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Le Parlement fédéral se trouve au milieu de la
législature. Dans deux ans, un nouveau Parlement et un nouveau Conseil fédéral
seront élus. Comment la force des partis a-t-elle évolué depuis les dernières
élections et quelle est la tendance actuelle ? Dans la plupart des démocraties
occidentales, une telle question trouverait rapidement une réponse. Il
suffirait de jeter un coup d’œil aux dizaines de sondages réalisés pour la
plupart au cours des derniers mois. En Suisse, en revanche, les sondages sur
les préférences des partis ne sont réalisés que très sporadiquement, ce qui
explique que nous, politologues, n’ayons souvent pas de réponse à cette
question simple. C’est pourquoi, afin d’apporter un peu de lumière dans
l’obscurité, nous publions désormais régulièrement des données sur les
préférences des partis issues des sondages auprès des lecteurs que nous
réalisons régulièrement avant les votations fédérales.
Das eidgenössische Parlament befindet sich in der Mitte der Legislatur. In zwei Jahren wird ein neues Parlament und ein neuer Bundesrat gewählt. Wie haben sich die Parteistärken seit den letzten Wahlen verändert und was ist der aktuelle Trend? In den meisten westlichen Demokratien wäre so eine Frage schnell beantwortet. Ein Blick auf die meist Duzenden Umfragen über die letzten Monate würde genügen. In der Schweiz hingegen werden nur sehr sporadisch Umfragen zu den Parteipräferenzen durchgeführt, weshalb wir Politologen auf diese einfache Frage oftmals keine Antwort haben. Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, veröffentlichen wir daher von nun an regelmässig Daten zu Parteipräferenzen aus den Leserbefragungen, die wir jeweils vor den eidgenössischen Abstimmungen durchführen.
Im Rahmen unseres Projektes SPS Garage befragen wir die Leserinnen von Blue News jeweils vor den Abstimmungen zu ihren Stimmabsichten. Wir befragen sie dabei aber nicht nur nach ihren Präferenzen bei den eidgenössischen Vorlagen, sondern auch welche Partei sie wählen würden, wenn am nächsten Sonntag Wahlen stattfinden würden. Damit können wir die Parteipräferenzen über einen längeren Zeitraum messen. Dabei gewichten wir die Daten so, dass sie mit Bezug auf den Wahlentscheid bei den letzten Nationalratswahlen und Abstimmungen die Wähleranteile repräsentieren. Weil wir ausschliesslich Leserinnen von Blue News befragen und unsere Gewichtung nicht perfekt ist, sind unsere Daten nicht vollständig repräsentativ. Gleichzeitig sind die Samples aber sehr ähnlich, was sie gut vergleichbar macht. Daher sollte es mit den Daten möglich sein, zumindest den langfristigen Trend in den Parteistärken wiederzugeben.
Nach jeder Wahl oder Abstimmung der gleiche Vorwurf: Die Politikerinnen, darunter auffallend viele Wahlverliererinnen, beklagen sich über die Umfragen. So auch nach den diesjährigen Nationalratswahlen. Sie beklagen sich dabei entweder darüber, dass die Umfragen nicht genau genug den Wahlausgang vorhergesagt haben (Albert Rösti, SVP) oder dass sie die Wahlen beeinflusst haben (Balthasar Glättli, Grüne). Oftmals auch beides gleichzeitig (Nadine Masshardt, SP), obwohl dies widersprüchlich ist.[2] Denn wie sollen Wahlumfragen genau den Wahlausgang vorhersagen, wenn sie selber den Wahlentscheid beeinflussen und damit selbst dafür sorgen, dass sich das Wahlresultat von den Umfragewerten wegbewegen?
Du 16 avril au 1er mai 2018, nous avons mené une expérience sous la forme d’un sondage relatif à l’intention de vote concernant l’initiative Monnaie-Pleine sur laquelle le peuple suisse devra se prononcer le 10 juin prochain. Au total, près de 1200 personnes ont pris part à ce sondage. Les répondants ont été recrutés via Facebook, mais aussi par le site internet du Bieler Tagblatt ainsi que par e-mail. Une partie de l’expérience consistait à observer l’effet de la position des partis sur l’intention de vote des répondants. Les premiers résultats soulignent que les répondants semblent suivre plus les indications de vote du PLR et la position de l’UDC amène des intentions de vote contraires. Cela peut s’expliquer à travers le sujet de l’initiative qui touche à l’économie, sujet pour lequel les répondants semblent d’avantage suivre la position du PLR que celle de l’UDC excepté lorsqu’ils considèrent que l’UDC est le parti le plus qualifié pour gérer les questions liées à l’économie.
