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Tver
Rund 170km nordwestlich von Moskau liegt die Basis Tver-Migalovo. Auf diesem riesigen Transporter-Stützpunkt befindet sich die 12th Mginskaya Red Banner Airlift Division (VTAD). Ihr unterstellt sind das in Tver stationierte 196th Minskiy Red Banner GvVTAP (Gvardeyskaya otdel’naya voyenno-trahnsportnaya aviaeskadril’ya-Guards Independent Military Airlift Squadron), welches die Il-76MD fliegt sowie das 76th GvOVTAE, welches die An-22 fliegt. Die 12th Airlift Division ihrerseits gehört zum 61st (Strategic) Army of the Supreme High Command (61st VA VGK (SN)).
Mit der Il-76 befindet sich das von der russischen Luftwaffe hauptsächlich eingesetzte Transportflugzeug, auch in Tver im Einsatz. Es kann eine maximale Zuladung von 47t, bis zu 225 ausgerüstete Soldaten oder 125 Fallschirmspringer befördern.
Das eigentliche Schwergewicht in Tver ist jedoch die An-22, welche leider nur noch in kleiner Stückzahl vorhanden ist und deshalb selten zum Einsatz kommt. Dies ist vor allem auf die vorgeschriebene, limitierte Einsatzlebensdauer sowie die maximal erlaubte Anzahl absolvierter Landungen mit einer Flugzeugzelle zurückzuführen. Das 1967 eingeführte Flugzeug hat die maximale Startmasse von 225 Tonnen, was eine maximale Zuladung von 60 Tonnen bedeutet. Bis ca. 1990 stand die An-22 mit einer beachtlichen Stückzahl im Dienste der Luftwaffe und stellte 41 Weltrekorde auf. Interessant ist auch die Tatsache, dass die An-22 im Vergleich zur An-12 und der modernenren Il-76 weniger Sprit verbraucht. Wie bereits erwähnt stehen heute nur noch wenige Exemplare des Flugzeugs im Einsatz.
Umso mehr waren wir über die Umstände erfreut, dass bei unserem Kurzbesuch in Tver gleich zwei dieser Brummer im Flug beobachtet werden konnten! Der einmalige Sound der Triebwerke, sowie die Grösse bleiben unvergessen. Zwei weitere An-22 konnten wir am Boden betrachten, wobei wir eine sogar von innen inspizieren konnten. Laut Angaben der Offiziere sollen beide noch flugfähig sein.
Am Flugbetrieb beteiligten sich noch drei Il-76, welche zusammen mit der An-22 etliche Touch and go’s absolviert hatten. Leider war das Wetter zum Fotografieren nicht optimal, was die Freude an den speziellen Flugzeugen und dem Moment jedoch nicht schmälern konnte.