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Die Nachricht habe ihn nicht schockiert, sagt der 36-jährige Nikita Tardent gegenüber «ajour.ch». «Ich nahm es eher als etwas Absurdes auf.» Vergangene Woche wurde die Todesanzeige auf der Website und in der Printausgabe des «Quotidien jurassien» publiziert. Anschliessend habe Tardent Hunderte von Nachrichten erhalten.
Je mehr man über den Fall in Erfahrung bringt, desto mysteriöser wird er: In der Todesanzeige sind Vor- und Nachnamen des «Opfers» vertauscht und es wird ein Verein erwähnt, den es gar nicht gibt. Tardent geht davon aus, dass es sich um einen Hacker handelt. «Ich bin der einzige, der das Foto aus der Todesanzeige besitzt, welches Mitte der 2000er-Jahre aufgenommen wurde», sagt er gegenüber «ajour.ch». Das Bild befinde sich auf einem Cloud-Server.
Nun soll ein Informatiker Tardent bei der Suche nach dem Täter helfen. Auch bei der betroffenen Zeitung ist man nicht erfreut: Gegenüber «ajour.ch» sagt Chefredakteur Rémy Chételat, dass die Möglichkeit einer Anklage geprüft werde. Wie das Onlinemagazin weiss, wäre die Todesanzeige auch beinahe im «Journal du Jura» erschienen. Ein Mitarbeiter hätte aber Tardent gekannt und konnte die Veröffentlichung verhindern.
(dak)