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Gipf-Oberfrick
Gipf-Oberfrick: Burgruine Alt-Tierstein
Die auf einem Bergsturzblock gelegene Burganlage gilt als die Stammburg der Grafen von Tierstein. Sie blieb bis zu ihrer Aufgabe im 15. Jahrhundert im Besitz der Familie. Bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts dürfte sie zumindest teilweise als Sitz der Grafen benutzt worden sein, später aber lediglich als Verwaltungssitz für einen Vogt gedient haben.
Die Ausgrabungen von 1934/35
Alt-Tierstein wurde 1934/35 unter der Leitung von Hans Erb durch das erste schweizerische archäologische Arbeitslager des freiwilligen Arbeitsdienstes vollständig ausgegraben und konserviert. Nachsanierungen des Mauerwerkes erfolgten 1948, 1965, 1971, 1989 und 2005. Das umfangreiche Fundmaterial, massgeblich Abfälle aus dem Alltagsleben wie Keramik, Knochen usw., bezeugen die Besiedlungszeit der Anlage vom 11. bis ins 15. Jahrhundert. Eine Zerstörung durch das Erdbeben von Basel im Jahre 1356 ist nicht nachgewiesen. Unter dem Fundmaterial finden sich aber auch Objekte aus der Spätbronzezeit. Sie bezeugen damit die Belegung des Ortes schon um 1000 vor Christus.
Besucherinformationen
Der Wanderweg von Frick bis zum Thiersteinerberg mit der Burgruine gehört zum Fricktaler Höhenweg. Von Gipf führt ein Weg zur Burgruine auf 615 Meter hinauf.