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Oliver Christen
Architekten
N°014 Stadtstück Triemli
Projektwettbewerb im offenen Verfahren,
Entwicklung Wohnsiedlung Goldacker, Zürich mit insgesamt 349 Wohnungen, Gewerbeflächen, Gemeinschaftsräumen und Kinderhort
Herleitung
Die heutigen Siedlungen im Goldacker 1-3, erbaut durch Karl Egender in der frühen Nachkriegszeit, weisen in ihrer Ausformulierung unterschiedliche Qualitäten aus. Leicht zueinander verschobene Gebäude entwickeln sich entlang der Topographie und generieren einen Mehrwert für das Wohnen und die Aussenräume. Während sich die Gebäude stirnseitig zur Rossackerstrasse aufreihen, generieren die leicht zueinander versetzten Volumen einen fliessenden, parkähnlichen Aussenraum in die Tiefe der Parzelle, mit weitläufigen Sichtbezügen.
Städtebau
Die neue Siedlung im Goldacker 1-3 greift die vorhandenen Qualitäten durch eine Setzung von leicht abgewinkelten Volumen auf und zeichnet sich durch einen selbstverständlichen Umgang mit den topografischen Gegebenheiten aus. Dabei wird der Grünzug entlang des Döltschibaches als bestehender Freiraum gestärkt und mit einem neuen, niveauübergreifenden Quartierzentrum im Bereich der bestehenden Pavillonbauten und der Villa organisiert. Dieser Ort erhält eine siedlungsübergreifende Funktion und ist das Bindeglied der angrenzenden Quartiere.
Die schmalen Neubauten schliessen entlang der bestehenden Strassen stirnseitig an. Die Gebäudeformen verschränken sich verschiedenartig ineinander ohne die Aussenräume abzuschotten. Aufgrund ihrer Setzung schaffen sie abwechslungsreiche und fliessende Freiräume und einen inneren Bezug der Gebäude zueinander. Der Aussenraum verbindet sich parkähnlich zwischen den Häusern wobei das Quartier im Goldacker 1 durch ein geschwungenes Wegnetz in Ost-West-Richtung erschlossen wird. Im Quartier Goldacker 3 erfolgt die Wegführung entlang von kaskadenartigen Treppen, Plätzen und Gemeinschaftsgärten.
Die Adressbildung erfolgt jeweils in der Quartiersmitte, wo sich auch die Hauseingänge befinden. An den östlichen Grünzug schliesst das neue Quartier mit zwei etwas eigenwilligen Gebäuden an. Diese Bauten weisen eine städtebauliche Verwandtschaft zu den abgewinkelten Bauten des Goldackers 1 und 3 auf und erfüllen zugleich eine vermittelnde Rolle zu den bereits realisierten kräftigen Neubauten der WS Triemli.
Wohnung
Das Projekt erfüllt die geforderten Werte und verzichtet zugunsten der Wohnqualität und eines hochwertigen Aussenraumes, auf die maximale Ausnützung. Trotz der gleichartigen Volumina entwickelt das Projekt eine Vielfalt von verschiedenen Grundrisstypologien. Dabei spielen die relativ schmalen Gebäude Es werden sowohl attraktive, klassische Wohnungen, erschlossen ab einem, an der Fassade liegenden Treppenhauses, als auch Grundrisstypologien mit Laubengangerschliessungen geschaffen. Bei den mächtigeren Gebäuden werden entlang der Birmensdorfer- und Triemlistrasse Lärmschutzgrundrisse angeordnet. Im Erdgeschoss dieser Bauten befinden sich Gewerbeflächen und die Gärtnerei im direkten Bezug zur Triemlistrasse und die angrenzende Parkanlage. Die Wohnqualität ergibt sich einerseits durch die Grundrisstypologie als auch durch das Wechselspiel der Blickbezüge zum Strassenraum und der Parkanlage.
In Zusammenarbeit mit Stephan Bürgler Architekt, Kollektiv Marudo Architekten und Rainer Zulauf Landschaftsarchitektur, Baden