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Apple hat der «Financial Times» zufolge Interesse an einer Übernahme des britischen Luxusauto-Herstellers McLaren gezeigt. Das Blatt berichtete am Mittwoch, beide Unternehmen hätten vor einigen Monaten Gespräche begonnen, deren Ausgang aber unklar sei.
Ein McLaren-Sprecher spielte den Bericht herunter. «Wir können bestätigen, dass McLaren mit Apple nicht über ein mögliches Investment diskutiert», sagte er. Allerdings fügte der Sprecher hinzu, der Autobauer führe regelmässig Gespräche mit verschiedenen Seiten, die aber vertraulich behandelt würden. Von Apple war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.
Neuausrichtung auf die Technologie
Das Blatt berichtete unter Berufung auf drei mit den Verhandlungen vertraute Personen, Apple sei besonders am Expertenwissen und den Patenten der Briten interessiert, die auch für ihren Formel-1-Rennstall bekannt sind. Der Kaufpreis könne sich zwischen 1 und 1,5 Milliarden Pfund (etwa 1,2 bis 1,7 Milliarden Euro) bewegen.
Apple arbeitet Medienberichten zufolge seit zwei Jahren an selbstfahrenden elektrischen Autos. Der Konzern hat dies jedoch nie bestätigt. Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr im Mai von Insidern, dass das US-Unternehmen sich Fachwissen über Ladestationen für Elektroautos aneignet. Zudem gab es Gespräche mit Volkswagen. Laut «Financial Times» hat der iPhone-Hersteller in den vergangenen Monaten das Projekt neu ausgerichtet. Demnach fokussiert sich Apple inzwischen mehr auf die Basistechnologie für selbstfahrende Autos statt diese selbst bauen zu wollen.
Autobauer mit Verlusten
McLaren kann in diesem Zusammenhang unter anderem mit Fachwissen über Bordcomputer und die Verwendung von Materialien wie Kohlenstofffasern und Aluminium aufwarten. Die Autos der Briten kosten bis zu einer Million Pfund. Dem Bericht zufolge stellte McLaren im vergangenen Jahr 1654 Fahrzeuge her. Allerdings schreibt das Unternehmen Verluste. Für Apple wäre es der grösste Zukauf seit der Übernahme des Kopfhörer-Herstellers Beats Electronics für 3 Milliarden Dollar im Jahr 2014. In diesem Jahr hat der Konzern aus Kalifornien bereits eine Milliarde Dollar in den chinesischen Mitfahrdienst Didi Chuxing gesteckt.
(reuters/jfr)