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Inhalt
I.	Allgemeine Bestimmungen	3
II.	Finanzkompetenzen	3
A	Gemeindevorstand	3
B	Gemeindearbeiter	4
III.	Verfahren bei Ausgaben	5
A	Offerten	5
B	Rechnungen und Spesen visieren und bezahlen	6
C	Aufsicht	7
IV.	Finanzen	8
A	Jahresrechnung	8
B	Finanzplan	9
C	Jahresvoranschlag	9
D	Internes Kontrollsystem	11
E	Spezielle Bestimmungen	11
V.	Abschliessende Bestimmungen	13
Allgemeine Bestimmungen
Finanzkompetenzen
Der Gemeindevorstand erlässt gestützt auf die Gemeindeverfassung, Art. 44 Abs. 2 folgende Finanzrichtlinien:
Gemeindevorstand
Gemeindearbeiter
Der Gemeindevorstand erlässt folgende Richtlinien der Finanzkompetenzen der Gemeindearbeiter:
Verfahren bei Ausgaben
Offerten
Rechnungen und Spesen visieren und bezahlen
Aufsicht
Finanzen
Gestützt auf das Gesetz über den Finanzhaushalt des Kantons Graubünden und der Finanzordnung für Gemeinden des Kantons Graubünden erlässt der Gemeindevorstand folgende Richtlinien für die Finanzen:
Jahresrechnung
Finanzplan
Jahresvoranschlag
Internes Kontrollsystem
Spezielle Bestimmungen
Abschliessende Bestimmungen
Systematische Sammlung
des Kommunalrechts der
Gemeinde Sagogn
Nummer
0120.02.01.1
Titel
Finanzweisung

Ausgabe
Revision vom 18.02.2024
Ausgabe vom 03.11.2017

Ausgabe vom 16.04.2015
Revision vom 30.09.2013
Ausgabe vom 18.02.2013
Gültig ab
05.03.2024 - übersetzt
Einleitende Bemerkungen

Aus Gründen der Vereinfachung beziehen sich Personen-, Funktions- und Gewerbeangaben in dieser amtlichen Publikation jeweils auf alle Geschlechter, ausser wenn explizit etwas anderes definiert ist. Dies ist eine Gebrauchsübersetzung ohne Rechtskraft. Es gilt die verabschiedete romanische Version.

Letzte informale Änderung 09.03.2024 durch Thomas Candrian.
Einleitende Bemerkungen

Aus Gründen der Vereinfachung beziehen sich Personen-, Funktions- und Gewerbeangaben in dieser amtlichen Publikation jeweils auf alle Geschlechter, ausser wenn explizit etwas anderes definiert ist. Dies ist eine Gebrauchsübersetzung ohne Rechtskraft. Es gilt die verabschiedete romanische Version.

Letzte informale Änderung 09.03.2024 durch Thomas Candrian.
Zweck
Art. 1
Zweck
Um eine Gemeinde zu führen ist eine klare Kompetenzaufteilung der Gemeindevorstandsmitglieder und der Angestellten der Gemeinde wichtig. 

Diese Richtlinie soll die finanziellen Zuständigkeiten der Gemeindevorstände und aller Gemeindemitarbeiter klären und das Vorgehen des Budgets über die Genehmigung, den Kauf und die Bezahlung des gesamten Materials der Gemeinde definieren.

Ebenfalls wird das Vorgehen für die Jahresrechnung, den Finanzierungsplan, den Kostenvoranschlag und das interne Kontrollsystem fixiert, und das nach dem Gesetz über den Finanzhaushalt des Kantons Graubünden und der Finanzhaushaltsverordnung für die Gemeinden.

Einmalige Ausgaben innerhalb des Budgetkredites
Art. 2
Einmalige Ausgaben innerhalb des Budgetkredites
Für einmalige Ausgaben innerhalb des Budgets gelten folgende Kaufbestimmungen:

- 2’000 CHF:	eigenständig durch Gemeindevorstand
- 5 000 CHF:	eigenständig, eine Offerte
- 20 000 CHF:	eigenständig, drei Offerten
> 20 000 CHF:	Entscheidung GV, drei Offerten
Mehrmalige Ausgaben innerhalb des Budgetkredites
Art. 3
Mehrmalige Ausgaben innerhalb des Budgetkredites
Für mehrmalige Ausgaben innerhalb des Budgetkredites gelten folgende Kaufbestimmungen:

- 500 CHF:	eigenständig durch Gemeindevorstand
- 2 000 CHF:	eigenständig, eine Offerte
- 5 000 CHF:	eigenständig, drei Offerten
> 5 000 CHF:	Entscheidung GV, drei Offerten
Einmalige, nicht vorgesehene Ausgaben

