Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03310.jsonl.gz/754

Kinderzeichnungen
Paul Klees Grossmutter Anna Catharina Rosina Frick weckte schon beim dreijährigen Paul die Freude am Zeichnen mit farbigen Buntstiften und setzte sich dafür ein, dass ihm seine Linkshändigkeit nicht ausgetrieben wurde. Er zeichnete oft kleine Geschichten von französischen Bilderbögen nach. Später bekannte er: «Böse Geister, die ich zeichnete, bekamen plötzlich wirkliche Gestalt. Ich suchte Schutz bei der Mutter, und klagte ihr, die Teufelchen guckten zum Fenster herein.»
18 seiner Kinderzeichnungen trug er 1911 in seinen Oevrekatalog ein. Nach welchen Kriterien er diese Zeichnungen auswählte, ist nicht bekannt. Man kann annehmen, dass die gefühlsmässige Verbundenheit mit bestimmten Motiven ausschlaggebend war.
Bild aus der Kindheit um 1889
Die Liebe zu Pflanzen begleitete Klee sein Leben lang. So haben Pflanzen, Gärten und Parks auch einen bedeutenden Platz im gesamten Werk Klees. Diese Blumen malte er zwischen seinem achten und zehnten Lebensjahr. Wenige Jahre später wurde die Natur für ihn nicht nur zum wichtigsten Motiv seiner Zeichnungen, sondern auch zum Seelentröster.
Dame mit Sonnenschirm
Diese anmutige Dame zeichnete Paul Klee zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr. Erst als er 1902 voller Begeisterung seine Kindheitsbilder auf dem Speicher der elterlichen Wohnung wiederentdeckte, setzte er seinen Namen unter das Bild.
Kirche die Uhr mit erfundenen Zahlen, 1883,17
Paul Klee malte dieses Bild zwischen seinem dritten und fünften Lebensjahr. Da er zu jener Zeit noch keine Zahlen schreiben konnte, versah er die Kirchturmuhr einfach mit erfundenen Zeichen.