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Um 1900 brühte man den Kaffee hierzulande noch nach türkischer Art: Kaffeepulver wurde im Wasser aufgebrüht und kam dann mit in die Kaffeetasse. Mit Küchentüchern oder Metallsieben versuchten die Hausfrauen zwar, den Satz zu filtern. Auf die eine Art dauerte das Durchlaufen des Kaffees aber zu lange, der Kaffee wurde bitter, und durch die groben Metallsiebe lief der Satz trotzdem durch.
Eine gewisse Melitta Bentz hatte vor genau 100 Jahren einen Einfall, welcher die Trinkgewohnheiten der Kaffeeliebhaber revolutionieren sollte. Durch das Löschblatt ihres Sohnes inspiriert, entwickelte sie den ersten Kaffeefilter aus Löschpapier. Das Resultat überzeugte, heute feiert das Unternehmen Melitta, das inzwischen 16 Milliarden Kaffeefilter pro Jahr herstellt, seinen 100. Geburtstag. Im Artikel «Melitta – Kein Durchkommen» blickt Financial Times Deutschland auf die Erfolgsgeschichte des deutschen Unternehmens zurück.