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zosen Malebranche, Fe'ne'lon und Fontenelle.
Unter den Engländern folgten G. Berkeley und Rich. Hurd dem Plato, James .Harris dem Cicero.
Legt das Ge- spräch die Beweggründe der beteiligten Personen zu Entschlüssen dar und drängt es zur That, so entsteht der dramatische Diamagnetismus, [* 1] in dessen Gedankengange lebendige Bewegung und Spannung herrscht. Im Drama steht der Diamagnetismus im engern Sinne dem Mono- log, im Singspiele den Singstücken, wo er dann die Redepartien bedeutet, gegenüber.
Dialogtt, Mineral, s. Manganspat.
Dialürsäure, das Ure'id oder die Harnstoff- verbindung der Tartronsäure, daher auch Tar- tronylharnstoff genannt, eine Säure von der Zusammensetzung ^^ ^2 O4, die durch Reduktion von Alloxan entsteht.
Sie besitzt die Konstitution 00^3^'^0II0II, krystallisiert in Prismen, bildet mit Vasen [* 2] Salze und geht an der Luft unter Aufnahme von Sauerstoff leicht in Alloxantin über, wobei sie sich rot färbt. Dialysätor, f. Dialyse. Dialyse (grch.), Auflösung;
in der Gramma- tik und Rhetorik soviel wie Diäresis (s. d.) und Asyndeton (s. d.);
in der Medizin das zum Tode führende Schwinden der Kräfte.
In der Chemie ist Diamagnetismus eine von Graham zuerst angewandte Me- thode zur Trennung verschiedener gelöster Stoffe voneinander;
sie beruht darauf, daß manche Körper mit Leichtigkeit durch Membranen gegen Wasser diffundieren (f. Diffusion), [* 3] während andere entweder weit langsamer oder gar nicht diffundieren.
Diffu- sionsfähig sind unter andern alle Körper, die aus wässerigen Lösungen krystallisieren, sog. Krystal- loide, während nicht krystallisierende auch meist nicht diffusionsfähig sind, sog. Kolloide.
Die Diamagnetismus bietet daher ein Mittel dar, um Körper der einen Gruppe von denen der andern zu trennen.
Zweck- mäßig läßt sie sich z. V. benutzen, um bei dem Nach- weis von Vergiftungen die Trennung von Alkaloid- salzen von dem sonstigen Inhalt des Magens zu bewirken.
Man bringt zu diesem Zweck die zu unter- suchende Flüssigkeit in einen geeigneten Apparat, den Dialysätor, in dem nach Ablauf [* 4] von 24 Stun- den die Alkaloidsalze in das Wasser übergegangen sind, während die übrigen Stoffe zurückbleiben.
Der Dialyfator Grahams ist in beistehender [* 1] Figur dar- gestellt. Er besteht aus einem Ringe von Gutta- percha, dessen untere Öffnung mit einer Scheibe von Pergamcntpapier überspannt ist, sodaß ein wasserdichter Verschluß hier erzielt wird.
Läßt man den Ring in einem andern Gefäß [* 5] auf Wasser schwim- men, und gießt man die zu dialysierende Flüssigkeit in den Ring, so treten die diffundierbaren Stoffe durch die Pergamentpapiermembran zum Wasser hinüber. In einfacherer Form erhält man den Dia- lyfator, indem man die Ränder eines viereckigen Pergamentpapierblattes kastenförmig in die Höhe biegt und die übereinandergeschlagenen Ecken oben durch einen durchgezogenen Faden [* 6] befestigt.
Ein solcher Kasten vertritt den Ring des Grahamschen Dialysators. ^natische Fernrohre. Dialyten, dialytische Fernrohre, achro- Diamagnetismus, die abstoßende Einwirkung von Magneten auf gewisse Körper.
Schon seit dem Ende des 18. Jahrh, kannte man oberflächlich einige hierher gehörige Thatsachen, wie die von stärkern Magnetv^len sich äußernde Abstoßung gegen Wis- mut und ^..'timon (Brugmans 1778, LeBalllif 1827) und gegen eine Holznadel (Coulomb 1802, Becquerel 1827).
Allein erst nachdem man durch Hilfe galva- nifcher Elektricität sehr starke Magnete (Elektro- magnete) herstellen gelernt hatte, vermochte man die diamagnetischen Erscheinungen genauer wahrzuneh- men und zu studieren.
Hauptsächlich verdankt man ihre Kenntnis den in die 1.1845 und 1847 fallenden Veröffentlichungen des engl. Physikers Faraday. Doch hat auch der deutsche Physiker Plücker wichtige Aufschlüsse über das Wesen dieser Erscheinungen ge- geben (1848).
Hängt man ein Eisenstückchen in der Nähe eines Magnetpols an einem feinen Faden auf, so wird das Eisen [* 7] kräftig von dem Magnetpole an- gezogen.
Auch Nickel und Kobalt werden angezogen, ader bedeutend fchwächer, und noch viel weniger Mangan, Chrom, Cerium, Titan, Palladium, Platin und Osmium.
Diese Stoffe nennt man para- magnetische oder kürzer magnetische.
Andere Stoffe aber werden, neben einem Magnetpole auf- gehängt, abgestoßen;
man nennt sie diamagne- tisch e S t 0 f f e. Nm zu erfahren, ob ein fester Stoff magnetifch oder diamagnetisch ist, formt man aus demselben ein Stäbchen, hängt dieses (s. beistehende [* 1] Fig. 1) an einem feinen Faden in seiner Mitte aus und bringt es zwischen die beiden Pole eines hufeisenförmigen Magneten.
Ist das Stäbchen magnetisch, so stellen sich [* 1] (Fig. 2) seine beiden Enden nach den Magnetpolen 5l und 3 zu;
ist es aber dia- magnetisch, so dreht es sich wie ad senk- recht zur Verbindungslinie ^ 3 der beiden Magnetpole.
Die erste Lage ^3 nennt man axial, die andere ad äquatorial.
Die axiale Lage kommt dadurch zu stände, daß das Stäbchen von beiden Magnet- polen gleichzeitig angezogen, die äquatoriale Lage dadurch, daß es von beiden Polen gleichzeitig ab- gestoßen wird. Im ersten Falle werden in dem Stäbchen magnetische Pole erregt, die mit den induzierenden Magnet- polen ungleichnamig, im zweitenFalle solche, die mit diesen gleichnamig sind. An der Spitze der diamagnetischen Stoffe stebt Wismut, dann fol- gen: Antimon, Zink, Zinn, Silber, Kup- fer, Gold [* 8] und viele [* 1] ^ Fig. 3. andere Metalle;
scr- ner organische Stoffe, wie Pflanzen- und Tierteile; überhaupt erweifen sich mehr Stoffe dia- als para- [* 1] Fig. 1. ¶