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Über diese Krankheit
Um was es geht
Risikofaktoren für die Entstehung von Tumoren, die von der Gallenblase oder dem Gallengang ausgehen, sind häufig chronische Entzündungen der Gallenwege (chronische Cholangitiden und primär sklerosierende Cholangitis) oder tropische und subtropische Reisekrankheiten, wie zum Beispiel Parasiten in den Gallenwegen. Auch die sogenannte Colitis ulcerosa, eine chronisch entzündliche Dickdarmerkrankung, wird mit der Entstehung solcher Karzinome in Verbindung gebracht.
Arten
Verschiedene Arten des Gallenblasen- und Gallengangkrebses werden je nach der Lage des Ursprungstumors unterschieden. Dieser kann in den sogenannten intrahepatischen Gallengängen, welche alle Gallenwege bis zur Leberpforte umfassen, befinden, im Zentrum der Leber (Klatskin-Tumor), im sogenannten distalen extrahepatischen Gallengang, welcher sich ausserhalb der Leber befindet oder in der Einmündung des Gallengangs in den Darm (Papillenkarzinom).
Symptome und Folgen
Tumore in der Gallenblase und im Gallengang führen zunächst meist zu unspezifischen Symptomen. Ein Verschluss der Gallengänge beispielsweise führt zu einer Dunkelverfärbung des Urins und zur Entfärbung des Stuhls. Zudem kann es zu einem störenden Juckreiz und zu Gewichtsverlust kommen. Ein tumoredingtes Anschwellen der Gallenblase wird als Courvoisier-Zeichen bezeichnet: Die prallelastische Gallenblase komprimiert die Gallenwege und führt so zu einem Rückstau der Galle.
Was wir für Sie tun
Untersuchung und Diagnose
Mit einer Ultraschall-Untersuchung, einer Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRI) kann festgestellt werden, wo sich das Gallengangskarzinoms befindet. Zur genauen Lokalisationsdiagnostik kann ergänzend eine Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (MRCP) durchgeführt werden. Die endoskopisch retrograde Cholangioparkreatikografie (ERCP), welche die Darstellung der Gallenwege und der Gallenblase mittels Kontrastmittel erlaubt, kommt hier therapeutisch zum Einsatz, um den Gallenfluss zumindest vorübergehend wieder zu gewährleisten.
Behandlung
Im Rahmen der interdisziplinären Tumorfallbesprechung, dem sogenannten Tumorboard, wird das Behandlungskonzept besprochen. Bei frühen Stadien kann eine operative Entfernung angestrebt werden, gefolgt von einer ergänzenden Chemotherapie oder einer Bestrahlung. Bei Tumoren, die nicht operiert werden können, kommen eine alleinige Bestrahlung, eine Chemotherapie oder eine Kombination beider Therapien infrage, um die Tumorerkrankung bestmöglich kontrollieren zu können.