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Die Stadt ist zur Hälfte Miteigentümerin der drei Liegenschaften Sihlstrasse 99 sowie Selnaustrasse 29a und 31. Nun verkauft die private Miteigentümerin ihre Anteile, was es der Stadt ermöglicht, ihr gesetzliches Vorkaufsrecht auszuüben: Der Stadtrat hat per Dringlichkeitskauf diese Anteile für 5,5 Millionen Franken erworben, wie die Stadt Zürich mitteilt.
Damit könne städtisches Grundeigentum an der Sihlporte arrondiert worden. Seit 1980 sei die Stadt zu 50 Prozent Miteigentümerin der drei Liegenschaften Sihlstrasse 99, Selnaustrasse 29a und Selnaustrasse 31. Sie wollte damals unter anderem verhindern, dass Private an der Ecke Sihl-/Selnaustrasse Neubauten erstellen.
Die andere Hälfte der Anteile befindet sich im Eigentum einer Privatperson.Nun habe die Miteigentümerin ihre Anteile an einen privaten Immobilienentwickler verkauft, was es der Stadt ermöglicht, ihr gesetzliches Vorkaufsrecht auszuüben. Der Kaufpreis belaufe sich auf 5,5 Millionen Franken.
Das Vorkaufsrecht muss innert dreier Monate ausgeübt werden, gerechnet ab dem Datum, ab dem die Stadt vom Verkauf der Anteile erfahren hat. Die Frist läuft bis zum 13. Mai 2020.Der Stadtrat habe die Anteile in eigener Kompetenz ins Finanzvermögen erworben, obwohl der Preis über der Grenze von 2 Millionen Franken liegt, bis zu der er grundsätzlich für Liegenschaftenkäufe zuständig ist.
Er tat dies per Dringlichkeitskauf, gestützt auf eine Bestimmung in der Gemeindeordnung, die es ihm erlaubt, auch Liegenschaften mit einem Verkehrswert von über 2 Millionen Franken zu erwerben, wenn das Geschäft keinen Aufschub duldet. Solche Käufe setzen eine zeitliche und sachliche Dringlichkeit voraus.
Zeitlich sei der Kauf dringlich wegen der Frist zur Ausübung des Vorkaufsrechts, sachlich, weil die Stadt bereits Miteigentümerin der drei Liegenschaften sei und weil sich zudem die angrenzenden Liegenschaften Selnaustrasse 25, 25a und 27 in ihrem Eigentum befinden. Mit dem Kauf könne die Stadt einerseits ihren Grundbesitz an der Sihlporte arrondieren, andererseits sei sie künftig alleine zuständig für die Bewirtschaftung der Gebäude und für Entscheide über Instandsetzungen oder Investitionen; langwierige Absprachen unter Miteigentümerinnen mit möglicherweise unterschiedlichen Interessen erübrigen sich damit.
Ausserdem eignet sich das Areal für die Förderung von preisgünstigen Wohnungen und Gewerberäumen. Der Finanzvorstand habe die Rechnungsprüfungskommission des Gemeinderats über das Geschäft informiert.Mit dem Kauf der Anteile werde die Stadt alleinige Eigentümerin von drei Liegenschaften mit insgesamt sieben Wohnungen sowie Büroräumlichkeiten und einen Gastronomiebetrieb.
Die bestehenden Mietverhältnisse werden übernommen..
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