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De Stijl
(niederländisch: der Stil)
Bezeichnung einer in Holland gegründeten Künstlerbewegung von Malern, Architekten und Bildhauern, die sich um die von Theo van Doesburg und Piet Mondrian 1917 gegründete Zeitschrift gleichen Namens gruppierte.
Die Zeitschrift De Stijl, in der das theoretische Konzept des Neoplastizismus programmatisch formuliert wurde, war eine der bedeutendsten Kunstzeitschriften jener Zeit. Die letzte Ausgabe erschien 1932.
Als künstlerische Bewegung lehnte De Stijl jede Nachahmung natürlicher Gegebenheiten ab. Ziel war die Entwicklung einer Ästhetik, bei der abstrakt-geometrische Formen und farbliche Klarheit im Vordergrund stehen sollten. Ähnlich wie die Vertreter des russischen Konstruktivismus verwendeten die Künstler von De Stijl deshalb vertikale und horizontale Linien, rechtwinklige kubische Formen und die Grundfarben Rot, Blau, Gelb sowie Schwarz, Weiß und Grau. Das Formensystem von De Stijl beeinflußte vor allem die Entwicklung der Architektur, in der die Bewegung - ähnlich wie im Kubismus - für ein freies Spiel sich durchdringender Flächen eintrat. Beispiele für die Umsetzung dieser Grundsätze sind etwa das Haus Schröder in Utrecht (1924), das Gerrit Thomas Rietveld entwarf, sowie die Wohnsiedlung (1924-1927) von Jacobus Johannes Pieter Oud in Hoek van Holland. Die Architekturkonzeption von De Stijl übte großen Einfluß auf das Bauhaus und die Architekten der Neuen Sachlichkeit aus.