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Ein kräftiger Wintersturm hat an der Ostküste der USA zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen geführt. In Washington blieben etliche öffentliche Stellen geschlossen. Auch gab es in zahlreichen Orten schulfrei.
Der Wetterdienst sagte für den Nordosten schwere Regenfälle und Böen in Hurrikanstärke voraus. Besonders betroffen sollten bis einschliesslich Samstag New Jersey und Massachusetts sein. Für die Stadt Boston und nördlicher gelegene Küstenorte wurde vor Überschwemmungen gewarnt: Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen.
Der Wetterdienst nannte den Sturm für einige Gebiete Neuenglands ein «Ereignis auf Leben und Tod». «Dies ist einer der extremeren Stürme der jüngsten Zeit», erklärte der Katastrophenschutz von Massachusetts.
Zahlreiche Flüge waren beeinträchtigt, nach Angaben der Website Flightaware wurden mehr als 2100 Flüge abgesagt. US-Präsident Donald Trump konnte eine geplante Dienstreise nicht wie sonst vom Militärflughafen Andrews antreten, weil dort die Startbahn in ungünstiger Richtung für den sehr starken Wind liegt. Seine Kolonne wurde zum Flughafen Dulles International umgeleitet.
«Bombogenesis»
In der Hauptstadt Washington wurden am Freitag Museen, der Zoo und öffentliche Gebäude wegen des Wetters geschlossen, zahlreiche Regierungsbedienstete blieben zuhause. Auch viele Schulen in östlichen Bundesstaaten blieben geschlossen.
Bei diesem Sturm handelt es sich für Meteorologen um das Phänomen einer «bombogenesis». Das beschreibt die rapide Verstärkung eines Tiefs, laut US-Wetterbehörde NOAA liegt das am Aufeinanderprallen sehr kalter mit warmen Luftmassen. Für die Entladung wählen manche Meteorologen das Bild einer Bombe oder eines «Bombenzyklons». (sda/dpa)