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Bohdan Shved, geboren 1973 in Lwiw (Lemberg), Ukraine, beginnt sein Musikstudium als Flötist und Pianist an der Musikakademie seiner Heimatstadt und singt von Jugend an in renommierten Chören. Im Fach „Opern- und Sinfonie Dirigieren“ bei M. Kolessa schliesst er sein Studium mit Auszeichnung ab. Als Weiterbildung absolviert er als Dirigent Kurse am Mozarteum in Salzburg bei Dennis Russel-Davis und in Leipzig bei Christian Kluttig, die er ebenfalls mit Auszeichnung abschliesst. In mehreren Meisterkursen bei Zsolt Nagy, Peter Eötvös, Sir Colin Davis, Yuri Simonov und Silvain Cambreling ist er aktiver Teilnehmer.
Eine besondere Neigung verspürt er schon immer zur Alten Musik, deren Aufführungspraxis er bei Spezialisten wie Howard Arman (u.a. als Mitglied des Salzburger Bachchors), Antony Spiri, Thomaskantor Joachim Rotzsch und Wolfgang Brunner am Mozarteum studiert.
Gastdirigate führen ihn nach Hannover (Ensemble Recherche Freiburg), Novo Mesto, Slovenien und Ostrava, in die Tschechische Republik (Janacek-Philharmonie), 2004 ans Theater Görlitz, zum Weimarer Kulturfest (Thüringische Jugendphilharmonie) und ans Opernhaus von Cheljabinsk, Sibirien.
2011 ist er Chordirektor am Berner Stadttheater und 2012 Studienleiter am Theater in Wien für die Produktion von 'Iolanta', Tschaikowski und 'Francesca da Rimini', Rachmaninow unter der Leitung von Kirill Petrenko und Vassily Sinaisky.
Im KKL Luzern debutiert er im Oktober 2014 mit der „Symphonie Libergique“ als Dirigent der Philharmonie Konstanz für den Musikkabaretisten und Pianisten Hans Liberg mit grossen Erfolgen.
Kirill Zwegintsow wurde 1983 in Askanija Nowa in der Ukraine geboren. Er begann mit sechs Jahren das Klavierspiel an der Musikgrundschule in Askanija Nowa, später besuchte er das S. Lysenko Musikgymnasium für speziell Begabte in Kiew und studierte 2002 – 2005 an der Tschaikowsky Musikakademie in Kiew bei Prof. Boris Archimowitsch. Ab 2005 studierte er in der Konzertklasse von Prof. Tomasz Herbut an der Hochschule der Künste in Bern, welche er 2008 mit Auszeichnung abschloss. Im Sommer 2011 hat er seine Ausbildung mit dem Diplom «Master of Arts in Specialized Music Performance» mit Auszeichnung abgeschlossen. Von 2011 bis 2013 studierte er die zeitgenössische Musik an der Musikakademie in Basel.
Kirill Zwegintsow wurde sehr häufig in Wettbewerben ausgezeichnet. Er gibt zahlreiche Solorezitals, Konzerte mit Orchester, Kammermusikabende, Liederabende in der Schweiz, Ukraine, Polen, Italien, Kanada, Argentinien, Brasilien; er trat an Festivals «Murten Classics», «Menuhin Festival Gstaad», «Les Sommets du Classique», «Musikfestival Bern», «Davos Festival» auf. 2012 erschien seine Liveaufnahme von 24 Präludien und Fugen von D. Schostakowitsch beim Verlag Müller und Schade. Er wirkte als Assistent in der Klavierklasse von Konstantin Lifschitz an der Hochschule für Musik in Luzern. Im Juni 2015 spielte er das zweite Konzert von Beethoven im Berner Kultur-Casino unter Mario Venzago. Er arbeitet derzeit zudem als Korrepetitor für die zeitgenössische Musik bei der Musikakademie Basel und der Hochschule der Künste Bern.
