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Das grösstmögliche Tierwohl ist ein zentrales Anliegen des Biolandbaus. Um eine Verbesserung des Tierwohls zu erreichen und um den Ansprüchen des Tierschutzes noch besser gerecht zu werden, haben deutsche und britische Bioverbände Instrumente entwickelt, die Tierwohl On-Farm erheben können. Die Instrumente können vom Tierhalter, der Tierhalterin und bei Biokontrollen eingesetzt werden. Für die Schweiz stehen für Biobetriebe und Biokontrollen solche Hilfsmittel noch nicht zur Verfügung. Mit der «Checkliste Tierwohl» und dem «Beurteilungsinstrument Tierwohl» sind zwei Instrumente entwickelt worden, um das Tierwohl in der Schweizer Rindermast zu erheben und zu kontrollieren. Die dazu verwendeten Indikatoren sind aus der wissenschaftlichen Literatur abgeleitet und verbinden Beobachtungen der Tiere (direkte Parameter) mit Messungen im Umfeld der Tiere (indirekte Parameter). Beide Instrumente haben das Potenzial, Tierwohl auf Biobetrieben zu verbessern, ohne dass Richtlinien, Gesetze oder Verordnungen angepasst werden müssen. Zudem verbessern sie das Wissen der Landwirte im Bereich Tierwohl und sind so angelegt, dass sie auch auf nichtbiologisch wirtschaftenden Betrieben eingesetzt werden können.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.