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Sie dekoriert der zahlreichen Touristen wegen den Petersdom und zwar unter Zurschaustellung folkloristischer Uniformen.
Sie ist für die Grenzkontrolle, den Gebäudeschutz im Vatikan und den Personenschutz des Papstes zuständig. Sie übt klassische Polizeifunktionen aus.
Sie ficht für den Vatikan bewaffnete Konflikte aus, wann immer diese eintreten.
Sie durchleuchtet zusammen mit der Guardia di Finanza regelmässig die Bücher der Vatikanbank. Diese steht im Ruf, Geldwäscherei zu betreiben.
2.Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um Schweizergardist zu werden?
KEYSTONE
Man muss in der Schweiz geboren sein.
Man muss die Hellebardenkampftechnik beherrschen und in einem Assessment-Ritual den Kommandanten im Zweikampf besiegen.
Man muss CVP-Mitglied sein.
Man muss männlicher Schweizer, mindestens 1,75 Meter gross, katholisch und ledig sein. Eine absolvierte Rekrutenschule ist ebenfalls Pflicht.
3.Wie sind Schweizergardisten bewaffnet?
KEYSTONE
Sie verfügen über Hellebarden und Dolche. Mehr ist für den Nahkampf im kleinräumigen Vatikan nicht nötig.
Schweizergardisten sind nicht bewaffnet. Sie sind in Kampfsporttechniken gedrillt und geniessen den Ruf, im Nahkampf unbesiegbar zu sein. Die Hellebarden sind Attrappen, die nur repräsentative und dekorative Zwecke erfüllen.
Je nachdem, was die Situation verlangt, können die Schweizergardisten auf das gesamte Waffenarsenal der Schweizer Armee zurückgreifen.
Die Schweizergarde benutzt neben Hellebarden und Schwertern bei der Erfüllung ihrer Polizeiaufgaben auch Pfefferspray und die in der Schweizer Armee gebräuchlichen Schusswaffen, also die Pistole 75 und das Sturmgewehr 90. Auch die Maschinenpistolen MP5 und MP7 von Heckler & Koch hat die Schweizergarde im Arsenal.
4.Welches ist der höchste Feiertag der Schweizergarde?
Wie bei allen anderen Schweizern auch: der 1. August.
Die Schweizergarde feiert den Nationalfeiertag Italiens am 2. Juni.
Der höchste Feiertag der Schweizergarde ist der 6. Mai.
Die Schweizergarde feiert nicht, die Schweizergarde bewacht den Papst und den Vatikan.
5.Seit wann gibt es die Schweizergarde?
AP
Seit 753 vor Christus.
Seit 1291.
Seit 1356.
Seit 1506.
6.Wie heisst der aktuelle Kommandant der Schweizergarde und wie lange dauert seine Amtszeit noch?
KEYSTONE
Daniel Anrig tritt am 31. Januar 2015 zurück.
Elmar Mäder wird am 24. Dezember unehrenhaft aus dem Dienst der Schweizergarde entlassen.
Pius Segmüller ist noch bis am 1. Januar 2016 im Amt.
Roland Nef peilt eine ordentliche Pensionierung als Kommandant der Schweizergarde an.
7.Der Mann auf dem Bild ist Cédric Tornay. Warum ist er in die Schlagzeilen geraten?
KEYSTONE
Er soll für ein Schwulennetzwerk von Kardinälen im Vatikan Schweizergardisten als Lustknaben rekrutiert haben.
Er soll einen Doppelmord begangen haben.
Er soll während der Wache aus Versehen einen Kameraden erschossen haben.
Er ist während seines Wachdienstes entführt worden und nie wieder aufgetaucht.
8.Was haben die Hells Angels mit der Schweizergarde zu tun?
AP dapd
Die Hells Angels besuchen Kampfsportkurse bei Schweizer Gardisten.
Der Schweizer Chef der Hells Angels tat Dienst in der Schweizergarde.
Die Kommandostrukturen der Hells Angels und der Schweizergarde sind vergleichbar.
Die Schweizergardisten lassen ihre Motorradflotte in Hells-Angels-Werkstätten reparieren.
9.Womit wurde der scheidende Gardekommandant zum ersten Mal schweizweit bekannt?
AP/AP
Anrig reorganisierte als Kommandant die Kantonspolizei St.Gallen und sprach eine Massenkündigung aus.
Anrig war ein bekannter Waffenläufer und gewann die Schweizermeisterschaften viermal in Folge.
Anrig kandidierte 2003 erfolglos für den Nationalrat.
Anrig ordnete eine Razzia in einem Asylheim an, in dessen Verlauf ein Asylbewerber aus dem Fenster sprang und sich schwer verletzte.
10.Wo kommen die meisten Schweizergardisten her?
KEYSTONE
Der Kommandant nimmt sie aus seinem Herkunftskanton mit. Derzeit also aus Glarus.
Schweizergardisten sind am ehesten Walliser. Und umgekehrt.
Aus den Innerschweizer Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden.
Die Schweizergarde ist eine Strafkolonie der Kantonspolizei Basel-Stadt.
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