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Nach den schweren Unwettern im Jahr 2014 und 2015 ereigneten sich in der Gemeinde Schangnau auch in diesem Sommer wieder Hochwasser von ungewöhnlichem Ausmass.
Am 28. und 31. Mai sowie am 3. Juni 2017 zogen jeweils starke Gewitterzellen von der Gemeinde Eriz in Richtung Schangnau und brachten intensive Niederschläge und lokal Hagel mit sich. Zahlreiche Bäche traten über ihre Ufer und richteten teilweise beträchtliche Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaftsland an. Auch der Ortsteil Bumbach war betroffen: der Sädelgraben und der Bumbachgraben führten Hochwasser und transportierten erneut mehrere Tausend Kubikmeter Geschiebe in Richtung Emme. Am Sädelgraben wurde die Gemeindestrassebrücke praktisch vollständig mit Geschiebe verfüllt (siehe Foto).
Die GEOTEST AG wurde nach den ersten Hochwasserereignissen mit der Ereignisdokumentation sowie der Planung von Sofortmassnahmen beauftragt. Die Sofortmassnahmen verfolgten das Ziel, mittels verhältnismässigen wasserbaulichen Massnahmen die akute Gefährdung von Personen und Sachwerten durch nachfolgende Unwetter zu reduzieren. Dazu wurden beispielsweise verfüllte Gerinneabschnitte reprofiliert bzw. vorhandene Geschiebedepots im Einzugsgebiet identifiziert und geeignete Massnahmen getroffen.
Letztlich hat sich gezeigt, dass durch die seit 2014 durch die GEOTEST AG projektierten und umgesetzten Hochwasserschutzmassnahmen sowie durch die rasche Intervention der Feuerwehr noch grössere Schäden verhindert werden konnten.