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Die Stadt- und Hochschulbibliothek Bern
zur Erinnerung an ihr 400jähriges Bestehen und an die Schenkung der Bongarsiana im Jahr 1632
Zum Doppeljubiläum der Bibliothek hatte die Bibliothekskommission den Band beim damaligen Oberbibliothekar Hans Bloesch (1878–1945), der seit 1927 die Stadt- und Hochschulbibliothek leitete, in Auftrag gegeben.
Nach der Einleitung, einer Darstellung der Geschichte der Bibliothek, folgen die zumeist auf Sekundärliteratur beruhenden Biographien zum Gelehrten, Diplomaten und Büchersammler Jacques Bongars (1554–1612) wie auch zu Jakob Graviseth (1598–1658) als dem Donator der Bongars-Bibliothek an die Liberey der Hohen Schule im Jahr 1632. Daran anschliessend beschreiben die Bibliothekare aus ihren teilweise detaillierten Kenntnissen die Codices (heute in der Burgerbibliothek Bern) und die Druckwerke der Büchersammlung (heute in der Bibliothek Münstergasse). Die Darstellung wird beschlossen mit einem kurzen Kapitel über die illustrierten Handschriften.
Obwohl durch neuere Forschungen teilweise überholt, bietet der Band doch einen gut zu lesenden Überblick mit zahlreichen historischen Daten und Details. Zudem gewährt er einen Einblick in die damalige Einschätzung des Gelehrten und Diplomaten Bongars und seiner Bibliothek, die auch heute noch die bedeutendste Sondersammlung der Universitätsbibliothek darstellt.
Literatur: H. Hagen, Jacobus Bongarsius; ein Beitrag zur Geschichte der gelehrten Studien des 16. und 17. Jahrhunderts, Bern 1874; zusammengefasst in Idem, Catalogus Codicum Bernensium (Bibliotheca Bongarsiana), Bern 1875, S.xiv–xx.
O. Homburger, Über die Kunstgeschichtliche Bedeutung der Handschriften der Burgerbibliothek, in Schätze der Burgerbibliothek Bern, Bern 1953, S. 107–131.
M. Germann, Die Bongarsiana, in Die Burgerbibliothek Bern: Archiv, Bibliothek, Dokumentationstelle, Bern 2002, S. 93–120, cf. pp. 93ff.
Sabine Schlüter