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Ein Faltboot ist ein zerlegbares Boot, das im Wesentlichen aus einer flexiblen Bootshaut und einem zerlegbaren Innengerüst besteht. Die Bootshaut kann aus unterschiedlichen Materalien gefertigt werden, wie zum Beispiel Gummi, mit PVC beschichtetes Gewebe (Plane mit eibnem Gewicht von ca. 600g/m2), mit Polyurethan beschichtetes Gewebe oder Hypalon für den Rumpf, und aus irgend einem leichteren Gewebe (z.B. Baumwolle oder irgend ein anderes wasserdichtes modernes Textil) für das Deck. Das Bootsgerüst besteht oft aus Holz (Eiche, Esche und wasserfest verleimtes Bootsbausperrholz) oder aus Aluminum und Kunststoff (z.B. High Density Polyurethane HDPE für die Spanten). Besonders leichte und sehr schnell auf- und abbaubare Boote lassen sich durch die Kombination von aufblasbaren Auftriebskörpern mit einigen wenigen Stützrohren aus Aluminium bauen.
Die gängigen Faltbootmodelle sind Kajaks und Kanadier, vereinzelt sieht man aber auch Ruderboote, Jollen oder Dinghis. Faltboote kann man selber bauen. Faltboote erleichtern die Aufbewahrung und den Transport. Durch ihr geringes Gewicht und Packmass ermöglichen sie die Verwendung von öffentlichen Verkehrsmitteln.
Obwohl die meisten aufblasbaren Boote sich auch zusammenfalten lassen, werden sie als Schlauchboote oder Luftboote und nicht als Faltboote bezeichnet.
Als Extrembeispiel für leichtgewichtige, aufblasbare Rucksackboote seien hier noch auf die ursprünglich vom Amerikanischen Militär entwickelten aufblasbaren Packrafts erwähnt. Obschon nur um die 3 bis 6 Kilogramm schwer, sind diese Winzigboote doch sehr leistungsfähig, und die Besten davon sind voll wildwassertauglich. Ob sich hier ein Selbstbau lohnt, ist in Anbetracht der Kosten für das dafür erforderliche High-Tech-Material (Stoffe und Kleber) und das für einwandfreie Ergebnisse benötigte Fertigungswerkzeug (Maschine zum Hochfrequenz- oder Mikrowellenschweissen) allerdings eher fraglich.
Bilder Sven Schellin