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Contemporaryologies II geht auf ihr analoges Repertoire ein: German Alonso greift mit «Catulo Carmen XVI» eines der kontroversesten Gedichte der Weltliteratur auf, Changwitchukarn schreibt eine augenzwinkernde Klangstudie, der jüngst mit dem Siemenspreis gekürte Codera Puzo einen meisterhaft verdichteten Zyklus auf die Gedichte der französischen Jung-Poetin Irène Gayraud, Hofer fängt Lea Gottheils leichtfüssige Sprache liederhaft zart ein, UMS bewegt sich mit dem fragilen «InD» an der Schwelle zur Tonerzeugung, Rouvelas' Werk ist ein denkwürdig verinnerlichtes Ritual, Töpps «à rien» ein existenzialistischer Aufschrei (nach den letzten Tagebucheinträgen Kafkas) und Uzunselvi ein hochexpressives, erdig-archaisches Werk.
2007 gegründet, arbeiten UMS 'n JIP (Ulrike Mayer-Spohn und Javier Hagen) als multi- und interdisziplinäres Laboratorium für Neue Musik innerhalb eines globalen Netzwerkes von Komponisten, Künstlern, Forschern und Programmierern und haben seitdem über 15 internationale Auszeichnungen erhalten. 2015 wurde ihre Kammeroper Einer am Teatro Colon in Buenos Aires inszeniert und sie produzierten und spielten im Rahmen des Festivals Forum Wallis Stockhausens Helikopterstreichquartett mit Arditti und André Richard in Leuk/Wallis. 2016 starteten sie zusammen mit den führenden griechischen, spanischen und russischen Ensembles für Neue Musik (dissonArt, Taller Sonoro und Moscow Contemporary Music Ensemble) das Projekt «Integrations», das das zeitgenössische Ensemble neu kontextualisiert. UMS n' JIP werden von irvine Arditti gecoacht.
Programm
German Alonso (*1984, E) catulo carmen XVI, 2013, 5'