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Montag, 13. Februar 2023 · 18:00/20:30
Montag, 23. Januar 2023
18:00/20:15
Ascenseur pour l’échafaud
- Frankreich, 1958, 91’
- Regie: Louis Malle
- mit Jeanne Moreau, Maurice Ronet, Georges Poujouly
Ein perfektes Verbrechen scheitert am Zufall: Julien Tavernier (Maurice Ronet), Veteran der Kriege in Indochina und Algerien, erschiesst seinen Arbeitgeber, den Ehemann seiner Geliebten, und lässt es als Selbstmord aussehen. Als er zurück ins Bürogebäude will, um eine verräterische Spur zu verwischen, bleibt er im Fahrstuhl stecken. Während der Täter mit allen Mitteln versucht, sich aus der engen Kabine zu befreien, wandert seine Geliebte Florence Carala (Jeanne Moreau) auf der Suche nach ihm ziellos durch Paris. Kommissar Cherrier (Lino Ventura) beginnt zu ermitteln.
Das Motiv der Femme fatale, die mit ihrem verbrecherischen Liebhaber ihren Ehemann töten will, deren Plan aber letztendlich misslingt, verweist in Stil und Thematik auf klassische Films noirs. Dabei zieht Louis Malle die voyeuristische Faszination des Zuschauers an und lässt ihn Zeuge bei der Planung und Durchführung eines ruchlosen Verbrechens werden. Dadurch baut er einen Suspense-Spannungsbogen in der Tradition Hitchcocks auf. Im Zusammenwirken stimmungsvoller Mise en Scène, atmosphärischer Musik und einprägsamen Spiels der Darsteller entwickelt er eine düster-poetische Studie um Schuld und Sühne, Liebe und Misstrauen, Zufall und Schicksal.
Der damals 25 Jahre alte Regisseur Louis Malle bat den Jazz-Trompeter Miles Davis, der gerade am Anfang einer Europatournee stand, die Filmmusik beizusteuern. Zwei Tage lang improvisierten Davis und seine Musiker in einem Pariser Studio zu Filmszenen, die ihnen vorgeführt wurden. Der Trompeter gab seinen Musikern nur wenige Akkorde als Grundlage zur Improvisation und entdeckte so eine völlig neue Richtung für seine Musik.