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FAQ: Geburt
Ich habe bedenken, dass ich die Geburt nicht durchstehen werde. Sind die Wehen sehr schmerzhaft?
Kann ich selbst etwas tun, um die Wehen verarbeiten zu können?
Sollte mein Mann bei der Geburt dabei sein?
Was geschieht nach der Geburt?
Was ist ein Dammschnitt? Ist er notwendig?
Was ist eine ambulante Geburt? Wann spricht man von Frühentlassung?
Was kostet die Geburt im Spital, im Geburtshhaus oder zuhause?
Wie kann ich den Ort der Geburt wählen? Welche Möglichkeiten bestehen?
Ich habe bedenken, dass ich die Geburt nicht durchstehen werde. Sind die Wehen sehr schmerzhaft?
Ja, gebären ist mit Schmerzen verbunden.
Die Geburtswehen sind sehr intensiv, sehr unterschiedlich und individuell. Es braucht Wehen, damit der Muttermund sich öffnet und Ihr Baby zur Welt kommen kann.
Für die einen sind es sehr starke Kreuzschmerzen, andere spüren sie mehr im Bauch. Die Wehen kommen und gehen in Wellen. Zwischen den Wehen haben Sie kurz Zeit, sich zu erholen und sich auf die nächste Wehe vorzubereiten.
Kann ich selbst etwas tun, um die Wehen verarbeiten zu können?
Sie können verschiedenes tun um die Wehen besser verarbeiten zu können.
Freie Bewegung: Sie können sich in den Wehen und für die Geburt frei bewegen. Die Hebamme zeigt Ihnen verschiedene Positionen,in denen Sie die Wehen verarbeiten können. Ändern Sie regelmässig die Lage, finden Sie eine Stellung, die Ihnen entspricht. Vielleicht möchten sie stehen und gehen, sitzen, liegen oder knien.
Atmung, Massage: Die Hebamme zeigt Ihnen, wie Sie während den Wehen atmen können, sie massiert Ihnen gerne den Rücken oder die Füsse, sie legt Ihnen wärmende Wickel auf, sie ist für Sie da in dieser intensiven Zeit.
Bad: Vielleicht möchten Sei ein entspannendes Bad nehmen oder länger unter die Dusche, auch dies kann helfen, die Wehen zu verarbeiten.
Schmerzmittel und Epiduralanästhesie: Wenn Die Wehen für Sie zu stark sind, kann die Hebamme Ihnen eine Schmerzspritze verabreichen, die Ihnen eine gewisse Erleichterung verschafft.
In seltenen Fällen kann es nötig sein, dass die Ärzin Sie mit Hilfe einer speziellen Spritze im Rücken vom Bauch an abwärts unempfindlich macht (Epiduralanästhesie). Sie spüren dann die Wehen kaum, können jedoch solange die Mittel wirken auch nicht gehen.
Sollte mein Mann bei der Geburt dabei sein?
Es ist für Sie eine sehr grosse Unterstützung, wenn jemanden Sie begleitet, der Ihnen sehr Nahe steht. Dies kann Ihr Mann sein, Ihre Schwester oder Ihre beste Freundin. Sie bestimmen, wer Sie begleitet.
Was geschieht nach der Geburt?
Sie sind Mutter geworden; ein neuer Mensch ist geboren.
Sie sind jetzt sicher erschöpft und glücklich, dass die strenge Zeit der Wehen und der Geburt vorbei ist. Ihr Kind liegt bei Ihnen auf dem Bauch, Sie haben Zeit, es zu bestaunen und kennenzulernen. Nach kurzer Zeit wird Ihr Kind beginnen, Ihre Brust zu suchen. Die Hebamme wird Ihnen helfen, es zum ersten Mal zu stillen.
Danach wird Ihr Kind warm angezogen, Sie können duschen, etwas essen und als neue Familie die erste Ruhe geniessen.
Was ist ein Dammschnitt? Ist er notwendig?
Wenn das Kind relativ gross ist, wird das Gewebe unterhalb der Scheide sehr stark gedehnt und kann reissen. Ein kleiner Riss heilt meist problemlos. Um einen grossen Riss zu vermeiden kann es notwendig sein, in das Gewebe zu schneiden. Dies entscheidet die Hebamme kurz bevor das Baby zur Welt kommt. Sie spüren den Schnitt nicht, weil das Gewebe in diesem Moment sosehr gespannt ist.
Ein grösserer Dammriss oder -schnitt wird gleich nach der Geburt wieder genäht.
Was ist eine ambulante Geburt? Wann spricht man von Frühentlassung?
Bei einer ambulanten Geburt gehen Sie mit Ihrem Neugeborenen 4-6 Stunden nach der Geburt im Spital oder im Geburtshaus nach Hause, von Frühentlassung wird gesprochen, wenn Sie innerhalb der ersten 3 Tage nach der Geburt nach Hause gehen.
Sie können diese Varianten nur wählen, wenn es Ihnen und Ihrem Kind gut geht. Sowohl bei der ambulanten Geburt als auch bei der Frühentlassung brauchen Sie eine freipraktizierende Hebamme, die bis 10 Tage nach der Geburt zu Ihnen nach Hause kommt und zu Ihnen und dem Baby schaut. Nehmen Sie bereits vor der Geburt mit einer Hebamme in Ihrer Nähe Kontakt auf. Organisieren Sie sich auch, damit jemand Sie im Haushalt unterstützt, entweder in ihrem Bekanntenkreis oder mit der Unterstützung einer Haushalthilfe.
Was kostet die Geburt im Spital, im Geburtshhaus oder zuhause?
Die Kosten für die Geburt werden von der Grundversicherung übernommen.
Die obligatorische Grundversicherung deckt sämtliche Spitalkosten sowie die Kosten der Hebamme und des Arztes bei einer Geburt zuhause oder im Geburtshaus. Ebenfalls gedeckt von der Grundversicherung sind Besuche der Hebamme bis 10 Tage nach der Geburt, mit ärztlichem Zeugnis können diese verlängert werden. 3 Stillberatungen während des Stillens bis zum abstillen werden auch übernommen.
Nur gewisse Zusatzversicherungen übernehmen einen Anteil an die Betriebskosten der Geburtshäuser und beteiligen sich an Kosten für eine Haushalthilfe. Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrem Krankenversicherer.
Wie kann ich den Ort der Geburt wählen? Welche Möglichkeiten bestehen?
Sie haben verschiedene Möglichkeiten: Spital, Geburtshaus oder Sie können bei sich zuhause Ihr Kind auf die Welt bringen.
Im Spital werden Sie von Hebammen und Ärztinnen oder Ärzten betreut. Oft haben Sie während und nach der Geburt mit vielen verschiedenen Personen zu tun. Sie können dann ca. 5 Tage im Spital bleiben.
Im Geburtshaus oder zuhause kann Ihr Kind zur Welt kommen, wenn die Voruntersuchungen gezeigt haben, dass alles in bester Ordnung ist, d.h. keine Komplikationen zu erwarten sind. Nehmen Sie Kontakt auf mit einem Geburtshaus in ihrer Nähe oder einer freipraktizierender Hebamme, sie wird zusammen mit Ihnen alle Vorbereitungen treffen und Sie beraten.