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Blinken habe in dem Telefonat am Donnerstag eine Freilassung aller festgesetzten Politiker verlangt, die während des Putsches vor anderthalb Wochen festgesetzt worden waren, teilte das US-Aussenministerium in Washington mit. Der Minister habe ausserdem zu einem Dialog aufgerufen, um die zivil geführte Regierung des Landes wieder einzusetzen. Er habe seine Hoffnung ausgedrückt, dass das Militär die notwendigen Schritte gehen werde, die eine Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen den USA und dem Sudan ermöglichten.
Blinken habe auch mit dem entmachteten Regierungschef des Landes, Abdullah Hamduk, telefoniert und in dem Gespräch die deutliche Unterstützung der USA für das Demokratiestreben des sudanesischen Volkes zum Ausdruck gebracht. Eine Rückkehr des Landes zum demokratischen Übergang würde die Fortsetzung der Partnerschaft mit den USA erlauben, mahnte Blinken demnach.
Das Militär hatte vor anderthalb Wochen die Macht in dem nordostafrikanischen Land mit seinen 44 Millionen Einwohnern übernommen und international Protest und Empörung ausgelöst. Nach dem Putsch hatte Al-Burhan die Auflösung der bisherigen Regierung verkündet und einen Ausnahmezustand verhängt. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder wütende Proteste Tausender Sudanesen. Am Donnerstag ordnete die Militärführung auf internationalen Druck hin die Freilassung von vier festgesetzten Ministern an.