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Siemens-Chef Joe Kaeser will sich einem Medienbericht zufolge das US-Unternehmen Dresser-Rand nicht von der Schweizer Sulzer wegschnappen lassen. Die Münchner planen nach Informationen der Online-Ausgabe des «Manager Magazins», mit einem Angebot von 80 Dollar je Dresser-Aktie den Eidgenossen einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Kaeser würde sich damit den Kauf des texanischen Kompressorenherstellers gut 6,1 Milliarden Dollar kosten lassen, berichtete das Magazin ohne Angaben von Quellen. Siemens wollte sich nicht äussern.
Viel Lob für Sulzer
Sulzer - mit dem ehemaligen Siemens-Chef Peter Löscher an der Spitze des Verwaltungsrats - hatte am Donnerstag Fusionsverhandlungen mit dem US-Konzern verkündet und für das Vorhaben viel Lob erhalten. Dresser-Rand und Sulzer zählen beide die Öl- und Gasbranche zu ihren wichtigsten Kunden. Während die Amerikaner Turbinen und Kompressoren herstellen, sind Pumpen das Hauptgeschäft des Unternehmens aus Winterthur.
Analysten sprachen von einer «perfekten Ehe», sollten sich die beiden in etwa gleich grossen Firmen im Zuge eines Aktientauschs zusammenschliessen. Siemens-Chef Kaeser hatte Dresser-Rand als eine von mehreren interessanten Firmen in Übersee genannt. Der Manager will sein Haus stärker als Lieferant der boomenden Öl- und Gasindustrie in Nordamerika etablieren und hatte dafür auch Zukäufe in Aussicht gestellt. Insider hatten allerdings zuletzt berichtet, Siemens sei die Übernahme von Dresser-Rand zu teuer gewesen.
(reuters/gku)