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Der Schachklub ist am 29. September 1947 von elf Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen worden. In den Statuten wurde ab 1948 als Zweck festgehalten:
Der Schachklub Döttingen-Klingnau und Umgebung verfolgt den Zweck, seinen Mitgliedern Gelegenheit zu geben, sich in friedlichem Wettstreit zu messen und sich im Schachspiel auszubilden.
Während der ersten Jahre zählte der Schachklub 18 aktive Mitglieder. Diese Zahl ist bis heute auf 30 angewachsen. Die Altersstruktur ist sehr breit gestreut.
Der Schachklub Döttingen-Klingnau nimmt seit 1948 am Aargauischen Schachtag teil. Als Erfolg können die fünf Siege in der Kategorie III und ein Sieg in der Kategorie II gewertet werden. In den Jahren 1985 – 1990 erreichte unser Verein die höchste Mitgliederzahl von 41 Spielern und konnte dadurch auch mit zwei bis vier Mannschaften an aargauischen und schweizerischen Turnieren teilnehmen. Anfangs der sechziger Jahre nahm der Schachklub Döttingen-Klingnau das erste Mal an der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) teil. Die erste Mannschaft schaffte 1987 den Aufstieg in die zweite Liga, drei Jahre später musste sie wieder in die dritte Liga absteigen.
Seit dem Gründungsjahr pflegt der Verein das königliche Spiel in Vereinsmeisterschaften, Vereins-Cup, Jugendschachkursen und Freundschaftstreffen mit anderen Vereinen. Seit 1950 findet jährlich das Grenzlandtreffen statt; bei diesem Anlass versuchen die Döttinger zusammen mit den Zurzachern meist ohne Erfolg gegen eine Mannschaft der Schachgesellschaft Waldshut-Tiengen zu gewinnen.
Die gelegentlich durchgeführten Blitzturniere und Simultanvorstellungen dienten vor allem der Auflockerung.
60 Jahre Jubiläum 2007
Gedicht zum 50 Jahre Jubiläum 1997
Der Schachspieler
Landauf, landab ist die Meinung doch die,
Wer Schach spielt ist langweilig, verbohrt und wie.
Der sitzt stundenlang da und starrt vor sich hin,
Studiert und studiert, wo ist da des Lebens Sinn.
Keine Unterhaltung, keine Action, still wie im Grab,
Dass man sowass in der heutigen Zeit noch mag?
So werden wir Schachspieler doch vielmals zitiert,
Doch wer so denkt hat sich selber qualifiziert.
Als oberflächlicher Typ, der selten was überlegt,
Der kopflos mit abgeschaltetem Hirn durchs Leben geht.
Der den Tag durchwandert wie die Tiere im Freien,
Mit Lärm, Getöse und wildem Schreien.
Für den nur das Heute zählt und nicht auch das Morgen,
Darum wird er sie auch nie los, die täglichen Sorgen.
Ein Schachspieler weiss seine Kräfte zu optimieren,
Sie mit Taktik und Strategie so zu positionieren.
Dass ein Ziel erreicht wird, möglichst ohne Verlust,
Und wenn schon ein Opfer, dann dies aber bewusst.
Im Sinne des Ganzen, des Triump’s, des Sieges,
Wie die Generäle im Verlaufe eines Krieges.
Wer Schach spielt hat gelernt im Leben zu agieren,
Und muss nicht immer auf Notlagen reagieren.
Sollte ihm trotzdem mal ein Fehler unterlaufen,
Müssen die Verwandten nicht gleich einen Sarg für ihn kaufen.
Er versteht es, seine Kräfte neu zu gruppieren,
Wie auf dem Brett, Scheinanriffe beim Gegner zu simulieren.
Mit Ausdauer und Konzentration neu zu starten,
Wenn’s sein muss geduldig auf des Andern Fehler warten.
Ja, das geistige Training mit den 32 Figuren bringt viel,
Darum nennt man Schach auch das königliche Spiel.
Wir wollen es pflegen, und dabei niemals vergessen,
Wahre Grössen haben gerne hinter dem Schachbrett gesessen.
Wer nur den Körper, nicht aber den Geist trainiert,
Der kommt nicht mehr mit und wird heute abserviert.
Dem Spötter sei gesagt mit seinem unterentwickelten Gehirn,
Lieber ein Brett auf dem Tisch, als eins vor der Stirn.
Autor: Hans Bugmann