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01.12.2020
ANQ publiziert Analyse der Spital-Wiedereintritte 2018
Heute publizierte der Nationale Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken ANQ die Analyse der potentiell vermeidbaren Spital-Wiedereintritte für das Datenjahr 2018. Anhand der Medizinischen Statistik des Bundesamts für Statistik wurden über 890'000 Austritte von 193 Spitälern untersucht.
Die im Auftrag des ANQ durchgeführte Analyse der potentiell vermeidbaren Rehospitalisationen (Wiedereintritte) in Schweizer Akutspitäler wertete die Daten 2018 der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser des Bundesamts für Statistik aus. Untersucht wurden insgesamt 891’040 Hospitalisationen in 193 akutsomatischen Spitälern/Standorten.
Die Analyse berücksichtigt die Datenqualität der einzelnen Spitäler sowie ein Adjustierungsmodell, das die von Spital zu Spital unterschiedliche Patientenstruktur miteinbezieht. Pro Spital werden die beobachtete und die erwartete Rate der potentiell vermeidbaren Rehospitalisationen berechnet und das Verhältnis der Raten für das Datenjahr 2018 der Medizinischen Statistik davon abgeleitet.
Die wichtigsten Analyseergebnisse
Über alle untersuchten Spitäler hinweg machte die beobachtete Rate der potentiell vermeidbaren Rehospitalisationen 4,6% aller auswertbaren Austritte aus, während die erwartete Rate bei 4,5% lag. Das Verhältnis der beiden Raten betrug 1,03, was dem Niveau des Vorjahrs entsprach (2017: 1,04).
In insgesamt 26 Spitälern kam es zu mehr potentiell vermeidbaren Rehospitalisationen, als gemäss ihrer Patientenstruktur zu erwarten war. Im Vergleich zu den Vorjahren ist diese Zahl weiter gesunken – im Datenjahr 2017 wichen 33 Spitäler von der Norm ab, im Datenjahr 2016 waren es 47.
Im Vergleich zum Datenjahr 2017 zeigte sich erneut, dass die Rate der potentiell vermeidbaren Rehospitalisationen höher als erwartet ausfiel, falls die beobachtete Aufenthaltsdauer länger oder kürzer war als erwartet.
Erstmals wurde auch der Anteil potentiell vermeidbarer Rehospitalisationen innerhalb einer gewissen Zeitspanne ausgewiesen. Rund 40% der Rehospitalisationen erfolgten innert 7 Tagen nach Spitalaustritt, 25% nach 8 bis 14 Tagen und 35% nach 15 bis 30 Tagen seit Verlassen des Spitals.
In 84,5% der untersuchten Fälle traten die Patientinnen und Patienten bei der Rehospitalisation wieder ins gleiche Spital ein. Der Nationale Vergleichsbericht nennt als mögliche Gründe den Aspekt der Erreichbarkeit (Nähe zum Wohnort) sowie die Kontinuität der Versorgung respektive die guten Kenntnisse der Patientensituation des ursprünglichen Spitals.
Für Spital-/Klinikranglisten ungeeignet
Aus den ANQ-Messergebnissen lassen sich keine seriösen Ranglisten ableiten. Jedes Ergebnis bildet nur einen Qualitätsaspekt ab und sagt nichts über die Gesamtqualität eines Spitals/einer Klinik aus. Aus den Ergebnissen mehrerer ANQ-Messungen erstellte Rankings sind ebenfalls nicht vertretbar.