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Knapp acht Monate nach Ankündigung ihrer Fusion rät der Bergbaukonzern Xstrata seinen Aktionären, das verbesserte Glencore-Angebot zu akzeptieren. Die strategischen Vorteile einer Fusion seien weiterhin überzeugend und die Transaktion habe das Potenzial, Wert für die Xstrata-Aktionäre zu generieren, schreibt die Handelszeitung. Durch die Fusion würde ein Rohstoffgigant mit einem Börsenwert zwischen 85 und 90 Milliarden Dollar und einem Jahresumsatz von fast 210 Milliarden Dollar entstehen.
Der neue Konzern würde die ganze Wertschöpfungskette im Rohstoffgeschäft von der Gewinnung bis zum Transport und dem Verkauf abdecken – und wäre damit ein mächtiger global Player mit Einfluss nicht nur auf den Handel von Bergbauprodukten und fossilen Energieträgern, sondern auch mit Industriegütern und Agrarerzeugnissen. Glencore, bereits jetzt der weltgrösste Rohstoffhändler, ist nämlich auch im Nahrungsmittelhandel stark präsent.
Derzeit ist das 1974 vom Schweizer Investor Marc Rich gegründete Unternehmen gerade dabei, das Getreidehandelsgeschäft des kanadischen Getreideriesen Viterra mit einem Jahresumsatz von nahezu 10 Milliarden Dollar zu übernehmen.
Xstrata seinerseits ist der weltgrösste Kohleexporteur und besitzt auf der ganzen Welt ausserdem Kupfer- und Zinkminen. In der Bergbaubranche allein wäre der fusionierte Konzern die Nummer vier weltweit.
Bild: Axel Strauß [CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0] via Wikimedia Commons