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Was sind Scope 1, Scope 2 und Scope 3?
Bei Treibhausgas-Emissionen wird zwischen verschiedenen Scopes unterschieden. Scope 1, auch direkte Emissionen genannt, bezieht sich auf die Emissionen, die direkt an den verschiedenen Standorten einer Firma anfallen, etwa durch die Herstellung von Gütern, aber zum Beispiel auch durch Heizungen und Klimaanlagen von Bürogebäuden. Scope 2 sind Emissionen, die durch die Herstellung von Strom und Fernwärme entstehen, die ein Unternehmen verbraucht. Durch die Nutzung von erneuerbaren Energien können Firmen diese Emissionen auf null senken. Der grösste Teil der Emissionen entfällt häufig auf das Segment Scope 3: In Scope 3 werden jene Emissionen summiert, die über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg entstehen, also auch bei Zulieferern. Deshalb ist die Berechnung von Scope-3-Emissionen sehr komplex und aufwendig. Die Global Reporting Initiative, eine Initiative, die sich für die Verbreitung von Richtlinien in der Nachhaltigkeitsberichterstattung einsetzt, kennt nicht weniger als 15 verschiedene Kategorien. Nicht alle Unternehmen, die ihre Emissionen veröffentlichen, legen auch ihre Scope-3-Emissionen offen.
Nicht alle Unternehmen, die ihre Emissionen veröffentlichen, berichten auch über ihre Scope-3-Emissionen. Zudem unterscheidet sich die Berichterstattung der Scope-3-Emissionen sehr stark in ihrem Umfang und der Anzahl der integrierten Kategorien. Deshalb lässt es die aktuelle Datenlage leider noch nicht zu, die absolute Höhe der Scope-3-Emissionen verschiedener Firmen zu vergleichen. Um zu zeigen, welche Firmen sich mit den eigenen Scope-3-Emissionen auseinandersetzen, haben wir aufgeführt, welche Unternehmen ihre Scope-3-Emissionen berechnen. Denn eine Ausweisung dieser Emissionen ist im Sinne der Transparenz positiv zu bewerten.
Natürlich: Jede Branche und auch jedes einzelne Unternehmen hat andere Voraussetzungen in Bezug auf den Klimaschutz.
Deshalb vergleichen wir die Firmen in der «Währung» Compound Annual Reduction Rate – das ist die durchschnittliche jährliche Reduktionsrate der Emissionsintensität in Prozent. Um den unterschiedlichen Voraussetzungen der Unternehmen Rechnung zu tragen, bezieht sich diese Reduktionsrate immer auf Vergleichszahlen des eigenen Unternehmens. Sie zeigt somit unabhängig von der Höhe der absoluten Emissionen, wie viel ein Unternehmen zur Begrenzung seiner Emissionen unternimmt.