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Die politischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Uruguay sind freundschaftlich. Die beiden Länder arbeiten in den multilateralen Organisationen eng zusammen. Bis heute existiert eine enge historische Verbindung zwischen den beiden Ländern, die auf die Auswanderung vieler Schweizerinnen und Schweizer nach Uruguay im 19. Jahrhundert zurückgeht.
Bilaterale Beziehungen
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz und Uruguay sind sehr aktiv in der multilateralen Zusammenarbeit und vertreten in zahlreichen Bereichen ähnliche Ansichten, namentlich bei der Förderung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts sowie bei Umweltfragen.
Seit Juli 2012 betreut das Regionale Konsularcenter in Buenos Aires alle konsularischen Anliegen mit Bezug zu Uruguay.
Aktuell hat die Schweiz mit Uruguay Abkommen in den Bereichen Investitionsschutz, Doppelbesteuerung, Sozialversicherungen und Luftverkehr abgeschlossen.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Im Jahr 2020 importierte die Schweiz Waren im Wert von rund 26,6 Millionen CHF aus Uruguay, hauptsächlich Edelsteine und Edelmetalle sowie landwirtschaftliche Produkte und Papierwaren. Im gleichen Jahr betrugen die Schweizer Exporte nach Uruguay 136 Millionen CHF, darunter waren hauptsächlich pharmazeutische Produkte, Uhren und Maschinen.
Ende 2019 betrugen die Direktinvestitionen der Schweiz in Uruguay nahezu 2,5 Milliarden CHF, und Schweizer Firmen beschäftigten rund 1000 Personen im Land. Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen EFTA–Mercosur wurden im August 2019 abgeschlossen.
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende aus Uruguay können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben. Basierend auf einem Mandat des SBFI koordiniert die Universität St. Gallen zurzeit Forschungskooperationen zwischen der Schweiz und Lateinamerika.
Schweizerinnen und Schweizer in Uruguay
Ende 2020 lebten 1034 Schweizerinnen und Schweizer in Uruguay.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Die 1828 gegründete Republik Uruguay wurde zu einem beliebten Auswanderungsziel für Schweizer Migrantinnen und Migranten. So gründeten Deutschschweizer Bauern 1862/63 die Kolonie Nueva Helvecia. Sie führten die Käseherstellung und weitere landwirtschaftliche Neuerungen ein. Einwanderinnen und Einwanderer aus dem Tessin haben sich in Architektur, Kunst und Sport einen Namen gemacht.
Bereits 1859 ernannte die Schweiz in Uruguay einen Konsul. 1947 eröffnete sie in der Hauptstadt Montevideo eine diplomatische Vertretung. Im April 2012 fanden Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum der Gründung von Nueva Helvecia mit offiziellen Delegationen aus der Schweiz statt.