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Inspiriert wird die von Le Caméléon angewandte Methode durch das „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal.
Die Methode des brasilianischen Theatermannes Augusto Boal ermöglicht es, interaktiv und humorvoll schwierige Themen wie Sexualität, Gewaltausübung verbaler und nonverbaler Art und andere Tabuthemen zu thematisieren und ohne moralisierenden Unterton aufzugreifen zu können.
Ziel dieser Form ist, jemandem, der in irgendeiner Form Unterdrückung erfährt, neue Möglichkeiten zu geben, und somit einen anderen Ausgang einer begonnenen Geschichte zur ermöglichen.
Das Forumtheater besteht aus zwei Teilen:
Im 1. Teil spielen die SchauspielerInnen eine Geschichte die problematische Situationen aufzeigt, in denen sich Leute entweder in der Opfer- oder Täterrolle befinden.
Im 2. Teil, der zugleich auch Hauptteil ist, spielen die Schauspieler die Geschichte nochmals; aber diesmal dürfen die Zuschauer intervenieren und so den Ablauf der Geschichte beeinflussen, indem sie sich selber auf die Bühne begeben und das Verhalten gewisser Figuren – meistens ist es die Opferrolle – durch ihre neu gespielte Lösung zu verändern versuchen. Zusammen mit den SchauspielerInnen werden improvisierend neue Lösungen konkret erarbeitet, damit Missstände verschwinden können und eine bessere Kommunikation ermöglicht wird.