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Eine Ausstellung über die wichtigsten Fakten zur Juragewässerkorrektion. Geprägt von folgenden Fragen: Wie sich das Drei-Seen-Land verändert hat, warum eine Gewässerkorrektion zum Schutz von Leib und Leben der Menschen immer dringender nötig wurde, wie die politischen Prozesse abliefen und wie die zwei Gewässerkorrektionen realisiert wurden.
Wer waren die Hauptverantwortlichen, die die Realisierung des Jahrhundertwerk in die Wege leiteten? Woher kommt all das Wasser ins Drei-Seen-Land und wo geht es hin? Wie wird das ganze System reguliert? Welche Parameter müssen dabei beachtet werden? Welches sind die Grenzen des Systems bei Hochwasserlagen? Welche Anspruchsgruppen haben welche Erwartungen an die Gewässerregulierung?
Die Geschichte der Menschheit wird in Jahrtausenden erzählt. Ganz anders die Geschichte einer Landschaft: Sie wird in Jahrmillionen gemessen. Wo heute die drei Juraseen und das Grosse Moos das Landschaftsbild prägen, dehnte sich vor vielen Millionen Jahren ein Meer aus. Später hob die Jurafaltung, die gleichzeitig mit der Faltung der Alpen stattfand, das Land an. Es entstanden Täler, und die Flüsse suchten sich ihren Lauf durchs Mittelland. Die geologische Formung der Landschaft steht nicht still. Auch heute sind tektonische und erosive Kräfte stetig am Werk und lassen Berge und Täler entstehen. Zurzeit lagern sich zum Beispiel Sand und Lehm im Aaredelta bei Hagneck ab.
Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts begannen die Wasser bedrohlich anzusteigen. Sümpfe breiteten sich aus. Not und Hunger bedrohten die Menschen. Die ganze Schweiz wurde von Überschwemmungen heimgesucht – dies bekam das Seeland besonders stark zu spüren. Ganze Ernten wurden vernichtet, Gebäude und Brücken wurden regelmässig weggeschwemmt, das Grosse Moos versumpfte, die Menschen verarmten, das Sumpffieber (Malaria) und Seuchen breiteten sich aus.
Durch die Juragewässerkorrektion wurden die Pegel der Seen um rund zweieinhalb Meter abgesenkt. Die Kanalisierung der Flüsse sowie die Entwässerung des Grossen Mooses veränderten das Antlitz der Landschaft tiefgreifend. Wie der Rücken eines Wales hob sich etwa der alte Heidenweg aus dem Bielersee. Mit der Absenkung des Bielersees wurde die St. Petersinsel zur Halbinsel. Der Heidenweg gehört heute zum Bestand der Moore von nationaler Bedeutung. An flachen Seeufern wurden zahlreiche Pfahlbausiedlungen freigelegt. Diese Funde sorgten weit über die Landesgrenzen hinaus für grosses Aufsehen.