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Der mit roten Schindeln bedachte Turm ist ein Relikt aus dem 14. Jahrhundert. Da die Hochebene von Rothenthurm zu den umstrittenen Gebieten im Marchenstreit zwischen den Schwyzern und dem Kloster Einsiedeln gehörte, wurde um 1310 von Berghang zu Berghang eine Letzimauer errichtet. 1323 folgten an den Enden der 450 Meter langen Mauer die Ecktürme – einer davon ist der bis heute erhaltene Rote Turm.
Urkundlich erstmals erwähnt, findet man den Letziturm im Jahre 1487 «bey dem rothen thurn gelegen» oder 1553 «endertt dem thuren gelegen». Heute hört man im Volksmund den ortsüblichen Namen «Turä» oder auch «im Turä obä». Der Letziturm, das Wahrzeichen von Rothenthurm, gehört untrennbar zum Ortsbild.
Der Letziturm im Ortskern von Rothenthurm gab dem Dorf seinen Namen und ziert das Gemeindewappen. Bis in die 1950er-Jahre führte der gesamte Durchgangsverkehr durch das schmale Tor im Roten Turm.