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Paläontologen haben bei Courtedoux im Kanton Jura das 150 Millionen Jahre alte Skelett eines Meereskrokodils gefunden. Es ist ein einmaliger Fund für die Schweiz, wie die Forscher am Montag an einer Medienkonferenz mitteilten.
Das Skelett, das zur Gattung Metriorhynchus gehört, wurde am Montag mit Hilfe eines Lastkrans freigelegt. Die Forscher mussten einen drei Tonnen schweren Steinblock entfernen, um die Überreste des Tieres nicht zu beschädigen.
Das Krokodil besass zu seinen Lebzeiten Schwimmflossen und einen langen Schwanz. Es war ein Fleischfresser und lebte im Wasser. Ans Ufer kamen die Tiere hauptsächlich zur Eiablage im Sand - ähnlich wie die heutigen Meeresschildkröten. Die Fundregion in der jurassischen Ajoie lag vor 150 Millionen Jahren am Rand eines Meeres.
Bei dem Skelett handelt es sich laut den Forschern um den ersten Fund eines Metriorhynchus-Krokodils in der Schweiz. Ausgegraben wurden Exemplare dieser Gattung bereits in England und Frankreich. Die Region um Courtedoux wird heute gemäss Kantonsangaben als weltweit drittwichtigste Fundstelle von Dinosaurierspuren betrachtet.