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Im Spiegel
ist ein Artikel mit Klimaforschern erschienen, in dem es heißt, dass es bei den
Klimamodellen in den letzten 40 Jahren praktisch keine Fortschritte gegeben
hat. Die Modelle sagen nicht mal aus, ob die Alpengletscher schmelzen werden
oder zunehmen werden. Das Problem ist hauptsächlich die Wolken, die man schlecht
modellieren kann. Vor 40 Jahren hieß es, dass sich die Erde bei einer
Verdopplung des CO2 in der Luft erwärmt und zwar um irgendwas zwischen 1.5 und
4.5°C. Auch heute weiß man es noch nicht genauer.
Gleichzeitig
gibt es einen Artikel, in dem es heißt, dass in naher Zukunft (wann ist das?)
folgendes droht:
«Unbewohnbar heiße Millionenstädte, großflächig
überflutete Küstenregionen (in denen Hunderte Millionen Menschen leben),
katastrophal lange Dürreperioden, Wasserknappheit, Ernteausfälle, riesige Wald-
und Buschbrände und als Folge all dessen Abermillionen an Klimaflüchtlingen. Alles auf einmal.”
Interessant wie jemand
aus einer derart ungenauen Aussage so genaue Prognosen machen kann.
In den 60er
Jahren kam die «Politik der hohen Schornsteine» auf. Wegen der zunehmenden Luftverschmutzung
erhöhte man die Schornsteine und verteilte dadurch die Schadstoffe auf eine
größere Fläche. Dadurch war die Konzentration der Schadstoffe geringer und die
Belastung der Bevölkerung geringer.
Die Summe der
emittierten Schadstoffe blieb natürlich gleich. Dies wurde von den
Umweltschützern und den GRÜNEN hart kritisiert.
Seit
einigen Jahren sind Holzöfen eine große Mode. Gleichzeitig sind die
Schornsteine heute sehr niedrig.
Dies führt
dazu, dass die Luft in vielen Orten wieder schlechter wird.
Jetzt kam
die Forderung auf, dass künftig die Schornsteine höher sein sollen, damit sich
die Schadstoffe besser verteilen.
Die
Forderung kam vom grünen Umweltminister aus Baden-Württemberg.
Bei der
CO2-Debatte denken die meisten Menschen an die Stromerzeugung, obwohl die nur
einen Teil der Emissionen ausmacht. Deshalb ist die erste Forderung auch häufig
ein Kohleausstieg.
Im Jahr
2018 produzierte Deutschland 248 TWh Strom aus thermischen Kraftwerken (hauptsächlich
aus Kohle und Erdgas).
Im gleichen
Jahr stieg die Stromproduktion aus thermischen Kraftwerken in China um 320 TWh.
Selbst wenn
in Deutschland durch Einsatz von viel Geld ein Ausstieg aus der Kohle und dem
Erdgas durchgeführt würde, würde China dies in 9 Monaten kompensieren.
Mein Vater
hat mir den Rat gegeben, immer an den zweiten Schritt zu denken. Der erste
Schritt sei in der Regel einfach, die Probleme starten mit dem zweiten Schritt.
Wenn die
Briten diesen Rat beherzigt hätten, gäbe es wohl keinen Brexit.
Der
Referentenentwurf für das neue Klimagesetz läuft in die gleiche Richtung.
Es werden
im Entwurf nur die CO2-Einsparungsziele benannt, wer für die Einhaltung
zuständig ist und dass die Ministerien bestraft werden, wenn er die Ziele nicht
erreicht.
Wie die
Ziele erreicht werden sollen (der zweite Schritt), wird mit keiner Silbe
erwähnt.
Man ist
sich allgemein einig, dass die Ziele für 2020 (d. i. nächstes Jahr) nicht erreicht
werden.
Trotzdem
stehen sie im Gesetzesentwurf.
Heute heißt
es in der Zeitung, dass autonomes Fahren keinen großen Beitrag zum Klimaschutz
leistet.
Aber man
erwartet eigentlich schon, dass der Verkehr weniger wird mit dem autonomen
Fahren.
