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Die Schweiz setzt auf klimafreundliche Renovationen mit Stroh und Hanf, um ihre Klimaziele zu erreichen. ETH-Forschende haben herausgefunden, dass der Ersatz fossiler Heizungen und der Einsatz bio-basierter Baustoffe entscheidend sind. Diese Massnahmen könnten bis zu 87 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen.
Die Schweiz hat etwa 1,8 Mio. Wohngebäude und eine Million Nichtwohnbauten. Sie tragen zu 40% des landesweiten Energiebedarfs bei. Viele dieser Gebäude werden noch mit fossilen Brennstoffen beheizt, und die meisten wurden ohne effiziente Standards gebaut. Viele benötigen dringend energetische Sanierungen, die typischerweise darauf abzielen, den Energieverbrauch zu senken und erneuerbare Energien zu fördern. Angesichts des Klimawandels ist es wichtig, Renovierungen so zu gestalten, dass Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg möglichst wenig Treibhausgase emittieren.
Das Forschungszentrum analysierte sechs Gebäude, erbaut von 1911 bis 1988, bisher unrenoviert. Diese repräsentieren den Schweizer Gebäudebestand. Die Studie, veröffentlicht in Nature Communications, zeigt, dass neben dem Austausch von Heizungen auch die Verwendung von Stroh und Hanf als Dämmstoffe wirksam ist. Diese Materialien haben den zusätzlichen Vorteil, CO₂ zu binden. Um die besten Sanierungsstrategien zu finden, wurden innovative Rechenmodelle eingesetzt, die Unsicherheiten berücksichtigen.
Trotz der Skepsis im Bauwesen bezüglich pflanzlicher Baustoffe setzen Forschende darauf, ihr Wissen in der Branche zu verbreiten.
Ein laufendes Projekt des Schweizerischen Nationalfonds unterstützt diese Bemühungen, unter anderem durch Diskussionsveranstaltungen und die Entwicklung einer Vergleichswebseite für Sanierungsstrategien.