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1786 bestand Surlej aus einigen kleinen Bauernbetrieben mit insgesamt zirka zwölf Haushaltungen und mit einer anwesenden Bevölkerung von 40 Personen. Diese Grösse des Weilers bestand auch noch am Tage der grössten Naturkatastrophe für Surlej, als am 30. Juni 1793 das Wasser die «Staumasse» durchbrechen konnte. Einige Tage vorher war im Gebiet «Margun vegl» ein Stück des Corvatschgletschers abgebrochen und staute den normalen Wasserfluss des Surlejbaches. Der immer grösser werdende Wasserdruck verursachte einen plötzlichen Ausbruch des Wassers. Eine Lawine aus Wasser, Schutt, Geröll und Schlamm wälzte sich über die Siedlung. Mehrere Häuser wurden teilweise mit Schlamm und Schutt aufgefüllt und stark beschädigt. Die späteren Ausgrabungen förderten weder Funde von menschlichen oder tierischen Überresten noch von irgendwelchen Geräten zutage. Die damaligen Dorfbewohner waren sich der vom Berg drohenden Gefahr bewusst und verliessen rechtzeitig mit Hab und Gut den Weiler. Nach aussagen des damaligen Zeitzeugen waren keine Menschenleben zu beklagen. Der letzte Flüchtling, die 80-jährige Maria Hatz (geb. Giovanoli) kam unbeschadet davon, als Schlamm und Geröll in ihre Behausung (heute Margnetta) eindrangen.