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Durch die Erosion des Walensees wurden im Bereich der Linthmündung im Frühsommer 2020 asbesthaltige Abfälle freigelegt. Um eine Freisetzung der Asbestfasern zu verhindern, wurden die asbesthaltigen Abfälle im April 2022 provisorisch zugeschüttet (Medienmitteilung 8. April 2022). Nun folgt die Sanierung. Der betroffene Bereich des Auenwalds bleibt deshalb aus Sicherheitsgründen abgesperrt.
Genauere Untersuchungen haben ergeben, dass es sich bei den Materialien um asbesthaltige Schlämme handelt, die zwischen 1958 und 1965 eingebracht wurden. Auf einer Fläche von rund 1400 Quadratmetern wurde am Seeufer und im umgebenden Wald eine Asbest-Belastung festgestellt. Der Standort wird durch den Bund als sanierungsbedürftiger Standort anerkannt.
Sanierungsvarianten werden geprüft
Zwischenzeitlich haben sich der Kanton Glarus und das Linthwerk über den Kostenteiler der Sanierung geeinigt. Ein eindeutiger Verursacher konnte nicht eruiert werden. Der Hauptteil der Sanierungskosten wird von Bund und Kanton getragen.
Das Linthwerk als Grundeigentümerin schreibt die Planung der Gesamtsanierung aus. Anschliessend werden in Absprache mit dem Bund und dem Kanton verschiedene Sanierungsvarianten geprüft. Bei diesen Varianten muss der Schutz der Auen berücksichtigt werden.
Die betroffenen Bereiche des Waldes bleiben bis zur Sanierung abgesperrt und sind nicht zugänglich. Es wird dringend empfohlen, die Abschrankungen zu beachten. Der Seeuferbereich kann aufgrund der provisorischen Überdeckung gefahrlos betreten werden.