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Einem spannenden Finale an der 107. Tour de France steht nichts im Weg: Auch bei der Corona-Testreihe am zweiten Ruhetag gab es keinen positiven Fall im Fahrerfeld. Dies teilte der Veranstalter ASO vor dem Start der 16. Etappe am Dienstag mit. Alle 156 im Rennen verbliebenen Fahrer konnten die dritte und letzte Tour-Woche somit in Angriff nehmen.
Christian Prudhomme, der Direktor der Rundfahrt, kehrte derweil nach einer Woche in Quarantäne in den Tour-Tross zurück. Wie die französische Sportzeitung «L’Equipe» berichtete, ist der 59-Jährige negativ auf das Coronavirus getestet worden und kann daher seine Arbeit wieder aufnehmen. Prudhomme war am ersten Ruhetag positiv getestet worden, Symptome zeigte er aber keine. Er musste daher eine Pause einlegen.
Der Schaffhauser Regierungsrat rechnet für das kommende Jahr mit roten Zahlen: Das Budget 2021 sieht ein Minus von knapp 10 Millionen Franken vor. Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise werden mit Reserven aus früheren Jahren gemildert.
Das Defizit von 9,9 Millionen Franken in der laufenden Rechnung entspreche 1,2 Prozent des Gesamtaufwandes, teilte der Schaffhauser Regierungsrat am Dienstag mit. Die Corona-Krise wirke sich 2021 erstmals aus, und das vor allem auf der Ertragsseite. Die genauen Auswirkungen der Krise seien jedoch schwierig zu prognostizieren.
Der Schaffhauser Regierungsrat will Reserven aus den Vorjahren auflösen, um den Finanzhaushalt zu stabilisieren. 2024 rechne man dann wieder mit einer roten Null. Eine Steuererhöhung werde voraussichtlich nicht nötig sein.
Der frühere bosnische Serben-Führer Momcilo Krajisnik ist am Dienstag im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Dies berichtete das örtliche Portal «nezavisne.com» unter Berufung auf das Universitätsklinikum in Banja Luka, wo Krajisnik zuletzt behandelt wurde.
Der verurteilte Kriegsverbrecher war während des Bosnien-Krieges (1992-1995) Parlamentspräsident des in Bosnien errichteten Separatstaates Serbische Republik (RS). Er war ein enger Vertrauter des damaligen RS-Präsidenten Radovan Karadzic, den das Haager Jugoslawien-Tribunal wegen Genozids und anderer Kriegsverbrechen 2019 zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilte. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Das Parlament will mit dem Covid-19-Gesetz per Notrecht beschlossene Finanzhilfen für diverse Branchen auf eine gesetzliche Basis stellen. In verschiedenen Details sind sich die Räte noch nicht einig, beispielsweise beim Erwerbsersatz für Selbstständige.
Der Nationalrat beriet die Vorlage am Dienstag zum zweiten Mal. Er hielt an seinem ursprünglichen Entscheid fest, den Anspruch auf Erwerbsausfallentschädigung für Selbstständigerwerbende sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung auszuweiten.
Geht es nach dem Ständerat, soll jemand keine Erwerbsausfallentschädigung erhalten, wenn er seine Tätigkeit wegen der Corona-Krise bloss «massgeblich einschränken» muss. Die kleine Kammer verlangt einen Unterbruch der Tätigkeit. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Der schwedische Modehändler Hennes & Mauritz (H&M) rechnet bereits für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal (bis Ende August) wieder mit schwarzen Zahlen im operativen Geschäft.
H&M verzeichnet im Sommer 2020 bereits wieder einen operativen Gewinn. (Bild: Keystone)
Nach vorläufigen Ergebnissen kommt der Konzern auf einen Vorsteuergewinn von rund 2 Milliarden Schwedischen Kronen (rund 200 Millionen Franken), wie er am Dienstag in Stockholm mitteilte. Insgesamt gelinge die Erholung in der Corona-Krise bei H&M besser als erwartet, hiess es. Weitere Informationen gibt es hier.
Die Arbeitslosigkeit in Grossbritannien ist im Juli wie erwartet angestiegen, insgesamt halten sich die Auswirkungen der Corona-Krise jedoch weiter in Grenzen. In den drei Monaten bis Juli erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 3,9 auf 4,1 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet.
Die Beschäftigung sank in den drei Monaten bis Juli deutlich schwächer als erwartet. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich um 12’000, während Analysten im Mittel einen Abbau von 125 000 Stellen erwartet hatten. Die Löhne stiegen im selben Zeitraum ohne Bonuszahlungen um 0,2 Prozent, mit Bonuszahlungen gingen sie dagegen zurück.
Die Genetik-Firma 23andMe sagt, dass das Risiko beim Coronavirus auch mit der Blutgruppe zusammenhänge. Forscher des Unternehmens hätten die Daten von einer Million Menschen untersucht – 15’000 davon gaben an, am Coronavirus gelitten zu haben – 1131 davon waren im Spital.
Spielt die Blutgruppe eine Rolle, wie sehr Menschen vom Coronavirus bedroht sind? Forscher haben einen Zusammenhang entdeckt: Dabei handle es sich aber um einen kleinen Faktor. (Bild: Keystone)
«Unsere Daten lassen vermuten, dass die Blutgruppe 0 im Gegensatz zu den anderen Blutgruppen eine schützende Funktion haben könnte», schreibt das Team. Wie CNN berichtet, wären die Ergebnisse noch nicht von weiteren Experten überprüft worden. Zudem räumten die Forscher ein, dass es sich um einen kleinen Faktor handeln würde. Gefährdeter so sehr am Coronavirus zu erkranken, dass sie ins Spital müssten, wären demnach beispielsweise Menschen mit Übergewicht.
Die Aufnahme von Migranten in einem provisorischen Zeltlager auf der griechischen Insel Lesbos kommt nur mühsam voran. Bis Dienstagmorgen sind nur rund 800 Menschen in das Camp Kara Tepe wenige Kilometer nördlich der Hauptortschaft der Insel Mytilini gegangen, wie der staatliche Rundfunk (ERT) unter Berufung auf das Migrationsministerium berichtete. 21 Migranten seien positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie seien isoliert worden.
Im ehemaligen Camp Moria, das am vergangenen Mittwoch bei einem Grossbrand zerstört worden war, hatten sich mehr als 12’000 Migranten gelebt.
Nachdem drei Coronavirus-Infektionen an der Grenze zu Myanmar entdeckt wurden, haben die chinesischen Behörden mit einem Lockdown einer ganzen Stadt an der Grenze reagiert. Dies berichtet NTV. Nach dem Nachweis der Ansteckungen in Ruili ordneten die Behörden einen Lockdown der Grenzstadt in der Provinz Yunnan sowie Massentests der Bevölkerung an.
Seit Montagabend darf niemand mehr in die Kleinstadt einreisen oder sie verlassen. Die Bewohner wurden zudem aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Abgesehen von Lebensmittelläden und Apotheken sind alle Geschäfte geschlossen. Jeder der mehr als 210’000 Einwohner in Ruili werde nun auf das neuartige Coronavirus getestet, wie die Behörden bekannt gaben. Da das Coronavirus aus Myanmar eingeschleppt worden sei, werde ausserdem verstärkt gegen illegale Einwanderer vorgegangen.
Die Schweizer Grosshandelspreise sind im August nach zwei Monaten mit steigender Tendenz gesunken. Dafür verantwortlich waren in erster Linie tiefere Preise für Produkte aus dem Chemie- und Pharmasektor.
Konkret sank der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) im Vergleich zum Juli um 0,4 Prozent auf den Stand von 97,9 Punkten, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte. Das Preisniveau ging sowohl bei den Importen mit 0,7 Prozent als auch bei den Produzenten mit 0,3 Prozent zurück. Alles zum Thema finden Sie hier.
— Statistik Schweiz (@StatSchweiz) September 15, 2020
Die Volkswirtschaft in der Asien-Pazifik-Region wird 2020 im Zuge der Corona-Pandemie erstmals seit 60 Jahren schrumpfen. Nach einem neuen Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) wird das gesamte Bruttoinlandprodukt (BIP) der Region voraussichtlich um 0,7 Prozent sinken.
Es handle sich um das erste negative Wirtschaftswachstum in der aufstrebenden Region seit Anfang der 1960er Jahre, so die Bank mit Sitz in Manila. Der asiatisch-pazifische Raum mit knapp 50 Ländern reicht von Aserbaidschan bis Vanuatu und umfasst Schwergewichte wie China, Indien und Australien. Drei Viertel der Staaten dürften nach ADB-Angaben in diesem Jahr ein negatives Wachstum melden.
