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Respiratory Syncytial Virus bei älteren und Hochrisikopersonen
Erkrankungen durch das Respiratory Syncytial Virus (RSV) sind beim Erwachsenen zunehmend. Daten zu Epidemiologie und klinischen Auswirkungen der RSV-Infektionen bei älteren Personen und Hochrisikopatienten würden helfen, die Notwendigkeit für die Entwicklung einer Schutzimpfung einzuschätzen.
Während vier aufeinander folgenden Wintern wurden alle Atemwegserkrankungen bei einer prospektiven Kohorte, bestehend aus 1388 gesunden, 65-jährigen Personen und 540 nicht hospitalisierten Hochrisikopersonen mit chronischer Herz- oder Lungenerkrankung, sowie bei 1388 hospitalisierten Patienten mit akuter kardiopulmonaler Erkrankung, erfasst. Das RSV und Influenza A Virus wurden mittels Kultur, Serologie und RP-PCR nachgewiesen.
Insgesamt traten 2'514 Atemwegserkrankungen auf. Bei den älteren und nicht hospitalisierten Hochrisikopersonen waren 102 Erkrankungen auf das RSV und 44 Erkrankungen auf Influenza A zurück zu führen. Bei den hospitalisierten Patienten waren es 142 respektive 154. Jährlich erkrankten 3 - 7% der gesunden, älteren Personen und 4 – 10% der nicht hospitalisierten Hochrisikopersonen an einer RSV-Infektion. Die gesunden Älteren mit RSV-Infektion waren seltener beim Arzt als die mit Influenza A-Infektion. Hingegen war die Inanspruchnahme ärztlicher Dienstleistungen in beiden Hochrisikogruppen gleich häufig. Die Hospitalisationsdauer war bei beiden Infektionen gleich lang und auch die intensivmedizinischen Versorgungsraten (RSV 15% und Influenza A 12%) und Mortalitätsraten (8% respektive 7%) waren vergleichbar. Nach ICD-9-CM war der Anteil an Hospitalisationen wegen RSV-Infektionen bei Pneumonie 10.6%, bei COPD 11.4%, bei Herzinsuffizienz 5.4% und bei Asthma 7.2%.
Konklusion der Autoren: Bei älteren Personen und Hochrisikopatienten ist die RSV-Infektion eine nennenswerte Erkrankung mit einer Kranheitsbelastung ähnlich der von nichtpandemischen Influenza A-Infektionen in einer Population mit hoher Durchimpfungsrate. Eine wirksame RSV-Schutzimpfung könnte bei diesen Erwachsenen einen Vorteil bringen.
Link zur Studie
NEJM 2005;352:1749-1759 - R. Falsey et al
28.04.2005 - gem