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Die Katholische Pfarrkirche St. Andreas befindet sich in Rueun.
Geschichte
Erste urkundliche Erwähnung um 831. Vom frühmittelalterlichen Bestand sind keine erkennbaren Elemente mehr vorhanden, romanischer Turm, 12. Jh. Die Altarweihen fanden 1449 und1465 statt. Das Patrozinium St. Andreas wird erstmals urkundlich 1449 genannt. Beim Dorfbrand 1834 wurde der Dachstuhl zerstört.
Baubeschreibung
Die nach Osten gerichtete, barocke Anlage besteht aus einem dreijochigen Schiff ohne Seitenkapellen und dem eingezogenen, hat einen quadratischen Chor. Über dem Chor liegt ein rippenloses Kreuzgewölbe, über dem Schiff eine durch Gurten geteilte Tonne. Die Belichtung erfolgt durch Viereckfenster unterhalb des Gesimses. Der Chor wird flankiert von je einer Sakristei, nördlich mit Kreuzgewölbe, 1633.
Der romanische Turm steht an der Nordwand des Chores, ist unverputzt und zeigt sorgfältigen Eckverband aus grossen Quadern; er wird in drei Etagen durch Blendnischen gegliedert, die mit einem viergliedrigen Fries von Kleinbogen abschliessen. In den Blenden sind rundbogige Fenster. Das oberste Geschoss wurde offenbar nachträglich, vielleicht erst im frühen 16. Jahrhundert, aufgesetzt.
Ausstattung
Die Altäre: Die Aufbauten bestehen aus Stuck und stammen aus der Erbauungszeit (um 1633). Das geschnitzte Antependium mit dem Abendmahl (nach Lionardo) stammt von dem in Mailand ausgebildeten Schnitzer Tschuor von Ruis und entstand zwischen 1850-1860.
Kultusgeräte: Barock-Monstranz mit Deflorin-Wappen, 1681.
Paramente: Eine Casula aus rotem Goldbrokat, um 1700. Eine Casula aus kirschrotem Seidendamast, um 1730.
Glocken: Mit Inschriften, 1929.
Grabtafeln: An der Westfront ein heraldisches Wandepitaph. An der Friedhofsecke steht das Beinhaus mit spätgotisch gefastem, spitzbogigem Eingang und derbem Masswerk-Oculus.
(Text erfasst durch: Regiun Surselva)
Katholische Pfarrkirche Sogn Andriu (St. Andreas), Rueun