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Der mittellose Student Stanislaw Demba befindet sich auf der Flucht vor der Polizei, weil er versucht hat, einen aus der Bibliothek entwendeten Prachtband zu Geld zu machen. Sein Problem: Er ist entkommen, nachdem man ihm bereits Handschellen angelegt hatte. Im Laufe eines Tages – zwischen neun und neun – begegnet er auf seiner Odyssee durch das Wien der k. u. k. Monarchie behäbigen Kleinbürgern, versponnenen Gelehrten, kleinen Angestellten, gerissenen Händlern und Hehlern, Spielern und verlorenen Existenzen, die in Bars und Kaffeehäusern ihr Dasein fristen. Stunde um Stunde wird ihm die Welt, in der er sich bewegt, zusehends zu einem Labyrinth des Schreckens, zu einer unheimlichen und zugleich grotesk-komischen Alptraumlandschaft.
Alle, die den Roman gelesen haben, sind zur Diskussion herzlich eingeladen.
Sonja Osterwalder studierte in Wien und Zürich Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik, promovierte 2008 mit einer Studie über Detektivliteratur, arbeitet momentan an einem Projekt über C. F. Meyer und forscht über Realismus, Psychoanalyse und Kriminalliteratur.