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Kommende Intel-Chips mit "Turbo" und integrierter Grafik20. August 2008 um 11:21
Gegen Ende dieses Jahres wird Intel erste CPUs mit einer neuen Mikroarchitektur auf den Markt bringen, die unter dem Codenamen "Nehalem" entwickelt wurde.
Gegen Ende dieses Jahres wird Intel erste CPUs mit einer neuen Mikroarchitektur auf den Markt bringen, die unter dem Codenamen "Nehalem" entwickelt wurde. Einige Eigenschaften der neuen Chip-Generation, die natürlich wiederum Performancegewinne bringen und gleichzeitig weniger Strom verbrauchen soll, waren bereits bekannt, zum Beispiel dass es Varianten mit zwei bis acht Kernen geben soll, dass die Bandbreite zur Speicheransprechung bis zu dreimal höher sein wird als bisher, und dass die einzelnen Kerne durch Hyperthreading-Technologie je zwei Softwarethreads verarbeiten können.
Am "Intel Developer Forum" in San Francisco stellte Pat Gelsinger, Senior Vice President bei Intel, nun noch ein weiteres Feature vor, das alle Nehalem Chips aufweisen werden: Den neuen "Turbo-Modus". Dieser ist eigentlich ein Eingeständnis, dass weiterhin viele Programme die Rechenkraft von mehreren Prozessorkernen nicht voll ausnützen, und dass darum viele Kerne oft unbeschäftigt sind. Dies wurde bisher von Stromsparmechanismen ausgenützt, welche überschüssige Kerne abschalten. Der Turbo-Mechanismus soll nun die so gesparte Energie teilweise auf die jeweils arbeitenden Prozessorkerne umlenken, so dass diese im Prinzip übertaktet werden - genau wie dies vor allem Gamer heute schon mit ganzen CPUs tun. Gemäss Gelsinger besteht aber bei der Turbo-Technologie keine Gefahr zur Überhitzung. Zudem soll der Stromverbrauch nicht steigen, obwohl im Turbo-Modus den Programmen, die nicht alle Prozessorkerne nützen, mehr Leistung zur Verfügung gestellt werden kann.
Als erste Nehalem-Variante werden Desktop-Prozessoren ("CoreTM i7") sowie Modelle für Server (Nehalem-EP) in Produktion gehen. Nächstes Jahr werden dann Versionen für Mobilgeräte (Codenamen "Auburndale" und "Clarkdale") sowie weitere Desktop-CPUs (Codenamen "Havendale" und "Lynnfield") folgen. Auf diesen neuen Mobile-CPUs wird auch die neue Notebook-Plattform "Calpella" beruhen, die Intel für die zweite Hälfte 2009 angekündigt hat.
Der Grund für die Codenamen-Verdoppelung: "Auburndale" und "Havendale" werden in die CPU integrierte Grafik-Coprozessoren aufweisen, "Clarkdale" und "Lynnfield" nicht - jedenfalls, wenn es Gelinger zuletzt richtig erklärt hat. Sogar Gelsinger selbst verhaspelte sich in seiner Keynote erst einmal im Gestrüpp der Intel'schen Codenamen. (hjm)
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