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Das Tibialis-anterior-Syndrom ist ein typisches Kompartement-Syndrom, das durch eine Erhöhung des Gewebedrucks in der Extensorenloge am Unterschenkel gekennzeichnet ist. In dieser Muskelloge befinden sich Musculus tibialis anterior, Musculus extensor hallucis longus und Musculus extensor digitorum longus.
Bei einem Tibialis anterior-Syndrom ist die Muskulatur verhärtet und druckempfindlich. Die Patienten klagen über extreme Schmerzen, insbesondere der Dehnungsschmerz. Die aktive Hebung der Zehen ist nicht mehr möglich. Weiterhin kann es zu Lähmungen der Zehen oder des ganzen Fusses und im späteren Stadium zu Zehendeformationen kommen.
- Frakturhämatom
- Muskelödem
- Tumoren
- extreme und ungewohnte Überanstrengung (Langstreckenläufe), vor allem bei
Fersenläufern (starke Aktivität des Grosszehenextensors)
Meist weist der Patient eine Abduktionsstellung des Fusses mit gleichzeitiger Überpronation des Fusses auf. Daher die Einlage medial stützen mit Unterstützung unter M1, um den Fuss nach innen zu führen. Jedoch als Gegenkorrektur leichte Valgisierung der Ferse.
Bereits das Vorgehen zur Sicherung der Diagnose und die therapeutischen Möglichkeiten werden gesondert dargestellt. Wichtig ist es, eine mögliche Ursache herauszufinden und die Therapie individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Betroffenen abzustimmen. Immer ist auch eine Behandlung der möglichen Grunderkrankung erforderlich.
- Eine frühzeitige Therapie ist in jedem Fall sinnvoll. Je länger eine Nervenschädigung anhält, desto schwieriger und langwieriger ist der Heilungsprozess. Deswegen sollten Betroffene schon bei leichten Beschwerden einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen. So können Operationen häufig vermieden werden.