Die Italo-Schweizerin Laurence Guillod absolvierte ihr Gesangsstudium
bei Charles Ossola und bildete sich anschliessend weiter bei Brigitte
Hool, Hiroko Kawamichi und Noemi Nadelmann. 2010 erwarb sie am
Conservatoire de Lausanne den Master als Solistin. Guillod erhielt zudem
ein Stipendium der Fondation Mose und gewann den Preis Max Jost für
ausgezeichnete Studien. In der Saison 2010/11 war die Sopranistin
Mitglied des Opernstudios Basel, wo sie z.B. Barbarina (Nozze di Figaro)
sang. An der Oper in Lausanne war Guillod als Wanda (La grande Duchesse
de Geroldstein) zu hören. Ihr Operndebüt feierte die Sopranistin 2005.
In der Folge sang Guillod Rollen wie Papagena (Zauberflöte), Micaela
(Carmen), Despina (Cosaì fan tutte), Donna Elvira (Don Giovanni) und
Siàbel (Faust v. Gounod). In der Saison 2012-13 sang sie am Theater
Basel die Ilia in Mozarts „Idomeneo“. Im Konzertfach sang Guillod Werke
wie Mozarts „Requiem“, Händels „Messias“, Bachs Passionen, Gounods
„Messe solonelle de Sainte Cécile“, Rossinis „Petite messe solennelle“
usw. Weiter sang sie Partien aus den Operetten „Bettelstudent“ von C.
Millöcker und „Fledermaus“ von J. Strauss im Konzert (2013).
www.laurenceguillod.com
Die Mezzosopranistin Lisa Wedekind ist seit 2012 festes Ensemblemitglied des Theaters Münster. Sie konnte sich dort erfolgreich vorstellen mit den Partien der Rosina in Rossinis BARBIER VON SEVILLA, der Rösslwirtin Josepha in Benatzkys IM WEISSEN RÖSSL, der Frau M in Hindemiths NEUES VOM TAGE, dem Pagen der Herodias in Straussens SALOME, der 2. Dame in Mozarts ZAUBERFLÖTE, dem Ascanio in Berlioz‘ BENVENUTO CELLINI, Baba the Turk in Strawinskys THE RAKE’S PROGRESS, Mercédès in Bizets CARMEN, Ludmila in Smetanas DIE VERKAUFTE BRAUT, Naemi in Glanerts JOSEPH SÜSS und mit der Titelpartie in Händels ARIODANTE. Unter der Leitung von Fabrizio Ventura interpretierte sie Ravels SHÉHÉRAZADE und Pergolesis STABAT MATER sowie die Mezzosopran-Partie in Manuel de Fallas EL AMOR BRUJO. Auch den Liedzyklus NUITS D’ÉTÉ von Berlioz konnte sie erfolgreich ihrem Repertoire hinzufügen.
Neben ihrer Tätigkeit als Opern- und Oratoriensängerin gilt ihre besondere Leidenschaft dem Liedgesang und der Kammermusik mit Gesang. Sie gab Liederabende und Konzerte in Deutschland im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auf Rügen, in der Liederhalle Stuttgart und der Oper Frankfurt, in der polnischen Kammerphilharmonie Sopot sowie in Österreich, in der Schweiz (Zürich) und in Finnland (Savonlinna). Ihr Liedrepertoire erstreckt sich von Schubert, Schumann und Brahms über Bolcom, Rebecca Clarke, Dvořák, de Falla, Fauré, Montsalvatge und Verdi. Eine mehrwöchige Kammermusiktournee führte sie auch in verschiedene Städte Südafrikas.
Die auch als Pianistin ausgebildete Lisa Wedekind studierte an den Musikhochschulen von Frankfurt (Hedwig Faßbender, Reginaldo Pinheiro) und Köln (Klesie Kelly, Arthur Janzen). Meisterkurse unter anderem bei Thomas Hampson, Thomas Heyer, Hartmut Höll und Christoph Prégardien ergänzten ihre Ausbildung.
Sie gewann mehrere bedeutende Preise, so den 1. Preis des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin, den Sonderpreis für die beste Liedinterpretation, den 1. Preis des GEDOK-Liedwettbewerbs in Wuppertal sowie den 1. Preis des Deutschen Hochschulwettbewerbs in Freiburg für ihre Interpretation des PIERROT LUNAIRE von Arnold Schönberg.
