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Leonard Liggio (1933-2014)
Nachruf auf einen treuen Freund der Freiheit und Kenner des europäischen Liberalismus.
Das Liberale Institut trauert um seinen langjährigen Begleiter und Unterstützer Leonardo Liggio, Professor für Rechtsgeschichte an der George Mason University und Mitglied des akademischen Beirats des Liberalen Instituts. Liggio war ein ausgewiesener Experte für die Entwicklung der europäischen Idee der Freiheit und ein intimer Kenner europäischer Vordenker wie Frederic Bastiat, Richard Cantillon oder Bruno Leoni. Sein enormer Wissensschatz bot wertvolle Inspiration für zahlreiche junge Interessierte an den zeitlosen Lehren des Liberalismus.
Leonardo Liggio besuchte regelmässig Veranstaltungen und Konferenzen in Europa, etwa die Sommerakademie für neue Ökonomie in Aix-en-Provence oder die regelmässigen European Resource Bank Meetings, welche marktwirtschaftlich orientierte Think Tanks versammeln. Er vermittelte so zwischen Ideen und Aktivitäten in Europa und den Vereinigten Staaten. Zahlreiche Freunde schätzten Liggio nicht nur für den unerschöpflichen Reichtum seines Fachwissens, welchen er gerne spontan und geistreich mit seinen Zuhörern teilte, sondern insbesondere auch für sein grosszügiges und überaus freundliches Wesen. Erst letztes Jahr kamen zahlreiche Freunde Liggios in Wien zusammen, um gemeinsam seinen 80. Geburtstag zu feiern.
Liggio war seit seiner Studienzeit eine herausragende intellektuelle Stütze freiheitlicher Werte. Bereits in den 1950er Jahren nahm er an den Seminaren Ludwig von Mises' und Ayn Rands in New York sowie an den Aktivitäten der Foundation for Economic Education teil. Er unterstützte den Aufbau diverser Forschungsinstitutionen in den Vereinigten Staaten. Stets verfolgte er dabei das Ziel, Engagement durch Reflektion und Wissen zu fördern. Zwischen 2002 und 2004 war Liggio Präsident der Mont Pelerin Society. Das Liberale Institut wird Leonard Liggios Inspiration und Unterstützung vermissen, wie all jene, die mit ihm arbeiten durften.
15. Oktober 2014