Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03291.jsonl.gz/3185

Allem voran steht die Lust am kollektiven Entwickeln und die Suche nach geeigneter Methodik für neue Arbeitsweisen, die meine Interessengebiete Theater und Musik auf der Bühne verbinden. Mein Interesse an interdisziplinären Ansätzen haben biografischen Ursprung. Nach meinem Abitur studierte ich zunächst Musik und Germanistik an der HfMT und Universität Köln. Erst danach habe ich mich für das Fach Theaterregie entschieden. Dabei interessiert mich das Medium Theater nicht zuletzt, weil es eine interdisziplinäre Kunstform sein kann, in der ich sehr frei mit Material umgehen kann, anders als meiner Erfahrung nach z.B. in der klassischen Musik.
In diesem Sinne widmet sich diese Arbeit thematisch der Idee des „Composed Theatre“. Im Zentrum dieser Arbeit steht eine spezifische Kompositionstechnik aus der Musik, die auf der Idee der Gleichwertigkeit von verschiedenen Stimmen beruht. Mich interessiert dabei sowohl der ästhetische Output der Kompositionstechnik übertragen ins Theater, als auch die Kompositionstechnik als Grundlage eines kollektiven Prozesses. Die relativ komplexe Leitfrage dieser Arbeit lautet dabei:
Inwiefern lässt sich eine homogen polyphone Kompositionstechnik anhand einer Notation als Grundlage für die kollektive Entwicklung eines Sprechchors nutzen?