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ls einziger Bauzeuge auf unserem Rundgang verkörpert die Villa Egli den englischen Landhausstil. Architekt war der 1848 in Zürich geborene Alexander Koch. Ursprünglich Semper-Schüler, wandte er sich zunehmend der Neugotik zu und übersiedelte 1885 nach England. Einer seiner bekanntesten Bauten in Zürich ist das Schulhaus Hirschengraben (189195), welches ebenfalls der Neugotik zuzurechnen ist. Die Villa Egli ist die einzige noch existierende Landhausvilla Kochs. Der etwas geheimnisvoll wirkende Bau gewinnt seinen malerischen Charakter durch den unregelmässigen Grundriss, die Formenvielfalt und den Kontrast der Materialien. So treffen wir gleichzeitig auf Riegelwände und auf Mauern aus behauenen Sandsteinquadern, auf mehrere Erker sowie turmartig aufragende Kamine. Im Innern stossen wir auf prunkvolle Ausstattungselemente: Türen und Täfer aus dunklen Edelhölzern, farbig verglaste Fenster und Relief-Tapeten. Es herrscht eine feierliche Atmosphäre. Kernstück des Baus ist eine über zwei Geschosse reichende Halle, die sich zum Garten hin öffnet. Dieser wurde vom Gartenarchitekten Otto Froebel im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt, fiel jedoch zum grossen Teil der Umgestaltung durch die Gartenbauaustellung 1959, die am Zürichhorn stattfand, zum Opfer. Erhalten hat sich hingegen die originale Umzäunung zur Höschgasse mit den prunkvollen schmiedeisernen Toren. Die Villa Egli gehört der Stadt und beherbergt als provisorische Nutzung eine Ballettschule.
Villa Bloch: Gegenüber der Villa Egli steht das Museum Bellerive. Es ist seit 1968 in der repräsentativen neubarocken Villa an der Höschgasse 3 (Baujahr 1931) einquartiert. An deren Stelle befand sich bis 1924 das Landhaus Solitude, lange Zeit das einzige Bauwerk auf der rechten Seeseite. Unter dem Namen «Seeweid» ging es als Sommerhaus der «Turnachkinder» (Roman von Ida Bindschedler) in die Literatur ein.
Baujahr: 1897-1902, 1935 Anbau Autoremise, 1989/90 Aussenrenovation, Umnutzung Autoremise
Architektur: Alexander Koch
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Villa Egli
AdresseHöschgasse 4, 8001 Zürich
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz