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immer noch 4. Mai
Eralions Schloss war von Orks befreit (2007-04-22 Eralion’s Keep). Nur in den Kellergewölben des einen Turmes gab es gemäss Galdar noch einen mächtigen Untoten. Nachdem einer nach dem anderen einen Schwächeanfall erlitten hatte, flüchtete die Gruppe und verschloss die Falltüre wieder mit den Silbernägeln.
(Der Untote hatte übrigens gemäss Buch noch ein paar Zaubererstufen und war gemäss 3.0 Regeln in 90% der Fälle bei Fackellicht unsichtbar.)
Zurück in Fairhill waren Baran, Arlen und Shandril hoch erfreut, als sie vom Sieg über die Orks erfuhren. Arlen beschloss, ein Fest zu schmeissen!
Shandril war bei weitem nicht so erfreut: Der Untote war ein Problem! Nachdem sie die Gruppe ausgefragt hatte, erklärte sie, dass es sehr wohl körperlose Untote gäbe. Diese seien selbst mit magischen Waffen nur schwierig zu treffen, und mit normalen Waffen überhaupt nicht. Trotzdem war klar, dass sie hoffte, die Gruppe würde sich der Sache annehmen. In weiser Voraussicht beschloss die Gruppe allerdings, dass sie noch nicht stark genug seien.
Shandril hatte ursprünglich ihr Schwert dem kräftigsten Kämpfer der Gruppe gegeben. Krel hatte versprochen, das Schwert zurückzubringen, in der Zwischenzeit das Schwert aber an Belflin weitergegeben. Belflin wiederum hat das Schwert an Auroleva weitergegeben (eine elfische Druidin), worauf Auroleva eine unglaubliche Vision von Freya hat, die ihr anbot, einer ihrer Kleriker zu werden!
(Leider hatte ich bis hier einen erstaunlichen Fehler gemacht: Bis jetzt war ich davon ausgegangen, dass Shandrils Schwert ein Kurzschwert sei. Erst jetzt, als Auroleva sich für eine zweite Karriere als Kleriker entschied, wurde mir klar, dass es sich um ein Langschwert handeln musste, denn Langschwert und Langbogen waren Freyas favorisierte Waffen!)
Am Nachmittag verzogen sich Bero und Corian und studierten Eralions Tagebuch. Sie fanden heraus, dass Eralion vor fast neunzig Jahren eine Frau namens Gethrame liebte, und wie diese Frau von Shandril mit einem Fluch geblendet und aus Fairhill vertrieben worden war. Eralion war von dieser Ungerechtigkeit erschüttert und verstand nicht, wie St. Cuthbert so etwas geschehen lassen konnte. Nach und nach wurden seine Einträge hochnäsiger und wütender. Eralion verliess Fairhill und baute sich sein Schloss, und als Gethrame zu ihm fand, erschuf er ihr einen Zauberstab, der ihr das Sehen erlaubte (“egal welch’ Preis und Folg’ es nach sich zieht”). Doch die Beziehung war nicht zu retten: Ihr Gerede und ihre Kritik gingen ihm mit der Zeit auf die Nerven, sie zeigte zu wenig Dankbarkeit, und er trennte sich von ihr.
Bero und Corian mischten sich am Abend unters Volk, stellten ein paar Fragen nach Gethrame, aber konnten nichts in Erfahrung bringen. Nach einiger Zeit wurden sie jedoch von Herl angesprochen, einem Halbelfen, der ihnen dann abseits des Festes erzählte, dass er schon vor neunzig Jahren in Gethrame verliebt war, doch diese hatte Eralion vorgezogen. Erst als sie von Eralion verstossen worden war, hatte er Gelegenheit, etwas für sie zu tun. Ohne sich ihr zu zeigen, lenkte er sie zu einer kleinen Höhle, wo sie sich einrichten konnte, und beschützte sie fortan. Doch in den letzten Tagen sei sie nicht mehr aus ihrer Höhle gekommen und man hörte allerlei verzweifeltes Jammern. Nun machte er sich Sorgen und wollte wissen, ob die Gruppe und ihre Taten in Eralions Schloss wohl etwas damit zu tun haben konnten.
Neugierig beschlossen Bero und Corian, sich bald einmal von Herl zu Gethrame führen zu lassen.
Wir hatten übrigens beschlossen, uns von den Doppelbesetzungen zu trennen. Die Gruppe trennte sich von Galdar, Phelps und Krel. Galdar blieb in Fairhill und beschloss, den Schrein in Fairhill auszubauen, und hoffte, dass er früher oder später auch die Kapelle in Eralions Schloss würde wieder herstellen können. Phelps und Krel lernten einen Händler kennen, der noch ein paar Haudegen zum Schutz seiner Waren auf dem Weg nach Bard’s Gate suchte. Genug der Untoten!
