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Stark
besuchte Fremdenpension. 1814 durch eine Feuersbrunst fast völlig zerstört.
Fossilreicher, nach W. überliegender und bis
zum Malm entblösster Neocomsattel.
Der Malm bildet unterhalb des Dorfes einen isolierten Kalkfelsen, in dem ebenfalls einige
Fossilien gefunden worden sind.
Die liegende Neocomfalte beginnt am Seeufer bei
La Rouvenaz
(Montreux),
endigt im N. an den
Pléïades und lehnt sich im W. an die Flyschzone von
Brent an, die im Eisenbahneinschnitt von
Vernex blosgelegt
worden war (heute vermauert).
Auf dem flachen
Rücken einige
Höfe und eine in orthodoxen reformierten Kreisen als Versorgungs-
u. Gebetheilanstalt wohl bekannte Familienpension.
Die einstigen Edeln von Charpigny waren Vasallen der in
Ollon residierenden
Herren von
La Roche. Im 13. Jahrhundert war
Jean de CharpignyBischof von Bafo auf Cypern, während sein
Bruder als Patriarch in Jerusalem amtete. 1837 hat man zahlreiche Gräber mit Schmuck- und Gebrauchsgegenständen aus der
zweiten Periode der Bronzezeit aufgedeckt.
1839 als eigene Zivilgemeinde von der grossen Gemeinde
Martinach abgetrennt. In der Nähe erstes Treffen zwischen den
Wallisern und Franzosen zur Zeit der Invasion 1798.
Im Wald über den
Dörfern Ausbeute von triasischem Gips mit Dolomit.
(Kt. Bern
und Neuenburg).
Kette und Gebirgsgruppe des schweizerischen Faltenjura, an dessen sö. Randzone. Auf
Grund des innern
geologischen Baues, der Tektonik, unterscheidet man ausser dem gewöhnlich unter dem Namen Chasseral oder
Gestler bekannten
Kamm (arête) noch eine Chasseral-Kette und eine Chasseral-Gruppe.
Die Chasseral-Kette zweigt sich am
Grenchen-Stierenberg im Kanton Solothurn von der S.-Flanke der Weissensteinkette nach
W. ab und kann in eine Reihe von Einzelformen zerlegt werden. Zunächst unterscheidet man die
Haute Montagne (1196 m) und
die
Basse Montagne de
Plagne (950 m), die plötzlich an der bis zu den Argovienmergeln und zum Dogger eingeschnittenen
Klus
von
Rondchâtel abbricht. W. von dieser erhebt sich das in Form einer Hyperbel von zwei Sequan-Halbkreisen
begrenzte Gewölbe des
Saisseli (1196 m), von dessen w. Halbkreis zwei auf eine Länge von 18 km mit einander parallele Sequan-Kämme
abzweigen, die sich
am Wald von
Engollon, ö.
Paquier, im
Bogen wieder vereinigen.
Die beiden
Kämme, deren s., wie bereits bemerkt, allein den geographischen Namen des Chasseral trägt,
umrahmen zwei mergelige und an der Oberfläche oft sumpfige Argovien-Comben und ein langes Oolith- oder Doggergewölbe, das
mit Bergweiden und
Meierhöfen
(La Tscharner, Jobert, Walberg,
Métairies de
Diesse und de
Gléresse oder Ligerzberg,
Pierrefeu
etc.) bestanden ist. Dieses am
Graben oder Steinersberg wannenförmig bis zum Lias geöffnete Gewölbe
bildet seiner ganzen Länge nach die Axe der Chasseral-Kette; sein höchstgelegener Teil ist ein 4 km langer scharfer
Grat,
der sog. Petit Chasseral (1573 m). Schon bevor man den geologischen Bau des Gebietes erkannt hatte, unterschied man diese
zwischen den zwei Sequan-Kämmen und den ihnen anliegenden Argovien-Comben sich erstreckende Region als
die Gebirgsmitte, wie die Namen
Métairie deBienne du Milieu
(Mittler Bielberg) oder
Métairie deNeuveville du Milieu u. a.
zeigen. Im Gegensatz dazu liegen die
Meierhöfe des
Vorderbergs
(Métairies du
Devant) am
S.-Hang des s. Sequan-Kammes (des eigentlichen
Chasseral) und die
Höfe des
Hinterbergs
(Métairies de
Derrière Chasseral) jenseits des Doggergewölbes
der Mitte in der n.
