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Im Norden der Philippinen ereignete sich am Ostermontag ein Erdbeben der Stärke 6.1 auf der Hauptinsel Luzon – das Epizentrum lag in Castillejos in der Provinz Zambales. Seitdem wurden rund um Manila 491 Nachbeben verzeichnet.
Ein weiteres heftiges Beben ereignete sich am Dienstag mit der Stärke 6.4 bis 6.6. Das Beben fand in der Nähe der Stadt San Julian in der Provinz Ost-Samar statt - bislang gibt es keine Berichte über Tote oder grössere Schäden durch das neue Erdbeben. Allerdings wurden weitere Risse in Strassen verzeichnet und die Menschen flüchteten aus Bürogebäuden und Häusern.
Das erste Beben beschädigte Häuser, Strassen, Brücken wie auch mehrere Kirchen. Mindestens 15 Menschen starben, Dutzende weitere wurden verletzt und 24 Menschen werden offiziellen Angaben zufolge noch vermisst.
Eine Tsunami-Warnung gab es nicht – allerdings sind tausende Reisende gestrandet: Der internationale Flughafen Clark ist seit Ostermontag geschlossen, das Terminalgebäude, das Vorfeld wie auch der Flugsicherungsturm sollen Schäden davongetragen haben. Auch der Betrieb der Schwebebahn im Grossraum Manila wurde vorübergehend eingestellt. Am Flughafen Clark sollen laut eines Sprechers sieben Personen leicht verletzt worden sein.
Auch Airlines wie Emirates und Qatar Airways bedienen regelmässig den Flughafen Clark. Im Jahr 2018 verzeichnete der Flughafen 2.6 Millionen Passagiere.
Die Clark International Airport Corporation (CIAC) will am Mittwoch, den 24. April, den Teilbetrieb wieder aufnehmen. Der Turm sei funktionsfähig – gestrandete Passagiere würden ab der Wiederaufnahme erste Priorität erhalten, sagt der CIAC-Präsident, Jaime Melo. Die Aufräumarbeiten und Reparaturen im Abflugbereich und im Terminalgebäude laufen bereits auf Hochtouren, wie auf der Facebookseite des Flughafens zu lesen ist.
Das Erdbeben liess auch den Pool auf dem Dach der Anchor Skysuites in Manila überschwappen, wie dieses Video zeigt: