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Festivalvideo
Günter Müller ist einer der eigenwilligsten und international erfolgreichsten Improvisatoren der Schweiz. Zahlreiche Konzerte und Kollaborationen haben ihn in den vergangenen 30 Jahren um die ganze Welt geführt. Für das Dezember-Programm der DZ hat Müller nun eine exklusive Reihe von drei Konzertabenden zusammengestellt.Günter Müller begann als Schlagzeuger Ende der 70er-Jahre frei improvisierte Musik zu spielen. Anfangs der 80-er enstanden erste Kontakte mit der internationalen Improvisationsszene. 1986 gründete er zusammen mit Jacques Widmer und Andres Bosshard das Trio «Nachtluft», bei dem Raumklang und Elektronik zentrale Themen waren. Bereits 1981 hatte Müller sein Instrument mit Tonabnehmern, Mikrofonen und einfachen Effektgeräten erweitert, was ihm Modulationen seiner akustischen Klangquellen in Echtzeit ermöglichte. Mitte und Ende der 80er entstanden neue Kontakte zu Musikern wie Lê Quan Ninh, Alfred Harth, Phil Minton, Paul Lovens, Butch Morris und vor allem zum Turntable-Spieler Christan Marclay, mit dem er während mehrerer Jahre zusammenarbeitete. 1990 gründete Müller sein eigenes CD-Label «For4Ears-Records», welches in der heutigen Szene der improvisierten und elektronischen Musik nicht mehr wegzudenken ist und auf dem er mittlerweile über 70 Tonträger veröffentlicht hat. Seine musikalische Entwicklung wurde Mitte 90-er von Jim O’Rourke nachhaltig geprägt. Es entstanden mit dem amerikanischen Musiker und Produzenten mehrere Alben, und es war O’Rourke, der die Zusammenarbeit Müllers mit Voice Crack anregte. Anfang des neuen Jahrtausends wuchs sein Interesse an elekronischer Musik auch ausserhalb der improvisierten Szene, etwa mit dem Laptop-Musiker Steinbrüchel. Neben seinen Solo-Projekten sind das Trio mkm mit Norbert Möslang und Jason Kahn, sowie das Signal Quintet mit denselben Musikern und Christian Weber und Tomas Korber aktuell.