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Die Credit Suisse hat rund 22´000 US-Amerikanern dabei geholfen, Steuern zu hinterziehen, wie der Bericht des zuständigen US-Senatsausschusses ergab. Der Report enthält Details zu den Methoden, mit denen das Geldhaus seinen Kunden zur Seite gestanden hat. So machte die Grossbank unter anderem falsche Angaben in Visa-Anträgen und schredderte Dokumente, wie die Financial Times berichtet.
Darüber hinaus habe die Bank Kunden dabei geholfen, ihr Vermögen in Offshore-Konten unterzubringen und die Summen zu stückeln, sagte US-Senator Carl Levin, der Leiter der Untersuchung. Auf diese Weise wurden stets Summen unter der Schwelle von 10´000 Dollar transferiert, ab der ein Nachweis notwendig geworden wäre.
Büro mit dem Codenamen SI085
Um Geschäfte solcher Art zu tätigen, hat die Credit Suisse dem Bericht zufolge extra ein Büro am Flughafen Zürich unterhalten, das unter dem Decknamen SIO85 bekannt war. Banker des Geldhauses hätten von 2002 bis 2008 mehr als 150 Flüge unternommen, um ihren vermögenden Kunden behilflich zu sein.
Ausserdem wurde bekannt, dass die nächste Wall-Street-Bank für ihre Geschäfte kurz vor der Finanzkrise 2007 zur Kasse gebeten wird. Morgan Stanley ist nach eigenen Angaben bereit, 275 Millionen Dollar an Gewinnabschöpfung und Strafen zu zahlen.
Einigung auf Zahlung
Damit will die Bank Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC wegen bestimmter Hypothekendeals aus dem Jahr 2007 beenden. Die New Yorker Investmentbank erklärte in ihrem vorgelegten Geschäftsbericht, sich grundsätzlich mit der SEC auf die Zahlung verständigt zu haben.
Morgan Stanley werde im Rahmen der Übereinkunft die erhobenen Vorwürfe weder verneinen noch bejahen. Die SEC müsse den Vergleich noch intern absegnen, hiess es. Die Behörde selbst äusserte sich zunächst nicht.
(mit Material von sda)