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In anderen Fällen seien Zitate aus anderen Arbeiten nur unpräzise ausgezeichnet worden, teilte die private Universidad Panamericana am Montag mit. Die Universität erklärte, sie könne in dem Fall nichts unternehmen, da er zu lange zurückliege. Sie bat die grösste Hochschule des Landes, die Nationale Autonome Universität von Mexiko, um Hilfe im Umgang mit dem «beispiellosen» Vorgang.
Das Gutachten der Universidad Panamericana folgt auf Recherchen der Website «Aristegui Noticias», die in der vergangenen Woche über den Plagiatsverdacht berichtet hatte. Sie warf dem Staatschef vor, bei «mindestens 197 der 682 Absätze» der vor 25 Jahren verfassten Arbeit handle es sich um ein Plagiat.
Das Portal «Aristegui Noticias» wird von der bekannten mexikanischen Journalistin Carmen Aristegui geleitet. Sie hatte 2014 eine Affäre um den Kauf eines Luxushauses durch Peña Nietos Ehefrau Angélica Rivera aufgedeckt - sie erwarb das Anwesen demnach von einer Firma, die auch Staatsaufträge erhielt. Der Kauf wurde schliesslich annulliert.
Der mexikanische Staatschef befindet sich zurzeit in einem Umfragetief, seine Beliebtheitswerte liegen bei nur etwa 23 Prozent. (sda/sac)Publiziert am 30.08.2016 | Aktualisiert am 30.08.2016