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Zhou Guanyu ist in vielerlei Hinsicht eine interessante Wahl. Sportlich machte der 22-Jährige aus Schanghai in diesem Jahr mit drei Siegen in der Formel 2 auf sich aufmerksam. Sechs Rennen vor dem Ende der Meisterschaft belegt er in der Gesamtwertung den 2. Rang.
Nach drei Saisons in der Nachwuchsserie folgt für Zhou der Aufstieg in die Formel 1. Dort wird er als Teamkollege des Finnen Valtteri Bottas, der seinen Ende Jahr zurücktretenden Landsmann Kimi Räikkönen beerbt, der erste chinesische Stammfahrer in der Königsklasse sein.
Sponsorengelder und chinesischer Markt
Die Verpflichtung von Zhou könnte für Alfa Romeo aber auch deshalb ein guter Schachzug sein, weil der in London beheimatete Asiate eine ordentliche Summe an Sponsorengeldern mitbringt. Die Rede ist von 25 Millionen Franken, um die das Team-Budget aufgewertet wird. Geld, das sie in Hinwil im Hinblick auf die anstehende Regel-Revolution 2022 gut gebrauchen können. Auch für die Formel-1-Besitzer könnte Zhou ein Volltreffer sein, denn das Potenzial des chinesischen Markts ist enorm.
Giovinazzi muss nach drei Jahren bei Alfa Romeo seinen Stammplatz räumen. Dem Italiener ist es in den letzten Wochen nicht gelungen, sich für eine Weiterbeschäftigung aufzudrängen. In den Qualifyings hielt der bald 28-Jährige seinen Teamkollegen Räikkönen zwar mehrheitlich in Schach, in den Rennen schaute aber kaum Zählbares heraus. Der 10. Platz Ende Mai im Grand Prix von Monaco war Giovinazzis einziges Top-10-Ergebnis in bislang 19 Saisonrennen.