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Dr. med. Petra Stute, Oberärztin am Berner Inselspital und Leiterin des Zentrums für Wechseljahre: «Etwa 90 Prozent der Frauen berichten von vier bis acht Jahren andauernden Zyklusstörungen bis zum Erreichen der Menopause.» In dieser Zeit, sie wird Perimenopause genannt, finden keine oder unregelmässige Ovulationen (Eisprung) statt. «Entsprechend gibt es kein universales Blutungsstörungsmuster in den Jahren vor der Menopause, alle Formen von Menstruationsstörungen sind möglich». Daher sei es mitunter schwierig, Blutungsstörungen in den Wechseljahren von einer «abklärungsbedürftigen, abnormen vaginalen Blutung» abzugrenzen.
Es sind aber nicht nur die Monatsblutungen, «die wegen der erloschenen Ovarialfunktion und dem daraus folgendem Hormonmangel, Beschwerden verursachen können».
Zu den wichtigsten akuten und chronischen Begleiterscheinungen der Peri- und frühen Postmenopause zählen:
reduzierte Fruchtbarkeit
Schlafstörungen
nervöse Symptome wie z. B. Stimmungsschwankungen, Depression, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen
sexuelle Funktionsstörungen
Beeinträchtigung des Knochen- und Gelenkapparates (Osteoporose und Gelenkschmerzen)
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Haut- und Haarveränderungen
Nicht alle Beschwerden verschwinden von selbst wieder und sind als harmlos einzustufen. Dr. Petra Stute rät daher, auffällige Symptome oder anhaltenden Beschwerden mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen.
Umfrage
- Quelle
Zentrum für Wechseljahre, Inselspital, PD Dr. med. Petra Stute