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In seiner Heimatstadt Bozen besuchte er das Franziskaner-Gymnasium. Rechtsanwalt oder Arzt wollte er werden, doch es kam ganz anders. Claudio Caser jobbte während der Ferien in der Hotellerie und war fasziniert. Zum Entsetzen der Patres entschied er sich für die Hotelfachschule, wollte raus und lernte Französisch in Lausanne, Englisch in England. Mitte der 80er-Jahre führte ihn ein gewisser Hans Leu auf eine Baustelle in Ascona. Dort entstand das Albergo Giardino, und Leu stellte den jungen Mann sofort als Concierge ein.
Vom leicht verrückten Querdenker Leu habe er alles gelernt, sagt Claudio Caser – auch wenn ihm seinetwegen noch die letzten Haare ausgefallen seien. Als Chefconcierge wurde er de facto rasch zum wichtigsten Mann von Leu, der mit dem Giardino in den 90er-Jahren die Luxushotellerie revolutionierte. Denn Claudio Casers Fähigkeiten als Troubleshooter, sein Einfühlungsvermögen und seine Improvisationskunst sind ebenso genial wie sein einmaliges Beziehungsnetz. Wir sind, seit einem Vierteljahrhundert schon, begeistert von diesem Multitalent.