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Gold ist im Museum Schloss Burgdorf nicht nur in den Ausstellungen der Goldkammer zu finden, sondern überall im Museum. Sie finden es in der Stadtgeschichte, aber auch in zahlreichen Wunderkammern. Entdecken Sie mit dem kleinen Führer «Auf den Spuren des Goldes» auf einer individuellen Tour durchs Schloss die Spuren des Goldes. Der Führer ist gratis an der Museumskasse erhältlich.
Das Napfgebiet gehört, neben der Region Genf, zu den ältesten Goldwaschregionen der Schweiz. Bereits die Helvetier und die Römer dürften in diesen Gebieten nach Gold gesucht haben. Urkunden vom Stift Beromünster aus dem Jahre 1173 und vom Fraumünsterkloster Zürich von 1259 berichten von Goldsteuern, welche vermutlich von Untertanen mittels Waschgold entrichtet worden sind. Für eine jährlichen Gebühr von zwölf Hellern erhielt gemäss einer Urkunde aus Genf 1397 Burgherr von Gex eine Genehmigung zum Goldwaschen in der Rhone und ihren Nebenflüssen.
Im 18. Jahrhundert scheint die Goldwäscherei in der Napfregion ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Die Obrigkeiten in Bern und Luzern erteilen eine Reihe von Patenten zum Goldwaschen. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gab es einzelne Versuche, gewinnbringend aus Flüssen Gold zu gewinnen. Es blieb jedoch bei Versuchen.
Ende der 1970er-Jahre bekam das Goldwaschen neuen Aufschwung. Vereinzelt wurde in den Bächen rund um den Napf nach Gold geschürft. Eine Geologin untersuchte für ihre Dissertation den Goldgehalt der Bäche im luzernischen Napfgebiet. Das weckte das Interesse am Goldwaschen.
Robert Maag war einer der Ersten, der sich in den 1970er-Jahren intensiv mit dem Napfgold auseinandersetzte. Das Werkzeug zum Waschen musste er sich behelfsmässig organisieren. Als Wachpfanne diente ihm ein Becken aus seiner Konditorei. Zudem baute er sich eine Schleuse, die den Waschvorgang rationeller gestalten liess.
Toni Obertüfer erkannte den Bedarf an Goldwaschutensilien und eröffnete in Hergiswil den ersten Goldwasch-Shop der Schweiz. Er begann mit Goldwaschführungen und förderte damit eine neue touristische Attraktion für das Emmental und das luzernische Hinterland.
Ruedi Steiner war der erste Schweizer, der 1977 in Tankavaara (Finnland) Weltmeister im Goldwaschen bei den Amateuren wurde. Er konstruierte eine eigene Waschpfanne, die nach ihm benannte Steiner-Pfanne, welche zu seiner Zeit die beste und schnellste Wettkampfpfanne auf dem Markt war.
Heute ist Goldwaschen eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Durch die Goldwäscherinnen und Goldwäscher sind in den letzten Jahren neue Goldregionen in der Schweiz entdeckt worden.