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Äthiopien gilt als "Wiege der Menschheit" und liegt im Nordosten des Schwarzen Kontinents am Horn von Afrika. Seit der Abspaltung Eritreas im Jahre 1993 besitzt das Land keinen Zugang zum Meer. Kaum eine andere Region der Erde verfügt über eine so vielfältige Vegetation und Fauna. Sie ist die Heimat zahlreicher Wildtiere. Einmalig in Afrika ist auch die Kultur Äthiopiens, die in einigen Bereichen frühchristliche Traditionen pflegt. Vier antike Stätten sind Teile des UNESCO-Weltkulturerbes.
Verbindungen von Zürich, Bern oder Basel mit Anschlussflügen nach Addis Abeba bieten an: Ethiopian Airlines, Egyptair, Turkish Airlines, Emirates, Lufthansa, Air France, SAS, KLM, Qantas, Kenya Airways und South African Airways. Die Flugzeit beträgt bei jeweils ein bis zwei Stopps zehn bis zwölf Stunden.
Zur Einreise nach Äthiopien wird für Schweizer Bürger ein Reisepass benötigt, der bei der Ausreise noch sechs Monate gültig sein muss. Das Touristenvisum kann drei bis sechs Wochen vor der Einreise bei der Botschaft des Landes in Genf (Rue de Moillebeau 56) beantragt werden. Bei einer einmaligen Einreise ist es dreissig Tage lang gültig und kostet 34 Euro zuzüglich Porto. Alternativ ist es auch möglich, das Visa bei der Ankunft in Äthiopien zu beantragen. Es kostet dann 50 US-Dollar.
In Äthiopien gibt es drei Klimazonen: Die tropischen Gebiete im Tiefland bis zu einer Höhe von etwa 1800 Metern. Die Temperaturen bewegen sich hier im Mittelwert um 27 Grad. Die gemässigte Zone ist in Höhen zwischen 1800 und 2500 Metern anzutreffen. Unter der kühlen Zone versteht man die Region über 2500 Meter. Hier kann das Temperatur stark fallen. Grundsätzlich gilt im Lande die Regel: In höheren Bereichen nimmt der Niederschlag zu. Die Regenzeit dauert jeweils von Juni bis September. Angenehm sind die Temperaturen zwischen Oktober und Mai.
Telefongespräche per Festnetz sind in der Hauptstadt Addis Abeba und in allen grösseren Städten des Landes in den Telecentern und Postämtern möglich. Die Schweizer Unternehmen Salt und Swisscom haben Roamingverträge mit Äthiopien abgeschlossen. Gespräche per Handy sind allerdings sehr teuer, so dass sich der Kauf einer äthiopischen SIM-Karte empfiehlt. Dazu benötigt der Reisende einen Pass und zwei Passfotos.
Die äthiopische Regierung hält das Monopol an dem alleinigen Telekommunikationsanbieter Ethio Telecom und damit ein striktes Kontrollsystem für digitale Medien. Die Verbindungen kommen sehr langsam zustande - schneller geht es über das mobile Netz. In der Hauptstadt Addis Abeba findet man Internet-Cafés.
Fast im gesamten Land besteht das Risiko, an Malaria zu erkranken. Deshalb sollte vor der Abreise nach Äthiopien ein Arzt konsultiert werden, um die geeignete Prophylaxe zu wählen. In jedem Fall sollten Reisende bei ihren Exkursionen eine helle Kleidung wählen und Insektenschutzmittel verwenden. Hygienevorkehrungen sind einzuhalten, da die Gefahr von Magen- und Darmerkrankungen gross ist. Die Mitnahme einer Reiseapotheke ist zu empfehlen.
Eine Impfung gegen Gelbfieber wird empfohlen. Vorgeschrieben ist sie bei einer Einreise aus einem Land, das durch die Weltgesundheits-Organisation als Gelbfieber-gefährdet eingestuft ist. Angeraten werden ausserdem Impfungen gegen Diphtherie, Polio, Tetanus, Typhus, Masern und Hepatitis A und B.
In Äthiopien bezahlt man mit dem Birr, unterteilt in hundert Cent. Wegen des geringen Wertes erhalten Touristen kein Wechselgeld in Münzen. Entgegen den Entwicklungen in anderen ostafrikanischen Ländern ist es im Lande noch nicht üblich, mit einer Parallelwährung in Form von US-Dollar die Rechnungen zu begleichen. Der Gebrauch von Kreditkarten ist nur begrenzt möglich.
Äthiopien versteht sich als "Land des Tipping" - also wird bei fast allen Dienstleistungen ein Trinkgeld erwartet. Bei Rundreisen ist es üblich, dass von den Teilnehmern Geld in einem Umschlag für Fahrer und Guide gesammelt wird. In Restaurants beträgt das Trinkgeld zehn Prozent vom Rechnungspreis.
In Äthiopien stellen Reisende aus der Schweiz ihre Uhren um zwei Stunden vor. Es gibt keine Sommerzeit.
Die Spannung beträgt 220 Volt. Verwendet werden die dreipoligen italienischen Steckersysteme. In der Regel passen die mitteleuropäischen Gerätestecker, so dass kein Adapter notwendig ist. In den ländlichen Gebieten kommt es häufiger nach 22 Uhr zu Problemen mit der Stromversorgung.
Die äthiopische Amtssprache ist amharisch. Englisch dient im Lande als Bildungssprache. Fast alle Sprachen sind der afroasiatischen Gruppe zuzuordnen. Insgesamt gibt es in Äthiopien etwa achtzig Dialekte.
Die grossen Überlandsstrassen sind fast ausnahmslos gut ausgebaut. Es gibt aber auch noch zahlreiche Schotterpisten und unbefestigte Strassen, auf denen man sich in Allradfahrzeugen wohler fühlt. In Äthiopien fährt man auf der rechten Strassenseite.
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