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Wir freuen uns, dass diese Aufführung zum Theatertreffen der Schweizer Gymnasien SCHAU19 in Zürich eingeladen wurde.
Die Vorstellungen fanden am Donnerstag, den 9. Mai 2019 um 18.30 Uhr und um 21.15 Uhr auf der Bühne A der ZHDK | Theater der Künste in Zürich statt.
by Thorsten Breuer
by Thorsten Breuer
by Thorsten Breuer
Jean-Baptiste Molière 1622 - 1673
Geboren am 15. Januar 1622 in Paris. Eigentlich hätte er das väterliche Geschäft, die königliche Hoftapeziererei, übernehmen sollen. Doch die Liebe zur Schauspielerin Madeleine Béjart und jene zum Theater kamen ihm dazwischen. Jean-Baptiste Poquelin nahm den Künstlernamen Molière an und gründete mit seiner Geliebten das Théâtre Illustre, das bald Bankrott machte. Nach 13 Jahren in der Provinz, wo er Triumphe und Tiefgänge erlebte, und sich vom einfachen Schauspieler zum Leiter einer Theatertruppe und zum Theaterautor entwickelte, kehrte er nach Paris zurück und spielte vor Louis XIV., der Gefallen an Molières Komödien fand. Feinde und Neider hatte Molière zuhauf: Als er die Tochter seiner ehemaligen Geliebten heiratete, behaupteten böse Zungen, seine Gattin wäre eigentlich seine eigene Tochter. Er schrieb über 30 Stücke, führte Regie und spielte fast jeden Abend die Hauptrolle: Molière arbeitete sich regelrecht zu Tode. In der Vorstellung vom 17. Februar 1673, in der Molière den "Eingebildeten Kranken" spielte, bracher zusammen und wurde in sein Haus gebracht, wo er kurz darauf – noch im Kostüm – mit erst 51 Jahren verstarb.
Seit der Gründung der Stiftsschule des Klosters Einsieden im Jahre 1839, waren Theater und Musik neben der Wissensvermittlung immer ein zentrales Anliegen der Klostergemeinschaft. In all diesen Jahren pflegte die Schule mit einem unglaublich lebendigen Eifer die darstellenden Künste mit Opern, Singspielen, geistlichen Werken, griechische Dramen und römische Lustspiele in Originalsprache sowie Texten der modernen Literatur. So kamen im Laufe der Zeit bis zwei bis drei Produktionen pro Jahr unzählige Stücke auf die Bühne.
Mit der heutigen Theatertruppe setzt die Schule diese Tradition weiter fort und findet auch noch heute begeisterte Schülerinnen und Schüler, die sich von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und ganzer Kraft für den Fortbestand dieser Tradition einsetzen. Ihnen gebührt unser Dank, denn was nützte uns all unser Wissen und all unsere Erfahrung, wenn wir sie nicht an begeisterungsfähige und engagierte Schülerinnen und Schüler weitergeben könnten.
Thomas Hürlimann, Anatole Taubmann, Delio Malaer und viel mehr standen auf der Stiftsbühne zum erstenmal auf "den Bretter, die die Welt bedeuten".