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Auf nach Asien!
Asien Was früher nur wagemutigen Kaufleuten, allenfalls einigen Missionaren durch abenteuerliche lange Reisen vorbehalten war, schafft man heute in einem Flug – die Reise nach Asien. Der einst geheimnisvolle Kontinent besteht aus ebenso unterschiedlichen Ländern, wie es in Europa der Fall ist.
China als selbstbewusste Nation
Während China sich bis zum Zweiten Weltkrieg in einem halbkolonialen Status befand, ist das Land seit Mao zu einer selbstbewussten Nation geworden.
Langwierige Bürgerkriege sind beigelegt, heute sind 1,4 Milliarden Chinesen aufgrund ihrer Leistungen auf dem Weg zu einer Grossmacht, zu der sie aufgrund ihrer Grösse schon lange prädestiniert waren.
Die ersten Eidgenossen kamen im Sog der Grossmächte in das Reich der Mitte, wie sich China früher nannte. Diese genossen dort ausgedehnte Rechte, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg dahinfielen, bis 1921 verfügte die Schweiz über keine offizielle diplomatische Vertretung in China.
Wagemutige Uhrenhändler aus Neuenburg, Zürcher Seidenhändler und Kaufleute knüpften die ersten Fäden zwischen der Schweiz und China.
Sie hatten sich auf eigene Faust durchzuschlagen, ihnen half nur Geschick und Fleiss, die schweizerische Präsenz blieb lange klein. Während der frühen kommunistischen Jahre bildete das damals britische Hong-Kong die Brücke zum Land.
Mit der Öffnung Chinas seit den 1980er-Jahren intensivierten sich die gegenseitigen Kontakte, beide Seiten lernten sich staunend näher kennen. Mit Interesse wird die wirtschaftliche und gesellschaftliche Öffnung der politisch offiziell immer noch herrschenden kommunistischen Partei verfolgt.
Die Entwicklung von Japan
Japan war neben Thailand das einzige, nie kolonialisierte asiatische Land. Früher streng abgeschlossen, öffnete es sich im 19. Jahrhundert für neue Einflüsse, es befürchtete andernfalls durch die Rückständigkeit selbst kolonialisiert zu werden.
Die regierende Elite bereiste Europa und reformierte den Staat innert weniger Jahrzehnte, sodass Japan technologisch und militärisch nach 1900 eine wichtige asiatische Macht wurde.
Erst die Niederlage im Zweiten Weltkrieg lenkte die Energie des japanischen Volkes weg von der militärischen Expansion in die wirtschaftliche Entwicklung. Diese ging rasant vor sich, das nun demokratische Japan erholte sich schnell von den Verlusten des Weltkrieges und erreichte bald das Lebensniveau Westeuropas.
Auch in Japan waren mutige Uhren- und Seidenhändler die ersten Eidgenossen; sie liessen sich nach 1860 im Land nieder, gefolgt von Kaufleuten, die heute noch bestehende, bedeutende Handelsfirmen gründeten.
Die Basler Chemie nahm ebenfalls früh Geschäftsmöglichkeiten wahr, ihre Präsenz stammt ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert. Trotz der sprachlichen und mentalitätsmässigen Barriere sind die Beziehungen der Schweiz mit Japan in den verschiedensten Bereichen intensiv.
Vietnam für bleibende Eindrücke
Vietnam ist weniger bekannt als die grossen asiatischen Länder wie Indien, China oder Japan, dabei weist das über 1600 km langgestreckte Land mit beinahe 100 Millionen Einwohnern die Dimension von Deutschland auf.
Von Frankreich nach 1860 kolonialisiert, wurde Vietnam im Zweiten Weltkrieg kampflos von den Japanern besetzt und nach 1945 in langwierige verlustreiche Kämpfe um die Unabhängigkeit verwickelt.
Unter der Führung von Ho Chi Minh, eines Patrioten und Kommunisten, siegten schliesslich die vorwiegend im Norden lebenden Viets und vereinigten das Land.
Nur wenige Schweizer lebten in Vietnam, es handelte sich um Kaufleute und Plantagenbetreiber. Mit dem Waadtländer Arzt, Wissenschaftler und Abenteurer Alexandre Yersin lebte einer der bedeutendsten Asien-Schweizer im Land, er entdeckte dort den Erreger der Pest und hinterliess für das Land bedeutende Werke wie den Aufbau einer Kautschukproduktion.
Er geniesst im Land eine grosse Verehrung, in Nha Trang am Chinesischen Meer besteht sein Museum. Die Landschaften des Landes sind von einmaliger Schönheit, eine Reise vermittelt bleibende Eindrücke.
Neue Horizonte
Asien gewinnt laufend massiv an Bedeutung, seine Uhren gehen aber anders.
Dies ist am besten durch einen Aufenthalt vor Ort zu erfahren, Europa ist nicht mehr der Nabel der Welt. Eine Reise nach Asien erschliesst neue Horizonte und bringt uns die Kulturen des Kontinents näher.
Dank der intensiver werdenden Kontakte lernen wir uns stets besser kennen; zum Beispiel gewinnt die exotische asiatische Küche hierzulande an Boden. Asiatische Pflege des Körpers, Entspannung sind weitere Gebiete, die faszinieren.
In der Schweiz lebt eine wachsende Gemeinde von Asiaten, sie leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Kennenlernen.