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Neue Bergfahrten in den Schweizeralpen 1919
Mont Blanc-Gruppe.
Trident du Mont Blanc du Tacul ( 3639 m ) ( Vallot ). 13. September. Maurice und Alice Damesme und Jacques de Lépiney gewannen vom Col du Géant über den Col des Flambeaux und den Glacier du Géant den Südfuß des Trident und erhoben sich etwa 50 m in dem schneegefüllten südlichen Couloir. Sobald als möglich gingen sie in die Felsen über und erreichten in ziemlich schwieriger Kletterei eine breite Terrasse in der Nähe des Südostgrates des Trident, und diesen Grat selbst durch eine kurze Traverse und dann durch einen äußerst schwierigen Aufstieg in einem senkrechten Kamin von etwa 30 m Höhe. Hierauf traversierten sie die 45 ° geneigte Ostflanke schräg aufwärts über bequemere zerklüftete Felsen bis zu einem Punkte, von welchem man das von den Aiguilles zwischen dem Grand Capucin und dem Trident herabziehende Couloir erblickt. Schließlich erstiegen sie in gerader Linie die letzte fast senkrechte und etwa 80 m hohe Wand durch eine Folge von Rissen und Kaminen ( letzte Strecke sehr schwierig ) bis zum Mittelgipfel des Trident. Der Übergang vom Mittelgipfel zum ( höchsten ) Südgipfel wurde über den Grat und ( sehr mißlich ) über die Ostflanke ausgeführt. Mont 1919, pag. 268 2 ).
Gendarme Wehrlin ( Aiguilles Bouges de Charnonix ). 16. Aug. MM. Paul Chevalier, Etienne und Marcel Gérôme Lévy mit Joseph Ravanel erstiegen diesen im Ostcouloir der Glière sich befindenden Felsturm und gaben ihm den Namen eines im Felde gefallenen Mitarbeiters der Montagne. Itinerarium: Chamonix-Plan Praz 1 St. 40 Min.; Col du Lac Cornu-La Glière3 kleine Gendarmen im Ostgrat ) 6 St. 30 Min. von Chamonix. Von der Glière steigt man das große Couloir, welches zur Flégère führt, hinunter auf den Col am Fuße des Gendarmen ( zirka 30 Min. ). Dann steigt man ungefähr 10 m über den Südwestgrat an und traversiert ansteigend die den Col überschauende Flanke, um über leichte Felsen zum Gipfel zu gelangen ( 10 Min. vom Col ). Von dem pilzförmigen Hut dieses 25 m hohen Monolithen seilt man sich mit 45 m Reserveseil, das an einem oben eingeschlagenen Eisenhaken befestigt ist, zum Col ab. Vom Col zur Flégère 1 St. 30 Min., von da nach Chamonix 1 St. 30 Min. Mont. 1919, pag. 225—226.
Massif der Dent du Midi.
Dent de Fenêtral ( Pointe Beaumont ) l ) ( 2582 m ), par la face Sud 1919. MM. E.B. Blanchet et Paul Demiéville. Itinéraire: Gagner ( en s' élevant à droite du sentier Fenêtral-Col Fenêtral ) un petit col herbeux, immédiatement au Sud de la Pointe Beaumont, à 120 mètres sous le sommet. De ce point s' élever jusqu' à l' encoche de l' arête Ouest, immédiatement avant le sommet. La paroi, après un banc de rocher et un peu d' herbe, se franchit à l' aide d' une longue chemirfée très profonde. Quelques pas y sont difficiles et demandent ce qu' on appelle en allemand la „ Stemm-technik ". Cette route raccourcit d' au moins une demi-heure l' escalade de la Dent. La toute première ascension de ce sommet fut faite le 10 juin 1886 par M. Paul de Beaumont avec François et Joseph Fournier et la cime, gagnée par le Nord, fut baptisée par les guides en l' honneur du vainqueur. De nos jours encore, tous les touristes la connaissent sous le nom de Pointe Beaumont. La route Beaumont est extrêmement facile. L' arête Ouest, gagnée plus tard par le guide P.L. Delez, conduisant M. Tess ( sauf erreur !), est une belle varappe vertigineuse, présentant des difficultés très moyennes. Communication de M. Blanchet ( section des Diablerets ).
Bemerkung der BedaJction. Ich finde so wenig ein Bedürfnis, den Namen des Erstbesteigers für einen verhältnismäßig unbedeutenden Gipfel zu Ehren zu ziehen, wenn sich eine lokale Bezeichnung auftreiben läßt, als dies meinem Vorgänger in der Redaktion 1886 einleuchten wollte ( siehe S.A.C.J.. XXII, pag. 309/310 ).
Italiano; A.A.C.B. = Akademischer Alpenclub Bern; A.A.C.Z. = Akademischer Alpenclub Zürich; Alp. = Alpina, Mitteilungen des S.A.C.; D. & ö. A. V. M. = Mitteilungen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins; Ö.A.Z. = österreichische Alpenzeitung; S.A.C.J.. = Jahrbuch des Schweizer Alpenclub; A.J. = Alpine Journal; It.K.. = Carta topografica d' Italia; Vallot = topographische Höhenbestimmungen in den Minuten der Vallotschen Mont Blanc-Karte; Siegfr. = Toppgraphischer Atlas der Schweiz in 1: 50,000; Walliserführer = Klubführer durch die Walliseralpen, Band III, verfaßt von Dr. H. Dübi; Ski = Ski, Jahrbuch des Schweiz. Skiverbandes; Dübi = Hochgebirgsführer durch die Berner Alpen; Urnerführer = Klubführer durch die Urneralpen, verfaßt vom A.A.C.Z., herausgegeben vom S.A.C.; Graubündnerführer = Klubführer durch die Graubündneralpen, Bd. I, verfaßt von F. W. Sprecher und Dr. E. Näf-Blumer; Bd. II, verfaßt von W. Derichsweiler und Ed. Imhof; Kurz = Louis Kurz: Guide de la Chaîne du Mont Blanc, 2° édition, 1914; Balabio = Dott. R. Balabio: Guida delle Alpi Retiche Occidentali.II règne une confusion bizarre entre les nomenclatures et les cotes de l' atlas topographique ( Siegfried ) et le guide Wagnon ( Autour de Salvan, Excursions et escalades de la Dent du Midi au Buet, Morges 1885 ), qu' il vaudrait la peine d' éclaircir et de faire disparaître. Sur la feuille 525 ( Finhaut; A. T., édition de 1906 ), la Pointe Beaumont est dénommée Dent de Fenêtral et cotée 2582 m. La levée originale par M. L' Hardy ( édition de 1886 ) ignore cette cote et place la Rebarma à l' endroit où est maintenant la Dent de Fenêtral 2582 m, tandis que dans l' édition moderne de l' A. T. la Rebarma est placée beaucoup plus au Nord-Est et cotée 2470 m.
La Forteresse über die Nordwestflanke ( arête de Soix ). 1. September 1918. Messieurs Seylaz, Guillermin et Carrard erstiegen diese enorme Wand von der oberen Hütte von Soix ( 1870 m ) aus in 121/« Stunden. Erst einem Fußweg, dann einer Wasserleitung und einer Wegspur folgend auf die Arête de Soix, die man in ihrer tiefsten Einsenkung erreicht ( 2 St. ). Nun über verschiedene Gratstufen und Terrassen empor, dann nach links auf den Hang von Chalin und abwechselnd bald auf dem immer steiler werdenden Grat, bald auf dem in Bändern und Kalkbänken sich aufbauenden Hang zu einem großen aus der Wand heraustretenden Block ( 2 St., Frühstückshalt ). Weitersteigend gelangten sie auf eine von der Argentine aus gut sichtbare Schulter im Grat, in etwa 2700 m Höhe. Das große Eiscouloir, welches die Cathédrale von der Forteresse trennt, mündet etwa 20 m nach rechts in ein anderes großes Trümmercouloir, welches von dem erreichten Sattel zum Glacier de Soix hinunterfällt. Zur Linken versinkt ein anderes Couloir in den Tiefen des Cirque de Chalin. Hier weicht der brüchige graue Kalk einem festen braunen Néocomien und die Kletterei wird dadurch gesicherter. Nach einigen Stufen in dem harten Schnee des Couloirs von Chalin umgeht man die erste Felsbastion nach links und steigt dann in einer schrägen Linie nach rechts in dem Winkel zwischen dem Fuß der Nordwestklippe der Forteresse und dem Couloir der Cathédrale empor. Nach zweistündigem Klettern drängen mehrere mit Eis ausgekleidete Kamine in den engen Winkel zwischen dem Fuß der Klippe und einem fast senkrechten Couloir zur Rechten. Hier muß die etwa 100 m hohe Wandstufe, die zum Dach der Forteresse hinaufführt, direkt bezwungen werden. Erst nach links zu einem kleinen Einschnitt hinter einem Gendarmen in der Wand, dann einen tiefen Kamin hinauf und, dessen Überhang nach links umgehend, auf den Dachrand in der Höhe der Aiguillette Delez. Über einen sanften, mit schwarzem Geröll bedeckten Hang in 15 Min. zum Westgipfel. Von da zum höchsten Punkte ( Ostgipfel ), der um 4 Uhr 30 Min. nachmittags erreicht wurde ( Abgang von der Hütte 4 Uhr morgens ).
Diese Besteigung könnte bedeutend abgekürzt und erleichtert werden, wenn man vom Nordostende des Glacier de Soix ausginge, von wo ein breites Couloir den Zugang zum Sattel der Arête de Soix in etwa 2700 m Höhe bietet.
Die Route der Erstbesteigung in dieser Flanke, von M. Chambaz ( allein ) im Jahre 1917, führt bedeutend weiter links über den sehr brüchigen Nordgrat, unter beständiger Gefahr von Steinschlägen. E.d.A.. 1920, pag. 110—116.
Penninische Alpen.
Col de Breney ( Variante ). 30. Juli. Herr und Frau Gornelis Tromp mit Fritz Amatter verließen, von der Chanrionhütte kommend, im Abstieg die nach Arolla führende Route etwas unterhalb des Col de la Serpentine, stiegen 1 St. lang über den Zigiorenovegletscher ab, gingen dann in die Zinareffienfelsen über, traversierten in gutem Gestein zu einer etwa 12 m hohen Abseilstelle, nach deren Überwindung sie, immer nach links traversierend, über kleine Schnee- und Felspartien ein Schneecouloir erreichten. In diesem absteigend und über den Bergschrund auf den unteren Teil des Zigiorenovegletschers ( 3 St. vom Verlassen der gewöhnlichen Route hinweg ). Über leichten Gletscher und die Moräne nach Arolla. Persönliche Mitteilung von Herrn C. Tromp ( Sektion Bern ) und Alp. 1919, p. 133.
Pollux ( Variante ). 15. Aug. Dr. Ernst Wybert mit Max Aufdenblatten und Gabriel Lochmatter verließen die Gandegghütte um 2 Uhr 50 Min. morgens und gewannen, nachdem durch Stufenschlagen ziemlich viel Zeit verloren worden war, das Schwarztor um 6 Uhr 30 Min. Nun in nordöstlicher Richtung den Schneehang zirka 20 Min.
lang hinauf zu den sehr brüchigen und zum Teil vereisten Felsen, die in mühsamer Arbeit erklettert wurden ( 1 St. 10 Min. ). Dann verlor sich der Fels in der Eiswand der Nordwestflanke. Nach einigem Stufenschlagen erreichten sie in dem ziemlich ebenen Stück des Südwestgrates die gewöhnliche Route ( Nr. 1 des Walliserführers ) und um 9 Uhr die Spitze. Der Abstieg erfolgte auf dem gewöhnlichen Wege und über den Schwärzegletscher, der große Schwierigkeiten bot und unter Umständen unpassierbar werden könnte. Persönliche Mitteilung von Dr. E. Wybert ( Sektion Basel ).
Lyskamm ( 4538 m ) par la face Sud-Ouest. 8 août. MM. G.F. et O.B. Gugliermina. A cause d' un vent violent, notre départ de la cabane Gnifetti fut retardé jusqu'à 5 h. 3/* du matin. Par la route habituelle, nous étions en deux heures sur la calotte du Naso ( bergschrunde facile ) et à 8 h. V* sur le plateau occidental du glacier de Lys. Par crainte de chutes de pierres et de glaçons, bien qu' un itinéraire directe au milieu de la paroi semble possible, nous projetions de suivre d' abord la crête d' un gros éperon rocheux, pour passer plus en haut dans le milieu de la muraille et de là directement au sommet. Partis du plateau à 9 h. 20 et suivant exactement l' itinéraire prévu, nous gagnions le sommet à 4 h. de l' après. L' ascension demanda assez de temps à cause des marches qu'il a fallu tailler, la neige, sauf près du sommet, étant glacée. Les rochers ne présentent pas de difficultés et la route suivie est intéressante d' un bout à l' autre. Nous recommandons ce nouvel itinéraire, avec départ très matinal de la cabane Gnifetti. Mieux que toute description vous expliquera le tracé sur calque de la belle photo que M. Vitt0 Sella m' autorise de reproduire. Le retour se fit par l' arête Sud ( très encombrée de neige et très longue ) et le couloir à gauche du dernier contrefort Est avant le Colle della Fronte. Cette variante ( habituellement on suit la crête du contrefort ) nous a retardé beaucoup à cause des rochers très brisés et instables et du mauvais état de la neige dans le fond. Enfin la bergschrunde, très ouverte et haute, nous a contraint à un saut de 5 à 6 mètres pour toucher au plateau du glacier de Lys-Est. A 11 h. Y« du soir, au clair de la lune, nous entrions dans la cabane Gnifetti. Communication personnelle de M. G.F. Gugliermina à Borgosesia.
Nordend über den Nordwestgrat. 9. August 1919. Capt. G. Ingle Finch und Mr. H. Hafers de Magelhaèns. Alp. 1919, pag. 146 und 178.
Stellihorn par l' arête Nord-Est. 16 août. Deux caravanes, composées l' une de M. T>. v. Bethmann-Hollweg avec Amorose et Ofhmar Supersaxo et l' autre de M. Mené Kœnîg avec Heinrich et Oscar Supersaxo. Départ de Saas-Fee à 2 heures du matin. Pierrier au-dessus de l' arête Nord-Est, à peu près au niveau de l' Antronapaß 6 h. 10 à 6 h. 50. Depuis là l' arête est suivie jusqu' au sommet qui est atteint à 11 h. 25. L' arête qui de loin faisait prévoir de sérieuses difficultés, se montra d' une facilité surprenante, grâce à la stratification favorable des dalles et blocs de granit dont elle est formée. Descente par le Nollengletscher et le lac de Mattmark. Communication personnelle de M. Mené Kœnig ( section Genevoise ).
Fluchthorn par l' arête Sud-Est ( principale ). 9 août. M. E.B. Blanchet avec Joseph Imseng. Des chalets ( 2377 m ) au-dessus de Mattmark, la caravane suivit un sentier parallèle au glacier de Schwarzenberg, jusqu' après l' arête qui limite au Sud le Hangendgletscher- Cette arête fut contournée, et la caravane s' éleva facilement sur des pierriers et un névé, jusque presqu' à niveau de l' épaule inférieure de l' arête principale Sud-Est du Fluchthorn. Une marche de flanc, légèrement ascendante, sur des rochers faciles, nous conduisit à la dite épaule ( 7 h. matin ). Un steinmann fut érigé sur un promontoire qui la précède. ( C' est dans cette marche de flanc qu'eut WS » SAC 54 lieu la chute mortelle d' Edouard Eternod, le 13 septembre 1919. ) L' épaule se trouve environ à l' altitude de 3200 m ( visible sur Siegfried à gauche et au-dessus de la cote 2963 ). D' ici l' arête bondit au sommet en quelques épaulements abrupts; dès le début un passage difficile et à pic. Ensuite l' escalade se poursuit, toujours très intéressante et variée, à travers les rochers parfois très délités. L' impression chaotique de l' arête et de ses flancs rappelle, en plus formidable, l' ascension du Cervin. Avant chaque épaule, l' inclinaison se redresse. Sur l' avant-dernière, un petit cairn fut élevé. Un parcours de glace précède l' élancement de l' ultime épaule. Un passage très difficile fut forcé à grande peine sur l' arête même, le roc y surplombe et les prises sont extrêmement distantes. Des dalles verglacées nous obligèrent à passer à droite sous le sommet de cet épaulement. Un court parcours sur la glace et nous reprenons la direction du sommet; nous l' atteignons à midi, sans aucune difficulté. Le dernier épaulement, facilement accessible du sommet, porte un pluviomètre. La descente eut lieu bien facilement en moins de deux heures sur la cabane Britannia, par la route ordinaire, toute de neige excellente.
