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In der Sackgasse. Soziale Arbeit zwischen Professionalität und Professionalismus.
Abstract
Aus der Beobachterperspektive befindet sich die Soziale Arbeit zur Zeit in einer Sackgasse. Sie verfügte zwar über wichtige Expertise, doch beein- flusst sie die sozialpolitischen Auseinandersetzungen kaum. Der vorliegende Artikel analysiert die These, dass sich die Soziale Arbeit mit einer einseitigen Professionalisierungsstrategie im ausgehenden 20. Jahrhundert teilweise selbst in diese Situation manövriert hat. Theoretisch orientiert sich die Untersuchung am Ansatz der cultural political economy, welcher mit der Methodik der Diskursanalyse verbunden wird. Zudem fliessen professionssoziologische Überlegungen ein.
Es wird zum einen herausgearbeitet, wie sich die in den 1990er Jahren nochmals grundlegend verändernden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Soziale Arbeit auswirkten. Zum anderen wird dargestellt, wie vor diesem Hintergrund die Situation der Sozialen Arbeit in Berufsfeld und Wissenschaft wahrgenommen und diskutiert wurde und wie sich in der Sozialen Arbeit in der Schweiz unter dem Leitbegriff «Profession und Disziplin» ein Professionsdispositiv durchsetzen konnte. Abschliessend wird gezeigt, dass dieses Dispositiv diewissenschaftliche Sicht einengt und damit zusammenhängend die politischen Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit untergräbt.