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Thursday, 13.02.2014 from Braidwood we followed the Nerrriga road to the northeast across the country side via Sassafras to reach Nowra on the eastcoast. Here Fidibus got a carwash after the dusty roads and then we proceeded on road no. 1 to the north. At Windang we stopped for the night. Good weather. 195 km.
Friday, 14.02.2014 from Windang to Wollongong on roads 60 and 68 along the coast we proceeded north through the Royal National Park, but then we joined road no. 1 to gain some time, because Ines and Gil had to return their hired campervan today. Approaching the southern suburbs of Sydney we realised, that Fidibus had used more fuel than normal. Looking at the car we found underneath it was all wet. Near the injection pump it was wet too and so we assumed that something was leaking at the injection pump. We decided that Ines and Gil would proceed to return their camper and that we would search and go to an Iveco service station to check it out. Unfortunately it was Friday after lunch time and so we didn’t have much hope to get it solved. The guy at the KSA Iveco station at Leichhardt had a short look at it and said, that he would have to remove the Injection pump and send it away for checking and overhaul. However, he could do this next week Thursday the earliest. Nevertheless he took a spanner and checked the screw that holds the lever for the Cold Start System. It was slightly loose and he tightened it. We told him that we would check with another Iveco station if they could work on Fidibus earlier. So we called Iveco Sydney at Arndell Park and arranged for a meeting on Monday morning to check the car. Then we went to pick up Ines and Gil from the hire station near the airport and we all went to the Sydney Boulevard hotel in the centre of the town. In our reservation/booking we had written to them that we needed a parking for our high car. As usual nobody had read our comment and so the discussion started where we could park Fidibus. Finally we parked Fidibus in the entrance to the underground parking where there was enough space and everyone happy. The room in the 19th floor we got was good with a nice view over the botanical garden and the harbour. Later we took a walk to the Opera house and enjoyed the lively atmosphere, the view and the drinks. A stroll along the Circular Quai and The Rocks with some food concluded this interesting day. Good weather. 117 km.
Um ca. 18.00 Uhr sind wir in Melbourne, bis wir die Fähre verlassen können dauert es allerdings noch fast eine Stunde. Als erstes fallen natürlich die Temperaturen auf, ca. 35° also entledigen wir uns erst mal der warmen Kleider.
Der Verkehr ist trotz Feiertag einiges heftiger als in Tasi. Dank GPS finden wir zu Ali und Michael, René’s Gasteltern aus Neuseeland die seit einem Jahr nun in Melbourne wohnen. Sie wohnen ca. 30 km östlich vom Hafen entfernt in einem schönen Einfamilienhausquartier. Fidibus wird im Garten parkiert.
Die Freude über das Wiedersehen (sie besuchten René in der Schweiz) ist auf beiden Seiten gross. Es gibt auch noch zwei Geburtstage zu feiern, Ali hatte am 23.01. und Werner wurde heute ein Jahr älter. Ein Schoggigeburtstagskuchen mit vielen Kerzen, Werner darf pusten und dann wird gefuttert. Danke Ali, war eine schöne Ueberraschung.
28.01. Wir nehmen es gemütlich, die Gastgeber müssen zur Arbeit und wir können in aller Ruhe die e-mails beantworten und sonstige anstehende Arbeiten erledigen. Ein Spaziergang im Quartier treibt uns die Schweissperlen auf die Stirn, 39° und an der Sonne ist es auch nicht kühler, hi,hi. Da ist eine Glacé doch genau das Richtige. Beim Italiener um die Ecke lassen wir uns nieder und kühlen uns wenigstens innen etwas ab.
Am Abend zeigen uns Ali und Michael die nähere Umgebung, wir fahren in die nahegelegenen Hügel von wo man eine schöne Aussicht auf die Stadt hat. Der innere Teil der Stadt scheint nicht sehr gross, es hat nur wenige markante Hochhäuser aber die Aussenquartiere erstrecken sich über viele Kilometer. Da es vorwiegend Einfamilienhausquartiere sind fallen vor allem die grünen Gärten und nicht die Häuser auf.
Auf dem Rückweg zeigt uns Michael die Firma wo er arbeitet, sie stellen Becher für Joghurt und Glacé her. Eine Interessante Führung, die Maschinen welche die Becher herstellen sind aus der Schweiz, Netstal. Er zeigt auch wie vorsichtig man heute mit der Etikettierung sein muss, ist nicht alles 100%ig gut lesbar müssen die Becher oder Deckel ausgeschieden werden. Auch darf nichts Falsches über den Inhalt aufgeführt sein ansonsten können Strafklagen eine Firma beinahe ruinieren. Alles nicht mehr so einfach haben doch immer mehr Leute Allergien gegen etwas.
