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Nichtraucher dürfen sich an ihrem 50. Geburtstag auf zehn Jahre mehr Lebenszeit freuen als Raucher. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der „Whitehall-Studie“.
Im Rahmen der „Whitehall-Studie“ untersuchen Wissenschaftler seit Ende der 60er-Jahre regelmäßig 19 000 männliche Probanden mittleren Alters. Die Hälfte der bis heute 13 442 verstorbenen Studienteilnehmern starb an Gefäßerkrankungen. Zu Beginn der Studie lag die Lebenserwartung von 50-jährigen Nichtrauchern zwischen 6,3 und 10 Jahre über der von gleichaltrigen Rauchern.
Im Vergleich zu den Zahlen von 1970 ging die Sterblichkeit durch Gefäßerkrankungen in den 80ern um 24 Prozent, in den 90ern um 44 Prozent und zwischen 2000 und 2005 um 56 Prozent zurück. „Die Verlängerung der Lebenserwartung ist in erster Linie Ausdruck veränderter Rauchgewohnheiten“, erklärt Robert Clarke von der Universität Oxford. Dennoch bleibt Rauchen nach wie vor Risikofaktor Nummer eins in Sachen geringere Lebenserwartung.
Die Studie unterstreicht erneut die Notwendigkeit eines generellen Rauchverbotes. „Diese Ergebnisse sollten einmal mehr die persönliche Motivation fördern, mit dem Rauchen aufzuhören“, erläutert Eckart Fleck, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).
Quelle: University of Oxford