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Judo
Geschichte
Judo ist in Japan entstanden und heisst übersetzt "der sanfte Weg". Jigoro Kano entwickelte Judo aus waffenlosen Kampf- und Selbstverteidigungskünsten, die meistens aus der Zeit der Samurai stammen. Er wollte ein System schaffen, das auf interessante, zu längerer Praxis anregende Weise den Körper trainiert, alle Muskeln ausbildet und die Organkraft stärkt, kurz, den Körper anhaltend in Form bringt. Im Weiteren sollte durch Judo neben einer Charakter- und Persönlichkeitsformung auch die Schärfung geistiger Fähigkeiten erreicht werden.
Was ist Judo
Eine optimale Sportart für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Judo beinhaltet einen optimalen Mix vielfältiger Bewegungsabläufe kombiniert mit taktischen Überlegungen. Somit fördert Judo den höchst wirksamen Gebrauch von Körper und Geist. Motorik (Koordination der Körperteile), kognitive Fähigkeiten (Umgebung wahrnehmen und sich geschickt darin bewegen) und körperliche Leistungsfähigkeit werden ebenfalls ausgewogen und überdurchschnittlich trainiert. Judo ist eine moderne und hochstehende olympische Sportart.
Als Zweikampfsport ist das Ziel im Judo, den Gegner mit einer gezielten Technik auf die Matten zu werfen, ihn dort 20 Sekunden festzuhalten oder durch eine Würg- oder Hebeltechnik zum Aufgeben zu zwingen. Im Gegensatz zu Karate werden im Judo keine Schläge ausgeführt.
Kinder leben im Judo ihren natürlichen Bewegungsdrang aus, indem sie miteinander kämpfen, (unter Einhaltung von gewissen Regeln). Vor allem bei etwas "scheuen" Kindern steigt die Selbstsicherheit enorm, wenn sie merken, dass sie in der Lage sind, sich im Zweikampf behaupten zu können.
"Papa! Ein Kämpfchen!" Schon kleine Kinder lieben das Ringen und Raufen. Mädchen ebenso wie Knaben. Kämpfen wird überall zum Thema, wo Kinder sind: In Familien, Schulen, im freien Raum des Kinderlebens. Als spielerisches Gerangel, als ernster Kampf, vielleicht auch als brutale Gewalt. Judo geht von diesen Bedürfnissen und Voraussetzungen aus, thematisiert sie und bietet die Möglichkeit, die Faszination des Kämpfens zu erleben, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.
Aber: Judo ist kein Erziehungssystem für widerspenstige Kinder. Es ist nicht das Ziel, aus Leuten bessere Menschen zu machen. Auch kann der Trainer innerhalb von einer Wochenstunde keine massgeblichen Einfluss auf die Erziehung ausüben. Judo kann, sofern über mehrere Jahre seriös betrieben, einen positiven Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung haben.