Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03568.jsonl.gz/362

Das Wichtigste in Kürze
- Carles Puigdemont hielt am Sonntagabend in Genf eine Rede vor rund 900 Personen.
- Puigdemont wiederholte in seiner Ansprache das Anliegen, die Anerkennung nach Unabhängigkeit Kataloniens zu erreichen.
- Sowohl während der Debatte wie auch an der Pressekonferenz gab der katalanische Anführer sich gemässigt.
Laut den Organisatoren der Veranstaltungen waren an diesem Abschlussabend des FIFDH rund 900 Personen anwesend.
Puigdemont wurde herzlich begrüsst, als er auf das Festivalgelände kam. Er betonte, dass er in Genf frei sprechen könnte, was für ihn etwa in Madrid nicht möglich sei. Es war der zweite Auftritt ausserhalb Belgiens, wo der Separatistenführer seit Ende Oktober im Exil lebt.
Während der Debatte über Selbstbestimmung sowie an der anschliessenden Pressekonferenz gab sich Puigdemont gemässigt. Er wiederholte sein Anliegen, die Anerkennung des Anspruchs seines Volkes nach Unabhängigkeit zu erreichen. Schliesslich hätten die Bürger Kataloniens am 1. Oktober für ihre Unabhängigkeit von Spanien gestimmt, so der Politiker.
Verhärtete Positionen
Zudem hob er die Schweizer Expertise bei der Mediation von Konflikten hervor und sagte, alle Möglichkeiten zu Beilegung des Konflikts seien willkommen.
Altbundesrätin Micheline Calmy-Rey bedauerte an der Podiumsdiskussion, dass die Europäische Union sich nicht in den Konflikt einschalte und keinen Dialog zwischen den Parteien einfordere. Ihrer Meinung nach wäre eine Lösung der Angelegenheit nicht in einer scharfen Abspaltung Kataloniens von Spanien möglich, sondern vielmehr mit der Gewährung einer sehr weitreichenden Autonomie zu erreichen.
Der separatistische Anführer Kataloniens Carlès Puigdemont ist am Sonntagabend in Genf aufgetreten. Er war Gast der 16. Ausgabe des internationalen Festivals und Forums für Menschenrechte (FIFDH) und nahm an einer Debatte über Selbstbestimmung teil.
Der katalanische Journalist Xavier Vidal-Folch forderte dagegen von Puigdemont den Respekt vor der Rechtsstaatlichkeit ein. «Wir können die Verfassung nicht brechen», sagte er an der Veranstaltung und wiederholte die Position Madrids, wonach die Abstimmung illegal gewesen sei.