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Was ist und was leistet die Gangdiagnose? – Unterscheidung zur Ganganalyse
Die Ganganalyse erhebt Gangdaten, beschreibt den Gang und vergleicht diesen mit Normwerten. Die Ganganalyse ist ein Teil der Gangdiagnose
Die Gangdiagnose bringt diese 'Normabweichungen' in einen Zusammenhang mit den Beschwerden, der Körperstatik, Bewegungslimitierungen, Kraftdefiziten… Zudem gewichtet die Gangdiagnose die Abweichungen und teilt diese in relevante und nicht relevante Abweichungen bzw. in Primäre, sekundäre und tertiäre Abweichungen ein.
Die Gangdiagnose liefert keine Datenflut, sondern fokussiert sich in einer Hauptabweichung mit den möglichen Ursachen und macht einen Vorschlag für die Behandlung.
Die Gangdiagnose liefert die Antwort auf die Frage, ob und inwieweit das individuelle Gangmuster für die Beschwerden verantwortlich ist und zeigt konkrete Wege zu deren Behebung auf.
Oftmals läuft die Empfehlung auf eine Beseitigung von Defiziten (Kraft, Beweglichkeit, Muskellängen, muskuläre Ansteuerung / Bewegungsmuster, Ausdauer…) hinaus. Dies setzt die aktive Mitarbeit des Patienten voraus.
Gelegentlich ist die Antwort der Gangdiagnose, dass noch weitere Abklärungen notwendig sind, wie z.B. eine Röntgenuntersuchung, ein MRI oder eine Ultraschalluntersuchung.
Manchmal ist die Empfehlung aufgrund der Gangdiagnose eine einfache und rasch zu realisierende Massnahme, wie z.B. eine Einlage, Absatzerhöhung oder eine Orthese.
Eine Gangdiagnose bringt keine Linderung von Beschwerden, sondern sie liefert fundierte Fakten über die Zusammenhänge des Gangmusters und den Beschwerden und macht zuesätzlich einen Behandlungsvorschlag.
Die Gangdiagnose ist die interpretierte Ganganalyse, ergänzt durch weitere Untersuchungen und Funktionstests, und in Zusammenhang mit Ihren Beschwerden gebracht.