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Ligroine,
der in Amerika erfundene Name für einen der flüchtigeren Teile des rohen
Petroleums,
welche diesem durch Abdestillieren entzogen werden müssen, um ihm seine Feuergefährlichkeit zu benehmen, die nun im verstärkten
Maße der abgezogenen leichten Flüssigkeit eigen ist. Als
Ligroine verkauft man diejenigen Partien des flüchtigen Destillates,
welche ein spezif. Gewicht von 0,70 bis 0,73 haben und deren Siedepunkt zwischen 90 und 120° C. liegt;
die flüchtigeren Partien werden zu andern Zwecken verwendet (s.
Benzin).
L. wurde der Stoff genannt, um ihn als eine neue Leuchtflüssigkeit einzuführen, die in besondern kleinen geschlossenen
Handlampen, den Weingeistlampen ähnlich, zu brennen ist. Am
Boden derselben ist eine Schicht Schwamm befestigt, welche
die eingegossene Flüssigkeit aufsaugt, indes das nicht Aufgenommene gleich wieder zurückgegossen wird. Bei dieser Einrichtung
hat auch das Umwerfen oder Herabfallen der Lampe keinen Einfluß auf die Füllung und die Lampe ist nicht gefahrvoller als
eine
Kerze, wenn anders mit der Flüssigkeit selbst vernünftig umgegangen wird. Dagegen sind die vor
einiger Zeit in Aufnahme gewesenen
Ligroinelampen mit Reservoir, welche an die Wand gehängt werden, sehr feuergefährlich.
- Zoll gem. Tarif im Anh. Nr. 29.