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Bei unseren einheimischen Fledermäusen finden sich die Weibchen zu Gruppen zusammen. Männchen „übertagen" oft einzeln oder in sogenann-ten Junggesellengruppen. Bei der Mausohrfledermaus z.B. umfassen die von trächtigen und säugenden Weibchen gebildeten „Wochen-Stuben" mehrere hundert Tiere.
Üblicherweise zieht eine Fledermausmutter nur ein Junges im Jahr auf.
Die Mütter verlassen die Baby-Fledermäuse nur zur Nahrungssuche. Die Jungen sitzen respektive hängen dann dichtgedrängt zusammen. Die zum Säugen zurückkehrenden Weibchen vermögen aber dank ihres ausgezeichneten Geruchssinnes und der Kontaktlaute ihr Junges aus der Vielzahl anderer Jungtiere zu erkennen.
Viele Fledermausarten sind nicht das ganze Jahr bei uns heimisch. So ziehen zum Beispiel die Rauhhautfledermäuse und der grosse Abendsegler jedes Jahr im Sommer nordwärts und kommen erst gegen August, September bis zum nächsten Frühjahr zur Überwinterung zu uns.
Fledermäuse bevorzugen verschiedene Wohnquartiere, sie können aber nicht artspezifisch abgegrenzt werden. Eher kann es passieren, dass am selben Standort im Laufe der Jahre zwei Arten von Fledermäusen Unterschlupf finden.
Für kleine Arten wie die bei uns häufige Zwergfledermaus genügen Dach- und Wandritzen von wenig mehr als 2,5 cm. Andere Fledermausarten neh-men auch Baumhöhlen oder etwas lose vorspringende Baumrinde als Schlafquartier an.
Zur Überwinterung hingegen suchen sich die Tiere besser geschützte Standorte, die möglichst ungestört sind sowie klimatisch konstante Werte aufweisen, und sinken dort in tiefen Winterschlaf.
Werden Fledermäuse in ihrem Winterquartier gestört, so erwachen sie und verbrauchen zur Körpererwärmung lebensnotwendige Energie. Diese verbrauchte Energie können sie, da im Winter kaum Insekten zu erjagen sind, nicht mehr ergänzen. Solche geschwächten Tiere haben im nächsten Frühjahr geringere Überlebenschancen und werden solche Überwinterungsorte im darauffolgenden Jahr meiden.
Fledermäuse sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Bei einbrechender Dämmerung erwachen sie, putzen sich, indem sie sich hängend nur noch mit einem Bein festkrallen. Mit dem freien Fuss reinigen sie ihr Fell, Ohren und Flügel usw. ausgiebig. Danach krabbeln sie aus ihrem Versteck und fliegen auf Beutefang.