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Der ausgewiesene Wert liegt über den Schätzungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 109 und 111 Punkten prognostiziert.
Der hohe Stand des Barometers ist laut Mitteilung hauptsächlich auf die positiven Entwicklungen der Indikatoren im Bankensektor zurückzuführen, die sich im Monat davor weniger gut entwickelt hätten. Weitere positive Beiträge seien vom Exportsektor und zu einem geringeren Anteil von den Indikatoren aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Konsum sowie dem Gastgewerbe gekommen. Die Indikatoren für das Baugewerbe signalisierten hingegen eine Rückwärtstendenz.
Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes gab es laut KOF unterschiedliche Entwicklungen. Die Textil- und die Holzverarbeitungsbranchen zeigten einen klaren Aufwärtstrend. Auf der anderen Seite hätten sich die Aussichten für den Maschinenbau sowie die Elektroindustrie klar verschlechtert. Die Nahrungsmittelindustrie zeige ebenfalls einen negativen Trend, während die Papier- und die Metallbranche sich seitwärts entwickelten. Die Architektur- und Ingenieurfirmen wiesen eine mehr oder weniger stabile Entwicklung im Dezember auf.
Im Produzierenden Gewerbe bewegen sich die Indikatoren für Vorprodukte aufwärts. Das Auftragsvolumen sowie die Produktion haben sich laut KOF im Dezember verlangsamt, während sich die Indikatoren für die generelle Lage, die Exportnachfrage sowie für die Wettbewerbs- und Kapazitätsentwicklung seitlich entwickelten.
Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus 273 Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.
ra/uh
(AWP)