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Wie man erfolgreich mit Unternehmen zusammenarbeitet: Ein Leitfaden für Start-ups und Unternehmer
Die Zusammenarbeit mit Unternehmen ist eine gute Möglichkeit für Start-ups und Unternehmer, ihr Wachstum zu beschleunigen. Eine Partnerschaft kann Ihnen Zugang zu neuen Kunden, neuen Fähigkeiten und Kenntnissen oder zu Dienstleistungen verschaffen, die Sie selbst nicht anbieten können.
Partnerschaften tragen auch dazu bei, dass Ihr Unternehmen schneller wächst, als es möglich wäre, wenn Sie alles allein machen würden. Unabhängig davon, ob Sie mit einem Unternehmen als Eigenkapitalpartner zusammenarbeiten oder eine Rolle mit festem Honorar übernehmen, bringt die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen viele Vorteile mit sich.
Sie verringert das Risiko, da es sich um eine geringere Investition handelt, als dies bei Kapitalbeteiligungen oft der Fall ist; sie verschafft Ihnen Zugang zu neuen Märkten; und sie bedeutet, dass Sie weniger Zeit für Verwaltungsaufgaben aufwenden müssen, so dass Sie sich auf die Entwicklung Ihres Produkts konzentrieren können.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie dadurch auch Ihre Werbekosten senken können, da Ihr Partner Sie und Ihre Dienstleistungen auf der Webseite, per E-Mail oder auch an einem Verkaufsgespräch entsprechend positioniert.
Allerdings funktioniert nicht jede Geschäftspartnerschaft in der Praxis gut – es gibt häufige Fallstricke, über die sich Unternehmer im Klaren sein sollten, bevor sie sich auf etwas einlassen.
Arten von Partnerschaften
Sie müssen entscheiden, ob Sie ein Joint Venture, eine strategische Partnerschaft, eine Lieferkette oder eine Lieferantenbeziehung eingehen wollen. Bei einem Joint Venture schliessen sich zwei oder mehr Unternehmen zusammen, um ein bestimmtes Projekt zu verwirklichen. Dabei tragen die Partner die Führungsverantwortung und das finanzielle Risiko gemeinsam.
Bei einer strategischen Partnerschaft arbeiten zwei oder mehr Unternehmen gemeinsam an einer Reihe von Projekten, um bestimmte Ziele zu erreichen oder eine Aufgabe oder Sache voranzubringen. Durch strategische Partnerschaften können nebst Vorteilen wie das Steigern des Bekanntheitsgrades des Unternehmens, auch die Kosten gesenkt werden.
Im Zentrum der strategischen Partnerschaft stehen immer gemeinsame Interessen. Eine strategische Partnerschaft kann regional, kantonal, national oder international sein.
Das Moto einer strategischen Partnerschaft lautet in der Regel: Gemeinsam sind wir stärker.
Zwei Beispiele:
Die Fitnesscenter in der Schweiz sind nicht zuletzt wegen der Pandemie finanziell enorm geschädigt. Die Fitnessstudios könnten z.B. ihre Fixkosten senken, wenn sie mit qualifizierten Personal Trainern und Ernährungscoaches der SNF Academy zusammenarbeiten, denn diese werden in der Fitness Masterclass zu angehenden Unternehmern ausgebildet.
Nebst dem Fachwissen in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Fitness werden den Personal Trainern und Ernährungscoaches auch notwendige Business Skills beigebracht.
Die meisten Fitnessstudios werden sich künftig ihre Office Mitarbeiter, Fitnessinstruktoren oder Fitnesstrainer nicht mehr leisten können. Dies gibt der Markt nicht mehr her. Hier habe ich meine Gedanken in Bezug auf das Berufsbild Fitnessinstruktor und Fitnesstrainer veröffentlicht.
Auch Autohersteller, wie z.B. Mercedes oder BMW, können von Partnerschaften profitieren. So z.B. indem einzelne Teile in den Autos der beteiligten Partner eingebaut werden. Dadurch können die Herstellungskosten gesenkt werden.
Lieferantenbeziehung:
Eine Lieferkette oder eine Lieferantenbeziehung liegt vor, wenn ein Unternehmen einen Teil seiner Tätigkeiten an ein anderes Unternehmen auslagert.
Wenn Ihre Ziele bei der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen in erster Linie auf Marketing, Vertriebskanäle, operative Logistik oder den Zugang zu neuen Fähigkeiten ausgerichtet sind, könnte eine strategische Partnerschaft die beste Wahl.
