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Roche stärkt das Geschäft mit personalisierter Behandlung von Krebskranken. Der Basler Pharmakonzern sichert sich mit einem Milliardendeal die Mehrheit an einem US-Krebsspezialisten.
Mit einem Milliardendeal sichert sich Roche die Mehrheit am US-Krebsspezialisten Foundation Medicine (FMI). Roche kauft einen Mehrheitsanteil von bis zu 56,3 Prozent der FMI-Aktien durch ein Übernahmeangebot sowie den Erwerb neu auszugebender Aktien. Das Übernahmeangebot umfasse ungefähr 15,6 Millionen Aktien zu einem Preis von 50 Dollar pro Aktie und habe einen Gesamtwert von rund 780 Millionen Dollar, teilte Roche am Montag mit.
Der Angebotspreis bedeute einen Aufschlag von 109 Prozent auf den Schlusskurs vom letzten Freitag. Zudem investiere Roche 250 Millionen Dollar in FMI durch den Kauf von 5 Millionen neu auszugebender Aktien zu einem Preis von ebenfalls 50 Dollar. Der Verwaltungsrat von FMI habe die Transaktion einstimmig genehmigt.
Roche will in einem dritten Schritt die Forschung und Entwicklung von FMI mit potentiell über 150 Millionen Dollar finanziell unterstützen. So sollen die Entwicklung neuer Produkte beschleunigt, der weltweite Verkauf gefördert, Behandlungen für Krebspatienten verbessert und klinische Studien besser geplant und ausgewertet werden. Damit will Roche auch das eigene Krebsgeschäft stärken.
FMI-Chef Michael Pellini und sein Management-Team werden weiterhin das Unternehmen führen, welches operativ unabhängig bleiben wird, wie es weiter hiess. Die Zahl der Verwaltungsräte von FMI soll auf 9 erhöht werden, wovon 3 Vertreter von Roche vorgeschlagen werden. Die Transaktion wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2015 abgeschlossen. (rar/sda)