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Die Bekämpfung der Corona-Krise kostet Europa nach einer Untersuchung des Ifo-Instituts Hunderte Milliarden Franken. Eine zweimonatige Teilschliessung der Unternehmen verursache allein in Grossbritannien Ausfälle bis zu umgerechnet 346,4 Milliarden Franken, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie hervor.
Für Frankreich errechneten die Münchner Forscher Kosten zwischen 185,9 und 314,8 Milliarden Franken, für Italien bis zu 247,1 Milliarden Franken. Für Österreich werden 35,9 bis 60,2 MilliardenFranken kalkuliert, für die Schweiz 51,7 bis 85,6 Milliarden Franken sowie für Spanien bis zu 180,6 Milliarden Franken.
Dabei wurde nicht nur berücksichtigt, wie viel Wertschöpfung entfällt, wenn die Produktion unterbrochen ist. Zusätzlich wurden die Folgekosten abgeschätzt, die etwa durch Pleiten oder den Verlust von Geschäftsbeziehungen während der Krisenzeit entstehen.
Investitionen in Gesundheitsschutz sinnvoll
«Neben medizinischen sprechen auch ökonomische Gründe dafür, massiv in den Gesundheitsschutz zu investieren», sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. «So lässt sich die Epidemie eindämmen – und gleichzeitig könnten wir danach Schliessungen von Schulen und Betrieben schrittweise aufheben.»
Notwendig seien auch Vorkehrungen in den Unternehmen, die es erlaubten, eine Wiederaufnahme der Produktion mit einer weiteren Eindämmung der Epidemie zu verbinden. «Wenn die Firmen für länger als einen Monat geschlossen bleiben, erreichen die Produktionsausfälle schnell Dimensionen, die deutlich jenseits der Wachstumseinbrüche liegen, die aus früheren Rezessionen oder Naturkatastrophen in der Geschichte der Europäischen Union bekannt sind», warnte Fuest.