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Die Hilferufe aus Detroit werden in Washington anscheinend gehört, denn sowohl der Republikaner John McCain als auch der Demokrat Barack Obama haben angedeutet, den Autoherstellern zu helfen. Vor kurzem sagte McCain in einer General-Motors-Fabrik in Lordstown, Ohio, dass er zwar keine «klassischen Hilfsgelder» für die heimischen Autohersteller im Sinn habe, aber Hilfsinitiativen.
«Es hängt davon ab, was Sie unter Hilfe verstehen», sagte McCain. «Wenn Sie darunter eine Geldspritze verstehen, muss ich Sie enttäuschen.» Aber er versprach, er würde eine Serie von Steueranreizen und Infrastrukturhilfen schaffen mit dem Ziel, die Einführung von treibstoffeffizienteren Produkten und die Verfügbarkeit von alternativen Kraftstoffen voranzutreiben. Zudem gelobte er, gegen Handelsabkommen vorzugehen, die die US-Automobilwirtschaft im Export von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen benachteiligten.
Staatliche Gelder für Forschung
McCain sagte, er wolle eine Steuergutschrift für Forschung und Entwicklung dauerhaft einrichten und er «würde gern staatliche Gelder» in die Entwicklung von Autos stecken, die mit Ethanol oder Wasserstoff betrieben werden. «Ich glaube, dass wir die Technologie, sobald sie entwickelt ist, an Privat- und an Automobilfirmen weitergeben sollten. Wir sollten nicht in einen Konkurrenzkampf miteinander treten.»
Troy Clarke, Nordamerika-Chef von GM, fühlte sich «ermutigt» von dem Gewicht, das McCain der Autoindustrie zusprach. Er sagte, dass sich GM in einem «Technologierennen» mit ausländischen Konkurrenten befinde und GM die «nationale Debatte über eine Lösung» begrüsse. Dabei verschaffe die Bedeutung dieses Industriezweigs für die Lösung der Energiekrise den Forderungen an die Regierung Nachdruck.
Barack Obama moderierte am Tag zuvor ein Panel mit Wirtschaftsbossen wie GM-Chef Rick Wagoner. «Offensichtlich haben Sie alle erkannt, dass sich der Markt verändert hat. Insofern haben Sie jeden Anreiz, sich ebenso zu ändern, aber Sie könnten einige Brücken gebrauchen, um dorthin zu gelangen.» Wagoner sagte, er habe das Treffen aufgrund des Hilfsangebots ermutigt verlassen. Das Unternehmen ist von Obamas Plan, 150 Mrd Dollar in grüne Technologien zu investieren, angespornt – viele davon sollen auf die Autoindustrie entfallen.