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Üblicherweise treffen Eltern die Ernährungsentscheidungen für ihre Kinder. Doch wissen sie auch, welche Lebensmittel und Getränke wie viel Zucker enthalten?
Forscher der Universität Mannheim haben das nun bei 305 Eltern-Kind-Paaren untersucht. Die Ergebnisse setzten sie in Zusammenhang mit dem BMI der Kinder. Die Kinder waren zwischen 6 und 12 Jahre alt.
Drei von vier Eltern unterschätzen Zuckergehalt
Die Eltern absolvierten Zuckerschätzaufgaben am Computer, bei denen ihnen Bilder von sechs gängigen Nahrungsmitteln und Getränken gezeigt wurden:
- Orangensaft
- Cola
- Pizza
- Joghurt
- Müsliriegel
- Ketchup.
Aufgabe war es, den Zuckergehalt jedes Lebensmittels in Zuckerwürfeln zu schätzen.
Es zeigte sich, dass 74 Prozent der Eltern den Zuckergehalt der meisten Nahrungsmittel und Getränke teils erheblich unterschätzten. Bei Joghurt zum Beispiel unterschätzten sogar 92 Prozent den Zuckergehalt – und das im Schnitt um sieben Würfel. Das entspricht 60 Prozent der Gesamtzuckermenge des Fruchtjoghurts.
Die Eltern, die den Zuckergehalt unterschätzten, hatten auch häufiger übergewichtige Kinder.
Eltern vermuten häufig deutlich weniger Zucker in Lebensmitteln als tatsächlich enthalten ist. Dies ist ein potenzieller Risikofaktor für Übergewicht bei Kindern. «Die Eltern, die den Zuckergehalt unterschätzten, hatten auch häufiger übergewichtige Kinder», sagt Studien-Autorin Mattea Dallacker.
Besonders vertan haben sich die Eltern bei den Nahrungsmitteln und Getränken, die allgemein für gesund gehalten werden, wie Joghurt oder Orangensaft (84 Prozent). Lediglich bei Müsliriegeln und Ketchup überschätzten mehr Eltern den tatsächlichen Zuckergehalt.