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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2020.00150 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 8. Januar 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Locher Zanetti Rechtsanwälte Blegistrasse 9, 6340 Baar gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, war als Taxifahrer der Y.___ GmbH bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sein korrekt parkiertes Fahrzeug, in welchem er sass, am 1. Juni 2018 von eine m aus einem Parkplatz rückwärtsf ahrenden Fahrzeug touchiert wurde, wobei sich der Versi cherte verletzte (Urk. 7/1). Die erstbehandelnde Ärztin diagnostizierte im Bericht vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) ein Halswirbelsäulen(HWS)-Schleudertrauma und eine Lendenwirbelsäule n (LWS)-Kontusion (Ziff. 5) und attestierte eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni 2018 und eine solche von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8). Mit Verfügung vom 19. August 2019 stellte die Suva ihre Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) per 1. September 2019 ein (Urk. 7/88). Die dagegen gerich tete Einsprache des Versicherten vom 6. September 2019 (Urk. 7/92/1-2) und 9. Dezember 2019 (Urk. 7/99/1-5) wies sie mit Entscheid vom 15. Mai 2020 ab (Urk. 7/101 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 17. Juni 2020 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen über den 1. Juni 2019 (richtig: 1. September 2019) hinaus (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2020 schloss die Suva auf Abwei sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 27. August 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfall folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise be ziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg ge dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs an spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 1.3.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a). 1.3.2 Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein trächtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzu führen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zu nächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausalzu sam menhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herange zogen werden. Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier: - besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; - erhebliche Beschwerden; - ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun desgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beur teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleuder trau ma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/ aa und 367 E. 6a) 1.4 Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber ge henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs mass nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bun des gerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). 1. 5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hi nweis auf BGE 125 V 351 E. 3b / ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzune hmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7 ). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung per 1. September 2019 damit (Urk. 2), für die über den 1. September 2019 hinaus bestehenden Be schwerden könne kein strukturelles, durch das Ereignis vom 1. Juni 2018 verur sachtes Substrat objektiviert werden. Ein etwaiger Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. Juni 2018 und den Beschwerden sei nicht adäquat. 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein (Urk. 1), indem die Beschwerde geg nerin die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang offen lasse, aner kenne sie implizite, dass der medizinische Sachverhalt nicht ausreichend abge klärt sei (S. 5 Ziff. 16). Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten könne nicht beurteilt werden, dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vorlägen, da zur Genese der anlässlich des MRI vom 28. Juni 2019 festgestellten organischen Veränderungen an der HWS keine diesbezüglichen Aussagen ge macht worden seien. Insofern die Kreisärztin ausgeführt habe, es lägen keine trauma tischen Läsionen vor, habe sie dazu keine Begründung geliefert (S. 7 Ziff. 25). Eine Adäquanzprüfung sei unter diesen Umständen nicht zulässig (S. 7 f. Ziff. 26). Selbst aber wenn davon ausgegangen werde, dass die festgestellten organischen Veränderungen nicht unfallkausal seien, sei die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt, fänden sich doch in den ärztlichen Aussagen keine zum Erreichen des Endzu stands (S. 8 Ziff. 27 ff). Ausserdem werde ein Auffahrunfall nach der Recht sprechung in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert (S. 9 Ziff. 31). Selbst wenn die Adäquanzprüfung bereits zulässig wäre, wäre die Adäquanz zu bejahen (S. 10 Ziff. 41). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 1. September 2019 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat. 3. 3.1 3.1.1 Laut Arztzeugnis vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) von Dr. h.c. med. Z.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, erlitt der Beschwerdeführer am 1. Juni 2018 ein HWS-Schleudertrauma sowie eine LWS-Kontusion (Ziff. 5). Als Befunde nannte die Ärztin Schwindel, starker Tinnitus, Schmerz en und Streckhaltung (Ziff. 4). Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni und von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8). 3.1.2 Dem von Dr. Z.___ ausgefüllten Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma, bei der Beschwerdeführerin am 5. Juli 2018 eingegangen (Urk. 7/19), kann entnommen werden, dass die Beweg lichkeit der HWS schmerzhaft eingeschränkt war und sich die Schmerzen in den Hinterkopf, den Rücken und in beide Schultern ausdehnte n (Ziff. 5a). Die neu rologische Untersuchung fiel unauffällig aus (Ziff. 5b). 3.2 3.2.1 Dr. med. A.___, Oberarzt, und Dr. med. B.___, Assistenz ärztin, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie am Universitäts spital C.___, nannten im Bericht vom 10. Oktober 2018 (Urk. 7/51) folgen de Diagnosen (S. 1): - unklare Schwindelattacken mit/bei - Tinnitus seit 10 Jahren - rezidivierende n kraniozervikale n Beschleunigungstraumata (Status na ch 27 Auffahrunfällen) - Diabetes Typ 2 und arterielle Hypertonie Es sei zu r weiteren Abklärung eine Konsultation im Rahmen der Schwindel sprechstunde besprochen worden (S. 2 oben). 3.2.2 Dem Bericht über die neuro-otologische Standortbestimmung von Dr. D.___, Assistenzarzt an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichts chirurgie am C.___, vom 19. Februar 2019 (Urk. 7/70; inhaltlich identisch mit dem Bericht des Inter d isziplinären Zentrums für Schwindel und neurologische Sehstö rungen am C.___ vom 14. Januar 2019, Urk. 7/71) ist zu entnehmen, dass sich in der Zusammenschau der Befunde eine normale klinische und apparative peripher-vestibuläre Funktion zeige. Im Vordergrund stehe für den Beschwerdeführer der störende Tinnitus, wobei audiologisch zudem eine leichtgradige, mehrheitlich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit bestehe. Bei grossem Leidensdruck und auf expliziten Wunsch werde der Beschwerdeführer für eine Standortbe stim mung und Beratung bezüglich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitus sprechstunde überwiesen (S. 2 oben). 3. 3 Dr. med. E.___, Facharzt für Neurologie, stellte im Bericht vom 7. November 2018 (Urk. 7/47) folgende Diagnose (S. 1): - chronisches (myofasziales und spondylogenes ) zervikozephales Schmerz syndrom mit/bei - anamnestisch Status nach erneuter PKW-Kollision am 1. Juni 2018, Status nach diversen (gemäss Patient 27) PKW-Unfällen in den vergangenen Jahren - Tinnitus beidseits Der Beschwerdeführer berichte, dass es seit dem Unfall zu einer Akzentuierung der Verspannungen im Nackenbereich sowie zu einer Verstärkung des Pfeifens beider Ohren gekommen sei. Durch den konstanten Tinnitus (Pfeifen beider Ohren) leide er unter starken Schlafstörungen. Zusammen mit dem Tinnitus und den Nackenschmerzen komme es immer wieder zu Schwindelbeschwerden (S. 1 unten). Bezüglich der aktuell beklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwank schwindel) ergäben sich von neurologischer Seite her keine Anhalts punkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat. Die klinisch- neurologische Untersuchung zeige keine Auffälligkeiten, insbesondere auch keine Anhaltspunkte für eine peripher- oder zentral-vestibuläre Funktionsstörung. Ob das aktuelle komplexe Beschwerdebild mit dem Unfall vom 1. Juni 2018 in einem kausalen Zusammenhang stehe, sei fraglich. Eine nicht unwesentliche Symptom ausweitung beziehungsweise das Vorliegen funktioneller Beschwerden sei sehr wahrscheinlich. Bereits bei der letzten neurologischen Untersuchung vom 7. Juni 2017 habe eine funktionelle Überlagerung imponiert, die bereits damals als Symptomausweitung interpretiert worden sei (S. 2 Mitte). 3. 4 Im Bericht von Dr. med. F.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 27. Dezember 2018 (Urk. 7/55) über das ambulante Assess ment in der Rehaklinik G.___ wurden folgende aktuelle Probleme aufgeführt (S. 1 unten): - Tinnitus (vorbestehend) - anamnestisch seit 1. Juni 2018 verstärkt - Nackenschmerzen - Verspannungen im Nacken-Schultergürtel-Bereich - gestörter Nachtschlaf Rein medizinisch seien keine weiteren Abklärungen erforderlich. Anhand der Abklärungsresultate sei eine intensivierte ambulante Therapie mit Betonung einer aktiven Bewegungstherapie im Sinne einer medizinische n Trainingstherapie zu empfehlen. Die aktiven Übungen sollten zu einer wei t eren Steigerung der Belast barkeit und zu einer Verbesserung der allgemeinen Ausdauer und der berufsspezi fischen Kraft und Ausdauerkomponenten führen (S. 3 Mitte). 3.5 Dem Bericht über das native Magnetresonanztomogramm (MR) des kranio zervi kalen Übergangs und der HWS von Prof. Dr. H.___, Facharzt für Radiologie, vom 28. Juni 2019 (Urk. 7/81) kann entnommen werden, dass eine HWS-Streckhaltung und eine leichte linkskonvexe Skoliose mit einer geringen Fehlrotationskomponente vorliegt. Zwischen C3 und C6 seien die Bandscheiben- Hinterränder ohne wesentliche Einengung des Spinalkanals etwas ausgeweitet. Es seien multisegmentale leichte bis betonte Spondylarthrosen zu sehen, eine durch eine Uncovertebralarthrose foraminale Reizung der rechten C6-Wurzel sowie eine Reizung der C4- und der C6-Wurzel links seien möglich. Im Bereich der Gelenke zwischen Okziput, Atlas und Axis lägen intakte ossäre und ligamentäre Verhält nisse vor (unten). 3. 6 Med. pract. I.___, Fachärztin für Anästhesiologie, Kreisärztin, ging im Bericht vom 14. August 2019 (Urk. 7/86 S. 2) davon aus, dass die HWS schon vor dem Unfallereignis in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen sei. Die LWS-Kontusion sei nur im Arztzeugnis UVG dokumentiert worden. In den letzten vorliegenden medizinischen Berichten vom 5. (richtig: 7.) November (vgl. E. 3.4) und 17. (richtig: 27.) Dezember 2018 (vgl. E. 3.5) seien keine Beschwerden in diesem Bereich mehr angegeben worden. Insofern sei davon auszugehen, dass diese abgeheilt seien. Eine weitere Abklärung beziehungsweise eine radiologische Diagnostik sei nicht notwendig. In der bildgebenden Diagnostik seien degene rative Veränderungen vor dem Unfall dokumentiert. Es seien keine traumatischen Läsionen nachgewiesen. Nach zirka 12 Monaten nach dem Ereignis spielten die Unfallfolgen im Beschwerdebild keine Rolle mehr. 4. 4.1 Es ist vorab zu prüfen, ob im Zeitpunkt des Fallabschlusses der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG erreicht gewesen ist. 4.2 Eingliederungsmassnahmen der IV standen im vorliegenden Fall nie zur Diskus sion. Sodann kann nach Lage der medizinischen Akten verlässlich gesagt werden, dass eine Fortsetzung der Heilbehandlung keine namhafte Besserung mehr erwar ten liess: Der letzte Behandlungsvorschlag wurde von den Ärzten des C.___ an lässlich der neuro-otologischen Standortbestimmung gemacht (E. 3.3.2), indem diese den Beschwerdeführer für eine Standortbestimmung und Beratung bezüg lich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitussprechstunde überwiesen. Weitergehende Behandlungsvorschläge wurden nicht gemacht. I n der Beschwerde wurde denn auch nicht weiter begründet, welche Heilbehandlung noch eine nam hafte Besserung des Gesundheitszustandes versprach. Der Zeitpunkt des Fallab schlusses ist damit nicht zu beanstanden. 5. 5.1 Zu prüfen ist im Weiteren, ob beim Beschwerdeführer organisch objektiv ausg e wiesene Unfallfolgen vorliegen. 