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Kennt ihr das auch?
Keine Zeit für Hausaufgaben! Keine Lust, mein Zimmer aufzuräumen! Keine Lust, die Jacke aufzuhängen! Keine Lust auf das, keine Zeit für jenes…
Als Lehrerin und Mutter von drei Kindern war ich jahrelang deprimiert, keine nachhaltigen Lösungen für diese nervenzerreißenden Aussagen finden zu können. Ich suchte vergeblich nach einer funktionierenden Methode, mit welcher ich meine Kids im Klassen- oder Kinderzimmer motivieren könnte.
Das Mindset bestimmt das Verhalten
Dann traf ich auf die Arbeit von Carol Dweck, einer Psychologin und Professorin an der Stanford University in den Vereinigten Staaten. Die Forschung von Carol Dweck hat mir aufgezeigt, dass die Aussagen von Lehrern, Eltern und anderen Bezugspersonen das Mindset, d.h. die Denkweise von Kindern fürs Lernen und Leben langfristig beeinflussen.
In ihrem Buch „Mindset“ (Dweck, 2015) erklärt Dweck, dass sich die Art und Weise unserer Ermunterungen, auf die Einstellung und Motivation unserer Kinder auswirken. Unsere Ermunterungen fördern entweder ein Growth Mindset oder ein Fixed Mindset. Diese unterschiedliche Denkweise motiviert Kinder, eine Herausforderung anzupacken oder zu vermeiden. Kinder mit einem Fixed Mindset glauben, dass das Talent alleine ausschlaggebend für den Erfolg ist. Die Anstrengung ist dabei nebensächlich und nicht erstrebenswert. Kinder mit einem Growth Mindset sind dagegen an ihrem persönlichen Wachstum interessiert. Sie glauben, dass sie sich mit kontinuierlicher Anstrengung verbessern können. Sie suchen dabei nach neuen Wegen und Lösungen, welche sie dem Ziel näherbringen. Kinder mit einem Growth Mindset geben weniger schnell auf. Sie finden es nicht schlimm, bei einer Aufgabe zu versagen und sehen dies als einen vergänglichen Zustand an. Diese Denkweise ist eine wunderbare Voraussetzung fürs Lernen und die allgemeine Belastbarkeit.
„Noch nicht“
Der schönste Teil der Wachstumsdenkweise ist die Kraft des „noch nicht“. Diese Aussage besagt, dass sich jeder weiterentwickeln und Dinge in der Zukunft erreichen kann, die momentan außer Reichweite stehen. Sie wissen, dass sie noch nicht in der Lage sind, ein gewisses Ziel zu erreichen. Sie wissen aber auch, dass dies absolut in Ordnung ist und nicht immer so bleiben wird. Mit gewissem Einsatz und Beständigkeit, können zuvor unmögliche Ziele bewältigt werden. Die Wörtchen „noch nicht“ verleihen demnach jedem Kind Kräfte, an einer Aufgabe dranzubleiben, um ihr Ziel zu erreichen.
Kidster Mindset
Das Konzept des Growth Mindset lasse ich in meine Beiträge und Kidster Journals einfließen. Als Lehrerin und Mutter verstehe ich sehr gut, dass kontinuierliche Erinnerungen und geduldige Arbeit nötig sind, um Kindern die Wachstumsphilosophie mit auf den Weg zu geben. Meine Bestrebungen sind eine zufriedenstellende Interaktion zwischen Kind und Bezugsperson. Jedes Kind kann zudem eine positive Einstellung zum Lernen entwickeln und den persönlichen Lernerfolg nachhaltig prägen und gleichzeitig stärken.
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