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Es war eine der wichtigsten Transaktionen der vergangenen Jahre in der US-Traumfabrik: Walt Disney kauft für 71 Milliarden Dollar Teile des Film- und Fernsehkonzerns 21st Century Fox von Medienmogul Rupert Murdoch.
Im Preis miteingeschlossen sind Fox-Fernsehstationen, das Filmstudio 20th Century Fox und der Streaming-Dienst Hulu. Das kürzlich erfolgte Closing des Milliardendeals bedeutet auch für den Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam eine berufliche Zäsur.
Thiam glänzte durch Abwesenheit
Schliesslich war Thiam seit 2014 im Verwaltungsrat von 21st Century Fox, die mit der Übernahme durch den Disney-Konzern nun aufgelöst wurde. Der Bankchef sass im Nominations- und Corporate-Governance-Ausschuss des Medienkonzerns. Im letzten vollen Firmenjahr, das im Juni 2018 endete, kassierte Thiam gut 310'000 Dollar für acht VR-Sitzungen. Davon nahm der CS-Chef jedoch an weniger als 75 Prozent der Meetings teil.
Die schlechteste Anwesenheitsquote aller elf 21st-Century-Verwaltungsräte. So glamourös der Hollywood-Konzern, so illuster war das oberste Aufsichtsgremium: Nebst Banker Thiam sassen auch Medien-Patron Rupert Murdoch und sein Sohn Lachlan im Gremium, aber auch ein Spross von Bernard Arnault, dem LVMH-Eigner und reichsten Europäer: Seine Tochter Delphine überwacht die Louis-Vuitton-Sparte und ist die Frau von Xavier Niel, dem Eigner des Schweizer Mobilfunkanbieters Salt.