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Die Entscheidung um den dritten Platz hätte enger kaum sein können. Marc Hirschi sprintete mit Michal Kwiatkowski (POL), seines Zeichens Weltmeister von 2014, auf der Zielgeraden der Formel-1-Strecke in Imola. Der Schweizer konnte sich um Haaresbreite durchsetzen.
Zwei Jahre nach seinem WM-Titel in der U23-Kategorie schaffte es Hirschi auch bei der Elite aufs Podest. Der 22-Jährige aus Ittigen folgt als WM-Dritter auf seinen Landsmann Stefan Küng, der vor einem Jahr in Yorkshire ebenfalls die Bronzemedaille gewonnen hatte.
Alaphilippe unwiderstehlich
Hirschi war auf dem 259 Kilometer langen Rundkurs in der Emilia-Romagna ein kluges Rennen gefahren. 13 Kilometer vor dem Ziel ergriff er beim Aufstieg zur Cima Gallisterna erstmals die Initiative und führte im Feld eine Zäsur herbei.
Trotz des hohen Tempos konnte Julian Alaphilippe noch zulegen. Mit einem unwiderstehlichen Angriff zog der Franzose davon und war nicht mehr einzuholen. 24 Sekunden rettete der 28-Jährige auf die Verfolgergruppe. Wout van Aert sicherte sich vor Hirschi die Silbermedaille.
Alaphilippe ist der erste Franzose seit Laurent Brochard im Jahr 1997, der sich das begehrte Regenbogentrikot sichert.
Schweizer überzeugten
Mit der Bronzemedaille von Hirschi gingen für Swiss Cycling die Titelkämpfe mit einem weiteren Spitzenergebnis zu Ende. Nach der Enttäuschung über die Corona-bedingte Absage der Heim-WM in Aigle/Martigny bereiteten die Schweizer Athleten in den letzten vier Tagen in Imola viel Freude.
Nach Silber von Marlen Reusser und Bronze von Stefan Küng im Zeitfahren ging am Sonntag bereits zum dritten Mal in dieser Woche eine Siegerehrung mit Schweizer Beteiligung über die Bühne.