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KAMBODSCHA
Kampfmittelbeseitigung und Risikoaufklärung| Projektdauer: 2017–2022
Von den 1960er-Jahren bis 1998 kämpften verschiedene Gruppierungen blutig um die Herrschaft in Kambodscha. Bis heute sind geschätzte 2‘000 Quadratkilometer mit Minen und Kriegsmunitionsrückständen kontaminiert. Seit 1979 sind rund 64‘000 Menschen bei Minenunfällen ums Leben gekommen; mehr als 25‘000 haben Arme oder Beine verloren. In keinem anderen Land gibt es mehr Menschen mit amputierten Gliedern im Verhältnis zur Einwohnerzahl, ein trauriger Rekord.
Das Projekt
WoM arbeitet seit 2017 mit Cambodian Self Help Demining (CSHD) zusammen, einer nationalen NGO, die auf Initiative des ehemaligen Kindersoldaten Aki Ra gegründet wurde. Wir finanzieren ein Kampfmittelbeseitigungsteam und beteiligen uns an der Risikoaufklärung.
Das haben wir bewirkt
WoM ist überzeugt, dass die Arbeit von Aki Ra, En Poy und all den anderen Entminern von CSHD einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Kambodschas leistet. In landwirtschaftlich geprägten Regionen ist der Boden Lebensgrundlage. Und wenn man mehr produziert als man braucht, ist das ein erster Schritt in eine bessere Zukunft.
Resultate 2021
757 Soforteinsätze wurden geleistet und dabei 4788 Personenminen, 4 improvisierte Minen (IED), 10 Panzerminen, 1’351 UXO und 206 andere Kampfmittelrückstände beseitigt.
18'310 Quadratmeter Land wurden geräumt und können wieder gefahrlos genutzt werden.
12'945 Personen profitierten von der Minenräumung, 857 Personen wurden für die Minenproblematik sensibilisiert.
Fotos: CSHD