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Der Investor Golden Partner und die mit ihm verbundenen Aktionäre, die zusammen die grössten Anteilseigner an dem Unternehmen sind, haben Aktien für weitere 3,5 Mio CHF gezeichnet, wie Leclanché am Mittwochabend mitteilt. Zudem hätten die Aktionäre Bruellan und Trialford ihre Wandeldarlehen über 1 Mio respektive 0,5 Mio CHF in Kapital umgewandelt.
Leclanché dankt in der Mitteilung den Grossaktionären und Darlehensgebern für ihre "anhaltende Unterstützung". Als weitere Finanzierungsoptionen nennt Leclanché die Ausgabe von weiteren Bezugsrechten, private Platzierungen bei institutionellen Anlegern sowie eine Zweitkotierung an einer nordamerikanischen Börse. Sondiergespräche in Nordamerika hätten ergeben, dass es ein beträchtliches Investoreninteresse gebe, heisst es in der Mitteilung.
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Während das Unternehmen an der Beschaffung des nötigen Kapitals arbeite, könne es zu Verzögerungen bei der Mittelbereitstellung kommen, heisst es weiter. Dies könne die geplanten Ergebnisse beeinflussen. Mitte Juli will das Management die Aktionäre über den Stand der Finanzierung näher unterrichten.
Das Unternehmen hatte Anfang Juni die für Mitte des Monats geplante Generalversammlung auf ein unbestimmtes Datum im Juli verschoben. Der Verwaltungsrat überprüfe derzeit den kurz- und langfristigen finanziellen Bedarf der Gruppe. Zudem hatte ein Brand am Hauptsitz Yverdon die Produktion und die Verwaltung behindert.
Finanzierung der Ausbaupläne
Das Unternehmen benötigt Kapital, um das geplante Wachstum umsetzen zu können. Im laufenden Jahr hat der Hersteller von Batterien Aufträge für stationäre Energiespeicherlösungen im Umfang von über 90 MWh gemeldet, verglichen mit 30 MWh im Vorjahr.
Leclanché hat im Juni zudem einen Auftrag von Skoda Electric für Akkumulatoren für Elektrobusse gemeldet. Die Vereinbarung im Rahmen einer Entwicklungskooperation gilt weltweit und hat eine anfängliche Laufzeit von fünf Jahren. Zudem wurde auch die Lieferung von Akkumulatorensystemen für andere Bereiche vereinbart, wie Personenkraftwagen und Off-Road-Fahrzeuge. Zudem befinde man sich in Indien in fortgeschrittenen Verhandlungen mit einem Automobil-Systemintegrator für einen grossen Auftrag für Fahrzeugbatterien. Hier würden in Kürze Test-Batterien geliefert.
2016 hatte das Unternehmen den Umsatz um 56% auf 28,5 Mio CHF gesteigert. Leclanché schreibt seit Jahren rote Zahlen und hat 2016 einen Fehlbetrag von 37,2 Mio CHF (VJ -35,6 Mio) erwirtschaftet.
Die Leclanché-Aktien reagieren mit positiv auf die Ankündigung der Geldspritze und steigen im frühen Handel um 2,4% auf 2,58 CHF.
(AWP)