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Im 16. und 17. Jahrhundert erlebte die Glasmalerei in der Schweiz ihre Hochblüte. Die Orte (Kantone), der Landadel und das zu Vermögen gekommene Bürgertum beschenkten sich gegenseitig mit kostbaren und kunstvoll gestalteten Glasgemälden. Anlässe zu solchen Schenkungen fanden sich viele, beispielsweise
Im Laufe des 18. Jahrhunderts kamen die kräftig bunten Glasgemälde ausser Mode. Das Barock liebte helle, lichtdurchflutete Räume und da störten solche altertümliche Bildfenster.
Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde die Schönheit solcher Glasgemälde wieder entdeckt. Weil viele der alten Glasbilder im Laufe der Zeit verloren gegangen sind, bestellte sich das kunstsinnige Publikum Kopien solcher Kunstwerke bei den Glasmalereien.
Die hier vorgestellte Toggenburger Scheibe ist eine dieser Historismusarbeiten. In vollem Harnisch steht der Toggenburger Graf Friedrich VII unter einem Arkadebogen. Mit seiner Rechten hält er das Landesfähnchen, seine Linke hält den mit Helm, Grafenkrone und Helmzier geschmückten Wappenschild. Das Schriftfeld unten, beschreibt quasi als Legende, welche illustre Person dargestellt ist: "Friedrich VII d. lest Grave v. Toggenburg".
Es handelt sich bei diesem Glasgemälde um eine äusserst qualitätsvolle Arbeit des Historismus, die weil nicht signiert, vorerst keinem Glasmaler zugeschrieben werden kann.