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FTX-Prozess
Der Gründer der kollabierten Krypto-Plattform FTX plädiert vor einem US-Gericht auf "nicht schuldig". Ihm droht eine Gefängnisstrafe von bis zu 115 Jahren. Der Prozess soll im Oktober starten.
4. Januar 2023 • red.
Der Gründer der Kryptobörse FTX hat bei einer Anhörung am Dienstag vor einem US-Gericht wie erwartet auf "nicht schuldig" plädiert. Das eigentliche Verfahren dürfte erst im Oktober beginnen. Bei einer Verurteilung drohen dem 30-Jährigen bis zu 115 Jahre Gefängnis. Zudem wollen FTX-Kunden eine Sammelklage einreichen. Auch eine Schweizer Kanzlei vertritt Geschädigte. Gegen eine Kaution von 250 Millionen Dollar blieb Bankman-Fried der Aufenthalt in einem US-Gefängnis erspart. Er steht im Haus seiner Eltern unter Arrest. Im November erklärte er, noch 10'000 Dollar zu besitzen. Die US-Behörden werfen Sam Bankman-Fried "Betrug epischen Ausmasses" und Geldwäsche vor. Ausserdem habe er mit seinen millionenschweren Zuwendungen für die Kandidatur des US-Präsidenten Joe Biden und dessen Demokraten gegen Parteispenden-Gesetze verstossen. Zwei FTX-Topmanager haben sich schuldig bekannt. Der FTX-Konzern war im Oktober wegen Mittelabzüge im Zuge von Liquiditätssorgen zusammengebrochen. Milliarden an Kundengeldern konnten nicht ausgezahlt werden. Das einst gehypte Krypto-Wunderkind trat am 11. November zurück und beantragte im US-Bundesstaat Delaware Gläubigerschutz. Insidern zufolge soll Bankman-Fried heimlich zehn Milliarden Dollar an FTX-Kundengeldern zu Alameda transferiert haben. Bankman-Fried gibt zwar Fehler zu, weist den Vorwurf strafbarer Handlungen dagegen von sich.