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Hinter White Tale steht das US-Familienunternehmen Standard Industries sowie der als aktivistisch geltende Hedgefonds Corvex Management. Der im Mai angekündigten Fusion mangle es an strategischen Gründen, und Clariant solle sich daher nach Alternativen umsehen, lautet die Forderung von Corvex und Standard Industries gemäss früheren Angaben. Denn die Fusion in der vorgeschlagenen Form bewerte die Clariant-Aktien zu tief - mit alternativen Transaktionen könne "weit mehr" Wert geschaffen werden.
CLARIANT IN GESPRÄCHEN
"Ein weiterer Ausbau der Beteiligung ist nicht ausgeschlossen", sagte ein Sprecher von White Tale Anfang Juli zu AWP. Mit dem aktuellen Stimmenanteil ist White Tale kein Leichtgewicht. Denn die ausserordentliche Generalversammlung von Clariant - diese wird voraussichtlich im vierten Quartal abgehalten - muss den Deal mit einer Zweidrittelmehrheit der Aktienstimmen absegnen.
"Der Beteiligungsausbau überrascht uns nicht", erklärte ein Clariant-Sprecher gegenüber AWP. White Tale habe bereits vor einigen Wochen entsprechende Signale ausgesandt. Nun gehe es darum, den bestehenden Austausch mit White Tale weiter voranzutreiben. Ziel sei es, den Investor von dem Vorhaben Huntsman zu überzeugen.
"Wir sind zuversichtlich", sagte der Sprecher und verwies nicht zuletzt auf eine "breite Unterstützung", die Clariant im Aktionariat geniesse. Den grössten Aktionär stellt nach wie vor die Gruppe der früheren Südchemie-Aktionäre mit einem zuletzt gemeldeten Anteil von 13,9%. Diese stellt sich hinter das Clariant-Management und den Huntsman-Deal.
rw/ra/hr
(AWP)