«Die wirtschaftliche Bedrohung durch die Covid-19-Pandemie ist nach wie vor gross, da anhaltende erste Wellen oder wiederkehrende Ausbrüche weitere Eindämmungsmassnahmen auslösen könnten», sagte ADB-Chefökonom Yasuyuki Sawada am Dienstag.
Die Corona-Neuinfektionen steigen in der Schweiz sprunghaft an. Immer schwieriger wird es dadurch, Kontaktpersonen rechtzeitig ausfindig zu machen, wie der «Tagesanzeiger» berichtet. So würden Contact Tracer immer weiter an ihre Grenzen stossen.
Erst kürzlich gab es im Waadtland einen weiteren Fall, in dem eine Corona-Patientin tagelang auf ihren Befund warten musste. Die Behörden dürften mit der steigenden Zahl an Covid-Fällen weiter belastet werden – vor allem in Hinblick darauf, dass ab Oktober wieder Grossanlässe in der Schweiz erlaubt sind. Alles Hintergründe lesen Sie hier.
In China deuten aktuelle Konjunkturdaten auf eine weitere Erholung der Wirtschaft vom Corona-Schock zum Jahresanfang hin. Im August entwickelten sich sowohl die Industrieproduktion als auch der Detailhandelsumsatz sowie die Investitionen in Sachanlagen besser als erwartet.
Die Konjunktur in China erholt sich besser, als erwartet. (Bild: Keystone)
Die Produktion in der Industrie sei im August im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt am Dienstag in Peking mit. Dies ist der stärkste Anstieg in diesem Jahr. Von der Finanznachrichtenagentur Bloomberg befragte Ökonomen hatten zudem mit einem geringeren Plus gerechnet.
Der Detailhandelsumsatz legte im August im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent zu, nachdem er im Juli noch um 1,1 Prozent gefallen war. Es war das erste Mal seit dem Corona-Einbruch, dass der Umsatz im Einzelhandel zulegte. Experten hatten mit einer Stagnation gerechnet.
Die Corona-Krise hat der Helvetia das Halbjahresergebnis verhagelt. Unter dem Strich erlitt der Versicherer einen Reinverlust von 16,9 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte die Helvetia noch einen Gewinn von 289,7 Millionen Franken erzielt. Die Grössenordnung des Verlusts hatte das Unternehmen bereits Ende August in einer Gewinnwarnung angekündigt. Nun gab die Helvetia am Dienstag die genauen Zahlen bekannt. Neben der Corona-Krise belastete ein hoher Anlageverlust sowie ein Abschreiber auf ein Informatikprojekt die Rechnung. Alleine der Taucher an den Börsen im Frühjahr brockte der Helvetia einen Anlageverlust im tiefen dreistelligen Millionenbereich ein. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Alle Welt wartet auf den Corona-Impfstoff. Während Milliardär Bill Gates damit rechnet, dass bereits Anfang des kommenden Jahres mehrere Impfungen zur Verfügung stehen dürften, ernüchtern Prognosen aus Indien. So sagt Adar Poonawalla, CEO des Serum Institute of India der «Financial Times», dass Pharmazie-Unternehmen die Produktionskapazitäten nicht schnell genug entwickeln, um die ganze Weltbevölkerung vor 2024 zu impfen.
Frühstens 2024 wäre die ganze Weltbevölkerung gegen das Coronavirus geimpft. (Bild: Keystone)
«Es wird vier bis fünf Jahre dauern, bis jeder auf diesem Planeten die Impfung kriegt», wird Poonawalla zitiert. Er rechnet damit, dass die Covid-Impfung zwei Dosen benötigt – was bedeutet, dass die Welt 15 Milliarden Impfdosen brauchen würde. Das Serum Institut selber hat Kapazitäten, um zunächst eine Milliarde Dosen zu produzieren: Das Unternehmen ist der grösste Impfstoff-Produzent der Welt. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Microsoft-Gründer Bill Gates zahlreiche in den vergangenen Jahren erzielte Fortschritte bei der Bekämpfung von Armut und Krankheiten zunichte gemacht. «Die Pandemie hat den Fortschritt angehalten und uns zurückgedrängt», sagte der 64-Jährige bei einer telefonischen Pressekonferenz anlässlich der Veröffentlichung des «Goalkeepers»-Berichts am Dienstag, 15. September.
Der seit 2017 jährlich veröffentlichte Report bilanziert den bislang erreichten weltweiten Fortschritt beim Kampf gegen Armut und Krankheiten und prognostiziert, wie es weitergehen könnte.
Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, sei seit Beginn der Pandemie beispielsweise um sieben Prozent gestiegen, heisst es in dem Bericht. Die weltweite Impf-Abdeckung von Menschen sei auf das Niveau der 90er Jahre zurückgefallen – und habe damit «die Welt in 25 Wochen um 25 Jahre zurückversetzt». Ausserdem verstärkten die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bestehende Ungleichheiten, da Frauen und Minderheiten sowie Menschen, die in extrem armen Verhältnissen leben, deutlich stärker betroffen seien. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Der nicht erst in der Corona-Pandemie zum Feindbild von Verschwörungstheoretikern avancierte Microsoft-Gründer Bill Gates ist tief besorgt über die Verbreitung von Desinformation und Lügen im Internet.
«Diese verrückten Ideen verbreiten sich irgendwie schneller in den sozialen Medien als die Wahrheit. Ich bin überrascht, dass mein Name in diesen Verschwörungstheorien auftaucht», sagte Bill Gates am Montag bei «Bild Live». «Ich finde, dass es irgendwie ironisch ist, dass ich anmahnte, auf diese Pandemie vorbereitet zu sein – und jetzt gibt es Leute, die sagen, ich sei dafür verantwortlich.»
Der Multimilliardär appellierte an die Vernunft der Menschen: «Wir befinden uns inmitten einer Pandemie, und es ist wichtiger als je zuvor, sich mit den Tatsachen und der Wahrheit auseinanderzusetzen». Alles zum Thema lesen Sie hier.
Bill Gates gab «Bild Live» ein Interview zur aktuellen Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)
Microsoft-Gründer Bill Gates erwartet, dass bereits Anfang des kommenden Jahres mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen.
Er rechne damit, dass mit etwas Glück im ersten Quartal drei oder sogar vier Impfstoffe zugelassen werden, sagte Gates der Internetsendung «Bild live» in einem am Dienstag, 15. September 2020, veröffentlichten Interview. Die Herausforderung werde dann aber sein, die Mittel in Massen herzustellen, betonte der US-Multimilliardär, dessen Stiftung die Entwicklung und Verbreitung von Impfstoffen fördert.
Um die Corona-Impfstoffe weltweit sieben Milliarden Menschen zur Verfügung zu stellen, würden fast 14 Milliarden Dosen gebraucht: «Das wurde zuvor noch nie gemacht». Es handle sich um eine Notfallmassnahme, die ganz neue Strategien erfordere. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Trotz der ständigen Kritik des Weissen Hauses an der chinesischen Corona-Politik haben die USA ihre strikte Reisewarnung für die Volksrepublik gelockert. Die Bedingungen in China hätten sich verbessert, erklärte das Aussenministerium am Montag in Washington. US-Bürger sollten zwar immer noch genau überlegen, ob sie nach China reisen wollten. Die bisherige strikte Reisewarnung gelte aber nicht mehr.
Die Lockerung der US-Reisehinweise erfolgte ein Woche, nachdem China offiziell den «Sieg» über das Coronavirus verkündet hatte. In der chinesischen Millionenstadt Wuhan war das neuartige Coronavirus Ende des vergangenen Jahres erstmals aufgetreten.
US-Präsident Donald Trump wirft der Führung in Peking regelmässig vor, sie habe den Ausbruch vertuscht und sei deshalb für die verheerenden weltweiten Auswirkungen der Pandemie mitverantwortlich.
Die Pariser Kunstmesse FIAC fällt wegen der Corona-Krise aus. Wie der Veranstalter am späten Montagabend mitteilte, wurde die eigentlich vom 22. bis zum 25. Oktober im Ausstellungsgebäude Grand Palais unweit der Prachtstrasse Champs-Élysées geplante Veranstaltung abgesagt. Die 47. FIAC-Messe sei nun vom 21. bis zum 24. Oktober kommenden Jahres in der französischen Hauptstadt geplant.
