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Extreme Wetterverhältnisse in den USA: Im Bundesstaat Colorado facht Hitze die Waldbrände weiter an, während im Südosten des Landes die Menschen mit den Ausläufern von Tropensturm "Debby" kämpfen.
Der Tropensturm setzte sich im Golf von Mexiko fest und lieferte dem "Sunshine State" Florida ergiebige Regengüsse. Teile der wichtigsten Fernstrassen im Norden Floridas sind am Dienstag wegen Überschwemmungen geschlossen worden.
Die Fluten machten mancherorts Evakuierungen notwendig. Tausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom, wie der TV-Sender CNN berichtete. Fast 600 Ölplattformen im Golf von Mexiko wurden weitgehend geräumt.
Nachdem der Sturm bereits der Golfküste Floridas starke Niederschläge bescherte und starker Wind das Land durchstreifte, setzte der Sturm nur ganz langsam seinen Weg über Florida hin zum Atlantik fort.
Am Dienstag lag "Debbys" Auge Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums zufolge rund 330 Kilometer westlich von Orlando und bewegte sich mit fünf Kilometern in der Stunde fort. Am Freitag soll er Florida dann überquert haben.
Eine Frau starb bereits am Sonntag in ihrem Haus in Venus, einem Ort südöstlich der Stadt Tampa, als sie ihre dreijährige Tochter vor einem Tornado in Sicherheit bringen wollte. Als der Wirbelsturm über ihr Haus hinwegzog, sei die Frau mehr als 60 Meter durch die Luft geschleudert worden, hiess es in US-Medien.
Feuer in Colorado Springs zurückgedrängt
In Colorado und Utah kämpfen die Menschen weiter gegen Wald- und Buschbrände an. In zehn Staaten gilt laut Medienberichten inzwischen die höchste Alarmstufe.
Die Kombination aus starken Winden, extremer Trockenheit und warmen Temperaturen lasse das Feuerrisiko steigen. Feuerwehrleute konnten laut der Zeitung "Denver Post" aber inzwischen 45 Prozent der Brände unter Kontrolle bringen.
Allein in Colorado kämpfen Tausende Feuerwehrleute mit Militärhilfe gegen sechs Brände an, der grösste davon in Colorado Springs. Die Feuer zerstörten bereits eine Fläche von 330 Quadratkilometern - dies ist mehr als die Fläche des Kantons Schaffhausen - und sind damit laut der "Denver Post" zu den zweitgrössten in der Geschichte des Bundesstaates angewachsen.
In den staatlich geschützten Arapaho- und Roosevelt-Waldgebieten wütet schon seit dem 9. Juni ein Brand. 250 Häuser seien zerstört worden, auch das ein trauriger Rekord. Im Feuergebiet bei Colorado Springs hatten sich zwischenzeitlich 11'000 Menschen in Sicherheit bringen müssen.
SDA-ATS