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Kommentar: Rolf Hächler
Beginn: 10.30 Uhr
«Dersu Uzala» ist episches Kino der schönsten Art. Der Film ist eine Ode an die Natur; sie ist seine grosse Heldin und wird in eindringlichen, fast mythischen Bildern beschworen. Akira Kurosawa, der Altmeister des japanischen Films, hat «Dersu Uzala» in der Wildnis der russischen Taiga gedreht. Im Sibirien des Jahres 1902 bricht der zaristische Offizier und Forscher Wladimir Arseniew mit einer Gruppe von Soldaten in die Taiga auf. Eines Nachts erscheint Dersu Uzala, der Jäger eines mongolischen Stammes, in ihrem Lager und dient der Gruppe fortan als kundiger Führer. Zwischen dem jungen Offizier und dem alten Jäger entsteht allmählich eine tiefe Verbundenheit. Der studierte Soldat lernt vom einfachen Mann aus der Wildnis den Respekt vor der Natur, die Solidarität mit allem Leben und schliesslich ganz einfach Menschlichkeit.