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Santander
Die Stadt Santander im Norden Spaniens, mit über 180'000 Einwohnern, startete 2010 das Projekt «SmartSantander». Dabei wurden in einer ersten Phase 14'000 Sensoren installiert zur Messung von Luft- und Bodenqualität, Verkehr, Parkplatzverfügbarkeit, Position und Kapazität von Bussen und Taxis, etc. Nachdem fortlaufend weitere Sensoren und Kameras hinzugefügt wurden, senden heute über 20'000 Geräte in kurzen Intervallen ihre Messwerte. Bereits kurz nach der Einführung wurde jedoch ersichtlich, dass es ein integriertes Kontrollzentrum braucht, welches die vielfältigen Daten sinnvoll bündeln, auswerten und für die Öffentlichkeit zugänglich machen kann. Die verschiedenen für Teilbereiche verantwortlichen Stellen und eine Vielzahl an Applikationen drohten die Qualität der Auswertung sowie die Benutzerfreundlichkeit zu sehr zu beeinträchtigen.
Damit das Kontrollzentrum effizient arbeiten kann, muss ihm eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, an welche alle Sensoren ihre Informationen liefern und auf welcher diese auch gleich ausgewertet werden können. Allerdings hat sich herausgestellt, dass die nachträgliche Integration der Plattform komplex ist, was fortlaufend zu Verzögerungen des Startdatums für das Kontrollzentrum führte.
Diese Erfahrung aus Santander zeigt, dass bei der Einführung einer Plattform insbesondere die Anbindung an Applikationen und Sensoren, die Periodizität der Datenlieferung, das Sicherheitskonzept, das Eigentum an den Daten, der Zugang zu Daten, die Rollenprofile der Nutzer, die Verantwortung für die Bewirtschaftung und der technische Support möglichst frühzeitig definiert werden müssen.
Weitere Informationen:
Kontakt:
Prof. Luis Muñoz
Network Planning and Mobile Communications Laboratory