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Toni Hildebrandt: Entwurf und Entgrenzung Kontradispositive der Zeichnung 1955–1975
Der Begriff des Kontradispositivs wird in der vorliegenden Studie zur Beschreibung zeichnerischer Verfahren und Diskurse im Zeitraum von 1955 bis 1975 gebraucht. Als Kontradispositive lässt sich eine dekonstruktive Zeichenpraxis beschreiben, die an den Paradigmen ihrer eigenen Geschichte und Technik ansetzt, indem sie die Theorie der Zeichnung zu Ende denkt und sie als eine Kunst der Entgrenzung fortschreibt. Philosophische Exkurse und kunsthistorische Einzelstudien zu Linie und Grund, Geste und Spur, Blindheit, Händigkeit und Aleatorik ›ergrenzen‹ die Möglichkeiten zeichnerischer Medialität und eröffnen gleichzeitig einen kritischen Blick auf Allegorien und Adaptionen ihrer Entgrenzungsgeschichte nach 1975.