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Gemeinsam geflogen, gemeinsam gestürzt
Die Schweizer Slopestyle-Snowboarder verpassen beim Heimweltcup in Laax zum Saisonstart das Podium. Zum erhofften und möglichen Exploit fehlen dem Swiss-Ski-Quartett im Final die Nerven.
Gemeinsam waren die Schweizer Snowboarder am Mittwoch in den Halbfinals geflogen, gemeinsam stürzten Moritz Boll, Moritz Thönen, Nicolas Huber und Jonas Bösiger im Final am Freitag ab. Keiner der acht Versuche, die dem Schweizer Quartett im Final zur Verfügung gestanden hatten, endete fehlerfrei, weshalb Boll als bester Einheimischer zum Schluss lediglich einen 7. Rang auszuweisen hat. Die Schweizer hatten in Laax wie das gesamte Feld mit schwierigen Verhältnissen bei wechselhaftem Wind und diffusem Licht zu kämpfen, letztlich scheiterten sie aber bereits an den eigenen Nerven.
Einzig Boll, der in den Halbfinals am Mittwoch den besten Wert aller Athleten aufgestellt hatte, fiel nicht in beiden Versuchen früh aus der Entscheidung. Sein zweiter Run war bis zum letzten und kleinsten von drei Kickern solide, dort misslang der Versuch, sich dreieinhalb Mal um die eigene Körperachse zu drehen. Thönen (8.), Huber (10.) und Bösiger (12.) hatten jeweils bereits nach dem Startabschnitt mit den Rails ihre Ambitionen begraben müssen.
Am besten mit den Gegebenheiten auf dem Parcours zurecht kam der Schwede Niklas Mattsson. Die 84,28 Punkte, die der 28-Jährige mit dem ersten Run überhaupt aufgestellt hatte, blieben unerreicht. Mattsson profitierte bei seinem Siegesrun allerdings von günstigen Sichtverhältnissen, die mit Fortdauer des Wettkampfs immer schlechter wurden. Zweiter wurde der überraschende Deutsche Leon Vockensperger vor Marcus Kleveland aus Norwegen.
Bei den Frauen ging der Sieg im Final ohne Schweizer Beteiligung an die Amerikanerin Jamie Anderson. Als 17. avancierte Bianca Gisler zur besten Athletin aus dem Schweizer Kader. Die Flimserin Sina Candrian beendete ihre Karriere am Heimevent unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin auf dem 18. Platz.