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Da die Umsetzung unserer Maßnahmen in der Region Linko gut verläuft, planen wir, unser Projekt auf die benachbarte Präfektur Beyla auszuweiten. Daher beginnen wir eine zweitägige Erkundung, um zu überprüfen, ob die sozialen und ökologischen Bedingungen in der Unterpräfektur Linko ähnlich sind und ob unsere Methode dort in gleicher Weise angewendet werden kann.
Unsere Prospektion soll uns bis zum Hauptort der Unterpräfektur Karala führen. Auf dieser Karte ist die Grenze zur Elfenbeinküste im Nordosten zu erkennen. Andererseits kann man auch ohne Hindernisse die von Google Maps angegebene Zeit leicht verdreifachen:
Unser Weg ist jedoch voller Hindernisse, die mit einem Baumstamm beginnen, der nach einem heftigen Gewitter in der Nacht zuvor quer über die Straße liegt:
Danach überqueren wir den Fluss Dion, einen Nebenfluss des Niger.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit verweigert unser Fahrzeug die Weiterfahrt, und das mitten im Busch! Wir müssen einen Mechaniker und einen Elektriker aus Samana (35 km) kommen lassen, um die Ursache der Panne zu finden. Diese beiden Herren sind nicht nur ein Beispiel für Kundenorientierung, sondern vor allem wahre Reparaturkünstler!
… Kaum waren wir wieder unterwegs, erlebten wir 20 Kilometer von unserem Ziel entfernt folgendes:
… Glücklicherweise war es möglich, den Fluss zu durchwaten, und wir kamen gegen 23 Uhr in Karala an.
Gastfreundschaft ist in Guinea kein leeres Wort, denn der Bürgermeister, den wir wahrscheinlich geweckt haben, öffnet uns sofort das Gästehaus der Stadt für die Nacht, wo luxuriöse Zimmer auf uns warten.
Am nächsten Morgen erläutern wir unser Vorgehen und die arboRise-Methode dem Unterpräfekten, dem Bürgermeister und dem Leiter der Forstverwaltung der Unterpräfektur Karala, die sich verpflichten, uns eine Liste mit potenziell interessierten Dörfern zukommen zu lassen.
Die Rückreise von der Grenze zu Guinea (Karala liegt 50 km von der Grenze zur Elfenbeinküste entfernt) verlief reibungslos und bestätigte die Eignung dieser Region für unser Projekt (gleiche Baumarten, gleiche Entwicklungsbedingungen usw.). Nun können wir ein detaillierteres Konzept planen.
Kurz vor Linko lässt uns ein Stoßdämpfer im Stich und die Bäuerinnen, die gerade das Feld nebenan pflügten, eilen herbei, um uns die Hand zu schütteln – es lebe die guineische Freundlichkeit!
Mit diesem brüderlichen Bild endet unsere Erkundung.