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Die Ayoreo sind eines der bedeutendsten Völker im mittleren und nördlichen Chaco. Sie sind in verschiedene Lokalgruppen unterteilt. Die meisten von ihnen sind heute angesiedelt. Unter ihnen sind die Totobiegosode („Leute von der Gegend, in der es viele Wildschweine gibt“) eine Gruppe, die einmal an die 28'000 km2 durchstreifte und als ihre Heimat ansah. Sie war eine der letzten Gruppen ohne Kontakt zu der weissen Bevölkerung. Diesen Menschen gelang es noch lange, sich in den ungenutzten Wäldern durchzuschlagen, die ihnen nicht mehr gehörten. Sie lebten von der Jagd, vom Sammeln von Pflanzen, Früchten und Honig und von saisonalem Gemüseanbau. Sie wanderten von Aufenthaltsort zu Aufenthaltsort und folgten den Wasserstellen und Jagdgebieten. Jede Familie baute eine zeltartige Rundhütte aus Zweigen und Lehm, die bei Regenwetter Schutz bot, im übrigen lebte sie im Freien um ihre Feuerstelle.
Schon in den 1950er und 1960er Jahren versuchten Kolonisten und Missionare, diese Gruppe sesshaft zu machen. aber erst 1979 und dann nochmals 1986 gelang es der amerikanischen, fundamentalistisch orientierten New Tribes Mission, einen Teil dieser Gruppe nach einer gewaltsamen Begegnung in ihre Missionsstation Campo Loro zu führen. Damit spaltete sie die Totobiegosode in zwei Gruppen, die angesiedelten in Campo Loro und die noch im Wald verbliebene schätzungsweise 70 Menschen umfassende Gruppe von Freilebenden.