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EM Namur
Kuhn und Lillo haben die Top Ten im Visier
Anlässlich der Radquer-Europameisterschaften vom Wochenende im belgischen Namur ruhen die Schweizer Hoffnungen vornehmlich auf Kevin Kuhn und Dario Lillo.
Im Quersport gibt es klare Hierarchien. Bei den Männern dominieren die Belgier, bei den Frauen die Holländerinnen. Sollten an den Europameisterschaften vom Wochenende in Namur andere Nationen auf den Elite-Podesten vertreten sein, käme dies einer Überraschung gleich.
Die Schweiz gehört zu jenen Nationen, welche sich in der erweiterten Weltspitze eingefunden haben. Kevin Kuhn, in den letzten drei Jahren jeweils Landesmeister geworden, erfreut sich einer hervorragenden Verfassung. In den Weltcuprennen von Tabor und Maasmechelen auf die Plätze 8 und 6 gefahren, verfügt der Zürcher Oberländer über das Potenzial, sich am Sonntag an der EM als erster Schweizer Eliteathlet seit sechs Jahren in den Top Ten einzureihen. 2016 war Marcel Wildhaber im französischen Pontchâteau Achter geworden.
Gute Aussichten auf eine Klassierung unter den besten zehn verfügt die Auswahl von Swiss Cycling auch in der U23-Kategorie. Dario Lillo gehört zu den wenigen Athleten, welche die besten Belgier und Holländer an einem guten Tag zu fordern vermögen. Jan Christen wiederum, Ende Januar in den USA Junioren-Weltmeister geworden, kämpfte sich am vergangenen Sonntag bei seinem ersten Weltcupeinsatz in der U23-Kategorie von Startposition 50 auf Rang 20 vor – notabene trotz eines schmerzhaften Sturzes. Unerfreulich verlief das letzte Rennen für den ebenfalls für die EM nominierten Finn Treudler. Der aufstrebende Zürcher kam wie etliche seiner Konkurrenten unmittelbar nach dem Start zu Fall, brach sich den Ellbogen und kann daher in Namur nicht antreten.
Die Auswahl von Nationaltrainer Bruno Diethelm umfasst somit drei Athletinnen und neun Athleten.