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Laut dem vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) erhobenen "Kiel Trade Indicator" stecken in der Nordsee vor den Häfen Deutschlands, Hollands und Belgiens derzeit knapp zwei Prozent der globalen Frachtkapazität fest. Die betroffenen Schiffe können laut IfW weder be- noch entladen werden. "In der deutschen Bucht warten etwa ein Dutzend grosse Containerschiffe mit einer Kapazität von insgesamt etwa 150'000 Standardcontainern auf das Anlaufen in Hamburg oder Bremerhaven. Vor den Häfen Rotterdam und Antwerpen ist die Lage noch dramatischer", teilte das IfW mit.
Auch vor dem Hafen von Shanghai und der angrenzenden Provinz Zheijang stauten sich seit Wochen Fracht- und Containerschiffe, wie diese Statista-Grafik zeigt. Grund für den Stau war der harte Lockdown, den die chinesische Regierung über die Stadt verhängt hat. Von diesem waren auch die Hafenmitarbeiter betroffen, weswegen der grösste Hafen der Welt derzeit mit deutlich weniger Personal auskommen musste. Bis vor kurzem litt die gesamte chinesische Wirtschaft unter teilweise drakonischen Corona-Beschränkungen. Nach deren Lockerungen geht es nun wieder aufwärts. Die Ausfuhren legten im Mai deutlich zu.
Fleetmon nutzt zur Darstellung des Verkehrsaufkommens die Automatic Identification Systems (AIS) Signale der Schiffe. Diese werden in der Schiffahrt zum Austausch von Navigationsdaten via Funk genutzt. Jedes Schiff über 20m muss ein AIS Signal ausstrahlen. Es sendet unter anderem Rufnamen, Schiffstyp, GPS-Position, Abmessungen und ähnliche Daten.