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Aussen:
Ende gut, alles gut
Trennung und Wiedervereinigung, Schuld und der Glaube an die rettende Macht der Vergebung spielen die Hauptrolle in Shakespeares letzten Komödien, wie zum Beispiel im "Sturm" der heute in unzähligen Inszenierungen die Bretter der Welt erobert hat.
Die Komödien der mittleren und späten Schaffensphase, Shakespeares 154 Sonette und andere poetische Werke in einem Band
"Niemand schreibt so viel Unerreichtes, Verstörendes, Unergründliches wie er: William Shakespeare" Die Zeit
Innen:
Shakespeares zwischen 1602 und 1605 entstandene Komödien schlagen einen ernsteren Ton an und treiben das Geschehen oft bis an den Rand des Tragischen. Die späten Komödien dagegen, verfasst zwischen 1607 und 1611, sind versöhnliche Romanzen, epische Märchendramen mit erstaunlichen poetisch verklärten Begebnissen. Trennung und Wiedervereinigung, Schuld und Vergebung ereignen sich in einer entrückten Atmosphäre, in der die Wunschvorstellung von Gerechtigkeit und Gnade waltet.
Shakespeares Sonette kursierten schon in den neunziger Jahren des sechszehnten Jahrhunderts unter Freunden und aristokratischen Gönnern. Frei von Illusionen, huldigt der Dichter einem geliebten adligen Freund sowie der angebeteten , rätselhaften "dunklen Dame", die weder dem konventionellen Schönheitsideal entspricht noch treu ist.
William Shakespeare wurde am 23.4.1564 in Stratford-on-Avon als Sohn einer angesehenen Bürgerfamilie geboren. Er besuchte die Lateinschule in Stratford und heiratete 1582 die Gutsbesitzerstochter Anne Hatheway. Vermutlich 1584 ging er nach London, wo er als Schauspieler, Bühnenautor und schliesslich Teilhaber des 1599 gegründeten Globe-Theaters wirkte. Zu Wohlstand gelangt, zog er 1611 wieder nach Stratford, wo er am 23.4.1616 verstarb.
Shakespeares Gesamtwerk umfasst 37 Komödien, Tragödien und Historien, 154 Sonette, zwei Versepen und viele Gedichte. Nach wie vor ist er der meistgespielte Dramatiker auf den deutschen Bühnen und den Bühnen der Welt.