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24 Jahre lang führte Joao Havelange die Geschicke des Weltfussballverbandes, ehe er 1998 seinen Posten abtrat. Als grosser Favorit auf die Nachfolge des Brasilianers galt lange Zeit der damalige Uefa-Präsident Lennart Johansson.
Neben dem Schweden meldete 3 Monate vor der Wahl auch ein gewisser Sepp Blatter seine Ambitionen an. Der Oberwalliser war 1975 zur Fifa gestossen, wo er zunächst als Direktor für Entwicklungsprogramme und ab 1977 als technischer Direktor tätig war. Zwischen 1981 und 1998 war Blatter anschliessend Generalsekretär der Fifa.
Der Beginn einer Ära
Die Wahl des Fifa-Präsidenten fand am 8. Juni 1998 in Paris statt. Im ersten Wahlgang setzte sich der Schweizer gegen seinen schwedischen Kontrahenten mit 111 zu 80 Stimmen durch. Obwohl beide Kandidaten damit die erforderliche Zweidrittels-Mehrheit verpassten, kam es zu keinem zweiten Wahlgang mehr. Johansson erklärte seinen Rückzug und ebnete Blatter damit den Weg zum mächtigsten Posten im Weltfussball.
Obwohl sich der Mann aus Visp im Verlauf seiner Karriere immer wieder mit Vorwürfen zu finanziellem Missmanagement und Korruption konfrontiert sah, blieb er 17 Jahre lang an der Fifa-Spitze. Im Juni 2015 kündigte Blatter seinen Rücktritt an und wurde noch im selben Jahr von der Fifa-Ethikkommission für 8 Jahre von allen Fussball-Aktivitäten ausgeschlossen. Ein Berufungsgericht der Fifa reduzierte die Sperre später auf 6 Jahre.