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Das sogenannte Magenband ist eigentlich ein verstellbarer Silikonschlauch, der operativ um den oberen Teil des Magens geschlungen wird. Durch dieses Silikonband wird der Magen künstlich in zwei Abschnitte unterteilt: den kleinen Vormagen (Pouch) und den grossen Restmagen. Der Vormagen hat lediglich ein Volumen von etwa 20 bis 30 Millilitern, was der Grösse eines Tischtennisballs entspricht. Wird er durch die Nahrungsaufnahme gedehnt, bekommt das Gehirn ein Sättigungssignal. Das Magenband ist über einen Schlauch mit einer sogenannten Portkammer verbunden, welche unter der Haut implantiert wird. Dadurch kann das Magenband individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst und je nach Bedarf enger oder weiter gestellt werden.
Mit dem Magenband lässt sich über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren ein Gewichtsverlust von bis zu 50 Prozent des Übergewichts erzielen. Allerdings ist hier die Komplikationsrate mit einem Anteil von 3 bis 5,5 Prozent aller Fälle höher als bei anderen bariatrischen Operationen. Die Komplikationen treten dabei in der Regel nicht bei der eigentlich risikoarmen OP auf, sondern erst Monate oder Jahre später. Zu nennen sind hier insbesondere:
- Verschiebung des Magenbands («Bandslippage»)
- Volumenzunahme des Vormagens durch allmähliche Aufdehnung des Vormagens («pouch dilatation»)
- Magenbandleck oder ein Leck im Verbindungsschlauch zum Port mit Flüssigkeitsaustritt
- Aufdehnung der Speiseröhre vor dem Magenband («Ösophagusdilatation»).