Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03612.jsonl.gz/3808

Der Hospice „Le Pré-aux-Boeufs“ will mit seinem Betreuungskonzept deutsch- und französischsprachigen Männern und Frauen im Alter zwischen 20 bis 65 Jahren mit psychischen und/oder sozialen Problemen, die nach einer temporären oder dauerhaften stationären Betreuung verlangen, ein Zuhause ermöglichen.
Insbesondere richtet sich das Angebot an Menschen mit den folgenden Indikationen:
- Personen, die nicht abstinent leben wollen und infolge ihrer Alkoholkrankheit auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind. In einer geschützten Wohnsituation mit der kontrollierten Alkoholabgabe sind sie durchaus zu respektablen Arbeitsleistungen fähig.
- Personen, die durch langjährigen Alkohol- oder Drogenkonsum stark abgebaut sind und über zu wenige Ressourcen verfügen, um ihren Lebensalltag alleine bewältigen zu können.
- Personen, die wegen ihrer Verhaltensauffälligkeit und/oder Verwahrlosungstendenz nicht alleine leben können.
- Personen, die über einen fürsorgerischen Freiheitsentzug (FU),Art. 397 ZGB oder Art. 59 StGB eingewiesen werden und sich für eine längere Zeit in einem stationären, betreuten Rahmen aufhalten müssen.
- Personen, die auf der Gasse gelebt haben oder Obdachlos waren und nun aus physischen oder psychischen Gründen temporär oder dauernd eine „gesündere“ Umgebung benötigen.
Solange die Bedürfnisse der BewohnerInnen abgedeckt sind, können sie in der Institution leben. Auch nach Erreichen des 65. Altersjahr.
Nicht aufgenommen werden können Personen, die
- eine schwere Gewalt- oder Sexualdelinquenz aufweisen
- drogenabhängig sind
- die pflegebedürftig sind oder eine klinische psychiatrische Betreuung benötigen
- auf Grund ihrer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung alltägliche Verrichtungen nicht alleine ausführen können.
- einen geschlossenen Rahmen benötigen
Bei der Aufnahme der BewohnerInnen-Gruppe wird auf eine grösstmögliche Heterogenität geachtet. Nach Möglichkeit wird bei der Aufnahme und Zuteilung zu den einzelnen Wohngruppen darauf geachtet, dass keine Dominanz einzelner Klientengruppen (gemäss Indikatoren) wie auch der Geschlechter oder Altersgruppen entstehen.