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In Wolhusen kommen die Hauptstrassen aus Luzern, dem Entlebuch und dem Hinterland zusammen. Im Dorfzentrum kommt es deswegen immer wieder zu Staus. Zudem bremsen zwei Bahnübergänge den Strassenverkehr.
In einer Zweckmässigkeitsbeurteilung prüft der Kanton mögliche Varianten, um das Verkehrsproblem zu lösen. Nach Abschluss der zweiten Phase stehe fest, dass alle geprüften Varianten einer Südumfahrung baulich, verkehrstechnisch und umweltrechtlich machbar seien, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.
Geprüft wurden zwei Tunnelvarianten sowie eine oberirdische Entlastung. Kosten dürften sie zwischen 100 und 230 Millionen Franken. Alle drei Varianten würden die Ortsdurchfahrt entlasten, teilte die Staatskanzlei mit.
Geprüft wurde ferner auch eine Nullvariante, die aber einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs nötig machen würde, sowie die Aufhebung eines Bahnübergangs in Verbindung mit einem Umfahrungstunnel. Diese Variante ist mit 300 Millionen Franken die teuerste.
Alle fünf Varianten werden nun in der nächsten Phase der Zweckmässigkeitsbeurteilung bezüglich ihrer Wirkung sowie bezüglich der Kosten beurteilt. Bis Ende 2023 soll klar sein, welches die Bestvariante ist.
Strassenverkehrsprobleme lösen muss der Kanton Luzern auch im Raum Alberswil-Schötz. Dort wurde die erste Phase einer Zweckmässigkeitsbeurteilung abgeschlossen, wie die Staatskanzlei mitteilte.
Insgesamt werden fünf Varianten weiter verfolgt: zwei Umfahrungen, eine im Osten und eine im Westen, welche Alberswil und Schötz umfahren; je eine Ost- und eine West-Variante für die Umfahrung von Schötz sowie eine Nullvariante. Fallen gelassen wurde die Idee, das Gebiet durch eine Bahnstrecke Willisau-Nebikon zu erschliessen.
(sda)