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Ein 65-jähriger buddhistischer Mönch aus Thailand hat beschlossen, in einem Sarg so lange zu meditieren, bis der Tod eintritt. Er betonte, er habe keinerlei Suizidabsichten. Es sei einfach an der Zeit, zu sterben.
Phra Khru Weruwan Chantarungsi – besser bekannt als Luang Pu Pim – ist 65 Jahre alt und Abt in einem buddhistischen Kloster in Thailand. Am Dienstag hat er sich in einen Sarg gelegt, in den jemand Löcher gebohrt hatte. Die sollen dafür sorgen, dass er Luft bekommt, denn Luang Pu Pim will solange in der Holzkiste liegen, bis er im Zustand der Meditation stirbt.
Er wolle keinen Suizid begehen, es sei schlicht an der Zeit für ihn, zu sterben, sagte der Abt der «Bangkok Post».
Seine Mitbrüder hat der Buddhist aufgefordert, am Donnerstag nach ihm zu sehen. Sollte er gestorben sein, möge sein Sarg in der Nähe seiner Wohnung aufgebahrt und dann verbrannt werden. Er wolle den Mönchen als Botschaft mit auf den Weg geben, dass jedes Leben ende und sie sich dessen bewusst sein müssten. Nur Bewusstheit führe zu Weisheit.
Viele Gläubige aus der Provinz Chaiyaphum versammelten sich um den Sarg. Der Abt verabschiedete sich von jedem Einzelnen.
Es gab aber auch kritische Stimmen: Der Mönch verletze den Grundsatz der Buddhisten, nicht zu prahlen mit dem Wissen um Dingen, die in der Zukunft geschehen, bemängelten Geistliche. Dies geschah im Zusammenhang mit Kontroversen über einen buddhistischen Mönch, der in der chinesischen Provinz Hubei Geld dafür genommen hatte, den Porsche eines Unternehmers zu segnen. Luang Pu Pims Mitstreiter zeigten sich entsetzt über den Vorwurf, ihr Meister inszeniere eine Show. Sie erklärten, er habe nicht die geringste Absicht, sich mit seinem Tod wichtig zu machen.
Die Tochter des Abtes, die 41-jährige Chanakarn Srisombat, sagte der «Bangkok Post», die gesamte Familie habe sich seit zehn Jahren auf das Ableben des Vaters vorbereitet. Er sei krank und bereits einmal in einer Höhle fast gestorben, dann aber wieder genesen. (ala/dpa)