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17. Jh. Feuerwaffen erlangen immer grössere Bedeutung im Militärwesen. Das verbreitete wettkampfmässige Schies-sen – solche Wettkämpfe waren seit jeher fester Bestandteil von Festen wie Kirchweih, Fasnacht oder Hochzeiten – wird Teil der militärischen Ausbildung.
1589 Erstmalige Erwähnung eines Schützenhauses in Ludretikon (Höhe Seestrasse 182). Die Schützen schiessen von einer Laube des Gasthauses aus über den See auf eine Scheibe. Der Wirt darf eigene Wettbewerbe durchführen, daneben findet ein jährliches Gemeindeschiessen statt.
1713 Einführung von Infanterieübungen der «Militärischen Gesellschaft der Pförtner», die sich aus Bürgern der Stadt Zürich sowie aus der Landbevölkerung zusammensetzt.
1838 Mit dem Bau der Seestrasse wird der Schiessbetrieb in Ludretikon eingestellt.
1839/1840 Der Wirt Johannes Suter errichtet das dreigeschossige Gast- und Wohnhaus «Zum Schützenhaus».
1842 Anbau eines hölzernen Schützenstandes
1863 Der Sihlhalden-Wirt lässt einen Schiessstand bauen, was den Schützenwirt im Oberdorf zu einer Klage veranlasst.
1866 Bau eines neuen Schiessstandes, der jedoch unvollendet bleibt.
1872 Das kantonale Feldschiessen findet in Thalwil statt. Aus diesem Grund wird der Schiessstand von 1866 für eine Distanz vom 400 m umgerüstet.
1876 Der Schützenwirt Jakob Wolfensberger baut zwischen dem alten Schützenstand und Wohnhaus eine Trinkhalle mit Kegelbahn und Magazin. Der alte Schützenstand ist bis 1913 in Betrieb.
1882 Anbau eines Waschhauses
Ab 1883 Der Schiessbetrieb geht allmählich in die Verantwortung der Gemeinde über; die Schiessanlage wird 1897 Eigentum der Gemeinde.
1907 Umbauten im Bereich der Schützenhalle und Errichtung des Zinnen-Anbaus
1915 Die Umstellung der Schiessdistanz auf 300m bedingt den Neubau des Schützenstandes auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Die heutige Schützenhalle – ein Bau im Schweizer Holz-Stil – wird im Innern mit fünf grossformatigen Ölbildern des Thalwiler Malers Walter Meier (1894–1952) ausgestattet.
1918 Aufhebung der Wirtschaft und Umbau in ein Wohnhaus durch die politische Gemeinde
1925 Erneuerung der Schiessanlage mit integriertem Pistolenstand
1978 Das Wohnhaus brennt aus, wird jedoch in der Folge rekonstruiert. Die Schützenhalle erfährt eine umfassende Renovierung, ihre offenen Seiten werden durch neu angebrachte Fenster verschlossen. Die Wandgemälde werden restauriert.