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Koriander ganz 1000g
Die getrockneten Früchte von "Coriandrum sativum L."
Andere Bezeichnungen: Arabische Petersilie, Asiatische Petersilie, Chinesische Petersilie, Gartenkoriander, Indische Petersilie, Gebauter Koriander, Gewürzkoriander, Stinkdill, Wandläusekraut, Wanzendill, Wanzenkraut, Wanzenkümmel, Schwindelkorn, Schwindelkraut, Kaliander, Klanner.
Nervenberuhigendes Gewürz, das schon die Pharaonen verwendeten Koriandersamen werden hierzulande vor allem als Brotgewürz verwendet.
Die kleinen Samen würzen aber auch Spekulatius und Printen und verfeinern Fisch- und Fleischgerichte.
Herkunft
Bei Ausgrabungen neolithischer Kulturen haben Wissenschaftler die kleinen Koriandersamen gefunden. Die Funde in den Pharaonengräbern belegen, dass Koriander einst den Herrschern mit ins Jenseits gegeben wurde, um ihnen den Weg in die andere Welt so angenehm wie möglich zu gestalten. Und auch in der Bibel und in alten Sanskritschriften ist Koriander erwähnt.
Ursprünglich stammt Koriander aus dem Mittelmeergebiet, heute gedeiht Koriander auch in Deutschland, Asien und Amerika.
Merkmale und Anbau
Die Korianderpflanze gehört botanisch zu den Doldenblütlern. In Kulturen ist Koriander ein- bis zweijährig. Die Pflanze wächst dreissig bis sechzig Zentimeter hoch und erinnert von der Blattform entfernt an Petersilie. Koriander entwickelt weisse oder blassrötliche Blüten. Aus diesen Blüten bilden sich dann kugelige Früchte. Aroma und Verwendung Die Korianderfrüchte sind drei bis fünf Millimeter gross, je nach Herkunft.
Osteuropäische Koriandersamen sind grösser, haben aber einen hohen Anteil ätherischen Öls. Die nordafrikanischen Sorten dagegen sind kleiner und beinhalten weniger Öl. Die Früchte werden getrocknet, entwickeln dann das typische Aroma. Koriander enthält als chemische Hauptbestandteile vor allem das sogenannte Linalool und das sogenannte Aldehyd Trans-Tridecen (2)-al (1). Das Aldehyd sorgt für den etwas wanzenartigen Geruch, der Koriander auch den Beinamen Wanzenkraut oder Wanzendill eingebracht hat. Koriandersamen passen ideal zu Kohl. Und auch Wildgerichte und Sossen bekommen mit Koriander eine besondere Note.
Ausserdem ist Koriander in Currymischungen enthalten. Vor allem in Süddeutschland wird Koriander ausserdem sehr häufig als Brot- und Wurstgewürz verwendet.
Heilkunde
Klassischerweise wird Koriander in der Naturheilkunde gegen Blähungen, Völlegefühl sowie bei leicht krampfartigen Magen- und Darmstörungen eingesetzt. In Form eines Tees, der mit Honig gesüsst ist, wirkt Koriander auch bei Erkältungskrankheiten. Generell wird Koriander eine nervenberuhigende Wirkung zugeschrieben.
Tipp
Nicht nur die Koriandersamen sind eine Bereicherung für die Küche, sondern auch Blätter und Wurzeln sind verwendbar. Die Blätter passen zu thailändischen, indischen, mexikanischen oder brasilianischen Gerichten. Allerdings müssen die Blätter frisch verarbeitet werden, denn durch Trocknung verlieren sie ihr Aroma. Auch die Wurzeln müssen frisch verarbeitet werden.