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Dievole - Toskana
Dievole. Eine Geschichte von tausend Jahren, eine Zukunft, die bereits geboren ist.
Dievole ist eine Ecke der Toskana, die von jeher als kleines Paradies auf Erden gilt. Hier wurde der Dialog zwischen Mensch und Natur nie beendet und der Grund dafür erklärt sich durch den Namen: der Ursprung des Namens Dievole lässt sich in der Tat zurückführen auf «Dio vuole – Gott will». Der Name Dievole wurde zum ersten Mal offiziell im XI. Jahrhundert und zwar genau am 10. Mai des Jahres 1090 erwähnt. In diesen Jahren entdeckt der Isländer Leif Erikson Nordamerika und die Chinesen erfinden das Schiesspulver, Bologna eröffnet die erste Universität der Welt, Rom wird von den Normannen eingenommen und Papst Urban II erobert Jerusalem. Dieser Tag ist im Vertrag des Notars Bellundo zu lesen, der mit zwei Kapaunen, drei Broten und sechs «Luccheser Denaren» aus reinem Silber entlohnt wurde, als Jahresmiete für einen Weinberg im «göttlichen Tal», eben Dievole. Acht Jahrhunderte und zahllose Generationen später berichtet ein weiterer Vertrag von Dievole. Dieses Mal ist es ein Hochzeitsgeschenk. Der Graf Giulio Terrosi-Vagnoli schenkt seiner künftigen Ehefrau Ildegonda Camaiori den Grundbesitz im Wert von 361.632 Lire, sie wird die letzte Adelige von Dievole sein. Ihr gehört ein wertvolles Dokument, das bis zum heutigen Tage unversehrt ist: das Buch der Bezahlungen von Dievole, es enthält alle Familiennamen der damaligen Bauern und den Namen der Landgüter, die sie mieteten. Namen, von denen man die Leidenschaft der Menschen aus Chianti für ihr eigenes Land ablesen kann. Viele Nachkommen dieser Familien sind noch immer hier. Seit den achtziger Jahren wurden deren altertümlichen Kenntnisse dazu genutzt, sich um die Weinberge von Dievole zu kümmern: 16 Weinberge, wie die 16 Landgüter, unter denen der Besitz aufgeteilt wurde.