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Die Story von 50's-Five - The Rock'n'Roll-Showband

Erster Auftrag
7 Monate hatte Patrick Staub alias "Paddy Lee Dust" damals vom Tanzstudio City Baden-Inhaber Hubert Scharmer Zeit bekommen, eine Rock'n'Roll-Band mit 1 ½ Stunden stilechtem Repertoire für die 3-tägige Auftritts-Serie an der Badenfahrt 1997 aus dem Boden zu stampfen. Dies nachdem der, was öffentliche Auftritte anbelangt, damals unerfahrene Boogie-Woogie-Pianist zusammen mit Jacky ("The Jacky's") am Wettiger-Fäscht 1996 während eines spontanen Kurz-Auftrittes (1 Rock'n'Roll: "Johnny B. Goode" in der Piano-Version von Jerry Lee Lewis sowie 1 vierhändige Boogie-Woogie-Improvisation zusammen mit Jacky) im Festzelt von Hubert Scharmer die Leute zu wahrhaftigen Begeisterungsstürmen hinriss. Seine Affinität zu Jerry Lee Lewis und Buddy Holly brachte Patrick Staub bald einmal den Künstlernamen "Paddy Lee Dust" ein.
Wie kam es zu diesem spontanen Auftritt? Patrick Staub selber hätte den Mut nie gehabt, auf die Bühne zu gehen, hätte da Vater Felix Staub, selber ein grosser Boogie-Woogie- und Rock'n'Roll-Fan nicht zum 2. Mal seine Hände im Spiel gehabt (er war es auch, der seinerzeit seinem Sprössling die Grundbegriffe des Boogie-Woogie-Piano beibrachte). Denn dank seiner Überzeugungskraft erst, nahm Hubert Scharmer das Risiko in Kauf, einem total Unbekannten den ersten öffentlichen Auftritt zu ermöglichen.
Nun gab es drei grosse Probleme:
- woher all die Musiker nehmen
- wie ein bühnenreifes Repertoire einüben in nur 7 Monaten
- wo einen geeigneten Proberaum hernehmen
Gründung
Mutter Sonja Staub ist es zu verdanken, dass der erste Mit-Musiker bald gefunden werden konnte. In ihrem Büro kannte sie einen Hip-Hop-/Dance-Musiker, namens Marco Schöpfer, der einen Schlagzeuger aus Spreitenbach kannte. Nach einiger Überwindung nahm Patrick Staub den Telefon-Hörer in die Hand und fragte an. Sandro Fosco, ehemals Schlagzeuger in der Jugendmusik Spreitenbach sowie passionierter Heavy-Metal-/Hardrock-Schlagzeuger, bat sogleich um die Übersendung eines Demo-Tapes sowie um 1 Woche Bedenkzeit, hatte er doch praktisch noch nie mit Rock'n'Roll zu tun gehabt. Sein absolut professioneller und ernsthafter Umgang mit den Drums brachte im später den Künstlernamen "Prof. Beatman" ein, obwohl er im Proberaum z. B. während des Jammens auch völlig ausgelassen in die vollen gehen konnte. Während dieser Woche trafen sich die beiden ein 1. Mal im Restaurant Eintracht in Baden, wo das kurze gegenseitige Kennenlernen bald dem Ausarbeiten von ersten Plänen wich.
Patrick Staub hatte selber auch noch einen Trumpf in der Hand. Als Vorbereitung zu einem Auftritt am Weihnachtsapéro der HWV im Jahr 1996 hatte er doch an einem Kultur-Workshop teilgenommen, der durch Nic Niederman ("Tonic Strings") organisiert und geleitet wurde. Der Gitarrist aus diesem ad-hoc-Ensemble war aus der Parallelklasse sowie zufällig der Freund einer Klassenkameradin. Diesen guten Draht nützte er aus und fragte in einer Znüni-Pause nach, ob dieser sich vorstellen könne, am Badenfahrt 1997-Rock'n'Roll-Projekt mitzumachen. Ohne grosses Zögern sagte Daniel Dössegger, ein passionierter AC-DC-Fan und sehr solider Hardrock-/Heavy-Metal-Gitarrist, zu, obwohl er noch nie klassischen Rock'n'Roll gespielt hat.
