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Der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Welt und nimmt die fünftletzte Stelle auf dem „Index der menschlichen Entwicklung“ (HDI) ein. Es ist ein Land ohne Zugang zu Meeren oder Flüssen, was oft zu Dürren führt, und das bei einer Bevölkerung, die zu 80% von Landwirtschaft lebt.
Überleben ist in diesem Kontext schwer. Diese Schwierigkeiten werden durch die Instabilität des Landes, die von wiederkehrenden Konflikten herrührt, noch intensiviert.
Diese führt zu Preisinflation, die die ärmsten Familien weiter ausgrenzt. Die Bevölkerung leidet auch unter dem mangelhaften Bildungssystem, mehr als die Hälfte der Menschen kann hier weder lesen noch schreiben.
Der Tschad ist ein zentralafrikanisches Land, das zu den ärmsten der Welt gezählt wird. Infolge von Dürre und Heuschreckenplagen hat die Region heute mit schwerwiegender Lebensmittelknappheit zu kämpfen.
|3,8 Millionen Menschen|
leiden unter
Nahrungsmittel-unsicherheit
|2/3 der Bevölkerung|
sind Analphabeten
|Etwa eins von zehn neugeborenen|
Babys stirbt vor seinem
ersten Geburtstag
Der Tschad leidet seit mehr als 30 Jahren unter bewaffneten Konflikten, die mehr als 90 000 Tschader/innen zur Flucht aus ihren Häusern in die Grenzdörfer oder Lager getrieben hat. Die Nachbarkonflikte, die in der zentralafrikanischen Republik und im Sudan wüten, haben weiterhin einen Zustrom von 586 000 Flüchtlingen verursacht. Dieser schwierige Kontext verringert die Zugangsmöglichkeiten zu Gesundheits- und Bildungsleistungen für die Bevölkerung noch weiter.
Islamic Relief ist seit 2006 im Tschad im Einsatz und eröffnete dort im Mai 2007 in Reaktion auf die humanitäre Krise in Darfur, während derer tausende Menschen im Tschad Zuflucht suchten, ein Büro, um Nothilfe für die Bevölkerung zu leisten. Zuletzt hat Islamic Relief diverse unterstützende Aktionen in den Lagern der aus der zentralafrikanischen Republik stammenden Flüchtlinge durchgeführt.
Zusätzlich zu den Nothilfeprogrammen, konzentriert sich die Organisation auf die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der für Naturkatastrophen, insbesondere für Dürren, anfälligen Bevölkerung. Folglich haben wir Brunnen sowie Bewässerungssysteme errichtet und an die Umgebung angepasstes Saatgut an die Landwirte ausgeteilt, um sie in ihrem Kampf gegen die Nahrungsmittelunsicherheit zu unterstützen.
Der Tschad profitiert ausserdem von unseren saisonalen Programmen zu Ramadan und Kurban.
Islamic Relief Schweiz hat zur Verbesserung der Einnahmen und der Lebensgrundlagen von benachteiligten und armen Haushalten in der Stadt N’Djamena beigetragen. 200 Begünstigte, hauptsächlich Witwen, konnten von Krediten und Weiterbildungen profitieren.
Unser Büro hat weiterhin die Sicherung eines Zugangs zu Trinkwasser für 13 143 Einwohner/innen der Region Sila gefördert. 5 Brunnen wurden gebohrt, und freiwillige Dorfbewohner/innen konnten eine Weiterbildung in Wassermanagement absolvieren. Abschliessend haben 5 950 Einwohner/innen des Distriktes Salamat, darunter 850 Haushalte, nun Zugang zu Trinkwasser.