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Seit es Mobiltelefone gibt, stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Inwiefern hat Telefonieren am Steuer einen Einfluss auf die Verkehrssicherheit?
Seit dem 1. März 2006 ist es gemäss Strassenverkehrsgesetz aus Sicherheitsgründen verboten, während des Fahrens SMS zu lesen oder zu schreiben und ein Telefon zu bedienen. Telefonieren beim Lenken ist nur mit einer Freisprechanlage erlaubt.
Bezüglich Freisprechanlagen besteht aber keine Einstimmigkeit. Auch mit dieser muss ein Gespräch möglichst kurz gefasst sein. Tatsächlich verleitet die Vorrichtung aber dazu, längere und intensivere Gespräche zu führen, was unweigerlich die Aufmerksamkeit des Fahrzeuglenkers stark vermindert.
So haben Studien nachgewiesen, dass Telefonieren mit Freisprechvorrichtung sogar gefährlicher sein kann als ohne, denn:
Gegenwärtig sieht der TCS keine Notwendigkeit für ein totales Telefonverbot, auch mit Freisprechvorrichtung, zu verlangen, da eine solche Vorschrift weder durchgesetzt noch kontrolliert werden könnte.
Selbstverständlich bestreitet der TCS den Einfluss des Telefonierens auf die Konzentration des Lenkers nicht. Andererseits sind die Ablenkungsgefahren vielseitig und beschränken sich nicht auf die Verwendung einer Freisprechanlage. So sind Gespräche mit Mitfahrern, schreiende Kinder auf den Rücksitzen, Stress, Familienprobleme, Radio, GPS, usw. ebenfalls Ablenkungsgefahren, welche negativ auf die Konzentration des Lenkers einwirken und somit das Unfallrisiko steigern können.
Der TCS ist gegen ein totales Telefonierverbot mit Freisprechanlage, da es sich um eine nicht überwachbare Massnahme handeln würde.
Der TCS macht aber die Fahrzeuglenker auf die Gefahren der unzweckmässigen Verwendung des Natels aufmerksam. Er empfiehlt, entweder vorher auf die «Combox» zu schalten oder in dringenden Fällen anzuhalten und zurück zu rufen.