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Nieren- und Harnleitersteine können die Urinausscheidung behindern und dadurch Nierenkoliken, sichtbare Blutungen im Urin, eine Behinderung des Urinabflusses (Harnstau), Infektionen mit Blutvergiftung und in letzter Konsequenz den kompletten Funktionsverlust der Niere verursachen.
Zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen kommen inzwischen viele verschiedene Methoden zur Anwendung und die Medizin hat gerade im Bereich der Behandlung von diesen Steinen große Entwicklungen gemacht. Die Behandlungsart der Steine richtet sich aber auch nach deren Lage, ihrer Größe sowie den Beschwerden, die sie verursachen. Eine akute Nierenkolik wird mit schmerz- und krampflösenden Medikamenten in hoher Dosis behandelt. Kleine Steine, die eine Größe von fünf Millimetern nicht überschreiten, kann man durch viel Trinken ausspülen. Bei grösseren Steinen ist eine chirurgische Behandlung notwendig.
Bis vor kurzer Zeit wurde die Stosswellen-Lithotripsie mit der Steinzertrümmerungsmaschine, kurz ESWL genannt, angewendet, um die Steine durch Stosswellen zu zerkleinern und das Ausscheiden der Bruchstücke zu erwirken. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Bruchstücke über den dünnen Harnleiter ausgeschieden werden müssen, was längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Die Laserbehandlung der Nierensteine stellt eine relativ neue Behandlungsform dar, die unter Nutzung von flexiblen, dünnen Lichtfasern durchgeführt wird. Die Laserfaser wird mittels eines endoskopischen Eingriffs durch Harnröhre, Harnblase und schliesslich Harnleiter bis kurz vor dem Nieren- oder Harnleiterstein, den es zu zertrümmern gilt, eingeführt. Mit Laserstrahlen erfolgt nun eine relativ kurzfristige Verdampfung der Oberfläche des Nierensteins und schon nach einigen Laserschüssen ist der Stein zerkleinert. Die kleinen Steinfragmente werden mittels eines kleinen Körbchens entfernt, so dass die Patienten das Spital nach 1 bis 2 Tagen verlassen können, in den meisten Fällen steinfrei.
Für den Erfolg der Behandlung und einen schnellen Ablauf der Therapie sind ein modernes Instrumentarium mit feinen Optiken und ein modernes Holmiumlasergerät notwendig.Diese Geräteschaft steht uns in der Privatklinik Bethanien zur Verfügung, so dass eine schnelle wirkungsvolle Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen möglich ist, auch in einer Notfallsituation.