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Der Bach des
letztern geht im Ganzen mit dem Seebach parallel. 3,8 km lang, etwa 235‰ Gefälle.
Bildet in der obern Hälfte die Grenze
zwischen den Gemeinden
Schiers und
Luzein, während die weiter unten zu beiden
Seiten gelegenen idyllischen und obstreichen
Weiler Vorder und Mittel
Lunden noch zu
Schiers gehören.
Bis etwa über die Mitte des Thälchens reicht
Buchen- und Tannenwald hinauf.
(Kt. St. Gallen,
Bez. Sargans).
2200-485 m. Bach auf der NO.-Abdachung der
Grauen Hörner. Er nimmt seinen
Ursprung in dem kleinen
Wangserseeli
am W.-Fuss des
Tagweidlikopf, fliesst in n. Richtung zunächst über die Terrasse der
Laufböden und stürzt
sich dann über eine Felsstufe in den zirkusförmigen
Hintergrund des
Thals von
Valeisalp, wo er durch viele kleine Zuflüsse
verstärkt wird. Er durchfliesst nun in nö. Richtung das tief eingeschnittene, bewaldete Thal, das sich weiter unten zu
einer schluchtartigen Rinne verengert, und betritt heim DorfeVilters die Rheinebene. Er durchschneidet
dieselbe in kanalisiertem
Bett in n. Richtung bis zum Eisenbahndamm der Linie
Sargans-Trübbach, folgt dann diesem Damme in
nö. Richtung und vereinigt sich 2 km nö. der Station
Sargans mit dem Kanal der
Sar, der bei
Trübbach von links in den
Rhein
mündet. Der Seebach hat von seiner Quelle bis zur Einmündung in die
Sar eine Länge von 9 km.
(Kt. Solothurn
und Basel Land).
910-320 m. Rechtsseitiger Zufluss zur
Birs. Entspringt s.
Bretzwil, fliesst gegen N., bildet oberhalb
Seewen den kleinen Baslerweier oder Seewenersee, biegt im Dorf
Seewen gegen W. um und mündet nach 11 km
langem
Lauf ö.
Grellingen. Der Seebach bildete einst bei
Seewen einen beträchtlichen
See, den der hier wohnende
Schmid Thomann
im Jahr 1488 trocken zu legen begann, nachdem ihm von der Regierung die Hälfte des Fischertrages desselben als Entgelt bewilligt
worden war. Da aber diese Arbeit nicht zu Ende geführt wurde, ordnete der Staat Solothurn
im Jahr 1569 eine neue
Trockenlegung an, die aber ebenfalls nur teilweise gelang. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts legte man einen 100 Toisen
langen
¶
mehr
Tunnel (das sog. Seeloch) an, durch den heute das Wasser des Seebaches direkt der Birs zufliesst und der Umfang des Sees beträchtlich
vermindert worden ist.
(Kt. Thurgau,
Bez. Steckborn).
622-590 m. Bach; entspringt bei Steinegg, durchfliesst in der Thur parallelem, aber von W. nach O. gerichtetem
Lauf das Dorf Nussbaumen, sowie den Nussbaumer- und Hüttwilersee, wendet sich bei Ochsenfurt nach S. und
durchbricht das ihn von der Thur trennende Hügelland, um nach 8,5 km langem Lauf unterhalb Ochsenfurt von rechts in die Thur
zu münden. Mit der schon seit langer Zeit durchgeführten Korrektion des Seebaches ist der Spiegel des
Hüttwilersees tiefer gelegt worden. Der Bach treibt zwei Mühlen.
Ein grosser Teil der Bewohner findet in den Fabriken von Oerlikon Beschäftigung. Bei Eggbühl grosse Kiesgruben in den Glazialablagerungen
der zweiten Eiszeit. Grabhügel aus der Hallstattperiode im Jungholz und im Bühl. Einzelfunde aus der Römerzeit. In Seebach
waren Frau- und Grossmünster zu Zürich
begütert und besass auch das Kloster Wettingen gewisse Gefälle. 1428 kam
das Dorf an Zürich,
das es seiner Obervogtei Schwamendingen und Dübendorf angliederte.
Den Zehnten besass das Fraumünster. Ein Teil der Gemeinde war anfänglich nach Kloten, der andere nach Rümlang kirchgenössig. 1664 bewilligte
das Grossmünster den Bau einer eigenen Kirche zu Seebach. Mit Affoltern beiHöngg war Seebach jetzt eine
Filiale des Grossmünsters, dem die Kollatur zustand. Seit 1683 predigte der Pfarrer von Seebach auch in der neuen Kirche
zu Affoltern,
das erst 1703 von ersterm kirchlich vollständig getrennt wurde. 1863 ward dann die Filiale Seebach zur selbständigen
Pfarrei. 1798 und 1799 hatte der Ort unter den Schrecken des Krieges stark zu leiden.