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Die Atmung ist normalerweise ein unwillkürlicher Vorgang, der aber auch bewusst gesteuert werden kann. Der Atemreiz wird dabei im Wesentlichen durch den steigenden Kohlendioxidgehalt des Blutes ausgelöst. Ohne Übung ist es kaum möglich, den Atemreiz über einen längeren Zeitraum zu unterdrücken: Bei gezieltem Training ist die Tauchdauer dagegen hauptsächlich durch den Sauerstoffgehalt des Blutes begrenzt.
Im Training erlernt der Taucher zuerst die bewusste Atmung und den entspannten Umgang mit seinem Atemreiz. Zudem erfolgt eine allgemeine Konditionierung durch Schwimmen, Laufen u. ä. sowie ein spezielles Techniktraining für das Schwimmen unter Wasser.
Der Körper wird schrittweise darauf trainiert einen niedrigen Ruhepuls und ein größeres Lungenvolumen zubekommen.
Beim Apnoeleistungssport unterscheidet man zwischen Pool- und Tieftauchdisziplinen.
Pool Disziplinen:
Zeittauchen (Statik/STA):
Gewertet wird hierbei die Zeit der Apnoe. Der Taucher bereitet sich vor, atmet ein und taucht unter. Er liegt hier meistens regungslos mit dem Gesicht nach unten im Wasser.
Streckentauchen mit Flossen (Dynamic with fins/DYN):
Bei dieser Disziplin wird die mit einem Atemzug zurückge- legte Strecke mit Flossen oder Monoflossen gewertet.
Streckentauchen ohne Flossen (Dynamic without fins/DNF):
Bei dieser Disziplin wird die mit einem Atemzug zu- rückgelegte Strecke ohne Flossen gewertet
Streckentauchen 16 x 50 m:
Hierbei geht es darum, die Strecke von 50 m insgesamt 16-mal hintereinander so schnell wie möglich zu durchtauchen. Die Zeit beginnt mit dem Abtauchen und wird erst nach den letzten 50 m gestoppt. Durch schnelles Fortbewegen auf der Bahn und durch möglichst kurze Atempausen wird die Gesamt- zeit beeinflusst.
Tieftauchdisziplinen mit konstantem Gewicht:
Mit nur einem Atemzug versucht der Taucher dabei so tief wie möglich und wieder zurück an die Oberfläche zu tauchen. Der Taucher darf zur Überwindung seines eigenen Auftriebs Gewichte tragen, muss aber alles Gewicht, das er zum Abstieg verwendet, auch aus eigener Kraft wieder zur Oberfläche (deshalb „Constant“) bringen.
Tieftauchen mit konstantem Gewicht ohne Flossen (Constant weight without fins/CNF):
Der Taucher darf für den Tauchgang keine Flossen verwenden. Es ist ihm gestattet, ein Seil zur Orientierung zu benutzen, er darf es aber während des Tauchgangs nur vor dem Abtauchen, einmal bei der Wende und danach erst wieder nach dem Auf- tauchen berühren. Sich daran hinab oder herauf zu ziehen ist verboten.
Tieftauchen mit konstantem Gewicht mit Flossen (Constant weight/CWT):
Der Taucher schwimmt mit Hilfe von Flossen in die Tiefe und wieder hinauf an die Oberfläche. Er darf ein Seil zur Orientierung benutzen, es aber während des Tauchgangs nur vor dem Abtauchen, einmal bei der Wende und danach erst wieder nach dem Auftauchen berühren. Sich daran hinab oder herauf zu ziehen ist verboten.
Free Immersion/Immersion Libre (FIM):
Der Taucher darf keine Flossen oder ähnliche Hilfsmittel verwenden. Zur Fortbewegung zieht er sich an einem Seil in die Tiefe und wieder hinauf.
Tieftauchdisziplinen mit variablem Gewicht:
Hier versucht der Taucher mit einem Atemzug so tief wie möglich zu tauchen und dann zurück an die Oberfläche zu kommen. Der Taucher lässt sich durch ein Gewicht bzw. einen Abtriebskörper (meist eine an einem Seil geführte Schlittenkonstruktion) in die Tiefe ziehen und lässt es dort zurück.
Diese Disziplinen sind wegen der unkalkulierbaren Risiken keine Wettkampdisziplin. Die Ratifizierung durch den Verband der Freitaucher (AIDA) befindet sich in einer kontroversen Diskussion.
Tieftauchen mit variablem Gewicht (Variable weight/VWT): Dabei ist das Gesamtgewicht des Abtriebskörpers auf 30 kg limitiert. Der Aufstieg wird aus eigener Kraft reali- siert. Die Verwendung von Auftriebskörpern o. ä. ist nicht erlaubt. Die Taucher ziehen sich meist am Führungsseil wieder hinauf und verwenden zur weiteren Unterstützung Flossen.
No Limit (NLT):
Bei dieser Disziplin gibt es keine technischen Beschränkungen. Eine sehr schwere Schlittenkonstruktion Tauchschlitten zieht den Taucher (meist aufrecht stehend) mit hoher Geschwindigkeit in die Tiefe. Der Taucher kann seine Abstiegsge- schwindigkeit meist mittels einer mechanischen Bremse regulieren. Eine mechanische Vorrichtung (z. B. ein mit Druckluft gefüllter Hebesack oder eine Seilwinde) bringt ihn mit maximaler Geschwindigkeit zurück an die Oberfläche.