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Auf der ISS will die Künstlerin testen lassen, wie sich das Material im All verhält. Um ihr Projekt zu verwirklichen, arbeitet die Künstlerin seit vier Jahren mit Raumfahrtforschern und einem Ingenieurbüro zusammen.
Auf deren Rat hin hat sie sich für ultraleichtes Material entschieden. Eine Spezialfolie soll die Skulptur gegen die extremen Temperaturschwankungen auf dem Mond schützen. Die Raumfahrer auf der ISS sollen das Modell in der Schwerelosigkeit unterschiedlichen Hitzegraden aussetzen.
"Vitae" sei ein Gemeinschaftsprojekt, erzählt Banon: Auf dem Blütenkelch will sie Handabdrücke von Bewohnern aller Kontinente verewigen. Das stehe symbolisch für die Suche der Menschheit nach einer besseren Zukunft, sagt Banon. Nachts soll sich die Blüte öffnen, tagsüber geschlossen sein. Dazu trägt eine Legierung aus Nickel und Titan bei, die in der Nacht auf die niedrigen Temperaturen reagiert.
Banon sucht noch nach Sponsoren. Um "Vitae" auf den Mond zu bringen, sind nach Einschätzung der Künstlerin bis zu drei Millionen Dollar nötig. Ihr Kunstwerk wäre nicht das erste auf dem Mond: Im Jahr 1971 brachte die Mission Apollo 15 eine kleine Aluminiumskulptur auf den Erdtrabanten. Das Werk "Fallen Astronaut" des Belgiers Paul Van Hoeydonck erinnerte an die im Einsatz getöteten Raumfahrer.
(SDA)