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Ein Schmuckdesigner ist eine Person, die originelle Schmuckkreationen erfindet und diese oft auch herstellt. Der Schmuckdesigner wird meistens auch in der Design- und Schmiedekunst trainiert.
Inhaltsverzeichnis:
Geschichte
Ursprünglich entstand der Beruf des Schmuckdesigners aus dem Beruf des Goldschmieds und wurde während der antiken griechischen und römischen Kulturen dominanter. Im antiken Mazedonien in Thessaloniki kam die Kunst des Fräsens und Walzens von 24-karätigem Gold zu ihrem Höhepunkt. Damit entstanden auch die Ursprünge dessen, was Juweliere aus dem 18. Jahrhundert, wie die Familie von Fortunato Pio Castellani[1], beim italienischen archäologischen Schmuck anwandten.
Schmuckdesign ist die Kunst oder der Beruf, Entwürfe für die Kreation, Herstellung oder Lieferung von Schmuck zu erzeugen. Dies ist eine alte Praxis des Goldschmieds oder Metallarbeiters, welche sich zu einer Milliarden-Dollar-Industrie durch eine Odyssee von alten Kulturen bis zum Maschinenzeitalter entwickelte. Schmuckdesign fällt unter die Kategorie, die gemeinhin als „funktionelle Kunst“ bekannt ist. Also eine Kunst, die getragen oder verwendet werden kann.
Frühe Schmuckdesign-Kommissionen bestanden oft aus dem Adel oder Kirchenoberhäupter. Innerhalb der Struktur der frühen Methoden wurde das Emaillieren und Repoussé zu den Standardmethoden für die Herstellung von Schmuckwaren, um den Reichtum, die Stellung oder Macht zu demonstrieren. Diese frühen Techniken verwendeten bestimmte komplexe Designelemente, die sich später als Barockstil im Schmuckdesign festsetzten.
Als Modeobjekt ist es interessant festzustellen, dass das Schmuckdesign relativ konstant im Laufe der Jahre geblieben ist. Die grundlegenden Referenzen, Herstellungstechniken und Materialien aus längst vergangenen Tagen werden heute noch verwendet. Doch die jüngsten raschen Entwicklungen in der Technik und Maschinen bieten Künstlern einfachere Alternativen für ein paar der alten Methoden. Diese Fortschritte änderten auch die Bedeutung und das soziale Gewicht, den der Schmuck aufweist.
Im zwanzigsten Jahrhundert war diese rudimentäre Änderung in der Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber dem Schmuckdesign und der Funktion besonders offensichtlich. Traditionell wurden Edelsteine als heilig und wertvoll angesehen; doch vor allem ab den 1900er Jahren wurde der Schmuck objektiviert. Zusätzlich kann kein Trend als Geschichte des Schmuckdesign für diesen Zeitraum angesehen werden.
Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts unterlief das Schmuckdesign drastische und kontinuierliche Stiländerungen: Art Nouveau (1900-1918), Art Deco (1919-1929), International Style & organicism (1929-1946), New Look & Pop (1947-1967), Globalisierung, Materialismus und Minimalismus.[2]
Schmuckdesign-Trends werden stark von den wirtschaftlichen und sozialen Zuständen der Zeit beeinflusst. Die Grenzen von Stilen und Trends überschneiden sich dabei oft und die klaren stilistischen Unterteilungen der Vergangenheit waren während dem zwanzigsten Jahrhundert schwerer zu erkennen.
Die Geschichte von Schmuck, Handwerk im Vergleich zur hohen Kunst und der Schmuckmarkt sind nur einige Themen, mit denen die heutigen Schmuckdesigner arbeiten. Schmuckdesign ist immer beständig und weiterführend, doch gleichzeitig zeitlos.
Arbeit des Schmuckdesigners
Bevor ein Schmuckartikel erstellt wird, werden Designkonzepte gemacht, welche anschließend als detaillierte technische Zeichnungen von einem Schmuckdesigner entworfen werden. Dieser Schmuckdesigner ist ein Profi, der im architektonischen und funktionalen Wissen der Herstellungstechniken, Zusammensetzung, Tragbarkeit und Markttrends ausgebildet wird.
Traditionelle Handzeichnungen und Ausarbeitungsmethoden werden immer noch für das Schmuckdesign und besonders während der konzeptionellen Phase verwendet, aber auch hier findet eine Veränderung durch Computer-unterstützte Designprogramme statt, wie Rhinoceros 3D und Matrix .
Sobald das Konzept fertig ist, wird das Design übertragen und unter Verwendung der notwendigen Materialien für die richtige Anpassung der Funktion des Objekts hergestellt. So wurde zum Beispiel ein 24-karätiges Gold bemaltes Schmuckdesign verwendet, weil es als Ausgangsmaterial leichter zugänglich als Silber war.
Vor dem 1. Jahrhundert arbeiteten viele Zivilisationen auch Perlen in den Schmuck ein. Als Edelsteine und das Edelsteinschleifen leichter verfügbar wurden, veränderte sich die Kunst der Verzierung des Schmucks und des Designs. Der erste dokumentierte geschliffene Edelstein wurde von Theophilus Presbyter (um 1070 – 1125) hergestellt, welcher auch viele Künste entwickelte und anwandte und als Goldschmied bekannt war. Später, während des 14. Jahrhunderts, entwickelte sich die mittelalterliche Lapidarium-Technologie, um Cabochons und Kameen darin aufzunehmen.
Moderne Schmuckdesigner
Moderne Schmuckdesigner sind oft Profis mit Kenntnissen in Edelsteinkunde, Metallschmieden und aktuellem Design, um den Ansprüchen der Käufer gerecht zu werden. Die Entwürfe können mit einem speziellen Wachs-Schmuckmodell oder sogar aus Metall (Silber) hergestellt werden, um eine Form zu erstellen, in der eine unbegrenzte Anzahl des Stückes in Gold, Silber oder Platin gegossen werden kann.
Es gibt auch moderne Schmuckherstellungsmethoden. Diese gewinnen zunehmends an Beliebtheit und einige der Stile sind Sticken, Harzschmuck, Murano und Foto-Schmuck.
Personalisierung
Lässt man sich ein Schmuckstück von einem Schmuckdesigner eigens kreieren, ist der Grad der Personalisierung sehr hoch. Hier kann man seine eigenen Designvorstellungen genauestens im Schmuckstück einfließen lassen. Doch es gibt viele Schmuckdesigner, die für die industrielle Schmuckherstellung Designs kreieren. Diese Schmuckstücke werden dann als Massenware am Markt verkauft.
Quellen[1] „Castellani and Italian Archaeological Jewelry – Soros, Susan Weber; Walker, Stefanie – Yale University Press“. Yalepress.yale.edu. Retrieved 2012-11-29.
[2] Cappellieri, Alba (2010). Twentieth-century Jewelry: From Art Nouveau to Contemporary Design in Europe and the United States.