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Weissbrot enthält weniger Nährstoffe als Vollkornbrot. Doch deshalb ist es nicht ungesund.
Die Vorstellung, wonach dunkles Brot besser für die Gesundheit ist als Weissbrot, hält sich hartnäckig. Dabei ist die Farbe kein Indiz für die Qualität des Brotes. Die Beigabe von Malz beispielsweise verleiht dem Brot eine dunklere Farbe. Nicht täuschen lassen sollte man sich auch von der Anzahl der Körner auf der Kruste – diese sagen nämlich nichts darüber aus, wie viel Vollkorn tatsächlich im Brot steckt.
Mehr Nährstoffe im Vollkornbrot
Richtiges Vollkorn-Brot enthält in der Tat mehr Nährstoffe als Weissbrot – ganz einfach darum, weil die hochwertigen Inhaltsstoffe sich in den Randschichten des Korns oder des Keimlings befinden, die bei einem Vollkornmehl immer mitverarbeitet werden. Weissmehl wird hingegen aus geschälten Körnern produziert. Doch Vollkornbrot wird längst nicht von allen gleich gut vertragen. Die Schalen der Getreidekörner enthalten nämlich Pflanzenbestandsteile, welche die Verdauung anregen – Blähungen und Durchfall können die Folge sein. Dann empfiehlt sich ein Ausweichen auf das leichter verdauliche Weissbrot.
Weissbrot ist nicht per se ungesund.
Es sättigt jedoch weniger lang, da Weissmehl eine geringere Menge an Ballaststoffen enthält als Vollkornbrot; die Kohlenhydrate sind also für den Körper schneller und einfacher verfügbar. Auch beträgt der Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen nur etwa ein Drittel von dem eines Vollkornbrotes. Weissbrot ist überdies weniger lange haltbar, da es schnell austrocknet.
Entscheidend für die Gesundheit ist aber noch immer, was sonst noch auf dem Speiseplan steht. Niemand würde behaupten, im Mittelmeer-Raum lebten die Menschen ungesünder, bloss weil dort in der Regel Weiss- statt Vollkornbrot gegessen wird.