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Am Dienstag stellte Russland Berichten zufolge seine Weizenexporte ein, mit Ausnahme der Exporte nach Ägypten, Armenien und in die Türkei, schreibt das Onlineportal agriculture.com. Die Einschränkung wurde noch nicht vom Landwirtschaftsministerium bestätigt. Laut Experten sei eine Exportbeschränkung für russischen Weizen jedoch unvermeidbar, schreibt agriculture.com.
Tiefe Rohölpreise haben die ohnehin schleppende russische Wirtschaft in eine Rezession geführt, denn 50 Prozent der Staatseinkommen stammen vom Rohölsektor. Als Folge hat der Rubel im vergangenen Jahr bis zu 50 Prozent an Wert verloren. Die Nationalbank versucht den Zerfall der Währung durch einen erhöhten Leitzins aufzuhalten, dies führt jedoch zu höheren Kreditzinsen, was sich wiederum auf die Bauern auswirkt. Voraussichtlich dürften die Landwirte im Frühling Schwierigkeiten haben, Kredite für Saatgut, Dünger, Pestizide usw. zu erhalten. Dies könnte sich auch auf das Produktionsvolumen auswirken.
Insbesondere russische Bauern würden langfristig unter den limitierten Absatzmöglichen und der bereits rückläufigen Wirtschaft leiden. In Anbetracht der Importsperre für Produkte aus der EU und USA könnte dies für die lokale Produktion und die Bevölkerung längerfristig Folgen haben.