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Wie viele Kantone hat die Schweiz?
Die Schweiz hat 26 Kantone, wovon im Sprachgebrauch 20 Vollkantone und 6 Halbkantone. Zuviele, meiner Meinung nach. Die kantonale Zersplitterung ist einer der wichtigsten Gründe, dass im Bereich der Gesundheitspolitik und der Bildungspolitik immer mehr auf nationaler Ebene geregelt wird, weil sich die Kantone nicht innerhalb eines vernfünftigen Zeitraumes auf Reformen einigen können. Mit der schwindenden Autonomie verlieren die aufwändigen kantonalen Regierungssysteme mit eigener Regierung und eigenem Parlament aber immer mehr an Daseinsberechtigung und werden immer mehr zu historischen Relikten. Die grosse Anzahl Kantone ist deshalb nicht eine Zeichen für einen starken Föderalismus, sondern sie gefährdet die föderalistische Schweiz. Das ist schade, denn um Neues zu wagen und auszuprobieren, ist eine gewisse Dezentralität durchaus hilfreich.
Wie viele Kantone sollte die Schweiz haben?
Eine Mindesteinwohnerzahl von etwa 400’000 bis 500’000 Einwohnern pro Kanton erschiene mir sinnvoll. Die Zahl der Kantone würde sich damit gegenüber heute etwa halbieren, was um Beispiel auch bei der Raumplanung und der Verkehrsplanung grosse Vorteile hätte. Noch besser wäre aber wohl eine Reduktion auf 7 Kantone: Ostschweiz, Nordschweiz, Zentralschweiz, Nordwestschweiz, Mittelland, Romandie und Südschweiz, die – mit Ausnahme der Südschweiz – alle um eine Million Einwohner oder mehr hätten.
Zum Vergleich die Einwohnerzahlen der Kantone im Jahr 2012