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Syr,
Syr-darja oder Sir-darja, bei den Alten Jaxartes, Fluß in Russisch-Centralasien, entspringt auf dem Thian-schan und dem Terskej-Alatau im Gebiet Semirjetschensk in mehrern Armen, die vereint Naryn heißen, stießt westlich durch das Gebiet Ferghana, wo er den Namen S. erhält, dann nordwestlich durch Samarkand in das Syr-darja-Gebiet und mündet, nach vielen Windungen und im Unterlauf oft in Arme gespalten, an der Nordostküste des Aralsees, nach einem Gesamtlauf (mit dem Naryn) von 2860 km (s. Karte: Russisch-Centralasien und Turkestan).
Sein Flußgebiet beträgt 453350 qkm. Im Oberlauf sind die Zuflüsse zahlreich von beiden Seiten, im Mittellauf münden nur von rechts ein der Tschirtschik, Arys und Bugun. Unterhalb Perowsk trennt sich ein Arm, der Jany-darja, südwestlich ab, der an der Südostküste des Aralsees mündet, jedoch häufig zum Teil versiegt. Der S. hat eine Breite [* 2] von 750 m und ist bis 11 m tief. Im Frühjahr finden große Überschwemmungen statt. Von Baïldyr-Turgaj an abwärts nomadisieren Kirgisen, die etwas Ackerbau treiben. In der Nähe des rechten Ufers liegen die Ruinen von Ortrar (42° 51’ nördl. Br.); um die ¶
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Reste ziehen sich Spuren eines großen Kanalnetzes. Der S. ist zwischen Tschinas und Perowsk auf 960 km schiffbar. Der 1853 begonnene Dampfschiffahrtsverkehr ist aber wieder eingestellt worden.