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Barbara Unger und fünf weitere am 18. Januar 1530 in Reinhardsbrunn (Thüringen) hingerichtet.
von Un Bekannt
Barbara Unger wurde zusammen mit fünf weiteren Täufer:innen am 18. Januar in Reinhardsbrunn hingerichtet. Barbara war verheiratet, Mutter von vier Kindern und gehörte der Täufergemeinde in Zella-Mehlis an.
Reinhardsbrunn ist für die mennonitische Geschichte insofern von Bedeutung, als hier und im Schloss im Januar 1530 neun Täufer verhaftet und von Friedrich Myconius, dem Superintendenten von Gotha, ins Kreuzverhör genommen wurden. Sechs von ihnen blieben standhaft, drei widerriefen und wurden am 18. Januar 1530 hingerichtet. Ihr fröhliches Martyrium erregte im Kurfürstentum Sachsen großes Aufsehen. Eine aufrührerische Anklage konnte ihnen nicht nachgewiesen werden, sie wurden wegen ihres Glaubens hingerichtet. Es handelte sich um Andreas und Katharina Kolb, Christoph Ortlep, Katharina König, Elsa Kuntz und Barbara Unger.
Um an sie zu erinnern, gibt es seit 2013 jedes Jahr am 18. Januar in Reingardsbrunn eine Gedenkveranstaltung und das Reinhardsbrunner Gespräch.