Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03535.jsonl.gz/1737

Keramik kann mit Engobe, Farbglasuren und Farben einfarbig oder polychrom bemalt werden. Unterglasur- oder Scharffeuerfarben werden vor dem Glasieren aufgebracht, Inglasurfarben auf den noch ungebrannten Ton und Aufglasur- oder Muffelfarben auf die gebrannte Glasur gemalt.
Begriff für den einmal gebrannten Geschirr- oder Figuren-Rohling, der nach der anschliessenden Veredlung durch Dekoration und Glasur zum zweitenmal gebrannt wird.
Von italienisch "biscotto" (= zweimal gebacken). Ein Weichporzellan mit hohem Feldspat- und geringem Quarz-Anteil, das unglasiert gebrannt wird und dadurch ein alabasterartiges Aussehen erhält
Wie beim Angarnieren versteht man darunter das Zusammenfügen einzeln geformter Teile, sowie gegebenfalls das Verputzen von Gussnähten vor dem Glasurbrand. Der Bossierer ist neben dem Modelleur ein hochqualifizierter Facharbeiter.
Der Brand der Keramiken erfolgte ab dem 12./13. Jh. in "geschlossenen" Brennöfen. Die Brenndauer war nach Warenart unterschiedlich lang. Beim Steinzeug hat sie manchmal mehrere Tage betragen. Je nach den Eigenschaften der Tonmischungen und der Rohglasuren reichte oft nicht ein einziger Brand. Es war ein Vorbrand, 1.Brand oder Schrühbrand unverzichtbar, damit die Werkstoffeigenschaften der Geschirre durch den Brennvorgang so beeinflußt wurden, dass weitere Schritte wie der Glasurauftrag und der anschließende Glasurbrand, 2. Brand oder Glattbrand möglich wurden. Der Vorbrand geschah materialabhängig zwischen 700 und 900°C. An den Rohglasurauftrag durch Tauchen, Begiessen, Bestäuben oder Bespritzen schloss sich der Glasurbrand bei weitgehend ähnlichen Temperaturen an. Irdenware und Steinzeug können sowohl mit (oxidierend) als auch ohne (reduzierend) Sauerstoffzufuhr gebrannt werden, was zu meist rötlichen bzw. grauen Farben des Scherbens führt. Fayence wird generell oxidierend gebrannt. Dabei färbt sich der Scherben je nach der Menge der natürlich vorhandenen Eisenanteile in unterschiedlichen Farbtönen von gelblich über rötlich bis hellbraun - ein unvermeidbarer Anlass für den weissen, deckenden Zinndioxidanteil in der "Fayenceglasur". Beim Brennvorgang entweicht mit steigender Temperatur das bei der Herstellung der Gefäße nötige Wasser aus den vorgetrockneten Geschirren, was zu einer Volumenverringerung von bis zu 15% führt.
Beim Brennen werden verschiedene Fertigungsstadien in einen Ofen gesetzt: Gleichzeitig erfolgen sowohl der Schrühbrand, bei dem aus dem Ton der Scherben wird als auch der Scharffeuer- und Muffelglasurbrand, bei dem Glasur und Scherben sich verbinden bzw. die Bemalung in die Glasur ein- oder aufschmilzt.
Rohstoff für Manganoxid, wird in schwarzen Tonen verwendet. Dadurch kommt es häufig zur Bläschenbildung von Glasuren auf schwarzen Tonen. Bläschen werden verringert bei höherer Schrühtemperatur. Heute gibt es schwarze Tone mit Manganspinell als Ersatz für Braunstein, auf denen die Glasuren nahezu blasenfrei ausschmelzen
Literatur:
Quellen: