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Beschreibung
Name: Château de Camensac
Herkunft: Frankreich
Region: Bordeaux, Haute Médoc
Weingut: Château Camensac
Produzent/Besitzer: Jean Merlaut, Céline Villars-Foubet
Klassifizierung: Grand Cru Classé en 1855
Kategorie: Seitenbretter 6er Weinkisten
Länge: 330mm Breite: 171mm
Stärke: 10mm
Gewicht: 244g
Über die Geschichte des Guts ist recht wenig bekannt. Anfangs gehörte das Gut der englisch stämmigen Familie Popp. Dieser Familie gehörte das Gut auch noch im Jahr 1855, als anlässlich der Weltausstellung in Paris die Klassifikation der Bordeaux-Weingüter offiziell vorgestellt wurde.
Bis zum Jahr 1913 gehörte Château Camensac der Familie Tournade, sie verkaufte es jedoch in jenem Jahr an den Weinhändler Paul Cuvelier. Cuvelier übernahm nur sieben Jahre später das bekannte Weingut Château Léoville-Poyferré. Insgesamt war die Ära Cuvelier auf Camensac nicht sehr erfolgreich.
Im Jahr 1964 übernahmen die Brüder Enrique und Elysée Forner das heruntergewirtschaftete Gut. Die spanisch stämmige Familie Forner musste ihr Heimatland während des Spanischen Bürgerkriegs verlassen und konnte auch während der Ära Franco nicht in das Land zurückkehren. Nachdem die Forners in Bordeaux einen florierenden Weinhandel aufgebaut hatten, konnten sie kaum zehn Jahre später durch den Verkauf ihres Handels das Château erwerben.
Neben einer kompletten Renovierung der Gebäude wurden auch die Weinberge neu angelegt. Die Brüder griffen von Anfang an auf die Dienste von Émile Peynaud zurück. Im Jahr 1968 erwog Enrique eine Rückkehr nach Spanien und baute dort ab 1970 mit Hilfe von Peynaud mit der Marke Marqués de Cacerès eine international erfolgreiche Genossenschaftskellerei auf. Sein Bruder Elysée blieb jedoch in Frankreich. 76-jährig verkaufte er im Jahr 2005 das Anwesen an die von Jacques Merlaut geleitete Taillan-Gruppe. Merlaut hatte bereits viele Jahre vorher einen Anteil von 25 % an der Betreibergesellschaft des Châteaus erworben und unterstützte die Qualitätsbemühungen der Forners.
Heute besitzt Jean Merlaut, der Sohn von Jacques, 50 % der Anteile. Die restlichen 50 % gingen an Jacques’ Nichte Céline Villars-Foubet. Céline leitet zusammen mit ihrem Mann Jean-Pierre Foubet den Betrieb auf Château Camensac und auch auf Château Chasse-Spleen.