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Anfangs Dezember hatte ein erstes Treffen von verschiedenen Umweltorganisationen und Anwohnergruppen stattgefunden. Im Februar hat sich das "Komitee Stopp Transit A13" gegründet und seither haben wir verschiedene Aktionen durchgeführt. Dem Komitee gehören 36 Umweltschutzverbände und Gruppierungen aus drei Ländern an. (Die A13 ist zwischen St. Margrethen und Bellinzona zugleich die E43 im europäischen Strassennetz.)
Untragbare Belastung durch Camions
Die Schwerverkehrsbelastung Richtung Süden ist enorm und für die angrenzende Bevölkerung nicht länger tragbar. Mit der Zunahme des LKW-verkehrs werden ganze Täler ihres Erholungswertes beraubt. Dies hat gesundheitliche Folgen. Die Zahl der LKWs auf der San-Bernardino-Route hatte sich von 500 pro Tag, vor dem Gotthardunglück, verdoppelt. An Spitzentagen wurden bis 1200 Camions gezählt. Die anhaltende Überlastung der San-Bernardino-Route verlangt Massnahmen, die den Schwerverkehr auf der A13 mittelfristig plafonieren und langfristig reduzieren. Vor zwei Wochen hat auch die Bündner Regierung eine Limite von 1000 Lastwagen pro Tag gefordert. Weniger Verkehr in und durch die Alpen ist dringend. Es wird zuviel transportiert und der Strassentransport ist zu billig.
Konkrete Massnahmen
Das Komitee Stopp A13/A14 stellte seine Forderungen bei verschiedenen Gelegenheiten der Öffentlichkeit vor. Mit der Wiedereröffnung des Gotthardtunnels hat sich bezüglich unserer Forderungen nichts geändert. Wir brauchen für unsere Nord-Südverbindung griffige Dosierungsmassnahmen auf der A13 respektive E43:
- Den San-Bernardino-Tunnel dürfen keine Sattelschlepper und Anhänger passieren, d.h. Fahrverbot für sämtliche grosse Lastwagen.
Die San-Bernardino-Route ist mit ihren Steigungen und engen Kurven für den Schwerverkehr nicht geeignet und damit ein Gefahrenherd für den gesamten Verkehr. Ausserdem besteht ein dringender Sanierungsbedarf nicht nur für den Tunnel, sondern für die ganze Strecke. Die Strasse ist insgesamt in einem schlechten Zustand. Damit besteht eine Notsituation. Alle internationalen Verträge sehen Notstandsklauseln vor.
- Vermehrte und strikte Schwerverkehrskontrollen
Der Kanton GR hat die jährlichen Kontrollstunden von 2500 Stunden im 2001 auf 8000 erhöht für dieses Jahr. Wirksame Kontrollen reduzieren die Attraktivität der Strasse.
- Kein Ausbau der Vorarlberger Schleusen: Keine zweite Röhre am Pfänder bei Bregenz, keine S18-Autobahnspange von der A14 zur A13, kein Letzetunnel bei Feldkirch
Weitere Forderungen:
- Die Verkehrspolitik kann nicht nur lokal betrachtet werden. So ist die Forderung Ă–sterreichs zur WeiterfĂĽhrung des Ă–kopunktesystems zu unterstĂĽtzen.
- Die Alpeninitiative-Forderung nach einer Transitbörse, wonach die Zahl der erlaubten alpenquerenden Fahrten plafoniert werden und via Internet die Transitrechte versteigert werden können, könnte als europäisches Modell dienen.
- Politik muss in internationaler Abstimmung erfolgen. Die Schweiz hat grosse Investitionen in den öffentlichen Verkehr bewilligt und die Bauprojekte laufen. Die angrenzenden Länder haben diesbezüglich noch ihre Hausaufgaben zu machen.
- EU anerkennt die Notwendigkeit der Verlagerung auf Schiene. Es ginge nun darum, dies obligatorisch zu machen. Die Kantone könnten in dieser Frage den Bund stützen und klar Stellung beziehen. Die Schweiz hat gegen den Widerstand der Lastwagenlobby vorgemacht, dass eine LSVA durchführbar ist und Wirkung hat.