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<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, </p><p>1. in der Schweiz in Abstimmung mit den Kantonen ein Schulobstprogramm einzuführen;</p><p>2. er soll sich dabei auf die Erfahrungen der seit fünf Jahren in den meisten EU-Ländern laufenden Schulobstprogramme abstützen.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Früchte- und Gemüsekonsum ist ein bedeutender Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von nichtübertragbaren Krankheiten. In der Schweiz gibt es daher schon seit Jahren verschiedene Projekte zur Verbesserung des Früchte- und Gemüsekonsums, beispielsweise die Kampagne "5 am Tag" der Krebsliga Schweiz. Zudem sind in den letzten Jahren auf kantonaler und kommunaler Ebene verschiedene Projekte zum Thema Ernährung in den Schulen lanciert worden. Trotz dieser Bemühungen ist der Früchte- und Gemüsekonsum gemäss dem 6. Schweizerischen Ernährungsbericht seit Jahren rückläufig. Laut den Resultaten der Gesundheitsbefragung 2012, die vom Bundesamt für Statistik alle fünf Jahre durchgeführt wird, wird die Empfehlung "fünf Portionen Früchte und Gemüse pro Tag konsumieren" von weniger als 20 Prozent der Bevölkerung umgesetzt. Die Förderung des Früchte- und Gemüsekonsums ist somit ein wichtiges Ziel der Schweizer Ernährungsstrategie.</p><p>Der Bundesrat befürwortet daher im Grundsatz die Einführung eines mit den Kantonen koordinierten nationalen Schulobstprogramms. Der Bund kann das Anliegen im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung (NPEB) aufnehmen und seine Unterstützung gegenüber den Kantonen anbieten. Nach Artikel 24 Absatz 2 des am 20. Juni 2014 vom Parlament verabschiedeten Lebensmittelgesetzes (BBl 2014 5079) kann der Bund in der obligatorischen Schule ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse von allgemeinem Interesse vermitteln, welche namentlich für die Gesundheitsvorsorge, den Gesundheitsschutz und die nachhaltige Ernährung von Bedeutung sind. Der Bund verfügt jedoch über keine Möglichkeit, die Kantone zu einem derartigen Engagement zu verpflichten. Zudem erachtet es der Bundesrat aus grundsätzlichen Überlegungen nicht als opportun, dass sich der Bund an der Finanzierung der Kosten von Schulobstprogrammen in der Zuständigkeit der Kantone beteiligt. Sein Beitrag wird sich somit auf die Beschaffung der nötigen Grundlagen, die Beratung der Kantone und die Koordination der Arbeiten beschränken. Das Engagement soll mit den bestehenden Mitteln für die Schweizer Ernährungsstrategie erfolgen. Selbstverständlich wird der Bund die bereits laufenden regionalen und kantonalen Projekte im Rahmen der umschriebenen Möglichkeiten fördern und bei der Durchführung der Programme auch den Erfahrungen der EU Rechnung tragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.