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Die wenigen Plätze im Schweizer WM-Team sind begehrt. Rund 50 Läuferinnen bewerben sich um sechs Tickets, die der OL-Verband zu vergeben hat. Wer als Schweizerin an der Junioren-WM in Tschechien teilnehmen will, muss an vier Testläufen seine Klasse beweisen. Bereits haben die Kandidatinnen die Selektionsläufe A und B bestritten.
Am vergangenen Sonntag stand als erste Prüfung ein Langdistanzlauf auf dem Programm. Dieser Wettkampf fand oberhalb von Lausanne, am Austragungsort des WM-Finals 2012, statt. Am Mittwochabend folgte anlässlich des Gempen Berglaufs der zweite Testlauf, bei dem in erster Linie die läuferischen Qualitäten und das Stehvermögen gefragt waren.
Beim harten Langdistanzlauf in der Westschweiz, der durch die kalte und nasse Witterung noch zusätzlich erschwert wurde, machten die beiden Schwestern Paula und Lilly Gross mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. Sie klassierten sich im Feld der 49 Läuferinnen gleich hintereinander auf dem dritten beziehungsweise vierten Platz. Am Gempen Berglauf, der am Mittwochabend zur Austragung kam, zeigte Lilly Gross ihr läuferisches Potential. Sie lief die 7.8 Kilometer und 426 Meter Höhendifferenz aufweisende Strecke in einer Zeit von 37:27 Minuten und erreichte das Ziel vor allen anderen Anwärterinnen auf einen Platz im WM-Team. Auch ihre drei Jahre jüngere Schwester darf mit ihrer Leistung zufrieden sein. Mit rund eineinhalb Minuten Rückstand lief sie als fünfte durchs Ziel und wahrte sich damit reelle Chancen auf einen Startplatz an der Junioren WM.
Allerdings ist erst die Hälfte der Testläufe absolviert. Die Entscheidung fällt am kommenden Wochenende. Mit einem Mitteldistanzlauf bei Le Bouveret (Waadt) und einen Sprint durch die Stadt Nyon stehen zwei weitere schwierige Prüfungen bevor. Beide Disziplinen verlangen sowohl Tempofestigkeit, als auch sauberes Kartenlesen und vor allen Dingen starke Nerven.