Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03133.jsonl.gz/3398

Sanduhr,
eine der ältesten Arten von Uhren, [* 2] welche die verflossene Zeit durch ein bestimmtes Quantum feinen Sandes anzeigt, der innerhalb einer gewissen Frist aus einem Gefäß [* 3] durch eine enge Öffnung in ein andres läuft. Gewöhnlich besteht die S. aus zwei mit der Spitze zusammengefügten kegel- oder kelchförmigen Gläsern, welche durch eine enge Öffnung an der Stelle ihrer Zusammenfügung in Verbindung stehen, und deren eins meist mit so viel feinem Sand gefüllt ist, als innerhalb einer Stunde oder in längerer oder kürzerer Zeit durch die erwähnte Öffnung in das andre rieselt. Beide Gläser sind an ihren weiten Öffnungen verschlossen und gewöhnlich in einem ¶
mehr
Rahmen oder kleinen Gestell befestigt; ist der Sand ausgelaufen, so muß die Uhr
[* 5] umgedreht werden, so daß das gefüllte Glas
[* 6] wieder nach oben zu stehen kommt.
Sanduhren wurden noch im 17. Jahrh. von Rivaltus zu astronomischen
Beobachtungen benutzt, gegenwärtig dienen sie noch zum Loggen, bisweilen in Billardzimmern, in der Küche
zum Eierkochen und werden als Antiquität zuweilen auf alten Kanzeln gefunden, wo sie dem Prediger die Dauer seines Vortrags
bestimmen sollen. Im allgemeinen ist die S. ein Attribut der Zeit sowie des Todes, der als Gerippe eine solche entweder in der
Hand
[* 7] hält oder auf dem Kopf trägt.