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Die Übertragung von zusätzlichen Resistenzgenen zwischen Pflanzen mit Hilfe der Transgenese erlaubt ein besseres Verständnis der Funktion dieser Gene und deren Zusammenspiel mit anderen Genen der Pflanze. In der vorliegenden Arbeit wird die Resistenz von verschiedenen transgenen Weizenlinien gegen die Krankheiten Echter Mehltau, Gelbrost und Ährenfusariose untersucht. Auf der einen Seite wurde das rassenspezifische Mehltauresistenzgen Pm3b aus der Weizenlandrasse Chul auf die Sorte Bobwhite übertragen. Der zweite Ansatz untersuchte eine verbesserte quantitative, unspezifische Resistenz durch die Gene Chitinase und Glukanase aus der Gerste in der Weizensorte Frisal. Die Versuche wurden mit hohem Infektionsdruck geführt um die Resistenz zwischen transgenen Linien und Ursprungssorte vergleichen zu können. Im Falle der Pm3b- Bobwhiteabkömmlinge konnte auch auf nicht-transgene Schwesterlinien zurückgegriffen werden. Die Schwesterlinien haben den gleichen Transformationsprozess durchschritten, jedoch ging das Transgen nach der Regeneration der Pflanzen bei der Segregation verloren. Die Ergebnisse zeigen, dass das zusätzliche Pm3b-Gen die Resistenz gegenüber Infektionen durch den Echten Mehltau auf dem Blatt und auf der Ähre deutlich verbessert. Überraschenderweise entwickelt eine der transgenen Bobwhitelinien ebenfalls eine verbesserte Resistenz gegen den Gelbrost. Die Resistenz gegen die Ährenfusariose wird hingegen kaum beeinflusst. Die zusätzlichen Chitinase und Glukanase Gene in der Sorte Frisal haben keinen Einfluss auf das Resistenzverhalten der transgene Pflanzen gezeigt. Die Erkenntnisse aus diesem Versuch sind unter anderem sehr wertvoll für die klassische Züchtung resistenter Sorten.
Die Tomatenminiermotte Tuta absoluta gehört zu den grössten Schädlingen in Nachtschattengewächsen. Agroscope hat ein statistisches Modell entwickelt, das die Populationsdynamik des Schädlings und einer parasitierenden Schlupfwespe nachbildet und erlaubt, Interventionen optimal zu planen.
Schweizer Rebberge sind oft klein und in einem Mosaik von unterschiedlichen Parzellen und Bewirtschaftungsformen angeordnet. Deshalb kann vermutet werden, dass durch Abdrift regelmässig Pestizide von konventionellen auf biologische Rebberge gelangen. Dennoch werden in Bioweinen meist keine Pestizidrückstände gefunden.
Pflanzenbau
Nay M.M., Grieder C., Frey L.A., Amdahl H., Radovic J., Jaluvka L., Palmé A., Skøt L., Ruttink T., Kölliker R.
Rotklee ist eine der wichtigsten Leguminosen im europäischen Futterbau. In einem mehrjährigen Experiment testeten Forschende die europaweit grösste Sammlung verschiedener Herkünfte von Rotklee an fünf Standorten in Europa.