Argovien-Combe (nicht aber am
N.-Hang des n. Sequan-Kammes, dem das Volk nie den Namen Chasseral beigelegt
hat). In geologischer u. orographischer Hinsicht ist dieser n.
Grat einer «Kette zweiter Ordnung» nach Thurmann (Essaisur lessoulèvements jurassiques dePorrentruy. 1832) mit dem
Hubel, der
Egasse etc. blos das n. Gegenstück des eigentlichen Chasseralkammes,
d. h. der stehen gebliebene N.-Schenkel
¶
mehr
des jetzt durch die Thätigkeit der Erosion geöffneten, einst aber einheitlichen Gewölbes der Chasseralfalte oder -kette.
Die Chasseral-Gruppe umfasst die ganze Faltenserie, d. h. das Gebirgsland zwischen den Thälern von St. Immer und Péry im
N. und dem Plateau der Montagne de Diesse im S. Man erkennt in der Sackgasse (impasse; unvollendete Klus
oder Erosionsquerthal) der sog. Combe Grède mindestens zwei Falten jurassischen Alters, die derjenigen des in der Gegend der
Métairie deNeuveville du Milieu selbst wieder doppelt ausgebildeten Chasseral parallel angelagert sind und die sich am Knoten
des Bec à l'Oiseau, s. Renan, zur Kette der Tête de Rang vereinigen. (Vergl. Rollier, Louis. Structureet histoire géolog. ... duJuracentral in Matériaux pour la carte géolog. de la Suisse. 8. livr., 1. supplém. 1893).
Die Doppelfalte im Dogger der eigentlichen Chasseralkette entsteht ihrerseits aus der Verwachsung der Falte von La Joux du Plâne
mit derjenigen des Chasseral; diese letztere setzt sich in ähnlicher Weise weiterhin noch im Sapet (über
Dombresson) und Chaumont (über Neuenburg)
fort. Der Knotenpunkt dieser letztgenannten Falten liegt genau an der Stelle des MeierhofesChuffort, auf der Passhöhe des Weges von der Montagne de Diesse ins Val de Ruz. Wenn man den Chaumont als
selbständige Kette auffasst, muss man hier die Chasseralkette endigen lassen, deren Länge dann vom Grenchenstierenberg
an ca. 32 km beträgt. Man sieht somit, dass die Jurafalten genau gleich denjenigen eines zusammengeschobenen Tischtuches
sich gegenseitig ablösen, verzweigen und wieder zusammenfliessen. Einige bleiben auch isoliert, wie z. B. diejenige des
dem Chasseral vorgelagerten Spitzbergs (Mont Sujet). Im W. endigt die Chasseralkette mit den abgerundeten
Rücken des Rumont und der Waldungen von Aigremont und Engollon.
Der Chasseral ist der vollendete Typus eines Sequan-Kammes (crêt séquanien); die aufgerichteten Kalkbänke brechen nach
N. mit den Schichtköpfen in steiler Wand ab, während die Schichtflächen am S.-Hang eine einheitlich geneigte, dachförmig
schiefe Ebene bilden. Von der Métairie de l'Isle im W. bis oberhalb Orvin im O., d. h. auf eine Länge
von mehr als 10 km, zieht sich über einem untern Waldgürtel (Wald von Neuenstadt und Nods, ca. 950 ha) eine breite Zone von
Bergweiden hin. Gerade unterhalb des Gipfels fällt nach N. eine schuttbedeckte Felshalde ab, der Standort einer Reihe von
alpinen Pflanzen.
Flora.
Obwohl in dieser Hinsicht der Chasseral gegenüber den Höhen des w. und s. Jura im Nachteil ist, weist er doch eine ganze
Anzahl von für die jurassische Flora bemerkenswerten Pflanzen auf: Alpen-Windröschen(Anemone alpina) und narcissenblütiges
Windröschen (Anemone narcissiflora), die beide hier ihren nördlichsten Standpunkt erreichen;