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Kunst & Kultur
«Der Graf von Luxemburg»
Die Musik- und Theatergesellschaft Sursee bringt im kommenden Jahr die Operette «Der Graf von Luxemburg» von Franz Lehár zur Aufführung – erstmals am 12. Januar 2019. Der Vorverkauf läuft bereits.
Der alternde Fürst Basil Basilowitsch beabsichtigt die junge, von ihm geförderte Sängerin Angèle Didier zu heiraten. Allerdings ist die bürgerliche Angèle, trotz ihres Renommees als Star der Pariser Oper, dem Stand des Fürsten nicht angemessen. Zudem ist dieser in seiner fernen russischen Heimat eigentlich mit der Gräfin Stasa Kokozov verlobt. René, Graf von Luxemburg, der sein bares Vermögen leichtfertig verjubelt hat und dessen Güter konfisziert wurden, schlägt sich, wie sein Freund Armand Brissard, als Maler durchs Pariser Künstlerleben. Armand hofft auf den grossen Durchbruch und darauf, dass dafür die von ihm geliebte Soubrette Juliette Vermont als Venus Modell steht. Das aber verweigert ihm Juliette, wie auch jede andere Intimität, solange sie nicht verheiratet sind.
Nachdem Franz Lehár mit DIE LUSTIGE WITWE im Jahr 1905 am Theater an der Wien die Lunte zu seinem raketengleichen Aufstieg in den Operettenhimmel gezündet hatte - der Erfolg beim Publikum stellte sich erst allmählich ein – erhoffte sich die Direktion des Hauses von ihm einen weiteren Kassenmagneten. Ein solcher gelang dem Komponisten schlussendlich mit dem am 12. November 1909 uraufgeführten DER GRAF VON LUXEMBURG.
Den Anekdoten um die angeblich eher flüchtige Entstehung – Lehár soll das Werk in nur drei Wochen skizziert und später mit den Worten «Der Schmarrn ist fertig» abgegeben haben – setzte der Komponist später selber entgegen: «Es war bestellte Arbeit, ja, aber schon nach der ersten Note begann ich mich in das Buch zu verlieben. In drei Monaten war ich fertig und beim Durchblättern der Partitur sagte ich mir: das ist vielleicht die ursprünglichste Musik, die du je geschrieben hast.» Bei der von Robert Stolz dirigierten Uraufführung wurde DER GRAF VON LUXEMBURG vom Wiener Publikum mit stürmischem Beifall aufgenommen und danach mehr als 300 Mal en suite aufgeführt.