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Geist ist Geil
Fünf Fragen an Athene Galiciadis.
Welches Kulturerlebnis hat Sie zuletzt begeistert und warum?
Das Stück «Monkey off My Back or the Cat’s Meow» von Trajal Harrell im Schauspielhaus Zürich faszinierte mich – ich besuchte die Vorstellung gleich zwei Mal. Das Voguing, die Musik, die Verneigung, die Schauspieler und das Publikum verschmelzen darin zu einem mitreissenden Gesamtkunstwerk.
Welches Werk hat eine Weichenstellung in Ihrem Leben oder in Ihrem Denken bewirkt?
Das waren insbesondere die Textilentwürfe von Ljubow Popowa, der Bronze-Darm von Kiki Smith und der Tatlin-Turm des russischen Künstlers Wladimir Tatlin. Als ich zum ersten Mal die Möbel von Charlotte Perriand gesehen habe, gefiel mir deren skulpturales Erscheinungsbild sehr. Inspiriert davon entschied ich mich dazu, Skulpturen zu schaffen, die an Möbel erinnern.
Welches ältere Werk lohnt sich noch heute bzw. immer wieder?
Die Marionetten von Sophie Taeuber-Arp, die sie 1918 zum Puppenspiel «König Hirsch» entwarf. Sie finden sich in der Sammlung des Museums für Gestaltung in Zürich.
Wem vertrauen Sie, was Tips in Sachen Kultur anbelangt?
Freundinnen und Bekannten.
Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachtkästchen?
Gleich mehrere: «The Hearing Trumpet» von Leonora Carrington, «Ein eigenes Haus» von Deborah Levy, «On Freedom» von Maggie Nelson, «The Case for Degrowth » von Giorgos Kallis und «Simsala» von Georg Dreissig.