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Costa Rica ist schon seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts eine stabile Demokratie und hat im Gegensatz zu vielen anderen Ländern Lateinamerikas schon früh sozialpolitische Massnahmen durchgesetzt. In einer politisch eher instabilen Region war seitdem das kleine Land ein Hort der Ruhe und des Friedens. Seine Armee wurde bereits 1948 endgültig abgeschafft, 1983 wurde offiziell seine Neutralität verkündet. Das Land ist fortschrittlich, bietet wunderbare und zu grossen Teilen geschützte Natur und verfügt über eines der höchsten pro-Kopf-Einkommen Lateinamerikas (nur Uruguay, Chile, Panama und Argentinien schneiden besser ab). Kein Wunder, erhielt Costa Rica schon früh den Übernamen «Schweiz Mittelamerikas».
Und das wiederum zog schon früh Schweizer nach Costa Rica. Einer davon war Adolf Adler. Der Unternehmer gründete 1972 in San Jose die Firma Swiss Travel Costa Rica, die von Anfang an als Destination Management Company (DMC) ausgelegt war - noch bevor der globale Tourismus richtig Notiz von Costa Rica nahm. Zwar musste Adler das Unternehmen bereits ein Jahr später aus persönlichen Gründen an den in Costa Rica lebenden Amerikaner Archie Fields verkaufen - doch der Name blieb bestehen, und das bis heute.
«Die Verbindung mit der Schweiz schien sehr passend», erklärt Claudia Huls, seit 18 Jahren Sales Manager bei Swiss Travel Costa Rica, «die Schweiz Mittelamerikas hat eine ähnliche Landesgrösse, hohe Berge sowie relativen Wohlstand bei den Einheimischen.» Die «Marke Schweiz» zieht bis heute. Doch eigentlich hat die Firma heute nur noch wenige Bezüge zur Schweiz.
In Besitz von Costaricanern und Deutschen
Im Jahr 1983 nämlich verkaufte Archie Fields das Unternehmen an die Einheimische Emilia Gamboa, welche für ihn bis dahin als Büroleiterin für Reservationen und Buchhaltung zuständig gewesen war, sowie an Enrique Castillo, der als stiller Investor teilnahm. Ein paar Jahre später verkauften die beiden einen Teil ihrer Anteile an zwei deutsche Unternehmer, Dieter Melchior und ein Herr Poll. Dieses Besitzerverhältnis ist bis heute gleich geblieben, das aktive Einbringen nicht: Heute sind nur Emilia Gamboa als Präsidentin und Dieter Melchior als Geschäftsführer immer noch voll im Geschäft aktiv. Sie beteiligen sich aktiv an der Zukunftsplanung und dem Alltags-Geschäft des Unternehmens, welches heute über 349 Mitarbeitende zählt. Darunter sind auch zahlreiche deutschsprachige Mitarbeitende, vor allem natürlich Reiseleiter. Natürlich sind nicht alle Mitarbeitenden im Hauptbüro in San José zu finden, sondern auch in diversen kleineren Offices in Hotels des Landes.
Swiss Travel Costa Rica ist aktuell daran, in Europa langfristige und enge Partnerschaften aufzubauen und bestehende Kundenbeziehungen zu stärken. Unter anderem wurde für die deutschsprachigen Märkte ein Repräsentanzvertrag mit der Firma Harwardt PR & Marketing in Hannover abgeschlossen. «Mit der Unterstützung einer Repräsentanz im deutschsprechenden Markt verfügen wir über aktuelle Informationen und Markttrends aus erster Hand und können so unseren Kunden auch kontinuierliche Schulungen anbieten», erklärt Huls. So gerät auch die Schweiz wieder etwas vermehrt in den Fokus der Firma, oder umgekehrt.
Breite Angebotspalette
Laut Huls bietet Swiss Travel Costa Rica integrierten, persönlichen Service und natürlich hervorragende Landeskenntnisse sowohl für Individual- als auch Gruppenreisende in Costa Rica an: «Unsere Reiseleiter werden gut aus- sowie regelmässig weitergebildet und sind alle vom costaricanischen Tourismusinstitut zertifiziert – viele von Ihnen arbeiten schon seit mehr als 15 Jahren bei Swiss Travel.» Zudem besitze Swiss Travel ein eigenes Busunternehmen mit einer Flotte von über 50 Bussen. «Dies gibt unseren Kunden Sicherheit und Vertrauen», so Huls.
Weiter seien Nachhaltigkeit und ökologische Vertretbarkeit eine wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie. «Wir setzen uns für die Erhaltung jener Ressourcen ein, die es unserem Land ermöglicht haben, dort zu sein, wo es heute ist», erklärt Huls. Daher basiere die firmeneigene Nachhaltigkeitspolitik auf einem soliden Nachhaltigkeitsmanagement-System. Dessen primäre Ziele sind die Vermeidung von Umweltverschmutzung, der permanente Ausbau und eine Optimierung der sozialen Verantwortung überall dort, wo Swiss Travel tätig ist, sowie natürlich eine hohe Kundenzufriedenheit. Swiss Travel hat das höchste Niveau der Zertifizierung für nachhaltigen Tourismus im Rahmen des «Costa Rica Sustainable Tourism Certification System» nämlich «5 Blätter», längst erlangt.
Costa Rica gewinnt!
Einen gewissen Bezug zur Schweiz gebe es übrigens schon noch, erklärt Claudia Huls: «Bei Swiss Travel Costa Rica arbeiten wir wie eine Schweizer Uhr: Pünktlichkeit und Qualität sowie exzellenter Service stehen bei uns an erster Stelle.» Ausserdem verspüre das Unternehmen dank des letztes Jahr eingeführten Direktfluges mit Edelweiss Air von Zürich nach San Jose «deutliches Wachstum für Individualreisende sowie auch für Gruppenreisen aus dem Schweizer Markt.»
Natürlich werde der Schweizer Markt sehr geschätzt. Doch heute Abend, wenn Costa Rica in Nizhny Nowgorod auf die Schweiz trifft, werden alle Mitarbeitenden von Swiss Travel auf Seite der «Sele» stehen, als der «Nati» von Costa Rica, und dies mit einer den «Ticos» (so nennen sich die Costaricaner selbst) eigenen Leidenschaft anfeuern. Huls' Resultattipp für das Spiel: Costa Rica 2 : Schweiz 1. Mal schauen - wir wünschen beiden Mannschaften viel Erfolg. Pura Vida!