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Alte Befestigungstechnik: Neue Nieten für Sanierung der Yorckbrücken in Berlin
Genietete Stahlbrücken sind Relikte der frühen Industrialisierung. Die dafür verwendete Technik des Warmnietens wird heute nur noch in der Denkmalpflege eingesetzt. Bei der Sanierung des Berliner Yorckbrücken-Ensembles muss gemäss den Vorgaben des Denkmalschutzes mit Warmnieten gearbeitet werden, um das Erscheinungsbild der alten Eisenbahnbrücken zu bewahren.
Quelle: Heckmann Stahl- und Metallbau GmbH
Drohnenaufnahme mit Blick nach Osten vom Platzieren einer sanierten Brücke in der Berliner Yorckstrasse. Wenn es möglich war, wurden die Arbeiten in den Werkstätten ausgeführt, die Brücken dazu ausgebaut.
Die Berliner Yorckbrücken sind ein Ensemble aus ursprünglich 45 Eisenbahnbrücken, die die Yorckstrasse einst in einem Abstand von nur 500 Metern überspannten. Die auf diesen Brücken verlaufenden Gleise verbanden unter anderen den damals für Berlin sehr bedeutsamen Anhalter Bahnhof – ein Kopfbahnhof – mit den dazugehörigen Abstellgleisen. 33 dieser Brücken sind heute noch erhalten. Seit 1992 steht das Brücken-ensemble unter Denkmalschutz.
Sanierung mit Warmnieten-Technik
Inzwischen sind die einstigen Gleisharfen im Bereich des so genannten Gleisdreiecks und des Flaschenhalses, einer Engstelle, die einst alle Fernzüge passieren mussten, zurückgebaut. An ihrer Stellen entstanden die gleichnamigen, öffentlichen Parkanlagen. Während heutzutage nur noch sechs Gleise in diesem Bereich die Yorckstrasse kreuzen, verfielen über lange Zeit die meisten der alten Brücken. Sie wurden dabei teilweise als inoffizielle, fussläufige Verbindungen zwischen den beiden Bürgerparks umgenutzt.
Die Brückenkonstruktionen bestanden vor der Sanierung durchweg aus zu Gerbergelenken vernieteten Stahlträgern, die unmittelbar neben der vierstreifigen Fahrbahn ursprünglich auf schlanken Stahlstützen, den sogenannten Hartungschen Säulen, ruhten. Das alles war hochgradig korrodiert und dringend sanierungsbedürftig. Für die Sanierungsarbeiten gab der Denkmalschutz vor, dass einerseits beschädigte oder verlorene Dekorationen nicht mehr zu ersetzen seien, dass aber – um das Erscheinungsbild zu wahren – mit Warmnieten und den sich so ergebenden Rundköpfen zu arbeiten sei.