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Finanzielle Absicherung im Todesfall
Wie hoch ist die Hinterbliebenenrente im Todesfall?
Der Tod ist neben der Invalidität und dem Alter eines der drei Risiken im Vorsorgebereich. Im Todesfall sehen die 1. Säule und 2. Säule Renten für die Hinterbliebenen vor. Wie hoch diese sind, hängt unter anderem vom Einkommen ab. Im folgenden Beitrag erhalten Sie einen Überblick über die zu erwartenden Renten.
Renten und Rentenhöhe bei Krankheit
Das Gesetz regelt die Leistungen welche den Hinterlassenen im Todesfall zusteht.
1. Säule
Die Rentenhöhe aus der 1. Säule bemisst sich an der AHV-Rente des verstorbenen. Diese hängt von der Einkommenshöhe ab. Folgende Prozentsätze der AHV-Rente wird den Hinterlassenen ausbezahlt:
Witwen- / Witwerrente (80%)
Halbwaisenrente (40%)
Vollwaisenrente (60%)
Die AHV-Rente liegt zwischen 14’100.- Franken und 28’200.- Franken pro Jahr.
Die Bedingungen für den Erhalt einer Witwen-, Witwer-, oder Waisenrente, finden Sie im Beitrag zur 1. Säule.
2. Säule
Auch die Rente aus der 2. Säule ist vom Einkommen abhängig. Die Leistungen werden wie auch in der 1. Säule an der Invaliden- bzw. Altersrente bemessen. Die Leistungen betragen im Minimum:
Witwen- / Witwerrente (60%)
Waisenrente (20%)
Renten und Rentenhöhe bei Unfall
Bei Unfall besteht eine bessere Abdeckung als bei Krankheit. Die Leistungen werden von der Unfallversicherung erbracht. Geregelt ist dies im Unfallversicherungsgesetz (UVG). Diese Unfallversicherung ist für alle Arbeitnehmer obligatorisch.
UVG
Die Rentenhöhe bemisst sich am versicherten UVG-Lohn des Versicherten. Er beträgt seit 2016 im Maximum 148’200.- Franken pro Jahr.
Witwen- / Witwerrente (40%)
Halbwaisenrente (15%)
Vollwaisenrente (25%)
Die Obergrenze der Rente beträgt 70% (des versicherten Lohnes). Diese wäre mit einer Witwen- oder Witwerrente und maximal zwei Halbwaisenrenten erreicht. Die höchste UVG Rente beträgt 103’740.- Franken pro Jahr, sofern der Versicherte einen gemeldeten und versicherten Lohn von 148’200.- Franken hatte.
Unterschiede je nach Zivilstand
Bitte beachten Sie, dass Ihnen Witwen- und Witwerrenten nur zustehen, wenn Sie verheiratet sind oder eine eingetragene Partnerschaft besteht. Für Konkubinatspaare kommen diese Renten nicht zum Zug, weder aus der 1. Säule, 2. Säule (bei Krankheit) noch aus der Unfallversicherung (UVG). Zudem haben Konkubinatspartner keinen Erbanspruch, ausser es besteht ein Testament.
Fazit und Empfehlung
Ständig in Angst zu leben und vom Schlimmsten auszugehen ist unsinnig. Sich mit der Situation auseinanderzusetzen, und die Familie für einen solchen Fall sinnvoll abzusichern ist da schon klüger. Konkubinatspaare haben eine verzwicktere Ausgangslage, da der Partner selbst wenn Kinder vorhanden sind keinen Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente hat.