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«Ja zur tierversuchsfreien Zukunft»
Art. 80 Abs. 2bis
2bis Tierversuche sind verboten. Davon ausgenommen sind Massnahmen, welche im Interesse des betroffenen Tieres vorgenommen werden müssen. Verboten sind auch das Halten und das Züchten von Tieren für Tierversuche sowie der Handel mit Tieren für Tierversuche.
Art. 197 Ziff. 15
15. Übergangsbestimmungen zu Art. 80 Abs. 2bis (Tierversuchsverbot)
Alle Tierversuche für Grundlagenforschung sowie für Bildung und Ausbildung und alle Tierversuche mit Schweregrad 3 sind ab Annahme von Artikel 80 Absatz 2bis durch Volk und Stände verboten. Alle weiteren Tierversuche sind spätestens 7 Jahre nach Annahme von Artikel 80 Absatz 2bis verboten.
1) Tierversuche sind ethisch nicht vertretbar
Es gibt in der Ethik einen Schlüsselsatz, der bei Tierversuchen einfach umgekehrt wird: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg halt einem anderen zu.
Tiere sind fühlende und empfindsame Lebewesen, welche genauso wie wir, Schmerzen und Angst empfinden können und nicht leiden wollen. Die intelligenten und leidensfähigen Tiere werden im Tierversuch zu unserem Zweck misshandelt, gefoltert und getötet. Gesamthaft leiden und sterben in der Schweiz pro Jahr um die 600'000 Tiere in Versuchslaboren. Sie werden vergiftet, mit Krankheiten infiziert, verstümmelt, verbrannt, enormen psychischen Stress ausgesetzt, mit Nahrungs-, Wasser oder Schlafentzug gequält oder zwangsernährt. Alle 50 Sekunden stirbt ein Tier in einem Schweizer Tierversuchslabor. Nicht mitgezählt sind die sogenannten «Überschusstiere“, welche die Anzahl der „verbrauchten“ Tiere auf über eine Million ansteigen lassen. Diesen Tieren werden für Versuche Gendefekte angezüchtet (beispielsweise Krebsleiden) um entsprechende Medikamente zu testen. Tiere welche den gewünschten Defekt nicht oder ungenügend aufweisen, werden entsorgt.
Folter und Mord ist niemals zu rechtfertigen– egal um welche Spezies es sich handelt!
2) Tierversuche hemmen den medizinischen Fortschritt
In Tierversuchen fällt etwa ein Drittel der experimentellen Medikamente durch, da diese für den Menschen als nicht wirksam oder als zu gefährlich eingestuft werden. Aufgrund der mangelnden Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen, sind diese Ergebnisse irreführend. Viele wertvolle Substanzen gehen verloren, da sie frühzeitig aussortiert werden aufgrund des gescheiterten Tierversuchs. Diese im Tierversuch aussortierten Substanzen geraten in Vergessenheit und deren Wirkung ist für die Forschung uninteressant. Die Entdeckung und Entwicklung von hochwirksamen Arzneimitteln wird somit stark gehemmt und wichtige Medikamente den Menschen vorenthalten.
Bedeutende Medikamente, darunter z.B. Paracetamol, Aspirin und Penicillin, wären mit dem heutigen Standard, dass alle potentiellen Medikamente durch Tierversuche erprobt werden müssen, gar nicht erst auf den Markt gekommen. Einige Beispiele:
- Paracetamol wirkt beim Menschen fiebersenkend und schmerzstillend, während es für Katzen giftig ist und bei Nagetieren Krebs verursacht.
- Aspirin ist für Katzen hochgiftig und kann zudem bei Hunden, Affen, Mäusen und Ratten schwere Missbildungen bei Nachkommen verursachen. Dies ist wiederum beim Menschen nicht der Fall.
- Penicillin (das erste entdeckte Antibiotikum) ist tödlich für Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen.
3) Tierversuche gaukeln eine falsche Sicherheit vor
Von den Medikamenten, welche beim Tierversuch als wirksam eingestuft wurden, scheitern bis zu 95 % im klinischen Test am Menschen. Von den verbleibenden 5 %, welche dann als zugelassene Arzneimittel auf den Markt kommen, müssen 20-50 % entweder aufgrund zu starker und schwerwiegender Nebenwirkungen vom Markt genommen werden oder mit Warnhinweisen versehen werden.
In Deutschland sterben jährlich bis zu 58'000 Menschen an Medikamentennebenwirkungen, in den USA ist es mit jährlich über 100'000 Todesfällen die fünfthäufigste Todesursache. In der Schweiz werden die Zahlen leider nicht veröffentlicht, Experten gehen jedoch davon aus, dass das Verhältnis in der Schweiz ähnlich ist. Diese Zahlen sind durchaus auf die hohe Unzuverlässigkeit der Tierversuche zurückzuführen und ließen sich durch tierversuchsfreie, und damit sichere und zuverlässige Forschung, senken.
4) Übertragbarkeit und Reproduzierbarkeit
Ergebnisse aus Tierversuchen können weder auf andere Tierarten, noch auf Menschen übertragen werden. Jedes Lebewesen reagiert unterschiedlich auf Medikamente, da verschiedenste Einflussfaktoren eine Rolle spielen wie Alter, Geschlecht, Ernährung, Tagesform, Emotionen und die Vorliebe bzw. Abneigung gegenüber der Betreuer*in. Die dadurch entstandenen wechselnden Resultate sind weder reproduzierbar noch sind sie geeignet um sie danach auf eine andere Spezies zu übertragen.
Mit über 100 gesichteten und gesammelten Studien der Metaforschung, lässt sich beweisen, dass Tierversuche als Forschungsmethode sehr schlecht abschneiden.
Wenn nun Tierversuchsexperimentierende klagen, der medizinische Fortschritte leide, wenn es keine Tierversuche gibt, dann lügen sie entweder bewusst um ihren Job zu retten. Oder, sie meinen das wirklich. Aber bitte beachtet: Forschende, die mit Tierversuchen arbeiten und hier betonen, wie wichtig Tierversuche sind, sind gar keine ExpertInnen für Tierversuche. Sie wenden solche nur an. Computer-Anwendende sind auch keine ComputerspezialistInnen. Essende sind auch keine ErnährungsspezialistInnen usw. TierversuchsspezielistInnen sind nur jene Forschende, die die Wirkung der Tierversuche erforschen indem sie eine repräsentative Zahl davon untersuchen. Ich habe unzählige davon gelesen. Und deren Datenlage ist klar: Das Hauptargument der Befürwortenden ist nicht nur falsch, sondern das Gegenteil ist wahr: TIERVERSUCHE HEMMEN DEN MEDIZINISCHEN FORTSCHRITT. Wir wären viel weiter, hätten wir nie drauf gesetzt. Als Mediziner, als Sammelnder von Studien über Tierversuche und als jemand, der im Gegensatz zu den Befürwortenden keinen Rappen verdient mit seiner Meinung, kann ich ganz klar sagen: WENN IHR FORTSCHRITT WOLLT, SCHAFFT DIESE VERALTETE FORSCHUNSMETHODE SOFORT AB!! UND LASST JÄHRLICH ÜBER 100 MILLIONEN VERSUCHSTIERE ENDLICH EINFACH IN RUHE!»
Es kann kein ernsthafter Zweifel daran bestehen, dass Tierversuche ein moralisches Verbrechen darstellen. Ich stimme daher Mahatma Gandhi zu:
«Die Vivisektion (Tierversuch) ist das schwärzeste aller schwarzen Verbrechen, deren der Mensch sich heute schuldig macht.»
Je mehr ich über die Nutzlosigkeit von Tierversuchen erfuhr, desto mehr stellte sich mir die Frage, warum man diesen tierquälerischen Schwachsinn überhaupt macht. Denn etwa 99 % der Ergebnisse aus Tierversuchen führen entweder zu nichts oder sogar in die Irre, weil Tierversuche in der Regel nicht auf den Menschen übertragen werden können. Forscher sind ja in der Regel kluge Menschen, sodass ich mir zuerst nicht erklären konnte, warum sie so einem Schwachsinn machen und dafür auch noch Tiere schwerstens misshandeln. Dann musste ich aber feststellen, dass auch kluge Menschen nicht einmal vor den übelsten Dingen zurückschrecken. Tierversuche werden ganz einfach besonders deshalb gemacht, um die eigene Wissenschaftskarriere zu fördern, Forschungsgelder zu erhalten und / oder den eigenen Arbeitsplatz zu rechtfertigen bzw. zu erhalten. Für die Wissenschaftskarriere ist es bekanntlich am hilfreichsten, möglichst viele „wissenschaftliche“ Artikel in Fachzeitschriften zu veröffentlichen, denn es kommt hier ganz vorwiegend auf die Quantität der Veröffentlichungen und nicht so sehr auf deren Qualität an. Daneben müssen für die Zulassung von Medikamenten Tierversuche gemacht werden, obwohl sie keine Aussagekraft auf die Anwendung beim Menschen haben. Wie ist es sonst zu erklären, dass Nebenwirkungen von Medikamenten zu den häufigen Todesursachen zählen? Ein völlig irres, aus dem Ruder gelaufenen System.
