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Gestartet wird die 106. Ausgabe des traditionsreichen Rennens am 6. Juli in Belgiens Hauptstadt Brüssel. Gut drei Wochen später, am 28. Juli, erreicht der Tross das Ziel in Paris. Dazwischen liegen 21 Etappen mit total 3460 Kilometern und 30 Pässen (Rekord). Die Alpe d’Huez fehlt diesmal im Streckenplan, dafür enden auf dem Tourmalet, dem legendären Pyrenäen-Pass, in Tignes und in Val Thorens drei der insgesamt fünf Bergankünfte auf über 2000 m Höhe. Im Gegensatz dazu gibt es nur 54 Zeitfahr-Kilometer, die Hälfte davon im Mannschaftszeitfahren, das schon am zweiten Tag ansteht.
Gefeiert wird 2019 in Pau das 100-Jahr-Jubiläum des Maillot jaune, des gelben Trikots für den Leader, welches 1919 eingeführt wurde. Einem gewissen Eugène Christophe wurde es damals in Grenoble erstmals übergestreift. Die meisten dieser gelben Trikots gingen bisher an Eddy Merckx, der exakt vor 50 Jahren den ersten seiner fünf Gesamtsiege feierte. Zu Ehren des Belgiers erfolgt deshalb der Start in Brüssel.
Geografisch beschränkt sich die Tour 2019 auf die östliche Landeshälfte und den Süden. Die erste Bergankunft folgt am sechsten Tag mit dem Aufstieg zur La Planche des Belles Filles in den Vogesen. Danach geht es in Richtung Pyrenäen, wo zuvor in Pau noch das einzige Einzelzeitfahren im Programm steht. In der Schlusswoche folgen die Alpen. Die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg, der 2018 an den Briten Geraint Thomas ging, muss spätestens am zweitletzten Tag auf der Fahrt von Albertville nach Val Thorens fallen.
Bruyneel bleibt gesperrt
Johan Bruyneel, der ehemalige Teamchef des Amerikaners Lance Armstrong, wurde vom Internationalen Sportgerichtshof CAS lebenslang gesperrt. Als Leiter der Teams US Postal und Discovery Channel war der mittlerweile in Spanien lebende Bruyneel bei allen sieben Tour-de-France-Erfolgen von Armstrong eine zentrale Figur im betrügerischen System.
Die von 1999 bis 2005 erzielten Tour-Siege des Amerikaners sind wegen Dopings schon längst annulliert worden. 2012 war Bruyneel in den USA zu einer zehnjährigen Sperre verurteilt worden. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) war danach vor den CAS gezogen und hatte eine lebenslange Sperre verlangt.
Inzwischen zeigt sich Bruyneel einsichtig. «Ich weiss, dass in der Vergangenheit viele Fehler gemacht wurden», schrieb der 54 Jahre alte Belgier in einem offenen Brief. «Es gibt viele Dinge, die ich besser anders gemacht hätte, und einige Sachen, die ich zutiefst bereue.»