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Historisches
...
/ Bezirks-Schützenverein Affoltern
1941 - 1950 in Kürze ...
Seit 1939 sind nur noch wenige Vorstandssitzungen
festgehalten. Fand doch mal eine Vorstandssitzung statt, dann vielleicht mit
höchstens drei Mitgliedern. Die restlichen Mitglieder wurden als entschuldigt,
da im Feld, aufgeführt.
Weitere Umorganisationen bestimmen das ausserdienstliche Schiesswesen in der Schweiz. Aus dem Feldsektionswettschiessen wurde 1942/43 das heutige Feldschiessen. Nach den Kriegsjahren des zweiten Weltkrieges kann in der zweiten Hälfte dieser Jahre wieder langsam in den Alltag hinüber gewechselt werden. Und nach den Kriegsjahren konnte im Schiesswesen doch ein Aufschwung verzeichnet werden (ebenso bei den Schiessanlässen).
Delegiertenversammlung vom 27. April 1941 in der Krone, Hedingen
Für die diesjährige Schiesstätigkeit sind
bewilligt 18 Patronen für das Feldsektionswettschiessen u. 24 Patronen für
Übungen im eigenen Stand.
Eine neue Beteiligungsart, eine sogenannte Einteilung in Stärkeklassen wird versuchsweise im Kanton Zürich eingeführt. Jungschützen können am Feldsektionswettschiessen ebenfalls teilnehmen aber ihr Resultat gilt nicht für die betr. Sektion.
Die Schiesstätigkeit entsprach dem Vorjahr. Wiederum wurde mit je 12 Patronen ein Bezirksschiessen durchgeführt (300m in Knonau, 50m in Mettmenstetten).
Erstmals wurde am 27. Juli eine Sitzung mit den Präsidenten und Schützenmeistern der einzelnen Sektionen zur Besprechung von Reglementen und Terminen einberufen.
Delegiertenversammlung vom 22. Februar 1942 im Rest. Hirschen in Hausen a/A
Die Begrüssung des Präsidenten endet mit ... Trotz der recht unsicheren Lage treten wir ins Jahr 1942 ein mit dem Glauben an eine bessere Zukunft.
Die Munitionsdotation im Jahre 1942 ist pro
Schütze die folgende: 30 Patronen für das fak. obligat. Programm, 18 Patronen
für das Feldsektionswettschiessen und 24 Patronen zur Verwendung im eigenen
Stand. Im weitern wird beschlossen, dass wiederum 12 Patronen zur
Durchführung des Bezirksschiessen zu reservieren sind. Das Bezirksschiessen
findet in Kappel statt.
Im vergangen Jahr wurden in 16 Kursen 286 Jungschützen ausgebildet. 1942 werden es vermutlich einige weniger sein, da nur noch drei Jahrgänge (1923, 1924, 1925) zur Teilnahme berechtigt sind.
Als Ersatz für den zurückgetretenen Hch. Schneebeli, der bisher das Jungschützenwesen im Bezirk organisierte wird neu Hptm. Schiess, Affoltern in den Vorstand gewählt.
Im weitern muss der Vorstand an einer Sitzung folgendes beschliessen: Wegen der gegenwärtigen Metallknappheit sind die Hülsen nicht mehr Eigentum der durchführenden Festsektion, sondern den Sektionen, denen die Schützen angehören.
Um Aufnahme im Bezirksschützenverein ersuchte der Militärschiessverein Hausen.
Am Eidg. Feldsektionswettschiessen nahmen im Bezirk 797 Schützen teil. Am Eidg. Pistolenschiessen waren es 51 Schützen.
Am Kant. Jungschützentag des Bezirkes Affoltern vom 27. September in Wettswil nahmen 195 Jungschützen von 15 Kursen teil. ... Nach dem Wettkampf mundete der jedem Jungschützen abgegebene Spezialschüblig mit Brot ausgezeichnet. Nachdem so für das leibliche Wohl der Schützen gesorgt war, hielt Herr Feldprediger Pfarrer Gelpke von Bonstetten eine Ansprache an die Jungmannschaft.
|Delegiertenversammlung vom 21.März
1943 im
Rest. Löwen in Affoltern.

Erfreulich ist die Feststellung, dass die Mitgliederzahl des Verbandes von 997 um 312 auf 1309 angewachsen ist.
