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Das Lebens- und das Innenministerium sowie das Kuratorium Sicheres Österreich haben eine Analyse zum Thema «Biologische, chemische, radiologische und nukleare Bedrohungen» erstellt. Das Resultat ist überraschend. Denn in Österreich steht nicht die Gefahr etwa einer Atomkatastrophe zuoberst, sondern die absichtliche Verbreitung von Pocken, wie die «Krone» schreibt.
Menschenpocken sind nicht nur durch Tröpfcheninfektion übertragbar, sondern auch über kontaminiertes Material wie Decken und Kleider. Der Bericht begründet: «Die Verwundbarkeit Österreichs ist durch zwei Faktoren gegeben: Durch die Aussetzung von Pockenschutzimpfungen in den 1980er-Jahren und durch die unzureichenden Fähigkeiten, um mit entsprechend qualifiziertem, geschultem sowie geschütztem Fachpersonal reagieren zu können.»
Pocken verursachen Blasen am Körper. Die Krankheit kann zu Erblindung, Gehörlosigkeit, Lähmungen, Hirnschäden und Lungenentzündung führen. Rund 30 Prozent der infizierten Personen sterben.
Letztmals sind Pocken 1977 in Somalia aufgetreten. Offiziell existiert das Virus noch in zwei Laboratorien, es aber möglich, dass einige Staaten heimlich Virenbestände halten, um Bioterrorismus zu betreiben.
Weiter stehen auf der Bedrohungsliste der Österreicher: Grippe (zu Terrorzwecken), atomare Anschläge und Kernkraftwerk-Unfall. (gf)Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016