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Le grand bain
Regie: Gilles Lellouche
Darst.: Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde, Virginie Efira, Leïla Bekhti, Jean-Hugues Anglade, Philippe Katerine, Marina Foïs, Félix Moati u.a.
Wenn Bertrand erzählt, welchen Sport er zu trainieren begonnen hat, sind ihm hämische Bemerkungen und entgeisterte Blicke gewiss. Doch der Mittvierziger, der seit zwei Jahren wegen einer Depression nicht mehr arbeitet und zum Frühstück eine Handvoll Tabletten ins Müsli wirft, fühlt sich weniger apathisch, seit er mit sechs Männern seines Alters ein Team bildet. Regelmässig üben sie sich abends im Schwimmbad mehr schlecht als recht im Synchronschwimmen. Das choreografierte Planschen unter der Anleitung der einstigen Spitzenathletin Delphine hat beinahe den Charakter einer Selbsthilfegruppe, denn nach dem Training sitzen die Männer in der Garderobe und erzählen sich ihre Sorgen und Nöte. Private und berufliche Probleme haben sie alle, sowohl der bankrotte Poolverkäufer Marcus als auch der abgehalfterte Rockmusiker Simon oder der kindliche Thierry. Eine Entdeckung rüttelt sie auf und gibt ihnen eine neue Perspektive: In Norwegen findet die Weltmeisterschaft der männlichen Synchronschwimmer statt. Die Idee zur Feel-Good-Komödie hatte der französische Schauspieler und Regisseur Gilles Lellouche, als er einen Dokumentarfilm über das dänische Männerteam im Synchronschwimmen sah – genau wie der englische Regisseur Oliver Parker, dessen «Swimming with Men» letztes Jahr im Kinok zu sehen war. Die zwei Komödien, die fast zeitgleich entstanden sind, unterscheiden sich in ihrem Temperament und ihren Charakterzeichnungen. Für «Le grand bain» konnte Lellouche bekannte Schauspieler gewinnen, die sich nicht scheuten, in Badehosen zu agieren. Mathieu Amalric spielt den depressiven Bertrand, der Halt bei seiner verständnisvollen Frau findet, während die Figur von Guillaume Canet gerade eine Trennung verkraften muss. Benoît Poelvoorde und Jean-Hugues Anglade sind in weiteren Rollen zu sehen, während Virginie Efira und Laïla Bekhti die grundverschiedenen Trainerinnen Delphine und Amanda verkörpern. «Ein spannendes Drehbuch, fesselnde Charaktere, kraftvolle Dialoge und Emotionen», schreibt cineserie.com. «Le grand bain» war in Frankreich ein grosser Publikumserfolg.