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Im heutigen Spitzenspiel traf das Neuhauser Damenteam auf Vizemeister Rapid Luzern. Das Heimteam dominierte deutlich und siegte mit 6:1. Nach dem gestrigen 6:3-Erfolg bei Rio Star Muttenz liegt der Titelverteidiger nach Abschluss der Vorrunde alleine an der Tabellenspitze.
Trainer Rehorek setzte heute im heimischen Tischtenniszentrum Ebnat auf die gleichen Kräfte wie gestern in Muttenz. Elke Schall-Süss (A20), Anna Charmot (A20) und Jacqueline Weiss (A18) dominierten die Partie gegen Rapid Luzern, das mit Weronika Walna (A20), Salomé Simonet (A18) und Romana Förstel (A17) antrat, deutlich. Die vierfache Europameisterin Elke Schall-Süss trat in ihrem ersten Spiel im Tischtenniszentrum Ebnat souverän auf. Zwar gab sie im ersten Satz im Spiel gegen Simonet eine hohe Führung ab und lag plötzlich 7:9 im Rückstand. Sie blieb aber ruhig und konzentriert und gewann den ersten Satz 12:10. Danach war der Widerstand vom Simonet gebrochen, Schall-Süss dominierte deutlich und siegte 11:3 und 11:7. Am Nebentisch hielt Weiss gegen die favorisierte Walna gut mit und konnte einige sehenswerte Punkte für sich buchen. Trotzdem setzte sich die Polin in drei Sätzen durch und glich zum 1:1 aus. Im dritten Einzel tat sich Charmot gegen Förstel zu Beginn ziemlich schwer. Die Verteidigerin Förstel spielte sehr aktiv und Charmot zu Beginn zu passiv und mit zu vielen Eigenfehlern. Trotzdem siegte sie im ersten Satz mit 11:8, verlor aber den zweiten Satz mit 9:11. Nach einem Rückstand zu Beginn des dritten Satzes besann sich Charmot eines Besseren und steigerte sich. Mit 11:6 und 11:8 holte sie die Sätze drei und vier und damit den zweiten Neuhauser Punkt.
Im vierten Einzel kam es bereits zum Duell der beiden Nummer-1-Spielerinnen. Schall-Süss startete gegen Walna souverän und siegte im ersten Satz gleich mit 11:3. Im zweiten Satz kam Walna deutlich besser ins Spiel und die Ballwechsel wurden länger. Schall-Süss machte auch ein paar Eigenfehler mehr und verlor in der Verlängerung mit 11:13. Danach steigerte sich Schall-Süss deutlich und liess der Polin in den Sätzen drei und vier beim 11:2 und 11:1 keine Chance mehr. Im fünften Einzel zeigte Weiss gegen Förstel, das ihre Formkurve steigende Tendenz aufweist. Sie lag in allen Sätzen gleich von Beginn an in Führung, spielte sicher und konnte die eigene Fehlerquote tief halten. Sie siegte mit 11:8, 11:9 und 11:8 und sicherte dem Heimteam den vierten Punkt. Am Nebentisch erwischte Charmot gegen Simonet einen schwachen Start und verlor den ersten Satz gleich 3:11. Danach steigerte sie sich deutlich und dominierte das Spiel. Sie überliess der Gegnerin in den nächsten drei Sätzen nur noch 15 Punkte. Mit 11:7, 11:6 und 11:2 brachte sie das Heimteam vor dem Doppel vorentscheidend mit 5:1 in Führung.
Nach der Pause konnte die definitive Entscheidung somit bereits im Doppel fallen. Schall-Süss/Charmot spielten gegen Walna/Förstel und dominierten auch dieses Spiel recht deutlich. Sie lagen immer drei bis vier Punkte in Front und siegten mit 11:7, 11:8 und 11:7 in drei Sätzen souverän und holten den entscheidenden sechsten Punkt für das Heimteam. Dieser 6:1-Erfolg basierte auf einer starken Teamleistung und erfolgte auf eine eindrückliche Art und Weise.
Im gestrigen Auswärtsspiel gegen Rio Star Muttenz leistete das Heimteam mehr Gegenwehr als das aufgrund der Tabellenlage erwartet werden musste. Das Heimteam spielte mit Svobodova (A19), Kovac (A18) und Zumbrunnen (A17). Nach sechs Einzeln führte Neuhausen mit 5:1 dank je zwei Erfolgen von Schall-Süss und Charmot und einem Sieg von Weiss gegen Svobodova. Kovac holte für das Heimteam vor dem Doppel einen Punkt gegen Weiss. Im Doppel spielten Charmot/Weiss und verloren gegen Zumbrunnen/Kovac im fünften Satz deutlich. Weil anschliessend die gut aufspielende Kovac auch noch in vier Sätzen Charmot bezwang, lag es an Schall-Süss mit ihrem dritten Erfolg gegen Svobodova den entscheidenden Punkt zum 6:3-Erfolg zu buchen.
Dank dem Punkteverlust von Uster gegen Rio Star Muttenz (5:5) hat der Titelverteidiger zum Abschluss der Vorrunde die alleinige Tabellenführung übernommen. Die Punktereserve auf Uster ist mit einem Punkt Vorsprung gering, auf Rapid Luzern und YS Zürich bestehen zwei Punkte Reserve. Auch das fünftplatzierte Rio Star Muttenz wird im Kampf um die Play-Offs noch ein Wort mitreden. Somit dürfen sich die Neuhauser Tischtennisfreunde ab 12. Januar auf eine spannende Rückrunde freuen. Mit Ausnahme des punktelosen Wädenswil haben alle Teams Chancen auf die Teilnahme an den Play-Offs.
Jaqueline Weiss