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Auch wenn der Kanton Genf jedes Jahr tausende Minister und mehrere Dutzend Staatschefs empfängt, erfordert der Besuch des Papstes im Juni besondere Vorbereitungen. Noch ist unklar, ob der heilige Vater eine Messe halten wird.
«Wir arbeiten eng mit dem Sicherheitsdienst des Bundes zusammen», sagte am Freitag Jean-Philippe Brandt, Mediensprecher der Genfer Polizei. Es sei noch zu früh zu sagen, ob Genf Einsatzkräfte aus anderen Kantonen anfordern werde.
«Alles hängt vom Programm des Papstes ab», sagte Brandt. Wenn sich das Oberhaupt der katholischen Kirche einzig zum Ökumenischen Rat der Kirchen in Grand-Saconnex begeben sollte, dann müsse vor allem der Weg dahin gesichert werden.
Für den Fall, dass der Papst eine Messe abhalten will, wären grosse Sicherheitsmassnahmen wie Beton-Blöcke und Sicherheitskontrollen nötig. Schon heute ist klar, dass der grösste Platz in der Stadt Genf - der Plainpalais - nicht für eine Messe genutzt werden könnte.
Zum Zeitpunkt des Papstbesuches am 21. Juni befinde sich auf diesem Platz die Fanzone für die Fussball-Weltmeisterschaft in Russland. Auch bezüglich des Empfangs laufen in Genf die Vorbereitungen.
Grosse Erfahrung
Das Protokoll sieht vor, dass der Papst Franziskus von einer Delegation des Bundesrates sowie dem Präsidenten der Genfer Regierung empfangen wird, sagte Florence Noël, Mediensprecherin des Genfer Präsidialdepartements.
Genf verfügt mit dem Sitz der internationalen Organisationen über eine grosse Erfahrung bei Empfängen. Der Kanton empfängt jedes Jahr 2800 Minister und im Durchschnitt gegen hundert Staatsoberhäupter. (sda)