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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00121 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 1. Dezember 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Michael Ausfeld Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1964, Mutter von zwei Töchtern, geboren 1991 und 1995, war nach ihrer Wiedereinreise aus der Y.___ in die Schweiz im Juli 2012 (vgl. Urk. 9/ 5 Ziff. 4.1, Urk. 9/62 ) zuletzt von September 2014 bis Juli 2015 als Küchenhilfe in einem Pensum von 20 % in einem Takeaway Restaurant tätig ( Urk. 9/9/4, Urk. 9/10 Ziff. 2 ) und melde te sich am 3 0. März 2016 unter Hinweis auf eine seit November 2012 bestehende Depression, Gelenkschmerzen, eine Schlaf störung und Konzentrationsschwierigkeiten bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/5 Ziff. 6.1 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und veranlasste bei Dr. med. Z.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten, welches am 1 4. Juni 2018 erstattet wurde ( Urk. 9/33). Nach durchgeführte m Vorbescheid verfahren ( Urk. 9/56, Urk. 9/60, Urk. 9/64, Urk. 9/82 ) sprach die IV-Stelle der Ver sicherten mit Verfügung vom 4. Februar 2021 ab 1. Juni 2017 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 2 3. Februar 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. Februar 2021 ( Urk. 2) und beantragte, ihr sei in deren Abänderung mit Wir kung ab 1. Oktober 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 8) beantragte die IV-Stelle die Androhung einer reformatio in peius. Mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10 ) wurde der Beschwerdeführerin Frist angesetzt, um zu der vom Gericht nicht aus zu schliessenden Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergän zenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der ange fochtenen Verfügung zu ihrem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen. Am 2 9. September 2021 teilte die Beschwer de führerin unter Auflage eines weiteren Berichtes mit, dass sie an ihrer Be schwerde festhalte ( Urk. 14 -15 ), was der Beschwerdegegnerin am 4. Oktober 2021 ( Urk. 16) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Tei l des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2 ; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an hand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun fähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlen der invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund heits schaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun desgerichts 9C_732/2017 vom 5. März 2018 E. 4.3.1). In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den norma tiven Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeits fähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (Urk. 2) die Zusprache einer halben Rente ab Juni 2017 damit, dass gemäss dem medizinischen Gut ach ten davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 zu 50 % in ihrer ursprünglichen Tätigkeit arbeiten könne. Auch in einer optimal angepassten Tätigkeit bestehe lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Damit resul tiere eine Erwerbseinbusse von 50 %, welche auch dem Invaliditätsgrad ent spre che. Nach Ablauf des gesetzlich festgelegten Wartejahres habe sie ab 1. Septem ber 2017 Anspruch auf eine halbe Rente (Begründung S. 1). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass ihre Hausärztin bereits ab dem 1. Januar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit fest gehalten habe, weshalb vorliegend die Leistungen bereits sechs Monate nach ver späteter Anmeldung zu gewähren seien (S. 3 Ziff. 3-4). Auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden (S. 3 f. Ziff. 5). Die durchgeführte teilstationäre Therapie habe ergeben, dass sie lediglich noch im geschützten Rahmen arbeits fähig sei (S. 4 f. Ziff. 6). Auch die Einschätzung des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) überzeuge nicht (S. 5 Ziff. 7). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegnerin die An drohung einer reformatio in peius mit der Begründung, dass eine gesamthafte Prüfung des strukturierten Beweisverfahrens in Bezug auf die Schweregradindi katoren, den Verlauf und Ausgang der Therapien sowie bestehende Inkonsis ten zen die vom Gutachter festgestellte generelle Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht zu rechtfertigen vermöchten. So seien unter anderem die in der Gesamtschau doch sehr dominierenden psychosozialen Belastungsfaktoren, welche rechtlich keine Invalidität zu begründen vermöchten, nicht ausreichend berücksichtigt wor den. Bei gesamthafter Betrachtung der massgeblichen Indikatoren sei die An er kennung einer aus psychischen Gründen eingeschränkten Arbeitsun fähigkeit von 50 % nicht nachvollziehbar. Die Mehrzahl der Indikatoren spräche – ins be son dere nach Ausklammerung der psychosozialen Belastungsfaktoren - nicht für eine wesentliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit, weshalb der Beschwerde führerin keine Invalidenrente zustehe (S. 2 f. Ziff. 3-4). 2. 4 In ihrer Stellungnahme vom 2 9. September 2021 ( Urk. 14) hielt die Beschwer de führerin unter Bezugnahme auf den Beschluss vom 1 9. Juli 2021 fest, dass an der Beschwerde festgehalten werde und ein Rückzug nicht in Frage komme. Sie sei bereits vor dem Vorfall am Universitätsspital A.___ ( vgl. dazu E. 4.1 ) aus psychiatrischer Sicht behandlungsbedürftig gewesen, was aus dem Bericht der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 hervorgehe. Sie - die Be schwer deführerin - müsse als in besonderem Masse vulnerabel aufgefasst wer den. 2.5 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Inva lidenrente. 3. 3. 1 Msc C.___, delegierte Psychotherapeutin, und Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, stellten in ihrem Bericht vom 2 2. Januar 2017 ( Urk. 9/20) folgende Diagnosen ( Ziff. 1.2, Urk. 9/18 Ziff. 1.1 ) : - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.10) - dringender Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung, zurzeit nicht ver lässlich beurteilbar, da von anderen Krankheitssymptomen und transkul turellen Faktoren überdeckt Die Fachpersonen führten aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Juni 2016 bei ihnen in Behandlung sei und seit dem 1 9. Juli 2016 wöchentliche Konsul ta tionen stattfänden. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. Januar 2017 erfolgt ( Ziff. 3.1). Zurzeit sei die Beschwerdeführerin unverändert zu 100 % arbeitsun fähig ( Ziff. 2.1). Eine Neubeurteilung sollte etwa in einem Jahr erfolgen ( Ziff. 4.1). Die Fachper sonen führten aus, dass die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) die Angstzustände der Klientin verstärke. Sie habe Angst, dass ihre jüngere, in E.___ studierende Tochter Opfer eines Terroran schlages werden könnte. Die Ängste um die gesundheitlich beeinträchtigte Tochter seien erhöht, da eine Einflussnahme auf das Gesundheitsverhalten der Tochter nach deren Aus zug aus der gemeinsamen Wohnung nicht mehr im s elben Mass wie vorher mög lich sei ( Ziff. 4.4). 3. 2 Msc C.___ und Dr. D.___ stellten in ihrem Bericht vom 2 8. November 2017 ( Urk. 9/28) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - Verdacht auf andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) - Verdacht auf eine vorbestehende Persönlichkeitsstörung narzisstischer Färbung (ICD-10 F60.8) Die Fachpersonen führten aus, dass eine deutliche Verschlechterung der depres siven Symptomatik eingetreten sei und deutliche Hinweise auf eine Persönlich keitsänderung nach Extrembelastung bestünden ( Ziff. 1.3). Die letzte Kontrolle der Beschwerdeführerin sei am 1 5. November 2017 erfolg t ( Ziff. 3.1). Die Be schwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe in einem Restaurant unverändert zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 2.1). Es bestehe ein protra hierter Krankheitsverlauf. Der Verdacht auf eine vorbestehende narzisstische Persönlichkeitsstörung und andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembe lastung erhöhe die Wahrscheinlichkeit eines Verharrens in der aktuellen Verhal tens modalität. Aufgrund der stark reduzierten Belastbarkeit und der deutlichen Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten sei voraussichtlich langfristig eine Arbeitsfähigkeit auch in einem geschützten Setting nicht möglich. Die Beschwer deführerin benötige eine Rente, um sich bezüglich des chronischen und multi mor biden Krankheitsbildes stabilisieren zu können ( Ziff. 3.3). Die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) verstärk e die Angstzustände der Klientin. Sie habe Angst, ihre in E.___ studierende jünger Tochter könnte Opfer eines Terroranschlages werden. Die Verschlechterung des Gesundheits zu standes der an einer schweren Colitis Ulcerosa erkrankten Tochter habe die Ängste und die Hoffnungslosigkeit der Patientin weiter verstärkt ( Ziff. 4.4). 3. 3 Dr. Z.___ nannte in seinem von der Beschwerdegegnerin veranlassten psychia trischen Gutachten vom 1 4. Juni 2018 ( Urk. 9/33) als Diagnose eine rezidivie rend e depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; S. 23 unten f.). Dr. Z.___ führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin aufgrund der formalge danklichen Einengung, der Antriebsstörung, dem labilen Affekt, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der gedanklichen Sprunghaftigkeit und Weit schweifigkeit ein eingeschränktes Restleistungsvermögen für die Tätigkeit als Küchenhilfe bestehe. Sie könne eingeschränkt strukturierte Aufträge abarbeiten, insbesondere nicht unter Zeit- und Erfolgsdruck. Bezogen auf ein 100%-Pensum werde die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf 50 % geschätzt. Vom zeitlichen Verlauf her bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit September 2016 (gestützt auf den Bericht von Dr. D.___ ; S. 29 f. Ziff. 8 ). Dr. Z.___ führte aus, dass eine der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit einer leichten bis mittelschweren kö rperlichen Tätigkeit entspreche mit einfach strukturierten Aufgaben ohne Zeit- und Erfolgsdruck, ohne Publikumsverkehr, insbesondere ohne konfrontativen Publikumsverkehr und ohne die Notwendig k eit einer intensiven Kommunikation mit anderen Kollegen und ohne Leitungs- oder Führungsfunktion. Unter optimalen Bedingungen wäre eine maximale Prä senz von vier Stunden pro Tag möglich mit Pausen. Während einer Anwesen heits zeit in einer angepassten Tätigkeit bestehe, auch unter guten Bedingungen, eine Ein schränkung der Leistung im Umfang von geschätzt 25 % aufgrund der formal ge danklichen Einengung, der Grübelneigung, der Antriebsminderung, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der durch die Weitschweifigkeit und Logorrhoe ein ge schränkte n Kommunikations fähigkeit (S. 30 f. unten). Er schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer solchen optimal angepassten Tätigkeit unter besten Bedingungen bezogen auf ein 100%-Pensum auf 50 %. Diese Einschätzung gelte abgestützt auf den Bericht von Dr. D.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit September 2016 (S. 31 oben). 3. 4 Dr. med. F.___, Oberarzt, PUK, stellte in seinem Bericht vom 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/4 6 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, Differen zial diagnose (DD) posttraumatic stress disorder ( PTSD ) Dr. F.___ führte aus, dass die Patientin vom 3. Dezember 2018 bis 2 8. Februar 2019 in der tagesklinischen Behandlung gewesen sei ( Ziff. 1.2). Die Arbeitsun fähigkeit sei im Rahmen der ambulanten Behandlung attestiert worden ( Ziff. 1.3). Seiner Meinung nach scheine die Prognose im geschützten Rahmen bei geringem Arbeitspensum positiv, gegebenenfalls mit der Möglichkeit einer langsamen Stei gerung der Belast ungsfähigkeit ( Ziff. 2.7 und Ziff. 4.3). Trotz der ambivalenten Haltung bezüglich der Tagesklinik habe sich die Patientin gut auf die Therapien einlassen können und habe einen guten Kontakt zu ihren Mitpatientinnen gehabt. Obwohl die Patientin objektiv von der regelmässigen Tagesstruktur und der Be schäftigung mit anderen Themen habe profitieren können, habe sie eine Ver län gerung des Aufenthaltes über die von der Invalidenversicherung geforderten drei Monate hinweg abgelehnt ( Ziff. 2.4). 