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Wenn Sie tief im Devisenhandel stecken, gibt es einen hervorragenden Faktor. Viele der wichtigsten Devisenhandelssätze schwanken um den Kurs eines Barrels Öl. Der Ölpreis ist seit Jahren ein wichtiger Indikator für die Weltwirtschaft, und Fachleute gehen davon aus, dass sich das in absehbarer Zeit auch nicht ändern wird. Der Zusammenhang zwischen dem Ölpreis und der wirtschaftlichen Situation vieler Nationen beruht auf ein paar einfachen Tatsachen:
- Länder mit einer gesunden und ausgewogenen Versorgung mit Rohöl profitieren wirtschaftlich von höheren Ölpreisen.
- Staaten, die zur Deckung ihres Energiebedarfs auf Importe angewiesen sind, profitieren von niedrigeren Ölkosten und verlieren ebenfalls, wenn die Ölpreise steigen.
- Wenn die wirtschaftliche Lage einer Nation solide ist, ist auch ihr Geld auf dem Devisenmarkt solide.
- Wenn die wirtschaftliche Situation einer Nation einen Abschwung nimmt, sinkt ihr Geld im Devisenmarkt.
Die sich ständig verändernden Ölpreise des letzten Jahres – 2005 – sind ein gutes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Variablen den Kurs und das Angebot von Öl beeinflussen. Erinnern Sie sich aus den grundlegenden Wirtschaftsprogrammen, dass höhere Ölpreise auf die Kosten der Kunden bremsen. Dies gilt so lange, wie die Hauptquelle für die Industrienationen Erdöl ist. Die Kosten aller erzeugten Produkte hängen vom Preis für ein Barrel Öl ab. Wenn die Ölpreise steigen, steigen auch die Produktions- und Lieferpreise für die meisten langlebigen Güter. Außerdem steigen die Ausgaben der privaten Verbraucher, da sie noch mehr für den Unterhalt ihrer Autos und die Beheizung ihrer Häuser zahlen müssen. Das Endergebnis ist ein Abwärtsschwung im Wirtschaftsklima des Landes, bis es einen Wendepunkt erreicht, der es wieder auf einen Aufwärtstrend bringt.
Behörden, die den Ölmarkt bewerten, sind sich uneinig darüber, in welche Richtung die Ölpreise gehen, und auch darüber, wie stark. Vor etwas mehr als einem Jahr waren sich viele Experten einig, dass 40 Dollar pro Barrel die Obergrenze für ein Barrel Rohöl darstellen. Zu Beginn des Jahres hatte der Ölpreis diesen Wert bereits überschritten und lag bei 42,50 Dollar pro Barrel. Die Unwägbarkeiten des Wetters, der nationalen Weltpolitik und auch die tatsächliche Fähigkeit, den Bedarf zu decken, haben die Preisentwicklung zu einem der unbeständigsten Jahre seit Menschengedenken gemacht. Einmal überschritt der Preis für Rohöl die Marke von 70 $ pro Barrel, was einem Anstieg von 65 % gegenüber dem Jahresbeginn entspricht. Und obwohl die Preise kurzzeitig zurückgingen, lagen sie am Ende des Jahres immer noch 45 % höher als zu Jahresbeginn. Seit dem Jahreswechsel sind die Preise wieder gestiegen, und die meisten Händler sind der Meinung, dass wir in Zukunft keine Trendwende erleben werden. Die Konventionellen sagen einen Preis von 80 $ pro Barrel voraus. Die weitaus Feindlicheren sehen ihn bei 100 $.
Was bedeutet das für den Geldhandelsmarkt?
Aus dem Grundkurs Wirtschaft wissen wir, dass die Wechselkurse auf dem Devisenmarkt auf der Gesundheit und dem Wohlbefinden des Wirtschaftsklimas einer Nation basieren. Wenn die wirtschaftliche Situation dauerhaft ist und auch wächst, zeigen die Wechselkurse für ihr Geld das in höherem Wert. Wenn die Wirtschaftslage ins Stocken gerät, strauchelt auch der Wechselkurs für die eigene Währung gegenüber den meisten anderen Währungen. In Anbetracht dessen ist das Folgende sinnvoll:
- Die Währung von Nationen, die Öl produzieren und auch exportieren, wird im Wert steigen.
- Die Währung von Ländern, die viel Öl importieren und für ihre Exporte darauf angewiesen sind, wird im relativen Wert sinken.
- Einer der erfolgreichsten Berufe wird sicherlich ein Land sein, das Öl exportiert, im Gegensatz zu einer Nation, die vom Öl abhängig ist.
Aufgrund dieser 3 Faktoren behalten die Spezialisten die CADJPY-Paarung für die profitabelsten Berufe im Auge, und hier ist der Grund dafür.
Kanada führt seit vielen Jahren die Liste der weltweiten Ölproduzenten an und ist derzeit der neuntgrößte Händler von Öl weltweit. (Seit der Jahrtausendwende ist Kanada der größte Öllieferant der Vereinigten Staaten und stößt auf großes Interesse des chinesischen Marktes. Man geht davon aus, dass sich Chinas Ölimportbedarf bis 2010 verdoppeln und bis 2030 mit dem der Vereinigten Staaten gleichziehen wird. Derzeit ist Kanada der größte Exporteur von Öl nach China. Dies verschafft dem kanadischen Dollar aus handelspolitischer Sicht eine ausgezeichnete Position.
Japan hingegen importiert 99 % seines Öls. Die Abhängigkeit von Ölimporten macht das Wirtschaftsklima des Landes besonders empfindlich gegenüber Ölpreisänderungen. Wenn die Erdölkosten weiter steigen, müssen auch die Preise der japanischen Exporte steigen, was ihre Position auf dem Weltmarkt beeinträchtigen würde. Im vergangenen Jahr gab es eine enge Korrelation zwischen dem Anstieg der Ölkosten und dem Wertverlust des Yen.
Wenn es um die Wirtschaft und die Hintergründe geht, können die Ölpreise nicht ewig weiter steigen. Irgendwann werden die Kunden in den sauren Apfel beißen und anfangen, ihre Nachfrage nach Öl und Gas zu reduzieren. Wenn das passiert, werden sich die Ölpreise entweder stabilisieren oder wieder in Richtung der 40 Dollar pro Gallone ziehen, die Fachleute vorhergesagt haben, dass sie niemals erreicht werden würden.