Noch im vergangenen Jahr hatte die FIAC mit rund 200 Galeristen ihre Türen geöffnet. Unter den Ausstellern befanden sich die wichtigsten Namen der Branche wie Gagosian, Thaddaeus Ropac, Hauser & Wirth und David Zwirner. Die FIAC (Foire international d’art contemporain) gehört neben der Art Basel und der Frieze in London zu den wichtigsten Messen der Branche.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben einen Corona-Impfstoff zur eingeschränkten Notfallverwendung freigegeben. Der Impfstoff werde vorerst «für diejenigen zur Verfügung stehen, die am meisten mit Covid-19-Patienten zu tun haben»,, sagte Gesundheitsminister Abdul Rahman Mohammed Al-Owais am Montag. Sie seien durch ihre Arbeit am stärksten gefährdet, sich mit dem Virus zu infizieren.
«Die Notfallverwendung des Impfstoffs entspricht voll und ganz den Vorschriften und Gesetzen, die eine schnellere Überprüfung der Genehmigungsverfahren ermöglichen», fügte der Minister hinzu.
Die VAE führen seit Mitte Juli klinische Versuche der Phase III für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm durch. Die dritte Phase ist die letzte, bevor die Herstellung des Impfstoffes genehmigt wird. Al-Owais sagte, die Endphase der in den VAE durchgeführten Versuche habe gezeigt, dass der Impfstoff «sicher und wirksam ist und zur Bildung von Antikörpern gegen das Virus geführt hat».
Die politischen Lehren, welche aus der Corona-Pandemie gezogen werden können, sollen Eingang in die Legislaturplanung 2019-2023 finden. Der Nationalrat hat am Montag diesem Zusatz des Ständerats zugestimmt. Der Nationalrat setzte aber bei der Beratung der Legislaturplanung auch eigene Akzente.
So beantragt er etwa, dass der Bundesrat eine Botschaft unterbreitet, mit welcher die Schuldenbremse für die ausserordentlichen Ausgaben in Zusammenhang mit Covid-19 ausgesetzt werden kann.
Auch ausserhalb der Corona-Thematik brachte der Nationalrat Änderungen an. So sollen gleichstellungsfördernde Artikel aufgenommen werden, etwa zur Einführung der Individualbesteuerung, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur Verminderung von Gewalt an Frauen. Eine Gleichberechtigung von Personen mit Behinderung lehnte der Rat ab. Die SVP versuchte erfolglos, den Gleichstellungsartikel gänzlich zu streichen.
Im Kampf gegen das Coronavirus werden in Jordanien Restaurants, Moscheen, Strassenmärkte und die meisten Schulen für zwei Wochen geschlossen bleiben. Diese «präventiven Massnahmen» sollen ab Donnerstag gelten und dazu beitragen, eine totale Abriegelung zu vermeiden, wie ein Regierungssprecher am Montag in Amman sagte.
In den vergangenen Tagen hatte Jordanien jeweils mehr als 200 neue Infektionen und mehrere Todesfälle gemeldet.
In dem Königreich sind insgesamt mehr als 5’300 Corona-Fälle registriert. Mindestens 26 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Bereits im März hatte Jordanien strikte Ausgangssperren verhängt, die aber nach und nach wieder gelockert wurden. Seit Mitte August hat sich die Zahl neuer Fälle fast verdoppelt.
Bundeskanzler Walter Thurnherr vertritt auch bei der zweiten Beratung des Covid-19-Gesetzes im Nationalrat die Regierung. Das Veto der grossen Kammer von vergangener Woche bleibt folgenlos.
Der Nationalrat hatte am vergangenen Donnerstag mit 100 zu 89 Stimmen einen Ordnungsantrag von SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi (ZG) angenommen. Er verlangte, dass bei der weiteren Beratung des Gesetzes ein oder mehrere Mitglieder des Bundesrats anwesend sind. Das sei keine Kritik am Bundeskanzler, sondern eine institutionelle Frage, sagte Aeschi. Schliesslich gehe es um ein sehr wichtiges Geschäft.
Die Schweiz ist nah an der Schwelle zum Coronavirus-Risikoland mit Quarantänepflicht bei der Einreise. 60 Neuansteckungen bei 100’000 Einwohnern über 14 Tage ist das Kriterium gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) – 59,623 betrug der Wert am Montag.
Das ist das Ergebnis einer Berechnung von Keystone-SDA, gestützt auf Zahlen des Bundesamtes für Statistik zur Schweizer Gesamtbevölkerung und des BAG zu den Coronavirus-Neuansteckungen. Zuvor hatten verschiedene Medien – darunter der «Tages-Anzeiger» und der «Blick» – die Behauptung vom Risikoland Schweiz hinausposaunt. Das BAG bestätigte noch am Montagabend, dass der Wert darunterliege.
Mehr dazu hier.
Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die traditionelle Thanksgiving-Parade in New York in diesem Jahr nur online stattfinden. Das Spektakel solle diesmal «neu gedacht» werden, teilten die Organisatoren der Kaufhauskette Macy’s am Montag mit. «Es wird nicht dieselbe Parade werden, die wir kennen», sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. Aber auch bei der Online-Version würden die Menschen «den Geist und die Freude dieses Tags spüren» können.
Die Schweiz hat mit der Zahl der Coronafälle ihren eigenen Risikowert erreicht. Wird die Marke von 5’000 Infektionen in den letzten zwei Wochen überschritten, so setzt das BAG das betreffende Land auf die Liste der Risikogebiete. Dieser Wert wurde nun von der Schweiz selbst überschritten. Erstmals wurden also innerhalb von 14 Tagen erstmals gesamtschweizerisch 60 Fälle pro 100’000 Einwohnern gemeldet. Dies bestätigte das Bundesamt für Gesundheit gegenüber «20 Minuten».
Dazu, ob man Lage trotzdem unter Kontrolle habe, wurde sich nicht geäussert.
Zwei Solothurner Regierungsräte und zwei weitere Personen müssen nach einer Gemeindeaussprache mit den Thaler Gemeinden bis und mit kommenden Freitag in Quarantäne. Nach dem Treffen am vergangenen Dienstag war eine Person positiv auf Covid-19 getestet worden.
Bei den beiden Regierungsräten, Finanzdirektor Roland Heim und Bildungsdirektor Remo Ankli, sind bis jetzt keine Krankheitssymptome aufgetreten, wie die Staatskanzlei Solothurn am Montag mitteilte. Sie seien wohlauf und führten ihre Geschäfte aus dem Homeoffice weiter. Insgesamt befinden sich vier Personen in Quarantäne.
Das pflanzliche Heilmittel «Echinaforce», welches in Apotheken erhältlich ist, soll gemäss einer Studie gegen das Coronavirus helfen. Als Folge war der Run auf die Apotheken zum Wochenstart gross. Schnell meldeten die ersten Apotheken, dass das Mittel ausverkauft sei. Dabei ist die Wirksamkeit des Mittels nicht sicher bestätigt.
Wie der Immunologe Beda Stadler gegenüber «20 Minuten» erklärt, müsste die klinische Untersuchung in einer weitere Phase gehen und an Menschen getestet, sowie auf Nebenwirkungen untersucht werden.
Im Interview mit Keystone-SDA erklärt der Apotheker Yves Platel, dass das nicht der erste «Hype» auf ein potentielles Heilmittel in der Corona-Zeit war. Das hänge sicherlich auch mit der Unsicherheit zusammen, die bezüglich dem Virus herrsche.
(Video: Keystone-SDA)
Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung eines von WHO und Weltbank gegründeten Gremiums nie da gewesene zerstörerische Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft weltweit.
Die Kosten der Pandemie beliefen sich auf mehr als elf Billionen US-Dollar, bezifferten die Mitglieder des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) in einem am Montag veröffentlichten Bericht.
Dem 15-köpfigen Expertenteam, das von der Weltgesundheitsorganisation und der Weltbank einberufen worden war, gehört unter anderem der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci an, der das Weisse Haus berät. Auch Norwegens ehemalige Ministerpräsidentin und Ex-WHO-Chefin, Gro Harlem Brundtland, ist Mitglied des GPMB.
Dem Pandemiebericht zufolge sind die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen von Covid-19 «katastrophal». Die Langzeitfolgen werden noch über Jahrzehnte zu spüren sein, wie es heisst. Die Weltbank rechnet in einer konservativen Schätzung in den nächsten Jahren mit einem Verdienstverlust der jüngeren Generation als Folge pandemiebedingter Bildungsdefizite in Höhe von etwa zehn Billionen US-Dollar.
Trotz Corona kann in Bern das zehnte Lichtspektakel «Rendez-vous Bundesplatz» durchgeführt werden. Möglich wird dies dank einem detaillierten Sicherheitskonzept, wie die Organisatoren am Montag mitteilten.
