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Enrique Beck
* 12.2.1904 Köln (D), † 16.9.1974 Riehen BS, eigentlich Heinrich B.
Als Kind jüdischer Eltern wuchs B. in Hannover auf und erlernte einen kaufmännischen Beruf. Ab 1927 arbeitete er als Werbeberater in Köln, Berlin und Hannover; daneben schrieb er Theaterrezensionen. Wegen seiner Mitarbeit in einer sozialistischen Gruppe war B. 1933 zur Flucht aus Deutschland gezwungen. Über die Schweiz gelangte er 1934 nach Barcelona, wo er auf der Seite der Republik den Spanischen Bürgerkrieg miterlebte. 1936 stiess er auf das Werk des spanischen Dichters und Dramatikers Federico García Lorca und begann, dieses zu übersetzen. Zurück in der Schweiz machte er 1938 in Zürich die Bekanntschaft von →Hans Mühlestein und →Georg Kaiser. Zu dieser Zeit konnte er seine ersten Übersetzungen veröffentlichen. 1939 zog er nach Riehen und verbrachte den Krieg unter schwierigen Umständen als Emigrant in der Schweiz. Mitte der vierziger Jahre trat B. mit den Erben Lorcas in Kontakt und erlangte die Exklusivrechte für die deutsche Übersetzung des Dichters. In der Folge übertrug B. Lorcas Werke ins Deutsche und setzte sich bei Verlagen und Theatern für dessen Verbreitung ein. 1959 erwarb B. das Schweizer Bürgerrecht. Sein grossenteils unpubliziertes Œuvre umfasst neben Gedichten, Essays und Erzählungen ein Theaterstück mit dem Titel "Ithaka?".
Literatur
- Rudin-Bühlmann, Sibylle: E. B., 1993.
Nachlass
- Heinrich Enrique Beck-Stiftung, Basel.
Autor: Reto Caluori
Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:
Caluori, Reto: Enrique Beck, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 140.