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Im Jahr 2017 werden in der Schweiz 3,5% der Bevölkerung unter anderem durch Angehörige, Bekannte oder Nachbarn gepflegt, das heisst, sie erhalten informelle Pflege. Personen die unter einer nichtübertragbaren Krankheit (NCD) leiden erhalten zu 5,4% informelle Pflege und Personen ohne NCD zu 2,0%. Unabhängig von einer NCD werden mehr Männer (4,0%) als Frauen (3,0%) informell gepflegt. .
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Bei der Krankenpflege kann zwischen formeller und informeller Pflege unterschieden werden. Die formelle Pflege umfasst die Pflege, die durch Institutionen, wie zum Beispiel Krankenhäuser oder Spitex geleistet wird. Die informelle Pflege umfasst die Leistungen aus dem sozialen Umfeld der gepflegten Person (Angehörige, Nachbarn, etc.). Die Formen des Zusammenlebens zwischen den Generationen haben sich in der Schweiz seit längerer Zeit stark verändert. So gibt es unter anderem mehr allein wohnende ältere Frauen, Kinder wohnen weiter entfernt von betagten Eltern und deren Töchter befinden sich oft im Erwerbsprozess. Es ist davon auszugehen, dass sich der Pflegebedarf in Zukunft weniger durch informelle Pflege abdecken lässt und durch formelle Pflege ersetzt werden muss.
Definition
Dieser Indikator wurde auf Basis der Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung berechnet.
Er zeigt die Anteile der Bevölkerung ab 15 Jahren, die in den letzten 12 Monaten informelle Kranken- und Körperpflege durch Angehörige oder andere Personen erhalten haben, nach den beiden Gruppen 'Personen mit mindestens einer NCD' und 'Personen ohne NCD'. Zudem wird die informelle Pflege auch nach Art der NCD ausgewiesen.
Er beruht 2017 auf der Frage TINHI01 aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB):
- «Haben Sie für sich selber in den letzten 12 Monaten aus gesundheitlichen Gründen Hilfe von Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner, Verwandten, Bekannten oder Nachbarn bekommen, z.B. Hilfe wie Einkaufen, Pflege, Mahlzeiten oder bei administrativen Angelegenheiten?» Folgende Antwortkategorien konnten gewählt werden: Ja /Nein.
Ausserdem wurden die beiden Folgefragen (TINHI24a und TINHI25a) berücksichtigt:
- «Was für Hilfe haben Sie von den Personen in Ihrem Haushalt bekommen? Ist das...» Folgende Antwortkategorie wurde berücksichtigt: Kranken- und Körperpflege.
- «Was für Hilfe haben Sie bekommen von den Personen, wo nicht in Ihrem Haushalt wohnen? Ist das..» Folgende Antwortkategorie wurde berücksichtigt: Kranken- und Körperpflege.
Eine Erklärung der soziodemographischen Variablen findet sich im Dokument: Beschreibung der Dimensionen
Die Beschreibung des angewendeten Filters für die Identifizierung von nichtübertragbaren Krankheiten findet sich unter folgendem Link: Beschreibung des NCD-Filters
Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen
Quellen: Bundesamt für Statistik (Schweizerische Gesundheitsbefragung)
Medienauskünfte
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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