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Der Unilever-Verwaltungsrat will, dass der Konsumgüterkonzern künftig nur noch von London aus gesteuert wird. Die zweite Hauptverwaltung in Rotterdam hingegen soll dichtgemacht werden. Mit über 99 Prozent haben die Aktionäre des niederländischen Konzernteils am Montag diesem Plan zugestimmt, wie lebensmittelzeitung.net berichtet.
Die Aktionäre des britischen Teils von Unilever sollen am 12. Oktober entscheiden. Der Rückzug aus Rotterdamm soll dann am 21. und 22. November vollzogen werden.
Mit dem Wegzug der Unilever-Verwaltung aus Rotterdam würden den Niederlanden ordentlich Dividendensteuern entgehen. Eine Gesetzesinitiative des Grünen-Abgeordneten Bart Snels verlangt daher, dass ein Unternehmen oder seine Aktionäre bei einem Umzug ins Ausland quasi als Entschädigung einen Teil einbehaltener Gewinne zahlen müssten. Sollte das Gesetz zustande kommen, würde dies bei Unilever mit 11 Milliarden Euro zu Buche schlagen, schreibt lz.net mit Verweis auf einen Bericht der FAZ.
Laut Unilever würde das Gesetz internationales und europäisches Recht verletzten. Sollte es dennoch kommen, empfehle Unilever, auf den Rückzug aus Rotterdam zu verzichten.