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Svetlana Maraš (1985) ist als Komponistin und Künstlerin im Bereich der experimentellen Musik tätig. Ihre Arbeit umfasst eine Vielzahl von Formaten wie Live-Performance, elektroakustische Komposition, Klanginstallationen und Arbeiten für das Radio.
Maraš hat ihre Arbeit international an Orten, Festivals und Veranstaltungen wie der Ruhrtriennale, CTM (Berlin), Ars Electronica (Linz), Wien Modern, Haus der elektronischen Künste (Basel), Espace Multimedia Gantner (Bourogne), Musikprotokoll (Graz), Heroines of Sound (Berlin), Onassis Cultural Centre (Athen) präsentiert, Museum für zeitgenössische Kunst (Belgrad), Ausland (Berlin), Izlog Suvremenog Zvuka (Zagreb), Blurred edges (Hamburg), ICMC (New York), International Rostrum of Composers (Wroclaw), ISEA (Dubai), International Music Institute (Darmstadt), Orpheus Institute (Gent) und viele andere Orte. Ihre Musik wurde in Theaterstücken, Experimental- und Dokumentarfilmen verwendet und an Orten wie dem MOMA (New York), dem Internationalen Filmfestival von Aubagne und dem Bitef-Theater (Belgrad) präsentiert.
Maraš ist Professorin für kreative Musiktechnologie und Co-Leiterin des elektronischen Studios an der Hochschule für Musik FHNW, Basel. Sie ist Gewinnerin des renommiertesten serbischen Kompositionspreises "Mokranjac", der vom serbischen Komponistenverband verliehen wird.
Von 2016-2021 war sie Composer in Residence und künstlerische Leiterin des Elektronischen Studios von Radio Belgrad, wo sie zahlreiche Programme wie künstlerische Residenzen, Ausbildungskurse und vor allem die Restaurierung des EMS Synthi 100.
Der Schlagzeuger, Perkussionist und Künstler Julian Sartorius formt in seinem Spiel ungehörte Klangkörper. Seine präzisen und vielschichtigen rhythmischen Patterns sind wagemutige Exkursionen in die versteckten Klangwelten von “Found Objects” und präparierten Instrumenten, in denen er die Möglichkeiten der organischen Klangerzeugung mit dem Vokabular der (experimentellen) elektronischen Musik auslotet. Julian Sartorius hat zahlreiche Soloalben veröffentlicht und audiovisuelle Arbeiten umgesetzt. Er arbeitet mit Musiker*innen, Schriftsteller*innen und Künstler*innen zusammen und tritt live sowohl in intimen Clubs und Galerien, wie auch auf Festivalbühnen auf.
Am Montag 22. August 2022 ist der Luzerner Schlagzeuger Fredy Studer (1948) nach einer schweren Krankheit unerwartet schnell gestorben. Der international bekannte Musiker zählte in den letzten 40 Jahren zu den herausragenden Schweizer Schlagzeugern im Bereich Jazz und Improvisation. Studer war ein Musiker mit einer schier unerschöpflichen Kraft und Energie, mit denen er zahlreiche Bands und Projekte zum Abheben brachte. Studer war musikalisch breit interessiert: Jazz, Rock, Improvisation, Elektronik, Neue Musik gehörten zu seinen bevorzugten Domänen.
Als Dirigent und Geiger hat sich Droujelub Yanakiew insbesondere mit seinen innovativen und kreativen Projekten einen Namen gemacht. Droujelub Yanakiews Programme zeichnen sich dadurch aus, dass sie die klassische Musik mit verschiedensten Kunstsparten und Musikrichtungen vereinen. Bisherige Kooperationen brachten ihn mit Künstlern wie DJ Ramax, Steff la Cheffe, der Jazzsängerin Sandy Patton, Büne Huber (Patent Ochsner), der weltberühmten Fado-Sängerin Carminho, den Kummerbuben, dem bulgarischen Kavalspieler Theodosii Spassov, dem experimentellen Trio Koch, Schütz, Studer aber auch der Tänzerin und Choreographin Nina Stadler, dem Film-Regisseur Matthias Günter, dem Berner Cartoonisten Adrian Zahn und dem Pantomimen Carlos Martinez aus Barcelona zusammen. Viele seiner Programme wie „Punk in the Cathedral“, „My Age Symphony“, „Itz mau Apokalypse“ oder die Zusammenarbeit mit Steff la Cheffe und dem Bieler Sinfonieorchester erhielten sehr positive Presseresonanz.
In den letzten Jahren hat Droujelub Yanakiew sowohl in der Schweiz als auch international mit verschiedenen Orchestern als Gastdirigent gearbeitet – dies sind u.a. das Berner Symphonieorchester, die Sofia Philharmonic, die Südwestdeutsche Philharmonie, das Sinfonie Orchester Biel Solothurn, das Berner Kammerorchester, das Ensemble Contrechamps Genève, die Festival Strings Lucerne, die Basel Sinfonietta, die Camerata Zürich, das San Juan Sinfonie Orchester (Argentinien), das Karlsbader Symphonieorchester und das Kammerorchester Klaipeda (Litauen).
Droujelub Yanakiew ist seit 2007 Dirigent des Variaton Projektorchesters Bern, des Orchesters Santa Maria Luzern und des Jugend Sinfonie Orchesters Konservatorium Bern.
Seine Entwicklung als Dirigent wurde gefördert und beeinflusst durch die Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Bernard Haitink, Ralf Weikert, Jesùs Lòpez Cobos, Peter Eötvös, Stefan Asbury und vor allem seinen Dirigierlehrer Johannes Schlaefli.
Droujelub lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Bern.
John Luther Adams
Canticles of the Sky
Igor Strawinsky
Eight Instrumental Miniatures
Silvestre Revueltas
Ocho por Radio, R. 34
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 7 in A-Dur, op. 92
Im zweiten Projekt der Saison gestalten der Berner Perkussionist Julian Sartorius (u. a. Gewinner Musikpreis Kanton Bern) und der in Bern wohnhafte Dirigent Droujelub Yanakiew zusammen mit Svetlana Maraš (Professorin Elektronisches Studio Hochschule für Musik FHNW, Basel) ein 90-minütiges Gesamterlebnis in noch nie gehörter Zusammensetzung. Ursprünglich als Projekt mit Fredy Studer (1948–2022) und Julian Sartorius im Jahre 2022 geplant, musste es durch den unerwarteten Tod von Fredy Studer neu konzipiert werden.
Als Grundlage des Abends dient die 7. Sinfonie Beethovens mit ihren rhythmischen Elementen. Ergänzt wird diese durch weitere Werke und improvisierte sowie komponierte Musik von Julian Sartorius und Svetlana Maraš. Aufnahmen von Fredy Studer runden das Konzept ab.