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Carl Larssons gesammeltes Glück - die Bücher, die er mit eigenen Texten und Bildern selbst herausgegeben hat - ist in Deutschland seit Jahrzehnten verbreitet. Während andere Künstler ihre Ängste in Angstbildern bannten, lebte der schwedische Maler Carl Larsson (1853 - 1919) mit seinen Problemen, indem er eine Gegenwelt schuf und sich und seinem Publikum die schönen Momente seines Lebens ausmalte. Mit seinen Memoiren "Ich, Carl Larsson" - die erst zwölf Jahre nach seinem Tod, 1931, veröffentlicht wurde - überraschte Larsson eine Öffentlichkeit, die in ihm nur den Maler des Glücks zu sehen vermochte: Hier zeigt er neben anderem auch seine Schattenseiten.
Ebenso überraschend wie Larssons Text dürfte für viele Leser auch der Bildteil des Buches sein. Fast alle Bilder wurden in Deutschland hier erstmals gezeigt, viele überhaupt erstmals reproduziert. In chronologischer Folge wird eine Fülle von Selbstbildnissen begleitet von zahlreichen Entwürfen, Studien und Skizzen zu seinen Hauptauftragsarbeiten und von charakteristischen Werken aus allen seinen Schaffensperioden und Schaffensbereichen. Das Bildprogramm dieses Buches ergänzt damit die bekannten Larsson-Bücher.
In 231 Anmerkungen werden Namen und Begriffe erklärt, die dem heutigen und besonders dem nicht-schwedischen Leser unbekannt sind. Ein Namenregister erleichtert eine systematische Suche in den ansonsten oft sprunghaften Memoiren. Wie schon die Texte seiner übrigen Bücher erlauben auch diese Erinnerungen dem Leser, der feinen Ironie und Selbstironie, ja mitunter Trauer nachzuspüren, mit welcher der Erfolgsmaler Larsson sich und seiner Zeit gegenüber stand.