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Hilfe, mein Hund zieht an der Leine
Das Ziehen des Hundes an der Leine beginnt damit, dass die Leine zu einem falschen Zweck eingesetzt wird. In diesem Fall hat sie den (falschen) Zweck einer physischen Distanz-Begrenzung. Richtig eingesetzt wird sie zu einem Kommunikationsinstrument zwischen Hundeführer*in und Hund.
Die Welt, in der unsere Haushunde mit uns zusammenleben, ist vorwiegend auf uns Menschen ausgelegt. Es ist eine Welt, in der ein Hund auf sich allein gestellt nicht zurechtkommen würde. Konsequenterweise müssen also wir, als Hundehalter*in unsere Hunde durch diese Welt führen und „tragen“.
Zieht der Hund jedoch seinen Führer / seine Führerin an der Leine durch diese Welt, so liegt die Führung auf seiner Seite. Da er diese Aufgabe nicht erfüllen kann, führt es zwingend zu seiner Überforderung.
Ein Hund übernimmt diese Führungsaufgabe nicht, weil er dies will, sondern weil der Mensch am anderen Ende der Leine den erforderlichen Führungsqualitäten und den Naturgesetzen des Hundes nicht entspricht. Der Mensch lässt ihm durch sein Fehlverhalten keine Wahl, weil der Hund ihn nicht als seinen Rudelführer akzeptieren kann.
Das ruhige und lockere gemeinsame Spazieren ist ein sehr wichtiges Element für ein entspanntes Zusammenleben. Leinenziehen ist zumeist nicht nur für den Menschen anstrengend und stressig, sondern ebenso für ihrem Hund.
Nicht selten resultieren daraus kurz- oder langfristig weitere unausgeglichene Verhaltensmuster.