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Naturheilkunde
Was ist die Naturheilkunde?
Schon bevor der Mensch angefangen hat, sein Essen zu kochen, hat er angefangen, sich selbst mit den Mitteln der Natur zu heilen. Das ist nicht verwunderlich, denn die Tiere tun es auch.
In grauer Vorzeit, der Altsteinzeit, war der Mensch, wie alle Lebewesen auf dieser Erde, in perfekter Harmonie mit der Natur und hatte einen gesunden Überlebensdrang. Dieser Instinkt führte ihn nicht nur zu den richtigen Lebensmitteln sondern auch zu den richtigen Heilpflanzen.
Die Forschung bestätigt uns heute, dass Tiere instinktiv die richtigen Heilpflanzen essen, wenn sie krank sind, und nur dann. So tat der Mensch früher auch, und so sollten wir es vielleicht auch heute tun.
Die ersten Heilmittel waren, neben einer Fülle an Heilpflanzen, auch Massage resp. heilende Berührung und schamanische Praktiken wie Heilreisen und Energetische Heilung.
Im Laufe der Zeit wurden die Heilpraktiken immer raffinierter und vermischten sich immer wie mehr mit Spiritualität, bis ca.
20'000 - 10'000 Jahre vor Christus das Schamanismus offiziell entstand.
Die Schamanen sind die Vorreiter der Naturheilkunde.
Der Schamanismus ist etwa gleichzeitig auf der ganzen Erde zwischen den verschiedensten Völker entstanden und hat sich parallel entwickelt, sodass mit leichten regionalen Unterschieden, überall dasselbe getan wurde. Die Schamanen auf der ganzen Welt waren im Geist zusammen verbunden, obwohl gar kein materieller Austausch zwischen den verschiedenen Völkern bestand.
In unserer Zeit, einige Jahrtausende vor Christus, als die Zivilisation entstand, fand auch die Naturheilkunde, so wie die anderen Wissenschaften, fruchtbaren Boden zwischen den interessierten antiken Wissenschaftler, und so sind die ersten Schriften entstanden: der griechische Arzt Hippokrates, öffnete mit seinem umfassenden Werk den Weg zum Verständnis unseres Körpers. Auf seinem Werk gründet bis heute noch die Europäische Naturheilkunde.
Nach ihm kamen noch viele andere, wie Paracelsus, Kneipp und Hildegard von Bingen.
Parallel auch in anderen Kontinenten beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Naturheilkunde; in China zum Beispiel wurden schon vor 5000 Jahren monumentale Werke geschrieben.
Hier in Europa entstand aber, hauptsächlich in den letzten 2 Jahrhunderten, auch eine andere Denkweise, eine sehr materialistische und mechanische, welche mit der Naturheilkunde in Kontrast steht und darum die alten Weisheiten nicht integriert hat. Die moderne Medizin sieht die Körperabläufe getrennt vom ganzen, reduziert die Krankheit bis auf seine Symptome und verliert die Vision des ganzen.
Aus diesem Grund wurde hier in Europa die Naturheilkunde in den letzten Jahrhunderten nicht viel praktiziert, am ehesten in Deutschland wo der Heilpraktiker immer als Beruf anerkannt wurde, aber immer noch viel weniger als in Ländern wie China, wo die moderne Medizin bis vor kurzem gar keinen Einfluss hatte.
Solchen Ländern zu Dank, haben wir bis heute noch viele Kenntnisse der Naturheilkunde erhalten und können sie jetzt wieder integrieren.
In den letzten 30-50 Jahren hat die Naturheilkunde einen grossen Aufschwung erlebt, weil die Grenzen der Schulmedizin erkannt wurden und ihre fehlende Wirksamkeit von den meisten Menschen festgestellt wird.
Heute ist der Naturheilpraktiker in der Schweiz ein geschützter Beruf mit einer sehr fundierten Ausbildung, welche gleichwertig wie die akademische Arztausbildung ist und auch viele gemeinsame Fächer beinhaltet, wie Anatomie, Physiologie und Pathologie.
Der Naturheilpraktiker, oder Naturarzt, wie er bis vor ca. 10 Jahren hiess, ist in der Lage, genauso wie einen Hausarzt alle Krankheiten zu diagnostizieren und kann sehr gut unterscheiden, was er selbst therapieren kann und wo man einen Facharzt fragen sollte. Deswegen ist der Naturheilpraktiker im besten Fall die erste Anlaufstelle für jegliches Leiden, sowie auch für die Prävention, also die Vorbeugung der Krankheiten, welche immer besser ist als eine Behandlung im nachhinein.
Innerhalb der Naturheilkunde gibt es viele Richtungen; einige mit Jahrtausendalter Tradition, andere eher neue: chinesische Medizin TCM, Ayurvedische Medizin, Homöopathie, Ernährungsberatung, Fussreflexzone Therapie, Craniosacraltherapie, Kinesiologie, Pranotherapie und noch vieles mehr.
Auch innerhalb einer Richtung gibt es viele verschiedene Techniken und Methoden, die man lernen und anwenden kann, wie zum Beispiel Pflanzenheilkunde, Dorn Therapie, Kneipp Therapie, Bachblüten und so weiter.
In meiner Praxis wende ich nur traditionelle und altbewährte Methoden an.
Ich gehe gerne an die Wurzel des Problems und heile aus der Tiefe, mit unbestreitbaren und sehr wirksamen Methoden.
Wir sind das letzte Kind der grossen Mutter Gaia. Die letzte Spezies, die sich auf der Erde entwickelt hat, und deswegen auch die schwächste, die nicht immer weiss, was für uns gut ist. Aber Mutter Natur weisst es, und somit unser innerer Arzt, welcher mit Ihr und mit dem ganzen Kosmos verbunden ist. Wir sollten die Heilung ihm überlassen.
Die Arbeit des Heilpraktikers besteht in der Förderung der Selbstheilungskräfte. Der Heilpraktiker zeigt dem Menschen den Weg, den er laufen sollte, laufen muss er aber selbst!