Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03129.jsonl.gz/500

Daniel Dauwalder vom BAG erklärt, wie Honig oder Hefe als Biozide gelten können: «Viele Lebensmittel haben eine abschreckende oder anlockende Wirkung auf Insekten und andere Tiere. Einige Firmen entwickeln basierend auf diesem Nutzen Vorrichtungen, die solche Lebensmittel enthalten, und vermarkten diese Köder oder Abwehrmittel zur Schädlingsbekämpfung.
Und hier kommt der Zusammenhang mit Bioziden ins Spiel: Honig zum Beispiel, der in einer Falle zur Anlockung von Insekten vermarktet wird, gilt dann als Biozidprodukt und nicht als Lebensmittel. Die VBP sieht zwar für Lebensmittel, die als Repellentien und Lockmittel verwendet werden, eine Ausnahme der Zulassungspflicht als Biozidprodukt vor.
Dies gilt jedoch nur, wenn diese Produkte auch unter der Lebensmittelgesetzgebung in Verkehr gebracht werden. Wenn ein Bauer Käse kauft und in einer klassischen Mausefalle platziert, dann ist dies kein Biozidprodukt im Sinn der VBP.