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Zweiteiliger Eierbecher, dessen Gestaltung eindeutig von den Grundformen Zylinder, Kreis und Halbkugel bestimmt ist – und von serieller Produzierbarkeit: Beide Teile bestehen jeweils aus einem Stück Pressstahl und sind glänzend poliert. Der halbkugelförmige Eierträger wird einfach in den Zylinder mit angeformtem Untersatz eingehängt. Heute wird Marianne Brandts Eierbecher von Alessi hergestellt. Ø 9,6 cm, Höhe 4,9 cm.
Marianne Brandt (1893–1983)
Marianne Brandt gehörte zu den größten Begabungen in der Metallwerkstatt des Bauhauses – als einzige Frau hatte sie es dort zunächst jedoch nicht leicht. Nach der Grundlehre bei Josef Albers und László Moholy-Nagy wurde sie stellvertretende Werkstattleiterin, blieb aber nur bis 1929 am Bauhaus. Sie schuf eine Reihe herausragender Entwürfe für verschiedene Metallwaren- und Lampenhersteller, bekam allerdings ab 1933 kaum noch Aufträge. Ab 1949 erneut als Gestalterin und Dozentin aktiv, zog sie sich in der Folge des Formalismusstreits in der DDR 1954 ins Privatleben zurück.