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Das Organisationskomitee der Mediterranean Equestrian Tour in Oliva Nova (ESP) musste den zweiten Teil der Frühjahrstour von diesem Wochenende absagen, nachdem vier Pferde am Veranstaltungsort positiv auf das Pferdeherpesvirus EHV-1 getestet wurden. Die vier positiv getesteten Pferde sind fiebrig, zeigen aber keine Anzeichen einer neurologischen Erkrankung, so eine Mitteilung der Veranstalter.
Darin heisst es weiter: Am Dienstag wurden zudem zehn Pferde am Veranstaltungsort gemäss den FEI-Veterinärbestimmungen isoliert, nachdem sechs von ihnen Fieber hatten. Keines von ihnen zeigte Anzeichen einer neurologischen Erkrankung. Alle zehn Pferde waren vor der Isolierung in demselben Zelt auf dem Turniergelände untergebracht. Am selben Tag wurden von allen zehn Pferden Tupferproben entnommen. Am Mittwoch waren vier der zehn Tests positiv, vier negativ und zwei nicht schlüssig.
Das Veterinäramt von Valencia hat entschieden, dass alle 82 Pferde, die in demselben Zelt untergebracht sind wie die vier positiv getesteten Pferde, mindestens eine Woche lang am Veranstaltungsort bleiben müssen. Alle diese Pferde werden heute Donnerstag ebenfalls getestet, gefolgt von einem zweiten Test sieben Tage später. Pferde mit negativem Testergebnis dürfen dann den Veranstaltungsort verlassen. Diese Pferde müssen in ihre Heimatställe zurückkehren und werden in der FEI-Datenbank gemäss den FEI-Regeln «gesperrt».
Alle anderen Pferde, die nicht in demselben Zelt untergebracht waren wie die positiv getesteten Pferde, dürfen das Turniergelände verlassen, sofern sie sich bei einer tierärztlichen Untersuchung vor der Abreise als fieberfrei und symptomfrei erweisen. Auch diese Pferde müssen in ihre Heimatställe zurückkehren und werden gemäss FEI-Regeln «gesperrt».
Insgesamt haben 989 Pferde am Turnier teilgenommen, davon gegen 100 aus der Schweiz wie aus der Auslandstartliste des SVPS hervorgeht. Noch ist nicht klar, ob auch Schweizer Pferde direkt betroffen sind.
Das Organisationskomitee der Mediterranean Equestrian Tour arbeitet eng mit dem Veterinäramt von Valencia und der FEI zusammen und befolgt alle Protokolle zum Schutz der Pferde.
Auch beim internationalen Springturnier in Lier (BEL) wurde der FEI ein positiver Fall von EHV-1 gemeldet. Auch dieser Vierbeiner wurde sofort isoliert und weitere 25 Pferde in der Datenbank «gesperrt».
Stellungnahme der FEI
Wie die FEI in einer Mittelung schreibt, dürfen alle in der FEI-Datenbank gesperrten Pferde aus Lier (BEL) und Oliva (ESP) so lange nicht an FEI-Veranstaltungen teilnehmen, bis sie bestimmte Gesundheitsanforderungen erfüllt haben, die auferlegt wurden, um eine mögliche Übertragung des Virus sowohl auf ihre eigenen Pferde als auch auf die übrige Pferdepopulation zu verhindern. Zu den obligatorischen Sicherheitsmassnahmen gehören die Isolierung für mindestens 21 Tage, die zweimal tägliche Temperaturmessung und die Durchführung von Labortests auf EHV-1.
Die Pferde können nur auf Anraten eines Tierarztes aus der Isolation entlassen werden. Um die Sperre aufzuheben und zu FEI-Veranstaltungen zugelassen zu werden, müssen die Pferde alle Protokolle für die Wiederzulassung zu Wettkämpfen erfüllen und die Sperre von der Veterinärabteilung der FEI aufheben lassen.
Die ersten Jahre des letzten Jahrhunderts, bis zum Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918), sahen auf Europas Turnierplätzen ein buntes Teilnehmerfeld. Da waren die Kavallerie- und Artillerieoffiziere, die...[weiter...]
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