Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03198.jsonl.gz/990

In einem Versuch mit 4 × 500 Küken der Herkunft Bovans braun wurde geprüft, wie sich das Anbieten von Einstreumaterial (entstaubte Hobelspäne) ab dem 1. Lebenstag (E1) im Vergleich zum Zugang erst ab dem 10. Lebenstag (E10) auf die Entwicklung der in einer Voliere (Harmony 3A) gehaltenen Junghennen auswirkt. Nach der Umstallung in eine Legevoliere (Voletage) wurden die Effekte des frühen Einstreuzuganges auf die späteren Legehennen in vier Gruppen zu je 375 Tiere weiterverfolgt. Während der Aufzuchtphase bis zur 16. Alterswoche zeigte sich, dass die E1-Tiere im Vergleich zu den E10-Junghennen um 4,1 % leichter waren, jedoch über ausgeglichenere Gewichte verfügten und 3,9 % weniger Futter verbrauchten. Die grössten Unterschiede zeigten sich jedoch in der Mortalität (E1: 11,2 %, E10: 1,6 %). Diese beruhten vor allem auf hohen Verlusten durch Erdrücken (Tieransammlungen während der abendlichen Dämmerungsphase in der 6. und 7. Alterswoche), die nur im E1-Verfahren auftraten. Bei den späteren Legehennen resultierten zwischen der 21. und 80. Alterswoche, unterbrochen von einer Zwangsmauser in der 50. Alterswoche, nur geringe Unterschiede in der Legeleistung, dem Futterverbrauch, dem Eigewicht und den Einebensorten. Hingegen zeigte sich in den E1-Abteilen eine um 51 % tiefere Abgangsrate (E1: 3,2%, E10: 6,5%) sowie ein eher besseres Gefieder. Somit lässt sich schliessen, dass – trotz der höheren Aufzuchtverluste – bereits den Eintagesküken geeignetes Einstreumaterial zur Verfügung gestellt werden sollte.
Nutztiere
Pontiggia A., Münger A., Ammer S., Philipona C., Bruckmaier R. M., Keil N.M., Dohme-Meier F.
Selbst in Regionen mit gemässigtem Klima kann ein Anstieg der Umgebungstemperatur und die Sonneneinstrahlung zu Hitzestress bei weidenden Milchkühen führen. Agroscope untersuchte bei Kühen physiologische Veränderungen aufgrund zunehmender Hitzebelastung.
Umwelt
Lazzari G., Münger A., Heimo D., Seifert S., Camarinha-Silva A., Borda-Molina D., Zähner M., Schrade S., Kreuzer M., Dohme-Meier F.
Auf Gras basierende Rationen für Milchvieh führen häufig zu erhöhten Stickstoffausscheidungen. Tanninhaltige Esparsette und Akazienextrakt können die Stickstoffausscheidungen über den Harn und somit die Ammoniakfreisetzung aus der Gülle verringern.
Zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft führen zu einer Überdüngung von sensiblen Ökosystemen. Durch eine stete Optimierung der Fütterung kann ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Ammoniakverluste und damit der Stickstoffeinträge geleistet werden.