Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03171.jsonl.gz/2330

«Gott erhört Gebete – ich bin der lebendige Beweis dafür!»
An dem besagten Mittwochnachmittag kommt die zu dem Zeitpunkt sechsjährige Reagan aus der Schule nach Hause auf den Bauernhof ihrer Eltern und geht wie gewohnt nach draussen, um mit den Tieren zu spielen. «Jeden Tag ging sie raus und spielte mit den Katzen», erinnert sich ihr Vater Daryl Bowman. Doch an jenem Nachmittag fällt Reagan beim Spielen mit dem Kopf auf den Asphalt. Sie schafft es, bis zur Einfahrt zu kriechen. Hier findet sie ihr Bruder und trägt sie zu den Eltern.
In Ungewissheit
Reagan hat keinerlei Wunden. «Sie weinte, aber sie sagte nichts», erinnert sich Mutter Tara. «Sie blutete nicht und es gab kein Indiz dafür, dass sie wirklich verletzt war.» Um auf der sicheren Seite zu sein, rufen die Eltern den Notarzt an. Dieser bringt sie umgehend zu einem nahe gelegenen Krankenhaus; von hier aus wird sie im Hubschrauber ins Trauma-Zentrum der Universität von Virginia geflogen. «Es war unheimlich schwer zuzuschauen, wie der Hubschrauber über die Berge in den Horizont flog und zu wissen, dass dein Kind in dem Hubschrauber ist und du nicht…», berichtet Tara. Die Eltern fahren mit dem Auto hinterher. Daryl berichtet: «Wir waren total besorgt. Auf dem Weg rief ich drei Prediger an, um sie zu bitten, für uns zu beten.»
Im Krankenhaus erfahren die Bowmans, dass ihre Tochter ein schweres Kopftrauma erlitten hat. «Zusätzlich zu der schweren Hirnverletzung hatte sie ihr linkes Bein und den Knochen um ihre rechte Augenhöhle gebrochen», erklärt Dr. Norwood vom Universitätskrankenhaus. «Es war sehr ernst. Ihre Verletzungen waren lebensbedrohlich. Sie hätte innerhalb kürzester Zeit sterben können.»
«Gott, nimm sie noch nicht…»
Insbesondere die Hirnverletzung macht den Ärzten Sorge. Es wird ein Loch in den Schädel gebohrt, um den Druck darin abzulassen. Doch das Hirn beginnt in den ersten 48 Stunden, anzuschwellen. Die Schwellung ist so heftig, dass starke Schäden oder ihr Tod drohen. Tara berichtet: «Ich sagte einfach: 'Gott du kannst sie jetzt noch nicht zu dir nehmen; bitte, nimm sie noch nicht zu dir!'»
Um Schäden durch die Schwellung zu vermeiden, nehmen die Ärzte die zwei vorderen Knochen des Schädels ab. Jetzt wenden sich die Eltern an die Leute ihrer Stadt und der christlichen Schule, an welche die Kinder der Bowmans gehen. «Am Tag nach dem Unfall trafen sich alle Schüler in der Sporthalle, hielten sich an der Hand und beteten für sie», erinnert sich Tara. Und Daryl berichtet: «Freunde kamen zu uns, um mit uns zu beten. Die Operation verlief gut, ohne Komplikationen, aber wir konnten nichts über mögliche Auswirkungen ihres Unfalls wissen, bis sie aus dem künstlichen Koma aufwachen würde.» Denn Folgen konnte es bei einem so schweren Hirntrauma viele geben: Probleme mit dem Gehen, Sprechen, Essen, aber auch Konzentrationsschwierigkeiten und mentale Probleme.
Drei Wochen lang wird Reagan durch Medikamente ruhig gehalten. In dieser Zeit nimmt die Hirnschwellung ab und die Ärzte setzen die Schädelplatten wieder ein. Dann beginnt die Zeit der Physiotherapie. «Reagan musste neu lernen, sich die Zähne zu putzen und zu laufen. Wir mussten darauf achten, dass sie sich nicht verschluckt, weil sie auch das Schlucken wieder lernen musste», erzählt ihre Mutter. Jeden Tag geht es etwas besser.
Die Macht des Gebets
Doch dann ein Rückschlag: Die Wunde am Kopf entzündet sich. Sie muss starke Antibiotika zu sich nehmen, immer wieder muss Flüssigkeit aus der Wunde abgelassen werden. Die Familie tut das einzige, was ihnen in dieser Zeit Trost gibt: Sie betet. «Jeden Abend beteten wir für sie», berichtet Daryl. Und Tara ergänzt: «Wir füllten ihren Raum mit christlicher Musik, Gebet und Bibelversen und lasen laut aus der Bibel vor.» Dann heilt auch die Entzündung und die Therapie läuft weiter. «Letztlich verbrachte sie viel weniger Zeit in Rehabilitation, als wir gedacht hatten», berichtet Dr. Norwood. «Sie machte sehr schnelle Fortschritte, schneller als man es normalerweise bei Kindern mit so schweren Hirnverletzungen beobachtet.» 56 Tage nach dem Unfall kehrt Reagan wieder nach Hause zurück. «Und Gott liess keine Wunde offen. Alles heilte komplett», berichtet Tara dankbar.
«Ich fühle mich total gut»
Auch heute, sechs Jahre später, sieht man keine Langzeitschäden bei Reagan. «Ich fühle mich total gut. Ich habe das Gefühl, dass ich alles tun könnte», freut sich Reagan. Das ist auch für den Arzt Dr. Norwood sehr erstaunlich: «Normalerweise sieht man bedeutsame Langzeitschäden, etwa Aufmerksamkeitsdefizite, Probleme mit der Kontrolle der Impulse, Sprachprobleme, wenn man auf die Bereiche schaut, die verletzt wurden. Es ist wirklich erstaunlich, dass sie keine dieser Schwierigkeiten hat.»
Die Bowman-Familie ist einfach nur dankbar, dass Gott ihnen ihre Tochter zurückgegeben hat. «Ich weiss, dass Gott Gebete beantwortet; ich bin der lebende Beweis dafür», erklärt Reagan und ihre Mutter fügt hinzu: «Gebet funktioniert! Die Macht des Gebets hat sie komplett geheilt – Gott ist der grösste Arzt!»
Zum Thema:
Vom Hausdach gestürzt: «Dass ich lebe, ist ein Wunder»
Nach Hirntod wieder aufgewacht: «Da war Gottes Hand am Wirken!»
Gehirnblutung überlebt: Als ich schwach war, zeigte mir Gott seine Liebe
US-Studie: Religion fördert Gesundung nach Schädel-Hirn-Trauma
Datum: 16.03.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / CBN