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Die westliche Koalition aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Polen und Dänemark, wirft Weissen Phosphor und Streumunition auf syrische Wohngebiete in Raqqa ab, berichtet die Washington Post. Beides gehört zu den geächteten Kriegsmitteln und ihre Verwendung stellt ein Kriegsverbrechen dar.
Im Soldaten-Slang nennen sie es „Willy Pete“. Der technische Name ist „Weisser Phosphor“. In der Theorie ist sein Zweck, feindliche Stellungen in der Dunkelheit zu erleuchten. In der Praxis wird er als chemische Waffe in der ISIS-Hochburg Raqqa in Syrien eingesetzt.
Phosphor verbrennt den menschlichen Körper bei Berührung – es schmilzt ihn sogar bis auf die Knochen und lässt die Bekleidung unbeschadet.
Laut der Webseite Stars & Stripes, wollte Armee Col. Ryan Dillon, ein Sprecher der Koalition die im Irak und Syrien kämpft, die Verwendung von Weissem Phosphor nicht bestätigen. Laut ihm handelt das amerikanische Militär in „Übereinstimmung mit dem Gesetz des bewaffneten Konflikts“. Man würde die möglichen zufälligen Auswirkungen auf Zivil- und Zivilstrukturen vollständig berücksichtigen.
Weisser Phosphor
Neben der Brandwirkung und den schwer heilenden Verletzungen, die ein Hautkontakt schon bei geringen Mengen verursacht, sind weisser Phosphor und seine Dämpfe hochgiftig. Für einen Erwachsenen sind bei direkter Aufnahme schon 50 mg tödlich. Der Tod tritt erst nach 5 bis 10 Tagen ein, die Giftwirkung beruht auf einer Störung der Eiweiss- und Kohlenhydratsynthese. Bei dermaler Aufnahme, d. h. über die Haut, ist die Gefahr geringer.
Eine mit Phosphor in Kontakt gekommene Person wird versuchen, die brennenden Stellen auszuschlagen. Da Phosphor in Brandbomben jedoch mit einer Kautschukgelatine versetzt wird, bleibt die zähflüssige Masse an der bis dahin noch nicht brennenden Hand haften und wird so weiter verteilt. Weisser Phosphor erzeugt in der Regel drittgradige Verbrennungen, zum Teil bis auf den Knochen. Da diese bei einem Angriff meist grossflächig sind, sterben Betroffene langsam an ihren Verbrennungen, sofern sie nicht durch Inhalation der giftigen Dämpfe, Verbrennung der Atemwege oder Intoxikation zu Tode gekommen sind.