Aus dem Vorstand treten zurück: Schützenmeister G. Baur, Quästor Jul. Frei und Beisitzer Hch. Meili. Als neue Mitglieder werden gewählt: Fritz Kunz, Stallikon, Albert Meier, Mettmenstetten und Walter Leutert, Ottenbach.
Für die 16 bzw.12jährige
Zugehörigkeit im vorstand werden Gottlieb Baur, Wettswil und Jules
Frei, Hedingen zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Das Eidg. Feldschiessen mit dem neuen
Schiessprogramm (6 x 1 Schuss in je einer Minute, 2 x 3 Schuss in einer
Minute und 1 x 6 Schuss in einer Minute) wird auf Kommando geschossen.
Delegiertenversammlung vom 27. Februar 1944 im Rest. Rössli in Mettmenstetten
Da beim Feldschiessen kein Doppel erhoben
wird, das Schiessen also vollständig kostenlos ist, wird ein Massenaufmarsch
erwartet. ... Letztes Jahr wurden 187 Jungschützen ausgebildet, von denen 167
am Jungschützentag teilnahmen. Die Zahl der jungschützen wird weiter sinken,
denn die Teilnahme wird abhängig gemacht vom Besuch eines Kurses für
turnerisch-sportlichen Vorunterricht.
Das Bezirksschiessen wird von der Scharfschützengesellschaft Affoltern durchgeführt.
Infolge Wegzugs des Schützemeisters Hptm. Schiess ist eine Ersatzwahl notwendig. Aus der Wahl geht als neues Mitglied hervor: Lt. Ernst Häberling mit 27 Stimmen . 25 Stimmen entfallen auf Major Dennler. Die Mitgliederzahl ist nun auf 1348 angestiegen.
Eidg. Feldschiessen vom 1. und 2. Juli 1944
Aufgrund er zahlreichen militär. Einberufungen in der zweiten Junihälfte mussten auf Geheiss des Kantonalvorstandes keine Sektionsresultate errechnet u. verkündet werden. Es wird für Schützen, die militärisch unabkömmlich waren, wahrscheinlich ein Nachschiessen organisiert werden müssen. Aus den gleichen Gründen fanden am 3. und 4. Juni schon ein Vorschiessen statt, an dem 194 Schützen teilnahmen. Am erwähnten Feldschiessen nahmen 874 Gewehrschützen und 45 Pistolenschützen teil. Herr Walter Rüegg, Hausen, hat das hohe Resultat von 89 P. ereicht. Er wird damit Besitzer der Stapfermedaille.
Delegiertenversammlung vom 4. März 1945 im Rest. Kreuz in Maschwanden
Immer noch können wir ruhig tagen, während unweit unserer Grenze der Krieg tobt. Mit grossem Interesse verfolgen wir das militärische Geschehen u. hoffen, das Ende des furchtbaren Ringens möge bald da sein.
Der Z.K.S.V. hat für die Durchführung des Feldschiessens zwei Termine freigegeben. Den 12./13. Mai und den 30. Juni/1. Juli. Grund: Die schlechten Resultate im letzten Jahr u. die alljährlichen guten Resultate der Berner Schützen im Mai. Weitere Gründe: grosse Hitze im Juli u. harte Auflagen in den Schiesständen. Es wird gestatett, da wo es die Verhältnisse erlauben, im Freien zu schiessen. ... Der 1. - 6. Schuss (erste Übung) wird nicht mehr kommandiert.
Herr Müller, Mettmenstetten, beantragt kein Bezirksschiessen abzuhalten, um Gelegenheit zu haben, im Verein ein Endschiessen durchzuführen u. um Kameradschaft zu pflegen. Der Antrag Müller vereinigt 44 Stimmen auf sich. Es findet also im Jahre 1945 kein Bezirksschiessen statt.
Die Feldschützenvereine Aeugst und Aeugsterthal haben sich zur Schützengesellschaft Aeugst zusammengeschlossen.
Zu einer Klage des Präsidenten des Feldschützenvereins Affoltern, Herrn Zraggen, eine Werbeschrift der Scharfschützengesellschaft betreffend, die auch Mitgliedern des Feldschützenvereins zugestellt worden sein soll, kann auch der Präsident der Scharfschützengesellschaft Stellung nehmen.
