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Der Nashornbulle Rami hat im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes den Zoo Zürich Richtung Italien verlassen. Rami ist mit den weiblichen Nashörnern des Zoos Zürich eng verwandt und kommt somit für eine Zucht nicht in Frage. Es wird schon bald ein anderer Bulle im Zoo Zürich einziehen, wie der Mediendienst des Zoo Zürich bekannt gibt.
Der Nashornbulle Rami kam im Dezember 2019 zusammen mit den weiblichen Nashörnern Tanda, Talatini und Teshi aus Israel in den Zoo Zürich. Er hat den gleichen Vater wie die beiden Weibchen Talatini und Teshi sowie des im Zoo Zürich geborenen weiblichen Jungtiers Ushindi. Um eine gesunde Genetik innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes zu gewährleisten, wurde Rami nun an den Zoo «Zoom Torino» abgegeben. Mit knapp viereinhalb Jahren ist Rami ein Teenager, der noch einige Jahre braucht, bis er selbst züchten kann. In seiner neuen Heimat wird er auf ein anderes junges Männchen treffen. Beide werden gemeinsam aufwachsen bevor sie mit weiblichen Tieren zusammenkommen. Dies entspricht dem natürlichen Verhalten von Breitmaulnashörnern.
Teil des europäischen Erhaltungszuchtprogrammes
Mit dem Überführen von Rami, Tanda, Talatini und Teshi von Israel nach Zürich wurden diese Tiere Teil des Erhaltungszuchtprogrammes für Breitmaulnashörner in europäischen Zoos. Es war von Anfang an die Bestimmung von Rami, dass er als Zuchtbulle in Zürich nicht in Frage kam. Durch seine Integration in das Erhaltungszuchtprogramm kann er aber in Zukunft einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine gesunde und stabile Ersatzpopulation der in der Wildnis potenziell bedrohten Breitmaulnashörnern zu gewährleisten. Die Koordinatoren des Zuchtprogrammes geben Empfehlungen darüber aus, wie Jung- und Zuchttiere innerhalb der europäischen Zoos verteilt werden sollten, um eine gesunde Genetik zu erhalten. Aufgrund einer solchen Empfehlung wurde Rami jetzt in den «Zoom Torino» abgegeben
Ein anderer Bulle steht schon bereit
Ebenfalls im Rahmen des EEP wurde mit Kimba ein Ersatz für Rami im Zoo Zürich definiert. Kimba kommt aus dem deutschen Zoo Schwerin, ist 12 Jahre alt und soll im Zoo Zürich für Nachwuchs sorgen. Der Zoo Zürich wird über die Ankunft Anfang Juni wieder berichten. (pd.)