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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2014.00286 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Naef Urteil vom 30. Juni 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta Aliotta Rechtsanwälte Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1982, war seit dem 19. Juli 2010 bei der Y.___ GmbH als Sekretärin angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversi cherungsanstalt (Suva) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversi cherung (UVG) obligatorisch versichert. Mit Unfallmeldung vom 3. Juli 2012 liess die Versicherte der Suva mitteilen, ihr seien am 27. April 2011 in der Uni klinik Z.___ in Zürich bei einer Operation der linken Hüfte mehrere Nerven angerissen worden, was zu einer Lähmung vom Gesäss bis hinunter zu den Zehen geführt habe ( Urk. 10/1). Gemäss dem Operationsbericht der Uniklinik Z.___ handelte es sich beim Eingriff vom 27. April 2011 um eine linksseitige periaz etabuläre Beckenosteotomie (PAO) mit ventraler Arthrotomie und Taillie rung des Kopf-Halsüberganges ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht vom 18. Juli 2012 gab die Uniklinik Z.___ gegenüber der Suva an, der postoperative Verlauf habe sich während dem Klinikaufenthalt vom 27. April bis 1 2. Mai 2011 sehr verzögert gezeigt und ein neurologisches Konsilium habe eine Irritation de s Plexus l umbosakralis (Lenden-Kreuz-Geflecht von Nerven) f estgehalten ( Urk. 10/5/24-26). Mit Verfügung vom 23. Juli 2014 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 27. April 2011, da es sich dabei um keinen Unfall gehandelt habe und auch keine unfallähnliche Körperschädigung vorliege ( Urk. 10/ 46 ). Die von der Versicherten gegen diesen Entscheid am 4. September 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 10/49) wies die Suva mit Ein - sprach entscheid vom 5. November 2014 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta, mit Eingabe vom 5. Dezember 2014 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die Feststellung, dass die Suva die ent sprechenden unfallversicherungsrechtlichen Leistungen zu erbringen habe. Eventualiter beantragte sie die Einholung eines medizinischen Gerichtsgutach tens. Zudem beantragte sie die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und einer öffentlichen Verhandlung ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2015 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 8). Mit Verfügung vom 3. März 2015 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11). Am 13. April 2015 liess die Versicherte die Replik erstatten, wobei sie den prozessualen Antrag stellte, die von der Suva mit der Beschwerdeantwort eingereichte interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 11. Februar 2015 sei vollständig aus dem Recht zu weisen ( Urk. 12). Schliesslich erstattete die Suva am 1. Mai 2015 ihre Duplik ( Urk. 16). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 UVG werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs krankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3). Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund heit oder den Tod zur Folge hat. 1. 2 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). Die Grundsätze zum Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit gelten auch, wenn zu beurteilen ist, ob ein ärztlicher Eingriff den gesetzlichen Unfallbegriff erfüllt. Die Frage, ob eine ärztliche Vorkehr als mehr oder weniger ungewöhn licher äusserer Faktor zu betrachten sei, ist aufgrund objektiver medizinischer Kriterien zu beantworten. Sie ist nur dann zu bejahen, wenn die ärztliche Vor kehr als solche den Charakter des ungewöhnlichen äusseren Faktors aufweist; denn das Merkmal der Aussergewöhnlichkeit bezieht sich nach der Definition des Unfallbegriffs nicht auf die Wirkungen des äusseren Faktors, sondern allein auf diesen selber. Nach der Praxis ist es mit dem Erfordernis der Ausserge wöhnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine medizinische Massnahme in Frage steht. Damit eine solche Vorkehr als unge wöhnlicher äusserer Faktor qualifiziert werden kann, muss ihre Vornahme unter den jeweils gegebenen Umständen vom medizinisch Üblichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, entsprechend grosse Risiken in sich schliessen. Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, für welche die Unfallversicherung nicht leistungspflich tig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erfüllen, nämlich, wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Schädigungen handelt, mit denen niemand rech net noch zu rechnen braucht. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen Unfallversicherungsrechts vorliegt, beur teilt sich unabhängig davon, ob die beteiligte medizinische Fachperson einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder öffentlichrechtliche ) Haftung begründet. Ebenso wenig besteht eine Bindung an eine allfällige strafrechtliche Beurteilung des ärztlichen Verhaltens (BGE 121 V 35 E. 1b, 118 V 283 E. 2b, je mit Hin weisen auf Recht sprechung und Lehre). 1.3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt die blosse Möglichkeit genügt nicht, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Auch den Berichten und Gutach ten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beur teilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c). 2. 2.1 D ie kantonale n Rechtsmittelinstanz en haben grundsätzlich eine öffent liche Verhandlung anzu ordnen, wenn eine solche in einem im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Europä ischen Menschen rechts konvention ( EMRK ) zivilrechtlichen Prozess ausdrücklich oder zumindest kon klu dent beantragt worden ist. Nur ausnahmsweise kann es sich in solchen Fällen rechtfertigen, davon abzusehen. Es sind Fälle denkbar, in welchen von einer öffentlichen Verhandlung zum vornherein keine Auswirkun gen auf den zu fällenden Entscheid erwartet werden können und deren Anord nung deshalb im Hinblick auf die gebotene Verfahrensökonomie ohne Verlet zung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK unterbleiben kann. Dies trifft zum Beispiel dann z u, wenn einzig eine Rechtsfrage zur Diskussion steht, deren Antwort sich bereits klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Schweizerischen Bun desgerichts ergibt. In solchen Fällen ist die Beschwerde im erstinstanzlichen Verfahren zum vorn herein als aussichtslos zu qualifizieren, weshalb sich auch im Hinblick auf die von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleistete Verfahrensgarantie nicht beanstan den lässt, wenn das kantonale Gericht den Antrag auf Durch führung einer öf fentlichen Verhandlung ablehnt. Ein innert angemessener Frist abgewickelter Prozess kann unter Mitbe - rücksichti gung des Gebots der Verfahrenserledigung und prozessökono mischer Überlegungen ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung den Anforderungen des Art. 6 Ziff. 1 EMRK genügen, wenn ausschliesslich rechtli che oder hochtechnische Fragen zu beurteilen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_52/2007 vom 1 0. Januar 2008 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung lässt ein Absehen von einer öffentlichen Verhandlung im Übrigen zu, wenn die Beurteilung eines umstrittenen Sachverhaltes nicht vom persönlichen Eindruck der Parteien, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Anders verhält es sich, wenn nicht von vornherein unerhebliche Beweismassnahmen beantragt werden, die naturgemäss nur in einer Verhandlung durchgeführt werden können, wie Zeugen- oder Parteieinvernahmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2 mit Hinweisen). 2.2 Vorliegend geht es um die Beurteilung der Rechtsfrage, ob im Rahmen des medizi nischen Eingriff s vom 2 7. April 2011 Vorkehren getroffen wurden, die aufgrund ihrer Art und ihres Ausmasses auf ein Unfallereignis im versiche rungsrechtlichen Sinn gemäss Art. 4 ATSG schliessen lassen. Deren Beantwor tung ergibt sich klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Bundesge richts, so dass sich die Durchführung einer Verhandlung als nicht notwendig erweist. Zudem hängt die Beurteilung des Sachverhaltes nicht in erster Linie vom persönlichen Eindruck der Parteien ab. Weiter liess d ie Versicherte zwar eventualiter die Erstellung eines Gutachtens beantragen ( Urk. 1, Urk. 12), hat jedoch keine Beweismassnahmen beantragt, die nur in einer Verhandlung durchgeführt werden könnten. Es ist daher von der Durchführung einer öffentli chen Verhandlung abzusehen. 2. 3 Weiter stellte die Versicherte in ihrer Replik vom 1 3. April 2015 ( Urk. 12) den prozessualen Antrag, d ie interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 aus dem Recht zu weisen. Tatsächlich ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitge genstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfü gung durch Erlass einer neuen abzielen. Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was in diesem Verfahrensstadium noch als zulässiges Verwaltungsh andeln bezeichnet werden kann, bilden die inhaltliche Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung für die Sache und die zeitliche Intensität der Abklärungsbedürftigkeit im Verfügungszeitpunkt: Punktuelle Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen usw. oder auch Rückfragen beim Arzt oder andern Auskunftspersonen) werden in aller Regel zulässig sein, nicht aber eine medizinische Begutachtung oder vergleichbare Beweismassnah men wegen ihrer Tragweite für den verfügten und richterlich zu überprüfenden Standpunkt. Bei solchen erfahrungsgemäss zeitraubenden Abklärungen kann zudem auch nicht mehr von einer richterlich zu fördernden Prozessökonomie gesprochen werden (BGE 127 V 228 E. 2 b) aa ) und E. 2 b) bb ) mit Hinweisen). 2.4 Die Versicherte liess mit der Beschwerde medizinische Berichte einreichen, welche sich nicht in den Akten befanden, insbesondere betreffend neurologische Untersuchungen ( Urk. 3/19, Urk. 3/25). Daraufhin hat die Suva weitere solche neurologischen Berichte erhältlich gemacht ( Urk. 9/1, Urk. 9/2) und alle diese neurologischen Berichte Dr. med. A.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, sowie Dr. med. B.___, Fachärztin für Neurologie, zur ergänzenden Stellung nahme vorgelegt. Dieses Vorgehen erscheint sinnvoll und führte auch zu keiner zeitlichen Verzögerung, da die Abklärung innert der Frist zur Erstattung der Beschwerdeantwort vorgenommen werden konnte. Es wurde mit Verfügung vom 3. März 2015 ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11), so dass die Versicherte zum ärztlichen Bericht vom 1 1. Februar 2015 Stellung nehmen konnte und ihr rechtliches Gehör nicht verletzt wurde. Anzumerken ist, dass dieser dreiseitige ärztliche Bericht entgegen der Ansicht der Versicherten ( Urk. 12 S. 4) keiner umfangreichen medizinischen Begutachtung entspricht. Zudem änderte diese während dem Verfahren durchgeführte Abklärung nichts an der Beurteilung der Suva, den Leistungsanspruch der Versicherten, mangels Vorliegens eines Unfalls im versicherungsrechtlichen Sinne, zu verneinen (vgl. Urk. 8). 3. Die Suva stellte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 5. November 2014 sowie in ihrer Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2015 zusammengefasst auf den Standpunkt, dass der operative Eingriff vom 2 7. April 2011 den Unfallbe griff mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt habe. Bei der Operation sei weder vom medizinisch Üblichen abgewichen worden, noch habe diese ein ausserordentliches Risiko in sich geschlossen. Es habe sich auch nicht um eine grobe ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschicklichkeit gehandelt ( Urk. 2 S. 8, Urk. 8 ). Demgegenüber beantragte die Versicherte in ihrer Beschwerde vom 5. Dezember 2014 die Feststellung, dass die Suva aufgrund der Operation vom 2 7. April 2011 unfallversicherungsrechtliche Leistungen zu erbringen habe ( Urk. 1). In der Replik liess sie ausführen, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin Hinweise auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte im Rahmen der Operation verneine, könne für die Beurteilung nicht massgebend sein ( Urk. 12 S. 5). 4. 4.1 Die in Frage stehende Operation, eine peria z etabuläre Beckenosteotomie, wurde am 2 7. April 2011 aufgrund einer symptomatischen Hüftgelenkdysplasie mit Coxa valga und antetorta in der Uniklinik Z.___ vorgenommen ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht zur Hospitalisation hielt die Uniklinik Z.___ am 1 8. Juli 2012 gegenüber dem Vertrauensarzt der Suva fest, der postoperative Verlauf zeige sich sehr verzögert und die Versicherte sei nur schwer mobili - sierbar, sie bewege sich nur sehr vorsichtig. Wegen zunehmend vorhandener Sensibilitätsstörungen am Unterschenkel sowie Kraftlosigkeit der Kniereflexoren und Fussmuskeln sei ein neurologisches Konsilium erfolgt, welche s die Diagnose einer Irritation des Plexus lumbosakralis genannt habe. Bei neuro - pathischem Schmerz und darauffolgender Schlafstörung sei eine Therapie mit Lyrica begonnen worden. Es wurde festgehalten, während der Operation sei vor allem die für das Alter relativ schwache Knochenqualität aufgefallen, weshalb der Hausarzt um eine Osteoporose-Abklärung ersucht werde ( Urk. 10/5/ 24 - 26 ). 4.2 Am 6. Mai 2011 führte Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, von der Uni klinik Z.___ eine neurologische und neurophysiolog ische Notfalluntersu chung durch. Er diagnostizierte im Bericht vom 9. Mai 2011 einen neuropathi schen Schmerz im linken Bein bei einer postoperativen Irritation des Plexus lumbosakralis. Diese Irritation sei Ursache der am ehesten neuropathischen Beschwerden im linken Bein ( Urk. 3/19). Im Bericht zur Verlaufsuntersuchung hielt Dr. C.___ am 2 3. Mai 2011 fest, Muskeln aus allen drei Nervenversor gungsgebieten zeigten deutliche axonale Schädigungszeichen. Das Hauptprob lem seien die extremen neuropathischen Schmerzen. Bei den Diagnosen führte er eine Schädigung des Plexus lumbosakralis auf ( Urk. 9/1). Mit Bericht vom 3. Juni 2011 diagnostizierte Dr. C.___ daraufhin eine inkomplette Schädi gung des Plexus lumbosakralis mit dem Schwerpunkt von peronealen und femoralen Anteilen, die sich in Besserung befände. Es zeige sich ein zufrieden stellender Verlauf mit günstiger Prognose. Kernspintomografisch sei kein Hämatom und keine behebbare Ursache der neurophysiologisch nachgewiese nen Schädigung des Plexus lumbosa k ralis ersichtlich ( Urk. 9/2). Am 2 4. Februar 2012 hielt die Uniklinik Z.___ nach einer klinisch - neurologischen und neu rologischen Verlaufskontrolle eine weitgehend rückläufige Nervenschädigung im Bereich des Plexus lumbosa k ralis fest. Der Befund habe sich gegenüber den früheren Messungen vom Juni 2011 eindeutig gebessert ( Urk. 3/25). 4. 3 Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 2 9. Januar 2014 gegenüber der Suva fest, a us neurologischer Sicht müsse die Ursache der persistierenden ausgeprägten Schmerzen und des Funktions defizits am linken Bein offen gelassen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt beständen klinisch und elektrophysiologisch keine sicheren H i nweise auf eine persistie rende Schädigung des Plexus lumbosakralis. Im Vordergrund stehe für ihn eine deutliche funktionelle Überlagerung beziehungsweise somatoforme Schmer zausweitung von myofaszialen Beschwerden am linken Bein ( Urk. 10/35). 4.4 Dr. A.___ von der Beschwerdegegnerin hielt am 1 3. Februar 2014 fest, er könne sowohl die Diagnosestellung einer Dysplasie (angeborene Fehlbildung des Hüft gelenks) als auch die Indikation zur Osteotomie (Herauslösen der Gelenkpfanne aus dem Becken mit stellungskorrigierender Fixation) in Würdigung der ärztli chen Dokumentation als auch aus eigener Einschätzung nachvollziehen und bestätigen. Beim zur Diskussion stehenden Eingriff handle es sich um ein etab liertes Verfahren und der vorliegende Operationsbericht liefere keinerlei Hin weise auf ein Abweichen vom Standard. Eine direkte Schädigung des Plexus lumbosa k ralis durch eine peria z etabuläre Osteotomie sei praktisch ausgeschlos sen. Denkbar se i jedoch eine indirekte Affektion aufgrund eines Zuges in Folge der intraoperativen Manipulationen. Angaben zur Auftretenswahrscheinlichkeit einer Irritation des Plexus lumbosa k ralis fänden sich in der ihm bekannten medizinischen Literatur nicht. Da es sich um eine lediglich vorübergehende Affektion handle, sei die klinische Relevanz auch von untergeordneter Bedeu tung. Es liege keine grobe, ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschick lichkeit vor ( Urk. 10/37 ). Dr. A.___ und Dr. B.___ von der Suva nahmen in der interdisziplinären neurologi schen und orthopädischen Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 Stellung zu den ihnen ergänzend neu vorgelegten neurologischen Untersuchungsberich ten. Sie hielten fest, es könne neurologisch anhand des klinischen und insbe sondere des elektrophysiologischen Verlaufs festgestellt werden, dass im Rahmen der Operation vom 2 7. April 2011 eine Läsion neuraler Strukturen im Sinne einer Traktion von Nervenstrukturen erfolgt sei. Nervenläsionen gehörten zu den allgemeinen Operationsrisiken und Eingriffe im Bereich des Hüftgelenks seien die häufigste Ursache operativer Beinplexuslähmungen. Bei einer Affek tion des Plexus lumbosa k ralis im Rahmen einer peria z etabulären Osteotomie handle es sich aus neurologischer Perspektive nicht um ein unerwartetes Ereig nis. Es fänden sich in den vorliegenden Dokumenten und im klinischen V erlauf keine Hinweise für eine grobe oder ausserordentliche Ungeschicklichkeit des Operationsteams ( Urk. 9/3). 5. 5.1 Tatsächlich ergeben sich w eder aus dem Operationsbericht ( Urk. 10/5/27-28) noch aus dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) noch aus den neurolo gischen Berichten (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) Hinweise auf grobe sowie ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar absichtliche Schädigungen anlässlich der Operation vom 2 7. April 201 1. Gemäss dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) fiel während der Operation vor allem die relativ schwache Knochenqualität auf, was darauf hin weist, dass sich zumindest keine den Anwesenden bewussten Vorfälle ausseror dentlicher Art ereigneten. Erstellt ist hingegen, dass sich anschliessend bereits während des Spitalaufenthalts ein schwieriger postoperativer Verlauf zeigte (vgl. E. 4). Die Versicherte selber liess in ihren beiden Recht s schriften ( Urk. 1, Urk. 12) nicht s zu Unregelmässigkeiten beim Ablauf der Operation aus führen. In der Replik liess sie geltend machen, es könne nicht auf die von der Suva eingehol ten medizinischen Beurteilungen abgestellt werden, da diese reine Parteibe hauptungen seien ( Urk. 12 S. 5). Dies überzeugt jedoch nicht, da gemäss ständi ger bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch den Berichten versicherungsinter ner Ärzte und Ärztinnen Beweiswert zukommt, wenn sie schlüssig sind (vgl. E. 1.3 ). Dies ist vorliegend der Fall, zumal sich auch aus den übrigen Akten keinerlei Hinweise auf ungewöhnliche Vorkommnisse anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ergeben. Basierend auf d e n neurologischen Berichten der Uniklinik Z.___ (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) ist erstellt, dass anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 eine Schädigung des Plexus lumbosakralis stattfand. Der Bericht von Dr. D.___ vom 2 9. Januar 2014 ( Urk. 10/35) steht dem nicht entgegen, denn er verfügte nicht über die diesbezüglich relevanten neuro - logischen Berichte, weshalb er sich bewusst zurückhaltend äusserte. Diese erlittene Nervenläsion wird im Übrigen von der Suva nicht bestritten ( Urk. 8). Weiter deckt sich die Feststellung einer Besserung durch Dr. D.___ mit den neurolo gischen Berichten der Uniklinik Z.___ ( Urk. 9/2, Urk. 3/25), wobei dies für die Frage, ob die Verletzung unfallbedingt erfolgte, nicht von Bedeutung ist. 5.2 Die anlässlich der Operation erfolgte Nervenverletzung erfolgte unplanmässig und stellt eine Komplikation dar. Doch bei einer Nervenläsion handelt es sich nicht um eine unerwartete Komplikation, mit welcher bei einer Operation nie mand rech net oder zu rechnen braucht. V ielmehr handelt es sich dabei um eine bei Operationen häufig auftretende Komplikation. Entsprechend wurde die Ver sicherte in der von ihr unterzeichneten Operationsaufklärung und -vollmacht über dieses Risiko aufgeklärt, wo unter den allgemeinen Komplikationen ins besondere die Schädigung von Nerven und Gefässen aufgeführt war ( Urk. 10/49/26-30). Von der Versicherten wurde nicht in Abrede gestellt, dass bei Operationen mit Nervenverletzungen gerechnet werden muss. Weiter w urde auch von der Versicherten nicht vorgebracht, dass die Operation ohne Indika tion vorgenommen worden sei oder mit ihr aussergewöhnliche Risiken einge gangen worden seien. Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die Versicherte brachte vor, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin behaupte, es liege kein Hinweis auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte vor, könne nicht ausschlaggebend für die Beurteilung sein ( Urk. 12 S. 5). Die Verwirklichung eines Risikos anlässlich einer Heilbehandlung genügt jedoch zur Erfüllung des Unfallbegriffs nicht, da ein Behandlungsfehler allein den Unfall begriff nur ausnahmsweise erfüllt (vgl. E. 1.2). Hinweise auf ein Fehlverhalten anlässlich der Operation fehlen jedoch nicht nur nach Ansicht der Suva, son dern sind tatsächlich in den Akten nicht vorhanden. Mehr als die Verwirkli chung ein es Behandlungsr isikos ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen nicht. 5. 3 Zusammenfassend sind die strengen Voraussetzungen nicht erfüllt, um dem medizinischen Eingriff vom 2 7. April 2011 ausnahmsweise den Charakter eines aussergewöhnlichen äusseren Faktors respektive einem allenfalls anlässlich dieses Eingriffs erfolgten Behandlungsfehler ausnahmsweise Unfall qual ität im Sinne von Art. 4 ATSG zuzuschreiben (vgl. E. 1. 2 ). 5. 4 Die Versicherte liess in der Beschwerde eventualiter die Einholung eines medizini schen Gutachtens beantragen. Dieses habe sich darüber zu äussern, ob anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ein medizinischer Sachverhalt vor gelegen habe, welcher dazu geführt habe, dass der gesetzliche Unfallbegriff erfüllt sei ( Urk. 1 S. 10-11). In der Replik hielt die Versicherte d aran fest, dass zentrale medizinische Fragen zur Diskussion ständen, welche durch ein Gerichtsgutachten abzuklären seien, falls der Unfallbegriff nicht bereits auf grund der Akte n als erfüllt betrachtet werde ( Urk. 12 S. 5). O b der versicherungsrechtliche Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt ist oder nicht, ist k eine medizinische, sondern eine rechtliche Frage. Da vom beantragten Gutachten hinsichtlich der zu beurteilenden Frage, ob das an sich genügend dokumentierte Ereignis, das heisst die Operation vom 2 7. April 2011, im Rahmen ihrer Durchführung einen Unfall im Rechtssinne mit sich brachte, daher keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist von der Veranlassung ei nes solchen im Sinne einer zulässigen antizipierten Beweiswürdigung abzuse hen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2). Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Massimo Aliotta - Schweizerische Unfallversicherungsanstalt - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigNaef

