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Fenaco, AfA544
Organisationsgeschichte, histoire de l'organisation
Die fenaco (Fédération nationale des coopératives) entstand aus den Anfang der 1990er Jahre einsetzenden Bestrebungen zum Zusammenschluss der regionalen Genossenschaftsverbände auf der gesamtschweizerischen Ebene. 1993 fusionierten die Union des coopératives agricoles romandes (UCAR), AfA519, die Fédération des syndicats agricoles du canton de Fribourg, AfA255, der Verband Landwirtschaftlicher Genossenschaften von Bern und benachbarter Kantone (VLG), AfA256, der Verband Landwirtschaftlicher Genossenschaften der Nordwestschweiz (VLGN), AfA253, der Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften der Zentralschweiz (VLGZ), AfA254 und der Verband ostschweizerischer landwirtschaftlicher Genossenschaften (VOLG), AfA260 zur fenaco. Der Genossenschaftsverband Schaffhausen (GVS) beteiligte sich gar nicht am Fusionsprozess, der Landverband St. Gallen (LV) zog sich im Verlaufe der Fusionsverhandlungen zurück und die Tessiner Agricola Ticinese SA konnte wegen ihrer Rechtsform als Aktiengesellschaft gar nicht Mitglied der fenaco werden. Die Vereinigung Landwirtschaftlicher Genossenschaftsverbände der Schweiz, AfA532, die bis dahin als eine Art lose Dachorganisation der regionalen Genossenschaftsverbände gewirkt hatte, wurde aufgelöst. Mit der Fusion wollten die sechs Genossenschaftsverbände die Versorgung der Landwirtschaftsbetriebe mit Produktionsmitteln und die Übernahme landwirtschaftlicher Produkte zur Verarbeitung und zum Weiterverkauf konzentrieren. Deshalb wurden auch die bisherigen Zweckgesellschaften und die Handels- und Verarbeitungsbetriebe als Tochtergesellschaften in die neue Unternehmensgruppe überführt. Dazu gehörten u.a. die Union des Fédérations Agricoles UFA AG (Tierfutterherstellung und -handel), die Agrola AG (Mineralölprodukte), Landor (Düngerhandel), UFA-Samen (Saatguthandel), Frigemo Gruppe (Nahrungsmittelverarbeitung) sowie VOLG und LANDI (Detailhandel). In der Folge gründete die fenaco weitere Unternehmen wie die Traveco Transporte AG oder erwarb bereits bestehende Firmen wie den Getränkehersteller Ramseier Suisse AG oder die Bison Group AG. Gleichzeitig führte die fenaco auch einen Teil der Tätigkeiten der aufgelösten Vereinigung Landwirtschaftlicher Genossenschaftsverbände der Schweiz, AfA532 weiter, so etwa die Herausgabe der UFA-Revue, AfA2154. Organisiert wurde die fenaco als Genossenschaftsverband mit den neu als LANDI bezeichneten örtlichen landwirtschaftlichen Genossenschaften als Mitgliedsorganisationen. Einige LANDI wurden in der Zwischenzeit zu Aktiengesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung der fenaco umgewandelt.
Autor: Peter Moser
Archivbestand, fonds d'archives
Die Archivalien wurden vom Archiv für Agrargeschichte (AfA) erschlossen.
Website der Organisation, site internet de l'organisation
Weiterleitung, redirection: https://histoirerurale.ch/redirect/getURL.php?id=166
Index der Funktionen, Index des fonctions
Präsidenten (1993-)