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Inhaber: José Berardo
Önologen: Vasco Penha Garcia / Filipa Tomaz da Costa
Standort: Vila Nogueira de Azeitão / Presqu’île de Setúbal
Geschichte: gegründet 1922
Kellerei: Kapazität von 20 Millionen Liter
Produktion: Weiss-, Rot- und Schaumweine in den Regionen Douro, Dão, Bairrada, Península de Setúbal, Lisboa und Alentejo. Moscatel de Setubal und Aguardente.
Rebfläche: etwa 1000 ha
Rebsorten weiss: Moscatel, Fernão Pires, Chardonnay u.a.
Rebsorten rot: Syrah, Castelão, Aragonês, Cabernet Sauvignon, Merlot, Trincadeira, Touriga Nacional, Petit Verdot, Syrah
Bodenbeschaffenheit: siehe Region
Klima: siehe Region
Die Firma trat ursprünglich mit dem Ziel an, aus Trauben der Region Palmela, südlich von Lissabon, einfache, aber gute Wein zu produzieren, was sie auch erfolgreich tat. In den 1970er Jahren erhielt Bacalhôa Vinhos durch die Nutzung aufkommender moderner Technologien im Weinbau und in der Önologie zusätzlich Schub und eroberte sich eine starke Position in der Herstellung von Qualitätsweinen.
1974 besuchte der australische Weinmacher Peter Bright Portugal, wo sich ihm mit den diversen Rebsorten ein solch weites Experimentierfeld bot, dass er blieb und zu arbeiten begann. Die Kombination portugiesischer Sorten mit importierten wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon und Merlot reizte ihn. Auf der Quinta da Bacalhôa, damals in amerikanischem Besitz, waren Anfang der siebziger Jahre Cabernet Sauvignon und Merlot gepflanzt worden. Seit Beginn der achtziger Jahre produziert und vertreibt Bacalhôa Vinhos den Quinta da Bacalhôa, eine in neuen Eichenfässern ausgebaute Assemblage aus Cabernet Sauvignon und Merlot, der in besonders guten Jahren mit dem Palacio de Bacalhôa ergänzt wird. Im Jahre 2000 kaufte das Unternehmen die Quinta, ein denkmalgeschütztes Herrschaftshaus aus der Zeit der Renaissance.
Den internationalen Stil pflegte Bacalhôa Vinhos auch weiter, nachdem Peter Bright das Unternehmen verlassen hatte. Der Cova da Ursa Chardonnay – die Reben wachsen in einer ”Bärenhöhle” genannten Reblage – ist ein in neuen Eichenfässern vergärter und ausgebauter Vinho Regional von tiefgelber Farbe, der mit seinem butterig-röstigen Aroma mehr auf der modernen Linie liegt und zu Portugals besten Chardonnays zählt. 1979 kaufte Bacalhôa Vinhos Reblagen und Grundstücke für Neupflanzungen und errichtete Kellereien in den Regionen, die hochwertigen Weinbau erlauben: auf der Península de Setúbal (Azeitão), Lisboa, Bairrada, Dão, Douro und Alentejo. In der Nähe von Estremoz im nördlichen Alentejo werden Weine wie der rote Tinto das Ânfora und der Tinto da Ânfora Grande Escolha gekeltert, die als Vinho Regional Alentejano grosses Ansehen geniessen.
1989 erwarb Bacalhôa Vinhos die Quinta dos Loridos, einen Herrensitz aus dem 16. Jahrhundert in der Nähe von Óbidos nördlich von Lissabon. Aus Periquita und Fernão Pires wird dort der Loridos Bruto gewonnen, ein Schaumwein, der vor der Zweitgärung in der Flasche in kleinen, gebrauchten Eichenfässern reift. Bacalhôa Vinhos erzeugt auch Moscatel de Setúbal, eine Spezialität, für die die Region seit Jahrhunderten bekannt ist. Zusammen mit J.M. da Fonseca ist Bacalhôa Vinhos der Marktführer für diese schweren, aufgespriteten Süssweine.
1997 verlegte das Unternehmen den Firmensitz und die Kellerei nach Vila Nogueira de Azeitão – mit einer Kapazität von gesamthaft zwanzig Millionen Litern, 15’000 Eichenfässern und etwa tausend Hektar Rebland in Produktion hat sich Bacalhôa Vinho eine gute Position erarbeitet und verfolgt stetig das Ziel, unverwechselbare Weine von konstanter Qualität zu produzieren.