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2014.00286 I. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende Sozialversicherungsrichter Spitz Ersatzrichter Wilhelm Gerichtsschreiberin Naef Urteil vom 30. Juni 2015 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta Aliotta Rechtsanwälte Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1982, war seit dem 19. Juli 2010 bei der Y.___ GmbH als Sekretärin angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversi cherungsanstalt (Suva) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversi cherung (UVG) obligatorisch versichert. Mit Unfallmeldung vom 3. Juli 2012 liess die Versicherte der Suva mitteilen, ihr seien am 27. April 2011 in der Uni klinik Z.___ in Zürich bei einer Operation der linken Hüfte mehrere Nerven angerissen worden, was zu einer Lähmung vom Gesäss bis hinunter zu den Zehen geführt habe ( Urk. 10/1). Gemäss dem Operationsbericht der Uniklinik Z.___ handelte es sich beim Eingriff vom 27. April 2011 um eine linksseitige periaz etabuläre Beckenosteotomie (PAO) mit ventraler Arthrotomie und Taillie rung des Kopf-Halsüberganges ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht vom 18. Juli 2012 gab die Uniklinik Z.___ gegenüber der Suva an, der postoperative Verlauf habe sich während dem Klinikaufenthalt vom 27. April bis 1 2. Mai 2011 sehr verzögert gezeigt und ein neurologisches Konsilium habe eine Irritation de s Plexus l umbosakralis (Lenden-Kreuz-Geflecht von Nerven) f estgehalten ( Urk. 10/5/24-26). Mit Verfügung vom 23. Juli 2014 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 27. April 2011, da es sich dabei um keinen Unfall gehandelt habe und auch keine unfallähnliche Körperschädigung vorliege ( Urk. 10/ 46 ). Die von der Versicherten gegen diesen Entscheid am 4. September 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 10/49) wies die Suva mit Ein - sprach entscheid vom 5. November 2014 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta, mit Eingabe vom 5. Dezember 2014 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die Feststellung, dass die Suva die ent sprechenden unfallversicherungsrechtlichen Leistungen zu erbringen habe. Eventualiter beantragte sie die Einholung eines medizinischen Gerichtsgutach tens. Zudem beantragte sie die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und einer öffentlichen Verhandlung ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2015 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 8). Mit Verfügung vom 3. März 2015 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11). Am 13. April 2015 liess die Versicherte die Replik erstatten, wobei sie den prozessualen Antrag stellte, die von der Suva mit der Beschwerdeantwort eingereichte interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 11. Februar 2015 sei vollständig aus dem Recht zu weisen ( Urk. 12). Schliesslich erstattete die Suva am 1. Mai 2015 ihre Duplik ( Urk. 16). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Gemäss Art. 6 UVG werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs krankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3). Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund heit oder den Tod zur Folge hat. 1. 2 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). Die Grundsätze zum Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit gelten auch, wenn zu beurteilen ist, ob ein ärztlicher Eingriff den gesetzlichen Unfallbegriff erfüllt. Die Frage, ob eine ärztliche Vorkehr als mehr oder weniger ungewöhn licher äusserer Faktor zu betrachten sei, ist aufgrund objektiver medizinischer Kriterien zu beantworten. Sie ist nur dann zu bejahen, wenn die ärztliche Vor kehr als solche den Charakter des ungewöhnlichen äusseren Faktors aufweist; denn das Merkmal der Aussergewöhnlichkeit bezieht sich nach der Definition des Unfallbegriffs nicht auf die Wirkungen des äusseren Faktors, sondern allein auf diesen selber. Nach der Praxis ist es mit dem Erfordernis der Ausserge wöhnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine medizinische Massnahme in Frage steht. Damit eine solche Vorkehr als unge wöhnlicher äusserer Faktor qualifiziert werden kann, muss ihre Vornahme unter den jeweils gegebenen Umständen vom medizinisch Üblichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, entsprechend grosse Risiken in sich schliessen. Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, für welche die Unfallversicherung nicht leistungspflich tig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erfüllen, nämlich, wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Schädigungen handelt, mit denen niemand rech net noch zu rechnen braucht. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen Unfallversicherungsrechts vorliegt, beur teilt sich unabhängig davon, ob die beteiligte medizinische Fachperson einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder öffentlichrechtliche ) Haftung begründet. Ebenso wenig besteht eine Bindung an eine allfällige strafrechtliche Beurteilung des ärztlichen Verhaltens (BGE 121 V 35 E. 1b, 118 V 283 E. 2b, je mit Hin weisen auf Recht sprechung und Lehre). 1.3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt die blosse Möglichkeit genügt nicht, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Auch den Berichten und Gutach ten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beur teilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c). 2. 2.1 D ie kantonale n Rechtsmittelinstanz en haben grundsätzlich eine öffent liche Verhandlung anzu ordnen, wenn eine solche in einem im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Europä ischen Menschen rechts konvention ( EMRK ) zivilrechtlichen Prozess ausdrücklich oder zumindest kon klu dent beantragt worden ist. Nur ausnahmsweise kann es sich in solchen Fällen rechtfertigen, davon abzusehen. Es sind Fälle denkbar, in welchen von einer öffentlichen Verhandlung zum vornherein keine Auswirkun gen auf den zu fällenden Entscheid erwartet werden können und deren Anord nung deshalb im Hinblick auf die gebotene Verfahrensökonomie ohne Verlet zung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK unterbleiben kann. Dies trifft zum Beispiel dann z u, wenn einzig eine Rechtsfrage zur Diskussion steht, deren Antwort sich bereits klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Schweizerischen Bun desgerichts ergibt. In solchen Fällen ist die Beschwerde im erstinstanzlichen Verfahren zum vorn herein als aussichtslos zu qualifizieren, weshalb sich auch im Hinblick auf die von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleistete Verfahrensgarantie nicht beanstan den lässt, wenn das kantonale Gericht den Antrag auf Durch führung einer öf fentlichen Verhandlung ablehnt. Ein innert angemessener Frist abgewickelter Prozess kann unter Mitbe - rücksichti gung des Gebots der Verfahrenserledigung und prozessökono mischer Überlegungen ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung den Anforderungen des Art. 6 Ziff. 1 EMRK genügen, wenn ausschliesslich rechtli che oder hochtechnische Fragen zu beurteilen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_52/2007 vom 1 0. Januar 2008 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung lässt ein Absehen von einer öffentlichen Verhandlung im Übrigen zu, wenn die Beurteilung eines umstrittenen Sachverhaltes nicht vom persönlichen Eindruck der Parteien, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Anders verhält es sich, wenn nicht von vornherein unerhebliche Beweismassnahmen beantragt werden, die naturgemäss nur in einer Verhandlung durchgeführt werden können, wie Zeugen- oder Parteieinvernahmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2 mit Hinweisen). 2.2 Vorliegend geht es um die Beurteilung der Rechtsfrage, ob im Rahmen des medizi nischen Eingriff s vom 2 7. April 2011 Vorkehren getroffen wurden, die aufgrund ihrer Art und ihres Ausmasses auf ein Unfallereignis im versiche rungsrechtlichen Sinn gemäss Art. 4 ATSG schliessen lassen. Deren Beantwor tung ergibt sich klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Bundesge richts, so dass sich die Durchführung einer Verhandlung als nicht notwendig erweist. Zudem hängt die Beurteilung des Sachverhaltes nicht in erster Linie vom persönlichen Eindruck der Parteien ab. Weiter liess d ie Versicherte zwar eventualiter die Erstellung eines Gutachtens beantragen ( Urk. 1, Urk. 12), hat jedoch keine Beweismassnahmen beantragt, die nur in einer Verhandlung durchgeführt werden könnten. Es ist daher von der Durchführung einer öffentli chen Verhandlung abzusehen. 2. 3 Weiter stellte die Versicherte in ihrer Replik vom 1 3. April 2015 ( Urk. 12) den prozessualen Antrag, d ie interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 aus dem Recht zu weisen. Tatsächlich ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitge genstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfü gung durch Erlass einer neuen abzielen. Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was in diesem Verfahrensstadium noch als zulässiges Verwaltungsh andeln bezeichnet werden kann, bilden die inhaltliche Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung für die Sache und die zeitliche Intensität der Abklärungsbedürftigkeit im Verfügungszeitpunkt: Punktuelle Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen usw. oder auch Rückfragen beim Arzt oder andern Auskunftspersonen) werden in aller Regel zulässig sein, nicht aber eine medizinische Begutachtung oder vergleichbare Beweismassnah men wegen ihrer Tragweite für den verfügten und richterlich zu überprüfenden Standpunkt. Bei solchen erfahrungsgemäss zeitraubenden Abklärungen kann zudem auch nicht mehr von einer richterlich zu fördernden Prozessökonomie gesprochen werden (BGE 127 V 228 E. 2 b) aa ) und E. 2 b) bb ) mit Hinweisen). 2.4 Die Versicherte liess mit der Beschwerde medizinische Berichte einreichen, welche sich nicht in den Akten befanden, insbesondere betreffend neurologische Untersuchungen ( Urk. 3/19, Urk. 3/25). Daraufhin hat die Suva weitere solche neurologischen Berichte erhältlich gemacht ( Urk. 9/1, Urk. 9/2) und alle diese neurologischen Berichte Dr. med. A.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, sowie Dr. med. B.___, Fachärztin für Neurologie, zur ergänzenden Stellung nahme vorgelegt. Dieses Vorgehen erscheint sinnvoll und führte auch zu keiner zeitlichen Verzögerung, da die Abklärung innert der Frist zur Erstattung der Beschwerdeantwort vorgenommen werden konnte. Es wurde mit Verfügung vom 3. März 2015 ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11), so dass die Versicherte zum ärztlichen Bericht vom 1 1. Februar 2015 Stellung nehmen konnte und ihr rechtliches Gehör nicht verletzt wurde. Anzumerken ist, dass dieser dreiseitige ärztliche Bericht entgegen der Ansicht der Versicherten ( Urk. 12 S. 4) keiner umfangreichen medizinischen Begutachtung entspricht. Zudem änderte diese während dem Verfahren durchgeführte Abklärung nichts an der Beurteilung der Suva, den Leistungsanspruch der Versicherten, mangels Vorliegens eines Unfalls im versicherungsrechtlichen Sinne, zu verneinen (vgl. Urk. 8). 3. Die Suva stellte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 5. November 2014 sowie in ihrer Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2015 zusammengefasst auf den Standpunkt, dass der operative Eingriff vom 2 7. April 2011 den Unfallbe griff mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt habe. Bei der Operation sei weder vom medizinisch Üblichen abgewichen worden, noch habe diese ein ausserordentliches Risiko in sich geschlossen. Es habe sich auch nicht um eine grobe ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschicklichkeit gehandelt ( Urk. 2 S. 8, Urk. 8 ). Demgegenüber beantragte die Versicherte in ihrer Beschwerde vom 5. Dezember 2014 die Feststellung, dass die Suva aufgrund der Operation vom 2 7. April 2011 unfallversicherungsrechtliche Leistungen zu erbringen habe ( Urk. 1). In der Replik liess sie ausführen, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin Hinweise auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte im Rahmen der Operation verneine, könne für die Beurteilung nicht massgebend sein ( Urk. 12 S. 5). 