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- Bei den 63. Grammy-Awards in Los Angeles hat Beyoncé einen Rekord gebrochen: Sie hat nun mehr Preise als jede andere Musikerin in der Geschichte der Grammys.
- Die Sängerin Taylor Swift gewann den Grammy für das Album des Jahres zum dritten Mal.
- Auch alle Preise in den Königskategorien gehen dieses Jahr an Frauen.
Bislang hatte die US-Sängerin Alison Krauss mit ihren 27 Grammys diesen Rekord bei den Frauen gehalten. Die 28. Auszeichnung für Beyoncé kam in der Kategorie Beste R&B-Performance für «Black Parade». Gleichzeitig feierte die Sängerin den allerersten Preis für ihre neunjährige Tochter Blue Ivy: «Ich weiss, dass meine Tochter zuschauet. Blue – Glückwunsch!»
Die Pop-Sängerin Taylor Swift wurde ebenfalls ausgezeichnet. Sie gewann als erste Frau den Grammy für das Album des Jahres zum dritten Mal. Dieses Jahr für das Album «Folklore».
Megan Thee Stallion beste neue Künstlerin
Der Song «I Can't Breathe» der Künstlerin H.E.R. wurde als Lied des Jahres ausgezeichnet. Das Lied wurde im Zusammenhang mit den «Black Lives Matter»-Protesten veröffentlich, die durch die Tötung des Afroamerikaners George Floyd letztes Jahr ausgelöst worden waren. Im Lied wird ein Ende der Rassendiskriminierung und der Polizeigewalt gefordert.
Die US-Rapperin Megan Thee Stallion wurde als beste neue Künstlerin ausgezeichnet. «Ich will nicht anfangen zu weinen. Alle, die in dieser Kategorie nominiert waren, sind so grossartig», sagte die Sängerin bei der Gala.
Boykott überschattet Preisvergabe
Die 63. Verleihung der Grammys hätte ursprünglich bereits Ende Januar stattfinden sollen, war wegen der zugespitzten Corona-Lage in Los Angeles dann aber in den März geschoben worden.
Überschattet wurde die Gala von schon seit längerem anhaltenden Debatten über Transparenz und Diversität bei der Preisverleihung. Der kanadische Sänger The Weeknd – der zu den derzeit erfolgreichsten Künstlern gehört, aber nicht nominiert wurde – will die Grammys zukünftig boykottieren.
Auch der ebenfalls nicht nominierte Musiker Zayn Malik übte Kritik an den Grammys wegen mangelnder Transparenz und Diversität. Während der Verleihung trat er via Twitter nach: Die bisherigen Fortschritte reichten nicht aus. «Ich halte den Druck aufrecht», schrieb Malik. «Wir müssen sicherstellen, dass wir die kreative Qualität von allen ehren und feiern.»