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Zum ersten Mal fand in Carona, oberhalb der Stadt Lugano, ein Mountainbikerennen statt. Das Rennen in der Parkanlage „San Grato“ war zudem das Schlussrennen des Proffix Swiss Bike Cups. Vor diesem letzten wichtigen Rennen lag ich in der Gesamtwertung auf dem sechsten Zwischenrang, wusste aber, dass mit einem super Rennen auch noch ein Podestplatz möglich wäre. Ich fokussierte mich jedoch vor dem Rennen nicht auf das Gesamtklassement, sondern wollte endlich einen Podestplatz bei einem Swiss Cup Rennen erreichen.
Die Strecke in Carona war nicht ganz auf mein Fahrerprofil zugeschnitten, da es nur einen längeren Anstieg gab, bei welchem wir gleich zweihundert Höhenmeter bewältigen mussten, aber ich fühlte mich nichtsdestotrotz bereit für das Rennen.
Am Start konnte ich trotz einigen Tempoverschärfungen meine Position in der Spitzengruppe behaupten und am höchsten Punkt der Strecke ging ich an dritter Stelle in die schnelle Abfahrt. Nach der ersten Zieldurchfahrt bildete sich eine dreiköpfige Spitzengruppe, in welcher ich zugleich das Tempo vorgeben konnte und wir uns von den anderen Fahrern schon entscheidend absetzen konnten. In der dritten Runde konnte zwischenzeitlich ein weiterer Fahrer zu uns aufschliessen. Nach einer Tempoverschärfung eines Fahrers unserer Gruppe wurde aus der kurzzeitigen Vierergruppe wieder eine Dreiergruppe.
Ich spürte während des ganzen Rennens, dass ich sowohl am Anstieg, als auch in der Abfahrt der stärkste Fahrer unserer Gruppe war, deshalb entschied ich mich, dass ich in der letzten Runde einen Angriff wagen wollte, aber plötzlich hatte ich in der zweitletzten Runde eine Lücke zu meinen beiden Gegnern und ich beschloss diese sich mir bietende Chance zu nutzen.
Auch in der Abfahrt konnte ich meinen Vorsprung ausbauen und in der Tech-Zone, welche kurz vor dem Ziel lag, sagte man mir, dass ich mit einem Vorsprung von dreiundzwanzig Sekunden auf die letzte Runde gehen würde. So schnell ich konnte, fuhr ich zum letzten Mal die knapp zweihundert Höhenmeter hinauf und war extrem erleichtert, als ich zum letzten Mal die Abfahrt in Angriff nehmen und hinter mir keinen andern Fahrer mehr sehen konnte.
Das Gefühl von Freude und Erleichterung, als ich auf die Zielgerade einbog, war enorm. Ich gewann endlich wieder ein Swiss Cup Rennen, welches zudem mein erster Sieg in einem internationales Rennen in der U23-Kategorie war.
Ich hätte mir nichts Besseres vorstellen können, als mit einem Sieg die diesjährige Mountainbikesaison abzuschliessen und zudem noch den dritten Rang in der Gesamtwertung des Proffix Swiss Bike Cups zu holen. Ein riesiges Dankeschön an alle Personen, welche mich unterstützt haben, solch einen Erfolg zu erzielen.