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Zuletzt musste sich Andrey Rublev im Achtelfinal von Paris-Bercy gegen Stan Wawrinka geschlagen geben. Trotz dieser Niederlage hat der Russe eine sehr erfolgreiche Saison hinter sich und darf nun zum ersten Mal in seiner Karriere die ATP Finals in London bestreiten.
Niemand hat in dieser Saison so viele Turniere gewinnen können wie Andrey Rublev: Mit Doha, Adelaide, Hamburg, St. Petersburg und Wien konnte der 23-Jährige gleich fünf Titel absahnen. Bemerkenswert ist, dass er somit bei jeder Finalteilnahme triumphieren konnte.
Im Vergleich mit den Top 4 der Welt: Novak Djokovic steht bei vier Titeln in dieser Saison und Rafael Nadal holte sich zwei Turniere. Der Drittplatzierte Dominic Thiem konnte keinen weiteren Sieg als an den US Open feiern und Roger Federer nahm in dieser Saison nur an den Australian Open teil und erreichte dabei den Halbfinal.
Rublev hat sein Spiel verbessert
«Das Besondere an Rublevs Spiel ist die Gewalt seiner Schläge, besonders mit der Vorhand», erklärt Patrick Mouratoglou, Trainer von Serena Williams bei «tennismajors.com» Rublevs Spielsstil. Auf der Vorhand brillierte er stets, doch auf der Rückhand zeigte er Schwächen auf. «Meiner Ansicht nach hatte Andrey in der Vergangenheit zwei Schwächen. Zum einen seine Beweglichkeit, zum anderen die Tatsache, dass er den Ball zwar sehr hart traf, aber zu viel verschlug.»
Doch diese Schwächen sind in jüngster Vergangenheit kaum noch zu sehen. Mit dem spanischen Trainer Fernando Vicente hat Rublev an seinen Defiziten gearbeitet. «Seine Bewegungen sind viel besser als zuvor, er verschlägt die Rückhand kaum noch und hat sich ein sehr solides Spiel aufgebaut», zeigt sich Mouratoglou beeindruckt.
Zum ersten Mal in den Top 10
Rublevs Ziel ist es, das Spiel zu dominieren. «Wenn ich gegen einen guten Grundlinienspieler spiele, dann versuche ich natürlich Druck zu machen. Ich versuche generell immer, der aktivere Spieler zu sein», verrät Andrey Rublev über sein eigenes Spiel.
Zum ersten Mal steht Rublev in den Top 10. Bereits mit dem Sieg in Wien hat er sich für die ATP Finals qualifiziert. Dort trifft er auf den ein oder anderen Spieler, den er in dieser Saison bereits geschlagen hat. Kaum zu glauben, dass Rublev an diesem Turnier nochmals unterschätzt wird.