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Weltweit sind Rotaviren sind die wichtigsten Erreger schwerer, dehydrierender Magen-Darm-Erkrankungen bei Kindern unter 5 Jahren. Rotaviren verursachen eine mit Erbrechen, wässeriger Diarrhö und Fieber einhergehende Symptomatik, die 3 bis 7 Tage andauert und für 30 bis 80% aller Spitaleinweisungen (oder Hospitalisationen) wegen Gastroenteritis verantwortlich ist.
Kind durch Durchfall dehydriert.
Foto: Centers for Disease Control and Prevention
In der Schweiz sind Rotaviren für 20 bis 60% aller Hospitalisationen für Gastroenteritis bei Kindern unter 5 Jahren verantwortlich. Sie verursachen jährlich insgesamt 500 bis 1000 Hospitalisationen. Dies entspricht einem kumulativen Hospitalisationsrisiko von 1 pro 134 Kindern. Die Sterblichkeit ist aber sehr gering (weniger als ein Rotavirus-assoziierter Todesfall pro Jahr) und bleibende Störungen der Gesundheit sind nicht bekannt.
Lebend-attenuierte (abgeschwächte) orale Rotavirusimpfstoffe für Säuglinge unter 6 Monaten sind verfügbar. Sie enthalten kein Aluminium. Die Impfung erfordert 2 bis 3 Dosen, die der Säugling im Alter von 2 bis 6 Monaten schlucken muss.
Die Rotavirus Impfung verhindert 75 bis 80% aller Rotavirus-Infektionen, 85 bis 95% aller schweren Infektionen und 95 bis 100% aller durch Rotaviren verursachten Hospitalisationen. Insgesamt verhinderten die Rotavirusimpfstoffe 40 bis 60% aller Hospitalisationen für Gastroenteritis in den untersuchten Altersgruppe.
Da Rotavirusgastroenteritiden von kurzer Dauer sind, keine Langzeitschäden hinterlassen und in der Schweiz praktisch nie tödlich verlaufen, wurden diese Impfstoffe erst im Jahr 2008 in den schweizerischen Impfplan aufgenommen.
Die Eidgenössische Kommission für Impffragen hat 2014 entschieden, die Impfung gegen das Rotavirus als ergänzende Impfung für Säuglinge zu empfehlen, wenn sie von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen wird (was bisher noch nicht der Fall ist).
Die Impfstoffe gegen Rotaviren sind leicht zu verabreichen und sind sehr gut verträglich.