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Abgeschlossene Projekte
Reform Betreibungswesen
Ende der 90er Jahre forderten parlamentarische Vorstösse die Vergrösserung der Betreibungskreise, die Abschaffung des Sportelsystems und die Einführung eines Wahlfähigkeitszeugnisses für Betreibungsbeamtinnen und -beamte. Der Regierungsrat liess darauf einen Entwurf für ein neues Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (EG SchKG) ausarbeiten und gab ihn im Sommer 2004 in die Vernehmlassung. Darin äusserte sich eine Mehrheit der Gemeinden gegen eine Kantonalisierung des Betreibungswesens, worauf der Entwurf nochmals überarbeitet wurde.
Im Herbst 2006 verabschiedete der Regierungsrat die endgültige Gesetzesvorlage zuhanden des Kantonsrates, welcher Ende November 2007 das neue EG SchKG beschloss. Nach Ablauf der Referendumsfrist, genehmigte am 18. Januar 2008 das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement das Gesetz. Das neue EG SchKG trat am 1. Juli 2010 vollständig in Kraft.
Operative Umsetzung abgeschlossen
Die Betreibungsämter der reorganisierten Betreibungskreise nehmen ihren Betrieb zeitlich gestaffelt auf. Die Daten der operativen Betriebsaufnahme gehen aus nebenstehender Karte der Betreibungskreise hervor. Ab diesen Stichtagen sind für die Gemeinden des jeweiligen Betreibungskreises die neu festgelegten Betreibungsämter der jeweiligen Sitzgemeinde zuständig. In der Stadt Zürich ändert sich nichts an der bisherigen Kreiseinteilung. Jeder Stadtkreis hat in Zürich weiterhin ein eigenes Betreibungsamt. Auch in der Stadt Winterthur bleibt grundsätzlich alles wie bisher. Jedoch gehört die Gemeinde Brütten neu zum Betreibungskreis "Winterthur-Stadt". Je ein eigenes Betreibungsamt führen weiterhin die Gemeinden Dietikon, Kloten, Opfikon, Regensdorf und Volketswil.
Die übrigen Standorte der Betreibungsämter befinden sich in der Sitzgemeinde der reorganisierten Betreibungskreise (vgl. Karte). Die Anschlussgemeinden haben ihre Aufgaben im Betreibungswesen an die Sitzgemeinde oder in wenigen Fällen an einen Zweckverband übertragen. Neben dem Betreibungswesen übt die Betreibungsbeamtin oder der Betreibungsbeamte für die Vertragsgemeinden auch die Funktion des Gemeindeammanns aus. Ab den erwähnten Stichtagen stellen die bisherigen Betreibungsämter der Anschlussgemeinden ihre Tätigkeiten ein.