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Die 1960er und 1970er Jahre waren in Südostasien stark geprägt vom dort herrschenden Bürgerkrieg, dem Eintritt der US-Regierung in diesen Konflikt und deren Niederlage im Vietnamkrieg. Man kann nicht gerade sagen, dass diese beiden Jahrzehnte für die Region sehr glorreich waren. Und auch Thailand hatte sein Image verloren – nämlich als märchenhaftes Land. Plötzlich brachte man Thailand nämlich nur noch mit dem Sextourismus in Verbindung. Begründet wurde dieser dadurch, dass die in Vietnam, Laos und Kambodscha kämpfenden US-Soldaten zum Fronturlaub nicht in die amerikanische Heimat flogen, sondern sich mit thailändischen Damen vor allem in Pattaya vergnügten. Die thailändische Regierung sah damals diese Entwicklung schon mit Argwohn, hoffte aber nicht, dass dies Auswirkungen haben würde.
Image verbessern
Nachdem die USA 1975 den Krieg in Vietnam aber verloren hatten, ließen sich die negativen Auswirkungen auf den Tourismus in Thailand nicht mehr beschönigen. Man brachte fortan Thailand nur noch mit dem schmuddeligen Image eines Sexreiselandes in Verbindung. Daran hat Thailand aber in den letzten Jahrzehnten hart gearbeitet und die Früchte dieser Arbeit lassen sich bei einem Urlaub in diesem Land auch spüren und sehen: Es sind vornehmlich Familien, die heute nach Thailand reisen und nicht mehr so viele Singles, die hier ein Sexabenteuer suchen, wobei die Prostitution in Thailand an sich auch offiziell verboten ist. Man ging entsprechend auch hart gegen diese Art von Tourismus vor. Heute hat sich Thailand von diesem Image weitgehend erholt. Man fährt heute nicht mehr in erster Linie zum Sextourismus nach Thailand, sondern um dort Urlaub am Strand zu machen.