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Die Seidenraupe
Die Seidenraupenzüchter bewahren die Eier des Maulbeerspinners während des Winters sorgfältig in kühler Umgebung auf.
Jeder ausgewachsene, graugelbe Nachtschmetterling legt 200 bis 800 Eier, aus denen beim Erwärmen nach etwa 10 Tagen ungefähr 2-3 mm lange und schwarz behaarte Raupen schlüpfen.
Als Nahrung nehmen sie ausschliesslich Blätter des Maulbeerbaumes (Morus alba und andere Morus-Arten) zu sich. Nach drei Tagen nehmen sie eine weisse Farbe an, häuten sich und fressen unermüdlich weiter. Nach vier Wochen und weiteren Häutungen (insgesamt 4) hat die ausgewachsene Raupe das vierzigtausendfache ihres ursprünglichen Gewichtes an Maulbeerblättern gefuttert! Jetzt ist sie so lang und dick wie ein Zeigefinger.
Die Natur hat nun ihre Verwandlung vorgesehen. Die Raupe kriechen auf Zweige und verpuppen sich, wobei sie die Seide in speziellen Drüsen im Maul produzieren und in grossen Schlaufen in bis zu 300.000 Windungen um sich herum legen Die Fadenhülle wird zum Kokon.
Im Kokon ist die Raupe noch eine Weile aktiv, dann ruht sie als Puppe. Das wertvolle Kokon-Gehäuse besteht jetzt aus einem Seidenfaden von etwa 3 km Länge.
Wenn man die Puppe ruhen lässt, entwickelt sich ein weisser und wollig behaarter Schmetterling, der Maulbeerspinner. Er hat eine Spannweite von ca. 4 cm.