Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03656.jsonl.gz/1103

In „Leaving Neverland“ wird MJ so dargestellt, als ob er sich das Vertrauen der Familien von Wade Robson und James Safechuck nur erschlich, um sich an ihren Söhnen vergehen zu können. Tatsächlich war Michael Jackson sein Leben lang daran interessiert, einen Einblick in das Leben „gewöhnlicher“ Leute zu erhalten. „The MJ Allegations“ beleuchtet MJs Freundschaften zu mehreren Familien:
Nachstehend weitere Hinweise, wieso die Darstellungen in „Leaving Neverland“ fragwürdig sind.
Betreffend der Familien-Kontakte möchten wir auch daran erinnern, wie Michael Jackson einst den Friendsaktivisten und ehemaligen Politiker Jürgen Tödenhofer in Sulden besucht hatte. Er berichtet auf Facebook davon: ZWEI TAGE MIT MICHAEL
Jürgen Tödenhofer hat gerade ein neues Buch veröffentlicht; „Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten.“ (Hier bei Amazon.de.) Deutschlandfunk Kultur berichtet hier: Abrechnung mit dem Westen.
Ungereimtheiten in Leaving Neverland;
Die Ex-Freundin von Wade Robson, Brandi Jackson, weist im Interview mit KIIS 1065 darauf hin, was auch Charles Thomson in seiner „FACT-BOMB“ schrieb: Wade Robson hatte keine derart enge Beziehung zu Michael Jackson, wie diese in „Leaving Neverland“ dargestellt wird. Gemäss Protokollen von eidesstattlichen Aussagen von seiner Mutter, Joy Robson, seien sie etwa 14 Mal auf Neverland zu Gast gewesen. MJ war meist abwesend, sie könne sich an etwa vier Besuche erinnern, während denen auch Michael Jackson auf der Ranch war.
Die Tore zu Neverland stand den Robsons wie vielen weiteren Familie offen. Charity-Stiftungen wie „Make A Wish“ durften über die Jahre teils ganze Busse voll mit benachteiligten oder kranken Kindern auf die Ranch bringen. Michael Jackson selbst war selten persönlich anwesend. Grace Rwaramba wies in ihrem Statement zudem darauf hin, dass auf Neverland jeweils zwischen 60 bis 100 Angestellte tätig waren, was es zusätzlich unglaubwürdig macht, dass sexuelle Übergriffe unbemerkt geblieben wären. (Gemäss den Ausführungen in „Leaving Neverland“, sollen die Übergrifffe an allen möglichen Orten stattgefunden haben. Der Schlafzimmer-Bereich MJs war bekanntlich mit einem Alarm ausgestattet – das wird gerne als „höchst verdächtig“ dargestellt, doch es könnte genauso ein harmlose Massnahme gewesen sein, die MJ ein wenig Privatsphäre zugestehen sollte, da diverse seiner Angestellte dorthin Zutritt hatten.)
Die involvierten Polizeidepartements hatten für den im Herbst 1994 eingestellten Chandler-Strafprozess diverse Neverland-Angestellte befragt. Ein Jahrzehnt später wurden erneut diverse Neverland-Angestellte von der Polizei befragt. Dass der Arvizo-Prozess mit einem vollständigen Freispruch Michael Jacksons in allen 14 Anklagepunkten endete, da die Klägerfamilie so unglaubwürdig auftrat, ist nur die halbe Wahrheit. Der „Leaving Neverland“ Regisseur Dan Reed behauptet dies trotzdem immer wieder.
Wer an Brandi Jacksons Glaubwürdigkeit zweifelt, da sie als Familienmitglied ihren Onkel so oder so verteidigen würde, höre sich ihre längeren Interviews an, in denen sie teils bis zu einer Stunde lang spontan und glaubhaft berichtet. Hier ihr Interview mit Roger Ziegler (Die 70-minütige Audiodatei ist im Artikel eingebettet.) Hier war sie bei Radio IZM zu Gast. (YouTube-Video vom Studio.)
Betreffend der Busse in London sagt die Moderatorin im oben eingebetteten „KIIS 1065“ Video einen interessanten Satz, was wir in unserem „Statement an die Fans“ anzudeuten versuchten. „Die eingefleischten Fans verteidigen ihn, egal was ist.“ (Also quasi, auch selbst wenn die Beweislage eindeutig wäre.) Das ist, wieso viele Journalisten so skeptisch sind und die Fans und ihre Argumente, wenn sie noch so logisch sind, nicht für voll nehmen. (Womit wir nicht sagen möchten, dass die Aktion in London negativ sei. Wir hoffen das zumindest. Lassen wir das einfach mal so stehen: In einigen Fan-Foren wurde heftig darüber diskutiert, ob solche Aktionen mehr Schaden am Vermächtnis MJs anrichten, als sie diesem dienen.)
Weitere Fakten zu den Vorwürfen
„The MJ Allegations“ listet in der Kategorie Robson/Safechuck Allegations ihre ausführlich recherchierten Artikel auf und verlinkt Gerichtsdokumente.
Lesenswert ist auch der Artikel von Dan Stephens:
“Leaving Neverland” Weaves A Provocative Narrative But Is It Just One Big Lie?
Ebenso der Artikel von Rocco Papa, in dem er schreibt: „Die Reaktionen, nachdem HBO den Michael Jackson Film „Leaving Neverland“ ausgestrahlt hat, zeigen, wie fehlinformiert viele Leute über die neuen Vorwürfe sind.“
Als Michael Jackson im Jahr 2005 in allen 14. Anklagepunkten freigesprochen wurde, reagierten viele Leute ungläubig. Die Vorverurteilung in den Medien war damals massiv. Und so liess die Berichterstattung während dem Prozess zu wünschen übrig, obwohl sich der Freispruch abzeichnete.
„Mir schien es, als würden die Medien nur ungern die Möglichkeit akzeptieren wollte, dass Michael Jackson unschuldig sein könnte. Die meisten Reporter schienen bereits von Jacksons Schuld überzeugt, weil sie dachten, er sei ein Spinner“, erinnert sich Charles Thomson.
Die Haltung vieler Journalisten beschreibt Thomson wie folgt: „′Wir wissen, dass er schuldig ist. Das ist Zeitverschwendung. Sie sollten ihn jetzt einfach einsperren.′“ Das habe sich auf ihre Art der Berichterstattung niedergeschlagen.
Die Webseite „Dancing with the Elephant“ hatte im Oktober 2012 ein interessantes Interview mit Charles Thomson geführt, nachdem bekannt geworden war, dass das FBI über 13 Jahre hinweg betreffend Michael Jackson in verschiedenen Angelegenheiten ermittelt hatte. (Hier die damals zugänglich gemachten FBI-Files auf ihrer Webseite. Thomson war einer, der Einsicht in die Akten gefordert hatte, worauf diese teilweise veröffentlicht wurden.) Die obigen Aussagen sind diesem Interview entnommen:
(Der Journalist aus England ist auf Kriminalfälle spezialisiert und war – als Fan von Prince, Michael Jackson und James Brown – an den Vorwürfen gegen MJ schon immer besonders interessiert.)
Die Transkripte vom Arvizo-Prozess sind hier als PDF downloadbar: The Court Transcripts
Im Oktober 2009 schrieb Charles Thomson über die mutmassliche Erpressung vom Vater von Jordan Chandler im Jahr 1993 – als Reaktion auf einen verleumderischen Artikel: