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Im September werden die Hanfpflanzen geerntet. Der gesamte oberirdische Teil wird abgeschnitten und unverzüglich in unsere hofeigene Brennerei geführt. Unser Brennhafen fasst rund 1'500 Liter. Innerhalb einer Woche brennen wir pro Tag 7 bis 8 Mal.
Die Hanfdestillation kann mit einer Fruchtdestillation (Kirschen, Zwetschgen, usw.) verglichen werden. Mit heissem Dampf werden die Moleküle des ätherischen Öls aus der Hanfpflanze herausgelöst. Das Dampfgemisch mit den ätherischen Ölen gelangt durch einen im Wasser stehenden Schlangenkühler und setzt sich dann. Anschliessend wird das Wasser entzogen und übrig bleibt das goldgelbe 100% reine ätherische Hanföl. Dieses muss vor dem Gebrauch noch einige Monate ruhen.
Aus qualitativen Überlegungen darf der Hanf nicht direkt nach einer Regenperiode geerntet und muss unverzüglich verarbeitet bzw. destilliert werden. Lagert er zu lange, erhitzt und oxidiert er, was sich negativ auf die Qualität auswirkt.Das Endprodukt kann nicht besser sein als der Rohstoff, aus dem es stammt. Deshalb legen wir grossen Wert auf die Qualität unseres Saatguts. Nur das beste ist gut genug, um qualitativ hochstehendes ätherisches Hanföl zu produzieren. Ausgeschieden werden kranke, mit Botrytis befallene und männliche Pflanzen, den diese beinhalten weniger ätherisches Öl als weibliche und führen zu einer unkontrollierten Bestäubung auf dem Feld.
Für einen Liter ätherisches Hanföl braucht es ungefähr 650 kg frisch geernteter Hanf (= 1.5 Liter pro Tonne frisch geernteter Hanf). Das Nebenprodukt aus dem Brennvorgang ist bräunlich und geschmacklos. Es enthält die Substanz THC (Tetrahydrocannabinol, aktive Substanz der Droge). Unverzüglich nach dem Brennen wird dieses Nebenprodukt mit organischer Substanz (Jauche) vermischt und kompostiert. Durch das Kompostieren werden sämtliche Inhaltsstoffe um- oder abgebaut und so neutralisiert.