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Pop Aye
Regie: Kirsten Tan
Darst.: Bong, Thaneth Warakulnukroh, Penpak Sirikul, Nattavut Trivisvavet, Nannapas Buranaworakun, Sasapin Siriwanji, Kantisuda Meebunmak, Prawit Boonprakong u.a.
Thana war in Bangkok einst ein gefeierter und preisgekrönter Architekt. Doch seine besten Zeiten sind längst Vergangenheit. Im Architekturbüro, in dem er seit Jahrzehnten arbeitet, wird er zunehmend durch Jüngere verdrängt, eines seiner preisgekrönten Hochhäuser aus den 1980ern wird gesprengt und auch in seiner Ehe läuft es nicht mehr gut. In dieser tristen Situation erblickt er eines Tages in den Strassen der thailändischen Hauptstadt einen alten, prächtig geschmückten Elefanten, der ihm bekannt vorkommt: Es ist Pop Aye, ein Arbeitselefant, der schon in fernen Kindheitstagen in seinem Heimatort, einem kleinen Dorf in der Provinz, seine Dienste verrichtet hatte. Kurzentschlossen kauft Thana das Tier seinem Besitzer ab und macht sich mit ihm, teils auf einem Transporter, teils zu Fuss, auf zu einer langen Reise, die dorthin führen soll, wo er und der gutmütige Pop Aye herkommen. Die 1981 in Singapur geborene Kirsten Tan absolvierte eine Filmausbildung in New York und lebte während längerer Zeit in Südkorea und Thailand. Sie drehte jahrelang Werbefilme für grosse internationale Firmen, war als Kamerafrau und Kurzfilmregisseurin tätig, bevor sie sich an ihren ersten Langspielfilm wagte, der als so originelles wie herzerwärmendes Roadmovie mit Elefant am Sundance Film Festival 2017 den Drehbuchpreis und im vergangenen Herbst am Zurich Film Festival den Hauptpreis gewann. Susanne Ostwald schreibt in der NZZ: «Eine wunderschöne und poetische Geschichte über den Kontrast zwischen idealisierten Erinnerungen an eine ländliche Kindheit und der Desillusionierung des Erwachsenen in der Stadt, der ausbrechen und einfangen möchte, was der Vergänglichkeit anheimgefallen ist. (…) Mit viel Gefühl, schrägem Humor und einem starken Sinn für die Schönheit des Alltäglichen hat sich Kirsten Tan am Zurich Film Festival gegen starke Konkurrenten durchgesetzt und ist verdientermassen mit dem Golden Eye Award des Spielfilmwettbewerbs ausgezeichnet worden. Die Jury hat damit grosses Augenmass bewiesen und einen ‹kleinen› Film gewürdigt, der als eine der grössten Entdeckungen dieses Festivals gelten kann. Es ist der Festivalleitung zu danken, dass sie diese Perle gehoben und in Zürich ausgestellt hat.»