Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03458.jsonl.gz/4

La Maggia
La Maggia (CH 1970) ist ein Experimentalfilm mit der Musik von Bruno Spoerri.
Credits
- Regie und Produktion: Kurt Aeschbacher, Otto Baranowski.
- Ausführung: Bruno Spoerri.
- Musikaufnahme: KS-Productions Dietikon, Studio für elektronische Musik Schlieren.
Thema
(Dauer 10:30 Min.)
«Die Schlucht von Monte Brolla ist das Sujet dieses Films. Die Darsteller sind Wasser und Gestein. Ein Tropfen schwillt an zu einem Bach. Der Bach prägt das Gestein zu Gebilden. Die Kamera fängt die natürliche Schönheit der Felsen ein und wird von elektronischer Musik begleitet.» (Topic Film)
Aeschbacher arbeitete zur Zeit der Entstehung dieser Filme als Kameramann bei der Zürcher Film- und TV-Spot-Produktionsgesellschaft Televico. Seine Spezialgebiete waren Sachtrick und Spezialeffekte, zu einer Zeit, als solche Filmeffekte noch aufwändig mit Tricktisch und mehrfach belichtetem Film hergestellt werden mussten.
Kommentar
«Die Musik entstand in einer Kombination von Klavierklängen (von Hand angeschlagene Saiten), halb elektronischen Instrumenten (Hohner Clavinet mit einem selbstgebauten Verzerrermodul) und synthetischen Klängen (Ondes Martenot mit Tonbandloops, EMS-Synthesizer VCS-3 und Synthi 100). Die Tropfenklänge stammen vom EMS VCS-3 mit seinem simplen Federnhall, der dann auch als Verfremdungsgerät für viele andere Klänge diente. Durch akustische und elektrische Rückkopplung lieferte das Hallgerät viele extreme Klänge. Eine Ondes-Martenot- Improvisation mit einem Tonbandloop von etwa zwei Sekunden Länge lieferte Hintergründe. Da der Film bereits fertig geschnitten war, mir aber keine Projektionsmöglichkeit zur Verfügung stand, musste ich viele Effekte einzeln aufnehmen und dann am Schneidetisch anpassen.»
Bruno Spoerri
Literatur
- Swiss Film Music. Anthology 1923–2012, S. 323. ISBN 978-3-03401-265-2
Quelle
- Film und Musik: Topic Film, Zürich.