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#1. Wo befindet sich der höchste Punkt in der Schweiz?
Die Schweiz ist trotz ihrer kleinen Fläche von 41‘285 km2 ein sehr vielfältiges Land mit einer abwechslungsreichen Landschaft. Der niedrigste Punkt liegt bei nur 194 Metern über Meer im Tessin. Der höchste Punkt ist die Dufourspitze im Walliser Monte-Rosa Gebirge, mit 4‘634 m, dicht gefolgt von der Matterhornspitze mit 4‘478 m.
#2. Wie viele Seen gibt es in der Schweiz?
Die Schweiz wird als „Wasserschloss Europas“ bezeichnet, da sie über 6% der europäischen Süsswasser Reserven verfügt, dazu gehören auch rund 1‘500 Seen. Auch die Flüsse Rhein, Rhone und Inn entspringen alle in der Schweiz und fliessen in die Nordsee, das Mittelmeer und in das Schwarze Meer. Der Genfersee im französisch-schweizerischen Grenzgebiet ist sogar der grösste See Westeuropas. Ein Teil des Sees liegt jedoch auf französischem Gebiet.
#3. Welches ist der längste Fluss der Schweiz?
Der längste Fluss ist der Rhein, welcher im Kanton Graubünden seine Quelle hat und auf Schweizerboden 375 km zurücklegt. Nach einer Strecke von 1‘232 km erreicht er die Nordsee. Die Rhone, welche im Rhonegletscher im Kanton Wallis entspringt, fliesst auf einer Strecke von 264 km durch die Schweiz und mündet in Südfrankreich ins Mittelmeer. Der Inn entspringt ebenfalls im Kanton Graubünden, von da fliesst er auf ca.100 km durch die Schweiz und mündet in Passau, Deutschland, in die Donau, welche nach der Durchquerung von Österreich ins Schwarze Meer mündet.
#4. Welches ist der grösste Gletscher der Schweiz?
Leider bleibt auch die Schweiz nicht von der Klimaerwärmung verschont. In den letzten fünf Jahren haben die Gletscher in der Schweiz über 10% von ihrem Eisvolumen verloren, bedecken jedoch immer noch rund 3% der Fläche in der Schweiz. Der flächenmässig grösste und längste Gletscher ist der Aletschgletscher. Dieser ist seit 2001 Bestandteil des UNESCO-Weltnaturerbes. Der Rhonegletscher umfasst eine Fläche von 17,6 km2 und befindet sich in den Urner Alpen, ebenfalls im Kanton Wallis. Auch der Gornergletscher befindet sich im Kanton Wallis und ist mit seinen 54 km2 Teil der Walliser Alpen im Monte-Rosa-Massiv in der Nähe von Zermatt. Er ist flächenmässig der zweitgrösste zusammenhängende Gletscher in der Schweiz.
#5. Welcher Ort wird mit seinen minus 41,8 Grad Celsius als das „Sibirien der Schweiz“ bezeichnet?
Am 12. Januar 1987 wurde im Vallée de la Brévine, im Neuenburger Jura das absolute Minimum von minus 41,8 Grad Celsius gemessen.
#6. Welcher dieser lustigen Dorf- und Ortsnamen gibt es in der Schweiz nicht?
In der Schweiz gibt es kein „Witztal“. Lachen hingegen ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Schwyz. Moskau ist ein Ortsteil der Gemeinde Ramsen, im Kanton Schaffhausen.
#7. Welcher Kanton hat drei Landessprachen?
Der Kanton Graubünden hat als einziger Kanton drei Amtssprachen: Rätoromanisch, Italienisch und Deutsch. Gleichzeitig ist er der einzige Kanton, in dem Rätoromanisch auf Kantonsebene Amtssprache ist. Jeder Kanton kann selbst bestimmen, welche Sprachen als Amtssprachen gelten (Art. 70, Abs.2 BV). Auch im Kanton Graubünden regeln die Gemeinden selbst, ob rätoromanisch oder Deutsch die Amts- und/oder Schulsprache ist. Im Kanton Tessin ist die Amtssprache Italienisch und im Kanton Wallis Deutsch und Französisch.
