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Preißelbeeren,
mit vielfachen Lokalnamen vorkommende Pflanzengattung aus der Familie der Heidelbeerengewächse, Vaccinium vitis idaea L., engl. Myrtle whort leberry, Bilberry, frz. myrtile, raisin des bois, raisin d'ours, holl. vassenbezie, in Ost-, Mittel- und Nordeuropa, Nordasien und dem arktischen Meere in trocknem Sand-, Heide-, Moorboden, in sonniger Lage oder in lichter Beschattung in Nadelwäldern, auf baumlosen Heiden etc. in großen Mengen vorkommendes Beerenobst, immergrün, mit kugelrunden, scharlachroten Beeren, welche, eingemacht in Zucker und Essig als besonders in Norddeutschland überaus beliebte Zuthat zu Fleischspeisen einen sehr bedeutenden Handelsartikel bilden.
Das Sammeln der Früchte geschieht wie bei
Heidelbeeren (s. d.) durch Kinder und Frauen zu ungefähr gleichen Preisen.
Die eingemachten Früchte werden in Fässern versendet, bedürfen aber zum Gebrauch für die Tafel noch
Zuckerzusatz; man macht die P. an den Erzeugungsorten (die mitteldeutschen Gebirgsgegenden) oder in deren Nähe oder in größern
Fabriken in unsern Großstädten ein und verkauft sie an Krämer, Delikatessenhandlungen, Gastwirte und Private. Nach England
findet bedeutende Ausfuhr statt. Die P. werden auch zu
Branntwein,
Preißelbeerenwasser, verarbeitet.
Eingemachte P. mit
Zucker kosten pro kg bis 50 Pf. Vgl.
Obst. - Frische P. sind zollfrei, mit
Zucker eingekochte gemäß Tarif
Nr. 25 p 1.