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In einer Höhle in Nordspanien wollen Wissenschafter das älteste bekannte Mordopfer der Menschheitsgeschichte entdeckt haben. Eine zwischenmenschliche Auseinandersetzung sei «die plausibelste Erklärung» für die Art der Schädelverletzungen des Mannes.
Er starb vor 430'000 Jahren. «Das ist der früheste bekannte klare Fall von absichtlicher tödlicher Aggression, den man anhand von Urmenschen-Knochen rekonstruieren konnte. Und er zeigt, dass das uraltes menschlichen Verhalten ist», schreibt das Team um Nohemi Sala vom Zentrum für Evolution und Verhaltensforschung in Madrid im Fachmagazin «Plos One».
Der Schädel des Urmenschen wurde in Sima de los Huesos gefunden, einer archäologischen Fundstätte in einem unterirdischen Höhlensystem. «Cranium 17» weist zwei tiefe Frakturen vorn am Schädel auf, die nach Einschätzung der Wissenschafter vom selben Gegenstand verursacht wurden.
Eine andere Erklärung als Gewalteinwirkung sei «höchst unwahrscheinlich» – der Mann müsste dann zweimal von dem selben herabfallenden Objekt getroffen worden sein. (pbl/sda/dpa)