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Informieren Sie sich vor Reisebeginn, ob Ihre Destination in einem Erdbebengebiet liegt. Weiter unten auf dieser Seite finden Sie zudem Karten sowie eine Auswahl von Ländern mit besonders hoher Erdbebengefährdung. Bei Reisen in ein Gebiet, das kürzlich von einem grösseren Erdbeben getroffen wurde, informieren Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter, den lokalen Behörden oder Medien über die Situation vor Ort und über die Durchführbarkeit der geplanten Reise.
Nehmen Sie sich bei der Ankunft in einer neuen Unterkunft kurz Zeit, um festzustellen, wo Sie im Ereignisfall Schutz suchen könnten (z. B. unter einem stabilen Tisch oder Bett).
Vereinbaren Sie mit Ihren Mitreisenden, wo Sie sich nach einem Beben treffen würden oder wie Sie miteinander in Kontakt treten. Beachten Sie dabei, dass die mobile Telefonie sowie die Stromversorgung nach einem grösseren Ereignis für längere Zeit ausfallen können. Geeignete Treffpunkte sind Parks oder offene Plätze.
Stellen Sie sicher, dass Sie jederzeit auf eine kleinere Bargeldreserve sowie Ihren Pass oder Ihre Identitätskarte zurückgreifen können.
Erkundigen Sie sich nach Möglichkeit bei der Auswahl einer Unterkunft oder der Anmietung einer Wohnung / eines Hauses über deren / dessen Erdbebensicherheit. Achten Sie auf die Beschaffenheit des Untergrunds (je weicher, sedimenthaltiger, desto schlechter), meiden Sie Gebäude mit weichen Untergeschossen (z. B. grossflächige, ebenerdige Ladengeschosse, die nur mit wenigen Säulen die darüber liegenden Stockwerke stützen), Standorte in engen Gassen oder solche in steiler Hanglage.
Wichtige Dokumente wie Pass oder Führerschein kopieren und für den Ereignisfall bereithalten.
Um Stromausfälle zu überbrücken, Taschenlampe, batteriebetriebenes Radio und Bargeld bereithalten (Geldbezug am Bankomat evtl. nicht mehr möglich).
Gegenstände sichern, die aufgrund der Erschütterungen beschädigt werden und / oder herunterfallen und dabei Verletzungen verursachen könnten. Dazu gehören beispielsweise Deckenverkleidungen, Regale und ihre Inhalte, Fernseher und Musikanlagen oder Beleuchtungen.
Erstellen Sie eine Liste mit den wichtigsten Telefonnummern der lokalen Polizei, Feuerwehr und Sanität sowie der zuständigen Botschaft und / oder des nächstliegenden Konsulats. Speichern Sie diese in Ihrem Mobiltelefon, hinterlegen Sie eine Kopie an einem leicht zugänglichen Ort und / oder drucken Sie sie in kleinem Format für ins Portemonnaie aus.
Erkundigen Sie sich, wie sich bei Bedarf Gas-, Strom- oder Wasserleitungen abschalten lassen.
Bei Aufenthalt in Küstengebieten sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf mögliche Tsunamis legen. Verspüren Sie an einer flachen Küste Erdbebenerschütterungen, suchen Sie schnellst möglich landeinwärts einen höheren Ort auf. Auch Beben, die sich weiter weg entfernt ereignet haben, können an Ihrem Aufenthaltsort Tsunamis auslösen. Beachten und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden und informieren Sie sich vorab über lokale Tsunamiwarnsysteme und Flucht- bzw Evakuierungswege. Verlassen Sie den Zufluchtsort erst nachdem die lokalen Behörden Entwarnung gegeben haben, weitere Wellen folgen teilweise mit grosser zeitlicher Verzögerung.
Eine Übersicht der verschiedenen, offiziellen Dienstleister für Tsunami Warnungen finden Sie hier.
Erdbebengebiete
Weltweit
90 Prozent der weltweiten Erdbeben ereignen sich entlang des sogenannten „Feuerrings“. Es handelt sich damit um die aktivste seismische Region und betrifft Länder am westlichen Rand von Süd-, Mittel- und Nordamerika sowie Japan, Papua-Neuguinea, Neuseeland, die Südsee oder die Philippinen.
Europa
In Europa weisen vor allem Griechenland, Italien, die Türkei, die Balkanländer, Island und Rumänien eine hohe Erdbebengefährdung auf. Die Schweiz liegt zusammen mit Portugal und Spanien im Mittelfeld. Eine geringe Erdbebengefährdung haben Länder wie Deutschland, Norwegen oder Grossbritannien, wobei Erdbeben auch in diesen Regionen nicht gänzlich ausgeschlossen sind.
Mittler Osten und Asien (ohne Feuerring)
Im mittleren Osten und in Asien (ohne Feuerring) weisen Länder wie Aserbeidschan, China, Georgien, Indonesien, Iran, Jordanien, Kirgistan, Pakistan, Malaysia oder Nepal eine hohe Erdbebengefährdung auf.