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Mit dem Doppelsieg in der Alpinen Kombination der Frauen holt die Schweiz an den Olympischen Spielen in Peking die Ski-Medaillen 8 und 9. Insgesamt hat die Schweiz an Olympia bisher 12 Medaillen geholt, nur 3 davon kommen also nicht aus dem nicht-alpinen Skibereich.
Während die Schweizer Delegation mit 167 Athletinnen und Athleten angereist ist, sind es also vor allem die 22 alpinen Skifahrer, die für den Medaillen-Regen gesorgt haben. Wir werfen deshalb einen genaueren Blick auf unsere überragenden Skifahrerinnen und Skifahrer.
10 der 11 Wettbewerbe sind durch – der Team-Wettbewerb steht noch aus – und die Schweiz hat bereits 9 Medaillen geholt. Also fast eine Medaille pro Disziplin. Und mit den 5 Goldmedaillen hat die Schweiz in jeder zweiten Disziplin den Sieg rausgefahren.
Noch nie war eine Nation an Olympischen Spielen im alpinen Skifahren dank den fünf Goldmedaillen so weit vorne klassiert wie die Schweiz in diesem Jahr. Im Teamwettkampf könnte sogar noch weiteres Edelmetall dazukommen.
Die vorherige Bestmarke stellte Österreich 2006 in Turin auf. Unsere Ski-Konkurrenten holten damals 4 Goldmedaillen, 5 Mal Silber und 5 Mal Bronze. Bezüglich Anzahl Medaillen wird dies Rekord bleiben, mit den (mindestens) 5 Goldmedaillen aus Peking wird die Schweiz aber einen besseren Medaillenspiegel aufweisen.
Die bisher erfolgreichsten Winterspiele erlebte die Schweiz 1988 in Calgary. Die drei Goldmedaillen wurden in Peking deutlich übertroffen. Die Gesamtanzahl Medaillen (11) bleiben aber auch 2022 unerreicht.
Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass die fünf Goldmedaillen von fünf verschiedenen Athletinnen und Athleten herausgefahren wurden. Es ist also nicht ein einziger Überathlet, der für das gute Abschneiden gesorgt hat, es sind mit Beat Feuz, Lara Gut-Behrami, Marco Odermatt, Corinne Suter und Michelle Gisin gleich fünf Schweizerinnen und Schweizer, die sich den Olympiasieg geholt haben.
Speziell die Schweizer Frauen vermochten an den Olympischen Spielen zu überzeugen. Sie holten in jeder einzelnen Disziplin eine Medaille, im Super-G und der Kombination sogar jeweils zwei.
Mit Gold und Silber in der alpinen Kombination sorgten Michelle Gisin und Wendy Holdener für den elften Schweizer Doppelsieg an Olympischen Winterspielen. In der Sparte Ski alpin war es bereits der sechste, allerdings der erste seit 1988 in Calgary. Damals triumphierte in der Abfahrt Pirmin Zurbriggen vor Peter Müller.
Michelle Gisin und Wendy Holdener traten mit ihrem Doppelsieg in der alpinen Kombination einem exklusiven Kreis von Schweizer Athletinnen und Athleten bei.
Holdener gewann als erst dritte Schweizerin oder Schweizer nach Skirennfahrerin Vreni Schneider (3/1/1) und Bobpilot Fritz Feierabend (0/3/2) ihre fünfte Olympia-Medaille an Olympischen Winterspielen. Die Schwyzerin steht bei einmal Gold und je zweimal Silber und Bronze da, könnte ihre Medaillensammlung aber im Team-Wettkampf weiter vergrössern.
Gisin ist eine von acht Schweizerinnen und Schweizern, die an Winterspielen zwei oder mehr Goldmedaillen gewonnen haben. Im Ranking der erfolgreichsten Schweizer Wintersportler nimmt sie zusammen mit Marie-Theres Nadig als zweiterfolgreichste Alpine hinter Vreni Schneider den 6. Rang ein. Das Ranking führen Simon Ammann und Dario Cologna mit je vier Olympiasiegen an.
Im Gesamt-Medaillenspiegel der alpinen Skifahrer während der Olympischen Winterspiele bleibt Österreich ganz klar auf Rang 1. Die Schweiz liegt sowohl bei den Goldmedaillen als auch in der Anzahl Medaillen im Total deutlich dahinter auf Rang 2.
(mit Material der Nachrichtenagentur Keystone-sda)
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