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Schock nach Herzinfarkt
Die Zahl der Herzinfarktpatienten, die im Spital einen kardiogenen Schock erleiden, ist in der Schweiz seit rund einem Jahrzehnt deutlich gesunken. Dies geht aus der Analyse eines schweizerischen Patientenregisters hervor, die am Universitätsspital Basel durchgeführt wurde. Grund dafür ist die zunehmende Verbreitung der so genannten perkutanen koronaren Intervention (PCI), einer meist mit einer Stentimplantation verbundenen Ballondilatation von Herzkranzarterienverengungen, bei der Metallgitter die verengten Gefässabschnitte offenhalten. Zu einem kardiogenen Schock kommt es, wenn das Herz nicht mehr genügend Blut in den Kreislauf pumpen kann. Unbehandelt endet diese Komplikation immer tödlich, und auch in der Klinik bleibt ein kardiogener Schock ein lebensgefährliches Ereignis. Inzidenz und Mortalität sind jedoch in den letzten zehn Jahren laufend zurückgegangen, wie eine Analyse des AMIS(Acute Myocardial Infarction in Switzerland)-Plus-Registers zeigt, die eine Forschungsgruppe um PD Dr. Raban Jeger durchgeführt hat. An dem Register, das seit 1997 besteht, beteiligen sich heute 70 von 106 Schweizer Kliniken, die Patienten mit akutem Herzinfarkt behandeln; es umfasst Daten von rund 24’000 Patienten. Seit 1997 hat sich die Behandlung des Herzinfarkts durch die Einführung der PCI deutlich verändert. Eine Folge davon ist ein Rückgang der Patienten, die im Spital einen kardiogenen Schock als Komplikation eines Herzinfarkts erleiden, während die Zahl der Patienten, die davon vor Erreichen der Klinik betroffen sind, gleich geblieben ist. Insgesamt ist das Risiko von Patienten, im Krankenhaus an einem kardiogenen Schock zu sterben, um 41% zurückgegangen.