Daniel Dössegger wiederum hatte einen Freund aus seiner Jugendzeit namens Martin Leibundgut, ein erfahrener Heavy-Metal-/Hardrock-/Crossover- sowie Balladen-Gitarristen/Sänger. Die Krux war nur, dass auch dieser in Sachen Rock'n'Roll, Boogie-Woogie und Blues noch keine grossen Stricke zerrissen hatte. Für die erste Probe aber, sagte er sofort zu.
Vorbereitung
Die Suche nach dem Proberaum wurde gar nicht erst an die Hand genommen, da Sandro's Eltern Bea und Bruno Fosco spontan ihren Estrich zur Verfügung stellten. Nur bei Sandro's jüngerem Bruder, Benno Fosco, selber ein leidenschaftlicher Blues-/Funk-/Heavy-Metal-/Hardrock-Gitarrist hielt sich die Begeisterung ob der Aussicht auf musikalischen Zusatzlärm im Hause Fosco in sehr engen Grenzen.
Anfangs März 1997 war es dann soweit, die erste Probe konnte stattfinden. Zu aller Überraschung brachte Martin auch gleich seinen Zwillingsbruder Stefan Leibundgut mit, auch er ein erfahrener Heavy-Metal-/Hardrock-/Crossover- sowie Balladen-Gitarrist/Sänger. Beide waren schon in etlichen Pubs, an Festen usw. zusammen aufgetreten und hatten sogar schon mehrere Band-Projekte hinter sich oder noch am Laufen. Stefan's ganz grosse Leidenschaft war damals wie heute das Solo-Gitarrenspiel in halsbrecherischen Tempi, was ihm sehr bald den Künstlernamen "The Fiddelfinger" einbrachte. Stefan's rekordverdächtig langen blonden Haare (offizielle Länge wurde nie bestätigt) sowie sein Hang zum freihändig-akrobatischen 125er-Fahren sprachen eine eindeutige Sprache - er war zu Beginn der Rebell in unserer Band. Die Hörner abgestossen, lebt er sich inzwischen, showtechnisch wie musikalisch überragend, auf der Bühne aus, sehr zur Freude des Publikums und der Band.
Im April 1997 erhielt Patrick Staub auch die Anfrage von der HWV Baden, an der Diplomfeier im Juli 1997 zu spielen, dies unter der Mitwirkung der damaligen Schulleitung Prof. Dr. Ueli Siegenthaler (B-Sax) und Prof. Dr. Rolf Schaeren (Es-Sax) sowie des damaligen Trompeters, Daniel Suter, welcher ebenfalls aus dem ad-hoc-Ensemble des Weichnachts-Apéros stammte. Die Band sagte einstimmig zu. So waren bereits zwei hohe Ziele für den Sommer 1997 gesteckt.
Das Finden von Probeterminen war damals noch ein schier aussichtsloses Unterfangen, das nach und nach durch den Einzug moderner Technologie wettgemacht werden konnte (Palm, IPAQ usw.), aber auch traditionelle Instrumente wie Jahresplaner oder Papieragenda lassen grüssen.
Etwas mehr als die Hälfte der knapp 20 Songs (Klassische Rock'n'Roll's), die ins Repertoire aufgenommen wurden, stammten aus dem Arrangement von Paddy Lee Dust. Den anderen Teil steuerten Dr. Voice, The Fiddelfinger sowie Daniel Dössegger (Status Quo-Songs, Proud Mary, These Boots Are Made For Walkin' u. a.) bei.
Wie kam es zum heutigen Band-Namen? Diejenigen, die meinen, die Band hätte immer schon "50's-Five" geheissen, liegen falsch. Allerdings gar nicht mal so weit! Zu Beginn einigte die Band sich auf den Namen "Fosco-Five". Schliesslich wurde im Hause Fosco geprobt unmittelbar neben Sandro's (früher oft als "Fosco, der König" betitelt) Zimmer.
