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Schweden: Gemeinde stimmt Endlagerplänen zu
Die schwedische Entsorgungsgesellschaft Svensk Kärnbränslehantering AB (SKB) hatte im März 2011 ihre Gesuche zum Bau eines geologischen Tiefenlagers für ausgediente Brennelemente am Standort Forsmark und zum Bau einer Verkapselungsanlage am Standort Oskarshamn bei der Swedish Radiation Safety Authority (SSM) eingereicht und auf Anfrage der SSM noch Klarstellungen und Ergänzungen zu den Gesuchen nachgereicht.
Die SSM empfahl im Januar 2018, die Pläne für das Endlager und die Einkapselungsanlagen zu genehmigen. Der Land and Environment Court (MMD) hatte die Vorschläge ebenfalls geprüft, jedoch um zusätzliche Informationen zu den im Endlager zu verwendenden Kupferkanistern gebeten. Die SKB übermittelte diese Informationen der Regierung im April 2019.
An der ausserordentlichen Hauptversammlung vom 13. Oktober 2020 verabschiedete die Gemeinde Östhammar die Pläne zur Errichtung eines Endlagers Söderviken nahe dem Kernkraftwerk Forsmark, etwa 140 km nördlich von Stockholm, zugestimmt. 38 Räte unterstützten die Pläne, sieben lehnten sie ab und drei enthielten sich der Stimme. Die Verkapselungsanlage war von der Gemeinde Oskarshamn bereits genehmigt worden. Die beiden Gemeinden verfügten über ein Vetorecht in Bezug auf die auf ihrem Gemeindegebiet geplante Anlage.
«Mit diesem Entscheid der Gemeinde Östhammar und dem früheren Entscheid der Gemeinde Oskarshamn, der Verkapselungsanlage zuzustimmen, liegt nun die Grundlage für einen Regierungsentscheid vor», sagte die SKB. Sobald dieser vorliege, würden die SSM und das MMD die Voraussetzungen für die Einrichtungen festlegen.
Die SKB hofft, dass der Bau der Anlagen Mitte der 2020er-Jahre beginnen kann. Sie rechnet mit einer Bauzeit von rund zehn Jahren. Laut SKB würde die endgültige Genehmigung durch die Regierung eines der grössten und wichtigsten Umweltschutzprojekte Schwedens in Gang setzen. Damit würden zudem Investitionen in Höhe von rund SEK 19 Mrd. (CHF 1,9 Mrd.) ausgelöst und rund 1500 Arbeitsplätze geschaffen.