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Ich nehme es vorweg: Ich bin kein Fan von Frauenquoten.
Hingegen frage ich mich schon, wie es passiert, dass Gegner und Gegnerinnen von Frauenquoten diese Argument automatisch gegen die Wahl einer Frau einsetzten. So war die Tatsache, dass ich als einzige Kandidatin für die bisher reine Männerbastion Gemeinderat Otelfingen kandidiere, an der Podiumsdiskussion vom letzten Samstag einigen eine Frage oder ein Votum wert. Im Grossen und Ganzen herrschte aber die Meinung vor, dass es primär um die Person und die Qualifikation gehe. Damit müsste ich ja zufrieden sein. Aufgrund meiner fachlichen Qualifikation zu Verkehrs- und Raumplanungsthemen, die die Diskussionen dominierten, sowie der politischen Erfahrung und dem Beziehungsnetz als Kantonsrätin kann ich bedeutend mehr in die Waagschale werfen, als meine männlichen Konkurrenten um das Gemeindepräsidium. Diese streben das Amt, entweder ohne politische Erfahrung oder nur mit der Erfahrung aus der RPK an.
Während dem Apéro im Anschluss an die Podiumsdiskussion spürte ich aber, dass die Aussage “Ich bin gegen Frauenquoten” gleichzusetzten war mit der Aussage “Ich wähle Dich nicht”. Der innere Widerspruch zwischen den Aussagen “Ich bin gegen Frauenquoten, weil die Person mit der besten Qualifikation gewählt werden soll” und “Ich wähle trotzdem einen der Gegenkandidaten, weil ich für eine FDP- resp. SVP-Quote bin” ist dabei wohl untergegangen . . .