Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/1886

Das Wasser, das wir direkt zum Kochen, Baden, Toilettenspülen und generell im Haushalt verbrauchen, stammt normalerweise aus heimischen Wasserquellen.
Hingegen werden Nahrungsmittel und andere Güter häufig im Ausland produziert und dann importiert.
Versuchen Sie nur einmal, sich die internationalen Handelsströme als Flüsse virtuellen Wassers vorzustellen, die zwischen Ländern fliessen.
Handels- und Konsumstrukturen in einem Land können daher teilweise verantwortlich für die Erschöpfung lokaler Wasserquellen und die Wasserverschmutzung in einem völlig anderen Teil der Welt sein.
So z.B. fallen 70 Prozent des nationalen Wasser-Fussabdrucks Grossbritanniens ausserhalb des Landes an und beeinträchtigen so die Wasserbilanz anderer Länder.
Aus diesem Grund sollten wir darüber nachdenken, woher unsere Nahrungsmittel und andere Güter stammen und wie sie dort produziert werden.
Der Wasser-Fussabdruck eines Produkts kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem woher es stammt (klimatische Bedingungen) und wie es hergestellt wurde (Fertigungssystem und Technologien).
Die hier angegebenen Zahlen sind internationale Durchschnittswerte, die Sie unter www.waterfootprint.org nachlesen können.
Was kann ich tun?
Das Konzept des virtuellen Wassers kann Regierungen dazu bringen, ihre Wirtschafts-, Handels- und Umweltpolitik zu überdenken.
Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sowie Einzelpersonen können mit Hilfe dieses Begriffs ihre Kauf- und Konsumentscheidungen bewusster und verantwortlicher treffen.
Sie können damit beginnen, Ihren eigenen Wasser-Fussabdruck oder den Ihrer Gemeinde, Schule oder anderer Gemeinschaften, denen Sie angehören, zu berechnen, und dann nach Mitteln und Wegen suchen, wie sie ihn reduzieren können.
So können Sie z.B. wieder verwendbare Produkte kaufen, weniger Fleisch und Milchprodukte essen oder weniger verarbeitete Nahrungsmittel und Getränke kaufen.