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Chronologie
Mai 2011 : 1. Demonstration
Alarmierend war im Jahr 2009 die hohe Sterblichkeitsrate von Forellen und Äschen im Doubs und in anderen Gewässern im französischen und Schweizer Jura. Dies hat dazu geführt, dass am 14. Mai 2011 in Goumois eine Demonstration zu Gunsten des Doubs organisiert wurde, zu welcher sich Tausende von Personen versammelten.
Fischerei- und andere Umweltverbände aus der Schweiz und Frankreich haben zur Demonstration aufgerufen, um die Behörden auf den gravierenden Zustand des Flusses aufmerksam zu machen und gleichzeitig zu signalisieren, dass die Zeit zur Rettung drängt.
Die Umweltverbände und die Fischer haben nicht nur einen Schuldigen ausgemacht. Tatsächlich handelt es sich um ein ganzes Bündel von Problemen in Verbindung mit veralteten Kläranlagen, Einträgen von Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft, zahlreichen Schwellen, die die Migration der Fische verhindern, aber auch mit den drei Wasserkraftwerken im französisch-schweizerischen Sektor Châtelot (NE), Refrain (F) und La Goule (JU), die Schäden an der Gewässerfauna und -flora verursachen.
Juni 2011 : Klage beim ständigen Komitee der Berner Konvention in Strassburg
Am 21. Juni 2011 haben der WWF, Pro Natura, der Schweizerische Fischerei-Verband SFV und die Vereinigung SOS Loue et Rivières Comtoises (F) beim ständigen Komitee der Berner Konvention in Strassburg Klage eingereicht mit dem Titel « Bedrohung des Rhone-Strebers im Doubs und in den Kantonen Jura und Neuenburg ». Die Klage betont die grosse Gefahr des Aussterbens dieser symbolischen und auf europäischer Ebene geschützten Arten.
Juli 2011 : Gründung der Plattform Doubs
Im Sommer 2011, nach der Einreichung der Beschwerde beim ständigen Komitee der Berner Konvention in Strassburg, wird die «Plattform Doubs» durch die drei Schweizer Umweltverbände auf die Beine gestellt.
Sie vereint den WWF, Pro Natura und den Schweizerischen Fischerei-Verband SFV. Letzterer wird aktuell durch Laurent Giroud, Vizepräsident der Fédération Neuchâteloise des Pêcheurs en Rivières (FNPR) und Maxime Prevedello, Mitglied der Geschäftsleitung des SFV, vertreten.
November 2012 : Entscheid betreffend der Beschwerde : die Schweiz und Frankreich verletzen die Berner Konvention nicht
Die Beschwerde wurde am 28. November 2012 in Strassburg behandelt. Bei dieser Gelegenheit hat das ständige Komitee der Berner Konvention in Strassburg die Wichtigkeit der durch die französischen und schweizerischen Behörden eingereichten Berichte und den Willen zur Verbesserung der Situation anerkannt. Es wurde entschieden, kein Dossier zu eröffnen, weil keine Verletzung der Konvention festgestellt wurde.
Angesichts der Komplexität der Sache, wurde allerdings entschieden, einen Vor-Ort-Besuch in Anwesenheit der Konfliktparteien zu machen, um die Situation besser einschätzen zu können und Empfehlungen zuhanden der Schweizer und Französischen Behörden zu erlassen.
Die Umsetzung der Empfehlungen werden mittels regelmässiger Überwachung durch das ständige Komitee der Berner Konvention überprüft.