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Corylus avellana L. gemeine Hasel (Strauch) Corylus maxima Mill. Lamberts-Hasel (Strauch)
Biologie
Die Baum-Hasel gehört zu den kleineren Bäumen und erreicht selten eine Höhe von über 15 Meter, dafür gibt er sich üppig und dicht. Ihre Krone ist kegelig oder säulenförmig mit regelmässig angeordneten, abstehenden Aesten. Sie wächst auf nährstoffarmen Böden und ist somit sehr genügsam. Dafür bleiben ihre Nüsse kleiner als bei ihren verwandten Sträuchern. In Europa ist die Baum-Hasel weit verbreitet, zeigt sich jedoch selten mit nur einem einzigen Stamm. Sie blüht als einer der ersten Bäume, oft schon anfangs März. Die männlichen Blüten zeigen sich als lange, hängende “Kätzchen“ und die weiblichen als bescheidene Knospen.
Nach der Eiszeit war die Baum-Hasel für mindestens tausend Jahre das dominierende Laubgewächse in den Kiefernwäldern. Heute steht sie meist als Strauch an den Waldrändern. Im Mittelalter wurde sie oft “auf den Stock gesetzt“, also der Stamm unmittelbar über dem Boden abgeschnitten. Da die Baum-Hasel ein sehr energieintensiver Baum ist und einen enormen Drang zum Wuchs ausweist, bildete sie nach dem Kappen viele neue Stockausschläge. Diese schnell nachwachsenden Aeste wurden nach einiger Zeit geerntet und vielseitig genutzt.
Wie auch der Holundersrauch kam die Baum-Hasel in der Nähe von menschlichen Siedlungen vor. Vermutlich entstand deshalb auch eine Art von kulturgeschichtlicher Vernetzung mit den Menschen vor. Der Holunder durfte beispielsweise im keltischen und Germanischer Kulturkreis nicht gefällt werden. Die hohe Wertschätzung der beiden Pflanzen ist sicherlich mit dem hohen Nutzen ihrer Frucht erklärbar. Die Nüsse des Haselstrauches enthalten ausser wichtigen, essen-tiellen Fettsäuren auch Mineralsalze, Calcium, Eisen und Vitamine. Für das Zentralnervensystem ist dies eine Kombination von hohem Wert. Das oft belächelte “Studentenfutter“ enthält in seinem Originalrezept nicht umsonst die Haselnuss als grossen Anteil in der Mischung und schon die Kelten benannten die Haselnuss nebenbei als “Gefäss des Wissens.
Mythologie
Keltische Druiden und Germanische Schamanen nutzten die Kraft der Hasel für Weissagungen. Dies mag darauf zurückzuführen sein, dass eine Hasel-“Wünschelrute“ sehr feinfühlig auf Energiefelder wie Stöz-zonen oder Wasseradern zu reagieren vermag. Bei den keltischen Druiden stand die Baum-Hasel in einer engen Beziehung zur Zeugung neuen Lebens. Sie weihten die Haselfrucht der Fruchtbarkeits-Göttin.
Bei Auseinandersetzungen zwischen germanischen Stämmen mussten sich die Unterhändler mit einem Haselzweig ausweisen, wie viel später etwa das weisse Tuch. Im germanischen Volksmund findet sich dazu der Ausspruch: „ Die Hasel hat den Frieden“.
In manchen mittelalterlichen Wappen von Aepten und Klöstern findet sich oft eine Wünschel-Rute aus Hasel. Sie wurde eingesetzt um den optimalen Standort eines Klosters festzustellen. Da gieng es um ver-borgene Wasseradern oder Konzentrationspunkte von Erdstrahlen. Im damaligen Volksglauben wurde der in voller Mondnacht geschnittenen Haselrute aus dem Hauptzweig die Fähigkeit zugesprochen, Zauber bannen zu können. Hexen sollten ihre Macht verlieren, wenn sie mit dieser Haselrute geschlagen wurden und ausserdem soll sie sich zum verjagen von Schlangen geeignet haben.
Baumspiegel
Die Baum-Hasel ist ein unauffälliger und bescheidener Baum. Er ist nicht sehr eindrucksvoll und gehört nicht einmal zu den grossen Bäumen, aber er ist zäh ind voller inneren Werte. Selbst aus einem kargen Boden bringt er eine sehr eindrucksvolle Frucht hervor die für die Menschen viel zur Gesundheit beiträgt. Genügsam und ohne grossen Anspruch hinterlässt die Baum-Hasel nach ihrem Ende höchstens eine kleine Lücke zwischen den Kiefern und Fichten. Und doch dient die Hasel mit ihrer Frucht mancherlei Wesen des Waldes. Im üppigen Laubteppich mit den grossen Blättern findet gar manches Getier guten Schutz und Geborgenheit vor den Wintertagen.
Die Baum- Hasel wirkt reinigend und klärend auf Geist, Seele und Körper. Seine leichte Kühle wirkt beruhigend auf den Menschen. Die gesunde Leichtigkeit welche der Baum in sich trägt, wirkt auch auf jene Menschen, die ihn aufsuchen und seine “Sprache“ in sich selbst zulassen.
