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Streifzüge durch die Wildnis
The Hunter
Martin David, ein einzelgängerischer, ehemaliger Söldner, der inzwischen als unabhängiger Jäger seinen Lebensunterhalt verdient, wird von einer zwielichtigen Biotech-Firma damit beauftragt, den letzten Tasmanischen Tiger, der eigentlich schon lange als ausgestorben gilt, zu jagen, zu töten, seine DNA zu sichern und sämtliche Überreste zu vernichten. David gibt sich als Forscher einer Universität aus und macht sich in der Wildnis Tasmaniens auf die Spur. Dass sein Unterfangen eine gefährliche Mission ist, wird schnell klar. Einerseits wird er zu den Umweltschützern gezählt, die von der lokal tätigen Holzindustrie auf gefährliche Art bedroht werden und andererseits ist David nicht der einzige Jäger, der hinter dem Tasmanischen Tiger her ist. Und wo es um viel Geld geht, sind die Methoden unzimperlich. Die Figur Martin David wurde mit Willem Dafoe ideal besetzt. Er verkörpert den einsamen, abgebrühten Jäger, der keine Skrupel kennt und dennoch mit seinem Tun hadert, glaubwürdig und authentisch. Dafoe ist der Dreh- und Angelpunkt der gesamten, recht einfach gestrickten Story. Das Ende ist gar erschreckend banal. Und doch hat der Film seinen Reiz. Die besten Szenen sind die einsamen Streifzüge durch die Wildnis.