Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/193707

<h2>SubmittedText<h2><p>In der Ausgabe Nummer 1 vom 17. Januar 2018 erweckt der "K-Tipp" den Eindruck, dass die Prämien (plus 137 Prozent) der Krankenversicherung seit Einführung des KVG weit stärker gestiegen seien als die Kosten (plus 107 Prozent). Dabei werden die Gesundheitskosten insgesamt von 77,8 Milliarden Franken herangezogen. Die Versicherer lassen verlauten, die Prämien folgten den Kosten, zumal bei KVG-Einführung ein Nachholbedarf bestanden habe.</p><p>Kann der Bundesrat Auskunft über die tatsächliche Kosten-Prämien-Entwicklung im KVG geben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Im Artikel des "K-Tipp" wird der Anstieg der Standardprämie der Erwachsenen (Franchise 300 Franken) pro Person verglichen mit der Zunahme der Gesamtgesundheitskosten. Die Zunahme der durchschnittlichen Prämie pro Person von 1996 bis 2016 war jedoch kleiner, da im Verlaufe der Zeit mehr Versicherte eine Wahlfranchise oder ein Modell mit eingeschränkter Wahl der Leistungserbringer wählten. Sie betrug 124 Prozent. In demselben Zeitraum haben die Kosten zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung um 119 Prozent zugenommen. Die Zunahme der Prämien ist um 5 Prozent höher, da vor Einführung des KVG die Prämien tiefer waren als die Kosten. Die Prämien mussten deshalb zu Beginn des KVG um gut 5 Prozent stärker erhöht werden, um die Kosten zu decken. Unter Berücksichtigung des Nachholbedarfs bei Einführung des KVG haben die Prämien gleich stark zugenommen wie die Kosten. </p>