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PostFinance - es braucht einen besseren Sozialplan
Keine Entlassungen mitten in der Krise – keine sinnlosen Arbeitswege
Ende Oktober hat die PostFinance-Führung über das Projekt SpeedUp informiert: Sie gab die Strategie 2021-2024 bekannt, die sich als nicht zufriedenstellend erweist und mit einem massiven Abbau von über 130 Vollzeitstellen einhergeht. In der Zwischenzeit ist das gesetzlich vorgesehene Konsultationsverfahren eingeleitet und abgeschlossen worden.
Die Antworten wurden im PF-Firmenvorstand und an mehreren Veranstaltungen mit den Mitarbeitenden beraten. Daraus resultierten mehrere Forderungen, was die Umsetzung der Reorganisation betrifft und flankierende Massnahmen:
- Die Unzufriedenheit über die Strategie 21-24 ist gross – insbesondere, weil sie Änderungen in Bereichen vorsieht, bei denen die letzte Reorganisation noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Wir erwarten, dass PostFinance mehrere Punkte nochmals überarbeiten wird. Die ersatzlose Abschaffung der Kundenzonen und der Abbau im Bereich Geschäftskunden müssen überdacht werden.
- Für die von einer Änderungskündigung betroffenen Personen müssen die sogenannt «zumutbaren Angebote» wohlwollender definiert werden. Das heisst konkret:
- Pendelzeiten müssen auf maximal 60 Minuten verkürzt werden;
- Drei Viertel der Arbeitszeit sollte im Homeoffice geleistet werden können;
- Sollte PostFinance die geplanten Standorte schliessen, so sollen regionale Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden, die weiter genutzt werden können.
- Wegen der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Corona-Pandemie soll die Kündigungsfrist um drei Monate, mindestens aber bis zum 30. November 2021, verlängert werden. Mitarbeitenden ohne zumutbares Angebot muss unter diesen Umständen die notwendige Zeit für die Stellensuche eingeräumt werden.
Alle Forderungen wurden in einem Brief an die PostFinance-Führung formuliert und eingereicht.