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Zusammenfassung der Messungen des Verfassers
Es wurden in vier Betriebsanlagen Messungen bei der Kirschsorte Kordia (auf der Unterlage Gisela 5) durchgeführt. In jeder Anlage wurden 10 Bäumen systematisch ausgewählt. Die Dicke von verschiedenen Trieben wurde mit einem Schieber gemessen. Um das Verhältnis zwischen Stammdicke und Astdicke zu überprüfen, wurde bei jedem Baum der Stammdurchmesser bei verschiedenen Positionen gemessen...
Das Minimum des Stammdurchmessers einer jeweiligen Position wurde mit den in der Position befindlichen Seitenästen ins Verhältnis gesetzt. Es wurden bei jedem Baum mindestens die 15 dicksten Seitenäste ermittelt, je nachdem wie viele Seitenäste zur Berechnung ihres Medians notwendig waren.
Bei den ermittelten dicksten Seitenästen wurde der Abgangswinkel am Stamm mit einem Geodreieck gemessen, wobei der Winkel krummer Äste letztlich visuell bestimmt wurde, woraus sich nur geschätzte Resultate ergaben. Die Himmelsrichtung der dicksten Seitenäste wurde visuell bestimmt. Die für die Ausrichtung der Seitenäste nur grobe Skalierung in 45 Grad – Abständen entsprach den acht Himmelsrichtungen auf einer Kompassuhr.
Waren die dicksten Seitentriebe auf Zapfen geschnitten, wurden beim dicksten Neuaustrieb sowohl seine Dicke, als auch seine Länge gemessen mit einem Massband. Die Dicke und Länge der Zapftriebe wurde verglichen mit der medialen Dicke der Seitenäste und der Dicke bzw. Länge des dünnsten Seitenastes, welcher bei jedem Baum mit dem Schieber bzw. mit dem Massband gemessen wurde.
Jeder ausgewählte Baum wurde visuell nach Gummifluss untersucht und bei Befall dessen Positionen (1-3) notiert. Demzufolge ergab sich entsprechend der Anzahl befallener Positionen folgende Skalierung für den Gummifluss: 0 (unbefallen), 1 (begrenzt), 2 (stark), 3 (unbegrenzt).
Es wurde zu fast jeder Messgrösse aus den einzelnen Messwerten zunächst der baumspezifische Mittelwert berechnet. Später wurde aus zehn baumspezifischen Mittelwerten der betriebsspezifische Mittelwert (mit Standardabweichung) berechnet...
Zu den Himmelsrichtungen der dicksten Äste wurde statt Mittelwerten der baumspezifische bzw. betriebsspezifische Modalwert berechnet und die Wahrscheinlichkeit für die Ausrichtung eines Astes in die Baumreihe, welche aber nur beim Betrieb Henes analysiert wurde (aufgrund einer auffällig häufigen Himmelsrichtung).
Erhebungen bei Süsskirschen-Spindeln
Die Resultate der Messungen des Verfassers bzw. seine Erhebungen von Daten (auch im Imterview mit der jeweiligen Betriebsleitung) sind in einer jeweiligen Mess-Tabelle grösstenteils selbsterklärend dargestellt. Sie resultieren aus den bereits vorgestelltem Material und Methoden (unabhängig von der Literaturrecherche).
Beim Protokoll der Resultate wurde entsprechend der Mess-Tabelle zunächst der Betrieb mit Ort eingetragen. Vier Mess-Tabellen entsprechend der Anzahl der Betriebe. Dann wurde selbsterklärend die Sorte Kordia auf der Unterlage Gisela 5 notiert werden (bei jedem einzelnen Betrieb). Nun wurde ihr Reihenabstand mal Pflanzabstand (jeweils in m) notiert. Es folgen nun das Alter der Bäume, der Ertrag (in kg) im Jahr 2016 und das Mess-Datum notiert.
Die folgende Legende dient zum weiteren Verständis der Mess-Tabelle, wobei da der Zusammenhang zwischen der Definition der Positionen und der Stamm-Dicke vorrausgesetzt wird (vgl. Material und Methoden).
...Es wurden zu den jeweiligen vier Standorten die gemessenen Zapfen (am Stamm) bei den 15 dicksten Ästen den Gummosis-befallenen Höhen-Positionen (Skala 1-3) gegenübergestellt. Mangels der erwarteten Anti-Korrelation konnte die 2. Hypothese nicht nachgewiesen werden. Würden mehr Details (z.B. die genauere Position und Grösse der jeweiligen Gummosis-Fläche) berücksichtigt werden, könnte der Nachweis erbracht werden (Zahn, 2013). Im Übrigen sind nichtparasitäre Ursachen (wie z.B. eine zu hohe oder unregelmässige Wasserversorgung) von Gummosis eine Erklärung dafür, warum kein Zusammenhang zum Zapfenschnitt erkennbar ist (Persen et al., 2000).
Datenanalyse-Arbeit über Ausrichtungen von Seitenästen
Rechnerische oder grafischen Resultate wurden mithilfe des MS Excel Version 10 erstellt. Eine Ausnahme ist die statistische Analyse der Himmelsrichtungen, bei der zusätzlich das Statistikprogrammes R Version 3.1.2 in RStudio Version 0.98.1102 verwendet wurde.
Zu den Himmelsrichtungen der dicksten Äste wurde statt Mittelwerten der baumspezifische bzw. betriebsspezifische Modalwert berechnet und die Wahrscheinlichkeit für die Ausrichtung eines Astes in die Baumreihe, welche aber nur beim Betrieb Henes analysiert wurde (aufgrund einer dort auffällig häufigen Himmelsrichtung).
