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St. Niklauskapelle und Pächterhaus
Im Jahre 1918 erwarb die CMS den Iglingerhof zwischen Magden und Wintersingen mit insgesamt fast 67 ha Land und Wald. Damit wurden wiederum Areale kompensiert, die in Stadtnähe nach und nach der landwirtschaftlichen Nutzung verlorengegangen waren, so dasjenige des Singerhofes, das vor allem für die Pflanzlandpächter, für den Bau des Kantonalen Zeughauses und für die Erweiterung der Bahnanlagen benötigt wurde, aber auch dasjenige des Rothausgutes, das der Industrie zugute kam. Da in der näheren Umgebung der Stadt kein landwirtschaftlich gleichwertiger Ersatz zu finden war - der kurz zuvor erhoffte Kauf des Schürhofs, der erst 1929 in Stiftungsbesitz gelangen sollte, hatte sich zerschlagen - entschloss sich die Stiftung, erstmals fernab von der städtischen Agglomeration und zudem noch ein einem "fremden" Kanton, im Aargau, Fuss zu fassen.
Der Iglingerhof, dessen Existenz schon für das Mittelalter bezeugt ist, liegt in dem sich von Wintersingen nach Magden hinziehenden Tal und besteht aus zwei Häusergruppen, die im 18. Jahrhundert als getrennte Meierhöfe des Klosters Olsberg erscheinen. Dieses verkaufte sie 1790 an Private. Noch älter als die Höfe war eine Niklauskapelle, die später in den westlichen Hofkomplex integriert wurde und als Abstellraum diente, bis sie nach 1860 abbrannte. Sie wurde nicht mehr aufgebaut; aber die Erinnerung an sie lebt im noch erhaltenen und von der CMS sorgfältig restaurierten gotischen Chor weiter. Das Iglingergut zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass sein Areal gut arrondiert und daher eine rationelle Bewirtschaftung erhoffen liess. Das mag wohl auch den Ausschlag gegeben haben, es trotz dem damals konjunkturbedingt ziemlich hohen Preis zu erwerben.
Iglingerhof 234
4312 Magden