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Wie kam das Schweizer Bauerndorf St. Imier zum Anarchismus?
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Schweiz zum globalen Player unter den Industrienationen. Unternehmen wie Brown Boveri, Nestlé, Ciba oder Sulzer stiegen in dieser Zeit zu Aushängeschildern der exportorientierten Schweizer Wirtschaft auf. Zu den damals bereits weltweit bekannten Schweizer Produkten gehörten auch die Longines-Uhren. Diese wurdenin Saint-Imier hergestellt. In der Uhrenstadt im Berner Jura arbeitete man jedoch nicht einzig daran, die genauesten Zeitmesser und Taktgeber für die kapitalistische Weltordnung herzustellen. Spätestens mit dem Gründungskongress der anarchistischen Arbeiterinternationalen im Jahre 1872 verband man Saint-Imier auch mit dem Anarchismus.
Wie passt das zusammen? War der Anarchismus eine Antwort auf die Zustände in der Uhrenfabrik?
Programm:
19.00 Begrüssung
19.05 Referat Anarchismus (Florian Eitel)
20:00 Diskussion Florian Eitel und Manuel Lehmann
20:20 Fragerunde
Dr. Florian Eitel ist Kurator für Geschichte am Neuen Museum Biel. Er forschte und lehrte im Studienbereich Zeitgeschichte der Universität Freiburg (Schweiz) zur Geschichte des Anarchismus und zur Rolle von Musik in der politischen Mobilisierung.
Das Fachreferat ist Teil einer Veranstaltungs-Trilogie, die der Historische Verein Winterthur veranstaltet. Die Trägerschaft des Museum Schaffen lädt spannende Redner*innen dazu ein, sich vertieft mit den unterschiedlichen Systemen und ihren Auswirkungen auf die damaligen, heutigen und zukünftigen Arbeitswelten zu befassen.