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Das kognitive Modell geht davon aus, dass das Hauptproblem bei einer Essstörung entweder das Gewicht oder die Körperform ist. Häufig kann dies zu Binge Eating, Purging, Untergewicht oder restriktiven Diäten führen. Diese Verhaltensweisen können auch Hand in Hand gehen. So kann z.B. eine einschränkende Diät zu Gewichtsabnahme führen, was wiederum Binge Eating zur Folge haben kann.
Bei Essstörungen gilt die kognitive Verhaltenstherapie als führende Behandlungsmethode. Sie hilft, den psychischen Leidensdruck in den Griff zu bekommen. Der Schwerpunkt der Sitzungen liegt auf der Zusammenarbeit zwischen dem Klienten/Patienten und dem Therapeuten.
Der Ansatz wurde in den 70er Jahren entwickelt und wird seither erfolgreich bei verschiedenen Arten von Essstörungen eingesetzt. Eine weiterentwickelte Version namens “Enhanced Cognitive Behavioural Therapy“ wurde 2008 veröffentlicht. Sie deckt ein breiteres Spektrum ab, einschliesslich geringem Selbstwertgefühl und Perfektionismus.
Ein 20-wöchiges Programm von 50 Minuten pro Sitzung kann bei der Behandlung von Essstörungen sehr wirkungsvoll sein. In bestimmten Fällen kann eine Behandlung auch 40 Wochen oder länger dauern. Darüber hinaus hat sich diese Methode als kostengünstig für Klienten/Patienten mit Bulimia nervosa erwiesen. Während der Sitzungen werden die Patienten gewogen, Hausaufgaben ausgewertet und Fähigkeiten zur Bewältigung von schwierigen Situationen und zur Problemlösung vermittelt.