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Werkzeug zum Schneiden des Getreides und Grases, besteht aus einer nach vorn sich verjüngenden, konkav gekrümmten
Klinge mit einem kurzen hölzernen Handgriff. Die Grassicheln sind kurz, aber sehr stark gebogen.
Die meisten Sichelklingen liefert Steiermark. Die S. ist eins der ältesten Kulturwerkzeuge, und Bronzesicheln aus prähistorischer
Zeit sind vielfach gefunden worden. Bei den alten Griechen war die S. Symbol des Landbaues, daher Attribut der Demeter. Das Sichet
(auch Hausichte genannt), ein in Belgien noch übliches Werkzeug zum Mähen von Getreide, hat ein kürzeres
Blatt als die Sense und einen nur armlangen Stiel; es wird im Verein mit einem Stabe bei lagernder Frucht vorteilhaft verwendet.
Nathanael, Historien- und Porträtmaler, geb. 8. Jan. 1844 zu Mainz, ergriff anfangs
die Lithographie, bezog dann die Berliner Akademie unter Jul. Schrader, malte schon 1864: Philipp der Großmütige an der
Gruft seiner Gemahlin (Gallerie in Darmstadt), erhielt in demselben Jahr für seinen Joseph die Träume Pharaos deutend den
Preis für Rom und malte dort die Verhaftung des Don Carlos durch Philipp II. sowie eine Scene aus dem
Leben der Maria Stuart.
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Dann studierte er ein Jahr in Paris, malte in mehreren Städten Deutschlands Bildnisse und kehrte nach Paris zurück, wo
er Phantasieköpfe und Porträte malte. Eins seiner besten Bilder war 1876 Francesca von Rimini. Seit kurzem lebt er in Berlin.