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Beki Probst hat am Samstag, 26. Januar, den «Prix d’honneur» der 48. Solothurner Filmtage entgegen genommen. Der Preis ehrt eine Person, die sich hinter den Kulissen für den Schweizer Film einsetzt und ist von den Gemeinden im Wasseramt mit 10’000 Franken dotiert. Beki Probst ist langjährige Programmchefin der Quinnie Kinos in Bern und Leiterin des Filmmarktes der Berlinale.
Beki Probst wurde in Istanbul geboren. Nach dem Jura- und Journalismusstudium arbeitete sie für die türkische Tageszeitung «Tercuman» und die Wochenzeitung «Hayat». 1960 zog Beki Probst in die Schweiz, organisierte verschiedene künstlerische Projekte und wurde Betreiberin der Probst-Kinobetriebe, heute Quinnie Cinemas.
Ihr Engagement für Film und Kino wurde bald international. Von 1981 bis 1988 war Beki Probst Delegierte der Berlinale für die Länder Türkei und Griechenland. 1985 initiierte sie die Tradeshow des Festival del Film Locarno, wo sie später auch Mitglied der Auswahlkommission war. 1988 übernahm sie die Leitung des European Film Market der Berlinale. Unter ihrer Leitung etablierte sich der European Film Market als eine der grössten und wichtigsten internationalen Filmmessen. Beki Probst war von 1988 bis 1996 ausserdem künstlerische Leiterin des Genfer Festivals «Stars de Demain». Sie gehörte mehrfach den Jurys internationaler Filmfestivals an, darunter Toronto, Jerusalem, Locarno und San Sebastian. 1992 wurde Beki Probst mit dem französischen Staatsorden «Chevalier des Arts et des Lettres» ausgezeichnet und 1999 mit dem Berner Filmpreis.
Dieter Kosslick, Festivaldirektor der Berlinale, liess denn auch aus Berlin ausrichten: «Ehre wem Ehre gebührt». (pd)