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Wie aus Zahlen der kalifornischen Verkehrsbehörde hervorgeht, hat Waymo die Anzahl seiner selbstfahrenden Autos im US-Bundesstaat Kalifornien von 240 auf 693 Fahrzeuge mehr als verdoppelt. Waymo ist wie Google eine Tochtergesellschaft des Alphabet-Konzerns. Zum Vergleich: Die General-Motors-Tochter Cruise, die gerade einen Robotaxi-Service ohne Sicherheitsfahrer in San Francisco startet, kam im vergangenen Jahr auf 138 selbstfahrende Autos. Apple betrieb im vergangenen Jahr eine Flotte mit 38 selbstfahrenden Testautos.
Der Bundesstaat Kalifornien ist eine Hochburg für Tests selbstfahrender Autos im Strassenverkehr - und schreibt den Unternehmen vor, Informationen zu zurückgelegten Kilometern, Software-Abschaltungen und Unfällen zu veröffentlichen. Eine aktuelle Statistik zeigt, dass Waymo und Cruise mit Abstand die meisten Kilometer zurücklegten.
Zugleich sank die Zahl der Unternehmen, die eine Erlaubnis für autonome Fahrten haben von rund 60 auf 50. Nur 22 von ihnen waren tatsächlich unterwegs. In der Pandemie war der Testbetrieb zeitweise bei allen Entwicklern deutlich eingeschränkt.
Waymo verklagt die US-Behörde
Autos von Cruise legten im vergangenen Jahr gut 10'000 Kilometer ohne einen Sicherheitsfahrer am Steuer zurück. Waymo hat ebenfalls eine Erlaubnis dafür, löste sie in Kalifornien den Angaben zufolge jedoch noch nicht ein. In den Autos sassen also aus Sicherheitsgründen noch Menschen im Fahrzeug, um im Notfall das Steuer zu übernehmen, wenn der Computer aussteigt. Nicht bekannt ist, wie oft manuelle Eingriffe im vergangenen Jahr notwendig waren.
Apples Autos legten insgesamt gut 21'000 Kilometer zurück. Über Pläne des iPhone-Konzerns für ein eigenes Auto wird schon länger spekuliert. Definitiv bekannt ist aber dank der kalifornischen Meldepflicht nur, dass Apple an Software zum autonomen Fahren arbeitet.
Dass das California Department of Motor Vehicles (DMV) die Zahlen veröffentlicht, passt indes nicht allen. Wie 'Automotive News
' berichtet, hat Waymodie DMV verklagt, weil das Unternehmen die Publikation der Daten als Verletzung der eigenen Betriebsgeheimnisse erachtet. Das Gericht muss jetzt entscheiden, was schwerer wiegt: die öffentliche Informationspflicht über die Sicherheit im Strassenverkehr oder sensitive Informationen von Automobilfirmen.
Foto: ER0L / Flickr unter CC BY 2.0