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Um den Fluglärm grundsätzlich zu bekämpfen sind die heutigen Prioritäten bei den Grundsätzen der Luftverkehrspolitik der Schweiz in Frage zu stellen. So sollte der Grundsatz 6 des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), wonach die Landesflughäfen der Luftverkehrsnachfrage folgend entwickelt werden können, hinterfragt werden. Wie in der Verkehrspolitik allgemein sind nachfrageorientierte Ansätze längst überholt. Im Interesse der Reduktion von Fluglärm, Treibhausgasemissionen und Energie ist ein Rahmen für das Flugverkehrsangebot zu setzen, der Notwendiges vom Luxus trennt.
Zuerst sind grundsätzliche Fragen zur Anzahl und Zusammensetzung der Flugbewegungen neu zu beantworten. Zum Beispiel: Können die für den Geschäftsverkehr notwendigen Flüge nicht besser auf die drei Landesflughäfen und die benachbarten ausländischen Flughäfen verteilt werden? Könnten reine Tourismusflüge nicht konsequent ausserhalb der lärmkritischen Zeiten auf unproblematischen An- und Abflugrouten abgewickelt werden? Sollten Privatflüge nicht anzahlmässig beschränkt werden? Warum muss ich mich in meiner Freizeit vom Lärm der Hobby-Kleinfliegerei belästigen lassen? Liessen sich für Freizeitflüge ab den Regionalflugplätzen und Flugfeldern nicht Sperrzeiten (z. B. für Sonntag und Abendzeiten) einführen?