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William Booth - Gründer der Heilsarmee
Die Heilsarmee entstand zur Zeit der industriellen Revolution in den Armenvierteln Ost-Londons. Sie ist untrennbar mit ihrem Gründer, William Booth verbunden. Booth
wurde am 2.7.1829 in Nottingham geboren. Durch seine Arbeit als Jugendlicher in einer Pfandleihe begegnete ihm schon früh die Armut der Arbeiterklasse. Mit 15 Jahren kam Booth mit der
methodistischen Bewegung in Kontakt und traf eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus. 1852 wurde Booth Methodistenprediger, trennte sich jedoch 1861 wieder von den Methodisten und wirkte
fortan als freier Evangelist.
Die Geburtsstunde der Heilsarmee: 1865
Im Sommer 1865 wurde Booth in die Armenviertel Ost-Londons eingeladen, um eine Zelte-vangelisation zu leiten. Zwei Drittel der Bevölkerung Ost-Londons stammten aus der Arbeiterklasse und lebten in Armut, die meisten betraten nie eine Kirche. Booth schreibt, dass Ostlondon ein Ort „sittlicher Verkommenheit […] und geistlicher Not“ war. Am 2. Juli 1865 hielt Booth die erste Predigt in Whitechappel Ost-London. Über jenen Abend schrieb Booth rückblickend: „Als ich die Massen von armen Menschen sah […] schlug ihnen mein ganzes Herz entgegen. Ich eilte nach Hause und sagte zu meiner Frau: „O Käthe, ich habe meine Bestimmung gefunden“. Booth gründete eine Missionsgesellschaft, die „East-London Christian Mission“. Er predigte in Zelten, Konzerthallen, Tanzlokalen und unter freiem Himmel zu den Massen – und die Massen fanden zum Glauben an Jesus Christus. Es scharten sich immer mehr Helfer um Booth und die Arbeit breitete sich über London hinaus aus. 1870 wurde der Name in „Christliche Mission“ geändert und 1878 in Heilsarmee umbenannt. Die Organisationsform wurde militärisch strukturiert, Reverend Booth wurde General der Heilsarmee, die Mitglieder wurden fortan als Salutisten bezeichnet, freiwillige Mitarbeiter wurden zu Soldaten, vollzeitliche Mitarbeiter zu Offizieren.