Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03471.jsonl.gz/1800

Bewilligungen April 2017
20'000 Franken für das Projekt „Unterstützung der Verselbstständigung der fischverarbeitenden Frauen in Kafountine“, Senegal (ceas)
In Kafountine sind rund 300 Pirogen verzeichnet, die jährlich über 30‘000 Tonnen frischen Fisch an Land holen. Die Verarbeitung von diesen Fischereiprodukten durch Trocknen und Räuchern schafft über 3‘000 Arbeitsplätze. Diese Verarbeitung – ein einfaches Mittel den Fisch zu konservieren – wirft grosse organisatorische Probleme in Bezug auf Hygiene und Ausrüstung auf. Im Hinblick auf die Hygiene ist besonders zu beanstanden, dass die Trockenanlagen vor Ort nicht gedeckt sind, so dass kein Schutz gegen Insekten oder bakterielle Kontaminierung besteht. Der Kanton Basel-Stadt hat dieses Projekt bereits im Jahr 2015 mit 20‘400 Franken unterstützt. Mit dem gesprochenen Geld wurde eine umweltfreundliche moderne Trockenanlage angeschafft. In einer zweiten Projektphase möchte die Organisation mit dem angefragten Geldbetrag nebst zusätzlicher Infrastruktur auch Weiterbildungs- und Alphabetisierungsprogramme für die Frauen vor Ort anbieten, um sie besser in den Fischmarkt integrieren zu können.
20'000 Franken für das Projekt „Microschools-Programm“, Ghana (OPPORTUNITY International Schweiz)
In Ghana gehen fast eine halbe Million Kinder nicht zur Schule. Wegen des hohen Bevölkerungswachstums und des geringen Staatseinkommens kann nicht in jeder Gemeinde eine öffentliche Schule gebaut werden. Die hohen Transportkosten und die weiten Schulwege bis ins nächste Dorf sind für viele Eltern ein Hindernis, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Mit sogenannten Microschools möchte die Organisation den Problemen im Bildungssystem entgegenwirken. Diese Schulen nehmen Kinder auf, welche aus unterschiedlichen Gründen keine staatliche Schule besuchen können. Die meisten Bildungsunternehmerinnen und Bildungsunternehmer haben ihre Schulen mit einem Vorschulangebot (Krippe und Kindergarten) gekoppelt und orientieren sich am staatlichen Lehrplan. Ziel dieses Projektes ist es, zehn Bildungsunternehmerinnen oder Bildungsunternehmer durch Mikrokredite und Schulungen beim Ausbau ihrer Microschools zu unterstützen.
50'000 Franken für das Projekt „Hebammenschule auf eine höhere Stufe bringen, Ausbau der Potentiale“, Äthiopien (Women’s Hope International)
Äthiopien hat in den letzten Jahren Fortschritte in der Gesundheitsversorgung von Müttern und ihren Kindern gemacht. Dennoch ist die Geburt eines Kindes für viele Frauen, besonders aus den ärmsten Schichten, mit grossen Risiken für ihr Leben und für das Leben ihres Kindes verbunden. Ein Grund ist der Mangel an gut ausgebildeten Gesundheitsfachkräften wie Hebammen und Pflegefachkräften in ausreichender Zahl, welche die Frauen während der Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleiten. Das Projekt besteht aus zwei Komponenten: Die Ausbildung von Hebammen und ihren anschliessenden Einsatz in ländlichen Gesundheitszentren. Die Hebammenschule, in der ein Wohnheim integriert ist, liegt einige Kilometer ausserhalb von Addis Abeba. Sie bietet 90 Studentinnen aus fünf Regionen Äthiopiens eine umfassende Hebammenausbildung, die zu einem Bachelorabschluss führt. Alle Hebammen verpflichten sich, ihre neu erworbenen Fähigkeiten nach ihrer Ausbildung in ländlichen Gesundheitszentren während mindestens vier Jahren einzusetzen.
