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Dieses Soforthilfeprojekt sichert kurzfristig den unmittelbaren Bedarf und Schutz der Zielgruppen. Es schafft auch mittelfristig Voraussetzungen für eine längerfristige, auf dauerhaftere Lösungen abzielende Unterstützung (Nexus-Dimension). Darüber hinaus soll mit der Intervention zum Abbau der entstandenen Spannungen zwischen Aufnahme- und Migrationsbevölkerung beigetragen werden.
Zwischen Herbst 2015 und Frühjahr 2016 versuchten rund eine Million Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten, von der Türkei aus über die Balkanroute via Serbien, Ungarn und Kroatien in die EU zu gelangen. Bosnien und Herzegowina (BiH) blieb damals unbetroffen, da niemand versuchte, über BiH in die EU zu gelangen.
2016 wurde die Balkanroute durch eine politische Initiative Österreichs, Ungarns und anderer EU-Mitgliedstaaten geschlossen, die ihre Grenzen zu den Ländern des Westbalkans für Migrierende im Wesentlichen abschotteten. Zu diesem Zeitpunkt waren nur noch relativ wenige Menschen auf der Balkanroute verblieben: Die meisten waren bereits in die EU weitergereist, einige wurden auf der Grundlage der EU-Türkei-Erklärung vom März 2016 in die Türkei zurückgeführt, während der Rest entlang der Balkanroute buchstäblich strandete: Der Weg in die EU blieb versperrt, während eine Rückkehr in die Türkei oder gar in ihre von Krieg, Verfolgung und Armut geprägten Herkunftsländer für die weitaus Meisten ausgeschlossen ist.