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Die Raumsonde ist vom japanischen Weltraumzentrum Tanegashima aus mit einer H-IIA-Rakete ins All aufgebrochen. Vier Jahre wird sie durch den Weltraum reisen und 2018 ihr Ziel erreichen – den Asteroiden 1999 JU3. Die Sonde der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa wird den Himmelskörper zuerst umkreisen und kartieren und dann den Lander Mascot auf die Asteroidenoberfläche fallen lassen.
Mascot ist so gross wie ein Schuhkarton und hat eine Besonderheit: Er kann mithilfe eines Schwungarms bis zu 70 Meter weit hüpfen und so an verschiedenen Orten Messungen durchführen, insgesamt 16 Stunden lang. Entwickelt wurde er vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum DLR. Hayabusa 2 wird den Asteroiden eineinhalb Jahre lang begleiten und soll 2020 mit Asteroidenpartikeln im Gepäck zur Erde zurückkehren.
1999 JU3 ist etwa einen Kilometer im Durchmesser. Er gehört zu einer häufig vorkommenden Klasse der erdnahen Asteroiden (siehe Box). Er besteht aus Material, das sich seit seiner Entstehung vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kaum verändert hat und den Planetenforschern einen Blick in die Vergangenheit ermöglichen soll.
Erdnahe Asteroiden
Die meisten Asteroiden sind im Asteroidengürtel zwischen den Planetenbahnen von Mars und Jupiter beheimatet. Kollisionen erzeugen Fragmente, deren Orbits jene von Mars und Erde kreuzen können. Sie werden als Near Earth Objects (NEOs) bezeichnet und kommen so nah an die Erde heran, dass sie mit Teleskopen beobachtet werden können.