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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2019.00293 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Locher Urteil vom 1 7. Januar 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1997 geborene X.___ schloss im Juni 2016 ihre kauf männische Lehre ab. Im Anschluss daran weilte sie in den Ferien und absolvierte einen Sprachaufenthalt. Nachdem sie den am 1. August 2016 begonnenen Lehr gang der kaufmännischen Berufsmaturität nach drei Monaten abgebrochen hatte, fand sie ab 6. Februar 2017 eine Stelle bei der Y.___ AG. Für jene führte sie am 2 1. Juli 2017 ihren letzten Dienst aus ( Urk. 3/4). Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte sie die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität. Danach erlitt sie während ihrer Ferien einen Unfall und suchte – während ihrer Genesungszeit – eine Arbeitsstelle. Vom 1 5. Oktober 2018 bis am 3 1. März 2019 arbeitete sie bei der A.___ AG. Vom 1. April bis am 20. Juni 2019 war sie bei der B.___ AG tätig ( Urk. 1 S. 2 f. und Urk. 3/1 ; siehe auch Urk. 3/2-3, 3/5 und 3/7 ). Am 9. Juli 2019 meldete sie sich beim Regionalen Arbe itsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/165 ) und stellte am 2 2. Juli 2019 Antrag auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 2 0. Juni 2019 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich ( Urk. 6/148-151 ). Mit Verfügung vom 2 0. August 2019 verneinte diese – unter Hinweis darauf, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit nicht erfüllt sei – die Anspruchsberechtigung ab 9. Juli 2019 ( Urk. 6/68-69). Daran hielt sie auf Ein sprach e des Versicherten hin ( Urk. 6/60-66) am 7. November 2019 fest ( Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 7. November 2019 erhob X.___ am 2. Dezember 2019 Beschwerde und ersuchte um Anerkennung ihres Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 2. Dezember 2019 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Ge richtsverfügung vom 1 3. Dezember 2019 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG). 1.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). 1.3 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Per sonen, die innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen: a. einer Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten; b. Krankheit ( Art. 3 ATSG), Unfall ( Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft ( Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten; c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungsan stalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 14 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. Zwischen dem Befrei ungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kausalzusammen hang bestehen. Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf Monaten be standen haben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist ( Art. 11 Abs. 4 Satz 1 AVIV), liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in Art. 14 Abs. 1 lit. a bis c AVIG genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen (BGE 139 V 37 E. 5.1 mit Hinweisen). 1.4 Die Befreiungstatbestände von Art. 14 Abs. 1 AVIG sind im Verhältnis zur Bei tragszeit subsidiär. Sie gelangen daher nur zur Anwendung, wenn die in Art. 13 Abs. 1 AVIG verlangte Erfüllung der Mindestbeitragszeit aus den in Art. 14 Abs. 1 AVIG g enannten Gründen nicht möglich ist (BGE 141 V 674 E. 2.1 mit weiterem Hinweis). 2. 2.1 Prozessthema ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschä digung ab 9. Juli 201 9. Die zweijährige Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte damit vom 9. Juli 2017 bis am 8. Juli 2019 ( Art. 9 Abs. 2 und Abs. 3 AVIG). Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit weder eine Betragszeit von mindestens 12 Monaten ausweisen konnte noch ein Grund zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit vorlag ( Urk. 2). 2.2 Nach Lage der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin in der Rahmenfrist für die Beitragszeit ( 9. Juli 2017 bis 8. Juli 2019) bei der Y.___ AG, der A.___ AG und der B.