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Der klimatische Winter endet am 31. März eines jeden Jahres.
In Gipfellagen sehr kalt
In Hang- und Gipfellagen beidseits der Alpen kamen im Winter 2009/2010 sehr tiefe Temperaturen zu Stande, weil sich keine stabilen Hochdrucklagen mit mildem, sonnigem Bergwetter einstellten. Im Gegenteil folgten sich immer neue Tiefdruckgebiete, die in der Höhe meist kalte Luft heranführten. Insgesamt erreichten die Temperaturmittel in den Hang- und Gifpellagen oberhalb von etwa 1000 Meter 1.5 bis 2 Grad tiefere Werte als im 30-jährigen Wintermittel der Periode 1961-90. Damit war der Winter 2009/2010 in diesen Lagen der kälteste mindestens seit 29 Jahren (Winter 1980/81), teils auch seit 40 Jahren (Winter 1969/70).
Weil sternklare Nächte rar blieben, konnten sich in den Talböden und im Mittelland kaum Kaltluftseen mit sehr tiefen Nachttemperaturen bilden. Daher waren die Temperaturdefizite in den Talböden geringer als in Gipfelregionen. In Tieflagen erreichten die Wintertemperaturen etwa normale Werte, wobei nördlich der Alpen ein Minidefizit von ein bis drei Zehntelgrad registriert wurde, derweil die tiefen Alpentäler und teils die Südschweiz einen ähnlich unbedeutenden Wärmeüberschuss aufwiesen.
Sonnenscheindefizit vor allem im Jura
Dank wiederholten, föhnigen Aufhellungen reichte es am zentralen und östlichen Alpennordhang örtlich für einen kleinen Sonnenscheinüberschuss.
Auch in der Region St. Gallen - Bodensee wurden 110 bis 120 Prozent der normalen Winterbesonnung gemessen. In den Zentralalpen, in Nord- und Mittelbünden, im Engadin und im Zentralwallis wurden annährend normale Werte erreicht. Ansonsten war der Winter 2009/2010 sonnenarm mit verbreitet 70 bis 90% der normalen Sonnenscheindauer auf der Alpensüdseite, in den westlichen Alpen und im Mittelland. Im Jura westlich der Birs wurden sogar weniger als 60% der normalen Besonnung gemessen.
Föhn über den Alpen
Nass im Süden, trocken am Alpennordhang und in Nordbünden
In etwa normale Werte resultieren für weite Teile des Juras, für das östliche Mittelland und für die westlichen und zentralen Voralpen. Ansonsten gab es Niederschlagsdefizite.
Im Oberwallis, am Alpennordhang und in Nordbünden wurden verbreitet nur 45 bis 60% der normalen Winterniederschläge registriert.
Die hier publizierten Zahlen sind vorläufige Werte, da nicht alle Messungen der MeteoSchweiz zum Zeitpunkt der Erstellung zur Verfügung standen.