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Die beiden wichtigsten sind die große Schwanenteichmuschel (A. cygneaL.), breit-eiförmig, mit geradem oder meist aufsteigend
gebogenem Oberrand und gerundetem, sehr krummlinigem Unterrand, bis 18 cm breit, und die Cellenser (A. cellensisSchröt.),
länglich-eiförmig, mit fast geradem, parallelem Ober- und Unterrand. Die Teichmuschel findet sich fast in ganz
Europa
[* 3] und vermehrt sich sehr stark; ein Tier enthält bisweilen an 40,000 junge Muscheln.
[* 4] Diese entwickeln sich zuerst innerhalb
der Kiemen des Muttertiers, schwärmen dann als kleine, sehr unreife Larven aus und heften sich mittels eines Byssusfadens
an die Flossen von Fischen an. Der von ihnen als Fremdkörpern verursachte Reiz hat eine Schwellung in ihrer
Umgebung zur Folge; die Haut
[* 5] erhebt sich zu einem Wall und schließt in 3-4 Tagen die Larve völlig ein. In einem solchen Gefängnis
nun bleibt letztere über 70 Tage und entwickelt sich dabei bedeutend. Ursprünglich mit nur einem Schließmuskel versehen,
büßt sie diesen ein und erhält dafür zwei neue; ferner wachsen ihr Kiemen, Herz, Geschlechtsorgane etc.
Endlich öffnet sich die Haut des Fisches, und die junge Muschel tritt hervor, um von da ab frei umherzukriechen.