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Baumwolle
(fr. coton, engl. cotton). Dieser größte Weltartikel neben Eisen und Steinkohlen, an dessen Konsum sich wohl die reichliche Hälfte der gesamten Menschheit beteiligt, von dessen Anbau und Verarbeitung die Existenz von Millionen Menschen abhängt und dessen Mangel und Teuerung in den Anbau- und Fabrikländern die schlimmsten Krisen herbeiführen kann, besteht aus den Flughaaren an den Samen verschiedener Arten der Pflanzengattung Gossypium, die der natürlichen Familie der malvenartigen Gewächse (Malvaceen) angehört.
Die Baumwollträger wachsen in den heißen und warmen Erdstrichen der Alten sowie der Neuen Welt, und
der Gebrauch dieses sich ganz von selbst darbietenden Pflanzenprodukts für den Nutzen und die Bequemlichkeit der Menschen
sowie seine Weiterverbreitung durch Anbau muß uralt sein. Das Stammland der Baumwollkultur und Industrie ist ohne Zweifel
Ostindien,
China wird sich kaum viel später daran beteiligt haben; in Arabien, Ägypten, Äthiopien,
am persischen Meerbusen wurde
Baumwolle schon vor Christi Geburt gepflanzt; die Spanier fanden Baumwoll-Zeuge in den neuentdeckten
Ländern von Mexiko und Peru im Gebrauch, die Portugiesen trafen B. an bei ihrer ersten Bekanntschaft mit den Kaffern Südafrikas,
und noch manche andere afrikanische Stämme der Küste wie des Innern wurden in der Folge als B. verbrauchend
oder
Binnenhandel damit treibend befunden.
Die Pflanzenwolle erscheint als der gleichsam providentielle Bekleidungsstoff für die Bewohner heißer Erdstriche, und so
hat sich denn auch deren Kultur im Laufe der Zeiten, wenn auch nicht überall auf Export angelegt, fast um den ganzen Erdkreis
verbreitet. Die ersten Baumwollstoffe kamen vor Zeiten als Luxusartikel aus Indien zu uns; später folgte dann der Rohstoff
für die eigene Verarbeitung; aber so total haben sich die Verhältnisse mit der Zeit umgekehrt, daß Indien jetzt seinerseits
von Europa Unmassen
baumwollener Webstoffe empfängt und der Anbau des Rohstoffs in größter Massenhaftigkeit
an das Land überging, das sich am spätesten mit dem Gegenstande befaßte, an den Süden von Nordamerika.
Hier fanden sich die für den Anbau geeigneten Verhältnisse des
Bodens und Klimas und wohlfeile Arbeitskräfte von Sklavenhänden
so günstig beisammen, daß in Europa und zunächst in England auf Grund des amerikanischen Produktes
die großartige Baumwollindustrie, wie wir sie jetzt kennen, erst möglich wurde. Die Amerikaner beherrschten schließlich
den Markt vollständig; die
Baumwolle verarbeitenden Länder waren beinahe gänzlich von Amerika abhängig; andere Produktionsländer
konnten nur eine nebensächliche Geltung behaupten. In dieser Periode lieferte Amerika den statistischen Aufstellungen zufolge 88 Prozent
aller produzierten B. Durch den großen Bürgerkrieg, der den Anbau für mehrere Jahre hemmte, die Preise
der Ware bis zum Dreifachen steigerte und die noch wohl erinnerliche große Krisis und Arbeiternot in Europa hervorrief,
haben die Verhältnisse einige Veränderung erfahren.
Andere
Baumwolle erzeugenden Länder, namentlich Ostindien, Ägypten und Brasilien steigerten ihre Produktion
um ein Bedeutendes, um den Ausfall zu decken, und haben sich seitdem am Markte behaupten können, trotzdem die von Amerika
gestellten Preise seit dem Jahre 1872 einen Rückgang erkennen lassen und fast dieselbe Höhe erreicht haben wie 1861. Man
hat sich in Nord-Amerika überzeugt, daß die Sklavenarbeit nicht unbedingt für einen schwunghaft betriebenen
Baumwolle-Anbau erforderlich ist.
