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1978 wurde der Chor durch Eugen Meier gegründet, damals noch unter dem Namen „Visper Spatzen“.
Dieser Chor ist der älteste Kinderchor des Oberwallis‘ und hat seit seinem Bestehen schon über hundert Konzerte und Aufführungen auf kleine und grosse Bühnen gebracht.
Eugen Meier leitete den Chor während 20 Jahren, bis zu seiner Pensionierung. Innert kurzer Zeit hatte er den Chor auf ein beachtliches Niveau gebracht und ist vielerorts aufgetreten. 1981 entstand eine erste Musikkassette mit zwanzig Advents- und Weihnachtsliedern. 1986 nahm der Chor mit Ex Libris mehrere Lieder für eine Schallplatte zu Gunsten der Schweizerischen Kinderhilfe auf. Immer wieder nahmen die Visper Spatzen an Kantonalen Sängerfesten teil, ebenso war die Aufführung von Singspielen eine wichtige Tradition.
Bevor es das Kultur- und Kongresszentrum La Poste gab (Eröffnung 1991) waren die Freilichtspiele ein wichtiger Bestandteil des Visper Kulturgeschehens, so zum Beispiel „Gräfin Mariza“ im Jahr 1986. Zum 20-jährigen Bestehen des Chors wurde im Jahr 1998 das Singspiel „Prinzessin Suray“ aufgeführt.
Die Musik stammte von Eugen Meier, der Text von Cäsar Biderbost. 1999 wurde der Gründer der [visper spatzä], Eugen Meier, im Rahmen eines grossen Fests verabschiedet und der Taktstock an den neuen Musikdirektor von Visp, Johannes Diederen, überreicht.
Seither leitet dieser den Chor mit grossem Engagement und musikalischem Können.
Ehemalige Sängerinnen und Sänger aus der Gründerzeit des Chores berichten, dass es eine grosse Ehre war, wenn man in die „Visper Spatzen“ aufgenommen wurde. Es hatte dafür jeweils eigens ein Vorsingen gegeben, und bei Weitem nicht alle schafften den Sprung in die Visper Spatzen.
Damals konnte man erst ab der 5.Klasse teilnehmen und es wurde - wie heute im Jugendchor [sixtiins forju] – mehrstimmig gesungen. Waren die Proben des Kinderchors damals noch in die Schulzeit eingebunden, so ist das Singen im Chor heute ein attraktives Hobby für musikbegeisterte Kinder und Jugendliche.
Eine eher unliebsame Erinnerung aus dem Zeitalter der Sänger und Sängerinnen von damals ist jene an die Uniform der Visper Spatzen: rotweiss kariert und aus juckendem Wollstoff. Da können sich die heutigen [visper spatzä] und [sixtiins forju] mit ihren lässigen T-Shirts und dem coolen Tenue nicht beklagen.
Seit der Gründung 1978 gibt es eine besondere Beziehung zwischen dem Kinderchor [visper spatzä] und dem Männerchor von Visp. Dieser stand dem Kinderchor bei seiner „Geburt“ Pate und blieb über viele Jahre ein treuer Auftrittspartner.
Die beiden Chöre ergänzten sich bestens zu einem harmonischen gemischten Chor. Ein Höhepunkt dieser Zusammenarbeit war die Uraufführung der Messe „Im Taumel der Freude“ im Jahr 1988, eine Auftragskomposition des Männerchors unter der Leitung des Komponisten Eugen Meier. Man hatte sich damals – wie auch heute noch – mit anderen musikalischen Ensembles für gemeinsame Auftritte zusammen getan, seien dies diverse Instrumentalgruppen der AMO, lokale Bands oder weitere Chöre.
Dieser Austausch bereichert, verbindet und belebt seit jeher die gesamte Musikszene der Region.
Die Amtszeit von Johannes Diederen begann gleich mit einem Höhepunkt. Es war dies die Reise nach Barcelona im Jahr 2000. Es wurde ein Freundschaftsbesuch bei einem katalanischen Kinderchor durchgeführt, umrahmt mit Konzerten. Auch unter der Leitung von Johannes Diederen wurde die Musical-Tradition weiter geführt.
Im Jahr 2003 wurde das Musical „Ich will das Morgenrot wecken“ im Theater La Poste aufgeführt und 2006 wurde gemeinsam mit der Primarschule Eyholz das Musical „Ronja Räubertochter“ zum Besten gegeben.
Fortan fanden alle zwei bis vier Jahre weitere Muscials statt, so zum Beispiel „Ritter Rost“ und „Geschöpf der Nacht“, wie auch die Grossproduktion „Martin – das Musical“ mit dem Martinschor Visp und professionellen Sängerinnen, Sängern und Schauspielern.
