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Lynne Arriale genoss in ihrem Heimatstaat Wisconsin zuerst eine klassische Klavierausbildung. Unter dem Einfluss von Keith Jarrett und Herbie Hancock wandte sie sich mit gut 20 Jahren dem Jazz zu. Sie investierte offenbar so viel Zeit und Herzblut in dieses Genre, dass es im Jahr 1993 zum ersten Platz bei der «International Great American Jazz Piano Competition» reichte und ihr dies einen Plattenvertrag einbrachte. Die Pianistin unterrichtet mittlerweile an der University of North Florida in Jacksonville und tourt weltweit vor allem mit ihrem Trio. In ihren Eigenkompositionen vereint sie eine grosse Bandbreite an Klangfarben, von subtilem Anschlag bis zu ekstatischen, orchestralen und perkussiven Klängen. Die ganze Palette von Swing über Hardbop bis Latinjazz vermag sie mit ihrem Klavierstil abzudecken. Immer wieder transferiert sie bekannte Popsongs in einen Jazzkontext, wie zum Beispiel John Lennons und Paul McCartneys «Let It Be», das auf ihrem neusten Album zu finden ist. Auf der aktuellen Tour wird Arriale von Jasper Somsen am Bass und Enoch Jamal «E. J.» Strickland begleitet.
RSJ/GL, 19.08.2019