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Was bedeutet Kapalabhati? Wie wird beim Feueratem geatmet und welche Wirkung hat er?
Im Sanskrit ist die Bezeichnung für den Feueratem Kapalabhati. Kapala bedeutet Schädel oder Schale „bhati“ bedeutet Leuchten oder Licht.
Diese Atemtechnik gehört zu den Reinigungsübungen und ist eine der sechs Kriyas des Yoga.
Wie wird bei der Feueratmung geatmet?
Die Betonung des Feueratems liegt deutlich auf der Ausatmung. Sie ist kraftvoll und aktiv. Die Einatmung hingegen ist eher passiv und bleibt reflexhaft. Für das Ausatmen wird kraftvoll die Bauchdecke eingezogen. Beim Einatmen wird der Bauch gut gefüllt.
Es wird in einer gleichmässigen Intensität rhythmisch durch die Nase ein- und ausgeatmet.
Ein- und Ausatmen sollte zwischen 40- und 100mal wiederholt werden. Die Konzentration sollte auf dem Solar Plexus, dem dritten Chakra liegen.
Geduldig sollte geübt werden. Als Übender sollte man nicht das Gefühl bekommen, nicht genug Luft zu bekommen. Unser Körper zeigt uns die Grenzen und darauf sollten wir achten, schliesslich soll Yoga weder unangenehm sein noch wehtun.
Ein typischer Fehler der Feueratmung ist, dass falsch geatmet wird. So wird bei der Einatmung der Bauch häufig eingezogen und bei der Ausatmung der Bauch losgelassen.
Was bedeutet die Feueratmung im yogischen Kontext?
Die Feueratmung wird als Mittel der Bewusstseinsveränderung angesehen. Sie soll bei der Loslösung einer zu starken Gegenwartsverhaftung helfen.
Beim regelmässigen und längeren Praktizieren sich ein Gefühl der Leere im Kopf einstellen. Der Gedankenfluss ist unterbrochen. Die Intensität der Übung gleicht dem Wirbeltanz der Sufis. So kann die Feueratmung zur Vorbereitung auf die Meditation eingesetzt werden.
Durch das verstärkte Abatmen wird der Anreiz zum Einatmen im Atemzentrum verringert wird. Dadurch werden längere und mühelosere Atempausen ermöglicht. Diese sind wiederum eine Vorbereitung der Kumbhakas.
Gibt es Varianten des Feueratems?
Es gibt die Kombination der Feueratmung mit der Wechselatmung.
Wie gefährlich ist die Feueratmung?
Es ist empfehlenswert, mit ausgebildeten Yoga-Lehrern die Atemübung zu praktizieren. Kritiker sehen eine Gefahr, da die Feuerahnung einer Hyperventilation ähnlich ist. Da bei der Feueratmung dies jedoch bewusst gesteuert wird, sind Gesundheitsschäden nicht vorgekommen, bzw. belegt.