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Tipp 1:
Vorbeugend empfehlen sich dieselben Massnahmen wie bei der mutterlosen Kälberaufzucht, wie zum Beispiel das zur Verfügung stellen von Torf. Torf schützt den Darm vor dem Eindringen von Krankheitserregern und deren Gifte. Die Verabreichung von EM (effektiven Mikroorganismen) kann präventiv ebenfalls eingesetzt werden, um die gesunde Darmflora zu stärken, siehe auch Kapitel Tierhaltung / Verdauung im EM Ratgeber Agrar.
Tipp 2:
Vorbeugend ist ebenfalls wichtig, dass die Kälber nicht eine übermässige Menge Milch zu sich nehmen. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Kuh vor dem saugen gemolken wird und die Menge Restmilch dem Bedarf des Kalbes angepasst wird.
Tipp 3:
Bei Durchfall ist es immer wichtig, dem Kalb genügend Flüssigkeit zuzuführen und eine Austrocknung (Dehydrierung) und Übersäuerung zu vermeiden.
Zusätzlich zum Saugen kann eine Elektrolytlösung (z.B. Jonovit) per Schoppen verabreicht werden. Dies verhindert ein schnelles Übersäuern und Flüssigkeit kann besser vom Körper aufgenommen werden. Wenn das Kalb den Schoppen verweigert, gibt es Elektrolyt in Gelform (z.B. Rehydion) zum Verhindern des Übersäuerns.
Um genügend Flüssigkeit verabreichen zu können, kann das Kalb auch öfter zur Mutter gelassen werden.
Die Verabreichung von EM (effektiven Mikroorganismen) kann eingesetzt werden, um die Darmflora zu stärken.