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Julius-Bär-Chef Boris Collardi erklärt im Interview mit der «NZZ am Sonntag», wieso die Bank das Vermögensverwaltungs-Geschäft der Bank of America kaufen will: «Die starke Präsenz in den Wachstumsmärkten Asien und Lateinamerika wäre interessant. In diesen Regionen gibt es wenig auf dem Markt.»
Collardi kann sich aber auch vorstellen, eine Schweizer Bank zu kaufen, falls Julius Bär den Zuschlag für das 85 Milliarden Franken grosse Geschäft der Bank of America nicht erhalten sollte: «Hier halten wir Ausschau nach gut diversifizierten Banken mit möglichst grossen Kundenvermögen.» In Europa unternehme Julius Bär derzeit nichts.
Man wolle warten, bis die Abgeltungssteuer implementiert sei. Collardi glaubt, dass sich der Schweizer Finanzplatz in den nächsten drei bis fünf Jahren stark konsolidieren wird. «Banken mit 100 Milliarden Franken Kundenvermögen und mehr werden die Regel sein.»
Diese kritische Grösse sei nötig für eine internationale Strategie. In der Schweiz zu sitzen und zu warten, dass der Kunde komme, sei keine Option mehr. Die Banken müssten in die Welt hinausgehen, um Kunden zu akquirieren.
(aho)