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Autor: Martin Knill
Fotos: Martin Knill
Mit Lennja Müller und Trinity Eberhard klassierten sich die weiteren zwei Athletinnen vom LCR auf Rang 4 und verpassten das Podest nur sehr knapp.
5 Athlet*innen vom LCR waren für die diesjährigen Hallen-Schweizermeisterschaften im Nachwuchs gemeldet. Axel Oster verletzte sich in der Woche vor der SM unglücklich und konnte in St. Gallen leider nicht an den Start gehen.
Sein Bruder, Petter Oster, eröffnete den Wettkampftag für den LCR. Im Vorlauf der männlichen U16 über die 1000m qualifizierte er sich als Vorlaufsieger mühelos für den Final vom Sonntag. Ein paar Stunden nach Petter kam Trinity Eberhard zu ihrer Hallen-SM Premiere auf der 400m-Distanz. Da nur die vier zeitschnellsten Läuferinnen den Finaleinzug schaffen konnten, musste schon im Vorlauf mächtig aufs Tempo gedrückt werden. So lief Trinity ein beherztes Rennen und wurde mit einem knappen Vorsprung Vorlaufsiegerin und schaffte mit 58.38 Sekunden den Einzug in den Final.
Ebenfalls am Samstag fand der Hochsprung Wettkampf der weiblichen U16 statt. Lennja Müller schaffte die Einstiegshöhe (1.42m) und auch die 1.47m im ersten Versuch. Auf der Höhe von 1.52m benötigte sie 2 Versuche. Dann kam bereits ihre PB-Höhe von 1.57m. Im ersten Versuch fiel die Latte. Aber der zweite Versuch war ein technisch sehr guter Sprung und sie egalisierte damit ihre PB. Dieser Sprung war so gut, dass auch die 1.60m möglich schienen. Leider klappte es dann nicht mehr wie gewünscht und somit war auf 1.57m Endstation. Lennja sprang gleich hoch wie die Drittplatzierte, hatte aber den einen Fehlversuch auf 1.57m, welcher ihr die Medaille gekostet hat. Trotzdem darf Lennja aber sehr zufrieden sein. Sie war die beste Springerin mit Jahrgang 2008.
Sonntag
Wiederum eröffnete Petter Oster den LCR-Wettkampfnachmittag. Gut erholt und hoch motiviert stand er am Start zu seinem ersten Hallen-SM Final. Zusammen mit Mael Medero (TV Riehen) gehörte er zu den heissesten Anwärtern für den Titel. Nach einem eher verhaltenen Start in rund 70 Sekunden auf den ersten 400 Metern wurde das Rennen nach und nach schneller. 200 Meter vor dem Ziel erfolgte der Angriff von Medero und nur noch Petter vermochte ihm zu folgen. Trotz sehr schnellen letzten 200 Metern (ca. 29 Sekunden) kam Petter nicht mehr am Balser vorbei. Mit der Schlusszeit von 2:47.54 Minuten und er Silbermedaille darf Petter auf jeden Fall sehr zufrieden sein.
Nur 30 Minuten nach Petter galt es für Trinity ernst.
Dank der drittbesten Vorlaufszeit durfte sich Trinity berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen. Doch die Ausgangslage war sehr eng. Die viertschnellste Läuferin im Feld lag nach den Vorläufen nur 2 Hundertstelsekunden hinter der Oberweningerin. Nach der ersten Bahnrunde lag sie hoffnungsvoll auf der dritten Position, direkt hinter den beiden Favoritinnen. Mit 27.8 Sekunden war sie auf den ersten 200m in etwa gleich schnell wie am Vortag. Vor der letzten Kurve kam die vierte Läuferin (Chloé Schwab, CA Riviera) immer näher und setzte eingangs Schlusskurve zu einem ruppigen Überholmanöver an. Beim Ellbogenkontakt zwischen den zwei Läuferinnen geriet Trinity ins Straucheln und kam für kurze Zeit aus dem Rhythmus. Diese Rempelei so knapp vor dem Ziel kostete zu viel Kraft für die letzten 50 Meter und Trinity kam somit auf Rang 4 ins Ziel. Gewonnen wurde das Rennen von der Favoritin (Michelle Liem, LA Nidwalden) vor Natalia Issler, LC Zürich. Bemerkenswert ist, dass die LCR-Läuferin trotz des unruhigen Rennverlaufs noch eine Zeit von 58.72 Sekunden lief. Die schnellste Zeit einer Viertplatzierten, seit die 400m U18 Indoor gelaufen werden. Dies ist wohl ein schwacher Trost, zeigt aber, dass Trinity auf sehr gutem Weg für die kommende Outdoor-Saison ist.
Den Abschluss am zweiten Wettkampftag machte Fabio Marcantonio im Kugelstoss-Wettbewerb der männlichen U18. An seinen ersten nationalen Indoormeisterschaften galt es primär auf höchstem Niveau Erfahrungen zu sammeln und, gemäss Trainer, das erste Mal über 13 Meter zu stossen. Es kam dann alles viel besser als erwartet. Gleich der erste Versuch ging auf 13.45 Meter (PB). Und der Zweite – auf 14.40 Meter! Mit diesem Exploit sicherte er sich die Silbermedaille. Aber auch die Versuche drei bis sechs waren alle zwischen 13.20 Meter und 13.95 Meter. Alle weiter wie seine alte PB vor der SM.
Mit zwei zweiten Plätzen und zwei vierten Rängen darf die kleine, aber feine LCR-Delegation sehr zufrieden sein.