Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/66533

<h2>SubmittedText<h2><p>Seit Februar 1999 sitzen fünf Krankenschwestern aus Bulgarien in einem libyschen Gefängnis und wurden in einem unrechtmässigen Verfahren zum Tod verurteilt. Sie werden verantwortlich gemacht für die vorsätzliche Infizierung von 426 Kindern im Al-Fateh-Spital von Benghazi mit dem Aidsvirus. Tatsächlich sind diese Kinder an Aids gestorben, doch die bulgarischen Krankenschwestern dienen den libyschen Behörden bloss als Sündenböcke, um nicht zu eigenen Fehlleistungen stehen zu müssen. Am 15. November 2005 wird das höchste Gericht Libyens nun über das Schicksal der Krankenschwestern entscheiden.</p><p>Der Europarat, vor allem auch sein früherer christlichdemokratischer Generalsekretär, hat an alle Regierungen der Mitgliedstaaten des Europarates appelliert, bei allen Gesprächen mit libyschen Regierungsverantwortlichen auf das Schicksal der bulgarischen Krankenschwestern zu verweisen und deren Freilassung zu verlangen.</p><p>Ich möchte Herrn Bundesrat Deiss fragen, ob er dies bei seinem Besuch in Libyen gemacht hat und welchen Bescheid er bekommen hat.</p>