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TCS MyMed
Autore: Mediscope
Die Hysterosalpingografie oder Eileiterröntgen ist ein Kontrastmittelröntgen, um die Gebärmutterhöhle und die Durchgängigkeit der Eileiter zu prüfen. Sie wird vorwiegend bei unerfülltem Kinderwunsch durchgeführt. Eine ähnliche Untersuchungsmethode zur Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit ist das ''Durchblasen'' der Eileiter, die sogenannte Pertuberation. Sie erfolgt oft zusammen mit der Hysterosalpingografie.
Die Hysterosalpingografie ist eine Untersuchung aus der Radiologie, erfolgt aber in Zusammenarbeit mit einem Gynäkologen.
Eine Hysterosalpingografie kann ohne besondere Vorbereitungen durchgeführt werden, soll aber in der ersten Zyklushälfte erfolgen.
Für eine Hysterosalpingografie ist vorher keine spezielle Abklärung notwendig.
Die Untersuchung dauert etwa 10 Minuten und erfolgt am Rücken liegend auf einer Röntgendurchleuchtungsliege, mit angehobenen Füssen, die in Halterungen liegen. Im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung wird der Gebärmuttermund desinfiziert, mit einer speziellen Zange gefasst und Röntgenkontrastmittel über den Muttermund in die Gebärmutter gespritzt. Das Kontrastmittel fliesst von der Gebärmutterhöhle in die beiden Eileiter. Sind die Eileiter normal durchgängig, fliesst das Kontrastmittel ungehindert über die freien Enden der Eileiter in die Bauchhöhle ab. Mittels Röntgendurchleuchtung wird diese Passage mitverfolgt und mit Röntgenbildern dokumentiert. Nach der Untersuchung wird das Kontrastmittel wieder über die Nieren im Harn ausgeschieden.
Beim ''Durchblasen der Eileiter'' (Pertuberation) wird Kohlensäuregas über den Muttermund in die Gebärmutterhöhle und in die Eileiter eingeleitet. Anhand der Druckverhältnisse kann ein Verschluss der Eileiter festgestellt werden.
Die Hysterosalpingografie dient in erster Linie zur Abklärung bei unerfülltem Kinderwunsch, kann aber auch zur Behandlungskontrolle bei Tubensterilisation erfolgen.
Diese Untersuchung ist weitgehend schmerzlos und risikoarm. Das Fassen des Gebärmuttermundes und das Einspritzen des Kontrastmittels wird von manchen Frauen als kurzes Ziehen bis schmerzhaft empfunden. Leichte Nachblutungen infolge Schleimhautverletzungen durch die Instrumente oder nachfolgende Infektionen sind selten. Eine Überempfindlichkeitsreaktion auf das Kontrastmittel ist möglich, aber sehr selten. Bei der Röntgendurchleuchtung besteht eine gewisse Strahlenbelastung.
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