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|FAQ

|Wo können wir uns eine Übersicht des PR-Agenturmarktes verschaffen?

- Die «Marktstatistik» auf der BPRA-Website gibt Auskunft über die Grösse einer Agentur und ihre Entwicklung. Sie enthält treuhänderisch geprüfte Zahlen und Daten.
- Der «Skills Index» zeigt, über welche Erfahrungen eine PR-Agentur nachweislich verfügt. Diese Information ist gegliedert nach Erfahrungen mit bestimmten PR-Dienstleistungen, nach Branchen-Know-how und nach Vertrautheit mit bestimmten Kundenstrukturen.
- Das Menü «Mitglieder» schliesslich zeigt, welche Agenturen entsprechend höchsten Qualitätsnormen arbeiten (CMS II zertifiziert) und ob sie einem internationalen Netzwerk angehören. Mit Link zur jeweiligen Agentur-Website.
Wie wählt man die richtige PR-Agentur für eine bestimmte Aufgabe?
- Üblicherweise durch Direktwahl, d.h. aufgrund von Empfehlungen oder basierend auf der Marktübersicht. Die gewählte Agentur wird mit einer Situationsanalyse und der Entwicklung eines Kommunikationskonzepts beauftragt.
- Oder durch eine Agentur-Präsentation, d.h. aufgrund einer Vorstellung der Agentur mit Fallbeispielen und anschliessender Diskussion.
- Oder durch Einladung mehrerer Agenturen zu einer Wettbewerbs-Präsentation. Eine solche erfordert ein eingehendes schriftliches und mündliches Briefing, einen Zeitbedarf von mindestens 4 Wochen, die Entrichtung eines Präsentationshonorars und klare, vorab festzulegende Beurteilungskriterien.
Machen BPRA-Agenturen kostenlos Offerten?
- Offerten für präzise definierte Einzelmassnahmen sind kostenlos.
- Offerten für PR-Programme erfordern vorgängig eine konzeptionelle und kreative Leistung der Agentur. Diese ist honorarpflichtig. Die Agentur wird dafür ein Richtbudget unterbreiten.
Was versteht der BPRA unter Full-Service-Agentur?
Full-Service heisst, dass die Agentur eine umfassende systemische Sicht ihres Kunden, dessen Bezugsgruppen und Beziehungen pflegt, das Know-how hat, um eine dialogische Kommunikation zu managen und eine ganzheitliche Unternehmensberatung aus Sicht der Kommunikation anbieten kann. Sie beherrscht sowohl die Analyse, die Strategieentwicklung als auch die Umsetzung der Kommunikationsmassnahmen.
Können PR-Kunden von einer BPRA-Agentur mehr erwarten, als anderswo?
Ja, BPRA-Agenturen zeichnen sich aus durch qualitativ hochstehende Full-Service-Dienstleistungen, durch personelle Kontinuität und jederzeit sichergestellte qualifizierte Stellvertretung auf allen Ebenen der Agentur, durch ausschliessliches Handeln im Interesse ihrer Auftraggeber und oft durch international höchste Standards des Qualitätsmanagements (CMS II Zertifizierung). BPRA-Agenturen garantieren Unabhängigkeit und Diskretion. Sie übernehmen Aufträge nur dann, wenn die für die seriöse Durchführung erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind. Sie orientierten sich in allem was sie unternehmen an verbindlichen ethischen Grundsätzen.
Wie gehen BPRA-Agenturen mit Interessenskollisionen um?
Verantwortlichkeit und Anwaltschaft sind für BPRA-Agenturen wichtige ethische Werte. BPRA-Agenturen übernehmen während der Dauer eines Auftragsverhältnisses keine Mandate, die den Interessen ihres Auftraggebers direkt zuwiderlaufen. Bei einer möglichen Interessenskollision konsultiert die Agentur vorgängig die betroffenen Auftraggeber.
Gilt der BPRA-Beratungsvertrag für alle Kunden der BPRA-Agenturen?
