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«Ich bin eine Manipulatorin und berechnend, und das bereitet mir nicht die geringsten Gewissensbisse. An diesem Nachmittag aber widere ich mich selbst an.» Zu Recht! Camille ist ein Miststück. Mit 25 merkt sie, dass sie einen Mann braucht, der sie finanziert, bis sie den Durchbruch als Schriftstellerin geschafft hat. So dockt sie an ihre Jugendliebe an: Stanislas, erfolgreicher Finanzbroker. Sie saugt ihn aus wie ein Vampir und legt ihn zu den Akten, als er seine Schuldigkeit getan hat. Böse ist dieser kleine Roman – und verwirrend: Die Heldinnen von Camille de Perettis («Der Zauber der Casati») bisher erschienenen vier Romanen heissen stets Camille, und immer ist es die wahre Biografie der Autorin, die als Steinbruch für die Geschichten herhält.
— Camille de Peretti: Die kleinen Arrangements unserer Herzen. Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2015, 208 Seiten, ca. 29 Franken