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Seminararbeit Herbstsemester 2022
Mit den 1990er Jahren begann der “Digital Turn” und damit die Entstehung einer “digitalen Kultur” in der Architektur. Neben neuen Entwurfswerkzeugen wurden digitale Fertigungsmethoden von Architekt*Innen entdeckt, die unkonventionelle und experimentelle Ansätze ermöglichten. Dabei war (und ist) die Produktion von physischen Objekten essentiell, da sie der Beweis für die Umsetzbarkeit der konzipierten Prozesse und Entwürfe sind. Gleichzeitig dienen die hergestellten Prototypen, Demonstratoren und Pavillons als wichtige Meilensteine in der Entwicklung dieser Prozesse, welche damit überprüft und verbessert werden können. Nach dieser Logik ist anzunehmen, dass alle für Forschungszwecke hergestellten Objekte einen wertvollen Beitrag zum Diskurs und damit auch einen wissenschaftlichen Mehrwert darstellen, die zur Entwicklung der Technik und Architektur beitragen.
Zeitgleich ist der Diskurs in der Architektur geprägt von den Themen der Nachhaltigkeit, wovon sich die Forschung nicht ausnehmen kann. Diesbezüglich stellen sich relevante Fragen:
Wie nachhaltig ist der Bau von temporären Pavillonstrukturen zu Forschungszwecken?
Zu welchem Zweck werden diese errichtet?
Gibt es darüber hinausgehende Forschungsprojekte?
Was für Materialien und Bautechniken kamen zum Einsatz und sind diese reversibel und reparierbar? Wie viele von diesen gebauten Objekten existieren noch und wie werden diese genutzt?
Diesen Fragen gehen zwei Vertiefungsarbeiten nach, die sich auf die Ergebnisse der Fabricate Conference – bestehend aus vier Konferenzbänden – fokussieren.