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Mudanza Contemporánea
«Scheuerpulver, Kratzer, Fensterkitt, Lack, Besen, Farbe ...». Ein Mann liest laut eine Liste von Haushaltsartikeln vor und beginnt dann mit etwas, das man für Heimwerkerarbeiten halten könnte – nur dass es hier vor allem um das Durcheinander in seinem Inneren geht. Denn bereits in der nächsten Einstellung durchläuft Teo Guillem eine Verwandlung: hier ein Geist, der sich in einem Bettüberzug windet, da in Pappe gekleidet mit roboterhaften Bewegungen. Darauf folgen aus allerlei Dingen zusammengebastelte Fahrzeuge, die, angetrieben von geheimnisvollen Kräften, auf einem Feld umherfahren. Nach und nach begreift der Zuschauer, dass er einem Exorzismus beiwohnt, als suchte der Körper des Filmemachers über eine Reihe von mutierenden Repliken auf sich selbst, sich zu befreien, indem er die Dinge zweckentfremdet, während die Spuren einer Liebesbeziehung über ein Display geistern. In Mudanza contemporanea müht sich Teo Guillem mit der Gegenwart und der Vergangenheit ab und choreografiert die Abwesenheit über ein barockes, verspieltes, lächerliches und glorreiches Ritual.
Emmanuel Chicon