Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03126.jsonl.gz/2168

Das 1843 erbaute Bauernhaus steht gegenüber der Wallfahrtskirche Heiligkreuz. Der ruhige Wallfahrts- und Kraftort Heiligkreuz ist ideal, um sich dem Alltagsstress zu entziehen und richtig zu entspannen.
Verfügbarkeit
Beschreibung & Geschichte
- Das Alte Pächterhaus vor der Restaurierung 2013
- Das Alte Pächterhaus vor der Restaurierung 2013
Das Alte Pächterhaus befindet sich mitten in Heiligkreuz, direkt gegenüber der Wallfahrtskirche. Der Weiler Heiligkreuz steht unter nationalem Ortsbildschutz. Die locker zusammengefügte Baugruppe mit dem Alten Pächterhaus, der Kirche, dem Kurhaus, dem Hospiz und dem Waschhaus ist für Luzerner Wallfahrtsorte ebenso typisch wie die beiden von Wegstationen gesäumten Pilgerwege, die von Hasle und Schüpfheim nach Heiligkreuz emporführen.
Im Jahr 1589 wurde erstmals ein Wohnhaus neben der Wallfahrtskirche von Heiligkreuz erwähnt, das offensichtlich den Betreuern der Heiligkreuz-Güter als Unterkunft diente. Anstelle des in die Jahre gekommenen Wohnhauses erbaute man in den Jahren 1843 – 1845 das Gade- oder Pächterhaus als Erwerbs- und Dienstbetrieb der Wallfahrtskirche.
Es löste die unabhängigen Gebäude des Wohnhauses und der weiter östlich situierten Stallscheune ab, welche bis zur Errichtung des Wirtshauses östlich der Kirche im Jahr 1753 auch als Herberge und Hospiz gedient haben. In den Dokumenten wird das Baudenkmal zumeist als Bauern- oder Pächter-, mitunter auch Pilger- und Sigristenhaus bezeichnet.
Das Alte Pächterhaus war bis in die 1990er-Jahre in Betrieb und stand anschliessend mehrere Jahre leer, weshalb sich sein Zustand stark verschlechterte. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Ferien im Baudenkmal und der Kantonalen Denkmalpflege erarbeitete die Pflegschaft Heiligkreuz im Jahr 2013 das Projekt für die Restaurierung des Bauernhauses, einschliesslich des Einbaus von zwei Wohnungen.
Wegleitend für die Planung war das Bestreben, möglichst viel von der bestehenden Bausubstanz zu erhalten und die baulichen Eingriffe zurückhaltend vorzunehmen. So wurde zum Beispiel die notwendige Wärmedämmung an der Gebäudeinnenseite angebracht. Sämtliche Hausinstallationen wurden bei der Restaurierung ersetzt. Die Wärmeerzeugung erfolgt heute durch eine umweltfreundliche Heizungsanlage mit Holzpellets. Die zwei Kachelöfen im Erdgeschoss wurden demontiert und neu einem Cheminéeofen im Wohnbereich und in der Küche angeschlossen. Die sehr grosszügigen Sanitärräume wurden in ehemaligen Schlafkammern untergebracht.
Das Alte Pächterhaus gehört der Pflegschaft Heiligkreuz und wird über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.
Baukulturelle Besonderheiten
- Die Fassaden des Alten Pächterhauses wurden regionaltypisch mit Holschindeln eingekleidet
Das Pächterhaus entstand zwischen 1843 und 1845 in traditioneller Blockbautechnik anstelle eines Wohnhauses. Mit zwei Vollgeschossen, zwei Geschossen im weit vorgezogenen Krüppelwalmdach und der ostseitig angebauten Scheune stellt es ein respektables, länglich geprägtes Bauvolumen dar.
Die Fassaden des strassenseitigen fünfachsigen Wohnteils sind mit Holzschindeln verkleidet. In der Luzerner Bauernhauslandschaft entspricht der Bau einem Mischtyp, der Gestaltungselemente der westlichen und östlichen Kantonsteile vermengt, wie zum Beispiel die Dachründe und ein umlaufendes Klebedach.
Das Haus steht unmittelbar gegenüber der Wallfahrtskirche und ist in das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) aufgenommen. 1992 wurde das Alte Pächterhaus in das kantonale Denkmalverzeichnis eingetragen.
Information zur Ferienwohnung
- Grundriss
Die Ferienwohnung im Alten Pächterhaus für vier Personen befindet sich im ersten Obergeschoss. Gegen Süden hin befindet sich eine moderne Wohn- und Essküche mit einer Stube und Aussicht auf die hügelige Landschaft. Das Bad ist mit neuen Sanitäreinrichtungen ausgestattet.
