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Einleitung
Wer mit einer Stundung zu tun hat, sollte auch die Alternativen kennen:
Der Richter schiebt die Konkurseröffnung auf, wenn begründete Aussicht auf eine Sanierung besteht.
Die Nachlassstundung ist ein richterlich bewilligtes und befristetes General-Moratorium, welches
- seitens der Gläubiger
- mit Ausnahme von SchKG 297 Abs. 2 die Betreibungshandlungen eindämmt
- mit Ausnahme von pfandgesicherten Forderungen den Zinsenlauf stoppt
- seitens des Schuldners
- die Verfügungsfähigkeit über das Vermögen einschränkt und unter die Beobachtung eines Sachwalters stellt
- eventuelle Vermögensverminderungen und –verschlechterungen verhindert
- eine Bestandesaufnahme im Hinblick auf die Antragstellung des Sachwalters an den Richter für die Bestätigung oder Nichtbestätigung des Nachlassvertrages ermöglicht
- Zeit für den Aktiven- und Schuldenruf, für die Gläubigerversammlung sowie für das Zustimmungsverfahren zu dem vom Schuldner vorzuschlagenden Nachlassvertrag gibt.
Der Nachlassstundung folgen in der Regel der Nachlassvertrag, seine Bestätigung und der Vollzug.