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Rosen brauchen Wärme, um zu gedeihen. In Europa ist der Anbau im Freiland deshalb nicht möglich. Sie gedeihen nur in beheizten Gewächshäusern, wie zum Beispiel in den Niederlanden. Dieser Anbau verbraucht aber sehr viele Ressourcen. Aus diesem Grund setzen wir auf Rosen, die im globalen Süden angebaut werden. Ihr Weg vom Feld in die heimische Vase startet oftmals in Ostafrika (Kenia, Äthiopien, Tansania, Uganda, Simbabwe) oder in Südamerika (Ecuador, El Salvador).
Fairtrade: Einsatz für faire Rosen
Der Blumen- und Pflanzenanbau spielt eine bedeutende Rolle für die Produktionsländer, denn er lohnt sich finanziell enorm und schafft tausende Arbeitsplätze. Umso entscheidender ist es, dass wir uns für einen fairen Anbau stark machen: Rund 70 Prozent des Rosen-Umsatzes macht die Migros mit Rosen aus Fairtrade-Farmen. Die Fairtrade-Standards führen zu einer konsequenten Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Farmarbeitenden und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.
Eine Studie vom Februar 2023 kommt zum Schluss, dass Arbeitnehmende auf Fairtrade-zertifizierten Farmen in Ostafrika höhere Löhne erhalten und bessere Arbeitsbedingungen haben als Arbeiter*innen auf nicht-zertifizierten Farmen. Die Studie enthält zudem Empfehlungen, wie sich Fairtrade weiter für bessere Arbeitsbedingungen und die Umweltverträglichkeit des Blumenanbaus engagieren kann.
Alle Rosen aus verantwortungsvoller Produktion
Nicht alle Rosen, welche die Migros anbietet, verfügen über das Fairtrade-Label. Die restlichen 30 Prozent stammen aber ebenfalls aus verantwortungsvoller Produktion. Das heisst: Die Farmen müssen die Mindestanforderungen von GlobalG.A.P. oder eine gleichwertige Zertifizierung erfüllen. Damit werden unter anderem grundlegende Anforderungen hinsichtlich des Umweltschutzes eingehalten.
Schutz für die Arbeiter*innen
Auch bezüglich des Arbeitsschutzes stellt die Migros Bedingungen: Die Einhaltung sozialer Anforderungen stellen wir über amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative) oder einen äquivalenten Sozialstandard sicher. Dadurch werden die sozialen Bedingungen wie Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz in der gesamten Lieferkette verbessert. Die Migros war übrigens an der Gründung von amfori BSCI 2003 beteiligt.
Klimaschutzprojekte
Um die negativen Umweltauswirkungen durch Flugtransporte beim Import so gering wie möglich zu halten, leistet die Migros freiwillig einen Klimabeitrag auf die CO2-Emissionen der Flugtransporte. Mit den Geldern aus diesen Beiträgen werden in Zusammenarbeit mit der Stiftung myclimate Projekte in der eigenen Lieferkette finanziert, welche die negativen Effekte auf das Klima reduzieren.