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Mensch und Natur, Risiko und Abenteuer, Triumph und Tragödie: Der Eiger vereint alles, was ein Berggipfel braucht, um zur Legende zu werden.
Erstmals bestiegen wurde er 1858 vom Iren Charles Barrington und den Bergführern Peter Bohren und Christian Almer. In den folgenden Jahrzehnten wurden alle Grate begangen. Die Wände hingegen blieben vorerst unbestiegen.
Dies änderte sich 1932 mit der Durchsteigung der Nordostwand; fünf Jahre später folgte die Südostwand. Die Eigernordwand hingegen zählte zu den «drei letzten Problemen der Alpen», zusammen mit der Nordwand des Matterhorns und der Nordwand der Grandes Jorasses. Nachdem die beiden Letzteren 1931 und 1935 «gefallen» waren, wie es damals hiess, blieb die Eigernordwand die letzte undurchstiegene Nordwand der Alpen.
Beim Versuch, die Wand zu bezwingen, kamen in den Jahren 1935 und 1936 sechs Menschen ums Leben. Als tragischste Geschichte blieb der Tod von Toni Kurz in Erinnerung, der 1936 wenige Meter oberhalb seiner Retter im Seil hängend an Erschöpfung starb.
Die erste Durchsteigung der Nordwand gelang schliesslich im Juli 1938 einer vierköpfigen deutsch-österreichischen Seilschaft. In den Nachkriegsjahren wurde die Wand immer öfter erfolgreich begangen. Junge Kletterer suchten neue Herausforderungen, etwa mit Winter- oder Solobegehungen. Der jüngste Eigerrekord datiert vom 13. Februar 2008, als Ueli Steck seinen eigenen Speed-Rekord aus dem Vorjahr auf 2h47 verbesserte. cs