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Die Initialen vom «Bildnis H.W.» lassen auf Hans Walter schliessen, mit dem Hans Gerber seit der gemeinsamen Studienzeit in Bern 1931/32 eine lebenslange Freundschaft verbindet. Es zeigt den Freund und Autor, der nebenher auch zeichnet und aquarelliert, mit zur Schulter hin geneigtem Kopf im Dreiviertelprofil. Mit gesenktem Blick wirkt er eher nachdenklich, in sich gekehrt und von uns abgewandt. In den linearen, reduzierten Konturen kommt die eigentliche Ausdrucksstärke der Zeichnung zur Geltung und lässt Parallelen zum damaligen bildhauerischen Schaffen des Künstlers aufscheinen, mit vergleichsweise schlichten, klassischen Formen.
Nach gemeinsamen Aufenthalten in Ascona und München, ziehen die beiden Freunde 1934 gemeinsam nach Zürich und erwerben 1948 ein Rebhaus in Buchillon am Genfersee, wo sie fortan wohnen und arbeiten. Hans Walter verwaltet später den Nachlass Gerbers und verfasst 1982 eine Monografie über das gesamte Schaffen des Künstlers. Schliesslich vermacht er dem Kunstmuseum Thun in mehreren Schritten zwischen 1987 und 1990 neben dem Bildnis zahlreiche weitere Zeichnungen und Skulpturen Gerbers.
Marc Munter
Wenige Striche formen ein Gesicht.
Keine Farbe.
Ein Männer-Kopf neigt sich zur Seite.
Der Blick ist gesenkt.
Die Person wirkt in sich gekehrt.
Es ist wohl der Freund des Künstlers Hans Walter.
Der Künstler Hans Gerber reiste mit ihm.
Beide ziehen zusammen
und wohnen in Zürich und am Genfer-See.
Nach dem Tod Gerbers
kümmert sich Walter um die Kunst-Werke von Gerber.
Einige schenkt er dem Kunst-Museum Thun.
Sara Smidt