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Eine der am weitesten verbreiteten Nutzpflanzen der Welt: Mais. Einst eine in Mittelamerika beheimatete Sorte, wird die Pflanze heute auf allen Kontinenten der Welt angebaut. Mais wurde vor mehr als 10’000 Jahren domestiziert. Archäogenetiker (Wissenschaftler, die die DNA der alten Arten mit verschiedenen genetischen Methoden untersuchen) sind zu dem Schluss gekommen, dass der Vorläufer von Mais eine blühende Pflanze namens Teosinte war. Wenn du dir jedoch den Vorfahren ansiehst, wirst du den heutigen Mais nicht erkennen. Teosinte sieht aus wie ein Stiel mit einer Reihe kleiner grüner dreieckiger Samen. Tatsächlich lassen sich Teosinte-Arten mit dem heute verbreiteten Mais kreuzen, um Mais-Teosinte-Hybriden zu produzieren. Der uns bekannte Mais und Teosinte sehen bemerkenswert unterschiedlich aus, aber bedenke, dass es viele Generationen gedauert hat, bis sich das eine aus dem anderen entwickelt hat.
Aber alles begann mit dem ersten anonymen Landwirt, der bemerkte, dass nicht alle Pflanzen gleich waren. Er beschloss, die Kerne von den grösseren, schmackhafteren Maiskolben aufzubewahren, um sie später zu pflanzen. Auf diese Weise wurden wünschenswerte Eigenschaften erhalten. Dieser Vorgang wird als selektive Züchtung bezeichnet. Maiskolben wurde mit der Zeit grösser, schmackhafter und leichter zu schälen, was den Mais schliesslich dahin brachte, wo er heute ist – in unsere Küchen.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Menschen kleine Maiskörner in Gerichten wie Pizza oder Salat meiden. Ok, darüber lässt sich vielleicht streiten, aber was nicht umstritten sein sollte, ist einfach gekochter Mais. Wann hast du ihn das letzte Mal wirklich genossen? Versuche, baldmöglichst etwas davon zuzubereiten. Kaufe ein paar frische Kolben, breche oder schneide sie in zwei Hälften oder Drittel und tauche sie in einen grossen Topf mit kochendem Salzwasser. Fünf Minuten sind alles, was sie brauchen. Nimm den Mais aus dem Topf, giesse das Wasser ab und lege sie wieder in den Topf. Füge einen Esslöffel Butter hinzu, der mit einer gehackten Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer gemischt ist. Decke den Topf ab und schüttle ihn, bis alles gut vermischt ist. Sofort servieren, sofort geniessen.
Du findest, das tönt langweilig? Kein Problem, du kannst gerne etwas Mayo, Chiliflocken und Parmesan hinzufügen. Wenn der Mais servierfertig ist, nimm ein Stück und giesse etwas geschmolzene Butter darüber, bedecke es dann mit einem Esslöffel Mayonnaise und streue geriebenen Käse und Chili darüber. Ferner frische Korianderblätter und Limettenschale nach Belieben.
Wir können uns gut vorstellen, dass du lieber Zuckermais in Dosen kaufst. Es ist sehr praktisch in Bezug auf Zeitersparnis und Bequemlichkeit. Etwas Butter in einer Pfanne bei schwacher Hitze schmelzen, in Scheiben geschnittene Zwiebeln hineinwerfen und goldbraun braten. Bewahre Geduld, es beansprucht etwas Zeit. Füge dann ein paar Esslöffel Maiskörner hinzu und brate sie 5 Minuten lang an. ½ Tasse zerbröckelten, trockenen, salzigen Käse (Weisskäse, Feta, Parmesan, Romano – du kannst grundsätzlich jeden davon probieren), etwas Mayo, frische Kräuter und ein wenig scharfe Sauce einrühren. Dies ist eine klassische Kombination, die einfach nur köstlich ist.