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Taser/Elektroschockgeräte
Hinweis:
Elektroschockgeräte (=Elektroimpulsgeräte), Taser(R), DSG (sog. Destabilisierungsgerät) etc. sind alle nach aktuellem eidgenössischem Waffengesetz (SR 514.54) in der Schweiz als verbotene Waffen im Sinne Art. 5, Abs. 1, einzustufen.
Gefährlichkeit:
Über die Gefährlichkeit sind sich die Fachleute nicht einig. Unbestritten ist, dass der relativ hohe Strom der Stromstösse (bis über 10 Ampère Höchstwert) in der jeweiligen sehr kurzen Zeit (Mikrosekunden) für einen Menschen in der Regel ungefährlich ist. Das Deutsche Polizeitechnische Institut hat einige Links von Veröffentlichungen zu diesem Thema zusammengestellt (Waffen-/Gerätetechnik > NLW).
Elektroschockgeräte / Elektroimpulsgeräte
Bei diesen Geräten handelt es sich um handliche Geräte, welche an vorderen Elektroden impulsartige, sehr kurze Entladungen ausführen, gespiesen durch Batterien. Werden die Elektroden an einen menschlichen Körper gehalten, fliessen die hohen und sehr kurzen Stromstösse durch den Körper und verursachen Schmerzen und Muskelkontraktionen.
Taser(R), DSG (Destabilisationsgerät)
Beim Taser(R), dem "Tomas A. Swift Electronic Rifle" oder neutral genannt Destabilisierungsgerät (DSG) handelt es sich um ein Elektroimpulsgerät (Elektroschockgerät) mit Wirkung auf Distanz.
Zuerst werden zwei kleine Pfeile mit angeschlossenen feinen Elektrodrähten auf Distanz auf die Zielperson geschossen. Sobald der Abstand der Pfeile, welche nun als Elektroden funktionieren, zum Körper genügend klein ist, springen die Funken der Entladungen auf den Körper und die Stromstösse zwischen den Elektroden durch den Körper (unter der Hautoberfläche). Die Wirkung ist analog zum Elektroschockgerät, jedoch aufgrund der erhöhten Distanz zwischen den Elektroden verstärkt.
Unsere Tätigkeiten
Forschung
Das Forensische Institut Zürich verfolgt seit Jahren die Entwicklungen auf diesem Gebiet der Waffentechnik und berät Polizeistellen und Behörden bezüglich Einsatztauglichkeit und Gefährlichkeit solcher Mittel. Es führt auch regelmässig fachkundige Messungen durch und ist in Kontakt mit internationalen Forschungsinstituten und Medizinern. Durch Berücksichtigung der Anliegen von "Amnesty International" (ai) und deren Vermittlungen an Ausbildungskursen, versteht sich das Forensische Institut Zürich in einer möglichst objektiven und wissenschaftlichen Position und stellt sich den Kritiken.
Mittels Öffentlichkeitsarbeit (Fernsehen, Printmedien etc.) versucht das Forensische Institut Zürich, die Öffentlichkeit bezüglich der Technik solcher Geräte aufzuklären.
Falluntersuchungen
Nach Fällen mit Elektroschockgeräten an Personen, untersucht das Forensische Institut Zürich fachkundig die Spuren und rekonstruiert die Abläufe. Im Weiteren beurteilt es in Zusammenarbeit mit den Rechtsmedizinern die Wirkungen und Gefährdung im konkreten Fall.