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Primarstufe
Die sechssemestrige Grundausbildung an der PH-VS bildet Lehrpersonen auf tertiärer Stufe für den Unterricht auf der Primarstufe (1H bis 8H) aus.
Die PH-VS verleiht folgende Titel:
- Lehrdiplom für die Basis- und Primarstufe oder Bilinguales Lehrdiplom für die Basis- und Primarstufe
- «Bachelor of Arts in PrePrimary and Primary Education HEP-VS»
Die Generalisten-Ausbildung an der PH-VS führt zu einer Unterrichtsberechtigung auf der Primarstufe für die Klassen 1H bis 8H nach HarmoS in allen Fächern und Bereichen.
Die verliehenen Titel ermöglichen eine Fortsetzung des Studiums:
- Ohne Ergänzungsleistungen:
- Master in Heilpädagogik
- Interdisziplinärer Master «Kinderrechte»
- Zertifikatslehrgänge (CAS, DAS, MAS) in den französischsprachigen Kantone für den Unterricht in «Activités créatrices» (Bildnerisches und Technisches Gestalten) oder «Economie familiale» (Wirtschaft, Arbeit, Haushalt)
- Master in Fachdidaktik
- Mit Ergänzungsleistungen (im Prinzip 30 ECTS):
- Master in Erziehungswissenschaften
- Master in Sozialwissenschaften
Anerkennung
Dieses Diplom wird in der ganzen Schweiz anerkannt (Beschluss der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 29. Juni 2004).
Die PH-VS bildet in der sechssemestrigen Grundausbildung auf tertiärem Nivau Lehrpersonen für den Unterricht in den beiden ersten Zyklen (1H - 8H) aus. Während der Ausbildung werden die Grundlagen für die erforderlichen beruflichen Handlungskomptenzen erworben. Der Unterricht ist in mehreren Berufsfeldern organisiert.
Die PH-VS legt in der Grundausbildung Wert auf einen intensiven Theorie-Praxis-Bezug. Rund ein Drittel der Ausbildungszeit wird für die berufspraktische Ausbildung in den Schulen des Wallis verwendet.
Die Grundausbildung wird an den beiden Standorten Brig und Saint-Maurice durchgeführt. Die Studierenden absolvieren mindestens zwei Semester ihrer Ausbildung im anderen Sprachraum. Neben dem kulturellen Austausch wird besonders die Förderung der Zweisprachigkeit angestrebt. Auf Wunsch kann ein zweisprachiges Diplom erworben
Die Ausbildung ist modular aufgebaut.
Studiendauer und ECTS-Kreditpunkte
Die Ausbildung beginnt im September und dauert 6 Semester. Die Generalistenausbildung erlaubt es den zukünftigen Lehrpersonen in den Kassen 1H bis 8H zu unterrichten.
Neben dem Lehrdiplom erwerben die Studierenden mit den insgesamt 180 Kreditpunkten nach dem «European Credit Transfer System» (ECTS) ein Bachelordiplom.
Ausbildungsorte
Brig (deutschsprachiger Teil des Kantons Wallis)
St-Maurice (französischsprachiger Teil des Kantons Wallis).
Kosten
Schweizer Bürger:
- CHF 100 zu Beginn der Ausbildung für die Verwaltungs- und Aufnahmegebühren (einmalig)
- CHF 500 pro Semester (persönlisches Schulgeld)
- CHF 200 pro Semester (Verwaltungsgebühren - Beitrag zu den Studienkosten)
Ausländische Staaatsbürger:
- CHF 100 zu Beginn der Ausbildung für die Verwaltungs- und Aufnahmegebühren (einmalig)
- CHF 13 '000 pro Jahr (persönliches Schulgeld)
- CHF 200 pro Semester (Verwaltungsgebühr - Beitrag zu den Studienkosten)
ICT und Informatik (Laptop-Obligatorium)
Ab Herbstsemester 2016 gilt für alle Studierende welche ihr Studium an der PH Wallis starten ein Laptop-Obligatorium. Diesbezüglich müssen gewisse Mindestanforderungen beim persönlichen Laptop erfüllt sein.
Die Lehrperson setzt sich in ihrem Beruf mit diesen acht Berufsfeldern auseinander:
- Gesellschaft und Schulsystem
- Schule und Schulentwicklung
- Unterrichtsführung und Unterrichtsklima
- Planung, Durchführung und Evaluation
- Entwicklung des Kindes und Heterogenität
- Einführung in die Didaktik
- Stundenspezifischer Unterricht : Basisstufe
Stundenspezifischer Unterricht : Primarstufe
- Ausbildung Praxisreflexion
Das Gesetz über die PH-VS und die Vorschriften der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) geben die Unterrichtsbereiche vor, die von einer Pädagogischen Hochschule abzudecken sind. Aus der Verbindung von Berufsfeldern und den vorgeschriebenen Unterrichtsbereichen entstehen die an der PH-VS unterrichteten Lehrveranstatlungen. Die Studierenden absolvieren 59 Pflichtveranstaltungen und wählen 2 weitere aus einer Palette von Wahlthemen.
