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Acetylsalicylsäure reduziert Rückfälle von Venenthrombosen
|Autor(in): Philipp Gysling|
|Datum: 31. Mai 2012|
Innert zweier Jahre nach abgeschlossener Behandlung mit oralen Antikoagulantien kommt es nach einer erstmaligen Venenthrombose in 20% zu einem Rückfall. Eine Verlängerung der Behandlung mit Antikoagulantien birgt weiterhin ein erhebliches Blutungsrisiko; es wurde daher eine Studie druchgeführt, die die Wirksamkeit von Acetylsalicylsäure in solchen Fällen untersuchte. In dieser Placebo-kontrollierten, Doppelblindstudie wurde Patienten und Patientinnen während 2 Jahren täglich 100 mg Acetylsalicylsäure oder Placebo verabreicht. Die Betroffenen hatten vorgänglich eine 6 bis 18 Monate dauernde Antikoagulationstherapie erhalten. Das primäre Studienziel war das Wiederauftreten einer Venenthrombose, während schwere Blutungen als unerwünschte Nebenwirkungen beobachtet wurden.
Es kam bei 28 von 205 mit Acetylsalicylsäure behandelten Personen zu einem Rückfall (6,6%), während in der Placebogruppe 43 von 197 Personen einen Rückfall erlitten (11,2%). In jeder Gruppe gab es einen Fall einer schweren Blutung.
Die Schlussfolgerung der Studie lautet, dass eine Behandlung mit Acetylsalicylsäure nach abgeschlossener Antikoagulatientherapie das Risiko von Rezidiven vermindert, ohne dabei zu mehr schweren Blutungen zu führen.
Link zur Studie (im New England Journal of Medicine):
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1114238
Frühere Infomed-Texte zum Thema Acetylsalicylsäure und venöse Thrombosen:
Auch Acetylsalicylsäure senkt das Thromboserisiko
Niedrigdosierte orale Antikoagulantien gegen Thromboserezidive
Acetylsalicylsäure reduziert Rückfälle von Venenthrombosen (31. Mai 2012)
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