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weitere kynologischen Tätigkeiten
Während meiner Jungendzeit in Seuzach hielten meine Eltern zuerst einen Deutschen Boxer und danach einen Berner Sennenhund x Collie-Mischling. Im Alter von 14 Jahren besuchte ich mit „Astor“, so hiess der Sennenhund-Mischling, bereits regelmässige Hundetrainings in der Kynologischen Gesellschaft Winterthur (KGW). Damals waren wir zu Fuss eine halbe Stunde unterwegs, bevor wir das mit vielen Plausch-Übungen durchsetzte, zweistündige Training absolvierten, um danach wiederum eine halbe Stunde nachhause zu laufen.
Nach der Schulzeit durfte ich während einem Jahr in Cambridge Englisch lernen, weil es zu jener Zeit nicht möglich war, meinen Wunschtraum zu erfüllen und mich zur Tierarztgehilfin ausbilden zu lassen. Kurz nach meiner Rückkehr aus England starb mein geliebter Astor im Alter von 10 Jahren.
In einem Zeitungsinserat wurde meine Mutter darauf aufmerksam gemacht, dass erstmals in der Schweiz Schulungsmöglichkeiten für Tierarztgehilfinnen angeboten wurden. Ich nahm die Gelegenheit war, besuchte ein Jahr lang eine Arztgehilfinnen-Schule in Zürich und absolvierte ein Jahr Praktikum in allen Abteilungen des Tierspitals Zürich, wonach ich als diplomierte Tierarztgehilfin tätig sein konnte. Meine Eltern erlaubten mir auch, mir einen eigenen Berner Sennenhund, dieses Mal natürlich ein reinrassiger Hund mit Ahnentafel, zu erwerben. Es war „Faruk von Arin“, ein arbeitsfreudiger und schöner Rüde.
Leider hatte ich neben dem beruflichen Engagement bei einem Tierarzt in Zürich kaum Zeit für meinen jungen, gesunden Hund, weshalb ich meine aktive Tätigkeit als Tierarztgehilfin schon nach einem Jahr beendigte und einem „geordneteren“ Berufsleben als Sekretärin nachging – jeden Abend rechtzeitig „Feierabend“ mit genügend Zeit für mein Hobby: Hundeausbildung und Erziehungskurse.
In der KGW war ich dann während 16 Jahren als Vorstandsmitglied tätig und durfte von 1970 bis 1985 regelmässig praktische Erziehungs- und Weiterbildungskurse erteilen. Ich bildete dutzende von Hunden zu Begleit- und Sanitätshunden aus und arbeitete auch mit meinem eigenen Hunden regelmässig in den Klassen Begleithund, Sanitätshund und Schutzhund. Als Besitzerin eines Berner Sennenhundes trat ich selbstverständlich dem Schweizer Klub für Berner Sennenhund bei, wo ich meinen Rüden ankören liess. Schon sehr bald danach nahm ich dann auch die Ausbildung zur Wesensrichterin in Angriff, indem ich bei Deutschen Doggen, Golden und Labrador Retrievern und natürlich bei Berner Sennenhunden Anwartschaften machte und so als offiziell anerkannte Wesensrichterin bestätigt wurde. Diese interessante Tätigkeit durfte ich an verschiedenen Ankörungen bei verschiedenen Rassen während längerer Zeit ausüben.
Im Jahre 1977 bestand ich zusätzlich die Prüfung als Leistungsrichterin bei der TKGS und konnte an Gebrauchshundeprüfungen der SKG als Richterin amtieren. Dieses Amt gab ich nun nach über 30 Jahren aktiver Richtertätigkeit per Ende 2009 ab.
Ab 1980 gehörte ich mit Hans W. Müller, François Charles Otth, Daniel Marx und Margrit Beer zu den Gründungsmitgliedern und zum ersten Vorstand des RRCS, wo ich während 18 Jahren als Zuchtwartin amtete. Meine Ausbildung als Tierarztgehilfin kam mir bei dieser Vereinstätigkeit sehr entgegen.
Im Frühjahr 1981 durfte ich meinen ersten Rhodesian Ridgeback „Kianga’s Chivaz“ aus der Zucht von Hans und Ruth Müller, Seuzach, zu mir nehmen. Mit ihm absolvierte ich einerseits BH- und SanH-Prüfungen und andererseits lehrte ich ihn jagdlich zu arbeiten und durfte ihn an Schweiss-Prüfungen führen. Zudem liess ich mich mit ihm bei der Überwachung im freiwilligen Zivilschutz als Hundeführerin einteilen.
Im Mai 1986 gründete ich zusammen mit einigen aktiven HundeführerInnen in Elgg und Umgebung einen Hundesportverein, den Kynologischen Verein Eulachtal/Elgg, dessen Präsidentin ich seit der Gründung bin.
Der Verein ist offen für alle Rassen und Mischlinge und entwickelte sich sehr gut. Er zählt rund 230 Mitglieder. Es werden regelmässig Erziehungskurse und Übungen für Vereinsmitglieder angeboten. Im Jahr 1992 kamen Welpenspielstunden und eine Lümmelgruppe (ab 16 Wochen bis zum Erziehungskurs) dazu. Der KVE betreut zudem eine ansehnliche Gruppe von Agility-Teilnehmern, die regelmässige Agility-Trainings unter kundiger Leitung besuchen können. Seit nun die SKN-Kurse vorgeschrieben werden, führt der KVE regelmässige SKN-Kurse (Praxis und Theorie) durch. Auch dies eine Herausforderung, die meine kynologischen Fähigkeiten erweitern und unterstützen. Um dieses umfangreiche Angebot auch gekonnt betreuen zu können, liess ich mich zur Welpenspielgruppenleiterin und zur SKG-Gruppenleiterin ausbilden und erteile regelmässig die entsprechenden Kurse.
In den Jahren 2002 bis 2004 liess ich mich zur Ausstellungsrichterin der SKG für die Rasse Rhodesian Ridgeback ausbilden und bestand 2005 die Prüfung. Seither darf ich an Ausstellungen im In- und Ausland die Rhodesian Ridgebacks richten.