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Lüthi lag in Portugal letztlich um zwei Sekunden hinter Marc Marquez (19. GP-Triumph) zurück, der zusammen mit Pol Espargaro für einen spanischen Doppelsieg sorgte. Marquez, zuvor in dieser Saison schon Sieger in Katar, und Espargaro, vor einer Woche in Jerez (Sp) erfolgreich, schafften damit auch im dritten Grand Prix des Jahres eine Top-3-Platzierung.
Lüthi (43 Punkte) hat in der Gesamtwertung trotz seines ebenfalls bereits zweiten Podestplatzes (nach Jerez/3.) als Dritter schon 27 Punkte Rückstand auf WM-Leader Marquez (70). Auch Espargaro (61) besitzt bereits 18 Punkte Vorsprung auf den Emmentaler, der sich dennoch kämpferisch gibt: «Es sind erst drei von siebzehn Rennen in dieser Saison gefahren. Da ist noch lange nichts entschieden.» Es laufe gut, er habe ein gutes Motorrad und sei sehr zuversichtlich, dass «ich in Zukunft noch stärker sein werde. Wir sind auf dem richtigen Weg.»
Acht Hundertstel zu Platz 2
Lüthi, im Qualifying hinter Marquez Zweiter, führte das Rennen lange Zeit an. Teilweise schien es, als könne der 125-ccm-Weltmeister von 2005 seinen ärgsten Konkurrenten gar davonfahren. Ab Rennhälfte hatten ausser Marquez und Espargaro alle den Anschluss verloren. Doch in der siebtletzten Runde wurde Lüthi am Ende der langen Start-Ziel-Geraden vom spanischen Top-Duo überholt. Der Schweizer musste danach abreissen lassen. «Weil ich am Anfang des Rennens gepusht und versucht habe wegzufahren, konnte ich den Hinterreifen nicht wie gewünscht schonen. Am Schluss war es deshalb nicht mehr möglich, an Marquez und Espargaro dranzubleiben», so Lüthi.
So blieben im Kampf um den Sieg nur noch Marquez und Espargaro übrig. In der letzten Runde attackierte Espargaro seinen Landsmann wiederholt und heftig an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Letztlich musste der WM-Zweite froh sein, dass er auf dem Motorrad und noch ganz knapp vor Lüthi blieb (um 0,084 Sekunden). «Ich habe noch versucht, ihn zu kriegen. Doch es hat halt nicht mehr ganz gereicht», bedauerte Lüthi.
«Ich bin happy»
Erhielte er die Chance, das Rennen in Estoril ein zweites Mal zu fahren, so würde Lüthi «alles nochmals gleich machen.» Zurecht fügte der routinierte Schweizer die Erklärung an, dass es in der umkämpften Moto2-Klasse tatsächlich besser sei, an der Spitze zu fahren und nicht in die vielen nervenaufreibenden Positionskämpfe weiter hinten verwickelt zu sein. Lüthis Fazit fiel deshalb positiv aus: «Es haben nur Nuancen gefehlt. Ich bin happy. Der Sieg wird schon noch kommen.»
Auch Teamboss und Manager Daniel Epp war mit seinem Schützling zufrieden. «Auf diesen zwei Podestplätzen können wir aufbauen. In zwei Wochen folgt in Le Mans der nächste Versuch, das Rennen zu gewinnen.» Auf dem Circuit in Frankreich hat Lüthi zwei seiner bisher sechs GP-Erfolge errungen. Si
Obwohl er lange in Führung gelegen war, ist Tom Lüthi mit seinem dritten Rang zufrieden.Bild Keystone