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Diese Quoten gehören zu den wichtigsten Indikatoren der Sozialhilfestatistik, mit denen die Situation der bekämpften Armut in der Schweiz in einen grösseren Zusammenhang gestellt werden kann.
Bemerkung: Der Indikator "Haushaltsquote (der Sozialhilfe)“ ist zurzeit noch nicht verfügbar.
Im Jahr 2018 betrug die Sozialhilfequote in der Schweiz 3,2%. Die in der Schweiz geborenen Personen verzeichneten eine Quote von 2,5%, bei den im Ausland Geborenen belief sie sich auf 4,9%. Der Unterschied ist besonders ausgeprägt zwischen den in der Schweiz geborenen schweizerischen und ausländischen Staatsangehörigen, bei denen eine Differenz von 6,9 Prozentpunkten festzustellen ist (2,0% gegenüber 8,9%). Bei den im Ausland geborenen schweizerischen und ausländischen Staatsangehörigen beträgt der Unterschied 1,7 Prozentpunkte.
Zwischen 2010 und 2018 ist die Sozialhilfequote der Gesamtbevölkerung leicht angestiegen (+0,2 Prozentpunkte). Der grösste Anstieg ist bei den in der Schweiz geborenen Ausländerinnen und Ausländern festzustellen. Die Sozialhilfequote ist bei dieser Bevölkerungsgruppe zwischen 2012 und 2018 um 1 Prozentpunkt angestiegen.
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Sozialhilfequote 2018 jedoch in allen Bevölkerungsgruppen abgenommen.
Die Sozialhilfequote der ausländischen Bevölkerung ist in den Kantonen Nidwalden und Thurgau (2,8% und 2,6%) am tiefsten und im Kanton Neuenburg am höchsten (12,2%). Werden jedoch die Sozialhilfequoten der ausländischen und der schweizerischen Bevölkerung miteinander in Beziehung gesetzt, stellt man fest, dass Neuenburg ein Verhältnis aufweist, das niedriger ist als dasjenige auf gesamtschweizerischer Ebene (Verhältnis von 1:2,2 gegenüber 1:2,7). Dieses Verhältnis ist in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Uri am höchsten (mehr als 1:10), während es in den Kantonen Tessin und Genf am tiefsten ist (weniger als 1:2).
Bei den in der Schweiz geborenen Personen ist das Verhältnis der Quoten der schweizerischen und ausländischen Staatsangehörigen ebenfalls in Appenzell-Innerrhoden und Uri am höchsten (mehr als 1:20). Die Kantone Thurgau, Tessin und Genf verzeichnen die tiefsten Werte (weniger als 1:3). Bei den im Ausland Geborenen sind die nationalitätenspezifischen Unterschiede (Schweiz/Ausland) in den Quoten im Allgemeinen deutlich niedriger. Uri und Appenzell-Innerrhoden weisen die höchsten Werte aus.
Tabellen
Definitionen
Im schweizerischen System der sozialen Sicherheit stellt die Sozialhilfe das letzte Auffangnetz dar. Sie erstreckt sich auf alle bedarfsabhängigen Unterstützungs-, Beratungs- und Betreuungsleistungen mit dem Zweck der Existenzsicherung, soweit diese Leistungen nicht bereits von einer Sozialversicherung erbracht werden. Die Sozialhilfe im engeren Sinn umfasst die persönliche und die wirtschaftliche Hilfe. Sie sichert den Existenzbedarf bedürftiger Personen, fördert ihre persönliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit sowie die soziale und berufliche Integration. Sie entschärft vorübergehende Krisensituationen und stellt das letzte soziale Auffangnetz dar. Sie ist nicht dafür gedacht, strukturelle Risiken im Allgemeinen zu decken. Das Sozialhilferecht liegt im Kompetenzbereich der Kantone. Die Unterstützung im Asyl- und Flüchtlingsbereich und die Sozialhilfe für Auslandschweizerinnen und -schweizer fallen in die Zuständigkeit des Bundes. Jeder Kanton hat ein eigenes Sozialhilferecht als Grundlage für die gesamte Sozialhilfetätigkeit von Kantonen und Gemeinden.
Methodologie
Die Sozialhilfequote (Quote der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger im engeren Sinn) wird definiert als das Verhältnis zwischen der Anzahl Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger mit mindestens einem Leistungsbezug im Erhebungsjahr und der ständigen Wohnbevölkerung des Vorjahres gemäss STATPOP (Statistik der Bevölkerung und der Haushalte). In der Sozialhilfestatistik werden auch vorläufig aufgenommene Personen berücksichtigt. Dabei handelt es sich um vorläufig aufgenommene Personen, die seit mehr als 7 Jahren in der Schweiz wohnhaft sind, sowie vorläufig aufgenommene Flüchtlinge mit einer Aufenthaltsdauer in der Schweiz von über 7 Jahren.