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In einer doppelblinden randomisierten Studie wurden wurde der Effekt von Kortisontriamcinolonacetondid gegenüber Hyaluronsäure (Synvisc GF-20) verglichen. Dabei wurden 110 Patienten mit schmerzhafter Kniearthrose in 2 Gruppen aufgeteilt,wobei die eine Gruppe das Kortisonpräparat und die andere das Hyaluronsäurepräparat intra-artikulär ins Knie eingespritzt erhielt.
Die Patienten waren durchschnittlich 61 Jahre alt und bezüglich Krankheitscharakteristiken vergleichbar. Die Injektionen wurde alle vom gleichen Arzt durchgeführt. Die Nachkontrollen fanden im ersten Monat wöchentlich, dann bis zum 6. Monat monatlich statt. Die subjektive Befunderhebeung wurde mit dem WOMAC Fragebogen bezüglich Schmerzen und Funktionseinschränkung im Alltag durchgeführt. Sowohl der Patient als auch der Evaluator waren geblindet. Es zeigt sich,dass zwischen den 2 Gruppen bezüglich Schmerz und Funktionseinschränkung kein signifikanter Unterschied bestand. In den ersten 2 Wochen war die Schmerzlinderung stärker in der Kortisongruppe gegenüber der Hyaluronsäuregruppe. Bezüglich Nebenwirkungen gab es angeblich keine Unterschiede. Die begleitende Schmerzmedikation ist leider in der Publikation nicht eindeutig aufgefüht. Die Authoren ziehen den Schluss das Kortisoninjektionen intra-artikkulär bei Kniearthrose gleich wirksam sind wie Hyaluronsäureinjektionen. Leider fehlen bis heute Daten,die einen länger dokumentieren Behandlungsverlauf zeigen.
Obwohl die intra-artikuläre Kortisontherapie die günstigere Behandlungsvariante darstellt, bleiben doch offene Fragen zum Nebenwirkungsprofil der beiden Substanzen. Es ist anzunehmen,dass die Kortisontherapie ein wahrscheinlich ungünstigeres Nebenwirkungsprofil (Infektionsrisiko) aufweist. (1)
- Tammachote N et al. J Bone Joint Surg Am 2016;98:885-92