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Rohstoffe sind derzeit deutlich weniger wert als auch schon. Der Rohstoffkonzern Glencore bekommt dies zu spüren. Die Firma plant deshalb, ihre Schulden zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, strebt Glencore eine Kapitalerhöhung um bis zu 2,5 Milliarden Dollar an. Gleichzeitig sollen Dividendenzahlungen gestrichen und Kosten gesenkt werden. Auch der Verkauf von Unternehmensteilen ist geplant, wie die Firma mitteilte.
Mit den Massnahmen will Glencore seine Schulden bis Ende 2016 deutlich reduzieren – von heute 27 Milliarden Dollar auf einen Wert im «niedrigen 20-Milliarden-Dollar-Bereich». Von der geplanten Kapitalerhöhung seien 78 Prozent bereits von der Citi Bank und Morgan Stanley garantiert worden, heisst es weiter.
Kanton Zug bedauert die Schritte
Im Zuge der Massnahmen überprüft Glencore auch einen Produktionsstopp in zwei Minen. Es handelt sich dabei um die Kupfer- und Kobalt-Mine Katanga in der Demokratischen Republik Kongo und die Mopani-Mine in Sambia. Ein Produktionsstopp von rund 18 Monaten würde das Kupferangebot auf dem Markt um rund 400'000 Tonnen vermindern, schreibt Glencore.
Wenn der Konzern vorläufig keine Dividenden mehr ausbezahlt, heisst das für den Standortkanton Zug: Weniger Steuereinnahmen. Entsprechend bedauert Finanzdirektor Peter Hegglin die Glencore-Pläne. Auf die konkreten Auswirkungen auf Zug angesprochen, sagt Hegglin: «Genaue Zahlen können wir natürlich nicht veröffentlichen. Doch momentan ist das Budget für das Jahr 2016 in Arbeit. Wegen der momentanen allgemein angespannten Wirtschaftslage haben wir bereits vorsichtig budgetiert. Nach der jüngsten Nachricht von Glencore sehen wir uns darin bestätigt.»