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Am Indoor Meeting in Norman, Oklahoma testete ich meine "Sprint-Fähigkeiten" mit einem Doppelstart auf den kürzeren Distanzen.
Nach einer guten Trainingswoche ging es für mich heute nach Norman, Oklahoma. Dort stand anlässlich des J.D. Martin Invitational ein Speed-Test auf dem Programm. Ich war sehr gespannt, wie dieser ausfallen würde, da ich in den Trainings eigentlich nie die geplante Pace lief.
Das erste Rennen ging über 8 Runden, was einer Meile entsprach. Mein Teamkollege startete in perfekter Pace und so konnte ich mich in dritter Position einreihen. Ich fokussierte mich auf einen entspannten Laufstil und konnte mich im Verlauf der nächsten Runden auf den zweite Platz vorarbeiten. Drei Runden vor Schluss ergriff ich die Initiative und griff an. Ich versuchte das Rennen von recht weiter Distanz aus zu gewinnen, da ich wusste, dass einige meiner Teamkollegen einen sehr guten Schlussspurt haben. Doch bereits eine Runde später sprintete der erste Gegner an mir vorbei. Ich versuchte zu reagieren, doch es war mir nicht möglich die Pace so deutlich zu erhöhen. Auf den letzten 150m passierten mich noch zwei weitere Athleten, womit mir der 4. Platz blieb. Die Zeit 4:17.16 ist etwa gleich schnell wie mein Resultat vor einem Jahr an gleicher Stelle. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, gab es für mich dieses Mal noch einen zweiten Einsatz. Somit blieben mir rund 80 Minuten um mich für den folgenden 1000m vorzubereiten. Ich verbrachte diese Zeit mit unzähligen lockeren Runden um ein Football-Feld, Stretching und auch einige Minuten auf dem Rücken mit hochgelagerten Beinen. Dann war es schon wieder Zeit die Schuhe zu schnüren und an die Startline zu gehen. Am Start standen nur gerade drei weitere Athleten: Alle von meinem Team und nur einer wirklich frisch. Dieser war zudem auch noch ein 800m-Läufer, welcher uns den Meister zeigen wollte. Die ersten 200m passierte er somit in 27 Sekunden, während ich mit 28.5 Sekunden auch eher etwas schnell unterwegs war. Die 600m lief ich in neuer persönlicher Bestzeit (Ja, ich weiss, es ist schon sehr lange her seit meinem letzten 600er), doch anschliessend bezahlte ich für die schnelle Startpace und das vorherige Rennen. Die letzten 400m lief ich in 64.5 und war somit sogar langsamer als in meinem Schlussspurt über die Meile. Ich beendete dieses Rennen direkt hinter meinen Mittelstrecken-Teamkollege in nicht wirklich glorreichen 2:34.00.
Rückblickend war dieser Wettkampf sicher eine gutes Training und es hat sehr Spass gemacht endlich wieder etwas schneller zu laufen. Nun bleiben mir 13 Tage bis zum Indoor Saisonhöhepunkt, den Conference USA Meisterschaften, wo ein Doppeleinsatz über 5000m und 3000m eingeplant ist.