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| Hilarius von Poitiers († 367) - Abhandlungen über die Psalmen.

Vorrede zu dem Buche der Psalmen
13.
Und es ist angemessen, daß man diese durch die himmlischen Geheimnisse bewirkte Vollkommenheit der Bedeutung der Achtheit in dem Psalme, welcher auf den achten Platz versetzt ist, betrachte, welchem die Aufschrift: „Für die Kelter“ gegeben ist, indem Geschirre zu neuen Früchten bereitet, und zur Erhaltung der Wärme des gährenden Mostes erneuert wurden. Und diese Zahl ist, nach der Umgestaltung dieser hinfälligen Gefässe unserer Leiber, zur Aufnahme der Früchte des Evangeliums nach der Achtheit des Evangeliums bestimmt. Dieses bezeuget der Text und Inhalt jenes Psalmes. Auch ist der Sinn jener Achtheit gleichfalls in der Bedeutung des sechsten Psalmes und der sechsten Zahl enthalten, wo ein mit acht Saiten zu begleitendes Gebet vorkommt; und dieses bewirkt der Sinn der Zahl, daß theils im sechsten nach acht Saiten gebeten, theils im achten der Titel: „Für die Kelter“ beigefügt wurde. Allein bei drei Nummern findet man diese Ueberschrift der Kelter. Denn sowohl der achte, als auch der achtzigste und dreiundachtzigste Psalm führen diesen Titel; auf daß in den vollkommenen Zahlen die Ordnung dieser vollkommenen Seligkeit bestünde; jedoch so, daß1 das Geheimniß der Trias, welche von den Unsrigen Dreiheit (Dreieinigkeit) genannt [S. 330] wird, die einfache Achtheit und die Zehnheit der Achtheit in sich enthielte.
1: „In einer Handschrift liest man hier am Rande: Zehnmal Acht und Drei machen dreiundachtzig, und zeigen die vollkommene Seligkeit an, welche von der heiligen Dreieinigkeit, welche Ein Gott ist, den Gläubigen wird gegeben werden.“