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Auch in Lateinamerika haben einige Länder in der Coronavirus-Krise drastische Massnahmen ergriffen. Die Präsidenten Argentiniens, Perus, Panamas und von Honduras verkündeten in jeweils eigenen Ansprachen an ihre Nationen am Sonntagabend (Ortszeit) die Schliessung ihrer Grenzen.
Mehrere Staaten riefen zudem inzwischen den Notstand aus. Die Gouverneurin des spanischsprachigen US-Aussengebiets Puerto Rico, Wanda Vázquez, verhängte eine inselweite Ausgangssperre jede Nacht bis zum 30. März. In Ecuador dürfen die Menschen nach den Worten von Präsident Lenín Moreno ab Montag nur noch zu bestimmten Zwecken ihre Häuser verlassen.
Kolumbien hatte bereits am Samstag seine Grenze zu Venezuela geschlossen. Der dortige Machthaber Nicolás Maduro ordnete am Sonntag zudem eine Quarantäne in sieben Bundesstaaten Venezuelas an, darunter in der Hauptstadt Caracas. Als erstes Land der Region hatte das mittelamerikanische El Salvador bereits am Donnerstag seine Grenzen geschlossen. Mehrere Länder der Region hatten die Einreise aus dem besonders betroffenen Europa und einigen Staaten Asiens verboten.
Virusfreie Gebiete
Guatemala beklagte am Sonntag seinen ersten Todesfall in der globalen Krise. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Krankheit Covid-19 in Lateinamerika auf sechs: zwei in Argentinien, zwei in Ecuador, eines in Panama und eines in Guatemala. Hinzu kommt ein Todesfall im südamerikanischen Guyana, das wegen seiner Amtssprache Englisch nicht zu Lateinamerika gezählt wird.
Von den 20 Staaten Lateinamerikas haben nur El Salvador, Nicaragua und Haiti bisher keine Coronavirus-Fälle bestätigt. Auch im englischsprachigen Belize ist das Virus bisher offiziell nicht angekommen. Den ersten registrierten Fall in Lateinamerika gab es in dem bevölkerungsreichsten Land Brasilien am 26. Februar. Dort wurden inzwischen 176 Infektionen mit dem Virus gezählt - die meisten in der Region.