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Die liaison ist ein phonetisches Phänomen, das für das Französische typisch ist und seine Sprachmelodie prägt. Bei einer liaison (d.h. "Bindung") wird ein stummer finaler Konsonant (meistens handelt es sich um ein d, s, x, z, n oder t) mit dem Anfangsvokal des darauffolgenden Wortes verbunden, so dass die zwei Wörter wie eins tönen. Wenn die liaison von einem s oder x eingeleitet wird, wird dieses s/x stimmhaft ausgesprochen (wie ein summendes zzzz); wenn es sich um ein d handelt, wird es als t ausgesprochen.
So weit so gut, aber es hat noch ein paar Kleinigkeiten, die wir berücksichtigen sollten. Die liaison findet nämlich nicht ausnahmslos statt, wenn das erste Wort auf einen Konsonanten endet und das darauffolgende Wort mit einem Vokal oder einem stummen h beginnt. Das Französische sieht in solchen Fällen drei Möglichkeiten vor: obligatorische liaison, fakultative liaison, verbotene liaison.
Wann ist die liaison obligatorisch?
Absolut verboten ist die liaison:
In den anderen Fällen ist sie fakultativ:
In Wirklichkeit sind die Regeln sogar ein wenig komplexer…
Wer das Thema vertiefen will, kann diese PDF herunterladen, die eine Tabelle mit weiteren Details über die Anwendung der liaison enthält.