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Nazareth-Jaffa
In Nazareth-Jaffa, auf israelischem Gebiet, wo die Söhne von Zebedäus, der Heilige Johannes und der Heilige Jakobus geboren wurden, gibt es eine wichtige Pfarrei, die den interreligiösen Dialog und die Vermittlung menschlicher und spiritueller Werte fördert. Die Pfarrei betreibt eine Schule mit zwölf Klassen auf allen Schulstufen, vom Kindergarten bis zum Gymnasium. Insgesamt unterrichten 60 Lehrkräfte etwa 500 Schüler, davon 80% Christen und 20% Muslime, die laut Staatsgesetz aufgenommen werden müssen. Die Kurse ﬁnden auf Arabisch, als zweite Sprache Hebräisch sowie auf Englisch in gemischten Klassen statt. Die Schule kostet pro Jahr ca. 1500 Dollar, davon geht ein Drittel zu Lasten der Familien und zwei Drittel zu Lasten des Patriarchats. Im Inneren der Anlage beﬁndet sich zudem ein Bildungszentrum mit einer eigenen Fussballmannschaft und einer Jungschar-Sektion mit 130 Kindern und Jugendlichen, welche sich für verschiedenste Freizeitbeschäftigungen für die Kinder und Jugendlichen zuständig zeigt.
Die Gebäude stammen ursprünglich aus dem Jahr 1879, und trotz laufender Restaurations- und Erweiterungsmassnahmen erscheinen diese heute veraltet. Aktuell läuft ein grösseres Instandhaltungs-/Restaurationsprojekt. Dieses Projekt soll eine Erhöhung der Anzahl Klassen ermöglichen und generell eine Antwort auf die immer grösser werdende Nachfrage geben. Dazu gehören auch der Bau eines neuen Kindergartens und die Wiedereinsetzung von drei Schwestern des Rosenkranzes im Schulbetrieb. Zudem wird der Zustand der Wohnung des Pfarrers verbessert. Weiter ist die Realisierung eines Informatik-Lehrsaals und eines wissenschaftlichen Labors vorgesehen. Die Schweizerische Statthalterei hat die Finanzierung dieses Projekts übernommen, das etappenweise durchgeführt wird und eine bedeutende Investition darstellt. Der neue Kindergarten wurde fertig gebaut und ist bereits in Betrieb.
Anlässlich der jüngsten Pilgerfahrt, die von der Section Suisse Romande organisiert wurde, konnten sich die Teilnehmer persönlich über die Entwicklung der verschiedenen Bauprojekte vor Ort informieren.
Patrice Besse / UNITAS 2018