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Der frühere französische Premierminister Dominique de Villepin verlässt die Regierungspartei von Staatschef Nicolas Sarkozy. Villepin, der schärfste Kritiker des Präsidenten unter den Konservativen, erneuere seine Mitgliedschaft bei der UMP nicht, teilte sein Büro am Mittwoch mit.
Der ehemalige Regierungschef hatte im Juni als "Alternative" zur Partei seines langjährigen Rivalen eine eigene politische Bewegung gegründet, die "Solidarische Republik". Seine Mitgliedschaft bei der regierenden UMP verlängerte er wenige Wochen später dennoch.
Villepin war von 2005 bis 2007 Regierungschef unter dem damaligen Staatschef Jacques Chirac gewesen und hatte mit Sarkozy erbittert um die Nachfolge gekämpft. Ihre Feindschaft trugen die beiden Männer sogar vor einem Richter aus: Villepin musste sich wegen Rufmordes an Sarkozy verantworten.
Die Richter sprachen den früheren Premier vor gut einem Jahr zwar frei, die Staatsanwaltschaft ging aber in Berufung. Deshalb muss Villepin im Mai erneut auf die Anklagebank - ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl.
Der frühere Regierungschef hält den Präsidenten für "eines von Frankreichs Problemen". Nichtsdestoweniger wollte er ihn am Donnerstag zu einem Gespräch treffen. Die beiden konservativen Politiker wollten über die G-20-Gruppe sprechen, deren Vorsitz Frankreich bis November hat.
SDA-ATS