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Ziel der Mission war eine Beurteilung der Arbeitsweise der Schweizer Sicherheitsbehörde sowie der Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der Aufsicht über die Sicherheit der Kernanlagen, des Strahlenschutzes, der radioaktiven Abfälle und des Transportes von radioaktiven Stoffen.
Das Inspektionsteam IRRT (International Regulatory Review Team) stellte fest, dass die HSK auf verschiedenen Tätigkeitgebieten vorbildliche Arbeit leistet, welche auch den Sicherheitsbehörden anderer Länder empfohlen werden kann. Im weiteren hat das Team eine Reihe von Empfehlungen und Vorschlägen gemacht, wo sich die HSK in ihrer Arbeitsweise noch verbessern könnte. Deren Umsetzung sei notwendig oder wünschbar, um die Stellung der HSK als Aufsichtsbehörde zu stärken. Gemäss dem Bericht ist das Team der Ansicht, dass in einigen Bereichen ein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht, weil einerseits entsprechende Defizite unabhängig von verschiedenen Experten festgestellt wurden und andererseits die Auswirkungen der Umsetzung im nuklearen Bereich, im Strahlenschutz, beim Transport und bei der Entsorgung am signifikantesten sein dürften.
Die HSK hat die Empfehlungen des IRRT geprüft und sich für die Umsetzung der wichtigsten Punkte einen Aktionsplan ausgearbeitet. Zusätzlich zu diesem Aktionsplan wird der Gesamtbericht eingehend analysiert, um auch die Detailvorschläge zu bewerten und, wo sinnvoll, umzusetzen. Im Anschluss an die Umsetzungsarbeiten des Aktionsplanes und der Detailvorschläge ist die Durchführung einer IRRT-Follow-Up-Mission vorgesehen. Die acht Punkte des Aktionsplans umfassen: Qualitätsmanagement und Prozesse; Inspektionen; Aufsicht über Transporte; Pflichten und Verantwortung der Betreiber von Kernanlagen; Richtlinien; Unabhängigkeit der HSK; Sicherstellung des Fachwissens; Organisation und Ressourcen.
Bei der Präsentation des IRRT-Berichtes am 25. Februar vor der Presse wurde auch die Idee einer Nationalen Sicherheitsagentur (Nasa) wieder ins Gespräch gebracht. Der Generalsekretär des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek), Dr. Hans Werder, wies darauf hin, für die organisatorische Unabhängikgeit der HSK gebe es verschiedene Modelle: Die HSK könne Teil der geplanten Nasa werden, sie könne aber auch als Organisation ausgelagert und dann als selbständige Sicherheitsagentur für die Kernanlagen agieren. Er erwartet im Verlauf des Jahres 1999 ein Konzept über die Nasa; denkbar sei, dass die Botschaft dazu im Jahr 2000 ins Parlament komme.
Quelle
H.R. nach IRRT-Bericht, Januar 1999, und nach Unterlagen des Uvek vom 25. Februar 1999