Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03122.jsonl.gz/221

Der Brand AMD sei stärker, glauben AMDs Marktforscher.
Der Chiphersteller AMD hat heute in einer telefonischen Pressekonferenz seine Absicht bekannt gegeben, den Markennamen ATI verschwinden zu lassen. AMD hatte den Hersteller von Grafikchips und Grafikkarten ATI im Herbst 2006 übernommen
.
ATI-Produkte, die sich bereits auf dem Markt befinden, werden ihre bisherigen Bezeichnungen behalten, neue Produkte werden dagegen nur noch den Namen AMD tragen. Die Bezeichnungen für die Produktelinien "Radeon" und "Fire Pro" wird AMD aber beibehalten, und auch das Design der Logos lehnt sich weiter an das bisherige Design an (siehe Illustration).
Zwei Marken zu pflegen verursacht zusätzliche Marketingkosten. Umfragen in den wichtigsten Märkten hätten ergeben, so AMD, das die eigene Marke mittlerweile nicht nur im allgemeinen PC-Markt sondern auch im Grafikbereich stärker sei als die Marke ATI. Zudem hätten die Produktenamen "Radeon" und "Fire Pro", die beibehalten werden, schon an sich einen hohen Bekanntheitsgrad und ein hohes Ansehen.
Ein zweiter Grund für die Markenkonsolidierung ist laut AMD der bevorstehende Launch der "Fusion"-Chips, die CPU und Grafikchip kombinieren. Die ersten davon sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, was den Zeitpunkt für die Konsolidierung ideal mache.
Eine kurze Presse- und Blogschau im Internet zeigt, das diverse Beobachter der Grafikkartenszene an der Weisheit des Entschusses von AMD zweifeln. Die Kritiker, vor allem aus dem Spielebereich, glauben, dass der Brand ATI für Grafikkomponenten immer noch ein höheres Ansehen habe als AMD und zweifeln daher auch an der Stichhaltigkeit der von AMD angeführten Umfrage. (hjm)