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Zwei nackte Frauen mit langem dunklen Haar widmen ihre ganze Aufmerksamkeit einem vorbeifliessenden Fluss. Dieser strömt über einen kleinen Wasserfall durch steinige Felsen in ein rundes Becken, um dann weiter Richtung talwärts zu fliessen. Mit den Händen schöpfen die Frauen vorsichtig das Wasser. Ob sie damit ihren Durst löschen oder sich waschen? Wasser und Figuren zeugen von einer Reinheit, die wiederum an paradiesische Umstände erinnert. Das Werk zeigt eine romantische Darstellung, die Mensch und Natur als eine harmonische, in sich geschlossene Einheit darstellt. Der Berner Künstler Hermann Hodler hat die Bildkomposition durchdacht und sorgfältig aufgebaut. Seine Ausbildung absolvierte er in Deutschland und Italien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hodler wird gern als Berner mit dem Wesen eines deutschen Romantikers mit italienisch-klassizistischem Formgefühl beschrieben.
Katrin Sperry
Sind wir hier in einem Paradies?
Wir sehen anmutige Frauen-Körper
in einer romantischen Land-schaft
mit Felsen und Wasser-Fall.
Rein wie Quell-Wasser präsentieren sich
die jungen Schön-heiten.