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Die königliche Wissenschaftsakademie in Stockholm hat Oliver Hart und Bengt Holmström mit dem 48. Nobelpreis für Wirtschaft beehrt. Damit wird ihr Beitrag zur Vertragstheorie gewürdigt.
Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an den britischen Forscher Oliver Hart und Bengt Holmström aus Finnland. Damit werde ihr Beitrag zur Vertragstheorie gewürdigt, teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm mit. Der gebürtige Londoner Hart lehrt an der Harvard University, der in Finnland geborene Holmström am Massachusetts Institute of Technology (MIT).
Holmström zeigte sich «sehr überrascht» über die Auszeichnung. «Ich habe das überhaupt nicht erwartet», sagte der Vertragsforscher am Montag während der Pressekonferenz nach der Verkündung in Stockholm, der er per Telefon zugeschaltet war. Er sei «sehr glücklich und dankbar» über die Auszeichnung, sagte der gebürtige Finne.
Die mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 830 000 Euro) dotierte Auszeichnung geht anders als die klassischen Nobelpreise nicht auf das Testament des schwedischen Erfinders Alfred Nobel zurück. Die schwedische Reichsbank stiftete den Preis 1968 nachträglich, um bedeutende Ökonomen zu würdigen.
Nobelpreisträger lehren in den USA
Der Nobelpreis im Fach Wirtschaftswissenschaften wird erst seit Ende der 60er Jahre verliehen. Er wird von der schwedischen Notenbank gestiftet. Sie trägt mit dem Preis der wachsenden Bedeutung wirtschaftlicher Fragen Rechnung.
Während die Stockholmer Jury seit der ersten Preisvergabe 1969 vor allem US-Ökonomen mit der Auszeichnung bedacht hat, kommen die Preisträger der vergangenen beiden Jahre aus Europa. 2014 bekam der Franzose Jean Tirole den Preis für seine Forschung über Marktmacht und Regulierung. Im vergangenen Jahr erhielt der Schotten Angus Deaton die Auszeichnung, der aber wie viele andere Preisträger in den USA lehrt.
Sehen Sie hier die Begründung der Jury (ab Minute 32:00):
(sda/moh/cfr/mbü)