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Im Zentrum des Fernseh-Experiments «Feinde» steht eine Kindesentführung und die zügige Festnahme eines Tatverdächtigen, die aus zwei Perspektiven erzählt wird. Der eine Film folgt Kommissar Peter Nadler (Bjarne Mädel) bei seinem Wettlauf gegen die Zeit, um das entführte Mädchen zu retten, der andere Film folgt Anwalt Konrad Biegler (Klaus Maria Brandauer) während der Verteidigung des Entführers. Regisseur Nils Willbrandt fokussiert in dem zweiteiligen TV-Event auf die Gegenspieler. Am Ende stehen sich die beiden Männer im Gerichtsprozess gegenüber. Zentrales Thema ist die Frage nach den Mitteln, die in einem Rechtsstaat angewendet werden dürfen, um Verbrechen zu verhindern.
Die beiden Fernsehfilme, «Feinde – Gegen die Zeit» und «Feinde – Das Geständnis», werden auf SRF 1 am selben Abend gezeigt. Dazwischen ist eine «Sternstunde Philosophie» Sendung zu sehen mit dem bekannten Autor Ferdinand von Schirach, der die Drehbücher zu beiden Filmen geschrieben hat, und selbst auch als Strafverteidiger arbeitete. Schirachs neuestes Fernsehdrama «Feinde» basiert auf dem realen Fall einer tödlichen Kindesentführung und verhandelt die Frage des Folterverbots: Gilt dieses Verbot wirklich unbedingt und ausnahmslos? Dazu gibt er in der «Sternstunde Philosophie» Auskunft.
Ausstrahlung: Sonntag, 3. Januar 2021, ab 20.05 Uhr, SRF 1