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<h2>SubmittedText<h2><p>Am 14. Dezember dieses Jahres tritt der neue Fahrplan 2015 in Kraft, mit dem auch die Eröffnung der zweiten Etappe des "RER Fribourg/Freiburg" einhergeht. Mit diesem neuen Angebot wird der Halbstundentakt auf allen regionalen Eisenbahnlinien eingeführt, die Freiburg mit seiner Umgebung verbinden. Um diese Verbesserungen zu realisieren, haben die SBB stark in die Linie Freiburg-Yverdon-les-Bains investiert, zum Beispiel mit einer Verdoppelung der Perrons an den Bahnhöfen von Grolley und Cheyres. Die Bevölkerung dieser kantonsübergreifenden Region, die einen beträchtlichen demografischen Boom erfahren hat, freut sich natürlich über dieses neue Angebot. Für ein optimales Angebot des öffentlichen Verkehrs in der Region La Broye muss allerdings die Eröffnung der Nord-Süd-Achse des Waadtländer S-Bahn-Netzes abgewartet werden, die Lausanne, Payerne und Kerzers im Halbstundentakt miteinander verbinden wird. Doch auf dieser Strecke durch die Region La Broye müssen die Sicherungsanlagen und auf dem grössten Teil davon auch die Infrastruktur erneuert werden. Die SBB haben die Umstellung auf den Halbstundentakt von 2017 bereits verschoben. Es besteht nun die Befürchtung, dass der Ausbau dieser S-Bahn einmal mehr verzögert wird. Doch die Entwicklung dieser Region hängt auch von einer guten Erschliessung auf dieser Strecke ab. Die Verbesserung der Sicherheit auf dieser Strecke entspricht auch den Absichten der SBB nach dem tragischen Unglück von Granges-Marnand.</p><p>Deshalb stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Wie weit ist die Anpassung der Linie Lausanne-Payerne-Kerzers vorangeschritten?</p><p>2. Wie gedenken die SBB den Halbstundentakt im Rahmen des Waadtländer S-Bahn-Netzes zu realisieren? In welchem Stadium befindet sich die Planung?</p><p>3. Der Grosse Rat des Kantons hat kürzlich einen Planungskredit in der Höhe von 14,5 Millionen Franken für die Entwicklung des Waadtländer S-Bahn-Netzes gesprochen. Dieser beinhaltet beträchtliche Finanzmittel für diese Linie durch die Region La Broye. Welche Ziele verfolgen die SBB und der Bund betreffend die Umsetzung dieses Projekts?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Die Anpassung der Linie Palézieux-Kerzers an die geltenden Vorschriften wird in die nächsten Leistungsvereinbarungen mit den SBB aufgenommen. Dazu erstellten die SBB ein Modernisierungskonzept, dem die Kantone Waadt und Freiburg zugestimmt haben und welches das BAV zur Kenntnis genommen hat. Um die Anpassung dieser Linie an die geltenden Vorschriften zu beschleunigen, hat der Kanton Waadt einen Grundsatzentscheid zur Finanzierung des Vorprojekts für den Streckenabschnitt Palézieux-Faoug gefällt. Der Entscheid beruht auf dem Studienkredit, den der waadtländische Grosse Rat verabschiedet hat. Eine Finanzierungsvereinbarung für die Studien steht kurz vor dem Abschluss. Weil die Verhandlungen der Leistungsvereinbarung 2017-2020 derzeit im Gang sind, ist es heute noch zu früh, ein Datum für den Modernisierungsbeginn dieser Linie zu nennen. Die Botschaft zur Leistungsvereinbarung 2017-2020 wird dem Bundesparlament im Jahr 2016 überwiesen.</p><p>2. Für den Fahrplan 2016 hat der Kanton Waadt die Einführung des Halbstundentakts zwischen Lausanne und Payerne beantragt. Die SBB sind dabei, die erforderlichen Abklärungen vorzunehmen. Mit diesem Angebotskonzept würden die heutigen Kreuzungsstellen in Moudon und Granges-Marnand verschoben, ohne dass wesentliche Infrastrukturarbeiten nötig wären, wie beispielsweise der Bau neuer Doppelspurabschnitte. Die SBB müssen nun prüfen, ob dieses neue Betriebskonzept mit der bestehenden Infrastruktur realisierbar ist. Der Halbstundentakt zwischen Lausanne und Payerne wird spätestens mit der Inbetriebnahme der angepassten Linie Palézieux-Payerne umgesetzt. Für die Planung des Step-Ausbauschritts 2030 reichte die Planungsregion West der Westschweizer Verkehrsdirektorenkonferenz (CTSO) dem Bundesamt für Verkehr (BAV) ein Angebotskonzept ein, das unter anderem das Ziel einer zusätzlichen Schnellverbindung zwischen Lausanne, Payerne und Murten in diesem Zeithorizont enthält. Die Botschaft für den Step-Ausbauschritt 2030 wird dem Parlament im Jahr 2018 überwiesen.</p><p>3. Mit dem vom waadtländischen Grossen Rat verabschiedeten Studienkredit sollen die Infrastrukturstudien für die Modernisierungsmassnahmen in der Region La Broye (siehe Punkt 1) beschleunigt werden. Die Finanzierung der zusätzlichen Leistungen, die für die Angebotsverdichtung notwendig sind, wird im Rahmen des herkömmlichen Bestellverfahrens im regionalen Personenverkehr (RPV) behandelt.</p>  Antwort des Bundesrates.