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Abtreibungen sind in Argentinien künftig bis zur 14. Schwangerschaftswoche erlaubt. Der Senat des südamerikanischen Landes nahm am frühen Mittwoch (Ortszeit) mit 38 zu 29 Stimmen bei einer Enthaltung eine Vorlage für ein liberales Abtreibungsrecht an, die auf Präsident Alberto Fernández zurückgeht und zuvor bereits von der Abgeordnetenkammer angenommen worden war. Während der rund 13-stündigen Abstimmung demonstrierten vor dem Senat Tausende Demonstranten mit grünen Tüchern dafür, mit hellblauen dagegen.
Papst war dagegen
Noch vor der Abstimmung im argentinischen Senat hatte sich Papst Franziskus gegen die Legalisierung der Abtreibung in Argentinien ausgesprochen. «Der Sohn Gottes wurde als Ausgeschlossener geboren, um uns zu sagen, dass jeder ausgeschlossene Mensch ein Kind Gottes ist», schrieb der Argentinier am Dienstag auf Twitter.
«Er kam in die Welt, wie ein Kind in die Welt kommt, schwach und zerbrechlich, so dass wir unsere Schwächen mit Zärtlichkeit aufnehmen können.» Beobachter werteten dies als einen der letzten Versuche der katholischen Kirche, Einfluss auf die Entscheidung über die Gesetzesinitiative zu nehmen.
Heimliche Abtreibungen sollen vermieden werden
Bislang war der Abbruch von Schwangerschaften in dem südamerikanischen Land nur in besonderen Fällen erlaubt, etwa nach einer Vergewaltigung oder bei Gefahr für das Leben der Mutter. Schätzungen zufolge gibt es dort pro Jahr zwischen 370'000 und 520'000 heimliche Abtreibungen. Dabei kommt es immer wieder zu Komplikationen und auch zu Todesfällen.