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Der VBT Seetal ist ein äusserst starker und beliebter Verein im Seetal. Bereits in den vergangenen Jahren war er Ausrichter (10x) verschiedener Etappen des GP Rüebliland. 1989 endete der GP Rüebliland in Seon mit dem italienischen Sieger Marco Serpellini. Auch 2003 fand die finale Etappe mit dem Sieger Thom van Dulmen (NED) in Seon statt. 2006 wurde die Startetappe organisiert. Es gewann der Slowene Marco Kump. Drei Jahre später folgten gleich zwei Etappen. Die Vormittagsetappe gewann der Deutsche Simon Nuber und am Nachmittag siegte der Norweger Daniel Slatto Gomnes. Im Jahre 2014 organisierten sie erneut eine Doppeletappe mit folgenden Siegern. Gianmarco Begnoni (ITA) am Vormittag und Niklas Larsen (NOR) am Nachmittag. Letztmals gastierte der GP Rüebliland 2020 in Seon, auch hier wurden zwei Etappen ausgetragen. Die Vormittagsetappe entschied der Norweger Tobias Lund Andresen für sich und das nachmittägliche Zeitfahren gewann der Deutsche Marco Brenner. Auch in diesem Jahr gastiert der GP Rüebliland mit zwei Etappen im fahrradbegeisterten Seon.
Seon ist eine Einwohnergemeinde im Schweizer Kanton Aargau. Sie gehört zum Bezirk Lenzburg und liegt vier Kilometer südlich des Bezirkshauptorts im Seetal. Der Weiler Retterswil wurde 1899 eingemeindet. Das Gelände rund um das grösste Dorf des Seetals wird von einer Endmoräne geprägt, die während der Würmeiszeit beim Rückzug des Reussgletschers entstand. Die Moräne beschreibt einen Viertelkreis über das gesamte Tal hinweg und flankiert die Bebauung auf der westlichen und der nördlichen Seite. Der Aabach fliesst von der Mitte des Tals auf dessen westliche Seite und nach Verlassen des Dorfes auf die östliche Talseite; dort zwängt er sich durch einen schmalen Durchlass zwischen der Moräne und den Ausläufern des Rietenbergs. Westlich des Dorfes erhebt sich ein bewaldeter Hügelzug. Dieser bildet die Grenze zum Wynental und ist durch mehrere kurze Seitentäler stark gegliedert. Am nördlichsten liegt der Schürberg (549m), danach folgen der Breitenberg (551 m), der Seenerberg (581 m), der Surberg (600 m) und ganz im Süden der Bampf (607 m). Etwa anderthalb Kilometer südlich des Dorfzentrums liegt der Weiler Retterswil.
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 962 Hektaren, davon sind 285 Hektaren bewaldet und 210 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt befindet sich auf 607 Metern auf dem Gipfel des Bampfs, der tiefste auf 415 Metern am Aabach. Den südwestlichsten Grenzpunkt bildet der Siebenzwingstein. Nachbargemeinden sind Schafisheim im Nordwesten, Staufen im Norden, Lenzburg im Nordosten, Egliswil im Osten, Seengen im Südosten, Hallwil und Dürrenäsch im Süden, Teufenthal im Südosten sowie Gränichen im Westen.
Die erste Erwähnung der Seoner Pfarrkirche erfolgte 1408 in einer Aarauer Urkunde. 1708 wurde das Gebäude komplett umgebaut und erhielt seine heutige Form. Der Kirchturm, der 1821 leicht erhöht worden war, wurde 1856 abgebrochen und durch einen noch höheren ersetzt; 1899 erhielt der Turm einen Spitzhelm anstatt des bisherigen Zwiebelhelms. Das Kirchenschiff ist an der Ostseite leicht abgeschrägt.
Am Aabach stehen zahlreiche Zeugen der Industriekultur. Dazu zählen die 1823 erbaute Spinnerei und die 1834 errichtete Baumwollweberei. Die Mühle im Unterdorf entstand bereits 1600 im spätgotischen Stil. Nach einem Umbau zu Beginn des 18. Jahrhunderts war die Mühle bis 1963 in Betrieb.
Bildlegende:
Der versierte lokale Etappenorganisator VBT Seon ist bereits zum zehnten Mal Austragungsort einer Rüebliland Etappe, letztmals im Jahre 2020. Der damalige Sieger der Däne Tobias Lund Andresen ist jetzt Profi beim Team dsm-firmenich PostNL. Der Sieger der Nachmittagsetappe, der Deutsche Marco Brenner, fährt als Profi bei Tudor Pro Cycling Team.