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Das Wichtigste in Kürze:
- Vor 30 Jahren kam der Spionage-Klassiker «The Fourth Protocol» in die Kinos.
- Der Film basiert auf dem Roman von Frederick Forsyth.
- Michael Caine erhielt für seine Darstellung viel Lob von den Kritikern.
England, die 1980er-Jahre. Es herrscht der Kalte Krieg zwischen Ost und West. Ein fieser Sowjetspion will eine Atombombe mitten in Grossbritannien zünden, der englische Geheimdienst soll das verhindern.
Die Vorlage für den Film, der 1987 in die Kinos kam, lieferte der Roman von Frederick Forsyth. Forsyth zeichnete sich auch für das Drehbuch verantwortlich.
Weniger war mehr
Darin musste er allerdings zentrale Geschehnisse aus dem Buch weglassen, wie etwa die politischen Konflikte innerhalb der britischen Labour Party.
Dennoch blieb der Film, zumindest was die Anzahl Sprechrollen betrifft, ein eher komplexer Vertreter seines Genres: 64 verschiedene Charaktere treten auf und es dauert fast 50 Film-Minuten, bis sich der Plot in seinem ganzen Ausmass dem Zuschauer offenbart.
Michael Caine mit Ambitionen
Hauptdarsteller Michael Caine alias Agenten-Jäger John Preston erhielt für seine Darstellung viel Lob der Kritiker. Dennoch fand etwa das Branchenblatt «Variety», dass die Rolle seinem ganzen Können nicht gerecht werde. Zu eindimensional würde sein Charakter gezeichnet.
Michael Caine dagegen fand die Rolle wie auf ihn zugeschnitten. Als er Forsyths Drehbuch las, schlug er dem Schriftsteller vor, den Film gemeinsam zu produzieren. Dies scheiterte jedoch und so blieb es für Caine bei der Hauptrolle.
Einer von vielen
«The Fourth Protocol» war einer von mehreren Filmen, die in den 1980er-Jahren den Kampf zwischen Ost und West, Kommunismus und Kapitalismus thematisierten.
Zu der Zeit heizte US-Präsident Ronald Reagan den Kalten Krieg zwischen Amerika und der damaligen UdSSR neu an, gleichzeitig wurden in der Sowjetunion Gorbatschows Reformbemühungen eingeleitet. Dies generierte viel Stoff für Drehbuch-Autoren.
In «War Games» (1993) wurde die Gefahr des computergesteuerten Atom-Arsenals thematisiert, indem ein Videospiel einen Nuklear-Krieg herauf beschwört. Viel Aufsehen erregte im gleichen Jahr die US-Produktion «The Day After», der einen Atombomben-Angriff auf amerikanischem Boden ins Szene setzte.
Ein Agent für alle Fälle
«The Fourth Protocol» wählte einen realistischeren Ansatz und machte dem Kino-Zuschauer erstmals bewusst, dass die nukleare Gefahr nicht ausschliesslich von militärischen Hochsicherheits-Trakts ausgehen muss. Mit den nötigen Einzelteilen könnte eine Atombombe in einem kleinen Wohnzimmer zusammen gebaut werden, suggeriert der Film.
Der russische Spion Valerie Petrofsky alias Pierce Brosnan übernahm diese riskante Aufgabe kaltblütig und bewies dabei bereits damals ein Gespür für schöne und gefährliche Frauen. Was ihm ein paar Jahre später als Agent 007 zugute kommen sollte.