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Bereits die faktische Trennung der Ehegatten kann zu einer dramatischen finanziellen Situation führen.
Die Gattin, die ihre Erwerbstätigkeit aufgegeben hatte (z.B. um sich um die Kinder zu kümmern) sieht sich gezwungen, eine bezahlte Arbeit aufzunehmen. Hat sie Anspruch auf eine Arbeitslosenentschädigung? Die Antwort ist: ja (Art. 14 AVIG), sofern die Trennung der Ehe oder die Scheidung nicht mehr als ein Jahr zurückliegt und sie ihren Wohnsitz in der Schweiz hatte.
Sofern die Trennung eine finanzielle Notlage nach sich zieht und Sie dazu zwingt, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen oder Ihren Beschäftigungsgrad zu erhöhen, haben Sie folglich Interesse daran, gleich mit dem Ende des Zusammenlebens einen Antrag auf Leistungen bei der Arbeitslosenkasse zu machen. Tun Sie dies nicht innerhalb eines Jahres nach Aussetzung des Zusammenlebens, so verlieren Sie Ihren allfälligen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Hingegen können Sie, sobald die Scheidung ausgesprochen wurde und definitiv ist, erneut Arbeitslosenentschädigung beantragen (bis maximal ein Jahr nach Ergehen des Scheidungsurteils). Voraussetzung ist, dass die Scheidung eine finanzielle Notlage nach sich zieht und Sie dazu zwingt, eine Erwerbstätigkeit wieder aufzunehmen oder Ihren derzeitigen Beschäftigungsgrad zu erhöhen.
Die gleichen Grundsätze sind anwendbar, wenn Sie wegen Ausbleiben der Unterhaltsbeiträge in eine finanzielle Notlage geraten. Bezahlt Ihr Ex den Unterhalt nicht und sind Sie deswegen gezwungen, eine Erwerbstätigkeit wieder aufzunehmen oder Ihren derzeitigen Beschäftigungsgrad zu erhöhen, so sind die Voraussetzungen grundsätzlich gegeben. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.