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Die reine Spracherkennung, also die maschinelle Transkription von gesprochener Sprache in geschriebenen Text, hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht.
Als Hindernis gilt dabei allerdings, dass die Worte laut formuliert werden müssen.
Das Forschungsprojekt «SilentSpeller», an dem mit Thad Starner auch einer der ursprünglichen Erfinder von Google Glass beteiligt ist, will dies nun ändern, wie das Portal BuzzFeedNews schreibt.
Ziel sei es, ein «zahnspangenartiges Gerät» zu entwickeln, das zum lautlosen Diktieren und Versenden von SMS, E-Mails, Tweets und anderen Nachrichten verwendet werden kann.
In der «Zahnspange» sind dazu 124 Sensoren eingebaut, die die Bewegungen der Zunge sowie die Kontakte mit dem Gaumen messen. Um einen Text zu diktieren, genüge es, die Worte ohne Stimmeinsatz zu formulieren, solange die Zungen- und Mundbewegungen wie beim normalen Sprechen durchgeführt werden.
Der sogenannte Elektropalatograf basiert auf einem bereits existierenden Produkt namens «SmartPalate», das seit einigen Jahren Menschen mit Sprachfehlern und Behinderungen unterstützt. Jetzt soll die Erfindung massentauglich weiterentwickelt werden.
Im Consumer-Bereich könnte die «Zahnspange» in leisen Umgebungen wie einer Bibliothek oder bei enormem Geräuschpegel Verwendung finden, wenn klassische Spracherkennung nicht angebracht ist.
Um die transkribierten Wörter als Textnachrichten versenden zu können, muss der Prototyp des «SilentSpeller» noch per USB-Kabel mit einem Computer oder Smartphone verbunden werden. Die Forscher gehen aber davon aus, dass die Übertragung aus dem Mund künftig drahtlos funktionieren kann.
Neben Forschenden von der Universität Tokyo ist am Projekt auch der Wissenschafter Alex Olwal beteiligt. Er leitet das Googles Interaction Lab und ist auch federführend in Googles Augmented-Reality-Pläne involviert.