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23. Juni 2016
Versickerungsversuch in Hergiswil
Der begrenzende Faktor bei der Regenwasserversickerung ist die Sickerleistung des Bodens. Die Schwierigkeiten der Bemessung liegen in der Beurteilung der Schluckfähigkeit, die von verschiedenen Bodenkennwerten wie Porosität, Bodenart, vom aktuellen Sättigungsgrad und von der Lage des Grundwasserspiegels abhängig ist. Im Rahmen einer Baugrundkontrolle in Hergiswil haben wir deshalb in Zusammenarbeit mit der Firma GEOTEST AG einen Versickerungsversuch durchgeführt.
Im Prinzip handelt sich dabei um einen klassischen Absetzversuch. Ein Loch, resp. Grube wird mit Wasser gefüllt und anschliessend wird die Höhe vom Wasserstand in regelmässiger Folge kontrolliert. Aus der lässt sich dann relativ einfach die Durchlässigkeit, resp. Versickerungsleitung in Liter/Minute pro m2 bestimmen. Wichtig ist vorgängig den Boden genügend zu wässern zur Sättigung vom Material, damit die Sickerleistung nicht verfälscht wird und zudem sind die geometrischen Abmessungen vom Loch/Grube genau festzuhalten.
Im vorliegenden Fall hat der Versickerungsversuch eine Sickerleistung S = 5.8 l/min pro m2 ergeben.
Um der Verminderung der Sickerleistung über längere Zeiträume genügend Rechnung zu tragen, wird diese Sickerleistung für die Dimensionierung um einen Drittel bis zur Hälfte reduziert. Somit verbleibt eine effektive Sickerleistung von S = 2.9 bis 3.8 l/min pro m2.