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Emil Coué (1857-1926) war Apotheker in der französischen Stadt Nancy. Durch gezielte Beobachtungen stellte er fest, dass jene Medikamente, die er seinen Kunden mit gutem Zuspruch abgab, viel besser wirkten.
Coué selbst wusste zwar schon früh, dass er Chemie studieren wollte, doch fehlten ihm die finanziellen Mittel dazu. Ein Apotheker in Nancy, der um diesen tiefen Wunsch wusste, fragte Coué, ob er bei ihm arbeiten wolle, denn da komme er auch mit Chemie in Berührung. Coué ging darauf ein. Daraufhin folgten zuerst jedoch harte Jahre, die er zum grössten Teil mit Flaschenputzen und als Laufbursche verbrachte.
Als er später in Paris studierte, musste jener Apotheker in Nancy aufgrund von Cou-és Ausfall nun drei Personen einstellen. Daher machte ihm sein früherer Patron aus Nancy das Angebot, seine Apotheke zu übernehmen. So machte er seine eigenen Erfahrungen, die ihn veranlasste, noch Psychologie zu studieren und später gründete er die neue Schule von Nancy. Durch die ganze Zeit unterstützte Coué seine Gattin, damit er seine Pläne verwirklichen konnte.
Coués innere Ausrichtung, Beharrlichkeit und sein Durchhaltevermögen führten ihn zum Erfolg und schliesslich zur Wiederentdeckung jener Lebensgesetze, die er dank seinem persönlichen Lebensweg sowie durch genaue Beobachtung gezielt ausarbei-tete und einfach und verständlich formulierte.
Coué war ein Praktiker, der es zudem verstand, die Menschen von seiner Methode zu überzeugen. Mit der Zeit hielt er in ganz Europa und vereinzelt auch in Amerika Vorträge bis fast zu seinem Tode. Seine beliebte Methode lebt dank dem aktiven Coué-Verein im Bewusstsein vieler Menschen weiter.