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zum erstenmal (als Mortimer) auf, wurde nach drei Jahren auf Lebenszeit engagiert und entwickelte sich unter Laubes Leitung
zu einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. 1881 gelegentlich seines 25jährigen Dienstjubiläums durch Verleihung
des Ordens der Eisernen Krone in den Adelstand erhoben, wurde er 1884 zum Oberregisseur ernannt und fungierte seit
dem Abgang des DirektorsWilbrandt (Juni 1887) bis Ende 1888 als artistischer Leiter der Anstalt. Sonnenthals eigentliche Stärke
[* 6] liegt im Schauspiel und im Lustspiel; als Darsteller sogen. Salonrollen nimmt er unbestritten den ersten Platz ein.
Das
Dorf hiess früher Thurstuden, welche Bezeichnung der Volksmund in Thurstudeln und Thurstrudeln umwandelte und vielfach ins
Lächerliche zog, sodass die Bewohner 1884 von der Regierung eine Namensänderung verlangten und bewilligt erhielten.
Zweimal, nach Wilbrandts Rücktritt und nach Försters Tod, führte er selbständig die Direktion. Wie
am Burgtheater erzielte S. auch auf seinen Gastreisen, die ihn bis nach Amerika
[* 9] führten, glänzende Erfolge. Er ist in klassischen
Rollen,
[* 10] wie Faust, Wallenstein, Lear, Nathan, Macbeth, Hamlet u. a., ebenso vorzüglich wie im modernen
Schauspiel und Lustspiel. Eine seiner Glanzrollen ist der alte Risler in Daudets Schauspiel «Fromont jun.
und Risler sen.». 1881 wurde S. durch Verleihung des Ordens der eisernen Krone in den Adelsstand erhoben. -