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Geschichte der Freimaurerei Schweiz und Basel
Schweiz
Zur Freimaurerei zählen heute rund 6 Millionen Männer in etwa 40 000 Logen in allen freien Ländern der Erde. Die Freimaurerei ist die älteste, bruderschaftliche Organisation der Welt. Sie ist dabei jedoch keine Massenorganisation, sondern eine Angelegenheit des Einzelnen.
Die Basler Freimaurerloge "Zur Freundschaft und Beständigkeit" gehört zu den traditionsreichsten Johannislogen des europäischen Kontinents. Sie hat Vorläufer in Basel im 18. Jahrhundert und wurde 1808 gegründet. Sie zählt heute rund 60 Mitglieder jeden Alters. Für vier der später gegründeten Basler Logen ist F&B die Mutterloge.
Wichtige Persönlichkeiten prägten als Mitglieder das Leben der Loge und der Freimaurerei in der Schweiz, wie z.B. Heinrich Boos, Johann Friedrich Brenner, Peter Burckhardt (Landammann), Ludwig de Wette, Franz Karl Endres, Gottlieb Imhof, Karl Gustav Jung, Gustav Kelterborn, Daniel Merian, Felix Sarasin, Kurt von Sury, Fritz Uhlmann, Wilhelm Wackernagel, Bundesrat Emil Frey und Verleger und Politiker Stephan Gutzwiler.
Die Freimaurerei hat kein zentrales Führungsgremium, sondern gliedert sich in einzelne unabhängige Vereine (Logen), die sich in Grosslogen zusammenschliessen und damit gegenseitig anerkennen. Die Grossloge der Schweiz ist die Alpina. Mitglieder der Freimaurerloge "Zur Freundschafts und Beständigkeit" (F&B) waren entscheidend an der Gründung der schweizerischen Grossloge Alpina im Jahre 1844 beteiligt.
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Wikipedia: Freimaurerei Zur Freundschaft und Beständigkeit Basel
Geschichtlicher Überblick der Freimaurerei in Basel
Über die erste Spur einer Freimaurerloge in Basel berichtet das Archiv der Loge «Zur Einigkeit» in Frankfurt a.M. Nach diesen Aufzeichnungen meldete am 18. Januar 1744 die Zürcher Loge «La Concorde» nach Frankfurt, dass sich in Basel eine Loge bilde. Schliesslich wurde 1768 die Loge «a Libertate» (Zur Freiheit) begründet, die jedoch nicht recht gedeihen wollte. Am 11. März 1778 teilte Diethelm Lavater in Zürich seiner Loge mit, dass Peter Burckhardt mit seinen Brüdern in Basel eine «rechtmässige» Loge zu konstituieren wünsche. Am 30. Juni 1779 wurde die neue Basler Loge «Zur vollkommenen Freundschaft» durch die Zürcher feierlich installiert.
Die Loge «a Libertate» wurde 1784 aufgelöst und es kann aufgrund fehlender Dokumente angenommen werden, dass auch die neue Loge «Zur vollkommenen Freundschaft» in Folge der bewegten Zeit ihre Arbeiten in den späten achtziger Jahren vollständig einstellte.
Im Jahre 1787 kam der illustrie Cagliostro nach Basel. Im «Weissen Haus» zu Basel und im «Glögglihof» zu Riehen arbeitete er freimaurerisch nach einem eigenen Ritus. Der Ausbruch der Revolution setzte aber auch seinem Bestreben ein Ende. Am 12. Januar 1808 fand im Hause Nr. 1631 an der Freien Strasse in Basel, dort wo sich später die Hauptpost installierte, die Gründung der Freimaurerloge «Zur Freundschaft und Beständigkeit» statt. Das Konstitutionspatent erhielt sie vom Gross-Orient von Frankreich. Die feierliche Installation erfolgte durch die Loge «Zur Hoffnung» aus Bern am 18. Januar 1809. Als erster Stuhlmeister der Loge wurde Daniel Merian gewählt. Sein Stellvertreter war Jean Henry Ebray, Pfarrer der Französischen Kirche in Basel. Bis ins Jahr 1811 wurde in französischer Sprache gearbeitet. Bis zum Jahre 1823 versammelten sich die Brüder im gemieteten «Klösterli» im Antonierhof an der St. Johannsvorstadt. Der Wunsch nach einem eigenen Logenhaus wurde jedoch bald erfüllt. Die Liegenschaft «Zum Venedig» am Schlüsselberg 3 konnte erworben werden. Die Einweihung des Hauses fand 1824 unter der Leitung von Felix Sarasin statt.