___ AG einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachgegangen ist ( Urk. 1 S. 2). Dabei ergibt sich eine Beitragszeit von 8.727 Monaten ( Urk. 6/68-69 S. 2), was von der Beschwerdeführerin zu Recht unbestritten blieb ( Urk. 1 S. 2 ff.). Die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten ist damit nicht erfüllt. Damit bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Be freiung von der Erfüllung der Beitragszeit ( Art. 14 AVIG) gegeben sind. 2.3 Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte die Beschwerdeführerin die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität ( Urk. 3/1). Diese zwar grundsätzlich unter den Befreiungsgrund gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG fallende Ausbildung dauert e indes nur knapp zehn Monate. Diesbezüglich bleibt ohne Belang, dass besagter Lehrgang nicht während der geforderten zwölf Monate absolviert werden konnte (vgl. Urk. 1 S. 4). Für den Zeitraum nach der von der B.___ AG per 2 0. Juni 2019 ausgesprochenen Kündigung ( Urk. 3/3) findet sich in den Akten das von Dr. C.___, P raxis D.___, am 9. Juli 2019 ausgestellte Zeugnis, das eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit vom 1 7. Juni bis am 2 1. Juni 2019 attestiert ( Urk. 3/5). Anhalts punkte für eine weitere begründete Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit sind nicht zu sehen und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Ein Befreiungstatbestand im Sinne von Art. 14 AVIG liegt damit nicht vor. 2.4 Was den am 2 9. Juli 2018 in Griechenland erlittenen Autounfall – die Beschwer deführerin stand dazumals noch in einem Arbeitsverhältnis mit der Y.___ AG, hatte ihren letzten Dienst aber bereits am 2 1. Juli 2017 ausgeführt ( Urk. 3/4) – anbelangt (Urk. 3/11 S. 2), bestand die nach der Rückkehr in die Schweiz am 2. August 2018 ind i zierte Therapie in der Abgabe von Fucicort (Urk. 3/12), das heisst einer Crème zur Behandlung von entzündlichen Dermatosen ( www.compendium.ch ; zuletzt besucht am 9. Januar 2020). Eine massgebliche Beeinträchtigung des Gesundheitszustands ist damit nicht zu sehen. Vor diesem Hintergrund fällt eine Anrechnung gestützt auf Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG (respektive Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) ausser Betracht. 3. Zusammenfassend fehlt es nach dem Ausgeführten innerhalb der massgebenden Rahmenfrist sowohl an der erforderlichen Beitragszeit von mindestens zwölf Mo naten als auch an einem Befreiungstatbestand. Die Beschwerdegegnerin hat dem nach den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 9. Juli 2019 zu Recht verneint. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLocher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich AL.2019.00293 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Locher Urteil vom 1 7. Januar 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. Die 1997 geborene X.___ schloss im Juni 2016 ihre kauf männische Lehre ab. Im Anschluss daran weilte sie in den Ferien und absolvierte einen Sprachaufenthalt. Nachdem sie den am 1. August 2016 begonnenen Lehr gang der kaufmännischen Berufsmaturität nach drei Monaten abgebrochen hatte, fand sie ab 6. Februar 2017 eine Stelle bei der Y.___ AG. Für jene führte sie am 2 1. Juli 2017 ihren letzten Dienst aus ( Urk. 3/4). Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte sie die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität. Danach erlitt sie während ihrer Ferien einen Unfall und suchte – während ihrer Genesungszeit – eine Arbeitsstelle. Vom 1 5. Oktober 2018 bis am 3 1. März 2019 arbeitete sie bei der A.___ AG. Vom 1. April bis am 20. Juni 2019 war sie bei der B.___ AG tätig ( Urk. 1 S. 2 f. und Urk. 3/1 ; siehe auch Urk. 3/2-3, 3/5 und 3/7 ). Am 9. Juli 2019 meldete sie sich beim Regionalen Arbe itsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/165 ) und stellte am 2 2. Juli 2019 Antrag auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 2 0. Juni 2019 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich ( Urk. 6/148-151 ). Mit Verfügung vom 2 0. August 2019 verneinte diese – unter Hinweis darauf, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit nicht erfüllt sei – die Anspruchsberechtigung ab 9. Juli 2019 ( Urk. 6/68-69). Daran hielt sie auf Ein sprach e des Versicherten hin ( Urk. 6/60-66) am 7. November 2019 fest ( Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 7. November 2019 erhob X.___ am 2. Dezember 2019 Beschwerde und ersuchte um Anerkennung ihres Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 2. Dezember 2019 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Ge richtsverfügung vom 1 3. Dezember 2019 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG). 1.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). 