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Einstimmig wurde der Berner Nationalrat Hans Grunder in Glarus zum ersten Präsidenten der neuen nationalen Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) gewählt.
Die BDP steht hinter dem Freizügigkeitsabkommen mit der EU über den Personenverkehr. Die neue Partei grenzt sich dadurch von der in dieser Frage
zerstrittenen SVP ab.
Im zehnköpfigen BDP-Parteivorstand vertreten sind Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Bundesrat Samuel Schmid, die Mitglieder des Bundesparlaments und die Regierungsräte aus den drei Gründungskantonen Bern, Graubünden und Glarus.
92 Delegierte nahmen teil an der Gründungsversammlung der BDP Schweiz. Im November sollen im Thurgau und im Aargau zwei weitere Kantonalparteien gegründet werden.
Der Ursprung der BDP liegt im Dezember 2007, in der Wahl der früheren Bündner Finanzdirektorin Eveline Widmer-Schlumpf zur Bundesrätin. Sie verdrängte damit Christoph Blocher aus dem Bundesrat, was zu Spannungen und Spaltung der Schweizerischen Volkspartei SVP führte.
Im Juni gründeten im Kanton Bern liberale SVP-Mitglieder eine kantonale BDP. Graubünden und Glarus folgten im August.
Zuvor hatte die schweizerische SVP die Bündner Kantonalsektion kollektiv ausgeschlossen. Die Bündner hatten sich geweigert, dem Diktat der Mutterpartei Folge zu leisten und Eveline Widmer-Schlumpf aus der Kantonalpartei zu verbannen.