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Sambuca dürfte fast jedem ein Begriff sein: Der mit Anis, Sternanis, Süssholz und anderen Gewürzen aromatisierte, klare Likör ist oftmals der Star des Abends, wenn er mit drei schwimmenden Kaffeebohnen und einer hellblauen Flamme auf der Oberfläche an den Tisch gebracht wird. In der Stadt Civitavecchia bei Rom mit heute 52.000 Einwohnern wurde die Urvariante des Likörs 1851 von Luigi Manzi vorgestellt. In den 1930er Jahren stellte man dann einen trockenen Sambuca her, der auf grünem Anis basierte. Angelo Molinari wandelte das Rezept in den 40ern nach seinem persönlichen Gustus um und nutzte fortan Sternanis. Das genaue Herstellungsverfahren unterliegt jedoch strengster Geheimhaltung, weshalb heutzutage nicht viel über den Sambuca Extra von Molinari bekannt ist. Fest steht, dass 1959 und 1964 die ersten Fabriken für die Massenproduktion eröffneten - die handwerkliche Produktion konnte mit der hohen Nachfrage einfach nicht mehr mithalten. In punkto Marketing hatte man von Anfang an den Dreh raus. Das Unternehmen fokussierte sich während seines jahrzehntelangen Bestehens auf aufsehenerregende Werbekampagnen, die Molinari selbst im abgeschiedensten italienischen Dorf bekannt machten.
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