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Stefan Zweigs Novelle erschien 1942 als letzte abgeschlossene Prosadichtung, bevor der Schriftsteller Selbstmord beging. Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs prangert er die Brutalität der faschistischen Regime an und entlarvt die nationalsozialistischen Terrormethoden. Zum Lehrmittel „Lesewelten“ für die Oberstufe (Schulverlag Bern/Lehrmittelverlag Zürich) ist als Zusatzmaterial eine DVD erhältlich. Ein Ich-Erzähler schildert Ereignisse rund um ein seltsames Schachturnier, das während einer Überfahrt von Europa nach Amerika stattfindet. Ein selbstgefälliger Millionär fordert den Weltschachmeister, einen genialen Spieler, aber halb analphabetischen Roboter, zu einer Partie Schach heraus. Beratend greift ein österreichischer Mitreisender ins Spiel ein und rettet die hoffnungslos verfahrene Partie. Dr. B. wird genötigt weiterzumachen, schlägt den Weltmeister souverän und lässt sich sogar auf eine Revanche ein. Dem Ich-Erzähler schildert er, wie er zu solch überragenden Schachkenntnissen kam. Von der Gestapo verhaftet und in Einzelhaft in einem Hotelzimmer festgehalten, erschlich er sich zur geistigen Beschäftigung ein Schachbuch, das 150 Meisterpartien enthielt. Diese spielte er in seinem Kopf durch und trainierte so seine Widerstandskraft. Im Spiel gegen sich selbst verfiel er dann allerdings einer Schizophrenie, die ein Nervenfieber auslöste, aufgrund dessen er aus der Haft entlassen wurde. Diese „Schachvergiftung“ befällt Dr. B. im Verlauf der Revanche wieder und er verlässt, auf Anraten des Ich-Erzählers hin, fluchtartig den Raum. Im Schicksal des Dr. B. lässt Stefan Zweig dasjenige der Millionen von Verfolgten in den Konzentrationslagern aufleuchten. Meisterhaft ist es ihm gelungen, Zeitgeschehen mit einer sich auf einen Höhepunkt hin steigernden Handlung zu verknüpfen. Zum Lehrmittel „Lesewelten“ (Schulverlag Bern/Lehrmittelverlag Zürich) ist als Zusatzmaterial die „Schachnovelle“ als Film (DVD) erhältlich.