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«30 Jahre - und kein Schritt weiter», unter diesem Titel haben fünfzehn Bündner Förster einen Artikel in der Zeitschrift «Bündner Wald» publiziert. Seit dreissig Jahren sei bekannt, dass der Frass durch Hirsch, Reh und Gämse dem Wald schade – insbesondere der Verjüngung der wertvollen Schutzwälder. «Man hat den Eindruck, man rede an eine Wand», sagt Mitunterzeichner Felix Wyss, Förster aus Furna.
Man hat den Eindruck, man rede an eine Wand.
Konkret wollen die Förster eine «Entschlackung der Vorschriften» für die Jäger, damit sie ihre Aufgabe der Wildtierregulation besser erfüllen können und eine mutigere Politik des Kantons. Eine Obergrenze beim Wildtierbestand wäre eine Lösung, so die Förster. Ihre Vorstellung wäre, die Anzahl Hirsch von den heute geschätzten 16'500 auf eine Obergrenze von 10'000 bis 12'000 festzulegen. Je nach Entwicklung der jungen Bäume, könnte diese Grenze auch angepasst werden.
Eine Zahl alleine löst die Probleme nicht.
«Eine Zahl alleine löst die Probleme nicht», entgegnet der Jagdinspektor Adrian Arquint. «Was die Probleme verursacht, ist die Konzentration von Wildtieren an einem Ort und die hat man auch mit einem kleineren Bestand.» Die Jagd mache heute schon viel, um die Wildtierbestände zu regulieren und ihren Teil am Schutz der Wälder beizutragen. Alleine könne die Jagd das Problem der überalterten Schutzwälder aber nicht lösen.