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Für mich war die Erfahrung der leiblichen Kommunikation mit dem Ort wichtig für die Auswahl des Ortes. Diese spürte ich in der Richtstätte, deshalb hatte ich den Ort gewählt.
Die Theorie von Hermann Schmitz unterstützte mich bei dieser Erfahrung.
Bei der ersten Begegnung mit der Richtstätte stellte sich mir die Frage, wie ich mit meiner künstlerischen Arbeit einen Bezug zu diesem Ort herstellen und wie ich den Ort mit mystischen, symbolischen, rituellen und performativen Aspekten in Verbindung bringen kann.
Die Antwort auf die Frage wurde mit der Recherche geklärt und ist in meiner schriftlichen Master-Thesis dokumentiert.
Der Titel meiner Arbeit ist Die Culpa. Culpa bedeutet im weitesten Sinne „Schuld“. Das Wort symbolisiert und spielt das Gefühl des „Sich-verantwortlich-Fühlens“ an.
Die Culpa ist eine ortspezifische Arbeit. Der Ort wurde zum Thema meiner Arbeit.
Die Recherche und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Ämtern waren wichtige Aspekte meiner künstlerischen Praxis. Ich nahm Informationen aus archivierte Dokumenten, und Büchern und machte eine empirische Erfahrung mit den Objekten und Knochen, indem ich diese vor Ort untersuchte.