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Stark gefragt waren in Europa auch Staatsanleihen Frankreichs und der Niederlande. Ausserhalb Europas profitierten Staatspapiere Australiens und Neuseelands. Wertpapiere der USA legten ebenfalls erheblich zu. Dagegen verabschiedeten sich Anleger aus südeuropäischen Staatsanleihen. Die Kurse griechischer, portugiesischer, italienischer und spanischer Anleihen standen erheblich unter Druck.
In Deutschland fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen mit minus 0,17 Prozent auf ein Rekordtief. In der Schweiz fiel die Rendite auf minus 0,57 Prozent. Britische Anleihen rentierten mit etwas mehr als ein Prozent so tief wie nie zuvor. In den USA fiel die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen mit 1,52 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte 2012.
Die Zinstalfahrt ist Folge steigender Wertpapierkurse: Die Rendite errechnet sich aus dem Kurswert des Wertpapiers beim Kauf und der meist konstanten Nominalverzinsung. Steigen die Kurse, müssen Anleger mehr für das Wertpapier bezahlen. Deswegen fallen die rechnerischen Renditen.
Von der Flucht in sichere Anlagehäfen profitierten auch Edelmetalle. Der Goldpreis stieg mit bis zu 1358 US-Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm) auf den höchsten Stand seit Sommer 2014. Der Silberpreis legte bis auf 18,3 Dollar je Feinunze zu. Das war der höchste Stand seit Anfang 2015. Zuletzt lag der Goldpreis bei 1313 Dollar, der Silberpreis 17,7 Dollar./bgf/tos/stb
(AWP)