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Gymnasium - ein mögliches Handlungsfeld für die Soziale Arbeit?
Argumente für die Einführung von Sozialer Arbeit an Deutschschweizer Gymnasien.
Schulen entwickelten sich in den letzten Jahren zu wichtigen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit. Obwohl Schulsozialarbeit an Volksschulen geschätzt und genutzt wird, sind Deutschschweizer Gymnasien bisher noch keine Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit.
Die Autorin, Stella Marinello, will mit dieser Literaturarbeit aufzeigen, dass Gymnasien mögliche Handlungsfelder der Sozialen Arbeit darstellen. Dafür wird, mithilfe wissenschaftlicher Quellen, die Frage beantwortet, welchen möglichen Problemlagen und Herausforderungen sich Schüler*innen am Gymnasium stellen und inwiefern sich daraus Handlungsbedarf für die Soziale Arbeit ergibt. Dabei wird betrachtet, welche Beratungsangebote an Deutschschweizer Gymnasien bestehen und wie sich diese von denen der Sozialen Arbeit in der Schule unterscheiden. Durch ausgewählte Schwerpunkte werden mögliche Herausforderungen und Problemlagen von Schüler*innen am Gymnasium aufgezeigt. Ausgehend von diesen Herausforderungen und Problemlagen werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit dargelegt. Durch zwei Best Practice Beispiele und Fallvignetten wird der Handlungsbedarf veranschaulicht und ein Bezug zur Praxis hergestellt.
Durch die theoretische Annäherung zeigt sich, dass sich für die Soziale Arbeit Möglichkeiten an Gymnasien ergeben, welche durch bestehende Angebote bisher nicht abgedeckt werden. Insbesondere die Niederschwelligkeit, die systemisch-lösungsorientiere Haltung und die Präventionsfunktion sprechen für die Einführung von Sozialer Arbeit am Gymnasium. Dadurch können Probleme von Schüler*innen frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden oder gar verhindert werden.