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Moderne Väter sind aktiver
Die internationale Vaterschaftsstudie von Fathers Direct dokumentiert einen steigenden Trend zu einer aktiveren Vaterschaftsrolle.
Zu den besten Vätern aller fünf Kontinente wurden die Väter des Aka-Pygmäenstamms, eines Jäger- und Sammler-Volkes des Nordkongos in Zentralafrika, gewählt. Denn wenn die Mütter nicht da sind, bieten die Väter ihren Kindern die Brustwarzen an und beruhigen so das schreiende Baby bis zum Zeitpunkt der Fütterung. Die Väter des Aka-Pygmäenstammes übernehmen mehr Pflichten bei der Kinderpflege als dies in irgendeiner anderen Gesellschaftsform praktiziert wird. 47 Prozent der Tageszeit halten sie ihre Kinder im Arm oder sind in deren Reichweite.
Damit toppen sie schwedische Väter, die "Superdads" der westlichen Welt, die durchschnittlich 45 Prozent der Vaterschaftspflege übernehmen. Insgesamt nehmen europäische Väter zwar mehr als früher, aber doch nur rund ein Drittel der Kindererziehung und Kinderpflege auf sich. Weltweit sind es durchschnittlich nur ein Viertel bis ein Drittel aller Väter, die sich aktiv auf diesem Gebiet einbringen. Darüber hinaus kommt die Studie, bei der 156 verschiedene Kulturen analysiert wurden, zu dem Ergebnis, dass nur 20 Prozent der Väter eine enge Verbindung zu Kleinkindern haben und nur fünf Prozent der Väter mit Babys umgehen können.
"Derzeit können wir eine Umstrukturierung der elterlichen Rollen feststellen, die europaweit für eine signifikante Verbesserung der Bedeutung und Effizienz von Familienstrukturen sorgt. Die zunehmende Wichtigkeit der Vaterrolle birgt bisher nur mangelhaft ausgeschöpfte Ressourcen bei der Erziehung der Kinder", erklärte der Vorstand von Fathers Direct, Duncan Fisher.
Quelle: http://www.fathersdirect.com
Stand: 7/05, B.H.