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Zusammenfassung:
In der vorliegenden Übersichtsarbeit stellt BACH Erkenntnisse zusammen, welche in Bezug auf die Frage,
weshalb immunvermittelte Erkrankungen wie Allergien, Multiple Sklerose Diabetes Mellitus etc derart
inhomogen über den Globus verteilt sind, mit auffälliger Häufung in industrialisierten Ländern und
einem markanten Nord-Süd-Gefälle. Er kommt zum Schluss, dass unter Einflussfaktoren wie einerseits
Vererbung, andrerseits Umwelt, Klima und Sozioökonomie, die Häufigkeit von Infektionskrankheiten im
Kleinkindesalter für letztere sozusagen den gemeinsamen Nenner darstellt und insgesamt die dominierende
Grösse im kausalen Sinn ist.
Weshalb Infektionen vor Allergien und Autoimmunerkrankungen schützen können ist nicht bekannt.
Der Autor diskutiert mögliche zugrunde liegende Mechanismen wie die Balance von Th 1 Helferzellen und Th 2
(bei Allergie dominierend), die Antigen-Competition, die Rolle des Nestschutzes und von sog. Superantigenen
(viraler oder bacterieller Herkunft, zB im Darmmilieu).
Den Einfluss der Impfungen bezeichnet BACH als "komplex" und betont: "It is important to stress,
that there is no solid data indicating either a positive or negative role of vaccinations in the
developpement of autoimmune or allergic disease."(1) womit Bach die Wirkung des Impfstoffes auf das
geimpfte Individuum meint. Und zur Unsitte des unkritischen Antibiotikaeinsatzes bemerkt er: "In addition
to the problem of antibiotic resistance, unnecessary treatment with antibiotics could
reduce the degree of physiological immunostimulation by commensal bacteria."(2)
(1) Es ist wichtig zu betonen, dass es keine soliden Daten gibt, welche entweder eine
positive oder eine negative Rolle der Impfungen bei der Entwicklung von Autoimmunkrankheiten
oder von Allergien anzeigen würden.
(2) Zusätzlich zum Problem der Antibiotikaresistenz könnten unnötige Antibiotikabehandlungen
den Grad physiologischer Immunstimulation durch commensale Bakterien verringern.