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Anton Waeber wurde am 9. September 1960 als zweitjüngstes von sechs Kindern des Josef und der Zilli Waeber-Ducrey in Tafers geboren. Die Primar- und Sekundarschule besuchte er in Tafers. Seine Freizeit verbrachte er mit Geschwistern und Kollegen. Nach der Lehre als Bauer besuchte Toni Waeber als 19-Jähriger die Rekrutenschule im Sand bei Bern. Durch seine humorvolle, liebenswürdige und hilfsbereite Art war er beliebt und hatte einen grossen Kollegenkreis. Mit seiner Clique hat er manch ausgelassenes Fest gefeiert und war sportlich sehr aktiv. Bei einem Arbeitsunfall 1986 verlor er seinen linken Zeigefinger, was ihn sehr prägte.
Zwischen Toni Waeber und Cécile Thalmann aus Boswil, die bei Madeleine und Ruedi Overney auf der Riggisalp angestellt war, begann es immer mehr zu funken. Am 20. April 1991 gaben sie sich bei Schneegestöber in Schwarzsee das Ja-Wort. Im selben Jahr übernahmen sie den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb in der Stockera. Die grosse Liebe bescherte ihnen fünf Kinder: Bettina, Tamara, Adrienne, Severin und Kilian. Toni Waeber war ein Familienmensch, dem auch die zahlreichen Tages-, Getti- und Ferienkinder am Herzen lagen. Für ihn hatten Familienanlässe wie Kilbi oder Waeber-Treffen grosse Bedeutung. Er war auch ein leidenschaftlicher Musikant. Als eidgenössischer Musikveteran war er 37 Jahre aktiv in der Musikgesellschaft Alterswil dabei. Er war stets zur Stelle, wenn es ums Anpacken ging, und war während 13 Jahren Kassier des Vereins.
1997 bauten Toni und Cécile Waeber in der Stockera den neuen Stall und gründeten eine Betriebsgemeinschaft mit der Familie Glauser in Zum Holz. Er verbrachte unzählige Stunden mit seinen geliebten Tieren. Er fand aber auch Zeit für seine Kinder und die Familie. Die spontanen Aktivitäten und Ausflüge waren für alle ein Highlight. Die Familie fuhr jährlich in die Skiferien. Er war sehr stolz auf seine Kinder und es freute ihn, wie sie engagiert auf dem Betrieb anpackten.
Im Frühling 2006 wurde bei Toni Waeber Hautkrebs diagnostiziert. Nach einer Operation erholte er sich sehr schnell wieder. Im selben Jahr fiel ihm der Ladewagen auf sein Bein. Ein komplizierter Kniebruch band ihn lange an Krücken.
Im November 2013 wurde bei ihm ein Lungentumor diagnostiziert. Er kämpfte intensiv gegen die Krankheit an. Im April 2014 musste er mit Lähmungserscheinungen ins Spital. Dadurch begann für ihn, seine Familie und Freunde eine Zeit des Bangens und Hoffens. Obwohl er eine gesundheitliche Verschlechterung spürte, kämpfte er tapfer und blieb immer positiv.
Er genoss die frische Luft auf der Terrasse, die Sonne und sein geliebtes Glace. Am 21. Juni 2014, nachdem er ein letztes Mal in seinem Spitalbett auf der Terrasse war, ist er im Kreise seiner Liebsten ruhig und friedlich eingeschlafen. Eing.