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Entstehungsgeschichte der Pro Lej da Segl
Die Vereinigung Pro Lej da Segl wurde am 16. Mai 1944 gegründet. Vor der Gründung, Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts, entstanden verschiedene Projekte zur Ableitung des Silsersees ins Bergell zwecks Wasserkraftnutzung. 1891 gab es gar ein Projekt für eine Eisenbahnlinie St. Moritz – Maloja – Bergell – Chiavenna.
Nach langjähriger Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern unterstützte der landesweite Natur- und Heimatschutz in den 30er Jahren die Erhaltung der Seen in ihrer Schönheit für spätere Generationen. Dies mündete 1946 in die erste “Schoggitaler-Aktion” vom Schweizer Heimatschutz und der Pro Natura für die Finanzierung des Erhaltes des Silsersees. Die Idee des Landschaftsrappens ist somit im Oberengadin entstanden.
Daraus entstanden dann die noch heute gültigen Schutzverträge und Perimeterpläne mit den damaligen Gemeinden Stampa und Sils und später auch mit St. Moritz und Silvaplana.
Erfolgsgeschichte Schoggitaler
Am Anfang stand ein genialer Einfall. Um den wiederholten Plänen zur Wasserkraftnutzung aus dem Silsersee ein Ende zu setzen und um die Gemeinden für die entgangenen Wasserzinseinnahmen zu entschädigen, “erfanden” Pro Natura und Schweizer Heimatschutz den Schoggitaler. Bundesrat Walter Stampfli und die ihm unterstellten Ämter für Rationierungswesen und Kriegsernährung liessen sich für die Idee gewinnen und gaben 25 Tonnen der damals rationierten Schokolade frei. Bereits zwei Monate später, am 9./10. Februar 1946, wurden landesweit 823’420 Taler abgesetzt. Damit war der Silsersee gerettet.
Seither dient die Schoggitaleraktion beiden Organisationen als feste Einnahmequelle und wichtiges Sensibilisierungsinstrument für ihre Projekte und Aufgaben zum Wohle der Allgemeinheit.