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Fairtrade-Code
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Hinter jedem Produkt stehen Menschen
Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.
Die Kakao-Kooperative Fortaleza del Valle in Ecuador
Aus Fairtrade-Prämie realisierte ProjekteInfrastruktur:
Erwerb von gemeinsamen Produktionsanlagen, welche allen Mitgliedern zur Verfügung stehen.
Mikrokredite:
Dank den Prämiengeldern konnten Mikrokredite verteilt werden, welche die Familien der Mitglieder bei der Umsetzung diverser Projekte unterstützten.
Ökologische Vielfalt und optimale BetreuungDas Markenzeichen von Fortaleza del Valle sind hochqualitative und biologisch angebaute Bohnen der Sorte "Cacao Nacional". Manchmal auch unter der Bezeichnung "Arriba" gehandelt, wächst diese Kakaobohne nur in Ecuador und zählt zu den edelsten Aromakakaos der Welt.
Um die hohe Qualität zu gewährleisten stammen die Kakaobohnen ausschließlich von Kleinbauern und -bäuerinnen, deren Produktionsfläche eine Größe von fünf Hektar nicht überschreitet und aus einem ökologisch angepassten Nebeneinander von Obstbäumen und vielerlei anderen tropischen Nutzpflanzen besteht.
Durch den Anschluss an die Kooperative profitieren die Bauernfamilien von der technischne Betreuung durch angestellte Agrarwissenschaftler, die Schulungen zur Umstellung auf Bioanbau anbieten und mit deren Hilfe sie ihre Erträge langfristig erhöhen.
Vorteil: Die Fairtrade-PrämieDie Kleinbauern und -bäuerinnen von Fortaleza del Valle erhalten für ihre Kakaobohnen einen fest vereinbarten Preis, den sogenannten Fairtrade-Mindestpreis. Dieser dient den Bauernfamilien in Zeiten von niedrigen Rohstoffpreisen als Sicherheitsnetz und garantiert ihnen ein existenzsicheres Auskommen.
Zusätzlich dazu fördert Fairtrade die soziale und ökonomische Entwicklung der Gemeinschaft mittels der Fairtrade-Prämie. Eine unabhängige Verwaltung der Kooperative, das sogenannte "Fairtrade-Prämien-Komitee", entscheidet demokratisch was mit diesen Mehreinnahmen geschieht.
Im Jahr 2009 wurde beispielsweise der Fond für Mikrokredite erhöht, so dass die Bauernfamilien größere Kredite für private Projekte aufnehmen konnten. Zusätzlich wurden verschiedene Produktionsmittel angeschafft, die gemeinschaftlich genutzt und verwaltet werden. Auch eine Bestattungsversicherung wurde ins Leben gerufen um die Kleinbauern und -bäuerinnen im Fall des Todes von einem Familienmitglied vor den anfallenden, hohen Kosten zu schützen.
Bilder mit freundlicher Genehmigung von PRONATEC
Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.
Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.
Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.
Rechte stärken, Lebensalltag verbessern
Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.
Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.
Prämie und politische Teilhabe
Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.
Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.
Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.