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Kachelofen im Stil der Neurenaissance
Turmofen in der Art der Winterthurer Öfen mit Schlachtenszenen aus der Schweizer Geschichte, Ortsansichten von Stadt und Kanton Zug, Bannerträgern, Wappen und Sinnsprüchen. Auf der Rückseite befindet sich die Inschrift-Signatur: «Erbaut von Joseph Keiser in Zug 1901 nach Anordnung von Gottfried Hediger-Siegrist.»
Der Turmofen wurde vom Hafner Josef Anton Keiser (26.08.1859–21.04.1923) angefertigt. Dieser leitete nach dem Tod seines Vaters Josef Keiser (1827–1890) die Hafnerei Keiser bis zu seinem Tod im Jahr 1923. 1894 heiratete er Elisabeth Keiser-Meyer (1866–1938), welche 1885 als Malerin in die Hafnerei Keiser eingetreten war und nach dem Tod ihres Mannes zusammen mit ihren beiden Kindern Carl Keiser und Gertrud Keiser die Hafnerei Keiser unter dem Namen «Josef Keisers Erben» bis 1938 weiterführte.
Der Turmofen wurde nach Anordnung von Josef Martin Gottfried Hediger (1831–1903) erstellt. Dieser war in Basel wohnhaft und gelangte 1890 zusammen mit seiner Frau Maria Julia Hediger, geb. Siegrist (1836–1917) in den Besitz der Burg Zug. Ab 1903, nach dem Tod ihres Ehemannes war sie die Besitzerin der Burg Zug. Nach ihrem Tod 1917 übernahmen ihre vier Kinder Mathilde, Josephine, Alfred und Rudolf die Burg in Zug.
Der Ofen gehört somit zur originalen Ausstattung zur Burg Zug und wurde elektrisch beheizt. Zurzeit ist er im Museum Burg Zug (1. OG, Hediger-Zimmer) ausgestellt.