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Die Klageschrift gegen den ehemaligen UBS-Händler Tom Hayes, der derzeit in London wegen Manipulation des Yen-Libors vor Gericht steht, nennt erstmals auch die Namen seiner Schweizer Helfershelfer.
Dabei handelt es sich unter anderem um einen 38-jährigen ehemaligen UBS-Banker, der inzwischen als Investment Manager im Range eines Vizedirektors bei der Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) arbeitet. Dies schreibt die «Handelszeitung» in ihre neusten Ausgabe (Artikel kostenpflichtig).
Zur Beziehung zwischen dem Kantonalbanker und dem mutmasslichen Libor-Betrüger Hayes äusserte sich der britische Chefankläger Mukul Chawla jüngst vor Gericht wie folgt: «Es war wie: Eine Hand wäscht die andere.» Chawla untermauerte seine Einschätzung vor dem Londoner Gericht mit Auszügen aus einer Reihe von elektronischen Chats zwischen dem Schweizer Banker und Tom Hayes.
Zweifel an den Chat-Protokollen
Auf die Rolle seines Kadermanns im Libor-Fall angesprochen, sagt SHKB-Chef Martin Vogel: «Der Mitarbeitende ist in keinem laufenden Verfahren involviert und er ist auch nicht angeklagt.»
Zudem zieht der SHKB-Chef die Chat-Protokoll-Ausschnitte in Zweifel: «Die zitierten Absätze sind aus dem Zusammenhang gerissen und verzerren die Tatsachen. Sie stimmen so nicht.»