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Laurence Crane: «Drones, Scales and Objects»
«Wenn ich komponiere, schöpfe ich wohl aus einem Pool charakteristischen Materials, das ich wiederholt erkunde und von Neuem bearbeite, [vergleichbar] einer großen Kiste mit verschiedenen Objekten, die vertraut und einfach sind: gewöhnliche Akkorde, Tonleitern, Bordune [Drones], kadenzierende Figuren [sowie] Fragmente von Musik, die ich bereits geschrieben habe. Diese Kiste öffne ich immer, nehme vielleicht etwas heraus, das ich schon einmal gebraucht habe und frage mich, wie es sich in einem anderen Zusammenhang verhalten würde. »
Wer sich auf die Kompositionen des 1961 in Oxford Geborenen einlässt, wird bald neugierig, mehr von dieser meditativen und asketischen Musik zu hören. Inspiriert vom Minimalismus eines Cage oder (noch mehr) Feldman, gepaart mit Erik Saties fragiler Klarheit, schreibt Crane oft kurze Stücke, die um eine einzelne Idee kreisen. Für die CD «Drones, Scales and Objects» interpretierten die Musiker des norwegischen Cikada Ensemble unter Christian Eggen eine exzellente Auswahl verschiedener Crane-Stücke aus den Jahren 1992 bis 2007.
Den sieben Musikern, von denen nie mehr als vier gemeinsam spielen, gelingt es vorbildlich, diesen klassisch-experimentellen Komponisten einfach und harmonisch schillern zu lassen. Laurence Cranes ansprechender Text im Beiheft, aus dem einleitend zitiert wurde, rundet das Album überzeugend ab.
Die CD ist in der Bibliothek ausleihbar.
[Text von Ingo J. Biermann / nordische-musik.de]