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Das Wichtigste in Kürze
- In der französischen Seine wurde ein Belugawal gesichtet.
- Der Gesundheitszustand des Tiers sei jedoch besorgniserregend.
- Angenommen wird, dass der Meeressäuger in der Seine von seiner Gruppe getrennt wurde.
Französischen Behörden zufolge ist der Gesundheitszustand des in der Seine gesichteten Weisswals besorgniserregend.
Der Meeressäuger leide offenbar unter Hautveränderungen und sei «abgemagert», so die Präfektur des zur Normandie gehörenden Departements Eure. Der Wal war nach einer ersten Sichtung am Dienstag die Seine hinauf geschwommen. Am Donnerstag erreichte er eine Schleuse, etwa 70 Kilometer vor Paris. Weisswale sind üblicherweise in kalten, arktischen Gewässern anzutreffen.
Französische Rettungskräfte und Experten seien schnell zur Stelle gewesen. Sie hätten den Wal den ganzen Tag über genau im Auge behalten, hiess es aus der Präfektur.
Seine «nicht sehr einladend» für den Weisswal
Der Säuger habe «sehr wenig Zeit an der Oberfläche verbracht». Er scheine eine «gute» Lungenkapazität zu haben, sagte Gerard Mauger, stellvertretender Leiter der französischen Forschungsgruppe für Meeressäuger (GEEC). Versuche, den Wal zurück zur Mündung der Seine zu leiten, waren seinen Angaben zufolge aber bisher erfolglos.
Lamya Essemlali, Leiterin der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd, kündigte an, Mitarbeiter mit Drohnen zur Seine zu schicken. Dies, um den Wal leichter lokalisieren zu können. «Die Umgebung ist nicht sehr einladend für den Beluga», sagte sie. Die Seine sei sehr verschmutzt und laut - und Wale seien «extrem lärmempfindlich».
Normalerweise leben Weisswale in arktischen Gewässern vor den Küsten Russlands, Alaskas und Kanadas. Zwar verlassen sie auf der Suche nach Futter im Herbst die Arktis. Doch so weit nach Süden wagen sie sich nur selten.
Wal von seiner Gruppe getrennt
Die Behörden von Eure gehören davon aus, dass der Wal in der Seine von seiner Gruppe getrennt wurde. Erwachsene Weisswale können bis zu vier Meter lang werden und eine Weile im Süsswasser überleben.
Im Mai war ein Schwertwal in der Seine zwischen der Hafenstadt Le Havre und Rouen verendet. Das Tier war in dem Fluss gestrandet, der auf dem Weg zum Ärmelkanal auch durch die französische Hauptstadt Paris fliesst. Alle Versuche, es zurück zum Meer zu leiten, waren vergebens.