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Die Medaillen
- 1. Lara Gut-Behrami (SUI) 1:13,51 Minuten
- 2. Mirjam Puchner (AUT) +0,22
- 3. Michelle Gisin (SUI) +0,30
Lara Gut-Behrami ist Olympiasiegerin im Super-G! Als eine von zahlreichen Medaillenanwärterinnen gehandelt, lieferte die Tessinerin mit Startnummer 7 ab. Zwischenzeitlich fuhr die 30-Jährige dank einem fantastischen Mittelteil fast 7 Zehntel Vorsprung heraus. Einen Teil davon büsste sie bis ins Ziel zwar wieder ein, dennoch reichte es für die Bestzeit. Gut-Behrami setzte sich vor Mirjam Puchner an die Spitze, Teamkollegin Michelle Gisin rutschte damit auf Zwischenrang 3.
Nun begann für die beiden Schweizerinnen das grosse Zittern. Schliesslich waren erst 7 Fahrerinnen unten. Wirklich brenzlig wurde es etwas überraschend aber nie mehr. Keine der nachfolgenden Athletinnen, darunter auch die beiden hochgehandelten Italienerinnen Federica Brignone und Elena Curtoni, kam auch nur annähernd an die Zeit von Gut-Behrami heran. Und auch bei Gisin nahm die Gewissheit, dass es zu Bronze reichen wird, von Minute zu Minute zu.
Für Gut-Behrami ist es nach Bronze im Riesenslalom an den diesjährigen Spielen und Abfahrts-Bronze 2014 in Sotschi die dritte olympische Medaille – aber die erste aus Gold. Zudem ist der Tessinerin ein spezielles Kunststück gelungen: Als amtierende Weltmeisterin einer Disziplin auch Olympiasiegerin zu werden, hat vor ihr noch keine geschafft.
Eine Genugtuung ist die Bronzemedaille für Gisin. Im Slalom hatte die Engelbergerin bei Halbzeit Zwischenrang 2 belegt, fiel dann aber auf Platz 6 zurück und weinte bittere Tränen der Enttäuschung. Nun hat es für die Kombi-Olympiasiegerin von Pyeongchang doch noch mit einer zweiten olympischen Medaille geklappt.
Die weiteren Schweizerinnen
- 12. Jasmine Flury +0,92
- 13. Corinne Suter +0,98
Die anderen beiden Schweizerinnen verpassten die Top 10. Corinne Suter konnte nach dem Start noch mit Gut-Behrami mithalten, danach verlor die Schwyzerin durch einige Rutscher aber Tempo und büsste zwischenzeitlich mehr als eine Sekunde ein. Jasmine Flury erging es nicht viel besser. Sie reihte sich direkt vor Suter ein.
Shiffrin und Ledecka in den Top 10
Eine weitere Enttäuschung setzte es für Mikaela Shiffrin ab. Die US-Amerikanerin brachte ihre Fahrt anders als im Riesenslalom und im Slalom zwar ins Ziel. In den Kampf um eine Medaille konnte sie aber nie ernsthaft eingreifen und wurde am Ende Neunte.
Ohne Medaille blieb auch Ester Ledecka. Die Tschechin, die in Pyeongchang mit Startnummer 26 sensationell Olympiasiegerin im Super-G geworden war, war diesmal bereits als Zweite an der Reihe. Ihre Bestzeit hatte nicht lange Bestand, am Ende reichte es ihr mit Schlussrang 5 aber zu einem Diplom. Ledecka verlässt Peking trotzdem als Olympiasiegerin. Im Parallel-Riesenslalom der Alpin-Snowboarder gewann die 26-Jährige Gold.
So geht es weiter
Das nächste Frauen-Rennen steht mit der Abfahrt erst kommenden Dienstag auf dem Programm. Das nächste Alpin-Rennen an den Winterspielen in Peking geht am frühen Sonntagmorgen über die Bühne. Dann werden im Riesenslalom der Männer die Medaillen vergeben.