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Zwei Wege des gestalterischen Prozesses lassen sich unterscheiden. Der eine wird vom Intellekt unmittelbar geführt. Bevor ich ein leeres Blatt gestalte, überlege ich mir Fragen im Zusammenhang mit Farbigkeit, Materialität, Räumlichkeit, Proportionen, Formen, Lichtverhältnissen, Linienführung etc. Die Ordnung oder Reihenfolge dieser und anderer Überlegungen variiert je nach Absicht oder künstlerischem Zugang. Dieser Weg orientiert sich an Fragen und Objekten, die ein gestalterisches Ziel haben. Der zweite Weg ist nicht vom Intellekt dominiert, sondern vom Subjekt der gestaltenden Person. Das Ziel des hier vorgestellten Workshops folgt diesem zweiten Weg und Verständnis. Es geht nicht um schulische Leistung oder den Erwerb von gestalterischen Kompetenzen. Es geht nicht darum, den Umgang mit bestimmten Materialien oder bestimmten Techniken zu erlernen. Es geht nicht darum, am Schluss ein Produkt vor sich zu haben, das dann einen bestimmten Wert darstellt. Das Ziel dieses Projekts ist die Erfahrung, dass der gestalterische Prozess in sich selber wert- und sinnvoll ist, und dass den Besucher*innen die Gelegenheit gegeben wird, sich selbst darin wahrzunehmen und zu erfahren.