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Am Eingang zur Chlus befand sich die ehemalige RhB-Station Felsenbach. Die Dienststelle hiess so bis zum Ausbau der Strasse von Seewis-Station nach Valzeina. Es war also die eigentliche Station der Valzeiner. 1892 wurde die Station mit einem Anschlussgleis zum nahegelegenen Steinbruch erweitert. In der Chlus haben 1910 mächtige Hochwasserwellen Bahn und Strasse über einen Meter hoch überflutet. Die Beschotterung war weggefegt und die Strassenfahrbahn teils aufgerissen, teils überschüttet. Die Strassenbrücke im Felsenbach und das Stauwehr blieben intakt, die Gebäude der Haltestelle unversehrt.1934 wurde die Weiche und das Stumpengleis entfernt, die Kurve vereinheitlicht mit Radius R= 145 m angelegt. Das Gleis über der Strassenkreuzung wurde mit Doppelschienen versehen und auf eine neue solide Unterlage aus Steinpackung verlegt. Danach diente das Gebäude nur noch als Wärterhäuschen für den Barrierewächter.
Am 2. März 1962 beginnen die Bauarbeiten für eine 1’340 m lange Neubaustrecke durch die Chlus, Kernstück ist der 963 m lange Chlus-Tunnel. Gebohrt wurde ab dem 22. September desselben Jahres. Am 07.09.1963 wird der Chlus-Tunnel eröffnet, die offene Linie durch die Chlus wird ausser Betrieb gesetzt und am Südportal wurde vorübergehend bis zur Anpassung der Strasse, eine provisorische Barriere erstellt. Die alte Bahnlinie entlang der Landquart wird abgebrochen, ebenso der Niveauübergang und die Haltestelle Felsenbach-Valzeina. In der Folge kann die Kantonsstrasse ausgebaut und eine neue Brücke über die Landquart erstellt werden. Aufgrund der Hochwasserkatastrophen wollte man zukünftig auch den Fuchsenwinkel umfahren. Resultat war der neue Fuchsenwinkeltunnel. Am 17. Mai 1976 wurde der neue, 786 m lange Fuchsenwinkel-Tunnel durchgeschlagen. Der Vollausbruch im Bündnerschiefer ergab keine Schwierigkeiten. Die Arbeiten wurden durch die Gemeinschaftsunternehmung Zschokke, Zindel und Lazzarini ausgeführt. Die Projektierung und Bauleitung oblag dem Ingenieurbüro Hitz in Chur.
Das alte Trasse wurde im Sommer 1978 ausser Betrieb gesetzt. Gleise und Fahrleitung wurden demontiert. Die restliche Infrastruktur (Brücken und Tunnel) sowie die grobe Linienführung blieben mehrheitlich erhalten und sind heute noch ersichtlich.
Zwischen Schiers und Fuchsenwinkel wurde eine neue Betonbrücke am 17. August 1977 in Betrieb genommen. Die alte Eisenbrücke mit dem Namen Landquartbrücke II wurde abgebrochen.
(Quelle: Der Bau der Rhätischen Bahn, Chemin de fer de rhetique, Archiv RhB, IVS GR)