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Der ungarische Aussenminister Peter Szijjarto und der für Energie zuständige russische Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak unterhielten sich Ende Januar 2022 über die europäischen Kernenergie-Regelwerke.
Danach erklärte Szijjarto in einem Facebook-Post, dass «Ungarn zu einem grossen Teil dank seines Kernkraftwerks Paks «zu den 21 Ländern der Welt gehöre, die ihre Treibhausgasemissionen senken und gleichzeitig ihre Wirtschaftsleistung steigern konnten». Der Bau von zwei neuen, von Russland gelieferten Kernkraftwerkseinheiten am Standort Paks-II werde es Ungarn ermöglichen, den Ausstoss von jährlich 17 Mio. Tonnen schädlicher Gase zu vermeiden, fügte er hinzu.
Szijjarto begrüsste zudem die Entstehung eines starken Bündnisses unter der Führung Frankreichs innerhalb der EU, das sich in Brüssel dafür einsetzt, dass die Kernenergie in der Taxonomie der nachhaltigen Finanzen als nachhaltige und umweltfreundliche Energiequelle anerkennt wird.
Informationen zu Paks-II
Laut Szijjarto wurde Ende Januar mit dem russischen Staatskonzern Rosatom ein Zeitplan für die nächsten Monate betreffend Neubauprojekt Paks-II erarbeitet. Damit im Mai die Umsetzungsphase eingeleitet werden könne, müssten noch einige Genehmigungen erteilt werden.
Das Kernkraftwerk Paks-II basiert auf dem russisch-ungarischen Regierungsabkommen vom 14. Januar 2014. Geplant sind zwei WWER-1200-Einheiten. Sie sind als Ersatz für die vier bestehenden kleineren Einheiten vorgesehen, die zwischen 1983 und 1987 ans Netz gingen. Diese liefern rund 48% des ungarischen Stroms. Russland stellt für den Paks-Ausbau ein variabel verzinsliches Darlehen von bis zu EUR 10 Mrd. zur Verfügung, was rund 80% der Finanzierung entspricht. Ungarn will die restlichen 20% bereitstellen.
Quelle
M.A. nach Peter Szijjarto, Facebook-Posts, 26. und 27. Januar, und NucNet, 28. Januar 2022