Mittelrück par le versant Est ( italien ). 25 août. M. E.B. Blanchet avec P.M. Zurbriggen. Cette montagne, insignifiante sur le versant Ouest, présente un à-pic formidable à l' Orient. La nouvelle route fut forcée dans le sens de la descente. Après quelques mètres très faciles dans une sorte de couloir herbeux très rapide inclinant un peu à gauche, un pas sans prises, très exposé, demande d' infinies précautions. Bientôt des à-pic nous rejettent à droite. La seule possibilité de descendre la paroi verticale est offerte par une fente de 6 à 8 m. ouverte en surplomb dans le bas. Elle aboutit à un angoissant atterrissage sur une vire large de quelques centimètres descendant obliquement à droite. Se plaquer contre la paroi sans prises qui repousse dans le vide. Au plus mauvais pas, la vire s' interrompant pour se poursuivre plus bas, une bonne prise assure l' équilibre. De là, des rochers plus faciles nous conduisent ( toujours obliquement à droite ) en 30 ou 40 m jusqu' à un couloir à peine accusé, presqu' à. L' accès en est délicat et dangereux. Le traverser aussitôt pour aller plus à droite dans la paroi, sans grande difficulté ( vue de plus haut, cette traversée paraît presque impossible !). Franchir un relief peu prononcé. Derrière celui-ci, une descente oblique à droite, très rapide ( un peu de terre ), conduit aisément au sommet d' un à-pic de 30 m. Un rappel de deux cordes en a raison. Vire d' éboulis. La suivre en franchissant plusieurs côtes ( „ Rippen " ) en descendant. On gagne ainsi, 200 m sous le sommet, une belle arête qui se détache de la paroi et descend très bas. Excellents rochers, gendarmes nombreux, varappe superbe. Une marche de flanc contourne deux ressauts. De grandes dalles cuirassent plus bas le flanc Sud de l' arête. Les traverser horizontalement dans le haut jusqu' à une fente qui permet une descente facile jusqu' au bas des dalles et aboutit à un terrain aisé. ( Pour cet itinéraire, gauche et droite sont pris dans le sens de la descente, la face en avant. ) Durée de la descente quatre heures.
Sonnighorn par la face Est ( italienne ). Les mêmes. Même date. Du terrain aisé dont il vient d' être question, traversée horizontale très facile jusque sous la paroi du Sonnighorn. Celle-ci semble très difficile, le soleil ne l' éclairé plus et l' ombre en dissimule le relief. Mais de près, l' aspect se modifie. En réalité, la muraille, tapissée de gazons jusqu'à une grande hauteur, n'offre ni difficulté ni intérêt. Un névé incliné la précède; un vestige de sentier allant sans doute au Mittelpaß, zigzague au début de ce versant. Nous le quittons bientôt et traversons obliquement à gauche ( soit au Sud ), sans aucune peine. Nous sommes bientôt presque sous le sommet, bien que très bas encore. Montée directe, dans des rocs gazonnés très rapides, puis un couloir nous amène sur l' arête faîtière Nord, à 50 m du sommet, que nous suivons jusqu' au but. Le couloir seul offrit quelque danger et un unique passage très incommode. Durée de la montée trois heures.
Mittaghorn par la face Ouest. 13 septembre. M. E.B. Blanchet avec P.M. Zurbriggen. Du glacier de Ritz s' élever d' abord sur le flanc Sud de l' arête Ouest du Mittaghorn, par des vires et des rochers peu difficiles, en tirant continuellement sur la droite en montée oblique, jusqu' à ce qu' on se trouve dans la face Ouest au-dessus des dalles infranchissables qui dominent le glacier. Une sorte de côte descendant verticalement du sommet accuse un dos d' âne bien au-dessus du point gagné. Ce dos d' âne est constitué lui-même par des dalles arrondies, se chevauchant, n' of guère que des prises renversées. S' élever difficilement jusqu' à niveau du dos d' âne, puis s' y hisser par son flanc gauche. Dès ce point, l' escalade est extrêmement périlleuse. Pendant 30 m, il s' agit de ramper au moyen de la seule adhérence sur un roc lisse et très incliné, bombé, surplombant un vide profond. La fin du dos d' âne aboutit à une partie verticale et sans espoir. Une vire s' insinue à propos sur la droite, dominant une cuvette creusée en forme de couloir évasé. La vire se voit bien, ainsi que le dos d' âne, du grand gendarme de l' Egginergrat. Une pierre debout sur le roc la rend reconnaissable. Après la vire, une courte escalade verticale ( où le piolet dut s' agripper au lieu de nos bras trop courts ) offrit un maximum de difficultés. Une mauvaise cheminée obliquant à gauche, avec de nombreuses prises peu solides, nous ramène au-dessus du dos d' âne, dans une zone de rochers rouges très raides mais faciles qui nous conduisent exactement au sommet ( quatre heures après avoir quitté le glacier Ritz ). Communication personnelle de M. E.R. Blanchet ( section Diablerets ).
Aiguille de l' Ancien, Aufstieg über den Südwesthang, Abstieg nach Nordwesten. 4. August 1917. S1 avv. Mario C. Santi, aw. Pompeo Viglino und Sna Ter esita Castelli gingen vom Wirtshaus in Prarayé aus, stiegen die Schlucht von Brulé hinauf bis unter die Aiguille und gewannen diesen Gipfel über seinen Südwesthang und im letzten Stück über den Südgrat, den sie in unmittelbarer Nähe des höchsten Punktes erreichten. Der Aufstieg wurde durch den wenige Tage zuvor gefallenen Neuschnee erschwert. Zeit: von Prarayé 5 St., wovon allein auf die letzten 200 m 2 St. entfielen. Der Abstieg wurde über die ebenfalls früher nicht betretene Nordwestwand genommen. Tiefer unten erlaubte ein ausgedehntes Firnfeld, den Gletscher von Mont Brulé in raschen Glissaden zu erreichen. R.M. 1920, p. 24.
Alphubel über die Südwand. 18. Juli. Herr Dietrich v. Bethmann-Hollweg mit Oskar und Othmar Supersaxo. Von der Täschalp um 3 Uhr 10 Min. aufbrechend, erreichten sie auf dem gewöhnlichen Wege der Alphubeljochroute um 6 Uhr 15 Min. den Felsen mitten im Wandgletscher. Von da in nordnordöstlicher Richtung zu einer Felsrippe, die beinahe genau südlich vom Gipfel des Alphubels sich herunterzieht bis zum Wandgletscher. Anfangs über eine etwas steile Schneehalde, dann über leichte und etwas lose Felsen in 40 Minuten auf eine Felsterrasse. Nun teils über die Rippe, teils links und rechts ausweichend in netter Kletterei bei nicht ganz festen Felsen in l1/« St. auf einen rötlichen Turm, wo ein kleiner Steinmann errichtet wurde. Jetzt muß die Rippe verlassen werden, und der Aufstieg erfolgt, sich östlich haltend, über solide Platten und Felsbändchen, hie und da in recht schwieriger Kletterei, bis man nach zirka zwei Stunden oberhalb des zweiten Turms die Rippe wieder erreicht. Von da an in sehr interessanter, spannender Kletterei teils wieder über die Rippe, teils in kleinen Couloirs und zuletzt über ein ganz kleines Schneewändchen in zwei Stunden zum Gipfel.
Strahlhorn über die Westwand ( Variante ). 22. Juli. Die nämlichen. Von Fluhalp um 4 Uhr 15 Min. aufbrechend, erreichten sie um 7 Uhr 45 Min. P. 3565 im Adlergletscher. Von da in östlicher Richtung unter den Felsen vorbei bis ziemlich gerade unterhalb des von der Zermatterseite aus sichtbaren Vorgipfels des Strahlhorns. Nun zuerst über steile Schneehalden, dann sich etwas nordwestlich haltend über teils lose und mit Schnee bedeckte Felsen in kleinen Zickzacks ohne große Schwierigkeiten gerade hinauf zu dem erwähnten Vorgipfel ( ungefähr 3 St. ). In weiteren 20 Min. zum Gipfel. Abstieg auf dem gewöhnlichen Wege ( Route 3 des Walliserführers ).
Breithorn über die West- und Nordseite. 3. September. Die nämlichen. Aufbruch von der Gandegghütte um 5 Uhr; zuerst hinunter auf den unteren Theodulgletscher, in südöstlicher Richtung an den Fuß des Felsens, dessen Höhe mit 3688 m kotiert ist; an demselben vorbei über steilere, teilweise verschrundete Schneeglet-scherhalden zum östlich davon liegenden Felsen. Nun zuerst demselben entlang, bis ein Couloir als geeignet erschien für den Aufstieg ( 3 St. ). Dasselbe erwies sich zuerst als ganz gut, nach zirka 100 m aber war eine plattige, 20 m lange Stelle sehr schwer, da der Felsen sehr glatt ist. Nachher wieder leichter über lose Felsen und Eis bis in 3800 m Höhe ( 2 St. ). Von hier querten sie in östlicher Richtung einen kleinen Gletscher bis zu der Felsrippe, die fast genau nördlich des Breithorngipfels sich herunterzieht. Nun anfangs noch über guten Schnee und Eis ( sehr steil, 55derselben entlang, sodann über dieselbe zu einem ersten Schneeband ( 2 St. ). Nach demselben wieder über die Felsrippe, die stark verschneit war und lose Felsen aufwies, zu einem zweiten Schneeband ( l'/s St. ). Sodann wieder über die Felsrippe, die sich zuletzt ganz verliert, zum Gipfelfirn ( ls/
Täschhorn-Dom Lenzspitze-Nadelhorn in einem Tag. 19. August. Die nämlichen. Aufbruch vom Biwak am Mischabeljoch 1 Uhr 20 Min. nachts. Täschhorn an 5 Uhr 40 Min., ab 6 Uhr 20 Min. Domjoch an 8 Uhr 20 Min., ab 8 Uhr 48 Min. Dom an 1 Uhr ( 3/* 8t. Rast .), ab 1 Uhr 45 Min. Lenzjoch an 2 Uhr 30 Min., Lenzspitze an 5 Uhr ( unterwegs 1 St. Rast ), ab 5 Uhr 30 Min. Nadelhorn an 7 Uhr 20 Min., ab 7 Uhr 35 Min. Mischabelhütte an 10 Uhr 15 Min. nachts. Persönliche Mitteilung von Führei\ Oskar Supersaxo.
Berner Alpen.
Gletscherhorn über den Südostgrat ( Variante ). 9. Juni. Herren H. Lauper, H. Hey und Hodel. Mit Ski von der Konkordiahütte gegen P. 3297. Auf einer Höhe von 3120 m ( Aneroid ) Skidepot ( 2 St. von Konkordia ). Von hier nach Süden ausbiegend, um die erste Wandstufe herum und von Süden auf den ersten Schneegrat des Südostgrates. Die Höhe der nächsten Stufe ( vom Kranzbergfirn gesehen eine auffällige Kanzel ) wurde über die Nordkante und Nordflanke erreicht. Von hier an verfolgten sie den Grat über einen Schneekamm, drei Grattürme, wieder einen Schneekamm und zwei weitere Türme, worauf sie den Sattel erreichten, zu dem die Partie von 1893 ( siehe Dübi II 64 ) von Süden her gelangt war. Von hier auf Route 2 zum Gipfel ( 9 St. von Konkordia bei sehr schlechten Verhältnissen ).
Trugberg ( 3933 m ) über den Südsüdwestgrat vom P. 3050 aus. 10. Juni. Die nämlichen. Von der Konkordiahütte in zirka 6/* St. zu P. 3050. Von hier über den erst felsigen, später schneebedeckten und verwächteten Südsüdwestgrat leicht in 1Y2 St. auf die Höhe des Ostgrates in zirka 3850 m Höhe; von hier auf Route a ( Dübi II 96 ) zum Gipfel.
Kranzberg ( 3613 m ) über den Ostgrat. 16. Mai. Herren F. Egger und K. Goldschmid stiegen vom Skidepot am Fuß des Kranzberg-Ostgrates ( an 5 Uhr morgens ) zuerst noch auf dem harten Schnee südlich der Gratfelsen bis ungefähr auf die Höhe von P. 2967, um dann, nach rechts abbiegend, die Gratschneide zu erreichen ( 5 Uhr 20 Min. ). Von hier in unterhaltender, aber zeitraubender Kletterei dem Grat entlang. Ungefähr in der Mitte desselben erhebt sich ein steiler Aufschwung, der sie etwas mehr als eine Seillänge in die Ostflanke drängte. Kurz darauf wurde wieder der Grat erreicht ( 11 Uhr ). Die folgenden kleinen Gendarmen wurden alle überklettert. Erst kurz vor dem Gipfel 3613 m bietet ein fast senkrechter Absatz wieder einige Schwierigkeit., Sie überwanden denselben an der Stelle, wo der Grat in die Wand übergeht, die vom Südsporn gebildet wird. So gelangten sie wenige Meter südlich des Südgipfels auf den Kamm. Gipfel an 3Y2 Uhr nachmittags. Die fast immer schlechte Beschaffenheit des Gesteins erfordert beständig große Vorsicht, denn die Gratschneide besteht oft aus großen losen Platten.
Rotlauihorn ( Baltschieder ). 11. August. Herren W. Scabell und H. Hüttenlocher erreichten von der Martigschüpfe aus über steilen Schnee den Fuß des Gratsporns, der sich in der Nordflanke des Rotlauihorns zwischen P. 2437 und 2971 herabzieht. Die glatten Platten zu unterst erstiegen sie durch einen etwa 80 m langen steilen Riß, bogen dann nach links um und erreichten den Sporn selber, dem sie bis zuoberst folgten. Er endet etwa 50 m westlich von einem hammerähnlichen Gratturm, den sie auf der Nordflanke umgingen, in den Westgrat. Von dort dem Westgrat folgend über P. 2971 zum Gipfel ( 5 St. ).
Lägendgrat ( Baltschieder ) über die Westflanke. 9. August. Herr W. Scabell ( allein ). Zuerst einem Kamin folgend ( bei I von „ Im Eilend " ( Siegfr. ), der nach zirka 100 m in die steile Flanke ausläuft. In dieser wurde der Grat selber er- reicht, der, mit einigem Ausweichen nach links, bis zu seiner Depression gegen das Fäschhorn zu verfolgt wurde ( 21/i St. mit Rasten ). A.A.C.B., XIV. Jahresbericht, pag. 13—14.
Kamm über den Westgrat. 2. August. Herren Christian Rubi und Jean Dubois. S.A.C.J.. LIV, pag. 49.
Kammjoch-Fiescher Gabelhorn-Schönbühlhorn, erste Überschreitung. 9. September. Herren Dr. Hans Kœnig und E. Paréjas mit Hans Rubi. S.A.C.J.. LIV, p. 50—57.
Wetterhorn über den Nordgrat ( Variante ). 10. August. Herren Hermann Leuthold und A. Graber. Von der Dossenhütte auf Wetterhornroute 1 a bis zum Wellhornsattel. Von hier Abstieg auf den oberen Schwarzwaldgletscher und quer über diesen an den Fuß des Wetterhorn-Nordgrates. Einen schneeerfüllten Graben hinauf und rechts ( im Sinne des Aufstiegs ) desselben auf den Grat. Längs diesem an den Fuß des Gipfelgrates und weiter zum Gipfel. Schneeverhältnisse die denkbar schlechtesten unter Einwirkung des Föhns. Zeiten: Hütte ab 12 Uhr nachts; am Fuß des Grates 5 Uhr 30 Min.; auf dem Grat 8 Uhr 30 Min.; am Fuß des Gipfelgrates 1 Uhr 15 Min. nachmittags; auf dem Gipfel 4 Uhr 15 Min. Eine Abkürzung würde erzielt, wenn man über den Vorderen Wellsattel ( P. 2961 ) auf den Schwarzwaldfirn gelangen könnte. Persönliche Mitteilung von Herrn Hermann Leuthold ( Sektion Oberhasli ).
Weitere Neubesteigungen in den Berner Alpen siehe unten in den Artikeln von P. Montandon und Al. Perrig.BedaJction.
Lepontische Alpen.
Kühbodenhorn über den Nordwestgrat. 21. Juli 1918. Herr Marcel Kurz mit Arturo Andreotti. Von der Rotondohütte über den Wyttenwasserpaß und auf Passo Rotondo. Route bis zum Nordfuß des Kühbodenhorns ( l'/a St. ). Ungefähr in der Mitte des Nordgrates sieht man einen sehr spitzigen Gendarmen. Man kann den Grat entweder rechts oder links von diesem erreichen, links durch ein breites Schneecouloir, rechts durch eine enge steile Rinne. Sie stiegen durch diese Rinne hinauf und benutzten zuletzt die Felsen des linken Ufers ( 25 Min. ). Von dort verfolgt man den Nordwestgrat bis zum Gipfel ( 30 Min. ). Alle Gendarmen können leicht überklettert werden, oder man kann sich auf der Westseite des Grates halten.
