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Der sagenumwobene ehemalige Pilatussee ist heute ein Hochmoor von nationaler Bedeutung. Da sich der Hauptdamm des Sees in schlechtem Zustand befand und das Hochmoor seine offene Wasserfläche zu verlieren drohte, leitete die Dienststelle Landwirtschaft und Wald 2014 eine Sanierung ein. Die Arbeiten wurden vor Kurzem abgeschlossen.
Im Jahr 2014 wurde festgestellt, dass sich der Hauptdamm des ehemaligen Pilatussees – heute ein Hochmoor von nationaler Bedeutung – in schlechtem Zustand befindet. Die für den Schutz national bedeutsamer Biotope zuständige Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) leitete deshalb noch im gleichen Jahr zusammen mit der Korporation Alpnach eine Sanierung des Damms in die Wege. Ohne Sanierung wäre der Damm zerfallen, das gestaute Wasser ausgelaufen und die offene Wasserfläche des Hochmoors verdunstet. Vor Kurzem wurden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen.
Anstelle des bisherigen Damms wurde ein doppelter Holzkasten erstellt, der mit einer Bentonitmatte abgedichtet, seitlich eingebunden und anschliessend mit Erde und Torfmoosen abgedeckt wurde. Die starken Niederschläge im Frühjahr 2016 führten jedoch zu Erosionsspuren im Bereich des noch nicht bewachsenen Dammüberlaufs. Die Erosion konnte im Juli 2016 gestoppt werden; der Überlaufbereich wurde danach erneut mit Vegetation abgedeckt.
Die beiden Holzdämme am Pilatussee wurden 1980 auf Anregung von Pro Pilatus erstellt. Mit den Dämmen entstand ein Moorsee, der von Schnabelsegge und Torfmoosen gesäumt ist und anschliessend in die für Hochmoore typischen Bulten und Schlenken übergeht. Dank der jüngsten Sanierung des Hauptdamms konnte der Kanton Luzern nicht nur ein Hochmoor von nationaler Bedeutung, sondern auch ein kulturgeschichtlich bedeutsames Objekt erhalten (siehe Kasten).
Kasten
Pilatussee – Hochmoor von nationaler Bedeutung
Bis ins 16. Jahrhundert verbot der Luzerner Stadtrat der Bevölkerung das Betreten des Pilatus und den Zugang zum Pilatussee. Man glaubte damals, dass die Leiche von Pontius Pilatus in dem See versenkt worden sei und dass es schwere Unwetter gäbe, wenn die Leiche gestört würde.
Die Sage wurde später zwar widerlegt, dennoch beschloss der Luzerner Stadtrat Ende des 16. Jahrhunderts, den See durch Grabungen trockenzulegen. Das gelang allerdings nur teilweise. Aus dem ehemaligen See entstand so über die Jahrhunderte ein Hochmoor von nationaler Bedeutung.
Anhang
- Bild 1: Der Moorsee mit Schnabelsegge und Torfmoosen (lawa)
- Bild 2: Die Dammkrone nach der Sanierung (lawa
Kontakt
Susanna Geissbühler, Lebensräume und Schutzgebiete, Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Tel. 041 925 10 45, susanna.geissbüehler@u.ch