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Ein Meisterwerk des deutschstämmigen Expressionisten Lyonel Feininger (1871-1956), "Hafen von Swinemünde", hat bei einer Auktion in Paris einen Rekorderlös erzielt. Ein US-Sammler bot mehr als 5,77 Millionen Euro für das Bild aus dem Jahr 1915.
Dies sei der höchste Preis seit 2009, der bei einer Versteigerung in Frankreich für ein Gemälde gezahlt worden sei, teilte das Auktionshaus Artcurial Briest-Poulain-Tajan mit.
Der Erlös soll an drei gemeinnützige Stiftungen gehen, die Feiningers Werk aus dem Nachlass des 2007 verstorbenen Regisseurs Roger-Jean Spiri erhalten hatten: die Wohltätigkeitsorganisation "Secours populaire" und das Marie Curie-Forschungsinstitut in Frankreich sowie die UN-Stiftung für Aids-Forschung.
Feininger wurde als Sohn eines deutschen Musikerpaares in New York geboren und besass die amerikanische Staatsangehörigkeit. Seine Ausbildung absolvierte er aber vor allem in Deutschland, wo er in den 20er und 30er Jahren bekannt wurde.
Seine Werke waren unter anderem in Ausstellungen der Expressionisten-Gruppe "Der Blaue Reiter" zu sehen. Nach der Verfemung seiner Werke als "Entartete Kunst" verliess Feininger 1937 Deutschland und liess sich in New York nieder, wo er bis an sein Lebensende blieb.
SDA-ATS