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Mehr als 3.5 Millionen Menschen besuchen jede Woche die berühmte Oxford Street in London. Aber nicht nur die Geschäfte drängen sich hier dicht an dicht, sondern auch der Verkehr. Damit soll bald Schluss sein: Londons Bürgermeister, Sadiq Khan, will bis Dezember 2018 grosse Teile der Oxford Street zur Fussgängerzone umwandeln.
Damit möchte er Besuchern ein besonderes Einkaufserlebnis im Freien bieten. Ein Abschnitt von rund 800 Metern soll in einer ersten Phase zwischen dem Oxford Circus bis zur Orchard Street den Fussgänger vorbehalten sein. Danach soll der Abschnitt zwischen Oxford Circus und Tottenham Court Road folgen und bis zum Jahr 2020 schliesslich auch noch derjenige zwischen Marble Arch und Orchard Street.
Bessere Luft und mehr Raum
Durch die Transformation soll die Gegend sauberer und sicherer für alle werden. Der Bürgermeister will darüber hinaus einer der schönsten Plätze Europas schaffen. Geplant sind Sitzgelegenheiten entlang der Einkaufsstrasse und die Fahrbahn soll auf die Höhe der Gehwege angehoben werden.
In der Nähe der Oxford Street sollen neue und ausgebaute Taxistände geschaffen werden, damit sich Besucher weiterhin abholen und absetzen lassen können. Velofahrer müssten im verkehrsberuhigten Abschnitt absteigen. Die erste Umwandlungsphase ist mit 60 Millionen Pfund veranschlagt und soll von der öffentlichen Hand wie auch durch privaten Investoren finanziert werden.
Neue Tube-Linie, weniger rote Busse
Gegner der autofreien Oxford Street argumentieren, dass Gehbehinderten Menschen der Zugang zur Shoppingstrasse damit verunmöglicht würde. Auch würde der Verkehr so auf benachbarte Strassen umgeleitet werden, was Staus und die Belastung der Umwelt lediglich verlagern würde.
Fakt ist: Seit Sommer 2016 hat Transport for London (TfL) die Anzahl der Busse in der Oxford Street um 40 Prozent reduziert. Mit der Einführung der Elizabeth-Linie Ende 2018 soll der Service weiter abgebaut werden.