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Rio de Janeiro ist dabei, sich in eine grüne Stadt zu verwandeln. Mit einem vor 33 Jahren ins Leben gerufenen Pionierprogramm sind in der Cidade Maravilhosa zehn Millionen Bäume des Atlantischen Regenwaldes gepflanzt worden. Dort, wo noch vor wenigen Jahren Öde war, sorgen jetzt Wälder für ein erfrischendes Grün.
War der Morro Dois Irmãos 1994 noch kahl, verschwindet er jetzt unter Baumkronen. Die Anhöhen Sumaré und der Morro do Urubu sind weitere Beispiele. Insgesamt 3.400 Hektar Wald sind gepflanzt worden.
Begonnen hat das Programm 1986. Mit ihm sollten degradierte Flächen wieder aufgeforstet werden. Ziele sind unter anderem der Schutz des Bodens, der Quellen und ebenso die Verbesserung des Stadtklimas.
Verringert werden mit der Bewaldung ebenso Überschwemmungen durch die starken tropischen Niederschläge, da der Waldboden wie ein Schwamm reagiert sowie Erdrutsche, wie Carlos Pereira Lourenço vom städtischen Umweltamt konstatiert. Eingebunden sind in das Projekt zudem Familien mit geringem Einkommen.
Eine Besonderheit ist aber auch, dass das Programm die Ergebnisse verschiedene Kommunalregierungen überdauert hat. Das ist in Brasilien eher eine Ausnahme, da neugebildete Stadträte und Bürgermeister in der Regel Projekte ihrer Vorgänger nur selten fortführen.
Mittlerweile hat das Wiederaufforstungsprogramm weite Kreise gezogen. Gegründet wurden eigene Baumschulen, in denen 300 verschiedene Baum- und Sträucherarten des Atlantischen Regenwaldes für das Projekt aufgezogen werden.
Finanziert wird es zum Teil über Ausgleichszahlungen von Unternehmen. Firmen erhalten aber auch Steuererleichterungen, wenn sie sich an dem Programm beteiligen und beispielsweise Pflanzen für die Wiederaufforstung in anderen Baumschulen kaufen.