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Das Ende des Geothermie-Projekts sei langsam absehbar, sagte Fredy Brunner. Mitte Jahr will der Stadtrat entscheiden, ob für die Gasförderung im Sittertobel ein Langzeittest - voraussichtlich im Winter 2015/2016 - durchgeführt wird, oder ob das Projekt komplett beendet wird.
Die Förderung von Erdgas könnte laut Brunner wirtschaftlich interessant sein. Die Ergiebigkeit des Gasvorkommens, das bei der Tiefenbohrung unerwartet «angezapft» wurde, ist allerdings ungewiss. Nur ein Langzeittest brächte genauere Erkenntnisse.
Viel zu wenig Heisswasser
Für den Entscheid, das Geothermie-Projekt in der ursprünglich geplanten Form zu stoppen, nannte Brunner mehrere Gründe: Die in der Tiefe gefundene Heisswassermenge ist für ein Kraftwerk viel zu klein. Hinzu kommt das Risiko weiterer Erbeben und das finanzielle Risiko für die Stadt.
Bis Mitte Jahr wird die Stadt voraussichtlich 55 Millionen Franken ins Geothermie-Projekt und die vorangegangenen seismischen Untersuchungen ausgegeben haben.19 Millionen davon übernimmt das Bundesamt für Energie, das eine Risikogarantie zusicherte.
Unter dem Strich kostet das Projekt die Stadt damit 36 Millionen Franken. Eine Stillegung des Bohrlochs würde nochmals zwei Millionen kosten.