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Es kann festgehalten werden, dass die gesammelten Verpackungen sehr sauber waren und nur vernachlässigbare Verunreinigungen (z.B. Anhaftungen, Essens- oder Füllgutreste) enthielten. Die in etwa gleichen Anteile Kunststoffflaschen und Getränkekartons spiegeln auch die ungefähre Mengenaufteilung wieder, die auf den Markt gebracht werden. Dies lässt die Annahme zu, dass dieses Sammelangebot ein klares Convenience-Angebot ist, da auch die Kunststoffflaschen mit dem Recycling-Sack gesammelt werden, obwohl bereits eine Rückgabemöglichkeit im Detailhandel besteht. Ein zusätzlicher Anreiz ist die einfache Sammlung von Getränkekartons, für welche im Detailhandel zur Zeit keine Sammlung angeboten wird.
Der Hauptanteil bei den Kunststofflaschen sind Flaschen aus HDPE mit knapp 20%, gefolgt von Flaschen aus PET mit gut 10% (keine PET-Getränkeflaschen) und solchen aus PP oder PS mit rund 4%.
Da die Verpackungsformen Becher, Schalen und Trays ebenfalls hauptsächlich aus den Kunststoffen PE, PET, PP oder PS bestehen, werden diese zusammen mit den Kunststoff-artgleichen Flaschen aussortiert (die NIR-Sortiermodule erkennen die jeweiligen Kunststoffarten und nicht die spezifischen Verpackungsarten). Diese Vermischung der kunststoffgleichen Verpackungsformen reduziert die Qualität einer reinen Flaschenfraktion, lässt grundsätzlich aber trotzdem eine stoffliche Verwertung zu. Es stellt sich dann einfach die Frage, wie hochwertig die aus diesem Rezyklat hergestellten Sekundärprodukte noch sind und wieviel Rezyklat überhaupt darin auch Neumaterial ersetzen kann (Anforderungen an die Qualität des Produktes). Würde diese Fraktion auch noch mitberücksichtigt, dann würde ein Recyclingpotenzial von über 90% resultieren.
Auf der Sortieranlage der Müller Recycling AG werden die Folien zu Beginn mittels eines Ballistiksichters aussortiert und danach der thermischen Verwertung zugeführt.
Ein einzelner Sack war ausschliesslich mit PET-Getränkeflaschen gefüllt (Ausnahme), was den entsprechenden Gewichtsanteil stark erhöhte. In den übrigen Säcken waren nur selten PET-Getränkeflaschen enthalten.
Mengenströme und Verwertungswege
Nachfolgend werden die Mengenströme proportional dargestellt und es wird aufgezeigt, wie und wo die einzelnen Ströme den Weg in das Recycling oder die thermische Verwertung finden.