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Das Todesjahr Bertholds II. von Zähringen (1111) wird als Datum der Erbauung der ursprünglichen Wasserburg genannt. Im 12. Jahrhundert besassen die Herren von Jegistorf, Gefolgsleute der Zähringer, diese Herrschaft. Später gingen Teile davon in den Besitz der Familien Buwli, von Erlach, Frieso, Gloggner, von Schwanden, Spilmann, von Torberg und Zigerli über.
1720 wurde die ursprüngliche Burg für Albrecht Friedrich von Erlach in einen barocken Landsitz umgebaut. Von 1758 bis 1934 gehörte das Schloss der Familie von Stürler. 1913 bis 1916 wurde es gründlich renoviert. 1936 erwarb der Verein zu Erhaltung des Schlosses Jegenstorf das Anwesen, um es als Baudenkmal und Museum dem bernischen Volk zu erhalten.
Für die Region Bern–Solothurn bieten die Schlossspiele Jegenstorf seit 12 Jahren spannende und zugleich höchst unterhaltsame Theaterstücke unter freiem Himmel – immer mit Bezug zum speziellen Spielort. So wurde das Schloss Jegenstorf schon zum Sitz des Vampirfürsten in «Tanz der Vampire», zur Unterkunft für Napoleons Soldaten in «Dr Franzos» oder «Houpme Lombach» oder zum Geburtstagsfestplatz des Berner Patriziats in «Ds verlorne Lied». Das Badhaus unter den imposanten Bäumen war transylvanisches Dorf («Tanz der Vampire), Spielplatz der Kinderbanden in «Die wilden Hühner» oder Treffpunkt der Aufständischen gegen die Helvetische Republik («Houpme Lombach»). Und 2014 wurde das Schloss Jegenstorf zum Stammsitz einer der bekanntesten Berner Edelvesten (Adligen).