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Mit der Sömmerung von Mastrindern auf der Alp, können die Vorteile der Molkenverwertung und der Optimierung der Anzahl gesömmerter Tiere miteinander verbunden werden. Im Rahmen des LACTOBEEF-Projekts wurde auf zwei Alpbetrieben des Regionalen Naturparks Gruyère Pays-d’Enhaut, wo die Molke sonst für die Schweinemast verwendet und Milchrinder gehalten werden, je ein Versuch zur Molkeverwertung mit Mastrindern durchgeführt. Der vorliegende Versuch befasst sich mit den wirtschaftlichen Folgen, wenn 24 beziehungsweise 34 Milchrinder durch ebenso viele Mastremonten ersetzt werden, um 47 000 respektive 46 000 Liter Molke zu verwerten. Der Feldversuch hat ergeben, dass die Haltung dieser Mastremonten mit der Milchkuhhaltung kompatibel ist und die Halter bereit wären, diese Praxis fortzusetzen. Die Teilbudget-Berechnung hat einen wirtschaftlichen Minderertrag in der Grössenordnung von CHF 4000.– pro Saison ergeben, was 8 bis 9 Rappen pro Liter Molke entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf die Arbeitskraft zurückzuführen. Die Arbeit, die mit einer optimierten Einrichtung und Arbeitsorganisation auf 40 Minuten pro Tag geschätzt wird, ist mit den anderen Aufgaben der Alpbewirtschaftenden vereinbar. Die Anfangsinvestitionen in zusätzliche Einrichtungen sind mit durchschnittlich CHF 1500.– gering und liessen sich wieder rückgängig machen. Die Einführung von Mastremonten auf den Alpen ist nur dann sinnvoll, wenn die ganze Wertschöpfungskette so eingerichtet wird, dass «trinkende» Rinder für die Ausmastphase bereitstellt werden, und anschliessend von den Partnern wieder abgenommen und vermarktet werden.
Welche Akteure der Milchwirtschaft haben Einfluss auf die Nutzungsdauer von Milchkühen? Forschungsergebnisse von FiBL und Agroscope legen nahe, dass es eine breit abgestützte Kooperation braucht, um Strukturen für eine längere Nutzungsdauer zu schaffen.
Die Landwirtschaft hat zum Ziel, Treibhausgas- und Ammoniakemissionen zu reduzieren. Agroscope zeigte für Milchviehställe, dass für diese Emissionen neben Wind und Temperatur auch die Zusammensetzung des Futters eine Rolle spielt.
Nutztiere
Lazzari G., Münger A., Eggerschwiler L., Borda-Molina D., Seifert J., Camarinha-Silva A., Schrade S., Zähner M., Zeyer K., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Zur Verminderung des Methanausstosses bei Milchkühen zeigen tanninhaltige Futtermittel wie Akazie oder Esparsette einen messbaren Effekt. Da diese Futtermittel jedoch teilweise zu Produktivitätseinbussen führen, ist ihr Einsatz mit Sorgfalt zu bewerten.