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Es war heiss, stickig, irgendwann in den Neunzigerjahren. Eine Luft, um ohnmächtig zu werden. Der einzige Mann, der im Raum noch lebte, war der Redner. Seine Glatze leuchtete fahl unter einem einzigen Scheinwerfer. Ich hatte viel von ihm gelesen. Eine Menge Aufsätze zu Schriftstellern, zwei Bände Autobiographie und sein grosses Buch «Aussenseiter». Hans Mayer war […]Mehr davon!
Früher, bei Partys und Podiumsdiskussionen, lungerte ich herum und sah mir die erfolgreichen Vertreter meines zukünftigen Berufs an. Meist waren es energische Herren, schon etwas aus dem Leim. Bei den meisten dachte ich, dass sie zu Unrecht auf ihrem Posten sassen. Aber trotzdem war ich überzeugt, dass sie etwas entdeckt hatten: ein Geheimnis, das ich […]Mehr davon!
Anfang Dezember, in einem Artikel zu Stil, wurde Ernest Hemingway mit dem Satz zitiert: «The most essential gift for a good writer is a built-in, shock-proof shit-detector.» Doch Hemingway hatte leicht reden. Er sass in Paris, mit einem Drink und einer Schreibmaschine. Er arbeitete allein. Den eigenen Kitsch zu streichen ist schwierig genug. Aber richtig […]Mehr davon!
Letzten Monat stand hier die These, man müsse in einem Text nur allen Unfug streichen. Der Rest habe automatisch Stil. Ein ungelöstes Problem, das etwa bei Thesen-Artikeln bleibt, ist der Selbstbetrug. Thesen sind quasi die Schaben des Geistes: fruchtbar, gefrässig und fast unzerstörbar. Ihr Überlebensinstinkt ist erstaunlich: Einmal im Haus finden sie überall Indizien, Beispiele und Statistiken. Und […]Mehr davon!