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Die ersten Paralympischen Spiele von Rom 1960 waren für Athleten mit körperlichen Behinderungen ein gewaltiger Fortschritt im Sport.
Der Gründer der Paralympischen Bewegung, Sir Ludwig Guttmann, und die Direktorin des Wirbelsäulenzentrums in Rom, Antonia Maglio, begannen zwei Jahre zuvor mit den Vorbereitungen für die Spiele. Es sollten die 9. jährlichen internationalen Stoke-Mandeville-Spiele sein.
Die Paralympischen Spiele von Rom 1960 fanden sechs Tage nach der Abschlusszeremonie der XVII. Olympischen Spiele statt. Er wurde vom Italienischen Olympischen Komitee und dem Italienischen Institut für behinderte Arbeitnehmer (INAIL) unterstützt.
An den Spielen nahmen 400 Para-Athleten aus 23 Ländern teil, die in 57 Medaillenwettbewerben in acht Sportarten antraten.
Sportarten
Bei den ersten Paralympischen Spielen debütierten insgesamt acht verschiedene Sportarten, die alle (nur) geeignet für Athletinnen und Athleten mit Rückenmarksverletzungen (Rollstuhlathleten) waren.
Bogenschießen, Para-Leichtathletik, Para-Schwimmen, Tischtennis, Rollstuhl-Fechten und Rollstuhl-Basketball. Zudem Dart-Schiessen, Snooker.
Eröffnungszeremonie
Die Eröffnungszeremonie am 18. September wurde von 5.000 Zuschauern besucht, die die Rollstuhlsportler bei ihrem farbenfrohen Einzug ins Acqua Acetosa-Stadion begrüßten.
Camillo Giardina, der damalige italienische Minister für Volksgesundheit, erklärte die Spiele offiziell für eröffnet.
Medaillenwertung
Beim Debüt der Paralympischen Spiele auf der Weltbühne belegte Gastgeber Italien den ersten Platz in der Medaillenwertung, während Großbritannien, Deutschland, Österreich und die USA die Top Fünf mit herausragenden Leistungen abrundeten. Die Schweiz belegte Rang 13.
Abschlusszeremonie
Die Abschlusszeremonie am 25. September fand im Palazetto dello Sport im Olympischen Dorf im Beisein von Sir Guttmann, dem Schirmherrn der Spiele, und der Gattin des italienischen Präsidenten, Donna Carla Gronchi, statt.
Sir Guttmann fasste die Spiele wie folgt zusammen „Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer und Begleitpersonen hat die Bedeutung der Spiele von Rom als ein neues Muster der Wiedereingliederung der Gelähmten in die Gesellschaft und in die Welt des Sports voll und ganz verstanden.
Quelle:
3 Medaillen für die Schweiz
Die Schweizer Delegation reiste mit 5 Athleten und 1 Athletin nach Rom. Angetreten wurde in 3 Sportarten. Schwimmen, Leichathletik und Rollstuhl-Basketball.
Denis Favre war der Mann der Stunden. Er gewann drei der vier Medaillen für die Schweiz. Im Kugelstossen (21,71m), Speerwurf (8,05m) und 50m Kraul. Simone Knüsli, die einzige Schweizerin an den Paralympics 1960, gewann Silber über 25m Brust.
Das Schweizer Rollstuhl-Basketball-Team mit Denis Favre, Carrel, Monneron, Eugene Phyton und Arthur Studer belegten Rang 6.