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Im globalen Mittel war der August 2021 der drittwärmste im Copernicus-Datensatz seit 1979, zusammen mit dem August 2017. Die Monatstemperatur stieg etwas mehr als 0,3 °C über den Durchschnitt 1991−2020. In Europa lag der August 2021 in der Nähe des Durchschnitts 1991−2020, allerdings mit gegensätzlichen Bedingungen auf dem Kontinent. Rekordverdächtige Höchsttemperaturen in den Mittelmeerländern standen unterdurchschnittlichen Temperaturen in einem grossen Gebiet gegenüber, das sich von West- über Zentral- und Osteuropa bis weit nach Nordeuropa erstreckte.
Warmer Sommer in Europa
Gemittelt über Europa lag die Sommertemperatur (Juni bis August) 0,96 °C über dem Durchschnitt 1991‒2020. Es war der wärmste Sommer im Copernicus-Datensatz ab 1979. Allerdings liegt die Sommertemperatur 2021 nur 0,1 °C über den beiden bisherigen Sommerrekorden aus den Jahren 2010 und 2018. Auch in europäischen Datensätzen mit Messbeginn um 1850 waren die Sommer 2010 und 2018 die bisher wärmsten. Der aktuelle Sommer 2021 ist für diese Messreihen aber noch nicht verfügbar.
August und Sommer in der Schweiz
Der August 2021 zeigte sich in den meisten Gebieten der Schweiz kühler als die Norm 1981−2010 und die Regenmengen blieben verbreitet unterdurchschnittlich. Auf der Alpensüdseite führten starke Gewitterregen im ersten Monatsdrittel lokal zu deutlich überdurchschnittlichen Monatssummen. In der zweiten Monatshälfte breitete sich auf der Alpennordseite an mehreren Tagen herbstlich anmutender Hochnebel aus.
Der Sommer 2021 war nördlich der Alpen einer der nassesten seit Messbeginn. In den Zentralalpen war es lokal der deutlich nasseste Sommer in den über 100-jährigen Aufzeichnungen. Der Sommer brachte in der Schweiz gebietsweise den nassesten Juni und den nassesten Juli seit Messbeginn. Die anhaltend grossen Regenmengen liessen gegen Julimitte nördlich der Alpen mehrere Flüsse und Seen über die Ufer treten.