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Augusto Giacometti
von Stampa nach Florenz
Ein Maler des Dekorativen
Er wurde 1877 in Stampa geboren und war ein Cousin zweiten Grades des Malers Giovanni Giacometti.
Nach seinen Studienjahren in Zürich zog Augusto Giacometti nach Paris, wo er sich der dekorativen florealen Grafik im Stile ihres Erfinders William Morris widmete. Aus Bildern wurde bald Handwerksarbeiten in Form von Mosaiken, Glasfenstern, Uhren und Plakaten. Nach einer Italienreise löste er sich langsam von der ornamentalen Kunst und verwendete getrennte Farben. Augusto liebte Farben - seine Werke sind Zeuge davon.
Er erschuf eine Reihe von Pastellen in absoluter formaler Freiheit, und man kann sagen, dass er einer der Wegbereiter der abstrakten Kunst ist. In der Schweiz wurde er auch in bürgerlichen Kreisen berühmt. Seine letzten Jahre verbrachte er mit dem Schreiben seiner Biografie, der er den Titel «Von Stampa nach Florenz» gab. Er starb im Jahr 1947 an einem Herzinfarkt. Einige seiner Werke sind im Museum Ciäsa Granda in Stampa ausgestellt. In der Kirche San Pietro in Coltura kann man sein Gemälde «Am Morgen der Auferstehung» aus dem Jahr 1915 betrachten.
Es ist eines der ersten Gemälde in einer reformierten Kirche in der Schweiz. Auch das Glasfenster in der Lünette des Chors in der Kirche San Giorgio in Borgonovo mit dem Titel «Einzug Jesu in Jerusalem» (1935) stammt von Augusto. Neben der Kirche, bei den Gräbern der anderen Mitglieder der Familie Giacometti, findet man sein Grab.