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Am Montag hat der Prozess der amerikanischen Steurbehörde begonnen. Verliert die Nachlassverwaltung Michael Jacksons, müssen diese 700 Millionen US-Dollar abgeben. Zum Auftakt stand John Branca im Zeugenstand und berichtete etwa vom Pepsi-Werbedeal und was „der Funk von 40’000 Jahren“ im Song „Thriller“ bedeutet.
Die U.S. Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) schätzt den Markenwert Michael Jacksons zum Zeitpunkt seines Todes auf 161 Millionen Dollar. (Im Jahr 2013 machte der IRS noch eine Summe von 434 Millonen geltend.) Das MJ Estate gab in ihrer Steuererklärung aber lediglich einen Wert von 2’105 Dollar an. Die Marke „Michael Jackson“ (Name und Abbild) habe durch die Skandale stark gelitten und sei deswegen so tief gewesen. Nach dem tragische 25. Juni 2009 stieg der Markenwert wieder rasant in die Höhe. Und ist noch immer hoch – gemäss der Schätzung vom Wirtschaftsmagazin „Forbes“ erwirtschaftete die Nachlassverwaltung im Jahr 2016 einen Umsatz von 825 Millionen Dollar. Das gesamte Vermögen vom MJ Estate dürfte derzeit über eine Milliarde betragen.
Wenn die Steuerbehörde IRS den Gerichtsfall gewinnt, so muss Michael Jacksons Nachlassverwaltung 500 Millionen Steuern nachbezahlen, zuzüglich 200 Millionen Dollar Strafgebühren. Dies gemäss dem „Wall Street Journal“.
Während dem ersten Gerichtstag am Montag, 6. Februar, hat der MJ Estate Anwalt Howard Weitzman den Nachlassverwalter John Branca im Zeugenstand befragt. Der zweite Nachlassverwalter, der Afroamerikaner John McClain, bleibt dem Prozess aus gesundheitlichen Gründen fern. (Mehr über den Geschäftsmann und Musikbusnessinsider, der im Gegensatz zu John Brance im Hintergrund agiert, im Artikel zu John McClain vom „TeamMichaelJackson.com“)
Während der rund 4-stündigen Befragung ging John Branca darauf ein, wieso er den Wert der Marke „Michael Jackson“ im Juni 2009 so tief angegeben hat. Ausbleibende Albumveröffentlichungen und Tourneen, sowie der Kindsmissbrauchsprozess und weitere Skandale und Gerüchte in den Medien hätten MJs Markenwert ungeachtet von dessen Talent auf einen Tiefpunkt fallen lassen. Als der King of Pop starb, hätten seine Schulden ungefähr 400 Millionen Dollar betragen. (Dies gegenüber Michael Jacksons Besitzen, doch auch über den damaligen Wert von Michael Jacksons Anteil am Sony-ATV Katalog sowie MIJAC Musikkatalog, streiten sich IRS und MJ Estate.)
Auf seine Geschäfte mit Michael Jackson eingehend und wie sie die Marke „Michael Jackson“ aufgebaut haben, berichtete Branca vom Werbedeal mit Pepsi für die Victory-Tour der Jacksons 1984. „Michael veranlasste mich im Vertrag festzuhalten, dass er nie mit einer Pepsi-Dose in seiner Hand zu sehen sein wird und er nie länger als drei Sekunden am Stück auf der Bildfläche zu sehen ist.“
Bereits ein Jahrzehnt später sei die Arbeit für den King of Pop nicht mehr einfach gewesen. So sei nach dem Chandler-Skandal für die HIStory Tour kein grosser Sponsor gefunden worden.
Nach mehreren Jahren ohne für MJ zu arbeiten, habe er ihn nur etwas mehr als eine Woche vor dem 25. Juni 2009 getroffen und ihm bei diesem Treffen einige potentielle Ideen präsentiert.
Die Anwälte vom IRS verzichteten auf ein Kreuzverhör mit John Branca. Sie würden ihn wenn sie mit ihren Befragungen an der Reihe sind, wieder in den Zeugenstand berufen.
Am Ende des Nachmittages, nutzte der Richter die Gelegenheit und fragte John Branca, ob er mit dem Text von „Thriller“ vertraut sei. „Was genau bedeutet ‚the funk of 40,000 years‘?“
„Karma“, antwortete John Branca.
Der Bericht vom „Hollywood Reporter“ zum ersten Gerichtstag hier: