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Telereader CWR-675EP, hergestellt von Telereader.
Der Telereader CWR-675 ist ein vollautomatischer CW/RTTY-Decoder, der den decodierten Nachrichteninhalt auf dem eingebauten grünleuchtenden oder einem externen Monitor ausgeben kann, in der Version EP ist ein Drucker eingebaut, um die Meldungen auf einem Papierstreifen auszugeben.
Der CW / RTTY - Decoder ist als Komplettsystem mit einem monochromen Monitor und einem Drucker in einem kompakten Metallgehäuse untergebracht, er wird von einer externen Quelle mit 13.8 V DC versorgt.
Das Signal vom Empfänger kann dem Decoder als Audiosignal (vom Line Out - Ausgang des Empfängers) oder als TTL-Pegel zugeführt werden.
Die dekodierten Signalinhalte können auf dem integrierten grünleuchtenden 5„ Monitor betrachtet werden; alternativ kann auch ein Videomonitor über einen Composit - Ausgang direkt angesteuert werden. Der Inhalt kann auf einem Centronics - kompatiblen Drucker ausgegeben werden (aktiviert durch Druck auf die Taste PRINT), bei der Version CWR-675EP ist ein Drucker eingebaut. Mit einem Schiebeschalter auf der Rückseite kann mit einem Schiebeschalter PRINTER SELECT EXT / INT zwischen dem integrierten und einem externen Drucker umgeschaltet werden.
Mit dem POWER-Schalter wird der Decoder eingeschaltet, die POWER LED signalisiert die korrekte Spannungsversorgung. Mit dem Regler BRIGHT wird die Monitorlautstärke reguliert, VOLUME regelt die Lautstärke des Monitorlautsprechers.
Mit Tastendruck auf die rote Taste CW/RTTY können die Betriebsarten gewählt werden, CW zum Dekodieren von Morseausstrahlungen, RTTY zum Dekodieren von Funkfernschreib-Aussendungen, die zweite rote TASTE BAUDOT / ASCII schaltet zwischen Funkfernschreibbetrieb mit Dekodierung von Signalen im ASCII-Code um (wurden nur sehr selten im Funkfernschreibbetrieb eingesetzt).
Im CW-Mode zum Dekodieren von Morseaussendungen wird ein Signal mit 800 Hz Tonhöhe gefiltert und ausgewertet, der Decoder kann automatisch Geschwindigkeiten zwischen 20 - 250 ZpM dekodieren.
Zum RTTY-Empfang müssen die roten Tasten auf RTTY und BAUDOT stehen, um Funkfernschreibsendungen zu dekodieren. Mit der weissen Taste HIGH/LOW kann zwischen den tiefen Tönen (Mark 1275 Hz) und den früher in den USA üblichen hohen Tönen (Mark 2125 Hz) umgeschaltet werden.
Mit den grauen Tasten SHIFT wird die Differenz zwischen den Tönen für Mark und Space eingestellt, wählbar sind 170 Hz (Amateurfunk-RTTY), 425 Hz (kommerzielle Aussendungen) und 850 Hz (militärische Sendungen der NATO); mit dem FINE-Regler kann die Shift genau eingestellt werden, dies geschieht am einfachsten mit einem Oszilloskop zum Abstimmkontrolle.
Von Bedeutung ist die Wahl der Geschwindigkeit, die (im Gegensatz zu den Decodern von Pocom mit automatischer Geschwindigkeitserkennung) manuell mit den blauen Tasten BAUD erfolgen muss. Gewählt werden können 45 Bd (Funkamateure) - 50 Bd (kommerzielle Aussendungen) - 57 - 75 Bd (vereinzelte kommerzielle Aussendungen) - 110 - 300 Bd. Mit REV wird von normaler auf inverse Polarität gewechselt.
Zur Abstimmung eines RTTY-Signals wird die Shift grob vorgewählt. Auf das Signal wird nun abgestimmt, dass die MARK-LED aufleuchtet. Mit dem FINE Regler wird nun die Shift so eingestellt, dass beide LEDs abwechslungsweise aufleuchten; wenn dies nicht der Fall ist, stimmt möglicherweise die grobe Vorwahl der Shift nicht. Viel einfacher wird die Abstimmung bei Anschluss eines Oszilloskops an die entsprechenden Cinch-Buchsen auf der Geräterückseite. Die Mark- und Space-Signale werden auf dem Bildschirm als „Abstimmkreuz“ angezeigt, die Abstimmung stimmt, wenn die zwei Ellipsen zu zwei rechtwinklig aufeinanderstehenden Strichen werden.
Wenn nun die Geschwindigkeit richtig gewählt ist, sollte auf dem Bildschirm korrekt decodierter Text erscheinen; andernfalls muss die Polarität mit REVerse gewechselt werden.
Werden nur Zahlen ausgegeben, kann mit der U.O.S. (Unshift on Space) vom Zahlen- (FIG) in den Buchstabenmodus (LTR) des Baudot-Code gewechselt werden, nach Empfang eines Leerschlags (Shift) wird automatisch auf die Buchstabenebene gewechselt (der Inhalt wird natürlich falsch ausgegeben, wenn die Station verschlüsselte Wettermeldungen oder andere Fünfergruppen ausgeben sollte).
Da vor allem die Geschwindigkeits- und Phasenlage schwierig sind, lohnt sich das Abhören sicher decodierbarer Stationen, um den Klang von Aussendungen mit unterschiedlichen Shifts und Geschwindigkeiten ins Ohr zu bekommen; am einfachsten erfolgt die Abstimmung im Moment der ryryryry-Schlaufe, die wie ein Pausenzeichen vor der Aussendung ausgestrahlt wird.
Über wie weiteren Möglichkeiten, die Funktionen des Morse-Übungsgenerators, etc. informiert die Bedienungsanleitung.
Das Gerät ist halbleiterbestückt.