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IDEE FÜR EINE "PAUSENINSEL"
beim Schulhaus Konstanzmatte in Rothenburg
Ausgangslage:
Die bestehende Pausenhalle befindet sich im Luftgeschoss eines modern gestalteten Vorbaues, der an der Nordostseite des Schulhauses „Konstanzmatte“ einen architektonisch interessanten Akzent setzt. Die durch den Vorbau überdeckte Fläche der Pausenhalle beträgt ca. 230 m2. Der Platz ist nach 3 Seiten offen und wird durch die Beton- und Stahlstützen des darüberliegenden Geschosses unterteilt.
Zugänglich ist der Platz von 3 Seiten:
1. Von der Schulhausstrasse über den südöstlich der Schule gelegenen Pausenplatz.
2. Von den Parkplätzen an der Nordostseite über eine ca. 2 m breiten Zugangweg
3. Von den Spiel- und Sportplätzen an der Nordwestseite über eine ca. 6 m breite Treppenlage
Der Hauptzugang an der Südostseite wird durch eine vorsituierte Wasserfläche mit „Reling“, Sitzstufen und ein markantes gläsernes Vordach akzentuiert. Nebst der erwähnten Strukturierung durch die Abstützung des Obergeschosses weist die Pausenhalle keine weitere räumliche Unterteilung auf. Die Einrichtung der Halle beschränkt sich auf Abfallcontainer und auf ein Lagergestell für Kickboards. Sitzgelegenheiten finden sich auf den Stufen der nördlichen Treppenanlage und bei der Abtreppung unter dem Eingangsvordach.
Die Offenheit der Pausenhalle erweist sich bei Wind und Kälte als Nachteil. Die ungeschützte Lage, insbesondere an der Nordwestseite des Platzes führt zu Zugserscheinungen und lässt den Aufenthalt bei Wind und Kälte eher ungemütlich werden.
Ziel:
Es soll daher überprüft werden, ob in der Pausenhalle (offenes Luftgeschoss) ein abgeschirmter, windgeschützter Rückzugsbereich mit Sitzgelegenheiten realisiert werden kann. Dabei soll das bestehende architektonische Konzept des Eingangsvorbaues nicht nachteilig tangiert werden.
Konzeptvorschlag:
Die Möglichkeiten für eine Lösung sind mit Rücksicht auf die vorhandenen Zugänge und die Treppenanlage eingeschränkt:
Eine bereits diskutierte Abschirmung durch Glas- oder Plexiglaswände an der Nordwestseite müsste im Bereich der breiten Treppenanlage ausgespart werden und würde somit den Kernbereich der Halle ungeschützt lassen. Bei dieser Lösung müsste zudem ein neuer Standort für die Kickboards und Container gefunden werden. Die winkelförmige Ausführung der Glaswände und der Anschluss an die Fas-sade des Schulhauses charakterisieren diese Lösung eher als „nachträgliche Reparatur“ und wären somit dem vorhandenen architektonischen Konzept der Anlage wenig förderlich.
Vorgeschlagen wird deshalb eine Lösung, die sich funktional und gestalterisch wie selbstverständlich in das bestehende architektonische Erscheinungsbild der Anlage einfügt:
Im zentralen Bereich der Halle wird um einen „grünen Inselhügel“ (Wurzelraumspeicher mit Grünpflanze und kreisrunder Sitzbank) mittels zweier halbkreisförmig ausgebildeter Glasbaustein-wände ein abgeschirmter und windgeschützter Bereich geschaffen.
….So entsteht ein spannender Rückzugsbereich mit Sitzgelegenheiten für den Aufenthalt der Schülerinnen und Schüler vor und nach den Schulstunden, während den Pausen, aber auch für einen abwechslungsreichen Unterricht im Freien……. DIE „PAUSENINSEL“ !
Die vorhandenen Erschliessungswege (Zugänge von 3 Seiten zum Haupteingang des Schulhauses) werden durch die vorgeschlagene „Pauseninsel“ nicht tangiert.
Die seitlichen Zugänge zur „Insel“ sind durch die Schulhausfassade und die bestehenden Hecken windgeschützt. Im Innern der ca. 45 m2 grossen „Insel“ bieten die kreisrunden Holzbänke Sitzgelegenheit für bis zu 60 Schülerinnen und Schüler. Für den Unterricht im Freien können zusätzliche Sitzmöglichkeiten mittels im Werkraum hergestellter mobiler Sitzkuben geschaffen werden.
Die ca. 160 cm hohen Glasbausteinwände sind mit satinierten (lichtdurchlässigen aber nicht durchsichtigen) Glasbausteinen ausgeführt und harmonieren mit den Materialien des Eingangsvorbaues (Stahl und Glas beim Eingangsvordach) und des Foyers. (Glasbausteinwände) Die Transparenz und die Leichtigkeit von Glasbausteinwänden lassen sich gut bei der bestehenden Abtrennung der Bibliotheksräume im Foyer des Schulhauses feststellen.
Die halbkreisförmigen Glaswände der „Pauseninsel“ nehmen in ihrer Gestaltung zudem Bezug auf die südöstlich gelegene Wassermulde. Der vorhandenen Wasserfläche (deren Länge dem Durchmesser der „Insel“ entspricht) mit „Reling“ und im Boden eingravierten Himmelsrichtungen kommt somit neue Bedeutung zu; bildet sie doch in spannungsvoller Weise Anlass, die direkt gegenüberliegende „Insel“ zu entdecken und aufzusuchen…..