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Vaginalsonographie
Ultraschalluntersuchungen können anstatt über die Bauchdecken auch mit einer (steril verpackten) stabförmigen Vaginalsonde durchgeführt werden, die in die Scheide ganz nah an die Gebärmutter vorgeschoben wird. Daher wird die Vaginalsonografie auch häufig Unterleibssonografie oder Unterleibsultraschall genannt. Bei einer solchen Untersuchung sollte die Harnblase möglichst leer sein. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft.
Der Schallkopf der bildgebenden Sonde kommt bei der vaginalen Ultraschalluntersuchung direkt bis zum Eingang der Gebärmutter, dem Muttermund. Die Ultraschallwellen müssen nur einen kurzen Weg zurücklegen und keine störenden Strukturen wie Haut, Fettgewebe oder Muskulatur in der Bauchdecke überwinden, um auf die zu untersuchenden Organe zu treffen. Gebärmutter und Eierstöcke lassen sich somit sehr gezielt beurteilen.
Die Vaginalsonographie liefert besonders in der Frühschwangerschaft bis zur 12. Woche bessere und kontrastreichere Bilder. Schon einen nur wenige Millimeter grossen Embryo kann man unter Umständen gut erkennen. Aber auch bei der Diagnose einer drohenden Fehlgeburt oder einer Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft und bei der Beurteilung von Myomen und Zysten ist die Vaginalsonographie der Untersuchung über die Bauchdecken überlegen.
Stand: 12/15, BH