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| Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)

Zweites Buch.
Briefe von Augustins Erhebung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputation mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XLIV. (Nr. 98.) An Bonifatius
XLIV. (Nr. 98.)
Geschrieben im Jahre 408.
Seinen Mitbischof Bonifatius grüßt Augustinus im Herrn.
Inhalt.
Bonifatius war wahrscheinlich Bischof von Cataqua und wohnte auch dem Religionsgespräch von Karthago bei. Er hatte sich an Augustinus mit der Frage gewandt, ob es den Kindern schade, wenn die Eltern sie nach der Taufe den Götzen opferten oder sonst abergläubische Dinge mit ihnen vornähmen. Augustinus verneint mit eingehender Begründung die Frage und erklärt hierbei auch Stellen aus Cyprianus’ Schrift „De lapsis“, die zu einem ähnlichen Mißverständnis Anlaß bieten konnten. Ferner hatte der Adressat seine Bedenken ausgesprochen hinsichtlich des Taufgelübdes, das für Kinder abgelegt wird, die noch nicht glauben können und über deren zukünftiges Verhalten man noch nichts weiß. Auch dieses Bedenken wird durch einen Hinweis auf die eigentümliche Art der sakramentalen Wirkungen gelöst.