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Die «Endemiestrategie Covid-19 +» definiert Ziele und Schlüsselmassnahmen zum langfristigen Umgang mit SARS-CoV-2 und anderen respiratorischen Viren. Sie trägt dazu bei, die Krankheitslast in der Bevölkerung zu reduzieren und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
Die «Endemiestrategie Covid-19 +» definiert Ziele und Schlüsselmassnahmen zum langfristigen Umgang mit SARS-CoV-2 und anderen respiratorischen Viren. Sie trägt dazu bei, die Krankheitslast in der Bevölkerung zu reduzieren und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
Warum eine Endemiestrategie?
Das Coronavirus SARS-CoV-2 zirkuliert weiterhin in der Bevölkerung. Auch wenn es im Gegensatz zur Covid-19 Pandemie nicht mehr dieselbe Herausforderung für die öffentliche Gesundheit darstellt, ist nicht auszuschliessen, dass es zu weiteren Infektionswellen kommt, die auch zu schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen führen können. Gerade in Zeiträumen, in denen weitere respiratorische Viren wie z.B. Influenza oder das Respiratorische Synzytial Virus (RSV) zirkulieren und zu Infektionswellen führen können, kann dies zu einer Belastung des Gesundheitssystems werden. Für diesen Fall hat das BAG unter Einbezug relevanter externer Akteurinnen und Akteure die «Endemiestrategie Covid-19 +» erarbeitet, die im Herbst 2023 durch den Departementsvorsteher des EDI verabschiedet wurde.
Das Ziel der Strategie ist die durch SARS-CoV-2 und andere respiratorische Viren verursachte gesundheitliche Belastung der Bevölkerung zu reduzieren, insbesondere bei besonders gefährdeten Personen. Damit trägt sie auch dazu bei, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
Drei Handlungsfelder mit Schlüsselmassnahmen
Die Strategie formuliert Schlüsselmassnahmen in drei sich ergänzenden Handlungsfeldern. Die Massnahmen fokussieren auf SARS-CoV-2, werden aber wo sinnvoll und möglich auf andere respiratorische Viren ausgeweitet.
Das Handlungsfeld «Überwachung» ermöglicht eine laufende Einschätzung der epidemiologischen Lage von SARS-CoV-2 und anderen respiratorischen Viren. Hierfür werden Daten aus verschiedenen Überwachungssystemen generiert, wie dem Sentinella-Hausarztsystem, dem Abwassermonitoring und dem obligatorischen Meldesystem für Infektionskrankheiten. Eine Veränderung der epidemiologischen Lage und eine allfällige Bedrohung der öffentlichen Gesundheit wird damit frühzeitig erkannt.
Das zweite Handlungsfeld «Prävention» sieht vor, Informationen zur Impfung und den Zugang zur Impfung sicherzustellen, insbesondere für besonders gefährdete Personen. Auch werden Informationen zu nicht-pharmazeutischen Präventionsmöglichkeiten, wie die Handhygiene oder das Tragen von Masken bereitgestellt.
Das dritte Handlungsfeld «Infektionskontrolle» leistet einen Beitrag dazu, virale respiratorische Krankheiten in Alters- und Pflegeheimen zu verhüten und die Infektionskontrolle zu stärken.
Die Umsetzung der Massnahmen weisen viele Schnittstellen zu anderen relevanten Strategien auf: Nationale Strategie zu Impfungen (NSI), Nationale Strategie zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von healthcare-assoziierten Infektionen (NOSO), Pandemieplan.
Gemeinsame Umsetzung
Die Massnahmen werden gemeinsam vom Bund, den Kantonen und weiteren Akteuren umgesetzt. Bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen oder wesentlichen Veränderungen der epidemiologischen Lage kann die «Endemiestrategie Covid-19 +» flexibel weiterentwickelt werden. Die Wirksamkeit und Zielerreichung der Strategie sollen nach drei bis fünf Jahre durch eine externe Evaluation überprüft werden.
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Letzte Änderung 29.11.2023