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Fotografie – Hieronymitenkloster / Mosteiro dos Jerónimos
Fotografie – Mosteiro dos Jerónimos. In Gehnähe zum im letzten Beitrag erwähnten Torre de Belém liegt auch das Hieronymitenkloster, das irrtümlich oft einfach «Hieronymuskloster» genannt wird. Ging mir aber auch so – und wer kann es einen verdenken? Hi-e-ro-ny-mit-en-klos-ter – was für ein Name.
Item.
Das Kloster wurde von König Manuel I. «der Glückliche» in Auftrag gegeben – kurz nachdem Vasco da Gama von seiner ersten Indienreise zurückkehrte. 1501 wurde mit den Arbeiten begonnen, hundert Jahre später, 1601, war das Kloster dann fertig. Finanziert wurde der Bau grösstenteils aus den Einnahmen des Überseehandels, der Portugal unter Manuel I. eine Blütezeit bescherte. Bis 1834 beherbergte das Kloster den Orden des Heiligen Hyeronimus.
Die Bauten dieser Zeit werden oft dem Baustil der Manuelinik zugeschrieben – ein Stil, der laut Wikipedia der Spätgotik zugeordnet werden kann. Die meisten dieser Bauten wurden jedoch 1755 durch das Erdbeben zerstört. Noch erhalten sind der Torre de Belém, das Hieronymitenkloster, das Kloster von Batalha und der Kapitelsaal (Versammlungsort einer klösterlichen Gemeinschaft) des Christusklosters in Tomar.
Das Hieronymitenkloster ist riesig und beherbergt mehrere Museen, besucht haben wir lediglich die Kirche, in der 21 Mitglieder portugiesischer Königsfamilien beerdigt sind. 1880 wurden auch die sterblichen Überreste Vasco da Gamas hier beigesetzt, sowie ein symbolisches, leeres Grab für Luís de Camões. Letzteren kannte ich bis anhin nicht, aber er sei einer der bedeutendsten Dichter Portugals und der portugiesischen Sprache gewesen.
Anbei die Fotografien: Das Kloster, bzw. die Kirche von aussen, innen und die zahlreichen Touristen darin und darum.