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Offiziell lautet die Definition eines Steigbügels ja wie folgt: „Ein Steigbügel ist die Fussstütze für einen Reiter, die in Höhe der Füsse seitlich vom Pferd herabhängt.“ Doch seit einiger Zeit wird er (vor allem im Turniersport) auch immer mehr ein modisches Accessoire. Mittlerweile gibt es Steigbügel in fast jeder Farbe. Der Farbton der jeweiligen Schabracke, der Jacke oder sogar vom Lieblingsnagellackes.
Doch zuerst zur Geschichte
Die ersten Steigbügel in Form von ledernen Schlaufen für die Füße wurden etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. von den Skythen benutzt und erst sehr viel später von anderen europäischen Völkern. Die meisten Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass die Awaren den metallenen Steigbügel erfanden und ihn im späteren 6. Jahrhundert n. Chr. als erste nach Europa brachten. Denn dies waren die einzigen bleibenden Spuren, welche die Awaren hinterließen. Die schwere mittelalterliche Panzerreiterei wäre ohne sie nicht denkbar gewesen. Auch die Römer übernahmen die Steigbügel schnell, da sie die besten Kriegsmethoden der erfolgreichen Nomadenstämme sammelten. Ihre Ausrüstung und ihr Geschick beim Reiten machten sie überaus erfolgreich. Die gepanzerten Ritter benützten bereits weiterentwickelte Steigbügel und machten sie zum Bestandteil der Schutzwaffen. Seit diesem Zeitalter wurden sie stetig gemäss dem Einsatzzweck und der zu erwartenden Bedrohung angepasst, was schlussendlich zum heutigen Steigbügel führte.
Formenund Größe
Die heutigen Steigbügel unterscheiden sich in der Form je nach Art der Reitweise. In der englischen Reitweise werden fast ausschliesslich schmale Steigbügel aus Metall mit rutschhemmendem Gummitritt verwendet.
Beim Westernreiten finden dagegen Steigbügel mit dickem Lederbezug anklang.
Die Grösse des Bügels muss auf den Reitstiefel angepasst sein. Ein zu schmaler Steigbügel bietet dem Reiter zu wenig Stütze, da der Fuß nicht weit genug eingestellt werden kann. Bei einem zu weiten Steigbügel besteht die Gefahr, dass der Reiter mit dem Schuhwerk durch den Steigbügel rutscht, bei einem Sturz sich darin verhakt und dann vom Pferd mitgeschleift wird. Wie ihr bestimmt gemerkt habt, mag ich es so farbenfroh wie nur möglich. Deshalb musste ich diesem Trend natürlich auch folgen. Gerne stelle ich euch meine bisherigen Steigbügel-Erfahrungen kurz vor:
Stübben-Steigbügel: noch unauffällig aber praktisch einsetzbar
Denn im Gegensatz zu herkömmlichen Steigbügeln kann der Stübben-MDC im oberen Gelenk der Aufhängung, um wahlweise 45° oder 90° gedreht werden. Der Bügel hängt so automatisch in der richtigen Position und reduziert somit den Druck vom Lederriemen auf Schienbein, Knie und Hüfte. Weshalb er sogar vorhandene Schmerzen reduzieren bis eliminieren kann.
Er bietet speziellen Sitzkomfort, und kann bei Verlust besser aufgenommen werden, womit er dadurch das Verletzungsrisiko mindert.
Der Steigbügel kann für alle Sparten der Reiterei eingesetzt werden und ist mit Gelenk (Ultimate) oder klassisch (Comfort) in der Grösse 12cm (4 3/4") erhältlich.
KAT-Steigbügel: mein Traum von einem Steigbügel
Die KAT Steigbügel werden aus vollem Aluminium gefräst und haben aus diesem Grund auch keine Verbindungsstellen die brechen könnten. Deshalb besteht dort auch eine 30 jährige Garantie auf Bruch. KAT Steigbügel sind Gewichtsoptimiert und haben einen sehr tiefen Schwerpunkt. Dadurch wird ein Schwingen am Sattel bei Verlust verhindert.
Die Bügel verfügen über eine extrem grosse und extrem rutschfeste Trittfläche mit einer extrascharfen Kante am abgeschrägten Einstieg. Dies vermittelt einem das Gefühl wie "angeklebt" zu sein und somit empfindet der Reiter Sicherheit. Weil KAT Steigbügel nur minimalen Druck benötigen, werden Knie und Sprunggelenke entlastet und geschont.
Dies habe ich selber erfahren müssen, denn meine Stute reagiert ziemlich fein auf die reiterlichen Einwirkungen und als ich anfangs genau so viel Druck wie beim Stübben-Bügel ausübte, fand sie dies gar nicht lustig. ;-)
Meine Steigbügel habe ich nicht nur gravieren lassen, sondern auch mit echten "SWAROVSKI ELEMENTS" veredelt.
Jin-Stirrup: schlicht und trotzdem stylisch
Da ich jedoch nicht nur Türkis reiten möchte, musste dann doch nochmals etwas schlichteres, aber trotzdem trendiges her. Deshalb entschied ich mich für die Jin Stirrup-Steigbügel in Braun, welche immer mehr Reiter begeistern.
Besonders erwähnenswert ist bei diesem Steigbügel sein Gewicht. Denn mit dem einhalten vom Maximalgewicht (350g), ist dieser zwar leichter als andere Standart-Bügel, wiegt jedoch deutlich mehr als einer aus Plastik.
Auch er bietet, dank der breiteren und grösseren Trittfläche enormen Grip.
Fazit:
Diese drei Steigbügel passen perfekt in meinen Reiteralltag.
Der Stübben-Steigbügel bietet dank dem Drehverschluss einen optimalen Halt und der Fuss kann sich dank diesem beim gemütlichen Ausritt entspannen. Der KAT-Steigbügel hat mir dank der rutschfesten Trittfläche schon mehrmals den Ar*** gerettet und ist optisch natürlich mein persönlicher Traum.
Der Jin-Stirrup-Bügel bietet den gleichen Grip, ist dank des optimalen Gewichts zu einer deutlich präziser bei der Hilfengebung. Auch kann ich ihn besser zu meinen Outfits kombinieren.