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Untertitel: Wahlabend beim Generalrat von Villars-sur-Glâne
Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY
Mit 44 Stimmen bei einer Enthaltung erreichte Caroline Dénervaud (CVP) ein Glanzresultat. Die bisherige Vizepräsidentin ist französisch-schweizerische Doppelbürgerin und lebt seit 1995 in der Gemeinde. Die Juristin ist verheiratet und Mutter dreier Knaben. Der mit 41 Stimmen gewählte Vizepräsident Thomas Marthaler (SP) ist ebenfalls Jurist. Der gebürtige Deutschfreiburger ist in Marly aufgewachsen, verheiratet und Vater zweier Kinder.
Nach ihrer Wahl umriss Caroline Dénervaud die Themen, die sie in ihrem Präsidialjahr beschäftigen werden, darunter das neue Quartier Cormanon-Ost, die Agglomeration Freiburg oder die mögliche Fusion mit Matran. Nicht als Hirtin wolle sie den Generalrat lenken, sondern als Dirigentin, die zwar Dissonanzen zulasse, nicht aber falsche Töne. Thomas Marthaler seinerseits bekräftigte seine Bereitschaft, «in diesem Chor mitzusingen». Auf «ein Jahr der Entdeckungen und der Erfahrungen» blickte der abtretende Präsident Philippe Gehring (FDP) zurück.
Debatte um ein Pflichtenheft
Weitere Wahlen waren im Generalrat nötig geworden durch das Nachrücken von Serge Dousse (FDP) in den Gemeinderat. In der Legislative schied er dadurch auch als Präsident der Finanzkommission aus. Neu in die Kommission gewählt wurde am Donnerstag mit 27 Stimmen Olivier Carrel (FDP). Carrel wiederum erklärte nach seiner Wahl seinen sofortigen Rücktritt aus der Raumplanungskommission. Zu seinem Nachfolger wählte der Generalrat mit 43 Stimmen den 21-jährigen Studenten Julien Chavaz (FDP).
Mehr zu reden als die Wahlen gab eingangs der Sitzung eine Revision des Pflichtenhefts der sozialpolitischen Kommission des Generalrats. Der Abstimmung gingen voraus: der Rückzug eines traktandierten Vorschlags der FDP-Fraktion, ein NichtEintretens-Antrag der SP, die Ablehnung desselben durch das Plenum, der Vorschlag eines modifizierten Abstimmungsverfahrens von Thomas Marthaler und schliesslich der Rückzug ebendiesen Vorschlags durch Marthalers Parteikollegen Carl-Alex Ridoré.
Das modifizierte Pflichtenheft wurde daraufhin mit 22 Ja- gegen vier Nein-Stimmen bei 19 Enthaltungen angenommen. Neu sind damit auch die Mitglieder der Finanzkommission in die sozialpolitische Kommission wählbar. Ausserdem kann die Kommission jetzt offiziell auch auf Mandat des Gemeinderats arbeiten. In der Praxis hat dies bereits Einzug gehalten, was die Diskussion überhaupt erst ausgelöst hatte. Die Kommission hat künftig sowohl dem Büro des Generalrats als auch dem Gemeinderat Bericht zu erstatten.
Zehn Einbürgerungen
Einstimmig hat der Generalrat zehn Personen eingebürgert: eine Türkin, eine dreiköpfige Familie aus Eritrea, einen Vater mit seinen drei Kindern aus Sri Lanka sowie ein amerikanisch-britisches Ehepaar.
Cutaf-Direktor Hubert Dafflon informierte ausführlich über den Stand der Dinge beim Verkehrsverbund.