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Die Partikelverschmutzung ist nach wie vor das weltweit größte Risiko für die menschliche Gesundheit, aber eine Verbesserung der Luftqualität ist möglich, wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, so der Bericht.
Mehr als 97% der Weltbevölkerung leben in Gebieten, in denen die Luftverschmutzung die empfohlenen Werte übersteigt, so das Energy Policy Institute der University of Chicago in seinem jüngsten Air Quality Life Index, der Satelliteninformationen zur Ermittlung der PM2,5-Werte verwendet, d. h. von gefährlichen Partikeln, die die Lunge schädigen können.
Demnach würde sich die durchschnittliche Lebenserwartung um durchschnittlich 2,2 Jahre erhöhen, wenn die PM2,5-Werte weltweit auf die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwerte gesenkt würden.
Die Gesundheitsorganisation hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2005 ihre Richtwerte für die Luftverschmutzung aktualisiert und den Grenzwert von 10 µg/m3 auf 5 µg/m3 herabgesetzt - ein Zeichen dafür, dass die Luftverschmutzung weitaus gefährlicher ist als angenommen. Die Luftverschmutzung wurde als Problem der öffentlichen Gesundheit vernachlässigt, und die Mittel zur Bekämpfung des Problems sind immer noch unzureichend, so die Studie.
Südasien kämpft mit der tödlichsten Verschmutzung
Die tödlichen Auswirkungen der Umweltverschmutzung wurden in Südasien sichtbar, wo sie zweifellos im Durchschnitt 5 Jahre des Lebens der Einwohner kosten. Seit 2012 ist Indien für vierundvierzig Prozent des weltweiten Anstiegs der Umweltverschmutzung verantwortlich.
Südostasien, Zentralasien, der zentrale und geografische Raum und China waren die am stärksten verschmutzten Länder und Regionen. Die USA und Europa haben im vergangenen Jahr die geringste Verschmutzung verursacht, so der Bericht, auch wenn ihre Verschmutzungswerte nicht den neuen WHO-Richtlinien entsprechen.
Das ist eine Gesundheitskrise, die weithin unbemerkt bleibt, warnte Archangel Greenstone, Professor für politische Ökonomie und Schöpfer des AQLI in Zusammenarbeit mit Kollegen am Energy Policy Institute an der University of Chicago (EPIC).
Um die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken, sagt der Bericht, dass die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf das Leben ähnlich sind wie die des Rauchens, das das Leben in diesen Ländern um maximal 2,5 Jahre verkürzt.
Sie ist mehr als dreimal so hoch wie die von Alkoholkonsum und unsicherem Wasser und sechsmal so hoch wie die von HIV/AIDS.
Aber die Umweltverschmutzung ist weitaus tödlicher als diese, denn obwohl es möglich ist, mit dem Rauchen aufzuhören oder Vorsichtsmaßnahmen gegen Krankheiten zu ergreifen, sind wir alle gezwungen, die Luft unserer Umwelt zu atmen.