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EMDR
Eye Movement Desensitization and Reprocessing......engl. für Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen
EMDR ist eine wirksame und wunderbare Methode zur Behandlung verschiedener Symptome wie:
- Traumafolgen | Unfallfolgen (PTBS/Monotrauma)
- Ängste | Panikattacken | Phobien
- Chronische Schmerzen | Somatisierungen
- Substanzmissbrauch
- Zwangshandlungen
EMDR ist vergleichbar mit den schnellen Augenbewegungen der REM Schlafphasen, die jeder Mensch mehrfach jede Nacht erlebt.
Zwar ist die Wirkung der Augenbewegungen mittlerweile in zahlreichen Studien gut belegt, die genaue Erklärung der Wirkweise steht allerdings bisher aus. Angenommen wird, dass schnelle Augenbewegungen die Verarbeitungsprozesse im kortikalen Gehirnbereich beschleunigen und die Kommunikation der rechten und linken Gehirnhälfte anregen. Gleichzeitig wird offensichtlich die Bildung und Vernetzung neuronaler Strukturen aktiviert.
Entdeckt wurde die Wirkung der Augenbewegungen von Dr. Francine Shapiro im Jahr 1987. Sie selbst stellte bei einem Spaziergang im Park eine entlastende Wirkung fest, als sie ihre Augen schnell bewegte.
Im Folgenden untersuchte sie dieses Phänomen systematisch und veröffentlichte 1989 eine erste Studie.
Bis 1992 entwickelte sie das sogenannte „8-Schritte-Protokoll“, nach welchem bis heute gearbeitet wird. Es bezieht kognitiv-strukturierende Elemente ein, die zu einer effektiven Informationsverarbeitung erheblich beitragen.
Weitere positive Wirkungen des EMDR sind:
- Wirkungen auf das vegetative Nervensystem VNS: Der Tonus der Herzfrequenz sinkt im Verlauf einer EMDR - Behandlung spür- und messbar. Gleichzeitig steigt der parasympathische Tonus an (Beruhigungsreaktion).
- Wirkungen auf das zentrale Nervensystem ZNS: Aktivierungsverschiebung von der limbischen Region (hohe emotionale Valenz) hin zur kortikalen Region (hohe kognitive Valenz).
- Beschleunigte Dekonditionierung (Verlernen dysfunktionaler Handlungs- und Denkmuster)
Theoretischer Hintergrund ist die Annahme, dass manche Probleme durch Blockaden unseres neuronalen Netzwerkes entstehen. Es werden Teile des Netzwerkes als „Schutzmassnahme“ isoliert und in unserer Wahrnehmung als Problem dauerhaft verankert.
Durch die gezielten Augenbewegungen können nachhaltig Prozesse im neuronalen Netzwerk reaktiviert und neue Verbindung erschaffen werden. Die Informationsverarbeitung im Gehirn wird beschleunigt.
Francine Shapiro kreierte hierfür den Ausdruck „accelerated information processing (AIP). Dieser steht für den Begriff Mentale Reorganisation.
Beim EMDR werden die Augen durch Fingerbewegungen geleitet. Diese bilaterale (links-rechts)-Stimmulation kann alternativ auch durch andere Stimuli bewirkt werden:
- Tappen in unterschiedlichen Körperregionen (Knie, Schulter, Kopf)
- Taktile Reize durch Vibrationssensoren (Handfläche, Knie)
- Auditive Reize (Spezielle Musik CD für bilaterale Stimulation)
- Visuelle Reize (Spezielle Brillen mit bilateraler Stimunlation)
Ich bin Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Traumatherapie und EMDR (EGTE) und der American Association for Neuro-Linguistic Programming (NLP).
Ich bilde mich regelmässig gemäss der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Neurobiologie und Gehirnforschung weiter. Die Behandlung mit EMDR erfolgt auf hohem, wissenschaftlich validierten Niveau.