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Beobachtungen zur Übersetzungs-weise der Vulgata im Vergleich zum masoretischen Text
DOI:https://doi.org/10.25788/vidbor.v1i1.1094
Schlagworte:Übersetzung, Buch der Sprüche, Hieronymus, Vulgata
Abstract
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Sammlungen II–V (Spr 10-29) im hebräischen Buch der Sprüche immer wieder als mehr als nur ein Wirrwarr von Sprüchen erwiesen. Zumindest Teile davon können als bewusst arrangierte Kompositionen gesehen werden. Die Schreiber verwendeten dazu Schlagworte und Lautmuster. In vielen seiner Sprüche erwähnt das Buch der Sprüche Agenten, die als „weise“ oder im Gegenteil als „dumm“, „unwissend“ oder „töricht“ charakterisiert werden. Im hebräischen Text werden die Wörter, die in diesem Zusammenhang verwendet werden, oft verwendet, um die Struktur einer Komposition aus mehreren Sprüchen zu markieren – als Schlagworte oder als Teil eines Klangmusters. Der Beitrag befasst sich mit der Übersetzung der relevanten Wörter (z. B. kesil, 'æwil) und fragt, ob die lateinische Übersetzung Anzeichen eines Bewusstseins für die im hebräischen Text nachweisbaren Strukturen aufweist oder nicht.