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Eigentlich ist es allen Beteiligten klar: Wer im American Football vor der Verlängerung den Münzwurf gewinnt, hat die besseren Chancen, den Sieg einzufahren. Es sei denn, man gibt dem Schiedsrichter die falsche Antwort, so wie Matt Slater von den New England Patriots.
Die Regel ist simpel: Steht ein Spiel in der Regular Season der NFL nach der normalen Spielzeit unentschieden, gibt es eine Verlängerung. Das Team, das als erstes punktet, gewinnt die Partie. Es ist demnach von Vorteil, wenn man die Verlängerung in Ballbesitz beginnen kann. Also entscheidet man sich, wenn man den Münzwurf gewinnt, den Ankick dem Gegner zu überlassen.
So weit, so einfach zu verstehen. Doch in der Partie zwischen den New York Jets und den New England Patriots entscheidet sich Matt Slater von den Patriots für alle überraschend dazu, dass sein Team den Kick wählt:
Zu spät fällt nach der Münze des Schiedsrichters der Zwanziger bei Slater: «Habe ich tatsächlich gesagt, dass wir kicken wollen?», scheint ihm durch den Kopf zu schiessen. Der Wide Receiver kann noch so verwirrt aus der Wäsche schauen: Der Schiedsrichter bestätigt ihm, dass er so entscheiden habe. Also müssen die Patriots ankicken und den Jets gelingt gleich im ersten Drive der Touchdown zum Sieg.
Und was machen nun die Patriots? Sie nehmen den schusseligen Slater aus der Schusslinie. Er habe bloss nach Anweisung von Coach Bill Belichick gehandelt, behauptet Slater gegenüber den Reportern. «Ich habe drei, vier Mal nachgefragt, ob wir wirklich den Kick wollen», diktiert er in die Mikrofone. Umstimmen habe er Belichick, der die Patriots zu vier Super-Bowl-Siegen führte, nicht wollen: «Ich werde nicht dafür bezahlt, so etwas zu entscheiden. Ich mache das, was der Coach sagt.»
Den New England Patriots droht nach der Niederlage der Verlust des Heimvorteils in den Playoffs. Den siegreichen Jets fehlt dank dem Weihnachtsgeschenk aus Boston dagegen nur noch ein Sieg zum Playoff-Einzug. Dafür bedanken sich die «New York Daily News» artig …