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AXXXX Artilleriewerk Stöckli
Eigentlich war auf dem Stock (2460 Meter über Meer) nur eine Stellung mit Charakter der provisorischen Befestigung geplant. Doch wurde in den Jahren nach dem bundesrätlichen Bauauftrag 1893 ein Artilleriefort erstellt. Zweck war die Feuerunterstützung in Richtung Oberalp-Pass. Die Ausrüstung des höchsten aller Gotthard-Werke betrug ursprünglich zwei 12 cm Panzerhaubitzen, eine Kehlkaserne und einen Unterstand. Die Anlage wurde mit Steinplatten umgeben, die zugleich eine Mauer mit Schiessscharten bildete.
Bereits 1898 begann der Ausbau der Anlage: Zusätzlich zu den beiden Panzerhaubitzen kamen eine Beobachtungs-Panzerglocke, eine Beobachtungs-Kasematte, ein Fahrpanzer-Stand, ein Hindernisgraben mit Flankierkasematte und eine erweitere Kaserne. 1903 kam ein zweiter Stand für einen 5,3 cm Fahrpanzer hinzu, weitere Arbeiten folgten.
Im 1905 wurde auf dem Stöckli (Gütsch ob Andermatt) eine Station für drahtlose Telegraphie System Telefunken (Funkanlage) eingerichtet. Die Antenne war an zwei je fünfzig Meter hohen Masten befestigt. Diese Station sollte mit einer Gegenstation gleicher Bauart auf Rigi-Scheidegg in Verbindung treten. Doch schon kurz bevor die langjährigen Versuche um 1911 abgeschlossen wurden, hatte sich gezeigt, dass für die vom Militär geforderte Verbindung des Gotthards mit dem Landesinnern fahrbare Funkstationen nach dem inzwischen neu eingeführten Löschfunkensystem durchaus ausreichten. Die Stöckli-Station wurde in der Folge aufgegeben, auch wegen eines noch durch einen Schneesturm verursachten Mastbruches. Das Stationshäuschen auf dem Stöckli/Gütsch besteht heute noch.
Doch zwei Probleme ergaben sich grundsätzlich: Die Kaserne war nicht bombensicher und im Norden war die Erhebung 2481, die das Werk überragte und nicht permanent befestigt wurde. Eine 200 Meter lange Gewehrgalerie mit MG-Kasematte wurde erst 1915 erstellt. Ergänzt wurde das Werk Stöckli durch permanente Stellungen für Positionsbatterien (Grossboden und Vorder Felli). Im ersten Weltkrieg wurde das Werk von der Fest Art Kp 9/2 betrieben, im Zweiten Weltkrieg von der Fest Art Kp 12/5. Die Anlage wurde 1947 ausgemustert, da sie sehr exponiert lag, ihre Wirkung beschränkt war und durch das rauhe und wechselhafte Wetter die Anlage auch litt.