4. 4.1 Die in Frage stehende Operation, eine peria z etabuläre Beckenosteotomie, wurde am 2 7. April 2011 aufgrund einer symptomatischen Hüftgelenkdysplasie mit Coxa valga und antetorta in der Uniklinik Z.___ vorgenommen ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht zur Hospitalisation hielt die Uniklinik Z.___ am 1 8. Juli 2012 gegenüber dem Vertrauensarzt der Suva fest, der postoperative Verlauf zeige sich sehr verzögert und die Versicherte sei nur schwer mobili - sierbar, sie bewege sich nur sehr vorsichtig. Wegen zunehmend vorhandener Sensibilitätsstörungen am Unterschenkel sowie Kraftlosigkeit der Kniereflexoren und Fussmuskeln sei ein neurologisches Konsilium erfolgt, welche s die Diagnose einer Irritation des Plexus lumbosakralis genannt habe. Bei neuro - pathischem Schmerz und darauffolgender Schlafstörung sei eine Therapie mit Lyrica begonnen worden. Es wurde festgehalten, während der Operation sei vor allem die für das Alter relativ schwache Knochenqualität aufgefallen, weshalb der Hausarzt um eine Osteoporose-Abklärung ersucht werde ( Urk. 10/5/ 24 - 26 ). 4.2 Am 6. Mai 2011 führte Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, von der Uni klinik Z.___ eine neurologische und neurophysiolog ische Notfalluntersu chung durch. Er diagnostizierte im Bericht vom 9. Mai 2011 einen neuropathi schen Schmerz im linken Bein bei einer postoperativen Irritation des Plexus lumbosakralis. Diese Irritation sei Ursache der am ehesten neuropathischen Beschwerden im linken Bein ( Urk. 3/19). Im Bericht zur Verlaufsuntersuchung hielt Dr. C.___ am 2 3. Mai 2011 fest, Muskeln aus allen drei Nervenversor gungsgebieten zeigten deutliche axonale Schädigungszeichen. Das Hauptprob lem seien die extremen neuropathischen Schmerzen. Bei den Diagnosen führte er eine Schädigung des Plexus lumbosakralis auf ( Urk. 9/1). Mit Bericht vom 3. Juni 2011 diagnostizierte Dr. C.___ daraufhin eine inkomplette Schädi gung des Plexus lumbosakralis mit dem Schwerpunkt von peronealen und femoralen Anteilen, die sich in Besserung befände. Es zeige sich ein zufrieden stellender Verlauf mit günstiger Prognose. Kernspintomografisch sei kein Hämatom und keine behebbare Ursache der neurophysiologisch nachgewiese nen Schädigung des Plexus lumbosa k ralis ersichtlich ( Urk. 9/2). Am 2 4. Februar 2012 hielt die Uniklinik Z.___ nach einer klinisch - neurologischen und neu rologischen Verlaufskontrolle eine weitgehend rückläufige Nervenschädigung im Bereich des Plexus lumbosa k ralis fest. Der Befund habe sich gegenüber den früheren Messungen vom Juni 2011 eindeutig gebessert ( Urk. 3/25). 4. 3 Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 2 9. Januar 2014 gegenüber der Suva fest, a us neurologischer Sicht müsse die Ursache der persistierenden ausgeprägten Schmerzen und des Funktions defizits am linken Bein offen gelassen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt beständen klinisch und elektrophysiologisch keine sicheren H i nweise auf eine persistie rende Schädigung des Plexus lumbosakralis. Im Vordergrund stehe für ihn eine deutliche funktionelle Überlagerung beziehungsweise somatoforme Schmer zausweitung von myofaszialen Beschwerden am linken Bein ( Urk. 10/35). 4.4 Dr. A.___ von der Beschwerdegegnerin hielt am 1 3. Februar 2014 fest, er könne sowohl die Diagnosestellung einer Dysplasie (angeborene Fehlbildung des Hüft gelenks) als auch die Indikation zur Osteotomie (Herauslösen der Gelenkpfanne aus dem Becken mit stellungskorrigierender Fixation) in Würdigung der ärztli chen Dokumentation als auch aus eigener Einschätzung nachvollziehen und bestätigen. Beim zur Diskussion stehenden Eingriff handle es sich um ein etab liertes Verfahren und der vorliegende Operationsbericht liefere keinerlei Hin weise auf ein Abweichen vom Standard. Eine direkte Schädigung des Plexus lumbosa k ralis durch eine peria z etabuläre Osteotomie sei praktisch ausgeschlos sen. Denkbar se i jedoch eine indirekte Affektion aufgrund eines Zuges in Folge der intraoperativen Manipulationen. Angaben zur Auftretenswahrscheinlichkeit einer Irritation des Plexus lumbosa k ralis fänden sich in der ihm bekannten medizinischen Literatur nicht. Da es sich um eine lediglich vorübergehende Affektion handle, sei die klinische Relevanz auch von untergeordneter Bedeu tung. Es liege keine grobe, ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschick lichkeit vor ( Urk. 10/37 ). Dr. A.___ und Dr. B.___ von der Suva nahmen in der interdisziplinären neurologi schen und orthopädischen Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 Stellung zu den ihnen ergänzend neu vorgelegten neurologischen Untersuchungsberich ten. Sie hielten fest, es könne neurologisch anhand des klinischen und insbe sondere des elektrophysiologischen Verlaufs festgestellt werden, dass im Rahmen der Operation vom 2 7. April 2011 eine Läsion neuraler Strukturen im Sinne einer Traktion von Nervenstrukturen erfolgt sei. Nervenläsionen gehörten zu den allgemeinen Operationsrisiken und Eingriffe im Bereich des Hüftgelenks seien die häufigste Ursache operativer Beinplexuslähmungen. Bei einer Affek tion des Plexus lumbosa k ralis im Rahmen einer peria z etabulären Osteotomie handle es sich aus neurologischer Perspektive nicht um ein unerwartetes Ereig nis. Es fänden sich in den vorliegenden Dokumenten und im klinischen V erlauf keine Hinweise für eine grobe oder ausserordentliche Ungeschicklichkeit des Operationsteams ( Urk. 9/3). 5. 5.1 Tatsächlich ergeben sich w eder aus dem Operationsbericht ( Urk. 10/5/27-28) noch aus dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) noch aus den neurolo gischen Berichten (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) Hinweise auf grobe sowie ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar absichtliche Schädigungen anlässlich der Operation vom 2 7. April 201 1. Gemäss dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) fiel während der Operation vor allem die relativ schwache Knochenqualität auf, was darauf hin weist, dass sich zumindest keine den Anwesenden bewussten Vorfälle ausseror dentlicher Art ereigneten. Erstellt ist hingegen, dass sich anschliessend bereits während des Spitalaufenthalts ein schwieriger postoperativer Verlauf zeigte (vgl. E. 4). Die Versicherte selber liess in ihren beiden Recht s schriften ( Urk. 1, Urk. 12) nicht s zu Unregelmässigkeiten beim Ablauf der Operation aus führen. In der Replik liess sie geltend machen, es könne nicht auf die von der Suva eingehol ten medizinischen Beurteilungen abgestellt werden, da diese reine Parteibe hauptungen seien ( Urk. 12 S. 5). Dies überzeugt jedoch nicht, da gemäss ständi ger bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch den Berichten versicherungsinter ner Ärzte und Ärztinnen Beweiswert zukommt, wenn sie schlüssig sind (vgl. E. 1.3 ). Dies ist vorliegend der Fall, zumal sich auch aus den übrigen Akten keinerlei Hinweise auf ungewöhnliche Vorkommnisse anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ergeben. Basierend auf d e n neurologischen Berichten der Uniklinik Z.___ (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) ist erstellt, dass anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 eine Schädigung des Plexus lumbosakralis stattfand. Der Bericht von Dr. D.___ vom 2 9. Januar 2014 ( Urk. 10/35) steht dem nicht entgegen, denn er verfügte nicht über die diesbezüglich relevanten neuro - logischen Berichte, weshalb er sich bewusst zurückhaltend äusserte. Diese erlittene Nervenläsion wird im Übrigen von der Suva nicht bestritten ( Urk. 8). Weiter deckt sich die Feststellung einer Besserung durch Dr. D.___ mit den neurolo gischen Berichten der Uniklinik Z.___ ( Urk. 9/2, Urk. 3/25), wobei dies für die Frage, ob die Verletzung unfallbedingt erfolgte, nicht von Bedeutung ist. 5.2 Die anlässlich der Operation erfolgte Nervenverletzung erfolgte unplanmässig und stellt eine Komplikation dar. Doch bei einer Nervenläsion handelt es sich nicht um eine unerwartete Komplikation, mit welcher bei einer Operation nie mand rech net oder zu rechnen braucht. V ielmehr handelt es sich dabei um eine bei Operationen häufig auftretende Komplikation. Entsprechend wurde die Ver sicherte in der von ihr unterzeichneten Operationsaufklärung und -vollmacht über dieses Risiko aufgeklärt, wo unter den allgemeinen Komplikationen ins besondere die Schädigung von Nerven und Gefässen aufgeführt war ( Urk. 10/49/26-30). Von der Versicherten wurde nicht in Abrede gestellt, dass bei Operationen mit Nervenverletzungen gerechnet werden muss. Weiter w urde auch von der Versicherten nicht vorgebracht, dass die Operation ohne Indika tion vorgenommen worden sei oder mit ihr aussergewöhnliche Risiken einge gangen worden seien. Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die Versicherte brachte vor, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin behaupte, es liege kein Hinweis auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte vor, könne nicht ausschlaggebend für die Beurteilung sein ( Urk. 12 S. 5). Die Verwirklichung eines Risikos anlässlich einer Heilbehandlung genügt jedoch zur Erfüllung des Unfallbegriffs nicht, da ein Behandlungsfehler allein den Unfall begriff nur ausnahmsweise erfüllt (vgl. E. 1.2). Hinweise auf ein Fehlverhalten anlässlich der Operation fehlen jedoch nicht nur nach Ansicht der Suva, son dern sind tatsächlich in den Akten nicht vorhanden. Mehr als die Verwirkli chung ein es Behandlungsr isikos ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen nicht. 5. 3 Zusammenfassend sind die strengen Voraussetzungen nicht erfüllt, um dem medizinischen Eingriff vom 2 7. April 2011 ausnahmsweise den Charakter eines aussergewöhnlichen äusseren Faktors respektive einem allenfalls anlässlich dieses Eingriffs erfolgten Behandlungsfehler ausnahmsweise Unfall qual ität im Sinne von Art. 4 ATSG zuzuschreiben (vgl. E. 1. 2 ). 5. 4 Die Versicherte liess in der Beschwerde eventualiter die Einholung eines medizini schen Gutachtens beantragen. Dieses habe sich darüber zu äussern, ob anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ein medizinischer Sachverhalt vor gelegen habe, welcher dazu geführt habe, dass der gesetzliche Unfallbegriff erfüllt sei ( Urk. 1 S. 10-11). In der Replik hielt die Versicherte d aran fest, dass zentrale medizinische Fragen zur Diskussion ständen, welche durch ein Gerichtsgutachten abzuklären seien, falls der Unfallbegriff nicht bereits auf grund der Akte n als erfüllt betrachtet werde ( Urk. 12 S. 5). O b der versicherungsrechtliche Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt ist oder nicht, ist k eine medizinische, sondern eine rechtliche Frage. Da vom beantragten Gutachten hinsichtlich der zu beurteilenden Frage, ob das an sich genügend dokumentierte Ereignis, das heisst die Operation vom 2 7. April 2011, im Rahmen ihrer Durchführung einen Unfall im Rechtssinne mit sich brachte, daher keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist von der Veranlassung ei nes solchen im Sinne einer zulässigen antizipierten Beweiswürdigung abzuse hen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2). Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Massimo Aliotta - Schweizerische Unfallversicherungsanstalt - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GrünigNaef

