Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03258.jsonl.gz/1660

Weymouth, 05. August 2012 Die brasilianischen Segler Robert Scheidt und Bruno Prada am im letzten Rennen des olympischen Segelwettbewerbs in der Star-Klasse das sicher geglaubte Silber verloren und müssen sich nun mit olympischem Bronze begnügen. Für Scheidt ist es jedoch das fünfte Edelmetall bei seiner fünften Olympiade.
Noch vor dem „Medal Race“ am Sonntag (5.) war sich das Duo sicher, den Erfolg der Sommerspiele 2008 in Peking wiederholen zu können. Gold lag nach den 10 ersten Regatten leider schon in unerreichbarer Ferne, die Briten Iain Percy und Andrew Simpson waren einfach zu stark gewesen. Der Vorsprung auf die Schweden Max Salminen und Fredrik Loof war eigentlich komfortabel, doch am Schluss mussten Scheidt und Prada erneut erkennen, dass Edelmetall eben erst nach dem letzten Zieleinlauf vergeben wird.
Doch völlig überraschend machte das skandinavische Duo das Rennen ihres Lebens und zog mit überschreiten der imaginären Ziellinie in den malerischen Gewässern Südwest-Englands sowohl an den Brasilianern als auch den Briten vorbei und sicherte sich das begehrte olympische Gold. „Es war ein Tag voller gemischter Gefühle. Wir sind natürlich glücklich, Bronze gewonnen zu haben aber es gibt auch den bitteren Geschmack einen Platz heute verloren zu haben. Wir sind von Silber auf Bronze abgerutscht, aber das schwedische Duo ist hervorragend gesegelt und verdient unsere Glückwünsche. Wir hatten einige Möglichkeiten, aber wir konnten sie nicht richtig nutzen“ gestand der zweifache Olympiasieger Scheidt nach dem Rennen ein.
Der 38-jährige hat jedoch trotzdem Grund zur Freude. Er zog mit seinem Landsmann Torben Grael gleich und kommt nun auch auf fünf olympische Medaillen. Scheidt holte Gold in Atlanta 1996 und Athen 2004 (jeweils Laser) sowie Silber in Sydney 2000 (Laser) und Peking 2008 (Star) sowie Bronze in London 2012 (Star). Grael hingegen war Olympiasieger in Atlanta 1996 und Athen 2004 (jeweils Star) und holte Silber in Los Angeles 1984 (Soling) sowie Bronze in Seoul 1988 und Sydney 2000 (jeweils Star).
Bei dem diesjährigen Wettbewerb in der Star-Klasse waren zunächst insgesamt 10 Rennen zu bewältigen. Einzige wettkampffreie Tage waren dabei der Mittwoch (1.) und Samstag (4.). Am Sonntag (5.) wurde dann in dem rund 175 Kilometer von London entfernen Küstenort das sogenannte „Medal Race“ ausgerichtet, bei dem endgültig olympisches Gold, Silber und Bronze vergeben wurden.