#8. Welches ist das höchste Gebäude der Schweiz?
Seit 2015 ist der Roche-Turm (Bau 1) mit 178 Metern das höchste Gebäude der Schweiz, gefolgt vom Prime Tower mit 126 Metern und dem Messeturm, ebenfalls in Basel, mit 106 Metern. Seit 2017 ist in Basel-Stadt der Roche-Turm (Bau 2) im Bau, welcher 2022 voraussichtlich fertiggestellt wird. Mit stolzen 205 Metern wird er künftig das höchste Gebäude der Schweiz sein.
#9. Was wird am häufigsten ins Ausland exportiert?
Die Schweiz exportiert jährlich mehr Kaffee als Käse und Schokolade zusammen. Grund dafür sind unter anderem die Nespresso-Kapseln.
#10. Wer hat die bekannten „Freitag“-Taschen aus Lastwagenplanen und Sicherheitsgurten hergestellt?
Markus und Daniel Freitag, zwei Grafikdesigner, haben 1993 die Firma „Freitag“ in Zürich gegründet, die noch heute die berühmten Freitag-Taschen aus rezyklierten Materialien herstellt. Der Davoser Alfred Neweczerzal hingegen hat 1947 den Sparschäler mit querliegender und beweglicher Klinge patentieren lasse und Martin Othmar Winterhalder ist der Gründungsvater des modernen Reissverschlusses.
#11. Welche Erfindung kommt nicht aus der Schweiz?
Das Automobil wurde nicht in der Schweiz erfunden, sondern 1886 in Deutschland von Karl Benz und Gottlieb Daimler. Der Klettverschluss wurde vom Schweizer Ingenieur Georges de Mestral 1951 erfunden und patentiert. Auch LSD wurde in der Schweiz durch den Chemiker Albert Hofmann im Jahre 1943 entdeckt.
#12. Wer ist heute auf dem “Fünfliber“ (Fünffrankenstück) abgebildet?
Auf dem „Fünfliber“ bzw. Fünffrankenstück der Schweizer Währung ist ein Alphirt abgebildet. Das heutige Motiv des Alphirten wurde 1922 eingeführt und wird von der Bevölkerung oft fälschlicherweise als Wilhelm Tell gedeutet.
#13. Welche Aktie an der Schweizer Börse kostet mehr als 50‘000 Franken?
Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli mit Sitz im Kanton Zürich besetzt den zweiten Platz der teuersten Aktien weltweit.
#14. Wie hoch ist die Erwerbsquote der 25-39-jährigen Frauen in der Schweiz?
Die Erwerbsquote der 25-39-jährigen Frauen liegt aktuell bei 88%,1991 lag sie noch bei 72%.
#15. Wie viele offizielle Landessprachen gibt es in der Schweiz?
Die Schweiz ist vielfältig und mehrsprachig. Es gibt vier Landessprachen: Deutsch (63%), Französisch (23%), Italienisch (8%) und Rätoromanisch (0,5%).
#16. Woher kommt der grösste Teil der ausländischen Bevölkerung?
Die Mehrheit der ständig in der Schweiz wohnhaften Ausländer/innen stammt aus Europa. Aktuell leben mehrheitlich Personen aus Italien, Deutschland und Portugal in der Schweiz.
#17. Was versteht man unter „fünfte Schweiz“?
Die „fünfte Schweiz“ bezeichnet die Auslandschweizer/innen. Über 760‘000 Schweizer/innen haben ihren festen Wohnsitzt im Ausland, knapp zwei Drittel in Europa (vor allem in Frankreich, Deutschland und Italien) und ein Drittel im ferneren Ausland (vor allem in den USA, Kanada und Australien).
#18. Welche Religionszugehörigkeit hat in der Schweiz den grössten Anteil?
