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In der Schweiz sollen in den nächsten drei bis vier Jahren flächendeckend in allen Akutspitälern Diagnosis Related Groups (DRGs) eingeführt werden. Den Spitälern wird damit die Vergütung eines jeden Patientenfalls unabhängig vom tatsächlichen Aufwand der Behandlung vorgegeben. Daraus ergibt sich der Anreiz für den Leistungserbringer, die Behandlung mit möglichst geringem Ressourcenverbrauch durchzuführen. Diese volkswirtschaftlich positiven Anreize von DRG-basierten Vergütungen können jedoch von unerwünschten Wirkungen begleitet werden. Mögliche negative Auswirkungen können sein:
- eine Unterversorgung von Patienten (versteckte Rationierung)
- eine übermässige Verweildauerverkürzung in den Spitälern und eine verfrühten Entlassungen von Patienten in instabilem Zustand
- eine selektive Patientenwahl
- Verschiebung von Aufgaben der Akutbehandlung in den Rehabilitationsbereich
- Mehrbelastungen von Pflegeheimen und dem nachgelagerten ambulanten Bereich (z.B. Spitex)
Man kann weltweit sehen, dass DRGs grosse Auswirkungen auf die jeweilige Gesundheitsversorgung gehabt haben; so führten sie z.B. in den USA zu einer Halbierung der Aufenthaltsdauern im Akutspital bei gleichzeitigem Anstieg der ambulanten Behandlungen.
Dieses Buch zeigt u.a. auf, welche Auswirkungen die Einführung des DRG-Systems in der Schweiz haben kann und welche Massnahmen ergriffen werden müssen, um diesen negativen Auswirkungen entgegenwirken zu können.