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Der Gesundheitstipp hat sich dem Thema ‘Diäten’ angenommen und thematisiert dabei problematischerweise auch den Veganismus. Dieser wird auf dieselbe Stufe wie die Paleo-und Blutgruppendiät gestellt und mit Orthorexie – dem Zwang, sich unbedingt gesund ernähren zu wollen – in Verbindung gebracht. Der Artikel ist tendenziös, undifferenziert, schlecht recherchiert und somit aus Sicht journalistischer Ethik höchst problematisch.
Erstens verkennt die Autorin, dass eine vegane Lebensweise keine Diät darstellt, sondern eine ethisch motivierte Lebensweise ist, die keinen Bezug zu Orthorexie aufweist. Wer vegan lebt, tut dies in den meisten Fällen nicht, um die Gesundheit zu optimieren oder Gewicht zu verlieren, sondern um Tierleid zu minimieren. Es besteht kein Zweifel darüber und ist wissenschaftlich anerkannt, dass eine wohlgeplante vegane Ernährung in allen Lebenslagen gesund und empfehlenswert ist (Positionspapier der grössten Vereinigung von Ernährungswissenschaftlern und Ernährungswissenschaftlerinnen, der Academy of Nutrition and Dietetics). Zweitens hat Veganismus keinerlei Verbindung zu zwanghaftem Verhalten, sondern einzig zu einem rationalen Abwägen, ob ein kurzer Genuss von tierischen Produkten das damit verbundene Tierleid rechtfertigt. VeganerInnen sind meistens sehr genau informiert über die Zustände in der Milch-, Eier- und Fleischproduktion und verneinen diese Frage für sich.
Somit stellt Veganismus weder einen krankhaften Zwang noch eine ungesunde Diät dar, sondern eine wohlüberlegte freie Wahl, die auf guten Gründen beruht. Zusätzlich kann angemerkt werden, dass eine vegane Ernährung die klimafreundlichste und ressourcenschonendste Ernährungsweise ist.