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Horrorfilm
© Universal Pictures - Monsterfilme "Frankensteins Monster, der Werwolf, Dracula, der Kiemenmann und die Mumie"
Ein Streifzug durch die Welt des Schreckens
Von der klassischen Phase bis zur Gegenwart des Genres
Horror ist das Gegenwärtige, die Tatsache, der man ins Auge sehen muss. Es ist, wenn Befürchtungen wahr werden. Durch die Stimulation von Urängsten, will es im Zuschauer Angstgefühle erzeugen.
Zu diesem Zweck bedient sich der Horrorfilm einer Palette unterschiedlicher Erzählmuster und Symbole:
1. Übernatürliche Mächte (Geister) oder Wesen (Monster) bedrohen die Lebensgemeinschaft der Protagonisten.
2. Das Innenleben des wahnsinnigen oder psychisch verwirrten Protagonisten wird für den Zuschauer visualisiert.
3. Übernatürliche Mächte ergreifen Besitz vom Protagonisten und lassen ihn zur Bedrohung werden.4. Intrigen und Komplotte führen zur Vorspiegelung der erwähnten schockierenden Ereignisse.5. Fluchbeladene Orte oder Objekte führen zu einer Heimsuchung der Protagonisten.
Die Auffassung des Begriffes "Horror" (Grauen) hat sich über die Jahrzehnte verändert, und somit auch die Stilmittel des Genres.
Das Hollywood-Studio "Universal" wurde zum König des Genres. Eine grosse Welle an Verfilmungen in den 30er Jahren - wie "Tod Brownings" Vampier-Motiv "Dracula", des berühmtesten Ungeheuers der Popkultur und "James Whales" Monster-Motiv "Frankenstein" (beide 1931) machte diese Filme dem Publikum schnell zum Begriff.
Sie vereinigten die extremen Schattenspiele mit zeitgenössischer Filmtechnik und zum Teil mit der subtilen Schauspielkunst und gelten seitdem als Meilensteine dieses Genres.
© Universal Pictures - "Béla Lugosi" als "Graf Dracula"
© Universal Pictures - "Boris Karloff" als "Frankensteins Monster"
Bereits Ende der 50er Jahre begann die englische Hammer Film Production mit ihren mehr auf Visialisierung von spektakulären Schauwerten ausgerichteten Verfilmungen die klassische Variante abzulösen.
Sie kreierten eine neue Generation der "Horrorstars" - Zwei ihrer Stars: "Christopher Lee" und "Peter Cushing"!
"Terence Fisher" schuf als Regisseur die bedeutendsten Werke dieser Reihe, die bis in die 70er Jahre fortgesetzt wurde.
Die weltweite Lockerung der Zensurbestimmungen Ende der 60er Jahre führte schliesslich zu einer deutlichen Brutalisierung der Gräuelbilder und zur Entstehung des "Splatterfilms".
Mit den überwältigenden finanziellen Erfolgen von "Steven Spielbergs" Monsterfilm "Der weisse Hai", 1974 und "William Friedkins" Besessenheitsdrama "Der Exorzist", 1973 begann der Einzug des Horrorfilms ins populäre Kino.
Aufwendige Spezialeffekte wurden immer bedeutender. Immerhin war das Horrorgenre in dieser neuen Blütezeit salonfähig geworden. Die kreativen Möglichkeiten, die das Spiel mit der Angst bot, waren endlich akzeptiert und wurden genutzt.
Die Schwemme von Splatterfilmen in den späten 70er Jahren brachte den Horrofilm jedoch erneut in Verruf.
Nur wenige potentielle Klassiker entstammten dieser Ära; "John Carpenter" legte mit "Halloween", 1978 das Musterbeispiel und die Spielregeln der "Teenie-Slasher-Filme" fest und "George A. Romero" entwarf mit seiner apokalyptischen Gesellschaftsvision "Zombie", 1978 das Szenario für eine ganze Reihe von Plagiaten ...
Unsere Technik und unsere Zivilisation haben sich viel schneller entwickelt als wir selbst, und wir brauchen den Tod in unserem Alltag - er ist ein wesentlicher Bestandteil der Erfahrung des Menschseins.
Das ist der Grund, warum Horror und Film zusammengewachsen sind ...
Die Universal-Monster-Filme
Die klassischen Gestalten des Horrors
Von den alten schwarz-weiss Filmen
Die Hammer-Filme
Horror aus der Fabrik der Ungeheuer
Die Filmgesellschaft, die den Horrorfilm wiederentdeckte
Der Kino-Teufel der siebziger Jahre
Der Teufelsspuk in ungeahnter Blüte
Geisterbeschwörungen, Bessesenheit und Teufelsaustreibungen
Die neuen Monstren
Parapsychologische Thriller
Ein Welle der geheimen Ängste