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Autor: karin aebischer
Flamatt Am Dienstagabend um zirka 17 Uhr begab sich ein Mann in ein Restaurant in Flamatt und bestellte ein Glas Weisswein. Die Servicefachangestellte nahm daraufhin wie üblich eine Weissweinflasche aus dem Kühlschrank und servierte dem Gast die darin enthaltene Flüssigkeit. Nachdem der Mann – ein älterer Herr aus der Region – einen Schluck davon getrunken hatte, wurde es ihm sofort schlecht.
Was die Servicefachangestellte nicht gewusst hatte: Die Flüssigkeit in der Weissweinflasche war gar kein Weisswein, sondern verdünntes Reinigungsmittel der Bezeichnung RV 481. Wie die Kantonspolizei Freiburg mitteilt, war dieses Mittel zuvor verwendet worden, um Weinmasskrüge zu reinigen. Das verdünnte Produkt war in einer Weissweinflasche abgefüllt. Nach dem Reinigen der Krüge gelang diese Flasche, in der sich noch zirka ein Deziliter des verdünnten Reinigungsmittels befand, aus Versehen in den Weinkühlschrank.
Gast in Lebensgefahr
Der Gast wurde vor Ort sofort durch das Personal betreut und auf sein Verlangen nach Hause geführt. Dort verschlechterte sich sein Gesundheitszustand jedoch weiter und er wurde in das Inselspital nach Bern gebracht. Wie die Ärzte der Kantonspolizei Freiburg mitteilten, befindet er sich aufgrund der schweren Vergiftung in Lebensgefahr. Der alkalische Reiniger mit der Bezeichnung RV 481 wird in der Gastronomie für Geschirrwaschautomaten und als Gebindereiniger verwendet. Das Mittel enthält unter anderem ätzende Natronlauge.
Der «Wein» war Putzmittel.Bild key