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Ein leichter ungewollter Harnverlust kann durch eine Unterspritzung der Harnröhrewand behandelt werden. Hierbei wird unter lokaler Betäubung der Harnröhre eine zähflüssige Kunststoffmasse von innen in die Wand der Harnröhre gespritzt und damit die Abflussbahn eingeengt. Damit kann ein unfreiwilliger Harnverlust verhindert oder zumindest eingedämmt werden. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern hält die Wirkung einer einzelnen Injektionsbehandlung einige Wochen bis Monate an, und muss dann wiederholt werden. Bei einer leichten Inkontinenz und Versagen der medikamentösen Behandlung und des Beckenbodentrainings ist der Versuch einer Harnröhrenunterspritzung lohnenswert, zumal danach folgende Therapieverfahren dadurch nicht behindert oder ausgeschlossen werden.