Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03136.jsonl.gz/1923

Amphibien und Reptilien sind entwicklungsgeschichtlich recht alte Tiergruppen. Schon im Erdaltertum entwickelten sich Amphibien, die es als erste Lebewesen wagten, das Wasser zu verlassen. Doch blieb ihnen sowohl das Wasser als auch das Land Lebensraum, und die Jugendentwicklung vollzog sich weiterhin im Wasser. Eine Reihe von Arten hat bis heute diese amphibische Lebensweise beibehalten.
Die Reptilien vollzogen dann den Übergang zum Landleben. Die Blütezeit ihrer Entwicklung erreichten sie im Erdmittelalter, wo sie Riesenformen hervorbrachten, die dann im Laufe der Jahrtausende ausstarben. Verhältnismässig wenige Arten - und in unseren heimischen Gebieten sind es nur kleine und wenig auffallende Formen - haben sich bis in die Gegenwart hinein behauptet.
Amphibien und Reptilien sind wechsewarme Tiere, d.h., ihre Körperwärme gleicht sich der Aussentemperatur an, und ihre Vitalität ist von Klima und Witterung abhängig. Im Winter verfallen sie in Kältestarre, in einen Zustand herabgesetzter Lebenstätigkeit, in dem keine Nahrung aufgenommen wird. Die Tiere zehren im frostfreien Schlupfwinken - im Schlamm, unter Moos oder Wurzeln - von ihren Reservestoffen.
Der Verfasser macht uns mit den Eigenarten aller in Deutschland vorkommenden Arten der Lurche und Kriechtiere bekannt. Wir lernen ihre Lebensweise kennen und vor allem auch die Unterscheidungsmerkmale der gifigen Arten gegenüber ähnlichen harmlosen Vertretern ihrer Gattung. Fast alle der behandelten Arten sind - durch Vertilgung von Schadinsekten oder Mäusen - auch für den Menschen nützlich und verdienen - entgegen vielfacher Abneigung und Vorurteile gegen das "Otterngezücht" - unbedingten Schutz.