Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03388.jsonl.gz/366

Psychiatrische Krankheitsbilder bei Sexualstraftätern
Die Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Sexualstraftätern
Die widerrechtliche Vornahme von sexuellen Handlungen und insbesondere auch die daraus resultierenden Beeinträchtigungen bei den Opfern führen in der heutigen Gesellschaft zu grossem Unverständnis für die Täterinnen und Täter. Diese omnipräsente und oft sehr medienwirksame Thematik über die Sexualdelinquenz macht es erforderlich, die Definition des Sexualstraftäters genauer zu betrachten. Nicht selten lassen sich Zusammenhänge zwischen der Sexualdelinquenz und psychischen Störungen finden. Der Schwerpunkt wird dabei auf die sexuelle Präferenzstörung, Persönlichkeitsstörung und auf die Schizophrenie gelegt. Für eine sexuelle Strafhandlung, welche mit einer schweren psychischen Störung einhergeht, wird der straffälligen Person in vielen Fällen vom Gesetzesgeber eine stationäre therapeutische Massnahme angeordnet. Im Rahmen eines Massnahmenvollzugs nimmt die Soziale Arbeit eine wichtige Rolle ein und Sozialarbeitende arbeiten eng mit den Straffälligen an den individuellen und vorgegeben Zielen. Vor dem Hintergrund der empirischen Daten, diagnostischen Klassifizierungen und den rechtlichen Grundlagen, befasst sich die vorliegende Bachelor-Thesis mit der Frage, welche zentralen Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeitenden und Sexualstraftätern bestehen. Die Erkenntnisse verhelfen, eine Konzeptualisierung der Sozialen Arbeit im Kontext des Massnahmenvollzugs zu entwickeln.