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Eine steigende Anzahl Menschen ist von bewaffneten Konflikten und komplexen Krisen betroffen, und ihre Abhängigkeit von humanitärer Hilfe nimmt zu. Die Ausbreitung bewaffneter Gruppierungen sowie die Art der Kampfhandlungen haben zur Folge, dass immer mehr Zivilpersonen leiden. Das internationale humanitäre Völkerrecht wird wiederholt gravierend verletzt, währendem humanitären Helferinnen und Helfern der Zugang zu den notleidenden Bevölkerungen oftmals verwehrt wird.
Durch seine neutrale Arbeitsweise ist das IKRK in vielen Kontexten eine der wenigen humanitären Organisationen, welche von den beteiligten Konfliktparteien respektiert wird. In Myanmar hat das IKRK zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und der Nationalen Rotkreuz-Gesellschaft als einzige humanitäre Organisation Zugang zum Rakhine-Staat und der dort lebenden Rohingya-Bevölkerung. Dadurch konnte das IKRK bereits über 200'000 Betroffene im Rakhine mit Nahrungsmittelrationen unterstützen.
Der Schweizer Beitrag ermöglicht es dem IKRK den von Konflikten betroffenen Menschen effizient zu helfen und die Delegationen in über 80 Ländern gezielt zu unterstützen. Er dient zudem der Stärkung der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Die Schweiz unterstützt die Bewegung mit einem ganzheitlichen Ansatz und setzt sich für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen dem IKRK, der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) und den Nationalgesellschaften ein.
Das IKRK ist seit langem mit der Schweiz als Depositarstaat der Genfer Konventionen eng verbunden, und die Organisation ist der bedeutendste Partner der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im humanitären Bereich. Zusätzlich zum Sitzbeitrag finanziert die DEZA im Jahr 2018 mit CHF 60,9 Mio. spezifische humanitäre Operationen des IKRK. Die Schweiz war 2017 der fünftgrösste Geber an das Gesamtbudget des IKRK.
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