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Wir wissen grösstenteils, wie es auf der Erdoberfläche aussieht, wir kennen die Ozeane und die Kontinente, aber wie sieht es im Erdinneren aus? Gibt es dort Höhlen mit längst verschollenen Welten, riesigen Pilzen und Lavaströmen? Tatsächlich konnte noch kein Mensch den Mittelpunkt der Erde erreichen und wir wissen, dass man dafür über 6000 Kilometer zurücklegen müsste. Was einen dort unten wohl erwarten würde?
Mit der Rakete auf der Frontseite unserer Website kannst du dich durch die ganze Erde bis nach Australien buddeln. Das ist aber leider reine Science-Fiction. In Wahrheit hat der Mensch noch nie tiefer als 12 Kilometer gegraben.
Würde man die Erde in der Mitte aufschneiden (bitte nicht zuhause nachmachen ) würde das Innere etwa wie ein Pfirsich aussehen. Unter der ersten Schicht, der sehr dünnen Erdkruste, kommt eine sehr dicke Schicht, nämlich der zähflüssige Erdmantel. Und in der Mitte schliesslich der Erdkern. Dass die Erde aus verschiedenen Schichten aufgebaut ist, haben Wissenschaftler herausgefunden, indem sie gemessen haben, wie sich Erdbeben unter dem Boden ausbreiten.
Die Erdkruste
Die Erdoberfläche (die Pfirsichhaut), auf der sich unser Leben abspielt, wird Erdkruste genannt. Sie besteht aus verschiedenen Arten von Gestein und bildet den Ozeanboden und die Gebirge. Unter den Ozeanen ist die Erdkruste im Schnitt 5 Kilometer dick, während sie an den Kontinenten eine Dicke von 80 Kilometern erreichen kann.
Der Erdmantel
Etwa 100 Kilometer unter der Oberfläche ist es so heiss (über 1000 Grad Celsius!), dass das Gestein zu schmelzen anfängt und zu einer zähflüssigen Masse wird (ein bisschen wie Honig). Diese 2300 Kilometer dicke Schicht, der Erdmantel (das Pfirsichfruchtfleisch), macht etwa zwei Drittel des Gesamtvolumes der Erde und den grössten Teil ihres Gewichts aus.
Der Erdkern
Der Erdkern ist der eigentliche Mittelpunkt der Erde. Abgesehen vom Namen hat er allerdings herzlich wenig mit einem Pfirsichkern zu tun. Er hat nämlich einen Durchmesser von 3500 Kilometern und besteht grösstenteils aus Eisen. Er wird in den äusseren und den inneren Kern eingeteilt. Der äussere Teil ist flüssig. Aufgrund der extrem hohen Temperaturen schmelzen hier die Metalle. Der innere Teil ist aber trotz einer Temperatur von rund 6000 Grad Celsius fest. Wie ist das möglich? An der Erdoberfläche würde Eisen schon ab 3000 Grad Celsius verdampfen. Nun ja, man darf nicht vergessen, dass auf dem inneren Kern tausende von Kilometern dicke Schichten ruhen. Der Druck, der im inneren Kern herrscht, ist somit unvorstellbar hoch, die Metalle werden zusammengepresst und bleiben so trotz der hohen Temperatur fest.
Jetzt kannst du das Gelesene in die Praxis umsetzen und eine eigene Erde bauen. Am besten eine essbare, wie in diesem tollen Rezept (auf Englisch).
Die Erde ist keine Kugel
Wusstest du, dass die Erde nicht ganz rund ist? Sie ist nämlich am Nord- und Südpol leicht abgeflacht und deswegen etwas breiter als eine perfekte Kugel. Diese Form nimmt sie an, weil sie sich um die eigene Achse dreht. Da das Erdinnere, wie du oben gelesen hast, teils (dick-)flüssig ist, werden die Gesteinsmassen durch die Zentrifugalkraft gegen aussen getrieben und beulen die Erde etwas aus. Die Zentrifugalkraft ist dieselbe Kraft, die die Salatblätter an den Rand einer Salatschleuder drängt.