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|Telefon||041 329 61 11|
|Keywords||Kriens, Gemeinde, Nachbarort Luzern|
Kriens ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz. Sie liegt am Fusse des Pilatus und ist ein westlicher Vorort der Stadt Luzern.
Geographie
Kriens besteht aus dem (verstädterten) Dorf mit diversen Quartieren, dem Ortsteil Obernau westlich davon, dem Weiler Hergiswald (5 km westlich des Dorfs; 789-850 m.ü.M.) an der Strasse Kriens-Eigenthal und zahlreichen Einzelgehöften am Berghang zum Pilatus.
Die Grenze zum östlichen Nachbarort Luzern geht quer durch das Gelände der Brauerei Eichhof. Von dort in nordwestlicher Richtung durch den Gigeliwald und verläuft dann westlich des Stadtluzerner Quartiers Obergütsch und des Gütschwalds bis zum Gehöft Böschenhof. Von dort geht sie in leicht südwestlicher Richtung stets dem Nordhang des Sonnenbergs und des Blattenbergs entlang bis zum Gehöft Gspan. Dort dreht sie nach Südosten ab. Dabei trennt sie den Weiler Holderchäppeli (935 m.ü.M.), geht über die Würzenegg (1'164 m.ü.M.), den Chraigütsch (1'081 m.ü.M.) und den Höchberg (1'162 m.ü.M.) bis zur Lauelenegg (1'442 m.ü.M.) nordwestlich des Pilatus . Von dort führt die Gemeindegrenze über die Fräkmüntegg (1'469 m.ü.M.) und den Bieli (1'373 m.ü.M.) bis in den Hochwald in nordöstlicher Richtung. Sie führt von dort zum Steinibach und in dessen Lauf bis kurz vor den Bahnhof Horw. Von dort gehts entlang der Bahnlinie von Horw nach Luzern in nördlicher Richtung zurück zum Gelände der Brauerei Eichhof.
Der östliche Teil von Kriens Dorf liegt in einem Talboden (die Quartiere "Kupferhammer" bzw. "Grosshof" bei der Stadt Luzern und "Kuonimatt" bei Horw). Vom Kupferhammer weg steigt dann das Gelände in westlicher Richtung sanft an bis nach Obernau (Höhendifferenz Kupferhammer-Obernau weniger als 90 Meter; 468-554 m).
Im Norden des Dorfs liegt der im Krienser Teil wenig bewaldete südwärts gerichtete Sonnenberg. Der Hang südlich des Dorfs liegt in nördlicher Richtung und heisst Schattenberg.
Der Schattenberg ist der erste Anstieg zum Pilatus. Im unteren Teil ist er gerodet und teilweise überbaut. Der Grossteil des Geländes westlich von Obernau und südlich des Dorfs ist Waldgebiet. Westlich der Linie Krienseregg - Fräkmüntegg gibt es grosse Flächen Sumpfland. In ihm entspringen zahlreiche Bäche (u.a. der Tschuggenbach, Weissbach, Rotbach und der Renggbach). Das ganze Gelände bildet den Nordabhang des Pilatus.
Von Bedeutung ist der Untere Krienbach, der vor seiner Verbauung oft Unwetterschäden anrichtete. Er fliesst durch das Dorf und mündet (überdeckt) in der Burgerstrasse (Stadt Luzern) von links in die Reuss. Richtung Horw und weiter in den Vierwaldstättersee fliessen der Schlundbach und der bereits erwähnte Steinibach.
Vom Gemeindeareal von 2734 ha ist knapp mehr als die Hälfte (50,5 %) von Wald und Gehölz bedeckt. Knapp ein Sechstel (16,9 %) sind Siedlungsfläche und 31,6 % werden landwirtschaftlich genutzt.
Kriens grenzt im Süden an Hergiswil, im Süden und Osten an Horw, im Norden und Osten an die Stadt Luzern, im Nordwesten an Malters und im Westen an Schwarzenberg.
Bevölkerung
Seit 1798 wächst die Einwohnerzahl von Kriens ständig. Nur 1837 bis 1850, 1910 bis 1920 und 1970 bis 1980 gab es drei kurze Phasen nahe der Stagnation. Besonders stark war das Wachstum zwischen 1888 und 1910 und zwischen 1930 und 1970. Im Jahr 1951 konnte in Kriens der 10'000. Einwohner gefeiert werden - 1970 bereits der 20'000. Heute ist Kriens die drittgrösste Gemeinde im Kanton Luzern und steht an 24. Stelle sämtlicher Schweizer Städte und Gemeinden. Per 1. Januar 2010 waren von den 26'238 ständigen Einwohnern der Gemeinde Kriens 21'929 Schweizer und 4'309 (=16,42 %) Ausländer aus 107 Nationen. Der weibliche Anteil der Wohnbevölkerung überwiegt mit 13'459 gegenüber der männlichen (12'779 Männer).
Geschichte
In den ältesten Urkunden des Benediktinerklosters im Hof in Luzern wird Chrientes als einer ihrer 16 Dinghöfe aufgeführt. Das Kloster hatte das Gebiet als Geschenk zweier adeligen Schwestern erhalten. Die Originale der Urkunde stammen ungefähr aus dem Jahre 840 n. Chr. Im Jahr 1291 erwarben die Habsburger die Gemeinde. Sie blieb bis nach der Schlacht bei Sempach als Teil des Amtes Rothenburg in deren Besitz. Im Jahr 1392 übernahmen die (Stadt-) Luzerner die Rolle der Lehnsherren. Kriens gehörte zusammen mit Horw und dem Eigenthal von 1421 bis 1798 zur Vogtei Horw-Kriens. 1653 erhoben sich auch hier die Bauern unter Leitung von Hans Spengler. Bis 1803 war es Teil des Distrikts Luzern und gehört seither zum Amt Luzern. Wie zu Zeiten des Einmarschs der Franzosen in der Schweiz war Kriens auch in der Zeit der Freischaren und des Sonderbunds von kriegerischen Handlungen betroffen.
Quelle: Wikipedia, Autor: Yesuitus2001 2007