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Rosmarin
Rosmarin
Rosmarin (Rosmarinus officinalis), der immergrüne Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) liebt warme, sonnige Standorte und ist empfindlich gegen strengen Frost. Er schmückt mit seinen hellblauen Blüten nicht nur Stein- oder Kräutergärten, sondern vereint in einer Pflanze sogar eine ganze Naturheilapotheke.
Sein lateinischer Name bedeutet "Tau des Meeres", weil er auch an den Küsten des Mittelmeeres wächst und sich nachts der Tau in seinen Blüten sammelt. Rosmarin ist ein Symbol für Treue und Liebe. Schon im antiken Griechenland wurde das würzige Gewächs der Liebesgöttin Aphrodite geweiht.
Rosmarin war auch Bestandteil eines der ersten destillierten Parfüme, bei dem ätherisches Öl mit Alkohol kombiniert wurde. Die Mischung hieß nach der Königin Elisabeth von Ungarn (1305–1380) „Ungarisches Wasser“. Auch heute enthält Kölnisch Wasser nach wie vor Rosmarinöl.
Als Heilpflanze entfalten Rosmarinblätter und -blüten ein breites Spektrum an Fähigkeiten. In der Volksmedizin zum Beispiel werden die antimikrobiellen ätherischen Öle des Rosmarins bei Ekzemen und schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Rosmarinöl regt außerdem die Durchblutung in der Haut an, wirkt belebend und weckt müde Geister. Rosmarin ist ebenfalls ein beliebter Bestandteil von Körperpflegeprodukten, da er unreiner Haut, problematischer Kopfhaut und Haarausfall entgegenwirkt.