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Zahlen und Fakten zu Rapperswil-Jona
Neben den Rosengärten, dem Schloss und der Seepromenade mit südländischem Flair, blickt die Rosenstadt auf eine lange und spannende Gesichte zurück. Hier finden Sie die wichtigsten Zahlen und Fakten.
Die besondere Lage an wichtigen Verkehrswegen prägte die wechselvolle Geschichte Rapperswil-Jonas.
Die wunderschöne Gegend von Rapperswil-Jona war bereits bei den Kelten und später bei den Römern sehr beliebt. Zahlreiche archäologische Funde zeugen von einer frühen Besiedelung. Die ältesten archäologischen Funde zeigen, dass diese Gegend schon vor mindestens 5'000 Jahren bewohnt war. Sogar Überreste einer Holzbrücke aus prähistorischer Zeit (ca. 1600 v. Chr.) wurden in der Nähe des heutigen Seedamms gefunden. In Centum Prata (lateinisch: hundert Wiesen), dem heutigen Kempraten, wurde eine bedeutende römische Siedlung erbaut. Überreste von römischen Bauten wurden bei der Kapelle St. Ursula, der Römerwiese, an der Meienbergstrasse, in Wagen, am Standort von Busskirch und auf der Insel Ufnau entdeckt.
Die Gründung der Stadt Rapperswil dürfte um 1200 erfolgt sein, als die begüterte Adelsfamilie der Rapperswiler ihren Stammsitz von Alt-Rapperswil (Altendorf) auf das gegenüberliegende Seeufer verlegte. Stadt und Burg Rapperswil wurden 1229 erstmals urkundlich erwähnt.
Wenige Jahrzehnte darauf wurde die Brug an Verwandte aus Habsburg-Österreich überschrieben. Die Österreicher waren es auch, welche 1358 die neue Holzbrücke nach Hurden erstellen liessen. Während des Alten Zürichkriegs (1436-50) gelang es Rapperswil nicht, neutral zu bleiben und diente der Herrschaft des Hauses Habsburg-Österreich und ging gleichzeitig ein Bündnis mit Zürich ein. Am 10. Januar 1464 ging Rapperswil mit den eidgenössischen Orten Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus ein Schirmbündnis ein. Bis 1798 stand Rapperswil mit seinen Hofgemeinden unter eidgenössischer Schirmherrschaft.
Um 1830 fielen Tore und Mauern dem Durchgangsverkehr zum Opfer und für die neuen Dampfschiffe musste ein grösserer Hafen gebaut werden. 1859 verkehrte der erste Eisenbahnzug auf der Linie Rüti-Rapperswil-Weesen. 1878 fuhr auch der erste Zug über den neuen steinernen Seedamm, der die alte Holzbrücke ersetzte. In diesen turbulenten Zeiten wurden die ersten Fabriken errichtet: Spinnereien, Webereien und Färbereien. Eine Hammerschmiede und eine Eisengiesserei entstanden entlang des Stadtbachs, der die notwendige Energie lieferte. Die verkehrsgünstige Lage brachte es mit sich, dass 1919 der Schweizer National-Circus der Gebrüder Knie seinen Sitz samt Winterquartier in Rapperswil errichtete. Dieses Unternehmen hatte sich aus der 1803 gegründeten österreichischen Seiltänzer- und Künstlerdynastie entwickelt und befindet sich heute in den Händen der achten Generation.
Die Gemeinde Jona war mit 20,73 km2 mehr als 12 Mal so gross wie Rapperswil. Sie hatte über 17'000 Einwohner. Die beiden Gemeinden waren baulich zusammengewachsen, die Grenzen nicht erkennbar, im gesellschaftlichen Leben gab es sie gar nicht mehr. Die Schulen waren zum Teil gemeindeübergreifend organisiert und grössere Projekte in den Bereichen Planung, Verkehr, Sport, Umweltschutz, betrafen oft beide Gemeinden und wurden deshalb gemeinsam und in gegenseitiger Absprache in Angriff genommen. Am 30. November 2003 stimmten die Bürgerschaften von Rapperswil und Jona einer Initiative im Grundsatz zu, wonach die beiden Gemeinden auf den 1. Januar 2007 vereinigt werden sollen.
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