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Der Prozess gegen den südafrikanischen Paralympics-Star Oscar Pistorius geht in die Schlussphase. Doch klar ist noch nichts. Nach Angaben einer Psychiaterin leidet Pistorius unter einer Angststörung.
Der des Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp Angeklagte habe eine «intensive Angst vor Südafrikas hoher Kriminalitätsrate», betonte die forensische Psychiaterin Merryl Vorster vor dem Gericht.
Staatsanwalt Gerrie Nel forderte daraufhin ein unabhängiges psychiatrisches Gutachten. Richterin Thokozile Masipa wollte bis Dienstag darüber entscheiden.
Vorster kennt Pistorius seit wenigen Wochen
«Er beschrieb sich selbst als isoliert und alleine... Er wollte nicht alleine zu Hause sein und lud deshalb Freunde zu Übernachtungen ein», berichtete Vorster als Zeugin der Verteidigung.
Vorster musste allerdings bei der Befragung durch den Staatsanwalt zugeben, dass sie erst vor wenigen Wochen erstmals mit Pistorius gesprochen habe. Der Staatsanwalt meinte, der Angeklagte müsse, wenn er denn psychisch gestört sei, künftig unter Beobachtung gestellt werden. Die Verteidigung erhob Einspruch.
Urteil Ende Mai erwartet
Der Prozess soll noch im Mai zu Ende gehen. Bei einer Verurteilung droht Pistorius eine lebenslange Haftstrafe.