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Zum Buch:
Mit der Liberalisierung der Abtreibung führt der demokratische Staat eine juristische Zweiteilung der Menschen ein. Die eine Kategorie bilden jene, deren Lebensrecht gesetzlich geschützt ist; in der anderen befinden sich jene, die nach Massgabe gewisser gesetzlicher Bestimmungen beseitigt werden dürfen. Damit geben die freiheitlichen Gesellschaften das Prinzip der absoluten Gleichheit aller Menschen auf und schränken die Reichweite der Menschenrechte ein. Sie rücken von ihren philosophischen Grundwerten in den grossen Erklärungen der Menschenrechte ab, denn diese sind nur noch Ergebnis eines jederzeit neu aushandelbaren Mehrheitskonsenses. Der Autor untersucht in diesem Buch die Methoden der verschiedenen Instanzen wie UNO und NGO zu diesem Thema sowie die Möglichkeiten, welche betroffene Bürger und Bürgerinnen haben, in dieser Frage mitzusprechen und somit die Thematik mitzubestimmen. Das Buch ist eine Argumentationshilfe für jeden am Leben leidenschaftlich Interessierten. Dank seinem Informationsgehalt wird es viel zu einer fundierten Diskussion beitragen.
Zum Autor:
Michel Schooyans ist Doktor der Philosophie und Theologie und Priester im Erzbistum Brüssel, Emeritus der Universität Löwen, Gastprofessor mehrerer amerikanischer Universitäten, ehemaliger Professor der katholischen Universität von São Paulo und Verfasser von rund zwanzig Büchern. Seine Forschungsarbeit gilt der politischen Philosophie, den zeitgenössischen Ideologien und der Bevökerungspolitik. Er ist Mitglied des Institut Royal des Relations internationales (Brüssel), der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften (Rom), des Population Research Institute (Washington) und des Institut de Démographie politique (Paris) und hat vielfach in amtlicher Eigenschaft die Länder der Dritten Welt besucht.
Softcover | 109 S. | 2007