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Die USA haben nach Informationen der Enthüllungsplattform Wikileaks umfangreiche Wirtschaftsspionage gegen Frankreich betrieben. Wikileaks veröffentlichte am Montag weitere angebliche Geheimdokumente des amerikanischen Geheimdienstes NSA.
Demnach sollen sich die Amerikanerfür internationale Verträge französischer Unternehmen mit einem Wert von mehr als 200 Millionen US-Dollar interessiert haben.
Zudem seien jahrelang unter anderem der damalige französische Wirtschaftsminister und heutige EU-Kommissar Pierre Moscovici, hochrangige Beamte und der französische Botschafter in den USA abgehört worden.
Vergangene Woche hatten Enthüllungen über angebliche US-Spähaktionen gegen drei französische Präsidenten für Empörung in Paris gesorgt, das Aussenministerium bestellte die US-Botschafterin ein.
Die nun veröffentlichten Dokumente datieren nach Angaben von Wikileaks zum Teil bis zum Jahr 2002 zurück. Darunter sind zwei Listen, die angebliche US-Spionageziele nennen. Demnach interessierte Washington sich unter anderem für französische Geschäftspraktiken und Beziehungen zu internationalen Finanzorganisationen.
Eine weitere Order aus dem Jahr 2012 gebe den US-Spionen den Auftrag, Verhandlungen und Verträge französischer Unternehmen über internationale Aufträge und Investments auszuspionieren. Dies betrifft die Telekom-Branche, den Energiebereich sowie den Verkehrs-, Umwelt- und Gesundheitssektor.
Die französischen Bürger hätten ein Recht darauf, zu wissen, dass ihr Land von einem angeblichen Verbündeten über den Tisch gezogen werde, sagte Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Er warf Grossbritannien vor, ebenfalls von den Spähattacken auf den EU-Partner zu profitieren: «Die Vereinigten Staaten nutzen die Ergebnisse dieser Spionage nicht nur selbst, sondern tauschen sie auch mit dem Vereinigten Königreich aus.» (sda/dpa)
Der Regierungschef von Papua-Neuguinea hat eine kürzlich von US-Präsident Joe Biden zum Besten gegebene Anekdote über einen angeblich von Kannibalen verspeisten Onkel zurückgewiesen. Manchmal gebe es «Momente der Verwirrung», sagte James Marape am Montag in einem Interview mit Blick auf Bidens umstrittene Äusserungen. Die Beziehungen beider Länder seien jedoch stärker als «ein verschwommener Moment».