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EVD: Regulierung des internationalen Handels mit Rohdiamanten
(ots) - Am 5. November 2002 findet in Interlaken eine
Ministerkonferenz zur Lancierung eines internationalen
Zertifizierungssystems gegen den Handel mit Konfliktdiamanten statt.
Die Konferenz steht unter der Leitung der südafrikanischen
Ministerin für Mineralien und Energie, Phumzile Mlambo-Ngcuka, und
von Bundesrat Pascal Couchepin.
Konfliktdiamanten sind Rohdiamanten aus Regionen, die von Rebellenbewegungen kontrolliert werden, insbesondere in Angola und Sierra Leone. Der Verkauf dieser Diamanten dient der Finanzierung von Bürgerkriegen. Um gegen den Handel mit Konfliktdiamanten vorzugehen, haben die wichtigsten Produktions- und Handelsländer ein internationales System zur Zertifizierung von Rohdiamanten erarbeitet. Diese Regelung soll verhindern, dass Konfliktdiamanten auf legale Märkte gelangen.
Die Regulierungsmassnahmen sehen vor, dass jeglicher Import und Export von Rohdiamanten von einem Zertifikat begleitet werden muss. Länder, die an diesem System nicht teilnehmen, werden vom internationalen Handel mit Rohdiamanten ausgeschlossen.
Dieses System der Zertifizierung wurde im Rahmen informeller Verhandlungen, genannt Kimberley-Prozess, erarbeitet. Dieser Prozess wurde auf Anregung der Vereinten Nationen zur Erarbeitung von Massnahmen gegen den Handel mit Konfliktdiamanten lanciert.
Am Kimberley-Prozess beteiligen sich die wichtigsten Produktions- und Handelsländer von Rohdiamanten sowie die Diamantindustrie und Nicht-Regierungsorganisationen.
Am 5. November 2002 findet um 15 Uhr eine Pressekonferenz im Hotel Victoria-Jungfrau, Ruchti-Saal, Interlaken statt.
Auskünfte: Roland Vock, seco, Exportkontrollen und Sanktionen, Tel. 031 324 07 61 Robin Tickle, Chef des Kommunikationsdienst EVD, Tel. 031 323 20 25