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Die Brennerei Ben Nevis liegt am Ortseingang von Fort William in Sichtweite des höchsten Berges von Großbritannien, der ebenfalls Ben Nevis heißt. Wirklich eine Schönheit ist die Destillerie nicht, ob wohl sie über ein interessantes Besucherzentrum verfügt. Der Whisky, gerade die Einzelfassabfüllungen unabhängiger Abfüller überzeugen aber durchaus den Whisky-Liebhaber. Leider ist die in japanischer Hand geführte Brennerei nicht so auf dem Radar der Single Malt Liebhaber.
Die Destillerie Ben Nevis wurde 1825 von John Macdonald gegründet, der wegen seiner Körpergrösse „Long John“ genannt wurde. Es gibt einen Blend mit gleichem Namen, hat jedoch mit dem Clan der Macdonalds nichts mehr zu tun. Irgendwann so um 1910 bis 1920 herum wurde die Destillerie verkauft. Zwischenzeitlich war auch die Marke in getrennten Händen und erst 1981 an Seager Evans verkauft, der sogar eine 5. Brennblase in Betrieb nahm, um den Blend „Dew of Ben Nevis“ zu produzieren. Doch diese 5. Brennblase wurde irgendwann wieder abgebaut. Kurz darauf war sie in Besitz von dem Kanadier John Hobbs. Bereits kurze Zeit darauf wurde die Brennerei erneut verkauft und zwar an die Brauereigruppe Whitbread. Diese schlossen 1986 die Brennerei, behielten aber die Marke „Long John“. 1989 wurde Ben Nevis erneut verkauft. Sie ging in den Besitz der Japanischen Firma Nikka, die bis heute im Besitz der Brennerei geblieben ist. Sie richteten auch ein attraktives Visitorscenter ein, um Touristen anzulocken. Sie stellen unter anderem auch wieder den Blend „Dew of Ben Nevis“ her und haben sich auch die Rechte an der Marke „Glencoe“ gesichert. Vor allem die Einzelfassabfüllungen überzeugen den Whisky-Liebhaber, obwohl der Whisky dieser Brennerei gerne unterschätzt wird.