3. 5 MSc C.___ führte in ihrem Verlaufsbericht vom 6. Juli 2020 ( Urk. 9/78) aus, dass sich die aktuelle Diagnose unverändert darstelle und die Beschwer deführerin sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit unverändert zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 1 Ziff. 1-2). Der letzte Termin habe am 2. Juli 2020 stattgefunden (S. 1 Ziff. 7). Seit dem letzten Bericht vom 2 8. November 2017 bestehe ein weiteres Verharren in der beschriebenen Verhal tens modalität. Es bestehe ein protrahierter Krankheitsverlauf (S. 1 Ziff. 8). 3. 6 Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 ( Urk. 9/80/1-5) folgende Diagnosen mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohn e psychotische Symptome, ICD- 10 F33.2 - posttraumatische Belastungsstörung, ICD-10 F43.1 - soziale Phobie, ICD-10 F40.1 - essentielle Hypertonie (schwierig einstellbar) - chronischer Nikotinabusus mit chronischer Bronchitis - multiple Zysten beider Mamma e - linksseitige starke Kopfschmerzen am ehesten im Sinne von Bruxismus - chronische venöse Insuffizienz links mehr als rechts mit beginnenden trophischen Hautveränderungen - diverse arthrotische Veränderungen, vor allem der Kniegelenke Dr. G.___ führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem J ahr 2012 bei ihr in Behandlung sei, und die letzte Kontrolle am 2 2. April 2020 erfolgt sei ( Ziff. 3.1). Ihrer Ansicht nach könne die Patientin nicht im ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Eine Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz wäre schwierig, da sie unter sozialer Phobie leide ( Ziff. 2.1). Zu den Faktoren, welche die Krank heit aufrecht erhalten würden, führte Dr. G.___ aus, dass eine schwierige finanzielle Situation mit hoher Verschuldung bestehe, vor allem wegen der Krankhei ts kosten der Tochter. Zudem sei es in den 80iger Jahren zu trau matischen Ereignissen gekommen, und ihrer Ansicht nach sei die Situation, wonach die Beschwerdeführerin der Invalidenversicherung das Kranksein bewei sen müsse, ebenfalls belastend ( Ziff. 4.4). 4. 4.1 Ohne weiteres lässt sich den vorliegenden Akten eine massive psychosoziale Belastungssituation der Beschwerdeführerin entnehmen. So erkrankte ihre ältere Tochter schwer, und es kam es nach der Rückkehr der Beschwerdeführerin mit ihrer Tochter in die Schweiz im Jahr 2012 aus Sicht der Beschwerdeführerin zu einer gravierenden Fehlbehandlung der Tochter am Universitätsspital A.___ mit nachfolgendem Rechtsstreit (vgl. Urk. 9/13/ 26-37, Urk. 9/16 ). Verschiedentlich äusserte die Be schwerdeführerin zudem, dass sie befürchtet, dass die jüngere, in der Y.___ leben de Tochter Opfer eines Terroranschlages werden könnte (vorstehend E. 3. 1-2, Urk. 9/33 S. 8 unten ). Zusätzlich hat sich die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben bei Privatpersonen im familiären Umfeld verschuldet ( Urk. 9/10 Ziff. 4, Urk. 9/33 S. 13 Mitte). Da unkla r war, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach Ausklammerung der zahlreichen psychosozialen Belastungsfaktoren verhält, wu rde zur beabsichtigten Klärung ihrer Ansprüche eine psychiatrische Begut achtung bei Dr. Z.___ veranlasst ( Urk. 9/54 S. 4 f.). 4. 2 Wie bereits mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10) n ach einer ersten sum ma rischen Prüfung der Sach- und Rechtslage in Aussicht gestellt worden ist, erfüllt das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 4. Juni 2018 (vorstehend E. 3. 3) die Anforderungen an eine beweiskräftige Expe rtise (vorstehend E. 1.4) nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. So lässt das Gutachten eine zu reichende Abgrenzung zwischen dem effektiven psychischen Gesundheits scha den und der psychosozialen Belastungssituation (vorstehend E. 1. 2 ) vermissen (vgl. Urk. 9/33 S. 28 f. Ziff. 7.4). Weiter erweist sich auch die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. Z.___, wie dies die Beschwerdeführerin selbst bereits in ihrem Einwand vom 5. Februar 2020 ( Urk. 9/64 S. 3 III Rz 1) zu Recht be merkte, als nicht nachvollziehbar, da sich die Einschränkung bei einer der Be hinderung optimal angepassten Tätigkeit gravierender auswirken soll, als in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe. Zu bemängeln ist weiter, dass sich die von Dr. Z.___ a ufgeführte Antriebsminderung sowie die Störung von Konzen tration und Gedächtnis, welche mitunter für die eingeschränkte Arbe itsfähigkeit verantwortlich sein sollen, nicht in seiner objektiven Befunderhebung wieder finden. So führte er zum psychiatrischen Befund aus, dass sich die Konzentration, die Merkfähigkeit und das Gedächtnis in der Untersuchungssituation unauffällig gezeigt hätten ( Urk. 9/33 S. 18 ). Weiter wurde der Antrieb als gesteigert und nicht als vermindert beschrieben ( Urk. 9/33 S. 19 oben, S. 21 oben ). Auch führte Dr. Z.___ aus, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, die Tochter zu den Arztterminen zu begleiten und sich umfassend um sie zu kümmern ( Urk. 9/33 S. 8 unten f. ), was unter dem Gesichtspunkt einer zu prüfenden Konsistenz der Be schwerden nur schwer mit der attestierten massiven Einschränkung der Arbei ts fähigkeit vereinbar erscheint ( vg l. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 569/2015 vom 1 7. Februar 2016 E. 4.1.3 ). 4.3 Aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung kann vorliegend zur Fest stellung des tatsächlich noch vorhandenen funktionalen Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin auch nicht einfach auf die Ausführungen der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) respektive auf die Ausführungen der behandelnden Fachpersonen und Spezial ärzte (vorstehend E. 3.1-2, E. 3.4-5) abgestellt werden ( BGE 125 V 353 E. 3b/cc ). Hinsichtlich der behandelnden Fachpersonen Msc C.___ und Dr. D.___ ergab die Befragung der Beschwerdeführerin durch Dr. Z.___ am 7. März 2018 ( Urk. 9/33 S. 2 unten), dass sie die Psychiaterin Dr. D.___ erst dreimal nur sehr kurz gesprochen und das letzte Mal Anfang 2017 gesehen habe ( Urk. 9/33 S. 15 unten, S. 26 Mitte). Daraus muss geschlossen werden, dass die im Bericht von Msc C.___ und Dr. D.___ vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) geänderte Diagnostik allein auf der nicht fachärztlichen Einschätzung von Msc C.___ beruhte und Dr. D.___ den Bericht lediglich unterzeichnet hat. So fern die Beschwerdeführerin Dr. D.___ tatsächlich zuletzt Anfang 2017 gesehen ha t, bedeutet dies, dass offensichtlich über einen sehr langen Zeitraum keine fa ch ärztliche Kontrolle der von d er d elegiert arbeitende n Psychologin Msc C.___ durchgeführten Therapie erfolgt ist, was sich als äusserst fragwürdig erweist, umso mehr, als im Bericht vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) gar von eine r Verschlechterung der depressiven Symptomatik berichtet wurde und sich damit in keiner Hinsicht ein Erfolg der Therapie abzeichnete. Gleichzeitig erscheint es aber auch nur schwer verständlich, weshalb die Beschwerdeführerin über einen derart langen Zeitraum an einer offensichtlich keine Besserung be wirkenden Psychotherapie festhält ( vorstehend E. 3.5 ). Nicht gefolgt werden kann sodann der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. F.___ (vorstehend E. 3.4). Die von ihm gestellten Diagnosen und die lediglich noch im geschützten Rahmen mögliche Einsatzfähigkeit der Beschwerdeführerin erweisen sich in Anbetracht der von ihm beschriebenen Befundlage, wonach sich die Beschwerdeführerin ge pflegt, wach, bewusstseinsklar und zu sämtlichen Qualitäten orientiert und im interpersonellen Kontakt freundlich zugewandt ohne offensicht liche Störungen von Auffassung und Aufmerksamkeit gezeigt habe, als nicht nachvollzie h bar. Eine reduzierte Konzentration s - und Merkfähigkeit befand Dr. F.___ lediglich als aus subjektiver Sicht der Beschwerdeführerin bestehend ( Urk. 9/46 Ziff. 2.2). Weiter relativiert der Umstand, dass die Beschwe rdeführerin nach Erfüllen der im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegten Dauer der Behandlung (vgl. Urk. 9/34) eine Verlängerung der Therapie ablehnte, den tatsächlich vorhandenen Leidensdruck. Aus dem nach Verfügungserlass von der Beschwerdeführerin eingereichten Be richt der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 ( Urk. 15), geht lediglich die bereits bekannte psychosoziale Belastungssituation hervor und dass die Beschwerdeführerin bereits vor Erkrankung ihrer älteren Tochter in psycholo gischer Behandlung gewesen ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ( vorstehend E. 2.4 ), genügt dieser nicht fachärztliche Bericht, welchem sich weder eine objektive Befunderhebung noch eine zureichende Diagnostik entnehmen lä s st, nicht, um auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden schliessen zu können. Was die v on Seiten der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) genannten somatischen Diagnosen anbelangt, liegen keine fachärztlichen Berichte vor, welche eine daraus resultierende dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ausweisen würde n (vgl. Urk. 9/13/ 1 - 25, Urk. 9/ 80/6-16 ). Gegenüber Dr. Z.___ verneinte die Beschwer de führerin im März 2018 sodann die Frage, in orthopädischer Behandlung zu sei n ( Urk. 9/33 S. 16 oben). Soweit Dr. G.___ vorbrachte, die Beschwer deführerin würde an einer sozialen Phobie leiden, welche selbst einer Tätigkeit im geschützten Rahmen entg egen stehen würde, handelt es sich nicht um eine fachärztlich ausgewiesene Di agnose, und zudem ge ht aus dem Bericht von Dr. F.___ vom 1 8. Juni 2019 (vorstehend E. 3. 4 ) hervor, dass die Beschwerde führerin guten Kontakt mit den Mitpatientinnen gefunden ha tte. Der Beschwer deführerin ist jedoch beizupflichten, dass sich insbesondere aus der Anamnese des Bericht es von Dr. G.___ vom 2 6. Mai 2016 ( Urk. 9/13/1-6 Ziff. 1.4) Anhaltspunkte da für ergeben, dass das Wartejahr bereits vor der An meldung der Beschwerdeführerin am 3 0. März 2016 bei der Invalidenversi che rung zum Leistungsbezug ( Urk. 9/5) abgelaufen ist, wobei die abschliessende Klä rung dieser Frage ebenfalls unter eingehe n der Prüfung und Ausklammerung von psychosozialen Belas t u n gsfaktoren zu erfolgen hätte. Zudem stellt sich allenfalls die Frage des Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen. Schlussendlich ist hinsichtlich der von der Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 2 1. November 2019 festgelegte Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % Erwerbstätige ( Urk. 9/52 Ziff. 2.6) festzuhalten, dass daran in Anbetracht des von ihr geltend gemachten massiven B etreuungsaufwand es für die erkrankte Tochter ( Urk. 9/33 S. 9 oben ) Zweifel bestehen und auch unter diesem Gesichts punkt w eitere Abklärungen erforderlich sind. 4. 4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 4. 5 Aufgrund des Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenü gend abgeklärt. Es fehlt vorliegend an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit de r Beschwerdeführer in in psychischer Hin sicht. Zur Beurteilung ihrer invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zusätzlicher medizinischer Grundlagen, welche sic h zu den offenen Fragen äussern und den rechtsprechungsgemässen Anforderungen genügen. A uch hinsichtlich ihrer Qualifikation gilt es abzuklären, in welchem Umfang sie im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde, wobei der Betreuungs auf wand für die ältere Tochter zu berücksichtigen ist. Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Ent scheid über den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf Leistungen der Invaliden versicherung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb d ie vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘ 900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2021 aufgehoben und die Sache an die Sozialv ersicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Michael Ausfeld, Zürich, eine Prozessentschädigung von Fr. 1’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Michael Ausfeld - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00121 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 1. Dezember 2021 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Michael Ausfeld Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1964, Mutter von zwei Töchtern, geboren 1991 und 1995, war nach ihrer Wiedereinreise aus der Y.