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Im Norden Deutschlands, im nordwestlichen Teil von Niedersachsen, an der Küste der Nordsee liegt die ostfriesische Stadt Norden. Altehrwürdige Häuser, einer der grössten baumbestandenen Marktplätze Europas und eine naturbelassene Landschaft geprägt durch ein Wattenmeer garantieren erholsame Ferien.
Im frühen 18. Jahrhundert wurde ein Grossteil des Norddeichgebietes für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Das benachbarte Dorf Itzendorf, welches am damaligen Deichfuss lag, erbaute den ersten Schiffsanleger für die Fischer. Die Weihnachts- und Neujahrsflut durchbrachen den Deich und überschwemmten Itzendorf. Durch dies wurde die Deichlinie verlegt und ein neuer Hafen erbaut. Im 18. Jahrhundert wurde ein weiterer Hafen erbaut, welcher für die Fischer war. Der Tourismus nahm bereits 1813 eine grosse Rolle ein. Dabei ging es darum, Gäste nach Norddeich zu holen, damit diese von den kalten und warmen Bädern profitieren können. Bereits damals galt Norddeich als Küstenbadeort.
Durch den Bau des ersten deutschen Nordseebads auf der Insel Norderney wurden Norddeich und seine Anlegestelle relevant. Zu Beginn liefen Dampfschiffe Norderney aus Bremen und Hamburg an. Um den Verkehr in geordnete Bahnen zu bringen, wurde von Männern aus Norden und Noderney eine Dampfschiffsreederei gegründet. Durch dies wurde eine fahrplanmässige Verbindung auf die Inseln Juist und Norderney möglich. Die Gästezahlen stiegen und die Kapazitätsgrenze wurde ausgeschöpft. Zusätzlich dazu wurde die Reise von Norden zu Norddeich auf Grund der fehlenden Eisenbahnverbindung erschwert. Durch dies wurden von 1889 bis 1892 ein Hafen, Mole und Leitdämme errichtet und die Eisenbahnlinie erweitert, was dazu führte, dass Norddeich vom Fischer- zum Badeort wurde.
Durch den zweiten Weltkrieg wurde die Entwicklung des Badeortes gebremst, konnte jedoch danach wieder aufgenommen werden. Nach der Sturmflut von 1962 wurde der Deich erheblich erhöht und zusätzlich dazu ein grosser Sandstrand aufgespült. Im Zuge einer Gemeindereform 1972 wurde Norddeich zur Stadt Norden eingemeindet. Die Förderung des Badeorts ging weiter und neue Seebadeanstalten und Bäder wurden erbaut. 2010 erhielt der Stadtteil das Prädikat als «Nordseeheilbad».
Doch auch die Stadt Norden selbst ist einen Besuch wert. In der Mitte der Stadt befindet sich der Marktplatz, welcher zu den grössten baumbestandenen Marktplätze Europas gehört. Im Zentrum dieses Platzes steht die Ludgerikirche. Sie ist im romanisch-gotischen Baustil über drei Jahrhunderte errichtet worden und gehört mit einer Länge von rund 80 m zu den grössten Sakralbauten Ostfrieslands.
Das Alte Rathaus in Norden ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, in welchem sich zwei Museen befinden. Das eine ist das Heimatsmuseum, welches die Wohnkultur in Norden vom 18. bis zum 19. Jahrhundert aufzeigt. Das zweite Museum ist das Teemuseum, welches die ostfriesische Teekultur erklärt. Dabei setzt sich das Museum mit der Ostfriesischen Mischung auseinander und erklärt Aufzucht, Anbau, Ernte und die Weiterverarbeitung sowie den weltweiten Handel.
1971 wurde die Seehundstation Nationalpark-Haus gegründet. Dabei liegt der Fokus auf den Seehunden, Kegelrobben und weiteren Meeressäugern, welche im Wattmeer zu Hause sind.
Um mehr über die Säugetiere des Wattmeers zu erfahren, bietet sich ein Besuch im Waloseum an. Im Mittelpunkt steht das Skelett eines ungefähr 15 m langen Pottwals, welcher 2003 in Norderney strandete. Die obere Etage des Museums ist der Vogelwelt der Nordseeküste gewidmet.
Für Familienspass lohnt sich ein Besuch im Erlebnisbad Ocean Wave. Dieses bietet Wasserspass der Superlative für Gross und Klein. Mit einer grossen Saunalandschaft ist Erholung garantiert. Für Abenteuerlustige eignen sich die diversen Wasserrutschen und das Erlebnisbecken mit einer Grotte, Wasserfall und vielem mehr. Doch auch ein Besuch in einem der 3 Erlebnisparks lohnt sich.
Zudem kommen auch Sportbegeistere auf ihre Kosten. Ob Surfen, Segeln, Fahrradtouren oder Spaziergänge durchs Wattenmeer, für jeden ist etwas dabei.