Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03176.jsonl.gz/1808

Die typische schwarz-gelbe Körperfärbung und -form lassen Wespen leicht erkennen. In der Schweiz gibt es ca. ein Dutzend Arten, die sich in Aussehen und Lebensweise sehr ähnlich sind. In Häusern trifft man vor allem die Gemeine Wespe (Paravespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) an.
Merkmale des sozialen Lebens und zugleich Ursache für die Wirksamkeit ist die Arbeitsteilung. Ein Wespenvolk besteht aus Weibchen (Königinnen), Männchen, die für die Fortpflanzung sorgen und Arbeiterinnen, welche das Nest bauen, die Larven füttern und die Gemeinschaft verteidigen. Arbeiterinnen sind nicht entwickelte Weibchen.
Wespen sammeln im Gegensatz zur Honigbiene keine Nahrung für den Winter. Sie sind bei uns deshalb nur einjährig. Im Herbst löst sich der Wespenstaat auf und die Arbeiterinnen sterben ab. Bevor das jedoch passiert, entstehen neue Königinnen und Männchen, die ausschwärmen und sich paaren. Die Männchen sterben bald danach, die jungen Weibchen suchen dagegen eine geschützte Stelle, wo sie überwintern können. Oft verstecken sich die Königinnen in Dachböden und Nebengebäuden. Im folgenden Frühling erwachen die Königinnen wieder und suchen nun eine geeignete Stelle für ihr Nest. Das kann ein Rolladenkasten sein, ein Dachboden/Dachvorsprung oder eine hohle Mauer etc. Die Königin baut nun ein Nest, das kugelförmig und walnussgross ist. Durch abgenagtes Holz entsteht eine graufarbene Papiermasse, welche im Gegensatz zum Hornissennest eine feine Struktur aufweist.