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Entstehung
Die Gründung der Genossenschaft Rübenumschlag Aargau ist eine direkte Folge der Privatisierung der Zuckerrübenfabrik Frauenfeld. Nach dem Rückzug des Bundes aus dem Zuckerrübengeschäft waren neue Verrechnungsmodelle für einen rationellen Bahntransport gefragt. Denn ein direkter Umschlag mit LKW’s oder eigenen Zugmaschinen auf der Strasse war für die Aargauer Rübenpflanzer kein Thema. Das Hindernis „Grossverkehrs-Raum Zürich“ war zu hoch und zu teuer.
Zudem forderte die Fabrik grössere Posten für die Verarbeitung. Während bis zum Jahr 2000 das Verladen von Zugkompositionen mit 5 bis 7 Bahnwagen auch an kleinern Bahnverladestellen möglich war, bewegte sich die anzustrebende Zielgrösse hin zu 15 bis 20 Bahnwagen. Eine logistische Aufgabe, die überbetriebliches Denken und Handeln erforderte.
Aber auch Überzeugungskraft den Rübenpflanzern gegenüber war nötig. Die Bedenken, dass sich durch ein gemeinsames Abräumen der Rübenfelder dem einzelnen Bauer Nachteile ergeben könnte, waren gross. Eine intelligente Abrechnungslösung war gefragt und wurde auch gefunden.
Daraus entstand im Frühjahr 2001 der Verein Rübenumschlag Aargau mit 64 Mitgliedern. Noch im selben Jahr wurden an 2 Verladestellen mit der erworbenen und umgebauten Feldmaus (Der Beginn des Umbaus von der Feldmaus zur Bahnratte erfolgte noch am Abend der Gründungsversammlung!) 5’000 Tonnen Rüben umgeschlagen. Zum Vergleich: Heute zählt die Genossenschaft (der Verein wurde im 2006 in eine Genossenschaft gewandelt) 200 Mitglieder und es werden 430 Rübenpflanzer im Kanton Aargau und angrenzenden Gebieten mit 2 Bahnratten bedient. Die jährliche Umschlagmenge beträgt bis zu 100’000 Tonnen (2009).