Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/1969

Tropensturm Ana überschwemmt den Süden von Malawi
Im Süden ist quasi das ganze Land überflutet, Häuser und Saaten wurden weggespült und die Menschen fliehen in die Städte Nchalo, Chikwawa und Nsanje, wo sie Zuflucht suchen. Francis Folley von YCD in Nchalo berichtet, es gibt weder Nahrung noch sauberes Trinkwasser und viele Menschen schlafen auf der Hauptstrasse auf dem Asphalt, da diese etwas höher liegt und dadurch teilweise trocken bleibt. Letzten Sonntag informierte uns Francis, dass die Kirchen und Schulen, die nicht überflutet sind, Zufluchtsorte wurden und dass viele Menschen schon 2-3 Tage nichts mehr gegessen haben. Kurzerhand konnten wir letzte Woche CHF 2500.- zu YCD schicken. Francis und sein Team schafften es, nach Blantyre durchzukommen, Maissäcke zu besorgen, Mehl zu mahlen und zurück nach Nchalo zu bringen. Hier ist seinen Bericht Bericht von Francis verlinken. Im heutigen Zoom sagte er uns, dass ohne diese Aktion viele Menschen bereits verhungert wären. Sauberes Trinkwasser gibt es keines und die Leute trinken das Flutwasser, bekommen Durchfall und Fieber.
Im Internet fanden wir noch dieses kurze Video, das das Ausmass der Katastrophe zeigt:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/tropensturm-ana-zerstoert-ernten-und-haeuser-im-suedlichen-afrika-1.5516186
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Leute brauchen dringend Nothilfe. Sie verhungern.
Die Regierung ist nirgends, auch andere NGO’s wurden bis jetzt in Nchalo nicht gesehen. Patimalawi ist bisher die einzige Organisation, die in Nchalo aktiv hilft.
Lasst uns weiterhelfen!
Hier eine kurze Factliste:
-
Die knapp 800 Menschen die bisher Nahrung erhalten haben, sind etwa ¼ der insgesamt hilfsbedürftigen Menschen in und um der Kleinstadt Nchalo. Mit CHF 2500.- können diese Menschen für 10 Tage Nahrung erhalten.
-
Es ist für Francis und sein Team möglich, in Blantyre Mais zu besorgen und zu mahlen. Obwohl die Strasse teilweise überflutet ist und von Blantyre abgeschnitten, können dank seinem Netzwerk die Maissäcke auf dem Kopf durch die überfluteten Strassenteile getragen und auf der anderen Seite weitertransportiert werden.
-
Die Menschen brauchen:
- Nahrung für mindestens 2-3 Monate
- Ärztliche Versorgung (dringend)
- Saatgut
- Unterstützung im Aufbau der Häuser
- Benzin für Transporte und den Generator
Was macht Patimalawi?
-
Mit Francis haben wir besprochen, dass er und sein Team sich darauf fokussieren, vorerst Nothilfe zu leisten (Nahrung zum Überleben und Plastikplanen für Notunterstände) und in einem zweiten Schritt, die Menschen zu unterstützen, den Wiederaufbau ihrer Häuser und ihrer Lebensgrundlagen in Angriff zu nehmen.
-
Wir werden sämtliche Spenden umgehend zu YCD überweisen. Wir sind mit Francis im engen Kontakt, um die jeweils nächsten Schritte zu planen und an die Notlage anzupassen
-
Wir senden diesen Newsletter auch an Ärzte ohne Grenzen, Unicef, Rotes Kreuz, und werden nachfragen, woran es liegt, dass bisher keinerlei ärztliche Versorgung in dem Gebiet angekommen ist (die Behandlung von Durchfallerkrankungen und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser wäre ja so dringend um Leben zu retten).
Die Gründung des Vereins "Pamodzi Tingathe - Gemeinsam für Malawi" erfolgte auf Initiative von Birgit Zurbrügg, die 2018/19 einen dreimonatigen Sozialeinsatz für die NGO „Youth Coalition for the Consolidation of Democracy" im ärmsten Teil von Malawi geleistet hat. Dabei wurde für sie klar: Sie wollte einen Weg finden, wie sie die wertvolle Arbeit von Francis Folley, der dieses Hilfswerk 2012 gründete, weiter unterstützen kann.
Deshalb haben wir am 1. September 2019 den Unterstützungsverein "Pamodzi Tingathe", kurz "Patimalawi" gegründet.
Vertrauen ist das Wichtigste.
Birgit Zurbrügg hat Francis Folley und Cecilia Chochoma persönlich kennengelernt, eng mit ihnen zusammen gearbeitet und bei ihnen gewohnt. Dabei hat sie deren Einsatz für die arme Bevölkerung im Süden Malawis während drei Monaten begleitet. Lesen Sie dazu den Bericht ihres Einsatzes und den Lebenslauf des Hilfswerk-Gründers.
Unser Team setzt sich derzeit aus 5 Personen zusammen.
Vereinspräsidentin:
Birgit Zurbrügg
Vorstandsmitglieder:
Hansruedi Manz, Milena Zurbrügg, Simone Blum, Matthias Huber
Die Tätigkeit der Teammitglieder ist vollumfänglich ehrenamtlich. Die eigenen Spesen werden von jeder und jedem selber getragen.
Kontakt: <email-pii>
Unsere Ziele
Gemeinsam mit der Partnerorganisation YCD, welche sich in Nchalo im Bezirk Chikwawa in Malawi befinden, leistet Patimalawi in gezielten Projekten wirtschaftliche Einzelhilfe für die Bevölkerung im Süden Malawis:
-
Garantie des Schulbesuches für ALLE Kinder
(wichtigstes Ziel, steht über den anderen Zielen)
-
Starthilfe für Kleinunternehmen
-
Beratung und Unterstützung von Gefangenen im Gefängnis von Chikwawa
-
Überlebenshilfe von Familien von Gefangenen
-
Unterstützung politischer Aktivitäten zur Förderung sozialer Gerechtigkeit und Gesundheit
-
Nothilfe bei Katastrophen
Unsere Position
Wir verstehen uns als Partner von YCD und sind von dieser Organisation unabhängig. Darum werden die Spendengelder in sogenannten Service Packages eingesetzt, für die eine Gegenleistung erwartet wird. Unter dem Menüpunkt "Erfolge" werden wir regelmässig Rückmeldungen zu dem eingesetzten Geld veröffentlichen. Birgit Zurbrügg ist mit Francis Folley über die Finanzen in einem regelmässigen Kontakt.
Die Informationen auf dieser Webpage werden hauptsächlich in Deutsch, aber auch in Englisch veröffentlicht.