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Luftaufnahmen von Pensier
Die Familie von Gottrau spielte eine beträchtliche Rolle in der alten Regime: sie war die einzige, die das Privileg hatte, in ihren Wappen die Republik von Freiburg einzugliedern. Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts erwarb sie Territorien in Pensier; im 17. Jahrhundert wurde sie durch Kauf oder Austausch nach und nach Eigentümer des grössten Teiles des Territoriums. Zum Teil erhielt sie es direkt von Praroman, wie es in Pensier seit dem 15. Jahrhundert bestätigt wurde. Das Herrenhaus von Pensier war das Lehen des Zweiges der Familie von Gottrau von Pensier. Zwischen 1854 und 1864 ging es von Gottrau zu den Boccards über, die es ihrerseits im Jahre 1903 den französischen Dominikaner verkauften, die dort die "Gesellschaft von Pensier" gründeten. Diese aus Frankreich ausgewanderte Gesellschaft, leitete ab 1903 ein Pensionat für junge Mädchen. Bis heute blieb sie Eigentümer, aber das Gebäude dient seit kurzem als Haus für geistige Übungen. Dem Herrenhaus gehörten ausser der Kapelle, einer Mühle und einem Sägewerk bei Sonnaz, auch zwei Bauernhöfe an, die auf dem Abhang im Süden gebaut wurden.
Das alte Herrenhaus aus dem Ende des 17. Jahrhunderts hat seine ursprüngliche Substanz bewahrt. Die Schaffung des Pensionates im Jahre 1903 bewirkte eine übertriebene Vergrösserung der südlichen Terrasse mit einem kleinen romantischen Park mit Aussicht auf die Alpen. Die bekannten freiburgischen Architekten, Frédéric Broillet und Charles Albert Wulffleff waren nicht sehr inspiriert, als sie die Pläne der hinzugefügten Stockwerke, die am Herrenhaus angrenzten, und einen östlichen Anhangs errichteten. Aufgrund der Zerstörung des Stalls und der Scheune in 1922/24, wurde das derzeitige zentrale Gebäude mit einem Dachstock und mit einer interessanten Kapelle gebaut die Arbeit von Architekten Frédéric Broillet und Augustin Genoud. Am südwestlichen Rand des Parks, nach den Plänen der Architekten Broillet und Wulffleff, liessen die Religiösen im Jahre 1903 ein malerisches Gebäude von Villencharakter aufrichten, das für den Urlaub von den armen Kinder der Stadt Freiburg bestimmt war.
Die Gebäude, die die Gesamtheit des kleinen Herrenhauses bilden, befanden sich alle an der Ostseite der Terrasse. Es waren: die am Abhang perpendikulär eingerichtete Wohnung, dann, im Osten am der Strasseseite die Ställe mit einem Anhang und schliesslich die Kapelle. Letztere wurde völlig bewahrt. Von eigentlichem Herrenhaus bleiben das Erdgeschoss und das erste Stockwerk in Maurerarbeit, rhythmisiert durch vier auf sechs Jochweiten. Ihre Nischen stehen auf schwere Molassenstützen. Das Innere schützt zahlreiche Türen und original Schränke mit Doppelpanelen. Im Südwestwinkel gelangt man zu einem kleinen Keller, indem man durch ein gewölbtes Tor schreitet, von gotischem Typ, das aus Molasse durchschnittlicher Dimension errichtet wurde. Insgesamt datiert der Keller wahrscheinlich nur aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Im Süden ist die enge Fassade des Hauses in der Gesamtlänge mit einer Art Pergola versteckt, die aus toskanischen Kolonnen aus Molasse steht, die durch ein neo-gotisches Gitter mit Arkaturdekor bewahrt wurde. Vermutlich gegen 1840
Bibliographie