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An den in Mexiko ausgetragenen und von 55 Nationen bestrittenen 27.Weltmeisterschaften holten die drei jungen Golferinnen die erste WM-Medaille überhaupt für die Schweiz. Sie knüpften mit der Silbermedaille an den 2. Platz an, den sie vor zwei Jahren an den Europameisterschaften geholt hatten.
In Cancun brillierte in erster Linie die Waadtländerin Kim Métraux. Die 21-jährige Spielerin vom Golfclub Lausanne beendete die WM im Einzel im hervorragenden 3. Rang mit der dritten 69er-Runde. Dazu kam eine 72 im zweiten Durchgang. In der Team-Wertung verhalf sie den Schweizerinnen zum Spitzenplatz, deutlich hinter den klar favorisierten Südkoreanerinnen und knapp vor den Irinnen. Wichtig war auch das stabile Ergebnis vom Kims zwei Jahre jüngerer Schwester Morgane Métraux.
«Das ist ein historischer Moment für die Schweiz», sagte Captain Anette Weber. Das bisher beste Resultat für die Schweiz in der Teamwertung war der 4. Rang 1988.
«Das ist ein grossartiges Gefühl», sagte Kim Métraux. «Wir haben vor dem Turnier nie an eine Medaille gedacht. Wir kamen ohne Erwartungen hierher. Umso erstaunlicher ist jetzt Silber für uns.» Die 21-Jährige war in der letzten Gruppe unterwegs und musste auf dem 18. Green mit einem Putt aus gut drei Metern die Silbermedaille sichern. Auch dies tat die Studentin souverän.
Die Leistung der jungen Schweizerinnen ist umso höher einzustufen, als die laut Weltrangliste klar beste Amateurin Albane Valenzuela nicht mittun konnte. Die Genferin spielte gleichzeitig auf Einladung am Evian Masters, dem grossen Profiturnier.
(SDA)