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Worin unterscheidet sich das SUK-Programm vom Vorgängerprojekt ProDoc?
Wie bereits sein Vorgänger ProDoc beinhaltet das SUK-Programm die Förderung interuniversitärer Doktoratsprogramme mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten in der Doktoratsausbildung und die Qualität der Doktorate zu stärken. Im Gegensatz zu ProDoc liegt jedoch die Auswahl der zu fördernden Doktoratsprogramme in der Verantwortung der einzelnen Universitäten. Diese flexible Ausgestaltung des Projekts soll ein Nebeneinander verschiedener Modelle ermöglichen und es den Universitäten erlauben, den Besonderheiten der einzelnen Disziplinen sowie den institutionseigenen Strategien Rechnung zu tragen. Die Finanzierung der Forschung der Doktorierenden ist nicht Bestandteil des Programms.
Welche Aktivitäten kommen für eine Förderung in Frage?
Die Mittel dienen der Finanzierung von Aktivitäten, die mit der Schaffung, der Entwicklung und dem Betrieb interuniversitärer Doktoratsprogramme verbunden sind. Diese beinhalten z. B. : die Schaffung neuer Programme in Bereichen, wo keine entsprechenden Strukturen bestehen, die Konsolidierung bestehender Programme, die Schaffung einzelner Module in Ergänzung bereits bestehender Programme, die Schaffung oder Übernahme punktueller, eigenständiger Angebote sowie weitere Aktivitäten bspw. im Bereich des Austauschs und der Mobilität der Doktorierenden. Die Finanzierung der Forschung der Doktorierenden erfolgt nicht im Rahmen des Programms.
Die Beteiligung von mindestens zwei Universitäten ist Voraussetzung.
Welche Aktivitäten kommen für eine Förderung nicht in Frage?
Doppelfinanzierungen sollen vermieden werden. Von einer Finanzierung ausgeschlossen sind daher Aktivitäten, welche durch die Universität bereits finanziert werden oder solche, die über Bundesmittel finanziert werden (also auch Aktivitäten im Rahmen von Projekten und Programmen, die durch den Schweizerischen Nationalfonds gefördert werden).
Läuft eine Bundesfinanzierung aus, so steht einer Finanzierung mit den Mitteln des Programms «Doktoratsprogramme» nichts entgegen, sofern die weiteren Kriterien erfüllt sind und die Universität eine Weiterführung wünscht. Dabei werden jedoch entsprechend der Idee des Programms bestehende Strukturen nicht bloss übernommen, sondern weiterentwickelt. Sie müssen daher eine innovative Komponente beinhalten, um Mittel im Rahmen des Programms zu erhalten.
Ist eine Förderung ehemaliger ProDoc möglich?
Ja, sofern die beteiligten Universitäten eine Weiterführung wünschen.
Ist eine Zusammenarbeit mit ausländischen Institutionen möglich?
Ja. Die Programmmittel dienen jedoch nicht der Finanzierung der Aktivitäten der ausländischen Institutionen. Leitgedanke ist die Frage des Mehrwerts für die Doktorierenden der Schweizer Universität.
Je nach Grösse (d. h. aufgrund der Anzahl ihrer Doktorierenden/Doktorate) erhalten die Universitäten unterschiedlich viele Mittel zur Verwendung zugesprochen. Wie regeln sie die Finanzierung ihrer gemeinsamen Aktivitäten?
Die Universitäten halten unter sich fest, welche Programme sie gemeinsam mit den Programmmitteln fördern möchten und nach welchen Modalitäten der finanziellen Beteiligung dies geschehen soll. Es steht ihnen dabei frei, ob sie die Finanzierungsanteile anhand der Grösse der Institution bemessen oder andere Schlüssel für die Bemessung dieser Anteile anwenden.
Können die Programmmittel im Zusammenhang mit der Teilnahme von Doktorierenden an Kolloquien, Tagungen oder internationalen Kongressen der Deckung von Reise- und Aufenthaltsspesen dienen?
Ja, sofern diese Spesen Bestandteil einer der Doktorandenausbildung dienenden Aktivität sind, die den Anforderungen des Programms entspricht.
Die für die Schaffung und den Betrieb der Doktoratsprogramme notwendige Koordination liegt in der Verantwortung der Universitäten. Wie wird der entsprechende Verwaltungs- und Koordinationsaufwand an den Universitäten vergütet?
Die Programmmittel dienen in erster Linie der Entwicklung von Doktoratsprogrammen und nicht dazu, die entsprechende Verwaltung in den Universitäten auszubauen. Die Universitäten sehen das Doktorat als eine ihrer Kernaufgaben und verfügen daher auch über Stellen, die sich mit dem Doktorat und dessen Entwicklung an ihrer Institution befassen. Daher werden mit den Mitteln des Programms auf Ebene der Institutionen (d. h. auf zentraler Ebene) keine zusätzlichen Koordinations- und Verwaltungsstellen finanziert.
Die geförderten Programme und Aktivitäten bedürfen jedoch einer Koordination, um zu funktionieren, nicht zuletzt aufgrund ihres interuniversitären Charakters. Der entsprechende auf Ebene der einzelnen Programme und Aktivitäten anfallende Aufwand kann mit den Programmmitteln finanziert werden.
