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Abstract:
Ingredient Branding bezeichnet die Auszeichnung bzw. Markierung von einzelnen Zutaten und Bestandteilen eines Endproduktes. Die Marke, meistens diejenige eines Inhaltsstoffes, wird für den Kunden sichtbar auf dem Endprodukt platziert. In der Regel handelt es sich hierbei um Unternehmens- oder Produktmarken. Bisher wurde Ingredient Branding wenig untersucht für die Nutzung geografischer Marken und die Herkunft von Inhaltsstoffen wie beispielsweise ein Joghurt mit „Walliser Aprikosen“ oder „Zuger Chriesi“.
In diesem Paper wird die Zahlungsbereitschaft von Konsumenten für Produkte mit der ausgezeichneten Herkunft einzelner Zutaten mit derjenigen für vergleichbare Produkte ohne diese Auszeichnung verglichen. In drei Studien wird am Beispiel von Lebensmitteln mit Hilfe der Kontingenten Bewertungsmethode gezeigt, dass Konsumenten eine stärkere Präferenz und eine grössere Zahlungsbereitschaft für Produkte mit geografischer Auszeichnung der Zutatenherkunft besitzen. Untersucht wurden zwei Joghurtsorten (Zuger Chriesi und Walliser Aprikosen), zwei Glacésorten (Glacé Vanille Caramel Salé mit Salz aus Bex in den Waadtländer Alpen und Vanille Glacé aus Bergmilch in Graubünden) und eine Nusstorte mit Baumnüssen aus der Schweiz.
Abstract:
Getrieben durch die Digitalisierung, agile Organisationsformen und den demographischen Wandel verändert sich auch die interne CEO-Kommunikation. Die Anzahl der Kommunikationsinstrumente nimmt zu und die Komplexität der Kommunikation hat sich erhöht. In dieser Studie untersuchen wir, wie sich die Kommunikation zwischen Geschäftsführenden („CEOs“) gegenüber den Mitarbeitenden verändert hat und sich heute sowie künftig darstellt. Auf Basis von Theorie und einem Fokusgruppengespräch werden zwei Thesen gebildet; die erste lautet: «Die Hauptfunktion der internen CEO-Kommunikation ist und wird auch künftig die Kommunikation der Strategie sein, wobei die Kommunikation von Werten künftig an Wichtigkeit gewinnen wird». Die zweite These lautet: «Die interne CEO-Kommunikation ist dazu da, Vertrauen zu schaffen (a). Im Zusammenhang mit dem Vertrauensgewinn spielt Transparenz eine wichtige Rolle (b)».
Die Thesen und Instrumente wurden operationalisiert und als Items in einen Fragebogen mit geschlossenen Antwortmöglichkeiten auf eine Likert-Skala überführt. Der Fragebogen wurde an leitende Kommunikationsexperten der 120 mitarbeiterstärksten Unternehmen in der Schweiz versandt. 67 von ihnen haben den Fragebogen vollständig ausgefüllt.
Die Ergebnisse zeigen u.a., dass aufgrund der Wahrnehmung der Antwortenden Strategie und Werte heute und in Zukunft wichtig bleiben, wobei die Werte die Strategie an Wichtigkeit nicht überholen. Das Gewinnen des Vertrauens ist eine zentrale Funktion der CEO-Kommunikation und Transparenz spielt dabei gemäss den Umfrageteilnehmenden in Zukunft eine noch gewichtigere Rolle. In diesen Zusammenhängen gibt die Umfrage indes auch Überraschendes preis, insbesondere dass die Befragten trotz der angenommenen, künftig noch wichtigeren Rolle der Transparenz von deren tatsächlichen Umsetzung weniger überzeugt sind. Ebenfalls überrascht, dass Onlineinstrumente weniger benutzt werden, als erwartet.
Abstract:
Kommunikation von Gemeinden dient dem Dialog zwischen Verwaltung und Bevölkerung, der Vermittlung gemeindespezifischer Inhalte mit dem Ziel, sachgerechte Entscheide über kommunale Vorlagen zu ermöglichen, und der Motivation von Nachwuchsleuten für öffentliche Ämter. Gemeindekommunikation stellt daher ein wesentliches Element der direkten Demokratie dar.
Seit einigen Jahren erreicht kein Medium mehr die Mehrheit der Bevölkerung. Gemeindeinformationen zudem stehen im Konkurrenzkampf mit Informationen verschiedenster Absender und müssen sich, um wahrgenommen zu werden, den Gewohnheiten der Bevölkerung anpassen, namentlich dem wachsenden Bedürfnis nach Veranschaulichung von Inhalten mit Bildern und Videos, die zu Geschichten verarbeitet werden im Rahmen des sogenannten Storytellings. Dabei sind besondere Anforderungen bezüglich Professionalität, Identifizierbarkeit des Absenders, Verständlichkeit für alle Zielgruppen und Unvoreingenommenheit zu erfüllen, denn Steuergelder dürfen weder für politische noch für kommerzielle Zwecke eingesetzt werden.
Je kleiner eine Gemeinde, desto weniger Inhalte lassen sich aufgrund der Ressourcen systematisch über verschiedene Kanäle verbreiten. Für Schwerpunktthemen empfiehlt sich der Aufbau eines – internen oder externen – Kommunikationsmanagements, das Inhalte für verschiedene Kanäle konfiguriert. Vorbild ist dabei der Corporate Newsroom, ein Modell, das vor allem von Medienhäusern verwendet wird, das sich in pragmatisch angepasster Form auch für Gemeinden eignet.
