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Das Quellwasser vom Rigihang
Über 850’000 m3 des jährlichen Trinkwasserbedarfs stammen aus den rund 60 Quellen am Rigihang, dem Gebiet zwischen der Gesslerburg und der Seebodenalp. Das gewonnene Quellwasser wird in Brunnstuben gesammelt und abgeleitet. Das Wasser aus dem Gebiet Seebodenalp wird über eine Druckleitung und zwei Turbinenstationen zur Stromgewinnung dem Reservoir Spis zugeführt. Das Quellwasser vom Rigigebiet ist reich an Kalk, der vom Regen und Schnee aus dem Nagelfluhgestein gelöst wird. Die Ergiebigkeit der Quellen kann je nach Niederschlagsmenge und stark schwanken.
Seewasser aus dem Vierwaldstättersee
Im Seewasserpumpwerk Sumpf, bei Merlischachen, wird rund 1/3 des jährlichen Trinkwasserbedarfs dem Vierwaldstättersee entnommen. Der Fassungskorb liegt 200 m vom Ufer entfernt auf dem Seegrund in rund 36 Metern Tiefe. Das Seewasser wird anschliessend gefiltert und entkeimt. Im Seewasserpumpwerk erfolgt dies entweder mit einer Quarzsandfilteranlage und UVC-Entkeimung oder mit einer Ultrafiltrationsanlage. Die Kapazität der Seewasseraufbereitung liegt bei 7’000’000 Litern pro Tag. Das Rohwasser aus dem See ist bereits von guter Qualität, hat eine mittlere Temperatur um die 8 °C und ist mit 11° fH relativ weich. Der Vorteil der Seewassernutzung ist die Unabhängigkeit von Niederschlagsmengen und Jahreszeiten; sie ist hochflexibel und kann jeweils kurzfristig und genügend den Spitzenbedarf decken.