Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03120.jsonl.gz/354

Murphy Radio

überarbeitet am 24.7.2010

Dieser britische Seefunkenpfänger folgte dem legendären B40 etwas gegen Ende
der Fünfzigerjahre nach, die typische "Lighthouse"-Skala wurde durch eine
Bogenskala ersetzt, schaltbare Segmente geben die zum gewählten Band passenden
Bereiche der Frequenzskalen frei.
Murphy blieb mit dem etwas eigenartigen Hochformat dem mit dem B40 vorgelegten Muster
treu, der Empfänger misst 13 Zoll (33,3 cm) in der Breite und 14 Zoll (36,5 cm) in der Höhe.
Mit nur knapp 30 kg ist der Empfänger um einiges leichter als sein Vorgänger.
Auf der Frontplatte findet sich links oben die Abstimmskala, der kleinere Knopf
unterhalb des segmentförmigen Skalenfensters schaltet die Bereiche, oberhalb des
Hauptabstimmknopfes findet sich eine Logskala, welche das Wiederauffinden bekannter
Stationen erleichtert, mit einem kräftigen "Knebel" lässt sich die Hauptabstimmung
blockieren. Ähnlich wie beim B40 ist auch ein Fixfrequenzbetrieb mit einem schaltbaren
Steckquarz möglich, der Quarz findet sich hinter einem festgeschraubten Metalldeckel.
Darunter findet sich der RF-GAIN Regler für die HF- Verstärkung.
Die Anordnung der Bedienungselemente ist noch etwas eigenartig, aber deutlich
besser gelungen, als beim Vorgängermodell:
Der Murphy A.P. 100335 / 618 - Empfänger ist heutzutage als Sammlergerät zu sehen, welches die Entwicklung im britischen Seefunkbereich dokumentiert, es lassen sich damit problemlos die internationalen Kurzwellendienste und auch einiges in den Amateurfunkbändern auffangen. Zum Eintauchen ins Kurzwellenhobby würde ich allerdings leichtgewichtigere Empfänger mit direkter Frequenzanzeige und integrierter Antenne / Lautsprecher empfehlen um Enttäuschungen zu vermeiden.
© Martin Bösch 26.8.2007