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Der Baobabbaum (auch Affenbrotbaum genannt) gehört zur Familie der Bombacaceae (Wollbaumgewächse). Insgesamt gibt es nur neun Arten in der Gattung Adansonia.
Der kurze dicke Stamm ist weich, schwammartig und ohne Jahrringe, er saugt sich voll während der Regensaison. Durstige Elefanten reissen dann oft die Rinde weg um an das feuchte, durststillende Pflanzengewebe zu gelangen. Aus den Fasern des Stammes werden seit Urzeiten Seile, Kleider, Seife, Farbe, Tierfutter und Medizin gewonnen. Die jungen, nährstoffreichen, zarten, fingerförmigen (daher: digitata) Blätter werden gekocht und wie Spinat gegessen. Nach ca. 20 Jahren bilden sich die ersten grossen, hängenden, weissen Blüten, diese werden durch Fledermäuse bestäubt, danach entstehen daraus samtige Früchte mit säuerlichem, stark Vitamin C-haltigem Fruchtfleisch - geschätzt von Menschen und Affen (deshalb der Name Affenbrotbaum J). Die im Fruchtfleisch eingebetteten Kerne enthalten 2 – 3 nierenförmige Samen etwa in der Grösse einer Haselnuss, diese Samen sind sehr fettreich und liefern ein wertvolles Öl.
Das Öl ist ein wunderbarer „Weichmacher“ für die Haut und stabilisiert den Feuchtigkeitsmantel aufgrund des ausgewogenen Spektrums von unterschiedlichen Fettsäuren. Diese Kombination unterstützt die Epidermis in ihrer Regeneration und deshalb profitieren alle Menschen mit trockener, spröder Haut und Hautaffektionen von der Anwendung von Baobaböl. Auch „reife“ Haut ist dankbar für die Anwendung, hilft doch das Öl Feuchtigkeit zu speichern und die *Elastizität der Haut zu fördern. Das Öl verfügt zusätzlich über eine starke antioxidative Wirkung und kann die Haut gut schützen vor extremen Umgebungstemperaturen.
*Die Elastizität der Haut nimmt, schon ab 25 und, mit zunehmendem Alter immer mehr ab, bedingt durch eine Verminderung und zugleich dünner werdende Kollagenfasern. In den Wechseljahren nimmt der Kollagenabbau durch den veränderten Hormonstatus noch vermehrt zu, dadurch wird eine sinnvolle Gesichtspflege noch wichtiger.
Ich schätze Baobaböl als (aber nicht nur!) Gesichtspflege über den Sommer und reichere das wertvolle Öl zusätzlich an mit einem Tropfen Sanddornfruchtfleischöl pro 10 ml. Als Nachtpflege während der warmen Jahreszeit ist die Ergänzung mit bis zu 10% Nachtkerzen- oder Hagenbuttensamenöl optimal. Je nach Lust und Laune bedufte ich die Mischung zusätzlich mit 0.5 % ätherischem Öl. Die Mischung trage ich auf mein mit (Rosen-)Hydrolat angefeuchtetes Gesicht auf… mmmhhh… eine wahre Wohltat!!
… und Du, hast Du Baobaböl auch schon mal ausprobiert?
Quellen:Gebauer, K. El-Siddig, G. Ebert: Baobab (Adansonia digitata L.): A Review on a multipurpose Tree with Promising Future in the Sudan. Gartenbauwissenschaft, 2002, 67 (4), S. 155–160
Käser, Heike: Naturkosmetische Rohstoffe. Wirkung, Verarbeitung, kosmetischer Einsatz. Linz: Freya, 2. Auflage 2011
Krist, S./Buchbauer, G./Klausberger, C.: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien/New York: Springer-Verlag, 2008
Fotos: Flickr / Lip Kee