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Mein Ärger ist gross, als ich meinen ersten Platfuss am Auto reparieren lasse. Es stellt sich heraus, dass die Spur der Frontachse verstellt ist und dass die Reifen einseitig ablaufen. In Exmouth gibt es eine Garage, die das reparieren kann. Aber der Besitzer vertröstet mich. In zehn Tagen werde er dann Zeit haben.
Also ändere ich meine Pläne und fahre einen Umweg von gegen vierhundert Kilometern. Zurück nach Geraldton. Die Rechnung geht auf, ich finde einen Pneuhändler der das Problem in einer halben Stunde löst.
Die Nacht in der Nähe der Hauptstrasse auf einem überfüllten Campingplatz macht nicht richtig Freude und am Morgen bei Sonnenaufgang packe ich zusammen und fahre los. Auf dem Weg aus dem Städtchen halte ich bei einem Bottlestore (Schnapsladen) und kaufe etwas Eis für meine Kühltruhe. Melissa bedient mich und erzählt mir, das sie eigentlich Farmerin sei. Aber vor drei Jahren, bei der grossen Flut, sei viel kaputt gegangen. Von diesem Schlag hätten sie sich, ihr Mann und drei Kinder, erholt und neue Bananen angepflanzt. Aber die nächsten zwei Jahre blieb der Regen dann fast ganz aus, das Land versalzte und die kleinen Bananenstauden starben. Jetzt arbeitet sie als Verkäuferin im Bottlestore, um mitzuhelfen, die Familie durch zubringen. Den Mut hat sie nicht verloren. No worries, der nächste Regen kommt bestimmt!