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Jedes Herzensprojekt, jede Initiative, die dem Innersten entspringt – also jedes Spiel – beginnt mit einem Impuls, einer Idee. Zwischen der Person, die ein solches Projekt initiiert und der Idee besteht eine besondere Verbindung.
Quelle und Quellenperson
Kevin verspürt plötzlich den Drang, im nahegelegenen Wald eine Hütte zu bauen. Er packt Werkzeug zusammen und verschwindet im Wald.
Seine Mutter, Priska, blickt ihm nach. Kevin wird immer selbständiger, geht es ihr durch den Kopf. Sie verspürt etwas Wehmut. Etliche Jahre lang hatte sie sich jetzt vor allem ihren Kindern gewidmet. In diesem Moment wird ihr bewusst, dass diese Zeit allmählich vorbei ist. Plötzlich hat sie eine Idee: Könnte sie nicht ein Café eröffnen? Immerhin kamen hier viele Spaziergängerinnen und -gänger vorbei, um die Burg hoch oben im Wald zu besuchen. Die Idee des Cafés durchdrang sie wie ein Blitzschlag. Sie ging nach drinnen, holte sich ihr Notizheft und begann eifrig, ihre Idee aufzuschreiben.
Beide, Kevin wie auch seine Mutter Priska haben eine Quelle erschlossen. Diese Quelle äusserte sich als Vision bei ihnen. Die Vision einer Hütte im Wald und die Vision eines Cafés.
Peter Koenig nennt Menschen mit einer Vision Quellenpersonen. Kevin ist die Quellenperson der Hütte, Priska die Quellenperson des Cafés.
Autorität und Verantwortung entsteht, sobald jemand eine Initiative ergreift und so zur Quellenperson wird.
Nicht Geld steht am Anfang einer Initiative. Vielmehr ist es eine Idee und mit ihr die Vision.
Quellen[personen] aktivieren die unglaubliche menschliche Fähigkeit, sich eine Zukunft vorzustellen, die noch nicht existiert, und sie dann in der Realität zu manifestieren [...]
– Tom Nixon
4 Quellenprinzipien
Peter Koenig hat mit unzähligen Gründern und Unternehmern gesprochen. Dabei hat er festgestellt, dass eine Reihe von Prinzipien darüber entscheiden, ob eine Initiative so richtig in seine Kraft kommt oder ob sie zunehmend durch Konflikte gehemmt wird. Eine wissenschaftliche Überprüfung der Quellenprinzipien steht noch aus.
Hier sind 4 Quellenprinzipien, die aus den Erkenntnissen von Peter Koenig abgeleitet sind.
1. Quellenprinzip: Es gibt immer exakt eine Quellenperson
Priska fragt ihren Mann Lukas, ob er Lust hätte, gemeinsam mit ihr das Café zu gründen. Lukas zögert. Er arbeitet als Schreiner und betreibt nebenbei einen kleinen Bauernbetrieb. Noch ein Projekt ist ihm zu viel. Doch dann realisiert er, dass er dadurch vielleicht gar seinen Job bei der Schreinerei künden kann. Ausserdem würde der landwirtschaftliche Anbau und das Café Synergien ergeben. Lukas sagt zu und Priska vollführt einen Freudentanz. Gemeinsam könnten sie es schaffen!
Nun sind also zwei Personen im Projekt involviert und beide verfolgen eine gemeinsame Vision. Doch nur eine hat das erste Risiko auf sich genommen: Priska. Das Risiko war, Lukas zu fragen, denn wenn er nein gesagt hätte, wäre es schwierig geworden. Nur Priska hat diese besondere Beziehung zur Vision, nur sie spürt, was der nächste Schritt sein könnte, was gut für das Projekt ist.
Auch Jahrzehnte später wird Priska in der Rolle der Quellenperson sein und diese besondere Beziehung haben. Es sei denn, sie übergibt die Quelle an eine andere Person.
Es ist entscheidend zu wissen, wer die Quellenperson ist. Das Projekt ist nur in seiner vollen Kraft, wenn diese Person ihre Beziehung zur Quelle pflegen und sich entsprechend einbringen kann.
