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Das Schweizerische Rote Kreuz engagiert sich seit den 1980er Jahren für die Verbesserung der Augenmedizin in Entwicklungsländern. Es hat EBP beauftragt, das Programm gesamthaft zu evaluieren und Empfehlungen für dessen Strategiephase ab 2020 vorzuschlagen.
In den letzten 12 Jahren waren dies Projekte in Ghana, Togo, Mali, Nepal und Kirgisistan. Die Projekte stellen Augengesundheitsdienste für Erwachsene und Kinder bereit oder verbessern diese. Dazu gehören auch Operationen und ambulante Dienste in Gesundheitszentren oder Schulen, die Unterstützung von Optikern), Förderung des Bewusstseins für Augenkrankheiten in der Bevölkerung, die Aus- und Weiterbildung von Gesundheitspersonal und Rotkreuzfreiwilligen sowie die Mitfinanzierung von Infrastruktur und Ausstattung in lokalen, regionalen und nationalen Augenkliniken.
Hauptziel der Evaluierung ist es, Orientierungshilfe zu geben, und zwar in Form von strategischen Empfehlungen zur Zukunft des SRK-Augenmedizinprogramms sowie einzelner Länderprojekte. Diese Empfehlungen werden in die Entwicklung der neuen internationalen Strategie des SRK nach 2020 einfliessen. Die Evaluationsfragen sollen herausfinden, ob sich das SRK als Partner für ophthalmologische Dienstleistungen für vulnerable Bevölkerungsgruppen in diesen Ländern eignet und ob diese Massnahmen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene Wirksam sind respektive Mehrwert bringen.
Im Rahmen der Evaluation überprüften wir die Projektergebnisse auf Länderebene: im Zeitraum von 2006 bis 2016 in Ghana, Togo, Mali und Nepal sowie im Zeitraum von 2014 bis 2017 in Kirgisistan. Für die Evaluation nutzten wir eine Kombination aus Datenerhebungs- und Analysemethoden. Konkret konsultierten wir Projektgrundlagen (Projektkonzepte, Reports, Evaluationsberichte etc.), führten insgesamt 68 Interviews (beim SRK in Bern sowie während vier Feldmissionen in Ghana, Togo, Nepal und Kirgisistan), leiteten drei halbtägige Workshops während den Feldmissionen und führten eine Onlineumfrage durch.