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Entstehungsgeschichte
Beweggrund und treibende Kraft war das Fehlen einer geeigneten Bademöglichkeit, die der Jugend die Möglichkeit zum Erlernen des Schwimmens bieten konnte. Die einzig mögliche Örtlichkeit bot sich im Weiher der ehemaligen Hofmühle, in welcher bis um 1900 noch gemahlen worden sein soll. Nach der Umwandlung des grossen Gebäudes in eine Stickerei war der Hofmühleweiher technisch unbenützt, der Unterhalt ging an die Gemeinde. Hier sah man das natürliche Angebot für eine Schwimmgelegenheit. Durch den Einbau eines Eisenzaunes trennte man den Nichtschwimmerbereich vom tiefen Hauptteil ab, der nur für gute Schwimmer geeignet war. Zwar wies das "Bad" den Komfort eines Sprungbrettes auf, sein Problem jedoch waren die zumeist tiefen Temperaturen, welche wegen des ständigen Durchflusses von Moosbach und Nasenbach auch nach längerer Hitze kaum auf angenehme Werte zu steigen vermochten. Für solche, die das Schwimmen erst noch erlernen mussten, ein schier unüberwindliches Hindernis. Sodann erschwerten gelegentliche Verwüstungen durch Hochwasser den Unterhalt und die Benützung.
So machte sich eine Gruppe initiativer Dorfeinwohner Ende der fünfziger Jahre an den Versuch erster Schritte für die Verwirklichung eines modernen Schwimmbades. Durch die Gründung einer Genossenschaft erhielten diese Initianten eine rechtliche Trägerschaft, die das geeignete Grundstück kaufen und darauf ein Projekt mit Kostenberechnung erstellen lassen konnte. Finanzielle Mittel wurden beschafft durch die Beiträge der Genossenschafter, durch die alljährliche Durchführung von Tombolas und Unterhaltungsabenden sowie durch Zuwendungen.
Ein wesentlicher Kostenanteil wurde durch eine grosse Zahl Erwachsener und Jugendlicher beigebracht, die im Sommer Abend für Abend strengen Frondienst in Form von körperlichem Einsatz bei den Bauarbeiten leisteten. Tausende von Arbeitsstunden wurden so bei fröhlicher Stimmung geleistet, so dass jene Zeit bei allen Beteiligten als unvergleichlich starkes und schönes Erlebnis im Gedächtnis bleibt.
Das Bad konnte auf die Saison 1961 eröffnet werden. Ein langer heisser Sommer ermöglichte das Baden bis zum letzten Tag des Monats September und zwar bei hohen Wassertemperaturen.
Leistete die Gemeinde für die Erstellung keinen Baubeitrag, so verpflichtete sie sich in der Folge zu jährlichen Finanzabgeltungen für die Benützung durch die Schule und später leistete die Gemeinde schwergewichtige Unterhalts- und Erneuerungsbeiträge.
Arthur Sturzenegger