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Oostende
Vom tonangebenden Kunstpalast bis zum schwimmenden Museum, von der interaktiven Experience bis zum beklemmenden Kriegsmonument, In Oostende liegt alles nahe beisammen. In Ostende befinden sich die ehemalige königliche Sommerresidenz, ein Kurbad, Jachthäfen, Fischereihäfen, Werften und ein Fährhafen für den Verkehr nach England.
Historische Bedeutung erlangte die Stadt (Grundriss; Zentrum von Oostende anno 1601) während des auch als Achtzigjährigen Kriegs bekannten niederländischen Unabhängigkeitskampfs gegen die Spanier. Das von den Aufständischen gehaltene Ostende wurde in einer der verlustreichsten Belagerungen der Frühen Neuzeit im Jahre 1604 von den Spaniern eingenommen.
Im
Achtzigjährigen Krieg (auch: Spanisch-Niederländischer Krieg) von 1568
bis 1648 erkämpfte die Republik der Sieben Vereinigten Niederlande ihre
Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Mit seinem Ende schieden sie
zugleich aus dem Verband des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation
aus.
Im
Zweiten Weltkrieg wurden grosse Teile der Stadt wegen der Hafenanlagen
zerstört. Aus dieser Zeit stammt noch ein Stück des Atlantikwall das
dank Prinz Karel, dem das Gelände gehörte und der
nach dem Zweiten Weltkrieg sechs Jahre
lang Regent von Belgien (1944 - 1950) war systematisch jedem Versuch zum
Abbruch widersetzt hat.. Das Denkmal befindet sich gerade dort, wo er
sich seit 1950 aufgehalten hat.
Bericht Atlantikwall Museum Oostende
Von weitem sichtbar liegt Im Stadtzentrum die zwischen 1899 und 1905 im neugotischen Stil erbaute St. Petrus und Paulus-Kirche mit prachtvollen Glasfenstern. In der Kapelle hinter dem Altar befindet sich die Tumba der Köningin Marie-Louise, der erstem Königin von Belgien die in Oostende gestorben ist.
Hinter der St. Petrus- und Pauluskirche befindet sich der St. Pietersturm, auch Peperbusse genannt. Es ist ein Rest der ehemalige St. Pieterskirche.
Das Schulschiff Mercator
Von 1932 bis 1960 fungierte die Mercator als Schulschiff für die Offiziere der belgischen Handelsschifffahrt. Jetzt liegt es vor Anker in Oostende, wo es mit seiner authentischen Innenausstattung den perfekten Ort für ein nautisches Museum bildet, eine treibende Schatzkammer voller Gegenständen, die auf den vielen Weltreisen des Schiffes gesammelt wurden. Regelmäßig fährt das Schiff aus dem Hafen aus, um an großen Segelveranstaltungen teilzunehmen. 2012 feiert die Mercator den 80. Jahrestag.
Die Mercator hat 778,26
B.R.T., besitzt einen Hilfsmotor von 500 PS und hat eine Länge ûber
alles van 78,40m, seine grôsste Breite beträgt 11,09 m, und es hatte
seinerzeit einen Tiefgang von 4,50 m. Die Mercator ist eine Barkantine,
d.h. der Fockmast fûhrt Rahsegel, während Gross- und Besangmast mit
Schratsegeln getakelt sind.
Die Stadt lädt mit ihren vielen Einkaufstrassen aber auch nur zum Bummeln und Verweilen ein. Dabei kann man das neue und alte Ostende entdecken.
Das Therme Palace Hotel, zusammen mit der 390 m langen Galerie ist eines der eindrucksvollsten und elegantesten Hotelbauten an der belgischen Küste.
Oostende
ist aber nicht nur die grösste Küstenstadt Belgiens, Fischerei-
und Verkehrshaupthafen. Die Stadt besitzt auch die meisten Badestrände,
fünf an der Zahl. Auch gilt Ostende als Belgiens kulinarische Hauptstadt
am Meer, wovon ich mich selber überzeugen konnte.
Die Strandpromenaden belgischer Küstenstädte sind zwar meist von schmalen Appartement-Burgen gesäumt, direkt hinter den hohen Häuserfronten liegen aber wunderschöne Städte und Ortschaften voller grosser und kleiner Villen. Diese traumhaften Villenviertel gibt es nur in Ostende nicht - die Stadt ist dafür viel zu grossstädtisch - trotzdem ist das Zentrum mit der Kathedrale, dem Fischerhafen, dem Kasino und schönen Einkaufsstrassen und Plätzen voller Cafés wirklich ausgesprochen nett. Es gibt neben den Massenbetrieb-Bausünden bemerkenswerte Bauwerke zu bewundern.
Die Stadt ist aber auch Verkehrsknotenpunkt, denn die pulsierende Stadt ist mit exzellenter Bahn- und Autobahnanbindung und der Fährlinie das Drehkreuz der belgischen Küste. Zudem erreicht man von Ostende aus wirklich jeden Küstenort mit der mehr als genialen, über 60 Kilometer langen Küstenstrassenbahn die von Knokke bis nach De Panne fährt.
Der Bahnhof Oostend wurde erbaut in den Jahren 1910-1913 im barocken Stil erbaut. Der Bahnhof liegt im Zentrum der Stadt nahe des Fischereihafens, der Promenade und dem Einkaufszentrum. Markant ist der runde Kuppelbau der einst Bahnhofshalle war und heute als Verkaufsstelle für die Tickets dient.
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