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Die Organisation ruft den Staatsrat dazu auf, Abschüsse auf Wildtiere zu stoppen und eine Pilotstudie durchzuführen, um die Wirksamkeit eines Impfstoffs für die Empfängnisverhütung zu testen. Die Tierschützer reagierten mit ihrer Forderung auf einen Entscheid des Staatsrats Antonio Hodgers (Grüne), demnächst Hirsche in den Wäldern von Versoix abschiessen zu lassen.
Sie sei absolut gegen diese Abschüsse, die zudem gegen das kantonale Gesetz verstossen würden, hiess es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Gemäss geltendem Gesetz könnten Abschüsse von Tieren, die Schäden verursachen, erst nach «Ausschöpfung der vorbeugenden Massnahmen» genehmigt werden, hielt der Verband fest.
Im vorliegenden Fall habe die Regierung die Massnahmen, die beispielsweise auf eine Reduzierung der Tierbestände abzielen, bei weitem nicht ausgeschöpft, bevor er Abschüsse in Betracht gezogen habe.
Jagd eigentlich verboten
Anders als in der übrigen Schweiz ist im Kanton Genf die Jagd auf Säugetiere und Vögel seit 1974 verboten. Seit einer Gesetzesänderung darf der Kanton die Tierbestände aber regulieren. Über entsprechende Massnahmen kann der Staatsrat selbständig und ohne erforderliche Zustimmung einer Kommission aus Vertretern von Tier- und Naturschutz entscheiden.
Die Tierschutzorganisation AEE wies zudem daraufhin, dass viele Länder, auch in der Europäischen Union, auf einen Impfstoff zu Verhütung zu setzten. Damit könnten sie ihre Populationen von Wildtieren, insbesondere Wildschweinen und Hirschen, stabilisieren oder reduzieren.
Vorschlag zurückgewiesen
Diese Methode sei den kantonalen Behörde mehrmals erfolglos vorgeschlagen, kritisiert die AEE. Die Begründung habe gelautet, dass es besser sei, die Tiere ihren Fortpflanzungsdrang ausleben zu lassen und überzählige Tiere zu töten, als ihre Fortpflanzungszyklen zu hemmen.
Für eine vor zwei Tagen gestartete Petition gegen den Abschuss von Hirschen in den Wäldern von Versoix sind bereits mehr als 20'000 Unterschriften zusammengekommen.