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Ja, man staunt wirklich, was da alles aus dem Autofenster geworfen wird: Ist man mit dem Velo unterwegs und richtet dabei einen Blick zum Strassenbord, findet man alle zehn Meter eine Aludose, sogar Mobiltelefone und selten sogar Computer-Tablets sind auszumachen. Wahnsinn.
In der Vergangenheit hatte ich die seltene Gelegenheit, mich mit einem Bürger (Student Uni Bern, Lehrerssohn, also gewiss nicht bildungsfern oder sozial schwach) zu unterhalten, welcher sich damit brüstete, allen Müll aus dem Wagen zu werfen:
Seine Sichtweise: «Das sammelt schon jemand ein, schliesslich zahle man Steuern», und «Leute, die sich darüber aufregen, sind kleingeistige Spiesser».
Das ist also der exemplarische Gedankengang solcher Personen, und damit erscheint es
naheliegend, dass Plakate oder demonstrativ präsentierter, eingesammelter Unrat nicht den geringsten Einfluss auszuüben vermögen.
Was ich mich aber ernsthaft frage: Warum behändigt sich der geschädigte Landwirt nicht einer Heuraupe und spediert den Müll dorthin zurück, wo er herkommt, nämlich zurück auf die Strasse? Sogar Staaten praktizieren das untereinander, siehe zum Beispiel aufgedeckte illegale Giftentsorgungen in Drittweltländern, welche ebenfalls anschliessend retourniert werden.
Urs Wermelinger, Sumiswald