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Das Viadukt von Riddes ist eine mehr als einen Kilometer lange Brücke, welche die Simplonstrecke der SBB, die Autobahn N9 und die Rhone überquert und täglich stark befahren wird. Die GEOTEST AG hat eine detaillierte Untersuchung des Bauwerkszustandes durchgeführt.
Im Rahmen einer turnusmässigen Routineinspektion des Kantons Wallis wurden visuell diverse Schäden und Mängel am Viadukt bei Riddes festgestellt. Die 1250 m lange Spannbetonbrücke ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und wird täglich von rund 10'000 Fahrzeugen überquert.
In Folge dessen wurde GEOTEST Lausanne beauftragt, eine umfangreiche Beurteilung des Bauwerkzustandes vorzunehmen. Mittels zerstörungsfreier bzw. -armer Untersuchungsmethoden wurden zwischen Juni 2019 und Januar 2020 der Konstruktionsbeton, die Vorspannkabel und die Ausinjizierung der Spannkabelhüllrohre untersucht.
In erster Linie lag der Fokus der Zustandsuntersuchungen auf den Vorspannkabeln und möglichen Verpressfehlern in den Hüllrohren. An insgesamt 150 freigelegten Spannkabelsondagen wurde der Korrosionsgrad der vorgespannten Litzen bestimmt, um das Ausmass des Schadens besser einschätzen zu können. Weiter wurden dem Viadukt Proben entnommen, um die Betonqualität hinsichtlich der eingedrungenen Chloride sowie des Grades der Alkali-Aggregat-Reaktion (AAR) experimentell, beziehungsweise mikroskopisch analysieren zu können. Abschliessend folgte eine mineralogische Analyse des Verpressmörtels zur Bewertung des Erhaltungszustandes und dessen Einfluss auf eine mögliche Korrosion der vorgespannten Litzen.