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Wie werden die IPCC-Berichte erstellt?
Das Verfahren der Berichtserstellung und -verabschiedung läuft für alle drei Teilbände des IPCC gleich ab (Abb. 1).
In einem ersten Schritt legen Wissenschaft, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie weitere Personen konkrete Themen und die Struktur für den Bericht fest. Für jedes Kapitel wird ein Team von Autorinnen und Autoren zusammengestellt. Bei der Auswahl wird vor allem auf die wissenschaftliche Expertise geachtet und darauf, dass unterschiedliche Fachdisziplinen vertreten sind.
Im eigentlichen Schreibprozess nutzen die Teams bereits veröffentlichte Erkenntnisse, möglichst aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften, tragen diese zusammen und bewerten sie. Die erstellten Entwürfe durchlaufen anschliessend ein mehrstufiges Begutachtungsverfahren, das in einer ersten Runde von wissenschaftlichen Fachleuten und in einer zweiten Runde von Regierungsvertretern der Mitgliedstaaten durchgeführt wird. Pro Bericht müssen die jeweiligen Autorinnen und Autoren zehntausende Kommentare aus aller Welt angemessen beachten und Änderungen schriftlich begründen.
Als letzten Schritt der Begutachtung werden die Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger (SPM) auf einer mehrtägigen Plenarsitzung von Wissenschaft und Regierungen der Mitgliedstaaten Satz für Satz verabschiedet. Ziel der Zusammenfassung ist es, die komplizierten Zusammenhänge klar und verständlich auszudrücken. Formulierungen dürfen von den Regierungen jedoch nur dann geändert werden, wenn die Aussage durch den Bericht gedeckt ist, so dass die wissenschaftliche Korrektheit sichergestellt bleibt. Mit der formellen Zustimmung des Plenums zum Bericht und zur Zusammenfassung für Entscheidungsträger erkennen die Mitgliedsstaaten die wissenschaftlichen Aussagen des IPCC offiziell an.