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Als Major habe ich irgendetwas um die 800 Diensttage in der Schweizer Armee geleistet und habe mich auch jederzeit für eine glaubwürdige, gut ausgerüstete Armee eingesetzt. Wenn ich aber nun von der ETH-Rektorin Wunderli-Allenspach (NZZ vom 20.11.11) höre, dass die Qualität in der Bildung aus finanziellen Gründen nicht mehr gewährleistet werden kann, frage ich mich schon, ob wir das Geld am richtigen Ort ausgeben. Die Anzahl Studenten an der ETH hat in den letzten 10 Jahren um 50% zugenommen, das Budget teuerungsbereinigt um nur gerade 1%. Nötig wäre eine Budgeterhöhung von 30-40 Mio pro Jahr.
Klar, die Sicherheit des Landes kann man nicht gegen die Bildung ausspielen und umgekehrt. Aber wenn der Wirtschaft unzählige Ingenieure, Naturwissenschafter und weitere technische Spezialisten fehlen, werden die finanziellen Ressourcen hier meines Erachtens falsch eingesetzt. Schade dass die Linke das Thema “Bildung statt Kampfjets” für sich gepachtet hat: Sich für den Erhalt des Bildungsniveaus und damit für eine funktionierende Gesellschaft, Demokratie und Wirtschaft einzusetzen, wäre ein sehr liberales Anliegen, welches der FDP gut angestanden hätte. Anders als die SP sollte es aber nicht ein “gegen Kampfjets”, aber ein “für die Bildung” sein.