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Josef Birbaum kam am 29. September 1912 als Sohn des Peter Birbaum und der Elise, geborene Fasel in Grenchen bei St. Antoni zur Welt. Mit drei Brüdern und zwei Schwestern ist er aufgewachsen. Die Familie zog später ins Mühletal. Josef besuchte das Gymnasium in Freiburg und ging nach der Matura ins Diözesane Priesterseminar. Am 11. Juli 1937 wurde er in Freiburg mit 23 anderen Seminaristen zum Priester geweiht, und eine Woche später durfte er in der Pfarrkirche von Schmitten Primiz feiern.
Bischof Marius Besson ernannte ihn zum Kaplan von Rechthalten-Brünisried. Nach 13 Jahren wurde er als Rektor nach Wallenbuch berufen. Von dort aus betreute er auch die Katholiken des Laupenamtes. Am Christkönigsfest 1953 wurde Josef Birbaum Pfarrer von Wünnewil-Flamatt. Während 25 Jahren hat er sich in der grossen Pfarrei mit zwei Gottesdienstorten eingesetzt: in Kirche und Schule, im Begleiten von Vereinen und Gruppen. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er kranken und armen Mitmenschen.
Ende der Fünfzigerjahre war er Initiant der ersten Familienhilfe im Sensebezirk. Im September 1966 hat er mit den Katholischen Landfrauen die Mütterberatung ins Leben gerufen. Beide Werke, die Zeugnis geben von seinem Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen, sind im ganzen Sensebezirk bekannt. Pfarrer Birbaum war 1958 Mitbegründer der ersten Freiburger Sektion des SVKT-Frauensportverbandes. Auf seine Anregung 1973 geht die Gründung des Frauenchors in Wünnewil zurück, der bei Beerdigungen und bei Marienfesten die Messfeiern mitgestaltete.
Pfarrer Birbaum hat immer wieder eingeladen zum Gebet für Priester und Ordensberufe. In seiner Zeit in Wünnewil sind drei Männer und drei Frauen in eine Ordensgemeinschaft eingetreten, und drei Primizen durfte er miterleben. Ein besonderer Freudentag war der 1. Juli 1967, als vier Diakone aus dem Sensebezirk in der Pfarrkirche von Wünnewil von Bischof François Charrière zu Priestern geweiht wurden.
1978 gab Pfarrer Birbaum die Verantwortung als Pfarrer von Wünnewil-Flamatt ab. Im Frühjahr 1979 zog er nach Alterswil und leistete als Pfarrhelfer wertvolle Dienste. Von 1984 bis 1992 wirkte er zudem als Seelsorger im Spital Tafers. Dank einem tiefen Glauben und festen Willen hat er seine priesterliche Aufgabe bis ins hohe Alter wahrgenommen, in den letzten Jahren vor allem durch sein Beten.
Dank guten Nachbarn und Verwandten und dank der Hilfe der Spitex konnte er lange in seiner Wohnung bleiben. Ende September musste er ins Spital. Der Aufenthalt dauerte länger als vorgesehen und er musste drei Wochen zur Rehabilitation nach Meyriez. Dann kam er ins Pflegeheim des Spitals in Tafers. Dort ist er am Dienstagabend, 30. November 2010, friedlich entschlafen.
Der Herr möge ihm den ewigen Frieden schenken in seinem himmlischen Reich. Eing.