Ich fahre
eigentlich nie mit dem Auto nach Oldenburg, weil ich keine Lust auf Parkplatzsuche
habe. Aus irgendeinem Grund habe ich auch eine Abneigung gegen Parkhäuser.
Aber wenn mein
Auto selbst fährt, könnte das anders aussehen.
Nehmen wir mal
an, dass ich mit dem Auto zur Universität fahre. Da ich keine Lust zur
Parkplatzsuche habe, lasse ich das Auto einfach 2 Stunden immer um den Block
fahren. In den 2 Stunden schafft das Auto vielleicht 50 km. Da es natürlich ein
E-Auto ist, verbraucht es dafür etwa 8 kWh. Die Kilowattstunde kostet heute etwa
30 Cent. Also entstehen mir Kosten von 2,40 Euro. Das ist vielleicht billiger
als das Parkhaus. Außerdem erspart es mir den Fussweg zum Parkhaus.
Auf die
Frage: «Wo fahren all die Autos hin?» heißt dann die Antwort: «Die fahren
nirgends hin, die Parken autonom.»
«Wir müssen
Wissenschaftler bestärken, sich im öffentlichen Diskurs stärker einzubringen», sagt
die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.
Warum
sollten das Wissenschaftler tun? Der öffentliche Diskurs ist ja nicht gerade
von sachlicher Argumentation geprägt. Wenn der Wissenschaftler mit seinen Ein-
und Ansichten das vertritt, was die Politik, die Presse und die Öffentlichkeit
gerne hören wollen, dann kann das für ihn sicherlich nützlich sein. Aber was
hat die Öffentlichkeit davon?
Im Physikjournal
berichteten vor einiger Zeit zwei Professoren, dass man ihnen nicht mehr
zuhört, wenn sie etwas vortragen, was dem Publikum nicht gefällt. Eine
argumentative Auseinandersetzung findet nicht statt.
Ich habe vor
kurzem einiges über den österreichischen Physiker und Philosophen Ernst Mach
gelesen. Er war und ist ein hochangesehener Mann (Machsches Prinzip, Mach-Zahl,
Machscher Kegel, alles nach ihm benannt), aber er lehnte die Existenz von
Atomen ab. «Haben Sie eins gesehen?», pflegte er Vertreter der Atomtheorie zu fragen.
Wie würde
es ihm heute ergehen? Die Presse würde ihm zum «Atomleugner» ernennen, die
Bundesregierung würde vor seinen Irrlehren warnen, Forschungsmittel bekäme er
keine mehr und die Presse würde sein Privatleben durchsuchen.
Das ist nur
was für hartgesottene Wissenschaftler im Ruhestand.
Ich habe
irgendwo gelesen, dass es erkenntnisorientierte und ergebnisorientierte Umfragen
gibt.
Das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (auf so einen Namen muss man erstmal kommen; vielleicht gibt es Programme, die solche Namen kreieren) hat eine Umfrage zur Energiewende gemacht und sogar das erhoffte Ergebnis, dass 90% der Bundesbürger die Energiewende unterstützen, erhalten. Das Ergebnis wird natürlich von den Journalisten mit der entsprechenden richtigen Haltung gefeiert.
Gleichzeitig
sagen aber auch 70% der Bevölkerung, dass die Energiewende teuer sei.
Was meinen
die Leute damit, dass sie dafür sind, aber dass es teuer ist? Da bietet sich
doch ein Nachfragen an, z.B. ab welchen Kosten man nicht mehr für die
Energiewende ist. Die Universität Stuttgart hat das gemacht. Bei ihrer Umfrage
waren 94% für die Energiewende, aber diese Zustimmung schmolz auf 6%, wenn die
Energiewende mehr als 100 Euro im Jahr kostet.
Das Institut
für transformative Nachhaltigkeitsforschung hat aber nur gefragt, ob man
moderate Preiserhöhungen akzeptiert. Was ist moderat? Die 2 Euro pro Monat, von
denen J. Trittin mal sprach?
Aber warum
soll man nachfragen, wenn man schon das erwünschte Ergebnis hat?