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Beckenbauer des Eishockeys - Mit dem schwedischen Verteidiger Mats Waltin etablierte sich der EVZ nach dem Aufstieg 1987 endgültig in der höchsten Liga.
Die Experten gaben dem überraschenden Aufsteiger aus der Zentralschweiz hundertmal weniger Kredit als beim ersten Auftritt in der höchsten Liga in der Saison 1976/77. Damals war der EVZ als Kandidat für einen Spitzenplatz gehandelt worden … und direkt wieder abgestiegen!
Doch diesmal hatte man drei Trümpfe in der Hand, die alle stachen: Erfolgstrainer Andy Murray, den Paradesturm John Fritsche-Red Laurence-Colin Muller und ihn: Mats Waltin! Der schwedische Verteidiger mit der Erfahrung von 235 Länderspielen für Schweden und zwei Meistertiteln mit Lugano konnte als Gegenleistung für das EVZ-Supertalent Sandro Bertaggia von den Tessinern übernommen werden und wurde in Zug sofort zum Kopf der Mannschaft und verlängerten Arm des Trainers.
Waltin ist wohl einer der intelligentesten Verteidiger, der je in der Schweiz seine Visitenkarte abgegeben hat. Mit seiner überragenden Abwehrarbeit und seiner Spielübersicht führte er den EVZ in der ersten Saison auf den verblüffenden sechsten und ein Jahr später sogar auf den fünften Platz. Selbst in der grössten Hektik behielt der elegante Weltklassespieler stets die Ruhe und Übersicht. Nicht umsonst nannte man ihn den Beckenbauer des Eishockeys.
Trotzdem zweifelte man beim EVZ, ob die Leistung des inzwischen 36-jährigen Abwehrchefs noch für eine dritte Saison reichen würde. Mats Waltin spürte das und setzte den Spekulationen selber ein Ende. Er kehrte in seine Heimatstadt Stockholm zurück, hängte noch zwei Saisons bei Djurgarden und Södertälje in der höchsten schwedischen Liga an und beendete 1991 mit 38 Jahren wegen chronischen Rückenproblemen seine Aktivkarriere.
Seine Trainerkarriere führte ihn bereits ein Jahr später wieder in die Schweiz. Als Vorgänger von Arno del Curto stand er vier Jahre lang in Davos an der Bande (1992-1996) und führte die Bündner 1993 wieder in die höchste Liga. Danach übernahm er den Schleudersitz als Head Coach in Lugano, wo er in der zweiten Saison prompt vorzeitig den Hut nehmen musste. Waltin kehrte wieder nach Schweden zurück und gewann mit Djurgarden Stockholm 2000 und 2001 zweimal hintereinander den Meistertitel.
Bis heute steht der inzwischen 64-jährige Altinternationale in seiner Heimat als Head Coach an der Bande. Seit 2015 in der zweithöchsten schwedischen Liga in Södertälje, wo er gleichzeitig als General Manager amtiert.
|Anzahl Punkte||43|
|Anzahl Tore||14|
|Anzahl Assists||29|
|Anzahl Spiele||72|