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Das Gesteinsmaterial, das ein Bach oder ein Fluss am Grund vorwärtsbewegt (Sand, Kies, Blöcke), nennt man Geschiebe. Dieses ist ein ökologisch wichtiger Bestandteil eines Fliessgewässers, denn es erhöht seine Dynamik und Strukturvielfalt und bildet Lebens- und Fortpflanzungsräume für Organismen.
Die Geschiebemenge, die in einem bestimmten Abschnitt eines Gewässers mitgeführt oder abgelagert wird, nennt man Geschiebehaushalt. Dieser wird in Graubünden beeinflusst durch
- Wasserkraftanlagen,
- Kiesentnahmen,
- Geschiebesammler,
- Gewässerverbauungen.
- Tiere und Pflanzen im und am Gewässer;
- die Lebensräume der Tiere und Pflanzen;
- den Grundwasserhaushalt;
- den Hochwasserschutz.
Wenn diese Anlagen den Geschiebehaushalt wesentlich verändern, müssen sie gemäss Gewässerschutzgesetz saniert werden. Dies in Abhängigkeit
- vom Beeinträchtigungsgrad des Gewässers;
- vom ökologischen Potenzial des Gewässers;
- von der Verhältnismässigkeit des Aufwandes;
- vom Interesse des Hochwasserschutzes;
- von den energiepolitischen Zielen zur Förderung der erneuerbaren Energien.
Stand der Sanierung des Geschiebehaushaltes im August 2022
- Die Anlagen, die den Geschiebehaushalt beeinträchtigen, sind definiert.
- Die Anlagen, die saniert werden müssen und bei denen eine Sanierung verhältnismässig ist, sind bestimmt. Zu diesen Anlagen wird nun eine Studie über Art und Umfang möglicher Sanierungsmassnahmen durchgeführt. Mit der Umsetzung Konkreter Massnahmen muss bis spätestens 2030 begonnen werden.