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Keine Steuergelder für Elitekultur
Mit dem Kulturlastenkonkordat, über das wir am 30. November 2008 abstimmen werden, wird mit den Steuergeldern von allen Steuerzahlenden im Kanton Zug einseitig eine Elitekultur in Zürich und Luzern (Opernhaus, Tonhalle und KKL) unterstützt. Auch wenn zuweilen behauptet wird, es handle sich bei den genannten Institutionen nicht um Elite-Kulturhäuser, vermag dies nicht darüber hinweg zu täuschen, dass vor allem gut begüterte Leute an den Veranstaltungen dieser Häuser teilnehmen. Überdies verdienen die Betreiber dieser Häuser und diejenigen, die dort arbeiten (Direktoren der Konzert- und Opernhäuser, international hochbezahlte Solisten etc.) sehr viel Geld. Ich sehe nicht ein, warum die Stimmbürger des Kantons Zug diese sehr gut verdienenden Personen mit ihren Steuergeldern überhaupt unterstützen sollen.
Zudem wird in der ganzen Diskussion um das Kulturlastenkonkordat auch ausgeblendet, dass alle Zuger, die in diese Institutionen gehen, auch noch zusätzliches Geld für Restaurantbesuche und Konsumationen nach Zürich und Luzern bringen. Damit stärken die Zuger, die ins Opernhaus oder in die Tonhalle oder das KKL gehen, bereits jetzt die Wirtschaft der Standortkantone, ohne dass es dafür noch einer separaten Subvention des Kantons Zug von Fr. 2.2 Millionen jährlich bedürfte. Aus diesen Gründen stimme ich am 30. November 2008 überzeugt NEIN zum Kulturlastenkonkordat.
Flavio Roos, Rotkreuz
Kantonsrat
21. November 2008