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Die Beurteilung gesundheitlicher Risiken für den Menschen ist eine der Hauptaufgaben des BLV. Dazu prüft das BLV Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände nach international anerkannten Methoden auf ihre Sicherheit und schätzt gesundheitliche Risiken aufgrund einer unausgewogenen, einseitigen Ernährung ab.
Beurteilung der Lebensmittelsicherheit
Ein Lebensmittel kann aufgrund seiner Beschaffenheit für die menschliche Gesundheit schädlich sein, weil es biologische (Viren, Bakterien oder Parasiten), chemische (Pestizidrückstände, natürliche Giftstoffe, Schwermetalle) oder physikalische (Scherben) Gefahren birgt. Die Risikobewertung ermittelt die Wahrscheinlichkeit dieser unerwünschten Wirkungen und schafft damit eine Grundlage für angemessene Massnahmen zum Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten. Die wissenschaftliche Risikobewertung ist eine der drei Phasen der Risikoanalyse (Bewertung, Management und Kommunikation), die von der FAO und der WHO international geregelt und anerkannt ist. So wird im Rahmen der Risikobewertung die vorgefundene Menge einer Substanz (z. B. Pestizide, Zusatzstoffe), mit denen Konsumentinnen und Konsumenten in Kontakt kommen, mit den toxikologischen Referenzwerten verglichen, bei denen das Gesundheitsrisiko vernachlässigbar wird. Die Risikobewertung führt zu konkreten Massnahmen (Risikomanagement): Maximalwerte werden gesetzlich festgelegt, die Verwendung von bestimmten Produkten wird verboten und so weiter. Die Umsetzung der verfügten Massnahmen wird schliesslich durch die kantonalen Behörden kontrolliert.
Beurteilung des Ernährungsverhaltens
Mit der Nationalen Ernährungserhebung menuCH werden für die Schweizer Bevölkerung repräsentative Daten zum Lebensmittelverzehr, zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten sowie zu anthropometrischen Grössen (Körpergrösse, Körpergewicht, Taillen- und Hüftumfang) erhoben. Diese Daten ermöglichen eine Gefahrenabschätzung ausgehend von gesundheitsgefährdenden Stoffen sowie Aussagen über die Energie- und Nährstoffversorgung der Bevölkerung in der Schweiz. Die Daten werden auch dazu genutzt, Strategien für ein gesundes und sicheres Lebensmittelangebot zu entwickeln, sowie gezielt Massnahmen zu planen, umzusetzen oder bereits bestehende, wie zum Beispiel das Nationale Programm „Ernährung und Bewegung“ zu evaluieren und anzupassen.
Die Studie menuCH wurde von Januar 2014 bis Februar 2015 mit 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der ganzen Schweiz, nach international anerkannten Methoden, durchgeführt.
Letzte Änderung 06.06.2017