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Bisher war es vor allem die Krippe vor dem Christbaum, die für Aufsehen und hitzige Debatten sorgte. Einmal waren es die Kosten, ein anderes Mal die «unfrommen Formen» der Krippenfiguren.
Diesmal ärgerten sich einige darüber, dass eine Tanne gefällt wurde und auf Lastwagen nach Rom transportiert wurde. Sogar die Umweltschutzorganisation WWF protestierte. Der diesjährige Baum gehöre zu einer besonderen Art von Tanne, die vom Aussterben bedroht sei.
Der Weihnachtsbaum wurde am 3. Dezember zusammen mit der Krippe eingeweiht und bereits am 17. November auf dem Petersplatz aufgestellt. Es handelt sich um eine etwa 26 Meter hohe Weisstanne, die aus den Abruzzen stammt, aus dem kleinen Bergdorf Rosello in der Provinz Chieti. Wie die regionalen Behörden der Abruzzen berichten, stammt der Baum aus dem Anbau und nicht aus der «wilden Natur», und es wurde eine Tanne zum Fällen ausgewählt, die aufgrund ihrer Nähe zu einigen Gebäuden eine Gefahr darstellte.
Die Dekorationen wurden von den Schülern einiger Schulen der Abruzzen, den Grosseltern im Altenheim Sant' Antonio di Borrello und den Gästen der psychiatrischen Rehabilitationseinrichtung Quadrifoglio angefertigt. Die ganz aus Holz gefertigte Krippe stammt aus Sutrio in der Provinz Udine, einem der charakteristischsten Dörfer der Carnia in Friaul-Julisch Venetien. Die Krippe in der Audienzhalle stellte die guatemaltekische Regierung zur Verfügung.
Der Papst betonte in seiner Ansprache an die Spenderinnen und Spender der Weihnachtsdekorationen: «Der Baum und die Krippe sind zwei Zeichen, die nach wie vor Jung und Alt faszinieren.» Der Baum mit seinen Lichtern erinnere uns an Jesus, der kommt, um unsere Dunkelheit zu erhellen, unsere Existenz, die oft im Schatten von Sünde, Angst und Schmerz liegt.
Und er regt zu einer weiteren Überlegung an: Wie die Bäume brauchen auch die Menschen Wurzeln. Denn nur derjenige, der in gutem Boden verwurzelt ist, bleibt fest, wächst, «reift», widersteht den Winden, die ihn erschüttern, und wird zu einem Bezugspunkt für diejenigen, die auf ihn schauen. «Aber, meine Lieben, ohne Wurzeln geht nichts von alledem: Ohne festes Fundament bleibt man wackelig. Es ist wichtig, die Wurzeln zu hüten, im Leben wie im Glauben», so der Papst.
«Und so kommen wir auf die Krippe zu sprechen, die uns von der Geburt des Gottessohnes erzählt, der Mensch wurde, um jedem von uns nahe zu sein. In ihrer wahren Armut hilft uns die Krippe, den wahren Reichtum von Weihnachten wiederzuentdecken und uns von so vielen Aspekten zu reinigen, die die Weihnachtslandschaft verschmutzen», erläuterte Franziskus.
Die einfache und vertraute Krippe erinnere an ein Weihnachten, das sich von der konsumorientierten und kommerziellen Weihnacht unterscheide: «Sie ist etwas anderes; sie erinnert uns daran, wie gut es ist, dass wir in unseren oft von Hektik überwältigten Tagen Momente der Stille und des Gebets schätzen.»