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Beschreibung
Unter Schluckstörung versteht man eine behinderte Passage des Speisebreis vom Mund in den Magen. Betroffene Patienten klagen über Steckenbleiben von Nahrung im Hals oder Schmerzen beim Schlucken (Odynophagie). Schluckstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Bei Problemen, die Nahrung von der Mundhöhle in die Speiseröhre zu transportieren, kommt es häufig zum Verschlucken (Aspiration).
Ursachen und Abklärungen
Mögliche Ursachen sind neben neurologischen Ursachen wie zum Beispiel einem erlittenen Schlaganfall ein sogenanntes Zenker-Divertikel (Ausstülpung der Schleimhaut) oder auch ein Tumor im Rachenraum. Eine radiologische Durchleuchtung (sog. Breischluck) kann Hinweise auf die Ursache geben.
Falls die Beschwerden hinter das Brustbein oder in den Oberbauch lokalisiert werden, liegt die Ursache in der Regel im Bereich der Speiseröhre. Ein erster Abklärungsschritt ist meistens die Magenspiegelung zum Tumorausschluss. Bei dieser Untersuchung kann die Schleimhaut in der Speiseröhre genau angeschaut werden.
Häufiger als Tumoren führen gutartige Erkrankungen der Speiseröhre zu Schluckstörungen. Zum Beispiel kann eine langdauernde Entzündung der Speiseröhre oder deren Komplikationen wie zum Beispiel ein sog. Schatzki-Ring (membranartige Engstelle) zu Schluckstörungen führen. Diese Erkrankungen können in der Magenspiegelung sicher erkannt werden.
Eine zunehmend häufige Ursache ist eine eosinophile Ösophagitis. Dabei handelt es sich um eine autoimmune Erkrankung mit allergischem Hintergrund, welche typischerweise zum unerwarteten Steckenbleiben von Nahrung (Bolusimpaktation) führt. Bei einem solchen Ereignis muss eine notfallmässige Magenspiegelung durchgeführt werden, um eine Schleimhautschädigung durch den Druck des Nahrungsstückes auf die Wand der Speiseröhre zu verhindern. Die Diagnose wird durch Gewebsentnahmen (Biopsien) anlässlich der Magenspiegelung gestellt.
Eine seltenere und schwieriger zu diagnostizierende Erkrankung ist die Achalasie. Dies ist eine Erkrankung der Speiseröhre, bei der es beim Schluckakt zu einer fehlenden Eröffnung des sogenannten unteren Ösophagussphinkters kommt, so dass sich die gegessene Nahrung in der Speiseröhre aufstaut. Bei Verdacht auf Achalasie wird eine Ösophagusmanometrie durchgeführt, eine Druckmessung mittels dünner Magensonde.