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Berlin - Christoph Marthaler ist zum 13. Mal ans Berliner Theatertreffen eingeladen worden. Seine Inszenierung von "Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie" für die Wiener Festwochen wurde zu einer der zehn bemerkenswertesten Aufführungen des Jahres gewählt.
Erstmals seit 17 Jahren ist dagegen kein Schweizer Theater an die "Bühnenolympiade" eingeladen. Damals rettete wie dieses Jahr Marthaler die Ehre des hiesigen Theaterschaffens: Seine Inszenierung von "Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab!" an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin brachte ihm 1993 seine erste Einladung ein. Das Stück blieb 14 Jahre lang auf dem Spielplan der Volksbühne.
Das Schauspielhaus Zürich war früher Stammgast am Berliner Theatertreffen: Allein in den Jahren 2002 und 2003 gehörten je drei Inszenierungen zu den besten zehn des deutschsprachigen Raums. Damals leitete Christoph Marthaler das Haus.
Das Schauspiel Köln und das Hamburger Thalia Theater sind beim diesjährigen Theatertreffen in Berlin (7.-23. Mai) doppelt vertreten. Die Kölner Theatermacher gehen mit dem Horváth-Stück "Kasimir und Karoline" (Regie: Johan Simons, Paul Koek) sowie dem Scola-Drama "Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen" (Karin Beier) in das Festival.
Das Thalia Theater ist mit Dennis Kellys "Liebe und Geld" (Stephan Kimmig) sowie Elfriede Jelineks "Die Kontrakte des Kaufmanns. Eine Wirtschaftskomödie" (Nicolas Stemann) dabei. Das teilten die Berliner Festspiele mit.
Zu den diesjährigen Gewinnern gehört auch Dea Lohers tragikomisches Lebenspanorama "Diebe" vom Deutschen Theater Berlin in einer Inszenierung von Andreas Kriegenburg. Die Münchner Kammerspiele stellen die von Luk Perceval besorgte Adaption des Fallada-Romans "Kleiner Mann - was nun?" vor.
SDA-ATS