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Langsam tuckert das 183 Meter lange Rheinschiff rückwärts aus dem Hafen. Die Ladeflächen sind fast leer, denn vom letzten Zwischenstopp am Dreiländereck in Basel bis nach Birsfelden fahren nur noch wenige Container mit. An diesem Tag sind es gerade mal 18 Stück. Einer davon ist mit einem blauen Stern gekennzeichnet. Er ist gefüllt mit Kaffeebohnen aus Kolumbien, die bereits seit einem Monat unterwegs sind: von Buenaventura in Kolumbien auf einem grossen Frachtschiff über den Atlantik nach Antwerpen in Belgien und von dort mit dem Rheinschiff über die Schweizer Grenze. Heute soll sein Inhalt in die Rösterei der Migros, zur Delica, gebracht werden. Endstation Birsfelden.
Kalt und nass ist es an diesem Wintermorgen, Schneeregen fällt vom Himmel. Im warmen Steuerhaus auf dem Motorschiff auf der Barke sitzen die beiden holländischen Kapitäne Johan Eleweld und Piet Putter.
Sie steuern das Schiff durch den Fluss. Das klingt einfacher, als es ist, denn auf ihrer Fahrt von Antwerpen bis Birsfelden gibt es 18 Schleusen, die sie in vier Tagen passieren. Ihr Schiff ist 11,45 Meter breit, die Schleusen jeweils 12. Das erfordert Präzisionsarbeit. Heute ist Putter der Steuermann. Er sitzt auf einem ledernen Sitz, umgeben von Knöpfen und Schaltern. Eleweld assistiert, indem er die Fahrt auf einem Bildschirm verfolgt und per Funk die Arbeit der vier Matrosen koordiniert. Einer von ihnen hält am Bug im Schneeregen Ausschau nach Booten, die in der Fahrrille unterwegs sein könnten. Kollisionsgefahr!