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Calderon,
Philip Hermogenes, engl. Genremaler spanischer Abkunft, geb. 1833 zu Poitiers, kam 1846 nach London, wo er bald nachher Schüler von Leigh wurde. Dann ging er nach Paris in das Atelier von Picot und machte wiederholte Reisen fast durch ganz Frankreich. Auf sein glückliches Debüt: das gebrochene Gelübde, das ihm 1857 durch seine Sentimentalität ¶
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die Gunst des Publikums gewann, ließ er im Lauf der Jahre eine bedeutende Reihe von Genrebildern folgen, die von großer Lebenswahrheit, Frische der Darstellung und kräftiger Malerei sind und bei ihrer Mannigfaltigkeit von reicher Empfindungsgabe zeugen. Zu den wichtigsten unter den ältern gehören: die Tochter des Kerkermeisters (1858), französische Landleute, die ihr geraubtes Kind wiederfinden (1859), Freigebung Gefangener, der Heiratsantrag (1861), der als eins seiner besten Bilder gerühmt wird, die englische Gesandtschaft in Paris am Abend des Bartholomäustags (1863), der junge Lord Hamlet (1868), und namentlich 1871 eins seiner Hauptwerke: Wohin? dem dann in den 70er Jahren noch viele andre folgten, z. B.: nach der Schlacht die Serenade im Mondschein, die Königin der Turniere (1874), wachsame Augen, der Obsthändler (1877), la gloire de Dijon (1878). Unter seinen sieben 1878 in Paris ausgestellten Bildern waren sehr gelungen: die junge Fürstin bei ihrer Haarfrisur beschäftigt und die Mutter mit ihrem Söhnchen am Paradebett ihres gefallenen Gatten, widerwärtig dagegen Katharina von Lothringen, die Jacques Element zum Mord Heinrichs III. anstachelt. 1867 wurde er Mitglied der Akademie und erhielt auf der Pariser Weltausstellung als einziger englischer Künstler für jene englische Gesandtschaft die goldne Medaille.