Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03427.jsonl.gz/2904

Anwendungsbeispiele innovativer Geschäftsmodelle im Inlandmarkt des Private Banking eines Schweizer Finanzinstituts
Zu den 50 innovativsten Unternehmen der Welt zählt keine einzige klassische Bank.
Heutzutage ist eine der Kernvoraussetzungen für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen die Kompetenz zu besitzen, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Strategien laufend darauf anzupassen.
Luca Buttus, 2022
Bachelor Thesis, UBS Switzerland AG
Betreuende Dozierende: Matthias Frühsorge
Keywords: Anwendungsbeispiele innovativer Geschäftsmodelle im Private Banking
Views: 16
Im Jahr 1986 führte Nestlé mit der Marke Nespresso portionierten Kaffee ein. Als Pioniere in diesem Bereich entwickelte sich das Segment im Jahr 2000 mit 330 Mitarbeitenden auf über 10'500 Beschäftigte im Jahr 2014. Nestlé setzte bei der Vermarkung auf ein Razor and Blade Geschäftsmodell, dem Anbieten eines preisgünstigen Hauptprodukt mit teurem Verbrauchsmaterial, und war dadurch sehr erfolgreich. Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, Anwendungsbeispiele innovativer Geschäftsmodelle für den Einsatz im Inlandmarkt des Private Banking eines Schweizer Finanzinstituts zu identifizieren.
Zur Beantwortung der Frage wurde zuerst eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken vorgenommen, anschliessend das aktuelle Geschäftsmodell des Schweizer Finanzinstituts anhand eines ausführlichen Desk Research beleuchtet sowie eine quantitative Datenerhebung in Form einer Online-Umfrage durchgeführt. Die darauf aufbauende Datenanalyse führte zu zwei konkreten Anwendungsbeispielen von Geschäftsmodellinnovationen.
Die Haupterkenntnisse der Literaturrecherche fundieren auf 55+ innovativen Geschäftsmodellmuster, welche die Basis von rund 90% aller disruptiver Geschäftsmodelle bilden. Die Muster werden kreativ rekombiniert und anschliessend an das bestehende Geschäftsmodell adaptiert. Sie stellen Zielkunden immer in den Mittelpunkt. Zu den erhobenen Erfolgsfaktoren des Schweizer Finanzinstituts gehören zwischenmenschliche Beziehungen, finanzielle Vorteile für Kunden und unkomplizierte Geschäftstätigkeiten. Hinsichtlich innovativer Geschäftsmodellmuster zeigen die Ergebnisse, dass Netzwerkeffekte und individualisierte Massenprodukte Anwendungsbeispiele darstellen können. Belohnungsanreize und die Akzentuierung des Nutzenversprechen auf Kunden, nutzungsabhängige Gebührenkonstellationen oder das Koppeln von Produkten und Dienstleistungen mit Eindrücken und Erlebnissen stellen weitere Möglichkeiten dar.
Die vorliegenden Erkenntnisse unterstützen Führungskräfte und Mitarbeitende im strategischen Management des Schweizer Finanzinstituts beim Identifizieren langfristiger Ertragschancen und Wettbewerbsvorteilen.
Studiengang: Betriebsökonomie (Bachelor)
Fachbereich der Arbeit:
Vertraulichkeit: vertraulich