Die religiöse Landschaft der Schweiz in ihrer aktuellen Zusammensetzung hat sich aufgrund historischer Entwicklung, Migrationsströme, rechtlicher Rahmenbedingungen für religiöse Gemeinschaften sowie aufgrund sozioreligiöser Trends in den letzten 40 Jahren stark verändert. Die römisch-katholische Kirche hat heutzutage mit 35,8 Prozent den höchsten Mitgliederanteil, gefolgt von Personen ohne Religionszugehörigkeit (26,3 Prozent der Wohnbevölkerung). Die evangelisch-reformierte Landeskirche umfasst heute zirka 24 Prozent der Wohnbevölkerung.
#19. Bei welcher dieser internationalen Organisationen ist die neutrale Schweiz Mitglied?
Die Schweiz ist weltweit für ihre Neutralität bekannt. Diese Neutralität wurde 1815 am Wiener Kongress anerkannt. Trotzdem ist die Schweiz Mitglied bei unterschiedlichen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat sie 2002 der UNO bei. Die Schweiz ist das erste Land, bei dem die Bevölkerung anhand einer Volksinitiative über den Beitritt abstimmen konnte. Die Schweiz ist ebenfalls Mitglied der EFTA (Europäische Freihandelszone) und des Europarates. Sie ist jedoch weder Teil der EU (Europäische Union) noch des EWR (Europäischen Wirtschaftsraum).
#20. In welchem Jahr wurde die erste Bundesverfassung eingeführt?
Die erste Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft trat im Jahr 1848 in Kraft. Diese war stark von der Verfassung der USA sowie dem Gedankengut der Französischen Revolution beeinflusst.
#21. Wann wurde die erste Frau in den Bundesrat gewählt?
Von 1848 bis 1984 wurde der Schweizer Bundesstaat ausschliesslich von Männern regiert. Dies änderte sich 1984, als Elisabeth Kopp als erste Frau in die Landesregierung bzw. in den Bundesrat gewählt wurde und bis 1989 im Amt war. Bis heute gab es 9 Bundesrätinnen in der Schweiz, während es seit 1848 bereits 110 männliche Bundesräte gab!
#22. Wann wurde das Frauenstimmrecht in der Schweiz eingeführt?
Die Mehrheit der Kantone führte das Frauenstimm- und Wahlrecht auf kantonaler und Gemeindeebene nach der eidgenössischen Abstimmung von 1971 ein. Die beiden Halbkantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden weigerten sich, auf kantonaler und Gemeindeebene nachzuziehen. Im Jahre 1990 gab das Bundesgericht einer Klage von Frauen aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden Recht und bestätigte die Verfassungswidrigkeit der Innerrhoden Kantonsverfassung.
#23. Was passiert, wenn Personen im Kanton Schaffhausen nicht abstimmen gehen?
Die Teilnahme an den eidgenössischen, kantonalen und städtischen Abstimmungen ist für alle stimmberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner im Kanton Schaffhausen obligatorisch. Wer ohne Entschuldigung nicht abstimmen geht, erhält seit 1973 eine Busse, diese beträgt aktuell 6 Franken.
#24. Anna Göldi war eine der letzten Frauen, die in Europa wegen Hexerei verurteilt und hingerichtet wurde. Wann war das?
Anna Göldi war eine Dienstmagd aus armen Verhältnissen und wurde 1782 im protestantischen Kanton Glarus der Hexerei beschuldigt. Im Gerichtsprozess und unter Folter gab Anna Göldi ihre Verbundenheit zum Teufel zu. Der eigentliche Grund für die Anklage war jedoch eine Affäre mit ihrem Dienstherrn und ein Erbschaftsstreit, der in der Familie herrschte. Dieser Hexenmord sorgte europaweit für Empörung und wurde unteranderem als Justizmord bezeichnet.
#25. In welchem Kanton befand sich die Alp der Kinderbuchikone Heidi?
Das Buch „Heidi“ wurde von der Schweizer Autorin Johanna Spyri verfasst. Dieses gehört zu den bekanntesten Kinderbüchern der Welt. In dieser Geschichte kommt Heidi als Waisenkind zu ihrem Grossvater „Alpöhi“ auf eine Alp im Kanton Graubünden.
#26. Wer war der berühmte Wilhelm Tell?
