Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03277.jsonl.gz/1900

ETH Zurich :
Computer Science :
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Abstract
Smoblets - Java-Code auf aktiven Tags zur Interaktion mit smarten Gegenständen (D)
Status: Abgeschlossen
Der Begriff Smoblet ist eine Verschmelzung der Worte "Smart Object" und "Applet". Dabei handelt es sich um Java-Code, der im Programm-Speicher aktiver Tags (im Wesentlichen bestehend aus einem Microcontroller, RF-Modul, eigenständiger Energieversorgung und Sensoren) abgelegt ist. Ziel ist es, auf die Funktionalität von Alltagsgegenständen - an welche die aktiven Tags angeheftet sind - ähnlich wie beim Surfen im Web bei der Benutzung von Java-Applets zuzugreifen.
Während bei Applets Java-Byte-Code als plattformunabhängiger Zwischencode auf entfernte Rechner übertragen wird, wird bei Smoblets der Java-Bytecode direkt von einem smarten Gegenstand zu einem Nutzergerät (PDA oder Mobilfunktelefon) in Reichweite eines drahtlosen Netzwerkes übertragen (hier: Geräte in Bluetooth-Reichweite).
In bisherigen Ansatzen zur Verknüpfung realer und virtueller Welt (insbesondere im Kontext des Cooltown Projektes) werden nur Referenzen zu Ressourcen im WWW auf dem Gerät selbst gespeichert und weitergehendere Informationen dann aus dem Internet beschafft. Smoblets haben dagegen den Vorteil, dass keine solche Verbindung (die Geld kostet und nicht immer vorhanden ist) fuer die Interaktion mit Alltagsgegenstaenden erforderlich ist und reagieren auf die Entwicklung aktiver Tags, die weitaus mächtigere Dienste als das Bereitstellen einer ID anbieten können. Weiterhin werden Objekte, mit denen eine Interaktion per Smoblet erfolgen soll, nicht durch Angabe einer nichtssagenden URI bestimmt, sondern explizit (durch Barcode-Scanner, RFID-Reader, etc.) oder durch implizite Atkionen des Nutzers ausgewählt.
Smoblets müssen letztendlich auf einem mobilen Gerät ausgeführt werden, welches als Nutzerinterface des Benutzers dient (im Rahmen dieser Arbeit iPAQ oder Mobilfunktelefon). Der Code greift dabei auf Informationen zurück, die auf dem smarten Gegenstand gespeichert sind. Um diese Interaktion zu ermöglichen, erfolgt der Zugriff durch remote Tuple-Space-Operationen, die durch eine Laufzeitumgebung auf dem mobilen Gerät bereitgestellt werden müssen (read, take, write).
Die wesentlichen Aufgaben dieser Arbeit sind die Bereitstellung der Laufzeitumgebung auf einem iPAQ, die Auswahl smarter Gegenstände durch explizite Nutzeraktionen, die Entwicklung von Java-Klassen für die Programmierung von Smoblets (ähnlich der Applet-Klasse bei Applets) und die Realisierung einer Beispielapplikation.
Student/Bearbeitet von: Tobias Krauer
Contact/Ansprechpartner: Frank Siegemund