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Vals
Vals ist der letzte Ort im Tal. Danach kommt nur noch der Berg und der Himmel. Auf der anderen Seite liegt das Tessin, dazwischen saftige Alpweiden, schroffe Felsformationen, Talübergänge. Und der Steinbruch. Oben der glitzernde Stausee. Und dahinter die elegante Pyramide des Zervrailahorns («ds Hoora»).
Warum heisst Vals Vals?
Sicher ist nur, dass die Valser ihre Sprachinsel der Natur abgetrotzt haben. Dazu mussten sie zuerst einmal die Natur verstehen, das Land kultivieren, Wasser zähmen und Verkehrswege erschliessen.
Kurz nach Puggelischöö (Bucarischuna) auf 1167 m über Meer, beginnt das Gelände der Gemeinde Vals, welches sich bis zum Rheinwaldhorn auf 3402 m Höhe erstreckt.
Das Dorf selbst liegt auf gut 1250 Metern in einem grossartigen Talschluss und ist auf drei Seiten von Bergen umschlossen.
Das Haupttal, welches sich von Norden Richtung Süden erstreckt gabelt sich im Talkessel von Vals in weitere Seitentäler auf: Zervrailatal als Fortsetzung des Haupttales, Tomül, Peil und Canal als ansehnliche Seitentäler.
20 Kilometer nach Ilanz - 10 km nach Nufenen.
Seit 1877 führt eine Kunststrasse von Illanz nach Vals. Davor waren die Valser stark nach Süden orientiert. Ein reger Warenaustausch erfolgte über den Pass des Valserberges nach Hinterrhein und über den San Bernardino nach dem sonnigen Süden. Vieh wurde bis nach Giubiasco oder Mailand verkauft. Polenta, Reis, Kastanien und Wein vom Süden nach Vals transportiert.
Ebenso führte eine Verbindung vom Zerfrailatal nach Olivone; Wegspuren, Pfadverbauungen und Stützmauern zeugen noch heute davon.
Noch heute sieht man - aus dem dunklen Wald kommend, die Talmulde von Vals vor Augen - die Kappelle des hl. St. Nikolaus, wo der alte Saumpfad durch ein Gewölbe unter der Andachtsstätte zu den blumigen Gefilden des Ortes führte.