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Rund ums Thema Social Media gibt es zum Glück nur wenige Wissenschaftler, welche man kennen sollte. Folgende Liste stellt die wichtigsten Forscher vor:
Jede Person ist von jeder anderen Person durchschnittlich durch sechs Personen getrennt bzw., andersherum formuliert, über durchschnittlich sechs Personen kann jede andere Person erreicht werden.
Leonhard Euler – Graphentheorie
Netzwerke lassen sich in der 1736 von Leonhard Euler entwickelten Graphentheorie mit Hilfe von Knoten und Verbindungen darstellen. Die wichtigsten Netzwerkformen sind Mesh Networks (alle Knoten mit mind. 2 anderen Knoten verbunden), Linear Networs (Knoten hat höchstens zwei Verbindungen), Tree Networks (gehen von einem Knoten (Verteiler) aus) und Hub-and-Spoke Networks (verbinden viele periphere Knoten mit einem zentralen Knoten (Hub)).
Albert Laszlo Barabasi – Skalenfreie Netzwerke
In der Realität sind Netzwerke nicht zufällig. Sie sind skalenfrei und folgen einer sogenannten Power-Law-Verteilung. D.h., die meisten Knoten sind bescheiden vernetzt, einige wenige dagegen sind extrem gut vernetzt. Diese wenigen sehr gut vernetzten Knoten sind charakteristisch für skalenfreie Netzwerke und werden Hubs oder Connectors genannt.
Robin Dunbar – Dunbar’s Law oder Dunbar-Zahl
Der Anthropologe und Gehirnforscher Robin Dunbar stellte nach ausführlichen Studien fest, dass Menschen mit 150 Personen stabile soziale Beziehungen aufrecht erhalten können. Nach Dunbar’s Law zerfällt bei einer Gruppe, die 150 Personen übersteigt, die Gruppenkohäsion.
Mark Granovetter – Strong und weak ties
Im Jahr 1972 veröffentlicht Mark Granovetter seine bekannteste Studie „Getting a job“. Er analysiert dabei, wie und vor allem durch welche Beziehungen Individuen einen neuen Job finden. Aus den Ergebnissen folgert er, dass vor allem lose Bekanntschaften Job vermitteln, in dem sie eine Brücke in fremde Soziotope bilden. Er unterscheidet zwischen netzwerkstarken Beziehungen (strong ties) und netzwerkschwachen Beziehungen (weak ties). Akteure mit starken Verbindungen tendieren dazu, ähnliche Ideen und Ansichten zu teilen (bonding). Netzwerkschwache Beziehungen sind vor allem wichtig, um in neue Netzwerke vorzudringen und können beispielsweise bei der Jobsuche zentral sein (bridging).
Roland Burt – Strukturelle Löcher
Roland Burt liefert eine Erklärung für die Stärke schwacher Beziehungen. Er bezeichnet die fehlenden Verbindungen zwischen zwei Netzwerken als strukturelle Löcher. Individuen, die solche Lücken schliessen, sind Informationsbroker und können diese Position ausbeuten. Oft bestehen zu Brokern nur schwache Beziehungen, da diese bewusst den losen Kontakt zu vielen Personen aufrechterhalten, um dann aus einem „Gefallen“ einen Vorteil für sich zu ziehen.
Chris Anderson sorgt mit seiner Long-Tail-Theorie, die er 2004 in einem Artikel für Wired zum ersten Mal vorstellte, für Aufsehen in und ausserhalb der Computer- und Medienbranche. Nach seiner Theorie kann ein Anbieter im Internet durch eine grosse Anzahl an Nischenprodukten Gewinn machen. Dieser Effekt trifft insbesondere für den Musik- und Bücherverkauf zu, wo selten verkaufte Titel in einem konventionellen Verkaufsgeschäft zu hohe Kosten verursachen würden.
Gibt es weitere Forscher im Bereich Social Media, welche man unbedingt kennen muss?