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1984 gab in Moskau ein Zwölfjähriger sein aufsehenerregendes Debüt: Evgeny Kissin spielte die beiden Klavierkonzerte von Chopin. Nur knapp zwei Jahre später machte in Salzburg eine junge Debütantin Furore: Renée Fleming gab ihren Einstand als Konstanze in Mozarts «Entführung aus dem Serail». Längst zählen die beiden, wie das im Klassik-Jargon heisst, zur absoluten Weltspitze: die umschwärmte amerikanische Diva und der bewunderte russische Meisterpianist. Ihre Fans pilgern regelmässig um die halbe Welt, um ihr Idol live erleben zu können. Im Rahmen des Klavierfestivals «Le piano symphonique» sind sie nun gemeinsam auf der Bühne zu erleben – eine absolute Rarität. Und beide widmen sich ganz der Musik von Sergej Rachmaninoff, der einst, dank seinem Wohnsitz in Hertenstein, sozusagen ein Wahl-Luzerner war. Die schönsten Kostproben aus seinem reichhaltigen Liedschaffen stehen auf dem Programm sowie zwei herausragende Klavierwerke: Rachmaninoffs zweite Klaviersonate und jene «5 Morceaux de fantaisie», die er einst als 19-Jähriger komponierte, später ein Leben lang immer wieder öffentlich vortrug und sogar auf Klavierrollen sowie auf Schellackplatten einspielte. Weltbekannt wurde das zweite der fünf Morceaux: das populäre Prélude in cis-Moll – wohl Rachmaninoffs berühmtestes Werk.