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oder Erlisbach (Kt. Aargau,
Bez. Aarau).
439 m. Gem. und Pfarrdorf, vom solothurnischen
Ober Erlinsbach durch den
Erzbach geschieden;
4,5 km nw. vom Bahnhof
Aarau. Postablage, Telephon; Postwagen nach
Aarau. Gemeinde, mit
Hard: 163
Häuser, 1161 reform. Ew.;
Dorf: 151
Häuser, 1077 Ew. Acker-, Obst- und Weinbau, Viehzucht. Viele der Bewohner arbeiten in den Fabriken
von
Aarau. In der Nähe von Erlinsbach das St. Lorenzbad, die Ferienkolonien der Stadt
Aarau und das neue aargauische Sanatorium
für Lungenkranke. Funde aus der Steinzeit; primitive Steinhütte u.
einige Bronzegegenstände.
(Die) (Kt. Luzern).
Ziemlich gleichmässig verlaufender Höhenzug im nö. Teile des Kantons Luzern.
Die Längsgrenzen sind das
Winen- und das Hitzkircherthal, d. h. die
HitzkircherAa mit dem
Baldegger- und
Hallwilersee im NO. und die
Wina im SW.
Die N.-Grenze fällt so ziemlich mit der Kantonsgrenze zusammen. Die Erlosen beginnen s.
Reinach, steigen dann mässig an
und ziehen sich ziemlich gleichförmig hin, erreichen ob
Schwarzenbach eine
Höhe von 692 m, steigen jedoch im höchsten Punkte,
im sog. Kuhwald oberhalb
Herlisberg, auf 814 m. Dann senken sie sich allmählig, haben bei den schönsten
Aussichtspunkten in
Ober Reinach 746 m, in
Ludigen 768 m und bei
Römerswil noch 731 m. Dann verbreitern sie sich und laufen
bei
Hildisrieden, Willischwil und
Rain in ein Hochplateau aus.
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Der Höhenunterschied zwischen dem Spiegel des Baldeggersees und dem höchsten Punkte im sogen. Kuhwald beträgt 344 m. Die
Länge der Erlosen beträgt ca. 12 km und die Breite zwischen HitzkircherAa und der Wina auf der Projektionsebene gemessen 4 km.
Der grösste Teil der Oberfläche ist mit Wald bedeckt. So finden wir auf dem NO.-Hang den ausgedehnten
Erloserwald, am SW.-Hang gegen Münster und Neudorf hin den Kuhwald, Lindenwald und Bromerwald. Bemerkenswert sind ferner die
sogen. Tobel.
Die Wasser des Berges eilen nämlich meist geradlinig, fast rechtwinklig zur Hauptrichtung des Höhenzuges in die Thäler hinab.
Die Betten dieser Bäche sind gewöhnlich tief eingeschnitten. Die beiden Ufer, steinige Halden, sind bewaldet,
in der Regel mit Laubholz, vorzugsweise Buchen. Der Bach und die bewaldeten Ufer zusammen bilden diese «Tobel». Die vorgenannten
ausgedehnten Waldungen bestehen fast ausschliesslich aus Tannen, worunter wir wieder hauptsächlich die Rottanne treffen.
Das offene Land ist wohlangebautes Kulturland. Der Boden ist zwar etwas leicht, moränenartig (kiesig);
man trifft darin erratische Blöcke von ziemlicher Grösse an.
Im Sagenkreise des Kantons Luzern
spielen die Erlosen eine hervorragende Rolle; ^[Note:] sie sind der eigentliche Blocksberg
der örtlichen Hexengeschichte. Auf der Erlosen, an einer abgeholzten Stelle des Erloserwaldes, versammelten sich zu Zeiten
die Hexen und hielten hier ihren Hexensabbath ab. Von allen Seiten kamen sie dazu auf den Hexenbesen angeflogen. Fast in jedem
Hexenprozesse und Hexenverhöre werden die Erlosen genannt.