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In Brugg wollte sich vor Kurzem eine Ukrainerin auf dem RAV anmelden. Doch auf dem Amt stiess sie mit ihrem Anliegen auf taube Ohren – wortwörtlich. Denn: Niemand konnte dort Englisch. Die Geflüchtete sei gemäss «20 Minuten» von den Mitarbeitern abgewimmelt worden. Sie sollte wieder kommen, wenn sie einen Übersetzer organisiert habe. Denn Englisch ist in der Schweiz zwar verbreitet, aber keine Landessprache. Auskunft gebe es in Brugg nur auf Deutsch, stand auf einem Infoblatt, das der Ukrainerin in die Hand gedrückt wurde.
Daraufhin versuchte der Besitzer der Wohnung, in der die Ukrainerin leben darf, die Sache mit dem RAV zu klären. Doch auch er biss auf Granit, wie er gegenüber «20 Minuten» sagt. Eine Stunde habe der Mann mit dem RAV telefoniert und dabei herausgefunden, dass es durchaus Personen gibt, die Englisch sprechen. Doch die Frau am Schalter betonte immer wieder, dass es die Vorgabe vom Kanton sei, nicht auf Englisch zu antworten.
Dem Kanton sei der Vorfall bekannt. Doch hier gehen die Darstellungen der Situation auseinander. So erklärt der Kanton, dass die Ukrainerin dem RAV bestätigt habe, dass sie eine Übersetzungshilfe mitnehmen würde. Jedoch tauchte sie mit einer Verspätung und ohne Übersetzungshilfe am Termin auf. Zu diesem Zeitpunkt sei die Mitarbeiterin, die Englisch spreche, schon besetzt gewesen.
(red.)