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Die Universität Regensburg Deutschland hat eine weitere sehr interessante Studie veröffentlicht. Diese belegt die überaus positiven Auswirkungen von Karate-Do auf das gewaltfreie Verhalten von Kindern und Jugendlichen. So reduziert Karate-Do die Gewaltbereitschaft von Kindern und Jugendlichen, erhöht aber gleichzeitig deren Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Dies ist vielleicht auch der Grund, weshalb Karate-Do im Vergleich zu anderen Sportarten die Gewaltbereitschaft deutlich stärker reduziert: weil Karate-Do eben das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen und das emotionale Wohlbefinden deutlich stärker fördert und stärkt als andere Sportarten.
Grundsätzlich aber ist Karate-Do erst für Kinder bzw. Jugendliche ab dem Pubertätsalter geeignet. Der Grund dafür sind die überaus dynamischen Bewegung bzw. Techniken, insbesondere bestimmte Beintechniken, sowie gewisse Stellungen. Diese Techniken und Stellungen können bei noch nicht gefestigtem «Knochengerüst» zu Schädigungen der Hüfte (Hüftdysplasie) führen. In vielen Fällen sind Hüftoperationen die Folge solcher Schädigungen.
Ich, Maurizio Gerussi, Leiter der Karateschule Karate-Do Kerzers und Chefinstruktor des Verbands STKF, kenne langjährige, hochgradierte Karate-Ka (Karate-Übende) auf der ganzen Welt. Viele, die zu früh mit Karate begonnen haben mussten eine oder beide Hüften operieren lassen. Ich habe mit 17 mit Karate begonnen und mein Sensei Pavao Piacun, Grossmeister des Verbands STKF und höchstgradierter Karate-Lehrer der Schweiz (9. Dan), mit 15.
Deshalb empfehle ich allerfrühestens ab 10 Jahren, besser ab 12 Jahren, mit dem Üben von Karate zu beginnen. Bis nach der Pubertät werden dann aber, aus gesundheitlichen Gründen, gewisse Beintechniken und Stellungen nicht geübt.