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Im Detail
Werkstatt
PureLab ist zunächst einmal eine Werkstatt, also eben ein "Lab" oder "Labor", in dem aktuelle (und zum Teil noch in der Entwicklungsphase stehende) Projekte aus der Free Software Community gesichtet und getestet werden. Ziel dieser Tüftelei ist es, zuverlässige, moderne und alltagstaugliche Lösungen zu finden, welche sowohl "Nerds" als auch Laien das Arbeiten mit freien Soft- und Hardware-Komponenten so leicht wie möglich machen.
Reinheitsgebot
Aus der Bierbrauerei übernommen (siehe hier) soll dieser Begriff verdeutlichen, dass wirklich nur solche Lösungen angeboten werden, die das Grundverständis freier Software möglichst umfassend und ohne Kompromisse respektieren. Als Beispiel: die überwiegende Mehrheit der GNU/Linux-Distributionen heutzutage (hierunter insbesondere die bekanntesten wie Ubuntu, Linux Mint etc.) beinhalten zum Teil vorkompilierte (d.h. nicht im Quellcode vorhandene) Komponenten, welche im Widerspruch zu freier Software stehen. PureLab lehnt dies ab und installiert ausschliesslich Distributionen, welche den Anwender/innen die Möglichkeiten und Rechte freier Software gewähren.
Firmware
Mit der Installation eines freien Betriebssystems ist es heutzutage (i.e. nach Edward Snowden) jedoch bei weitem nicht getan. Jeder Computer beinhaltet weitere, hardwarespezifische Firmware, die ebenfalls proprietär - also unfrei - ist. Hierunter fällt an vorderster Stelle das BIOS, welches für Durchschnitts-Anwender/innen normalerweise nicht austauschbar ist, da es hierfür spezielles Werkzeug (Clips und Flash-Programmierer) braucht. PureLab führt das Reinheitsgebot auch in diesem Bereich weiter und ersetzt Hard- und Firmware durch Komponenten, welche frei oder mit freier Software kompatibel sind.
100% frei
Um es vorwegzunehmen: es gibt heutzutage hinsichtlich Hardware (Computer, Smartphone etc.) streng genommen (noch) keine 100% freien Geräte. Die Gründe hierfür:
- Selbst auf "Flaggschiffen" des freien Computings (wie z.B. dem Thinkpad x200, bei dem das gesamte proprietäre BIOS entfernt und ersetzt werden kann) gibt es Restkomponenten, die unfrei sind und nicht ersetzt werden können (z.B. die Firmware des Embedded Controllers, welcher unter anderem für das Laden des Akkus zuständig ist).
- Freie Software setzt in letzter Konsequenz auch freie Hardware voraus - und diese Bewegung der "open hardware" (die sich Chip-Produzenten bzw. "Silizium-Giganten" wie Intel oder AMD entgegen stellen) hat erst in den letzten Jahren wirklich begonnen (und steckt noch in den Kinderschuhen).
Die entscheidende Frage heute ist somit: (a) wie hoch fällt der Anteil unfreier Komponenten auf solchen Plattformen aus und (b) wie relevant sind diese in Bezug auf die angestrebten Grundwerte (Sicherheit, Privatsphäre etc.). PureLab dokumentiert konsequent in allen Produkten, welche Teile frei bzw. nicht frei sind, und setzt sich zum Ziel (a) möglichst viele (= alle aktuell ersetzbaren) Komponenten auszutauschen bzw. (b) gezielt nur solche Produkte anzubieten, bei denen ein Maximum an proprietären Teilen durch freie ersetzt werden können. In diesem Sinne - und unter Berücksichtigung dieser Bedingungen - bezeichnet PureLab seine Produkte entweder als "100% frei", "maximal frei" oder "optimal frei".
Freedom
Der Begriff der freien Software (bzw. der damit verbundenen "freedom") wird an
verschiedenen Orten bereits ausführlich diskutiert (ebenso gibt es hierzu auf dieser Seite weiterführende Links). An dieser Stelle sollen deshalb
nur die zwei wichtigsten Punkte festgehalten werden, warum freie Software besser ist als unfreie:
- bei freier Software ist zu jedem Programm, das auf dem Computer läuft, der Quellcode vorhanden. Die Funktionsweise des Programmes ist somit zu 100% transparent, d.h. jede/r kann nachprüfen (oder - falls die nötigen Kenntnisse nicht vorhanden sind - durch jemanden anderen nachprüfen lassen), dass das Programm nur das tut, was es tun soll (und zum Beispiel keine versteckten Funktionen - Spyware und Malware - enthält, welche die Freiheit und die Privatsphäre des/der Nutzer/in einschränkt).
- Da der Quellcode freier Programme vorhanden ist und dieser auch in entsprechenden Foren und Communities publiziert und von vielen Personen (Entwicklern, Programmierern) angeschaut wird, ist die Chance grösser, dass sicherheitsrelevante Fehler gefunden werden. Dies erhöht die Sicherheit und den Schutz des/der Nutzer/in.
Computing
Der englische Begriff Computing ist sehr offen und schliesst nebst Hard- und Software prinzipiell jegliche Aktivität ein, welche Computer in irgend einer Form impliziert. PureLab verwendet diesen Begriff bewusst und bietet somit Produkte und Dienstleistungen an, welche eine breite Palette umfasst (nebst Modifikationen von Hardware, Installationen von Soft- und Firmware z.B. auch Support, Vorträge oder Beratungen).
Logo
PureLab verwendet als Logo das Gehäuse des Nautilus: nicht nur handelt es sich hierbei um einen uralten Meeresbewohner unseres Planeten, sondern die geometrisch perfekte, logarithmische Spirale steht ihrerseits für die Reinheit und Schönheit dieses Lebewesens. Freier Software hängt oftmals der Ruf von "Umständlichkeit" und "Bastelei" an. Auch hier setzt sich PureLab dafür ein, dass die angebotenen Produkte möglichst elegant und anwenderfreundlich sind. Ausserdem steht das Logo, das vom ursprünglichen Autor via "Creative Commons" lizenziert (und damit der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt) wurde, für die unerschöpfliche Vielfalt und Kreativität von Anhänger/innen und Aktivist/innen freier Software.
Design
Das Design der Webseite im Sinne des "pure" bewusst in schwarz-weiss gehalten. Wir verwenden keinen "fancy stuff" oder Schnickschnack (JavaScript, Werbung etc.) und unter dem Wort "Flash" verstehen (und assoziieren) wir ausschliesslich einen Chip auf der Platine.