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Diverse Themen beschäftigten den Vorstand des Schweizerischen Verbands für Pferdesport SVPS an seiner letzten Sitzung. Hier die neusten und wichtigsten Informationen.
Der Vorstand des Schweizerischen Verbands für Pferdesport SVPS hat an seiner Sitzung vom 28. Oktober 2016 unter anderem über die Wahlen bei Swiss Olympic diskutiert. Anlässlich des Sportparlaments von Swiss Olympic finden am 25. November 2016 diese Wahlen statt. Das Sportparlament ist das oberste Organ von Swiss Olympic. Es setzt sich aus den Delegierten der 85 Mitgliedsverbände von Swiss Olympic, den Schweizer IOC-Mitgliedern und drei bis fünf Athletenvertretern zusammen und tagt in der Regel einmal im Jahr.
Das Sportparlament genehmigt unter anderem die Jahresrechnung und das Budget von Swiss Olympic, bestimmt über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern und wählt den Präsidenten und den Vizepräsidenten, die Mitglieder des Exekutivrats, des Stiftungsrats von «Antidoping Schweiz» und der Disziplinarkammer für Dopingfälle.
Kandidatur von Céline Amaudruz
Der SVPS hat die Kandidatur der Nationalrätin Céline Amaudruz für den Exekutivrat von Swiss Olympic eingereicht. Der Vorstand ist überzeugt, dass die Genferin – dank ihrer Kenntnisse im Sport, ihrem Einsatz dafür auf dem politischen Parkett sowie aufgrund ihres politischen Netzwerks – Swiss Olympic und somit konsequenterweise auch alle Schweizer Sportverbände sehr gut unterstützen wird. Als eine Frau, die olympische wie auch nicht-olympische Disziplinen ausübt, dem sportlichen sowie politischen Umfeld und der Bundesverwaltung nahe steht, ist Céline Amaudruz aus Sicht des SVPS die ideale Kandidatin für den Exekutivrat.
Para-Equestrian: Erste «Classifier» für die Schweiz
Ein weiterer Entscheid des Vorstands betrifft die Disziplin Para-Equestrian. Unter Para-Equestrian Dressage versteht man Dressursport mit dem Partner Pferd, wobei für den Reiter das Machbare zählt und Fehlendes durch Hilfsmittel ersetzt wird. Die Einschränkungen werden je nach verfügbarer Kraft und Koordination in unterschiedliche Grade eingeteilt, bei denen Reiter mit dem schwerwiegendsten Handicap in Grad I starten. Diese Einstufung wird vom «Classifier» vorgenommen und bezieht sich allein auf die Einschränkungen und steht in keinem Zusammenhang mit den reiterlichen Fähigkeiten.
Da die Schweiz nach wie vor auf keinen eigenen «Classifier» für die Para-Equestrian-Reiterinnen und -Reiter zugreifen kann, freut sich der Vorstand sowie die Abteilung Wettkampfsport des SVPS umso mehr, dass die Physiotherapeutin und Dressurreiterin Christina Silagi diese Ausbildung bei der FEI (Fédération Equestre International) in Angriff nehmen will. Er unterstützt ihre Motivation und ihren Antrag bei der FEI einstimmig. Die 28-Jährige möchte so ihren Beruf und ihre Leidenschaft für den Pferdesport vereinen.
Grenzübertritte
Das Problem des Zollübertritts von ausländischen Pferden in die Schweiz, um an
internationalen Veranstaltungen in der Schweiz teilzunehmen, beschäftigt schon seit langer Zeit sowohl die Veranstalter von solchen Turnieren wie auch den Schweizerischen Verband für Pferdesport SVPS. Gewisse Erleichterungen, die in den letzten Jahren eingeführt werden konnten, wurden in den letzten Monaten wieder aufgehoben.
Der Schweizerische Verband für Pferdesport, der diesbezüglich mit der Eidgenössischen Zollverwaltung regelmässig in Verbindung steht, ist im Namen der Veranstalter von internationalen Turnieren wieder eingetreten, damit die vorübergehende Ein- und Ausfuhr von Pferden, die an diesen Turnieren starten, mit einem kleinstmöglichen Verwaltungsaufwand durchgeführt werden kann.
Die Eidgenössische Zollverwaltung EZV hat sich gesprächsbereit erklärt, hat aber bereits jetzt kommuniziert, dass die ausserordentlichen Lösungen, die eingeführt worden waren, in Zukunft nicht mehr möglich seien. Sie hat andererseits den SVPS auch darauf hingewiesen, dass diese Frage mit den angrenzenden Ländern für die Ein- sowie für die Ausfuhr geregelt werden muss: Eine unilaterale Lösung aufseiten der Schweiz würde keinen Erfolg haben.
Die kontaktierten Verantwortlichen haben jedoch angedeutet, dass die spezifische Frage der vorübergehenden Einfuhr von ausländischen Pferden für Turnierteilnahmen im Rahmen der zurzeit von der Eidgenössischen Zollverwaltung durchgeführten Umgestaltungsarbeiten der Prozesse neu untersucht werden könnte.
Internationales
Die Vertreter des SVPS haben an diversen Treffen und Gesprächen betreffend den internationalen Pferdesport teilgenommen. Ein Thema, das nach wie vor beschäftigt, ist die Diskussion um die olympischen Formate. Diese werden an der kommenden Generalversammlung der FEI auch zu Diskussionen führen. Die Vertreter des SVPS werden den vom Vorstand beschlossenen Standpunkt dort vertreten. Ebenfalls immer aktuell ist die Situation im Endurancesport. Hier sollen die Gespräche mit der FEI erneut aufgenommen und Verbesserungen unbedingt angestrebt werden.
Nicole Basieux
Foto: Evelyne Niklaus
Einblick in eine Para-Equestrian-Dressage-Sichtung.