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Diesmal haben es Marcus Williams und sein Team mit dem “Anstifter” zu tun, einem Killer, der zuerst die Familie eines unbescholtenen Mannes entführt, bevor er diesem befiehlt, einen anderen unbescholtenen Mann zu töten. Weigert sich der Erpresste, werden seine Lieben brutal ermordet.
Auf der Jagd erhält Marcus Hilfe von seinem Bruder, dem Serienkiller Francis Ackerman jr. Denn dieser weiß, wer hinter dem Anstifter steckt: sein Vater. Der, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist: dem absolut Bösen.
Wie auch schon beim Vorgänger gilt auch hier, dass man die Existenz der Shepherd-Organisation und ihre Fähigkeiten akzeptieren muss, um halbwegs Spass am Buch zu haben. Mir persönlich ist das gelungen und Francis Ackerman jr. entwickelt sich mehr und mehr zu meinem Liebling, auch wenn seine Entwicklung - vor allem das rasante Tempo - etwas fragwürdig ist.
Die Charaktere sind nicht zwingend realistisch angelegt. Tatsächlich ist vor allem Marcus Williams ein wandelndes Klischee. Ähnlich verhält es sich mit seinen Mitstreitern und natürlich auch mit Francis Ackerman jr. Interessanterweise ist es vor allem letzterer, dessentwegen ich überhaupt die Serie weiterlese. Denn er ist die einzige Person mit echten Ecken und kannten und - ausgerechnet - menschlichen Zügen. Alle anderen Personen sind dermassen überzeichnet, dass eine Identifikation - zumindest mir - echt schwer fällt. Mitgefühl für diese Personen aufzubringen, fällt mir streckenweise wirklich schwer. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich die Reihe nicht als herausragend, sondern tendenziell als solide bezeichnen würde.