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Das Bundesamt für Statistik hat eine neue Publikation veröffentlicht: Studienfachwahl und Hochschulwahl: Motivationale Aspekte.
In der einleitenden Übersicht heisst es:
Die vorliegende Analyse befasst sich mit einer Auswahl von Motiven, welche für die Studierenden bei der Wahl des Studienfachs und der Wahl der Hochschule retrospektiv von relevanter Bedeutung waren. Studierende zeichnen sich durch eine Reihe von Merkmalen aus, welche sich auf die Motivation bei der Wahl ihres Studienfaches wie auch der Hochschule übertragen. Bestimmte Merkmale favorisieren sowohl die freie Wahl der Hochschule wie auch die freie Wahl des Studienfaches, andere schränken sie eher ein. Die sich dabei abzeichnenden Motivationsmuster lassen sich sehr gut in die bislang in der Literatur bekannten Konzepte einordnen.
Und weiter unten:
Die Analyse der Motivationslage bei der Wahl des Studienfachs wie auch der Hochschule ergibt eine Auslegeordnung der Motive auf zwei je dichotom ausgerichteten Dimensionen. So können die zur Begründung der Studienwahl angefügten Argumente auf einer Dimension mit den beiden entgegen gesetzten Polen «intrinsisch motiviert» und «extrinsisch motiviert» situiert werden, jene zur Begründung der Hochschulwahl auf einer Dimension mit den Polen «selbstbestimmt» versus «fremdbestimmt».
Und:
Frauen wählen ihr Studienfach stärker aufgrund intrinsischer Motive als Männer. Bei den extrinsischen Motiven sind die Männer hingegen stärker vertreten als die Frauen. Männer begründen die Wahl ihrer Hochschule eher mit Argumenten, welche Selbstbestimmung und Autonomie ausdrücken, Frauen tun dies in weniger hohem Ausmass. Jene Argumente, die eher fremdbestimmter Natur sind, werden von den Frauen als wichtiger erachtet als von den Männern.
Die Autorenschaft schreibt im Fazit der Studie zu Recht, dass im Jahre 2005, in welchem die Umfrage durchgeführt worden ist, die Bolognareform noch nicht soweit fortgeschritten war wie heute. Die Anzahl Studierender, welche sich damals in einem Masterstudiengang befanden war noch nicht ausreichend genug, um umfassende Auswertungen der unterschiedlichen Motivationslagen in Abhängigkeit der Studienstufe zu erlauben. In diesem Jahr wird erneut eine solche Studie durchgeführt: Zudem können dann auch noch Auswertungen zum vertikalen Studienverhalten, also dem Übertritt von der Bachelor- zur Masterstufe untersucht werden, welche Beiträge im Zusammenhang mit motivationalen Aspekten liefern können. Da können wir ja gespannt sein!