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«Wolle Rose gucken?»
Für gewöhnlich gelten Rosen als Synonym tiefer Zuneigung und Zeichen inniger Verbundenheit. Welche Effekte ein frischer Strauss roter Blüten ausserdem haben kann, wollte ein Team um Professor Dr. Chorong Song vom Zentrum für Umwelt-, Gesundheits- und Feldwissenschaften der Chiba-Universität, Japan, wissen. Es ging der Frage nach, wie sich körperliche und psychische Erregungszustände bei dem Anblick von Rosen verändern. Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Cross-over-Studie insgesamt 15 Studentinnen im durchschnittlichen Alter von etwa 22 Jahren. Jeweils für drei Minuten sollten die Probandinnen eine Vase mit 25 roten Rosen betrachten oder in der Kontrollgruppe ohne Stimulus auf einem Stuhl sitzen. Die Forscher massen unterdessen die Oxyhämoglobinkonzentration des präfrontalen Kortex als Marker der lokalen Gehirnaktivität sowie Herzrate und -variabilität als Vertreter des vegetativen Nervensystems.
Sympathikusaktivität nahm etwas ab
Im Anschluss bewerteten die Frauen ihre affektiven Eindrücke anhand eines Fragebogens mit gegensätzlichen Attributen (z. B. entspannt vs. wach) und schätzten ihre Stimmung anhand der sechs Skalen des Fragebogens «Profile of Mood States» ein (u. a. Angst, Niedergeschlagenheit).
Letztlich zeigte sich ein signifikanter Abfall des Oxyhämoglobins im rechten Präfrontalkortex, während die Teilnehmerinnen die Rosen betrachteten. Ebenfalls nahm der relative Anteil des Sympathikus an der Herzratenvariabilität ab – jedoch nur marginal. Gemäss der Autoren deutet dies auf körperliche Entspannung hin. Die Probandinnen berichteten ausserdem signifikant häufiger, sich locker und behaglich zu fühlen als in der Kontrollsituation. Letztlich hob sich auch ihre Stimmung unter der Rosenschau.
Song C et al. Complement Ther Med 2017; 35: 78–84.