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Winterthurer Münzkabinett erhält verschollenen MünzschatzSchreiben Sie einen Kommentar
Die Münzen waren im Besitz einer Nachfahrin des Fabrikanten und Eisenbahnpioniers Adolf Guyer-Zeller, wie die Stadt am Donnerstag mitteilt. Sie sind Teil eines Schatzes, der 1880 gefunden wurde und ursprünglich aus 500 bis 600 Münzen bestand.
Es war bekannt, dass Guyer-Zeller kurz nach der Auffindung einen Teil des Fundes ankaufen konnte, doch niemand wusste, ob dieser Teil noch existierte. Für Historikerinnen und Historiker sind Münzen eine wichtige Quelle. Schatzfunde geben wertvolle Hinweise auf den Geldumlauf und das Wirtschaftsleben in römischer Zeit, wie es in der Mitteilung heisst. Auf den Münzen sind beispielsweise Marcus Aurelius (161 bis 180) und seine Frau Faustina II abgebildet, ebenso Antoninus Pius (138 bis 161) oder Hadrian (117 bis 138). Alle Münzen wurden in Rom geprägt.
Der Schatz von Bäretswil ist der grösste erhaltene römische Bronzemünzfund auf Zürcher Kantonsgebiet, und auch schweizweit liegen nur wenige vergleichbare Funde vor.