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Immer wieder hatte José Mourinho betont, wie fest er sich auf den ersten Heimauftritt seines neuen Klubs Tottenham freue. Was der 56-jährige Portugiese von seinen Spielern dann in den ersten Minuten in der Partie gegen Olympiakos Piräus geboten bekam, wird nicht zu weiteren Glücksgefühlen geführt haben. Noch waren keine zwanzig Minuten absolviert, da lag Tottenham gegen den griechischen Aussenseiter 0:2 zurück, und hatte sich bei den Gegentoren in der Abwehr ähnlich orientierungslos gezeigt wie unter Mourinhos geschasstem Vorgänger Mauricio Pochettino.
In der 6. Minute nutzte der marokkanische Internationale Youseff El Arabi eine ungenügende Abwehraktion von Danny Rose zum 0:1, dreizehn Minuten später profitierte Ruben Semedo beim 0:2 nach einem Corner von den langsamen Reaktionszeiten im Londoner Abwehrverbund. So unkonzentriert die Spurs in der Startphase gewirkt hatten, so hellwach präsentierten sie sich kurz vor und nach der Pause. Dele Alli (45.) und Captain Harry Kane (50.) korrigierten den Fehlstart innerhalb von fünf Minuten. Serge Aurier (73.) und erneut Kane (77.) sorgten in der Schlussphase doch noch für den von Mourinho einkalkulierten klaren Sieg beim Heimdebüt.
Dank Bayern München, das bei Roter Stern Belgrad gleich mit 6:0 siegte, hätte den Spurs sogar ein Remis gegen Piräus gereicht. Die Bilanz von Hansi Flick als Coach der Bayern liest sich damit auch nach vier Spielen - und 11:0 Toren - makellos. Mann des Spiels war einmal mehr Robert Lewandowski. Der 31-jährige Pole, der vier der sechs Tore in Belgrad erzielte, schoss sich von der 60. zur 68. Minute zum schnellsten Hattrick-Torschütze in der Geschichte der Königsklasse.
Mit Real Madrid, das im Spitzenkampf von Gruppe A gegen Paris Saint-Germain zu einem 2:2 kam und Manchester City, dem in Gruppe C ein 1:1 gegen Schachtar Donezk genügte, qualifizierten sich zwei weitere Hochkaräter für die Achtelfinals.
Noch nicht mit der K.o.-Phase planen darf Diego Simeone mit Atlético Madrid. Vor dem letzten Spieltag liegen die Spanier nach dem 0:1 bei Juventus Turin nur einen Punkt vor Bundesligist Bayer Leverkusen, der bei Lokomotive Moskau 2:0 siegte. Der vermeintliche Spitzenkampf von Gruppe D in Turin zwischen Juventus und Atlético war über weite Strecken ein taktischer Abnützungskampf, der einzig unmittelbar vor der Pause durch einen Geniestreich von Paulo Dybala aufgehellt wurde. Mit einem direkt verwandelten Freistoss von der Grundlinie überraschte der 26-jährige Argentinier alle.
(sda)