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Seit 2009 bietet das Online-Vergleichsportal bonus.ch der Schweizer Bevölkerung jährlich die Möglichkeit, sich zum Thema Krankenversicherung zu äussern. Im Juli 2021 haben mehr als 3'160 Personen an der Zufriedenheitsumfrage teilgenommen und ihren Versicherer in folgenden Punkten benotet: Prämienerhöhung, Klarheit der übermittelten Informationen, Bearbeitung der Leistungen und Kundenservice. Die Antworten wurden in Noten zwischen 1 und 6 umgewandelt, wobei 6 die beste Note ist.
Coronavirus und Prämienerhöhung
In der Schweiz machen sich mehr als 63% der Versicherten wegen der Coronavirus-Pandemie Sorgen um ihre Krankenversicherungsprämien für 2022. Etwas weniger als 30% der Befragten geben an, dass sie keine Erhöhung befürchten, während 7% keine Meinung dazu haben.
Von einer Sprachregion zur anderen sind die Unterschiede beträchtlich. Während die französisch- und italienischsprachigen Schweizer die gleichen Befürchtungen haben, kehrt sich der Trend in der Deutschschweiz um, wo die Mehrheit der Versicherten nicht wirklich eine Erhöhung der Krankenkassenprämien fürchtet.
Berücksichtigt man nur die Versicherten, die auf diese Frage geantwortet haben, so befürchten mehr als 78% der Westschweizer eine Erhöhung der Krankenkassenprämien in 2022 aufgrund des Coronavirus. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die italienischsprachigen Schweizer sogar noch besorgter, denn der Prozentsatz steigt von 71.4% in 2020 auf 82.2% in 2021! Am zuversichtlichsten sind die Deutschschweizer: 51.7% geben an, keine Prämienerhöhung zu befürchten.
Reduzierung der Krankenkassenprämie: Welche Massnahmen sind beliebt?
Sind die Schweizerinnen und Schweizer angesichts der steigenden Krankenkassenprämien bereit, gewisse Kompromisse einzugehen, um den Preis für ihre Versicherung zu senken? Diese Frage wurde den Versicherungsnehmern gestellt, wobei man sich nur für einen der zur Wahl stehenden Vorschläge entscheiden konnte:
- Weniger Leistungen von der Grundkrankenkasse erstattet zu bekommen
- Die Schliessung von gewissen Spitälern
- Obligatorisch zuerst einen Allgemeinmediziner aufsuchen zu müssen, bevor man sich an einen Facharzt wendet
- Sich bei Krankheit zuerst an einen Apotheker zu wenden (die Apotheker wären autorisiert, Konsultationen auszuführen)
- Einen höheren Betrag als CHF 300.- als Minimalfranchise zu akzeptieren
- Die Jahresfranchise (Selbstbehalt) von CHF 700.- zu erhöhen
- Keine dieser Massnahmen
Die Ansichten zu diesem Thema sind ziemlich geteilt. Zwar stimmten 37% der Befragten zu, zuerst einen Hausarzt zu konsultieren, aber fast ein Drittel der Versicherten war mit keiner dieser Massnahmen einverstanden.
Die anderen Vorschläge erhalten nur wenige Stimmen. Die Erhöhung der Franchise ist die zweitbeliebteste Option (8.5%), vor der Schliessung bestimmter Spitäler (7.3%) oder der vorherigen Konsultation eines Apothekers (7.3%). Umgekehrt befürworten nur 3.2% der Befragten eine Erhöhung der Selbstbeteiligung.
Was die französisch- und italienischsprachige Schweiz betrifft, so lehnt rund ein Drittel der Befragten alle vorgeschlagenen Massnahmen ab. Im Gegensatz dazu sind die Deutschschweizer am ehesten bereit, einen Kompromiss zu finden, um ihre Krankenkassenprämien zu senken. 11% von ihnen befürworten die Schliessung bestimmter Spitäler, während es in der französischen Schweiz nur 4.4% sind.
Zugang zur Zufriedenheitsumfrage über die Krankenkassen
Zugang zum Vergleich der Krankenkassenprämien 2021