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Waffen selber ausdrucken
Die CNC-Fräse und der 3-D-Drucker Marke “Ghost Gunner” ermöglichen US-BürgerInnen ganz bequem das häusliche Ausdrucken nicht registrierter Schusswaffen. Ist das nicht komfortabel?
Die Website „Defense Distributed“ hat drei Tage die Daten zum Druck von Waffen zum Download bereitgestellt. Dann mussten sie sie erst einmal wieder vom Netz nehmen.
Cody Wilson, Betreiber der Plattform, kämpft seit 2012 darum, Waffen mit seinem 3-Drucker herstellen zu dürfen, und alle dafür benötigten Werkzeuge und Daten zu vertreiben. Nachdem er vor Gericht zunächst die Erlaubnis erstritten hatte, auf seiner Website nicht nur das technische Equipment (Drucker, Fräse) zu verkaufen, sondern auch die notwendigen Druckdaten zu Verfügung zu stellen, wurde ihm dies am 1. August wieder untersagt. Ein Bundesrichter des Bezirkes West-Washington hatte dem Antrag der Staaten New Jersey, Pennsylvania und Los Angeles stattgegeben, und den Download verboten. Zu diesem Zeitpunkt sollen die Datensätze bereits vieltausendfach heruntergeladen worden sein. Die Angelegenheit geht jetzt wieder vor Gericht.
2014 wurde erstmals ein Japaner mit Freiheitsentzug dafür bestraft, dass er die 2012 von Wilson entwickelte Plastikpistole ausgedruckt hatte. Die Druckdaten dieser ersten „Open-Source-Pistole“ wurden über hunderttausend Mal abgerufen. Da es nahezu jedem Amerikaner möglich ist, ganz legal registrierte Waffen zu kaufen, läuft eine Erlaubnis der „Heim(lich)produktion“ von Waffen auf die Legalisierung von „Geisterwaffen“ hinaus. So nennen Strafverfolgern Waffen, die Kriminelle verwenden, um nicht mit Hilfe der Waffe identifiziert zu werden.
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