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2014.00286 UV.2014.00286

UV.2014.00286 I. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende

Sozialversicherungsrichter Spitz

Ersatzrichter Wilhelm

Gerichtsschreiberin Naef

Urteil vom 30. Juni 2015

Urteil vom 30. Juni 2015 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta

vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta Aliotta Rechtsanwälte

Aliotta Rechtsanwälte Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur

Obergasse 20, Postfach 1508, 8401 Winterthur gegen

gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Rechtsabteilung

Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern

Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1982, war seit dem 19. Juli 2010 bei der Y.___ GmbH als Sekretärin angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversi cherungsanstalt (Suva) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversi cherung (UVG) obligatorisch versichert. Mit Unfallmeldung vom 3. Juli 2012 liess die Versicherte der Suva mitteilen, ihr seien am 27. April 2011 in der Uni klinik Z.___ in Zürich bei einer Operation der linken Hüfte mehrere Nerven angerissen worden, was zu einer Lähmung vom Gesäss bis hinunter zu den Zehen geführt habe ( Urk. 10/1). Gemäss dem Operationsbericht der Uniklinik Z.___ handelte es sich beim Eingriff vom 27. April 2011 um eine linksseitige periaz etabuläre Beckenosteotomie (PAO) mit ventraler Arthrotomie und Taillie rung des Kopf-Halsüberganges ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht vom 18. Juli 2012 gab die Uniklinik Z.___ gegenüber der Suva an, der postoperative Verlauf habe sich während dem Klinikaufenthalt vom 27. April bis 1 2. Mai 2011 sehr verzögert gezeigt und ein neurologisches Konsilium habe eine Irritation de s Plexus l umbosakralis (Lenden-Kreuz-Geflecht von Nerven) f estgehalten ( Urk. 10/5/24-26).

