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|Japan zur anteiligen Kostenübernahme wegen Olympia-Verlegung bereit|
|21.04.2020 14:12|

TOKIO (awp international) - Olympia-Gastgeber Japan will seinen Anteil an den Zusatzkosten wegen der Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio ins nächste Jahr übernehmen. Tokios Gouverneurin Yuriko Koike erklärte am Dienstag, die japanische Regierung, die Stadtregierung von Tokio und die Olympia-Organisatoren prüften, wie sie die zusätzlichen Kosten handhaben.
Koike nahm Bezug auf eine am Vortag vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abgegebene Erklärung, wonach Japans Regierungschef Shinzo Abe zugestimmt habe, den eigenen Anteil an den Kosten gemäss Auflagen zu tragen. Japanische Medien hatten dies zunächst so dargestellt, als übernehme Japan alle anfallenden Zusatzkosten. Ein Regierungssprecher in Tokio dementierte die Darstellung.
Das IOC änderte am Dienstag auf seiner Homepage in einem aktualisierten "Fragen und Antworten" ("Q&A") seine Aussage vom Montag. "Das IOC und die japanische Seite, einschliesslich des Organisationskomitees für Tokio 2020, werden weiterhin gemeinsam die jeweiligen Auswirkungen der Verschiebung bewerten und diskutieren", hiess es nun.
Nach Schätzungen werden sich die zusätzlichen Kosten durch die Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr auf rund 300 Milliarden Yen (2,5 Mrd Euro) belaufen.
Die Sommerspiele in Tokio sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August ausgetragen werden, waren aber wegen der Coronavirus-Pandemie auf den Sommer 2021. Neuer Eröffnungstermin ist der 23. Juli 2021. Einen genauen Fahrplan für die Organisation und Austragung der Spiele wollen die Olympia-Macher bis Mai vorlegen./ln/DP/stw