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|Collembolen: Springschwänze|
Wenn Sie beim Gießen ca. 1-3 mm lange, flügellose, weiße Tierchen umherhüpfen sehen, so handelt es sich hierbei um Springschwänze, Collembolen. Diese Bodenbewohner zählen zu den Urinsekten und gehören in der freien Natur zu den wichtigsten Bodenorganismen, da sie maßgeblich beim Abbau der toten Pflanzenteile und somit bei der Humusbereitstellung beteiligt sind.
Am Hinterleib besitzen sie kleine Sprunggabeln mit denen sie sich hüpfend fortbewegen können. Einige unterirdisch lebende Arten besitzen diese Sprunggabeln jedoch nicht. Die mikroskopisch kleinen Eier der Collembolen und die trockenheitsresistenten Larvenstadien können mit dem Staub verweht werden. Schädigend können die Springschwänze für die Zimmerpflanzen werden, wenn ihnen die eigentliche Nahrungsquelle zur Neige geht und sie Faserwurzeln befressen.
Allgemeines
Die Collembolen stellen die größte Ordnung innerhalb der Gruppe der Urinsekten dar. Es sind kleine, primär flügellose Tiere, die durch eine charakteristische Sprunggabel (Furca) auf der Unterseite des Körpers gekennzeichnet sind. Mit der Hilfe dieser Sprunggabeln können sie, bezogen auf ihre Körpergröße, große Strecken überspringen.
Die Springschwänze werden mit den Protura und Diplura zu den Entognatha zusammengefaßt.
Verbreitung
Weltweit kommen mehr als 6000 Arten vor, davon findet man ca. 2000 Arten in Mitteleuropa. Das Vorkommen von Collembolen erstreckt sich über fast alle Lebensräume. Sie finden sich selbst oberhalb der Schneegrenze im Gebirge, sowie in den arktischen und antarktischen Randzonen, wo sie sich von Algen und Pollen ernähren. Der überwiegende Teil der Arten lebt jedoch in den oberen Bodenschichten, auf Pflanzenabfällen, manchmal sind sie auch auf dem Wasser anzutreffen. Sie kommen zum Teil in ungeheuren Mengen vor.
Merkmale
Körper
Tiere klein, 0.2-10 mm, meist 1-2 mm, langgestreckt walzenförmig oder gedrungen kugelig, meist grau bis braun, manchmal auch farblos oder gefärbt. Oft stark behaart.
Mundwerkzeuge
Die Mundwerkzeuge sind vom kauend-beißend oder stechend-saugendem Typ. Die einzelnen Teile sind in die Kopfkapsel eingesenkt (endognath).
Augen
Die Augen bestehen aus maximal 8 Ocellen, Komplexaugen fehlen. Bei Bodenbewohnern sind sie teilweise reduziert (obwohl auch diese Tiere noch lichtempfindlich reagieren können).
Antennen
Die Antennen sind unterschiedlich lang.
Abdomen
Abdomen aus 6 Segmenten bestehend. Am ersten Segment inseriert ein Ventraltubus. Weiter findet sich am 4. Segment das Sprungorgan, die Furca.
Bekämpfung: Falls es zu einem Massenbefall gekommen ist, kann man den Topf der betroffenen Pflanzen für einige Stunden bis zum Rand unter Wasser setzen. Die Tierchen werden dadurch aus ihren Verstecken getrieben, wonach sie dann abgegossen werden können.