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Es war eine von mehreren negativen Geschichten, die Donald Trump wohl die schlechtesten zwei Wochen eines Präsidentschaftsbewerbers aller Zeiten bescherten: Der herzlose Egomane fühlte sich bei seiner Rede von einem weinenden Baby gestört und liess es kurzerhand aus dem Saal entfernen (auch watson berichtete über den Zwischenfall). Trumps O-Ton:
Auf dem Video ist das weinende Baby deutlich zu hören. Nicht zu sehen ist allerdings ein entscheidendes Detail. Daniel Dale, ein Journalist der kanadischen Tageszeitung Toronto Star, sass in der Reihe unmittelbar hinter Mutter und Kind:
Darauf machte Trump jene Bemerkung, welche ihm die Medien so übel nehmen. Augenzeuge Dales Einschätzung:
Ein weiteres Detail, das in der Berichterstattung unterging:
Für jene, die Trump als kaltherzig und grausam betrachten, sei die Geschichte «unwiderstehlich», so Dale. Aber sie sei eben falsch. Die Faktencheck-Abteilung der Washington Post hat mit besagter Mutter korrespondiert. Sie bestätigt die Version des kanadischen Journalisten:
Sie habe den Saal aus freien Stücken verlassen, aus Rücksicht sowohl auf jene, die zuhörten, als auch auf Trump. Es sei völlig klar gewesen, dass er einen Witz machte. Sie habe es geschätzt, dass Trump mit seinem Humor eine normalerweise stressige Situation entschärft habe. Die «Washington Post» attestiert dem streitbaren Kandidaten, er sei in diesem Fall «unfair schlecht gemacht geworden».
Für Trump ist die Affäre Beweis, dass ihm die Medien ständig die Worte im Mund umdrehen:
In diesem einen Fall hat er recht.