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"Ihr seid hier eigentlich am falschen Ort!", kommentierten mehrere Muba-BesucherInnen den kleinen GSoA-Stand in Halle 2. Die meisten hätten uns lieber in der Halle 1 bei der Armee-Ausstellung gesehen, denn <schliesslich braucht es ausgewogene Information>. Mit den 9 Quadratmetern, die uns zur Verfügung standen, wären wir wohl kaum gegen die 5000 Quadratmeter angekommen, auf denen sich die Armee für 5 Millionen Steuerfranken breitmachen durfte. Trotzdem: Wir holten mit der Gestaltung des Raumes heraus, was es zu holen gab. Mit einem Multimedia-Projektor zeigten wir auf einer grossen Leinwand unsere Argumente gegen die Armee und für einen freiwilligen Zivilen Friedensdienst ZFD. Informationen zum Mitnehmen lagen auf einem grossen Würfel bereit, der das Missverhältnis von weltweiten Ausgaben für den Krieg und für den Frieden veranschaulichte.
Obwohl das Muba-Publikum mit unseren Ideen nicht vertraut ist, zeigten sich viele Menschen interessiert und blieben auf einen Schwatz stehen.
Das Diskussionsklima war erstaunlich freundlich. Mit vielen ArmeebefürworterInnen kam es zu Gesprächen, die über den Abtausch von Schlagworten hinausgingen - nicht zuletzt mit Offizieren, die von der Armeeausstellung herüberkamen.
Eine Umfrage, die ein Basler GSoAt am Stand und vor dem Eingang durchführte, ergab nicht überraschend, dass sich eine Mehrheit für die Armee aussprach. Als wichtigster Grund wurde ein allgemeines Sicherheitsbedürfnis genannt. Nur zwei der 86 Befragten bezeichneten Kriseneinsätze der Armee im Ausland als zentrales Argument. Diejenigen, welche die Armee abschaffen wollten, sahen meist keine Bedrohung mehr und beklagten die Ressourcenverschwendung. Die Armee wird nicht als taugliches Mittel zur Konfliktbewältigung beurteilt.
Die Aktionen der GSoA und anderer Organisationen gegen die Armeeausstellung und unser Stand verhalfen uns zu weiter Beachtung in den Medien. Die 5000 Franken, die uns die Präsenz an der Muba gekostet hat, dürfen wir als gut investiertes Geld betrachten.