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Wenn wir bei einem Politiker oder bei einer Führungspersönlichkeit
von Charisma reden, so denken wir heute vor allem an seine Ausstrahlung. |
In der Angewandten Rhetorik sehen wir, dass jenen Personen Charisma zugeschrieben wird,
die nicht Theater spielen und sich akzeptieren - so wie sie sind und
ihre Stärken und Schwächen kennen.
Tatsächlich hat das Charisma einer Persönlichkeit etwas mit
dem innerem Gleichgewicht zu tun. Bei Kommunikationsprozessen wird dies
meist bei Menschen ersichtlich, wenn bei ihnen ihre Körpersprache,
Stimme und Aussage übereinstimmen. Manche Menschen scheinen das
"gewisse Etwas" zu haben- andere nicht. Was aber macht es genau aus,
dass man bei einer Person von Charisma spricht?

Ethymologie:
Der Ausdruck Charisma stammt von griechischen chárisma, das mit Gnadengabe übersetzt werden kann.
Im Christentum wird der Begriff für Gaben wie Weisheit, Erkenntnis, Glaube, Prophetie, Krankenheilungen oder Wundertaten
gebraucht. Charisma ist nach dieser Definition eine Gabe und somit nicht erworben.
Der Soziologe Max Weber(1864-1920) definierte charisamatisches Führen als die Begabung,
mit Vision Andere inspirieren zu können und die Sozialstruktur verändern kann.
In der Wirtschaftspsychologie findet sich ein Ansatz, der Charismaaffinität
und die Wahrnehmung von Charisma in die Nähe des Narzissmus stellt.
Quelle: Charisma auf Wikipedia.
Wann ist jemand charismatisch?
Charismatische Menschen gelingt es, andere in ihren Bann zu ziehen.
Kaum treten sie auf, ziehen sie Blicke auf sich und werden von allen
Seiten beachtet.
Charisma ist etwas ziemlich Abstraktes. Ist es die Ausstrahlung - gleichsam eine Aura?
Ein Mensch dem Charisma zugeschrieben wird, kann beeinflussen, etwas bewirken
und hat meist rhetorisch Erfolg. Selbstverständlich kann eine charismatische
Persönlichkeit auch verführen und seine Überzeugungskraft
missbrauchen.
- Der Psychologe Richard Wiseman von der Uni Hertfordshire, hat drei
Eigenschaften festgestellt, über die eine charismatische Person verfügt:
- Sie kann Emotionen sehr stark empfinden
- Sie ist fähig, auch andere Menschen starke Gefühle erleben zu lassen.
- Sie ist resistent gegenüber Einflüssen anderer charismatischer Menschen.
- Gloria Beck, Buchautorin von Verbotene Rhetorik findet: Nicht jeder
charismatische Mensch hat edle Absichten. Daher bezweifelt Beck die erste
Eigenschaft die Wiseman auflistet: Charismatische Personen müssen
nicht selbst stark empfinden, es reicht, wenn sie es aussehen lassen
als ob. Die Autorin geht davon aus, dass Charisma gespielt werden kann.
Für Beck sind gilt bei charismatische Menschen
Man findet einen Menschen charismatisch, der anders ist,
der so ist, wie man es selbst gern wäre. Charasmatische Menschen
hätten auch die Möglichkeit, Anhänger zu manipulieren:
Die Wünsche und Sehnsüchte der Menschen kennend,
kann man sie dazu bringen, zu handeln wie man es selbst möchte.
- sie handeln aussergewöhnlich und denkt regelfremd
- sei sind von der Meinung anderer unabhängig
- sie verkünden neue Gebote
- Der Oekologe Jerry Wofford von der Uni Texas in Arlington meint
- Sie haben starke Kernwerte.
- Sie haben eine Vision die anspricht.
- Sie können eine Gruppe oder Organisation aus dem Status Quo führen.
- Der Psychologe Howard Friedman behauptet, dass man Charisma durch
Beobachtung von nichtverbalen Zeichen messen kann. Beispiele sind:
Charismatische Menschen hätten ein natürliches Lächeln und berührten
Freunde beim Gespräch. Er hat auch einen Test entwickelt, mit dem man das Charisma
von Angestellten messen könne.
- Gesichtsausdrücke,
- Gesten
- Körperbewegungen