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Erkennung bezeichnet einen kognitiven Prozess der Abstraktion, bei dem eine Wahrnehmung einem Begriff oder Konzept zugeordnet wird. Im älteren Sprachgebrauch wird Erkennung (bzw. erkennen) auch im Sinne von Anerkennung oder Erkenntnis verwendet.
Als Erkennen bezeichne ich, ...wie er in der Bibel verwendet wird, wo etwa steht "Adam erkannte Eva, seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: Ich habe einen Mann vom Herrn erworben. 2 Sie gebar ein zweites Mal, nämlich Abel, seinen Bruder. Abel wurde Schafhirt und Kain Ackerbauer" (Das Buch Genesis, Kapitel 4 Kain und Abel). Erkennen steht dabei für eine Fiktion des Machens. Adam hat Abel natürlich nicht gemacht, Abel ist wie jedes Lebewesen eine autopoietische Maschine, die sich selbstorganisiert. Erkennen steht also für eine spezifische Für-wahrnehmung, in welcher das Wahrgenommen als vom Wahrnehmenden Gemachtes (Konstruiertes) erscheint und als solches an-erkann wird. I. Newton sagte: "Hypothesis non fingo". Hypotheses werden erkannt.
Den Ausdruck "Erkennen" wird im Alltag - also jenseits der Erkenntnistheorie - intuitiv in unserem Sinn verwendet. Ich erkenne, was ich als solches anerkenne. Ein Mann kann wie Adam seine Vaterschaft für ein beliebiges Kind an-erkennen.
Literatur:
"Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun" und "Alles Gesagte ist von jemandem gesagt" sind "die Kernaphorismen des Buches" (Maturana, Baum der Erkenntnis:32)