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Filmkritik: Farbe ist immer besser
Jonas (Brenton Twaithes) lebt in einer scheinbar idealen Welt ohne Kriege, Armut, Unglück und Neid. Die Menschen leben in friedlichen, durchorganisierten Gemeinschaften, in denen alle gleich sind und niemand durch ungewöhnliches Aussehen, Verhalten oder starke Gefühle auffällt. Den Frieden wahrt ein Ältestenrat, der das Leben aller Bewohner steuert und ihnen im Alter von 16 offenbart, welchen Beruf sie ausüben sollen. Jonas' Freunde Asher (Cameron Monaghan) und Fiona (Odeya Rush) werden so zum Drohnenpilot beziehungsweise zur Kinderpflegerin. Er hingegen erhält eine ganz besondere Aufgabe: Jonas soll der neue Receiver, der Hüter der Erinnerungen, werden.
Von seinem Vorgänger, dem Giver (Jeff Bridges), erfährt er, dass das Leben einst ganz anders war, dass man Leid und Schmerz kannte, bis man vor vielen Jahren beschloss, eine bessere Welt zu erschaffen. Der Giver kann sich als einziger an diese Zeit der Unvollkommenheit erinnern, denn mit seinem Wissen soll er den Ältesten beratend zur Seite stehen. Doch damals wurden auch Gefühle, Farben, Individualität und Lebensfreude aufgegeben. Mit jeder neuen Erinnerung wird Jonas klarer, dass seine Welt alles andere als perfekt ist. Bald schöpft die Vorsitzende des Ältestenrates (Meryl Streep) Verdacht, dass Jonas ein potenzielles Risiko für die Stabilität der Gesellschaft ist.