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Francisco Coll wurde 1985 in Valencia geboren und studierte am dortigen Konservatorium sowie in Madrid bevor er nach London übersiedelte. Dort war er der bisher einzige Schüler von Thomas
Adès und studierte an der Guildhall School of Music and Drama. Für die beste Nachdiplom-Komposition wurde er ausgezeichnet mit dem Ian Horsburgh Memorial Prize.
Einige der weltweit führenden Ensembles setzen sich für Colls Musik ein, unter anderen die Los Angeles Philharmonic New Music Group, das Ensemble intercontemporain, Birmingham Contemporary Music Group und London Sinfonietta. Seine Kammeroper «Café Kafka» zu einem Libretto von Meredith Oakes wurde 2014 mit grossem Beifall uraufgeführt und steht seither auf dem Spielplan vom Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia. Das Concertino für Klavier «No seré yo quien diga nada» das Francisco Coll für das Joven Orquesta de la Generalidad Valenciana komponierte, hatte seine Grossbritannien-Erstaufführung mit dem Pianisten Nicolas Hodges und dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung von Thomas Adès und wurde auch am Festival von Aldeburgh vorgestellt.
Weitere Festivals haben Werke von Francisco Coll in ihre Programme aufgenommen, unter anderen jene in Aspen, Cheltenham, und Verbier. «Hidd’n Blue» – ursprünglich für das London Symphony Orchestra komponiert – wurde vom SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, vom Orchestre Philharmonique du Luxembourg, von den Münchner Philharmonikern und vom Mediterranean Youth Orchestra aufgeführt.
2016 debütierte Francisco Coll bei den BBC Proms mit einer Aufführung der «Four Iberian Miniatures» mit dem Violinisten
Augustin Hadelich und den Britten Sinfonia, dirigiert von Thomas Adès. Im gleichen Jahr wurden sowohl «Mural» vom Orchestre Philharmonique du Luxembourg mit Gustavo Gimeno uraufgeführt als auch ein Cembalokonzert für Mahan Esfahani mit den Britten Sinfonia. Eine Aufführung von «Mural» bei den BBC Proms 2017 mit Thomas Adès und dem National Youth Orchestra of Great Britain wurde vom Fernsehen ausgestrahlt; eine Aufnahme mit dem Joven Orquesta Nacional de España unter der Leitung von Cristóbal Soler ist in Produktion.
Francisco Coll hat zwei Werke für das Cuarteto Casals komponiert, ein kurzes Quartett mit dem Titel Cantos sowie ein Concerto grosso für das Orquesta Nacional de España und David Afkham. Beide Werke wurden 2017 uraufgeführt. Weitere neue Werke sind unter anderen «Stella», eine a cappella Motette für den englischen Chor ORA, geleitet von Suzi Digby, und «Turia», ein Konzert für Gitarre und Ensemble, das von Jacob Kellermann und dem schwedischen Orchester Norrbotten NEO unter der Leitung von Christian Karlsen uraufgeführt wurde.
Zu seinen zukünftigen Projekten gehören eine zweite Kammeroper nach dem «Traum eines lächerlichen Menschen» von Dostojewski sowie mehrere Werke für die Violinistin Patricia Kopatchinskaja unter anderem ein Violinkonzert. Im Juni 2019 wird sein Auftragswerk «Les Plaisirs illuminés» für die CAMERATA BERN uraufgeführt: ein Doppelkonzert für Violine, Cello und Orchester mit den Solistinnen Patricia Kopatchinskaja und Sol Gabetta.
2018 beginnt auch Francisco Colls zweijährige Residenz beim Orquesta de Valencia.