Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03520.jsonl.gz/1077

Viermal standen Forrer/Vergé-Dépré kurz davor, sich für den weiteren Turnierverlauf in eine wohl unlösbare Situation zu manövrieren. Sie hatten im dritten Satz Matchbälle gegen sich. Die zweite Niederlage hätte bedeutet, dass im abschliessenden Spiel in der Nacht auf Donnerstag gegen die Favoritinnen Kerri Walsh Jennings/April Ross ein Sieg Pflicht gewesen wäre, um das Ausscheiden zu vermeiden.
Nach dem hart erkämpften 19:21, 21:16, 21:19 gegen Artacho/Laird sieht die Welt wieder freundlicher aus. "Wir haben schon oft bewiesen, dass wir unter Druck nicht schlecht spielen", sagte Forrer nach dem 66-minütigen Auftritt an der Copacabana. "Wir wollten den Zuschauern etwas bieten, wenn Beachvolleyball schon einmal nicht mitten in der Nacht im TV läuft."
Auf den Nervenkitzel hätte die Ostschweizerin gerne verzichtet. Fehlte im verlorenen ersten Satz oftmals die Präzision, so legten Forrer und vor allem Vergé-Dépré ab dem zweiten Durchgang die Nervosität ab. "Wir fanden nicht in den Rhythmus, kämpften uns aber richtiggehend rein", so Vergé-Dépré. Der Knopf bei der Bernerin löste sich, so schien es zumindest, mit dem ersten Block beim 48. Punkt der Partie.
Ab dann kippte das Spiel sichtbar auf die Seite der Schweizerinnen. "Wir behielten den Fokus, das war entscheidend", so Vergé-Dépré. Selbst als die Australierinnen, die sich ihr Olympia-Ticket via Continental-Cup gesichert hatten, vier Matchbälle besassen, blieben Forrer/Vergé-Dépré cool. Sie verwerteten ihrerseits die vierte Gelegenheit zum Erfolg.
Durch das Satzverhältnis von 3:3 und mit einem Sieg aus zwei Partien ist es sehr gut möglich, dass Forrer/Vergé-Dépré die Vorrunde als eines der besten drittklassierten Teams abschliessen werden. Die letzte Hürde der Gruppenphase erscheint unüberwindbar. Kerri Walsh Jennings ist die "Grande Dame" des Beachvolleyballs und eine oft genannte Kandidatin für Gold. 2004, 2008 und 2012 war sie an der Seite ihrer langjährigen Partnerin Misty May-Treanor dreimal Olympiasiegerin geworden.
2. Fassung / komplett überarbeitet
COPYRIGHT by Schweizerische Depeschenagentur AG (sda/ats), Bern
ALL RIGHTS RESERVED WORLDWIDE - FOR PERSONAL USE ONLY