5.2 Dem Bericht der erstbehandelnden Ärztin (E. 3.1.1) kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer ein HWS-Schleudertrauma und eine LWS-Kontusion erlitt. Was die Ärztin als Befunde wie Schwindel, starker Tinnitus und Schmerzen aufführte, sind subjektive Beschreibun gen über das Missbefinden des Beschwer de führers, nicht aber klinische Befunde. Ihrem Dokumentationsfragebogen (E. 3.1.2) kann als Befund lediglich eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Bereich des Nackens entnommen werden, wobei die neurologische Untersu chung ohne Befunde beziehungsweise normal ausfiel (E. 3.1). Das native MRI vom 28. Juni 2019 (E. 3.5) zeigt e degenerative Veränderungen wie Streckhaltung, eine leichte linkskonvexe Skoliose, ausgeweitete Bandscheiben- Hinterränder oh ne wesentliche Einengung des Spinalkanals sowie multisegmentale leichte bis be tonte Spon d ylarthrosen zwischen C3 und C6 (E. 3.2). Traumatische Läsionen wurden im Bericht nicht erwähnt, weshalb davon auszugehen ist, dass solche auf dem MRI nicht ersichtlich und damit nicht ausgewiesen sind. Bezüglich der vom Beschwerdeführer aktuell geklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwankschwindel) fand der Neurologe keine Anhaltspunkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat (E. 3. 3 ). Schliesslich ergaben auch die Untersuchungen durch die Ärzte des C.___ eine normale klinische und apparative peripher vestibuläre Funktion und eine leichtgradige, mehrheit lich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit (E. 3. 2.2 ). Den medizinischen Akten zufolge liegen demnach keine organischen Unfall folgen vor, was denn auch von Kreisärztin I.___ entsprechend gewürdigt wurde (E. 3.6) Was der Beschwerdeführer gegen diese Würdigung vorbringt, gibt zu keiner abweichenden Betrachtungsweise Anlass. Gemäss ständiger Recht spre chung kann auf den Bericht versicherungsinterner Fachärzte abgestellt werden, wenn auch keine nur geringen Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge rungen bestehen (vgl. vorstehende E. 1.5 ). Liegen bezüglich der entscheidwes ent lichen medizinischen Tatsachen keine vom Bericht der versicherungsinternen Fachärzte abweichenden Stellungnahmen anderer medizinischer Fachpersonen vor, so werden solche Zweifel in aller Regel zu verneinen sein (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2019 vom 20. Februar 2020 E. 4.1). Da der Beschwer deführer nicht aufzuzeigen vermag, dass die über den 1. September 2019 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden von versicherungsexternen Fachpersonen als organisch hinreichend nachweisbar qualifiziert worden wären, sind auch nur geringe Zweifel an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen von Dr. I.___ zu verneinen. Daran ändert auch nichts, dass diese kurz und ausschliesslich gestützt auf die Akten verfasst wurden. Liegen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen organisch nachweisbarer Be schwerden vor, ist nicht ersichtlich, welche entscheidre levante neue Aufschlüsse von weiteren spezialärztlichen Erhebungen zu erwarten sind, weshalb keine Not wendigkeit für ergänzende Abklärungen besteht (antizipierte Beweiswürdi gung; BGE 134 I 140 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b). 5.3 F ehlt es nach dem Gesagten an organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen des Unfalles vom 1. Juni 2018, schliesst das zwar die natürliche Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden nicht aus. Anders als bei einem klaren unfall bedingten organischen Korrelat kann der zusätzlich zum natürlichen erforder liche adäquate Kausalzusammenhang aber nicht ohne besondere Prüfung bejaht werden. Ergibt sich hierbei, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (BGE 135 V 465 E. 5.1). 6. 6.1 Laut gutachterliche r Stellungnahme von Dipl.-Ing. (FH) J.___ der K.___ GmbH vom 29. August 2018 (Urk. 7/35/28- 2 9) betrug die stoss bedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) des Fahrzeuges des Beschwerde führers quer zur Fahrtrichtung maximal 1 km/h und längs und in Fahrtrichtung maximal 1 km/h. Die Beschwerdegegnerin nahm gestützt darauf ein leichtes Unfallereignis an und verneinte die Adäquanz (Urk. 2 S. 9 f. Ziff. 4.2.1-2). Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend, ein Auffahrunfall werde rechtspre chungsgemäss in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert. Ein leichtes Unfallereignis werde lediglich angenommen bei ausge wiesenermassen sehr tiefem Delta-v und bei zusätzlich weitgehendem Fehlen von unmittelbar nach dem Unfall auftretenden Beschwerden. Das vom Haftpflicht versicherer bei einer quasi internen Stelle in Auftrag gegebene rudimentäre un falltechnische Gutachten vermöge nicht zu überzeugen ( Urk. 1 S. 9 Ziff. 31-32). 6.2 Im Rahmen der Adäquanzprüfung werden versicherungsinterne unfallanalytische Expertisen bei der Beurteilung der Unfallschwere regelmässi g mit eingeschlossen. Diesen kommt nach der Rechtsprechung unter den gleichen Voraussetzungen Beweiswert zu wie den Gutachten versicherungsinterner Ärzte (Urteil des Bundes gerichts 8C_128/2009 E. 4.3.3 ; vgl. auch vorstehende E. 1.5 ). Besondere Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei lung objektiv als begründet erscheinen lassen, liegen nicht vor und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Ebenso wenig trifft es zu, dass das festgestellte Delta-v nicht nachvollzogen werden kann. Der Gutachter führt e zur Nachvollziehbarkeit seiner Schlüsse den Unfallhergang sowie die nur geringen Schäden an beiden Fahrzeugen an. Allein mit seinem laienhaften Sachverstand vermag der Beschwerdeführer die unfallanalytische Stellungnahme von Dipl.-Ing. J.___ nicht zu entkräften. 6. 3 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann bei Unfällen, welchen eine Geschwindigkeitsänderung von lediglich 5 bis 9 km/h zugrunde liegt, die Adä quanz des Kausalzusammenhangs in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug un fallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (Urteil des Bundesgerichts U 33/01 vom 7. August 2001). Im Urteil U 158/05 vom 8. August 2005 wies das Bundesgericht sodann auf ein Präjudiz vom 10. Novem ber 2004 (Urteil U 174/03 E 5.4) hin, in welchem bei einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 4 bis max. 7 km/h das Ereignis nicht als leichter, sondern als banaler Unfall qualifiziert wurde. In diesem Entscheid hielt das Bundesgericht fest, dass namentlich bei kollisionsbedingten Geschwindigkeits änderungen unter 10 km/h und dem weitgehenden Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall aufgetretenen Beschwerden grundsätzlich von einem leichten Unfall auszugehen sei (E. 5.2). Das Bundesgericht ging in seiner Praxis ferner bei einer Geschwindigkeitsänderung von 4. 5 km/h von einer leichten Kollision aus (Urteil U 402/05 vom 23. August 2007 E. 6.1). In der Praxis des Bundesgerichtes finden sich indes auch Beispiele, bei welchen eine Geschwindigkeitsänderung von 2 bis 7 km/h als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingestuft wurde (Urteil 8C_89/2000 vom 3. Oktober 2008 E. 7). Hierbei ging es indes lediglich um die Feststellung, dass jedenfalls nicht von einem schwereren Ere ignis ausgegangen werden könne. 6. 4 Insoweit sich der Beschwerdeführer auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2009 vom 9. November 2009 E. 4.2.2, wonach ein Auffahrunfall in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert werde, stützt, ist ihm entgegenzuhalten, dass es sich vorliegend eindeutig nicht um einen Auffahrunfall handelte. Sein längs der Fahrbahn stehendes Fahrzeug wurde von einem rückwärts aus einem Parkplatz fahrenden Auto seitlich, an der Stossstange (vgl. Urk. 7/35/29-30) gestreift. Die stossbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) betrug laut Dipl.-Ing. J.___ (E. 6.1 ) ledig lich 1 km/h, eine nennens werte Insassenbewegung lag nicht vor und die Belastung des Körpers lag deutlich unter einer Vollbremsung. Auch deuten die sich aus der Fotodokumentation erge benden Schäden am Fahrzeug (Urk. 7/35/9-18) nicht auf eine heftige Kollision hin. Der Beschwerdeführer selber schilderte das Unfallereignis in der Unfall meldung als Touchieren, und nicht als Aufprall. Mit der Beschwerdegegnerin ist daher auf einen leichten Unfall zu schliessen. 6. 5 Letztendlich kann di e Frage der Unfallschwere offen bleiben, da die Adäquanz des Kausalzusammenhangs selbst dann zu verneinen wäre, wenn von einem mittel schweren Unfall (im mittleren Grenzbereich zu den leichten Ereignissen) aus ge gangen würde, wie sich aus dem Folgenden anhand der Beurteilung der relevan ten Adäquanzkriterien ergibt. 6. 6 6. 6.1 D ie Diagnose eines Schleudertraumas der HWS genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verlet zungen. Es bedarf hie r zu einer besonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beein flussen können. Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits erheblich vorgeschä digte Wirbelsäule trifft, ist speziell geeignet, die typischen Symptome hervorzu rufen, weshalb sie als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_785/2007 vom 11. Juni 2008 E. 4.4). Vor dem Unfall vom 1. Juni 2018 war der Beschwerdeführer nach seinen eigenen (Urk. 1 S. 9 Ziff. 36) und den anamnestischen Angaben der Ärzte in weit über 20 Verkehrsunfälle mit HWS-Beteiligung involviert. Es ist indessen nicht akten kundig, dass er vor dem Ereignis vom 1. Juni 2018 aufgrund von HWS-Beschwer den arbeitsunfähig oder deswegen in ärztlicher Behandlung war, so dass nicht davon auszugehen ist, dass die Wirbelsäule dermassen erheblich vorgeschädigt war, dass die am 1. Juni 2018 erlittene HWS-Distorsion als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren wäre. 6. 6.2 Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden, welche bei der Beurteilung der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, darf nicht bereits auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Kompli kationen geschlossen werden. Es bedarf hie r zu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts 8C_825/2008 vom 9. April 2009 E. 4.8). Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei am 15. November 2018 in einen weiteren Verkehrsunfall verwickelt gewesen, wobei es zu einer Zunahme der Beschwerden und zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen sei (Urk. 1 S. 4 Ziff. 11). Bereits einen Monat später aber ging Dr. F.___ (E. 3. 4 ) davon aus, dass unter einer gezielten Therapie eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sei (S. 3). Im Vergleich mit anderen Fällen von HWS-Distorsionstraumen und äquivalenten Verletzungen sind damit keine Anhalts punkte für bis zum Fallabschluss eingetretene erhebliche Komplikationen ersicht lich; auch kann nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf gesprochen werden. 6. 6.3 Von einer ärztlichen Fehlbehandlung im Sinne des Kriteriums ist nur auszugehen, wenn in der medizinischen Wissenschaft und Praxis ein gewisser Konsens über die Schädlichkeit einer Therapiemethode besteht (Urteil des Bundesgerichts 8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 5.6.1). Aufgrund der Bemerkung von Dr. F.___ (E. 3. 4 ), die Häufigkeit beziehungsweise Dauer der Therapie und der Anteil der aktiven Bewegungstherapie sei angesichts der aktuellen Einschrän kungen zu gering (S. 2), kann nicht auf eine Schädlichkeit der Th erapiemethode geschlossen werden. 6. 6.4 Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit kann nur erfüllen, wer zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit nachweislich ernsthafte Anstrengungen unter nimmt. Konkret muss der Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwir kung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Laut Bericht von Dr. F.___ (E. 3. 4 ) zeigte der Beschwerde führer bezüglich baldiger Aufnahme der Arbeit eine verhaltene Haltung (S. 3). 6. 6.5 Nach dem Gesagten ist lediglich das Kriterium der erheblichen Beschwerden erfüllt. Praxisgemäss beurteilt sich die Erheblichkeit der Beschwerden nach den glaub haften Schmerzen (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 ). Nachdem Dr. F.___ (E. 3. 4 ) auf klinisch nicht plausible Schmerzen hindeutete ( S. 7), ist davon auszugehen, dass dieses Kriterium nicht besonders ausgeprägt ist, weshalb die Adäquanz zu ver neinen ist. 7. