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Sie variiert mit Blütenköpfchen ohne Strahlenblüten, schmeckt aromatisch bitter und enthält ca. 0,5 Proz. gelbliches bis
bläuliches ätherisches Öl, welches aus einem Kamphen, wenig Angelikasäure und hauptsächlich aus dem
zu der letztern gehörenden Aldehyd besteht. Man benutzt die römische Kamille wie die gewöhnliche. Sie gelangte erst zu Ende
des Mittelalters, wie es scheint, aus Spanien nach Deutschland. Einen gelben Strahl hat Anthemis tinctoriaL. (Färberkamille), deren
kammförmige, doppelt fiederspaltige Blätter widerlich aromatisch riechen. Sie findet sich überall und
wurde früher als gelbe Färberpflanze bisweilen kultiviert. Einige Arten findet man als Zierpflanzen in Gärten.