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«Nach dem deutschen Überfall auf Polen und der Generalmobilmachung stellte die Armeeführung unter General Guisan fest, dass für eine vollständige Absicherung der Landesgrenzen keine ausreichenden Ressourcen vorhanden waren. Deshalb wurde das Szenario ‹Fall Nord› ausgearbeitet und eine zusammenhängende, verkürzte Front gebildet. Das Schwergewicht der Verteidigung lag zwischen Zürichsee und Hauenstein.
Im Bereich der Stadt Zürich folgte der Frontverlauf ab Wollishofen dem Seeufer und danach der Limmat entlang bis Wipkingen. Für die Durchführung der Befestigungsmassnahmen und die Besetzung der Stellungen wurde ein Stadtkommando installiert.
Durch den Einfall der deutschen Wehrmacht in Frankreich und den Kriegseintritt Italiens als Achsenpartner Deutschlands war die Schweiz allseitig von feindlichen Mächten umgeben und das Szenario ‹Fall Nord› wurde hinfällig. In der Konsequenz beschloss Guisan, die Armee zur ‹Rundumverteidigung› (Réduit) in die Alpen zurückzuziehen. Die Einsatzdauer der Limmatstellung hatte somit nur wenige Monate gedauert.»
Erläuterungen: Stephan Steger, Historiker der Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich.