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Das Ökosystem Wald ist ein enormer CO2-Speicher; langfristig gesehen aber weder eine CO2-Senke noch eine -Quelle. Wald setzt über verschiedene Prozesse (Holzvermoderung, Waldbrände etc.) immer so viel Kohlenstoff frei, wie in den vorangegangenen Jahren bzw. Jahrzehnten/Jahrhunderten durch die sogenannte Photosynthese im Holz der Bäume (und im Boden) gespeichert worden ist.
Ob ein Wald eine Quelle oder Senke ist, hängt vom Betrachtungszeitpunkt bzw. -horizont ab: In den Monaten nach dem Sturm Lothar war der Schweizer Wald eine erhebliche CO2-Quelle; in den darauffolgenden Jahren führte der Vorratsaufbau auf den Sturmflächen dazu, dass der Wald zur CO2-Senke wurde. Eine effektive Erhöhung der CO2-Speicherleistung des Waldes könnte nur über einen langfristigen Vorratsaufbau je Hektare oder eine Waldflächenzunahme erfolgen. Beide Entwicklungen werden in der Schweiz weder von der Branche noch von der Politik angestrebt (Stichwort Überalterung der Wälder bzw. Vergandung der Alpweiden).