Die beiden Schlafzimmer befinden sich im nördlichen Hausteil. Das eine Zimmer beherbergt ein Doppelbett, das andere zwei Einzelbetten und ein Bettsofa für zwei Personen. Die Wohnung ist mit bequemen und zeitgemässen Möbeln ausgestattet. Für die Ausstattung verantwortlich war die Besitzerin selbst, die Pflegschaft Heiligkreuz.
Das Alte Pächterhaus ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass gewisse funktionelle Details wie Fenster- und Türöffner, Treppenhandläufe und Stufenhöhen nicht der gängigen Norm entsprechen und eine eventuelle Gefahrenquelle bergen können.
Personen: 4 bis 6 (plus ein Kind bis 2 Jahre)
Zimmer: 1 Doppelzimmer, 1 Zimmer mit einem Doppelbett und Bettsofa für 2 Personen, Babybett und -stuhl auf Anfrage
Saison: Ganzjährig
Kurzferien: Ganzes Jahr (mind. 3 Nächte)
Höhe: 1127 m ü. M.
Haustiere: Auf Anfrage erlaubt
ÖV: Der Ort Heiligkreuz ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens erschlossen: Postautolinie 233, Entlebuch – Hasle LU – Heiligkreuz – Schüpfheim
Parkplatz: Der gebührenfreie Parkplatz befindet sich direkt beim Haus und ist nicht gedeckt. Die Zufahrt zum Haus ist gewährleistet.
Aussenbereich: Es stehen eine Terrasse und ein Gartensitzplatz inkl. Gartenmöbel zur Verfügung.
WLAN: Ist vorhanden
Heizung: Kachelöfen in beiden Schlafzimmern, Zentralheizung im ganzen Haus
Ofen / Cheminée: Kachelöfen in beiden Schlafzimmern
Küche: Espressomaschine und Geschirrspülmaschine vorhanden
Extras: Das Alte Pächterhaus ist ein historisches Haus, mit knarrenden Holzböden und geringer Schallisolierung. Es kann sein, dass man die Nachbarn in der Etage darüber ab und zu hört.
lage
Lage
Der Weiler Heiligkreuz liegt auf 1127 m ü. M. und gehört zur politischen Gemeinde Hasle LU. Heiligkreuz liegt im Entlebuch, der seit 2001 ein UNESCO-Biosphärenreservat ist. Die erhöhte, nebelfreie Lage verspricht zahlreiche, sonnige Tage sowie eine Weitsicht auf die schöne Talschaft Entlebuch. Gemäss geomantischen Untersuchungen gilt Heiligreuz als Kraftort.
Kraftort Heiligkreuz
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wallfahrtskirche im Kreuzungsbereich zweier geomantischer Systeme liegt, wie sie sehr oft an Wallfahrtsorten anzutreffen sind. Die vitalenergetischen Kräfte sind für Bewohner und Besucher positiv nutzbar.
Geschichte
Es ist dokumentarisch belegt, dass sich im Jahr 1344 einige Brüder des Zisterzienserklosters Sankt Urban im Jahr 1344 am abgelegenen Ort Heiligkreuz im Entlebuch niederliessen. Nach dem Wegzug der Zisterzienserbrüder verfügte die Luzerner Obrigkeit, dass die Kapelle, das Brüderhaus mit dem umliegenden Land und dem Wald fortan durch die Pfarreien der Talschaft zu verwalten seien. In der Folge entwickelte sich Heiligkreuz zum Wallfahrtsort, zumal der Kirchenschatz eine Kreuzreliquie aufwies, die wohl von den kreuzverehrenden Zisterziensern zurückgelassen wurde.
Ausflüge
Für Ausflüge im Sommer bieten sich Wanderungen, Biketouren und ein Besuch im nahen Schwimmbad in Schüpfheim an. Auch Abenteuer wie Goldwaschen oder spielerisches Lernen auf Themenpfaden können unternommen werden. Entspannung und Ruhe können auf dem Seelensteg, dem Gesundheitspfad oder unter dem Kraftbaum getankt werden. Auf einer Fläche von 400 km² bietet das UNESCO-Biosphärenreservat Entlebuch Abenteuer für gross und klein. Im Winter bietet der Skilift Heiligkreuz-First gute Pistenbedingungen. Schneeschuh-Trails, Winterwanderwege und ein Schlittelweg bieten weitere Möglichkeiten, dem Wintersport zu frönen.