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Von 1997 bis 20xx
Die Entstehung des Chores „ … ma non troppo“
Ein massiver Mitgliederschwund im Männerchor im Jahr 1996 und der auf Ende Vereinsjahr angekündigte Rücktritt praktisch aller Vorstandsmitglieder führte unweigerlich zur Auflösung des Männerchors.
Eine vorausgegangene, sorgfältige Tuchfühlung des Vorstandes mit dem bestehenden Frauenchor, eventuell auch eine „Fusion“ der beiden Chöre zu einem gemischten Chor ins Auge zu fassen, scheiterte am Widerstand zahlreicher „Gemischtchor-Gegner“ – natürlich beiderlei Geschlechts.
So wurde der Männerchor ordnungsgemäss aufgelöst, der Frauenchor machte normal weiter.
Einige der ehemaligen Sänger des Männerchores wollten jedoch weiter aktiv singen. Einen neuen Männerchor zu gründen wäre wohl etwas absurd gewesen, der Anschluss an einen anderen Männerchor wurde diskutiert, doch der Ehrgeiz in Tenniken einen neuen gemischten Chor auf die Beine zu stellen, schwang schliesslich obenauf.
So wurde am 20. März 1997 zu einer Gründungsversammlung aufgerufen, an der rund 20 Interessierte anwesend waren.
Als fast sensationell darf erwähnt werden, dass nach reger Diskussion den traditionellen Vereinsstrukturen Adieu gesagt wurde, und dann eine Art Gruppierung ins Leben gerufen wurde, mit dem Ziel, zu Singen und nicht wieder mehrheitlich Vereinsverpflichtungen nachzurennen. Kein Präsident, kein Vorstand, keine Liederkommission, keine Statuten etc. wurden abgesegnet, sondern lediglich der Entwurf eines Leitbildes für diese Gruppe (hier das heutige Leitbild).
Mit 17 Mitgliedern startete der Chor, nachdem ein fähiger Chorleiter gesucht und mit Michael Zaugg gefunden war, am 28. August 1997 mit seiner ersten Singstunde. An der Dorfweihnacht des gleichen Jahres hatte er bereits den ersten öffentlichen Auftritt. Michael Zaugg ist heute ein anerkannter professioneller Dirigent in Kanada.
Ein Jahr später umfasste der Chor rund aktive 25 Mitglieder und bis zur Stunde hat es noch niemand bereut, nicht einem nach OR strukturierten Verein angehören zu „dürfen“ oder „müssen“. Michael Jud, 13.12.1998
Beginn 1997
Einige Männer aus dem eben aufgelösten Männerchor kommen zusammen, um über den Neubeginn eines neuen Chores zu diskutieren.
20. März 1997
Gründungsversammlung: Trotz vorbereitetem Abstimmungmaterial und Vereinsstatuten entschied man sich spontan, keinen Verein zu gründen, sondern eine eine Chorgemeinschaft, frei von jeder Verpflichtung. Wir beschränken uns auf ein Leitbild.
Juni 1997
Es wird intensiv nach einem geeigneten Dirigenten gesucht. Aus sieben (!) Anfragen wurde Michael Zaugg gewählt. Ihm hat anscheinend unser Inserat zugesagt.
28. August 1997
Die erste Singstunde mit unserem neuen Dirigenten findet statt.
Herbst 1997
Intensive Suche nach einem wohlklingenden Chor-Namen. Schliesslich fand man ihn in „… ma non troppo“. Begriff aus der klassischen Musik mit der hintergründigen Aussage, dass unser Chor vieles im Sinn hat, ein guter Chor werden will und ein ansprechendes Repertoire einüben will.
Viele Wünsche und Hoffnungen, aber bitte: … ma non troppo!
1998
Konzert im Gemeindesaal mit italienischen und englischen Madrigalen mit Unterstützung von externen Sängerinnen und Sängern.
Dezember 1999
Weihnachtskonzert mit den Tenniker Schulkindern sowie Singen am Adventsbazar in Zunzgen.
