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Sakineh Ashtiani sitzt weiterhin in einer Todeszelle im Zentralgefängnis von Tabriz und ist der Willkür der Behörden ausgesetzt. Seit August darf sie weder Besuche von ihren Kindern noch von Anwälten empfangen. Dennoch können die Aussetzung der Steinigung und die neuen Winkelzüge der iranischen Behörden als Reaktion auf die weltweiten Proteste und die Briefaktion von Amnesty International gedeutet werden. Ein erster Erfolg!
Amnesty International ruft die iranischen Behörden dazu auf:
- Sakineh Mohammadi Ashtiani auf keinen Fall hinzurichten;
- Ihre rechtliche Lage schriftlich klarzustellen und sowohl ihre Anwälte wie ihre Familie darüber zu unterrichten;
- Eine transparente und gründliche Untersuchung ihres Falles vorzunehmen;
- Sakineh Mohammadi Ashtiani freizulassen, falls sie nur aufgrund von einvernehmlichen Sexualkontakten in Haft gehalten wird - in diesem Fall würde Amnesty International sie als Gewissensgefangene betrachten;
- Sicherzustellen, dass keine neuen Anklagen gegen sie erhoben werden im Zusammenhang mit dem Mord an ihrem Ehemann, für den sie schon rechtskräftig verurteilt worden ist;
- Gesetze zu erlassen, welche sowohl die Steinigung verbieten als auch die Anwendung der Todesstrafe und von Auspeitschungen als Strafe für alle Delikte vollständig ausschliesst;
- Einvernehmliche Sexualkontakte zwischen Erwachsenen zu entkriminalisieren.
Empfohlene Aktionen
Schreiben Sie bitte Luftpostbriefe mit den oben aufgeführten Forderungen an folgende Adressen:
Leader of the Islamic Republic
Ayatollah Sayed 'Ali Khamenei
The Office of the Supreme Leader
Islamic Republic Street, end of Shahid
Keshvar Doust Street
Tehran
Islamit Republic of Iran
(korrekte Anrede: Your Excellency)
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Persisch, Arabisch, Französisch, Englisch oder auf Deutsch.