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Ein Genie um ein Haar abgetrieben
Das Geburtstagskind wurde abgetrieben
«Mami, ich will erzählen, was Abtreibung wirklich ist»
«Dein Fleisch und Blut»
Nachrichten
Nachrichten24.11.2016
Wird der neue US-Präsident seine Lebensschutz-Wahlversprechen halten?
Erwartungen an die Adresse von «The Donald»
_Trump bezeichnet sich seit 2011 als «pro-life»_ Nach dem «Wahl-Krimi» vom 8. November 2016 blicken auch Lebensschützer aus aller Welt weiterhin gespannt auf die Entwicklungen in den USA. Die Wahl von Trump könnte den ungeborenen Kindern einen deutlich besseren Schutz verschaffen. mamma.ch liefert einen ersten Überblick.
Hillary Clinton ist eine überzeugte, um nicht zu sagen eine extreme Abtreibungsbefürworterin. Mit ihr als Präsidentin hätte man sich für den Lebensschutz in den USA definitiv nichts Gutes erhoffen können (siehe Box unten). Ob Donald Trump demgegenüber ein «überzeugter» Lebensschützer ist, wird sich weisen müssen. Wie er selbst sagt, hat er in der Abtreibungsfrage eine Entwicklung durchgemacht. Noch um die Jahrtausendwende äusserte er sich als Befürworter eines vermeintlichen «Rechts» auf Abtreibung. In einem Interview im Jahr 2011 erzählte er dann von einem befreundeten Ehepaar, bei dem die Frau schwanger war und der Mann das Kind zuerst nicht wollte, sich nach der Geburt dann aber doch riesig freute. Diese und andere Geschichten hätten seine Ansichten verändert, so Trump – und er sei nun «pro-life».
«Lebensschutz-Koalition». Während des Wahlkampfs äusserte sich Trump mehrfach im Sinne einer Verbesserung des Lebensschutzes. Ende September 2016 richtete er sich in einem Brief direkt an die führenden Köpfe der amerikanischen Lebensschutz-Organisationen. Darin gab er konkrete Wahlversprechen ab:
• Er werde für den Obersten Gerichtshof Richter nominieren, die dem Lebensschutz freundlich gesinnt sind. (Diese obersten Richter bleiben auf Lebenszeit und könnten die seit 1973 geltende Abtreibungslegalisierung wieder rückgängig machen.)
• Er werde ein Gesetz unterzeichnen, das Spätabtreibungen verbietet.
• Er werde «Planned Parenthood» (der grössten Anbieterin von Abtreibungen in den USA) die Steuergelder streichen.
• Er werde dafür sorgen, dass eine Regelung, die die Finanzierung von Abtreibungen mit Steuergeldern untersagt, zum dauerhaften Gesetz wird.
Der Brief schliesst mit den schönen Worten: «Zusammen können wir diese wichtige Koalition bilden, auf dass Mike Pence (der Vizepräsident) und ich jeden Tag im Weissen Haus für die Ungeborenen und ihre Mütter eintreten können.» – Die Frage bleibt: Wird Präsident Trump diese Wahlversprechen in die Tat umsetzen? Wird es reichen, ihn daran zu erinnern? Die Lebensschützer haben nun natürlich hohe Erwartungen und Hoffnungen.
«Abtreibung» ein Topthema. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse in beiden Kammern des US-Parlaments stehen die Chancen für eine Verbesserung der Lebensschutz-Situation in den USA so gut wie noch nie seit der Abtreibungslegalisierung von 1973. Pence ist zudem ein Vizepräsident, der noch wesentlich eindeutiger der Lebensschutz-Seite zuzuordnen ist als Trump.
Übrigens dürfte die Abtreibungsfrage für die Wähler sehr wohl ein relevantes Kriterium gewesen sein. Bei einer Google-Trends-Analyse rangierte «Abtreibung» in den USA sowohl am 9. und 19. Oktober (Fernsehdebatten) als auch am 8. November an erster oder zweiter Stelle bei den Themen, die in Verbindung mit den beiden Kandidatennamen gegoogelt wurden. Die Lebensschutz-Organisationen hatten lange Zeit gezögert, Trump zur Wahl zu empfehlen. Angesichts seiner Lebensschutz-Wahlversprechen und der «guten» Leute, die er in sein Team geholt hat, hiess es zuletzt aber doch mehrheitlich «vote pro-life: vote for Trump» – «Denken Sie beim Wählen an den Lebensschutz: Wählen Sie Trump».
Clinton: Abtreiben ohne Limits
Hillary Clinton spricht sich leider für das vermeintliche «Recht» auf Abtreibung praktisch bis zur Geburt und in jeder beliebigen Situation aus und gewichtet dieses höher als die Gewissensfreiheit von Ärzten, Hebammen etc. Sie befürwortet auch eine obligatorische Übernahme der Abtreibungskosten durch Steuergelder. Bezeichnenderweise investierte die US-Abtreibungsanbieterin «Planned Parenthood» 30 Millionen Dollar in den Wahlkampf, um «Freundin» Hillary zu unterstützen.