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Zentrale Thusis
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Thusis ein Kraftwerk, das der elektrischen Versorgung einer Karbidfabrik diente. Nach der Stilllegung dieser Fabrik wurde das Kraftwerk für die allgemeine Stromversorgung der Gemeinde sowie für die Rhätische Bahn genutzt. Ab 1920 übernahmen die Rhätischen Werke den Betrieb und bauten die Anlagen aus. Diese wurden 1956 – als Ergänzung zu den drei geplanten Hauptproduktionswerken – von den neu gegründeten Kraftwerken Hinterrhein gekauft.
1968 konnte in Thusis nach zweijähriger Bauzeit ein neues Kraftwerk in Betrieb genommen werden, das nach einer Kompletterneuerung heute der Stromversorgung der Gemeinden dient. Das Kraftwerk nutzt das im Hinterrhein verbliebene Dotier- und Restwasser sowie das Gefälle von 100 Metern ab der Wasserfassung Rongellen mit zwei horizontalachsigen Francis-Turbinen. Die erzeugte elektrische Energie wird vollständig an das Talversorgungsnetz abgegeben und deckt rund 25 % des Energiebezugs der Konzessionsgemeinden.