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Identifikation
Signatur
Titel
Datum/Laufzeit
- 1857 - 2012 (Anlage)
Erschließungsstufe
Bestand
Umfang und Medium
40 lfm, 12 Planmappen und 3 Planköcher
Kontext
Archiv
Bestandsgeschichte
Abgebende Stelle
Die Cellulosefabrik Attisholz AG wurde 1881 von Dr. Phil. Benjamin Sieber gegründet. Sie war die erste Sulfitcellulosefabrik in der Schweiz. Nach dessen Tod wurde die Firma 1908 von seinen Kindern in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, wobei sein Sohn, Hermann Sieber, die Leitung übernahm. 1946 ging die Leitung an dessen Sohn und Enkel des Gründers, Dipl. Ing. Urs Sieber, über. 1987 wurde die Attisholz Holding AG gegründet, wobei die Cellulose Attisholz AG zur Tochtergesellschaft wurde. Ende 1980er-, Anfang 1990er-Jahre interessierte sich der Konzern einerseits für die Erweiterung seiner Celluloseproduktion ins Ausland und andererseits für die Erschliessung des Marktsegements der Hygienepapierproduktion. Dazu gehörte die Erstellung der Zellstofffabrik Licancel in Chile sowie der Kauf der Firmen Hakle und Tela. Mit der Neuausrichtung des Konzerns wurden Ende der 1990er-Jahre die beiden Marken sowie auch die Fabrik in Chile wieder verkauft. Der Konzern wurde im Jahre 2000 in Axantis Holding AG umbenannt. Die Tochterfirma erhielt den Namen Atisholz AG [sic!]. Die Axantis wurde Ende 2000 durch Christoph Blochers EMS-Chemie aufgekauft. Kurz danach wurde aber die Axantis an die norwegische Firma Borregaard weiterverkauft. Die Verschlechterung der internationalen Märkte für die Celluloseproduktion führte zur Schliessung der Fabrik 2008. Ab 2008 heisst die Fabrik Attisholz Infra AG. Diese ist jedoch nur noch für den Verkauf der Anlagen und Einrichtungen zuständig.
Die Cellulosefabrik Kaiseraugst AG wurde 1929 von der Cellulose Attisholz AG übernommen. Die Akten der Cellulose Kaiseraugst AG werden als eigener Bestand innerhalb der Celluose Attisholz AG betrachtet und sind unter der Signatur A.81 zu finden.
Inhalt und innere Ordnung
Eingrenzung und Inhalt
Das Firmenarchiv der Cellulose Attisholz AG, vorm. Dr. B. Sieber beinhaltet die Abteilungen:
A) Unterlagen der Cellulosefabrik Attisholz AG
B) Unterlagen der Attisholz Holding AG
C) Unterlagen nach Verkauf an die Firma Borregaard
D) Unterlagen der Attisholz Infra AG
Bewertung, Vernichtung und Terminierung
Eine Serie an Korrespondenzbänden der Geschäftsleitung zu Produktverkäufen und Produktlieferungen ist unter B.04.3 zu finden. Eine schöne Auswahl an Plänen zum Fabrikareal und den Fabrikanlagen ist unter A.<ip-pii> zu finden. Unterlagen zur Produktion und Gewinnung von Nährhefe/Futterhefe während der Kriegszeit finden sich unter A.32.991, A.42.319 und A.45.320.
Die strategischen Entscheidungen zur Erweiterung der Celluloseproduktion ins Ausland sowie die Entscheidung zur Ausweitung der Produktion auf den Hygienenpapierbereich sind unter der Serie B.05.3 zu finden. In Zusammenhang mit der Strategieüberprüfung der 1990er-Jahre findet sich unter der Serie B.05.4 eine Übersicht der Organisation und deren Tochtergesellschaften. Unter B.05.01.847 sind Unterlagen über die Zukunft der Attisholz Holding AG und dem Verkauf an die EMS-Gruppe zu finden. Besonders hervorzuheben ist auch das Familienarchiv, darunter die Korrespondenz der Geschwister mit dem Bruder und damaligen Direktor Hermann Sieber aus der Zeit 1903-1936, welche sich unter G.12.1 finden lässt. Nebst familiären Aspekten sind darin auch geschäftsrelevante Inhalte enthalten.
Während der Erschliessung wurden Dubletten und Schriften Dritter kassiert.
Zuwächse
Ordnung und Klassifikation
Die Gliederung orientiert sich an den Prozessen eines Unternehmens (Leitungsaufgaben, Supportaufgaben,Kernaufgaben).
Bedingungen des Zugriffs- und Benutzungsbereichs
Benutzungsbedingungen
Gemäss Archivordnung
Reproduktionsbedingungen
In der Verzeichnungseinheit enthaltene Sprache
Schrift in den Unterlagen
Anmerkungen zu Sprache und Schrift
Physische Beschaffenheit und technische Anforderungen
Findmittel
Dossierverzeichnis (Webgate, pdf-Verzeichnis; bei Docuteam als Datenbank). Die verzeichneten Dossiers sind über eine Standortverwaltung auffindbar. Dies bedeutet, dass die Archivalien nicht nach Signatur geordnet im Archivmagazin stehen, sondern dass im Findmittel das Archivbehältnis angegeben ist, in dem sich das entsprechende Dossier befindet (Ausnahme nicht eingeschachtelte Bände). Die Bezeichnung der Schachteln/Bände ist folgendermassen aufgebaut: Bezeichnung des Schachtelformates_Laufnummer, bzw. des Bandes_Laufnummer Bsp. NF_0001 (Schachtel im A4-Format, Schachtel-Laufnummer0001), BA_0001 (Bandarchiv, Band-Laufnummer 0001) NF: Normalformat, A4-Schachteln GF: Grossfolioformat SF: Sonderformate (A3 und grösser) BA: Bandarchiv.
Die eindeutige Referenznummer zu jedem Dossier findet sich auf dem Dossierumschlag. Sie besteht aus der Abkürzung FA-012 (Firmenarchiv Nr. 012) und einer Nummer (Bsp. FA-012-915). Die Nummer entspricht der letzten Ziffernfolge der Signatur nach dem Punkt. Die Dossiers wurden anfänglich mit der Referenznummer "ArCANummer" beschriftet (bis zum Dossier ArCA 337). Danach wurde die Referenznummer mit der Abkürzung FA-012-XXX angegeben (ab Dossier FA-012-338).