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Sarah Charlesworths Werkgruppe „Objects of Desire“ entstand Anfang der 1980er Jahre im Umfeld der Pictures Generation, einer Gruppe von jungen Künstler_innen, die sich mit radikalen Gesten der Aneignung von modernistischen Traditionen der Bildenden Kunst befreiten und mit gefundenen Fotografien der Massenmedien gängige Klischees und Rollenbilder hinterfragten. Figures dekonstruiert die Ikonografie verschiedener Bildtypen. Ein helles strahlendes Abendkleid mit eleganten Faltenwürfen schiebt sich vor das ambivalente und bewusst offen gehaltene Bild eines gefesselten und vermummten Körpers. Dabei wird die schillernd rote Hälfte räumlich von der dunklen Seite überlagert, indem ein Teil des Objekts vor dem anderen montiert ist. Indem Charlesworth die Fotografie emphatisch als Objekt inszeniert, setzt sie das als Diptychon konzipierte Bild neuen interpretativen Kräften aus.