Im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung unseres Dirigenten wurde zusätzlich ein eindrückliches Konzert mit Profisängern mit dem aus 23 Nationen zusammengewürfelten Chor „World voices“ durchgeführt. Zeitungsberichte
14. April 2001
Aussergewöhnliches Chorkonzert:
Am Ostersamstag sangen in der Marienkirche Tenniken die «Capella de Musica Burés» (Chor aus Spanien) und der Tenniker Chor «…ma non troppo» 12 Lieder; anschliessend als Höhepunkt gemeinsam die «Missa brevis» von Haydn und das «Ave verum corpus» von Mozart. Zeitungsbericht
13. Oktober 2001
Katalonien-Spanien: Gegenbesuch in Castellbell mit einem ähnlichen Konzert wie am 14. April in Tenniken. Zu Beginn sangen wir 10 Lieder aus unserem Repertoire. Anzeige
Abschiedskonzert von Michael Zaugg in der Kirche Tenniken. Zeitungsbericht
15. August 2002
Wechsel in der Chorleitung: Nicola Meier löst Michael Zaugg ab, der für ein Studium an der königlichen Akademie in Stockholm ausgewählt wurde.
Nicola Meier wurde uns durch Michael Zaugg empfohlen und sie wurde nach einer überzeugenden Probelektion fast einstimmig gewählt.
Frühlingskonzert „Eine frühlingshafte Liederstunde“.
14. Dezember 2003
Weihnachtskonzert in der kirche Tenniken: „Ceremony of Carols“, eine anspruchsvolle Messe von Benjamin Britten mit Harfenbegleitung. Zusätzlich ertönte ein klangvolles Harfensolo von J. Haydn. Zeitungsbericht
Mai 2004
Besuch bei Michael Zaugg in Stockholm. Ein Gruppe unseres Chores nimmt am Diplomkonzert teil. Eindrücklich und professionell. Wir besuchen Michael zu Hause und feiern bereits den (noch nicht bestätigten) Erfolg.
8. April 2005
Pop und Beat fordert von uns Sprachkenntnisse und ein der Musik entsprechendes Rhythmusgefühl. Zeitungsbericht
11. November 2005
Ein einerseits verträumter, anderseits aber auch schwungvoller Abend im Schulhaus Hofmatt. Mit 14 sentimentalen Volks- und rassigen Zigeunerliedern – vorgetragen à capella und mit Klavierbegleitung – begeistern wir das Publikum.
10 Jahre Jubiläumskonzert in der Turnhalle Tenniken mit einem musikalischen und einem kulinarischen Teil. Den Freitagabend (nur Konzertteil) verfolgten ca. 65 Besucher. Am Samstagabend genossen 100 Besucher rund 30 Darbietungen und ein 5-gängiges Menü. Ein unvergesslicher und schöner Abend für den Chor und seine begeisterten Gäste – unter ihnen auch Michael Zaugg, der inzwischen in Kanada erfolgreich tätig ist, mit seiner Partnerin Julie Baron. Zeitungsbericht
1. September 2007
Unsere Dirigentin Nicola Meier heiratet Edi Jäggi. Unser Chor ist im Garten der Uni Basel zum Apéro eingeladen und singt hier 4 eigens für diesen Anlass einstudierte Lieder unter der Leitung von Paul Ruggle, der zu aller Überraschung zusätzlich noch eine eigene Einlage darbot.
20. April 2008
Trotz strahlendem Frühlingswetter war der Ansturm an Konzertbesuchern zu unserem Frühlingskonzert unerwartet gross. Ein Strauss von meist bekannten Frühlingsliedern erfreute die Gäste und der Sonntagabend war vermutlich für viele von Ihnen ein Schwelgen in vergeangenen Zeiten.
