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Feinstaub
Quellen und Eigenschaften
Feinstaub ist ein komplexes physikalisch-chemisches Gemisch, das sich aus diversen Substanzen (z. B. Staub, Aerosole, Russ) zusammensetzt. Feinstaub wird unterteilt in primär und sekundär gebildete Komponenten. Die sekundär gebildeten Komponenten entstehen aus gasförmigen Vorläufersubstanzen (z. B. Stickoxide). Hier finden Sie Informationen zu den verschiedenen Arten von Feinstaub.
Die Partikel lassen sich nach ihrer Grösse einteilen. Teilchen, die kleiner sind als 10 Mikrometer, nennt man PM10, analog dazu nennt man die feineren Partikel PM2.5. Hinzu kommen die ultrafeinen Partikel ("Nanopartikel"), die im Bereich von 1 bis 100 Nanometer variieren.
Die Hauptverursacher von Feinstaub in der Aussenluft sind Strassenverkehr, Industrie und Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft. Feinstaub ist aber auch in der Innenluft von Wohn- und Arbeitsräumen ein Problem. Hauptursache des Feinstaubes ist hier der Tabakrauch. Weitere Quellen für Feinstaubpartikel in Innenräumen sind das Kochen und Braten, Staubsaugen, offene Verbrennungsprozesse (Gasherd, Holzöfen, Cheminées, Räucherstäbchen, Kerzen) und mechanische Arbeiten an Sägen oder Schleifen. In Büros stossen Kopierer und Laserdrucker Tonerpartikel aus.
Wintersmog und Grenzwertüberschreitung
Herrscht im Winter eine stabile Inversionslage, kann der bodennahe Feinstaub nicht abtransportiert werden, wodurch Wintersmog entsteht. Erst durch einen Wechsel zu einer windreicheren Wetterlage, löst sich der akkumulierte Feinstaub wieder auf.
Bei Wintersmog kann es passieren, dass der Tagesgrenzwert während mehreren Tagen oder sogar Wochen ununterbrochen überschritten wird, im Extremfall um ein Mehrfaches.
Ist der Grenzwert überschritten, sollten folgende Verhaltensregeln beachtet werden:
- Das Auto stehen lassen und auf den Öffentlichen Verkehr umsteigen.
- Auf Cheminée-Feuer verzichten.
- Intensiven Ausdauersport im Freien vermeiden.
- Wenn Sport, dann im Fitnesscenter oder oberhalb der Nebelgrenze.
- Bei Beschwerden den Arzt aufsuchen.
Die aktuellen Feinstaubwerte finden Sie hier: Feinstaubwerte
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Feinstaub und Gesundheit
In zahlreichen Studien wurde belegt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Feinstaubkonzentration und Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Todesfällen besteht. Für bereits erkrankte Personen stellt die Luftverschmutzung eine besondere Belastung dar: Je höher die Schadstoffbelastung in der Luft, desto kürzer sind die beschwerdefreien Phasen.
Die Fraktion der feinen Partikel (PM2.5) zeigt in Studien die konstantesten und ausgeprägtesten Wirkungen auf die Gesundheit. Grobe Partikel ab 10 Mikrometer haben praktisch keine Auswirkung. Denn der Durchmesser eines Partikels entscheidet, wie tief er in unser Atmungssystem vordringen kann. Partikel mit einem Durchmesser von mehr als 10 Mikrometer bleiben in den Nasenhaaren hängen oder lagern sich im Rachen ab. Je kleiner die Partikel jedoch sind, umso tiefer können sie in die Lungen eindringen. Die Partikel lagern sich vor allem in der Luftröhre, den Bronchien und Bronchiolen ab. Die ganz kleinen Partikel dringen sogar bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor, dem Ort, an welchem der Sauerstoff ins Blut übertragen wird.
Neben der Grösse der Partikel variiert auch ihre chemische Zusammensetzung stark. Wichtige Komponenten sind Schwermetalle, organische Kohlenwasserstoffe, Nitrat, Ammonium und Sulfate. Gerade Feinstaub aus Verbrennungsprozessen, insbesondere Dieselruss, enthalten krebserregende Bestandteile.
Aus gesundheitlicher Sicht ist eine chronisch erhöhte Partikelbelastung bedeutender als die akuten Wirkungen von Spitzenbelastungen (d.h. hohe 24h-Mittelwerte).
Kerzen als Feinstaubquelle
Vor allem in den winterlichen Monaten verbreitet Kerzenlicht eine warme und wohltuende Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Dass dabei die Feinstaubkonzentration unter Umständen stark ansteigen kann, ist vielen Anwendern nicht bewusst. Deshalb ist es wichtig, sich über die Eigenschaften, Emissionen und die geeignete Anwendung von Kerzen zu informieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Helfen Sie, die Feinstaubbelastung zu reduzieren!
Jeder Einzelne kann etwas zur Reduktion der Feinstaubbelastung in unserer Atemluft beitragen. Hier finden Sie Tipps und Anregungen dazu.
Zuletzt geändert:
27. März 2018