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Die Document Foundation hat die erste stabile Version der quelloffenen Office-Suite LibreOffice freigegeben.
LibreOffice ist eine freie MS Office-Alternative, welche kompatibel zu proprietären Büroanwendungen wie Word, Excel, PowerPoint und Access ist. Das heisst, man kann mit LibreOffice beispielsweise MS Office-Dateien öffnen, bearbeiten und speichern.
LibreOffice basiert auf dem ebenfalls quelloffenen Büro-Paket OpenOffice.org welches von der Firma Sun Microsystems unter einer freien Softwarelizenz veröffentlicht wurde.
Mit dem Verkauf von Sun Microsystems an den Datenbankhersteller Oracle übernahm eine neue Firma das Zepter beim OpenOffice.org-Projekt und somit auch dessen Markenrechte.
Im September des vergangenen Jahres beschlossen ehemalige OpenOffice.org-Mitglieder, die freie Office-Suite in Zukunft unabhängig von Oracle weiterzuentwickeln und gründeten dazu die Stiftung The Document Foundation.
Da Oracle nach dem Kauf von Sun Microsystems jedoch im Besitz des Markennamens von OpenOffice.org ist und jegliche Zusammenarbeit mit der Document Foundation verweigerte, musste man sich seitens der Community Gedanken über einen neuen Namen der kostenlosen Büroprogramm-Sammlung machen. Dies war die Geburtsstunde von LibreOffice.
LibreOffice wird seitdem von der ehemaligen OpenOffice-Community unabhängig weiterentwickelt während Oracle nach wie vor an OpenOffice.org mitarbeitet.
In der Fachsprache redet man bei solch einer Abspaltung von einem „Fork“.
Das Wort „Abspaltung“ klingt ein wenig negativ – muss es aber nicht unbedingt sein. Ich denke, solche Forks bringen auch viele Vorteile mit sich. So sind alle Verbesserungen der bisherigen Veröffentlichungskandidaten von OpenOffice.org auch in die fertige Version von LibreOffice 3.3 eingeflossen.
An diesem Beispiel ist sehr schön zu erkennen, wie beide Projekte gegenseitig voneinander profitieren und trotzdem unabhängig bleiben können.