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Tai Chi Chuan ist eine taoistische Kunst der Meditation in harmonischen Bewegungen, die in Asien seit Jahrtausenden praktiziert wird. In seine Entwicklung sind Weisheit und Wissen der Chinesischen Medizin, der daoistischen Philosophie und der Kampfkunst eingeflossen.
Tai Chi ist ein gelenkschonendes Bewegungsprogramm, das auch von vielen Schulmedizinern empfohlen wird. Im hektischen Alltag bietet es den spirituellen Ausgleich. Als Gesundheitsvorsorge wirkt es positiv auf den gesamten Bewegungsapparat, das Nerven- und Kreislaufsystem, die Atmung und die Verdauung.
Durch weiche, fliessende, in Zeitlupentempo ausgeführten Bewegungen, wird der gesamte Organismus harmonisiert. Eine wohltuende Ruhe entsteht und man kann neue Kraft und Lebensfreude schöpfen. Tai Chi steigert den Energiefluss (Qi) im Körper, stellt das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang her und bringt den Geist zur Stille.
Auf Sanftheit beruhend eignet sich Tai Chi für Jung und Alt. Das regelmässige Üben trainiert das Gleichgewicht und hilft so, Stürzen vorzubeugen.
Der Begriff Tai Chi Chuan bedeutet "Eine Übung des grossen Ursprungs bei dem die Hände gebraucht werden". Tai Chi ist eine ganzheitliche Reise zu sich selbst und zur Harmonie von Körper, Seele und Geist.
Kennzeichnend für den Yang-Stil sind gleichmässige, zeitlupenartige und weite Bewegungen. Hier wird der Stil nach Meister Yang Zhenduo, dem jüngsten Sohn des Altmeisters Yang Cheng Fu, unterrichtet. Traditioneller Yang-Stil ist sowohl in China als auch im Ausland, neben der kurzen Pekingform, die beliebteste Tai Chi Form.
Die Pekingform wurde in den Fünfzigerjahren aus dem traditionellen Yang-Stil entwickelt, um eine leicht erlernbare Kurzform zu erhalten. Als eine der bekanntesten Tai Chi Formen wird sie in China als Pflichtfach in Tai Chi Schulen unterrichtet. Kennzeichnend sind langsame, gleichmässige und weite Bewegungen.
Foto: Su Hua Xiang
Kennzeichnend für diesen Stil sind der Wechsel von langsamen, spiralförmigen und schnelleren Bewegungen. Er wurde von der Familie Chen aus Chenjiagou in der Provinz Henan aus dem Changquan und weiteren Kampfkünsten entwickelt.
Foto: Su Hua Xiang bei mir im Bambusgarten
Die Schwertkunst ist die beliebteste Waffenform und gehört zu den klassischen Übungen des Tai Chi Chuan. Die Tai Chi Prinzipien werden auf das Schwert übertragen. Dabei wird der Körper um ein Werkzeug erweitert. Beim führen des Schwertes mit Wachheit, Leichtigkeit und Klarheit steigert sich das Qi und entwickelt sich innere Kraft. Diese ursprüngliche Kampfkunst dient auch der Gesundheitsvorsorge und wird entspannt, harmonisch und zeitlupenartig ausgeführt. Die Harmonie von Leichtigkeit, Ruhe, Gewandheit und Spannung stehen im Vordergrund bei der Tai Chi Schwertform.
Foto: Bai Hong Shuen, China
Die Fächerform integriert die grundlegenden Elemente des Tai Chi Chuan (Körperhaltung, Schritte, Armbewegungen). Durch die Anwendung des Fächers verdeutlicht sich die Ästhetik und Grazie dieser Bewegungskunst. Sie wurde von der Taijiquan Research Association in Guangzhou unter der Leitung von Frau Jian Gui-Yan geschaffen.
Foto: Jian Gui-Yan, China