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Tangla
[Dengelstock]
Der Dengelstock besteht aus einem Dengeleisen, dem Dengelstock, Tängilstock und einem Dengelhammer, Tängilhammer und dient zum schärfen, tängillu der Sense. Im Oberwallis bestand der Dengelstock aus einem tragbaren, kleinen Eisenamboss, der auf der einen Seite zugespitzt war und in den Boden gerammt werden konnte. Damit er beim Dengeln nicht immer weiter im Boden versank, waren ungefähr in der Hälfte des Stockes Metallschnecken angeschweisst, die ein weiteres Eindringen stoppten.
Tangla: Dengelstock mit Dengelhammer;
Quelle: Maurus Schmid: Altes Handwerk
Dengeln;
sorgfältig wird mit leichten Schlägen die Sense geschärft
Tangla
Tangla: Dengelstock mit Dengelhammer;
Quelle: Maurus Schmid: Altes Handwerk
Di Tangla nahm man bei grösseren Arbeiten zum Mähen mit auf die Wiese, wurde die Sense, Sägessa stumpf, rammte man den Stock in die Erde und dengelte die Sense. Man legte den äussersten Teil des Schneideblattes der Sense auf das Halbrund des Dengeleisenkopfes und schlug nun mit dem Dengelhammer die Sense scharf. Das war eine heikle Arbeit, denn schlug man zu fest, entstanden kleine Risse in der Schneide und die Sense war ruiniert. Gute Mäder, Meder, dengelten ihre Sense selber und sie waren besonders Stolz auf die Schärfe ihrer Sense. Anfänger liessen ihre Sense durch einen solchen "Meister" dengeln. Meistens wurde aber diese Arbeit am Abend verrichtet. Und zu Heuerszeit klang das "Ping, Ping..." des Dengelns vielfältig durchs Dorf.