29.01. Fidibus bekommt heute 2 neue Pneus aber zuerst fahren wir in ein Shopping Centre, wir benötigen ein neues GPS und eine neue Kamera (Ersatz für die Turmspringerin).
Wir finden beides in kurzer Zeit und erst noch günstig, denn es ist Ausverkauf. Auf einem Fruchtmarkt werden noch ein paar Früchte eingekauft und zum Mittagessen gibt es ein feines Schnitzel.
Der Reifenhändler, Top Gear Wheels befindet sich in Heidelberg, ca. 30 km in Richtung Nordwesten. Die Reifen sind schon bereit und werden Fidibus fix montiert. Wir sind sehr zufrieden mit dem Service und der Reifenpreis ist um einiges niedriger als an anderen Orten. Nun sind wir wieder bereit für die Strasse.
Den letzten Abend mit Ali und Michael geniessen wir ganz besonders. Bei feinem Essen und gutem Wein lassen wir unseren Besuch ausklingen, vielen Dank an Euch Beide war super schön.
30.01. Heute geht es in die Stadt, wir parkieren Fidibus auf einem Parkplatz am Strand von St.Kilda und fahren mit dem Tram ins Herz der Stadt. Bei der Info lassen wir uns beraten über Strassenzoll, Tram-, Bus- und Zugsbillette, was man gesehen haben muss und über Phillip Island. Wir bekommen kompetente Auskunft, Prospekte und einen Stadtplan. Einen Spaziergang am Federation Square wo es herrlich warm ist und uns daher ein Bier in einem Gartenrestaurant genau als das Richtige erscheint. Mit dem Tram geht es wieder zurück an die Beach wo wir noch einen Spaziergang am Strand entlang machen. Wir übernachten auf dem Parkplatz mit Meersicht.
31.01. Um 11.00 Uhr müssen wir auf dem Flughafen Moorabben sein, Werner geht in die Luft. Die Great Ocean Road von oben zu sehen ist sein Ziel. Ich bleibe auf dem Boden und geniesse zwei ruhige Stunden. Vorbereitungen für den Melbourne-Besuch und die Reise nach Sydney stehen an.
Am Nachmittag suchen wir uns einen Uebernachtungsplatz in der Nähe des Flughafens damit wir nicht allzu früh aus den Federn müssen, Ines und Gil werden um 07.30 Uhr ankommen. Wir bleiben auf einem Autobahnrastplatz da wir nicht 50.00 $ für einen Campingplatz bezahlen wollen. Ein gemütlicher Nachmittag bei schönem Wetter mit etwas Flug- und Autolärm, die Stille von Tasi steigt in den Erinnerungen hoch.
Die Reisetasche muss noch gepackt werden, die nächsten Tage wohnen wir mal wieder im Hotel, freuen uns auf das Stadtleben von Melbourne.
01.02. Nach einer kribbeligen Nacht stehen wir pünktlich am Flughafen und warten auf Ines und Gil. 24 Stunden sind sie unterwegs gewesen, ja es ist ein langer Flug bis nach Australien. Eine Stunde nach Landung kommen sie endlich durch die Passkontrolle. Freude herrscht.
Das Gepäck und die Passagiere werden in Fidibus verstaut und ab geht es zum Hotel. Glücklicherweise können wir die Zimmer schon beziehen. Fidibus fahren wir zu einem offenen Parkplatz, in die Parkhäuser passt er halt nicht. Ca. 20 Minuten vom Hotel entfernt hat uns Nishty, eine Receptionistin des Oaks on William, einen Platz reserviert.
Nach einer Dusche machen wir einen Spaziergang durch die Innenstadt bis zum Federation Square.
Unsere Besucher geniessen das warme Wetter. Bei der Touristinfo holen wir vier Tickets für den Shuttlebus, für 5.00 $ kann man den ganzen Tag mit diesem Bus von Attraktion zu Attraktion fahren.
