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Drei-Seen-Region
Mit fünf Kantonen, drei Seen und zwei Sprachen ist die Drei-Seen-Region eine überaus vielfältige Weinbauregion. Diese Vielfalt finden wir auch in den hier produzierten Weinen wieder. Bekömmliche Chasselas-Weine sowie der Rosé-Wein Œil-de-Perdrix prägen den Ruf der Region.
Geschichte
Die erste Erwähnung des Weinbaus in der Drei-Seen-Region stammt von der Abtei Bevaix, die schon im Jahre 998 die Erlaubnis zum Anbau eines Weinbergs bekommen haben soll. Die wechselnden Herrschaftsverhältnisse – vom Königreich Burgund zu deutschen Adelshäusern – bis zum Beitritt zur Eidgenossenschaft – prägten auch den Weinbau. Die grösste Ausdehnung hatte der Rebbau wohl im 17. Jahrhundert in der Zeit des Dreissigjährigen Krieges. Eigenständige Weine sind der roséfarbene Œil-de-Perdrix (zu Deutsch: «Rebhuhnauge») sowie der seit den 70er-Jahren kurz nach der Ernte unfiltriert abgefüllte Chasselas, der als «Non filtré» bekannt ist.
Geografie
Die Rebberge in der Drei-Seen-Region erstrecken sich über 50 Kilometer entlang dem westlichen Ufer des Bielersees. Die Hanglagen mit den überaus kalkhaltigen Juraböden eignen sich vorzüglich für den Weinbau. Eine Besonderheit sind die Rebberge von Vully, die sich zwischen dem Neuenburger- und dem Murtensee befinden.
Klima
Die Rebberge profitieren vom milden Seeklima mit rund 1'900 Sonnenstunden pro Jahr und durchschnittlichen Niederschlägen von rund 1'000 Millimetern pro Quadratmeter und Jahr.
Weine
Die Hauptrolle spielen die filigranen Chasselas-Weine, aber in den kalkbetonten Hanglagen reifen auch erstklassige und lagerfähige Pinots noirs. Eigenständige Weine sind der Non Filtré (Chasselas) und der Œil de Perdrix, ein aus der Pinot-noir-Traube gekelterter Rosé.
Rebsorten
Chasselas, Pinot noir, Chardonnay, Pinot gris, Sauvignon blanc.
Rebfläche
Rund 1'000 Hektar, davon 595 Hektar im Kanton Neuenburg und 223 Hektar am Bielersee.
Karte
Ausgewählte Anbaugebiete
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