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Tink.ch: Herr Berger, Sie haben in der Juniorenabteilung des EHC Burgdorf mit dem Eishockeyspielen begonnen. Warum Eishockey und nicht Fussball oder eine andere Sportart?
Pascal Berger: Da mein Vater bereits Eishockey gespielt hat und ich direkt neben der Eisbahn aufgewachsen bin, fiel mir der Entscheid leicht.
Wie sieht die Verbindung zu Ihrem Jugend-Verein EHC Burgdorf heute aus?
Ich verfolge die Spiele der ersten Mannschaft sehr genau. Die meisten Spieler kenne ich und einer der Spieler gehört zu meinen besten Freunden. Da ich auch einige der Nachwuchstrainer von Burgdorf kenne, gehe ich manchmal mit den Jüngsten aufs Eis.
Wann und wieso haben Sie entschieden, ein professioneller Eishockeyspieler werden zu wollen?
Ich wollte schon als kleiner Junge Profi werden. Zudem faszinieren mich die Schnelligkeit, Dynamik, Emotionen, Härte und der Teamgedanke beim Eishockey. Ich habe deshalb immer alles dem Eishockey untergeordnet. Eishockey kam bei mir stets an erster Stelle.
Mussten Sie deshalb in der Kindheit und Jugend Dinge vernachlässigen?
Ja, natürlich. Freunde, Schule und Ferien kamen zu kurz.
Wie kam es dazu, dass Sie in die Juniorenabteilung des SC Bern wechselten beziehungsweise was hat den Ausschlag gegeben, dass Sie nach Bern gingen und zum Beispiel nicht nach Langnau?
Bern war damals das Partnerteam von Burgdorf. Bern war auch der Verein, der mich für einen Clubwechsel anfragte.
2006 bestritten Sie ihr erstes Spiel für den SCB. Welche Erinnerungen haben Sie daran?
Es war in Genf und ich durfte in der vierten Linie spielen. Damals ging für mich ein Traum in Erfüllung.
Was war Ihr bislang schönstes Erlebnis als Eishockeyspieler neben den beiden Meistertiteln?
Das erste NLA Spiel und das erste Tor.
Welche Erinnerungen haben Sie an Ihr erstes Tor in der NLA?
Das war in Freiburg. Der Gottèron-Goalie hatte den Puck hinter seinem Tor verloren, ich bekam einen Pass von Thomas Ziegler und hatte natürlich keine Mühe, das leere Gehäuse zu treffen.
Wenn Sie sich mit Ihrem jüngeren Bruder Alain vergleichen: Sie spielen zwar beide auf der Position des Flügelstürmers, aber Sie gelten eher als offensivstarker Spieler, während Ihr Bruder eher das physische Spiel bevorzugt. Oder wie würden Sie sich selbst als Spieler beschreiben?
Ich versuche ein starker Zweiweg-Stürmer zu sein.
Sie spielten im Gegensatz zu Ihrem Bruder bislang nicht in Nordamerika. Standen Sie diesbezüglich mit den entsprechenden Organisationen in Kontakt oder war dies nie eine Option für Sie?
Am Anfang war dies sicher eine Option. Aber ich bin jetzt sehr zufrieden in Bern.
Die letzte Saison verlief für den SCB überhaupt nicht nach Wunsch. Sie konnten allerdings Ihre Punkteausbeute im Vergleich zur Qualifikation vor einem Jahr aufrechterhalten. Welches persönliche Fazit ziehen Sie aus der letzten Saison?
Es war sicher nicht alles schlecht. Aber so was will ich nie mehr erleben müssen.
Wie stellen Sie sich Ihre sportliche Zukunft vor?
Momentan habe ich noch einen Vertrag bis 2016. Was dann kommt, werden wir sehen. Aber ich bin glücklich in Bern.
Existiert für Sie ein Club, für den Sie gerne einmal spielen würden ausser den SC Bern?
Ja, für die Senioren des EHC Burgdorf.