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Fünf punktförmige Bauten sind in zwei Reihen versetzt so angeordnet, dass auch die hintere Reihe vom Ausblick in den Murgraum profitiert. Die Erschliessung und Zufahrt erfolgt über die Kesselstrasse, für die Altliegenschaften und Besucher der Neubauten über die nördliche Privatstrasse. Eine zentral angeordnete, gemeinschaftliche Tiefgarage zwischen den 5 Hochbauten regelt die Parkierung. Durch Fusswege sind alle Bauten miteinander verbunden und führen in das öffentliche Wegnetz über. Die zugehörigen Grünflächen fliessen zwischen den Bauten hindurch und sind allen Bewohnern zugänglich.
Alle fünf Punktbauten sind so gestaltet, dass ein Zusammenhang zwischen diesen spürbar ist. Im Sinne von Stadtvillen beinhalten die fünfgeschossigen Bauten je eine Eigentumswohnungen pro Geschoss. Die südliche Reihe bildet einen 3-er Rhythmus gleicher Einheiten. Das äussere Erscheinungsbild dieser Baukörper ist mural und geprägt durch die volumetrische Gliederung mittels Terrassen. In den obersten Geschossen ist die Südostecke jeweils als markanter Gebäudeauftakt und als Geste zum Murgraum überhoch gestaltet. Die nördliche Reihe bildet einen 2-er Rhythmus gleicher Einheiten.
Als 2. Bauetappe wird ein angrenzendes, kleines Altstadthaus (1818) mit einem Neubau zu einem reizvollen Hof ergänzt, sowie an der Zürcherstrasse ein denkmalgeschütztes, spätklassizistisches Stadthaus (1893) saniert und zu einem Wohnhaus mit Laden und Gartenrestaurant umgebaut. So entsteht ein spannungsvolles Geviert mit Wohn- und Gewerberäumen in der Kernzone von Frauenfeld. Die baurechtliche Grundlage für die Gesamtüberbauung bildet ein dafür erarbeiteter Gestaltungsplan.
2008, 1. Preis
KSM, Konsortium Stadtvillen an der Murg
2008-2014
Roland Wittmann, Sascha Mayer, Claudia Jonietz, Samuel Konrad, Janina Schlestein