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Angesichts der zunehmenden Globalisierung rücken Länder, Völker und ihre Kulturen immer näher zusammen, so dass wir auch Kulturen begegnen wie den Stammeskulturen auf Neuguinea, in Ozeanien und im Amazonas, die sich fundamental von unserer unterscheiden, sei es, dass sie auf dem Niveau des Neolithikums stehengeblieben sind, sei es, dass sie einer technisch »primitiveren« Stufe angehören.
Wir stehen dann vor der Frage, ob wir diesen Völkern unsere westlichen Errungenschaften aufoktroyieren sollen, wie Missionare dies tun, oder ob wir sie in ihrer Andersheit verstehen und schätzen lernen sollen. Die andersartigen Denk- und Verhaltensweisen vermögen, was Kognition (Logik), Sensitivität, Sozialverhalten betrifft, auch ein Licht auf unsere Kultur mit ihrer so hochgelobten Wissenschaft und Philosophie zu werfen und zu zeigen, dass auch diese Denkmuster keine Universalien, sondern kulturspezifische Konstrukte sind, die nichts mit Wahrheitsfindung, allenfalls mit Orientierung zu tun haben.
Das Buch vergleicht diverse Kulturen auf verschiedenen Stufen: des Denkens und der Sprache, der Sensitivität und Emotionalität, des gesellschaftlichen Verhaltens, der Materialität und ermöglicht so letztlich eine Metareflexion auf unsere kulturellen Eigenarten, die von einem rein empirischen Standpunkt wegen des Immanentismusvorwurfs nicht geleistet werden kann. Die Forschungsrichtung ist eine Novität.