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Wir von den Maroons wünschen einen guten (nicht allzu harten) Rutsch ins neue Jahr und hoffen auf ein erfolgreiches Jahr(zehnt)!
Gleichzeitig blicken wir auf ein Jahrzehnt zurück, das emotional kaum unterschiedlicher hätte sein können.
Zum Positiven in den letzen 10 Jahren gehört sicherlich der Gewinn des Schweizer Cups im Jahr 2001, sowie der Aufstieg in die Challenge League 2005 (wobei man diesen Erfolg aus zwei Blickwinkeln betrachten kann).
Servette setzte sich im Cupfinal in Basel mit 3:0 gegen Yverdon-Sport durch.
Zum Negativen des Jahrzehnts gehört ganz klar der Konkurs im Februar 2005. Der damalige Präsident Marc Roger wurde als „Messias“ empfangen und als „Judas“ davon gejagt. Mittlerweile wurde er zu mehreren Monaten Haft verurteilt.
So titelte der Blick am 4. Februar 2005.
Wenn man von den Spielern spricht, die dieses Jahrzehnt für Servette aufliefen, ist es unumgänglich Spieler wie Martin Petrov, Alexander Frei, Philippe Senderos oder Alexandre Rey zu nennen. Auch an Stefan Wolf, Wilson Oruma, Mohammed Kader, Johann Lonfat oder Sébastien Roth hatten wir unsere Freude.
Mohammed Kader jagt im Spiel
gegenYB (2004) einen Flitzer. Das
Spiel ging übrigens verloren (0:2).
Sympathieträger wie Oscar Londono oder Aleksandar Bratic beendeten ihre Karieren in Genf.
Zudem durften wir auch den grossen Christian Karembeu im Servette-Dress erleben.
Christian Karembeu im UEFA-Cup gegen Ujpest Budapest.
Die Trainer wurden in den letzten 10 Jahren auch oft gewechselt. Ins Jahr 2000 starteten wir mit René Exbrayat. Nach einem halben Jahr folgte Lucien Favre mit dem wir den Cup gewannen. Nach Favre folgten Roberto Morinini, Marco Schällibaum und Adrian Ursea, ehe wir konkurs gingen. In der 1. Liga hiessen die Trainer Diego Sessolo und Jean-Michel Aeby. Letzterer brachte uns zurück in den Profi-Fussball. Nach Aebys Rausschmiss 2008 wurde die Mannschaft kurzzeitig von Michel Sauthier trainiert. Nach dem miserablen Saisonstart und Sauthiers Abgang heuerte Gérard Castella zum zweiten Mal bei Servette an. 2009 musste aber auch Castella dran glauben und wurde durch den bisherigen Junioren-Trainer William Niederhauser ersetzt. Niederhauser machte seinen Job gut, fand aber zu Beginn der aktuellen Saison den Draht zum Team nicht mehr und wurde entlassen. Mit dem Portugiesen João Alves beenden wir nun das Jahrzehnt.
Klare Ansage, Schällibaum sollte Erfolg nach Genf bringen.
Wenn wir schon auf die Trainer zurückblicken, müssen wir auch einen Blick auf die Präsidenten des Klubs werfen. Diese wechselten nämlich fast genau so oft wie die Trainer.
Um die Jahrtausendwende war Servette in den Händen von Christian Hervé und Thierry Gilardi. Michel Coencas, Olivier Maus und Christian Lüscher waren deren Nachfolger. Dann folgte Marc Roger. Nach dem Konkurs übernahm Francisco Viñas das Ruder, gab es aber nach dem verpatzten Saisonstart 2008 an den Iraner Majid Pishyar weiter, der bis heute das Präsidentenamt inne hat.
Marc Roger
Mit dem Bau des neuen Stade de Genève wurde das altehrwürdige Stade des Charmilles als Heimstätte von Servette abgelöst.
Am 8. Dezember 2002, im letzen Spiel auf der Charmilles holte Servette mit einem 4:4 Unentschieden gegen YB den letzten Punkt im alten Stadion.
Das Stadion gleicht mittlerweile einem Schrotthaufen. Die West-Tribüne wurde abgerissen und durch einen Parkplatz ersetzt.
YB war auch der Gegner bei der Eröffnung des Stade de Genève. Am 16. März 2003 trennten sich Servette und die Berner mit 1:1.
Zudem wurden 3 Spiele der Euro 2008 im Stade de Genève ausgetragen.
Das Stade de Genève
Nachdem wir in Erinnerungen schwelgten wenden wir unseren Blick wieder nach vorne und sehen, dass wir als erstes im neuen Jahrzehnt den Klassenerhalt in Angriff nehmen müssen. Wenn wir das geschafft haben, können wir uns mit dem Aufstieg beschäftigen, den Präsident Pishyar vor 2014 erreicht haben will.