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In den USA ist eine Sammelklage gegen Novartis eingereicht worden. Angestellte fordern hohe Entschädigungen für nicht bezahlte Überstunden.Dieser Inhalt wurde am 24. März 2006 - 10:37 publiziert
Im vergangenen Jahr sah sich der Schweizer Pharmariese bereits mit einer Klage wegen Diskriminierung konfrontiert.
Der Pharmakonzern Novartis ist in den USA von einer ehemaligen Mitarbeiterin wegen nicht bezahlter Überstunden auf 225 Millionen Dollar verklagt worden.
Die Sammelklage bei einem U.S. Bezirksgericht in New York wurde von Simona Lopes in ihrem eigenen und im Namen anderer Novartis-Mitarbeiter in ähnlichen Positionen eingebracht, teilte die Anwaltskanzlei Steven Wittels of Sanford, Wittels & Heisler LLP am Donnerstag mit.
Angestrebt werde die Einstufung als Sammelklage nach "Rule 23", damit alle Novartis-Vertreter eingeschlossen seien, denen zustehende Überstundenzahlungen verweigert wurden, hiess es.
Weitere Sammelklagen
"Wir haben die Klage noch nicht erhalten und können daher keinen Kommentar abgeben", sagte Novartis-Sprecher John Gilardi.
Novartis ist mit der gleichen Anwaltsfirma bereits in ein anderes Verfahren in den USA verwickelt. Dabei geht es um angebliche sexuelle Diskriminierung, welche Manager gegenüber ehemaligen Angestellten begangen haben sollen. Die Klägerinnen verlangen vom Basler Unternehmen 100 Mio. Dollar.
Klage wegen Sexismus und Rassismus
Der Anwalt der Frauen warf Novartis vor, Frauen einem Arbeitsumfeld auszusetzen, in dem sie öffentlich angeprangert und mit sexistischen sowie rassistischen Bemerkungen und Witzen konfrontiert werden.
Novartis seinerseits bestritt die Anschuldigungen und kündigte an, die Klage mit allen Mitteln abzuwenden.
Anfang Februar hatte der Schweizer Bankkonzern UBS eine Sammelklage, bei der es auch um Überstunden ging, mit der Bezahlung von 89 Millionen Dollar beigelegt.
swissinfo und Agenturen
In Kürze
Novartis entstand 1996 durch die Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz.
Mit dem Kauf von Hexal (Deutschland) und Eon Labs (USA) ist Novartis seit 2005 weltweite Nummer 1 bei den Generika.
Bei den rezeptfreien Medikamenten sind die Basler in Europa Nummer zwei.
Novartis plant die Lancierung einer vierten Division, der Impfstoffe. Dazu fehlt noch das grüne Licht der US-Behörden zur Übernahme des kalifornischen Unternehmens Chiron.
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