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Manaus, 11. Dezember 2007
Die Leitung der indigenen Organisationen des Amazonas in Brasilien (Coiab) hat nach eigenen Angaben eine juristische, völkerkundliche und umwelttechnische Studie fertig gestellt, welche in Kürze dem brasilianischen Justizministerium sowie dem Staatsministerium vorgelegt werden soll, um die von Indios der Region erhobene Mautgebühr auf einem Teilstück der Transamazônica zu legalisieren.
Seit rund 14 Monaten erheben Indios der Ethnie “Tenharim“ auf der BR-230, so die offizielle Bezeichnung der Transamazônica, eine Gebühr für Motorräder, PKWs und Lastwagen. Laut der Rechtsabteilung der Coiab sei die Maut eine “Abrechung für rund 4 Jahrzehnte, in denen die Strasse durch das Gebiet der “Tenharim“ führt und keinerlei Entschädigung an die Ethnie gezahlt wurde“.
Im Oktober 2006 hatten über eintausend Krieger der Gemeinschaft bei KM 145 im Bundesstaat Amazonas zwischen Humaitá und Apuí die Strasse mit Baumstämmen blockiert, kurz nach Einfahrt in das Gebiet der “Tenharim do Marmelo“. Die Sperre wird seitdem Tag und Nacht von Angehörigen der Ethnie bewacht, welche mit Speeren sowie Pfeil und Bogen bewaffnet sind. Die Durchfahrt kostet derzeit umgerechnet 25 Euro für Lastwagen, 8 Euro für Kleinlaster, 6 Euro für Autos und 4 Euro für Motorräder.
Wie die Verkehrspolizei des Bundesstaates Rondônia mitteilte, passieren täglich zwischen 60 und 100 Fahrzeuge die inoffizielle Mautstelle der Indios. Nach Angaben von Beobachtern sollen die “Tenharim“ monatlich dadurch zwischen 25.000 und 30.000 Euro einnehmen.
Dietmar Lang für BrasilienPortal
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