Weiter geht es zum Yarra River welcher durch die Stadt schlängelt. Der Uferweg ist mit diversen Restaurants gesäumt und im Moment wird noch das chinesische Neujahr gefeiert und zu diesem Anlass hat man eine Pavillonstadt aufgebaut wo man sich zusätzlich verköstigen kann. Ein schönes Feuerwerk und verschiedene chinesische Darbietungen sorgen für Unterhaltung. Auch Strassenmusiker, Gaukler, und andere Künstler buhlen um das Publikum. Wir lassen uns in einem griechischen Restaurant nieder und lassen uns mit feinem Essen und griechischer Musik verwöhnen.
03.02. Als erstes ist für unsheute das Kunstmuseum auf der Wunschliste. Ines und Gil besuchen die Tennishalle wo die schweizer Tennisspieler so erfolgreich waren. Zuerst machen wir aber noch Halt beim Coiffeur, ein Sommerschnitt muss her. Danach gibt es Kunst allerdings nur noch in kleiner Dosis, denn wir haben um 12.00 Uhr mit Ines und Gil vor dem höchsten Haus, Eureka, in Melbourne abgemacht. So bleibt uns nur noch wenig Zeit, daher bewundern wir die balinesischen Tänzerinnen welche im Moment im Kunsthaus eine Kostprobe ihres Könnens zeigen. So viel Grazie und Eleganz.
Pünktlich um 12.00 Uhr stehen
wir vor dem Hochhaus, Ines und Gil sind schon da. Wir nehmen den Lift
zur 88. Etage und bewundern Melbourne von oben.
04.02. Heute können Ines und Gil das gemietete Wohnmobil übernehmen. Das heisst packen, wieder alles in Fidibus verstauen und ab geht es in die Nähe des Flughafens. Die Apollo-Vermietung scheint ein gefragter Vermieter zu sein, wir müssen erst mal zwei Stunden warten bis wir endlich an die Reihe kommen. Obwohl die meisten Leute die Autos vorreserviert haben fehlt es total an Effizienz und an Personal. Nach drei Stunden können wir den „Laden“ endlich verlassen. Ueber das unsaubere Auto muss man hinwegsehen und dass kein GPS (obwohl vertraglich zugesichert und bezahlt) und noch nicht mal eine Strassenkarte vorhanden ist, auch. Unglaublich. Gut haben wir ein eigenes Auto und müssen uns solchen Prozeduren nicht stellen.
Als erstes muss eingekauft werden, jetzt gilt es zwei Kühlschränke zu füllen. Nach 2 Stunden, Mittagessen und Einkaufen, kann es losgehen. Die Great Ocean Road ist unser Ziel, da wir aber drei Stunden bei Apollo benötigten kommen wir nur noch bis Turquay wo wir die Nacht auf einem Campingplatz verbringen. Für Gil eine neue Erfahrung.
05.02. Nach einer ruhigen Nacht, in der Stadt hatte man einen Dauerlärmpegel, kann die Reise weiter gehen. Vor Apollo Bay sehen wir die ersten Koalabären, sie sitzen faul und träge auf der Astgabel und lassen sich von den Touristen nicht stören. Etwas weiter, ohne zusätzliche Touristen, machen wir nochmals Halt um nach Koalas zu suchen und sehen tatsächlich zwei Tiere. Das eine ist ein ganz junger Koala und er blinzelt zu uns runter ab und zu frisst er ein paar Blätter um dann wieder weiter zu schlafen.
Port Campell ist ein kleines Städtchen nicht weit von den Aposteln entfernt, hier übernachten wir. Ein kleiner Spaziergang durch das Dorf beschliesst den heutigen Tag.
06.02. Einen Besuch bei der London Bridge und the Arch, zwei Attraktionen an der Great Ocean Road. Danach geht es zurück ins Inland, entlang Landwirtschaftsgebiet und Dörfer. Wir nehmen absichtlich Nebenstrassen, das macht die Fahrt zwar langsamer aber auch interessanter.
Wir möchten heute mit der Fähre von Queenscliff nach Sorrento, d.h. wir müssen nach Barwon Heads dann über die Brücke nach Ocean Grove um zur Fähranlegestelle in Queenscliff zu gelangen. Die Fähre steht bereit und wir können gleich einschiffen. Die Ueberfahrt dauert ca. 45 Minuten und in der Bucht von Sorrento kann man die wunderschönen Häuser mit Blick aufs Meer bewundern.
