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Murielle Tschümperlin wohne eigentlich in einem katzen- und hundefreundlichem Quartier. Viele Anwohner besässen Katzen, welche tagtäglich auf den Strassen unterwegs seien, sagt sie. Deswegen war die Katzenbesitzerin umso entsetzter, als sie ihre Katze Pitusa verstümmelt vorgefunden habe, wie sie erzählt: «Plötzlich kam sie mit gezielt abgeschnittenen Schnurrhaaren nach Hause. Ich war sprachlos. Wer macht sowas?» Dass sich die Katze die Haare verbrannt habe, schliesst Tschümperlin aus. Nun hat sie eine Anzeige gegen Unbekannt eingereicht, wie die Polizei bestätigt.
Der sechste Sinn
Die Schnurrhaare einer Katze werden auch Fühl- oder Tasthaare genannt. Sie gehören nicht zum eigentlichen Haarkleid der Katze, sondern sind Teil eines Sinnesorgans, mit dem die Mieze fühlt, spürt und tastet. An den dicken Haaren befindet sich an ihrer Basis ein Netz von Nervenenden, die besonders empfindlich sind. Die Haare helfen der Katze beim Jagen und dienen ihr als Kommunikationswerkzeug. Wenn einer Katze die Schnurrhaare geschnitten werden, ist sie für eine Weile völlig verwirrt und ungeschickt. So ergehe es zur Zeit Pitusa, wie Tschümperlin berichtet. Immerhin: Die Haare werden wieder nachwachsen.
Nicht die erste Attacke
Tschümperlin habe Pitusa aus Spanien zu sich nach Hause geholt, nachdem ihre erste Katze gestorben ist. Bereits diese erlag einem mutmasslichen Angriff. Im Januar sei das Tier an Rattengift gestorben, erzählt die Katzenliebhaberin: «Über eine Woche wurde sie in einer Tierklinik gepflegt und erhielt Medikamente. Trotz jeglicher Hilfe überlebte sie die Attacke nicht.» Wer oder wie das Rattengift der Katze verabreicht hat, bleibt ungeklärt.