Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03193.jsonl.gz/2422

* 3.9.1934 Gilmer, TX
† 28.12.1976 Dallas, TX
Freddie (Freddy) King (Geburtsname Freddie Christian). Obwohl Freddie King aufgrund seiner texanischen Herkunft dem oft Texas Blues zugerechnet wird, müsste man ihn eigentlich als Chicago Blueser bezeichnen, denn er reift musikalisch in der Windy City und war durch intensiven Kontakt beeinflusst von Otis Rush, Buddy Guy oder Magic Sam (Seine Familie zog 1950 nach Chicago). Sein Andenken wird von Eric Clapton bewahrt, der aus Jam-Sessions und Aufnahmen mit dem Meister viel übers Gitarrenspiel gelernt hat (die beiden haben eine gemeinsame Aufnahme von Gambling Woman Blues, Sugar Mama und Further On UP The Road auf Kings Album Freddie King 1934-1976). Sein Gitarrenspiel besticht durch intensiven, bohrenden Sound und harte, ausgedehnte Soli. Er spielt zudem sehr tanzbare Musik, die den Nerv der 60er Jahre traf. Neben seinem ausgezeichneten Gitarrenspiel (stets auf einer Gibson ES 335) ist er auch bekannt als Komponist: er schrieb Hideaway und weitere Instrumentalklassiker des Blues wie San-Ho-Zay
oder Sen-Sa-Shun. Auch seine Stücke mit Gesang wurden zu Klassikern des Blues, etwa Lonesome Whistle Blues, I'm Tore Down, In The Open (vgl. Stevie Ray Vaughans Opener auf In The Beginning). King verstarb im Alter von 42 Jahren an einem offenen Magengeschwür und Herzversagen. Er war jahrelang Heroinabhängig und lebte wie die sprichwörtliche Kerze, die an beiden Enden brennt. Er wurde auch als «The King of The Strings» bezeichnet.