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Der Begriff „Ökosystem“ steht für die funktionale Wechselwirkung von Lebewesen und Lebensraum in einem räumlich begrenzten Ausschnitt der Biosphäre. Ökosysteme lassen sich gliedern in belebte Natur und die unbelebte Umwelt. Charakteristisch für Ökosysteme sind die Beziehungen zwischen der Gesamtheit der Lebewesen (Biozönose). Das trifft auch auf die Faktoren der unbelebten Natur (Biotop) zu. Anderseits wirken Lebewesen und Umwelt wechselseitig aufeinander.
Spricht man im Fall des Walds von einem Ökosystem, so ist im weitesten Sinn eine Pflanzenformation oder ein Waldtyp gemeint. Im engeren Sinn ist damit ein Waldbestand, ein Teil oder ein einzelner Baum gemeint. Je enger der Begriff gefasst wird, desto wichtiger ist neben der Raum- auch die Zeitkomponente, denn grössere Einheiten können sich im Verlauf der Zeit ausgleichen. Engräumige Einheiten zeigen im Verlauf der Zeit einen grösseren Wechsel in der ökologischen Zusammensetzung und in der Zusammensetzung der Lebewesen (Lebenszyklus des Baumes bis zum Totholz).
Literatur:
Dengler A. (1990). Der Wald als Vegetationsform und seine Bedeutung für den Menschen (6. Auflage). Hamburg: Parey. S. 21f.
Schäfer, M. (2002). Wörterbuch der Biologie (3. Auflage). Jena: Gustav Fischer. S. 231.