20'000 Franken für das Bumi Bwesu Youth Center, Sambia (Basler Förderverein für Medizinische Zusammenarbeit)
Seit 24 Jahren führt der Basler Förderverein für Medizinische Zusammenarbeit Gesundheitsprojekte im ländlichen Kashikishi im Distrikt Nchelenge durch. Diese Region ist sehr arm und weit abgeschieden. HIV und sexuelle sowie häusliche Gewalt sind ein grosses Problem. 2001 wurde das Bumi Bwesu Youth Center gegründet. Die Mitarbeitenden des Centers setzen sich für die Besserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Frauen und Mädchen ein. Sie verfolgen Teilprojekte betreffend Familienplanung, der HIV-Prävention und der Gender Equality. Zudem engagieren sie sich gegen sexuelle Gewalt und nehmen sich allfälligen Opfern an. Mit dem angefragten Geldbetrag bittet die Organisation um die Kostenübernahme des Betriebsjahres 2017.
30'000 Franken für das Projekt „Soziale Integration alleinstehender Frauen“, Tadschikistan (Freunde von Nuri Umed)
In Tadschikistan ist der Anteil der alleinstehenden Frauen sehr hoch, da sich viele Männer über viele Jahre hinweg auf Arbeitssuche im Ausland befinden. Einige gründen dort eine zweite Familie und lassen ihre tadschikische Frau vielmals mit Kindern alleine zurück, oft ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Nuri Umed wurde 2009 gegründet und unterstützt mit diesem Projekt betroffene Frauen mit der Förderung von Selbsthilfe-Komitees, Beschaffung von rechtlichen Dokumenten, landwirtschaftlichen Ausbildungen und kulturellen Anlässen, einer Saatgut-Bank und der Vertretung der Anliegen der Frauen bei den Behörden.
50'000 Franken für das Projekt „Umweltfreundliche Malariaprävention“, Kenia (Biovision)
Malaria ist nach wie vor eine der Infektionskrankheiten, welche weltweit am meisten Todesopfer fordert. Es ist von zentraler Bedeutung für die Bekämpfung von Malaria, dass die betroffene Bevölkerung über den Zusammenhang zwischen den übertragenden Mücken und der Krankheit informiert ist. Ziel des Projektes ist es, Malaria mit einem umweltfreundlichen Ansatz, dem sogenannten „Integrated Vector Management“, erfolgreich an der Wurzel zu bekämpfen. An erster Stelle steht die Aufklärung der Bevölkerung über die Herkunft der Krankheit, über die Gefahr von stehenden Gewässern und über den wirksamen Einsatz von Moskitonetzen für Betten und Fenster. In Zusammenarbeit mit den Betroffenen werden in Siedlungsnähe Gräben zur Entwässerung von Tümpeln angelegt, Lehmlöcher eingeebnet und weitere potenzielle Brutherde der Anopheles-Mücken trockengelegt. Wo dies nicht möglich ist, weil Gewässer zum Beispiel als Wasserspeicher dienen, überwachen spezifisch ausgebildete „Moskito-Scouts“ die potenziellen Brutgebiete. Bei Bedarf behandeln sie diese mit dem umweltfreundlichen Bakterium Bti, welches die unerwünschten Insekten bereits im Larvenstadium abtötet.
50'000 Franken für das Projekt „SOLONGO PI SOMO“, Uganda (CO-OPERAID)
Das Projektgebiet, der Distrikt Zombo an der Grenze zu Kongo, ist eine unterentwickelte ländliche Region Ugandas mit wenig Infrastruktur. Der Distrikt war während des Bürgerkriegs in Nord-Uganda als Randregion unsicher und isoliert, dazu von grenzüberschreitenden Konflikten in Kongo betroffen. Mehr als zwei Millionen Waisenkinder leben in Uganda, die Hälfte davon sind Aids-Waisen. Das Hilfsprojekt fokussiert seine Leistungen auf zwölf Partnerschulen und damit auf die Bildung. Als ganzheitliches Projekt will es aber vielfältige Hilfsleistungen anbieten und auch die Armut bekämpfen. Dank der vielen Beteiligungs-Möglichkeiten für die Bevölkerung erreicht es neben den direkt begünstigten Kindern und Jugendlichen rund 20'000 weitere Personen, Familienangehörige und Dorfbewohner. Waisen und Kinder aus Haushalten mit älteren, alleinstehenden ErnährerInnen werden mit Schuluniformen, Schulmaterialien und Sensibilisierung in den Schulgemeinden besonders gefördert.
