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Mit den Rezepturen seiner Lehrmeister Walter Käch, Walter Binder und Josef Müller-Brockmann an der Kunstgewerbeschule Zürich, inspiriert von den radikalen Text-Bild-Kombinationen aus dem Atelier Gerstner + Kutter verlässt Christof Gassner anfangs der 1960er Jahre seine Heimatstadt Zürich, um zuerst in Frankfurt am Main und ab 1992 in Darmstadt als Gestalter zu wirken; zunächst vor allem für das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) sowie — fasziniert von Herb Lubalins expressiven Typo-Inszenierungen aus New York als Gegenpol zur «Schweizer Grafik» — für Letraset.
1985 wird er, als Mitgründer, Art Director des «ÖKO-TEST Magazins». Er entwickelt eine visuelle Sprache «Zwischen Lifestyle und Müesli», ohne die Farbe Grün, mit beschränkten ﬁnanziellen und technischen Mitteln, aber getragen von einer Idee, einer eigenen Thematik, der Alltagsökologie als Synonym der Verantwortung jedes Einzelnen: Bild-Zeichen-Text in zugespitzter Verschränkung ins Layout gebracht, plakativ und vielschichtig mit Zwischentönen.
Christof Gassner entwirft Erscheinungsbilder für den Lautsprecherhersteller Canton oder die Kieler Woche, Briefmarken und Plakate, vor allem mit kulturellem und sozialem Charakter wie für das Institut für Neue Technische Form (INTeF), Darmstadt. Von 1986 bis 1992 an der Fachhochschule Darmstadt, lehrt er anschliessend bis 2006 als Professor an der Universität Kassel.