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Vielen Dank für das sehr spannende Thema. Schon lange überlegte ich mir sowas zu eröffnen, qussi (zu) alt für einen Hund.
Ich habe vor 17 Jahren damals die Hündin meiner Eltern übernommen. Auch aus gesundheitlichen Gründen. Meine Mutter war zwar noch "jung" (58) dazumals. Nur wenig älter als heute und bis zu diesem Ereignis gesund. Die Hündin war gut 8 Jahre alt und lebte noch 10 Monate bei uns, bis wir sie - wegen Tumoren - gehen lassen mussten. Der Junghund Taiga, der danach bei uns einzog war auch ab und zu bei meinen Eltern. Vorallem im Sommer, da wir dann immer Badeferien machten. Meine Eltern haben ja die fast 14 jährige Chihuahua Hündin, die sie sich mit meiner Schwägerin teilen. Sie lebt ca. 80% bei meinen Eltern und ist hauptsächlich zu medizinischen Untersuchungen bei der Schwägerin (sie ist Tierärztin).
Ich kenne / kannte je 1 Senior/in, die sich zwischen 70 und 80 nochmals einen Hund anschaffen.
Person 1, männlich hatte schon sein Leben lang Hunde. Immer 2 bis 3. Dann starben innert 2 Jahren 2 von den dreien. Der Mann war so um die 70, gesundheitlich nicht fit. Der überlebende Hund war gross und relativ jung. HH behauptete nach dem Tod der zweiten Hündin, sein Hund leide und bräuchte wieder einen Gefährten. Dies konnte ich nie bestätigen. Obwohl der HH und seine Frau beide gesundheitlich recht angeschlagen waren, den Hund nie und nimmer halten können (beide gingen sie an Stöcke) besorgte er sich auf Umwegen eine jüngere Hündin aus dem Ausland. Auf offiziellem Weg wollte ihm niemand einen Hund geben.
Der Mann hatte schon zu diesem Zeitpunkt Krebs und starb auch ein paar Monate später. Seine Frau war komplett überfordert mit den beiden Hunden. Der jüngere war total ängstlich und konnte nie von der Leine gelassen werden. Der ältere hatte starken Beschützer Instinkt und bewachte seinen Herrn (zu) fest. Was mit den Hunden passierte nach seinem Tod weiss ich nicht. Sie hatten nicht wirklich Freude und auch zu den Kindern keinen besonders engen Kontakt.
Zweite Person ist weiblich und um die 80. Sie ist relativ fit. Nur kann sie nur noch ganz kurze Strecken laufen. Sie hat sich vor weniger als 2 Jahren einen Welpen mittlerer Grösse angeschafft. Dieser ist ein absolutes Energie Bündel und hat so gut wie kein Gehorchsam. Da sie ihn schlecht an der Leine führen kann, lässt sie ihn mehrheitlich frei. Nur der Rückruf klappt dann nicht wirklich. Auch rennt er manchmal an Orte, wo ab und zu ein Auto kommt.
Beim Senior finde ich war es Egoismus, sich einen Hund anzuschaffen. Die Frau kann ihren Hund nicht richtig auslasten (keine 2 x 500 m Laufen pro Tag genügt halt hier nicht). Die oben erwähnte Organisation finde ich top!
Ich habe eine Kollegin, die sich vor ein paar Jahren einen Welpen zu tun wollte und der ihr schon zugesprochen wurde. Sie erkrankte kurz vor seinem Einzug und konnte eine Weile lang nicht laufen und war auch im Spital. Die Züchterin verwehrte ihr den Hund. Er wurde in eine andere Familie platziert. Leider erkrankten dann das Kind und der Vater, sodass der Hund wieder an die Züchterin ging und glaub neu vermittelt. Kollegin meinte, sie würde ihren Hund NIE weggegeben. Es gäbe bestimmt eine Lösung, in so einer Situation den Hund zu behalten. Wenn jedoch gleich 2 Familien Mitglieder stark erkrankten und unter Umständen sehr lange im Spital sind oder Reha benötigen, verstehe ich, dass es für den Hund besser ist, umplatziert zu werden, als uU sehr oft alleine zu sein.
Im übrigen erlitt meine Kollegin kurz nach Einzug ihres Welpen einen Herzinfarkt und war auch länger ausser Gefecht. Sie hatte zum Glück Nachbarn, die ihr den Hund unterdessen nahm.
Ich könnte und wollte jetzt nicht noch einen dritten zu meinen hin. Sie bat mich, falls ihr etwas zustossen würde, ihren Hund zu mir zu nehmen. Doch leider kann ich ihr dieses Versprechen nicht abnehmen.