2. Die Quellenperson erhält alle notwendigen Ressourcen
Priska und Lukas sind völlig überfordert. Sie haben keine Ahnung, welche Vorschriften sie einzuhalten haben. Gibt es Hygienevorschriften? Vorschriften, welche die Öffnungszeiten regeln? Worauf müssen sie sonst achten? Wie es der Zufall will, lernt sie bei einer Wanderung ein Ehepaar kennen, die vor Jahren selbst ein Café gegründet haben. Rasch kommen sie ins Gespräch und Priska erfährt schnell, was es zu beachten gilt und wo sie sich weiter erkundigen kann.
Woher kam eigentlich die Idee von Priska? Na, von Priska eben, könnte man denken. Aber kam die Idee nicht irgendwie zu ihr? Woher denn? Darüber lässt sich nun lange philosophieren. Irgendwie entsprang sie dem Innersten von Priska, was auch immer dieses Innerste ist. Genauso wie damals, als sie als Kind den Impuls verspürt hat, zum ersten Mal aufzustehen. Oder zum ersten Mal der Puppe ein Kleidchen anzuziehen und ein Rollenspiel zu spielen.
Nennen wir dieses Innerste einfach Veranlagung. Oder
Eine Initiative ergreifen heisst mutig sein, so scheint es von aussen. Doch Quellenpersonen sehen das oft anders. Sie spüren diesen inneren Drang und vertrauen ihm. Deshalb brauchen sie keinen Mut, sondern Selbstkenntnis.
Die Quelle bringt den Purpose mit. Die Quellenperson kann ihn nicht bestimmen, sondern nur lesen.
3. Weitere Personen können sich als Sub-Quellenpersonen einbringen
Lukas stürzt zur Türe herein. Draussen auf dem Feld hatte er plötzlich einen Geistesblitz. "Wie wärs", erzählt er Priska begeistert, "wenn wir ganz spezielle Tische und Bänke hätten? Zum Beispiel Tische in Form einer Kaffetasse und Bänke in Form von Croissants. Jeder Tisch und jeder Bank einmalig, so dass die Gäste wählen können, ob sie heute lieber an der Kaffetasse Platz nehmen möchten oder an der Früchteschale." Priska findet die Idee grossartig und Lukas macht sich eifrig an die Arbeit.
Die Quellenperson ist dafür verantwortlich, das kreative Feld ihrer Quelle zu halten. Innerhalb dieses Rahmen können weitere Personen ihre eigenen Ideen verwirklichen. Sie werden in der Literatur gerne spezifische Quellenpersonen oder Sub-Quellenpersonen genannt.
Es kann sein, dass eine Sub-Quellenperson im Feld einer Quellenperson arbeitet. Eines Tages spürt die Sub-Quellenperon, dass das so nicht mehr stimmt. Sie möchte das kreative Feld der Quellenperson ausweiten. Hier ist es Aufgabe der Quellenperson, dass das nicht geschieht, weil sich sonst ihre Vision verwässert. Stattdessen muss die Sub-Quellenperson sich ein kreatives Feld ausserhalb des Feldes der Quellenperson suchen oder schaffen.
Vielleicht hat Lukas so viel Freude an diesen kreativen Bänken und Tischen, dass er beginnt, solche auch für andere Cafés zu schreinern. Daraus kann sich dann etwas Neues ergeben, vielleicht ein eigenes Unternehmen oder Lukas kann bei einer Schreinerei arbeiten, die ihm die Freiheit bietet, solche Bänke und Tische herzustellen. Dort läge es dann an Lukas, sicherzustellen, dass er wirklich frei an den Bänken und Tischen arbeiten kann und nicht mehr und mehr durch andere Schreiner-Projekte absorbiert wird.
4. Quellen können übergeben werden
Priska hat ihr Café jahrelang mit viel Liebe betrieben. Es lief richtig gut, denn die Gäste spürten ihre Leidenschaft. Inzwischen ist sie längst im Pensionsalter. Ein Traum wird immer grösser: Sie möchte ihr Haus aufgeben, in einen Camper ziehen und damit mal hier mal dort leben. Als Kevin, der längst eine eigene Wohnung bezogen hat, einmal zu Besuch kommt, äussert sie ihre Sorge, was dann mit dem Café geschehen könnte. So richtig trennen kann sie sich nicht davon. Kevin meint, er würde es gerne weiterführen und den Bauernbetrieb in eine Pension umwandeln. Priska ist begeistert. Sie spürt, dass das das Richtige ist. Endlich kann sie loslassen. Einige Monate später ist es so weit: In einer feierlichen Zeremonie übergibt sie Kevin den Schlüssel zum Haus.
