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Irland ist es ernst mit dem Klimawandel. In den nächsten 20 Jahren will die Regierung nicht nur jährlich 22 Millionen Bäume pflanzen, sondern auch die Anzahl Elektroautos und Häusersanierungen drastisch erhöhen.
Im Rahmen eines Plans zur Bekämpfung des Klimawandels sollen in Irland in den nächsten zwei Jahrzehnten jährlich 22 Millionen Bäume gepflanzt werden. Dies sieht ein im Juni veröffentlichter Klimaschutzplan der irischen Regierung vor.
Wie die Irish Times berichtet, sollen jährlich bis zu 8000 Hektaren Land neu bewaldet werden, um Kohlendioxidemissionen einzufangen. Dabei sieht der Plan vor, 70 Prozent Nadelbäume und 30 Prozent Laubbäume zu pflanzen.
Das ambitionierte Unterfangen würde eine erhebliche Verlagerung der Nutzung von Ackerland in Irland bedeuten. Die irischen Bauern sind ob diesem Plan nur mässig begeistert. Ein wesentlicher Teil des Vorhabens besteht denn auch darin, die Landwirte davon zu überzeugen, künftig einen Teil ihrer Betriebe für die Baumpflanzung auszuweisen. Dafür sollen im ganzen Land von der Regierung organisierte Bürgerversammlungen stattfinden, um die Gemeinden zu ermutigen, die Ziele zu unterstützen.
Im Rahmen des Plans wird auch eine massive Steigerung der Elektrofahrzeuge um durchschnittlich 100'000 pro Jahr innerhalb des nächsten Jahrzehnts vorgeschlagen, um bis 2030 fast eine Million elektrisierte Autos zu erreichen.
Auch eine grosse Anzahl Häuser müssen saniert und damit energieeffizienter gemacht werden. Etwa 50'000 Bauten müssen jedes Jahr gründlich nachgerüstet werden, um die ambitionierten Ziele der Regierung zu erreichen. (dfr)