Nun hiess es also, auf die Zähne zu beissen: 5-Monate-Dauer-Training mit wöchentlichem Rauf- und Runterschleppen aller Geräte (Instrumente, Verstärker, Kabel usw.). Martin verflucht noch heute Paddy's damaliges Piano, weil ihm damals ab und zu die für ihn zweifelhafte Ehre des Mitschleppens zu Teil wurde (es handelte sich damals immerhin um das Technics SX PR 300 Digitalpiano mit integriertem Holzfuss eingefasst in schwerem Metallrahmen...).
Zum Glück meinte es Mutter Bea Fosco gut mit uns und lud praktisch Probe für Probe zu Spielpausen mit Speis und Trank aus Familie Fosco's Hausküche. Viel Käse, kaltes Fleisch sowie Früchtewähen wurden so zum Renner!
Erste Auftritte
Am 11. Juli 1997 dann der erste öffentliche Auftritt der Fosco-Five an der HWV-Diplomfeier mit Songs wie Everybody Needs Somebody, Johnny B. Goode usw., sozusagen als Vorpremiere.
Am 15./16./17. August 1997 war es endlich soweit: Fosco-Five standen das erste Mal ganz gross auf der Bühne! Stationiert im Festzelt des Tanzstudio City auf dem Schulhausplatz Baden anlässlich der Badenfahrt. All die Mühen wurden von Freitag bis Sonntag auf einen Schlag mit dem lange grössten Applaus der Bandgeschichte belohnt. Nur am Sonntag nachmittag als die Band zu viert ohne Daniel Dössegger aufspielen musste, gab es einen Durchhänger, der mit dem abschliessenden Komplett-Auftritt am Abend aber postwendend wieder wettgemacht werden konnte. Es war für alle ein unbeschreiblich aufregendes Gefühl, an drei Tagen im Mittelpunkt zu stehen und vom Publikum bewundert zu werden.
Am 10. Juli 1998 kam es zu einer Zweit-Auflage der Diplom-Feier mit einem Song über einen falschen Professor und anderen HWV-Dozenten, die den Abschlussklassen in Erinnerung blieben. Die Musik stammte aus dem Song "Charlie Brown" und wurde von der HWV-Klasse 3a (1995-1998) unter der Leitung von Paddy Lee Dust neu getextet. Zum letzten Mal trat die Band noch unter ihrem alten Namen "Fosco-Five" und in ursprünglicher Besetzung auf.
Erster Musiker-Wechsel / definitiver Bandname
Nach diesem Konzert verliess Daniel Dössegger aus persönlichen Gründen die Band. Sein Nachfolger wurde Benno Fosco, der Bruder von Sandro. Benno brachte sich mit seinem bluesorientierten Stil musikalisch sehr schnell in die Band ein, was ihm später den Künstlernamen "B.B. Fosco" abgeleitet von B.B. King, dem King of Blues, einbrachte. Für die Band war dies eine willkommene Bereicherung. Bei gemütlichem Zusammensein mit Speis und Trank im Hause Fosco stellte Benno klare Bedingungen für seinen Bandeintritt. Der Name "Fosco" durfte im Band-Namen nicht mehr enthalten sein. Ausserdem musste ein neuer Proberaum her.
Nach einigem Hin und Her entschied sich die Band für den Schriftzug "50's-Five - The Rock'n'Roll Show-Band" in orange/schwarz auf mintfarbenem Hintergrund. Man glaubt's kaum - auch die Hintergrundfarbe pink stand zur Diskussion... Wohl aus Mangel an Fantasie hatte sich aber der Bezug zur Epoche des Bandrepertoires durchgesetzt. Vor allem der zweite Teil des Namens war wegweisend. So werden heute gleichermassen die musikalischen wie auch die showtechnischen Elemente im Rock'n'Roll geprobt und gefördert. Der erste Teil des Namens wird jedoch freier interpretiert. Nicht nur Songs der 50er Jahre, sondern auch aus den nachfolgenden Epochen bis hin zu den 80er Jahren finden im Repertoire ihren Platz, sofern sie sich mit der angestammten Besetzung und ohne Synthesizer oder Computer-Einsatz d. h. also mit den Mitteln der 50er Jahre umsetzen lassen.
