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Aus seinem Schweizer Exil in den Bündner Bergen fordert «The Right Honourable» Nathaniel (Nat) Rothschild (48) eine Revolution in Grossbritannien: Geht es nach dem Hochadeligen, sollen die Untertanen Ihrer Majestät Elizabeth II. auf der Insel ganz nach US-Muster Steuern zahlen, egal wo auf der Welt sie leben. Wer einen – künftig ja wieder blauen – Reisepass besitzt, muss nach Rothschilds Formel sein weltweites Einkommen bei den Steuervögten im Vereinigten Königreich deklarieren und voll versteuern.
Seine Tweets postet der glückliche Gatte von Loretta Rothschild (30), die vor ihrer Hochzeit nicht weniger als zwanzigmal im britischen Boulevardblatt «The Sun» als Seite-3-Girl posierte und damit bei Lord und Lady Rothschild für ein gerüttelt Mass an Missstimmung sorgte, zwar fleissig aus seinem Quartier in Klosters. Doch gilt sein sichtbares Interesse aktuell der Zukunft seiner Heimat, wo dem Adelsspross als Stammhalter seines Vaters, des 4. Barons Jacob Rothschild (83), ein Sitz im Oberhaus des Parlaments zufallen könnte.
Der ausgewiesene Spötter mag zum Beispiel Schadenfreude nicht verheimlichen, wenn die klassische Partei der Arbeit, die Labour Party mit ihrem Vorsitzenden Jeremy Corbyn (70), auf den Schottland vorgelagerten Shetland-Inseln ganze 1,7 Prozent der Wählerstimmen erzielt. Lob spendet der Wahlschweizer hingegen plakativ gern der Region um Davos: Über seinen Twitter-Account @NatRothschild1 postet der Entrepeneur fleissig Fotos, beispielsweise von Einsätzen der Schweizer Armee im Kampf gegen Schneemassen.
(Stand: November 2019)