Vom 16. April bis zum 1. Mai 2018 haben wir ein Umfrage-Experiment zur Volksabstimmung über die Vollgeld-Initiative, über die das Schweizer Volk am 10. Juni abstimmen wird, durchgeführt.Insgesamt nahmen fast 1200 Personen an dieser Umfrage teil. Die Befragten wurden über Facebook, die Webseite des Bieler Tagblatts und per E-Mail rekrutiert. Ein Teil des Experiments bestand darin, die Wirkung der Parteipositionen auf die Vollgeld-Initiative zu untersuchen. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass die Befragten der Position der FDP tendenziell gefolgt sind während die Position der SVP die Befragten eher dazu gebracht hat entgegen deren Position zu stimmen. Dies kann möglicherweise damit erklärt werden, dass bei einem Wirtschaftsthema wie der Vollgeld-Initiative, die Wähler eher der FDP als der SVP folgen, es sei denn sie halten die SVP für die kompetenteste Partei in Wirtschaftsfragen.
Résumé : Nous avons mené une expérience relative à l’initiative No Billag dans laquelle les répondants étaient soumis à différents traitement sur la position de membres du parti sur l’initiative. Le soutien à l’initiative semble diminuer chez les supporters du PLR lorsqu’il est précisé que ce parti s’oppose à l’initiative. À l’opposé, le soutien à l’initiative diminue pour les opposants aux partis quand il est stipulé que le parti soutient l’initiative. L’article présente les principaux résultats de l’effet su traitement sur la position des partis sur le soutien à l’initiative et lie ces résultats à une interprétation des mouvements du marché de prédiction. Continue reading →
Gemäss dem Prognosemarkt von 50plus1 liegen die BefürworterInnen der Rentenreform in Führung. Sowohl bei der Altersvorsorge als auch bei der Zusatzfinanzierung betragen die Annahmewahrscheinlichkeiten etwa 70%. Der Ausgang ist aber noch völlig offen. Der Abstimmungskampf wird erst nach den Sommerferien so richtig Fahrt aufnehmen und die Abstimmung entscheiden. Hinzu kommt, dass die Reform nur zu Stande kommt, wenn die Stimmbevölkerung beiden Vorlagen zustimmt. In Bezug auf die Zusatzfinanzierung ist nicht nur das Volksmehr, sondern auch das Ständemehr erforderlich.
Um herauszufinden, welche Argumente im Abstimmungskampf voraussichtlich überzeugen und mobilisieren werden, hat 50plus1 vom 27. Juli bis zum 3. August auf Facebook ein Umfrageexperiment durchgeführt. Daran haben 312 Personen teilgenommen. Es handelt sich um ein Experiment, weil die Teilnehmer zufällig mit jeweils einem Argument für oder gegen die Rentenreform konfrontiert wurden, bevor wir sie nach ihrer Meinung zur Rentenreform gefragt haben. Continue reading →
Das Energiegesetz hat einen Ja-Stimmenanteil von 58 Prozent erzielt. Der Prognosemarkt hat eine Annahme in dieser Grössenordnung seit März durchgehend vorhergesagt. Und dies obwohl die Umfragen zuletzt auf ein knappes Ergebnis gedeutet haben.
Heute haben GfS und der Tages-Anzeiger die erste Welle ihrer Umfragen zu den Abstimmungen vom 12. Februar publiziert. Sie kamen dabei auf sehr unterschiedliche Zustimmungswerte für die drei Vorlagen. So liegen die Zustimmungswerte bei GfS durchwegs deutlich höher als in der TA-Umfrage, wobei in Bezug auf die erleichterte Einbürgerung für Personen der dritten Generation der Unterschied nicht weniger als 24 Prozent beträgt. Wie ist es möglich, dass zwei Umfragen mit derselben Fragestellung auf derart unterschiedliche Resultate stossen? Die Frage ist berechtigt, denn beide Urheber behaupten, dass sie Momentaufnahmen für die ganze Stimmbevölkerung abbilden. Dies ist aber ganz offensichtlich nicht der Fall. Continue reading →