Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03245.jsonl.gz/1793

Ein trockener, fester Platz mit ein paar Bäumen, die Schatten spenden, wenn die Sonne heiss scheint, das ist die ideale Umgebung für ein Pétanque-Spiel. In der Provence finden sich diese Plätze meist in der Nähe eines Cafés
oder einer Bar, wo nach dem Spiel Sieger und Besiegte die Freundschaft bei einem Gläschen wieder besiegeln können.
Aber Pétanque braucht diese Umgebung nicht notwendigerweise. Man spielt es auf jedem Gelände, das
erlaubt, den Verlauf des Spiels in allen Phasen gut zu überblicken. Bevorzugt wird unbewachsener Boden, aber auch ein kurzer Rasen oder ein Waldboden mit Nadelbelag kann sich eignen. Meistens werden festgefahrene Wege, Plätze oder Höfe mit Sand,-
Kies- oder Schotteroberfläche gewählt. Löcher, Auswaschungen, Rillen machen das Spiel für den Leger schwieriger, aber auch reizvoller. Abschüssige Flächen, auf denen die Kugeln oft erst am Ende der Neigungen liegen bleiben, sind
bei Legern nicht so beliebt und verschieben den Akzent des Spiels auf das Wegschießen jeder halbwegs gut platzierten gegnerischen Kugeln. Große Asphalt- oder Betonflächen werden ebenfalls selten gewählt, weil hier die Kugeln zu stark
rollen oder springen. Immer häufiger anzutreffen sind künstlich angelegte Spielflächen (frz. boulodrome), die nach der Zunahme des Autoverkehrs in Frankreich von Clubs als Ersatz für die zu Parkplätzen gewordene öffentlichen Plätze
gebaut wurden. Sie haben oft eine glatte, befestigte Oberfläche mit feinkörnigem Sand- oder Kiesbelag. Im Norden Frankreichs sind diese Flächen zunehmend überdacht, zum Schutz gegen Regen und Schnee.