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Aufschlussreicher Artikel. Da steht zum Beispiel, bezüglich der Sprachkompetenz hätten «92 Prozent des Personals der Zentrale genügend gute Kenntnisse in beiden Sprachen». Was bedeutet «genügend gute Kenntnisse»? Nichts. Genügend gut ist jeweils abhängig von der beurteilenden Person. In diesem Fall der hilfesuchenden Person und nicht vom Staatsrat oder den betroffenen Angestellten.
Und: «Alle Smur-Ärzte sind französischer Muttersprache, aber die Hälfte des Teams erreicht in Deutsch Sprachniveau B1.» Wie gütig – wir Deutschsprachigen sollten demnach dankbar sein, dass es überhaupt Personal hat, das Deutsch spricht und versteht. Klar nur auf Niveau B1 – das ist nicht gerade berauschend. Wurden überhaupt Ärzte mit deutscher Muttersprache gesucht?
Weiter steht da: «So kann von den deutschsprachigen Rettungssanitätern durchaus erwartet werden, dass sie ausreichend Französisch können, um professionell mit dem Team des Smur zusammenzuarbeiten.» Und von den Ärzten nicht? Menschen, die sechs Jahre studiert haben, einen Numerus clausus bestehen mussten, drei oder vier Jahre Gymnasium hinter sich haben?
Wieso werde ich das Gefühl nicht los, dass in diesem pseudo-zweisprachigen Kanton die Minderheit der Deutschsprachigen nur als Feigenblatt dient?