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Ausgabe 67-III In der dritten Ausgabe der Aussenwirtschaft 2016 wurden folgende Artikel publiziert. EU-Swiss trade integration via input-output linkages Peter H. Egger and Katharina Erhardt Abstract Diese Studie untersucht erstmals die internationalen Input-Output Verbindungen der Schweiz. Der Fokus der Analyse liegt hierbei auf dem schweizerischen Handel mit der Europäischen Union, welche der Haupthandelspartner ist. Im Jahr 2015 gingen 50% der Schweizer Exporte in die EU, während 70% der Importe aus den Ländern der EU kamen. Mittels Daten auf Transaktionsebene sowie Daten bezüglich der Sektorzugehörigkeit eines Teils der Schweizer Firmen können wir detailliert beschreiben, aus welchen Ländern und in welche Sektoren die Importe fliessen. Switzerland's Gains from Trade with Europe Christian Hepenstrick Abstract In dieser Studie betrachte ich die Gewinne durch internationalen Handel für die Schweiz. Die Analyse hierzu basiert auf einem Standardmodell der Handelstheorie. Das Modell zeigt, dass die meisten Vorteile durch den Handel mit der EU entstehen. Ausserdem wird ersichtlich, dass plausible Änderungen im Ausmass der Handelsintegration mit den Ländern der EU erhebliche – wenn auch nicht übertrieben grosse – Auswirkungen auf das Pro-Kopf Einkommen in der Schweiz haben. Die Untersuchung zeigt überdies, dass eine weitere Handelsintegration mit Ländern wie China oder Indien den Wohlstand der Schweiz erhöht. Allerdings würden derartige Gewinne nicht die möglichen Verluste kompensieren, welche durch eine verschlechterte Handelsbeziehung zu den europäischen Ländern entstünden. Kommentar von Reto Foellmi MRIO Linkages and Switzerland's CO2 Profile Octavio Fernández-Amador, Joseph F. Francois and Patrick Tomberger Abstract In dieser Studie untersuchen wir die Verbindungen zwischen der Schweizer Wirtschaft und anderen Regionen (besonders in Westeuropa) in Bezug auf das CO2-Profil der Schweiz. Insgesamt zeigt sich, dass der ökologische Fussabdruck bei der Endproduktion sowie beim Konsum deutlich grösser (etwa zwei mal so gross) ist wie bei der herkömmlichen, im Kyoto-Protokoll verwendeten Methode, welche auf der territorialen Produktion basiert. Während der Fussabruck der territorialen Herstellung zwischen 1997 und 2011 sank, blieben die CO2 Emissionen des Konsums konstant und jene der Endproduktion stiegen sogar. Sämtliche Karbon-Intensitäten sanken im genannten Zeitraum, jedoch blieb der Unterschied zwischen territorialer Produktion und Konsum beziehungsweise Endproduktion konstant. Unsere Ergebnisse betonen die Rolle von CO2 Emissionen, welche im internationalen Handel mit Ländern der Europäischen Union eingebunden sind. Des Weiteren zeigen die Resultate, dass eine Berechnung des Schweizer CO2-Profils auf Basis des Konsums erfolgen sollte, zusammen mit Kriterien basierend auf der territorialen und finalen Produktion. Kommentar von Marcelo Olarreaga Collateral damage: The harm done to Swiss commercial interests by EU policies since the crisis began Simon Evenett Abstract Seit Beginn der globalen Wirtschaftskrise haben weder die Europäische Kommission noch die Regierungen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union schweizerische Wirtschaftsinteressen benachteiligend behandelt. Nichtsdestotrotz haben 200 offizielle Entscheide aus der EU seit November 2008 einen Kollateralschaden für die Schweizer Wirtschaftsinteressen angerichtet. Drei Viertel dieser Entscheide sind nach wie vor in Kraft. Exporte im Wert von über 17 Milliarden Schweizer Franken sind von einer oder mehreren Handelsverzerrungen betroffen. Abgeleitete Handelskosten zeigen jedoch, dass Schweizer Interessen nur in drei EU Staaten in grösserem Masse diskriminiert wurden als die Interessen anderere bedeutender Zulieferer. Kommentar von Claudio Wegmueller Die Schweizer Wirtschaft zwischen Hammer und Amboss: Eine Analyse der „Franken-Schocks“ 2010/11 und 2015 Matthias Flückiger, Christian Rutzer and Rolf Weder Abstract In diesem Beitrag untersuchen wir die Auswirkungen der beiden "Franken-Schocks" von 2010/11 und 2015 auf die Schweizer Volkswirtschaft. Auf makroökonomischer Ebene zeigt sich, dass die Nominallöhne, insbesondere im Industriesektor, vor dem Hintergrund sinkender Preise und einer nur leicht steigenden Arbeitsproduktivität bisher zu wenig unter Druck gekommen sind, bei einer sich langsam abzeichnenden Erhöhung der Arbeitslosigkeit. Die Analyse des Aussenhandels bestätigt einen negativen Effekt der Frankenaufwertung auf Exportmengen und -preise, der je nach Differenzierungsgrad der Güter und nach Destinationen unterschiedlich ausfällt. Auf der Importseite führt die Aufwertung vor allem zu sinkenden Preisen. Entsprechend sind überdurchschnittlich exportorientierte Branchen (und Unternehmen), welche gleichzeitig unter starker Importkonkurrenz stehen, am stärksten negativ betroffen. Verglichen mit den Schwankungen im Bruttoinlandprodukt (BIP) der Handelspartner haben Wechselkursveränderungen jedoch einen weit geringeren Effekt. Die Weltkonjunkturentwicklung wird deshalb einen entscheidenden Einfluss auf den weiteren Anpassungsdruck in der Schweizer Volkswirtschaft haben.