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Viele Sportlerinnen und Sportler kennen das: Plötzlich schmerzen die Muskeln in der Wade so sehr, dass man kaum mehr auf dem betroffenen Bein stehen kann. Im folgenden Gespräch informiert Claudia Schiely, diplomierte Drogistin HF, über Ursachen, Behandlung und Vorbeugung von Muskelkrämpfen.
Bei einem Krampf zieht sich die Muskulatur, zum Beispiel in der Wade, plötzlich stark zusammen und verhärtet sich, was als schmerzhaft empfunden wird. In der Regel dauert ein Krampf nur kurz an.
Neben der Wadenmuskulatur können auch die Muskeln im Oberschenkel, im Fuss, im Bauch und am Rücken betroffen sein. Am häufigsten sind jedoch die Waden betroffen.
Ursachen können die Überbelastung der Muskeln oder ein gestörter Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt sein. Manche Menschen erleiden Muskelkrämpfe nachts im Schlaf.
Im Akutfall hilft das Dehnen und Massieren der betroffenen Muskeln. Nach einem Krampf sollte man sich behutsam wieder bewegen, um zu verhindern, dass es erneut zu einem Krampf kommt.
Krämpfe nehmen im Alter eher zu.
Wichtig sind das Aufwärmen vor dem Training und das Dehnen der Muskulatur danach. Empfehlenswert ist eine ausgewogene Ernährung, um den Körper mit allen Nährstoffen zu versorgen, die er braucht. Am besten hält man sich an die Lebensmittelpyramide. Wer sportlich aktiv ist, sollte immer genug trinken.
Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und einem normalen Elektrolytgleichgewicht bei. Es kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel in Nüssen, Kernen, Vollkorngetreide, Bananen und Trockenfrüchten vor. Sportlerinnen und Sportler haben einen erhöhten Magnesiumbedarf. Ein Mangel kann mittels eines Bluttests festgestellt werden. Zur Unterstützung einer Magnesiumtherapie kann auch der Einsatz von Schüssler Salzen sinnvoll sein.
Schüssler Salze wurden vom homöopathischen Arzt Wilhelm Schüssler im 19. Jahrhundert entwickelt. Er war der Überzeugung, dass ein Ungleichgewicht im Mineralstoffhaushalt gesundheitliche Auswirkungen auf den Körper haben könne. Als Ursache für einen Mineralstoffmangel sah er weniger die ungenügende Zufuhr von Mineralsalzen durch die Ernährung, sondern vielmehr die Unfähigkeit der Körperzellen, diese Stoffe in ausreichender Menge aufzunehmen. Er verabreichte seinen Patientinnen und Patienten Mineralsalze, die er mit einem Alkohol-Wasser-Gemisch stark verdünnte. Gemäss Schüsslers Lehre sollten diese verdünnten Mineralsalze in den Zellen als Türöffner für grobstoffliche Mineralstoffe fungieren und so für eine gute Aufnahme und Verteilung im Körper sorgen.
Verschiedene Schüssler Salze können miteinander und mit anderen feinstofflichen oder schulmedizinischen Mitteln kombiniert werden. Sie eignen sich für jede Altersgruppe, auch für Kinder und Schwangere. Im Allgemeinen werden sie gut vertragen und können nicht überdosiert werden, weil sie nur feinste Spuren von Mineralsalzen enthalten.
Schüssler Salze sind in allen Apotheken und Drogerien erhältlich.
Wenn Krämpfe mehrere Minuten andauern und häufig auftreten, sollte man der Ursache auf den Grund gehen. Treten Taubheitsgefühle oder Lähmungen auf, ist ein Arztbesuch dringend angezeigt.