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Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur 2008 geht an die 1935 in Ungarn geborene Schriftstellerin Agota Kristof. Sie lebt seit Jahrzehnten in der Westschweiz.
Die mit 25'000 Euro (38'000 Franken) dotierte Auszeichnung gehe an eine der "ganz grossen Schriftstellerinnen der Gegenwartsliteratur", erklärte die österreichische Kulturministerin Schmied.
Kristof wurde am 30. Oktober 1935 im ungarischen Dorf Csikvand als Tochter eines Dorfschullehrers geboren. Nach dem Ungarnaufstand 1956 flüchtete sie über Österreich in die Schweiz, wo sie seither lebt und seit 1978 auf Französisch schreibt.
Gleich ihr erstes Buch "Das grosse Heft" wurde 1987 zum "Livre Européen" gekürt, später kam Kristof auf die Auswahlliste für den Prix Goncourt.
Zu ihren bisherigen Auszeichnungen zählen der Gottfried-Keller-Preis und der Schillerpreis für ihr Gesamtwerk. Kristofs Bücher sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt.
Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur würdigt das literarische Lebenswerk eines europäischen Autors. Unter den Trägern dieser Auszeichnung finden sich Namen wie Vaclav Havel, Eugene Ionesco, Simone de Beauvoir, Friedrich Dürrenmatt, Christa Wolf oder Umberto Eco. 2007 wurde A.L. Kennedy geehrt.