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| Augustinus (354-430) - Ausgewählte Briefe (Erster Teil)

Zweites Buch.
Briefe von Augustins Erhebung zur Bischofswürde bis zu seiner Disputation mit den Donatisten und der Entdeckung der pelagianischen Irrlehre in Afrika (396—410).
XXVI. (Nr. 44.) An Eleusius, Glorius und die beiden Felix
XXVI.(Nr. 44.)
Geschrieben im Jahre 398.
An die geliebtesten und sehr zu verehrenden Herren und Brüder Eleusius, Glorius und die beiden Felix.
Inhalt.
Als Augustinus in Begleitung des Alypius nach Cirta reiste, wo der uns schon bekannte Profuturus gestorben war und deshalb ein neuer Bischof geweiht werden mußte, kam er durch die Ortschaft Tubursis. Der dortige Donatistenbischof Fortunius genoß großes Vertrauen von Seiten seiner Partei und gehörte zu den Gemäßigten unter den Donatisten. Deshalb suchte Augustinus, der die Wiedervereinigung unablässig im Auge behielt, ihn auf und ließ sich trotz der störenden Anwesenheit einer großen Volksmenge mit ihm in ein Religionsgespräch ein. Davon berichtet er im vorliegenden Briefe. Es kam freilich zu keiner gründlichen Behandlung der Frage, aber Augustinus war hocherfreut über den guten Willen, den er an diesem Manne beobachtet zu haben glaubte, sowie über das Versprechen, das ihm dieser gegeben hatte, in Anwesenheit mehrerer Bischöfe von beiden Seiten die Sache erörtern zu wollen. Die Adressaten werden dringend gebeten, den Fortunius an dieses Versprechen zu erinnern. Es folgen Vorschläge bezüglich des Ortes der Zusammenkunft.