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Nach mehr als 11 Jahren findet die erste Zählung der Eisbären im Bereich der Barents See endlich statt. Forscher von des norwegischen Polar Instituts werden Bären betäuben und Sender implantieren.
In den nächsten vier Wochen werden Forscher des Norwegischen Polar Instituts (NPI) die erste regionale Erhebung von Eisbären auf Spitzbergen seit 11 Jahren durchführen. Probleme gab es, als Russland den norwegischen Forscherm den Zugang zu den russischen Bereichen der Barents See nur wenige Wochen vor Beginn des Zensus verweigerte. Gründe für diese Entscheidung wurden nicht öffentlich bekanntgegeben. Die Zählung ist daher eine abgespeckte Version von einem lange geplanten gemeinsamen Projektes von Norwegen und Russland. Jon Aars, ein Eisbärforscher aus dem NPI, hofft, dass die russischen Beamten bald eine Zählung in ihrem Gebiet durchführen werden und damit den Forscher eine grobe - wenn auch nicht ideale – Gesamtschätzung ermöglichen.
Man nimmt an, dass es zwischen 1.900 und 3.600 Eisbären in der Barentsregion gibt. Zahlreiche Faktoren während des letzten Jahrzehnts sind für die grosse Unsicherheit dieser Schätzung verantwortlich.
«Es ist bekannt, dass die Eisbären eine Reihe von Herausforderungen in Bezug auf den Klimawandel und Umweltverschmutzung zu bestehen haben», schrieb Elin Vinje Jenssen, ein Pressesprecher des NPI. «Die späte Ankunft des Meereis rund um die traditionell wichtigen Gebiete der Geburtshöhlen wie Kongsøya und Hopen in Spitzbergen führten in den letzten Jahren dazu, dass nur wenige Weibchen die Inseln für die Überwinterung erreichten. In milden Jahren werden in diesen Bereichen weniger Junge geboren als in kühleren Jahren. Wissenschaftler wissen, dass viele Jahre mit wenig Eis zu niedrigen Überlebensraten, vor allem bei jungen Tieren führen können. Es ist jedoch noch ungewiss, ob dies zur Abnahme der Eisbären Population beiträgt oder die Anzahl zunimmt.»
Für die Eisbärenzählung fliegen die Forscher Hubschrauber Transekte in geringer Höhe über dem Boden, um die Eisbären zu zählen. Zusätzlich werden Bären betäubt und mit Satellitensendern an Halsbändern ausgestattet. Diese Instrumente liefern wertvolle Informationen über die Wanderung der Eisbären und ihre Verhalten auf dem Meereis. Nur weiblichen Bären können mit Halsbändern ausgestatted werden, da die einen deutlichen Nacken haben anstatt des keilförmigen Hals –Kopf Bereichs der männlichen Bären, von denen die Halsbänder abgleiten.
Nach langem Packen und Prüfen ihrer Instrumente in Longyearbyen, Spitzbergen fuhren die Forscher mit dem Forschungsschiff Lance los. Zunächst ging es Richtung Süden, bevor sie nach Nordosten zum Kong Karls Land fahren. Eine Inselgruppe, die für ihre hohe Dichte an Eisbären und auch für dort stattfindende Eisbären Forschung bekannt ist. Danach geht es an die Eisgrenze ganz weit im Norden.
Auf ihrer Expedition werden die Forscher ausserdem auch Daten sammeln zur Wal-Dichte in den nördlichen Teilen der Region sammeln.
Quelle: Icepeople und Norwegisches Polar Institut
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