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Das Jobsharing ist eine Lösung, um Teilzeitstellen zu schaffen trotz einem a priori nicht reduzierbaren Pflichtenheft, für eine Funktion, die eine tägliche Anwesenheit verlangt, oder für Positionen mit hoher Verantwortung (auch Topsharing genannt). Zudem ist Jobsharing eine Möglichkeit, die Kompetenzen und Erfahrungen zweier Personen zu kombinieren, um damit allen Anforderungen einer Stelle entsprechen oder auch um eine schrittweise Nachfolge für eine Stelle organisieren zu können. Gleichzeitig reduziert die mit dem/der Arbeitspartner/in geteilte Verantwortlichkeit den Druck, vereinfacht die Stellvertretung und kann damit Arbeitsüberlastung vorbeugen.
Insbesondere für Positionen mit hoher Verantwortung kann Jobsharing aus Sicht der Gleichstellung von Frau und Mann interessant sein, da es teilzeitarbeitenden Personen Zugang zu attraktiven Posten und Managementverantwortung ermöglicht.
Die Umsetzung eines Jobsharings erfordert eine vorgängige Analyse der Stelle, um ihre Eignung für diese Arbeitsform abzuklären. Zudem ist die Auswahl der Personen, die gemeinsam die Funktion ausüben, entscheidend, denn eine solche Funktionsweise ist nicht für jeden Persönlichkeitstyp geeignet. Schliesslich gilt es je nach Stelle die Aufteilung bestimmter Aufgaben, die Präsenzzeiten, den Austausch und die Verantwortungen jeder Person zu regeln, genauso wie das Vorgehen bei Stellvertretung und Weggang einer der Personen. Wegen der notwendigen Koordinations- und Austauscharbeit zwischen den Partner-inne-n ist häufig ein kumuliertes Arbeitspensum von über 100 % erforderlich; diese Mehrkosten werden weitgehend durch die vorgängig genannten Nutzen aufgewogen.
Letzte Änderung : 21/10/2019