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CHOP Katalog
Der CHOP Katalog ist die Schweizerische Operationsklassifikation und besteht, wie auch der ICD Katalog, aus einem systematischen sowie einem alphabetischen Verzeichnis. Der CHOP Katalog wird alljährlich durch das Bundesamt für Statistik (BfS) aktualisiert und veröffentlicht.
Alle Schweizer Kliniken mit stationären Fällen (Spitäler, Geburtshäuser, Rehabilitationskliniken, Psychiatrien) sind dazu verpflichtet, die Behandlungen ihrer Patient*innen unter Anwendung der Prozedurencodes aus dem CHOP Katalog zu kodieren. Neben der Verwendung zur Erstellung verschiedener Statistiken im Schweizer Gesundheitswesen werden die kodierten CHOP-Codes insbesondere in den drei stationären Tarifsystemen zur Gruppierung der Fälle verwendet. Ab 2025 wird der CHOP Katalog voraussichtlich auch im ambulanten Bereich, im Rahmen der ambulanten Pauschalen, zur Kodierung verwendet.
Struktur des CHOP Katalogs
Der CHOP Katalog weist mit einem alphabetischen und systematischen Verzeichnis eine ähnliche Grundstruktur wie der ICD Katalog auf. CHOP-Codes weisen zwei bis sechs Stellen auf und sind alphanumerisch, d.h. sie bestehen aus Zahlen und Buchstaben.
Systematisches Verzeichnis
Der CHOP Katalog ist in insgesamt 19 Kapitel unterteilt. Der grösste Teil des CHOP Katalogs (Kapitel 1-15) orientiert sich an den unterschiedlichen Organsystemen des menschlichen Körpers.
Jedes Kapitel setzt sich aus verschiedenen Kategorien zusammen. Die zweistelligen Ziffern oder Buchstaben, welche eine Kategorie definieren, werden jeweils für die ersten beiden Stellen der CHOP-Codes verwendet. Danach folgt ein Punkt. Danach werden die Codes weiter unterteilt in Kategorien (3-stellig), Subkategorien (4-stellig), Elementegruppen (5-stellig) und Elemente (6-stellig). Zwischen vierter und fünfter Stelle des Codes steht erneut ein Punkt.
Kodiert werden dürfen nur endständige Codes, d.h. Codes, welche keine weiteren Unterteilungen aufweisen. Es kann sich dabei um einen 3- bis 6-stelligen Code handeln. Im unteren Auszug aus dem CHOP Katalog 2023 sieht man den Beginn von Kapitel 5 mit den ersten Codes der Kategorie 21 “Operationen an der Nase”. In diesem Ausschnitt sind beispielsweise sowohl der 4-stellige Code 21.00, als auch der 6-stellige Code 21.09.00 endständig.
Die Klassifikation innerhalb einer Kategorie mittels Subkategorien weist überwiegend eine ansteigende Komplexität auf. Das bedeutet, dass sich weniger aufwändige Eingriffe zumeist am Anfang jeder Kategorie befinden. Grundsätzlich gilt die folgende Reihenfolge, welche jedoch nicht immer eingehalten werden kann:
1. Inzision, Punktion
2. Biopsie und andere diagnostische Massnahmen
3. Exzision oder partielle Destruktion einer Läsion oder von Gewebe
4. Exzision oder totale Destruktion einer Läsion oder von Gewebe
5. Naht, Plastik und Rekonstruktion
6. Andere Eingriffe
Im CHOP Katalog wird mit sogenannten “Resteklassen” gearbeitet, um auch die Abbildung noch nicht spezifizierter Eingriffe zu ermöglichen. Je nach Subkategorie werden dabei für die Codes der Gruppen “nicht näher bezeichnet” und “sonstige” die endständigen Plätze 00 oder n0, resp. die Plätze 99 oder n9, reserviert.
Alphabetisches Verzeichnis
Das alphabetische Verzeichnis basiert auf dem systematischen Verzeichnis der jeweiligen CHOP Katalogversion. Ähnlich wie beim alphabetischen Verzeichnis des ICD Katalogs kann anhand verschiedener Begriffe alphabetisch nach möglichen Codes gesucht werden. Dabei sind einzelne CHOP-Codes oft mithilfe verschiedener Begriffe auffindbar. So erscheint der CHOP-Code 52.95.11 “Extraktion von Stein(en) aus dem Ductus pancreaticus, laparoskopisch” beispielsweise sowohl unter den Begriffen Ductus pancreaticus, Extraktion, Laparaskopisch, Pancreaticus als auch Stein.
Ein im alphabetischen Verzeichnis ausfindig gemachter Code muss jedoch immer mithilfe des systematischen Verzeichnisses verifiziert werden.
Bei der Suche nach dem richtigen Code kann auch unsere kostenlose Onlinesuche MedCodeSearch helfen. Neben dem CHOP Katalog können Sie weitere Kataloge, wie den ICD Katalog oder verschiedene Tarifsysteme, wie SwissDRG oder TARMED durchsuchen. Durch die von uns implementierte intelligente Suchfunktion gelingt das Finden des richtigen Codes spielend leicht.
Antragsverfahren
Der CHOP Katalog muss, aufgrund neuer medizinischer Verfahren oder neuen Ansprüchen im Rahmen der Tarifstrukturen, jedes Jahr überarbeitet werden. Dabei können verschiedene Organisationen des Gesundheitswesens Anträge im sogenannten Antragsverfahren einreichen, um eine Veränderung des CHOP Katalogs zu erreichen. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit unserer Erfahrung rund um das CHOP-Antragsverfahren. Erfahren Sie mehr unter der entsprechenden Angebotsseite.