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Helen Mirren wird als Helen Lydia Mironoff am 26. Juli 1945 in London geboren. Ihre Mutter ist Engländerin, ihr Vater Russe. Mit dem russischen Nachnamen will dieser auch die Vergangenheit ablegen: «Wir sind jetzt britisch, wir vergessen das alles, was ist vorbei», sagte er einst gemäss der Schauspielerin. Ihre russischen Wurzeln seien für sie trotzdem immer präsent.
Ihre Kindheit und Jugend verbringt Mirren im Küstenstädtchen Southend-on-Sea und dem Vorort Westcliff-on-Sea. Schon in der Schule spielt sie Theater. Später wechselt sie an eine Schauspielschule in London. «Schauspielerei war das einzige, worin ich was taugte.» Die Karriere auf der Bühne und im Kino kommt schnell in Fahrt.
Mirren sorgt auch mit ihrem Sexappeal für Aufsehen. In «Age of Consent» (1969) zeigt sich die Schauspielerin erstmals sehr freizügig. In dem biografischen Drama «Savage Messiah» (1972) über den französischen Bildhauer Henri Gaudier-Brzeska tritt sie sogar für mehrere Szenen nackt vor die Kamera. «Ich bin von Herzen Nudistin», gesteht sie.
Der Durchbruch als Filmschauspielerin gelingt Mirren 1980 mit dem Gangsterfilm «The Long Good Friday» - heute ein Klassiker des Genres. 2006 kommt ihr grösster Erfolg: als britische Königin Elizabeth II. in dem Drama «The Queen». Dafür bekommt sie u.a. den Oscar als Beste Hauptdarstellerin.
Auch nach Jahrzehnten im Filmgeschäft hat Helen Mirren noch Angst davor, neue Rollen anzunehmen. «Man hat Angst vorm Scheitern, weil man dort etwas von sich preisgibt», sagt sie in einem Interview im vergangenen Jahr. Gleichwohl nimmt sie die Angst als Ansporn. «Wenn man die Angst einmal überwunden hat, dann wird es grossartig.»
Seit 1997 ist Mirren mit dem US-Regisseur Taylor Hackford verheiratet, den sie 1985 beim Dreh zu «White Nights» kennengelernt hat. Kinder hat sie nicht.
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