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Wie häufig Brustkrebs ist
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Rund 5'900 erkranken in der Schweiz jedes Jahr daran, 1'400 sterben. Vier von fünf Frauen sind älter als 50 Jahre, bei jüngeren ist Brustkrebs seltener. Was wenig bekannt ist: Auch Männer können Brustkrebs bekommen, in der Schweiz sind es jährlich rund 50 Betroffene.
Welche Faktoren das Brustkrebsrisiko erhöhen
Für Brustkrebs bei Frauen gibt es eine Reihe von Risikofaktoren. Neben dem Alter zählen dazu:
- Wenn die Mutter, Schwester oder Tochter an Brustkrebs erkrankt ist.
- Bei 5 bis 10 Prozent der Frauen geht Brustkrebs auf eine genetische Veranlagung zurück.
- Strahlentherapie im Brustbereich, etwa, um ein Lymphom zu behandeln.
- Keine oder späte Schwangerschaft, kein Stillen.
- Früher Menstruationsbeginn, späte Wechseljahre.
- Mehrere Jahre Hormontherapie gegen Wechseljahrbeschwerden, vor allem bei kombinierten Präparaten aus Östrogenen und Gestagenen.
- Antibabypille
- Übergewicht, vor allem nach den Wechseljahren.
- Bewegungsmangel
- Hoher Alkoholkonsum und Rauchen.
- Es gibt Anzeichen dafür, dass Brustkrebs in Ländern mit fettreicher Ernährung häufiger vorkommt.
Welche Symptome auf Brustkrebs hindeuten können
- Zunächst schmerzlose Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder Achselhöhle, die zuvor beim Abtasten nicht spürbar waren.
- Veränderte Farbe, Form oder Grösse der Brust und / oder der Brustwarze, zum Beispiel starke Rötungen oder eingezogene Haut.
- Wässrige, blutige oder eitrige Absonderungen aus der Brustwarze.
- Ertastbare Lymphknoten in der Achselhöhle.
- Schmerzen oder ein Spannen in den Brüsten, das sich anders anfühlt als bei der Monatsblutung.
Warum Früherkennung wichtig ist
Früherkennung kann Brustkrebs nicht verhindern. Sie zielt nach Angaben der Krebsliga jedoch darauf ab, Brustkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen, wenn er noch keine Ableger gebildet hat. Das erhöht den Behandlungserfolg und die Überlebenschancen. In der Schweiz sind rund 80 Prozent der erkrankten Frauen fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben.
Für Früherkennung ist die Mammographie, die Röntgenuntersuchung der Brust, eine etablierte Methode, mit der auch sehr kleine Tumore sichtbar werden, noch bevor sie sich mit der Hand ertasten lassen oder Beschwerden auslösen. Empfohlen wird eine Mammographie beispielsweise dann, wenn ein erhöhtes familiäres Risiko besteht, an Brustkrebs zu erkranken oder vor einer Hormonersatztherapie in den Wechseljahren.
Was für und was gegen ein Mammographie-Screening spricht
Einige Kantone bieten Mammografie-Screenings an. Alle Frauen ab 50 Jahren werden dabei im Zwei-Jahres-Turnus im Rahmen eines qualitätsgeprüften Programms zur freiwilligen Mammographie eingeladen, auch wenn sie symptomfrei und erblich nicht vorbelastet sind. Die Screenings sind umstritten. Frauen wird empfohlen, die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen.
Vorteile
Zu den Vorteilen zählt, dass Brustkrebs früh erkannt wird. Das macht eine Behandlung einfacher und schonender. Oft kann die Brust erhalten werden und nicht immer ist eine Chemotherapie notwendig.
Nachteile
Zu den Nachteilen gehören sogenannte Überdiagnosen. Bei der Mammographie werden auch Tumore entdeckt, die unbehandelt wahrscheinlich ungefährlich geblieben wären. Wie sich ein solcher Tumor entwickelt und ob er später zu gesundheitlichen Problemen führt, lässt sich zum Zeitpunkt der Diagnose aber nicht voraussagen. Deshalb wird in diesem Fall meistens eine Behandlung empfohlen, obwohl diese vielleicht unnötig gewesen wäre.
Was Frauen selbst tun können
Um Veränderungen an der Brust wahrzunehmen, ist es ratsam, sie einmal im Monat selbst zu untersuchen. Das Universitätsspital Basel empfiehlt:
- Der beste Zeitpunkt für die Selbstuntersuchung ist zirka acht Tage nach der Regelblutung, weil die Brust dann weicher ist und Veränderungen besser spürbar sind. Frauen nach der Menopause können sich einen bestimmten Tag im Monat in den Kalender eintragen.
- Sich für die Selbstuntersuchung am besten vor den Spiegel stellen und auf mögliche Veränderungen achten beziehungsweise diese mit kleinräumigen, kreisenden Bewegungen ertasten. Dabei die Brüste, die Brustwarzen und die Achselhöhlen untersuchen.