Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03547.jsonl.gz/894

Im DOK-Versuch in Therwil (BL) werden seit 28 Jahren auf einem Lössboden die Auswirkungen von biologischem und konventionellem Anbau auf die Erträge von Ackerkulturen und Kunstwiese untersucht. Die Anbausysteme unterschieden sich vor allem hinsichtlich Düngung und Pflanzenschutz. Die Biosysteme erreichten einen über alle 28 Jahre und alle Kulturen gemittelten Ertrag von 80 % des Ertrags der konventionellen Anbausysteme. Dies bei einem markant geringeren Einsatz an mineralischem Stickstoff von nur 30 bis 35 %. Die Ertragseinbussen bei den Biosystemen der seit Versuchsbeginn angebauten Kulturen waren mit 33 bis 43 % bei den Kartoffeln am höchsten und mit 13 % bei der Kunstwiese am geringsten. Bei Winterweizen betrugen sie 14 %. Die Kartoffelerträge des organisch-biologischen Anbausystems waren durchschnittlich 10 % höher als beim biologisch-dynamischen Anbausystem und die Kunstwiesenerträge des konventionellen Systems mit Hofdünger waren 10 % höher als jene des mineralisch gedüngten Systems. Die Ertragsstabilität war bei den Biosystemen tendenziell geringer. Die stärksten Ertragsschwankungen zeigten die Kartoffeln. Vergleiche der Erträge mit jenen in Schweizer Praxisbetrieben haben gezeigt, dass die Bio-Weizenerträge im DOK-Versuch ähnlich hoch waren. Hingegen fielen die DOK-Weizenerträge im konventionellen Anbau wegen der Verwendung ertragsschwacher Sorten geringer aus. Bei den Kartoffeln waren die DOK-Erträge sowohl im Bio- als auch im konventionellen Anbau höher als in der Praxis.
Herbizidresistenzen bei Unkräutern sind weltweit ein zunehmendes Problem. Das Herbizidresistenz-Monitoring in der Schweiz soll dazu beitragen, die Mechanismen, die zu diesen Resistenzen führen, besser zu verstehen und den Herbizideinsatz besser zu steuern.
Agroscope hat Pflanzenschutzstrategien im Apfelanbau verglichen. Durch die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln verminderten sich die lokalen ökotoxikologischen Risiken, es ergaben sich aber andere Zielkonflikte bezüglich Umwelt und Wirtschaftlichkeit.
Bt-Mais ist durch Eiweisse des Bakteriums Bacillus thuringiensis vor Frass durch bestimmte Insekten geschützt. Eine neue, systematische Auswertung von weltweiten Felddaten bestätigt, dass Nichtzielorganismen in Bt-Mais weitgehend geschont werden.