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Trotz elektronischen Medien resultieren aus 5307 Büchern über 8000 Ausleihen pro Jahr. In der Ludothek stehen den Kindern von Einheimischen und Gästen über 1000 Spielzeuge zur Verfügung.
Der Einzug in die neuen, attraktiven Räume im Dachgeschoss des Dorfschulhauses macht die Bibliothek auch für Behinderte zugänglich. Das Nebeneinander von Ludothek und der Bibliothek schafft im Schulhaus ein gewichtiges Element des Wissens und der Unterhaltung, nicht nur bei Regentagen.
Bei Rückverfolgung der Bibliotheks-Geschichte stösst man in der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert auf eine Bücher-Ausleihe, die wahrscheinlich von den damaligen Pfarrherren geführt wurde. Erst in den Zwanzigerjahren las man von der Bibliothek, damals noch hauptsächlich mit klerikaler Belletristik.
In den frühen Vierzigerjahren haben Frauen wie Greti Griessen in eigener Initiative und auf eigene Kosten die Bibliotheks-Ausleihe sichergestellt. Die Ausleihe stand unter Kontrolle der Bibliothekarinnen und es brauchte viel Überzeugungskraft, bis man als Jugendlicher Mark Twains «Tom Sawyer» oder «Huckleberry Finn» zum Lesen bekam. Damals war die Bibliothek neben der Schule der einzige Ort, wo man seinen Horizont erweitern konnte. Leider war zu dieser Zeit die Bibliothek nur in der Winterzeit offen.
Mit dem Neubau der Kirche im 1949 zog die Bibliothek in den Kirchenanbau und wurde immer noch von Frauen aus der Kirchgemeinde in eigener Initiative betrieben. Bis in die Sechzigerjahre standen nur Bücher und Zeitschriften zur Verfügung. Dann kamen die Kassetten auf und in der Bibliothek wurden auch Märchen angeboten.
Am 8. November 1983 wurde der Verein Ludothek «Mikado» Lenk gegründet. Damit stand ein breiteres Angebot für die Jugend bereit. Der Verein konnte aus dem Gästekindergarten die Spielzeuge übernehmen und baute im TEC die damalige, eigenständige Ludothek auf.
Am 19. Dezemer 1983 wurde der Bibliothekar-Verein gegründet, der ab diesem Zeitpunkt die Führung der Bibliothek übernahm. Zu dieser Zeit hatte man ca. 6000 Medien in der Bibliothek und konnte in diesen kinderreichen Jahren bis zu 12’000 Ausleihen verzeichnen.
Die Bibliothek und die Ludothek wurden immer umfangreicher und damit der Platz knapp. Im 1999 zogen die beiden Vereine in die Baracke 118 oberhalb dem Schulhaus um. Die Schulklassen wurden seit 1995 immer kleiner (Pillenknick und generelle Abnahme der Kinderzahl), die Ausleihen wurden spärlicher, blieben aber immer noch auf recht hohem Niveau.
Seit dem Jahr 2010 sind alle Titel elektronisch erfasst und die Ausleihe wird per Computer kontrolliert. Vor dem Umzug in das Dachgeschoss des Schulhauses standen 5307 Medien (Bücher, Zeitschriften und DVD) zur Verfügung, die über 8000 Ausleihen generieren. Computer-Spiele werden derzeit nicht angeboten.
In den hellen Dachstock-Räumen des Dorfschulhauses belegen die beiden Mediatheken drei grosse Räume, die über Treppen oder mit dem Lift erreicht werden. Mit dem Lift ist die Rollstuhl-Gängigkeit sichergestellt und auch ältere Leute mit Rollator finden den Weg ins Dachgeschoss mühelos. Gemäss Anni Schläppi haben neben der Abnahme der Schülerzahlen auch die elektronischen Medien die Bibliothek ersetzt. Trotzdem würden sie sich bemühen, den Stand einer modernen Belletristik aufrecht zu erhalten. Alte Bücher würden im Büchermarkt verkauft (so am 16. Juli während der Jazz Tage) und mit dem Erlös aus den Mitgliederbeiträgen, der Ausleihe und dem Verkauf würden neue Bücher beschafft.
Die beiden Präsidenten, Aschi Schoch von der Bibliothek und Daniela Zeller von der Ludothek, präsentierten am 15. August 2015 die beiden Mediatheken als zeitgemässe Bibliothek und Ludothek mit einem ansehnlichen Stand an Ausleih-Materialien, die den anspruchsvollen Anforderungen der Leser und der Spieler aller Altersklassen gerecht werden.
Erstellt am: 20.08.2015