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- Freitag 01:35 Uhr
Die Bibel ist ein Buch des Glaubens, doch ist sie auch ein Buch wissenschaftlich überprüfbarer Tatsachen? Die Reihe „Secrets of the Bible“ geht den Geheimnissen der Heiligen Schrift auf den Grund. Hat es die Sintflut wirklich gegeben? Wer baute den Turm zu Babel, und wo führte Moses die Israeliten durchs Rote Meer? Archäologen, Historiker und Abenteurer begeben sich auf die Suche nach Antworten. In den Fussstapfen von Kinoheld Indiana Jones fördern sie dabei spektakuläre Überraschungen zu Tage.
Der Historiker Tudor Parfitt behauptet, einen der Verlorenen Stämme Israels gefunden zu haben. Dieser Stamm, Lemba genannt, lässt sich sogar bis zu den Juden des Alten Testaments zurückverfolgen. Seine Mitglieder leben in Simbabwe und Südafrika. Als wäre das noch nicht unglaublich genug, denkt er, dass die Lemba einen wichtigen Hinweis darauf geben, was mit dem wertvollsten jüdischen Artefakt, der Bundeslade, geschehen ist. Diese enthält der Legende nach die Steintafeln, auf denen die Zehn Gebote verewigt wurden.
Der Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Übergabe der Zehn Gebote am Berg Sinai zählen zu den bekanntesten Kapiteln der Bibel. Sir Colin Humphrey, Professor für Physik in Cambridge, entdeckte eine neue Route des Exodus. Sie führte nicht über die Sinai-Halbinsel, sondern durch die arabische Wüste und das Rote Meer am Golf von Akaba. Humphrey glaubt, dass der biblische Berg Sinai ein Vulkan war, der den Israeliten bei Tag durch eine Rauchsäule, bei Nacht durch eine Feuersäule den Weg zeigte. Für ihn ist der Berg Bedr, ein Vulkan in der Wüste Saudi Arabiens, der wahre Berg Gottes.
Professor Giulio Fanti interessiert sich bereits seit seiner Kindheit für das Turiner Grabtuch. Als Professor für mechanische und thermische Messverfahren wollte er einen genaueren Weg finden, das Tuch zu datieren. Seit der Radiokohlenstoffdatierung von 1988 sind viele der Meinung, dass das Tuch eine Fälschung aus dem Mittelalter ist. Doch Professor Fanti ist wie viele andere inzwischen skeptisch, was die Verlässlichkeit der Datierung angeht. Mit einer Reihe von Tests erhofft er sich, das wahre Alter des Tuchs ein für alle Mal zu enthüllen.
Die Beschreibung der Sintflut ist eine der düstersten Geschichten, die man in der Bibel findet, aber bisher gibt es keine Beweise dafür, dass so eine Flut tatsächlich stattgefunden hat. Die Meeresforscher Bill Ryan und Walter Pitman wollen diesem Rätsel auf den Grund gehen. Sie entdecken, dass das Schwarze Meer früher ein sehr viel kleinerer Süsswassersee war. Als der Meeresspiegel stieg, strömte Meerwasser durch den Bosporus. Die Forscher glauben, dass eine höher entwickelte Gesellschaft, die an den Ufern des Sees lebte, gezwungen war zu fliehen und das Ereignis in ihre Legenden einfloss.
Der Historiker Adrian Gilbert glaubt, die Existenz des legendären Jakobskissens beweisen zu können. Er behauptet, der Stein, auf den der Stammvater Jakob sein Haupt legte, sei vom Stamm Dan mitgenommen worden, als dieser während der Invasion Israels durch die Assyrer im 6. Jh. v. Chr. aus dem Heiligen Land floh. Lange Zeit wurde Gilbert verwehrt, den Stein auf dessen Ursprung zu untersuchen. Dann entschied der britische Staat, den Stein an das schottische Volk zurückzugegeben. Die Schotten kündigten sofort an, die Herkunft des Steins ermitteln zu lassen. Auf den Moment hatte Gilbert gewartet.
Die Schrifttafeln von König Joasch, ein umstrittenes religiöses Artefakt, das angeblich die Existenz von Salomos Tempel beweist, tauchte in Israel auf und zog einen aufsehenerregenden Betrugsprozess nach sich. Amir Ganor, ein Detektiv der Israel Antiquities Authority, glaubt, einen weltweit operierenden Fälscherring enttarnt zu haben. Er verfolgte den Weg der Inschriften bis zu deren Besitzer Oded Golan und warf dem Sammler Betrug vor. Millionäre und Wissenschaftler, Spione und Detektive spielen eine Rolle in dieser Episode um die Untersuchung und den Prozess um die Echtheit der Schrifttafeln.