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ZÜRICH – Der Schweizer Zementriese Holcim will in China die Kontrolle über den führenden Zementproduzenten Huaxin Cement Co. (HCC) übernehmen. Holcim stockt seine bisherige Beteiligung im Rahmen einer Kapitalerhöhung von 26,1 auf 50,3 Prozent auf. Der Deal kostet Holcim rund 125 Millionen Franken. Die HCC-Führung beschloss zur Finanzierung der laufenden Kapazitätserweiterung eine Kapitalerhöhung und die Ausgabe von 160 Millionen neuer Aktien im Nennwert von jeweils einem Yuan. Die Transaktion erfolgt als Privatplatzierung. Holcim übernimmt das gesamte Paket für rund 125 Millionen Dollar oder umgerechnet 163 Millionen Franken. Zudem übernimmt Holcim HCC-Schulden im Betrag von 300 Millionen Dollar.
Zürich (aktiencheck.de AG) - Carla Barella, Analystin der Bank Hofmann, empfiehlt die Aktie von Holcim (ISIN CH0012214059/ WKN 869898).
Mit einem Umsatz von 18,5 Mia. CHF und einer Jahresproduktionskapazität von 180 Mio. Tonnen sei Holcim einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand) sowie Transportbeton und Asphalt. Der Konzern beschäftige knapp achtzigtausend Mitarbeiter und sei mit Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in über 70 Ländern auf allen Kontinenten tätig.
Holcim verfolge eine Dualstrategie, um sowohl in den aufstrebenden Ländern als auch in den reifen Märkten profitabel zu wachsen. In den Schwellenländern konzentriere sich die Gruppe primär auf den rasch wachsenden und margenstarken Zementsektor. Die Emerging Markets würden eine steigende Zementnachfrage aufweisen, getrieben vom starken Wohnbau, von öffentlichen Bauprojekten und vom Ausbau der Tourismusinfrastruktur.
In den entwickelten Märkten, die tendenziell über eine tiefere Wachstumsrate verfügen würden, wolle Holcim dagegen das Produkt- und Serviceangebot erweitern. Neben Zement sollten auch Zuschlagstoffe und Asphalt angeboten werden. Die jüngsten Akquisitionen würden diese Strategie widerspiegeln. Mit Übernahmen und Beteiligungen in China, Großbritannien, Indien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten habe Holcim seit Anfang 2005 seine Position sowohl geographisch als auch auf der Produktseite (mit Zuschlagstoffen, Transportbeton und Asphalt) ausgebaut.
Für die kommenden Monate seien die Analysten der Bank Hofmann zuversichtlich, dass das konjunkturelle Umfeld in den meisten Holcim-Märkten insgesamt günstig bleiben werde. Selbst wenn das Wirtschaftswachstum an Schwung verlieren sollte, werde die Gruppe weiterhin von der langfristig steigenden Zementnachfrage, insbesondere in den Schwellenländern, profitieren. Zudem trage die gute geografische Diversifikation dazu bei, unterschiedliche Marktentwicklungen zu glätten.
Auf operativer Ebene verspreche die Integration der übernommenen Gesellschaften bedeutendes Synergie- und Einsparungspotenzial. Die steigenden Energiekosten dürften durch Preisanpassungen und den vermehrten Einsatz von alternativen Brennstoffen aufgefangen werden, weshalb man mit anhaltend guten Margen rechne. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,1 für 2006 und von 10,8 für 2007 sei die Holcim-Aktie ähnlich bewertet wie Lafarge (12,6 bzw. 11,5). Verglichen mit dem französischen Konkurrent sei Holcim jedoch profitabler und verfüge über eine bessere Positionierung in den schnell wachsenden und margenstarken Emerging Markets.
Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen deshalb die Holcim-Aktie als betonharte Anlage. (01.08.2006/ac/a/a)
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Für die Experten der "Wirtschaftswoche" zählt die Aktie von Holcim (ISIN CH0012214059/ WKN 869898) zu den Empfehlungen der Woche. Die 1,75 Mrd. CHF schwere Kapitalerhöhung vom Sommer habe der Aktienkurs des Schweizer Zementkonzerns locker weggesteckt. Investoren hätten beherzt zugegriffen. Schließlich biete der Konzern die Chance, mit überschaubarem Risiko, vom Infrastrukturboom in China und Indien zu profitieren. Mit dem frischen Geld hätten die Schweizer die Expansion auf den beiden größten Zementmärkten der Welt finanziert.
