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Der Ausstellungstitel Subjective Evidence (subjektiver Beweis) verweist bereits aufs Grundthema: Wo stehst du? Was siehst du? Aus welcher Richtung kommst du? Wohin blickst du? Barbara Probst (*1964) zeigt nie eine einzelne Fotografie, sondern stets multiperspektivische Serien. Ihre kleinsten Werkgruppen bestehen aus zwei Bildern. In Doppelporträts zeigt die Künstlerin in zwei Fotografien jeweils zwei Personen. Beiläufig betrachtet könnten die Fotografien fast als identisch durchgehen, aber falsch: Auf dem linken Bild blickt die eine Person in die Kamera, die andere an der Kamera vorbei; auf dem rechten Bild verhält es sich genau umgekehrt. Diese minimale Verschiebung irritiert, lässt innehalten und macht das Sehen als bewussten Vorgang erlebbar.
In thematischen Kapiteln wie «Performance», «Landschaft», «Stillleben» oder «Mode» zeigt Barbara Probst Werkgruppen aus über 20 Jahren. Zahlreiche Arbeiten wurden zwar vor Jahren fotografiert, sind aber in Luzern das erste Mal zu sehen. In den leeren Ausstellungsräumen des Kunstmuseums Luzern realisierte die Künstlerin zudem eine neue Arbeit.