Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/128222

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, eine Strategie auszuarbeiten, um Privatpersonen, Firmen und das Gemeinwesen über die verschiedenen Möglichkeiten der Regenwassernutzung sowie über deren Vor- und Nachteile zu informieren.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ob mit der Regenwassernutzung ein ökologisch sinnvoller Beitrag zur Schonung der Trinkwasserressourcen geleistet werden kann, hängt von verschiedenen orts- und objektspezifischen Faktoren ab. Neben der bereits heute etablierten Regenwassernutzung für die Bewässerung von Hausgärten und Treibhäusern lohnt sich eine Brauchwasserversorgung mit gesammeltem Regenwasser primär für isolierte Liegenschaften oder Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe mit genügender Sammelkapazität und entsprechender Nutzungsmenge. Solche Anlagen sind in den Regionen, in denen eine Regenwassernutzung ökologisch und ökonomisch gerechtfertigt ist, z. B. im Jura, bereits heute verbreitet. Die in der Motion erwähnten Unterlagen zu diesem Thema von Bund, Kantonen und Privaten sind inhaltlich nach wie vor aktuell und informieren detailliert über Vorteile und Risiken der Regenwassernutzung.</p><p>Auch im Zusammenhang mit den prognostizierten klimatischen Veränderungen rechtfertigt sich eine zusätzliche Förderung der Regenwassernutzung auf Bundesebene nicht. Die Schweiz ist bezüglich Wasserressourcen im Vergleich zu anderen Ländern privilegiert, und Regenwassernutzungsanlagen sind für die Versorgung der Bevölkerung mit Brauchwasser im Allgemeinen nicht notwendig. Der Hitzesommer 2003 hat zwar gezeigt, dass auch die Schweiz nicht um eine sorgfältige und vorausschauende Wasserressourcenplanung herumkommt, um die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der Wasserversorgung zu sichern. Dabei sind in den kommenden Jahrzehnten jedoch nicht die Knappheit, sondern die optimale Verteilung und das Management die Herausforderungen.</p><p>Die Anstrengungen sollten sich deshalb vielmehr auf die Erhaltung einer gut funktionierenden öffentlichen Versorgung mit Trink-, Brauch- und Löschwasser konzentrieren. Mit der konsequenten Umsetzung der erforderlichen Massnahmen durch Wasserversorger, Kantone und Bund insbesondere in den Bereichen Wasserressourcen-Nutzungsplanung, gemeindeübergreifende Vernetzung und Infrastruktur-Management sowie mit Bereitschaftsdispositiven für ausserordentliche Ereignisse können die Hauptrisiken gemeistert werden. Eine zusätzliche Förderung der Regenwassernutzung ist hierbei nicht nötig.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.