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Demnach war es im grössten Land in Lateinamerika um 8.31 Uhr zu einem "Vorfall" auf der Nord-Südost-Verbindung des nationalen Verbundsystems gekommen, der Einwohner und öffentliche Einrichtungen beeinträchtigte. So fielen etwa in Salvador da Bahia im Nordosten die Ampeln aus und die U-Bahn musste evakuiert werden, auch in der Wirtschaftsmetropole Sao Paulo im Südosten stoppte die Metro.
Die Ursache für den Stromausfall war zunächst unklar. Der Koordinator des Nationalen Zentrums für die Überwachung und Warnung vor Naturkatastrophen (CEMADEN), José Marengo, ging davon aus, dass der Stromausfall betrieblich bedingt war, weil es keine Warnung vor einer Trockenheit gebe, die die Energieerzeugung und -verteilung beeinträchtigen könnte.
Im Jahr 2020 wurden in Brasilien, das aufgrund seiner natürlichen Rohstoffe als "Grüner Riese" gilt, nach Angaben von "Germany Trade & Invest" 83,6 Prozent des Stroms über erneuerbare Energien erzeugt, wobei die Wasserkraft der mit Abstand wichtigste Energieträger sei. Der zuständigen Behörde ONS zufolge hatte die Wiederherstellung der Stromversorgung am Dienstagmorgen bereits wieder begonnen./mfa/DP/jha