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Der heute 21-Jährige war als Zwölfjähriger aus der Dominikanischen Republik in die Schweiz gekommen und besuchte im Raum Luzern die Schule. Er schloss eine Logistikerlehre ab, war danach einige Monate arbeitslos und begann Ende 2018 bei einem IT-Grosshändler zu arbeiten. Dort musste er von Kunden bestellte Ware verpacken und zum Abtransport bereit stellen.
Der Monatsverdienst des jungen Logistikers war tief, er lag gemäss Urteil unter 2000 Franken. Dies verleitete ihn dazu, von den im Lager in Hülle und Fülle vorhandenen Smartphones einige Exemplare abzuzweigen: Innerhalb weniger Wochen stahl er so 53 Mobiltelefone im Wert von 64000 Franken. 48 verkaufte er weiter.
Der Logistiker wurde wegen gewerbsmässigen Diebstahls verurteilt, dies weil der Wert der gestohlenen Smartphones sein legales Einkommen um ein Mehrfaches überstieg. Er habe die Beute umgehend zu Bargeld gemacht, um seinen über seinen realen Lebensverhältnissen liegenden Lebensstil finanzieren zu können, hiess es in der Anklageschrift.
Zugute gehalten wurde dem Beschuldigten, dass er die Vorwürfe zugab und nicht vorbestraft war. Die Strafe wurde deswegen bei einer Probezeit von zwei Jahren bedingt ausgesprochen.
Attestiert wurde dem jungen Mann auch, dass er in der Schweiz integriert sei. Er spreche gut Deutsch, sei in einem Sportverein aktiv und arbeite. Er habe seine prägende Jugendzeit in der Schweiz verbracht und habe kaum Kontakte zu seinem Herkunftsland. Im Sinne der Härtefallregelung sei auf ein Landesverweis zu verzichten.
(sda)