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Basel History Lecture 2017 mit Lyndal Roper
Luther bezeichnete Aberglauben, katholisches Dogma und die religiösen Überzeugungen von „Türken“ und Juden konsequent als „Träume“. „Lauter somnia“, reine Träume, war eine seiner liebsten Beleidigungen, und nichts liebte er mehr als sie zu entlarven. Dennoch war Luther auch fasziniert von Zeichen und Omen, und obwohl er häufig über Träume Witze machte, notierte er auch einige eigene bedeutende Träume. Träume wurden auch an wichtigen Wendepunkten der Reformation verzeichnet, und sie erlauben seltene Einblicke in Luthers tiefste Ängste und Gefühle. Gemeinsam diskutiert, benützten Luther und seine Anhänger Traumdeutungen dafür, um Sorgen und Bedenken zu kommunizieren, die sie nicht explizit thematisierten. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Historiker und Historikerinnen Träume dafür verwenden können, die Subjektivität von Menschen der Vergangenheit zu verstehen.
Donnerstag, 12.
Oktober 2017, 18.15 Uhr
in der Aula des Kollegienhauses der Universität Basel, Petersplatz
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