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Inmitten von Feldern liegt in Tunesien eine Stadt, die einst kaiserliche Residenzstadt war.
Im Jahr 646 proklamierte sich Gregorius, ein Patrizier, der die Oberhoheit von Byzanz ablehnte, zum Kaiser und erkor Sufetula zur Hauptstadt aus.
Dieses Ereignis hatte zwar keinen Einfluss auf die Weltgeschichte, die ungewöhnlichen und beeindruckenden Ruinen der antiken Stadt Sufetula sind jedoch nach wie vor zu sehen. Den Eingangsbereich der Stadt erkennt man am imposanten Tetrarchenbogen. Auf dem ganzen Gelände sind byzantinische Festungsanlagen zu sehen. Ende des 7. Jahrhunderts geriet Sufetula, bzw. Tunesien, in den Einflussbereich der Araber.
Die größte Besonderheit Sufetulas ist im Forum zu sehen. Es besteht aus einem 60 x 70 Meter großen, mit Fliesen ausgelegten Platz, der auf einer Seite durch das aus drei Tempeln bestehende Kapitol begrenzt ist. Der Antonius-Pius-Bogen bietet einen herrlichen Ausblick.
In der antiken römischen Stadt fand man alles, was eine Großstadt ausmachte: Thermen, ein Theater, ein Amphitheater, Triumphbögen und Geschäfte. Ab dem 4. Jahrhunderte entstanden in der Stadt auch etliche Kirchen (etwa die Bellator-Kirche und die fünfschiffige Vitalis-Kirche), die inmitten der römischen Monumente zu bewundern sind.