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Jede Person, die in der Familie oder in Ausübung ihres Berufs (Krippe, Schule, Freizeitzentrum usw.) oder in ihrer Freizeit (Sportverein usw.) mit Kindern zu tun hat, kann Verdacht auf Kindsmisshandlung schöpfen. In solchen Fällen muss schnellstens abgeklärt werden, woher die Misshandlungssymptome stammen, und für ein angemessenes Einschreiten Rat und Beistand gesucht werden.
Ein misshandeltes Kind kann sichtbare Zeichen dieser Misshandlung tragen: blaue Flecken, Striemen von Schlägen oder Fesseln, Verbrennungen usw. Es kann auch seltsame Verhaltensweisen an den Tag legen: Neigung zu Unfällen, grosse Ängstlichkeit, Appetit- oder Schlafstörungen, Sprachstörungen, wiederholte Bauchschmerzen, Rückzugsverhalten, für sein Alter unangemessenes Sexualverhalten, Depression usw. Das affektive und psychische Gleichgewicht des misshandelten Kindes ist gefährdet.
Man unterscheidet zwischen vier Formen von Kindsmisshandlung:
körperliche Misshandlung: Schläge, Verletzungen, Schütteln, Verbrennungen, Vergiftung usw.;
Psychische/seelische Misshandlung: wiederholte Handlungen, die das Kind in Schrecken versetzen, demütigen, verletzen, überfordern;
Vernachlässigung: dem Kind wird nicht die nötige Zuwendung oder Aufmerksamkeit geschenkt, die für sein Überleben und seine Entfaltung nötig ist (Pflege, Ernährung, Beaufsichtigung, Liebe, Schutz usw.);
Beeinträchtigung der sexuellen Integrität.
Aktualisierung 30.11.2015