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Ein Pumpspeicherwerk Räterichsbodensee–Brienzersee?
Die vom Kanton eingesetzte Begleitgruppe «KWO plus» lässt prüfen, ob sich das obere Aaretal für ein Pumpspeicherwerk mit einer grossen Leistung eignet. Die KWO hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und orientierte die Anstössergemeinden am 3. März 2010 über die Projektidee.
pd/bns. In der Begleitgruppe unter Leitung von Regierungsrätin Barbara Egger sind laut einer Medienmitteilung die Interessen der verschiedenen Anspruchsgruppen vertreten. Pumpspeicherwerke erfüllten die Aufgabe, Energie kurzzeitig für die Tageszeiten des hohen Bedarfs zu speichern: «Die Bedeutung solcher Anlagen nimmt zu, weil zunehmend Wind- und Solarkraftwerke ans Netz gehen, die unregelmässig Strom produzieren.» In einem 26 Kilometer langen Stollen würde Wasser vom Räterichsbodensee auf 1770 Meter über Meer (Normalnull) zur Axalp geführt und durch einen Druckschacht von 1,4 Kilometer Länge mit einem Höhenunterschied von über 1200 Meter in eine Zentrale am oberen Brienzersee geleitet.
Die ersten Ergebnisse zeigten, dass eine solche Anlage bautechnisch möglich und wirtschaftlich rentabel sei, verlautet im weiteren: «Bei der Realisierung würden Schutzgebiete kaum tangiert. Der Vorteil einer solchen Anlage liegt insbesondere darin, dass die Abgabe von Wasser in den Brienzersee nicht zu Veränderungen der Pegelstände in der Aare führt (Sunk- und Schwallproblematik).» Die Auswirkungen auf die Umwelt und die maschinentechnischen Einzelheiten sollen in den nächsten Schritten im Laufe des Jahres im Detail geklärt werden.