Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03344.jsonl.gz/598

Derzeit gibt es keine definitiv wirksamen medikamentösen oder nicht-medikamentösen Behandlungen für kognitive Defizite durch MS.
Die krankheitsmodifizierenden Behandlungen können die Rückfallrate senken und in manchen Fällen auch das Fortschreiten der Beeinträchtigungen verzögern. Sie können sich zudem positiv auf die langfristige kognitive Leistungsfähigkeit des MS-Patienten auswirken, indem sie die Entzündung im Gehirn, die Läsionslast und das Fortschreiten des Hirnschwunds eindämmen. Manche dieser Behandlungen haben zudem aufgrund verschiedener Mechanismen eine direkte neuroprotektive, also nervenschützende, Wirkung.
Die aktuelle Studienlage spricht dafür, dass sich krankheitsmodifizierende Behandlungen günstig auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken können und dass insbesondere eine frühzeitige Behandlung dazu beitragen kann, die kognitive Funktion zu erhalten und Fehlfunktionen hinauszuzögern. Symptomatische Behandlungen, wie Behandlungen von Fatigue oder die Gabe von Alzheimer-Medikamenten und sogenannten Psychostimulanzien, haben grösstenteils uneinheitliche Erkenntnisse in Bezug auf die Behandlung kognitiver Defizite bei Multipler Sklerose ergeben.
Die kognitive Rehabilitation ist ein nicht-medikamentöser Ansatz zur Verbesserung der eingeschränkten kognitiven Funktion durch Übungen, Bewegung, Ausgleichs- und Bewältigungsstrategien sowie Anpassungen zur bestmöglichen Nutzung der kognitiven Restfunktion.