Erster fester Proberaum / erstes einheitliches Outfit
Dank Sandro's guten Beziehungen zu Spreitenbach's Gemeinde konnte bald ein richtiger Proberaum im Schulhaus Rebenägertli gefunden werden. Er war gratis, das war der Vorteil. Für The Fiddelfinger und Dr. Voice war der Raum jedoch ziemlich weit weg, wohn(t)en sie doch im Seetal. Doch die beiden nahmen das locker in Kauf und machten weiter. Über die Zugänglichkeit hingegen schieden sich bis zum Schluss die Geister. Es handelte sich halt um einen Luftschutzkeller...
Anfangs 1999 beschaffte The Fiddelfinger die weissen Band-T-Shirts mit eindrücklichen Darstellungen von Schweinen als Musiker in voller Action. Diese T-Shirts wurde noch lange jeweils beim abräumen der Bühne verwendet.
Rekrutierung des Mischers
Anlässlich des "Dorffestes 2000 minus 1" in Spreitenbach im Juni 1999 kam das erste Mal ein gewisser Alfio als Mischer für die Rytelec GmbH zum Einsatz. Die Band war überrascht, wie rasch und speditiv der Sound-Check vorüber war und alles stimmte. Als mehr und mehr Auftritte geplant waren, kam auf einmal die Idee auf, bei Rytelec GmbH nachzufragen, wer dieser Alfio war und ob er für Auftritte engagiert werden könnte. Der Kontakt wurde durch The Fiddelfinger erfolgreich geknüpft. Seit dem Auftritt an der Rock'n'Roll-Night in Spreitenbach (19. Oktober 2001) mischt Alfio Di Fazio alias "The Big Ear" die Band praktisch ausnahmslos ab. Geht dies einmal nicht, so kann die Band auf den ebenso erfahrenen Olaf Ryter (Sohn von André Ryter, Inhaber der Rytelec GmbH, Spreitenbach) zurückgreifen.
Playlists - immer wieder für eine Diskussion gut
Die ersten Playlists wurden von Dr. Voice erstellt und später durch Paddy Lee Dust erweitert durch SUISA-Listen und eine Mischer-Liste mit Angaben zur Gewichtung der Songs nach Instrumenten (bandintern wird dies mit "Lastigkeit" bezeichnet). Die Reihenfolge der Songs auf der Playlist für einen Auftritt gab immer wieder Anlass zu grossen Diskussionen. So mussten natürlich verschiedenen Gesichtspunkten wie:
- Bei welchen Stücken spielt welcher Gitarrist Bass oder Gitarre oder singt gar nur?
- Welche Songs passen stilmässig zusammen?
- Lässt sich eine Dramaturgie resp. eine Steigerung gegen Ende der Sets hineinbringen?
- In wie viele Sets muss die Songliste geteilt werden?
Rechnung getragen werden. Es dauerte bis ins Jahr 2005, als man sich endlich einigte, dass einer eine Liste erstellt, welche die erwähnten Anforderungen erfüllt, und dass die andern kein Recht mehr auf Änderung haben. Seit Dr. Voice das erste Mal die Gelegenheit erhielt, die Reihenfolge zu bestimmen, gab es höchstens noch kleinere Änderungen, aber nie mehr so grosse Diskussionen. Der Leitspruch lautet nun: Passt es einem einmal nicht in den Kram, kann er die Liste gerne selbst erstellen!
Erste Fotosession
Im Sommer 1999 kam es zur 1. Foto-Session der Band auf dem Sportplatz des Schulhauses Boostock, gleich angrenzend an das Schulhaus Rebenägertli, wo die Band früher den Proberaum hatte. Vater Bruno Fosco war verantwortlich für die ersten Fotos, die damals die Flyers z. B. vom Kreisturnfest Sarmenstorf im 23. Juni 2000 zierten.
Band-Overalls
Anfang Jahr 2000 kümmerten sich Prof. Beatman und B.B. Fosco um die Beschaffung des legendären Band-Overalls in der Farbe mint, mit dem Aufdruck "50's-Five - The Rock'n'Roll Show-Band" und "On Mechanic Tour". Als Grundlage besorgte Prof. Beatman normale Spilag-Arbeiter-Overalls, die B.B. Fosco einfärben und bedrucken liess. Daher kam auch der heute eigentlich nicht mehr verwendete Zusatz "On Mechanic Tour". Premiere hatten die Ur-Overalls am Kreisturnfest vom 23. Juni 2000. Seither ist die Band diesem Dress inkl. dem obligaten weissen T-Shirt treu geblieben, abgesehen von ein, zwei Seitensprüngen in Richtung Sommer-Tenü...
