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Der Verlauf der Messwerte ohne die mit ① markierten Spitzen (Funktionstests) bestätigt, dass die Abgabelimiten jederzeit eingehalten wurden. Dies geht auch aus den monatlich publizierten Gesamtmengen an radioaktiven Abgaben hervor.
Radioaktive Edelgase:
Die Messwerte liegen im Mittel in der Grössenordnung der doppelten Nachweisgrenze von 2.50E+09 Bq/h.
Radioaktive Aerosole:
Die Messwerte liegen im Mittel in der Grössenordnung der vierfachen Nachweisgrenze von 8.90E+04 Bq/h.
Radioaktives Iod:
Die Messwerte liegen im Mittel unterhalb der Nachweisgrenze von 2.00E+05 Bq/h.
Erklärungen zu den Spitzenwerten und dem Verlauf:
Bei den mit ① markierten Spitzen handelt es sich um Funktionstests der Edelgas-, Aerosol- und Iodmonitore. Dabei wird durch die Einspeisung von elektrischen Prüfsignalen oder mit einer radioaktiven Prüfquelle die Funktionstüchtigkeit des Geräts nachgewiesen.
Die mit ② markierten Edelgas- und Aerosolspitzen wurden durch die Inbetriebnahme der Vakuumhaltung des Kondensators verursacht. Dies nachdem der Reaktor zuvor abgefahren worden war.
Die mit einer ③ markierten kleinen Anstiege der Iodabgaben sind auf das Öffnen der Turbine (4.8.2016 und 27.9.2017) zu Beginn der Wartungsarbeiten im abgestellten Zustand zurückzuführen.
Jeweils Mitte/Ende März (23.3.2016, 14.3.2017) erfolgt die jährliche Wartung der Edelgas-Probenahmepumpen. Dies führt zu einer Erhöhung des Durchsatzes in der Probenahme und damit zu einer Erhöhung der angezeigten Abgaberate (vgl. Markierung ④).
Die wiederkehrenden Edelgasspitzen, die über die normalen Schwankungen herausgehen und bis zu 1E11 Bq/h hoch sind, werden durch die Rückspülung von Filtern in den Systemen zur Aufbereitung von Reaktorwasser oder Kondensat erzeugt. Dabei handelt es sich um einen wiederkehrenden betrieblichen Vorgang.
Die Reduktion der Iodabgaben im Zeitraum 17.10.-1.11.2015 und 2.8.16-15.2.17 ergibt sich aufgrund des für einen längeren Zeitraum abgestellten Reaktors.
Die Aerosolabgaben sind zu Beginn der Wartungsarbeiten (August bis Oktober 2017) etwas höher, am Ende des Stillstandes (November 2017 bis Februar 2018) etwas tiefer als während des Reaktorbetriebes.
Die Edelgasabgaben bei abgestelltem Reaktor liegen nach dem Zerfall der kurzlebigen Nuklide im Bereich der Nachweisgrenze (Mitte Oktober 2016 bis 15. Februar 2017).
Kleine Spitzen bei den Iod- und Aerosolabgaben über der Nachweisgrenze werden durch Kleinstleckagen von Wasser oder Dampf mit Übertrag in die Raumluft verursacht.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass alle festgestellten Effekte radiologisch unbedeutend sind.