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Gehirnerschütterung - das musst du wissen
Der Begriff der Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) kennen alle, es ist jedoch ein veralteter Begriff. Heutzutage entspricht dem Bild einer Gehirnerschütterung das leichte Schädel-Hirn-Trauma (SHT) beziehungsweise ein Schädel-Hirn-Trauma mit mildem Verlauf. Ein Schädel-Hirn-Trauma ist eine häufige Verletzung bei Unfällen und Stürzen.
Was ist eigentlich eine Gehirnerschütterung?
Als Gehirnerschütterung wird eine Schädigung des Gehirns durch Verletzung mit einem stumpfen Gegenstand bezeichnet. Dies kann sowohl ein Schlag mit einem Gegenstand als auch ein Aufschlag nach einem Sturz oder ein Zusammenstoss (z.B. mit einem anderen Kopf) sein. Infolge dieses Ereignisses besteht eine Einschränkung der Gehirnfunktionen, wobei allerdings kein organischer Schaden (zum Beispiel Blutung im Gehirn) besteht. Üblicherweise sind die Symptome einer Gehirnerschütterung vorübergehend und verschwinden von selbst wieder.
Welche Anzeichen für eine Gehirnerschütterung gibt es?
Je nach dem kann eine sofort einsetzende Bewusstlosigkeit für ein paar Sekunden oder sogar länger (bis zu 10 Minuten) auftreten. Darüber hinaus können eine anterograde Amnesie der nächsten acht Stunden (vergessen aller Dinge, die in den folgenden acht Stunden passieren) oder eine retrograde Amnesie der letzten 15 Minuten (vergessen dessen, was vor bis zu einer Viertelstunde passiert ist) auftreten.
Üblicherweise besteht eine vorübergehende Benommenheit mit langsamen Bewegungen und verlangsamter Sprache. Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm können bei einer Gehirnerschütterung vorkommen. Ebenso gehören Kopfschmerzen zu den typischen Beschwerden. All diese genannten Symptome können auch später, bis zu zwölf Stunden nach einem Sturz, Aufprall, oder Schlag, auftreten.
Im Gegensatz zu schwereren Schädel-Hirn-Verletzungen zeigen sich aber bei einer Gehirnerschütterung keine krankhaften neurologischen Befunde. Die begleitenden Symptome der Gehirnerschütterung können noch einige Tage bis Wochen anhalten, wobei dies von der Schwere des Unfalls abhängig sind.
Was tun nach einem Sturz oder Schlag auf den Kopf?
• Verständige einen (Not-)Arzt.
• Lagere bei Ansprechbaren den Oberkörper etwas höher.
• Bringe Bewusstlose sanft in die stabile Seitenlage.
Ein Sturz vom Hochbett oder ein Fahrradunfall ohne Helm: Wenn ein Kind auf den Kopf fällt, ist der Schreck für die Eltern gross. Ein klarer Fall für die Klinik ist, wenn ein Kind nach einem Sturz auf den Kopf nicht bei Bewusstsein ist. Dann muss es zur Überwachung ins Spital.
Nach dem Unfall muss das Kind die ersten 12 Stunden ständig unter Kontrolle sein und die nächsten 2 Tage beobachtet werden. Bei Verwirrung, einer Zunahme der Kopfschmerzen und bei Erbrechen oder Apathie muss es sofort zu einem Arzt, damit es gründlich untersucht werden kann.
Hast du den Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, so solltest du immer den Arzt aufsuchen. Nur so kannst du sicher gehen, dass keine Gehirnprellung oder -blutung oder kein Schleudertrauma vorliegt. Wenn eine Bewusstlosigkeit länger als 10 Minuten und die Verwirrtheit länger als eine Stunde dauerte, so handelt es sich wahrscheinlich um eine schwerere Verletzung. Dann muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden, um einen Schädelbruch auszuschliessen.
Wann muss ein Arzt aufgesucht werden?
Eine Gehirnerschütterung heilt normalerweise bei Bettruhe, das heisst kein Fernsehen, kein Lesen, keine Reizüberflutung, innerhalb weniger Tage folgenlos aus. Eine Gehirnerschütterung zeigt einen milden und harmlosen Verlauf. Es sind keine körperlichen Veränderungen oder dauerhaften Ausfallerscheinungen (Lähmung, Sehstörungen, Sprachstörungen) zu erwarten. Spätfolgen treten nicht auf. Es ist jedoch wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn das Schädel-Hirn-Trauma die Symptome einer Gehirnerschütterung überschreitet! Beispielsweise sollte umgehend ein Notarzt alarmiert werden bei längerer Störung des Bewusstseins, Störung von Herz-Funktion und Kreislauf sowie bei Atemproblemen. Auch bei Erbrechen, insbesondere bei nüchternem Magen, muss ein erhöhter Hirndruck ausgeschlossen werden. Ausserdem sollten grössere, gegebenenfalls stark blutende Wunden ärztlich versorgt werden.
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