Von Sorrento aus fahren wir der Küste entlang bis zum ausgesuchten Zeltplatz, wo immer es Platz hat auf dem schmalen Landstreifen hat es einen Zeltplatz. Es ist ein sehr warmer, schwüler Tag und wir sind froh um die kühle Brise die vom Meer her weht.
Heute ist Grillabend bei Hartmann's, Rindsfilet und Steaks, Salat und Knoblibrot mmmhhhh. Ein Strandspaziergang bei Sonnenuntergang lässt die Herzen von Ines und Gil höher schlagen, da kommt Ferienstimmung auf. Auch hat sich Gil an das riesen Gefährt gewöhnt und chauffiert es gut durch die Gegend sogar mit dem parkieren geht es ganz gut.
Um 19.30 Uhr fahren wir zur Pinguinstation, wow so viele Leute wollen dem Spektakel beiwohnen. In Tasi waren wir gerade mal so 10 – 20 Leute und alles lief sehr einfach und ruhig ab. Hier hat es mehrere Tribünen, Holzstege die über die Nester der Pinguine führen und mehrere Ranger die die Zuschauer überwachen. Sehr kommerziell und touristisch. Fotos darf man keine machen, der Blitz würde die Tiere irritieren.
Wir haben Glück, während wir zu der Tribüne laufen sehen wir ein Jungtier, es ist bereits aus dem Nest gekrochen und wartet nun ungeduldig auf die Eltern und das Nachtessen. Andere Tiere strecken erst den Kopf aus der Höhle. Für den besonders hungrigen Pinguin gilt es noch lange zu warten, denn die Eltern kommen erst bei Dunkelheit aus dem Wasser. Auf der Tribüne sitzend warten wir bis es dunkler wird und die ersten Tiere angeschwemmt kommen. Bald wird es unruhig in den Reihen, denn die ersten Pinguine stehen schon am Ufer, sie bilden kleine Gruppen und erst dann laufen sie über den Sand zu dem Hügel wo die Nester sind. Es ist erstaunlich wie diese kleinen Vögel mit ihren kurzen Beinchen über die Steine und das steile Ufer hochlaufen. Im Hügel ist jetzt einiges los, die Jungtiere warten auf ihr Fressen und machen sich mit speziellen Lauten auf sich aufmerksam. Die Eltern stehen immer wieder still und lauschen bis sie ihr Kind erkannt haben und dann geht es los, man weiss nicht ob sich die Tiere freuen die Eltern wieder zu sehen oder ist es weil sie so hungrig sind, der Elternteil wird fast über den Haufen gesprungen und eine Balgerei folgt. Danach verschwinden sie in der Höhle und es wird ruhig. Die niedlichen Vögel ob jung oder alt könnte man stundenlang beobachten. Glücklicherweise werden die Touristen aber nach zwei Stunden weggeschickt. So können sich die Tiere nun in Ruhe ihren Kindern annehmen.
Für uns war dieser Abend sehr beeindruckend aber für die Tiere vermutlich nicht.
08.02 Nach Phillip Island fahren wir der Küste entlang über Inverloch, Foster nach Welshpool wo wir am Hafen in einem Restaurant z’Mittag essen, frischen Fisch mit Salat. Danach geht es weiter bis nach Seaspray wo wir hinter der Düne campen. Hier hat es über einige Kilometer weit immer wieder kleine Campingbuchten die man gratis benutzen darf. Es sind dann lediglich ein – zwei Minuten bis zum Meer. Die Wellen sind hier ziemlich stark und man muss aufpassen wenn man ins Wasser geht.
Nach dem Bad packen wir unsere Sachen und fahren nach Sale. Hier erkundigen wir uns beim Visitors Center über die herrschenden Buschfeuer. Uns wird empfohlen weiter der Küste nach zu fahren bis nach Cann River. Also machen wir das, wir kommen allerdings nur bis Nowa Nowa, hier wird die Strasse gerade gesperrt. Im nahegelegenen Orbost wütet ein riesiges Feuer und die Leute werden evakuiert. Wir sehen riesige Rauchsäulen am Himmel. Nun wie weiter, der Polizist sagt uns, dass es nur noch eine einzige offene Strasse gibt und die führt in die Snowy Mountains. So fahren wir wieder dreissig Kilometer zurück und auf die Great Alpine Road. Die Rauchsäule am Himmel wird immer grösser und breiter, auch die Strasse nach Buchan, ein Tal vorher ist gesperrt. So langsam wird es uns mulmig zu Mute, was wenn das Feuer auf diese Seite des Tals rüberkommt. Es ist extrem heiss und windig, die Luft die durch das offene Fenster kommt ist wie wenn man mit dem Haarföhn blasen würde.
