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Nicht wenige Eltern sind überrascht, wenn Ihr Baby nach der Geburt mit einer wachsähnlichen, schmierigen Substanz überzogen ist: der Käseschmiere (Vernix caseosa).
Die Funktion der Käseschmiere
Diese weisse Schicht wird ungefähr ab der 17. Schwangerschaftswoche gebildet und besteht aus Wasser, Hautfett, abgestorbenen Gewebezellen und Lanugohaaren. Auch wenn der Name etwas unappetitlich klingt, ist die Käseschmiere geruchsneutral. Für viele Mütter duftet sie unvergleichlich nach Baby.
Die Käseschmiere dient als körpereigene Hautschutzcreme für das Neugeborene und hat folgende Aufgaben:
Vor der Geburt schützt sie die Haut des Babys vor dem Aufweichen im Fruchtwasser.
Während der Geburt dient sie als natürliches Gleitmittel.
Kurz nach der Geburt verhindert sie, dass das Baby auskühlt.
Sie wirkt antibakteriell und schützt das Baby vor, während und nach der Geburt vor Keimen.
Die Käseschmiere nach der Geburt
Nach der Geburt sollte die Käseschmiere nicht entfernt werden, denn sie zieht innerhalb von ein paar Minuten in die Haut ein: Eine optimale Pflege für die Haut Ihre Babys. Aus diesem Grund werden Neugeborene nach der Geburt auch nicht mehr gebadet.
Viel oder wenig Käseschmiere: Was bedeutet das?
Je später ein Baby geboren wird, mit umso weniger Käseschmiere ist es in der Regel bedeckt. Aber der 36. Schwangerschaftswoche nimmt die Schicht nämlich kontinuierlich ab. Babys, die später als der errechnete Geburtstermin geboren werden, sind meist nur noch mit wenig oder kaum Käseschmiere bedeckt.
Bei sehr frühgeborenen Babys – vor der 28. Schwangerschaftswoche – sind die Zellen, welche die Käseschmiere produzieren, noch unreif. Deswegen haben sehr frühe Frühgeborene oft keine oder nur eine dünne Schicht Käseschmiere auf der Haut.
Babys, die per Kaiserschnitt geboren werden, sind oft auch mit einer ordentlichen Schicht Käseschmiere bedeckt, weil diese nicht im Geburtskanal abgerieben wurde.