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Askalon
(Askalân), eine bereits aus den ägypt. Eroberungen (Thutmosis III.) bekannte, damals von Kanaanitern bewohnte Stadt Palästinas, später eine der fünf Hauptstädte der Philister, war im Altertum durch das älteste Heiligtum der Astarte oder Aphrodite [* 3] Urania, ferner durch einen Tempel [* 4] der fischschwänzigen Derketo oder Atargatis und des Dagon bekannt. Die Assyrer zwangen es unter Teglattphalasar (Tiglat Pilesar) III. zum Tribut. Nach Herodot soll von den Scythen (630-620 v. Chr.) verwüstet worden sein.
Psammetich I. und Necho II. brachten
Askalon unter ägyptische, Nebukadnezar II. unter babylonische Herrschaft. Gegen
die Makkabäer
Jonathan und
Simon wußte sich
Askalon zu halten und wurde 104 v. Chr.
Frei- und Asylstadt. Aus
Askalon stammte das Geschlecht
der Herodeer. Der jüd.
Aufstand 66 n. Chr. konnte die den
Juden stets verhaßte Stadt nicht unterwerfen;
sie blieb noch lange Zeit ein Mittelpunkt hellenistischer Kultur. Man unterschied damals und Majuma (Hafenort
A.s). Der
Chalif
Omar eroberte
Askalon 638. Während der Kreuzzüge ist um Askalon lebhaft gestritten worden.
Gottfried von
Bouillon besiegte hier ein ägypt.
Heer; König
Balduin III. eroberte am
jedoch verloren es die Kreuzfahrer wieder an Saladdin. Nachdem sich Richard Löwenherz 1191 der Stadt bemächtigt hatte,
bestimmte man 1192 die Zerstörung der Festungswerke. Durch
Ludwig IX. von
Frankreich kam
Askalon 1240-47 nochmals unter christl.
Herrschaft. Die noch vorhandenen Ringmauern und
Türme der mittelalterlichen Festung
[* 5] liegen westlich vom
Dorfe ed-Dschora auf einer 10-20 m hohen
Steilküste dicht am
Meere im Halbkreise und tragen noch den alten
Namen in der Form
Askalan.
Von
Askalon hat die kleine Zwiebelart
Schalotten (Ascalonitae, Echalottes) ihren
Namen.