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Damit soll Marchand, der pensioniert wird, für nicht bezogene Ferien entschädigt werden. Marchand habe noch ein Ferienguthaben von 59,5 Tagen, wie Bundesrat Maurer dem Gesamtbundesrat offenbar vorgerechnet hat.
Bundesrätin Sommaruga habe von Maurer wissen wollen, wie es komme, dass ein Chefbeamter des Finanzdepartements (EFD) so viele Ferientage anhäufe, obwohl das Eidgenössische Personalamt in einer Weisung selbiges untersagt habe.
Zudem habe sie ihn gefragt, ob die Ferien Marchands nur aus den letzten fünf Jahren stammten, da Ferienansprüche laut Obligationenrecht nach fünf Jahren verjährten.
Die Antwort von Bundesrat Maurer kennt der «Tages-Anzeiger» nicht. Maurers Medienstelle sagte auf Anfrage: «Über Details zu Personalfragen, welche im Bundesrat beschlossen worden sind, können wir keine Auskunft geben.»
Nicht der erste Fall
Das sei nach Staatssekretär Jacques de Watteville im Juni bereits der zweite Fall eines riesigen Ferienguthabens im EFD (BLICK berichtete). De Wattewille hatte laut «Tages-Anzeiger» per Ende Juni einen Ferienberg von 148 Tagen angehäuft.
Bei ihm gebe es aber eine Erklärung dafür: Er habe als Botschafter in Damaskus, Peking und Brüssel, aber auch als Chef des Staatssekretariats für Internationale Finanzfragen immer so viel zu tun gehabt, dass es ihm nicht möglich gewesen sei, seine Ferien immer zu beziehen.
Bei Gustave Marchand sei das anders. Marchand habe als Direktor ganz einfach «Pech gehabt», er habe mehrmals für wichtige verlorene Mitarbeiter einspringen müssen. (wif)Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016