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„Es war für mich wie ein tiefer Atemzug des Lebens! Ich erkannte, dass ich mich auf flache Atemzüge seines Geistes beschränkt hatte.“
Ich habe einmal gehört, Kunst und Musik seien wie das Reden in Zungen. Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich einfach malen musste, weil die Worte zu tief waren, um sie auszusprechen. Der Geist stöhnte für mich. Aber erst vor zehn Jahren, als ich mit Künstlern in Arts Release zusammentraf, erlaubte ich mir allmählich, mehr als nur gelegentlich zu malen.
Es war für mich wie ein tiefer Atemzug des Lebens! Ich erkannte, dass ich mich auf flache Atemzüge seines Geistes beschränkt hatte.
Atmen! Was bedeutet es, zu atmen? Lebendig zu sein? Wozu atmen wir? Diese Gedanken beschäftigten mich im Jahr 2021, nachdem ich Covid hatte und mit dem Atem rang. In jenem Jahr verfolgten wir den Schmerz und die Proteste in der ganzen Welt nach dem Mord an George Floyd, der gesagt hatte «Ich kann nicht atmen».
Das veranlasste uns, den von Rassismus betroffenen Freunden aktiv zuzuhören. Ein ernüchterndes Zuhören. Wo ist der Atem des Heiligen Geistes in der Gemeinschaft der Gläubigen und in uns?
Alles, was Atem hat
Ungefähr zu dieser Zeit wurde der Atem meines Vaters auf Erden abrupt abgeschnitten. Die Worte «Ich bin die Auferstehung und das Leben» hallten in den folgenden Monaten in mir nach. Sie wurden zu einem beruhigenden Balsam für meine Trauer, zu einem tieferen Verständnis des Herrn, der die Schöpfung und das Leben geatmet hat (1. Mose 2,7; Psalm 33,6), des Urhebers des Lebens, der uns in seiner Liebe seinen Atem, seinen Heiligen Geist, hinterlassen hat, damit er in seiner ganzen Fülle, in seiner ganzen Befreiung und auch in seiner wunderbaren Freude in uns wohnt.
Als ich also gebeten wurde, etwas für das Anbetungsvideo von ArtsRelease für GCAMM (Global Consultation on Arts, Music and Mission) 2021 zu malen, «alles, was Atem hat» (Psalm 150,6), hatte ich bereits eine Inspiration!
…Lobe den Herrn
Das Modell, die Tochter eines Freundes, ist eine britische Frau aus Sambia. Einen Grossteil meiner prägenden Jahre verbrachte ich in der Demokratischen Republik Kongo und in der Schule in Sambia. Mit diesem Gemälde wollte ich die schönen, fröhlichen und gottesfürchtigen Männer und Frauen ehren, die mich in dieser Zeit umgeben haben.
Die Blumen auf dem Gemälde heissen «gloriosa», auch Flammenlilie und Dr. Joy genannt. Blumen, die aus meiner Kindheit in Afrika stammen und für mich die Freude, das Leben und die Kraft verkörpern, die durch den Atem des Heiligen Geistes entsteht. Möge unser ganzes Atmen ein ansteckendes Lob zur Ehre des Namens des Herrn sein.
Im Video zur Entstehung dieses Bildes habe ich eine Live-Musikaufnahme des Basongé-Volkes in der Demokratischen Republik Kongo verwendet. Das Volk und die Musik meiner Jugend. Die Aufnahme stammt von der Feier zur Herausgabe der ersten vollständigen Bibel in ihrer Sprache.
Dies war der Höhepunkt der jahrelangen, aufopferungsvollen und beharrlichen Arbeit meines Vaters und des Übersetzerteams. Das Wort, der Atem Gottes für uns (2 Timotheus 3,16). Mein Gebet ist, dass wir als Künstler nicht aus dem Schatten des Allmächtigen heraustreten, damit sein Geist beim Schaffen in den Sprachen vieler Völker spricht. Und dass es in der Kunst immer Raum für den Betrachter gibt, um zu sehen, was der Geist zu ihm sagt.
Ich lade Sie also ein, sich das Video (https://youtu.be/RgIhuzn2SuA) über die Entstehung von «Let everything that has breath» mit eingeschaltetem Ton anzusehen! Sehen und hören Sie, was der Atem Gottes Ihnen vielleicht zuflüstert.
Autorin: Fiona