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Beistandschaft
Fallbeispiel
Frau K. ist 83 Jahre alt. Sie lebt alleine und sehr zurückgezogen in ihrer Wohnung. Sie kann ihren Haushalt nicht mehr selber besorgen und vernachlässigt ihre Pflege und ärztliche Betreuung. Sie ist geistig verwirrt und hat den Überblick über ihre administrativen und finanziellen Angelegenheiten verloren. Sie kommt ihren elementarsten finanziellen Verpflichtungen wie Mietzins, Krankenkasse, Versicherungen etc. nicht mehr nach. Erhält Frau K. einen Vormund?
Voraussetzungen
Kann eine Person infolge geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung oder infolge Suchtkrankheit ihre Angelegenheiten nicht mehr besorgen und ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen und kann sie auch niemanden bevollmächtigen, ernennt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) für sie einen Beistand.
Aufgaben des Beistandes
Ein Beistand kann zur Besorgung einer einzelnen Angelegenheit, z.B. zum Verkauf einer Liegenschaft, zur Führung eines Prozesses oder zur Vertretung bei einer Nachlassregelung, oder auch zur Verwaltung des Vermögens bestellt werden.
Einem Beistand können aber auch sehr weitreichende Befugnisse übertragen werden. So kann er z.B. beauftragt werden, die Einkünfte und das Vermögen zu verwalten, die finanziellen und administrativen Angelegenheiten zu erledigen sowie für hinreichende persönliche, soziale und medizinische Betreuung und für geeignete Unterkunft zu sorgen.