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Die zwölf übrigen Laster würden am weiter südlich gelegenen Grenzübergang Audscha noch kontrolliert. Auch diese Güter sollten dann über Rafah zum UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA im Gazastreifen kommen.
Die Lkw hätten Arzneimittel, Säuglingsmilch und Trinkwasser geladen, sagte Chalid Sajid, Leiter des Ägyptischen Roten Halbmonds, der Deutschen Presse-Agentur.
Nach dem brutalen Terrorangriff der im Gazastreifen herrschenden Hamas auf Israel am 7. Oktober kamen zunächst zwei Wochen gar keine Hilfsgüter in das dicht besiedelte Küstengebiet. Erst am Samstag begannen erste Lieferungen. Den Vereinten Nationen zufolge wären für eine Versorgung der 2,2 Millionen Menschen im Gazastreifen Ladungen von 100 Lastwagen täglich nötig.
Die Hilfsgüter werden von Ägypten, anderen Ländern sowie internationalen Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt. Sie kommen zunächst zum Flughafen der ägyptischen Küstenstadt Al-Arisch, wo sie nach dem Empfang teils in Lagerhäuser gebracht werden. Dort hat sich eine grosse Menge an Hilfsgütern aufgestaut, weil Israel bisher nur begrenzten Lieferungen zugestimmt hat.
Der Grenzübergang Rafah, der den Nord-Sinai in Ägypten vom Gazastreifen trennt, gilt aktuell als einziger Weg zur Lieferung von Hilfsgütern an die dort lebenden Palästinenser. Die Güter des vierten Konvois wurden über den weiter südlich gelegenen Ort Audscha zum israelischen Grenzübergang Nitsana gebracht und dort kontrolliert. Anschliessend kehrten die Laster nach Rafah zurück.
Dringend benötigter Treibstoff wurde nach UN-Angaben seit Kriegsbeginn bisher nicht in den Gazastreifen gebracht. Die UN und andere Hilfsorganisationen schlagen Alarm, weil Treibstoff unter anderem dringend zum weiteren Betrieb von Stromgeneratoren in Krankenhäusern benötigt wird. Israel hat aber die Sorge, die islamistische Hamas könnte den Treibstoff für ihre Ziele nutzen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, schon jetzt müssten Krankenhäuser im Gazastreifen wegen Treibstoffmangels schliessen. Deshalb seien unter anderem 2000 Krebspatienten, 1000 Dialysepatienten und 130 Frühgeborene zunehmend gefährdet sowie Chirurgie-Patienten und solche in der Intensivpflege.