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Die „Costa Concordia“, vor der Insel Giglio auf einer Klippe knapp ruhend, kann jeden Augenblick in die Tiefe rauschen. Ist dies nicht ein Symbol für Europa, die „Costa Europa“? Wir liegen derzeit wirtschaftlich auf einer Klippe, von welcher wir aufgrund der globalen Wirren jederzeit abrutschen können. Meine Freunde kaufen Land in Frankreich, hektarweise. Sie siedeln sich auf Malta an, weil Europa nicht mehr als sicher gilt. Viele halten den Atem an. Kommt das grosse Rutschen?
Die gleiche Frage muss sich Roger Schawinski stellen, der mit enormer Flegelhaftigkeit unterhalb der Gürtellinie rhetorisch auf seinen Freund Roger Köppel eindrosch, der auch kein Freund der Traurigkeit ist. Wer im Schweizer Fernsehen derart diskutiert, muss sich nicht wundern, wenn sich SVP-Nationalrätin Nathalie Rickli und andere Politiker dem verweigern. Wer besteigt schon freiwillig die Guillotine?
Roger de Weck und sein TV-Direktor Matter dürften ratlos sein. Schawinski legt mit derlei Rabuslistik eine Rekord-Einschaltquote vor, welche das Schweizer Fernsehen dringend braucht. Anderseits können derartige „exploits“ nur ins frühzeitige Aus führen. Mit Diskussionskultur gehobenen Stils hat das Gebotene nichts mehr zu tun.
Vielleicht wird das Wort „Abrutschen“ zum neuen Wort des Jahres?