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1. Der positive wirtschaftliche Hintergrund
Japan hat in den letzten Jahren ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum erlebt. Für Miyuki Kashima ist dieser Wachstumsschub ein Meilenstein: "Das BIP hat sich seit Beginn von Abenomics sehr gut erholt, und endlich sind wir wieder auf dem Niveau von 1997, als die Deflation begann."
2. Small Caps haben grösseren inländischen Fokus
Wenn man der Meinung ist, dass sich der Makro-Hintergrund in Japan verbessert, dann ist der Small-Cap-Index genau das Richtige. Denn japanische Small Caps sind weitaus stärker inlandsorientiert als ihre Large-Cap-Pendants.
3. Small Caps tendieren bei steigenden Aktienmärkten dazu, Large Caps zu übertreffen
Der Topix stieg in dem Zeitraum zwischen dem 31. Januar 2017 und dem 31. Januar 2018 um 20,7%. Eine Analyse des Russell Nomura-Index von 1984 bis 2017 lässt darauf schliessen, dass Small Caps in der überwiegenden Mehrheit der Perioden, in denen die Märkte anstiegen, besser abgeschnitten haben als Large Caps.
4. Geringe Korrelation
Gerade im Hinblick auf die aktuellen Marktturbulenzen spricht ein weiteres Argument für japanische Nebenwerte: Die Korrelation japanischer Aktien zu europäischen und anderen asiatischen Märkten sowie Schwellenländer- und US-Indizes ist insgesamt niedrig – und besonders gering im Vergleich zu den Small Caps. So lag beispielsweise die Korrelation des Russell Nomura Small Cap Index mit dem MSCI US oder dem MSCI Europe über die zehn Jahre zwischen Januar 2008 und Dezember 2017 bei nur 0,60 beziehungsweise 0,61.
5. Guter Jagdplatz
Der Large Cap-Index umfasst nur 350 Aktien, während der Small Cap-Index 1250 beinhaltet. Ausserdem werden Small-Cap-Gelegenheiten von internationalen Anlegern oft übersehen.
6. Mehr Gewinner
Im Small Cap-Bereich finden sich deutlich mehr Titel, die outperformed haben, als im Large Cap-Bereich. Um die "Outperformer" zu finden, braucht es lokale Expertise. "Generell gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto weniger Informationen stehen zur Verfügung - und wenn, dann nur auf Japanisch, nicht auf Englisch", erklärt Miyuki Kashima.
7. Politische Stabilität
Japan hat sich von einem politischen Problemfall Mitte der 2000er Jahre zu einem Land mit beispielhafter Stabilität entwickelt. Zwischen 2006 und 2012 erlebte Japan nicht weniger als sieben Premierminister. Das änderte sich nach der Wahl von Shinzo Abe im Dezember 2012. "Für kleinere Unternehmen ist diese Stabilität ein Segen", sagt Kashima.
8. Lohnzuwachs bei KMUs
"Bis vor kurzem waren es die Grossunternehmen und die internationalen Konzerne, die für den Löwenanteil des Lohnwachstums verantwortlich waren. In den letzten Jahren haben jedoch immer mehr Small Cap-Unternehmen begonnen, die Gehälter ihrer Mitarbeiter zu erhöhen", erklärt Miyuki Kashima.
9. Bankkredite: Das Lebenselixier der KMUs
Japanische Banken haben deutlich mehr Kapazitäten, um Kredite zu vergeben als viele ihrer globalen Pendants. "Wenn kleinere und mittelgrosse japanische Unternehmen Geld leihen wollen, um ihr Wachstumspotenzial zu maximieren, steht Kapital zur Verfügung", sagt Kashima.
10. Der Bargeldstapel der Unternehmen
Aufgrund der Deflationsgeschichte Japans horten Unternehmen viel Bargeld. Unter der Annahme, dass die Deflation beendet ist und sich die Stimmung weiter verbessert, könnten die Unternehmen eher bereit sein, diesen "Bargeldstapel" zu reduzieren. Da grosse Unternehmen bereits so hoch kapitalisiert sind, gibt für kleinere Unternehmen weniger Wettbewerb um die Finanzierung durch Banken.
11. Rückenwind für Aktien
Nicht nur internationale Investoren sind am japanischen Aktienmarkt untergewichtet, auch japanische Haushalte. Kashima: "Angesichts der Performance japanischer Aktien in den letzten 20 Jahren ist diese niedrige Allokation kaum überraschend. Wir sind jedoch der Meinung, dass die japanischen Sparer angesichts der sich weiter verbessernden Konjunktur und der anhaltend guten Performance der Unternehmen mehr Interesse am Kauf von Aktien haben werden, was zusätzlichen Rückenwind für Aktien bedeutet."
12. Gute Nachrichten noch nicht eingepreist
Japanische Aktien scheinen unterbewertet. Zumindest, wenn man die relative Verzögerung zwischen der Performance japanischer Indizes und der Verbesserung der Unternehmensgewinne berücksichtigt.