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West Coast Swing
der verspielte Paartanz aus Amerika
West Coast Swing
West Coast Swing (abgekürzt WCS) ist ein Tanzstil, der im frühen 20. Jahrhundert an der Westküste der Vereinigten Staaten entstand. Er entwickelte sich aus dem Lindy Hop, der in den 1920er und 1930er Jahren populär war. West Coast Swing hat im Laufe der Jahre eine eigene Identität entwickelt und wird heute auf der ganzen Welt getanzt. Im US-Bundesstaat Kalifornien gilt West Coast Swing (WCS) als offizieller Tanz
Die Entstehungsgeschichte des West Coast Swing ist eng mit der Entwicklung der Swing-Musik verbunden. In den 1930er Jahren wurde der Lindy Hop mit seiner explosiven Energie und den akrobatischen Figuren zu einem Symbol für den Swing-Tanzstil. Während des Zweiten Weltkriegs verlangsamte sich die Musik, und der Lindy Hop wurde an die neue Musik angepasst. Diese entspanntere Version des Lindy Hop wurde als „Western Swing“ oder „Sophisticated Swing“ bekannt.
In den 1950er Jahren entwickelte sich der West Coast Swing zu einer eigenständigen Tanzform. Im Gegensatz zum ursprünglichen Lindy Hop ist der West Coast Swing ein eher ruhiger Tanz, bei dem sich die Paare auf einer Linie, im sogenannten «Slot», bewegen. Er zeichnet sich durch seine Eleganz, Flüssigkeit und die Möglichkeit zur Improvisation aus.
Der West Coast Swing hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und verschiedene Einflüsse aus anderen Tanzstilen aufgenommen, darunter Boogie Woogie, Disco, Hip-Hop und Jazz. Dadurch hat er seinen einzigartigen und vielseitigen Charakter erhalten. Heute wird West Coast Swing sowohl zu klassischer Swing-Musik als auch zu modernen Pop-, R&B- und Country-Songs getanzt.
West Coast Swing Lead & Follow
Lead
Der Mensch im Lead ist in erster Linie für das Initiieren der Tanzfigur verantwortlich. Er gibt durch Körperspannung, Gewichtsverlagerung und klare Signale über die Verbindung der Hände mögliche Richtungswechsel, Figuren und Variationen vor. Der Tanz soll dabei fliessend bleiben. Der Mensch im Lead kreiert durch das eigene Tanzen Impulse, die sich über die Handverbindung zum Follow übertragen. Dabei ist das präzise Timing, eines der Geheimnisse, damit die Figur gelingt.
Follow
Der Mensch im Follow reagiert auf die Führung des Lead und interpretiert die Signale, um die vorgeschlagenen Bewegungen aufzunehmen. Er oder sie achtet auf die Körperspannung und das Gewichtswechsel des Lead, um die Absichten und die Figur zu erkennen. Follower:innen passen ihren Schritt, ihre Position und das Timing laufend an, um den Einladungen des Lead zu folgen. Tänzerinnen und Tänzer in der Rolle des Follow bringen ihre eigene Interpretation und Kreativität in den Tanz ein, indem sie die Figuren ergänzen und mit Stil und Ausdruck bereichern.
Zusammenspiel zwischen Lead und Follow
Das Zusammenspiel zwischen Lead und Follow im West Coast Swing erfordert eine klare Kommunikation und ein gutes Verständnis füreinander. Beide Partner müssen aufmerksam sein und sich auf die Bewegungen und Absichten des anderen einlassen. Es ist wichtig, flexibel und anpassungsfähig zu bleiben, um auf neue Situationen während des Tanzes reagieren zu können. Ein gutes Zusammenspiel von Lead und Follow ist wichtig, damit eine fliessende, dynamische Tanzverbindung entstehen kann.
West Coast Swing Figuren
Im West Coast Swing gibt es eine Vielzahl von Grundfiguren, welche die Basis für weitere Tanzvariationen bilden. Die meisten Basisfiguren werden mit sechs Schritten getanzt (6 Counts), die Whip mit acht Schritten (8 Counts).
