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Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 gehört zu den grossen politischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs beschloss die internationale Gemeinschaft, eine internationale Charta von Rechten zu verfassen, die eben jene Werte stärken sollte, welche im Kampf gegen die Nationalsozialisten vorgebracht worden waren.
Die endgültige Version des Textes ist pragmatisch und das Ergebnis zahlreicher politischer Kompromisse, welche in dem Bestreben entstanden sind, weitreichende Zustimmung zu erlangen. Menschenrechte sind „die Anerkennung der unantastbaren Würde aller Menschen“. Frei von Diskriminierung, Ungleichheit oder Unterschieden irgendeiner Art, ist die menschliche Würde universell, gleich und unantastbar.
Wo stehen wir heute? Einige der Grundsätze haben den Weg in unseren Alltag gefunden, aber noch längst sind nicht alle Anliegen erfüllt. Die Kinderrechte zum Beispiel werden nicht in allen Punkten respektiert. So ist es nicht überall möglich, dass Kinder Kontakt zu ihren inhaftierten Eltern haben. Auch in der Schweiz existieren weder klare Richtlinien zur Umsetzung der Rechte der Kinder, noch eine einheitliche Praxis in den Kantonen. Die Philosophin Hanna Arendt forderte einst das Recht auf Rechte. Sie sagt, dass es sinnlos ist, Gleichheit vor dem Gesetz für den zu verlangen, für den es kein Gesetz gibt.
Setzen wir uns ein für die Schwachen unserer Gesellschaft, weil auch Gott leidenschaftlich auf der Seite der Schwachen steht, immer für die Niedrigen eintritt und sich engagiert für die, denen ihr Recht geraubt oder entzogen ist. Unterstützen wir deshalb die Bestrebungen, dass Kinder in Kontakt treten können mit ihren inhaftierten Eltern, denn die Tat der Eltern darf nicht die Strafe der Kinder sein.