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Die Befreiung der Israeliten aus dem Land der Knechtschaft ist bis heute vor allem mit einem Namen verbunden: Mose.
Mose war es, der das Volk anführte und der mit dem Pharao verhandelte. Seine Führung war allerdings nicht derart singulär, wie es auf den ersten Blick den Anschein zu erwecken vermag. Auch seiner Schwester Mirjam fällt bei dieser Befreiungsgeschichte eine Schlüsselrolle zu. Sie ist nicht nur zugegen, als es darum geht, ihren frischgeborenen Bruder im Binsenkörbchen vor den Schergen des Pharao zu verstecken (2. Mose 3).
Auch später ist und bleibt sie präsent.Nach der geglückten Befreiung ist sie es, die zur Pauke greift, ein Loblied anstimmt und zu tanzen beginnt: «Singt Jahwe, denn hoch erhaben ist er, Reiter und Wagen warf er ins Meer.» (2. Mose 15,21)
Dieses «Mirjamlied» gilt bis heute als eines der ältesten und ursprünglichsten Überlieferungsteile im Alten Testament. Interessant ist, dass Mirjam an dieser Stelle gar als Prophetin bezeichnet wird. Ihr Singen und Tanzen dürfte so spontan wie einmalig gewesen sein. Die Bezeichnung «Prophetin» weist aber darauf hin, dass man sie keinesfalls auf diesen einen «Auftritt» reduzieren darf.
Später erzählt die Bibel übrigens, dass sich das Volk auf der langen Wüstenwanderung ins gelobte Land einmal sogar weigerte, ohne Mirjam weiterzuziehen. Ein weiterer Hinweis, der ihre Bedeutung unterstreicht.
Im Musical «Mose & Mirjam», zu dem Dieter Wagner die Musik komponiert hat, habe ich versucht, nicht allein auf Mose zu fokussieren, sondern auch Mirjam einen gebührenden Platz einzuräumen. Rund 60 Kinder werden im Rahmen des Ferienplausches das Musical einstudieren.