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Das Forschungsprojekt „Städtebau der Normalität – Zum Wiederaufbau urbaner Stadtquartiere im Ruhrgebiet” findet von 2012–2014 am Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur (TU Dortmund) statt. Im Rahmen eines Werkvertrags wird eines von acht Gebieten im Ruhrgebiet untersucht, die Stadtstruktur um die Limbecker Strasse in der Innenstadt von Essen.
Im Forschungsprojekt werden dienjenigen Stadtviertel im Ruhrgebiet untersucht, die aus Straßen, Plätzen und Blockrandbebauung bestanden und meist eine Vielzahl von Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Erholen und Bilden beinhalteten. Diese Stadtviertel waren nach dem Krieg zwar vielfach stark beschädigt, jedoch keineswegs ausgelöscht. In der Phase des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche dichte Stadtquartiere wiederaufgebaut und in konventioneller Weise entwickelt. Sie zeichnen sich durch Nutzungsmischung und konventionelle stadträumliche Strukturen (unspektakulären Städtebau) aus, der meist auf vorhandenen Block- und Parzellenstrukturen mit traditioneller Funktionsmischung und architektonischer Stadtraumbegrenzung operiert.
Für die meisten der erforschten Stadtquartiere ist paradigmatisch, dass sie heute weder als echte Altbauquartiere mit gründerzeitlichen stuckverzierten Häusern noch als Neubauquartiere mit sich von der Straße zurückziehenden Siedlungstypen angesehen werden. Der Umgang mit diesen „normalen“ Vierteln im Wiederaufbau prägt noch heute die Stadtstruktur vieler Ruhrgebietsstädte entscheidend. Beispiele dieses Städtebaus sind bislang weitgehend unbeachtet geblieben und wurden in keinen konsistenten Zusammenhang gebracht. Ziel des Forschungsprojektes ist es, dies zu ändern.