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Ein Australier trägt 2015 als erster Fahrer das Maillot Jaune der Tour de France. Rohan Dennis wies im Auftakt-Zeitfahren in Utrecht den Deutschen Tony Martin und Fabian Cancellara in die Schranken.
55,446 km/h betrug im Ziel nach 13,8 Kilometern das eindrückliche Durchschnittstempo von Rohan Dennis. Damit stellte der Australier einen Rekord auf: Noch nie wurde ein Einzelzeitfahren an der Tour de France schneller absolviert. Dennis am nächsten kam Tony Martin. Der im Thurgau lebende Deutsche verlor fünf Sekunden, Fabian Cancellara sechs.
Dennis aus dem schweizerisch-amerikanischen BMC-Team hielt zwischen Februar und Mai dieses Jahres den Stundenweltrekord. Trotzdem zählte der 25-Jährige vor der Etappe nicht zu den Topfavoriten.
«Wie knapp ich den Sieg verpasst habe, interessiert mich nicht. Was letztlich zählt, ist einzig, dass ich nicht gewonnen habe», sagte ein enttäuschter Cancellara. Die grosse Hitze sei ihm nicht entgegen gekommen. Sich selber könne er jedoch nichts vorwerfen: «Ich habe das Maximum gegeben und versucht, die Kurven möglichst eng zu fahren. Am Ende fehlten mir ein paar Sekunden. Nur das zählt. Doch mir bleiben immerhin meine früheren Erfolge und die 28 Tage in Gelb.»
Von den meist genannten Anwärtern auf den Gesamtsieg schnitt Vincenzo Nibali am besten ab. Der italienische Vorjahressieger war sieben Sekunden schneller als Chris Froome, Alberto Contador büsste 15 Sekunden ein und Nairo Quintana 18 Sekunden.
Für den IAM-Profi Reto Hollenstein wäre die 102. Tour de France beinahe schon beendet gewesen, ehe sie überhaupt begonnen hatte. Der 29-jährige Thurgauer erlebte bei der Streckenbesichtigung einen Schreckensmoment, als er mit einem unachtsamen Zuschauer zusammenprallte.
Hollenstein blieb zunächst kurz auf der Strasse liegen und verweilte danach mehr als eine Viertelstunde an einem schattigen Ort in der Nähe der Unfallstelle. Er hatte Glück im Unglück und kam mit Hautabschürfungen im Schulterbereich davon. So startete Hollenstein wie geplant zum Zeitfahren. (ram/si)