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Nach der im November 2008
, ist es Panasonic nun gelungen, im grossen Masse weitere Anteile an Sanyo und Panasonic Electric Works zuzukaufen mit dem Ziel, die beiden Konzerntöchter komplett zu übernehmen.
Ohne eine ursprünglich geplante Kapitalerhöhung ist es dem japanischen Riesen nun offenbar gelungen, 525,2 Milliarden Yen (6,131 Milliarden Franken) aufzutreiben, um den Anteil bei Sanyo auf 80,98 Prozent zu hieven und den bei Electric Works von 51,77 auf 83,93 Prozent aufzustocken. Für die Sanyo-Anteile musste Panasonic zusätzliche 261 Milliarden Yen hinblättern, für die an Electric Works 264,2 Milliarden Yen.
Sanyo ist für Panasonic zwar teilweise Mitbewerber, aber aus zweierlei Gründen von besonderem Interesse gewesen. Einmal handelt es sich dabei um den grössten Hersteller von Akku- und Batteriezellen, zum zweiten bekam Panasonic durch die Übernahme auch einen Fuss in den lukrativen Solarmarkt. Panasonic Electric Works wiederum ist ein bedeutender Hersteller von Haus- und Lichttechnik.
Die globale Finanzkrise, Widerstände von Anteilseignern und Vorbehalte von Kartellbehörden, unter anderem auch der EU, haben den Prozess der Übernahme von Sanyo 2009 verzögert. Die Anteile, die in dem Zeitraum von 23. August bis 6. September 2010 nicht veräussert wurden, will Panasonic bis 1. April 2011 im Aktientausch erwerben. Bis Ende März 2011 sollen die Aktien der beiden Konzerntöchter das Börsenparkett in Tokio verlassen. Der Elektronikriese rechnet damit, durch Komplettübernahme der beiden Unternehmen im Fiskaljahr 2012 einen zusätzlichen operativen Gewinn von 60 Milliarden Yen zu erwirtschaften.
Aktuell arbeitet Panasonic an der Konsolidierung der Konzernstrukturen, die bis Januar 2011 abgeschlossen sein soll. Danach wird es nur noch drei übergeordnete Sparten geben: eine für Consumer-Produkte, eine für Komponenten und Devices (Maschinen/Geräte) sowie eine für Lösungen.
Die Umsatzbringer Flat-TVs und Akkus sind laut "Nikkei" unter wachsendem Druck von Konkurrenzprodukten, insbesondere aus Südkorea (Samsung und LG). Der Erfolg von Panasonic in den Märkten werde stark davon abhängen, ob und wie schnell es gelingt, überlappende Geschäftsbereiche zu eliminieren, so die Analysten von Japans führendem Wirtschaftsmedium.
Panasonic und Sanyo überschneiden sich in einigen Bereichen, bei Projektoren mit Fokus auf B2B und das High-end-Segment sind sie sogar starke Konkurrenten. Klimaanlagen hat Sanyo mittlerweile über Bord geworfen, Haushaltsgeräte aber nicht komplett, ebenso sieht man auch immer noch wiederaufladbare Batterien von Panasonic am Markt, kleine digitale Videokameras haben auch beide. Man darf gespannt sein, was wo nach Abschluss der Konsolidierung und Sanyo-Übernahme gestrichen wird. (Klaus Hauptfleisch)