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Zumthors schwarze Blume für Los Angeles
Das Los Angeles County Museum of Art hat Peter Zumthor beauftragt, seinen Campus zu erweitern. In einer Ausstellung präsentiert es das Konzept des Neubaus der Öffentlichkeit.
Zumthor entwarf ein niedriges Gebäude, das über dem Boden zu schweben scheint und sich wie ein Farbklecks in der Fläche ausbreitet. Das Museum funktioniert als offenes Kontinuum, unter dem der Park hindurchfliesst. Der Architekt vergleicht die organische Form mit einer Seerose, auch der Projekttitel «black flower» klingt blumig.
Die richtungslose Struktur führt zu einem offenen Haus: Die Besucher können sich frei durch den Grundriss bewegen, ohne dass eine Route vorgegeben wird. Sie betreten den Bau dezentral über einen der acht Kerne, auf denen das Gebäude fusst. Im ersten Stock verläuft eine Veranda entlang der geschwungenen Glasfassade rund ums Haus. Von hier blickt man in den Park und gelangt in die Ausstellungsräume im Inneren. Diese sind nicht organisch geformt, sondern rechtwinklig organisiert.
Zumthor will mit dem Projekt reüssieren, wo anderen berühmte Architekten scheiterten. Rem Koolhaas hat vor über zehn Jahren ein nicht weniger kühnes Projekt vorgeschlagen, das aber wegen Geldmangels im Sand verlief. Und vor fünfzig Jahren schlug der damalige Direktor des Museums Ludwig Mies van der Rohe für den Neubau vor, musste aber auf Druck des Hauptsponsors mit dem lokalen Architekten William L. Pereira Vorlieb nehmen. Dessen Bau müsste nun der Vision von Zumthor weichen. Wenn die Initianten denn das Geld dafür auftreiben können: Das Budget beläuft sich auf gewaltige 650 Millionen Dollar.