An der Vorstandssitzung vom 19. April 1945 wird beschlossen ... Laut Beschluss der Delegiertenversammlung wird das Eidg. Feldschiessen in unserem Bezirk am 12./13. Mai durchgeführt. Weil sich während dieser Tage das Ter. Bat. 184 und die Bew. Kp. 8 noch im Aktivdienst befindet, ist es etwa 100 Schützen nicht möglich am Feldschiessen teilzunehmen. Der Kantonalvorstand hat aber die Durchführung eines "Nachschiessens" verboten. Es bleibt nun nicht anderes übrig als den Schiessanlass vom 12./13. Mai als "Vorschiessen" und das Schiessen vom 30. Juni / 1. Juli als Feldschiessen zu bezeichnen. ... Von einer Aufmarschtabelle wird abgesehen.
An einer weiteren Vorstandssitzung vom 16. November wird beschlossen, mittels Umfrage bei den Sektionen, den Wunsch betr. Winterschiessen zu erfahren. Trotz der drohenden Hindernisse, darob entstandenen Aufregung wegen der Munitionsfrage, mit 5 gegen 1 Stimme zum Beschluss erhoben.
Delegiertenversammlung vom 24^. Februar 1946 im Rest. Rössli in Mettmenstetten
Die ersten Schüsse des Jahres 1946 bildeten den Auftakt zu einer regen Schiesstätigkeit, die zwar wegen der Munitionsrationierung nicht überborden wird. Das Winterschiessen in Hedingen war ein voller Erfolg, konnte doch die stattliche Zahl von 270 Teilnehmern bis jetzt noch nie erreicht werden.
Der Vorstand stellt keinen Antrag auf
Durchführung eines Bez.-Schiessens. Berli Obfelden betont die Wünschbarkeit
des billigen Bez.schiessens und stellt den Antrag auf Durchführung. Die
Besammlung beschliesst in diesem Sinne. Es wird in Hedingen stattfinden.
Die neue Durchführung des Einzelwettschiessens scheint in unserem Bezirk keine grosse Nachfrage auszulösen.
Lehrer Gottfried Brugger, Aeugst, wird zum neuen Jungschützenchef gewählt.
... Der Präsident erklärt, dass über die beiden Preise vom Feldschiessen kein Reglement erstellt werden kann, da diese geschenkt wurden (Kanne vom Bez.-Gesangsverein. Statue gemeinsam vom Albisturnverband und vom SAC Sektion am Albis).
Abschliessend zur Delegiertenversammlung noch den Hinweis vom Präsidenten der Schiesskommission, Major Rychener, über das fakultative Gefechtsschiessen, für welches der Bund 12 Gratispatronen abgibt.
Nebenbei; die Vorstandsentschädigung beträgt: ganzer Tag Fr. 6.--, halber Tag Fr. 4.--, Sitzung Fr. 2.--.
Delegiertenversammlung vom 9. März 1947 im Wengibad
Der Präsident informiert, dass am Tag des Vorschiessens des Kant. Schützenfestes in Rüti auf beiden Distanzen ein Bezirksmatch stattfindet. Im Mai und Juni finden Trainingsschiessen statt. Matcheure haben bis 15. Mai dem Bezirkspräsidenten je eine vom Vereinspräsidenten unterzeichnete Kniend- und Stehendpasse einzureichen. Am erwähnten Bezirksmatch nehmen aus unserem Bezirk teil; 300m = 5 Matcheure, 50m = 4 Matcheure.
Der Vizepräsident referiert referiert über Schützenmeisterkurse 1947 u. erklärt das auf 24 Schuss reduzierte obligator. Programm.
Die Schützengesellschaft Aeugst hat rechtzeitig folgende Motion eingereicht: Zur Belebung der Schiesstätigkeit soll eine Bezirksmeisterschaft für Einzelschützen geschaffen werden. Der Bezirksmeister könnte z.B. aus der Summe der Punktzahlen des Feldschiessens, des Bundesprogramms, des Bezirksschiessens oder des Jubiläumsschiessens in Obfelden bestimmt werden. Die Durchführung dieser Meisterschaft wird zum Beschluss erhoben und zur weiteren Beratung an den Vorstand gewiesen. Dem Vorstand wird es überlassen, auf 50m etwas Ähnliches zu schaffen.
Der Präsident der Schiesskommission berichtet über die Gründung eines Militärschiessvereins in Knonau. Die Statuten sind bereits der Militärdirektion eingereicht worden. Wir haben kein Interesse an der Gründung von Militärschiessvereinen. Im Falle Knonau sind die Gründe wirklich sehr fadenscheinig.
Berli, Obfelden, dank dem Bezirksschützenverein für den Verzicht auf das Bezirksschiessen u. damit für die Überlassung der Munition für das Jubiläumsschiessen seiner Sektion.
