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Man kann die Uiguren leicht von den Han-Chinesen unterscheiden, denn erstere haben spitze Nasen und andere Gesichtszüge. Ca. 1/3 der Bevölkerung sind Uiguren, ca. 2/3 Han Chinesen, Glaube hauptsächlich islamisch. Während der Fahrt tauchen rechts von uns die Ausläufer des Tien Shan-Gebirges auf. Wir machen einen Abstecher zu einem Lehmhäuserdorf bei Tuyugou, in dem gute getrocknete Weintrauben verkauft werden und bewundern die roten „Flammenberge“. Am Ziel in Turfan/Turpan angekommen, beziehen wir wegen der grossen Hitze ein Hotelzimmer mit Klimaanlage. Unser Höhenmesser zeigte unterwegs bis zu 84 m unter Null Höhe an. Es gibt hier jedoch sogar eine Region mit ca. 155 m unter Null. Die Turfansenke konkurriert mit dem Toten Meer und Death-Valley um die niedrigsten Stellen der Welt. Es kann hier bi zu 50°C heiss werden.
Am nächsten Tag besuchten wir per Bus die aufwändig angelegten unterirdischen Wasserkanäle in Turfan, der einstigen Oasenstadt, und sehen die kastenartigen, mit versetzten Ziegelsteinen gebauten Häuser, in welchen die hiesigen Trauben zum Trocknen aufgehängt werden. Sie schmecken süss, aber nicht zu süss. Die Ruinen der einstigen Garnisonsstadt Jiao-he, gebaut aus Lehm und Lehmziegeln, lassen noch immer das einstige emsige Leben darin erahnen. Ausser uns waren nur wenige Touristen hier. Sie bleiben wegen den aktuellen Krisen derzeit weitgehend aus, wurde uns gesagt .