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Ronald Reagan nahm den direkten Weg. Aus dem Hollywood-Schauspieler, der seine Glanzrollen als Cowboy hatte, wurde ein US-Präsident, der dieses Amt so glänzend spielte, dass viele Amerikaner ihn heute vermissen. Ganz anders Moritz Leuenberger („Wir treten auf. Wir spielen. Wir treten ab.“) der in seiner zu langen Zeit als Schweizer Bundesrat mehr schauspielerte als regierte. Jetzt, da ohne Macht, liest kein Mensch mehr seine Bücher und interessiert sich kaum jemand für seine Reden.
Karol Wojtyla, Papst Johannes Paul II., war ein Weltstar, der nach Auffassung seines vieljährigen polnischen Sekretärs “sicher ein guter Theaterschauspieler” geworden ware. Das ist es: Der grosse Auftritt, die Geste, der Blick, der Satz, sie machen die „grossen Männer“ aus. Das Volk fällt immer wieder darauf herein.
Was Reagan und Wojtyla von Leuenberger unterschied, war der Humor. Beide hatten ihn, Moritz Leuenberger nicht.