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bella ciao (i)
das musikalische erbe der italienischen partisanen in den alpen
Die Geschichte der Partisanen in den Italienischen Alpen ist auch ein Teil der Geschichte der Schweiz. Weit hinten in den Tessiner Bergtälern wurden sie gegen den Widerstand der Deutschen über die Grenze gelassen und versorgt, die Verletzten wurden behandelt.
Ein Konzert mit dem Titel «Bella Ciao» das sich generell gegen Faschismus und Krieg richtete, löste 1964 einen landesweiten Skandal aus und wurde dadurch unfreiwlllig zum Meilenstein des italienischen Folkrevivals. Die Uraufführung beim «Festival dei Due Mondi» in Spoleto führte zu wüsten Polemiken. Die Lieder der Partisanen, der Widerständler und Revolutionäre des Ersten und Zweiten Weltkrieges waren im wirtschaftlich aufblühenden Nachkriegsitalien nicht erwünscht. Stein des Anstosses war vor allem das Lied «Gorizia», das die Generäle beschuldigt, im Sommer 1916 für den zigtausendfachen sinnlosen Tod italienischer und österreichischer Soldaten verantwortlich zu sein.
55 Jahre danach werden dieselben Lieder von damals in einer grossartigen Besetzung von einigen der profiliertesten Folk-Musiker Italiens wieder auf die Bühne gebracht. Die drei Sängerinnen Elena Ledda, Lucilla Galeazzi und Luisa Cottifogli erinnern zusammen mit dem Urgestein am Organetto, Riccardo Tesi und Kollegen an die denkwürdige Geschichte dieser Lieder und ihrer Protagonisten.