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Am Mittwoch (21.02.) wird der französische Bericht über Geldwäscherei in der Schweiz vorgestellt. Im Visier sind vor allem die Aktivitäten der Genfer Kantonalbank.
Laut Bernard Monnot, ehemaliger Bankier der "Société Générale" in Lyon, wurde in der Genfer Kantonalbank Geld in grossen Mengen gewaschen. Das Geld habe aus Steuer-Hinterziehungen, aber auch aus kriminellen Aktivitäten gestammt.
"Es handelte sich um Geldwäscherei auf einfachstem Niveau", erklärt Monnot gegenüber swissinfo.
Darauf aufmerksam wurde Monnot, als er Einblick in die Geschäftsbücher der Genfer Kantonalbank erhielt. Als Bankier der "Société Générale" und mit langjähriger Berufserfahrung war er von der welschen Kantonalbank beauftragt worden, eine Filiale in Frankreich zu eröffnen. Dabei stiess er auf die unerlaubten Gelder.
Monnot hat, wie er sagt, sogleich die französische Nationalbank unterrichtet. Diese hätte jedoch nichts unternommen. "Die zuständigen Behörden zogen es vor, die Augen gegenüber diesem mafiösen System zu schliessen anstatt grossen Aufruhr zu machen", sagt der einstige Verantwortliche der französischen Filiale der Genfer Kantonalbank.
Ende 1999 kontaktierte Monnot schliesslich den Parlamentarier Arnaud Montebourg, der gemeinsam mit Vincent Peillon den Bericht über Geldwäscherei in der Schweiz bearbeitete.
Die Aktivitäten der Genfer Kantonalbank spielen deshalb im Bericht eine grosse Rolle. Die Genfer Kantonalbank bestreitet indes jegliche Anschuldigungen.
Der Bericht, ist Monnot überzeugt, wird sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich für grosse Aufregung sorgen. Weder die Genfer Kantonalbank noch die französische Nationalbank hätten ihre Arbeit getan. "Sie haben aus Angst vor einem Skandal nicht reagiert. Aber eines Tages werden sie zu Rechenschaft gezogen", sagt Monnot.
Ian Hamel