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Ende 2017 waren 53'920 Personen mit einer Spielsperre belegt. Die Spielsperre gilt für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz. Die jährliche Zunahme liegt durchschnittlich bei rund 3300 Spielsperren.
Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Wie andere Suchtprobleme belastet auch problematisches Spielverhalten nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Familien sowie das soziale und gesamtgesellschaftliche Umfeld. Um sozialschädlichen Auswirkungen des Spiels in Spielbanken vorzubeugen, sieht das Bundesgesetz über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, Art. 22) Spielsperren vor: Die Spielbank muss eine Spielsperre aussprechen, sofern sie weiss oder annehmen muss, dass eine Person überschuldet ist oder ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt, Spieleinsätze tätigt, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen und Vermögen stehen oder sie den geordneten Spielbetrieb beeinträchtigt. Spielerinnen und Spieler haben zudem die Möglichkeit, sich selber sperren zu lassen. Eine Spielsperre muss aufgehoben werden, wenn der Grund dafür nicht mehr besteht. Art. 42 der Spielbankenverordnung regelt das Verfahren zur Aufhebung der Spielsperre.
Der Indikator steht in Bezug zur Prävention und Früherkennung sowie zur Regulierung und dem Vollzug im Bereich Geldspiel.
Definition
Der Indikator zeigt die Zahl der aktiven Spielsperren, die von einer Schweizer Spielbank ausgesprochen wurden, sowie die Zahl der neuen Sperren pro Jahr.
Die Zahl der aktiven Spielsperren entspricht der Zahl der ausgesprochenen minus der Zahl der aufgehobenen Spielsperren. Eine Spielsperre gilt für die ganze Schweiz. Die Zahl der neuen Spielsperren wird pro Jahr ausgewiesen. Die Daten stammen aus dem Sperrregister der Schweizerischen Spielbanken.
Eine Spielbank ist eine Unternehmung, die gewerbsmässig Gelegenheit zum Glücksspiel anbietet.
Zur Definition des problematischen Geldspiels, siehe den Indikator «Problematisches oder pathologisches Geldspiel».
Quellen, Referenzen und weiterführende Informationen
Medienauskünfte
Bundesamt für Gesundheit BAG
Tel. +41 58 462 95 05
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