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Damit keine Narben entstehen
Leider ist es nach einer Schnittverletzung, einer Schürfwunde oder einer Verbrennung nicht immer damit getan, dass die Blutung gestoppt, und der Schmerz gelindert wird. Damit Dein Kind nicht sein Leben lang unter Narben leiden muss, solltest Du Vorsorge treffen.
Spezielle Pflaster fördern die Wundheilung
Nach einer Verletzung beginnt der Organismus selber damit, den entstandenen Schaden so schnell wie möglich zu heilen. Das Gewebe, dass sich nach einer Verletzung neu bildet, ist allerdings in keinster Weise mit dem ursprünglichen Gewebe vergleichbar. Es bildet sich zuerst Wundschorf und unter dem Wundschorf Granulationsgewebe. Das Granulationsgewebe, auch Narbengewebe genannt, ist nicht so gut durchblutet, wie das ursprüngliche Gewebe, zudem ist es nicht so elastisch und kann sich von der Farbe her von dem unverletzten Gewebe unterscheiden.
Damit das Granulationsgewebe so ähnlich wie möglich dem gesunden Gewebe werden kann, bedarf es einer gezielten Heilung. Forscher haben herausgefunden, dass sich bei einer sogenannten "feuchten Heilung" kaum Wundschorf bildet und die Heilung schneller einsetzt. Durch die Feuchtigkeit bleibt das Granulationsgewebe elastischer und wird auf Dauer weicher, als wenn keine "feuchte Heilung" stattgefunden hätte. Um diesen Effekt erzielen zu können, reicht es nicht, wenn Du eine feuchte Mullbinde auflegst. Du musst in der Apotheke nach speziellen Gelpflastern fragen, die die Feuchtigkeit auf der frischen Wunde garantieren und die Hauttemperatur so ausgleichen, dass eine gezielte Heilung möglich ist.
Vorsorge ist wichtig
Ist erst einmal eine Verletzung passiert, ist es meist zu spät, nach dem richtigen Verbandsmaterial zu suchen. Es ist daher empfehlenswert, dass Du schon im Vorfeld in die Apotheke gehst, und Dich umfangreich beraten lässt. Du kannst dann gleich ausreichend viele Heilpflaster kaufen, damit Du Deinen Erste-Hilfe-Schrank perfekt ausstatten kannst. Am besten hast Du zusätzlich immer ein kleines "Notfallmäppchen" mit sterilem Verbandmaterial und Alkohol oder Wasserstoffperoxid in Deiner Handtasche. Sollte es beim Spielen in der Natur, im Garten oder auf dem Spielplatz zu seinem Unfall kommen, kannst Du gleich richtig reagieren.
Die meisten Apotheken bieten spezielle Sets für die Handtasche an. Erkundige Dich einfach bei Deinem nächsten Besuch nach den Möglichkeiten. Wichtig ist, dass es sich um kleine Verpackungen handelt, die nicht schwer sind, nicht zerbrechen und ein langes Haltbarkeitsdatum haben. Die gründliche Reinigung einer frischen Wunde mit Wasserstoffperoxid mindert das Infektionsrisiko und kann zum Teil dazu beitragen, dass sich keine Narben bilden. Kontrolliere daher auch noch einmal Deine Hausapotheke, ob ausreichend viel Wasserstoffperoxid vorhanden ist.
Die Narbenpflege
Ist eine Wunde erst einmal abgeheilt, kannst Du immer noch Massnahmen gegen die Narbenbildung unternehmen. Die sich bei der Wundheilung gebildeten Kollagenverbindungen des Narbengewebes sind zumeist relativ fest und können schmerzhaft sein. Du solltest daher die verheilte Wunde täglich zwischen 15 und 30 Minuten mit einer reichhaltigen Creme oder Körperlotion massieren. Dadurch steigerst Du nicht nur die Durchblutung, sondern kannst die harten Kollagenverbindungen ein wenig aufbrechen. Alternativ kannst Du Dir ein Narbengel oder eine Narbensalbe aus der Apotheke holen, Heparinpräparate oder Zwiebelextrakt. Die regelmässige Massage der Wunde ist von grosser Wichtigkeit.
Bildquelle: Pezibear / pixabay.com