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Gehverbände,
besonders konstruierte Schienenverbände oder Verbände aus erhärtenden Stoffen, z. B. aus Gips, [* 2] in denen Kranke mit Verletzungen oder Krankheiten der untern Extremitäten umhergehen können. Die Möglichkeit solcher Verbände hat zuerst ein Nichtarzt, Friedrich Hessing, geboren 1838 in Schönbronn bei Rothenburg [* 3] ob der Tauber, seit 1868 Inhaber einer staatlich konzessionierten Heilanstalt in Göggingen bei Augsburg, [* 4] durch seine kunstvollen Hülsenverdände dargethan, und sie werden in der modernen Chirurgie immer mehr angewendet, besonders auch bei Knochenbrüchen älterer Individuen, bei denen anhaltende Bettruhe leicht zu lebensgefährlichen Lungen- und Herzkrankheiten führen kann.
Gehschienen werden gewöhnlich von
Bandagisten angefertigt.
Einfacher sind die von den
Ärzten selbst angefertigten
Gehverbände aus erhärtenden
Stoffen, z. B. aus
Gips, in die Eisenschienen oder eiserne Gehbügel zum Auftreten für die
Kranken eingefügt werden. Die mit
diesen
Gehverbände erzielten Erfolge sind günstig, besonders auch bei
Knochenbrüchen, die Heilungsdauer wird
abgekürzt und der schädliche Einfluß der anhaltenden Bettruhe auf das Allgemeinbefinden vermieden. Die
Gehverbände werden
sich besonders auch für die Kriegschirurgie empfehlen.
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