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Kulturalisierung im Soziokulturellen Kontext
Wie kann die Soziokulturelle Animation mit einer antirassistischen Positionierung den Praktiken der Kulturalisierung entgegenwirken?
In den Medien, der Forschung oder in gesellschaftlichen Diskursen ist immer wieder die Rede von verschiedenen Kulturkreisen, kulturellen Differenzen oder Menschen mit einem «Migrationshintergrund». Ein Teil der Gesellschaft wird in gewisse Kulturkreise eingeteilt und bestimmten Personen werden kulturelle Differenzen zugeschrieben. Die «Kultur» dient als ausschlaggebende Erklärung für Handlungen, Verhaltensweisen, Problemlagen oder Konflikte von Individuen. Dieser Prozess stellt die Praxis der Kulturalisierung dar. Mit einem differenzierteren Fokus wird sichtbar, dass solche Kategorien soziale Konstrukte darstellen und die Zuschreibung von «kulturellen Differenzen» homogenisierend, reduktionistisch und im Extremfall rassistisch wirken können. Dieser Prozess ist vor allem deshalb so wirksam, weil die Kategorisierung unhinterfragt bleibt und als «normal» gilt und weil Zuschreibungen nicht per se negativ gemeint sind, auch wenn sie negative Auswirkungen haben. Da die Soziale Arbeit mitten in der Gesellschaft und mit Menschen zusammenarbeitet ist sie umringt von diversen Spannungsfeldern, in welchen kulturalisierende Praktiken geschehen. Die vorliegende Bachelorarbeit versucht die Entstehung der Praxis der Kulturalisierung zu erläutern und mit einer antirassistischen Positionierung, auf aufgedeckte Spannungsfelder zu reagieren.