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Die zweite - innere James Turrell Installation ¨Four Eyes¨ für die Kunsthalle Mannheim, wurde für einen äusserst spezifischen Ort im alten Billingbau konzipiert. Zusammen mit der Ausseninstallation ¨Floating Windows¨ wäre die Kunsthalle Mannheim in den Besitz einer einzigartigen Werkgruppe dieses bedeutenden Künstlers gekommen.
An der Rückseite der eindrücklichen, mit poliertem Stein verkleideten, mehrgeschossigen Eingangshalle von Billing steht ein monumentales Durchgangstor und unmittelbar dahinter liegt eine schmälere Zone, welche links und rechts zu den Ausstellungsräumen in den beiden Seitenflügeln führt. In der Mitte der imposanten Eingangshalle steht die einzigartige Skulptur ¨Der grosse Fisch¨ von Constantin Brancusi mit einer immensen Ausstrahlung auf den gesamten Raum. In der Zwischenzone dahinter befinden sich die vier Mauernischen in welche jeweils eine Installation verwirklicht werden sollte. Anfänglich von der Typologie her als ¨Apertures¨ gedacht, wandelten sich die Installationen in der Diskussion und entwickelten sich zu dem von James Turrell gerade während dieser Zeit weiterentwickelten Art von Kunstwerken, den ¨Tall Glasses¨ weiter. Die fortwährend und unmerklich sich verändernden Farben werden von den Wänden, Decke und dem Fussboden reflektiert, was diesem Bereich eine besondere Ausstrahlung verleiht und mit Brancusis Fisch in seiner Erhabenheit kommuniziert.
Als Tall Glasses werden vom Künstler von speziellen Rahmen gefasste Glasscheiben bezeichnet, welche faszinierende Erscheinungsflächen für vorprogrammierte Lichtverschiebungen und Überlagerungen besitzen. Wie die Ausseninstallation ¨Floating Windows¨ als Symbol der Einblicke von Aussen nach Innen betrachtet werden können, könnte man auch die vier ¨Tall Glasses - The Four Eyes¨ in den Nischen als Ausblicke von Innen nach Aussen, vom Dunklen zum Hellen interpretieren. Leider kamen diese Kunstwerke am Ende nicht zur Ausführung.