Wir fahren bis nach Swifts Creek, unterwegs machen wir noch einen Halt in einem Hotel wo wir vor 10 Jahren mal geschlafen hatten. Im Fernseher sehen wir das Ausmass der Buschfeuer, obwohl nur die Orte mit grossen Feuern gezeigt werden sind es mindestens 10 Orte, mit dabei ist auch der Ort wo wir gestern Fisch gegessen hatten. Hoffentlich konnten die vielen Kühe und Schafe gerettet werden.
In Swifts Creek ist der Camping neben einem kleinen Fluss, irgendwie beruhigend in dieser Situation. Ines studiert den Notfallplan für den Fall, dass das Feuer doch noch kommen sollte. Plötzlich dreht der Wind, der Rauch von den umliegenden Feuern wird nun in unsere Richtung geblasen, die Luft wird milchig. Die extreme Hitze ist weg und es wird innert ein paar Minuten 20° kühler, kaum zu glauben. Mehrere Nachbarn kommen bei uns für einen Schwatz vorbei und versichern uns, dass wir hier sicher seien vor den Feuern. Hoffentlich.
Am Abend machen wir noch einen Spaziergang durch das Dorf und es scheint alles ruhig. Die Feuerwehrautos kommen zurück und das am nächsten gelegene Feuer soll unter Kontrolle sein.
10.02. Der Rauch liegt immer noch in der Luft, die Sonne erscheint als roter Feuerball am Himmel. Unsere Tagestour führt uns heute über die Berge zum Skigebiet Falls Creek. Weiter geht es nach Mt. Beauty und nach Tallangatta und Corryong. Nur gerade auf dem höchsten Berg (1700 MüM) ist die Sicht ungetrübt ansonsten ist es immer milchig, rauchig und sehr schwül. Am schlimmsten ist es in Khancoban wo wir übernachten, der Rauch ist dicht wie Nebel, der Wind hat abgestellt und die Suppe staut sich an den Bergen.
Ueber die Berge nach Thredbo, wo wir im August zum Skifahren waren, wird der Himmel blau. Jetzt kann man wieder richtig durchatmen.
In Thredbo machen wir einen Halt und einen Spaziergang, das Skigebiet zeigt im Sommer die Narben welche die Skipisten hinterlassen. Mit dem Sessellift könnte man hochfahren und dann den höchsten Berg, den Mount Kociuszko 2228 MüM, besteigen. Dazu fehlt uns leider die Zeit und zudem haben wir diese Tour schon vor 10 Jahren gemacht.
In Crakenback machen wir halt bei der Distillerie, die kennen wir auch von den Skiferien und wir wissen, dass man hier gut isst. Also nehmen wir unser Mittagessen hier ein, nur dieses mal im Garten anstatt im Restaurant. Auch Ines und Gil sind begeistert von diesem Restaurant und dem Essen.
Jindabyne, Cooma und weiter bis nach Canberra wo wir die Tagesetappe abschliessen.
12.01. Die Besichtigung von Canberra überlassen wir Ines und Gil, wir haben hier etwas anderes zu tun. Die Verlängerung unseres Carnet de Passage steht an und Werner hat schon alles in die Wege geleitet. Ausstehend sind nur noch die Stempel vom Automobilclub und dem Zoll. Beide Büros sind hier in Canberra und innert einer Stunde haben wir alles erledigt, super, nun können wir in Australien bleiben bis 2. Mai 2015. Auch können wir ausreisen ohne Auto, d.h. wir können einen Heimurlaub planen.
Nun besuchen auch wir nochmals
das Parlamentsgebäude, Ines und Gil sind schon da. Um 13.00 Uhr gibt es
eine Führung und die möchten wir nicht verpassen. Zuerst steigen wir
aber noch auf das Dach des Gebäudes von wo man eine schöne Aussicht auf
die Stadt hat. Danach wohnen wir der Debatte des Senats bei. Wenn wir
uns über die abwesenden Politiker des Nationalrates in der Schweiz
gewundert hatten ist es hier um einiges schlimmer, es sind lediglich
vier von ca. 70 Senatoren anwesend
wovon einer am Rednerpult steht und seine Meinung kund tut. Der
Speaker, die Protokollführer und sonst noch drei Herren müssen sich
seine Rede anhören. Um 14.00 Uhr könnte man einem hearing beiwohnen
leider fehlt uns dazu die Zeit.
