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Ende November hat sich Cressida Bonas' (33) sehnlichster Wunsch erfüllt: Die Ex-Freundin von Prinz Harry (38) hat ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Ein Wunder, an das Cressida kaum mehr zu glauben wagte. Zwei Jahre lang versuchte sie vergeblich, schwanger zu werden. In einem persönlichen Brief, der in der britischen Zeitung «The Times» veröffentlicht wurde, erzählt Cressida, mit welchen belastenden Situationen sie auf ihrem Weg zu Schwangerschaft konfrontiert war.
Da war zum Beispiel ihr Umfeld, das wenig Sensibilität zeigte und nicht zu verstehen schien, wie sehr Cressida der unerfüllte Kinderwunsch belastete. So musste sie sich unzählige Ratschläge anhören, die bestimmt gut gemeint, jedoch wenig hilfreich waren. Eine kleine Auswahl: «Geh in die Ferien und entspann dich.» «Es wird passieren, sobald du aufhörst, es zu versuchen.» «Du bist noch jung, du hast noch viel Zeit.» Oder noch absurder: «Streue Reis unter dein Bett.» «Immerhin hast du einen Hund.»
Ebenfalls belastend: Die fehlende Erklärung dafür, warum es mit dem Schwangerwerden nicht klappte. «Nach endlosen Tests wurde meinem Mann Harry und mir gesagt, dass die einzige Erklärung sei, dass es keine gäbe», schreibt Bonas. Damals habe sie noch nicht gewusst, dass zirka jedes siebte Paar Schwierigkeiten hat, schwanger zu werden. Also holte sie die Meinung zahlreicher Ärzte ein, um der Kinderlosigkeit doch noch auf den Grund zu gehen – vergeblich.
Verzweiflung trieb sie zu einem Hellseher
Irgendwann habe sie nicht nur an ihrer Gesundheit gezweifelt, sondern sich auch Vorwürfe gemacht. So dachte sie etwa, es läge an ihrem Lebensstil, dass sie nicht schwanger wurde und achtete penibel darauf, welche Nahrungsmittel sie zu sich nahm. «Meine Gedanken drehten sich in einer ständigen Sorgenschleife, und meine Besessenheit, schwanger zu werden, wurde immer überwältigender», schreibt die 33-Jährige.
In ihrer Verzweiflung habe sie viel Energie und Geld in diverse Behandlungsmethoden gesteckt – in seriöse und weniger seriöse. Sie ging zu einem Ernährungsberater, probierte, mit Akupunktur einen Erfolg zu erzielen und suchte sogar bei einem Hellseher Hilfe, der angab, mit Engeln sprechen zu können.
Aufgrund der ständigen negativen Bescheide, des Drucks durch ihr Umfeld und den eigenen Zweifeln haben sich Cressida Bonas und ihr Mann Harry Wentworth-Stanley immer stärker zurückgezogen und Anlässe wie Kindergeburtstage gemieden. Im Nachhinein wünschte sich Cressida vor allem eines: Dass sie in diesen schwierigen zwei Jahren nachsichtiger mit sich selbst gewesen wäre.
Schliesslich hat sich der Kinderwunsch dank In-Vitro-Fertilisation (IVF) doch noch erfüllt. Es habe sogar gleich beim ersten Versuch geklappt, schreibt Bonas.
Ihre Geschichte teilt die Ex-Freundin von Prinz Harry nun, weil sie der Meinung ist, es gebe zu viele Paare, die im Stillen mit ihrer Unfruchtbarkeit kämpfen. «Je mehr wir unsere Geschichten teilen, desto leichter wird die Last der Scham, die mit der Unfruchtbarkeit einhergeht», so Bonas. Sie hätte sich jedenfalls ohne die Menschen, die mit ihr ihre Geschichten geteilt haben, sehr allein gefühlt.
Stars wollen Tabu brechen
Cressida Bonas ist bei weitem nicht die einzige Prominente, der es ein Anliegen ist, dass künftiger offener über einen unerfüllten Kinderwunsch und künstliche Befruchtung gesprochen wird: Um zur Enttabuisierung beizutragen, erzählte etwa die Schauspielerin Rebel Wilson (42), dass sie jahrelang nicht schwanger werden konnte und sich den Kinderwunsch nun dank einer Leihmutter erfüllt hat. Michelle Obama (58) enthüllte in ihrer Autobiografie «Becoming», dass ihre beiden Töchter per In-vitro-Fertilisation gezeugt wurden und Hollywood-Star Anne Hathaway (39) offenbarte, um anderen Frauen Mut zu machen, dass sie «durch die Fruchtbarkeits- und Empfängnishölle» ging, bevor sie endlich schwanger wurde.