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Ratings und Informationen zur Nachhaltigkeit von Unternehmen werden weltweit immer relevanter. Wie wir feststellten, gibt es dennoch immer wieder deutliche Unterschiede bei einzelnen Unternehmen innerhalb von ESG-Ratings. Für den umfangreichen Artikel der Handelszeitung zum Thema ESG hat Datahouse einen Vergleich zahlreicher Schweizer Unternehmen in Bezug auf die Nachhaltigkeitsratings durchgeführt.
ESG-Ratingvergleich
Für den Vergleich haben wir die Ränge von rund 80 Schweizer Unternehmen innerhalb der Ratingprovider Refinitiv, Sustainalytics, MSCI und Standard & Poors verwendet. Die Ratingagenturen arbeiten mit verschiedenen Bewertungsskalen. Um solch unterschiedliche Skalen trotzdem statistisch miteinander vergleichen zu können, verwendeten wir nicht die tatsächlichen Ratings der Firmen, sondern die Ränge der Firmen, die sie innerhalb eines Ratingproviders belegen. Somit wurden mögliche inhaltliche Unterschiede der Ratings nicht berücksichtigt. Detaillierte Informationen zu ESG sowie zur Methodik der Analyse finden Sie in unserem vorherigen Blogbeitrag.
Wie deutlich die Unterschiede bei den Bewertungen der einzelnen Ratingprovider sein können, zeigt die obere Grafik in Bezug auf Nestlé. Während Refinitiv die Nachhaltigkeit des Unternehmens sehr hoch einschätzt, fällt die Bewertung durch Sustainalytics ziemlich schlecht aus. Auch bei der TX Group unterscheiden sich die Bewertung von Refinitiv und Sustainalytics deutlich. Liegen die Unternehmenstitel im weissen Bereich, so würde eine hohe Einigkeit unter den Ratinganbietern bestehen. Dies zeigt sich beispielsweise bei den Unternehmen Geberit, Sonova oder Swiss RE, die eine hohe Übereinstimmung bei der Bewertung der beiden Ratingprovider aufweisen.
Gemäss unserer Berechnungen liegt der Korrelationskoeffizient zwischen den Ratings wie folgt:
- Zwischen Refinitiv und Sustainalytics bei 0,42
- Zwischen Refinitiv und MSCI bei 0,50
- Zwischen Refinitiv und Standard & Poor’s bei 0,59
Stützt man sich auf die Einschätzungen von Sustainalytics, so kann man davon ausgehen, dass die Einschätzung mindestens bei einer der weiteren Ratingunternehmen etwa in dieselbe Richtung läuft. In der Praxis ist es etwas komplizierter, wie die Grafik zeigt. Die Ratings der meisten Unternehmen befinden sich nicht auf oder in der Nähe der Diagonalen. ABB ist ein Beispiel dafür, dass es auch einige Unternehmen gibt, die bei mindestens zwei Ratingprovidern gut abschneiden. Darüber hinaus geht der umfangreiche Artikel der Handelszeitung auf spannende Aussagen der Unternehmen im Hinblick auf deren Nachhaltigkeit ein, beschreibt mögliche Gründe für die unterschiedlichen Bewertungen der Ratingprovider und welche Rolle die Kommunikation der Unternehmen dabei spielt. Für den vollständigen Artikel der Handelszeitung klicken Sie auf den unteren Kasten – wir wünschen viel Spass beim Lesen.