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Kältewellen in der Schweiz
Durch die Advektion von polarer Kaltluft aus nördlichen Breiten oder von kontinentalen Luftmassen über Osteuropa können Perioden mit aussergewöhnlich tiefen Temperaturen in der Schweiz auftreten. Die lange anhaltende Kälte kann hierzulande vor allem den Verkehr beeinträchtigen. Dies gilt sowohl für den Bahn- und Flugverkehr wie auch für den privaten Strassenverkehr. Die Gefahr von Verkehrsunfällen steigt durch verbreitetes Auftreten von Eisglätte erheblich an. Jenen Menschen, welche ohne Schutz dauerhaft der Kälte ausgeliefert sind (z.B. Obdachlose), drohen bei starken Kältewellen Erfrierungen.
Als Folge der tiefen Temperaturen frieren oftmals Gewässer zu. Falls sich auf Fliessgewässern Eisschollen bilden, kann dies zu Verklausungen und in der Folge auch zu Überschwemmungen führen.
Im Winter 2009/2010 kam es in der Schweiz und in weiten Teilen Europas zu einer Kältewelle. Eine der bekanntesten Kältewellen führte im Winter 1963 zum Zufrieren vieler Schweizer Seen, darunter auch des Bodensees.
Zukünftig wird die Häufigkeit von Kältewellen und die Anzahl Frosttage in der Schweiz bedingt durch die Klimaänderung tendenziell abnehmen.