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Diese Idee ergab für die Olympiasiegerin von 2012 in London und die Olympia-Zweite hinter der Amerikanerin Gwen Jorgensen 2016 in Rio eine veränderte Ausgangslage. «Einen Start im Triathlon in Tokio schliesse ich nicht mehr aus», sagte Nicola Spirig an einem Podiumsgespräch von «Weltklasse Zürich» zum Thema “Spitzenleistungen um jeden Preis?”
Sie habe sich noch nicht entschlossen, in welcher Form sie ihre Karriere fortsetzen werde. Möglich wäre beispielsweise auch ein Umstieg auf den Ironman. Die grösste Herausforderung bestehe darin, alle Verpflichtungen, Familie, Training etc. unter einen Hut zu bringen, so Spirig.
Gegenüber Swiss Triathlon hatte sich Spirig so geäussert, dass sie zwar «nicht mehr bis Tokio 2020 weitermachen, aber auch nicht sofort zurücktreten wird», sagte Christoph Mauch, Sportchef von Swiss Triathlon, noch in Rio. Am Mittwoch hat Mauch selbst mit Spirig telefoniert. Er bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda die Meinungsänderung der Ausnahmeathletin: «Sie schliesst eine Teilnahme in Tokio als Triathletin nun nicht mehr aus. Aber die Möglichkeit ist trotzdem klein und es ist noch kein Entscheid gefallen.»
Brett Sutton, der Trainer der Zürcher Unterländerin, hatte in Rio betont, dass sich Spirig von ihrem Rendement her problemlos auch im Marathon oder im Rad-Strassenrennen der Frauen für Olympia qualifizieren könnte.
Mit fünf Olympia-Teilnahmen im Triathlon wäre Spirig Rekordhalterin in dieser Sportart. Noch kein anderer Triathlet stand bei Olympia fünfmal im Dreikampf an der Startlinie. Als einzige Frau hat Spirig bislang zweimal Triathlon-Edelmetall bei Olympia gewinnen können.
(SDA)