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NGC 6302, Käfer-Nebel
Geschichte
Der Nebel wurde 1880 von Edward Barnard mit seinem privaten 5-Zoll-Refraktor in Nashville entdeckt. Er schlug den Namen «Käfer-Nebel» (engl. Bug Nebula) vor. [196] Moderne hochauflösende Bilder zeigen, dass der Nebel eher wie ein Schmetterling aussieht, weshalb er manchmal auch «Schmetterlingsnebel» (engl. Butterfly Nebula) genannt wird, ein Name, der auch für die planetarischen Nebel NGC 2346 oder Minkowski 2-9 verwendet wird.
Physikalische Eigenschaften
Der Planetarische Nebel NGC 6302 liegt etwa 3800 Lichtjahre entfernt. Das Alter des Nebels wird auf etwa 2200 Jahre geschätzt. Er dehnt sich über mehr als 2 Lichtjahre aus.
Der Zentralstern ist in einem donutförmigen Ring aus Staub verborgen, der als dunkles Band erscheint, das den Nebel in der Mitte einschnürt. Der dicke Staubgürtel engt den Ausfluss des Sterns ein, wodurch die klassische bipolare oder sanduhrförmige Form entsteht, die einige planetarische Nebel aufweisen.
Die Oberflächentemperatur des Sterns wird auf etwa 222'000 Kelvin geschätzt. Spektroskopische Beobachtungen zeigten, dass das Gas etwa 20'000 Kelvin hat, was im Vergleich zu typischen planetarischen Nebeln ungewöhnlich heiss ist.
Die äußeren Ränder des Nebels sind größtenteils auf das von Stickstoff emittierte Licht zurückzuführen. Die inneren Regionen sind Bereiche, in denen das Licht von Schwefel emittiert wird. Dies sind Regionen, in denen schnelles Gas den Stern überholt und mit langsamem Gas kollidiert, das den Stern zu einem früheren Zeitpunkt verlassen hat, wodurch Schockwellen im Gas entstehen. [522]
|Bezeichnung||NGC 6302|
|Typ||PN|
|Rektaszension||17h 13m 44.1s|
|Deklination||-37° 06' 12"|
|Durchmesser||1.48 arcmin|
|Fotografische (blaue) Helligkeit||12.8 mag|
|Visuelle Helligkeit||9.6 mag|
|Dreyer Beschreibung||pB, E pf (Swift: triple)|
|Identifikation||PK 349+1.1, ESO 392-PN5, Sh2-6, Bug nebula|
Auffindkarte
Der planetarische Nebel NGC 6302 befindet sich in der Nähe vom Stachel des Skorpions im Sternbild Scorpius. Die beste Beobachtungszeit ist in den Monaten Mai bis Juli, wenn der Teil des Sternbilds nachts am höchsten über dem südlichen Horizont steht. Ein Beobachtungsort mit freier Sicht gen Süden ist hier erforderlich, denn der Nebel kommt mit einer Deklination von -37° in der Schweiz gerade mal knapp 10° über den Horizont, wenn er im Meridian steht.