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Der Sportartikelgigant NIKE wurde 1971 von Philip Knight und Bill Bowerman gegründet.
Knight war Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts ein Mittelstreckenläufer der Universität von Oregon, Bowerman sein Trainer. Knight wechselte nach Stanford und schloss sein Studium 1962 mit einer Thesis zum Thema „Sportschuh-Marketing“ ab. Beide begannen 1963 mit dem Vertrieb von Schuhen des japanischen Herstellers Onitsuka Tiger und investierten pro Person 500 US-Dollar zur Gründung der Firma „Blue Ribbon Sports“.
Bowerman war davon überzeugt, der perfekte Laufschuh müsse im Gegensatz zu den damals erhältlichen Modellen leichter sein, Stöße besser absorbieren und ein stärker ausgeprägtes Sohlenprofil aufweisen. Dies führte 1971 zu dem Entschluss, selbst Laufschuhe zu entwickeln.
Der Firmenname wurde daraufhin geändert, man entschied sich für den Namen der griechischen Siegesgöttin Nike. Das weltweit bekannte 'Swoosh'-Logo entwarf Grafikdesignerin Carolyn Davidson, die mit der Logogestaltung 35 US-Dollar verdiente.
Schon von Beginn an war beiden Gründern klar, dass sie einen Spitzensportler verpflichten wollten, ihre Schuhe zu tragen. Es gelang es ihnen, mit Steve Prefontaine einen Teilnehmer der Olympischen Spiele 1972 in München zu finden, der aus doppelter Sicht für sie interessant wurde. Zum einen, da er den vierten Platz belegte und es somit bis in den Finallauf schaffte, zum anderen, weil er mit gerade einmal 21 Jahren der jüngste 5000 Meter-Läufer war, der bis dahin bei olympischen Spielen teilnahm. Diese Kombination brachte sowohl Prefontaine als auch NIKE eine hohe mediale Aufmerksamkeit.
Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensentwicklung stellte 1984 die Verpflichtung des Basketballspielers Michael Jordan dar. Bereits die erste Kollektion, die unter dem Namen Jordan kreiert wurde, brachte einen unerwarteten Erfolg, der dazu führte, dass die bis heute bestehende Jordan Schuh- und Bekleidungslinie immer noch Teil der NIKE Erfolgsgeschichte ist. Der nächste Sprung in der Entwicklung des Sportgiganten war die 1987 gestartete Produktserie NIKE Air Max.
Als sehr erfolgreich erwiesen sich auch die 1994 gestartete Ausstattung des damaligen Fußballweltmeisters Brasilien, sowie des Profigolfers Tiger Woods und des 7-maligen Tour-de-France Gewinners Lance Armstrong. Mittlerweile ist NIKE in nahezu jeder medial beachteten Sportart mit Ausstattungsverträgen für Spitzensportlern präsent.
Darüber hinaus kann NIKE auch im Lifestyle-Segment große Marktanteile besetzen. Die Möglichkeit, Schuhe farblich zu individualisieren, bescherte dem Sportartikel-Unternehmen erneut viel Beachtung und gesteigerte Umsätze außerhalb des professionellen Sportgeschehens.
Auch im Modebereich ist NIKE mittlerweile ein Global Player: Kooperationen mit Chitose Abes japanischem Kultlabel Sacai, Jun Takashi von Undercover oder dem Münchner Streetwear-Label acronym – alle unter dem Namen NIKELab zeigen, dass auch in diesem Bereich noch viel Potential für die Zukunft von NIKE steckt.