1.3 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Per sonen, die innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen: a. einer Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten; b. Krankheit ( Art. 3 ATSG), Unfall ( Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft ( Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten; c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungsan stalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 14 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. Zwischen dem Befrei ungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kausalzusammen hang bestehen. Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf Monaten be standen haben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist ( Art. 11 Abs. 4 Satz 1 AVIV), liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in Art. 14 Abs. 1 lit. a bis c AVIG genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen (BGE 139 V 37 E. 5.1 mit Hinweisen). 1.4 Die Befreiungstatbestände von Art. 14 Abs. 1 AVIG sind im Verhältnis zur Bei tragszeit subsidiär. Sie gelangen daher nur zur Anwendung, wenn die in Art. 13 Abs. 1 AVIG verlangte Erfüllung der Mindestbeitragszeit aus den in Art. 14 Abs. 1 AVIG g enannten Gründen nicht möglich ist (BGE 141 V 674 E. 2.1 mit weiterem Hinweis). 2. 2.1 Prozessthema ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschä digung ab 9. Juli 201 9. Die zweijährige Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte damit vom 9. Juli 2017 bis am 8. Juli 2019 ( Art. 9 Abs. 2 und Abs. 3 AVIG). Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit weder eine Betragszeit von mindestens 12 Monaten ausweisen konnte noch ein Grund zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit vorlag ( Urk. 2). 2.2 Nach Lage der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin in der Rahmenfrist für die Beitragszeit ( 9. Juli 2017 bis 8. Juli 2019) bei der Y.___ AG, der A.___ AG und der B.___ AG einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachgegangen ist ( Urk. 1 S. 2). Dabei ergibt sich eine Beitragszeit von 8.727 Monaten ( Urk. 6/68-69 S. 2), was von der Beschwerdeführerin zu Recht unbestritten blieb ( Urk. 1 S. 2 ff.). Die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten ist damit nicht erfüllt. Damit bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Be freiung von der Erfüllung der Beitragszeit ( Art. 14 AVIG) gegeben sind. 2.3 Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte die Beschwerdeführerin die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität ( Urk. 3/1). Diese zwar grundsätzlich unter den Befreiungsgrund gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG fallende Ausbildung dauert e indes nur knapp zehn Monate. Diesbezüglich bleibt ohne Belang, dass besagter Lehrgang nicht während der geforderten zwölf Monate absolviert werden konnte (vgl. Urk. 1 S. 4). Für den Zeitraum nach der von der B.___ AG per 2 0. Juni 2019 ausgesprochenen Kündigung ( Urk. 3/3) findet sich in den Akten das von Dr. C.___, P raxis D.___, am 9. Juli 2019 ausgestellte Zeugnis, das eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit vom 1 7. Juni bis am 2 1. Juni 2019 attestiert ( Urk. 3/5). Anhalts punkte für eine weitere begründete Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit sind nicht zu sehen und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Ein Befreiungstatbestand im Sinne von Art. 14 AVIG liegt damit nicht vor. 2.4 Was den am 2 9. Juli 2018 in Griechenland erlittenen Autounfall – die Beschwer deführerin stand dazumals noch in einem Arbeitsverhältnis mit der Y.___ AG, hatte ihren letzten Dienst aber bereits am 2 1. Juli 2017 ausgeführt ( Urk. 3/4) – anbelangt (Urk. 3/11 S. 2), bestand die nach der Rückkehr in die Schweiz am 2. August 2018 ind i zierte Therapie in der Abgabe von Fucicort (Urk. 3/12), das heisst einer Crème zur Behandlung von entzündlichen Dermatosen ( www.compendium.ch ; zuletzt besucht am 9. Januar 2020). Eine massgebliche Beeinträchtigung des Gesundheitszustands ist damit nicht zu sehen. Vor diesem Hintergrund fällt eine Anrechnung gestützt auf Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG (respektive Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) ausser Betracht. 3. Zusammenfassend fehlt es nach dem Ausgeführten innerhalb der massgebenden Rahmenfrist sowohl an der erforderlichen Beitragszeit von mindestens zwölf Mo naten als auch an einem Befreiungstatbestand. Die Beschwerdegegnerin hat dem nach den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 9. Juli 2019 zu Recht verneint. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubLocher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich AL.2019.00293 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Locher Urteil vom 1 7. Januar 2020

