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Pfannenstiel Bergrücken bei Zürich
Pfannenstiel (Höhe: 853 m ü. M.) ist ein bewaldeter Berg bzw. eine Region mit Blick auf den Zürichsee und das Zürcher Oberland im Kanton Zürich in der Schweiz.
Geographie
Pfannenstiel (Schweizerdeutsch: Pfannenstil bedeutet Pfannenstiel) wird für den Berg und die Region eines länglichen Gebirges verwendet. Es liegt im Bezirk Meilen, ca. 15 km südöstlich der Stadt Zürich, im Nordosten von Greifensee und Zürcher Oberland, im Südwesten vom Zürichsee und im Osten von der Gemeinde Hombrechtikon.
Im Nordwesten grenzt Pfannenstiel an das Dorf Forch und einen ehemaligen Pass (668 Meter), der vom Glatttal zum Zürichseeufer führt. Der höchste Punkt (Okenshöhe) liegt etwa 450 Meter über dem Zürichsee. Von Südosten nach Nordwesten ist Pfannenstiel Teil einer Kette von Gipfeln bzw. Bergen: Guldenen (778 m ü. M.), Wassberg (715 m ü. M.), Öschbrig (696 m ü. M.), Adlisberg (701 m ü. M.), Zürichberg (676 m ü. M.)
Das Gebiet am Zürichsee war als linke Moräne des eiszeitlichen Gletschers geformt, dessen Bett heute der Zürichsee ist.
Geschichte und Herkunft des Namens
Über den Ursprung des Namens erinnert sich Pfannenstiel an den Teller (Inn-Zeichen) des Vorderen Pfannenstiels: Ein Topf mit Tonhöhen, aus dem Rauchzeichen kamen. Jahrhundert oder viel früher errichtete die Stadtregierung Zürich ein Hochwachtensystem, um in Notfällen als Kriegsgefahr die benachbarten Hochwachten auf den Albis, bei Forch, auf Zürichberg, Käferberg, Bachtel, Uetliberg usw. durch Feuer und Rauch zu warnen.
Die Pfannenstiel Hochwacht befand sich auf der Okenshöhe, von dort aus waren zahlreiche weitere Hochwachten direkt sichtbar. Jahrhundert wurde die Okenhöhe für einen Triangulationspunkt verwendet, da andere Triangulationspunkte gemessen werden können. Diese Messungen bilden das Rückgrat der nationalen geographischen Vermessung.
Dennoch ist die Pfanne mit dem Feuer als Zeichen des „Pech“ nicht der eigentliche Ursprung des Begriffs Pfannenstiel: Sie wurde erstmals 1333 urkundlich erwähnt, und es wird angenommen, dass der Begriff auf eine Wiese und ein Ackerland in der Nähe des Pfannenstiels hinweist.
Literaturpreis
Pfannenstiel erhielt eine weitere literarische Auszeichnung: Der Schweizer Dichter Albin Zollinger (1895-1941) verewigte Pfannenstiel in seinem Roman „Pfannenstiel: Die Geschichte eines Bildhauers“. Im Roman kehrt ein Bildhauer in die Schweiz zurück, enttäuscht von der politischen Wirklichkeit, zieht sich auf Pfannenstiel zurück, baut ein Haus und findet eine intakte Dorfgemeinschaft. Drei Wochen vor seinem Tod im Alter von 46 Jahren lernte Zollinger den jungen Max Frisch auf dem Pfannenstiel kennen.
Pfannenstiel-Aussichtsturm
1893 wurde auf dem Bachtelberg ein Aussichtsturm aus Stahl errichtet, der 1979 vom Kanton Zürich zum Denkmalschutzobjekt erklärt wurde. Sechs Jahre später wurde der Turm aus technischen Gründen von der Schweizerischen Post (ehemals PTT) gelagert und 1992 auf dem Pfannenstiel wieder aufgebaut. Der Turm ist genietet und besteht aus Stahl und Gusseisen. Die Rekonstruktion wurde von Spezialisten aus Osteuropa durchgeführt, wo diese Technologie noch im Einsatz war.
Der neue Standort für den Wiederaufbau war anfänglich umstritten: Die kantonalen Behörden bevorzugten die höchste Erhebung des Berges inmitten von Wäldern. Die Exekutive der Gemeinde Meilen war nicht zufrieden, da es sich um ein geschütztes Gebiet handelt. Der endgültige Standort befindet sich etwas unterhalb der Gemeinde Egg.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Der Pfannenstiel ist eine malerische Gegend, und auf der Oberseite des Berges befinden sich vier Restaurants mit Blick auf den Zürichsee, Etzel, Zimmerberg, Albis, Uetliberg im Süden und Westen sowie Greifensee, Glattal, Bachtel und Zürcher Oberland im Norden und Osten. Der obere Teil des Berges ist überwiegend bewaldet und ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Picknickplätzen, daneben gibt es Wanderwege, zwischen dem Küsnachter Tobelweg. In der Wintersaison ist eine Langlaufloipe ein beliebtes Ausflugsziel.
Wie bereits erwähnt, ist der Triangulationspunkt Okenshöhe die höchste Erhebung auf dem Pfannenstiel, von der aus man einen herrlichen Ausblick hat. Benannt ist es nach dem Naturforscher Oken, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts viele selten besuchte Bergtouren unternommen hat. 1838 kaufte er das Gebiet der heutigen Okenshöhe. Seine Erben schenkten das Land den Bürgern der Gemeinde Meilen. Sie gründeten die Mittwochsgesellschaft, die es nicht erlaubte, dieses Areal zu überbauen.
Region Pfannenstiel
Der Begriff Region Pfannenstiel bezieht sich in der Regel auf den Berg, das Gebiet und das Plateau zwischen Zollikon-Zollikerberg und Hombrechtikon-Feldbach, das durch das obere Glatttal – Zürcher Oberland und den Zürichsee begrenzt wird. Zu dieser Region gehören die Gemeinden Egg, Erlenbach, Herrliberg, Hombrechtikon, Küsnacht, Meilen, Männedorf, Oetwil am See, Stäfa, Uetikon am See, Zollikon und Zumikon.
Transport
Die Forchbahn Linie (S18) ab Zürich Stadelhofen bis (bevorzugt) Bahnhof Forch oder Esslingen, S-Bahn Zürich mit den Linien S6 und S16 (Küsnacht: Küschtertobel bis Forch), sowie S6 und S7 bis Meilen (Bus Linie 922, Haltestelle Vorderer Pannenstiel) oder Stäfa oder Hombrechtikon-Feldbach und Nahverkehrsbusse. Im Sommer fahren regelmässig Schiffe nach Zürich sowie im Sommer entlang des Sees nach Rapperswil, betrieben von der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG). Ein kleines Motorschiff der ZSG ist nach dem Berg benannt.