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Im ersten Vierteljahrhundert des im Mai 1884 von Lehrer Eduard Stähelin mit 15 Gleichgesinnten gegründeten Vereins, mussten verschiedene Kinderkrankheiten überwunden werden, bis das Turnen in unserem noch kleinen Doppeldorf fest Fuss gefasst hatte.
So hauchte der junge Verein, der zuerst als Turnverein Schönenberg gegründet worden war, sein Leben nicht weniger als dreimal aus, wobei 1893 und 1899 die Tätigkeit jeweils nur kurz wieder aufgenommen wurde. Erst ab 1904 kann ein zwar immer wieder von Krisen geschüttelter, aber regelmässiger Turnbetrieb verfolgt werden.
Für die heutige Generation kaum mehr vorstellbare Schwierigkeiten führten immer wieder dazu, dass der Vereinsbetrieb eingestellt werden musste, oder höchstens auf Sparflamme weiterflackerte. Geeignete Räumlichkeiten für regelmässige Turnstunden zur Verfügung zu stellen, war ein Hauptproblem für die damaligen Vorstände. Die ersten Übungen wurden im Schopf von Notar Dolder in Schönenberg abgehalten, dem dann später das Vorgebäude des Klein-Rigi folgte. Auch musste ein Raum der Traube, des heutigen Restaurant Mühle in Schönenberg, eine gewisse Zeit als Übungslokal genügen. Nach der Benutzung der Scheune von Herrn Ziegler in Kradolf, stellte endlich nach mehreren Anläufen die Schulbehörde 1904 den Turnkeller im Schulhaus Kradolf zur Verfügung. Allerdings wurde dieser nicht nur für das Turnen verwendet, sondern galt allgemein als Abstellraum und war im Winter gar bis zu 2/3 mit Kohle gefüllt. So landete mancher eifrige Turner auf dem Kohlenhaufen.
Der Verein stand auch finanziell auf wackeligen Beinen. So mussten die Mitglieder über 40 Jahre warten, bis es 1925 endlich für eine eigene Fahne reichte. Allerdings stand dem Turnverein das, vom finanziell offenbar besser stehenden Knabenturnverein im Jahre 1905 eingeweihte, Vereinsbanner für festliche Anlässe zur Verfügung.
Ebenfalls zaghaft entwickelte sich der Mitgliederbestand. Wiederum erst ab 1904 konnte eine laufende Erhöhung beobachtet werden.
Recht beachtlich waren aber einige Leistungen, die die Aktivturner vollbrachten. So bestritten die marschtüchtigen Turner den damals hoch im Kurs stehenden Eidgenössischen Turnfahrten-Wettkampf. In 223 Marschstunden wurden 1906-1909 sage und schreibe 1128 Km abgeklopft.