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22.06.2016, 10:46 Uhr
Craig Wright, der behauptet der Erfinder von Bitcoin zu sein, soll im Laufe des Jahres diverse Patente angemeldet haben, unter anderem für die Blockchain-Technologie.
Craig Wright behauptete vor wenigen Wochen, der lange gesuchte Bitcoin-Erfinder zu sein. Den Nachweis konnte er allerdings nicht erbringen. Nun soll er in Grossbritannien Patente für Bitcoin-Patente angemeldet haben, 50 seien es seit Anfang Jahr gewesen. Dies behauptet die Nachrichtenagentur Reuters, die entsprechende Dokumente gefunden haben will. Wright wollte sich nicht dazu äussern. Unter den beantragten Patenten sollen spezielle Verfahren zum sicheren Abwickeln von Zahlungen im Internet sein, genauso wie ein Betriebssystem, das den Betrieb einer Blockchain auf Internet-of-Things-Geräten ermöglichen soll. Laut dem Artikel soll Wright über die Firma EITC-Holdings versuchen, langfristig 400 Bitcoin-Patente anzumelden. Da besonders die Blockchain-Technologie derzeit einen guten Ruf geniesst, soll Wright in der Lage sein, die Patente für rund eine Milliarde Euro veräussern zu können. Eine Entscheidung über die Erteilung der Patente ist aber derzeit offenbar noch nicht gefallen. Wright wurde vor Monaten bereits als möglicher Bitcoin-Erfinder ausgemacht, woraufhin australische Steuerbehörden sein Haus durchsuchten und Dokumente beschlagnahmten. In einem Interview mit «BBC» sagte Wright Anfang Mai, hinter dem Pseudonym «Satoshi Nakamoto» zu stecken. Von «Satoshi Nakamoto» stammte ein neunseitige White Paper, in dem die Grundlagen des Bitcoin-Systems erläutert wurden, sowie eine erste Version der entsprechenden Software. Die Beweise, mit denen Wright seine Worte untermauern wollte, wurden von Experten als Fälschung abgetan. Reuters, also dasselbe Medium das den Patent-Artikel schrieb, behauptet, Dokumente zu haben die belegen, dass Wright in die Art von Technologie und bargeldlose Zahlsysteme lange vor der Bitcoingründung involviert war.