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Es war im Herbst 2005: Winston S. Churchill trat mit dem Wunsch an die weltweit tätige Oettinger Davidoff Group heran, eine Cigarrenlinie unter dem Namen seines berühmten Grossvaters herzustellen und zu vertreiben. Die Cigarre war das wesentliche äussere Merkmal seines Grossvaters Sir Winston Churchill (1874–1965). Deshalb sollte dem bedeutendsten britischen Staatsmann des 20. Jahrhunderts eine eigene Cigarrenlinie gewidmet werden. Im November 2007 wurde die neue Marke Winston Churchill mit den Formatbezeichnungen Blenheim, Chequers, No. 10 und Marrakesh in den USA lanciert. Die Einführung der Winston-Churchill-Cigarren ausserhalb der USA erfolgte ab Mai 2008 zunächst in Deutschland, Frankreich, Italien, Grossbritannien und der Schweiz sowie danach auch in weiteren europäischen Ländern.
Die für die Cigarren verwendeten Tabake stammen von ausgewählten Tabakplantagen in der Dominikanischen Republik, Peru, Nicaragua und Ecuador. Die aromatischen, vollen Geschmacksrichtungen sind ausgerichtet auf traditionsbewusste und passionierte Raucher mit einer Vorliebe für kräftige Cigarren und unterscheiden sich, mit ihrer äusserst komplexen Mischung in Bezug auf Geschmack und Aroma, deutlich von den anderen Tabakmischungen aus der Dominikanischen Republik.
Jedes Winston-Churchill-Format trägt zwei Ringe. Die Bauchbinde zeigt das Familienwappen der Churchills, der zweite Ring trägt die Formatbezeichnung. Winston-Churchill-Cigarren sind in Papier überzogenen und bedruckten Holzkistchen mit je 25 Cigarren sowie in 4er Etuis im Tabakfachhandel erhältlich. Der Zeitpunkt der Lancierung der Marke Winston Churchill könnte besser nicht gewählt sein. Wie der Staatsmann Churchill einen engagierten und letztlich erfolgreichen Kampf für die Freiheit der westlichen Welt geführt hat, würde sich der wohl bekannteste Cigarrenraucher der Weltgeschichte heute gegen die Einschränkung des Rauchgenusses entschieden zur Wehr setzen. Churchills berühmte Forderung «Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen» liest sich denn auch wie eine Absage an die grassierende Verbotsmentalität und wie ein Entwurf der Philosophie «The Good Life» seines Geistesverwandten und Namensgebers der Marke Davidoff, Zino Davidoff. Trotz seiner aristokratischen Abstammung und militärischen Ausbildung war der leidenschaftliche Cigarrenraucher, Whisky-Liebhaber, Maler und Schriftsteller Sir Winston Churchill zeitlebens auch ein Genussmensch.
Die Cigarrenformate der Marke Winston Churchill sind nach Orten benannt, die im Leben Winston Churchills eine wichtige Rolle gespielt haben.
· Format Blenheim Im prächtigen Blenheim Palace wurde Churchill 1874 geboren. Das Schloss war das Geschenk von Königin Anne und einer dankbaren Nation an John Churchill, den ersten Herzog von Marlborough, für seinen Sieg in der Schlacht von Blenheim im Jahr 1704. Schloss Blenheim ist auch das grösste Privathaus in England und heute im Besitz des 11. Herzogs von Marlborough. «In Blenheim», sagte Churchill über das Schloss, «fasste ich zwei wichtige Entschlüsse: Geboren zu werden und zu heiraten. Ich bin äusserst glücklich mit beiden.»
· Format Chequers Seit 1921 ist Chequers Court bei Ellesborough in der englischen Grafschaft Buckinghamshire der offizielle Landsitz der britischen Premierminister. Das Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert diente während des Ersten Weltkriegs als Lazarett und wurde von seinen letzten Besitzern 1917 dem Staat als Landsitz für den jeweiligen Regierungschef überlassen.
Churchill nutzte während der Kriegsjahre Chequers als willkommene Rückzugsmöglichkeit. In der erholsamen ländlichen Stille empfing er Besucher, widmete sich seiner Familie und seinen Freunden und spielte Croquet sowie sein bevorzugtes Kartenspiel Bézique.
· Format No. 10 Seit 1730 wohnen britische Premierminister traditionsgemäss in 10 Downing Street, London, oder einfach «No. 10» genannt. Das äusserlich schlichte, im jakobinischen Stil erbaute Stadthaus unweit des Parlamentsgebäudes ist das Nervenzentrum des Landes, wo das Kabinett seine Entscheidungen trifft. Die deutschen Bombenangriffe am Ende des Zweiten Weltkriegs zwangen Churchill, seine Wohnung in Räumlichkeiten über der Kriegszentrale zu verlegen. Da es ihm dort aber nicht gefiel, nutzte er «No. 10» weiterhin zum Arbeiten und Essen.
· Format Marrakesh Zu Marokko und der Stadt Marrakesch hatte Winston Churchill eine besondere Beziehung. Er liebte die Sonne und die Wärme und suchte die Stadt am Fusse des Hohen Atlas häufig auf, um dem nass-kalten englischen Winter zu entfliehen. Das strahlende Licht auf diesem Breitengrad inspirierte ihn zu vielen seiner Gemälde. Im Hotel La Mamounia schrieb er seine «Geschichte des Zweiten Weltkriegs» und malte eines seiner bekanntesten Bilder, «Ansicht von Tinherir».
«A man of simple tastes ...»
So vielseitig Winston Churchill war, so sehr war der grosse Brite im Grunde seiner Persönlichkeit Lebenskünstler und Geniesser. Aus diesen Eigenschaften schöpfte er letztlich die Ruhe und die Kraft für die Bewältigung seines beeindruckenden Lebenswerks.
Sein unsterblich gewordener Ausspruch «I am a man of simple tastes, easily satisfied with the best» ist somit letztlich das Rezept für seinen Erfolg.