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Ein Gerichtsverfahren, das fast zehn Jahre dauerte, hat das wahre Gesicht des Berufsjournalismus und die schockierenden Abgründe dieser Branche enthüllt.
Die Ex-Frau von Paul McCartney Heather Mills hat erklärt, dass sie und weitere 90 Personen eine grosse Entschädigung von der «News Group Newspapers» des amerikanischen Medienunternehmers Rupert Murdoch wegen des Abhörens von Telefongesprächen erhalten.
Die Ermittlungen begannen im Juli 2011, als sich herausstellte, dass es für die Reporter gängige Praxis war, Telefone anzuzapfen und nicht nur die von Prominenten, sondern auch von Opfern von Straftaten und deren Angehörigen, sowie anderen einfachen Bürgern. Auch tauchten Fälle der Bestechung der Polizei für den Erhalt der Daten auf, die teilweise einen sensiblen Charakter hatten.
Im Urteil des Gerichtes heisst es: «Der Angeklagte akzeptiert, dass eine solche Aktivität niemals hätte stattfinden dürfen und dass er kein Recht hatte, auf diese Weise in das Privatleben von Frau Heather Mills oder Fiona Mills einzudringen.»
Nach der Verhandlung, in der eine nicht genannte sehr hohe Entschädigung ausgemacht wurde, sagte Heather Mills vor den Kameras: «Meine Motivation, diesen jahrzehntelangen Kampf zu gewinnen, entsprang dem Wunsch, Gerechtigkeit zu erlangen, nicht nur für meine Familie, meine Wohltätigkeitsorganisationen und mich selbst, sondern auch für die Tausenden von unschuldigen Bürgern, die wie ich eine ähnlich schändliche, strafrechtliche Behandlung durch eine der mächtigsten Mediengruppen der Welt erfahren haben.»