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Vinyasa Yoga
Was bedeutet „Vinyasa“?
Die Bedeutung von Vinyasa Yoga ist zusammengesetzt aus zwei Sanskrit-Begriffen, die je nach Zusammenhang unterschiedlich übersetzt werden können. „Nyasa“ bedeutet setzen, stellen, legen oder anordnen und entspricht damit ungefähr dem englischen to put. Die Silbe „vi“ meint, dies auf eine bestimmte Weise zu tun. Die Definition von Vinyasa Yoga besteht somit darin, sich auf eine bestimmte, vorgeschriebene Art in eine neue Position zu begeben. Man kann „Vinyasa“ auch als die Idee und ihre Verwirklichung sehen.
Was ist Vinyasa Yoga?
Der Ursprung liegt im Ashtanga Vinyasa Yoga
Vinyasa Yoga hat seinen Ursprung im Ashtanga Vinyasa Yoga, welches von dem Yogi namens Sri Tirumala Krishnamacharya eingeführt wurde. Daher macht es Sinn mit einer kurzen Definiton von Ashtanga zu beginnen. Ashtanga kommt aus dem Sanskrit und beudeutet „acht Glieder“. Seine Praxis ist schnelllebig und manch einer sagt, es ist ein intensiverer Yogastil. Jede Ashtanga-Übung ist eine Reihe von Haltungen, welche immer in der gleichen Reihenfolge und in kontinuierlicher Bewegung von einer Haltung in die nächste ausgeführt wird.
Vinyasa Yoga ist fließend
Vinyasa Yoga ist ein dynamischer, konditionell fordernder Yogastil, der mit dem jedem Atemzug die Asana wechselt. Er lebt vom beständigen Wechsel in Dehnungs- und Kräftigungspositionen. Die Übungen werden zügig ausgeführt und sind zeitlich durch die Einheit von Atem und Bewegung getaktet. Die Yoga-Übungen greifen fließend ineinander. Es gibt keine fest vorgeschriebene Abfolge der Haltungen, deshalb kann und wird jeder Yogalehrer jeden Vinyasa Kurs anders gestalten.
Vinyasa Yoga ist Bewegungsmeditation
Dieser Prozess reißt den Strom der Gedanken mit dem Körper-Geist des Aspiranten mit. Vinyasa Yoga lässt sich daher auch Bewegungsmeditation definieren. In den energetischen Übungsfolgen steigt die Intensität zur Mitte hin auf ein Maximum an und sinkt anschließend wieder. Dabei gibt es kein Werturteil zwischen der Bedeutung oder dem Entstehen einer Asana oder dem Übergang von einer Asana in die andere. Der Sonnengruß ist eine der bekanntesten Vinyasa-Reihen und weckt den Körper rundum auf. Die Übungsabfolge aus Hund – Planke – Kobra – Hund wird dabei oft als Vinyasa bezeichnet.
Es gibt verschiedenste Yoga Gruppierungen, die sich dem Vinyasa verschrieben haben und Bewegungen sinnvoll aneinanderreihen. Z. B. Flow Yoga, Vinyasa Flow, Vinyasa Ashtanga, Prana Flow oder Power Yoga. Je nach Lehrer kann die Praxis fordernder sein. Generell werden viele stehende, ob auf einem oder zwei Beinen oder den Händen, mit einzelnen sitzenden oder knienden Haltungen kombiniert.
Vinyasa Yoga – Kunst auf der Matte
Die Kombination von Yoga mit Musik im Vinyasa wirkt, als ob du auf deiner Yogamatte tanzt. Bewegung, Atmung und Musik werden eins und schwingen immerfort im Vier-Viertel-Takt. Du bist absolut fokussiert auf die Feinheit deiner Bewegung und nimmst in dem Bestreben den Moment ganz bewusst wahr. Mit der Bewegung kannst du dich ausdrücken. Die Summe aus all deinen Genen und jeder Minute seit deiner Entstehung zeichnet sich dabei ab. Je fließender du dich bewegen lernst, desto müheloser schwimmst du den Fluss des Lebens – und umgekehrt.
