Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03573.jsonl.gz/234

Klimawandel
Alpen: Gletscher schmelzen
Auch Antarktiseis schrumpft
In den Alpen sind die Gletscher im letzten Jahr verbreitet weiter geschrumpft. In Österreich waren 97 Prozent der Gletscher von der Eisschmelze betroffen, die damit noch ausgeprägter war als im Jahr davor. Teilweise gingen die Gletscher über 50 Meter und mehr zurück. Verantwortlich für die dramatische Gletscherschmelze war vor allem der rekordwarme und extrem trockene Frühling 2011. Normalerweise fällt auf den Gletschern in den Frühlingsmonaten noch sehr viel Schnee, 2011 setzte jedoch bereits die Schmelzsaison ein.
Alpengletscher schmelzen stark
Auch an den Polen schmilzt das Eis. In der Antarkis konnte mit Hilfe des Satelliten "Envisat" in einigen Bereichen ein deutlicher Rückgang der Eismassen gemessen werden. So ging das Meereis des Larsen-B-Eisschelfs im Südpolarmeer in den letzten 10 Jahren von 6700 auf nur noch 1670 Quadratkilometer zurück, ein Rückgang von 75 Prozent. Allerdings geschah der Rückgang nicht kontinuierlich, sondern im Rahmen von einzelnen größeren Abbruchereignissen. Im Jahre 2002 brachen abrupt 3200 Quadratkilometer ab, also fast 50 Prozent der damaligen Fläche.
Eisschmelze an den Polen
Beim arktischen Eis ist die Lage etwas weniger angespannt als in den Jahren davor. Zwar ist das Meer nördlich von Skandinavien und Nordwestrussland bis nach Novaja Semlja und Spitzbergen eisfrei. In der Beringsee wurde jedoch die größte Eisausdehnung seit Beginn der Messungen registriert. Die gesamte Eisfläche in der Arktis ist mit etwa 13,1 Millionen Quadratkilometern rund 3 Prozent kleiner als im langjährigen Mittel. Die Eisdicke liegt aber vielerorts deutlich unter dem Durchschnitt, da im letzten Sommer große Gebiete eisfrei waren.