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Im Rückstand zur Halbzeit liessen die Grenat ihre Angriffsstärke sprechen, um das Spiel zu drehen und sich auf der Allmend durchzusetzen.
Eine Woche vor dem Heimspiel gegen FC Zürich Frauen, den zweimaligen Meister und Hochfavoriten auf die eigene Nachfolge, holte Servette drei Punkte auf der Allmend und tankte Selbstvertrauen gegen einen FC Luzern, der ihm vor allem in der ersten Halbzeit das Leben schwer machte. Die Spielerinnen aus der Zentralschweiz, die in den zwei ersten Spieltagen ungeschlagen blieben, liessen wenige Torchancen zu, obwohl Servette öfter im Ballbesitz war. Die Mitspielerinnen von Irina Pando konnten sogar nach einem Durcheinander im Strafraum, welches ihr zugutekam, in Führung gehen. Die Luzerner Stürmerin erzielte bereits ihr sechstes Tor der Saison (29’).
Die Grenat reagierten unmittelbar und einen wunderschönen Spielzug zwischen Sandy Maendly, Maeva Sarrasin und Alyssa Lagonia konnte die Kanadierin zum Ausgleich nutzen (31’). Der FCL ging allerdings nach den Folgen eines Eckballs und einer ungenügenden Abwehr erneut in Führung (43’).
Nach dem Pausentee gingen die Spielerinnen von Eric Sévérac mit einem anderen Gesicht ins Spiel. Léonie Fleury ersetzte Valérie Gillioz. Die Gegnerinnen erarbeiteten sich ein paar Chancen auf Weitschüssen, doch Gaëlle Thalmann war auf der Hut und zeigte den Zuschauern einige schöne Paraden. Die Gefahr kommt dem Tor der Lokalen dank Flanken, Eindringen mit dem Ball am Fuss oder Weitschüssen immer näher. Maeva Sarrasins Abschlüsse, zuerst mit dem Kopf dann mit dem rechten Fuss, strichen zweimal knapp am Tor vorbei. Die Genfer Kapitänin erzielte dann den Ausgleich per Elfmeter. Léonie Fleury wurde nach einer orientierten Ballmitnahme an der Strafraumgrenze niedergestreckt (68’). Die Torchancen reihten sich aneinander, auch dank der eingewechselten Mirela Jakupi, die bei ihrer ersten Ballberührung die gegnerische Torhüterin per Kopf testete. Léonie Fleury gönnte der Verteidigung keine Verschnaufpause und gewann dank dem Pressing einen Ball, mit dem sie direkt zum Tor lief und die Torhüterin mit einem platzierten Schuss bezwang (70.).
Die Servettiennes hatten das Spiel gedreht, doch sie versuchten nicht, den Vorsprung nur zu verwalten. Sie fielen über das Tor von Bruderer immer wieder her. Mirela Jakupi und Alyssa Lagonia versuchten es mit Weitschüssen. Die Kanadierin glaubte sogar, die Torhüterin bezwungen zu haben, doch ihr Schuss ging an die Latte. Die Befreiung kam dann von der sehr aktiven Léonie Fleury, welche ihr drittes Tor der Saison per Kopf erzielte (88’). Dieses Tor, welches den Sieg besiegelte, bestätigt auch die Genfer Offensivkraft. Es ist das zehnte in zwei Spielen, nachdem man in Bern keines schoss. Wie der FC Zürich und YB hat Servette sechs Punkte und steht dank der besseren Tordifferenz vor diesen beiden Mannschaften, allerdings bestritt der FCZ eine Partie weniger, so dass er offiziell auf dem zweiten Platz aufgeführt wird. Nur der FC Basel ist mit 7 Punkten erfolgreicher.
Dieser zweite Platz ändert nichts am Machtverhältnis vor dem nächsten Spiel. Der FC Zürich wurde zwar in Lugano angerempelt (2-3), allerdings holte er seinen zweiten Sieg der Saison. Es braucht dann eine perfekte Leistung der Servettiennes, um die Schweizer Meisterinnen zu besiegen, welche nur ein Spiel verloren, seitdem der Servette FCCF in der NLA spielt. Sie brauchen eure Unterstützung am Samstag um 15 Uhr im Stadion Balexert.
Die Aufstellung:
Servette FCCF: Thalmann - Spälti, Abbé, Di Pasquale - Soulard, Serrano, Gillioz (46' Fleury), Maendly (89' Chircop), Duclos (68' Jakupi) - Sarrasin, Lagonia.