Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03575.jsonl.gz/1427

Geboren wurde Louis Mauron am 9. April 1946 als zweitjüngstes Kind des Oskar und Lina Mauron-Raemy. Er wuchs mit acht Geschwistern im Oberdorf in Tafers auf. Nach der Schule begann er eine Ausbildung als Gipser. Nach zwei Jahren Gipser-Arbeit fing er als Maurer-Lehrling bei der Firma Schaller in Gurmels an. Den Arbeitsweg legte er jeden Tag mit dem Fahrrad zurück. Nach dem Lehrabschluss rückte er als Sappeur in die Rekrutenschule nach Brugg ein.
Louis Mauron lernte seine künftige Frau Dorly am Feldschiessen in Tafers kennen. Am 21. September 1968 heirateten sie in der Pfarrkirche Tafers. Aus dieser Liebe entstanden Manuela und Markus.
Nach ein paar Jahren als Gipser begann er 1971 bei der Firma Clerc und bildete sich zum Maurer-Polier weiter. Ein Jahr später übernahm die Familie das Elternheim im Oberdorf in Tafers. Es folgten harte Zeiten mit dem Umbau und der Renovation des Eigenheimes, was seine ganze Freizeit beanspruchte. Nach fast 20 Jahren wechselte er zur Firma Schmutz in Überstorf, wo er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung 2006 blieb.
Louis Mauron war Vorstandsmitglied in der Gewerkschaft CHB und im Ski-Club Tafers. Als Hüttenwart sorgte er dafür, dass sich die Skifahrer in der Riggisalp-Hütte über Mittag mit einer warmen Suppe aufwärmen konnten. Schon in jungen Jahren zog es ihn immer wieder in die Berge. Mit der Familie gab es unzählige Sonntagspicknicks an der Sense im Schwarzseegebiet. Später folgte der Umbau der Alphütte Thossrain, die viele Jahre Wochenend- und Ferienziel der Familie war. War die Arbeit erledigt, machte er sich ans Pilzesammeln. Er freute sich auch über seine Grosskinder Yvan, Olivier, Pascal, Céline und Nina. 2004 kauften Louis und Dorly Mauron das Chalet Paradiesli in Schwarzsee. Es wurde zu seinem persönlichen «Paradiesli», wo er jede freie Minute verbrachte.
Im Februar 2009 erhielten er und seine Familie die Schreckensbotschaft Lungenkrebs. Nach Operationen und Spitalaufenthalten erholte er sich einigermassen gut. Mit seiner eingeschränkten Leistungsfähigkeit hat er sich bewundernswert arrangiert. Im Mai 2013 traten Metastasen in der Lunge auf. Es folgte eine Bestrahlungstherapie. Vor gut einem Jahr erlitt er einen Herzinfarkt. Er kämpfte mit bewundernswertem Willen weiter und erholte sich wieder. Sein Körper war jedoch geschwächt. Ab September 2014 verschlechterte sich sein Zustand und er verbrachte viel Zeit im Spital. Die Zeit zu Hause genoss er umso mehr. Er kämpfte bis zum Schluss mit einem bemerkenswerten Willen. Am 18. Januar 2015 durfte er im Beisein seiner Angehörigen im Spital Tafers für immer einschlafen. Eing.