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Als ältester Wissenschaftspreis der Schweiz und als einziger, der direkt vom Bundesrat überreicht wird, verfügt der M. über ein Prestige, das ihn zum "schweiz. Nationalpreis" macht. Er wird seit 1920 gemäss dem testamentar. Willen des Stifters Marcel Benoist alljährlich für hochrangige wissenschaftl. Arbeiten verliehen, die sich als "nützlich für das menschl. Leben" erweisen. Die Ausgezeichneten, darunter mehrere spätere Nobelpreisträger, zählen ebenso wie die meisten Mitglieder der Jury zur nationalen Wissenschaftselite. Der Stiftungskommission, die den Preis vergibt, gehören neben den Abgeordneten der Hochschulen auch ein hoher Vertreter der Gesundheitspolitik und der Vorsteher des EDI an. Die Liste der Preisträger widerspiegelt zeitgenössische gesamtgesellschaftl. oder wissenschaftl. Problemlagen: Die Wahl des einzigen gekrönten Agronomen, Friedrich Traugott Wahlen, erfolgte 1940 auf dem Hintergrund der Ernährungskrise während des 2. Weltkriegs. Der Entwicklungsbiologe Ernst Hadorn wurde in den 1950er Jahren deshalb auserkoren, weil man seine genet. Forschungen für die Mutationsprophylaxe im Atomzeitalter als nützlich einstufte. Der spätere Nobelpreisträger Niels Kaj Jerne erhielt die Auszeichnung Ende der 1970er Jahre für seine grundlegenden Beiträge zum Verständnis des menschl. Immunsystems. 1990 wurde der Preis erstmals für Errungenschaften auf dem Gebiet der allg. Ökologie vergeben. Seit 1997 sind auch Human- und Sozialwissenschafter wählbar.
Literatur
– M. Stuber, S. Kraut, Der Marcel Benoist-Preis 1920-1995, 1995
Autorin/Autor: Martin Stuber