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Aktuelles
Klima-Fussabdruck der Reichen 30x zu hoch, sagt Oxfam
Die pro-Kopf-Emissionen der zum reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung gehörenden Personen wird im Jahr 2030 30-mal größer sein, als es mit einer Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius verträglich wäre, so die Entwicklungsorganisation Oxfam.
Um die globale Erwärmung wie im Pariser Abkommen vereinbart auf maximal 1,5°C zu begrenzen, dürfte im weltweiten Durchschnitt der pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen 2030 maximal 2,3 Tonnen betragen – etwa die Hälfte des derzeitigen Wertes, so Oxfam laut Medienmitteilung.
Eine aktuelle Studie der Entwicklungsorganisation rechne vor, wie sich die bisherigen Zusagen der Regierungen auf den CO2-Fußabdruck der reicheren und ärmeren Teile der Weltbevölkerung auswirken würden.
So zeige die Studie, dass die pro-Kopf-Emissionen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung auch 2030 noch weit unter einem mit der 1,5-Grad-Grenze verträglichen Wert bleiben werde. Die reichsten zehn Prozent dagegen würden 2030 diesen Wert um das neunfache überschreiten. Das reichste Prozent der Menschen werde 2030 sogar pro-Kopf-Emissionen haben, die 30-fach über einem noch verträglichen Wert liege.
Betrachte man die Gesamtemissionen, zeige die Studie, dass die reichsten zehn Prozent im Jahr 2030 für mehr Emissionen verantwortlich sein würden, als für die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze insgesamt noch zulässig wäre, unabhängig davon, was die anderen 90 Prozent tun.
Die Entwicklungsorganisation fordert, dass alle Länder ihre Klimaziel unter dem Pariser Abkommen sofort überarbeiten. Staats- und Regierungschefs müssten bis 2030 stärkere Emissionssenkungen anstreben, die ihrem fairen Anteil entsprechen, so die Mitteilung. Sie müssten sicherstellen, dass die reichsten Menschen weltweit und innerhalb jedes Landes ihre Emissionen radikal senken. Die Reichsten könnten diesen Prozess drastisch beschleunigen, indem sie umweltfreundlicher lebten, aber auch ihren politischen Einfluss und ihre Investitionen nutzten, um eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu ermöglichen.