___ in die Schweiz im Juli 2012 (vgl. Urk. 9/ 5 Ziff. 4.1, Urk. 9/62 ) zuletzt von September 2014 bis Juli 2015 als Küchenhilfe in einem Pensum von 20 % in einem Takeaway Restaurant tätig ( Urk. 9/9/4, Urk. 9/10 Ziff. 2 ) und melde te sich am 3 0. März 2016 unter Hinweis auf eine seit November 2012 bestehende Depression, Gelenkschmerzen, eine Schlaf störung und Konzentrationsschwierigkeiten bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/5 Ziff. 6.1 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und veranlasste bei Dr. med. Z.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten, welches am 1 4. Juni 2018 erstattet wurde ( Urk. 9/33). Nach durchgeführte m Vorbescheid verfahren ( Urk. 9/56, Urk. 9/60, Urk. 9/64, Urk. 9/82 ) sprach die IV-Stelle der Ver sicherten mit Verfügung vom 4. Februar 2021 ab 1. Juni 2017 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 2 3. Februar 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. Februar 2021 ( Urk. 2) und beantragte, ihr sei in deren Abänderung mit Wir kung ab 1. Oktober 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 8) beantragte die IV-Stelle die Androhung einer reformatio in peius. Mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10 ) wurde der Beschwerdeführerin Frist angesetzt, um zu der vom Gericht nicht aus zu schliessenden Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergän zenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der ange fochtenen Verfügung zu ihrem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen. Am 2 9. September 2021 teilte die Beschwer de führerin unter Auflage eines weiteren Berichtes mit, dass sie an ihrer Be schwerde festhalte ( Urk. 14 -15 ), was der Beschwerdegegnerin am 4. Oktober 2021 ( Urk. 16) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Tei l des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2 ; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an hand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun fähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlen der invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund heits schaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun desgerichts 9C_732/2017 vom 5. März 2018 E. 4.3.1). In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den norma tiven Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeits fähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (Urk. 2) die Zusprache einer halben Rente ab Juni 2017 damit, dass gemäss dem medizinischen Gut ach ten davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 zu 50 % in ihrer ursprünglichen Tätigkeit arbeiten könne. Auch in einer optimal angepassten Tätigkeit bestehe lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Damit resul tiere eine Erwerbseinbusse von 50 %, welche auch dem Invaliditätsgrad ent spre che. Nach Ablauf des gesetzlich festgelegten Wartejahres habe sie ab 1. Septem ber 2017 Anspruch auf eine halbe Rente (Begründung S. 1). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass ihre Hausärztin bereits ab dem 1. Januar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit fest gehalten habe, weshalb vorliegend die Leistungen bereits sechs Monate nach ver späteter Anmeldung zu gewähren seien (S. 3 Ziff. 3-4). Auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden (S. 3 f. Ziff. 5). Die durchgeführte teilstationäre Therapie habe ergeben, dass sie lediglich noch im geschützten Rahmen arbeits fähig sei (S. 4 f. Ziff. 6). Auch die Einschätzung des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) überzeuge nicht (S. 5 Ziff. 7). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegnerin die An drohung einer reformatio in peius mit der Begründung, dass eine gesamthafte Prüfung des strukturierten Beweisverfahrens in Bezug auf die Schweregradindi katoren, den Verlauf und Ausgang der Therapien sowie bestehende Inkonsis ten zen die vom Gutachter festgestellte generelle Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht zu rechtfertigen vermöchten. So seien unter anderem die in der Gesamtschau doch sehr dominierenden psychosozialen Belastungsfaktoren, welche rechtlich keine Invalidität zu begründen vermöchten, nicht ausreichend berücksichtigt wor den. Bei gesamthafter Betrachtung der massgeblichen Indikatoren sei die An er kennung einer aus psychischen Gründen eingeschränkten Arbeitsun fähigkeit von 50 % nicht nachvollziehbar. Die Mehrzahl der Indikatoren spräche – ins be son dere nach Ausklammerung der psychosozialen Belastungsfaktoren - nicht für eine wesentliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit, weshalb der Beschwerde führerin keine Invalidenrente zustehe (S. 2 f. Ziff. 3-4). 2. 4 In ihrer Stellungnahme vom 2 9. September 2021 ( Urk. 14) hielt die Beschwer de führerin unter Bezugnahme auf den Beschluss vom 1 9. Juli 2021 fest, dass an der Beschwerde festgehalten werde und ein Rückzug nicht in Frage komme. Sie sei bereits vor dem Vorfall am Universitätsspital A.___ ( vgl. dazu E. 4.1 ) aus psychiatrischer Sicht behandlungsbedürftig gewesen, was aus dem Bericht der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 hervorgehe. Sie - die Be schwer deführerin - müsse als in besonderem Masse vulnerabel aufgefasst wer den. 2.5 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Inva lidenrente. 3. 3. 1 Msc C.___, delegierte Psychotherapeutin, und Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, stellten in ihrem Bericht vom 2 2. Januar 2017 ( Urk. 9/20) folgende Diagnosen ( Ziff. 1.2, Urk. 9/18 Ziff. 1.1 ) : - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.10) - dringender Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung, zurzeit nicht ver lässlich beurteilbar, da von anderen Krankheitssymptomen und transkul turellen Faktoren überdeckt Die Fachpersonen führten aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Juni 2016 bei ihnen in Behandlung sei und seit dem 1 9. Juli 2016 wöchentliche Konsul ta tionen stattfänden. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. Januar 2017 erfolgt ( Ziff. 3.1). Zurzeit sei die Beschwerdeführerin unverändert zu 100 % arbeitsun fähig ( Ziff. 2.1). Eine Neubeurteilung sollte etwa in einem Jahr erfolgen ( Ziff. 4.1). Die Fachper sonen führten aus, dass die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) die Angstzustände der Klientin verstärke. Sie habe Angst, dass ihre jüngere, in E.___ studierende Tochter Opfer eines Terroran schlages werden könnte. Die Ängste um die gesundheitlich beeinträchtigte Tochter seien erhöht, da eine Einflussnahme auf das Gesundheitsverhalten der Tochter nach deren Aus zug aus der gemeinsamen Wohnung nicht mehr im s elben Mass wie vorher mög lich sei ( Ziff. 4.4). 3. 2 Msc C.___ und Dr. D.___ stellten in ihrem Bericht vom 2 8. November 2017 ( Urk. 9/28) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - Verdacht auf andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) - Verdacht auf eine vorbestehende Persönlichkeitsstörung narzisstischer Färbung (ICD-10 F60.8) Die Fachpersonen führten aus, dass eine deutliche Verschlechterung der depres siven Symptomatik eingetreten sei und deutliche Hinweise auf eine Persönlich keitsänderung nach Extrembelastung bestünden ( Ziff. 1.3). Die letzte Kontrolle der Beschwerdeführerin sei am 1 5. November 2017 erfolg t ( Ziff. 3.1). Die Be schwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe in einem Restaurant unverändert zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 2.1). Es bestehe ein protra hierter Krankheitsverlauf. Der Verdacht auf eine vorbestehende narzisstische Persönlichkeitsstörung und andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembe lastung erhöhe die Wahrscheinlichkeit eines Verharrens in der aktuellen Verhal tens modalität. Aufgrund der stark reduzierten Belastbarkeit und der deutlichen Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten sei voraussichtlich langfristig eine Arbeitsfähigkeit auch in einem geschützten Setting nicht möglich. Die Beschwer deführerin benötige eine Rente, um sich bezüglich des chronischen und multi mor biden Krankheitsbildes stabilisieren zu können ( Ziff. 3.3). Die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) verstärk e die Angstzustände der Klientin. Sie habe Angst, ihre in E.___ studierende jünger Tochter könnte Opfer eines Terroranschlages werden. Die Verschlechterung des Gesundheits zu standes der an einer schweren Colitis Ulcerosa erkrankten Tochter habe die Ängste und die Hoffnungslosigkeit der Patientin weiter verstärkt ( Ziff. 4.4). 3. 3 Dr. Z.___ nannte in seinem von der Beschwerdegegnerin veranlassten psychia trischen Gutachten vom 1 4. Juni 2018 ( Urk. 9/33) als Diagnose eine rezidivie rend e depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; S. 23 unten f.). Dr. Z.___ führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin aufgrund der formalge danklichen Einengung, der Antriebsstörung, dem labilen Affekt, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der gedanklichen Sprunghaftigkeit und Weit schweifigkeit ein eingeschränktes Restleistungsvermögen für die Tätigkeit als Küchenhilfe bestehe. Sie könne eingeschränkt strukturierte Aufträge abarbeiten, insbesondere nicht unter Zeit- und Erfolgsdruck. Bezogen auf ein 100%-Pensum werde die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf 50 % geschätzt. Vom zeitlichen Verlauf her bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit September 2016 (gestützt auf den Bericht von Dr. D.___ ; S. 29 f. Ziff. 8 ). Dr. Z.___ führte aus, dass eine der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit einer leichten bis mittelschweren kö rperlichen Tätigkeit entspreche mit einfach strukturierten Aufgaben ohne Zeit- und Erfolgsdruck, ohne Publikumsverkehr, insbesondere ohne konfrontativen Publikumsverkehr und ohne die Notwendig k eit einer intensiven Kommunikation mit anderen Kollegen und ohne Leitungs- oder Führungsfunktion. Unter optimalen Bedingungen wäre eine maximale Prä senz von vier Stunden pro Tag möglich mit Pausen. Während einer Anwesen heits zeit in einer angepassten Tätigkeit bestehe, auch unter guten Bedingungen, eine Ein schränkung der Leistung im Umfang von geschätzt 25 % aufgrund der formal ge danklichen Einengung, der Grübelneigung, der Antriebsminderung, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der durch die Weitschweifigkeit und Logorrhoe ein ge schränkte n Kommunikations fähigkeit (S. 30 f. unten). Er schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer solchen optimal angepassten Tätigkeit unter besten Bedingungen bezogen auf ein 100%-Pensum auf 50 %. Diese Einschätzung gelte abgestützt auf den Bericht von Dr. D.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit September 2016 (S. 31 oben). 3. 4 Dr. med. F.___, Oberarzt, PUK, stellte in seinem Bericht vom 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/4 6 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, Differen zial diagnose (DD) posttraumatic stress disorder ( PTSD ) Dr. F.___ führte aus, dass die Patientin vom 3. Dezember 2018 bis 2 8. Februar 2019 in der tagesklinischen Behandlung gewesen sei ( Ziff. 1.2). Die Arbeitsun fähigkeit sei im Rahmen der ambulanten Behandlung attestiert worden ( Ziff. 1.3). Seiner Meinung nach scheine die Prognose im geschützten Rahmen bei geringem Arbeitspensum positiv, gegebenenfalls mit der Möglichkeit einer langsamen Stei gerung der Belast ungsfähigkeit ( Ziff. 2.7 und Ziff. 4.3). Trotz der ambivalenten Haltung bezüglich der Tagesklinik habe sich die Patientin gut auf die Therapien einlassen können und habe einen guten Kontakt zu ihren Mitpatientinnen gehabt. Obwohl die Patientin objektiv von der regelmässigen Tagesstruktur und der Be schäftigung mit anderen Themen habe profitieren können, habe sie eine Ver län gerung des Aufenthaltes über die von der Invalidenversicherung geforderten drei Monate hinweg abgelehnt ( Ziff. 2.4). 