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Meina Schellander: C -2007-6 ;
- Mit gelben Faden habe ich vernäht die
Enden des werdenden Tages - Entwurf für
eine Rauminstallation an und um den Maria Saaler Dom in Kärnten und
darüber hinaus.... Konnexion 2 -2007-7 ist im Rahmen der Position
Gegenwart ist für die Jesuitenkirche in Wien
geplant...

KARIN HINTEREGGER,
<email-pii>;
MAG. HEINZ CH. HAMMERSCHLAG, Projektleiter: ;
<email-pii>;
<email-pii>; www.residenzverlag.at;
Konnexion 1.
Meina Schellander: Mit gelben Faden habe ich vernäht die Enden des
werdenden Tages
Installations-Prozess.
In ein Nadelobjekt aus Holz -17,5 x 15,8 x 500 cm), an die
Nordseite des Doms angelehnt und im Boden
verankert, fädle ich ein gelbes Polypropylen-Seil, 10 mm D.
und 600 m L., leite es an der ostseitigen Apsis
zum Sterbeglöckchen-Türmchen, schlinge es hindurch und herum, spanne
es u den 3-5 Dachluken einige
Male hinein und hinaus, mache Stiche, dringe dazwischen mit dem Seil
bei der grösseren
Mittelschiffgewölbe-Öffnung inmitten des
linearen Freskenzyklus in das Innere des Domes
und lasse es zum
rechten Arkardengang in einem leichten Bogen durchhängen, winde es
einige Male um den
Säulenbogenschaft, führe das Seil in gleicher Weise zu einer kleinen
hinteren Gewölbeöffnung, sodass ein
keilförmiger Einstich im Innenraum der Kirche sichtbar wird.
Aus der turmnahen Dachluke verläuft das Seil
zum Turmfenster, schlingt sich dort um die Säulchen, wird verknüpft
und peilt quer gegenüber den oberen
Arkaden-Umgang des Oktogons an. Hier
wickle ich es um mehrere Bogensäulen, werfe es übers Dach, wobei
ich es da und dort fixiere, führe es an
die Südseite des Gebäudes, spanne es vom Dachstuhl zu 8 im
abschüssigen Graben verankerten Holzobjekten -7 Stück ca. 100 x 100
x 16 cm - deren Öffnungen die
Buchstaben der Wortschöpfung
.HOM.M.MAGE .
darstellen, nämlich Hommage an M = Mutter Maria = . Die
Wortfindung stammt von meiner Tochter Natalie
Deewan. Die einzelnen, massiven Bretter der Holzobjekte sind mit
schwarz isolierten Kabeldrähten binde-
und hexenstichartig miteinander verbunden. Dadurch entsteht
eine gewisse Unschärfe der Zeichen, die sich
durch Wettereinflüsse und Erschütterungen noch weiter verändern
kann. Die Seilverbindungen zwischen
dem Dachstuhl und den jeweiligen Buchstabenöffnungen ergeben ein
Zick-Zack-Zeichen
innerhalb der Ausdehnung der Installation von ca. 16-20 m. Danach
führe ich das Seil zu der kleinen
Luke des süd-westlichen Wehrturms, verbinde diese mit schrägen
Stichen von unten nach oben, spanne
es schliesslich über die Kirchenbegrenzungs-Mauer und die Domgasse
zum Rauchfang des Hauses Nr. 1.
Wohnhaus - Regisseur Martin Kusej -.
Ein verkürzter Abstecher nach aussen anstelle weiterer möglicher
Konnexionen, der Seilweg endet hier, ein
Reststück baumelt entspannt ziellos am Dach.
Grundbegriff.
connexio = Verbindung, Verknüpfung,
logischer Schluss..
personare = durchtönen
Ausgangstext.
Gustav Janus = Der Kreis ist jetzt mein Fenster, Gedichte, übersetzt
von Peter Handke; Residenz Verlag;
Fazit.
Meina Schellander gelingt mit der Konnexion I mit be-stechend
kongenialer Akribie eine durchtönende durchdringende Hommage
an das Humanum in weiblicher Verkörperung der tranzendenten
Vernetzung und Befreiuung zugleich....W.Prankl 07-6
Ort.
Kärnten - A,
BILDHAUERSYMPOSIUM MARIA SAAL - FRIEDLICHE LANDNAHME MIT DEN MITTELN
DER KUNST
Veranstaltung.
Zehn namhafte Künstler aus dem Alpen-Adria Raum leben und arbeiten
zehn Tage lang, live und open air,
in Zentrum der Marktgemeinde Maria Saal. Das interessierte Publikum
erhält die seltene Gelegenheit,
künstlerischen Schaffensprozessen beizuwohnen, mit Kreativen ins
Gespräch zu kommen und sich
inspirieren zu lassen.
Von Anfang an ist das Maria Saaler Bildhauersymposium in Bewegung.
Es öffnet Räume, schafft Wege und
macht Land zugänglich. Die Landnahme erfolgt friedlich: mit den
Mitteln der Kunst. Umrahmt wird das
Symposium von einem hochkarätigen Mix diverser zeitgenössischer
Kunstformen.
Die Wohlfahrtswirkungen der Symposien sind mittlerweile allgemein
anerkannt: Freier Zugang zur Kunst,
Impulse für die Kunstproduktion, Marktplatz für Kunst, nachhaltige
Belebung des Ortskernes, Schaffung
öffentlichen und verkehrsfreien Raumes, Erweiterung des
Bildungsangebotes, Vergrößerung des
Tourismusangebotes, Internationalisierung und Stärkung des
Alpen-Adria-Bewusstseins, Propagierung von
Fair Trade und Klimaschutz sowie die unverwechselbare Positionierung
Maria Saals in Kärntens
Kulturlandschaft. Nämlich als ein Ort, in dem Tradition und Neuerung
zueinander finden, als ein Platz, wo
sowohl klassische als auch moderne Kunst Sitz und Stimme haben.
Mag. Heinz Ch. Hammerschlag, Organisator, Maria Saal, Juli 2006