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Einführung einer Multi-Institutionellen Konferenz zur Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung zur Prävention von Gewalt bei besonders gefährdeten Opfern
SCHWEIZ: INTERPELLATION AUF BUNDESEBENEInterpellation 19.4370, eingereicht von Sibel Arslan am 27. September 2019 im Nationalrat.
Die Schweiz soll nach dem Beispiel Österreichs eine Multi-Agency Risk Assessment Conference (MARAC) zur Koordinierung der Präventionsarbeit von häuslicher Gewalt lancieren.
Die Interpellantin Sibel Arslan will, dass der Bundesrat die Einführung einer Multi-Institutionellen Konferenz zur Risikoeinschätzung und Sicherheitsplanung zur Prävention von Gewalt bei besonders gefährdeten Opfern prüft. Dies nach den Beispielen, die in Österreich und Grossbritannien etabliert wurden. «Die Methode MARAC besteht darin, dass Institutionen, die in einem Fall mit der Prävention von Gewalt in der Familie befasst sind (Polizei, Justizeinrichtungen, Frauenhilfseinrichtungen, Jugend- und Kinderschutzeinrichtungen, Einrichtungen im Gesundheitsbereich, in der Suchthilfe, Bewährungshilfe u.a.) in regelmässigen Abständen multi-institutionelle Fallkonferenzen durchführen, um gemeinsam effektive Massnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Opfer zu entwickeln und durchzuführen. Die mit dem Problem befassten Einrichtungen schliessen sich dabei zu einem Bündnis zur Gewaltprävention zusammen.»
In seiner Antwort begrüsst der Bundesrat ein koordiniertes Vorgehen, weist jedoch darauf hin, dass das Bedrohungsmanagement Aufgabe der Kantone sei.
Direkt zur Interpellation (parlament.ch)