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Die 23-jährige Zürcherin steht damit in ihrem ersten grossen Final, wo sie am Sonntag auf die Niederländerin Kiki Bertens trifft. Golubic (WTA 105) spielte ihre grössere Erfahrung aus, auch wenn sie wie Masarova (WTA 797) erstmals in einem WTA-Halbfinal stand. Die 16-jährige Baslerin, die vor sechs Wochen am French Open den Juniorentitel gewonnen hatte, spielte sogar bei ihrem ersten Turnier der obersten Stufe überhaupt und kam als erste Debütantin seit der Kroatin Donna Vekic 2012 in Taschkent so weit. Speziell nervös sei sie nicht gewesen, sagte sie nach dem Halbfinal. Sie bekundete aber mit dem starken Wind einige Probleme, vor allem bei ihrem sonst so starken Aufschlag. Insgesamt unterliefen ihr sieben Doppelfehler. Sie betonte allerdings auch, dass Golubic sehr stark gespielt habe.
Tatsächlich zeigte die Zürcherin, die bereits im April im Fedcup-Halbfinal in Luzern auf Schweizer Boden überzeugen konnte, eine spielerisch und taktisch enorm starke Leistung. Sie habe sich gar nicht überlegt, dass sie in ihrem ersten Halbfinal sogar die Favoritin sei, meinte sie lachend.
So war die spezielle Situation, dass wegen des Regens zu Beginn der Woche Viertel- und Halbfinal am gleichen Tag ausgetragen wurde, vielleicht sogar ein Vorteil. “Ich hatte gar keine Zeit, nervös zu werden.” In der Weltrangliste wird sie am Montag rund 20 Plätze gutmachen.
Nach Golubics Halbfinal-Triumph liess die Niederländerin Kiki Bertens den Schweizer Final in Gstaad platzen. Die Nummer 26 der Welt setzte sich im Halbfinal 7:5, 7:6 (7:1) gegen die topgesetzte Waadtländerin Timea Bacsinszky durch. In beiden Sätzen hatte Bacsinszky zunächst geführt, im ersten nach einem Doppel-Break 5:2, im zweiten 3:1. Bertens hatte die neun Plätze vor ihr klassierte Schweizerin bereits im Viertelfinal des French Open in Paris bezwungen.
“Sie war bei den wichtigen Punkten viel besser als ich”, stellte die enttäuschte Bacsinszky fest. Am frühen Nachmittag hatte sie im Viertelfinal noch die Schwedin Johanna Larsson (WTA 55) 6:0, 6:1 deklassiert. “Bereits da habe ich nicht gut serviert, konnte aber in den Ballwechseln dominieren.”
Die 24-jährige Bertens, die neun Plätze hinter Bacsinszky klassiert ist, entschuldigte sich: “Sorry, dass ich das Schweizer Tennisfest gestört habe.” Aber sie lachte dabei und fügte mit strahlenden Augen an: “Aber ich bin sehr glücklich.” Das Jahr hatte sie noch ausserhalb der Top 100 begonnen.
(SDA)