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Selbstcoaching-Tools sollen rasche Hilfe leisten
In vielen Fällen ist es hilfreich, Herausforderungen mit einem Coach zu meistern, denn dieser wird die richtigen Fragen stellen. Beim Selbstcoaching ist die Gefahr da, dass man sich selbst täuscht und nicht ganz ehrlich ist. Trotzdem gibt es Situationen, in denen Selbstcoaching-Tools rasch Hilfe leisten können und sich so ein Problem auflöst oder mindestens verkleinert. Coaching soll auch immer die Wahlmöglichkeiten auf störende Ereignisse erhöhen, denn der Lösung ist es egal, weshalb ein Problem entstanden ist.
So finden Sie rasche Lösungsansätze
Das Ziel der beiden nachfolgenden Prozesse ist es, die inneren Überzeugungen von einer Situation zu verändern, Herausforderungen von einer anderen Seite zu sehen und rasche Lösungsansätze zu finden. Idealerweise nehmen Sie sich für diese kurzen Prozesse eine kleine «Auszeit» an einem Ort, wo Sie nicht gestört werden. Wenn dies nicht möglich ist, weil Sie beispielsweise in einem Grossraumbüro arbeiten, dann suchen Sie sich einen möglichen Rückzugsort im Büro.
Problem – Zielbestimmung
- Bewerten Sie das Problem (ärgerlich, wütend, traurig, frustriert, lustlos, besorgt etc.) auf einer Skala von 0 bis 10, wobei 0 = irrelevant, 10 = sehr gross.
- Beantworten Sie folgende Fragen:
- Sehen Sie das Problem klar vor Ihnen, fühlen Sie in sich hinein. Was genau macht das mit mir, was nehme ich wahr?
- Warum ist das ein Problem für mich? Warum bin ich ärgerlich, wütend, traurig, frustriert, lustlos, besorgt?
- Was könnte geschehen, wenn das für mich kein Problem wäre? (Gründe der Blockade, Festhalten am schlechten Gefühl – das Loslassen fällt oft auch von Negativem schwer)
- Hinterfragen Sie, ob das ehrlich und wirklich so ist.
- An was genau merken Sie, dass das Problem gelöst ist?
- Warum habe ich das Problem nicht schon gelöst?
- Wie ernsthaft will ich das Problem lösen? Ernsthaft? Sonst lasse ich es sein!
- Wie sieht das Ziel aus? Formulieren Sie das Ziel glasklar. Was gebe ich auf, wenn ich das Problem loslasse?
- Was sind die nächsten, selbst beeinflussbaren Schritte zur Lösung des Problems?
- Schreiben Sie die Antworten auf und stellen Sie vor, Ihr Gewissen schaut Ihnen über die Schultern.
- Definieren Sie jetzt das Problem nochmals auf der Skala 0 bis 10.
Sollte das Problem auf der Skala nicht erheblich kleiner geworden sein, dann beginnen Sie nochmals von vorne, vielleicht waren Sie nicht präzise genug.
Reframing – einem störenden Verhalten einer Person einen neuen Rahmen geben
- Notieren Sie sich stichwortartig das störende Verhalten einer anderen Person auf.
- Beschreiben Sie das Verhalten dieser Person konkret, aber ohne Wertung (Inhalt, Stimme, Lautstärke, Tonfall).
- Beschreiben Sie kurz die eigene bisherige Reaktion auf dieses Verhalten.
- Betrachten Sie nun das Verhalten unter folgenden Gesichtspunkten:
- Worin könnten die Gründe für dieses Verhalten liegen?
- Was möchte die Person damit bewusst oder unbewusst erreichen?
- Versuchen Sie jetzt, sich so weit in den anderen hineinzuversetzen, dass Sie sein Verhalten nachvollziehen können.
- Was ist ihm wichtig, und was beeinflusst sein Verhalten?
- Sollten Sie sich nicht in das Verhalten des anderen hineinversetzen können: Was hindert Sie daran? Was würde geschehen, wenn Sie das trotzdem könnten?
- Also, nochmals, versetzen Sie sich in das Verhalten der anderen Person.
- Was könnten Sie tun, damit der andere sein Ziel auf andere Weise erreicht und auch Sie dabei zufrieden sind?
Probleme sind Chancen in Arbeitskleidern
Betrachten Sie Probleme als Herausforderung und Chance. Wenn es um das nervige Verhalten einer anderen Person geht, dann sagt das auch immer etwas über Sie selbst aus. Hier liegt die Chance darin, sich selbst besser kennenzulernen. Fragen Sie sich: «Warum nervt mich das? Weshalb rege ich mich auf?» Setzen Sie die Techniken ein und spielen Sie damit – Sie können nur gewinnen.