Erstes Foto-Set für die Presse
Schon im Sommer 2000 fand die 2. Fotosession irgendwo im Aargauer Seetal statt, wofür ein Kollege von The Fiddelfinger seinen roten Plymouth und ein weiterer Kollege seine Garage als Kulisse zur Verfügung stellten. Wiederum kam Vater Bruno Fosco zum Einsatz. Die Fotos aus dieser Session sollten lange Zeit die Flyers, die spätere Demo-CD und auch die später erstellte Website schmücken. Ausserdem wurden zwei dieser Fotos immer wieder in Presseberichten über die 50's-Five verwendet.
Show - oder was der Zusatz “The Rock ‘n‘ Roll Show-Band“ alles bedeutet
Auch showtechnisch wurden immer stärkere Akzente gesetzt - am Anfang allerdings nur durch die beiden Front-Männer Dr. Voice und The Fiddelfinger. Die immer professionelleren Choreographien wurden aber sehr bald zu einem tragenden Markenzeichen der Band. Trotzdem war sich die Band nicht immer einig, dass Show-Elemente zu 50's-Five gehören. Schliesslich gelang es den beiden mit der Zeit dann doch, die anderen Bandmitglieder davon zu überzeugen, dass gewisse Showelemente zu fünft einstudiert werden sollten, damit die Band als ganzes überzeugender wirken würde. Dies war gar nicht so einfach, wie es den Nicht-Front-Männern immer den Anschein gemacht hatte. Bei manchen Passagen war es schier zum verzweifeln: z. B. singen, spielen und sich gleichzeitig nach gewissen einstudierten Mustern zu bewegen, das wollte geübt sein! Ab Anfang 2004 begannen dann aber alle, allmählich ihren Anteil Show beizusteuern, in den allermeisten Fällen unter Anleitung oder nach eingehendem Coaching durch die beiden Front-Männer. Auch heute noch, sind die Nicht-Front-Männer stets gefordert, weitere Show-Teile einzuüben. Denn Dr. Voice und The Fiddelfinger setzen hier mit ihren sehr akrobatischen (Streifzüge über Tische und Bänke im Publikum sowie Sprünge aller Art auf der Bühne), künstlerischen (choreographierte Posen mit entsprechender Mimik und Gestik) Show-Teilen und nicht zuletzt auch mit teils spontanen und teils eingeübten Ansprachen, Songüberleitungen und Sprüchen die Messlatte nach wie vor fast unerreichbar hoch an.
Erste Demo-CD
Erste richtige Bandaufnahmen wurden am 17. Februar 2001 im Proberaum gemacht. Dazu platzierte sich Olaf Ryter mit dem Mischpult, dem Kopfhörer und dem Mikrophon im Nebenraum. In nur einem Nachmittag wurden 5 Songs eingespielt. Paddy Lee Dust hatte davor extra noch ein neues Solo für das Stück "Blue Suede Shoes" eingeübt, welches einen neuen prägnanten Basslauf im Boogie-Woogie-Stil hatte. Dies stiess The Fiddelfinger (Bassist in diesem Song) natürlich vor den Kopf, musste er doch in no time am gleichen Nachmittag eine neue dazu passende Basslinie finden und einüben, was er aber mit Bravour meisterte. Die Stücke wurden anschliessend auf eine Master-CD gebrannt. Dazu brauchte es noch ein anständiges Cover, das in der Band entworfen wurde und von Paddy Lee Dust umgesetzt wurde. Aus der 2. Foto-Session wurde das Cover-Foto ausgewählt.
