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Du hast nun bereits einige Informationen über assistive Technologien und ihre Anwendungen gelernt. Die folgenden Beispiele zeigen assistive Technologien und ihre Nutzer:innen in der direkten Anwendung.
Hinweis: In einzelnen Videos wird nicht gesprochen, diese haben deshalb auch keine Untertitel.
Augensteuerung (ersetzt den Mauszeiger)
Bei der Augensteuerung nimmt eine Infrarotkamera wahr, wohin eine Person auf dem Bildschirm schaut. Schaut sie längere Zeit auf einen bestimmten Bereich (z. B. einen Button), wird dieser ausgelöst (entsprechend einem Mausklick). Im Video zeigt Liam die Bedienung seines Computers mithilfe von Augensteuerung.
Mundmaus
Robert kann nur seinen Kopf bewegen und spielt gerne Computerspiele. Wie er sich im Spiel bewegt und den Computer nutzt, zeigt er im Video.
Kopfsteuerung
Eine Alternative zu den oberen Beispielen sind Kopfsteuerungssysteme. Diese können z. B. für Menschen interessant sein, die eine hohe Querschnittlähmung haben. Sie können den Kopf bewusst bewegen, nicht aber die Hände und Arme. In neueren Versionen des Mac und auch in neuen iPad Pro ist diese Technik integriert.
Falls eine bewusste Bewegung des Kopfes und auch die Steuerung über die Augen (z. B. aufgrund eines Tremors in den Augen oder bestimmter Brillenschliffe) nicht möglich sind, gibt es eine weitere Alternative: sogenannte Scanning-Systeme. Hier müssen die Anwender nur eine einzige bewusste Bewegung ausführen können.
Bei einer Bildschirmtastatur wird beispielweise ein Buchstabe nach dem anderen hervorgehoben. Ist der gewünschte Buchstabe erreicht, löst die Person über einen grossen Buzzer oder ein anderes technisches Hilfsmittel den Befehl «den möchte ich» aus. So buchstabiert die Person nach und nach das, was sie schreiben möchte. Eine Wortvorhersage, die anhand der getätigten Eingaben Vorschläge macht, sorgt dafür, dass nicht jedes einzelne Wort komplett Buchstabe für Buchstabe geschrieben werden muss.
Stephen Hawking, der weltberühmte und motorisch stark beeinträchtigte Physiker, hat beispielsweise seinen Computer mit einem Scanning-System angesteuert. Er konnte in weit fortgeschrittenen Phasen seiner Erkrankung nur noch einen Wangenmuskel bewusst anspannen. Hier wurde ein hochsensibler Sensor angebracht.
Der folgende Beitrag aus dem Magazin «Der Spiegel» erzählt über die Computerstimme, mit der Stephen Hawking bekannt wurde. In der Mitte des Beitrags gibt es ein Video.
Beitrag «Spiegel»: Computersteuerung mit dem Wangenmuskel: «Wie Stephen Hawking die Stimme verlor und wieder zurückgewann»- Spiegel, 15.03.2018
Die Möglichkeit des Scannings gibt es z. B. auch am iPhone und iPad schon integriert. Im folgenden Video sieht man einen Jugendlichen, der mithilfe des Scannings «Angry Birds» spielt. Ein Balken läuft dabei über den Bildschirm. Wenn dieser Balken den Button erreicht hat, den der Spieler auslösen möchte, berührt er einen Sensor, der sich rechts am Rollstuhl befindet, mit dem Handrücken.