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Wem liefert Bergen Argumente: Microsoft oder der Open-Source-Gemeinde?
Durch die Ankündigung, seine Server auf Linux (damals Suse Linux Enterprise Server 8) zu konsolidieren, wurde Bergen im Sommer 2004 zu einer der Vorzeigestädte der Open-Source-Bewegung. Nun leitet eine andere Entscheidung der IT-Verantwortlichen in der zweitgrössten Stadt Norwegens Wasser auf die Mühlen der Gegenseite: Bergen habe nicht vor, in nächster Zeit auch die PCs der Angestellten im Öffentlichen Bereich auf Linux zu migrieren, berichtet 'Computerworld Norway', bzw. 'Techworld'
(Wir wollen hier nicht behaupten, dass wir norwegisch verstehen.)
Gemäss dem Techworld-Artikel erklärte Lars Tveit, Direktor für "Competition and development", die Stadt werde Linux nur dort einsetzen, wo es auch Sinn mache. Es wäre zu teuer, die User auf einem neuen System auszubilden. Man werde darum (auf den PCs) bei Microsoft bleiben.
So weit, so klar...Oder doch nicht? Es gab Vorevaluationen bezüglich Linux auf PCs, Bergen hat aber anscheinend nie offiziell angekündigt, PCs in grösserem Massstab auf Linux migrieren zu wollen. Gegenüber 'Computer Business Reviews' Norwegen dementierte der Country Manager von Novell in Norwegen, Geir Christensen, ausserdem zumindest einen Teil des oben genannten Berichts.
Zuerst hielt Christensen fest, dass die Serverkonsolidierung auf Linux in Bergen weitergehe (was auch im Techworld-Artikel im Prinzip so steht). Gemäss Christensen haben sich die IT-Verantwortlichen wegen Ressourcen-Problemen dazu entschieden, Linux für PCs momentan gar nicht zu evaluieren: "Sie versuchen es nicht mit Linux auf dem Desktop, weil sie momentan keine Zeit dafür haben. Es ist ein grosser Unterschied, ob man ein Produkt getestet und sich dann dagegen entschieden hat, oder ob man noch gar keine Zeit hatte, es zu testen." (Hans Jörg Maron)