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Der Ausspruch »Freude herrscht!« stammt – das wissen wir natürlich – von Alt-Bundesrat Dr. h. c. Adolf Ogi. Der am 18. Juli 1942 in Kandersteg geborene, mit seinen Eltern und seinem Bruder Rudolf ebenda aufgewachsene Adolf Ogi kann heute seinen 70. Geburtstag feiern.
Nach seiner obligatorischen Schulzeit besuchte Adolf Ogi die Ecole supérieure de commerce in La Neuville, die er nach drei Jahren mit dem Handelsdiplom abschloss. Nachher zog es Ogi nach England, wo er zuerst in London die »Swiss Mercantile School« besuchte und danach in einer Textilfirma in Liverpool ein Praktikum absolvierte. Wieder in die Schweiz zurückgekehrt übernahm der zwanzigjährige Adolf Ogi im Jahr 1962 für zwei Jahre die Leitung des Verkehrsbüros Meiringen, wechselte dann zum Schweizer Skiverband wo er, bevor er 1975 zum Direktor dieses Verbandes gewählt wurde, vorerst als Assistent von Elsa Roth arbeitete. Per 1981 trat Ogi von seiner Funktion im Schweizer Skiverband zurück und wechselte zu Intersport AG in der er den Posten als Generaldirektor übernahm.
Adolf Ogi trat 1978 der Schweizerischen Volkspartei, zu deren Parteipräsident er im Jahr 1984 gewählt wurde, bei. Bereits ein Jahr nach seinem Parteibeitritt wurde Adolf Ogi mit einem sehr guten Ergebnis in den Nationalrat gewählt. Bei den Bundesratswahlen im Jahr 1987 kandidierte Adolf Ogi und wurde von der Vereinigten Bundesversammlung im zweiten Wahlgang mit 132 Stimmen zum Bundesrat als Nachfolger des kürzlich verstorbenen Leon Schlumpf gewählt.
Buchtip: • Adolf Ogi – Aus Sicht der Bundeshausfotografen • Zu seinem Rücktritt als Bundesrat haben die Bundeshausfotografen ihre Archive durchstöbert und eine ganz persönliche Bildauswahl getroffen: Über 100 Mal Ogi, witzige, ernsthafte und einzigartige Dokumente einer aussergewöhnliehen Karriere. Einleitend schildert Kurt Siegenthaler, langjähriger Bundeshausredaktor des Schweizer Fernsehens, einige seiner Begegnungen mit Adolf Ogi.
Buchtip: • Ogi – Macht und Ohnmacht • Helmut Hubacher beschreibt in diesem Buch, wie erfolgreich Adolf Ogi als Verkehrsminister war, das Transitabkommen mit der Europäischen Union aushandelte, die neuen Gotthard- und Lötschbergtunnel aufgleiste, bei der Alpeninitiative abstürzte und in das Militärdepartement wechseln musste. Als Verteidigungsminister hat sich Ogi vom Alleingang verabschiedet und »Sicherheit durch Kooperation« zur neuen Doktrin erklärt. Damit handelte er sich die Feindschaft der eigenen Partei ein.
Am 18. Oktober 2000 gab Adolf Ogi seinen Rücktritt als Bundesrat per Ende Jahr bekannt und wurde vom UNO-Generalsekretär zum Sonderberater für »Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden« ernannt. Nach dem Ausscheiden von Kofi Annan als UNO-Generalsekretär trat Ogi per Ende 2007 von diesen ihm übertragenen Amt zurück.
Sehr geehrter Herr Ogi, zu Ihrem heutigen Geburtstag gratuliere ich Ihnen und wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft zur Bewältigung der Aufgaben in Stiftungs- und Verwaltungsräten. Josef B. Senn
Bild-Quellen:
Bild A: Unbekannt
Bild B: Wikipedia
Bild C: Buchdeckel
Bild D: Buchdeckel
Bild E: Unbekannt