Art. 4
Einmalige, nicht vorgesehene Ausgaben

Für einmalige Ausgaben, welche nicht budgetiert waren, gelten folgende Kaufbestimmungen:

- 500 CHF:	eigenständig durch Gemeindevorstand
- 2000 CHF:	Entscheidung GV, eine Offerte
> 2000 CHF:	Entscheidung GV, drei Offerten
Mehrmalige Ausgaben, welche nicht vorgesehen waren

Art. 5
Mehrmalige Ausgaben, welche nicht vorgesehen waren

Für mehrmalige Ausgaben, welche nicht budgetiert waren, gelten folgende Kaufbestimmungen:

- 1000 CHF:	Entscheidung GV, eine Offerte
> 1000 CHF:	Entscheidung GV, drei Offerten
Einmalige Ausgaben innerhalb des Budgetkredites
Art. 6
Einmalige Ausgaben innerhalb des Budgetkredites
Für einmalige Ausgaben innerhalb des Budgets gelten folgende Kaufbestimmungen:

- 500 CHF:	eigenständig durch Mitarbeiter
- 1 000 CHF:	Mit Info an  Vorstandmitglied
> 1’000 CHF:	Entscheid durch Vorstandmitglied oder entsprechendes kompetentes Organ

Vorbehalten bleiben weiter Kompetenzen gem. anderen Gesetzen.
Einmalige, nicht vorgesehene Ausgaben

Art. 7
Einmalige, nicht vorgesehene Ausgaben

Für einmalige Ausgaben, welche nicht budgetiert waren, gelten folgende Kaufbestimmungen:

- 200 CHF:	eigenständig durch Mitarbeiter
- 500 CHF:	Mit Info an Vorstandmitglied
> 500 CHF:	Entscheid durch Vorstandmitglied oder entsprechendes kompetentes Organ
Prozess bei Offerten
Art. 8
Prozess bei Offerten
In der Regel werden Offerten gemäss Art. 6-13 eingeholt. In Ausnahmefällen (z.B. wenn keine Alternativen vorhanden sind, bei starkem öffentlichem Interesse) kann auf zusätzliche Offerten verzichtet werden.

Bei der Vergabe von Aufträgen wird in der Regel der kostengünstigste Offertensteller ausgewählt. Aufträge müssen nicht nach diesem Reglement vergeben werden, wenn das öffentliche Interesse stark ist, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet wäre, bei ungenügender Qualität. In diesem Fällen kann ein anderer Offertensteller ausgewählt werden.

Die Offerten müssen immer der Rechnung beigelegt werden. Dafür ist der Gemeindevorstand verantwortlich.

Das übergeordnete Recht muss immer beachtet werden.
Grundlage
Art. 9
Jede Ausgabe bedarf eine Rechtsgrundlage (Finanzhaushaltsgesetz des Kantons Graubünden, Art. 8).

Um Fehler in der Rechnungsführung zu vermeiden wurde folgendes Verfahren aufgestellt. Davon ausgenommen sind die Löhne für die Festangestellten der Gemeinde. 
Vorgehen Geldgeber
Art. 10
Vorgehen Geldgeber
Das Vorgehen beim Bezahlen von Rechnungen beinhaltet in der Regel folgende Schritte:

Alle Rechnungen werden der Gemeindekanzlei eingereicht. Die Rechnungen werden durch die Gemeindekanzlei vorerfasst. Falls die Ausgabe nicht einem Bankkonto adressiert werden kann, versieht die Gemeindekanzlei die Rechnung mit einem Kontierungsstempel und füllt die Kontonummern in den Feldern ‘soll’ und ‘haben’ aus. Nachher wird die Rechnung dem zuständigen Gemeindevorstand übergeben.

Der zuständige Gemeindevorstand kontrolliert, dass alle notwendigen Unterlagen beigelegt sind (z.B. Offerten usw.). Er kontrolliert, dass die Rechnung stimmt, visiert sie und gibt sie der Gemeindekanzlei zurück. 

Der zuständige Gemeindevorstand oder der Gemeindeschreiber kontrolliert die Rechnung nach dem Vier-Augen-Prinzip und kontrolliert, dass die Zahl im Feld ‘soll’ korrekt ist. Nachher wird die Rechnung unterschrieben.

