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LID. EU-Handelskommissar Pascal Lamy setzt immer noch hängigen Streit um das Importverbot für hormonbehandeltes Rindfleisch auf eine Verhandlungslösung zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA. Man bemühe sich um eine bilaterale Lösung mit den Amerikanern, sagte Lamy am 13. August. Dies teilte der Informationsdienst Agra-Europe mit. Die gesetzlichen Bestimmungen über hormonbehandelte Produkte würden derzeit geändert, deshalb sei eine Einigung mit den Amerikanern durchaus denkbar. Lamy stellte klar, dass die Amerikaner Voraussetzungen schaffen müssten, die der Kommission Überprüfungen ermöglichten, ob das dann importierte Fleisch den EU-Normen entspreche. Auslöser für den seit mehr als zwei Jahren schwelenden Handelsstreit mit den USA war das Einfuhrverbot der EU für hormonbehandeltes Rindfleisch. Im Gegenzug hatten die Vereinigten Staaten im Juli 1999 auf etwa 60 Produkte aus der Gemeinschaft Strafzölle von 100 Prozent verhängt. Seit längerem bemüht sich die EU, die Amerikaner zu einer Einigung im Handelsstreit zu bewegen, wobei eine Quote hormonfreier Rindfleischimporte aus den USA mit niedrigen Zöllen belegt oder zollfrei gestellt werden könnten.
Mediendienst Nr. 2530 vom 23. August 2001