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Der herbstliche Sternenhimmel hält für den Fotografen einige interessante und schöne Nebel bereit. Dazu gehört ganz gewiss auch das hier gezeigte, als Sharpless 2-199 geführte Emissionsnebelgebiet. Umgangssprachlich hört man ab und zu den Namen”Seelennebel” und im Englischen wird auch von “Babynebula” gesprochen. Letzteres rührt von der Ähnlichkeit des Nebels mit einem auf dem Rücken liegenden Säugling her (so gesehen läge das Baby in der unten gezeigten Abbildung auf der linken Bildseite). Oft wird auch der eingebettete offene Sternhaufen IC1848 (Index Katalog) als Name für das ganze Gebiet angegeben.
Das Nebelgebiet liegt im Sternbild Kassiopeia in runden 7500 Lichtjahren Entfernung. Für Beobachter ist das Gebiet mit mittleren Teleskopen unter Zuhilfename von kontrastverstärkenden Filtern auszumachen. Die vorherrschenden ionisierten Elemente sind Wasserstoff (HII-), Sauerstoff (OIII-) und Sulfur/Schwefel (SIII-Emission).
Die hier gezeigte Aufnahme ist eine Falschfarbendarstellung des Nebelgebiets. Da zwei der drei Licht emittierenden Elemente im tiefen Rot strahlen, können diese beiden Elemente – Wasserstoff und Schwefel – nur getrennt sichtbar gemacht werden, wenn man optische Bandpassfilter einsetzt und die so erhaltenen Schwarz-Weiss Aufnahmen unter Zuhilfenahme einer Farbpalette zu einem Farbbild zusammenfügt. Beim gezeigten Bild ist die Hubble-Palette verwendet worden, wodurch das Licht der Schwfelemission in Rot, dasjenige der Wassterstoffemission in Grün und das dasjenige der Sauerstoffemission in Blau dargestellt wird.
Aufnahmedaten:
Moravian G3-16200 CCD Kamera bei -30°C Chiptemperatur an Takahashi FSQ-106 Refraktor.
106mm Öffnung bei 530mm Brennweite: f/D = 5 auf Astro Physics Mach-1 Montierung.
Aufnahmeort: Garten am Wohnort in Hasle-Rüegsau.
Belichtungszeiten (in Minuten) – alle Kanäle/Farben ungebinnt
|HII/HAlpha||SII||OIII|
|13h40(41×20)||20h20(61×20)||24h20(73×20)|