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Bei einer missglückten Notladung eines Passagierflugzeugs auf der Inselgruppe Penghu in Taiwan sind 48 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die betroffene Airline Transasia Airways mit.
Von den 58 Menschen an Bord hatten sich zunächst elf Personen nach der Bruchlandung auf der Insel Penghu aus der brennenden Maschine retten können -– eines der Opfer starb jedoch später an seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Zweiter Anflug missglückte
Flug GE222 der taiwanesischen Airline war bei Sturm in ein Dorf nahe des Zielflughafens Magong gestürzt, wie ein Sprecher von Taiwans Luftsicherheitsbehörde sagte. Die Maschine mit 54 Passagieren und vier Crew-Mitgliedern war von von Kaohsiung im Süden nach Penghu aufgebrochen.
Einmal versuchte die Maschine vergeblich auf ihrem Zielflughafen zu landen. Beim zweiten Landeanflug stürzte das Regionalverkehrsflugzeug vom Typ ATR 72 dann in ein Wohngebiet in der Nähe der Landebahn.
Ein Bewohner erzählte von einem lauten Knall und hohen Flammen. «Das passierte nur 150 Meter von meinem Haus entfernt», sagte er der Hongkonger Zeitung «South China Morning Post». «Das Flugzeug krachte in ein Haus, aber dort waren zu der Zeit zum Glück keine Menschen drin.»
Sturm als Unglücksursache?
Wenige Stunden vor dem Unglück war der Taifun «Matmo» über Taiwan hinweggezogen. Deshalb waren Flüge in der Inselrepublik weitgehend gestrichen worden. Es war daher zunächst unklar, warum das Unglücksflugzeug überhaupt in der Luft sein durfte. Der Abflug hatte sich zuvor wegen des schlechten Wetters um rund zwei Stunden verspätet.
Ein Sprecher der Luftverkehrs- und Wetterbehörde sagte zur Ursache: «Ob es an starkem Wind und Regen gelegen hat, müssen wir noch herausfinden. Der Taifun war zwar schon weitergezogen, aber die Wetterlage könnte noch schlecht gewesen sein.»
Transasia Airways ist eine Fluggesellschaft in Taiwan mit einer Flotte von 23 Maschinen, die meisten davon sind vom Typ Airbus und ATR 72. Sie fliegen vor allem Inlandrouten, aber auch nach Macau, Südkorea, Japan, Thailand und Kambodscha.