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Küchenschabe oder auch Orientalische Schabe (19-25mm)
Die Küchenschabe zeichnet sich durch einen breiten schwarzbraunen Körper ohne jegliche helle Zeichnung aus. Das Weibchen hat verkümmerte Flügel (3). Die Flügel des Männchens (1) sind zwar ausgebildet, jedoch kurz und bedecken den Hinterleib nicht ganz. Diese Art stammt wahrscheinlich von der Krim, wo sie in freier Natur lebt, heute kommt sie überall auf der Welt vor. Verschiedenen
Ansichten zufolge hat sie sich schon in prähistorischen Zeiten über Europa ausgebreitet.
Die Küchenschabe ist kein Nachttier im eigentlichen Sinne, aktiv wird sie in den Abendstunden und dann nach einer langen Pause wieder frühmorgens vor Sonnenaufgang. Man findet sie meist an dunklen, feuchten Stellen, an denen wortwörtlich "Wasser steht". Sie ist ziemlich schwerfällig, flugunfähig, hat eine relativ geringe Fortpflanzungsfähigkeit und ist gegenüber Insektiziden recht empfindlich. Gegenüber früheren Zeiten, als die Küchenschabe ein regel mässiger Bewohner von Stadthäusern, Bäckereien und anderen Objekten war, ist heute diese Art wesentlich seltener.
In der Gegenwart ist sie unter günstigen Bedingungen nur ausnahmsweise in grossen Mengen anzutreten.
Die Oothek enthält fast immer 16 Eier. Das Weibchen trägt sie gewöhnl ich keinen ganzen Tag mit sich herum, dann legt es sie an einer versteckten warmen Stelle ab. Dort bleibt die Oothek noch etwa zwei Monate liegen, ehe die jungen larven schlüpfen. Diese erreichen nach weiteren 6- 8 Monaten das Erwachsenenstadium. Eine ältere larve (2) ähnelt einem erwachsenen Weibchen.
Niedrige Temperaturen verlängern die Entwicklungsdauer ganz bedeutend. Die Weibchen legen im laufe ihres lebens etwa 8, manchmal angeblich bis zu 18 Ootheken.
Die Nahrung der Küchenschabe ist ähnlich wie die der Deutschen Schabe, nur überwiegen bei ihr stärkehaltige Komponenten. Dem entsprechen auch die Schäden, die von ihr verursacht werden. Zum unliebsamen Gast machen sie vor allem hygienische Gründe, auch wenn es wissenschaftlich nicht nachgewiesenist, dass Küchenschaben regel mässige Uberträger von Krankheitskeimen sind.