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Als «Gene Drive» wird ein biologischer Mechanismus bezeichnet, der bei Organismen, die sich sexuell vermehren, zu einer beschleunigten Weitergabe von Genen führt. Im Regelfall werden Genvarianten (Allele) mit einer Wahrscheinlichkeit von 0.5 an die nächste Generation vererbt. Gene Drives führen dazu, dass bestimmte Genvarianten mit einer im Vergleich zur Mendelschen Vererbungslehre stark erhöhten Vererbungsrate weitergegeben werden.
Im nachfolgenden Kurzbericht der EKAH geht es um die ethische Beurtei- lung von gentechnisch erzeugten oder synthetischen Gene Drives, d. h. um die ethische Beurteilung der Verfahren und der damit verbundenen Eingriffe in die Lebewesen einerseits und um die Folgen
der Anwendungen von Gene Drives in der Umwelt andererseits. Der Bericht knüpft an verschiedene frühere Veröf- fentlichungen der EKAH an, mit Blick auf die Anwendungen in der Umwelt insbesondere an die grundsätzlichen Überlegungen der Kommission zu den Anforderungen an die Regulierung neu- er Technologien im Umweltbereich, die sie in ihrem Bericht «Vorsorge im Umweltbereich» im Mai 2018 vorlegte.