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Sprache
Die Mehrheit der Bevölkerung spricht livornisch, eine nationale Bezeichnung verschiedener Dialekte, die sich seit dem 15. Jahrhundert an der turanischen Hochsprache orientiert. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht livornisch, eine nationale Bezeichnung verschiedener Dialekte, die sich seit dem 15. Jahrhundert an der turanischen Hochsprache orientiert. Die turanische Hofsprache wurde bedingt durch den engen Kontakt beider Herrscherhäuser am Altburger Hof stets beliebter, was längerfristig die Entwicklung des an der turanischen Kanzleisprache orientierten Livornischen aus der alten dialektalen Vielfalt begünstigte. In einigen Phänomenen von Wortschatz und Grammatik weist das Livornische gewisse Eigenheiten auf.
Eine vor allem im Süden und in Teilen Melbas sowie durch Auswanderung in den Überseegebieten beheimatete Minderheit spricht romanisch, womit in Livornien eine an der Diktion des merolischen Hofes orientierte Sprache bezeichnet wird. In abgelegenen Weilern Seelands sind bisweilen schlecht erforschte spätdangobardische Dialekte anzutreffen. In Garùpano spricht eine nicht geringe Zahl an Menschen novarisch. Ihre Sprache ist jedoch weder in Garùpano noch im Mutterland Amtssprache. Indigene garùpanische Völker sprechen eigene Sprachen, die außerhalb jedoch kaum verstanden werden.
Im offiziellen Amtsgebrauch wird auf die Zweisprachigkeit großen Wert gelegt, so verfügen alle politischen Organe über eine amtliche Bezeichnungen in beiden Sprachen. Gesetze und Verordnungen werden der Eindeutigkeit halber nur auf livornisch verfasst, während die romanischen Übersetzungen nicht rechtsverbindlich sind. Die Sprache des Hofes, der Küche, der Diplomatie und der Mode ist jedoch mehr oder minder immer noch das Romanische, wobei auch hier ein steter Rückgang zu beobachten ist. Der Adel spricht im Alltag längst nicht mehr geschlossen romanisch.
Wirtschaft
Die wichtigsten Wirtschaftszweige Livorniens sind Schiffahrt und Fernhandel, die Lebensmittelindustrie, der Dienstleistungssektor, der Tourismus und die Montan- und Rüstungsindustrie. Die Reederei Montenac wurde 1887 von Herzog Ludwig von Montenac gegründet und pflegt seit dieser Zeit das livornische Netzwerk mit den Transporteuren von Kautschuk, Kakau, Baumwolle, Indigo, Rohrzucker und Palmöl. Gegenwärtig unterhält die Montenac Logistics AG eine der grössten Handelsflotten des KBA und verschifft Waren in alle Kontinente. Aufsichtsratsvorsitzender und CEO der Montenac Logistics AG ist Hofrat Gerhard Britt jun.
Auguste Laplace gründete 1891 die A. Laplace Aktiengesellschaft, die er von einer kleinen Eisenhütte zum führenden Unternehmen der livornischen Montanindustrie ausbaute. Die Stahl- und Werkstoffgesellschaft befindet sich bis heute in Familienbesitz. Inhaberin der Aktienmehrheit ist die Laplace Invest, eine Beteiligungsgesellschaft, die wiederum der Laplace-Familienstiftung gehört. Weitere Anteile halten einige Familienmitglieder als Privatpersonen. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebte die Firma nach einem knapp umschifften Konkurs eine tiefgreifende Umstrukturierung, im Zuge derer das Stahlsegment deutlich heruntergefahren, die Stahlwerke in Aalen reduziert und zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut wurden. A. Laplace steht heute für Materialien und Bauteile von Chrom bis Kunststoffen aller Art, die sie der Werft-, Rüstungs- und Automobilindustrie liefert. Firmensitz, Forschungs- und Produktionsanlagen befinden sich in Aminen (Aalen).
Die Livornische Gewerkschaftsunion LGU ist 1964 durch Zusammenschluss des Seemannsbundes, des Montan- und Textilarbeitervereins MTAV und des Sozialistischen Werkbundes SWB entstanden. Ihre Zentrale befindet sich in den Räumlichkeiten des Seemannsbundes, gleich neben den Anlagen der Reederei Montenac. Erster Sekretär ist Franz Schmidt (Stand 2014).
Der Livornische Bund der Montanarbeiter (LBM) ist Bestandteil der Livornischen Gewerkschaftsunion (LGU) und vertritt die Interessen der Arbeiter bei Laplace und einigen anderen Betrieben gegenüber dem Management.
Die Handelskammer Livorniens besteht seit 1817 und vertritt die Interessen des Handels und des Gewerbes. Sie fördert die wirtschaftliche Prosperität und vermittelt jungen Menschen Ausbildungsplätze in Industrie und Wirtschaft. Ihren Sitz hat die Kammer im geräumigen Palais Isensee inmitten des gewerblichen Viertels von Altburg. Direktor der Handelskammer ist Gerhard Britt (Stand 2014).
Die Währung des Königreiches ist der Gulden beider Archipele, der außerhalb der Simulation mit 0.2 € notiert und dessen Währungszeichen fl. und ISO-Standart fl. ar. lautet. Eine Krone entspricht historisch einem Pfund Silber und zerfällt in folgende Stückelungen: 1 Krone = 4 Gulden (fl.) = 8 Halbgulden = 20 Schilling = 60 Groschen = 240 Pfennig. Die Goldmünze Grùpano besitzt den gesetzlichen Kurrantwert von 24 Schilling, wobei der Goldwert der Münze diesen längst überholt hat. Umgangssprachlich und bei Angeboten des gehobenen Bedarfs wie Immobilien, Kunst, Pferden und Luxusautomobilen werden weiterhin oftmals Preise in Garùpanos angegeben, wobei dann jeweils eine Einheit à 24 Schilling und nicht die Münze gemeint ist. Die an den archipelischen Gulden gekoppelte Währung des orischen Guldens ist der Hoheit des Internationalen Wirtschafts- und Währungsrates anheimgestellt.
