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«Eine Airline, die selbst im Jahr 2018, in welchem der Branchenverband IATA für Europa hohe Gewinne erwartet, in finanzielle Engpässe kommt, ist langfristig nicht überlebensfähig.» Harsche Worte, welche die Pilotenvereinigung Aeropers in einem Mediencommuniqué an die Adresse von Germania richtet. Obwohl die Arbeitsbedingungen für in der Schweiz angestellte Piloten bei der Airline bereits «am untersten Ende angesiedelt» seien, befinde sich Germania in finanziellen Nöten.
Die aktuelle Situation zeige, dass niedrige Lohnkosten keine Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg darstellten, heisst es in dem Schreiben. Und Aeropers legt gleich nach: «Zusätzlich wird in der Schweiz ein Flugzeug von der bulgarischen Tochterairline Bulgarian Eagle operiert, um die ohnehin schon schlechten Bedingungen weiter zu unterwandern.»
«Massvolle Reduktion des Angebots wünschenswert»
Das Fazit der Pilotenvereinigung: In Zeiten von Überkapazitäten könnten kostendeckende Ticketpreise nur erreicht werden, wenn weniger Flüge angeboten würden. «Vor dem Hintergrund von Kapazitätsproblemen am Flughafen Zürich sowie der anhaltenden Diskussion über Klimaschäden von Flugreisen ist eine massvolle Reduktion des Angebots deshalb wünschenswert.» Es scheint nicht so, dass der Pilotenvereinigung viel am Überleben der schlingernden Airline liegt. Dass dadurch jedoch das Monopol der Lufthansa Group weiter wachsen würde, ist offenbar kein Stein des Anstosses für die Piloten. (ES)