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Perlmutt, die schimmernde Schicht von Muschel- oder Schneckenschalen, besteht hauptsächlich aus Kalzuimkarbonat also dem selben grauweissen Stoff, der sich im Badezimmer oder am Pfannenboden absetzt. Im Perlmutt ist Kalziumcarbonat jedoch in kleinen geometrischen Plättchen gestapelt und geschichtet ist. Jede Schicht wirft einen Teil des weissen Lichts zurück. All die einfallenden und reflektierten Lichtwellen überlagern sich (interferieren). Dadurch wird ein Teil des weissen Lichts gelöscht. Je nach Blickwinkel entstehen unterschiedliche Farbtöne. Dünne, löchrige (poröse) Chitinschichten trennen die Plättchen voneinander. Durch die Poren sind die Plättchen mineralisch miteinander verknüpft. Diese Kristallstruktur macht Perlmutt so stabil. ForscherInnen haben nun solche Poren mit dünnen porösen Schichten aus Kunststoff nachgeahmt. Darauf schieden sie wiederholt chemische Vorläufer von Kalziumkarbonat ab.
nature communications 3:966, 2012