Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03144.jsonl.gz/2253

Am 21. März 2019 war Ilias auf dem Heimweg, als ihn eine ältere Dame aus dem Nichts niederstach. Der Siebenjährige verstarb noch vor Ort, die Täterin stellte sich später der Polizei. Der Verteidiger der Frau stellte laut der «Schweiz am Wochenende» einen Antrag, dass die Frau psychiatrisch begutachtet wird. Daraufhin wurde ein Spezialist der Klinik für forensische Psychiatrie der Universität Zürich von der Staatsanwaltschaft beauftragt. Doch die inhaftierte Frau war dagegen und reichte ein Gesuch ein, um die Begutachtung zu umgehen.
Der Anwalt habe ohne ihr Einverständnis diese Begutachtung angefordert, argumentiert sie. Die Frau sträubt sich gegen ein psychiatrisches Gutachten, weil sie befürchtet, dass man ihre Akten manipulieren könnte. Da die Täterin den rechtlichen Weg wählte, ist der Vorgang öffentlich. Das zuständige Appellationsgericht wies jedoch ihr Gesuch ab.
Psychiatrisches Gutachten noch offen
Einerseits sei für das Gericht nicht ersichtlich, warum die Behörde interessiert sein sollte, ihre Dokumente zu manipulieren. Andererseits ist unklar, warum sie sich gegen ihren Verteidiger stellte, da die Staatsanwaltschaft so oder so ein psychiatrisches Gutachten zur Täterin beantragt hätte, schreibt die «Schweiz am Wochenende».
Doch die Frau wollte nicht aufgeben. Sie reichte Beschwerde beim Bundesgericht ein, doch dieses lehnte das Gesuch ab. Wie die Staatsanwaltschaft der «Schweiz am Wochenende» mitteilte, sei das psychiatrische Gutachten der älteren Frau noch offen.