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Fünf am Tag sollen es sein. Die US Amerikaner gehen gar einen Schritt weiter und empfehlen, zumindest den Männern, bis 9 Portionen Gemüse und Früchte pro Tag. Die gesundheitsfördernden Auswirkungen des Gemüse- und Früchtekonsum sind prinzipiell nicht bestritten. Einzig beim erwarteten Ausmass der Auswirkungen ist man in den letzten Jahren vorsichtiger geworden. Gemäss jüngeren, aber aussagekräftigeren Studien wird regelmässiger Gemüse- und Früchtekonsum zwar immer noch mit einem geringeren Risiko für diverse Krankheiten in Verbindung gebracht, aber der Zusammenhang scheint etwas weniger stark als früher angenommen. Die Gründe für die positiven Auswirkungen dürften vielschichtig sein. Aber einer liegt auf der Hand: die meisten Gemüses und Früchte liefern viel Volumen und wenig Energie. Dies trifft aber nur zu, wenn sie in ihrer natürlichen Form gegessen werden.
Anfangs Juli hat Lydia Bazzano zusammen mit ihren Kollegen eine weitere Auswertung der Nurses’ Health Study in der Zeitschrift Diabetes Care veröffentlicht (1). Diesmal ging es um den Gemüse- und Früchtekonsum und dem Diabetesrisiko. Interessant ist die Veröffentlichung insbesondere wegen der gesonderten Auswertung des Früchte- und Fruchtsaftkonsums. Während bei den Krankenschwestern mit einem hohen Früchtekonsum (wie auch bei einem hohen Konsum an grünem Blattgemüse) ein leicht niedrigeres Risiko beobachtet wurde, an Diabetes zu erkranken, kam es bei höherem Fruchtsaftkonsum zu einem erhöhten Risiko. Der Risikoanstieg betrug dabei fast 20 % pro täglich konsumierter Tasse Fruchtsaft. Dieses Ergebnis überrascht nicht. Es dürfte aber den Leuten Sorge bereiten, die den Verkauf von Fruchtsäften oder ähnlichen Produkten mit Gesundheitsanpreisungen bewerben.
1. Bazzano LA, Li TY, Joshipura KJ, Hu FB. Intake of fruit, vegetables, and fruit juices and risk of diabetes in women. Diabetes Care 2008;31:1311-7.