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Selina Gasparin setzte zum Abschluss der Biathlon-Saison ein Glanzlicht. Die Olympia-Zweite von Sotschi erreichte in der Verfolgung von Kontiolahti den 2. Rang.
Die bald 36-jährige Bündnerin stand zum fünften Mal auf einem Weltcup-Podest. In der Olympiasaison 2013/14 feierte sie in Annecy und Hochfilzen sogar zwei Siege im Sprint, nach Silber im Einzel von Sotschi sowie dem 2. Rang in Verfolgung von Antholz im Januar 2016 folgte nun in Finnland der fünfte Coup.
Die Mutter von zwei Kindern war als Nummer 10 nach dem Sprint ins Rennen gestiegen. Der nur schwer beherrschbare Wind im Schiessstand mischte das Feld stets munter durcheinander. Am Ende stand Selina Gasparin auf dem Podest, obwohl sie vier (!) Strafrunden drehen musste. Auf die Siegerin Julia Simon aus Frankreich büsste die Bündnerin 17 Sekunden ein. Im Endkampf setzte sich Gasparin gegen Lisa Vittozzi und die Finnin Kaisa Mäkäräinen durch, die nun zurücktreten wird.
Aita Gasparin (37.) und Elisa Gasparin (38.) sicherten sich im letzten Saisonrennen ein paar Weltcup-Punkte. Den Gesamt-Weltcup gewann die Italienerin Dorothea Wierer. Vor dem letzten Schiessen hatte noch die Norwegerin Tiril Eckhoff virtuell in Führung gelegen.
Bö wankte, fiel aber nicht
Der Kampf um den Gesamtweltcup im Biathlon der Männer wurde wider Erwarten noch spannend. Am Ende gewann allerdings doch der Norweger Johannes Thingnes Bö die grosse Kristallkugel. Bö benötigte im letzten Rennen der Saison, der Verfolgung in Kontiolahti, bei einem Sieg von Martin Fourcade mindestens einen 4. Rang. Bei nur schwer beherrschbaren Verhältnissen im Schiessstand zeichnete sich tatsächlich ein Umsturz ab. Während sich Fourcade trotz drei Strafrunden an der Spitze etablierte, geriet Bö in Schwierigkeiten. Zwischenzeitlich rutschte der Sprint-Sieger sogar aus den Top 4. Mit fünf Treffern zum Schluss machte der Norweger aber alles klar. Er ging als Vierter in die letzte Runde. Auf der Zielgeraden kämpfte er nicht mehr um eine bessere Klassierung.
Fourcade feierte zum Abschluss der Karriere den 83. Weltcupsieg - vor seinen Landsleuten Quentin Fillon Maillet und Emilien Jacquelin. Die Schweizer Männer überzeugten am Samstag im letzten Saisonwettkampf nicht. Martin Jäger belegte Platz 42, Jeremy Finello beendete den Wettkampf nicht. Teamleader Benjamin Weger hatte die Saison bereits nach den Weltmeisterschaften in Antholz beendet.