Hinteres Muttenhorn über den Nordostgrat. 15. August 1918. Herr Marcel Kurz ( allein ). Der Vereinigungspunkt dieses Grates mit dem Hauptkamm der Muttenhörner liegt zirka 80 m östlich vom höchsten Punkt des Hinteren Muttenhorns. Vom Leckipaß in 20 Min. zum Fuß des Grates. Von hier direkt zum Gipfel über mächtige, teilweise lose Platten ( 50 Min. ). Diese Route ist nicht zu empfehlen.
Hinteres Muttenhorn über den Nordwestkamm. 3. September 1918. Herr Marcel Kurs ( allein ). Der Sattel in der Nähe von P. 2948 zwischen dem Hinteren und Mittleren Muttenhorn wird leicht vom Saasfirn'aus über Geröllhalden und einen kleinen Gletscher erreicht ( 35 Min. ). Von diesem Sattel aus verfolgt man den Grat bis zum Gipfel ( 35 Min. ). Das mittlere Stück des Grates bietet hübsche Kletterei in steilen aber festen Platten. Alle Gendarmen können traversiert oder umgangen werden. Der Abstieg von den zwei letzten Zwillingstürmen ist aber nicht leicht; es ist besser, sie auf der Südseite zu umgehen. A.A.C.Z., XXIII. Jahresbericht, pag. 17.
Passo di Pesciora inferiore. Mit diesem Namen wird, zum Unterschied von einer höheren Übergangsstelle zwischen Pizzo di Pesciora und Gerenhorn, welche am 13. Juli 1891 von Rev. W. A. B. Coolidge von Westen, am 3. April 1892 von C. Seelig und Emil Huber von Osten erreicht wurde, eine tiefere und markantere Scharte zwischen dem Gerengletscher und dem Pescioragletscher bezeichnet.
24. August 1918. Herren Marcel Kurz und Bobert Mittendorf mit Battista Pélloni. Vom Wyttenwasserpaß her gewinnt man über den Gerengletscher, einen Firnhang und einige Felsen den tiefeingeschnittenen Paß, der erst im letzten Augenblicke sichtbar wird ( 50 Min. ). Auf der anderen Seite steigt man leicht über den Gh° di Pesciora, geschliffene Felsen, Moränen und Grashänge zur Cassina dei Piani ( 2070 m ) ab ( 1 St. ). Von dort führt ein Pfad nach Bedretto hinunter.
Poncione di Manegorio ( 2840 m ) über den Westgrat und Traversierung. 25. August 1918. Herren Marcel Kurs und Robert Mittendorff. Vom westlichen Gerenpaß zwischen Forcella und Poncione di Manegorio verfolgt man den Grat fast in seiner ganzen Länge. Der erste Felszacken wird rechts umgangen, der zweite Absatz direkt erklettert. Der obere Teil des dritten Absatzes wird links durch ein kleines Band in der senkrechten Felswand erklettert. Nach Überwindung des vierten Absatzes traversiert man nach rechts über eine glatte Platte zu einem leichteren Kamin, der zum Kamm hinaufführt. Von dort wird der Grat breiter und leichter. Ein letzter Gratturm kann entweder überstiegen oder ( leichter ) in seiner Südflanke umgangen werden ( Gerenpaß-Gipfel 1 St. 20 Min ). A.A.C.Z. XXIII. Jahresbericht, pag. 18.
Wyttenwasserstock über den Nordwestgrat. 27. August 1918. Herren Marcel Kurz und Bobert Mittendorff. Über die Westwand ( Route 8 b Urnerführer II 30 ) in 55 Min. zum Vereinigungspunkt der West- und Nordwestgrate ( den M. Kurz mit Dr. O. A. Hug am 9. August vom Gipfel aus in 20 Min. über den Kamm leicht erreicht hatte ). Von dort aus gewinnt man in 20 Min. eine kleine Schulter, wo der Grat sehr steil wird. Über steile, aber feste Felsen steigt man weiter ab bis zu einer 6 m hohen, glatten Platte, über welche man sich abseilt. Dann wird die Gratkante sehr schmal und exponiert. Man klettert über zwei dünne Felsnadeln zum Gipfel eines großen Gendarmen ( der zweite vom Wyttenwasserpaß ) hinauf. Von diesem seilt man sich etwa 25 m ab und gewinnt die vor dem letzten Gendarmen liegende Scharte. Es ist vielleicht möglich, diesen letzten Gendarmen zu überklettern; sie stiegen aber durch einen steilen Kamin zum Firn am Nordfuß des Berges ab ( 21/ » Std. ).
Saashorn ( 3031 m ) von Norden. 3. September 1918. Herr Marcel Kurz mit Battista Pelloni. Vom kleinen Gletscher zwischen Hinter-Muttenhorn und P. 3031 der Saashörner steigt man direkt in der Richtung des Gipfels ein breites steiles Schneecouloir und einige brüchige Felsen auf. So gewinnt man in zirka 40 Min. den Verbindungsgrat zwischen den drei Felstürmen des P. 3031. Die nördliche Spitze wird von Osten erklettert, die mittlere kann man traversieren. Die höchste ( südlichste ) besteht aus einigen Felsnadeln, die leicht ersteigbar sind.
Pizzo Rotondo, neuer direkter Aufstieg von Norden. 4. September 1918. Herr Marcel Kurz ( allein ). Vom obersten Firn des Gerengletschers am Nordfuß des Berges über den Bergschrund, dann einen sehr steilen Felshang hinauf zur Felsrippe, die sich vom großen Gendarmen des Nordostgrates herunterzieht ( 25 Min. ). Diese Rippe besteht aus großen Blöcken, die mit steilen aber festen Platten abwechseln. Man verfolgt sie bis unterhalb des obenerwähnten großen Gendarmen, biegt dann nach rechts ab und erreicht den Nordostgrat ( 30 Min. ), der bis zum Gipfel verfolgt wird ( l3/* St. vom Wyttenwasserpaß ). Direkteste Route von der Rotondohütte und weniger steinschlaggefährlich als der Abstieg Dr. Schläpfers 1869. A.A.C.Z., XXIII. Jahresbericht, pag. 19.
Kl. Sambucco. Sommer 1919. Herren Ch. Taucher, Paul Vogt und Peter Hodel. Alp. 1920, p. 60.
Urner Alpen.
Eggstoch über den Ostgrat und die Ostwand. 14. Juli 1918. Herr Marcel Kurz mit Anton Simmen. Von der Moosstockhütte über den Dammafirn zum P. 2952 T. A. ( l1/* St. ). Von dort zirka 50 m nach Norden absteigend ( große Spaltenund dann nach Nordwesten über den Gletscher leicht ansteigend zum Fuße des Ostgrates. Dieser zieht sich vom P. 2869 hinauf und verläuft allmählich in die Ostwand des Eggstockes. Bei zirka 3100 m bildet er eine kleine Schulter, oberhalb einem Felssporn. Dort wird er am besten erreicht ( 50 Min. vom P. 2952 ). Über die Schneekante und leichte Felsen steigt man in die Ostwand hinein. Ein Couloir, das mit dem Nordostgrat parallel läuft, führt weiter hinauf. Man verläßt dieses aber bald nach rechts und klettert in den steilen Felsen der Ostwand direkt zum höchsten felsigen Gipfel des Eggstocks ( 1Y4 St. von der Schulter ). An diesem Punkt bildet sich keine G wachte. Zirka 100 m unter dem Gipfelkamm fällt diese Route für einige Schritte mit der Nordostgrat-Route zusammen ( siehe Urnerführer II, pag. 98-99, Route 25 d ).
Rhonejoch ( 3522 m ), erste Überschreitung. 14. Juli 1918. Herr Marcel Kurz mit Anton Simmen. Ohne Name noch Quote im T. A.; zwischen dem Dammapaß und dem Rhonestock, 200 m nördlich von letzterem. Die Höhe 3522 ist der Rhone-gletscher-Übersichtskarte der „ Neuen Denkschriften der Schweiz. Naturforscher-Gesellschaftu entnommen. Der Name Rhonejoch wird hier vorgeschlagen. Es ist durch einen Schneegipfel ( 3558 m ) vom Dammapaß getrennt und eignet sich ebensogut wie dieser als Übergang zwischen Dammafirn und Rhonegletscher. Von Osten her scheint er sogar tiefer zu sein als der Dammapaß ( vgl. Skizze Urnerführer II, pag. 88 ). Von der Moosstockhütte auf Route 20 c des Urnerführers zum Fuße des großen Schneecouloirs, das vom Rhonejoch herunterkommt ( 2 St. ). Nach Überschreiten des Bergschrundes steigt man direkt zum Paß hinauf. Sie fanden gar keine Gwächte ( am Dammapaß hingegen war sie sehr groß ) und stiegen in 35 Min. vom Joch zum Dammafirn ab.
