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Inhalt und Ziele des Forschungsprojektes
In diesem Forschungsprojekt werden spezifische Abwehrzellen, Monozyten und Makrophagen genannt, in verschiedenen Organen bei Patienten mit Leberzirrhose differenziert untersucht, um zu verstehen, wie ihre Funktion beeinträchtigt ist. Wir nehmen an, dass sich diese Abwehrzellen im Körper in den unterschiedlichen Organen den lokalen Bedingungen anpassen, und sich somit eine Vielzahl von „Zellpopulationen“ mit spezifischen Funktionen ausbildet. Bei Leberzirrhose ist es entscheidend, dass die Abwehrzellen in der Leber Entzündungsreaktionen begrenzen, um die Organfunktion zu erhalten. Im Gegensatz dazu ist es wichtig, dass im Blutkeislauf und anderen Organen die Entzündungsreaktion zur Infektabwehr hoch aktiv bleibt.
Sollten sich bei Leberzirrhose Zellpopulationen mit abgeschwächter Abwehrfunktion im Blut und gewissen Organen anhäufen, könnte dies die erhöhte Infektneigung der Patienten erklären. Daher wird auch in Modellen untersucht, ob es möglich ist, die Funktion dieser Abwehrzellen gezielt zu verbessern, um die Infektabwehr zu steigern.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes
Die Leberzirrhose ist eine häufige Erkrankung mit hoher Sterblichkeitsrate, bei der die Patienten interessanterweise häufig an den Folgen von Infektionen versterben. Eine Heilung von der Leberzirrhose ist selten möglich, oft nur durch Lebertransplantation. Die detaillierte Kenntnis der veränderten angeborenen Immunantwort könnte dazu beitragen, dass die Infektabwehr bei Patienten mit Leberzirrhose in Zukunft unterstützt werden könnte, um das Fortschreiten der Erkrankung abzumildern und Organe zu sparen.