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Usama Al Shahmani empfiehlt «Die Frauen von Birkenau» von Seweryna Szmaglewska. Selten hat er ein autobiografisches Buch gelesen, in dem das Wort «Ich» so selten auftaucht. Die Polin Szmaglewska redet im «Wir». Ihr Buch besteht aus Erinnerungen an ihre Zeit im Konzentrationslager in Auschwitz. Kurz vor dessen Befreiung durch die Rote Armee gelang ihr die Flucht
Daniela Strigl begeistert sich für ein witzig-ironisches Buch, das versucht, das Wesen der Liebe zu ergründen. Der «Roman d’amour» der deutsch-französischen Autorin Sylvie Schenk ist autofiktional verschachtelt. Darin nimmt eine Schriftstellerin auf einer Nordseeinsel einen zweitklassigen Literaturpreis entgegen und begibt sich in einen «Kampf» mit einer Journalistin.
Christoph Keller empfiehlt «Rue du Pardon» des marokkanischen Schriftstellers und Malers Mahi Binebine. Dieser «magisch-sündig-sinnliche» Roman erzählt eine Geschichte aus Frauenperspektive: Ein blondes Mädchen wird von ihrer Familie unterdrückt. Es flieht und begegnet einer Tänzerin, die sie unter ihre Fittiche nimmt.
Nicola Steiner legt allen «Das Leben ist ein vorübergehender Zustand» von Gabriele von Arnim ans Herz. Persönliche, intim und auch literarisch erzählt von Arnim vom Leben an der Seite ihres Mannes. Eigentlich hatte sie ihn am Tag, als er seinen ersten Schlaganfall bekam, verlassen wollen. Über zehn Jahre hat sie ihn betreut und bis in den Tod begleitet.