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Im Garten gibt es nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge. Gartennützlinge wie Raubmilben, Marienkäfer, Schwebfliegen, Schlupfwespen, Raubwanzen und Florfliegen helfen mit, den Schädlingsdruck tief zu halten. Die meisten Pflanzenschutzmittel schonen diese Nützlinge im Garten und wirken gezielt nur gegen Schädlinge.
Beute: hauptsächlich Blattläuse, aber auch Spinnmilben, Blattsauger (Psyllen), Insekteneier und Larven
Die ausgewachsene Florfliege lebt nicht räuberisch. Die Larve dagegen ist sehr aktiv und verschlingt während ihrer Entwicklung etwa 300–500 Blattläuse. Ein Weibchen legt ca. 500 der typischen Eier (blassgrün, oval, auf langen, biegsamen Stielen) auf die Blätter. Die Florfliege überwintert als ausgewachsenes Tier an geschützten Stellen. 2 Generationen pro Jahr.
Beute: Blatt- und Blutläuse, zum Teil auch andere Insekten
Das typische Erkennungsmerkmal der Schwebefliegen ist, dass diese in der Luft an einer Stelle verharren können. Es gibt viele verschiedene Arten, meistens sehen sie jedoch Bienen oder Wespen ähnlich. Die ausgewachsenen Fliegen ernähren sich von Blütenpollen. Die Larve frisst während ihrer 8–15-tägigen Entwicklung ca. 400 Blattläuse. Ein Weibchen legt zwischen 500–1000 Eier. Die Überwinterung erfolgt je nach Art als ausgewachsenes Tier oder als Larve. 1–2 Generationen pro Jahr.
Beute: Spinnmilben
Raubmilben sind nahe verwandt mit Spinnmilben. Sie sehen den Spinnmilben ähnlich, sind jedoch weisslich bis gelblich gefärbt und bewegen sich auf den Blättern sehr schnell vorwärts. Sie fressen hauptsächlich Spinnmilben. Raubmilben gehören zu den wichtigsten Nützlingen im Kampf gegen die Spinnmilben. Wenn Spinnmilben fehlen, ernähren sich Raubmilben auch von Blütenpollen. Die Raubmilbe überwintert als ausgewachsenes Weibchen unter Knospen- und Rindenschuppen. 4–7 Generationen pro Jahr.
Beute: hauptsächlich Blattläuse, Schildläuse, kleine Arten fressen auch Spinnmilben
Es gibt mehrere Arten von Marienkäfer. Die schwarz-braunen Larven mit rötlichen Flecken sowie die erwachsene Käfer fressen 30–60 Blattläuse pro Tag. Die Entwicklungszeit vom Ei bis zum erwachsenen Käfer beträgt nur einen Monat. Je nach Klima entstehen so 1–3 Generationen pro Jahr. Die Überwinterung der ausgewachsenen Tiere erfolgt in Gebäuden oder an anderen geschützten Orten.
Beute: Blatt-, Blut- und Schildläuse, Weisse Fliegen, Eier und Larven von Schmetterlingen und Käfern
Es gibt unzählige Schlupfwespenarten in allen Grössen. Sie sind meist auf einen Schädling spezialisiert. Sie legen mit Hilfe ihres Legebohrers die Eier direkt in den Wirt, beispielsweise die Blattlaus ab. Die daraus entstehende Schlupfwespenlarve entwickelt sich in der Blattlaus und ernährt sich von dieser. So findet man dann oft braune, aufgeblasene, leere Blattlaus-Hüllen mit einem kleinen Loch im Rücken. 4–8 Generationen pro Jahr.
Beute: Blattläuse, Spinnmilben, kleine Raupen und Blattsauger (Psyllen)
Zu den Raubwanzen gehören hauptsächlich Blumen- und Blindwanzen. Sie können während ihres Lebens bis zu 4000 Spinnmilben, 300 grosse Blattsaugerlarven oder 500 Blattläuse vertilgen. Die Raubwanzen überwintern je nach Art als erwachsenes Tier oder im Eistadium. Das Besondere an Raubwanzen ist, dass sie ihre Opfer „ausschlürfen“. 1–3 Generationen pro Jahr.