Lisa Wedekind war überdies Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des Kölner Richard-Wagner-Verbandes.
www.lisawedekind.com
Der österreichische Tenor Andreas Winkler wurde in Italien geboren und wuchs in Innsbruck auf, wo er als Knabensolist bei den renommierten Wiltener Sängerknaben die Musik von Monteverdi bis Distler kennen lernte.Seinem Berufswunsch folgend studierte er an der Hochschule für Musik in Köln Gesang bei Ks. Hans Sotin und besuchte Meisterklassen u.a. von Brigitte Fassbänder, Walter Berry und Nicolai Gedda.
Nach Anfängerjahren am Theater für Niedersachsen engagierte ihn Alexander Perreira 2003 an das Opernhaus Zürich, wo er sehr erfolgreich als Vasek in Die verkaufte Braut debütierte. Bis 2015 war er Mitglied des Ensembles, von wo aus seine Karriere begann. Es folgten Einladungen an viele internationale Opernhäuser und Musikfestivals. Hervorzuheben sind dabei Auftritte als Pedrillo in Mozart’s Entführung aus dem Serail beim Schleswig-Holstein Musikfestival und am Teatro Verdi Triest, als Tersite in A. Scarlattis Telemaco bei den Schwetzinger Festspielen, als Ferrando in Mozart’s Cosi fan tutte am Staatstheater Kassel und in Busoni’s Dr. Faust an der Bayrischen Staatsoper München.
Mit
seiner Gruppe Don & Giovannis hat Andreas im Frühjahr 2016 das
zweite Album "Fatto in Casa" auf den Markt gebracht. Gaststars wie
Sandra Studer, Nubya, Veronika Stalder oder Daniel Borak haben mit ihm
darauf Duette eingesungen. Im Dezember 2016 geht es auf Tournee nach
Australien und Neuseeland. Im Sommer 2015 wurde Andreas Winkler zudem
zum künstlerischen Leiter der Grand Opèra Wilhelm Tell ernannt, die
2018 ihre Premiere auf dem Rütli feiern wird. Er wird dann auch für die
Regie des Werkes verantwortlich zeichnen.
www.andreaswinkler.com
Der aus Neuseeland stammende Bass studierte in seiner Heimat zunächst
Jura, danach von 1991 - 1994 Gesang bei Patrick McGuigan am Royal
Northern College of Music in Manchester. Dort schloss er sein
erfolgreiches Studium mit Auszeichnung ab. Martin Snell war bei
zahlreichen Gesangswettbewerben erster Preisträger, so überzeugte er
z.B. 1993 beim 'Mobil Song Quest', dem bedeutendsten Gesangswettbewerb
in Neuseeland und war außerdem Stipendiant der 'Peter Moores Foundation
London'. Erste Erfahrungen sammelte der Bass als Mitglied des
Opernstudios am Opernhaus Zürich, worauf Soloengagements am Stadttheater
St.Gallen, am Grand Theatre de Geneve, der Oper Graz, der Opera de
Monte-Carlo, dem Theatre de Caen, der Berliner Staatsoper, den
Festspielen von Baden-Baden, dem Festival Aix-en-Provence, in
Neuseeland, Singapur und am Theater Basel folgten. Von 2001 - 2004
gehörte er als Solist erneut zum Ensemble am Theater St.Gallen. Das
Repertoire des Sängers umfasst u.a. Fürst Gremin in Eugen Onegin, Baron Ochs in Der Rosenkavalier, Hunding in Die Walküre, Timur in Turandot, Figaro in Le nozze di Figaro, Dikoj in Katja Kabanova, oder Monterone in Rigoletto.
Im Konzertbereich beeindruckte Martin Snell in Europa, Asien und in
seiner Heimat mit einem breit gefächerten Repertoire. Aufnahmen, u.a.
vom Mozart Requiem, liegen als CD vor.
www.kiwibasso.com
Der Amadeus Chor Bern setzt sich aus rund 50 Sängerinnen und Sängern zusammen. Die Stärken des Chors sind nebst dem guten musikalischen und stimmlichen Niveau sein Enthusiasmus, seine Ausstrahlung und der gute soziale Zusammenhalt.