Eine Website musste her
Um die Band fortan effizienter bewerben zu können und für die Fans sozusagen ein Home im Internet zu schaffen, entschied sich die Band Ende Jahr 2000 für das Aufsetzen einer Website. Nach ein paar Anlaufsschwierigkeiten schaltete Paddy Lee Dust am 1. Juli 2001 die Website live, nachdem er das grobe Konzept mit The Fiddelfinger in einem Freibad am Hallwilersee besprochen hatte und in Zusammenarbeit mit Luigi "Lilo" Delfini, einem damaligen Arbeitskollegen, die Seiten codiert hatte. Als Fotos wurden diejenigen aus der 2. Foto-Session mit Vater Bruno Fosco und Live-Aufnahmen aus dem Konzert am Kreisturnfest in Sarmenstorf vom 23. Juni 2000 verwendet. Seither ist Paddy Lee Dust für die stetige Aktualisierung der Website zuständig. Im wesentlichen beinhaltet dies die Aufschaltung/Anpassung von neuen Konzertterminen, Konzertfotos, Presseberichten, Flyers, des Konzertarchives und der Bandchronik sowie die Überwachung des Gästebuches und die Bewerbung der Website in den Suchmaschinen und Musikportalen.
Weiteres Band-Outfit
Zum 1. Auftritt an einem Openair (3. Schützi-Openair in Fahrwangen, 20. Juli 2002) beschaffte B.B. Fosco die orange-farbenen Bandschuhe. Die Anzahl war in gewissen Schuhgrössen jedoch derart beschränkt, dass die Front-Männer Dr. Voice und The Fiddelfinger sich bei einem anderen Schuhmodell bedienen mussten.
Gegen Ende 2002 strickte die Mutter von Dr. Voice's damaliger Lebenspartnerin, Sabine Witschi, die 50's-Five-Winterkappen, welche an besonders kalten Tagen zum Einsatz kommen.
Pünktlich auf den Auftritt in Heimisbach (BE) am 3. Mai 2003 war B.B. Fosco bereit mit dem grossformatigen Band-Transparent, hergestellt aus einer grünen Plache. Wo immer möglich wird seither dieses Transparent an den Auftritten eingesetzt, dies zur einfacheren Wiedererkennung der Band und zur Bewerbung der Website.
Erste ausführliche Band-Broschüre
Im Sommer/Herbst 2003 startete The Fiddelfinger mit seinem Projekt "Band-Broschüre I" voll durch. Zusammen mit Alois "Lu" Balmer, einem guten Freund von ihm, konzipierte er die neue Broschüre. Bald lagen erste konkrete Vorschläge vor. Die Band machte es sich aber gar nicht leicht, sich zu einem Entscheid durchzuringen. Dadurch hatten The Fiddelfinger und Lu alle Hände voll zu tun mit Änderungen, was bald einmal in sehr viel Arbeit mündete. Kurz vor Schluss ging es nur noch um ein Foto, das noch eine Weile strittig blieb. Doch Ende gut, alles gut: Die Band war schliesslich hoch zufrieden mit der Broschüre. Das war wirklich erstklassige Arbeit von Lu, der das ganze umsetzte und The Fiddelfinger, der das Projekt trotz einiger Hindernisse, bis zum Ende durchzog. Als Fotos dienten erstmals nicht mehr diejenigen aus den beiden Foto-Sessions, sondern Live-Aufnahmen vom Auftritt am Baregg3Fest vom 18. Mai 2003. Auch auf der Band-Website wurden nun die Sarmenstorfer Fotos durch die Baregg3Fest-Fotos ersetzt.
Zweiter Musiker-Wechsel
B.B. Fosco war es schon seit längerem nicht mehr so wohl in der Band, hatte er doch auch andere Hobbys, für die er mehr Zeit einsetzen wollte. Trotzdem war es ein Schock für die Band, als B.B. Fosco Ende Jahr 2003 seinen Austritt per Ende Juni 2004 bekannt gab. Mit ihm verlor die Band nicht nur ihren Techniker (er kümmerte sich bei der Konzert-Aufstellung jeweils um das PA, während den Proben um die Einstellungen der Gitarren-Effekt-Geräten, um Band-Aufnahmen, beschriftete das Bandmaterial, unterstützte vor allem die Gitarristen bei der Beschaffung von Equipment und organisierte die Beschaffung des bandeigenen PA's), sondern auch sein rhythmisches Gewissen (er sorgte für die stetige Verbesserung des sogenannten Timings, also der rhythmischen Präzision), sein stilistisches Vorbild (seine auf dem klassischen Blues-Schema basierenden Riffs und Soli inspirierten vor allem The Fiddelfinger zur Erweiterung seines Stiles) und sogar auch Band-Schneider - war er es doch, der den Overalls mit der Erweiterung um einen orangen Kragen und Spickel zu neuem Glanz verhalf.
