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Stent versus Endarterektomie bei Karotisstenose
Die symptomatische Karotisstenose kann entweder operativ oder transkutan mit einem Stent angegangen werden. In einer Zwischenanalyse der internationalen randomisierten ICSS (International Carotid Stenting Study) haben die Autoren die Sicherheit der beiden Therapiestrategien miteinander verglichen.
1713 Patienten mit einer symptomatischen Karotisstenose nahmen an der ICSS teil. Je nach Randomisierung erfolgte die Therapie der Stenose durch eine Endarterektomie oder durch einen Stent. Primärer Endpunkt der Studie ist die Inzidenz von tödlichen oder invalidisierenden Hirnschlägen nach einem Follow-up von 3 Jahren. In der aktuellen Publikation berichten die Studienautoren über die bereits vor Studienbeginn festgelegte Sicherheitsanalyse 120 Tage nach Randomisierung.
Innerhalb von 120 Tagen trat bei 4% der Patienten in der Stentgruppe und bei 3.2% derjenigen in der Endarterektomiegruppe ein primäres Endpunktereignis auf (HR 1.28). Die Inzidenz von Hirnschlägen, Todesfällen oder Myokardinfarkten betrug 8.5% nach Stent versus 5.2% nach Operation (HR 1.69, p=0.006). Hirnschläge insgesamt (HR 1.92) und Todesfälle (HR 2.76) waren bei den gestenteten Patienten häufiger zu verzeichnen als bei den operierten. Hirnnervenläsionen (45 versus 1) und Hämatome (50 versus 31) traten signifikant häufiger nach Endarterektomie auf.
Konklusion der Autoren: Um die Effektivität des Karotisstentings zu beurteilen müssen die Resultate des Langzeit-Follow-ups abgewartet werden. Bis dahin stellt die Endarterektomie bei operablen Patienten die Therapie der Wahl dar.
Lancet 2010;375:985-997 - International Carotid Stenting Study investigators
23.03.2010 - dde