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Israel hat seine TV-Gebühren vor knapp drei Jahren abgeschafft. Wie hat sich die Fernseh-Landschaft dadurch verändert?
Beliebt und glaubwürdig: Der private israelische TV-Sender «Channel 2».EPA/Key
Während die Schweiz intensiv darüber diskutiert, ob die SRG Gebühren bekommen soll oder nicht, hat Israel seine «Billag» vor knapp drei Jahren abgeschafft. Israelisches Fernsehen existiert noch immer, und hier sind
es die Privatsender, die das breite Publikum für sich gewinnen.
Der grosse Aufschwung des Privatsenders «Channel12» (vormals «Channel 2») begann aber schon viel früher – mit einem einschneidenden Ereignis der israelischen Geschichte: mit der Ermordung des einstigen Premierministers Yizhak Rabin im Zentrum Tel Avivs im Jahr 1995. Während die Journalisten des gebührenfinanzierten Nationalsenders damals vom Schreibtisch aus berichteten, war es «Channel12», der rasch vor Ort war. Er bekam gar Videoaufnahmen des Mordes zugespielt und zeigte diese als erster Sender in den Nachrichten. Die Marktanteile des Nationalsenders schwanden und somit seine Poleposition. Es war Journalismus, der dem Privatsender zum Erfolg verhalf.
Damals war man in Israel bereits seit Jahren unzufrieden mit der…..