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Der Brief eines 6-Jährigen rührt Amerika: Der kleine Alex möchte mit dem syrischen Jungen Omran spielen, Präsident Obama soll ihn doch bitte in die USA bringen.
In einem herzzerreissenden Brief hat sich ein amerikanischer Junge an Barack Obama gewandt. Darin bittet der sechsjährige Alex aus dem Bundesstaat New York seinen Präsidenten, einen syrischen Jungen zu ihm, Alex, nach Hause zu bringen – damit er mit ihm spielen kann und das Kind aus dem Bürgerkriegsland eine neue Familie bekommt.
In dem Brief, den das Weisse Haus jetzt auf seiner Homepage veröffentlicht hat, heisst es:
Offensichtlich meint Alex mit dem syrischen Jungen Omran Daqneesh.
Ein Bild, auf dem das Kind völlig verstaubt und mit leerem Blick in einem Rettungswagen sitzt, ging im August um die Welt – als Dokument eines erbarmungslosen und grausamen Krieges.
Auch Alex hat das Foto gesehen – und entschloss sich, etwas zu unternehmen. In seinem Brief an Obama schreibt er:
«Wir werden ihm eine Familie geben, und er wird unser Bruder sein», schreibt Alex weiter. Seine Schwester werde für ihn Schmetterlinge und Glühwürmchen sammeln. Und in der Schule wolle er Omran einem anderen Jungen aus Syrien vorstellen. «Wir können alle zusammen spielen, uns zu Geburtstagspartys einladen, und er kann uns eine neue Sprache beibringen.» Auch sein Fahrrad wolle er mit seinem neuen Freund teilen.
Auf seiner Facebook-Seite zeigte Obama ein vom Weissen Haus produziertes Video, in dem Alex seinen Brief vorliest. Zuvor hatte der Präsident dessen Bitte beim UNO-Flüchtlingsgipfel in New York erwähnt. «Dies sind die Worte eines sechsjährigen Jungen. Er bringt uns eine Menge bei», sagte Obama.
Alex sei ein Junge, der es nicht gelernt habe, zynisch oder misstrauisch zu sein oder der Angst vor anderen Menschen habe, nur weil sie anders aussähen, woanders herkämen oder anders beteten als er.
«Wir sollten alle mehr wie Alex sein. Stellt euch vor wie die Welt aussehen könnte, wenn wir es wären», schrieb Obama auf Facebook. (jal)