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Entwicklung der ständigen Wohnbevölkerung in der Region Rorschach (1850 - 2017)
Mit Beginn der industriellen Entwicklung nimmt die Bevölkerung rasch zu. Die Stickereiindustrie (Mettler Nähfaden, Starrag) schaffen viele neue Arbeitsplätze in Rorschach. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges (1914) bricht die alte Weltordnung zusammen und der europäische Adel verarmt und benötigte auch keine Stickereien im bisherigen Umfang mehr.
Einige Firmen überlebte, teils bis heute, andere mussten schliessen. Erst mit der Ansiedlung neuer Industrien wie Feldmühle (Kunstseideproduktion - Viscose), der Aluminiumwerke (Alcan) und der Conservenfabrik ROCO (Rorschacher Conserven) - später Frisco - heute Nestle, nahm die Bevölkerung ab 1940 wieder zu.
Durch zunehmende Rationalisierung, Platzmangel der Firmen (Erweiterung der Werke in den umliegenden Gemeinden) und Strukturwandel nahm die Bevölkerung ab Mitte der Sechzigerjahre wieder ab. Da die umliegenden Gemeinden noch über genügend Landreserven verfügten, wachsen diese bis heute weiter an.
Es scheint jedoch so, dass Rorschach die heutige Grösse halten kann und durch innere Verdichtung wieder wachsen kann. Beispiele hierfür sind die Überbauung der alten Industriebrachen wie Alcan (Hochhäuser in Stadtwald), Neunutzung von Teilen der ehemaligen Frisco, Ansiedlung Schulungszentrum und Kunstgalerie Würth, Überbauung Seehof und alte Brauerei Löwengartenareal.