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Die Lehrerin Gret Im Hof war eine der ersten vier Frauen, die nach der Einführung des Frauenstimmrechts 1970 in den Weiteren Gemeinderat von Riehen gewählt wurden.
Tochter des Adolf Im Hof (Regierungsrat) und der Margaretha Emma Luise, geborene Schoch. Ledig.
Gret Im Hof wurde am 22. August 1915 als Tochter von Margarethe und Adolf Im Hof in Basel geboren. Sie wuchs am Pfaffenlohweg in Riehen auf und studierte nach ihrem Schulabschluss Psychologie, Soziologie, Jurisprudenz und Pädagogik.
Ab 1945 arbeitete sie 15 Jahre lang als Fürsorgerin beim Jugendamt. Ab 1960 unterrichtete sie als Lehrerin an der Mädchenoberschule (MOS, seit 2003 Fachmaturitätsschule FMS) Erziehungslehre, Rechtskunde und soziale Fragen. Im Hof war ab 1965 Ersatzrichterin und wurde später für die LDP als Richterin ins Zivilgericht gewählt.
Als nach der Einführung des Frauenstimmrechts bei den Riehener Gemeindewahlen 1970 erstmals Frauen kandidieren konnten, wurde Im Hof (LDP) zusammen mit Helen Hauri (LdU), Sr. Elsbeth Stuber und Elisabeth Arnold (beide VEW, seit 2006 EVP) in den Weiteren Gemeinderat (heute Einwohnerrat) gewählt. 1976 ging sie als Lehrerin in Pension. Politisch blieb sie weiterhin aktiv und eröffnete die Legislaturperiode 1978 bis 1982 als Alterspräsidentin.
Im Hof gehörte als Mitglied des Weiteren Gemeinderats der Planungskommission an und setzte sich in diesem Rahmen für den Erhalt des Dorfcharakters von Riehen ein. Zudem engagierte sie sich für die Realisierung der Musikschule Riehen als Filialbetrieb der Musikschule Basel.
Gret Im Hof war als Zivilrichterin noch im Amt, als sie am 6. September 1982 in Riehen starb.
Autorin / Autor: Luzia Knobel | Zuletzt aktualisiert am 1.1.2023
100 Jahre freiwillige Kinderbetreuung in Basel. In: Basler Stadtbuch 1978. S. 107–114.
Richterwahlen (Straf- und Zivilgericht): PA 908a L.
Sammlung biographischer Zeitungsauschnitte: 2 Zeitungsartikel.