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Die beiden Luxusuhren Marken sind geprägt durch jahrelanges Missmanagement, rasch wechselnde CEO’s sowie falsche Positionierungen, Kering will sich von der verlustreichen Uhrensparte trennen. Die zwischenzeitlich verstorbenen Gründer Gino Macaluso (GP) und Rolf Schnyder (UN) würden sich im Grabe umdrehen über diese Entwicklungen. Plant Patrick Pruniaux, der CEO der beiden zum Kering-Konzern gehörenden Uhrenmarken, ein Management-Buy-Out?
„Die Dinge sehen gut aus“, soll eine in die Verhandlungen involvierte Person gesagt haben. Demnach würden Patrick Pruniaux und Mitglieder seines Führungsteams mit Banken und potenziellen Investoren verhandeln. Das Ziel sei es, mindestens ein Drittel des Eigenkapitals als Gegenleistung für die Sanierung des Unternehmens zu erhalten. Möglich sei es aber auch, dass Pruniaux und sein Team am Ende nur zwischen fünf und zehn Prozent bekommen.
Im Kern der Gespräche gehe es um die Bewertung der bislang profitlosen Uhrensparte des Kering-Konzerns. Für 2021 wird ein Verlust in Höhen von 40 bis 45 Millionen € erwartet, bei einem geschätzten Umsatz von etwa 80 Millionen €.
Mehrere Quellen mit Kenntnissen aus ersten Hand, sagten, dass davon ausgegangen werde, dass Kering als Teil der Transaktion bereit wäre, seine Uhrensparte mit einer Bargeldspritze von etwa 40 bis 50 Millionen € zu rekapitalisieren. Weitere 50 Millionen könnten Investoren mit einer Bank bereitstellen. Dabei würde es sich um die HSBC in Genf handeln, so zwei Quellen.
Weder HSBC, Kering noch Pruniaux antworteten auf Anfragen von TICK-TALK nach einem Kommentar.