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Der Juli 2011 wird in der Schweiz wohl der kälteste seit 2000. Damals war die Sommerkälte in Europa noch deutlich ausgeprägter. Wie bereits im letzten Jahr herrscht in Westrussland grosse Hitze.
2000
Eine Troglage* über Mitteleuropa sorgt für kaltes Hochsommerwetter und ergiebige Niederschläge. Grosse Teile Europas erleben einen deutlich zu kalten Juli. Vor allem Frankreich, Luxemburg, Deutschland und die Schweiz sind stark unterkühlt.
2001
Eine anhaltende Südströmung über Westrussland sorgt dort für grosse Hitze. In Mitteleuropa bekommt man nur sporadisch von den überdurchschnittlichen Temperaturen im Osten zu spüren. Erneut liegt Mitteleuropa zeitweise im Einfluss der Trog-Wetterlage.
2002
Der Juli 2002 war in Westeuropa geprägt durch eine zonale Strömung. So strömte immer wieder kühle und feuchte Atlantikluft nach West- und Mitteleuropa. Über Westrussland lag erneut eine aussergewöhnliche Hitze.
2003
Der Juli im Hitzesommer 2003 war verglichen mit dem Juni und August praktisch durchschnittlich. Trotzdem war auch der Juli 2003 von einer Omega-Wetterlage geprägt, so dass mehrheitlich überdurchschnittliche Temperaturen vorherrschten. In Südosteuropa war es für einmal zu kühl.
2004
Wie im Juli 2002 war der Juli 2004 ebenfalss durch den Westwind und somit kühle, feuchte Atlantikluft geprägt. Diesmal reichte die zonale Strömung aber bis weit in den Kontinent, so dass auch Westrussland einen kühlen Sommer erlebte.
2005
Ein leicht übertemperierter Sommermonat unter Einfluss des Azorenhochs. Zeitweise herrschte Nordwestströmung vor, so dass die Temperaturüberschüsse gedämpft ausfielen.
2006
Der Hitze-Juli im Jahre 2006. Der heisseste Juli seit Messbeginn im Mitteleuropa. Eine konstante Omega-Lagesorgte für sonnige, trockene und heisse Verhältnisse. Im Osten, auf der Vorderseite des Hochdruckkeils, erlebten die Menschen einen kühlen Sommer.
2007
Ein massives Tiefdruckgebiet über Skandinavien sorgte über weite Strecken des Monats für Westwind und führte kühle Atlantikluft nach Mitteleuropa. Nur über dem Balikum herrschte Gluthitze.
2008
Ein Sommermonat unter schwachem Azorenhocheinfluss. Zeitweise auch mit zonaler Strömung, die Störungen nach Mitteleuropa führten. Allgemein kaum nenneswerte Temperaturanomalien in Europa.
2009
Erneut ein unspektakulärer Juli. Erneut unter schwachem Azorenhocheinfluss. Zeitweise aber auch in der zonalen Strömung. Kaum Temperaturabweichungen in Europa.
2010
Über weite Strecken ein neuer Hitzemonat in Mitteleuropa und lange Zeit heisser als der Rekordmonat 2006. Bis am 23. geprägt durch eine Omega-Wetterlage über Mittel und Osteuropa. Danach Trog über Mitteleuropa mit massiver Abkühlung. Westrussland blieb unter dem Omega und erlebte den heissesten Sommer seit Menschengedenken.
2011
“Trog über Mitteleuropa”. Mehr gibt es zum Juli 2011 eigentlich nicht zu sagen. Eine eingefahrene Wetterlage sorgte über weite Strecken für kühle, nasse und sonnenarme Juliwitterung. Die Sommerkälte ist aber viel weniger ausgeprägt als im Juli 2000 (ganz oben). So beschränkt sich die Kälte dieses Jahr auf die Iberische Halbinsel, Frankreich, die Benelux-Staaten, Deutschland und die Schweiz und ist weniger unterdurchschnittlich als 2000. Skandinavien und Westrussland erleben erneut einen heissen Juli.
2012
Ein unbeständiger aber durchschnittlicher Juli. Mal war der Alpenraum im Einfluss des viel zu heissen und trockenen Südosteuropa, mal im Bereich der kühl-feuchten Luft über Nordwesteuropa.
2013
Ein extrem sonniger, trockener und warmer Juli: Der perfekte Hochsommermonat. Nach recht frischem Monatsstart wurde es immer heisser.
*Als Troglage bezeichnet man ein Gebiet mit tiefem Luftdruck im Bereich der Rückseite eines kräftigen, bereits zu altern beginnenden Tiefs. Der aus hochreichender Kaltluft bestehende Trog ist an der starken zyklonalen Krümmung der Isobaren zu erkennen. (MeteoSchweiz)