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Wie der ESB am Freitag mitteilte, will er mit dieser Erhöhung der Beträge auf den Teilrechnungen vermeiden, dass die Schlussrechnung sehr hoch ausfällt. Auf diese Weise werde der Preisanstieg über das Jahr verteilt auf die Kundschaft weitergegeben.
Bereits dreimal in diesem Jahr hat der ESB die Gaspreise erhöht, wie aus Unterlagen einer Medienkonferenz hervorgeht. Dies um total 2,85 Rappen pro Kilowattstunde. Die neuerliche Preiserhöhung bedeutet nun nach Angaben des ESB, dass das Heizen einer 4,5-Zimmerwohnung mit einem jährlichen Verbrauch von 20'000 Kilowattstunden im Vergleich zum Winter 2020/21 670 Franken teurer wird.
Die Preiserhöhung betrifft lediglich den Arbeitspreis für Gas. Grundgebühr, Leistungspreise und Abgaben bleiben unverändert.
Vor ein paar Tagen hatte Energie Wasser Bern (ewb) eine durchschnittliche Erhöhung des Erd- und Biogaspreises um 17,4 Prozent angekündigt. Dies per 1. November. Bei ewb steigen die Preise pro Kilowattstunde um 2,01 Rappen.
Die Energie Thun AG gab am Donnerstag eine Erhöhung um 3,07 Rappen auf das Standardprodukt 70 Prozent Erdgas/30 Prozent Biogas bekannt. Dies ebenfalls ab 1. November. Als Grund für die Preiserhöhung geben alle regionalen Energielieferanten die steigenden Preise auf dem Weltmarkt an.
So ist in Asien die Nachfrage nach Gas wegen der wieder steigenden Produktionsleistung nach der Coronakrise stark angestiegen. Auch hat Russland die Lieferungen reduziert und in der Nordsee wurden Wartungsarbeiten an Gasspeichern pandemiebedingt verschoben. Das führte zu insgesamt tiefen Ständen in den europäischen Gasspeichern.