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Ein Modell ist eine konstruierte Repräsentation der Wirklichkeit die helfen soll, komplexe Prozesse in der Welt zu verstehen. Modelle sind stark vereinfacht und generell so gestaltet, dass es auf verschiedene individuelle Situationen ungefähr passt.
Interaktionsmodelle versuchen, ein Verständnis für die menschlichen Interaktionsprozesse zu generieren. Mittels Modellen soll man Muster in der Interaktion entdecken, sie voraussagen können und die Beziehungen zwischen Interaktionen in einer Gruppe verstehen können.
Fitt’s Law
Das Fitt’s Law ist ein Modell dafür, wie physische Interaktion tätigen. Es berechnet die nötige Zeit für eine Interaktion zwischen zwei Objekten. Da es simplifiziert ist und auf verschiedene menschliche Interkationsarten projiziert werden kann, ist es ein Modell.
KLM Model
KLM bedeutet Keyboard-Level Model und ist für die Interaktion zwischen Mensch und Computer konzipiert. Die Interaktion wird in atomisch kleine Einzelschritte unterteilt, wie „maus bewegen“, „Hand auf Keyboard legen“ etc. Zuerst misst man, wieviel Zeit ein Individuum für jeden atomischen Schritt braucht. Danach kann man die Gesamtheit, die ein Individuum für eine komplexe Aufgabe benötigt, als Summe der atomischen Teilschritte berechnen.
- Typische Atomische Teilschritte des Keyboard-Level Models sind:
K – Einen Button oder Knopf klicken
- P – Mit der Maus zu einem Objekt auf dem Bildschirm navigieren
- H – Die Hand von Keyboard zur Maus bewegen und umgekehrt
- D – Mit der Maus eine Linie ziehen
- M – Sich mental auf einen Schritt vorbereiten
- R – Zeit, die der Computer für eine Aufgabe benötigt.
In der Praxis ist KLM jedoch kaum anwendbar. Komplexe Aufgaben müssten in hunderte Teilaufgaben heruntergebrochen werden. Der mentale Prozess wenn ein Individuum tatsächlich überlegen muss, wie eine komplexe Aufgabe zu lösen ist, wird vernachlässigt. Man geht davon aus, dass man ohne zu überlegen alles direkt ausführen kann. Das Modell versagt, sobald man den Input via Touchscreen oder Voice ausführt, da es nur mit Keyboard und Maus umgeht.
GOMS Model
GOMS versucht nicht zu berechnen, wie lange ein Mensch für eine Aufgabe hat, sondern es zeigt auf, welches Wissen und welche gedanklichen Prozesse notwendig sind, damit ein Individuum überhaupt in der Lage ist, die Aufgabe auszuführen.
GOMS : Goals, Operators, Methods, Selection rules
Goals: Sagt aus, was der Benutzer erreichen möchte. Das Endziel, das zu erreichende Ergebnis.
Operators: Was für Prozesse und Aktionen muss der Benutzer gehen, um das Goal zu erreichen?
Methods: Welche genauen Schritte muss der Benutzer unternehmen, um die Operationen auszuführen?
Selecting rules: Da es meistens verschiedene Schritte gibt, eine Operation auszuführen, sagen die Selection rules aus, welche Schrittfolge man spezifisch vornehmen sollte, um das Goal mittels den Operationen mit den
Model Human Processor
Wie einen Computer, der Prozessoren und Speicher hat. Es gibt je einen Prozessor und einen Speicher für das Perceptual System, das cognitive System und das Motor System.
(Aufnahme von Informationen = Input, Verarbeitung von Informationen = processing, Motorisches Ausführen von Aktionen = Output)
Perceptual System
Man nimmt physikalische Eindrücke auf und schreibt ihnen eine Bedeutung zu.
Informationen werden aufgenommen und temporär in Buffer gespeichert. Die Informationen werden an den Arbeitsspeicher weitergeleitet. Im Arbeitsspeicher können den Informationen später eine Bedeutung zugewiesen werden. Dieser Zyklus von Aufnahme -> Buffer -> Speicherung in Arbeitsspeicher nennt man Cycle time.
Cognitive System
Das kognitive System steht zwischen In- und Output. Stimuli im Arbeitsspeicher werden motorische Aktionen übersetzt. Das kognitive System speichert wichtige Informationen aus dem Arbeitsspeicher in das Langzeitgedächtnis, wo Informationen über Jahre hinweg gespeichert bleiben. Der kognitive Prozessor übernimmt diese Aktionen der Verschiebung zwischen den Speichertypen und übernimmt die Filterung, welche Infos wohin kommen. Auch er hat einen Cycle-time.
Motor System
Der Output ist eine motorische Aktion vom Menschen. Das motorische System kann nur Aktionen ausführen, dass es vom Kognitiven System empfängt, es kann keine Aktionen selbstständig ausführen.
Seven Stage Model of Interaction
Das Seven-Stage Model of Interaction beschreibt, welche einzelnen Vorgänge vorgehen, wenn ein Mensch mit einem Computer kommuniziert.
Das Model versteht die Interaktion als Dialog: Beide Parteien geben in- und Output und werden berücksichtigt. Man geht davon aus, dass der Benutzer ein Ziel hat, welches er mit dem Computer ausführen will. Der Computer verändert etwas, worauf die Person evaluiert, ob die Veränderung korrekt ist. Aufgrund der Korrektheit der Weltänderung wird eventuell ein neues Ziel formuliert.
- Man formt ein Ziel, man will etwas in der Welt verändern.
- Man überlegt sich, mit welcher Aktion er das Ziel erreichen kann.
- Man überlegt sich die einzelnen Schritte die nötig sind, um die Aktion auszuführen und dadurch das Ziel zu erreichen. WICHTIG: Es gibt meistens verschiedenste Schritte, ein Ziel zu evaluieren.
- Man führt die Aktionen physisch aus, um das Ziel zu erreichen.
- Man nimmt den neuen Status der Welt physisch war.
- Man interpretiert die neue Welt und vergleicht sie mit der Alten.
- Man überlegt sich, ob das Ziel erreicht wurde und die Welt nun so ist, wie man sie haben wollte.
- Man überlegt sich ein neues Ziel, falls dem nicht so ist.
In jedem der Sieben Stages kann ein Fehler auftreten.
- Das Ziel (Goal) ist grundsätzlich immer legitim, solange es nicht „Atome abschaffen“ ist.
- Die Intention kann falsch sein, wenn mit der getroffenen Intention das Ziel gar nicht erreicht wird.
- Die Aktion kann falsch sein, wenn sie gar nicht dazu dient, die Intention auszuführen.
- Die Exekution kann falsch oder mangelhaft ausgeführt werden, sodass sie die Aktionen gar nicht richtig ausübt.
- Der Status der Welt kann nicht aufgenommen werden, wenn die Person rein physisch nicht dazu in der Lage ist oder das System keine Antwort gibt.
- Die Welt wird nicht korrekt interpretiert, wenn die Rückmeldung nicht klar oder schleierhaft ist.
- Die Evaluation des Outputs kann falsch sein, wenn die neue Welt nicht richtig mit dem Ziel verglichen wird.
Mit dem Seven Stage Model kann man nun Fehler analysieren, die im System auftreten und erkennen, auf welcher Stage der Fehler auftrat. So kann man das System anpassen und den Fehler beseitigen.