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Die richtige Gliederung für Einsteiger
Unter dem für die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit wichtigen Begriff „Gliederung“ werden zwei unterschiedliche Sachverhalte verstanden. Zum einen ist die Gliederung die Strukturierung einer Arbeit in unterschiedliche, im Sachzusammenhang zueinanderstehende Abschnitte. Zum anderen wird der Begriff „Gliederung“ auch als Bezeichnung für das Inhaltsverzeichnis der Arbeit verwendet. Das Inhaltsverzeichnis ist die Auflistung der einzelnen Abschnitte („Gliederungspunkte“).
Der Aufbau der Arbeit
Eine wissenschaftliche Textarbeit kann in zwei grosse Bereiche unterteilt werden: der eigentlichen Darstellung, bei der der Text durch Abbildungen, Tabellen, usw. ergänzt sein kann, und den sonstigen vor und nach dem Darstellungstext verorteten Abschnitten. Zu diesen sonstigen Teilgebieten vor der Darstellung gehören zwingend das Titelblatt und das Inhaltsverzeichnis. Nach der Darstellung muss das Verzeichnis der im Text verwendeten Quellen stehen. Dieses Verzeichnis steht im engen Verhältnis zu den im Darstellungstext angegebenen Quellenangaben, die je nach gewählter Zitierweise als optisch abgesetzte Fuss- beziehungsweise Endnoten („Deutsche Zitierweise“) oder in Klammern im Fliesstext integrierte Hinweise („Amerikanische Zitierweise“) erscheinen. Je nach verwendeten Quellen kann sich das Quellenverzeichnis auf ein Verzeichnis der benutzten Literatur beschränken („Literaturverzeichnis“). Eventuell erforderliche Angaben weiterer Quellen-Arten können sich auf die Angabe vom Autor für die Arbeit eigens erzielter Forschungsergebnisse (z. B. Transkription von Interviews, filmische Dokumentationen) beziehen. Weitere Gliederungsabschnitte nach oder vor der Darstellung können sein: Grusswort, Abbildungs-, Abkürzungs- und Tabellenverzeichnisse, Anhänge wie Texte von verwendeter Primärliteratur, Glossar verwendeter Begriffe.
Die Nummerierung
Der Darstellungstext gliedert sich in die etwa 10 % des Gesamttextumfangs einnehmende Einleitung (u. a. Vorstellung von Thema, Fragestellung und gewählter Methodik, Literaturreview), Hauptteil (Darstellung des Sachverhalts und Analyse mit mehr als 50 % des Textes) und Schluss (Fazit mit Bewertung und Ausblick). Diese drei Teile werden in Abschnitte aufgeteilt, die meist wiederum in Unterabschnitte (mindestens zwei) gegliedert sind. Dabei ist zu beachten, dass der Übersichtlichkeit zuliebe nicht mehr als vier Abschnittsebenen vorkommen. Den einzelnen Abschnitten zugeordnet sind entsprechende Überschriften. Die Abschnitte sind üblicherweise nach dem Dezimalsystem unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ebenen mit arabischen Ziffern durchnummeriert (z. B. 1. Einleitung, 1.1. Thema, 1.2. Ziel,.. 2. Hauptteil, 2.1. Historische Einordnung, 2.1.1. Altertum, 2.1.2. Mittelalter, 2.1.3. Neuzeit, <ip-pii>. Frühneuzeit, <ip-pii>. Neuere Geschichte, <ip-pii>. Zeitgeschichte,…, 3. Schluss,…). Die früher bevorzugte Kombination aus Buchstaben und arabischen Ziffern („Alphanummerisches System“) bei der Nummerierung der Gliederungspunkte ist heute kaum noch üblich.
Die dem Darstellungstext vorangestellte Gliederung im Sinne eines Inhaltsverzeichnisses dient der Orientierung der Textnutzer. Hier werden die einzelnen bezifferten Gliederungspunkte mit den Hinweisen auf die Seiten, auf denen die jeweiligen Abschnitte beginnen, kombiniert und aufgelistet.