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Eine Mastitis ist eine Entzündung der Brustdrüse. Die Ursachen der Brustentzündung sind vielfältig: Sie kann während der Stillzeit als Mastitis puerperalis oder zu einem anderen Zeitpunkt als Mastitis non-puerperalis auftreten. Tritt die Entzündung bei einem Neugeborenen auf, bezeichnen Mediziner sie als Mastitis neonatorum.
Eine akute Mastitis kann sich mit Fieber, ausgedehntem Schmerz und Spannungsgefühl sowie Rötung und Überwärmung der Brust äussern. In der Regel ist nur eine Brust entzündet. Ursachen einer Mastitis sind meistens Bakterien, insbesondere Staphylococcus aureus. Seltener können auch eine übermässige Produktion des Hormons Prolaktin, das die Milchbildung anregt, oder eine gutartige Veränderung der Brust (Mastopathie) eine Brustentzündung hervorrufen.
Der Arzt stellt bei einer Mastitis die Diagnose, indem er die Betroffene nach ihren Beschwerden befragt und die Brust abtastet. Eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung unterstützt die Diagnose. Manchmal ist zusätzlich eine Mammographie notwendig, um einen entzündlichen Brustkrebs auszuschliessen.
Brustentzündungen ausserhalb der Stillzeit sind selten und verlaufen häufig chronisch, das heisst die betroffene Frau erkrankt immer wieder daran. Wenn es sich um eine einfache Mastitis non-puerperalis handelt und sich kein Abszess (eitergefüllte Entzündungshöhle) gebildet hat, verordnet der Arzt unter anderem Medikamente gegen eine zu hohe Prolaktinproduktion, Antibiotika und Entzündungshemmer (Antiphlogistika). Auch Kühlen der Brust und ein gut sitzender Büstenhalter, der die Brust ruhig hält, kann die Beschwerden oft lindern. Hat sich ein Abszess gebildet, schneidet der Arzt diesen auf und entleert den Eiter.
Eine Mastitis kann sehr unterschiedlich verlaufen: Manchmal heilt die Brustentzündung schnell wieder ab, andere Frauen haben häufiger damit zu tun. Massnahmen, die einer Mastitis zuverlässig vorbeugen, gibt es nicht.
Mastitis ist eine Entzündung der Brust. Es gibt zwei Formen von Brustentzündungen. Die Brustentzündung während der Stillzeit – die sogenannte Mastitis puerperalis – und die ausserhalb des Wochenbetts stattfindende Brustentzündung – die Mastitis non-puerperalis.
Eine Mastitis ausserhalb der Stillzeit (Mastitis non-puerperalis) ist selten. Sie tritt in zwei Altersgruppen gehäuft auf: Am häufigsten kommt sie bei Frauen vor, die jünger als 30 Jahre sind sowie bei Frauen zwischen 50 und 60 Jahren. Über die Hälfte der Entzündungen entsteht durch Bakterien.
Es gibt für eine Mastitis (Brustentzündung) mehrere mögliche Ursachen. Fachleute unterscheiden zwischen bakteriellen, also durch Keime hervorgerufenen, und nicht-bakteriellen (abakteriellen) Formen der Brustdrüsenentzündung. Auf dem Boden einer zuerst nicht-bakteriellen Mastitis kann sich allerdings eine bakterielle ausbilden, wenn Keime das entzündete Gewebe befallen und sich vermehren.
Hauptverursacher der bakteriellen Mastitis (Brustentzündung) ist Staphylococcus aureus, jedoch sind Mischinfektionen mit anderen Keimen ebenfalls von Bedeutung. Die Erreger gelangen zum Beispiel über Risse in der Haut der Brustwarze in den Körper.
Bei einer nicht-bakteriellen Mastitis (Brustentzündung) liegt die Ursache häufig in einer vermehrten Sekretbildung in der Brust. Wenn das gebildete Sekret nicht richtig abfliessen kann, staut es sich an. Dadurch weitet sich das Milchgangsystem aus und Flüssigkeit dringt in das umliegende Bindegewebe ein. Da Sekret im Bindegewebe ein Fremdkörper ist, ruft es dort eine Entzündungsreaktion hervor. Anschliessend können sich sowohl an den geschädigten Milchgängen, als auch innerhalb der Entzündungsherde leicht Bakterien ansiedeln und so eine bakterielle Mastitis verursachen.