Erinnern Sie sich? – Bis vor etwa 40 Jahren hiess es aus der Forschung, «Tierversuche» würden uns von allen Übeln wie Aids, Krebs, Diabetes, Alzheimer, Parkinson, Querschnittlähmungen und Multipler Sklerose befreien. Dann kam anfangs der 80er Jahre der Begriff «gentechnisch veränderte Tiere», dank welcher schwere Krankheiten geheilt würden. Während der 90er Jahre hiessen die neuen tierexperimentellen Zauberwörter «Gentherapie», «DNS-Impfstoffe» und «Xenotransplantation». Und seit dem Millenniumswechsel tauchen in immer kürzeren Abständen Schlagwörter auf wie «therapeutisches Klonen», «Forschung an embryonalen Stammzellen» – und das Neuste – «crispr gene editing», welche unheilbare Krankheiten bald kurieren würden. Fazit: Bis heute ist keine einzige Krankheit aufgrund dieser auf Tierversuchen basierenden Forschungsgebiete heilbar. Tatsache ist: Die Fixierung auf unzuverlässige, nicht aussagekräftige Tierversuche garantiert, dass menschliche Krankheiten unheilbar bleiben. Doch weder die Forscher, die an Tieren unvermindert weiter experimentieren, noch die Medien, die fast täglich über tierexperimentelle «Erfolge» und «Durchbrüche» berichten, noch die breite Öffentlichkeit, die Tierversuche als ein «notwendiges Übel» grösstenteils befürwortet, haben etwas daraus gelernt. Wir benötigen eine neue Generation von Forschern, die auf Tierversuche verzichten und sich auf eine Humanmedizin im wahrsten Sinne des Wortes konzentrieren. Um echte Fortschritte zur Linderung, Heilung und Vorbeugung menschlicher Krankheiten zu erzielen, müssen Forscher aussagekräftige, auf den Menschen bezogene Methoden anwenden, wie Biochips, Mikrodosierung, Computermodelle, klinische Untersuchungen an Patienten, epidemiologische Studien an Bevölkerungsgruppen, Biopsie- und Autopsie-Untersuchungen, und Experimente mit menschlichen Zell-, Gewebe- und Organkulturen.
«Im Gegensatz zu den Forschern der Pharmaindustrie stehe ich als Arzt jeden Tag am Bett von schwerkranken Menschen und muss gemeinsam mit den Patienten aushalten, dass es keine effektiven Therapien gibt, was unter anderem daran liegt, dass noch immer auf Tierversuche in der Forschung gesetzt wird. Obwohl wir längst wissen, dass diese in keinster Weise auf Menschen übertragbar sind, die Verlässlichkeit liegt gemäss der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA bei unter 4 %. So begehen die Forscher nicht nur Verbrechen an Tieren, sondern zugleich an Menschen, indem sie weiterhin auf die mittelalterliche Forschungsmethode Tierversuche setzen, anstatt innovative Forschung zu betreiben, welche dem Menschen dient.»
«Tierversuche unterscheiden sich nicht von Menschenversuchen.
An einem Tier oder einem Menschen unnötig zu experimentieren, geschieht aus Langeweile oder Verirrung in einen seelenlosen Zustand ohne Mitgefühl.
Resultate aus solchen Forschungen sind unnötig und trotzdem glauben wir an eine falsche Sicherheit, was bedeutet, dass wir nicht mehr in Lebendigkeit und Natürlichkeit fühlen, sondern indoktriniert sind.
