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Der eingeengte Bahnhof Bern rutschte etappenweise nach Westen. 1956 wäre dies in einem Schritt möglich gewesen. Doch die Bundesstadt bevorzugte Reparaturen peu à peu.
Blick von der Welle nach Westen: 1956 sollte dort ein neuer Bahnhof an der Laupenstrasse gebaut werden. Doch das Projekt scheiterte an der Urne.
Foto: Beat Schweizer
«Seit bald einem halben Jahrhundert wird am Bahnhofsumbau ‹herumgemacht›.» Gute Ratschläge seien nicht realisiert worden, «mit dem Resultat, dass heute die Verkehrskalamität im Bahnhof Bern ärger ist denn je, sodass sich Zehntausende von Personen alltäglich, namentlich zu den Stosszeiten im Vorortsverkehr, daran ärgern können». Dies ist kein aktueller Leserbrief, sondern eine Zuschrift vom 7. Dezember 1944 («Man schreibt dem ‹Bund›»). Das Problem Bahnhof erhitzte Berns Gemüter über Jahrzehnte.
Als Bern 1857 ans Schienennetz angeschlossen wurde, endeten die Züge aus Olten im Wylerfeld. Die Weiterbeförderung erfolgte mittels Postkutsche. Ab 1860 keuchten dann täglich einige Dampfzüglein in die Halle des viergleisigen Sackbahnhofs zwischen Heiliggeistkirche und Burgerspital. Das Konzept war bereits überholt, denn Bern war nun nicht mehr Endstation, sondern Durchgangsbahnhof auf der Linie nach Freiburg.