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Immer mehr Menschen sind nach Angaben der UNO ohne Zugang zu Trinkwasser. Im vergangenen Jahrzehnt sei die Zahl der Stadtbewohner, die keinen Zugang zu Leitungswasser haben, um 114 Millionen gestiegen, erklärte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon anlässlich des Weltwassertags vom Dienstag.
Die Zahl der Stadtbewohner, die nicht einmal grundlegende sanitäre Anlagen nutzen könnten, habe um 134 Millionen zugenommen. "Dieser Zuwachs um 20 Prozent hat sehr schwere Folgen für die menschliche Gesundheit und die wirtschaftliche Produktivität", warnte Ban. "Die Menschen werden krank und können nicht arbeiten."
Unter den UNO-Millenniumszielen ist das Ziel für Wasser und sanitäre Einrichtungen laut Ban dasjenige, bei dem viele Länder am weitesten zurückliegen. Ohne Wasser gebe es jedoch "keine Würde und kein Entkommen vor der Armut".
Bei den Bemühungen um eine nachhaltigere Zukunft gehörten die Beziehungen zwischen Wasser, Nahrung und Energie zu den grössten Herausforderungen. Mit Blick auf das Motto des diesjährigen Weltwassertags sagte Ban, in etwas mehr als einer Generation würden 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben.
Das diesjährige Motto lautet "Wasser für Städte". Um auf die immer knapper werdende Ressource Wasser hinzuweisen, haben die Vereinten Nationen Ende 1992 den 22. März zum Weltwassertag erklärt. Seit 1993 wird er jährlich begangen. Viele auch nicht staatliche Organisationen nutzen den Aktionstag, um über den Wassernotstand zu informieren.
SDA-ATS