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FRAGE | Ich wohne mit meinem Mann zusammen seit 18 Jahren in einem Mehrfamilienhaus mit fünf Parteien. Zuerst waren wir nur Mieter. Nach ein paar Jahren, als die Kinder kamen und ich meine Feststelle aufgab, habe ich die Hauswartung übernommen.
Jetzt ist mir die Arbeit zu anstrengend geworden, vor allem der Garten. Ich will den Hauswart-Arbeitsvertrag kündigen. Aber ich habe Angst, dass wir dann aus der Wohnung müssen. Ist diese Sorge berechtigt?
ANTWORT | Jein. Nach Ihren Angaben stellt Ihre Wohnung keine «Dienstwohnung» dar. Es ist also nicht so, dass Sie nur in der Wohnung leben dürfen, weil Sie einen Hauswart-Vertrag (Arbeitsvertrag) abgeschlossen haben.
Zudem lautet der Mietvertrag auf Ihren Mann und Sie; Hauswartin sind dagegen nur Sie. Sie haben also eine (Familien-)Wohnung gemietet und später einen von der Miete grundsätzlich unabhängigen Arbeitsvertrag abgeschlossen.
Die in Ihrem Arbeitsvertrag enthaltene Klausel «Wenn dem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit eine Wohnung zur Verfügung gestellt wird, zieht die Kündigung des Arbeitsvertrags die Kündigung des Mietvertrags nach sich», ist daher meiner Meinung nach in Ihrem Fall nicht anwendbar.
Sie können also kündigen, ohne automatisch auch die Mietwohnung zu verlieren. Allerdings kann der Vermieter Ihnen und Ihrem Mann den Mietvertrag dann separat kündigen. Falls dies geschieht, können Sie die Kündigung je nachdem anfechten und/oder die Erstreckung des Mietverhältnisses verlangen.