3. 5 MSc C.___ führte in ihrem Verlaufsbericht vom 6. Juli 2020 ( Urk. 9/78) aus, dass sich die aktuelle Diagnose unverändert darstelle und die Beschwer deführerin sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit unverändert zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 1 Ziff. 1-2). Der letzte Termin habe am 2. Juli 2020 stattgefunden (S. 1 Ziff. 7). Seit dem letzten Bericht vom 2 8. November 2017 bestehe ein weiteres Verharren in der beschriebenen Verhal tens modalität. Es bestehe ein protrahierter Krankheitsverlauf (S. 1 Ziff. 8). 3. 6 Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 ( Urk. 9/80/1-5) folgende Diagnosen mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohn e psychotische Symptome, ICD- 10 F33.2 - posttraumatische Belastungsstörung, ICD-10 F43.1 - soziale Phobie, ICD-10 F40.1 - essentielle Hypertonie (schwierig einstellbar) - chronischer Nikotinabusus mit chronischer Bronchitis - multiple Zysten beider Mamma e - linksseitige starke Kopfschmerzen am ehesten im Sinne von Bruxismus - chronische venöse Insuffizienz links mehr als rechts mit beginnenden trophischen Hautveränderungen - diverse arthrotische Veränderungen, vor allem der Kniegelenke Dr. G.___ führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem J ahr 2012 bei ihr in Behandlung sei, und die letzte Kontrolle am 2 2. April 2020 erfolgt sei ( Ziff. 3.1). Ihrer Ansicht nach könne die Patientin nicht im ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Eine Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz wäre schwierig, da sie unter sozialer Phobie leide ( Ziff. 2.1). Zu den Faktoren, welche die Krank heit aufrecht erhalten würden, führte Dr. G.___ aus, dass eine schwierige finanzielle Situation mit hoher Verschuldung bestehe, vor allem wegen der Krankhei ts kosten der Tochter. Zudem sei es in den 80iger Jahren zu trau matischen Ereignissen gekommen, und ihrer Ansicht nach sei die Situation, wonach die Beschwerdeführerin der Invalidenversicherung das Kranksein bewei sen müsse, ebenfalls belastend ( Ziff. 4.4). 4. 4.1 Ohne weiteres lässt sich den vorliegenden Akten eine massive psychosoziale Belastungssituation der Beschwerdeführerin entnehmen. So erkrankte ihre ältere Tochter schwer, und es kam es nach der Rückkehr der Beschwerdeführerin mit ihrer Tochter in die Schweiz im Jahr 2012 aus Sicht der Beschwerdeführerin zu einer gravierenden Fehlbehandlung der Tochter am Universitätsspital A.___ mit nachfolgendem Rechtsstreit (vgl. Urk. 9/13/ 26-37, Urk. 9/16 ). Verschiedentlich äusserte die Be schwerdeführerin zudem, dass sie befürchtet, dass die jüngere, in der Y.___ leben de Tochter Opfer eines Terroranschlages werden könnte (vorstehend E. 3. 1-2, Urk. 9/33 S. 8 unten ). Zusätzlich hat sich die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben bei Privatpersonen im familiären Umfeld verschuldet ( Urk. 9/10 Ziff. 4, Urk. 9/33 S. 13 Mitte). Da unkla r war, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach Ausklammerung der zahlreichen psychosozialen Belastungsfaktoren verhält, wu rde zur beabsichtigten Klärung ihrer Ansprüche eine psychiatrische Begut achtung bei Dr. Z.___ veranlasst ( Urk. 9/54 S. 4 f.). 4. 2 Wie bereits mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10) n ach einer ersten sum ma rischen Prüfung der Sach- und Rechtslage in Aussicht gestellt worden ist, erfüllt das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 4. Juni 2018 (vorstehend E. 3. 3) die Anforderungen an eine beweiskräftige Expe rtise (vorstehend E. 1.4) nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. So lässt das Gutachten eine zu reichende Abgrenzung zwischen dem effektiven psychischen Gesundheits scha den und der psychosozialen Belastungssituation (vorstehend E. 1. 2 ) vermissen (vgl. Urk. 9/33 S. 28 f. Ziff. 7.4). Weiter erweist sich auch die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. Z.___, wie dies die Beschwerdeführerin selbst bereits in ihrem Einwand vom 5. Februar 2020 ( Urk. 9/64 S. 3 III Rz 1) zu Recht be merkte, als nicht nachvollziehbar, da sich die Einschränkung bei einer der Be hinderung optimal angepassten Tätigkeit gravierender auswirken soll, als in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe. Zu bemängeln ist weiter, dass sich die von Dr. Z.___ a ufgeführte Antriebsminderung sowie die Störung von Konzen tration und Gedächtnis, welche mitunter für die eingeschränkte Arbe itsfähigkeit verantwortlich sein sollen, nicht in seiner objektiven Befunderhebung wieder finden. So führte er zum psychiatrischen Befund aus, dass sich die Konzentration, die Merkfähigkeit und das Gedächtnis in der Untersuchungssituation unauffällig gezeigt hätten ( Urk. 9/33 S. 18 ). Weiter wurde der Antrieb als gesteigert und nicht als vermindert beschrieben ( Urk. 9/33 S. 19 oben, S. 21 oben ). Auch führte Dr. Z.___ aus, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, die Tochter zu den Arztterminen zu begleiten und sich umfassend um sie zu kümmern ( Urk. 9/33 S. 8 unten f. ), was unter dem Gesichtspunkt einer zu prüfenden Konsistenz der Be schwerden nur schwer mit der attestierten massiven Einschränkung der Arbei ts fähigkeit vereinbar erscheint ( vg l. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 569/2015 vom 1 7. Februar 2016 E. 4.1.3 ). 4.3 Aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung kann vorliegend zur Fest stellung des tatsächlich noch vorhandenen funktionalen Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin auch nicht einfach auf die Ausführungen der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) respektive auf die Ausführungen der behandelnden Fachpersonen und Spezial ärzte (vorstehend E. 3.1-2, E. 3.4-5) abgestellt werden ( BGE 125 V 353 E. 3b/cc ). Hinsichtlich der behandelnden Fachpersonen Msc C.___ und Dr. D.___ ergab die Befragung der Beschwerdeführerin durch Dr. Z.___ am 7. März 2018 ( Urk. 9/33 S. 2 unten), dass sie die Psychiaterin Dr. D.___ erst dreimal nur sehr kurz gesprochen und das letzte Mal Anfang 2017 gesehen habe ( Urk. 9/33 S. 15 unten, S. 26 Mitte). Daraus muss geschlossen werden, dass die im Bericht von Msc C.___ und Dr. D.___ vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) geänderte Diagnostik allein auf der nicht fachärztlichen Einschätzung von Msc C.___ beruhte und Dr. D.___ den Bericht lediglich unterzeichnet hat. So fern die Beschwerdeführerin Dr. D.___ tatsächlich zuletzt Anfang 2017 gesehen ha t, bedeutet dies, dass offensichtlich über einen sehr langen Zeitraum keine fa ch ärztliche Kontrolle der von d er d elegiert arbeitende n Psychologin Msc C.___ durchgeführten Therapie erfolgt ist, was sich als äusserst fragwürdig erweist, umso mehr, als im Bericht vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) gar von eine r Verschlechterung der depressiven Symptomatik berichtet wurde und sich damit in keiner Hinsicht ein Erfolg der Therapie abzeichnete. Gleichzeitig erscheint es aber auch nur schwer verständlich, weshalb die Beschwerdeführerin über einen derart langen Zeitraum an einer offensichtlich keine Besserung be wirkenden Psychotherapie festhält ( vorstehend E. 3.5 ). Nicht gefolgt werden kann sodann der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. F.___ (vorstehend E. 3.4). Die von ihm gestellten Diagnosen und die lediglich noch im geschützten Rahmen mögliche Einsatzfähigkeit der Beschwerdeführerin erweisen sich in Anbetracht der von ihm beschriebenen Befundlage, wonach sich die Beschwerdeführerin ge pflegt, wach, bewusstseinsklar und zu sämtlichen Qualitäten orientiert und im interpersonellen Kontakt freundlich zugewandt ohne offensicht liche Störungen von Auffassung und Aufmerksamkeit gezeigt habe, als nicht nachvollzie h bar. Eine reduzierte Konzentration s - und Merkfähigkeit befand Dr. F.___ lediglich als aus subjektiver Sicht der Beschwerdeführerin bestehend ( Urk. 9/46 Ziff. 2.2). Weiter relativiert der Umstand, dass die Beschwe rdeführerin nach Erfüllen der im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegten Dauer der Behandlung (vgl. Urk. 9/34) eine Verlängerung der Therapie ablehnte, den tatsächlich vorhandenen Leidensdruck. Aus dem nach Verfügungserlass von der Beschwerdeführerin eingereichten Be richt der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 ( Urk. 15), geht lediglich die bereits bekannte psychosoziale Belastungssituation hervor und dass die Beschwerdeführerin bereits vor Erkrankung ihrer älteren Tochter in psycholo gischer Behandlung gewesen ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ( vorstehend E. 2.4 ), genügt dieser nicht fachärztliche Bericht, welchem sich weder eine objektive Befunderhebung noch eine zureichende Diagnostik entnehmen lä s st, nicht, um auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden schliessen zu können. Was die v on Seiten der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) genannten somatischen Diagnosen anbelangt, liegen keine fachärztlichen Berichte vor, welche eine daraus resultierende dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ausweisen würde n (vgl. Urk. 9/13/ 1 - 25, Urk. 9/ 80/6-16 ). Gegenüber Dr. Z.___ verneinte die Beschwer de führerin im März 2018 sodann die Frage, in orthopädischer Behandlung zu sei n ( Urk. 9/33 S. 16 oben). Soweit Dr. G.___ vorbrachte, die Beschwer deführerin würde an einer sozialen Phobie leiden, welche selbst einer Tätigkeit im geschützten Rahmen entg egen stehen würde, handelt es sich nicht um eine fachärztlich ausgewiesene Di agnose, und zudem ge ht aus dem Bericht von Dr. F.___ vom 1 8. Juni 2019 (vorstehend E. 3. 4 ) hervor, dass die Beschwerde führerin guten Kontakt mit den Mitpatientinnen gefunden ha tte. Der Beschwer deführerin ist jedoch beizupflichten, dass sich insbesondere aus der Anamnese des Bericht es von Dr. G.___ vom 2 6. Mai 2016 ( Urk. 9/13/1-6 Ziff. 1.4) Anhaltspunkte da für ergeben, dass das Wartejahr bereits vor der An meldung der Beschwerdeführerin am 3 0. März 2016 bei der Invalidenversi che rung zum Leistungsbezug ( Urk. 9/5) abgelaufen ist, wobei die abschliessende Klä rung dieser Frage ebenfalls unter eingehe n der Prüfung und Ausklammerung von psychosozialen Belas t u n gsfaktoren zu erfolgen hätte. Zudem stellt sich allenfalls die Frage des Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen. Schlussendlich ist hinsichtlich der von der Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 2 1. November 2019 festgelegte Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % Erwerbstätige ( Urk. 9/52 Ziff. 2.6) festzuhalten, dass daran in Anbetracht des von ihr geltend gemachten massiven B etreuungsaufwand es für die erkrankte Tochter ( Urk. 9/33 S. 9 oben ) Zweifel bestehen und auch unter diesem Gesichts punkt w eitere Abklärungen erforderlich sind. 4. 4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 4. 5 Aufgrund des Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenü gend abgeklärt. Es fehlt vorliegend an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit de r Beschwerdeführer in in psychischer Hin sicht. Zur Beurteilung ihrer invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zusätzlicher medizinischer Grundlagen, welche sic h zu den offenen Fragen äussern und den rechtsprechungsgemässen Anforderungen genügen. A uch hinsichtlich ihrer Qualifikation gilt es abzuklären, in welchem Umfang sie im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde, wobei der Betreuungs auf wand für die ältere Tochter zu berücksichtigen ist. Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Ent scheid über den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf Leistungen der Invaliden versicherung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb d ie vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘ 900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2021 aufgehoben und die Sache an die Sozialv ersicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Michael Ausfeld, Zürich, eine Prozessentschädigung von Fr. 1’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Michael Ausfeld - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin GräubSchucan

