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Waffe
Ich möchte waffenlosen Militärdienst leisten. Wie muss ich vorgehen?
Ein Gesuch um «Waffenlosen Militärdienst aus Gewissensgründen» kann bis 1 Monat vor der Aushebung oder spätestens 3 Monate vor der RS oder jeder anderen Militärdienstleistung dem Kreiskommando des Wohnortkantons (mit den ähnlichen Unterlagen wie früher für ein Zivildienstgesuch) eingereicht werden. Dazu gehören:
* eine schriftliche Begründung mit Darlegung des Gewissenskonfliktes (hier bezogen auf die Waffe)
* ein ausführlicher Lebenslauf
* das Dienstbüchlein
Dazu kommen noch:
* ein Strafregisterauszug (Zu beziehen bei der Zentralpolizei)
* nach Möglichkeit noch Berichte von Pfarrern, Lehrern etc.
* ein Führungsbericht des Kommandanten, unter dem der letzte Militärdienst geleistet haben.
Darauf folgt dann eine Anhörung vor einer Kommission aus Aushebungsoffizier, Kreiskommandant und Arzt. Ein ablehnender Entscheid kann mit aufschiebender Wirkung weitergezogen werden. Unbedingt zu empfehlen ist eine gute Vorbereitung, beispielsweise das Gespräch auf einer Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst. Adressen findest du hier.
Was passiert, wenn ich die Waffe im Militärdienst verweigere?
Die Vorgesetzten reagieren darauf unterschiedlich:
1. Eine Waffenverweigerung im Militärdienst wird häufig als Militärdienstverweigerung gewertet und der Waffenverweigerer wird heimgeschickt. Es wird ein Militärgerichtsverfahren eingeleitet. Das Gericht kann einem dann aber zum waffenlosen Militärdienst umteilen und auf eine Bestrafung verzichten.
2. Manche Waffenverweigerer werden zum Arzt geschickt und so vom Dienst dispensiert. Sie müssen ausserdienstlich ein Waffenlosgesuch einrechen. Lass dich auf einer Beratungsstelle für Militärverweigerung und Zivildienst beraten. Adressen findest du hier.
Ich bin in der RS und will nicht schiessen. Kann ich dazu gezwungen werden?
Ja. Eine Waffenverweigerung kann als Militärdienstverweigerung gewertet werden und der Waffenverweigerer wird heimgeschickt. Es wird ein Militärgerichtsverfahren eingeleitet. Das Gericht kann einem dann aber zum waffenlosen Militärdienst umteilen und auf eine Bestrafung verzichten.
Du kannst aber auch in der RS versuchen, ein Gesuch um waffenlosen Militärdienst einzureichen. Da das Gesetz diese Möglichkeit nicht direkt vorsieht, braucht es zuweilen einiges an Beharrlichkeit, dass das Gesuch doch behandelt wird. Im Angleichung zum Zivildienst sollten solche Gesuche innert etwa vier Wochen behandelt und entschieden werden.
Was passiert, wenn ich die obligatorische Schiesspflicht nicht erfülle?
Militärdienstpflichtige haben jedes Jahr das Obligatorische zu schiessen - daran hat auch die Armeereform nichts geändert. Wer bis im November «sein Obligatorisches» nicht geschossen hat und dies selbst verschuldet hat, respektive keine Ausrede findet, muss eine Busse zwischen 50 und 100 Franken bezahlen. Im Wiederholungsfall verdoppelt sich die Busse jeweils (bis auf 300 Franken), beim vierten Mal gibt's Arrest.