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Erst das zu fliegen scheinende Schiff an der Küste Schottlands, nun ein schwebender Tanker im Osten Englands: Dieses Mal haben wir eine Erklärung für das Phänomen, das gerade viral geht.
Vor einer Woche hat watson bereits über ein fliegendes Schiff berichtet. Letzte Woche «schwebte» ein schottischer Hochseefrachter über der spiegelnden Meeresoberfläche. Er sollte nicht die letzte Sinnestäuschung sein, die Grossbritannien zu sehen bekam.
Nur wenige Tage später geschah dasselbe Spektakel im Osten Englands. Im Süden der Halbinsel Cornwall liegt die Hafenstadt Falmouth (ganz im Stil der Artussage, aber lies selbst). Dort sah ein gewisser David Morris ein weiters Schiff «über dem Wasser schwimmen», wie BBC News berichtet:
Dieses Phänomen hat einen Namen: Fata Morgana, eine optische Täuschung also. Dieses nur selten zu beobachtende Trugbild tritt auf, wenn die oberen Luftschichten wärmer sind als die darunter liegenden – auch Inversionswetterlagen genannt.
Die kältere Luft weist eine höhere Dichte auf als die wärmere, weshalb sich das Sonnenlicht in Richtung der Augen auf dem Boden oder an der Küste bricht. In Grossbritannien kommt diese Wetterlage selten und nur im Winter vor. Je nach Dichte der Luftschichten und Entfernung des Objekts sind beispielsweise auch Schiffe sichtbar, die sich eigentlich bereits hinter dem Horizont befinden.
Der Name Fata Morgana bedeutet auf italienisch Fee Morgana und ist auf die charmante Halbschwester von König Arthur zurückzuführen, der in der Artuslegende die Macht zugeschrieben wurde, Paläste über Wasser schweben zu lassen. Es handelt sich bei den britischen Frachtern zwar nicht um Magie, aber die optische Täuschung ist nach einer Zauberin benannt worden. Der Kreis schliesst sich. Ich wünsche einen guten Tag.