Die Ursache der vermehrten Sekretbildung und dem daraus folgendem Sekretstau bei der Brustentzündung ist häufig unklar. Oft produzieren betroffene Frauen zu viel von dem Hormon Prolaktin. Auch eine sogenannte Mastopathie, eine gutartige Veränderung der Brust, kann einen Sekretstau herbeiführen und eine Mastitis auslösen. In seltenen Fällen können auch Tuberkulose oder die sogenannte Strahlenpilzkrankheit (Aktinomykose) Mastitis-Ursachen sein.
Bei einer Mastitis (Brustentzündung) kommen folgende Symptome vor:
Bei einer Brustentzündung ausserhalb der Stillzeit (Mastitis non-puerperalis) sind die Symptome meist wesentlich weniger heftig als bei einer Brustentzündung während der Stillzeit (Mastitis puerperalis). Dafür neigt diese Brustentzündung dazu, wiederholt (rezidivierend) aufzutreten. Sehr selten bilden sich eitrige abgekapselten Entzündungen (Abszesse) und bei chronischen Brustentzündungen sogenannte Fisteln – also Gänge, die von den Milchgängen nach aussen auf die Haut führen.
Meist kann der Arzt bei einer Mastitis (Brustentzündung) die Diagnose schon durch die beschriebenen Beschwerden und den Tastbefund stellen. Mit einer anschliessenden Ultraschalluntersuchung kann er die Entzündung der Brust genauer beurteilen.
Wenn die Brustwarze (Mamille) auffällig aussieht oder Flüssigkeit absondert, nimmt der Arzt einen Abstrich und testet diesen auf mögliche Erreger. Ausserdem bestimmt er die Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut. Wenn sich Prolaktin vermehrt im Blut findet, sucht man nach der Ursache (z.B. Schilddrüsenstörungen, Einnahme bestimmter Medikamente etc.). Bei wiederkehrenden Brustentzündungen ist zur Diagnose zusätzlich eine Mammographie nötig, um einen entzündlichen Brustkrebs (Mammakarzinom) auszuschliessen.
Bei einer ersten Brustentzündung (Mastitis) ohne Abszess besteht die Therapie aus dem Kühlen der Brust (z.B. mit Eisbeuteln, Quarkwickeln oder Umschläge mit essigsaurer Tonerde). Die betroffenen Frauen sollten einen gut sitzenden Büstenhalter tragen, der die Brust ruhig hält. Je nach Ursache verschreibt der Arzt Frauen mit Mastitis zur Therapie Medikamente, die die Prolaktinproduktion hemmen und zusätzlich Antibiotika und Entzündungshemmer (Antiphlogistika).
Hat sich ein Abszess (eitrige abgekapselte Entzündungen) gebildet, öffnet der Arzt diesen in einer kleinen Operation und entleert den Eiter.
Auch bei chronischen Entzündungsherden, Restgeschwüren abgelaufener Brustentzündungen oder Fisteln besteht die Therapie in einer kleinen Operation. Bei Brustentzündungen, die durch andere Erkrankungen verursacht werden (z.B. Mastopathie), ist auch die Behandlung dieser Grunderkrankung notwendig.
Bei einer Mastitis (Brustentzündung) gibt es keinen einheitlichen Verlauf. Tritt eine Brustentzündung zum ersten Mal auf, bildet sie sich oft von selbst zurück oder heilt unter der Behandlung rasch ab.
Manchmal bildet sich ein Abszess, der mit Eiter gefüllt ist. Wenn dieser Abszess nahe hinter der Brustwarze oder direkt unter der Haut liegt, kann er sich selber über das Gangsystem oder die Haut nach aussen entleeren. Grössere und tiefer liegende Abszesse muss der Arzt öffnen und reinigen, da sich sonst Fisteln bilden können. Fisteln sind Verbindungen zur Haut oder zum Milchgangsystem, über die wiederum Bakterien in das Brustgewebe eindringen können.
Bei einer Mastitis ausserhalb der Stillzeit (Mastitis non-puerperalis) ist der Verlauf jedoch häufig chronisch, das heisst die betroffene Frau hat immer wieder damit zu tun.
Es gibt keine Massnahmen, die einer Mastitis (Brustentzündung) ausserhalb der Stillzeit (Mastitis non-puerperalis) sicher vorbeugen. Bildet Ihre Brust nach dem Abstillen noch über längere Zeit Sekret, sollten Sie dies von Ihrem Frauenarzt abklären lassen.