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Der Gemeinderat von Neuenburg hat vier Kunstprojekte aus 33 Bewerbungen prämiert, die von einer internationalen Jury empfohlen worden waren, wie die Stadt Neuenburg am Dienstag mitteilte. «A scratch on the nose» von Mathias Pfund wird in den nächsten Monaten realisiert, gefolgt von «Ignis fatuus» von Nathan Solioz.
Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Projekte «Chimère» von Lionel Ferchaud und Manuel Borruat und «Pury tour de Suisse» von Olivier Suter. Die beiden Werke werden jedoch nicht realisiert, weil sie zu viele Einschränkungen bei der Machbarkeit aufweisen. Alle vier Projekte werden vom 21. bis 24. März im Rahmen der Aktionswoche gegen Rassismus im Neuenburger Rathaus vorgestellt.
Die Arbeiten sollen eine Gedenktafel ergänzen, welche die Stadt am Sockel der Statue anbringen will, um an die koloniale Vergangenheit und die Opfer des Sklavenhandels zu erinnern. Der Bankier und Händler David de Pury (1709-1786) hatte der Stadt Neuenburg durch sein Testament ein riesiges Vermögen vermacht. Diese verwendete das Geld zum Bau verschiedener Gebäude.
Dieses Erbe löste immer wieder kontroverse Diskussionen aus - bis hin zur Forderung nach dem Abriss der Statue. Der Reichtum von de Pury und somit der Stadt Neuenburg beruht nach Ansicht von Kritikern des Kolonialismus zu grossen Teilen auf dem Sklavenhandel, der zehntausende Sklavinnen und Sklaven von Angola und Moçambique nach Amerika schaffte.