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Text zu Stills
In Stills hängen 64 Porträts an einer Wand. Einige Bilder liegen auf dem Boden verstreut. Die Installation ist Ausdruck der Austauschbarkeit des Individuums: Es spielt keine Rolle, wer an die Wand gehängt wird oder wer am Boden landet. Die einzige Lichtquelle im Raum ist eine Neonröhre gegenüber den 64 Porträts an der Wand. Die gleiche Neonröhre warf Licht auf die Porträtierten während des Fotografierens. Das Licht spiegelt sich als kleinen scharf abzeichnenden Strich in den Augen der Porträtierten. Von weitem sehen die Porträtierten alle gleich aus. Erst bei genauerem Hinsehen werden die Unterschiede der vermeintlich gleich aussehenden, nackten Menschen offensichtlich und erscheinen immer stärker ins Gewicht zu fallen. Die Verletzlichkeit des oder der Einzelnen wird der Bedrohung, die aus der Masse der Bilder hervorgeht, gegenübergestellt.