Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03101.jsonl.gz/54

Aktuell trage ich immer noch die hellgraue Jeans. Dazu den grau braunen Pullover von gestern (der jetzt immerhin zwei Laufmaschen hat von Hopfi). An den Ohren trage ich kleine, rotgoldene, feine causual Creolen. Socken trage ich keine. Auf den Lippen trage ich Bobbi Brown nude pink namens Babe matté. Der Haaransatz ist strähnig. Ich trage einen 4cm dicken hellbraunen Ledergürtel. Ich schlafe immer in den Kleidern. Ich möchte gerne schlafen. Die rechte Schädelseite ist glasig, aber innen drin im Gehirn spüre ich die lokal erhitzte, enzündete Stelle. Der Nacken ist steinhart, wie das bei Encephalitis und Encephalomyelitis der Fall ist. Die Verfahren, um Entzündungen im Gehirn zu diagnostizieren und therapieren werden nicht angewandt. (zu teuer, aufwändig und so als wäre das Gehirn von Entzündungen ausgeschlossen, während im Körper jede kleine Entzündung lokalisiert und behandelt wird. Als könnten Erreger nicht die Bluthirnschranke passieren, sondern wären Körper und Gehirn zwei unterschiedliche Körper resp. das Gehirn eben kein Körper.)
Heutiger Bildungsversuch (ca. 40 Minuten, seltenes Interview mit Foucault):
„THE UNIVERSALITY OF OUR KNOWLEDGE HAS BEEN ACQUIRED AT THE COST OF EXCLUSIONS (DENIAL, BANS, REJCTIONS) AT A PRICE OF CRUELTY WITH REGARD TO NATURE.“
Ich spüre, Foucault ist höllisch gut.
Ihm beim Denken zuzuhören, (ohne das Meiste zu verstehen) ist für mich ein verwegenes Abenteuer.
(Es ist ein wenig wie: ein wunderschönes Kirchenmosaik bewundern oder eine selten schöne Sprache anschauen, und sich dabei heimlich ein paar Ausdrücke zu stehlen.)
(15.4.21)