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Roger Federer zeigte sich vor dem US Open erleichtert über seinen Fitnessstand, nachdem ihm während und nach dem Final von Montreal Rückenbeschwerden zu schaffen gemacht hatten. Er erklärte aber auch, dass er vorerst nicht zu weit vorausblicken wolle.
«Es gibt eine gewisse Unsicherheit», gestand Federer am Samstag, drei Tage vor seinem Erstrunden-Match beim US Open. Er habe aber nie in Betracht gezogen, auf das Turnier zu verzichten.
Während des zweiten Satzes im gegen Alexander Zverev verlorenen Final von Montreal sei er aber schon nervös geworden. «Ich fragte mich, ob ich bereit sein würde für das US Open», erzählte der 19-fache Grand-Slam-Turniersieger.
«Ich hatte aber zwei Wochen, um mich zu erholen, also genügend Zeit», betonte Federer. «Ich hatte in der Vergangenheit oft Rückenprobleme und weiss mittlerweile, wie ich damit umgehen muss. Die Beschwerden kamen überraschend, aber in Panik bin ich deswegen nicht verfallen.» Seit einer Woche ist er zurück auf dem Trainingsplatz und seit Donnerstag spielt er wieder um Punkte.
Nach Novak Djokovic und Stan Wawrinka verzichtet auch der als Nummer 2 gesetzte Andy Murray auf einen Start am US Open in New York. Der Schotte leidet noch immer an einer Hüftverletzung. Die Nummer 2 der Weltrangliste und US-Open-Sieger von 2012 ist bereits der vierte Top-Ten-Spieler, der auf eine Teilnahme an dem am Montag beginnenden vierten und letzten Grand-Slam-Turnier in Flushing Meadows verzichtet.
Neben Djokovic und Wawrinka hat auch der Japaner Kei Nishikori seine Saison bereits vorzeitig beendet. Seine bislang letzte Partie bestritt Murray Mitte Juli am Turnier in Wimbledon, als er in den Viertelfinals sichtlich angeschlagen dem Amerikaner Sam Querrey in fünf Sätzen unterlegen war. Bereits für die beiden Masters-1000-Turniere in Montreal und Cincinnati hatte Murray Forfait erklärt. (sda)
Federer ist erleichtert, wie sich seine körperliche Situation entwickelt hat. «Ich kann wieder an die Taktik denken und finde meine Rhythmus wieder», freute sich der Baselbieter, der am Dienstag seinen ersten Match in Flushing Meadows seit dem verlorenen Final 2015 gegen Novak Djokovic bestreiten wird.
Normalerweise tritt er gegen den Amerikaner Frances Tiafoe in der Night Session an. «Ich habe während diesem Sommer noch nicht am Abend gespielt», erinnerte der fünffache US-Open-Sieger. In Montreal hatte er darum gebeten, am Tag zu spielen, um besser mit der Zeitverschiebung umzugehen.
Obwohl Federer mit seinem Fitnessstand zufrieden ist, gibt er sich vorsichtig. Auf die historische Dimension, die das US Open für ihn haben könnte, wollte er nicht eingehen. «Ich könnte mein drittes Grand-Slam-Turnier des Jahres und das 20. insgesamt gewinnen. Aber ehrlich gesagt: Ich denke nicht so weit. Ich könnte im Halbfinal auf Rafael Nadal treffen und und habe noch vor Kurzem an Rückenbeschwerden gelitten. Ich muss alles von vorne beginnen, ich muss ganz klein denken. Vorerst hoffe ich nur, meinen Erstrunden-Match zu gewinnen.» (sda)
Das Team Europe gewinnt auch die dritte Austragung des Laver Cups. Das von Björn Borg gecoachte Team setzte sich in der Genfer Palexpo-Halle gegen das Team World dank Siegen in den letzten beiden Einzeln mit 13:11 durch.
Einmal mehr war das Augenmerk auf die beiden GOAT des Tennis gerichtet: Roger Federer und Rafael Nadal haben an diesem Wochenende das nächste Kapitel in ihrer «Bromance» geschrieben, aber seht selbst.
(zap)