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Lüderitz - Aus
Hafenstadt Lüderitz
Geisterstadt Kolmanskop
Namibische Wildpferde bei Aus
Lüderitz ist eine Küstenstadt im Süden Namibias. Die Hauptattraktion rund um Lüderitz ist die Geisterstadt Kolmanskop, deren Häuser von Sanddünen langsam begraben werden.
Lüderitz liegt an einem natürlichen Hafen, und davon gibt es entlang der Namibischen Küste nicht viele. Allerdings ist der Hafen für grosse, moderne Schiffe ungeeignet und heutzutage laufen diese vor allem Walvis Bay an. Lüderitz erlebte einen Aufschwung, als um 1909 im nahe gelegenen Kolmanskop Diamanten gefunden wurden, aber diese Zeiten sind lange vorbei. Heute kämpft Lüderitz darum, nicht vergessen zu werden.
Der Diamantenfund bei bescherte dem Gebiet einen enormen Aufschwung. Kolmanskop wurde zu einer der reichsten Städte Afrikas und die etwa 400 Einwohner gaben das viele Geld mit beiden Händen aus.
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Herrschaftliche Häuser nach deutschem Vorbild, breite Strassen und die erste Röntgenstation auf der südlichen Halbkugel zeugten vom Reichtum der Bewohner. Sogar ein Schwimmbad wurde gebaut, obwohl man das Wasser für die Stadt vom 1000km entfernten Kapstadt herkarren musste. Die Euphorie währte allerdings nicht lange, nur 40 Jahre später wurde der Diamantenabbau eingestellt und die Bewohner überliessen die Stadt der Wüste.
Kolmanskop ist allerdings bei weitem nicht die einzige Geisterstadt. Das ganze Gebiet von Oranjemund bis nach Lüderitz wurde zum Sperrgebiet erklärt und ist nur mit Permits befahrbar. Wer weniger bekannte Geisterstädte besuchen möchte, muss mehr Zeit investieren. Auf einer ganztägigen Tour ins Sperrgebiet besucht man die ehemaligen Diamant Abbaugebiete von Pomona und Bogenfels. Die Route führt über Schotter- und Sandstrassen in südlicher Richtung mit Ziel Bogenfels, was nicht nur ein Abbaugebiet, sondern auch eine eindrückliche Feldformation beschreibt.
Eine Eisenbahnlinie führt von Lüderitz via Kolmanskop nach Aus, einer kleinen Stadt etwa 120km im Landesinneren. In der Nähe leben etwa 130 wilde Pferde, deren Herkunft nicht wirklich geklärt ist. Man nimmt an, dass die Pferde in den Wirren des Weltkriegs abhanden kamen. Aufgrund der Diamantenfunde waren grosse Gebiete um Lüderitz zum Sperrgebiet erklärt worden und die Namibischen Wildpferde konnten sich hier jahrelang verstecken und gedeihen. Bei Garub, etwa 20 km westlich von Aus, kommen die Tiere gerne zur Tränke und man kann sie von einem Unterstand aus beobachten.
Der Name Aus ist abgeleitet von !Aus, was in der Koisan Sprache «Schlangenbrunnen» bedeutet. Dies war der Deutschen Schutztruppe wohl zu kompliziert oder vielleicht waren Sie auch nur froh, endlich AUS der Wüste heraus zu sein. Aus liegt auf zirka 1500m Höhe und erhält mehr Regen als das eigentliche Küstengebiet um Lüderitz, wo wirklich nur mehr die Wüste regiert.
Aus ist der Drehpunkt für die Fahrt vom Fishriver Canyon in den Norden und Ausgangspunkt für die Tirasberge. Die D707 gilt als eine der schönsten Strassen Namibias und wer Zeit hat, sollte sich diesen kleinen Umweg gönnen. Die Strasse führt im Prinzip zwischen den letzen roten Sanddünen der Namib Wüste und der Tiras Felsenkette hindurch - ein wunderschöner Flecken einsamer Natur.
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