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In diesem Forschungsprojekt werden aktuelle Preis- und Einkommenselastizitäten für Energie und andere Produktionsfaktoren bzw. Konsumgütergruppen in der Schweiz geschätzt. Im Weiteren wird der Rebound-Effekt für den privaten Transport untersucht. Im ersten Teil werden auf Grundlage eines Schweizer Unternehmensdatensatzes Substitutionselastizitäten zwischen den Produktionsfaktoren Energie, Kapital, Arbeit und Material für Unternehmen mit tiefer, mittlerer und hoher Energieintensität berechnet. Unsere Resultate zeigen auf, dass energieextensive Unternehmen Energie nach einer Preiserhöhung durch alle anderen Produktionsfaktoren substituieren können. Jedoch zeigen unsere Schätzungen auf, dass bei energieintensiven Unternehmen die Produktionsfaktoren Energie und Kapital Komplemente und nicht Substitute darstellen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass energieintensive Unternehmen grössere Anpassungsschwierigkeiten haben als energieextensive Unternehmen bei steigenden Energiepreisen. Im zweiten Kapitel werden Einkommens- und Kreuzpreiselastizitäten zwischen einzelnen Konsumgütergruppen von Schweizer Haushalten geschätzt. Die Eigenpreiselastizitäten zeigen beispielsweise auf, dass Transportleistungen unelastisch sind, der Energiekonsum hingegen einheitselastisch. Weiter decken wir verschiedene Muster der Substituierbarkeit zwischen den verschiedenen Konsumgütern auf. Die Einkommenselastizitäten weisen schliesslich Energie als Bedarfsgut aus, Transport hingegen besitzt eine Einkommenselastizität nahe eins. Die zudem berechneten Engel-Kurven sind für den Energiekonsum strikt fallend, hingegen sind sie für den privaten Transport S-förmig. Im dritten Teil werden Rebound-Effekte für den privaten Transport in der Schweiz berechnet. Dabei werden zwei Methoden verwendet, wobei die erste eher einen kurzfristigen und die zweite eher einen langfristigen Rebound-Effekt schätzt. Der Rebound-Effekt für den privaten Verkehr in der Schweiz, basierend auf der ersten Methode, liegt bei rund 20%. Die zweite Methode lieferte einen ungleich grösseren Effekt von rund 60%. Die Schätzung des Rebound-Effekts für verschiedene Haushaltsgruppen deckt grosse Unterschiede zwischen diesen Gruppen auf: Die Resultate zeigen beispielsweise, dass der Rebound-Effekt bei ärmeren und älteren Haushalten grösser ausfällt. Weiter ist der Rebound-Effekt kleiner, wenn der Freizeitverkehr betroffen ist und nicht die Fahrt zur Arbeit.