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Der 56-jährige Drehbuchautor, Produzent und Regisseur gestalte in seinen Spielfilmen ein "einzigartiges Universum" und lasse "die Magie des grossen Kinos" wieder aufleben, liess sich Carlo Chatrian, der künstlerische Leiter des Festivals, am Dienstag in einer Mitteilung zitieren. Neben Haynes jüngstem Film "Wonderstruck", der an den Filmfestspielen in Cannes im Wettbewerb lief, zeigt Locarno auch "Poison" aus dem Jahre 1991.
Filmemacher Haynes wurde bereits mehrmals an grossen Festivals mit Preisen ausgezeichnet. Für seine fiktive Bob-Dylan-Biografie "I'm Not There" erhielt er 2007 am Filmfestival in Venedig den Jury-Preis. Sein Werk "Carol" (2015) mit Cate Blanchett in der Hauptrolle war in sechs Kategorien für einen Oscar nominiert.
In Locarno läuft Haynes Erstling "Poison" im Rahmen der Spezialsektion "Locarno70", die sich das Festival zum 70. Geburtstag gönnt. In diesem Programm zeigt Chatrian elf Debütfilme, die im Verlaufe der Jahre in Locarno vorgestellt wurden und die zum Teil grosse Karrieren lancierten. Zu sehen ist dabei etwa Michael Hanekes "Der siebente Kontinent" (1989) oder "Tres Tristes Tigres" (1981) von Raoul Ruiz.
Das Festival hatte vergangene Woche in Bern sein diesjähriges Programm vorgestellt, dabei war vom Jubiläumsprogramm allerdings noch keine Rede. Man wolle sich auf die Zukunft konzentrieren, hatte Festivalpräsident Marco Solari an der Medienkonferenz in Bern erklärt.