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Jean-François Copé versicherte gegenüber dem TV-Sender France 2, dass seine Kandidatur nicht als Vergeltung gegenüber Nikolas Sarkozy zu verstehen sei.
Der 51-Jährige hatte wegen Finanzaffären bei der UMP vor zwanzig Monaten als Parteichef zurücktreten müssen. Die Partei schlitterte danach in eine schwere Krise. Im November 2014 wurde schliesslich Sarkozy an die UMP-Spitze gewählt. Im Mai 2015 wurde die UMP auf Wunsch Sarkozys in Die Republikaner umbenannt.
Sarkozy noch nicht offiziell im Ring
Sarkozy selbst hat seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2017 noch nicht offiziell bekannt gegeben. Doch gilt es als offenes Geheimnis, dass er die Rückeroberung des Elysée-Palastes anstrebt, den er 2012 an den Sozialisten François Hollande verloren hatte.
Bei den Vorwahlen der Konservativen für die Präsidentschaftskandidatur will bisher unter anderen Ex-Premierminister Alain Juppé antreten, der die Umfragen anführt.
Juppé glänzt mit Abwesenheit
Dass bei den Republikanern das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur definitiv begonnen hat, zeigte sich am Parteitag in Paris vom Wochenende. Während Sarkozy zu Geschlossenheit aufrief und das Programm für die Präsidentschaftswahlen präsentierte, hatten seine parteiinternen Rivalen um Juppé bereits den Parteitag verlassen.
«Das zeigt, dass die Parteikader die Autorität von Sarkozy immer mehr in Frage stellen», sagt SRF-Korrespondent Charles Liebherr. Es werde immer deutlicher, dass Sarkozys Rivalen ihn nicht mehr in der Rolle des Retters des rechten Lagers sehen würden. Die Partei beginne sich nun immer mehr in verschiedene Lager zu teilen, bis nach den Primärwahlen im Herbst bekannt sei, wer für die Republikaner kandidieren werde.
Duell zweier Grundausrichtungen
Sarkozy gegen Juppé könnte auch im Herbst zum grossen Duell werden. «Das ist das Duell von zwei Grundausrichtungen im rechten Lager», präzisiert Liebherr. Zum einen Sarkozys, aber auch Copés Kurs am rechten Rand der Partei; diese suchten thematisch die Nähe der Wähler des Front National. Juppé hingegen wähle eine andere Taktik, orientiere sich mehr in Richtung Mitte und fokussiere sich auf Wirtschafts- anstatt Ausländerthemen.