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Die Genfer Universitätsspitäler (HUG) haben mit der ersten Behandlung eines an Ebola erkrankten Patienten in der Schweiz begonnen. Der Transfer des 43-jährigen Kubaners von Sierra Leone nach Genf verlief problemlos. Der Mann konnte bereits seine Angehörigen in Kuba anrufen, wie die HUG mitteilten.
Der kubanische Arzt landete am Donnerstag um 23.30 Uhr am Flughafen Genf. Er war von einer privaten US-amerikanischen Fluggesellschaft in die Schweiz gebracht worden.
Der Kubaner trug einen Schutzanzug und eine Maske, konnte das Flugzeug aber aus eigener Kraft verlassen. Er wurde in einer Ambulanz in die HUG gebracht. Das Fahrzeug wurde von einer Polizeieskorte begleitet.
Isoliertes Gebäude des Spitals
Um 00.36 Uhr traf er in den HUG ein und wurde sofort in ein für Ebola-Behandlungen eingerichtetes Unterdruck-Zimmer gebracht. Für das für diese Fälle geschulte Personal gelten strenge Sicherheitsvorschriften.
Der Kubaner, ein Mitglied eines 165-köpfigen medizinischen Teams aus dem Inselstaat, ist der erste Ebola-Kranke, der in der Schweiz behandelt wird. Im Universitätsspital ist er in einem eigens eingerichteten Zimmer in einem vom restlichen Spitalbetrieb isolierten Gebäude untergebracht. Der Patient befindet sich in einem stabilen Zustand. Er leidet seit Sonntag an Fieber.
Das Universitätsspital hat laut Kantonsarzt Romand Erfahrung bei der Behandlung von viralen Fiebererkrankungen mit Blutungen, die Ebola ähnlich sind. Die Behandlung organisierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf der Grundlage eines Abkommens zwischen ihr und Kuba, das Behandlungen von Helfern aus dem Inselstaat in einem Drittland vorsieht.
Die Schweiz hatte sich zur Verfügung gestellt, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die sich in Westafrika bei Hilfseinsätzen ansteckten, zu behandeln. Das Bundesamt für Gesundheit nahm am Dienstag eine entsprechende Anfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an.
Über 5450 Todesfälle
Beim Ebola-Ausbruch in wenigen Ländern in Westafrika sind bisher mindestens 5450 Menschen gestorben. Allein in Liberia kamen mehr als 2800 Menschen wegen der Krankheit ums Leben. Nebst Liberia sind auch Sierra Leone und Guinea stark betroffen.
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