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Kasematten
(alte deutsche Bezeichnung: Mordkeller), sämtliche aus Mauerwerk ausgeführte und mit einer bombensichern Decke versehene Räume, die zur gesicherten Unterkunft feuernder Mannschaften und Geschütze (Verteidigungskasematten) oder als Wohnräume (Wohnkasematten) oder zur Aufnahme von Vorräten (Aufbewahrungskasematten) dienen sollen. Von den Mauern dieser Gebäude heißen diejenigen, welche die Gewölbe tragen, Widerlager oder Pfeiler, und diejenigen, welche die Widerlager miteinander verbinden und die Gewölbe abschließen, Stirnmauern. Kasematten, welche eine oder zwei der äußern Umfassungsmauern als Widerlager enthalten,werden Parallelkasematten genannt; wird jedoch die Mittellinie der Gewölbe senkrecht zur äußern Umfassungsmauer gerichtet, so entstehen Perpendikulärkasematten, die grundsätzlich in allen denjenigen Fällen zur Anwendung kommen, wo die betreffende Kasematte möglicherweise Geschützfeuer auszuhalten hat. Perpendikulärkasematten haben den Parallelkasematten gegenüber den Vorteil, daß die Zerstörung der äußern Mauern nicht auch gleichzeitig den Einsturz des Gewölbes zur Folge hat. Das zur Bekleidung der Grabenwände dienende Mauerwerk kann ebenfalls kasemattiert und zugleich verteidigungsfähig eingerichtet sein (Dechargenkasematten, Verteidigungsgalerien). Meist liegen die Kasematten jetzt in der rückwärtigen Böschung des Hauptwalles oder in der Kehle von Forts, wo eine absolute Deckung derselben gegen Geschützfeuer möglich ist. Ein größeres kasemattiertes Gebäude wird Kasemattenkorps genannt. Alle Kasematten sind Hohlbauten (s. d.), aber nicht umgekehrt.