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Hemingways frühester Roman aus dem Jahre 1926 liegt hier in neuer Übersetzung vor. Er ist der «Verlorenen Generation» des Ersten Weltkriegs gewidmet. Die Figuren leben, körperlich und seelisch gezeichnet, aber mit fatalistischer Sorglosigkeit als Aussenseiter des bürgerlichen Lebens unter der heissen Sonne Frankreichs und Spaniens, zwischen Stierkampf und durchzechten Nächten. Hemingway selbst beschrieb seinen Roman als «eine verdammt traurige Geschichte, in der aufgezeigt wird, wie Menschen zugrunde gehen». So etwa Lady Brett Ashley, die Männer in Serie unglücklich macht: ihren Vertrauten, den Ich-Erzähler Jack Barnes, einen typischen Hemingway-Helden, beherrscht und zurückhaltend; den aus einer wohlhabenden Familie stammenden Amateurboxer Robert Cohn, der, von Brett mal nah, mal fern gehalten, zwischen Unsicherheit und Aggression schwankt; und schliesslich Pedro Romero, den Stierkämpfer, stolz, ausdauernd, mutig und voller Würde, aber Lady Ashley gegenüber machtlos. «Fiesta» ist ein grosses Epochenporträt, ein Generationenroman mit kraftvollen Zeichnungen von Menschen, Land und Leuten. Das Buch begründete Hemingways Weltruhm.
Rezension
Eine fesselnde, wunderschön absurde, herzzerreissende Erzählung. The New York Times
Portrait
Ernest Hemingway, geb. 1899 als Sohn eines Arztes in Illinois (USA), ging 1921 als Journalist nach Europa und in den Nahen Osten. 1954 erhielt er für sein schriftstellerisches Werk den Nobelpreis für Literatur. Danach verbrachte er fünf Jahre in Paris. 1961 schied er nach schwerer Krankheit freiwillig aus dem Leben. Werner Schmitz wurde 2011 mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet. Er wurde für seine Übersetzungen zeitgenössischer amerikanischer Literatur, insbesondere für seine Übertragung der Romane Paul Austers geehrt.