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Dandiya Raas kommt aus der Gujarat Region und ist ursprünglich ein Tanz zu einem religiösen Fest, von Männern und Frauen gemeinsam getanzt.
Dandiya Raas als Folkstanz ist ein einfacher Kreistanz, bei dem
sich die Leute in zwei konzentrischen Kreisen gegenüberstehen
und in einem Muster auf 5 Zähler ihre eigenen Stöcke oder
die des Gegenübers schlagen. Dabei bewegen sich die Kreise gegengleich,
sodass die Partner stetig wechseln.
Dandiya Raas in seiner Bühnenform ist freier in der Gestaltung, die Gruppen tanzen in wechselnden Formationen von Reihen und Kreisen, dabei ergeben sich reizvolle Kombinationsmöglichkeiten.
Traditionellerweise ist Dandiya Raas ein religiöser Tanz, der jeweils im Oktober an den Navratri Feierlichkeiten für die Göttinnen Durga, Lakshmi und Sarasvati getanzt wird. Bei diesem Fest kommen Religion, Anbetung, Kultur und Vergnügen zusammen. Dabei stehen die Stöcke (Dandiya) für das Schwert Durgas. Ein verwandter Tanz ist Garba, der nur von Frauen getanzt wird vor der Anbetung der Göttin – beim darauf folgenden Fest kommen die Männer dazu und alle zusammen tanzen Dandiya Raas. Mittlerweile ist Dandiay Raas so beliebt geworden, dass er auch ausserhalb des religiösen Kontexts gerne getanzt wird. Er gibt den jungen Leuten auch Gelegenheit zum Flirten, was ganz passend ist, das typische moderne Dandiya Lieder immer Liebeslieder sind.
Ganz früher wurde Dandiya Raas nur zu Trommelrhythmus getanzt.
Und obwohl der Tanz einen religiösen Hindu-Ursprung hat, wurde
er auch von den Muslimen in der Region Saurashtra übernommen.
Später kam dann der Gesang dazu, entweder religiöse oder
Liebeslieder. Die Dandiya-Musik entwickelt sich stetig weiter und übernimmt
auch heute moderne Einflüsse. Dabei ist die berühmteste
Dandiya-Sängerin Falguni Patak. Typische Dandiya-Musik wird
im 6/8 Takt gespielt und beginnt oft langsam, um sich danach im Tempo
zu steigern.
Auch der Tanz wurde beeinflusst, z.B. von indischen Filmen. In Amerika gibt es Landesmeisterschaften, wo Tanzgruppen verschiedener Universitäten gegeneinander antreten und meist einen sehr schnellen, engergievollen Stil zeigen.
Bei der Bevölkerungsgruppe der Mer in Gujarat wird von Männern eine mehr kämpferische Version des Dandiya Raas getanzt.
Zu Dandiya Raas trägt man die traditionelle, farbenfrohe Kleidung
der Region Gujarat. Für Frauen ist das ein weiter Rock (ghagra
/ Chaniya), eine kurze Bluse (Choli) und ein langer Schal (odhni),
der meist über den Kopf gelegt wird und hinten herunterhängt.
Männer tragen eine Art gewickelte Hose (dhoti) und ein Hemd
(kurta). Eine andere Möglichkeit ist die Kedia, ein Oberteil
mit nach oben versetzter Taille, das bei Drehungen weit aufschwingt.
Diese Kleidungsstücke werden gerne mit kleinen Spiegeln, Muscheln
und anderem verziert.
Die Stöcke sind etwa 40 – 50 cm lang und traditionellerweise aus Bambus. Sie sind oft bunt verziert, teilweise mit Glöcken am unteren Ende, manchmal auch aus Metall oder anderen Materialien.
Video:
MEISSOUN und Susanne tanzen ein Dandiya Raas Duett an einer Bühnen-Show
Seinen Ursprung hat Bhangra in den Feiern zum Erntedankfest, das jedes Jahr im April stattfindet. Man trifft sich im Dorf und tanzt zum Rhyhthmus der Dhol (grosse Trommel) und der Doppelflöte. Dazu werden Boliyaan gesungen, die Volkslieder.
Eigentlich ist Bhangra der Tanz der Männer (der Frauentanz heisst Giddha). Nachdem aber viele Punjabis z. B. nach Grossbritannien und Kanada ausgewandert sind und ihre Kultur mitgenommen haben, haben sich sowohl Musik als auch Tanz weiterentwickelt.
In die Musik sind westliche Einflüsse aufgenommen worden, und der Tanz wird heute zu allen möglichen festlichen Gelegenheiten wie
Die Bewegungen im Bhangra sind locker und ungekünstelt, aber auch voller Energie. Während die Füsse hüpfen und stampfen, sind die Arme erhoben oder schwingen zu den Schritten mit. Typisch ist, dass die Schultern dabei immer mitgehen. Einige Bewegungen erinnern auch an die Feldarbeit.
Etwas Kondition
braucht es schon, um Bhangra über
längere Zeit zu tanzen - aber der mitreissende Rhythmus macht
es schwer, stehenzubleiben!
Wichtig ist dabei nicht unbedingt die technische Perfektion, sondern dass man den richtigen "Groove" hat, das Gefühl für den Rhythmus. Dieses entwickelt man am besten, indem man sich die Musik oft anhört.
Bhangra-Musik wird ja auch in unseren Regionen immer beliebter. Das zeigt nur schon der Erfolg von "Mundian To Bach Ke" von Panjabi MC. Dieses Stück ist übrigens ein sehr gutes Beispiel für den typischen Bhangra-Beat: dang-dang take dang.
Grundsätzlich eignet sich die Musik dann zum Bhangra-tanzen, wenn sie den richtigen Rhythmus hat (siehe oben). Es gibt auch viele Stücke, die zwar mit Bhangra angeschrieben sind, aber westliche Rhythmen haben und mehr in Richtung Hip Hop oder Reggea gehen. Auf Anfrage könnt Ihr bei MEISSOUN eine kleine Auswahl an gut geeigneten CDs bestellen.
MEISSOUN hat den traditionellen Bhangra Tanz beim erfahrenen Tänzer DaVid Jatinder Singh gelernt, dessen Protégée sie ist und mit dem zusammen sie ein Unterrichtskonzept für westliche TanzschülerInnen erarbeitet hat. Damit hat sie schon viele erfolgreiche Workshops in der Schweiz und Deutschland unterrichtet und ist hierzulande so eine Art "Bhangra-Missionarin", die auch verschiedene weitere Instruktorinnen (Migros Klubschule) ausgebildet hat.
Aktuelle Workshop-Daten
Bhangra macht allen Spass!
Artikel in GesundheitSprechstunde Nr. 18/2003