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Vorläufige Aufnahme und Härtefallregelung
Handlungsempfehlungen für Sozialarbeitende bezogen auf die Lebenssituation von Langzeit vorläufig aufgenommenen Personen und von Personen mit Aufenthaltsbewilligung nach Härtefallregelung des Kantons Bern
Die vorliegende Forschungsarbeit liefert Grundlagen und Empfehlungen für Sozialarbeitende welche mit vorläufig aufgenommenen Personen arbeiten. Dabei wird insbesondere die vorläufige Aufnahme, die Härtefallregelung, sowie die Lebenssituation von Langzeit vorläufig aufgenommenen Personen und von Personen mit Aufenthaltsbewilligung nach Härtefallregelung des Kantons Bern näher betrachtet. Die Mehrheit der vorläufig aufgenommenen Personen bleiben eine längere Zeit oder für immer in der Schweiz. Am häufigsten wird ihr Status mittels einer Härtefallregelung beendet (Denise Efionayi-Mäder & Didier Ruedin, 2014, S.4-5). Die Härtefallregelung ermöglicht die Umwandlung der vorläufigen Aufnahme (F-Ausweis) in die Aufenthaltsbewilligung (B-Ausweis) (Peter Bolzli, 2015, S.332). Die Modale Strukturierungstheorie von Gregor Husi (2013) bietet die Grundlage zum Verständnis von Lebenssituationen (S.118). In Zusammenhang mit den Forschungsergebnissen wird ersichtlich, dass sich Langzeit vorläufig aufgenommene Personen in mehrfacher Hinsicht in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Weil Personen mit Aufenthaltsbewilligung über deutlich weniger Einschränkungen berichten, stellt die Härtefallregelung für vorläufig aufgenommene Personen eine wichtige Möglichkeit dar, eine stabilere Lebenssituation zu erreichen. Die einjährige finanzielle Unabhängigkeit ist dabei eines der wichtigsten und schwierigsten zu erreichenden Kriterien für die Erteilung einer Härtefallregelung. Aufgrund der schwierigen Arbeitssituation werden insbesondere Familien, Kinder, gesundheitlich eingeschränkte und ältere Menschen benachteiligt. Die Folge ist eine langfristige prekäre Lebenssituation.