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Nordeuropa liegt im Wettbewerb um Fachkräfte vorn
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Nordeuropa und seine Industriezentren spielen im internationalen Wettbewerb um talentierte Fachkräfte vorne mit. Dies zeigt eine neue umfassende Studie des IMD World Competitiveness Center. Die Schweizer Business School hat untersucht, inwieweit Länder geeignete Rahmenbedingungen für attraktive Arbeitsplätze schaffen und die konkreten Bedürfnisse von Unternehmen erfüllen können.
Unter den Top 10 der vom IMD veröffentlichten Rangliste sind die sieben nordeuropäischen Länder Dänemark, Luxemburg, Norwegen, die Niederlande, Finnland, Deutschland und Belgien. Angeführt wird die Rangliste von der Schweiz.
Der jährlich veröffentlichte IMD World Talent Report bewertet, wie leistungsfähig die Länder darin sind, qualifizierte Fachkräfte für ihre einheimischen Unternehmen auszubilden, anzuziehen und auf Dauer zu binden.
Die Rangliste basiert auf Daten zur Wettbewerbsfähigkeit von Ländern, die über 20 Jahre gesammelt wurden. Die Faktenanalyse wird erweitert durch eine Umfrage unter mehr als 4.000 Führungskräften aus den 61 Teilnehmerländern der Studie.
Die Studie wurde vom IMD World Competitiveness Center durchgeführt. Dessen Leiter, Professor Arturo Bris, kommt zu dem Ergebnis: „Das wichtigste Merkmal aller Länder, die auf den oberen Plätzen vertreten sind, ist eine hohe Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse der Märkte.
„Dies zeigt sich in der Fähigkeit, auf ein Marktumfeld einzugehen und es zu gestalten. So gelingt es einem Land, einen „Pool“ an qualifizierten Nachwuchskräften zu schaffen und sich im Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter zu behaupten.“
„Nordeuropa hat sieben Länder unter den Top 10. Schweden folgt auf Platz 11, Irland auf Platz 16 und Island auf Platz 17. Damit untermauert Nordeuropa seine Position als wichtigste Talentschmiede und internationaler Magnet für qualifizierte Fachkräfte sehr deutlich.“
Die Schweiz führt die Rangliste wie bereits im vergangenen Jahr an, es folgen Dänemark, Luxemburg, Norwegen, die Niederlande, Finnland, Deutschland, Kanada, Belgien und Singapur.
Während Dänemark auch schon 2014 den zweiten Platz belegte, konnte sich Luxemburg von Platz 13 verbessern. Ebenso verbessern konnten sich Norwegen (von Rang 10), die Niederlande (von Rang 7) und Belgien (von Rang 17). Deutschland fällt von Rang 3 auf Rang 7 zurück.
Einige grosse Volkswirtschaften der Welt schnitten enttäuschend ab, vor allem die USA (14), Grossbritannien (21) und Frankreich (27). Das chinesische Festland landete sogar nur auf dem 40. Platz.
Singapur konnte Malaysia den Rang als diejenige südostasiatische Wirtschaftsmacht ablaufen, die Führungskräfte am besten ausbildet, anzieht und bindet. Auch Hongkong schnitt gut. Brasilien hingegen musste als stärkste Volkswirtschaft Lateinamerikas Abstriche bei wichtigen Leistungsindikatoren hinnehmen.
Professor Bris stellt fest: „Die führenden Volkswirtschaften haben es durchgehend geschafft, ein positives Gleichgewicht zwischen der Förderung lokaler Nachwuchskräfte und der Anwerbung der besten Fachkräfte aus anderen Ländern zu erzielen.
„Nur die besten Länder können sich einen Zustrom an Fachkräften bewahren, indem sie auf wirtschaftliche, sozialpolitische und sonstige Rahmenfaktoren eingehen und ihre Kernkompetenzen permanent auf den neuesten Stand bringen.“
Die Studie konzentriert sich auf die drei Hauptkategorien Investitionen&Entwicklung, Anziehungskraft und Praxisbezug. Diese Kategorien untergliedern sich wiederum in verschiedene Faktoren wie Schulbildung, Ausbildung, Mitarbeiterschulung, Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter, Lebenshaltungskosten, Mitarbeitermotivation, Lebensqualität, Sprachkenntnisse, Vergütung und Steuersätze.
Diese Hauptkategorien ergeben eine jährliche Gesamtbewertung. Darüber hinaus wird die Entwicklung der einzelnen Länder über einen Zehnjahreszeitraum (2005 – 2015) beobachtet, ebenfalls auf Basis der genannten Kategorien. Durch diese fundierte Studienarbeit ermittelt das IMD die für Fachkräfte attraktivsten Länder.
Über das IMD World Competitiveness Center
Das IMD World Competitiveness Center gehört zur IMD Business School und gibt auch das Jahrbuch der globalen Wettbewerbsfähigkeit (World Competitiveness Yearbook) heraus. Dieses Jahrbuch wird seit 1989 veröffentlicht und ist weithin als führende Analyse zur Wettbewerbsfähigkeit von Nationen anerkannt.
Artikel von: IMD International
Artikelbild: © Pressmaster – shutterstock.com