An Vorstandssitzungen im selben Jahr wird u.a.
erwähnt ...
... Um eifrigen Schützen die Gelegenheit zum Matchschiessen zu geben, veranstaltet der Vorstand im Monat Juni 1-2 Übungen. Der Bezirksvorstand gibt 40 Gewehrpatronen zum reduz. Preise von 8 Rappen u. 40 Pistolenpatronen zum Preise von 5 Rappen an die Teilnehmer ab.
... Der Bezirksvorstand fasst nachfolgenden Beschluss: Auswärtswohnenden Mitgliedern der Scharfschützengesellschaft Affoltern - auch prominenten Berneroberländern - ist, wenn die verlangten Bewilligungen nicht rechtzeitig eintreffen, das Schiessen am Feldschiessen 1947 zu verweigern.
Und zum Eidg. Feldschiessen ist zu erfahren ...
Viel Ärger und Gesprächsstoff verursachte die Ansetzung des Schiessens in die Zeit der Heuernte (31. Mai und 1. Juni). Die Beteiligung von 905 Schützen stellt einen Rekord dar. Wäre das Schiessen auf einen für Landwirte günstigeren Zeitpunkt angesetzt worden, so hätte sich die Beteiligung noch bedeutend erhöht. Und so steht dann im Protokoll der folgenden Vorstandssitzung ... Der Bezirksvorstand beschliesst, an den Vorstand des Kantonalschützenvereins folgenden Antrag zu stellen: Der Schiesstag des eidg. Feldschiessens im Kt. Zürich soll für das Jahr 1948 u. später definitiv auf den 2. Sonntag im Mai festgesetzt werden. Im nächsten Protokoll folgt jedoch die Feststellung, dass unserem Gesuch nicht in vollem Umfang entsprochen werden konnte. Das nächste Feldschiessen findet wiederum am 1. Julisonntag, jedoch soll eine Kommission zur Behandlung gebildet werden.
Der Jungschützentag vom 28. September 1947 wurde erstmals dezentralisiert durchgeführt. Auf den Plätzen Affoltern, Hedingen und Rifferswil schossen 184 junge Schützen. Das Absenden fand nach einem Sternmarsch auf dem Bollet ob Aeugst statt.
Delegiertenversammlung vom 7. März 1948 in der Krone, Hedingen"
Der Präsident eröffnet die Tagung mit grosser Freude, denn das Jahr 1948 brachte die lang ersehnte Munitionsfreigabe. In diesem Dank ist der Vorsteher des eidg. Militärdepartementes, Herr Bundesrat Kobelt, einzuschliessen, denn er erkannte, dass die Schiessvereine zur Schiessausbildung unserer Soldaten wesentlich beitragen.
Zur Uebernahme des Bezirksschiessens haben sich Affoltern F. u. Obfelden gemeldet. Der Präsident verliest ein Schreiben des Schiessoffiziers Kreis X., wonach dieser das Schiessen auf vier Scheiben der Anlage Affoltern untersagen würde. Affoltern F. verzichtet daher auf die Durchführung zugunsten von Obfelden. Der Präsident der Sektion Affoltern F. wendet sich hierauf an den Präsidenten der Scharfschützengesellschaft mit den Worten: Es war nicht gut von Ihnen, anläslich der Gemeindeversammlung gegen den Kredit für die Projektierung eines Umbaus oder Neubaus der Schiessanlage Affoltern zu stimmen.
Die erstmals durchgeführte Bezirksmeisterschaft ergab folgende Gewinner: Rychener Rob. Hausen (wobei die Einreichung der Resultate erst auf Hinweis des Bezirkspräsidenten erfolgte) und Dennler Max, Affoltern (50m).
Am Winterschiessen in Stallikon vom 18. Januar
1948 nahmen 303 Schützen teil (Kranzresultate: 27 / 9%). Am Bezirksschiessen
1948 in Obfelden nahmen 673 Schützen teil. Kranzresultate erreichten 68
Teilnehmer (10,1%). Auf der 50m Distanz nahmen 61 Schützen teil.
In den Jungschützenkursen 1948 wurden 227 junge Schützen ausgebildet.
Delegiertenversammlung vom 27. Februar 1949 im Rest. Rössli in Mettmenstetten
...
Delegiertenversammlung vom 5. März 1950 im Rest. Löwen in Obfelden
...
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©oka