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Philosophie: Die Dialektik von Hegel zu Marx
Referent : Martin Kohler
Datum : Samstag 5. November
Zeit : TBD
Hegel war der philosophische Ausdruck der tiefen gesellschaftlichen Umwälzungen am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts, die rund um die Französische Revolution ganz Europa erschütterten. Das schlug sich im hochdynamischen Charakter seiner Philosophie nieder: Nichts bleibt, wie es ist, sondern alles befindet sich in ständiger Bewegung und Veränderung – angetrieben durch den fortwährenden Kampf unversöhnlicher Gegensätze. Das ist der tief revolutionäre Charakter der dialektischen Methode: Im Bestehenden stecken bereits die Bedingungen seines notwendigen Untergangs.
Um zu einer revolutionären Waffe zu werden, musste der revolutionäre Inhalt von Hegels Dialektik jedoch von ihrer idealistischen Form befreit werden. Diese Aufgabe wurde gelöst, als die Entwicklung des Kapitalismus neue materielle Bedingungen schuf. Mit dem Proletariat betrat eine neue Klasse mit lebendiger Kraft die Bühne der Geschichte. Das ermöglichte Marx, ursprünglich Schüler Hegels, das dialektische Verständnis des Kampfes der Gegensätze aus dem abstrakten Wolkenreich herunterzuholen. Und auf den Boden materiellen Boden des Klassenkampfes zu stellen.