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Poupées d`argile war 4 Mal im Kino Orient zu sehen, zuletzt im September 2004.

Poupées d`argile
Nouri Bouzid, Tunesien, 2003
100 Min.
In einem tunesischen Dorf, dessen Frauen für ihre Kenntnisse und Fertigkeiten der Töpferkunst der Berber bekannt sind, vertrauen die Familien ihre Mädchen Omrane, einem ehemaligen Hausangestellten an. Er vermittelt sie als "Mädchen für alles" an Haushalte in den neureichen Quartieren der Hauptstadt. Die schöne Rebeh hält das harte Leben als schuftende Hausangestellte aber nicht aus und reisst aus. Von Gewissensbissen geplagt und angezogen von der jungen Frau macht sich Omrane auf die Suche nach Rebeh. Begleitet wird er von der neunjährigen Fedhah, die er eben aus dem Dorf geholt hat und die auf einen Platz in einem Haushalt wartet.
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Fedhah entdeckt die Stadt und formt aus dem Lehmklumpen, den sie von zu Hause mitgebracht hat immer wieder Tonpuppen, die sie, einmal vollendet, wieder zerstört. Omrane findet Rebeh schliesslich, doch sie ist schwanger. Sein Leben gerät völlig durcheinander. Zwischen dem Mädchenvermittler, der temperamentvollen Rebeh und der kleinen Tonpuppenkünstlerin entsteht eine eigenartige starke Bindung, die ihren Ausdruck in der gemeinsamen Sehnsucht nach Freiheit findet.
Nouri Bouzid ist einer der bekanntesten Filmautoren Tunesiens. Vor seinem fulminanten Regiedebüt “L’homme de cendres” war er wegen seines politischen Engagements während sechs Jahren inhaftiert. “Poupées d’argile” ist sein 5. Spielfilm. Er spielt einerseits in Tunis, der Hauptstadt Tunesiens, und andererseits auf dem Land, wo bedürftige Familien ihre Töchter wegschicken, damit sie in den Städten als Hausangestellte oder, besser ihrer Aufgabe entsprechend, als “Mädchen für alles” ein Auskommen finden.
Der zwielichtige vierzigjährige Omrane kommt regelmässig als Stellenvermittler in sein Heimatdorf, das für seine traditionelle Töpferkunst bekannt ist. Diesmal nimmt er die kleine Fedhah mit. Die beunruhigte Mutter von Rebeh fragt ihn nach dem Verbleib ihrer Tochter, die sie ihm vor längerer Zeit anvertraut hat. Er weicht aus, erzählt weder, dass sie seine Geliebte war noch von ihrer Flucht aus der letzten Stelle. Nach seiner Rückkehr macht er sich auf ihre Suche.