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Hallo zusammen
Ich habe mir das Buch, der Glanz der Fremde von Çufaj, einem kosovarischen Schriftsteller ausgeliehen und das komplette Buch schon in einem einzigen Tag durchgelesen.
Am meisten interessiert hat mich die Handlung aus diesem Buch und die Tatsache, das der Schriftsteller ein im Exil lebender, kosovo-albanischer Schriftsteller ist. Nun zum Inhalt...
In dem Buch dreht sich eigentlich alles um zwei Personen, Ricky und Arben, die vom Chrackter her unterschiedlicher nicht sein können. Anfangs erzählt uns der Autor ein wenig über die eher tragische Kindheit der beiden in Kosova, die sich zu dieser Zeit noch nicht kennen und unterschiedliche Wege gehen.
Ricky wächst ohne Vater auf. Der Vater arbeitet in Deutschland und verprasst sein hart verdientes Geld aus der Baustelle an den Spielautomaten, anstatt sich um seine Familie zu kümmern. Die Mutter von Ricky verstirbt auf tragischer Weise, als er noch ein Kind war. Innerlich stirbt Ricky fast vor lauter Kummer, doch gegen Aussen spielt er den starken Macho. Er hängt mit seinem besten Kumpel ab, der für ihn wie der Bruder ist, den er nie hatte. Zusammen klauen sie Holz um sich teure Kleider kaufen zu können und um den Frauen damit zu imponieren. Die Schule schwänzen sie die meiste Zeit und wenn ihnen jemand blöd kommt, zögern sie nicht, demjenigen eine rein zu hauen.
Als sie von der Schule geschmissen werden, beschliessen Ricky und sein Kumpel von Kosova abzuhauen; sie wollen nach Amerika. Doch auf dem Weg dorthin, trennen sich ihre Wege auf tragische und absurde Weise. Ricky landet in Stuttgart, bei seinem Vater, den er Nie gesehen hatte und sein Kumpel sitzt wahrscheinlich in einem Gefängnis in Como (Italien). Er lebt sich in die neue, ihm fremde Gesellschaft ein, gründet eine Familie mit einer albanischen Frau, die er ständig mit deutschen oder italienschen Frauen betrügt, schmeisst eine Arbeit nach der anderen und amüsiert sich in den Diskotheken Stuttgarts.
Arben ist ein sehr nachdenklicher, junger Mann. Seine Kindheit ist von Einsamkeit geprägt. In seiner Familie wird nicht viel geredet und in seinem Dorf gab es, ausser die Romafamilie, die sich ständig in die Haare kriegen und sich fast gegenseitig umbrigen wollen, nachdem sie kurz zuvor noch miteinander gelacht haben, nichts besonderes zu erleben. Er verbringt seine Zeit damit, Bücher zu lesen oder vor dem Schwarz-Weiss Fernseher zu sitzen.
Später verlässt er sein Dorf und seine Familie um in Prishtina an der Universität zu studieren, doch die politische und wirtschaftliche Situation in Kosova sieht immer schlechter aus und so möchte er, genau wie Ricky, auch wegziehen und Kosova verlassen. So macht er sich auch auf den Weg nach Deutschland, doch um da reingelassen zu werden, gibt er sich als bosnischer Kriegsflüchtling aus und kommt in eine Asylunterkunft, in der Nähe Stuttgarts.
Dort überschneiden sich dann erstmals die Wege von Ricky und Arben und sie befreuden sich an. Nun, wenn ihr wissen wollt, wie es weiter geht, dann lest das Buch
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Also mich persönlich hat das Buch, wegen seiner Handlung sehr interessiert. Es zeugt zwar nicht von einer literarischen Glanzleistung, aber vor allem die Handlung von Ricky, der sich immer wieder in unangenehme Situationen begiebt, erlaubt es einem nicht, das Buch aus den Händen zu legen.
Das Buch ist sehr melancholisch, das heisst für Leute, die sich am Ende ein Happy End wünschen, ist das Buch eher nicht geeignet.
Den Schreibstil des Schrifstellers empfand ich als sehr unterschiedlich und direkt. Wenn er von Arben, dem Nachdenklichen, erzählt oder ihn selber sprechen lässt, benutzt er sehr umschreibende Worte, um vor allem seine Gefühle und Gedanken besser auszudrücken. Hingegen, wenn er von Ricky erzählt oder ihn sprechen lässt, benützt er die übliche Umgangssprache, die man von vielen jungen Albanern aus der neuen Generation gewohnt ist. In einer Szene versucht Ricky Arben zu erklären, weswegen die Deutschen uns Albaner hassen, er sagt: "Sie hassen uns, weil wir ihre Frauen lieben!". Schon mit seinem damaligen Freund aus Kosova sagte er immer: "Wir lieben ihre Mütter", aber was er auf Tod nicht ausstehen kann, ist wenn jemand seine eigene tote Mutter beleidigt.
Nun, ich würde das Buch jedem empfehlen, der einen Einblick in das Leben von zwei jungen Albaner aus dem Kosova haben möchten. Vieles was in diesem Buch beschrieben wurde, passt zu uns Albanern, aber das Buch typisch Albanisch zu nennen, würde ich jetzt nicht. Trotzdem ist seine Handlung sehr interessant....
Viele Grüsse
Magnet