So kann eine Quelle auf gute Weise übergeben werden. Priska gibt die Verantwortung ab, Kevin übernimmt sie. Künftig wird Kevin die Verbindung zur Quelle pflegen.
In der Praxis drohen einige Fallstricke.
- Szenario 1: Priska übergibt zwar offiziell an Kevin, doch die Quelle behält sie. Sie kann nicht so ganz loslassen und mischt sich immer wieder ein. Kevin fehlt die Verbindung zur Initiative und spürt nicht, was er als Nächstes tun soll.
- Szenario 2: Priska übergibt überhaupt nicht. Zwar spürt sie, dass ihr allmählich die Energie abhanden kommt, doch sie macht immer weiter. Diese fehlende Energie ist gegen aussen spürbar, Gäste munkeln, das Café sei nicht mehr das, was es mal war. Immer öfters bleiben Plätze leer.
- Szenario 3: Kevin will unbedingt das Café übernehmen und zu einer Pension weiterentwickeln, schon Jahre, bevor Priska mit dem Gedanken spielt, das Café abzugeben. Immer wieder versucht er Priska zu überreden. Dem Frieden willen gibt Priska schliesslich nach und übergibt ihm das Café. Doch die Pension kommt nie wirklich zum Fliegen. Weder Kevin noch Priska sind glücklich.
- Szenario 4: Priska spürt, dass die Zeit des Cafés vorüber ist. Sie schliesst es.
Eigenschaften von Initiativen, welche die Quellenprinzipien berücksichtigen
Diese Quellenprinzipien können für alle möglichen Initiativen berücksichtigt werden, egal wie gross die Idee und Vision dahinter ist:
Wichtig ist, dass diese Initiativen dem Innersten eines Menschen entspringen und nicht etwa Ersatzbefriedigungen darstellen. Mehr dazu findest du im Artikel "
Dritter Weg zwischen straffem Top-Down und basisdemokratischem Bottom-Up
Menschen, die für ihre Initiative die Quellenprinzipien berücksichtigen, akzeptieren die natürliche Veranlagungen der beteiligten Personen. Unternehmen bietet sich so eine Alternative jenseits von starren Hierarchien auf der einen Seite und Basisdemokratie auf der anderen.
Starre Hierarchien funktionieren Top-Down, es gibt Befehlende und Befehlsempfänger. Die Vorgesetzten haben zu viel Verantwortung und fühlen sich deshalb unwohl. Die Untergebenen fühlen sich machtlos. Sie haben zu wenig Verantwortung und können ihre eigenen Ideen kaum einbringen.
Auch Basisdemokratien sind oft nicht optimal. Die verschiedenen Ansichten müssen abgeholt und berücksichtigt werden. Das führt oft zu zermürbenden Diskussionen und zu verwässerten Kompromissen.
Wo aber die Quellenprinzipien angewendet werden, stehen kreative Felder im Vordergrund. Alle Beteiligten können ein solches Feld begründen, sofern es ins übergeordnete kreative Feld des Unternehmens passt. So entsteht eine Mischung aus Top-Down und echter Partizipation aller Beteiligten.
Vertiefende Informationen bietet dieses Video von Frederic Laloux, dem Autor von "
Echte Vision
In Unternehmen ist es üblich, Visionsprozesse Top-Down zu initiieren. Alle paar Jahre kommt von oben der Aufruf, sich mit der Vision des Unternehmens zu beschäftigen. Manchmal werden alle Mitarbeitenden einbezogen, manchmal Delegierte, manchmal das Kader. Das Resultat ist immer dasselbe: Ein Kompromiss aller beteiligten Menschen. Und damit ein zahnloses Dokument ohne Ecken und Kanten. Solche Visionen werden dann typischerweise zumindest intern breit kommuniziert, verpuffen dann aber wirkungslos.
