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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Magier Harry Houdini einer der bekanntesten Stars der Welt. Vor allem als Entfesselungskünstler war er berühmt, denn Houdini befreite sich aus jeder Zwangsjacke. Er konnte auch aus jeder Gefängniszelle ausbrechen.
Doch einmal lief es nicht wie geplant. Eine kleine Stadt hatte ein neues Gefängnis mit besonders sicheren Zellen gebaut. Und lud Houdini ein, sein Können zu beweisen.
Der Magier liess sich in die Gefängniszelle bringen. Kaum waren die Wächter draussen, holte Houdini den Dietrich hervor, der in seinem Gürtel steckte, und machte sich an die Arbeit. Doch etwas an dem Schloss war ungewöhnlich. 30 Minuten schon versuchte Houdini, es zu knacken, aber er kam einfach nicht weiter.
Eine Stunde war vergangen, und das Schloss war noch immer nicht offen. Inzwischen war Houdini verschwitzt und keuchte vor Erschöpfung.
Nach zwei Stunden brach der Magier zusammen. Sein Kopf schlug gegen die Zellentür. Und die Tür schwang auf. Houdini realisierte, dass sie gar nie verschlossen war. Die Gefängniswärter hatten ihn ausgetrickst.
Houdini hatte das Offensichtliche übersehen.
Ganz anders Bernard Sadow.
Im Jahr 1970 wollte er mit seiner Familie nach einem Karibikurlaub nach Hause fliegen. Sie kamen zu spät am Flughafen an, und Sadows Frau und die Kinder rannten schon mal zum Check-in. Während Sadow die grossen schweren Koffer schleppte.
Da sah er etwas. Ein Mann schob fröhlich pfeifend eine schwere Maschine, die sich auf einer hölzernen Plattform mit vier Rädern befand. «Natürlich», dachte Sadow, «ein Koffer muss Rollen haben!»
Zurück in New York, kaufte er in einem Baumarkt vier Rollen, schraubte sie an die Unterseite eines Koffers und wurde als Erfinder des Rollkoffers ein sehr, sehr reicher Mann.