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Hanf – uralte Kulturpflanze mit positiver Wirkung statt gefährlicher Droge
Schon seit Jahrtausenden wird Hanf in den alten Dynastien Ägyptens, Chinas und Indiens wegen seiner Inhaltsstoffe auf vielfältige Art eingesetzt. Somit gilt er dort als bewährtes Nahrungsmittel, angesehene Futterpflanze. Eine Wertschätzung, die das Produkt jedoch nicht in allen Teilen der Welt erfahren durfte, wenngleich Hanf bereits über 10.000 Jahre präsent ist.
Der Beginn seiner Entwicklungsgeschichte beruhte auf seiner Verwendung als Faserlieferant bei der Herstellung von Textilien, Hanfseilen und Papier. Schliesslich besitzt Hanf mehrere Eigenschaften, die ihn für diese Industriezweige vorteilhaft machen. So weist Papier aus dem Material eine deutlich höhere Reissfestigkeit und Beständigkeit vor, während Seile aus Hanf eine enorme Stabilität präsentieren. Zugleich waren die Hanfsamen ein beliebtes Lebensmittel, das für Vitalität sorgen sollte.
Dass Hanf eine der facettenreichsten Nutzpflanzen der Welt ist, zeigt schon die Namensgebung. Gemäss seiner lateinischen Bezeichnung als „Cannabis“ wurden viele Begriffe davon abgeleitet, wie „Canvas“, die englische Vokabel für eine Malerleinwand.
In Ergänzung dazu erkannten die früheren Hochkulturen schnell den Wert der Hanfpflanze für die Produktion von Futtermittel oder als Ölquelle.
Dies bescherte dem Produkt eine internationale Verbreitung, woraufhin Hanf sowohl im asiatischen Raum als auch in Nordamerika oder Europa grossflächig angebaut und verarbeitet wurde. In dem Zusammenhang kam es 1619 im amerikanischen Jamestown, Virginia sogar zu dem Gesetzeserlass, der die Bürger zu dem Anbau von Hanf aufgrund seiner Nützlichkeit verpflichtete. Als Rohstoff für Waffen, Bekleidung, Taue, Buchdrucke und die Lebensmittelindustrie erfuhr Hanf einen weltweiten Erfolg, der bis 1930 anhielt.
Mit Einsetzen der Industrialisierung endete jedoch die Beliebtheit des altbewährten Produktes. Die arbeitsaufwendigen Herstellungsverfahren, die höheren Produktionskosten und die wachsende Konkurrenz liessen Hanf immer mehr in Vergessenheit geraten. Davon profitierten vor allem die führende Baumwoll- und Kunstfaserindustrie sowie Holzlieferanten für die Papierfertigung. In Verbindung mit dem wiederholten Missbrauch von Haschisch und Marihuana als Droge gelang es renommierten Lobbyisten daraufhin Ende 1930 den Hanfanbau komplett zu verbieten. Es begannen weitreichende Hetzkampagnen, die Hanf als gefährliche Droge bezeichneten, die eine höhere Kriminalitätsrate fördert und zugleich rassistische Anleihen zeigte.
Bedingt dadurch wurde dann auch der eigentliche Wert von Hanf für die Medizin, Textilbranche und Ernährung vollständig verdrängt.
Erst in den 90er Jahren gelang es der Hanfindustrie allmählich wieder, die Gesellschaft von seinen Vorteilen zu überzeugen, sodass sein Anbau und die Verwendung erneut im europäischen Raum sowie weiteren Gebieten legalisiert wurden. Aufgrund der heutigen Globalisierung und den Klimaproblemen schaffte er es obendrein, als nachwachsender Rohstoff einen stetig wachsenden Bekanntheitsgrad zu erreichen. Insbesondere die Tier- und Humanmediziner nutzen Hanf inzwischen wegen seiner Qualitäten. Auch der sogenannte Pferdehanf konnte sich dadurch etablieren. Er liefert wertvolle Nährstoffe und beugt so Mangelerscheinungen vor. Ausserdem kann seinen Inhalte präventiv zu der Gesundheit des Pferdes beitragen oder dessen Rehabilitation unterstützen, wenn Krankheiten aufgetreten sind. All diese Kriterien machen deutlich, dass Hanf nicht bloss als Basis für die Herstellung schädlicher Rauschmittel dienen kann.
Viel eher ist dieses Produkt eine traditionsreiche Kulturpflanze, deren Vielseitigkeit eine umfangreiche Verwendung begünstigt, die in sämtlichen Bereichen eine Wirkung zeigen kann. Somit bestätigt Hanf seinen ursprünglichen Ruf als wertvoller Rohstoff.
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