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Der diesjährige Januar war der wärmste seit Beginn der Messung. In den letzten Monaten jagte ein Klima-Rekord den nächsten. Eine Übersicht.
Im letzten Monat konnte die dicke Winterjacke getrost im Schrank gelassen werden. Im Januar 2020 war es in Europa um 3,1 Grad Celsius wärmer als die durchschnittliche Januartemperatur der Referenzperiode von 1981 bis 2010. Die Durchschnittstemperatur lag demnach um etwa 0,2 Grad über dem bisherigen Rekordhalter, dem Januar 2007, wie der europäische Klimawandeldienst Copernicus (Copernicus Climate Change Service) mitteilte. Auch weltweit war es zusammen mit dem Januar 2016 der wärmste erste Monat im Jahr. Ein Sprecher sagte zudem, der vergangene Januar sei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch der wärmste Januar seit Ende des 19. Jahrhunderts. Dieser Klima-Rekord ist einer von vielen: In den letzten Monaten jagte ein Höchstwert den anderen. Eine Auswahl im Überblick:
Der vergangene September war nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA global der wärmste September seit Beginn der Messung im Jahr 1880 – gemeinsam mit dem September 2015. Die Temperatur lag um 0,95 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15 Grad.
Ausserdem wurde kürzlich im Fachmagazin «Advances in Atmospheric Sciences» bekannt: Die Weltmeere waren 2019 so warm wie nie zuvor.
Weltweit war der November 2019 der zweitwärmste seit 1880.
Das Hochwasser erreichte im November 2019 mit 187 Zentimeter über dem Meeresspiegel das erste Mal seit 50 Jahren einen ähnlich hohen Stand wie seit der verheerenden Überschwemmung 1966, als 194 Zentimeter erreicht worden waren. Wissenschaftler vermuten, dass die vom Klimawandel veränderten kräftigen Luftströme, sogenannte Jetstreams, die Überschwemmungen im vergangenen Winter in Venedig verstärkt haben.
Es war ausserdem das einzige Mal seit 1933, als es im November vier Tage in Folge über 35 Grad heiss war. Die durchschnittliche Temperatur liegt in diesem Monat bei rund 20 Grad.
Die Höchst-, Tiefst- und Durchschnittstemperaturen waren im Dezember in Australien alle auf Rekordniveau. Die nationale Durchschnittstemperatur im Dezember 2019 lag um 3,21 Grad über dem Durchschnitt und übertraf den bisherigen Rekord von 2018 um 1,08 Grad. Insgesamt lag die durchschnittliche Temperatur in Australien vergangenes Jahr 1,52 Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt. Zudem soll es gemäss dem Bureau of Meteorology das trockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sein. Wegen dieser Trockenheit und Hitze verbreiten sich seit Juni 2019 Waldbrände in Teilen Australiens. Bis Ende Januar 2020 war es eine Fläche von 180'000 Quadratkilometern, die abgebrannt ist.
Der höchste Rekord wurde in Payerne (VD) mit 110 Sonnenstunden verzeichnet. Das entspricht einem Wert von 205 Prozent des üblichen Sonnenscheins. Am meisten Sonnenstunden wurden in Cimetta (TI) gemessen. Die Messstation registrierte rund 200 Stunden Sonnenschein und einen Überschuss von rund 25 Prozent gegenüber der Referenz.
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