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1982 wandert der 33-jährige Berner Sekundarlehrer Walter «Wale» Liniger in den amerikanischen Süden aus. 1984 lässt er sich in der Kleinstadt Oxford, Mississippi, nieder. Seine Mission: die Ergründung der Blues-Musik. Wale Liniger verbringt insgesamt 37 Jahre in den USA und beschäftigt sich beruflich und privat mit dem Blues als philosophisches, literarisches und musikalisches Ereignis. Wale Liniger ist kein Theoretiker. Darum spielt und singt er den Blues auch. Mit der Autorität und Hingabe eines Musikers, für den der Blues mehr ist als nur eine Möglichkeit. Der Film erzählt die Geschichte des Intellektuellen Walter Liniger und seiner Suche nach der Unverfälschtheit und der Essenz des Blues. «Ich habe immer gewusst, dass das, was ich sehe, und das, was ich höre, nicht alles sein kann», meint Liniger am Schluss des Filmes. Ein Fazit, das im ersten Moment beunruhigend wirkt, zumal sich dieser Mann seit rund 40 Jahren mit dem Blues auseinandersetzt. Im Film redet Wale Liniger über die Exotik des Fremden, über das Weggehen und das Nachhausekommen und über die unbändige Kraft soziokultureller Prägung. Der Fotograf und Filmer Reto Camenisch begleitet Wale Liniger zwei Jahre, in der Schweiz und im Süden der USA. Ehemalige Schülerinnen, etwa die Berner Regisseurin Livia Anne Richard, der Musiker Hank Shizzoe oder der Musikjournalist Bänz Friedli, kommentieren den Blues des Wale Liniger.