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1.
S. 165Mehrere Jahre ist es her, daß ich die ehrwürdige Frau Paula in der Trauer über den Tod ihrer Tochter Bläsilla zu einer Zeit, wo die Wunde noch frisch blutete, getröstet habe. Vier Sommer sind verflossen, seitdem ich an den Bischof Heliodor die Denkschrift auf Nepotian gerichtet habe, wobei ich nach Kräften meinem damaligen Schmerze Ausdruck zu verleihen suchte. S. 166Zwei Jahre mag es her sein, daß ich meinen Freund Pammachius bei dem unerwarteten Hinscheiden Paulinas mit einem wenn auch nur kurzen Brief tröstete. Scheute ich mich doch, einem so beredten Manne mehr zu sagen und ihm seine eigenen Gedanken zu Gemüte zu führen. Es hätte sonst leicht der Anschein erweckt werden können, daß ich nicht so sehr den Freund trösten, als in eitler Überhebung den vollkommenen Mann belehren wollte. Nun legst du mir, mein Sohn Oceanus, die Pflicht auf, der ich gern nachkomme und von selbst nachgekommen wäre, einen alten Gegenstand entsprechend der neuen Art von Tugenden in neuer Form zu behandeln. In den genannten Schreiben galt es, der Anhänglichkeit der Mutter oder der Trauer des Oheims oder endlich der Sehnsucht des Gatten lindernd entgegen zu kommen und je nach der Verschiedenheit der Personen die verschiedenen Heilmittel der Heiligen Schrift zu entnehmen.