Ich selber habe jahrelang an einer Pädagogischen Hochschule gearbeitet. Da lief der Prozess genauso. Es entstand ein Kompromiss, so wie an anderen Hochschulen ähnliche Kompromisse entstanden. Ich wählte die Hochschule als Arbeitgeber, weil sie geografisch nahe lag. Ansonsten unterscheiden sich die PHs kaum. Sie sind seelenlos. Und das gilt für sehr viele Institutionen.
Stelle dir vor, die Institutionen hätten ein Gesicht. Vielleicht gäbe es eine Pädagogische Hochschule, die sich der intrinsischen Motivation verschrieben hat. Die versucht, Wege zu finden, wie Studierende ihr Wesen voll einbringen können, anstatt auf Leistung getrimmt zu werden. Die Lehrpersonen so ausbilden, dass diese wiederum die Einzigartigkeit der Schülerinnen und Schüler an oberste Stelle stellen. Ich hätte sofort an diese PH gewechselt. Dafür hätten andere Dozierende und Mitarbeitende ihre Werte dort nicht wiedergefunden und hätten gewechselt. Übrigens leistet der intrinsic Campus hierzu wichtige Vorarbeit, allerdings ausserhalb des Kreises der Pädagogischen Hochschulen.
Eine solche echte Vision lässt sich nicht basisdemokratisch herleiten. Dafür braucht es eine Persönlichkeit, die die Möglichkeit hat, dieses kreative Feld Top Down zu eröffnen. So erhält die Institution ein Gesicht.
Quellenpersonen lernen von der Zukunft
Bei solchen Herzensprojekten ist die Verbindung zur Vision, zur Quelle, zentral. Die Führung liegt bei der Initiative selbst. Die Quellenperson liest lediglich, was die Quelle gerade benötigt und leitet die notwendigen Schritte ein.
Bereits der Start folgt diesem Prinzip: Die Initiative macht sich bei der Quellenperson bemerkbar und diese spürt einen Drang, das Projekt anzupacken. Genau so geht es weiter. Ich verspürte etwa den Drang 'Spiel dein Leben' zu gründen und dazu meinen Job an der Hochschule auf 50 Prozent zu reduzieren. Damals hatte ich keine Ahnung, was daraus wird. Zuerst hatte ich nur die Klarheit, einen Online-Kongress zu organisieren. Dann zeigte sich der nächste und übernächste Schritt. Irgendwann spürte ich den Impuls, die Stelle an der Hochschule ganz zu schmeissen, irgendwann entstand die Traumjob-Schmiede, irgendwann das 'Spiel dein Leben'-Buch, irgendwann der Magic Campus und so weiter.
Tom Nixon bringt das perfekt auf den Punkt:
Quellen[personen] müssen lernen, zwischen Zweifel und Klarheit zu tanzen. Eine Quelle[nperson] verbringt einen grossen Teil ihrer Zeit damit, nicht zu wissen, wohin ihre Initiative führt. Gleichzeitig muss sie akzeptieren, dass letztlich nur sie die Dinge wirklich klären kann. Sie hat eine schöpferische Autorität in Bezug auf den kreativen Bereich, auf den sie wie niemand sonst eingestimmt ist.
– Tom Nixon
Somit lässt sich nur bedingt von der Vergangenheit lernen. Es lohnt nicht, einen sorgfältigen Business-Plan auszuarbeiten und diesen gemäss dem, was man im BWL-Studium gelernt hat, fachkundig umzusetzen. Das passt zu Initiativen, die der Angst und nicht der Liebe folgen, die also nicht auf die Verbindung zur Initiative achten (die sich als Liebe äussert), sondern z.B. einfach dazu dienen, Geld zu verdienen (was auf Existenzangst zurückgeht).
Wer sich aber von der Leidenschaft leiten lässt, braucht keinen Masterplan auszuarbeiten, denn das Herzensprojekt bringt den Plan bereits mit. Eine solche Initiative entrollt den Plan Schritt für Schritt.
