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Man unterscheidet zwischen erworbenen und natürlichen Synechien. Zu letzteren gehört die Verklebung der Vorhaut mit der Eichel bei kleinen Jungen. Diese löst sich mit der Zeit normalerweise von selbst. Erworbene Synechien entstehen meistens bei Verletzungen, Operationen oder durch Entzündungen.
Häufig tritt eine Verklebung bei Entzündungen der dünnen, feuchten Membranen auf, welche die Körperhöhlen umgeben oder Organe umhüllen. Wenn die Verklebung fünf Tage und länger bestehen bleibt, bilden sich Bindegewebszellen, die die beiden Gewebe miteinander verwachsen lassen. Dies geschieht etwa an folgenden Orten:
Häufig von Synechien betroffene Organe sind:
Synechien im Auge sind meistens die Folge einer Verletzung oder einer Uveitis (Entzündung der Augenhaut). Die Augenhaut besteht aus der Aderhaut (Choroidea), dem ringförmigen Strahlen- oder Ziliarkörper und der Regenbogenhaut (Iris). Entzündet sich beispielsweise die Iris bei einer Iritis, kann diese als Komplikation mit der vorderen Fläche der Linse verkleben. Auch kann die Irisblende mit der Hornhaut verkleben.
Mit medikamentösen Therapien lassen sich meist nur kleinere verklebte Stellen im Auge lösen. Entscheidend ist die Vorbeugung.
Die Prophylaxe von Verklebungen ist besonders wichtig. Zunächst wird die Entzündung als auslösendes Moment behandelt. Je länger sie andauert, desto grösser ist die Gefahr von bleibenden Veränderungen. Von Uveitis spricht man, wenn vor allem Iris und Ziliarmuskel betroffen sind. Berührt die Entzündung nur die vordere Augenkammer, spricht man von Iritis. Eine Iritis wird in der Regel nicht von Bakterien und Viren verursacht. Sie ist oft eine Immunreaktion, die in Verbindung mit anderen Entzündungen im Körper auftritt. Daher erfolgt die Behandlung häufig mit cortisonhaltigen Augensalben, bei leichteren Fällen auch mit cortisonfreien Tropfen, die entzündungshemmend wirken. Zusätzlich werden eventuell Tropfen verordnet, welche die Pupille erweitern.
Werden Synechien im Auge nicht behandelt, kann die Linse sich eintrüben. Es existieren keine Medikamente, die eine solche Trübung rückgängig machen können. Die einzige Option ist dann die Entfernung der Linse. Das ist ein häufiger Eingriff in der Augenheilkunde. Die fehlende Funktion der Linse wird mittels Kontaktlinsen oder einer Starbrille kompensiert. Auch ist es möglich, eine künstliche Linse einzupflanzen. Wenn ein erhöhter Augeninnendruck über längere Zeit bestehen bleibt, führt das zu einer irreversiblen Schädigung von Sehnerv und Netzhaut (Glaukom). Dann besteht die Gefahr der Erblindung.
Als Asherman- oder Fritsch-Asherman-Syndrom werden Synechien in der Gebärmutter bezeichnet. Häufig bestehen Zusammenhänge mit einer Ausschabung (Kürettage) nach einer Fehlgeburt oder einem Kaiserschnitt. Auch eine Endometriose (gutartige Wucherung der Gebärmutterschleimhaut) kann Verwachsungen in der Gebärmutter bewirken. Das kann lange unbemerkt bleiben. Im Laufe der Zeit verhärten sich die betreffenden Stellen aber oft. Sie können dann zahlreiche schmerzende Beschwerden hervorrufen sowie zu Unfruchtbarkeit und Störungen der sexuellen Funktion führen. Dem kann postoperativ vorgebeugt werden durch Adhäsionsbarrieren. Das sind Flüssigkeiten oder Gele, die die Berührung und das Aneinanderkleben der verwundeten Gewebe verhindern sollen. Die Diagnose und die Unterscheidung dieses speziellen Syndroms von anderen Erkrankungen erfolgt mittels einer Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung). Dabei kann der Arzt im günstigsten Fall gleich die Verwachsungen durchtrennen und die Gebärmutterhöhle wieder herstellen.
Wenn Babys in den ersten Lebenswochen mit einem leichten Silberblick ihre Welt erkunden, finden das Eltern meist noch niedlich. Tatsächlich gibt es kurz nach der Geburt meist noch keinen Grund zur Sorge, wenn dein Baby schielt. Sollte das Schielen jedoch andauern, ist für die optimale Gesundheit der Augen deines Kindes eine ärztliche Behandlung notwendig. Woran du erkennst, ob dein Baby schielt, welche Ursachen es für den Strabismus gibt und welche Therapien jetzt sinnvoll sind, erfährst du in folgendem Ratgeber rund um das Thema Schielen beim Baby.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum du ständig einen Druck auf den Augen oder Kopfschmerzen hast? Womöglich leidest du an einer Anisometropie. Diese Art der Sehstörungen entsteht immer dann, wenn eine Ungleichsichtigkeit beider Augen vorliegt. Ist die Differenz der Werte beider Augen grösser als 2, spricht man von der Anisometropie. Egal, ob du an Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung leidest: Lass deine Augen also auf jeden Fall kontrollieren und schliesse diese Ursachen für deine Beschwerden aus.
Du möchtest tagsüber keine Brille tragen, kommst aber auch mit Kontaktlinsen nicht gut klar? Dann könnten Nachtlinsen eine sinnvolle Alternative für dich sein. Wie der Name es bereits andeutet, werden sie über Nacht getragen. Während du schläfst, wird deine Sehfähigkeit so weit hergestellt, dass du am kommenden Tag weder eine Brille noch Kontaktlinsen tragen musst. Bis zu 72 Stunden lang soll die Wirkung anhalten, glaubt man den Versprechen der Hersteller. Allerdings sind die Nachtlinsen nicht für Jedermann geeignet.