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Im Volksmund wird eine Arthroskopie auch «Gelenkspiegelung» oder «Knopfloch-Chirurgie» genannt. Durch Einführen einer dünnen, vielleicht bleistiftdicken Optik ins Gelenk kann über eine Mikrochip-Kamera das Gelenk auf dem Monitor direkt eingesehen und untersucht werden. In den letzten Jahren haben sich auch zunehmend Techniken für die operative Behandlung mit entsprechenden speziellen Instrumenten entwickelt.
Die erste Arthroskopie wurde in der Schweiz 1918 durchgeführt, geriet aber später in Vergessenheit. Die grossen Entwicklungen fanden in Japan und in den USA statt. Die Wiedereinführung in der Schweiz erfolgte ca. 1960, eine Weiterverbreitung aber erst in den siebziger Jahren. Da es sich um eine risikoarme, schonende und sehr erfolgreiche Methode zur Gelenkdiagnostik und später auch -therapie handelt, erlebte sie einen enormen Aufschwung.
Prinzipiell sind arthroskopische Operationen an allen Gelenken möglich. Am häufigsten kommen sie am Knie und in der Schulter zur Anwendung, gefolgt vom Sprunggelenk, seltener in Hüft-, Ellbogen und anderen Gelenken.