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Mit Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit fanden häufig auch Wintersportarten im Rahmen dieser Olympiaden statt. Aus naheliegenden Gründen war dies jedoch keine optimale Lösung und auch die sogenannten Nordischen Spiele in Schweden, die Wintersportarten einen passenden Rahmen gaben, waren keine wirkliche Lösung. Bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen war mit der Hinzufügung von Wintersportarten zum Programm der Olympiade Schluss.
Die Internationale Wintersportwoche in Chamonix im Jahr 1924 war die erste Winterolympiade. Das Internationale Olympische Komitee erkannte dies nachträglich an. Bis 1992 fand in jedem Jahr der Sommerspiele auch die Winterolympiade statt. Die Anfänge der Winterolympiaden waren allerdings sehr bescheiden. Während in Chamonix sechzehn Nationen an den sechzehn Wettbewerben teilnahmen, stiegen diese Zahlen nur langsam. Bei den Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen, bei denen erstmals auch alpine Skirennen ausgetragen wurden, nahmen immerhin schon 28 Nationen teil. Einen großen Durchbruch feierte die Winterolympiade erst im Jahr 1984 in Sarajevo. Sportler aus 49 Nationen traten hier an, um die Medaillen in den 39 ausgetragenen Wettbewerben zu gewinnen. Danach stießen immer mehr Wintersportnationen zu den Olympischen Winterspielen, wodurch bei den Spielen 2018 in Pyeongchang Teilnehmer aus 93 Nationen in den 102 Wettbewerben wetteiferten.
Der Medaillenspiegel bei den Olympischen Winterspielen
Obwohl traditionsgemäß bei den Olympischen Spielen das Dabeisein alles ist, stellt sich immer wieder die Frage nach dem Medaillenspiegel. Hier zeigen sich die besten Wintersportnationen der jeweiligen Winterolympiade. Es geht dabei natürlich darum die Erfolge der eigenen Nation zu überprüfen, allerdings dient der Medaillenspiegel in vielen Ländern auch als Erfolgsmesser der Sportförderung und entscheidet somit auch darüber, welche Sportarten dort in Zukunft besonders gefördert werden.
Der sogenannte „Ewige Medaillenspiegel“ hingegen addiert alle von einer Nation jemals bei Olympischen Winterspielen gewonnenen Medaillen. Nach dieser Liste ist Deutschland das erfolgreichste Land bei den Winterolympiaden, gefolgt von Russland und Norwegen. Die Liste der erfolgreichsten Medaillengewinner hingegen wird von drei Sportlern aus Norwegen angeführt. Marit Bjørgen, Ole Einar Bjørndalen und Bjørn Dæhlie gewannen jeweils acht Goldmedaillen und viert Silbermedaillen bei Winterolympiaden. Da Marit Bjørgen zusätzlich noch drei Bronzemedaillen gewonnen hat, führt sie die Liste an und verweist Ole Einar Bjørndalen mit einer Bronzemedaille auf den zweiten Platz.
Ausblick auf die nächsten Olympischen Winterspiele
Peking in China ist die Stadt der nächsten Olympischen Winterspiele in der Zeit vom vierten bis zum zwanzigsten Februar 2022. Peking wird dadurch die erste Stadt, welche sowohl Olympische Sommerspiele, als auch Olympische Winterspiele austrägt.
Nach aktuellem Stand der Planung werden dort insgesamt 109 Wettbewerbe in 15 Sportarten ausgetragen. Das bislang größte Wettbewerbsprogramm wird vermutlich auch von der größten Anzahl teilnehmender Nationen begleitet, da bereits mehr Staaten Interesse an ihrer Teilnahme an diesen Olympischen Spielen bekundet haben, als die 93 Wintersportnationen, die 2018 an der Olympiade in Pyeongchang teilnahmen. Auch in den Bereichen Zuschauerbeteiligung wird Peking neue Maßstäbe setzen, da im Großraum Peking durch bessere Infrastruktur und den großen Einzugsbereich vor Ort viel mehr Menschen live zu den Sportstätten kommen können, als bei anderen Winterolympiaden.