Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03177.jsonl.gz/2097

An drei Tagen beschäftigen sich die Teilnehmenden theoretisch und praktisch mit der Gestaltung der Musik- und Tonebene eines Films. Sie erweitern ihr Wissen, erhalten Antworten auf alle damit verbundenen Fragen und holen sich durch zahlreiche Fallstudien Inspiration für ihre eigenen Arbeiten.
Am ersten Tag stehen die Dramaturgie der Ton- und Musikebene eines Films, sowie auch die Zusammenarbeit zwischen Regie, Sounddesigner·innen und Filmmusiker·innen im Mittelpunkt. Gemeinsam wird erörtert, wie man einerseits über Ton und Musik nachdenken und diskutieren kann und sollte, was es dabei zu beachten gibt und welche Überlegungen sich die Regie im Vorfeld machen sollte.
Am zweiten Tag vertonen die Teilnehmenden selbst kurze Filmsequenzen. In Gruppen aufgeteilt und mit der Unterstützung eines Sounddesigners aus dem Studio, in dem der Workshop stattfindet, treffen sie Entscheide zur Gestaltung der Ton- und Musikebene. Eine ausgewählte Soundbibliothek und Filmmusikstücke, sowie Angaben der Regie stehen ihnen zur Verfügung.
Am Vormittag des letzten Tages werden die entstandenen Sequenzen im Plenum präsentiert. Die Wirkung von Filmmusik und spezifischer Töne wird explizit diskutiert. Als Abschluss erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die spezifische und nach wie vor wichtige Arbeit des Foley Artists und können ihre diesbezüglichen Fragen stellen
Referierende
Nicolas Rabaeus - Filmkomponist
Nicolas Rabaeus studierte Jazz-Music in Paris (IMEP) und klassische Musik in Genf (HEM). Er arbeitet seit über 15 Jahren als Filmkomponist. Er hat mit vielen europäischen und Schweizer Filmemacher·innen gearbeitet, mittlerweile an über 50 Projekten: Spielfilmen, Serien, Dokumentarfilmen und Kurzfilmen.
Oscar van Hoogevest – Sound Designer
Oscar van Hoogevest ist ausgebildeter Sound Engineer, arbeitete mehrere Jahre lang als Tonmeister und Toneditor und absolvierte zudem ein Masterstudium im Sound Design an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) zu vertiefen. Für seine Arbeit an SOUL OF A BEAST wurde er 2021 für den Schweizer Filmpreis in der Kategorie 'Bester Ton' nominiert.
Marie Mazière – Foley Artist
Marie Mazière erwarb ihre Kenntnisse im Bereich Nachvertonung von Geräuschen, indem sie jahrelang als Assistentin arbeitete, unter anderem bei ihrem Vater Pascal Mazière, einem Foley Artisten. Seit 2011 arbeitet sie selbst als Foley Artist und wirkte bei zahlreichen Lang- und Kurzfilmen mit. Sie ist unter anderem bekannt für ihre Arbeit bei MA VIE DE COURGETTE.
Denis Séchaud – Sound Designer
Denis Séchaud schloss 1985 sein Studium am Institut des Arts de Diffusion (IAD) in Brüssel ab und folgte ab dann seiner Berufung, sich ganz dem Dienst am Ton für Film und Fernsehen zu widmen. 1992 gründete er zudem das Ton- und Postproduktionsstudio Masé Studio in Genf. Denis Séchaud ist zudem Mitglied des Komitees für den eidgenössischen Fachausweis Technicien Audio Visuel (TAV) und Experte beim Centre de Formation aux Métiers du Son et de l'image (CFMS). 2023 gewann er zusammen mit Carlos Ibanez den Schweizer Filmpreis in der Kategorie 'Bester Ton' für den Film FOUDRE.