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Raumplanung
Kommunale Nutzungsplanung
Die kommunale Nutzungsplanung ist ein zentraler Bestandteil der Raumplanung und regelt die Art der Bodennutzung über das gesamte Gemeindegebiet. In Zonenplänen und den dazugehörigen Reglementen wie das Baureglement oder Überbauungsordnungen werden verschiedene Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen festgelegt. Diese werden von den Gemeinden beschlossen und vom kantonalen Fachamt, dem Amt für Gemeinden und Raumordnung, genehmigt.
Im ÖREB-Kataster wird die kommunale Nutzungsplanung in verschiedenen Ebenen dargestellt. Die Grundnutzung beinhaltet die zulässige Bodennutzung und wird flächendeckend über das gesamte Gemeindegebiet erfasst. Die überlagernde Nutzung wird in folgende vier Bereiche unterteilt: überlagernde Zonenflächen, punktbezogene, linienbezogene und andere flächenbezogene Festlegungen. Die überlagernde Zonenfläche beinhaltet die Themen der Überbauungsordnungen, des Gewässerraums sowie der Naturgefahren. Bei den anderen flächenbezogenen Festlegungen werden die Themen des Natur- und Heimatschutzes dargestellt. Die linienbezogene Festlegung deckt die Themen Wege, Natur- und Heimatschutz sowie Gewässer und Gewässerraum ab. Punktbezogene Festlegung werden vor allem im Thema Natur- und Heimatschutz verwendet.
Regionale Nutzungsplanung
Als Bindeglied zwischen den Gemeinden und dem Kanton kann, mit der Zustimmung der Mehrheit der Gemeinden, eine Regionalkonferenz gegründet werden. Diese dient der verbindlichen regionalen Zusammenarbeit der Gemeinden und ist unter anderem für die regionale Siedlungsplanung zuständig. Zur Wahrung regionaler Interessen können regionale Überbauungsordnungen erlassen werden. Eine regionale Überbauungsordnung hat dieselben Rechtswirkungen wie kommunale Überbauungsordnungen.
Kantonale Nutzungsplanung
Der Kanton kann zur Wahrung kantonaler oder gefährdeter regionaler Interessen eine kantonale Überbauungsordnung erlassen. Die kantonale Überbauungsordnung hat dieselben Rechtswirkungen wie kommunale Überbauungsordnungen.
Baulinien Kantonsstrassen
Die Baulinien der Kantonsstrassen bezeichnen den gegenüber der Kantonsstrasse einzuhaltenden Bauabstand und gehen rechtlich den allgemeinen Abstandsvorschriften vor. Zwischen kantonaler Strassenbaulinie und Strassenrand besteht somit ein Bauverbot. Kantonale Strassenbaulinien dienen nicht nur der Verkehrssicherheit, sondern auch der Freihaltung von Strassenräumen für künftige Strassenbauvorhaben. Wurden keine Strassenbaulinien festgelegt, so gilt für Bauten und Anlagen entlang von Kantonsstrassen beidseitig der gesetzlich vorgeschriebene Abstand (Bauverbotsstreifen) von 5 m ab Fahrbahnrand.
Hinweis
- Bitte beachten Sie, dass das ÖREB-Katasterthema Nutzungsplanung gemeindespezifische Darstellungen aufweist. Die Symbolisierung auf der Karte kann sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden.
Weitere Informationen
Kontakt
ÖREB-Kataster des Kantons Bern
Direktion für Inneres und Justiz
Amt für Geoinformation
Reiterstrasse 11
3011 Bern
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