AL.2019.00293

AL.2019.00293

AL.2019.00293 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Locher

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Locher

Urteil vom 1 7. Januar 2020

Urteil vom 1 7. Januar 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin gegen

gegen Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich Einkaufszentrum Neuwiesen

Einkaufszentrum Neuwiesen Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur

Zürcherstrasse 8, Postfach 474, 8405 Winterthur Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. Die 1997 geborene X.___ schloss im Juni 2016 ihre kauf männische Lehre ab. Im Anschluss daran weilte sie in den Ferien und absolvierte einen Sprachaufenthalt. Nachdem sie den am 1. August 2016 begonnenen Lehr gang der kaufmännischen Berufsmaturität nach drei Monaten abgebrochen hatte, fand sie ab 6. Februar 2017 eine Stelle bei der Y.___ AG. Für jene führte sie am 2 1. Juli 2017 ihren letzten Dienst aus ( Urk. 3/4). Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte sie die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität. Danach erlitt sie während ihrer Ferien einen Unfall und suchte – während ihrer Genesungszeit – eine Arbeitsstelle. Vom 1 5. Oktober 2018 bis am 3 1. März 2019 arbeitete sie bei der A.___ AG. Vom 1. April bis am 20. Juni 2019 war sie bei der B.___ AG tätig ( Urk. 1 S. 2 f. und Urk. 3/1 ; siehe auch Urk. 3/2-3, 3/5 und 3/7 ). Am 9. Juli 2019 meldete sie sich beim Regionalen Arbe itsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/165 ) und stellte am 2 2. Juli 2019 Antrag auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 2 0. Juni 2019 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich ( Urk. 6/148-151 ). Mit Verfügung vom 2 0. August 2019 verneinte diese – unter Hinweis darauf, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit nicht erfüllt sei – die Anspruchsberechtigung ab 9. Juli 2019 ( Urk. 6/68-69). Daran hielt sie auf Ein sprach e des Versicherten hin ( Urk. 6/60-66) am 7. November 2019 fest ( Urk. 2).

1. Die 1997 geborene X.___ schloss im Juni 2016 ihre kauf männische Lehre ab. Im Anschluss daran weilte sie in den Ferien und absolvierte einen Sprachaufenthalt. Nachdem sie den am 1. August 2016 begonnenen Lehr gang der kaufmännischen Berufsmaturität nach drei Monaten abgebrochen hatte, fand sie ab 6. Februar 2017 eine Stelle bei der Y.___ AG. Für jene führte sie am 2 1. Juli 2017 ihren letzten Dienst aus ( Urk. 3/4). Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte sie die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität. Danach erlitt sie während ihrer Ferien einen Unfall und suchte – während ihrer Genesungszeit – eine Arbeitsstelle. Vom 1 5. Oktober 2018 bis am 3 1. März 2019 arbeitete sie bei der A.___ AG. Vom 1. April bis am 20. Juni 2019 war sie bei der B.___ AG tätig ( Urk. 1 S. 2 f. und Urk. 3/1 ; siehe auch Urk. 3/2-3, 3/5 und 3/7 ). Am 9. Juli 2019 meldete sie sich beim Regionalen Arbe itsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an ( Urk. 6/165 ) und stellte am 2 2. Juli 2019 Antrag auf Arbeitslosenentschädi gung ab dem 2 0. Juni 2019 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich ( Urk. 6/148-151 ). Mit Verfügung vom 2 0. August 2019 verneinte diese – unter Hinweis darauf, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit nicht erfüllt sei – die Anspruchsberechtigung ab 9. Juli 2019 ( Urk. 6/68-69). Daran hielt sie auf Ein sprach e des Versicherten hin ( Urk. 6/60-66) am 7. November 2019 fest ( Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 7. November 2019 erhob X.___ am 2. Dezember 2019 Beschwerde und ersuchte um Anerkennung ihres Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 2. Dezember 2019 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Ge richtsverfügung vom 1 3. Dezember 2019 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde.

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 7. November 2019 erhob X.___ am 2. Dezember 2019 Beschwerde und ersuchte um Anerkennung ihres Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung ( Urk. 1). Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1 2. Dezember 2019 (Urk. 5) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Ge richtsverfügung vom 1 3. Dezember 2019 ( Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde. 3. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

3. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG).

1.1 Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zweijährige Rahmenfristen. Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind ( Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag ( Art. 9 Abs. 3 AVIG). 1.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG).

1.2 Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). 1.3 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Per sonen, die innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen:

1.3 Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind gemäss Art. 14 Abs. 1 AVIG Per sonen, die innerhalb der Rahmenfrist ( Art. 9 Abs. 3) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen: a. einer Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten;

a. einer Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten; b. Krankheit ( Art. 3 ATSG), Unfall ( Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft ( Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten;

b. Krankheit ( Art. 3 ATSG), Unfall ( Art. 4 ATSG) oder Mutterschaft ( Art. 5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten; c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungsan stalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. c. eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeitserziehungsan stalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Einrichtung. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 14 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. Zwischen dem Befrei ungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kausalzusammen hang bestehen. Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf Monaten be standen haben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist ( Art. 11 Abs. 4 Satz 1 AVIV), liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in Art. 14 Abs. 1 lit. a bis c AVIG genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen (BGE 139 V 37 E. 5.1 mit Hinweisen).

