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Laut dem britischen Blatt hat der Pharmakonzern mit dieser Entscheidung den Bemühungen der Regierung, das Land als attraktives Ziel für Investitionen in Biowissenschaften zu präsentieren, einen kräftigen Schlag verpasst.
Unter Berufung auf Personen, die mit der Entscheidung vertraut sind, heisst es im Bericht, dass die anfängliche Einführung von Leqvio (Inclisiran) über Hausärzte mit dem britischen Gesundheitsanbieter NHS auf eine geringe Akzeptanz gestossen sei. Ein Beamter, der dem Programm nahe gestanden hat, sagte der "FT", es sei "ein Desaster" gewesen.
Die Zusammenarbeit mit dem NHS für das Mittel Leqvio war vor gut drei Jahren als ein grosser Erfolg gewertet worden, da das britische Gesundheitswesen als vergleichsweise langsam gilt, wenn es um die Einführung innovativer neuer Medikamente geht.
Weitere Untersuchungen
Wie Novartis nun in der Stellungnahme schreibt, habe man "nach sorgfältiger Prüfung beschlossen, die ursprünglich im Rahmen der NHS-Partnerschaft geplante britische Primärpräventionsstudie ORION-17 nicht fortzusetzen". Man sei jedoch weiterhin entschlossen, das Potenzial von Leqvio im Bereich der Primärprävention mit hohem Risiko zu untersuchen.
"So wurde beispielsweise die globale VictORION-1-PREVENT-Studie (V1P) zur Primärprävention Mitte März früher als geplant gestartet." In diese Studie sollen 14'000 Patienten in 42 Ländern, darunter Grossbritannien und die USA, aufgenommen werden.
Den Cholesterinsenker hat sich der Pharmakonzern Ende 2019 im Rahmen der Übernahme der US-Firma "The Medicines" ins Portfolio geholt und dafür annähernd 10 Milliarden US-Dollar bezahlt. Ziel des Kaufs war es, das Herz-Kreislaufportfolio noch weiter auszubauen.
An der Börse wird die vorzeitig beendet Studie in Grossbritannien zurückhaltend aufgenommen. Mit einem Minus von 0,5 Prozent gehören die Aktien zu den grösseren Verlieren.
hr/uh
(AWP)