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Fünf Familien, die an Schilddrüsenkrebs leidende Kinder haben, haben eine Gesellschaft gegründet, um ihre Erfahrung und Information auszutauschen. Ein Vertreter Hiroyuki Kawai erzählte an der Pressekonferenz, dass sie die Einstellung der zahlreichen Spezialisten, die die Ursache des Schilddrüsenkrebses unter Kindern nicht in der Atomkatastrophe von Fukushima sehen wollen, für verwirrend halten. Der Anwalt betonte, die Behauptung, dass der Atomunfall diese Krankheit nicht verursacht hätte, sei grundlos. Die Familie bekomme keine Entschädigung, weil es keinen Zusammenhang mit dem Atomunfall anerkannt werde.
Zwei Väter, die von Fukushima aus per Skype an der Pressekonferenz teilnahmen, allerding ohne ihr Gesicht zu zeigen, sprach sich ihre Angst und Erleichterung aus. Angst, weil sie sich bis zur Gründung der „Gesellschaft der Familie mit Kinder-Schilddrüsenkrebs“ nie getrauen konnte, jemandem über die Krankheit ihres Kindes zu erzählen. Erleichterung, weil sie in dieser Gesellschaft endlich ihre Angst und Kummer teilen und gegenseitig unterstützen können.
Gemäss Motomi Ushiyama, einer anderen Vertreterin und Ärztin, sei der Tumor bei 90 % der bereits operierten Patienten schon ziemlich gross oder die Krebszellen seien bereits in die Lymphdrüse bzw. Lunge gelangt gewesen. Diese Realität stelle sich den Behauptungen, etwa die Häufung der Schilddrüsenkrebs unter Kindern in Fukushima die Folge des Screenings oder der exzessiven Untersuchung sei, entgegen. „Die Familie leiden unter der Unklarheit, warum ihre Kinder krank wurde. Ob das Nahrungsmittel verseucht war? Ob das Spiel in Freien schlecht war? Die Eltern sowie die Kinder machen sich Vorwürfe.“
Es gibt auch einige Rückfälle, erzählte Frau Ushiyama weiter. „Aber selbst eine zweite Meinung vor der zweiten Operation zu holen ist nicht einfach, weil die Operation praktisch nur im Spital der medizinischen Hochschule Fukushima durchgeführt wird und kein Arzt sich darin mischen will.“
Die Mitglieder appellieren an die Familie, die leidende Kinder haben, in die Gesellschaft einzutreten und sich aus der Isolation zu holen.