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1941 ging es St. Silvester so wie vielen anderen Gemeinden der Schweiz: Die Gemeinde musste ein Wappen entwerfen für die 650-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft. Bei der Suche nach einem Wappen half den Freiburger Gemeinden der Lehrer Hubert de Vevey, wie der stellvertretende Staatsarchivar Freiburgs, Leonardo Broillet erzählt. Hubert de Vevey habe St. Silvester vorgeschlagen, die markante Kirche des Dorfes auf das Wappen zu setzen und schickte den Gemeindebehörden einen Entwurf.
Mit dieser Zeichnung war der damalige Pfarrer Leo Bächler aber gar nicht einverstanden – sie sei zu wenig realistisch. Er beauftragte einen befreundeten Bauern, offenbar ein begabter Zeichner, mit einer neuen Version. Diese enthielt nicht nur eine akkurate Darstellung der Kirche, sondern auch die zwei Bäume daneben. Damit war Hubert de Vevey einverstanden, und so zeigt das Wappen von St. Silvester seit 1941 die Kirche mit den beiden Bäumen.
Die Originalbäume von 1941 stehen übrigens nicht mehr: Die Linde und die Ulme, welche dem Zeichner als Vorbild gedient hatten, mussten 1969 und 2006 gefällt werden. An ihrem Platz wurden zwei neue Linden gepflanzt. Die eine davon stammt aus einem Reis der alten Murtenlinde von Freiburg.
Im Rahmen einer Serie stellen die FN die Wappen verschiedener Gemeinden aus dem Sense- und Seebezirk vor.