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Dreissig Stunden Fahrt haben diese Menschen hinter sich. Durch den gebirgigen «Latschin»-Korridor, der die Enklave Berg Karabach mit Armenien verbindet, gelangen sie in die armenische Kleinstadt Goris. Mitnehmen auf ihre Flucht konnten sie nur, was in die Kofferräume oder auf Autodächer passt. (Siehe untenstehenden Artikel von Erich Gysling.)
In Goris werden Zeltlager aufgebaut. Dort erhalten die Flüchtlinge nicht nur Unterkunft und Verpflegung, sondern auch medizinische und psychologische Betreuung. Nun muss eine langfristige Lösung für sie gefunden werden.
Aserbaidschanische Truppen hatten am 19. September die Enklave Berg Karabach überfallen. Die Region wird jetzt endgültig vom Nachbarland Aserbaidschan aufgesaugt. Der selbsternannte Staat Berg Karabach (Republik Arzach) wird dann aufhören zu existieren. Etwa 120’000 armenisch-stämmige Menschen hatten in Berg Karabach gelebt. Beobachter in Armenien sprechen vom «zweiten Genozid an den Armeniern».