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Quagga-Muschel soll sich nicht in Zuger Seen ausbreiten
Damit sich die invasive Quagga-Muschel nicht in den Seen des Kantons Zug ausbreitet und dort Schaden anrichtet, fordert der Kantonsrat, dass dringend Vorkehrungen gegen sie ergriffen werden. Er hat ein entsprechendes Postulat zur sofortigen Bearbeitung an die Regierung überwiesen.
Quelle: California Department of Fish and Wildlife, Flickr, CC BY 2.0
Ein mit Quagga-Muscheln verkrustetes Rohr aus dem Lake Havasu in Kalifornien. Als ursprüngliches Verbreitungsgebiet der Muschel wird die Ukraine, unter anderem Inhulez am Schwarzen Meer, angenommen. Mittlerweile hat sich die kleine Muschel nicht nur in Europa verbreitet, sondern auch in Amerika, dies betrifft etwa das Gebiet der Grossen Seen und die Region westlich der Rocky Mountains.
Der Regierungsrat müsse eine Strategie mit konkreten Massnahmen erarbeiten, um die Zuger Gewässer vor aquatischen, invasiven Organismen zu schützen, heisst es im Postulat der CVP, SP und der ALG. Zu diesen gehört zum Beispiel die Quagga-Muschel.
Die Quagga-Muschel stammt ursprünglich aus dem Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres. Mittlerweile findet man sie in Nordamerika und auch in hiesigen Breitengraden. 2016 wurden die ersten dieser gerade mal 40 Millimeter grossen Mollusken im Bodensee festgestellt, sie breiten sich dort mittlerweile im grossen Stil aus und richten damit zum Teil erheblichen Schaden an.
Muscheln verstopfen Rohre
Sobald die Muschel in den Zuger Gewässern angekommen sei, gebe
es keine Möglichkeit mehr, sie wieder loszuwerden. Sie verstopfen Rohre für
Trinkwassergewinnung oder Kühlungsanlagen und können Laichplätze für Fische
überwuchern.
Im Postulat werden als mögliche Massnahmen gegen die Muschel Reinigungsplätze für Wanderboote sowie eine Reinigungspflicht und Sensibilisierungsmassnahmen aufgeführt. Zudem soll sich der Kanton Zug schnellstmöglich dafür einsetzen, dass die Nachbarkantone, insbesondere Luzern und Schwyz mitziehen. (sda/mai)