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Auf den zweiten Platz kommt demnach die der Armee nahestehende Partei Palang Pracharat. Da bei der Abstimmung am Sonntag voraussichtlich keine Gruppierung eine ausreichende Mehrheit verbuchen konnte, dürfte die Regierungsbildung Wochen in Anspruch nehmen.
Nach ersten Prognosen des Instituts Super Poll im Auftrag des Fernsehsenders Thai PBS entfallen auf die Partei Pheu Thai des im Exil lebenden früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra 163 der insgesamt 500 Sitze im Parlament.
Die der Armee nahestehende Palang Pracharat erringt demnach 96 Mandate. Sie will erreichen, dass der Chef der Militärregierung, Prayuth Chan-Ocha, im Amt bleibt. Aber auch diese Partei wäre auf Bündnispartner angewiesen.
Die Abstimmung war mehrfach verschoben worden. Die Militärregierung hatte Bedenken geäussert, dass die Vorbereitungen der Wahl mit den Planungen für die vom 4. bis 6. Mai geplante Krönung von König Maha Vajiralongkorn kollidieren könnten.
Sie hatte erst im Dezember das Verbot politischer Betätigung aufgehoben, um Parteien den Wahlkampf zu ermöglichen. Dem Putsch von 2014 vorausgegangen waren Unruhen, bei dem sich Anhänger Shinawatras und seiner Schwester Yingluck Shinawatra, die ebenfalls die Regierung führte, und des königlichen Establishments gegenüberstanden.
(SDA)