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht über den 1. September 2019 verneint hat, weshalb die Be schwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Thomas Locher - Suva - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2020.00150 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 8. Januar 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Locher Zanetti Rechtsanwälte Blegistrasse 9, 6340 Baar gegen Suva Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, war als Taxifahrer der Y.___ GmbH bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sein korrekt parkiertes Fahrzeug, in welchem er sass, am 1. Juni 2018 von eine m aus einem Parkplatz rückwärtsf ahrenden Fahrzeug touchiert wurde, wobei sich der Versi cherte verletzte (Urk. 7/1). Die erstbehandelnde Ärztin diagnostizierte im Bericht vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) ein Halswirbelsäulen(HWS)-Schleudertrauma und eine Lendenwirbelsäule n (LWS)-Kontusion (Ziff. 5) und attestierte eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni 2018 und eine solche von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8). Mit Verfügung vom 19. August 2019 stellte die Suva ihre Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) per 1. September 2019 ein (Urk. 7/88). Die dagegen gerich tete Einsprache des Versicherten vom 6. September 2019 (Urk. 7/92/1-2) und 9. Dezember 2019 (Urk. 7/99/1-5) wies sie mit Entscheid vom 15. Mai 2020 ab (Urk. 7/101 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 17. Juni 2020 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen über den 1. Juni 2019 (richtig: 1. September 2019) hinaus (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2020 schloss die Suva auf Abwei sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 27. August 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfall folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise be ziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg ge dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs an spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3 1.3.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a). 1.3.2 Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein trächtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzu führen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zu nächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausalzu sam menhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herange zogen werden. Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier: - besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; - erhebliche Beschwerden; - ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun desgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beur teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleuder trau ma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/ aa und 367 E. 6a) 1.4 Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber ge henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs mass nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bun des gerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). 1. 5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hi nweis auf BGE 125 V 351 E. 3b / ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzune hmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7 ). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung per 1. September 2019 damit (Urk. 2), für die über den 1. September 2019 hinaus bestehenden Be schwerden könne kein strukturelles, durch das Ereignis vom 1. Juni 2018 verur sachtes Substrat objektiviert werden. Ein etwaiger Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. Juni 2018 und den Beschwerden sei nicht adäquat. 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein (Urk. 1), indem die Beschwerde geg nerin die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang offen lasse, aner kenne sie implizite, dass der medizinische Sachverhalt nicht ausreichend abge klärt sei (S. 5 Ziff. 16). Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten könne nicht beurteilt werden, dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vorlägen, da zur Genese der anlässlich des MRI vom 28. Juni 2019 festgestellten organischen Veränderungen an der HWS keine diesbezüglichen Aussagen ge macht worden seien. Insofern die Kreisärztin ausgeführt habe, es lägen keine trauma tischen Läsionen vor, habe sie dazu keine Begründung geliefert (S. 7 Ziff. 25). Eine Adäquanzprüfung sei unter diesen Umständen nicht zulässig (S. 7 f. Ziff. 26). Selbst aber wenn davon ausgegangen werde, dass die festgestellten organischen Veränderungen nicht unfallkausal seien, sei die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt, fänden sich doch in den ärztlichen Aussagen keine zum Erreichen des Endzu stands (S. 8 Ziff. 27 ff). Ausserdem werde ein Auffahrunfall nach der Recht sprechung in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert (S. 9 Ziff. 31). Selbst wenn die Adäquanzprüfung bereits zulässig wäre, wäre die Adäquanz zu bejahen (S. 10 Ziff. 41). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 1. September 2019 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat. 3. 3.1 3.1.1 Laut Arztzeugnis vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) von Dr. h.c. med. Z.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, erlitt der Beschwerdeführer am 1. Juni 2018 ein HWS-Schleudertrauma sowie eine LWS-Kontusion (Ziff. 5). Als Befunde nannte die Ärztin Schwindel, starker Tinnitus, Schmerz en und Streckhaltung (Ziff. 4). Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni und von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8). 3.1.2 Dem von Dr. Z.___ ausgefüllten Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma, bei der Beschwerdeführerin am 5. Juli 2018 eingegangen (Urk. 7/19), kann entnommen werden, dass die Beweg lichkeit der HWS schmerzhaft eingeschränkt war und sich die Schmerzen in den Hinterkopf, den Rücken und in beide Schultern ausdehnte n (Ziff. 5a). Die neu rologische Untersuchung fiel unauffällig aus (Ziff. 5b). 3.2 3.2.1 Dr. med. A.___, Oberarzt, und Dr. med. B.___, Assistenz ärztin, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie am Universitäts spital C.___, nannten im Bericht vom 10. Oktober 2018 (Urk. 7/51) folgen de Diagnosen (S. 1): - unklare Schwindelattacken mit/bei - Tinnitus seit 10 Jahren - rezidivierende n kraniozervikale n Beschleunigungstraumata (Status na ch 27 Auffahrunfällen) - Diabetes Typ 2 und arterielle Hypertonie Es sei zu r weiteren Abklärung eine Konsultation im Rahmen der Schwindel sprechstunde besprochen worden (S. 2 oben). 3.2.2 Dem Bericht über die neuro-otologische Standortbestimmung von Dr. D.___, Assistenzarzt an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichts chirurgie am C.___, vom 19. Februar 2019 (Urk. 7/70; inhaltlich identisch mit dem Bericht des Inter d isziplinären Zentrums für Schwindel und neurologische Sehstö rungen am C.___ vom 14. Januar 2019, Urk. 7/71) ist zu entnehmen, dass sich in der Zusammenschau der Befunde eine normale klinische und apparative peripher-vestibuläre Funktion zeige. Im Vordergrund stehe für den Beschwerdeführer der störende Tinnitus, wobei audiologisch zudem eine leichtgradige, mehrheitlich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit bestehe. Bei grossem Leidensdruck und auf expliziten Wunsch werde der Beschwerdeführer für eine Standortbe stim mung und Beratung bezüglich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitus sprechstunde überwiesen (S. 2 oben). 3. 3 Dr. med. E.___, Facharzt für Neurologie, stellte im Bericht vom 7. November 2018 (Urk. 7/47) folgende Diagnose (S. 1): - chronisches (myofasziales und spondylogenes ) zervikozephales Schmerz syndrom mit/bei - anamnestisch Status nach erneuter PKW-Kollision am 1. Juni 2018, Status nach diversen (gemäss Patient 27) PKW-Unfällen in den vergangenen Jahren - Tinnitus beidseits Der Beschwerdeführer berichte, dass es seit dem Unfall zu einer Akzentuierung der Verspannungen im Nackenbereich sowie zu einer Verstärkung des Pfeifens beider Ohren gekommen sei. Durch den konstanten Tinnitus (Pfeifen beider Ohren) leide er unter starken Schlafstörungen. Zusammen mit dem Tinnitus und den Nackenschmerzen komme es immer wieder zu Schwindelbeschwerden (S. 1 unten). Bezüglich der aktuell beklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwank schwindel) ergäben sich von neurologischer Seite her keine Anhalts punkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat. Die klinisch- neurologische Untersuchung zeige keine Auffälligkeiten, insbesondere auch keine Anhaltspunkte für eine peripher- oder zentral-vestibuläre Funktionsstörung. Ob das aktuelle komplexe Beschwerdebild mit dem Unfall vom 1. Juni 2018 in einem kausalen Zusammenhang stehe, sei fraglich. Eine nicht unwesentliche Symptom ausweitung beziehungsweise das Vorliegen funktioneller Beschwerden sei sehr wahrscheinlich. Bereits bei der letzten neurologischen Untersuchung vom 7. Juni 2017 habe eine funktionelle Überlagerung imponiert, die bereits damals als Symptomausweitung interpretiert worden sei (S. 2 Mitte). 3. 4 Im Bericht von Dr. med. F.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 27. Dezember 2018 (Urk. 7/55) über das ambulante Assess ment in der Rehaklinik G.___ wurden folgende aktuelle Probleme aufgeführt (S. 1 unten): - Tinnitus (vorbestehend) - anamnestisch seit 1. Juni 2018 verstärkt - Nackenschmerzen - Verspannungen im Nacken-Schultergürtel-Bereich - gestörter Nachtschlaf Rein medizinisch seien keine weiteren Abklärungen erforderlich. Anhand der Abklärungsresultate sei eine intensivierte ambulante Therapie mit Betonung einer aktiven Bewegungstherapie im Sinne einer medizinische n Trainingstherapie zu empfehlen. Die aktiven Übungen sollten zu einer wei t eren Steigerung der Belast barkeit und zu einer Verbesserung der allgemeinen Ausdauer und der berufsspezi fischen Kraft und Ausdauerkomponenten führen (S. 3 Mitte). 3.5 Dem Bericht über das native Magnetresonanztomogramm (MR) des kranio zervi kalen Übergangs und der HWS von Prof. Dr. H.___, Facharzt für Radiologie, vom 28. Juni 2019 (Urk. 7/81) kann entnommen werden, dass eine HWS-Streckhaltung und eine leichte linkskonvexe Skoliose mit einer geringen Fehlrotationskomponente vorliegt. Zwischen C3 und C6 seien die Bandscheiben- Hinterränder ohne wesentliche Einengung des Spinalkanals etwas ausgeweitet. Es seien multisegmentale leichte bis betonte Spondylarthrosen zu sehen, eine durch eine Uncovertebralarthrose foraminale Reizung der rechten C6-Wurzel sowie eine Reizung der C4- und der C6-Wurzel links seien möglich. Im Bereich der Gelenke zwischen Okziput, Atlas und Axis lägen intakte ossäre und ligamentäre Verhält nisse vor (unten). 3. 6 Med. pract. I.___, Fachärztin für Anästhesiologie, Kreisärztin, ging im Bericht vom 14. August 2019 (Urk. 7/86 S. 2) davon aus, dass die HWS schon vor dem Unfallereignis in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen sei. Die LWS-Kontusion sei nur im Arztzeugnis UVG dokumentiert worden. In den letzten vorliegenden medizinischen Berichten vom 5. (richtig: 7.) November (vgl. E. 3.4) und 17. (richtig: 27.) Dezember 2018 (vgl. E. 3.5) seien keine Beschwerden in diesem Bereich mehr angegeben worden. Insofern sei davon auszugehen, dass diese abgeheilt seien. Eine weitere Abklärung beziehungsweise eine radiologische Diagnostik sei nicht notwendig. In der bildgebenden Diagnostik seien degene rative Veränderungen vor dem Unfall dokumentiert. Es seien keine traumatischen Läsionen nachgewiesen. Nach zirka 12 Monaten nach dem Ereignis spielten die Unfallfolgen im Beschwerdebild keine Rolle mehr. 4. 4.1 Es ist vorab zu prüfen, ob im Zeitpunkt des Fallabschlusses der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG erreicht gewesen ist. 4.2 Eingliederungsmassnahmen der IV standen im vorliegenden Fall nie zur Diskus sion. Sodann kann nach Lage der medizinischen Akten verlässlich gesagt werden, dass eine Fortsetzung der Heilbehandlung keine namhafte Besserung mehr erwar ten liess: Der letzte Behandlungsvorschlag wurde von den Ärzten des C.___ an lässlich der neuro-otologischen Standortbestimmung gemacht (E. 3.3.2), indem diese den Beschwerdeführer für eine Standortbestimmung und Beratung bezüg lich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitussprechstunde überwiesen. Weitergehende Behandlungsvorschläge wurden nicht gemacht. I n der Beschwerde wurde denn auch nicht weiter begründet, welche Heilbehandlung noch eine nam hafte Besserung des Gesundheitszustandes versprach. Der Zeitpunkt des Fallab schlusses ist damit nicht zu beanstanden. 5. 5.1 Zu prüfen ist im Weiteren, ob beim Beschwerdeführer organisch objektiv ausg e wiesene Unfallfolgen vorliegen. 