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Menschen werden für tot erklärt, wenn das Herz nicht mehr schlägt und somit aufhört, das Hirn mit Sauerstoff zu versorgen. Forschende fanden jetzt aber heraus, dass Menschen in diesem Zustand ihre Umwelt noch wahrnehmen. Dies berichtet die «Bild».
Probanden erlitten Herzstillstand
Für die Studie wurden 567 männliche und weibliche Probanden untersucht. Sie hatten allesamt einen Herzstillstand erlitten und konnten dann wiederbelebt werden. Die Forscher stellten fest, dass die Gehirne der Testpersonen noch sehr aktiv waren und das, obwohl das Gehirn zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit Blut versorgt war. Eine ähnliche Hirnaktivität zeigen Menschen normalerweise auf, wenn sie nachdenken oder Erinnerungen abrufen.
Daraus folgerten die Forscher: Selbst wenn unsere normalen Körperfunktionen schon ausgefallen sind, funktionieren Teile unserer Wahrnehmung noch.
«Habe in der Hölle gebrannt»
Besonders interessant sind die Schilderungen der Studienteilnehmerinnen. Einige haben ganze Gespräche mitbekommen und gesehen, was während der Wiederbelebung um sie herum passierte. Was die Studienteilnehmer schilderten, entsprach auch effektiv der Realität. Dies geht aus Gesprächen mit Personen hervor, die bei der Wiederbelebung dabei waren.
Für andere wiederum fühlte es sich an, als würden sie ihren Körper verlassen und die Szenerie von oben betrachtet. Ein Teilnehmer fühlte, wie die Notärzte während der Wiederbelebung seine Brust massierten.
Ein Proband berichtete, er habe „in der Hölle gebrannt“. Die US-Forscher gehen in diesem Fall aber davon aus, dass er das Medikament Kaliumchlorid spüren konnte, das ihm während der Wiederbelebung intravenös verabreicht worden war.