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nachher bis 1667 an das Geschlecht de Gruyère d'Aigremont und endlich bis 1798 an das Geschlecht Charrière. Funde von römischen
Vasen, Gräbern, Ziegeln etc. In den Burgundergräbern von Sévery hat man Ringe, Perlen, verschiedene Schmucksachen mit Inkrustationen,
Vasen, Münzen etc. gefunden. Ferner kamen eine Lanzenspitze aus Feuerstein, eiserne Lanzen und endlich
eine fein gearbeitete Darstellung von Daniel in der Löwengrube zum Vorschein. Karolingermünzen. 1007: Syvirie, 1008: villa
Severiaco;
1228: Syvirier;
1235: Sivrie;
1377: Sivirier.
oder Severeu (Kt. Wallis,
Bez. Entremont,
Gem. Bagnes).
Hochthälchen, das sich n. Fionnay in etwa 1800 m Höhe
zwischen der Rogneuse (2578 m), die es vom Val de Louvie trennt, und den es vom Val du Crêt scheidenden Têtes de Saflau öffnet.
Umfasst einen produktiven und einen öden Abschnitt, von denen jener zusammen mit den Hängen über den Maiensässen und
den Häusern von Fionnay eine Korporationsalp bildet, während der obere Teil sich gegen den ins Val de Nendaz hinüberführenden
Col de Cleuson (2916 m) hinaufzieht und mit Firn- und Karrenfeldern überdeckt erscheint. Er liegt in 2600-3000 m Höhe zwischen den
Felsen der Rionde (3097 m) einerseits, sowie der Rosa Blanche (3348 m) und dem Parrain (3262 m) andrerseits.
Der das Thal entwässernde Wildbach, Diure de Sevreu genannt, bildet mit einem seiner Quellarme einen kleinen See, dessen Abfluss
sich mit einem sehr hübschen Wasserfall über eine Felsenschwelle stürzt. Im untern Thalabschnitt ist der Bach teilweise
abgelenkt worden, so dass er sich jetzt zu dem das Dorf Fionnay beherrschenden Felskamm wendet, über
den er sich in 300 m hohem künstlichem Fall bis zu den Hotels hinunterstürzt.
oder Severeu (Cols de) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
3201 m. Zwei benachbarte und parallele Pässe im Kamm zwischen der Rosa Blanche
(3348 m) und dem Parrain (3262 m).
Verbinden Fionnay über den Glacier de Sevreu und den Glacier des Écoulaies
mit Prazlong im Val d'Hérémence.
Aufstieg von Fionnay über die Alpe de Sevreu in 5 Stunden, Abstieg nach Prazlong in 3½ Stunden.
Zum erstenmal 1865 überschritten.
oder Severeu (Glacier de) (Kt. Wallis,
Bez. Entremont).
3200-3000 m. 500 m langer und 1 km breiter kleiner Gletscher,
am W.-Hang des von den beiden Cols de Sevreu überschrittenen Kammes zwischen der Rosa Blanche und dem Parrain und am Weg von
Fionnay über diese Pässe nach Prazlong im Val d'Hérémence.
oder Seewlen (Kt. Bern,
Amtsbez. Nieder Simmenthal, Gem. Erlenbach).
723 m. Gruppe von 7 Häusern,
am rechten Ufer der Simme und 2 km w. der Station Erlenbach der Montreux-Oberlandbahn.
Wiesenbau. Sö. davon mündet der kleine
Abfluss des Egelsees in die Simme.
Scex,Six, Sasset, Saix und Siaix in den Waadtländer und Walliser Alpen, Chex und Chet in den
Freiburger Alpen.
Sehr häufige geographische Namen, vom latein. saxum = Fels herzuleiten.
Orthographisch richtig ist daher
«Sex», während die in vielen Karten sich findende Schreibweise «Scex» überflüssig schwerfällig erscheint.
(Gros) (Kt. Waadt,
Bez. Aigle).
Etwa 2600 m. Gipfel in dem vom Col des Chamois (2666 m) zur Pierre Cabotz ziehenden Kamm. An den Hängen
findet man viel Edelweiss.
Kann von Les Plans de Frenières her in 5 Stunden bestiegen werden, erhält
aber nur selten Besuch.
Auf der Siegfriedkarte unbenannt und ohne Höhenkote.
(Notre Dame du) (Kt. Wallis,
Bez. Saint Maurice, Gem. Vérossaz).
