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Volle Konzentration auf die Meisterschaft
Nach dem Ausscheiden aus dem europäischen Cup-Wettbewerb gegen das dänische Spitzenteam Bjerringbro-Silkeborg und dem Out im Schweizer Cup zu Hause gegen den HSC Suhr Aarau warten nun drei herausfordernde Auswärts-Partien in der Meisterschaft auf das Team von Adi Brüngger. Der Auftakt in diese Serie erfolgt nur eine Woche nach dem schmerzlichen Ausscheiden aus dem nationalen Cup ausgerechnet beim damaligen Bezwinger – dem HSC Suhr Aarau.
Die Enttäuschung ist natürlich gross. Innert acht Tagen ist Pfadi Winterthur aus zwei von drei Wettbewerben ausgeschieden. Dass dies auf europäischer Bühne gegen eine erfahrene Spitzenmannschaft aus dem Land des Olympiasiegers und Weltmeisters passiert ist, wäre zu verschmerzen. Beide Auftritte waren beherzt, im Heimspiel hat man erst in den Schlussminuten ein weitaus besseres Resultat als das 33:36 verpasst. Das Out im Cup aber, das tat weh und schmälerte den bisherigen, sehr positiven Saisonverlauf.
Fatale Entwicklung
Dumm ist nur, dass man es mit Blick auf die Neustrukturierung der europäischen Wettbewerbe auf nächste Saison verpasst hat, wertvolle Punkte für die Zukunft zu sammeln. Pfadi steht für diese Entwicklung allerdings nicht alleine. Der Schweizer Klubhandball insgesamt entfernt sich mit diesen vorzeitigen Verabschiedungen immer mehr von den lukrativeren internationalen Wettbewerben. Es droht mehr und mehr der freie Fall in den drittklassigen Challenge-Cup, welcher ab nächstem Jahr hinter der Champions-League (CL; Verkleinerung von 28 auf 16 Teams in zwei Achtergruppen) und European-Handball-League (EHL; Vergrösserung von 16 auf 24 Teams in vier 6-er Gruppen) neu als EHF-Cup benannt sein wird.
In der Champions-League wird mit grösster Sicherheit kein Schweizer Team mehr vertreten sein, weil selbst die Kriterien für die Wild-Cards in der ansonsten den Top-Verbänden vorbehaltenen Liga noch höher sein werden.
Für die aufgewertete EHL werden sich zwei mögliche Schweizer Vertreter erst einmal via Qualifikationsrunden für die hochkarätige Gruppenphase qualifizieren müssen. Angesichts der erwarteten Qualitätssteigerung gerade auch in diesem Wettbewerb, dürfte die Hürde für eine erfolgreiche Qualifikation nur noch höher werden. Auch die Herausforderungen an die Teilnehmer werden anwachsen, weil unter dem Kriterium der zentralen Vermarktung analog der CL auch für die EHL die Teilnahmekriterien durch die europäische Handballföderation (EHF) erhöht wurden.
Der Fokus gehört nun der Meisterschaft
Mit dem HSC Suhr Aarau am Mittwoch, dem TSV St.Otmar St.Gallen am Samstag und dem HC Kriens-Luzern eine Woche später stehen für Pfadi nun einige schwierige Auswärtsprüfungen an. Gestartet wird dabei ausgerechnet bei jenem Klub, welcher Pfadi im Cup Mitte letzter Woche eliminiert hat. Die Winterthurer agierten damals erschreckend fahrig, keiner der Spieler erreichte auch nur annähernd einen vernünftigen Level. Mag sein, dass diese Partie zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam, die Konzentration galt den beiden Spielen im EHF-Cup. Dort wollte man etwas bewegen. Vielleicht spielte auch noch das Heimspiel gegen Silkeborg etwas mit, mit seinen in Bezug auf die Ausgangslage doch etwas ärgerlichen Schlussminuten. Der HSC Suhr-Aarau nutzte jedenfalls diese Schwäche ziemlich konsequent und überraschte mit dem Einzug ins Halbfinale.
Zeigen dass man es besser kann
Zugegeben. Die Aargauer sind durch die beiden Zuzüge ihrer portugiesischen Bundesliga-Profis Diogo Oliveira und João Ferrez beweglicher geworden. Trotzdem gelangen ihnen nur 25 Tore. Das reicht im Normalfall für den Gegner zu einem Sieg. Die Pfader sind, mit ihrem guten offensiven Potential, in dieser Partie vorab im Angriff gescheitert. Erschrecklich zerfahren waren die Spielzüge, es fehlte an Präzision im Passspiel und Konsequenz beim Torschuss. Auch gegen eine hart zupackende Deckung müssen diese Attribute stimmen. Es gilt demnach, in der für jeden Gegner schwer zu bespielenden Schachenhalle diese Eigenschaften möglichst schnell wieder zu finden.
HSC Suhr Aarau vs. Pfadi Winterthur
Mittwoch, 27. November 2019, 20:00 Uhr, Schachenhalle Aarau
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Fotos: zVg. | Martin Deuring | deuring.photography.com
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Nächste Heimspiele in der AXA Arena:
Mi. 11.12.2019 | 19:30 Uhr | Pfadi Winterthur – RTV 1879 Basel
So. 22.12.2019 | 17:30 Uhr | Pfadi Winterthur – Kadetten Schaffhausen (WIN4-Gamedays)
Fr. 03.01. bis So. 05.01.2020 | Yellow-Cup (SHV-Vierländerturnier)
Sa. 25.01.2019 | Pfadi4Ever Celebration-Day | 1990er vs. 2000er & Pfadi Winterthur – MT Melsungen
So. 02.02.2020 | 17:00 Uhr | Pfadi Winterthur – BSV Bern