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Sehr geehrter Herr Swantee, Herr Dr. Schönenberger und Herr Bernhard
Benzol ist hochgiftig und krebserregend und deshalb in vielen europäischen Ländern für industrielle Zwecke verboten. In China wird Benzol aber nach wie vor als Reinigungs- und Lösungsmittel in der Elektronikindustrie eingesetzt. Bis heute reinigen Arbeiterinnen und Arbeiter ohne Schulung und Schutzkleidung Smartphones mit der gefährlichen Substanz und setzen somit ihre Gesundheit aufs Spiel. Weltweit leiden rund 300’000 Menschen an den Folgen einer Benzolvergiftung, jährlich sterben Tausende von ihnen.
Die Schweizer Mobiltelefon-Verkäufer sind als Teil der Lieferkette mitverantwortlich, wenn Arbeiterinnen und Arbeiter an den Folgen von Benzol sterben. Wie die Recherche der Fastenaktion und HEKS gezeigt hat, wird diese Verantwortung oft noch ungenügend wahrgenommen.
Ich fordere Sie als CEO deshalb auf,
1. sich öffentlich zu einer Stopp-Benzol-Politik und gegen die Verwendung von weiteren gesundheitsgefährdenden Substanzen im Zusammenhang mit Ihren Produkten zu äussern,
2. sich der Gruppe von Telekommunikationsanbietern GeSI anzuschliessen und sich in diesem Rahmen weltweit für eine Stopp-Benzol-Politik zu engagieren,
3. die Forderungen der Chemical Challenge zu unterstützen,
4. die Hersteller der von Ihnen verkauften Smartphones aufzufordern, auf ihren Websites die verwendeten chemischen Substanzen offen zu legen,
5. zu überprüfen, ob die von Ihnen verkauften Produkte in Fabriken hergestellt wurden, in denen regelmässig unabhängige Audits in Bezug auf die Verwendung von Benzol sowie von weiteren chemischen Substanzen durchgeführt werden,
6. von den IT-Herstellern einzufordern, dass ihre Arbeiterinnen und Arbeiter bezüglich der nötigen Sicherheitsmassnahmen bei der Verwendung von Chemikalien geschult werden und angemessene Schutzkleidung erhalten.