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Dieser Indikator zeigt, in welchem Ausmass Personen verschiedener Bevölkerungsgruppen räumlich konzentriert in bestimmten politisch-administrativen Raumeinheiten leben (in Städten, Kantonen und Agglomerationen). Räumliche Segregation kann als Indikator für die Integration oder Isolation in der Gesellschaft dienen, indem die Verteilung der Bevölkerung nach Herkunft aufgezeigt wird.
Der räumliche Segregationsindex liegt in allen Schweizer Grossstädten unter 0,26, wobei die Verteilung der Bevölkerungsgruppen nach Quartier in gewissen Städten homogener ist als in anderen. In Genf liegen die Indizes nahe beieinander und betragen nicht mehr als 0,08. In Bern und Lausanne ist die räumliche Konzentration der Ausländerinnen und Ausländer der zweiten und höheren Generation in gewissen Quartieren fast zweimal höher als jene der im Ausland geborenen Ausländerinnen und Ausländer (0,26 gegenüber 0,14 in Bern und 0,16 gegenüber 0,08 in Lausanne). In Basel liegen die Indizes bei etwa 0,15 - ausser bei den im Ausland geborenen Schweizerinnen und Schweizern, die am gleichmässigsten verteilt sind (0,03).
In Genf unterscheidet sich der Segregationsindex je nach Bevölkerungsgruppe kaum. Vielfach zeigen sich bei den Schweizerinnen und Schweizern und den Personen aus dem EU28/EFTA-Raum in den Quartieren der Grossstädte ähnliche Segregationsindizes: In Zürich betragen sie 0,10 und 0,08, in Genf 0,08 und 0,09, in Lausanne 0,09 und 0,07. Die Gruppe der Personen aus europäischen Nicht-EU28- und Nicht-EFTA-Staaten weist in allen Städten die grösste räumliche Konzentration auf (0,37 in Bern, 0,29 in Basel, 0,24 in Zürich, 0,23 in Lausanne und 0,11 in Genf).
Der Segregationsindex bei den Personen aus EU28- und EFTA-Staaten beträgt weniger als 0,25 in allen Kantonen. In den Kantonen Glarus und Basel-Stadt liegt er sogar bei lediglich 0,03 bzw. 0,02. In 14 Kantonen ist er bei den Personen aus europäischen Nicht-EU28- und Nicht-EFTA-Staaten gleich oder grösser als 0,30 (in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Jura liegt er bei 0,40 oder höher). Die Personen aus dem aussereuropäischen Raum weisen in vier Kantonen einen Index von über 0,30 (Bern, Freiburg, Graubünden, Wallis) und in zwei Kantonen von über 0,40 auf (Jura, Appenzell-Innerrhoden). Am tiefsten liegt der Index für diese Bevölkerungsgruppe im Kanton Glarus mit 0,05.
Tabellen
Definitionen
Der Segregationsindex von Duncan & Duncan (1955) misst die Verteilung einer Gruppe in bestimmten räumlichen Einheiten und bewegt sich theoretisch zwischen 0 (vollkommen gleichmässige Verteilung) und 1 (maximale segregative Verteilung). Die Kennzahl gibt den Anteil der Gruppe wieder, die den Wohnort wechseln müsste, damit eine für die untersuchte räumliche Einheit perfekte Gleichverteilung zustande käme.
Die politisch-administrativen Raumeinheiten, von denen die Berechnungen ausgehen, sind für Grossstädte die Quartiere und für die Kantone und Agglomerationen die Gemeinden.
Der Index wird wie folgt berechnet:
wobei ti = Gesamtbevölkerung in der Raumeinheit i; T = Gesamtbevölkerung im untersuchten Gebiet; pi = Anteil der Gruppe in der Raumeinheit i; P = Anteil der Gruppe im untersuchten Gebiet; xi = Bevölkerungszahl der Gruppe X in der Raumeinheit i; X = Bevölkerungszahl der Gruppe X im untersuchten Gebiet; n = Anzahl Raumeinheiten im untersuchten Gebiet.