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In unserem Interview gibt Grégoire Perrin, Vizepräsident von CallNet.ch, spannende Einblicke über die Verbindung von callnet.ch zu der Lauterkeitskommission. Darüber hinaus gibt er Auskunft über die Zusammenarbeit sowie die Werte und Ziele der Lauterkeitskommission.
Welche Rolle spielt callnet.ch in der Lauterkeitskommission?
Ich vertrete callnet.ch in der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) als Experte für alle Fragen des Telemarketings. Je nach Fall kann ich mich aber auch zu anderen Themen äussern, die in den Sitzungen besprochen werden.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit genau?
Die SLK bringt in drei Kammern paritätisch Vertreter von Verbrauchern, Mediendienstleistern und Werbetreibenden zusammen. Die Kammern werden von callnet.ch sowie von verschiedenen Organisationen der Schweizer Werbebranche callnet.ch unterstützt. In unserem Fall kommt die Unterstützung in Form eines Experten für Telemarketing in beratender Funktion.
Welche Themen sind gerade aktuell?
Nimmt man den Durchschnitt über mehrere Jahre als Grundlage, so zeigt sich im Hinblick auf die betrachteten Sachverhalte, dass es oft dieselben Themen betrifft. Einerseits handelt es sich häufig um «sexuell diskriminierende kommerzielle Kommunikation» (Sexismus) und zum anderen um «aggressive Werbe- und Verkaufsmethoden im Fernabsatz». Im Jahr 2019 kamen auch die Fakten zur Regelung der «Transparenzverpflichtung» gut voran.
Welche Ziele werden verfolgt?
Die SLK wurde 1966 von KS/CS Kommunikation Schweiz gegründet. Als neutrale und unabhängige private Institution im Kommunikationsbereich strebt sie die Selbstregulierung der Werbung an. Im Prinzip hat jede Person das Recht, bei der Kommission eine Beschwerde über Werbung einzureichen, die sie für unangebracht hält. Das SLK tritt mehrmals im Jahr (etwa alle zwei Monate) zusammen, um über die eingegangenen Beschwerden zu entscheiden. Dies erfolgt nach einem Verfahren, das einfacher, schneller, effizienter und kostengünstiger ist als Gerichtsverfahren. Die Entscheidungen des SKL haben auch den Vorteil, dass sie von den beteiligten Parteien sehr gut akzeptiert werden, was zu einer geringen Zahl von Einsprüchen führt. Die Kommission erlässt jedoch keine verbindlichen Urteile, sondern lediglich Empfehlungen. Ziel ist es, dass die Werbetreibenden sie umsetzen und so das Risiko eines Rechtsstreits vermeiden - ein hervorragendes Beispiel für die Selbstregulierung der Industrie!
Was trägt callnet.ch dazu bei, die Ziele zu erreichen?
Als Experte bietet callnet.ch direkte Unterstützung bei der Entscheidung über die eingegangenen Beschwerden und bei der Entscheidungsfindung. Insbesondere kann sich callnet.ch auf die Bestimmungen seines «Ehrenkodex» berufen, der von seinen Mitgliedern sowie vom «Schweizer Dialogmarketing Verband (SDV)» strikt eingehalten wird.
Welchen Nutzen haben die Mitglieder von dieser Zusammenarbeit?
Durch dieses Engagement innerhalb der SLK wird einerseits die Legitimität von callnet.ch als Vertreter seiner Branche gestärkt. Andererseits unterstützt es auch die telefonischen Aktivitäten der Kontaktzentren. Das Engagement von callnet.ch innerhalb der Kommission ist eine der vielen Massnahmen zur Professionalisierung des Dialogs mit den Kunden und verdient es, gefördert zu werden.
Grégoire Perrin ist Vize-Präsident und im Vorstand zuständig für das Ressort Quality bei callnet.ch.