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Knapp 42'900 Personen haben 2019 neu eine Altersrente aus der beruflichen Vorsorge bezogen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) heute mitteilte. Bei Männern belief sich diese im Median auf 2'144 Franken pro Monat, bei Frauen auf 1'160 Franken. Dies bedeutet, dass bei beiden Geschlechtern die Hälfte der Personen eine höhere und die andere Hälfte eine tiefere Rente bezogen. Im Vergleich zu den Zahlen von 2017 sanken die Renten im Median. Damals betrugen die BV-Renten für Männer im Median 2'301 Franken, für Frauen 1'221 Franken.
Am höchsten war die monatliche BV-Medianrente bei den Männern, die ihre erste Rente vor dem gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren bezogen haben, nämlich bei 2'702 Franken, gefolgt von den Neubezügern über 65 Jahre mit 2'143 Franken. Am tiefsten waren die Renten im Median bei den Männern, die ordentlich mit 65 in Pension gingen. Für sie lag der Median bei 1'785 Franken pro Monat.
Bei den Frauen zeigte sich ein anderes Bild. Hier war die Medianrente bei den Frauen, die sie nach dem gesetzlichen Rentenalter von 64 Jahren erstmals bezogen haben, mit 1'410 Franken am höchsten, gefolgt von den vorzeitig in Rente gegangenen Neubezügerinnen mit 1'321 Franken. Wie bei den Männern erhielten auch jene Frauen die niedrigsten Renten mit einem Median von 990 Franken, die ihre erste Rente mit dem ordentlichen Pensionsalter erhielten.
Über 40 Prozent der Leistungen vorzeitig
Daneben liessen sich knapp 55'700 Personen ein Alterskapital aus der 2. Säule auszahlen. Der Medianbetrag dieser Kapitalbezüge lag bei knapp 142'900 Franken für die Männer und bei 59'000 Franken für die Frauen. Insgesamt wurden mehr als 40 Prozent aller neuen Leistungen aus der beruflichen Vorsorge vorzeitig ausbezahlt. Die grossen Abweichungen zwischen Frauen und Männern liessen sich hauptsächlich durch die unterschiedlichen beruflichen Laufbahnen erklären, heisst es in der Mitteilung. Frauen würden aus familiären Gründen ihre Erwerbstätigkeit häufiger unterbrechen und mehr Teilzeit arbeiten. Auch der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern führe zu Differenzen bei den BV-Leistungen. Haus- und Familienarbeit, die häufiger von den Frauen übernommen werde, sei unbezahlt und könne die Leistungen aus der Altersvorsorge nicht verbessern. (sda/hzi/kbo)