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Netzwerk Kinderrechte Schweiz
Kinderrechte in Krisenzeiten besser achten
Das Positionspapier benennt Defizite in Bezug auf die Einhaltung mehrere Rechte, die durch die COVID-19 Pandemie offenkundig geworden sind. Dazu zählt das Recht auf Bildung (Art. 28 und 29 UN-KRK), auf Schutz (Art. 19, 34 und 37 UN-KRK), auf Spiel und Freizeit (Art. 31 UN-KRK), auf Information und Meinungsfreiheit (Art. 13 UN-KRK) und auf Schutz vor jeglicher Diskriminierung (Art. 2 UN-KRK).
Gefordert sind konkrete Massnahmen, um die Kinderrechte angemessen umzusetzen:
- die Erarbeitung von Konzepten zur Überwindung von Lernunterschieden als Folge von Schulschliessungen oder Fernunterricht;
- die Aufrechterhaltung von Freizeit- und Erholungsangeboten, die Kontakte mit Gleichaltrigen und Möglichkeiten der Erholung bieten;
- die Einführung eines nationalen Monitorings und Datenerhebung zur psychischen Verfassung von Kindern und Jugendlichen ;eine Krisenkommunikation mit Fokus auf Kinder und Jugendliche, die sich angemessener Sprache bedient.
- die partizipative Ausarbeitung von Massnahmen und Kernbotschaften mit Kindern und Jugendlichen und die Berücksichtigung ihrer Anliegen;
- die Anerkennung von Unterschieden bei Kindern, das heisst, Kinder und Jugendliche dürfen nicht als homogene Gruppe betrachtet werden;
- die Förderung von Ausgleichsmassnahmen für vulnerable Gruppen von Kindern, um Chancengerechtigkeit zu gewährleisten.
Das Positionspapier will Behörden Hilfestellung bieten, um die kinderrechtliche Perspektive bei der Aufarbeitung der Pandemiebekämpfung zu berücksichtigen und formuliert konkrete Forderungen. Es gilt, die Kinderrechte in künftigen Pandemien höher gewichten und diese auch bei der Aufarbeitung der Pandemiefolgen berücksichtigen. Es ist unabdingbar, die langfristigen Folgen der Massnahmen zum Gesundheitsschutz zu erforschen und, wo nötig, Massnahmen zu ergreifen, um erfolgte Nachteile auszugleichen.