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Das Wichtigste in Kürze
- Gail Halvorsen, bekannt als «Candy Bomber» während der Berlin-Blockade, ist gestorben.
- Er wurde 101 Jahre alt und verstarb im Kreis der Familie.
Der als «Candy Bomber» bekannte frühere US-Pilot Gail Halvorsen ist tot. Seinen Spitznamen erhielt Halvorsen, als er während der Berlin-Blockade Süssigkeiten für die Kinder abwarf.
Halvorsen lebte bis zu seinem Tod im US-Bundesstaat Utah. Er starb im Alter von 101 Jahren in einem Krankenhaus im Kreis seiner Familie. Das teilte eine Sprecherin des Alliiertenmuseums in Berlin am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit.
Halvorsen flog während der Berlin-Blockade einen der «Rosinenbomber». Als erster Pilot warf er 1948 auch Süssigkeiten für die Kinder über der Stadt ab. Er wurde deshalb mit seinem «Schokobomber» berühmt. Halvorsen war in den 70er Jahren zudem US-Kommandeur des Westberliner Flughafens Tempelhof.
Baseballfeld in Tempelhof nach Halvorsen benannt
Regelmässig nahm er an Jubiläen zur Berliner Luftbrücke teil. Zuletzt war er bei den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum des Endes der Berlin-Blockade im Mai 2019. Damals wurde ein Baseballfeld in Tempelhof nach ihm benannt.
«Die Helden der Luftbrücke waren nicht die Piloten, die Helden waren die Deutschen», sagte Halvorsen damals. «Eltern und ihre Kinder – sie waren die Zukunft der freien Welt. Sie hatten die Freiheit, Entscheidungen zu treffen. Sie waren die Helden, nicht die Typen, die das Essen gebracht haben.»
Die Luftbrücke wurde im Juni 1948 von den Westalliierten eingerichtet, nachdem die Sowjetunion eine Blockade über West-Berlin verhängt hatte. Die Bevölkerung wurde fortan auf dem Luftweg versorgt.
In Tempelhof landeten 277'000 Mal die sogenannten Rosinenbomber. Am 12. Mai 1949 hob die Sowjetarmee die Berlin-Blockade schliesslich auf.