Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03327.jsonl.gz/1504

Preisträger-Band U2 ignoriert sein Ansinnen
Nach dem Drogentod seiner Tochter Peaches 2014 wurde es ruhig um Bob Geldof. Der Musiker damals: „Dass sie nun für immer 25 sein wird – in meinem Kopf ist dieser Gedanke unerträglich. Das Klischee ist wahr: Du solltest deine eigenen Kinder nicht sterben sehen.“ Bob ahnte den Tod seiner Kleinen voraus: „Um ehrlich zu sein, erwartete das ein Teil von mir fast. So, wie sie ihr Leben lebte… man konnte nicht wirklich viel tun.“
Vielleicht hätte sein Kind einfach mehr Liebe und Zuwendung von ihrem Papa gebraucht? Immer noch beschäftigt sich der Liedermacher sehr mit Wohltätigkeitsprojekten und Kämpfen gegen das System: Aus Protest gegen Aung San Suu Kyi gab er jetzt den „Freedom of the City of Dublin“-Preis, mit dem er 2006 wie die myanmarische Politikerin ausgezeichnet wurde, ins Rathaus der irischen Hauptstadt zurück. An Suu Kyi, die außerdem Trägerin des Friedensnobelpreises ist, übte der Sänger wegen der Verfolgung der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar scharfe Kritik: „Dublin sollte keinerlei Verbindung zu dieser Frau haben“, erklärte der 66-Jährige. „Wir wurden betrogen, sie ist eine Mörderin.“
Auch von der ebenfalls gleichzeitig ausgezeichneten Band U2 erwartet Bob offenbar, dass sie ihre Dubliner Ehrenbürgerschaft zurückgeben. Bandleader Bono dazu: „Wir sind eine Band und ein Einzelner kann eine solche Entscheidung nicht treffen“. Fadenscheinige Ausrede? In Zeiten von „social media“ wäre eine Abstimmung wohl ein Klacks.