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2:05,01 Stunden. So lautet seit letztem Sonntag die Schweizer Rekordzeit im Marathon. Aufgestellt hat sie Tadesse Abraham beim Marathon in Barcelona. Er unterbot damit seine eigene nationale Bestleistung aus dem Vorjahr um 9 Sekunden. Und das mit dem selbst für Marathonläufer stolzen Alter von 41 Jahren.
Geht es für den gebürtigen Eritreer gar noch schneller? Abraham bejaht: «Das Limit von ‹Tade› ist noch nicht erreicht. Ich kenne mein Limit selber nicht, aber zuletzt ging es jedes Jahr schneller.» Vielleicht werde er in diesem Jahr den Schweizer Rekord noch einmal attackieren. Ihn reizt eine Zeit von 2:04 Stunden, welche er in Barcelona um 2 Sekunden verpasste.
Abraham spielt mit dem Gedanken, nach dem Saisonhöhepunkt in Paris (Olympia-Marathon am 10. August) noch einen schnellen Marathon im Spätherbst zu laufen.
Mit Olympia noch eine Rechnung offen
Ab 2025 gibt es dann keine Angriffe auf Marathonrekorde mehr. Denn nach dieser Saison zieht der Läufer, der 2 Tage nach dem Olympia-Marathon 42 Jahre alt wird, einen Schlussstrich unter seine Profikarriere. «Ich habe lange überlegt. Aber Ende 2024 ist Schluss für mich», sagt der Vize-Europameister von 2018.
Seine Karriere sei zwar von Jahr zu Jahr schöner geworden, aber irgendwann sei ein Schlusspunkt erreicht. Abraham freut sich darauf, auf dem Höhepunkt seines Schaffens aufhören zu können.
Für den in 5 Monaten stattfindenden Olympia-Marathon hat sich Abraham kein Ziel gesteckt – weder von der Rangierung, noch von der Zeit her. «Der Olympia-Marathon ist ein spezielles Rennen und nicht vergleichbar mit einem normalen City-Marathon», erklärt er: «Man muss taktisch clever und mit Köpfchen rennen.»
Mit den Olympischen Spielen hat Abraham noch eine Rechnung offen. Zwar brillierte er 2016 in Rio de Janeiro mit dem 7. Platz. Vor 3 Jahren in Tokio musste der Schweizer das Rennen indes nach rund 2 Dritteln der Strecke aufgeben.