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Kann man sich den neuesten Mission Impossible-Film ansehen, ohne einmal zusammenzuzucken? Man müsste zumindest nervös werden, denn der grosse Stunt gegen Ende des Films, bei dem Tom Cruise (alias Ethan Hunt) von einem Motorrad springt, mit dem er gerade vom Rand einer Klippe gestürzt ist, wurde im Wesentlichen von Cruise selbst realiter durchgeführt. Schluck.
Cruise ist 61 Jahre alt und würde buchstäblich in den Tod stürzen, wenn er nicht einen Fallschirm hätte, der ihn retten würde. Selbst dann ist die blosse Ahnung eines kleinen Angstgefühls wohl in diesem Alter bereits eine Belastung für ihn, wenn das flaue Gefühl in seinem Magen auf die rasant näher rückende Oberfläche des unbarmherzigen Erdballs und seiner Schwerkraft zurückzuführen ist.
Der Hauptantagonist des Films ist weniger physisch als vielmehr digital. Er heisst «Die Entität» und ist eine künstliche Intelligenz, die abtrünnig geworden ist, indem sie ein Selbstbewusstsein erlangt hat und sich den Interessen der gesamten menschlichen Spezies entgegenstellt, um ihre eigenen ruchlosen Ziele zu verfolgen, was auch immer diese sein mögen. Ethan Hunt und sein Team, zu dem auch der Komiker Simon Pegg gehört, müssen die Apokalypse aufhalten. Wie immer könnte der Druck nicht grösser sein.
Der Film zeichnet sich übrigens dadurch aus, dass er kein einziges Gramm ‹woken› Unsinn enthält, denn er ist frei von zeitgenössischer Politik. Es ist einfach gute, altmodische Unterhaltung mit einer wahnsinnigen Actionszene in einem Zug am Ende, die jeden in Atem halten wird. (as)