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Am Sternenhimmel im Februar 2020
Im Schaltjahr 2020 verlängert sich das Jahr um einen ganzen Tag. Dieser zusätzliche Tag wird seit rund zweitausend Jahren in einem Schaltjahr immer am 24.2. als sogenannter Schalttag eingefügt, so also auch in diesem Jahr. Und der Februar hat damit 29 Tage.
Die Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten nun sehr deutlich an, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 1h 27m von 9h 36m auf 11h 3m zunimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 17.2. das Sternbild des Steinbocks, um danach ihre scheinbare Bahn im Sternbild des Wassermanns fortzusetzen.
Merkur entfernt sich zu Beginn des Monats scheinbar noch von der Sonne weg, um danach sich der Sonne scheinbar zuzubewegen. Damit kann er bis gegen Monatsmitte in der Abenddämmerung tief über dem flachen westlichen Horizont gesehen werden.
Venus zeigt sich den ganzen Monat über als prächtiger Abendstern in den ersten Nachtstunden über dem südwestlichen Horizont.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 11.2. scheinbar das Sternbild des Schlangenträgers, um danach seine scheinbare Bahn im Sternbild der Schützen fortzusetzen. Mars kann den ganzen Monat über am Ende der Nacht über dem südöstlichen Horizont gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und kann den ganzen Monat über unterhalb von Mars stehend in der Morgendämmerung tief über dem östlichen Horizont gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiterhin scheinbar das Sternbild des Schützen und kann ab Monatsmitte unterhalb von Jupiter stehend in der Morgendämmerung tief über dem flachen östlichen Horizont gesehen werden.
Der Lauf des Mondes:
Erstes Viertel am 2.2. um 2:41 Uhr
Vollmond am 9.2. um 8:32 Uhr
Letztes Viertel am 15.2. um 23:17 Uhr
Neumond am 23.2. um 16:32 Uhr
In den frühen Nachtstunden im Februar zeigt sich im Südosten die winterliche Milchstrasse nun in einer günstigen Beobachtungslage und lädt ein, in dieses Meer von Sternen einzutauchen. Weit im Westen sind dagegen die Sternbilder des Pegasus und der Andromeda zu sehen, mitsamt der von blossem Auge sichtbaren Spiralgalaxie in der Andromeda, deren Licht vor unglaublich langen zweieinhalb Millionen Jahren die Reise zur Erde angetreten hat. Im Süden thront das prächtige Wintersechseck mit seinen eindrücklichen Sternbildern Orion, Stier, Fuhrmann, Zwillinge, Kleiner Hund und Grosser Hund. Hier gibt es eine Fülle an hoch interessanten Objekten zu entdecken. Zum Beispiel die jungen, eben erst entstandenen Sterne im Orionnebel. Oder die tausend Jahre alte Explosionswolke einer Supernova. Oder die sieben, sich bereits dem blossen Auge zeigenden Sterne der Plejaden. Und weit im Osten kündet das sich nun zeigende Sternbild des Löwen bereits das nahende Ende des Winters an.
Der immer noch frühe Nachtbeginn macht es weiterhin angenehm sich in den Tiefen des Universums diese faszinierende Welt zeigen zu lassen.
Haben Sie Fragen, möchten Sie mehr wissen oder einfach mal durchs Teleskop schauen? Jeden Freitag bei schönem Wetter findet in der Sternwarte die wöchentlich stattfindende öffentliche Vorführung statt! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!