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«Sensler First Responder werden aktiv» – FN vom 19. September
In der FN-Reportage über die hoch motivierten First Responder im Oberland vermisse ich einen entscheidenden Hinweis: Bis die am Defibrillator ausgebildeten Helfer eintreffen und reanimieren können, müssen die vor Ort Anwesenden Herzdruckmassage machen.
Wird beobachtet, dass jemand zusammenbricht, dauert es minimal eine Minute, bis die Situation erfasst und der Atemstillstand festgestellt ist. Etwa zwei Minuten braucht es, um die Notfalltelefonnummer 144 einzutippen, das Ereignis und den Einsatzort zu schildern. Die Notfallzentrale benötigt wiederum einige Minuten, um den optimalen First Responder auszuwählen und per SMS sowie Anruf zu orientieren. Der/die First Responder muss sich ausrüsten und zum Einsatzort fahren, wieder einige Minuten. Wenn alles optimal abläuft, kann ein First Responder nach zehn Minuten mit der professionellen Reanimation beginnen. Wurde in dieser Zeit keine Herzdruckmassage durch die Anwesenden durchgeführt, wird der Defibrillator einer schwer hirngeschädigten oder gar hirntoten Person angelegt, ist also nutzlos.
Am Notfall-Wiederholungskurs wurde den Sensler Ärzten gesagt, dass die sofortige Herzdruckmassage durch Laien die Überlebenschance bei Herzstillstand um einen Faktor von 4 verbessert, alle anderen Massnahmen aber nur noch geringfügig.
Daher müssen alle Leute sofort Herzdruckmassage machen bis die ausgebildeten Retter eintreffen. Man kann nichts falsch machen, nur nichts zu tun ist falsch!