Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/162115

<h2>SubmittedText<h2><p>Das Sachplanverfahren versucht in drei Schritten, einen möglichst sicheren Ort für ein HAA- und ein SMA-Lager zu finden. Das ist noch keinem Land gelungen.</p><p>Wie kann die Bevölkerung sicher sein, dass in Etappe 3 der sicherste Ort gefunden wird, wenn am Ende von Schritt 2 nicht beide zur Schlussauswahl stehenden Standorte in gleichem Umfang im Feld - und nicht nur in Computermodellen - auf mögliche Risiken untersucht wurden, welche die Langzeitsicherheit eines Tiefenlagers gefährden könnten?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Standortauswahlverfahren nach dem Sachplan geologische Tiefenlager verläuft in drei Etappen. Ziel der laufenden Etappe 2 ist eine Einengung der sechs in Etappe 1 vom Bundesrat festgelegten geologischen Standortgebiete auf mindestens zwei pro Lagertyp "hochaktive Abfälle" und "schwach- und mittelaktive Abfälle". Dafür müssen die sechs Standorte vertieft untersucht und provisorische Sicherheitsanalysen durchgeführt werden. Im Jahr 2011 hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) überprüft, ob die von der Nagra geplanten Arbeiten in Etappe 2 für einen sicherheitstechnischen Standortvergleich ausreichen, und 41 Forderungen zu ergänzenden Untersuchungen formuliert. An elf Fachsitzungen musste die Nagra über den Kenntnisstand zu den vom Ensi aufgeworfenen Themen sowie über die spätere Umsetzung in den provisorischen Sicherheitsanalysen und im sicherheitstechnischen Vergleich Bericht erstatten. Die teilnehmenden Gremien haben sich positiv zum Ablauf und zu den Ergebnissen dieser Fachsitzungen geäussert.</p><p>Das Ensi bestätigte in der Folge in einem Schreiben an das BFE, dass die Nagra die Themen der 41 Ensi-Forderungen aus dem Jahr 2011 vollständig und detailliert behandelt hat. Der geologische Kenntnisstand war damit ausreichend, sodass die Nagra ihre Vorschläge für mindestens zwei Standorte pro Lagertyp beim BFE einreichen konnte. Die Untersuchungen der Nagra basieren nicht nur auf "Computermodellen", sondern auch auf Felduntersuchungen und haben den engsten Bezug zur Realität der Geologie.</p><p>In Etappe 3 wird die Nagra in allen vom Bundesrat festgelegten Standortgebieten vertiefte sicherheitstechnische Untersuchungen wie z. B. Sondierbohrungen durchführen.</p>