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DIE GESCHICHTE DER NEUMÜHLE
1933
Landwirt Emil Willimann nimmt seine Kunden- und Röllmühle in Betrieb. In dieser Zeit wird im Auftrag der Eidgenössischen Getreideverwaltung einzig Dinkel in gesackter Form entgegengenommen. Die Aufgabe des Müllers besteht darin, den Dinkel zu Ruchmehl, Weissmehl, Krüsch und Bollmehl zu verarbeiten, welches von den Bauern wieder zurückgenommen wird. Bei jeder Ablieferung in der Mühle ist ein Aufkäufer des Bundes anwesend und taxiert die Ware.
1936
Es wird eine einfache Anlage für die Herstellung von Tierfutter eingebaut, welches ausschliesslich aus gemahlenem und gequetschtem Getreide besteht.
1974
Es wird eine Annahmegosse gebaut, damit die Anlieferung auch in loser Form erfolgen kann. Da das Gebäude über keine Silozellen verfügt, wird das Getreide für die Lagerung in Säcke abgefüllt.
1982
Die Mühle wird vom Landwirtschaftsbetrieb getrennt und durch Hans Willimann in der nächsten Generation weitergeführt.
1983
Die begrenzten Platzverhältnisse im Dorfkern, welche eine Erweiterung verunmöglichen, und die nicht mehr zeitgemässen Anlagen führen dazu, dass Hans Willimann sich für einen Standortwechsel mit Neubau entscheidet.
1984
Es erfolgt der Spatenstich für eine topmoderne Getreidesammelstelle mit einer Futtermühle ausserhalb des Dorfes. Die Gründung einer Kollektivsammelstelle folgt. Dies bedeutet, dass die Mühle die Bewilligung hat, im Auftrag des Bundes Getreide entgegenzunehmen. Der Kauf des ersten LKWs ermöglicht, das Kraftfutter in loser Form auszuliefern.
1985
Die erste Getreideernte kann im neuen Betrieb entgegengenommen werden.
1987
Es wird eine Lagerhalle für Getreide gebaut.
1988
Neue Silozellen werden angebaut, womit das Lagervolumen verdoppelt wird. Im neuen Teil wird auch ein leistungsfähiger Loseverlad für 220 Tonnen Getreide integriert.
1993
Die Trocknungsanlage wird auf 4000 kg/Stunde bei 4% Wasserentzug vergrössert.
1994
Eine pneumatische Absaugung wird eingebaut. Mit dieser werden sämtlich Ernteabgänge wie Stroh, Spelzen, Sämereien usw. abgesogen und in eine 50 m³ Mulde gefördert.
1995
1995
Damit auch LKW’s keine Wartezeiten haben, wird das Fassungsvermögen der Annahmegosse auf 25-30 Tonnen Getreide vergrössert.
2000
Die Einzelfirma wird in die „Neumühle Rickenbach GmbH“ umgewandelt.
2001
Die Eidg. Getreideverwaltung wird aufgelöst. Der Bund zieht sich vom Getreidehandel zurück und überlässt den Getreidesammelstellen die Vermarktung.
2006
Die Neumühle Rickenbach GmbH wird durch Martin Willimann in der dritten Generation übernommen.
2008
Die Annahmeleistung wird von 28 Tonnen pro Stunde auf 40 Tonnen pro Stunde ausgebaut. Mit diesem Ausbau kann die steigende Menge an Getreide bewältigt werden. Dies ermöglicht den Kunden eine kurze Zeitspanne zwischen dem Drusch und der Ablieferung.
2009
Die Lagerkapazität wird um vier Rundsilos à 658m³ ausgebaut.
Durch den Gewinn von Neukunden in den vorangegangenen Jahren kann trotz einem Rückgang der regionalen Ackerfläche die Annahmemenge ausgebaut werden. Die logistischen Engpässe werden immer grösser, da ein wesentlicher Teil der angelieferten Menge während der Ernte wieder abgeführt werden muss. Die Anbauflächen von Dinkel steigen jährlich. Dinkel braucht fast das Doppelte an Lagerplatz.
2011
2011
Einbau einer zusätzlichen Reinigungsanlage für Dinkel: Im September 2011 haben wir unsere Dinkel-Reinigungsanlage mit einem Leichtkornausleser MTLC der Firma Bühler erweitert. Wir sind nun in der Lage, Dinkelkerne in „Bäckerqualität“ anbieten zu können.
2012
Seit dem 1. Januar 2012 wird ausschliesslich mit Naturstrom aus 100% Schweizer Wasserkraft produziert. Die Neumühle Rickenbach GmbH möchte als zukunftsorientiertes Unternehmen ein Zeichen setzen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Aus diesem Grund hat man sich als eines der ersten Unternehmen, das den Strom durch die CKW bezieht, dazu entschlossen, künftig ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen.
2014
Neubau Büroräumlichkeiten: Der zweistöckige klimatisierte Containerbau umfasst die gesamte Anlagensteuerung, die Büroinfrastruktur, das Labor, einen Aufenthaltsraum sowie eine Umkleide mit WC/Dusche. Die Arbeitsabläufe konnten durch den Neubau, der sowohl von aussen via Rampe als auch von innen durch die Lagerhalle bequem erreichbar ist, wesentlich optimiert werden.
2016
2016
Neubau Getreidesilo: Auf einer Grundfläche von rund 180 m² und einer Höhe von 35 Metern ist zusätzlicher Lagerplatz für Getreide entstanden. Die Erhöhung der Lagerkapazität bringt viel Flexibilität, so müssen beispielsweise während der Ernte nebst den zahlreichen Annahmen nicht noch zusätzliche Auslieferungen erfolgen. Aufgrund der steigenden Nachfrage wird zusätzlich die Dinkel-Schälmühle (Röllmühle) komplett erneuert.
2019
Die eigene Futterproduktion wird eingestellt. Die langjährige Zusammenarbeit mit der Kunz Kunath Fors AG in Burgdorf wird ausgebaut und weitergeführt.
2019
Neubau Annahme: Nachdem die Annahmeflächen jährlich gesteigert werden konnten und die Annahmemaschinen, die im Jahr 1984 bereits als Gebrauchtmaschinen eingebaut worden waren, ihre Lebensdauer erreicht haben, wird die gesamte Annahmelinie neu erstellt. Hierfür wird neuer Maschinenraum geschaffen. Mit einer Leistung von 100 Tonnen Weizen pro Stunde läuft die Annahme wesentlich effizienter und die Abladezeiten bleiben flexibel. Die neue Annahme ist erstmals in der Ernte 2019 im Einsatz.