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Wie die meisten Gemeinden des Oberengadins wird Celerina 1139 erstmals urkundlich erwähnt. Hier liess der Bischof von Chur, Konrad I. von Biberegg, am Hang einen Keller anlegen, in dem er das Fleisch einlagerte, das er als «Zehnten» von seinen Untertanen forderte und von zwei Familien aus Pontresina und Zuoz eintreiben liess. Von daher kommt auch der ursprüngliche Name «Tschlarina», wie der Ort in alten Dokumenten genannt wird, und das heutige «Schlarigna», in denen das romanische Schler (für Keller) steckt.
Bereits im 16. Jahrhundert hat sich Celerina (was ebenfalls auf den Begriff Celler = Keller zurückgeht) eine eigene Verfassung gegeben, die das Gemeinwesen regelte und die Rechte und Pflichten der Bewohner festlegte.
Das Sagen hatten dabei die alteingesessenen Bürger. Sie zwangen die Zuzüger, Romanisch zu sprechen und sich ganz allgemein den Gepflogenheiten des Orts anzupassen. Heute geniessen Neuzuzüger deutlich mehr Freiheiten, und man ist sich in Celerina durchaus bewusst, dass diese gerade im Tourismusbereich eine ausserordentlich wichtige Rolle spielen.