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Bern den 15 Aug. 1850.
Lieber Freund!
Im Auftrage des Hrn Näf u in meines Nichts durchbohrenden Gefühle ersuche ich dich um einen Rath, den ich selbst nicht zu geben weiß. –
Er braucht zwey Experte zur Behandlung der Frage: Nach welchem System kann die Schweiz am ehesten von der Geldwelt die Mittel erhalten für ihre Eisenbahnen? – Er hat in Basel den Hrn Rathsherrn Geigy bezeichnet u möchte jemand von Zürich haben. Hr Ott-Imhof hat abgelehnt u nachher Hr Ott-Trümpler ebenfalls. Es sollte jemand seyn, dessen Name in der Handelswelt etwas Ansehen u Credit hat, der geläuterte Ansichten über Eisenbahnen, Verkehr, Geldbewegungen u CreditVerhältniße besitzt, u der nöthigenfalls auch etwas mitarbeiten, concipiren könnte u würde, ein tüchtig arbeitender Kopf, nicht ein wäßriger Talmi. Wenn du jemand weißt, so sey so gut, es telegraphisch zu melden. Ich glaube, die beyden letztern Eigenschaften hätte Hr Sensal Fäsi ziemlich, aber die erstre der Namen in der Handelswelt dürfte fehlen. Kurz ich weiß niemanden, allein ich kenne auch den Zürcherschen Handelsstand zu wenig. Vielleicht könnte Dein Hr. Papa, den ich anbei höflichst grüße, Dir mit gutem Rathe helfen. –
Es wäre mir sehr erwünscht, wenn Du mir bald Deine Bemerkungen | über meinen Gesetzesentwurf po gemischte Ehen mittheilen könntest, da ich sehr wünsche, daß der Bundesrath diese Sache noch im August absolvire.
Freundschaftlich grüßend
Dein
F J