Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/262638

<h2>SubmittedText<h2><p>Adipositas wird in der Strategie 2017-2024 nur als Risikofaktor von NCDs geführt, anstatt als eigenständige Krankheit. Die fehlende politische Priorisierung führt dazu, dass nicht genügend gezielte Massnahmen zur Verhinderung und Reduzierung von Adipositas umgesetzt werden.</p><p>- Weshalb wurde Adipositas nicht als eigenständige Krankheit in die aktuelle NCD-Strategie aufgenommen?</p><p>- Plant der Bundesrat im Rahmen der laufenden Überarbeitung der Strategie eine Änderung?</p><p>- Wenn ja, wann und wenn nein, warum nicht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>In der Tat wird Adipositas in der NCD-Strategie 2017-2024 nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Risikofaktor geführt. Dies, weil sich die Strategie an der damaligen Ausrichtung des globalen Aktionsplans zu nichtübertragbaren Krankheiten 2013-2020 der WHO orientierte. Dennoch wird bereits im aktuellen NCD-Massnahmenplan 2021-2024 dem Thema Adipositas eine besondere Wichtigkeit eingeräumt - sowohl im Bereich der Ernährungskompetenzen als auch der Adipositas-Behandlung. Das BAG arbeitet unter anderem mit der Allianz Adipositas Schweiz zusammen und sensibilisiert die Bevölkerung und Gesundheitsfachpersonen für die Bedürfnisse von Menschen mit Übergewicht und Adipositas. Betroffene und/oder deren Angehörige werden durch Allianz Adipositas Schweiz an regionale Fachstellen vermittelt. In diesem Sinne wird eine ganzheitliche Behandlung von Menschen mit Adipositas sichergestellt. Zudem unterstützt die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz die Kantone bei der Entwicklung von Aktionsprogrammen für eine gesunde Ernährung und Bewegung bei Kindern und Jugendlichen sowie bei älteren Menschen. Derzeit setzen 25 Kantone ein solches Programm um. Im Jahr 2024 wird der Bundesrat auf Basis des Evaluationsberichtes über die Verlängerung der Strategie mit einem angepassten Massnahmenplan entscheiden. </p>