5.2 Dem Bericht der erstbehandelnden Ärztin (E. 3.1.1) kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer ein HWS-Schleudertrauma und eine LWS-Kontusion erlitt. Was die Ärztin als Befunde wie Schwindel, starker Tinnitus und Schmerzen aufführte, sind subjektive Beschreibun gen über das Missbefinden des Beschwer de führers, nicht aber klinische Befunde. Ihrem Dokumentationsfragebogen (E. 3.1.2) kann als Befund lediglich eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Bereich des Nackens entnommen werden, wobei die neurologische Untersu chung ohne Befunde beziehungsweise normal ausfiel (E. 3.1). Das native MRI vom 28. Juni 2019 (E. 3.5) zeigt e degenerative Veränderungen wie Streckhaltung, eine leichte linkskonvexe Skoliose, ausgeweitete Bandscheiben- Hinterränder oh ne wesentliche Einengung des Spinalkanals sowie multisegmentale leichte bis be tonte Spon d ylarthrosen zwischen C3 und C6 (E. 3.2). Traumatische Läsionen wurden im Bericht nicht erwähnt, weshalb davon auszugehen ist, dass solche auf dem MRI nicht ersichtlich und damit nicht ausgewiesen sind. Bezüglich der vom Beschwerdeführer aktuell geklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwankschwindel) fand der Neurologe keine Anhaltspunkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat (E. 3. 3 ). Schliesslich ergaben auch die Untersuchungen durch die Ärzte des C.___ eine normale klinische und apparative peripher vestibuläre Funktion und eine leichtgradige, mehrheit lich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit (E. 3. 2.2 ). Den medizinischen Akten zufolge liegen demnach keine organischen Unfall folgen vor, was denn auch von Kreisärztin I.___ entsprechend gewürdigt wurde (E. 3.6) Was der Beschwerdeführer gegen diese Würdigung vorbringt, gibt zu keiner abweichenden Betrachtungsweise Anlass. Gemäss ständiger Recht spre chung kann auf den Bericht versicherungsinterner Fachärzte abgestellt werden, wenn auch keine nur geringen Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge rungen bestehen (vgl. vorstehende E. 1.5 ). Liegen bezüglich der entscheidwes ent lichen medizinischen Tatsachen keine vom Bericht der versicherungsinternen Fachärzte abweichenden Stellungnahmen anderer medizinischer Fachpersonen vor, so werden solche Zweifel in aller Regel zu verneinen sein (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2019 vom 20. Februar 2020 E. 4.1). Da der Beschwer deführer nicht aufzuzeigen vermag, dass die über den 1. September 2019 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden von versicherungsexternen Fachpersonen als organisch hinreichend nachweisbar qualifiziert worden wären, sind auch nur geringe Zweifel an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen von Dr. I.___ zu verneinen. Daran ändert auch nichts, dass diese kurz und ausschliesslich gestützt auf die Akten verfasst wurden. Liegen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen organisch nachweisbarer Be schwerden vor, ist nicht ersichtlich, welche entscheidre levante neue Aufschlüsse von weiteren spezialärztlichen Erhebungen zu erwarten sind, weshalb keine Not wendigkeit für ergänzende Abklärungen besteht (antizipierte Beweiswürdi gung; BGE 134 I 140 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b). 5.3 F ehlt es nach dem Gesagten an organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen des Unfalles vom 1. Juni 2018, schliesst das zwar die natürliche Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden nicht aus. Anders als bei einem klaren unfall bedingten organischen Korrelat kann der zusätzlich zum natürlichen erforder liche adäquate Kausalzusammenhang aber nicht ohne besondere Prüfung bejaht werden. Ergibt sich hierbei, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (BGE 135 V 465 E. 5.1). 6. 6.1 Laut gutachterliche r Stellungnahme von Dipl.-Ing. (FH) J.___ der K.___ GmbH vom 29. August 2018 (Urk. 7/35/28- 2 9) betrug die stoss bedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) des Fahrzeuges des Beschwerde führers quer zur Fahrtrichtung maximal 1 km/h und längs und in Fahrtrichtung maximal 1 km/h. Die Beschwerdegegnerin nahm gestützt darauf ein leichtes Unfallereignis an und verneinte die Adäquanz (Urk. 2 S. 9 f. Ziff. 4.2.1-2). Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend, ein Auffahrunfall werde rechtspre chungsgemäss in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert. Ein leichtes Unfallereignis werde lediglich angenommen bei ausge wiesenermassen sehr tiefem Delta-v und bei zusätzlich weitgehendem Fehlen von unmittelbar nach dem Unfall auftretenden Beschwerden. Das vom Haftpflicht versicherer bei einer quasi internen Stelle in Auftrag gegebene rudimentäre un falltechnische Gutachten vermöge nicht zu überzeugen ( Urk. 1 S. 9 Ziff. 31-32). 6.2 Im Rahmen der Adäquanzprüfung werden versicherungsinterne unfallanalytische Expertisen bei der Beurteilung der Unfallschwere regelmässi g mit eingeschlossen. Diesen kommt nach der Rechtsprechung unter den gleichen Voraussetzungen Beweiswert zu wie den Gutachten versicherungsinterner Ärzte (Urteil des Bundes gerichts 8C_128/2009 E. 4.3.3 ; vgl. auch vorstehende E. 1.5 ). Besondere Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei lung objektiv als begründet erscheinen lassen, liegen nicht vor und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Ebenso wenig trifft es zu, dass das festgestellte Delta-v nicht nachvollzogen werden kann. Der Gutachter führt e zur Nachvollziehbarkeit seiner Schlüsse den Unfallhergang sowie die nur geringen Schäden an beiden Fahrzeugen an. Allein mit seinem laienhaften Sachverstand vermag der Beschwerdeführer die unfallanalytische Stellungnahme von Dipl.-Ing. J.___ nicht zu entkräften. 6. 3 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann bei Unfällen, welchen eine Geschwindigkeitsänderung von lediglich 5 bis 9 km/h zugrunde liegt, die Adä quanz des Kausalzusammenhangs in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug un fallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (Urteil des Bundesgerichts U 33/01 vom 7. August 2001). Im Urteil U 158/05 vom 8. August 2005 wies das Bundesgericht sodann auf ein Präjudiz vom 10. Novem ber 2004 (Urteil U 174/03 E 5.4) hin, in welchem bei einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 4 bis max. 7 km/h das Ereignis nicht als leichter, sondern als banaler Unfall qualifiziert wurde. In diesem Entscheid hielt das Bundesgericht fest, dass namentlich bei kollisionsbedingten Geschwindigkeits änderungen unter 10 km/h und dem weitgehenden Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall aufgetretenen Beschwerden grundsätzlich von einem leichten Unfall auszugehen sei (E. 5.2). Das Bundesgericht ging in seiner Praxis ferner bei einer Geschwindigkeitsänderung von 4. 5 km/h von einer leichten Kollision aus (Urteil U 402/05 vom 23. August 2007 E. 6.1). In der Praxis des Bundesgerichtes finden sich indes auch Beispiele, bei welchen eine Geschwindigkeitsänderung von 2 bis 7 km/h als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingestuft wurde (Urteil 8C_89/2000 vom 3. Oktober 2008 E. 7). Hierbei ging es indes lediglich um die Feststellung, dass jedenfalls nicht von einem schwereren Ere ignis ausgegangen werden könne. 6. 4 Insoweit sich der Beschwerdeführer auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2009 vom 9. November 2009 E. 4.2.2, wonach ein Auffahrunfall in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert werde, stützt, ist ihm entgegenzuhalten, dass es sich vorliegend eindeutig nicht um einen Auffahrunfall handelte. Sein längs der Fahrbahn stehendes Fahrzeug wurde von einem rückwärts aus einem Parkplatz fahrenden Auto seitlich, an der Stossstange (vgl. Urk. 7/35/29-30) gestreift. Die stossbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) betrug laut Dipl.-Ing. J.___ (E. 6.1 ) ledig lich 1 km/h, eine nennens werte Insassenbewegung lag nicht vor und die Belastung des Körpers lag deutlich unter einer Vollbremsung. Auch deuten die sich aus der Fotodokumentation erge benden Schäden am Fahrzeug (Urk. 7/35/9-18) nicht auf eine heftige Kollision hin. Der Beschwerdeführer selber schilderte das Unfallereignis in der Unfall meldung als Touchieren, und nicht als Aufprall. Mit der Beschwerdegegnerin ist daher auf einen leichten Unfall zu schliessen. 6. 5 Letztendlich kann di e Frage der Unfallschwere offen bleiben, da die Adäquanz des Kausalzusammenhangs selbst dann zu verneinen wäre, wenn von einem mittel schweren Unfall (im mittleren Grenzbereich zu den leichten Ereignissen) aus ge gangen würde, wie sich aus dem Folgenden anhand der Beurteilung der relevan ten Adäquanzkriterien ergibt. 6. 6 6. 6.1 D ie Diagnose eines Schleudertraumas der HWS genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verlet zungen. Es bedarf hie r zu einer besonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beein flussen können. Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits erheblich vorgeschä digte Wirbelsäule trifft, ist speziell geeignet, die typischen Symptome hervorzu rufen, weshalb sie als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_785/2007 vom 11. Juni 2008 E. 4.4). Vor dem Unfall vom 1. Juni 2018 war der Beschwerdeführer nach seinen eigenen (Urk. 1 S. 9 Ziff. 36) und den anamnestischen Angaben der Ärzte in weit über 20 Verkehrsunfälle mit HWS-Beteiligung involviert. Es ist indessen nicht akten kundig, dass er vor dem Ereignis vom 1. Juni 2018 aufgrund von HWS-Beschwer den arbeitsunfähig oder deswegen in ärztlicher Behandlung war, so dass nicht davon auszugehen ist, dass die Wirbelsäule dermassen erheblich vorgeschädigt war, dass die am 1. Juni 2018 erlittene HWS-Distorsion als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren wäre. 6. 6.2 Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden, welche bei der Beurteilung der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, darf nicht bereits auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Kompli kationen geschlossen werden. Es bedarf hie r zu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts 8C_825/2008 vom 9. April 2009 E. 4.8). Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei am 15. November 2018 in einen weiteren Verkehrsunfall verwickelt gewesen, wobei es zu einer Zunahme der Beschwerden und zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen sei (Urk. 1 S. 4 Ziff. 11). Bereits einen Monat später aber ging Dr. F.___ (E. 3. 4 ) davon aus, dass unter einer gezielten Therapie eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sei (S. 3). Im Vergleich mit anderen Fällen von HWS-Distorsionstraumen und äquivalenten Verletzungen sind damit keine Anhalts punkte für bis zum Fallabschluss eingetretene erhebliche Komplikationen ersicht lich; auch kann nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf gesprochen werden. 6. 6.3 Von einer ärztlichen Fehlbehandlung im Sinne des Kriteriums ist nur auszugehen, wenn in der medizinischen Wissenschaft und Praxis ein gewisser Konsens über die Schädlichkeit einer Therapiemethode besteht (Urteil des Bundesgerichts 8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 5.6.1). Aufgrund der Bemerkung von Dr. F.___ (E. 3. 4 ), die Häufigkeit beziehungsweise Dauer der Therapie und der Anteil der aktiven Bewegungstherapie sei angesichts der aktuellen Einschrän kungen zu gering (S. 2), kann nicht auf eine Schädlichkeit der Th erapiemethode geschlossen werden. 6. 6.4 Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit kann nur erfüllen, wer zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit nachweislich ernsthafte Anstrengungen unter nimmt. Konkret muss der Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwir kung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Laut Bericht von Dr. F.___ (E. 3. 4 ) zeigte der Beschwerde führer bezüglich baldiger Aufnahme der Arbeit eine verhaltene Haltung (S. 3). 6. 6.5 Nach dem Gesagten ist lediglich das Kriterium der erheblichen Beschwerden erfüllt. Praxisgemäss beurteilt sich die Erheblichkeit der Beschwerden nach den glaub haften Schmerzen (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 ). Nachdem Dr. F.___ (E. 3. 4 ) auf klinisch nicht plausible Schmerzen hindeutete ( S. 7), ist davon auszugehen, dass dieses Kriterium nicht besonders ausgeprägt ist, weshalb die Adäquanz zu ver neinen ist. 7. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht über den 1. September 2019 verneint hat, weshalb die Be schwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Thomas Locher - Suva - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2020.00150 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 8. Januar 2021

