Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03329.jsonl.gz/1232

«Aus des Mädchens Augen ist die Zeit geraubt: Für gestern und für morgen wurde sie María getauft.»
Unter freiem Himmel, mit Wein in der Hand und den verführerischen Rhythmen des Tangos im Ohr, folgen wir dem turbulenten Leben Marías, erschaffen an einem Tag, «an dem Gott betrunken war». Von der Mündung des Rio de la Plata kommt sie über die Slums nach Buenos Aires. Bei ihren Auftritten in Cabarets und Bordellen verwebt sie afroamerikanischen Candombe, kubanische Habanera und argentinische Milonga. Wie in den alten Tango-Legenden wird María vom Bandoneon verführt und in die phantastische Unterwelt der Kanalisation verbannt, um schliesslich aufzuerstehen – unsterblich gemacht durch den Tango.
Bereits für den Mai und Juni geplant, konnten die szenischen Aufführungen von «María de Buenos Aires» in der vergangenen Spielzeit nicht mehr stattfinden. Doch wie es im Libretto heisst: María ist unsterblich, denn sie verkörpert die Seele des Tangos, der seit seiner Etstehung schon vielfach wie der Phoenix aus der Asche erstanden ist.
Marcela Arroyo (María), Robert Maszl (Cantor) und Sofía Pollak (Duende) zaubern unter der musikalischen Leitung von William Kelley eine konzertante Darbietung der einzigen Oper Astor Piazzollas – dem Begründer des «Tango Nuevo» ein Stückchen argentinisches Flair direkt an die Reuss.
WoLuzerner Theater
Theaterplatz
Luzern 6003