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Das Vengeron-Becken hat seinen ersten Winter erfolgreich überstanden. Über mehrere Monate hat es die Rückstände der Enteisungsmittel, welche auf die Flugzeuge gesprüht werden, aufgefangen und somit verhindert, dass diese in den nahegelegenen Bach gelangen.
Von aussen ist das Vengeron-Becken völlig unsichtbar. Man muss sich ein an die Colovrex-Strasse angeschlossenes Reservoir vorstellen, das einer Grösse von vier olympischen Schwimmbecken entspricht und sich rund fünfzehn Meter unter der Erdoberfläche befindet. Das nach zweijähriger Bauzeit im Januar 2019 in Betrieb genommene Becken hat erfolgreich seinen ersten Winter überstanden. Beleuchtung eines wichtigen Umweltprojekts von Genève Aéroport.
Genau betrachtet, ist das Vengeron-Becken eine riesige 9500 m3 grosse Kammer, deren Baukosten sich auf mehr als 25 Millionen Franken belaufen. Seine Aufgabe besteht darin, das verunreinigte Wasser des Flughafens aufzufangen und somit während des Winters die Gewässerschutzverordnung einzuhalten. In dieser Jahreszeit müssen die Flugzeuge nämlich regelmässig vor dem Abflug enteist werden. Um jegliche Bildung von Eis zu verhindern, wird eine Mischung aus Wasser und Propylenglykol auf die Flugzeuge gespritzt. Wenn diese beschleunigen und anschliessend abheben, tropft ein Teil der Enteisungsmittel auf die Start- und Landebahn und fliesst in das Abwassersystem des Flughafens.
Schutz des Gewässers
« Bis zum vergangenen Jahr flossen diese Substanzen in den Vengeron-Bach, der sich flussabwärts des Flughafens befindet, und somit indirekt in den Genfersee. Die Enteisungsmittel bauten sich zwar biologisch ab, schadeten jedoch dem gesunden Zustand des Gewässers. Ab sofort fangen Sammelleitungen und ein Rückhaltebecken das verschmutzte Wasser auf », erklärt Emily Tombet, Projektleiterin Umwelt in Genf. Dieses wird vor Ort gespeichert und anschliessend zur Kläranlage der Genfer SIG in Aïre weitergeleitet.
Auf diese Art wurden seit der Inbetriebnahme 27 700 m3 Wasser aufbereitet. « Wir befinden uns aktuell in einer Lernphase und benötigen noch etwas mehr Zeit, um den Betrieb des Beckens zu perfektionieren. Insgesamt sind die Inbetriebnahme und die ersten Monate des Betriebs gut verlaufen », erklärte Françis Graber, Leiter Instandhaltung und Wintermassnahmen.
Soweit zur Wintersaison. « Im Sommer dient das Becken zudem bei starkem Regen der Regulierung der Durchflussmenge, um das Risiko eines Überlaufens des Wassers zu vermeiden », fügte Emily Tombet hinzu. Das ganze Jahr hindurch verringert es auch den Zufluss von Schwebeteilchen in den Fluss. Im Fall eines Unfalls auf der Start- und Landebahn soll das Becken ausserdem unbeabsichtigte Verschmutzungen wie ein Auslaufen von Kerosin auffangen.