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«Ich bedaure es, dass das Referendum zustande gekommen ist, nachdem die Gesetzesrevision im Grossen Rat mit einem überwältigenden Mehr angenommen worden ist», hält Grossrat Josef Vaucher, Präsident der Deutschfreiburgischen Arbeitsgemeinschaft, fest. So kann er nur schwer begreifen, dass ein Teil der Bevölkerung den Grossen Rat «desavouiert» hat. Er gibt sich nicht sehr optimistisch, was die Volksabstimmung betrifft, weil es zu einer unglücklichen Kombination von negativen Gründen kommen wird. So erinnert er daran, dass der Initiant des Referendums, Alfons Gratwohl, v.a. finanzielle Gründe geltend macht. Dazu gesellen sich Lehrerkreise, die pädagogische Bedenken haben. Und schliesslich denkt er an die «Communauté Romande du Pays de Fribourg», die in der Revision des Schulgesetzes eine Verletzung des Territorialitätsprinzips sieht. Der Grundsatz, wonach die Schüler das Recht haben, in ihrer Muttersprache unterrichtet zu werden, nicht gemäss Vaucher nicht verletzt, auch wenn ein Teil des Unterrichts in der Fremdsprache erteilt wird. Und wenn gewisse Kreise von einer Verletzung des Territorialitätsprinzipes sprechen, so deshalb, weil sie dieses – so Josef Vaucher – falsch auslegen. Er befürchtet, dass die folgende Diskussion den Sprachenfrieden strapazieren könnte, obwohl die Gesetzesrevision die Verständigung unter den Sprachgemeinschaften fördern will.
Simon Rebetez, Präsident der «Communauté Romande du Pays de Fribourg», hingegen darf keinen Kommentar zum Referendum abgeben. «Als Präsident habe ich zu schweigen», hält der Vorsteher der welschen Abteilung am Kollegium St. Michael fest. Er verweist dabei auf ein entsprechendes Schreiben an den Beamten Simon Rebetez.