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Die Regierung von Donald Trump zieht die Sanktionsschraube gegenüber Venezuela an. Sie verhängt Massnahmen gegen acht Amtsträger. Unter anderem im Visier: Angehörige der Chavez-Familie.
Die USA haben Strafmassnahmen gegen acht venezolanische Amtsträger verhängt, die mit der Wahl der umstrittenen Verfassungsversammlung in Verbindung stehen. Die Versammlung sei «in einem undemokratischen Prozess» gewählt worden, teilte die US-Regierung am Mittwoch zur Begründung mit.
Mit der Einberufung des Gremiums versuche die Regierung von Präsident Nicolás Maduro, «den Willen des venezolanischen Volks zu untergraben».
Chavez-Bruder im Visier
Die neuen US-Sanktionen zielen unter anderem auf einen Bruder des verstorbenen Staatschefs Hugo Chávez, der den Umbau Venezuelas zu einem sozialistischen Staat eingeleitet hatte. Adnan Chávez diente als hochrangiges Mitglied in der Wahlkommission. Auch ein Kommandant der venezolanischen Nationalgarde ist von den Sanktionen betroffen.
Das Vermögen der Betroffenen in den Vereinigten Staaten wird eingefroren. Zudem wird es Bürgern und Unternehmern der USA untersagt, mit ihnen Geschäfte zu treiben.
Wider die Tyrannei
Die USA würden sich «mit dem venezolanischen Volk der Tyrannei entgegenstellen, bis Venezuela wieder eine friedliche und wohlhabende Demokratie ist», erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin zu den neuen Sanktionen.
Die auf Geheiss von Maduro gewählte Verfassungsgebende Versammlung steht über dem Parlament. Sie soll die Verfassung novellieren. Die Opposition erkennt die Versammlung nicht an, mehrere Staaten der Region verweigerten ihr ebenfalls die Anerkennung.
(sda/ise)