Nach dem klaren Wortlaut von Art. 14 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. Zwischen dem Befrei ungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kausalzusammen hang bestehen. Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf Monaten be standen haben. Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist ( Art. 11 Abs. 4 Satz 1 AVIV), liegt die erforderliche Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in Art. 14 Abs. 1 lit. a bis c AVIG genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen (BGE 139 V 37 E. 5.1 mit Hinweisen). 1.4 Die Befreiungstatbestände von Art. 14 Abs. 1 AVIG sind im Verhältnis zur Bei tragszeit subsidiär. Sie gelangen daher nur zur Anwendung, wenn die in Art. 13 Abs. 1 AVIG verlangte Erfüllung der Mindestbeitragszeit aus den in Art. 14 Abs. 1 AVIG g enannten Gründen nicht möglich ist (BGE 141 V 674 E. 2.1 mit weiterem Hinweis).

1.4 Die Befreiungstatbestände von Art. 14 Abs. 1 AVIG sind im Verhältnis zur Bei tragszeit subsidiär. Sie gelangen daher nur zur Anwendung, wenn die in Art. 13 Abs. 1 AVIG verlangte Erfüllung der Mindestbeitragszeit aus den in Art. 14 Abs. 1 AVIG g enannten Gründen nicht möglich ist (BGE 141 V 674 E. 2.1 mit weiterem Hinweis). 2.

2. 2.1 Prozessthema ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschä digung ab 9. Juli 201 9. Die zweijährige Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte damit vom 9. Juli 2017 bis am 8. Juli 2019 ( Art. 9 Abs. 2 und Abs. 3 AVIG). Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit weder eine Betragszeit von mindestens 12 Monaten ausweisen konnte noch ein Grund zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit vorlag ( Urk. 2).

2.1 Prozessthema ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschä digung ab 9. Juli 201 9. Die zweijährige Rahmenfrist für die Beitragszeit dauerte damit vom 9. Juli 2017 bis am 8. Juli 2019 ( Art. 9 Abs. 2 und Abs. 3 AVIG). Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit weder eine Betragszeit von mindestens 12 Monaten ausweisen konnte noch ein Grund zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit vorlag ( Urk. 2). 2.2 Nach Lage der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin in der Rahmenfrist für die Beitragszeit ( 9. Juli 2017 bis 8. Juli 2019) bei der Y.___ AG, der A.___ AG und der B.___ AG einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachgegangen ist ( Urk. 1 S. 2). Dabei ergibt sich eine Beitragszeit von 8.727 Monaten ( Urk. 6/68-69 S. 2), was von der Beschwerdeführerin zu Recht unbestritten blieb ( Urk. 1 S. 2 ff.). Die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten ist damit nicht erfüllt. Damit bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Be freiung von der Erfüllung der Beitragszeit ( Art. 14 AVIG) gegeben sind.

2.2 Nach Lage der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin in der Rahmenfrist für die Beitragszeit ( 9. Juli 2017 bis 8. Juli 2019) bei der Y.___ AG, der A.___ AG und der B.___ AG einer beitragspflichtigen Beschäftigung nachgegangen ist ( Urk. 1 S. 2). Dabei ergibt sich eine Beitragszeit von 8.727 Monaten ( Urk. 6/68-69 S. 2), was von der Beschwerdeführerin zu Recht unbestritten blieb ( Urk. 1 S. 2 ff.). Die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten ist damit nicht erfüllt. Damit bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Be freiung von der Erfüllung der Beitragszeit ( Art. 14 AVIG) gegeben sind. 2.3 Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte die Beschwerdeführerin die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität ( Urk. 3/1). Diese zwar grundsätzlich unter den Befreiungsgrund gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG fallende Ausbildung dauert e indes nur knapp zehn Monate. Diesbezüglich bleibt ohne Belang, dass besagter Lehrgang nicht während der geforderten zwölf Monate absolviert werden konnte (vgl. Urk. 1 S. 4). Für den Zeitraum nach der von der B.___ AG per 2 0. Juni 2019 ausgesprochenen Kündigung ( Urk. 3/3) findet sich in den Akten das von Dr. C.___, P raxis D.___, am 9. Juli 2019 ausgestellte Zeugnis, das eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit vom 1 7. Juni bis am 2 1. Juni 2019 attestiert ( Urk. 3/5). Anhalts punkte für eine weitere begründete Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit sind nicht zu sehen und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Ein Befreiungstatbestand im Sinne von Art. 14 AVIG liegt damit nicht vor.