543 m. Einsiedelei in einer der Felsnischen,
die die hohe Felswand der Fingles über Saint Maurice in
waagerechten Streifen durchziehen, 100 m über der Ebene und etwa 120 m
unter dem obern Rand der Terrasse von Vérossaz, die diesem Felsabsturz aufgesetzt erscheint. 20 Minuten w.
der Station Saint Maurice der Simplonbahn.
Auf einem Weg zugänglich, der s. der ehemaligen Stadtmauern vom Chemin des Cases
abzweigt und teils über Treppenstufen, teils den Felsnischen folgend die Wand erklettert, wobei er mit den Stationen des
Leidensweges Christi geziert ist.
Die Gründung der Einsiedelei wird dem in Grenoble um 570 gebornen Saint
Amé zugeschrieben, der von seinen aus Römerblut stammenden adeligen Eltern schon in frühem Alter der Abtei Agaunum übergeben
wurde und sich dann, seinem Hang zur Einsamkeit folgend, in diese Felseinsiedelei zurückzog, wo er von den Mönchen mit Nahrung
versorgt wurde und im Jahr 627 starb.
Die sorgfältig unterhaltene Einsiedelei besteht aus einer Kapelle
voller Ex voto-Gaben, hinter welcher eine frische Quelle sprudelt, und einem heute nicht mehr bezogenen Pavillon, der dem
Einsiedler als Wohnung diente.
(Vers Le,sous Le,Entre Deux, sur Le, Combe du).
Im Thal der Ormonts häufig vorkommende Ortsnamen für Häuser und
Hütten, die nahe einem weithin sichtbaren und als Orientierungspunkt dienenden Felskopf stehen.
Solche, Hütten sind meist
isoliert oder dann zu kleinen Gruppen vereinigt.
Seltener findet man derart gelegene und benannte Einzelsiedelungen
auch im Thal von Les Plans des Frenières und in der Umgebung von Gryon.
a l'Aigle (Rocher und Sentier du) (Kt. Waadt,
Bez. Aigle).
Felswand aus Neokomkalken, an deren Fuss in 1172 in der im Sommer stark
begangene Weg von Les Plans de Frenières nach Gryon hinführt. 20 Minuten nw. Les Plans und 50 Minuten sö. Gryon. Bildet den
letzten w. Ausläufer des Kammes von Bovonnaz und erhebt sich unmittelbar über Frenières.
Blanc (Kt. Waadt,
Bez. Aigle,
Gem. Ormont Dessus).
1340-1441 m. Felswand aus Gips;
am linken Ufer des aus der
Umgebung des Lac Rettau herabkommenden Baches, links der Strasse Les Diablerets-Col du Pillon, nahe dem Pont Burquin und ½ Stunde
ö. vom Postbureau Les Diablerets.
Der «Femme de Lot» geheissene Doppelmonolith wird jetzt durch die Strasse
vom Hauptkörper des Felsens abgetrennt. Im März blüht hier in Masse die rote Heide (Erica carnea).
Blanc (Kt. Waadt,
Bez. Aigle,
Gem. Ormont Dessus).
1400 m. Ueber einem Tannenwald aufragende Felswand am S.-Hang des Chaussy.
Beherrscht
die Hütten von Les Grangettes und einige Häuser des Weilers Le Rosé, die 20 Minuten vom Postbureau Vers l'Église entfernt
sind.
Eine am S.-Fuss gelegene Hütte trägt ebenfalls den Namen Sex Blanc, und mehrere andere zerstreute
Hütten werden nach dieser ihrer Lage Vers le Sex geheissen.
Blanc oder Blansex (Kt. Wallis,
Bez. Monthey).
1786 m. Kleiner Gipfel in dem den Vallon de Vernaz vom Thälchen von
Savalenaz trennenden Kamm; über den Hütten von Savalenaz und 2 Stunden wnw. Revereulaz ob Vionnaz. Besteht aus Jurakalken. In
der Nähe hat man unter dem dem Vallon de Vernaz zugekehrten Kamm in den jurassischen Mytilusschichten (Bathonien) nach Kohlen
zu graben versucht.
Boyat (Kt. Wallis,
Bez. Monthey).
400-750 m. Felswand mit bizarrem Zackenrand; unmittelbar sw. über der Porte du Sex und
gegenüber Chessel. Beherrscht die Ebene der Rhone zwischen Vouvry und der Porte du Sex. Liaskalk.