Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03438.jsonl.gz/2848

Publiziert: 3 Juni 2012
Sie sind weiss oder mit Schokoüberzug und sie sind weich: die Rede ist von den Amaretti, einem Mandel-Kleingebäck mit dem Produktionsepizentrum im Tessin.
Sie sind weiss oder mit Schokoüberzug und sie sind weich: die Rede ist von den Amaretti, einem Mandel-Kleingebäck mit dem Produktionsepizentrum im Tessin und im italienischsprachigen Bündnerland. Ihr leicht-zarter Bittergeschmack gibt ihnen den Namen. Amari, Amaretti kommt nicht von amore sondern von amaro (bitter). Besonders gut kommen sie zur Geltung, wenn man sie in Wein oder Kaffee tunkt. Aussen sind sie eher knusprig, innen weich mit leichtem Kirsch- oder Grappagout. Die Herkunft wird entweder im Piemont, Ligurien oder gar auf Sizilien vermutet. Im Bleniotal fand man ein Rezept für Amaretti aus dem Jahr 1800. Im Tessin sind die weissen Amaretti bevorzugt. In Italien finden sich daneben die bekannten Amaretti di Saronno, welche hellbraun sind und durchgehend knusprig. Die Tessiner Produzenten schwören darauf, dass ihre Art der Amaretti aus dem Piemont kommt, wo sie ein Herr Furlandoni erfunden haben soll. Er besass anfangs des 20. Jahrhunderts eine Konditorei in Gallarate.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Amaretti ist für das Tessin beachtlich. Die Nachfrage ist sowohl seitens der Tessiner als auch von Touristen hoch. Eine grosse Konditorei produziert gut und gerne 700 bis 800 weisse Amaretti pro Tag.