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31. März 2023 17:17
Welche Folgen haben Tiefzinsen?
Im Juni 2022 erschien die Studie “Auswirkungen einer längerfristigen Tiefzinsperiode auf die berufliche Vorsorge” in französischer Sprache. Dank der Unterstützung von Pittet ist sie nun auch auf Deutsch verfügbar. Der Forschungsbericht enthält Zusammenfassungen in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.
Das Vorsorgeforum hat die Ergebnisse zusammengefasst. Hier die wichtigsten Aussagen:
Die Ergebnisse der Projektionen zeigen, dass das Kapitaldeckungsverfahren der 2. Säule für alle in der Studie analysierten Szenarien stabil funktioniert (siehe Abbildung oben). Es besteht für die 2. Säule kein Ausfallrisiko. Die finanzielle Stabilität der 2. Säule könnte sich in zehn Jahren im Vergleich zur heutigen Situation allerdings potenziell verschlechtern, insbesondere im Szenario mit einem schrittweisen Zinsanstieg.
Die Modellrechnungen zeigen (siehe Abbildung), dass sich die finanzielle Situation der Pensionskassen bei einem raschen Zinsanstieg über fünf Jahre («Zinseskalation»), gefolgt von einer Normalisierungsphase zwar vorübergehend signifikant verschlechtern könnte, über den Zeitraum von zehn Jahren hinweg insgesamt aber weniger stark als bei einem Szenario mit einem schrittweisen Zinsanstieg (Szenario «Normalisierung»).
Die Szenarien mit anhaltend tiefen Zinsen und weiterhin lockerer Geldpolitik (Status quo / Fortsetzung) – und dem damit verbundenen möglicherweise noch stärkeren Auseinanderdriften von Finanzmärkten und Realwirtschaft – deuten für den Projektionszeitraum von 10 Jahren auf eine nach wie vor gute finanzielle Stabilität der 2. Säule hin. Über diesen Zeithorizont hinaus besteht eine grosse Unsicherheit über den Ausstiegsprozess aus den langanhaltenden Niedrigzinsszenarien und deren finanziellen Folgen.
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