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Donnerstag, 19.5.2022
Oviedo (asturisch: Uviéu oder Uvieo) ist die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Fürstentum Asturien. Die kastilische Bezeichnung lautet Oviedo, seit März 2019 ist die zweisprachige Bezeichnung Oviedo / Uviéu die offizielle Bezeichnung für die Stadt. Oviedo hat knapp 220’000 Einwohner.
Alfons II., genannt der Keusche (el Casto) war von 791 bis 842 König von Asturien. In seiner Regierungszeit wurde in Santiago de Compostela das Grab des Apostels Jakobus entdeckt. In einem Dokument von Alfons II. vom 4. Sept. 834 wird der Kirche von Santiago de Compostela der Raum im Umkreis von drei Meilen um die Kirche verliehen. Diese wurde gebaut, um die heiligen Reliquien zu verehren und zu schützen.
Der König zog von Oviedo nach Santiago und soll damit der erste Jakobspilger gewesen sein. Er soll gleichzeitig den ersten Jakobsweg, den Camino Primitivo eröffnet haben. Der Jakobsweg, wenn auch ein Nebenweg, sorgte für die wirtschaftliche Belebung der Stadt während des gesamten Mittelalters. Daher stammt auch das Motto der Stadt: Oviedo…. Origen del Camino (Ursprung des Jakobswegs).
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Die Gedenktafel des Camino de Santiago in Oviedo
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Die Einwohner von Oviedo sind die Ovetense, obwohl sie im Volksmund auch als Carbayones oder Carbayonas in Erinnerung an einen Baum genannt werden, der viele Jahrhunderte lang ein Symbol der Stadt war. Ein Carbayu ist eine Eiche auf asturisch, ein Baum, der für die alten Asturier und Kantabrier heilig war.
Das ist unser heutiger Weg in Oviedo…. etwa 10 km
© Mapbox / Map data © OpenStreetMap
Auf dem Weg in’s Stadtzentrum kommen wir an diesen drei markanten Hochhäusern vorbei…. im linken Gebäude ist das Colegio Oficial de Enfermería del Principado de Asturias (Offizielle Krankenpflegeschule des Fürstentums Asturien) untergebracht.
Hier sind wir uns nicht sicher, was das hier soll….
…. eine halbe Brücke…. halb Beton, halb Stahl….
…. als Aussichtspunkt ist es nicht wirklich geeignet, man schaut auf das HUCA….
…. oder ist es Kunst…. wir wissen es nicht und finden es auch hinterher nicht raus!
HUCA (Hospital Universitario Central de Asturias) [dt. Zentrales Universitätskrankenhaus von Asturien]
Ein Politikum…. die Strassenlaternen…. die Luminarias Isabelinas stehen zu Tausenden in der Stadt…. mit 1 Leuchte, mit 2, 3, 4 oder 5 Leuchten…. und die müssen alle auf LED umgerüstet werden!
Am Ortseingang…. kilometerlang stehen die Lampen da, unbebautes Gelände…. was für eine Verschwendung!
Typische Vorstadt…. Fuente de las Palomas an der Plaza Luis Ruiz de la Peña
Die unter dem Namen Palomas bekannte Skulptur ist eine von mehr als hundert, die die Strassen von Oviedo schmücken. Die Bronzeskulptur ist ein Werk von Vicente Vázquez Canónico und stammt aus dem Jahr 1998. Es handelt sich um eine Skulptur aus drei Tauben mit abgerundeten Formen und beträchtlichem Ausmass (jede Figur ist etwa zwei Meter gross), die zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Fluges dargestellt sind, was der Skulptur eine gewisse Beweglichkeit verleiht.
Die Webseite Escultura Urbana (dt. Urbane Skulpturen) listet für viele spanische Städte die Kunstwerke im öffentlichen Raum auf und stellt auch die Künstler vor…. ein sehr lobenswertes Projekt! Oviedo hat viele Kunstwerke gelistet, die Liste lässt sich nach Jahrgang, Künstler und Name des Kunstwerks selektieren.
Wir sind auf dem richtigen Weg…. der Turm der Kathedrale ist zu sehen!
Spanische Innenstädte (nicht die Altstädte!) sind in der Regel im Sinne des Baustils weder schön noch ästhetisch, es ist ein Durcheinander von Stilen aus verschiedenen Epochen und Farben, die mehr oder weniger gut zusammenpassen. Für unsere Augen wirkt das Ganze sehr exotisch und am Ende doch irgendwie…. schön!
Das Benedictine Monasterio de San Pelayo (dt. Kloster der Benediktinerschwestern)
Davor steht die Statue von Fray Benito Feijoo (dt. Mönch oder Bruder Benito Feijoo), eine Steinskulptur aus dem Jahr 1953, sie ist ein Werk von Gerardo Zaragoza. Benito Jerónimo Feijoo war Benediktinermönch und von 1710 – 1739 Professor für Theologie an der Universität.
Das Museo Arqueológico de Asturias, ein Museum zur archäologischen Geschichte Asturiens in einem ehemaligen romanischen Kloster.
