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Heute feiert die Christenheit Epiphanie. Dieses Fest ist auch bekannt als Dreikönigstag. Die Gläubigen erinnern an die Ankunft der Sterndeuter in Bethlehem und ihre Anbetung des Jesuskindes an der Krippe. All das können wir im Matthäusevangelium (Mt 2) nachlesen. Darin ist auch überliefert, dass die Sterndeuter Jesus mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenken.
Zur Krippe aus Peru, die wir in der Advents- und Weihnachtszeit in unserer Kapelle beherbergt haben, gehören auch drei königliche Magier. Sie haben kunstvoll verzierte Gefässe in ihren Händen, die für das Jesuskind gedacht sind. In ihnen befinden sich allerdings, entgegen der biblischen Überlieferung, Arrope, Honig und ein weisser Poncho aus Alpakawolle.
In den Gefässen ist etwas enthalten, das für die Menschen in Peru wertvoll ist. Das betont den zutiefst persönlichen Charakter der Geschenke, die Jesus gebracht werden. In der Weihnachtskantate «Navidad nuestra» von Ariel Ramirez heisst es dazu:
Die Könige kamen, es waren drei: Melchior, Kaspar und der schwarze Baltasar.
Arrope und Honig bringen sie und einen weissen Poncho aus echtem Alpaka. (…)
Das göttliche Kind bedankte sich. Es ass den Honig, und der Poncho hielt es warm.
Und als es lächelte, war es, als ob die Sonne leuchtete um Mitternacht.