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| Gerontius (geschrieben um 440) - Das Leben der heiligen Melania (Vita Melaniae)

36.
[S. 470] Sie wohnte zusammen mit der eigenen Mutter und verkehrte nicht leicht mit jemand, ausgenommen die heiligen hochberühmten Bischöfe, vor allem jene, die durch Gelehrsamkeit hervorragten; und auch da wollte sie nur Aufschluss über göttliche Dinge bekommen. Sie schrieb, wie schon gesagt, auf Pergament und fastete die ganze Woche. Wenn am Abend die Kirche der Auferstehung geschlossen wurde, blieb sie noch beim Kreuze, bis die Psalmensänger hineingingen. Dann kehrte sie nach der Zelle zurück und schlief ein wenig.