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HAMBURG (awp international) - Der Luxuswagenhersteller Rolls-Royce will sich nicht von China abhängig machen. "Das ist ein sehr schöner Markt ?-auf der einen Seite. Auf der anderen kann er aber über Nacht reguliert werden", warnt der Chef der BMW-Tochter, Torsten Müller-Ötvös, im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). "Man sollte sich nicht ausschliesslich auf China fokussieren", so der Manager vor der am Dienstag startenden Shanghai Auto Show. Stattdessen strebe er mit der BMW-Tochter weltweit in neue Märkte. "Asien wollen wir in Summe aufbauen. Wir expandieren in Indien, in Südkorea ? eigentlich in allen asiatischen Märkten inklusive Australien und Neuseeland."
China gilt als Hoffnungsmarkt für die Autobranche. Dennoch bleiben unkalkulierbare Risiken wie die Regulierung durch die kommunistische Regierung, die versucht, den Automarkt durch Gesetze zu lenken. "Das Beispiel Peking zeigt, dass die Regierung gewillt ist einzugreifen", sagt Müller-Ötvös. Die Stadtregierung von Peking hatte Ende 2010 beschlossen, die Neuzulassungen von bis dato rund 50.000 Pkw auf 20.000 Fahrzeuge monatlich zu beschränken. Die Genehmigungen werden per Lotterie erteilt.
Auch Rolls-Royce musste sich jüngst einer Neuregelung beugen, schreibt die Zeitung. Die chinesische Regierung stufte Fahrzeuge über sechs Meter Länge als Nutzfahrzeuge ein und verbannte sie auf die Lkw-Spur ? zwischen Ankündigung und Umsetzung lagen nur sieben Tage. Als Reaktion kürzten die Ingenieure der BMW-Tochter das grösste Phantom-Modell auf 5,98 Meter./wiz
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