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Bilanz
Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vorjahr um rund CHF 416'000 abgenommen.
Massgeblich verantwortlich für die Abnahme der flüssigen Mittel um CHF 315'000, sind Mehrausgaben für das Personal und ein höherer Aufwand für Arbeitsleistungen Dritter.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nur unwesentlich um CHF 9'000 gestiegen. Ausserdem konnten die Delkredere-Reserven erneut reduziert werden.
Die Aktiven Rechnungsabgrenzungen sind im Vergleich zum Vorjahr um CHF 127'000 gesunken, da im Vorjahr die Guthaben aus dem alle 2 Jahre durchgeführten H+ Kongress und eine noch nicht erhaltene Kostenbeteiligung an externen Beratungskosten darin enthalten waren.
Die Beteiligungen enthalten neu einen 25%-Anteil an der «Organisation ambulante Arzttarife AG (OAAT)» im Betrag von CHF 25'000. Der Anteil an der «solutions tarifaires suisses SA» wurde um CHF 25'000 auf 50% ausgebaut.
Die Abnahme der Mobilen Sachanlagen von rund CHF 13'000 ist den tieferen Anschaffungen von Einrichtungen geschuldet. Bei der Liegenschaft der Geschäftsstelle (Immobile Sachanlagen)wurden Abschreibungen in der Höhe von CHF 49'000 (inklusive Umbau) vorgenommen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten haben insgesamt um CHF 164'000 abgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sanken gegenüber dem Vorjahr um CHF 215'000. Gegenüber der Branchenlösung Arbeitssicherheit besteht ein Kontokorrent, welches das kumulierte Ergebnis dieses Bereichs abbildet. Der diesjährige Gewinn (und damit die Zunahme der Verbindlichkeit) betrug CHF 18'000.
Die Passiven Rechnungsabgrenzungen umfassen vorwiegend ausstehende Spesenforderungen der Mitglieder sowie Rekrutierungskosten und Ausgaben Kosten für einen Musterprozess «Labortarife». Der Saldo ist hier insgesamt um CHF 146'000 gestiegen.
Die Rückstellungen zeigen eine leichte Abnahme gegenüber dem Vorjahr. Einerseits wurden wie vorgesehen im Berichtsjahr Beträge von insgesamt CHF 300'000 im Bereich ambulante Tarife aufgelöst. Im Bereich Direktion/Interne Dienste wurden für die Restrukturierung und die Neuausrichtung der Bildungszentren CHF 100'000 gebildet, ebenso für unvorhergesehene Kosten aus früheren Verpflichtungen im Bildungsbereich (CHF 100'000). Für die Kosten des höheren Arbeitgeberanteils bei den PK-Beiträgen wurden CHF 40'000 vorgesehen. Für alle Positionen in der Bilanz gilt, dass für erkennbare Risiken entsprechende Rückstellungen vorhanden sind.
Der Jahresverlust wird mit CHF 345'529 ausgewiesen, was zusammen mit dem Vereinskapital und den Gebundenen Kapitalreserven ein Eigenkapital von rund 1,81 Mio. CHF ergibt.
Erfolgsrechnung
Der betriebliche Gesamtertrag hat gegenüber dem Vorjahr insgesamt um CHF 574'000 zugenommen (+8.6%) und liegt mit CHF 230'000 auch über dem Budget (+3.3%).
Bei den ordentlichen Mitgliederbeiträgen ist aufgrund leicht höherer Betriebsaufwände und dem Solidaritätsbeitrag der Mitglieder eine positive Abweichung im Vergleich zu Vorjahr (CHF 654'000) und Budget (CHF 84'000) zu verzeichnen.
Die Verkäufe beinhalten diverse Fachbücher, Richtlinien und Formulare. Diese bewegen sich 2022 leicht über dem erwarteten Niveau.
Die Erlöse aus den auswärtigen Spitalstatistiken (Obligatorische Bundesstatistik und SOMED-Statistik) sind wie erwartet ausgefallen.
Bei den Printmedien setzt sich der allgemeine Trend hin zu Online-Formaten fort. Die Einnahmen zeigen den erwarteten Rückgang bei den Abo-Verkäufen.
Die Diversen Erlöse sind über Budget, zeigen jedoch eine Abnahme um rund CHF 69'000 gegenüber dem Vorjahr, da 2021 Einnahmen aus dem alle zwei Jahre durchgeführten H+ Kongress zu verzeichnen waren (CHF 63'000). Ausserdem sind hier der Inserateertrag Competence (CHF 33'000 über Budget), die Beitrittsgebühren Tarifverträge Dialyse sowie weitere Kostenbeteiligungen abgebildet.
Der Personalaufwand ist im Vergleich mit 2021 um rund 7.6% gestiegen, liegt aber 1.9% unter Budget. Die Löhne stiegen um CHF 114'000 weniger als geplant (CHF -135'000 zum Budget) – vor allem aufgrund der Vakanzen, die nicht sofort besetzt werden konnten. Andererseits wurden mehr externe Arbeitsleistungen in Anspruch genommen als geplant (CHF 29'000) und beim diversen Personalaufwand übersteigen die Ausgaben das Budget um CHF 15'000, vor allem für die Personalbeschaffung. Andere Kosten wie die Weiterbildung sind tiefer als budgetiert.
Die übrigen Betriebsaufwände bewegen sich etwas unter dem Vorjahr und Budget.
Der Verwaltungs- und Vertriebsaufwand stieg insgesamt um CHF 263'000 gegenüber dem Vorjahr und übertrifft das Budget um CHF 306'000. Der diverse Aufwand beinhaltet Kostenbeteiligungen an der solutions tarifaires suisses AG und der OAAT AG im Betrag von CHF 261'000 (im Vorjahr unter ausserordentlichem Aufwand erfasst) sowie die Bildung von Rückstellungen und Abgrenzungen von CHF 260'000. Für Reise- und Repräsentationskosten wurde wesentlich weniger ausgegeben als budgetiert, die restlichen Kosten bewegen sich im Rahmen des Budgets und des Vorjahres.
Die Abschreibungen sind leicht unter dem Vorjahr und Budget.
Der Finanzaufwand und -ertrag sind leicht besser als budgetiert und als im Vorjahr, vor allem wegen der weggefallenen Negativzinsen in einigen Monaten.
Der Ausserordentliche, einmalige und periodenfremde Aufwand repräsentiert den Kursverlust unserer Finanzanlagen.
H+ schliesst das Berichtsjahr 2022 mit einem Verlust von CHF 345'529 ab, dies verglichen mit einem budgetierten Verlust von CHF 288'715.