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Für 2022 werden acht Silomaissorten und eine Körnermaissorte neu empfohlen. Sechs Silomaissorten und eine Doppelnutzungssorte wurden von der Liste gestrichen.
Insgesamt für den Anbau im 2022 in der Schweiz können 16 Körnermaissorten, 35 Silomaissorten sowie acht Doppelnutzungssorten empfohlen werden.
Die Witterung im Jahr 2021 hat auch die Entwicklung der Maisbestände beeinflusst: Es gab überdurchschnittliche Niederschlagsmengen im Mai und Juni vor allem nördlich der Alpen sowie im Juli schweizweit, leicht unterdurchschnittliche Temperaturen im Frühling und durchschnittliche Temperaturen im Juli und August. Dies hat einerseits vielerorts zu späten Saatterminen und andererseits zu einer langsameren Entwicklung geführt. Deshalb konnten insbesondere spät abreifende Sorten ihr Ertragspotential im 2021 nicht ausschöpfen. Je nach Region haben zudem mehrere Hagelereignisse zu grossen Verlusten bis hin zu Totalschäden bei Maiskulturen geführt. Aufgrund des warmen Juni und des sonnigen Herbstes, trotz der durch frühe Frostereignisse verkürzten Abreife, resultierten bei mittelfrühen Maissorten teilweise dennoch beachtliche Erträge. Bei Körnermais waren zum Teil sogar Wassergehalte unter 30 % möglich.
Aufgrund der Fallenfänge des Maiswurzelbohrers lässt sich Folgendes sagen: Im 2022 wird wiederum in vielen Regionen der Anbau von Mais auf der bereits im 2021 mit Mais bebauten Fläche nicht möglich sein. Es gilt weiterhin die Richtlinie Nr. 6, welche die vom BLW erarbeitete Strategie für die Bekämpfung des Quarantäneschädlings beinhaltet. Die eindrücklichen Beispiele im Elsass und in Süddeutschland zeigen, dass Schäden durch Maiswurzelbohrerlarven möglich sind und dass die Einhaltung des Fruchtwechsels eine wirksame Methode ist.