Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03625.jsonl.gz/1705

Immer wieder fragen uns Gäste nach der Geschichte des Adlers. Wir haben versucht, das Wenige, was wir an Aufzeichnungen gefunden haben, zusammen zu stellen.
Das erste Mal, dass in schriftlichen Aufzeichnungen an diesem Standort ein Gebäude erwähnt wurde, war 1640. Wer damals im Haus wohnte, welche weiteren Gebäude dazugehörten und welchem Zweck es diente, ist nicht dokumentiert.
Seit der Zeit als Peter Suter 1847 als Tochtermann den Adler von seinem Schwiegervater übernahm, wissen wir mehr. Der spätere Landammann war fünzig Jahre lang Besitzer des Adlers. Überliefert ist beispielsweise eine Geschichte, welche die heutige Form und Grösse des Adlers erklärt:
So soll Peter Suter Zimmerleuten den Auftrag gegeben haben, sein Haus grösser und stattlicher zu machen und so lange daran zu bauen bis er von Mailand mit einem Sennten Vieh wieder zurückkam. Als er etwas verzögert heimkam, bauten die
Zimmerleute immer noch ein Stockwerk nach dem anderen und er musste dem Bauen schnellstens Einhalt gebieten.
Während 21 Jahren war Peter Suter Regierungsrat in Schwyz und lange Jahre Gemeindepräsident im Muotathal. Im Jahre 1851 baute Landammann Suter das Kurhaus auf dem Stoos und unter seiner Führung wurde 1866 im Adler zusätzlich
zum Restaurant eine Poststelle eröffnet. Landammann Suter war eine prägende Figur in der Geschichte des Landgasthofes und noch heute gehen viele Einheimische nicht in den Adler, sondern „i s Landammesse“.
Nach dem Tod von Peter Suter im Jahre 1897 übernahm dessen Sohn Josef Suter-Gwerder die Liegenschaft und das Gasthaus. Als er 1928 starb, führte die Witwe zusammen mit den fünf Töchtern den Betrieb weiter. Schliesslich blieb Karolina, die jüngste auf dem Adler, den sie mit ihrem Mann Paul Inderbitzin betrieb. Vom Ehepaar Inderbitzin erwarben Heinrich und Ida Jann-Kopp 1964 das Gasthaus.
Seit 1995 sind Daniel und Paula Jann-Annen Besitzer des stolzen Landgasthofes.