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Auf seinem Germanienfeldzug lernte Julius Caesar einst den kleinen Octavian (späteren Augustus) kennen. Der Ziehvater des Octavian lobte immer wieder die Klugheit des Jünglings, sodass Caesar entschied, den Jüngling auf die Probe zu stellen.
Es ergab sich eines Tages, dass zwei germanische Fürsten gleichzeitig bei Caesar vorsprechen wollten. Als Caesar sich – mit Octavian im Schlepptau – dem Heerführerzelt näherte, hörten beide einen lautstarken Streit der beiden Fürsten.
Caesar und Octavian blieben vor dem Eingang stehen und lauschten:
Nordolf sprach zu Helgir: „Wir sind beide als Fürsten gleichrangig, daher müssen wir auch mit der gleichen Anzahl an Speerträgern vorsprechen. So gib mir einen deiner Speerträger, damit wir dieselbe Anzahl an Speerträgern haben.“
„Ha!“ sagte Helgir „Mein lieber Nachbar, du musst wissen, dass ich der Mächtigere von uns beiden bin, mir gebührt die doppelte Anzahl von Speerträgern! So überlass DU mir einen DEINER Speerträger, damit ich doppelt so viele im Gefolge habe als du.“
Caesars Mund umspielte ein Lächeln, als er sich Octavian zuwandte und fragte: „Nun – sag mit kluger Jüngling, wie viele Speerträger die beiden Fürsten jeweils in ihrem Gefolge haben.“ Octavian grinste, als er ihm die richtige Antwort gab.