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Zusammenfassung:
Die Hypothese lautet: Eine unerfahrene Person kann mittels 3D-Druck eine eigenkraft-Unterarmprothese herstellen, welche eine vergleichbare Funktionalität aufweist wie eine kommerzielle eigenkraft-Unterarmprothese.
Die Prothese wurde im 3D-Modellierungsprogramm Blender 2.8 modelliert und mittels dem 3D-Drucker Artillery Sidewinder X1 gedruckt. Um die Funktionalität zu messen wurden der Box and Block Test, sowie der Nine-Hole Peg Test verwendet. Die Ergebnisse der Prothese wurden mit den Ergebnissen von 3 kommerziellen Prothesen, welche in einer anderen Studie untersucht wurden, verglichen.
Die 3D-gedruckte Prothese wies eine Funktionalität auf, welche signifikant besser als eine der drei Prothesen war, signifikant schlechter als eine andere Prothese war, und keinen signifikanten Unterschied zu der dritten Prothese hatte. Somit war die Funktionalität vergleichbar mit einer kommerziellen Prothese und die Hypothese war bestätigt.
Die Stabilität der 3D-gedruckten Prothese wurde ebenfalls untersucht und die instabilen Bereiche dokumentiert, es wurden Verbesserungsvorschläge gemacht, wie man die Stabilität weiter erhöhen könnte.
Würdigung:
Eindrückliche Ingenieursarbeit: Cris Schoenmacker beweist in seiner Maturaarbeit, dass es möglich ist, mit einem handelsüblichen 3D-Drucker eine Unterarmprothese herzustellen, welche sich mit kommerziellen Produkten messen kann. Sein Produkt überzeugt durch den modularen Aufbau, die einfache Handhabung und die geringen Herstellungskosten.
Besonders innovativ ist der eigens konstruierte Prothesensimulator, welcher es Cris ermöglichte, auch unter den schwierigen Bedingungen des Corona-Lockdowns Daten für seine Arbeit zu erheben.