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Die Erklärung zu Frage 3 ist falsch: Es waren die Eisenbahngesellschaften von USA und Kanada, die als erste am 18. November 1883 ein Zeitzonensystem mit 1-Stunden-Zonenzeiten einführten. Diese Zeitzonen galten zuerst nur für den Eisenbahnverkehr, setzten sich dann aber rasch auch für den allgemeinen Gebrauch durch.
1884 wurde dann an einer internationalen Konferenz Greenwich als Nullmeridian festgesetzt. (Dieser war zuvor schon in der Seefahrt-Kartografie verbreitet gewesen.)
Nachzulesen in: Jakob Messerli, «Gleichmässig Pünktlich Schnell», Chronos-Verlag 1995.
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Das mit den britischen Eisenbahnen hab ich nicht gewusst. Übrigens war die Vereinheitlichung der Ortszeiten in der Schweiz schon früher im Zusammenhang mit der Telegrafie ein Thema. Am 16. Juli 1853 beschloss der Bundesrat, dass alle Telegrafenämter ihre Uhren nach der mittleren Berner Zeit richten mussten. Das galt aber nur für die Telegrafenämter, eine gesetzlich festgelegte Zeit gibt es in der Schweiz tatsächlich erst seit dem 21. März 1981!
Fun fact: Die Genfer Tour de l'Ile trug eine Zeit lang drei Uhren: Je eine mit der Pariser, der Berner und der Genfer Lokalzeit.
(Quelle: a.a.O.)
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Ich habe gerade gemerkt, dass ich den Genfer «fun fact» wahrscheinlich noch erklären sollte: Die Eisenbahn nach Frankreich fuhr nach Pariser Zeit, die Telegrafenämter arbeiteten nach Berner Zeit und für alles andere galt die Genfer Zeit.
22 Touristen aus der Hölle, die Respekt vor gar nichts haben
Massentourismus und Lokalkultur vertragen sich per se nicht. Doch dann gibt es noch vereinzelte Vollidioten (und nein, für dieses Wort muss man sich in diesem Kontext nicht entschuldigen), welche diese Divergenz auf die Spitze treiben.
Das Phänomen ist definitiv kein Novum: Touristen kommen in Massen, reissen sich alles unter den Nagel, was als «authentisch» gilt, glauben für ein paar Tage (oder Stunden) wie locals zu leben, steigen in ihre Cars und hinterlassen eine malträtierte Lokalkultur, geschunden von ihrer Ignoranz.
Ein Beispiel hierfür lieferte letztens eine Influencerin, die sich in Bali mit heiligem Wasser bespritzen liess – ein Affront erster Güte für die lokale Bevölkerung. Auch in Europa fürchten sich immer …