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Im April 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, empfahl der Bund allen Schweizer Haushalten, einen Notvorrat für zwei Monate anzulegen – unter anderem, weil die Organisation der Lebensmittelversorgung im Ersten Weltkrieg mangelhaft war.
Während des Kalten Kriegs wurde die Idee des Notvorrats weitergeführt. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung lancierte jedes zweite Jahr eine nationale Kampagne. Besonders in Erinnerung blieb eine Broschüre mit dem Titel «Kluger Rat - Notvorrat»: Damals wurden 1,5 Millionen Exemplare verteilt.
Auch heute empfiehlt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung einen Notvorrat: nicht mehr für zwei Monate, aber immerhin für sieben Tage. Besonders wichtig: Neun Liter Wasser pro Person. Denn dass die Trinkwasserversorgung im Krisenfall funktioniert, ist nicht garantiert.
Doch nur wenige Haushalte halten sich an die Empfehlung: Ein Drittel hat nicht genügend Esswaren gelagert und 70% nicht genügend Wasser. Ist der Notvorrat also überholt? Darüber sprechen wir mit unserer Gästin Viola Cassina. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung.