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«Das ist genau, was der Doktor verschrieben hat», meinte er nach dem Abbruchsieg gegen den Japaner Nishikori. Natürlich hatte die Nummer 1 der Welt nicht auf eine Verletzung seines Gegners gehofft. Aber er war froh, dass er physisch nicht so an die Grenzen gehen musste wie im Achtelfinal gegen Daniil Medwedew, als er am Ende zugab, ziemlich am Anschlag gewesen zu sein.
Völlig aus heiterem Himmel kamen Nishikoris Probleme nicht. Der Weltranglisten-Neunte hatte auf dem Weg in die Viertelfinals drei von vier Matches in fünf Sätzen gewonnen und in den letzten neun Tagen 14 Stunden auf dem Platz verbracht. Bereits nach drei oder vier Games spürte er Schmerzen im Oberschenkel, und er konnte in der Folge kaum noch in die Knie gehen oder aufspringen. So war er gegen Djokovic völlig chancenlos und warf beim Stand von 1:6, 1:4 das Handtuch.
Djokovic war froh, so Kräfte sparen zu können für seinen Halbfinal am Freitag. In diesem ist er gegen Lucas Pouille nun erst recht haushoher Favorit. Der als Nummer 28 gesetzte Franzose gewann in gut drei Stunden gegen Milos Raonic, der zuvor bei seinen Siegen gegen Stan Wawrinka und Alexander Zverev überzeugt hatte. Der 24-Jährige aus dem Norden Frankreichs stand zwar 2016 in Wimbledon und am US Open in den Viertelfinals, das letzte Halbjahr und der Start in die neue Saison - mit Amélie Mauresmo als neuer Trainerin - war aber ein eigentlicher Albtraum. Pouille verlor am Hopman Cup alle drei Spiele und schied auch in Sydney in der 1. Runde aus. Dass die Wende nun ausgerechnet am Australian Open gelang, ist umso erstaunlicher, als er zuvor im Melbourne Park noch nie eine Partie gewonnen hatte.
Im anderen Halbfinal treffen bereits am Donnerstag der bisher äusserst überzeugende Rafael Nadal und der griechische Aufsteiger und Federer-Bezwinger Stefanos Tsitsipas aufeinander.