Um die Vorgaben einhalten zu können, finden dieses Jahr drei bis vier Vorstellungen pro Abend statt. Der Bundesplatz wird in drei Sektoren mit maximal 300 Leuten eingeteilt, und Wartezonen werden errichtet. Es herrscht Maskenpflicht; zusätzlich kommt ein Tracing-System zum Einsatz, das mit QR-Code kontrolliert wird.
Das Thema des diesjährigen Lichtspektakels ist seit mehr als vier Jahren gesetzt: Die Welt, die Umwelt und ihre drohende Zerstörung. Dem setzen die Organisatoren die Kraft der Hoffnung entgegen, und so lautet der Titel der Show «Planet Hope».
Am Montag meldet das BAG 257 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden in der Schweiz und Liechtenstein. Todesfälle kamen keine neuen dazu. Zur Zeit werden acht Personen im Spital behandelt. 6’536 Test wurden durchgeführt.
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Eine Klasse der Oberstufe Sins AG verbrachte Anfang September ein Klassenlager. Da Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden, schickte die Schule sämtliche Teilnehmer des Lagers in Quarantäne. 130 Schüler und zwölf Lehrpersonen aus der zweiten Oberstufe müssen in Quarantäne, wie «20min» schreibt.
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Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet mit einer Zunahme der täglichen Corona-Todesfälle in Europa im Oktober und November. «Es wird härter werden», sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. Derzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus in Europa an, die Zahl der täglichen Todesfälle ist hingegen bisher relativ stabil geblieben. Doch im Oktober und November «werden wir einen Anstieg der Sterblichkeit beobachten», sagte Kluge.
Die zum Verkauf stehende Migros-Tochter Saviva bekommt als Gastrolieferant die Coronakrise zu spüren. Wegen des starken Geschäftsrückgangs kommt es beim Gastroliefrerant zu einem Stellenabbau. Ende August wurde 25 Mitarbeitenden gekündigt, bestätigte die Migros gegenüber AWP einen Artikel des «Blick». Mehr dazu hier.
Das Labor Spiez beweist in einer klinischen Studie eine virentötende Wirkung des Naturheilmittels Echinaforce. Der Wirkstoff könnte demnach auch als Prophylaxe eingesetzt werden. Das Naturheilmittel Echinaforce hätte eine heilende Wirkung bei einer Infektion mit dem Coronavirus. Das Pflanzenheilmittel des Thurgauer Unternehmens A. Vogel AG wurde in einer Studie untersucht – mit vielversprechenden Ergebnissen, wie der «Blick» schreibt.
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Angesichts der steigenden Neuinfektionen hat Israels Regierung einen zweiten Landesweiten Lockdown beschlossen. Schulen und Kindergärten sollen demnach geschlossen werden. Die Menschen dürfen sich ausser in Ausnahmefällen nur bis zu 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Auch Hotels, Restaurants und Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen sollen nach Medienberichten geschlossen bleiben.
Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Behörden und Privatunternehmen sollen unter Einschränkungen arbeiten. Menschenansammlungen im Freien sind auf 20 Personen beschränkt. In Innenräumen dürfen sich max. nur noch 10 Personen aufhalten.
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Nach sechs Monaten zu Hause können Millionen Kinder und Jugendliche in Italien ab Montag wieder zur Schule gehen. Allerdings ist das Land auch mit Beginn des neuen Schuljahres von einem normalen Unterricht noch weit entfernt: Unter anderem besteht Maskenpflicht – dafür wollen die Behörden jeden Tag landesweit kostenlos elf Millionen Masken für Schüler und Lehrer bereitstellen.
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Neuseeland hebt mit Ausnahme für die Stadt Auckland alle Beschränkungen zur Eindämmung des Virus ab dem 21. September auf. Die Massnahmen für Auckland würden kommende Woche überprüft, sagte Premierministerin Jacinda Ardern am Montag. Ab sofort seien alle Abstandsregeln in Passagierflugzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln aufgehoben.
Die Regierung in Indien erwägt infolge steigender Infektionszahlen eine Beschleunigung des Zulassungsverfahrens für einen möglichen Impfstoff. «Indien erwägt die Notfallgenehmigung einer Covid-19-Impfung», sagt Gesundheitsminister Harsh Vardhan.
Insbesondere Senioren und Menschen, die in Umgebungen mit hohem Risiko arbeiten, sollten das Vakzin zuerst erhalten. Der Zeitplan für die letzte Studienphase (Phase-III-Studien) könne durch die Erteilung einer Notfallgenehmigung verkürzt werden.
Vardhan, betonte jedoch, dass in klinischen Studien keine Abstriche gemacht würden und dass ein Impfstoff nur dann zur Verfügung gestellt werde, wenn die Regierung seine Sicherheit und Wirksamkeit gewährleisten könne. Binnen 24 Stunden verzeichnet Indien 94’372 neue Infektionen.
In Indien breitet sich das Coronavirus rasant aus, nachdem in einigen Bundesstaaten die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert wurden. Laut «NTV» wurden in 24 Stunden 94’372 neue Fälle gemeldet. 8200 davon entfallen auf den grössten Bundesstaat Maharashtra. Über eine Million infizierte gibt es dort mittlerweile. In ganz Indien sind es indes bereits 4,7 Millionen Covid-Fälle. Das ist die weltweit höchste Zahl nach den USA. 1114 weitere Menschen starben derweil am Virus. Insgesamt 78’586 verloren ihr Leben bereits an Covid-19.
94’372 neue Corona-Fälle wurden in Indien an nur einem Tag verzeichnet. (Bild: Keystone)
Tausende Ärzte, Krankenschwestern und andere Demonstranten haben am Sonntag in der belgischen Hauptstadt Brüssel mehr Geld für das Gesundheitswesen in der Corona-Krise gefordert. Die Polizei zählte 4000 Teilnehmer der Demonstration in der Innenstadt, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Ziele waren unter anderem eine bessere Personalausstattung und Bezahlung für Gesundheitsberufe.
Auch in Belgien steigen die Infektionszahlen in der Corona-Krise wieder. In dem kleinen Land mit nur rund elf Millionen Einwohnern wurden in den vergangenen sieben Tagen offiziell täglich im Durchschnitt 636 neue Fälle registriert, 38 Prozent mehr als in den sieben Tagen davor. Insgesamt verzeichnete Belgien seit Ausbruch der Pandemie 92 478 Ansteckungen, wie die Behörden am Sonntag mitteilten.
In Kassel müssen die Narren auf Umzug und die traditionelle Rathauserstürmung verzichten. Wegen der Corona-Pandemie hat die Gemeinschaft Kasseler Karnevalgesellschaften (GKK) öffentliche Veranstaltungen einschliesslich des Aschermittwochs abgesagt, wie «NTV» berichtet. Damit gibt es am 11.11. auch keine Sessionseröffnung. «Gesundheitsschutz geht vor», heisst es in einer Mitteilung. Ausserdem seien Veranstaltungen wegen der Corona-Auflagen für viele Vereine finanziell nicht zu stemmen. Bereits in Fulda und Wiesbaden gibt es einen weitgehenden Verzicht auf Umzüge und Sitzungen.
Alle Karnevalsveranstaltungen in Kassel sind abgesagt. (Bild: Keystone)
Der Trend zunehmender Corona-Infektionen ist in Tschechien ungebrochen. Am Samstag kam die Rekordzahl von 1’541 bestätigten Fällen hinzu. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums vom Sonntag, 13. September 2020, hervor.
Besonders betroffen ist Prag, das von Deutschland zum Risikogebiet erklärt wurde. Dort ist jeder von diesem Montag an verpflichtet, sich beim Betreten von Geschäften und Gaststätten zusätzlich zur Maskenpflicht die Hände zu desinfizieren.
Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern zählt mehr als 13’700 aktiv Infizierte. Seit Beginn der Pandemie starben 453 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Im benachbarten Polen, das fast viermal so viel Einwohner hat, meldeten die Behörden am Sonntag nur 502 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
Angesichts eines geplanten Corona-Lockdowns während der jüdischen Feiertage ist ein streng religiöser israelischer Minister am Sonntag zurückgetreten. Wohnungsminister Jakov Litzman von der Partei Vereinigtes Tora-Judentum erklärte seinen Rücktritt kurz vor einer Regierungssitzung.
An der Sitzung sollte über neue Sperrmassnahmen entschieden werden. Der ehemalige Gesundheitsminister Jackov Litzman ist ein wichtiger Koalitionspartner des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.
