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Rosatom: Stärkung der Zusammenarbeit mit Südafrika
Die Anfang Juli 2015 im russischen Ufa unterzeichneten Absichtserklärungen stellen eine weitere Etappe in der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Russland und Südafrika dar.
Die erste Absichtserklärung betrifft die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Personal für die südafrikanische Nuklearindustrie. Russland und Südafrika wollen mehrere gemeinsame Projekte umsetzen. So sollen Bildungsprogramme für 200 zukünftige südafrikanische Studenten an russischen Universitäten und Bildungseinrichtungen realisiert werden. Zudem ist vorgesehen, gemeinsam Unterrichtsmaterialien und Fachliteratur über die Kernenergie zu entwickeln, Studentenaustauschprogramme für Studierende auf verschiedenen Ebenen anzubieten sowie Praktika, Sommerkurse, Schülerwettbewerbe und Lehrerausbildungen zu organisieren.
Die zweite Absichtserklärung ist auf die gemeinsame Förderung der Kernenergie in Südafrika ausgerichtet. Das Bewusstsein der Anwohner für den Einsatz fortgeschrittener Nukleartechnologien in der Energiewirtschaft und anderen Branchen soll erhöht und die öffentliche Akzeptanz für die Nutzung der Kernenergie gesteigert werden. Insbesondere haben beide Parteien vereinbart, einen Plan für die Durchführung eines gemeinsamen Kommunikationsprogramms in Südafrika ins Leben zu rufen. Das Programm beinhaltet die Organisation von Runden Tischen und anderen Veranstaltungen zur Förderung der Kernenergie und moderner Kerntechnologien. Ausserdem wollen die Rosatom und das Energieministerium Südafrikas ein Nuclear Energy Information Center in Südafrika errichten.
Laut Rosatom stellen die unterzeichneten Absichtserklärungen eine weitere Etappe in der nuklearen Zusammenarbeit beider Länder dar. Sie beruhen auf die zwischenstaatliche Vereinbarung zur strategischen Partnerschaft und Zusammenarbeit in der Kernenergie von 2014. Am 20. November 2004 hatten Russland und Südafrika bereits ein Regierungsabkommen über Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie abgeschlossen.