Basierend auf einer Schweizer Legende war Wilhelm Tell ein Freiheitskämpfer. Der Dichter Friedrich Schiller verfasste basierend auf dieser Legende ein Drama mit dem Titel „Wilhelm Tell“, welches 1804 uraufgeführt wurde. Dadurch wurde die Legende um Wilhelm Tell bekanntgemacht.
#27. Welches ist die meistgelesene Tageszeitung der Schweiz?
„20 Minuten“ ist eine kostenlose Schweizer Zeitung. Sie wird in Zeitungsboxen an Bahnhöfen und Bushaltestellen zur Verfügung gestellt. Seit 2004 ist sie die meist gelesene Tageszeitung in der Schweiz.
#28. Was bedeutet der Begriff „Röstigraben“?
Dieser Ausdruck wird vor allem von den Schweizern Medien zur Bezeichnung unterschiedlicher Abstimmungsverhaltens zwischen der Deutschschweiz und der Romandie verwendet.
#29. Was erhält man in der Schweiz, wenn man eine „Stange“ bestellt?
In der deutschsprachigen Schweiz bedeutet eine „Stange“ ein 0,3 Liter grosses Glas Bier. Meist handelt es sich dabei um ein Lagerbier.
#30. Was ist eine „Waggislarve“?
Eine „Waggislarve“ ist eine traditionelle Fasnachtsmaske (Larve = Maske). Der Waggis repräsentiert den Elsässerbauer, der früher in Basel Gemüse verkaufte.
#31. Was wird unter dem „Baslerstab“ verstanden?
Der ‚‚Baslerstab“ bezeichnet den Bischofsstab, der auf dem Wappen der Region Basel abgebildet ist. Der Baslerstab von Basel-Stadt ist schwarz und derjenige von Basel-Landschaft ist rot.
#32. In Basel befindet sich die älteste Universität der Schweiz. Wann wurde sie gegründet?
Die Universität Basel wurde 1460 gegründet und ist somit die älteste Universität der Schweiz.
#33. Was ist eine „Fähri“?
Bei einer „Fähri“ handelt es sich um eine Fähre, die in Basel-Stadt den Rhein überquert. Im Ganzen gibt es vier unterschiedliche Fähren mit folgenden Namen: „Wild Maa“ (Der wilde Mann), „Leu“ (Der Löwe), „Vogel Gryff“ (Greifvogel) und „Ueli“.
#34. Was ist ein „Wickelfisch“?
Der „Wickelfisch“ ist ein Kult Schwimmsack, der beim Schwimmen im Rhein verwendet wird. So können Kleidung und Wertsachen mit ins Wasser genommen werden.
#35. Welche ist keine Partnerstadt von Basel?
Die deutsche Stadt Kassel ist keine Partnerstadt von Basel. Miami Beach in den USA und Shanghai in China jedoch schon.
#36. Wie hoch ist der Ausländer/innen Anteil in Basel-Stadt?
Der Anteil von Einwohnerinnen und Einwohnern ohne Schweizer Staatsbürgerschaft in Basel-Stadt beträgt 2019 36.4%. 60% davon sind EU oder EFTA-Staatsangehörige. Die Deutschen bilden weiterhin die grösste Gruppe.
#37. Welches sind die „drey scheenschte Dääg“ (Die drei schönsten Tage) in Basel?
Die „drey scheenschte Dääg“ (die drei schönsten Tage) beziehen sich auf die Basler Fasnacht, welche durch ihre Einzigartigkeit zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die Fasnacht beginnt am Montagmorgen um 4:00 Uhr mit dem „Morgenstraich“ und endet am Donnerstag um 4.00 Uhr in der Früh.
#38. Welche Zutat gehört nicht in die „Basler Mehlsuppe“?
Die Mehlsuppe wird traditionell während der Fasnacht serviert und besteht aus Zwiebeln, Mehl, Butter, Bouillon und Käse. Milch wird nicht verwendet.
#39. Was wird als Basler Läckerli bezeichnet?
Beim Basler Läckerli handelt es sich um ein traditionelles Süssgebäck, welches aus gemahlenen Mandeln und Haselnüssen, Honig und Lebkuchengewürzen besteht.
Ergebnis
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