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Laut dem anfangs Juni 2000 veröffentlichten Bericht der schwedischen und dänischen Beratungsfirmen KM Miljöteknik und Cowi wäre es "unvermeidlich", dass nach Schliessen von Barsebäck-2 weitere 4 Mrd. kWh fehlten und die bestehende Versorgungslücke in Südschweden sich damit verdoppelte. Die Erfahrung nach der politisch bedingten vorzeitigen Stilllegung von Barsebäck-1 bestätige, dass ein solcher nationaler Produktionsausfall durch den Import von Öl und Strom ersetzt werde. Die Abgabe von CO2 an die Atomsphäre steige entsprechend an. Gemäss kürzlich publizierten Erhebungen stammte der zum Ersatz der Erzeugung in Barsebäck-1 importierte Strom aus dänischen Kohlekraftwerken.
Das Gutachten ist jetzt der Industrie, den Behörden und weiteren interessierten Kreisen zur Stellungnahme vorgelegt worden. Sie sollen ihre Antwort bis anfangs August einreichen. Dann wird die Regierung ihren endgültigen Antrag im Rahmen des Budgets für 2001 vorlegen. Der schwedische Energieminister, Björn Rosengren, hält es für unwahrscheinlich, dass die Regierung den 1997 im Parlament gefassten Beschluss, Barsebäck-2 bis am 1. Juli 2001 endgültig stillzulegen und vermehrt auf erneuerbare Energien zurückzugreifen, umsetzen kann. Hingegen setzt sich der Führer der oppositionellen Zentrumspartei, Lennart Daleus, in einem ersten Kommentar dafür ein, trotz aller Schwierigkeiten am Schliessungsentscheid festzuhalten.
Quelle
P.B. nach NucNet, 7. Juni 2000