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Kate Courtney legt den Grundstein für einen weiteren Sieg schon früh und siegt dann solo. Jolanda Neff sprintet auf Rang zwei. Die Konkurrenz frisst sprichwörtlich Staub, denn dieser liegt teilweise derart dicht in den Luft, dass weder die Frauen noch die Männer kaum noch zu sehen sind. Bei Letzeren gewinnt Mathieu Van der Poel. Nino Schurter wird Vierter.
Nino Schurter ist über die gesamte Distanz von neun Runden immer in den ersten Positionen zu finden. Die Führung überlässt er aber jeweils seinen Konkurrenten. Zu Beginn der achten Runde attackiert Schurter im Anstieg, doch Henrique Avancini (Bra) kann kontern und auch Mathieu van der Poel bleibt mit dabei.
Die Spitzengruppe läuft wieder zusammen und es kommt in der Schlussrunde zum Showdown. Avancini übernimmt die Spitze, macht Druck, van der Poel fährt hinterher, Schurter liegt an dritter Position. Wenige hundert Meter vor dem Ziel fährt van der Poel an die erste Position sprintet nach der letzten Kurve von der Spitze aus. Avancini versucht im Windschatten noch was auszurichten, doch gegen die Power des Niederländers, der seinen dritten Short Track-Sieg feiert, kann er nichts ausrichten.
Nino Schurter wird auf der Zielgeraden vom Franzosen Victor Koretzky knapp noch von Rang drei verdrängt.
«Ich fühlte mich super. In der letzten Runde wurde ich mal wieder abgedrückt. Ich will da nicht ins Detail gehen», erklärt Schurter. «Aber ich fühlte mich sehr gut.»
Zweitbester Schweizer ist Lars Forster auf Rang zehn. Er schließt in der zweiten Hälfte der Distanz zur Spitze auf und hält sich dann immer am Ende der ersten Gruppe.
Damen: Neff wird von Brandau abgesprintet
Bei den Damen fährt Jolanda Neff eine ähnliche Taktik wie Schurter. Es wechselt an der Spitze immer wieder, aber die Europameisterin fährt immer unter den ersten Fünf.
Zu Beginn der sechsten von sieben Runden fährt Kate Courtney an der führenden Elisabeth Brandau (De) vorbei und greift an. Die US-Amerikanerin kann rasch eine Lücke von drei Sekunden herausfahren und es gelingt ihr die bis ins Ziel sogar auszubauen.
Brandau versucht die Lücke noch zu schließen und macht damit Arbeit für Jolanda Neff und Pauline Ferrand Prevot (Fra), die auch mitgekommen ist.
Im Anstieg zu Beginn der Schlussrunde fährt Neff an Brandau vorbei und Ferrand Prevot zieht auch mit. Die Ex-Weltmeisterin kann auch die Schweizerin passieren und verteidigt ihre Position bis ins Ziel.
Auf der Zielgeraden rauscht Brandau noch mal von hinten heran und sprintet Neff ab.
«Das war super hart, ich glaube, es war noch nie so hart, man hatte keinen Moment Pause, es war immer Vollgas», kommentiert Neff. «Lisa (Brandau) hat eine super Aufholjagd gemacht und ich konnte mich anhängen. Dann kam Pauline und ich bin dran geblieben, aber zum Schluss hat es nicht mehr gereicht. Ich bin alles gefahren, was ging, Gratulation an die ersten Drei.»
Ramona Forchini beendet das Rennen auf Rang fünf. «Es war brutal, vom Start weg wurde am Anstieg voll raufgepowert und die Schlaglöcher haben es wirklich extrem gemacht. Diesmal habe ich auch den Start gut erwischt. Ich bin zuversichtlich für Sonntag», erklärt Forchini.