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00121 III. Kammer Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schucan Urteil vom 1. Dezember 2021

IV.2021.00121

IV.2021.00121

IV.2021.00121 III. Kammer

III. Kammer

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schucan

Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Slavik Ersatzrichterin Tanner Imfeld Gerichtsschreiberin Schucan

Urteil vom 1. Dezember 2021

Urteil vom 1. Dezember 2021 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Michael Ausfeld

vertreten durch Rechtsanwalt Michael Ausfeld Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich

Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1964, Mutter von zwei Töchtern, geboren 1991 und 1995, war nach ihrer Wiedereinreise aus der Y.___ in die Schweiz im Juli 2012 (vgl. Urk. 9/ 5 Ziff. 4.1, Urk. 9/62 ) zuletzt von September 2014 bis Juli 2015 als Küchenhilfe in einem Pensum von 20 % in einem Takeaway Restaurant tätig ( Urk. 9/9/4, Urk. 9/10 Ziff. 2 ) und melde te sich am 3 0. März 2016 unter Hinweis auf eine seit November 2012 bestehende Depression, Gelenkschmerzen, eine Schlaf störung und Konzentrationsschwierigkeiten bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/5 Ziff. 6.1 ).

1. X.___, geboren 1964, Mutter von zwei Töchtern, geboren 1991 und 1995, war nach ihrer Wiedereinreise aus der Y.___ in die Schweiz im Juli 2012 (vgl. Urk. 9/ 5 Ziff. 4.1, Urk. 9/62 ) zuletzt von September 2014 bis Juli 2015 als Küchenhilfe in einem Pensum von 20 % in einem Takeaway Restaurant tätig ( Urk. 9/9/4, Urk. 9/10 Ziff. 2 ) und melde te sich am 3 0. März 2016 unter Hinweis auf eine seit November 2012 bestehende Depression, Gelenkschmerzen, eine Schlaf störung und Konzentrationsschwierigkeiten bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 9/5 Ziff. 6.1 ). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und veranlasste bei Dr. med. Z.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten, welches am 1 4. Juni 2018 erstattet wurde ( Urk. 9/33). Nach durchgeführte m Vorbescheid verfahren ( Urk. 9/56, Urk. 9/60, Urk. 9/64, Urk. 9/82 ) sprach die IV-Stelle der Ver sicherten mit Verfügung vom 4. Februar 2021 ab 1. Juni 2017 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu ( Urk. 2).

Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi nische und erwerbliche Situation ab und veranlasste bei Dr. med. Z.___, Fach arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten, welches am 1 4. Juni 2018 erstattet wurde ( Urk. 9/33). Nach durchgeführte m Vorbescheid verfahren ( Urk. 9/56, Urk. 9/60, Urk. 9/64, Urk. 9/82 ) sprach die IV-Stelle der Ver sicherten mit Verfügung vom 4. Februar 2021 ab 1. Juni 2017 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu ( Urk. 2). 2. Die Versicherte erhob am 2 3. Februar 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. Februar 2021 ( Urk. 2) und beantragte, ihr sei in deren Abänderung mit Wir kung ab 1. Oktober 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 2).

2. Die Versicherte erhob am 2 3. Februar 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. Februar 2021 ( Urk. 2) und beantragte, ihr sei in deren Abänderung mit Wir kung ab 1. Oktober 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Rechtsvertretung ( Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 8) beantragte die IV-Stelle die Androhung einer reformatio in peius. Mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10 ) wurde der Beschwerdeführerin Frist angesetzt, um zu der vom Gericht nicht aus zu schliessenden Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergän zenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der ange fochtenen Verfügung zu ihrem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen. Am 2 9. September 2021 teilte die Beschwer de führerin unter Auflage eines weiteren Berichtes mit, dass sie an ihrer Be schwerde festhalte ( Urk. 14 -15 ), was der Beschwerdegegnerin am 4. Oktober 2021 ( Urk. 16) zur Kenntnis gebracht wurde.

Mit Beschwerdeantwort vom 2 1. Juni 2021 ( Urk. 8) beantragte die IV-Stelle die Androhung einer reformatio in peius. Mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10 ) wurde der Beschwerdeführerin Frist angesetzt, um zu der vom Gericht nicht aus zu schliessenden Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur ergän zenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der ange fochtenen Verfügung zu ihrem Nachteil ( reformatio in peius ) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen. Am 2 9. September 2021 teilte die Beschwer de führerin unter Auflage eines weiteren Berichtes mit, dass sie an ihrer Be schwerde festhalte ( Urk. 14 -15 ), was der Beschwerdegegnerin am 4. Oktober 2021 ( Urk. 16) zur Kenntnis gebracht wurde. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Tei l des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Tei l des Sozialversicherungsrechts; ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6).

1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2 ; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an hand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun fähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).

Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2 ; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen an hand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun fähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlen der invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund heits schaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun desgerichts 9C_732/2017 vom 5. März 2018 E. 4.3.1).

Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens ist davon abzusehen, einzelne Beschwerden und Störungen ohne Einzelfallprüfung wegen grundsätzlich fehlen der invalidenversicherungsrechtlicher Relevanz auszuscheiden (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1). Indes gilt unverändert, dass ein invalidisierender psychischer Gesund heits schaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psychosozialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst (Urteil des Bun desgerichts 9C_732/2017 vom 5. März 2018 E. 4.3.1). In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den norma tiven Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeits fähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1).

In einer versicherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den norma tiven Vorgaben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände aufzuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeits fähigkeit auszuklammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1). 1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig ( Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ( Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente ( Art. 28 Abs. 2 IVG). 1. 4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).

1. 4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (Urk. 2) die Zusprache einer halben Rente ab Juni 2017 damit, dass gemäss dem medizinischen Gut ach ten davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 zu 50 % in ihrer ursprünglichen Tätigkeit arbeiten könne. Auch in einer optimal angepassten Tätigkeit bestehe lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Damit resul tiere eine Erwerbseinbusse von 50 %, welche auch dem Invaliditätsgrad ent spre che. Nach Ablauf des gesetzlich festgelegten Wartejahres habe sie ab 1. Septem ber 2017 Anspruch auf eine halbe Rente (Begründung S. 1).

2.1 Die Beschwerdegegnerin begründete in ihrer Verfügung (Urk. 2) die Zusprache einer halben Rente ab Juni 2017 damit, dass gemäss dem medizinischen Gut ach ten davon auszugehen sei, dass die Beschwerdeführerin seit September 2016 zu 50 % in ihrer ursprünglichen Tätigkeit arbeiten könne. Auch in einer optimal angepassten Tätigkeit bestehe lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Damit resul tiere eine Erwerbseinbusse von 50 %, welche auch dem Invaliditätsgrad ent spre che. Nach Ablauf des gesetzlich festgelegten Wartejahres habe sie ab 1. Septem ber 2017 Anspruch auf eine halbe Rente (Begründung S. 1). 2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass ihre Hausärztin bereits ab dem 1. Januar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit fest gehalten habe, weshalb vorliegend die Leistungen bereits sechs Monate nach ver späteter Anmeldung zu gewähren seien (S. 3 Ziff. 3-4). Auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden (S. 3 f. Ziff. 5). Die durchgeführte teilstationäre Therapie habe ergeben, dass sie lediglich noch im geschützten Rahmen arbeits fähig sei (S. 4 f. Ziff. 6). Auch die Einschätzung des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) überzeuge nicht (S. 5 Ziff. 7).

2.2 Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass ihre Hausärztin bereits ab dem 1. Januar 2012 eine Arbeitsunfähigkeit fest gehalten habe, weshalb vorliegend die Leistungen bereits sechs Monate nach ver späteter Anmeldung zu gewähren seien (S. 3 Ziff. 3-4). Auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden (S. 3 f. Ziff. 5). Die durchgeführte teilstationäre Therapie habe ergeben, dass sie lediglich noch im geschützten Rahmen arbeits fähig sei (S. 4 f. Ziff. 6). Auch die Einschätzung des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) überzeuge nicht (S. 5 Ziff. 7). 2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegnerin die An drohung einer reformatio in peius mit der Begründung, dass eine gesamthafte Prüfung des strukturierten Beweisverfahrens in Bezug auf die Schweregradindi katoren, den Verlauf und Ausgang der Therapien sowie bestehende Inkonsis ten zen die vom Gutachter festgestellte generelle Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht zu rechtfertigen vermöchten. So seien unter anderem die in der Gesamtschau doch sehr dominierenden psychosozialen Belastungsfaktoren, welche rechtlich keine Invalidität zu begründen vermöchten, nicht ausreichend berücksichtigt wor den. Bei gesamthafter Betrachtung der massgeblichen Indikatoren sei die An er kennung einer aus psychischen Gründen eingeschränkten Arbeitsun fähigkeit von 50 % nicht nachvollziehbar. Die Mehrzahl der Indikatoren spräche – ins be son dere nach Ausklammerung der psychosozialen Belastungsfaktoren - nicht für eine wesentliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit, weshalb der Beschwerde führerin keine Invalidenrente zustehe (S. 2 f. Ziff. 3-4).

2.3 In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 8) beantragte die Beschwerdegegnerin die An drohung einer reformatio in peius mit der Begründung, dass eine gesamthafte Prüfung des strukturierten Beweisverfahrens in Bezug auf die Schweregradindi katoren, den Verlauf und Ausgang der Therapien sowie bestehende Inkonsis ten zen die vom Gutachter festgestellte generelle Arbeitsunfähigkeit von 50 % nicht zu rechtfertigen vermöchten. So seien unter anderem die in der Gesamtschau doch sehr dominierenden psychosozialen Belastungsfaktoren, welche rechtlich keine Invalidität zu begründen vermöchten, nicht ausreichend berücksichtigt wor den. Bei gesamthafter Betrachtung der massgeblichen Indikatoren sei die An er kennung einer aus psychischen Gründen eingeschränkten Arbeitsun fähigkeit von 50 % nicht nachvollziehbar. Die Mehrzahl der Indikatoren spräche – ins be son dere nach Ausklammerung der psychosozialen Belastungsfaktoren - nicht für eine wesentliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit, weshalb der Beschwerde führerin keine Invalidenrente zustehe (S. 2 f. Ziff. 3-4). 2. 4 In ihrer Stellungnahme vom 2 9. September 2021 ( Urk. 14) hielt die Beschwer de führerin unter Bezugnahme auf den Beschluss vom 1 9. Juli 2021 fest, dass an der Beschwerde festgehalten werde und ein Rückzug nicht in Frage komme. Sie sei bereits vor dem Vorfall am Universitätsspital A.___ ( vgl. dazu E. 4.1 ) aus psychiatrischer Sicht behandlungsbedürftig gewesen, was aus dem Bericht der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 hervorgehe. Sie - die Be schwer deführerin - müsse als in besonderem Masse vulnerabel aufgefasst wer den.

2. 4 In ihrer Stellungnahme vom 2 9. September 2021 ( Urk. 14) hielt die Beschwer de führerin unter Bezugnahme auf den Beschluss vom 1 9. Juli 2021 fest, dass an der Beschwerde festgehalten werde und ein Rückzug nicht in Frage komme. Sie sei bereits vor dem Vorfall am Universitätsspital A.___ ( vgl. dazu E. 4.1 ) aus psychiatrischer Sicht behandlungsbedürftig gewesen, was aus dem Bericht der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 hervorgehe. Sie - die Be schwer deführerin - müsse als in besonderem Masse vulnerabel aufgefasst wer den. 2.5 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Inva lidenrente.

2.5 Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Inva lidenrente. 3.

3. 3. 1 Msc C.___, delegierte Psychotherapeutin, und Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, stellten in ihrem Bericht vom 2 2. Januar 2017 ( Urk. 9/20) folgende Diagnosen ( Ziff. 1.2, Urk. 9/18 Ziff. 1.1 ) :

3. 1 Msc C.___, delegierte Psychotherapeutin, und Dr. med. D.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, stellten in ihrem Bericht vom 2 2. Januar 2017 ( Urk. 9/20) folgende Diagnosen ( Ziff. 1.2, Urk. 9/18 Ziff. 1.1 ) : - posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)

posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.10)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.10) - dringender Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung, zurzeit nicht ver lässlich beurteilbar, da von anderen Krankheitssymptomen und transkul turellen Faktoren überdeckt

dringender Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung, zurzeit nicht ver lässlich beurteilbar, da von anderen Krankheitssymptomen und transkul turellen Faktoren überdeckt Die Fachpersonen führten aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Juni 2016 bei ihnen in Behandlung sei und seit dem 1 9. Juli 2016 wöchentliche Konsul ta tionen stattfänden. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. Januar 2017 erfolgt ( Ziff. 3.1). Zurzeit sei die Beschwerdeführerin unverändert zu 100 % arbeitsun fähig ( Ziff. 2.1). Eine Neubeurteilung sollte etwa in einem Jahr erfolgen ( Ziff. 4.1). Die Fachper sonen führten aus, dass die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) die Angstzustände der Klientin verstärke. Sie habe Angst, dass ihre jüngere, in E.___ studierende Tochter Opfer eines Terroran schlages werden könnte. Die Ängste um die gesundheitlich beeinträchtigte Tochter seien erhöht, da eine Einflussnahme auf das Gesundheitsverhalten der Tochter nach deren Aus zug aus der gemeinsamen Wohnung nicht mehr im s elben Mass wie vorher mög lich sei ( Ziff. 4.4).

