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Sendai kurz vor Wiederinbetriebnahme
In den von der NRA an einer ordentlichen Sitzung gutgeheissenen Betriebssicherheitsprogrammen sind die Regeln für den Betrieb und das Management der beiden Druckwasserreaktoreinheiten von Sendai festgehalten. Mit dem nun von der NRA gefällten Entscheid, hat die Betreiberin des Kernkraftwerks, die Kyushu Electric Power Co., bis auf die sogenannten Pre-Service-Inspektionen alle zur Wiederinbetriebnahme benötigten Untersuchungen und Verfahrensschritte abgeschlossen.
Mit den Pre-Service-Inspektionen wird die Funktion der Anlagenkomponenten bestätigt. Ist dieser letzte Schritt abgeschlossen, kann eine Anlage wieder in Betrieb genommen werden. Die Kyushu sieht vor, bei Sendai-1 das Wiederanfahrverfahren Ende Juli 2015 zu beginnen. Verzögerungen bei den Inspektionen stellen dieses Ziel aber in Frage. Das Unternehmen hofft jedoch, alle Kontrollen, die vor der Brennstoffbeladung durchgeführt werden müssen, bis am 18. Juni abzuschliessen. Nach Vorstellungen der Kyushu soll Sendai-1 Ende August den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Die Inspektionsarbeiten für Sendai-2 sollen am 10. Juni aufgenommen werden. Die Brennstoffbeladung ist auf Ende August terminiert. Die kommerzielle Betriebsaufnahme von Sendai-2 ist für Ende Oktober vorgesehen.
In Japan wurden nach dem Reaktorunfall von Fukushima-Daiichi im März 2011 alle 48 kommerziell genutzten Kernkraftwerkseinheiten nach und nach abgeschaltet. Fünf Einheiten – Genkai-1, Mihama-1 und -2, Shimane-1 sowie Tsuruga-1 – wurden Ende April 2015 offiziell stillgelegt. Bisher hat die NRA 23 Anträge zur Wiederinbetriebnahme erhalten. Bisher hat die NRA die Inbetriebnahmegesuche für Sendai-1 und -2 sowie Takahama-3 und -4 bewilligt. Bei den zwei Takahama-Einheiten ist jedoch ein Rekursverfahren am Laufen.