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Pünktlich zur Vorweihnachtszeit wird das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam die
Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck wieder ins Programm
aufnehmen und damit erneut eine Musiktheaterproduktion in der Biosphäre Potsdam
realisieren.
Erstmals im Januar 2015 begeisterten die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters
Collegium musicum Potsdam in der Biosphäre ihre Zuhörer mit zwei ausverkauften
Vorstellungen der Operette „Drei alte Schachteln“. Im Oktober 2015 folgten Gruselkonzerte,
2016 die Neuinszenierung von „Hänsel und Gretel“ und 2017 die Operette „Die schöne
Galathée“. Bei allen bisherigen Aufführungen in der Biosphäre Potsdam konnte man
feststellen, wie groß das Interesse und die Freude des Publikums an musikdramatischen
Werken ist und wie geradezu prädestiniert diese ungewöhnliche Räumlichkeit mit ihrer
tropischen Kulisse für deren Aufführung ist.
Die Wiederaufnahme der Inszenierung durch Waltraud Prinz wird in gleicher Besetzung mit
Ilona Nymoen als Mutter und Hexe, Till Schulze als Vater, Dana Hoffmann als Gretel, Birgit
Wahren als Hänsel, Gabriele Näther als Sand- und Taumännchen, sowie mit der
Mädchenschola St. Antonius auf die Bühne kommen. Es musiziert das Sinfonieorchester
Collegium musicum Potsdam unter dem Dirigat seines Künstlerischen Leiters Knut Andreas.
Engelbert Humperdinck (1854-1921) war als Komponist, Kapellmeister, Dozent und sogar
als Konzertkritiker und Lektor sein Leben lang sehr erfolgreich, arbeitete u. a. mit Richard
Wagner zusammen und unterrichtete dessen Sohn Siegfried in Kompositionslehre. Neben
zahlreichen Orchester- und Kammermusikwerken schrieb er viele Bühnen- und
Schauspielmusiken, griff dabei häufig Märchenstoffe auf und schuf viele herrliche, von
Volksliedern inspirierte Melodien. „Hänsel und Gretel“ erlebte die Uraufführung in Weimar am
23. Dezember 1893 unter dem Dirigat von Richard Strauss.
Als durchkomponierte Oper folgt „Hänsel und Gretel“ Vorbildern des Kompositionsstils
Richard Wagners, ohne jedoch streng leitmotivisch zu sein. Sie beinhaltet viel volksliedhafte
Musik, die teils als vollständiges Lied („Suse, liebe Suse“, „Ein Männlein steht im Walde“),
teils nur als Zitat verwendet wird. Viele der weiteren Melodien der Oper (z. B. „Brüderchen,
komm tanz mit mir“) sind erst später zu Volksliedern geworden. Aber auch das so gar nicht
volksliedhafte Hokus-Pokus der Hexe, der Besentanz oder die sorgenvollen Lieder der Eltern
begeistern bis heute die großen und kleinen Zuhörer.
Die Aufführungen finden am Freitag, 7. Dezember 2018, 19:30 Uhr, sowie am Samstag und
Sonntag 8./9. Dezember 2018 um 16:30 Uhr in der Biosphäre Potsdam statt.
Karten sind ab 3. September in den Ticketerien der MAZ sowie an allen weiteren
Vorverkaufsstellen sowie unter www.ticketeria.de erhältlich. Spezialtickets mit
gastronomischem Angebot sind ausschließlich über die Biosphäre Potsdam erhältlich.
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