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Grüner Veltliner, die berühmteste Rebsorte Österreichs, ist eine weiße Rebsorte, deren Ursprung bis in die Römerzeit zurückverfolgt werden kann. Seine heutige Bezeichnung tauchte zum ersten Mal 1855 auf, zuvor wurde er Weißgipfler genannt.
Die Verbreitung der Spalierkultur (oder auch Hochkultur genannt) in Österreich nach dem Ersten Weltkrieg förderte die Verbreitung der Rebsorte Grüner Veltliner sehr. Diese großzügige Rebsorte benötigt wenig Pflege und zeichnet sich durch ihre Fähigkeit, sich an viele verschiedene Bodentypen anzupassen, aus.
Als vorherrschende Rebsorte in Österreich ist sie auch in Ungarn, Deutschland, der Slowakei, Italien, den USA (Oregon, Kalifornien) und Neuseeland vertreten.
Der Grüne Veltliner wird hauptsächlich als trockener Wein ausgebaut und ergibt Weißweine mit unterschiedlichen Stilen, je nach der Typizität der Böden, auf denen er angepflanzt wurde. Die Weine sind komplex, mit Aromen von Gewürzen (weißer Pfeffer), Limetten, Äpfeln und weißfleischigen Früchten. Gleichzeitig behalten die Weine eine lebhafte Frische und eine schöne Säurestruktur.
Der Grüne Veltliner, eine Rebsorte mit großem Lagerpotenzial, entfaltet im Laufe seiner Entwicklung köstliche Aromen von kandierten Früchten, Honig, Gewürzen und Kräuternoten, wobei er gleichzeitig Frische und Mineralität aufweist.
Das wachsende Interesse an Weinen aus dieser Rebsorte geht unter anderem auf eine Verkostung im Jahr 2002 zurück, bei der die Kritikerin Jancis Robinson und der Master of Wine Tim Atkin einige Grüne Veltliner besser bewerteten als große Burgunder-Etiketten.