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Wie setzen die Menschen auf Stellensuche KI ein und wie bereit sind sie, KI im Bewerbungslauf auf der Seite der Firmen zu akzeptieren?
Eine Studie, die im Auftrag von XING in der Schweiz durchgeführt wurde, gibt Antworten. Die Studie zeigt auf, dass etwa ein Drittel der Erwerbstätigen in der Deutsch- und Westschweiz bereit sind, ein erstes Bewerbungsgespräch mit einem KI-Chatbot zu führen. Ein weiteres Drittel lehnt das komplett ab, während das verbleibende Drittel zwar auch eine ablehnende Haltung gegenüber dieser Idee hat, es jedoch in Erwägung ziehen würde, wenn keine andere Option zur Verfügung stünde.
Die Studie zeigt, dass die Bereitschaft zur Nutzung von KI-Chatbots im Bewerbungsprozess, je nach Branche, unterschiedlich ist. Im Gesundheits- und Sozialbereich ist die Bereitschaft mit 26 % am niedrigsten, während sie in den Bereichen IT, Consulting und Kommunikation mit 49 % am höchsten ist.
Bewerbende nutzen KI im Bewerbungsprozess
Interessanterweise hat ein Drittel der Befragten bereits selbst KI-Technologien im Bewerbungsprozess genutzt, hauptsächlich für das Verfassen von Bewerbungsdokumenten. Die Studie zeigt auf, dass Personen in der Westschweiz KI deutlich häufiger genutzt haben, als Personen in der Deutschschweiz.
32 Prozent der Berufstätigen, die sich in den vergangenen zwei Jahren auf eine neue Stelle beworben haben, geben an, für ihre Bewerbung schon einmal bewusst Künstliche Intelligenz eingesetzt zu haben.
Vor allem beim Verfassen von Bewerbungsdokumenten wie Lebenslauf oder Begleitschreiben kam KI bei 20 Prozent der Befragten zum Einsatz . 11 Prozent setzten auf KI, um Informationen zum Arbeitgeber zu sammeln und 8 Prozent, um sich auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten.
Hier mehr über die Studie von XING.
Auch das Software-Unternehmen Softgarden hat im Zuge einer kürzlich veröffentlichten Studie insgesamt 3.811 Bewerbende gefragt, wie sie den Einsatz von KI im Bewerbungsprozess sehen.
Diese Studien-Ergebnisse zeigen, dass sich
- 36,6,% der Befragten vorstellen können ChatGPT im Bewerbungsprozess zu nutzen. Sie haben aber bislang noch keine praktischen Erfahrungen mit KI gesammelt.
- 12,7 % der Bewerbenden nutzen bereits Künstliche Intelligenz, um sowohl das Anschreiben als auch das Motivationsschreiben zu formulieren.
- 37,8% lehnen den Gebrauch von KI zur Verfassung von Bewerbungsunterlagen ab mit der Begründung, die halten es für „Betrug“.
- 13,2% stufen die Nutzung von ChatGPT & Co. noch als noch „zu kompliziert“ ein.
Netzwerk Kadertraining meint dazu:
Jobsuchende sammeln jedoch immer mehr, beruflich oder privat, Erfahrungen mit künstlicher Intelligenz. Gerade Chatgpt ist sehr beliebt. Es ist eines der Large Language Modele, die auf natürliche Sprache trainiert wurden, um Aufgaben wie Textgenerierung, Übersetzung, Textzusammenfassung und Fragebeantwortung auszuführen. Diese KI kann in vielfältigen Anwendungsbereichen als äusserst hilfreich bei der Stellensuche eingesetzt werden.
Etwa bei der „Recherche nach spezialisierten Fachbüchern“, die „Kondensierung von Informationen, beispielsweise Kapiteln aus Sachbüchern“, sowie die „Beantwortung alltäglicher Fragen und Unterstützung bei der Lösungsfindung, Ideenentwicklung usw. – also mit ähnlicher Verwendung wie bei Google.“ Also nicht nur bei der Unterstützung beim Formulieren des CV oder des Bewerbungsschreibens kann KI unterstützen.
Es zeigt sich, dass ein wachsender Anteil der Bewerbenden ein bemerkenswertes Mass an Offenheit mit sich bringt, Künstliche Intelligenz (KI) im Bewerbungsprozess zu akzeptieren. Diese Offenheit wird jedoch nur dann bestehen bleiben, wenn die KI-basierten Verfahren von Bewerbenden als fair wahrgenommen werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Einsatz von KI in Bewerbungsprozessen transparent und nachvollziehbar gestaltet wird.
Insgesamt sollten Bewerbende KI als unterstützendes Werkzeug betrachten, das dazu dient, den Bewerbungsprozess zu optimieren, anstatt es als alleinige Lösung zu sehen. Es ist ratsam, die Verwendung von KI mit Bedacht und in Verbindung mit menschlicher Einschätzung und Expertise einzusetzen. Die persönliche Note und der persönliche Kontakt bleiben weiterhin entscheidend, um sich erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt zu präsentieren.
KI kann wertvolle Unterstützung bieten, aber sie sollte niemals den Wert und die Bedeutung eines persönlichen Austauschs zwischen Arbeitgeber und Bewerbenden ersetzen.