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Samuel Scheidegger ist der neue Präsident der Ersten Liga
Der 36-jährige Solothurner tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Romano Clavadetscher an. Und will die Kammer wieder stärker positionieren.
Scheidegger-Di Palma
An der ausserordentlichen Generalversammlung der Ersten Liga (EL) stellten sich drei Kandidaten zur Wahl als Nachfolger von Romano Clavadetscher: Markus Hundsbichler (vorgeschlagen vom Komitee der Ersten Liga), Samuel Scheidegger (vorgeschlagen vom FC Solothurn) und Roger Bigger (vorgeschlagen vom SC Brühl). Im zweiten Wahlgang setzte sich dabei Scheidegger gegen seine beiden Mitbewerber durch: Von 49 möglichen Stimmen erhielt der 36-Jährige deren 24 und setzte sich damit vor Hundsbichler (16) und Bigger (6) durch.
Scheidegger (im Bild links) ist seit 2014 Präsident des Erstligisten FC Solothurn, wird sein Amt aber per Generalversammlung des Vereins im August offiziell abgeben. Der zweifache Familienvater ist beruflich in der IT-Branche tätig - er sitzt in der Geschäftsleitung eines Unternehmens, das 430 Mitarbeitende beschäftigt und einen Jahresumsatz von über 65 Millionen Franken erzielt. Als Fussballer schaffte er es bis in die 2. Liga interregional, als Funktionär war er vor seiner Zeit bei Solothurn während zwei Jahren Vizepräsident des FC Subingen.
Sein Amt tritt er mit klaren Vorstellungen an. Scheidegger will frischen Wind in die Erste Liga bringen, die Komitee-Strukturen verschlanken und den Dienstleistungsgedanken fördern, also den Austausch mit den angeschlossenen Vereinen sowie den anderen Kammern des Verbands intensivieren. Wichtig ist ihm, die Erste Liga noch stärker zu positionieren und dabei «eine transparente und ehrliche Kommunikation» zu pflegen.
Zunächst einmal will er sich einen Überblick verschaffen, sich selber ein Urteil bilden über den Ist-Zustand der Ersten Liga, bevor er Taten folgen lassen und in einigen Bereichen die Professionalisierung vorantreiben will.
Di Palma soll auf Hertig folgen
Einen deutlichen Wahlsieg landete auch Marco Di Palma (im Bild rechts), der nach dem Abgang von Clavadetscher die Geschäfte ad interim zusammen mit Hundsbichler leitete. Der Finanzchef wird an der Delegiertenversammlung des SFV als freies Mitglied der Ersten Liga im Zentralvorstand des SFV vorgeschlagen - er setzte sich gegen Roger Bigger mit 35:10 Stimmen durch. Der gebürtige Deutschschweizer, der in der Romandie lebt, soll den Posten von Philippe Hertig übernehmen, der zusammen mit Clavadetscher zurückgetreten war. (pmb./jm.)