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Der akut auftretende virale Krupp ist die häufigste Ursache für Dyspnoe im Kindesalter. Dabei handelt es sich um eine virale Entzündung des Larynx (Laryngitis) mit einer subglottischen Weichteilschwellung. Zusätzlich können auch die distalen Bereiche betroffen sein (Laryngotracheitis bis hin zu Laryngotracheobronchitis). Der virale Krupp betrifft vor allem ältere Säuglinge zwischen 3. Lebensmonat bis 3. Lebensjahr. Im Spätherbst sowie im Winter tritt die Erkrankung gehäuft auf. Das Erregerspektrum umfasst vor allem Viren aus der Gruppe der Influenza, Parainfluenza und RS-Viren.
Die Kinder mit einem viralen Krupp präsentieren sich typischerweise mit plötzlich (meist in der Nacht) auftretendem, bellendem Husten, in- und exspiratorischen Stridor und Dyspnoe, häufig im Rahmen eines vorangegangenen Infektes der oberen Luftwege. Bei Kindern die bereits Sprechen, zeigt sich häufig eine mehr oder wenig ausgeprägte Heiserkeit. Die Diagnose ergibt sich aus der typischen Klinik sowie der Anamnese eines schnellen und spontanen Beginnes.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Bei leichten Verläufen reicht oftmals das Beruhigen von Eltern und Kind. Häufig hilft bereits kalte Luft im Freien. Unabhängig des Schweregrades erfolgt die Applikation von Stereoid (z.B. Betnesol 0,2mg/kgKG p.o. oder Rectodelt 100mg rektal). Bei allfällig vorhandenem intravenösem Zugang kann Solu-Medrol 2mg/kgKG appliziert werden. In der Regel benötigt das Kind jedoch keinen intravenösen Zugang, respektive würde das Legen eines intravenösen Zuganges das Kind nur zusätzlich stressen, was wiederum die Obstruktion verstärken könnte. Bei schwereren Verläufen mit Ruhestridor und/oder Dypnoe kann eine lokal vasokonstringierende und damit abschwellende Therapie mit Adrenalin (5mg pur) als Inhalation angezeigt sein.