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«Meine Oma Astrud Gilberto hat dieses Lied für mich gemacht, es heisst Linda Sofia. Sie wollte sogar, dass ich Linda Sofia heisse. Das Leben ist schön, wie es im Lied heisst, aber ich bin hier, um die traurige Nachricht zu überbringen, dass meine Grossmutter heute gestorben ist», heisst es in einem Statement von Sofia Gilberto, der Enkelin von Astrud Gilberto.
1963 wurde Astrud Gilberto im Alter von 22 Jahren weltweit berühmt mit ihrer Version des Stücks «garota de Ipanema» («The Girl from Ipanema»). Das Lied sorgte für einen regelrechten Bossa-Nova-Hype und wurde unzählige Male neu aufgenommen.
Gilberto wurde zum Gesicht und zur Stimme des Bossa Nova. 1965 nahm sie ihr erstes Album auf («The Astrud Gilberto Album»).
«Es nervt mich»
Dabei war das gar nie so geplant. Astrud war im Studio in Manhattan, wo ihr damaliger Mann João Gilberto zusammen mit dem Saxophonisten Stan Getz und dem Pianisten Antonio Carlos Jobim das Album «Getz/Gilberto» aufnahm.
Als sie «The Girl from Ipanema» aufnehmen wollten, meldete sie sich freiwillig. Später behaupteten der Produzent Creed Taylor und der Musiker Stan Getz, sie hätten Astrud Gilberto «entdeckt». Eine Version der Geschichte, gegen die sich Astrud wehrte: «Es nervt mich, dass sie so lügen. Kaum hatte ich Erfolg, wollten sie auch ein Stück davon.»
Auf dem Album wurde Astrud Gilberto nicht mal erwähnt. Das Album gewann vier Grammys unter anderem wurde «The Girl from Ipanema» als Song des Jahres gewählt. Astrud bekam für die Aufnahme gerade einmal den Mindestlohn von 120 Dollar, die Männer im Studio bekamen den Rest.
Kurze Ehe mit João
Gilberto kam am 30. März 1940 als Tochter eines deutschen Einwanderers und einer Brasilianerin in Salvador da Bahia zur Welt, im Alter von sieben Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Rio de Janeiro. 1959 heiratete sie den Musiker João Gilberto und siedelte in die USA, fünf Jahre später war ihre Ehe bereits wieder vorbei. Später heiratete sie Gregory Lasorsa, auch er ein Musiker.
Astrud Gilberto hinterlässt zwei Söhne.