Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/174751

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit Juni 2014 steht der ehemalige Sitz von Meteo Schweiz an der Krähbühlstrasse 58 in Zürich grösstenteils leer. Das Gebäude an bester Lage am Zürichberg, Baujahr 1947, welches über etwa 200 Arbeitsplätze verfügte, ist Eigentum der Eidgenossenschaft und wird vom Bundesamt für Bauten und Logistik betreut. Im Untergeschoss befindet sich heute noch die Nationale Alarmzentrale.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Pläne bestehen für das Gebäude mit grossem Garten an bester Lage am Zürichberg?</p><p>2. Wer soll das Gebäude in Zukunft nutzen?</p><p>3. Welche Art von Büros sollen im Gebäude untergebracht werden?</p><p>4. Wie gross soll der Wohnanteil des Gebäudes werden?</p><p>5. Werden bei einem allfälligen Verkauf des Areals Stadt oder Kanton Zürich als Käufer berücksichtigt?</p><p>6. Warum kommt es zu dieser langen Planungsphase, nachdem der Entscheid zur Nutzungsänderung schon seit einigen Jahren feststeht?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) ist als eines von drei Bau- und Liegenschaftsorganen des Bundes zuständig für die Unterbringung der zivilen Bundesverwaltung.</p><p>Zu dieser Aufgabe des BBL gehört auch die Leerstandsbewirtschaftung. Diese beinhaltet interne Bedürfnisüberprüfungen und die Beachtung der Entwicklung in der Umgebung der betroffenen Liegenschaften. Durch diese aktive Bewirtschaftung liegt die aktuelle Leerstandsquote des BBL unter 1 Prozent. Branchenüblich sind Leerstandsquoten zwischen 3 und 5 Prozent.</p><p>Im Gebäude an der Krähbühlstrasse 58 war seit der Erstellung 1947 das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz; ursprünglich als Meteorologische Zentralanstalt gegründet) untergebracht. Organisatorisch und räumlich ergaben sich für Meteo Schweiz neue Bedürfnisse. Aus diesem Grund hat Meteo Schweiz das Gebäude 2014 verlassen und ist an den Flughafen Zürich umgezogen.</p><p>Nach dem Auszug von Meteo Schweiz wurde eine Zustandsanalyse durchgeführt. Das Gebäude weist einen erheblichen Unterhaltsbedarf auf, was eine Gesamtsanierung erforderlich macht.</p><p>Parallel dazu wurde die Möglichkeit geprüft, einen Grossteil der in Zürich untergebrachten Verwaltungseinheiten des Bundes an der Krähbühlstrasse 58/Ackermannstrasse 26 in Zürich zu konzentrieren. Derzeit ist die Krähbühlstrasse 58 mit Arbeitsplätzen von fünf Verwaltungseinheiten (EPA, Seco, BAV, Bakom und Babs) teilbelegt. Für weitere vorgesehene Nutzer, wie Bundesanwaltschaft und Fedpol, kann das Gebäude ohne bauliche Massnahmen die Bedürfnisse nicht abdecken. Für ein Gebäude in der Grössenordnung der Krähbühlstrasse 58 muss von der Planung über die Projektierung, die Finanzierung (Immobilienbotschaft) und die Baubewilligung bis zur Fertigstellung eines Bauvorhabens grundsätzlich mit rund sieben Jahren gerechnet werden.</p><p>Am 1. Oktober 2016 wurde das Ortsbild der Stadt Zürich in das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung aufgenommen. Damit werden bauliche Massnahmen in dem Quartier noch aufwendiger und teurer.</p><p>Aufgrund der veränderten Ausgangslage hat der Bund nochmals alle Varianten bezüglich der zukünftigen Nutzung des Gebäudes (Eigennutzung oder Verkauf) geprüft. Dabei spielte die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten eine erhebliche Rolle. Auf Basis dieser Prüfung hat der Bundesrat das BBL beauftragt, die Liegenschaft Krähbühlstrasse 58 in Zürich zu verkaufen.</p><p>Gemäss Artikel 13 Vilb geniesst die öffentliche Hand ein Vorkaufsrecht. Im Rahmen der Verkaufsabwicklung wird daher das BBL mit der Stadt und dem Kanton Zürich Kontakt aufnehmen.</p>  Antwort des Bundesrates.