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04 19
The Nimmo Brothers (UK)
Einlass: 19:00 Uhr
Volkshaus Basel
Mutter Holly Hicks war seine erste Gitarrenlehrerin; sie führte den 6-jährigen (!) Solomon behutsam in die Geschichte der afroamerikanischen Musik ein. Der Junge lernte Soul, Blues, dann Funk à la Hendrix – und war bereits ein unglaublich guter Gitarrist, noch bevor er Musik lesen konnte. Um das Ganze auch intellektuell zu erfassen, studierte Solomon an der Harlem School of Arts sowie am Harbor Konservatorium, besuchte die legendären Jazzmobile-Workshops und beherrschte allmählich zahlreiche Stile; Blues, Rock, R&B, Jazz, Klassik, Latin, sogar Bebop. Doch seine Eltern wussten, wo der eigentliche Joker liegt: in der Kunst des freien Spiels. Sie nahmen ihn früh mit an allerlei Jamsessions in Harlem, wo Solomon in der Lenox Lounge oder im St. Nick's Pub mit Cracks wie Patience Higgins, Charles Earland oder Jimmy McGriff improvisierte. Die Szene wurde hellhörig, und mit 13 begann der Junge, regelmässig im berühmten Cotton Club in New York zu spielen – als Leadgitarrist mit einer 17-köpfigen Band zusammen. Ein Jahr später erschien bereits Hicks erste Platte; das Live-Album eines 14-jährigen Jungen, in eben diesem Cotton Club aufgezeichnet. 4 Jahre später gelang ihm der Durchbruch, mit dem hochgelobten zweiten Album «Carrying On The Torch Of The Blues». Seither spielt Hicks in den renommiertesten US-Clubs (auch mal an der Seite von Stars wie Bruce Springsteen, Mike Stern oder Lee Ritenour), ist in der internationalen Fachpresse wie in grossen US-Medien präsent (Washington Post, New York Daily News, The New York Times) und tritt an UNO-Veranstaltungen oder im Madison Square Garden für Prominente wie ex-NY-Bürgermeister Michael Bloomberg auf. Jetzt tourt der junge Meister durch Europa; beim Holland International Blues Festival eröffnete er letztes Jahr auf brillante Weise die Shows von Ringo Starr und Jeff Beck. Im Volkshaus Basel wird Solomon Hicks mit seiner messerscharfen Gitarre und seiner erstklassigen Band die Stimmung bereits vor dem Konzert der Nimmo Brothers zum Siedepunkt bringen – und so garantiert die letzten Zweifel am Namenszusatz «King» ausräumen. (rk)
Line-up:
Solomon Hicks (Gesang, Gitarre)
Kirk Yano (Bass)
Alan Evans oder Jerry Bruno (Drums)
Die Band wurde 1995 von den schottischen Brüdern Stevie und Alan Nimmo gegründet. Beide sind eine Wucht sowohl als Gitarrist wie auch als Sänger. Zuvor waren sie bereits in einer gemeinsamen Gruppe, der Blackwater Blues Band, unterwegs. Zu ihren Haupteinflüssen gehörte «Free», die legendäre Formation um Paul Rodgers und Paul Kossoff – the real thing also; Rockmusik mit der aufgewühlten Intensität eines schreienden Blues-Herzens. In Glasgow nahmen die Nimmo Brothers 1998 das vielversprechende Debütalbum «Moving On» auf. 2001 begann ihre Zusammenarbeit mit dem kleinen, aber feinen Independent Label «Armadillo» (auf welchem sie bis heute fünf hochkarätige Alben veröffentlichten), und ein Jahr später heimsten die beiden bereits zwei British Blues Connection Awards ein. Die letzte und aktuelle Platte («Brother To Brother» von 2012) markiert den Höhepunkt ihrer Laufbahn. Ein Hammer-Album, aufgenommen im Zentrum des US-Bluesrock, in Austin/Texas, im Studio mit dabei Musiker aus John Mellencamps und Eric Claptons Band. Hervorragendes Songwriting, vielseitig und dynamisch arrangiert, mit fesselnden Gitarrensoli und Twin-Leads der beiden Brüder – so muss Blues Rock klingen! Stevie und Alan Nimmo sind zwei Künstler mit ausgeprägten individuellen Fähigkeiten, und so erstaunt es nicht, dass sie auch solo sehr erfolgreich unterwegs sind; Alan mit seiner Band «King King», und sein älterer Bruder Stevie mit dem «Stevie Nimmo Trio». Doch zusammen sind sie unschlagbar, erst recht auf der Bühne. Kein Wunder, dass ihr Schaffen 2015 und 2016 mit dem British Blues Award als beste Bluesband ausgezeichnet wurde. Die beiden Schotten und ihre fantastische Band spielen bei jedem Konzert, als gäb's kein Morgen mehr. The Nimmo Brothers gehören zum Besten, was Grossbritanien seit dem Blues-Boom der 1960er Jahre gesehen hat – deshalb: Wer sie heute verpasst, wird das morgen bereuen. Oder womöglich gar ein Leben lang. (rk)
Line-up:
Stevie Nimmo: Voc, Guitar
Alan Nimmo: Voc, Guitar
Craig Bacon: Drums
Mat Beable: Bass
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