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In «Albert Thebell, Physiker und Fälscher» erliegt ein Hochstapler den Verlockungen des Ruhms und scheitert. Gianfranco D’Annas Wissenschaftskrimi ist beim Bieler Verlag die Brotsuppe erschienen.
«Wenn die Fakten nicht mit der Theorie übereinstimmen, ändere die Fakten». Es ist nur schwer vorstellbar, dass ein herausragender Wissenschaftler dieses Einstein-Zitat als Aufforderung zum Betrug verstehen könnte. Dass es aber sehr wohl möglich ist, stand spätestens am 21. September 2002 fest: Eine Untersuchungskommission kam zum eindeutigen Ergebnis, dass der deutsche Physiker Jan Hendrik Schön in nicht weniger als 16 Fällen Messdaten gefälscht hatte. „Literaturkritik: Die Unschuld der Tatsachen“ weiterlesen
Eine überragende chinesische Pianistin, zwei zerstrittene Kritiker und ein Disput über das Wahre und Schöne in der Musik. Davon handelt Etienne Bariliers Roman «China am Klavier».
Marcel Reich-Ranicki schrieb einst: «Gerade in den radikalen Urteilen eines Kritikers […] da, wo er die enthusiastische Zustimmung oder die entschiedene Ablehnung für erforderlich hält, sind in der Regel seine zentralen Bekenntnisse zu finden.» Nach den Bekenntnissen eines Kritikers zu fragen, das heisst zu fragen, welche Massstäbe und Auffassungen von Kunst, Stil und Geschmack bei der Beurteilung eines Kunstwerks zum Tragen kommen. In Etienne Bariliers 2011 erschienenem Roman «China am Klavier» treffen zwei grundverschiedene Auffassungen aufeinander. „Literaturkritik: Ein Spiel der Gegensätze“ weiterlesen
Es ist eine Geschichte des Scheiterns: der Philosophie, der Liebe, des Bewusstseins. Das Debüt des Bieler Autors Heinz Helle ist ein hypnotischer Trip in das Innenleben eines ruhelosen Denkers.
«Ein junger Mann kommt in eine Stadt. Er hat keinen Namen, kein Zuhause, keine Arbeit: Er ist in die Stadt gekommen um zu schreiben. Oder genauer: Er schreibt nicht, sondern hungert fast zu Tode.» Diese Worte bilden nicht nur den Auftakt zu Paul Austers «Die Kunst des Hungerns» – sie sind auch eine perfekte Umschreibung von Heinz Helles Roman «Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin». Oder zumindest fast. Denn Helles namenlosen Protagonisten quält keine körperliche Gier, sein Hunger ist intellektueller Natur. „Literaturkritik: Das Schreien der Dinge“ weiterlesen