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In der Schwangerschaft nimmt die Schilddrüse normalerweise an Volumen zu, denn der Mutterkuchen produziert Choriongonadotropin (hCG), das die Produktion der Schilddrüsenhormone um bis zu 50 % erhöht. Die Schilddrüsenhormone sind auf eine ausreichende Zufuhr von Jod angewiesen, und das gilt besonders während der Schwangerschaft. Wir nehmen fast alle weniger als die empfohlene Mindestmenge von 200 Mikrogramm Jod pro Tag auf.
Das auffälligste äussere Anzeichen für Jodmangel ist ein Kropf (Struma), eine Verdickung der Schilddrüse, die sich vergrössert, um so den Jodmangel durch gesteigerte Aktivität auszugleichen. Durch Einnahme von Jodid-Tabletten, evtl. in Kombination mit Schilddrüsenhormon, kann dieses bis dahin nur kosmetische Problem behandelt werden. Beide Präparate sind für das Kind völlig unschädlich. Lediglich bei einer Schilddrüsenüberfunktion darf die werdende Mutter weder Jod noch Schilddrüsenhormon einnehmen.