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Bildung und die Reproduktion von Klassen
Auswirkungen der sozialen Herkunft auf die Bildungschancen, Bildungsabschlüsse und die beruflichen Positionen
Die vorliegende Bachelorarbeit vermittelt einen Einblick in die Thematik der sozialen Ungleichheit aufgrund der sozialen Herkunft und wie diese die Bildungschancen beeinflusst. Es werden die gesellschaftlichen Strukturen, insbesondere das Wachstumgsgesetz des kapitalistischen Systems und die vorhandenen Mechanismen und Strukturen des Bildungssystems aufgezeigt. Anhand der Klassentheorie von Karl Marx und Friedrich Engels wird die Einteilung der Gesellschaft in zwei Klassen diskutiert und auf die aktuelle Gültigkeit überprüft. Bourdieus Kapitaltheorie erweitert das Verständnis von Kapital über ökonomisches Kapital hinaus und verdeutlicht, dass soziale Ungleichheit mehrdimensional betrachtet werden muss. Dabei wird in der Thesis folgende Fragestellung beantwortet:
Wie wirkt sich die soziale Herkunft auf die Bildungschancen, die Bildungsabschlüsse und die beruflichen Positionen aus und wie tragen diese zu einer Reproduktion der sozialen Klassen bei?
Die frühe Selektion im Schulsystem verstärkt den Effekt der sozialen Ungleichheit aufgrund der sozialen Herkunft. Es wird statistisch aufgezeigt, wie das schweizerische Bildungssystem trotz Durchlässigkeit für die Reproduktion von Klassen mitverantwortlich ist und somit direkten Einfluss auf berufliche Positionen und gesellschaftliche Teilhabe hat. Es wird dargelegt, wie die Ökonomisierung der Bildungslandschaft zu einer zunehmenden Entwertung der Bildungstitel führt.