Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/20506

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird ersucht, eine umfassende Studie über die Frauen auf dem Arbeitsmarkt durchzuführen, die auch untersucht, warum die (Langzeit-)Arbeitslosigkeit bei den Frauen weiter verbreitet ist als bei den Männern, und Überlegungen anstellt über den Zugang der Frauen zu Beschäftigungs- und Weiterbildungsprogrammen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass es arbeitslose Frauen besonders schwer haben wieder in den Arbeitsmarkt integriert zu werden. Frauen sind insbesondere unter den Langzeitarbeitslosen und den Ausgesteuerten übervertreten. Aus diesem Grund hat die Aufsichtskommission des Fonds der Arbeitslosenversicherung schon früh Studien in Auftrag gegeben, die auch die geschlechtsspezifischen Aspekte der Arbeitslosigkeit mitberücksichtigen. Dieses Jahr werden zwei Studien publiziert werden, die in dieser Hinsicht von speziellem Interesse sind: Die Studie von Aeppli et al. über die Situation der Ausgesteuerten in der Schweiz und diejenige von Sheldon zu den Ursachen und Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit in der Schweiz werden im Sommer erscheinen. </p><p></p><p>Aufgrund der nun abgeschlossenen und auch laufenden Studien ist der Bundesrat deshalb der Ueberzeugung, dass sich eine weitere Studie momentan nicht aufdrängt. Hingegen müssen die bestehenden Ergebnisse ausgewertet und in entsprechende Massnahmen umgesetzt werden. </p><p></p><p>Was den Zugang der Frauen zu Beschäftigungs- und Weiterbildungsprogrammen anbelangt, so ist darauf hinzuweisen, dass gemäss der Arbeitsteilung zwischen Bund und Kantonen die Kantone für die Bereitstellung und Ausgestaltung der arbeitsmarktlichen Massnahmen zuständig sind. Der Bund empfiehlt jedoch den Kantonen in der Ausgestaltung ihrer Programme Rücksicht auf die frauenspezifischen Bedürfnisse zu nehmen, um deren Wiedereingliederung zu erleichtern. Es besteht denn auch schon zurzeit ein grosses Angebot an Programmplätzen für erwerbslose Frauen. Der Bundesrat verweist im Weiteren auf seine Antwort auf das Postulat Keller (98.3195).</p>  Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.