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THOMAS MANN'S DR. FAUSTUS & BEETHOVEN'S SONATA OPUS. 111 - CLAIRE PASQUIER & MATTHIAS FLÜCKIGER (2)
Zeit & Ort
Programm
Claire Pasquier - Flügel
Matthias Flückiger - Sprecher
as VIII. Kapitel des DOKTOR FAUSTUS enthält eine Beschreibung von Beethovens Sonate op.111, die der Sonate eine große Popularität vor den anderen späten Sonaten eingebracht und ihre Rezeption stark beeinflußt hat. Der Zugang zu einem Musikstück über einen literarischen Text ist jedoch nicht unproblematisch – es lohnt sich, die Sonate oder zumindest die Stellen, die Wendell Kretzschmar so beredt erläutert, noch einmal unbeeinflußt von Thomas Manns/Adornos Sichtweise zu betrachten. Zitat: Ich … fand in mir … eine unbedenkliche Bereitschaft zur Aneignung dessen, was ich als mein eigen empfinde. Ich habe diese Gefahr in Kauf genommen, weil (die 12-Ton Technik) in der Sphäre des Buches …eine Färbung, einen Charakter annimmt, die sie in ihrer Eigentlichkeit nicht besitzt … (Adornos) Gedanke und meine ad hoc-Version davon treten weit auseinander. Die Darstellung … gründet sich ganz und gar auf Adorno’sche Analysen. … ebenso ließ ich mir von außen sagen, was ich wußte, ließ mir helfen durch einen anderen – von mir selbst. Der ‚andere‘ hatte nicht wenig Spaß daran. ‚Ich bin bekanntlich der Teufel‘, sagte er, als er mit dem Kapitel bekannt geworden war. / Die gleiche Bewandtnis hat es mit gewissen Bemerkungen über die Tonsprache des späten Beethovens … Ideen über Tod und Form, das Ich und das Objektive mochten dem Verfasser einer fünfunddreißig Jahre zurückliegenden venezianischen Novelle wohl als Erinnerungen an sich selbst gelten.
Matthias Flückiger, Schauspieler und Regisseur, geboren 1965 in Biel-Bienne, studierte nach der Matura von 1987- 1991 Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellenden Kunst „Mozarteum“ in Salzburg, Österreich. Das Studium schloss er mit Auszeichnung ab. (s.u.)
Von 1991 bis 2001 war er Mitglied des Ensembles am Theater St.Gallen. Während dieser Zeit hatte er mehrere Gastengagements, u.a. in den USA, in Frankreich und in Deutschland. Seit 2001 ist er freischaffend tätig mit Engagements u.a. in den Sophiensäälen Berlin, am Theater Basel, Schlachthaus Bern, Theater Chur, Theater St.Gallen, Theater an der Winkelwiese Zürich, Theaterspektakel Zürich und seit 2015 regelmässig im Theater
«parfin de siècle», St. Gallen, dessen designierter Direktor er ist.
Beginn seiner Direktion: 1. Januar 2021.
Claire Pasquier ist seit über 20 Jahren als Musikerin erfolgreich tätig. Sie tritt solistisch als Pianistin auf, und war Preisträgerin verschiedener Kammermusik Wettbewerbe. Als Korrepetitoren genoss Sie Engagements an der Victoria State Opera in Melbourne, am English National Opera Studio und am Royal Opera House in London, an der English National Opera in Glyndebourne bei der Pariser Fondation Royaumont, beim Israeli Vocal Arts Institute Tel Aviv in Zusammenarbeit mit der New Israeli Opera und der Metropolitan Opera New York, am Theater St.Gallen und bei den Bregenzer Festspielen.
Heute arbeitet Claire Pasquier europaweit als freischaffende Pianistin und Begleiterin mit verschiedenen Ensembles und Sängern zusammen, u. a. mit dem Sinfonieorchester St. Gallen, den Wiener Symphonikern und den Musik Kollegium Wintherthur. In 2008 hat sie die Künstleragentur für private Anlässe und Konzerte“Absolutely Classical“ gegründet die sie finden können unter www.absolutelyclassical.ch.
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