Das BAG meldet für die Schweiz und Liechtenstein 475 laborbestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus in den letzten 24 Stunden. Getestet wurden 13’026 Personen. Das entspricht einer Positivität von etwa 3.6 Prozent. Der Tod von vier Personen in den letzten 24 Stunden wird mit dem Virus in Verbindung gebracht.
Frankreich hat die Schwelle von 10’000 Corona-Infektionen an einem Tag überschritten. Die Gesundheitsbehörde Santé Publique France erklärte, in den 24 Stunden bis Samstag 14:00 Uhr seien 10’561 Neuinfektionen gemeldet worden.
Am Vortag waren es noch 9’406 neue Fälle gewesen und Premierminister Jean Castex hatte dazu aufgerufen, wegen der Verschlechterung der Lage die Regeln für Hygiene, Abstand und Masken strikt einzuhalten.
Frankreich war nach Ausbruch der Pandemie eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa mit bisher 30’910 Toten. Die Anzahl der Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stieg in dem beliebten Urlaubsland in den zurückliegenden Wochen stark. Zuvor war sie einen Gutteil des Sommers relativ niedrig gewesen nach einem 55-tägigen Lockdown, der vom 17. März bis 11. Mai gegolten hatte. Alle Hintergründe zum Thema gibt es hier.
Die Anzahl der Neuinfektionen in Israel ist zuletzt dramatisch gestiegen. An vier Tagen in Folge wurden in der abgelaufenen Woche jeweils Rekordwerte verzeichnet. Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, am Vortag seien 2651 neue Fälle registriert worden. Dies ist eine vergleichsweise hohe Zahl für den jüdischen Ruhetag, an dem stets weniger getestet wird. Die Zahl der Fälle seit Beginn der Pandemie hat inzwischen 150 000 überschritten, 1103 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz erwartet einen weiteren starken Anstieg der Corona-Zahlen in Österreich und vor allem in Wien. «Was wir gerade erleben, ist der Beginn der zweiten Welle», erklärte der Regierungschef der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
Die Corona-Zahlen in Österreich steigen. Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz stehe das Land am Anfang der zweiten Welle. (Bild: Keystone)
«Waren es vor zwei Wochen noch rund 350 Ansteckungen pro Tag, lagen wir gestern bereits bei über 850.» Bald werde man die Marke von 1’000 neuen Fällen pro Tag erreichen. Als «besonders dramatisch» beschrieb Kurz die Lage in Wien, wo mehr als die Hälfte aller registrierten Neuinfektionen in Österreich verzeichnet werden.
Die Corona-Pandemie beherrscht die Schlagzeilen in der Schweiz am Sonntag, 13. September 2020. Die von der Krise gebeutelte Swiss stellt ihre Mitarbeitenden vor die Wahl: Lohnkürzungen oder Stellenabbau.
680 Millionen Franken büssten derweil Schausteller ein. Und: Bundesrat Alain Berset warnt vor Verschwörungstheorien. Eine Übersicht über die Schlagzeilen der Sonntagspresse finden Sie hier.
Gesundheitsminister Alain Berset will trotz wieder steigender Infektionszahlen einen zweiten Lockdown in der Schweiz um jeden Preis verhindern. Es müsse gelingen, mit leichteren, gezielteren und regionalen Massnahmen einen Stillstand abzuwenden.
Will auf jeden Fall einen zweiten Lockdown verhindern: Bundesrat Alain Berset. (Bild: Keystone)
Wichtig sei ferner ein gutes Contact Tracing, sagte Berset in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Mit Blick auf die Grippesaison im kommenden Winter sagte der Gesundheitsminister, das Contact Tracing werde bis zum Ende der Krise durchgezogen.
Die Kantone müssten die nötigen Kapazitäten zur Verfügung haben. «Das ist eine klare Botschaft an die Kantone. Wir dürfen nicht mehr wie im letzten Frühling einfach aufgeben», sagte Alain Berset.
Eine illegale Party in Bern ist in der Nacht auf Sonntag eskaliert. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Gummischrot und Tränengas ein. (Bild: Screenshot 20 Minuten)
In der Stadt Bern haben vorwiegend Jugendliche in der Nacht auf Sonntag eine unbewilligte Strassenparty veranstaltet. Wie Lesereporter gegenüber «20 Minuten» berichteten, sollen mehrere Musikwagen und gut 800 Personen an der Party teilgenommen haben.
Die Kantonspolizei Bern bestätigte auf Anfrage von Keystone-SDA, dass sich am Samstagabend zahlreiche Personen in Bern bei der Allmend besammelt hätten. Sie hätten Umzugswagen mit Musik und Transparente dabei gehabt und sich zu einem Umzug in Richtung Innenstadt formiert.
Die zunächst friedliche Stimmung kippte, als Partygänger die Polizei mit Steinen und Flaschen bewarfen, Barrikaden errichteten und diese anzündeten. Es sei zu grossen Sachbeschädigungen gekommen. Die Polizei habe Wasserwerfer, Gummischrot und Reizstoff eingesetzt, sagte die Mediensprecherin der Kantonspolizei, Ramona Mock. Mehr zum Thema lesen Sie hier.
Atlético Madrids Trainer Diego Simeone ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie der Verein nach einer Testreihe am Freitag am Samstagabend mitteilte. Der 50-Jährige befinde sich derzeit zu Hause und halte sich an die Quarantäne-Vorgaben. «Glücklicherweise zeigt er keine Symptome», schrieb Atlético.
Nächste Woche erscheint über «Mr. Corona» Daniel Koch ein Buch. Der 65-Jährige legte Ende Mai sein Amt beim BAG nieder. Nun blickt er in seinem Buch zurück. «Daniel Koch – Stärke in der Krise» soll auch sein sonstiges Leben thematisieren, wie «Blick» berichtet. Darin inbegriffen: ein lobendes Vorwort von Bundesrat Alain Berset.
Laut der Zeitung geht es so zunächst um Kochs frühere Arbeit beim Internationalen Komitee des Roten Kreuzes IKRK. Wie er heikle Situationen in Afrika und Lateinamerika durchlebte und dabei stets einen kühlen Kopf bewahrte, werde thematisiert.
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Bereits mehr als 900’000 Menschen weltweit haben durch das Coronavirus ihr Leben verloren. Gemessen an der Bevölkerungszahl waren es nirgends so viele wie in Peru, wie der «Blick» schreibt. Pro 100’000 Einwohner starben dort 94,86 Personen am Virus. Weil trotz Ausgangssperre die Menschen nicht zu Hause bleiben können, konnte sich das Virus leicht in der Bevölkerung verbreiten.
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Der Reggae-Künstler Frederick «Toots» Hibbert ist tot. Hibbert sei am Freitagabend gestorben, sagte dessen Manager Eric Baker der Deutschen Presse-Agentur am Samstag und bestätigte damit entsprechende jamaikanische Medienberichte. Demnach starb Hibbert im University Hospital of the West Indies in Jamaikas Hauptstadt Kingston im Alter von 77 Jahren. Der Sänger und Songwriter, der mit seiner Band «Toots and the Maytals» Reggae populär machte, war Medienberichten zufolge Montag vergangener Woche ins Krankenhaus gebracht und ins Koma versetzt worden. Es hiess, er habe auf das Ergebnis eines Corona-Tests gewartet. Mehr zum Thema lesen Sie hier.
Nach dem Stopp der klinischen Prüfung sind die Tests zu einem aussichtsreichen Corona-Impfstoff-Kandidaten der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca in Grossbritannien fortgesetzt worden. Dies berichtet NTV. Die Tests wurden wegen eines erkrankten Probanden unterbrochen. Man habe die Testreihe forgesetzt, nachdem die britische Gesundheitsbehörde erklärt habe, dass die Sicherheit gewährleistet sei, teilte Astrazeneca nun mit. In weiteren Ländern stehen die notwendigen Genehmigungen dafür noch aus.
In Genf haben sich am Samstagnachmittag rund tausend Menschen auf der Place des Nations versammelt und gegen Corona-Schutzmassnahmen protestiert. Die Demonstration war von der Stadt genehmigt worden.
Die Redner folgten einander im Laufe des Nachmittags auf dem Podium, das zu Füssen des Riesenstuhls auf der Place des Nations, gegenüber dem Uno-Hauptquartier, aufgestellt worden war. Sie prangerten das Tragen von Masken, «die Lügen der Medien» und die «Zwangsmassnahmen der Politiker» an. Alles zum Thema erfahren Sie hier.