Zum Glück fand Dr. Voice schon frühzeitig einen Weg, wenigstens das bestehende Band-Know-how zu festigen, indem er Listen für die Aufstellung des PA's, des Monitorings und des Bass-Equipments anfertigte. Zudem war er es auch, der für die nun nötig gewordene neue Aufgabenverteilung die nötigen Schritte einleitete. Denn auch Prof. Beatman wollte schon seit einiger Zeit seine Aufgaben rund um die Akquisition von Konzerten abgegeben und dafür andere übernehmen. Als dann für den Juli 2004 schon wieder 3 Auftritte angesagt waren, erklärte sich B.B. Fosco glücklicherweise bereit, diese noch mit der Band zu bestreiten. Dadurch hatte die Band ein wenig mehr Zeit, bis zum nächstfolgenden Auftritt vom 11. September 2004 einen gleichwertigen Nachfolger zu rekrutieren. Mit dem Weggang von B.B. Fosco übernahm The Fiddelfinger vermehrt die musikalische Leitung. In der Zwischenzeit hatte Daniel Dössegger alias "D.D. Young", der als Gründungsmitglied schon bei "Fosco-Five" mit von der Partie war, verschiedentlich Interesse an einem Wiedereinstieg in die Band angemeldet. Allen war sofort klar, das dies eine echte Option war. Obwohl sich die Band sound- wie auch showtechnisch inzwischen stark verbessert hatte, war D.D. Young nach intensiver Einarbeitung (mit B.B. Fosco und Dr. Voice) und Beschaffung von zusätzlichem Gitarren-Equipment (durch Dr. Voice) zum Erstaunen aller für seinen ersten Einsatz im 50's-Five-Overall am Fest der Kulturkommission Birr (11.9.2004) bereits startklar. Die Rückkehr zur Original-Besetzung war damit perfekt.
Ergänzung und Auffrischung von Werbe- und Fotomaterial
Zum Auftritt am Brötliexamen in Lupfig (1. Mai 2004) wurden die grünen 50's-Five-Ballone auf Initiative und nach Beschaffung von Dr. Voice das erste Mal eingesetzt. Die Ballone haben sich mittlerweile bewährt, denn die Dinger sind recht beliebt und tragen so mit wenig Aufwand sehr viel zur Bekanntmachung der Band bei.
Am 26. August 2004 lancierte Dr. Voice die 3. Foto-Session in Aarau, damit die Band nach dem Musiker-Wechsel aktuelle Bandfotos schiessen lassen konnte. Unter der künstlerischen Leitung von The Fiddelfinger wurde dieses Shooting zum vollen Erfolg. Die vorzügliche Qualität dieser Bilder sprechen eine klare Sprache! Das raffinierte Konzept des heutigen Titelfotos stammt aus The Fiddelfinger's Feder. Um die professionelle Umsetzung kümmert sich ein Bekannter von ihm.
Zudem wurde wieder eine neue Band-Broschüre notwendig. Auch dieses Mal stellte sich The Fiddelfinger zur Verfügung, zusammen mit Lu das Layout zu konzipieren und umzusetzen. Die Band wollte bei dieser Wiederauflage keine Zeit mehr verschwenden und liess The Fiddelfinger ohne Zensuren gewähren. Als Fotos wurden hier die Aufnahmen des Aarauer Foto-Studios vom 26. August 2004 verwendet. Die Broschüre ist dadurch nochmals professioneller geworden. Wiederum wurden die Bandfotos auf der Website ausgetauscht. Gleichzeitig wurde die Startseite völlig neu gestaltet unter Einbindung des neuen offziellen Bandfotos aus der Foto-Session in Aarau.
