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Juckreiz ist häufig verbunden mit Hautausschlägen, kommt aber auch vor, ohne dass an der Haut oder Schleimhaut etwas Besonderes auffällt. Intensiver Juckreiz ist quälend, das Kratzen ist eine Abwehrreaktion, die reflektorisch einsetzt.
Juckreiz ist häufig verbunden mit Hautausschlägen. Intensiver Juckreiz ist quälend und bringt Betroffene oft um die Nachtruhe, bisweilen beeinträchtigt er die Arbeitsfähigkeit und wird derart unerträglich, dass Selbstmordgedanken aufkommen. Jede Stelle der Körperoberfläche ist ein möglicher Manifestationsort.
Histamin ist ein Gewebshormon, das in vielen Körperzellen gebildet und bei Bedarf in der Funktion eines Mediators (Botenstoff) freigesetzt wird, vor allem zur Aktivierung von Abwehrreaktionen. Als unangenehme Folge kann Juckreiz auftreten.
Viele Medikamente gegen Juckreiz enthalten demzufolge chemische Verbindungen, welche die Freisetzung von Histamin hemmen – daher der Name Antihistaminika. Histamin ist ausserdem in bestimmten Hirnregionen an der Nervenimpulsübertragung beteiligt, unter anderem an der Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus. Dies wiederum kann erklären, warum Antihistaminika müde machen (Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit)
Er entsteht mehrheitlich zusammen mit einem Hautausschlag. Häufige Gründe sind:
Juckreiz ist oft nur eines der Symptome einer übergeordneten Erkrankung, die sich unter anderem an der Haut abspielt. Eine Infektionskrankheit ist naheliegend, wenn gleichzeitig Fieber, Halsschmerzen, Drüsenschwellungen und allgemeines Krankheitsgefühl bestehen.
Wenn an der Haut nichts auffällt, kommen psychische oder hormonale Auslöser in Betracht, z.B. gegen Ende der Schwangerschaft oder im Alter.
Eine Arztkonsultation ist angezeigt, wenn Juckreiz auf Hausmittel nicht anspricht, wenn Verdacht auf eine Stoffwechselkrankheit besteht oder auf eine ansteckende Erkrankung, die den Patienten oder seine Umgebung gefährden könnte.
Der Arzt kann neben der Therapie der Grundkrankheit auch Medikamente für die lokale Behandlung des Juckreizes verschreiben. Diese enthalten teilweise Kortison und sollten nicht über lange Zeit (Monate) hinweg eingerieben werden, da sie ihrerseits Hautveränderungen auslösen und die Haut dünner (Hautatrophie) und verletzlicher machen können.