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Ein unehelich geborener Sohn – 12 Vornamen. Der Wunsch der Mutter: Die vielen Vornamen aus den verschiedensten Ländern, Kulturen und Religionen sollten ausdrücken, dass es keine Grenzen im Herzen der Menschen geben solle, und darüber hinaus das kulturzeitgemässe Aufwachsen des Kindes gewährleisten.
Die Gerichte sahen das anders und schränkten das Namensgebungsrecht ein. Das Amtsgericht Düsseldorf liess nur drei Vornamen zu. Das Landesgericht Düsseldorf hiess die Beschwerde der Mutter gegen diesen Entscheid gut und liess einen weiteren Vornamen zu. Es ermahnte die Mutter jedoch, dass Kinder nicht für die Selbstdarstellung der Eltern missbraucht werden dürfe. Das kulturzeitgemässe Aufwachsen könne in der Erziehung gewährleistet werden, dazu bedürfe es nicht ein ganzes Arsenal an Vornamen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf liess einen fünften Vornamen insofern zu, als es entschied, dass der vierte ausgewählte Vorname – auch wenn es sich vom einen vom Indianischen abgeleiteten, erfundenen Vornamen handle – einer Namensgebung nicht entgegenstehe.
Als letzte Instanz befasste sich das Bundesverfassungsgericht mit dem Fall, hielt aber fest, die Erwägungen der Vorinstanz seien verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. So blieben dem Kind sieben weitere Vornamen erspart.
Originalquelle: justillon.de
Weitere Quellen: dejure.org