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Der Bassbariton Carsten Wittmoser, der aus Essen stammt, liess parallel zu seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften bei Hendrikus Rootering die Stimme ausbilden. Nach ersten Auftritten an der Staatsoper Stuttgart erhielt er 1997 ein Festengagement im Ensemble des Hauses. Zur Spielzeit 2000/01 wechselte Wittmoser an das Landestheater Linz, wo er sich grosse Partien wie den Colline in La Bohème oder den Don Alfonso in Così fan tutte erarbeiten konnte. Weitere Stationen bildeten seiner Laufbahn bildeten Verpflichtungen am Stadttheater Freiburg (2004/05) und an der Hamburgischen Staatsoper (2005–08): Dort war Carsten Wittmoser beispielsweise als Sarastro in der Zauberflöte, als Sparafucile in Rigoletto, als Bartolo in Le nozze di Figaro oder als Seneca in L’incoronazione di Poppea zu erleben. Schon bald erweiterte er sein Spektrum durch Gastauftritte u. a. beim Gergiev Festival in Rotterdam, an der Bayerischen Staatsoper und an der Wiener Volksoper; im Konzertbereich kamen Projekte mit Helmuth Rilling, Martha Argerich und Ton Koopman hinzu. Dabei verschob sich sein Schwerpunkt in das Fach eines Heldenbaritons und zur Interpretation von Wagner-Partien. So sang er beim Brucknerfest in Linz erstmals den Fafner im Rheingold, wenig später schloss sich am Rostocker Volkstheater ein Gastspiel mit König Marke aus Tristan und Isolde an. Bei den Tiroler Festspielen in Erl übernahm Wittmoser 2009 den Pogner in den Meistersingern und den Rocco in Fidelio. Als Ramfis in Aida feierte er an der Seattle Opera seinen Einstand in den USA, in den Rollen der Bösewichte aus Les Contes d’Hoffmann gastierte er an der Komischen Oper Berlin. Und im September 2010 debutierte er in Südamerika, an der Oper in Bogotá und zur Wiedereröffnung des Palacio de Bellas Artes in Mexiko City.
Februar 2011