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Wir, Schweizer KünstlerInnen, Kultur-Institutionen und BürgerInnen, bekräftigen hiermit unsere Unterstützung der Aquarius, indem wir dazu aufrufen, sich kollektiv, individuell oder institutionell zu engagieren. Wir möchten damit unsere Betroffenheit zum Ausdruck bringen und dass wir die Rettungsarbeit im Mittelmeer nachdrücklich befürworten. Mit diesen Engagements, fordern wir die Schweizer Regierung auf, unverzüglich eine Schweizer Flagge zu verleihen, damit die Aquarius ihre humanitäre Arbeit fortsetzt, denn diese Hilfestellung ist keine Wahl, sondern eine Pflicht.
Die Aquarius ist ein von SOS Méditerranée und Médecins Sans Frontières gechartertes Rettungsboot, das zur Aufgabe hat, Menschen in Not zu retten, welche versuchen, das Meer zu überqueren, um den drastischen Lebensbedingungen und vorallem der extremen Misshandlung in Libyen zu entrinnen, wo derzeit äusserst chaotische politische Zustände herrschen. Während 31 Monaten in Betrieb, konnten die Aquarius und seine Crew fast 30’000 Menschen in Lebensgefahr retten, behandeln und ihnen einen Auffanghafen finden, der ihre Sicherheit gewährleistet. Aufgrund eines politischen und wirtschaftlichen Drucks hat die Aquarius seine panamaische Flagge verloren, was weitere Rettungsaktionen verhindert. Es war das letzte Rettungsboot im Mittelmeer.
Seit dem 4. Oktober bleibt das Schiff und seine Besatzung in Marseille blockiert, was zur Folge hat, dass zahlreiche Menschen ertrinken. Wir dürfen es nicht akzeptieren.
Wir laden Jede und Jeden dazu ein, sich dem Manifest anzuschliessen und seinem Anliegen durch Aktionen im öffentlichen Raum eine Sichtbarkeit zu verschaffen. Wir möchten auch kulturelle Institutionen dazu ermutigen, es an ihren Wänden anzubringen und sich auf eine Weise zu beteiligen, die sie für angemessen halten.