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Seit über einem Jahr sitzt der ehemalige Wegelin-Banker Roger Keller in Deutschland in Untersuchungshaft und wartet auf seine Auslieferung in die USA. Diese hat er nun nochmals verhindert.
Roger Keller hat vor einem Berufungsgericht in Deutschland einen Erfolg erzielt. Seine Auslieferung an die USA, wo er wegen Beihilfe zum Steuerbetrug angeklagt ist, wird nun nochmals verhandelt, wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» am Donnerstag berichtet hat. Laut Kellers Anwalt Sebastian Gall wird der Wegelin-Banker nun nochmals angehört, nachdem ein Gericht in Frankfurt seiner Auslieferung grünes Licht gegeben hatte.
Dieses Gericht habe nicht genau geklärt, ob die USA eine Strafverfolgung Kellers auf die Punkte beschränken würden, welche im Auslieferungsgesuch dargestellt seien, wurde die Berufung begründet. Dies müsse nun nachgeholt werden.
Neben Roger Keller sind in den USA zwei weitere ehemalige Angestellte der Bank Wegelin angeklagt. Den dreien soll in New York der Prozess gemacht werden.
Die Wegelin Privatbank hatte sich 2013 in New York der Beihilfe zur Steuerhinterziehung für schuldig bekannt. Sie zahlte eine Busse von 74 Millionen Dollar. Ihr nicht-amerikanisches Geschäft verkaufte sie an die Raiffeisen, welche daraus die Notenstein Privatbank formte.