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Es lägen keine Hinweise vor auf solche Lieferungen, sagte Stefan Kunfermann, Sprecher des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), am Montag der Nachrichtenagentur sda. Europol hatte am Sonntag eine koordinierte Aktion gegen den Fleischhändlerring vermeldet und dabei auch die Schweiz erwähnt.
Das BLV hatte im Zusammenhang mit den Untersuchungen im vergangenen April Kontakt mit Europol, wie Kunfermann sagte. "Das BLV und die Oberzolldirektion sollten informiert werden, falls sich bei den europaweiten Untersuchungen Hinweise auf Lieferungen von nicht konformem Pferdefleisch in die Schweiz ergeben würden."
Solche Informationen seien aber nicht eingegangen. Gemäss Europol hätten sich Untersuchungen in der Schweiz erübrigt. Dem BLV lägen somit keine Hinweise auf entsprechende Fleischlieferungen in die Schweiz vor, sagte Kunfermann.
Kopf des zerschlagenen Fleischhändlerrings soll nach den Angaben von Europol vom Sonntag ein Händler in den Niederlanden sein. Der Mann wurde in Belgien festgenommen. Der Pferdefleisch-Skandal war 2013 ans Licht gekommen, als in Irland Pferdefleisch in Hamburgern gefunden worden war.
Danach wurde auch in anderen europäischen Ländern falsch deklariertes Pferdefleisch in Mahlzeiten gefunden - auf den Etiketten war von reinem Rindfleisch die Rede. Im Sommer 2016 stellten die spanischen Umweltbehörden Unregelmässigkeiten beim Handel mit Pferdefleisch fest.
Nicht für den menschlichen Verzehr geeignetes Fleisch soll demnach in den Handel gebracht worden sein, meist ausserhalb von Spanien. Die Ermittler kamen dem niederländischen Grosshändler auf die Spur, der das betrügerische Netzwerk von Spanien aus leitete, wie Europol mitteilte. Gegen insgesamt 66 Personen wird ermittelt.