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CVP-Vizepräsident und Grossrat Eric Collomb hofft, dass der Vorstand bis Ende Juni einen Kandidaten oder eine Kandidatin für die Nachfolge von Präsident Eric Menoud vorlegen kann. Die Suche sei aber schwierig, wie er auf Anfrage sagte. Die Partei wünsche sich zwar einen Grossrat für den Posten, «doch allen, die wir bisher gefragt haben, mangelt es an Zeit».
Grossrat und Präsident: Der Aufwand entspreche einem 30-Prozent-Pensum–zu viel für einen Milizpolitiker. Das gelte auch für ihn selbst. Denn so sehr er sich auch für das Amt interessieren würde, er sei mit seinem Beruf als Direktor einer Transportfirma und seinen Aufgaben als Präsident des TCS Freiburg voll eingedeckt, so Collomb. Auch seine Kollegin im Vizepräsidium, Yvonne Stempfel, stehe nicht zur Verfügung. Andere Grossräte, die er angefragt habe, hätten andere Ämter, sässen zum Beispiel schon in einer Behörde.
Menoud hatte Ende April aus beruflichen Gründen seinen Posten als Präsident per Sommer zur Verfügung gestellt. Dass nun auch der dritte CVP-Vizepräsident François Bosson, im Privatleben Raiffeisen-Bankdirektor, aus beruflichen Gründen sein Grossratsmandat zurückgibt, stürze die Partei nicht in eine Krise, so Collomb, da Bosson vorderhand Vizepräsident bleibe. Allerdings werde wohl auch dieser Posten einmal frei, und «das macht es schwer für uns». Denn beide Politiker gehören zur jungen Generation.
Die CVP wählt den Nachfolger von Menoud voraussichtlich am 4. September. fca