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Diese Reaktion ist noch mit einer Lösung von 0,001 Proz. Phloroglucin durchführbar und
daher äußerst wertvoll für die Pflanzenanatomie, indem es z. B. mit ihrer Hilfe gelingt, in den zartesten Keimlingen eine
Verholzung der Gefäße nachzuweisen. Auch in technischer Beziehung verdient die Reaktion Beachtung. Alle
Holzschleifstoffpapiere werden durch Phloroglucin intensiv rot; indes werden nicht nur Holz,
[* 4] sondern auch alle verholzten Gewebe
[* 5] gefärbt,
während anderseits völlig gebleichter Holzstoff
[* 6] nicht nachgewiesen werden kann, da die Bleichmittel die färbende Substanzzerstören.
ein mit dem Pyrogallol isomeres dreiwertiges Phenol, C6H3(OH)3, welches beim Schmelzen verschiedener
Harze und des Resorcins mit Ätzkali entsteht. Es ist in Wasser, Alkohol und Äther leicht löslich und
krystallisiert mit 2 MolekülenKrystallwasser in großen verwitternden Prismen.
Wasserfrei schmilzt es bei 220° und sublimiert
bei höherer Temperatur.
Die wässerige Lösung wird durch Eisenchlorid intensiv violett gefärbt. In Gegenwart von Salzsäure
ist Phloroglucin ein sehr empfindliches Reagens auf Holzsubstanz, indem es derselben eine rotviolette
Färbung erteilt.