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Jim Cramer ist wohl einer der meistbeachteten Börsen Gurus unserer Zeit. Er hat jeden Abend um 18:00 Uhr bzw 23:00 Uhr (EST) - also nach US-Börsenschluss eine eigene Show Namens "Mad Money" auf CNBC.
Hier gibt er Empfehlungen (Kauf wie auch Verkauf) für Aktien ab.
Dabei können auch Zuschauer während der Sendung anrufen und seine Meinung zu einzelnen Titeln erfragen.
Wir unterscheiden - dazu kommen wir später - zwischen "Caller Picks" (Nachfragen von Zuschauern) und "Non-Caller Pick" (Titeln, auf die Cramer von sich aus gekommen ist).
Es stellt sich nun die Frage, in wie weit man diesen Empfehlungen von Jim Cramer trauen kann.
Drei Mitarbeiter der Department of Finance at the Kellogg School of Management haben sich 2005 die Frage gestellt, wie gut die Aktientips von Jim Cramer sind und haben 246 Kaufempfehlungen untersucht. Das Ergebnis der Studie lässt sich wie folgt zusammenfassen:
Am Tag nach "Mad Money" kaufen die Kleinanleger wie wild die empfohlenen Titel und die Kurse steigen bereits bei der Eröffnung um 2-5%. Ab Tag 2 fallen die Kurse dann wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück.
Das sieht also so aus:
Am Tag der Empfehlung steigt das Volumen der empfohlenen Firmen um Faktor 3, am Tag 1 um Faktor 9 (dann rennen alle Kleinanleger rein) und am Tag 2 liegt es bei Faktor 4.5.
Wir sprechen hier vom Short-Selling Volumen. Warum? Weil die institutionellen Anleger erkannt haben, dass es wichtig ist, auf Cramer zu hören. Wenn er auf CNBC seine "Mad Money" empfehlungen ausgibt, dann verkaufen sie die Aktien am nächsten Tag an die Masse der Kleinanleger und kaufen sie danach in den folgenden 12 Tagen zurück.
Jim Cramers Empfehlungen lassen sich also sehr schön traden, indem man am Tag nach der Empfehlung die Titel shortet und sie zum ursprünglichen Preis (Tag -1) ein bis zwei Wochen wieder zurückkauft.
Quelle:
Hier noch eine weitere Analyse zu Jim Cramers Empfehlungen:
Jim Cramers Empfehlungen haben vor allem auf Small-Caps einen Einfluss. Bei Large-Caps kaum noch.
Ist auch logisch, denn bei den Kleinen haben die Massen von kaufenden Kleinanlegern den grössten Einfluss.
Caller-Picks sind Aktien zu denen Anrufer während der Sendung Jim um eine Meinung gebeten haben.
Non-Caller Picks sind Aktien, die Jim von sich aus empfohlen hat.
Die obenstehenden Grafiken listen nicht die nominelle Preisentwicklung aus sondern die Differenz zum S&P 500. Also in wie weit diese Titel den S&P out/underperformen.