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Das zentralafrikanische Land Tschad leidet unter den Auswirkungen von Unwettern und gestiegenen Getreidepreisen. Millionen von Menschen sind von Hunger bedroht beziehungsweise betroffen. Die Regierung richtet einen Nothilfe-Beitrag im Umfang von 30'000 Franken aus, um die Bevölkerung zu unterstützen.
Im Tschad wurde bereits im Jahr 2022 eine Notsituation aufgrund der Lebensmittelversorgung ausgerufen. Dem Land mangelt es insbesondere aufgrund des Ukraine-Kriegs an Getreidelieferungen aus dem Ausland. Die Situation hat sich seit Anfang 2023 weiter verschlechtert. Nach aussergewöhnlich heftigen Unwettern Ende 2022 steht das Land vor einer humanitären Katastrophe: Weil die Fluten Felder und Aussaat zerstörten, haben die Kleinbauernfamilien jetzt keine ausreichende Ernte und kaum neues Saatgut. Wegen des Ernteausfalls konnten die Bauern auch einen möglichen Ernte-Überschuss nicht verkaufen. Damit fehlen ihnen sowohl eigene Lebensmittelprodukte als auch das notwendige Geld, um sich das teure Getreide aus dem Ausland leisten zu können. Über fünf Millionen Menschen können sich nicht ausreichend ernähren, schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen droht Hunger.
Die Regierung hat beschlossen, einen Nothilfe-Beitrag aus dem Lotteriefonds im Umfang von 30'000 Franken an die Hilfsorganisation Swissaid auszurichten, um die Betroffenen zu unterstützen. Swissaid ist im Tschad schon seit rund 60 Jahren tätig und verfügt über umfassende Kenntnisse des Landes. Das unterstützte Hilfsprojekt umfasst die Abgabe von Nahrungsmittelpaketen an besonders verarmte Haushalte (unter anderem Bohnen, Mais, Zucker, Öl), die Verteilung von Saatgutpaketen an Kleinbauern, ferner das Bereitstellen von Nahrungsmittel-Ergänzungen für schwangere und stillende Frauen sowie Kleinkinder. Auch sind Sensibilisierungsmassnahmen für Eltern zum Thema Ernährung vorgesehen sowie die Unterstützung von medizinischen Untersuchungen.