte und TrainerInnen. Dozent für Ökologie/Nachhaltige Entwicklung, Hochschule für Wirtschaft HWZ, Zürich.
Prof. Dr. Dirk Vorberg (Technische Universität Braunschweig)
Promotion an der Universität Darmstadt in Psychologie, Professur für Mathematische Psychologie an der Universität Konstanz, Professuren für Allgemeine Psychologie an den Universitäten Marburg und Braunschweig. Postdoc in Mathematical Psychology an der New York University und der Rockefeller University, New York; Gastprofessuren an den Bell Laboratories, Murray Hill (USA), dem Max-Planck-Institut für Psycholinguistik, Nijmegen (Niederlande), und der Universität Potsdam. Seit 2008 Gastprofessor am Institut für Allgemeine und Angewandte Psychologie der Universität Münster.