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Ragael Nadal gibt beim 6:3, 4:6, 6:4, 6:0 gegen Diego Schwartzman seinen ersten Satz ab, überzeugt aber trotzdem. Novak Đoković gewinnt gegen Matteo Berrettini 6:3, 6:2, 6:7, 7:5.
Zum 58. Mal werden sich Rafael Nadal und Novak Đoković am Freitag, 11. Juni 2021, gegenüberstehen. Die Bilanz ist mit 29:28 Siegen zu Gunsten der Serben nahezu ausgeglichen. Im Vorteil ist Nadal aber auf Sand (18:7) und in Roland Garros (7:1). Die einzige Niederlage und überhaupt nur eine von zwei Niederlagen in Paris kassierte der Spanier 2015 in den Viertelfinals, als Đoković später im Final gegen Stan Wawrinka verlor.
Auch diesmal hat der Sieger des am meisten gespielten Duells der Open-Aera die Trophäe längst nicht auf sicher, wie Rafael Nadal nach seinem Viertelfinal-Erfolg gegen Diego Schwartzman erinnerte. Im Final wartet entweder Stefanos Tsitsipas oder Alexander Zverev.
Rafael Nadal: «Es war eine schwierige Situation»
Dass auch für einen 13-fachen Roland-Garros-Sieger kein Match im vornherein gewonnen ist, wurde gegen Schwartzman deutlich. Nach 36 gewonnenen Sätzen in Folge in Paris musste Rafael Nadal wieder einmal einen Umgang abgeben. Die Situation brachte den Mallorquiner zwischenzeitlich aus dem Konzept und für einige Minuten schien seine dritte Niederlage in Roland Garros im Bereich des Möglichen zu leigen.
Der Weltranglisten-Dritte produzierte viele Fehler und war zu Beginn des dritten Satzes spielerisch eine Spur schlechter als Diego Schwartzman. Dass der 29-jährige, nicht ganz 1,70 m grosse Argentinier es Robin Söderling (2009) und Novak Đoković (2015) nicht gleichtun konnte, lag an der Steigerung von Rafael Nadal. «Es war eine schwierige Situation», blickte der Weltranglisten-Dritte auf den ersten Teil des dritten Satzes zurück. «Ich musste mich darauf besinnen, was ich besonders gut kann.»
Rafael Nadal fand den Tritt aber wieder und dominierte den Weltranglisten-Zehnten aus Buenos Aires mit der 2:1-Satzführung im Rücken sehr deutlich. Das 6:0 mit 25:4 Punkten gegen einen allerdings demoralisierten Schwartzman war eine eindrücklich Demonstration der Stärke Nadals. «Ich fand zu meinem besten Tennis zurück als es zählte. Das gibt mir viel Selbstvertrauen», freute sich Nadal, nachdem er sein 35. Major-Halbfinal-Spiel erreicht hatte.
Đoković zum 40. Mal in den Halbfinals
Novak Đoković präsentierte sich auf dem Weg zu seinem 40. Halbfinal-Match auf diesem Niveau (nur Roger Federer hat mit 46 mehr) lange Zeit beeindruckend solid. Im Tiebreak des dritten Satzes brachte er sich aber mit zwei unerzwungenen Rückhand-Fehlern um ein schnelleres Ende. Zumal beim Stand von 3:2 im vierten Satz die Partie für rund 20 Minuten unterbrochen wurde, um die erstmals bei einer Night Session zugelassenen Zuschauer wegen der in Frankreich ab 23 Uhr geltenden Ausgangssperre aus dem Stadion zu beordern.
Matteo Berrettini, der in den Achtelfinals vom Forfait von Roger Federer profitiert hatte, liess sich von der Pause nicht beeindrucken und schaffte bei eigenem Service das 3:3. Überhaupt schlug der Italiener stark auf und punktete oft mit seiner wuchtigen Vorhand. Erst in seinem letzten Game kassierte er sein erstes Break seit dem Ende des zweiten Satzes, nachdem er zuvor zwei Matchbälle abgewehrt hatte.