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Funkstation SE-210 / TL / Tragbar Leichte Funkstation

überarbeitet am 31.8.2010

Beim Kernstück der Funkstation TL / SE-210 handelt es sich um den Sendeempfänger
Ase 211.
Die Grenzwellenstation mit Telefunkenbezeichnung Stat. 1011 Bs bestehend aus Sendeempfänger Ase 3017, Batteriekasten und Tretgenerator, mit Frequenzbereich 2,0 - 3,33 MHz wurde als "TLA" für die Artillerieeinheiten in den Jahren 1942 / 1944 beschafft.
Im Jahre 1951 erhielten die Geräte als SE-210 für die TL und SE-211 für die TLA neue Bezeichnungen und wurden als Reservegeräte von den mit dem SE-222 ausgerüsteten Einheiten bis in die sechziger Jahre eingesetzt.
Die tragbare leichte Station "TL" ist ersteres nach heutigem Empfinden
nur sehr bedingt, tragbar bedeutet, dass mit Sendeempfänger, Batteriespeisegerät,
Tretgenerator oder Netzspeisegerät, Ergänzungskiste mit Zubehör und den zusammensteck-
baren Antennenmasten 4 Mann zum Schleppen der jeweils 19 - 26,5 kg benötigt
werden... das Reglement gibt auch umfassend Auskunft, wie die Station zu Pferd
oder mit dem kanadierschlitten auf Skier transportiert werden muss.
Durch Lösen der vier rotmarkierten Schrauben kann das Chassis aus der Kiste herausgehoben werden, auf der Rückseite sind nun die Röhren (Sender: Steuerröhre RS242, 2 Leistungsröhren RS242, Modulations-/Tongeneratorröhre RE084, Verstärkerröhre RE084, Sperröhre (VOX) RE048; Empfänger: Hochfrequenzröhre RES094, Oszillator- und Mischröhre RES094, 2 ZF-Röhren RES094, Audionröhre RE084 und NF-Röhre RE084) zugänglich, ferner Schieberegler zur Feineinstellung der Röhrenheizspannung vn Sender- und Empfängerheizkreis auf 4 V, was jeweils nach Wechsel von Röhren oder Eisenwasserstoffstablisatoren zu erfolgen hat.
Eingeschaltet wird die Station nach Anlegen der Speisespannungen mit dem
Betriebsschalter Telefonie-Aus-Telegrafie, jeweils am Endanschlag ist die Lautstärke maximal.
Das rechte Messinstrument zeigt als Voltmeter die Röhrenheizspannung an, die 4V
betragen sollte, wird der kleine blaue Knopf gedrückt, sollte die angezeigte Anodenspannung
bei 120 - 180 V liegen, im Batteriekasten werden die Werte auf die Bedürfnisse
des Sendeempfängers reduziert.