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Im Fall des Amokläufers von München suchen die Ermittler nach einer zweiten Waffe. Nach Informationen des «Spiegel» könnte David Sonboly sich im Darknet neben der Glock 17 auch eine weitere Pistole gekauft haben.
Nach Informationen des «Spiegel» deuten Aussagen von Zeugen darauf hin, dass der Amokläufer von München eine zweite Waffe besass. Sie wollen bei David Sonboly eine silberne Waffe gesehen haben – die benutzte Glock ist jedoch schwarz. Zudem soll sich Sonboly in einem Darknet-Forum nach Munition vom Kaliber .45 erkundigt haben.
Die Glock 17 kam nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler aus der Slowakei. Derzeit ist unklar, wie sie später in die Hände des 18-Jährigen gelangte. Die Beamten gehen jedoch davon aus, dass Sonboly sie sich im Darknet verschaffte.
Dort soll er nach den Vermutungen der Ermittler unter dem Pseudonym «Maurächer» über Monate hinweg nach einer derartigen Pistole gesucht haben. «Maurächer» registrierte sich am 29. Mai 2015 in einem der bekanntesten deutschsprachigen Darknet-Foren.
Seine mutmasslich letzte Nachricht auf der Suche nach der Glock verfasste er am 8. Mai dieses Jahres, als er einen Händler bat: «Schreibe noch auf ein leeres Blatt Papier die Forenadresse und das heutige Datum. Bilder vom Lauf und Munitionslager.» Damit wollte er offenbar klären, ob der Anbieter tatsächlich über die angebotene Ware verfügte.
Sonboly erschoss am 22. Juli im Münchner Einkaufszentrum am Olympiapark neun Menschen, ehe er sich selbst richtete.