Dammazivülinge: Östliche Spitze 3265 m, Westliche Spitze 3262 m. Erste Besteigung beider Spitzen. Ohne Namen noch Quote im T. A. 15. Juli 1918. Herr Marcel Kurz mit Anton Simmen. Diese zwei scharfen, durch eine tiefe Scharte getrennten Felsnadeln erheben sich direkt nordwestlich vom Oberen Gletschjoch im Grat zwischen Gletschhorn und Tiefenstock. Die höhere ist vom Göschenertal aus gut sichtbar und bildet eine hübsche schwarze Felspyramide. Die andere entsendet nach Nordosten einen geraden Felsgrat bis tief in den Wintergletscher.
Der Name „ Dammazwillinge " wird hier vorgeschlagen. Sie sind in Conway, „ The Alps from End to End ", pag. 206, unter falscher Überschrift dargestellt und werden im Urnerführer II, pag. 115, und in Coolidge „ Bernese Oberland ", Vol IV, Part 1, pag. 51, erwähnt. Anläßlich der zwei ersten Besteigungen des Tiefenstocks über den Nordostgrat wurden die Dammazwillinge umgangen. Keine der beiden Karawanen betrat das Obere Gletschjoch. Die erste Partie ( Fräulein Helene Kuntze mit Joseph und Gabriel Lochmatter, 23. Juli 1903 ) stieg direkt in die Scharte zwischen beiden Gipfeln ( nennen wir sie Zwillingsscharte ). In ihrer Routenbeschreibung ( S.A.C.J.. XXXIV, 325-326 ) verwechselt Frl. Kuntze das Obere Gletschjoch mit der Zwillingsscharte. Die zweite Partie ( Dr. R.M.artin mit G. Püntener, 4. September 1904 ) stieg auch zuerst in das gleiche Couloir ein, benützte aber bald die Felsen der östlichen Seite und stieg über die Südkante des ersten Gratturms ( Ostspitze ) hinauf bis zirka 10 m unter den Gipfel des Turmes. Sie erreichte von dort nach einer kurzen Traverse und einem Abstieg die Zwillingsscharte. Die Beschrei- bung Dr. Martins ist sehr genau. Sie umging dann auf der Nordostflanke den zweiten Turm ( Westspitze ) und verfolgte den Hauptkamm weiter wie Frl. Kuntze, die aber die Westspitze auf der Südseite umging.
Von der Moosstockhütte zum Wintergletscher hinunter und auf Route des Oberen Gletschjochs ( Urnerführer II, pag. 115 ) zum Fuß des Felsgrates ( zirka 2880™ ), der von der Westspitze nach Nordosten zieht ( 3 St. ). Dieser Grat wird bis zum Gipfel verfolgt. Die Felsen sind sehr fest ( waren aber noch stark verschneit, so daß der Aufstieg 4 St. 25 Min. erforderte ). Der erste Gendarm wurde rechts in der Nordflanke umgangen und der zweite durch dieselbe Wand erklettert. Dann weiter auf der Gratkante bis zum Fuß eines großen spitzen Gendarms, dessen Gipfel von Norden durch einen schwierigen tiberhängenden Kamin erreicht wurde ( B^/î St. vom Fuß des Grates ). Von dort aus, dem Grate nach, in leichterer, aber stets interessanter Kletterei in 45 Min. zur Westspitze.
Für die Traversierung zur Ostspitze muß man ein Stück auf dem Nordostgrat zurückklettern, bis zu einem Punkt direkt oberhalb der Zwillingsscharte. Nun seilt man sich entweder über eine glatte, zirka 10 m hohe Platte ab bis zum Kopf eines Kamins, oder man steigt weiter nach Norden ab und erreicht dann den Kamin durch eine leichte Traverse in der Nordostflanke. Die Felsen des Kamins sind sehr brüchig. Man steigt darin zirka 15 m ab und tra versiert dann nach Norden bis in die Zwillingsscharte ( 40 Min. ). Von der Scharte über den Grat in leichter Kletterei bis zur Ostspitze ( 10 Min. ). Der Gipfel selbst ist flach und breit. Er kann auch vom Oberen Gletschjoch aus erreicht werden. Sie stiegen aber wieder zur Zwillingsscharte ab und von dort in dem Schneecouloir der Partien Kuntze und Martin in xlt, St. zum Tiefengletscher. Von dort in 1 St. 10 Min. nach Hotel Tiefenbach. A.A.C.Z., XXIII. Jahresbericht, pag. 20—22.
Dammastock, direkte ErMeüerung von der Moosstockhütle durch die Ostwand. 6. August. Herren Albert Frei und Ed. Imhof jun. beabsichtigten, den Dammastock auf Route 22 di ( oder eventuell 22 da ) des Urnerführers zu besteigen und folgten dieser Route bis hart an den Fuß der Wand in der Fallirne unter dem Gipfel. „ Bis hierher brauchten wir infolge schlechter Schneeverhältnisse von der Klubhütte 3 St. Um Route 22 d weiter zu verfolgen, hätten wir nun eine breite Schneerinne nach Norden queren müssen; Route 22 d3 ( d* der Zeichnung, S. 88 ) hingegen hätte bis zum günstigen Einstieg in die Wand nach der Figur S. 88 des Urnerführers die Traversierung eines sehr steilen Schneehanges ( da, wo in der Figur S. 88 die Bezeichnung d4 steht ) nach Süden erfordert. Die Schneeverhältnisse waren aber so unsicher, daß wir beides vermeiden wollten. Wir kletterten darum direkt über die schwach ausgeprägte Felsrippe südlich des Schneecouloirs, durch das Route 22 d2 führt, hinauf in die Fallirne bis hart unter den Gipfel ( höchster Punkt ). Besonders in der unteren Hälfte weist diese Rippe einige sehr steile plattige Absätze auf, deren Erkletterung uns viel Arbeit kostete, da der Fels noch stellenweise verschneit war. Dicht unter der Gipfeigwächte wird die Wand etwas weniger steil und bedeutend leichter. Wir stiegen bis unter die überhängende Gwächte und konnten unter derselben ohne Schwierigkeiten zirka 20 m nach Süden traversieren zu einer Stelle, wo sich der Gipfelgrat wenig südlich des Gipfels leicht ersteigen ließ. Die Stelle, wo die Gwächte überwunden werden kann, ist aber offenbar stark von der momentanen Ausbildung der Gwächte abhängig. Wir brauchten für die Erkletterung der Wand 4 St. ( also von der Klubhütte 7 St.).Persönliche Mitteilung von Herrn Ed. Imhof.
Uri-Rotstock über den ganzen Nordgrat. 18. August 1918. Herr M. Suter mit Joseph Gasser. Alp. 1919, pag. 21.
HutstoeJc über den Westgrat und Traversierung. 3. August. Herren L. Heuthal, H. Heß, G. Böhme, A. Höchli und Frau Heß-Hellenstein mit Eug. Küster. Alp. 1919, pag. 165.
Gitschenhörnli. Neuer Zugang zum Gipfelturm. 1. September. Herr Dr. Anton Krupski mit Josef Maria Mattli. Alp. 1920, pag. 6 — 8.
Glaraer-Alpen.
