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Die Schweiz hat in den 90er Jahren ihre Position als Reiseweltmeisterin behauptet. Mit Ausgaben von 1000 Dollar pro Kopf und Jahr führt die Schweiz zusammen mit Österreich (1173 Dollar) die Hitliste der ausgabefreudigsten Nationen an.Dieser Inhalt wurde am 26. Juli 2000 - 09:02 publiziert
Werden die absoluten Ausgaben im Reiseverkehr zum Massstab genommen, so liegt die Schweiz wegen der vergleichsweise kleinen Bevölkerung mit 7,1 Mrd. Dollar nur auf Rang elf. Die vom IWF und der Deutschen Bundesbank erhobenen Daten betreffen das Jahr 1998.
USA mit höchsten Gesamtausgaben
An der Spitze der Rangliste liegen die bevölkerungsreichen USA mit Reiseausgaben von 57,8 Mrd. Dollar. Pro Kopf bringen es die Amerikaner allerdings nur auf Ausgaben von 214 Dollar. Sie werden dabei klar von den Schweizern, aber auch den Deutschen geschlagen.
Mit gesamten Reiseausgaben von 46,9 Mrd. Dollar lag Deutschland im Jahr 1998 auf Rang zwei, wie die Deutsche Bundesbank in ihrem Juli- Bericht schreibt. Pro Kopf und Jahr gaben die nördlichen Nachbarn der Schweiz 572 Dollar für Reisen aus.
Die reisefreudigen Deutschen schwärmen jeweils in Massen in die warmen Regionen des Mittelmeeres oder in die Karibik sowie nach Südostasien. Bereits wesentlich geringer fallen die Ausgaben der Franzosen und Italiener mit rund 300 Dollar pro Kopf aus.
Schweiz mit kleinem Überschuss
In der Reisebilanz verzeichnete die Schweiz 1998 ein kleines Plus von 0,7 Mrd. Dollar. Deutschland musste dagegen ein Minus von 30,5 Mrd. Dollar hinnehmen. Die Japaner gaben 25 Mrd. Dollar mehr im Ausland aus, als sie von ihren Gäste einnahmen.
Beliebte Reiseländer wie die USA und Spanien konnten dagegen in diesem Wirtschaftszweig Überschüsse von 25,5 Mrd. Dollar respektive 24,9 Mrd. Dollar verbuchen.
Während nach wie vor Spanien und Italien sowie die Alpenländer Österreich und die Schweiz zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen gehören, haben Fernreiseziele wie die Karibik und Südostasien den stärksten Zuwachs erlebt.
Insgesamt hat sich der Anteil der überseeischen Urlaubsländer in den 90er Jahren von 15,5 auf 18 Prozent erhöht.
swissinfo und Agenturen
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