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Der «Erste Kreuzzug», endete mit der Eroberung des heutigen Nahen Ostens und der Stadt Jerusalem. Nach diesem kriegerischen Erfolg aber dem entsetzlichen Massaker an der Bevölkerung von Jerusalem durch die Kreuzfahrer, ergab sich rasch der Ruf nach geordneten Verhältnissen.
Bestehende Strukturen, von seit langem anwesenden christlichen Vereinigungen boten hier ein gutes, ausbaubares Fundament.
In erster Linie waren das eine Gruppe von Handelsherren, die in Jerusalem seit längerem einen kleinen Spital unterhielten und zweitens einige Adlige, Ritter die in der unmittelbaren Nähe des Tempelberges die eine Art Herberge unterhielten.
Daraus entwickelten sich die zwei geistlichen Ritterorden:
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Orden der Johanniter 1113, je nach Quelle auch 1135
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Orden der Tempelherren 1119, je nach Quelle 1120-1129
und beinahe 100 Jahre danach entwickelte sich der
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Orden der Deutschritter 1191 oder 1198
Der Widerspruch der christlichen Nächstenliebe gegenüber dem absoluten Anspruch des Rechts und Glaubens mit brutaler Gewalt durchzusetzen, wurde ideologisch letztlich durch Bernhard von Clairvaux ausformuliert. Diese Grundlagenschrift heisst: de laude novae militae (Lob des neuen Rittertums). Dies bildet den betrüblichen Ursprung der Gotteskrieger und nicht wie fälschlich behauptet die wesentlich spätere entstandene Antwort des Islam mit dem Tschihad (heiliger Krieg).
Diese Ritterorden bildeten bis zum endgültigen Verlust des Königreiches Jerusalem um 1291, sozusagen den harten militärischen Kern.
Die verschiedenen Versuche mit erneuter Waffengewalt die rasch wieder an die früheren Herrscher verlorenen Ländereien zurückzuerobern und die Aufrufe zu immer neuen Kreuzzügen führten zu keinem bleibenden Erfolg.
Die Ritterorden waren vom Papst mit der Aufgabe betraut worden die Sicherheit und den Schutz der Pilger zu gewährleisten. Was mit den immer wieder ankommenden, vollkommen unstrukturierten und jeglicher Ortskenntnis fehlenden Kriegerhaufen oder untereinander zerstrittenen Hochadligen, die nur das Heil im Kampfe sahen, keine lösbare Aufgabe darstellte.
Selbst die Sicherung der Pilgerwege war oft über Jahre kaum möglich. Da auf den Burgen, entlang den Hauptwegen, verschiedene untereinander zerstrittene Adlige sassen, deren Interesse keineswegs den Pilgern galt. Einige Pilger erinnerten sich gerne an die geordneten Verhältnisse unter islamischer Herrschaft, wo Pilger, gleich welchen Glaubens in Sicherheit reisen konnten.
Die Johanniter wie die Templer bauten auch aus diesem Grunde eigene Festungen. Je mehr aber das sogenannte Königreich Jerusalem an Land verlor und nur noch auf die Stadt Akkon und einige Bergfestungen bestand, desto grösser wurden auch die immensen Ausgaben für Festungsbauten und gesamte Kriegsführung.
Diese Kosten konnten nur durch ein straff geführtes Netz von Komtureien in ganz Europa und wichtigen Handelsverbindungen finanziert werden.