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Ein weiterer Vorwurf, den ihre Gegner gegen die Heilige Schrift erheben lautet: Die Bibel ist unwissenschaftlich. Heute räumt man der Wissenschaft einen hohen Stellenwert ein.
Die Wissenschaftler haben beispielsweise Menschen zum Mond geschickt. Sie haben grosse Fortschritte auf medizinischem Gebiet erzielt und dadurch das Leben für einige Menschen lebenswerter gemacht, da Krankheiten geheilt werden können, an denen diese vor hundert Jahren noch gestorben wären. Daher ist man heute geneigt, auf Dinge herabzublicken, die man für "nicht wissenschaftlich" hält.
Doch trotz all dem Fortschritt, den die Wissenschaft heute erzielt hat, führen die Menschen noch immer Kriege und bedrücken und töten einander. Was nützt die Wissenschaft jenen, die getötet wurden? Tatsächlich richten Kriege wegen des hohen Standes der Technik heute viel größere Zerstörung an als früher. Daher haben wir es mehr denn je nötig, etwas über Gott und seine Vorsätze zu erfahren.
Die Bibel berichtet uns über Gott, deshalb ist sie so wertvoll. Sie ist kein Buch über die Wissenschaft. Trotzdem ist sie, wenn sie von Dingen spricht, die mit der Wissenschaft zusammenhängen, oft mit der heutigen wissenschaftlichen Auffassung in Übereinstimmung. Zum Beispiel gab es in biblischen Zeiten viele Vorstellungen über die Form der Erde und wie sie getragen wird. Einige glaubten, sie ruhe auf einer riesigen Schildkröte. Andere dachten, sie werde von einem Titanen namens Atlas getragen. Was aber sagte die Bibel damals schon, als die Wissenschaft noch keine Antwort hatte?
ME, Hiob26:7
Er spannt den Norden (der Erde) über der Leere aus, hängt die Erde an dem Nichts auf.
Klingt das etwa unwissenschaftlich? Entspricht das nicht genau dem, was Raumfahrer sehen, wenn sie in ihren Raumschiffen in den Weltraum aufsteigen? Wie hätten wohl Menschen vor Jahrtausenden wissen können, dass die Erde im leeren Raum hängt, wenn nicht Gott selbst es ihnen geoffenbart hätte?
Nur in jenen "Bereichen der Wissenschaft", die auch nie bewiesen werden können, weil es sich schlicht nicht so zugetragen hat, wie beispielsweise der Evolutionstheorie, widerspricht ihr die Bibel: „Weil Gott die Welt geschaffen hat, können die Menschen sein unsichtbares Wesen, seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an seinen Schöpfungswerken wahrnehmen.“ (GNB, Römer 1:20)
Die Einwände einiger, die Bibel widerspreche sich oder sei unwissenschaftlich, sind kein Grund dafür, die Bibel nicht als das Wort Gottes anzuerkennen. Die meisten dieser Einwände sind auf mangelndes Verständnis zurückzuführen, und wenn man ihnen nachgeht, findet man noch weitere Beweise dafür, dass die Bibel wirklich von Gott inspiriert ist.
So hat beispielsweise ein bestimmter Zweig der Wissenschaft, die Archäologie, biblische Berichte bestätigt, für welche es in der ausserbiblischen Geschichtsschreibung keine Belege gab, die deswegen auch oft angezweifelt wurden. Die biblische Wahrheit wurde also durch die Wissenschaft buchstäblich ans Tageslicht gebracht.
Der Publizist Werner Keller hat die Expeditionsberichte französischer Archäologen über die Ausgrabungen in Mari am mittleren Euphrat und Ugarit am Mittelmeer zusammengetragen. So entstand ein überaus aufschlussreiches Sachbuch, aus welchem ich nun einiges zitieren möchte.
... Die Hügel des alten Ninive schenkten der neuen Welt die gewaltigste Urkundensammlung der Antike. ... ... identifizierte man das historische, biblische Ninive. ... ... stiess er auf den Palast Assurbanipals mit der berühmten Bibliothek dieses Herrschers, der berühmtesten des alten Orients überhaupt. 22 000 Keilschrifttafeln wanderten in das Britische Museum.
Sie enthalten das historische und geistige Erbe des Zweistromlandes, seiner Völker, Reiche und Geschicke, seiner Kulturen und Religionen, darunter die Sintflutgeschichte der Sumerer und das Gilgameschepos. Ein bis dahin verschlossenes, geheimnisvolles Buch der Geschichte unserer Welt blätterte plötzlich Seite um Seite weit auf. Herrscher, Städte, Kriege und Geschichten, von denen die Menschen so lange nur aus dem Alten Testament gehört hatten, entpuppten sich als Tatsachen.
Auch das biblische Erech, das im zehnten Kapitel des ersten Buch Mose als Bestandteil des Reiches von Nimrod, dem gewaltigen Jäger vor dem Herrn, erwähnt wird, rechnet dazu. ...
... Um Mitte des vergangenen Jahrhunderts sind Ninive, die Sargonsburg, und aus dem Tell Nimrud auch das Kelach der Genesis, das Nimrod baute (1. Mose 10,11), wiedergefunden. Aber noch Jahrzehnte verstreichen, ehe eine grössere Zahl von Keilschrifttexten entziffert und übersetzt einem grösseren Kreis zugänglich ist. Erst um die Jahrhundertwende liegen einige zusammenfassende Texte vor, darunter die Annalen der aus dem Alten Testament geläufigen assyrischen Herrscher Tiglatpileser, des Pul, Sargon, Sanherib und Asarhaddon. Welch eine Fülle interessanter, aufschlussreicher Dinge, die den geschichtlichen Wahrheitsgehalt der Bibel erhärten, enthalten die assyrischen Dokumente!
Botta fand in der Sargonsburg bei Chorsabad Sargons Berichte über seine Feldzüge nach Syrien, nach Palästina, über die Einnahme von Samaria in Israel. Es heisst darin: ... In meinem ersten Regierungsjahre belagerte und eroberte ich Samaria. König Sargon II. regierte von 721 bis 705 v. Chr. Das Nordreich Israel ging demnach im Jahre 721 v. Chr. zugrunde (2. Könige 17,6). (Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht, S. 242-245)
Es gibt allerdings noch stärkere Beweise dafür, dass die Bibel wirklich von Gott stammt: seine Prophezeiungen in der Heiligen Schrift. (Siehe dazu: Wunder und Prophezeiungen / Echte Prophetie und Heilung)