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Der Flussregenpfeifer und der Flussuferläufer stehen auf der Roten Liste. Ihr Bestand in der Schweiz ist stark gefährdet. Für beide Arten ist der Rhein in den Kantonen St. Gallen und Graubünden das wichtigste Brutgebiet im Land.
Während der Flussregenpfeifer hauptsächlich zwischen Sargans und Rüthi brütet, findet man den Flussuferläufer mehrheitlich zwischen Ilanz bzw. Rothenbrunnen und Bad Ragaz. Der Grund für diese Verbreitungsunterschiede liegt in den unterschiedlichen Ansprüche an den Brutplatz. Der Flussregenpfeifer bevorzugt unbewachsene Kiesbänke für die Jungenaufzucht. Der Flussuferläufer baut sein Nest auf Kiesbänken, die einen leichten Bewuchs aufweisen.
Für beide Arten ist das Brüten meistens ein Spiessrutenlauf. Die saisonale Hochwasserperiode im Mai und Juni fällt mit der Hauptbrutzeit zusammen. Die Hochwasser werden durch die Dämme so stark verstärkt, dass oft alle Kiesbänke komplett überschwemmt und dadurch die Bruten zerstört werden. Mit einer Zweitbrut versuchen die Vögel die Verluste auszugleichen.
Neben den Hochwassern machen Störungen durch Menschen den Vögeln das Leben auf den Kiesbänken schwer. Die beiden Vogelarten sind inklusive ihrer Lebensweise und Ansprüche in der Bevölkerung weitgehend unbekannt. Aufgrund ihrer Tarnung und der heimlichen Lebensweise sind sie für den flüchtigen Beobachter fast unsichtbar. .