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Die Zweckgesellschaft für illiquide und faule Wertpapiere der UBS wird nicht auf dem politisch umstrittenen Finanzplatz Cayman-Islands errichtet, sondern in Bern. Bis Ende März 2009 werden die Wertpapiere dorthin ausgelagert.
Am 16. Oktober wurde bekannt, dass der Bund und die Nationalbank der UBS mit der Finanzierung einer Kapitalerhöhung und der Auslagerung so genannter fauler Engagements (illiquide Aktiven, problembehaftete Wertschriften) mit 68 Mrd. Franken unter die Arme greifen.
Für diese Auslagerung war die Gründung einer Zweckgesellschaft mit Domizil auf den Cayman Islands vorgesehen. Die Nationalbank gibt der UBS einen relativ hochverzinsten Kredit von 54 Mrd. Dollar für die Verpfändung dieser "Ramsch-Papiere".
Doch gegenüber dieser ursprünglich vorgesehenen Struktur wird die Transaktion nun vereinfacht. Neu schiesse die UBS das Eigenkapital ein, indem sie eine Option auf den Erwerb der Auffanggesellschaft nach der vollständigen Rückzahlung des SNB-Darlehens für die faulen oder illiquiden UBS-Aktiven kauft.
Auch das Domizil der Zweckgesellschaft wird nicht Cayman Islands, sondern Bern sein. Denn es konnte eine Lösung entwickelt werden, die mit der ursprünglichen, auf den Cayman-Islands geplanten Struktur vergleichbar ist.
Der Beschluss zur Gründung der Gesellschaft auf dem umstrittenen Finanzplatz Cayman-Islands war von der Politik heftig kritisiert worden.