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Vitamin D könnte eine schützende Rolle in der Krebsentstehung haben. Darauf weisen Untersuchungen von Dr. Kristin Skinner hin. Sie referierte darüber am jährlichen Amerikanischen Kongress der Brustchirurgen.
Es sind nur Resultate, die rückwirkend bestimmt wurden und deshalb anfällig sind für Fehler.
Als erstes untersuchte sie die Vitamin D Spiegel von Patientinnen mit Brustkrebs.
- Die Brustkrebs Patientinnen hatten einen signifikant tieferen Vitamin D Spiegel im Blut als gesunde Patientinnen.
- Die Patientinnen mit bekannter schlechterer Prognose hatten einen tieferen Vitamin D Spiegel als die Patientinnen mit einer besseren Prognose. Dies bei
- Östrogen-Rezeptor negativen Krebserkrankungen
- Tripel-negativen Krebserkrankungen
- Basal-like Phänotypen.
In einer zweiten Untersuchung wurden Patientinnen in einer Fallkontroll Studie untersucht. Dabei werden Patientinnen mit gesunden Frauen verglichen und gesucht, ob gewisse Risikofaktoren unterschiedlich vorhanden sind.
194 Patientinnen mit behandeltem Mammakarzinom wurden ausgewählt. Bei diesen Patientinnen wurde aus veschiedenen Gründen vor oder nach er Operation das Vitamin D im Blut bestimmt. Zum Vergleich wurden abgesehen von der Krebserkrankung möglichst gleiche Frauen ausgesucht. Bei ihnen war kein Brustkrebs vorhanden und auch aus verschiedenen Gründen wurde der Vitamin D Spiegel bestimmt.
Die Frauen mit Brustkrebs hatten auch hier durchschnittlich einen tieferen Vitamin D Blutspiegel.
Dr. Skinner bestimmt bei ihren Patientinnen regelmässig Vitamin D und ersetzt es bis die Blutspiegel normal sind.
Abschliessend
Diese Untersuchungen können natürlich nichts über Ursache und Folge aussagen. Also ob der tiefe Vitamin D Spiegel die Ursache der Krebserkrankung und des aggressiven Verlaufs ist, oder ob der Vitaminmangel umgekehrt die Folge der Krebserkrankung ist.
Aber auch schon andere Untersuchungen haben eine Verbindung zwischen Vitamin D und aggressiverem Brustkrebs gezeigt. Das Vitamin D scheint die Zellteilung auszugleichen.
Ersatz des Vitamin D wird ohnehin derzeit empfohlen. Ob es auch gegen Brustkrebs schützt werden weitere Untersuchungen zeigen. (Referenz)