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Besteht eine zu geringe Eisenzufuhr durch die Nahrung, eine eingeschränkte Eisenaufnahme im Darm oder ein zu hoher Eisenverlust, ergibt sich im Organismus eine negative Eisenbilanz.
Um die Organfunktionen dennoch erhalten zu können, wird deshalb zunächst das Speichereisen abgebaut.
Wenn es im weiteren Verlauf nicht gelingt, die Eisenzufuhr zu erhöhen, entsteht ein Eisenmangel, welcher zu einer Beeinträchtigung gewisser Stoffwechselvorgänge im Organismus führen kann. Ist in diesem Stadium die Eisenzufuhr oder -aufnahme weiterhin ungenügend, kann es zu einer Eisenmangelanämie kommen (Anämie = Blutarmut): Das bedeutet, dass eine genügende Blutbildung aufgrund des Eisendefizits nicht mehr möglich ist.
Normalzustand
Eisenmangel
Eisenmangelanämie (Blutarmut durch Eisenmangel)
Frauen häufiger betroffen als Männer
Eisenmangel ist weltweit ein sehr häufiges Problem: Amerikanische und europäische Untersuchungen berechneten die Häufigkeit des Eisenmangels bei Frauen vor der Menopause auf rund 15%, die Häufigkeit der Eisenmangelanämie auf ca. 3%.
Bei Männern ist Eisenmangel etwas weniger häufig: Gemäss einer Studie hatten von 7'484 jungen Männern in der Schweiz 7.2% einen Eisenmangel ohne Anämie und lediglich 0.1% eine Blutarmut.