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Ursprünglich stammt die Speisezwiebel mit grosser Wahrscheinlichkeit aus dem vorderen Orient. Es handelt sich dabei um eine sehr alte Kulturpflanze. Die Römer brachten die Zwiebel über die Alpen, wo sie im Mittelalter stärkere Verbreitung fand. Im Erwerbsanbau ist die einjährige Sä- oder Saatzwiebel am meisten verbreitet. Im kleinflächigen Anbau werden Speisezwiebeln aus Steckzwiebeln gewonnen.
Die zahlreichen Zwiebelsorten unterscheiden sich durch Form, Grösse, Geschmack und Lagerfähigkeit. Für die industrielle Verwertung werden runde, schalenfeste Sorten bevorzugt. Es wird weiter unterschieden zwischen Saucenzwiebeln, gelben Speisezwiebeln, Metzgerzwiebeln, roten und weissen Zwiebel. Säzwiebeln werden im Frühjahr im Freiland oder Gewächshaus ausgesät, sie können aber auch im Herbst ausgesät und im Freien überwintert werden. Steckzwiebeln werden je nach Sorte im Frühjahr oder Hebst von Hand oder maschinell ausgelegt.
Ein Spezialfall bildet die deutlich grössere Gemüsezwiebel, die einen leicht süsslichen Geschmack hat. Sie stammt vor allem aus den Mittelmeerländern, Chile, Ägypten und vereinzelt aus England.
In der Küche werden Zwiebeln während des ganzen Jahres als vielseitiges Gewürz und Gemüse verwendet. Die starke Reizwirkung der Augen, die beim Schneiden der Zwiebeln entsteht, wird durch Schwefelverbindungen der ätherischen Öle verursacht.
Saison: April bis Oktober, Lagerzwiebeln während des ganzen Jahres