Der Mensch ist in seiner Natürlichkeit mit allem verbunden. Wie er über seinen Körper durch unnatürliches Handeln gequält wurde, quält er Lebewesen, da er seine Lebendigkeit im Urwald seiner Gedanken sucht und nie finden wird. Es ist eine Gnade, im menschlichen und tierischen Ausdruck natürlich sein zu können. Mögen wir in unser wahres Selbst aufwachen und wohl sein und Wohlbefinden verbreiten.»
«Es gibt Wissenschaftler, die behaupten es brauche möglichst viele Tierversuche, um die neuen Medikamente und andere medizinische Entwicklungen und Fortschritte an Menschen zu testen zu können. Doch Tatsache ist, dass wenn etwas Medizinisches bei Tieren funktioniert, heisst es noch lange nicht, dass es dann auch bei Menschen funktioniert. Aber wenigstens haben wir in den letzten neuen Jahren und mehr wenigstens Fortschritte gemacht, dass die Bedingungen für Tier- und Menschenversuche wenigstens strenger wurden. Wir und ich geben uns jedoch damit noch nicht zufrieden, bis Tier- und Menschenversuche ganz abgeschafft werden.»
«Kognitive Dissonanz
Viele Menschen behaupten, sie seien tierlieb. Dennoch unterstützen sie Tierversuche. Wie ist es möglich, dass Menschen für Tierversuche sind? Einige halten das menschliche Leben für wichtiger als das tierische und rechtfertigen die Experimente damit. Andere blenden aus, dass Tiere auch empfindungsfähige Wesen sind. Sie ignorieren, dass in den Tierversuchen viel Leid verursacht wird. Dieses Vorgehen der Verdrängung wird in der Psychologie kognitive Dissonanz genannt.
Aufklärungsarbeit hilft die Realität zu erkennen und zudem aufzuzeigen, dass Möglichkeiten einer erfolgreicheren Forschung existieren.»
«Wie ist es möglich, dass Menschen fühlenden Tieren im Namen der Forschung Leid antun? Handelt es sich doch bestimmt mehrheitlich um ganz normale und gesunde Menschen. Menschen, die Tiere lieben und vielleicht sogar eigene Haustiere betreuen. Und doch schaffen sie den Seiltanz, sich auf der einen Seite auf die einen Tiere gefühlsmässig einzulassen, während dem sie auf der andern Seite die Tiere zur Sache machen und ihre Gefühle zu ihnen abtöten.»
«New studies in ethology and biology show that nonhuman animals have complex inner lives, cultures, friendships and even languages. They are individuals with their own perspective on life, and their lives matter most to them. Using animals for experiments is therefore morally wrong. It is also no longer necessary, because alternatives are available, of which the results are more reliable (see for example https://brill.com/view/title/35072). We should instead invest in alternatives – for science and for the animals.»
«Why is there animal testing? Because other animals have less value? People have no right to make that decision. Because they are not sentient and do not feel pain? That is obviously untrue. Just look into their eyes. Or is it because they cannot talk, and cry out? Now we are getting to closer to the truth. People hurt animals because they do not tell their story. Try to imagine how that must feel and tell me it's okay.»
Freie Übersetzung: «Warum gibt es Tierversuche? Weil andere Tiere weniger wert sind? Die Menschen haben kein Recht, das zu entscheiden. – Weil sie keine empfindungsfähigen Lebewesen sind und keinen Schmerz und kein Leid spüren? Schau einfach in ihre Augen. – Oder ist es, weil sie nicht sprechen und nicht schreien können? Nun kommen wir der Wahrheit näher. Menschen verletzen Tiere, weil Tiere ihre Leidensgeschichte nicht erzählen können. – Stell Dir vor, wie sich das anfühlen muss und sage mir, es ist OK.» Malima und Irene
«Zu einer Kuh gehören Hörner, die Schöpfung hat sie ihr gegeben. Dass 90 % von den Kühen in der Schweiz, keine Hörner mehr haben, spricht für sich selbst. Da wird ein Organ, das Kuhhorn abgesägt oder ihre Wurzel ausgebrannt ohne Rücksicht auf die Würde des Tieres. Das ist für mich ein bildliches Parade-Beispiel, Tiere für wirtschaftlich Interessen zu Missbrauchen.
Dazu gehören auch die Tierversuche, die schon längst verboten sein sollten.»