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Infrarotsatellitenbild des Mackenzie Deltas (NW Kanada). Die Permafrostböden der Arktis leiden zunehmend unter der Klimaerwärmung. Schmelzwasser lagert alljährlich Sedimente im Mackenzie Delta ab. Das organisches Material dieser Sedimente zeigt, wie stark der Permafrost schmilzt.
Die Untersuchung von Sedimenten im arktischen Mackenzie Delta soll Aufschluss über die Klimageschichte der Region in den letzten 1000 Jahren und mehr geben. Je wärmer das Klima, desto mehr tauen Eis und Böden der Region auf und desto mehr Schmelzwasser überschwemmt im Frühjahr Flüsse, Seen und Delta.
Kritisch sind die normalerweise dauerhaft gefrorenen Böden, die Permafrostböden, da diese riesige Mengen an Kohlenstoff als Torf oder Methan speichern. Tauen die Böden auf, gelangt dieser organische Kohlenstoff in die Atmosphäre und über das Schmelzwasser in die Sedimente und Ozeane, wo er einen nachteiligen Einfluss auf das Klima haben kann. Sein Anteil in den Sedimenten sowie die Menge des Schmelzwassers geben somit Auskunft über das Ausmass der Auswirkung der globalen Erwärmung auf das Schmelzen des Permafrosts und das Freisetzen von Kohlenstoff.
Unsere Gruppe studiert den globalen Kohlenstoffkreislauf von organischen Verbindungen. In Flüssen, Seen und im Meer lagern sich organische Substanzen von Pflanzen und Tieren über Jahrtausende ab und bilden dabei ein Archiv für die Vergangenheit.