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Wie sich Futtermittelallergien auf Deinen Hund auswirken können
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Allergien sind für niemanden ein Vergnügen, vor allem nicht für Deinen Hund, der Dir nicht sagen kann, was ihm fehlt. Futtermittelallergien und -unverträglichkeiten können für Dich und Deinen Hund eine echte Qual sein und es kann schwierig sein, ihnen auf den Grund zu gehen. Bei einer Allergie handelt es sich um eine anormale Reaktion auf einen bestimmten Inhaltsstoff eines Lebensmittels, die in der Regel als „unerwünschte Lebensmittelreaktion“ (AFR) bezeichnet wird. Es gibt zwei Hauptarten von unerwünschten Lebensmittelreaktionen: Allergien, bei denen das Immunsystem beteiligt ist und Lebensmittelunverträglichkeiten, die ohne eine immunologische Komponente auftreten. Allergien reagieren in der Regel auf Eiweißbestandteile des Lebensmittels, wie Rind- oder Hühnerfleisch, während Unverträglichkeiten auf andere Bestandteile, wie z. B. Zusatzstoffe, zurückzuführen sind.
Was sind die Ursachen für unerwünschte Lebensmittelreaktionen wie Allergien?
Die häufigsten Ursachen für Futtermittelallergien/-unverträglichkeiten bei Hunden sind Proteinquellen wie Rind und Huhn, Milchprodukte und Weizen. Es kann Monate oder Jahre dauern, bis Dein Hund eine allergische Reaktion auf ein bestimmtes Futter entwickelt. Sobald dies jedoch geschehen ist, kommt es fast immer zu einer negativen Reaktion auf dieses Lebensmittel.
Lebensmittelallergien/-unverträglichkeiten können in jedem Alter auftreten und ein Leben lang andauern. Einige Hunderassen scheinen eher zu Nahrungsmittelallergien/-unverträglichkeiten zu neigen, darunter West Highland White Terrier, Cocker Spaniel und Irish Setter.
Reagiert mein Hund empfindlich auf ein bestimmtes Futter?
Die Diagnose spezifischer Futtermittelallergien bei Deinem Hund kann schwierig sein. Die häufigsten Symptome einer Futtermittelallergie/-unverträglichkeit sind Verdauungsstörungen, Hautreizungen oder eine Kombination aus beidem. Hautläsionen bei Hunden treten häufig im Gesicht, an den Pfoten und an den Ohren auf.
Futtermittelallergien sind leicht mit anderen Hauterkrankungen zu verwechseln und viele Hunde haben gleichzeitig andere Allergien wie eine Flohspeichel- und Umweltallergie (Atopie). Hunde mit chronischen oder wiederkehrenden äußeren Ohrentzündungen sollten auch auf Futtermittelallergien untersucht werden.
Wenn Dein Hund eine unerwünschte Futtermittelreaktion hat, kannst Du einige der folgenden Anzeichen bemerken:
- Erbrechen oder Durchfall
- Schlechter Fellzustand
- Blähungen
- Häufiges Kratzen oder Haarausfall
- Rote, entzündete Haut
- Chronische Ohrenprobleme
- Schlechtes Wachstum bei jungen Hunden
WICHTIG: Einige Anzeichen von Futtermittelallergien/-unverträglichkeiten ähneln denen anderer ernsthafter Erkrankungen, daher solltest Du Deine Tierarztpraxis aufsuchen, wenn Du eines dieser Anzeichen bemerkst.
Behandlung: Die Bedeutung der Ernährung
Das Hauptziel bei der Behandlung von Lebensmittelallergien oder -unverträglichkeiten besteht darin, die verantwortliche Lebensmittelzutat zu finden und zu vermeiden. Die praktischste und genaueste Methode ist ein Ausschlussverfahren, bei dem eine verdächtige Zutat aus dem Futter Deines Hundes entfernt wird, um zu sehen, ob sich die Symptome verbessern. Achte besonders darauf, den Zugang zu anderem Hundefutter, Tischspeisen, Leckerlis, Snacks oder Kauspielzeug zu verhindern, während Du die verdächtige Zutat zu isolieren versuchst.
Wenn Dein Hund an einer Futtermittelallergie leidet, ist es noch wichtiger, ihm das richtige Futter zu geben. Das Futter sollte vollständig und ausgewogen sein und möglichst wenig eiweißhaltige Zutaten und Zusatzstoffe enthalten.
Wenn Dein Hund auf eine bestimmte Proteinquelle allergisch reagiert, kann Deine Tierarztpraxis ein Futter mit speziell aufgeschlossenen Proteinen empfehlen. Diese so genannten hydrolysierten Proteine sind zu klein, um vom körpereigenen Immunsystem erkannt zu werden, sie fliegen sozusagen unter dem Radar! Ein anderer Ansatz, den Deine Tierarztpraxis empfehlen kann, ist die Fütterung eines Futters mit einer für Deinen Hund neuen Proteinquelle, wie z. B. Ei, Ente, Lachs, Lamm, Wild oder Felchen (Weißfisch), je nach der Ernährungsgeschichte Deines Hundes.
Für eine genaue Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten solltest Du immer Deine Tierarztpraxis konsultieren und sie bitten, Dir das beste Futter für den Zustand Deines Hundes zu empfehlen. Versuche niemals, einfach Zutaten aus dem Futter Deines Hundes zu streichen, da dies leicht zu einer Unterernährung führen kann.
Fragen, die Du dem Gesundheitsteam Deiner Tierarztpraxis stellen solltest:
- Gibt es Lebensmittel, die ich meinem Hund wegen seiner Allergien nicht geben sollte?
- Erkundige Dich, wie sich menschliche Lebensmittel auf die Gesundheit eines Hundes auswirken können.
- Frage, ob sie ein bestimmtes Futter für die Allergien Deines Hundes empfehlen würden.
- Frage nach den besonderen Ernährungsbedürfnissen Deines Hundes.
- Wie viel Du von dem empfohlenen Futter Deinem Hund geben sollst und wie oft.
- Bespreche, welche Leckerlis Du Deinem Hund mit dem empfohlenen Hundefutter geben kannst.
- Wie schnell kann ich mit einer Verbesserung des Zustands meines Hundes rechnen?
- Können Sie mir eine schriftliche Anleitung oder ein Merkblatt über Futtermittelallergien/-unverträglichkeiten für meinen Hund geben?
- An wen in der Tierarztpraxis soll ich mich wenden (E-Mail/Telefon), wenn ich Fragen habe?
- Frage, ob Dein Hund einen Folgetermin benötigt.
- Erkundige Dich, ob vorher eine Erinnerungs-E-Mail oder eine Mitteilung verschickt wird.
Überprüft von Dr. Hein Meyer, DVM, PhD, Dipl-ECVIM-CA und Dr. Emma Milne BVSc FRCVS