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Über diese Krankheit
Um was es geht
Risikofaktoren sind nicht bekannt. Manchmal jedoch sind neuroendokrine Tumoren Teil erblich bedingter Syndrome mit Tumoren in mehreren Organen gleichzeitig. Am häufigsten kommen sie in Magen, Darm oder Bauchspeicheldrüse vor (GEP-NET-Tumoren), gefolgt von Lungen und seltener in Schilddrüse, Nebennieren oder Thymus. Rund 30 Prozent sind aktive NET, die Hormone bilden und Beschwerden verursachen. Die inaktiven NET schütten keine Hormone aus, weshalb sie zumeist symptomfrei und daher oft schwierig zu entdecken sind.
Arten
Neben der Unterscheidung in aktive, hormonbildende Tumoren und inaktive Tumoren ohne Hormonausschüttung (Anteil 70%), lassen sich die neuroendokrinen Tumoren in sogenannte gut-differenzierte und wenig-differenzierte Tumoren einteilen. Bei den gut-differenzierten Tumoren unterscheidet sich das Tumorgewebe weniger vom Ursprungsgewebe. Sie wachsen meistens langsam und die Prognose ist besser. Hingegen sind die wenig-differenzierteren aggressiver und bilden mit höherer Wahrscheinlichkeit Fernableger (Metastasen).
Symptome und Folgen
Inaktive Tumoren ohne Hormonbildung können im Magen-Darm-Trakt durch eine schmerzhafte Verengung, eine Blutung oder durch einen Organdurchbruch in Erscheinung treten. Manchmal werden sie auch zufällig im Zusammenhang mit einer anderen Untersuchung (z.B. CT) gefunden. Hormonaktive Tumoren können je nach Hormonausschüttung krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall, Luftnot, anfallsartige Gesichtsrötung (Flush), Herzrasen, gehäufte Magengeschwüre oder Unterzuckerung zur Folge haben. Aggressive NET des Magen-Darm-Trakts bilden am häufigsten Fernableger in der Leber.
Was wir für Sie tun
Untersuchung und Diagnose
Die Vielfalt der Tumoren und Symptome machen das Erkennen oft schwierig. Neben der Untersuchung von Blut und Urin, können eine Spiegelung (Endoskopie), eine Computertomographie (CT oder PET-CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRI) mehr Aufschluss geben. Im Rahmen dieser Untersuchungen wird zudem eine Gewebeprobe entnommen, um den Befund sichern zu können. Die anschliessende Behandlung wird gemeinsam durch Spezialistinnen und Spezialisten unterschiedlicher Fachgebiete beim sogenannten Tumorboard besprochen.
Behandlung
Oft müssen und können neuroendokrine Tumoren und ihre Ableger im Körper, die sogenannten Metastasen, in einer Operation chirurgisch entfernt werden. Mit Medikamenten wie Somatostatinanaloga (SSA) können die Hormonausschüttung und das Tumorwachstum gebremst werden. Wirksamer als klassische Chemotherapien sind je nach Tumor zielgerichtete Therapien mit Medikamenten (mTOR-Inhibitoren und Tyrosinkinaseinhibitoren). Zudem können nach Bedarf sogenannte lokal-ablative Verfahren oder oder nuklearmedizinische Therapien (mit radioaktiv markierten Substanzen) zum Einsatz kommen.