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Für Hunderttausende Mädchen und Buben im grössten Land Südamerikas bleibt das Recht auf Bildung unerfüllt. Aufgrund der Pandemie und der darauffolgenden Schulschliessungen konnten im Jahr 2020 über 44 Millionen brasilianische Mädchen und Buben nicht zur Schule gehen und 5,5 Millionen Kinder und Jugendliche hatten gar keinen Zugang zu schulischen Aktivitäten – weder in gedruckter noch in digitaler Form, weder vor Ort noch aus der Ferne.
Ágata aus dem Amazonasgebiet
Um Schulabbrüche während der Pandemie zu verhindern, suchten Lehrer in der Gemeinde Vigia im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará jedes Kind auf, das nicht am Unterricht teilnehmen konnte. Die achtjährige Ágata war eines von ihnen. Sie war ein Jahr lang nicht in der Schule und wurde nun wieder eingeschult, so dass sie während der Pandemie aus der Ferne weiter lernen kann.
Vor allem Kinder in Brasiliens Norden und in den Armenvierteln ausserhalb der Städte, den sogenannten Favelas, sind besonders gefährdet, die Schule frühzeitig abzubrechen. Um über die Runden zu kommen, arbeiten zahlreiche Kinder – oft unter gefährlichen und ausbeuterischen Umständen und bleiben der Schule fern. Diesen Kindern bleibt die Chance auf eine geschützte und gesunde Kindheit verwehrt.
UNICEF Schweiz und Liechtenstein will dazu beitragen, dass die Kinder zwischen 7 und 12 Jahren im Amazonasgebiet und in den Armenvierteln Rios eine gute Schulbildung erhalten und an der Schule bleiben. Dazu gehören moderne Lehrmittel, die dem Alter der Kinder angepasst sind und sowohl direkt im Klassenzimmer als auch für den Online-Unterricht funktionieren. Lehrerinnen und Lehrer sollen lernen, wie sie mithilfe von Laptop, Smartphone und Internet spannende Lektionen abhalten, an denen Kinder auch von zu Hause aus teilnehmen können.