Nein. Kunden und BPRA-Agenturen sind frei, individuelle Beratungsverträge abzuschliessen. Der BPRA-Beratungsvertrag ist ein Mustervertrag, der sich in jahrelanger Praxis bewährt hat. Verbindlich für alle Auftragsverhältnisse der BPRA-Agenturen mit ihren Auftraggebern ist indes die BPRA-Honorarordnung.
Können wir von unserer PR-Agentur eine Erfolgsgarantie verlangen?
BPRA-Agenturen dürfen keine Erfolgsgarantien abgeben. Erfolgsgarantien könnten die Integrität der Kommunikationswege und damit die verfassungsrechtlich gewährleistete Pressefreiheit gefährden. Das Verbot, unhaltbare Garantien abzugeben, ist auch in der Stockholm Charta, der ethischen Richtlinie für alle BPRA-Agenturen, verankert.
Weshalb arbeitet unsere PR-Agentur nicht gegen Erfolgshonorar?
BPRA-Agenturen haben eine wichtige Mittlerrolle zwischen Auftraggebern und Medien wahrzunehmen. Erfolgshonorare könnten ihre Unabhängigkeit gefährden. Deshalb untersagt der BPRA die Vereinbarung von PR-Dienstleistungen gegen Erfolgshonorar.
Welche Honoraransätze verlangen BPRA-Agenturen?
Mit Rücksicht auf die Vielfalt der Dienstleistungen, die Unterschiedlichkeit der Agenturstrukturen sowie des regional bedingten Salär- und Kostengefälles ist es nicht möglich, einen allgemeinverbindlichen, schematischen Tarif festzulegen. Die Honoraransätze errechnen sich indessen bei allen Mitgliedern des BPRA nach den gleichen Prinzipien: Lohnkosten und Sozialleistungen pro Mitarbeiter für dessen produktive Stunden multipliziert mit einem betriebswirtschaftlichen Kostenfaktor (Gemeinkosten zuzüglich Risiko- und Gewinnzuschlag). Dieser liegt in der Regel zwischen 2,5 und 3,0 auf der Basis von 1'200 h pro Vollzeitmitarbeiter pro Jahr.
Was ist in den Honoraransätzen eingeschlossen?
Eingeschlossen im Honoraransatz sind die von der Agentur erbrachten Beratungs-, Analyse-, Konzeptions-, Text- und Realisationsleistungen. Die Agentur kann Zuschläge erheben bei Vorschlägen, Ideen, Einsätzen oder Massnahmen, deren tatsächlicher Wert zeitmässig nicht erfasst werden kann; dies betrifft insbesondere kurzfristige Mandate. Barauslagen der Agentur sowie Reisespesen, die im Zusammenhang mit der Betreuung eines Mandates entstehen, werden separat verrechnet. Rechnungen von Dritten, die im Namen und auf Rechnung des Auftraggebers von der Agentur beauftragt worden sind, werden dem Auftraggeber in der anfallenden Höhe belastet oder zur direkten Bezahlung an den Auftraggeber weitergeleitet.
Sind spezielle kreative Leistungen einer PR-Agentur separat abzugelten?
Insbesondere bei kurzfristigen Mandaten kann die Agentur Zuschläge zum vereinbarten Honoraransatz erheben, wann immer der tatsächliche Wert ihres Vorschlages, ihrer Idee, ihres Einsatzes oder ihrer Massnahme zeitmässig nicht angemessen erfasst werden kann.
Kann der PR-Kunde von seiner Agentur detaillierte Stundenabrechnungen erwarten?
Wiewohl jede BPRA-Agentur die für jedes Mandat geleisteten Stunden laufend erfasst, entsprechen detaillierte Regiestundenabrechnungen nicht der Branchenusanz. Bei allfälligen Abweichungen vom vereinbarten Richtbudget kann der Auftraggeber indes einen präzisierten Nachweis verlangen.
Soll von der PR-Agentur eine Vertraulichkeitserklärung verlangt werden?
