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Das Programm des Filmpodiums wirkt überwiegend konservativ, da es zur Hauptsache auf die Filmgeschichte zurückblickt und daraus unvergängliche Klassiker und sehenswerte Entdeckungen auswählt und ins Programm setzt. Darüber hinaus zeigt es allerdings immer wieder auch Premieren von neuen, oft wegweisenden Filmen, die den Weg in den regulären Kinoverleih nicht gefunden haben. „Was ist Film? Was ist Kritik?“ weiterlesen
Letzten Sommer zeigte das Filmpodium alle Langfilme, die der Anime-Meister Hayao Miyazaki als Regisseur und/oder Drehbuchautor geschaffen hat; im Oktober folgte der Dokumentarfilm The Kingdom of Dreams and Madness über Miyazaki und das Studio Ghibli. Wer das toll fand, wünschte sich flugs zu Weihnachten das komplette Blu-ray-Set sowie ein paar Stofftiere aus Mein Freund Totoro und war vorerst zufrieden.
OK, zugegeben, ich bin nicht der grösste Fan von Brian De Palma. Sicher, der Mann hat – vor allem visuell – beeindruckende Filme geschaffen, aber zu viele sind blosse Hitchcock-Pastiches, die den Sadismus-Faktor und den Gewalt-Quotienten des Vorbilds hochgeschraubt und zugleich dessen Originalität und Raffinement reduziert haben. Auch De Palmas bisher letzter Streich, Passion (2012), ein lesbisch aufgemotztes Remake von Alain Corneaus Stutenbissigkeitsdrama Crime d’amour (2010), vermochte nicht zu überzeugen.