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Unterschiede zwischen Quartiererhaltungszonen und Kernzonen
Nach § 50a Abs. 1 PGB umfassen Quartiererhaltungszonen in sich geschlossene Ortsteile mit hoher Siedlungsqualität, die in ihrer Nutzungsstruktur oder baulichen Gliederung erhalten oder erweitert werden sollen, während Kernzonen schutzwürdige Ortsbilder, wie Stadt- und Dorfkerne oder einzelne Gebäudegruppen umfassen, die in ihrer Eigenart erhalten oder erweitert werden sollen (§ 50 Abs. 1 PBG). Die besondere Nutzungsstruktur von Quartiererhaltungszonen liegt in der Durchmischung und allenfalls in der Anordnung verschiedener Nutzungen; ferner aber auch in einer besonders einheitlichen Nutzung oder einer gleichmässigen Nutzungsintensität (z.B. besonders geringe Ausnützung und damit verbunden grosse Gebäudeumschwünge). Im Unterschied zur Kernzone ist die Schutzwürdigkeit keine Voraussetzung. Ein in sich geschlossener Ortsteil ohne herausragende Merkmale allein genügt aber nicht. Die Quartiererhaltungszone darf nicht der Erhaltung der Bausubstanz dienen, weil es wie in der Kernzone zulässig ist, bestehende Gebäude abzubrechen. Die von der Gemeinde erlassenen Vorschriften, wonach Vergrösserungen, die in einem angemessenen Verhältnis zum heutigen Bauvolumen stehen, zulässig sind, sind zu unbestimmt und damit unzweckmässig (BRKE IV Nr. 157/1994 vom 04.11.1993, BEZ 1994 Nr. 4).