Dritter Musiker-Wechsel
Eine weitere Hiobsbotschaft musste die Band von Prof. Beatman hinnehmen, als er anfangs März 2005 seinen Austritt per Ende Februar 2006 ankündigte, womit auch klar wurde, dass der Proberaum im Schulhaus Rebenägertli in Spreitenbach bald nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Auch Prof. Beatman war für die Band ein herber Verlust, war er doch zusammen mit Paddy Lee Dust der Mann der ersten Stunde und hatte er sich doch um die Beschaffung des Proberaums, die Verwaltung des Bandequipments (Beschaffung des Mischpultes, Organisation des gesamten Kabelmaterials inkl. Batterien, Logistik der Flyer und Demo-CD's, Aufnahme des Inventars), die Führung der Administration (Ausstellung von Verträgen, Aktualisieren der Playlists), die Beschaffung des Ur-Overalls und nicht zuletzt um die Akquisition von Konzerten (Behandlung von Anfragen und Verhandlung mit Veranstaltern) besonders verdient gemacht. Nach unerwartet kurzer Suche nach einem ebenbürtigen Schlagzeuger, konnte mit Silvio alias "Daddy B. Cool" Gehri ein ausgezeichneter Nachfolger verpflichtet werden. Ein Vorspiel von 2 Stücken im Proberaum reichte, um allen klar zu machen: Das war der richtige! Mit seinem Rucksack voll von Blues, Swing und Jazz bis hin zu Gospel, Soul und Funk ist er das neue rhythmische Gewissen der Band.
Erste DVD-Dokumente
Nach dem Auftritt am Altstadtfest in Luzern (25. Juni 2005) überraschte Daddy B. Cool mit der Produktion der ersten Band-DVD. Weitere DVD's folgten sogleich (Wettiger Fäscht: 1. Juli 2005, Sarmenstorf: 26. November 2005 und Bettwil: 30. Dezember 2005).
Gründung des Vereins 50's-Five
Ein Teil der Gage aus dem Auftritt am Fest 30 Jahre Gössi Carreisen in Horw (LU) vom 2. April 2005 bestand aus einer Carreise für ein Wochenende nach München inkl. Hotelunterkunft (16./17. Juli 2005). Als Zeichen des Dankes und zum Abschied lud die Band auch den austretenden Prof. Beatman zur ersten offiziellen Bandreise ein. Nach intensiver Architekturkunde in und vor den Gebäuden Münchens und natürlich dem Besuch des Hofbräuhauses genehmigten sich alle ein Abendessen mit vorzüglicher Bedienung nach typisch bayrischer Art. Jetzt war genug Zeit da, über dieses und jenes zu diskutieren und den bereits länger gehegten Wunsch, einen Verein zu gründen, in die Tat umzusetzen. An der konstitutiven Generalversammlung des Vereins "50's-Five", unter kundiger Führung des Tagespräsidenten, Daniel Dössegger, und unter Abwesenheit des neuen Bandmitglieds, Silvio Gehri, wurden die Statuten genehmigt und gleich auch die Ämter vergeben:
Martin Leibundgut (Präsident)
Stefan Leibundgut (Vize-Präsident)
Silvio Gehri (Aktuar)
Daniel Dössegger (Kassier)
Patrick Staub (Revisor)
Für das neue Bandmitglied, Silvio Gehri, wurde alsdann fieberhaft nach einem passenden Pseudonym gesucht. Nach Vorschlägen wie "Beat-Engineer", "Daddy Drum" oder "Mr. Beat" tauchte "Daddy B. Cool" auf, der als einziger mehrheitsfähig war und nach mehreren Wahlgängen angenommen wurde.
Neuer Proberaum
Mühe bereitete nun noch das Finden eines geeigneten Proberaums. Doch auch da war die Band letztlich erfolgreich - Zügeltermin ist Mitte Januar 2006. An zwei Mittwochen wird eingerichtet und anschliessend ab Februar 2006 in einem Keller der Firma TFB in Wildegg (AG) bei Lenzburg geprobt. Durch die anfallende Miete entstehen der Band erstmals fixe Kosten, diese werden jedoch durch eine bessere Zugänglichkeit und eine grössere Grundfläche gerechtfertigt. Notfalls werden einfach die Gagen dementsprechend angepasst! Genauere Hinweise, wie 50's-Five mit diesem Problem umging, sind im ersten Band-Comic zu sehen. Autorin und Illustratorin ist Barbara Connell, die Ehefrau von Daddy B. Cool.