Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03403.jsonl.gz/2424

Warum wir in Burma helfen
Im letzten November bin ich das erste Mal nach Burma gereist, ein weiteres Mal im März 2013.
Burma ist in so ziemlich jedem Bereich in schrecklicher Verfassung. 1/3 der Einwohner muss mit weniger als 2 USD pro Tag auskommen, ebenso viele sind ohne sauberes Trinkwasser, die Hälfte ist ohne elektrischen Strom. Laut internationalen Statistiken ist die Rate der Unterernährung von Erwachsenen und Kindern alarmierend. Die Gesundheitsversorgung gilt als katastrophal. Burma bekommt, durch die internationalen Sanktionen bedingt, die geringste internationale Hilfe, 6 USD pro Person pro Jahr. Im Vergleich dazu erhalten Kambodscha 52 USD, Laos 62 USD. Die Regierung investiert kaum ins Gesundheitswesen. Das bedeutet, dass die Menschen diese Leistungen selbst bezahlen müssen. +/- 100‘000 sterben jährlich an behandelbaren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und HIV, weil sie schlichtweg kein Geld haben.
Ein langjähriger Bekannter, der das Land seit vielen Jahren kennt, nannte mir verschiedene mögliche Projekte, von denen ich einige besucht habe. Das herausragende Projekt ist das eines Ärztepaares, Dr Frank Smithuis und Dr Ni Ni Tun.
Dr Frank ist Holländer, lebt und arbeitet seit 20 Jahren in Südostasien. Er hat in Kambodscha Flüchtlingslager geleitet und war von 1994-2009 Direktor bei MSF (Médecins sans frontières) in Burma, bevor er vor 3 Jahren seine eigene Hilfsorganisation, Medical Action Myanmar (MAM) gegründet hat. Er und seine Frau, Dr. Ni Ni Tun, eine burmesische Ärztin, haben ihr Leben dazu verschrieben, den Ärmsten zu helfen.
Dr. Frank leitet ein Malariaprojekt, das von einigen Europäischen Staaten finanziert wird. Ca. 300 Gesundheitsmitarbeiter sind in Dörfern, untersuchen und behandeln die Bevölkerung gegen Malaria. Man rechnet mit ca. 5 Mio. Betroffenen.
MAM betreibt inzwischen zwei Kliniken. Dort werden Patienten behandelt, die sich das sonst einfach nicht leisten können. Es sind vor allem Kinder, die an Unterernährung, aber auch an Tuberkulose und vor allem an AIDS leiden. An HIV sterben alleine in Burma 25.000 Menschen pro Jahr. Dazu forscht MAM, wie man diese Krankheiten – vor allem Malaria und HIV – besser und effizienter behandeln kann. Auf diesem Gebiet berät Dr Frank die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf.
Im Moment suchen wir Unterstützung für 4 Projekte – die Einzelheiten finden Sie unter „Projekte in Burma“ .
Herzlichen Dank für jede Unterstützung!
Susanne Schroff