Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/1130

Wie die Pekinger Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wird in der wichtigen Getreideanbauregion Heilongiang im Nordosten der Volksrepublik ein gross angelegtes Pilotprojekt starten, welches den Beginn umfassender Reformen markieren soll. Vorrangige Ziele sind dabei der Erhalt bewirtschafteter Flächen und Produktivitätsfortschritte.
So soll der grossflächige Anbau von Getreide und anderen Feldfrüchten gefördert werden, indem sich Landwirte zusammenschliessen oder Kooperativen gegründet werden können. Erstmals ist auch vorgesehen, dass Landnutzungsrechte übertragen werden, zum Beispiel von abwanderungswilligen Bauern auf aktive Landwirte. Der private Erwerb von meist im kommunalen Besitz befindlichen Landflächen soll laut Staatsrat aber weiterhin strikt reglementiert bleiben.
Begleitend sollen in den Produktionsregionen vermehrt Finanzserviceeinrichtungen angesiedelt und technische Innovationen sowie Bodenverbesserungsmassnahmen vorangetrieben werden. Chinas Regierung will auch Produktionsanreize über höhere Mindestpreise für Weizen und Reis setzen und neben einer Reihe weiterer Massnahmen Verbesserungen bei Lagerung und Distribution der Ernten sowie der Überwachung der Marktentwicklungen und der Lebensmittelsicherheit erreichen.
Wissenschaftler des beim Staatsrat angesiedelten Forschungszentrums für Entwicklung sehen einen dringenden Reformbedarf des chinesischen Agrarsektors, weil der Anteil der städtischen Bevölkerung stetig zunimmt, während immer weniger Menschen in der landwirtschaftlichen Produktion die Versorgung der Bevölkerung sichern.