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Ar 134
Für die Konsultation der Unterlagen im Lesesaal vereinbaren Sie bitte telefonisch (043 268 87 50) einen Termin, da die Platzzahl im Lesesaal aufgrund der Corona-Situation beschränkt ist. Der Zugang zum Lesesaal ist nur mit bestätigter Platzreservation möglich.
Ar 134
1965-1995
1.4 m
Sik, Ota, schweiz. Wirtschaftswissenschaftler tschechoslowakischer Herkunft, * Pilsen 11.9.1919; war 1940-1945 im KZ Mauthausen; seit 1953 Prof., 1962-1969 Direktor des Wirtschaftsinstituts der Akademie der Wissenschaften und Mitglied des Zentralkomitees der tschechoslowakischen KP sowie Mitglied verschiedener Partei- und Staatskommissionen. In der Zeit des Prager Frühlings war Sik von April bis September 1968 als stellvertretender Ministerpräsident für die Wirtschaftsreform zuständig. Zur Zeit des Einmarsches der Truppen des Warschauer Pakts im August 1968 hielt sich S. in Belgrad auf. Seitdem lebt er in St. Gallen. 1969 Ausschluss aus der KP, 1970 Aberkennung der Staatsbürgerschaft. S. lehrte seit 1970 an der Hochschule St.Gallen, seit 1974 als Professor für Wirtschaftssystemvergleiche. Er wurde bekannt durch seine Vorstellungen einer Symbiose von Markt- und Planwirtschaft (sog. dritter Weg). Verstorben am 22.08.2004.
Das Material wurde dem Schweizerischen Sozialarchiv im April 1997 übergeben. Eine Nachlieferung aus der Bibliothek der Universität St. Gallen mit Korrespondenz und Manuskripten (Aktenserien 60., 70. und 80.) erfolgte am 13.05.2004 durch Vermittlung von Dr. Xaver Baumgartner.
Der Bestand umfasst Zeitungs- und Zeitschriftenartikel von und über Ota Sik sowie zahlreiche Interviews, die v.a. in den 1970er und 1980er Jahren mit Ota Sik geführt wurden.
Es werden keine Neuzugänge erwartet.
Der Bestand ist im Lesesaal des Schweizerischen Sozialarchivs ohne Benutzungsbeschränkungen einsehbar.