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Basel, 1512/20
H. 46, B. 32 cm
Inv. 1904.328.
Das Aufleben zahlreicher Legenden um den Basilisken und die Gründung der Stadt Basel im Spätmittelalter bewirkte, dass die Basler gegen Ende des 15. Jahrhunderts das in ihrer Stadt beheimatete Fabelwesen aus Hahn und Schlange in die Folge der angestammten Wappenhalter, Engel, Löwe und Wilder Mann, einreihten. Treffend vermochte der unbekannte Basler Glasmaler unserer Standesscheibe die aufgrund ihres giftspeienden Schnabels und tötenden Blickes gefürchteten Fabeltiere darzustellen. Die Basilisken halten nebst dem Standesschild jene Ehrenfahne, die Papst Julius II. 1512 den eidgenössischen Ständen als Dank für die Eroberung von Pavia verlieh: Das mit goldenen Fransen versehene "Juliusbanner" führt ein Eckquartier mit der Darstellung der Verkündigung an Maria. Das Zwickelbild der Scheibe zeigt in Anlehnung an die Gründungssage Basels einen Bewaffneten, der dem Basilisken einen Spiegel entgegenhält, um so das Ungetüm mit seinem eigenen vernichtenden Blick zu bezwingen.