Die Fachpersonen führten aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Juni 2016 bei ihnen in Behandlung sei und seit dem 1 9. Juli 2016 wöchentliche Konsul ta tionen stattfänden. Die letzte Kontrolle sei am 1 6. Januar 2017 erfolgt ( Ziff. 3.1). Zurzeit sei die Beschwerdeführerin unverändert zu 100 % arbeitsun fähig ( Ziff. 2.1). Eine Neubeurteilung sollte etwa in einem Jahr erfolgen ( Ziff. 4.1). Die Fachper sonen führten aus, dass die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) die Angstzustände der Klientin verstärke. Sie habe Angst, dass ihre jüngere, in E.___ studierende Tochter Opfer eines Terroran schlages werden könnte. Die Ängste um die gesundheitlich beeinträchtigte Tochter seien erhöht, da eine Einflussnahme auf das Gesundheitsverhalten der Tochter nach deren Aus zug aus der gemeinsamen Wohnung nicht mehr im s elben Mass wie vorher mög lich sei ( Ziff. 4.4). 3. 2 Msc C.___ und Dr. D.___ stellten in ihrem Bericht vom 2 8. November 2017 ( Urk. 9/28) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2):

3. 2 Msc C.___ und Dr. D.___ stellten in ihrem Bericht vom 2 8. November 2017 ( Urk. 9/28) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode, ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - Verdacht auf andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0)

Verdacht auf andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) - Verdacht auf eine vorbestehende Persönlichkeitsstörung narzisstischer Färbung (ICD-10 F60.8)

Verdacht auf eine vorbestehende Persönlichkeitsstörung narzisstischer Färbung (ICD-10 F60.8) Die Fachpersonen führten aus, dass eine deutliche Verschlechterung der depres siven Symptomatik eingetreten sei und deutliche Hinweise auf eine Persönlich keitsänderung nach Extrembelastung bestünden ( Ziff. 1.3). Die letzte Kontrolle der Beschwerdeführerin sei am 1 5. November 2017 erfolg t ( Ziff. 3.1). Die Be schwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe in einem Restaurant unverändert zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 2.1). Es bestehe ein protra hierter Krankheitsverlauf. Der Verdacht auf eine vorbestehende narzisstische Persönlichkeitsstörung und andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembe lastung erhöhe die Wahrscheinlichkeit eines Verharrens in der aktuellen Verhal tens modalität. Aufgrund der stark reduzierten Belastbarkeit und der deutlichen Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten sei voraussichtlich langfristig eine Arbeitsfähigkeit auch in einem geschützten Setting nicht möglich. Die Beschwer deführerin benötige eine Rente, um sich bezüglich des chronischen und multi mor biden Krankheitsbildes stabilisieren zu können ( Ziff. 3.3). Die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) verstärk e die Angstzustände der Klientin. Sie habe Angst, ihre in E.___ studierende jünger Tochter könnte Opfer eines Terroranschlages werden. Die Verschlechterung des Gesundheits zu standes der an einer schweren Colitis Ulcerosa erkrankten Tochter habe die Ängste und die Hoffnungslosigkeit der Patientin weiter verstärkt ( Ziff. 4.4).

Die Fachpersonen führten aus, dass eine deutliche Verschlechterung der depres siven Symptomatik eingetreten sei und deutliche Hinweise auf eine Persönlich keitsänderung nach Extrembelastung bestünden ( Ziff. 1.3). Die letzte Kontrolle der Beschwerdeführerin sei am 1 5. November 2017 erfolg t ( Ziff. 3.1). Die Be schwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe in einem Restaurant unverändert zu 100 % arbeitsunfähig ( Ziff. 2.1). Es bestehe ein protra hierter Krankheitsverlauf. Der Verdacht auf eine vorbestehende narzisstische Persönlichkeitsstörung und andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembe lastung erhöhe die Wahrscheinlichkeit eines Verharrens in der aktuellen Verhal tens modalität. Aufgrund der stark reduzierten Belastbarkeit und der deutlichen Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten sei voraussichtlich langfristig eine Arbeitsfähigkeit auch in einem geschützten Setting nicht möglich. Die Beschwer deführerin benötige eine Rente, um sich bezüglich des chronischen und multi mor biden Krankheitsbildes stabilisieren zu können ( Ziff. 3.3). Die aktuell verschärfte politische Situation in der Y.___ (Terroranschläge) verstärk e die Angstzustände der Klientin. Sie habe Angst, ihre in E.___ studierende jünger Tochter könnte Opfer eines Terroranschlages werden. Die Verschlechterung des Gesundheits zu standes der an einer schweren Colitis Ulcerosa erkrankten Tochter habe die Ängste und die Hoffnungslosigkeit der Patientin weiter verstärkt ( Ziff. 4.4). 3. 3 Dr. Z.___ nannte in seinem von der Beschwerdegegnerin veranlassten psychia trischen Gutachten vom 1 4. Juni 2018 ( Urk. 9/33) als Diagnose eine rezidivie rend e depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; S. 23 unten f.). Dr. Z.___ führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin aufgrund der formalge danklichen Einengung, der Antriebsstörung, dem labilen Affekt, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der gedanklichen Sprunghaftigkeit und Weit schweifigkeit ein eingeschränktes Restleistungsvermögen für die Tätigkeit als Küchenhilfe bestehe. Sie könne eingeschränkt strukturierte Aufträge abarbeiten, insbesondere nicht unter Zeit- und Erfolgsdruck. Bezogen auf ein 100%-Pensum werde die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf 50 % geschätzt. Vom zeitlichen Verlauf her bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit September 2016 (gestützt auf den Bericht von Dr. D.___ ; S. 29 f. Ziff. 8 ).

3. 3 Dr. Z.___ nannte in seinem von der Beschwerdegegnerin veranlassten psychia trischen Gutachten vom 1 4. Juni 2018 ( Urk. 9/33) als Diagnose eine rezidivie rend e depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1; S. 23 unten f.). Dr. Z.___ führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin aufgrund der formalge danklichen Einengung, der Antriebsstörung, dem labilen Affekt, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der gedanklichen Sprunghaftigkeit und Weit schweifigkeit ein eingeschränktes Restleistungsvermögen für die Tätigkeit als Küchenhilfe bestehe. Sie könne eingeschränkt strukturierte Aufträge abarbeiten, insbesondere nicht unter Zeit- und Erfolgsdruck. Bezogen auf ein 100%-Pensum werde die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf 50 % geschätzt. Vom zeitlichen Verlauf her bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit seit September 2016 (gestützt auf den Bericht von Dr. D.___ ; S. 29 f. Ziff. 8 ). Dr. Z.___ führte aus, dass eine der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit einer leichten bis mittelschweren kö rperlichen Tätigkeit entspreche mit einfach strukturierten Aufgaben ohne Zeit- und Erfolgsdruck, ohne Publikumsverkehr, insbesondere ohne konfrontativen Publikumsverkehr und ohne die Notwendig k eit einer intensiven Kommunikation mit anderen Kollegen und ohne Leitungs- oder Führungsfunktion. Unter optimalen Bedingungen wäre eine maximale Prä senz von vier Stunden pro Tag möglich mit Pausen. Während einer Anwesen heits zeit in einer angepassten Tätigkeit bestehe, auch unter guten Bedingungen, eine Ein schränkung der Leistung im Umfang von geschätzt 25 % aufgrund der formal ge danklichen Einengung, der Grübelneigung, der Antriebsminderung, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der durch die Weitschweifigkeit und Logorrhoe ein ge schränkte n Kommunikations fähigkeit (S. 30 f. unten). Er schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer solchen optimal angepassten Tätigkeit unter besten Bedingungen bezogen auf ein 100%-Pensum auf 50 %. Diese Einschätzung gelte abgestützt auf den Bericht von Dr. D.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit September 2016 (S. 31 oben).

Dr. Z.___ führte aus, dass eine der Behinderung optimal angepasste Tätigkeit einer leichten bis mittelschweren kö rperlichen Tätigkeit entspreche mit einfach strukturierten Aufgaben ohne Zeit- und Erfolgsdruck, ohne Publikumsverkehr, insbesondere ohne konfrontativen Publikumsverkehr und ohne die Notwendig k eit einer intensiven Kommunikation mit anderen Kollegen und ohne Leitungs- oder Führungsfunktion. Unter optimalen Bedingungen wäre eine maximale Prä senz von vier Stunden pro Tag möglich mit Pausen. Während einer Anwesen heits zeit in einer angepassten Tätigkeit bestehe, auch unter guten Bedingungen, eine Ein schränkung der Leistung im Umfang von geschätzt 25 % aufgrund der formal ge danklichen Einengung, der Grübelneigung, der Antriebsminderung, der Störung von Konzentration und Gedächtnis und der durch die Weitschweifigkeit und Logorrhoe ein ge schränkte n Kommunikations fähigkeit (S. 30 f. unten). Er schätzte die Arbeitsfähigkeit in einer solchen optimal angepassten Tätigkeit unter besten Bedingungen bezogen auf ein 100%-Pensum auf 50 %. Diese Einschätzung gelte abgestützt auf den Bericht von Dr. D.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit September 2016 (S. 31 oben). 3. 4 Dr. med. F.___, Oberarzt, PUK, stellte in seinem Bericht vom 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/4 6 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5):

3. 4 Dr. med. F.___, Oberarzt, PUK, stellte in seinem Bericht vom 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/4 6 ) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 2.5): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) - andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, Differen zial diagnose (DD) posttraumatic stress disorder ( PTSD )

andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, Differen zial diagnose (DD) posttraumatic stress disorder ( PTSD ) Dr. F.___ führte aus, dass die Patientin vom 3. Dezember 2018 bis 2 8. Februar 2019 in der tagesklinischen Behandlung gewesen sei ( Ziff. 1.2). Die Arbeitsun fähigkeit sei im Rahmen der ambulanten Behandlung attestiert worden ( Ziff. 1.3). Seiner Meinung nach scheine die Prognose im geschützten Rahmen bei geringem Arbeitspensum positiv, gegebenenfalls mit der Möglichkeit einer langsamen Stei gerung der Belast ungsfähigkeit ( Ziff. 2.7 und Ziff. 4.3). Trotz der ambivalenten Haltung bezüglich der Tagesklinik habe sich die Patientin gut auf die Therapien einlassen können und habe einen guten Kontakt zu ihren Mitpatientinnen gehabt. Obwohl die Patientin objektiv von der regelmässigen Tagesstruktur und der Be schäftigung mit anderen Themen habe profitieren können, habe sie eine Ver län gerung des Aufenthaltes über die von der Invalidenversicherung geforderten drei Monate hinweg abgelehnt ( Ziff. 2.4).

Dr. F.___ führte aus, dass die Patientin vom 3. Dezember 2018 bis 2 8. Februar 2019 in der tagesklinischen Behandlung gewesen sei ( Ziff. 1.2). Die Arbeitsun fähigkeit sei im Rahmen der ambulanten Behandlung attestiert worden ( Ziff. 1.3). Seiner Meinung nach scheine die Prognose im geschützten Rahmen bei geringem Arbeitspensum positiv, gegebenenfalls mit der Möglichkeit einer langsamen Stei gerung der Belast ungsfähigkeit ( Ziff. 2.7 und Ziff. 4.3). Trotz der ambivalenten Haltung bezüglich der Tagesklinik habe sich die Patientin gut auf die Therapien einlassen können und habe einen guten Kontakt zu ihren Mitpatientinnen gehabt. Obwohl die Patientin objektiv von der regelmässigen Tagesstruktur und der Be schäftigung mit anderen Themen habe profitieren können, habe sie eine Ver län gerung des Aufenthaltes über die von der Invalidenversicherung geforderten drei Monate hinweg abgelehnt ( Ziff. 2.4). 3. 5 MSc C.___ führte in ihrem Verlaufsbericht vom 6. Juli 2020 ( Urk. 9/78) aus, dass sich die aktuelle Diagnose unverändert darstelle und die Beschwer deführerin sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit unverändert zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 1 Ziff. 1-2). Der letzte Termin habe am 2. Juli 2020 stattgefunden (S. 1 Ziff. 7). Seit dem letzten Bericht vom 2 8. November 2017 bestehe ein weiteres Verharren in der beschriebenen Verhal tens modalität. Es bestehe ein protrahierter Krankheitsverlauf (S. 1 Ziff. 8).