Die berufspraktische Ausbildung setzt sich aus verschiedenen Praktika in unterschiedlichen Klassen (1H bis 8H) der Primarstufe zusammen. Diese umfassen etwa einen Drittel der Ausbildung. Die Studierenden werden in diesem Prozess von einer ausgebildeten Praktikumslehrperson und von den PH-Besuchern begleitet.
Das Prinzip der dualen Ausbildung (Theorie-Praxis-Bezug) schafft einen Dialog aus fachtheoretischem Unterricht an der Hochschule und beruflichen Handlungskompetenzen, die im Verlauf der Praktika aufgebaut werden. Für jedes Praktikum werden klare Ziele in Form von themenspezifischen Kriterien festgelegt und die Verknüpfung von Theorie und Praxis wird über berufspraktische Aufträge aus den Fachdidaktiken sichergestellt.
Die Rollen der Praktikumslehrpersonen (PLP) und der PH-Besucher sind eindeutig definiert. Allen stehen Instrumente zur Beobachtung und Begleitung der Studierenden im berufspraktischen Einsatz zur Verfügung, unter Berücksichtigung ihres jeweiligen Ausbildungsstandes sowie ihrer bisher gemachten Erfahrungen.
Allgemeine Aufnahmebedingungen
- Ein vom Bund anerkannter kantonaler oder eidgenössischer gymnasialer Maturitätsausweis oder ein vom Kanton Wallis oder der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) als gleichwertig anerkannter Titel.
- Ein von der EDK anerkanntes Lehrdiplom.
- Ein Titel einer universitären Hochschule oder Fachhochschule.
- Eine Fachmaturität mit Spezialisierung Pädagogik, die vom Kanton Wallis erteilt oder von der EDK anerkannt ist.
- Eine Berufsmaturität mit bestandener Prüfung gemäss dem Reglement der EDK vom 17. März 2011 über die Ergänzungsprüfung für die Zulassung von Inhaberinnen und Inhabern eines eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnisses zu den universitären Hochschulen.
- Ein ausländisches Zeugnis über eine allgemeinbildende Ausbildung der Sekundarstufe II, das an den schweizerischen Universitäten auf der Grundlage der jährlichen Bewertung ausländischer Vorbildungsnachweise der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) und den Empfehlungen der CRUS vom 7. September 2007 für die Bewertung ausländischer Reifezeugnisse als zulässig anerkannt wird.
- Eine vom Bund anerkannte Berufsmaturität.
- Ein nach einer anerkannten und mindestens dreijährigen Berufsausbildung erlangtes Diplom, gefolgt von einer beruflichen Tätigkeit von mindestens drei Jahren (Anstellungsgrad: 300%) ab der Erteilung des Titels.
Die Kategorien g. und h. müssen eine Zulassungsprüfung bestehen, die überprüft, ob die Kandidatinnen und Kandidaten das verlangte Kompetenzniveau (vergleichbar mit der Fachmatura Pädagogik) erreichen.
Von den Kategorien c. und f. kann eine Zulassungsprüfung verlangt werden, die überprüft, ob die Kandidatinnen und Kandidaten über das nötige Kompetenzniveau für die zu unterrichtenden Fächer verfügen (vergleichbar mit der Fachmatura Pädagogik).
Die Einschreibung für die Kandidatinnen und Kandidaten, welche die Aufnahmekriterien erfüllen oder für diejenigen, welche die Zulassungsprüfung absolvieren müssen, wird im Monat Januar freigeschaltet. Eingabefrist: 17. März 2017
Aufnahme sur Dossier
Eine Aufnahme sur Dossier ist möglich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- 30-jährig oder älter.
- Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung von mindestens drei Jahren auf Stufe Sek II.
- Eine berufliche Tätigkeit von mindestens drei Vollzeitjahren oder einer gleichwertigen Teilzeitarbeitszeit über sieben Jahre.
- Schweizer Nationalität oder Inhaber einer Aufenthaltsbewilligung mit einer Arbeitsbewilligung seit mindestens fünf Jahren.
- Nachweis einer Ausbildung von mindestens fünf Jahren in der L1 oder - wenn nicht vorhanden - vorweisen eines Zertifikats, welches das Niveau C2 nach dem europäischen Referenzrahmen bestätigt.
Anerkennung von Vorerfahrungen (VAE - Validation des acquis de l'expérience)
Ziel des VAE-Verfahrens ist die Anerkennung von Kenntnissen, Kompetenzen und Fertigkeiten, die vor Beginn der Ausbildung informell erworbenen wurden und die den in der Grundausbildung an der PH-VS angestrebten Kenntnissen, Kompetenzen und Fertigkeiten entsprechen. Nach der Analyse des Dossiers kann gegebenenfalls eine Teildispens vom Studienprogramm gewährt werden. Diese Dispens entspricht maximal 60 ECTS-Kreditpunkten aus dem Studienplan der Grundausbildung.