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Vitromusée Romont
Seit vielen Jahren träumte der Chirurg und Kunstliebhaber Dr. Pierre Fasel (1922–1997) davon, das kulturelle Leben in Romont zu bereichern. Mithilfe seines Freundes Yoki, Künstler und Glasmaler, rief er ein der Glasmalerei gewidmetes Museum ins Leben, eine „Weltpremiere“. Diese Geschichte fängt im Februar 1972 mit der Gründung der Fondation du Musée de Romont an, dessen Stiftungsrat von Louis Page präsidiert wurde, wobei Fasel als Sekretär fungierte. Sie setzte sich zum Ziel, für die Entwicklung eines zukünftigen Museums zu wirken.
Von 1973 bis 1977 organisierte die Société des amis du Musée in Romont Wechselausstellungen zu bedeutenden Schweizer Künstlern aus dem 20. Jahrhundert. Im November 1979 sprach der Staat Freiburg einen Teil vom savoyischen Flügel des Schlosses der Stiftung zu, um dort das Museum einzurichten.
Das Musée du Vitrail eröffnete seine Türen offiziell am 20. Januar 1981 im Rahmen der Festlichkeiten für das 500-jährige Jubiläum des Beitritts vom Kanton Freiburg in die Eidgenossenschaft. Im Januar 1988 wurde es zum Musée Suisse du Vitrail umgenannt, und seit 2006 ist es als Vitromusée Romont bekannt.
Das Museum entwickelt sich seit 1982 ununterbrochen weiter und seine Sammlungen erweitern sich stetig. Das Vermächtnis einer ausserordentlichen Hinterglasmalereisammlung führte 2006 zu einem eigens dieser Gattung gewidmeten Ausbau des Museums. 2020 wurde ein dritter Bereich eingeweiht, der Hohlglas präsentiert. Das Vitromusée Romont versteht sich nunmehr als ein Ort des Austausches und der Vermittlung der verschiedenen Glaskünste in ihrer Gesamtheit. Seine Sammlungen spiegeln die ganze Bandbreite und das kreative Spektrum dieser facettenreichen Kunst.