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Adieu à l'Afrique
Schweiz 2017, 87', DCP, OV/d. Regie Pierre-Alain Meier. Drehbuch Pierre-Alain Meier. Mit Pierre-Alain Meier, Oumar Ndiaye.
Der Schweizer Pierre-Alain Meier, der sich als Produzent für das afrikanische Kino eingesetzt und die Dürrenmatt-Verfilmung Hyènes produziert hat, befasst sich in seinem Film mit seinem Lebensweg und seinen Dämonen. Auslöser ist das Schicksal einer jungen Italienerin, die 2009 an einem Strand tot aufgefunden wurde, als einzige Weisse mitten unter den Leichen von ertrunkenen Migranten. Die Nachforschungen in Senegal führen Meier auch zurück zu den schwierigen Dreharbeiten von Hyènes. Freitag, 4. Mai, 18:00: Premiere in Anwesenheit von Pierre-Alain Meier.
2009 trieben die Meeresströmungen Dutzende Körper von Migranten an einen Strand in Mauretanien, die versucht hatten, über die Kanarischen Inseln nach Europa zu gelangen. Darunter auch der Körper einer jungen weissen Frau. Diese Meldung ging dem Filmemacher Pierre-Alain Meier nicht aus dem Kopf und er kehrte acht Jahre später nach Senegal zurück, wo er als Produzent an den Dreharbeiten eines legendären Films teilgenommen hatte. Er sagt: «Die Rückkehr nach Afrika löst eine Vielfalt von Emotionen in mir aus: die Adoption meiner afrikanischen Kinder, die ich vor Ort aufwachsen lassen wollte, enge, zu früh verstorbene Freunde, die auch an dem Film Hyènes mitgearbeitet hatten und deren Tod ich nie wirklich verwunden habe…». Unter die eindringlichen Bilder dieses Films, einer Verfilmung von Friedrich Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame», mischen sich Bilder aus der Gegenwart, in der Pierre-Alain Meier mit Hilfe einiger Weggefährten die Zeugen und die Verantwortlichen dieses schrecklichen Vorfalls trifft, und intime Bilder aus den eigenen Archiven, die seinen drei äthiopischen Kindern gewidmet sind. Seine afrikanische Vergangenheit holt ihn ein. Es wird – so sagt er – sein letzter Film sein.