1. X.___, geboren 1982, war seit dem 19. Juli 2010 bei der Y.___ GmbH als Sekretärin angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversi cherungsanstalt (Suva) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversi cherung (UVG) obligatorisch versichert. Mit Unfallmeldung vom 3. Juli 2012 liess die Versicherte der Suva mitteilen, ihr seien am 27. April 2011 in der Uni klinik Z.___ in Zürich bei einer Operation der linken Hüfte mehrere Nerven angerissen worden, was zu einer Lähmung vom Gesäss bis hinunter zu den Zehen geführt habe ( Urk. 10/1). Gemäss dem Operationsbericht der Uniklinik Z.___ handelte es sich beim Eingriff vom 27. April 2011 um eine linksseitige periaz etabuläre Beckenosteotomie (PAO) mit ventraler Arthrotomie und Taillie rung des Kopf-Halsüberganges ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht vom 18. Juli 2012 gab die Uniklinik Z.___ gegenüber der Suva an, der postoperative Verlauf habe sich während dem Klinikaufenthalt vom 27. April bis 1 2. Mai 2011 sehr verzögert gezeigt und ein neurologisches Konsilium habe eine Irritation de s Plexus l umbosakralis (Lenden-Kreuz-Geflecht von Nerven) f estgehalten ( Urk. 10/5/24-26). Mit Verfügung vom 23. Juli 2014 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 27. April 2011, da es sich dabei um keinen Unfall gehandelt habe und auch keine unfallähnliche Körperschädigung vorliege ( Urk. 10/ 46 ). Die von der Versicherten gegen diesen Entscheid am 4. September 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 10/49) wies die Suva mit Ein - sprach entscheid vom 5. November 2014 ab ( Urk. 2).

Mit Verfügung vom 23. Juli 2014 verneinte die Suva ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 27. April 2011, da es sich dabei um keinen Unfall gehandelt habe und auch keine unfallähnliche Körperschädigung vorliege ( Urk. 10/ 46 ). Die von der Versicherten gegen diesen Entscheid am 4. September 2014 erhobene Einsprache ( Urk. 10/49) wies die Suva mit Ein sprach entscheid vom 5. November 2014 ab ( Urk. 2). 2. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta, mit Eingabe vom 5. Dezember 2014 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die Feststellung, dass die Suva die ent sprechenden unfallversicherungsrechtlichen Leistungen zu erbringen habe. Eventualiter beantragte sie die Einholung eines medizinischen Gerichtsgutach tens. Zudem beantragte sie die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und einer öffentlichen Verhandlung ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2015 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 8). Mit Verfügung vom 3. März 2015 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11). Am 13. April 2015 liess die Versicherte die Replik erstatten, wobei sie den prozessualen Antrag stellte, die von der Suva mit der Beschwerdeantwort eingereichte interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 11. Februar 2015 sei vollständig aus dem Recht zu weisen ( Urk. 12). Schliesslich erstattete die Suva am 1. Mai 2015 ihre Duplik ( Urk. 16).

2. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Massimo Aliotta, mit Eingabe vom 5. Dezember 2014 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie die Feststellung, dass die Suva die ent sprechenden unfallversicherungsrechtlichen Leistungen zu erbringen habe. Eventualiter beantragte sie die Einholung eines medizinischen Gerichtsgutach tens. Zudem beantragte sie die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels und einer öffentlichen Verhandlung ( Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2015 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde ( Urk. 8). Mit Verfügung vom 3. März 2015 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11). Am 13. April 2015 liess die Versicherte die Replik erstatten, wobei sie den prozessualen Antrag stellte, die von der Suva mit der Beschwerdeantwort eingereichte interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 11. Februar 2015 sei vollständig aus dem Recht zu weisen ( Urk. 12). Schliesslich erstattete die Suva am 1. Mai 2015 ihre Duplik ( Urk. 16). Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Gemäss Art. 6 UVG werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs krankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3).

1.1 Gemäss Art. 6 UVG werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs krankheiten gewährt ( Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen ( Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden ( Abs. 3). Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund heit oder den Tod zur Folge hat.

Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund heit oder den Tod zur Folge hat. 1. 2 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).

1. 2 Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Be griffsmerkmal der Ungewöhnlich keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis). Die Grundsätze zum Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit gelten auch, wenn zu beurteilen ist, ob ein ärztlicher Eingriff den gesetzlichen Unfallbegriff erfüllt. Die Frage, ob eine ärztliche Vorkehr als mehr oder weniger ungewöhn licher äusserer Faktor zu betrachten sei, ist aufgrund objektiver medizinischer Kriterien zu beantworten. Sie ist nur dann zu bejahen, wenn die ärztliche Vor kehr als solche den Charakter des ungewöhnlichen äusseren Faktors aufweist; denn das Merkmal der Aussergewöhnlichkeit bezieht sich nach der Definition des Unfallbegriffs nicht auf die Wirkungen des äusseren Faktors, sondern allein auf diesen selber. Nach der Praxis ist es mit dem Erfordernis der Ausserge wöhnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine medizinische Massnahme in Frage steht. Damit eine solche Vorkehr als unge wöhnlicher äusserer Faktor qualifiziert werden kann, muss ihre Vornahme unter den jeweils gegebenen Umständen vom medizinisch Üblichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, entsprechend grosse Risiken in sich schliessen. Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, für welche die Unfallversicherung nicht leistungspflich tig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erfüllen, nämlich, wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Schädigungen handelt, mit denen niemand rech net noch zu rechnen braucht. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen Unfallversicherungsrechts vorliegt, beur teilt sich unabhängig davon, ob die beteiligte medizinische Fachperson einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder öffentlichrechtliche ) Haftung begründet. Ebenso wenig besteht eine Bindung an eine allfällige strafrechtliche Beurteilung des ärztlichen Verhaltens (BGE 121 V 35 E. 1b, 118 V 283 E. 2b, je mit Hin weisen auf Recht sprechung und Lehre).

Die Grundsätze zum Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit gelten auch, wenn zu beurteilen ist, ob ein ärztlicher Eingriff den gesetzlichen Unfallbegriff erfüllt. Die Frage, ob eine ärztliche Vorkehr als mehr oder weniger ungewöhn licher äusserer Faktor zu betrachten sei, ist aufgrund objektiver medizinischer Kriterien zu beantworten. Sie ist nur dann zu bejahen, wenn die ärztliche Vor kehr als solche den Charakter des ungewöhnlichen äusseren Faktors aufweist; denn das Merkmal der Aussergewöhnlichkeit bezieht sich nach der Definition des Unfallbegriffs nicht auf die Wirkungen des äusseren Faktors, sondern allein auf diesen selber. Nach der Praxis ist es mit dem Erfordernis der Ausserge wöhnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine medizinische Massnahme in Frage steht. Damit eine solche Vorkehr als unge wöhnlicher äusserer Faktor qualifiziert werden kann, muss ihre Vornahme unter den jeweils gegebenen Umständen vom medizinisch Üblichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, entsprechend grosse Risiken in sich schliessen. Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, für welche die Unfallversicherung nicht leistungspflich tig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erfüllen, nämlich, wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Schädigungen handelt, mit denen niemand rech net noch zu rechnen braucht. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen Unfallversicherungsrechts vorliegt, beur teilt sich unabhängig davon, ob die beteiligte medizinische Fachperson einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder öffentlichrechtliche ) Haftung begründet. Ebenso wenig besteht eine Bindung an eine allfällige strafrechtliche Beurteilung des ärztlichen Verhaltens (BGE 121 V 35 E. 1b, 118 V 283 E. 2b, je mit Hin weisen auf Recht sprechung und Lehre). 1.3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt die blosse Möglichkeit genügt nicht, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).

1.3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Beste hen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt die blosse Möglichkeit genügt nicht, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Auch den Berichten und Gutach ten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beur teilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).

Auch den Berichten und Gutach ten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beur teilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c). 2.

2. 2.1 D ie kantonale n Rechtsmittelinstanz en haben grundsätzlich eine öffent liche Verhandlung anzu ordnen, wenn eine solche in einem im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Europä ischen Menschen rechts konvention ( EMRK ) zivilrechtlichen Prozess ausdrücklich oder zumindest kon klu dent beantragt worden ist. Nur ausnahmsweise kann es sich in solchen Fällen rechtfertigen, davon abzusehen. Es sind Fälle denkbar, in welchen von einer öffentlichen Verhandlung zum vornherein keine Auswirkun gen auf den zu fällenden Entscheid erwartet werden können und deren Anord nung deshalb im Hinblick auf die gebotene Verfahrensökonomie ohne Verlet zung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK unterbleiben kann. Dies trifft zum Beispiel dann z u, wenn einzig eine Rechtsfrage zur Diskussion steht, deren Antwort sich bereits klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Schweizerischen Bun desgerichts ergibt. In solchen Fällen ist die Beschwerde im erstinstanzlichen Verfahren zum vorn herein als aussichtslos zu qualifizieren, weshalb sich auch im Hinblick auf die von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleistete Verfahrensgarantie nicht beanstan den lässt, wenn das kantonale Gericht den Antrag auf Durch führung einer öf fentlichen Verhandlung ablehnt.

2.1 D ie kantonale n Rechtsmittelinstanz en haben grundsätzlich eine öffent liche Verhandlung anzu ordnen, wenn eine solche in einem im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 der Europä ischen Menschen rechts konvention ( EMRK ) zivilrechtlichen Prozess ausdrücklich oder zumindest kon klu dent beantragt worden ist. Nur ausnahmsweise kann es sich in solchen Fällen rechtfertigen, davon abzusehen. Es sind Fälle denkbar, in welchen von einer öffentlichen Verhandlung zum vornherein keine Auswirkun gen auf den zu fällenden Entscheid erwartet werden können und deren Anord nung deshalb im Hinblick auf die gebotene Verfahrensökonomie ohne Verlet zung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK unterbleiben kann. Dies trifft zum Beispiel dann z u, wenn einzig eine Rechtsfrage zur Diskussion steht, deren Antwort sich bereits klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Schweizerischen Bun desgerichts ergibt. In solchen Fällen ist die Beschwerde im erstinstanzlichen Verfahren zum vorn herein als aussichtslos zu qualifizieren, weshalb sich auch im Hinblick auf die von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleistete Verfahrensgarantie nicht beanstan den lässt, wenn das kantonale Gericht den Antrag auf Durch führung einer öf fentlichen Verhandlung ablehnt. Ein innert angemessener Frist abgewickelter Prozess kann unter Mitbe - rücksichti gung des Gebots der Verfahrenserledigung und prozessökono mischer Überlegungen ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung den Anforderungen des Art. 6 Ziff. 1 EMRK genügen, wenn ausschliesslich rechtli che oder hochtechnische Fragen zu beurteilen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_52/2007 vom 1 0. Januar 2008 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung lässt ein Absehen von einer öffentlichen Verhandlung im Übrigen zu, wenn die Beurteilung eines umstrittenen Sachverhaltes nicht vom persönlichen Eindruck der Parteien, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Anders verhält es sich, wenn nicht von vornherein unerhebliche Beweismassnahmen beantragt werden, die naturgemäss nur in einer Verhandlung durchgeführt werden können, wie Zeugen- oder Parteieinvernahmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2 mit Hinweisen).

