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|Rütihöfler Chronik

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Rütihof gehörte zu keiner Gemeinde, die Bewohner waren aber dem Untervogt von Birmenstorf und dem Meier von Dättwil unterstellt. Es gab für die Rütihöfler kein Bürgerrecht, keine Armenfürsorge, kaum Gemeindeeinrichtungen. Immerhin wurde 1778 die erste Schule erwähnt.
1798 schufen die helvetischen Behörden aus Rütihof und andern Einzelhöfen die Munizipalität Dättwil. Nach der Gründung des Kantons Aargau verhinderte ein Streit zwischen Dättwi! und Rütihof lange Zeit die definitive Bildung einer Gemeinde. Erst 1805 nahm die aus den Dörfern Dättwil, Rütihof und Münzlishausen gebildete Einwohnergemeinde Dättwil als letzte des Aargaus ihre Arbeit auf. Trotz komplizierter Struktur und vieler Wirrnisse überdauerte sie mehr als anderthalb Jahrhunderte.
In Rütihof bestand ab 1798 während vier Jahren die erste konfessionell gemischte Schule der Schweiz. Kirchlich gehörte das Dorf immer zu Baden, Ein eigener Friedhof und die Kapelle entstanden 1897 dank grossem Einsatz der Bewohner.
Nach der Jahrhundertwende entstanden in rascher Folge die Wasserversorgung, die Poststelle und die Elektrizitätsversorgung.
Als architektonische Pioniertat galt das 1937 eingeweihte, heute noch genutzte Schulhaus.
Seit 1962 (315 Einwohner) gehört Rütihof mit den andern Teilen der ehemaligen Gemeinde Dättwil zur Stadt Baden. Die Eingemeindung hatte einerseits ein hektisches Wachstum, andererseits einen Ausbau der dörflichen Infrastruktur zur Folge: Kindergärten, ein weiteres Schulhaus, die Mehrzweckhalle und ein Feuerwehrmagazin entstanden.
1976 zählte das "Dorf" noch 500 Bewohner. 1981 wurde die Marke von 1,000 Einwohnern überschritten.
Bis Anfang 1994 ist die Einwohnerzahl auf rund 1,700 angestiegen. Im Jahre 2000 wurde die Schwelle
von 2,000 Einwohnern überschritten. 2005 wurden bereits 2,400 Einwohner gezählt. Doch das Ende der
Entwicklung ist absehbar, denn freie Bauparzellen sind kaum mehr auszumachen.