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"Meine Schüchternheit hat dazu beigetragen, dass ich Photograph wurde. In der High School stellte ich fest, dass die Kamera einen in Situationen bringt, wo man eigentlich nicht hingehört. Damals waren es die Abschlussbälle; heute sind es das Weiße Haus und die Hinterzimmer des Kreml ..." Elliott Erwitt, seit den 50er Jahren Magnum-Mitglied und zeitweise Präsident und Vizepräsident der legendären Agentur, wurde 1928 als Kind russischer Einwanderer in Paris geboren, wuchs in Mailand auf und emigrierte 1939 mit seinen Eltern in die USA. Wie alle Magnum-Photographen seiner Generation ist er sein Leben lang in der Welt zu Hause gewesen - und sein Leben lang "schüchtern" geblieben: ein Photograph, der den Ereignissen nicht nachjagt, sondern die Ereignisse auf sich zukommen lässt, abwartend, beobachtend, bereit für die großen und die kleinen Momente im Leben, die privaten und die offiziellen, die traurigen und komischen. Vor allem seine hintersinnigen, liebenswert ironischen Schnappschüsse haben ihn berühmt und weltweit populär gemacht. Unser 1997 erstmals erschienener Band, den er selbst zusammenstellte und den wir jetzt in 2. Auflage vorlegen, enthält die Ikonen seines reichen Lebenswerks - die offiziellen Arbeiten für Magnum und viele seiner personal exposures, jener "persönlichen" Bilder, die seinen Ruhm begründeten.
Elliott Erwitt, 1928 in Paris geboren, kam Ende der dreißiger Jahre in die USA. In den vierziger und fünfziger Jahren machte er sich als führender Zeitschriftenfotograf einen Namen, und 1953 trat er der renommierten Agentur "Magnum" bei. Neben seiner Tätigkeit für Zeitschriften feierte er Erfolge als Werbefotograf und Filmemacher. Heute lebt Erwitt in New York City, hält sich aber gern auch in Paris auf.