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Objekt des Monats - Nosferatu-Spinne
Die Nosferatu- oder auch Kräuseljagd-Spinne wurde in der Schweiz erstmals 1994 in Basel festgestellt. Seither hat sie sich entlang der Nord-Süd-Achsen im ganzen Schweizerischen Tiefland ausgebreitet. Erste Funde im Raum Chur wurden 2014 festgestellt. Fast alle Beobachtungen stammen aus menschlichen Behausungen, v.a. aus Schlafzimmern und Badezimmern. Die Nosferatu-Spinne ist eigentlich im Mittelmeerraum heimisch und wird dort in Wäldern und an Felsen gefunden.
Mit einer Körperlänge von gut zwei Zentimetern und einem Beinradius von bis zu acht Zentimetern ist sie ein eindrückliches Tier. Mit ihren Giftklauen kann sie die menschliche Haut durchdringen. Die Tiere sind jedoch harmlos und bewegen sich als nachtaktive Jäger ausser bei Bedrohung äusserst langsam. Kommt es trotzdem einmal zu einem seltenen Biss, hat dieser die Wirkung eines Mücken- oder Bienenstichs. Die Nosferatu-Spinne ernährt sich vorwiegend von Insekten, die sie ohne Netz lauernd überfällt. Sie trägt auf ihrem Rückenschild eine auffällige totenschädelähnliche Zeichnung. Darunter befindet sich eine helle Struktur, die wie verschränkte Arme mit langen, ausgestreckten Fingern aussieht. Beide Zeichnungen erinnern an die Vampir-Filmfigur "Nosferatu". Deshalb trägt die Spinne ihren Namen.