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Don't be a Maybe.
Philip Morris
Ergebnisse des «Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015»
Die Aargauerinnen und Aargauer legten im Jahr 2015 im Durchschnitt täglich 39 Kilometer zurück – etwas mehr als der Schweizer Durchschnitt mit 37 Kilometern. Zwei Drittel der Distanz wurden mit dem motorisierten Individualverkehr, ein Viertel mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 7 Prozent zu Fuss oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die Nutzung von E-Bikes hat deutlich zugenommen. Freizeitaktivitäten waren weiterhin der häufigste Verkehrszweck, gefolgt von Arbeit und Einkaufen. Dies geht aus dem "Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015" hervor.
Der "Mikrozensus Mobilität und Verkehr" ist eine repräsentative Erhebung zum Verkehrsverhalten der Schweizer Bevölkerung und wird alle fünf Jahre vom Bundesamt für Statistik und vom Bundesamt für Raumentwicklung durchgeführt. Im Kanton Aargau wurden so rund 4'500 Personen zu ihrer Mobilität befragt. Die detaillierte Auswertung dieser Daten liegt nun vor und zeigt die jüngsten Entwicklungen im Verkehrsverhalten der Aargauerinnen und Aargauer.
Die Aargauer Bevölkerung war 2015 gleich lange unterwegs wie der Schweizer Durchschnitt, 82 Minuten pro Person und Tag. Die Tagesunterwegszeit blieb damit seit der letzten Erhebung nahezu stabil (Vergleich 2010: 83 Minuten).
Die pro Person täglich zurückgelegte Strecke hat im Aargau weiter leicht abgenommen und betrug 2015 39,1 Kilometer (Vergleich 2010: 40,7 Kilometer) – weiterhin leicht über dem Schweizer Durchschnitt von 36,8 Kilometer.
Bei der regionalen Betrachtung zeigen sich Unterschiede in der zurückgelegten Tagesdistanz zwischen verschiedenen Räumen. In den Kernstädten (zum Beispiel Aarau) war die Tagesdistanz mit 37,0 Kilometern am kleinsten. Mit zunehmender Entfernung zu den Kernstädten wurde in der Regel auch die Tagesdistanz grösser. In der Agglomeration (zum Beispiel Buchs) betrug die Distanz 38,1 Kilometer, in ländlichen Gemeinden (zum Beispiel Densbüren) 42,3 Kilometer.
Anteil des öffentlichen Verkehrs steigt
Der Anteil des öffentlichen Verkehrs an der durchschnittlichen Tagesdistanz ist im Vergleich zu früheren Erhebungen weiter angestiegen und betrug 2015 23,9 Prozent (Vergleich 2010: 19,8 Prozent). Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs ist dagegen leicht zurückgegangen und lag bei 66,4 Prozent (Vergleich 2010: 70,8 Prozent). Zu Fuss oder mit dem Fahrrad wurden 6,9 Prozent der Distanz zurückgelegt (Vergleich 2010: 6,5 Prozent). Der Anteil der verschiedenen Verkehrsmittel gemessen an der Tagesdistanz war praktisch identisch mit den Schweizer Durchschnittswerten. Gemessen an der Anzahl zurückgelegter Etappen lag der Anteil des Fuss- und Radverkehrs hingegen mit 45 Prozent deutlich höher als der motorisierte Individualverkehr (40 Prozent) und der öffentliche Verkehr (14 Prozent).
In Bezug auf die zurückgelegte Tagesdistanz war Freizeit mit einem Anteil von 43 Prozent der häufigste Verkehrsweck, gefolgt von Arbeit (26 Prozent) und Einkauf (13 Prozent). Geschäftliche Tätigkeiten/ Dienstfahren (7 Prozent) und Ausbildung (6 Prozent) waren weitere häufige Verkehrszwecke.
Vermehrt E-Bikes im Einsatz
In 85 Prozent der Haushalte war 2015 mindestens ein Auto verfügbar. Dieser Anteil blieb im Vergleich zur letzten Erhebung praktisch unverändert (Vergleich 2010: 86 Prozent). Am geringsten war der Autobesitz in den Kernstädten (71 Prozent der Haushalte) und stieg in der Regel, je weniger städtisch eine Gemeinde ist. Den höchsten Anteil an Haushalten mit einem Auto hatten 2015 mit 96 Prozent die ländlichen Zentren ausserhalb der Agglomerationen (zum Beispiel Menziken). Umgekehrt verhielt sich der Besitz von Abonnementen des öffentlichen Verkehrs (Generalabo, Halbtaxabo, Verbundabo). In städtischen Gebieten war der Anteil an Personen mit einem Abonnement mit 59 Prozent höher als in den ländlicheren Gemeinden mit 47 Prozent. Insgesamt besassen 2015 mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der Aargauerinnen und Aargauer ein Abonnement des öffentlichen Verkehrs (Vergleich 2010: 54 Prozent).
Der Anteil an Haushalten mit mindestens einem Velo hat weiter leicht abgenommen und liegt 2015 bei 73 Prozent (Vergleich 2010: 76 Prozent). Dies wird zum Teil aber durch ein starkes Wachstum bei den E-Bikes kompensiert. Der Anteil an Haushalten mit einem E-Bike stieg seit der letzten Erhebung markant auf 9 Prozent (Vergleich 2010: 2 Prozent).
Publikation der detaillierten Ergebnisse
Die Erkenntnisse des "Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2015" fliessen in viele Anwendungen in der Verkehrsplanung, der Raumentwicklung, der Politik und der Wissenschaft ein. Der Bericht und die vollständigen Ergebnisse stehen ab sofort auf der Webseite der Abteilung Verkehr zur Verfügung.
Quelle: Kanton Aargau
6.3.2018