Die Gemeindekanzlei bezahlt die Rechnung, versieht sie mit einer Rechnungsnummer und legt sie im entsprechenden Ordner ab. 
Belege
Art. 11
Spesen mit Belegen werden gleichermassen wie Rechnungen zugunsten des verantwortlichen Mitarbeiters. Die Belege müssen auf ein A4 Blatt der Gemeindekanzlei abgegeben werden, damit sie gemäss Art. 10 verarbeitet werden können.
Spesen
Art. 12
Spesen
Gestützt auf Art. 12 des Besoldungsgesetzes, sieht das Vorgehen für Spesen folgendermassen aus:

Am Schluss des Halbjahres füllen die Mitglieder der Gemeindeorgane und die Mitarbeiter der Gemeinde das Spesenformular aus. Dieses Formular wird durch den Präsidenten des entsprechenden Gremiums kontrolliert und der Gemeindekanzlei abgegeben.

Der Gemeindevorstand, welche für die Finanzen zuständig ist, kontrolliert die Spesen nach dem Vier-Augen-Prinzip und kontrolliert, dass die Zahl im Feld ‘soll’ korrekt ist. Nach der Kontrolle unterschreibt der zuständige Gemeindevorstand die Spesen.

Die Gemeindekanzlei bezahlt die Spesen und führt die Buchhaltung.

Grundlage
Art. 13
Die beständige Aufsicht sorgt dafür, dass keine Übertretungen der Richtlinie stattfinden.
Aufsicht

Art. 14
Aufsicht

Die Gemeindekanzlei schickt allen Mitgliedern einmal pro Quartal ein Buchhaltungsjournal, die Bilanz, die Erfolgsrechnung und die Anlagerechnung.

Die Mitglieder des Gemeindevorstandes kontrollieren die Rechnungen und die Verbuchungen ihrer Departemente. Sie sind dafür verantwortlich, 

dass alle Rechnungen auf das richtige Konto verbucht wurden
dass die Rechnungen den Kostenvoranschlag nicht überschreiten
dass, falls b) nicht erfüllt werden kann, zusätzliche Kredite beantragt werden, damit es nicht zu einer Überschreitung des Kostenvoranschlages kommt.

Alle Korrekturen müssen der Gemeindekanzlei weitergegeben werden. Diese kontrolliert und korrigiert allfällige Fehler.
Jahresrechnung
Art. 15
Jahresrechnung
Das Vorgehen für das Aufstellen der Jahresrechnung sieht in der Regel folgendermassen aus:

Ende Februar erhalten die Mitglieder des Gemeindevorstandes einen Entwurf der Jahresrechnung. Die Mitglieder des Gemeindevorstandes kontrollieren die Verbuchungen und kommunizieren allfällige Korrekturen.

Das Mitglied des Gemeindevorstandes, welches für die Finanzen zuständig ist, kontrolliert die Jahresrechnung bis Mitte März.

Ende März wird die Jahresrechnung durch das zuständige Mitglied des Gemeindevorstandes und der Gemeindekanzlei finalisiert. Ausserdem wird die Bilanz der Aktiva und der Passiva kontrolliert und korrigiert. 

Anfangs April wird die Jahresrechnung durch den Gemeindevorstand kontrolliert und die Gewinnverteilung wird festgelegt. 

Mittel April wird die Jahresrechnung der Geschäftsprüfungskommission und der externen Inspektion vorgelegt.

Ende April werden der Jahresbericht, die Jahresrechnung und der Revisionsbericht zusammengestellt.

Mitte Mai wird die Jahresrechnung dem Gemeindevorstand vorgestellt. 

Der Inhalt richtet sich nach der Finanzrichtlinie Art.11 und der Finanzordnung für die Gemeinden Art. 9-27.
Finanzplan
Art. 16
Finanzplan
Der Gemeindevorstand erstellt zu Beginn jeder Amtsperiode einen Finanzplan für die nächsten fünf Jahre.

Die Voranschlagzahlen sind jedes Jahr nue zu berechnen und zu begründen.

Die Details richten sich nach dem Finanzgesetz des Kantons Graubünden, Art. 9 und 13 und der Finanzordnung für die Gemeinden des Kantons Graubünden, Art. 3.
Jahresvoranschlag
Art. 17
Jahresvoranschlag
Das Vorgehen für das Aufstellen des Jahresvoranschlages sieht in der Regel folgendermassen aus:

Gestützt auf den Finanzplan erstellt die Gemeindekanzlei gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied, welcher für die Finanzen zuständig ist, einen Jahresvoranschlag für das kommende Jahr. Diesen Jahresvoranschlag erhalten alle Mitglieder des Gemeindevorstandes Anfang September.

