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Fischer festgenommen
Die Norweger boten den europäischen Schiffen an, für eine Gegenleistung 500 Tonnen Schneekrabbe zu fangen - gerade einmal ein Achtel der 4000 Tonnen, die das norwegische Fischereiministerium für 2018 als Fangquote festgelegt hat.
Die Krabben lassen sich gut verkaufen: Die im Jahr 2016 gefangenen rund 4500 Tonnen haben Schätzungen zufolge einen Wert von mehr als 20 Millionen Euro. Wissenschaftler des norwegischen Meeresforschungsinstituts gehen davon aus, dass der ökonomische Wert der Schneekrabben in der Barentssee bald den des Kabeljau übertreffen wird.
Statt auf den Deal der Norweger einzugehen, entschieden die EU-Fischereiminister bei einem Treffen im Dezember, dass 20 internationale Schiffe weiter Schneekrabbe vor Spitzbergen fangen dürfen. Die Fischer sollten aber gewarnt werden, dass sie Probleme bekommen könnten, sagte Vella im Januar bei einer Befragung im EU-Parlament.
Tatsächlich hat Norwegen im vergangenen Jahr ein lettisches Schiff samt Crew festgenommen, das zwar eine EU-Lizenz hatte, nach Ansicht der Norweger aber trotzdem illegal Schneekrabben fischte. Die Betreiber der «Senator» wurden gerade vor Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Norwegische Medien schrieben bereits von einem «Krabbenkrieg».