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Das tödliche Unglück im australischen Freizeitpark Dreamworld haben zwei Kinder nur knapp überlebt. «Nach allem, was ich gesehen habe, erscheint es mir wie ein Wunder, dass da überhaupt jemand lebend herauskam», sagte der Vize-Polizeichef des Bundesstaats Queensland.
«Wenn wir für etwas dankbar sein sollten, dann dafür», sagte Vize-Polizeichef Brian Codd am Mittwoch nach der Sichtung von Überwachungsvideos, die den schweren Unfall zeigten. Zwei Frauen und zwei Männer starben, als zwei Flösse zusammenstiessen und eines daraufhin umkippte.
Die vier Erwachsenen wurden nach Polizeiangaben «in der Maschinerie eingeklemmt». Codd sprach von einem «absolut traumatischen» Erlebnis für die beiden Kinder. Verwandte kümmerten sich nun um sie. Medienberichten zufolge war die Mutter des zehnjährigen Jungen und seiner zwei Jahre älteren Schwester unter den vier Todesopfern des Unfalls auf der Wildwasserbahn.
Bei zwei Todesopfern handelt es sich um Geschwister im Alter von 32 und 35 Jahren aus der Hauptstadt Canberra, wie ihre Mutter der in Brisbane erscheinenden Zeitung «Courier-Mail» sagte. «Ich habe zwei meiner drei Kinder verloren, meine ganze Familie wurde ausgelöscht», sagte die Mutter, die mit ihren Kindern Ferien an der bei Touristen beliebten Goldküste machte.
Technische Probleme
Während Menschen vor dem geschlossenen Vergnügungspark im Gedenken an die Opfer Blumen niederlegten, rückte die Unfallursache mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Nach Angaben von Rettungssanitätern war bei der Wildwasserbahn eine technische Störung aufgetreten. Ermittler transportierten die Boote für Untersuchungen ab.
Die Zeitung «The Australian» berichtete, bereits in den Stunden vor dem Unglück habe es eine Reihe technischer Probleme gegeben. Ein Vertreter der Australian Workers Union sagte dem Sender ABC, seine Gewerkschaft habe schon im vergangenen Jahr Kritik an Betrieb und Wartungsarbeiten einiger Fahrgeschäfte von Dreamworld geäussert - allerdings war von der Wildwasserbahn damals nicht die Rede.
Die Regierungschefin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, rief zur Solidarität mit der wirtschaftlich wichtigen Region auf. «Die Goldküste ist sicher», sagte Palaszczuk dem Sender Seven Network. «Bitte ändern Sie nicht Ihre Ferienpläne. Bitte zeigen Sie weiter Ihre Unterstützung. Wir werden die Sache aufklären.» (sda/afp)