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Am 20. November findet sich abermals eine Legende im Zürcher Hallenstadion ein. Der Pionier der elektronischen Musik Jean Michel Jarre tritt im Rahmen seiner 2010 begonnenen Welttournee auch in der Schweiz auf und bietet somit seinen Schweizer Fans die Möglichkeit, eine einzigartige Show zu erleben.
Jean Michel Jarre wird als Zauberkünstler betitelt, als Magier der elektronischen Klänge, als Meilenstein in der elektronischen Musik. Schon seit seinem Durchbruch 1976 mit dem Album Oxygène schafft er es, weltweit zu begeistern und zu verzaubern. Der Franzose gilt zu recht als einer der innovativsten Künstlern der Welt, denn nicht nur hat er seit 1977 über 80 Millionen Alben weltweit verkauft, noch dazu hat er den Begriff ‘Konzerterlebnis’ neu definiert: Gemeinsam mit über 50 legendären und teilweise aus den 70er Jahren stammenden Synthesizern – wie das VCS3 oder den Moog Synthesizer, welche er auch schon bei seinem ersten Album verwendet hat – und zahlreichen Lasern hat er eine spektakuläre Show choreographiert, die seinesgleichen sucht.
Aber zuerst einmal zurück zu seinen Anfängen: Seine Liebe zur Musik hat der 1948 geborene Jarre mit 10 Jahren entdeckt, als ihn seine Mutter, die Freiheitskämpferin France Pejot, zu einem Jazz-Konzert mitnahm. Jahre später – nach Abschluss seines Studiums am Conservatoire de Paris – begann er, unter dem Einfluss von Pierre Schaeffer, dem Vater der ‘Musique Concrète’, mit verschiedenen Effektgeräten zu experimentieren, so auch mit dem Moog Synthesizer.
Seit den frühen 70er Jahren komponierte Jarre Musik für das Ballet, für Theaterstücke, für Werbungen oder sonstige Fernsehprogramme. Nach Veröffentlichung von vier Alben folgte der erste, grosse Live-Auftritt von Jarre, bei dem er mit 1 Million Zuschauern ins Guinness Buch der Rekorde einging. Es war der erste von vielen Open-Air Auftritten und fand auf dem Place de la Concorde in Paris.
Es sollte nicht das einzige Mal geblieben sein, dass Jarre in das Guinness Buch der Rekorde einging, er brach seinen eigenen Rekord noch drei weitere Male: 1986 in Houston mit 1.5 Millionen Zuschauern, 1990 in Paris mit 2.5 Millionen Zuschauern und schliesslich, sein bisher grösstes Konzert, im September 1997 in Moskau mit unglaublichen 3.5 Millionen Zuschauern. In der Zwischenzeit gab er zahlreiche andere – üblicherweise ausverkaufte – Konzerte, zum Beispiel auch in China: Er war der erste westliche Musiker, der von der chinesischen Regierung für ein Konzert eingeladen wurde. Angeblich verfolgten über 500 Millionen Chinesen die Konzerte live oder über Radio.
Inzwischen hat Jean Michel Jarre 20 Studio Alben veröffentlicht. Bis heute ist ihm der legendäre Ruf, den er sich vor allem bei seinen Open-Air Auftritten und mit Hilfe seiner revolutionären Lichtshows erarbeitet hat, erhalten geblieben. Bei seinen Tracks sitzt jeder Sound, und sowohl er als auch die drei Musiker, die ihn für seine Welttournee begleiten, spielen jeden Ton live ein, ohne Loops und Samples. Für seine Hallenkonzerte hat er ein völlig neues Konzept erarbeitet, eine Lichtshow, die genau auf diese Verhältnisse abgestimmt ist. Natürlich dürfen die Laser-Harfe, die durch ihn berühmt worden ist, und das Theremin nicht fehlen. Auch der Moog Synthesizer geht wieder mit ihm auf Tour.
Wer also die Chance hat, das Konzert in Zürich, welches das letzte Konzert seiner derzeitigen Welttournee sein wird, zu besuchen, sollte diese Chance ergreifen: Man darf sich nämlich auf eine gigantische, faszinierende Lichtshow mit genauso grossartiger Musik freuen, bei der einige seiner grössten Erfolge nicht fehlen dürfen. Oxygène Part 2 wird als Erlebnis sondergleichen betitelt – eine Show, die man gesehen haben muss.
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Bild: zVg