Jede kommunale Kommunikationsstrategie muss sich mit der Frage auseinandersetzen, wie im Fall eines Ausfalls der digitalen Systeme informiert werden kann. Kommunikatives Störungspotenzial liegt auch in der Verbreitung von Falschinformationen auf der Sachebene oder zur Verunglimpfung von Verantwortungsträgern. Auch diesbezüglich sind Abwehrstrategien gefragt. Erforderlich ist eine Strukturierung der Krisenkommunikation im Rahmen der gesamten Kommunikationsstrategie unter Berücksichtigung der Besonderheiten der jeweiligen Gemeinde.
Unter den Social Media bietet sich Twitter als Kommunikationsinstrument der Gemeinde an, um kurzfristige Informationen – beispielsweise über einen Stromausfall – zu verbreiten, sowie das Online-Lexikon Wikipedia für Informationen, die über den Tag hinaus gelten. Defensiv sind die Social Media mit Blick auf Shitstorms und «Fake News» ebenso zu beachten wie die konventionellen Medien.
Abstract:
Die vorliegende Studie untersucht die Einstellung der Schweizer Bevölkerung gegenüber der gesprochenen Sprache in Call-Centern sowie den Einfluss der Ähnlichkeit zwischen Kunde und Agent (Fit) auf bestimmte Erfolgsgrössen. Für die Untersuchung wurden 991 Personen befragt. Nach einem ersten Call-Center-Gespräch mit einem Agenten wurde der Gesprächspartner im Anschluss nochmals angerufen bzw. weitergeleitet und zu dem vorhergehenden Call befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten in der Studie, entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, mit der sich Call-Center häufig konfrontiert sehen, eine hohe Zufriedenheit mit den Calls ausweisen. Kundinnen und Kunden erwarten von Schweizer Unternehmen, dass diese mit Call-Centern aus der Schweiz arbeiten und sie mit einem Call-Center-Agenten Schweizerdeutsch sprechen können, sind allerdings auch flexibel, wenn dies einmal nicht so ist. Die Bedeutung der Sprache im Call-Center unterscheidet sich zudem zwischen Inbound- und Outbound-Call-Centern, wobei die Sprache bei Outbound-Anrufen nochmals einen höheren Stellenwert einnimmt. Zudem legen ältere Personen mehr Wert auf den Schweizer Dialekt, als jüngere dies tun. Insbesondere ältere Personen können mit Schweizerdeutsch besser «abgeholt» werden und ein potenzielles Gespräch ist erfolgversprechender. Eine Wirkung des Fits zwischen Kunde und Call-Center-Agent in Bezug zu Geschlecht, Alter und Sprache auf den Erfolg des Calls und die Wahrnehmung der Marke konnte nicht nachgewiesen werden. Die Daten zeigen allerdings eine Anpassung der Einstellung gegenüber der gesprochenen Sprache im Call-Center nach einem positiven Erlebnis mit einem Hochdeutsch sprechenden Agenten. Die Befragten werden offener gegenüber der gesprochenen Sprache und zeigen sich flexibler.
Abstract:
Das vorliegende Working Paper geht auf den Zusammenhang zwischen interner Kommunikation, Mitarbeiterengagement und dem Aufkommen von internen sozialen Medien ein.
Die interne Kommunikation ist heute ein anerkanntes Mittel, um den Unternehmenserfolg zu steigern. War bisher die Mitarbeiterzufriedenheit der Gradmesser für eine wirkungsvolle interne Kommunikation, so rückt der Begriff des Mitarbeiterengagements mehr und mehr in den Vordergrund. Engagierte Mitarbeitende sind aktiver, begeisterungsfähig und haben im Idealfall einen positiven Einfluss auf die Weiterempfehlungsbereitschaft des Arbeitgebers oder auf die Kundenzufriedenheit.
Unabhängig voneinander haben unterschiedliche Studien in den letzten Jahren nachgewiesen, dass interne, unternehmensweite soziale Medien auf dem Vormarsch sind und das Potenzial haben, das Mitarbeiterengagement positiv zu beeinflussen. Als integrierter Bestandteil der internen Kommunikation haben sie gegenüber den althergebrachten Intranets grosse Vorteile, vor allem aufgrund ihrer multimedialen Funktionen und der Möglichkeiten der besseren Vernetzung und des Wissensaustausches – Faktoren, die für das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen und das Mitarbeiterengagement förderlich sind. Diese Ergebnisse wurden durch eine Online-Befragung von 157 Beschäftigten im Rahmen einer Bachelor Thesis der HWZ bestätigt. Die Nutzung eines sozialen Mediums korreliert darin positiv mit der Identifizierung mit dem Unternehmen und der Bereitschaft, sich für dieses zu engagieren.
Unternehmen sind gut beraten, solche Plattformen in Ergänzung oder Ablösung zu bestehenden Intranets einzuführen. Dabei ist der Befähigung der Mitarbeitenden und der Vorbildfunktion des Managements grosse Aufmerksamkeit zu schenken, um die wertvolle betriebswirtschaftliche Ressource des Mitarbeiterengagements voll ausschöpfen zu können.