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Online-Reputation wird zunehmend geprüft und für problematisch befunden
Dass nur 45% der Dossiers vollständig korrekt sind, ist häufig den weiteren überprüften Verdachtsmomenten geschuldet. Dabei werden potenzielle Risiken für Ruf und Integrität des Arbeitgebers aufgedeckt. Es handelt sich hierbei entweder um während des „Screenings“ von den betroffenen Personen gemachte, teilweise inkorrekte Angaben, um Verweigerung der Transparenz oder der Einwilligung zur Überprüfung.
2019 über 70% der CVs enthalten Ungenauigkeiten in den aufgeführten beruflichen Erfahrungen hinsichtlich der Stellenbezeichnung, des Anstellungszeitraums, des Beschäftigungsgrades oder des Arbeitsvertragstypus. Auch die Verweigerung der Einwilligung eines Bewerbers zur Kontaktierung eines ehemaligen Arbeitgebers oder das Fehlen eines Arbeitszeugnisses, vor allem bei Berufserfahrung in der Schweiz, stellen Verdachtsmomente dar. Dieser Prozentsatz hat in den letzten Jahren stark zugenommen (58% im Jahr 2018).
28% der im Lebenslauf erwähnten Ausbildungen erwiesen sich als nach wie vor andauernd, abgebrochen oder auf einem niedrigeren Level als angegeben, abgeschlossen. Die Statistiken zeigen daher auf, dass einige CVs durchaus irreführend sind. Dieser Prozentsatz ist in den letzten Jahren stabil geblieben.
2019 veröffentlichen 53% der überprüften Personen potenziell fragwürdige Inhalte im Internet, ohne einen privaten Schutzfilter einzusetzen. Darunter fallen u.a. Unstimmigkeiten im Lebenslauf, die Offenlegung vertraulicher Informationen, homophobe oder rassistische Äusserungen sowie wiederholte Anspielungen auf Gewalt, Nacktheit, Alkohol oder Drogen. Dies ist ein signifikanter Anstieg gegenüber 2018 (37%), der sich zumindest teilweise durch vertiefte Forschungsmethoden und -instrumente erklären lässt.