Der Kontakt zum Chor in Faaborg (Fåborg) kam durch unser Chormitglied Magda Schaub zustande. Nach dem üblichen Hin und Her wars schnell mal klar, dass wir zu unserer nächsten Chorreise bestimmt nach Dänemark aufbrechen würden. Um dort nicht mit „leeren Kehlen“ anzukommen, stellten wir ein Konzert auf die Beine, das sich aus einem lockeren Potpourri von typischen Schweizerliedern und altbekannten Melodien zusammensetzte.
Am Mittwoch, den 1. Oktober brachte uns der City-Night-Liner (Nachtzug) innert 14 Stunden nach Odense in Dänemark, wo der Bus nach Faaborg auf uns wartete. Ein herzlicher Empfang wurde uns von Mitgliedern und Helfern des „Faaborg Kor-Klang“ beschert. Die meisten von uns waren später dann Gäste im Hause verschiedener Chormitglieder.
Diverse Führungen (eine auch durch den Nachtwächter) brachten uns Geschichte und Brauchtum von Faaborg und auch der benachbarten Insel Lyø näher.
Das gemeinsame Konzert am Sonntag im Forum der Schule war der nächste Höhepunkt. Wir stellen einmal mehr fest, dass in den nordischen Ländern Musik und Gesang einen hohen Stellenwert besitzt.
Was wäre Dänemark nicht ohne seine Hauptstadt Kopenhagen. Wir genossen sie noch während den nächsten drei Tagen bei Prachtswetter und in vollen Zügen, bevor uns ein anderer Zug, nämlich der Nachtzug wieder in gewohntere Gefilde (ins Baselbiet) zurückbrachte. (MJ)
Einige Eindrücke von dieser Reise …
Weihnächtliche Stimmung und eine angenehme Wärme verbreitete unser Chor anlässlich des Auftritts am Sonntagnachmittag in der gut besetzten Kirche in Tenniken. Die gegensätzliche Stimmung draussen in Natur, mit viel Schnee und spürbarer Winterkälte tat das ihre dazu.
Wie der beiliegende Artikel der Volksstimme recht ausführlich beschreibt, war das vielseitige Liederprogramm recht anspruchsvoll. In den Liedern wechselten sich eine gewisse Ernsthaftigkeit und fröhliche Vorfreude ab. Vor allem die Zugabe „We wish you a very Christmas“ lässt vermuten, dass mehr als eine fröhliche Weihnacht auf uns zukommen wird.
… uns belebten mit Ihrer Präsenz unser Dorf Tenniken. Die 4 Tage durchorgansierten Aufenthalts bei vorzüglichem Wetter wird den Dänen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.
Wir waren im Oktober als Gastchor zu Besuch in Faaborg (DK). Wir wurden so dort so herzlich empfangen, dass wir bei der Gegeneinladung im Mai 09 in Bezug auf Gastfreundlichkeit und Unterhaltung nicht nachstehen wollten.
Einer der Höhepunkte war sicher das gemeinsame, öffentliche Konzert im Gemeindesaal. Aber auch die Baselbieter-Rundfahrt und die Reise auf die Rigi bei strahlendem Sommerwetter war nicht nur für die Dänen, sondern auch für uns Tenniker einmal mehr ein herrliches, gemeinschaftliches Erlebnis.
Erlebnisse in Tenniken und Dänemark sind auf Bildern festgehalten.
Juni 2009
Unsere Dirigentin Nicola wird Mutter. Ramo ist gesund und als pflegeleichter Erdenbürger das „Ein-und-alles“ von Nicola und Edgar.
Oktober 2009
Musikalisch besuchten wir: Bulgarien, Slowakei, Tschechien, Russland, Ukraine, Italien, England, Niederlande, Frankreich, Österreich, Dänemark, Schweden, Finnland, Liberia, Lateinamerika, Israel, Südafrika … Es war eine sprachliche Herausforderung!
September 2011
Wir lassen uns erstmals in der Welt der bekannter Musicals und Filmmusik tauchen. Das Konzert brachte einen überraschenden Besucherauflauf. Zeitungsbericht