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8 Gemeinden im Locarnese – Ascona, Bosco Gurin, Brissago, Centovalli, Losone, Onsernone, Ronco s/Ascona und Terre di Pedemonte – haben gemeinsam mit den jeweiligen Bürgergemeinden (Patriziaten) die Initiative ergriffen, einen Nationalpark im Locarnese zu errichten. Bei diesem Projekt handelt es sich um den ersten Nationalpark der neuen Generation in der Schweiz. Ziel ist es, dem landschaftlichen, natürlichen und kulturellen Erbe der Gegend Rechnung zu tragen. Ein Nationalpark ermöglicht eine nachhaltige Entwicklung des Territoriums - zum Vorteil der dort wohnhaften Bevölkerung.
Es sind die Einwohnerinnen und Einwohner, die basisdemokratisch darüber entscheiden, ob sich die jeweilige Wohngemeinde am Nationalpark des Locarnese beteiligen wird. Dieser wird in einem ersten Schritt für 10 Jahre eingerichtet. Die Regeln zu Bewirtschaftung des Parks, die in der Park-Charta festgehalten sind, können in diesem Zeitraum nicht verändert oder aufgehoben werden. Danach wird in einer erneuten Volksabstimmung entschieden, ob der Nationalpark weitergeführt oder das Projekt aufgegeben wird.
Die Regeln sind in der Park-Charta enthalten, welche die Vereinsstatuten enthält, die Konvention zwischen dem Verein und den Gemeinden, das Reglement für die Kernzonen sowie den Managementplan für die ersten 10 Jahre. Die Park-Charta ist das entscheidende Dokument für den Nationalpark, weil es die Pärkeverordnung des Bundes für die Bedingungen und Besonderheiten unseres Territoriums auslegt.
Im Fall einer Annahme des Nationalparks durch die Bevölkerung wird jede Gemeinde ihre Delegierten für das Leitungsgremium bestimmen. Zudem werden die Gemeinden dafür Sorge tragen, die angestrebten Zielsetzungen zu erreichen. Auch die Patriziate können in den Verein eintreten, wenn sie daran interessiert sind.
Sollten die Stimmberechtigten einer Gemeinde mehrheitlich Nein stimmen, tritt die jeweilige Gemeinde nicht dem Nationalpark bei. Die verbleibenden Gemeinden haben die Möglichkeit, den Nationalpark auf ihrem Territorium zu errichten, wenn die Bedingungen dafür gegeben sind. Wenn mehrere Gemeinden Nein sagen, wird der Nationalpark nicht errichtet. Die vorgesehenen Finanzmittel werden im Rahmen der eidgenössischen Pärke-Politik in anderen Kantonen eingesetzt.
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