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Anstelle von Sozialphobie setzt sich zunehmend der Begriff Soziale Angststörung (Social Anxiety Disorder) durch[6]. Betroffene fürchten sich vor Situationen, in denen sie im Mittelpunkt stehen. Sie haben Angst, etwas zu sagen oder zu tun, was demütigend oder peinlich sein könnte. Sie glauben, Andere würden sie als inkompetent, schwach, «gestört» beurteilen oder allfällige Angstsymptome wie Zittern der Stimme, Erröten etc. bemerken und negativ bewerten.
In den gefürchteten Situationen können alle psychischen, körperlichen und vegetativen Symptome der Angst einschliesslich Panikattacken auftreten. Allein der Gedanke an den phobischen Stimulus (z.B. Sprechen in der Öffentlichkeit) kann massive Angst provozieren. Die Vermeidung angstauslösender Situationen führt oft zu Behinderung im Alltag bis hin zur sozialen Isolierung.
Bei der nicht-generalisierten Form sind die Ängste eingegrenzt auf z.B. Sprechen in der Öffentlichkeit, Essen mit anderen Menschen, sich vorstellen, Kontakt mit dem anderen Geschlecht usw. Im Unterschied zu den anderen Phobien ist die soziale Phobie bei Männern und Frauen gleich häufig. Sie kann sich bereits in der Kindheit abzeichnen, manifestiert sich meist in der Pubertät, beginnt oft ohne erkennbare psychodynamische Konflikte und ist in der Regel mit Schüchternheit, niedrigem Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik verbunden[1].