Die Freimaurerei erlebte in Basel eine Periode des Aufstiegs. Hervorragende Männer des Basler Kaufmannsstandes und der Wissenschaft arbeiteten vereint am Aufbau. Die damals aufs neue aufblühende Universität beteiligte sich eifrig an den edlen Bestrebungen. Persönlichkeiten wie Karl Gustav Jung, de Wette, Brömmel, Brenner und W. Wackernagel durfte die Loge zu ihren Mitgliedern zählen. Im Jahre 1840 fand die dritte Vereinigung schweitzerischer Logen in Basel statt. Die Einheitsbestrebungen wurden dadurch stark gefördert so, dass sich am 24. Juni 1844 an der Zahl 14 Freimaurerlogen zur Schweizerischen Grossloge «ALPINA» (SGLA) vereinigten. Im September 1848 wurde auf Anregung der Basler Loge zu einem ersten wichtigen Freimaurerkongress in Basel eingeladen.
Immer mehr beschäftigte die Baufrage die Gemüter, da die Logenräume bei der stets wachsenden Zahl der Mitglieder zu eng wurden. 1888 wurde eine Bauparzelle am Byfangweg gekauft und der Bau eines neuen Logenhauses beschlossen.
Am 12. Juli 1891 konnte die feierliche Einweihung des neuen Logengebäudes am Byfangweg 13 in Basel stattfinden. In dankbarer Erinnerung an das alte Heim am Schlüsselberg erhielt es den Namen «Zum neuen Venedig». Die äusseren Gebäudeteile die vom begnadeten Architekten Br. Gustav Kelterborn eigens als Logenhaus erbaute Liegenschaft steht heute unter Denkmalschutz.
Im Jahre 1922 trennten sich einige Brüder von ihrer Mutterloge, um in Verbindung mit auswärtigen Brüdern die Freimaurerloge «Zum Fels am Rhein» zu gründen. 1932 konnte die dritte Basler Loge «Osiris» installiert werden. Die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg war gekennzeichnet durch politische Bewegungen. Anhänger des «Dritten Reiches» wollten sich auch in unserem Lande ausbreiten und die Ideen von Freiheit und schweizerischer Eigenständigkeit zerstören. Die ersten Angriffe richteten sich daher gegen die Freimaurerei und gegen alle, die sich mit unseren Zielen verbunden fühlten. Unter der Leitung des Basler Freimaurers Br. Kurt von Sury in seinem Amt als Grossmeister der Schweizerischen Grossloge Alpina wurde der Gegenangriff geführt. Am 28. November 1937 wurde die Initiative «Fonjallaz», die ein Verbot der Freimaurerei und ähnlicher Organisationen verlangte, vom Schweizervolk mit gewaltigem Mehr abgelehnt. Auch alle Stände mit Ausnahme von Fribourg haben das Initiativbegehren verworfen. Nachdem während der Kriegsjahre die Tätigkeit der Logen eher zurückhaltend war, entfaltete sich nach 1945 eine rege Aktivität. Die Verbindungen mit Brüdern aus dem Elsass und der badischen Nachbarschaft wurden wieder aufgebaut und gefestigt. So gewährten die Basler «Bauhütten» der Freimaurerloge «Friedrich zur Entracht» aus dem Orient von Lörrach/Schopfheim das Gastrecht, bis diese wieder ein eigenes Logengebäude beziehen konnte. In den Jahren 1967, 1971 und 1989 wurden drei weitere Basler Freimaurerlogen begründet. Die Logen «Panta Rhei», «Zur Dreiländerecke» und «Zu den Sieben Rosen» arbeiten ebenfalls als anerkannte Mitglieder der offiziellen Schweizerischen Grossloge Alpina im Logengebäude am Byfangweg 13.