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Stufe 2 Leben selbst
Die zweite Stufe der Evolution das Leben selbst benimmt sich fast wie ein Selbstläufer, sobald die Initialzündung erfolgt ist. Voraussetzung ist natürlich, dass ein seine entspannten Runden drehende Gesteinsobjekt sehr viel Zeit bekommt.
Als unsere Erde noch jung war, war es unmöglich, Leben zu bilden. Die Struktur unseres Sonnensystems war noch nicht vollendet. Regelmäßig stürzten in kurzen Zeitabständen große Asteroiden auf die Erde. Noch befand sich die Erdoberfläche im glutflüssigen Zustand, der eiserne Erdkern begann sich erst zu bilden. Dadurch entstand das für uns so wichtige Magnetfeld. Auch ein wichtiger Indikator für Leben, wie wir es kennen, denn das irdische Magnetfeld schirmt den Großteil der kosmischen Strahlung von unserem Planeten ab. Wahrscheinlich eine Menge Indizien sprechen dafür kam das Wasser aus einer schier unerschöpflichen Zahl von Körpern, die auf die Oberfläche unseres Planeten knallten und verdampften. Irgendwann begann es durch die Unmengen an Wasser in der Ur-Atmosphäre zu regnen. Unaufhörlich. Für mindestens hunderttausend Jahre. Die Ozeane bildeten sich, flüssiges Wasser gab es plötzlich in Hülle und Fülle. Die Ursuppe konnte sich bilden!
Heute wissen wir, dass das Leben schon recht früh in bakterieller Form begann, seine Verbreitung zu finden. Schon im frühen Kambrium, vor über drei Milliarden Jahren, begannen die ersten Bakterien, ihr Tagwerk in Angriff zu nehmen. Doch bis sich komplexes Leben entwickelte, dauerte es noch sehr, sehr lange! Unsere Erde hatte aber Zeit, denn kosmisch herrschte zusehends Ruhe. Die DNA, der Baustein allen Lebens, bildete sich. Eine strukturierte Verkettung von vier Molekülen an einer Leiter mit Milliarden Sprossen auch, wenn man die unendliche Zeit, die der Natur zur Verfügung stand, bedenkt, ist die Erfindung des genetischen Codes aufgrund der Komplexität wahrscheinlich der größte Geniestreich aller Zeiten! Nach vielen Jahrmillionen beschloss irgendwo ein Einzeller, eine Gemeinschaft mit einem anderen Einzeller einzugehen. Die Geburt des ersten Mehrzellers läutete die Explosion des Lebens ein. Nun durfte die Natur experimentieren. Das Starke überlebte, das Schwache wurde durch Aussterben ausselektiert. Zahllose Spielarten der Natur erlebten schon früh ihre Geburtsstunde. Erste Räuber erschienen. Ein Gleichgewicht der Kräfte schickte sich an, die Welt zu erobern. All die beschriebenen Effekte bezeugen auf entwaffnende Weise das Prinzip der Kausalität, denn keine Wirkung hätte eingesetzt, ohne sich die vorhergegangene Wirkung zu Nutze zu machen. Jetzt, im Holozän (der geologische Name, der den Einfluss des Menschen auf die Natur beschreibt, heißt Anthropozän und ist Teil davon), leben mehrere Millionen verschiedenster Spezies auf der Erde. Wahrscheinlich ist uns Menschen noch immer nur ein kleiner Teil der lebenden Arten bekannt. Niemals wird es uns gelingen, alle Variationen des Lebens zu katalogisieren. Dies ist das Ergebnis von Jahrmilliarden an Evolution, deren Geduld und Einfallsreichtum keine Grenzen kannte. Heute erleben wir, die Zeitzeugen, vielleicht die letzte Hochphase des Lebens.
Stufe 3 Intelligentes Leben
Aktuell befinden wir uns in der dritten Stufe der Evolution. Ständige Weiterentwicklung des Lebens erreichte dieses Ziel geduldig und privilegiert. Mit dem Menschen gibt es nun eine Spezies mit der Fähigkeit, abstrakt zu denken und diese Abstraktionen auch handwerklich umzusetzen. Unsere Art mutierte zum Gehirn des Planeten. Als das