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Nachdem Tom Lüthis Teamkollege Morbidelli bereits am gestrigen zweiten Trainingstag seinen ersten MotoGP-Sturz verbuchte, hat der Schweizer damit bis zum dritten und letzten Tag gewartet. Am Vormittag des dritten Testtags ist auch Lüthi erstmals mit seiner Maschine bei einem Low-Speed-Crash zu Boden gegangen, nachdem er in Kurve vier die Front verloren hatte. Unverletzt, und da das Motorrad aus der Schräglage wenig Schaden erlitt, nahm Lüthi sein Testprogramm schnell wieder auf. Der Schweizer verbrachte die meiste Zeit des Tages mit gebrauchten Reifen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Motorrad gegen Ende eines Rennens mit nachlässiger Reifenleistung gefahren werden muss.
Am 16. Februar wird das Marc VDS Team die Testphase auf dem Chang International Circuit in Thailand, einer neuen Ergänzung des MotoGP-Kalenders für die Saison 2018, mit beiden Fahrern fortsetzen.
Tom Lüthi:2'01.126 - 52 Runden
"Heute war ein guter Tag. Wir konnten das Motorrad vor allem hinsichtlich der Reifen ein gutes Stück vorwärts bringen. Die Bedingungen waren heute etwas anders als sonst. Die Rundenzeiten sind vormittags tendenziell besser, sinken um die Mittagszeit und werden dann mit sinkender Temperatur gegen Abend wieder schneller. Heute war der Grip aber überhautp nicht da, was somit keine Verbesserungen am Nachmittag mehr zuliess. Wir haben heute vorwiegend an den Reifen gearbeitet, um besser zu verstehen, wie ich das Motorrad gegen Ende des Rennens fahren muss, wenn die Reifen zu rutschen beginnen. Das war sehr interessant und ich habe heute viel gelernt. Außerdem habe ich meinen ersten MotoGP-Crash hinter mich gebracht, nachdem ich in der vierten Kurve die Front verloren hatte. Fast hätte ich den Sturz noch abfangen können, aber dann verlor ich auch das Heck und lag am Boden. Jetzt weiß ich auch, wie sich das anfühlt."
Michael Bartholemy:Teamchef
"Für mich war das ein durchaus positiver Test. Mit Franky sahen wir jeden Tag eine stetige Verbesserung, er arbeitet gut. Tom scheint ein wenig enttäuscht von den Rundenzeiten zu sein, aber aus unserer Sicht macht auch er einen sehr guten Job. Schon jetzt können wir viele Dinge sehen, die er mit dem MotoGP-Motorrad gut macht – wenn er in den nächsten beiden Tests die gleichen Fortschritte machen kann, dann denke ich, dass er die Ende letzten Jahres verpasste Testzeit vor dem ersten Rennen in Katar wieder wettmachen wird. Und natürlich hatten beide Fahrer ihren ersten Crash in der MotoGP, also ist das auch erledigt. Jetzt freue ich mich darauf, nach Thailand zu gehen."