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In der Schweiz haben die Treibhausgasemissionen aus dem Bau von Gebäuden (Erstellung und Abbruch) in den letzten Jahren kaum abgenommen.
In der vorliegenden Studie wurde darum untersucht, wie sich die Treibhausgasemissionen durch die zukünftige Herstellung von Baumaterialien in den Jahren 2030 bis 2050 verringern könnten. Berücksichtigt wurden die wichtigsten Baumaterialien und Baumaterialgruppen im Hochbau wie zum Beispiel Zement/Beton, Mauersteine, Metalle, Holz/Holzwerkstoffe und Wärmedämmstoffe.
Im Durchschnitt liegen die materialspezifischen Treibhausgasemissionen um 65 %, der nicht erneuerbarer Primärenergiebedarf um 48 % und die Gesamtumweltbelastung (Umweltbelastungspunkte UBP) um 38 % tiefer als heute. Erhebliche Veränderungen im Produktionsprozess selbst wurden nur für wenige Materialien berücksichtigt. Detaillierte und quantifizierte Zielpfade hin zu einer klimafreundlichen Herstellung standen selten zur Verfügung. Der Grossteil der Verbesserungen erfolgte durch die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen (Strom aus erneuerbaren Energiequellen, Biogas). Die zukünftige Steigerung der Energieeffizienz ist bei den meisten Materialien eher bescheiden. Wenn bei der Herstellung eines Baustoffs erhebliche und unvermeidbare prozessbedingte CO2-Emissionen anfallen, wurde die Installation eines CCS-Systems berücksichtigt.
Für ein Mehrfamilienhaus und ein Verwaltungsgebäude wurden die Auswirkungen auf Gebäudeebene berechnet. Bei den Treibhausgasemissionen führen die Materialverbesserungen zu einer Reduktion auf Gebäudeebene um 50-60 %, beim nicht-erneuerbaren Energiebedarf um etwa 40 % und bei der Gesamtumweltbelastung um ca. 30%. Diese Werte unterschreiten die aktuellen Zielwerte des Merkblattes SIA 2040 deutlich.
Thema: Bauen
Organisationseinheit: Amt für Hochbauten
Departement: Hochbaudepartement