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Frauen: Die Kenianerin Jane Muia entscheidet ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen im Finish
Autor: Guido Bielmann
Im Frauenrennen der Corrida in Bulle über 10-mal 500 Meter erlebten die Zuschauer ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jane Muia (Ken) und Tsige Worku (Äth). In der letzten Runde machte Muia, die bis dahin immer geführt hatte, souverän alles klar.
Jane Muia gewann damit die Corrida von Bulle zum dritten Mal in Folge. Tsige Worku hatte zuvor 2008 und 2009 gewonnen. Wie Tadesse ist Muia auch auf allen Langstreckendistanzen daheim. Die 25-Jährige gewann heuer u.a. auch den Murtenlauf. Sie will sich über 10000 m für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizieren. Im Vorjahr lief sie 33:20 Minuten, damit sollte ihr für dieses hohe Ziel nichts im Wege stehen, zumal die Limite 33:25 beträgt. Doch vorerst will sie den Postcup gewinnen, nachdem sie im Vorjahr Zweite geworden war.
Den dritten Rang belegte die Zugerin Patricia Morceli (2. im Vorjahr). Lange hatte es danach ausgesehen, als ob sie das Spitzenduo wieder einholen könnte. Für Morceli stehen «harte Zeiten» an, denn sie will nach jahrelangem Marathonlauf wieder auf die Bahn wechseln: «Ich habe jahrelang keine Nagelschuhe mehr getragen», meinte sie lachend. Zur Vorbereitung läuft sie nun die Postcup-Rennen, so die weiteren Stadtläufe wie in Genf oder Basel. Schliesslich sind die 10000 m an der Olympiade ihr grosses Ziel.
Lehmann will an die EM
Jedes Jahr an der Corrida dabei ist Valérie Lehmann (TV Bösingen). Vorgestern Samstag freute sie sich besonders. Sie klassierte sich auf dem 6. Rang, just hinter der Murtenlaufdritten Martina Strähl (LV Langenthal): «Es ist mir noch nie so gut gelaufen. Ich liebe solche Läufe sehr, aber die rechtwinkligen Kurven machen mir schon etwas Mühe.» Valérie Lehmann hat ein hohes, aber realistisches Ziel. Sie will sich über 1500 m für die EM qualifizieren: «Meine Bestzeit beträgt 4:13,83 Minuten, und für die Limite fehlen mir 1,8 Sekunden…» Und am Samstag ist sie auf den Geschmack des Postcups gekommen, da sie den zweiten Zwischenrang belegt.
Bei den Juniorinnen kam es zu einem Doppelerfolg für Im Fang, indem Tanja und Gabriela Rauber die ersten zwei Plätze belegten.
Mit 4100 Anmeldungen und schliesslich 3807 Klassierten erlebte dieser Traditionslauf an seiner 36. Austragung einen grossen Erfolg.
Jane Muia fliegt förmlich ins Ziel.Bild Vincent Murith