UV.2020.00150

UV.2020.00150

UV.2020.00150 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 8. Januar 2021

Urteil vom 8. Januar 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Locher

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Locher Zanetti Rechtsanwälte

Zanetti Rechtsanwälte Blegistrasse 9, 6340 Baar

Blegistrasse 9, 6340 Baar gegen

gegen Suva

Suva Rechtsabteilung

Rechtsabteilung Postfach 4358, 6002 Luzern

Postfach 4358, 6002 Luzern Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1968, war als Taxifahrer der Y.___ GmbH bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sein korrekt parkiertes Fahrzeug, in welchem er sass, am 1. Juni 2018 von eine m aus einem Parkplatz rückwärtsf ahrenden Fahrzeug touchiert wurde, wobei sich der Versi cherte verletzte (Urk. 7/1). Die erstbehandelnde Ärztin diagnostizierte im Bericht vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) ein Halswirbelsäulen(HWS)-Schleudertrauma und eine Lendenwirbelsäule n (LWS)-Kontusion (Ziff. 5) und attestierte eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni 2018 und eine solche von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8).

1. X.___, geboren 1968, war als Taxifahrer der Y.___ GmbH bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sein korrekt parkiertes Fahrzeug, in welchem er sass, am 1. Juni 2018 von eine m aus einem Parkplatz rückwärtsf ahrenden Fahrzeug touchiert wurde, wobei sich der Versi cherte verletzte (Urk. 7/1). Die erstbehandelnde Ärztin diagnostizierte im Bericht vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) ein Halswirbelsäulen(HWS)-Schleudertrauma und eine Lendenwirbelsäule n (LWS)-Kontusion (Ziff. 5) und attestierte eine Arbeitsun fähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni 2018 und eine solche von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8). Mit Verfügung vom 19. August 2019 stellte die Suva ihre Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) per 1. September 2019 ein (Urk. 7/88). Die dagegen gerich tete Einsprache des Versicherten vom 6. September 2019 (Urk. 7/92/1-2) und 9. Dezember 2019 (Urk. 7/99/1-5) wies sie mit Entscheid vom 15. Mai 2020 ab (Urk. 7/101 = Urk. 2).

Mit Verfügung vom 19. August 2019 stellte die Suva ihre Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung) per 1. September 2019 ein (Urk. 7/88). Die dagegen gerich tete Einsprache des Versicherten vom 6. September 2019 (Urk. 7/92/1-2) und 9. Dezember 2019 (Urk. 7/99/1-5) wies sie mit Entscheid vom 15. Mai 2020 ab (Urk. 7/101 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 17. Juni 2020 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen über den 1. Juni 2019 (richtig: 1. September 2019) hinaus (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2020 schloss die Suva auf Abwei sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 27. August 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 15. Mai 2020 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 17. Juni 2020 Beschwerde und beantragte die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen über den 1. Juni 2019 (richtig: 1. September 2019) hinaus (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2020 schloss die Suva auf Abwei sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am 27. August 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfall folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu.

1.1 Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfall folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. 1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise be ziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg ge dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

1.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise be ziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg ge dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs an spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs an spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 1.3

1.3 1.3.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).

1.3.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a). 1.3.2 Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein trächtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzu führen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zu nächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausalzu sam menhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herange zogen werden.

1.3.2 Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein trächtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzu führen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zu nächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausalzu sam menhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herange zogen werden. Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:

Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier: - besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;

fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; - erhebliche Beschwerden;

erhebliche Beschwerden; - ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;

ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;

schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun desgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beur teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleuder trau ma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/ aa und 367 E. 6a)

Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun desgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beur teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleuder trau ma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/ aa und 367 E. 6a) 1.4 Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber ge henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs mass nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bun des gerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).

1.4 Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber ge henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs mass nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bun des gerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109, vgl. auch Urteil 8C _ 454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).

Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). 1. 5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hi nweis auf BGE 125 V 351 E. 3b / ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzune hmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7 ).

1. 5 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hi nweis auf BGE 125 V 351 E. 3b ee ). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ( ATSG ) vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzune hmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7 ). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung per 1. September 2019 damit (Urk. 2), für die über den 1. September 2019 hinaus bestehenden Be schwerden könne kein strukturelles, durch das Ereignis vom 1. Juni 2018 verur sachtes Substrat objektiviert werden. Ein etwaiger Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. Juni 2018 und den Beschwerden sei nicht adäquat.

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung per 1. September 2019 damit (Urk. 2), für die über den 1. September 2019 hinaus bestehenden Be schwerden könne kein strukturelles, durch das Ereignis vom 1. Juni 2018 verur sachtes Substrat objektiviert werden. Ein etwaiger Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. Juni 2018 und den Beschwerden sei nicht adäquat. 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein (Urk. 1), indem die Beschwerde geg nerin die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang offen lasse, aner kenne sie implizite, dass der medizinische Sachverhalt nicht ausreichend abge klärt sei (S. 5 Ziff. 16). Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten könne nicht beurteilt werden, dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vorlägen, da zur Genese der anlässlich des MRI vom 28. Juni 2019 festgestellten organischen Veränderungen an der HWS keine diesbezüglichen Aussagen ge macht worden seien. Insofern die Kreisärztin ausgeführt habe, es lägen keine trauma tischen Läsionen vor, habe sie dazu keine Begründung geliefert (S. 7 Ziff. 25). Eine Adäquanzprüfung sei unter diesen Umständen nicht zulässig (S. 7 f. Ziff. 26). Selbst aber wenn davon ausgegangen werde, dass die festgestellten organischen Veränderungen nicht unfallkausal seien, sei die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt, fänden sich doch in den ärztlichen Aussagen keine zum Erreichen des Endzu stands (S. 8 Ziff. 27 ff). Ausserdem werde ein Auffahrunfall nach der Recht sprechung in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert (S. 9 Ziff. 31). Selbst wenn die Adäquanzprüfung bereits zulässig wäre, wäre die Adäquanz zu bejahen (S. 10 Ziff. 41).

2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein (Urk. 1), indem die Beschwerde geg nerin die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang offen lasse, aner kenne sie implizite, dass der medizinische Sachverhalt nicht ausreichend abge klärt sei (S. 5 Ziff. 16). Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten könne nicht beurteilt werden, dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vorlägen, da zur Genese der anlässlich des MRI vom 28. Juni 2019 festgestellten organischen Veränderungen an der HWS keine diesbezüglichen Aussagen ge macht worden seien. Insofern die Kreisärztin ausgeführt habe, es lägen keine trauma tischen Läsionen vor, habe sie dazu keine Begründung geliefert (S. 7 Ziff. 25). Eine Adäquanzprüfung sei unter diesen Umständen nicht zulässig (S. 7 f. Ziff. 26). Selbst aber wenn davon ausgegangen werde, dass die festgestellten organischen Veränderungen nicht unfallkausal seien, sei die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt, fänden sich doch in den ärztlichen Aussagen keine zum Erreichen des Endzu stands (S. 8 Ziff. 27 ff). Ausserdem werde ein Auffahrunfall nach der Recht sprechung in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert (S. 9 Ziff. 31). Selbst wenn die Adäquanzprüfung bereits zulässig wäre, wäre die Adäquanz zu bejahen (S. 10 Ziff. 41). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 1. September 2019 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 1. September 2019 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat. 3.

3. 3.1

3.1 3.1.1 Laut Arztzeugnis vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) von Dr. h.c. med. Z.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, erlitt der Beschwerdeführer am 1. Juni 2018 ein HWS-Schleudertrauma sowie eine LWS-Kontusion (Ziff. 5). Als Befunde nannte die Ärztin Schwindel, starker Tinnitus, Schmerz en und Streckhaltung (Ziff. 4). Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni und von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8).

3.1.1 Laut Arztzeugnis vom 23. Juni 2018 (Urk. 7/9) von Dr. h.c. med. Z.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, erlitt der Beschwerdeführer am 1. Juni 2018 ein HWS-Schleudertrauma sowie eine LWS-Kontusion (Ziff. 5). Als Befunde nannte die Ärztin Schwindel, starker Tinnitus, Schmerz en und Streckhaltung (Ziff. 4). Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 1. bis 30. Juni und von 80 % vom 1. bis 31. Juli 2018 (Ziff. 8). 3.1.2 Dem von Dr. Z.___ ausgefüllten Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma, bei der Beschwerdeführerin am 5. Juli 2018 eingegangen (Urk. 7/19), kann entnommen werden, dass die Beweg lichkeit der HWS schmerzhaft eingeschränkt war und sich die Schmerzen in den Hinterkopf, den Rücken und in beide Schultern ausdehnte n (Ziff. 5a). Die neu rologische Untersuchung fiel unauffällig aus (Ziff. 5b).

3.1.2 Dem von Dr. Z.___ ausgefüllten Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma, bei der Beschwerdeführerin am 5. Juli 2018 eingegangen (Urk. 7/19), kann entnommen werden, dass die Beweg lichkeit der HWS schmerzhaft eingeschränkt war und sich die Schmerzen in den Hinterkopf, den Rücken und in beide Schultern ausdehnte n (Ziff. 5a). Die neu rologische Untersuchung fiel unauffällig aus (Ziff. 5b). 3.2

3.2 3.2.1 Dr. med. A.___, Oberarzt, und Dr. med. B.___, Assistenz ärztin, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie am Universitäts spital C.___, nannten im Bericht vom 10. Oktober 2018 (Urk. 7/51) folgen de Diagnosen (S. 1):

3.2.1 Dr. med. A.___, Oberarzt, und Dr. med. B.___, Assistenz ärztin, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie am Universitäts spital C.___, nannten im Bericht vom 10. Oktober 2018 (Urk. 7/51) folgen de Diagnosen (S. 1): - unklare Schwindelattacken mit/bei

unklare Schwindelattacken mit/bei - Tinnitus seit 10 Jahren

Tinnitus seit 10 Jahren - rezidivierende n kraniozervikale n Beschleunigungstraumata (Status na ch 27 Auffahrunfällen)

rezidivierende n kraniozervikale n Beschleunigungstraumata (Status na ch 27 Auffahrunfällen) - Diabetes Typ 2 und arterielle Hypertonie

Diabetes Typ 2 und arterielle Hypertonie Es sei zu r weiteren Abklärung eine Konsultation im Rahmen der Schwindel sprechstunde besprochen worden (S. 2 oben).

Es sei zu r weiteren Abklärung eine Konsultation im Rahmen der Schwindel sprechstunde besprochen worden (S. 2 oben). 3.2.2 Dem Bericht über die neuro-otologische Standortbestimmung von Dr. D.___, Assistenzarzt an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichts chirurgie am C.___, vom 19. Februar 2019 (Urk. 7/70; inhaltlich identisch mit dem Bericht des Inter d isziplinären Zentrums für Schwindel und neurologische Sehstö rungen am C.___ vom 14. Januar 2019, Urk. 7/71) ist zu entnehmen, dass sich in der Zusammenschau der Befunde eine normale klinische und apparative peripher-vestibuläre Funktion zeige. Im Vordergrund stehe für den Beschwerdeführer der störende Tinnitus, wobei audiologisch zudem eine leichtgradige, mehrheitlich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit bestehe. Bei grossem Leidensdruck und auf expliziten Wunsch werde der Beschwerdeführer für eine Standortbe stim mung und Beratung bezüglich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitus sprechstunde überwiesen (S. 2 oben).

3.2.2 Dem Bericht über die neuro-otologische Standortbestimmung von Dr. D.___, Assistenzarzt an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichts chirurgie am C.___, vom 19. Februar 2019 (Urk. 7/70; inhaltlich identisch mit dem Bericht des Inter d isziplinären Zentrums für Schwindel und neurologische Sehstö rungen am C.___ vom 14. Januar 2019, Urk. 7/71) ist zu entnehmen, dass sich in der Zusammenschau der Befunde eine normale klinische und apparative peripher-vestibuläre Funktion zeige. Im Vordergrund stehe für den Beschwerdeführer der störende Tinnitus, wobei audiologisch zudem eine leichtgradige, mehrheitlich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit bestehe. Bei grossem Leidensdruck und auf expliziten Wunsch werde der Beschwerdeführer für eine Standortbe stim mung und Beratung bezüglich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitus sprechstunde überwiesen (S. 2 oben). 3. 3 Dr. med. E.___, Facharzt für Neurologie, stellte im Bericht vom 7. November 2018 (Urk. 7/47) folgende Diagnose (S. 1):

3. 3 Dr. med. E.___, Facharzt für Neurologie, stellte im Bericht vom 7. November 2018 (Urk. 7/47) folgende Diagnose (S. 1): - chronisches (myofasziales und spondylogenes ) zervikozephales Schmerz syndrom mit/bei

chronisches (myofasziales und spondylogenes ) zervikozephales Schmerz syndrom mit/bei - anamnestisch Status nach erneuter PKW-Kollision am 1. Juni 2018, Status nach diversen (gemäss Patient 27) PKW-Unfällen in den vergangenen Jahren

anamnestisch Status nach erneuter PKW-Kollision am 1. Juni 2018, Status nach diversen (gemäss Patient 27) PKW-Unfällen in den vergangenen Jahren - Tinnitus beidseits

Tinnitus beidseits Der Beschwerdeführer berichte, dass es seit dem Unfall zu einer Akzentuierung der Verspannungen im Nackenbereich sowie zu einer Verstärkung des Pfeifens beider Ohren gekommen sei. Durch den konstanten Tinnitus (Pfeifen beider Ohren) leide er unter starken Schlafstörungen. Zusammen mit dem Tinnitus und den Nackenschmerzen komme es immer wieder zu Schwindelbeschwerden (S. 1 unten).

