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Eine schöne Aufgabe nach der Karriere: Für Jean-Noël Rey (†66), Ex-Direktor der Schweizer Post, und Georgie Lamon (†81), einem ehemaligen Grossrat, war die Schule von Pô in Burkina Faso eine Herzensangelegenheit.
Es waren wohl ihr Optimismus und Idealismus, die Rey und Lamon nie fürchten liessen, so etwas Schreckliches könne passieren. Lamons Neffe erinnert sich an ein Gespräch mit seinem Onkel, kurz vor dessen Abreise: «Beim Abendessen besprachen wir das Thema Terrorismus. Er sagte, er fühle sich in Burkina Faso sicherer als in Zürich oder Genf.»
Noch am Freitag waren Rey und Lamon in Pô (50'000 Einwohner). Und weihten die neue Kantine der Binger-Schule ein, wo rund 500 Primarschüler unterrichtet werden. Das Geld dazu stammte von Lamons kleiner Hilfsorganisation Yeelen. Mit dem westafrikanischen Land verband Lamon eine besondere Beziehung. Seine Tochter Emmanuelle Lamon-Boro, eine Pariser Tänzerin, ist mit einem Künstler aus Burkina Faso verheiratet.
Sie erzählt BLICK: «Das erste Mal war mein Vater bei unserer Hochzeit dort. Er war schon etwa fünf Mal in Burkina Faso.» Lamon-Boro weilt zurzeit im Wallis bei der Familie. «Ich bin nicht mit meinem Vater mitgereist, weil ich keine Zeit hatte.»
Fleissig habe ihr Vater Geld gesammelt, um die Schule zu unterstützen: «Er liebte das Land über alles. Er wollte doch nur helfen!»
Auch Jean-Noël Rey war glücklich, in Burkina Faso Gutes zu tun. Die Post zeigte sich in einer Stellungnahme «bestürzt über das Attentat». Rey war von 1990 bis 1998 Generaldirektor der damaligen PTT.
In Ouagadougou kümmert sich das Schweizer Konsulat um die Toten. «Sie sind im Spital aufgebahrt», sagt eine Konsulatsmitarbeiterin zu BLICK. Man werde ein lokales Bestattungsunternehmen mit dem Rücktransport beauftragen.
Immerhin: Die Schweizer Hilfe für die Schüler läuft weiter.Publiziert am 18.01.2016 | Aktualisiert am 18.01.2016