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Das vierjährige Forschungsprojekt befasst sich mit dem Einfluss des sozialen und medialen Umfelds auf das Gesundheitsverhalten von Jugendlichen (z. B. Tabak- und Alkoholkonsum) und der Rolle von verschiedenen Kommunikationsformen (on- und offline). Mit unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen wird Grundlagenforschung betrieben, die einen fundierten Einblick in die Lebenswelt von Jugendlichen und die darin ablaufenden sozialen Dynamiken bieten soll. Das Projekt wird durch den Tabakpräventionsfonds des Bundes finanziell unterstützt und orientiert sich an der Nationalen Strategie zur Prävention von nicht übertragbaren Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit. Die Befunde leisten einen direkten Beitrag für die Aktivitäten des Tabakpräventionsfonds und des BAG.
Projektphasen & Studiendesigns
Mittels Leitfadeninterviews wurden im Frühjahr 2019 relevante Mediennutzungs- und Verhaltensmuster von 15- bis 19-Jährigen identifiziert. Nach einer Konsolidierung der Befunde mit ExpertInnen aus der Präventionspraxis, wurden zwischen August 2019 und August 2020 in drei Befragungswellen an fünf Schulen Freundschafts- und Kommunikationsnetzwerke, sowie Mediennutzung und Gesundheitsverhalten erhoben. Dies erlaubt es, die Rolle von sozialen Kontakten und der Vernetzung online genauer zu untersuchen. Im Sommer 2021 wurde unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine repräsentative Befragung durchgeführt. Die Befunde bieten einerseits wichtige Einblicke in den Substanzkonsum und damit verbundene Einstellungen und normative Vorstellungen. Andererseits wird ein vertiefter Einblick in die Konsum- und Produktionsmuster auf unterschiedlichen Plattformen ermöglicht. Erste Befunde der Befragung wurden Ende 2021 in Webinaren und Netzwerktreffen diskutiert und eingeordnet.
Aktuell: Repräsentative Befragung zum Substanzkonsum
Im Sommer 2021 wurde unter 15- bis 19-Jährigen in der Schweiz eine repräsentative Befragung durchgeführt (N=1837). Die Studie befasst sich mit dem Substanzkonsum (Zigaretten, E-Zigaretten, Cannabis und Alkohol) und den damit verbundenen Einstellungen, normativen Vorstellungen und Nutzungsmustern auf sozialen Medien. Die zentralen Resultate wurden in einem Forschungsbericht zusammengefasst:
Frey, T. & Friemel, T. N. (2021). Substanzkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz im Jahr 2021. Eine repräsentative Befragung unter 15- bis 19-Jährigen. Zürich: Universität Zürich.
Publikationen
Frey, T. & Friemel, T. N. (2021). Substanzkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz im Jahr 2021. Eine repräsentative Befragung unter 15- bis 19-Jährigen. Zürich: Universität Zürich pdf
Geber, S., Frey, T. & Friemel, T. N. (2021). Social media use in the context of drinking onset: The mutual influences of social media effects and selectivity. Journal of Health Communication, 26(8), 566-575. https://doi.org/10.1080/10810730.2021.1980636
Frey, T. & Friemel, T. N. (2021). Tabakkonsum on- und offline: Der Einfluss der Instagram- und Snapchat-Nutzung auf normative Vorstellungen und das Konsumverhalten unter Jugendlichen. In F. Sukalla & C. Voigt (Hrsg.), Risiken und Potenziale in der Gesundheitskommunikation. Beiträge zur Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation 2020 (S. 79-88). Leipzig: Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e.V. pdf
Frey, T. & Friemel, T. N. (2019). Tabak- und Alkoholkonsum on- und offline. Leitfadeninterviews mit Jugendlichen & Experteninterviews mit Akteuren aus der Praxis. Kurzbericht zu zentralen Befunden. Zürich: Universität Zürich. pdf (PDF, 252 KB)
Kontakt
Tobias Frey
Universität Zürich
Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung
Andreasstrasse 15
8050 Zürich