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Die Weihnachtszeit bildet die Mitte des Weihnachtsfestkreises (siehe Seite 8). Sie wird von den beiden Festen Weihnachten und Epiphanie geprägt. Sie kreisen um das Geheimnis der Menschwerdung Gottes in der Person von Jesus von Nazaret. Die gewählten Lesungen aus den Evangelien sind einander darin ähnlich, dass sie im Blick auf die Geburt oder ein frühes Auftreten Jesu in der Öffentlichkeit jeweils herausstellen, dass an Jesus Christus für sehende Augen Göttliches aufleuchtet. «Die Herrlichkeit des Herrn erscheint» könnte als Leitgedanke über der ganzen Weihnachtszeit stehen.
Weihnachten
Weihnachten, seit langem am 25. Dezember im Umfeld der Wintersonnenwende gefeiert, stellt die Geburt des göttlichen Kindes in Bethlehem aus Maria der Jungfrau und so das volle Eingehen Gottes in seine Schöpfung in den Mittelpunkt der Gottesdienste in der Nacht («Christnachtmesse») und am Tag. Das Wunder dieser Nacht, «als tiefes Schweigen das All umfing und sie ihren Lauf innehielt und dein allmächtiges Wort hernieder s
tieg vom königlichen Thron» (Weish 18,14–15), klingt wider in vielen Liedern. Es bestimmt auch das Brauchtum in vielen Familien: die Krippe mit vielerlei Figuren, in der das Geschehen der Heiligen Nacht dargestellt wird; den Christbaum, dessen Kerzenglanz auf Christus, das Licht der Welt, das die Finsternis überwindet, hinweist.
Auf das Fest folgt eine Reihe von Gedenktagen, die nur mittelbar mit Weihnachten zu tun haben. So wird der Tod des Erst-Märtyrers Stephanus (26.Dezember), des Evangelisten Johannes (27. Dezember) und der Unschuldigen Kinder von Bethlehem (28. Dezember) mit «dem Leben, das uns erschienen ist», verbunden.
Der achte Tag (Oktavtag) nach Weihnachten, an dem zugleich das bürgerliche Jahr beginnt (Neujahr), stellt dieses gewissermassen unter den Namen Jesu: Das neue Jahr soll in ihm Frieden und Segen erfahren (siehe Nr.575–579).