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Jüdische Gemeinde St. Gallen (JGSG)
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zogen Menschen jüdischer Religion aus dem voralbergischen Hohenems und aus Süddeutschland nach St. Gallen. Im Jahr 1863 erfolgte im Kanton St. Gallen die rechtliche Gleichstellung mit Menschen anderer religiöser Zugehörigkeit.
1863 wurde der „Israelitische Kultusverein“ begründet, 1967 wurde ein jüdischer Friedhof geschaffen, und im Jahr 1881 konnte die Synagoga an der Frongartenstrasse eingeweiht werden. 1913 wurde der neue jüdische Friedhof eröffnet. Die Gemeinde vertrat ein gemässigtes Reformjudentum.
Aus Osteuropa Eingewanderte trafen sich in separaten Betgemeinschaften, bis sie 1917 die Jüdische Gemeinde Adass Jisroel St. Gallen (AJSG) begründeten, die ein orthodoxes Judentum lebte. Im Jahr 1919 konnte sie eine Synagoge an der Kapellenstrasse.
Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts waren beide St. Galler Gemeinden von Abwanderung betroffen, so dass sie 1952 zu einer liberal-konservativen Gemeinde fusionierten. Die Synagoge an der Kapellenstrasse wurde abgebrochen.
Seit 1994 trägt die Gemeinde den Namen Jüdische Gemeinde St. Gallen.
Die Jüdische Gemeinde St. Gallen vertritt ein liberal-konservatives Judentum.
Die Jüdische Gemeinde St. Gallen ist Mitglied des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes SIG.
Die Jüdische Gemeinde St. Gallen umfasst ca. 100 Mitglieder.
Jüdische Gemeinde St. Gallen
Frongartenstrasse 16
9000 St. Gallen