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Quelle: tele1
Über 200 Personen pflegen hierzulande eine Brieffreundschaft mit Todeskandidaten in amerikanischen Gefängnissen. Vor 15 Jahren wurde Beatrice Gloggner im Pfarreiblatt auf einen solches Inserat aufmerksam. «Wenn ich mit diesem kleinen Aufwand jemandem Helfen kann, dass es ihm besser geht, dann kann ich das doch machen», so die Krienserin.
Sie erzählt uns im Gespräch Oscars Geschichte. Mit 27 Jahren sei er verhaftet worden. Als auf ihn geschossen wurde, erwiderte er das Feuer und traf einen Weissen tödlich. «Der Fall ist bis heute hängig», erzählt Beatrice Gloggner. Er habe für seine Freilassung gekämpft, es sei kein Raubmord gewesen, wie es ihm vorgeworfen werde.
«Er sollte zweite Chance bekommen»
Gesehen hat sie Oscar noch nie. Sie kennt ihn nur aus seinen Erzählungen in den Briefen. «Ich spüre, dass er ein guter Mensch ist und ein gutes Herz hat. Er sollte darum eine zweite Chance bekommen.»
Beatrice Gloggner liest uns aus einem Brief vor. Darin schildert Oscar ihr seine Situation im Gefängnis und erkundigt sich nach ihrer Familie. Unzählige Briefe habe sie schon erhalten und geschrieben.
Ob es ihr Bedürfnis ist, Oscar einmal zu besuchen? «Ich sehe, dass er älter geworden ist. Wenn er mich sehen möchte, würde ich mir das überlegen.»
Das ganze Gespräch mit Beatrice Gloggner gibt es oben im Video.