Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03385.jsonl.gz/101

Wer heute schon etwas gegoogelt hat, wird ein hübsches Doodle bemerkt haben. Eines, das die Filmmacherin Agnès Varda zeigt.
Das Doodle zeigt die Künstlerin auf der linken Seite als junge Frau mit Filmkamera und rechts als älter gewordene Dame beim Fotografieren. Ihre Leidenschaft galt nämlich beiden Formaten. Das Doodle wird ihr heute gewidmet, weil sie am 13. Dezember 2014 von der Europäischen Filmakademie mit einem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden war.
Agnès, die eigentlich Arlette hiess, wurde am 30. Mai 1928 in Brüssel als Tochter einer Französin und eines Griechen geboren. Als sie 12 Jahre alt war, zog die Familie nach Frankreich, wo Agnès später Kunstgeschichte und Fotografie studierte. Die Arbeit als Fotografin inspirierte sie schliesslich für ihren ersten Film: «La Pointe Courte» – eine Mischung aus Dokumentarfilm und Fiktion. Von da an brach sie immer wieder die gängigen Regeln der Branche und läutete somit die «Nouvelle Vague», die neue französische Welle, ein.
Das Ergebnis ihres Schaffens sind über 40 Filme, die sich oftmals um die Komplexität des Menschen drehen. Sie setzte sich hinter und auch neben der Kamera für Frauenrechte ein und bezeichnete sich selbst als Feministin.
Die Inspirationen für ihre Filme fand sie am liebsten im echten Leben, wie sie dem «Guardian» einst verriet. «Als ich jung war, wurde eine neue Art zu Schreiben erfunden – durch James Joyce, Hemingway, Faulkner. Und ich dachte mir, wir müssen dafür eine Struktur fürs Kino finden. Ich kämpfte für radikales Kino und setzte dies mein ganzes Leben lang fort.»
Neben vielen weiteren Auszeichnungen erhielt Varda 2017 als erste Frau einen Oscar für ihr Lebenswerk. Zwei Jahre später erlag sie im Alter von 90 Jahren einer Krebserkrankung und starb in Paris. (anb)
Im Mündungsbereich des Flusses Severn in Grossbritannien sind Überreste eines gewaltigen Meeresreptils gefunden worden. Der Ichthyosaurier war womöglich mehr als 25 Meter, wie ein Forschungsteam im Fachjournal «Plos One» berichtet.