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Garneelen
(Granaten, Garnaten, frz. crevettes, engl. shrimps), es sind dies kleine Krabben oder Krebschen, von denen man allein in den europäischen Meeren über 90 Arten hat; die gewöhnlichste derselben, Crangon vulgaris, ist seitlich zusammengedrückt, fleischfarbig und so durchscheinend, daß ihre Eingeweide erkennbar sind. Sie leben im seichten Küstenwasser rings um England, an der französischen und Nordsee-Küste, tummeln sich im Wasser mit erstaunlicher Schnelligkeit und noch erstaunlicher ist die unerschöpfliche Menge, in der sie vorkommen.
Man schöpft diese Delikatesse fast das ganze Jahr hindurch täglich lastenweise aus dem Meere, ohne daß je eine Abnahme sich zeigt. Die gefangenen Tiere werden sogleich nach dem Landen in Salzwasser abgekocht und dadurch so weit haltbar, daß sie per Eisenbahn auch ins Binnenland versandt werden können. In den Seestädten, wo diese Ware einen Artikel des Straßenverkaufs ausmacht, ist sie wohlfeil für Jedermann. Der größte und tägliche Konsument ist der Engländer, zu dessen Thee die Schrimps nie fehlen dürfen. Bei uns in Deutschland kommen sie nur in Delikatessenhandlungen vor. Die G. werden auch zu Dünger verarbeitet, geröstet und gepulvert - Granatguano. - Zoll s. Tarif Nr. 25 r.