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Asthmaprojekte:
Krankmachende Veränderungen der Lungenstruktur führen zu Asthma.
Diese Theorie wurde schon 1922 in der ersten Studie zu krankhaften Veränderungen der Lunge bei Asthma von Huber & Kössler festgestellt. Die asthmatische Lunge ist durch zwei Veränderungen charakterisiert: 1) chronische Entzündung der Atemwege und 2) Verdickung der Atemwegswände durch Gewebezunahme. Die Zunahme des Gewebes in der Atemwegwandung verengt die Atemwege und behindert die Atmung. Zudem ziehen sich bei einem Asthmaanfall die vergrösserten Muskelstränge der Atemwege stärker zusammen und verkleinern deren Durchlass für Atem. So entsteht das Gefühl der Atemnot.
Während man die Entzündung sehr gut mit Medikamenten reduzieren kann, hat kein verfügbares Medikament einen Effekt bezüglich der Veränderung der Atemwegswandung. Damit kann man die Entzündung als Ursache der Gewebeveränderung weitgehend ausschliessen. Neu Untersuchungen am Menschen haben gezeigt, dass die strukturellen Veränderungen der Atemwege nicht Jahre beansprucht, wie man lange annahm, sondern innerhalb von 4 Tagen ausgelöst werden kann und unumkehrbar ist.
Zusammen mit unseren Kollegen aus Sydney (Australien – das Land mit der höchsten Asthmarate der Welt), Manitoba (Kanada), Groningen (NL) und Xi’an (China) suchen wir nach den Ursachen der Gewebeveränderung und nach neuen Mitteln diese zu reduzieren. Da Tierversuche kein gutes Model der menschlichen Erkrankung liefern konnten führen wir unsere Forschung ausschliesslich an menschlichem Gewebe und daraus gewonnenen Zellen durch. Unsere Forschung hat neue Erkenntnisse zur Ursache der Gewebeveränderung geführt und kann erklären wie so viele verschiedene Asthmaauslöser (Pollen, Staub, Rauch, Tierhaare etc.) den gleichen Effekt in den Atemwegen verursachen. Diese neuen Erkenntnisse haben unser Verständnis der Asthmaentstehung grundlegend verändert. Der nächste Schritt ist Wege und Mittel zu finden, die diesen Mechanismus unterbrechen und aufheben. Um dieses Wissen in neuen Behandlungsmethoden weiter zu entwickeln brauchen wir Ihre Unterstützung. Die Kosten für unsere Forschung betragen etwa 200'000 CHF pro Jahr und werden zu einem Teil durch den Schweizerischen Nationalfond und Forschungsaufträge finanziert.
Neue Entwicklungen: In Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Kollegen (Xi’an) beschrieben wir kürzlich eine neue Pathologie, die für das Remodelling der Bronchialwand beim Asthma verantwortlich ist (Sun Q et al. JACI 2016). Die besondere Bedeutung unserer Resultate liegt darin, dass sie früher beschriebene Asthmapathologien zusammenführt. Die Inaktivierung des Enzymes reduzierte das Wachsturm und die Bildung von Bindegewebe durch Bronchialzellen signifikant. In nachfolgenden Studien muss geklärt werden wie es zu dieser Daueraktivierung des spezifischen Enzymes beim Asthma kommt.