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Industriepfad Stadt Zug
Beginnend beim Theilerhaus an der Hofstrasse führt der ursprüngliche Industriepfad Stadt Zug über insgesamt 10 Standorte zur ehemaligen Landis & Gyr, ehe er bei der Gewürzmühle in den Industriepfad Lorze mündet. Informative, vom Stadtarchiv Zug erarbeitete Schautafeln orientieren über die Geschichte des jeweiligen Standorts. Sie skizzieren vor allem jene Phase der Industrialisierung, als man dank der Elektrizität nicht mehr auf die Nähe eines Fliessgewässers als Energielieferant angewiesen war. Die meisten der porträtierten Fabrikationsstätten entstanden deshalb in Zug Nord, wo noch weitgehend unverbautes Allmendland zur Verfügung stand, das aber durch die neuen Eisenbahnlinien gut erschlossen war.
Mittlerweile sind weitere Tafeln in der Stadt dazugekommen, unter anderem über den Gewerkschafter und späteren Regierungsrat Clemens Meienberg (beim Güterbahnhof) und den alten Bahnhof Zug (an der Kreuzung Bundes-/Alpenstrasse).
Der Industriepfad Stadt Zug umfasst zehn Informationstafeln an den eingezeichneten Standorten. Die Route ist nicht ausgeschildert. Weitere Tafeln werden laufend ergänzt.
› Hofstrasse – Löberen – Postplatz – Bahnhof Zug – Guthirt – Gubelstrasse
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Das 1896 erbaute Fabrikgebäude ist das Stammhaus der späteren «Landis & Gyr». Aufgrund des grossen Erfolgs des Stromzählerherstellers erfolgte beim Bahnhof Zug ab 1928 der Aufbau eines zweiten Standorts.
1890 begannen die «Herren Kerckhoffs & Comp.» an der Aegeristrasse mit der Herstellung von preisgekrönten Zigarren. Nach einigen schlechten Geschäftsjahren wurde die Produktion 1934 eingestellt.
Mit der Verbindung von Zug nach ArthGoldau stellten Zürcher Wirtschaftskreise die Anbindung an die Gotthardlinie sicher. 1897 konnte die Strecke samt dem Tunnel unter der Altstadt eröffnet werden.
Die ersten Postbüros wurden entweder in Gasthäusern oder privaten Liegenschaften eingerichtet. 1902 konnte ein eigenes Postgebäude im Stile der italienischen Renaissance eingeweiht werden.
Für die vielen Arbeiter baute die Spinnerei Hagendorn 1866 fünf Kosthäuser mit 15 Wohnungen. Die auf einer Lorzeninsel gelegene Arbeitersiedlung zeugt noch heute von der hohen Baukunst der Fabrikzeit.
1887 nahm die Metallwarenfabrik die Fabrikation von Emailwaren und Haushaltgegenständen auf. Später kamen Stahlhelme dazu. Nach Abbruch der Fabrikgebäude eröffnete hier 1987 die Einkaufsallee «Metalli».
Die Verzinkerei Zug ging 1914 in Betrieb. Sie machte sich bald einen Namen mit ihren holzgefeuerten Waschherden und verzinkten Blechwaren. Seit 1981 trägt sie als V-ZUG den Namen der Stadt in die Welt hinaus.
Die Kistenfabrik am Stadtrand stellte ab 1900 Verpackungsmaterial für Transportgüter her. 1925 wurde ein eigenes Sägewerk angegliedert. Nach Einstellung des Betriebs 1995 entstand auf dem Areal eine Wohn- und Geschäftsüberbauung.
In diesem (rekonstruierten) Gebäude mit Loftwohnungen wurden zuerst Glühlampen hergestellt. Später fertigte «Inducta» Spezialuhren. Ab 1950 war es Wohnheim für italienische Arbeiterinnen, dann Ausbildungsstätte.
Am zweiten Standort der Landis & Gyr sticht das 1943 erbaute Verwaltungsgebäude ins Auge. Mit Fernmesssystemen und Wärmetechnik hatte man die Produktepalette erweitert. 1998 wurde das Familienunternehmen verkauft.
Weitere, hier nicht näher beschriebene Tafeln finden Sie an den mit einem blauen Punkt markierten Standorten.