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Marco Odermatt krönt eine junge, aber bereits höchst erfolgreiche Ski-Karriere mit Olympiagold. Im Riesenslalom hält der erst 24-Jährige der enormen Erwartungshaltung stand und wird Olympiasieger. Der Nidwaldner gewinnt in Yanqing in seiner Paradedisziplin mit 19 Hundertsteln Vorsprung vor dem Slowenen Zan Kranjec.
Olympische Winterspiele mit Schneefall. Was grundsätzlich normal ist, durfte in China nicht erwartet werden, zumal die Schnee-Wettkämpfe an zwei der trockensten Orte der Welt stattfinden. Doch am Sonntag schneite es so richtig. Mehr als ein halber Meter Neuschnee ist in Peking, aber auch in den anderen Austragungsorten gefallen – ein Vielfaches der normalen Niederschlagsmenge.
Die alpinen Männer pflügten sich im Ziel des Riesenslaloms durch Tiefschnee, das Abfahrtstraining der Frauen und die Slopestyle-Qualifikation der Ski-Freestylerinnen mussten verschoben werden. Die braune Vegetation im Umland war auf einmal ganz in Weiss gehüllt.
Melanie Hasler belegt nach der Hälfte des Pensums im Monobob den 6. Platz. Eine noch bessere Ausgangslage vergab die 23-jährige Aargauerin mit der elftbesten Zeit im zweiten Durchgang. Haslers Rückstand auf die Medaillenplätze beträgt bereits beträchtliche 72 Hundertstel. In Führung liegt in der neu eingeführten Disziplin die zweifache Zweier-Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus den USA, bereits 1,04 Sekunden vor der Kanadierin Christine de Bruin.
Quentin Fillon Maillet gewinnt Gold in der Verfolgung über 12,5 km. Der Franzose trifft trotz starkem Wind alle 20 Scheiben und setzt sich vor dem Norweger Tarjei Bö und dem Russen Eduard Latypow durch.
Der nach dem Sprint aus der Pole-Position gestartete Johannes Thingnes Bö drehte sieben Strafrunden und wurde Fünfter. Der jüngere der Bö-Brüder bekundete ebenfalls Pech. Der Norweger traf als klar Führender zum dritten Schiessen ein. Die Böen erfassten ihn derart stark, dass bloss noch Glückstreffer möglich waren. Eine Minute später, als seine Verfolger das Gewehr in den Anschlag nahmen und Bö die erste von drei Zusatzschlaufen drehte, präsentierten sich die Bedingungen wieder ansprechend.
Fillon Maillet setzte seine Weltcup-Serie in diesem Wettkampf-Format fort und holte ohne Fehlschuss den fünften Sieg in Folge. Der 29-Jährige hatte bereits im Einzel, ebenfalls eine schiesslastige Disziplin, Gold gewonnen.
Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni sind am Olympia-Turnier nicht zu bremsen. Mit einem 8:4 gegen Mitfavorit Kanada erringen sie den fünften Sieg im fünften Spiel. Von den restlichen vier Spielen der Round Robin müssen die Schweizerinnen voraussichtlich nur noch eines gewinnen, um in die Halbfinals einzuziehen.
Mit den fünf Siegen egalisierte Tirinzonis Crew den «Schweizer Rekord» von Luzia Ebnöthers Team. Die CC-Bern-Curlerinnen hatten das Olympia-Turnier 2002 in Salt Lake City ebenfalls mit fünf Siegen am Stück begonnen.
Die Schweizer Curler um Skip Peter De Cruz beziehen ihre zweite Niederlage im Olympia-Turnier mit 4:8 gegen das zuvor sieglose Italien.
Die Genfer führten bei Halbzeit nach fünf Ends 4:2. Danach allerdings gaben sie den Match komplett aus der Hand. Die vom Wahlgenfer Joël Retornaz angeführten Italiener schrieben im 6. End ein Dreierhaus und stahlen in der Folge noch insgesamt drei Steine.
Retornaz' Team ist für die Genfer so etwas wie ein Angstgegner. Von nunmehr fünf Duellen auf Weltniveau (WM, Olympia) haben die Schweizer nur eines für sich entschieden. Mit drei Siegen aus fünf Spielen hält sich die Schweizer Crew aber im Rennen um einen Platz in den Halbfinals.