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Beiträge von Patienten für Patienten
Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um einen Beitrag einer Patienten handelt. Unsere Patientin lebt in Irland und erzählt von ihren persönlichen Erlebnissen.
Im Jahr 2019 veröffentlichte die „Asthma Society of Ireland“ eine neue Studie, in der die wirtschaftliche Belastung durch Asthma in Irland detailliert beschrieben wurde. Die Studie ergab, dass derzeit jedes fünfte Kind irgendwann in seinem Leben an Asthma erkrankt.
Angesichts dieser Zahlen kann man davon ausgehen, dass die meisten Menschen bereits Erfahrungen mit Asthma gemacht haben – sei es direkt oder indirekt. Es ist daher enttäuschend, dass mit einer Krankheit, die so häufig vorkommt, offenbar so schlecht umgegangen wird. Im Artikel „Easing the Economic Burden of Asthma“ (Linderung der wirtschaftlichen Belastung durch Asthma) der „Asthma Society of Ireland“ heisst es, dass in Irland alle sechs Tage eine Person an Asthma stirbt und alle vier Minuten eine Person aufgrund von Asthma in die Notaufnahme kommt.
Das sind schockierende Statistiken.
Wie kann es sein, dass mit einer so häufig vorkommenden Krankheit so schlecht umgegangen wird?
Die erste Comicfigur, an die ich denken musste, war Milhouse von den Simpsons. Milhouse ist Bart Simpsons bester Freund. Er ist ein unsicherer, sozial ungeschickter Typ, der regelmäßig von Nelson Muntz gemobbt wird. Man kann mit Recht sagen, dass Milhouse eine unglückliche Figur ist, die mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen hat, von schlechter Sehkraft bis hin zu Asthma. Milhouse hat es schwer, mit seinen Allergien und Krankheiten zurechtzukommen, und wird von seinen Mitschülern ausgelacht und schikaniert.
Für ein Kind mit Asthma ist Milhouse weder ein Held noch ein beliebtes Kind. Die anderen Kinder verspotten und lachen Milhouse wegen seiner Probleme aus. Asthma und die anderen Erkrankungen, an denen Milhouse leidet, werden nicht positiv dargestellt. Stattdessen ist Milhouse ein schwacher und sozial unbeholfener Charakter. Ich wollte nichts mit Milhouse gemein haben.
Dieser Stereotyp kommt in vielen Filmen und Programmen vor. Wie oft haben wir schon gesehen, dass eine Filmfigur ihren Inhalator benutzt, bevor sie etwas tut, das sie nervös macht?
Zum Beispiel Albert aus "Hitch". Für mich ist Albert eine weitere sozial ungeschickte, komische Filmfigur mit Asthma. Im Film heuert Albert Hitch an, um ihm zu helfen, seine große Liebe Allegra für sich zu gewinnen, da er dazu allein nicht in der Lage ist. Albert ist keine selbstbewusste oder starke Persönlichkeit. Albert blamiert sich regelmäßig, er ist oft die Person, über die im Film gelacht wird. Als Albert Allegra an ihrer Tür gute Nacht sagt, nimmt er seinen Inhalator heraus und wirft ihn dann dramatisch weg, bevor er sie küsst. Dass Albert den Inhalator wegwirft und Allegra küsst, wird im Film als ein Erfolg dargestellt.
In wahren Leben müsste eine Person mit Asthma sich den Inhalator wieder zurückholen, da die Entwicklung von Mut und Selbstvertrauen die Krankheit Asthma leider nicht beseitigt. Es ist ein sehr unbeschwerter Film, und ich kann verstehen, dass die Asthma-Anspielungen nicht böse gemeint sind.
Doch was sind die Folgen, wenn Stereotypen in Filmen auf diese Weise dargestellt werden? Was sagt diese Art von Charakterisierung den Jugendlichen über die Verwendung ihrer Inhalatoren in der Öffentlichkeit?
Es ist wichtig, dass die Sensibilisierung für Asthma und das Eintreten für Asthma auf eine positive Art und Weise erfolgt, indem Verständnis und Wissen gefördert und Asthma als eine oft lebenslange Erkrankung akzeptiert wird. Anstatt die Krankheit zu verharmlosen, sollte Asthma als die Krankheit dargestellt werden, die es ist: eine manchmal lebensbedrohliche und lebenslange Erkrankung, die eine sorgfältige und konsequente Behandlung erfordert.
Kurz gesagt, es ist nichts, worüber man lachen sollte.