Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/3236

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird aufgefordert, die Vielzahl der zurzeit parallel nebeneinander verlaufenden Reformarbeiten auf den beiden obersten Bildungsstufen des schweizerischen Bildungswesens (Sekundarstufe II, Tertiärstufe) zu koordinieren.</p><p>Diese Koordinationsinitiative des Bundes soll noch rechtzeitig den zuständigen Bildungsinstanzen (Bund: GWF, BBW, Biga, BLW; Kantone: EDK, VDK) die Möglichkeit eröffnen, den dringend notwendigen Gesamtplan für das höhere schweizerische Bildungswesen zu erstellen. Nur so können die verschiedenen Reformarbeiten an der eidgenössischen Maturitäts-Anerkennungsverordnung (MAV), den Berufsmittelschulen, den Fachhochschulen und den Universitäten sinnvoll miteinander verknüpft werden. Dabei wäre in erster Linie an die Ausbildungsprofile, die Ausbildungsgänge, die Studienzeiten, die Übertrittsbedingungen und die entsprechenden Funktionsbereiche im aufnehmenden Beschäftigungssystem zu denken.</p><p>In Anbetracht der prekären finanziellen Rahmenbedingungen und der wachsenden Zahl von Studienwilligen wird der Bundesrat zusätzlich ersucht, eine längerfristige Bildungsfinanzplanung und damit auch Kostenaufteilung mit den Kantonen anzustreben.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Aufgrund der geltenden, verfassungsmässig begrenzten Kompetenzen kann der Bundesrat kaum die Verantwortung für eine Gesamtkoordination der Bildungsreformen auf der Tertiär- und der Sekundarstufe II sowie für eine umfassende Bildungsfinanzplanung für Kantone und Bund übernehmen.</p><p>Er ist jedoch bereit, zu prüfen, inwieweit er im Rahmen der bestehenden Verfassungsvorschriften die anstehenden Reformen im Bildungswesen und die Finanzplanungen noch besser aufeinander abstimmen kann, auch wenn die verschiedenen Arbeiten schon heute in enger Absprache zwischen den betroffenen Stellen erfolgen. Er wird sich dabei u. a. auf die die verschiedenen Bildungsbereiche umfassenden Zielvorstellungen des Schweizerischen Wissenschaftsrates stützen und die laufenden Arbeiten in den Bereichen der Hochschulen und der künftigen Fachhochschulen sowie hinsichtlich der Schnittstellen zur gymnasialen bzw. Berufsmatur weiterführen. Aus diesen Gründen beantragt er die Umwandlung der Motion in ein Postulat.</p>  Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.