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Sowohl in der Alltagssprache wie auch in der Philosophie begegnen wir der Redeweise, dass einige Fakten nur dann der Fall sind, weil auch andere Fakten der Fall sind. Manchmal sagen wir auch, dass ein Fakt aus einem anderen resultiert oder ein Fakt durch einen anderen bestimmt wird. So sagen wir zum Beispiel, dass ein Glas zerbrechlich ist, weil seine Atome in einer bestimmten Art und Weise angeordnet sind.
Da derartige Aussagen nicht kausale Zusammenhänge erklären, stellt sich die Frage, wie Ausdrücke wie “A weil B” oder “A wird bestimmt durch B” verstanden werden müssen. Ein vielversprechender Ansatz der zeitgenössischen Metaphysik besteht darin, diese mithilfe der Relation des metaphysischen Groundings zu analysieren. Grounding ist eine Relation, welche irreflexiv, transitiv und asymmetrisch ist. Da der Begriff des Groundings jedoch nicht analysierbar ist, wurde dessen Anwendung in letzter Zeit stark kritisiert.
Das Ziel des Projekts besteht darin, zu zeigen, dass der Begriff des Groundings tatsächlich nicht analysierbar, trotzdem verständlich und für die philosophische Praxis unverzichtbar ist. Dabei sollen insbesondere methodologische Annahmen der aktuellen Debatte untersucht und einer Kritik unterzogen werden.
Das Projekt befasst sich sowohl mit einem zentralen Problem der analytischen Metaphysik als auch mit den methodologischen Grundlagen der Philosophie.