Nordamerika hat im Jahre 1868 bereits wieder die Hälfte einer frühern vollen Jahresernte nach Europa gebracht und dafür
bei höheren Preisen den vollen Betrag einer solchen eingenommen. Dagegen brachte Ostindien im Jahre 1868 beinahe das Dreifache
seines frühern Beitrags an den europäischen Markt, Brasilien das Sechsfache, Ägypten das Doppelte,
Westindien war ebenfalls besser vertreten. Auch in Europa hat man seit der Krisis dem Baumwollbau wieder mehr Interesse zugewendet;
Italien, Spanien, Griechenland, auch Kleinasien, Syrien u. s. w. haben einiges mehr produziert.
Für den ganzen Bedarf haben diese Massen indes wenig Belang; für große Erweiterung des Anbaues ist
keine Aussicht, denn überall, wo
Wein-,
Öl-, Seidenbau u. s. w. Platz finden kann, wird man nicht die viel weniger einträgliche
B. pflanzen. Frankreich hat aus Algier einige
Baumwolle bezogen; es steht aber noch dahin, ob die dortige Produktion eine
gesunde
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oder erkünstelte ist. Man wendet sich dort in neuerer Zeit mehr dem Anbau von Esparto-Gras (Alfa) zu. In Australien sollen sich Boden und Klima vortrefflich zum Anbau eignen, aber noch hört man nichts von namhaften Ausfuhren; die dort viel zu hoch stehenden Arbeitslöhne werden eine günstige Rechnung nicht zulassen. Somit wird sich die Baumwolllieferung künftig mehr als bisher auf verschiedene Produktionsländer verteilen und unter ihnen Ostindien wohl eine Hauptstelle behalten, obschon es zunächst für einen kolossalen innern Bedarf zu sorgen hat, da dort die ganze Bevölkerung sich in B. kleidet. - Über die verschiedenen Arten und Abarten des Gossypium herrscht viel Unsicherheit.
Linné kannte nur 4 Arten, Lamarck beschrieb deren 8, Decadolle (Anmerkung des Editors: richtig: Decandolle (= Augustin Pyrame de Candolle, 1778-1841)) schon 13. Sie unterscheiden sich zunächst als kraut- oder als strauch- oder als baumartige Gewächse, die jedoch, als einem und demselben Geschlecht angehörig, in Blüte und Frucht im wesentlichen übereinstimmen. Die krautartige B., G. herbaceum, ist die am meisten verbreitete und wichtigste Art. Sie ist eine meist einjährige, also jedes Jahr neu zu ziehende Pflanze, jedoch unter günstigen Umständen auch zwei- oder mehrjährig.
Sie wird 0,5-1,5 m hoch, hat 3- bis 5lappige Blätter und eine malvenartige blaßgelbe Blüte mit einem purpurroten Fleck im Grunde. Die dreieckige zugespitzte Samenkapsel von der Größe einer welschen Nuß ist innerlich in drei bis fünf Fächer geteilt. Sie wird bei der Reife braun und lederartig, springt dann von der Spitze her in Lappen auf und läßt die Wolle in Büscheln hervorquellen. Diese Art wird in Ostindien, Kleinasien, Europa und auch Nordamerika gebaut und soll nach einigen Angaben in Oberägypten, Arabien und Senegal heimisch sein; dies dürfte auch für Ostindien Geltung haben, wenigstens wird von dort versichert, daß man lediglich einheimische Wolle kultiviere und alle Versuche mit fremden, namentlich amerikanischen Sorten fehlgeschlagen seien.
