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Online-Therapie bei Schlafstörungen kann Depressionen vorbeugen
Patienten mit Schlafstörungen leiden häufig gleichzeitig unter depressiven Beschwerden oder Depressionen. Zum Arzt gehen sie aber eher aufgrund der Schlafstörungen als wegen Depressionen. Eine Studie untersuchte, ob ein Online-Selbsthilfeprogramm bei Schlafstörungen Depressionen vorbeugen könnte.

Schlafstörungen gehen
häufig mit
Depressionen einher

An der australischen GoodNight-Studie nahmen über 1’000 Internetnutzer zwischen 18 und 64 Jahren teil.
Alle litten unter Schlafstörungen und depressiven Beschwerden, jedoch nicht an einer schweren depressiven Störung. Die eine Hälfte der Teilnehmer sollte während 6 Wochen an einem Online-Selbsthilfeprogramm mit kognitiver Verhaltenstherapie gegen Schlafstörungen teilnehmen. Die andere Hälfte absolvierte zum Vergleich ein Online-Programm, das lediglich allgemeine Gesundheitsinformationen enthielt.
Etwa die Hälfte der Teilnehmer konnte nach 6 Wochen und nach 6 Monaten nochmals beurteilt werden. Die depressiven Beschwerden hatten bei beiden Beurteilungen in der Gruppe mit dem Selbsthilfeprogramm gegen Schlafstörungen deutlich abgenommen – im Vergleich zur Kontrollgruppe. Eine schwere depressive Störung entwickelten neun Teilnehmer der Selbsthilfegruppe gegenüber 13 Teilnehmern der Kontrollgruppe – hier zeigte sich also kein Vorteil des Selbsthilfeprogramms.
Eine Online-Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen kann gleichzeitig ein wirksames Mittel gegen depressive Beschwerden sein. Dabei hat das Online-Selbsthilfeprogramm den Vorteil, dass es allen Internetznutzern einen einfachen und wirkungsvollen Zugang zu Therapie-und Präventionsmassnahmen bietet, so die Forscher.
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22.02.2016 - dzu