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In der Frühlingssession hat das Parlament die Parlamentarische Initiative, die einen Absenkpfad für Pestizide vorsieht, verabschiedet. Bereits Ende April hat der Bundesrat dann die entsprechende Gesetzesvorlage als «Massnahmenplan Sauberes Wasser» vorgestellt. Die Massnahmen beinhalten unter anderem das Ausscheiden von Zuströmbereichen für alle Grundwasserfassungen, um Risiken durch Verunreinigungen durch Pestizidrückstände zu minimieren.
Wie die Nachrichtenagentur Keystone-sda berichtet, verlangen National- und Ständerat mittels einer Motion hier noch eine Nachbesserung respektive eine Befristung: So sollen die Kantone verpflichtet werden, bis Ende 2030 Zuströmbereiche für alle Grundwasserfassungen auszuscheiden, die für die Gewinnung von Trinkwasser von öffentlichem Interesse seien. Zusätzlich müssten auch für Fassungen, bei denen die Gefahr einer Verunreinigung besteht, die Zuströmbereiche festgesetzt werden. In diesen Zuströmbereichen von Trinkwasserfassungen dürfen zukünftig nur noch Pflanzenschutzmittelprodukte eingesetzt werden, die nicht zu Abbauprodukten im Grundwasser mit Konzentrationen von über 0,1 Mikrogramm pro Liter führen.
Mit der verabschiedeten Motion wird der Bund ausserdem verpflichtet, sich an den Kosten für die Ausscheidung zu beteiligen. Kantone sollen für alle bis 2030 abgeschlossenen Arbeiten 40 Prozent ihres Aufwandes aus Bundesbern erhalten. Der überwiesene Vorstoss geht nun zur Konkretisierung an den Bundesrat.