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1. Zeit sparen. Du bist nun wörtlich in zwei Schritten in dem Hörsaal deines Kurses! Es ist nicht mehr notwendig sich in eine volle Metro oder einen Bus zu quetschen. Und wenn es sich erweist, dass du deinen Wecker nicht klingeln gehört hast, lässt dir das Geklingel, das deine erste Stunde ankündigt, gerade noch die Zeit in deine Kleidung zu springen und dir das Gesicht zu waschen.
2. Die Kostenersparnis. Du hast weder Miete zu bezahlen, noch ein Abo für die Öffentlichen oder ein Auto? Das ist doch ein wahrgewordener Traum! Du hast jetzt mehr Geld für anderes Zeug. Zugegeben, es ist möglich, dass du den einen oder anderen Hausmeister bestechen musst, aber im Vergleich mit den tatsächlichen Ersparnissen ist das nichts.
3. Die Größe deiner neuen Behausung. Sag mir, wann war es das letzte Mal, dass einer deiner Freunde gesagt hat: „Ich wohne in einem 600-Zimmer Haus“? (und hier spreche ich nur von einer kleinen Universität) Niemand hat dies jemals verkündet, dessen bin ich mir sicher. Es ist wahr, dass manche diese Methode als „illegale Besetzung“ bezeichnen würden, aber höre ihnen nicht zu, die sind nur neidisch! Sie wollen nur eine Sache: ihre 10 qm mit deinem Palast tauschen.
4. Die Vielfalt an „Zimmern“. Sofern du eine gemütliche Hängematte besitzt, oder aber es gibt ein paar Sofas in der Ecke des Flurs, es ist dir freigestellt zu schlafen, wo du wünschst. Und falls dein Campus einen hübschen, bebäumten Park besitzt, kannst du einige Nächte unter freiem Himmel schlafen.
5. Eine tadellose Infrastruktur. Seien es immer saubere Toiletten, extrem starkes WIFI, oder sogar die Wahl an vielfältiger Nahrung in der Cafeteria, du hast den Zugang zu allen Vorteilen eines Hotels. Wer lehnt schon eine ganze Armee von Angestellten, die sich jeden Abend um die Hausarbeit kümmert, ab?
6. Einen dauerhaften Kontakt zu deinen Professoren herstellen. Du bist der erste Schüler, den sie ankommen sehen und der letzte, den sie vor dem Gehen bemerken. Deine Professoren denken, dass du sehr fleißig bist. Deine wahren Noten sind dabei nicht wichtig, ihrer Meinung nach verdienst du einen oder zwei Punkte mehr. Das ist normal, betrachtet man die Masse an Arbeit, die du vor deren Augen vollbringst.
7. Keine Probleme mit den Nachbarn. Wer kann sich beschweren, dass du zu laut schnarchst und man es durch die Wände hört? Niemand. Ein weiterer Vorteil: du musst dir nie seltsame Ausreden für die Hauspartys einfallen lassen. Es ist hingegen wahr, dass du das eine oder andere Problem mit der Security haben wirst… Die gute Seite ist, dass du endlich deinen Vorsatz, zu Fuß zum Kurs zu gehen, einhälst.
8. Eine Küche wie daheim. Ich muss gestehen, dass man besonders hierfür etwas raffiniert sein muss. Alle Universitäten haben Küchen, die normalerweise für Mitarbeiter, Professoren und Hilfskräfte reserviert sind. Du musst nun dein schauspielerisches Talent zum Einsatz bringen und so tun, als wärst du eine junge ausländische Hilfskraft, weshalb deine Karte noch nicht funktioniert. Es ist von Vorteil, wenn du eine fremde Sprache, wie Norwegisch oder Japanisch sprichst, um deine Rolle glaubhaft zu machen.
9. Ein Trumpf bei der Anmache. Das ist ein einfaches Mittel damit sich die Personen, an denen du interessiert bist, an dich erinnern: du bist „der Typ/ das Mädchen, welcher/s in der Uni wohnt“. Hinzu kommt, einige könnten es sich etwas näher ansehen wollen, wie du es dir so zurecht gemacht hast… Doch Achtung, pass darauf auf, nicht den Bogen zu überspannen und „der/die Verrückte, der/die im Keller wohnt“ zu werden.
10. Eine lernfördernde Atmosphäre. Permanent von Studenten und Professoren umgeben zu sein, da hast du keine andere Wahl als dich auch deinem Studium zu widmen. Letztendlich ist dein Aufenthalt an diesem Ort die Basis deiner erfolgreichen Zukunft!
Also warte nicht länger, löse deinen Mietvertrag auf oder benachrichtige deine Eltern und nutze eine ganz neue Definition der Wörter: „akademische Freiheit“!