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The Elbphilharmonie in Hamburg is conspicuously missing from the presentation of additions on top of existing buildings in the current issue. Affectionately known as “Elphi”, since being opened in November this building has been a permanent guest in the print media, where its presence reached a new highpoint during the series of opening concerts in January 2017. Developed from an idea that arose during a gathering of regulars around a pub table—adding a concert hall on top of an existing quay warehouse without employing any structural magic tricks—the Hamburg Philharmonie has become an icon. Of course, the simple, plausible image called for considerable effort; the structural demands were sizable—as is the case in many additions of new storeys. As we want to take a closer look at this building we will be devoting an issue to it in early summer. By then the excitement will have died down and the building will be part of day-to-day life.
As shown by the Elphi, adding something on top of a building can create a strong image. This was true for the Viennese gem by Coop Himmelblau, which dates from 1988. In fact this spectacular roof-top element only contains a meeting room for a law firm along with a number of office units—but nevertheless it became an incunabulum of Deconstructivism. With just a single blow these explosive forms made the Viennese office famous and ensured that the “l” in its name was placed in brackets. Since then all kinds of yuppie dreams (or were they, in fact, mostly architects’ dreams?) have become reality up on the roof, hidden—sometimes more so, often less—behind a projecting canopy and the eaves.
The examples from Hamburg and Vienna present for discussion themes that shift between the demands of urban planning, and technical and financial feasibility. Politicians seem to believe that adding storeys and permitting greater building height in the inner city can offer the answer to the question about how to increase density. In this regard the Jusos (young socialists) in Basel seem just as convinced as conservative associations of business and property owners. In this issue we take a more differentiated look at the promised universal panacea. Marginal costs, the interfaces of the construction and the influence on urban design and social coherence demand that the greatest care should be taken in extending the city vertically.
Im ersten Teil des wbw-Gesprächs stehen die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen im Vordergrund. Genf hat seit einer Änderung des Baugesetzes 2008 besonders viel Erfahrung mit Aufstockungen. Bei dessen Umsetzung setzt Genf auf die Qualität des einzelnen Projekts. Obwohl Aufstockungen bei geringen Grenzkosten hohe Effizienzgewinne versprechen, würden die Probleme unterschätzt, mahnt der Bauökonom.
Die 600 Meter lange Lagerhalle des Entrepôt Macdonald im Norden von Paris war von Anfang an auf die Möglichkeit einer vertikalen Erweiterung dimensioniert – nun ist über dem riesigen Lagerhaus ein ganzes Quartier neu entstanden. Das Team OMA / Floris Alkemade und Xaveer de Geyter koordinierte das Grossprojekt mit 15 Architekten. Rem Koolhaas’ Gedanke der Bigness, die in ihrer Unvorhersehbarkeit das Städtische in sich birgt, kommt in diesem Projekt der Superlative zum Tragen.
Ein Umbau von Huggenbergerfries Architekten sorgt für frischen Wind in der Luzerner Tourismusarchitektur. Die einstige Pension Felder, ein eigentlich abbruchreifes Kulturdenkmal von 1873, wurde in ein Long-Stay-Hotel mit 20 Business-Apartments verwandelt.
Die Aufstockung eines als Provisorium geplanten Verwaltungsgebäudes aus den 1960er Jahren ist das Ergebnis einer Abwägung zwischen Nutzeranforderungen und Substanzerhalt. Ein zusätzliches Geschoss überspannt den bestehenden Bürotrakt und einen kurzen Neubauteil.
Im zweiten Teil des wbw-Gesprächs sollten Aufstockungen eine Beziehung zum Stadtraum haben, und das Schrägdach bietet atmosphärische Alternativen zur Attika. Doch warum ist die Aufstockung fast ausschliesslich eine Domäne des Holzbaus? Der zweite Teil des wbw-Gesprächs widmet sich den architektonischen und konstruktiven Aspekten. Er schliesst mit der Feststellung, dass das Wiederverwenden von Bausubstanz allemal nachhaltiger ist als ein Ersatzneubau.
Frei + Saarinen Architekten entwarfen einen Aufbau auf ein Gründerzeithaus im Zürcher Stadtkreis 4, der die beiden zusätzlichen Geschosse thematisch als Dach zusammenfasst. Die vertikale Gliederung sorgt für die korrekte baurechtliche Lesbarkeit. Gleichzeitig erscheint der Dachkörper vertikal dreigeteilt und kann auch als eigenständiges Haus auf dem Haus gelesen werden.
Der gemalte Raster des Künstlers Karim Noureldin strukturiert die einheitlich glatte Fassade eines Hauses an der Avenue de Sécheron in Genf, das erst auf den zweiten Blick die Aufstockung um drei Geschosse durch Raphaël Nussbaumer preisgibt. Strukturell und formal sind Bestand und Erweiterung vielfach verzahnt.
Einen spektakulären Zickzack schlagen die drei aufgesattelten Etagen von BIG auf einer Lagerhalle im Basler Dreispitz – oben horizontale Leichtigkeit, unten gravitätische Schwere. Einer Vergrösserung der Fassadenfläche und besserer Belichtung der Wohnräume stehen Nachteile im Grundriss gegenüber. Trotz Vielfalt an Wohnungstypen eröffnet sich darin eine Kluft zur gross gedachten Form.
Die im Heft 11 – 2016 angestossene Hochhaus-Debatte kommt in Fahrt: Gian-Marco Jenatsch erinnert an die besondere entwerferische Sorgfalt, die das Hochhaus einfordert – und plädiert für «Herden» von Hochhäusern, die andere Quartiere von Druck entlasten könnten.
Herzog & de Meuron gewinnen den international prominent besetzten Realisierungswettbewerb für ein Museum des 20. Jahrhunderts auf dem Berliner Kulturforum. Roland Züger erklärt die komplexe Gemengelage vor Ort.
In seinen Musterverträgen ermöglicht der SIA den Haftungsausschluss. Was auf den ersten Blick verlockend aussehen mag, könnte sich als Bumerang erweisen. Unser neuer Autor Patrick Middendorf warnt vor leichtfertigem Umgang mit den Haftungsrisiken.
Die dritte Publikation des Nationalen Forschungsprogramms NFP 65 präsentiert die Ergebnisse eines Projekts, an dem fünf Lehrstühle der ETH Zürich beteiligt waren. Sie entwickelten eine Methode, mit der sich Urbanität messen lässt und bieten konkrete Tipps für die Praxis.
Anfang und Ende: Im S AM in Basel ist die erste Ausstellung des neuen Kurators Andreas Ruby zu sehen – derweil lässt das AzW in Wien zum Abschied von Dietmar Steiner sechzig Jahre Architekturgeschichte Revue passieren.
Warum ist alles an Zürich so unaufgeregt, fragt sich unser Kolumnist und merkt, dass er sich täuscht: Zürich hat durchaus eine spektakuläre Megastruktur, die von einem politischen und ökonomischen Haudegen geschaffen wurde. Von seiner Risikobereitschaft profitiert die Stadt bis heute.
Der Masterplan für den Bächtelenpark in Wabern sah fünf eigenständige Typologien vor, um die Diversität der Agglomeration abzubilden. Das ist nicht gelungen, kritisiert Daniel Kurz: Der Überbauung fehlt es an einer räumlichen Mitte und an Identität.
Das tiefe Verlangen nach Ordnung im urbanen Gefüge irritiert Marc Angélil, der mit seinem Büro das städtebauliche Konzept für den Bächtelenpark entwickelte. In seiner Antwort auf unsere Kritik ortet er eine verpasste Chance, den ökonomisch-politischen Aspekten auf den Grund zu gehen.