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Bei einer Erkältung spricht man auch von einem grippalen Infekt, was qualitativ ganz etwas anderes ist als eine Grippe beziehungsweise Influenza. Letztere zeichnet sich durch eine plötzlich einsetzende, schnelle Verschlechterung und sehr unangenehme Beschwerden wie starke, bohrende Kopfschmerzen, Glieder- und Halsschmerzen, die sich oftmals zu einer heftigen Bronchitis mit Atembeschwerden weiterentwickeln, aus.
Begleitet wird das Ganze von Fieberschüben, die bis 41 Grad ansteigen können. Wenn der zunächst quälende, trockene Husten dann endlich mit weisslichem bis grünlichem Auswurf verbunden ist, ist das schon fast ein gutes Zeichen, weil damit auch sehr viele Bakterien nach aussen befördert werden, was das Abwehrsystem etwas entlastet.
Während bei einer Erkältung noch ein halbwegs normaler Appetit vorhanden ist, will der Grippepatient aufgrund eines extremen Mattheitsgefühls eigentlich nur noch schlafen. Auch und gerade die starken Glieder-, Muskel- und Gelenkschmerzen sind ein ziemlich eindeutiger Indikator für eine Grippe.
Die ganzjährig auftretende Erkältung, die meistens mit Schnupfen beziehungsweise einer verstopften oder laufenden Nase und Niesen verbunden ist, dauert in etwa drei bis sieben Tage. Dann ist der Spuk definitiv vorbei. Eine Grippe kann dagegen bis 14 Tage andauern und tritt, abgesehen von der besonderen Sommergrippe, eher im Winterhalbjahr zwischen Oktober und April auf.
Ein erhöhtes Risiko, dass sich durch eine Grippe Komplikationen ergeben könnten, tragen ältere Personen ab ungefähr 65 Jahren und Personen mit chronischen Vorerkrankungen wie Stoffwechsel- oder Herz-Lungen-Erkrankungen.
Darüber hinaus gilt die Empfehlung für schwangere Frauen beziehungsweise für Frauen, die gerade entbunden haben, sowie für Babys und Kleinkinder. Wer zum Beispiel im Gesundheitswesen oder in Kinderbetreuungseinrichtungen tätig ist, kommt häufiger mit an Grippe erkrankten Personen in Kontakt und sollte sich daher unbedingt impfen lassen.