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Kabbala - Die Wiederentdeckung einer alten Tradition
Kabbala (auch Kabbalah) bezeichnet eine der mystischen Traditionen im Judentum, deren Wurzeln sich in der Heiligen Schrift des Judentums, dem Tanach, finden. Die Suche des Menschen nach der Erfahrung einer unmittelbaren Beziehung zu Gott stellt die Basis kabbalistischer Traditionen dar. Prinzipiell gibt es keine allgemeingültige kabbalistische Lehre, da es verschiedene Schriften und Schulen und somit keinen überprüfbaren Lehrinhalt gibt.
Der Ursprung des Kabbala
Kabbala geht im Ursprung ins Hebräische zurück, wo der Wortstamm mit "Weiterleitung" oder "Überlieferung" in der Bedeutung übersetzt werden könnte. Die Verwendung des Wortes Kabbala im Judentum begann im Mittelalter, womit eine bestimmte spekulative Richtung und die damit verbundene Frömmigkeitsform des Judentums bezeichnet werden. Kabbala setzte sich mit Beginn des 14. Jahrhunderts als Bezeichnung gegenüber weiteren zu der Zeit gebräuchlichen Begriffe, die Ähnliches beschrieben, durch. Gershom Scholem, ein 1897 in Berlin geborener jüdischer Religionshistoriker, gilt heute als Wiederentdecker dieser Tradition aus dem 20. Jahrhundert.
Die Lehren des Kabbala weltweit
Was früher nur männlichen Juden über 40 zugänglich war, wurde mit dem ersten "Kabbalah Centre", das Ende der Sechzigerjahre von Philip Berg in Tel Aviv, Israel, gegründet wurde, dann auch Nichtjuden und Frauen eröffnet. Mittlerweile dürfte es schätzungsweise mehr als 200.000 Anhänger geben, die die weltweit verstreuten Lokalitäten nutzen.
Prominente wie zum Beispiel Madonna oder Ashton Kutcher machten diese Organisation des "Kabbalah Centre" berühmt, da sie sich öffentlich zu diesen Lehren bekennen. Dies hat allerdings auch zu einem negativen Effekt geführt, da Kritiker diese "New-Age-Version" als Antithese zur echten Kabbala sehen. Von ihnen wird sie als "Hollywood Kabbala" bezeichnet.
Alles zu erreichen, was einem Menschen, einem denkenden und fühlenden Wesen, als Höchstes aller Geschöpfe unter der Gnade des Schöpfers, möglich ist, mit dem Wissen und Verstehen von sich selbst, könnte man als Intention eines Kabbalisten beschreiben. In der Kabbala wird auch davon ausgegangen, dass sowohl Zahlen wie auch Buchstaben so etwas wie ein Schlüssel zur komischen Ordnung und zum Göttlichen sind. Hier kommt die Numerologie ins Spiel, welche eine der ältesten Geheimwissenschaften darstellt.
Die Numerologie und Kabbala
Numerologie, auch als Zahlenmystik beschrieben, wurde und wird zur Deutung des Schicksals eingesetzt. Die Zahlenwerte, die im Namen und im Geburtsdatum eines Menschen enthalten sind, können Rückschlüsse auf den Charakter und den Lebensweg dieses Menschen geben. Die Ermittlung und Deutung dieser persönlichen Zahlen wird mittels der Numerologie durchgeführt.
Die kabbalistische Numerologie ist neben der Griechischen, Babylonischen und der Chinesischen eines der numerologischen Systeme, die häufig zum Einsatz kommen, wenn es um die Deutung von Namen und Geburtsdatum eines Menschen geht, um das eigene Selbst zu erkennen.
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