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Einige der im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel vorgeschlagenen Massnahmen seien nicht umsetzbar, nicht kontrollierbar oder unwirksam, heisst es in einer Medienmitteilung des SGPV. Der Verband begrüsst aber die allgemeine Richtung des Aktionsplans.
In erster Linie sollte für den SGPV eine Reduktion der Risiken und nicht der Mengen angestrebt werden. Als störend empfindet der Verband eine fehlende Koordination im ganzen Prozess. So wird bemängelt, dass während der Vernehmlassung zum Aktionsplan, eine im Auftrag des BLW durchgeführte Studie eine Lenkungsabgabe als hilfreich erachtet. Der SGPV ist der Ansicht, dass solche Lenkungsabgaben erst ergriffen werden sollten, wenn alle anderen Massnahmen ungenügend wären.
Einen interessanten Punkt liefere die Studie trotzdem, so der SGPV. Jenen der schwachen Elastizität der Nachfrage. "Dies bedeutet, dass die Abgabe hoch sein muss, um die verwendeten Mengen an Pflanzenschutzmitteln auch nur leicht zu senken", schreibt der Verband. Der Hauptgrund für den Einsatz dieser Mittel sei der aktuelle Mangel an machbaren Alternativen, um die Produktion in ausreichender Menge und Qualität sichern sowie den Ansprüchen der Nahrungsmittelindustrie gerecht werden zu können, halten die Getreideproduzenten weiter fest.
Eine allfällige Lenkungsabgabe, zusätzlich zu einigen kostspieligen Massnahmen des Aktionsplans, stehe in einem "notorischen Widerspruch zum Wunsch, die Produktionskosten zu senken", heisst es weiter. Die Getreideproduzenten wollen den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel nur unterstützen, wenn die Massnahmen umsetzbar und wirksam sind, das Produktions-Volumen nicht reduzieren, keine Risiko für die Pflanzengesundheit darstellen und die Produktionskosten nicht erhöht werden.