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Seit den 1940er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden Abfälle wie Hauskehricht, Kadaver, Altöl, Industrieabfälle und pharmazeutische Abfälle im ehemaligen Steinbruch Maienbühl deponiert. Aufzeichnungen über Inhalte der abgeladenen Fässer wurden keine erstellt. Der Zustand der Fässer ist unbekannt. Regen löste über Jahrzehnte diverse Stoffe aus und spülte sie ins Sickerwasser. Umfangreiche Untersuchungen auf Grundlage der Altlasten-Gesetzgebung zwischen 2003 und 2007 ergaben, dass aus der Deponie Schadstoffe über die mit einer Grundwasserschutzzone belegte hintere Auquelle ausgetragen werden.
Die Quelle speist das Naturreservat Autal, ein Amphibienschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Das Wasser fliesst abwärts in Richtung Lange Erlen, wo das Grundwasser angereichert wird, das der Trinkwasserversorgung des Kantons dient.
Die Fassung der Quelle ist in die Jahre gekommen und defekt. Dies veranlasste den Gemeinderat, die Quelle aus der Notwasserversorgung Riehens herauszulösen und damit die Auszonung aus dem Grundwasserschutzgebiet zu veranlassen. Der Ball liegt nun beim Amt für Umwelt und Energie AUE.
Als Begründung für diesen Schritt wurde angegeben dass die 30-50 Liter Wasser, die pro Minute aus der Quelle sprudeln, zu gering sei und keine Bedeutung für die Notwasserversorgung von Riehen habe. Dies im Zeitalter von Klimaerwärmung und zunehmender globaler Wasserknappheit!
Die Gemeinde Riehen hat 2014 zu Recht gegen die Einkapselung der Kesslergrube in Grenzach Wyhlen Widerspruch eingelegt. Dies u.a. mit der Begründung, dass für die Deponie eine nachhaltige Lösung gefunden werden müsse und der Dreck vergangener Generationen nicht den zukünftigen Generationen hinterlassen werden solle. Im Weiteren sei eine Gefährdung des Basler Trinkwassers durch die im Deponiekörper befindlichen Stoffe langfristig nicht auszuschliessen.
Wenn die Gemeinde diese beiden Argumente für die mehrere Kilometer entfernte Kesslergrube anführt, müssten sie umso stärker auch für eine Sanierung der im Trinkwassereinzugsgebiet von Riehen liegenden Deponien Maienbühl und Mönden gelten.
Am 22. September 2021 beantragte der Riehener Gemeinderat dem Einwohnerrat die Motion Paul Spring und Kons. betreffend Maienbühl und Reservat Autal nicht zu überweisen. Der Einwohnerrat folgte dem Antrag mit Stichentscheid des Präsidenten des Einwohnerrats.
Aus den Augen – aus dem Sinn. Untersuchungen und die Wiederaufnahme von Messungen der Schadstoffbelastungen im Gebiet der Deponie und im abfliessenden Quellwasser wurden damit verhindert.
Das Initiativkomitee bildete sich aus den Parteien SP, EVP, Grüne, glp und Basta sowie den Umweltverbänden GREENPEACE, pro natura, Ökostadt Basel, WWF und Riehener Politikern und Politikerinnen.
Die Initiative verlangt die risiko- und verursachergerechte Sanierung der mit Giftstoffen belasteten Deponien innerhalb von zehn Jahren.
Wir laden in Riehen wohnhafte Stimmberechtigte ein, unsere Initiative zu unterschreiben und selber im nahen Umfeld Unterschriften zu sammeln.
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Die Initiative wird unterstützt von: