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USA: Rückzug des Callaway-2-COL-Antrages
Die Ameren beendet ihre Bemühungen, eine COL für den geplanten EPR Callaway-2 zu beantragen. Dies teilte Warner Baxter, Präsident und CEO des Unternehmens an einer Telefonkonferenz Journalisten mit. Die Ameren UE – eine Tochtergesellschaft der Ameren – hatte das COL-Gesuch am 28. Juli 2008 bei der Nuclear Regulatory Commission (NRC) eingereicht. Im Juni 2009 verlangte sie von der NRC die vorübergehende Einstellung der COL-Gesuchsprüfung aus finanziellen Gründen. Missouris Gesetzgeber hatten eine von der Ameren vorgeschlagene steuerliche Abgabe zur vorzeitigen Deckung der Entwicklungskosten des geplanten Kernkraftwerks abgelehnt.
Jetzt zieht die Ameren das COL-Gesuch endgültig zurück. Der Entscheid sei unter anderem auf die jüngsten Änderungen bei der Lizenzierungsunterstützung des Reaktorlieferanten, die eigene Beurteilung des langfristigen Kapazitätsbedarfs, die sinkenden Kosten alternativer Erzeugungstechnologien und den Rechtsrahmen in Missouri zurückzuführen, so Baxter. Die Kernenergie bleibe nichtsdestotrotz weiterhin eine wichtige saubere Energiequelle für die Ameren und die USA.
Die Ameren betreibt die Kernkraftwerkseinheit Callaway-1 (PWR, 1215 MW), die 1984 den Betrieb aufgenommen hat. Die Areva Inc. hatte die NRC am 25. Februar 2015 ersucht, die Überprüfung des Zertifizierungsgesuchs für den US EPR vorübergehend einzustellen. Dies hängt mit der laufenden Neuorientierung des Mutterhauses Areva SA zusammen.