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Collier
Entstandene Bezeichnung im 19. Jh. für einen Halsschmuck von zuerst bandartigem Charakter mit enger Verbindung der Glieder. Sprachliche Ableitung aus dem franz. Halsring: Collet = der Kragen. Halsband, Halskette, meist enganliegender Halsschmuck mit einer Länge von zirka 40-42 cm. Variantenreicher Schmuck, in der klassischen Form besetzt mit Brillanten, Rubinen, Saphiren und Smaragden. Gearbeitet in allen Gold-, Silber- und Platinlegierungen. Ist die vollendetste Form der Halsbänder. Als Abendschmuck in Juwelenarbeit, als Tagesschmuck in Bijouteriearbeit.
Ketten
Die Anfertigung einer Kette ist eine Drahttechnik. Sie wird als das interessanteste und variantenreichste Kapitel bei der Schmuckgestaltung von ihrem Ursprung bis heute bezeichnet. Der Goldschmied (Kettenerzeuger) soll die Starrheit des verwendeten Metalles so behandeln, dass geschmeidige, leicht bewegliche Formen entstehen. Diese sollen nach einer Richtung hin absolute Festigkeit aufweisen. Dies geschieht durch Gliederungen in mehr oder weniger verzierter Art, wobei bei reinen Schmuckketten auch eine künstlerische Wirkung hinzukommt. Die Arbeitstechniken sind aber seit Jahrhunderten die gleichen, wenn man von den maschinell erzeugten "Maschinenketten" der heutigen Zeit absieht.
Es gibt Ketten, die sich zum Ende hin verjüngen, wobei diese an Stelle des meistverwendeten Schlussteiles einen Springring oder einen Federverschluss erhalten. Die Formen sowie die Längen der Ketten unterliegen stets dem Wandel der Zeit, wobei unterschieden werden muss zwischen Trag- oder Schmuckfunktion, z.B. Halskette mit und ohne Anhänger; einzelne oder mehrere Ketten mit verschiedenen Längen und Formen; Armkette; Armband mit und ohne Anhänger; Bauch-, Fuss-, Fessel- oder Gürtelkette.
Es entstehen auch Ketten ohne bestimmte Handelsbezeichnung. Diese werden unter dem Begriff "Fassonketten" geführt.