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Als Cataract wird eine Trübung der Linse bezeichnet. Es gibt angeborene Formen, sowie Trübungen als Folge von Verletzungen und Krankheiten. Die häufigste Form ist allerdings die altersbedingte Cataract, die sich meist erst nach dem 60. Altersjahr entwickelt. Eine wirkungsvolle medikamentöse Therapie ist bisher nicht bekannt. Gegenwärtig kann eine Cataract nur chirurgisch behoben werden.
Beim aktuellen Stand der Technik wird bei der Operation ein Zugang von ca. 2 bis 4 mm durch die Bindehaut und die Sklera oder direkt durch die Hornhaut in die Vorderkammer erstellt. Dann wird die vordere Kapsel der natürlichen Linse des Patienten eröffnet und teilweise entfernt. Mittels Ultraschalltechnologie wird dann der Linsenkern verflüssigt und abgesaugt (Phakoemulsifikation).
Danach werden die Rindenmassen der Linse aus dem Kapselsack gespült und abgesaugt. In den meisten Fällen gelingt es den Kapselsack der natürlichen Linse zu erhalten. Durch den gleichen Zugang in die Vorderkammer des Auges, der der Cataractentfernung diente, wird danach eine gefaltete Kunstofflinse in den Kapselsack eingeführt. Kann der Kapselsack nicht erhalten werden, dann können Kunstofflinsen alternativ in den Ziliarsulkus oder in die Vorderkammer implantiert werden. Alternativ zur Ultraschall-Technologie wurden in den vergangenen Jahren Techniken mit Laser oder mit feinem Wasserstrahl zur Cataractoperation entwickelt. Aufgrund bis heute ungelöster technischer Probleme haben sich diese Geräte nicht als Ersatz für den Ultraschall durchgesetzt und sind nur bei einer geringen Anzahl von Patienten eine echte Alternative. Die häufigsten Materialien für Kunstofflinsen sind weiche Acrylverbindungen, harte Acrylverbindungen und Silikon.