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Der Entwurfsgedanke bestand darin, die Baukörper so zueinander zu setzen, dass ein starkes Ensemble entsteht. Das Resultat sind drei mehreckige Kuben, die wie Felsen aus der Landschaft ragen und sich klar lesbar von der Nachbarschaft abheben. Wir haben weisslich eingefärbten Beton verwendet, der je nach Wetter und Jahreszeit seine farbliche Wirkung leicht ändert. Fenster und Türen sind teils in Bronze und teils in Lärchenholz. Für die Betonschalung haben wir rohe Lärchenbretter benutzt.
Die Bauteile wurden sorgfältig gereinigt, ausgebessert, und wo nötig, mit vor Ort gemischtem Kalkverputz ergänzt. Der historischen Schlafkammer im Obergeschoss wurde eine neue, nach alten Prinzipien konstruierte Kammer aus Arvenholz gegenüber gestellt. In den Heustall wurde ein unabhängiges, von den Rundholzwänden abgelöstes Volumen eingebaut, welches die äussere Schicht lediglich im Dachbereich in Form einer Lukarne und im Fassadenbereich mit einer einzigen grossen Fensterausstülpung durchdringt.
Der Heustallbereich wurde von den eingebauten Heuböden befreit und dem so entstandenen Grossraum wurde ein unabhängiges grosses Volumen einbeschrieben, welches das Dach mittels einer Oblichtausstülpung durchdringt. In diesen Grossraum ragen zwei skulptural ausgebildete Kuben unterschiedlicher Grösse. Der eine Kubus beinhaltet auf zwei Ebenen je ein dem angrenzenden Zimmer zugehöriges Bad, der andere kleinere Kubus mit einer eigenen kleinen Lukarne einen Leseraum.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das ehemalige Bauernhaus in ein Gasthaus umgewandelt. 2008 wurde das Dach des Hotels um circa einen Meter angehoben, was den Einbau von sechs weiteren Zimmern und einem Wellbeingbereich ermöglichte. Der beschränkte Lichteinfall von der Fassade wurde durch Einfügen von «Oblichtlaternen» kompensiert, die einen grossen Tageslichteinfall und unterschiedliche Lichtstimmungen ermöglichen. Es wurde durchgehend Massivholz verwendet (Arve, Lärche und Ahorn)
Um einerseits von den wunderbaren Ausblicken zu profitieren und andererseits den Eingriff auf dem Grundstück zu begrenzen, wurde das Haus weit an die obere Parzellengrenze gesetzt und versucht, das Volumen des Hauses so kompakt wie möglich zu gestalten. Die Aussenhaut des Gebäudes besteht aus heimischen Lärchenbrettern, deren konische, dem Baumwuchs entsprechenden Zuschnitte gemeinsam mit der unregelmässigen Anordnung der kleinen und grossen Fensteröffnungen ein spannungsreiches Fassadenspiel erzeugen.
Das Haus bildet den Anfang einer Hauszeile im Zentrum von Zuoz. Archäologische Untersuchungen ergaben, dass es sich beim ältesten Teil um eine mittelalterliche Doppelturmanlage handelt, die nach dem Schwabenkrieg zu einem Bauernhaus erweitert wurde. Untergeschoss, Suler und Heustall werden als Ausstellungsräume der Kunstgalerie genutzt. Im Obergeschoss wird gewohnt. Die Sanitäreinheiten ergänzen als klar erkennbarer neuer Bauteil die Sequenz der aus unterschiedlicher Zeit stammenden Kammern.
Das Haus wurde im Jahre 1987/88 von störenden Anbauten befreit und umfassend renoviert, während der riesige Heustallteil als Kaltraum erhalten blieb. 2006 wurde in diesen Raum ein mächtiger Kunstraum als unabhängige, selbsttragende Struktur eingebaut. Der mit schwarzem Bitumen bestrichene, strenge, geometrische Kubus kann umschritten werden, wobei sich durch die unregelmässige Geometrie der umfassenden Heustallwände spannende Zwischenräume ergeben. Als Lichtgaden ausgebildeter oberer Abschluss.
