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Vor zwanzig Jahren, im Sommer 1995, ist Martin Ebner erstmals in Verbindung mit Intershop (ISN 510.00 0%) genannt worden. Seine Beteiligungsgesellschaft Stillhalter Vision erwarb 10% am Immobilienunternehmen. Still verhielt sich Ebner nicht lange. Intershop war vor allem im Ausland stark mit Einkaufszentren in Deutschland, Frankreich und den USA. In der Schweiz bot sich aber nach der Krise der Neunzigerjahre die Chance, günstig zu Liegenschaften zu kommen, die bei Banken gelandet waren. Intershop hätte nach einem Verkauf der Auslandanlagen die Basis einer Immobilien Schweiz AG werden können. Der Verwaltungsrat wurde ausgewechselt und mit Ebner nahen Leuten besetzt.
Der Strategiewechsel gelang nur teilweise. Der Rückzug aus dem Ausland spülte viel Geld in die Kasse. Davon hatte Intershop aber wenig, da die Pläne für eine Immo Schweiz AG scheiterten. Dafür flossen den Aktionären 350 Mio. Fr. aus Nennwertrückzahlungen und Sonderdividenden zu, und so besonders Ebner, der 2002 via BZ Holding mehr als 94% an der Gesellschaft hielt. In den Jahren zuvor hatte Intershop mit Wertschriftengeschäften herbe Verluste eingefahren.
Das zweite Jahrzehnt von Ebners Engagement verlief abgesehen von einem abrupten VR-Wechsel ruhiger. Intershop ist heute für das konservative Geschäftsmodell und die hohe Ausschüttungsrendite bekannt. Ebner hält über die Beteiligungsgesellschaft Patinex noch 34,2% an der Gesellschaft mit 812 Mio. Fr. Börsenwert. Die Intershop-Aktien weisen 52% Prämie zum inneren Wert auf. Die 59 Büro-, Detailhandels- und Gewerbeliegenschaften sind mit 1227 Mio. Fr. bewertet.