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Allgemeine Familiennameneinträge haben den Zweck, Ahnenforschern ein bisschen weiter zu helfen!
Die Broglis sind eines der ältesten überlieferten Seebacher Geschlechter. Ein Konrad Brogli wird in Seebach bereits 1287 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Trägern eines Familiennamens in Seebach.
Wenn einer um 1200 den Beinamen Brogli erhielt, dann muss dieser Name auch Teil der Sprache gewesen sein, doch findet man in keinem Wörterbuch des späten Althochdeutschen und Mittelhochdeutschen ein solches Wort, sei es als Verb «broglen» oder als Substantiv «Brogli». Grösste Ähnlichkeit findet sich lediglich im mittelhochdeutschen «brogen» = sich aufbäumen, sich erheben gegen etwas. Somit dürfte das Wort mundartlich gewesen sein. Derzeit wird von Fachleuten die von Ernst Benninger genannte Deutung als «Prahler» bevorzugt. Es scheint, dass die Deutung mit Prahler offensichtlich richtig ist, denn in der Oberwalliser Mundart gibt es das Verb `brogleren` mit der Bedeutung 'prahlen'. Da das Walliserdeutsche zur Gruppe der höchstalemannischen Mundarten gehört, bewahrte es noch viele altalemannischen Wortstämme, die hierorts verloren gingen.
Eine Abkunft des Familiennamens vom althochdeutschen brogil = Sumpf oder keltischen *brogilos wird nirgends in Betracht gezogen.
Die Broglis lebten noch 1534 in Seebach, denn es ist überliefert, dass ein Brogli einer der Mieter war, welche in einer der in der alten Sankt-Niklaus-Kapelle eingerichteten Wohnungen hauste. In der Schweiz ist das Geschlecht der Brogli in Rheinfelden und Umgebung am stärksten vertreten. In Frankreich gibt es das aus dem Piemont stammende Adelsgeschlecht Broglie. Ob dieser Name in einem Zusammenhang mit dem schweizerischen Brogli steht, ist aber noch offen.