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Islamabad - Die pakistanischen Behörden haben die Schweiz aufgerufen, den Korruptionsprozess gegen Präsident Asif Ali Zardari wieder zu eröffnen. Dies sagte ein Anwalt der Anti-Korruptionsbehörde dem Obersten Gericht.
Ein Genfer Richter hatte Zardari und seine verstorbene Ehefrau Benazir Bhutto 2003 wegen Beteiligung an Geldwäscherei zu sechs Monaten Gefängnis bedingt verurteilt, wogegen das Paar rekurrierte. Zu einem abschliessenden Urteil kam es nicht, weil Pakistan Mitte 2008 das Verfahren einstellte.
Zardari befindet sich in einem Machtkampf mit der Opposition und regierungskritischen Juristen. Die Opposition fordert unter anderem die Wiedereinsetzung von etwa 60 Richtern, darunter des Obersten Richters Iftikhar Chaudhry.
Die Richter waren im November 2007 vom damaligen Staatschef Pervez Musharraf abgesetzt worden. Zardaris Regierung versprach die Wiedereinsetzung, hielt das Versprechen aber nicht.
Zardari war Mitte der 1990er Jahre Investitionsminister im Kabinett seiner Ende 2007 ermordeten Ehefrau Benazir Bhutto. Er soll Provisionen von 10 Prozent kassiert und das so angehäufte Millionen-Vermögen ins Ausland geschafft haben.
Allein in der Schweiz waren jahrelang 72 Millionen Franken blockiert. Ein Genfer Richter verurteilte Zardari und Bhutto 2003 wegen Beteiligung an Geldwäscherei zu sechs Monaten Gefängnis bedingt. Dagegen legte das Paar Rekurs ein.
Zu einem abschliessenden Urteil kam es nicht, weil Pakistan Mitte 2008 das Verfahren einstellte. Die Ermittlungen in Genf waren 1997 nach einem Rechtshilfegesuch aus Pakistan aufgenommen worden.
SDA-ATS