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Neben den typischen Savannenbewohnern (Büffel, Elefanten, Antilopen usw), den Bewohnern von Seen und Flüssen (Nilpferde, Krokodile usw), Raubtieren wie Löwen, Leoparden, Hyänen usw, einer grossen Zahl verschiedener Primaten- und Affenarten, Vögel, Reptilien und Insekten, welche in den verschiedenen Habitaten des Parks leben, möchten wir an dieser Stelle nur einige der seltensten Bewohner des Virunga National Parks vorstellen.
Der Berggorilla (Gorilla beringei beringei) ist eine Unterart des Östlichen Gorillas aus der Primatenfamilie der Menschenaffen (Hominidae). Von allen Gorillas stellt er die am ausgeprägtesten auf dem Boden lebende und sich am meisten von Blättern ernährende Population dar. Berggorillas bewohnen zwei kleine Gebiete im östlichen Afrika, das Gebiet der Virunga-Vulkane und den Bwindi-Wald, wobei die Population des Bwindiwaldes möglicherweise eine vom Berggorilla zu unterscheidende Unterart („Bwindigorilla“) darstellt.
Der Östliche Flachlandgorilla (Gorilla beringei graueri), auch Grauergorilla genannt (nach dem österreichischen Afrikaforscher Rudolf Grauer) ist eine Unterart des Östlichen Gorillas aus der Primatenfamilie der Menschenaffen (Hominidae). Die zweite Unterart sind die Berggorillas, mit denen Östliche Flachlandgorillas also näher verwandt sind als mit den Westlichen Flachlandgorillas.
Das Okapi (Okapia johnstoni) ist ein Paarhufer aus der Familie der Giraffenartigen. Näher mit der Giraffe (Giraffa camelopardalis) als mit anderen Paarhufern verwandt, ähnelt es in seinen Körperproportionen eher typischen Huftieren als der Giraffe. Gekennzeichnet ist es durch seine kontrastreiche Färbung aus rotbraun, schwarz und weiß sowie den vergleichsweise langen Hals. Das Okapi bewohnt den Regenwald in Zentralafrika und wird von der IUCN auf der Vorwarnliste für gefährdete Arten (near threatened) geführt.
Das Okapi ist eines der letzten Großsäugetiere, die von Europäern entdeckt wurden (1901). Als sehr scheuer Bewohner des Regenwalds ist es nur unzureichend erforscht.
Der Waldelefant (Loxodonta cyclotis) ist eine Elefantenart aus der Gattung der Afrikanischen Elefanten (Loxodonta). Das nach dem Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) und dem Asiatischen Elefanten drittgrößte Landtier der Welt wurde traditionell als Unterart des größeren Afrikanischen Elefanten angesehen. Der Status des Waldelefanten als eigenständige Art war lange umstritten, bis dies durch genetische Untersuchungen 2002 und 2010 geklärt werden konnte.[1][2] Nach Untersuchungen der Harvard Medical School haben sich die Waldelefanten vor drei bis fünf Millionen Jahren genetisch abgesondert.[3] Weitere DNA-Studien zeigen, dass die Verwandtschaftsverhältnisse der afrikanischen Elefanten jedoch komplex sind. So lassen sich die westafrikanischen Elefanten weder den Wald- noch den Savannenelefanten zurechnen.[4]
Der Waldelefant ist mit bis zu 2,40 Meter Schulterhöhe deutlich kleiner als seine Verwandten aus der Savanne. Waldelefanten sind Dschungelbewohner und leben in den Regenwäldern West- und Zentralafrikas vom Senegal bis Uganda, einschließlich des Kongobeckens. Sie haben hier auch eine wichtige Funktion bei der Verbreitung der Samen für eine Vielzahl der Bäume.