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Der Fluss Mississippi ist nicht nur einer der längsten Flüsse der Welt, sondern besitzt auch ein imposantes Mündungs-Delta von 28‘600 km². Der Strom mündet im Süden des Bundesstaates Louisiana in den Golf von Mexiko.
Ausschnitt aus der Karte “Ecoregions of the Mississippi Alluvial Plain” (2004)
Der Mississippi River hat über Jahrtausende hinweg die Küstenlandschaft geformt: Mittels Ablagerungen des mitgeführten Sedimentmaterials entstanden Binnenseen, Meeresengen, Inseln, Sumpflandschaften und Feuchtgebiete. Neben natürlichen Kanälen und Flussufern, findet man auch aufgeschüttete Sandufer und künstlich angelegte Kanäle für die Schifffahrt.
Mehr als 80% der Fläche sind Wasser und die restlichen 17% sind festes Land. Sedimentmaterial wird von den Meeresströmungen schneller abgetragen als vom Fluss abgelagert werden kann. Das liegt daran, dass das Delta bis an den Rand des Festlandsockels (Schelfkante) reicht. Die Schelfkante ist ein stark abfallender Kontinentalhang, der die Grenze zwischen Flachmeer und Tiefsee bildet.
In den meeresnahen Gebieten überwiegen Salzsümpfe, die zum Teil von Mangrovenwäldern bewachsen werden. Mangrovenwälder bestehen aus Bäumen und Sträuchern verschiedener Pflanzenfamilien mit fast 70 Arten, die sich an die Lebensbedingungen der Meeresküsten und brackigen Flussmündungen angepasst haben. Mangroven sind eines der produktivsten Ökosysteme der Erde. Sie beherbergen viele verschiedene Arten von Tieren und schützen die Küste vor Erosion und Stürmen.
Das Ölunglück vom 20. April im Golf von Mexiko ereignete sich unweit des Mississippi-Deltas. Derzeit kämpfen Naturschützer und Ingenieure gegen die Ölpest. Es ist mit weitreichenden Folgen für die Region zu rechnen. Das Ökosystem der Mangrovenwälder und der Tiefsee werden sich nur langsam erholen können.