Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03233.jsonl.gz/1378

bj. Seit 1989 ist die Nachfrage nach Produkten aus biologischem Anbau in den USA jährlich um durchschnittlich 22 Prozent gestiegen. Gemäss einer Mitteilung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft setzten 1994 die Bio-Produzenten umgerechnet rund 2,6 Mrd. Fr. um. In den USA gilt der Biolandbau als "leading growth industry", also als ein führender Wachstumssektor. Eine landesweite Untersuchung hat ergeben, dass jeder dritte US-Bürger im letzten Jahr seine Ernährungsgewohnheiten verändert hat, wovon auch der Biolandbau profitierte.
450,000 Hektaren biologisch bewirtschaftet
1994 gab es in den USA 4050 zertifizierte Bio-Betriebe, die etwa 450,000 Hektaren Land bewirtschafteten. Auf rund einem Viertel dieser Fläche wurde Getreide angebaut, rund 20 % waren für die Viehzucht bestimmt. Den Rest teilten sich der Anbau anderer Ackerbaukulturen, jener von Gemüse, Obst, Baumwolle und Kaffee sowie die Fläche für die biologische Tierhaltung.
Nach Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums wird sich die Anbaufläche der biologisch wirtschaftenden Betriebe in den nächsten Jahren mindestens verdoppeln. Der Grund dafür ist die enorme Nachfrage nach einem Zertifikat. Seit Anfang Jahr dürfen in den USA nur noch anerkannte Betriebe Produkte unter der Bezeichnung "biologisch" vermarkten.
80,000 Schweine im Stall
Allzu tier- und umweltfreundlich werden aber auch die USA nicht werden. Die Staaten erweisen sich wieder einmal als Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Das Unternehmen Premium Standard Farms will in Texas eine Anlage für 80,000 Schweine erstellen. LID