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Wird das Vermögen einer hilfebedürftigen Person durch eine Beiständin oder einen Beistand, durch eine Vormundin oder einen Vormund verwaltet, findet die Verordnung über die Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft (VBVV) Anwendung.
Die Vermögensverwaltungsbefugnis der Mandatsperson hängt von der angeordneten Massnahme ab. Sie ist gegeben, wenn die KESB eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung, eine umfassende Beistandschaft oder für ein Kind eine Vormundschaft errichtet.
Die Mandatsperson hat Bargeld, das der betroffenen Person nicht zur Deckung der kurzfristigen Bedürfnisse dient, und Wertsachen grundsätzlich bei einer Bank oder der PostFinance aufzubewahren.
Bei der Wahl der Anlage sind stets die persönlichen Verhältnisse der vertretenen Person, die Vorschriften über die Sicherstellung des gewöhnlichen Lebensunterhalts und das Vorsichtsprinzip zu berücksichtigen.
Sowohl die Anlage von Vermögen, das dem gewöhnlichen Lebensunterhalt dient, als auch die Anlage von Vermögen, das weitere Bedürfnisse deckt, bedürfen der Bewilligung durch die KESB.
Verträge über die Anlage und Aufbewahrung sind zwischen der Bank und der Mandatsperson abzuschliessen und vorgängig der KESB zur Genehmigung zu unterbreiten.
Die KESB entscheidet sodann, über welche Vermögenswerte die Beiständin oder der Vormund wann verfügen darf, und welche Vermögenswerte der betroffenen Person selbst zur Verfügung stehen.
Die Bank hat der Mandatsperson Einsicht in alle für die Vermögensverwaltung relevanten Akten zu gewähren und diesbezüglich Auskunft zu erteilen.
Die Beiständin oder der Vormund hat die Belege im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung auf die betroffene Person auszustellen und aufzubewahren. Des Weiteren sind alle Entscheidungen im Bereich der Vermögensverwaltung sorgfältig und ausführlich zu dokumentieren.
Den Begleitbericht zur VBVV finden Sie hier.