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Kaum ein antikes Bauwerk kann auf eine so wechselvolle Geschichte zurückblicken und hatte bis in die Neuzeit einen so grossen Einfluss auf die Architekturgeschichte wie das Pantheon in Rom. Der Name des unter Kaiser Hadrian circa 125 Jahre nach Christus vollendeten und bis heute bestens erhaltenen Bauwerks aus der römischen Antike setzt sich aus den griechischen Begriffen pan (= alles) und theos (=Gott) zusammen.
Nachdem es ursprünglich als Heiligtum errichtet worden war, das allen Göttern Roms geweiht wurde, dient das Pantheon seit dem Jahre 609 als katholische Kirche, in der an hohen Feiertagen Messen gefeiert werden. Darüber hinaus wurde das Pantheon seit dem 16. Jahrhundert auch als Grabeskirche für bedeutende Persönlichkeiten sowie Mitglieder des italienischen Königshauses genutzt: Künstler wie der Maler Raffael und der Komponist Arcangelo Corelli fanden hier ebenso ihre letzte Ruhestätte wie die ersten beiden Könige Italiens, Viktor Emmanuel II. und Umberto I..
Seine grosse architektonische Bedeutung verdankt das Pantheon bis heute vor allem dem überwölbtem Rundbau, der sogenannten Rotunde, mit einem Innendurchmesser und einer Höhe von über 43 Metern; für mehr als 1`700 Jahre war dies die grösste Kuppel der Welt. Ein weiteres Hauptelement des Bauwerks bildet der Pronaos mit einem rechteckigen Grundriss und seiner Tempelfassade. Über die Jahrhunderte hinweg diente das Pantheon vielen Kuppelbauten als Prototyp – so zum Beispiel dem Petersdom in Rom, dem Invalidendom in Paris oder auch dem Alten Museum in Berlin, erbaut vom Architekten Karl Friedrich Schinkel, sowie dem Kapitol in Washington.
«Nachhaltig bedeutet, dass wir nicht nur für uns selbst verantwortlich sind, sondern auf für die Generationen, die nach uns kommen.» sagt Vittorio Magnago Lampugnani im Interview mit der Swissbau.