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InDesign versucht bei 10 mm im Dokument bei 100% auch 10 mm auf dem Bildschirm zu zeigen, was nicht der Darstellung im Webbrowser oder im Photoshop entspricht.
Lösung
Anstelle den Zoomfaktor in InDesign für die Kontrolle auf 100% einzustellen, wählt man den Faktor, der so genau wie möglich den tatsächlichen Pixeln entspricht. Das ist abhängig von der Bildschirmauflösung und muss somit individuell eingestellt werden. In meinem Fall entspricht der nötige Faktor 76,6%.
Ermitteln des Zoomfaktors
Variante 1: Man erstellt ein Dokument in der Breite von 1000 px, stellt den Zoomfaktor auf 100%, erstellt ein Bildschirmfoto, öffnet dieses in Photoshop, ermittelt die Anzahl Pixel und übt sich dann in Prozentrechnen ;-).
Variante 2: Man erstellt ein Dokument in der Breite von 1000 px, mit einem Screen-Prüfungstool, wie zum Beispiel xScope, ermittelt man anschliessend die dargestellte Pixelgrösse des Dokuments auf dem Bildschirm und passt den Zoomfaktor an, bis der gemessene Werte übereinstimmt.
Skript als kleiner Helfer
Diesen Prozentwert immer wieder im Zoomfaktor einzugeben ist jedoch sehr mühsam. Deshalb habe ich für mich ein Mini-Skript geschrieben. Diesem Skript habe ich einen Tastaturkürzel zugewiesen, so kann ich mich frei im Dokument bewegen und per Kürzel wieder eine dem Webbrowser ähnliche Darstellung aufrufen. Es gibt bereits Skripts, welche den Zoomfaktor wechseln oder etwas im grundsätzlichen Verhalten von InDesign ändern.
Mir reicht eine Minilösung dafür. Der Zoomfaktor ist fix im Skript enthalten. Die entsprechende Zahl kann jedoch mit jedem Texteditor im Skript geändert werden.
Download
Weiter zu beachten
- Am besten legt man das Dokument gleich mit dem Zielmedium «Web» an. So wird der Lineal bereits in Pixel umgestellt und die Farben in der Farbpalette in RGB.
- Linien usw. sollten minimal 1 pt gross sein (das enspricht 1 px).
- Die Koordinaten und Dimensionen von Objekten sollten bei statischen Designs keine Kommastellen aufweisen.
- Mit fluiden (responsiven) Designs ist die exakte Pixelangabe ohne Kommastelle von Objekten, die sich später dem Browserfenster anpassen sollen, nicht mehr so wichtig. Bei der Programmierung werden die Angaben in «%» und «em» vorgenommen und die tatsächliche Position oder Grösse wird im Webbrowser errechnet und kann mehrere Kommastellen umfassen.
Coole Sache
- Die «Alternativen Layouts», die man in der Seitenpalette erzeugen kann, können für das responsive Design verwendet werden. So kann man sich eine Desktop-, Tablet-, Smartphone-Version im selben Dokument anlegen.
- Absatz- und Zeichenformate helfen auch im Webdesign bereits eine Struktur für den Inhalt anzulegen (h1, h2, h3, p, p.lead…).