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Bundesregierung lehnt Entschuldigung für Völkermord in Namibia ab
Vor genau einer Woche, am Internationalen Tag gegen Rassisimus, fand im Bundestag so etwas wie ein historischer Moment statt. Dort wurde nämlich über zwei Anträge diskutiert, welche sich mit der Kolonial-Vergangenheit Deutschlands auseinandersetzten. Genauer gesagt mit dem, was Deutschland als Kolonialmacht Anfang des 20. Jahrhunderts in Namibia zu verantworten hat. Damals wurden nämlich die Herero, Nama, Damara und die San systematisch ausgerottet. Der Tag für diese vorgesehene Aufarbeitung war dramaturgisch gut gewählt, einen Tag zuvor feierte Namibia nämlich seinen Unabhängigkeitstag. Allerdings verlief die Auseinandersetzung und Abstimmung im Bundestag alles andere als zufriedenstellend. Was da passiert ist und vor allem warum es Deutschland offensichtlich immer noch schwer fällt, sich zu seiner Geschichte zu bekennen, das möchte ich jetzt mit Nicolai Röschert besprechen. Er ist aktiv für die internationale Nicht-Regierungsorganisation Afrcavenir, die sich für politische Bildung in Afrika und Europa einsetzt.