Die dort gebaute und heimische einjährige krautartige Pflanze wird auch von Einigen als G. indicum besonders aufgeführt. Von strauchartigen Baumwollgewächsen sind zu nennen: der langhaarige Baumwollstrauch, G. barbadense, über Mannshöhe erreichend, auf den westindischen Inseln wie auf dem Festland heimisch und schon vor langer Zeit nach den Inseln Bourbon und Mauritius verpflanzt;
er liefert jetzt meistens die langfaserigen nordamerikanischen Sorten. G. hirsutum (zottige
Baumwolle),
im französischen Westindien und Guiana, auch in Nordamerika gebaut, ein zweijähriger oder perennierender Strauch mit Kapseln
fast von Apfelgröße und sehr feiner, guter Faser;
G. vitifolium in Westindien, Brasilien, Ägypten. G. religiosum ist diejenige Art, welche ausnahmsweise eine rötlichgelbe Wolle trägt, die in dieser Naturellfarbe zu dem echten chinesischen Nanking verarbeitet wird.
Der Baumwollbaum, G. arboreum, endlich, von 4-7 m Höhe, soll in Indien, Arabien und Ägypten heimisch sein und wird dort, in Spanien und an der Westküste Afrikas (Senegal) gezogen. Im letzteren Gebiet heimisch ist G. punctatum, die getüpfelte B. G. barbadense ist diejenige Art, welche in Amerika die vorzüglichste aller B., die lange, feine Sea-Island liefert. Sie gedeiht aber in ihrer höchsten Vollkommenheit nur auf dem wenige Meilen umfassenden Küstenstriche zwischen St. Mary in Georgien und George Town in Südkarolina, sowie auf den zwei kleinen dieser Küste benachbarten Inseln, Gegenden, deren feuchter Sandboden und deren mildes Klima der Kultur besonders günstig sein mag.
Das übrige georgische Gewächs mit kürzerer Faser heißt Upland oder Georgia. Zucht und Pflege der Baumwollpflanzen erfolgen im allgemeinen dergestalt, daß man aus gelegten Samen erwachsende Pflanzen bei Zeiten und wiederholt verstutzt, damit sie nicht über 1,5 m hoch werden, weil die beste Frucht an den jungen Schößlingen wächst. Hat der Stamm im folgenden Jahre seinen Ertrag geliefert, so schneidet man ihn kurz über dem Boden weg und läßt neue Triebe schießen, mit denen man ebenso verfährt. Der Ertrag mindert sich jedoch mit jeder Wiederholung merklich, weshalb man eine Pflanzung meist nur 2 oder 3 Jahre benutzt und inzwischen neue anlegt. - Die Baumwollpflanzungen im allgemeinen verlangen keinen vorzüglichen Boden, sondern gedeihen in geringeren, sofern er etwas sandig ist.
Solcher Boden ist aber bald erschöpft. Die Pflanze gedeiht nicht mehr. Aus diesem Grunde hat der Anbau der B. in Amerika etwas Nomadisches, indem häufig das ausgesaugte Kulturland gegen frisches vertauscht werden muß. So ist in dem früher bedeutende Mengen Wolle erzeugenden Virginien der Anbau wegen Bodenerschöpfung bereits sehr verringert, in Maryland schon ganz aufgegeben worden. Frische und großartige Räume bietet dagegen Texas, das voraussichtlich bald in der Massenproduktion voranstehen wird.
Die alten Baumwolldistrikte haben ihrerseits in neuester Zeit angefangen, woran sie früher nie dachten, nämlich große Massen verschiedener Düngstoffe in ihre erschöpften Ländereien zu werfen, deren Wirkung sich noch herausstellen soll. Das Anroden neuen Landes kommt eben bei den jetzigen veränderten Verhältnissen zu teuer zu stehen. Andererseits haben die Witterungsverhältnisse auf das gute oder schlechte Gedeihen der Ernten gewaltigen Einfluß. Denn erstens bedarf die Pflanze bis gegen die Samenreife hin Regen, weil bei Mangel desselben die Faser zu kurz ausfällt; gegenteilig aber ist Regen, wenn er in die sich öffnenden Kapseln fällt, ungemein schädlich, weil die naßgewordene Wolle sich bräunt und wertlos wird.
