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Die Bedeutung des Schaffens von Eugen Thierstein besteht darin, dass er einen Blick für die «Unsichtbaren» hatte. Sein Brot während der Zeit als Fotograf verdiente er hauptsächlich mit Hochzeitsfotografien. In Erinnerung behalten wird man ihn jedoch für seine Reportagen zu den unterschiedlichsten Themen und für die Bilder von arbeitenden Menschen in den verschiedensten Branchen und Betrieben. Immer wieder fotografierte er auch die Schwächeren in der Gesellschaft: Frauen, Arme, Kinder.
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Description
Eugen Thierstein (1919-2010) arbeitete von ca. 1938 bis ca. 1965 in Bern als selbständiger Fotograf; danach widmete er sich nur noch seiner Firma für Mikrofilm-Aufnahmen und den Handel mit Geräten für die Aufnahme und Wiedergabe von Mikrofilmen.
4850 Rollfilme und ca. 24'000 Einzelaufnahmen
Es wurden nicht alle Negative des Nachlasses in die Sammlung der Burgerbibliothek übernommen. Die Bewertung richtete sich nach dem übergeordneten Grundsatz, dass mit diesem Bestand die Arbeit von E. Thierstein dokumentiert wird, und nicht in erster Linie einzelne Themen. Daraus folgt, dass nicht ganze thematische Serien kassiert wurden, sondern die Serien wurden, wo möglich und sinnvoll, ausgedünnt. Die thematische Vielfalt von Thiersteins Arbeit soll sichtbar bleiben. Kassiert wurde innerhalb der einzelnen thematischen Serien dort, wo mehrere mehr oder weniger identische Aufnahmen bestanden. Zur Illustration der Arbeitsweise blieben einzelne Serien vollständig erhalten. Sich unterscheidende Aufnahmen wurden dann teilweise kassiert, wenn immer dieselben Motive erschienen (Badeszenen, Menschenmengen, Zweige mit Kirschblüten, nicht mehr identifizierbare Gäste an Anlässen etc.).
Für die Erschliessung der Rollfilme gibt es als Hilfsmittel zwei maschinenschriftliche Inventare. Die 4850 Rollfilme waren auf Spulen zu jeweils etwa 20 Filmen aufgerollt; viele hat Thierstein mit Klebeband zusammengeklebt. Für die Einzelnegative hat er eine Kartei mit teilweise recht detaillierten Informationen geführt. Geordnet waren die Einzelnegative nach Sachthemen; quer dazu gibt es eine Nummerierung, die jedoch mit der thematischen Ordnung nichts zu tun hat. Um die Denk- und Arbeitsweise von Eugen Thierstein sichtbar zu machen, wurden die Ordnung und die Nummerierung übernommen, nach der er seine Negative aufbewahrt hatte.
Urheberrecht: Erben von Eugen Thierstein Nutzungsrechte: Burgerbibliothek Bern
Der gesamte Bestand ist im Online-Archivkatalog der Burgerbiblothek Bern (http://katalog.burgerbib.ch/suchinfo.aspx) erfasst. Von den ungefähr 24‘000 Einzelaufnahmen wurden rund 8‘500 Aufnahmen digitalisiert; von den Rollfilmen gibt es nur rund 100 Digitalisate, da es sich nicht lohnt, zehntausende von Hochzeitsfotos online zu stellen. Die nicht digitalisierten Aufnahmen sind jedoch im online-Archivkatalog der Burgerbibliothek nachgewiesen und können auf Verlangen konsultiert werden