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In diesem neu erschienenen Band der Edition d’Or-Reihe wird eben diese Kollektion auf 120 Seiten dokumentiert, wobei es um seltene Frankaturen der Schweizer Bundespost von 1849–1854 geht. Mit einem neuen Tarifgesetz und einer Einteilung der Schweiz in elf Postkreise begann ab 1. Oktober 1849 ein neues Zeitalter der Schweizer Post, dem dann auch 1851 ein erstes Münzgesetz und die Einführung des Schweizer Franken folgte, das den kaum noch haltbaren Zustand von bis dato 297 verschiedenen Münzsorten aufhob. Alte Kantonal- und Übergangsmarken konnten ab 1849 weiterverwendet werden. 1851 wurden allerdings u.a. die Ortstaxe aufgehoben und die Distanzrayons auf drei Kreise reduziert.
Schäfers Kollektion umfasst die Verwendung der ersten Schweizer Briefmarken während der ersten vier Tarif-Perioden:
I. Verwendung von Kantonalmarken von Zürich, Genf und Basel und den Übergangsmarken vom 1.10.1949–30.9.1854
II. Erster eidgenössischer Tarif vom 1.10.1849–31.12.1851
III. Eidgenössischer Tarif in Genf vom 1.1.1849–31.12.1851
IV. Zweiter Eidgenössischer Tarif vom 1.1.1852–30.9.1854
Die jeweils chronologisch aufgebauten Kapitel der Sammlung legen dabei den besonderen Schwerpunkt auf Frankaturen, Abstempelungen und seltene Früh- bzw. Spätverwendungen, insbesondere der Verwendung von Kantonalmarken. Eine schier unglaubliche Fülle gut erhaltener Briefe werden in dieser Sammlungsdokumentation vorgestellt und jeweils präzise beschrieben, wobei Schäfer jeweils Wert auf die korrekte Einordnung und Bestimmung der Marken bzw. Tarife legte, aber auch bei nahezu jedem Briefbeleg dessen Seltenheit bestimmte, also die Zahl bekannter vergleichbarer Frankaturen aufführte. Und das Wort vom „einzig bekannten …“ liest man häufig. Die Fülle und Vielfalt dieser exquisiten Briefzusammenstellungen erschlägt einen fast.
160 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, in Englisch und Deutsch