Welche Mittel stehen für die Finanzierung von Doktoratsprogrammen zur Verfügung? Wann werden sie ausbezahlt?
Die SUK hat für die Finanzierung des Programms «Doktoratsprogramme» 2013-2016 projektgebundene Beiträge in der Höhe von CHF 23'456'000 bewilligt. Davon fliessen CHF 22’767'063 in die Finanzierung von Doktoratsprogrammen, CHF 588'937 stehen für das Schweizerische Doktoratsprogramm in Fachdidaktik bereit und CHF 100'000 für die Verwaltung des Programms. Der ETH-Rat stellt seinerseits Mittel in der Höhe von insgesamt CHF 3'000'000 bereit, davon CHF 2'975'000 für die Finanzierung von Doktoratsprogrammen und CHF 25'000 für die Verwaltung des Programms.
Die Höhe der einzelnen Jahrestranchen der projektgebundenen Beiträge wurde durch die Schweizerische Universitätskonferenz SUK festgelegt. Die Ausgestaltung der Jahrestranchen des ETH-Rates erfolgt analog (d.h. mit derselben Progression) zur von der SUK festgelegten Verteilung der Mittel für die Finanzierung von Doktoratsprogrammen.
swissuniversities hat im 2015 die Steuerung des Programms von der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) übernommen und zeichnet für die Verteilung der Mittel an die Universitäten verantwortlich. Diese werden jeweils im 4. Quartal über die für das Folgejahr zugesprochenen Mittel informiert. Die Höhe der Beiträge an die einzelnen Universitäten bemisst sich aus einem Verteilschlüssel, der neben einem Fixanteil pro Universität einen variablen Anteil beinhaltet, der auf der Anzahl Doktorierenden und der Anzahl Doktorate (Angaben des Bundesamts für Statistik) beruht. Die Auszahlungen erfolgen für die Universitäten in zwei Tranchen, zu Beginn des ersten und des dritten Quartals des entsprechenden Rechnungsjahres, für die beiden ETH in einer Tranche, zu Beginn des ersten Quartals.
Wie sieht das jährliche Reporting aus, das die Universitäten und geförderten Programme erstellen müssen?
Die Kammer der universitären Hochschulen von swissuniversities hat im 2015 die Steuerungsfunktion von der CRUS übernommen und bittet als zuständiges Steuerungsorgan die Universitäten jährlich um Angaben zu den mit den Programmmitteln finanzierten Aktivitäten, um auf dieser Basis ein Reporting zu Handen Geldgeber zu erstellen.
Das Reporting umfasst a) einen Tätigkeitsbericht der einzelnen Universitäten mit einer Beschreibung der mit den Programmmitteln geförderten Aktivitäten sowie mit einer Einschätzung zur Zielerreichung des SUK-Programms, b) ein Finanzreporting der einzelnen Universitäten, das deren Beiträge an die einzelnen Doktoratsprogramme sowie die effektiven Ausgaben aufzeigt und c) einen kurzen Tätigkeitsbericht der einzelnen geförderten interuniversitären Aktivitäten durch die jeweiligen Verantwortlichen.
Bis zu welchem Datum können die jährlichen Beiträge jeweils verwendet werden?
In der Periode 2013-2016 können die nicht verwendeten Mittel für das Rechnungsjahr x auf das Folgejahr übertragen werden. Nach Abschluss der Periode 2013-2016 müssen die nicht verwendeten Mittel 2013-2016 jedoch dem Bund zurück erstattet werden.
Wo finde ich eine Übersicht über die mit den Programmmitteln geförderten Aktivitäten?
Die Übersicht wird auf Basis der jährlichen Reportings der Universitäten erstellt (Dokumente in rechter Servicespalte).
Wohin muss ich mich wenden, wenn ich ein Gesuch um Förderung eines Programms stellen möchte?
Universitätsangehörige, die ein Gesuch um Förderung eines Programms stellen wollen, informieren sich an ihrer Universität (Rektorat oder eine vom Rektorat bezeichnete Stelle). Diese ist für die Auswahl der geförderten Aktivitäten zuständig und definiert auch das Verfahren, dass für die Auswahl dieser Aktivitäten zur Anwendung kommt.
Wird es in den Jahren 2017-2020 ein Nachfolgeprogramm geben?
Ja. Doktoratsprogramme gehören zu den Themen, welche die Trägergremien in der Beitragsperiode 2017-2020 schwerpunktmässig fördern wollen (bis Ende 2014 SUK und FH-Rat, ab 2015 der Hochschulrat). Die Rektorenkonferenzen CRUS, KFH und COHEP haben per Ende 2014 einen entsprechenden Projektvorschlag eingereicht, der nun im Rahmen von swissuniversities konkretisiert wird und im Februar 2016 der Hochschulkonferenz vorgelegt werden wird.
Die Modalitäten sind derzeit in Ausarbeitung. Fest steht, dass das Programm auch einen Rahmen für die weitere Förderung der in den Jahren 2013-2016 finanzierten Aktivitäten bieten soll, sofern die beteiligten Universitäten deren Weiterführung wünschen.