Die Mitglieder des Gemeindevorstandes überarbeiten den Jahresvoranschlag und bereiten sich auf die Sitzung bezüglich des Jahresvoranschlages vor. 

In der Regel werden die Themen anlässlich der Sitzung Ende September.

Die Gemeindekanzlei sammelt die definitiven Zahlen und stellt aus diesen den provisorischen Jahresvoranschlag zusammen. Dieser wird dann dem Gemeindevorstand zur Kontrolle gegeben.

Anfang November wird der provisorische Kostenvoranschlag überarbeitet und der Geschäftsprüfungskommission übergeben.

Falls erwünscht, findet eine Sitzung mit dem Gemeindevorstand und der Geschäftsprüfungskommission statt um den Jahresvoranschlag zu besprechen.

Allfällige Änderungen erfolgen spätestens am 15. November. Danach wird der Jahresvoranschlag zuhanden der Gemeindeversammlung genehmigt. Allfällige Änderungen werden im Nachhinein in den Finanzplan eingetragen.

Der Inhalt richtet sich nach dem Finanzgesetz des Kantons Graubünden, Art. 5, 6 und 10 und der Finanzordnung für die Gemeinden des Kantons Graubünden Art. 4.
Art. 18
Der Gemeindevorstand erarbeitet ein internes Kontrollsystem.

Die Details richten sich nach dem Finanzhaushaltsgesetz des Kantons Graubünden, Art.31.
Aktivierungsgrenze
Art. 19
Aktivierungsgrenze
Gemäss Art. 12 des Finanzhaushaltsgesetzes des Kantons Graubünden liegt die Aktivierungsgrenze bei CHF 25'000.--.
Vorfinanzierungen
Art. 20
Vorfinanzierungen
Vorfinanzierungen können gemäss Art. 18 des Finanzhaushaltsgesetzes des Kantons Graubünden beschlossen werden.
Abschreibungen
Art. 21
Abschreibungen
Abschreibungen erfolgen gemäss Art. 27 des Finanzhaushaltsgesetzes des Kantons Graubünden und gemäss Art. 28 des Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden.

Die Abschreibungen beginnen zum Zeitpunkt der tatsächlichen Nutzung gemäss Art. 22 der Finanzhaushaltsverordnung für die Gemeinden.
Kreditfreigabe
Art. 22
Kreditfreigabe
Wenn die Kosten den genehmigten Kredit überschreiten, kann der Gemeindevorstand eine Nebenforderung innerhalb der Finanzkompetenzen gemäss Art. 44 der Gemeindeverfassung genehmigen.

Überschreitet der Kredit die Finanzkompetenzen des Gemeindevorstandes und sind keine Kreditfreigaben gemäss Art. 20 des Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden oder Art. 8 der Finanzhaushaltsverordnung möglich, muss die Anfrage dem zuständigen Organ gestellt werden.
Zusätzliche Abschreibungen 
Art. 23
Zusätzliche Abschreibungen 
Zusätzliche Abschreibungen sind möglich und richten sich nach Art. 28 des Finanzhaushaltsgesetzes des Kantons Graubünden und Art. 24 des Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden, sofern nicht anders angegeben.
Ritmus da valetaziun
Bewertung de
Art. 24
Ritmus da valetaziun
Bewertung de
Der Rhythmus für die Grundstückbewertung beträgt 10 Jahre und richtet sich nach Art. 27 des Finanzhaushaltsgesetzes des Kantons Graubünden und Art. 20 des Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden, sofern nicht anders angegeben.
Interne Verrechnungen
Art. 25
Interne Verrechnungen
Interne Verrechnungen richten sich nach den effektiven Kosten gemäss den Richtlinien von Art. 16 des Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden. Sie werden folgendermassen verrechnet:

Für Personal werden die effektiven Personalkosten verrechnet, einschliesslich Versicherungen, Ausstattung und der notwendigen Infrastruktur zur Ausführung der benötigten Arbeiten. Es werden die Arbeitsstunden verrechnet.

Die Infrastrukturkosten einschliesslich dem Unterhaltspersonal und den Versicherungen. Ausserdem wird die benötigte Fläche der Infrastruktur berücksichtigt. 
Inkraftsetzung
Art. 26
Inkraftsetzung
Diese Richtlinie tritt in Kraft, sobald sie von dem Gemeindevorstand genehmigt wurde.

Diese Richtlinie ersetzt alle bisherigen Richtlinien.

Ausgabe vom Gemeindevorstand genehmigt am
05.03.2024
Ausgabe von der Gemeindeversammlung genehmigt am
-
Ausgabe von der Regierung des Kantons GR genehmigt am
-
Finanzweisung
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