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Der ausgewiesene Wert liegt damit oberhalb der Schätzungen. Von AWP befragte Ökonomen hatten für das Barometer einen Stand zwischen 106,0 und 108,0 Punkten prognostiziert.
Letztes Mal so hoch lag das Barometer im September 2010. Die Aufwärtsentwicklung werde im Wesentlichen durch die Indikatoren für die Banken und das Verarbeitende Gewerbe getragen, erklären die KOF-Ökonomen. Aber auch die Perspektiven für die Exportwirtschaft und das Gastgewerbe seien etwas günstiger als bisher. Dagegen trete der inländische Konsum auf der Stelle. Die Indikatoren für die weitere Entwicklung der Bauwirtschaft hätten insgesamt etwas nachgegeben.
Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes zeigten die Indikatoren für den Maschinenbau, den Metallbereich, den Elektrobereich, die Papierhersteller und das sonstige Verarbeitende Gewerbe nach oben. Nahezu unverändert präsentierten sich die Indikatoren für den Textilbereich. Dagegen dämpften die Daten zu den Bereichen Nahrungsmittel, Holz und Chemie die ansonsten mehrheitlich positive Entwicklung, heisst es weiter.
Für das produzierende Gewerbe erklärt die KOF, dass sich die Beschäftigungsindikatoren aufgehellt und die Wettbewerbssituation der Firmen verbessert hätten. Die Indikatoren für die Produktions- und die Nachfrageentwicklung hätten umgekehrt nachgegeben.
Das KOF-Konjunkturbarometer ist ein Frühindikator für die Entwicklung der Schweizer Konjunktur. Es handelt sich um einen Sammelindikator, der sich aus 272 Einzelindikatoren zusammensetzt. Diese werden über statistisch ermittelte Gewichte zu einem Gesamtindikator zusammengefasst.
kw/uh
(AWP)