50'000 Franken für das Projekt „Gewalt gegen Frauen und Mädchen beenden“, Burkina Faso (IAMANEH)
In Burkina Faso werden Mädchen und junge Frauen oft Opfer von Beschneidung, sexueller Belästigung, Früh- oder Zwangsheirat oder unerwünschter Schwangerschaft, aufgrund derer sie nicht selten aus Familie und Gesellschaft ausgegrenzt werden. Um die Lebenssituation von Mädchen und Frauen zu verbessern, soll bei Jungen und Männern ein Verantwortungsbewusstsein geschaffen und diese in den Einsatz gegen Gewalt einbezogen werden. Innovativ in diesem Projekt ist der männerorientierte Ansatz, der mit 75 männlichen Goodwill-Botschaftern in den Dörfern arbeitet. Sie agieren als gutes Beispiel, indem sie ihre Töchter mit Respekt behandeln, ihnen eine Ausbildung ermöglichen und sie nicht frühzeitig verheiraten. Als Botschafter animieren sie andere Männer dazu, es ihnen gleich zu tun. Durch die Arbeit mit Jugendlichen wird die nächste Generation in einem geschlechtergerechteren Umfeld erzogen. Die Sensibilisierungsarbeit wird in 15 Dörfern der Provinz Oubritenga durchgeführt.
35‘000 Franken für das Projekt „Sicherstellung des Zugangs zur Grundschule“, Äthiopien (Associazione SAED Etiopia)
Das Projektgebiet liegt etwa 460 km südwestlich der Hauptstadt Addis Aeba auf den Anhöhen des Kaffa Hochlandes. Weite Gebiete des Hochlandes gehören zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Gebieten Äthiopiens. Hauptgrund für die niedrige Schulbesuchsrate ist der Mangel an Grundschulen. Ziel des Projektes ist es, den Kindern von Warwara den Zugang zur Grundschule sicher zu stellen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Steigerung der Schulbesuchsrate der Mädchen. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation die bestehende Grashütte durch ein richtiges Schulhaus ersetzen. Es besteht aus zwei Klassenzimmern und einem Stauraum für Schulmaterial. Ebenfalls zum Projekt gehören je vier Latrinen für Mädchen und Buben.
10'000 Franken für das Projekt „Nachhaltige Landwirtschaft als Erfolgsfaktor für die ganze Familie“, Uganda (Schweizerischer Katholischer Frauenbund)
Die ugandische Region Rakai liegt nahe der Grenze zu Tansania in Ostafrika. Praktisch alle Frauen der Region leben von Subsistenzwirtschaft. Viele von ihnen haben die Schule nicht oder nur kurz besucht. Sie sind schlecht informiert und betreiben ihre Landwirtschaft dementsprechend auch grösstenteils mit umweltschädigenden Methoden: Brandrodung, Monokulturen, Einsatz von Pestiziden. Das führt zu Erosion des Bodens und zu Unfruchtbarkeit. In Trainings einer lokalen Organisation lernen die Frauen wie sie ihre Böden mit konservativen Methoden der Rodung und biologisch für die Saat vorbereiten können. Sie lernen Mischkulturen anzulegen und pflanzen neben den üblichen Pflanzen, wie Bohnen und Kartoffeln, auch Bananen und Kaffee an. Die Frauen stellen organischen Dünger her und werden geschult im Ziehen von Setzlingen. Durch das Wissen zu nachhaltiger Landwirtschaft erhöhen die Frauen nicht nur ihre Ernteerträge, sondern erhalten auch eine vielfältige Palette an gesunden Lebensmitteln.
22'000 Franken für das Projekt „Wirksame Prävention von Folter und Misshandlung“, Togo (APT)
Die Haftbedingungen in nordafrikanischen Gefängnissen sind von jeher besonders menschenunwürdig. Hohe Überbelegung, unhygienische Lebensbedingungen, wenig oder nur schlechtes Essen und kaum Zugang zu Gesundheitsfürsorge sind bis heute grosse Probleme, mit denen die Personen im Freiheitsentzug zu kämpfen haben. Das vorliegende Projekt hat zum Ziel, Personen im Freiheitsentzug in Mauretanien, Togo und Ruanda besser vor Folter und Misshandlung zu schützen. Die Organisation hat diese drei Länder für die nächsten Jahre zur Priorität gemacht, da dort die Wahrscheinlichkeit, erfolgreich gegen Folter vorzugehen, am höchsten ist. Die Organisation APT lehrt ihre Mitglieder und Mitarbeiter, was die Prävention von Folter beinhaltet, wie (un)angekündigte Besuche an Orten des Freiheitsentzuges vorbereitet und durchgeführt werden, wie am wirkvollsten mit der Direktion, dem Personal und den Behörden kommuniziert wird und auf was im Besonderen im Gespräch mit Insassen geachtet werden muss.