Holcims Zementverkauf habe nach neun Monaten 2006 um 34 Prozent auf 103,6 Mio. Tonnen zugelegt. Der Absatz von Zuschlagstoffen wie Kies-Splitt, Schotter oder Sand habe sich um 76 Prozent auf 138 Mio. Tonnen erhöht. Für kräftiges Wachstum habe die in 2005 für 4 Mrd. CHF akquirierte britische Beton- und Baustoffgruppe Aggregate Industries gesorgt. Der Konzernumsatz sei um 30,5 Prozent auf 17,5 Mrd. CHF gestiegen. Aus eigener Kraft sei Holcim um 9 Prozent gewachsen. Der den Holcim-Aktionären zurechenbare Gewinnanteil, also abzüglich der Minderheitsanteile, habe proportional zum Umsatz auf 1,51 Mrd. CHF zugelegt. Neben der verbesserten Bilanz reize bei Holcim die niedrige Gewinnbewertung. So komme das 2007er KGV auf 12,8.
Für die Experten der "Wirtschaftswoche" zählt die Holcim-Aktie zu den Empfehlungen der Woche. (Ausgabe 48) (27.11.2006/ac/a/a) Analyse-Datum: 27.11.2006
stahlglatze
: Holcim expandiert im stark wachsenden Baustoffmark
Holcim expandiert im stark wachsenden Baustoffmarkt von Aserbaidschan - Entscheid zum Bau einer neuen Ofenlinie gefallen
Seit 1999 ist Holcim über die Konzerngesellschaft Garadagh Cement in Aserbaidschan in der Herstellung und im Vertrieb von Zement tätig. Das Zementwerk Garadagh liegt rund 35 Kilometer westlich der Hauptstadt Baku und produziert mit vier kleinen Ofeneinheiten rund 1,1 Millionen Tonnen Zement für einen rasch wachsenden Baustoffmarkt. In den letzten vier Jahren nahm der Zementverbrauch in diesem Land um mehr als 65 Prozent zu und erreichte 2007 3,2 Millionen Tonnen. Auch in den kommenden Jahren wird dank der regen Wohnbautätigkeit und den grossen Infrastrukturprojekten der Regierung mit einem starken Wachstum gerechnet.
Holcim hat sich deshalb entschieden, am bestehenden Werkstandort eine neue Ofenlinie mit einer Jahreskapazität von 1,7 Millionen Tonnen Zement zu erstellen und 2011 in Betrieb zu nehmen. Für den Neubau und weitere Effizienzsteigerungen an den bestehenden Werkanlagen wird mit einem Mitteleinsatz von EUR 300 Millionen gerechnet. Dank dem Investitionsprogramm wird Garadagh Cement ihre Position als führender Zementanbieter in Aserbaidschan weiter ausbauen und einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
2007 erzielte Garadagh Cement mit ihren 550 Mitarbeitenden einen Umsatz von EUR 110 Millionen. Der Holcim-Konzern hält an dieser Gesellschaft eine Beteiligung von rund 70 Prozent. Je rund 10 Prozent werden von der European Bank for Reconstruction and Development (EBRD) und vom staatlichen Azeri Investment Fund gehalten.
Aserbaidschan hat eine Bevölkerung von 8,5 Millionen Einwohnern, und das Bruttosozialprodukt wird auch in den kommenden Jahren dank der boomenden Erdöl- und Gasindustrie überdurch-schnittlich wachsen. Aus europäischer Sicht gewinnt das Land als Erdöllieferant weiter an Bedeutung.
Der schweizer Zementhersteller besticht vor allem durch seine Cashreserven, die starke Position in den Schwellenländern und den verabschiedeten Infrastrukturprogrammen der Regierungen weltweit.
Während das Geschäft in Nordamerika und Europa zuletzt schwach verlief, ist in vielen anderen Regionen weiterhin ein Wachstum vorhanden, dieses dürfte noch zulegen, wenn nun die aufgelegten Programme hinzukommen.
Hier sollte doch noch einiges Aufholpotential da sein...
bin auf deinen tipp auch noch schnell bei 53 hinzugekommen. verkauf bei 58 oder ist das jetzt zu optimistisch? langfristig gesehen liegt meiner sehr bescheidenen meinung nach mehr drinnen, aber es gibt wohl dann wieder noch nachkaufmöglichkeiten.
Bei Kapilalerhöungsstart auf 51.-- und jetzt 58.-- mit zusätzlichem Anrecht gibt fast 20% Gewinn in 14 Tagen ist wirklich nicht schlecht. Zeit zum Gewinn heimfahren; habe ich auch gemacht MS. Saldesso. Warte nun auch wieder auf Kurse zw. 54.-- und 53.-- zum wieder neu aufladen. Mit Gruss: Bufra