Ein innert angemessener Frist abgewickelter Prozess kann unter Mitbe rücksichti gung des Gebots der Verfahrenserledigung und prozessökono mischer Überlegungen ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung den Anforderungen des Art. 6 Ziff. 1 EMRK genügen, wenn ausschliesslich rechtli che oder hochtechnische Fragen zu beurteilen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_52/2007 vom 1 0. Januar 2008 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung lässt ein Absehen von einer öffentlichen Verhandlung im Übrigen zu, wenn die Beurteilung eines umstrittenen Sachverhaltes nicht vom persönlichen Eindruck der Parteien, sondern in erster Linie von den Akten abhängt. Anders verhält es sich, wenn nicht von vornherein unerhebliche Beweismassnahmen beantragt werden, die naturgemäss nur in einer Verhandlung durchgeführt werden können, wie Zeugen- oder Parteieinvernahmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2 mit Hinweisen). 2.2 Vorliegend geht es um die Beurteilung der Rechtsfrage, ob im Rahmen des medizi nischen Eingriff s vom 2 7. April 2011 Vorkehren getroffen wurden, die aufgrund ihrer Art und ihres Ausmasses auf ein Unfallereignis im versiche rungsrechtlichen Sinn gemäss Art. 4 ATSG schliessen lassen. Deren Beantwor tung ergibt sich klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Bundesge richts, so dass sich die Durchführung einer Verhandlung als nicht notwendig erweist. Zudem hängt die Beurteilung des Sachverhaltes nicht in erster Linie vom persönlichen Eindruck der Parteien ab. Weiter liess d ie Versicherte zwar eventualiter die Erstellung eines Gutachtens beantragen ( Urk. 1, Urk. 12), hat jedoch keine Beweismassnahmen beantragt, die nur in einer Verhandlung durchgeführt werden könnten. Es ist daher von der Durchführung einer öffentli chen Verhandlung abzusehen.

2.2 Vorliegend geht es um die Beurteilung der Rechtsfrage, ob im Rahmen des medizi nischen Eingriff s vom 2 7. April 2011 Vorkehren getroffen wurden, die aufgrund ihrer Art und ihres Ausmasses auf ein Unfallereignis im versiche rungsrechtlichen Sinn gemäss Art. 4 ATSG schliessen lassen. Deren Beantwor tung ergibt sich klar aus der veröffentlichten Rechtsprechung des Bundesge richts, so dass sich die Durchführung einer Verhandlung als nicht notwendig erweist. Zudem hängt die Beurteilung des Sachverhaltes nicht in erster Linie vom persönlichen Eindruck der Parteien ab. Weiter liess d ie Versicherte zwar eventualiter die Erstellung eines Gutachtens beantragen ( Urk. 1, Urk. 12), hat jedoch keine Beweismassnahmen beantragt, die nur in einer Verhandlung durchgeführt werden könnten. Es ist daher von der Durchführung einer öffentli chen Verhandlung abzusehen. 2. 3 Weiter stellte die Versicherte in ihrer Replik vom 1 3. April 2015 ( Urk. 12) den prozessualen Antrag, d ie interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 aus dem Recht zu weisen. Tatsächlich ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitge genstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfü gung durch Erlass einer neuen abzielen. Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was in diesem Verfahrensstadium noch als zulässiges Verwaltungsh andeln bezeichnet werden kann, bilden die inhaltliche Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung für die Sache und die zeitliche Intensität der Abklärungsbedürftigkeit im Verfügungszeitpunkt: Punktuelle Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen usw. oder auch Rückfragen beim Arzt oder andern Auskunftspersonen) werden in aller Regel zulässig sein, nicht aber eine medizinische Begutachtung oder vergleichbare Beweismassnah men wegen ihrer Tragweite für den verfügten und richterlich zu überprüfenden Standpunkt. Bei solchen erfahrungsgemäss zeitraubenden Abklärungen kann zudem auch nicht mehr von einer richterlich zu fördernden Prozessökonomie gesprochen werden (BGE 127 V 228 E. 2 b) aa ) und E. 2 b) bb ) mit Hinweisen).

2. 3 Weiter stellte die Versicherte in ihrer Replik vom 1 3. April 2015 ( Urk. 12) den prozessualen Antrag, d ie interdisziplinäre neurologische und orthopädische Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 aus dem Recht zu weisen. Tatsächlich ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitge genstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfü gung durch Erlass einer neuen abzielen. Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was in diesem Verfahrensstadium noch als zulässiges Verwaltungsh andeln bezeichnet werden kann, bilden die inhaltliche Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung für die Sache und die zeitliche Intensität der Abklärungsbedürftigkeit im Verfügungszeitpunkt: Punktuelle Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen usw. oder auch Rückfragen beim Arzt oder andern Auskunftspersonen) werden in aller Regel zulässig sein, nicht aber eine medizinische Begutachtung oder vergleichbare Beweismassnah men wegen ihrer Tragweite für den verfügten und richterlich zu überprüfenden Standpunkt. Bei solchen erfahrungsgemäss zeitraubenden Abklärungen kann zudem auch nicht mehr von einer richterlich zu fördernden Prozessökonomie gesprochen werden (BGE 127 V 228 E. 2 b) aa ) und E. 2 b) bb ) mit Hinweisen). 2.4 Die Versicherte liess mit der Beschwerde medizinische Berichte einreichen, welche sich nicht in den Akten befanden, insbesondere betreffend neurologische Untersuchungen ( Urk. 3/19, Urk. 3/25). Daraufhin hat die Suva weitere solche neurologischen Berichte erhältlich gemacht ( Urk. 9/1, Urk. 9/2) und alle diese neurologischen Berichte Dr. med. A.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, sowie Dr. med. B.___, Fachärztin für Neurologie, zur ergänzenden Stellung nahme vorgelegt. Dieses Vorgehen erscheint sinnvoll und führte auch zu keiner zeitlichen Verzögerung, da die Abklärung innert der Frist zur Erstattung der Beschwerdeantwort vorgenommen werden konnte. Es wurde mit Verfügung vom 3. März 2015 ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11), so dass die Versicherte zum ärztlichen Bericht vom 1 1. Februar 2015 Stellung nehmen konnte und ihr rechtliches Gehör nicht verletzt wurde. Anzumerken ist, dass dieser dreiseitige ärztliche Bericht entgegen der Ansicht der Versicherten ( Urk. 12 S. 4) keiner umfangreichen medizinischen Begutachtung entspricht. Zudem änderte diese während dem Verfahren durchgeführte Abklärung nichts an der Beurteilung der Suva, den Leistungsanspruch der Versicherten, mangels Vorliegens eines Unfalls im versicherungsrechtlichen Sinne, zu verneinen (vgl. Urk. 8).

2.4 Die Versicherte liess mit der Beschwerde medizinische Berichte einreichen, welche sich nicht in den Akten befanden, insbesondere betreffend neurologische Untersuchungen ( Urk. 3/19, Urk. 3/25). Daraufhin hat die Suva weitere solche neurologischen Berichte erhältlich gemacht ( Urk. 9/1, Urk. 9/2) und alle diese neurologischen Berichte Dr. med. A.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, sowie Dr. med. B.___, Fachärztin für Neurologie, zur ergänzenden Stellung nahme vorgelegt. Dieses Vorgehen erscheint sinnvoll und führte auch zu keiner zeitlichen Verzögerung, da die Abklärung innert der Frist zur Erstattung der Beschwerdeantwort vorgenommen werden konnte. Es wurde mit Verfügung vom 3. März 2015 ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet ( Urk. 11), so dass die Versicherte zum ärztlichen Bericht vom 1 1. Februar 2015 Stellung nehmen konnte und ihr rechtliches Gehör nicht verletzt wurde. Anzumerken ist, dass dieser dreiseitige ärztliche Bericht entgegen der Ansicht der Versicherten ( Urk. 12 S. 4) keiner umfangreichen medizinischen Begutachtung entspricht. Zudem änderte diese während dem Verfahren durchgeführte Abklärung nichts an der Beurteilung der Suva, den Leistungsanspruch der Versicherten, mangels Vorliegens eines Unfalls im versicherungsrechtlichen Sinne, zu verneinen (vgl. Urk. 8). 3. Die Suva stellte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 5. November 2014 sowie in ihrer Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2015 zusammengefasst auf den Standpunkt, dass der operative Eingriff vom 2 7. April 2011 den Unfallbe griff mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt habe. Bei der Operation sei weder vom medizinisch Üblichen abgewichen worden, noch habe diese ein ausserordentliches Risiko in sich geschlossen. Es habe sich auch nicht um eine grobe ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschicklichkeit gehandelt ( Urk. 2 S. 8, Urk. 8 ). Demgegenüber beantragte die Versicherte in ihrer Beschwerde vom 5. Dezember 2014 die Feststellung, dass die Suva aufgrund der Operation vom 2 7. April 2011 unfallversicherungsrechtliche Leistungen zu erbringen habe ( Urk. 1). In der Replik liess sie ausführen, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin Hinweise auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte im Rahmen der Operation verneine, könne für die Beurteilung nicht massgebend sein ( Urk. 12 S. 5).

3. Die Suva stellte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 5. November 2014 sowie in ihrer Beschwerdeantwort vom 2 4. Februar 2015 zusammengefasst auf den Standpunkt, dass der operative Eingriff vom 2 7. April 2011 den Unfallbe griff mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt habe. Bei der Operation sei weder vom medizinisch Üblichen abgewichen worden, noch habe diese ein ausserordentliches Risiko in sich geschlossen. Es habe sich auch nicht um eine grobe ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschicklichkeit gehandelt ( Urk. 2 S. 8, Urk. 8 ). Demgegenüber beantragte die Versicherte in ihrer Beschwerde vom 5. Dezember 2014 die Feststellung, dass die Suva aufgrund der Operation vom 2 7. April 2011 unfallversicherungsrechtliche Leistungen zu erbringen habe ( Urk. 1). In der Replik liess sie ausführen, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin Hinweise auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte im Rahmen der Operation verneine, könne für die Beurteilung nicht massgebend sein ( Urk. 12 S. 5). 4.

4. 4.1 Die in Frage stehende Operation, eine peria z etabuläre Beckenosteotomie, wurde am 2 7. April 2011 aufgrund einer symptomatischen Hüftgelenkdysplasie mit Coxa valga und antetorta in der Uniklinik Z.___ vorgenommen ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht zur Hospitalisation hielt die Uniklinik Z.___ am 1 8. Juli 2012 gegenüber dem Vertrauensarzt der Suva fest, der postoperative Verlauf zeige sich sehr verzögert und die Versicherte sei nur schwer mobili - sierbar, sie bewege sich nur sehr vorsichtig. Wegen zunehmend vorhandener Sensibilitätsstörungen am Unterschenkel sowie Kraftlosigkeit der Kniereflexoren und Fussmuskeln sei ein neurologisches Konsilium erfolgt, welche s die Diagnose einer Irritation des Plexus lumbosakralis genannt habe. Bei neuro - pathischem Schmerz und darauffolgender Schlafstörung sei eine Therapie mit Lyrica begonnen worden. Es wurde festgehalten, während der Operation sei vor allem die für das Alter relativ schwache Knochenqualität aufgefallen, weshalb der Hausarzt um eine Osteoporose-Abklärung ersucht werde ( Urk. 10/5/ 24 - 26 ).

