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Vor etwa 40 Jahren hatte Peter Burkhart eine alte Mühle in Rubigen gekauft. Zuerst mahlte er dort noch Mehl, dann begann er mit Freunden Konzerte zu organisieren. «Die Mühle war ein WG-Projekt von Leuten, welche die Welt neu erfinden wollten», erzählte Burkhart im Jahr 2000 im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.
Es folgten 35 Jahre, in denen «Mühli-Pesche» etwa 3000 Konzerte organisierte. Beim Programm achtete er auf eine Mischung aus bekannten und weniger bekannten Bands. Das sei möglich, auch ohne Subventionen, sagte er. «Wir leisten uns das und es macht auch Spass.» In der Mühle Hunziken spielten zahlreiche Bands, welche andernorts auch deutlich grössere Säle füllten. Die Konzerte sagte «Mühli-Pesche» immer persönlich an.
Das Konzertlokal gestaltete er innen und aussen aufwändig mit einem Sammelsurium an Gegenständen und Figuren. «Ich bin ein Jäger und Sammler», schmunzelte er einmal in einem Gespräch bei Radio SRF. «Ich nahm immer alles mit nach Hause.» Zum Glück habe er jeweils sagen können, es sei für die Mühle. «Würde das einer privat machen, würde man sagen ‹He, du spinnst!›»
Streit und Hoffnung
Im Sommer 2011 übergab Peter Burkhart die Leitung des Konzertbetriebs an ein Team um den Bluesmusiker Philipp Fankhauser und wanderte mit seiner Frau nach Südfrankreich aus. Doch der Verkauf des Gebäudes kam nicht zustande und es folgte ein jahrelanger Streit mit gegenseitigen Klagen auch vor Gericht.
In diesem Konflikt war Burkharts Sohn Thomas auf der Seite der Betreiber - der Gegenseite seines Vaters. «Doch ich habe meinen Frieden mit ihm gemacht und er, glaub ich, auch mit mir», sagte der Sohn von Peter Burkhart am Freitag der Nachrichtenagentur SDA.
Erst vor drei Wochen - Anfang Dezember 2014 - fand der Rechtsstreit schliesslich vor Gericht ein Ende. Beide Parteien liessen die offenen Klagen fallen, zwei alternative Pensionskassen kauften die Mühle Hunziken.
Am Tag danach erzählte Peter Burkhart im Regionaljournal, der ganze Streit beschäftige ihn immer noch sehr und er wolle ein Buch darüber schreiben. Die Zeit werde aber bestimmt kommen, in der er sein neues Zuhause in Südfrankreich geniessen könne. «Es wäre eigentlich das Paradies dort», sagte er. Und er wolle gerne noch kreativ sein, «vielleicht Figuren machen, malen oder das Haus umbauen».
Nun ist Peter Burkhart am Weihnachtsabend 72-jährig gestorben. An einem Herzversagen, wie seine Frau Pia am Freitagmorgen dem «Bund» mitteilte.
(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis; 17:30 Uhr)