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Rundgang
Beeindruckendes Bauwerk
Die von 1666 bis 1677 erbaute Jesuitenkirche St. Franz Xaver ist der Höhepunkt der Bautätigkeit der Jesuiten in Luzern.
Die Jesuitenkirche sollte ursprünglich westlich des Jesuitenkollegiums, welches im so genannten Ritterschen Palast untergebracht war, erstellt werden. Erst im März 1666 – also kurz vor Baubeginn - entschloss man sich, die Kirche östlich davon zu errichten.
Es wird heute davon ausgegangen, dass mehrere Architekten und Baumeister am Bau beteiligt waren. Darauf deutet insbesondere die Tatsache hin, dass auf der Baustelle sowohl deutschsprachige als auch italienische Handwerker beschäftigt waren. Neben einem italienischen Architekten (wahrscheinlich Tommaso Comacio) und einem Baumeister aus dem Voralberg (entweder Michael Beer oder Michel Kuen) war auch ein Mitglied des Jesuitenkollegiums für den Bau verantwortlich: Der Jesuitenpater Christoph Vogler scheint die Oberaufsicht über den Bau innegehabt zu haben, bis er 1669 Luzern verliess. Als Nachfolger holte man mit Heinrich Meyer einen Jesuitenbruder, der über Bauerfahrungen verfügte. Meyer war wesentlich für die Innengestaltung der Kirche verantwortlich. So hat er beispielsweise sämtliche Stuckdekorationen angefertigt.
Sonderstellung der Jesuitenkirche
Die ehemalige Schulkirche des Jesuitengymnasiums (bis 1773) ist heute keine Pfarrkirche, sondern gehört dem Kanton Luzern. Aus diesem Grund besteht seit 1989 ein Vertrag zwischen dem Kanton Luzern und der Katholischen Kirchgemeinde, der die Nutzung regelt: «Der Kanton Luzern stellt die Jesuitenkirche der Kirchgemeinde für Gottesdienste im Rahmen der allgemeinen Gottesdienstordnung der katholischen Pfarreien der Stadt zur Verfügung.»
Der Kirchenvorsteher (Präfekt) Hansruedi Kleiber ist gemeinsam mit dem Collegium Xaverianum und den Professoren der Theologischen Fakultät der Universität Luzern für die Gottesdienste verantwortlich.
Für Geistliche Konzerte und gewisse andere Veranstaltungen können die Jesuitenkirche und die Sakristei gemietet werden.
Die Kirche hat im Kirchenschiff 420 feste Plätze. Durch eine zusätzliche Bestuhlung und unter Einbezug der Emporen lässt sich die Zahl der Plätze auf maximal 950 (inkl. Chor und Orchester) steigern. In der Sakristei finden 100 Personen Platz.
Jesuitenkirche
- 1. Eingangsbereich
- 2. Stuckaturen (allgemein)
- 3. Seitenkapellen
- 3a. Silvanus-Kapelle
- 3b. Bruder-Klaus-Kapelle
- 3c. Karl-Borromäus-Kapelle
- 3d. Marien-Kapelle
- 3e. Ignatius-Kapelle
- 3f. Josef-Kapelle
- 3g. Aloysius-Kapelle
- 3h. Kapelle der Heiligen Drei Könige
- 4. Kanzel
- 5. Chor
- 6. Hochaltar
- 7. Sakristei
- 8. Gemäldezyklus an der Decke
- 9. Orgel
- 10. Eingangsfront
- 11. Längsseiten
- 12. Rückseite