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Auch wenn andere es nicht verstehen - Haylee Bazen lässt ihren Sohn seinen eigenen Weg gehen.
Mädchen spielen mit Barbies, Jungen mit Autos. So verlangt es zumindest unser traditionelles Geschlechterbild. Der Sohn der Amerikanerin Haylee Bazen jedoch mag nicht nur Piraten, sondern auch Disney-Prinzessinnen. Kürzlich beschloss der dreijährige Zackary, in einem Elsa-Kleid zur Schule zu gehen, und somit seine Liebe zum Disney-Film «Frozen» zu zeigen.
Eine Frau an der Bushaltestelle war mit dem Outfit des Jungen nicht einverstanden, sprach seine Mutter darauf an und verurteilte sie, weil sie ihren Sohn in einem Kleid zur Schule gehen lässt. Bazen entschloss sich daraufhin, der Frau auf Facebook folgenden Brief zu schreiben:
An die Frau an der Bushaltestelle,
die das Gefühl hatte, sie müsste meine Unterhaltung mit meinem Sohn unterbrechen.
Es tut mir NICHT Leid, dass ihnen die Art, wie mein Sohn gekleidet war, nicht gefallen hat, und es tut mir auch nicht Leid, dass ihnen nicht gefallen hat, dass wir uns darüber unterhielten, wer unsere Lieblings-Disney-Prinzessin ist (Schneewittchen natürlich).
Zackary ist mein dreijähriger Sohn und er darf sein, wer immer er sein möchte. Heute war er eine Disney-Prinzessin und JA ich habe ihn so in die Schule gelassen. Warum??? Weil er dieses Kleid tragen wollte, weil er seinen Lehrern und Freunden sein Elsa-Kleid zeigen wollte, weil er für einen Auftritt «Let it go» singen wollte. Denn er versteht noch nicht, was geschlechtsspezifische Stereotypen sind, an die er sich IHRER Meinung nach halten sollte. Aber ich hab ihn vor allem so in die Schule gelassen, weil er ein toller Junge ist!
Er spielt mit Autos und Puppen, Prinzessinnen und Piraten. Er fährt auf seinem Velo und stösst manchmal seinen Spiel-Kinderwagen. Er verkleidet sich manchmal als Zombie und manchmal trägt er Lippenstift, und wenn er ein Kleid anziehen will, dann darf er das!!
Für das nächste Mal, ob er nun als Prinzessin oder als Cowboy verkleidet ist, behalten sie ihre giftigen Worte für sich - ausser, sie wollen ihm sagen, wie toll er aussieht.
Sie sind diejenige, die sich schämen sollte, das Haus zu verlassen, nicht wir!
Die Facebook-Community reagierte überwiegend positiv auf diese Worte. Der Post erhielt innert kürzester Zeit über 190'000 Likes und wurde über 29'000 mal geteilt. Mit Kommentaren wie «Du bist eine tolle Mama», «Recht hast du» und «Sags ihr nur. Ich bin absolut einer Meinung mit dir» erhielt Bazen viel Unterstützung für ihre Überzeugung.