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Meta von Salis

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Meta von Salis, mit vollem Namen Barbara Margaretha von Salis-Marschlins (* 1. März 1855 auf Schloss Marschlins in Igis; † 29. März 1929 in Basel.)
Erste Historikerin der Schweiz und eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen und Kämpferin für das Frauenstimmrecht.
Biografie
Grosse Aufmerksamkeit erregte ihre publizistische Agitation für die Zürcher Ärztin und Frauenrechtlerin Caroline Farner, die 1892 wegen Unterschlagung verurteilt worden war. Deren juristische Rehabilitierung vermochte sie zwar zu erkämpfen, wurde aber im Anschluss daran selbst vom unterlegenen Richter in einen Ehrverletzungsprozess verwickelt und 1894 zu einer – wenn auch eher symbolischen – Gefängnisstrafe verurteilt. Nach diesem Rückschlag zog sie sich stärker ins Privatleben zurück. 1904 wanderte sie zusammen mit ihrer Lebenspartnerin Hedwig Kym nach Capri aus und lebte auch nach deren Heirat mit Ernst Feigenwinter im Jahr 1910 bis zu ihrem Tod in Basel mit ihr im selben Haushalt zusammen. Hedwig Kyms Eheschliessung, die für alle Bekannten überraschend kam, hatte Meta von Salis sehr irritiert. Vor ihrer Beziehung zu Hedwig Kym (1860–1949) unterhielt Meta von Salis jahrelang eine Liebesbeziehung zu Theophanie Schücking (1850–1903), die abrupt endete, weil diese von ihrem Vater Levin Schücking für dessen eigene Pläne beansprucht wurde, wogegen sich die Tochter vergeblich aufzulehnen versucht hatte.[1]
Literatur
Als Frau zu früh, als Adlige zu spät. Ein Porträt zum 150. Geburtstag der Historikerin und Dichterin Meta von Sallis-Marschlins. von Christina Caprez, Basler Zeitung, 1. März 2005.
- Eintrag auf Wikipedia
Einzelnachweise
- Regula Schnurrenberger: Freundinnen und Gefährtinnen. Annäherungen an das Phänomen Frauenpaare um 1900. In: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Heft 48, 2005, S. 52.