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Bachelin
(spr. basch'läng), Auguste, Genre-, Historien- und Landschaftsmaler, geb. zu Neuenburg in der Schweiz, erlernte die Anfangsgründe der Kunst in seiner Vaterstadt und ging nach Paris, wo er sich einige Monate unter Gleyre und dann längere Zeit unter Couture ausbildete. Zunächst beschränkte er sich auf Genre und Landschaft und beschickte die Ausstellung seiner Heimat 1855 mit sechs landschaftlichen Genrebildern, die wenigstens ein originelles Talent verrieten.
Auf das ihm mehr zusagende Gebiet des militärischen Genres kam er 1856 und mehr noch 1859, als er bei den Freischaren der Alpenjäger unter Garibaldi war, so daß er durch dergleichen Darstellungen zum beliebten Maler der Tagesgeschichte wurde. Später bereiste er mehrere Teile Frankreichs, lebte den Winter 1864-65 in Italien und brachte auch von diesen Reisen einige Bilder aus dem dortigen Volksleben; aber am meisten hielt er sich an die Stoffe aus der Geschichte und dem Volk seiner Heimat, die er voll Pathos und Schwung sowohl in heitern wie in tragischen Scenen mit meisterhafter Behandlung der Landschaft darstellt, z. B. 1860 eins seiner Hauptbilder: der Marsch eines schweizerischen Infanteriebataillons zur Besetzung der Grenze 1857. Als er am Krieg von 1870/71 teilnahm, stellte er das Hauptereignis der dortigen Gegend, den Übergang der Armee Bourbakis auf schweizerisches Gebiet, in einem großen, sehr wirkungsvollen Winterbild dar.
Andre Bilder nationaler Begebenheiten sind: eine Scene aus der Verteidigung der innern Schweiz gegen die Truppen der französischen Republik und der Tod des Fähnrichs v. Montmollin, der in der Schweizergarde Ludwigs XVI. bei der Verteidigung der Tuilerien 1792 fiel (Museum in Neuenburg). 1879 stellte er zwei geschickt komponierte, lebensvolle Bilder der jetzigen schweizerischen Miliz aus. Außerdem brachte er mehrere Scenen aus dem Jagdleben und den Volksfesten der Schweiz, z. B.: Wildheuer von Uri und das 1867 auf der Pariser Ausstellung fesselnde Schwingfest, sowie zwei merkwürdige Phantasiebilder aus der Zeit der schweizerischen Pfahlbauten. Als Schriftsteller lieferte er viele durch Zeichnungen illustrierte Artikel aus Geschichte, Kunst und Altertum seines Vaterlands und illustrierende Skizzen aus der Geschichte Neuenburgs für mehrere Albums. Hauptwerke dieser Art sind: «L'armée suisse», «Aux frontières» (Juli 1873),
mit vielen interessanten Zügen aus der Zeit des deutsch-französischen Kriegs, und «Album de l'est en Suisse 1871», das die bunten Typen der aus allen Waffengattungen gemischten Armee Bourbakis enthält.