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In einer gemeinsamen Erklärung erklärten die TerraPower und die GEH, dass die fortgeschrittene Kerntechnologie von Natrium auf der Technologie der solarthermischen Erzeugung aufbaut. Diese Technologie werde «rechtzeitig reichlich saubere Energie bieten, und mithelfen, die Klimaziele zu erreichen», sagten sie.
Die neuartige Architektur der Natrium-Technologie vereinfacht laut Unternehmen frühere Reaktortypen. Nichtnukleare mechanische, elektrische und andere Geräte würden in getrennten Strukturen untergebracht, wodurch Komplexität und Kosten reduziert werden. Die Auslegung soll erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen, weil ein grosser Teil der Anlage nach Industriestandards gebaut werden könne. Dank diesen Verbesserungen seien weniger Geräteschnittstellen nötig und die Menge an Beton nuklearer Qualität reduziere sich um 80% im Vergleich zu grossen Reaktoren.
«Natriumgekühlte Reaktoren sind so konzipiert, dass sie verlässlichen, flexiblen Strom liefern, der sich nahtlos in Stromnetze mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien einfügt», so die TerraPower.
Das Natrium-System verfügt über einen 345-MW-Reaktor und kann für bestimmte Märkte optimiert werden. Zum Beispiel kann der innovative Wärmespeicher die Leistung des Systems bei Bedarf für mehr als fünfeinhalb Stunden auf 500 MW steigern. Dies ermöglicht eine nukleare Auslegung, die den täglichen Änderungen der elektrischen Last folgt und die Schwankungen der neuen Erneuerbaren ausgleichen kann.
Das neue System habe bereits die Aufmerksamkeit einer Reihe von Versorgungsunternehmen auf sich gezogen, sagte die TerraPower: die PacifiCorp – eine Tochtergesellschaft der Berkshire Hathaway Energy –, die Energy Northwest und die Duke Energy hätten ihre Unterstützung für die Vermarktungsbemühungen zum Ausdruck gebracht.
Die TerraPower entwickelt ausserdem einen Laufwellen-Brutreaktor (Traveling Wave Reactor, TWR). Das TWR-Prinzip geht von der Brütertechnik aus. Das Entwicklungsziel ist ein Reaktor, der je nach Grösse über Jahrzehnte ohne Brennstoffersatz auskommen kann. Nur bei der Zündung würde er eine kleine Menge angereichertes Uran benötigen. Danach ginge der «Brut-und-Brenn-Vorgang» von alleine mit Natururan oder sogar abgereichertem Uran weiter. Die dritte Reaktortechnologie des Unternehmens, der Schnelle Chloridschmelze-Reaktor (Molten Chloride Fast Reactor, MCFR), hat ebenfalls das Potenzial ein relativ kostengünstiger Reaktor zu sein, der in neuen, höheren Temperaturbereichen betrieben werden kann. Dies bedeutet, dass nicht nur Strom erzeugt werden kann, sondern ebenfalls Prozesswärme.
Quelle
M.A. nach TerraPower und GEH, gemeinsame Medienmitteilung, 27. August 2020
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