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Fastenopfer plant, seine Partnerorganisationen in den 14 Ländern weiter im gleichen Umfang unterstützen, damit sie nicht gezwungen sind, Mitarbeitende zu entlassen und sie ihre Arbeit den Umständen anpassen können. Hier lesen Sie mehr zur regulären Programmarbeit in Nepal.
Die Menschen in den Projekten von Fastenopfer, die in abgelegenen Gebieten leben, können auf ihren Feldern weiter arbeiten. Doch vor kurzem wurde die Ausgangssperre bis zum 18. Mai verlängert. Das heisst, dass - mit wenigen Ausnahmen - niemand auf den Strassen unterwegs sein darf und keine Projektbesuche möglich sind. Pramod Dahal, Koordinator der Partnerorganisation CAED, berichtet.
«Eine Woche bevor in Nepal die Grenzen geschlossen wurden, überquerten fast eine halbe Million nepalesische Wanderarbeiter, die aus ihren Jobs in Indien vertrieben worden waren, die Grenzen im westlichen Teil des Landes. Doch viele nepalesische Arbeiter stecken noch immer an der indisch-nepalischen Grenze fest. Sie alle möchten zurück zu ihren Familien, in ihre Dörfer. Denn dort müssen sie wenigstens nicht verhungern. Es besteht jedoch ein hohes Risiko, dass die Rückkehrer von ausserhalb das Coronavirus in die ländlichen Gebiet bringen.
Da der Chef des Bezirkskrankenhauses in Dolpa es unterlassen hatte, eine Quarantäne und Isolierstation einzurichten, drohte der Chief District Officer, ihn zu verhaften, was wiederum die Arbeitenden aus den Gesundheitsberufen auf den Plan rief. Sie demonstrierten und forderten für sich Schutz und Sicherheit.
Die Provinzregierung von Karnali hat Medikamente und Ausrüstung, darunter 200 Operationsmasken, 25 NH90-Masken, 60 persönliche Schutz-Ausrüstungen und 1000 Handschuhe mit dem Helikopter in den Distrikt geliefert. Das reicht nirgendwo hin. Alle sind überfordert. Täglich wird es wärmer und wir hoffen, das dies dazu beitragen wird, die Übertragung des Coronavirus zu verringen.»
Pramod Dahal, Koordinator der Partnerorganisation CAED, Anfang April 2020
Up date, 11. Mai 2020
Nepal zählte bis heute offiziell 134 Ansteckungen und keine Toten – doch fürchtet die Regierungen einen grossen Anstieg, wenn die Ausgangssperre gelockert wird. Am 6. Mai kündigte sie deshalb an, dass die Ausgangssperre bis zum 18. Mail verlängert wird. In- und Auslandflüge sind bis zum 31. Mai suspendiert. Bis auf weiteres ist auch Trekking in der Himalayaregion nicht erlaubt.
Am 30. April konnten die letzten 2000 nepalesischen Arbeiter die Grenze zwischen Indien und Nepal überqueren. Nepal hatte Mitte März die Grenzen für die Wanderarbeiter gesperrt, die in Indien ihre Jobs verloren hatten und verzweifelt versuchten, zu ihren Familien und in ihre Dörfer zurückzukehren, um wenigstens nicht zu verhungern. Manche waren mehrere hundert Kilometer zu Fuss unterwegs. In Quarantänelagern mussten sie darauf warten, ins Land gelassen zu werden.