Auch bei zu langem Belassen am Stocke würde die Wolle schmutzig und unscheinbar werden, daher ist sie zu pflücken sobald die Kapseln sich zu öffnen beginnen. Dies geschieht indes nicht bei allen gleichzeitig; es umfaßt daher die Ernte immer eine längere Zeitperiode und erfordert viel Aufmerksamkeit und Mühe. Man pflückt oder zupft die Wolle gewöhnlich mit dem Samen aus und läßt die Hülsen stehen. Da nun ein Arbeiter im Maximum etwa 25 k B. im Tag einernten kann, so ergibt sich, daß zur Bewältigung einer Ernte sehr viel Menschen erforderlich sind. Um das Sammeln wohlfeiler zu machen, sind in Amerika ¶
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eine Reihe von Hilfsvorrichtungen und Maschinen erfunden und versucht worden, aber keine hat bis jetzt eine praktische Bedeutung erlangt. Die Maschine sammelt reife, nicht reife und überreife B. gleichmäßig ein; der Arbeiter weiß, daß nur die reife B. allein Wert besitzt. - Die rohe B. bleibt in der Regel ein paar Tage in der Sonne ausgebreitet liegen, worauf zum Egrenieren (fr. égrener, engl. cleaning, ginning), d. h. zur Abtrennung der Fasern von den Samen geschritten wird.
Letztere haben je nach den Arten die Größe des Pfeffers, der Erbsen oder Wicken; zur Trennung von den Fasern ist immer mehr
oder weniger Gewalt nötig. Früher mußte die Entfernung der Körner mit der Hand geschehen und es konnte
ein fleißiger Arbeiter kaum 4 k täglich reinigen. Die Erfindung einer Egreniermaschine (durch Whitney) war deshalb seinerzeit
ein Ereignis für Amerika, das die Baumwollkultur mächtig förderte. Auf einer solchen Maschine, einmännisch und zum Treten
wie ein Schleifstein eingerichtet, können 150-200 k, bei breiterer Bauart mit einem Kraftbedarf von 2 Pferdekräften
gegen 2500 k Wolle täglich entkörnt werden, welche 60 resp. 700 k entkörnte
Baumwolle geben. Es ist
dies die Sägenegreniermaschine (engl. sawgin).
Auf einer horizontalliegenden rasch umlaufenden Welle stecken 30 bis 80 Kreissägeblätter in geringem Abstand nebeneinander. Die Sägen greifen mit ihren spitzen schräggestellten Zähnen durch die engstehenden Stäbe eines eisernen Rostes hindurch, der den Sägecylinder auf etwa ein Drittel seines Umfangs umgibt, fassen die auf einem Zuführtische ausgebreitete Wolle und reißen sie durch die Stäbe, während die hierfür zu großen Samen abspringen müssen. Hinter der Sägewalze dreht sich eine andere mit Bürsten besetzte Walze, welche die Wolle von den Sägen abnimmt. - Diese Maschine ist nur für kurzfaserige B. verwendbar.
Sie greift die Fasern sehr stark an und würde, wollte man langfaserige B. vorlegen, zu viel Abfall erzeugen. Für die langen amerikanischen B. sind die Walzenegreniermaschine (engl. roller gin) und die von Mac Carthy erfundene (engl. Mac Carthy gin) in Gebrauch. Die erstere besteht aus ein paar hölzernen verstellbaren Walzen, entweder ganz glatt oder geriffelt, denen die Wolle auf einem Zuführtische vom Arbeiter recht gleichmäßig vorgelegt wird. Die kleinen Walzen ziehen nur die Fasern durch, während die Körner nicht folgen können und abspringen.
