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Die Burg im niederösterreichischen Traisental geht auf die Zeit der Babenberger zurück. Als Markgraf Leopold II. um 1085 seine Tochter Elisabeth dem Markgrafen Otakar II. von Steiermark zur Frau gab, brachte diese ihrem Gemahl reichen Besitz im oberen Traisen- und Gölsental in die Ehe mit. Auch das Gebiet um Ochsenburg gehörte dazu, das der Steirer jedoch bald an Ministeriale vergab. Nach mehreren Besitzerwechseln ging Ochsenburg 1383 an das Stift St. Pölten über.
Grafik von G. M. Vischer aus dem Jahre 1672 (Quelle: Wikipedia)
Die mittelalterliche Burg wurde im Laufe des 16. Jahrhunderts zu einem Schloss im Stile der Renaissance umgebaut. Der barocke Südtrakt wurde unter Jakob Prandtauer um 1698 errichtet. Nach dem Krieg wurde die Ochsenburg renoviert.
Am Ende der Traisenbrücke, bei der Auffahrt zur Ochsenburg steht der heilige Johannes Nepomuk.
So präsentierte sich Schloss Ochsenburg im Juli 2010.
Hier ein Blick in den Innenhof, der den Besuchern normalerweise verwehrt ist. Das Schloss kann nicht besichtigt werden.
Die Arkaden waren ursprünglich offen.
Kopie des Bauplans der Ochsenburg von Jakob Prandtauer (Quelle: Ausstellung im Stadtmuseum St. Pölten anlässlich seines 350. Geburtstags). Zum Vergrössern, klicken Sie auf den Plan!
Das Bischofswappen im Arkadengang vor der Schlosskapelle
Im 18. Jahrhundert wurde die Nikolauskapelle im Schloss neu ausgestaltet, wobei Martin Johann Schmidt (genannt Kremser Schmidt) massgeblich beteiligt war.
Das Altarbild stellt den heiligen Nikolaus dar. Vier weitere Bilder vom Kremser Schmidt haben das Leben der hl. Maria zum Thema.
Das Schloss wurde von den St. Pöltner Bischöfen als Sommersitz benützt, soll aber verkauft werden. (Stand Juli 2010)