Auf der Place de Nations demonstrierten rund 1000 Personen gegen die Corona-Schutzmassnahmen. (Bild: Keystone)
SBB-CEO Vincent Ducrot rechnet damit, dass die SBB rund 400 Millionen aus dem 900-Millionen-Hilfspaket des Bundes für den öffentlichen Verkehr erhalten werden.
250 bis 260 Millionen davon dürften als Defizitgarantie an den Regionalverkehr und rund 150 Millionen für die Infrastruktur abgegolten werden, sagte Ducrot in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio SRF. Das Hilfspaket von 900 Millionen Franken für den öffentlichen Verkehr war am Donnerstag vom Nationalrat als Zeitrat gutgeheissen worden.
Der Anstieg der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus liegt in Österreich am Samstag nach einem erneuten Sprung so hoch wie zuletzt Ende März. Die Behörden meldeten am Samstag 869 neue Fälle seit dem Vortag, nachdem zuletzt am Donnerstag ein Rekord-Wiederanstieg von 664 Neuinfektionen erreicht worden war. Noch vor einer Woche hatten die Zahlen meist bei etwa 300 bis 400 neuen Fällen am Tag gelegen.
In den letzten 24 Stunden wurden den Behörden 465 Neuinfektionen gemeldet. Im selben zeitraum wurden 11’562 Tests gemacht, somit fielen 4 Prozent der Tests positiv aus. Weiter wurden drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. 12 Personen werden in Spitälern behandelt.
Mit einer überall in der Millionenmetropole verbreiteten Botschaft hat sich eine New Yorker Künstlerin in der Corona-Pandemie bei den Mitarbeitern der Müllabfuhr bedankt. «Dear Service Worker, Thank you for keeping NYC alive! For … forever» (auf Deutsch etwa: Lieber Service-Angestellter. Danke dafür, dass du New York am Leben hältst. Für … immer), steht seit kurzem auf der Fassade des Queens Museums. Ausserdem taucht die Botschaft auch auf Leinwänden am Times Square in Manhattan und in der U-Bahn auf.
Der Dank von Künstlerin Mierle Laderman Ukeles richtet sich dem Museum zufolge an alle öffentlichen Angestellten der Stadt, aber ganz besonders an die der Müllabfuhr. Dort ist die 80-Jährige seit Jahrzehnten als «Artist-in-Residence» angestellt. Bekannt wurde sie Ende der 70er Jahre mit einer Aktion, für die sie jedem der rund 8500 Mitarbeiter der New Yorker Müllabfuhr die Hand schüttelte und sagte: «Thank you for keeping New York City alive!»
„For ——> forever“ by Mierle Laderman Ukelels is now showing in Times Square, throughout subway stations (@MTAArtsDesign), and on the @QueensMuseum facade. Her message reads, „Dear Service Worker, ‚Thank you for keeping NYC alive!‘ For ——> forever…“. https://t.co/wkznE1UEh6
— Times Square (@TimesSquareNYC) September 10, 2020
Der Trend zunehmender Corona-Infektionszahlen in Tschechien hält ungebrochen an. Am Freitag kamen 1447 bestätigte Fälle hinzu, mehr als je zuvor an einem Tag. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag am Samstag bekannt. Es gab mehr als 12’200 aktive Fälle. Seit Beginn der Pandemie starben 450 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung.
Prags Oberbürgermeister Zdenek Hrib übte im tschechischen Fernsehen CT scharfe Kritik an der Krisenpolitik der Regierung. Sie habe verschlafen, dass es mit dem Schulbeginn nach den Sommerferien zu einer Infektionswelle kommen werde, sagte der studierte Mediziner. Die Schulen seien zu «Covid-Tauschbörsen» geworden. In Tschechien gilt landesweit in fast allen Innenräumen eine Maskenpflicht, nicht aber in den Klassenzimmern der Schulen.
Niemand habe erwartet, dass der Anstieg so schnell und so massiv ausfallen werde wie in den zurücklegenden 14 Tagen, entgegnete Gesundheitsminister Adam Vojtech. Der Politiker der populistischen Partei ANO betonte, dass die ergriffenen Massnahmen erst mit einer gewissen Verzögerung Wirkung zeigen würden.
Die 15. Etappe der Tour de France von Lyon auf den Grand Colombier am Sonntag wird ohne Zuschauer zu Ende gehen. Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen im Département Ain sind beim Schlussanstieg auf den 1501 Meter hohen Gipfel sowie beim vorherigen Anstieg zum Col de la Biche keine Fans zugelassen. Die Behörden wollen durch die Massnahme verhindern, dass es auf den engen Strassen zu den Gipfeln zu grossen Menschenansammlungen kommt, die eine Einhaltung der Hygiene-Richtlinien verunmöglichen würden.
Die chinesische Virologin Li-Meng Yan hatte in Hongkong zum Coronavirus geforscht. Die Whistle-Blowerin sagt, Covid-19 durch Menschenhand entstanden.
«Es kommt aus dem Labor in Wuhan», sagt sie in einem Interview mit der britischen Fernsehsendung «Loose Women». Sie habe Beweise, dass das Virus nicht natürlichen Ursprungs sei, sagt die Virologin. Die Pandemie habe nicht ihren Ursprung auf einem Markt in Wuhan, wie Informationen von lokalen Ärzten sowie des chinesischen Zentrums für Seuchenprävention CDC beweisen würden. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Stammt das Coronavirus aus einem Labor? Virologin Li-Meng sagt, sie habe Beweise dafür. (Bild: Screenshot, Loose Women)
Brasilien hat mehr als ein halbes Jahr nach dem ersten Coronavirus-Fall die Schwelle von 130’000 Corona-Toten überschritten. Dies berichtet NTV. Das Gesundheitsministerium bestätigte demnäch 874 Todesfälle und 43’178 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden. Damit liegt Zahl der Todesfälle bei insgesamt 130’396 und die der Infizierten bei mehr als 4,2 Millionen. Zuletzt waren die täglichen Opferzahlen jedoch gesunken. Von Juni bis Mitte August zählte das Land täglich rund eintausend neue Todesfälle. In den vergangenen sieben Tagen waren es durchschnittlich knapp 700. Brasilien ist das nach den USA am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.
Der renommierte Immunologe Anthony Fauci erwartet für die USA eine Rückkehr zu normalen Lebensumständen erst Ende 2021 – selbst wenn es bereits in wenigen Monaten eine Coronavirus-Impfung geben sollte. So lange dürfte es dauern, bis genug Menschen für einen «Schutzschirm der Immunität» geimpft sind, sagte Fauci am Freitag zur Begründung. Zugleich rechnet er bei Corona-Impfstoffen lediglich mit einer Effizienz von 70 bis 75 Prozent.
Eine Corona-Impfung wird wohl nur eine Effizienz von 70 bis 75 Prozent haben, so US-Immunologe Anthony Fauci. (Bild: Keystone)
«Ich wäre überrascht, wenn wir eine Impfung wie gegen Masern bekämen, die in 97 bis 98 Prozent der Fälle wirkt – und bei der man nur die Bevölkerung zu impfen braucht, um Masern verschwinden zu lassen», sagte Fauci dem Nachrichtensender CNN. «Ich denke nicht, dass das passieren wird. Ich würde eine zu 70 oder 75 Prozent effiziente Impfung akzeptieren.» Das mache dann aber auch weiterhin zusätzliche Schutzmassnahmen erforderlich. Alle Hintergründe gibt es hier.
Die Fernsehmoderatorin Michelle Hunziker (43) hat den Lockdown während der Corona-Pandemie in Italien als «sehr schwere Zeit» erlebt. «Uns hat es wirklich schwer erwischt. Auch Bergamo, die ganze Lombardei, war ein ganz schrecklicher Horrorfilm», sagte die in der Schweiz geborene Hunziker im Interview des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND/Samstag).
Das Ex-Model ist mit dem Modeunternehmer Tomaso Trussardi verheiratet und lebt mit ihm in Mailand. «Diese Zeit werde ich so schnell nicht vergessen», sagte Hunziker über die Pandemie, von der die Gegend um Mailand besonders stark betroffen war. Die 43-Jährige ist in Italien ein TV-Star, war früher auch «Wetten, dass..?»-Co-Moderatorin und ist seit Samstag in der neuen RTL-Musikrateshow «Big Performance» zu sehen.
Erlebt die Corona-Pandemie in Italien: Michelle Hunziker. (Bild: Keystone)
Die Ratingagentur Moody’s hat den Daumen über die Türkei gesenkt und ihre Bewertung für langfristigen Verbindlichkeiten auf «B2» von «B1» gesenkt. Der Ausblick bleibe «negativ», teilte die US-Agentur am Freitag mit.
Hintergrund sei die steigende Gefahr einer Zahlungsbilanzkrise in der Türkei, hiess es zur Begründung. Eine Zahlungsbilanzkrise besteht, wenn ein Land seinen Lebensstandard nur über massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland halten kann.
Erfahrungsgemäss heben internationale Investoren als Reaktion auf eine vermutete Überschuldung eines Landes ihre Einlagen ab, was die Krise verschlimmern würde. Daraus kann unmittelbar eine Währungskrise entstehen.
Die Tochter des spanischen Königs Felipe VI., Kronprinzessin Leonor von Spanien, muss nach einem Corona-Fall in ihrer Schulklasse in Madrid in Quarantäne. Ebenso wie die 14-Jährige müssten auch ihre jüngere Schwester, Infantin Sofia (13), sowie alle anderen Kinder der Klasse der Schule Santa María de los Rosales zwei Wochen zu Hause bleiben, berichteten spanische Medien am Freitag unter Berufung auf den Königspalast Zarzuela in Madrid. Den Berichten zufolge hatte sich eine Mitschülerin der Kronprinzessin im familiären Bereich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt. Leonor steht in der spanischen Thronfolge auf dem ersten Platz.
Die Schule hatte für die 14-Jährige in Madrid erst vergangenen Mittwoch nach rund sechsmonatiger Corona-Unterbrechung einschliesslich der in Spanien mehr als zweimonatigen Sommerferien wieder begonnen. Am Freitagmorgen hatte Königin Letizia beide Kinder mit dem Auto zur Schule gefahren.
Angesichts steigender Corona-Zahlen hat Frankreichs Premier Jean Castex an das Verantwortungsbewusstsein seiner Landsleute appelliert. «Das Virus zirkuliert mehr und mehr in Frankreich», warnte er am Freitagabend nach einer Sitzung des Verteidigungsrates. Die künftige Situation hänge «von Ihnen ab, von uns.» Viele Französinnen und Franzosen hatten die Verhängung strengerer Regeln erwartet – etwa regionale Ausgangsbeschränkungen oder Schliessungen von Restaurants. Doch davon hielt die Regierung vorerst Abstand.
In einigen Regionen könnten aber dennoch strengere Massnahmen bevorstehen: Castex forderte drei besonders schwer getroffene Regionen auf, bis Montag neue Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus vorzulegen. Das sind die Städte Marseille und Bordeaux sowie das Überseegebiet Guadeloupe. Die Lage dort sei «besorgniserregend», so Castex.
Der Premier kündigte an, dass die Dauer der Quarantäne von 14 auf sieben Tage verkürzt wird. «Es ist unerlässlich, dass sich alle strikt an diese Zeit der Isolation halten, die einer Kontrolle unterliegen wird», warnte er.
In Spanien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Freitag auf den Rekordwert von 12.183 geklettert. Es handele sich um den höchsten Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie, schrieb die Zeitung «El País». Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte mit, es handele sich um 4708 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie nachgemeldete Fälle. In den vergangenen 14 Tagen seien insgesamt 112.364 Neuinfektionen registriert worden, also durchschnittlich gut 8000 pro Tag. Das Robert Koch-Institut hat Spanien schon seit längerem als Corona-Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das beliebte Urlaubsland.
Während die Infektionsfälle weiter stiegen, starben wesentlich weniger Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus als noch zur Hochzeit der Pandemie. Seit dem Vortag seien 48 Menschen mit Covid-19 gestorben, teilte das Ministerium mit. Die Zahl der Corona-Todesfälle in Spanien erhöhte sich damit auf insgesamt 29 747. Im April hatte es an manchen Tagen fast 1000 Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gegeben.
Gesundheitsminister Salvador Illa betonte, die Zahl der Corona-Tests sei inzwischen mit teilweise bis zu 100.000 pro Tag fünf mal höher als im April. Bei 11,8 Prozent aller Getesteten sei das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. In Madrid, wo es derzeit die meisten Corona-Fälle gibt, lag dieser Wert sogar bei fast 20 Prozent.
Der Flughafen Zürich leidet unter den negativen Folgen der Corona-Pandemie und muss Personal entlassen. Insgesamt seien in dieser Woche 26 Kündigungen ausgesprochen worden, erklärte eine Sprecherin des Flughafens am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP und bestätigte damit eine Meldung des «Tagesanzeigers».
Die Kündigungen hätten sich trotz Kurzarbeit und Einstellungsstopp nicht vermeiden lassen. Sie stünden im Zusammenhang mit einem bereits im August anlässlich der Publikation der Halbjahreszahlen bekannt gewordenen Abbau von 120 Stellen am Flughafen, sagte die Sprecherin weiter. Der grösste Flughafen der Schweiz beschäftigt insgesamt 1’700 Mitarbeitende.
Der Zürcher Flughafen hat die Coronakrise mit voller Wucht zu spüren bekommen. Im Zuge des Lockdowns war der Reiseverkehr in den Monaten März und April beinahe zum Erliegen gekommen. Und auch in den darauffolgenden Monaten harzte das Geschäft. Der Umsatz brach im ersten Halbjahr um 47 Prozent auf 310 Millionen Franken ein und unter dem Strich resultierte ein Verlust von 27,5 Millionen.
Litauen wird die coronabedingten Beschränkungen bei der Einreise in das baltische EU-Land lockern. Die Quarantänepflicht soll von Montag an nur noch für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von mehr als 25 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen gelten. Dies teilte Gesundheitsminister Aurelijus Veryga am Freitag mit.
Bislang lag die Grenze bei 16 Fällen. Für alle Einreisenden gilt künftig eine Registrierungspflicht – sie müssen bei Ankunft in Litauen ihre Daten hinterlegen.
Auch Estland erhöht zum kommenden Montag für die Nachbarländer Finnland, Lettland und Litauen die Grenze ebenfalls von 16 auf 25 Fällen. Wer aus anderen Ländern mit einer Rate von mehr als 16 Fällen in den Baltenstaat einreist, muss sich weiter in 14-tägige Quarantäne begeben oder einen Corona-Test durchführen lassen.
Lettland dagegen will den Grenzwert zunächst nicht erhöhen. «Dies ist eine Entscheidung, die ich nicht zu treffen bereit bin», sagte Regierungschef Krisjanis Karins in Riga.
Der Biathlon-Weltverband IBU will trotz der Ungewissheit durch die Coronavirus-Krise eine komplette Saison inklusive der im slowenischen Pokljuka geplanten WM durchführen.
Vorgesehen ist derzeit, dass der Weltcup-Winter am letzten Wochenende im November im finnischen Kontiolahti beginnt. Die WM als Höhepunkt der Saison soll vom 10. bis 21. Februar 2021 stattfinden. Schweizer Weltcuporte figurieren nicht im Programm. Selbst wenn die Termine bestehen bleiben, ist noch unklar, ob Zuschauer zugelassen werden.
Die Stadt Luzern soll auch nach der Corona-Krise Gastrobetrieben erlauben, öffentlichen Raum zu nutzen. Ein Bevölkerungsantrag, der am Freitag eingereicht wurde, verlangt vom Stadtrat, das vereinfachte Bewilligungssystem beizubehalten.
Innerhalb knapp eines Monats seien 780 Unterschriften für eine belebte und gastronomisch vielfältige Stadt Luzern zusammengekommen, teilte der Verein «LU – Luzerner Unternehmen» mit. Die erweiterten Gastroflächen hätten zur «Attraktivierung» und Belebung der Innenstadt beigetragen.
Für das Zustandekommen des Bevölkerungsantrags wären 200 Unterschriften nötig. Bei Zustandekommen eines Bevölkerungsantrags muss der Stadtrat dazu Stellung nehmen.
Im Mai hatte der Luzerner Stadtrat im Zuge der Corona-Krise beschlossen, Gastrobetrieben temporär den öffentlichen Grund für mehr Aussenfläche zur Verfügung zu stellen. Er verzichtete bis maximal Ende Oktober auf das Baubewilligungsverfahren für eine Erweiterung von Boulevardzonen im Sinne einer pragmatischen und rasch umsetzbaren Lösung.
Am Flughafen Zürich haben Angestellte des Bodenpersonals am Freitag gegen die drohende Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen demonstriert. Ein über die Corona-Krise hinausgehender Sozialabbau werde nicht akzeptiert.
