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Am 5. Januar 2012 gab Blocher in der Sendung Talk Täglich von Tele Zürich ein Interview . Dabei informierte er Bundesrätin Calmy-Rey über Hinweise, die darauf hindeuten, dass leitende SNB-Angestellte private Devisengeschäfte tätigen würden. Er handelte damit völlig korrekt, denn der Bundesrat ist das Aufsichtsorgan der Nationalbank.
Konkret soll er am 5.12.2011 an 1. Sessionstag nach der Vereidigung Michelin Calmy-Rey gesagt haben, dass er sei zur Überzeugung gelangt sei, dass leitende Angestellte der Nationalbank, insbesondere Herr Hildebrand, Währungsgeschäfte machen würden.
Er sagte weiter, er sei im November von verschiedenen Seiten auf diese Währungsgeschäfte aufmerksam gemacht worden. Am 13.12.2011 sei er dann von verschiedenen Anwälten darüber orientiert worden, dass es klare Hinweise darauf gebe, dass Herr Hildebrand Währungsgeschäfte mache. Diese Anwälte sagten weiter, dass ihre Klienten dies an die Presse zu bringen gedenken. Darauf habe er den Anwälten gesagt, dass sie Mit der Presse bis Ende Jahr warten sollen, da er die Sache zuerst an den Bundesrat herantragen wolle, damit dieser handeln könne.
Am 13.12.2011 gab es eine zweite Besprechung mit Micheline Calmy-Rey und Mitarbeitern von ihr. Am 15.12.2011 soll es dann noch eine dritte Besprechung geben haben.
Auf die Frage von Markus Gilli ob er Unterlagen gesehen hätte, sagte Blocher, dass er keine Auskunft darüber gebe. Nach weiterem Nachfragen von Gilli sagte er, dass er keine Unterlagen von einer Bank oder Bankkonto von Hildebrand hätte.
Am 6.1.2012 erschien in den Massenmedien dann ein Artikel, indem Bundesratssprecher André Simonazzi Christoph Blocher widersprach und behauptete, dass Blocher MCR ein Dokument gezeigt habe, welches Angaben zu Transaktionen von SNB-Präsident Philipp Hildebrand enthalten habe. Daraus schlussfolgerten die Journalisten, dass Blocher im Interview mit Markus Gilli das Gegenteil behauptet hätte und somit gelogen habe.
Hier wird ersichtlich wie ungenau die Medienschaffenden arbeiten. Denn es besteht ein Unterschied zwischen Bankdokumenten und Unterlagen von einer Bank und einem Foto, welches mit einem Iphone von einem Monitor gemacht wurde, auf dem Transaktionen zu sehen sind. Ein Foto eines iPones ist kein Bankdokument! Somit hat Blocher ganz klar nicht gelogen. Das ist wesentlich. Ein Foto ist nämlich kein Orginaldokument und könnte gefaked sein. Deshalb sprach Blocher ja stets auch nur von Hinweisen.
Für mich deutet Vieles darauf hin, dass die Printmedien Pressemitteilungen und Kommentare des PR-Büros der Nationalbank unkritisch und willig entgegennahmen und praktisch 1:1 abdruckten. Die Journalisten der Printmedien sind damit Handlanger der PR-Abteilungen der Nationalbank und des Bundesrates geworden. Meiner Meinung nach ist der Vorwurf der Lüge ein gesteuerter Vorwurf gewesen, der bewusst von einem PR-Strategen oder einem Kommunikationsberater in Umlauf gebracht wurde. Es ist ein PR-Trick. Man versucht diejenigen, die Missstände aufzeigen, als unglaubwürdig darzustellen indem man sie der Lüge bezichtigt.
Denn halten wird doch einmal fest: Wichtig ist, dass Notenbanker keine privaten Währungsgeschäfte tätigen sollen. Dies, da sie die Wechselkurse von Währungen beeinflussen können. Unwesentlich ist, wer welche Dokumente wann hatte und diese and wenn weitergeben hat bzw. wer was wann wem gesagt hat. Das ist ein Nebenkriegsschauplatz, der vom Hauptgeschehen ablenken soll. Das Ablenkungsmanöver ist teilweise gelungen, da schätzungsweise 75% der Schweizerbevölkerung ohnehin kaum kapiert haben um was es geht.