3. 5 MSc C.___ führte in ihrem Verlaufsbericht vom 6. Juli 2020 ( Urk. 9/78) aus, dass sich die aktuelle Diagnose unverändert darstelle und die Beschwer deführerin sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit unverändert zu 100 % arbeitsunfähig sei (S. 1 Ziff. 1-2). Der letzte Termin habe am 2. Juli 2020 stattgefunden (S. 1 Ziff. 7). Seit dem letzten Bericht vom 2 8. November 2017 bestehe ein weiteres Verharren in der beschriebenen Verhal tens modalität. Es bestehe ein protrahierter Krankheitsverlauf (S. 1 Ziff. 8). 3. 6 Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 ( Urk. 9/80/1-5) folgende Diagnosen mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2):

3. 6 Dr. med. G.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 ( Urk. 9/80/1-5) folgende Diagnosen mit Aus wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ( Ziff. 1.2): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohn e psychotische Symptome, ICD- 10 F33.2

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohn e psychotische Symptome, ICD- 10 F33.2 - posttraumatische Belastungsstörung, ICD-10 F43.1

posttraumatische Belastungsstörung, ICD-10 F43.1 - soziale Phobie, ICD-10 F40.1

soziale Phobie, ICD-10 F40.1 - essentielle Hypertonie (schwierig einstellbar)

essentielle Hypertonie (schwierig einstellbar) - chronischer Nikotinabusus mit chronischer Bronchitis

chronischer Nikotinabusus mit chronischer Bronchitis - multiple Zysten beider Mamma e

multiple Zysten beider Mamma e - linksseitige starke Kopfschmerzen am ehesten im Sinne von Bruxismus

linksseitige starke Kopfschmerzen am ehesten im Sinne von Bruxismus - chronische venöse Insuffizienz links mehr als rechts mit beginnenden trophischen Hautveränderungen

chronische venöse Insuffizienz links mehr als rechts mit beginnenden trophischen Hautveränderungen - diverse arthrotische Veränderungen, vor allem der Kniegelenke

diverse arthrotische Veränderungen, vor allem der Kniegelenke Dr. G.___ führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem J ahr 2012 bei ihr in Behandlung sei, und die letzte Kontrolle am 2 2. April 2020 erfolgt sei ( Ziff. 3.1). Ihrer Ansicht nach könne die Patientin nicht im ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Eine Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz wäre schwierig, da sie unter sozialer Phobie leide ( Ziff. 2.1). Zu den Faktoren, welche die Krank heit aufrecht erhalten würden, führte Dr. G.___ aus, dass eine schwierige finanzielle Situation mit hoher Verschuldung bestehe, vor allem wegen der Krankhei ts kosten der Tochter. Zudem sei es in den 80iger Jahren zu trau matischen Ereignissen gekommen, und ihrer Ansicht nach sei die Situation, wonach die Beschwerdeführerin der Invalidenversicherung das Kranksein bewei sen müsse, ebenfalls belastend ( Ziff. 4.4).

Dr. G.___ führte aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem J ahr 2012 bei ihr in Behandlung sei, und die letzte Kontrolle am 2 2. April 2020 erfolgt sei ( Ziff. 3.1). Ihrer Ansicht nach könne die Patientin nicht im ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Eine Tätigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz wäre schwierig, da sie unter sozialer Phobie leide ( Ziff. 2.1). Zu den Faktoren, welche die Krank heit aufrecht erhalten würden, führte Dr. G.___ aus, dass eine schwierige finanzielle Situation mit hoher Verschuldung bestehe, vor allem wegen der Krankhei ts kosten der Tochter. Zudem sei es in den 80iger Jahren zu trau matischen Ereignissen gekommen, und ihrer Ansicht nach sei die Situation, wonach die Beschwerdeführerin der Invalidenversicherung das Kranksein bewei sen müsse, ebenfalls belastend ( Ziff. 4.4). 4.

4. 4.1 Ohne weiteres lässt sich den vorliegenden Akten eine massive psychosoziale Belastungssituation der Beschwerdeführerin entnehmen. So erkrankte ihre ältere Tochter schwer, und es kam es nach der Rückkehr der Beschwerdeführerin mit ihrer Tochter in die Schweiz im Jahr 2012 aus Sicht der Beschwerdeführerin zu einer gravierenden Fehlbehandlung der Tochter am Universitätsspital A.___ mit nachfolgendem Rechtsstreit (vgl. Urk. 9/13/ 26-37, Urk. 9/16 ). Verschiedentlich äusserte die Be schwerdeführerin zudem, dass sie befürchtet, dass die jüngere, in der Y.___ leben de Tochter Opfer eines Terroranschlages werden könnte (vorstehend E. 3. 1-2, Urk. 9/33 S. 8 unten ). Zusätzlich hat sich die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben bei Privatpersonen im familiären Umfeld verschuldet ( Urk. 9/10 Ziff. 4, Urk. 9/33 S. 13 Mitte).

4.1 Ohne weiteres lässt sich den vorliegenden Akten eine massive psychosoziale Belastungssituation der Beschwerdeführerin entnehmen. So erkrankte ihre ältere Tochter schwer, und es kam es nach der Rückkehr der Beschwerdeführerin mit ihrer Tochter in die Schweiz im Jahr 2012 aus Sicht der Beschwerdeführerin zu einer gravierenden Fehlbehandlung der Tochter am Universitätsspital A.___ mit nachfolgendem Rechtsstreit (vgl. Urk. 9/13/ 26-37, Urk. 9/16 ). Verschiedentlich äusserte die Be schwerdeführerin zudem, dass sie befürchtet, dass die jüngere, in der Y.___ leben de Tochter Opfer eines Terroranschlages werden könnte (vorstehend E. 3. 1-2, Urk. 9/33 S. 8 unten ). Zusätzlich hat sich die Beschwerdeführerin gemäss ihren Angaben bei Privatpersonen im familiären Umfeld verschuldet ( Urk. 9/10 Ziff. 4, Urk. 9/33 S. 13 Mitte). Da unkla r war, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach Ausklammerung der zahlreichen psychosozialen Belastungsfaktoren verhält, wu rde zur beabsichtigten Klärung ihrer Ansprüche eine psychiatrische Begut achtung bei Dr. Z.___ veranlasst ( Urk. 9/54 S. 4 f.).

Da unkla r war, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach Ausklammerung der zahlreichen psychosozialen Belastungsfaktoren verhält, wu rde zur beabsichtigten Klärung ihrer Ansprüche eine psychiatrische Begut achtung bei Dr. Z.___ veranlasst ( Urk. 9/54 S. 4 f.). 4. 2 Wie bereits mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10) n ach einer ersten sum ma rischen Prüfung der Sach- und Rechtslage in Aussicht gestellt worden ist, erfüllt das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 4. Juni 2018 (vorstehend E. 3. 3) die Anforderungen an eine beweiskräftige Expe rtise (vorstehend E. 1.4) nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. So lässt das Gutachten eine zu reichende Abgrenzung zwischen dem effektiven psychischen Gesundheits scha den und der psychosozialen Belastungssituation (vorstehend E. 1. 2 ) vermissen (vgl. Urk. 9/33 S. 28 f. Ziff. 7.4). Weiter erweist sich auch die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. Z.___, wie dies die Beschwerdeführerin selbst bereits in ihrem Einwand vom 5. Februar 2020 ( Urk. 9/64 S. 3 III Rz 1) zu Recht be merkte, als nicht nachvollziehbar, da sich die Einschränkung bei einer der Be hinderung optimal angepassten Tätigkeit gravierender auswirken soll, als in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe. Zu bemängeln ist weiter, dass sich die von Dr. Z.___ a ufgeführte Antriebsminderung sowie die Störung von Konzen tration und Gedächtnis, welche mitunter für die eingeschränkte Arbe itsfähigkeit verantwortlich sein sollen, nicht in seiner objektiven Befunderhebung wieder finden. So führte er zum psychiatrischen Befund aus, dass sich die Konzentration, die Merkfähigkeit und das Gedächtnis in der Untersuchungssituation unauffällig gezeigt hätten ( Urk. 9/33 S. 18 ). Weiter wurde der Antrieb als gesteigert und nicht als vermindert beschrieben ( Urk. 9/33 S. 19 oben, S. 21 oben ). Auch führte Dr. Z.___ aus, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, die Tochter zu den Arztterminen zu begleiten und sich umfassend um sie zu kümmern ( Urk. 9/33 S. 8 unten f. ), was unter dem Gesichtspunkt einer zu prüfenden Konsistenz der Be schwerden nur schwer mit der attestierten massiven Einschränkung der Arbei ts fähigkeit vereinbar erscheint ( vg l. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 569/2015 vom 1 7. Februar 2016 E. 4.1.3 ).

4. 2 Wie bereits mit Beschluss vom 1 9. Juli 2021 ( Urk. 10) n ach einer ersten sum ma rischen Prüfung der Sach- und Rechtslage in Aussicht gestellt worden ist, erfüllt das psychiatrische Gutachten von Dr. Z.___ vom 1 4. Juni 2018 (vorstehend E. 3. 3) die Anforderungen an eine beweiskräftige Expe rtise (vorstehend E. 1.4) nicht, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. So lässt das Gutachten eine zu reichende Abgrenzung zwischen dem effektiven psychischen Gesundheits scha den und der psychosozialen Belastungssituation (vorstehend E. 1. 2 ) vermissen (vgl. Urk. 9/33 S. 28 f. Ziff. 7.4). Weiter erweist sich auch die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. Z.___, wie dies die Beschwerdeführerin selbst bereits in ihrem Einwand vom 5. Februar 2020 ( Urk. 9/64 S. 3 III Rz 1) zu Recht be merkte, als nicht nachvollziehbar, da sich die Einschränkung bei einer der Be hinderung optimal angepassten Tätigkeit gravierender auswirken soll, als in der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe. Zu bemängeln ist weiter, dass sich die von Dr. Z.___ a ufgeführte Antriebsminderung sowie die Störung von Konzen tration und Gedächtnis, welche mitunter für die eingeschränkte Arbe itsfähigkeit verantwortlich sein sollen, nicht in seiner objektiven Befunderhebung wieder finden. So führte er zum psychiatrischen Befund aus, dass sich die Konzentration, die Merkfähigkeit und das Gedächtnis in der Untersuchungssituation unauffällig gezeigt hätten ( Urk. 9/33 S. 18 ). Weiter wurde der Antrieb als gesteigert und nicht als vermindert beschrieben ( Urk. 9/33 S. 19 oben, S. 21 oben ). Auch führte Dr. Z.___ aus, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, die Tochter zu den Arztterminen zu begleiten und sich umfassend um sie zu kümmern ( Urk. 9/33 S. 8 unten f. ), was unter dem Gesichtspunkt einer zu prüfenden Konsistenz der Be schwerden nur schwer mit der attestierten massiven Einschränkung der Arbei ts fähigkeit vereinbar erscheint ( vg l. Urteil des Bundesgerichts 8C_ 569/2015 vom 1 7. Februar 2016 E. 4.1.3 ). 4.3 Aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung kann vorliegend zur Fest stellung des tatsächlich noch vorhandenen funktionalen Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin auch nicht einfach auf die Ausführungen der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) respektive auf die Ausführungen der behandelnden Fachpersonen und Spezial ärzte (vorstehend E. 3.1-2, E. 3.4-5) abgestellt werden ( BGE 125 V 353 E. 3b/cc ).

