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Bijouterie Sutter Marktgasse, Winterthur
Das Haus Krone steht mit seiner reich gegliederten Fassade unter Denkmalschutz. Die ehemalig dreiteilige Ladenfront wurde ersetzt durch eine Reihe von vier grossformatigen Fensterfeldern in der Struktur der darüberliegenden Fensterordnung. Der Ladeneingang wurde dabei in den zurückgesetzten Haus- und Hotelzugang verlegt.
Um die Aufmerksamkeit auf diese etwas verborgene Eingangssituation zu lenken, wurden die prominenten Schaufensterfelder in der ganzen Geschoss-höhe mit ungewöhnlich tief profilierten, schwarz glänzenden Fensterrahmen versehen. Aus der tangentialen Sicht des Passanten in der engen Gasse werden diese Rahmen als zeichenhaft hervortretendes Merkmal wahr-genommen. Die gleichen Fensterrahmen werden beidseitig im eingezogenen Vorraum fortgesetzt, was die Kontinuität um die Ecke und den Zugang zum Ladenlokal anzeigt. Dieser nach aussen eher geschlossen erscheinende Auf-tritt zu Gunsten von mehr Auslagen in der Art von grossen Schaukästen ist für diese Branche vertretbar, da sie weniger die zufällige Laufkundschaft anspricht.
Der strukturelle Eingriff zur Abfangung der Fassadenlasten wurde mit massiven Stahlscheiben gelöst, die einerseits die Teiligkeit des Schaufenster-bereiches ordnen, zugleich aber auch als Rammschutz brutale Einbrüche vereiteln.
Der Verkaufsraum ist von einem strikten Konzept geprägt. Die quadratische Grundfläche mit halber Höhe wird durch eine schwarz glänzende Decke zum Würfel gespiegelt. Konische Pergamentleuchten loten diesen Raum nach oben aus und geben einen scharfen Lichtpunkt auf die Verkaufstische. Rundum schliessen raumhohe, dunkel gefärbte Glasschiebewände die dahinterliegenden schwarz ausgekleideten Ausstellungsnischen ab. Nur die angestrahlten Schmuckstücke treten als leuchtende Preziosen in Erscheinung.