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Alten- und Pflegeheim
Adresse
2502 Biel/Bienne
BE
Architektur
Weitere Bauphasen
Das Alten- und Pflegeheim am Redernweg in Biel setzt als Sichtbetonkomplex im Stil des Brutalismus mit einer kubischen Formensprache sowie verschiedenen und differenziert gestalteten Fassaden einen markanten Akzent. Durch die diagonale Anordnung der beiden Volumina, aber auch durch die horizontale Fensterbänderung und die grossen Glasflächen bildet das Gebäude einen selbstbewussten Fixpunkt im locker bebauten Stadtquartier.
Chronologie
Nachdem ab den 1950er-Jahren der Bedarf an Pflegebetten stieg, kamen in Biel erste Ideen für das Projekt eines Alten- und Pflegeheims am Redernweg auf. Eine Dekade später konnte sich die Stadt das entsprechende Terrain sichern und es wurden verschiedene Projekte diskutiert. Die Ausführung in den Jahren 1973 bis 1975 oblag Fritz Leuenberger vom Stadtbauamt. 1997 bis 1998 sanierten die Architekten Tschumi und Benoit den Komplex und bauten einen Lift an. Der Zeuge der Nachkriegsmoderne steht unter Denkmalschutz.
Lage
Das Alten- und Pflegeheim befindet sich nordöstlich des Bieler Stadtzentrums im Quartier Champagne. Es liegt an der verkehrsreichen Bözingenstrasse auf einem nach Norden ansteigenden Grundstück. Dieses wird im Westen und Norden vom Redernweg gefasst. Anders als die Nachbarsbauten sind die beiden Baukörper des Alten- und Pflegeheims diagonal auf der Parzelle platziert. Sie nehmen einen eher dominanten Charakter an, da die durchschnittliche Höhenschwelle der umliegenden Häuser deutlich überschritten wird.
Beschreibung
Die Anlage wird von zwei in Sichtbeton ausgeführten Volumina dominiert: An der Bözingenstrasse steht zurückgesetzt der siebengeschossige Hauptkörper, nordwestlich davon (und mit einem kleineren Fussabdruck) das fünfgeschossige Personalhaus. Beide erheben sich aus einem niedrigen, ebenfalls in Sichtbeton gestalteten Wirtschaftstrakt, der die Bauten süd- und ostseitig einfasst. Zur Bözingenstrasse hin befinden sich zudem die Einfahrt zur Tiefgarage sowie das Entree zum Erdgeschoss. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Serviceeingang angeordnet. Die gegen den Redernweg gerichteten Fassaden muten auf den ersten Blick massiv und schwer an, doch gerade die Balkone im Wechselspiel mit den Fensterbändern und die riesigen Glasfronten der zurückversetzten Obergeschosse lockern das Erscheinungsbild entscheidend auf. Eine markante Aussentreppe verbindet die beiden Gebäude und führt als Verlängerung der Balkone in die Obergeschosse. An der Nordseite des Hauptbaus wurde bei der Sanierung ein Glasturm mit Aufzug realisiert. Er setzt beim schmalen, langrechteckigen Aufbau an und ragt über das Flachdach hinaus.
Literatur