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Wer sie gesehen hat, wird sich unweigerlich fragen: Kann denn diese an ein Fotomodell erinnernde Schönheit auch spielen?
Die Rede ist von der amerikanische Pianistin Elizabeth Joy Roe, die in Chicago offensichtlich mit fernöstlichen Wurzeln geboren wurde. Doch näheres über die Herkunft ist im Internet leider kaum zu erfahren. Eventuell will man den weitverbreiteten Vorurteilen entgegen wirken, dass Musiker(innen) aus Fernost westliche Musik nicht "richtig" empfinden und interpretieren können.
Doch Elizabeth Joy Roe ist nicht nur in Chicago geboren, sie ist auch dort sozusagen als Seconda in einer kunstliebenden Familie aufgewachsen. An ein Wunderkind erinnernd, gewann sie bereits mit 13 Jahren den grossen Preis der "IBLA" , International Piano Competition in Italy.
In ihrer Jugend vergötterte sie zudem das Chicago Sinfonieorchester, mit dem sie ihr Konzertdebut dann im Jahre 1997 gab. Beeinflusst wurde sie, wie sie selbst sagt, von Glenn Gould und Martha Argerich. Auf ihrem Decca Debut Album spielt sie mit den London Symphony Orchestra unter der Leitung von Emil Tabakov Werke von Britten und Barber.
Modern, aber tonal
Zu diesen neuzeitlichen Werken von Benjamin Britten (1913-1976) und Samuel Barber (1910-1981) ist zu sagen, dass sie tonal und nicht schwer verständlich sind, obwohl sie natürlich nicht so "klassisch" wie ein Mozart oder Beethoven Klavierwerk klingen. Also gewiss auch die richtige Kost, um High End-Anlagen wirkungsvoll präsentieren zu können.
Zur Interpretation fallen mir vor allem zwei Worte ein: absolute Spitzenklasse! Wie sich hier die Pianistin und das London Symphony Orchestra unter Emil Tabakov ins Zeugs legen, ist absolut begeisternd.