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Mitte Juni traf sich die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Baselland zu ihrer Frühjahrssitzung in Aesch-Pfeffingen. Zentral war dabei die Lesung der totalrevidierten Personal- und Besoldungs-ordnung. Angeregt diskutiert wurde die Frage, ob ein zusätzlicher Richtwert für eine maximale Wochenarbeitszeit bei den Pfarrpersonen eingeführt werden soll.
Eine Gruppe von Synodalen hatte beantragt, die Sollarbeitszeit von Pfarrpersonen von 44 Stunden bis zu maximal 50 Stunden pro Woche zu definieren. Eine grosse Zahl der Votanten stellten diese Änderung in der Personal- und Besoldungsordnung infrage. Sie kritisierten, es sei nicht geklärt, wie die Überstunden entschädigt würden, und behindere die Pfarrpersonen bei ihrer Arbeit. Ferienlager zum Beispiel, bemerkte ein Votant, liessen sich nicht in eine 50-Stunden-Woche zwängen. Und eine Votantin fügte an: «Der Pfarrberuf ist nach Aufgaben definiert.» Die Woche lasse sich nicht planen wie in manch anderen Berufen.
Ausführlichere Erklärung im Reglement nötig
Ein weiteres Argument dagegen war die mögliche Abschreckung, welche eine Erwähnung von 50 Stunden auf sich bewerbende Pfarrpersonen hätte. Es wäre vielleicht besser, bemerkte eine Votantin, das Pensum auf 44 bis 47 Stunden pro Woche einzuschränken. Die Aussicht, 50 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen, übe Druck auf die Pfarrpersonen aus.
Der Kirchenrat sowie eine Mehrheit der Votanten und Votantinnen sprachen sich gegen den Antrag aus, und der Antrag wurde zurückgezogen. In einem nächsten Schritt soll das Reglement zur Arbeitszeit die Thematik ausführlicher darstellen. Die Synodalen genehmigten und verabschiedeten daraufhin einstimmig die totalrevidierte Personal- und Besoldungsordnung. Sollte es nicht zum Referendum kommen, wird das Gesetzeswerk auf Ordnungsstufe per 1. Januar 2024 wirksam.
Entwicklung: neuer Jugendrat
Aufgelockert wurde die Sitzung durch den Input von Nicolas Gradwohl, der die aktuellen Entwicklungen des im Juni neu gegründeten Jugendrats vorstellte. Der Jugendrat hat Ressorts festgelegt und Arwen Graf als Präsidentin gewählt. Die öffentliche Kommunikation findet neben dem Mailverteiler, der derzeit noch in Bearbeitung ist, über Instagram statt. «Ich weiss nicht, wer von Ihnen das noch kennt», sagte Gradwohl und erntete dafür so manchen Lacher.