Auch Johannes Diederen ist es ein Anliegen, die Visper Spatzen mit anderen Chören auftreten zu lassen.
So geschah dies beispielsweise 2004 mit dem Unichor Bern.
Bei dieser Zusammenarbeit wurde „Carmina Burana“ aufgeführt, sowohl in Visp wie auch in Bern.
Während der kommenden Jahre gab es weitere namhafte musikalische Partner der Visper Spatzen, so zum Beispiel die „SWR-BigBand“, die „Musikgesellschaft Vispe“ und die Band „Ds`Personal“. Daneben kam es aber auch zum interkulturellen Zusammenspiel mit anderen Genres, wie den jüngsten Theaterspielern auf Platz Visp, den „Visper Theaterfleigini“.
2006 durften die Visper Spatzen ein weiteres Mal ihren Gesang verewigen. Während einer Lagerwoche im Kanton Luzern wurde mit dem Schott-Verlag die CD „Musikgarten“ - eine Sammlung von verschiedenen bekannten Kinderliedern für das Kindergartenalter - aufgenommen.
Ab dem Schuljahr 2007/08 gab es für die Visper Spatzen einige Veränderungen. Einerseits öffnete der Chor seine Türen für alle Interessierten der Region, was auch bedeutete, dass die Proben nun ausserhalb der Schulzeit stattfanden. Zudem wurden nun zwei Altersstufen eingeführt, da die grosse Alterspanne, die sich über die Jahre entwickelt hatte, unüberwindbare Hindernisse für die Leitung bezüglich Inhalte und Arbeitsweise bot.
Dieser Schritt wurde von den damaligen „Grossen“ im Chor mitinitiiert. Die Visper Spatzen waren neu nur noch für die Primarschüler und die OS-Schülerinnen sangen in den Maxi-Spatzen, den heutige [sixtiins forju]. Noch heute finden die flügge gewordenen [visper spatzä] hier ein neues musikalisches Zuhause.
Die letzte Veränderung organisatorischer Natur fand im Jahr 2019 statt. In diesem Jahr wurde ein Dach-Verein für beide Chöre gegründet. Der Verein [stimm riich] koordiniert nun die Belange der beiden bisher lose verbundenen Kinder- und Jugendchöre. Im Zuge dessen erfuhren die Visper Spatzen eine Namen-Modernisierung und nennen sich nun [visper spatzä], ganz entsprechend dem grossen Vorbild [sixtiins forju].
2018 durften die [visper spatzä] ihr 40-jähriges Jubiläum und die [sixtiins forju] dementsprechend ihr 10-jähriges Bestehen feiern. Unter der Leitung von Johannes Diederen und Pia Ehrl wurde dies im Theater La Poste mit einem einmaligen Jubiläumsanlass gewürdigt.
Mit dabei waren Eugen Meier (Gründer der Visper Spatzen), ein Projektchor aus ehemaligen Visper-Spatzen-Sängerinnen und natürlich die beiden “Jubilare“ [visper spatzä] und [sixtiins forju]. Musikalisch unterstützt wurden die drei Chöre dabei von einem Teil des Visper Martinschors.
Die [visper spatzä] ihrerseits gaben eine musikalische Reise durch die 4 Jahrzehnte ihres Wirkens zum Besten, während der Jugendchor [sixtiins forju] die entsprechenden Hitparaden-Hits aus der jeweiligen Epoche darbot. Letzteres – sehr zur Freude des Publikums – mit cooler Verkleidung und mitreissenden Choreos. Es war eine gelungene Show, die viele Erinnerungen weckte und manche Gäste sentimental werden liess.
Anfang des Jahres 2020 stand ein Anlass der Superlative auf dem Programm: Zorro – das Musical! Insgesamt 8-mal durften die über 150 Mitwirkenden (Zorro-Projektchor, Orchester Visp, Kinder- und Jugendchöre Visp, internationale und regionale Schauspieler/-innen) das Musical im jeweils ausverkauften Theater La Poste aufführen.
Die [visper spatzä] spielten dabei eine spezielle Rolle. Der Kinderchor eröffnete das Stück jeweils bereits im Foyer auf einem Flüchtlingsschiff mit einer Liederserie aus aller Welt. Einige [visper spatzä] durften im Musical als Kindersolisten mitspielen. Hierfür wurde vorgängig ein Casting durchgeführt.
Die Erlebnisse während der Probenzeit sowie im Theater La Poste auf und hinter der Bühne werden allen bestimmt noch lange in eindrücklicher Erinnerung bleiben.
Hier geht's zur BILDER- UND VIDEOGALERIE beider Chöre.