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Das beste kam aus Schweizer Sicht zum Schluss. Noé Roth, der in Almaty zuvor einen durchzogenen Wettkampf gezeigt hatte und von der Jury im Einzelspringen überraschend schlecht bewertet worden war, zeigte als letzter Schweizer Springer einen sauberen Full-Double Full-Full (Dreifachsalto mit vier Schrauben). Damit setzte der 20-jährige Zuger die beiden favorisierten Teams aus den USA und Russland unter Druck und provozierte bei einem Konkurrenten die gewünschte Wirkung.
Der auf Roth folgende Amerikaner Christopher Lillis stand seinen Dreifachsalto mit fünf Schrauben nicht, die Schweiz fing die USA im Kampf um Silber ganz zum Schluss noch ab und feierte im Teamevent einen weiteren Grosserfolg. An Russland mit dem in dieser Saison noch ungeschlagenen Einzelweltmeister Maxim Burow war aber trotz Roths starkem Schlussbouquet kein Vorbeikommen mehr. Rund sieben Punkte trennten nach den drei Sprüngen des Superfinals den neuen vom alten Weltmeister. "Das Resultat widerspiegelt, dass wir ein gutes Team haben und an beiden Tagen gute Leistungen erbracht haben", sagte Nationalcoach Michel Roth nach dem Gewinn der Silbermedaille.
Im Teamevent taten sich mit den schwierigen Landeverhältnissen in Kasachstan alle Nationen schwer. "Das Licht war etwas diffus, weshalb man sich in der Luft nicht gut orientieren konnte", sagte Chefcoach Roth. Auch vom Schweizer Team mit Noé Roth, Carol Bouvard und dem im Vergleich zu der WM vor zwei Jahren neu ins Team gerutschten Pirmin Werner zeigte keiner zwei tadellose Sprünge. Dennoch zahlten sich die vielen Stunden aus, die die Schweizer im Training in das richtige Landeverhalten investiert haben. Während andere Nationen stürzten und viele Punkte verloren, hielten sich die Abzüge für die Schweizer in Grenzen.
Die WM-Silbermedaille macht der Schweiz Mut im Hinblick auf die im nächsten Jahr stattfindenden Olympischen Spiele in China, an denen erstmals Medaillen in einem Aerials-Teamwettkampf verteilt werden. Das junge Team von Roth, die Zürcherin Bouvard ist mit 23 Jahren die älteste des Trios, wird sich noch weiter entwickeln. Zudem besitzt Noé Roth mit dem Hurricane (drei Salti mit fünf Schrauben) einen Sprung in seinem Repertoire, auf den er an den Weltmeisterschaften noch verzichtet hat. "Wir sind bereit, wir werden nächstes Jahr noch stärker sein", sagt der Cheftrainer. Dass mit China dann eine weitere Topnation am Start stehen wird, muss die Schweiz nicht fürchten.