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Die Chancen der Schweizer, sich direkt für die WM 2022 zu qualifizieren, sind durchaus intakt. Und doch ist es wahrscheinlicher, dass die Nati den Weg über die Playoffs nehmen muss. Auf wen könnte das Team von Murat Yakin da eigentlich treffen?
Nur jeweils der Erste der zehn Gruppen in der WM-Qualifikation sichert sich ein direktes Ticket für die Weltmeisterschaft in Katar. Die Gruppenzweiten müssen in die Playoffs, wo zudem zwei Gruppensieger aus der Nations League warten, die in der WM-Quali gescheitert sind.
Die Schweiz steht in ihrer Gruppe C derzeit auf dem zweiten Platz. Nach dem Sieg am Dienstag in Litauen hat man diesen Platz schon mal auf sicher. Natürlich würde die Nati nur allzu gerne die direkte WM-Quali schaffen, dafür braucht es im November aber voraussichtlich einen Auswärtssieg gegen Europameister Italien. Oder aber, man macht in Sachen Tordifferenz Boden gut (Italien ist derzeit mit zwei Toren im Vorteil), dann würde unter Umständen auch ein Remis für Platz 1 reichen.
Wie auch immer. Man muss hierzulande davon ausgehen, dass es am Ende der zweite Rang wird. Und die Schweiz in den Playoffs ums Katar-Ticket kämpfen muss. Im März 2022 spielen zwölf Nationen um die letzten drei europäischen WM-Plätze. Die Teams werden in drei Play-off-Wege aufgeteilt, in denen es jeweils Halbfinal und Final gibt – in je einem einzigen Spiel. Die Sieger der drei Wege qualifizieren sich für die WM.
Mögliche Hochkaräter in den Playoffs
Nach jetzigem Stand in der WM-Quali würden folgende Mannschaften als Gruppenzweite in den Playoffs stehen: Portugal, Spanien, Schweiz, Ukraine, Tschechien, Schottland, Norwegen, Kroatien, Polen und Rumänien. Allerdings könnte es noch zu Verschiebungen kommen und auch Schweden, Serbien, Russland, Albanien, Bosnien, Finnland oder die Türkei noch auf dem zweiten Platz landen. Ausserdem dürften Österreich und Wales durch die Nations-League-Hintertür den Sprung in die Playoffs schaffen.
Gut für die Schweiz: Dank ihrer Punkteausbeute in der Quali würde die Nati beim allfälligen Playoff-Einzug wohl zu den gesetzten Teams gehören und zumindest im Halbfinal den besten Mannschaften aus dem Weg gehen. Einfach würde es trotzdem nicht werden. Wahrscheinlich werden sechs der folgenden neun Nationen zu den ungesetzten Playoff-Teams gehören: Österreich, Tschechien, Rumänien, Ukraine, Wales, Norwegen, Albanien, Schottland und die Türkei.
Die Playoffs wären für die Nati alles andere als ein Zuckerschlecken, zumal nach dem Halbfinal-Duell ja noch ein Endspiel gegen einen wohl noch besseren Gegner folgen würde – beispielsweise Spanien oder Portugal. Die Nati ist also gut beraten, in den letzten zwei Spielen gegen Italien und Bulgarien Vollgas zu geben, damit es am Ende vielleicht doch noch für Platz 1 und die direkte Qualifikation für die Endrunde reicht.