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In der mittleren Kindheit treten gehäuft emotionale Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten auf. Die Verletzlichkeit der Kinder in diesem Alter, deren existenzielle Verunsicherungen, deren Impulse zur Abgrenzung und Orientierungssuche werden oft nicht als eine phasenspezifische Entwicklungskrise erklärt. Viele Eltern sind daher verunsichert und fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben, wenn ihre Kinder etwa davon sprechen, dass sie sich neue Eltern suchen wollen, oder wenn sie plötzlich mit neun Jahren eine Taschenlampe zum Einschlafen benötigen.
Das Projekt „Der Rubikon und seine empirische Überprüfbarkeit als ein bedeutender Bestandteil der Entwicklungsprozesse von Kindern in der mittleren Kindheit“ möchte diese Veränderungsprozesse fassbarer und damit transparenter machen. Es soll dabei untersucht werden, ob der Rubikon überhaupt bei allen Kindern stattfindet, in welcher Altersspanne dieser Prozess eintritt, wovon er beeinflusst wird, was zu seinem Gelingen beiträgt und was ihn möglicherweise hemmt.