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Postulat über den Wertverlust in bestehenden Naturschutzgebieten
Archiv: 20. Juni 2005
Postulat von Adrian Borgula, namens der GB-Fraktion
Der Regierungsrat wird aufgefordert, Pflege und Unterhalt bestehender Naturschutzgebiete zu verbessern, damit der naturschutzfachliche Wert der Schutzgebiete erhalten oder verbessert werden kann.
Mit der Unterschutzstellung von schützenswerten Flächen ist ein erster wichtiger Schritt zur Erhaltung der Artenvielfalt getan. Während die Pflege hochwertiger Landwirtschaftsflächen durch Naturschutzverträge gesichert ist, zeigt sich, dass verschiedene andere Gebiete an naturschutzfachlichem Wert und an Artenvielfalt verlieren, wenn sie ungenügend unterhalten und gepflegt sind. Dazu kommt, dass namentlich im Mittelland viele Naturschutzgebiete nur kleinflächig und durch die hohe Nutzungsdichte und die zahlreichen Strassen stark verinselt sind sowie unter dem übermässigen Stickstoffeintrag leiden. Isolation und Stickstoffeintrag sind aus verschiedenen Gründen nicht so schnell einzudämmen. Umso wichtiger ist es, die Artenvielfalt auf den bestehenden «Stützpunkten der Biodiversität» (Naturschutzgebiete und Vertragsflächen) zu erhalten und zu fördern, bis dereinst die Landschaft (hoffentlich) wieder bessere Lebensmöglichkeiten für gefährdete Tier- und Pflanzenarten bietet.
Folgende Massnahmen sind zu prüfen:
- vermehrter Einbezug von Landwirten auch in objektspezifisch komplizierte Pflegemassnahmen,
- bessere fachliche oder finanzielle Unterstützung lokaler Organisationen bei Pflege und Unterhalt,
- Schaffung einer professionellen Pflegeequipe, allenfalls unter vermehrtem Einbezug von Zivildienstleistenden und Personen aus Beschäftigungsprogrammen,
- Bereitstellen zusätzlicher personeller und finanzieller Mittel.