Um das gewünschte Raumprogramm unterzubringen, und um die einzige schöne Aussicht auf den Piz Corvatsch zu zelebrieren, wurde ein rucksackartiges Volumen an die Trennwand zwischen Wohnteil und Heustall angehängt. Dieses, auf zwei Etagen ein Bad und ein Schlafzimmer beinhaltende, in den Heustall auskragende Volumen, ist im Innern mit massiven, konisch geschnittenen Arvenholzbrettern ausgekleidet.
Die Palace Galerie befindet sich vis à vis des Einganges des Badrutt's Palace Hotel in St. Moritz. Sie bildet den nördlichen Abschluss des Eingangshofes und beherbergt einige der weltweit bekanntesten Brands im Bereich Mode, Schmuck, Kunst und Banking. Die Materialisierung ist eine zeitgenössische Umsetzung der Natursteinfassade des berühmten Hotels. Die selbsttragende Aussenschale besteht aus riesigen gespaltenen Platten (2 m x 1 m) aus Calanca-Gneiss. Die Ladenfronten sind aus massivem Chromstahl.
Im 14. Jahrhundert standen in Zuoz ca. 20 unterschiedliche grosse Türme. Im bis zum Jahre 1999 bewirtschafteten Bauernhaus mitten im Zentrum von Zuoz wurde ein solcher 16 m hoher, mächtiger Turm aus dem Jahre 1305 freigelegt. Die vorgesehene Kunstgalerie erlaubte es, sowohl den Heustall-Teil als auch das oberste Turmgeschoss unter dem ehemaligen Schindeldach als Kalträume zu belassen. Sie beherbergen heute die Kunstausstellungen der Galerie Tschudi.
Die bestehende, schon einmal erweiterte, steinerne Hütte wurde durch einen über die mächtige Sockelmauer hinauskragenden hölzernen Baukörper ergänzt. Vom neuen Aufenthaltsraum aus präsentiert sich eine einmalige Aussicht auf Gletscher und Berge. Die Lawinenstatik des Neubauteiles wird durch eine Aussenschale aus vertikalen Stahlträgern mit eingeschobenen Lärchenholzbohlen gewährleistet.
Der älteste Teil ist ein Fragment eines mittelalterlichen Wohnturmes. Die Bauherrschaft konnte überzeugt werden, den riesigen Heustall als Grossraum zu erhalten. Er hat fast den Charakter einer Piazza und wirkt als Lunge für das eher introvertierte Haus. Zum überwiegenden Teil wurde restaurativ eingegriffen. Auf ein Weiterbauen wurde jedoch nicht verzichtet und eine vollständig in Lärchenholz ausgeführte grosse Schlafkammer im Dachbereich als selbständiges und selbsttragendes Element eingebaut.
Durch die Ummantelung des oberirdischen Teiles der Baumasse mit Bruchstein aus dem Aushub (z. T. Sprengfels) entzieht sich der Bau dem Vergleich mit einem gewöhnlichen Haus und wirkt eher als Geländeverstärkung. Die zentrale, direkt ab der Julierstrasse durch ein grosses monolithisches Tor aus rohem Messing erschlossene, riesige Montagehalle dient als betriebliche Drehscheibe der Anlage.
Der neu angefügte reine Zimmertrakt aus Tuffstein ist mittels eines, den neuen Haupteingang und das Hallenbad beinhaltenden, niedrigen Zwischengliedes mit dem Hauptbau verbunden. Er bildet den Abschlusstein der imposanten Pontresiner Hotelzeile. Die Geschichte wurde so weitergeschrieben, es entstand ein Spannungsbogen zwischen Alt und Neu. Im bestehenden Altbau wurde das vielfältige Raumangebot praktisch ohne grundrissliche Änderungen erhalten und mit vernünftigem finanziellen Aufwand renoviert.