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Eine Biopsie bezeichnet die Entnahme von Gewebe, also eine Gewebeprobe, welche zur genauen Beurteilung des entnommenen Gewebes dient. Diese Beurteilung wird in der Regel durch einen Pathologen durchgeführt, welcher sich die Gewebeprobe unter dem Mikroskop nach vorherigen Färbungen oder Spezialuntersuchungen anschaut. Seltener können Gewebeproben auch mikrobiologisch, das heißt also auf Bakterien oder andere Erreger, untersucht werden.
Die häufigsten Biopsien in der Urologie werden im Rahmen der Prostatatumor-Diagnostik durchgeführt. Auch bleibende oder wiederkehrende Hautausschläge am Penis werden gelegentlich mittels Gewebeprobe weiter untersucht, zumeist um ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Erkrankung und/oder einem Ausschluss eines bösartigen Geschehens zu erhalten. Seltener werden Biopsien zur Klärung der Situation bei Nierentumoren oder Hodentumoren durchgeführt.
In den meisten Fällen werden Biopsieentnahmen in lokaler Betäubung durchgeführt. Da diese jedoch erst im fortgeschrittenen Verlauf der Untersuchungen notwendig sind, werden Sie selbstverständlich vorgängig umfassend über diese aufgeklärt und haben die Möglichkeit alle diesbezüglichen Fragen zu stellen.