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Kennenlernen oben ohne: Die Flemings sind ein erstes Mal schockiert.
Gute Miene zum peinlichen Spiel: die Flemings am Esstisch mit Laird.
Stephanie scheint Lairds Stillosigkeit nicht zu stören.
Mit gewissen Aktionen kann er aber sogar sie schockieren.
Buddys sehen anders aus: Ned will Laird als Schwiegersohn verhindern. In «Why Him?»
Filmtipp: «Why Him?»
Besorgter Vater trifft auf Albtraumschwiegersohn in spe? Das Szenario ist nicht neu für eine Hollywood-Komödie. «Why Him?» ist aber wegen der glänzenden Schauspieler dennoch sehenswert.
Die Affiche Schwiegersohn in spe gegen bockigen Schwiegervater gehört zu den Klassikern der Hollywood-Komödien-Konflikte. Die Blockbuster «Vater der Braut» aus dem Jahr 1950 mit Spencer Tracy vs. Don Taylor, das gleichnamige Remake von 1991 mit Steve Martin vs. George Newbern und «Meine Braut, ihr Vater und ich» (2000) mit Robert de Niro vs. Ben Stiller sind nur ein paar Beispiele aus dem grossen Fundus Hollywoods – wohl aber die populärsten. Wer also mit dieser (etwas ausgelutschten) Konstellation erneut punkten will, musste sich was einfallen lassen. Gelungen ist dies Regisseur John Hamburg («… und dann kam Polly») in «Why Him?» mit der Rollenbesetzung des Schwiegersohns. James Franco («Spiderman»-Trilogie) spielt dabei den ultraschrägen Laird Mayhew – einen millionenschweren und von oben bis unten tätowierten CEO einer Game-Entwicklungsfirma aus dem kalifornischen Silicon-Valley. Ein herzensguter Kerl und Freigeist sondergleichen, der sagt was er denkt und dies in praktisch jedem Satz mit dem berühmten «F-Wort» untermalt. Die einvernehmende Naivität, mit der Franco seine Rolle spielt, rettet den Film vor der dürftigen Story, die doch ziemlich vorhersehbar ist.
Mustertochter und Albtraumschwiegersohn: Stephanie und Laird.
Mustertochter und Albtraumschwiegersohn: Stephanie und Laird.
Die Handlung verläuft nach dem klassischen Komödien-Muster «Was schiefgehen kann, geht auch schief» – Murphy's Law. Ned Fleming, verkörpert durch Kultstar Bryan Cranston («Malcolm mittendrin») und seine Frau Barb (Megan Mullally) werden von ihrer Tochter Stephanie (Zoey Deutch) über die Weihnachtsfeiertage nach Kalifornien eingeladen, da diese dort das College besucht. Doch schon eben diese Einladung läuft gründlich schief. Via Skype will Stephanie ihren Vater bei dessen Geburtstagsparty überraschen und realisiert dabei erst zu spät, dass ihr Freund Laird (den die Eltern noch nicht kennen) im Hintergrund seinen Allerwertesten entblösst. Die böse Vorahnung im Handgepäck begeben sich die Flemings also auf den Trip Richtung Westküste der USA.
Gute Miene zum peinlichen Spiel: Familie Fleming bei Laird.
Gute Miene zum peinlichen Spiel: Familie Fleming bei Laird.
Dort erleidet das konservative Ehepaar einen mittelgrossen Kulturschock. Nicht nur sind sie von Lairds hippen und schnelllebigen Welt heillos überfordert, auch Laird selbst ist ihnen – vor allem dem führsorglichen Vater Ned – ein Dorn im Auge: «Warum gerade er?» Zwar scheint dieser Gamefreak ein ziemlich netter Kerl zu sein, doch von Selbstkontrolle keine Spur. Dreckige Worte gehen ihm genauso leicht über die Lippen, wie die bildliche Beschreibung (beim ersten gemeinsamen Abendessen) des Sex mit Stephanie: «Sie öffnete sich wie eine Blume.» Zu viel für Ned. Vor allem als ihm Laird eröffnet, dass er am Weihnachtstag um die Hand seiner Tochter anhalten will. Die Mission ist klar: Dies muss verhindert werden.
Credits: Filmstart: ab 12. Januar 2017 in den Deutschschweizer Kinos Land: USA, 2016 Länge: 111 Minuten Regie: John Hamburg
Cast: Laird Mayhew - James Franco Ned Fleming - Bryan Cranston Stephanie Fleming - Zoey Deutch
Trailer
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