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Doppelte Auszeichnung in Stockholm: Am Donnerstag hat die Schwedische Akademie erstmals gleich zwei Literaturnobelpreise verliehen. Olga Tokarczuk gewinnt den Preis für das Jahr 2018, Peter Handke denjenigen für dieses Jahr.
Die polnische Schriftstellerin Tokarczuk wurde für ihre «narrative Vorstellung» gelobt, «die mit enzyklopädischer Leidenschaft das Überschreiten von Grenzen als Lebensform darstellt», würdigte die Jury die Preisträgerin.
Der österreichische Dramatiker Handke wurde für sein «einflussreiches Werk» geehrt, «das mit sprachlichem Einfallsreichtum die Besonderheit der menschlichen Erfahrung erforscht hat».
Nach dem Skandal in der Schwedischen Akademie vom vergangenen Jahr wurde die Vergabe des Literaturnobelpreises für 2018 ausgesetzt.
Auslöser der Affäre war der Franzose Jean-Claude Arnault, Ehemann des damaligen Akademie-Mitglieds Katarina Frostenson. Eine Frau hatte Arnault vorgeworfen, sie 2011 zweimal vergewaltigt zu haben. Mittlerweile wurde Arnault vom obersten Gericht Schwedens zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt.