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Das finnische Parlament bewilligte am 1. Juli 2010 das Gesuch der Fennovoima um einen Grundsatzentscheid über den Bau eines neuen Kernkraftwerks. Demgemäss hat das Unternehmen bis Ende Juni 2016 Zeit, dem Ministry of Employment and the Economy (MEE) entweder ein Abkommen über eine Partnerschaft zur gemeinsamen Nutzung des Tiefenlagers Onkalo der Teollisuuden Voima Oyj (TVO) und der Fortum Oy in Eurajoki oder ein eigenes Projekt zu präsentieren. Da sich die Fennovoima nicht mit der Entsorgungsgesellschaft Posiva Oy – einem Gemeinschaftsunternehmen der TVO und der Fortum – über die Nutzung des Tiefenlagers Onkalo einigen konnte, verlangte das MEE 2012 von den beteiligten Unternehmen, eine andere einvernehmliche Lösung zu finden.
Die Fennovoima und die Posiva Solutions Oy – eine Mitte Juni 2016 gegründete Tochtergesellschaft der Posiva – unterzeichneten nun ein Dienstleistungsabkommen über zehn Jahre, wonach die Posiva Solutions der Fennovoima ihr Know-how in der Tiefenlagerung ausgedienter Brennelemente zur Verfügung stellt. Sie wird ausserdem bei der Standortwahl des Tiefenlagers unterstützend wirken. Laut Fennovoima werden an den Standorten Pyhäjoki und Eurajoki geologische Untersuchungen durchgeführt, um die Eignung des dortigen Untergrunds zu prüfen. Der definitive Standort dürfte in den 2040er-Jahren bestimmt werden. Die Einlagerung der ersten ausgedienten Brennelemente wird nicht vor 2090 erwartet. Zudem unterbreitete die Fennovoima dem MEE das verlangte Umweltverträglichkeitsprogramm zum geplanten Tiefenlager.
Quelle
M.A. nach Fennovoima, Posiva, und MEE, Medienmitteilungen, 22. Juni 2016