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Obwohl die Band auch in ihrer englischen Heimat ausser dem grandiosen «The King of Rock ’n’ Roll» vor 25 Jahren nie einen richtigen Schlager landen konnte, geniesst Prefab Sprout weitherum eine sektenhafte Anbetung – zu Recht.
Die Band war eine Kopfgeburt des Songschreibers Paddy McAloon in den siebziger Jahren. Seine Popvisionen begannen bei T. Rex und dehnten sich bis Public Image Limited (PIL) aus. Mit ihren filigran ausgearbeiteten Arrangements und vor allem auch den feinen Texten gehören Alben wie «Steve McQueen», «From Langley Park to Memphis» und «Jordan: The Comeback» zum Feinsten, was die britische Musikgeschichte nach den Beatles zu offerieren hat.
Gesundheitliche Probleme – Tinnitus, Katarakte – hatten zur Folge, dass in den letzten Jahren nur noch sporadische Lebenszeichen von Paddy McAloon zu vernehmen waren. Nun erscheint mit «Crimson/Red» sein erstes wahrhaft neues Album seit zwölf Jahren. Er habe es überstürzt zusammenstellen müssen, weil er eine Deadline der Plattenfirma vergessen habe, klagt der Meister. Zum Glück: Wenn er den Schatten seines Perfektionismus überspringen muss, sprüht seine Musik nur so von schlauen Zeilen und süffigen Refrains.