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Anton Kutter entwickelte in den 50er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts eine einfach aufgebaute Optik, die obstruktionsfrei arbeitet und eine
Performace nahe der Leistung von hochwertign Refraktoren hat. Der Trick liegt darin, die Optik so zu verkippen, dass praktisch ein Cassegrain-Teleskop
entsteht, dessen Fangspiegel seitlich des Hauptspiegels liegt. Durch die obstruktionslose Optik ist der Kontrast derart viel besser, als hätten
Sie ein eineinhalbmal grösseres Newton-Teleskop. |
Anton Kutter schwebte bei der Idee "seines" Teleskopes eine Optik vor, die es dem Amateur ermöglichen sollte, mit
relativ einfachem optischen Aufwand ein Teleskop mit sehr hoher Defination zu fertigen. Ein Teleskop, das ideal ist für
die vorwiegend visuelle Beobachtung, besonders auch von Planeten. Ein Teleskop, das auch heute noch immer durch eine
ungewöhnlich hohe Schärfe zu überzeugen vermag.
Die hohe Leistungsfähigkeit des Kutter Teleskopes zeigt unter anderem diese interessante
Testreihe Japanischer Hobbyastronomen, wo sich der
150 mm Kutter mitten in der Spitzengruppe unter vielfach teureren Teleskope findet.
Herausgekommen ist eine mechanisch nicht ganz einfache Konstruktion mit einer obstruktionsfreien Spiegeloptik mit
hervorragender Leistung. Auffälligstes Merkmal sind die gekippten Spiegel, weshalb dieser Teleskoptyp oft einfach
"Schiefspiegler" genahnt wird. Gerade in der Planetenbeobachtung gilt der Kutter noch immer als eines der besten Instrumente.
Die hohe Leistung wird nur durch die höhere Luftunruheempfindlichkeit bei den grösseren Geräten
beeinträchtigt. Gerade der 110 mm Kutter aber vermag aber durch seine noch kompakten Masse und
verhältnismässig schlanke Bauform aber als idealer Kompromiss auch als transportables Gerät überzeugen!