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Nach einem Rekordjahr will der europäische Flugzeughersteller Airbus im laufenden Jahr 4000 neue Mitarbeiter einstellen. Zudem stellt der Flugzeugbauer eine noch grössere Version des Superjumbos A380
Der Flugzeugbauer Airbus weckt Hoffnungen auf einen noch grösseren Passagierflieger als die doppelstöckige A380. «Ich denke, dass die Langversion der A380 Ende des Jahrzehnts im Dienst ist», sagte der Verkaufschef der EADS-Tochter, John Leahy, am Dienstag in Hamburg. Viele Kunden, die A380 bereits in Betrieb hätten, fragten nach der Stretch-Version. «Noch ist aber nichts entschieden», betonte der Manager. Die Langversion würde 100 bis 150 Passagieren zusätzlich Platz bieten. Gerade auf überlasteten Flughäfen sei die Maschine erwünscht: So liessen sich bei der gleichen Zahl Flugbewegungen mehr Passagiere befördern.
Die EADS-Tochter Airbus hatte die A380 im Jahr 2007 erstmals ausgeliefert. Weil die Produktion noch nicht völlig rund läuft, musste Airbus bei den bisher ausgelieferten Maschinen Geld drauflegen. Airbus erwartet weiterhin, mit der Maschine spätestens im Jahr 2015 operativ schwarze Zahlen zu schreiben. Die milliardenschweren Entwicklungskosten hat das Unternehmen dann allerdings noch lange nicht hereingeholt.
Aussichten verschlechtern sich
Derweil zeigt sich der Flugzeugbauer über den Geschäftsgang erfreut. So erhielt Airbus 1419 Bestellungen. Das ist der höchste Auftragseingang der Unternehmensgeschichte. Mit 534 Maschinen wurden darüber hinaus so viele Flugzeuge wie noch nie ausgeliefert. Insgesamt stehen 4437 Flugzeuge in den Auftragsbüchern im Wert von 588 Milliarden Dollar.
Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben einen Weltmarktanteil von 64 Prozent nach Bestellungen und 54 Prozent nach Umsatz. Verkaufsrenner des Vorjahres war der mit sparsameren Triebwerken ausgerüstete A320neo, den Leahy «das sich am schnellsten verkaufende Flugzeugprojekt der Luftfahrtgeschichte» nannte. 2011 gingen alleine für dieses Modell 1226 Festbestellungen ein.
Leahy betonte aber, dass nach diesem Airbus-Rekord im laufenden Jahr mit weniger Aufträgen zu rechnen sei. Sie würden deutlich unter dem Rekordwert des Vorjahres liegen und mindestens der Zahl der Auslieferungen entsprechen, die Airbus auf 570 veranschlagt. Konkret geht Leahy von 600 bis 650 Aufträgen aus und schätzt den Airbus-Marktanteil für 2012 auf um die 50 Prozent. Nach den 4500 Neueinstellungen 2011 kommt Airbus auf weltweit 55'000 Mitarbeiter.
(laf/muv/awp)