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Menschliches Versagen war die Ursache des Untergangs eines Touristenboots in der Halong Bucht in Vietnam mit zwölf Todesopfern. Das teilte die Polizei mit.
Ein Ventil, durch das Wasser zur Kühlung des Motors ins Bootsinnere gelangt, war über Nacht offen gelassen worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Weil der Motor nicht lief, funktionierte eine Pumpe nicht, die das Wasser wieder nach aussen leiten soll.
Der vietnamesische Besitzer des Ausflugsschiffes war vor zwei Jahren bereits in einen ähnlichen Vorfall verwickelt. Wie die Zeitung "Thanh Nien" berichtete, gehörte das Unglücksboot dem Unternehmen Truong Hai Co, doch operierte die Firma bis vor vier Monaten unter einem anderen Namen.
Dieser Vorgängerfirma gehörte ein Boot, das im September 2009 in der Halong Bucht bei heftigem Regen gekentert war. Damals starben drei ausländische Touristen und ein lokaler Führer.
Das Ausflugsboot, das am Donnerstag kurz vor Sonnenaufgang sank, war lokalen Medien zufolge seit 2008 im Dienst. Nach Angaben von Überlebenden, die von Fischern geborgen werden konnten, brach das Boot plötzlich auseinander. Die meisten der Passagiere - darunter auch ein Schweizer Paar - wurden im Schlaf überrascht.
Das Wasser stieg so schnell in der Kabine, dass die meisten Passagiere sich nicht mehr befreien konnten. Nur neun ausländische Touristen - darunter eine Schweizerin - und sechs Besatzungsmitglieder überlebten.
Die Behörden haben versprochen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, und künftig den Sicherheitszustand der lokalen Boote besser zu überprüfen.
SDA-ATS