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Zürich - Ralph Grosse-Bley ist ab sofort neuer Chefredaktor des "Blick". Der 50-jährige Deutsche, der seit Juli 2009 interimistischer Chefredaktor des Blattes ist, habe sich als "hervorragender Boulevard-Blattmacher" bewiesen, teilte Ringier mit.
Grosse-Bley sei am erfolgreichen Relaunch des "Blick" im Oktober 2009 beteiligt gewesen, schreibt das Medienunternehmen. Unter seiner Leitung habe die Zeitung "mit konsequentem Boulevard" und dem Wechsel zum alten Format zum "Kern seiner Marke" zurückgefunden.
Seine journalistische Karriere begann Grosse-Bley 1988 bei der "Rhein-Zeitung". Danach arbeitete er unter anderem für die "Bild Zeitung" und war Chefredaktor von Radio 100.6 in Berlin. In den Jahren 2001 und 2002 war er stellvertretender Chefredaktor des "SonntagsBlick".
Nach der "Affäre Ringier-Borer" musste Grosse-Bley 2002 den Ringier-Verlag verlassen. Seine Frau, die Berliner Korrespondentin Alexandra Würzbach, hatte im "SonntagsBlick" über eine angebliche Liebesbeziehung des damaligen Schweizer Botschafters Thomas Borer mit einer Visagistin geschrieben.
Borer kehrte in die Schweiz zurück, der Ringier-Verlag entschuldigte sich für die Berichterstattung und zahlte eine Entschädigungssumme. Grosse-Bley verliess darauf den "SonntagsBlick", weil die Vertrauensbasis nicht mehr gegeben war, wie es damals hiess. Er kehrte zur "Bild Zeitung" zurück, für die er ab 2004 als Redaktionsleiter Neue Bundesländer tätig war.
Anfang 2009 wurde Grosse-Bley Mitglied der "Blick"-Chefredaktion, Dort wirkte er zunächst als einer von drei Stellvertretern des damaligen Chefredaktors Bernhard Weissberg. Nach dessen Abgang übernahm er im Juli desselben Jahres die intermistische Leitung der Redaktion.
SDA-ATS