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Manipulationen
Zum Grund
Da bei Haftpflicht-Schäden in der Regel mindestens zwei beteiligte Parteien vorhanden sind, versuchen diese häufig einen Sachverhalt zur Schadenursache zu konstruieren oder einen bestehenden Schaden zu erweitern oder erweitert darzustellen, der es Ihnen ermöglichen soll, einen im Rahmen der Haftpflichtversicherung gedeckten Schaden erstattet zu bekommen, den sie sonst aus eigenen Mitteln beheben lassen müssten.
Meistens wird dabei übersehen, dass die Schadenhergangsrekonstruktion im Rahmen einer Nachstellung des Schadenablaufes zeigt, dass der Schadenhergang so nicht geschehen sein kann. Oft reicht es schon aus, die beteiligten Parteien mündlich und schriftlich so detailliert zu befragen, dass Abstimmungen vor Befragung zwischen den Parteien keine Wirkung zeigen.
Des weiteren sind gerade bei Schäden an elektrischen und elektronischen Anlagen oder Veränderungen von Programmen und Daten, diese bei Kenntnis der plausiblen Spuren, leicht widerlegbar, so dass eine Ablehnung der Forderung zum Grund für den Versicherer ermöglicht wird.
Da jedoch durch den Forderungssteller der eindeutige Nachweis zu erbringen ist, dass seine Forderung ausschliesslich durch das von ihm gemeldete Schadenereignis begründet ist, erledigen sich viele Forderungen mit manipuliertem Schadenhergang durch die an den Anlagen oder Daten vorgefundenen oder nicht vorgefundenen Spuren.
Kommen mehrere Möglichkeiten als Schadenursache in Betracht, so wird die Forderung in der Regel ebenfalls mangels Nachweis des Kausal-Zusammenhanges abgelehnt.
Auch Bescheinigungen zur Schadenursache von Fachfirmen, die als Bestätigung der Schadenursache und des Herganges vorgelegt werden, entbinden nicht vom Nachweis des ursächlichen Zusammenhanges und sind oft bei Inaugenscheinnahme als gegenstandslos zu betrachten.