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Zuvor war bekannt geworden, dass Biden wegen des drohenden Zahlungsausfalls der Vereinigten Staaten bereits am Sonntag nach Beendigung des Gipfeltreffens der sieben führenden Industrienationen in Japan in die Heimat zurückkehren wird.
Ursprünglich wollte er danach Papua-Neuguinea und Australien besuchen und am 24. Mai zusammen mit den Regierungschefs des sicherheits- und militärpolitisch ausgerichteten Quad-Bündnisses (Quadrilateral Security Dialogue) im Opernhaus von Sydney zu Gesprächen zusammenkommen. Dabei sollte es unter anderem um die zunehmende Bedrohung durch China und Massnahmen zur Meeresüberwachung gehen.
Biden will nun stattdessen in den USA an Treffen mit führenden Vertretern des Kongresses teilnehmen, um sicherstellen, dass dieser fristgerecht Massnahmen gegen die drohende Krise ergreift. Hintergrund ist, dass in einigen Tagen ein Zahlungsausfall der US-Regierung droht, sofern sich Bidens Regierung nicht mit den Republikanern im US-Kongress auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze verständigt. US-Finanzministerin Janet Yellen warnte, ein solcher könnte bereits am 1. Juni eintreten.
"Er musste diese Entscheidung verständlicherweise treffen", zitierte der australische Sender ABC Albanese am Mittwoch. Das Quad-Bündnis werde stattdessen versuchen, sich am Rande des G7-Treffens in Hiroshima zu treffen. Es seien auch bilaterale Gespräche zwischen Biden und Albanese geplant.
Gleichzeitig sei es immer noch möglich, dass der indische Premierminister Narendra Modi und sein japanischer Kollege Fumio Kishida dennoch kommende Woche nach Australien reisen werden - auch ohne Quad-Treffen, betonte Albanese. Als letzter US-Präsident hatte Barack Obama 2011 Australien besucht./cfn/DP/stk
(AWP)