Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03591.jsonl.gz/1499

Kurzbeschrieb:
Durch den Bau von Trinkwassersystemen und Schulung in Hygiene, Gesundheit und dem richtigen Umgang mit Wasser verbessert sich die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung in zwölf bolivianischen Gemeinden in der ländlichen Gegend Sapahaquis im Departement La Paz. Durch den Bau der Wassersysteme erhalten 2’674 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und ihre gesundheitlichen und hygienischen Verhältnisse sind nachhaltig verbessert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sensibilisierung von Schulkindern zu Hygiene- und Gesundheitsfragen.
Angaben zum Projektgebiet:
Bolivien ist trotz grosser Bodenschätze und aktueller Sozialreformen das ärmste Land Südamerikas. Im Bezirk Sapahaqui, unserer Projektregion südwestlich von La Paz, leben mehr als 95 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. In den weit verstreuten Dörfern des Bezirks leben die Menschen unter schwierigen Bedingungen und oft ohne Zugang zu Bildung, Gesundheit, sauberem Wasser oder sanitären Anlagen. Die Verfügbarkeit und der Zugang zu Wasser in der Projektregion sind prekär. Die jährlichen Niederschläge in der Region sind gering und viele Wasserläufe haben einen für den menschlichen Konsum zu hohen Salzgehalt. Zudem gibt es in vielen Gemeiden keine Trinkwasserversorgungssysteme. Lediglich ein Viertel der Gemeinden verfügt über Systeme mit Hausanschluss, welche jedoch oftmals veraltet und nur bedingt funktionsfähig sind.
Das Wasser für den täglichen Gebrauch schöpfen die Bewohner aus Mangel an Alternativen aus verschmutzten Kanälen oder dem salpeterhaltigen Sapahaqui-Fuss. Während dieses Wasser für die Bewässerung der Felder noch benutzt werden kann, ist es zum Trinken, Kochen oder für die Körperpflege jedoch nicht geeignet. Der Aufwand ist zudem hoch, um an das wenige und verschmutzte Wasser zu kommen. Hauptsächlich Frauen oder Mädchen verrichten diese schwere Arbeit. Gleichzeitig werden die Wasserstellen für das Wäschewaschen benutzt und dienen den Nutztieren als Trinkstellen. Hygienemassnahmen um Krankheiten vorzubeugen sind der Bevölkerung weitgehend unbekannt.
Neben der prekären Wasserversorgung führen demnach auch mangelnde Hygienegewohnheiten zur Verbreitung von schweren Krankheiten. Viele Gemeindemitglieder, insbesondere Kinder, leiden an akuten oder chronischen Magen- und Darmkrankheiten. Dadurch sind Kindersterblichkeit und das Niveau eingeschränkter Kindesentwicklung entsprechend hoch.