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Es war noch einmal Andy Murray, wie er leibt und lebt. Die ehemalige Nummer 1, die wegen chronischer Rückenprobleme ihren Rücktritt spätestens im Juni in Wimbledon angekündigt hatte, machte gegen die Weltnummer 24 Roberto Bautista Agut einen fast aussichtslosen Rückstand wett, musste am Ende aber doch die Waffen strecken.
Murray elektrisierte das Publikum in der drittgrössten Melbourne Arena, holte ein 0:2 in den Sätzen auf, verlor am Ende aber nach über vier Stunden 4:6, 4:6, 7:6, 7:6, 2:6 gegen den formstarken Spanier, der vor einer Woche nach Siegen gegen Stan Wawrinka und Novak Djokovic das ATP-Turnier in Doha gewonnen hatte. Es war – natürlich – das längste Spiel des ersten Turniertages.
Danach erklärte Murray noch einmal, dass dies vielleicht die letzte Partie seiner Karriere gewesen sein könnte. Er überlegt sich, seine Hüfte noch einmal operieren zu lassen und ist sich nicht sicher, ob er dann noch einmal spielen könnte. «Es geht dabei um die Lebensqualität, um im Alltag wieder ohne Schmerzen zu sein», betonte der 31-jährige Schotte erneut. Er werde in den nächsten Wochen einen Entscheid treffen.
Der Weltranglisten-Zweite Rafael Nadal startete mit einem ungefährdeten Dreisatz-Sieg gegen den Australier James Duckworth ins Turnier. Der Spanier besiegte die Weltnummer-237 James Duckworth 6:4, 6:3, 7:5 und geriet nur am Ende des dritten Satzes etwas in Schwierigkeiten. Duckworth gelang ein Break, als Nadal ein erstes Mal zum Match aufgeschlagen hatte.
Aus der Komfortzone wurde Nadal nur in der folgenden Pressekonferenz gebracht, als er einen schlafenden Journalisten im Publikum erspähte. «Hey, bin ich so langweilig?», fragte er ihn und legte gleich nach: «Bestimmt haben Sie nur die Augen geschlossen, um sich besser auf meine Worte zu konzentrieren.»
Für den 32-jährigen Nadal, der das Grand-Slam-Turnier vor zehn Jahren zum bislang einzigen Mal gewinnen konnte, war es der erste Ernstkampf seit der verletzungsbedingten Aufgabe vor vier Monaten im Halbfinal des US Open gegen Juan Martin Del Potro. In der zweiten Runde trifft er mit Matthew Ebden auf einen weiteren Australier. (pre/sda)