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Seine Weltpremiere feierte am Samstagabend Samirs Film «Baghdad in my Shadow». Der Saal im Palexpo Fevi in Locarno um 18.30 Uhr war voll.
Spannung auch beim Zürcher Regisseur und Filmproduzenten Samir, der mit «Baghdad in my Shadow» im Wettbewerb des Filmfestival Locarno einen hochpolitischen Film präsentierte.
Die internationale Koproduktion zwischen der Schweiz, Deutschland und England zeichnet in einem spannenden Thriller die Lebensläufe und Schicksale von drei Exil-Irakern in London nach, die sich im Café Abu Nawas treffen. Die Architektin Amal, die im Café arbeitet, der exilierte Dichter und Atheist Taufiq und der schwule Informatiker Muhanad.
Als Amals Ex-Mann auftaucht, vor dem sich die Frau versteckt, und Taufiqs Neffe Nasseer zunehmend durch einen Prediger einer Salafistenmoschee beeinflusst wird, beginnen bedrohliche Probleme.
Der Prediger zwingt Nasseer gegen die «Gottlosen» vorzugehen. Er attackiert seinen Onkel, es kommt zum tragischen Showdown.
Wie der in Bagdad geborene Regisseur Samir in Locarno erklärte, hätten besonders die irakischen Schauspielerinnen und Schauspieler Risiken auf sich genommen, vor allem Zahraa Ghandour (28), die Amal spielt. Sie lebt und arbeitet in Bagdad als Schauspielerin, TV-Moderatorin und Filmemacherin und ist als Frauenaktivistin engagiert.