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Ein Professor der Universität Genf steht im Verdacht, Daten einer Studie manipuliert haben, die in einer englischen Fachzeitschrift publiziert wurden. Die Universität Genf und die Genfer Universitätsspitäler gehen rechtlich gegen ihn vor. Der Artikel wurde zurückgezogen.
Der Betrug sei bei einer internen Untersuchung aufgeflogen, sagte Henri Bounameux, Dekan der medizinischen Fakultät, am Mittwochabend im Téléjournal des Westschweizer Fernsehens. Der im Januar im «British Journal of Psychiatry» veröffentlichte Artikel stellte einen Zusammenhang zwischen Kindheitstrauma und einer genetischen Veränderung bei Patienten mit bipolarer Störung her.
Gemäss der Internetseite der Fachzeitschrift ergab eine erneute Prüfung der DNA-Analysen, dass zwischen den beiden Themen keine Verbindung besteht. Der Professor war auch an den Genfern Universitätsspitälern (HUG) tätig. Der in Frankreich wohnhafte Forscher wurde von der Universität Genf und den HUG wegen ungetreuer Amtsführung und Betrug angezeigt. Er wurde zudem international zur Verhaftung ausgeschrieben. (whr/sda)