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Sprachen
Leitgedanken
Die Sprachenpolitik für die Volksschule des Kantons Zürich orientiert sich an den folgenden Leitgedanken und entspricht damit dem Gesamtsprachenkonzept gemäss der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat).
1. Deutsch
Die deutsche Standardsprache wird in der gesamten Schulzeit verstärkt gefördert, indem sie schriftlich, aber auch als gesprochene Sprache konsequent ab dem ersten Schuljahr als Unterrichtssprache verwendet wird.
Drei grosse Teilbereiche der Deutschförderung sind die Förderung der Literalität aller Schülerinnen und Schüler, die Förderung und Pflege der deutschen Standardsprache in der gesamten Schulzeit und auch Deutsch als Zweitsprache (DaZ), wo Schülerinnen und Schüler bei Bedarf zusätzliche Förderung erhalten.
2. Englisch und Französisch
Englisch wird ab der 3. Klasse und Französisch ab der 5. Klasse der Primarschule unterrichtet. Im Fremdsprachenunterricht der Primarschule werden kommunikative Fertigkeiten aufgebaut und elementare Kenntnisse in Englisch und Französisch erworben. Die erfolgreiche Übermittlung einer Botschaft ist dabei vor allem zu Beginn des Fremdsprachenerwerbs wichtiger als sprachliche Korrektheit. Auf Ende der Volksschule werden für beide Fremdsprachen gleichwertige Kompetenzniveaus angestrebt.
4. Migrantensprache
Der Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur wird als fakultatives Angebot im Rahmen der Volksschule geführt. Zweisprachig aufwachsenden Migrantenkindern wird ermöglicht, ihre muttersprachlichen Kompetenzen zu festigen und zu vertiefen, was für ihr schulisches Selbstvertrauen und das Erlernen weiterer Sprachen von grosser Bedeutung ist.
5. Schulschrift
Die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) hat am 31. Oktober 2014 den Deutschschweizer Kantonen eine koordinierte Umstellung auf die teilverbundene Basisschrift empfohlen. Sie stützte sich dabei auf den Bericht einer Arbeitsgruppe der D-EDK. Die Umstellung soll auf jene Form der Basisschrift erfolgen, die im Kanton Luzern seit einigen Jahren erfolgreich unterrichtet wird. Die D-EDK hat vom Kanton Luzern die Rechte an dessen Basisschrift übernommen. Diese wird nun als Deutschschweizer Basisschrift bezeichnet.
Der Bildungsrat hat am 14. Dezember 2015 beschlossen dieser Empfehlung zu folgen. Die Einführung der Deutschschweizer Basisschrift im Kanton Zürich erfolgte in den Schuljahren 2016/17 und 2017/18.
Die Basisschrift ist eine klare, schnörkellose Schrift, die es erlaubt, effizient und zügig zu schreiben. Anders als bei der Schweizer Schulschrift entfällt der Zwang, die Buchstaben zu verbinden.
Die Zürcher Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung von Lehrpersonen (ZAL) bietet ab April 2016 in Zusammenarbeit mit dem Autor der «ABC»-Schreibhefte erste Weiterbildungskurse für interessierte Lehrpersonen und Schulhausteams an.
6. Kultur- und Sprachaustausch
Kultur- und Sprachaustausch (KuSpa) in der Schweiz, aber auch mit Europa und anderen Kontinenten, für Schülerinnen und Schüler, für Klassen und Schulen und für Lehrpersonen.
Weitere Informationen zum Kultur- und Sprachaustausch.