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Ähnlich wie der Lachs wandert die Seeforelle zum Laichen in die Flüsse und Bäche. Hindernisse verhindern immer wieder, dass Elterntiere den Weg zu ihren Laichplätzen überhaupt erreichen. Bei der Rückwanderung der Fische in die Seen stellen die Turbinen von Wasserkraftwerken ein Todesfalle dar. Grosse Gefahren für die Seeforellen gehen auch vom Schwall-Sunk-Betrieb der Wasserkraftwerke aus.
Mit dem Begriff Schwall wird der künstlich erhöhte Abfluss in einem Fliessgewässer während des Turbinierbetriebes eines Kraftwerks bezeichnet. Der Begriff Sunk steht für die Niedrigwasserphase, die zwischen den Schwällen in Zeiten mit geringem Strombedarf auftritt, also meist in der Nacht und am Wochenende.
Der SFV fordert deshalb:
- Keine neuen Wasserkraftwerke, die den Auf- und Abstieg der Seeforellen behindern
- Fischgängigkeit (Auf- und Abstieg) bei Wasserkraftanlagen verbessern
- Revitalisierung der Aufstiegsgewässer und Ausgleichsbecken gegen die negativen Auswirkungen von Schwall und Sunk
- Regulationsmassnahmen bei überdurchschnittlich hoher Zahl fischfressender Vögel
Nach dem SFV braucht die Förderung der Seeforelle eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Neben der Wasserqualität, abwechslungsreicher Lebensräume gehöre auch eine angepasste fischereiliche Bewirtschaftung der dazu.