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Wissenschaftliche Ergebnisse sind immer einer stückweit ungewiss. Zum Beispiel ergeben wissenschaftliche Studien häufig Mehrdeutigkeiten und selten klare Fakten. Oftmals ziehen Wissenschaftler widersprüchliche Schlussfolgerungen und normalerweise lassen Forschungsarbeiten viele Fragen unbeantwortet. Nach modernen Wissenschaftstheorien ist wissenschaftliche Evidenz prinzipiell vorläufig - weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass wissenschaftliche Befunde sich zukünftig als falsch erweisen (Popper, 1959). Damit wissenschaftlicher Fortschritt möglich ist, müssen Wissenschaftler trotzdem wissenschaftliche Fakten als gegeben annehmen, wenn ein wissenschaftlicher Konsens darüber vorliegt (Kuhn 1967; Popper, 1959). Über Wissenschaft wird häufig öffentlich diskutiert - bspw. im Zusammenhang mit Umweltfragen oder Technikanwendungen. Das wirft die Frage auf, inwieweit Journalisten und andere gesellschaftliche Akteure wissenschaftliche Aussagen transparent machen und wie das Publikum diese Informationen verarbeitet. Mit diesen Fragen beschäftigt sich die gerade erschienene Sonderausgabe der Zeitschrift Communications. The European Journal of Communication Research, das von Michaela Maier und Senja Post herausgegeben wurde.
Maier, M., & Post, S. (guest editors, 2016): Scientific uncertainty in public discourse: How scientists, media and audiences present und process scientific evidence. Special issue of Communications. The European Journal of Communication Research 41(3).