Der Beschwerdeführer berichte, dass es seit dem Unfall zu einer Akzentuierung der Verspannungen im Nackenbereich sowie zu einer Verstärkung des Pfeifens beider Ohren gekommen sei. Durch den konstanten Tinnitus (Pfeifen beider Ohren) leide er unter starken Schlafstörungen. Zusammen mit dem Tinnitus und den Nackenschmerzen komme es immer wieder zu Schwindelbeschwerden (S. 1 unten). Bezüglich der aktuell beklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwank schwindel) ergäben sich von neurologischer Seite her keine Anhalts punkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat. Die klinisch- neurologische Untersuchung zeige keine Auffälligkeiten, insbesondere auch keine Anhaltspunkte für eine peripher- oder zentral-vestibuläre Funktionsstörung. Ob das aktuelle komplexe Beschwerdebild mit dem Unfall vom 1. Juni 2018 in einem kausalen Zusammenhang stehe, sei fraglich. Eine nicht unwesentliche Symptom ausweitung beziehungsweise das Vorliegen funktioneller Beschwerden sei sehr wahrscheinlich. Bereits bei der letzten neurologischen Untersuchung vom 7. Juni 2017 habe eine funktionelle Überlagerung imponiert, die bereits damals als Symptomausweitung interpretiert worden sei (S. 2 Mitte).

Bezüglich der aktuell beklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwank schwindel) ergäben sich von neurologischer Seite her keine Anhalts punkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat. Die klinisch- neurologische Untersuchung zeige keine Auffälligkeiten, insbesondere auch keine Anhaltspunkte für eine peripher- oder zentral-vestibuläre Funktionsstörung. Ob das aktuelle komplexe Beschwerdebild mit dem Unfall vom 1. Juni 2018 in einem kausalen Zusammenhang stehe, sei fraglich. Eine nicht unwesentliche Symptom ausweitung beziehungsweise das Vorliegen funktioneller Beschwerden sei sehr wahrscheinlich. Bereits bei der letzten neurologischen Untersuchung vom 7. Juni 2017 habe eine funktionelle Überlagerung imponiert, die bereits damals als Symptomausweitung interpretiert worden sei (S. 2 Mitte). 3. 4 Im Bericht von Dr. med. F.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 27. Dezember 2018 (Urk. 7/55) über das ambulante Assess ment in der Rehaklinik G.___ wurden folgende aktuelle Probleme aufgeführt (S. 1 unten):

3. 4 Im Bericht von Dr. med. F.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 27. Dezember 2018 (Urk. 7/55) über das ambulante Assess ment in der Rehaklinik G.___ wurden folgende aktuelle Probleme aufgeführt (S. 1 unten): - Tinnitus (vorbestehend)

Tinnitus (vorbestehend) - anamnestisch seit 1. Juni 2018 verstärkt

anamnestisch seit 1. Juni 2018 verstärkt - Nackenschmerzen

Nackenschmerzen - Verspannungen im Nacken-Schultergürtel-Bereich

Verspannungen im Nacken-Schultergürtel-Bereich - gestörter Nachtschlaf

gestörter Nachtschlaf Rein medizinisch seien keine weiteren Abklärungen erforderlich. Anhand der Abklärungsresultate sei eine intensivierte ambulante Therapie mit Betonung einer aktiven Bewegungstherapie im Sinne einer medizinische n Trainingstherapie zu empfehlen. Die aktiven Übungen sollten zu einer wei t eren Steigerung der Belast barkeit und zu einer Verbesserung der allgemeinen Ausdauer und der berufsspezi fischen Kraft und Ausdauerkomponenten führen (S. 3 Mitte).

Rein medizinisch seien keine weiteren Abklärungen erforderlich. Anhand der Abklärungsresultate sei eine intensivierte ambulante Therapie mit Betonung einer aktiven Bewegungstherapie im Sinne einer medizinische n Trainingstherapie zu empfehlen. Die aktiven Übungen sollten zu einer wei t eren Steigerung der Belast barkeit und zu einer Verbesserung der allgemeinen Ausdauer und der berufsspezi fischen Kraft und Ausdauerkomponenten führen (S. 3 Mitte). 3.5 Dem Bericht über das native Magnetresonanztomogramm (MR) des kranio zervi kalen Übergangs und der HWS von Prof. Dr. H.___, Facharzt für Radiologie, vom 28. Juni 2019 (Urk. 7/81) kann entnommen werden, dass eine HWS-Streckhaltung und eine leichte linkskonvexe Skoliose mit einer geringen Fehlrotationskomponente vorliegt. Zwischen C3 und C6 seien die Bandscheiben- Hinterränder ohne wesentliche Einengung des Spinalkanals etwas ausgeweitet. Es seien multisegmentale leichte bis betonte Spondylarthrosen zu sehen, eine durch eine Uncovertebralarthrose foraminale Reizung der rechten C6-Wurzel sowie eine Reizung der C4- und der C6-Wurzel links seien möglich. Im Bereich der Gelenke zwischen Okziput, Atlas und Axis lägen intakte ossäre und ligamentäre Verhält nisse vor (unten).

3.5 Dem Bericht über das native Magnetresonanztomogramm (MR) des kranio zervi kalen Übergangs und der HWS von Prof. Dr. H.___, Facharzt für Radiologie, vom 28. Juni 2019 (Urk. 7/81) kann entnommen werden, dass eine HWS-Streckhaltung und eine leichte linkskonvexe Skoliose mit einer geringen Fehlrotationskomponente vorliegt. Zwischen C3 und C6 seien die Bandscheiben- Hinterränder ohne wesentliche Einengung des Spinalkanals etwas ausgeweitet. Es seien multisegmentale leichte bis betonte Spondylarthrosen zu sehen, eine durch eine Uncovertebralarthrose foraminale Reizung der rechten C6-Wurzel sowie eine Reizung der C4- und der C6-Wurzel links seien möglich. Im Bereich der Gelenke zwischen Okziput, Atlas und Axis lägen intakte ossäre und ligamentäre Verhält nisse vor (unten). 3. 6 Med. pract. I.___, Fachärztin für Anästhesiologie, Kreisärztin, ging im Bericht vom 14. August 2019 (Urk. 7/86 S. 2) davon aus, dass die HWS schon vor dem Unfallereignis in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen sei. Die LWS-Kontusion sei nur im Arztzeugnis UVG dokumentiert worden. In den letzten vorliegenden medizinischen Berichten vom 5. (richtig: 7.) November (vgl. E. 3.4) und 17. (richtig: 27.) Dezember 2018 (vgl. E. 3.5) seien keine Beschwerden in diesem Bereich mehr angegeben worden. Insofern sei davon auszugehen, dass diese abgeheilt seien. Eine weitere Abklärung beziehungsweise eine radiologische Diagnostik sei nicht notwendig. In der bildgebenden Diagnostik seien degene rative Veränderungen vor dem Unfall dokumentiert. Es seien keine traumatischen Läsionen nachgewiesen. Nach zirka 12 Monaten nach dem Ereignis spielten die Unfallfolgen im Beschwerdebild keine Rolle mehr.

3. 6 Med. pract. I.___, Fachärztin für Anästhesiologie, Kreisärztin, ging im Bericht vom 14. August 2019 (Urk. 7/86 S. 2) davon aus, dass die HWS schon vor dem Unfallereignis in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt gewesen sei. Die LWS-Kontusion sei nur im Arztzeugnis UVG dokumentiert worden. In den letzten vorliegenden medizinischen Berichten vom 5. (richtig: 7.) November (vgl. E. 3.4) und 17. (richtig: 27.) Dezember 2018 (vgl. E. 3.5) seien keine Beschwerden in diesem Bereich mehr angegeben worden. Insofern sei davon auszugehen, dass diese abgeheilt seien. Eine weitere Abklärung beziehungsweise eine radiologische Diagnostik sei nicht notwendig. In der bildgebenden Diagnostik seien degene rative Veränderungen vor dem Unfall dokumentiert. Es seien keine traumatischen Läsionen nachgewiesen. Nach zirka 12 Monaten nach dem Ereignis spielten die Unfallfolgen im Beschwerdebild keine Rolle mehr. 4.

4. 4.1 Es ist vorab zu prüfen, ob im Zeitpunkt des Fallabschlusses der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG erreicht gewesen ist.

4.1 Es ist vorab zu prüfen, ob im Zeitpunkt des Fallabschlusses der medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG erreicht gewesen ist. 4.2 Eingliederungsmassnahmen der IV standen im vorliegenden Fall nie zur Diskus sion. Sodann kann nach Lage der medizinischen Akten verlässlich gesagt werden, dass eine Fortsetzung der Heilbehandlung keine namhafte Besserung mehr erwar ten liess: Der letzte Behandlungsvorschlag wurde von den Ärzten des C.___ an lässlich der neuro-otologischen Standortbestimmung gemacht (E. 3.3.2), indem diese den Beschwerdeführer für eine Standortbestimmung und Beratung bezüg lich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitussprechstunde überwiesen. Weitergehende Behandlungsvorschläge wurden nicht gemacht. I n der Beschwerde wurde denn auch nicht weiter begründet, welche Heilbehandlung noch eine nam hafte Besserung des Gesundheitszustandes versprach. Der Zeitpunkt des Fallab schlusses ist damit nicht zu beanstanden.

4.2 Eingliederungsmassnahmen der IV standen im vorliegenden Fall nie zur Diskus sion. Sodann kann nach Lage der medizinischen Akten verlässlich gesagt werden, dass eine Fortsetzung der Heilbehandlung keine namhafte Besserung mehr erwar ten liess: Der letzte Behandlungsvorschlag wurde von den Ärzten des C.___ an lässlich der neuro-otologischen Standortbestimmung gemacht (E. 3.3.2), indem diese den Beschwerdeführer für eine Standortbestimmung und Beratung bezüg lich Coping-Strategien an die Kollegen der Tinnitussprechstunde überwiesen. Weitergehende Behandlungsvorschläge wurden nicht gemacht. I n der Beschwerde wurde denn auch nicht weiter begründet, welche Heilbehandlung noch eine nam hafte Besserung des Gesundheitszustandes versprach. Der Zeitpunkt des Fallab schlusses ist damit nicht zu beanstanden. 5.

5. 5.1 Zu prüfen ist im Weiteren, ob beim Beschwerdeführer organisch objektiv ausg e wiesene Unfallfolgen vorliegen.

5.1 Zu prüfen ist im Weiteren, ob beim Beschwerdeführer organisch objektiv ausg e wiesene Unfallfolgen vorliegen. 5.2 Dem Bericht der erstbehandelnden Ärztin (E. 3.1.1) kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer ein HWS-Schleudertrauma und eine LWS-Kontusion erlitt. Was die Ärztin als Befunde wie Schwindel, starker Tinnitus und Schmerzen aufführte, sind subjektive Beschreibun gen über das Missbefinden des Beschwer de führers, nicht aber klinische Befunde. Ihrem Dokumentationsfragebogen (E. 3.1.2) kann als Befund lediglich eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Bereich des Nackens entnommen werden, wobei die neurologische Untersu chung ohne Befunde beziehungsweise normal ausfiel (E. 3.1). Das native MRI vom 28. Juni 2019 (E. 3.5) zeigt e degenerative Veränderungen wie Streckhaltung, eine leichte linkskonvexe Skoliose, ausgeweitete Bandscheiben- Hinterränder oh ne wesentliche Einengung des Spinalkanals sowie multisegmentale leichte bis be tonte Spon d ylarthrosen zwischen C3 und C6 (E. 3.2). Traumatische Läsionen wurden im Bericht nicht erwähnt, weshalb davon auszugehen ist, dass solche auf dem MRI nicht ersichtlich und damit nicht ausgewiesen sind.

