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Ja zur sinnvollen Schlackenaufbereitung
Bei der Verbrennung von Abfall entstehen nebst CO2 und Wasserdampf zwei Abfallprodukte: Filterstaub und Schlacke. Aktuell wird die Schlacke mit dem sogenannten Nassschlackenverfahren bearbeitet.
25. Februar 2015 — Eingesandter Artikel
Wenn die Schlacke aus dem Verbrennungsofen kommt, ist sie sehr heiss und muss auf eine normale Temperatur abgekühlt werden. Beim Nassschlackenverfahren wird die Schlacke nach der Verbrennung durch ein Wasserbad geführt und dadurch abgekühlt. Danach wird die Schlacke auf einer Deponie ausgetragen, wo etwa 66 Prozent der Metalle gewonnen und verkauft werden können. Möchte man die Schlacke weiterbehandeln, ist das Nassschlackenverfahren nicht geeignet: Durch den Kontakt mit Wasser bilden sich Klumpen, die weniger gut weiter verarbeitet werden können. Ausserdem wird das Gewicht der Schlacke durch das Wasser um 20 Prozent erhöht.
Wird die Schlacke nicht durch ein Wasserbad geführt, sondern auf einem Förderband getrocknet, kann diese Klumpenbildung verhindert werden. Das Gewicht der Trockenschlacke ist markant tiefer, und aus der Schlacke können in einer entsprechenden Anlage die einzelnen Metalle gewonnen werden.
Trockenschlacken-Methode bietet grösseren Profit
Aus der Trockenschlacke können als weiterer Pluspunkt nahezu 100 Prozent der Metalle gewonnen werden – aktuell sind es um die 60 Prozent. In Hinwil ist eine Anlage zur Verwertung von Trockenschlacke erstellt worden. Die gewonnenen Metalle können verkauft werden und liefern dazu einen Beitrag an die Entsorgung. Entsorgung und Recycling Zürich (erz) ist an der Anlage in Hinwil beteiligt und profitiert durch einen tieferen Anlieferpreis auch vom Verkauf der Metalle. Die Gewinne der Anlage müssen für diejenigen Partner, welche an der Anlage in Hinwil beteiligt sind, direkt mit dem Anlieferpreis verrechnet werden. Weil mehr Metalle gewonnen werden können und weniger Schlacke in der Deponie entsorgt werden muss, wird sich die Umstellung des Verfahrens für das erz auch finanziell auszahlen.
Sinnvolle Investition
Um die Schlacke trocken nach Hinwil liefern zu können, muss bei der Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz die Schlackenaufbereitung angepasst werden. Es ist eine Umstellung vom Nassschlacken- auf das Trockenschlackenverfahren notwendig. Für diese neue Anlage benötigt Entsorgung und Recycling Zürich einen Objektkredit von 38,9 Millionen Franken. Diese Investition ist sinnvoll, und dem Betrag sollte zugestimmt werden.
Das Ziel der Abfallverwertung muss eine hundertprozentige Wiederverwertung sein. Kreisläufe sollen und müssen geschlossen werden. Mit dem neuen Verfahren kann das Recycling verschiedener Metalle aus der Schlacke auf nahezu 100 Prozent erhöht werden. Auch fallen durch den Verkauf der Metalle zusätzliche Einnahmen an, welche den Abfallpreis verringern oder zumindest nicht ansteigen lassen. Die Anlage ist ein schönes Beispiel, wie Umweltschutz und Wirtschaft miteinander verbunden werden können. Die FDP empfiehlt die Annahme des Objektkredites am 8. März für die Anpassung der Anlagen für den Schlackenaustrag.
Alexander Jäger, Gemeinderat FDP