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Anstelle von zwei Seebädern wird es in Thalwil künftig nur noch eine grosse Badi geben. Wie diese aussehen soll, entscheiden die Stimmberechtigten im Februar 2024 an der Urne. Zur Auswahl stehen zwei Varianten: Einmal mit und einmal ohne Hafen.
Derzeit realisiert der Kanton am Thalwiler Seeufer den Hochwasser-Entlastungsstollen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch bis 2026 andauern. Nach Abschluss der Baustelle stellt sich die Frage, wie das Seeufer aussehen wird. Der von der Gemeinde ausgearbeitete Gestaltungsplan wurde im Juni 2021 von der Gemeindeversammlung abgelehnt.
Nun plant die Gemeinde zwei neue Gestaltungsvarianten für den Bereich des ehemaligen Bürger I, des angrenzenden Hafens Bürger und des Seebads Bürger II. Die beiden Varianten werden den Stimmberechtigten an der Urne vorgelegt.
Zwei Gestaltungsvarianten
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Vorschlägen besteht darin, dass der Bootshafen mit 56 Plätzen bei einem erhalten bleibt, bei dem anderen jedoch nicht.
Die Variante ohne Hafen beinhaltet ein abgestuftes Liegedeck aus Holz, einen neuen Badi-Eingang, einen kleinen Sandstrand und eine grosse Liegewiese im Bereich des ehemaligen Bürger I. Ausserdem ist ein schlankes Garderobengebäude entlang der Seestrasse geplant. Der angedachte Holzsteg soll ausserhalb der Badi 63 Meter in den See hinausragen. Gebaut wird dieser auf dem im Wasser liegenden Auslaufkanal des Entlastungsstollens. Der restliche Uferabschnitt ist als öffentliche Parkanlage mit Seezugang geplant. Um ökologische Ersatzflächen zu schaffen, ist bei dieser Variante geplant, Schilf neben dem Holzsteg anzupflanzen.
Bei der Variante mit Hafen bleiben die Bootsplätze erhalten, die Bootshäuser werden jedoch rückgebaut. Auch hier wird ein Liegedeck aus Holz die beiden Bereiche des künftigen Seebads verbinden. Es entstehen mehr ökologische Ersatzflächen an heute bestehenden Landflächen in Form von neuen Schilfufern als in der Variante ohne Hafen.
Beide Varianten beinhalten die Möglichkeit, das Seeufer ganzjährig zu nutzen und einen durchgehenden Fussweg anzulegen.
Entscheid an Urne
Darüber, welche Variante umgesetzt wird, entscheidet das Stimmvolk. Die beiden Gestaltungsvarianten werden den Stimmberechtigten im Frühjahr 2024 an der Urne vorgelegt. Geplant ist, dass der Holzsteg bereits im kommenden Winter 2023/24 gebaut wird. Die übrigen Arbeiten sind für den Herbst 2025 vorgesehen mit dem Ziel, diese bis im Sommer 2026 abgeschlossen zu haben.
Die Kosten für das Projekt werden auf etwa 7,5 Millionen Franken geschätzt. Eine genaue Kostenschätzung ist jedoch erst zum Zeitpunkt der Abstimmung möglich.
Die Gemeinde plant zu einem späteren Zeitpunkt entsprechende Gefässe als Informationsquellen wie Info-Videos und Info-Veranstaltungen.
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