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Am Sonntag fuhr der Schweizer Vierebob-Pilot Ivo Rüegg an den Weltmeisterschaften in St. Moritz auf den Spitzenplatz.
Erstmals seit zehn Jahren hat die Schweiz damit wieder einen Bob- Weltmeister.
Ivo Rüegg setzte sich an der ungemein spannenden Viererbob-WM in St. Moritz letztlich überlegen durch.
Im dritten Durchgang übernahm Rüegg mit seinen starken Hinterleuten Thomas Lamparter, Beat Hefti und Cédric Grand die Führung im Zwischenklassement.
Der bald 36-jährige Rüegg setzte sich mit 0,23 Sekunden Vorsprung vor dem Kanadier Pierre Lueders durch. Im 3. Rang folgte der entthronte Titelverteidiger und Olympiasieger Andre Lange.
Der Deutsche verteidigte die Medaille um 0,02 Sekunden gegen den wegen einer Daumenverletzung handicapierten Amerikaner Steven Holcomb. Der zweite Schweizer WM-Steuermann Martin Galliker landete mit seiner Crew im 8. Rang.
1997: Reto Götschi
Mit einem fulminanten vierten Run baute Rüegg die Führung noch beträchtlich auf insgesamt 23 Hundertstelsekunden aus.
Im Finale behielt der Schweizer die Nerven und holte für die Schweiz den ersten Viererbob-WM-Titel seit 1993, als Gustav Weder im österreichsichen Igls triumphiert hatte.
Den bislang letzten Bob-WM-Titel für die Schweiz hatte Reto Götschi 1997 ebenfalls in St. Moritz errungen.
Startspur
Den Grundstein zum Gewinn des ersten Schweizer WM-Titels seit 1997 legte die Schweizer Mannschaft in der Startspur.
Viermal durchmassen Rüegg und seine starken Hinterleute Thomas Lamparter (29), Beat Hefti (29) und Cédric Grand (31) die 50 m zu Beginn der Strecke am schnellsten.
Im entscheidenden Durchgang wuchs das Quartett über sich hinaus und wartete mit einem Startrekord auf.
swissinfo und Agenturen
Fakten
Das erste Bobrennen fand in 1884 in St. Moritz statt.
Die Schweiz ist die erfolgreichste Bobnation der Welt und hat bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und im Weltcup die meisten Podestplätze belegt.
Im Viererbob gewann die Schweiz bei Olympischen Spielen bisher 5 Gold-, 5 Silber- und 5 Bronzemedaillen.