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Der Slovensky Cuvac gehört zu den weissen Gebirgs-Herdenschutz- oder Hirtenhunden, wie beispielsweise auch der Polski Owczarek Podhalanski (Podhalaner), der Pyrenäenberghund (Patou), der
Akbash, oder der Cane da Pastore Maremmano-Abruzzese. Es gibt noch weitere in Aussehen und Charakter sehr ähnliche Hunderassen, welche für den selben Zweck gebraucht wurden/
werden, nämlich das Bewachen einer Herde.
Wie der Ausdruck schon sagt, werden diese Hunde zum Schutz der Herde vor Beutegreifern und Dieben eingesetzt. Diese Herden bestehen meistens aus Schafen, es können aber genau so gut Kühe,
irgendwelches Federvieh oder Pferde sein. Die Hunde sind während dieser Arbeit grösstenteils auf sich alleine gestellt, ohne menschliche Hilfe oder Führung. Die Hunde begleiten die Herde,
integrieren sich um von den zu bewachenden Tieren respektiert zu werden, und liegen die meiste Zeit auf der Hut nach einem möglichen Einsatz. Wenn beispielsweise Wölfe oder Bären die Herde
angreifen, organisieren sich die Herdenschutzhunde (immer mehrere, je nach Grösse der Herde), und schlagen den Angreifer mit wildem Gebell in die Flucht. Zu heftigen Auseinandersetzungen
zwischen Hund und Raubtier kommt es dabei selten, da auch die Raubtiere lieber einem direkten Konflikt aus dem Weg gehen.
Herddenschutzhunde oder Hirtenhunde leben mit der Herde, ohne sie zu treiben. Sie führen ihre Arbeit in der Regel selbstständig, ohne Befehle und Unterstützung des Hirten aus. Im Gegensatz dazu haben die Schäfer- oder Hütehunde ihre Hauptaufgabe darin, die Herden von den Äckern fern zu halten und die Herden in den enger gewordenen Landschaften von einer Weide zur nächsten zu treiben. Der Schäferhund dominiert die Herde von außen, er darf die Tiere schon einmal zwicken um sich durchzusetzen, ohne sie zu verletzen. Es kommt beim Schäferhund auf Abrichtfähigkeit und Kooperationsbereitschaft mit dem Schäfer an. Er ist der Assistent des Hirten beim Treiben und Hüten und arbeitet in der Regel nicht ohne Anweisungen des Hirten. Der Hirte einer umherziehende Herde in territorien möglicher Beutegreifer ist also auf die Hilfe von Herdenschutz-, wie auch Hütehunden angewiesen.
Die Aufgaben, die den Solovensky Cuvac über Jahrhunderte geformt haben, prägen natürlich auch das äussere Erscheinungsbild sowie Charakter und Temperament dieser ursprünglichen Rasse. Der Slovensky Cuvac vermittelt einen harmonischen Gesamteindruck: er ist ein imposanter Hund von großer Dynamik und Eleganz. Das Haarkleid wurde stets rein weiß gezüchtet, um ihn auch des Nachts gut vor möglichen Beutegreifern unterscheiden zu können. Sein Fell isoliert perfekt gegen extreme Kälte und auch höhere Temperaturen machen ihm nicht viel aus. Und nur so nebenbei: Der Slovensky Cuvac ist einfach wunderschön!
Hier geht es zum original FCI-Standart, mit allen Details zum perfekten Erscheinungsbild eines Slovensky Cuvac.
Man sollte sich durch die süsse, knuddlige Erscheinung eines Slovensky Cuvac nicht davon ablenken lassen, dass es sich um einen ernsthaften und entschlossenen Herdenbeschützer handelt, dem es nicht immer einfach ist, in unserer recht dicht besiedelten Umgebung einen ausreichenden Lebensraum mit erfüllenden Aufgaben zu bieten. Diese Hunde wurden dazu gezüchtet, ohne menschliche Einflussnahme bei ihren Herden zu bleiben und diese selbstständig zu beschützen. Dies setzt einen Hund voraus, der intelligent, unabhängig und wenig menschenbezogen ist. Es muss sichergestellt werden, dass diese recht willensstarken, eigenwilligen und selbst- ständigen Hunde in sachkundige Hände kommen, die genau um die Möglichkeiten und Bedürfnisse eines Herdenschutzhundes wissen.
Der Slovensky Cuvac ist auch ein wachsamer Hirtenhund. Er gilt als gelehrig, lebhaft und treu. In der Familie ist er anhänglich und liebvoll. Fremden gegenüber verhält er sich eher misstrauisch und zurückhaltend. Er braucht etwas länger, um ein nicht-Familienmitglied in sein Herz zu schliessen. Dabei ist er unbestechlich, wer aber sein Vertrauen erst einmal gewonnen hat, wird sich der stürmischen Begrüssung kaum wehren können.
Er ist gut als Familienhund geeignet, sofern ein Haus mit großem Grundstück vorhanden ist, welches er bewachen kann. Der Slovensky Cuvac darf nicht im Zwinger gehalten werden, da er unbedingt direkten Anschluss an seine Familie braucht. Ausreichend Bewegung, Beschäftigung und Auslauf machen aus ihm einen ausgeglichenen Begleiter. Für den Hundesport ist er nur bedingt geeignet.
Eine Erziehung zum Familien- und Begleithund ist nicht ganz einfach, doch unter geduldiger und konsequenter Führung möglich. Ein ausreichendes Maß an Sozialisation vom Welpenalter an ist unbedingt erforderlich, um dem Hund ein möglichst umfangreiches Erfahrungsspektrum zu bieten. Auf diese Weise kann er die Gelassenheit gewinnen, die ihn zu einem relativ sicheren Begleithund werden lässt.
Eine starke Bindung zwischen Hund und Halter ist Voraussetzung, um das Leben mit einem Slovensky Cuvac erfolgreich und harmonisch zu gestalten. Wer lernt, eine Basis gegenseitigen Vertrauens zu schaffen und die Wesensmerkmale eines Slovensky Cuvac zu akzeptieren und zu schätzen, ihn mit Konsequenz aber niemals Härte erzieht, findet in diesen faszinierenden Hunden vielleicht nicht nur eine herausfordernde Aufgabe, sondern sogar die Liebe seines Lebens...