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- Nach fast zwei Jahren Inhaftierung im Iran ist der frühere US-Offizier Michael White freigekommen.
- US-Präsident Donald Trump dankte der Schweiz für ihre Hilfe bei den Bemühungen, die nun zur Freilassung Whites führten.
- Der Freigelassene soll an Bord eines Schweizer Regierungsflugzeuges ausgeflogen worden und nun auf dem Weg in die Heimat sein.
Laut der Nachrichtenagentur AP flog White über Zürich, wo er vom US-Sondergesandten Brian Hook und einem Arzt in Empfang genommen wurde. Von dort flog er weiter in die USA.
«Ich danke der Schweiz für ihre grossartige Unterstützung», twitterte Donald Trump. Die Schweiz vertritt seit Jahrzehnten die Interessen der USA im Iran. Aussenminister Ignazio Cassis bestätigte am Donnerstagabend die Aktion auf Twitter.
Die Schweiz begrüsse die humanitären Geste der beiden Nationen, die zur Freilassung von White und Taheri geführt habe. Die Schweiz sei bereit für weitere Beiträge der Fazilitation, in Übereinstimmung mit ihrer langjährigen Tradition der guten Dienste.
683 Tage im Iran gefangen
Der damals 46-jährige Kalifornier White war im Juli 2018 festgenommen worden. Damaligen Medienberichten zufolge war er in den Iran gereist, um dort die Familie seiner Freundin zu besuchen. Im März 2019 wurde er zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er den Obersten Führer Ali Khamenei beleidigt und persönliche Fotos in sozialen Netzwerken veröffentlicht hatte.
Mitte März wurde er aus «medizinischen» und «humanitären» Gründen beurlaubt und der Schhweizer Botschaft übergeben. Unter der Bedingung, dass er das Land nicht verlässt. Washington forderte weiterhin Whites sofortige Ausreise.
War es ein Gefangenenaustausch?
Diese erfolgte nun just einen Tag nach der Rückkehr des iranischen Wissenschaftlers Cyrus Asgari in den Iran. Er war von den Vereinigten Staaten nach fast dreijähriger Haft wegen Spionage freigelassen worden.
Die amerikanischen Behörden gaben zunächst keinen Kommentar ab. Es ist unklar, ob es sich bei den Freilassungen von White und Asgari um einen Gefangenen-Austausch handelte, wie es Ende 2019 zwischen den verfeindeten Staaten geschehen war.