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Zur Diskussion: Wie entstehen Diskurse?
Was mich in der jüngsten Zeit mehr und mehr interessiert, ist die Frage, wie Diskurse entstehen. Diskurse sind Archive. Sie bewahren das Gesagte auf: Meinungen, Ansichten, Parolen jeder Art. Die Antwort auf die Frage scheint naheliegend zu sein: Durch mediale Verstärkung; zum Teil auch durch Verordnung. Was oft wiederholt wird, wird leichter geglaubt.
Das falsche, eigentlich aufgenötigte Einverständnis, das auf diese Weise entsteht, ist eine Katastrophe für das unabhängige, ergebnisoffene, sich selbst reflektierende Denken.
So gesehen, muss Kritik als eine Art Stoffwechsel verstanden werden.
21. September 2009
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"Wohin fliessen die Schuldzinsen eigentlich?"
Bürgerliche Politik besteht darin, der Bürgerverwaltung Staat die Geldmittel zu kürzen oder wegzunehmen, um anschliessend zeter und mordio zu schreien, weil der Service mangelhaft sei ...
Wo fliessen eigentlich diese viele Millionen Schuldzinsen genau hin?
Peter Thommen, Buchhändler, Basel
"Pandemie-Androhung und Bereicherungsabsichten"
Gut angedacht: Es fehlt mir jedoch das Beispiel der aktuellen Pandemie-Androhung. Auch hier sind Bereicherungsabsichten zu erahnen.
Die Angstmache dient dank "medialer Verstärkung" und "empfohlener Verordnung" der Belebung gewisser Aktienmärkte. Und mit Schlagwort "Schweinegrippe" lässt sich das Thema im Volk auch leicht verankern. Diese tierische Bezeichnung kommt im sozial sensiblen Kanton der Chemielobby keiner Menschengruppe zu nahe. In Gegenden der dominierenden Schweinehalterlobby könnte sie sich jedoch negativ auf den Fleischkonsum auswirken.
"Eine Krähe hackt keiner andern das Auge aus." Nach diesem Grundsatz unterstützt auch dort die Angstmache - und warnt vor der "Mexikanergrippe".
Georges Hochstrasser, Muttenz
"Politische Korrektheit und Klarheit beissen sich"
Herr Schmidt spricht nebenbei die politische Korrektheit an und er deutet auf ein damit verbundenes Problem hin. Das Problem besteht meiner Meinung nach darin, dass sich die politische Korrektheit und die Klarheit von Aussagen gegenseitig beissen. Darunter leidet in der Regel die Aussage. Klare Aussagen sind häufig nicht politisch korrekt, dafür verständlich. Ich befürworte einfache, anständige und verständliche Worte und plädiere deshalb für weniger politische Korrektheit.
Peter Berlepsch, Basel
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