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Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie sind in dem, was sie tun, ausgewiesen der oder die Beste der Welt. Und dennoch prasselt ständig Kritik auf Sie ein.
Genau so muss sich Simona Halep aktuell fühlen. Die Rumänin führt zwar das WTA-Ranking an, gilt in Experten-Kreisen aber nicht als «wahre» Nummer 1. Das mag einerseits mit der Babypause von Serena Williams zusammenhängen. Doch die 26-Jährige muss sich auch folgenden Vorwurf gefallen lassen: Sie hat bislang noch keinen Grand-Slam-Titel gewonnen.
Nummer 1 nur mit Grand-Slam-Titel?
Als Halep im Oktober 2017 erstmals den WTA-Thron bestieg, entfachte sie jene Diskussion neu, in welche Caroline Wozniacki vor rund 8 Jahren bereits verwickelt war: Ist eine Nummer 1 ohne Grand-Slam-Titel keine echte Nummer 1?
Halep will von solchen Vorwürfen nichts wissen: «Ich bin happy, dass ich die Nummer 1 der Welt bin und in meiner Karriere bereits drei Grand-Slam-Finals erreicht habe.» Sie habe sich in eine Position gebracht, um um Major-Titel zu kämpfen.
Paris ist mein Lieblingsplatz auf der ganzen Welt, ich verbringe hier sogar meine Ferien.
In Paris war Halep schon zweimal nahe dran: 2014 und 2017 scheiterte das Energiebündel jeweils erst im Final. Sie wird auch in diesem Jahr gut abschneiden müssen, denn sonst ist sie den Platz an der Sonne in zwei Wochen los.
Kommt es zur Stabübergabe?
Die Ausgangslage ist komplex, doch gleich 5 Spielerinnen haben je nach Turnierverlauf die Chance, nach den French Open Halep als Nummer 1 abzulösen:
- Caroline Wozniacki
- Garbine Muguruza
- Elina Switolina
- Karolina Pliskova
- Caroline Garcia
Halep wird alles daransetzen, dass sie ihren Platz verteidigen kann. Denn schliesslich ist Paris für sie nicht irgendein beliebiges Turnier. «Es ist mein Lieblingsplatz auf der ganzen Welt, ich verbringe hier sogar meine Ferien», schwärmt die Weltnummer 1.
Livestreams auf www.srf.ch/sport und SRF Sport App, 27.05.2018, 11:00 Uhr.