Somit gilt es für Quellenpersonen das umzusetzen, wo Klarheit besteht, ohne zu wissen, wohin die Reise von dort aus geht. Klarheit lässt sich nicht erzwingen. Sie kommt, sobald die Zeit reif ist dazu. Das bedingt viel Vertrauen. Vertrauen, dass der Weg auch zum Ziel führt und die Vision umgesetzt werden kann.
Eine Herausforderung für Quellenpersonen ist, dem inneren Kompass zu vertrauen. Zweifel können sie in eine falsche Richtung führen und die Beziehung zur Initiative schwächen. Beispielsweise könnte Priska zweifeln, ob sie mit ihrem Café ausreichend Geld verdienen, um das wegfallende Gehalt von der Schreinerei zu kompensieren. So könnte sie versucht sein, Massnahmen einzuleiten, die nicht ihrer Verbindung zur Initiative entspringen (der Liebe), sondern der Angst.
Initiativen enthalten die Schwächen der Quellenperson
Die starke Verbindung zwischen der Initiative und der Quellenperson bedingt, dass die Schwächen der Quellenperson auf die Initiative übertragen wird. Vielleicht zaudert die Quellenperson, weil sie sich nicht zwischen mehreren Möglichkeiten entscheiden kann, vielleicht hat sie Angst, den nächsten Schritt zu tun.
Nicht deshalb sind eigene Kinder (auch sie sind Quellen) wie auch die Gründung eines eigenen Unternehmens beste Gelegenheiten zur Persönlichkeitsentwicklung sind. Beide Arten von Quellen bringen uns immer wieder an die Grenzen. Diese überwinden wir nur, wenn wir unsere Limitierungen nach und nach aufweichen können.
Es scheint eine allgemeine Regel zu geben: Die Bewusstseinsebene der Organisation kann nicht über die Bewusstseinsebene des Leiters der Organisation hinausgehen.
– Frederic Laloux,
Als wesentlicher Teil der Quellenarbeit zeigt sich immer wieder die Klärung des nächsten Schrittes, der einhergeht mit der Bereitschaft, das nächste Risiko einzugehen. Stockt der Quellen-Fluss, können die notwendigen Ressourcen nicht frei fliessen, d.h. meist stehen unbewusste Bewertungen im Weg, die es zuerst zu erkennen und zu integrieren gilt, um den Fluss des Annehmens und Gebens zum Gedeihen der Vision frei fliessen zu lassen. Für die Rücknahme der unbewussten Projektionen resp. Klärung des nächsten Schrittes dient die von Peter Koenig entwickelte Geld- resp. Identitätsarbeit.
Quellenprinzipien und Spielen
Die Quellenprinzipien gelten für Herzensprojekte. Für Herausforderungen, die wir aus innerem Antrieb anpacken. Genau das ist die
Die Magie des Spiels für Herzensprojekte nutzen
Es gibt noch eine Parallele zwischen einem Spiel und den Quellenprinzipien: Die Quellenprinzipien betonen die Verbindung zwischen der Quellenperson und der Quelle, dem Herzensprojekt. Die Quellenperson ist ganz bei sich. Zusätzlich ist sie mit dem Projekt, als Teil der Welt verbunden. Durch das Zusammenspiel der Quellenperson mit der Quelle entsteht ein kreatives Feld, das sich möglichst ausdehnen möchte.
Spielen ist nichts anderes als perfekte Interaktion mit der Quelle und somit optimale Umsetzung eines Herzensprojekts.
Im Artikel
- Die Verbindung zu sich selbst.
- Die Verbindung zur Welt.
- Die Ausdehnung.
In diesen drei Dimensionen gibt es jeweils drei Regler, die in Balance stehen sollten, damit sich ein Herzensprojekt so richtig spielerisch-leicht anfühlt.
Quellenprinzipien in Spielen nutzen
Somit gelten die Quellenprinzipien auch für Spiele und die Spielprinzipien auch für Herzensprojekte. Das scheint logisch, denn ein Spiel ist nichts anderes als ein Herzensprojekt und ein Herzensprojekt ist nichts anderes als Spiel (sofern die obigen Regler in Balance sind). Allerdings machen die Quellenprinzipien nicht bei allen Spielen Sinn.
