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Yangs Eltern waren keine Musiker. Und nur durch Zufall wurde ihr Talent erkannt, da sie in den einzigen Musikkindergarten von ganz Peking aufgenommen wurde – was wiederum damit zu tun hatte, dass dieser mit den öffentlichen Verkehrsmitteln am besten zu erreichen war. Dort wurden ihr ausserordentliches Talent und ihr absolutes Gehör sofort erkannt. Da die Eltern sich kein Klavier leisten konnten, wurde die Geige Yangs Instrument – ein Glücksfall. Mittlerweile gehört sie zu den besten Geigerinnen ihrer Generation, ist als begehrte Solistin in den grossen Konzerthäusern Europas und in Übersee zu Gast und unterrichtet auch als Professorin an der Hochschule der Künste Bern. Im Konzert in St. Gallen spielt sie die «Schottische Fantasie» von Max Bruch, der – obwohl selbst kein Geiger – eine besondere Liebe zu diesem Instrument hegte. Man müsse sie «wie eine Geliebte behandeln und sie zufrieden und glücklich machen», meinte er seinerzeit. Im gleichen Konzert sind auch die 3. Sinfonie, die «Schottische», von Felix Mendelssohn Bartholdy und das Stück «Into The Light» von Arnold Bax zu hören. Yang spielt nach dem Abendkonzert ausserdem noch ein 20-minütiges «Late Night Special». Die «Schottische Fantasie» von Bruch wird tags darauf kurz nach Mittag als Lunchkonzert wiederholt.
RSC/GL, 14.10.19