2.3 Vom 21. August 2017 bis am 1 9. Juni 2018 besuchte die Beschwerdeführerin die Z.___ und erlangte dabei die Berufsmaturität ( Urk. 3/1). Diese zwar grundsätzlich unter den Befreiungsgrund gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG fallende Ausbildung dauert e indes nur knapp zehn Monate. Diesbezüglich bleibt ohne Belang, dass besagter Lehrgang nicht während der geforderten zwölf Monate absolviert werden konnte (vgl. Urk. 1 S. 4). Für den Zeitraum nach der von der B.___ AG per 2 0. Juni 2019 ausgesprochenen Kündigung ( Urk. 3/3) findet sich in den Akten das von Dr. C.___, P raxis D.___, am 9. Juli 2019 ausgestellte Zeugnis, das eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Krankheit vom 1 7. Juni bis am 2 1. Juni 2019 attestiert ( Urk. 3/5). Anhalts punkte für eine weitere begründete Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit sind nicht zu sehen und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Ein Befreiungstatbestand im Sinne von Art. 14 AVIG liegt damit nicht vor. 2.4 Was den am 2 9. Juli 2018 in Griechenland erlittenen Autounfall – die Beschwer deführerin stand dazumals noch in einem Arbeitsverhältnis mit der Y.___ AG, hatte ihren letzten Dienst aber bereits am 2 1. Juli 2017 ausgeführt ( Urk. 3/4) – anbelangt (Urk. 3/11 S. 2), bestand die nach der Rückkehr in die Schweiz am 2. August 2018 ind i zierte Therapie in der Abgabe von Fucicort (Urk. 3/12), das heisst einer Crème zur Behandlung von entzündlichen Dermatosen ( www.compendium.ch ; zuletzt besucht am 9. Januar 2020). Eine massgebliche Beeinträchtigung des Gesundheitszustands ist damit nicht zu sehen. Vor diesem Hintergrund fällt eine Anrechnung gestützt auf Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG (respektive Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) ausser Betracht.

2.4 Was den am 2 9. Juli 2018 in Griechenland erlittenen Autounfall – die Beschwer deführerin stand dazumals noch in einem Arbeitsverhältnis mit der Y.___ AG, hatte ihren letzten Dienst aber bereits am 2 1. Juli 2017 ausgeführt ( Urk. 3/4) – anbelangt (Urk. 3/11 S. 2), bestand die nach der Rückkehr in die Schweiz am 2. August 2018 ind i zierte Therapie in der Abgabe von Fucicort (Urk. 3/12), das heisst einer Crème zur Behandlung von entzündlichen Dermatosen ( www.compendium.ch ; zuletzt besucht am 9. Januar 2020). Eine massgebliche Beeinträchtigung des Gesundheitszustands ist damit nicht zu sehen. Vor diesem Hintergrund fällt eine Anrechnung gestützt auf Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG (respektive Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG) ausser Betracht. 3. Zusammenfassend fehlt es nach dem Ausgeführten innerhalb der massgebenden Rahmenfrist sowohl an der erforderlichen Beitragszeit von mindestens zwölf Mo naten als auch an einem Befreiungstatbestand. Die Beschwerdegegnerin hat dem nach den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 9. Juli 2019 zu Recht verneint. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen.

3. Zusammenfassend fehlt es nach dem Ausgeführten innerhalb der massgebenden Rahmenfrist sowohl an der erforderlichen Beitragszeit von mindestens zwölf Mo naten als auch an einem Befreiungstatbestand. Die Beschwerdegegnerin hat dem nach den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 9. Juli 2019 zu Recht verneint. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - X.___

X.___ - Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich - seco - Direktion für Arbeit

seco - Direktion für Arbeit - Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubLocher