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Bei einer Emission werden zur Kapitalbeschaffung eines Unternehmens neue Wertpapiere ausgegeben.
Während einer Emission werden Wertpapiere über die Börse an Investoren zum Verkauf angeboten. Der daraus entstehende Erlös aus dem Verkauf wird dem Unternehmen als Eigenkapital zugeführt. Eine Emission erfolgt in der Regel zusammen mit verschiedenen Banken, die sich zu einem Emissionskonsortium zusammenschliessen. Dieser Vorgang wird im Finanzwesen Fremdemission genannt – unabhängig von einer börslichen oder ausserbörslichen Emission (over the counter). Das Begebungskonsortium fungiert als Emittent oder auch Erstkäufer, platziert die Aktien auf eigene Rechnung und übernimmt die Kurspflege. Bei einer Selbstemission übernimmt das Unternehmen selbst als Emittent den Verkauf an den Börsen und somit auch das volle Emissionsrisiko. Der erfolgreiche Ablauf einer Emission hängt vor allem von zwei Faktoren ab: der Wertschätzung des Unternehmens am Markt sowie des passenden Timings für den Verkauf der Wertpapiere. Von einer Neuemission ist die Rede, wenn eine Aktiengesellschaft zum ersten Mal an die Börse geht. Neben Emissionen für Aktien gibt es auch Emissionen für öffentliche Anleihen.
Bei Emission werden drei verschiedene Arten der Preisbildung unterschieden: das Bookbuilding-, Festpreis- und Auktionsverfahren. Der Grossteil der Emissionen wird heute im Bookbuilding-Verfahren abgewickelt. Dagegen spielt das Festpreisverfahren kaum mehr eine Rolle. Übernimmt ein Begebungskonsortium die Emission und damit das Risiko der Platzierung, so erfolgt die Abwicklung meist als eine zweistufige Transaktion. Das bedeutet, die Wertpapiere werden in einem ersten Schritt per Auktionsverfahren an eine Bank verkauft, wobei diese in einem zweiten Schritt die Wertpapiere mit einem beschleunigten Bookbuilding an dritte Investoren weiterveräussert. Stellt sich heraus, dass beim Bookbuilding-verfahren die Nachfrage grösser ist als das zur Verfügung stehende Wertpapierangebot, liegt eine Überzeichnung vor. Für diesen Fall stellen Banken häufig eine Reserve an Wertpapieren bereit, die Greenshoe genannt wird. Eine Über-Pari-Emission liegt vor, wenn der Ausgabekurs über den Nennwert steigt. Der Unterschied zwischen Ausgabekurs und Nennwert heisst Agio oder Disagio.