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Der kommende Sonntag wird 25 Stunden dauern. Am Sonntag, 29. Oktober, endet die Sommerzeit: Die Uhren werden um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Ob Sommerzeit oder Normalzeit: Seit fünfzig Jahren wird die Einheit der Zeit, die Sekunde, durch Eigenschaften eines Atoms und nicht mehr durch die Umdrehung der Erde bestimmt.
Im kommenden Jahr wird die Sommerzeit vom 25. März bis am 28. Oktober dauern, vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober.
Von der astronomischen Zeit zur Atomzeit
Die Zeit wird schon seit Jahrtausenden gemessen. Dabei stützte man sich auf die Bewegung der Erde gegenüber der Sonne, besonders auf die Beobachtung der Drehung der Erde um ihre eigene Achse. So wurde dann auch die Einheit der Zeitmessung, die Sekunde, an die Drehung der Erde gebunden: Die Länge eines mittleren Sonnentages wurde per Definition auf 86’400 Sekunden festgelegt (1 Tag zu 24 Stunden, die Stunde zu 60 Minuten, die Minute zu 60 Sekunden).
Die Drehgeschwindigkeit der Erde ist jedoch nicht konstant. Das machte sich ab dem 20. Jahrhundert bei hochpräzisen Zeitmessungen bemerkbar. Seit den Fünfziger Jahren verfügen wir über Atomuhren, mit denen man die Sekunde um ein Vielfaches präziser und stabiler bestimmen kann als mittels der Erddrehung. Im Oktober 1967 wurde an der Conférence Générale des Poids et Mesures in Paris die Sekunde mithilfe eines atomaren Vorgangs neu definiert. Seit fünfzig Jahren wird die Sekunde durch das Messen eines Übergangs in Atomen des Elements Cäsium bestimmt.