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Ernesto Büchi, Fotograf
1861-1936, geboren in Winterthur, gestorben in Locarno
Ernesto Büchi, in Winterthur aufgewachsen, absolvierte beim Fotografen Carlo Bacmeister in Stresa am Lago Maggiore eine Lehre. Bacmeister betrieb sein Geschäft von 1875 bis 1890, Büchi übernahm sein Atelier. 1894 eröffnete Büchi in Muralto bei Locarno eine Filiale, die sein Bruder Max (1873-1941) leitete. Im Jahr 1899 verliessen die Brüder das Piemont und konzentrierten sich auf ihr Geschäft „Officina e magazzino di fotografia – Büchi frères“ in der Via Ramogna in Locarno. 25 Jahre später zogen sie definitiv nach Muralto, Piazza della Stazione, wo sie unter dem Namen „Fotografia Gebr. Büchi – Buchhandlung – Photografie – Papeterie“ auftraten. In ihrem Geschäft waren auch die Schwester Fanny und Max’ zweite Frau, Anna, tätig. Nach dem Tod von Ernesto führte Max das Familienunternehmen bis zu seinem Unfalltod im Jahr 1941. Er stieg bei Bignasco in eine Felswand, um die beiden Brücken gut ins Objektiv rücken zu können und stürzte in die Maggia, die ihn erst zehn Tage nach seinem Tod frei gab. Die Hinterbliebenen übergaben das Geschäft im Jahr 1943 an Werner Naef aus Nesslau, SG.
Das Tessiner Staatsarchiv hat Fotografien der Gebrüder Büchi digitalisiert und im Rahmen einer Ausstellung im Sommer 2011 präsentiert. Die Aufnahmen können auch auf der Internetseite des Staatsarchivs betrachtet werden: www.ti.ch/archivio. Quelle: Tessiner Staatsarchiv, Bellinzona.