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Als ich den Beo-Artikel las, kam mir spontan das Märchen vom "Gevatter Tod" in den Sinn. Darin bittet ein armer Mann den Tod Götti seines 13. Kindes zu werden. Der Tod sagt zu. Als der Knabe alt genug ist, macht der Tod ihn zum Arzt. Er darf heilen, wenn der Tod "zu Haupte" des Patienten steht, wenn er "zu Füssen" steht, muss er ihn sterben lassen. Die weitere Geschichte mit König und Königstochter ist bekannt oder kann nachgelesen werden.
Wir freuen uns natürlich alle über den medizinischen Fortschritt. Wieviel Leid kann doch gestillt und wieviele vorzeitige Tode können verhindert werden! Wo aber ist die Grenze? Was dürfen wir und wann pfuschen wir dem Gevater Tod ins Handwerk? Wir wissen von den Nahtodeserfahrungen, wir wissen aber nicht, wie ein Sterbender es erlebt, wenn seine Seele nicht in Ruhe seinen Körper verlassen kann.
Unabhänig von Herz- oder Hirntod möchte ich kein transplantiertes Organ erhalten, aber auch nicht als menschliches Ersatzteillager herhalten müssen.
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