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Abschluss des Bieler Schachfestivals: Siege für Santosh Vidit, Mohammad Amin Tabatabaei und Achim Schneuwly
von Markus Angst
ma - Game over am Bieler Schachfestival: 24 Stunden nach Abschluss des Grossmeisterturniers (Sieger Santosh Vidit/Indien) gingen auch die Schlussrunden im Meisterturnier (Sieger Mohammad Amin Tabatabaei/Iran) und im Allgemeinen Turnier (Sieger Achim Schneuwly/Oberschrot) über die Bühne.
Santosh Vidit war im erstmals als Triathlon ausgetragenen Grossmeisterturnier eine Klasse für sich. Der als Nummer 2 gesetzte 24-jährige Inder gewann mit 6 Punkten Vorsprung auf den topgesetzten Sam Shankland (USA) und 8½ Punkte vor Peter Leko (Un/Nr. 4).
Äusserst achtbar zog sich – wie schon in den beiden vergangenen Jahren – Nico Georgiadis (Schindellegi) aus der Affäre. Der 23-jährige Schweizer holte in den sieben Runden mit klassischer Bedenkzeit einen Sieg (in der Schlussrunde mit Schwarz den in der Weltrangliste 549 Plätze vor ihm liegenden Peruaner Jorge Cori) und vier Unentschieden und musste sich nur zweimal geschlagen geben. Damit verwies er als ELO-Schwächster den für die Schweizer Nationalmannschaft spielenden Deutschen Sebastian Bogner (Pfäffikon/SZ) auf den letzten Platz.
Der als Nummer 10 gesetzte GM Mohammad Amin Tabatabaei totalisierte im Meisterturnier als Einziger der 132 Teilnehmer 7 Punkte aus neun Runden. Der 18-jährige Iraner verlor zwar früh eine Partie – in der 3. Runde gegen GM Athanasios Mastrovasilis (Gr/Nr. 30). Danach legte er jedoch eine beeindruckende Serie mit 5 aus 6 (4 Siege/2 Remis) hin.
Die Ehrenplätze gingen an GM Gata Kamsky (USA) und GM Alexander Dontschenko (D), die wie acht weitere Spieler einen halben Punkt Rückstand auf den Turniersieger aufwiesen. Als bester Schweizer landete FM Bruno Kamber (Olten) mit 4 Punkten auf Platz 74 – kam aber nicht in den Genuss des für den besten Einheimischen ausgelobten Preisgelds, weil er unter der 50-Prozent-Marke blieb.
Ebenso souverän wie Santosh Vidit im GM-Turnier gewann Achim Schneuwly im Allgemeinen Turnier. Der für den Nationalliga-B-Klub Payerne spielende Freiburger, der als Nummer 2 gestartet war und während des Bieler Schachfestivals seinen 52. Geburtstag feierte, gewann acht Partien in Folge, ehe er in der Schlussrunde remisierte. Mit je 1½ Punkten Rückstand gingen die beiden weiteren Podestplätze an Gilda Thode (Grafstal) und den notabene als Nummer 50 gestarteten 13-jährigen Niels Stijve (Villars-sur-Glâne) – wie Schneuwly Mitglied des CE Payerne.
Hier finden Sie alle Infos zum Bieler Schachfestival inklusive weiterführender Links zu den Schlussranglisten und Partien zum Nachspielen: https://www.bielchessfestival.ch/Homepage.html