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Vineta
Umgeben von den Weiten des Meeres liegt in der Ostsee die Inselstadt Vineta. Ihre Bewohner führen ein Leben in Hochmut und Verschwendung, was den herrschenden Göttern ganz und gar missfällt. So beschliessen sie, den moralischen Niedergang zu stoppen und die Stadt mit vereinten Kräften zu versenken.
In der Rolle von Thor, Frea und Co. lassen die Spieler die Wellen rund um Vineta ansteigen und überfluten so Runde für Runde einen weiteren Teil der fehlbaren Stadt mitsamt den dazugehörigen Häusern. Aber Vorsicht: Jeder Gott will insgeheim die Häuser einer Farbe sowie einen bestimmten Stadtteil vor dem Untergang bewahren. Da hilft manchmal nur ein geschickter Bluff oder ein gewagtes Ablenkungsmanöver, um die anderen Götter in die Irre zu führen und die eigenen Punkte zu retten.
Das Spiel verläuft wie folgt: Jeder Spieler erhält einen Satz Karten, von denen er zu Beginn sieben aufnimmt. Gleichzeitig wählt nun jeder Spieler eine seiner Handkarten und legt sie verdeckt vor sich ab. Reihum werden die abgelegten Karten aufgedeckt und ausgeführt. Einige Karten erlauben die Bedrohung eines ans Meer grenzenden Stadtteils - oder aber die Erhöhung des Wellengangs (und damit der Bedrohung) bei einem bereits bedrohten Stadtteil. Andere Karten lassen den Spieler eines oder mehrere der Häuser in den verschiedenen Stadtteilen verschieben oder vertauschen. Sind alle Aktionen ausgeführt, zieht jeder Spieler eine neue Karte von seinem Stapel nach, wählt erneut eine Handkarte aus, die er verdeckt vor sich ablegt und der ganze Prozess beginnt von vorne. Sobald alle Spieler drei Karten gespielt (und ausgeführt) haben, endet die Runde und die Flut überschwemmt den Stadtteil, der am stärksten bedroht wurde. Alle Häuser in diesem Stadtteil versinken im Meer und werden als Punkte auf diejenigen Spieler verteilt, die die Flut verursacht haben. Dann beginnt die nächste Runde und ein weiterer Stadtteil wird versenkt. Dies wiederholt sich solange, bis nur ein einziger Stadtteil übrigbleibt. Jetzt werden die Punkte gezählt: Für jedes Haus der eigenen Farbe, das noch auf dem Spielbrett steht, erhält ein Spieler drei Punkte, für jedes versenkte Haus (egal welcher Farbe) einen Punkt. Einen zusätzlichen Punktebonus erhält, wer den übriggebliebenen Stadtteil zu beschützen hatte. Wer nun die meisten Punkte hat gewinnt.
Ein unterhaltsames und sehr schön gestaltetes Spiel ohne komplizierte Regeln, das sicher nicht nur Freunde der nordischen Mythologie zu begeistern vermag. Wer sich aber durch einen hohen Unberechenbarkeitsfaktor leicht frustrieren lässt, sollte lieber die Finger von Vineta lassen. -mf