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Die Wildtierkorridore sind Teil der Ökologischen Infrastruktur. Sie dienen in erster Linie der Freihaltung der für die grossräumige Vernetzung wichtigen noch offenen Flächen zwischen den Siedlungen.
Mit der Aufnahme der Wildtierkorridore von nationaler und kantonaler Bedeutung in den kantonalen Richtplan hat sich der Kanton verpflichtet, die erforderlichen Massnahmen zugunsten der Durchgängigkeit der Wildtierkorridore zu ergreifen und dafür finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Ein erster Schritt zur Sicherung der Wildtierkorridore im Kanton Aargau war damit getan.
Die kantonalen Festlegungen sind eingebunden in eine gesamtschweizerische Strategie. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und des Bundesamt für Umwelt (BAFU) haben landesweit die zu sanierenden Wildtierkorridore bezeichnet sowie die Richtlinien für Querungshilfen an Nationalstrassen und das Vorgehen bei der Sanierung und der Erfolgskontrolle bestimmt.
Ein gesamtkantonales Sanierungskonzept hat das Ziel, ein störungsfreies "Wegnetz" für die Wildtiere quer durch den Kanton zu schaffen und zu sichern sowie die ökologisch wertvollen (Kern-)Lebensräume im Kanton zu erschliessen. Auf ein Mehrjahresprogramm wurde dabei bewusst verzichtet. Die Sanierung der Wildtierkorridore sollte einzelobjektweise erfolgen, in enger Zusammenarbeit mit den für die Realisierung wichtigen Akteuren und Fachstellen, wie zum Beispiel die Landwirte, der Tiefbau oder die Jagd.
In erster Priorität soll bis circa 2025 die Durchgängigkeit für Wildtiere auf zwei überregionalen Ausbreitungsachsen quer durch den Aargau, in Abstimmung mit den Nachbarkantonen und dem angrenzenden Ausland, wiederhergestellt werden: Eine Nord-Süd Achse vom Rhein zu den Voralpen und eine Ost-West Achse entlang der Höhenzüge des Jura. Darauf liegen die drei wichtigsten, auch gesamtschweizerisch bedeutenden Wildtierkorridore, AG 1 Möhlin-Wallbach-Zeiningen, AG 5 Böttstein-Villigen und AG 6 Suret.