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… fährt man am besten mit dem CityTrain,
… oder von den Einheimischen liebevoll Ludwigsbahn genannt.
Die Nordost-Ansicht der Befreiungshalle …
… habe ich um die Mittagszeit, von unten, am Alten Hafenkanal stehend fotografiert.
Ja, da steht sie die Befreiungshalle Kehlheim , welche Ludwig I. König von Bayern (Sohn von Kurfürst Maximilian I. Josef von Bayern ) zum Andenken an die in den Jahren 1813 – 1815 gewonnenen Befreiungskriege gegen Napoleon erbauen liess.
Die Innenräume der Befreiungshalle sind einsehbar mit diesem Link . Dazu können Hörstücke zur Befreiungshalle gedownloadet werden (insgesamt eine Zusammenstellung von Kehlheims Gymnasiasten im Jahre 2013 zum 150. Geburtstag der Halle).
Übrigens sind im Verlauf von 2018 die neuesten Renovierungsarbeiten beendet worden.
Der Architekt Friedrich von Gärtner hat 1839 den Bau begonnen und ist kurz nach Baubeginn gestorben. Er konnte gerade noch das Kellergeschoss und die dreistufige Sockelring-Treppe beenden. Die drei Sockelringe sind je 7 Meter hoch und bestehen aus eckigen Kalkstein-Quader. Der grösste ist bis zu 15 Kubikmeter gross und wiegt 37 Tonnen. Der unterste Sockelring hat fast einen Durchmesser von 60 Meter.
Leo von Lenze, ebenfalls Architekt und berühmter Baumeister hat den den Bau im Zeitraum 1847 – 1863 (mit abgeänderten und angepassten Plänen und einigen Unterbrüchen) vollendet. Die Aussenfassade ist ein Sichtmauerwerk aus Kalkstein von Kelheim und wird umringt von 18 eck-förmigen Strebepfeilern (16,5 m hoch / 2,5 m breit), ebenfalls aus einheimischem Kalkstein.
Auf jedem Pfeiler steht eine ca. 6,5 m hohe Kolossalstatue mit Allegorien eines Landes. Die Statuen symbolisieren die deutschstämmige Völker (z.B. Franken, Böhmen, Tiroler, Bayern, Hannover, Österreicher usw.) welche an den Befreiungsschlachten dabei waren.
Vor jedem Strebepfeiler steht ein Rundsäulen – Kandelaber aus Kelheimer – Marmor. Diese 18 Marmor-Säulen (ohne Stützfunktion) bilden gemeinsam mit einem Geländer aus Eisen die Balustrade für den unteren Balkon, direkt aufliegend auf dem Kalkstein-Sockel.
Jeder dieser Kandelaber oder Säule ist komplet anders verziert. Geometrische, blumen-, und figurenartige Sujets, sowie diverse Bildnisse von Engeln sind in den Marmor gemeisselt worden und wechseln sich in loser Folge ab.
Die oberste Steinbalustrade bestehend aus Querbalken und Metopenfries ruht auf 54 toskanischen Säulen (je 5,2 m hoch) aus Kelheimer Marmor, die den oberen Balkon – Rundgang bilden.
Die auf der Balustrade thronenden 2,5 m hohen Trophäen sind mit Helm, Harnisch und Armschilder versehen …
… und schmücken den kuppelartigen und 16725 kg schweren Kupfer-Dachstuhl.
Südlich der Befreiungshalle hat man einen tollen Ausblick zum Donaudurchbruch .
… wie man sieht, zur Zeit wegen zu niedrigem Wasserstand nicht möglich. Auch Ende Oktober 2018 kann diese Stelle immer noch nicht befahren werden.
Uraltes Kalkgestein schuf das Flussbett und damit ein tolles Naturschutzgebiet , welches stets kritisch beobachtet wird. Hier hätte ein Stausee , Kraftwerke und anderes entstehen sollen. Ebenso beim Kloster Weltenburg und weiter flussaufwärts bei Vohburg (zwischen Ingolstadt und Ulm) waren diverse Staustufen geplant.
Wieder unten im “Tal” angekommen besuchen wir noch kurz die Altstadt von Kelheim :
… wir betreten diese vom Alten Hafen her durch das Mittertor . Das ist das Westtor der ursprünglichen Stadtbefestigung. Zwei weitere Tore der Stadtbefestigung sind:
… das Altmühltor oder Nordtor der Altstadt. Das ist die Südansicht vom Tor, welches zum Main-Donau-Kanal führt, wo unser Schiff angelegt hat.
Das Donautor ist das Südtor der Stadtbefestigung und liegt an der Donaustrasse. Habe leider nur eine Nordansicht von diesem Tor. Von hier gelangt man zur Donau und Hafen der einheimischen Ausflugsschifffahrt für Fahrten zum Kloster Weltenburg usw.
Von den drei Toren (das vierte Stadttor gibt es nicht mehr) gelangt man mit wenigen Schritten zur Altstadt, z.B. an diesen Kreuzpunkt mit der Matthäus-Kirche …
…an den Ludwigsplatz mit den zweigeschossigen Dachaufbauten, hier zum Beispiel mit Treppengiebel …
… da mit diversen lieblichen Schweifgiebeln …
… und Wandmalereien.
Das wunderschöne alte Rathaus
… liegt gegenüber dieser malerischen Häuserzeile mit dem Turm der Himmelfahrtskirche …
Das Denkmal für König Ludwig I von Bayern steht vor der Brauerei Weisses Brauhaus mit Gaststätte. Brauhäuser sind in fast jedem Ort zu finden …
… wie auch solche liebevoll geschmückte Ecken und Winkel.
Es ist wieder einmal höchste Zeit, wir verlassen die Stadt durch das Altmühltor …
… um über diese Parkanlage …
… und entlang dem Main-Donau-Kanal möglichst rasch zu unserem Schiff zu gelangen…
… das heute Abend durch die Schleuse Kelheim (rechts im Bild) fahren wird. Direkt vor uns befindet sich das Pumpwerk / Kraftwerk der Rhein-Main-Donau AG, gleich daneben hinter der langen Mauer ist die Schleuse für unser Schiff und ganz rechts schleusen die kleineren Boote.
Wie es so ist, genau während dem Nachtesse fährt das Schiff ab, um in die Schleuse Kelheim zu fahren. Natürlich muss ich das kurz fotografieren. Dieses Foto zeigt die Ausfahrt, aus der gefüllten Schleuse (Flussaufwärtsschleusung) mit Blick zurück nach Kelheim. Wo ich gerade noch zum Abschied zur Befreiungshalle hinauf winken kann.