Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03324.jsonl.gz/2577

04.12.1975, New York. Hannah Arendt sitzt konzentriert am Schreibtisch und arbeitet an ihrem Buch «Vom Leben des Geistes». Sie weiss es so wenig wie es ein anderer wissen kann: dies wird der letzte Tag ihres Lebens gewesen sein. Aus dem Nichts erscheint ein Mädchen und stellt sich als «auch eine Hannah» vor. Die Frage des Kindes, ob sie sich Worte ausdenke, irritiert Hannah Arendt. Worte. Was kann man mit ihnen machen? Eine Geschichte erzählen. Ja. Und mehr. Sie sind das Mittel, um zu urteilen, um immer wieder neu anzufangen, um eine Welt zu schaffen, in der es sich zu leben lohnt – auch und erst recht angesichts finsterer Zeiten. Als praktische Denkerin nimmt Hannah Arendt die Herausforderung an. Sie geht mit dem Mädchen Hannah ins Theater. Das Denken von Arendt und das Theater treffen sich: Theater ist eine Schule des Urteilens, eine konkrete Basis - Figuren, Worte, Bilder, Szenen - für den Versuch, mit den grossen Fragen der Menschheit - Leben, Tod - umzugehen. Die grosse Hannah macht die kleine Hannah mit ihren Vorbildern bekannt, mit den Traditionen, aus denen sie ihr Denken speist, mit den Autoritäten, an denen sich ihr Denken schärfte.
Event übernehmen
Hinweis
Um diese Event-Serie zu übernehmen, musst du angemeldet sein.
Hast du noch kein Benutzerkonto? Dann kannst du dich nachfolgend registrieren und anschliessend die Eventgruppe bearbeiten.
Event ist beendet