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Eckhard,
Karl Maria Joseph, deutscher Politiker, geb. zu Engen im badischen Oberland, studierte die Rechtswissenschaft, wurde 1849 wegen Teilnahme an der Revolution angeklagt, aber vom Gericht freigesprochen, praktizierte seit 1856 als Rechtsanwalt in Offenburg, [* 2] beteiligte sich an der Agitation gegen das Konkordat und wurde 1861 von der Stadt Offenburg zum Abgeordneten in die Zweite Kammer gewählt, in der er bald wegen seiner entschiedenen liberalen Gesinnung und seiner schlagfertigen Beredsamkeit eine bedeutende Rolle spielte.
Auf dem Landtag von 1865 zum zweiten Vizepräsidenten und in den landständischen Ausschuß gewählt, stellte er den Antrag auf Einführung der obligatorischen Zivilehe, wiederholte ihn 1867 und brachte noch den weitern auf vollständige Regelung der Verwaltung des weltlichen Stiftungsvermögens ein. Beide Anträge wurden vom Landtag angenommen, kamen aber erst 1870 zur Ausführung. In der Frage der deutschen Einigung war er seit 1866 einer der Führer der badischen Liberalen, empfahl als Berichterstatter 1867 den Allianzvertrag mit Preußen [* 3] und im Dezember 1870 die Versailler Verträge zur Annahme und schloß sich 1871 als Mitglied des Reichstags der nationalliberalen Fraktion an. Seit 1870 Mitglied der Direktion der Rheinischen Kreditbank in Mannheim, [* 4] legte er 1874 seine Abgeordnetenmandate nieder, ohne sich jedoch ganz vom politischen Leben zurückzuziehen.