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Der Läufer
Jonas Widmer ist einer der besten Langstreckenläufer der Schweiz, sein grosses Ziel ist der Olympia-Marathon. Trotz seiner schwierigen Kindheit scheint er seinen Weg gefunden zu haben: Neben dem Sport arbeitet er als Koch, wird von allen für seine Hilfsbereitschaft geschätzt und bald will er mit seiner Freundin Simone in die erste gemeinsame Wohnung ziehen. Doch dann missglückt Jonas die Titelverteidigung an seinem Heimrennen und er wird immer stärker von den Erinnerungen an seinen verstorbenen Bruder Philipp eingeholt. Unfähig, den inneren Leidensdruck in Worte zu fassen, entwickelt Jonas in seiner wachsenden Verzweiflung ein tragisches Doppelleben.
Der Zürcher Regisseur Hannes Baumgartner liess sich für seinen ersten Langspielfilm von einem wahren Schweizer Kriminalfall inspirieren. DER LÄUFER entwirft ein differenziertes Bild einer ambivalenten Figur, die sich im dicht gewobenen Netz von prägenden Erlebnissen, Verdrängungsprozessen und innerer Zerrissenheit verstrickt.
„Der Läufer“ gewann 2018 den Zürcher Filmpreis und ist 2019 in den Kategorien „Bester Spielfilm“ sowie „Bester Darsteller“ (Max Hubacher) für den Schweizer Filmpreis nominiert.
Hannes Baumgartner wurde 1983 in Männedorf geboren. Während seines Studiums an der F+F Schule für Kunst & Mediendesign in Zürich entstehen die Kurzfilme „Mein bester Freund“ und „Toter Mann“. Beide Filme kreisen um die Themen Freundschaft, Beziehung und Gewalt.
Sein Abschlussfilm des Masters in Filmrealisation an der Zürcher Hochschule der Künste «Teneriffa» wird an über 20 internationalen Festivals gezeigt und gewinnt 2012 den Zürcher Filmpreis für den besten Kurzfilm.
„Der Läufer“ ist Hannes Baumgartners Spielfilmdebüt, an dem er seit Sommer 2012 arbeitet.