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Wie funktioniert das Gedächtnis?
Das Gedächtnis, die Fähigkeit Informationen zu speichern oder Informationen über ehemalige Ereignisse wieder aufzurufen, ist eine der Funktionen des Gehirns. Wenn wir uns an etwas erinnern,läuft ein Vorgang ab, in welchem unser Gehirn Informationen aufruft oder rekonstruiert, die wir einmal gelernt haben.
Eine Gegenüberstellung von Erkennen und Gedächtnis.
Viele Studien über das Altern des Gehirns betrachten den Bereich der wahrnehmenden, erkennenden ( kognitiven ) Fähigkeiten losgelöst von der Erinnerung. Erkennen berücksichtigt aber nicht nur die Erinnerung und das Vergessen sondern auch abstraktes Denken, logisches Denken, Aufmerksamkeit, Vorstellung, Einsicht und die Würdigung von Schönheit.
Verschiedene Typen des Gedächtnisses
Je nach Speicherdauer der Information wird zwischen dem Arbeitsgedächtnis, das früher Kurzzeitgedächtnis genannt wurde, und dem Langzeitgedächtnis unterschieden.
Je nach Art der Gedächtnisinhalte unterscheidet man zwischen deklarativem und prozeduralem Gedächtnis.
- Das deklarative Gedächtnis speichert Fakten bzw. Ereignisse, die entweder zur eigenen Biographie gehören (episodisches Gedächtnis) oder das sogenannte Weltwissen eines Menschen ausmachen, wie zum Beispiel berufliche Kenntnisse, Fakten aus Geschichte, Politik, Kochrezepte etc. (semantisches Gedächtnis). Diese Gedächtnisinhalte werden durch explizites Lernen erworben.
- Das prozedurale Gedächtnis beinhaltet Fertigkeiten, die automatisch, ohne Nachdenken eingesetzt werden. Dazu gehören vor allem motorische Abläufe (Fahrradfahren, Schwimmen, Tanzen, Skifahren, etc.). Diese Gedächtnisinhalte werden durch implizites Lernen erworben.
Wie sich das Gedächtnis verändern kann.
Sind Sie schon einmal in einen Raum getreten und wussten nicht mehr warum Sie gekommen sind? Suchten Sie Schlüssel, die auf geheimnisvolle Weise verschwunden sind? Oder konnten Sie sich nicht mehr an den Namen einer Person erinnern, den Sie kennen?
Diese Momente der Vergesslichkeit passieren jedem. Schliesslich sind Erinnern und Vergessen ein ganz normaler Teil des täglichen Lebens.
Aber wenn wir älter werden, können wir uns bei Vergesslichkeit so fühlen, als ob wir unseren Raum verlieren würden. Oder es veranlasst uns, dass wir uns über Alzheimer - eine Demenzerkrankung die viele Menschen betrifft - Sorgen machen.
Die Gedanken werden aus einer Reihe von Vorgängen gebildet, die dann beginnen, wenn wir neuen Informationen ausgesetzt sind. Unser Gedankenverzeichnis verschlüsselt und lagert sie an der richtigen Stelle zur späteren Nutzung ab.
Viele Menschen erfahren Veränderungen in ihren kognitiven Fähigkeiten ( Erinnerung und andere geistige Funktionen ) wenn sie altern. Aber Untersuchungen zeigen, dass die Veränderungen sich von Person zu Person unterscheiden. Wissenschaftler haben auch herausgefunden, dass wir aktiv etwas unternehmen könnnen um dem Gedächtnisverlust vorzubeugen und unser Gehirn im Alter gesund zu erhalten .
Quelle: AARP. org