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Bei dem Unfall trug sich ein Mann schwere Verletzungen zu. Seine Familie verklagt nun die 18-Jährige sowie Snapchat.
Die Amerikanerin Christal McGee (18) wird bald vor Gericht stehen. Sie verursachte vor ein paar Monaten in Hampton, Georgia, einen Unfall, als sie Snapchats Speed-Filter ausprobierte, während sie ihr Auto lenkte. Wie einem von der Anwaltskanzlei MLN Law veröffentlichten Bericht zu entnehmen ist, prallte sie von hinten in das Fahrzeug, das vor ihr fuhr - mit schwerwiegenden Folgen: Der Fahrer des Autos, Wentworth Maynard, erlitt schwere Hirnschäden.
Direkt nach dem Unfall postete McGee ein Bild auf Snapchat, auf dem sie mit einer Kopfverletzung zu sehen ist. Darunter der Schriftzug «Lucky to be alive», sinngemäss «Ich habe Glück gehabt, überlebt zu haben».
McGee war nicht allein im Auto, als sich der Unfall ereignete. Sie nahm nach Feierabend drei Arbeitskollegen mit, die sie nach Hause fahren wollte; eine davon schwanger. Die schwangere Frau hatte sie laut Bericht während der Fahrt noch darum gebeten, das Tempo zu verlangsamen. McGees Antwort: «Ich versuche nur, auf 170 km/h zu kommen, damit ich es auf Snapchat posten kann.»
McGee selber und die Insassen ihres Autos wurden nur leicht verletzt. Doch Wentworth Maynard ist seit dem Unfall nicht mehr derselbe. Er sitzt im Rollstuhl und braucht Hilfe bei alltäglichen Aktivitäten. Ein Statement seiner Frau Karen Maynard veranschaulicht die Situation: «Früher machte sich Wentworth sein Frühstück, ging arbeiten, kochte das Abendessen für uns. Heute ist er den ganzen Tag so müde, dass er in seinem Rollstuhl schläft». Seine Familie kümmert sich rund um die Uhr um ihn.
Karen Maynard verklagt nun beide Partien, die involviert waren - McGee und Snapchat. Aus dem einfachen Grund, so Maynards Anwälte, dass Snapchat hätte wissen müssen, dass der Speed-Filter gefährlich werden kann.