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Als Milch, Butter oder Joghurt dürfen bisher nur Produkte von der Kuh oder anderen Tieren bezeichnet werden. Mit der zunehmenden Nachfrage nach veganen Erzeugnissen, wie Hafer- und Sojamilch, fordern zahlreiche Hersteller derartiger pflanzlicher Alternativen mehr Möglichkeiten zur Verwendung der Bezeichnungen wie etwa Milch und Butter.
Die Beschränkung dieser Begriffe auf tierische Erzeugnisse sei unangemessen in Zeiten des Klimawandels und veränderter Verzehrgewohnheiten, betonen die Unterzeichner, die zu meist Verbände und Hersteller von veganen Lebensmitteln sind, in einem Brief an die Europaabgeordneten. Auch das Logo des Lebensmittelkonzerns Nestlé prangt neben dem von Unilever über dem Brief.
Nestlé gehört neben seiner Veggie-Schiene auch zu den grössten Verarbeitern von Kuhmilch in der EU. Das sorgt wiederum beim EU-Verband der Milchindustrie (EDA) für Empörung. Die Forderung von Nestlé sei unangemessen und passe nicht zum heutigen Klima, kritisiert EDA-Generaldirektor Alexander Anton. "Als Zugehöriger von Nestlé schäme ich mich, das Logo unter dem Brief zu sehen", führte Anton aus.
Die Beschränkung der Begriffe Milch, Butter oder Joghurt auf ihren tierischen Ursprung habe sich seit 30 Jahren bewährt. Vom Codex Alimentarius der Welthandelsorganisation (WTO) würden diese Begriffe geschützt und der Europäische Gerichtshof habe dies kürzlich noch einmal bestätigt. Deshalb dürfe es keine Ausdehnung auf pflanzliche Erzeugnisse geben, fordert der EDA-Generaldirektor.