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Abtretung
Ein Gläubiger kann eine Forderung an eine andere natürliche oder juristische Person abtreten. Bei einer Abtretung (Zession) kommt ein Vertrag zustande, der formfrei geschlossen werden kann (Abtretungsvertrag). Der neue Gläubiger wird auch „Zessionar“ genannt, der bisherige Gläubiger „Zedent“. Der Zedent überträgt das Recht aus einer offenen Forderung seines Schuldners an den Zessionar.
Folgende Forderungen dürfen nicht abgetreten werden:
• Höchstpersönliche Ansprüche wie Anspruch auf Urlaub und Rentenzahlung
• Forderungen, die nicht pfändbar sind
• Forderungen, die laut Gesetz bzw. in Absprache mit dem Schuldner nicht abgetreten werden dürfen
Von der Abtretung zu unterscheiden ist eine Legalzession (cessio legis). Hierunter versteht man einen zwingenden Forderungsübergang, der nicht aufgrund einer Abtretung, sondern kraft Gesetzes vorgeschrieben wird. Als Beispiel kann die Haftpflichtversicherung genannt werden, die für einen Schädiger haftet. Mit der Haftungsübernahme erwirbt die Versicherung die Forderung des Geschädigten gegen den Schädiger.