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200 Millionen: So viele SMS kann die NSA am Tag abschöpfen. Dies gehe aus einem Dokument aus dem Jahr 2011 hervor, wie die britische Zeitung «Guardian» schreibt.
Das Programm heisse «Dishfire» und sammle wahllos «so ziemlich alles, was es kann», schreibt die Zeitung weiter. Die Dokumente stammten aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden und seien 2012 von einer Seite mit Anleitungen zum «Dishfire»-System heruntergeladen worden.
NSA will wissen, wer die Freunde sind
Die Geheimdienste zögen so Erkenntnisse etwa über Reisepläne, Adressbücher oder Finanz-Transaktionen, hiess es. Ausserdem würden mittels Benachrichtigungen über entgangene Anrufe Informationen über den Bekanntenkreis eines Nutzers gesammelt.
Eine NSA-Sprecherin widersprach auf Anfrage der Zeitung dem Eindruck, dass die Daten ohne Verdacht und unkontrolliert gesammelt würden. Die Fähigkeiten würden für Aufklärungsziele eingesetzt.
Seit den ersten Enthüllungen Anfang Juni wird deutlich, dass die NSA alle möglichen Arten der Kommunikation überwacht. So greift sie den Unterlagen zufolge E-Mails, Adressbücher und den Datenverkehr zwischen Rechenzentren von Internet-Konzernen ab. Sie kann demnach auch Handy-Gespräche abhören und Mini-Wanzen in Computer einbauen.