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Nach dem Fund mehrerer Briefbomben in London hält die Angst vor möglichen weiteren Sprengsätzen in der Post die Briten in Atem. Ein verdächtiges Päckchen an der Universität Glasgow wurde am Mittwoch von der Polizei kontrolliert zur Explosion gebracht.
Weitere Vorfälle am Parlament in London, an der Universität in Colchester und dem Hauptquartier der Royal Bank of Scotland in Edinburgh stellten sich als Fehlalarm heraus.
Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Fall in Glasgow am Mittwoch und den Bombenfunden in London am Dienstag gibt, war zunächst unklar. Die schottische Polizei teilte mit, sie arbeite mit Scotland Yard zusammen.
Trotzdem sei es noch zu früh zu sagen, ob es eine Verbindung zwischen den Vorfällen gebe. In der britischen Hauptstadt waren drei Briefbomben an zwei Flughäfen und einem Bahnhof entdeckt worden - dazu ermittelt die Anti-Terror-Polizei.
An der Universität in Glasgow wurden nach dem Fund des verdächtigen Päckchens am Mittwoch mehrere Gebäude evakuiert und Veranstaltungen gestrichen. Auch an der University of Essex in Colchester hatte es Berichte über ein verdächtiges Päckchen gegeben. Doch das Päckchen stellte sich als harmlos heraus.
Ähnlich war es in Edinburgh. Dort entpuppte sich ein verdächtiges Päckchen im Hauptquartier der Royal Bank of Scotland als Werbung. Am Abend meldete die Polizei in Westminster, ein Gegenstand am britischen Parlament werde untersucht. Die Entwarnung kam kurze Zeit später. Auch dieser Gegenstand war harmlos.
Einer der am Vortag in London gefundenen Umschläge war in Flammen aufgegangen, als er von einem Mitarbeiter des Flughafens Heathrow geöffnet wurde. Verletzt wurde aber niemand. Die simpel konstruierten Briefbomben trugen Medienberichten zufolge Briefmarken aus Irland.
Die irische Polizei bestätigte, dass sie an den Ermittlungen beteiligt ist. Anhaltspunkte, dass eine Splittergruppe der ehemaligen irischen Terrorgruppe IRA hinter den Briefbomben stecken könnte, sieht Scotland Yard der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge aber nicht.
Die A4-Umschläge waren in der Nähe des London City Airports, des Flughafens Heathrow und am Bahnhof Waterloo gefunden worden. Darin befanden sich gelbe Versandtaschen, wie Scotland Yard mitteilte. Demnach waren die Sprengsätze aber nur dazu geeignet, kleinere Brände auszulösen.
Scotland Yard liess Bilder der Sprengsätze an Beschäftigte im Post- und Transportwesen verteilen, damit diese weitere Umschläge gleicher Machart an die Behörden melden.
Die Polizei geht davon aus, dass die Vorfälle in London miteinander zusammenhängen. Alle drei Umschläge wurden in Verwaltungsgebäuden entdeckt. Der Flugverkehr war nicht beeinträchtigt, auch am Bahnhof Waterloo gab es keine Ausfälle. Lediglich die Züge zum City Airport fuhren zeitweise nicht.
Die Umschläge am London City Airport und am Bahnhof Waterloo konnten entschärft werden, ohne dass die Sprengsätze ausgelöst wurden. Auch am City Airport wurde ein Gebäude zeitweise vorsichtshalber evakuiert. An der Waterloo Station wurde ein kleiner Bereich ausserhalb des Bahnhofs abgesperrt. (cma/sda/dpa)