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ADAC-Präsident Peter Meyer zieht Konsequenzen aus der Manipulationsaffäre beim deutschen Automobilclub. Meyer lege sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, teilte der ADAC Nordrhein mit. Der 64-Jährige, der seit 2001 ADAC-Präsident war, habe die Entscheidung «allein und sorgfältig überlegt» gefällt. In der Mitteilung hiess es weiter, die Angriffe und Diffamierungen seiner Person belasteten nicht nur den ADAC, sondern auch seine Familie.
Angaben über mögliche weitere Fälschungen bei der ADAC-Wahl zum «Lieblingsauto der Deutschen» machte er nicht. Der ADAC hatte im Januar Manipulationen beim Autopreis «Gelber Engel» eingeräumt. Die Zahl der abgegebenen Stimmen sei in der Preiskategorie Lieblingsauto der Deutschen, zu dem der VW Golf gewählt wurde, «geschönt» und höher dargestellt worden.
Jetzt wurde bekannt, dass der ADAC nicht nur die Anzahl der Stimmen, sondern auch die Rangfolge bei der Preisvergabe verändert hat. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Prüfbericht der Prüfgesellschaft Deloitte zum ADAC-Skandal hervor. Daimler, BMW und Volkswagen kündigten daraufhin an, alle vom ADAC in den vergangenen Jahren vergebenen «Gelben Engeln» zurückzugeben.
(sda/me/sim)