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Die Schweiz hat ihre Agrarsubventionen zwar abgebaut. Nach wie vor erhalten ihre Bauern aber mehr als jeden zweiten Franken vom Staat. Nur Norwegen und Japan greifen ihren Landwirten noch kräftiger unter die Arme.
In der Periode 2011-13 machten die öffentlichen Beihilfen in der Schweiz 53 Prozent der landwirtschaftlichen Einnahmen aus, wie eine Studie der OECD zeigt. Im Zeitraum 1986-88 hatte dieser Anteil noch 78 Prozent betragen.
Schweiz hat Fortschritte gemacht
Die OECD attestiert der Schweiz zwar Fortschritte beim Abbau von marktverzerrenden Beihilfen und namentlich bei Anpassungen des Systems der Direktzahlungen, wie sie in der neuen Agrarpolitik 2014-17 vorgesehen sind. Das Total der Zuwendungen liege aber nach wie vor um das Dreifache über dem OECD-Schnitt von 18 Prozent.
Insgesamt beliefen sich die staatlichen Zuschüsse für Landwirte im OECD-Raum 2013 auf 194 Milliarden Euro (238 Milliarden Franken). An der Spitze der Subventionsrangliste liegen Norwegen und Japan, wo im Mittel der letzten drei Jahre 57 respektive 52 Prozent der landwirtschaftlichen Einnahmen vom Staat kamen.
20 Prozent Beihilfen im Durchschnitt
Die europäischen Landwirte erhielten im Durchschnitt 20 Prozent Beihilfen, die amerikanischen 7 Prozent. Neuseeland, Australien und Chile sind die Länder, die ihre Bauern am wenigsten subventionieren. Dort machten die Transferleistungen weniger als 3 Prozent der Bruttoagrareinnahmen aus.
(sda/ise/me)