Der BPRA-Beratungsvertrag enthält eine Verpflichtung der Agentur, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen Informationen und Dokumente, die nicht vom Auftraggeber ausdrücklich für eine Weitergabe an Dritte bestimmt worden sind, geheimzuhalten. Diese Geheimhaltungspflicht besteht nach Beendigung des Beratungsvertrages fort. Bei besonders sensiblen Projekten ist es jedem Auftraggeber unbenommen, im Rahmen seiner Unternehmensgepflogenheiten von seiner Agentur zusätzlich die Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung zu verlangen.
Gibt es eine Schlichtungsstelle für Konflikte mit unserer PR-Agentur?
Ja, der BPRA hat eine Schlichtungsstelle errichtet. Sie beurteilt, im Sinne eines Ombudsmannes, allfällige Meinungsdifferenzen zwischen Auftraggebern und Mitgliedern des BPRA.
Dürfen BPRA-Agenturen Lieferantenkommissionen für sich behalten?
Nein, BPRA-Agenturen belasten gemäss der geltenden Honorarordnung Rechnungen von Dritten lediglich in der anfallenden Höhe oder leiten diese zur direkten Bezahlung an den Auftraggeber weiter.
Was bedeutet die Stockholm Charta für die Kunden einer PR-Agentur?
Die ICCO Stockholm Charta ist die verbindliche ethische Richtlinie für alle BPRA-Agenturen. Sie regelt den Respekt der professionellen PR-Schaffenden vor einer offenen Gesellschaft, freien Meinungsäusserung und freien Medien. Sie verpflichtet die Agenturen zur unabhängigen, sachbezogenen Beratung, zur Diskretion, zur Wahrhaftigkeit der Information und zu höchsten professionellen Geschäftsstandards. Auftraggeber sind im Voraus klar über das zu erwartende Ergebnis der PR-Beratungsleistung zu informieren. Sich widersprechende Interessen dürfen BPRA-Agenturen nicht annehmen, ohne zuvor dem bestehenden Auftraggeber Gelegenheit zu geben, seine Rechte gemäss den Vertragsvereinbarungen zwischen ihm und der BPRA-Agentur wahrzunehmen
Welchen Nutzen haben Kunden aus der CMS II-Zertifizierung ihrer PR-Agentur?
Jede Public Relations Agentur mit CMS II-Zertifikat, hat sowohl ihre Führung als auch ihre Leistungserbringung einer anerkannten Qualitätskontrolle unterzogen. Diese wurde von neutralen Experten nachvollziehbar durchgeführt. Durch Ihre CMS II-Zertifizierung garantiert die betreffende Agentur, dass höchste fachliche, wirtschaftliche und ethische Standards eingehalten werden. Das bedeutet für die Auftraggeber dieser Agentur:
1. Die CMS-zertifizierte Agentur ist gut organisiert und ihre Verantwortlichkeiten und Kompetenzen sind auf allen Ebenen klar festgelegt und bekannt.
2. Die CMS-zertifizierte Agentur wird solide geführt. Auftraggeber erhalten die Gewähr, dass ihnen deren Know-how und Ressourcen auch morgen noch zur Verfügung stehen.
3. Die CMS-zertifizierte Agentur gibt sich mit ihrem Status quo nicht zufrieden. Vielmehr ist sie bestrebt, ihre PR-Dienstleistungen ständig weiter zu verbessern.
4. Die CMS-zertifizierte Agentur hat ihre Kosten und ihre Wirtschaftlichkeit im Griff.
5. Die CMS-zertifizierte Agentur beherrscht ein wirkungsorientiertes, effizientes Projektmanagement.
6. Die CMS-zertifizierte Agentur misst Ihrer Zufriedenheit als Kunde höchste Priorität zu.
7. Auf das, was die CMS-zertifizierte Agentur zu Projektbeginn verspricht, können sich die Auftraggeber verlassen.
8. Die Gesprächspartner der Auftraggeber bei der CMS-zertifizierten sind fachlich und persönlich kompetent.