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Der britische Pianist Sam Haywood, der im englischen Lake District aufwuchs, begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel und gewann als 13-Jähriger bereits den Zweiten Preis beim Wettbewerb «BBC Young Musician of the Year». Wenig später erhielt er den «Isserlis Award» der Londoner Royal Philharmonic Society und zog nach Wien, um seine Ausbildung bei Paul Badura-Skoda fortzusetzen; ausserdem studierte er bei Maria Curcio, einer Schülerin Artur Schnabels, an der Londoner Royal Academy of Music. Heute ist Sam Haywood als Solist und Kammermusiker, Komponist, Arrangeur und Herausgeber tätig. Er tritt als Klavierpartner des amerikanischen Geigers Joshua Bell auf und arbeitet auch regelmässig mit dem Cellisten Steven Isserlis zusammen. Den Schwerpunkt seines solistischen Repertoires bildet das Œuvre Frédéric Chopins. Zum 200. Geburtstag des polnischen Komponisten spielte er ausgewählte Werke des Meisters auf dessen eigenem Pleyel-Flügel aus dem Jahr 1846 ein. Dasselbe Instrument nutzte er auch bei einem gemeinsamen Konzert mit Steven Isserlis, das beim Duke of Kent im Lancaster House stattfand. Neben dem Standardrepertoire präsentiert Haywood gerne Raritäten, darunter Musik von Gade, Alkan, Field, Rosetti, Clara Schumann und Hummel. Ein weiteres Anliegen des Pianisten gilt der musikalischen Breitenförderung und der Jugendarbeit: Zu diesem Zweck hat er eine Kinderoper geschrieben, wirkt bei Schulprojekten mit und gibt Seminare in Fernost. Neben seiner künstlerischen und pädagogischen Arbeit ist Haywood ein passionierter Hobbyzauberer, Literaturliebhaber und Technik-Fan: Bei Auftritten in der New Yorker Carnegie Hall, der Chicago Symphony Hall und der Disney Hall Los Angeles spielte er unlängst den Notentext vom iPad und nutzte ein Fusspedal, um die «Seiten» zu wenden.
August 2012