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Fafas Eltern komen in der Nachkriegszeit aus Algerien nach Frankreich. Abgesehen von emotionalen Traumata haben sie nicht viel, was sie an ihre Kinder weitergeben könnten, und so schlägt sich Fafa schon früh allein durch, so gut oder schlecht es eben geht. Von einem verstörten Kind wächst er zum verwegenen Rebellen heran, der die Strassen von Paris unsicher macht, und landet schliesslich vorm Jugendrichter – der Beginn einer filmreifen Aussenseiterkarriere. Seine Geschichte ist nicht nur wütender Aufschrei gegen die Heuchelei der vermeintlich zivilisierten Welt, sondern auch humorvolles, sogar zärtliches Zeugnis eines jungen Freiheitskämpfers wider Willen.
Benotman verarbeitet in diesem Roman autobiografische Ereignisse und findet für Fafa eine aussergewöhnliche Erzählstimme, die unterschiedliche kulturelle Einflüsse ebenso widerspiegelt wie den besonderen Blick des Protagonisten, der in seiner Widersprüchlichkeit und Menschlichkeit ganz direkt zum Leser spricht.Über die Autorin / über den Autor:
Abdel Hafed Benotman, 1960 in Paris geboren, verbrachte wegen Raubüberfällen mehrere Jahre im Gefängnis. Er war Romanautor, Lyriker, Liedermacher, Drehbuchschreiber, Schauspieler und engagierte sich für soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus. Jahrelang gab er die Zeitschrift L'envolée (Der Höhenflug) heraus, die sich kritisch mit dem Konzept der Freiheitsberaubung als Strafform auseinandersetzt. Benotman starb 2015 im Alter von 54 Jahren in Paris.
Lena Müller, 1982 in Berlin geboren, studierte Literarisches Schreiben und Kulturwissenschaften in Hildesheim und Paris. Sie lebt als freie Literaturübersetzerin in Berlin. Ihre Übersetzungen wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt sie für die Übertragung von Fiston Mwanza Mujilas Tram 83 gemeinsam mit Katharina Meyer den Internationalen Literaturpreis am Haus der Kulturen der Welt.Preis: CHF 29.50