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| Ambrosius von Mailand (340-397) - Exameron

Der fünfte Tag. Siebte und achte Homilie. (Gen 1,20-23)
XIII. Kapitel. Der wunderbare Instinkt des Eisvogels (die "alkyonischen Tage") und anderer Seevögel. Die nächtliche Wachsamkeit der Gänse: "Roms Götter schliefen, die Gänse wachten".
41.
"Seid ihr nicht mehr wert als die Sperlinge?" fragt der Herr. Wenn nun schon um eines winzigen Vogels willen das Meer sich hebt und plötzlich legt und zur rauhen Winterszeit inmitten des heftigen Tobens und Brausens der Stürme allen Elementen plötzlich Ruhe wiederkehrt, die den Wolkenflor am Himmel teilt und die Wogen glättet: wie hoch und kühn du erkennst es darfst du, o Mensch, Gottes Nachbild, die Hoffnung spannen, wenn sonst du dieses Vögelchens Glaubenszuversicht in frommem Streben nachahmst? Dieses läßt sich nicht angesichts der losbrechenden Stürme und der rasenden Winde mitten im Dräuen des Winters beirren und abschrecken, sondern vielmehr ermuntern. So legt es denn seine Eier an die Küste, woselbst sie der von der zurückebbenden Flut noch feuchte Sand aufnimmt, und fürchtet nicht die sich türmenden Wogen, die sie tosen und sich heranwälzen sieht.