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„Yo doy fe que viviendo en la plaza desta ziudad, cuyas cassas tienen ventans á la mar, porque estan sus cozinas sobre ella, en quien vaten sus ondas, haurá como 15 años que andando vna ves alterada con las abenidas de los rios por las grandes lluuias, vide por la costa, cerca de sus peñas, hasta el reduto o matadero, más de ducientos ó trecientos lagartos, que non parecian sino grandes vigas, porque andauan sobre el agua …“, Requejo y Salcedo 1640
„Ich bezeuge, dass als ich am Platze dieser Stadt lebte, deren Häuser Fenster zum Meer besitzen, weil sich ihre Küchen darüber befinden, wo sich die Wellen brechen, es mag 15 Jahre her sein, als die Flüsse wegen der grossen Regenfälle über die Ufer traten, an der Küste nahe der Felsen bis zum Schlachthaus mehr als zweihundert oder dreihundert Krokodile sah, die fast wie Holzstämme aussahen, da sie auf dem Wasser trieben … „
Da der Hoteltaxifahrer uns angeboten hatten, uns statt im Hotel auch irgendwo anders in der Stadt abzusetzen, entschieden wir zu den Ruinen von Panama Viejo zu fahren. Nachdem wir am Eingang der Anlage bebändelt wurden, schritten wir durch die Überreste des einstigen Panamas hindurch, die heute zum Unesco Weltkulturerbe gehören.
Bei den Miraflores Schleusen hatte es noch von Touristen gewimmelt, doch hierhin schienen nur noch die wenigen, kulturinteressierten Besucher den Weg gefunden zu haben.
Gut und informativ gestaltete Infotafeln vermittelten ein greifbares Bild des ehemaligen Panamas.
Mit Gründungsjahr 1519 handelte es sich bei Panama Viejo um die älteste hispanische Siedlung am Pazifik, die damals als Basis der Conquistadores bei der Eroberung des Inkareichs diente. So wurde zu dieser Zeit das erbeutete Gold und Silber von Panama Viejo über den Isthmus an die Karibikküste Panamas transportiert, von wo es seinen Weg nach Spanien fand. 1671 wurde die Stadt jedoch beim Angriff des Piraten und Freibeuters Henry Morgan vollständig zerstört. Die Stadt wurde jedoch darauf nicht an der alten Stelle, sondern etwas weiter westlich, dort wo sich heute die Altstadt Panama Citys befindet, beim Casco Viejo, wieder aufgebaut.
Eindrücklich sind heute noch die Überreste der Plaza Mayor und des Turms der Kathedrale, die erst kurz vor der Zerstörung der Stadt fertiggestellt wurde. Das bis zu 10’000 Menschen zählende Städtchen besass nebst der Kathedrale auch mehrere Klöster. Man merkte, dass die katholische Kirche bei der spanischen Kolonisation eine wesentliche Rolle spielte. Die Fassade eines Klosters, das bei der Zerstörung kaum beschädigt wurde, wurde abgetragen und befindet sich heute in der Altstadt von Panama.
Als wir uns in der Hitze und Kultur genug gesonnt hatten, fuhren wir mit einem Taxi zurück zum Hotel. Endlich fand sich etwas Zeit zum Essen, Blogschreiben und um das sommerliche Wetter auf der Hotelterrasse zu geniessen.