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(06.09.2023) Die Schweizer Wirtschaft verbessert sich leicht, kommt aber nur schleppend voran. Das Barometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETHZ liegt bei 92,2 Punkten (1,5 Punkte mehr als im Juni) und bleibt damit unter dem langjährigen Durchschnitt.
Obwohl sich die meisten Indikatorenbündel weiter unterhalb des Durchschnitts bewegen, scheint der Gesamttrend nach oben zu zeigen, nachdem es zwischen April und Juni dreimal hintereinander abwärts ging. Die Perspektiven hellen sich insbesondere für die Dienstleitungsunternehmen, die Finanz- und Versicherungsdienstleister, das Auslandsgeschäft und den Inlandskonsum auf.
Die Indikatoren für die Kapazitätsauslastung und die Beschäftigungsentwicklung im Produzierenden Gewerbe (Verarbeitendes Gewerbe und Bau) hinken im Juli hinterher. Bei den Indikatoren für die Auftragslage zeichnet sich hingegen eine Verbesserung ab.
Die Bautätigkeit und das Verarbeitende Gewerbe befinden sich jedoch in einer eher schwierigen Situation, wie das Zürcher Institut feststellt.
Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes verbuchen die Indikatoren für die Metallunternehmen sowie die Hersteller von Textilien und Bekleidung einen Rückgang. Die Produzenten von Papier und Druckerzeugnissen, die Firmen im Bereich Holz, Glas, Steine und Erden, die Maschinenindustrie sowie die chemisch-pharmazeutische Industrie scheinen sich in einer günstigeren Phase zu befinden.
Nach einem spektakulären Anstieg gleich nach der Gesundheitskrise im Sommer 2021 begann für den KOF-Indikator eine Talfahrt, die im November 2022 endete (89,4 Punkte). Seitdem schwankte der Indikator, schaffte es jedoch nie über die Marke für den langjährigen Durchschnitt (100).
Letzte Änderung 06.09.2023