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Heldengestalten wie Zorro, Batman oder Spider-Man sind für ihre actionreichen Kämpfe gegen das Verbrechen bekannt. Da sie diese nur maskiert bestreiten, eignen sich solche Helden besonders zur Untersuchung vielfältiger Thematisierungen von Identitätsvorstellungen, kommt der Maske doch seit je die Funktion zu, Identitätskategorien und -kategorisierungen zu hinterfragen. Kontrastierende Rollenerwartungen und daraus erwachsende Konflikte, moralische Dilemmata und Identitätskrisen, aber auch Identitätsbestätigungen und heimliche Erfolge gehören zu den Erfahrungen, die die Doppelidentität maskierter Helden begleiten. Was maskierte Helden ausmacht und wie sie zwischen Fragen nach dem «wahren Ich» und multiplen Selbsten oszillieren, zeigt dieses Buch, das einen grossen zeitlichen Bogen über das ganze 20. und bis ins 21. Jahrhundert schlägt, von den Pulp-Novels der 1910er Jahre bis zu aktuellen Superheldencomics: Weltbekannte Figuren wie Superman und weniger bekannte wie Daredevil, die Thunderbolts und The Shadow sowie heute fast vergessene Helden aus den goldenen Zeitaltern dieser beiden Medienformate werden in diesem Buch analysiert.
Die Schriftenreihe umfasst wissenschaftliche Beiträge zu unterhaltenden und informierenden Angeboten literarischer wie audiovisueller Art Den Schwerpunkt bilden Untersuchungen, die am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich entstanden sind.