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Bern - Lernende in der Schweiz haben letztes Jahr insgesamt 303 Millionen Franken an Stipendien und Darlehen erhalten. Inflationsbereinigt ist dies ein Viertel weniger als vor 15 Jahren, wie aus der neuesten Stipendien-Statistik des Bundesamtes für Statistik hervorgeht.
2008 vergaben die Kantone 276 Millionen Franken in Form von Stipendien und 27 Millionen Franken in Form von Darlehen an Lernende und Studierende. Diese Ausgaben, namentlich die Ausgaben für Stipendien, wurden vom Bund mit 25 Millionen Franken subventioniert.
Unter Berücksichtigung der Inflation hat der Gesamtbetrag der kantonalen Stipendien seit 1994 real um 25 Prozent abgenommen, trotz der ständig steigenden Anzahl der Lernenden und Studierenden. Darüber hinaus sind auch die Bundessubventionen im Verlaufe der letzten Jahre deutlich zurückgegangen: Im Jahr 1998 lagen sie noch über der 100-Millionen-Grenze.
49'400 der rund 555'750 Personen, die 2008 eine nachobligatorische Ausbildung absolvierten, erhielten ein Stipendium, was einer Stipendienbezügerquote von 9 Prozent entspricht. Dies ist die niedrigste Quote in der untersuchten Zeitreihe. Sie folgt dem Stagnationstrend, der seit Mitte der Neunzigerjahre zu beobachten ist.
Die von den Kantonen vergebenen Stipendien variieren durchschnittlich zwischen 17 Franken pro Einwohner (Schaffhausen) und 87 Franken (Jura). Auch beim Anteil der Stipendienbezüger gibt es je nach Kanton signifikante Unterschiede: Während in Graubünden einer von 66 Einwohnern ein Stipendium erhält, kommt im Kanton Zürich auf 310 Einwohner eine Stipendien beziehende Person.
2008 erhielten die knapp 50'000 Stipendienbezüger durchschnittlich rund 5510 Franken. Gesamtschweizerisch beträgt der durchschnittliche Stipendienbeitrag pro Semester 3200 Franken. Die Beträge schwanken zwischen 3800 Franken in Zürich und knapp 1200 Franken im Kanton Neuenburg.
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