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Die kurze Tour führt zu einem Hangried, das Seltenheitswert aufweist: Der ungewohnten Nutzung der früheren Eigentümer ist es zu verdanken, dass der wunderschöne Schwalbenwurzenzian hier noch in grosser Zahl anzutreffen ist. Das Nutzungsrezept bestand darin, dass diese Flächen immer im«Hustage» (beginnender Frühling) nicht gemäht, sondern heruntergerecht wurden. Das so gewonnene Material wurde als Einstreu verwendet. Die Herausforderung besteht nun darin, die aktuelle Nutzung so zu gestalten, dass die Schwalbenwurzenzianbestände auch weiterhin erhalten werden können.
Bei der Kirche Ruswil können Alpensegler beobachtet werden. Segler gehören nicht wie oft angenommen zu den Schwalben. Im Gegenteil, sie sind sogar näher mit den Kolibris verwandt. Der Alpensegler ist mit ca. 55 cm Flügelspannweite und gut 100g Gewicht die grösste europäische Seglerart. Er erreicht bei uns in der Nordschweiz, dem Elsass und Süddeutschland sein nördlichstes Verbreitungsgebiet. In der Schweiz gibt es ca. 1'200 Brutpaare. Die Kolonie in Ruswil weist durchschnittlich 10‐15 Brutpaare auf. Ruswil darf stolz darauf sein, einen bedeutenden Teil des CH‐Bestandes zu beherbergen. Entsprechend gilt es zur Kolonie Sorge zu tragen.