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innate immunity; genetic disease; respiratory virus; pathophysiology; Airway disease; Paediatrics; Cystic Fibrosis; Respiratory Virus; Rhinovirus; Inflammation
Kieninger E, Vareille M, Kopf B S, Blank F, Alves M P, Gisler F M, Latzin P, Casaulta C, Geiser T, Johnston S L, Edwards M R, Regamey N (2012), Lack of an exaggerated inflammatory response on virus infection in cystic fibrosis., in The European respiratory journal : official journal of the European Society for Clinical Respiratory
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Die zystische Fibrose (CF), auch Mukoviszidose genannt, ist das häufigste Erbleiden mit Beteiligung der Atemwege in der weissen Bevölkerung. Sie betrifft in der Schweiz ca. 1’500 Kinder und Erwachsene (weltweit 70'000). Die Krankheit, die durch chronische Entzündung und bakterielle Infektionen der Lunge charakterisiert ist, führt meist durch pulmonale Komplikationen zum Tod im jungen Erwachsenenalter. Neuere Erkenntnisse weisen darauf hin, dass neben Bakterien auch virale Infekte sogenannte pulmonale Exazerbationen (akute Verschlechterung der respiratorischen Symptomatik) auslösen können und zur chronischen Verschlechterung der Lungenfunktion beitragen. Die Rolle der einzelnen respiratorischen Viren ist jedoch nur ungenügend bekannt, dies vor allem weil bisher adäquate diagnostische Mitteln nicht zur Verfügung standen und nur eine limitierte Anzahl von Viren untersucht wurden.Rhinoviren sind die häufigsten Erreger von Atemwegserkrankungen bei Kindern und Erwachsenen. Sie sind nicht nur harmlose Erzeuger von leichten Erkältungen, sondern können schwere Lungenerkrankungen hervorrufen, vor allem bei immungeschwächten Patienten und bei Patienten mit vorbestehenden chronischen Lungenkrankheiten. U.a. konnte gezeigt werde, dass Rhinoviren für die Mehrheit der pulmonalen Exazerbationen bei Asthmatikern verantwortlich sind. Sie führen bei diesen Patienten zu schwereren und länger andauernden Atemwegssymptomen als bei Gesunden. Die Rolle von Rhinoviren bei Patienten mit CF ist bisher unbekannt.In der vorgelegten Studie möchten wir untersuchen, ob Rhinoviren mit pulmonalen Exazerbationen bei CF assoziiert sind. Wir werden Rhinoviren in Atemwegssekreten von CF Patienten mittels modernen molekularbiologischen Verfahren während pulmonalen Exazerbationen und während Phasen von klinischer Stabilität nachweisen. Wir werden in vitro zwei pathophysiologische Mechanismen, die für Rhinovirus-assoziierte pulmonale Exazerbationen verantwortlich sein könnten, erforschen. Zum einen soll untersucht werden, ob die Produktion der antiviralen Substanzen Interferon Typ I (alpha/beta) und III (lambda) durch das Atemwegsepithel nach Rhinovirus Infektion bei CF Patienten mangelhaft ist, wie dies bei Asthmatikern nachgewiesen wurde. Zum anderen möchten wir überprüfen, ob die Entzündungsreaktion des Atemwegsepithels nach Rhinovirus Infektion bei CF Patienten abnormal ist, was die chronische Entzündung der Atemwege bei diesen Patienten begünstigen könnte. Die Ergebnisse unserer Untersuchungen sind wichtig. Erst wenn wir die Rolle der einzelnen respiratorischen Viren in der CF verstehen, werden wir gezielte Präventions- und Behandlungsstrategien Anwenden können. Bestimmte virale Infekte könnten zum Beispiel durch aktive oder passive Impfung verhindert, oder mit neuen anti-viralen Substanzen bekämpft werden. Des Weiteren wird uns das Verständnis der pathophysiologischen Vorgänge bei viralen Infektionen erlauben, neue therapeutische Ansätze für CF Patienten und für Patienten mit anderen chronischen Lungenerkrankungen zu finden.