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Seit Bestehen des Urheberrechts wird in Lehre und Praxis – und dies nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit – kontrovers über den Gegenstand des Urheberrechts diskutiert. Insbesondere wird immer wieder die Frage nach der urheberrechtlichen Schutzfähigkeit der Idee aufgeworfen. Es geht dabei um die Frage, ob neben dem ausgestalteten Werk auch die dahinter stehende Idee an sich geschützt ist, und somit letztendlich um die Frage, ob diese Idee von Dritten übernommen werden und in deren Werkschöpfungen einfliessen darf, ohne dass Urheberrechte verletzt werden. Von der Beantwortung dieser Frage kann ganz praktisch gesehen abhängen, ob beispielsweise jemand, der ein Buch über einen kleinen Jungen mit Brille, dessen Eltern von einem bösen Magier ermordet wurden und der eine Zauberschule besucht, schreibt, die Urheberrechte an den Harry-Potter-Romanen verletzt.
Im Rahmen der Dissertation wird der Versuch unternommen, auf die Frage nach der urheberrechtlichen Schutzfähigkeit der Idee eine Antwort zu geben. Dies soll im Hinblick auf die geltende Rechtslage geschehen, es soll aber auch ein Ausblick de lege ferenda gewagt werden.
Marco Handle, Der urheberrechtliche Schutz der Idee (Diss. Zürich 2013, Bern 2013 = Schriften zum Medien- und Immaterialgüterrecht, Heft 100)