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Das Sauber-Team hat im Qualifying zum Grand Prix von Kanada gezeigt, dass das enttäuschende Abschneiden in Monaco nur ein Ausrutscher war.
Nick Heidfeld wurde Siebter, Felipe Massa Zwölfter. Die Pole-Position für das Rennen vom Sonntag sicherte sich Juan Montoya.
Kurz vor Schluss des einstündigen Qualifikations-Trainings hatte Heidfeld noch den 6. Startplatz inne gehabt. Giancarlo Fisichella war im Jordan dann aber noch sieben Tausendstel schneller. Es sei ärgerlich, so knapp den 6. Platz verpasst zu haben, sagte Heidfeld, "doch ich glaube, dass diese Seite der Startaufstellung die bessere sein wird".
Dass Fisichella in Montreal seine bislang beste Trainingsleistung der Saison ablieferte, überrascht nicht, denn auf der Ile Notre Dame war er schon je zweimal Zweiter und Dritter geworden. Heidfeld seinerseits war in der Startaufstellung zuvor erst dreimal weiter vorne; in Österreich und in den USA war er im letzten Jahr im Qualifying Sechster geworden, vor einem Monat abermals in Österreich hatte er sich Platz 5 gesichert.
Massa enttäuscht
Heidfeld hätte aller Voraussicht nach auch noch David Coulthard den Vortritt lassen müssen. Der Gewinner von Monte Carlo, der im Freitags-Training das Klassement angeführt hatte, wies beim letzten Versuch die besseren Abschnittszeiten auf, bevor er sich wegen des leicht einsetzenden Regens nach der Schikane vor Start und Ziel im McLaren-Mercedes drehte.
Insgeheim war auch von Massa ein Platz unter den ersten Zehn erwartet worden. Dass der Brasilianer von einem "frustrierenden Nachmittag" sprach, ist verständlich. Zuerst bekundete er Probleme mit dem Differenzial und der Traktionskontrolle, dann fand er nach einem Motorschaden im Jordan von Takuma Sato Ölspuren vor. Zudem brachte veränderter Anpressdruck am C21 nicht die gewünschte Wirkung.
Ferrari und Williams-BMW vorne
Die ersten beiden Startreihen teilen sich wie erwartet die Fahrer von Ferrari und Williams-BMW. Juan Montoya verhinderte mit seiner dritten Pole-Position in diesem Jahr, dass Michael Schumacher den Grand Prix von Kanada zum vierten Mal in Folge vom besten Startplatz aus in Angriff nehmen kann.
Der Titelhalter hätte nach eigenem Gutdünken Montoyas Bestzeit auf seinem abschliessenden Turn noch einmal ins Wanken bringen können, wurde aber wie Coulthard vom Regen gestoppt. Hinter Rubens Barrichello und Ralf Schumacher sicherte sich Coulthards Teamkollege Kimi Räikkönen seinen "angestammten" Startplatz. Der Finne, der im Vorjahr in einem Sauber Vierter geworden war, beendete zum bereits sechsten Mal in dieser Saison ein Qualifying im 5. Rang.
Für Renault, den Hauptkonkurrenten von Sauber im Kampf um Platz 4 in der Teamwertung, verlief das Qualifying nicht ganz nach Wunsch. Jarno Trulli touchierte auf seiner zweiten schnellen Runde die Streckenbegrenzung und beschädigte am Auto hinten rechts die Radaufhängung.
Der Italiener musste deshalb in das Ersatzauto umsteigen, ist aber dennoch besser klassiert als sein Stallgefährte Jenson Button (13.). An der gleichen Stelle wie Trulli hatte für Barrichello am Morgen das freie Training geendet.
Swissinfo und David Bernold (Si), Montreal