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Industriegeschichte
In der Ballyana Ausstellung taucht man in die industriegeschichtliche Frühzeit ein. Eine Vielfalt von Maschinen kann nicht nur besichtigt werden, sondern sind auch funktionstüchtig. Wenn die Maschinen in Betrieb sind, hört man nicht nur, sondern riecht auch förmlich, wie früher gearbeitet wurde.
Um 1820 begann Peter Bally mit der Produktion von Bändern. In der Frühzeit der Schönenwerder Industrie wurde hauptsächlich in Heimarbeit produziert. Erst nach Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte die räumliche Konzentration der Arbeit in den Fabriken. Für die nach 1850 einsetzende Schuhfabrikation benötigte Bally wesentlich mehr Arbeiter als im damals bereits industrialisierten Schönenwerd und in der Umgebung zur Verfügung standen.
In Schönenwerd waren tausende von Arbeitern und Angestellten beschäftigt. Viele von ihnen kamen täglich aus den umliegenden Dörfern und mussten teils stundenlange Fussmärsche auf sich nehmen. Von den Kölliker Frauen, die einen ca. 5 km langen Weg durch den Gretzenbacher Wald zurücklegten, erzählt man sich, dass sie auf dem Weg strickten, um die Zeit sinnvoll zu nutzen.
Die Schweiz gehört zwar zu den am frühesten industrialisierten Ländern, dies obwohl der schweizerische Eisenbahnbau erst mit der Gründung des Bundesstaates (nach 1848, 20 Jahre später als z.B. England) begann. Durch den Einsatz von neuen Energiequellen (Dampfmaschine und Wasserkraft) wurde die Handarbeit durch Maschinen abgelöst und grosse gesellschaftliche Veränderungen nahmen ihren Anfang. In der Ballyana-Ausstellung wird die Industrialisierung eindrucksvoll dargestellt, von der Energiegewinnung bis hin zur Globalisierung.