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3F. Praktische Anwendung
Die psycho-physiognomische Methode -
Erfassen und Beschreiben des Menschen durch eine Fachperson
1. Beobachten und Erfassen - typologisch und individuell
Eine Fachperson beobachtet die äussere Erscheinung des Menschen durch genaues und fühlendes Sehen. Auf diese Weise kann sie wichtige Eigenschaften des Menschen mit angemessener Sicherheit erkennen.
Die Beobachtung der äusseren Erscheinung erfolgt in zweifacher Hinsicht:
a. typologische Beobachtung
Die Fachperson bestimmt
- das Naturell
- das Temperament
- den Impuls (seltener)
- die seelisch-geistige Ausrichtung (Innerlichkeit; Äusserlichkeit; seltener)
- das Geschlecht (seltener)
b. individuelle Beobachtung
Die Fachperson beobachtet namentlich
- den Kopf
in all seinen Einzelteilen, u.a. Kinn und Unterkiefer, Mund, Nase, Augen, Stirn, Oberhaupt, Seitenhaupt, Hinterhaupt, Ohr (konstante Formen)
- den Hals und den Nacken
- die Mimik, die Gesten, die Stimme, die Kleidung (veränderliche Teile)
Die Fachperson vermag sich in der Vielfalt der Formen ohne Probleme zu orientieren und die Formen zu klassieren. Während seiner Ausbildung hat sie sich mit dem Ausdruck aller einzelner Teile auseinandergesetzt, z.B. Nase und Auge. Sie bezieht beim Blick auf einzelne Teile, z.B. das Auge, und zugleich auch auf das ganze Gesicht und auf die ganze Person ein.
Die richtige Beobachtung des Gesichts, des Kopfes und des ganzen Menschen erfordert optimale Verhältnisse, z.B. gute, aktuelle Bilder (aufgenommen in verschiedenen Situationen) und / oder die mehrfache Begegnung mit dem Menschen.
2. Auswerten und Beschreiben
- Mit vergleichsweise wenig Aufwand an Zeit und Ressourcen vermag die Fachperson die zentralen Eigenschaften des Menschen zu bestimmen, oft auch weitere Eigenschaften.
- Die Beschreibung lässt sich gut vermitteln und nachvollziehen.
3. Anmerkungen
Die Beobachtung orientiert sich an Formen, Farben, Ausstrahlungen, etc., also an Elementen, die sich grundsätzlich objektiv erkennen lassen.
Die fachmännische Beobachtung und Beschreibung beruht
- auf mehreren, aktuellen Bildern, in unterschiedlichen jedoch üblichen Situationen des Menschen sowie, in der Regel, auf biografischen Informationen.
- auf persönlicher Anwesenheit des Menschen - im Normalfall eine mindestens zweimalige Anwesenheit und ein persönliches Gespräch
Soll im Einzelfall einzig die Leistungsfähigkeit der Huterschen Menschenkenntnis geprüft werden, bei vollständig unbekannten Personen, kann auf eine nähere Information zur Person teilweise oder evtl. ganz verzichtet werden. Wenn eine solche Beschreibung ausschliesslich aufgrund von Bildern erfolgt, müssen die Bilder besonders hohe Ansprüche erfüllen. Die Bilder müssen die Person in verschiedenen Situationen und zu verschiedenen Zeitpunkten (Zeitraum von 5 oder mehr Jahre) zeigen.
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Diese Seite wurde am 25. September 2018 erstellt. Sie wird regelmässig geprüft und überarbeitet, letztmals am 23. Juni 2019 und am 22. Juli 2019.
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