Bei M. Carthy's Maschine werden die Fasern durch eine rauhe mit Büffelleder überzogene Walze über ein feststehendes Messer gezogen, während die Samenkörner durch rasch auf und nieder bewegte, klopfend wirkende Messer abgeschlagen werden. Die beiden letzteren Maschinen besitzen bedeutend geringere Leistungsfähigkeit als die Sägenegreniermaschine. Aber die B. wird geschont und die sehr ölhaltigen Samen erfahren keine Zertrümmerung, so daß eine Verunreinigung durch Öl nicht eintritt. Ein nachfolgendes Schlagen der entkörnten Wolle auf Hürden mit einer gespannten Bogensehne zur Entfernung zurückgebliebener Körner und anderer Unreinigkeiten ist in Amerika nicht mehr, aber in Ostindien noch üblich. Solche geschlagene (bowed) Ware hat den Fehler, daß die Fasern sehr durcheinander gewirrt sind, was das Verspinnen erschwert. - Die Verpackung der Wolle geschieht nach der örtlich üblichen Weise meistens durch starkes Zusammenpressen zu größern oder kleinem Ballen mit mancherlei Emballagen und Schnürungen, in der Levante durch Eintreten in große Säcke von Haartuch.
Die nordamerikanischen Ballen sind die größten und halten bis zu 250 k, in der Regel 215,5 k = 475 Pfd.
engl.; brasilianische und westindische von 87-150 k. Jede Baumwollfaser ist vor der Reife ein
langgestrecktes, nach beiden Enden zugespitztes dünnwandiges mit Flüssigkeit gefülltes Röhrchen. Bei
der Reife trocknet der Saft ein, das Röhrchen klappt zusammen und es entsteht ein flaches schlauchartiges Band, welches
an verschiedenen Stellen korkzieherartig gewunden erscheint. Diese Windung ist charakteristisch für B., und läßt sich
schon bei 50-facher Vergrößerung deutlich wahrnehmen. Vor der Reife eingeerntete
Baumwolle-fasern erscheinen nicht hohl und nicht
schraubengangförmig gewunden, und bilden in reiner Ware als sog. tote Wolle einen wesentlichen Fehler,
da sie keine Färbung annehmen. - Bei der sehr verschiedenen Qualität der B. kommen in Betracht: die Länge, Feinheit, Festigkeit,
Weichheit, auch der Glanz der Fasern.
Ferner soll dieselbe frei sein von Knötchen, die sich als weiße Pünktchen an den Fasern zeigen. Die
mehr oder minder vollkommene Reinigung bildet dann selbstverständlich ebenfalls ein Hauptmoment für die Würdigung einer
Ware. Die langstapeligen Sorten von 30-36 mm mittlerer Länge sind die höchst gewerteten, da nur aus ihnen sich die feinsten
Garnnummern herstellen lassen. Sie kommen fast nur aus Amerika; alle übrigen sind entweder mittel- oder
kurzstapelig. Bei letzterer sind alle Fasern kürzer als 25 mm. Mittlere Sorten sind die westindischen
und die Mehrzahl der brasilianischen Wollen. Bewässerung der Baumwollfelder wirkt vorteilhaft auf die Faserlänge. - Die
B. werden im Handel nach ihrer Herkunft und außerdem noch nach bestimmten Klassen bezeichnet, gewöhnlich
durch fine, good, good fair, middling fair, good middling, middling, low middling, good ordinary, ordinary, inferior; Hamburg
bezeichnet: A, AB, B, BC, C, CD, D, DE, E, EF; wodurch das ganze
Baumwolle-Sortiment umfaßt wird und die Sorten verschiedenen Herkommens
nur nach ihrer Güte betrachtet werden.
Als an den europäischen Markt kommende Wollen sind zu nennen: Nordamerikanische. Sie zeichnen sich durch Länge und Feinheit, Zähigkeit und Haltbarkeit der Faser und außerdem durch sorgfältige Behandlung und Reinigung aus. Unter ihnen befindet sich, wie schon erwähnt, die geschätzte lange Georgia oder Sea Island in den Sorten fine, middling und inferior. Sie wird zwei- bis dreimal höher bezahlt als kurze Georgia, aber ihre Produktionsmenge ist gering, da sie nur 1½ Proz. des gesamten nordamerikanischen Wuchses ausmacht. Unter der Benennung Upland (Oberland) werden sowohl die Wollen aus den höheren Gegenden Georgias als die aus den andern südlichen Küstenstaaten verstanden, ¶