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Neubau Regionalgefängnis, Altstätten
Ortsbaulich wird die bereits bestehende Gefängnisanlage durch verschiedene Bauphasen zu einer vierflügeligen Gesamtanlage ausgebaut. In einer ersten Erweiterung wird das bestehende Gebäude nordseitig mit einem viergeschossigen Längsriegel und einem dazu querstehenden, dazwischenliegenden eingeschossigen Gebäudekörper ergänzt. Durch diese Massnahme gliedert sich der Aussenraum in zwei Bereiche. Der nördliche Bereich wird betriebsintern genutzt, unter anderem für die Anlieferung von Waren, den Aussenbereich der Insassen und den Bereich des Hausdienstes. Im südwestlichen Eckbereich befinden sich die kompakt zueinander angeordneten Haupteingänge von RGAL und UAAL. Dieser Bereich wird von Besuchern und externen Personen wie beispielsweise Ärzten und Anwälten genutzt. Dazwischengespannt befindet sich die Zuführung der Insassen. Die neue Gefängnisanlage wird westseitig von der Fleubestrasse erschlossen, erlaubt eine bestmögliche Verteilung in alle Bereiche der Anlage und kann bis zum Abschluss aller Bauphasen beibehalten werden. Die engen Verhältnisse und die klaren Planungsvorgaben bedingen für die Umgebung eine zurückhaltende, pragmatische Lösung. In der 1. Etappe wird die Anlage durch einen weiteren Flügel entlang der Fleubestrasse als Annex zum eingeschossigen Mittelbau ergänzt. Der resultierende Zwischenraum schliesst den bereits bestehenden Aussenbereich für die Insassen kohärent ab. In der zweiten Etappe wird die Anlage durch einen weiteren Gebäudeflügel auf der Südwestseite ergänzt und komplettiert das Gesamtensemble. Die Anlage definiert sich somit aus einem eingeschossigen dienenden Mittelbau und seinen vier mehrgeschossigen bedienten Flügeln. Durch den Versatz der Fassade des Erweiterungsbaus zum Bestand entsteht in der Dimensionierung der beiden prägnanten Aussenplätze eine subtile Hierarchie in Bezug auf deren Nutzung.
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