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Vom Banat bis nach Bukarest, von Hermannstadt nach Transsilvanien, ins »Land jenseits der Wälder«: Der Autor erzählt von Schnaps, der auf Obstbäumen wächst, von Draculas Nachfahren und so wichtigen Erfindungen wie dem Düsenflugzeug oder dem Füller. Von einem Land, in dem ein prächtiges Haus »Villa Schmiergeld« getauft wird und der Alltagshumor allgegenwärtig ist. Das heute stolz auf die Überreste römischer Besatzung blickt und den Einfluss Moskaus verschmäht. Wo Baustellen wie Spielplätze aussehen und im Krämerladen an der Ecke neben Brot und Gemüse auch Fotokopien und Versicherungen zu kaufen sind. Von Constantin Brâncuși, der schon als Kind aus einer Obstkiste eine Geige gebaut haben soll. Und von der Poesie des Provisorischen.
Rezension
"Ein Beispiel von positiver Ostalgie.", Die Zeit, 05.12.2013 20151120
Portrait
Jochen Schmidt, 1970 in Berlin geboren, hat in Bukarest studiert und verbrachte Auslandsaufenthalte in Brest, Valencia, Rom, New York und Moskau. 1999 war er Mitbegründer der Berliner Lesebühne »Chaussee der Enthusiasten«. Er ist Übersetzer und Autor, u.a. des Romans »Müller haut uns raus« und der Bände »Triumphgemüse«, »Meine wichtigsten Körperfunktionen«, »Schmidt liest Proust« und »Schneckenmühle«. Seit einigen Jahren dokumentiert er fotografisch die Kuriositäten der DDR-Vergangenheit im Alltag. Zum Jubiläum des Mauerfalls veröffentlichte er zusammen mit David Wagner »Drüben und drüben«, und zuletzt erschien von ihm »Der Wächter von Pankow«. Jochen Schmidt lebt in Berlin; Bei Piper liegen seine "Gebrauchsanweisung für die Bretagne" und "Gebrauchsanweisung für Osteutschland" vor. Zuletzt erschienen seine Romane "Schneckenmühle" und "Zuckersand".