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«Grundsätzlich sollte man seine Ernährung vor der Teilnahme an einer Laufveranstaltung nicht komplett umstellen», sagt Hanspeter Betschart, Auffahrtslauf-Teilnehmer und Sportarzt beim Gesundheitszentrum Medbase in Abtwil. Wage man kurz vor dem Sport ein Experiment, stelle dies eine extreme Belastung für den Körper dar, was wiederum die Leistungsfähigkeit mindere. «Das soll natürlich nicht passieren.»
Bauchkrämpfe wegen falscher Ernährung
Es sei nicht zu empfehlen, vor dem Laufevent den Ernährungsplan eines Kollegen zu kopieren und dem Körper unbekannte Lebensmittel zu essen. «Es ist ziemlich unangenehm, mit Bauchkrämpfen und Verdauungsproblemen zu joggen.» Im Extremfall müsse man das Rennen in einem solchen Fall abbrechen.
Weissbrot, Pasta oder Müsli
Der Mediziner rät, sich am Tag des Wettkampfs und einige Zeit davor ausgewogen und kohlenhydratreich zu ernähren. «Auf Alkohol, Süsses und extrem fettige Nahrung sollte man hingegen verzichten.» Jeder habe vor dem Lauf sein individuelles Wohlfühlgericht. «Manche essen Weissbrot mit Honig, andere setzen auf ihren bewährten Pastateller oder ein Müsli.»
Wie Betschart erklärt, soll diese Mahlzeit drei bis vier Stunden vor dem Sport eingenommen werden. «Das wird auch im Spitzensport so gehandhabt.» Habe man zwischendurch einmal Hunger, könne man zu Bananen, Riegeln, Sportgetränken oder Gels greifen. Kurz vor und während des Wettkampfs sei es ratsam, seinen Körper mit Wasser oder Sportgetränken zu hydrieren.
Ein Bierchen nach dem Lauf
Viele Sportlerinnen und Sportler gönnen sich nach dem Auffahrtslauf ein Bier. Aufgrund der Mineralstoffe keine schlechte Idee, findet der Sportmediziner. «Dafür sorgt der darin enthaltene Alkohol eher dafür, dass die Regeneration behindert wird.» Ein alkoholfreies Bier sei deshalb die richtige Wahl.
(lag)