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Im Rahmen des vom Bundesamt für Energie (BFE) finanzierten Projekts GEOBEST2020+ führt der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich die seismische Grundüberwachung von Tiefengeothermieprojekten im Kanton Waadt im Auftrag der kantonalen Generaldirektion für Umwelt (DGE) durch. Im Zuge des Projekts wurden 2019 drei zusätzliche seismische Stationen im Rhonetal eingerichtet, um das Geothermieprojekt AGEPP bei Lavey-les-Bains (Waadt) zu überwachen. Die seismische Überwachung soll die Kenntnisse über die natürliche lokale Seismizität verbessern, bevor das Bohrloch ab Mitte 2022 abgeteuft und die Anlage in Betrieb genommen wird. Die Anlage soll auch dazu beitragen, Erdbeben schnell und genau zu erkennen, um zu klären, ob sie mit dem Geothermieprojekt in Verbindung stehen oder vielmehr natürlichen Ursprungs sind.
Alpine Geothermal Power Production (AGEPP) plant in Lavey-les-Bains (Waadt) im Rhonetal ein hydrothermales Tiefengeothermieprojekt mit einer Bohrung bis in 3’000 Meter Tiefe. Ziel von AGEPP ist die Gewinnung von natürlichem, geothermisch erwärmten Wasser zur Erzeugung von Strom und Wärme für die umliegenden Gemeinden. Als Besonderheit des geplanten Projekts darf gelten, dass das genutzte geothermische Wasser nicht in den Untergrund zurückgepumpt wird. Stattdessen wird das abgekühlte, gereinigte Thermalwasser zum Wasserkraftwerk Lavey geleitet und von dort in die Rhone abgelassen.
Weitere Informationen über das Geothermieprojekt: www.agepp.ch.