Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03444.jsonl.gz/2385

Aufgrund seiner kulturellen, demografischen, natürlichen und wirtschaftlichen Vielfalt verfügt Afrika über eine einzigartige Ausgangslage für eine integrative und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Seit den frühen 2000er Jahren zeichnet sich ein Grossteil des Kontinents durch ein hohes Wirtschaftswachstum aus, das allerdings hauptsächlich von Rohstoffexporten und hohen öffentlichen Investitionen getragen wird. Die Errichtung der Afrikanischen Freihandelszone (African Continental Free Trade Area, AfCFTA) ist ein wichtiger Schritt in den Bestrebungen der afrikanischen Länder zu einer besseren Wirtschafts- und Handelsintegration des Kontinents. Ihre Umsetzung wird zu Skaleneffekten führen und die Industrialisierung und sektorale Diversifizierung fördern, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region gesteigert und günstige Bedingungen für afrikanische und ausländische Wirtschaftsakteure geschaffen werden.
Auf Afrika entfallen durchschnittlich zwischen 2% und 3% des gesamten Handelsvolumens der Schweiz, wobei ein grosser Teil davon auf Goldimporte zurückzuführen ist. Durch ihre Freihandelsabkommen (die über die Europäische Freihandelsassoziation abgeschlossen wurden) mit der Zollunion des Südlichen Afrikas (Southern African Customs Union, SACU), Ägypten, Marokko und Tunesien sowie durch zahlreiche bilaterale Investitionsschutzabkommen und Doppelbesteuerungsabkommen verfügt die Schweiz über ein gutes Netz von Wirtschaftsabkommen mit afrikanischen Ländern. Dieses Netz schafft günstige bilaterale Rahmenbedingungen für die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem schweizerischen und dem afrikanischen Privatsektor.