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Als Fachrichtung befasst sich die Radio-Onkologie mit der therapeutischen Anwendung von Röntgenstrahlen. Zumeist geschieht die Behandlung in heilender (= kurativer) Absicht bei Krebserkrankungen. Hierbei kann die Bestrahlung allein oder in Kombination mit anderen Therapien durchgeführt werden.
Durch Strahlentherapie vor Operationen können Tumore verkleinert und so einfacher entfernt werden. Nach chirurgischen Eingriffen können eventuell noch vorhanden Tumorzellen vernichtet und so eine Neuerkrankung (Rezidiv) verhindert werden.
Strahlenbehandlung kann auch mit Chemotherapie kombiniert werden und die Tumorzellen auf diesem Weg zusätzlich schädigen.
Bild: Linearbeschleuniger TrueBeam in der Klinik für Radio-Onkologie, UniversitätsSpital Zürich.
Auch wenn keine Heilung mehr möglich ist, kann eine symptom-lindernde (=palliative) Strahlentherapie grosse Erleichterung bringen. Bestrahlung ist eines der wirksamsten Mittel bei tumorbedingten Schmerzen. Drücken Tumore auf Nerven oder Organe, sind Schmerzen oder Lähmungen häufige Konsequenzen. Wachsen Tumore oder ihre Absiedlungen (=Metastasen) im Gehirn, so kann dies zu Krampfanfällen, Kopfschmerzen oder Ausfällen im Bereich des Denkens führen. Durch Bestrahlung werden die Tumore verkleinert oder vollständig abgetötet, sodass die Schmerzen und andere Symptome verschwinden oder zumindest gelindert werden. Auch Tumorblutungen können durch Bestrahlung gestoppt werden.