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Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Reinach ein relativ kompaktes Dorf am Wegkreuz der Verbindungen Basel-Aesch und Dornach-Therwil. Ein erster Schritt zur Erweiterung der Siedlung Richtung Norden bildeten eine Reihe miteinander verwandter Häuser an der Landererstrasse, die so genannte «Landhauscolonie». Heute zu beiden Seiten von grösseren Bauten umgeben, ist das Ensemble ein wichtiger Zeuge der Dorfentwicklung. Das besterhaltene Haus ist die Nr. 13 (vgl. Abb.).
Auffällig an den vier bis heute erhaltenen Einzel- und Doppelhäusern sind die hoch aufragenden, geschwungenen Giebel, die über zwei Geschosse reichen. Fenster vom Sockel bis unters Dach sowie Quergiebel, Runderker, Balkone und Loggien lassen Luft, Licht und Sonne ins Haus. Diese Gestaltungsmerkmale sind typisch für den damals weit verbreiteten Heimatstil, der die Schweizer Bautätigkeit von 1896 bis 1914 prägte. Als Teil einer eigentlichen Reformbewegung erhob er Einfachheit, Schönheit und Natur zu seinen Idealen. Der Heimatstil reagierte auf die verstaubte Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und versuchte aufbrechend in die Moderne den Historismus zu überwinden: Statt Stile zu imitieren, sollte aus innerer Funktionalität und Konstruktionswahrheit heraus etwas «Gutes und Schönes» für einen neuen Menschen geschaffen werden. Einheimische Baumaterialien wurden bevorzugt verwendet und alte Handwerkstraditionen gepflegt.
Baujahr: 1911
Architektur: Emil Dettwiler, Basel
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Heimatstilhäuser
AdresseLandererstrasse 1, 3, 5, 7, 13, 4153 Reinach
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz