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Bellinzona-Lugano-Chiasso der Gotthardbahn gelegenen Dorf
Bruzella (593 m) aus führt eine bequeme Fahrstrasse in ö. Richtung
ins Val della Grotta hinein und erreicht nach einer Strecke von 4 km die 10 Minuten von der Landesgrenze gegen Italien entfernte
Alpe Grotta (635 m), wo das ganze Jahr hindurch Vieh gehalten und Butter und kleine Weichkäse (sog.
Robbioli) fabriziert werden.
Das bis hierher sanft ansteigende Thal wird plötzlich sehr steil und verzweigt sich nach oben
in eine Reihe von kleinen Aesten, die sämtlich auf italienischen Boden hinübergreifen: das
Val di
Rema mit den zum
Sasso Gordona
(1409 m) im N. undMonte di Binà (1279 m) im O. hinauf greifenden kleinen Seitenarmen von Gordona und
Quaglio, das zum
Poncione della Costa (1253 m) aufsteigende kleine Thal von Segrè und das gegen den
Monte Bisbino (1325 m)
sich ziehende Thal von Lovasa.
Das Val della Grotta ist stark bewaldet und hat mehrere Alpweiden sowie
ein ganzes Netz von Fusswegen, die über verschiedene Pässe zum Comersee hinüber führen.
Die
Höhle öffnet sich in den beinahe senkrechten Schichten des Sequankalkes und leitet durch einen
Gang in eine
mit einem kleinen Wasserbecken geschmückte weite
Halle, von wo ein langer
Stollen sich bis zu einer Oeffnung in einer Felswand
zieht, die einen interessanten Niederblick in das kleine Thal von
Longeaigue gestattet. Zu Zeiten anhaltenden
Regens und besonders auch bei der Schneeschmelze bricht, wie aus der Mehrzahl der
Höhlen im
Jura, auch aus der Grotte aux Fées
ein starker
Wildbach hervor.
Eine malerische Beschreibung der
Höhle hat s. Z. Heinrich Zschokke in seiner
Novelle Der Flüchtling imJura gegeben.
(Les) (Kt. und Gem. Genf).
395 m. Arbeiterquartier, n. vor der Stadt
Genf. 76
Häuser, 1765 Ew.
Mit der Stadt durch eine elektrische Strassenbahn verbunden. Eine Seifen- und Kerzenfabrik. Niederlagen von Brennholz. Wird
von einem kleinen Bach, dem sog.
Nant des Grottes, durchzogen, der einst
Pissevache hiess und bei Hochwasser durch Austreten
über seine Ufer oft beträchtlichen Schaden anrichtete. Später wurde er in zwei Kanälen nach den Wallgräben
der Stadt abgeleitet. Heute mündet der oft trocken liegende und zum grossen Teil gedeckte
Nant des Grottes in die Abwasserkanäle
Genfs.
(Valledi) (Kt. Graubünden,
Bez. Moesa).
2200-450 m.
Wildes kleines Thal, das sich nach oben gegen denPiz di Groveno
und den
Fil di Nomnone hin verzweigt und in seinem untern Abschnitt eine bewaldete Felsschlucht bildet. Steigt von W. her
ab und mündet 1,5 km oberhalb
Lostallo ins
Misox aus. Das linke Seitengehänge ist sehr steil und zum grossen Teil mit
Felsen
durchsetzt, während das rechte Seitengehänge, wenigstens im obern Thalabschnitt, einige grössere Alpweiden
(Alpe d'Orgio und
Alpe di Groveno) trägt, die mit
Lostallo durch einen steilen und vielfach gewundenen Fussweg verbunden sind.