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Nach gut eineinhalb Stunden Spielzeit scheiterte Italiens Starangeifer Ivan Zaytsev am Block von Luiz Felipe Fonteles – und die fast 10’000 heissblütigen Fans brachten die Maracanãzinho-Halle endgültig zum Kochen. In einem sehr intensiven Final hatte sich die Mannschaft des an der Seitenlinie phasenweise tobenden Nationaltrainers Bernardo Rezende und dessen Sohns und Captains Bruno Rezende weniger leichte Fehler als die Südeuropäer geleistet und nach 1992 und 2004 zum dritten Mal die Volleyball-Konkurrenz der Männer gewonnen.
Vor allem der zweite Durchgang in der Neuauflage des Endspiels von 2004 in Athen bot Hochspannung. Die Südamerikaner konnten ihre ersten beiden Satzbälle nicht nutzen. Nach einem Block des wieder einmal starken Aussenangreifers Wallace sicherten sich die Gastgeber jedoch schliesslich doch den Durchgang.
Wenigstens bei den Männern holten die Brasilianer damit nach dem Fussball und Beachvolleyball die drei wichtigsten Goldmedaille der Heimspiele. Die Frauen, als zweifache Titelverteidigerinnen angetreten, waren bereits im Viertelfinal am späteren Olympiasieger China gescheitert. Die italienischen Männer, die im Halbfinal in einer dramatischen Partie den Topfavoriten USA ausgeschaltet hatten, verloren hingegen auch ihren dritten Olympiafinal.
Die Amerikaner konnten sich immerhin mit der Bronzemedaille trösten. Sie setzten sich im Duell mit Russland nach 0:2-Satzrückstand mit 15:13 im fünften Durchgang durch. Das Spiel war die Begegnung der letzten zwei Olympiasieger. Die USA hatten 2008 in Peking dominiert, die Russen 2012 in London, beide Male im Final gegen Brasilien.
(SDA)