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Broadcom will das IP-Netzwerkbusiness von Brocade, bestehend aus Ethernet-Switches, -Routern und Analysesoftware für Rechenzentren, an Extreme Networks verkaufen. Der Deal soll vollzogen werden, sobald die im letzten November angekündigte Übernahme von Brocade
durch den Halbleiterhersteller Broadcom vollzogen ist. Dies soll bis spätestens Ende Juli der Fall sein.
Extreme Networks will durch die Übernahme sein Produktportfolio und seine Kundenbasis erweitern, um besser gegen den grossen Konkurrenten Cisco bestehen zu können. Das Netzwerkbusiness von Brocade sei zudem sehr profitabel, sagte Ed Meyercord, CEO von Extreme Networks. Es werde deshalb sofort dazu beitragen, die Bruttomarge des Netzwerkanbieters zu verbessern.
Trotzdem zahlt Extreme Networks nur 55 Millionen Dollar für den Brocade-Geschäftsbereich, den Broadcom erklärterweise schnell loswerden wollte. In das IP-Netzwerkgeschäft für Rechenzentren war Brocade Ende 2008 durch die Übernahme von Foundry
eingestiegen. Brocade hatte damals 2,6 Milliarden Dollar gezahlt.
Broadcom sagte schon bei der Ankündigung der Übernahme von Brocade, dass man nur das Fibre-Channel-Business behalten wolle. Ebenfalls auf der "Abschussliste" von Broadcom stand daher der erst vor einem Jahr von Brocade für 1,2 Milliarden Dollar aufgekaufte WiFi-Komponenten-Spezialisten Ruckus Wireless
. Für diesen erhält Broadcom, wie bereits vor einem Monat bekannt gegeben wurde, 800 Millionen Dollar vom Singapurer Unternehmen Arris International. (hjm)