Bei einer 6-Counts-Figur zählt man beim Tanzen bis sechs, nämlich:
1,2, 3-und-4, 5-und-6 oder Schritt-Schritt-Wechselschritt-Wechselschritt
Bei einer 8-Counts-Figur werden zwei Schritte hinzugefügt:
1,2, 3-und-4, 5,6, 7-und-8 oder Schritt-Schritt-Wechselschritt-Schritt-Schritt-Wechselschritt
Hier sind einige der wichtigsten Grundfiguren im West Coast Swing:
6-Count-Figuren:
- Sugar Push: Der Sugar Push, auch bekannt als Basis-Schritt, ist einer der grundlegenden Schritte im West Coast Swing. Dabei halten sich die Tänzer an beiden Händen, bewegen sich zuerst voneinander weg und kehren dann zur Ausgangsposition zurück.
- Sugar Tuck: Der Sugar Tuck beginnt gleich wie der Sugar Push, wird in der Vorwärtsbewegung aber variiert, indem der Leader den linken Arm über den Kopf hebt, der Follower sich mit dem rechten Arm um die eigene Achse dreht und zum Ausgangspunkt zurücktanzt.
- Underarm Turn: Beim Underarm Turn wird der Follower unter dem erhobenen Arm des Leaders durchgeführt. Diese Figur kann in verschiedenen Variationen getanzt werden, zum Beispiel mit einer halben Drehung oder mit mehreren Drehungen.
- Left Side Pass: Beim Left Side Pass geht der Follower links seitlich am Leader vorbei. Diese Figur erzeugt Raum und kann durch Drehungen oder Handwechsel variiert werden.
- Right Side Pass: Beim Right Side Pass führt der Leader den Follower rechts seitlich an sich vorbei – diese Figur kann offen oder geschlossen getanzt werden.
8-Count-Figur:
- Whip: Die Whip ist eine wippende Figur, bei welche der Leader den Follower an seiner rechten Seite vorbeiführt und über die geschlossene Position den Follower umlenkt so dass sie sich nach dem Anchor Step wieder in der Ausgangsposition gegenüberstehen. Diese Figur ermöglicht sehr schöne und kreative Variationen.
Diese Grundfiguren bilden die Basis für zahlreiche weitere Figuren im West Coast Swing. Sie können miteinander kombiniert werden und eröffnen spannende Möglichkeiten, Figuren abzuändern und zu vertanzen.
West Coast Swing Slot
Die Körperhaltung wird auch der Musik angepasst, so wird eine HipHop-Musik eher erdig und groovig vertanzt, während bei einem lyrischen Stück eher fliessende Bewegungen gefragt sind.
Am Anfang tanzen die beiden Tänzer*innen meist vis-à-vis voneinander, mit der Zeit wird dann auch in unterschiedlichen Positionen zueinander getanzt, und es wird mit Körperwinkeln gespielt. So können sich beide Tänzer*innen individuell und kreativ ausdrücken.
West Coast Swing Footwork
Der Walk (normaler Gehschritt) sowie der Triple Step (Wechselschritt) und Anchor Step (Ankerschritt) bilden die Basis des Footworks im West Coast Swing, sie verleihen dem Tanzstil Tempo und Dynamik. Mit unterschiedlichen Schrittfolgen und Rhythmen lässt sich das gemeinsame Tanzen lustvoll variieren. So funktioniert’s in der Basisfigur «Sugar Push»:
Leader und Follower stehen in der Ausgangsposition vis-à-vis und sind mit beide Armen verbunden, die Füsse stehen nebeneinander, bereit für den Start.
- Schritt 1: Der Leader tritt mit dem linken Fuss nach hinten, der Follower folgt ihm mit dem rechten Fuss vorwärts. Dieser Schritt ist klein und kurz, um den Impuls für die folgenden Schritte zu erzeugen.
- Schritt 2: Der Leader bringt seinen rechten Fuss neben den linken Fuss und belastet ihn leicht. Der Follower tanzt einen zweiten Schritt vorwärts. Dieser Schritt baut Spannung auf, um den nächsten Schritt vorzubereiten.
