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In der Normandie ist am 22. Dezember 2016 die erste Solarstrasse der Welt in Betrieb genommen worden. Sie besteht aus Solarpaneelen, die auf der Strasse ausgelegt wurden. Der Strassenabschnitt wurde von Frankreichs Energie- und Umweltministerin Ségolène Royal eingeweiht.
Die solare Abschnitt der Nationalstrasse bei der normannischen Gemeinde Tourouvre-au-Perche ist nur etwa einen Kilometer lang, dazu wurden 2880 Photovoltaik Panels verwendet. Erwartet wird eine jährliche Stromproduktion von 280 MWh. Die täglich Produktion wird abhängig sein von den Wetterbedingungen und der Jahreszeit. Es wird damit gerechnet, dass der durchschnittliche Ertrag bei 767 kWh pro Tag liegt – mit Spitzen bis zu 1500 kWh pro Tag im Sommer.
Die Solarzellen bestehen aus polykristallinem Silizium und sind in ein mehrlagiges Substrat eingebettet. Die nur einige Millimeter dicken Paneele sind stabil genug, dass auch LKW darüber fahren können, ohne sie zu beschädigen.
Entwickelt wurde der Wattway genannte Strassenbelag vom dem französischen Bauunternehmen Colas und dem französischen Nationalen Institut für Solarenergie (Institut national de l’énergie solaire, Ines). Sie werden allerdings einen geringeren Wirkungsgrad besitzen als Solarmodule auf einem Dach.
Solarzellen liegen flach
Das liegt weniger am Schatten der Fahrzeuge – Colas rechnet damit, dass sie nur etwa ein Fünftel des Tages von Autos verdeckt sind – am Tag sollen etwa 2000 Fahrzeuge diesen Strassenabschnitt passieren -, sondern weil sie flach ausgelegt sind. Photovoltaikmodule werden normalerweise angestellt, um die Effizienz zu erhöhen.
Die Solarstrasse hat rund fünf Millionen Euro gekostet – das Geld hat der französische Staat zur Verfügung gestellt.