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Ernst Gubler wurde am 15. März 1895 als zweiter der drei Gubler-Brüder in Zürich-Aussersihl geboren. Nach dem Abschluss des Lehrerseminars unterrichtete er sechs Jahre als Primarlehrer, war aber nebenberuflich schon intensiv als Zeichner, Graphiker, Maler und Plastiker (und als Schriftsteller) tätig. 1920 gab er die Schule auf, wurde Schüler an der Kunstgewerbeschule Zürich, um, wie sein älterer Bruder, Zeichenlehrer zu werden. 1921 setzte er seine Ausbildung fort an der Kunsthochschule Weimar, studierte bei Prof. Walter Klemm (Zeichnen) und bei Prof. Richard Engelmann (Bildhauerei), anschliessend, ab 1922 an der Akademie für Bildende Kunst in München bei den Professoren Peter Halm (Radieren) und Adolf Schinnerer (Zeichnen). Von 1924 bis zu seinem Tod im Jahr 1958 lehrte er an der Kunstgewerbeschule Zürich, ab 1932 als Nachfolger von Otto Meyer-Amden. Daneben arbeitete er an seinem umfangreichen Werk als Bildhauer, Maler, Zeichner, in den späteren Jahren auch wieder als Graphiker. Zudem reflektierte er sein Leben lang schriftlich über Kunst und seine Arbeit, auch über die von Max und hatte dadurch an dessen Entfaltung bedeutenden Anteil. Sein Gesamtwerkt blieb, wie das von Eduard Gubler, zu seinen Lebzeiten unbekannt.
Ernst Gubler machte etliche Reisen: 1926 und 1951 nach Paris; 1933 nach Mailand; 1935 nach München; 1952 nach Venedig, ins Elsass und durch Süddeutschland. Nach 1952 verbrachte er fast jedes Jahr einen Teil seiner Ferien auf dem Bauernhof von Verwandten in Damvant bei Pruntrut. 1958, am 6. November, verstarb Ernst Gubler mitten aus seinem Wirken an den Folgen einer Operation. Dies im Alter von erst 63 Jahren.