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Der US-amerikanische Musiker Jimi Hendrix verstarb am 18. September 1970 in London. Er war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gitarristen und beeinflusste die Rockmusik nachhaltig. Aaron Lefkovitz fasst es so zusammen:
One of the greatest rockers the world has ever known, Hendrix was a perfectionist, a flamboyant, brilliant composer whose imaginative sound effects were limited only by equipment. An African-American artist under pressure from radical black groups because his audience was predominantly white, Hendrix was a dedicated guitarist overwhelmed by his lifestyle. His drug abuse and early death from a probable barbiturate overdose overshadow his formidable popular musical legacy (Lefkovitz, S. 142).
Heinz Baumann, Wolfgang Lindroos: Jimi Hendrix Experience am Monsterkonzert im Hallenstadion Zürich, 31.05.1968 (Com_L17-0330-309A)
Am 31. Mai 1968 gastierte Hendrix mit seiner Band Jimi Hendrix Experience am Monsterkonzert im Hallenstadion Zürich. Mit dabei waren unter anderem Eric Burdon & The New Animals und John Mayall’s Bluesbreakers. Hendrix war laut Marcel Aebi der eigentliche Star des Konzerts. Am 30. Mai unbemerkt schon am Morgen aus New York eingeflogen, lag er längst in seinem Bett im Hotelzimmer, als die anderen rund 40 junge Männer, auffallend bunt, mit Schlapphüten, wunderlichen Haartrachten, Klunkern und Tüchern am Flughafen Zürich Kloten eintrafen.
Weiter schreibt Marcel Aebi auf seiner Webseite:
Die hässliche, mit Werbeplakaten verhängte Bühne wurde zum magischen Raumschiff. Die Gruppe spielte von Beginn weg sehr laut. Die Verstärker pfiffen, krachten, die Lautsprecher schienen zu bersten. Aber der elektrische Lärm fügte sich auf wundersame Weise ins Heulen der Gitarre, ins dröhnende Blubbern des Basses und ins Stampfen des Schlagzeuges. Hendrix beherrschte wie kein zweiter die Kunst, elektroakustische Effekte in sein Gitarrenspiel zu integrieren und mit ihnen Töne zu erzeugen, die man nie zuvor gehört hatte und die erregend und irritierend waren.
Das Konzert kam beim Publikum offenbar nicht besonders gut an, aber …
… insgesamt herrschte Zufriedenheit bei den 5000 meist jugendlichen Zuschauern, als das Konzert nach Mitternacht zu Ende ging. Für elf Franken waren sie zu Besuch in der grossen Welt, in einer Welt nach ihrem Gusto. Die Bands inszenierten ein Leben, das in ihrem Alltag nicht möglich war, aber ihren Sehnsüchten entsprach. […] Die Musiker kehrten ins Hotel zurück. Hendrix nahm sich eine Begleiterin aufs Zimmer. Dem Portier entging dies nicht. Er informierte die Polizei, welche den Star aus dem Bett holte und seine Besucherin abführte. […] Jetzt erst konnte Zürich ruhig schlafen gehen. Es war sauber geblieben (Marcel Aebi).
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