So verging der Festabend…
5. Mai
Langsam kehrte auch die Stärke zurück. Jede Nacht heilte ein weiterer Stärkepunkt. Shandril konnte leider nur zwei Lesser Restoration zaubern, aber es war genug um Belflin von seiner Stärke 6 wieder hochzupäppeln.
Goskan und Bero fanden am frühen Morgen übrigens Arlens Tochter Sirya in ihrem Zimmer. Sie wollte mit ihnen aufbrechen und Abenteurer werden! Als Arlen vorbeikam, um der Gruppe den Schlüssel für das Ehrenhaus zu übergeben, und seine Tochter vorfand, die in ihrem Vorhaben auch noch von Goskan unterstützt wurde, wäre es fast zu einem Eklat gekommen. Zum Glück haben Corians und Belflins Skepsis dann dazu geführt, dass Sirya beleidigt abgedüst ist. Vielleicht nimmt sie sich ja Corians Tipp zu Herzen, zuerst einmal unter Baran in der Stadtwache etwas Erfahrung zu sammeln.
Die Gruppe suchte Herl im Fass & Kübel auf und liess sich den Weg zu Gethrame zeigen. Sie wohnte in einer kleinen Höhle in den Hügeln nördlich von Eralions Schloss.
Es folgte eine längere Diskussion mit Gethrame, wobei die Gruppe erfuhr, dass Shandril ebenfalls eine Affäre mit Eralion hatte. Der Grund für den Fluch und die Blindheit war allerdings nicht so ganz klar: Gethrame hatte anscheinend ihren magischen Wasserspiegel verwendet, um Shandril bei ihren geheimen Freya-Ritualen nachzuspionieren. Es waren wohl schwierige Zeiten und beide Frauen waren an Eralion interessiert.
Der Grund für Gethrames Wehklagen war ihr fehlender Zauberstab. Ohne Eralions Stab war sie wieder so blind wie zuvor! Als Gegenleistung für ihre Geschichte hatte die Gruppe Gethrame versprochen, den Stab wieder zu finden. Anscheinend war dieser von einer Gruppe von Rattenmenschen geklaut worden.
Ich begann, Zufallsbegegnungen nach der DMG auszuspielen: Jede Stunde gab es eine 8% Chance, etwas zu treffen. Ich habe einen zwölfseitigen Würfel verwendet. Bei einer 1 passierte etwas. Die normale Geschwindigkeit ist drei Meilen pro Stunde, zwei Meilen pro Stunde mit Zwerg. Im Wald ohne Weg wird dies auf eine Meile pro Stunde halbiert. Das gibt dem Waldläufer auch genug Zeit zum Spuren lesen; dessen Maximalgeschwindigkeit liegt nämlich bei 1½ Meilen pro Stunde. (Siehe Kommentar.)
Der Waldläufer konnte pro erfolgreichem Survival check der Spur für eine Stunde lang folgen. DC war 10 + 14 (vor zwei Wochen) - 2 (weicher Boden) = 22. Ab dann stieg der DC jeden zweiten Tag um 1 an. Also habe ich Stunde um Stunde abgezählt, und 1d12 gewürfelt. Bei einer 1 gab es eine Zufallsbegegnung. Dann hat Belflin seinen Survival check gemacht, um zu schauen, ob die Gruppe eine Meile vorwärts gemacht hat. Das Nest der Rattenmenschen lag 12 Meilen entfernt vom Startpunkt.
Am Abend traf die Gruppe auf ein Lager von Banditen – und deren Anführer war derselbe Harold, den sie schon vor ein paar Tagen getroffen hatte, als er und seine Männer versuchten, die Pferde der Gruppe zu stehlen! Es gab einen spannenden Kampf, doch schlussendlich konnte Harold mit einem seiner Kumpanen fliehen.
Die Gruppe beschliesst, in der Räuberhöhle zu nächtigen. In der Nacht werden sie von vier Stirges überfallen, können den engen Zugang der Räuberhöhle aber problemlos verteidigen.
6. Mai
Weiter geht es durch den fast undurchdringlichen Wald. Jede Stunde wird gewürfelt, und am Abend wird wieder ein Lager aufgeschlagen. Keine Begegnungen!
7. Mai
Die Gruppe trifft auf 10 Gnolle, und macht einen taktischen Rückzug.
8. Mai
Am frühen Morgen wird die Gruppe von weiteren sieben Stirges überfallen. Diesmal bietet keine Höhle Schutz, und so werden einige Gruppenmitglieder deutlich geschwächt.
Am Nachmittag trifft die Gruppe auf einen einsamen Gnoll, den sie erbarmungslos niedermachen.
9. Mai
Kurz bevor die Gruppe endlich ihr Ziel erreicht, trifft sie gegen 11:00 auf eine Gruppe der Rattenmenschen…
XP (alle Spieler sind Stufe 1 oder 2):
Total: 4200 / 5 = 840 pro Person.