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Geschwächt im Vergleich zu ihren russischen und chinesischen Konkurrenten, finden die Vereinigten Staaten ihre historischen Reflexe wieder. Was die auswärtigen Beziehungen betrifft, lassen sie nun die liberale Weltordnung fallen und kehren zur Exzeptionalismus-Doktrin zurück. Indem sie ihr eigenes Engagement im Sicherheitsrat in Frage stellen, haben sie gerade den Weg zur Dekonstruktion des Völkerrechtes und zum Ende der Vereinten Nationen geebnet. Diese Entwicklung, die die Westeuropäer überrascht und bestürzt, war von Russland und China vorausgesehen worden, die sich darauf schon vorbereiteten.
Am 26. März 2019 sagen die Vereinigten Staaten ihr Engagement im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ab und behaupten ihren “Exzeptionalismus”: sie erkennen die territoriale Eroberung der Golanhöhen durch Israel an.
Der ehemalige Botschafter von Präsident Bush Jr. in den Vereinten Nationen und aktuelle Berater für die nationale Sicherheit von Präsident Trump, John Bolton, ist gegen einen bestimmten Punkt der Vereinten Nationen. Es kommt für ihn nicht in Frage, daß irgenjemand, bezüglich irgendeines Themas, sein Land zwingen könnte. Daher bilden die fünf ständigen Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates von New York ein globales Direktorium, das Recht spricht für die Nationen … das aber den Vereinigten Staaten nichts aufzwingen kann.
Dieser Standpunkt, “Exzeptionalismus” ist schon immer derjenige von Washington gewesen, selbst wenn der Rest der Welt sich darüber noch nicht im Klaren ist [1]. Er scheint heute in einem besonderen internationalen Zusammenhang wieder…..