Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03201.jsonl.gz/3751

Die Heilpflanze, die ich Ihnen heute vorstellen möchte, stammt ursprünglich aus Südafrika und trägt den exotischen Namen Umckaloabo. Dieser kommt aus der Zulu-Sprache, wo er aus zwei Wörtern zusammen- gesetzt ist, die soviel bedeuten wie “Symptome für Lungenkrankheiten” und “Brustschmerzen”. Dabei war ursprünglich weniger die Pflanze selbst gemeint, sondern der abgekochte Wurzelsud.
Die Pflanze ist bei uns auch als Kapland-Pelargonie bekannt. Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 cm und blüht zwischen Juli
und September.
Ein an Tuberkulose erkrankter englischer Jugendlicher namens Charles H. Stevens wurde im Jahr 1897 von seinem Arzt nach Lesotho in Südafrika geschickt, wo er von einem Basotho-Heiler mit Umckaloabo behandelt wurde. Es heisst, dass Stevens sich nach gut drei Monaten vollständig erholte. Aus diesem Grund gründete er 1904 ein Unternehmen zum Export der Heilpflanze nach Europa. Unter der Bezeichnung „Stevens’ Consumption Cure“ war der Extrakt eine Zeitlang als Tuberkulosemittel populär.
Der Schweizer Missionsarzt Adrien Sechehaye von der Universität Genf behandelte in den 1920er Jahren rund 800 Tuberkulosepatienten – vielfach erfolgreich – mit „Stevens’ Cure“.