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Eine Mine, Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, hat sich von ihrer Verankerung vor der französischen Atlantikküste gelöst, hat den Ozean überquert und treibt bei den Bermuda-Inseln im Meer. Jacob Thaden, seine Frau und sein Kind sind als einzige Passagiere auf der »Mellum«, einem Frachter, unterwegs nach Rotterdam. Eines Nachts eine Detonation: Das Schiff wird in zwei Teile gerissen, die Urlauberfamilie wird getrennt. Auf dem Seelenverkäufer »Capricho« geht ein SOS ein. Der Funker kann gerade noch Hilfe ankündigen, bevor er Opfer einer Geiselnahme wird. Mit Waffengewalt verhindert ein illegaler Passagier die Rettungsaktion. Jacob Thaden verliert Frau und Sohn und tritt vier Monate später die Suche nach den Schuldigen an. Die Spur führt über Dänemark und die USA nach Mittelamerika.
Portrait
Hinrich Matthiesen Jahrgang 1928, auf Sylt geboren, wuchs in Lübeck auf. Die Wehrmacht holte ihn von der Schulbank. Zurück aus der Kriegsgefangenschaft, studierte er und wurde Lehrer, viele Jahre davon an deutschen Auslandsschulen in Chile und Mexico. Hier entdeckte er das Schreiben für sich. 1969 erschien sein erster Roman: MINOU. Dreissig Romane und einige Erzählungen folgten. Die Kritik bescheinigte seinem Werk die glückliche Mischung aus Engagement, Glaubwürdigkeit, Spannung und virtuosem Umgang mit der Sprache. Die Leser belohnten ihn mit hohen Auflagen. Immer stehen im Mittelpunkt seiner Romane menschliche Schicksale, Menschen in aussergewöhnlichen Situationen. Hinrich Matthiesen starb im Juli 2009 auf Sylt, wo er sich Mitte der 1970er Jahre als freier Schriftsteller niedergelassen hatte.