Spiele lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: Spiele, deren Enden bereits zu Beginn festgelegt sind und Spiele, von denen niemand weiss, wann sie beendet sind (gerne würde ich von endlichen und unendlichen Spielen sprechen, aber diese Begriffe sind leicht abweichend bereits besetzt).
Beispiel: Ein Fussballspiel dauert 90 Spielminuten. Somit ist klar, wann es zu Ende ist. Für solche Spiele ist es beispielsweise sinnlos zu überlegen, an wen die Quelle übergeben werden kann.
Hingegen kann jemand den Impuls verspüren, einen Fussballverein zu gründen. Das ist das Herzensprojekt dieser Quellenperson. Oder eben: Das Spiel dieser Quellenperson. Das Spiel ist also nicht ein einzelnes Fussballspiel, sondern einen Fussballverein zu gründen und zum Blühen zu bringen. Hierbei sind die Quellenprinzipien zentral.
Zwei Blicke auf dasselbe
Somit nähern Peter Koenig und ich uns aus unterschiedlichen Richtungen dem Thema Herzensprojekt resp. Quelle. Peter Koenig hat seine Erkenntnisse als Quellenprinzipien formuliert. Ich habe das Spiel untersucht und dabei Regler entdeckt, die in Balance sein sollten.
Zusätzlich habe ich 12 Elemente des spielerischen Lebens abgeleitet, die sich gerade für Quellenpersonen lohnen zu beachten. Sie sind im Buch "Spiel dein Leben – über die Leichtigkeit des Lebens" anhand eines konkreten Beispiels erklärt.
Literatur
Stefan Merckelbach
Ein kleines rotes Buch über die Quelle
Die hier erstmals auf Deutsch in Buchform präsentierten „Quellenprinzipien“ bringen Energie, Klarheit und Kreativität in die Entwicklung all unserer Projekte.
Die Quelle ist eine Person, die eine Idee hat, Initiativen ergreift und Risiken eingeht, um sie umzusetzen. Ihre Hauptaufgabe ist es zu klären, was der nächste Schritt zur Entwicklung ihres Projekts ist. Wenn sie Unterstützung braucht, lädt sie andere ein, sich zu beteiligen und eine „Quelle“ für einen Teil des Projekts zu werden. Alle unsere Kollektive wurden auf diese Weise geboren.
Jeder Mensch nimmt in seinem Leben mehrere „Quellenrollen“ ein: Der Manager ist eingeladen, die „Quelle“ seines Teams zu werden; der Mitarbeiter, die „Quelle“ seiner Tätigkeit; die Sportlerin, die „Quelle“ ihrer Form. Wo immer es ein Projekt gibt, gibt es eine „Quelle“.
Die „Quellenprinzipien“ helfen uns, uns energisch in alle unsere Initiativen einzubringen und die Menschen um uns herum zu ermutigen, dasselbe zu tun. Sie laden uns ein, ein inspirierteres Management zu leben, unser kreatives Engagement zu fördern und unsere berufliche und persönliche Beziehungen eine neue Bedeutung zu geben.
Das Buch ist auch auf Französisch und
Webseite zum Buch
Tom Nixon
Work with Source
We live at a time of “terrifying opportunity”. From the climate emergency to the rise of authoritarianism, we face a dizzying array of threats, yet there is also vast positive potential all around us. To make the most of it, we need human ingenuity to flourish, in social movements, purpose-driven businesses, and the many other collaborations that can change our world for the better.
Nothing starts without a founder, but here’s the great paradox: to grow a collective endeavour, it can’t just be about the founder. We have to decentralise, yet at the same time, founders and their successors have a natural authorship and vital role to play in endeavours they start. A founder failing to show up well can be the undoing of everything, but get it right and a purposeful vision can come to life spectacularly.
Sharing the seminal thinker Peter Koenig’s decades of research, and his own experience of developing highly participatory initiatives, Tom Nixon will introduce you to a new perspective on being a founder and developing purposeful endeavours that can harness the creative potential of everyone involved.
Work with Source is a comprehensive guide that can be read from cover to cover or used as a reference for founders to help them meet the pivotal challenges they’ll encounter on the journey.