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Musette de Cour
Diese kleine Sackpfeife hat mich schon beim ersten Hören fasziniert. Entstanden ist das Instrument gegen Ende des 16. Jahrhunderts und hatte ihre Hochblüte in der Französischen Barockmusik. Anfangs – im Zuge der Schäfermode – wurden vor allem Tänze und Petit Airs gespielt, danach wurde die Musik für Musette immer weiter entwickelt. Um 1720 war in Frankreich die Musik für dieses Instrument schon auf Platz drei der meistverkauften Noten.
Vor allem französische Adlige fanden daran Gefallen, aber auch regelrechte Virtuosen, wie die schwierig zu spielenden Concertos deutlich zeigen. Berühmte Komponisten schrieben für die Musette, darunter Lully, Rameau, Corrette, Chedeville, Boismortier und viele andere.
Vor allem in den grossen Opern hatte die Musette de Cour immer ihren Platz. Ab ca. 1760 verschwand sie dann komplett. Es gibt aber noch ca. 100 Originalinstrumente, die teilweise oder ganz erhalten sind – einige davon wurden restauriert und wieder spielbar gemacht.