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Die Vereinigung PUSH wurde vom Genfer Flughafenbetrieb ISS-Aviation herbeigerufen, um einen Gesamtarbeitsvertrag abzuschliessen, dessen einziger Zweck darin besteht, die im Flughafen verankerte Gewerkschaft VPOD zu umgehen und die seit bald einmal 3 Monaten streikenden ISS-Mitarbeiter/innen auszutricksen. Der SGB bezweifelt, dass PUSH die Kriterien erfüllt, um einen GAV abzuschliessen. PUSH hat keine Mitglieder bei ISS. Ebensowenig kann PUSH gegenüber dem Arbeitgeber jene Unabhängigkeitsgarantien erbringen, die vom kollektiven Arbeitsrecht verlangt werden.
PUSH ist weder Mitglied des SGB, noch der Communauté Genevoise d’Action Syndicale (CGAS), noch eines anderen nationalen gewerkschaftlichen Dachverbandes. Die «Bestellung» durch den Arbeitgeber mit dem Zweck, den Streik zu brechen, ist offensichtlich. Oft ist die Adresse von PUSH diesselbe wie die des jeweiligen Arbeitgebers. Schreiben, die das Personal zum Beitritt auffordern, stammen oft von Kadern. Die gewerkschaftlichen Vertreter von PUSH sind meist Kader der Unternehmen - die dann mit sich selbst verhandeln können. Zudem gibt PUSH zu, Arbeitskonflikte systematisch verhindern zu wollen. PUSH nimmt meistens für den Arbeitgeber Partei, indem es Vereinbarungen abschliesst, die für diesen vorteilhaft sind. Deshalb kann PUSH nicht als Gewerkschaft betrachtet werden, die die Interessen ihrer Mitglieder verteidigt und vom Arbeitgeber unabhängig ist.
Aus all diesen Gründen unterstützt der SGB die Bestrebungen des VPOD, dass PUSH nicht als GAV-abschlussfähige Organisation anerkannt wird.