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«Sie sollen mich nicht reinwaschen», forderte Roth von seinem Biografen Blake Bailey. «Machen Sie mich einfach interessant.» Bailey scheiterte dabei an sich selbst, Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe wurden gegen ihn erhoben wurden, sein Buch aus dem Handel genommen.
«Machen Sie mich einfach interessant», sagte Philip Roth seinem Biografen. Der Schriftsteller in einer Aufnahme von 2005 bei sich zu Hause.
Douglas Healey / AP
Er hätte es wissen müssen. Eine Biografie bringt nichts als Ärger. Philip Roth wusste es seit langem, sein erster Biograf war ihm sogar ein derartiges Ärgernis, dass er ihn in dem 2007 erschienenen Roman «Exit Ghost» verewigt hatte. Die an einem Hirntumor erkrankte Amy Bellette bittet darin Nathan Zuckerman, eine geplante Biografie des fast vergessenen Schriftstellers E. I. Lonoff zu verhindern. «Ist dieser schreckliche Kliman denn ein Biograf? Er ist ein Hochstapler», so Bellette über den jungen Autor, der vorgibt, mit seinem Buch den verstorbenen Lonoff rehabilitieren zu wollen, aber wohl vor allem auf eigenen Ruhm spekuliert.