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Konflikte haben neben der Sachebene immer auch eine emotionale Komponente. Diese hat das Potenzial zur Eskalation. Um Konflikte zu lösen, kann es hilfreich sein, hinter das negative Bild zu schauen, das ich mir vom Gegenüber mache.
Wenn wir mit jemandem im Konflikt sind, ist unsere Beziehungsebene gestört. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten. Erstens: Ich setzte harte Grenzen und breche den Kontakt ganz ab. Zweitens: Ich resigniere innerlich, gehe dem Konflikt aus dem Weg und hege innerlich einen Groll. Drittens: Ich versuche, mit dem Konfliktpartner eine gemeinsame Lösung zu finden.
NLP kann Dir dabei helfen, im Kontakt zu bleiben und miteinander weiter zu kommen.
«Die Landkarte ist nicht das Gebiet.» Das ist eine der Axiome des NLP, also eine Grundannahme, von der wir ausgehen. Sie besagt, dass jeder Mensch ein eigenes Bild der Welt hat, das durch seine bisherigen Erfahrungen und Erlebnisse geformt wird. Er erkennt also nicht die Realität, sondern nur einen Ausschnitt davon.
Auch wenn wir mit jemandem in Kontakt treten, sehen wir nur einen Teil von ihm. Wir machen uns also eine vereinfachte Landkarte des Gegenübers, ohne das Gebiet – seine Gesamtheit – zu kennen.
Wir alle haben unsere eigene Wahrnehmung von unserer Umwelt und von uns selbst. Meine Wahrnehmung ist für dich unsichtbar. Nur ich weiss, wie meine Landschaft aussieht. Und auch das nur teilweise.
Dies ist grundlegend für das Verständnis von Konflikten.
Der Duden bezeichnet Konflikt wie folgt: «Der Konflikt ist eine durch das Aufeinanderprallen widerstreitender Auffassungen, Interessen o. Ä. entstandene schwierige Situation, die zum Zerwürfnis führen kann.»
Sobald eine widerstreitende Auffassung die sachliche Ebene verlässt und es emotional wird, beginnen wir, das Gegenüber dafür verantwortlich zu machen und ihm die Schuld zu geben, indem wir ihn in eine Schublade stecken: «Das ist wieder typisch für ihn.»
Aber sobald du jemanden definierst, greifst du sein Territorium an und er wird anfangen, sich zu verteidigen. Das lässt einen Streit eskalieren.
Es wird oft darüber geredet, die eigenen Grenzen zu wahren und sich selbst zu behaupten. Wenn ich eine Linie ziehe, verteidige ich mich und vermeide eine Invasion meines Gebiets. Das kann sehr nützlich sein.
Aber ich verpasse dadurch, dass mein Gegenüber versteht, was ich will. Und ich verpasse es, die die andere Person zu verstehen.
Wenn ich ein gegenseitiges Verständnis erreichen will, muss ich erklären, was hinter der Landkarte im Kopf des Gegenübers liegt. Ich muss vom Gebiet hinter meinen Grenzen erzählen. Von dem, was mich beschäftigt, was ich fühle und was ich will. In der Ich-Sprache spreche ich für mich selbst, übernehme Verantwortung für mich und bleibe auf meiner Seite des Feldes.
Wenn ich mich dem Gegenüber nähere, tue ich dies, indem ich respektvoll frage, was es auf dem Herzen hat. Ich beschuldige, interpretiere oder diagnostiziere nicht.
Wie kann ich also im Konflikt mit jemandem in Kontakt treten, um die emotionale Last zwischen und aufzulösen und das eigentliche Streitthema zu klären?
1. Frage und höre genau hin, um zu verstehen.
2. Kommuniziere in «Ich»-Sprache, die öffnet und dein Gebiet beschreibt.
Das ist eigentlich sehr einfach. Und gleichzeitig in der Praxis oftmals schwer umzusetzen. NLP hilft Dir dabei, das Schwierige einfacher zu machen.
Wenn Du besser kommunizieren möchtest, wird Dir eine NLP Practitioner Ausbildung sehr viel helfen.
Falls Du im Beruf häufig Konflikten begegnest, empfehlen wir Dir und Deinem Team ein Training für Unternehmen bei unserem Trainer Tian Wanner. Unter Functional Prevention – Gewaltprävention und Deeskalation findest Du das entsprechende Angebot.