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Du wirst nachts die Sterne beobachten. Mein Stern ist so klein, dass ich dir nicht zeigen kann, wo genau er sich befindet. Es ist besser so. Mein Stern wird einer der Sterne für dich sein. So wirst du alle Sterne gerne anschauen … sie alle werden deine Freunde sein.
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Die Menschen haben nicht die gleichen Sterne. Den einen, die reisen, dienen die Sterne als Geleit. Für andere sind es nur kleine Lichtpunkte. Für wieder andere, für die Gelehrten, stellen sie Pro- bleme dar. Für meinen Geschäftsmann waren sie Gold. Aber alle diese Sterne schweigen. Du wirst Sterne haben wie keiner sie hat.
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Wenn du nachts in den Himmel schaust, wird es für dich sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohnen werde, weil ich auf einem von ihnen lachen werde. Du wirst Sterne haben, die lachen können!
(Antoine de Saint-Exupéry, Der Kleine Prinz)
Der bekannte Flugpionier und Schriftsteller, Antoine de Saint-Exupéry, war am 31. Juli vor 75 Jahren über dem Mittelmeer verschwunden. Am gleichen Tag feiert die Kirche den heiligen Ignatius, den Gründer des Jesuitenordens.
Beide verbindet die Faszination für die Sterne. Der erste sieht darin ein lebendiges und lachendes Feuerwerk, der zweite findet in der Betrachtung der Sterne seinen grössten Trost. Das machte er oft während längerer Zeit, weil er dabei in sich einen sehr tiefen Wunsch verspürte, unserem Herrn zu dienen. (Siehe Bericht des Pilgers, die Bekehrung)
Saint-Exupéry und Ignatius empfinden beim Betrachten der Sterne (Gestirne) eine starke Gegenwart, welche die Kenntnis der Gesetze der Himmelskörper und der Psychologie der Ästhetik weit übersteigt.
In der Hauskapelle der Marianisten in Sitten ist Maria in einem Farbfenster als Stella Maris symbolisch dargestellt. In den Hymnen wird Maria als Stern der Meere besungen. Die Gläubigen verehren sie als Mutter, welche sie in den Stürmen des Lebens leitet und beschützt.
Auch Ignatius von Loypola ist sie teuer. Er fordert sie immer wieder auf, gemeinsam mit ihm seine Anliegen durch den Heiligen Geist über den Sohn, dem Vater vorzubringen.
Christoph von Siebenthal, zum 31. Juli 2019
Mehr über diese Bild in Ignatius von Loyola – Ein Leben in zwanzig Bildern, ISBN 978-3-7245-2032-0