Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03295.jsonl.gz/705

Schälen,
das Abziehen der jungen, noch spiegeligen Rinde schwacher Stämme durch die Schneidezähne des Wildes. Am schädlichsten wird in dieser Beziehung das Elch-, dann das Rotwild, welches mit den nur im Unterkiefer befindlichen Schneidezähnen die Rinde von unten nach oben abstreift, um sie zu äsen. Im Winter, wenn Schnee [* 2] liegt, schält auch der Hase [* 3] mit seinen Nagezähnen die Rinde junger Stämme verschiedener Laubhölzer und besonders der Obstbäume, soweit er reichen kann. Man schützt sich dagegen durch Umbinden der Stämmchen mit Stroh oder Strauchwerk und bestreicht die geschälten Stellen, um das Eingehen zu verhüten, mit dickem Steinkohlenteer, den man mit Kies bewirft.
Vgl. Reuß, [* 4] Die Schälbeschädigung durch Hochwild (Berl. 1888). -
In der Landwirtschaft heißt S. das sehr flache Umpflügen von Stoppeln, um durch schnellere Abtrocknung des bewegten Bodens Unkräuter leichter zu vertilgen und die Gare des Bodens zu befördern.