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Die heutigen Familienzulagen werden den sehr hohen Kinderkosten nicht gerecht. Während die direkten Kinderkosten weiter angestiegen sind (942 Franken bei einem Kind, 1507 Franken bei zwei Kindern), stagnieren die Familienzulagen auf tiefem Niveau. Travail.Suisse fordert Kinderzulagen von 350 Franken und Ausbildungszulagen von 500 Franken pro Kind.
Familienpolitik: Welche nächsten finanziellen Entlastungsschritte brauchen Familien?
Die Stimmbevölkerung war nicht bereit, Steuerausfälle von einer Milliarde Franken für eine wenig zielgerichtete Entlastung der Familien in Kauf zu nehmen. Dieses Fazit ist aus der gescheiterten Initiative zur Steuerbefreiung der Familienzulagen zu ziehen. Dies heisst jedoch nicht, dass die Bevölkerung gegen eine Entlastung der Familien ist. Höhere Kinderzulagen sind eine Massnahme, die durchaus mehrheitsfähig ist.
Adoptionsurlaub: Eine familienpolitische Massnahme, die wenig kostet
Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, unterstützt die parlamentarische Initiative des Tessiner CVP-Nationalrats Marco Romano, die verlangt, dass Eltern bei der Adoption eines unter 4-jährigen Kindes Anspruch auf einen Adoptionsurlaub von 12 Wochen erhalten. Die Initiative wird morgen in der parlamentarischen Kommission des Nationalrats beraten.
Motion 14.3285 Anpassung der Kinderzulagen
Morgen Freitag wird im Ständerat über die Motion 14.3285 „Anpassung der Kinderzulagen“ beraten. Angesichts der weiter gestiegenen Kinderkosten stellt eine moderate Erhöhung der Zulagen ein wirkungsvolles und zielgerichtetes Mittel dar, um Familien mit tiefen und mittleren Einkommen zu unterstützen. Travail.Suisse unterstützt deshalb diese Motion und hat die Ständerätinnen und Ständeräte der Familienpartei CVP in einem persönlichen Brief auf die gestiegenen Kinderkosten aufmerksam gemacht. Der Dachverband der Arbeitnehmenden hat die Ständerätinnen und Ständeräte aufgefordert, den Familien die notwendige Unterstützung zu geben. Wer etwas für die Familien tun will ,sollte die Motion unterstützen.