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Nicht nur Nicolas Sarkozy will François Hollande beerben. Sechs Männer und eine Frau wetteifern um das Präsidentenamt Frankreichs.
Die 7 Kandidaten der Konservativen in Frankreich
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Alain Juppé – der Landesvater:
71 Jahre alt, Bürgermeister von Bordeaux, war Premierminister unter Präsident Chirac und Minister von Sarkozy. Juppé gilt als Favorit, weil er sich als Landesvater präsentiert. Liberal in wirtschaftspolitischen Fragen, spricht er bei sozialen und gesellschaftspolitischen Themen auch Wähler im Zentrum an und findet Sympathisanten bei der Linken.
Keystone
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Nicolas Sarkozy – der Rückkehrer:
61 Jahre alt, 2012 als Präsident abgewählt. Sarkozy ist von der Idee besessen, eine zweite Chance zu verdienen. Sein politisches Programm ist eine Kopie aus dem Jahre 2007 und spricht viele Wähler des Front National an. Er verspricht, was er als Präsident nicht eingehalten hat. Die Justiz ermittelt gegen ihn wegen illegaler Wahlkampffinanzierung.
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François Fillon – der Angreifer:
60 Jahre alt, Premierminister unter Sarkozy. Fillon hielt sich schon 2012 für den besseren Kandidaten. Er verspricht generell weniger Staat und Staatsangestellte und mehr Markt. Er sprach sich gegen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aus – auch mit Blick auf seine rechts-konservativen Wähler. Könnte später die Kandidatur Juppé unterstützen.
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Bruno Le Maire – der Erneuerer:
47 Jahre alt. Der ehemalige Agrarminister stammt aus gutem Hause und hat alle Eliteschulen der Republik durchlaufen. Er pflegt sein Image als Politiker der neuen Generation. Politisch sind seine Lieblingsthemen solid im national-konservativen Lager verankert. Er tritt vor allem gegen Sarkozy an und setzt auf seinen politischen Aufstieg nach 2017.
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Jean-François Copé – der Gescheiterte:
52 Jahre alt. Copé politisierte viele Jahre an der Seite von Sarkozy und verstand sich als dessen logischer Nachfolger. In seine Amtszeit als Präsident der UMP fällt die Affäre «Bygmalion», die ein System von falschen Rechnungen aufdeckte, um die wahren Kosten für den Wahlkampf von Sarkozy zu kaschieren. Das passt schlecht zu seinen Ambitionen.
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Nathalie Kosciusko-Morizet – die Spielverderberin:
43 Jahre alt. Sie schaffte ihre Nomination für die Primärwahlen nur ganz knapp. Sie ist dem politischen Zentrum zugehörig. Kosciusko-Morizet war Umweltministerin unter Sarkozy und Spitzenkandidatin der Rechten bei den Bürgermeisterwahlen von Paris. Gesellschafts- und wirtschaftspolitisch vertritt sie liberale Positionen.
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Jean-Frédéric Poisson – der Mitläufer
53 Jahre alt. Poisson ist seit 2013 Präsident der christlich-demokratischen Partei (PCD). In dieser Funktion nimmt er auch an den Vorwahlen teil, ohne Aussichten auf viele Stimmen. Poisson wurde 2012 als Kandidat eines rechten Bündnisses in die Nationalversammlung gewählt.
AFD
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Die politische Rechte Frankreichs, seit 2012 in der Opposition, führt zum ersten Mal in ihrer Geschichte Vorwahlen für die Präsidentschaftswahlen durch. Das Rennen um den Einzug ins Élysée entscheidet sich im April 2017.
In zwei Wahlgängen am 20. und 27. November 2016 treten 6 Männer und 1 Frau an. Nur einer wird als Spitzenkandidat der politischen Rechten und des Zentrums gekürt.
Alle im Wahlregister eingetragenen Bürger Frankreichs sowie alle Franzosen, die im Ausland leben, können an der Vorwahl teilnehmen. Vorausgesetzt, sie zahlen zwei Euro und unterzeichnen eine Charta – in der sie für den «Machtwechsel» sind und «das Land wieder aufrichten» wollen.
Charles Liebherr über den Wahlkampfstart der politischen Rechten
27 min, aus Tagesgespräch vom 14.10.2016
Zur Wahl zugelassen sind Kandidaten, die von mindestens 250 Gewählten und 2500 Mitgliedern der Partei «Les Républicains» unterstützt werden. Von ersteren müssen wenigstens 20 nationale Abgeordnete sein. Der Kandidat der christ-demokratischen Partei ist ohne Voraussetzungen zur Vorwahl zugelassen.
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