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Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, hat das Kunstmuseum Bern gewarnt, das Erbe von Kunsthändler Cornelius Gurlitt voreilig anzunehmen.
Wenn das Museum des Erbe antrete, "wird es die Büchse der Pandora öffnen und eine Lawine von Prozessen auslösen", sagte Lauder gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters bestätigte gemäss den Angaben auf "Spiegel Online" vom Samstag, dass die deutsche Regierung mit dem Museum in Bern verhandle.
Sie betonte in dem gemeinsamen Spiegel-Gespräch mit Lauder, diese Institution bekenne sich zu der von Gurlitt zugesicherten Aufarbeitung, auch zur Restitution von Raubkunst. Das vollständige Interview von Lauder und Grütters soll in der Print-Ausgabe des Magazins vom Montag erscheinen.
Das Kunstmuseum Bern will bis am 26. November über den Gurlitt-Nachlass entscheiden. Der Stiftungsrat werde dann beschliessen, ob das Museum das millionenschwere Erbe des deutschen Kunstsammlers antritt oder nicht, hatte eine Sprecherin Anfang Oktober erklärt.
Cornelius Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, stand mit seiner millionenschweren Bildersammlung monatelang im Zentrum einer hitzigen Debatte um Nazi-Raubkunst. Er starb am 6. Mai dieses Jahres in München und hatte das Kunstmuseum Bern zuvor als Alleinerben eingesetzt.
Zu der millionenschweren Sammlung gehören Werke von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde. Ein Teil der rund 1600 Bilder steht unter jedoch Nazi-Raubkunstverdacht.