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Die Neuregelung im Zusammenhang mit Meldonium-Doping lässt die suspendierte Maria Scharapowa auf eine schnelle Rückkehr auf den Tennisplatz hoffen. Dabei könnte die Russin von der Lockerung gar nicht profitieren.
Der designierte Chef der Welt-Antidoping-Agentur (Wada), Olivier Niggli, rechnet nicht mit einen Freispruch für die derzeit wegen Dopings suspendierte Tennisspielerin Maria Scharapowa. «Sie hat zugegeben, das Mittel nach dem 1. Januar genommen zu haben und ausserdem sprechen die Werte in ihren Tests eine deutliche Sprache», sagte der neue Wada-Generaldirektor der italienischen Zeitung «Gazzetta dello Sport». Er betonte allerdings, es sei nicht an ihm, in dem Fall zu entscheiden. «Das wird der internationale Tennisverband festlegen.»
Das Mittel werde «absehbar verboten» bleiben, erklärte Niggli, der ab Juni das Amt vom Neuseeländer David Howman übernimmt. «Es gibt jedoch einige kontroverse Fälle, die der Tatsache geschuldet sind, dass es aus wissenschaftlicher Sicht nicht leicht festzulegen ist, wie lange Spuren davon im Organismus bleiben.» In einigen Monaten werde es die Ergebnisse neuer Studien geben.
Zuletzt hatte die Wada ihre Regularien in Bezug auf Meldonium-Doping gelockert. Daraufhin waren die Sperren von 14 Athleten aus Russland und Georgien wieder aufgehoben worden, da in ihrem Blut weniger als ein Mikrogramm Meldonium gefunden wurde. Eine solch geringe Konzentration könnte dafür sprechen, dass die Substanz schon im Vorjahr eingenommen wurde, als Meldonium noch gar nicht verboten war. Das Herzmedikament steht seit 1. Januar auf der Wada-Verbotsliste. (mon/dpa/sid)