4.1 Die in Frage stehende Operation, eine peria z etabuläre Beckenosteotomie, wurde am 2 7. April 2011 aufgrund einer symptomatischen Hüftgelenkdysplasie mit Coxa valga und antetorta in der Uniklinik Z.___ vorgenommen ( Urk. 10/5/27-28). Im Bericht zur Hospitalisation hielt die Uniklinik Z.___ am 1 8. Juli 2012 gegenüber dem Vertrauensarzt der Suva fest, der postoperative Verlauf zeige sich sehr verzögert und die Versicherte sei nur schwer mobili sierbar, sie bewege sich nur sehr vorsichtig. Wegen zunehmend vorhandener Sensibilitätsstörungen am Unterschenkel sowie Kraftlosigkeit der Kniereflexoren und Fussmuskeln sei ein neurologisches Konsilium erfolgt, welche s die Diagnose einer Irritation des Plexus lumbosakralis genannt habe. Bei neuro pathischem Schmerz und darauffolgender Schlafstörung sei eine Therapie mit Lyrica begonnen worden. Es wurde festgehalten, während der Operation sei vor allem die für das Alter relativ schwache Knochenqualität aufgefallen, weshalb der Hausarzt um eine Osteoporose-Abklärung ersucht werde ( Urk. 10/5/ 24 26 ). 4.2 Am 6. Mai 2011 führte Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, von der Uni klinik Z.___ eine neurologische und neurophysiolog ische Notfalluntersu chung durch. Er diagnostizierte im Bericht vom 9. Mai 2011 einen neuropathi schen Schmerz im linken Bein bei einer postoperativen Irritation des Plexus lumbosakralis. Diese Irritation sei Ursache der am ehesten neuropathischen Beschwerden im linken Bein ( Urk. 3/19). Im Bericht zur Verlaufsuntersuchung hielt Dr. C.___ am 2 3. Mai 2011 fest, Muskeln aus allen drei Nervenversor gungsgebieten zeigten deutliche axonale Schädigungszeichen. Das Hauptprob lem seien die extremen neuropathischen Schmerzen. Bei den Diagnosen führte er eine Schädigung des Plexus lumbosakralis auf ( Urk. 9/1). Mit Bericht vom 3. Juni 2011 diagnostizierte Dr. C.___ daraufhin eine inkomplette Schädi gung des Plexus lumbosakralis mit dem Schwerpunkt von peronealen und femoralen Anteilen, die sich in Besserung befände. Es zeige sich ein zufrieden stellender Verlauf mit günstiger Prognose. Kernspintomografisch sei kein Hämatom und keine behebbare Ursache der neurophysiologisch nachgewiese nen Schädigung des Plexus lumbosa k ralis ersichtlich ( Urk. 9/2). Am 2 4. Februar 2012 hielt die Uniklinik Z.___ nach einer klinisch - neurologischen und neu rologischen Verlaufskontrolle eine weitgehend rückläufige Nervenschädigung im Bereich des Plexus lumbosa k ralis fest. Der Befund habe sich gegenüber den früheren Messungen vom Juni 2011 eindeutig gebessert ( Urk. 3/25).

4.2 Am 6. Mai 2011 führte Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, von der Uni klinik Z.___ eine neurologische und neurophysiolog ische Notfalluntersu chung durch. Er diagnostizierte im Bericht vom 9. Mai 2011 einen neuropathi schen Schmerz im linken Bein bei einer postoperativen Irritation des Plexus lumbosakralis. Diese Irritation sei Ursache der am ehesten neuropathischen Beschwerden im linken Bein ( Urk. 3/19). Im Bericht zur Verlaufsuntersuchung hielt Dr. C.___ am 2 3. Mai 2011 fest, Muskeln aus allen drei Nervenversor gungsgebieten zeigten deutliche axonale Schädigungszeichen. Das Hauptprob lem seien die extremen neuropathischen Schmerzen. Bei den Diagnosen führte er eine Schädigung des Plexus lumbosakralis auf ( Urk. 9/1). Mit Bericht vom 3. Juni 2011 diagnostizierte Dr. C.___ daraufhin eine inkomplette Schädi gung des Plexus lumbosakralis mit dem Schwerpunkt von peronealen und femoralen Anteilen, die sich in Besserung befände. Es zeige sich ein zufrieden stellender Verlauf mit günstiger Prognose. Kernspintomografisch sei kein Hämatom und keine behebbare Ursache der neurophysiologisch nachgewiese nen Schädigung des Plexus lumbosa k ralis ersichtlich ( Urk. 9/2). Am 2 4. Februar 2012 hielt die Uniklinik Z.___ nach einer klinisch neurologischen und neu rologischen Verlaufskontrolle eine weitgehend rückläufige Nervenschädigung im Bereich des Plexus lumbosa k ralis fest. Der Befund habe sich gegenüber den früheren Messungen vom Juni 2011 eindeutig gebessert ( Urk. 3/25). 4. 3 Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 2 9. Januar 2014 gegenüber der Suva fest, a us neurologischer Sicht müsse die Ursache der persistierenden ausgeprägten Schmerzen und des Funktions defizits am linken Bein offen gelassen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt beständen klinisch und elektrophysiologisch keine sicheren H i nweise auf eine persistie rende Schädigung des Plexus lumbosakralis. Im Vordergrund stehe für ihn eine deutliche funktionelle Überlagerung beziehungsweise somatoforme Schmer zausweitung von myofaszialen Beschwerden am linken Bein ( Urk. 10/35).

4. 3 Dr. med. D.___, Facharzt für Neurologie, hielt in seinem Bericht vom 2 9. Januar 2014 gegenüber der Suva fest, a us neurologischer Sicht müsse die Ursache der persistierenden ausgeprägten Schmerzen und des Funktions defizits am linken Bein offen gelassen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt beständen klinisch und elektrophysiologisch keine sicheren H i nweise auf eine persistie rende Schädigung des Plexus lumbosakralis. Im Vordergrund stehe für ihn eine deutliche funktionelle Überlagerung beziehungsweise somatoforme Schmer zausweitung von myofaszialen Beschwerden am linken Bein ( Urk. 10/35). 4.4 Dr. A.___ von der Beschwerdegegnerin hielt am 1 3. Februar 2014 fest, er könne sowohl die Diagnosestellung einer Dysplasie (angeborene Fehlbildung des Hüft gelenks) als auch die Indikation zur Osteotomie (Herauslösen der Gelenkpfanne aus dem Becken mit stellungskorrigierender Fixation) in Würdigung der ärztli chen Dokumentation als auch aus eigener Einschätzung nachvollziehen und bestätigen. Beim zur Diskussion stehenden Eingriff handle es sich um ein etab liertes Verfahren und der vorliegende Operationsbericht liefere keinerlei Hin weise auf ein Abweichen vom Standard. Eine direkte Schädigung des Plexus lumbosa k ralis durch eine peria z etabuläre Osteotomie sei praktisch ausgeschlos sen. Denkbar se i jedoch eine indirekte Affektion aufgrund eines Zuges in Folge der intraoperativen Manipulationen. Angaben zur Auftretenswahrscheinlichkeit einer Irritation des Plexus lumbosa k ralis fänden sich in der ihm bekannten medizinischen Literatur nicht. Da es sich um eine lediglich vorübergehende Affektion handle, sei die klinische Relevanz auch von untergeordneter Bedeu tung. Es liege keine grobe, ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschick lichkeit vor ( Urk. 10/37 ).

4.4 Dr. A.___ von der Beschwerdegegnerin hielt am 1 3. Februar 2014 fest, er könne sowohl die Diagnosestellung einer Dysplasie (angeborene Fehlbildung des Hüft gelenks) als auch die Indikation zur Osteotomie (Herauslösen der Gelenkpfanne aus dem Becken mit stellungskorrigierender Fixation) in Würdigung der ärztli chen Dokumentation als auch aus eigener Einschätzung nachvollziehen und bestätigen. Beim zur Diskussion stehenden Eingriff handle es sich um ein etab liertes Verfahren und der vorliegende Operationsbericht liefere keinerlei Hin weise auf ein Abweichen vom Standard. Eine direkte Schädigung des Plexus lumbosa k ralis durch eine peria z etabuläre Osteotomie sei praktisch ausgeschlos sen. Denkbar se i jedoch eine indirekte Affektion aufgrund eines Zuges in Folge der intraoperativen Manipulationen. Angaben zur Auftretenswahrscheinlichkeit einer Irritation des Plexus lumbosa k ralis fänden sich in der ihm bekannten medizinischen Literatur nicht. Da es sich um eine lediglich vorübergehende Affektion handle, sei die klinische Relevanz auch von untergeordneter Bedeu tung. Es liege keine grobe, ausserordentliche Verwechslung oder Ungeschick lichkeit vor ( Urk. 10/37 ). Dr. A.___ und Dr. B.___ von der Suva nahmen in der interdisziplinären neurologi schen und orthopädischen Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 Stellung zu den ihnen ergänzend neu vorgelegten neurologischen Untersuchungsberich ten. Sie hielten fest, es könne neurologisch anhand des klinischen und insbe sondere des elektrophysiologischen Verlaufs festgestellt werden, dass im Rahmen der Operation vom 2 7. April 2011 eine Läsion neuraler Strukturen im Sinne einer Traktion von Nervenstrukturen erfolgt sei. Nervenläsionen gehörten zu den allgemeinen Operationsrisiken und Eingriffe im Bereich des Hüftgelenks seien die häufigste Ursache operativer Beinplexuslähmungen. Bei einer Affek tion des Plexus lumbosa k ralis im Rahmen einer peria z etabulären Osteotomie handle es sich aus neurologischer Perspektive nicht um ein unerwartetes Ereig nis. Es fänden sich in den vorliegenden Dokumenten und im klinischen V erlauf keine Hinweise für eine grobe oder ausserordentliche Ungeschicklichkeit des Operationsteams ( Urk. 9/3).

Dr. A.___ und Dr. B.___ von der Suva nahmen in der interdisziplinären neurologi schen und orthopädischen Beurteilung vom 1 1. Februar 2015 Stellung zu den ihnen ergänzend neu vorgelegten neurologischen Untersuchungsberich ten. Sie hielten fest, es könne neurologisch anhand des klinischen und insbe sondere des elektrophysiologischen Verlaufs festgestellt werden, dass im Rahmen der Operation vom 2 7. April 2011 eine Läsion neuraler Strukturen im Sinne einer Traktion von Nervenstrukturen erfolgt sei. Nervenläsionen gehörten zu den allgemeinen Operationsrisiken und Eingriffe im Bereich des Hüftgelenks seien die häufigste Ursache operativer Beinplexuslähmungen. Bei einer Affek tion des Plexus lumbosa k ralis im Rahmen einer peria z etabulären Osteotomie handle es sich aus neurologischer Perspektive nicht um ein unerwartetes Ereig nis. Es fänden sich in den vorliegenden Dokumenten und im klinischen V erlauf keine Hinweise für eine grobe oder ausserordentliche Ungeschicklichkeit des Operationsteams ( Urk. 9/3). 5.

