Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/247887

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zu ergreifen, die den Einstieg für Bauern in die Direktvermarktung vereinfachen. Denkbar wären finanzielle Anreize, die Erschliessung von Absatzkanälen wie öffentliche Verpflegungseinrichtungen oder der Abbau von Hürden in Bezug auf lebensmittelrechtliche Anforderungen bei der Nährwertangabe, die ein unverhältnismässiges Mass an Bürokratie mit sich bringen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Bundesrat hat sich in seinem Bericht in Erfüllung des Postulates 21.3015 "Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik" vom 22. Juni 2022 mit der Thematik des Direktverkaufs und kurzer Vertriebswege befasst. Der Bericht stellt fest, dass die Rahmenbedingungen und die gesetzlichen Grundlagen vorhanden sind, damit die Förderung und Unterstützung von Aktivitäten im Bereich Direktverkauf weiterentwickelt werden können. Die Unterstützung der Organisation nachhaltiger und kurzer Wertschöpfungsketten, namentlich im Bereich der Angebotsbündelung und der Qualitätssicherung, wird im Bericht als mögliche zusätzliche Massnahme identifiziert. Der Bundesrat plant für 2026 eine Vernehmlassung zur zukünftigen Ausrichtung der Agrarpolitik durchzuführen. Darin wird er die Konkretisierung der Massnahmen bezüglich Stärkung der Direktvermarktung und der kurzen Versorgungsketten zur Diskussion stellen. Damit soll auch die Motion 22.4251 WAK-S "Bericht zur zukünftigen Ausrichtung der Agrarpolitik. Konkretisierung des Konzepts" umgesetzt werden, die den Bundesrat beauftragt, den Konzeptvorschlag im Bericht "Zukünftige Ausrichtung der Agrarpolitik" vom 22. Juni 2022 zu konkretisieren und dem Parlament bis spätestens Ende 2027 eine diesbezügliche Botschaft zu unterbreiten.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.