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Verursacht durch den übermässigen Gebrauch von akuten Schmerzmitteln
Einführung
Menschen, die akute Schmerzmittel öfter als zwei- bis dreimal wöchentlich oder länger als 10 Tage im Monat einnehmen, können einen Zyklus auslösen, der «Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch» (Medication Overuse Headache; MOH) genannt wird.
Da die Wirkung jeder Medikamentendosis irgendwann nachlässt, kommt der Schmerz zurück und man ist versucht, die Dosierung zu erhöhen. Dieser Übergebrauch führt dazu, dass Ihr Schmerzmittel nicht mehr wirkt und stattdessen sogar selbst Kopfschmerzen verursacht. Der MOH kann sowohl bei verschreibungspflichtigen als auch rezeptfreien Schmerzmitteln auftreten und unabhängig davon, ob diese zur Behandlung von Kopfschmerzen oder andere Schmerzarten angewendet werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie glauben, MOH zu haben.
Migräne oder Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch?
Es ist charakteristisch für Migräne, dass die Betroffenen in Episoden auftretende Kopfschmerzen mit vielen Symptomen (Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit) haben, sich zwischen den einzelnen Anfällen aber erholen und ihren normalen Gesundheitszustand wieder erreichen. Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch sind im Gegenteil hierzu konstante, dumpfe Kopfschmerzen, die oftmals in den Morgenstunden stärker sind und täglich oder fast täglich auftreten. Es ist möglich, an den meisten Tagen an einem medikamentenindizierten Kopfschmerz zu leiden, der von Migräneepisoden überlagert wird.
«Rebound-Phänomen»
Nur Menschen, die für Kopfschmerzen empfänglich sind, entwickeln dieses Syndrom; in der Regel sind dies Menschen, die selbst an Migräne leiden oder bei denen Migräne in der Krankengeschichte der Familie zu finden ist. Es tritt im Allgemeinen nicht bei Menschen auf, die Schmerzmittel nicht gegen Kopfschmerzen, sondern gegen andere Schmerzen wie Arthritis oder Rückenschmerzen einnehmen.
Es ist ein Teufelskreis und sogar, wenn die Medikation abgesetzt wird, werden häufig Entzugserscheinungen einschliesslich chronischer Kopfschmerzen berichtet. Die Notwendigkeit, diese Entzugserscheinungen zu lindern, erfordert die weitere Anwendung von Schmerzmitteln, was wiederum zu einem Medikamentenübergebrauch führen kann.
Medikamente, die an der Entwicklung von Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch beteiligt sind
Medikamente bzw. Wirkstoffe, die mit der Entwicklung dieser chronischen, täglich auftretenden Kopfschmerzen in Zusammenhang gebracht werden, sind Koffein, Mutterkorn, Paracetamol, Kodein und Triptane.
Weitere Probleme
Der Übergebrauch von Medikamenten zur akuten Behandlung von Migräne kann ebenso dazu führen, dass präventive Migräne-Medikamente nicht mehr wirken. Ausserdem können durch die Langzeitanwendung von Medikamenten zur akuten Migränebehandlung Leber und Nieren geschädigt werden.
Die Behandlung
Die einzig mögliche Behandlung dieser Krankheit ist das Absetzen der Medikation. Der Absetzungsprozess wird individuell auf die Art der Medikamente, die Sie einnehmen, abgestimmt. Einige Betroffene setzen die Medikamente sofort ab, andere schleichen sie möglicherweise aus und wieder andere müssen unter Umständen sogar für eine Entgiftung unter medizinischer Aufsicht stationär aufgenommen werden.