Das Museo de la Iglesia de Oviedo, das Museum der Kirche von Oviedo befindet sich im oberen Kreuzgang der Kathedrale von Oviedo.
Die Catedral de Oviedo (Santa Iglesia Basílica Catedral Metropolitana de San Salvador de Oviedo)
Die heutige gotische Kathedrale von Oviedo hatte mindestens drei Vorgängerbauten: die hochmittelalterlichen Kirchen von König Fruela I. aus dem 8. Jahrhundert und von König Alfons II. aus dem 9. Jahrhundert sowie deren spätmittelalterlicher, romanischer Nachfolgebau.
Die Kathedrale ist ziemlich eingebaut in Gebäude, die zur Kathedrale gehören, es gibt keine einheitliche Fassade.
Auch von innen ist die Kathedrale sehr eindrucksvoll…. hier das Hauptschiff
Am 11. Oktober 1934, während des asturischen Bergarbeiterstreiks, zündete eine Gruppe von Revolutionären in der Krypta der Cámara Santa eine Bombe, die das Gebäude schwer beschädigte. Auch die Kunstwerke erlitten grosse Schäden und es verschwanden wichtige Reliquien. Dennoch konnten Schätze aus der Krypta gerettet werden. Der Wiederaufbau nach dieser Katastrophe erfolgte zwischen 1939 und 1942 unter grösstmöglicher Beachtung und Wiederherstellung nach dem Original.
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Das Cruz de los Ángeles (dt. Kreuz der Engel) wurde der Kirche San Salvador von König Alfons II. 808 geschenkt, wie eine Inschrift auf der Rückseite des Kreuzes belegt, evtl. anlässlich der Weihe der von ihm als Vorgängerbau der heutigen Kathedrale errichteten Kirche.
Das Kreuz wurde 1934 beim Bergarbeiterstreik stark beschädigt und restauriert. 1977 wurde das Kreuz der Engel zusammen mit anderen Gegenständen aus der Cámara Santa gestohlen und vom Dieb zerlegt. Bevor er die Beute verkaufen konnte, wurde er jedoch gefasst.
Photo by Zarateman, License CC BY-SA 3.0 ES
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Ein gutes Video auf YouTube:
Einige Impressionen…. aus dem Innenraum (Hauptaltar, Chor usw.), dem Kreuzgang und dem Museum
Monumento a Alfonso II de Asturias (ca. 760-842), genannt el Casto (dt. der Keusche)
Hier nochmal die Kathedrale von vorn…. diesmal ohne die Marktstände auf der Plaza de la Catedral
Escultura de La Regenta (dt. die Regentin)…. die Bronzeskulptur ist ein Werk von Mauro Álvarez Fernández und stammt aus dem Jahr 1997. Sie stellt eine Dame aus dem späten 19. Jh. dar, es ist Ana Ozores als Hommage an die Figur und das Gesamtwerk des grossen Literaten Leopoldo Alas.
Die Iglesia de San Isidoro el Real auf der Plaza de la Constitución ist aus dem 16. Jh. uns wurde auf einer alten romanischen Kirche erbaut. Das genaue Alter ist unbekannt, Dokumente aus dem 13. und 14. Jh. deuten darauf hin, dass die Kirche San Isidoro nach den Kirchen San Tirso und San Juan als dritte in Oviedo gegründet wurde. Das erste Dokument, das seine Existenz nachweist, ist aus dem Jahr 1217.
Escultura Vendedoras del Fontán (Marktfrauen) auf der Plaza de Daoíz y Velarde
Die Bronzeskulptur ist das Werk von Amado González Hevia, bekannt als Favila, und stammt aus dem Jahr 1996. Die Skulptur ist inspiriert von einem alten Foto von Adolfo López Armán, ein spanischer Maler und Fotograf. Sie zeigt die Frauen, die früher von Faro nach Oviedo fuhren, um die typischen Keramikprodukte aus der familieneigenen Töpferei zu verkaufen.
Calle Cimadevilla mit dem Turm des Ayuntamiento de Oviedo (Rathaus)
Das Ayuntamiento de Oviedo (Rathaus)
Calle Gascona, das Viertel der Sidrerías (Apfelweinbetriebe)
Escultura La Gitana (dt. die Zigeunerin) ist eine Bronzeskulptur von Sebastián Miranda und stammt aus dem Jahr 2005. Es handelt sich um eine moderne Kopie, die grösser ist als das Original, die nach dem Tod des Bildhauers im Auftrag des Apfelweinvereins der Calle Gascona, die als Bulevar de la sidra bekannt ist, durchgeführt wurde.
…. der Fuente Glorieta de La Cruz Roja
Das Einkaufszentrum Gran Bulevar El Vasco mit den Letras de Oviedo en El Vasco (dt. die Buchstaben von Oviedo am El Vasco) am Calle Víctor Chávarri
Wir sind auf dem Rückweg zum Stellplatz….
…. der Fuente Glorieta de La Cruz Roja
Durch ein paar weniger attraktive Quartiere geht’s zurück.
Schluss für heute in Oviedo, nachher geht’s weiter nach Cudillero (asturisch Cuideiru).
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