Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03346.jsonl.gz/1099

Eine genetische Variante, die den frühen Menschen geholfen hatte, sich an kaltes Wetter anzupassen, könnte laut einer neuen Studie heute in bestimmten Populationen zu Migrane-Kopfschmerz beitragen. Lesen Sie auch – Haben Sie häufige Kopfschmerzen? Steigern Sie Ihre Magnesiumaufnahme
Lesen Sie auch – Yoga-Posen gegen Migräne: Wie Sie Linderung von diesen pochenden Schmerzen bekommen
Migräne ist eine schwächende neurologische Störung, von der weltweit Millionen betroffen sind. Der Prozentsatz der Menschen, die an der Störung leiden, variiert je nach menschlicher Bevölkerung, ist jedoch bei Personen europäischer Abstammung am höchsten. Dies ist auch die Bevölkerung mit der höchsten Häufigkeit der kälteadaptiven Variante, heißt es in der Studie. Lesen Sie auch – Leiden Sie unter ständigen Kopfschmerzen? Das versucht dir dein Körper zu sagen
Die in der Zeitschrift PLOS Genetics veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass die Anpassung an kalte Temperaturen in frühen menschlichen Populationen in gewissem Maße zur Variation der Migräneprävalenz beigetragen hat, die heute bei menschlichen Gruppen besteht.
“Diese Studie zeigt sehr gut, wie der evolutionäre Druck in der Vergangenheit die heutigen Phänotypen beeinflussen kann”, sagte Studienmitautor Felix Key vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Deutschland. Was sollten Sie über Migräne wissen?
In den letzten 50.000 Jahren verließen einige Menschen das warme Klima Afrikas, um kältere Gebiete in Asien, Europa und anderen Teilen der Welt zu besiedeln.
“Diese Kolonisierung könnte von genetischen Anpassungen begleitet sein, die den frühen Menschen halfen, auf kalte Temperaturen zu reagieren”, sagte Aida Andres, ebenfalls vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.
Um Beweise für diese Anpassung zu finden, haben sich die Forscher TRPM8 genauer angesehen, ein Gen, das für den einzigen bekannten Rezeptor kodiert, der es einer Person ermöglicht, kühle und kalte Temperaturen zu erkennen und darauf zu reagieren.
Sie entdeckten, dass eine genetische Variante stromaufwärts des Gens, die es regulieren könnte, in Populationen, die in höheren Breiten leben, in den letzten 25.000 Jahren immer häufiger wurde.
Interessanterweise hatten Wissenschaftler diese Variante bereits als stark mit Migränekopfschmerzen assoziiert identifiziert.
Quelle: IANS
Bildquelle: Shutterstock
Veröffentlicht: 5. Mai 2018, 18:26 Uhr