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|Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag einer Patientin, Anna Crollman, die mit 27 Jahren die Diagnose Brustkrebs bekommen hat; sie lebt in North Carolina. Hier finden Sie mehr Informationen zu ihr.|
Wenn Sie nach Ihrer Krebsdiagnose niedergeschlagen oder traurig sind, ist die Versuchung gross, andere Menschen auszuschliessen. Sie fühlen sich wahrscheinlich ungeschützt und verletzlich. Allein der Gedanke daran, diese Gefühle mitzuteilen, überfordert Sie vielleicht. Oder Sie bagatellisieren Ihre Schmerzen und die Schwere Ihrer Diagnose und der Behandlung, anstatt sich zu öffnen. Sie tun möglicherweise so, als ginge es Ihnen „gut“.
Aber wie lange können Sie diese Täuschung aufrecht erhalten?
Was passiert, wenn die aktive Behandlung endet und Sie ein Jahr später am Boden zerstört sind?
Wenn Sie Ihre Freunde auf Distanz gehalten haben, werden Sie vielleicht feststellen, dass Sie niemanden mehr haben, an den Sie sich wenden können.
Es fällt vielen Menschen schwer, den Prozess der Genesung und die Phasen einer Depression zu verstehen, die mit dem Leben während und nach einer Krebserkrankung einhergehen können. Ihre Freunde und Familie vor Ihrem Kummer zu schützen, mag anfangs einfacher erscheinen, als Ihr Leid mitzuteilen. Aber diese Haltung kann das Gefühl der Isolation und der Traurigkeit noch verstärken.
Diese Lektion habe ich aus meinem eigenen Kampf mit dem Krebs und einer Depression gelernt. Es kann beängstigend sein, andere Menschen an sich heranzulassen, wenn man diesen starken Emotionen ausgesetzt ist. Deshalb finde ich es hilfreich, wenn man sich nahestehenden Personen schrittweise öffnet.
Reden Sie nicht um den heissen Brei herum
Wenn Sie einmal herausgefunden haben, welche Menschen Sie mental unterstützen, dann reden Sie offen mit ihnen. Denken Sie daran, Sie sind nicht Ihre Krankheit. Versuchen Sie nicht zu beschönigen, was Sie durchmachen oder was Sie brauchen. Ihre Freunde und Familie werden Ihre Bedürfnisse und den Ernst der Lage nur dann erkennen, wenn Sie ihnen davon erzählen.
Eine Arbeitskollegin von mir kämpfte auch mit einer psychischen Krankheit. Sie wurde mein Rettungsanker. Ich ging in ihr Büro, schloss die Tür und sagte ihr, dass ich am Boden sei und einfach nur weinen müsse. Ich brauchte einfach jemanden, der mir sagte, dass alles gut werden würde, und dass ich das durchstehen würde. Sie war mein Fels in der Brandung während dieser schwierigen Zeit.
Anmerkung der Editoren:
Zur besseren Lesbarkeit wird auf die Erwähnung der weiblichen und männlichen Form verzichtet.
Originalartikel veröffentlicht am 24.12.2019