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Genf - Der US-Sänger Stevie Wonder fordert einen besseren Zugang zu urheberrechtlich geschütztem Material für Menschen mit Sehschwierigkeiten. Behinderten werde heute viel Information vorenthalten, sagte der Künstler, der selbst blind ist.
"300 Millionen sind im Dunkeln", sagte Wonder am Montag in Genf am Jahreskongress der UNO-Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Vor den Vertretern von 184 Staaten schlug er einen Vertrag vor, der Behinderten Zugang zu mehr Lern- und Informationsmaterial erlauben soll, das urheberrechtlich geschützt ist.
Wonder untermalte seinen Appell vor Ministern und Diplomaten aus aller Welt mit einigen seiner bekanntesten Songs wie "I Just Called to Say I Love You". Laut einem seiner Mitarbeiter sind in Industrieländern nur fünf Prozent der gedruckten Informationen und Bücher in Blindenschrift erhältlich, in Entwicklungsländern gar nur ein Prozent.
Wonders Vorschlag enthält auch eine Kritik an seiner eigenen Regierung: Die USA gehörten zu einer Reihe von Staaten, die zu der weltweiten Lockerung von Urheberrechten Bedenken äussern.
SDA-ATS