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Zahlreiche Landschaftsmaler mit internationalem Renomée haben den Vierwaldstättersee auf verschiedene Weise porträtiert. Besonders im 19. Jahrhundert war er wegen seiner landschaftlichen Dramatik und ideologischen Bedeutung sowohl bei den Malern wie bei der vermögenden Kundschaft ein beliebtes Sujet.
Während die grossformatigen Ölbilder von Alexandre Calame und Charles Giron, dem Schöpfer des Gemäldes «Hort der Freiheit» im Nationalratssaal des Schweizer Parlaments, die heroisierende Seite der Landschaft als Symbol der Schweizer Geschichte hervorheben, betonen die mit Licht und Farben spielenden Landschaftsporträts von Jakob Joseph Zelger oder Robert Zünd die Lieblichkeit und Idylle der Landschaft. Weltweit bekannt sind die Aquarelle William Turners, die ein vibrierendes Zusammenspiel von Farbe und Licht zwischen See und Bergen zeigen und damit als Vorläufer des Impressionismus gelten.
1889 gründeten acht Bauern als Antwort auf die Agrarkrise der 1880er-Jahre die landwirtschaftliche Genossenschaft Horw. Sie war als Hilfe zur Selbsthilfe der mehrheitlich kleinen Bauernbetriebe gedacht. Ihre primären Aufgaben waren der günstige Einkauf von Kunstdünger, Futtermittel und Treibstoff.
Während der Agrarkrise erlebten die Schweizer Getreidebauern wegen des Imports billiger Auslandgetreide einen massiven Preiszerfall beim Brotgetreide. Viele Bauern im Kornland sattelten deshalb vom Getreideanbau auf Tierhaltung um. Möglich war dies nur dank dem Import von Kunstdünger und Futtermittel, der von den Genossenschaften ebenso gefördert wurde wie der Kauf von landwirtschaftlichen Maschinen und Treibstoff zur Mechanisierung der Landwirtschaft. Allein im Kanton Luzern entstanden von 1885 bis zum Ersten Weltkrieg 43 landwirtschaftliche Genossenschaften und 210 Milchverwertungsgenossenschaften.