Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03624.jsonl.gz/640

Konzert zum Bettag und Erntedank im Konzertzyklus «Klangräume»
Ludwig XIV regierte Frankreich 72 Jahre lang. Seine Herrschaft gilt als die längste der Neuzeit und wird heute zu Recht das ‹Grand Siècle› genannt. Der König war ein grosszügiger Mäzen. Er scharte die besten Künstler, Poeten und Musiker seiner Zeit um sich: Molière, Racine, Corneille, Watteau, Lully, Couperin, Charpentier. Als Liebhaber und Förderer des Hofballetts tanzte er bis zu seinem 30. Lebensjahr ausgesprochen gern in öffentlichen Aufführungen. In sämtlichen Werken von J. B. Lully besetzte Ludwig XIV. die glanzvollen Hauptrollen. Mit dem Alter änderten sich auch die Interessen des Königs: Auf Ballette von Lully und Komödien von Molière folgten geistliche Werke von Charpentier und Couperin.
Das Vokalensemble Meilen, ein Barockorchester mit Johanna Pfister als Konzertmeisterin sowie Solistinnen und Solisten geben unter der Leitung von Barbara Meldau einen Einblick in die Musikwelt des tanzenden Königs. Ausschnitte aus der Ballettoper ‹Le Bourgeois Gentilhomme› von Molière und dem prächtigen ‹Te Deum› von Charpentier wechseln ab mit verspielten und verklärten Cembalowerken von Couperin – Yves Bilger am Cembalo – und
Texten von Racine und Corneille. Ein wahrlich königlicher französischer Abend!