60'000 Franken für das Projekt „Bessere Chancen für Kleinbauernfamilien durch Ernährung, Zugang zu Wasser und Hygiene“, Niger (SWISSAID)
Sanam ist eine Landgemeinde im Departement Abala im Südwesten des Nigers. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Region pflanzen hauptsächlich Hirse, Sorghum, Bohnen und Okra auf kleinen, gepachteten Grundstücken an. Die Ernte reicht jedoch nicht zum Leben und sinkt von Jahr zu Jahr, während die Bevölkerung stetig wächst. Grosse Probleme stellen die geringe Verfügbarkeit von lokalem und bezahlbarem Saatgut und die fehlenden Möglichkeiten einer adäquaten Getreidelagerung dar. Ziel des Projektes ist die Förderung der Ernährungssicherheit und des Zugangs zu Trinkwasser, die Verbesserung der hygienischen Bedingungen sowie die Steigerung der sozioökonomischen Kapazitäten der Kleinbauerfamilien in der Landgemeinde Sanam. Zudem sollen das friedliche Zusammenleben und die Fähigkeiten zur Konfliktlösung verbessert werden. Die Ernährung der Bevölkerung soll durch den Bau von Getreidebanken sichergestellt werden. Zudem möchte die Organisation die Versorgung mit sauberem Trinkwasser in drei Gemeinden herstellen und die Kapazitäten der Frauen mit Alphabetisierungsmassnahmen stärken.
20'000 Franken für das Projekt „Turn Hope Into Reality“, Tansania (More than a Drop Foundation)
Das Projekt Turn Hope Into Reality wurde bereits zwei Mal vom Kanton Basel-Stadt unterstützt und wird von der Kommission für Entwicklungszusammenarbeit als Vorzeigeprojekt angesehen. Das Berufsbildungsangebot in Tansania ist schlecht. Der Zugang zum bestehenden Berufsbildungsangebot ist insbesondere für Jugendliche der sozial niedrigsten Schichten sehr schwierig. Aufgrund von Ungleichstellung und Diskriminierung haben Frauen dieser sozialen Schichten keine Chance, eine Berufslehre zu absolvieren. Der Tourismus in Tansania wächst und der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften der Hotellerie-/Gastrobranche ist bei weitem nicht abgedeckt. Ziel des Projektes, welches in der Region Moshi umgesetzt wird, ist der Aufbau einer innovativen Hotelfachschule, die eine zwölfmonatige Berufslehre für junge, motivierte Frauen anbietet. Dank der Berufslehre finden schätzungsweise 90% der Frauen innerhalb von sechs Monaten eine gut bezahlte, geregelte Arbeit in der Wachstumsbranche Tourismus.
50‘000 Franken für das Projekt „Verbesserter Schutz und Wiederherstellung der Rechte von gewaltbetroffenen Kindern, Jugendlichen und Frauen“, Bolivien (INTERTEAM)
Gewalt gegen Frauen und Kinder stellt in Bolivien nach wie vor trotz gesetzlicher Grundlagen ein brennendes Problem dar. Die meisten Kinder erfahren in der eigenen Familie oder in der Schule Gewalt – Orte, die eigentlich Schutz und Geborgenheit bieten sollten. Die Ursachen für Gewalt sind vielfältig, zum Beispiel schwächen Abwanderung und Modernisierungsprozesse den familiären und sozialen Zusammenhalt und damit verbundene Werte und Schutzmechanismen. Auch sind die meisten Menschen in einer patriarchalen Kultur aufgewachsen. Frauen werden dem Diktat von Männern, Kinder dem von Erwachsenen unterworfen. Das macht sie verletzlicher für Gewalt. Institutionen wie die Polizei oder Frauen- und Kinderrechtsbüros, die für die Umsetzung der Gesetze zuständig sind, weisen noch erhebliche Qualitätsmängel auf. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der fachlichen Betreuungskapazitäten privater sowie staatlicher Einrichtungen in allen Landesteilen Boliviens.
