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Dies "könnte zur Entwicklung eines universellen Impfstoffs" gegen beide Viren führen - bis dahin sei es aber noch ein langer Weg, erklärten die Wissenschaftler am Donnerstag. Die Antikörper waren Menschen entnommen worden, deren Körper nach einer Dengue-Infektion solche Zellen entwickelt hatten.
"Wir hätten nie gedacht, dass das Dengue-Virus und das Zika-Virus sich so sehr ähneln, dass gegen das Dengue-Virus gebildete Antikörper auch das Zika-Virus so wirksam neutralisieren können", erklärte Felix Rey vom französischen Institut Pasteur, Mitautor von zwei in den Zeitschriften "Nature" und "Nature Immunology" veröffentlichten Studien zu der Entdeckung.
Zugleich warnte Rey vor überzogenen Hoffnungen auf die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes: "Es muss noch viel getan werden, unter anderem klinische Versuche. Das könnte einige Zeit dauern."
Das durch Steckmücken übertragene Zika-Virus grassiert derzeit in Süd- und Mittelamerika, Brasilien ist mit bislang rund anderthalb Millionen infizierten Menschen am stärksten betroffen. Das Virus kann bei ungeborenen Kindern Mikrozephalie - einen abnormal kleinen Kopf und damit einhergehende schwere Hirnschäden - auslösen. Bislang sind mehr als 1600 Fälle bekannt.
Bei Erwachsenen wird das Virus unter anderem mit dem Guillain-Barré-Syndrom, einer seltenen Nervenkrankheit, in Verbindung gebracht. Einen Impfstoff gegen Zika gibt es bislang nicht.
(SDA)