Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03486.jsonl.gz/2282

Am Samstag morgen um 06:00 Uhr in der Früh trafen sich bereits die Offiziere, um die Übungsanlage aufzubauen. Nachdem das letzte Material aufgeladen war, wurde nach Oberwiesen verschoben. Dort angekommen, wurde auf der Brandplatte mit den dort vorhandenen Behältern eine Flüssigbrandsituation aufgebaut. Als zweiter Arbeitsplatz wurden die Gasbetriebenen Brandsimulatoren "Mobile Trainingseinheit" (MTE) und "Greenfire" aufgebaut.
Flüssigbrand
In die Chromstahlbehälter wurde Wasser und Isopropylalkohol (auch: Isopropanol) gefüllt. Das Isopropanol ist leichter als Wasser und schwimmt deshalb oben auf. Nun wird von unten mehr Wasser in den Behälter gedrückt und das Isopropanol tritt oben aus dem Behälter aus, wo es angezündet werden kann und dann brennend am Behälter aussen entlang herunterläuft.
Mobile Trainingseinheit (MTE)
Die MTE ist eine Propangas gesteuerte Anlage zum Löschtraining verschiedener Übungsbrände. Die Brände können vom Operateur gesteuert werden. So kann das Löschtraining gefahrlos durchgeführt werden, da die Feuerwehrleute ständig von aussen überwacht werden und das Feuer jederzeit sofort ausgeschaltet werden kann.
Der Flashover ist an der Stirnseite des Übungsraumes über der Flammenwand fix installiert. Der Flashover wird als ein plötzlicher Flammenausbruch im Bereich der Decke simuliert.
Die Auslösung des Flashover erfolgt manuell durch den Ausbilder. Zweck des Flashover ist, den Übenden die Notwendigkeit des taktisch richtigen Verhalten beim Innenangriff zu veranschaulichen.
Kurz vor acht Uhr trafen dann die AdF in Oberwiesen ein und die Übungen konnten beginnen. Während eine Gruppe auf der Brandplatte den Flüssigkeitsbrand attackierte, übte die andere Gruppe den Innenangriff und bekämpfte im MTE den Flashover.
Nach eine Pause, in welcher sich alle mit Getränken und einem Sandwich stärken konnten, wurden die Gruppen gewechselt.
Die AdF gingen motiviert an die Arbeit und am Ende der Übung sah man überall müde, aber zufriedene Gesichter. Nach dem Retablieren des Materials wurden die AdF kurz vor zwölf Uhr Mittags aus der Doppelübung entlassen.