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Basel, 1510/1512
Konstruktionshölzer: Eiche, Buche
Schnitzwerk: Tanne und Linde
H. 291,5, B. 194, L. 241 cm
Inv. 1906.3504.
Seinem Prior Hieronymus Zscheckenbürlin (1501-1536) verdankte das 1401 gegründete ehemalige Kartäuserkloster St. Margarethenthal in Kleinbasel den Ausbau und die prächtigere Ausstattung der Klostergebäude. Die prunkvolle Bettstelle mit dem 140 cm vorkragenden "Halbverdeck" übernahm das Museum 1870 aus dem sogenannten Zscheckenbürlinzimmer, einem reich getäferten Raum der Gästewohnung, die unter diesem Prior aufgewertet wurde. In der Tat ist 1510 die Stiftung eines grossen Bettes im Wert von sechs Gulden durch Morand von Brunn und seine Frau Maria für die Visitatorenkammer des "grossen Hauses", samt einer weissen katalanischen Decke, sowie 1512 die Stiftung eines zweiten Bettgestells durch den Neuenburger Kaufmann Lienhard Fuchs überliefert. Charakteristische Details des erhaltenen Betts sind die mit Flachschnitzereien überzogenen Rahmenteile, die mit Masswerkfenstern durchbrochenen Seitenwangen und der zinnenbekränzte Betthimmel.