Hasel-Geborene
Der Wuchs der Baum-Hasel deutet es durch seinen gedrungenen Wuchs und seinem zähen Durchsetzungsvermögen zwischen den Grossen der Waldes ja schon an, - Hasel-Geborene bedürfen eines konkreten Zieles vor Augen um ihrem Leben einen Sinn abzutrotzen. Wie die bescheidenen Bedürfnisse des Baumes aufzeigen, finden sich Menschen der Baum-Hasel nahezu mit allen Gegebenheiten zurecht und meistern meist auch relativ “locker“ schwierige Lebenssituationen. Sie machen auch aus einer unwirtlichen Umgebung ein gemütliches Zuhause und schaffen es gar oft, für zukünftige Generationen die Weiche für eine optimalere Voraussetzung zu stellen.
Baum-Hasel-Geborene setzen sich vehement ein, wenn sie von einer guten Sache überzeugt sind. Sie sind sozusagen die geborenen Pioniere und entfalten oft ungeahnte Fähigkeiten, man kann sich voll auf sie verlassen. In einen kleinlichen Rahmen gezwängt und nicht ernst genommen, vermögen sie zwar zu überleben, stehen aber dann stets unerkannt im Schatten anderer.
Jugentliche Hasel-Geborene bergen in sich typischen Eigenschaften einer jungen Baum-Hasel. So ist diese besonders biegsam und flexibel wie auch zäh im Wuchs, wird sie über dem Boden gekappt, so werden in kürzester Zeit dank ihrer energiegeladenen Wurzel neue Triebe aus dem Boden schlagen.
So akzeptieren junge Hasel-Menschen rasch die unabänderlichen Gegebenheiten und suchen stets von neuem ihr eigenes System durchbrechen zu lassen. Stets schauen sie ein wenig “über den eigenen Tellerrand hinaus“ und finden bald heraus, was sie eigentlich wollen. So werden sie immer härter im Kampf des Alltags um ihre Vorstellungen durchzusetzen. Für Hasel-Geborene scheint es nichts schlimmeres zu geben als ständige Unterforderung und Aberkennung. In diesem Falle ziehen sie sich in der Regel in ihr “Schneckenhaus“ zurück und verkümmern mit samt ihren brillanten Fähigkeiten, was ihnen durchaus nicht wohl bekommt.
Stärken
Haselbaum-Menschen sind geborene Pioniere mit einem ausgeprägten Willen zu aussergewöhnlichen Leistungen. Sie können im materiellen sowie im geistigen Bereich rasch zum dynamischen Macher werden. In der Konfrontation und der Herausforderung erkennen sie niemals einen Feind, sondern vielmehr die Auseinandersetzung mit der Welt um den eigenen Weg zu finden. Hasel-Geborene sind prädestiniert um eine “Karriere“ zu machen, in welchem Bereich auch immer. Lebensprinzip ist bei Hasel-Menschen in der Regel stets die Durchsetzung ihrer Interessen und die Erschliessung von neuem Terrain. Sie finden ihre Triebfeder zu ihrem energiegeladenen Handelsdrang in der Vielfalt des Lebens und der Lust an der Sache.
Schwächen
Haselbaum-Geborene scheitern oft an sich selbst da sie ihren energie-geladenen Handelsdrang nicht mit der eigenen Ungeduld vereinbaren können. Zudem schadet ihnen oft ihre eigensinnige Dickköpfigkeit. Sie laufen Gefahr durch ihren oft ausgeprägten, persönlichen Egoismus nicht genügend auf die Wünsche und Vorstellungen ihrer Mitmenschen eingehen zu können. Ein jetzt-komme-ich-Verhalten kann Freunde und Bekannte so abschrecken, dass diese gar auf unpersönliche Distanz gehen und sich somit Freundschaften und Partnerschaften nicht leicht finden lassen. Persönlich gefährlich und auch für eine Partnerschaft, kann es werden, wenn übermässige Risikobereitschaft, bis hin zum Leichtsinn, bedenkenlos ausgelebt wird.
Gesundheit
Offiziell ist die Baum-Hasel und der Haselstrauch als Heilmittel schon lange nicht mehr anerkannt. Seine Wirkstoffe hat er jedoch deswegen nie verloren. Vielleicht wird er eines Tages wieder entdeckt. Gewisse Heilwirkungen sind jedenfalls nicht von der Hand zu weisen:
Bei Fettleibigkeit und Blutkreislaufstörungen kann Haseltee verabreicht werden. Er wird mit Frühlingsblättern und Haselkätzchen angebrüht. Tee aus Haselkätzchen wirkt fiebersenkend. Aeltere Rezepturen sollen auch bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt worden sein.
Die ganz jungen Blätter und die frischen Knospen der Blütentriebe des Haselstrauches oder der Baum-Hasel sind gut schmeckende Beigaben für Salate und Suppen.