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In strategisch wichtigen Themengebieten setzt die DEZA bei der Wirkungsanalyse von Programmen und Projekten auf Impakt-Evaluationen nach wissenschaftlichen Methoden.
Impakt-Evaluationen
Impakt-Evaluationen untersuchen die kausalen Zusammenhänge zwischen Intervention und Wirkung. Zu diesem Zweck wird eine Doppelstudie durchgeführt, ähnlich wie in der Medizin: Untersucht wird der Effekt eines Programmes auf eine Zielgruppe, die von einer Intervention begünstigt wurde. Zum Vergleich wird eine zweite Gruppe untersucht, die der ersten Gruppe ähnlich ist (regional, im selben Alter, mit den gleichen sozialen Voraussetzungen), die aber nicht vom Programm begünstigt wurde. Dadurch werden externe Faktoren, die den erhofften Effekt einer Intervention ebenfalls beeinflussen, identifiziert und in der Bewertung der Wirkung des Programms mitberücksichtigt.
Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden gezielt genutzt, um strategische Entscheidungen und Anpassungen zur Weiterführung eines Programms zu treffen oder um neue Programme zu entwickeln. Erkenntnisse können eventuell in andere Kontexte übertragen und Programmansätze zum Beispiel in Länder-Kooperationsstrategien aufgenommen werden.
So wird verhindert, dass ein Programm ausgeweitet wird, obwohl die beobachteten Effekte gar nicht (oder nur zu einem geringen Teil) der Intervention verschuldet sind.
Der Nutzen von Resultaten aus Impakt-Evaluationen ist darum unbestritten.
Die DEZA stärkt die Nutzung von Impakt-Evaluationen in der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit auf mehreren Ebenen:
Vermehrte Durchführung von Impakt-Evaluationen von DEZA-Projekten und -Programmen,
Nutzung der Erkenntnisse von durchgeführten Impakt-Evaluationen anderer Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit,
Förderung von Impakt-Evaluationen in Schweizer Nichtregierungsorganisationen (NGO).
Zur Förderung von Impakt-Evaluationen bei Schweizer NGO hat die DEZA gemeinsam mit dem Zentrum für Entwicklung und Zusammenarbeit der ETH Zürich (ETH NADEL) die «Impact Awards» ins Leben gerufen. Dabei wird alle zwei bis drei Jahre ein Wettbewerb zu Evaluations-Projekten ausgeschrieben. Die besten Eingaben werden in der Umsetzung kofinanziert und wissenschaftlich begleitet.