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Die sehr alte, rote Rebsorte ist eine Spezies der Vitis vinifera silvestris und wurde wahrscheinlich schon von den Etruskern kultiviert. Der römische Autor Cato der Ältere (234-149 v. Chr.) bezeichnete sie treffend als Trecenaria (Dreihunderter), weil sie per Jugerum (ein Viertel Hektar) 300 Amphoren Wein erbrachte. Dieser außerordentliche Ertragsreichtum sowie Robustheit zeichnet sie auch heute noch aus. Die an Säuren reiche Sorte ist vor allem in der italienischen Region Emilia-Romagna, aber auch in der Lombardei sowie in Apulien, der Basilikata, dem Piemont, Sizilien und Trentino-Südtirol verbreitet. Es gibt rund 60 verschiedene Subvarietäten unter zahlreichen Namen und Synonymen, die häufigsten sind Lambrusco Grasparossa, L. Maestri, L. Marani, L. Montericco, L. Salamino, L. Sorbara und L. Viadanese. In der Lombardei ist statt Lambrusco der Name Grappello gebräuchlich. In Argentinien existiert eine Varietät namens Lambrusco Maesini. Die im Trentino heimische Sorte Lambrusco a Foglia Frastagliata (auch Enantio) ist laut Burton Anderson nicht verwandt. Die häufig verwendete Gleichung Lambrusco = Schaumwein ist falsch, denn es werden auch Stillweine aus der Sorte gekeltert. In Italien wird daraus aber vor allem fruchtiger Spumante (Schaumwein) oder Frizzante (Perlwein) produziert. Früher wurd en diese Schaumweine als Massenprodukt hergestellt und waren weltweit das typische Alltagsgetränk in den italienischen Lokalen. Man füllte sie sogar in Aluminiumdosen, um in den USA als Alternative zu Coca-Cola einen besseren Absatz zu erzielen.