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Der ehemalige amerikanische Vizepräsident Walter Mondale ist im Alter von 93 Jahren in Minneapolis gestorben. Der Demokrat galt in den Achtzigerjahren als das Gesicht seiner erfolglosen Partei. Der linke Vorkämpfer liess sich dadurch aber nicht beirren.
Walter Mondale (l) feiert seinen 90sten Geburtstag mit dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter.
Er wusste es. Die Wahl war verloren. Also blieb Walter Mondale an diesem Oktober-Abend im Jahr 1984 nichts anders übrig, als zu lachen – obwohl es seinem Kontrahenten Ronald Reagan, Präsident seit 1981, mit Hilfe eines einstudierten Witzes gerade gelungen war, das wohl explosivste Wahlkampfthema zu entschärfen. Reagan, damals 73 Jahre alt, hatte in der einer TV-Debatte auf die Frage eines Moderators, ob er den Belastungen seines Amtes noch standhalte, geantwortet: «Zweifellos. Ich möchte Sie zudem wissen lassen, dass ich die Altersfrage nicht zum Wahlkampfthema machen werde. Ich werde die Jugend und Unerfahrenheit meines Gegners politisch nicht ausnutzen.» Der Spruch Reagans ging in die Wahlkampf-Annalen ein. Und Mondale, 56 Jahre alt, sagte später über Reagan: «Er wirkte lebhaft. Und nur darauf achteten die Zuschauer.»