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Anlässlich der 50-Jahr-Jubiläumsfeier wünschte sich der Jodlerklub die nächsten 25 Jahre in geordneten Verhältnissen zu meistern. Nun geht dieser Wunsch in Erfüllung und der 75. Geburtstag vom
Jodlerklub Sumiswald-Grünen steht an. In diesem Zusammenhang möchte ich ein paar Eckpunkte über die Geschichte unseres Vereins festhalten.
Die ersten 25 Jahre (1944 - 1969)
- Der Jodlerklub Sumiswald-Grünen wurde am 17. Juni 1944, im Gasthof Sternen in Grünen, gegründet.
- Und so übten die Männer (17 Aktivmitglieder) fleissig im Saal vom Gasthof Hirschen, auch bekannt unter dem Namen "Schiferen". Im anschliessenden Winter fand bereits das erste Konzert im
Hirschensaal statt.
- Im Sommer 1945 traf sich der Jodlerklub zur ersten Jodlerreise. Zwei Jahre später, im 1947, beschloss der Jodlerklub, dem BKJV (Bernisch Kantonalen Jodlerverband) beizutreten. Stolz schaffte
man im Sommer 1948 als einheitliche Bekleidung die ersten Sennenmutze an. Schon bald war der Jodlerklub wiederholt am Radio in Liveübertragungen zu hören.
- Anlässlich einer ausserordentlichen HV im November 1961 beschlossen die Jodler, das Übungslokal vom Gasthof Hirschen in den Gasthof Bahnhof nach Grünen zu wechseln.
- Das Bernisch Kantonale Schwingfest 1955 in Sumiswald, wurde vom Jodlerklub und drei weiteren Ortsvereinen durchgeführt. Als Festsieger konnte sich Werner Vivian feiern lassen, was die grosse
Zuschauerbegeisterung perfekt machte.
- 1962 wurde die Delegiertenversammlung des Bernisch Kantonalen Jodlerver-bandes durchgeführt. Auf eine achttägige Schiffsreise nach Holland hatte der Klub 1965 eingeladen. Die Reiseschar
erkundete so auf einer ersten Ausland-reise die vielseitigen Wasserwege Hollands.
- Die ersten 25 Jahre waren zusätzlich mit unzähligen Auftritten, Konzerten und Theater sowie kleineren und grösseren Ausflügen ausgefüllt.
- Zum 25-Jahr-Jubiläum führte der Jodlerklub das erste Unteremmentalische Jodlertreffen durch. Mit diesem Treffen war der Grundstein für das jährliche Jodlertreffen der
Unteremmentaler-Jodlervereinigung gelegt.
Die zweiten 25 Jahre (1970 - 1995)
- Im Jahre 1970 stand die zweite Auslandreise an. Der Jodlerklub bereiste auf einer siebentägigen Rundfahrt Österreich.
- Zwei Jahre später durfte der Klub an der Delegiertenversammlung in Zofingen, die Urkunde zum Eidgenössischen Veteranen entgegennehmen. Im Jahre 1974 trat Bethli Gygax als erste Jodlerin dem
Klub bei, was zu dieser Zeit noch nicht alltäglich war.
- 1985 führte der Klub eine siebentägige Griechenland-Reise durch.
- Nebst anspruchsvollen Theaterstücken (Jeremias Gotthelf oder Simon Gfeller) wurde auch das Burezmorge auf Senggen durchgeführt. Beide Anlässe waren sehr beliebt und lockten jeweils viele
Besucherinnen und Besucher an.
- Im Jahr 1990 veröffentlichte der Jodlerklub Sumiswald seine erste CD mit dem Titel "Heimelige Klänge aus dem Emmental". Nebst dem Klub wirkten auch das Schwyzerörgeli-Quartett Echo vom
Geisshimmel, das Jodlerduett Andreas Flückiger/Christian Siegenthaler, begleitet von Kurt Schlüchter, mit. Produziert wurde die CD im Tonstudio Lanz, Wasen.
- Im zweiten Vierteljahrhundert nahm der Klub an fünf eidgenössischen Jodler- und an sieben Unterverbandsfesten teil. Stolz trug der Klub für die Vorträge die Noten 1 und 2 nach Hause.
Die dritten 25 Jahre (1994 - 2019)
- Im Februar 1996 folgte der Jodlerklub der Einladung des Berner Klubs Rappers-wil-Jona, als Gastformation dem Konzert beizuwohnen. Die Schoneggchilbi und das Jodlertreffen im August waren Teil
des Jahresprogramms. Mit dem Konzert und Theater (Anne Bäbi Jowäger) liess man das Jodlerjahr erfolgreich aus-klingen.
