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Operationsverzeichnis Niere, Nebenniere
30.06.2011 | PDF | 7.40 KB
Die Nebennieren liegen knapp oberhalb beider Nieren und produzieren zahlreiche für Körperfunktionen wichtige Hormone (z.B. Adrenalin, Mineralcorticoide, Cortison sowie Sexualhormone). Operationen an diesen Organen können notwendig werden, wenn diese Hormone meist durch Tumoren zu viel produziert werden oder falls sich dort Metastasen anderer bösartiger Tumore abgesiedelt haben. Bei Produktion von Adrenalin muss der Patient einige Tage mit Hemmstoffen sogenannten Alpha und Betablockern behandelt werden, damit es während des Eingriffs keine zu starken Stressreaktionen durch schlagartige Ausschüttung von Adrenalin aus dem Tumor gibt. Manchmal sind solche Tumoren auch still, d.h. sie produzieren keine derzeit bekannten Hormone.
Eine Operation an der Nebenniere kann meist laparoskopisch (also mittels Knopflochchirurgie) oder seltener offen durchgeführt werden. Letztere Operation wird meist bei Malignitätverdacht oder sehr großen Tumoren durchgeführt. Bei beiden Operationstechniken wird die Nebenniere vorsichtig freigelegt und dann zuerst die drainierende Vene sowie die versorgenden kleinen Arterien verödet und durchtrennt. Nachdem die Nebenniere dann aus den Verwachsungen vollständig gelöst ist, wird sie in einen sogenannten Bergebeutel gelegt und dann über einen ganz kleinen Schnitt nach aussen befördert.
Die Länge des Spitalaufenthaltes beträgt meist nur 2-3 Tage.