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Mehr als ein Viertel der Schweizer Landesfläche besteht aus landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Wenn landwirtschaftliche Flächen verloren gehen, hat dies Einfluss auf ganz unterschiedliche Aspekte der Landschaft: Die verbleibenden Landwirtschaftsflächen werden anders oder intensiver genutzt, um die verlorenen Flächen zu kompensieren. Dadurch entwickeln sich mehr und mehr grossräumige Strukturen. Diese Vereinheitlichung der Landwirtschaftsflächen hat nicht nur Einfluss auf die Vielfalt von Tieren und Pflanzen, sie verändert auch das Landschaftsbild. Zudem vergrössert sich die Entfernung zwischen Wohngebieten und offenen Landschaften.
Die Zunahme von Siedlungsflächen und Parkanlagen findet hauptsächlich auf Kosten der Landwirtschaftsflächen statt. Diese ehemaligen Lanwirtschaftsflächen verlieren ihre ökologischen Funktionen (siehe auch Indikator Siedlungsdruck).
Zwischen 1985 und 1997 haben die Landwirtschaftslächen in der Schweiz um gut 30400 Hektaren abgenommen. Dies entspricht einer relativen Abnahme um 2.9 Prozent.
Die Abnahme betrifft alle Regionen der Schweiz gleichermassen. Absolut gesehen ging im Mittelland am meisten Landwirtschaftsfläche verloren. Relativ gesehen ist der Verlust in den Zentralalpen und den Südalpen besonders hoch, da sich in diesen Gegenden nur wenig landwirtschaftlich genutzte Fläche befindet und ein starker Siedlungsdruck herrscht. Dieser Trend hält vermutlich noch weiterhin an.
Für die Berechnung der Veränderung der Landwirtschaftsflächen wurden zwei Datengrundlagen verwendet, nämliich die Arealstatistik (Bundesamt für Statistik, BFS) = landwirtschaftliche Flächen sowie die Landwirtschaftliche Betriebsstrukturerhebung (BFS und Bundesamt für Landwirtschaft, BLW) = landwirtschaftliche Nutzflächen
Die Veränderung der Landwirtschaftsfläche wird im Biodiversitäts-Monitoring Schweiz unter dem Indikator E2 (Flächennutzung) erfasst. Dort werden die Biogeographischen Regionen und die Schweiz untersucht, wobei der Fokus auf 13 übergeordneten Bodennutzungskategorien gerichtet ist. Die Daten wurden neu erhoben und mit dem statistischen Fehler ergänzt.