Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03277.jsonl.gz/1976

Regierungsrat verabschiedet Bebauungsplan Roche Nordareal
Die F. Hoffmann-La Roche AG beabsichtigt, in den nächsten zehn Jahren rund drei Milliarden Franken in den Standort Basel zu investieren. Im Vordergrund stehen dabei der Ersatz des Bürogebäudes an der Ecke Peter Rot-Strasse/Grenzacherstrasse durch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie ein neues Bürohochhaus an der Grenzacherstrasse mit einer Höhe von 205 Meter. Der Regierungsrat hat den dazu notwendigen Bebauungsplan nun zuhanden des Grossen Rats verabschiedet. Er beantragt zudem, die gegen die Pläne eingegangenen 89 Einsprachen abzuweisen.
Die F. Hoffmann-La Roche AG plant eine Weiterentwicklung ihres nördlichen Arealteils an der Grenzacherstrasse. Sie erarbeitete dazu einen Entwicklungsplan, der die längerfristige Entwicklung des Gesamtareals aufzeigt: In einer ersten Etappe wird der Verwaltungsbau an der Ecke Grenzacherstrasse/Peter Rot-Strasse (Bau 74) durch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für ca. 1‘900 Mitarbeitende mit vier Einzelgebäuden unterschiedlicher Höhe ersetzt (18 m, 28 m, 72 m und 132 m Höhe). Parallel dazu entsteht gegenüber vom neuen Bürohochhaus Bau 1 ein weiteres Bürohochhaus für rund 1‘700 Mitarbeitende mit einer Höhe von 205 Meter. Der Entwicklungsplan der Roche diente als Grundlage für die dazu notwendigen nutzungsplanerischen Massnahmen. Mit dem Ersatz von Bau 74 wird das dort bestehende unterirdische Parking mit rund 900 Parkplätzen durch ein neues, etwa gleich grosses ersetzt. Aus diesem Grund unterliegt das Vorhaben auch der Umweltverträglichkeitsprüfung. Die öffentliche Planauflage für die Zonenänderung, den Bebauungsplan und den Umweltverträglichkeitsbericht fand im Juni 2015 statt.
Gegen die Planauflage sind 89 Einsprachen und drei Anregungen eingegangen. Die Hauptkritikpunkte betreffen die nach Ansicht der Einsprechenden mangelnde Erschliessung des Areals, insbesondere mit dem öffentlichen Verkehr, sowie die lange Bauzeit und die damit einhergehende Belastung der Nachbarschaft durch Baulärm.
Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat, alle Einsprachen abzuweisen. Die heutige Erschliessung des Areals trägt bereits der mittel- bis längerfristig zu erwartenden Erhöhung der Zahl der Arbeitsplätze bei Roche Rechnung. Unabhängig davon soll die Attraktivität der Erschliessung des Areals weiter verbessert werden: Das Bau- und Verkehrsdepartement arbeitet deshalb parallel an einem Tram Grenzacherstrasse – Schwarzwaldstrasse, an einer Schnellbuslinie vom Bahnhof SBB über die Schwarzwaldbrücke zum Roche-Areal sowie an einer S-Bahn Haltestelle bei der Solitude. Diese Arbeiten laufen unabhängig vom Bebauungsplan und sind in der Kompetenz des Kantons, bzw. im Fall der Haltestelle Solitude des Bundes.
Der Bebauungsplan wird voraussichtlich noch vor den Sommerferien 2016 im Grossen Rat behandelt werden. Er bietet die rechtliche Grundlage für eine auch für den Kanton Basel-Stadt erwünschte wirtschaftliche Entwicklung.