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Die Studie legt dar, dass auch in einer international verflochtenen Volkswirtschaft eine eigenständige nationale Umweltpolitik möglich ist. Die theoretische Literatur lässt erwarten, dass sich ein Land, das eine strikte Umweltpolitik einführt, stärker auf die Herstellung von umweltfreundlich produzierten Produkten spezialisiert. Empirisch lässt sich der Effekt jedoch nicht präzise nachweisen.
Die vorliegende Studie analysiert die Handlungsfelder einer nationalen Umweltpolitik vor dem Hintergrund des zunehmenden internationalen Wettbewerbs. Die Autoren empfehlen, sich primär von der nationalen Nachfrage nach Umweltqualität leiten zu lassen. Die Tourismusindustrie und andere Dienstleistungsbranchen sind auf den Inputfaktor «saubere Umwelt» angewiesen. Zur Erhaltung dieses Inputfaktors empfehlen die Autoren v.a. marktwirtschaftliche Massnahmen: Instrumente, welche über den Preis wirken, seien nicht nur kostengünstiger als Verbote und Gebote, sondern auch besser mit den Regelungen der WTO vereinbar. Um internationale Umweltprobleme (wie z.B. Klimawandel) anzugehen, stehen für die Autoren internationale Umweltabkommen im Vordergrund.
Fonte: Kägi W., Siegrist S., Schäfli M., 2005. Wettbewerb und Umweltpolitik in einer globalisierten Wirtschaft. Umwelt-Materialien Nr. 199. Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bern. 89 S.