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Ein Tankrevisor hatte zusammen mit einem Hilfsarbeiter den Auftrag, die Auffangwanne eines Heizöl-Tanks neu zu beschichten. In der 1,6 Meter tiefen Wanne stehend mischte der Tankrevisor die verschiedenen Komponenten des lösemittelhaltigen Anstrichs in einem Kessel. Dafür benutzte er eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz. Als die Grundiermischung aufgebraucht war, rührte er mit dem gleichen Hilfsmittel eine neue an.
Durch die Lösemitteldämpfe hatte sich in der Wanne eine explosionsfähige Atmosphäre gebildet, da die Wanne nicht mit dem Absaugventilator entlüftet wurde. Zudem verwendete der Verunfallte ein ungeeignetes, nicht explosionsgeschütztes Rührwerkzeug (Bohrmaschine), das schliesslich zur Zündquelle des Brandes wurde.
Die Feuerwalze warf den Hilfsarbeiter auf dem Weg zum Transportfahrzeug von hinten zu Boden. Nachdem er realisiert hatte, dass sich in der Wanne ein explosionsartiger Brand (Verpuffung) ereignet hatte, eilte er seinem Kollegen zu Hilfe. Dessen Kleider, der Anstrich an den Wänden der Wanne und der Kessel mit der Grundiermischung standen bereits in Flammen. Mit Wasser aus der nahen Löschstation gelang es dem Hilfsarbeiter, das Feuer zu löschen und seinen Kollegen ins Freie zu bringen.
Der Tankrevisor starb am nächsten Tag an den Folgen seiner schweren Verbrennungen. Der Hilfsarbeiter hatte Brandverletzungen am Hals, konnte jedoch ambulant behandelt werden.
Das Einhalten dieser lebenswichtigen Regeln für die Instandhaltung hätten diesen Unfall verhindert:
Wird eine lebenswichtige Regel verletzt, heisst es: STOPP, die Arbeit einstellen und die gefährliche Situation beseitigen.
Erst dann weiterarbeiten.
Arbeitgeber und Vorgesetzte
Arbeitnehmende
Mit der Umsetzung obiger Massnahmen tragen Sie massgeblich dazu bei, Leben zu bewahren und menschliches Leid zu verhindern.