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In blauen und roten Badeanzügen mit typischem Schnitt der 1940er-Jahre posieren die beiden Frauen. Ob sie sich gleich in die Wellen des Mittelmeeres in St. Tropez begeben oder eher ins kühle Nass des Luganersees? Das Werk entsteht 1942, in einer Zeit, in der Adolphe Milich von Südfrankreich in die Schweiz zieht. Mitten im zweiten Weltkrieg zeugt es auch vom Beginn einer neuen Schaffensperiode des Künstlers. Trotz des fröhlich anmutenden Sujets sind die Zeiten für den Künstler hart. Hat er sich zuvor der Ölmalerei gewidmet, lässt ihm das Weltgeschehen nun keine Ruhe mehr. Seelisch aufgerüttelt entstehen so die ersten Aquarelle. Die Schweiz wird zu seiner Wahlheimat, wo er 1952 zum Bürger von Lugano wird. Nach seinem Tod eröffnet die Stadt im Museum Villa Ciani 1966 vier bleibende nach ihm benannte Räume. Das Aquarell gelangt über die Schenkung der Witwe Carla Milich-Fassbind rund 30 Jahre später in die Sammlung des Kunstmuseum Thun.
Katrin Sperry
Zwei Frauen sind am Baden.
Von der einen Frau sieht man den Rücken.
Ihre langen und braunen Haare
fallen auf die Schulter.
Sie hat einen roten Bade-Anzug an.
Die andere Frau trägt einen blauen Bade-Anzug.
Sie sieht man von vorne.
Sie beugt sich.
Ihre Hand stützt sie auf das Knie.
Die andere Hand versteckt sich hinter ihrem Rücken.
Adolphe Milich malt das Bild mit Wasserfarben.
Es ist ein Aquarell*.
*Aquarell
Aquarell ist eine besondere Farbe.
Sie wird mit Wasser und Pinsel aufgetragen.
Das Papier schimmert durch.