Die Wirkungen des Vinyasa Yoga
Das Praktizieren von Vinyasa Yoga hat eine ganzheitlich positive Wirkung. Vinyasa stärkt bei Anfängern im hohen Maße die Konzentration und Flexibilität. Es beinhaltet körperlich fordernde Haltungen und spricht dadurch vor allen Dingen die Tiefenmuskulatur an. Es mobilisiert zudem die Wirbelsäule und die Gelenke und lockert fasziales Gewebe durch Beugen, Strecken und Drehen. Durch die immer komplexer werdenden Übungen werden später zunehmend Kraft, Kondition und Achtsamkeit geschult. Die Bewegungsabläufe werden dabei von Level zu Level immer fließender und variationsreicher. So wird die dynamische Balance und dein Körpergefühl geschult. Und wenn du schon aktiv am Atmen bist und sich dann Atem und Bewegung angleichen, verhilft dir dieser Yogastil auch insbesondere während einer Bewegungsabfolge zu mehr Atemverständnis und -kontrolle..
Ist Vinyasa etwas für dich?
Vinyasa ist etwas für dich, falls du nach einem dynamischen und körperbetonten Yogastil suchst. Vinyasa gehört zu den ausgefeiltesten, aber auch schwierigsten Yoga Systemen, die es gibt. Anfängerkurse sind natürlich so gestaltet, dass du als normal sportliche Person mithalten kannst. Manchen Menschen liegt der dynamische Stil sehr und so kann man sich langsam an die schwierigeren Level herantasten. Die Bewusstheit für den Atem zu erlernen und ihn synchron mit den Bewegungen einzusetzen, steht dabei immer im Vordergrund. Schlussendlich ist es mit dem Vinyasa Yoga wie mit allen anderen Yogastilen auch: Man muss es ausprobieren, um festzustellen, ob es Einem liegt.
Vinyasa Yoga Zuhause praktizieren?
Da die Kenntnis und Erfahrung im Bezug auf die Übergänge von Asana zu Asana eine wesentliche Voraussetzung für diesen dynamischen Stil ist und die Synchronisation von Bewegung und Atmung einige Übung erfordert, ist Vinyasa Yoga Zuhause eher für fortgeschrittene Yogis zu empfehlen. Wenn dir genügend Raum zur Verfügung steht, in welchem du dich entsprechend frei bewegen kannst, spricht nichts gegen die Yogapraxis Zuhause. Eine rutschfeste, stabile Yogamatte ist hier besonders von Vorteil. Yoga Kleidung (das Material ist geschmackssache), die dich nicht einschränkt und in der du dich rundum wohl fühlst ist ebenfalls sinnvoll. Wenn du noch auf Hilfestellung für die richtige Ausführung der einzelnen Asanas angewiesen bist, solltest du lieber erst bei einem Yogalehrer Erfahrung sammeln oder mit einem ruhigeren Yogastil üben, bevor du Vinyasa Yoga alleine machst. Gewisse Asanas bergen für Ungeübte und Unerfahrene ein gewissen Verletzungsrisiko.
Power Vinyasa Yoga
Power Vinyasa Yoga ist eine Mischung aus Power Yoga und Vinyasa Yoga.
Power Yoga ist ebenfalls durch Ashtanga inspiriert. Es wurde in den 90er Jahren entwickelt, um Ashtanga Yoga für westliche Yogaschüler zugänglicher zu machen. Im Power Yoga hält man einzelne Asanas länger, um die Muskeln zu kräftigen und es hat den grossen Vorteil, dass man Zeit hat, sich anatomisch korrekt in einer Asana einzufinden und auszurichten. Es ist mehr körper- als atemfokussiert. Wie im Vinyasa hat Power Yoga keine fest vorgeschriebene Abfolge vom Haltungen.
Im Power Vinyasa Yoga gibt es also Phasen, in denen wir eine Bewebungsabfolge und dabei mit jedem Atemzug zu einer neuen Asana übergehen, aber auch genauso Phasen, währen deren wir einzelne Asanas länger halten. Alles in Allem bietet dir dieser Stil Abwechslung, Kraft, Dehnung, Atmung, Musik und Spass! 🙂