- Im März 1997 wurde das Theaterstück Anne Bäbi Jowäger auf Anfrage des Singkreises Brügg noch einmal aufgeführt. Zur Feier des Gotthelfjahres durfte der Klub am 7. September in der Kirche
verschiedene Lieder vortragen. Mit dem Erntedankgottesdienst, dem Kirchenkonzert und der Geburtstagsfeier von unserem Gründungsmitglied Werner Christener wurde das Vereinsjahr abge-rundet.
- Ein besonderer Moment war die Durchführung der Delegiertenversammlung des Bernisch Kantonalen Jodlerverbandes. Im Februar 1999 folgten ca. 1'500 Jodlerinnen und Jodler der Einladung ins Forum
Sumiswald. Eines der grössten Ereignisse der Klubgeschichte hatte in einem schönen und feierlichen Rahmen stattgefunden. Es wurde gejutzt bis in die frühen Morgenstunden.
- Im Jahr 2006 veröffentlichte der Jodlerklub Sumiswald-Grünen seine zweite CD "Es git no Wunder", benannt nach dem Lied, komponiert und getextet von Brigitte Barbetta. Die Interpreten waren
einerseits der Klub, das Muulörgeli-Quintett Marti Buebe, das Jodlerduett Barbetta/Gehrig, Urs Eggimann und das Jodlerduett Barbetta/Flückiger.
- Am Konzert und Theater im Jahr 2012, verfolgten die Besucher gespannt das Lustspiel "Wie Christen eine Frau gewinnt". Er hat sie gewonnen - jedoch erst ganz am Schluss im dritten Akt. Der
Jodlerklub ist erneut der Theaterlinie von Jeremias Gotthelf treu geblieben.
- Im März 2013 eröffnete unsere Dirigentin Brigitte das Konzert mit den Worten "Herzlich willkommen" und in russischer Sprache "Dabro poshalovat". Die Gäste waren Solistinnen und Solisten aus
dem Kammerchor Rozhdestvo aus Russ-land. Für die nächsten zwei Stunden tauchten die Zuhörer in den Gesang ein und vergassen dabei den Alltag bei wunderschönen Liedern. Diese Gastfreund-schaft
beschenkte den Klub mit so manchen, schönen und unvergesslichen Augenblicken.
- Im November 2013 hat der Jodlerklub Nicolas Senn eingeladen. Mit seiner auf-geschlossenen und begeisternden Art bereicherte Nicolas auf dem "Hackbrett pur" das Konzert.
- Vielseitige Tätigkeiten und Erlebnisse prägten die letzten 25 Klubjahre. So nahm der Klub an Festen vom BKJV und an eidgenössischen Festen teil. Stolz trug der Klub für die Vorträge erneut
die Noten 1 und 2 mit nach Hause.
- Auch an Geburtstagen, an jährlichen Auftritten im Schloss und im Pflegeheim, durfte der Klub die Zuhörer erfreuen. Jeweils im September zog die Alpabfahrt eine beachtliche Gästeschar an,
welche mit viel Einsatz im Jodlerbeizli verpflegt wurde.
- An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Arbeit von unseren Partner-innen und Partnern. Ohne ihren grossen Einsatz wären die vielen Anlässe nicht durchführbar gewesen.
- Jedes Jahr im November führt der Jodlerklub das Konzert durch. Zu unserer grossen Freude durften wir in den vergangenen Jahren jeweils ein wunderbares Publikum in der vollbesetzten Aula
begrüssen. Wir hoffen, dass das auch in den kommenden Jahren so sein wird.
Ein grosses Anliegen ist uns der Erhalt von bestehenden sowie das Lernen von neuen Jodelliedern und die gute Kameradschaft, welche den Grundstein für einen erfolgreichen Klub bildet.
Was uns die Zukunft bringt, können wir nicht bestimmen. Wir können lediglich dazu bei-tragen, dass unser Brauchtum weiter besteht und sich Menschen dafür begeistern können, unsere Lieder
weiterzutragen.
Was wäre naheliegender, als dass wir uns diesen Wunsch auch heute wieder an die erste Stelle setzen wollen, um das 100-jährige Bestehen in lebenswerten Verhältnissen dereinst feiern zu können.
De wünsch ig mir vo Härze, dass Gsinnig blibt u mini Fröid,
tuet überspringe wine Funke - u mänge Jutz uf d'Ärde streut.
Euer Ehrenpräsident
Andreas Flückiger