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Vor etwas mehr als einem Monat begab sich South African Airways (SAA) unter ein «Business Rescue»-Programm. Ziel davon war es, die Airline solange in der Luft zu halten, bis eine radikale Neustrukturierung durchgeführt ist. Den dafür notwendigen finanziellen Zuschuss sollte die Airline vom südafrikanischen Staat erhalten.
Am kommenden Sonntag, 19. Januar 2020, läuft nun eine Frist ab. Bis dahin müssen 2 Milliarden Rand (rund 134 Millionen Franken) vorliegen, damit der Flugbetrieb wie geplant weitergehen kann. Die südafrikanische Regierung hatte sich dazu verpflichtet, mitsamt dem Versprechen, von externen Investoren dieselbe Geldmenge aufzutreiben, also gar auf 4 Milliarden Rand Hilfsgelder zu kommen. Das Problem: Südafrika bringt das Geld nicht auf. Das staatliche Finanzamt hat es laut «Bloomberg» bislang nicht geschafft, die 2 Milliarden Rand zu überweisen. «Das Finanzamt hat die Airline bislang so gut wie möglich unterstützt», hält der südafrikanische Finanzminister Tito Mboweni fest, «angesichts der ernsthaften finanziellen und operativen Probleme, denen Südafrika als Ganzes ausgesetzt ist, sind wir nun an einem Punkt angekommen, an welchem wir gemeinsam mit dem Management von SAA sowie mit dem Ministerium für staatliche Unternehmen gewisse Entscheide fällen müssen.» Wie diese aussehen sollen, lässt er offen.
Klar ist, dass das Finanzamt nicht schnell genug Anlagen verkaufen konnte, womit die finanziellen Bedürfnisse von SAA gedeckt werden müssten. Laut südafrikanischen Medien riskiert SAA zunächst Flugausfälle und gar eine Liquidierung, wenn bis zum 19. Januar das Geld nicht überwiesen wird. Inzwischen will sich SAA auch selber aus der Lage befreien - mit dem Verkauf eigener Flugzeuge: 5 A340-300 und 4 A340-600 sind zum Verkauf ausgeschrieben, wobei Angebote bis Ende Januar vorliegen müssen.