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Der Schweizer Verkabelungsspezialist Reichle & De-Massari konnte seinen Umsatz in der ersten Hälfte 2011 verglichen mit dem gleichen Zeitraum des letzen Jahres um 8,8 Prozent auf knapp 100 Millionen Franken steigern. In Lokalwährungen gerechnet wuchs der Umsatz sogar um 16,7 Prozent.
Besonders kräftig habe sich der Heimmarkt entwickelt, CSO Ingo Kübler verweist aber auch auf "erfreuliche Wachstumszahlen" im übrigen Europa, im Mittleren Osten und in Asien. Letztes Jahr machte R&M 71 Prozent seines Umsatzes im Ausland. R&M konnte also die Auswirkungen des starken Frankens für ein exportorientiertes Unternehmen zumindest umsatzmässig bisher recht gut verkraften. Über die Gewinnlage äussert sich R&M allerdings nicht.
CEO Martin Reichle warnt zudem: "Angesichts des grossen Gegenwinds von Euro und US-Dollar braucht es, nebst bereits eingeleiteten Massnahmen, weitere Aktionen zur Steigerung der Effizienz in der gesamten R&M-Gruppe." Konkurrenten aus den USA hätten heute, so Reichle, verglichen mit der Situation von vor 15 Monaten mehr als 20 Prozent Preisvorteil, Konkurrenten aus Europa könnten rund 20 Prozent günstiger produzieren als R&M in der Schweiz.
"Das veranlasst uns, nebst einer kontinuierlichen Effizienzsteigerung, zu neuen strategischen Überlegungen", so Reichle. Der Inhalt dieser Überlegungen dürfte manchen Schweizer Angestellten wenig erfreuen: Denkbar sei eine "Verlagerung von Wertschöpfung" (sprich der Export von Arbeitsplätzen) in andere Länder ausserhalb der Schweiz oder auch eine Erhöhung von Arbeitszeiten, "um das weitere Wachstum profitabel gestalten zu können." (hjm)