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© Universal Music
Der Bassbariton Erwin Schrott gehört zu den meistgefeierten Opernsängern der Gegenwart. Er wurde 1972 in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo in eine Arbeiterfamilie mit österreichisch-deutschen Vorfahren hineingeboren. Mit 22 Jahren debütierte Schrott in seiner Heimatstadt als Roucher in Umberto Giordanos Oper „Andrea Chénier“. Es folgten verschiedene Hauptrollen am Teatro Municipal in Santiago de Chile. 1996 übersiedelte er nach Italien und setzte dort seine Gesangsausbildung u. a. bei Katia Ricciarelli fort. Zwei Jahre später gewann er den ersten Preis beim Operalia-Gesangswettbewerb für junge Opernsänger. Damit gelang ihm der internationale Durchbruch. Seither gastiert er regelmäßig auf den großen Opernbühnen wie der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera New York, dem Royal Opera House London, der Mailänder Scala und der Opera national de Paris. Besondere Aufmerksamkeit bekommt der Uruguayer, der seit 2010 auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, für seine Interpretation der großen Mozart-Partien Figaro, Don Giovanni und Leporello – 2008 beging er mit letzterer auch sein gefeiertes Debüt bei den Salzburger Festspielen. Auch mit seiner Verkörperung des Scarpia aus der Puccini-Oper „Tosca“ erregte Schrott 2017 in Berlin weltweite Aufmerksamkeit. Seit 2011 tritt er neben seinen Opern-Engagements regelmäßig mit dem Programm „Rojotango“ mit Tangos, Milongas und Volksliedern aus seiner südamerikanischen Heimat auf. Für das gleichnamige Album erhielt er 2012 den ECHO Klassik. Bis 2013 war Schrott mit der weltberühmten Sopranistin Anna Netrebko liiert, die beiden haben einen gemeinsamen Sohn. Neben seiner künstlerischen Arbeit widmet sich Schrott jährlich verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen, die Kindern in Not helfen und sie unterstützen.
INTERVIEW ERWIN SCHROTT
Erwin Schrott über seine deutschen Wurzeln, sein Repertoire und die Vergänglichkeit von Stars weiter
CD-Rezension Erwin Schrott
Klischees sind bekanntlich dazu da, widerlegt zu werden. Da macht auch Erwin Schrott keine Ausnahme. Bei einem lateinamerikanischen Sänger – und noch dazu einem gut aussehenden – erwartet man quasi, dass seine Bühnenfiguren vor Feuer und Leidenschaft brennen. Doch der Uruguayer agiert eher mit Pathos als mit Passion, auch fehlt… weiter