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Agrarminister Nikolai Fjodorow hatte Ende August die erforderlichen zusätzlichen Mittel allein zur Förderung der Veredlungswirtschaft in den Jahren 2015 bis 2020 auf insgesamt 252 Mrd. Rbl (6,14 Mrd. Fr.) veranschlagt, diejenigen für die pflanzliche Produktion im selben Zeitraum auf 178 Mrd. Rbl (4,34 Mrd. Fr.). Bislang sind im nationalen Landentwicklungsprogramm für den Zeitraum 2013 bis 2020 aus dem Föderationshaushalt insgesamt rund 200 Mrd. Rbl (4,9 Mrd. Fr.) eingeplant.
Medwedew wies in einem vergangener Woche von der Wirtschaftszeitung „Vedomosti“ veröffentlichten Interview darauf hin, dass Russland mit mehr als 9 % der globalen Ackerfläche und 20 % der Weltwasservorräte undwärmeren Regionen durchaus im Stande sei, seinen Bedarf an Nahrungsmitteln selbst zu decken. Darüber hinaus könne man sogar noch Agrarprodukte exportieren. Die Bereiche, die noch unterentwickelt seien und deren Entwicklung nun mit zusätzlichen Finanzspritzen vorangetrieben werden solle, seien die Fischwirtschaft, der Treibhausgemüseanbau, der Gartenbau sowie die Rindermast und Milchwirtschaft.
Medwedew betonte, dass das Embargo gegenüber den westlichen Ländern für ein Jahr verhängt worden sei. Sollte der „unsinnigen Sanktionsgeschichte“ ein Ende gesetzt werden, könne seine Regierung diese Frist ändern. Er hoffe aber, dass dann die russischen Lebensmittel einen „gebührenden Platz“ in den heimischen Läden einnähmen, so Medwedew. Die Handelsketten, die zuvor importierte Ernährungsgüter bevorzugt und heimische Produzenten ignoriert hätten, würden bereits ihr Einkaufsverhalten ändern.