Kammlistock über die Nordwand. 31. Mai 1818. Herren E. Ammer und Max Liniger. Von der Kammlialp auf der Kammliliicke-Route bis zu P. 2433. Der Einstieg in die Wand liegt etwas oberhalb, zwischen einem Felskopf und der Wand, wo ein schmales Couloir seitlich in die Wand führt. Auf der Höhe des Kopfes wendet man sich rechts und klettert senkrecht einen engen Riß hinauf bis zu einem kleinen Vorsprung. Dann werden zwei steile Couloirs gequert. Ein drittes, dessen westlichen Arm man benutzt, führt in gewundenem Verlauf steil über den obersten Teil der Wandstufe hinauf. Mittelschwere Felsen führen dann in den südwestlichsten Plattenkessel der Wand, den man in der Richtung gegen den Gipfel verfolgt. Eine kleine Wandstufe wird links umgangen. Man erreicht so das große Band, das sich horizontal durch die ganze Flanke zieht, quert es aufwärts und klettert sodann in südwestlicher Richtung weiter, bis sich ein markantes Couloir öffnet. Dieses teilt sich oben. Der östliche Arm wird verfolgt, ebenso eine Reihe kleinerer Couloirs und Wandstufen, die sich anschließen. Derart gelangt man auf eine Rippe, die sich westlich parallel der mittleren Hauptrippe emporzieht. Diese wird in stellenweise schwieriger Kletterei aufwärts begangen, bis sie in einen Plattenkessel ausläuft, den man so weit aufwärts verfolgt, bis man die ihn westlich begrenzende Rippe gewinnen kann. Dieser Rippe nach aufwärts, bis sie sich mit der mittleren vereinigt, über welche man eine Firnschneide und den Nordostgrat des Gipfels erreicht. ( Um diese Unternehmung zu einer sicheren zu gestalten, sollte noch etwas Schnee in der Wand liegen, da sonst die Steinschlaggefahr zu groß wird. ) Zeiten: P. 2433 bis Gipfelgrat 131/s St.; ganze Tour Kammlialp-Claridenhütte 19 St.
Weitenalpstock über den Ostgrat. 19. Mai 1918. Herren E. Ammer, W. Frölicher und H. Neumeyer. Vom Krüzlipaß nordwärts über Schutt und Schneehänge zum Fuß des Grates, der vom Südgipfel nach Osten abfällt. Durch ein kurzes Schneecouloir und über plattige grasdurchsetzte Felsen erreicht man die Gratkante, welche bis zum Gipfel verfolgt wird ( 4 St. von der Etzlihütte ). A.A.C.Z., XXIII. Jahresbericht, pag. 22—23.
Vorab über die Nordwand und den Westgrat. 29. August. Herr C. O. Böhny mit Peter Marti. Alp. 1919, pag. 146.
Cavestraulücke über die Südwand. 21. August. Herren Fritz Leuenberger und Theo Flubacher. Alp. 1919, pag. 146.
Salbitschyn über den Südgrat und die Südwestwand. 17. August. Herren Marcel Kurz und Dr. O. A. Hug mit einem Träger. Vom Regliberg über Salbitalp bis zum Fuß des Südgrates l1/^ St Man kann am Grat deutlich vier markierte Stufen unterscheiden, jeweilen gekennzeichnet durch kleine Sättelchen. Je höher hinauf der Grat sich schwingt, desto steiler fallen die Granitplatten nach Süden ab, und desto schwieriger werden die Gendarmen, die alle nach Norden ( gipfelwärts ) überhängen. Das unterste Stück ist leicht und kann direkt über den Grat erstiegen werden; sie erklommen es durch ein Couloir auf der Westseite des Grates ( 20 Min. ). Am ersten Sattel mündet von der Westseite her eine tiefe Schlucht, die sich direkt vom Voralptal hinaufschwingt. Die Südseite dieser Schlucht bildet überhängende Felsen, die ver- hindern, daß man direkt in den oberen Teil der leichten Westwand einsteigen kann. Das zweite Gratstück ist sicherlich auch gut gangbar; der Abstieg vom Endgendarm dieses Gratstückes in den zweiten Gratsattel muß durch Abseilen bewerkstelligt werden. Sie hatten dieses Gratstück resp. dessen südöstliche Wand auf leicht gangbarem Schutt und Schneeband rechts ( östlich ) umgangen ( leicht ansteigend ), bis sie sich direkt unter dem zweiten Sattel befanden ( 20 Min. ). Der Aufstieg durch die Wand zum zweiten Sattel geschah durch zum Teil schwere Felsen und gritfarme Rinnen ( 1 St. ). Dieser Aufstieg ist sicherlich schwieriger als die direkte Verfolgung des zweiten Gratstückes. Das dritte Gratstück ist sehr schwierig, aber für einen erstklassigen Kletterer wohl überwindbar. Sie umgingen es durch Einstieg in die Westwand und Verfolgung eines hübschen Felscouloirs, das sie in den dritten Sattel hinaufführte ( 8/i St. ). Das Schlußstück, die zirka 100 m hohe Gipfelwand, wird in luftiger schöner Kletterei durch eine Reihe von Rissen erstiegen {ljt St. ). Der Grat endet etwa 30 m östlich des Gipfels. Dauer des Aufstieges 2 St. 45 Min.
Sonnig- Wichel über den Südostgrat und die Südwand. 7. September. Die nämlichen stiegen vom Südgipfel über den bereits bekannten Südostgrat ( Route 13 a des Urnerführers ) bis zum ersten spitzen Gendarm gerade vor dem Wichelschyn IV. Dort mündet ein vom Wicheltal sich emporschwingendes, von unten ( Westen ) nach oben ( Osten ) durch die Südwand des Sonnig-Wichel verlaufendes steiles Felscouloir. Durch dasselbe stiegen sie verhältnismäßig mühelos und rasch zu Tal. Die einzige Schwierigkeit bilden einige im Couloir eingeklemmte Felsblöcke, über die sie sich abseilten. ( Im Aufstieg müßte man jeweilen die linke [nördliche] Wand benützen, um auf die Blöcke zu gelangen. ) Der untere Teil des Couloirs bildet eine steile Schneerinne, auf deren etwas erweichtem Schnee sie rasch auf den Talboden hinunterrutschten. Zeit des Abstieges: Südostgrat 20 Min., Couloir 11/i St. In einer weiteren Stunde erreichten sie die Alp Obermatt.
Klein-Schneeliom. Neue Variante der Gipfelsüdwand. 14. September. Herren Dr. O. A. Hug, J. Schmid, P. Schweizer, A. Hagnauer. Gewöhnlicher Aufstieg über den Hälsigrat ( Route 28 a des Urnerführers ) bis an den Fuß der Gipfelwand. Anstatt die Gipfelwand über die Platten zu ersteigen, wichen sie nach rechts aas, traversierten etwa 30 m auf einem leichten horizontalen Bändchen in die Wand, erkletterten dann einen etwa 12 m hohen, leichten, sehr griffreichen Kamin bis zu einem Schuttplateau; dann um eine etwas heikle Felsenecke, direkt über der oberen Ausmündung des Kamins, nach links ( westlich ) aufwärts, und über eine leichte Platte auf den Grat, den sie zirka 50 m östlich des Gipfels erreichten. Zeitdauer 20 Min. Diese Variante ist leichter als der Plattenaufstieg und jederzeit gangbar.
Oberalpstock, P. 2831 m. Weder in der alpinen Literatur noch im Urnerführer des A.A.C.Z. beschrieben, obgleich dort auf pag. 199, Bd. II, mit der Quote 2831 belegt. Befindet sich südlich des Turmjochs, gegen das er in einer glatten Platte abfällt. 2. August. Herren H. Lauper und H. Rüfenacht stiegen von Westen her in ein Couloir, das sich von der Spitze in Südwestrichtung zum Oberthalgletscher hinabzieht. Über die westlichen Randfelsen leicht empor, bis sich das Couloir verengt und in zwei Risse teilt, wovon der westliche zum weiteren Aufstieg benutzt wurde. Da, wo er durch einen Überhang abgesperrt wurde, erfolgte eine Traverse nach links ( westlich ), von wo aus wieder in östlicher Richtung schwach ansteigend eine Scharte zwischen dem niedrigeren Süd- und höheren Nordgipfel erreicht wurde. Südgipfel leicht erreichbar. Nordgipfel in schöner luftiger Kletterei erreicht ( zirka 3/* St. vom Gletscher ). Auf keinem der beiden Gipfel fand sich das geringste Zeichen früherer Besteigung, weshalb sie auf dem Nordgipfel drei Steinmänner bauten. A.A.C.B., XIV. Jahresbericht, pag. 11 — 13.
