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Studienauftrag Verbindung Dreispitz – Brüglingen
Auf der Stadtseite, entlang der Schwertrainstrasse, wird durch die Erweiterung der bestehenden Baumallee bis zur neuen Tramhaltestelle und von da über einen Fussgängerstreifen zum gegenüberliegenden Brückenauftakt hingeführt. Die Brücke beginnt mit einer geknickten Rampe, deren Form sich vollumfänglich in die bestehende Brachfläche entlang der Tramgeleise einfügt. Somit integriert sich die Brücke städtebaulich wie selbstverständlich und schmiegt sich parallel an die gradlinigen, dynamisch verlaufenden Verkehrsstränge an. Auf die vollständige Überbrückung der Schwertrainstrasse durch die Ausbildung einer Lift/Treppenanlage oder einer langen Rampe auf der Seite des Kunstfreilagers wird bewusst aus betrieblichen Gründen und aufgrund der engen Platzverhältnissen zwischen der neuen Tramhaltestelle und dem Kunstfreilagerplatz verzichtet. Somit wird der für die Anlieferung und von Studierenden und Arbeitenden stark genutzte Platz vor der HGK entlastet und gewinnt durch seine Erweiterung bis zur Schwertrainstrasse hin an Raum. Die bestehende Brachfläche, von wo aus sich die topografische Landschaftsbrücke erhebt, wird als Schotterfläche mit begehbaren Bereichen aus feinerem Kies ausgestaltet. Sie bietet Platz für eine spontane Ruderalvegetation und für temporäre Nutzungen (Kioskbaracke, Liegestühle).
Die 249m lange Landschaftsbrücke bildet einen Teil des Merian Parks und ergänzt dessen topografisches Wegnetzsystem. Der Spaziergang und das Erleben fangen bereits bei der Überquerung der Brücke an und vermeiden kurzzeitige Überflutungen des Parks. Im Merian Park bleibt das Wegenetz grösstenteils in seiner heutigen Struktur bestehen. Der Hauptwegstrang auf der Böschungskrone erscheint bis zum Haupteingang hin in einer Breite von 2.20m sowie einem einheitlichen Mergelbelag. Die Brückenlandung wurde mit Sorgfalt so positioniert, dass sie sowohl in den bestehenden als auch in den ursprünglichen Hauptwegstrang harmonisch hinein führt. Letzterer wird als Rasenweg, welcher sich zwischen dem verbleibenden Baumbestand der ursprünglichen Kastanien und Linden Allee erstreckt, physisch in Erinnerung gerufen.
Bestes Projekt im Studienauftrag