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Mit einem offenen Brief vom 26. Juli 2022 hat sich der Trägerverein „Nein zur Ehe für alle“ an die Schweizerische Post gewandt. Dieser wirft der Post darin vor, dass sie mit der Herausgabe der Ereignismarke zu der am 1. Juli 2022 in Kraft getretenen „Ehe für alle“ ihre politische Neutralität verletzt und dadurch einseitig Werbung für eine politische Seite unternimmt: „Wir rufen in Erinnerung, dass sich in der Volksabstimmung vom 26. September 2021 immerhin 35,9 Prozent der Stimmbevölkerung gegen eine ‚Ehe für alleʻ ausgesprochen haben. Mit der Veröffentlichung dieser Ereignismarke übergehen Sie die Meinung von mehr als einem Drittel der Schweizer Bevölkerung. Ausserdem machen Sie als Staatsbetrieb einseitig Werbung für nur eine politische Seite.“
Insbesondere gehe es nicht an, dass staatliche Mittel und Kanäle für Propaganda-Zwecke missbraucht werden, kritisiert der Trägerverein weiter. Im Weiteren fordern die Unterzeichner die Post auf, diese Briefmarke zurückzuziehen oder im Sinne der Gleichberechtigung eine Marke herauszubringen, welche die Ehe von Mann und Frau als am besten für das Kindeswohl geeignete Verbindung unterstreicht.
Der Trägerverein hat bereits eine eigene Briefmarke kreiert, die den Wert der Ehe zwischen Mann und Frau betont, und ruft dazu auf, mit diesem Sujet eigene Briefmarken zu produzieren und möglichst viele davon in Umlauf zu bringen. Dies kann über den Webstamp-Service der Post gemacht werden.
Hier der offene Brief in gesamter Länge und den Anhang zum Marken-Sujet: Offener Brief zur Herausgabe der Ereignismarke „Ehe für alle“