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Als Eisschnellläuferin habe ich mich schon früh für Sport und den menschlichen Körper interessiert. Deshalb habe ich 1994 mit dem Studium der Bewegungswissenschaften in Amsterdam begonnen. Das Studium ließ sich gut mit dem Eislaufen verbinden, und 1999 konnte ich sogar ein Praktikum in Calgary absolvieren. Nach den Olympischen Winterspielen 1988 startete Calgary das "Olympic Program", um vor allem kanadischen Eisschnellläufern die Möglichkeit zu geben, auf höchstem Niveau zu trainieren. Das Programm stand aber auch Ausländern offen.
Nach meinem Abschluss in Bewegungswissenschaften hatte ich immer noch nicht genug von Calgary und dem Eislaufen. Ich entschloss mich, an der Universität von Calgary ein Masterstudium in Medical Science zu beginnen. Die Kombination von Spitzensport und Studium hat mich damals gereizt. Ich konnte im Rahmen des Olympiaprogramms unter Xiuli Wang (später Nationaltrainer von Kanada, jetzt Nationaltrainer von China) trainieren.
Nachdem ich fast vier Jahre in Calgary gelebt, studiert und trainiert hatte, war es an der Zeit, nach Europa zurückzukehren. In Davos konnte ich meine Doktorarbeit zum Thema Degeneration und Regeneration der Bandscheibe beginnen.
Leider war das mit dem Eislaufen weniger vereinbar, ich wurde älter und die Trainingsmöglichkeiten in Davos waren nicht optimal. Da Sport schon immer eine gute Abwechslung in meinem Berufsleben war, habe ich neue Sportarten entdeckt. Joggen und Radfahren gehörten schon immer zum Training, aber in Davos gab es auch die Möglichkeit zum Skifahren, Snowboarden und Langlaufen!
Im Jahr 2009 habe ich meine Doktorarbeit erfolgreich abgeschlossen und das war für mich der richtige Zeitpunkt, um eine Familie zu gründen. Seit 2010 lebe ich nun mit meinem Mann und meinen beiden Kindern im Kanton Zug. Langlaufen und Skifahren gehören leider nicht mehr zu meinen täglichen Aktivitäten. Durch Beruf und Familie ist der Sport in den letzten Jahren in den Hintergrund gerückt. Mein Ausgleich war nicht mehr da.
Anfang 2020 war ich plötzlich krank zu Hause mit Burnout-Symptomen. Der Arzt verordnete unter anderem mehr Bewegung an der frischen Luft. Nach meinen täglichen Spaziergängen ging es mir immer besser. Ich entdeckte die Liebe zur Bewegung wieder und merkte, wie wichtig es für mich ist, mich zu bewegen, am liebsten an der frischen Luft.
Durch meine Erfahrungen als Sportler und mein Studium der Bewegungswissenschaften habe ich mir viel Wissen über Bewegung und Ernährung angeeignet. Zusätzlich habe ich mich zur Ernährungsberaterin und StreetFit Instruktorin (Star Education, Zürich) ausbilden lassen. Obwohl ich schon viel gelernt hatte, wollte ich noch mehr lernen, um andere Menschen auf ihrem Weg zu körperlicher und geistiger Gesundheit begleiten zu können. Deshalb entschied ich mich für die Ausbildung zum Ernährungscoach (Prävensana, Abschluss 2024). Auch wenn diese Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist, habe ich mir schon viel Wissen angeeignet.
Nun ist es an der Zeit, mein Wissen an meine Kunden weiterzugeben.