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In einem 170-seitigen Positionspapier nimmt Caritas Schweiz umfassend zu Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der internationalen Zusammenarbeit Stellung. Unter anderem verlangt Caritas Schweiz eine strikte Trennung zwischen ziviler und militärischer Hilfe sowie klare Rahmenbedingungen für bewaffnete Auslandeinsätze.
Zitate aus dem Text:
- Caritas Schweiz wendet sich entschieden gegen die Militarisierung von Friedensförderung und humanitärer Hilfe und fordert vom Bundesrat, dem sich international abzeichnenden Trend, über die militärische Friedenssicherung hinaus (Massnahmen von Uno und Osze) Nothilfe und Wiederaufbau vermehrt als eine militärische Angelegenheit zu verstehen, entschieden entgegenzutreten. Rehabilitation von Nachkriegsgesellschaften und Friedenskonsolidierung in Nachkriegsgesellschaften sind grundsätzlich zivile Angelegenheiten und müssen auch künftig in erster Linie von zivilen privaten und öffentlichen Institutionen übernommen werden, auch in der Schweiz.> (S. 149)
- Caritas Schweiz bekennt sich zur Entsendung bewaffneter Truppen der Schweiz in Krisenregionen, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden, wie sie 1994 der Vorlage über die Schaffung von Schweizer Blauhelmen zugrunde lagen. Caritas Schweiz erachtet folgende Kriterien als unabdingbar für eine solche Entsendung: ein verbindliches Mandat von Uno oder Osze; strikte Beschränkung der Einsätze auf Friedenserhaltung; das Einverständnis aller Konfliktparteien; Bewaffnung ausschliesslich zur Selbstverteidigung; spezielle Ausbildungsprogramme für alle beteiligten Soldatinnen und Soldaten; kontinuierliches Monitoring der Einsätze. Zudem erwartet Caritas Schweiz vom Bundesrat, dass er im Falle eines militärischen Beitrages zur Friedenssicherung ein konflikttraumabezogenes Gesamtkonzept zur Friedenskonsolidierung unter Federführung des EDA erstellen lässt> (S. 150).
Die Broschüre <Allianzen für den Frieden> kann bestellt werden bei: Caritas Schweiz, Bereich Kommunikation, Löwenstrasse 3, 6002 Luzern, <email-pii>