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Baummarder – Edelmarder (martes martes)
Der Edelmarder, bei den Jäger auch Goldkehlchen genannt, unterscheidet sich vom allseits bekannten Steinmarder vorallem durch den dottergelben Kehlfleck. Auffälliges Unterscheidungsmerkmal sind ebenfalls die behaarten Ballen. Der Baummarder lebt in grossen, zusammenhängenden Waldgebieten , wo er während der Nacht als Einzelgänger auf Beutefang umherstreift. Die Schlafplätze werden fast jeden Tag gewechselt. Er schläft in hohlen Eichen und Buchen, aber auch in Greifvögelhorsten.
Der Baummarder ernährt sich von kleinen Säugetieren und Vögeln am Boden oder auf den Bäumen (Mäuse, Junghasen, Bodenbrüter, Jungvögel,Vögel auf Schlafbäumen, Eichhörnchen).
Wie alle marderartigen hat auch das Goldkehlchen eine Eiruhe. Die Ranzzeit (Begattungszeit) ist im Juli/August, im April kommen 2 – 4 Junge zur Welt.
Der Baummarder ist geschützt, er wird nicht bejagt.
Steinmarder, Hausmarder (martes foina)
Wenn man davon spricht, dass sich ein Marder im Unterdach eingenistet hat, oder der Marder die Hühner getötet hat, dann handelt es sich immer um den Steinmarder, der im Gegensatz zum Baummarder in der Nähe von menschlichen Siedlungen und auch in Städten lebt. Er ist äusserst selten auf Bäumen anzutreffen. Als Schlafplatz während des Tages bevorzugt er Holzstösse, Heuböden , Stein- oder Reisighaufen , aber auch Unter-dächer von älteren Häusern. Auf seinem Futterplan stehen Mäuse, Ratten, bodenbrütende Vögel, Eier und süsses Obst. Es genügt nur ein winziges Loch im Zaun, um in einen Hühnerstall einzudringen. Wenn es ihm gelingt, dann tötet er alles, was sich bewegt. Nicht selten ist das der halbe Hühnerbestand, denn diese flattern ängstlich umher, wenn der Eindringling seine Beute sucht und versetzen ihn dadurch in einen Blutrausch.
Seit einigen Jahren gehören auch Autos zu seinem Beuteschema. Er zerbeisst Kabel, Schläuche und Manchetten. Oft hinterlässt er auch Futter im Motorraum, welches auf seinen Besuch hinweist.
In der Körperform ist der Steinmarder dem Baummarder ähnlich. Er ist deutlich kleiner und hat einen weissen Kehlfleck, der sich deutlich bis zu den Vorderläufen hinab gabelt. Auf dem zweiten Blick unterscheidet man den die beiden auch an der Färbung des Winterbalges (Winterfelles); beim Steinmarder sieht man die helle Unterwolle durchschimmern, ausserdem hat er nackte Fussballen, sodass die Abdrücke unterschiedlich sind. Die Losung (Kot) des Baummarders ist wurstartig und endet mit einer gedrehten Spitze. Sie ist oft durchsetzt mit Beerenresten, man findet darin aber auch Steine von Zwetschen oder Pflaumen. Frische Losung stinkt unangenehm.
Die Bejagung des Marders ist schwierig, da er nachtaktiv ist. Im Winter kann man durch Ausneuen (Verfolgung der Spur im Schnee) versuchen, den Schlafplatz zu erkunden und ihn dort durch Klopfen aus dem Versteck locken. Bei schadenstiftenden Mardern in Häusern besteht für Grundeigentümer die Möglichkeit des Abwehrrechtes, d.h. sie dürfen zwecks Fanges eine Kastenfalle für den Lebendfang aufstellen. Diese muss täglich kontrolliert werden. Die Jagdzeit für den Steinmarder ist vom 1. September bis zum 15. Februar.