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Interclub NLA, 35+, Saison 2013
Runde 2: Les Illes Sion - TCR 5:4
"Vom Winde verweht und doch noch 4 wichtige Punkte geholt"
Der "TCR-Walliser" Jan Huhnholz (R3), Matthias Uebelhoer (R4) und Teamsenior Grégor Dietrich (R3) sorgten mit ihren drei Einzel-Siegen für eine Patt-Situation vor den entscheidenden Doppeln. Aber anders als in Runde 1 gewannen die Rapperswiler nur eines der drei Doppel und mussten schlussendlich mit einer 4:5 Niederlage aus dem windigen Rhonetal an den Obersee zurück.
Die Rapperswiler Herren Nati A 35+ reisten nach Sion und fanden eine Tennisanlage "les Iles Sion" vor, die wie im Bilderbuch in der Mitte des Rhonetales eingepflanzt war. Die Tennisplätze waren denn auch am Rhonewind exponiert, welcher an diesem sonnigen Nachmittag nie richtig nachliess. Der auf Position 2 gesetzte Christian Ernst (R2) spielte gegen einen der zwei stark aufspielenden Brunold Brüdern, welche in der (Walliser) Tennisszene ein Begriff sind. Christian kämpfte beherzt in den langen Ballwechseln, aber Marc Brunold (R1) war am Schluss doch zu stark und Ernst verlor 1:6 und 3:6. Im zweiten Einzel spielte an Nummer 4 gesetzt unser "Walliser" Jan Huhnholz (R3) gegen einen um eine Position besser klassierten Laurent Kaelin (R2). Huhnholz kämpfte sich beherzt durch das Match, gewann den ersten Satz knapp im Tie-Break und holte sich den ersten grossartigen Sieg für Rapperswil mit dem Gewinn des zweiten Satzes 6:3. Im dritten Match spielte Matthias Uebelhoer (R4) auf Position 6 ein kämpferisches Spiel gegen Richard Caloz (R4) und gewann ganz knapp 6:4 im dritten Satz, nachdem er im letzten Satz sogar 2:4 hinten gelegen hatte. Nur dank der Nervenstärke und dem eisernen Willen gewann der Rapperswiler Uebelhoer diesen wichtigen zweiten Punkt. Der an Nummer 1 gesetzte Lars Jansen (R2) hatte es mit dem zweiten der Brunold Brüdern zu tun. Armando Brunold (R1) war ebenfalls ein ehemaliger Schweizer Spitzenspieler, aber Jansen liess dies alles kalt. Er spielte beherzt auf und verteidigte sich bravourös gegen den stark spielenden Brunold. Jansen konnte sogar den Walliser in einen dritten Satz drängen, musste sich jedoch 3:6 geschlagen geben.
Dann ging Teamsenior Grégor Dietrich (R3) gegen seinen gleichklassierten Gegner Christophe Monod (R3) auf den Platz und hatte bereits im Einspielen ein gutes Gefühl. Dieses gute Gefühl brauchte Dietrich dann auch, denn es wurde ein Tenniskrimi. Zwei Matchbälle hatte der Rapperswiler gegen sich, aber er riskierte alles, servierte beherzt und konnte diese kritische Situation überstehen. Es ging in den Tie-Break im letzten Satz und in diesem Entscheidungsspiel half dann die ganze Routine von Dietrich, der diesen wichtigen Punkt nach Hause schaukeln konnte und damit eine hervorragende Leistung krönen konnte. Als letztes Einzel musste dann Captain Karim Accaoui (R3) gegen einen stark aufspielenden Nicolas Pont (R2) an Position 3 die Segel streichen (2:6/ 3:6), zu stark war der Druck des Wallisers, der vor 4 Jahren noch N klassiert war.
Somit hatten die Rapperswiler wie so oft auf Position 4, 5 und 6 die wichtigen Punkte geholt, gingen jedoch auf Position 1 bis 3 leer aus. Jetzt mussten die Doppel entscheiden und mit dem guten Gefühl des letzten Wochenendes, spielten die Rapperswiler beherzt auf. Roger Rüegg (R3) spielte mit Grégor Dietrich (R3) ein solides Doppel drei und die beiden gewannen in zwei Sätzen 7:6 6:3. Christian Ernst (R2) und Karim Accaoui (R3) welche in der Vergangenheit einige Male für eine Überraschung sorgen konnten, hatten die Fortune diesmal nicht auf ihrer Seite. Häufig agierte der Gegner ein bisschen glücklich und einige Break-chancen konnten die Rapperswiler im zweiten Satz nicht verwerten. Dies wurde dann auch hart bestraft, indem die Rosenstädter den zweiten Satz im Tie-Break verloren und somit den Punkt mit 3:6 und 6:7 den Wallisern überlassen mussten. So stand es vor dem letzten Doppel 4:4 und im letzten Doppel zwischen Lars Jansen (R2) mit Jan Huhnholz (R3) gegen Armando Brunold (R1) mit Nicolas Pont (R2) 1:1 in den Sätzen , eine äusserst spannende Ausgangslage. Sion hatte jedoch im entscheidenden Satz mehr Kraftreserven und siegte 6:1 im dritten Satz.
Die Rapperswiler können und müssen mit dieser knappen Niederlage zufrieden sein, weil sie gegen ein sehr ausgeglichenes und starkes Nati A-Team auswärts vier wichtige Punkte geholt haben. Somit haben sie für das letzte Gruppenspiel, welches in zwei Wochen gegen Seeblick Zürich auswärts gespielt wird, keine schlechte Ausgangslage geschaffen.