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Um die Bildung des unangenehmen und von Konsumenten nicht tolerierten Ebergeruchs zu verhindern, werden heute die männlichen Ferkel ohne Betäubung kastriert. Da dieses Vorgehen in der Schweiz ab 2010 verboten ist, hat das Projekt ProSchwein verschiedene Alternativen untersucht. Ein Narkoseapparat, der das Gas Isofluran verwendet, zeigte unter Praxisbedingungen, bei über 90% der Tiere eine gute bis sehr gute Schmerzausschaltung während der Kastration. Jungeber wiesen eine gute Futterverwertung und einen hohen MFA Wert auf. Der Anteil der mit Ebergeruch belasteten Schlachtkörper betrug 5.5% oder mehr. Durch die Verabreichung von nativer Kartoffelstärke vor der Schlachtung konnten die Werte für Skatol gesenkt werden, nicht jedoch für Androstenon. Die von der ALP entwickelte Elektronische Nase erkennt heute unter Laborbedingungen 95-100% der durch die übliche HPLC Methode als geruchsbelastet eingestuften Schlachtkörper, ist jedoch für den Einsatz an der Schlachtkette noch nicht bereit. Die Impfung gegen den Ebergeruch ist in der Schweiz zugelassen und hat sich bei korrekter Anwendung als zuverlässig erwiesen. Geimpfte Tiere weisen, verglichen mit Kastraten, eine ähnliche Wachstumsrate, eine bessere Futterverwertung und eine höhere Schlachtkörperqualität auf. Eine gute Akzeptanz beim Konsumenten scheint durch eine verstärkte Information über die Methode möglich. Vom ökonomischen Standpunkt aus können für grössere Betriebe die Narkose und die Impfung empfohlen werden. Für kleinere Betriebe sind die Investitionskosten für das Narkosegerät hoch.
Das Stallklima hat einen grossen Einfluss auf die Gesundheit der Atemwege von Pferden. Im Rahmen einer Studie über die Qualität des Raumklimas wurden drei verschiedene Lüftungssysteme getestet.
Auch in der Bergregion haben sich milchbetonte Kuhrassen durchgesetzt. Betriebe mit der Zweinutzungsrasse ‘Original-Simmentaler’ erweisen sich jedoch als wirtschaftlich interessant: Geringere Kosten und höhere Direktzahlungen kompensieren den kleineren Erlös aus der Milch.
Hohe Milchleistungen vor dem Trockenstellen erhöhen das Risiko für Euterinfektionen in der Galtzeit. Eine Onlineumfrage zeigt auf, welche Trockenstellmethoden aktuell verwendet werden und wie die Landwirte den Ansatz des unvollständigen Melkens zur Verringerung der Milchleistung beurteilen.