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In einer heterogenen Gewerbe-Umgebung ersetzt der Neubau eine Arbeiterunterkunft. Am Rand von Schwanden gelegen, profitiert das Haus von der Lage an der Linth und von einer unverbaubaren Postkartenaussicht. Das Volumen schafft mit der facettierten Abwicklung Richtung Süden ideale Besonnungsverhältnisse für alle zehn Wohnungen. Das Zweischalenmauerwerk ist grob verputzt, mit Klinker-Brüstungen und Stürzen akzentuiert. Im Inneren werden Wände in lasiertem Sichtbeton belassen.
Die bestehende baufällige Scheune ist mitten im Dorf gelegen und bildet mit den umstehenden Gebäuden und dem davorliegenden Kiesplatz mit Brunnen ein stimmiges Ensemble. Sie wurde durch einen Neubau ersetzt, der als Erweiterung des bestehenden Wohnhauses genutzt wird. Der Neubau wurde als Holzbau erstellt und bewahrt den Scheunencharakter.
Das Wohnhaus mit Galerieraum ergänzt das vor einigen Jahren gebaute Atelierhaus auf der leichten Hang-Terrasse in Sool. Der steinerne Ausdruck der Mauerscheiben des Einen wird durch die Holzlattung des Anderen im Vokabular der dörflichen Bauweise erweitert. Die Materialien Stein und Holz werden im Innern weiter verwendet.
Ein gebauter Sockel terrassiert den steilen Hang und schafft das Fundament für zwei Wohnbauten. In Mitten der natürlichen Umgebung besetzt das Gebaute eine möglichst kleine Grundfläche. Der Baumbestand und die Parkfläche umfliessen den neuen Akzent. Das vertikale Haus kontrastiert die vorhandene, horizontale Bebauung der Krete und die beiden Volumen stärken sich gegenseitig.
Das Gartenhaus leitet über in die Skala der umgebenden Wohnhäuser und vermittelt zum menschlichen Massstab auf der Terrasse. Der gewohnte Blick aus dem Alterszentrum ins Tal bleibt frei und die Horizontlinie wird nur punktuell unterbrochen.
Das sogenannte Fabrikli oder im Volksmund auch Trümpyger genannte Gebäude stammt aus der Anfangszeit der 1828 gegründeten Zeugdruckfabrikanlage Barth.Jenny & Co (heute Daniel Jenny & Co.) Die ursprüngliche Nutzung ist nicht bekannt, vor der Sanierung wurde es als Lagergebäude benutzt. Es ist Teil einer Textilindustrie-Gesamtanlage, die im schweizerischen Inventar der schützenswerten Ortsbilder ISOS erfasst ist.
Ziel des Umbaus war es, mit möglichst einfachen Mitteln das etwas vernachlässigte Fabrikli wieder zu aktivieren und für einen Gewerbebetrieb mit kleinem Verkaufslokal nutzbar zu machen. Dafür wurde einerseits die komplette Fassade saniert und wo sinnvoll (Boden, Dach, Fenster) gedämmt. Anderseits wurden einfache Raumtrenner und sanitäre Anlagen eingebaut und das bisher nur von aussen erschlossene Dachgeschoss im Innern erschlossen. Als Reminiszenz an die Vergangenheit wurden über den neuen Türen Gläser mit sandgestrahlten Motiven von historischen Textildrucken aus eigener Produktion eingesetzt.
September 2010 bis März 2011 Umsetzung
Das neue Quartier Glattpark, an der heutigen Stadtgrenze Zürichs gelegen, ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Für die 3'644 m2 grossen Parzelle am Boulevard Lilienthal im Opfiker Glattpark führte Wüest & Partner im Juli 2012 eine Eintretensdebatte für eine Projektentwicklung durch. Die AMAG entschied sich für die Weiterentwicklung des Konzepts «MIN/MAX», welches sich durch eine Dominanz an Klein- und Grosswohnungen auszeichnet. Der vorgeschlagene sechsgeschossige Neubau am Boulevard schafft eine Fassade und Eingangssituation zu diesem und bildet rückwärtig einen offenen Hof. Neben der zentralen Eingangshalle erstrecken sich Gewerbe- und Dienstleistungsflächen im Erdgeschoss. Die Wohnungen sind vielfältig geschnitten, genügen verschiedenen Wohn- Anforderungen und sollen die soziale Durchmischung fördern. Gemeinschaftsräume im ersten Mietergeschoss und auf dem Dach bieten Raum für Begegnungen.
33‘000 m3
Im Osten des Neeracherrieds bietet der Turm in Lärchenholz Ausblicke in die vielfältige Vogelwelt. Er ist für interessierte Personen jederzeit frei zugänglich, ein öffentliches Bauwerk. Vom Parkplatz führt ein langer Steg durch das Dickicht der Baumhecke direkt ins Innere der Kleinbaute, nur von der beobachteten Landschaftsseite her zeichnet sich die bewegte Silhouette vor der Baumgruppe ab. Nach oben führt der Weg über grosszügige Tritte der Fassade entlang die immer wieder Blicke in die Natur frei gibt. Podeste auf verschiedenen Höhen lassen auch Personengruppen verweilen und unterrichten und bieten einen gewissen Witterungsschutz. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmer entstand ein reiner Holzbau der trotz der einfachen, rationellen Bauweise den unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird.
Schwanden wird geprägt durch ein Miteinander von kleinteiliger Siedlungsstruktur und grossmassstäblichen Industriebauten. Teil der gewachsenen Dorfstruktur ist das direkt am Linthufer gelegene ehemalige Feuerwehrhaus (1918), welches mit seiner markanten Kreuzgiebelform dem davor befindlichen Platz Charakter und Bedeutung verleiht. Dieses Areal soll durch eine Umnutzung und Erweiterung bzw. einen Ersatzneubau in ein Phyiotherapiezentrum umgewandelt werden. Die umgebende Bergwelt, aber auch die für das Glarnerland typischen Dachformen sind Vorbild für die Auf- und Ab- Bewegung der Dachlandschaft des vorgeschlagenen Physio- Med- Therapiezentrums. Die Rückseiten gewerblicher Bauten mit ihrer feinmasstäblichen Architektur des Zufalls finden ihren Widerhall in der Gliederung der Fassade.
Für das Areal Platte in Bubikon wird im Rahmen eines Studienauftrages mit Präqualifikation eine Planungstrategie für die Entwicklung des heterogen gewachsenen Areals gesucht.
Das entwickelte Konzept ist kein Endzustand, sondern ein Gedankengerüst, um Absichten zu klären. Es ist Ausgangslage zur Beschreibung eines möglichen, langfristigen Prozesses. Grundlegend ist der Neubau am öffentlichen Platz, als sichtbares Zeichen der künftigen Entwicklung.
Der Neubau, das Gemeinschaftshaus, hat eine eigenständige architektonische Identität, die auf den ländlichen Kontext reagiert. Die Nutzungen im Erdgeschoss des neuen Gebäudes sind öffentlich wie alle Nutzungen zur neuen Mitte hin. In den Obergeschossen lassen die Clusterwohnungen eine Vielzahl unterschiedlicher Bewohnerstrukturen zu und bieten neben Gemeinschaftsbereichen auch private Räume.