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Als Roma werden in der Regel diejenigen Bevölkerungsgruppen bezeichnet, welche seit dem fünften Jahrhundert aus dem nordöstlichen Indien durch Kriege vertrieben worden oder aus wirtschaftlichen Gründen ausgewandert sind und die eine auf dem Sanskrit und Pakrit beruhende Sprache Romani beziehungsweise dem walachisch geprägten Dialekt Romanés sprechen. Roma leben heute auf allen Kontinenten, besonders zahlreich und überwiegend sesshaft sind sie in Osteuropa und im Balkan. Gruppen in Mitteleuropa, welche ihre Sprache stark den jeweiligen Landessprachen angepasst haben, bezeichnen sich als Sinti oder Manusch. Sie teilen sich wiederum in zahlreiche Untergruppierungen auf, welche sich an der beruflichen Tätigkeit, am örtlichen Aufenthalt, an der sprachlichen Entwicklung oder Sippenzugehörigkeit orientieren.
Viele Roma aus Jugoslawien kamen seit den 1960er Jahren als Gastarbeiter und in den 1990er Jahren infolge der Jugoslawienkriege auch als Flüchtlinge in die Schweiz. Noch im Zweiten Weltkrieg waren Roma an der Grenze abgewiesen worden. Nach Schätzungen der Rroma Foundation leben heute rund 50’000 bis 80'000 Roma in der Schweiz.