5.2 Dem Bericht der erstbehandelnden Ärztin (E. 3.1.1) kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer ein HWS-Schleudertrauma und eine LWS-Kontusion erlitt. Was die Ärztin als Befunde wie Schwindel, starker Tinnitus und Schmerzen aufführte, sind subjektive Beschreibun gen über das Missbefinden des Beschwer de führers, nicht aber klinische Befunde. Ihrem Dokumentationsfragebogen (E. 3.1.2) kann als Befund lediglich eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Bereich des Nackens entnommen werden, wobei die neurologische Untersu chung ohne Befunde beziehungsweise normal ausfiel (E. 3.1). Das native MRI vom 28. Juni 2019 (E. 3.5) zeigt e degenerative Veränderungen wie Streckhaltung, eine leichte linkskonvexe Skoliose, ausgeweitete Bandscheiben- Hinterränder oh ne wesentliche Einengung des Spinalkanals sowie multisegmentale leichte bis be tonte Spon d ylarthrosen zwischen C3 und C6 (E. 3.2). Traumatische Läsionen wurden im Bericht nicht erwähnt, weshalb davon auszugehen ist, dass solche auf dem MRI nicht ersichtlich und damit nicht ausgewiesen sind. Bezüglich der vom Beschwerdeführer aktuell geklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwankschwindel) fand der Neurologe keine Anhaltspunkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat (E. 3. 3 ). Schliesslich ergaben auch die Untersuchungen durch die Ärzte des C.___ eine normale klinische und apparative peripher vestibuläre Funktion und eine leichtgradige, mehrheit lich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit (E. 3. 2.2 ).

Bezüglich der vom Beschwerdeführer aktuell geklagten Beschwerden (Tinnitus, intermittierender Schwankschwindel) fand der Neurologe keine Anhaltspunkte für ein zugrundeliegendes organisch-neurologisches Korrelat (E. 3. 3 ). Schliesslich ergaben auch die Untersuchungen durch die Ärzte des C.___ eine normale klinische und apparative peripher vestibuläre Funktion und eine leichtgradige, mehrheit lich symmetrische, sensorineurale Schwerhörigkeit (E. 3. 2.2 ). Den medizinischen Akten zufolge liegen demnach keine organischen Unfall folgen vor, was denn auch von Kreisärztin I.___ entsprechend gewürdigt wurde (E. 3.6) Was der Beschwerdeführer gegen diese Würdigung vorbringt, gibt zu keiner abweichenden Betrachtungsweise Anlass. Gemäss ständiger Recht spre chung kann auf den Bericht versicherungsinterner Fachärzte abgestellt werden, wenn auch keine nur geringen Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge rungen bestehen (vgl. vorstehende E. 1.5 ). Liegen bezüglich der entscheidwes ent lichen medizinischen Tatsachen keine vom Bericht der versicherungsinternen Fachärzte abweichenden Stellungnahmen anderer medizinischer Fachpersonen vor, so werden solche Zweifel in aller Regel zu verneinen sein (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2019 vom 20. Februar 2020 E. 4.1). Da der Beschwer deführer nicht aufzuzeigen vermag, dass die über den 1. September 2019 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden von versicherungsexternen Fachpersonen als organisch hinreichend nachweisbar qualifiziert worden wären, sind auch nur geringe Zweifel an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen von Dr. I.___ zu verneinen. Daran ändert auch nichts, dass diese kurz und ausschliesslich gestützt auf die Akten verfasst wurden.

Den medizinischen Akten zufolge liegen demnach keine organischen Unfall folgen vor, was denn auch von Kreisärztin I.___ entsprechend gewürdigt wurde (E. 3.6) Was der Beschwerdeführer gegen diese Würdigung vorbringt, gibt zu keiner abweichenden Betrachtungsweise Anlass. Gemäss ständiger Recht spre chung kann auf den Bericht versicherungsinterner Fachärzte abgestellt werden, wenn auch keine nur geringen Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolge rungen bestehen (vgl. vorstehende E. 1.5 ). Liegen bezüglich der entscheidwes ent lichen medizinischen Tatsachen keine vom Bericht der versicherungsinternen Fachärzte abweichenden Stellungnahmen anderer medizinischer Fachpersonen vor, so werden solche Zweifel in aller Regel zu verneinen sein (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2019 vom 20. Februar 2020 E. 4.1). Da der Beschwer deführer nicht aufzuzeigen vermag, dass die über den 1. September 2019 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden von versicherungsexternen Fachpersonen als organisch hinreichend nachweisbar qualifiziert worden wären, sind auch nur geringe Zweifel an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen von Dr. I.___ zu verneinen. Daran ändert auch nichts, dass diese kurz und ausschliesslich gestützt auf die Akten verfasst wurden. Liegen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen organisch nachweisbarer Be schwerden vor, ist nicht ersichtlich, welche entscheidre levante neue Aufschlüsse von weiteren spezialärztlichen Erhebungen zu erwarten sind, weshalb keine Not wendigkeit für ergänzende Abklärungen besteht (antizipierte Beweiswürdi gung; BGE 134 I 140 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).

Liegen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen organisch nachweisbarer Be schwerden vor, ist nicht ersichtlich, welche entscheidre levante neue Aufschlüsse von weiteren spezialärztlichen Erhebungen zu erwarten sind, weshalb keine Not wendigkeit für ergänzende Abklärungen besteht (antizipierte Beweiswürdi gung; BGE 134 I 140 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b). 5.3 F ehlt es nach dem Gesagten an organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen des Unfalles vom 1. Juni 2018, schliesst das zwar die natürliche Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden nicht aus. Anders als bei einem klaren unfall bedingten organischen Korrelat kann der zusätzlich zum natürlichen erforder liche adäquate Kausalzusammenhang aber nicht ohne besondere Prüfung bejaht werden. Ergibt sich hierbei, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (BGE 135 V 465 E. 5.1).

5.3 F ehlt es nach dem Gesagten an organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen des Unfalles vom 1. Juni 2018, schliesst das zwar die natürliche Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden nicht aus. Anders als bei einem klaren unfall bedingten organischen Korrelat kann der zusätzlich zum natürlichen erforder liche adäquate Kausalzusammenhang aber nicht ohne besondere Prüfung bejaht werden. Ergibt sich hierbei, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (BGE 135 V 465 E. 5.1). 6.

6. 6.1 Laut gutachterliche r Stellungnahme von Dipl.-Ing. (FH) J.___ der K.___ GmbH vom 29. August 2018 (Urk. 7/35/28- 2 9) betrug die stoss bedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) des Fahrzeuges des Beschwerde führers quer zur Fahrtrichtung maximal 1 km/h und längs und in Fahrtrichtung maximal 1 km/h. Die Beschwerdegegnerin nahm gestützt darauf ein leichtes Unfallereignis an und verneinte die Adäquanz (Urk. 2 S. 9 f. Ziff. 4.2.1-2). Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend, ein Auffahrunfall werde rechtspre chungsgemäss in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert. Ein leichtes Unfallereignis werde lediglich angenommen bei ausge wiesenermassen sehr tiefem Delta-v und bei zusätzlich weitgehendem Fehlen von unmittelbar nach dem Unfall auftretenden Beschwerden. Das vom Haftpflicht versicherer bei einer quasi internen Stelle in Auftrag gegebene rudimentäre un falltechnische Gutachten vermöge nicht zu überzeugen ( Urk. 1 S. 9 Ziff. 31-32).

6.1 Laut gutachterliche r Stellungnahme von Dipl.-Ing. (FH) J.___ der K.___ GmbH vom 29. August 2018 (Urk. 7/35/28- 2 9) betrug die stoss bedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) des Fahrzeuges des Beschwerde führers quer zur Fahrtrichtung maximal 1 km/h und längs und in Fahrtrichtung maximal 1 km/h. Die Beschwerdegegnerin nahm gestützt darauf ein leichtes Unfallereignis an und verneinte die Adäquanz (Urk. 2 S. 9 f. Ziff. 4.2.1-2). Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend, ein Auffahrunfall werde rechtspre chungsgemäss in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert. Ein leichtes Unfallereignis werde lediglich angenommen bei ausge wiesenermassen sehr tiefem Delta-v und bei zusätzlich weitgehendem Fehlen von unmittelbar nach dem Unfall auftretenden Beschwerden. Das vom Haftpflicht versicherer bei einer quasi internen Stelle in Auftrag gegebene rudimentäre un falltechnische Gutachten vermöge nicht zu überzeugen ( Urk. 1 S. 9 Ziff. 31-32). 6.2 Im Rahmen der Adäquanzprüfung werden versicherungsinterne unfallanalytische Expertisen bei der Beurteilung der Unfallschwere regelmässi g mit eingeschlossen. Diesen kommt nach der Rechtsprechung unter den gleichen Voraussetzungen Beweiswert zu wie den Gutachten versicherungsinterner Ärzte (Urteil des Bundes gerichts 8C_128/2009 E. 4.3.3 ; vgl. auch vorstehende E. 1.5 ).

6.2 Im Rahmen der Adäquanzprüfung werden versicherungsinterne unfallanalytische Expertisen bei der Beurteilung der Unfallschwere regelmässi g mit eingeschlossen. Diesen kommt nach der Rechtsprechung unter den gleichen Voraussetzungen Beweiswert zu wie den Gutachten versicherungsinterner Ärzte (Urteil des Bundes gerichts 8C_128/2009 E. 4.3.3 ; vgl. auch vorstehende E. 1.5 ). Besondere Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei lung objektiv als begründet erscheinen lassen, liegen nicht vor und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Ebenso wenig trifft es zu, dass das festgestellte Delta-v nicht nachvollzogen werden kann. Der Gutachter führt e zur Nachvollziehbarkeit seiner Schlüsse den Unfallhergang sowie die nur geringen Schäden an beiden Fahrzeugen an. Allein mit seinem laienhaften Sachverstand vermag der Beschwerdeführer die unfallanalytische Stellungnahme von Dipl.-Ing. J.___ nicht zu entkräften.

Besondere Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurtei lung objektiv als begründet erscheinen lassen, liegen nicht vor und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Ebenso wenig trifft es zu, dass das festgestellte Delta-v nicht nachvollzogen werden kann. Der Gutachter führt e zur Nachvollziehbarkeit seiner Schlüsse den Unfallhergang sowie die nur geringen Schäden an beiden Fahrzeugen an. Allein mit seinem laienhaften Sachverstand vermag der Beschwerdeführer die unfallanalytische Stellungnahme von Dipl.-Ing. J.___ nicht zu entkräften. 6. 3 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann bei Unfällen, welchen eine Geschwindigkeitsänderung von lediglich 5 bis 9 km/h zugrunde liegt, die Adä quanz des Kausalzusammenhangs in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug un fallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (Urteil des Bundesgerichts U 33/01 vom 7. August 2001). Im Urteil U 158/05 vom 8. August 2005 wies das Bundesgericht sodann auf ein Präjudiz vom 10. Novem ber 2004 (Urteil U 174/03 E 5.4) hin, in welchem bei einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 4 bis max. 7 km/h das Ereignis nicht als leichter, sondern als banaler Unfall qualifiziert wurde. In diesem Entscheid hielt das Bundesgericht fest, dass namentlich bei kollisionsbedingten Geschwindigkeits änderungen unter 10 km/h und dem weitgehenden Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall aufgetretenen Beschwerden grundsätzlich von einem leichten Unfall auszugehen sei (E. 5.2). Das Bundesgericht ging in seiner Praxis ferner bei einer Geschwindigkeitsänderung von 4. 5 km/h von einer leichten Kollision aus (Urteil U 402/05 vom 23. August 2007 E. 6.1).