Nach so viel (oder so wenig) Politik verlassen wir die Stadt und fahren noch bis Braidwood wo wir auf einem gratis Platz übernachten.
13.01. Nun geht es wieder zurück an die Küste. Wir fahren eine Nebenstrasse, ein paar Kilometer sind ungeteert, sie führt durch schönen, grünen Wald. Hier scheint es öfters zu regnen, an der Küste werden wir mit grünen Feldern, Hügeln wie in Schottland überrascht. Nach so vielen Tagen mit braunen Wiesen und trockenen Böden eine richtige Wohltat.
Wir suchen uns einen Campingplatz direkt am Meer, es ist schwül und der Himmel bedeckt sich langsam. Wir haben grosse Wäsche; muss doch alles wieder sauber in die Reisetaschen verpackt werden. Morgen geht es nach Sydney und ein paar Tag ins Hotel.
Ein Spaziergang am Meer zeigt, dass das Wasser und der Strand nicht mehr so einladend sind. Es liegen viele tote Quallen und anderes Viecherzeug am Ufer.
14.02. Heute heisst es für Ines und Gil packen und den Camper putzen. Wir geniessen noch das letzte Frühstück im Freien und dann ab an die Arbeit. Um 10.30 Uhr sind wir abreisebereit.
Wir fahren so lange es geht
der Küste entlang, nach Wollongong führt die Strasse mittels Brücken
ausserhalb der Felsen entlang. Sieht ganz toll aus. Ein Fotohalt muss
sein, wie wir zurück zu den Autos kommen stelle ich einen kleinen nassen
Flecken unter Fidibus fest. Ui, ui, sieht nicht gut aus, es ist Diesel.
Werner sucht ein Leck kann aber nichts finden so fahren wir halt mal
weiter und beobachten die Dieselanzeige. Leider müssen wir nun auch den
kürzeren Weg nach Sydney nehmen und nehmen Abschied von der Küste.
Der Mechaniker von IVECO bestätigt was Werner bereits festgestellt hat. Die Einspritzpumpe muss ausgebaut und neu eingestellt werden, was nicht in der Garage gemacht werden kann. Das würde im Minimum vier Tage dauern, ein Service ist auch noch fällig. Leider ist der Mechaniker für die nächsten Tage ausgebucht und wir könnten das Auto frühestens am Donnerstag bringen. Er gibt uns aber noch zwei weitere Adressen von IVECO-Garagen und meint wir könnten es ja mal dort versuchen vielleicht bekämen wir dort einen früheren Termin. Also rufen wir mal bei der einen Garage an und erklären unser Problem. Am Montag um 10.00 Uhr können wir Fidibus zeigen.
So fahre wir nun zu Apollo und holen Ines und Gil ab und fahren zusammen ins Hotel welches mitten in der Stadt ist. Mittlerweile ist es später Nachmittag und der Verkehr ist ziemlich hefig aber nach einer halben Stunde stehen wir vor dem Hotel, nun gilt es einen Parkplatz zu finden. An der Reception frage ich, wo wir das Auto abstellen können, da erst sieht die Angestellte, dass ich bei der Reservation des Zimmers um einen Parkplatz für ein drei Meter hohes Fahrzeug angefragt hatte. Das hoteleigene Parkhaus ist natürlich zu niedrig, es wird eine Lösung gefunden, beim Eingang zum Parkhaus ist es hoch genug und so steht Fidibus nun ganz prominent neben dem Eingang des Hotels. Glücklicherweise konnte der Mechaniker bei IVECO die Schraube wo der Diesel raus tropft, noch etwas anziehen somit tropft im Moment nichts mehr.
Das Zimmer im 19. Stock mit wunderbarer Sicht auf das Opernhaus und die Harbour Bridge lässt uns den Kummer vergessen und nun geniessen wir zuerst mal Sydney. Nach einer Dusche laufen wir runter zum Opernhaus. Heute ist Valentinstag, die Terrasse vor dem Opernhaus ist voll mit Leuten, dicht an dicht stehen sie mit einem Glas Sekt, Wein oder Bier in der Hand und geniessen den Feierabend. Wir können gerade noch einen Sitzplatz ergattern und dann gibt es auch für uns den ersten Apéro in Sydney mit Blick auf das schöne Opernhaus und die Harbour Bridge. Wow.
