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Eine letzte Ruhestätte für die, die es nicht geschafft haben. Ein von Freiwilligen angelegter Friedhof für die ertrunkenen Flüchtlinge auf Lesbos. Die Inschriften der Grabsteine vorne lauten: »Unbekanntes Kind, Mädchen, 3 Monate alt, Nr. 31« (links), »Unbekanntes Kind«, Mädchen 3 Monate alt, Nr. 36« (rechts)
Foto: Giorgos Moutafis/Reuters
Vor den Toren der schönen, alten Stadt Mytilini im Südosten der griechischen Insel Lesbos liegt an einem feinen Kiesstrand der Ort Kara Tepé. Dort hatten die Menschen des hügeligen, von der blauen Ägäis umspülten Eilandes ihren Kindern vor Jahren eine Verkehrsschule gebaut. Ein nettes Plätzchen, wo die Großmütter auf Holzbänken saßen und hinüber nach Kleinasien schauten, während ihre Enkel das Fahrradfahren übten und dabei auch erfuhren, wie gefährlich das Leben in den Straßen einer Stadt mit 40.000 Einwohnern und mindestens doppelt so vielen Autos, Motorrädern und Lastwagen sein kann. Die am Rande des weitläufigen Geländes aufgebauten Wippschaukeln und Rutschbahnen aus buntem Metall bringen ganz beiläufig die schlichte Idee zum Ausdruck, aus der dieser hübsche Ort einst geboren….