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Jugendliche Welpen können ganz schön herausfordern
Ein jugendlicher Welpe testet seine Grenzen wie ein menschlicher Teenager
Das "Schreckliche-Teenager-Syndrom" gibt es nicht nur bei Menschen. Welpen kommen mit etwa sechs Monaten in die Pubertät und können dann ziemlich eigensinnig werden. Sie testen ihre Grenzen aus und bestehen auf ihrer Unabhängigkeit. Es kann gut sein, dass Ihr Welpe Ihre Rolle als Anführer infrage stellt und sein Bedürfnis, Ihnen zu gefallen, stark abnimmt. Seine wachsende sexuelle Reife löst Hormonschübe aus, die diese Situation noch verschärfen. Falls Sie Ihren Welpen noch nicht kastriert haben, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.
Wie geht man mit dem pubertierenden Hund um?
Einen jugendlichen Hund zu sozialisieren erfordert noch mehr Arbeit, als Sie bisher hatten. Zeigen Sie ihm viele neue Umfelder, Menschen und Hunde.
Spielen Sie weiterhin viel mit ihm! Loben Sie gutes Benehmen und tadeln Sie schlechtes.
Rechnen Sie mit frechem Verhalten und rebellischem Mut! Ihr kleiner Welpe ist Ihnen bisher wahrscheinlich auf Schritt und Tritt gefolgt, doch jetzt kann es sein, dass er sich plötzlich weigert, zu Ihnen zu kommen, wenn Sie ihn rufen. Sie sollten hart, aber gerecht sein und Ihrem Welpen beibringen, was richtig und was falsch ist.
Der Kaudrang in der Jugend
Oft verspüren junge Hunde während der Pubertät einen unwiderstehlichen Kaudrang. Das hat nichts mit dem Kauen während des Zahnens zu tun, sondern es passiert, nachdem alle nadelartigen Welpenzähne ausgefallen sind. Das jugendliche Kauen mildert die Beschwerden, die entstehen, wenn sich die neuen Zähne im Kiefer verfestigen. Es gehört auch einfach dazu, wenn Ihr Welpe seine Umgebung erkundet.
Sie können zwei Dinge tun, um sich und ihr Eigentum sicher durch diese Phase zu bringen. Erstens: Geben Sie Ihrem Welpen Gegenstände, auf denen er herumkauen darf, und loben Sie ihn, wenn er es tut. Kaugegenstände für Hunde werden in vielen Varianten angeboten. Zweitens: Lassen Sie Ihren Welpen nicht unbeaufsichtigt, wenn wertvolle Sachen herumliegen, an denen er nagen könnte.
Jugendliche Raufereien
Es ist gut möglich, dass Ihr kleiner Teenager jetzt in Raufereien mit anderen Hunden verwickelt wird. Vor allem pubertierende Rüden werden gerne von älteren, ebenfalls meist männlichen Hunden belästigt, die die Kleinen in ihre Schranken weisen wollen. Grund dafür ist oft das testosterongesteuerte freche Benehmen des Welpen. Hier kann die Kastration helfen. Loben Sie Ihren Welpen immer, wenn er freundlich zu anderen Hunden ist. Wenn er beim Gassigehen fremde Hund trifft, diese begrüßt und sich gut benimmt, überschütten Sie ihn mit Lob oder geben Sie ihm ein Leckerli.
Wachstum und Entwicklung in der Jugend
Jede Rasse entwickelt sich anders. Im Großen und Ganzen kann man sagen: Je größer der Hund, desto länger brauchen seine Knochen, um sich vollständig zu entwickeln. Große Hunde benötigen für Knochenwuchs und -entwicklung andere Mengen an Nährstoffen als kleine Hunde. Bei vielen großen Hunden ist das Knochengerüst erst nach 18 Monaten ausgewachsen, bei kleinen Hunden ist dies bereits nach sechs bis acht Monaten der Fall. Ihr Tierarzt wird das Wachstum und die Entwicklung Ihres Welpen genau beobachten und einen gründlichen Gesundheitscheck durchführen.
Das Erwachsenenalter
Die frühe Phase des Erwachsenenalters eines Welpen beginnt normalerweise mit dem achten und endet im achtzehnten Monat. Eine tolle Zeit, denn Ihr Welpe ist noch immer voller jugendlicher Ausgelassenheit, hat sich aber viel von seinem anstrengenden pubertären Verhalten abgewöhnt.