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In Garrett Nelsons neuer Performance Blind Audition tritt die in New York lebende Performerin, Model, Muse und Aktivistin Richie Shazam am Fr, 2.2.2018, von 13 – 18 Uhr und am Sa, 3.2.2018, von 13 – 17 Uhr, dem Publikum verborgen auf.
Eine „Blind Audition“ (blindes Vorsprechen) ist eine Methode, mit welcher eine Fertigkeit beurteilt wird, ohne dass die darstellende Person selbst zu sehen ist. Dabei wird die Jury oder das Publikum physisch von der Performerin, dem Performer getrennt. Während einige Informationen zum Publikum vordringen können, werden visuelle Hinweise auf Geschlecht, Rasse, Aussehen und Stil der Kleidung wiederum weggelassen. Hierbei handelt es sich um eine Methode, die vor allem von Orchestern für die Auswahl von Musikerinnen und Musiker sowie von Kunstakademien für die Zulassung von Studierenden verwendet wird. In der Praxis ist die Trennung in der Regel ein behelfsmässiger schwarzer Vorhang oder eine Leinwand. Im Falle von Blind Audition wird dafür eine spezielle Vorhang-Installation konzipiert.
Richie Shazam trägt Texte, Verwandlungen, intime Ängste, Lebensgeschichten, Choreographien und Monologe vor, um die Ängste und Hoffnungen der Performerin zu verkünden, zu enthüllen und die Erwartungen der Betrachtenden herauszufordern. Wie viel können wir sehen, wenn wir nur hören können? Was sehen wir, wenn ein Körper schliesslich enthüllt wird?
Die Arbeit Jung59 von Florence Jung findet gleichzeitig statt.
Täglich und über die gesamte Laufzeit der Ausstellung präsentiert Marta Margnetti ihre Arbeit Dispositivo di protezione (protective device), 2018, und jeweils von Donnerstag bis Sonntag findet Jérôme Leubas battlefield #132, 2018, statt. Eine Übersicht sämtlicher Performance-Zeiten der Ausstellung finden Sie hier.