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Im Gebiet Bödmeren/Silberen, auf der Oberfläche über dem Hölloch, werden seit Jahren Niederschlagsmessungen durchgeführt. Die AGH betreut die Totalisatoren (welche die Laien gelegentlich Regenmesser nennen).
Nach Eduard Rahir, welcher am 18. Mai 1904 mit Fluorescein die Verbindung von Zürichsee mit dem Schlichenden Brunnen nachwies, war es vor allem Alfred Bögli, der mit Hilfe der Höhlenforscher Färbungen durchführte.
So konnte bereits am 30. Dezember 1956 bestätigt werden, dass der Schluchtbach (hinterster Höhlenabschnitt des Höllochs) zum Schlichenden Brunnen entwässert. Durch lokale Färbungen in der Höhle und deren Umgebung war es möglich, andere wichtige Zusammenhänge der Wasserläufe zu erkennen. 1976 wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass auch der Schwyzerschacht via Hölloch zum Schlichenden Brunnen entwässert.
Eine professionell angelegte Färbungsaktion im Rahmen eines Projektes mit tri-nationaler Beteiligung im Sommer 1979 brachte ein besseres Gesamtverständnis der Grenzen des Einzugsgebietes. In späteren Färbeaktionen wurden nebst dem Weg auch Abklärungen zum Fliessverhalten des Wassers gemacht (z.B. im Hochsytem: Ablauf der Bachhalle (Winter 1981/82) oder Zauberpfad (85/86)) Die letzte grosse Wasserfärbung erfolgte im Rahmen des COST-65 Projektes durch die Universität Neuenburg in enger Zusammenarbeit mit der AGH. Mit dem Ziel einerseits das Einzugsgebiet des Schlichenden Brunnens exakter einzugrenzen und andererseits neue Tracer zu erproben, erfolgten im Sommer 1992 ausgedehnte Markierungen.
Folgend ist ein Link zu den Daten der Resurgenz des Karstgebietes Bödmeren, dem 'Schlichenden Brünnen' des Bundesamtes für Umwelt BAFU zu finden:
Auch Tropfsteine waren mehrmals Anlass für Untersuchungen. Dank Böglis Kontakten zur Universität Heidelberg war es 1969/70 möglich, rote Hölloch-Tropfsteine untersuchen zu lassen, mit erstaunlichem Ergebnis:
»Die rote Farbe stammt nicht von Eisen, sondern von in Kristallen eingebauter organischer Substanz. Das erklärt auch die Variationen von hellgelb bis dunkelbraun«.