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Die Vereinbarung hat zum Ziel, die Emissionen aus der Abfallverbrennung zu reduzieren und Anreize für eine effizientere Energienutzung in Kehrichtverwertungsanlagen zu setzen. Sie wurde im August 2014 unterzeichnet.
Die 30 Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) in der Schweiz verursachen rund 5% der gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz. Die Emissionen aus der Abfallverbrennung haben insbesondere wegen der Konsumgewohnheiten sowie des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums in der Schweiz seit 1990 zugenommen, haben sich aber in den letzten Jahren stabilisiert.
Im August 2014 schloss das UVEK mit dem Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) eine Vereinbarung ab. Damit wird der Abfallsektor in die schweizerische Klimapolitik integriert und dazu verpflichtet, einen angemessenen Beitrag an die klimapolitischen Ziele der Schweiz zu leisten. Die KVA werden im Gegenzug von einer Teilnahme am Emissionshandel befreit. Die Vereinbarung läuft bis Ende des Jahres 2021.
Reduktionsziele für das Jahr 2020
Die Vereinbarung sieht eine Reduktion der sogenannten Netto-CO2-Emissionen aus der Abfallverbrennung vor. Die bei der Verbrennung anfallende Wärme wird für die Stromerzeugung und zu Heizzwecken genutzt und ersetzt Strom und Wärme aus fossilen Quellen. Diese indirekten Emissionseinsparungen werden an die Zielerreichung angerechnet. Ebenso anrechenbar sind Einsparungen durch die Rückgewinnung von Metallen aus den Verbrennungsrückständen. Die Netto-CO2-Emissionen sollen bis im Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 2010 um 200‘000 Tonnen CO2 sowie über den gesamten Zeitraum 2010–2020 um total 1 Million Tonnen CO2 sinken.
Ziele unter Berücksichtigung der Witterung erreicht
Der VBSA als Vertreter der KVA verfolgt die Emissionsentwicklung und die eingeleiteten und geplanten Massnahmen zur Emissionsreduktion mit einem Monitoring. Der VBSA hat beide Ziele der Vereinbarung erreicht, wenn entgegen der Vereinbarung der Einfluss der Wintertemperatur auf die Wärmelieferungen berücksichtigt wird wie dies auch in der CO2-Statistik angewandt wird. Der Monitoringbericht für das Jahr 2020 ist auf der Internetseite des VBSA publiziert.
Verhandlungen über Nachfolgevereinbarung im Gang
Die Branchenvereinbarung soll für die Periode 2022–2031 erneuert werden. Die Verhandlungen zwischen UVEK und VBSA laufen. Bei erfolgreichem Abschluss sind die KVA bis auf Weiteres von einer Teilnahme am Emissionshandelssystem befreit.
Vereinbarung (PDF, 290 kB, 21.01.2015)zwischen dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation und dem Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen
Liste der durch den VBSA vertretenen KVA (PDF, 11 kB, 27.04.2015)Revidierter Anhang 1, gültig ab 27.4.2015
Weiterführende Informationen
Letzte Änderung 21.09.2021