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Beschreibung der Alpen, vorzüglich der höchsten
Edition und Einleitung von Ursula Scholian Izeti
Eine Publikation des Vereins für Bündner Kulturforschung
Hoch hinaus wagte sich Placidus Spescha (1752-1833). Als Erster bestieg er die höchsten Gipfel der bündnerischen Surselva – bis auf den Tödi. Und selbst die Aussicht von dessen Spitze aus wusste er dank seinem fantastischen Vorstellungsvermögen zu beschreiben: „Wenn ich vorgebe, dass man vom Waadtland an bis Basel, den Jura und die Bogessen und von dort über den Rheinsal hinab bis weit über Maynz und Frankfurt; von Basel zwischen den Abflussen der Donau und des Neckar, Mayn und Moldau bis an die schlesischen und karpatischen Gebirge, welche Oberungarn von Polen scheiden, und bis an Siebenbürgen sehe; so haltet man vielleicht meine Angabe für eine Erdichtung. Besteige aber man diesen Gebirgsstock, so wird man von der Wahrheit oder Falschheit überzeugt werden.“
Hoch hinaus wagte sich der Disentiser Pater und Naturforscher auch mit der Beschreibung der Alpen, vorzüglich der höchsten (1823), nahm er sich doch vor, die Alpen „im Ganzen“ zu beschreiben.
Der von Ursula Scholian Izeti editierte Text überrascht durch den farbigen und unmittelbaren Ausdruck und lässt Speschas Bewusstsein erkennen, als Alpenbewohner eine eigene Perspektive auf die Alpen und ihre Bewohnerinnen und Bewohner zu haben.
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