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Johann von Gudden
* 7. Juni 1824, Kleve; † 13. Juni 1886, Starnberger See, Schloss Berg, München.
Johann von Gudden, ein deutscher Mediziner, Psychiater und Neuroanatom, ist am 7. Juni 1824 in Kleve geboren. 1843 beendet er die Realschule und geht zum Studium der Theologie und Medizin nach Bonn, Berlin und Halle, wo er 1848 promoviert. Er erhält eine Anstellung in Siegburg als Praktikant bei Karl Wigand Maximilian Jacobi, einem der führenden deutschen somatischen Psychiater. Ab 1852 arbeitet Johann von Gudden als Hilfsarzt zusammen mit Christian Friedrich Wilhelm Roller in der badischen Irrenanstalt Illenau bei Achern. 1855 wechselt er nach Werneck und wird dort Direktor der neu eröffneten Königlich Bayerischen Kreisirrenanstalt. Er initiiert neue Unterbringungs- und Pflegegrundsätze für die Patienten durch Soldaten, die in der Armee als Sanitätskräfte eingesetzt worden waren. Seine Grundsätze sind vergleichbar mit denen von Wilhelm Griesinger, Ludwig Meyer, John Conolly. 1869 wird Gudden erster Direktor der kantonalen psychiatrischen Klinik Burghölzli bei Zürich und Professor für Psychiatrie an der Universität Zürich. Nach dem Tod von Karl August Solbrig 1872 wird er Obermedizinalrat, Direktor der Oberbayerischen Kreis-Irrenanstalt Haar in München und 1873 ordentlicher Professor für Psychiatrie der Universität München. Johann von Gudden wird 1875 in den persönlichen Adelsstand erhoben, Professor der Universität München und Königlicher Obermedizinalrat. 1886 gibt von Gudden das verhängnisvolle Gutachten über König Ludwig II. ab. Es sagt aus, dass bei Ludwig II. Zeichen von Geistesschwäche und einer paranoiden Psychose vorliegen. Am 13. Juni 1886 kommen aus noch nicht geklärten Umständen König Ludwig II. und Johann von Gudden im Starnberger See bei Schloss Berg ums Leben.
Bekannt ist Johann von Gudden. durch die Eponyme Guddensche Kommissur, Gudden's law, Gudden Trakt, Gudden-Wanner-Zeichen, Guddensche Methode und die Fachbezeichnung Wanner-Symptom.
Enge wissenschaftliche Kontakte hatte Johann von Gudden u.a. mit Karl Wigand Maximilian Jacobi, Christian Friedrich Wilhelm Roller, Wilhelm Griesinger, Ludwig Meyer, John Conolly, Karl August Solbrig,
Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_von_Gudden
http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_von_Gudden
http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/491.html