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Bergsteigerexpeditionen
Zu den ersten Bergen, die von Polarforschern bestiegen wurden gehört der Vulkan Mount Erebus (3795m).
Erstbesteigung Mount Vinson 5140m 1966
1966 bestieg eine amerikanische Bergsteigergruppe erstmals den höchsten Berg der Antarktis – den Mount Vinson (5140m). Von dieser Expedition stammt der nachfolgende Brief.
Besteigung Big Ben auf Heard Island 1983/84
ANTEX I 1984
Mit dem Schiff „Cheynes 11“ wurde die Heard-Insel am 5. Februar 1984 erreicht. Der erfolgreiche Aufstieg fand über die „Österreicher-Rippe“ statt. Ein dreizeiliger Stempel • ANTEX 1″ dokumentiert das Unternehmen der Österreicher. Die Expedition hatte das Ziel, die höchste Erhebung der zum Australischen Antarktischen Territorium gehörenden Heard-Insel, den 2745 m hohen Big Ben, von der Nordwestseite zu besteigen. Sie bestand aus den Alpinisten Klausbruckner, Dr.Walter Flor, Werner Hölzl und Leopold Krenn sowie dem Australier Peter Hardie und stand unter dem Patronat des ehemaligen Finanzministers Dr.Hannes Androsch (SPÖ). Am 28.12.82 verliess sie Wien mit einem Linienflugzeug und begab sich über Bangkok, Sydney und Melbourne nach Hobart. Dort schloss sie sich einer aus 6 Wissenschaftlern, 5 Amateurfunkern und 2 Kameraleuten bestehenden internationalen Gruppe an und verliess mit ihr am 4.1.83 an Bord des 1947 gebauten ehemaligen Walfängers „Cheynes 11“ unter Kapitän Laurin Mac Ewan den tasmanischen Hafen (Abb.2). Nach einigen Umständen erreichte das Schiff (8 Mann Besatzung) Uber Albany (Westaustralien) und die Kerguelen am 5.2. schliesslich die Insel, wo die ANTEX-Mitglieder in der Atlas Cove an Land gingen. Die Oesterreicher begaben sich mit einem Boot zu der etwa 6 km östlich gelegenen Mechani Bay, um von dort aus Big Ben in Angriff zu nehmen. Am 6.1. begann der Aufstieg, an dem Dr.Flor nicht teilnahm, da er von Atlas Cove die Funkverbindung aufrechterhielt. Drei Tage später erreichten die Alpinisten eine Höhe von etwa 1840 m – an dem selben Tage, als die mit der „Anaconda II“ angelandeten australischen Alpinisten von einer anderen Seite aus den Gipfel bezwangen. Kurz darauf machte Tauwetter den weiteren Aufstieg zu einem lebensgefährlichen Unternehmen, so dass die Österreicher – zudem eilends zum Schiff zurlickgerufen – ihr Vorhaben kurz vor dem Ziel aufgeben mussten. Am 17.2. erreichten sie nach mühevollem Marsch wieder die „Cheynes II“, die sofort ablegte. Die Rückkehr war eine Odyssee: Nach 4 Tagen war der Diesel alle, so dass das Schiff 16 Tage lang mit Notsegel und weitere 7 Tage im Schlepp des Trawlers „Saxon Onwsrd“ fahren musste. Albany wurde endlich am 16.3. wieder erreicht, von wo aus ANTEX 1 die Heimreise antrat.
Antex II II 1985/86
Zwei Jahre später hatte sich die Österreichische Himalayagesellschaft ein noch grösseres Ziel gesteckt. In der Antarktissaison 1985-
86 wollte eine sechsköpfige Bergsteigergruppe unter Bruno Klausbruckner den im Nordviktorialand gelgegenen 4163m hohen Mount Minto besteigen. Sie verliessen am 12. Dezember 1985 Wien. In Hobart auf Tasmanien bestiegen sie das Schiff „Southern Quest“. das sie zum McMurdo Sound bringen sollte. Schon in Reichweite Antarktikas sank das Schiff am 12. Januar 1986 nach einer starken Eispressung. US-Helikopter retteten die Schiffsbrüchigen. Die enttäuschten Österreicher trafen bereits am 18. Januar 1986 wieder in Wien ein.Die Österreichische Himalayagesellschaft wagte 1986-87 einen weiteren Versuch, den Mount Minto zu besteigen. Wieder unter Bruno Klausbruckner reisten am 20. November 1986 vier weitere Teilnehmer von Wien nach Christchurch. Dort wollten die Österreicher die norwegische „Aurora“ zur Überfahrt nach Antarktika nutzen. Doch das Schiff sass zuerst im Eis fest und musste dann eine norwegische Expedition zur Peter I-Insel bringen. Weder die „Finnpolaris“ noch die „Greenpeace“ nahmen die Bergsteiger mit nach Antarktika. Die Österreicher mussten wieder die Heimreise antreten.
Mount Vinson
Die nachfolgenden Beispiele zeigen alle die Besteigung des Mount Vinson – der höchste Berg der Antarktis.
Flug von Punta Arenas über die chilenische Station Edouardo Frei nach Patriot Hills. Von dort Aufstieg zum Vinson Massiv – organisiert durch ein Reiseunternehmen
Flug von Punta Arenas über die chilenische Station Edouardo Frei nach Patriot Hills. Von dort Aufstieg zum Vinson Massiv – organisiert durch ein Reiseunternehmen
Im Dezember 1986 bestiegen gleich 2 Bergsteigergruppen den Mount Vinson : Dr. Gerhard Schmatz (Deutschland) mit Stefan Wörner (Schweiz) und Reinhold Messner (Italien) mit Oswald Oelz (Schweiz). Beide Expeditionen wurden mit einer Twin Otter des Piloten Giles Kershaw von Punta Arenas üner Teniente Marsh (King George Island) und Carvajal (Adelaide Island) zum Ellsworth Gebirge geflogen.
Die Erstbesteigung aller höchsten Berge eines jeden Kontinents gelang erstmals 1986 dem Zweierteam Gerhard Schmatz Deutschland und dem Schweizer Stefan Wörner – einige Tage vor dem Südtiroler Reinhold Messner.
Besteigung aus Anlass „100 Jahre erste belgische Antarktisexpedition“ 1997-98