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Die Folsäure wird auch Vitamin B9, Vitamin M oder Vitamin B11 genannt und ist essentiell für das Wachstum, die Teilung und Vermehrung von Zellen. Folsäure kann vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt und muss deshalb durch Nahrung zugeführt werden.
In der Schwangerschaft benötigt dein Körper eine erhöhte Zufuhr an Folsäure.
Folsäure ist wichtig für das Gewebewachstum und die Zellteilung. Bei deinem ungeborenen Kind kann die Einnahme von Folsäure das Risiko einer Spina Bifida (eines offenen Rückens) deutlich senken.
Insbesondere in den ersten Wochen der Schwangerschaft ist eine ausreichende Zufuhr an Folsäure wichtig. Die ersten Wochen gelten als kritische Phase der kindlichen Entwicklung.
Wichtige Organe werden in dieser Zeit gebildet und das Neuralrohr, aus dem sich später Gehirn, Wirbelsäule und Rückenmark bilden, entsteht.
Folsäure ist bei diesem Entwicklungsprozess sehr wichtig. Dein Körper benötigt während dieser Zeit 80% mehr Folsäure, als vor der Schwangerschaft.
Bei einem Mangel an Folsäure können Entwicklungsprozesse gestört werden oder sich ein offener Rücken beim Kind bilden (dieser wird als Spina Bifida oder Neuralrohr-Defekt bezeichnet).
Diese Fehlbildung tritt bei 1 von 3’000 Neugeborenen auf. Die Diagnose kann bereits während der Schwangerschaft durch einen Ultraschall gestellt werden.
Die Behandlung eines offenen Rückens erfolgt meist direkt nach der Geburt.
Die Folgen eines offenen Rückens sind Lähmung oder Empfindungsstörungen.
Insbesondere bei synthetisch hergestellter Folsäure kann es zu einer Überdosierung im Körper kommen.
Bei deinem Baby kann diese Überdosierung Asthma im späteren Leben begünstigen.
Mach dir keine Sorgen, wenn du ungeplant schwanger bist und keine Folsäure genommen hast.
Folsäure findet sich in vielen Lebensmitteln wieder. Bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung ist es nicht schlimm, wenn du keine zusätzliche Folsäure genommen hast. Im Zweifel kannst du deine Sorgen mit deinem Frauenarzt besprechen.
Sobald du von der Schwangerschaft erfährst, solltest du aber in jedem Fall mit der Einnahme von Folsäure beginnen. Ein Mangel an Folsäure kann Mangelerscheinungen wie Müdigkeit oder Blässe hervorrufen.
Bei deinem ungeborenen Kind kann ein Folsäuremangel schwere Fehlbildungen oder eine Frühgeburt verursachen.
Folsäure ist beispielsweise in folgenden Lebensmitteln enthalten: Hefe, Getreide, Weizen, Hülsenfrüchte, Leber, grünes Gemüse, Eigelb und Sonnenblumenkernen.
Hier findest du eine übersichtliche Liste mit Lebensmitteln, die Folsäure enthalten:
Vor der Schwangerschaft ist eine Zufuhr von 400 Mikrogramm pro Tag empfehlenswert.
Während der Schwangerschaft wird eine Tagesdosis von 800 Mikrogramm empfohlen.
Zu viel Folsäure kann nur dann schädlich sein, wenn sie in synthetisch hergestellten Präparaten zugeführt wurde. Dann kann eine Überdosierung Nervenschäden verursachen.
Die natürliche Form von Folsäure, auch Folat oder Vitamin B9 genannt, kann weder zu Schäden, noch zu Nebeneffekten durch Überdosierung führen.
Durch Lebensmittel kannst du also niemals zu viel Folsäure zu dir nehmen. Auch gibt es Präparate, die auf natürliche Folsäure setzen. Diese solltest du synthetischen Präparaten vorziehen.
Die Dauer und Dosis der Folsäure-Zufuhr solltest du am besten mit deinem Frauenarzt besprechen.
Die Einnahme von natürlicher Folsäure kann bedenkenlos die gesamte Schwangerschaft beibehalten werden.
Die 12. Schwangerschaftswoche ist ein besonderer Meilenstein für Frauen während der Schwangerschaft.
Ab diesem Zeitpunkt sinkt das Risiko einer Fehlgeburt erheblich. Der Grund dafür ist, dass die kritische Entwicklungsphase überstanden ist und alle wichtigen Organe bereits gebildet sind. Jetzt geht es nur noch um das weitere Wachstum. Das Risiko von Fehlbildungen ist ab der 12. SSW praktisch nicht mehr gegeben.