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Die Schweiz ist gegenüber ausländischen Investitionen sehr offen. Dadurch werden viele erfolgreiche Schweizer Unternehmen auch attraktiv für Investoren aus Ländern, die nicht nach den Regeln der freien Marktwirtschaft funktionieren. Insbesondere Staatsunternehmen und Staatsfonds aus China oder aus dem arabischen Raum haben in den letzten Jahren zunehmend in Schweizer Unternehmen investiert.
Vor diesem Hintergrund habe inzwischen verschiedene Staaten Regeln über eine Kontrolle von ausländischen Direktinvestitionen in einheimische Unternehmen zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erlassen. Zu diesen Ländern gehören u.a. Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Österreich, Spanien, die USA, Kanada, Australien, Japan, Südkorea oder Indien.
Die Massnahmen sollen verhindern, dass firmenspezifisches Wissen (Know-how und Patente) und die Kontrolle über kritische Infrastrukturen, die für die nationale Sicherheit relevant sind (z.B. Telekommunikationsnetze), ungehindert in autoritäre Staatssysteme abfliessen und dass durch die enormen finanziellen Ressourcen der Staatsbetriebe und -fonds der Wettbewerb zu stark verzerrt wird. Damit sollen auch Arbeitsplätze in der Schweiz behalten werden.
Gegen Investitionskontrollen spricht, dass innovations- und wettbewerbsfreundliche Rahmenbedingungen die beste Garantie für Technologievorsprung und Arbeitsplätze darstellen. Zudem sind in der Schweiz die kritischen Infrastrukturen in den meisten Fällen ohnehin im staatlichen Eigentum (z.B. Energieversorgung oder Verkehrsinfrastruktur) bzw. unter staatlicher Aufsicht wie im Falle des Bankensystems. Die Einführung einer Investitionskontrolle wäre mit hohen administrativen Belastungen der betroffenen Unternehmen verbunden und würde die Standortattraktivität der Schweiz mindern.