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Briefe des heiligen Sixtus III.
Die wenigen uns erhaltenen Briefe des Papstes Sixtus III. behandeln keinen neuen Gegenstand; die meisten derselben betreffen den Nestorianismus, bezüglich dessen er die Beschlüsse des ephesinischen Concils bestätigte. Seine Milde und Friedfertigkeit wurde von Gegnern der katholischen Lehre und Kirche zur Ausstreuung des Gerüchtes ausgebeutet, als habe er selbst die Absetzung des Nestorius nicht gerne gesehen; dagegen vertheidigen ihn seine eigenen Briefe und auch der hl. Cyrillus selbst in mehreren seiner Schreiben. Auch darin folgte Sixtus seinen Vorgängern, daß er mit gleicher Wachsamkeit und Energie die Rechte des apostolischen Stuhles auf Illyricum gegen die Unabhängigkeitsgelüste der illyrischen Bischöfe und die Großmachtversuche des Bischofs von Constantinopel wahrte. Daß Sixtus vor seiner Erhebung auf den päpstlichen Stuhl eine einflußreiche und hervorragende Persönlichkeit war, bezeugen die zwei Briefe, welche der heilige Augustinus an ihn, da er noch Priester war, unter dem P. Zosimus in Betreff des Pelagianismus richtete. — Aus der im Pontificalbuche erzählten Anklage eines gewissen Bassus gegen den Papst Sixtus und dem 3. (pseudoisidorischen) Briefe des P. Fabianus fabricirte Pseudoisidor einen Brief Sixtus III. an die orientalischen Bischöfe, welchem Gratian mit Außerachtlassung der echten Schreiben 4 Citate sein Decret entnahm. S. 538
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Sein Andenken feiert die Kirche am 28. März. ↩