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Die Thermen umfassen ein Kaltbad, ein Warmbad, ein Heissbad und einen geheizten Raum. In diesem Raum unterhielten sich die Römer, spielten und festeten vermutlich auch. In einem grossen sogenannten Hypokaust wurde Wärme erzeugt. Der Gutshof ist den Archäologen seit langer Zeit bekannt. Dass zur Anlage auch eine Therme gehört, dies überrascht aber.
Zum letzten Mal wurde vor über 50 Jahren in Maisprach ein Gutshof mit Thermen ausgegraben. Seit dieser Ausgrabung haben sich die Methoden der Archäologie radikal verändert. Heute sind viel exaktere Befunde möglich, die dann auch über das Leben auf dem Gutshof Aufschluss geben könnten.
Therme wird überbaut
Im Falle von Ormalingen erhoffen sich die Archäologen Erkenntnisse über die Zusammensetzung des Mörtels. Weiter möchten sie herausfinden, wann und wie lange die Gebäude bewohnt wurden. Die wenigen Funde an Gegenständen interpretieren sie so, dass das Gehöft ordentlich verlassen und nicht nach kriegerischen Auseinandersetzungen aufgegeben wurde.
In der ersten Juliwoche fahren die Bagger auf. Dann wird das ganze Areal überbaut. Der Bauherr wusste bereits im Voraus, dass vor einem Aushub die Archäologie das Areal noch genau untersuchen muss. Die gefundenen Gegenstände werden in die Sammlung des Kantons integriert. Die Fundamente der Thermen werden durch den Neubau zerstört.
(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)