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Individuum Pute
Name: Pute oder Truthenne (weiblich) Puter oder Truthahn (männlich)
Grösse: Körperlänge ca. 100-125cm, Schwanzlänge ca. 40-50cm
Gewicht: 8-11 kg
Alter: 10-15 Jahre
Nachwuchse: Truthennen legen bis zu 60 Eier pro Jahr, pro Gelege etwa 8-15 Stück. Die Jungen schlüpfen nach 28 Tagen und verbringen dann die ersten 6 Wochen bei ihrer Mutter. Die Hennen schliessen sich mit ihren Küken zu großen Verbänden zusammen, wo die Küken noch mehrere Monate von ihren Müttern beschützt werden.
Paarungsverhalten: Truthähne umwerben die Weibchen mit einem Balztanz, bei welchem die Hautlappen am Kopf und Hals sich verfärben und anschwellen. Zudem klopft das Männchen mit seinen Federn auf den Boden und macht Lockgeräusche.
Sozialverhalten: In der Natur leben Puten in komplexen Sozialstrukturen zusammen. Während der kalten Jahreszeit formieren sie sich in Verbänden von mehreren hundert Tieren mit fester Rangordnung.
Nahrung: Früchte und Samen, aber auch Würmer, Schnecken und Insekten sind Bestandteil ihres Speiseplans. Sie bevorzugen es, sich zu Fuß fortzubewegen, zumal sie ihre Nahrung überwiegend am Boden finden. Bis zu 50 Prozent ihrer Tagesaktivität nimmt die Futtersuche und -aufnahme bei Wildputen in Anspruch. Über den Tag legen sie dabei im Schnitt 10 bis 13 Kilometer zurück.
Köpferpflege: Truten widmen der Pflege ihres Gefieders viel Zeit. Dafür nutzen sie vor allem ihren Schnabel, sowie die Zehenkrallen.
In Freiheit
In der Nutztierhaltung
Name: Pute oder Truthenne (weiblich) Puter oder Truthahn (männlich)
Grösse: Körperlänge ca. 100-125cm, Schwanzlänge ca. 40-50cm
Gewicht: Bis zu 24Kg in der Mast
Alter: 15-17 Wochen (Weibchen) 19-22 Wochen (Männchen)
Nachwuchse: Die Küken werden künstlich ausgebrütet und wachsen ohne Mütter auf.
Paarungsverhalten: Puten können sich durch ihr unnatürlich hohes Körpergewicht und die überdimensionale Brustmuskulatur gar nicht mehr auf natürlichem Wege fortpflanzen und werden somit künstlich befruchtet.
Sozialverhalten: Es kommt zu fast dauerhaftem Stress und Konkurrenzverhalten. Vor allem die männlichen Tiere drohen und imponieren sich, dabei spreizen sie ihre Flügel weit ab und plustern ihre Federn auf. Im Gedränge schlägt dies schnell in Aggressionen
Nahrung: Die Nahrungsaufnahme nimmt bei den schweren “Mastputen” gerade mal 8 bis 9 Prozent ihrer Tagesaktivität ein. Das pelletierte Futter wird ihnen bereitgestellt und kann zudem schneller aufgenommen werden. Die Tiere werden deshalb aber nicht anderweitig beschäftigt. Eine häufige Folge sind Langeweile und Aggressionen, die sich unter anderem durch Federpicken bemerkbar macht.
Körperpflege: Mastputen können das Putzen ihres Gefieders nur eingeschränkt ausführen. Die übergroße Brustmuskulatur hindert sie daran sich ungestört zu putzen. Die Häufigkeit der Gefiederpflege nimmt deutlich ab, da die Vögel ausschliesslich in ihren Exkrementen liegen.