Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03497.jsonl.gz/1091

Die Generalversammlung der Société Suisse des Auteurs, société coopérative fand am 12. Juni im Petit Théâtre in Lausanne statt.
Jahresbericht und Jahresrechnung 2022
Die Generalversammlung verabschiedete den Jahresbericht sowie die Jahresrechnung 2022 und erteilte dem Verwaltungsrat Entlastung.
Der Jahresbericht der SSA ist auf der Website www.ssa.ch publiziert, wo auch eine Online-Kurzfassung zu finden ist.
Berichte des Präsidenten und des Direktors
Präsident Denis Rabaglia erinnerte daran, dass diese 40. Generalversammlung nicht mit dem 40-jährigen Bestehen der SSA gleichzusetzen ist, da zwei ausserordentliche GV hinzukommen. Anhand einiger Schlüsselzahlen veranschaulichte er das Wachstum der Genossenschaft in den letzten zwei Jahrzehnten. So hat sich die Mitgliederzahl zwischen 2002 und 2022 mehr als verdoppelt und der Anteil Genossenschafterinnen ist auf 38% gestiegen. Die Zahl der angemeldeten Werke hat sich in diesem Zeitraum verdreifacht, die jährliche Summe der eingenommenen Entschädigungen verdoppelt.
Direktor Jürg Ruchti stellt die Ergebnisse 2022 vor: Das Jahresinkasso beläuft sich auf ein seit der Gründung der SSA nie erreichtes Niveau – dies ist jedoch auf aussergewöhnliche Phänomene zurückzuführen, insbesondere auf die buchhalterische Behandlung der Einnahmen des GT12 im Bereich der zwingend kollektiven Verwertung sowie auf einen Aufholeffekt nach der Pandemie im Bereich der darstellenden Künste. Der sehr niedrige durchschnittliche Kommissionensatz erklärt sich aus der vorsichtigen Budgetpolitik, die 2021 beschlossen wurde, als die wirtschaftlichen Aussichten im Zusammenhang mit der Pandemie noch unsicher waren. Diese Ergebnisse werden wahrscheinlich mittelfristig unübertroffen bleiben.
Die verteilten Entschädigungen stiegen im Vergleich zu 2021 um 28%. Die Genossenschaft zählte zum Jahresende 3’808 Genossenschafter/innen und Rechteinhaber/innen. Der Rückblick auf die kulturpolitischen Aktionen der SSA schloss mit insgesamt eher besorgniserregenden Aussichten.
Im zweiten Teil seines Berichts erläuterte Jürg Ruchti die Grundsätze der künftigen Verteilung des neuen Vergütungsanspruchs auf Video-on-Demand.
Statutarische Wahlen
Die Verwaltungsratsmandate von Stéphane Goël (Audiovision), Marie-Eve Hildbrand (Audiovision), Antoine Jaccoud (Bühne), Stéphane Mitchell (Audiovision), Marielle Pinsard (Bühne) und Nicole Seiler (Bühne) wurden für eine weitere Amtszeit von 3 Jahren erneuert.
Die GV endete mit einer Vorstellung des Werks «La K7» von und mit dem Kollektiv BPM.