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Griechenland hatte nach den Worten des Regierungschefs Alexis Tsipras nie einen Plan für einen Austritt aus der Eurozone. Sie hatte sich aber auf alle Fälle vorbereitet.
Der frühere Finanzminister Yanis Varoufakis steht in der Kritik, weil er an einem Plan für einen Euro-Austritt Griechenlands gearbeitet haben soll. Tsipras nahm nun seinen Ex-Minister in Schutz.
«Suchen Sie nicht nach Skandalen bei Varoufakis», sagte Tsipras. Varoufakis habe wohl Fehler gemacht. «Sie können ihn aber nicht anklagen, dass er ein Gauner ist. Sie können ihn nicht anklagen, dass er das Geld des Volkes geklaut hat. Er hat kein Geld ins Ausland gebracht», sagte Tsipras.
Griechenland habe sich auf den Fall vorbereiten müssen, dass andere Kräfte in der EU den Euro-Austritt in die Wege leiten würden, sagte Tsipras. «Fragen Sie doch die Regierung in Berlin», sagte er. «Sie wird Ihnen erklären, was das für ein Plan ist, (von dem Berlin) immer noch sagt, er bleibt auf dem Tisch», sagte Tsipras.
Er antwortete damit auf eine Anfrage der Sozialisten zu einem angeblichen Plan B von Varoufakis, der zum Austritt Griechenlands aus dem Euro führen könnte. Varoufakis soll laut der Zeitung «Kathimerini» den Ausbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben. Teil des Plans soll auch das Hacken von privaten Steuernummern gewesen sein.
Die griechische Justiz hat das Material zu dem Vorwurf dem Parlament übergeben. Obwohl Varoufakis wegen seiner parlamentarischen Immunität nicht im Zentrum steht, könnte ihm eine Anklage wegen Hochverrats oder Bildung einer kriminellen Vereinigung drohen, spekulierten griechische Medien. (mlu/sda/dpa/reu)