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Am 22. Februar 1945 wurde die Schweizergrenze mehrfach durch fremde Flugzeuge verletzt. Es kam zu verschiedenen Bombenanwürfen in Stein am Rhein, Neuhausen, Vals, Otelfingen und weiteren Orten. In Rafz (ZH) wurde eine achtköpfige Familie getötet. Die USA als Urheber anerkannte die Schuld und sicherte Wiedergutmachung zu. Die Schäden allein an diesem einzelnen Tag beliefen sich auf fast vier Millionen Franken..
Um 12.20 Uhr wurden beispielsweise im Raum Schlossgut Castell in Tägerwilen (Festungsgürtel Kreuzlingen) durch eines dieser Flugzeuge mehrere Bomben abgeworfen. Diese trafen freies Feld, beschädigten aber das Hindernis der Sperre knapp vor den Infanteriebunkern. Dies ist aus Akten und Bildern des Bundesarchiv zu entnehmen.
Aufgrund von Splittern und Zünderresten handelte es sich um 500 Pfund-Bomben amerikanischer Konstruktion. Die Maschine flog aus Deutschland über Kreuzlingen an, die Nationalität konnte vorerst nicht festgestellt werden.
Personenschaden gab es gemäss den Polizeiakten nicht, die Schäden wurden mit 29’375.35 Franken beziffert. Das EMD machte davon 16’979 Franken als «Schäden an Verteidigungsanlagen» geltend.
Bombentrichter unmittelbar im Hindernis vor den Infanteriebunkern. Quelle: Bundesarchiv
Übersichtsbild, oben links das Schloss Castell: 1) Drei Bombentrichter (beschädigtes Hindernis). 2) Drei Bombentrichter. 3) Zwei Bombentrichter. 4) Ein Bombentrichter. Quelle: Bundesarchiv