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Zytturm
Der Zytturm (Zeitturm) wurde von Anfang an zur Aufnahme einer Stadtuhr gebaut. 1403 (oder kurz danach) wurde er als Turm mit vier Fassadenteilen errichtet. Ursprünglich besass er einen Zinnenkranz und ein innenliegendes Pultdach. Der Ersatz des Pultdaches durch das heutige Krüppelwalmdach erfolgte nach 1440.
Das Zifferblatt der Stadtuhr war von Anfang an in die Südfassade so in die integriert, dass man in der Stadt nicht nur den Stundenschlag hören, sondern auch die Zeit ablesen konnte. Das grosse Zifferblatt, das von zwei Wilden Mannen gestützt wird, ziert die Südfassade des Zytturms. Bereits in Diebold Schillings Luzerner Chronik aus dem frühen 16. Jh. ist diese Darstellung zu sehen.
Seit 2012 beherbergt der Zytturm eine Sammlung regionaler Turmuhren. Die Zytturmuhr gehört auch zu den ausgestellten Uhren. Sie ist im Betrieb zu sehen und schlägt die volle Stunde jeweils eine Minute vor den Kirchenuhren in der Stadt Luzern. Die Bedienungsanleitung von 1386 zu dieser Uhr befindet sich im Staatsarchiv Luzern.
Zifferblatt und Turmbemalung wurden verschiedentlich erneuert, ein letztes Mal 1939 durch den Kunstmaler Karl Schobinger. Der vor die Mauer gestellt Turm hat eine Grundfläche von 9,1 Meter x 7,25 Meter und weist eine Höhe von 31 Meter auf.
Das Uhrwerk trägt das Datum 1535, die Glocke zeigt Reliefs einer Kreuzigung und eines Luzerner Schildes.
Die Verwendung
Der Zytturm besitzt das älteste Uhrwerk der Innerschweiz mit schweren Steingewichten und langem Pendel. Seit 1951 ist er für die Öffentlichkeit zugänglich.
Schnitt Zytturm
Südfassade Zytturm
Der Zytturm ist während des Sommerhalbjahres öffentlich von 08.00 bis 20.00 Uhr zugänglich.