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Eine häufige Folge erworbener Hirnschädigung sind sprachlich-kommunikative Einschränkungen. Ein beachtlicher Teil dieser Auffälligkeiten lässt sich nicht als sprachsystematische Störung im Sinne einer Aphasie klassifizieren. Einschränkungen zeigen sich vielmehr in pragmatisch-kommunikativen Fähigkeiten: So verlieren Patienten beispielsweise den „roten Faden" im Gespräch, haben Schwierigkeiten beim Verständnis von Sarkasmus oder missachten das Turn-Taking. Ursächlich für diese Auffälligkeiten scheinen nicht-sprachliche, kognitive Beeinträchtigungen im Bereich Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen und/oder Soziale Kognition zu sein. Kognitive Kommunikationsstörungen (Cognitive Communication Disorders, CCDs) manifestieren sich dabei in einem weiten Spektrum unterschiedlicher Schweregrade und sind bedingt durch die häufig variierende Neuropathologie im klinischen Erscheinungsbild interindividuell stark heterogen. Weniger als 50 % der Betroffenen mit kommunikativen Auffälligkeiten nach erworbener Hirnschädigung werden sprachtherapeutisch versorgt. Ein Grund dafür liegt in einem fehlenden Bewusstsein für das Störungsbild, in einer unklaren Terminologie, einer mangelnden spezifischen und sensitiven Diagnostik sowie in der Ermangelung zielgerichteter therapeutischer Ansätze.
Im ersten Teil der Fortbildung werden die Grundlagen zum Störungsbild sowie kognitive Bedingungsfaktoren vermittelt. Anhand verschiedener Fallbeispiele wird das Schweregrad-Spektrum der CCDs skizziert. Im zweiten Teil werden konkrete Ansätze für die Diagnostik von CCDs vorgestellt und praktisch durchgeführt. Abschließend erhalten die Teilnehmerinnen einen umfassenden Überblick über therapeutische Ansätze, deren Anwendung anhand von Fallbeispielen demonstriert und erprobt wird.
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