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Eingliederungsmassnahmen > Wiedereingliederung von Rentner/innen
Inhalt
- Vermutetes Eingliederungspotential
- Kein Anspruch bei erheblicher Verbesserung des Gesundheitszustandes
- Pflicht zur Teilnahme an zumutbaren Eingliederungsmassnahmen
- Versicherungsunterstellung als Voraussetzung
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Gesetzliche Grundlagen
Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern mit Eingliederungspotenzial
Art. 8a IVG (KSBE, Rz. 1020 ff.)
1 Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger haben Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern:
- a. die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann; und
- b. die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern.
2 Massnahmen zur Wiedereingliederung sind Massnahmen nach Artikel 8 Absatz 3 Buchstaben abis - b und d.
- a. Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Artikel 14a Absatz 2;
- b. Massnahmen beruflicher Art nach den Artikeln 15 - 18c;
- c. die Abgabe von Hilfsmitteln nach den Artikeln 21 - 21quater;
- d. die Beratung und Begleitung der Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger und ihrer Arbeitgeber.
3 Integrationsmassnahmen können mehrmals zugesprochen werden und insgesamt länger als ein Jahr dauern.
4 ...
5 Der Bundesrat kann Höchstbeträge festlegen, die den IV-Stellen für Massnahmen nach Absatz 2 zur Verfügung stehen.
Grundsätze
Vermutetes Eingliederungspotential als Voraussetzung
Urteil 8C_667/2013 E. 2 vom 06.03.2014 E. 2 (Volltext)
Die Wiedereingliederung gemäss Art. 8a IVG ist für rentenbeziehende Personen mit vermutetem Eingliederungspotential vorgesehen, bei denen der Gesundheitszustand oder die erwerblichen Verhältnisse keine anspruchswesentliche Änderung erfahren haben.
Kein Anspruch bei erheblicher Verbesserung des Gesundheitszustandes
Urteil 9C_324/2015 vom 23.12.2015 E. 5 (Volltext): Wegfall der Invalidenrente
Die Wiedereingliederung gemäss Art. 8a IVG ist für Rentenbezüger mit vermutetem Eingliederungspotenzial vorgesehen, bei welchen der Gesundheitszustand oder die erwerblichen Verhältnisse keine anspruchswesentliche Änderung erfahren haben. Dies ist beim Versicherten der infolge erheblicher Verbesserung des Gesundheitszustands keine Invalidenrente mehr beanspruchen kann, nicht der Fall.
Pflicht zur Teilnahme an zumutbaren Eingliederungsmassnahmen
Eine rentenbeziehende Person mit Eingliederungsressourcen hat - unabhängig davon, ob ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vorliegt - nicht nur einen Anspruch, sondern auch eine Pflicht, an zumutbaren Wiedereingliederungsmassnahmen teilzunehmen (E. 4.3.1). Dabei bildet die subjektive Eingliederungsfähigkeit der rentenbeziehenden Person keine Voraussetzung für die Durchführung solcher Massnahmen (E. 4.3.3).
Kopiert aus SZS 3/2019: BBI 2010 1845, die Grafik bildete ursprünglich auch noch die Umsetzung der IV-Revision 6a ab, die per 01.01.2015 beendet war und deshalb weggelassen wurde.