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Flüssigkeitsmangel, Austrocknung
Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) kann insbesondere für sehr kleine Säuglinge gefährlich werden. Informieren Sie daher sofort einen Arzt, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind ausgetrocknet sein könnte. Sie erkennen das an einem trockenen Mund, tief liegende Augen und vor allem eingesunkenen Fontanellen (die elastischen Stellen am Schädel des Kindes). Das Kind ist teilnahmslos und sehr empfindlich, will nicht trinken und hat eine trockene Windel.
Babys, insbesondere Neugeborene, verlieren über ihre Hautoberfläche viel Flüssigkeit, und bei warmer Witterung noch stärker. Falls Sie nicht stillen, können Sie im Hochsommer bei der Zubereitung der Säuglingsnahrung etwas mehr abgekochtes, abgekühltes Wasser beimischen.
Babys, die Durchfall haben, müssen reichlich Flüssigkeit bekommen, d.h. Muttermilch, Wasser, Tee oder eine mit Milchpulver hergestellte Schoppennahrung. 150 - 200 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht sollte das Kind zu sich nehmen. Geben Sie bitte keine Süssgetränke oder unverdünnten Obstsäfte. Geeignet sind auch spezielle Mischungen, Elektrolytlösungen oder Tabletten aus der Apotheke, die den durch Durchfall verursachten Mangel an Flüssigkeit und Mineralien ausgleichen können. Lassen Sie sich durch Ihren Apotheker/-in beraten.
Ideal und schnell zur Hand ist aber auch mit Traubenzucker gesüsster Schwarztee mit einer Prise Salz (1/2 TL auf 1/2 l Tee), evtl. mit Orangensaft verfeinert. Die bewährte "Drittellösung" besteht aus 1/3 stillem Mineralwasser, 1/3 dünner Schwarztee und 1/3 Orangensaft, dazu 1 EL Traubenzucker und eine Prise Salz.
Auch wenn ein Baby häufig und viel speit, ist ausreichend Flüssigkeit wichtig. Geben Sie ihm öfter kleine Schlucke zu trinken und vermeiden sie so lange feste Nahrung, bis keine Gefahr mehr besteht, dass das Kind sie wieder erbricht. Und informieren Sie Ihren Kinderarzt, Ihre Kinderärztin.
Letzte Aktualisierung : 06.2019, BH