Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03170.jsonl.gz/1442

Ova da Spin wird als „schönste Sperrstelle“ in ganz Graubünden bezeichnet. Dies wegen der einmaligen und eigenwilligen Tarnung der zwei Hauptwerke. Sie steht am Rande des Nationalparks und sperrte die Ofenpassstrasse gegen Angreifer von Süden.
Der als mittelalterliches Gemäuer getarnte Bunker Ova d’Spin Strasse wirkte die 9 cm PAK (Panzerabwehr-Kanone Kaliber 9 cm) und ein Maschinengewehr auf das gegenüberliegende Sprengobjekt der Ofenpassstrasse. Das zweite Maschinengewehr wirkte in Richtung auf den Bunker Ova d’Spin Nord.
Dieser Bunker steht zwar exponiert auf einer Geländekante auf 2042 müM in der Mitte der etwa 1.5 km breiten Sperre. Dank seiner Tarnung als wild gezackter Felsvorsprung ist er aber kaum zu erkennen. Mit seinen drei Maschinengewehren konnte Richtung Ove Spin Strasse, nach vorne und in Richtung der Stellung Brastouch, dem nördlichen Abschluss der Sperre, geschossen werden.
In der Sperre Ova d’Spin sind sehr gut erhaltene Stellungen aus dem 1. Weltkrieg sichtbar, in Form von Schützengräben und drei betonierten Waffenstellungen. Teilweise sind sogar die mit Holz präparierten Schützenscharten erhalten geblieben.
Die mehrstöckigen Bunker aus dem 2. Weltkrieg waren autark ausgerüstet, dh. Schlafplätze, sanitäre Anlagen, Wasser und Lebensmitteln waren in genügender Anzahl gebunkert. Strom für Licht und Lüftung wurde von einem Diesel-Motor geliefert deren Tank ’s aus Sicherheitsgründen an unterschiedllichen Orten montiert waren.
- N46 40.621 E10 09.659; Ova d’Spin Strasse,
Bewaffnung: 9 cm Pak plus 2 Mg, 16 Mann Besatzung
- N46 41.032 E10 09.887; Ova d’Spin Nord,
Bewaffnung: 3 Mg, 15 Mann Besatzung
- Stellung Brastouch, Bewaffnung: 1 Mg, 8 Mann Besatzung