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Courlevon / Coussiberlé
Obwohl von den etwas über 300 Einwohner heute über 90 % deutschsprachig sind, haben sich die ursprünglichen, französischen Ortsnahmen im Sprachgrenzgebiet bis heute erhalten. Wie die anderen ehemaligen Landgemeinden ist auch Courlevon mit seinen rund 3.3 km2 mehrheitlich von der Landwirtschaft geprägt. Einzelne Arbeitsplätze sind zudem im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor zu finden. In den letzten Jahrzehnten hat sich auch Courlevon vermehrt zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind heute Wegpendler, die in den Regionen Murten und Freiburg arbeiten. Die Tatsache, dass Courlevon direkt an der Hauptstrasse zwischen Freiburg und Murten liegt und mit der Regiobus-Linie 546 (Murten – Courtepin) an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden ist, dürfte zu dieser Entwicklung beigetragen haben.
Der Ortsname Courlevon stammt wahrscheinlich von „cour“ (franz/lat) Hof und „Livinus“, dh. „Hof des Livinus“. Ein Familienname „de Curlivin“, wird im Jahre 1214 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Im 15. Jahrhundert werden in den Dokumenten im Murtenbiet mehrere Familien von „Courlevon“ erwähnt. Die Herkunft des Namens Coussiberlé ist ähnlich herzuleiten mit dem Familienname „Berilo“ und Hof..
Vor knapp 600 Jahren, im Jahre 1428, waren im Steuerrodel (Steuerregister) von Murten für Courlevon und Coussiberlé nur gerade je 9 steuerpflichtige Personen aufgeführt. Um das Jahr 1900 zählte die Gemeinde bereits 270 Einwohner. Danach war die Bevölkerungszahl wieder rückläufig; bis auf 200 im Jahr 1980. Seither konnte wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet werden.
Anders als die anderen Landgemeinden wurde Courlevon sowohl bei der Auseinandersetzung zwischen Freiburg und Bern in den Jahren 1448/49 als auch 1476 bei der Schlacht bei Murten in Mitleidenschaft gezogen. Ein grosser Dorfbrand zerstörte im März 1790 zudem sieben von zehn Häusern.
Die wirtschaftlichen Beziehungen von Courlevon waren seit jeher hauptsächlich nach Murten ausgerichtet. Bereits in seiner Geschichte spannte das Dorf in den verschiedensten Bereichen immer wieder mit anderen umliegenden Gemeinden zusammen.
Auch Coussiberlé erkannte früh, dass sich die Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden lohnt. So bildete das kleine Dorf im 18. Jahrhundert während 54 Jahren eine sog. Syndikatur mit Gurwolf, mit separater Kasse aber gemeinsamer Verwaltung. Im Jahre 1871 spannte Coussiberlé mit einer zunehmenden Zahl von deutschsprachigen Einwohnern dann in ähnlicher Weise mit Courlevon zusammen. 1974 folgte schliesslich die Fusion der beiden Landgemeinden.
Auch im Fusionsprozess der Gemeinden Jeuss, Lurtigen, Salvenach, Courlevon und Murten, hatte die Gemeinde Courlevon eine führende Rolle eingenommen. Dieser führte mit.einem Abstimmungsresultat von deutlichen 80% Zustimmung in allen fünf Gemeinden ab dem 1. Januar 2016 zur Bildung der neuen Gemeinde Murten.
Dorfverein Courlevon-Coussiberlé, Schabelrain 9
1795 Courlevon
Tel. 079 218 90 03
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