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Seine Bezeichnung "Löwenhund" verdankt der Ridgeback, wie bereits erwähnt, einigen ehemals sehr bekannten Grosswildjägern, die ihn als den mit Abstand besten Hund für die Löwenjagd bezeichneten.
Was der Ridgeback mit seiner Meute bei der Jagd tat, war einen Löwen so lange mit ununterbrochenen und geschickten Scheinattacken müde zu hetzen, bis er nicht mehr aus und ein wusste und schlussendlich dem Jäger Gelegenheit zu einem wohlgezielten Schuss aus geringer Distanz ermöglichte. Um eine solche Jagd mit Erfolg durchzustehen, brauchte es Unerschrockenheit, Beweglichkeit, Ausdauer und Geschick, und das scheint diese Rasse in überragendem Masse auch heute noch zu besitzen.
Eine geübte Ridgeback Meute wird, sobald sie Wild gerochen hat, ausfächern und es umkreisen. Wobei einer direkt auf die zu verfolgende Beute zu rennt. Die anderen schneiden ihr jede Rückzugsmöglichkeit ab. Hier zeigt sich wieder die erstaunlich Geschicklichkeit dieser Hunderasse.
Sie sind wendig genug, um sich im Bruchteil einer Sekunde umzuwenden und um einen Scheinangriff zu starten oder aber, sollte die Beute ausreissen, mit grosser Geschwindigkeit eine Hetzjagd durchzuhalten. Jagt ein Ridgeback allein, hetzt er auch Grosswild, doch viel häufiger setzt er sein Gewicht zum Angriff auf kleinere Tiere ein. Dies geschieht in einer blitzschnellen Attacke, bei der er sich mit der Brust über das Tier wirft und im nächsten Augenblick schon wieder meterweit entfernt auf seinen Füssen steht. Weit weg vom Bereich, in dem ihn das Tier mit seinen Abwehrversuchen noch treffen könnte. Seine ausgezeichneten Jagdeigenschaften stehen kaum hinter denen der hochgezüchteten Jagdhunderassen zurück.
Heute gibt es in Südafrika keine jagdbaren Löwen mehr. Der Hund hat andere Aufgaben übernommen. So wird er
zum Beispiel immer mehr als Wächter auf den Farmen eingesetzt. Raubtiergeruch macht auch den sonst schärfsten
Hunden Angst und lässt sie zurückweichen. Nur die Ridgeback lassen sich, aufgrund ihrer angeborenen Furchtlosigkeit vor Löwen und anderen Raubtieren, nicht abhalten. Sie nehmen freudig die Fährte
auf und greifen notfalls auch an.
Grundsätzlich ruhig in der Grundstimmung wandelt sich der Ridgeback beim Laufen in einen völlig anderen Hund. Er ist unermüdlich in seiner Ausdauer und Aufmerksamkeit. Die Begleitpersonen dürfen sich jederzeit sicher und beschützt fühlen. Die Rasse besitzt immer noch die feinen Sinneswahrnehmungen die sie dazu befähigen, sofort ein mögliches Gefahrenpotential zu erkennen und um bei Gefahr mit Mut und Wendigkeit erfolgreich reagieren zu können. In dieser Hinsicht ist der Rhodesian Ridgeback immer noch der unerschrockene Wächter und Löwenhund, der er bereits schon früher war.