Trotzigplariltstock, Südwestgrat. 4. August. Herren E. Eberhard, H. Wiederkehr und H. Ludescher. Von der Sustlihütte an den Fuß des Südwestgrates, dessen unterster Abbruch nach Osten umgangen wurde. Aufstieg zur Gratkante durch eine steile, etwas plattige Felsrinne, die weiter oben in einen engen senkrechten Kamin mit eingeklemmtem Block mündet und knapp Raum zum Durchkommen läßt. Hierauf über ein 5-6 m hohes, griffarmes, exponiertes Wändchen hinauf zur Kante des Südwestgrates, der in steiler, aber gutgriffiger Kletterei verfolgt wird bis zu einem senkrechten Absatz, dem „ bösen Turm ", der über die griffarme exponierte Gratkante direkt erklettert wird ( ungefähr 2860 m hoch ). Das nun folgende, fast horizontale Gratstück ist, da völlig grifflos, nicht begehbar. Man steigt durch einen engen Riß zirka 20 m nach Osten ab ( schwierig ) und erreicht, nach Umgehung eines Turmes, durch eine breite Rinne wieder die Kante des Südwestgrates, der nun in steiler, mittelschwieriger Kletterei, hie und da in die Südflanke ausweichend, bis zur Spitze verfolgt wird. Vom Einstieg bis zum Gipfel 2 St., wobei die Überkletterung des „ bösen Turmes " über 1 St. erforderte.
Wasenlwrn über Nordost flanke. 5. August. Die nämlichen. Vom Stößenfirn über steilen Lawinenschnee zur Randkluft am Fuß der Nordostwand. Aufstieg über die nördliche der beiden Rippen, die am weitesten hinunterreichen. Mäßig steile Kletterei in sehr faulem Gestein. Die Rippe verflacht sich weiter oben, worauf ein steiler, zum Teil vereister Schneetrichter nach links gequert und durch eine seichte Rinne mit lockerem Fels der Nordgrat zirka 50 m nördlich vom Ostgipfel erreicht wird.
Piz Ner über den Südostgrat. 6. September. Herren Dr. T. Panoff und H. Ludescher. Der Südostgrat teilt sich im untersten Drittel in zwei Arme; das dazwischenliegende steile Schneefeld wurde zum Aufstieg benützt und hierauf in die Felsen des südlichen Armes ( zirka 2740 m hoch ) eingestiegen. Durch steile Rinnen an dessen nördlicher Flanke hinauf ( zum Teil faules Gestein, Steinschlag ) zur horizontalen Gratkante ( 2880 m hoch, Vereinigungspunkt der beiden Gratarme, 3^2 St. von der Etzlihütte ). Nun über große Blöcke hinauf zu dem steilen Abbruch des Grates. Derselbe ist über die scharfe Kante direkt nicht ersteigbar, wurde aber etwa 30 m westlich davon in äußerst schwieriger Kletterei über die beinahe grifflosen Gneisplatten mit schlechter Seilsicherung überwunden ( diese Stelle ist ungefähr 50 m hoch und nicht besonders steil ). Nun in steiler, aber gutgriffiger Kletterei hinauf über den Grat, der sich in der Nähe des Vorgipfels mit dem Südgrat vereinigt ( Etzli-hütte-Gipfel 41/2 St. ). Persönliche Mitteilung von H. Ludescher ( Sektion Uto ).
Hohlenstock, Traversierung des Westgipfels. 22. Juni. Herren Th. Reichstein und Victor Frölicher. Von der kleinen Scharte westlich des Westgipfels über die Schneide ( dachziegelartig geschichteter Fels ) auf den Westgipfel. Auf der Westseite schwierige Abseilstelle. Der mittlere Kalkturm wird auf einem Band nach rechts umgangen und der Hauptgipfel über den Westgrat gewonnen. Nur für den Aufstieg zu empfehlen. Zeit: Hütte-Gipfel 4 St. 20 Min. Persönliche Mitteilung von Herrn V. Frölicher ( Sektion Weißenstein ).
Errgebiet.
Thäligrat ( Cresta-Avers ), Begehung des ganzen Grates von der Thälifurka bis zur Einsattelung zwischen Thäligrat und Piz Piatta. 27. Juli. Herren Dr. Hans Burckhardt, N. Stöcklin-Müller und N. Stöcklin jun.
Jupperhorn, Traversierung Westgrat-Ostgrat und Abstieg in der Südwand. 23. Juli. Die nämlichen. Alp. 1919, pag. 132.
Alperschellihorn über den Ostgrat. November 1918. Pfarrer Lejeune und Stefan Loringett. S.A.C.J.. LIV, pag. 124.
Jahrbuch des Schweizer Alpenclub. 54. Jahrg.i Albigna-Disgrazia-Gruppe.
Pa Sant'Anna über die Ostwand. 4. September 1917. S1'Carlo Virando mit Amelmo Fioretti. Von der Capanna Gianetti um 7 Uhr 45 Min. aufbrechend zur Vedretta della Vecchia, diesen Gletscher hinauf an den Fuß der Gipfelwand ( 9 Uhr ). Nun den rechten Seitenarm des großen Couloirs hinauf, welches vom Südgrat des Gipfels herunterkommt, im Süden des drittletzten großen Turms. ( Dieses Couloir wurde vermutlich von der Partie Balabio-Nava bei ihrer Besteigung benutzt; siehe R.M. XXXI, n° 2, pag. 53. ) Die Partie Vivando stieg in diesem Couloir ungefähr 1/s seiner Höhe hinauf bis zu einem großen, durch einen eingeklemmten Block gebildeten Überhang. Dieser wurde ( schwierig ) nach rechts überwunden. Wenige Meter oberhalb verließen sie das Couloir, wandten sich nach rechts, überstiegen eine Rippe, welche es im Norden begrenzt und betraten ein zweites Couloir. Dieses etwa 50 m hinauf, dann wieder nach rechts in die Wand, welche von drei parallelen und fast horizontalen Bändern durchzogen wird. Man folgt, einige Meter ansteigend, dem mittleren Band, erhebt sich dann über glatte und nur mit spärlichen Griffen versehene Platten zum oberen Band und trifft, immer nach rechts haltend, auf ein drittes Couloir, welches hinter dem letzten Turm des Südgrates herunterkommt und sich leicht ersteigen ließe. Nachdem man es gequert hat, gewinnt man über Bänder und sehr steile, aber mit guten Griffen versehene Platten den Südgrat, etwa 30 m vom Gipfel entfernt ( 10 Uhr 30 Min. ). Der Aufstieg von der Hütte auf diesem kürzesten und bequemen Wege erforderte also 23/4 St., und ein Seil von 25 m genügte für 2 Personen vollkommen. Abstieg auf dem nämlichen Wege in 2 St. zur Hütte. R.M. 1919, pag. 182 — 183.
Sasso Manduino über die Südwestwand. 27. Juli. S'Vincenzo ScMavio und Bruno Capitani. Von der Alpe Valle oberhalb S. Giorgio um 4 Uhr 30 Min. morgens aufbrechend in das sehr steile und von hohen Wänden eingeschlossene Tälchen, welches von der Forcella di Revelaso herunterkommt. Durch dieses Tälchen, einem kleinen, vom Vieh eingetretenen Pfade folgend, hinauf an den Fuß der Wand und des Couloirs, welches sie in ihrer ganzen Länge durchreißt ( 2x/2 St. ). Dann folgten sie nach links einer sehr steilen und ermüdenden Grashalde. Nach einem Aufstieg von 1 St. betraten sie das Couloir, dessen eisiger, mit einer Schicht Neuschnee bedeckter Grund, sowie die verglasten Seitenwände den Aufstieg erschwerten und verlangsamten. Gegen 1 Uhr nachmittags erreichten sie eine Stelle etwa 30 m unterhalb des Kamms, wo die Schwierigkeiten ( eingepreßte Blöcke und Überhänge ) sich so häuften, daß sie in die griffarme Wand hinausgedrängt wurden. Noch 20 m von dem Kamme entfernt, mußten sie zurück und auf ein Band zur Rechten, von wo sie nach kurzer Rast das letzte Wandstück in Angriff nahmen. Um 2'/2 Uhr nachmittags erreichten sie den Kamm, etwa 50 m in der Luftlinie vom Gipfel entfernt, und traten sofort den Abstieg über die Ostwand zur Capanna Volta an. Lange Plattenschüsse und schwindlige Couloirs nötigten sie wiederholt zum Abseilen. Die Besteiger schlagen für diese neue Route die Bezeichnung „ via Vaghi " vor, zu Ehren eines verstorbenen Mitgliedes der Sektion Corno C.A.I. R.M. 1919, pag. 184.
Säntisgebiet.
I. Kreuzberg über den Ostgrat. 3. Februar 1918. Herr Walter Bisch ( allein ). Alp. 1918, pag. 41.
Altmann über den Westgrat. 4. August. Herren Wilhelm Knoblich und Otto Ritz. Alp. 1919, pag. 133.