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Zu diesem Schluss kommt ein Bericht zur Stabilität der weltweiten Finanzmärkte, den der Internationale Währungsfonds (IWF) am Mittwoch in Washington vorstellte.
Die langfristigen Zinsen seien im Begriff zu steigen, was Banken und Versicherungen helfe. Jedoch seien etwa strukturelle Schwächen im europäischen Bankensystem nicht behoben, berichtete der IWF. Die Banken müssten ihr Geschäftsmodell prüfen und auch ihre Filialnetze reduzieren. Die Politik müsse bessere Rahmenbedingungen schaffen. Auch das Problem fauler Kredite sei noch nicht gelöst.
Eine Gefahr für die Finanzstabilität ortet der IWF zudem in den Steuerplänen von US-Präsident Donald Trump. "Das durch Steuerreformen frei werdende Geld könnte vor allem in Bereiche fliessen, in denen eine erhebliche finanzielle Risikobereitschaft eingegangenen wird", erklärte der IWF. Frische Mittel könnten etwa in Wertpapiere, Fusionen und Dividendenzahlungen gesteckt werden.
Solche Verlagerungen seien in den vergangenen Jahrzehnten "mit grossen destabilisierenden Schwankungen im Finanzsystem einhergegangen". In dem Bericht wird auf die letzte grosse Steuerreform von 1986 und die 2004 angeregte Regelung für Unternehmenssteuern verwiesen, denen 1990 und 2008 Rezessionen gefolgt seien.
Dem IWF zufolge könnten durch Steuersenkungen und höheren staatlichen Ausgaben die Inflation und Zinsen stärker steigen als erwartet. Das wiederum könne die Schwankungen an den Finanzmärkten verstärken und die Kosten für den Schuldendienst vieler Unternehmen in die Höhe treiben.
Trump hatte "phänomenale" Pläne für eine Senkung der Unternehmensteuern versprochen. Diese wurden aber noch nicht vorgestellt. Finanzminister Steven Mnuchin sagte kürzlich, dass sich der Zeitplan dafür bis in den Sommer verschieben könnte.
(AWP)