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Der unterste Raum des Turmes, das Verlies, diente im Mittelalter
als ausbruchsicheres Gefängnis.
Es ist nur durch eine kreisrunde Öffnung im Scheitelpunkt des Gewölbes
zugänglich. Die Gefangenen wurden auf einem Knebel sitzend an einem Seil
hinabgelassen und nach Verbüssung ihrer Strafe wieder hochgezogen.
Die Öffnung konnte mit einem Stein verschlossen werden, wodurch im
Verlies absolute Dunkelheit herrschte.
Als der Artillerieverein den Wasserturm 1937 übernahm, mussten 5000
Säcke Schutt aus dem Verlies abtransportiert werden, bis der
ursprüngliche Boden, ca. 80 cm über dem normalen Wasserstand der Reuss
wieder hergestellt war.
Bei dieser Gelegenheit wurde erfolglos nach dem Grundstein des Turmes
gesucht. Auch das Gerücht, wonach ein unterirdischer Fluchtgang unter dem
Wasserturm bestanden haben soll, konnte nicht bestätigt werden.