5. 5.1 Tatsächlich ergeben sich w eder aus dem Operationsbericht ( Urk. 10/5/27-28) noch aus dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) noch aus den neurolo gischen Berichten (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) Hinweise auf grobe sowie ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar absichtliche Schädigungen anlässlich der Operation vom 2 7. April 201 1. Gemäss dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) fiel während der Operation vor allem die relativ schwache Knochenqualität auf, was darauf hin weist, dass sich zumindest keine den Anwesenden bewussten Vorfälle ausseror dentlicher Art ereigneten. Erstellt ist hingegen, dass sich anschliessend bereits während des Spitalaufenthalts ein schwieriger postoperativer Verlauf zeigte (vgl. E. 4).

5.1 Tatsächlich ergeben sich w eder aus dem Operationsbericht ( Urk. 10/5/27-28) noch aus dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) noch aus den neurolo gischen Berichten (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) Hinweise auf grobe sowie ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar absichtliche Schädigungen anlässlich der Operation vom 2 7. April 201 1. Gemäss dem Hospitalisationsbericht ( Urk. 10/5/24-26) fiel während der Operation vor allem die relativ schwache Knochenqualität auf, was darauf hin weist, dass sich zumindest keine den Anwesenden bewussten Vorfälle ausseror dentlicher Art ereigneten. Erstellt ist hingegen, dass sich anschliessend bereits während des Spitalaufenthalts ein schwieriger postoperativer Verlauf zeigte (vgl. E. 4). Die Versicherte selber liess in ihren beiden Recht s schriften ( Urk. 1, Urk. 12) nicht s zu Unregelmässigkeiten beim Ablauf der Operation aus führen. In der Replik liess sie geltend machen, es könne nicht auf die von der Suva eingehol ten medizinischen Beurteilungen abgestellt werden, da diese reine Parteibe hauptungen seien ( Urk. 12 S. 5). Dies überzeugt jedoch nicht, da gemäss ständi ger bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch den Berichten versicherungsinter ner Ärzte und Ärztinnen Beweiswert zukommt, wenn sie schlüssig sind (vgl. E. 1.3 ). Dies ist vorliegend der Fall, zumal sich auch aus den übrigen Akten keinerlei Hinweise auf ungewöhnliche Vorkommnisse anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ergeben.

Die Versicherte selber liess in ihren beiden Recht s schriften ( Urk. 1, Urk. 12) nicht s zu Unregelmässigkeiten beim Ablauf der Operation aus führen. In der Replik liess sie geltend machen, es könne nicht auf die von der Suva eingehol ten medizinischen Beurteilungen abgestellt werden, da diese reine Parteibe hauptungen seien ( Urk. 12 S. 5). Dies überzeugt jedoch nicht, da gemäss ständi ger bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch den Berichten versicherungsinter ner Ärzte und Ärztinnen Beweiswert zukommt, wenn sie schlüssig sind (vgl. E. 1.3 ). Dies ist vorliegend der Fall, zumal sich auch aus den übrigen Akten keinerlei Hinweise auf ungewöhnliche Vorkommnisse anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ergeben. Basierend auf d e n neurologischen Berichten der Uniklinik Z.___ (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) ist erstellt, dass anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 eine Schädigung des Plexus lumbosakralis stattfand. Der Bericht von Dr. D.___ vom 2 9. Januar 2014 ( Urk. 10/35) steht dem nicht entgegen, denn er verfügte nicht über die diesbezüglich relevanten neuro - logischen Berichte, weshalb er sich bewusst zurückhaltend äusserte. Diese erlittene Nervenläsion wird im Übrigen von der Suva nicht bestritten ( Urk. 8). Weiter deckt sich die Feststellung einer Besserung durch Dr. D.___ mit den neurolo gischen Berichten der Uniklinik Z.___ ( Urk. 9/2, Urk. 3/25), wobei dies für die Frage, ob die Verletzung unfallbedingt erfolgte, nicht von Bedeutung ist.

Basierend auf d e n neurologischen Berichten der Uniklinik Z.___ (vgl. Urk. 3/19, Urk. 3/25, Urk. 9/1-2) ist erstellt, dass anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 eine Schädigung des Plexus lumbosakralis stattfand. Der Bericht von Dr. D.___ vom 2 9. Januar 2014 ( Urk. 10/35) steht dem nicht entgegen, denn er verfügte nicht über die diesbezüglich relevanten neuro logischen Berichte, weshalb er sich bewusst zurückhaltend äusserte. Diese erlittene Nervenläsion wird im Übrigen von der Suva nicht bestritten ( Urk. 8). Weiter deckt sich die Feststellung einer Besserung durch Dr. D.___ mit den neurolo gischen Berichten der Uniklinik Z.___ ( Urk. 9/2, Urk. 3/25), wobei dies für die Frage, ob die Verletzung unfallbedingt erfolgte, nicht von Bedeutung ist. 5.2 Die anlässlich der Operation erfolgte Nervenverletzung erfolgte unplanmässig und stellt eine Komplikation dar. Doch bei einer Nervenläsion handelt es sich nicht um eine unerwartete Komplikation, mit welcher bei einer Operation nie mand rech net oder zu rechnen braucht. V ielmehr handelt es sich dabei um eine bei Operationen häufig auftretende Komplikation. Entsprechend wurde die Ver sicherte in der von ihr unterzeichneten Operationsaufklärung und -vollmacht über dieses Risiko aufgeklärt, wo unter den allgemeinen Komplikationen ins besondere die Schädigung von Nerven und Gefässen aufgeführt war ( Urk. 10/49/26-30). Von der Versicherten wurde nicht in Abrede gestellt, dass bei Operationen mit Nervenverletzungen gerechnet werden muss. Weiter w urde auch von der Versicherten nicht vorgebracht, dass die Operation ohne Indika tion vorgenommen worden sei oder mit ihr aussergewöhnliche Risiken einge gangen worden seien. Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die Versicherte brachte vor, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin behaupte, es liege kein Hinweis auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte vor, könne nicht ausschlaggebend für die Beurteilung sein ( Urk. 12 S. 5). Die Verwirklichung eines Risikos anlässlich einer Heilbehandlung genügt jedoch zur Erfüllung des Unfallbegriffs nicht, da ein Behandlungsfehler allein den Unfall begriff nur ausnahmsweise erfüllt (vgl. E. 1.2). Hinweise auf ein Fehlverhalten anlässlich der Operation fehlen jedoch nicht nur nach Ansicht der Suva, son dern sind tatsächlich in den Akten nicht vorhanden. Mehr als die Verwirkli chung ein es Behandlungsr isikos ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen nicht.

5.2 Die anlässlich der Operation erfolgte Nervenverletzung erfolgte unplanmässig und stellt eine Komplikation dar. Doch bei einer Nervenläsion handelt es sich nicht um eine unerwartete Komplikation, mit welcher bei einer Operation nie mand rech net oder zu rechnen braucht. V ielmehr handelt es sich dabei um eine bei Operationen häufig auftretende Komplikation. Entsprechend wurde die Ver sicherte in der von ihr unterzeichneten Operationsaufklärung und -vollmacht über dieses Risiko aufgeklärt, wo unter den allgemeinen Komplikationen ins besondere die Schädigung von Nerven und Gefässen aufgeführt war ( Urk. 10/49/26-30). Von der Versicherten wurde nicht in Abrede gestellt, dass bei Operationen mit Nervenverletzungen gerechnet werden muss. Weiter w urde auch von der Versicherten nicht vorgebracht, dass die Operation ohne Indika tion vorgenommen worden sei oder mit ihr aussergewöhnliche Risiken einge gangen worden seien. Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die Versicherte brachte vor, die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin behaupte, es liege kein Hinweis auf ein Fehlverhalten der involvierten Ärzte vor, könne nicht ausschlaggebend für die Beurteilung sein ( Urk. 12 S. 5). Die Verwirklichung eines Risikos anlässlich einer Heilbehandlung genügt jedoch zur Erfüllung des Unfallbegriffs nicht, da ein Behandlungsfehler allein den Unfall begriff nur ausnahmsweise erfüllt (vgl. E. 1.2). Hinweise auf ein Fehlverhalten anlässlich der Operation fehlen jedoch nicht nur nach Ansicht der Suva, son dern sind tatsächlich in den Akten nicht vorhanden. Mehr als die Verwirkli chung ein es Behandlungsr isikos ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen nicht. 5. 3 Zusammenfassend sind die strengen Voraussetzungen nicht erfüllt, um dem medizinischen Eingriff vom 2 7. April 2011 ausnahmsweise den Charakter eines aussergewöhnlichen äusseren Faktors respektive einem allenfalls anlässlich dieses Eingriffs erfolgten Behandlungsfehler ausnahmsweise Unfall qual ität im Sinne von Art. 4 ATSG zuzuschreiben (vgl. E. 1. 2 ).

5. 3 Zusammenfassend sind die strengen Voraussetzungen nicht erfüllt, um dem medizinischen Eingriff vom 2 7. April 2011 ausnahmsweise den Charakter eines aussergewöhnlichen äusseren Faktors respektive einem allenfalls anlässlich dieses Eingriffs erfolgten Behandlungsfehler ausnahmsweise Unfall qual ität im Sinne von Art. 4 ATSG zuzuschreiben (vgl. E. 1. 2 ). 5. 4 Die Versicherte liess in der Beschwerde eventualiter die Einholung eines medizini schen Gutachtens beantragen. Dieses habe sich darüber zu äussern, ob anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ein medizinischer Sachverhalt vor gelegen habe, welcher dazu geführt habe, dass der gesetzliche Unfallbegriff erfüllt sei ( Urk. 1 S. 10-11). In der Replik hielt die Versicherte d aran fest, dass zentrale medizinische Fragen zur Diskussion ständen, welche durch ein Gerichtsgutachten abzuklären seien, falls der Unfallbegriff nicht bereits auf grund der Akte n als erfüllt betrachtet werde ( Urk. 12 S. 5).

5. 4 Die Versicherte liess in der Beschwerde eventualiter die Einholung eines medizini schen Gutachtens beantragen. Dieses habe sich darüber zu äussern, ob anlässlich der Operation vom 2 7. April 2011 ein medizinischer Sachverhalt vor gelegen habe, welcher dazu geführt habe, dass der gesetzliche Unfallbegriff erfüllt sei ( Urk. 1 S. 10-11). In der Replik hielt die Versicherte d aran fest, dass zentrale medizinische Fragen zur Diskussion ständen, welche durch ein Gerichtsgutachten abzuklären seien, falls der Unfallbegriff nicht bereits auf grund der Akte n als erfüllt betrachtet werde ( Urk. 12 S. 5). O b der versicherungsrechtliche Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt ist oder nicht, ist k eine medizinische, sondern eine rechtliche Frage. Da vom beantragten Gutachten hinsichtlich der zu beurteilenden Frage, ob das an sich genügend dokumentierte Ereignis, das heisst die Operation vom 2 7. April 2011, im Rahmen ihrer Durchführung einen Unfall im Rechtssinne mit sich brachte, daher keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist von der Veranlassung ei nes solchen im Sinne einer zulässigen antizipierten Beweiswürdigung abzuse hen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2). Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

O b der versicherungsrechtliche Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG erfüllt ist oder nicht, ist k eine medizinische, sondern eine rechtliche Frage. Da vom beantragten Gutachten hinsichtlich der zu beurteilenden Frage, ob das an sich genügend dokumentierte Ereignis, das heisst die Operation vom 2 7. April 2011, im Rahmen ihrer Durchführung einen Unfall im Rechtssinne mit sich brachte, daher keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist von der Veranlassung ei nes solchen im Sinne einer zulässigen antizipierten Beweiswürdigung abzuse hen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_141/2009 vom 2. Juli 2009 E. 5.3.2). Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Massimo Aliotta

Rechtsanwalt Massimo Aliotta - Schweizerische Unfallversicherungsanstalt

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GrünigNaef