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1685
Die erste Beschreibung des "Restless Legs Syndroms" (RLS) wird Thomas Willis zugeschrieben, der bereits 1685 einen Patienten mit den typischen Beschwerden beschrieben hat. Das Auftreten der Beschwerden in der damaligen Zeit wurde in Zusammenhang gebracht mit der gleichzeitigen Ausbreitung des Kaffeegenusses in Europa ab 1615. In dieser Zeit wurde vorwiegend eine psychische Ursache vermutet.
1923
H. Oppenheim erkannte 1923 die familiäre Komponente und Ask-Upmark und Nordlander wiesen auf den Zusammenhang mit einer Blutarmut hin. Ekbom war der erste, der die Begriffe "irritable legs" und später "restless legs" verwendete. Seither wird das Krankheitsbild auch "Ekbom-Syndrom" genannt. Als Ursache vermutete Ekbom ein Gefässleiden. Schon in den ersten Publikationen wurde immer wieder auf das Vorkommen analoger Beschwerden in den Armen hingewiesen. Der Vorschlag, deswegen besser den Begriff "Restless limbs" zu benützen, kommt von Bornstein.
1953
Das verwandte Krankheitsbild der periodischen Beinbewegungen im Schlaf periodic leg (oder limb) movements in sleep; PLMS) wurde klinisch 1953 erstmals von Symonds beschrieben, unter dem Namen des "nächtlichen Myoklonus". Die Gruppe von Lugaresi führte später polysomnographische Registrierungen durch und beschrieb auch Patienten mit PLMS ohne RLS.
1982
Die heutige Therapie der Wahl mit L-Dopa oder DOPA Agonisten wurde 1982 erstmals durch Apkinar und Mitarbeiter angewandt. Trotz der vielen guten Publikationen zu diesem Thema im englischen und im deutschen Sprachraum ist die Krankheit auch bei vielen Ärzten nur schlecht bekannt. In der Schweiz beträgt die Latenz vom Beginn der Symptome bis zur Diagnosestellung im Mittel 20 Jahre.