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Mit 13 Medaillen, davon drei goldenen, schliesst die Schweiz die Olympischen Sommerspiele in Tokio so erfolgreich ab wie seit 1952 nicht mehr. Das Ziel von mindestens siebenmal Edelmetall wird mehr als erreicht.
Dass Swiss Olympic die offizielle Zielsetzung übertreffen wird, stand bereits nach sechs von 16 Wettkampftagen fest. Nach den 12 gewonnenen Medaillen in der ersten Woche war bei Halbzeit klar, dass die Spiele der 32. Sommer-Olympiade die erfolgreichsten der Neuzeit werden. Nie mehr seit den Spielen vor 69 Jahren in Helsinki hatte die Schweiz eine zweistellige Anzahl Medaillen nach Hause gebracht.
In der zweiten Woche kam zwar lediglich noch eine Medaille hinzu, die bronzene durch die beiden Beachvolleyballerinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré. Die im Vergleich zur ersten Hälfte magere Ausbeute trübt die Schweizer Bilanz mit total drei goldenen, vier silbernen und sechs bronzenen Auszeichnungen aber nicht mehr.
Missionschef Ralph Stöckli hält sein Medaillenziel von «7 plus» nach wie vor für realistisch. «Erfolg und Misserfolg liegen im Sport nahe zusammen. Das haben wir auch hier in Tokio gesehen: Wir hätten einerseits die eine oder andere Medaille mehr holen können, genauso gut hätten es aber auch weniger sein können.»
Nur fünfmal heimste die Schweiz an Sommerspielen mehr Medaillen ein als in Tokio: 1924 in Paris, als mit 25 Auszeichnungen (davon sieben goldene) der noch immer geltende Rekord aufgestellt wurde, sowie 1928 in Amsterdam (17), 1936 in Berlin (19), 1948 in London (23) und eben 1952 in Helsinki (14).
Im Vergleich zu den letzten Sommerspielen 2016 (sieben Medaillen) hat die Schweizer Delegation ihre Ausbeute fast verdoppelt. Gleich geblieben ist mit 3 die Anzahl der Olympiasieger. Hatten in Rio de Janeiro mit Radrennfahrer Fabian Cancellara, Mountainbiker Nino Schurter und den Ruderern des Leichtgewichts-Vierers ausschliesslich Männer triumphiert, gingen die Goldmedaillen in Tokio mit Schützin Nina Christen, Mountainbikerin Jolanda Neff und Tennisspielerin Belinda Bencic auf das Konto der Frauen.
Das Erfolgstrio verdoppelte den exklusiven Zirkel der Schweizer Olympiasiegerinnen beinahe. Vor Tokio hatten die Frauen in der Geschichte der Sommerspiele nur 4 von 54 Schweizer Goldmedaillen gewonnen – durch die Seglerin Hélène de Pourtales (1900), die Dressurreiterin Christine Stückelberger (1976) und die beiden Triathletinnen Brigitte McMahon und Nicola Spirig.
Bereits an den Winterspielen 2018 in Pyeongchang hatte die Schweizer Delegation überzeugt. Mit den vor drei Jahren gewonnenen 15 Medaillen hatte die Schweiz den Rekord bei Winterspielen aus dem Jahr 1988 (Calgary) eingestellt. Nach dem erfolgreichen Auftritt in Japan lässt dies für die Winterspiele in einem halben Jahr in Peking hoffen. (ram/sda)