Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03637.jsonl.gz/392

Christelle Daunay holte ihren ersten Titel an einem Grossanlass in einer Zeit von 2:25,14 Stunden und realisierte auf der schwierigen Strecke sogar den schnellsten je gelaufenen EM-Marathon. Die 39-Jährige hatte mit der Italienerin und WM-Zweiten Valeria Straneo (2:25,27) stets die Spitze gebildet, konnte sich aber wenige Kilometer vor dem Ziel entscheidend absetzen.
Dritte wurde die Portugiesin Jessica Augusto (2:25,41), die bereits an der EM 2010 in Barcelona über 10'000 m die Bronzemedaille geholt hatte. Team-Gold ging überlegen an Italien.
Starker Auftakt der Schweizerinnen
Das Feld war schnell gestartet und Maja Neuenschwander und Nicola Spirig konnten sich zu Beginn gleich an der Spitze positionieren. Nach 10 km lag die Berner Team-Leaderin auf Platz 4, Triathlon-Olympiasiegerin Spirig auf Platz 7. Dahinter reihte sich in den Top 30 die 40-jährige Patricia Morceli ein, was zu jenem Zeitpunkt in der Team-Wertung Rang 3 bedeutete.
Strecke forderte ihren Tribut
Was aufgrund der aussergewöhnlichen Topographie zu erwarten gewesen war, bewahrheitete sich schnell: Die anspruchsvolle Strecke über 4 Runden durch die Zürcher Innenstadt verlangte den Läuferinnen alles ab. Das Feld mit 53 Athletinnen war bereits nach einem Viertel der Strecke so in die Länge gezogen, wie es sonst eher nach der Hälfte der Fall ist.
Auch die beiden Schweizerinnen liessen sich nach Kilometer 15 zurückfallen, was nach dem zweiten Anstieg zur Polyterrasse die Ränge 7 und 8 bedeutete. Danach vergrösserte sich der Abstand zur Spitze kontinuierlich.
Nicola Spirig mit vollem Risiko
Die Halbmarathon-Marke passierten Spirig und Neuenschwander bei 1:13,25, was rund 1 Minute Abstand auf die Spitze mit Straneo, Daunay und der drittplatzierten Elvan Abeylegesse (Tür) bedeutete. Bei 25 km aber löste sich die Schweizer Allianz auf: Spirig konnte ihr hohes Anfangstempo nicht halten und musste Neuenschwander und auf den restlichen Kilometern so manche weitere Läuferin ziehen lassen.
Neuenschwander lief weiter unbeirrt ihr Tempo und realisierte zum Schluss den 9. Rang in 2:31,08, was nur unwesentlich über ihrer Bestzeit lag (2:29,42). Spirig hingegen fiel bis auf Rang 24 zurück, konnte dabei bei ihrem erst zweiten Marathon ihre Bestzeit (2:42,53) klar auf 2:37,12 verbessern. Als drittbeste Schweizerin lief Patricia Morceli in 2:38,41 Stunden auf Platz 26, was für die Schweiz in der Teamwertung schliesslich zum 5. Rang reichte.
Martina Strähl, Ursula Spielmann-Jeitziner und Magali di Marco belegten die Ränge 33, 39 und 44.
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.08.2014, 08:45