4.3 Aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung kann vorliegend zur Fest stellung des tatsächlich noch vorhandenen funktionalen Leistungsvermögens der Beschwerdeführerin auch nicht einfach auf die Ausführungen der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) respektive auf die Ausführungen der behandelnden Fachpersonen und Spezial ärzte (vorstehend E. 3.1-2, E. 3.4-5) abgestellt werden ( BGE 125 V 353 E. 3b/cc ). Hinsichtlich der behandelnden Fachpersonen Msc C.___ und Dr. D.___ ergab die Befragung der Beschwerdeführerin durch Dr. Z.___ am 7. März 2018 ( Urk. 9/33 S. 2 unten), dass sie die Psychiaterin Dr. D.___ erst dreimal nur sehr kurz gesprochen und das letzte Mal Anfang 2017 gesehen habe ( Urk. 9/33 S. 15 unten, S. 26 Mitte). Daraus muss geschlossen werden, dass die im Bericht von Msc C.___ und Dr. D.___ vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) geänderte Diagnostik allein auf der nicht fachärztlichen Einschätzung von Msc C.___ beruhte und Dr. D.___ den Bericht lediglich unterzeichnet hat. So fern die Beschwerdeführerin Dr. D.___ tatsächlich zuletzt Anfang 2017 gesehen ha t, bedeutet dies, dass offensichtlich über einen sehr langen Zeitraum keine fa ch ärztliche Kontrolle der von d er d elegiert arbeitende n Psychologin Msc C.___ durchgeführten Therapie erfolgt ist, was sich als äusserst fragwürdig erweist, umso mehr, als im Bericht vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) gar von eine r Verschlechterung der depressiven Symptomatik berichtet wurde und sich damit in keiner Hinsicht ein Erfolg der Therapie abzeichnete. Gleichzeitig erscheint es aber auch nur schwer verständlich, weshalb die Beschwerdeführerin über einen derart langen Zeitraum an einer offensichtlich keine Besserung be wirkenden Psychotherapie festhält ( vorstehend E. 3.5 ). Nicht gefolgt werden kann sodann der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. F.___ (vorstehend E. 3.4). Die von ihm gestellten Diagnosen und die lediglich noch im geschützten Rahmen mögliche Einsatzfähigkeit der Beschwerdeführerin erweisen sich in Anbetracht der von ihm beschriebenen Befundlage, wonach sich die Beschwerdeführerin ge pflegt, wach, bewusstseinsklar und zu sämtlichen Qualitäten orientiert und im interpersonellen Kontakt freundlich zugewandt ohne offensicht liche Störungen von Auffassung und Aufmerksamkeit gezeigt habe, als nicht nachvollzie h bar. Eine reduzierte Konzentration s - und Merkfähigkeit befand Dr. F.___ lediglich als aus subjektiver Sicht der Beschwerdeführerin bestehend ( Urk. 9/46 Ziff. 2.2). Weiter relativiert der Umstand, dass die Beschwe rdeführerin nach Erfüllen der im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegten Dauer der Behandlung (vgl. Urk. 9/34) eine Verlängerung der Therapie ablehnte, den tatsächlich vorhandenen Leidensdruck.

Hinsichtlich der behandelnden Fachpersonen Msc C.___ und Dr. D.___ ergab die Befragung der Beschwerdeführerin durch Dr. Z.___ am 7. März 2018 ( Urk. 9/33 S. 2 unten), dass sie die Psychiaterin Dr. D.___ erst dreimal nur sehr kurz gesprochen und das letzte Mal Anfang 2017 gesehen habe ( Urk. 9/33 S. 15 unten, S. 26 Mitte). Daraus muss geschlossen werden, dass die im Bericht von Msc C.___ und Dr. D.___ vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) geänderte Diagnostik allein auf der nicht fachärztlichen Einschätzung von Msc C.___ beruhte und Dr. D.___ den Bericht lediglich unterzeichnet hat. So fern die Beschwerdeführerin Dr. D.___ tatsächlich zuletzt Anfang 2017 gesehen ha t, bedeutet dies, dass offensichtlich über einen sehr langen Zeitraum keine fa ch ärztliche Kontrolle der von d er d elegiert arbeitende n Psychologin Msc C.___ durchgeführten Therapie erfolgt ist, was sich als äusserst fragwürdig erweist, umso mehr, als im Bericht vom 2 8. November 2017 (vorstehend E. 3.2) gar von eine r Verschlechterung der depressiven Symptomatik berichtet wurde und sich damit in keiner Hinsicht ein Erfolg der Therapie abzeichnete. Gleichzeitig erscheint es aber auch nur schwer verständlich, weshalb die Beschwerdeführerin über einen derart langen Zeitraum an einer offensichtlich keine Besserung be wirkenden Psychotherapie festhält ( vorstehend E. 3.5 ). Nicht gefolgt werden kann sodann der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. F.___ (vorstehend E. 3.4). Die von ihm gestellten Diagnosen und die lediglich noch im geschützten Rahmen mögliche Einsatzfähigkeit der Beschwerdeführerin erweisen sich in Anbetracht der von ihm beschriebenen Befundlage, wonach sich die Beschwerdeführerin ge pflegt, wach, bewusstseinsklar und zu sämtlichen Qualitäten orientiert und im interpersonellen Kontakt freundlich zugewandt ohne offensicht liche Störungen von Auffassung und Aufmerksamkeit gezeigt habe, als nicht nachvollzie h bar. Eine reduzierte Konzentration s - und Merkfähigkeit befand Dr. F.___ lediglich als aus subjektiver Sicht der Beschwerdeführerin bestehend ( Urk. 9/46 Ziff. 2.2). Weiter relativiert der Umstand, dass die Beschwe rdeführerin nach Erfüllen der im Rahmen der Schadenminderungspflicht auferlegten Dauer der Behandlung (vgl. Urk. 9/34) eine Verlängerung der Therapie ablehnte, den tatsächlich vorhandenen Leidensdruck. Aus dem nach Verfügungserlass von der Beschwerdeführerin eingereichten Be richt der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 ( Urk. 15), geht lediglich die bereits bekannte psychosoziale Belastungssituation hervor und dass die Beschwerdeführerin bereits vor Erkrankung ihrer älteren Tochter in psycholo gischer Behandlung gewesen ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ( vorstehend E. 2.4 ), genügt dieser nicht fachärztliche Bericht, welchem sich weder eine objektive Befunderhebung noch eine zureichende Diagnostik entnehmen lä s st, nicht, um auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden schliessen zu können.

Aus dem nach Verfügungserlass von der Beschwerdeführerin eingereichten Be richt der Psychologin Dr. phil. B.___ vom 4. September 2021 ( Urk. 15), geht lediglich die bereits bekannte psychosoziale Belastungssituation hervor und dass die Beschwerdeführerin bereits vor Erkrankung ihrer älteren Tochter in psycholo gischer Behandlung gewesen ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ( vorstehend E. 2.4 ), genügt dieser nicht fachärztliche Bericht, welchem sich weder eine objektive Befunderhebung noch eine zureichende Diagnostik entnehmen lä s st, nicht, um auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden schliessen zu können. Was die v on Seiten der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) genannten somatischen Diagnosen anbelangt, liegen keine fachärztlichen Berichte vor, welche eine daraus resultierende dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ausweisen würde n (vgl. Urk. 9/13/ 1 - 25, Urk. 9/ 80/6-16 ). Gegenüber Dr. Z.___ verneinte die Beschwer de führerin im März 2018 sodann die Frage, in orthopädischer Behandlung zu sei n ( Urk. 9/33 S. 16 oben). Soweit Dr. G.___ vorbrachte, die Beschwer deführerin würde an einer sozialen Phobie leiden, welche selbst einer Tätigkeit im geschützten Rahmen entg egen stehen würde, handelt es sich nicht um eine fachärztlich ausgewiesene Di agnose, und zudem ge ht aus dem Bericht von Dr. F.___ vom 1 8. Juni 2019 (vorstehend E. 3. 4 ) hervor, dass die Beschwerde führerin guten Kontakt mit den Mitpatientinnen gefunden ha tte. Der Beschwer deführerin ist jedoch beizupflichten, dass sich insbesondere aus der Anamnese des Bericht es von Dr. G.___ vom 2 6. Mai 2016 ( Urk. 9/13/1-6 Ziff. 1.4) Anhaltspunkte da für ergeben, dass das Wartejahr bereits vor der An meldung der Beschwerdeführerin am 3 0. März 2016 bei der Invalidenversi che rung zum Leistungsbezug ( Urk. 9/5) abgelaufen ist, wobei die abschliessende Klä rung dieser Frage ebenfalls unter eingehe n der Prüfung und Ausklammerung von psychosozialen Belas t u n gsfaktoren zu erfolgen hätte. Zudem stellt sich allenfalls die Frage des Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen.

Was die v on Seiten der behandelnden Hausärztin Dr. G.___ in ihrem Bericht vom 2 1. August 2020 (vorstehend E. 3. 6 ) genannten somatischen Diagnosen anbelangt, liegen keine fachärztlichen Berichte vor, welche eine daraus resultierende dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ausweisen würde n (vgl. Urk. 9/13/ 1 25, Urk. 9/ 80/6-16 ). Gegenüber Dr. Z.___ verneinte die Beschwer de führerin im März 2018 sodann die Frage, in orthopädischer Behandlung zu sei n ( Urk. 9/33 S. 16 oben). Soweit Dr. G.___ vorbrachte, die Beschwer deführerin würde an einer sozialen Phobie leiden, welche selbst einer Tätigkeit im geschützten Rahmen entg egen stehen würde, handelt es sich nicht um eine fachärztlich ausgewiesene Di agnose, und zudem ge ht aus dem Bericht von Dr. F.___ vom 1 8. Juni 2019 (vorstehend E. 3. 4 ) hervor, dass die Beschwerde führerin guten Kontakt mit den Mitpatientinnen gefunden ha tte. Der Beschwer deführerin ist jedoch beizupflichten, dass sich insbesondere aus der Anamnese des Bericht es von Dr. G.___ vom 2 6. Mai 2016 ( Urk. 9/13/1-6 Ziff. 1.4) Anhaltspunkte da für ergeben, dass das Wartejahr bereits vor der An meldung der Beschwerdeführerin am 3 0. März 2016 bei der Invalidenversi che rung zum Leistungsbezug ( Urk. 9/5) abgelaufen ist, wobei die abschliessende Klä rung dieser Frage ebenfalls unter eingehe n der Prüfung und Ausklammerung von psychosozialen Belas t u n gsfaktoren zu erfolgen hätte. Zudem stellt sich allenfalls die Frage des Erfüllens der versicherungsmässigen Voraussetzungen. Schlussendlich ist hinsichtlich der von der Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 2 1. November 2019 festgelegte Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % Erwerbstätige ( Urk. 9/52 Ziff. 2.6) festzuhalten, dass daran in Anbetracht des von ihr geltend gemachten massiven B etreuungsaufwand es für die erkrankte Tochter ( Urk. 9/33 S. 9 oben ) Zweifel bestehen und auch unter diesem Gesichts punkt w eitere Abklärungen erforderlich sind.

Schlussendlich ist hinsichtlich der von der Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 2 1. November 2019 festgelegte Qualifikation der Beschwerdeführerin als zu 100 % Erwerbstätige ( Urk. 9/52 Ziff. 2.6) festzuhalten, dass daran in Anbetracht des von ihr geltend gemachten massiven B etreuungsaufwand es für die erkrankte Tochter ( Urk. 9/33 S. 9 oben ) Zweifel bestehen und auch unter diesem Gesichts punkt w eitere Abklärungen erforderlich sind. 4. 4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).

4. 4 Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer ). Gemäss stän diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent scheidrele vante Sach verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). 4. 5 Aufgrund des Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenü gend abgeklärt. Es fehlt vorliegend an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit de r Beschwerdeführer in in psychischer Hin sicht. Zur Beurteilung ihrer invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zusätzlicher medizinischer Grundlagen, welche sic h zu den offenen Fragen äussern und den rechtsprechungsgemässen Anforderungen genügen. A uch hinsichtlich ihrer Qualifikation gilt es abzuklären, in welchem Umfang sie im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde, wobei der Betreuungs auf wand für die ältere Tochter zu berücksichtigen ist.

4. 5 Aufgrund des Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenü gend abgeklärt. Es fehlt vorliegend an verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit de r Beschwerdeführer in in psychischer Hin sicht. Zur Beurteilung ihrer invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche bedarf es daher zusätzlicher medizinischer Grundlagen, welche sic h zu den offenen Fragen äussern und den rechtsprechungsgemässen Anforderungen genügen. A uch hinsichtlich ihrer Qualifikation gilt es abzuklären, in welchem Umfang sie im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde, wobei der Betreuungs auf wand für die ältere Tochter zu berücksichtigen ist. Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Ent scheid über den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf Leistungen der Invaliden versicherung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) ist folglich aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu erneutem Ent scheid über den Anspruch de r Beschwerdeführer in auf Leistungen der Invaliden versicherung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 5.

5. 5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

5.1 Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 8 00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.

Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung ( Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos. 5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb d ie vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘ 900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

5.2 Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb d ie vertretene Beschwerdeführer in Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘ 900.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2021 aufgehoben und die Sache an die Sozialv ersicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge.

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2021 aufgehoben und die Sache an die Sozialv ersicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Michael Ausfeld, Zürich, eine Prozessentschädigung von Fr. 1’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt Michael Ausfeld, Zürich, eine Prozessentschädigung von Fr. 1’900.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Michael Ausfeld

Rechtsanwalt Michael Ausfeld - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

GräubSchucan