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Early Video Art and Experimental Films Networks. French-speaking Switzerland in 1974: A Case for “Minor History”
Videoästhetik in Buchform
Ein grossformatiger schwarz-weiss-silberner Band mit Flexcover, der die Westschweizer Videokunstszene im Jahr 1974 bespricht, findet einen guten Umgang mit dem für Bücher schwierigen Videomaterial. Die Gestaltung fokussiert weder die technischen Eigenheiten noch inhaltliche Details, sondern lässt die Betrachtenden in spielerischer Weise in die Ästhetik der Bilder eintauchen. Durch variable Einfärbung der meist relativ grossen Stills – schwarz-weiss, silber-weiss, schwarz-silber, oder schwarz-silber-weiss – können unterschiedliche Bildkompositionen akzentuiert werden. In einem einleitenden Teil sind 2 bis 10 Stills pro Doppelseite ohne Text in einem Rasterlayout zu grafischen Kompositionen arrangiert. Die anschliessenden wissenschaftlichen Artikel sind auf der Doppelseite in vier Spalten gesetzt, wobei die erste für die zahlreichen Fussnoten genutzt wird. Nach jedem Artikel folgt eine Reihe von Referenzbildern und Textdokumenten, die meist alleine oder zu zweit auf einer Seite abgebildet und erläutert sind. Starke Kontraste vereinheitlichen die Erscheinung von Bild und Text, so dass die Videoästhetik die gesamte Erscheinung des Buchs affiziert. Trotzdem ist es nicht übergestaltet.