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Kann ein einziger Fitness-Test das Risiko für eine Demenz vorhersagen? Ja, laut einer Studie aus Schweden.
Im Dienst der Wissenschaft powerten sich in Schweden anno 1968 Frauen auf einem Velo-Ergometer aus, bis sie nicht mehr konnten. Nach diesem einmaligen Fitness-Test wurden die rund 200 Studienteilnehmerinnen – anfangs zwischen 38 und 60 Jahre alt – in Abständen untersucht, zuletzt im Jahr 2010.
Der erstaunliche Befund: Die Frauen, die 1968 am fittesten gewesen waren, erkrankten Jahrzehnte später am seltensten an Demenz. Ihr Risiko war fast 90 Prozent tiefer, verglichen mit denen, die beim Fitness-Test einst mittelmässig abgeschnitten hatten.
Und selbst wenn bei den sehr Sportlichen später eine Demenz ausbrach, geschah dies im Durchschnitt elf Lebensjahre später als bei jenen, die anno 1968 auf dem Fahrrad-Ergometer eine mittlere Leistung erbracht hatten.
Das grösste Risiko für eine Demenz hatten der Studie zufolge Frauen, die den ärztlich überwachten Test damals abbrechen mussten, zum Beispiel weil ihr Blutdruck übermässig anstieg. Fast jede zweite von ihnen wurde später dement.
Dies könnte darauf hindeuten, dass bereits im mittleren Lebensalter krankhafte Veränderungen am Herz oder den Arterien einsetzen, die viel später dann auch die Wahrscheinlichkeit einer Demenz erhöhen.
Die Studie beweist zwar nicht, dass hohe Fitness eine Demenz abwenden kann. Aber sie bestätigt, was andere Studien auch schon ergeben haben: Bewegung tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch dem Geist.
Quelle: «Neurology»