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Das Kloster Muri wurde um 1027 durch die Gräfin Ita von Lothrimgen und von ihrem Gatten, Graf Radbot von Habsburg, gegründet. Durch unrechtmässiges Handeln war das Gebiet der nachmaligen Gemeinde Muri in habsurgischen Besitz gekommen. Dieses Unrecht wollte Ita durch die Klostergründung sühnen.
Der Grundriss des Benediktinerklosters Muri stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts. Eine romanische Bauform, die schon unter den karolingischen, ottonischen, sächsischen Herrschern angewendet wurde.
Alle Thronanwärter aus den nördlichen Teilen Europas zogen zur Kaiserkrönung nach Rom. Muri lag an einem wichtigen Hauptverkehrsweg von Basel über den Gotthard. Kaiser, Könige, Herzöge und Grafen gründeten an den Strassen über die Alpen Klöster als Herbergen. Als Verantwortliche für den Wegbau sicherten sie sich damit auch ihre Durchgangswege. Das war wohl ein weiterer Grund für die Klostergründung in Muri.
Die anfänglich rein romanische Klosteranlage (Zustand 1070) erhielt erst durch die späteren Umbauten und Erweiterungen ihr heutiges Gesicht. Die während Jahrhunderten eingebrachten, romanischen, gotischen und barocken Stilelemente bilden zusammen mit den hochkarätigen Orgelkonzerten einen höchst erlesenen Kunstgenuss für viele Kunstkenner.