Musikalisch sucht der Amadeus Chor Bern immer wieder
Herausforderungen ausserhalb des Gewohnten. Sein Repertoire reicht von
der Kirchenmusik der Renaissance bis zu zeitgenössischen Werken. Im
Vordergrund stehen dabei vernachlässigte Perlen der Chorliteratur. Auch
junge Künstler sowie unkonventionelle Instrumental-Ensembles erhalten
immer wieder Gelegenheit für öffentliche Auftritte.
www.amadeus-chor.ch
Das junge Berner Vokalensemble Suppléments musicaux formierte sich im Sommer 2012 rund um eine Gruppe ehemaliger SchülerInnen und Schüler des Gymnasiums Neufeld, GesangsstudentInnen und Singbegeisterten. Im reichen Berner Chorwesen möchten sich Suppléments musicaux als flexibles und agiles Ensemble positionieren und mit besonderen Programmen und Konzerten einen Beitrag zum hiesigen kulturellen Leben leisten.
Musikalisch wollen sich Suppléments musicaux abseits vom gängigen Repertoire bewegen und sich der Pflege selten aufgeführter Werke widmen. Besonders die Musik des 20. Und 21. Jahrhunderts soll einen festen Platz in den Programmen erhalten. Ein weiteres Anliegen ist es dem Ensemble, Werke von Komponistinnen aufzuführen. Die Zusammenstellung der Werke erfolgt epochenübergreifend und orientiert sich an thematischen Zusammenhängen. Werke sollen in gewissen Kontexten präsentiert werden, sich kontrastieren und ergänzen und somit den Zuhörenden neue Horizonte eröffnen.
www.supplementsmusicaux.ch
Das Berner Kammerorchester pflegt seit seiner Gründung 1938 das
klassische Repertoire und setzt parallel dazu einen Schwerpunkt in der
Aufführung und Vermittlung neuer Schweizer Musik. Bemerkenswert sind die
spannenden Kombinationen mit anderen Bereichen wie Tanz, Volksmusik und
Jazz. Seit der Saison 2012/13 ist Philippe Bach Chefdirigent des BKO.
Es kamen zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zustande wie zum Beispiel von Sandor Veress, Albert Moeschinger, Willy Burkhardt, Arthur Furer und Alfred Zimmerlin. Ein wichtiger Akzent ist die Zusammenarbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern. In Kooperation mit der Hochschule der Künste Bern werden gezielt junge Talente gefördert. Das Berner Kammerorchester ist ein gern gesehener Gast bei verschiedenen Festivals wie den Musikfestwochen Meiringen, dem Musikfestival Bern oder dem Swiss Chamber Music Festival in Adelboden. 2008 trat das BKO im Rahmen der „Euro 2008“ in Wien auf. Seit neuester Zeit ist das BKO mit Gastspielen in der ganzen Schweiz präsent.
Das Berner Kammerorchester wird von der Stadt Bern, von der Burgergemeinde Bern, vom Kanton Bern und ab 2016 von der Regionalkonferenz Bern Mittelland unterstützt und erhält Förderbeiträge von verschiedenen Stiftungen und Partnern.
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll, op. 37
Johannes Brahms
Alt-Rhapsodie, op. 53
Ludwig van Beethoven
Messe in C-Dur, op. 86
Im ersten Teil spielt der junge ukrainische Pianist Kirill Zwegintsow das Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll von Ludwig van Beethoven. Das kurz nach 1800 entstandene Werk weist bereits sinfonische Merkmale auf und ist Beethovens einziges Klavierkonzert in einer Moll-Tonart.
Es folgt die Rhapsodie für Alt, Männerchor und Orchester op. 53 von Johannes Brahms, welche dieser 1869 nach einem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe schuf. Die Alt-Rhapsodie für Altsolo, vierstimmigen Männerchor und Orchester wechselt innerhalb der Liedstrophen von c-Moll nach C-Dur, der gleichen Tonart, in welcher das dritte Werk des Programms komponiert ist.
Die Messe in C-Dur op. 86 für Soli, Chor und Orchester von Beethoven entstand 1807 im Auftrag des Fürsten Nikolaus I. Esterhàzy und ist das erste Werk des Komponisten in dieser Gattung. Beethoven distanzierte sich damit von den traditionellen Vertonungen von Messen; seine Musik ist vielmehr Träger der zeitgemässen humanistischen Botschaft von der Freiheit und Würde aller Menschen.