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Die Datenbank soll dem bemessenden Ingenieur in seiner Tätigkeit bei Erhaltungsprojekten Grundlage und Unterstützung bei materialtechnologischen Fragen sein. Einerseits soll die Datenbank generelle Produktinformationen liefern und bei der Identifikation unbekannter Bewehrungen früherer Generationen behilflich sein. Andererseits sollen, wenn das Produkt ein-mal bekannt ist, ausgewählte und statistisch ausgewertete mechanische Eigenschaften dieser Betonstähle zur Verfügung gestellt werden.
Die Nutzung der Datenbank wurde auf zwei Ausgangssituationen zugeschnitten:
Der Nutzer der Datenbank kennt das Produkt bzw. kann den vorliegenden Betonstahl genau identifizieren, z.B. ein Box-Ultra. Der Einstieg in die Datenbank erfolgt über die direkte Auswahl des gewünschten Produkts. Der Nutzer gelangt so direkt zu den produktspezifischen Daten.
Der Nutzer der Datenbank kann das Produkt nur optisch anhand des Rippenbilds beschreiben. Der Einstieg in die Datenbank erfolgt über eine visuelle Auswahl. Der Nutzer kann anhand von Rippenbildern, die anhand optischer Merkmale wie Anzahl Längsrippenreihen, Verwindung, Zwischenrippen gefiltert sind, das für sein Produkt zutreffende Rippenbild auswählen und ge-langt somit ebenfalls zu den produktspezifischen Daten.
Bei den produktspezifischen Daten angelangt, kann nun je nach Anforderung entweder generelle Informationen zum Produkt (Stahltyp, Herkunft, Hersteller, Produktionsperiode, produzierter Durchmesserbereich usw.) abgefragt oder auf die statistische Auswertung der mechanischen Eigenschaften zugegriffen werden.
Eine spezifische Abfrage der mechanischen Eigenschaften innerhalb eines Produkts erfolgt über die Auswahl des Produktionsjahrs sowie des Durchmessers. Alternativ kann eine Abfrage auch erfolgen, wenn anstatt eines konkreten Produktionsjahrs die Prüfreferenz, also die SIA-Normengeneration, gemäss welcher geprüft wurde, selektiert wird. Es gilt zu beachten, dass weder ein Durchmesserbereich noch eine Produktionsperiode gewählt werden kann.
Ergebnisse für Abfragen aus der Datenbank basieren auf den auswertbaren Berichten. Sie sind also eine Konsolidation der Zugprüfungen an unbehandelten, unbearbeiteten und nicht aus einem Bauwerk entnommenen Betonstählen. Solche Prüfungen haben mit wenigen Ausnahmen einiger sehr alter Produkte (Boxstahl, Caronstahl und Tor 42) alle an im SIA-Register eingetragener Produkte stattgefunden. Jedoch waren nicht alle Produkte während ihrer Produktionszeit gleich geläufig, sprich im selben Ausmass verbaut worden, was zu sehr unterschiedlich grossen Prüfserien führte.
Dies bedeutet nun konkret, dass für weniger geläufige Produkte entweder nicht für jeden Durchmesser oder jedes Produktionsjahr statistische Auswertungen gemacht werden konnten, oder aber vorhandene Prüfserien einen nur geringen Probenumfang aufweisen.
Diese Umstände haben zur Folge, dass abgefragte Ergebnisse aus der Datenbank nur unter Berücksichtigung des zugrunde liegenden Datenstamms interpretiert werden dürfen. Vor die-sem Hintergrund wird in der Applikation auch bei jeder Abfrage der Probenumfang der aufbereiteten Rohdaten angegeben.