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Berichte über die ersten erfolgreichen Anwendungen der GPS-Satellitennavigation im Dienste der Geodäsie in den frühen 1980er-Jahren haben unter den Verantwortlichen für die Landesvermessung in der Schweiz grosse Hoffnungen geweckt. Die Geodäten von swisstopo sahen die Chance, die seit langem bekannten Unzulänglichkeiten des alten Bezugsrahmens LV03 durch eine neue, satellitengestützte Landesvermessung zu beheben. Sie formulierten die folgende Vision:
«Der Benutzer der zukünftigen Landesvermessung hat die Möglichkeit, mittels GPS, an jedem beliebigen Ort des Landes, innert kurzer Zeit, die Position in einem weltweiten Bezugssystem mit cm-Genauigkeit zu bestimmen.»
Eine neu gegründete Arbeitsgruppe GPS der Schweizerischen Geodätischen Kommission (SGK) begann im Februar 1985 unter der Leitung von Prof. H.-G. Kahle mit der Organisation von GPS-Testmessungen, welche schliesslich den Nachweis erbrachten, dass mit den neuen Messmethoden auch im alpinen Raum hochgenaue Ergbnisse im mm-Breich erzielbar sind. Nachdem swisstopo 1988 erste GPS-Empfänger in Betrieb genommen hatte, begannen die Arbeiten am GPS-Landesnetz. Der Projektname «neue Landesvermessung LV95» und die entsprechende Projektorganisation entstand 2 Jahre später. Gleichzeitig fokussierte sich die Abteilung Geodäsie von swisstopo mit den bestehenden personellen Ressourcen auf die neue Zielsetzung: Die rasche Realisierung von LV95 und die Herausgabe des neuen Koordinatensatzes.
Das motivierte Team der Abteilung Geodäsie, bestehend aus qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Ausbildungsstufen, hat in nur 5 Jahren in