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Guido Fluri gehört heute zu den reichsten Schweizern. Doch seine Kindheit war geprägt von Fremd- und Heimplatzierungen. Trotz schlechter Zukunftsaussichten ergriff er seine Chance, als ihm mit 20 Jahren Bauland zum Erwerb angeboten wurde. Damit legte er den Grundstein zu einer steilen Karriere. Breit bekannt wurde er mit dem Kauf der Marke «Miss Schweiz». Trotz allem ist Guido Fluri mit beiden Füssen auf dem Boden geblieben. Er engagiert sich stark für Kranke und sozial Benachteiligte.
Guido Fluri wurde 1966 als uneheliches Kind einer 17-jährigen Serviertochter geboren; sie erkrankte kurz nach seiner Geburt an Schizophrenie. Guidos Kindheit war geprägt durch Fremd- und Heimplatzierungen – und bittere Armut. Er wuchs mit dem Gefühl auf, dass er nichts könne, nichts sei und auch nie etwas werde.
Mit 20 bekam Fluri die Chance, auf die er lange gewartet hatte: Ein Bauer verkaufte ihm 700 Quadratmeter Bauland – und eine Bank lieh ihm das nötige Kapital. Fluri baute ein Zweifamilienhaus, das er kurz darauf mit einem Gewinn von 250’000 Franken weiterverkaufte. Das war der Anfang eines märchenhaften Aufstiegs.
Reporter Simon Christen berichtet über einen Mann, der nicht nur viel hat, sondern auch viel gibt: Rund ein Drittel seiner Gewinne fliesst in die Guido Fluri Stiftung, die sich in Zusammenhang mit Hirntumoren, gegen Gewalt an Kindern und für die verbesserte Integration von schizophrenen Menschen engagiert. Im April 2014 lancierte er die Initiative zur Wiedergutmachung für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, die er auch finanziert. In der Öffentlichkeit war Fluri lange kaum bekannt – bis er die Marke «Miss Schweiz» kaufte.