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Porter
Das Porter ist ein obergäriges Bier, das sich durch seine dunkle, meist tiefschwarze Farbe und durch seinen malzigen Geschmack im Trunk auszeichnet. In der Craft Beer Szene erfreut sich dieser Bierstil großer Beliebtheit was dazu führt, dass es mitlerweile Porter Biere gibt, die sich aufgrund experimenteller Brauweisen stark geschmacklich voneinander unterscheiden. Den Craft Beer Brauereien hat das Porter auch seine Renaissance zu verdanken, nachdem diese Bierart vor allem in Deutschland Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts nahezu vollständig vom Markt verschwunden ist.
Die Ursprünge des Porters
Die Ursprünge des Porters liegen in der Arbeiterbewegung des 18. Jahrhunderts in Großbritannien. Zu dieser Zeit war die industrielle Revolution voll im Gange. Technische Weiterentwicklungen und die steigende Produktivität erforderten einen höheren Einsatz der Arbeitsleistung. Betroffen waren vor allem anstrengende Bergbauarbeiten und die kräfteraubende Arbeit in der gesamten Schwerindustrie. Das Porter wurde in dieser Zeit gebraut um den Arbeitern notwendige Nährstoffe zuzuführen. Der Begriff Porter, der mit „Lastenträger“ übersetzt werden kann, gebührt somit den schwer schaffenden Arbeitern des 18. Jahrhunderts in England/ London. Auch bei den Truppen in den britischen Kornkoloniern erfreute sich das Porter großer Beliebtheit. Das Porter Bier entwickelte sich bald zum ersten Industriebier der Welt.
Charakteristika des Porters
Das Porter ist ein dunkles obergäriges Bier, die Farbe reicht in etwa von 47 bis 80 EBC. Der Anteil an Stammwürze liegt durchschnittlich in etwa zwischen 16 und 19 Grad Plato, kann aber durchaus höher liegen. Das Porter ist somit als Starkbier zu klassifizieren. Entsprechend der Höhe der Stammwürze befindet sich der Alkoholgehalt des Porters durchschnittlich im Bereich zwischen etwa 4 bis 6 Prozent. Es gibt allerdings auch Porter, die in ihrer Charakteristik nahezu identisch mit der eines Stouts sind. Die Grenzen zwischen einem Porter und Stout und stark verschwimmen.
Die Schaumkrone des Porters hat eine hell-bräunliche Färbung, die darüber hinaus für das Porter eine typisch feinporige und somit cremige Beschaffenheit aufweist. Diese cremige Optik wird auch im Trunk bestätigt. Die Rezenz eines Porters ist in der Regel meist schwach bis moderat. Als Vorteil der schwachen bis moderaten Rezens lässt sich sagen, dass sie den moussierenden Eindruck des Bierschaums beim Antrunk zusätzlich unterstützt. Das Porter kann, auch abhängig vom Alkoholgehalt, dadurch einen öligen Eindruck hinterlassen. Der Hopfen spielt beim Porter eine eher untergeordnete Rolle. Klassischer Weise wurde der Hopfen hier nur verwendet um dem Porter seine Bittere zu verleihen. Nach wie vor ist eine Hopfenbittere notwendig um der malzigen Süße ein Gleichgewicht bieten zu können. Doch wenn zu Beginn der Porter-Ära eine Aromatisierung durch Hopfen verpönt war, werden inzwischen aromavolle Hopfen verwendet. Ein Beispiel ist die Hopfensorte Bramling Cross, die dem Porter trotz hoher Alpha-Werte ebenso leichte Noten von Johannisbeeren verleiht. Das malzige Aroma dominiert.
Die meisten Porter Biere sind im Antrunk malzig und süßlich, karamellartig. Im Nachtrunk schlägt oftmals eher ein trockener und deutlich ausgeprägter Röstgeschmack durch, ergänzt durch die angesprochene Hopfenbittere, die beim Porter zwischen 25 bis 40 IBU liegt. Der Röstgeschmack ist dem hohen Einsatz von Malzen geschuldet, vor allem dem von Röstmalzen, die bei 200 – 230 °C hergestellt werden und dabei die prägnanten Röstaromen entwickeln. Auf diese Weise können beispielsweise auch Kaffee-Aromen realisiert werden, wie zum Beispiel beim Coffee Porter, bei dem zusätzlich Kaffee verwendet wird um das Aroma von Kaffee zu entwickeln. Ebenso kommt bei vielen Craftbeer-Breweries auch der Einsatz von Schokolade zum tragen, wodurch sich der Begriff Chocolate Porter ausdifferenziert hat.
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