20'000 Franken für das Projekt „Ausbildung von Schlüsselpersonen und Begleitung in der Umsetzung des Friedensabkommens“, Kolumbien (Verein Solidaritätskreis Kolumbien)
Trotz der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen der kolumbianischen Regierung und der Rebellenorganisation FARC gehören Menschenrechtsverstösse zum Alltag vieler Kolumbianerinnen und Kolumbianern. Besonders indigene, afrokolumbianische und kleinbäuerliche Gemeinden sind von solchen Übergriffen überdurchschnittlich betroffen. Die Organisation möchte mit dem angefragten Geldbetrag in den Regionen Cordoba und Cauca lokale Basisorganisationen mittels Schulungen und Friedensnetzwerk-Treffen auf ihre Arbeit in der Friedensarbeit vorbereiten und begleiten.
20'000 Franken für das Projekt „Totalsanierung der Grundschule, Bau von sanitären Anlagen und einem Sportplatz“, Kamerun (Give A Chance – Give A Future)
Der Projektort befindet sich in Bwambé bei Kribi, im Süden von Kamerun. Mit dem Bau eines neuen Hochseehafens durch chinesische Investoren wird zwar seit zwei Jahren die Strasseninfrastruktur ausgebaut, jedoch profitiert die lokale Bevölkerung kaum von diesem Bauprojekt. Besonders Schulen haben in der exportorientierten Wirtschaft der Hafenstadt Kribi keine hohe Geltung. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation die fünf Grundschulgebäude einer Totalsanierung unterziehen sowie nicht existierende sanitäre Anlagen mit fliessendem Wasser errichten. Zusätzlich soll der Neubau eines Sportplatzes für Abwechslung im Schulalltag sorgen und die Lernmotivation der Kinder steigern. Die Gesamtwirkung aller Massnahmen stellt einen massiven Anstieg der Bildungsqualität und die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung in Aussicht.
40'000 Franken für das Projekt „Schulung von Lehrerinnen und Lehrern und Einsatz von kostenlosen Lernmaterialien“, Simbabwe (Learning for all)
Mpumelelo ist eine Siedlung mit 4‘000 Einwohnern und liegt in der Trockensavanne von Simbabwe. Nur etwa 20% der Schülerinnen und Schüler der Mpumelelo High School erlangen einen erfolgreichen Schulabschluss. Viele Lehrkräfte sind schlecht qualifiziert, gutes Unterrichtsmaterial fehlt. Ohne Schulabschluss haben die jungen Leute schlechte Chancen im Arbeitsmarkt und kaum eine Chance auf eine Lehrstelle oder weiterführende Ausbildung. Ziel des Projektes ist es, innerhalb von zwei Jahren die Abschlussquote markant zu erhöhen. Dazu wird der Unterricht in Naturwissenschaften, Mathematik und Englisch für rund 280 Schülerinnen und Schüler gezielt verbessert. 20 Lehrpersonen werden in der Unterstützung moderner Lernmethoden geschult und begleitet. Sie lernen kostenlose Online-Lernmaterialien in der Klasse und im Nachhilfeunterricht wirkungsvoll einzusetzen. Sieben weitere Schulen mit über 3‘000 Schülerinnen und Schülern erhalten Zugang zu Unterrichtsplanungen und tausenden von kostenlosen Lehrtexten, Filmen, Bildern, Animationen und Testfragen zur Erarbeitung des Stoffs und zur Wissensüberprüfung.
