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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einzelne Wörter oder Passagen in einem Text auszuzeichnen, die hier genannt und kurz erläutert werden.
Kursive
Eigene Schriftform; integrierte Auszeichnung, die erst auffällt, wenn man an Kursive die entsprechende Stelle kommt; im Normalfall für Auszeichnungen im Text am besten geeignet.
Schräge
Schrägstellung der Aufrechten; keine eigene Schriftform; «Eine elektronisch schräggestellte Schrift ist keine Kursive sondern ein Mißverständnis.» (Willberg und Forssman, 2001). (Serifenlose Schriften haben häufig keine Kursive.)
zum Vergleich: 1.Kursiv / 2. Schräg / 3. Normal
Fette
Normalerweise in Textabschnitten zu vermeiden, viel zu aufdringlich (aktive Fette Auszeichnung), zieht direkt die Aufmerksamkeit auf sich. Somit ist die Fette beispielsweise in Nachschlagewerken sinnvoll, in denen man gezielt nach bestimmten Begriffen sucht. Für Überschriften, Bezeichnungen von Tabellen und Abbildungen, für Teile von Aufzählungen und Verzeichnissen und Tabellenköpfe geeignet; gelegentlich wird sie auch bei Literaturverweisen im Text verwendet.
Unterstreichung
Unbedingt zu vermeiden; Überbleibsel aus dem Schreibmaschinen- Unterstreichung zeitalter, als es nur eine Schriftform – die Aufrechte – auf der Schreibmaschine gab.
VERSALIEN
Nur verwenden, wenn man genau weiß, was man tut, und dann unbedingt leicht sperren (bei vielen Schriften ist eine zusätzliche Verkleinerung sinnvoll; aktive Auszeichnung).
Kapitälchen
Auch nur verwenden, wenn man weiß, was man tut. Das heißt, man (er)kennt den Unterschied zwischen echten und falschen Kapitälchen; ebenfalls leicht sperren (integrierte Auszeichnung).
S p e r r e n
Vergrößerung der Abstände zwischen Buchstaben eines Wortes, wobei nach Sperren Tschichold (1960) gesperrte Kleinbuchstaben »immer und überall falsch« sind; Willberg und Forssman (2001) sehen das nicht ganz so streng, sind aber der Meinung, dass Sperren nur etwas für »Typografie-Meister« ist.
Schriftmischung
Die Verwendung einer zusätzlichen Schrift; dabei ist zu beachten, dass die verwendeten Schriften zu einander passen. Ist der Text in einer Serifenschrift verfasst, kann eine serifenlose Schrift zur Auszeichnung dienen. Doch Vorsicht: Schriftmischung ist etwas für Experten!