Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03510.jsonl.gz/1514

2) Die Behörde kann zu einer
Handlung, welche der Betreffende selbst vornehmen muß, mittels
Geld- oder Haftstrafe anhalten
und durch die gleichen Zwangsmittel die Unterlassung einer
Handlung erzwingen. Das
Maß, bis zu welchem in solchen
Fällen die
Strafgewalt der Behörde gehen kann, ist in denGesetzen bestimmt und begrenzt.
eine von
Westphal in die
Psychiatrie eingeführte Bezeichnung für plötzlich und mehr vereinzelt
auftretende
Sinnestäuschungen und Wahnvorstellungen, deren sich der Kranke vollkommen bewußt ist, deren
Natur er durchschaut,
die er aber gleichwohl nicht verbannen kann.
das
Treiben, durch welches das
Wild bei eingestellten
Jagen zuletzt auf einen kleinen
Raum
(Kammer) zusammengedrängt
wird, um von hier aus bei dem Abjagen schnell auf den
Lauf gelassen zu werden, woselbst es dann von den
Schützen erlegt wird
(s.
Hauptjagen).
[* 6]
(lat.
Finis), alles, was man durch irgend eine Thätigkeit zu erreichen beabsichtigt, oder was als
Ziel einer
Thätigkeit vorgestellt wird.
Wer etwas thut um einer bestimmten Absicht willen, der handelt nach Zwecken,
wenn auch deswegen noch nicht immer zweckmäßig, d. h. der Absicht, die
er erreichen will,
angemessen. Man spricht von einer Zweckursache, insofern die Absicht, etwas zu erreichen, der
Grund zu einer Thätigkeit wird.
Dem Zweck gegenüber steht das
Mittel, welches zur Verwirklichung desselben dient, und zweckmäßig heißt
das
Verfahren, welches die passenden
Mittel zur Erreichung des angestrebten Zwecks wählt, während unzweckmäßig oder zweckwidrig
der handelt, welcher untaugliche oder seinen Zweck geradezu hindernde
Mittel anwendet.
Zwecklos heißen
Handlungen, die keinen Zweck haben oder doch zu haben scheinen. Nicht jedes
Mittel, was zur Erreichung eines
Zwecks geeignet ist, ist deshalb vom sittlichen
Gesichtspunkt aus gut zu nennen, und daß
man um eines
guten Zwecks willen auch zu schlechten
Mitteln seine Zuflucht nehmen dürfe, wagt nur eine sophistische
Lehre
[* 10] zu behaupten,
wenn
sie den ebenso bekannten wie verwerflichen
Grundsatz ausspricht, daß der Zweck das
Mittel heilige. Es
läßt sich bei jeder Thätigkeit eine ganze
Reihe von Zwecken denken, in welcher immer ein Zweck als
Mittel dem andern untergeordnet
ist, so daß es dann niedere und höhere sowie nächste und entferntere Zwecke gibt. Den entferntesten Zweck nennt
man auch den Endzweck. Den allerletzten Zweck zu suchen, der nämlich die
Reihe der sämtlichen Zwecke abschließt,
um deswillen überhaupt alles vorhanden ist und geschieht, hielt eine Zeitlang die
Philosophie für ihre Hauptaufgabe. Einige
sahen den letzten Endzweck in dem sogen. höchsten
Gut, andre in der Verwirklichung der sittlichen
Ideen. Vgl.
Teleologie.