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Schoa,
ein mit Abessinien verbundenes christl. Königreich, zu dem seit neuester Zeit auch Enarea und angeblich Kaffa gehören, Hauptfluß ist die Djemma; der Osten entwässert zum Hawâsch. Hauptorte sind Ankober, Angolala, Debra Libanos und Breahan. Seiner Naturbeschaffenheit nach teilt es die Eigentümlichkeiten des übrigen Abessiniens, ist sehr fruchtbar und dichter bevölkert als die durch Bürgerkriege verheerten nördl. Länder. Die Bewohner, gegen 2 Mill., sind Amhara und teils christianisierte, teils mohammed. oder heidn.
Galla. Die Karawanenstraße zum Meer geht durch das Adalland nach Tedschura. König Menilek (der neunte seines Stammes), der seinen Stammbaum von Menelek, dem Sohne Salomos und der Königin von Saba ableitet, während die letzten Oberkönige von Abessinien für Usurpatoren galten, lebte mit dem abessin. Kaiser Johannes im Frieden und zahlte ihm sogar Tribut. Nach dem 1888 erfolgten Tode Johannes' gelang es ihm, den abessin. Thron [* 2] zu besteigen und die andern Unterkönige zur Anerkennung zu zwingen. Weiteres s. Abessinien (Geschichte) und Erythräa.