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Ein Grossteil der Wirtschaftsdelikte wird von Managern begangen. Darunter fallen vor allem Betrug und Veruntreuung, zeigt das "KPMG Fraud Barometer" auf.Dieser Inhalt wurde am 15. September 2009 - 15:25 publiziert
Im ersten Halbjahr 2009 wurden in der Schweiz über 30 Fälle von Wirtschaftskriminalität zur Anklage gebracht. Drei Viertel der Deliktsumme von über 200 Mio. Franken sollen auf das Konto des Managements gehen.
Dazu kamen im Beobachtungszeitraum auch zwei Fälle von Geldwäscherei mit einer Deliktsumme von über einer Milliarde Franken. Darunter der "Zigarettenmafia-Fall" bei dem sich im Frühjahr neun Personen vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona wegen Geldwäscherein in Milliardenhöhe sowie Unterstützung einer kriminellen Organisation verantworten mussten.
Die Opfer waren grösstenteils (11 Mal) Investoren. Finanzinstitute waren sieben Mal die Leittragenden, mussten mit über 143 Mio. Fr. aber einen grossen Teil der Deliktsumme hinnehmen. Die öffentliche Hand war vier Mal Opfer und kommerzielle Unternehmen drei Mal.
Mit dem Erlös aus ihren Delikten haben sich die Täter meist einen aufwändigeren Lebensstil geleistet, wie Luxus-Autos, eine Jacht, teure Kleider, Schönheitsoperationen. Mit ihrer Beute finanzierten sie aber auch Abenteuer im Rotlichtmilieu sowie Ausflüge in Spielsalons oder Kasinos.
Laut KPMG kommen längst nicht alle Fälle von Wirtschaftskriminalität vor Gericht.
swissinfo.ch und Agenturen
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