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Der seit März 2011 herrschende Bürgerkrieg in Syrien hat zur grössten humanitären Katastrophe der Gegenwart geführt: Laut den Vereinten Nationen (UNOCHA) sind 6,2 Millionen Syrerinnen und Syrer im eigenen Land auf der Flucht. In Syrien sind insgesamt 11 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mindestens 5,6 Millionen weitere Personen suchten Schutz in den Nachbarländern, was in den Gastländern den gesellschaftlichen Zusammenhalt wie auch die öffentlichen Dienstleistungen immens belastet. Die Corona-Pandemie, der fast vollständige Zusammenbruch der fragilen syrischen Wirtschaft und die politischen und wirtschaftlichen Krisen im Libanon verschärften die Situation 2020 weiter.
Mehrfache Vertreibung, zerstörte Existenzgrundlagen, fehlender Zugang zu Dienstleistungen und Gütern des täglichen Bedarfs haben zu äusserst schwierigen Lebensumständen geführt. Unsicherheit und fehlende langfristige Perspektiven bringen die Menschen nach einem Jahrzehnt Konflikt an den Rand der Erschöpfung. Derweil sind die Bedingungen für eine koordinierte Rückkehr der Geflüchteten weiterhin nicht gegeben.
Die Hilfe der Caritas
Caritas Schweiz leistet mit ihren Partnerorganisationen seit April 2012 auch heute noch überlebenswichtige Nothilfe in Syrien und den Nachbarländern. Sie hat zudem ihr Engagement im Bereich Bildung und Einkommenssicherung stetig ausgebaut. Millionen Kindern fehlt der Zugang zu einer qualitativ guten Schulbildung. Je länger die Syrienkrise andauert, desto wichtiger wird es, dass sich die Menschen wieder Einkommensmöglichkeiten aufbauen können, um nicht langfristig von Nothilfe abhängig zu werden. Die Caritas verbindet kurzfristige Hilfsmassnahmen mit langfristiger Entwicklungszusammenarbeit, um mehr Nachhaltigkeit zu erzeugen.