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Sarantis Gagas 1966
Sarantis Gagas ist nicht neu in der Galerie anixis. In früheren Ausstellungen faszinierte er uns mit seinen Arbeiten über einen Brief des griechischen Philosophen Epikur an Herodot über die „nicht existierende Zeit“. Wir finden auch in dieser Ausstellung einige dieser Werke. In winzigen Lettern schreibt der Künstler den altgriechischen Text sooft übereinander, bis die Oberfläche komplett überdeckt ist. Dieses zeitraubende Verfahren untermalt im konträren Sinn die philosophische Aussage des Textes.
Zeichen und Symbole erscheinen auch in den neuen Arbeiten von Sarantis Gagas. Er stellt sie aber materialtechnisch und dimensional in einen neuen Rahmen. Freihängend tanzen Buchstaben einem Mobile gleich in einem Gestell aus Eisen. Die Bewegung wird zentraler, die Abstraktion ausgeprägter. Während die ersten Arbeiten in Grautönen (Graphitstift auf Plexiglas) oder Gold (Blattgold auf Eichenholz)gehalten waren, leuchten die jetzigen Schriftzeichen in allen Farben. Spannend ist die Gegenüberstellung der verschiedenen Werkphasen. Die raum- und farbgreifende Entfaltung wird in diesem Kontext als befreiende Entwicklung wahrgenommen.
Sarantis Gagas lebt und arbeitet in Thessaloniki. Er beteiligte sich an Gruppenausstellungen auf der ganzen Welt und bestritt auch bereits 12 Einzelausstellungen, unter anderem im Archeologischen Museum von Thessaloniki. Ferner nahm er an der 25. Alexandria Biennale, 2011 an der Lula Sweden Biennale sowie an der Sofia Paper Biennale teil. Er war an Kunstsymposien in Deutschland, Andorra, Aegypten und mehrmals in Holland, wo er riesige Landart-Projekte realisierte.