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Vor der GrĂĽndung des Kantons Aargau gehörten der „Berg ob Dietikon“ und das heute zĂĽrcherische Dietikon als ein Gemeindebann zur Grafschaft und später zum Kanton Baden. Durch die napoleonischen Mediationsakte wurde ein Teil des Amtes Dietikon, das zuerst zwar ganz dem Kanton Aargau zugeschlagen worden war, dem Kanton ZĂĽrich abgetreten. So gelangte Dietikon-Dorf zum Kanton ZĂĽrich; der aus mehreren „Dörfern“ (Baltenschwil, Gwinden, Kindhausen) und einigen Weilern und Höfen bestehende Dietiker-Berg zum Kanton Aargau. Mit diesem ĂĽbriggebliebenen aargauischen Restgebiet musste in den Jahren nach 1803 eine historische nicht verankerte Einheit gefunden werden. Bergdietikon ist also kein natĂĽrlich gewachsenes Gebilde. Die Gliederung der Gemeinde in mehrere „Dörfer“ und eine geografisch unruhige Struktur des Geländes erschwerten während Jahrzehnten eine Dorfzentrumsentwicklung ungemein. Die kommunalen Funktionen wie Schule und Verwaltung waren ĂĽber das ganze Dorfgebiet verteilt.
Über Jahrhunderte hinweg gab es auf dem Berg fast keine Veränderungen. Es schien, als ob die rasante Entwicklung, die das Limmattal schon ergriffen hatte, vor den Toren Bergdietikons haltmachen würde. Hier am Osthang des Heitersbergs und unweit der Wirtschaftsmetropole Zürich konnte sich ein tüchtiges Bauerntum erhalten, das vorab im 19. Jahrhundert vor dem Einsetzen der Rebkrankheiten sogar Rebbau betrieben hatte.
Erst in den fünfziger Jahren setzte die Bautätigkeit ein. Leute, die im Raum Zürich arbeiteten, interessierten sich zunehmend für die schöne und ruhige Wohnlage. Kleinquartiere mit Einfamilienhäusern entstanden, sie haben sich in letzter Zeit zu kompakten Wohngebieten verzahnt. In Bernold begann sich langsam ein Dorfzentrum zu bilden. (Quelle: Auszug aus Porträt / Geschichte)
Kurzporträt: