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Monopoly sucht zurzeit nach neuen Spielregeln.
Anstelle von neuen Spielregeln schlage ich gleich einen völlig neuen Spielemodus vor: Den "Demokratiemodus".
Die Ueberlegung dahinter ist, dass Demokratie ja die beste Form ist, um eine Gesellschaft zu organisieren und das Wohl aller zu erhöhen, Warum sollte das, was für die ganze Welt gilt, nicht auch für Monopoly gelten.
Die Regeln im Demokratiemodus sind einfach: Jeder Spieler kann jederzeit jede beliebige Spielregel ändern, wenn eine Mehrheit der Spieler zustimmt. Er kann auch jederzeit beantragen, dass von einem anderen Spieler Geld abgenommen und an einen dritten Spieler oder an den Antragsteller selbst "umverteilt" wird. Kritisiert ein Spieler diesen Entscheid, so erhält er eine Verwarnkarte "schlechter Demokrat" und bei wiederholter Kritik muss er ins Gefängnis.
Jeder kann sich selbst ausdenken, wie sich der Demokratiemodus auf das Spiel auswirken würde. Sobald ein Spieler über mehr Land oder Hotels verfügte als alle anderen, würden sich die anderen Spieler zusammenschliessen um eine Regel einzuführen, welche diesen Spieler schädigt, oder ihn gar enteignet.
Anstelle von Würfeln, Handeln und Bauen würde das Schmieden von Mehrheiten, das Einschleimen und das Ausgrenzen - kurz: die Politik - treten. Erfolg und Leistung würden bestraft und Mittelmässigkeit und Bauernschläue belohnt. Langfristig würde weder gespart, noch Häuser gebaut werden, weil man mit zu viel Erfolg nur den Neid der anderen auf sich ziehen würde. Obwohl die Spieler immer noch die selben Menschen wären, würde der Demokratiemodus ihr Verhalten komplett verändern. Ueber kurz oder lang würden wohl alle die Freude am Spiel verlieren.
Auch wenn der Demokratiemodus wohl nicht zum Grosserfolg für Monopoly werden dürfte, so könnte unsere Gesellschaft wohl einiges davon lernen...