The Rocks, ein historisches Quartier am Hafen, einst Ursprung der australischen Besiedlung, ist ein idealer Ort für das Nachtessen. Hier gibt es ein Beizli am anderen mit nationaler und internationaler Küche. Wir entscheiden uns für ein spanisches Nachtessen, vier verschiedene Tapas und dazu ein Glas Rotwein. Die Tapas sind so gross, dass es für einen Dessert keinen Platz mehr gibt im Magen.
Gemütlich schlendern wir zurück zum Hotel.
Am Wochenende ist der Markt in the Rocks ein beliebtes Ziel, also lassen wir uns das nicht entgehen. Es ist nicht ein Gemüse- oder Früchte Markt, nein es wird vor allem Kunsthandwerk angeboten.
Nach soviel shopping machen wir halt im Biergarten. Deutsches Essen und Bier untermalt mit deutscher Musik gespielt von einer Dreimannband in Lederhosen. An unserem Tisch sitzt ein junges australisches Paar und wir unterhalten uns prächtig zusammen.
Auf dem Plan ist noch eine Führung durch das Opernhaus, für heute sind aber schon alle Führungen ausgebucht. Den Apéro hätten wir gerne auf dem Aussichtsturm genommen aber wir sind nicht schick genug gekleidet also fällt auch das ins Wasser so laufen wir zurück zu den Rocks und suchen uns ein schönes Restaurants aus. Im überdachten Hinterhof geniessen wir was uns geboten wird.
16.02. Leider will das Wetter noch immer noch nicht so wie wir es gerne hätten. Nach dem Frühstück machen wir nun die Führung im Opernhaus. Da es Sonntag ist, findet diese Führung alle 15 Minuten statt und dauert ca. 1 Stunde. Damit sich die Führerin nicht die Kehle aus dem Hals schreien muss bekommt man einen Kopfhörer und so kann jedermann gut verstehen was sie sagt. Die Geschichte vor und während des Baus von diesem seltsamen Gebäude ist nicht uninteressant.
Die internationale Ausschreibung hat ein Däne, Jörn Utzon, gewonnen. Er reichte nur Skizzen des fertigen Gebäudes, ohne Pläne und mit einer rudimentären Kostenschätzung, ein. Die Begeisterung der Juroren war so gross, dass er die Zusage erhielt. Geplant war eine Bauzeit von drei Jahren mit Kosten von ca. 7 Mio. A$. Es wurde noch nie, auch nur ein annäherndes Gebäude gebaut und so fehlte es an Erfahrungen. Jeder Schritt musste überdacht, berechnet und ausprobiert werden. Die Baustelle war zugleich Herstellungsort für die speziellen Betonträger usw. Das grösste Problem war die Herstellung der muschelförmigen Dächer. Es konnte keine Lösung gefunden werden und so stagnierte der Bau und der Architekt musste die Baustelle verlassen. Das Chaos brach aus, die Steuerzahler mucksten auf, da sich die Baukosten um ein Vielfaches verteuerten und die Bauzeit noch nicht absehbar war dazu kam noch ein Regierungswechsel und der neue Premier wollte von diesem Bau schon gar nichts mehr wissen. Dann fand Utzon doch noch eine Lösung für das Dachproblem und so konnte das Gebäude schlussendlich doch noch fertiggestellt werden. Nach einer Bauzeit von 13 Jahren und Kosten von 102 Mio A$. Utzon konnte aus „gesundheitlichen“ Gründen nicht an der Eröffnung teilnehmen und hatte sein vollendetes Meisterwerk nie gesehen.
Heute ist das Opernhaus eines der meistbesuchten Opernhäuser der Welt und beherbergt mit 2500 Vorstellungen pro Jahr über 4 Mio. Konzert-, Opern- Ballett- und Theaterbesucher.
In einem Restaurant spielt ein Duo Countrymusic und so lassen wir uns für den Apéro nieder und warten bis der nächste Regenguss vorbei ist.
Zurück laufen wir durch die Innenstadt und geniessen die letzten Eindrücke der City, ist es doch der letzte Abend den wir mit Ines und Gil hier verbringen. Ganz in der Nähe des Hotels, bei einem Franzosen, lassen wir den Abend bei einem guten Steak ausklingen.Es war eine super schöne Zeit die wir zusammen verbringen durften und es hätte gerne noch so weiter gehen können.