Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03229.jsonl.gz/274

Säure-Basen-Gleichgewicht
Laut Empfehlungen der ganzheitlichen Ernährung wäre eine Zufuhr von 80% basebildenden und 20% säurebildenden Nahrungsmitteln ideal. Leider sieht die Realität oft umgekehrt aus und auch Menschen, die auf gesunde, frische, biologische Lebensmittel achten, sind sich dem Thema Säure-Basen-Gleichgewicht und seinen gesundheitlichen Folgen zu wenig bewusst.
Die Folgen einer zu säurebildenden Ernährung sind vielfältig: Sodbrennen, Verdauungsstörungen, erhöhter Blutdruck, Probleme mit dem Blutzuckerspiegel, Hautprobleme (Cellulite, Falten, Krampfadern, Ekzeme, Akne, Neurodermitis und Pilzerkrankungen), Allergien, erhöhte Entzündungsbereitschaft, später Rheuma, Gicht, Osteoporose/Karies oder gar tumoröses Geschehen. Dazu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gereitztheit, Verspannungen, Konzentrations- und Schlafstörungen.
In der Schulmedizin wird der Säure/Basenwert nur in der Notfallmedizin beachtet: Der optimale PH-Wert des Blutes liegt bei 7,365. Ein Abweichen von diesem Wert bedeutet eine Situation, die innert kürzester Zeit lebensbedrohlich wird, zb bei einer starken Übersäuerung durch Diabetes oder Nierenleiden oder einer Untersäuerung durch starkes Erbrechen, Hyperventillation oder bei Schock und Krebs.
Während das Blut oft noch im Normbereich liegt, beachtet die Naturheilkunde die Übersäuerung des Zwischenzellraums und der Zellen und versucht als Basis jeder Therapie diese Werte zu harmonisieren. Dabei wird nicht der Geschmack eines Lebensmittels beachtet - Zitronen sind beispielsweise basebildend im Körper - sonder wie es verstoffwechselt wird. Nachfolgend ein grober Überblick, detaillierte Tabellen finden sich im Netz...
Besonders basenbildend sind: Algen, grünes Blattgemüse, Gemüse (ausser gekochte Tomaten), Kartoffeln/Süsskartoffeln, Früchte, Trockenfrüchte (besonders Datteln, Feigen, Rosinen), Sprossen, frische Kräuter, Zitrusfrüchte, Avocados, Erdmandeln, Mandeln, Pilze. Frische Säfte, Smoothies, Suppen.
Gute Säuren bilden: Hülsenfrüchte, Produkte aus Vollkorngetreide, Pseudogetreide wie Quinoua und Amaranth und Buchweizen, Nüsse (Mandeln und Walnüsse sind sogar basebildend), Kräutertee, grüner und weisser Tee, Getreidekaffee.
Schlechte Säuren bilden: tierische Eiweisse und Fette, Haushaltzucker, Weissmehl, raffinierte Öle, kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol, Kaffee und Zigaretten und Fertiggerichte mit ihren Zusatzstoffen. Dazu Stress, Ärger, Angst, Druck, negative Gefühle, zu wenig oder zu viel Bewegung, schädliche Umwelteinflüsse wie Lärm, Elektrosmog, Toxine und Schwermetalle aus Umwelt und Nahrung, Putzmitteln und Kosmetika.
Um die schädliche Säure zu neutralisieren, hat der Körper folgende Möglichkeiten: Nieren, Darm, Haut und Lunge leiten sie aus. Frauen zusätzlich durch die Menstruation. Auch die Knochen und das Bindegewebe und das Puffersystem des Blutes kann korrigierend einwirken. Wenn diese Organe bereits überlastet sind und das stille Wasser und die Mineralstoffe, die zur Neutralisierung und Ausleitung benötigt werden, zuwenig vorhanden sind, werden die Säuren im Körper eingelagert (mit Wasser verdünnt - Wassereinalgerungen/Gewichtszunahme, Schmerzen etc.), was zu den oben beschriebenen Beschwerden führt. Der Körper holt verzweifelt Mineralstoffe aus Haarboden, Zähnen, Knochen, dem Bindegewebe und der Haut, was diese Bereiche natürlich schwächt. Daraus entstehen Haarausfall, Karies, Rheuma, Arteriosklerose und Osteoporose. Durch die Steigerung der Erregbarkeit der Nerven bei sinkendem Kalziumspiegel entstehen die beschriebenen psychischen Beschwerden. Die Haut leidet, die eingeschränkte Fliessfähigkeit des Blutes verursacht Hochdruck und Arteriosklerose, ggf. sogar Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wenn der Zellzwischenraum jahrelang übersäuert ist, sind irgendwann auch die Zellen übersäuert und der Stoffwechsel kann nicht mehr optimal ablaufen. Sowohl Nährstoffe und Sauerstoff werden zu wenig zugeführt, wie auch Schlacken zuwenig abgeführt. Das führt zu schnellem Altern oder ggf. sogar Krebs.
Als erste Massnahmen empfehle ich eine langsame Verlagerung zu mehr basischen Lebensmitteln (ja, mal wieder Richtung vegan...) und das Trinken von genügend stillem Wasser, allenfalls ein gutes, natürliches Mineralstoffpulver wie Sango Korallen, Schindele oder Aion A. Basentabletten sollten nur für den Notfall eingenommen und nicht missbraucht werden, um eine längst fällige Ernährungsumstellung herauszuzögern - zumal Basentabletten ggf. auch die Säureausschüttung im Magen verstärken, was das Sodbrennen zusätzlich verstärkt. Weitere sanfte Massnahmen zur oft nötigen Säureausleitung folgen im nächsten Blog...