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Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi will mit einer Kabinettsumbildung die wirtschaftliche Krise des Landes bekämpfen. Insgesamt zehn neue Minister wurden heute vereidigt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Mena meldete.
Vom Personalwechsel betroffen sind unter anderem das Innen- und das Finanzministerium. Die Ministerien für Verkehr, Elektrizität und Entwicklung werden nun von Mitgliedern der islamistischen Muslimbruderschaft Mursis geführt.
Nach ihrer Vereidigung kamen die neuen Minister mit Mursi zu Gesprächen zusammen. Dabei wurde über Möglichkeiten beraten, den Tourismus im Land zu beleben und ausländische Investoren anzuziehen.
Kairo hofft auf Milliarden-Kredit
Die Kabinettsumbildung kommt kurz vor dem Besuch einer Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF). Kairo hofft auf einen IWF-Hilfskredit in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar.
Der IWF hatte das Darlehen im November zunächst genehmigt, es dann jedoch wegen geplanter Steuererhöhungen auf Eis gelegt. Die Verhandlungen über den Kredit waren wegen der Unruhen im Dezember unterbrochen worden.