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Im Vergleich zu Freier Software sind Freie Datenformate herzlich unattraktiv – aber nicht weniger wichtig: Je mehr Information in digitaler Form vorliegt, desto entscheidender ist, welches Format dafür benutzt wird. Freie Datenformate haben dabei zwei entscheidende Vorteile:
- Weil die Spezifikation offengelegt wird, kann jede Software das Format unterstützen. Dies fördert die Vielfalt an Programmen zur Verarbeitung von Daten in diesem Format, schafft also ein breiteres, attraktiveres Angebot. Zugleich ist sichergesetellt, dass Daten langfristig nutzbar sind – und nicht plötzlich unbrauchbar werden, weil die einzige Software für ein proprietäres Dateiformat eingestellt wird.
- Im Gegensatz zu urheberrechtlich oder patentrechtlich geschützten Formaten können Freie Dateiformate kostenlos genutzt werden. Es gibt also kein Unternehmen, das an jeder verkauften Soft- oder Hardware mitverdient, nur weil diese ein bestimmtes Dateiformat unterstützt.
Im Bereich der Audio- und Videodaten ist es insbesondere die von Chris Montgomery gegründete Xiph.Org Foundation, welche das Konzept von freien Dateiformaten bzw. Codecs pflegt:
“Xiph.Org is a collection of open source, multimedia-related projects. The most aggressive effort works to put the foundation standards of Internet audio and video into the public domain, where all Internet standards belong.”
Zu den Projekten unter dem Dach der Xiph.Org Foundation gehören unter anderem Ogg Vorbis (verlustbehafteter Audio-Codec), Ogg Theora (verlustbehafteter Video-Codec), Icecast (Streaming Server), Speex (Sprach-Codec) und Flac (verlustfreier Audio-Codec).