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durch das Stäbchenbakterium Listeria monozytogenes hervorgerufene, weit verbreitete Erkrankung, die bei Mensch und Tier auftreten kann.
Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit erkrankten Tieren (Säugetiere wie Rinder, Schafe, Schweine, Hunde und Katzen, Vögel, wechselwarme Tiere und zum Teil Insekten), welche die Bakterien im Kot ausscheiden, mit dem sie auch auf Pflanzen oder ins Oberflächenwasser gelangen. Durch Genuss von Rohmilch oder Rohmilchkäse können ebenfalls Listerien übertragen werden. In Frankreich gab es von Ende 1999 bis Anfang 2000 mehrere Todesfälle in Zusammenhang mit belasteten Fleischprodukten. Bei landwirtschaftlichen Nutztieren sind schlecht gereifte Silagen wichtige Erregerreservoirs.
Nach einer 2000 erfolgten Mitteilung des Robert-Koch-Instituts in Berlin sind – abgesehen von Säuglingen und ungeborenen Kindern – gesunde Menschen in der Regel durch die Aufnahme von Listerien nicht gefährdet, wohl aber beispielsweise Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Diabetiker. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis acht Wochen. Beim Menschen sind Schwangerschaftserkrankungen mit Frühgeburten, Befall des zentralen Nervensystems, von Speicheldrüsen und Lymphknoten sowie septisch verlaufende Formen bekannt. Bei Haustieren stehen zentralnervöse Störungen und Aborte sowie Septikämien (Blutvergiftung) im Vordergrund. Die Diagnose erfolgt durch serologische Untersuchungen, zur Therapie werden hohe Dosen von Antibiotika (Ampicillin) eingesetzt. Die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig teilte 1998 in der Zeitschrift Cell mit, es sei gelungen, Mäuse gegen Listeriose zu impfen. Man verwendete dazu Erbanlagen der Erreger, die in Hüllen von Salmonellen verpackt wurden.