Gemäss den Gewerkschaften nahmen an der Demonstration am Flughafen Zürich rund 1500 Angestellte und Angehörige teil. Bei einer parallel stattfindenden Demonstration in Genf protestierten rund 80 Personen.
Man sei sich der schwierigen Situation der Unternehmen in dieser Branche bewusst. Trotzdem seien die Gewerkschaften nicht bereit, einen über die Corona-Krise hinausgehenden, tiefgreifenden Sozialabbau in Kauf zu nehmen, teilten sie mit. In der Luftverkehrsbranche würden grosse Sparpakete auf dem Rücken der Mitarbeitenden drohen, etwa bei Swissport.
Gemäss den Gewerkschaften will Swissport aber die Löhne um 15 Prozent kürzen. Auch in anderen Unternehmen gebe es aktuell Verhandlungen über Kostensenkungen.
Ab kommendem Montag gilt für über 50 Länder und Gebiete bei der Einreise in die Schweiz eine Quarantänepflicht. Hier finden Sie die aktuelle Liste. Hier lesen Sie mehr.
Gesundheitsminister Alain Berset stellte klar, dass mit dem neuen Quarantäneregime mit den Nachbarländern keine zusätzlichen Kontrollen an der Grenze eingeführt werden. «Das wäre unrealistisch.»
Der Bundesrat habe eine pragmatische Lösung gesucht, sagte Berset am Freitag vor den Bundeshausmedien. Er habe sich mit den Regierungen der Nachbarländer ausgetauscht. «Wir schauen immer, was andere machen.» Gleichzeitig gab er zu, dass die Behörden nicht alles kontrollieren könnte. Schliesslich sei jede und jeder Einzelne für die Eindämmung der Krise mitverantwortlich.
Berset versicherte, dass der Bundesrat weiterhin die Möglichkeit habe, auch für Menschen aus Grenzregionen eine Quarantänepflicht einzuführen. Dies geschehe aber nur, wenn im grenznahen Ausland «ein Hotspot» entstehe.
Laut Gesundheitsminister Alain Berset haben die Behörden die Corona-Pandemie im Griff. Das Testregime und das Contact Tracing der Kantone funktioniere. Mehr sorgen bereiten Berset private Feiern: «Viele stecken sich an Familienfesten an.»
An solchen Feiern würden die Abstands- und Hygieneregeln oft nicht eingehalten, sagte Berset am Freitag vor den Bundeshausmedien. Er appellierte erneut an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung.
Der Luftfahrtverband Aerosuisse fordert Coronavirus-Testzentren an den Schweizer Flughäfen für ankommende und abfliegende Passagiere. Falle ein Resultat negativ aus, müsse die Quarantänepflicht verkürzt oder aufgehoben werden.
Die Luftfahrt befinde sich wegen der Corona-Pandemie weiterhin in der grössten Krise ihrer Geschichte, teilte Aerosuisse am Freitag mit. Zwar seien ihre Strukturen mit Bundeshilfe gesichert worden. Doch nach einem erfolgreichen Neustart im Sommer seien die Buchungszahlen wegen der uneinheitlichen Massnahmen der verschiedenen Länder wieder eingebrochen.
Denn die «sehr kurzfristigen Anpassungen» zum Beispiel bei der Liste der Risikoländer verunsicherten die Kunden und hätten dadurch «massive Auswirkungen auf das Buchungsverhalten». Die Fluggesellschaften ihrerseits könnten so keine Vorkehrungen treffen.
«Gewisse Massnahmen des BAG» manövrierten den Schweizer Luftverkehr ohne Not in Schwierigkeiten, hiess es weiter. Deswegen fordert Aerosuisse vom Bundesrat neben den Testzentren an den Flughäfen auch mehr «Verhältnismässigkeit» und «eine Harmonisierung der Massnahmen mit den Nachbarstaaten».
Der Bundesrat hat am Freitag die Kosten für Coronavirus-Tests gesenkt. Ein Test kostet neu 82 statt 95 Franken, der Antikörpertest 25 statt 39 Franken. Hier lesen Sie mehr.
Gewisse direkt oder indirekt von der Corona-Krise betroffene Erwerbstätige können länger Erwerbsausfallentschädigung beziehen. Hier lesen Sie mehr.
Wer aus ausländischen Grenzregionen in die Schweiz einreist, soll nicht in Quarantäne müssen – auch nicht, wenn die Region hohe Corona-Fallzahlen hat. Hier lesen Sie mehr.
Die Landesregierung will die Digitalpolitik des Bundes für Krisenzeiten wie etwa eine Pandemie verbessern. Der Bundesrat hat seine Strategie «Digitale Schweiz» am Freitag angepasst.
Digitale Anwendungen hätten einen grossen Anteil daran gehabt, dass die Schweiz auch während der Covid-19-Pandemie «weiterfunktioniert» habe, teilte der Bundesrat mit. Gleichzeitig seien Schwachstellen bei der Digitalisierung zu Tage getreten. Bekannt geworden sind etwa Probleme bei der Erfassung von Daten zum Coronavirus. So meldeten Ärzte und Spitäler diese teils per Fax. Mit der manuellen Übertragung stieg das Risiko für Fehler und Missverständnisse.
Damit die Schweiz künftig für vergleichbare Situationen besser gerüstet ist, soll das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und die Bundeskanzlei (BK) bis Ende 2021 in einem Bericht Massnahmen vorschlagen.
Der für den Samstag vorgesehene Cup-Sechzehntelfinal zwischen Balerna und Monthey wird verschoben, wie der SFV mitteilt. Neuer Spieltermin ist der Samstag, 26. September, 17.00 Uhr.
Gemäss der Mitteilung sind drei Personen des FC Monthey positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der kantonsärztliche Dienst des Kantons Wallis habe daraufhin für 23 Personen (Staff und Spieler) eine Quarantäne-Pflicht angeordnet. Die drei infizierten Personen seien in Isolation.
Balerna ist ein Klub aus der regionalen 2. Liga, Monthey gehört der interregionalen 2. Liga an.
Die Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) leidet unter der Coronavirus-Pandemie. Im zweiten Quartal gingen Tausende von Arbeitsplätzen verloren. Und die Aussichten bleiben gemäss Experten zumindest bis Anfang 2021 düster.
Zwischen April und Juni gingen in der Schweizer MEM-Industrie 3200 Arbeitsplätze verloren. Schliesslich arbeiteten im zweiten Quartal noch 319’600 Personen in der Branche, wie aus im August publizierten Zahlen des Branchenverbands Swissmem hervorgeht.
Die Exporte schmolzen zwischen April und Juni um 24,6 Prozent, was im gesamten ersten Halbjahr zu einem Rückgang von 16,4 Prozent führte. Am schlimmsten wurden die Werkzeugmaschinenhersteller getroffen, deren Exporte gar um gut 40 Prozent wegbrachen.Notiz:
Die Covid-Zahlen in Frankreich steigen stark. Kommt das Land nun auf die Risikoliste? Verfolgen Sie die Medienkonferenz des Bundesrats ab 14:30 Uhr bei Telebasel. Zum Live-Stream geht es hier.
— André Simonazzi (@BR_Sprecher) September 11, 2020
Die Mobiliar ist im ersten Halbjahr 2020 weiter gewachsen, hat aber im Zuge der Corona-Pandemie deutlich weniger verdient. Zahlungen für Epidemie- und der Reiseversicherungen belasteten die Rechnung schwer.
— Die Mobiliar (@diemobiliar) September 11, 2020
Die genossenschaftlich organisierte Mobiliar hat im Gegensatz zur Konkurrenz von Beginn weg keinen Unterschied gemacht, ob es sich bei Corona um eine Pandemie oder Epidemie handelt. Das ging ins Geld. Allein die Schäden der Epidemieversicherung würden sich auf über 300 Millionen Franken belaufen, teilte die Gruppe am Freitag mit. Alles zum Thema lesen Sie hier.
Nach einem starken Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die landesweiten Massnahmen wieder. Von Montag an muss ausnahmslos in allen Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wie die Regierung am Freitag in Wien mitteilte.
Das gilt auch für Beschäftigte in Lokalen. Ausserdem dürfen Speisen und Getränke in Innenbereichen nur noch an Sitzplätzen serviert werden. Alle Hintergründe erfahren Sie hier.
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit am Freitag 528 neue Coronavirus-Ansteckungen innert eines Tages gemeldet worden. Am Donnerstag waren es 405 und am Mittwoch 469. Es gab drei weitere Todesfälle und 13 neue Spital-Einweisungen.
Alle Details gibt es hier.
— BAG – OFSP – UFSP (@BAG_OFSP_UFSP) September 11, 2020
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