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Rezension Hilary Hahn – Ysaÿe: Sonaten für Violine solo
Unglaubliche Leichtigkeit
Hilary Hahn ist eine Referenzaufnahme der Solosonaten von Eugène Ysaÿe gelungen, in der sie die horrenden Schwierigkeiten transzendiert.
Die sechs Sonaten, die Eugène Ysaÿe 1924 komponierte, gelten neben Bachs Sonaten und Partiten, auf die sich sich explizit beziehen, als die Gipfelwerke der Literatur für Violine solo. Ysaÿe widmete jede der sechs Sonaten einem Geiger seiner Zeit unter Berücksichtigung von dessen Eigenheiten – die sechste, dem Spanier Manuel Quiroga gewidmete Sonate etwa endet mit einer Habanera. Nun gibt es zahlreiche gute Aufnahmen dieses Zyklus’ von Vengerov über Fischer bis Zehetmair, dennoch dürfte diese Neueinspielung sämtliche Vorgänger übertreffen. Das liegt zum einen an der Intensität, mit der Hilary Hahn die vielfältigen musikalischen Charaktere erfühlt und erfüllt, vor allem aber an der unglaublichen Leichtigkeit, mit der sie die horrenden Schwierigkeiten quasi transzendiert: Wie sie in polyfonen Passagen einzelne Stimmen durchgestaltet, als spielten mehrere Geigen, ist kaum mehr von dieser Welt.
Ysaÿe: Sonaten für Violine solo op. 27/1-6
Hilary Hahn (Violine)
Deutsche Grammophon
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Termine
Mozart: Ouvertüre zu „Don Giovanni“ KV 527 & Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219, Sadikova: Konzert für Violine & Akkordeon „Labyrinthe du temps“, Schubert: Sinfonie Nr. 2 B-Dur D 125
Mendelssohn: Violinkonzert e-Moll op. 64, Strawinsky: Petruschka