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Die leuchtend rote Frucht, die aus mehreren hundert kleinen Samen besteht, ist eine der gesundheitsförderndsten Früchte. Sie enthält Punicalagin, ein extrem starkes Antioxidans: Eine wissenschaftliche Studie hat gezeigt, dass seine Wirkung dreimal so stark ist wie die der Antioxidantien in grünem Tee!
Der Granatapfel ist die Frucht des Granatapfelbaums und kommt in einem Gebiet vor, das sich von West- bis Zentralasien erstreckt. Weil er als Superfood gilt, steigt die Nachfrage nach Granatäpfeln stetig und die Frucht hat sich auch in anderen Teilen der Welt etabliert. Die auf den europäischen Märkten angebotenen Granatäpfel stammen in der Regel aus Spanien, Ägypten, Israel oder der Türkei.
Eine schützende Wirkung vor bestimmten Krebsarten
Granatäpfel sind apfelförmig und meist orange-rot gefärbt; es gibt mehr als tausend Sorten. Nur das Innere der Frucht ist essbar: Es enthält etwa 400 kleine Samen, die von einer fleischigen, leuchtend roten Hülle, auch bekannt als Arillus, umgeben sind.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben die Vorzüge von Granatäpfeln bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmten Krebsarten hervorgehoben. Insbesondere bei Patienten mit Karotisstenose verlangsamte der Konsum von Granatapfelsaft das Fortschreiten der Karotisläsionen; nach einem Jahr dieser “Behandlung” hatte sich der systolische Blutdruck um 21 % reduziert. Diese Effekte sind auf die starken antioxidativen Eigenschaften der Polyphenole im Granatapfelsaft zurückzuführen.
Durch in vitro-Studien wurde auch gezeigt, dass Granatapfelsaft – insbesondere fermentierter Saft – eine schützende Wirkung gegen Brustkrebs und Leukämie hat. Die enthaltenen Polyphenole könnten die Entwicklung des Tumors eindämmen, indem sie je nach Fall das Wachstum der Krebszellen reduzieren oder sogar zum Absterben dieser Zellen führen.
Ein Verbündeter gegen Bluthochdruck und Arthritis
Dank der antioxidativen Eigenschaften von Punicalagin hat der Granatapfel eine beeindruckende entzündungshemmende Wirkung. Chronische Entzündungen werden mit vielen Krankheiten wie Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Alzheimer in Verbindung gebracht. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2014 an Diabetikern berichtet, dass der Konsum von Granatapfelsaft die Plasmakonzentrationen von C-reaktivem Protein und Interleukin-6 – beides charakteristisch für Entzündungen – um fast 30 % reduziert.
Aus den gleichen Gründen hat Granatapfelextrakt positive Effekte bei Arthritis, einer Form der Gelenkentzündung; Granatapfelextrakt kann den Knorpelabbau hemmen und helfen, die Gesundheit der Gelenke zu erhalten.
Auch bei Bluthochdruck wird Granatapfel empfohlen: Eine 2013 veröffentlichte Studie besagt, dass der tägliche Verzehr von Granatapfelsaft (150 mL) über 2 Wochen eine besonders effektive blutdrucksenkende Wirkung hat.