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The optimal ambient conditions for world record and world class performances at the Berlin Marathon
Der Berlin Marathon ist die schnellste Marathon-Rennstrecke der Welt und hat 11 Weltrekorde verzeichnet (acht bei Männern und drei bei Frauen).
Die Wetterbedingungen können einen wichtigen Einfluss auf die Laufzeit haben. Daher haben wir den Einfluss der Umgebungsbedingungen (Temperatur, Sonnenschein, Niederschlag, Luftdruck und Wolkendecke) auf Weltrekorde und Eliteläufer (Sieger, Top-Drei- und Top-Ten) untersucht. Marathonleistungen von Männern und Frauen beim Berlin Marathon zwischen 1974 und 2019 wurden analysiert.
Die durchschnittliche Weltrekordmarathonzeit bei den Männern betrug 2:03:52±0:01:19 h:min:s und 2:25:05±0:08:25 h:min:s bei den Frauen. Wettkämpfe mit männlichen Startern wurden 44 Mal (mittlere Siegerzeit 2:09:48±0:09:15 h:min:s) und Wettbewerbe mit weiblichen Startern 41 Mal (mittlere Siegerzeit 02:30:35±0:19:09 h:min:s ausgetragen. Die Weltrekordleistungen wurden bei mittleren Temperaturen von 18.61±2.59 °C für Männer und 13.07±4.01 °C für Frauen erzielt.
Die idealen Umgebungsbedingungen für Weltrekordleistungen bei den Männern waren Temperaturen von 18.61 °C, sonnige, meist trockene Tage mit höherem Luftdruck und geringer Wolkendecke. Bei den Frauen waren die idealen Bedingungen für Weltrekordleistungen Temperaturen von 13.07 °C bei niedrigem Luftdruck, aber signifikant mehr Regen und ohne Sonnenschein und mit Wolkendecke.
Bei Elite-Leistungen lagen die idealen Temperaturen bei Männern bei 17.36±4.33 °C und bei Frauen bei 17.93±4.07 °C, mit wenig bis gar keinem Regen und mäßiger Wolkendecke und Sonnenschein. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Umweltbedingungen bei Weltrekordleistungen zwischen Männern und Frauen unterschiedlich sind, wobei Frauen bei schlechtem Wetter (Regen, Wolkendecke und ohne Sonnenschein) Weltrekorde erzielen und Männer bei gutem Wetter (sonnige, meist trockene Tage mit kleiner Wolkendecke).
Größere Stichproben sind erforderlich, um Geschlechtsunterschiede und Umweltbedingungen bei Marathon-Weltrekordleistungen zu untersuchen.
Die ganze Studie ist unter https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphys.2021.654860/full