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Niederschlagsreicher August führt zur Abwechslung
Der August 2019 war im landesweiten Durchschnitt ähnlich warm wie der Juni 2019 – eine Hitzewelle blieb jedoch aus. Die oft wechselhaften Wetterlagen brachten wiederholt Gewitter und Fronten. So wurden einige Regionen von heftigen Regenfällen getroffen und die Temperatur war periodisch deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Und dennoch schaffte der niederschlagsreiche August 2019 mit seinen Hitzetagen unter die 15 wärmsten August-Monate seit Messebeginn im Jahr 1864.
Eine erste dreitägige Niederschlagsphase (ab dem 5. August) brachte an einigen Messstandorten in der Nordostschweiz um die 60 mm Niederschlag: An Messstationen in der Region kommen solche 3-Tages-Regensummen etwa alle 1 bis 3 Jahre vor. Auch das Gewitter vom 9. und 10. August brachte im Schweizer Mittelland grosse Regenmengen von 10 bis 40 mm.
Heftigere Regenfälle wurden am 11. und 12. August gemessen: In der unteren Leventina zum Beispiel fielen Regenmengen von 120 mm.
Ein neuer zwei Tages Niederschlagsrekord gab es sogar in Arosa: Innerhalb von 48 Stunden fiel hier 160 mm Niederschlag – der erste Messwert von über 150 mm in der langen Geschichte dieser Bündner Wetterstation.
Dank eines Ausläufers eines Azorenhochs folgte Mitte August ruhigeres Wetter mit sommerlichen Temperaturen – inkl. Temperaturen von über 30° C am 18. August am Genfersee, im Unterwallis und im Rheintal zwischen Chur und Bodensee.
Zwischen dem 18. und 20. August folgten jedoch in verschiedenen Regionen der Schweiz heftige Gewitter in Folge einer Kaltfront. Im Waadtland gab es stellenweise 110 mm Niederschlag innerhalb von 72 Stunden – eine Regenmenge, die alle 50 bis 100 Jahren zu erwarten ist. Und gewisse Tagessummen eines einzelnen Tages überschritten im Tessin sogar die 85 mm Marke!