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Nach der zweitbesten Quali konnte ich viel Kraft bis ins Halbfinale sparen. Weil in den anderen Paarungen viele sehr starke Fahrerinnen waren, mussten sie sich gegenseitig schon früh aus der Reserve locken. So wollte es, dass im Finallauf zwei Schwedinnen Alexandra Engen und Jenny Rissveds auf zwei Schweizerinnen Kathrin Stirnemann und mich trafen. Rissveds hatte kurz nach dem Start bereits mit der Kette Probleme und verlor einige Meter. Als Kathrin zum Angriff ansetzte und an Engen vorbeifuhr, ergriff auch ich die Gelegenheit und konnte mich an zweiter Position bis ins Ziel retten. Die Silber Medaille bedeutet mir sehr viel und ich freute mich ausserordentlich hinter Kathrin Zweite zu sein.
Weil ich im Eliminator bereits grosses Rennglück hatte, lief auf der Startrunde beim Cross Country so einiges schief. Nach einem guten Start verlor ich bereits bei der ersten Kurve viele Plätze. Nachdem ich mich nach vorne gearbeitet hatte, passierte mir ein Lapsus und so verlor ich nochmals wertvolle Ränge. Als ich dann wieder ins Renngeschehen eingreifen konnte, war die Spitzengruppe bereits weg und so musste ich das ganze Rennen alleine abspulen. Ganz zu meiner Überraschung lief es mir jedoch ausgezeichnet und ich konnte Fahrerinnen hinter mir lassen, welche ich die ganze Saison noch nie geschlagen habe. Trotzdem oder gerade deshalb war ich im Ziel zuerst über den 5. Platz enttäuscht.