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Geschichte der Fraktion Camuns
Die Geschichte von Camuns ist zu weiten Teilen die Geschichte des gesamten Tals. Das Dorf gehörte einst zur Kirchengemeinde St. Vinzens/Vella und war im Besitz der Herren von Belmont, die ihren Sitz in Flims hatten. 1371, nach dem Tod des letzten Herrn von Belmont, übernahmen die Grafen von Sax-Misox den Besitz des Gebietes.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts trennte sich Camuns von der Kirchengemeinde St. Vinzens. Erst 1691 konnten die Camunser eine eigene Kirchengemeinde errichten. Grossen Einfluss auf die Konfessionsgeschichte des Dorfes hat die Kapuzinermission „de propaganda fide“ gehabt. Im Namen der Gegenreformation waren die Missionare in ganz Graubünden tätig. Sie hatten sich zur Aufgabe genommen, gegen reformatorisches Ideengut anzukämpfen, welches bereits die alpinen Regionen erreicht hatte. Dass die Missionare gerade nach Camuns sowie auch nach Cumbel gekommen sind, liegt auf der Hand: Die Nachbarsgemeinden Luven und Duvin waren bereits reformiert worden. Die Kapuziner blieben bis 1921 in Camuns, erst im Jahr 1934 konnten andere Geistliche die Pfarrkirche übernehmen. Die Kirche ist St. Anton und St. Johannes Evangelist geweiht. Sie datiert aus dem Jahre 1597. Von diesem Bau ist jedoch nur der Chor erhalten. 1696 wurde eine neue Kirche errichtet.
Vor der Fusion mit Tersnaus, Uors-Peiden und Surcasti bestand die politische Gemeinde Camuns aus den Weilern Masauns, Sutscheins, Camuns und Runs. Runs, das in älteren Dokumenten auch „Rungs“ genannt wird, gehörte bis 1903 zusammen mit Crestas und Caglia zu Uors.
Vom Berg „Pala da Tgiern“ geht jedes Jahr im Frühling eine Lawine in Richtung Camuns ab. Damit verbunden ist ein tragisches Ereignis, das sich am 1. März 1730 ereignete. Die Lawine begrub eine Mutter mit ihrem Kind, ein Haus und einen Stall. Die Sage berichtet, dass die Camunser eine Kapelle mit den Steinen des zerstörtet Hauses gebaut haben sollen.