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Klimawandel
Die Kosten des Klimawandels
Klimaökonom erhält Nobelpreis
Der amerikanische Klimaökonom William Nordhaus erhält dieses Jahr den sogenannten Wirtschaftsnobelpreis. Er legte mit seiner Forschung die Grundlage, um die Kosten des Klimawandels zu beziffern.
Die zwei amerikanischen Forscher William Nordhaus und Paul Romer erhalten den diesjährigen sogenannten Wirtschaftsnobelpreis. Beide werden dafür geehrt, neue Methoden entwickelt zu haben, um zwei globale, langfristige Phänomene in die ökonomische Analyse einzubeziehen. Nordhaus entwickelte ein Modell, um den Klimawandel in makroökonomische Analysen zu integrieren.
Nordhaus argumentierte bereits in den 1970ern, dass in Überlegungen und Kosten-Nutzen-Analysen zur Begrenzung einer globalen Erwärmung vom natürlichen Schwankungsbereich des Klimas ausgegangen werden sollte. Bei einer globalen Erwärmung um mehr als zwei oder drei Grad würde ein Klimazustand erreicht, wie es ihn seit hunderttausenden Jahren nicht gegeben hat. Damit lieferte er einen der Ausgangspunkte zur Formulierung des klimapolitischen Zwei-Grad-Zieles.
Zudem legte Nordhaus im Jahr 1979 eines der ersten Integrated Assessment Modelle (IAM) zur ökonomischen Untersuchung des Klimawandels vor. In ihm kombinierte er erstmals Energieumwandlung, Emissionen und CO2-Konzentrationen. Sein Aufsatz "An optimal transition path for controlling greenhouse gases" aus dem Jahr 1992 gehört zu den meistzitierten Aufsätzen in der Untersuchung marktbasierter Instrumente der Klimapolitik. In dieser Arbeit schlug er anhand eines Modells eine CO2-Steuer als effizientes Instrument der Klimapolitik vor.
(WO/dpa/Public domain)