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Traumatologie
> Arthrose
Sportmedizin

Impingement-Syndrom
subacromiale Engesyndrom, Schulterengpasssyndrom
Einengung des Gleitraumes für die Sehnen der Rotatorenmanschettenmuskulatur und den Schleimbeutel zwischen Oberarmkopf und Schulterdach.
Unter einem Impingement – Syndrom versteht man eine Funktionsbeeinträchtigung des Schultergelenkes, die infolge einer chronischen Überbelastung beispielsweise bei Tennis- oder Golfspielern, Schwimmern oder Werfern entstehen kann.
Häufig kann man jedoch keine eigentliche Ursache erkennen, die die Erkrankung auslöst, in diesen Fällen besteht anlagebedingt eine Enge unter dem Schulterdach.
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine verschleissbedingte (degenerative) Veränderung der sogenannten Supraspinatussehne. Diese Veränderung entsteht als Folge einer Enge im Bereich der Arm drehenden Schultermuskulatur, der als Rotatorenmanschette bezeichnet wird und der darauf liegenden Schleimbeutel (= Bursa subacromialis).Die Schmerzen entstehen als Folge der Einquetschungen zwischen dem Oberarmkopf und dem darüber liegenden Schulterdach (Acromion und Ligamentum acromio-claviculare).
Die Abstandsbestimmungen zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach erfolgen in der Regel über eine Röntgenaufnahme, bzw. durch eine Magnetresonanztomografie.
Im Rahmen der Bestimmung bezeichnet man die Schulterhöhe als acromio- humeralen Abstand, als Abstand zwischen Oberarmkopf und Schulterdach bezeichnet, der idealerweise grösser als 10 mm sein sollte. Diese 10 mm Abstand gelten als Minimalmass, welches Einquetschungen der dazwischen liegenden Weichteile, also von Rotatorenmanschette und Bursa subacromialis (Schleimbeutel des Schulterdaches) verhindern soll. Ist dieser Bereich geringer, so steigt die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Impingement – Syndroms.
Das seitliche Anheben des Armes (= Abduktion) erfolgt durch den Zug der Rotatorenmanschette insbesondere durch den Musculus supraspinatus. Im Rahmen dieser Bewegung rutscht der Oberarmkopf unter das Schulterdach , mit der Folge, dass sowohl die Rotatorenmanschette selbst, als auch der Schleimbeutel (Bursa subacromialis) unter das Schulterdach gleitet. Dieser Ablauf gilt als normal physiologisch, sodass in der Regel für diese Verschiebungen ausreichend Platz vorhanden ist. Ist allerdings aus unterschiedlichen Gründen zu wenig Platz vorhanden, tritt das so genannte Impingement - Syndrom, das subacromiale Engesyndrom auf. Problematisch ist dabei, dass durch das ständige Reiben der Rotatorenmanschette am Schulterdach auf Dauer Schädigungen der Rotatorenmanschette auftreten können, die im Endzustand auch einen kompletten Riss derselben mit sich bringen können.
Je nach Ursache und Lokalisation des Impingements, unterscheidet man im Bereich der Schulter verschiedene Formen, die allerdings eine genauere Schulteranatomiekenntniss voraussetzen.
Ursache
Schmerzhafter Bogen
Vereinfacht dargestellt sind an der Entstehung eines Impingementsyndromes drei Komponenten beteiligt. Dies sind:
Veränderungen einer oder die Kombinatinon mehrerer Komponenten können mögliche Ursachen für die Entstehung eines Impingementsyndroms sein:
Diagnose
Patienten leiden in der Regel unter einem bewegungsunabhängigen Schmerz, der
– sofern darüber hinaus auch die Schleimbeutel eine Entzündung aufweisen,
auch in Ruhe und nachts auftreten kann. Übt man Druck auf den vorderen
Gelenkspalt im Bereich des Tuberculum majus und weitere Untersuchungspunkte
aus, treten so genannte Druckschmerzen auf. Auch ein Anheben des Armes gegen
Widerstand schmerzt beim Anheben im Bereich zwischen 60 bis 120 °. Dies
bezeichnet man als so genannten „schmerzhaften Bogen“ oder „painful arc“.
Darüber hinaus gibt es weitere Funktionstests, die gezielt die
Rotatorenmanschette unterhalb des Schulterdaches einklemmen.
Einen
Rückgang der Schmerzen kann man bewirken, indem man unterhalb des
Schulterdaches ein örtliches Betäubungsmittel injiziert. Für den Fall, dass
der Arm trotz Schmerzfreiheit, bzw. reduziertem Schmerz immer noch nicht
angehoben kann, muss ein Schaden im Bereich der Rotatorenmanschette in
Erwägung gezogen werden.
Um das genaue Ausmass der Erkrankung abschätzen zu können, kann man mittels Röntgenkontrolle die knöcherne Struktur des Schultergelenkes beurteilen. Die Form des Schulterdaches und die Stellung des Oberarmkopfes oder eventuelle Verkalkungen der Rotatorenmanschette, die in besonderer Weise auf einen Verschleiss hinweisen, sind dabei zu beurteilen. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit einer Ultraschalluntersuchung oder einer Kernspintomografie. Es ist möglich, mittels einer Ultraschalluntersuchung nebenwirkungsfrei den Zustand der Rotatorenmanschette und die Grösse des Schleimbeutels zu beurteilen.