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Selbstlernende autonome Maschinen werden vermehrt eingesetzt in der Industrie (automatisierte Produktion, Lagersysteme etc.) und im Gesundheitswesen (Operationsroboter, Assistenz- und Serviceroboter). Es ist auch damit zu rechnen, dass Roboter vermehrt Einzug in den Privathaushalt halten (z.B. Spielzeuge für Kinder). Ein fehlerhafter Roboter kann zu Personen- und Sachschäden führen.
Derartige Schäden sind grundsätzlich Gegenstand der Produkthaftpflichtgesetzgebung und von allgemeinen Haftpflichtnormen. Wer muss schlussendlich für den Fehler einstehen? Ist es der Importeur, der Endhersteller des Roboters, der Softwarehersteller oder der Programmierer der fehlerhaften Software? Soll der Roboter eine eigene Rechtspersönlichkeit erhalten? Diese Fragen werden intensiv im Europäischen Parlament und in der Europäischen Kommission diskutiert. Die Betriebshaftpflicht- und Produkthaftpflicht-Versicherer beobachten diesen Entwicklungsschritt sorgfältig und beurteilen Chancen und Risiken.
Definition «Emerging Risks»:
Neue Technologien und die Entwicklung der modernen Gesellschaft bieten neue Chancen, aber auch neue Gefahren. Solche neuartigen zukunftsbezogenen Risiken, die sich dynamisch entwickeln und eben nur bedingt erkennbar und bewertbar sind werden als «Emerging Risks» bezeichnet. Der Begriff «Emerging Risks» ist nicht einheitlich definiert. In der Versicherungsbranche werden damit üblicherweise Risiken bezeichnet, welche sich als mögliche zukünftigen Gefahr mit grossem Schadenpotenzial manifestieren.