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Hinterlassenenrenten
Anspruchsvoraussetzungen
Hinterlassenenrenten sollen beim Tode des Ehepartners oder eines Elternteils verhindern, dass die Hinterlassenen (Ehepartner, Kinder) in finanzielle Not geraten.
Damit eine Person Anspruch auf eine Hinterlassenenrente hat, müssen der verstorbenen Person mindestens während eines vollen Beitragsjahres Beiträge angerechnet werden können. Es gibt drei Arten von Hinterlassenenrenten:
- Witwenrenten
- Witwerrenten
- Waisenrenten
Witwenrenten
Verheiratete Frauen, deren Ehepartner verstorben ist, haben Anspruch auf eine Witwenrente, wenn
- sie zum Zeitpunkt der Verwitwung eines oder mehrere Kinder haben,
- sie keine Kinder haben, im Zeitpunkt der Verwitwung das 45. Altersjahr zurückgelegt haben und mindestens 5 Jahre verheiratet gewesen sind.
Geschiedene Frauen, deren ehemaliger Ehepartner verstorben ist, haben Anspruch auf eine Witwenrente, wenn
- sie Kinder haben und die geschiedene Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat, oder
- sie bei der Scheidung älter als 45 Jahre waren und die geschiedene Ehe mindestens 10 Jahre gedauert hat, oder
- das jüngste Kind sein 18. Lebensjahr vollendet, nachdem die geschiedene Mutter 45 Jahre alt geworden ist.
Geschiedene Frauen, die keine dieser Voraussetzungen erfüllen, haben Anspruch auf eine Witwenrente bis zum 18. Geburtstag des jüngsten Kindes.
Witwerrenten
Verheiratete und geschiedene Männer, deren (ehemalige) Ehefrau verstorben ist, erhalten eine Witwerrente, bis das jüngste Kind das 18. Altersjahr erreicht hat.
Waisenrenten
Die AHV richtet Kindern eine Waisenrente aus, wenn die Mutter oder der Vater stirbt. Beim Tode beider Eltern besteht Anspruch auf zwei Waisenrenten: eine vom verstorbenen Vater und eine von der verstorbenen Mutter. Der Anspruch auf eine Waisenrente erlischt mit dem 18. Geburtstag oder nach Beendigung der Ausbildung, spätestens jedoch mit dem 25. Geburtstag.