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Zurück zum Anfang: Biden gab nach dem Treffen mit Xi ausserhalb von San Francisco eine Pressekonferenz. Er war gerade fertig damit zu verkünden, dass die extrem angespannten Beziehungen zu China wieder in etwas geordnetere Bahnen gelenkt seien. Das war der ganze Sinn des Treffens, auf das Blinken und andere Regierungsvertreter in einem diplomatischen Balanceakt über Monate hingearbeitet hatten. Biden trat weg vom Pult, wollte den Raum schon verlassen, da brüllten ihm Reporter weitere Fragen entgegen. Biden antwortete ausgerechnet auf jene: Ob er Xi nach dem Treffen weiter als «Diktator» bezeichne.
Biden entgegnete: «Schauen Sie, das ist er.» Xi sei ein Diktator in dem Sinne, dass er ein kommunistisches Land führe, «das auf einer Regierungsform basiert, die sich komplett von unserer unterscheidet».
Die Leiden des Chefdiplomaten
Erst später wurden Aufnahmen von Fernsehkameras publik, auf denen Blinken in der erste Reihe bei der Pressekonferenz zu sehen war - und seine Reaktion auf Bidens Antwort. Schon bei der Fragestellung seufzt Blinken da sichtbar, rollt mit den Augen, presst die Lippen aufeinander und verschränkt seine Arme auf dem Schoss. Kurz schaut er noch flehend in Richtung des Präsidenten. Als der zur Antwort ansetzt, beginnt Blinken, krampfhaft seine Hände aufeinanderzupressen. Und nachdem die kritischen ersten Worte raus sind, dreht Blinken den Kopf zur Seite, verzieht das Gesicht schwer, als durchfahre ihn ein körperlicher Schmerz. Er legt die Stirn in Falten, schliesst kurz die Augen und ringt um Fassung.
Die chinesische Regierung kritisierte Bidens Äusserung erwartbar als «falsch» und «unverantwortlich». In einem Interview des US-Fernsehsenders CBS wurde Blinken später gefragt, was ihm angesichts der diplomatischen Komplikationen in jenem Moment bei der Pressekonferenz durch den Kopf gegangen sei und ob es die allgemeine Linie der US-Regierung sei, Xi als «Diktator» zu titulieren. Der Minister hatte sich da längst wieder gefasst und sagte gewohnt diplomatisch: «Der Präsident spricht immer offen, und er spricht für uns alle.» Und: Die US-Regierung werde wohl weiterhin «Dinge sagen und tun, die China nicht gefallen» - und andersherum.