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14 wertvolle Textzeugnisse aus den Anfängen der Reformation
Diese im MIR ausgestellte Textsammlung vereint in einem Band 14 Einzelwerke, alles Erstausgaben in lateinischer Sprache. Sieben wurden im Jahr 1520 veröffentlicht, drei 1521, eine 1522 und drei 1523.
Auf den 660 Seiten sind neun Autoren vereint, darunter Martin Luther (40% der Texte), Huldrych Zwingli, Philipp Melanchthon und Papst Leo X. Der Band enthält namentlich zwei zentrale Texte aus der Frühzeit der Reformation: Von Martin Luther den Sendbrief Von der Freiheit eines Christenmenschen und De captivitate Babylonica ecclesiae praeludium (Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche, Vorspiel), und eine Ausgabe der päpstlichen Bannbulle mit dem Kommentar eines Anhängers des Wittenberger Reformators.
Dazu kommen bedeutende Texte Melanchthons und zwei Schriften von Zwingli. Insgesamt ist die Sammlung ein unschätzbares Zeugnis dieses Zeitabschnitts, in dem die Reformation von einer innerkirchlichen Revolte zum Gestaltungsprozess für eine neue Kirche wird.
Um dem Besucher dieses einmalige Werk optimal zugänglich zu machen, wurde eine digitale iPad-Version davon erstellt: Hier kann man virtuell durch viele Seiten des Bandes blättern, nach übersetzten Textstellen suchen, den Inhalt der Texte abfragen oder die drei Minuten Erläuterungen von Prof. Pierre Bühler, einem führenden Spezialisten für Luthers Theologie und die frühe Reformation, anhören. (Französisch).