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Robert Foley
06.10.2021
Robert Foley und Marco Iten steigen auf Challenge Tour auf
Mit einem zweiten Platz beim letzten Saisonturnier der Pro Golf Tour sicherte sich der Lausanner Neo-Professional Robert Foley auch den zweiten Platz in der Saisonwertung und den Aufstieg auf die Challenge Tour 2022. Marco Iten rutscht auf den sechsten Rang in der Jahreswertung zurück, erhält aber nächste Saison ebenfalls eine Startberechtigung auf der Challenge Tour.
2021-10-06
Die Pro Golf Tour kehrte diese Woche für das Saisonfinale traditionsgemäss im Castanea Golf Resort in Adendorf (Niedersachsen) ein. Seit 2015 endet die Serie dieser Third Level Tour jeweils in der Lüneburger Heide, wo von Montag bis Mittwoch auf dem 6175 Meter langen Par-71-Parcours um ein Rekordpreisgeld von 50'000 Euro und vor allem um wichtige Punkte im Kampf um einen Top-5- oder zumindest einen Top-10-Rang in der Jahresrangliste gekämpft wurde.
In «normalen» Jahren steigen am Saisonende die Top 5 jeder der insgesamt vier Satellite Touren (bzw. Third Level Tours) zur Challenge Tour auf, werden dort in Kategorie 13b eingestuft und haben damit die Möglichkeit, eine fast vollständige Saison auf der Challenge Tour zu spielen. Da es in diesem Jahr aber Corona-bedingt keine Qualifying School der European Tour gibt und Spieler der Satellite Touren daher keine Möglichkeit haben, sich dort für die European Tour oder auch nur für die Challenge Tour zu qualifizieren, haben die Verantwortlichen der Challenge Tour entschieden, weiteren fünf Akteuren jeder Satellite Tour die Möglichkeit zum Aufstieg zu geben: Die Spieler auf den Plätzen 6 bis 10 des finalen Pro Golf Tour Rankings 2021 erhalten daher in der Saison 2022 Kategorie 20 auf der Challenge Tour.
Foley verpasst zweiten Sieg im Play-Off
Drei Schweizer hatten sich vor diesem Saisonfinale noch Hoffnungen auf die Aufstiegs-Tickets machen können. Der Lausanner Robert Foley und der Zürcher Marco Iten waren von den Rängen 4 (Foley) und 5 (Iten) der Order of Merit in dieses letzte Turnier gestartet. Luca Galliano hatte sich als Zwölfter der Zwischenwertung noch Hoffnung auf einen Top-10-Klassierung machen dürfen. Alle drei verzichteten zugunsten dieses Saisonfinales auf die Teilnahme an der Swiss Challenge vergangene Woche im Golf Saint Apollinaire. Für zwei von ihnen hat sich diese Entscheidung zumindest teilweise gelohnt.
Robert Foley, der erst im Sommer und nach seinem ersten Sieg (als Amateur) auf der Pro Golf Tour zu den Professionals gewechselt ist, zeigte sich in Niedersachen in Top-Verfassung. Mit einer 69er-Karte ins Turnier gestartet, brachte er sich am zweiten Tag mit vier Birdies, einem Eagle und einem Bogey (total 66 Schläge) auf den zweiten Platz der Zwischenrangliste. Am Finaltag konnte der 24-Jährige mit einer 67er-Runde mit Leader Timo Vahlenkamp gleichziehen, unterlag dem Deutschen aber im Stechen um den Turniersieg. Der zweite Rang in der Lüneburger Heide bringt den Lausanner in der Saisonwertung auf Rang 2 und damit fix auf die Challenge Tour 2022. «Ich habe diese Woche einfach richtig gutes Golf gespielt. Den Unterschied machte, dass mein Konkurrent am sechsten Extra-Loch einen 10-Meter-Putt zum Birdie lochte», sagt Foley nach Turnierende. Jetzt freut er sich auf 2022: «Ich kann es kaum erwarten, mich auf der Challenge Tour zu beweisen.»
Bitter für Iten und Galliano
Weniger gut lief es für Marco Iten – er hätte von einem Sieg seines Landsmanns Robert Foley wohl am meisten profitiert. Der Zürcher konnte in Niedersachsen nämlich einzig am zweiten Tag unter dem Platzstandard bleiben und klassierte sich mit 75, 70 und 75 Schlägen auf dem 51. Rang. In der Order of Merit wurde der 31-Jährige von Turniersieger Vahlenkamp, der 16 Ränge in der Jahreswertung gut machte, überholt und rutschte auf den undankbaren sechsten Platz zurück. «Es ist bitter, durch ein 6-Loch-Play-Off vom fünften Rang der Jahreswertung verdrängt zu werden», sagt Iten am Mittwochabend enttäuscht. «Ich selbst habe diese Woche nicht gut gespielt, habe mich auch mit dem Nacken wieder schwergetan und kann derzeit mit meinem Körper nicht so arbeiten, wie ich es eigentlich will.» Nun werde er als erstes versuchen seine gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen und dann schauen, wie die Vorbereitung im Winter laufe. Marco Iten wird 2022 zwar auf der Challenge Tour spielen, aber deutlich seltener als die Top 5 der Order of Merit.
Unglücklich kämpfte beim Saisonfinale auch der 35-jährige Luca Galliano. Am Montag mit vier Birdies auf den Front Nine gestartet, unterschrieb er am ersten Tag eine 67er-Karte. Die Chancen standen gut, dass er in der Jahreswertung noch in die Top 10 vordringen würde. Mit Runden von 72 und 77 Schlägen an den beiden folgenden Tagen fiel der Tessiner auf Platz 37 des Turniers zurück. Drei Tage vor seinem 36. Geburtstag musste er als 13. der Jahresrangliste den Traum vom Aufstieg auf die Challenge Tour begraben.