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Es geht um die Weiterführung des Projektes 19-116-S, das pandemiebedingt verzögert wurde. Die philosophischen Fragen rund um radikale Veränderungen im Leben von Menschen sollen insbesondere auch im Lichte neuerer technologischer Entwicklungen untersucht werden und dies mit dem breiteren Einsatz von künstlicher Intelligenz.
Es fragt sich, inwieweit Entscheidungen, die man vor einem Ereignis getroffen hat, Auswirkungen auf den Menschen nach einem lebensverändernden Ereignis haben – oder anders gefragt, ob die Veränderungen so stark sind, dass die Person vor dem Ereignis nicht mehr die gleiche Person ist, wie nach dem Ereignis,
In Modul 1 geht es darum, ob technische Hilfen Menschen dabei unterstützen können, mit solch lebensverändernden Situationen umzugehen. Im Modul 2 sollen die Grenzen eines Selbsts definiert werden. Der Ansatz besteht darin, die Grenzen eines Selbsts dort zu sehen, wo sich die Werte dieses Selbsts ändern. In diesem Teil geht es auch darum, eine normative Beurteilung von Selbst-Transformationen vorzunehmen. In Modul 3 geht es um Emotionen, welche die verschiedenen Selbst verbinden können und so gegen eine Transformation wirken können. Das Projekt hat dabei immer den Menschen wie auch die technischen Systeme im Fokus. Ähnliche Diskussionen werden auch in der Verhaltensökonomie geführt. Die Selbst, die bei zeitinkonsistenten Präferenzen in der Verhaltensökonomie konstruiert werden, haben eigentlich in jedem Moment andere Präferenzen, womit sich eine kontinuierliche Folge von unterschiedlichen Selbst ergäbe, bei denen man aber nicht von einer Transformation des Selbsts ausgehen kann. Es stellt sich jedoch auch die normative Frage, welches Selbst dann Entscheidungen treffen dürfen soll.