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In den folgenden Jahren entsteht Eva Aepplis zweiter Werkblock: Grossformatige Gemälde, Öl auf Leinwand, auf denen meist Köpfe in grosser Zahl dargestellt sind. Es sind einerseits Totenköpfe, Schädel und andererseits stilisierte Gesichter, manchmal sind noch weitere Skelettteile sichtbar, manchmal sind die Köpfe mit Blumen geschmückt. Die Bilder heissen Le Fleuve (Fluss), Minuit (Mitternacht), La Fête (Das Fest) oder Champ des Tulipes (Tulpenfeld), sie erinnern an morbide Darstellungen von Toten, an Fotografien von Leichenbergen, an Krieg und Konzentrationslager. In der Mitte der 1960er Jahre entstehen die ersten textilen Plastiken, lebensgrosse Figuren mit eindrucksvollen Gesichtern und langen, dünnen Händen. La Table von 1967 (heute im Moderna Museet Stockholm) zeigt 13 Figuren an einem Tisch sitzend, eine Umsetzung des Abendmahls, ohne Heilsbringer allerdings. Reduzierter und dunkler ist die Gruppe von ebenfalls 13 Figuren mit dem Titel Hommage à Amnesty International (heute im Centre Georges Pompidou, Musée national d'art moderne, Paris), schwarz gekleidete Gestalten, deren Gesichter in stillem Leiden erstarrt sind. Des Weiteren kreiert Eva Aeppli Einzelfiguren, die in Fauteuils sitzend als stille Wächter der Welt fungieren. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Astrologie, die ab 1975 in Zusammenarbeit mit dem Astro-Psychoanalytiker Jacques Berthon und dem Künstler Eric Leraille beginnt, führen zur Kreation verschiedener Figurengruppen, als erste Die zehn Planeten, die 1976 an der Biennale in Venedig gezeigt wurden. Nach der Biennale beschliesst die Künstlerin, die Köpfe der Zehn Planeten in Bronze giessen zu lassen. Die Hände verschenkt sie an Freunde, die Körper der Figuren werden zerstört.