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Einer der Höhepunkte im Centre sportif du Bout-du-Monde ist das 100-m-Rennen der Frauen am Samstagabend. Mujinga Kambundji, die Swiss Athletics mit Bronze in der Königsdisziplin die erste Sprint-EM-Medaille seit 1978 beschert hat, wird dabei unter anderen von Ajla Del Ponte und Salomé Kora herausgefordert. Del Ponte und Kora waren die Start- respektive die Schlussläuferin der 4×100-m-Staffel, die an der EM einen Schweizer Rekord aufgestellt hat.
Lea Sprunger greift am Sonntag ins Wettkampfgeschehen ein, zwei Tage nach ihrem Rennen im Rahmen der Diamond League in Monaco (Platz 5). Die EM-Dritte über 400 m Hürden tritt in Genf allerdings nicht als Langhürdlerin in Erscheinung, sondern als Sprinterin über 200 m. In dieser Disziplin wird Kambundji ihren Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen.
Selina Büchel, die einen EM-Podestplatz als Vierte über 800 m um lediglich einen Zehntel verpasst hat, läuft in Genf über 400 m. Die zweite Schweizer EM-Vierte, Clélia Rard-Reuse, ist in ihrer Paradedisziplin über 100 m Hürden am Start. Eine Woche nach ihrem 5. Platz in Amsterdam (3000 m Steeple) tritt Fabienne Schlumpf über 1500 m (und eventuell über 5000 m) an. Von den Team-Europameistern im Halbmarathon sind Julien Lyon und Andreas Kempf für das 5000-m-Rennen gemeldet.
Der Halbmarathon-Europameister Tadesse Abraham ist aus Amsterdam direkt nach Äthiopien gereist, wo er sich bis Mitte August auf den Olympia-Marathon von Rio vorbereitet. Ebenfalls in Genf nicht dabei ist der zweimalige EM-Medaillengewinner Kariem Hussein.
Die nationalen Titelkämpfe wurden ursprünglich so terminiert, dass sie noch in der Olympia-Qualifikationsperiode liegen. Weil diese später um eine Woche gekürzt wurde und die Schweizer Meisterschaften nicht mehr verschoben werden konnten, besteht am Samstag und Sonntag in Genf keine Möglichkeit mehr, sich mit erfüllter Olympia-Limite das Ticket für Rio zu sichern.
(SDA)