6. 3 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann bei Unfällen, welchen eine Geschwindigkeitsänderung von lediglich 5 bis 9 km/h zugrunde liegt, die Adä quanz des Kausalzusammenhangs in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug un fallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (Urteil des Bundesgerichts U 33/01 vom 7. August 2001). Im Urteil U 158/05 vom 8. August 2005 wies das Bundesgericht sodann auf ein Präjudiz vom 10. Novem ber 2004 (Urteil U 174/03 E 5.4) hin, in welchem bei einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 4 bis max. 7 km/h das Ereignis nicht als leichter, sondern als banaler Unfall qualifiziert wurde. In diesem Entscheid hielt das Bundesgericht fest, dass namentlich bei kollisionsbedingten Geschwindigkeits änderungen unter 10 km/h und dem weitgehenden Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall aufgetretenen Beschwerden grundsätzlich von einem leichten Unfall auszugehen sei (E. 5.2). Das Bundesgericht ging in seiner Praxis ferner bei einer Geschwindigkeitsänderung von 4. 5 km/h von einer leichten Kollision aus (Urteil U 402/05 vom 23. August 2007 E. 6.1). In der Praxis des Bundesgerichtes finden sich indes auch Beispiele, bei welchen eine Geschwindigkeitsänderung von 2 bis 7 km/h als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingestuft wurde (Urteil 8C_89/2000 vom 3. Oktober 2008 E. 7). Hierbei ging es indes lediglich um die Feststellung, dass jedenfalls nicht von einem schwereren Ere ignis ausgegangen werden könne.

In der Praxis des Bundesgerichtes finden sich indes auch Beispiele, bei welchen eine Geschwindigkeitsänderung von 2 bis 7 km/h als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingestuft wurde (Urteil 8C_89/2000 vom 3. Oktober 2008 E. 7). Hierbei ging es indes lediglich um die Feststellung, dass jedenfalls nicht von einem schwereren Ere ignis ausgegangen werden könne. 6. 4 Insoweit sich der Beschwerdeführer auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2009 vom 9. November 2009 E. 4.2.2, wonach ein Auffahrunfall in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert werde, stützt, ist ihm entgegenzuhalten, dass es sich vorliegend eindeutig nicht um einen Auffahrunfall handelte. Sein längs der Fahrbahn stehendes Fahrzeug wurde von einem rückwärts aus einem Parkplatz fahrenden Auto seitlich, an der Stossstange (vgl. Urk. 7/35/29-30) gestreift. Die stossbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) betrug laut Dipl.-Ing. J.___ (E. 6.1 ) ledig lich 1 km/h, eine nennens werte Insassenbewegung lag nicht vor und die Belastung des Körpers lag deutlich unter einer Vollbremsung. Auch deuten die sich aus der Fotodokumentation erge benden Schäden am Fahrzeug (Urk. 7/35/9-18) nicht auf eine heftige Kollision hin. Der Beschwerdeführer selber schilderte das Unfallereignis in der Unfall meldung als Touchieren, und nicht als Aufprall. Mit der Beschwerdegegnerin ist daher auf einen leichten Unfall zu schliessen.

6. 4 Insoweit sich der Beschwerdeführer auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2009 vom 9. November 2009 E. 4.2.2, wonach ein Auffahrunfall in der Regel als mittleres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten qualifiziert werde, stützt, ist ihm entgegenzuhalten, dass es sich vorliegend eindeutig nicht um einen Auffahrunfall handelte. Sein längs der Fahrbahn stehendes Fahrzeug wurde von einem rückwärts aus einem Parkplatz fahrenden Auto seitlich, an der Stossstange (vgl. Urk. 7/35/29-30) gestreift. Die stossbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta v) betrug laut Dipl.-Ing. J.___ (E. 6.1 ) ledig lich 1 km/h, eine nennens werte Insassenbewegung lag nicht vor und die Belastung des Körpers lag deutlich unter einer Vollbremsung. Auch deuten die sich aus der Fotodokumentation erge benden Schäden am Fahrzeug (Urk. 7/35/9-18) nicht auf eine heftige Kollision hin. Der Beschwerdeführer selber schilderte das Unfallereignis in der Unfall meldung als Touchieren, und nicht als Aufprall. Mit der Beschwerdegegnerin ist daher auf einen leichten Unfall zu schliessen. 6. 5 Letztendlich kann di e Frage der Unfallschwere offen bleiben, da die Adäquanz des Kausalzusammenhangs selbst dann zu verneinen wäre, wenn von einem mittel schweren Unfall (im mittleren Grenzbereich zu den leichten Ereignissen) aus ge gangen würde, wie sich aus dem Folgenden anhand der Beurteilung der relevan ten Adäquanzkriterien ergibt.

6. 5 Letztendlich kann di e Frage der Unfallschwere offen bleiben, da die Adäquanz des Kausalzusammenhangs selbst dann zu verneinen wäre, wenn von einem mittel schweren Unfall (im mittleren Grenzbereich zu den leichten Ereignissen) aus ge gangen würde, wie sich aus dem Folgenden anhand der Beurteilung der relevan ten Adäquanzkriterien ergibt. 6. 6

6. 6 6. 6.1 D ie Diagnose eines Schleudertraumas der HWS genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verlet zungen. Es bedarf hie r zu einer besonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beein flussen können. Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits erheblich vorgeschä digte Wirbelsäule trifft, ist speziell geeignet, die typischen Symptome hervorzu rufen, weshalb sie als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_785/2007 vom 11. Juni 2008 E. 4.4).

6. 6.1 D ie Diagnose eines Schleudertraumas der HWS genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verlet zungen. Es bedarf hie r zu einer besonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beein flussen können. Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits erheblich vorgeschä digte Wirbelsäule trifft, ist speziell geeignet, die typischen Symptome hervorzu rufen, weshalb sie als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_785/2007 vom 11. Juni 2008 E. 4.4). Vor dem Unfall vom 1. Juni 2018 war der Beschwerdeführer nach seinen eigenen (Urk. 1 S. 9 Ziff. 36) und den anamnestischen Angaben der Ärzte in weit über 20 Verkehrsunfälle mit HWS-Beteiligung involviert. Es ist indessen nicht akten kundig, dass er vor dem Ereignis vom 1. Juni 2018 aufgrund von HWS-Beschwer den arbeitsunfähig oder deswegen in ärztlicher Behandlung war, so dass nicht davon auszugehen ist, dass die Wirbelsäule dermassen erheblich vorgeschädigt war, dass die am 1. Juni 2018 erlittene HWS-Distorsion als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren wäre.

Vor dem Unfall vom 1. Juni 2018 war der Beschwerdeführer nach seinen eigenen (Urk. 1 S. 9 Ziff. 36) und den anamnestischen Angaben der Ärzte in weit über 20 Verkehrsunfälle mit HWS-Beteiligung involviert. Es ist indessen nicht akten kundig, dass er vor dem Ereignis vom 1. Juni 2018 aufgrund von HWS-Beschwer den arbeitsunfähig oder deswegen in ärztlicher Behandlung war, so dass nicht davon auszugehen ist, dass die Wirbelsäule dermassen erheblich vorgeschädigt war, dass die am 1. Juni 2018 erlittene HWS-Distorsion als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren wäre. 6. 6.2 Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden, welche bei der Beurteilung der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, darf nicht bereits auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Kompli kationen geschlossen werden. Es bedarf hie r zu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts 8C_825/2008 vom 9. April 2009 E. 4.8). Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei am 15. November 2018 in einen weiteren Verkehrsunfall verwickelt gewesen, wobei es zu einer Zunahme der Beschwerden und zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen sei (Urk. 1 S. 4 Ziff. 11). Bereits einen Monat später aber ging Dr. F.___ (E. 3. 4 ) davon aus, dass unter einer gezielten Therapie eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sei (S. 3). Im Vergleich mit anderen Fällen von HWS-Distorsionstraumen und äquivalenten Verletzungen sind damit keine Anhalts punkte für bis zum Fallabschluss eingetretene erhebliche Komplikationen ersicht lich; auch kann nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf gesprochen werden.

6. 6.2 Aus der ärztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden, welche bei der Beurteilung der spezifischen Adäquanzkriterien zu berücksichtigen sind, darf nicht bereits auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Kompli kationen geschlossen werden. Es bedarf hie r zu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil des Bundesgerichts 8C_825/2008 vom 9. April 2009 E. 4.8). Der Beschwerdeführer machte geltend, er sei am 15. November 2018 in einen weiteren Verkehrsunfall verwickelt gewesen, wobei es zu einer Zunahme der Beschwerden und zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen sei (Urk. 1 S. 4 Ziff. 11). Bereits einen Monat später aber ging Dr. F.___ (E. 3. 4 ) davon aus, dass unter einer gezielten Therapie eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sei (S. 3). Im Vergleich mit anderen Fällen von HWS-Distorsionstraumen und äquivalenten Verletzungen sind damit keine Anhalts punkte für bis zum Fallabschluss eingetretene erhebliche Komplikationen ersicht lich; auch kann nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf gesprochen werden. 6. 6.3 Von einer ärztlichen Fehlbehandlung im Sinne des Kriteriums ist nur auszugehen, wenn in der medizinischen Wissenschaft und Praxis ein gewisser Konsens über die Schädlichkeit einer Therapiemethode besteht (Urteil des Bundesgerichts 8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 5.6.1). Aufgrund der Bemerkung von Dr. F.___ (E. 3. 4 ), die Häufigkeit beziehungsweise Dauer der Therapie und der Anteil der aktiven Bewegungstherapie sei angesichts der aktuellen Einschrän kungen zu gering (S. 2), kann nicht auf eine Schädlichkeit der Th erapiemethode geschlossen werden.

6. 6.3 Von einer ärztlichen Fehlbehandlung im Sinne des Kriteriums ist nur auszugehen, wenn in der medizinischen Wissenschaft und Praxis ein gewisser Konsens über die Schädlichkeit einer Therapiemethode besteht (Urteil des Bundesgerichts 8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 5.6.1). Aufgrund der Bemerkung von Dr. F.___ (E. 3. 4 ), die Häufigkeit beziehungsweise Dauer der Therapie und der Anteil der aktiven Bewegungstherapie sei angesichts der aktuellen Einschrän kungen zu gering (S. 2), kann nicht auf eine Schädlichkeit der Th erapiemethode geschlossen werden. 6. 6.4 Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit kann nur erfüllen, wer zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit nachweislich ernsthafte Anstrengungen unter nimmt. Konkret muss der Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwir kung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Laut Bericht von Dr. F.___ (E. 3. 4 ) zeigte der Beschwerde führer bezüglich baldiger Aufnahme der Arbeit eine verhaltene Haltung (S. 3).

6. 6.4 Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit kann nur erfüllen, wer zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit nachweislich ernsthafte Anstrengungen unter nimmt. Konkret muss der Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwir kung raschmöglichst wieder optimal in den Arbeitsprozess einzugliedern (BGE 134 V 109 E. 10.2.7). Laut Bericht von Dr. F.___ (E. 3. 4 ) zeigte der Beschwerde führer bezüglich baldiger Aufnahme der Arbeit eine verhaltene Haltung (S. 3). 6. 6.5 Nach dem Gesagten ist lediglich das Kriterium der erheblichen Beschwerden erfüllt. Praxisgemäss beurteilt sich die Erheblichkeit der Beschwerden nach den glaub haften Schmerzen (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 ). Nachdem Dr. F.___ (E. 3. 4 ) auf klinisch nicht plausible Schmerzen hindeutete ( S. 7), ist davon auszugehen, dass dieses Kriterium nicht besonders ausgeprägt ist, weshalb die Adäquanz zu ver neinen ist.

6. 6.5 Nach dem Gesagten ist lediglich das Kriterium der erheblichen Beschwerden erfüllt. Praxisgemäss beurteilt sich die Erheblichkeit der Beschwerden nach den glaub haften Schmerzen (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 ). Nachdem Dr. F.___ (E. 3. 4 ) auf klinisch nicht plausible Schmerzen hindeutete ( S. 7), ist davon auszugehen, dass dieses Kriterium nicht besonders ausgeprägt ist, weshalb die Adäquanz zu ver neinen ist. 7. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht über den 1. September 2019 verneint hat, weshalb die Be schwerde abzuweisen ist.

7. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht über den 1. September 2019 verneint hat, weshalb die Be schwerde abzuweisen ist. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Thomas Locher

Rechtsanwalt Thomas Locher - Suva

Suva - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannTiefenbacher