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Zürich (ots) - Der Schweizerische Baumeisterverband ist erfreut über das klare Bekenntnis des Bundesrats zugunsten einer zweiten Gotthardröhre. Für den Bau sprechen wirtschaftliche, ökologische und sicherheitstechnische Gründe.
Durch den Bau eines zweiten Strassentunnels kann eine mehrjährige durchgehende Vollsperrung der wichtigsten Nord-Süd-Achse verhindert werden. Der Baumeisterverband teilt die Meinung des Bundesrats, dass eine Vollsperrung die Wirtschaft in den Gotthardkantonen massiv belastet hätte. Zudem wären insbesondere Graubünden (San-Bernardino-Route) und das Wallis mit erheblichem Ausweichverkehr belastet worden.
«Der Bau einer zweiten Röhre ist eine wertvolle Investition in die Zukunft», freut sich Vittorino Anastasia, der Direktor des Tessiner Baumeisterverbandes. «Das Fehlen einer stabilen und schnellen Transitroute zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz wäre für unsere Wirtschaft und unseren Tourismus fatal».
Jene Sanierungsvarianten, die während 2,5 oder 3,5 Jahren alle Fahrten auf die Bahn verlegen wollen, lehnt Anastasia ab: Die Gefahr wäre zu gross, dass die Nord-Süd-Achse dann bei lokalen Naturereignissen ganz unterbrochen wird. Zudem sei es unverhältnismässig, eine Milliarde Franken in provisorische Entlastungsanlagen zu investieren.
Dank dem Bau einer zweiten Röhre kann das Sicherheitssystem des Tunnels entscheidend verbessert werden. In den letzten zehn Jahren waren sämtliche Unfälle mit Todesfolge ausschliesslich auf Frontalkollisionen zurückzuführen.
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