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Emotionen bewältigen lernen
Die Panikattacken, Stress, Wut, Zorn, Traurigkeit, die du fühlst, sind nicht da, um dich zu ärgern. Sie sind da, um dich zu führen und hervorzuheben, dass etwas für dich nicht mehr gut ist oder dass eine Verletzung aus der Vergangenheit geheilt werden muss.
Weisst du, wie deine Emotionen entstehen?
Emotionen sind körperliche Reaktionen auf das, was wir denken.
Ein Ereignis geschieht (etwas, das man objektiv beschreiben kann), und man denkt darüber nach (man hat ein rationales Gehirn) und hat sich damals für ein bestimmtes Verhalten entschieden, eine Reaktion (ich sage nichts, ich fliehe, ich kämpfe, ich schreie….) und so entstehen Emotionen. Diese Erfahrung muss kein großer Schock oder Trauma sein.
Unser Gehirn wird diese Reaktion in unserem Unterbewusstsein speichern und in ähnlichen Situationen einsetzen, denn diese Reaktion hat uns geholfen zu überleben (wir sind nicht tot), egal ob diese Reaktion uns glücklich macht oder nicht. Dies ist umso stärker, wenn wir diese Erfahrung als Kleinkinder haben, weil das rationale Gehirn noch nicht dominant ist.
Danach kann eine zweite Reaktion namens Meta-Emotion erfolgen, bei der wir uns, grob gesagt, nach der Emotion beurteilen, die wir gerade hatten (wir wurden wütend und haben Schuldgefühle…. wir waren besorgt wegen der SMS und schämen uns im Nachhinein dafür).
Emotionen sind eine Reaktion unseres Körpers und das erklärt auch, warum wir sie mit körperlichen Dingen kompensieren (Essen, Trinken, übermässiger Sport…).
Emotionen funktionieren auch in Schichten (man ist traurig und wird danach verbittert) und der Emotion können mehrere Glaubenssätze zugrunde liegen
Wie kann man mit seinen Emotionen umgehen?
Viel lieber als über Management von Emotionen (was für mich zu viel Kontrolle bedeutet) spreche ich über Stabilität, emotionale Gelassenheit, das heisst, du wirst weiterhin negative Emotionen erleben, diese werden aber weniger stark sein und sich schneller legen.
Wie erreichen wir also diese emotionale Stabilität?
Deine emotionale Stabilität ist wie eine Badewanne.
Stelle dir eine Badewanne mit einem Wasserhahn vor, aus dem immer Wasser tropft. Das Wasser tropft und die Badewanne füllt sich unaufhörlich; egal wie oft man sie entleert, der Wasserstand scheint unverändert, weil die Wanne sich immer wieder füllt. Diese Badewanne ist deine Gegenwart, der Wasserhahn ist deine Vergangenheit und das Badewasser repräsentiert deine negativen Emotionen.
Selbst wenn du gute Techniken wie Yoga oder Meditation praktizierst, um dich von negativen Emotionen zu „befreien“, wird sie wieder überlaufen, wenn du deine Vergangenheit nicht heilst, weil du wieder von bestimmten Lebensumständen betroffen sein wirst, die deiner Vergangenheit ähnlich sind. Wenn deine Umgebung zusätzlich zu deinem eigenen Wasserhahn Wasser in deine emotionale Badewanne giesst, ist ganz verständlich, dass deine Reaktionen extremer sein werden. Weil deine Badewanne bereits voll ist.
Es ist wichtig auf die 3 Quellen zu arbeiten, die deine inneren Unruhen verursachen:
- Dreh den Wasserhahn zu, indem du die grossen Wunden deiner Vergangenheit heilst, die deine Badewanne immer wieder füllen.
- Lerne, deine Badewanne zu entleeren, indem du deinen inneren Dialog änderst und dein Unterstützungsteam für eine bessere emotionale Stabilität definierst.
- Vermeide es, die Badewanne selbst aufzufüllen, indem du emotional unabhängig wirst, lernst mit anderen zu kommunizieren und deine Bedürfnisse und Grenzen respektieren zu lassen.Jetzt verstehst du, warum es wichtig ist, an deiner Vergangenheit zu arbeiten.
Solange du noch nicht an deiner Vergangenheit gearbeitet hast, habe ich hier ein einfaches Achtsamkeitstool für dich, um deine Emotionen zu beruhigen (die SBNRR):
- Stop (Stopp). Wenn Emotionen eintreffen, sage innerlich das Wort „Stopp“, damit dein Gehirn den Befehl zum Stoppen aufzeichnet.
- Breathe (Atmen). Finde die Verbindung zu deinem Körper indem du tief ein- und wieder ausatmest und dabei deine Hand auf deinen Bauch legst. Wenn die Emotion stark ist, kannst du eine Faust machen.
- Notice (Wahrnehmen). Achte darauf, wie du dich in deinem Körper fühlst: Empfindest du eine Anspannung, eine Verspannung in einem Muskel, eine schnellere Atmung, einen schnelleren Herzschlag oder Wärme? Wo spürst du das in deinem Körper?
- Reflect (Reflektieren). Stelle dir die folgenden Fragen: Was sind das für Emotionen, die du fühlst? Ist es eine Geschichte aus der Vergangenheit, die wiederbelebt wird?
- Response (Antwort). Was ist nun die beste Antwort (Wort, Haltung, Aktion) zum Wohle aller Beteiligten (einschliesslich dir selbst)?
Je öfter du die Übung wiederholst, desto mehr wirst du in der Lage sein, die Emotionen zu beruhigen und deine emotionale Gelassenheit zurückzugewinnen.
Über Sandy Kaufmann
Sandy Kaufmann ein zertifizierter Life Coach. Sie hilft Frauen, besser mit heftigen Emotionen umzugehen, indem sie ihnen hilft, ihre Vergangenheit zu heilen und emotional unabhängig zu sein. Das hat zur Folge, dass Sie mit sich selbst und in Beziehungen mit anderen glücklicher sind.
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