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Reifen Kalterneuerung
Informationen zur Kalterneuerung von Reifen.
Die Kalterneuerung ist die formenunabhängige Vulkanisation bei einer Temperatur von 95°C bis 110°C. Der Reifen wird unter Verwendung eines bereits vulkanisierten Laufstreifens (="neues Profil") und einer unvulkanisierten Bindegummischicht aufgebaut. Die Verbindung zwischen Karkasse, Bindegummi und Laufstreifen wird anschließend in einem Autoklaven (=Heizkessel) hergestellt.
Die Kalterneuerung hat sich im Bereich der LKW Reifen seit der Einführung des Radialreifens Mitte der 60er Jahre gänzlich etablieren können.
Für das Kaltverfahren spricht:
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Geringerer Investitionsbedarf für den Runderneuerer (keine teueren Formen) und niedrigere Folgekosten, weil die Aktualisierung des Formenprogramms beim Laufstreifenlieferanten erfolgt.
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Umfangreiche Profilsortimente sind verfügbar, so kann dem Reifeneinsatz bei der Profilauswahl exakt entsprochen werden.
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Dezentrale, kleinere Produktionseinheiten aufgrund der vergleichsweise geringen Investitionskosten. Dies bewirkt niedrige Logistik-Kosten, Kundennähe und Flexibilität.
Das Kalterneuerungsverfahren ist karkassenschonend, da die niedrigere Vulkanisationstemperatur die Gummi-Metallverbindungen der Karkasse schont. Reifenerwärmung (heat built up), Rollwiderstand und andere Reifeneigenschaften sind häufig günstiger zu bewerten als bei Heißerneuerungen.
Bei vergleichbaren Profilgeometrien ist die Laufleistung eines kalterneuerten Reifens häufig größer als die einer Heißerneuerung bzw. dem adäquaten Neureifen ebenbürtig.
Zu beachten ist:
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Kalterneuerung erfordert Karkassen von besonders guter Qualität.
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Materialpreise sind höher als bei Heißerneuerungsmaterial, da die Laufstreifen bereits vulkanisiert und damit höher veredelt sind.
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Der Personalaufwand pro runderneuertem Reifen ist größer als bei heißerneuerten LKW- und Busreifen.