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Taurin ist eine Aminsulfonsäure, die in tierischen und menschlichen Geweben weit verbreitet vorkommt. Relativ hohe Konzentrationen weisen der Herzmuskel, das Nervengewebe inklusive Gehirn sowie die Netzhaut (Retina) auf. Taurin wurde zum ersten Mal in Untersuchungsmaterial aus Rindern gefunden. Daher kommt auch der Name (lateinisch Taurus = der Bulle). Dass der Name damit auch gut zu einem bekannten Energy-Drink passt, dürfte wohl auch kaum ein Zufall sein.
Taurin wird vom Körper selber gebildet. Das heisst, eine Zufuhr mit der Nahrung ist normalerweise nicht nötig. Taurin ist allerdings in der Muttermilch enthalten und dürfte für die Entwicklung von Nerven und Muskelgewebe in der frühen Kindheit wichtig sein. Dem Taurin werden diverse physiologische Funktionen zugeschrieben, von denen insbesondere der Schutz von biologischen Membranen, sowie die Regulation des Gehaltes an Kalzium, Magnesium und Kalium in den Zellen gut belegt ist.
Bei starker körperlicher Beanspruchung können die Taurin-Reserven des Körpers absinken. Allerdings konnte bis heute kein konkreter Nutzen nachgewiesen werden, wenn dem Körper speziell Taurin zugeführt wird. Die Zufuhr von Taurin bis zu einer Menge von 10 g/Tag gilt aber als unbedenklich.
Auch wenn Taurin in Ochsenblut vorkommt, gibt es heute bessere und kostengünstigere Herstellverfahren. Das in Energy-Drinks enthaltene Taurin stammt deshalb kaum aus tierischen Quellen.
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