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1968 revolutionierte George A. Romero das Horrorgenre. «Night of the Living Dead» kam in die Kinos und wurde zum Kultfilm. Der Billig-Film, das Budget betruglediglich rund 100’000 Dollar, kam zu einer Zeit der Rassenunruhen in den USA auf die Leinwand. Auch wenn Romero später erzählte, dass er keine Absicht hatte, dieses Thema anzusprechen, war es mit dem schwarzen Hauptdarsteller Duane Jones beim Publikum dauerpräsent.
Einen wunden Punkt getroffen
«Die Hautfarbe war zu keinem Zeitpunkt Teil des Films», sagte Romero 2014, «aber weil Duane Afro-Amerikaner ist, konnte man es kaum ignorieren. Uns ist das bei den Dreharbeiten nicht aufgefallen.» Romero war sich sicher, dass dies viel zum Erfolg des Film beigetragen hatte.
Die «Dead»-Serie bekam einige Fortsetzungen. Mit «Dawn of the Dead» (1979) – der bis heute als einer der besten Horrorfilme gilt – und «Day of the Dead» (1985) galt die Trilogie als abgeschlossen. 2005 folgte «Land of the Dead» als grosse Studioproduktion. Es blieb Romeros finanziell erfolgreichster Film. 2008 kehrte der Filmemacher zurück zum Independant-Kino und veröffentlichte «Diary of the Dead», ein «Herzensprojekt», wie Romero sagte.
Wichtige Vorarbeit geleistet
2014 wagte sich Romero an einen Comic. Für Marvel entwickelte er die «The Empire of the Dead»-Serie. In den Comics bekamen seine «geliebten» Zombies Konkurrenz von Vampiren.
Romero: «Ich habe ein Faible für Zombies. Sie sind so vielfältig einsetzbar, man kann ihnen nie richtig böse sein, sie haben keine Hintergedanken und sie sind, was sie sind. Sie sind sympathisch.» Ganz im Gegenteil die Vampire: «Ich bin mit berühmten Monster-Filmen aufgewachsen», sagte Romero, «und die Vampire sind immer die Bösen, immer die Unterdrücker.»
George A. Romero hat mit seiner Liebe zum Horror und den Zombies ein Nischengenre ins Rampenlicht gebracht. Ob heute Serien wie «The Walking Dead» bei einem breiten Publikum ohne Romeros Vorarbeit ankämen, ist eher unwahrscheinlich. Jetzt ist der Filmemacher tot. In seiner Welt würde er wohl als Zombie zurückkehren.