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Liebesprobleme und die sexuelle Gesundheit
Wer von Sexualität und sexueller Gesundheit spricht, meint immer auch Liebe. Sexualität findet mehrheitlich zwischen zwei Menschen statt, die sich lieben oder anders gesagt, die sexuelle Gesundheit betrifft oft die Liebe. Und die Liebe ist wohl immer noch eines der grossen Geheimnisse unserer Zeit und für viele Menschen auch die grösste Herausforderung ihres Lebens.
Zur Häufigkeit des Leidens unter Liebesproblemen gibt es keine Statistiken. Doch liegen wir wahrscheinlich nicht weit neben der Realität, wenn wir annehmen, dass wohl jedermann schon einmal unter Liebeskummer litt. Die Frage ist natürlich, welches Ausmass das Leiden hat. Wie erwähnt gibt es Menschen, die am Liebeskummer psychisch erkranken, z.B. an Depressionen leiden und manchmal sogar Suizid begehen oder den „Liebespartner“ umbringen. Repräsentative Statistiken über die „krankhaften“ Liebesprobleme sind nicht vorhanden. In der Schweiz soll die Hälfte aller Morde auf Beziehungsprobleme zurückzuführen sein, wobei 10 -30% der Täter Frauen sein sollen. Eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik über Tötungsdelikte[1] zeigt, dass in den Jahren 2000–2004 250 Frauen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdelikts durch den aktuellen oder ehemaligen Partner wurden. In derselben Zeitspanne gab es 54 männliche Opfer von Tötungsdelikten in der Partnerschaft, davon in einem Falle einer homosexuellen Partnerschaft.
Singles sind heutzutage sehr häufig. In den grossen Städten spricht man sogar von 50% Singles. Darunter sind viele, die unter Einsamkeit oder an mangelndem Selbstwertgefühl wegen mangelnder Attraktivität leiden.
[1] Schweizerischer Bundesrat. Bericht über Gewalt in Paarbeziehungen. Ursachen und in der Schweiz getroffene Massnahmen. 13. Mai 2009.