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Otto Nebel
Maler und Dichter
Otto Nebel
Maler und Dichter
1892–1973
1892–1973
Zu Beginn der sechziger Jahre befasst sich Otto Nebel ernsthaft mit dem Gedanken, eine Stiftung zu errichten, der das gesamte nachgelassene bildnerische Werk angehören sollte. Nebel hätte diese Stiftung gerne im Berner Kunstmuseum gesehen, dem er 1971 eine bedeutsame Schenkung von 22 Ölgemälden, 152 farbigen Bildblättern und Zeichnungen, zwei Skizzenbücher sowie neue grafische Blätter übergab.
Am 21. Januar 1971 unterzeichnete Nebel seine letztwillige Verfügung, in welcher er bestimmte, dass nach seinem Tode der ganze künstlerische Nachlass sowohl das bildnerische Werk als auch die Manuskripte seiner Dichtungen und literarischen Arbeiten, ebenso seine kunsttheoretischen Schriften wie seine ausführlich verfassten Tagebücher und ein vollständiges, mehrere Bände umfassendes Werkverzeichnis einer zu errichtenden Otto Nebel-Stiftung als Alleinerbin zufalle.
Zweck der Stiftung soll die Betreuung dieses Nachlasses sein und diesen soweit wie möglich bekannt und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, insbesondere das malerische Werk auszustellen und die Dichtungen herauszugeben. Aus diesem Nachlass dürfen nur soweit Werke veräussert werden, als wie es für die Erhaltung der Stiftung und ihres Zweckes notwendig ist.
Als Sitz der Stiftung hatte Nebel die Stadt Bern vorgesehen, die Stadt, in der er sich 1933 niederliess und die schliesslich auch seine Wahlheimat wurde. Nach seinem Tod 1973 wurde schliesslich die Stiftung gemäss seinen testamentarischen Vorgaben gegründet:
«Im Herbst 1974 konstituierte sich der Stiftungsrat der Otto Nebel-Stiftung aus den von Otto Nebel selbst nominierten Mitgliedern. Der Stiftungsrat ernannte Hildegard Nebel, die Witwe, die sich damals schon im Alexandraheim in Pflege befand, zur Ehrenpräsidentin. Dr. Robert L. Wyss wurde zum Präsidenten, Fürsprecher Emil Raas zum Vizepräsidenten, Fürsprecher Rudolf v. Fischer zum Vermögensverwalter und Kassier, Dr. Sandor Kuthy zum Sekretär der Stiftung gewählt. Als Protokollführerin und für Sekretariatsarbeiten ernannte der Stiftungsrat Rosmarie Nebel.
Zudem wurde ein geschäftsführender Ausschuss bestimmt, der aus den vier erwähnten Herren sowie Frau Rosmarie Nebel bestehen soll. Im weiteren gehören der Otto Nebel-Stiftung die Herren Dr. J. Charlet, A. Neuweiler (gest. 1981), Dr. E. Eickhoff und R. Radrizzani an.» (Aus: Tätigkeitsbericht der Otto Nebel-Stiftung in Bern während der Jahre 1974–1984)
Den schriftstellerischen Nachlass überliess die Otto Nebel-Stiftung 1986 der Schweizerischen Nationalbibliothek (1991 ins Schweizerische Literaturarchiv überführt). Einen weiteren Teil des literarischen und schriftlichen Nachlasses schenkte die Stiftung dem Bund 2010. Die Zusammenführung der beiden Teilnachlässe geschah im Sinne der optimalen Betreuung und Auswertung des literarischen und schriftlichen Nachlassmaterials von Otto Nebel. (vgl. Inventar auf: http://ead.nb.admin.ch/html/nebel.html
Die Otto Nebel-Stiftung ist Eigentümerin des bildnerischen Nachlasses Otto Nebel.
Stiftungsrat:
Dr. Therese Bhattacharya-Stettler, Kunsthistorikerin, Präsidentin
Dr. Michael Baumgartner, Kunsthistoriker, Vizepräsident
Steffan Biffiger, Kunsthistoriker, Sekretär
Marcus Sartorius, Fürsprecher, Kassier
Bettina Braun, Literaturhistorikerin
Dr. Corinna Jäger-Trees, Literaturhistorikerin
Dr. Susanna Lerch, Kunsthistorikerin
Dr. Dominique Radrizzani, Kunsthistoriker
Dr. Daniel Spanke, Kunsthistoriker
(Stand Ende Dezember 2016)