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Telemark-Skifahren ist eine Allround-Multiski-Sportart mit Telemarkschwüngen, Skatingstrecken und Sprüngen. Die Athletin oder der Athlet kniet beim Fahren auf dem bergseitigen Ski, indem sie oder er die Ferse des hinteren Fusses hochhebt und den Talski nach vorne schiebt.
Es gibt drei Telemark-Disziplinen: Classic, Sprint Classic und Parallel Sprint. Die internationalen Wettkämpfe im Telemarksport werden vom Internationalen Skiverband FIS reglementiert und veranstaltet.
Beim Telemark Classic handelt es sich um die intensivste Disziplin des Telemark-Rennsports. Das Rennen wird in nur einem Lauf ausgetragen und ist in verschiedene Pistenabschnitte gegliedert: Nach dem Start werden vorerst zwischen zehn und 15 Riesenslalomtore gefahren. Anschliessend folgt üblicherweise die erste 360°-Steilwandkurve, um der Rennfahrerin oder dem Rennfahrer die Geschwindigkeit für den nächsten Abschnitt – die Skating-Strecke – zu nehmen. Die Telemark-Rennfahrerin oder der Telemark-Rennfahrer begibt sich nun auf die Skating-Strecke, welche sie oder er in der vom Langlaufsport her bekannten Skatingtechnik absolviert. Nach der Skating-Strecke werden wieder mehrere Riesenslalomtore gefahren bis zur Sprungschanze. Die Telemarkfahrerin oder der Telemarkfahrer muss eine Mindestweite springen, ansonsten werden ihr oder ihm Strafsekunden auferlegt. Nach dem Sprung folgen weitere Riesenslalomtore und eine weitere 360°-Steilwandkurve mit anschliessender Skating-Strecke und Zieleinlauf.
Eine Telemark-Rennfahrerin oder ein Telemark-Rennfahrer ist auf einer solchen Strecke zwischen zwei bis vier Minuten unterwegs. Dabei ist zu beachten, dass die Fahrerin oder der Fahrer in den Toren immer im Telemarkschritt bleiben muss – ansonsten wird ihr oder ihm von den Torrichter:innen eine Strafsekunde auferlegt.
Die Telemark-Disziplin Sprint Classic ist ebenso aufgebaut wie ein Classic-Rennen, jedoch sind die Strecke und somit die Laufzeit kürzer, dafür absolviert die Rennläuferin oder der Rennläufer zwei Läufe.
Je zwei Fahrerinnen oder zwei Fahrer starten gleichzeitig auf parallelen Strecken. Wie bei den anderen Disziplinen Sprint und Classic erwarten die Fahrerinnen oder Fahrer auch hier Riesenslalomtore, ein Sprung, eine 360°-Steilwandkurve und eine Skating-Strecke. Die Selektionen erfolgen durch das K.O.-System, welches einen direkten Vergleich sowohl für die Athletinnen oder Athleten als auch für die Zuschauenden ermöglicht.