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Als Vertreter der dritten Generation übernahm Heinrich Gebert (1917–2007) im Alter von 36 Jahren die Leitung der elterlichen Spenglerei in Rapperswil. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Klaus baute er den Betrieb zur weltweit führenden Sanitärtechnikfirma Geberit aus. Bereits 1952 gelang der Durchbruch mit der Entwicklung des ersten Spülkastens aus Kunststoff. In der Folge gelang es Heinrich Gebert, dank Know-how und Unternehmergeist die Expansion über die Landesgrenze hinaus voranzutreiben, so dass das Unternehmen Ende der 90er Jahre 3400 Beschäftigte zählte und rund eine Milliarde Franken umsetzte.
Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Geschäftsleben förderte Heinrich Gebert viele private Einrichtungen aus den Bereichen Bildung und Kunst. Die Gebert Rüf Stiftung, seine bedeutendste Stiftung, dotierte er mit einem Kapital von 220 Millionen Franken, was sie zur grössten privaten Wissenschaftsstiftung der Schweiz machte. Die Namensgebung ist eine Hommage an seine 1995 verstorbene Frau, der Juristin Paula Rüf, die sich auch durch ihr literarisch-journalistisches Schaffen hervortat. Heinrich Gebert verzichtete auf einen Sitz im Stiftungsrat; er meinte, dass Profis seine Idee effizienter umsetzen könnten. Mit der Stiftungsgründung ging er als erster Mäzen in der Schweiz auch die Gemeinnützigkeit unternehmerisch an.