Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03189.jsonl.gz/2982

Im Sport gibt es immer Verlierer und Gewinner, es werden in jedem Spiel Geschichten geschrieben. Deswegen eignet sich der Sport auch perfekt für boulevardesken Journalismus.
Dass die Berichterstattung über Sport aber nicht immer tendenziös und emotionalisierend stattfinden muss, zeigt dieser Bericht. Danke TagesWoche.
"Die BVB-Krise bot und böte zahllose Gelegenheiten, eine deutlich reisserischere Berichterstattung zu fahren".
Ist Ziel der Aussage die Kritik zur reisserischen Aufmachung dieses Artikels zu relativieren?
Man muss schon grosszügig über den Kommentar der Redaktion hinweglesen, um nicht zu erkennen, dass hier ein Nerv getroffen wurde.
Ich habe den Herr Somm als Schlitzohr und Taktiker kennengelernt, stets darauf bedacht, eine weisse Weste zu bewahren. Dass er nun eine Figur mit solchem Hintergrund und mangelndem Fingerspitzengefühl ins Feld schickt, hätte ich ihm nicht zugetraut.
Überdies kann man dem Autor des Artikels zwar nicht vorwerfen, er würde Zanetti bloßstellen oder angreifen, da er ja hauptsächlich zitiert und nicht wertet. Trotzdem gibt der Artikel nicht wirklich ein differenziertes Bild ab über den Herrn, den ich vor diesem Artikel noch nicht gekannt hatte.
Wenn das Ziel des Artikels war, dass ich Zanetti nun für einen absolut unfähiges Arschloch halte, dann ist das Ziel erreicht. Das hätte man aber auch in einem Satz schreiben können, um dann versuchen aufzuzeigen, wieso er unter welchen Umständen sich wie ein Arschloch verhält, und vor allem welche Auswirkungen dies auf die Leserschaft (der Tageswoche, der BAZ) haben kann.
Aber vielleicht müssen manche Dinge halt einfach mal gesagt werden.