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Wie das 'Wall Street Journal‘ unter Berufung auf Insiderquellen berichtet, sollen Microsoft und Nokia mit der Idee eines gemeinsamen Übernahmeangebots für den BlackBerry-Hersteller RIM "geflirtet" haben, beziehungsweise noch flirten. Vertreter der drei Unternehmen hätten sich regelmässig getroffen, um das Thema zu diskutieren. Ob dabei ein konkretes Angebot resultierte, weiss das renommierte Wirtschaftsblatt allerdings nicht.
Laut 'Reuters‘ hat zudem Amazon im Sommer 2011 eine Investmentbank damit beauftragt, eine mögliche Übernahme von RIM zu prüfen. Die Kanadier sollen aber Übernahmeangebote von Amazon und anderen Interessenten bisher ausgeschlagen haben.
Im dritten Quartal 2011 musste RIM abermals einen deutlichen Gewinnrückgang vermelden. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist der Gewinn in den drei Monaten um 71 Prozent auf 265 Millionen Dollar zusammengeschrumpft, der Umsatz dagegen nur um sechs Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar. Egal, wer den Zuschlag bekäme, RIM würde gegenwärtig im Vergleich zum Vorjahr mit einem um 77 Prozent gefallenen Börsenwert mit 6,8 Milliarden Dollar praktisch zum Schnäppchenpreis den Besitzer wechseln.
Investoren und Analysten drängen schon seit geraumer Zeit auf einen Führungswechsel oder Verkauf des kanadischen Smartphone-Herstellers, zumal der BlackBerry-Absatz mit nach unten revidierten elf bis zwölf Millionen Stück im laufenden Fiskalquartal auch eher zu wünschen übrig lässt. Laut 'Wall Street Journal' versucht das Führungsteam derweil unter anderem, den Wert des Unternehmens durch Lizenzierung des eigenen Betriebssystems an weitere Handyhersteller zu steigern. Gemäss Insidern haben RIM-Vetreter unter andem mit Samsung und HTC darüber verhandelt. (hjm/kh)