Seien Sie transparent in Bezug auf die Ziele und Messgrössen Ihres Unternehmens
Legen Sie die Ziele und Kennzahlen Ihres Unternehmens offen. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihren Geschäftspartnern offen über die Ziele und Kennzahlen Ihres Unternehmens sprechen, damit alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.
Es kann auch sinnvoll sein, mit Ihren potenziellen Geschäftspartnern eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA – Non Disclosure Agreement) auszuhandeln, um sensible Informationen zu schützen.
Wenn Sie ein Joint Venture oder eine strategische Partnerschaft eingehen, müssen Sie Ihre Kennzahlen und Ziele offenlegen, damit Sie den Erfolg gemeinsam verfolgen können. Wenn Sie eine Lieferketten- oder Lieferantenbeziehung eingehen, sollten Sie Ihre Kennzahlen und Ziele offen darlegen, damit Ihre Partner Ihnen helfen können, diese zu erreichen.
Offenheit für Neues und Bereitschaft für Veränderungen
Viele Start-ups und Unternehmer tappen in die Falle, zu glauben, sie wüssten es besser als ihre Partner. Dies kann langfristig zu Unmut und Problemen führen, weshalb es wichtig ist, offen zu bleiben. Veränderungsmanagement ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Partnerschaft.
Wenn in einer Partnerschaft Veränderungen anstehen, müssen Sie und Ihre Partner diese gemeinsam besprechen, damit alle Beteiligten auf derselben Seite stehen. Auf diese Weise hat jeder das Gefühl, gehört zu werden, und fühlt sich nicht ausgegrenzt. Wichtig ist eine transparente und ehrliche Kommunikation, damit keine Missverständnisse entstehen.
Legen Sie Rollen und Verantwortlichkeiten im Voraus klar fest
Legen Sie die Rollen und Zuständigkeiten im Voraus fest, egal ob es sich um ein Joint Venture, eine strategische Partnerschaft, eine Lieferkette oder eine Lieferantenbeziehung handelt. Dies führt dazu, dass sich alle Beteiligten über ihre Zuständigkeiten im Klaren sind und es keine Unklarheiten darüber gibt, wer für was verantwortlich ist.
Dies trägt dazu bei, spätere Konflikte zu vermeiden, insbesondere wenn die Partnerschaft über einen längeren Zeitraum besteht.
Bei Unstimmigkeiten zwischen den Partnern werden kleine Probleme leicht übersehen, wenn die Zuständigkeiten nicht klar sind.
Diese Herausforderung können Sie wie folgt lösen:
Halten Sie Ihre Abmachungen schriftlich und detailliert fest. Um die Partnerschaft zu stärken, sollten regelmässig Meetings und Workshops durchgeführt werden.
Sie können einen Vertrag mit bestimmten Bedingungen aufsetzen oder ein Tool wie eine Unternehmensverwaltungssoftware verwenden, mit der Sie Aufgaben zuweisen und in eine Aufgabenliste eintragen.
Haben Sie keine Angst vor Konflikten, sondern sprechen Sie sie sofort an.
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Konflikte und Diskussionen in einer Partnerschaft normal und gesund sind, vor allem, wenn alle Beteiligten respektvoll miteinander umgehen.
Das Wichtigste ist, Unklarheiten sofort und direkt anzusprechen, damit sie nicht zu Ressentiments führen oder die Produktivität behindern.
Wenn es Ihnen unangenehm ist, ein Thema mit einem Ihrer Geschäftspartner zu besprechen, sollten Sie dennoch einen Weg suchen, es offen anzusprechen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen etwas auf der Seele brennt, vereinbaren Sie einen Termin, um mit Ihrem Partner darüber zu sprechen, damit Sie die Sache klären können und Sie beide weitermachen können.
Kehren Sie Unklarheiten oder Fehler nicht einfach unter den Teppich, sondern stehen Sie zu Ihrer Meinung, Vorstellung und zu dem Fehler, denn Sie vielleicht gemacht haben.
Denn Fehler nicht anzusprechen, um keine Unruhe zu stiften, ist für eine langfristige und erfolgreiche Partnerschaft Gift.
Abschliessende Worte zum Thema Partnerschaft statt Wettbewerb
Partnerschaften mit anderen Unternehmen einzugehen kann ein hervorragendes Instrument sein, um die Unternehmensmarke zu stärken und neue Kunden zu gewinnen.
Auch besteht die Möglichkeit zum persönlichen Wachstum. Denn wer ständig Probleme löst, lernt immer etwas Neues hinzu. In der Schweiz arbeiten viele KMU’s und Start Up’s nach wie vor nach dem Wettbewerbsschema.
Doch wer in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung nicht untergehen will, der sollte sich auf Partnerschaften konzentrieren.
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