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Nach Caroline Agnou (SATUS Biel-Stadt) am Freitag hatten die Schweizer Fans an der U23-EM in Bydgoszcz (POL) schon wieder allen Grund, die Korken knallen zu lassen: Angelica Moser (LC Zürich) setzte ihre Grossanlass-Serie fort und schnappte sich im Stabhochsprung die GOLDMEDAILLE!
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Sie hat schon wieder zugeschlagen! Zu sagen, Angelica Moser hätte ein Flair für internationale Nachwuchs-Grossanlässe wäre masslos untertrieben. Denn neben der neusten Errungenschaft, der U23-EM-GOLDMEDAILLE, hat sie seit 2013 ununterbrochen jedes Jahr an einem grossen Wettkampf den Stabhochsprung-Titel geholt. Vor vier Jahren am European Youth Olympic Festival (EYOF), 2014 an den Youth Olympic Games, 2015 an der U20-EM und 2016 an der U20-WM. Eine unglaubliche Serie!
Schon in der Qualifikation hatte sie ihrer Gegnerschaft ihre Nervenstärke demonstriert. Als Einzige war sie erst auf 4,20 m, der Höhe, die zur Final-Qualifikation gefordert war, eingestiegen. Sie hatte sie im zweiten Anlauf souverän geschafft.
Regen kein Hindernis
Und wieder war sie im Final diejenige Athletin, die mit ihrem ersten Sprung am längsten zuwartete. Dies obwohl klar war, dass der Weg zum Titel kein Selbstläufer werden würde, waren zwei Athletinnen in diesem Jahr wie Moser doch schon 4,60 gesprungen. Erst bei 4,20 stieg sie ein, reüssierte und liess anschliessend 4,25 und 4,30 aus. Auf 4,35 musste sie einen Fehlversuch hinnehmen. Da ihre Konkurrentinnen bis zu diesem Zeitpunkt aber nicht fehlerfrei waren, war dies nicht weiter schlimm. 4,45 nahm sie wieder im Ersten.
Dann setzte strömender Regen ein. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch Maryna Kylypko (UKR) und Moser im Wettkampf, mindestens die Silbermedaille aber schon im Trockenen. Beide sprangen weiter, Kylypko scheiterte aber einmal auf 4,50, zweimal auf 4,55. Die 20-jährige Schweizerin überquerte hingegen 4,50 und 4,55 erfolgreich, die Siegerin stand fest.
Moser holte in Bydgoszcz die achte Schweizer Medaille an einer U23-EM, die dritte goldene. Erst gestern hatte Caroline Agnou (SATUS Biel-Stadt) den Titel im Siebenkampf geholt. 2015 war Noemi Zbären (SK Langnau) über 100 m Hürden die erste Schweizer U23-Europameisterin der Geschichte.
(cg)