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Die drei frühmittelalterlichen Gräber seien rund 1300 Jahre alt und schlecht erhalten gewesen, teilte die Zuger Direktion des Innern am Mittwoch mit. Ihre Entdeckung sei umso bemerkenswerter. Die in den Gräbern vorgefundenen Gegenstände erzählten vom Leben der ländlichen, aber dennoch nicht armen Bevölkerung in diesem Gebiet.
Die Gräber befanden sich in der Nähe einer hufeisenförmigen Steinkonstruktion mit einem Durchmesser von zehn Metern. Im ersten Grab wurden Skelettreste und farbige Glasperlen gefunden. In der zweiten Grube gab es kaum mehr Überbleibsel der bestatteten Person, aber ein rund 80 Zentimeter langes Schwert und eine eiserne Gürtelschnalle. Im dritten Grab wurden neben Glasperlen sämtliche Zähne einer jungen Frau sichergestellt.
Weiter stiessen die Archäologen auf Feuergruben aus der Bronzezeit, die von 2200 bis 850 vor Christus dauerte. Die Verwendung der Gruben sei im jetzigem Forschungsstand noch rätselhaft, hiess es in der Mitteilung.
Die Besiedlung des Gebietes durch die Kelten (450-58 vor Christus) wird durch neue Funde im Kiesabbaugebiet bestätigt. Erwähnt werden das Fragment eines Glasarmrings, eine Silbermünze mit stilisiertem Menschenkopf sowie eine Bronzemünze mit eingraviertem Fabelwesen.
Die Zuger Archäologen sind im Kiesabbaugebiet von Cham-Oberwil seit den 1990er Jahren unterwegs. Sie begleiten den Kiesabbau, um Funde aus der Vergangenheit zu sichten und vor der Zerstörung zu retten.
(sda)