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Roger Federer steht beim Masters-1000-Turnier von Paris-Bercy kampflos im Achtelfinal. Die Schweizer Weltnummer 3 profitiert von einer Ellbogen-Verletzung seines Gegners Milos Raonic (ATP 21). Der Kanadier hatte gestern Abend ein Marathon-Match knapp für sich entschieden: Die Partie gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga ging dreimal ins Tiebreak, am Ende gewann Raonic 6:7 (4:7), 7:6 (7:5), 7:6 (7:5).
Federer erklärte gestern auf der Pressekonferenz, dass er sich gut von seinem neunten Triumph an den Swiss Indoors erholt habe und bevorzuge, zu spielen statt zu trainieren. Daraus wird nun vorerst nichts ... Im Achtelfinal trifft Federer morgen Donnerstag auf den Italiener Fabio Fognini (ATP 14), der ebenfalls von einem Forfait profitierte, von jenem des Ungarn Marton Fucsovics (ATP 42), der in diesem Jahr in Genf seinen ersten ATP-Titel gefeiert hatte.
Federer und der 31-jährige Fognini standen sich erst dreimal gegenüber: 2007 in Montreal, 2012 in Wimbledon und 2014 im Davis-Cup-Halbfinal in Genf. Jedes Mal gewann der Schweizer ohne Satzverlust.
Pech hat auch Rafael Nadal: Der Spanier muss kurz vor seinem ersten Auftritt in Paris-Bercy Forfait erklären. Damit wird ab dem kommenden Montag Novak Djokovic die Führung der Weltrangliste übernehmen.
Nadal begründete seinen Rückzug mit Schmerzen an der Bauchmuskulatur, die er schon seit einigen Tagen verspürt hatte. Der Mallorquiner hat seit seiner Aufgabe am US Open im Halbfinal gegen Juan Martin Del Potro wegen einer Knieverletzung keine Partie mehr bestritten. Ob er an den am 11. November beginnenden ATP Finals an den Start gehen kann, ist offen.
Der im letzten Jahr in Paris-Bercy verletzungsbedingt abwesende Djokovic sammelte mit seinem Vorstoss in die Achtelfinals genügend Punkte, um in der Weltrangliste virtuell an Nadal vorbeizuziehen und diese kommende Woche erstmals seit zwei Jahren anzuführen. Der 31-Jährige Serbe spielte sich in den letzten vier Monaten von Platz 21 zurück an die Spitze des ATP-Rankings.
Seit Anfang Juli weist Djokovic eine Bilanz von 28:1 Siegen auf und hat zwei Grand-Slam-Turniere (Wimbledon und US Open) und zwei Masters-1000-Events (Cincinnati und Schanghai) für sich entschieden. Die einzige Niederlage kassierte er in Toronto gegen den Griechen Stefano Tsitsipas. Djokovic wird ab Montag seine 224. Woche als Nummer 1 in Angriff nehmen(pre/sda)