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Was denkt Michel Serres über die französische Nationalhymne, über Fussball und Rugby, was weiss er über Dopingskandale im Radsport oder das Fernsehen, wie findet er Napoleon, Jules Verne, die Debatten um nationale Identität oder moderne Sklaverei?Seit 2004 teilt er sein enzyklopädisches Wissen mit dem ehemaligen Leiter des Radios France Info, Michel Polacco, der ihn in seiner Sendung jeden Sonntag für 7 Minuten anruft, um mit ihm über Kultur, Wissenschaft, Technologie, Alltag sowie allgemeine Vorkommnisse in der Welt zu sprechen.Da vom aktuellen Denken Michel Serres bisher nur das Eigentliche Übel ins Deutsche übersetzt worden ist, wird die Auswahl der Radiogespräche den französischen Philosophen in kurzen, luziden und engagierten Interventionen vorstellen.
Portrait
Michel Serres, geboren 1930 in Agen, ist ein französischer Mathematiker und Philosoph. Er absolvierte die École navale, um eine Laufbahn als Marineoffizier zu beginnen. Ab 1952 besuchte er die École normale supérieure, an der er 1955 seine Agrégation in Philosophie erhielt. Im folgenden Jahr trat er erneut in die Marine ein und fuhr jahrelang zur See. Serres ist seit 1969 Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Sorbonne und wurde 1984 parallel zum Professor an der Stanford University ernannt. Seit 1990 ist er ausserdem einer der vierzig "Unsterblichen" der Académie française. 2012 erhielt Serres den "Meister-Eckhart-Preis" der Identity Foundation und der Universität zu Köln.