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Piero Golia
28.04. - 16.07.2017
Der in Los Angeles, USA, lebende italienische Künstler Piero Golia (*1974) zählt zu den eigenwilligsten zeitgenössischen Konzeptkünstlern, die konsequent die Systeme und Bedingungen der Kunst, aber auch die Erwartungen hinterfragen, die an die KünstlerInnen gestellt werden. Im Jahr 2005 begründete Golia die "Mountain School of Arts" in Los Angeles mit, in welcher die Studierenden lernen und Unterricht nehmen können, ohne Studiengebühren zahlen zu müssen; 2013 realisierte er das Chalet Hollywood - eine Art Club mit Leihgaben und Arbeiten von befreundeten KünstlerInnen, welcher als Ort der Kunsterfahrung durch Gespräche, gemeinsames Essen, Austausch usw. dient. Oder: Mit einer Gruppe von Kunststudierenden bildete er im Jahr 2014 die Nase des ersten US-Präsidenten George Washington vom Mount Rushmore nach und stellte somit das Kunstmachen als theatralischen Akt dar - vor allem aber hinterfragte er damit, wie fähig die Kunst ist, eine Gemeinschaft und ein soziales Gefüge auszubilden. Für seine erste institutionelle Ausstellung in der Schweiz wird Golia ein neues, eigens für den Anbau des Kunsthauses Baselland entwickeltes Werk schaffen.