Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03424.jsonl.gz/301

29.05.2013
"And right now... right now... right now it's time to... kick out the jams, Motherfucker!"
Worte, die heute wohl kaum noch auf grosse Resonanz oder gar Widerstand treffen würden. 1969 hingegen führte diese Aussage während eines Live-Auftrittes der Detroiter Band MC5 dazu, dass das geplante Livealbum "Kick Out The Jams" mit einem Jahr Verzögerung in die Läden kam - und zwar in einer Version in der "Motherfucker" mit "Brothers & Sisters" ersetzt wurde.
Es waren nicht nur die revolutionären Texte, sondern auch die neuartige, brachiale Umsetzung des klassischen Bluesrock, welche der Band zu Bekanntheit verhalf. Zusammen mit Iggy & The Stooges schufen die Gitarristen Wayne Kramer und Fred "Sonic" Smith quasi den musikalischen Vorläufer von dem, was Ende der 70er Jahre als Punk berühmt wurde. Roher, wilder, ungeschliffener Sound, der musikalisch so gar nicht in die damalige Zeit passt, aber die Verunsicherung in der amerikanischen Gesellschaft am Ende der Hippie-Ära wiederspiegelt. Nach zwei weiteren Alben bis 1972 lösten sich MC5 jedoch auf und so erinnern sich Musikliebhaber der 60er und 70er Jahre mit viel Freude an "Kick Out The Jams".
"Rocket Reducer No. 62 (Rama Lama Fa Fa Fa)":
"Kick Out The Jams (Live)":
"Ramblin' Rose":