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«Oh, sind wir hier ein bisschen pummelig?» Es sollen unter anderem diese Worte von Prinz Charles, 71, gewesen sein, die bei seiner Frau Diana, †36, Essstörungen ausgelöst haben. Dies schreibt der Journalist Andrew Morton in seiner Diana-Biografie, die auf Tonbandaufnahmen der Königin der Herzen beruhen soll. Aber auch die Affäre von Charles mit seiner damaligen Dauer-Geliebten und heutigen Frau Herzogin Camilla, 73, soll zum Drama beigetragen haben. Zum Lebensdrama von Prinzessin Diana, das nun auch in der Serie «The Crown» seinen Lauf nimmt.
Ab dem 15. November wird die vierte Staffel auf Netflix verfügbar sein, die sich zu einem grossen Teil um die junge Diana dreht. Klar, dass da die Essstörungen nicht ausgeblendet werden können. «Die Bulimie begann in der Woche, in der wir uns verlobt hatten», werden Dianas Worte in der Biografie wiedergegeben, «und es dauerte beinahe ein Jahrzehnt, um darüber hinwegzukommen».
Hilfe erhielt Diana kaum, auch nicht, als sie an Depressionen erkrankte. So bekam sie zwar Medikamente, vermisste aber das Verständnis der königlichen Familie: «Ich war ‹ein Problem› und sie haben Diana als ‹ein Problem› angesehen. ‹Sie ist anders, sie tut alles, was wir niemals tun würden›», zitiert «Brigitte» aus der Biografie.
Ein beispielloser Schritt
Dargestellt wird Diana in ihren jungen Jahren in «The Crown» von der britischen Schauspielerin Emma Corrin, 24. Und dies offenbar so detailgetreu, dass sich die Macher nun dazu veranlasst sahen, drei der zehn Folgen der vierten Staffel mit einem Warnhinweis zu versehen, wie «The Sun» berichtet. «Die folgende Episode enthält Szenen einer Essstörung, die manche Zuschauer möglicherweise als problematisch empfinden», wird gewarnt.
Das sei ein beispielloser Schritt, so ein TV-Experte gegenüber der britischen Zeitung. Nicht einmal beim Zeigen von Kriegsschauplätzen oder Terroranschlägen gebe es ansonsten eine Warnung. «Es spiegelt wider, wie explizit die Bilder sind und wie sensibel sie damit umgehen.» Es werde aber nicht nur gewarnt, ergänzt eine Netflix-Sprecherin, es würden auch Informationen dazu gegeben, «wo Zuschauer bei Bedarf Hilfe suchen können». Hilfe, um die wohl auch Diana zu Lebzeiten froh gewesen wäre.
Selber betroffen? Hilfe gibt es zum Beispiel bei der Arbeitsgemeinschaft Ess-Störungen AES (www.aes.ch) oder jederzeit bei «Die Dargebotene Hand» unter der Telefonnummer 143.