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Mit einer Laufzeit von 1:24:56 und einem Rückstand von nur 1:12 Minuten auf Simone Niggli holte sich die Zimmerberglerin im Gebiet Klausenpass-Gemsfairen in der Königsdisziplin Silber.
Auf der Liste mit den Namen von Läuferinnen, die Simone Niggli den Schweizer Meistertitel in der Königsdisziplin streitig machen könnten, erschien die Richterswilerin nicht. Darauf angesprochen meinte sie trocken: „Ich habe den Artikel auf der Website des OL-Verbandes nicht gesehen, aber ich weiss, dass ich bei Langdistanz-Rennen gut bin“. Gleichzeitig verwies die neue Vize-Schweizermeisterin auf ihre Erfolge über die Königsdistanz im vergangenen Jahr (3. Rang) und vor zwei Jahren, als sie als Newcomerin überraschend hinter Niggli Silber gewonnen hatte.
„Bereits den zweiten Posten erwischte ich nicht sauber. Es gelang mir aber, diesen Fehler mental wegzustecken und mich nach vorne zu orientieren“, beschrieb Gross die schwierige Startphase im alpinen Gelände oberhalb des Klausenpasses. „Rund eine Stunde lang konnte ich mich gut konzentrieren, doch dann hatte ich wie eine Scheibe vor dem Gesicht. Den fünfzehnten von 22 Posten, der in den Alpenrosenstauden versteckt war, suchte ich rund 1 ½ Minuten“. Tatsächlich lag die Zimmerberglerin beim vierzehnten Posten noch vierzig Sekunden vor Simone Niggli. „Im heiklen Schlussteil, der durch einen ruppigen, halboffenen Wald führte, musste ich mich richtig zwingen, genau auf die Karte zu schauen. Ich teilte die Strecke auf der Karte in Fünf-Millimeter-Abschnitte ein und kontrollierte immer wieder meinen Standort“. Diese Taktik bewährte sich, denn im Gegensatz zu vielen Konkurrentinnen verlor Gross bei den letzten Posten des anspruchsvollen Wettkampfes keine Zeit mehr und sicherte sich so souverän die Silbermedaille.