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Die seit Jahren andauernde Doha-Runde verdeutlicht wie kaum ein anderes Ereignis, wie schwierig und langwierig es ist, die Probleme des internationalen Handels im Interesse aller beteiligten Partner zu meistern. Mit der Schaffung der Welthandelsorganisation (WTO) zur Jahrhundertwende hat die aus der Nachkriegszeit stammende Handelsordnung sowohl eine Fortsetzung als auch eine Neuausrichtung erfahren: Eine Fortsetzung durch die Übernahme der Grundprinzipien des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT), und eine Neuausrichtung, indem die bisherigen Regeln vom internationalen Güterhandel auf den grenzüberschreitenden Handel mit Dienstleistungen und die handelsrelevanten Eigentumsrechte ausgeweitet wurden. Die vorliegende Veröffentlichung verfolgt das Ziel, auf knappem Raum das Entstehen der heute geltenden Welthandelsordnung nachzuvollziehen, das GATT und die WTO als Institutionen vorzustellen, das System und die Funktionsweise des heutigen WTO-Vertragswerks und der internationalen Streitschlichtung aufzuzeigen sowie einzelne Besonderheiten im Agrar-, Gesundheits-, Antidumping- und Subventionswesen zu diskutieren. Neben den grossen Erfolgen des GATT im Abbau der Zölle und übrigen Handelshemmnisse soll aber auch die Kritik an der WTO nicht ausgeblendet werden: Die heutige Ordnung übersehe die Auswirkungen des Güter- und Dienstleistungshandels auf das Leben und die Gesundheit der Menschen, Tiere und Pflanzen, trage den sozialen Aspekten nicht ausreichend Rechnung und zerstöre in zunehmendem Masse die Umwelt. Die als Nachschlagewerk gestaltete «In a nutshell» - Veröffentlichung richtet sich an Leute aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Lehrerinnen und Lehrer sowie an Studierende.