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Eine Raumsonde der NASA hat zum ersten Mal Anzeichen von flüssigem Wasser auf dem Mars entdeckt. Die entdeckten Rinnsale wachsen im Sommer und verschwinden im Winter. Das Forscherteam mit Berner Beteiligung vermutet, dass es sich um Salzwasser handelt.
In den letzten Jahren konnten Raumsonden bereits nachweisen, dass es auf dem Mars Wassereis und Wasserdampf gibt. Die Suche nach flüssigem Wasser gestaltete sich jedoch schwieriger. Flüssiges Wasser gilt als eine der Bedingungen, damit Leben entstehen kann. Nun wurden auf der Mars-Oberfläche dunkle Fliessspuren auf steilen Hängen entdeckt. Dies zeigen neue Bilder der Kamera an Bord der NASA-Raumsonde.
Die Fliessspuren erscheinen und wachsen in den warmen Mars-Jahreszeiten und schwinden in den kalten Jahreszeiten wieder. Die Spuren sind sehr schmal – meistens fünf Meter breit – und verteilen sich auf verschiedene Stellen auf den mittleren Breitengraden des Mars. Dabei kann eine einzige Fundstelle mehrere Hundert Fliessspuren aufweisen. „Die plausibelste Erklärung für dieses Phänomen ist, dass es von fliessendem Wasser verursacht wird“, erklärt Prof. Nicolas Thomas vom Center of Space and Habitability (CSH) der Universität Bern. Dabei fliesst das Wasser in Form einer Salz-Wasser-Lösung den Hang hinunter, sobald die Temperaturen im Mars-Sommer über den Gefrierpunkt steigen. Dadurch verfärbt sich die Oberfläche dunkel. Das Wasser verdampft dann mit der Zeit, und im Übergang zum Mars-Winter hellt sich die Oberfläche wieder auf. Die Studie des internationalen Forscherteams wird nun im Fachjournal «Science» publiziert.