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Die Brigandine ist eine typisch spätmittelalterliche Rüstung, die in der Eidgenossenschaft weniger verbreitet war als in Burgund und in Frankreich und England. Es ist eigentlich eine verfeinerte Form eines Schuppenpanzers, der in der Herstellung sehr aufwändig ist. Zunächst werden über hundert Plättchen in verschiedenen Formen und Grössen vorgefertigt. Zum Schutz gegen Rost werden sie verzinnt. Dann legt der Brigandinenmacher die Plättchen aus und nietet sie an den Aussenstoff. Das kann Leinen oder Leder sein. Die erhaltenen Brigandinen deuten allerdings darauf hin, dass Samt noch lieber verwendet wurde. Häufig kommen für diese Befestigung Ziernieten zum Einsatz. In Bezug auf den Samt muss man sich bewusst sein, dass die Brigandine ein so teurer Gegenstand ist, dass der Samt nicht mehr weiter ins Gewicht fällt. Es kann aber natürlich auch sein, dass die weniger hübschen Brigandinen entsorgt wurden und nur die sammeten die Zeit wohlbehütet überdauerten.
Brigandinen sind ca. 10 kg schwer und tragen sich bei guter Passform sehr angenehm. Sie sind die typische Rüstung des Fusssoldaten des 15. Jahrhunderts, wurden aber selbst von Rittern beim Fusskampf getragen.