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Drohnen anstatt Grippen
Es musste so kommen mit der Grippen Abstimmung: Dem Schweizer Volk konnte "das Messer, das nicht schneidet" nicht als Schweizer Sackmesser verkauft werden (siehe die DOK Sendung "die beste Armee der Welt" auf Youtube): Die Zeiten prall voller Staatskassen ist endgültig vorbei, wo es auf ein bis zwei Milliärdchen mehr oder weniger nicht ankam.
Die Schweizer Armee will demnächst Überwachungsdrohnen beschaffen, ein sinnvolles Unterfangen, sofern die beschafften Geräte nicht bald wieder in der Mottenkiste landen.
Dazu möchte ich gerne einige Punkte zur Diskussion stellen:
Neue Voraussetzungen:
Die künftigen Luftgefechte werden per Kampfdrohne ausgeführt, China wird allenfalls noch vor den USA die erste überschall Kampfdrohne besitzen, obwohl China das Gerät und den USA kopiert hat: Wäre es nicht sinnvoll, für die Schweiz ein gesamtes Drohnenkonzept zu erarbeiten, das auch eine Bewaffnung beinhaltet? Anscheinend können Drohnen viel wendiger als bemannte Flugzeuge agieren. Lohnen sich grosse Investitionen in die bemannte Militärluftfahrt überhaupt noch?
Unsere Nachbarstaaten haben das gleiche Problem:
Die Deutsche Verteidigungsministerin Frau von der Layen will sich nach dem EuroHawk-Debakel auch wie die Schweiz in Israel eindecken. Ich frage mich, weshalb die Staaten nicht kooperieren. Eine Drohnen-Allianz Schweiz-Deutschland-Österreich wäre auf jeden Fall sinnvoll (Frankreich dürfte schon ausreichend ausgestattet sein). Die Kooperation zwischen den Sanitätstruppen DE-CH-OE scheint auch ausgezeichnet zu funktionieren.
Lizenzherstellung/Eigenentwicklungen in der Staatenallianz:
In früheren Jahren hat die Schweiz versucht, einen Kampfjet selbst zu konstruieren, es blieb bei einem Prototypen. Genau so ging es den Deutschen mit der Euro Hawk Drohne. Der Alleingang in solchen Hightech-Projekten ist schwierig. Die Schweiz verfügt aber über geniale Luftfahrttüftler (Bertrand Picard, ETH Zürich und weitere) als auch eine Luftfahrtindustrie (z.B. Pilatus und Ruag). Mit dem Flughafen Dübendorf wäre sogar das ideale Experimentier-Flugfeld vorhanden. Warum nicht eine Kooperationsallianz mit den interessierten Nachbarstaaten zum Lizenzbau oder zur Eigenentwicklung schmieden? Der investierte Franken wäre besser genutzt.
Akzeptanz in der Bevölkerung:
Die Schweizer Verteidigung ist leider wohlbekannt für Fehlinvestitionen (da gibt es eingemottete Panzer, vor sich herschimmelnde Atombunker, von dem nur die Betonindustrie profitiert hat). Ich selbst habe einmal in einem rund 40 Jährigen Saurer Militär-Lastwagen gesessen, der sage und schreibe nur ca. 3000 km auf dem Buckel hatte, der wurde wohl pro Jahr nur während eines WKs ausgefahren, was für eine Verschwendung von Steuergeldern. Es gibt sicher noch weitere Beispiele, sie stammen allerdings aus einer Zeit, wo die Staatskassen weniger klamm waren als heute. Kein Wunder ist das Volk mittlerweile kritisch und muss überzeugt werden (aber bitte nicht mit den hobbymässigen Filmen der Schweizer Armee, in denen es einem schon im Vorspann schwindelig wird).
Eine Kooperation mit den Nachbaarstaaten (nicht mit dem fernen Schweden) würde wohl vom Schweizer Volk akzeptiert werden. Zudem ergibt sich durch den Aufbau einer Higtech-Drohnenindustrie ein sicher gewaltiger Beschäftigungsimpuls.
Damit es nicht zur bislang üblichen Vetternwirtschaft in Bundesbern kommt (siehe die zahlreichen Informatik-Rohrkrepierer, wie z.B. das Projekt Insieme der ESTV, wo Aufträge ohne Ausschreibung vergeben wurden), sollte es sich um ein Projekt der Privatindustrie handeln, das vom Bund überwacht wird (klare Gewaltentrennung).
Wer den DOK-Film "die Beste Armee der Welt" noch nicht gesehen hat, soll ihn ansehen. Darin findet der Grüne Nationalrat Geri Müller die Beschaffung von Drohnen "degutant". Da ist mir das degutante Gerigate eingefallen. (Redaktion: Falls zu unanständig ohne Rückmeldung löschen, ich kann einfach nicht anders): Einen Drohnengegner werden wir wohl weniger haben, sofern er gelernt hat, seinen .... nicht mehr in Dinge zu stecken, von denen er nichts versteht ;-) ;-) ;--)
Es würde mich freuen, wenn auch Fachpersonen von Militär und Luftfahrtindustrie ihre Fachmeinung einbringen könnten.