- Triple Step 3&4: Der Leader tritt mit dem linken Fuss leicht nach hinten, macht mit dem rechten Fuss einen Schritt an Ort und führt den linken Fuss vor rechten Fuss. Gleichzeitig tritt der Follower mit dem rechten Fuss leicht nach vorne, macht mit dem linken Fuss an Ort einen Schritt und stellt den rechten Fuss hinter den linken.
- Triple Step 5&6: Der Leader tritt mit dem rechten Fuss hinter den linken, der linke Fuss macht einen Schritt an Ort, und zuletzt wird wieder der rechte Fuss hinter dem linken Fuss belastet (Anchor Step). Der Follower tanz im Anzog Step 3 kleine Schotte rückwärts, so weit es der Verbindungsarm erlaubt..
Der Triple Step kann in verschiedenen Tempi und Variationen ausgeführt werden, um den Tanz ausdrucksvoller und dynamischer zu machen. Leader und Follower können ihn schneller oder langsamer tanzen, je nach Musik und persönlicher Präferenz. Variationen wie Drehungen oder rhythmische Veränderungen verleihen dem Triple Step mehr Vielfalt.
Das Footwork ist eine gute Möglichkeit, die Basis-Figuren des West Coast Swing variabel zu vertanzen: So wird aus einem Triple Step ein Slide, oder die Schritte werden durch Kicks, ungewöhnliche Fussbelastungen (z.B. nur auf die Ferse stehen) variiert. Die Grundrhythmen der Figuren können so abgeändert und an die Musik angepasst werden.
West Coast Swing Styling
Die Körperhaltung wird auch der Musik angepasst, so wird eine HipHop-Musik eher erdig und groovig vertanzt, während bei einem lyrischen Stück eher fliessende Bewegungen gefragt sind.
Am Anfang tanzen die beiden Tänzer:innen meist vis-à-vis voneinander, mit der Zeit wird dann auch in unterschiedlichen Positionen zueinander getanzt, und es wird mit Körperwinkeln gespielt. So können sich beide Tänzer:innen individuell und kreativ ausdrücken.
WestCoastSwing Tanzkurse und Preise
- Basic 1-3: in diesem Kurs lernst du alle Grundfiguren vom WestCoastSwing kennen (Lead&Follow)und auch bereits erste Möglichkeiten, wie du als Follow die Figuren abändern und gestalten kannst. (7x1h15, Fr. 195.-)
Anmeldung
- WCS Improver: jetzt kommen eine Vielzahl von Figuren Varianten. Footwork & Stylings was dein Tanzen auf das nächste Level bringt. Du lernst dein Tanzen mehr und mehr auf die Musik und dein vis-à-vis zu beziehen. Ausserdem wirst du auch die zweite Rolle im WCS lernen, Lead & Follow wird umgedreht, so dass am Ende alle die Basis-Figuren führen und folgen können. (10x1h15, Fr. 280.-)
Anmeldung
- WCS Advanced: werde kreativ in deinem Tanzen! Wie kann ich die Musik mit Figuren, Stylings und Footwork vertanzen? Komplexere Figuren werden aufgebaut. Ducks, Dips, Leader Scrolling, Stealing, Switching, zu dritt tanzen… Come to the next level! (10x1h15, Fr. 280.-)
Anmeldung
- WCS Addicted: Du willst es genau wissen. Die Technik wird vertieft und fortgeschrittene Konzepte des Zusammentanzens werden angeschaut. Wie kann ich meinen ganz eigenen Stil finden im WCS? Wie kann ich meine eigene Kreativität einbringen ins Tanzen? Lead & Follow in einer noch vertierteren, klareren Form. (10x1h15, Fr. 280.-)
Anmeldung
WestCoastSwing: Basic 1
Donnerstag 19.10. 7x1h15, 20:15-21:30
Freitag 17.11. 7x1h15, 18:00-19:15
Sonntag 03.12. 7x 1h15, 17:45-19.00
WestCoastSwing: Basic 2
Donnerstag 7.12. 7x1h15, 20:15-21:30
Freitag 19.1.23, 7x1h15, 18-19h15
tanzen
… im Chaos mich auflösend…
LebendICHkeit empfinden
vertanzen, erschaffen, erleben
ErstaunIch
(getanzt – erlebt am 21.3.21)