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Die heutige Gesellschaftsordnung, die auch die kapitalistische genannt wird, gründet sich auf die wirtschaftliche, politische und soziale Versklavung des werktätigen Volkes und findet einerseits im sogenannten “Eigentumsrecht”, d.h. im Monopol des Besitzes, andererseits im Staat, d.h. im Monopol der Macht ihren wesentlichen Ausdruck.
Durch Monopolisierung des Bodens und der übrigen Produktionsmittel in der Hand kleiner privilegierter Gesellschaftsgruppen sind die produzierenden Klassen gezwungen, ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten den Eigentümern zu verkaufen, um ihr Leben fristen zu können, und müssen infolge dessen einen erheblichen Teil ihres Arbeitsertrages an die Monopolkapitalisten abtreten. Auf diese Weise in die Stellung rechtloser Lohnsklaven gedrängt, haben sie keinerlei Einfluß auf den Gang und die Gestaltung der Produktion, die ganz und gar dem Selbstbestimmungsrecht des Kapitalisten überlassen ist.
Unsere Reichtümer
I.
Die Menschheit hat einen weiten Weg seit jenen verflossenen Zeitaltern zurückgelegt, in denen der Mensch noch aus Kieselsteinen seine kümmerlichen Werkzeuge formte, da er noch von den Zufälligkeiten der Jagd lebte und als gesamte Erbschaft seinen Kindern einen Schlupfwinkel unter Felsen, ein paar armselige Steinwerkzeuge hinterließ und im übrigen sie der Natur preisgab, der gewaltigen, furchtbaren Natur, mit der sie den Kampf aufnehmen mußten, um ihre elende Existenz zu fristen.
Indes, seit dieser wirren Epoche, die Tausende und aber Tausende Jahre gewährt hatte, hat das Menschengeschlecht unerhörte Schätze gesammelt. Es hat den Boden urbar gemacht, Sümpfe getrocknet, Wälder gerodet, Straßen angelegt. Es hat gebaut, erfunden, beobachtet, gedacht. Es hat einen komplizierten Werkzeugapparat geschaffen, der Natur ihre Geheimnisse entrissen, den Dampf gebändigt; kurz, man hat es dahin gebracht, daß das Kind des zivilisierten Menschen heute bei seiner Geburt ein unermeßliches, von seinen Vorfahren aufgehäuftes Kapital vorfindet. Und dieses Kapital erlaubt heute jedem, falls er nur seine Arbeit mit der anderer vereinigt, Reichtümer zu gewinnen, die die Träume der Orientalen in ihren Erzählungen von „Tausendundeine Nacht“ weit übertreffen.