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Eelke van Koot (l)
Der niederländische Tenor Eelke van Koot studierte zunächst Philosophie und Musikwissenschaften an den Universitäten Nimwegen und Amsterdam, wo er bald seine Leidenschaft für den klassischen Gesang entdeckte. Nach seinem erfolgreichen Studienabschluss begann er mit einem Stipendium der Fundatie van Renswoude seine gesangliche Ausbildung bei Prof. Pierre Mak am Conservatorium van Amsterdam und später bei Prof. Werner Güra an der Zürcher Hochschule der Künste. Weitere musikalische Impulse erhielt er bei den Meisterkursen von Caron McFadden, Udo Heinemann, Margreet Honig und Christiane Oelze.
Seitdem arbeitet Eelke als Konzertsolist und Ensemblesänger, u.a. bei der Zürcher Singakademie, dem Ensemble Corund, dem Ensemble Vocal Origen und den Basler Madrigalisten. Darüber hinaus wirkte er in verschiedenen Opernproduktionen mit und sang dort u.a. „Belfiore” in Mozarts La Finta Giardiniera, „Eurimaco/Pisandro” in Monteverdis Il Ritorno d’Ulisse und “Dormont” in Rossinis La Scala di Seta. Im Laufe seiner Karriere als Solist arbeitete er mit verschiedenen namhaften Dirigenten, wie Simon Rattle, Jos van Veldhoven, Johannes Leertouwer, Glen Wilson, Otto Tausk und Stephen Smith, und trat in zahlreichen renommierten Konzerthäusern in Europa auf.
Eelkes solistisches Repertoire umfasst Werke von Bach (Johannes-Passion, Magnificat), Monteverdi (u.a. L’incoronazione di Poppea), Purcell (Dido and Aeneas, The Fairy Queen) über Mozart (La finta Giardiniera, Der Schauspieldirektor) bis hin zu zeitgenössischen Werken (u.a. Rob Zuidam: Rage d’amour). Eine besondere Leidenschaft hegt Eelke für das englische Kunstlied des 20. Jahrhunderts.
Neben seinem umfangreichen Repertoire beteiligt sich Eelke immer wieder an performativen Kunstprojekten mit verschiedenen internationalen Künstlern. Seine Kollaborationen mit Mike Bouchet, Mario Garcia Torres und Lucas Kramer waren unter anderem bei der Manifesta 11 in Zürich, der Alaïa in Paris und dem Parallel in Heerlen (NL) vertreten.
Darüber hinaus ist Eelke als privater Gesangslehrer tätig.
Mirjam Wernli (m)
Die Schweizer Sopranistin Mirjam Wernli entdeckte schon als Kind ihre Liebe zur Musik an der Singschule Schaffhausen. Später studierte sie Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste bei Lena Hauser und an der Musikakademie Basel bei Marcel Boone. Unterrichtsstunden an der Schola Cantorum Basiliensis bei Evelyn Tubb bereicherten ihre stimmliche Ausbildung ebenso wie Meisterkurse bei Margreet Honig, Thomas Hampson und Lina Maria Åkerlund. Gegenwärtig bildet sie sich bei Roswitha Müller weiter.
In den letzten Jahren hat sie sich zur vielumworbenen Interpretin für die Musik des Barock entwickelt. Mit ihrer einfühlsamen, klaren, beweglichen Stimme und ihrem intensiven Ausdruck vermag sie das Publikum zu begeistern. So hat sie schon zahlreiche Erfolge an internationalen Festivals gefeiert wie dem Festival d’Ambronay, Festival de Saintes, Forum alte Musik Zürich, Festspiele Potsdam Sanssouci und den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Sie musiziert mit Dirigenten wie Rudolf Lutz, Anthony Rooley, Jörg-Andreas Bötticher, Johannes Strobl und Andreas Reize. Dank ihrem variantenreichen Sopran schafft sie den Sprung von der Renaissance bis zur Musik des 21. Jahrhunderts mühelos.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit liegt ihr der Ensemblegesang sehr am Herzen. Besonders gerne musiziert Mirjam Wernli im Ensemble Voces Suaves, welches sich auf Barock- und Renaissancemusik spezialisiert hat und regelmässig zu Konzerten im In- und Ausland eingeladen wird. Auch als Mitglied des Chors der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen unter der Leitung von Rudolf Lutz beweist sie seit vielen Jahren ihr Talent als Ensemblesängerin. Mit beiden Formationen hat sie bei zahlreichen CD-Aufnahmen mitgewirkt.
Mirjam Wernli unterrichtet ausserdem seit vielen Jahren an der Singschule Schaffhausen und ist Stimmbildnerin bei den Solothurner Singknaben. Wenn nicht gerade Musik erklingt, näht sie mit zunehmendem Erfolg passende Kleider für ihre zwei Kinder und zaubert aus dem wöchentlichen Bio-Gemüsekorb saisonale Gerichte, die beim Nachwuchs nicht immer Begeisterung auslösen.
Joël Morand (r)
Die Leidenschaft zur Musik begleitet Joël Morand schon fast ein Leben lang. Seine ersten Gesangserfahrungen sammelte er bei den Singknaben der St. Ursenkathedrale Solothurn, bei welchen er über 15 Jahre lang Mitglied war. Dem Gesang blieb Joël Morand auch danach treu, indem er nach seiner Ausbildung zum Primarlehrer das Musikstudium an der Hochschule Luzern aufnahm. Seit 2015 geniesst er nun eine musikalische Ausbildung in klassischem Gesang und Dirigieren mit dem Ziel, das Studium mit dem Master Chorleitung abzuschliessen.
Joël Morand ist nebst seiner Tätigkeit als Solist auch als Ensemblesänger sehr engagiert. Der Tenor singt in den beiden Luzerner Ensembles Collegium Vocale zu Franziskanern und molto cantabile. Er ist Mitglied des DAVOS FESTIVAL Kammerchors und wirkt bei Projekten der beiden Ensembles Corund und larynx mit.
Um seine Freude an der Musik weiterzugeben, probt und singt er auch regelmässig mit diversen Kinder- und Jugendchören. Seit 2018 dirigiert er das Kammermusikensemble Collegium Vocale Solothurn.
Foto © Christian Felber