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Woher kommen die chemischen Elemente von Kohlenstoff und Sauerstoff bis hin zu Eisen und Blei, aus denen unsere Welt und wir selbst bestehen? Ein Kalender stellt nun die Frauen hinter dieser faszinierenden wissenschaftlichen Geschichte vor. Die gedruckte Version des Kalenders 2022 ist bei der SCNAT erhältlich.
Wie William Fowler 1983 bei der Verleihung des Nobelpreises sagte: "Wir alle sind wirklich und buchstäblich ein kleines Stück Sternenstaub". Das liegt daran, dass vieles von dem, woraus wir bestehen, im Inneren von Sternen entstanden ist. Dort, wo hohe Temperaturen und Dichten die Kernfusionsreaktionen hervorrufen, die immer schwerere Elemente erzeugen.
Die Suche nach dem Ursprung der chemischen Elemente umfasst theoretische und experimentelle Kernphysik, beobachtende Astronomie, astrophysikalische Modellierung und kosmologische Theorie. Denn es benötigt Fachwissen sowohl über die Kernreaktionen selbst als auch über die astrophysikalischen Orte, an denen diese Reaktionen stattfinden. Dies wird als Nuklearastrophysik bezeichnet.
Wissenschaftlerinnen haben einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Nuklearastrophysik geleistet. Und zwar in Form von astronomischen Beobachtungen, visuellen und spektroskopischen Identifizierungen, Sternklassifizierungen und -katalogen, Vorhersagen und Entdeckungen von stellaren Objekten, Entwurf und Bau von Instrumenten, theoretischen und experimentellen Entdeckungen von Kernmaterialien, physikalischen Erklärungen, mathematischen Ableitungen und chemischen Interpretationen aller Dinge - galaktisch und darüber hinaus.
Um diese Errungenschaften im kommenden Jahr 2022 zu feiern, werden zwölf herausragende Frauen, die zur Entwicklung der Nuklearastrophysik beigetragen haben, in Form eines Kalenders gewürdigt. Christine Hampton, die den Kalender entworfen hat, erklärt: "Mit diesem Kalender wollen wir Vorbilder präsentieren, um junge Menschen zu ermutigen, die Nuklear-Astrophysik als Berufsweg zu wählen, und um alle über den bedeutenden Einfluss aufzuklären, den Frauen bei der Entwicklung der Nuklear-Astrophysik geleistet haben und weiterhin leisten."
"Dank einer hervorragenden Teamleistung, die von der COST ChETEC Aktion gefördert wurde, haben wir den Kalender in 24 verschiedene Sprachen übersetzt", fügt Maria Lugaro, die Projektkoordinatorin, hinzu: "Auf diese Weise können sich Menschen aus vielen verschiedenen Ländern am Kalender freuen."
Die Hauptsponsoren des Projekts sind die COST ChETEC Aktion (CA16117, chetec.eu, Chemical Elements as Tracers of the Evolution of the Cosmos), das Join Institute for Astrophysics (JINA-CEE) in den USA und das IReNA International Network for Nuclear Astrophysics.
Gedruckte Exemplare des Kalenders 2022 (auf Deutsch oder Französisch) können unter der auf dieser Seite angegebenen Kontaktadresse kostenlos bestellt werden.
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