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Formen der Immunität
Es gibt verschiedene Ausprägungen der Immunität. Grob unterscheiden wir zunächst die natürliche oder angeborene Immunität von der erworbenen oder adaptiven Immunität.
Nachdem wir eine Krankheit durchgemacht haben oder die betreffenden Erreger im Rahmen einer Impfung verabreicht bekommen haben, baut sich eine adaptive Immunität gegen den betreffenden Krankheitserreger heraus. Wir sprechen hier auch von einer aktiven Immunisierung.
Beispiel für eine passive Immunität ist der Schutz vor Malaria bei Kleinkindern. Grund dafür ist das Vorhandensein mütterlicher Antikörper.
Neben der Unterscheidung zwischen angeborener und adaptiver Immunität ist ein weiteres Unterscheidungskriterium die erreichte "Qualität" der Immunität.
Die radikalste ist die sogenannte "sterile Immunität", bei der die Erreger vom Immunsystem vollständig eliminiert werden konnten. Sie gilt als Ziel für viele Impfungen.
Bei den meisten Parasitosen kommt es weder zum Wirtstod, noch wird eine protektive oder gar sterile Immunität aufgebaut. Parasit und Wirt befinden sich vielmehr in einem labilen Gleichgewichtszustand: Die Immunabwehr reguliert die Parasitendichte und verhindert einen frühzeitigen Wirtstod.
Eine partielle Immunität verhindert
Bei einer Infektion mit Leishmanien kommt es zu einer klinischen Immunität, die meisten Parasiten werden eliminiert, wenige Erreger verbleiben jedoch in Zellen, in denen sie nicht abgetötet werden können. Dennoch ist der Wirt nicht krank, solange sein Immunsystem intakt bleibt. Aus einer klinischen Immunität heraus kann bei Immunsuppression wie beispielsweise einer HIV-Infektion eine Leishmaniose neu aufflammen.
Neue theoretische Strategien für Impfungen: Ziel wäre eine Modulation der Pathogenese, also keine Impfung gegen die Erreger selbst und damit gegen eine Infektion, sondern gegen die Krankheit.