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Warum ist die Qualität der Innenraumluft so wichtig?
Die Schadstoffkonzentration in Innenräumen ist tendenziell weit höher als in der Aussenluft. Dennoch halten sich die Menschen in Mitteleuropa heute durchschnittlich 90 Prozent der Zeit in Innenräumen auf. In dieser Zeit fliessen etwa 18 kg (15m3 Luft) Luft durch die Lungen. Das ist weit mehr als die Masse an Lebensmitteln und Trinkwasser, die eine Person zu sich nimmt.
Das bedeutet, dass an die Luftqualität eine noch höhere Anforderung gestellt wird als an Nahrungsmittel. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Vorkehrungen getroffen werden, die eine gute Innenraumluft sicherstellen.
Eine der einfachsten und wirkungsvollsten Massnahmen zur Verbesserung der Raumluft ist ein wirkungsvoller Luftwechsel (energieeffizientes Lüften, Klimaanlage).
In der Schweiz gibt es keine Grenzwerte für Schadstoffe in Innenräumen, sogenannte «Wohngifte». Es gilt das Vorsorgeprinzip. Zur Risikoabschätzung werden oft die in der WHO-Leitlinie vorgeschlagenen Leitwerte mit den gemessenen Schadstoffkonzentrationen und der Aufenthaltsdauer in den entsprechenden Räumen verglichen.
Die europäische Umweltagentur EEA schätzt, dass alleine in Europa jedes Jahr mehr als 500’000 Menschen aufgrund der Luftverschmutzung vorzeitig versterben.
Würden die Empfehlungen der WHO strikte eingehalten, gäbe es gut 150’000 vorzeitige Todesfälle weniger.
Für Arbeitsplätze gibt es verbindliche Grenzwerte, welche dem Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer dienen. Sie werden von der Suva erlassen und in der Grenzwertliste veröffentlicht