20'000 Franken für das Projekt „Aufbau von 200 Parzellen mit Biolandbau sowie Kleintierzucht in zehn Gemeinschaften“, Ecuador (Fundacion Suiza Para Los Indigenas)
Tungurahua ist die kleinste Provinz von Ecuador und liegt im zentralen Hochland. Der Klimawandel und El Niño beeinflussen diese Region stark. Aufgrund des rauen Klimas beschränkte sich der Anbau bisher hauptsächlich auf Kartoffeln, Bohnen und Mais in Monokultur. Daneben werden oft Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen und Hühner gehalten. Die Erträge aus der Landwirtschaft sind witterungsbedingt schwankend. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation zusammen mit zehn Gemeinschaften den Aufbau von 200 Parzellen mit Biolandbau fördern. Sukzessiv soll die Monokultur mit Kartoffeln und Mais durch biologischen Anbau mit einheimischem Gemüse, Beeren und Getreide abgelöst werden. Der Schnitt der Hecken wird dabei als Grünfutter für die Meerschweinchen und Kaninchen genutzt. Durch den Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte auf dem Wochenmarkt in Amboto erzielen die Familien ein Einkommen.
49‘000 Franken für das Projekt „Second Chance“ – Wirtschaftliche Unterstützung und Reintegration von Menschen mit psychischen Störungen“, Burkina Faso (Christoffel Blindenmission)
Die Region Nord Burkina Faso ist in vier Provinzen aufgeteilt, die Projektregion befindet sich im Hauptort Ouahigouya. In den vergangenen Jahren hatte die Eröffnung von Goldminen zur Folge, dass viele junge Männer und Frauen in die Region zogen, um in illegalen Goldminen unter schwersten Bedingungen und grosser Verletzungsgefahr zu arbeiten. Um die Arbeit unter Tage und das erhöhte Gesundheitsrisiko auszuhalten, nehmen viele von ihnen Drogen und Aufputschmittel, welche psychische Störungen auslösen können und stark süchtig machen. Mit dem Aufkommen der Goldminen und der verstärkten Arbeitsmigration stieg auch die Anzahl der Trinkbuden und entsprechend der Alkoholkonsum stark an. Ausserdem fehlt im Falle einer Krise ein gesellschaftliches oder staatliches Netz, welches ein Leben auf der Strasse verhindern könnte. Das Gesundheitsangebot in der Region soll ausgebaut werden. Von den Massnahmen würden 300 Menschen mit einer psychischen Störung, welche auf der Strasse leben, profitieren. Die Hälfte würde bis zu ihrer Stabilisierung im Zentrum der Organisation temporär aufgenommen. Die andere Hälfte wird an Partnerinstitutionen verwiesen und ambulant begleitet und behandelt.
4‘000 Franken für das Projekt „Myanmar Midwife auf Burmesisch“, Myanmar (Carine Weiss)
Das Gesundheitswesen in Myanmar ist nach der jahrzehntelangen Militärdiktatur in einem erbärmlichen Zustand zurückgelassen worden. Hebammen werden nur mangelhaft ausgebildet und müssen nach eineinhalb Jahren Ausbildung eigenständig ein Gesundheitszentrum ohne Supervision und wenig Infrastruktur in ländlichen Gegenden führen. Frau Carine Weiss hat zusammen mit der Yangon Film School einen Dokumentarfilm über eine staatliche Hebamme gedreht. Der Film veranschaulicht die Bedingungen, unter welchen vom Staat angestellte Hebammen in Myanmar arbeiten sowie die Umstände, in denen die Frauen gebären und welchen Risiken sie dabei ausgesetzt sind. Mit dem angefragten Geldbetrag soll eine rein burmesische Fassung des Films produzieren werden, um für das Thema zu sensibilisieren.
15‘000 Franken für das Projekt „Eine Stimme für die Jugend 2017“, Simbabwe (FEPA)
Junge Menschen machen 60% der Bevölkerung Zimbabwes aus. Dennoch hatten sie bisher kaum Einfluss auf die Gestaltung des Landes. Zudem stehen sie oft im Zentrum von Konflikten und werden von den politischen Kontrahenten für ihre Zwecke instrumentalisiert. Dazu kommen die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die desolate Situation des Erziehungswesens. Zielgruppe der Organisation sind junge Frauen und Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren mit unterschiedlichem Hintergrund. Städtisch wie ländlich, christlich wie säkular sowie Jugendliche unterschiedlicher ethischer Herkunft. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der aktiven und gleichberechtigten Beteiligung von jungen Frauen und von Jugendlichen mit einer Behinderung. Mit dem angefragten Geldbetrag möchte die Organisation Aktivitäten von Jugendorganisationen im ganzen Land unterstützen.