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In Basel besuchte Jean-Jacques zunächst das Mathematisch-Naturwissenschaftliche Gymnasium und wechselte dann an die Evangelische Mittelschule Schiers, wo er die Matura bestand. Dieser schloss sich das Studium der Theologie in Basel und Montpellier an.
Nach dem Vikariat war er während sechs Jahren Pfarrer in Bilten GL. Es folgte von 1960 bis 1990 die lange Amtszeit in der Kirchgemeinde Wintersingen-Nusshof, die im Familienleben neben grossem Glück auch tiefes Leid brachte. In der Wintersinger Zeit entstand seine Doktorarbeit zu einem Thema der mittelalterlichen Theologie, der er sich sehr verbunden fühlte. Er liebte auch die Zeit des alten Luthertums und wehrte sich gegen den modernen kirchlichen Zeitgeist, gegen Anpassung und Anbiederung. Dass er mit dieser Haltung nicht bei allen auf Gegenliebe gestossen ist, versteht sich.
Die letzten Jahre verbachte er zusammen mit seiner Frau Isabelle in Oltingen, wo er bis zuletzt in ungebrochener geistiger Frische Werke griechischer und lateinischer Philosophen und Dichter übersetzte.
Sehr viel bedeutete Jean-Jacques Beglinger die Musik – sei es, dass er als Violinist im Gelterkinder Orchester oder zu Hause an seinem Cembalo sass. Zudem schätzte er es, im Kreis seiner Freunde als heiterer Gesprächspartner dabei zu sein.
Markus B. Christ, Pfr. Dr. h.c.