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Das dürfte das endgültige Aus für Michel Platini im Kampf um den FIFA-Thron sein: Das Exekutivkomitee des Fussball-Weltverbandes hat heute in Zürich den Termin zur Präsidentenwahl und damit auch das Ende der Bewerbungsfrist am kommenden Montag bestätigt.
Die Wahl des neuen FIFA-Präsidenten wird trotz der Skandale beim Fussball-Weltverband und Sperren gegen Spitzenfunktionäre nicht verschoben. Das FIFA-Exekutivkomitee bestätigte bei ihrer Dringlichkeitssitzung, die ohne Sepp Blatter und Michel Platini stattfand, den 26. Februar 2016 als Wahltermin. Damit bleibt es auch beim Ende der Bewerbungsfrist am kommenden Montag, 26. Oktober.
Die Diskussion um eine Wahl-Verschiebung war nach den 90-Tage-Sperren für den scheidenden Schweizer Amtsinhaber Joseph Blatter und den Präsidentschafts-Anwärter Michel Platini aufgekommen. Da nach der Bewerbungsfrist ein Integritätscheck der Anwärter folgt, gilt eine Kandidatur des Franzosen damit derzeit als ausgeschlossen.
Nach dem Votum gegen eine Verschiebung gilt der Ausgang der Wahl als völlig offen. Platini müsste es in den kommenden Tagen gelingen, die Bestechungsvorwürfe zu entkräften und mit seinem Einspruch gegen die Sperre erfolgreich zu sein. Nur dann könnte er beim Wahlkongress in Zürich gegen seine potenziellen Konkurrenten antreten.
Noch ist allerdings nicht sicher, wer sich alles zur Wahl stellt. Hinter dem früheren FIFA-Vizepräsident Chung Mong-Joon aus Südkorea steht aufgrund seiner Sechs-Jahre-Sperre ein noch grösseres Fragezeichen als hinter Platini. Dem jordanischen Prinzen Ali bin al-Hussein, Brasiliens Idol Zico und David Nakhid (Trinidad und Tobago) werden kaum Chancen eingeräumt.
Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa, Oberhaupt des asiatischen Verbandes AFC, möchte zwar offensichtlich antreten; gegen den Bahrainer werden allerdings schwere Vorwürfe erhoben. Nach Angaben des «Kicker» ermittelt die Ethikkommission gegen das Exekutivmitglied wegen des Anfangsverdachts auf Verletzung von Menschenrechten. Und der Südafrikaner Tokyo Sexwale ist bisher nur der Wunschkandidat von Franz Beckenbauer.
Weiter hat das Exekutivkomitee beschlossen, dass es ab sofort die Öffentlichkeit über ihre Untersuchungen genauer informieren wird. Das Exekutivkomitee beschloss eine Änderung der Verschwiegenheitsklausel. Sowohl Chef-Untersucher Cornel Borbély als auch Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtssprechenden Kammer hatten sich vehement für das Recht zur Information eingesetzt.
Bislang waren die Mitglieder der Ethikkommission gemäss Paragraf 36 des Ethik-Codes verpflichtet, «über die im Rahmen ihrer Tätigkeit erworbenen Kenntnisse, insbesondere über den Sachverhalt, den Inhalt der Untersuchungen und Beratungen sowie die getroffene Entscheidung und private Personendaten gemäss FIFA-Datenschutzreglement Stillschweigen zu bewahren.»
Erst bei rechtskräftigen Urteilen durfte eine Begründung veröffentlicht werden. So war bei den jeweils 90-tägigen Sperren für Blatter und Platini der Grund für die Sanktionen offiziell offengeblieben. Nun sind auch Informationen über mögliche weitere laufende Untersuchungen zu erwarten. (ham/sid/dpa)
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