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Die Gemeinde Florenz setzt nach schweren Unwettern am vergangenen Wochenende auf Migranten. In Flüchtlingseinrichtungen der Stadt untergebrachte Flüchtlinge aus Mali, Senegal, Gambia und Bangladesh helfen auf ehrenamtlicher Basis, die Strassen von geknickten Bäumen und vom Schlamm zu befreien.
«Für Asylsuchende ist dies eine gute Gelegenheiten, der Gemeinde zu helfen, in der sie untergebracht sind. Das fördert die Integration», betonte der Bürgermeister von Florenz Dario Nardella am Dienstag. Mehrere Gebäude und Parks sind nach einem heftigen Sturm und Niederschlägen schwer beschädigt worden.
«Sie sollen arbeiten»
Der italienische Innenminister Angelino Alfano hatte zuletzt gefordert, Asylsuchende sollten gemeinnützige Arbeit ohne Bezahlung in den Gemeinden leisten, die sie aufnehmen. «Anstatt sie ohne Beschäftigung zu lassen, sollten sie arbeiten», sagte der Innenminister.
Alfano drängte die Gemeinden zur Umsetzung einer Direktive, nach der Flüchtlinge während ihres Asylverfahrens gemeinnützige Arbeit ohne Bezahlung leisten sollen. Dies könne für ein «besseres Verhältnis» zur italienischen Bevölkerung sorgen.
Scharfe Worte
«Der Innenminister sollte dafür sorgen, dass Flüchtlinge nicht in Italien eintreffen, nicht dafür, dass sie hier gratis als Arbeitskraft ausgenützt werden», reagierte der Chef der ausländerfeindlichen Oppositionspartei Lega Nord, Matteo Salvini.
(sda/dbe/moh)