Religion
Bis ins 19. Jahrhundert waren bis auf Reisende und Gesandte alle Menschen in Livornien und Melba Christen, sofern sie nicht zur alteingesessenen jüdischen Minderheit gehörten. Durch Migrationsbewegungen, die vor allem Menschen aus den Überseegebieten auf die Inseln brachten, gewannen weitere Religionen an Zulauf. 40 % der Bevölkerung gehören der Lutherischen Kirche an. 15 % sind reformiert und 8 % der Livornier bekennen sich zum katholischen Glauben. 4 % sind altkatholisch, 4 % saltitisch-orthodox und 3 % Baptisten. 1 % sind jüdisch, 2 % hinduistisch und 2 % gehören dem Islam an. Auf verschiedene andere Bekenntnisse fallen 1 %, während 20 % konfessionslos sind.
Die größte Religion auf den Archipelen ist das Christentum. Seine Mehrheit gehört der Lutherischen Kirche an, die eine staatskirchenähnliche Stellung einnimmt. Die Kirche verfügt über in apostolischer Sukzession stehende Bischöfe, die in der Reformationszeit den evangelischen Glauben promulgiert haben. Im Herzen des mittelalterlichen Stadtkerns von Altburg steht der gotische Altburger Dom. Der früheren Basilika des Patriarchen von Altburg und ganz Livornien ist das Patrozinium des Hl. Andreas sowie Mariä Verkündigung zugeordnet. Seit der Reformation ist der Dom ein lutherisches Gotteshaus. Dem König von Livornien steht traditionell die Würde des Ehrendomdekanenamtes zu, während das Domkapitel, das Reformation wie auch sämtliche Mediatisierungen überlebt hat, de facto vom Domvikar geleitet wird. Der Erzbischof von Altburg residiert im erzbischöflichen Palais gegenüber des Domes. Ihm steht das Privilleg zu, als Großalmosenier des Königs im Kronrat Einsitz zu nehmen. Im alten Refektorium des Domkapitels des neben dem Dom liegenden Kapitelhofes ist das Arbeitszimmer des Domvikars eingerichtet. Fresken aus dem 9. Jahrhundert erlauben indes im Winter nur eingeschränkt eine Beheizung des Raumes, was seine Verwendung als Büro einschränkt.
Die kleinere reformierte Kirche ist presbyterial und dezentral organisiert und zeichnet sich durch einen hohen Grad an Gemeindeautonomie aus. Die Presbyteriale Kirche Borns, der Evangelisch-Kongregationalistische Gemeindeverbund in Niederlivornien, die Synode der Evangelischen Gemeinden von Seeland, die Johannitischen Brüder der Minoritätskirche zu Haltberg, die Reformierte Synode von Melba und die Reformierte Gemeinde Gùrapanos bilden gemeinsam den lockeren Dachverband der Reformierten Kirchen von Livornien und Melba. Mit der Synode der reformierten Kirchen von Livornien und Melba verfügt sie über ein zentrales Organ, das von einem Präses geleitet wird.
Die katholische Kirche ist besonders im Süden Livorniens stark. Das St. Andreas Stift zu Gusançons des Weißen und Kanonischen Ordens der Prämonstratenser ist das Zentrum des livornischen Katholizismus. Im Spätmittelalter war die Stiftskirche einer der wichtigsten Wallfahrtsorte des Königreiches. Im Zuge der Gegenreformation entwickelte sich das Chorherrenstift rasch zum Mittelpunkt der vornehmlich im Raum Vidon und Valent konzentrierten Rekatholisierungsbewegung. Die Prämonstratenser-Chorherren versehen heute die Seelsorge in den sieben katholischen Pfarreien Livorniens in Altburg, Gusançons, Haltberg, Elberg, Lienz, Valent und Brisken. Abt Hugo de Greet ist Titularbischof von Thagaste und als apostolischer Administrator von Livornien und Melba der Ortsordinarius im Königreich beider Archipele, was der Stiftskirche St. Andreas den Titel einer Prokathedrale verleiht. Abt Hugo de Greet ist Titularbischof von Thagaste und als apostolischer Administrator von Livornien und Melba der Ortsordinarius im Königreich beider Archipele, was der Stiftskirche St. Andreas den Titel einer Prokathedrale verleiht.
Aus der ehemaligen Kolonie Goldküste sind zahlreiche Angehörige der Saltitisch-Orthodoxen Kirche nach Livornien gekommen, die älter als das livornische Christentum ist und sich wie Livornien auf den Apostel Andreas zurückführt.
In Livornien leben rund 400'000 Juden, die seit dem Mittelalter unter königlichen Schutz gestellt sind. Seit Jahrhunderten leben sephardische und aschkenasische Juden in Livornien; letztere leben vor allem in Altburg und Lienz. In Altburg gibt es drei Synagogen: Das sephardische wie das aschkenasische Oberrabbinat Altburg unterhalten jeweils ein Gotteshaus mit orthodoxer Gemeinde. 1857 erbaute der Israelitische Kultusverein Livorniens eine Synagoge in Unterberg, die orthodoxen wie liberalen Gläubigen eine Heimat bietet und von einem orthodoxen Rabbiner geleitet wird. Weitere Gemeinden existieren in Lienz, Brisken, Haltberg und auf Melba.