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Michel Platini steht vor seiner dritten Amtszeit als UEFA-Präsident. Der Franzose wird am Dienstag in Wien beim UEFA-Kongress per Akklamation gewählt. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. SFV-Präsident Peter Gilliéron stellt sich zur Wiederwahl in die UEFA-Exekutive.
Der UEFA-Kongress in Wien steht im Zeichen der Wahlen. Doch hohe Wellen werfen diese nicht. Kampfwahlen stehen nicht auf der Tagesordnung. Einer solchen hat sich Michel Platini auf höherer Ebene entzogen, indem er sich letztes Jahr entschloss, Sepp Blatter in einer Wahl zum FIFA-Präsidenten nicht herauszufordern.
Stattdessen bleibt Platini Chef der UEFA. «Ich habe mich nicht gegen die FIFA, sondern für die UEFA entschieden. Die Wahl meines Lebens war es, bei der UEFA zu bleiben, weil wir sehr viele Dinge in Europa zu erledigen haben.»
Platini war in den Achtzigerjahren als Mittelfeldspieler von Frankreich und Juventus Turin sehr erfolgreich. Er wurde Europameister, italienischer Meister und triumphierte im Meistercup. Auch als Funktionär ist ihm bisher auf europäischem Parkett vieles gelungen.
Unter seiner Führung fand 2012 erstmals eine EM-Endrunde in Osteuropa statt (Polen/Ukraine), unter ihm wurde das Teilnehmerfeld der EM von 16 auf 24 erhöht (ab 2016) und unter ihm wurde den Meistern der mittleren und kleinen Ligen Europas die Teilnahme an der Champions League erleichtert (seit 2009).
Weiter wird unter Platini 2018 ein neuer Wettbewerb für Nationalteams eingeführt (Nations League) und wurde unter ihm die Idee geboren, die EM-Endrunde 2020 in 13 verschiedenen Städten in 13 verschiedenen Ländern durchzuführen. Und zu guter Letzt versucht die UEFA unter Platinis Führung zumindest, dank dem Financial Fairplay die Geldströme der Klubs zu kontrollieren.
In Wien wird aber nicht nur der UEFA-Präsident gewählt. Es geht auch um zwei neue Vertreter in der FIFA-Exekutive. Der deutsche Verbandspräsident Wolfgang Niersbach wird ohne Gegenkandidat den Platz seines Landsmannes Theo Zwanziger einnehmen. Daneben wird entweder David Gill (England) oder Trefor Lloys Hughes (Wales) als FIFA-Vizepräsident Einsitz in der Exekutive des Weltverbandes nehmen.
Der SFV-Präsident Peter Gilliéron stellt sich zudem der Wiederwahl in die UEFA-Exekutive. Zwölf Kandidaten bewerben sich für sieben frei werdende Sitze. Für Gilliéron als bisheriges Exekutiv-Mitglied dürfte die Wiederwahl eine Formsache sein. (si/syl)