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Ab 1850 Industrialisierung
Der wirtschaftliche Aufschwung der Region setzt mit dem Bau der Eisenbahnlinie Turgi – Koblenz im Jahr 1859 ein. Schnell siedeln sich Fabriken an, die mehrheitlich der holzverarbeitenden Industrie zugehören. Um 1900 wird die «Kistchenfabrik» in Klingnau gegründet. Daraus entsteht eines der bedeutendsten Unternehmen der Schweizer Holzindustrie, die Firma Keller & Co., aus der 1945 die Novopan AG hervorgeht.
1920-1970 Boom der Holzindustrie
Mit der Erfindung der Novopan-Holzspanplatte durch den Schweizer Ingenieur Fahrni wird das absolut stabile, spannungsfreie Holzprodukt Realität. 1947 nimmt die erste Spanplattenfabrik der Welt in Klingnau den Betrieb auf. 1955 folgt die Entwicklung der Kunststoffplatte Kellco. 1970 expandiert die Firma auf die andere Flussseite in das Gebiet der Gemeinde Kleindöttingen (Böttstein). Mit dem Werk IV wird die weltweit modernste Novopanfabrik für rund 100 Mio. CHF errichtet.
1975-1990 Niedergang und Neupositionierung als Dienstleistungs- und Hightechstandort
Ab etwa 1975 nimmt die Nachfrage nach Holzprodukten aufgrund der Rezession schlagartig ab. Die Holzverarbeitungsindustrie gerät landesweit in einen Niedergang. Ein Grossteil der Anlagen muss nach und nach stillgelegt werden. Ein Teil der bestehenden Bauten – unter andeem der ehemalige Leimturm – kann weiterhin benutzt oder umgenutzt werden. Ab 2000 entstehen in mehreren Etappen rund 20 000 m2 zeitgemässe und multifunktionale Industriehallen für Nutzer aus Technik und Logistikindustrie.