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Die Ausgaben, die die reiche Schweiz für ihre Armee einsetzt, betragen 0.7 Prozent ihres Bruttosozialproduktes.
Dies ist der tiefste Wert, den in Europa ein Staat für seine Verteidigung aufwendet.
Die Konsequenz dieser tiefen Ausgaben sind auch sichtbar. Die Schweiz verfügt heute für ihre Verteidigung nur noch über bedingt einsetzbare Schützenpanzer, veraltete Kampfpanzer und Artilleriegeschütze sowie vergammelte Festungen.
Aussenpolitisch wird die militärische Neutralität wie ein Feigenblatt für dieses Nichtstun in der Verteidigung hochgehalten.
Innenpolitisch herrscht ein Unwillen, die eigene Verteidigung ernsthaft finanzieren zu wollen.
Angesichts der Tatsache, dass sich die Mitglieder der NATO an ihrem Gipfel von 2014 für Verteidigungsausgaben in der Höhe von 2 Prozent des Bruttosozialproduktes verpflichtet hatten, wird sich die Führung der NATO in einem Ernstfall davor hüten, einen verteidigungspolitischen Parasiten wie die Schweiz in ihr Bündnis aufzunehmen und deren Sicherheit aufgrund des Paragrafen 5 des Bündnisvertrages garantieren zu müssen.
Trotz der Erschütterung von Europa durch den Krieg gegen die Ukraine sehen offenbar der grösste Teil der Bevölkerung und die politische Elite des Landes den Ernstfall noch nicht. Stattdessen hält die Schweiz lieber den Glauben hoch, eine Insel der Glückseligkeit zu sein.