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Wenn Sie bei strahlend blauem Himmel aus dem Haus oder einem dunklen Wald in sonnenbeschienenen Schnee treten, so schliessen sich Ihre Augen unwillkürlich zu einem schmalen Schlitz – so grell ist das Licht.
In einer Schneedecke liegen Schneekristalle über- und nebeneinander. Licht, welches auf diese Kristalle fällt, wird von ihnen reflektiert. Da diese Kristalle viele Oberflächen haben, die in alle möglichen Richtungen orientiert sind, wird das Sonnenlicht ebenfalls in viele verschiedene Richtungen reflektiert. Zwischen den Schneekristallen befindet sich Luft. An den Grenzflächen zwischen dem Eis und der Luft wird Licht abgelenkt, diesen Vorgang nennt man Lichtbrechung. Sowohl das Spiegeln als auch das Lichtbrechen bewirken, dass Schnee auf uns einen diffusen, milchigen Eindruck macht.
Wird das ganze einfallende Lichtspektrum reflektiert, erscheint der Gegenstand weiss. Werden hingegen alle Lichtstrahlen verschluckt, sieht er schwarz aus.
Obwohl im Winter die Sonne niedriger steht als im Sommer, reflektiert eine Schneedecke ihre Strahlen viel mehr, als das jede andere Oberfläche vermag.