Der Winkel zwischen einer Baumreihe und der Himmelsrichtung eines untersuchten Seitenastes geteilt durch 45 Grad (Achtelumdrehung) ergab die „Abweichung“. Diese relevante Tabellenspalte „Abweichung“ bekam die möglichen Werte: 0 (keine Abweichung), 1 (geringe Abweichung), 2 (grosse Abweichung). So ergab sich die maximale Abweichung 2 in Fällen von Seitenästen, die quer zur Baumreihe ausgerichtet waren.
Da demnach ordinale Werte gegeben waren, wurde der Wilcox-Test geplant. Durch einen einseitigen Wilcox-Test (alternative = “greater“ / zur Probe auch alternative = “less“) wurde untersucht, ob für die Ausrichtung (von den Seitenästen) in die Baumreihe (Abweichung 0) eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit vorliegt, als für die Ausrichtung in die Fahrgasse.
ZÜRCHER HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN DEPARTMENT LIFE SCIENCES UND FACILITY MANAGEMENTINSTITUT FÜR UMWELT UND NATÜRLICHE RESSOURCEN
Bodenbelastung im Rebberg
Umweltanalytikwoche 2014, UI13 Gruppe 3
J. Akeret, V. Arnaldi, T. Berger, F. Bucher, D. Dübendorfer, S. Oechslin, S. Schuhmacher, J. Siegrist, D. Wildi, G. Wullschleger, R. Zimmermann
Dozenten: Jean Petit Matile Luzius
Berger Roman
2.3 Bestimmung Eindringwiderstand mit der PANDA-Sonde (Pénétromètre Automatique Numérique Dynamique Assisté par ordi-nateur)
Für die Bestimmung des Eindringwiderstandes wurde an zwei verschiedenen Standorten jeweils eine Messreihe durchgeführt. Es wurden jeweils zehn Messungen auf der Fahrspur des Rebberges (Anhang, Lageplan Fahrweg P1-P10) und zwischen zwei Rebstock-Reihen (Anhang, Lageplan Reben P1-P10) erhoben. Die Sondierungen wurden in einem Abstand von 20 cm, um die gegenseitige Beeinflussung der einzelnen Messungen zu verhindern und in einer Reihe entlang der Fahrspur, beziehungsweise der Rebreihen durchgeführt. Die Einschlagtiefe betrug jeweils 70cm.
Die Messung des Widerstandes (Pascal) wurde punktuell, bei jedem Schlag auf den Messkopf der oberen Messeinheit gemessen. Die konische Spitze der Sonde, welche in den Boden vordringt, weisst eine Fläche von 2cm2, da der Reibungseinfluss bei der vor-gefundenen Bodenfeuchtigkeit vernachlässigbar ist. Der Widerstand wird anhand der Aufschlagintensität (Geschwindigkeit) des Hammers auf den Messkopf und der Eindringdistanz (Messband zwischen oberer und unterer Messeinheit) zum vorhergehenden Schlag ermittelt und mit bekannter Masse von Hammer, Gestänge und Konusspitze berechnet.
Für eine hochauflösende Feinbestimmung der Widerstands-veränderungen einzelner Bodenschichten wurden gleichmässige Schlagstärken mit durchschnittlichem Vordringen von 1.5 cm angestrebt. Die Daten werden im Feld direkt vom Logger berechnet und gespeichert.
ZÜRCHER HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN DEPARTMENT LIFE SCIENCES UND FACILITY MANAGEMENTINSTITUT FÜR UMWELT UND NATÜRLICHE RESSOURCEN
Bodenbelastung im Rebberg
Umweltanalytikwoche 2014, UI13 Gruppe 3
J. Akeret, V. Arnaldi, T. Berger, F. Bucher, D. Dübendorfer, S. Oechslin, S. Schuhmacher, J. Siegrist, D. Wildi, G. Wullschleger, R. Zimmermann
Dozenten: Jean Petit Matile Luzius
Berger Roman
2.4 Tensiometrische Messung der Saugspannung
Zur Bestimmung der Saugspannung im Boden wurden zwei Messstandorte gewählt, wobei ein Standort im Fahrweg (Anhang, Lageplan Fahrweg T1-T5), der andere zwischen den Reben (Anhang, Lageplan Reben T1-T6) lag.
Nach dem Zusammenbau des Tensiometers und Befüllung mit Wasser, folgte die Kontrolle der Abdichtung eines jeden Tensiometer- Rohres.
Das Manometer wurde "Null-Punkt" geprüft, indem die Keramikkerze des zuvor künstlich unter Saugspannung gesetzten Tensiometers in ein Wassergefäss gestellt wurde. Das Manometer sollte innerhalb sehr kurzer Zeit auf "0" zurückgehen. Während das Tensiometer in Wasser gehalten wurde, erfolgte die Eichung auf Null mittels Schraubenzieher.
Mithilfe eines Handbohrers wurden Löcher im Abstand von jeweils 30 cm vorgebohrt. So wurden sechs Tensiometer zwischen den Rebreihen in unterschiedlicher Tiefe (3x 50cm tief, 3x 20cm tief) und fünf in einer Fahrspur (2x 50cm tief, 3x 20cm tief) angebracht. Durch eine poröse Keramikkerze wird im Boden der hydraulische Kontakt des Bodenwassers über ein wassergefülltes Rohr zu einem Unterdruck-Manometer hergestellt. Dort kann abgelesen werden, welcher Unterdruck im Bodenwasser herrscht und mit welcher Saugspannung demnach das Wasser im Boden zurückgehalten wird. (mmm-tech, 2011).