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Das Projekt „Parco Nazionale del Locarnese“ (PNL) beabsichtigt, die Entwicklung der Biodiversität zu schützen und die Wirtschaft der Randgebiete zu fördern. Leider haben die Projektleiter das falsche Modell für die falsche Region gewählt. Dies schadet dem Erreichen der ursprünglichen Ziele, während unnötige Grenzen und Auflagen aufgezwungen werden, die einen vermeintlichen Nutzen versprechen.
DAS ANMASSENDE PROJEKT, DAS NICHT VON UNTEN KOMMT
Nationalpärke mit hochgeschützten Zonen werden von mächtigen internationalen Organisationen befürwortet, die beabsichtigen, die Täler zu entvölkern und den Alpenraum in einen megagrossen Zoologischen Garten zu verwandeln, ohne Zutrittsrecht. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat Abkommen unterzeichnet, die es dazu verpflichten, diese Strategien zu erfüllen. Mit Unterstützung des BAFU zögern die Initianten des Projekts PNL nicht, das Fairplay und sogar demokratische Prinzipien zu ignorieren, um für ihr Projekt zu werben.
Das Mantra des „von unten gewollten Projekts“ ist bei den Initianten des PNL sehr beliebt. In Wahrheit ist es ein Projekt, das von ganz oben aufgezwungen wird.
Die Zustimmung wurde auf skrupellose Art und Weise erreicht, lokale Behörden wurden mit Versprechungen von fantasievollen wirtschaftlichen Vorteilen eingewickelt, um so die unangenehme Wahrheit zu verschleiern.
Das BAFU hat die Verordnung massgeschneidert, um auch die grenzüberschreitenden Zonen als Kernzonen zu berechnen. Es hat sogar die Klauseln gestrichen, welche die Flugrouten als inkompatibel mit einem Nationalpark definierte (wie jene über dem Gebiet des PNL). Der Kanton ging soweit, einigen Patriziaten Rückzahlungserleichterungen fälliger Kredite zu versprechen, als Gegenleistung für deren Unterstützung für das Projekt.
Im Managementplan entdeckt man die deutlichen Expansionsziele des PNL, mit der Absicht, das Valle Rovana einzubeziehen, und somit von der laufenden Gemeindefusion zu profitieren. Wir sind im Besitz von internen Dokumenten, welche die Ausweitung des PNL zu einem späteren Zeitpunkt bis zum Valle Bavona, Valle Lavizzara und sogar bis zum Valle Bedretto belegen.
Die Gegner werden allesamt als ungehobelt, unwissend, uninformiert und rückständig dargestellt, die nur in der Lage seien, Angst zu verbreiten. Öffentliche Debatten wurden abgetan. Gegen den PNL zu sein kommt einem Vergehen gegen den Staat gleich und vielen unseren Befürwortern wurde mit Vergeltungsmassnahmen gedroht.
DIE UMGEBUNGSZONEN UND DIE VERMEINTLICHE WIRTSCHAFTLICHE FÖRDERUNG
Die Initianten behaupten, dass in den Randzonen bezüglich der aktuellen Gesetze keine zusätzlichen Einschränkungen vorgesehen sind und dass grosse wirtschaftliche Vorteile resultieren werden. Der PNL hat sich zum Ziel gesetzt, die Landwirtschaft, die Schafzucht, das Handwerk und den Tourismus zu fördern. Ziele, die man auch mit einem regionalen Naturpark erreichen kann, ohne Auflagen und ohne drei Viertel des für die „Maschine PNL“ vorgesehenen Budgets auszugeben.
In den Randzonen wird es zweifelsohne zu einer verschärften Anwendung der aktuellen Normen kommen (Errichtung, Mobilität, …). Und das sagen nicht nur wir: der wichtigste Verbündete des PNL, ProNatura, hat es anlässlich des Parc Adula im 2016 geschrieben. Die Natur- und Landschaftsschutzbestimmungen, die in den Begleitdokumenten der PäV (Verordnung über die Pärke von nationaler Bedeutung) geregelt sind, müssen eingehalten werden, und alle wichtigen Eingriffe unterliegen der Einschätzung durch spezielle Kommissionen.
Als Beweis dafür soll die Feststellung gelten, dass die Gemeinden im Flachland mit dem PNL die Aufhebung ihres ganzen Baulands im Gebiet des Parks eingehend ausgehandelt haben, um genau solchen städtebaulichen Ärger zu vermeiden!
In unseren Unterlagen werden Sie auch alle Argumente finden, die beweisen, dass die angepriesenen wirtschaftlichen Vorteile lediglich in 50 privilegierten Taschen landen werden und alle anderen 20’000 Bürger leer ausgehen.
KERNZONEN: FÜR DIE BIODIVERSITÄT UNNÖTIG
Das Gebiet des Sopraceneri hat schon über 450 km2 schlecht zugängliche Zonen (75 davon im Gebiet des PNL), die auf natürliche Art und Weise die gleiche Funktion wie Kernzonen haben. Nicht nur deswegen sind die KZ unnötig, sondern auch, weil es ein Widerspruch ist, der Natur ihren freien Lauf zu lassen, da ja die Biodiversität dank der Koexistenz mit unserer jahrtausendealten Landwirtschaft entstanden ist.
Der Verlust der heutigen Biodiversität ist die Folge einer Abkehr von unserer jahrtausendealten landwirtschaftlichen Aktivität. Gesperrte Zonen einzurichten würde bedeuten, diesen Zerfall zu festigen und das Verschwinden von unzähligen Habitaten zu verordnen, die mit früheren Aktivitäten verbunden sind. Die Kernzonen sind somit ein Widerspruch, um den Schutz der Biodiversität in unserem Territorium zu wahren.
Es werden über 50 Pflanzen- und Tierarten als invasiv und bedrohlich für die Biodiversität bezeichnet. Die Kernzonen wären der Nährboden für diese Arten, die sich dort ansiedeln und ausbreiten und auch die umliegenden Gebiete bedrohen würden. Eine ähnliche Wirkung ist auch bezüglich der grossen Raubtiere zu erwarten, welche die schon empfindliche Schafzucht bedrohen würden.
Die Initianten spielen die Bedeutung der zahlreichen Verbote in den Kernzonen herunter (vom Weg abweichen, Beeren, Pilze oder Mineralien sammeln usw.) und befürworten eine künstliche und urbanisierte Sichtweise der Nutzung des Territoriums, die überhaupt nichts mit unserer Tradition zu tun hat und die für uns absolut unerträglich ist.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Unterlagen auf unserer Webseite www.noalparco.ch beweisen eindeutig, dass das Projekt PNL UNNÖTIG ist, weil die Ziele mit anderen Modellen erreicht werden können; SCHÄDLICH ist für die Biodiversität in den Kernzonen wegen der aggressiven Expansionsziele; TEUER wegen der Verschwendung von ¾ des Budgets für unproduktive Tätigkeiten.
Es ist notwendig, am 10. Juni NEIN zu stimmen, um die Erschaffung eines Monsters zu stoppen, das unsere Landschaft und unsere Freiheiten auffrisst!