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Tänze des Barocks sind beispielsweise die Chaconne, das Menuett oder die Bourrée. Solche historischen Tänze sind kompositorisch verfeinerte Volkstänze und basieren oft auf Kreisformen und Gassen oder besitzen ganz eigene Choreographien. Getanzt wir in Gruppen, als Paar in einer Gruppe oder in ständigem Partnerwechsel. Natürlich gibt es auch solistische Tänze und Mischformen.
Erst zu Zeiten des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. entstand an der Academie Royale du Danse eine annähernd allgemeingültige Notation, wobei manche der darin festgelegten Schritte grundlegende Züge des klassischen Balletts aufweisen. Besonders die höfischen Tänze, die komponiert wurden, sind in solchen Notationen zu finden.
Die Bühnen des barocken Theaters, die von opulentem Reichtum und vielfältigem Ausdruck geprägt waren, setzten Musik und Gesang mit einer Bühnenmaschinerie in Szene. Der barocke Tanz hatte dabei zunächst vor allem eine dekorative Aufgabe. So signalisierten die Tanzeinlagen den Beginn und das Ende eines Aktes oder Stückes.
Am Hofe des Sonnenkönigs erkannte man die symbiotische Fähigkeit, den Tanz mit dem Theater und der Musik zu vereinen. Der Bühnentanz (Ballett) zog in die Aufführungen ein und rahmte das Geschehen auf der Bühne auch inhaltlich ein. Die Tänze ähnelten den Tanz- und Schrittformen der damaligen Ballsaaltänze, wurden aber durch virtuose Ornamente und durch Mittel des gestischen und mimischen Ausdrucks erweitert. Tänzer verkörperten durch den Tanz handlungsrelevante Typen wie Götter oder Nymphen.
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Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff „Barock“ erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts fest etabliert und wird seitdem für alle Kunstgattungen, also für Literatur, Musik, Malerei und Bildhauerei verwendet. Doch woher kommt der Begriff des Barocks?
Obwohl sich die Experten nicht ganz sicher und einig sind, ist bisher folgende Theorie vorherrschend: Der Ausdruck „Barock“ geht auf das portugiesische Wort „barucca“ zurück, was so viel bedeutet wie „seltsam geformte Perle“. Als Ausdruck der Juweliersprache soll dieser Begriff seit 1581 belegt sein. „Barucca“ wurde zunächst auch für Beschreibungen von etwas benutzt das „sonderbar“, „regelwidrig“, „wider den guten Geschmack“ sowie übertrieben „lächerlich“ war. Ähnlichkeiten gibt es auch mit dem Wort „verruga“, was in der portugiesischen Sprache Warze bedeutet. In die gleiche Richtung geht der italienische Begriff des „barocco“, das zusätzlich auch für betrügerische Transaktionen, Fälschung und Wucher angewandt wurde.
Woher kommt also dieser Name?
Im Barock liebte man alles was voller Verzierungen war. Man schätzte den Glanz, die Schnörkel und das Prächtige. Insbesondere nach der Renaissance, die nach Giorgio Vasari den Höhepunkt der Kunst definiert, wurde versucht die Kunst der Zeit danach durch übertriebene Überspitzung zu legitimieren. Vielen war das zu kitschig, übertrieben, schwülstig, albern oder eben „schief“. Darum wurde der Begriff „barocco“ im kulturhistorischen Kontext vorerst abfällig für die Beschreibung von solcher Kunst bezeichnet.
Zuerst wurde der Begriff des „barocco“ als Kategorie der Beschreibung von Werke italienischer Architektur des 17. Jahrhunderts verwendet. Im 18. Jahrhundert wurde der Begriff „baroque“ in Frankreich auf alles angewandt, was mit dem klassischen Begriff von Architektur nicht konform war. Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff „Barock“ erst seit ca. Mitte des 19. Jahrhunderts etabliert, um den schmuckreichen Kunststil des 17. und 18. Jahrhunderts in allen Kunstgattungen zu beschreiben.
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Liebe Kultur-Freunde
Bald ist es wieder so weit! Die Kulturproduzenten mi.arte laden herzlichst ein, die aufregende und überwältigende Zeitreise in den Barock zu unternehmen.
AMOR IN MUSICA geht mit einem neuen Programm in die zweite Runde. Wir halten Sie auf dem Laufenden mit Hintergrundinformationen und Trivia zum Zeitalter des Barocks und mit Einblicken hinter die Kulissen. Bleiben Sie informiert und verpassen Sie nichts mehr: Folgen Sie uns auf Facebook
In drei Konzerten (2. April, 3. April und 17. April 2016) wird Ihnen die kreative Welt der Kultur und Musik des Barocks näher gebracht. Drei der wichtigsten Barock-Komponisten G. F. Händel, J. B. Lully und A. Vivaldi werden Sie in die Zeit der Dynamik führen. Kostüme und Tanzeinlagen vermitteln Ihnen die Welt des Pracht- und Prunkvollen.
Alles in allem eine sinnliche Einladung, sich in den Zeitgeist des Barocks zu versetzen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch an einer unserer Konzerte in Zug, Zürich oder Wil (SG).
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Welche Werke gelangen an den Konzerten zur Aufführung?
Wir spielen italienische Werke von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel sowie Arien des französischen Hofkomponisten Jean-Baptiste Lully. Französische Barockmusik klingt hell und durchsichtig, italienische Barockmusik lebt hingegen von zahlreichen Verzierungen und ihrer Opulenz.
Neben der Musik wird ein Maître de Plaisir auftreten. Wie muss man sich seine Rolle vorstellen?
Den Maître de Plaisir gab es schon am Hofe von Louis VIX. Dieser koordinierte und organisierte die Vergnügungen am Hof und trat als Zeremonienmeister auf. Bei unserem Konzert führt er das Publikum durch das Programm und sorgt dabei für einige Überraschungen.
Sie werden in Barockkostümen auftreten. Von wo haben Sie diese Kostüme?
Alle Kostüme sind Handarbeiten, daher sind sie ziemlich kostbar. Stephan Mester hat sich sein Kostüm in der Schweiz auf den Leib schneidern lassen. Ich habe mein Kleid in einem Kostümatelier in Venedig erworden. Venedig ist dank des Karnevals einer der wenigen Orte, in denen das Handwerk der historischen Schneiderkunst noch existiert.
Was ist das Besondere am Konzertprojekt AMOR IN MUSICA?
Wir bieten mit AMOR IN MUSICA ein Konzerterlebnis für die Sinne. Unser Ziel ist es, mit der Musik, dem Tanz, den historischen Instrumenten und den Kostümen einen unmittelbaren Zugang zu dieser längst vergangenen Zeit zu schaffen. Die Zuhörer sollen nach unserem Konzert mit einer neuen Erfahrung im Herzen nachhause gehen.
Die Kulturmaschine läuft auf Hochtouren und wird bald neue Produkte liefern. Wir freuen uns sehr, Sie auf dieser Plattform über unsere Projekte auf dem Laufenden zu halten.
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