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Übersicht
Ziel der Lymphdrainage ist es, dem Körper Hilfe beim Abtransport der von ihm gebildeten Gewebsflüssigkeit, also bei Stauungen (Ödemen), zu bieten. Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Therapie.
Indikationen:
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sekundäre Lymphödeme nach operativer Tumorentfernung mit Ausräumung und/oder Bestrahlung der regionalen Lymphknoten, z. B. Tumoren der Brust, des kleinen Beckens und im Hals-Nasen-Ohren-Bereich
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Ödeme bei rheumatischen Erkrankungen
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Schwellungen nach Verletzungen
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Schwellungen der unterschiedlichsten Ursachen
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kosmetische Probleme (Akne, Blutergüsse, Gesichtsödeme, Tränensäcke, Narben und Cellulite)
Ausserdem wird die Lymphdrainage bei folgenden Erkrankungen regelmässig angewandt:
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Atemwegserkrankungen mit starker Verschleimung
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Nervenschmerzen
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neurovegetative Syndrome: Migräne, Trigeminusneuralgie
Weitere Informationen
Die Geschichte dieser Therapieform
Das dänische Ehepaar Vodder lebte in den Jahren 1928 - 1939 in Frankreich, wo sie als Physiotherapeuten in einem eigenen Institut tätig waren. Ein Teil ihrer Patienten stammte aus England, die ihrer chronischen Erkältungskrankheiten wegen jährlich die klimatisch günstigeren Regionen am Mittelmeer aufsuchten. Vodder fiel bei deren Behandlung auf, dass viele von Ihnen geschwollene Lymphknoten im Halsbereich (damals nannte man sie noch Halsdrüsen) aufwiesen. Dies veranlasste ihn zu versuchen, ob er durch Manipulation dieser gestauten Regionen nicht auf die Krankheit einwirken könne. Er begann deshalb, mit vorsichtigen, kreisenden und auspumpenden Bewegungen diese Regionen zu massieren. Ein Unterfangen, das für die damalige Zeit etwas Unerhörtes war, muss man doch bedenken, dass dies geschah, als Antibiotika noch nicht zur Verfügung stand. Vodder hatte mit seiner Methode Erfolg. Die Behandlungen, die er in der Folgezeit durchführte, bewiesen, dass die Symptome verschiedener Erkrankungen, wie chronische Nasen- oder Nebenhöhlenkatarrhe, unreine Haut bis hin zu Akne usw. rasch abklangen und die Patienten beschwerdefrei blieben.
Vodder selbst berichtet, dass ihm trotz tausender von Behandlungen aus dieser Zeit kein einziger Fall bekannt wurde, dem seine Methode geschadet hätte.
Vodder, der sich an alten humoral-medizinsichen Vorstellungen orientierte, sah in der Lymphe so etwas wie eine heilende Lebensflüssigkeit und verbreitete deshalb seine Methode im Sinne einer Universaltherapie, was dazu führte, dass der "Vater der manuellen Lymphdrainage" von der vorwiegend naturwissenschaftlich orientierten Schulmedizin belächelt oder gar angegriffen und als "Paramediziner" verschrien wurde. Heute ist erwiesen, dass Vodder mit seiner Technik neben Kosmetik auch bei medizinischen Problemen (z. B. geschwollene Beine und Füsse bei Schwangerschaft oder nach langem Sitzen oder Stehen) die Therapie der Wahl sein kann.