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Die Zeit scheint reif für ein «Muppets»-Comeback im guten alten Wohnzimmer. Die beiden jüngsten Kinofilme – «The Muppets» (2011) und «Muppets Most Wanted» (2014) - waren so erfolgreich, dass die ABC im April auf allen Kanälen ankündigte: Die «Muppets» gehören wieder dahin, wo sie gross wurden – ins Fernsehen.
Erfolgreiche «Muppets» auf dem kleinen Bildschirm – das war noch vor der Erfindung der Fernbedienung. Die «Muppet Show» ging 1981 zu Ende. Nach dem Tod ihres Erfinders Jim Henson wurden sie noch einmal wiederbelebt: 1996 mit «Muppets Tonight». Der nicht mehr ganz so grosse Spass war nach zehn Episoden wieder vorbei. Und jetzt soll es «Big Bang Theory»-Macher Bill Prady für die ABC richten: Heute Dienstag startet die Serie «The Muppets, Link öffnet in einem neuen Fenster».
Big Bangs – ein gutes Stichwort: Hier sind ein paar «Magic-Muppets»-Meilensteine der älteren Geschichte.
1. Warum die Muppets Muppets heissen
So genau weiss das keiner. Nicht mal «Muppets»-Erfinder Jim Henson: Der gab zwar einst zu Protokoll, sein sagenumwobenes «M-Word» sei eine Mischung aus Marionette und Puppe. Später mochte er sich an die etymologisch gewagte Aussage aber nicht mehr erinnern.
2. Kermit war mal kein Frosch
«Ein Frosch ohne Humor ist nur ein kleiner grüner Haufen.» Star der Muppets ist natürlich der wahnwitzige Kermit der Frosch. Kein Wunder – er ist auch der einzige Muppet, der in jeder einzelnen Folge von «Sesamstrasse» und der «Muppet Show» auftritt. Kermit wurde bis zu seinem Tod von Jim Henson persönlich gespielt und in der amerikanischen «Sesame Street» auch von ihm gesprochen. Zum Frosch wurde Kermit übrigens erst in den 60er-Jahren. Geboren wurde er als weisses Etwas, das eher aussah wie eine Eidechse.
3. Eine Hommage an Jimi Hendrix
Das muss einem auch erst auffallen! In der «Muppet Show» sind die Linkshänder ziemlich offensichtlich in der Überzahl. Muppetologen, die den bemerkenswerten Befund längst wissenschaftlich bestätigt haben, behaupten geschlossen: Das ist eine Verbeugung Hensons vor Bob Ewell – dem Linkshänder aus dem berühmten Harper Lee-Roman «To Kill a Mockingbird». Und ein Bückling vor Jimi Hendrix.
4. Als John Cleese nicht singen wollte
Die «Muppet Show» ist berühmt für die vielen Berühmtheiten, die sich mit Gastauftritten die Ehre gaben. Steve Martin! Elton John! Ballet-Star Rudolf Nurejew kommt Miss Piggy in der Sauna saunah! Gross ist auch der Gastauftritt von John Cleese, in dem er singen soll – als Mexikaner mit Zorro-Hut. Doch Cleese weigert sich. Es sind dann die Muppets, die seine Hilferufe und Verzweiflungsschreie («Wie kannst du mir das antun, Kermit: Ich bin dein Gast!») zum Instant-Liedchen pimpen. Aus der Not geboren, aber jede Note köstlich: der «Not a Song», Link öffnet in einem neuen Fenster.
5. Nur mit Alkohol erträglich
Und wenn wir schon bei der Musik sind: Der berühmteste «Muppet Show»-Song? Genau: «Mahna Mahna», Link öffnet in einem neuen Fenster. Macht keinen Sinn. Ein oberfieser Ohrwurm. Oder um es mit dem immer klugen «Guardian» zu flüstern: «Kann man unmöglich anschauen, wenn man nicht getrunken hat.»
6. Der Frosch, der sich nicht als Prinz entpuppte
Kein Schwein gehabt! Nach einer langjährigen Beziehung trennten sich die glamouröse Sau und der quirlige Frosch im August diesen Jahres. Das endgültige Aus – oder lediglich ein PR-Gag für die neue «Muppets»-Serie? So oder so: Die Trennung beschäftigte gar die «Tagesschau».