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Mit einer Enttäuschung endete die OL-WM in Norwegen für Flo. Als Anwärter auf die Medaillenplätze stand Flo, zusammen mit Martin und Daniel Hubmann am Start der Staffel. Doch zum zweiten Gabelungsposten unterlief Flo ein Patzer. Mit dem Dänen im Schlepptau überlief er den Posten, während seine stärksten Konkurrenten ihren Posten schon quittiert hatten. Nun war Flo im Zugzwang und befand sich fortan auf Aufholjagd. Er wusste, er durfte auf keinen Fall den Sichtkontakt zum langgezogenen Schnellzug bestehend aus rund einem Dutzend Läufern verlieren. Genau dies geschah aber im Schlussteil des Laufes. Kurz vor Ende des Rennens war Flo zunehmend auf sich alleine gestellt und eine Unsicherheit zu Posten 14 liessen den Kontakt definitiv abreissen. Ohne Unterstützung durch andere Läufer, hatte er keine Chance das gleich hohe Tempo wie die Spitzengruppe anzuschlagen und so übergab er mit 1’35 Minuten Rückstand an Martin Hubmann. Somit waren die Schweizer schon nach der ersten Ablösung arg in der Defensive. Dennoch gelang es Martin Hubmann zusammen mit dem Franzosen, welcher zu Beginn fehlerhaft lief, den Kontakt zu den Medaillenplätzen wieder herzustellen. Als dann auf der dritten Ablösung der führende Norweger und der Finne Fehler machten, war das Rennen um die Medaillen unerwartet wieder völlig offen. Davon profitierten die Schweden und gewannen Gold. Daniel Hubmann konnte leider die Pace des Franzosen, welcher auf dem Bronze-Platz die Ziellinie überquerte, nicht mitgehen und so blieb den Schweizern schliesslich lediglich Platz sechs.
Tags zuvor hatte Flo im Mitteldistanz-Final eine starke Leistung gezeigt. Er lief ein kontrolliertes, nahezu fehlerfreies Rennen und überquerte die Ziellinie mit neuer Bestzeit. Jetzt waren zwei Schweizer (Flo und Andi Kyburz) an der Spitze des Klassements. Allerdings wusste Flo, dass er einerseits im Schlussteil an Tempo verloren hatte und dass die stärksten Gegner nach ihm starteten. Wie weit vorne würde er sich am Ende klassieren können? Nun begann das bange Warten. Tatsächlich konnten die Norweger, Schweden, Franzosen und der Finne die Marke von Flo unterbieten und somit resultierte am Ende ein starker achter Rang. Damit lieferte er das beste Resultat eines Schweizers. Flo durfte mit seinem Lauf sicher zufrieden sein, aber so ganz glücklich war er damit nicht.
An Erfahrung reicher und mit der Gewissheit das Beste gegeben zu haben, wird Flo nun seine Zelte in Norwegen wieder abbrechen. Es warten bereits die nächsten Herausforderungen. Heia Flo!
Text und Fotos: Marc