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Ist man auf Reisen, dann verzichtet man auf viel! Als Schweizer zum Bespiel auf guten Käse und Brot. Auf Cervelats und Aromat. Auf Ovomaltine und Dubler-Mohrenköpfe. Aber auch auf profanere Dinge wie zum Beispiel eine Waschmaschine.
Es gibt in den USA über 14 (!) Meter lange Wohnmobile, in denen neben Kühlschrank, zwei Tiefkühlern und einem Backofen auch eine Waschmaschine Platz haben. Doch nicht jedermann kann oder will sich ein solches Ungetüm leisten, das meistens von einem pensionierten Paar bewohnt wird.
Für die meisten Reisenden gilt es sich von vielen Sachen, die zuhause selbstverständlich sind, zu verabschieden. Dazu gehört auch die Waschmaschine. Im Gegensatz zur Schweiz, wo eine solche zur Standardausrüstung eines Haushaltes gehört, ist das in den USA anders. Die wenigsten Haushalte (und auch viele Häuser) verfügen über keine Waschmaschine. Zum Waschen geht man in die nächstgelegene Laundry oder Laundromat wie sie hier heissen.
Dorthin gehen auch Reisende wie wir. Hier trifft man dann auf Vietnam- oder Irak-Veteranen, auf Hausfrauen, Rentner und Witwer. Doch die Laundry ist mehr als ein Waschsalon. Hier kann man sich aufwärmen, wenn es draussen kalt ist. Hier kann man mit andern tratschen. Und man kann auch Emails schreiben, da die meisten über WiFi verfügen.
PS. Ich kam im Laundromat, in Kanab, auf die Idee, diesen Post zu schreiben!
(Geschrieben im Airbnb in Flagstaff, Arizona)