Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03321.jsonl.gz/1497

Sternschnuppen - Spektakel am Nachthimmel
Was sind Sternschnuppen und wie entstehen sie? Wann und wo sind die meisten Sternschnuppen zu sehen?
Wie entstehen Sternschnuppen (Meteore)?
Der Begriff "Sternschnuppe" suggeriert, dass das leuchtende Phänomen am Himmel mit Sternen oder Sternenpartikeln zu tun hat. Dem ist aber nicht so. Sternschnuppen, auch Meteore genannt, stammen aus Staubpartikeln, die von Kometen im Weltall hinterlassen werden.
Gefrorenes Wasser und Staubpartikel bilden die Bestandteile von Kometen. Wenn sich diese der Sonne nähern, taut das Eis auf und Staubpartikel gehen verloren. So entsteht eine Staubspur im All. Bewegt sich die Erde auf der Umlaufbahn um die Sonne durch eine solche Staubspur, verursacht diese einen Sternschnuppenstrom (auch Meteorstrom bezeichnet). Dabei verglühen Trümmerteile von Kometen in der Erdatmosphäre. Da eine solche Kreuzung jährlich stattfindet, können die Kreuzungen mit den Staubspuren exakt vorhergesagt werden.
Wie wird eine Sternschnuppe sichtbar?
Die Staubpartikel von Kometen treffen mit einer hohen Geschwindigeit auf die Atmosphäre und bringen die Atome der Erdatmosphäre zum Leuchten. Besonders helle Sternschnuppen entstehen durch grössere Staubteilchen, welche über einen Zentimeter gross sind. Diese werden auch Feuerkugeln genannt.
Meteor, Meteoroid oder Meteorit
Im Zusammenhang mit Sternschnuppen und Himmelskörpern werden unterschiedliche Begrifflichkeiten genutzt. Drei davon werden häufig verwechselt:
- Meteor: Sternschnuppe bzw. leuchtende Erscheinung am Nachthimmel
- Meteorit: Objekt aus dem Weltall, welches auf der Erde gefunden wird.
- Meteoroid: Himmelskörper, der die Sonne umrundet. Ist zwischen wenigen Milimetern und mehreren Metern gross.
Wo & wann lassen sich Sternschnuppen beobachten?
Meteore bzw. Sternschnuppen lassen sich grundsätzlich während jeder klaren Nacht am Himmel erkennen. Dabei muss man zur richtigen Zeit an die richtige Stelle am Nachthimmel schauen.
Wo?
Um die Sternschnuppen bestmöglich zu erkennen, sollten die folgenden vier Dinge beachtet werden:
- Ein klarer und wolkenloser Nachthimmel ist die Grundlage für eine optimale Sternschnuppennacht.
- Je lichtarmer der gewählte Ort, desto besser können Sternschnuppen erkannt werden. Je weiter Weg von bebauten Gebieten z.B. in den Bergen, desto besser ist die Sicht.
- Je näher am Vollmond, desto mehr Lichtstörungen entstehen durch das Mondlicht.
Wann?
Einfacher fällt das Beobachten von Sternschnuppen zu Zeiten von Meteorströmen. Dank der jährlichen Umlaufbahn der Erde um die Sonne, lassen sich die Sternschnuppen-Phasen präzise voraussagen. Hier die wichtigsten:
|Sternschnuppen-

ströme
|Zeitraum||Höhepunkt||Sternschnuppen

pro Stunde (ZHR)
|Quadrantiden||28.12. - 12.02.||03.01.||max. 120|
|Lyriden||16.04. - 25.04.||22.04.||max. 18|
|Perseiden||17.07. - 24.08.||12.08.||max.100|
|Orioniden||02.10. - 02.11.||21. / 22.10.||20 - 25|
|Tauriden||15.09. - 25.11.
||10.11.||variabel|
|Leoniden||06.11. - 30.11.||17.11.||max. 15|
|Geminiden||04.12. - 17.12.||14.12.||max. 140|
Wie viele Sternschnuppen sind sichtbar?
Bei der Beobachtung des Nachhimmels während eines Meteorstroms lässen sich unterschiedlich viele Sternschnuppen beobachten. ZHR steht dabei für "Zenithal Hourly Rate" und beschreibt die maximale Anzahl an Sternschnuppen, die sich pro Stunde theoretisch beobachten lässt. Dabei geht die ZHR von optimalen Beobachtungsverhältnissen (maximale Dunkelheit) aus, bei welcher der Radiant (Himmelsregion, aus dem die Sternschnuppen strömen) im Zenit (senkrecht über dem Himmel) steht. Da die "ZHR" einer theoretischen Idealsituation entspricht, liegt die Anzahl der beobachtbaren Meteore während einer Stunde niedriger.
Die optimale Sternschnuppen-Bedingungen
Ein paar Tipps für eine Sternschnuppennacht:
- Prüfen Sie, wann der optimale Zeitpunkt für die Sternschnuppenbeobachtung ist.
- Suchen Sie sich eine klare und wolkenlose Nacht aus. Die Wetter-Alarm App kann dabei behilflich sein.
- Suchen sie sich einen möglichst dunklen Beobachtungsplatz mit freier Sicht auf den Himmel.
- Je nach Wetterprognose und Jahreszeit unbedingt warme Kleidung und warme Getränke einpacken.
- Machen sie es sich auf einem Liegestuhl oder einer Decke bequem. Für die bestmögliche Sicht zum Himmel sollten Sie sich hinlegen können.
- Jetzt brauchen Sie Geduld.
- Wünschen Sie sich etwas.
Wetterprognose Schweiz
Klare Mondnacht-Alarm
Mit den persönlichen Alarmen von Wetter-Alarm lassen sich individualisierbare Push-Benachrichtigungen erstellen. So können sie sich spezifisch auf klare Nächte und bevorstehende Vollmonde hinweisen lassen.
- Bild:
- pixabay.com