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Die AS Roma scheitert in der Coppa Italia im Achtelfinal an Spezia. Sie verloren nach Verlängerung gegen den Aussenseiter mit 2:4. Ein kleines Trostpflaster: Wegen eines Regelverstosses hätten sie sowieso eine Forfait-Niederlage kassiert.
Nach der bitteren Derby-Niederlage gegen Lazio gab es für die AS Roma am Mittwochabend gleich die nächste herbe Enttäuschung. Bereits der Start missriet völlig: Nach einer Viertelstunde lag man gegen den aktuellen Tabellen-13. der Liga mit 0:2 zurück. Immerhin konnte man in der regulären Spielzeit durch Lorenzo Pellegrini (43. Minute) und Henrikh Mkhitaryan (73.) noch zurückschlagen, ehe sich die Ereignisse bei Beginn der Verlängerung überschlugen.
Innerhalb von nur einer Minute flogen bei den Giallorossi Gianluca Mancini (91.) sowie Goalie Pau Lopez (92.) mit Rot vom Platz. Trainer Paulo Fonseca reagierte und nahm einen Doppelwechsel vor – seine Wechsel Nummer 5 und 6 in der Partie. Damit hatte der Portugiese die Pleite schon vorweggenommen.
Die FIFA erlaubt zwar in gewissen Wettbewerben eine zusätzliche Auswechslung in der Verlängerung, doch in der Coppa Italia ist dies nicht der Fall. Offenbar scheinen die Römer das Reglement missverstanden zu haben, das besagt, dass die Mannschaften in der Verlängerung einen zusätzlichen «Slot» haben, um Auswechslungen vorzunehmen. Eine sechste Auswechslung ist dort aber nicht aufgeführt. Und der vierte Offizielle oder der Schiedsrichter sind nicht dazu angehalten, eine Mannschaft zu informieren, wenn sie zu viele Auswechslungen vornimmt.
Bereits der zweite grobe Patzer diese Saison
Dass der Gast gegen das dezimierte Heimteam noch zwei Treffer erzielte, spielte also eigentlich keine Rolle mehr. Es ist der zweite Regel-Fehler bei der Roma in dieser Saison: Das torlose Saisonauftaktspiel bei Hellas Verona wurde nachträglich am grünen Tisch in eine 0:3-Niederlage umgewandelt.
Die Römer Vereinsverantwortlichen hatten es versäumt, den Guineer Amadou Diawara auf der Liste zu erwähnen, auf der alle Spieler aufgeführt sein müssen, die älter als 22-jährig sind. Der Mittelfeldspieler, der in Verona in der Startformation stand, wurde Mitte Juli 23 Jahre alt.
Während Spezia mit dem überraschenden Sieg im Viertelfinal steht und nun gegen Napoli antreten darf, herrscht im Olimpico grosse Tristesse. Einige Funktionäre durften wohl um ihren Job zittern.