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Der Rundfunkgerätehersteller machte sich neben röhrenbestückten Heimgeräten mit Transistor - Reiseradios einen Namen und war nach der Vorstellung des Globetrotter ab 1967 einer der bedeutenden deutschen Hersteller von Weltempfängern. Die Entwickler verpassten den Einstieg in die Digitaltechnik und Nordmende verlor mit seinen rein analogen Kurzwellenradios viel Gunst bei den Kurzwellenhörern.
Im November 1923 gründeten nach der Währungsreform Otto Hermann Mende und Rudolf Müller die Radio H. Mende & Co., im Jahre 1925 trat Martin Mende in die Firma seines Onkels ein. Die Produktion wird von Radiobauteilen auf Empfänger umgestellt und bald wird Mende einer der grossen deutschen Hersteller von Rundfunkgeräten. Mit Eintritt von Ulrich Günther in die Firma und Übernahme der Radioproduktion von Koch & Sterzel wird die Produktion massiv ausgebaut. Die Anlagen des in den Vorkriegsjahren drittgrössten Herstellers von Radiogeräten in Dresden werden nach dem 2. Weltkrieg von den Sowjets demontiert, Nachfolgefirma wird die VEB Funkwerk Dresden.
Martin Mende siedelt nach Bremen über und beginnt dort nach der Währungsreform von 1948 mit der Herstellung von Radioapparaten, aufgrund namenrechtlicher Streitigkeiten mit den Behörden in der Ostzone unter dem Namen Nordmende.
Die „Norddeutsche Mende Rundfunk KG“ produziert ab 1950 wieder Radios und bringt mit dem „Mambo“ im Jahere 1958 ein erfolgreiches Reise-Transistorradio heraus. Bei den Weltempfänger bleibt Nordmende dem Konzept des Transistorsupers treu und kann bis Ende der Sechzigerjahre den „Globetrotter“ in verschiedenen Varianten in grossen Zahlen verkaufen.
1977 wird die Firma an die französische Thomson-Brandt verkauft, die den Niedergang nicht aufhalten kann, Ende der achziger Jahre verschwindet der Brand „Nordmende“ und die Geräte werden unter „Thomson“ verkauft.