Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/141469

<h2>SubmittedText<h2><p>Im Postulat 12.3210 habe ich den Bundesrat damit beauftragt, konstruktive und aufeinander abgestimmte Lösungen dafür zu finden, wie sich Rekrutenschule und Hochschulstudium besser koordinieren lassen. Die Äusserungen von Armeechef Blattmann in den Medien haben mich überrascht, um nicht zu sagen schockiert, denn er spricht sich für Lösungen aus, die unrealistisch und einseitig sind und sich zudem von der "Opfersymmetrie" weit entfernen, wie sie im Postulat gefordert wird, dessen Beantwortung im Übrigen auf sich warten lässt.</p><p>Kann der Bundesrat uns versichern, dass die Arbeiten dazu voranschreiten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Mit der Verkürzung der Rekrutenschule von heute 21 Wochen auf neu 18 Wochen in der künftigen Armee wird einem Bedürfnis der Maturanden entsprochen. Diese Massnahme reduziert die Überlappung von Militärdienst und Studium. Für Studenten, die eine militärische Kaderlaufbahn eingeschlagen haben, konnten durch Gespräche mit den zuständigen Organen der schweizerischen Hochschulen zudem Lösungen gefunden werden, um einerseits minimale Absenzen zu Beginn des Studiums zuzulassen und die betroffenen Studenten andererseits früher aus der Rekrutenschule zu entlassen.</p><p>In einem Teil der Kantone fallen die Maturitätsprüfungen zusammen mit dem Beginn der Rekrutenschule. Das VBS und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren sind diesbezüglich in einem Dialog. Die Kantone prüfen zurzeit, ob sie die Maturitätsexamen für die Betroffenen so legen können, dass sie bis zum Beginn der Rekrutenschule abgeschlossen sind ,oder ob Prüfungstermine für die Betroffenen auch individuell angesetzt werden könnten. Oberstes Anliegen des Bundesrates ist es, den konstruktiven Dialog mit den betroffenen Kantonen weiterzuführen, ohne die föderalen und eigenständigen Prüfungsabläufe ändern zu wollen. Damit soll mit organisatorischen und massgeschneiderten Massnahmen möglichst vielen dienstpflichtigen Maturanden ein unterbruchsfreier Übergang von Gymnasium zu Rekrutenschule und anschliessend ins Studium ermöglicht werden.</p>