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Die starke Volatilität an den Aktienmärkten hat Wandelanleihen beflügelt. Wandelanleihen sind aber nicht nur für volatile Märkte geeignet. Tatsächlich sind sie eine gute Ergänzung für jedes langfristig orientierte Portfolio. Die Volatilität der Märkte und der erschwerte Zugang zu den Krediten, in Verbindung mit einem Rückgang der Neuemissionen in anderen Märkten, führten zu Rekordemissionen von Wandelanleihen. 2007 wurden mit einem Gesamtvolumen von rund 184 Mrd Dollar mehr Wandelanleihen begeben als je zuvor. Die vielen Neuemissionen treffen auf wachsendes Interesse an der Anlageklasse, sowohl von den traditionellen Akteuren, die Wandelanleihen für ihre Convertible Long-Only Funds und Convertible Arbitrage Hedge Funds nachfragen, als auch von neuen Anlegern, die sich gegen turbulente Aktienmärkte absichern.
Langfristige Argumente
Das schlagkräftigste Argument für Wandelanleihen ist für viele Anleger die überlegene risiko-adjustierte Rendite im Vergleich zu anderen Anlageklassen. Über längere Zeiträume boten Wandelanleihen höhere Renditen als traditionelle Unternehmensanleihen, bei deutlich niedrigerer Volatilität als Aktien. In den vergangenen 15 Jahren haben Wandelanleihen 9,1% Rendite pro Jahr erzielt, mehr als Unternehmensanleihen mit 5,9% und nur unwesentlich weniger als die 10,3% Rendite, die Aktien in den letzten Jahren einbrachten. Die Volatilität der Wandelanleihen (8,9% annualisiert) ist aber deutlich geringer als die von Aktien (18,9%). Die gleichen Resultate zeigen sich über fünf Jahre. Über zehn Jahre und drei Jahre bis März 2008 haben Wandelanleihen sogar besser performt als Aktien, auch wieder mit geringerer Volatilität (siehe Tabelle).
Wandelanleihen haben dieses vorteilhafte Rendite-Risiko-Profil, weil sie das positive Potenzial von Aktien abbilden, aber den Risikopuffer von Obligationen haben. Der Preis einer Wandelanleihe orientiert sich – wie der aller Obligationen – am aktuellen und erwarteten Zinsniveau sowie der Bonität des Emittenten. Ihr Wert hängt aber auch von anderen Faktoren ab, darunter der Aktienkurs des emittierenden Unternehmens und der Volatilität der Aktie.
Renditepotenzial
Deshalb ist es zentral, das Renditepotenzial einzelner Aktien einer Fundamentalanalyse zu unterziehen, um Wandelanleihen zu finden, die eine potenzielle Aktienkurssteigerung am besten abbilden. Das können beispielsweise unterbewertete Aktien sein.
Weiter müssen finanztechnische Aspekte des Wandelrechts berücksichtigt werden. Dazu zählen der Preis der Volatilität und die optimale Kombination vom Wertsteigerungspotenzial der Aktie und dem Kapitalschutz durch die Obligation, um die Balance zwischen Risiko und Rendite zu finden. Convertibles, die eine niedrige Volatilität oder geringe Dividenden einpreisen, können attraktiv sein. Wenn die Volatilität der Aktie und damit das Aufwärtspotenzial des Aktienkurses zunehmen oder die Dividende ansteigt, kann der Wert der Wandelanleihe ebenfalls deutlich zulegen. Um die Volatilität zu reduzieren und die Anlage vor einem fallenden Aktienkurs zu schützen, ist zudem eine sorgfältige Kreditanalyse unumgänglich. Wenn der Aktienkurs nicht wie erwartet anzieht, ist es wichtig, dass die Obligationenkomponente den Wert behält. Dazu sind Firmen mit einer geringen Verschuldung auszuwählen.
In Zeiten sich volatil entwickelnder Märkte haben Wandelanleihen attraktive und einzigartige Merkmale, die sie für langfristige Investments geeignet machen. Um jedoch die risiko-adjustierte Rendite von Wandelanleihen zu maximieren, müssen sie von Spezialisten gemanagt werden, die fundamentale finanztechnische und Kreditanalysen durchführen.