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Der Textildruck erfolgte früher per Hand mit Schablonen, die Model genannt werden und von einem spezialisierten Handwerker, dem Formenstecher oder Holzschneider, hergestellt werden.
Ursprünglich bestanden sie aus Buchsbaumholz, aus dem das Muster mit Stemm- und Stecheisen herausgestochen wurde. Seit dem 19. Jahrhundert benutzte man auch Model, bei denen das Muster aus feinen Messingstiften und -platten besteht, die in Birnbaumholz eingeschlagen werden. Dabei können die Drähte mit einem Zieheisen bearbeitet werden, so dass sie zum Beispiel einen viereckigen oder sternförmigen Querschnitt erhalten, der dann auf dem bedruckten Stoff als Muster erscheint. Eine Kombination aus beiden Techniken ist ebenfalls möglich. Abschließend wird die Oberfläche der Model plangeschliffen, um ein einwandfreies Druckergebnis zu ermöglichen.
Damit sich das Model nicht verzieht und keine unregelmäßigen Muster entstehen, muss das Holz trocken, gleichadrig, astfrei und gut abgelagert sein. Großflächige Model sind aus drei Schichten verleimt, wobei oft Birnbaumholz mit dem leichteren Lindenholz kombiniert wird. An den Kanten oder auf der Rückseite haben die Model Handgriffe und an jeder Ecke einen Rapportstift, der auf dem Stoff eine Markierung hinterlässt, aufgrund derer ein lückenloser Druck möglich ist.
Wir bieten einzelne Model und ganze Dessins von bis zu acht Model zum Verkauf an. Bitte kontaktieren Sie uns bei Interesse.