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Am 17. Januar 2018 veranstaltete die Unternehmervereinigung Siebnen im Restaurant Schäfli in Siebnen unter Leitung seines Präsidenten Herrn Pietro Imhof einen Themenabend zur Zukunft der Bahn in der March.
Zwei Mitglieder von IGöV Zentralschweiz nahmen an diesem Abend teil, der unter der Frage stand "Was geschieht in Zukunft mit der S2?"
Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass die S2 zwischen Siebnen-Wangen und Ziegelbrücke die Zwischenstationen nicht mehr bedienen kann. Einerseits verhindert wird dies, dass der S2 ein schneller IC folgt, der bei Bedienung der drei Zwischenstationen unweigerlich auf die S2 auflaufen würde, andererseits lässt die bestehende Infrastruktur keine Überholung zu.
Diese Problematik besteht grundsätzlich nur in Richtung Ziegelbrücke; in der Gegenrichtung könnte die S2 die Zwischenstationen problemlos bedienen.
Um Schübelbach-Buttikon, Reichenburg und Bilten dennoch bedienen zu können, wurde die S27 geschaffen, die mit einem SOB-NPZ bedient wird, der mangels sinnvoller Abstellmöglickeit in Siebnen-Wangen als Leerfahrt nach Lachen und zurück verkehren muss.
Aufgrund des Umsteigezwangs von den drei genannten Stationen nach Zürich hat sich die Nachfrage stark negativ entwickelt. Stattdessen wird vermehrt das Auto benutzt, was zusätzlichen Druck auf die überlasteten Strassen resp. auf die Parkiermöglichkeiten am gut bedienten Bahnhof Siebnen-Wangen erzeugt. Der Nachfragerückgang führte dazu, dass die S27 seit Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 nur noch während der HVZ verkehrt.
Für den zukünftigen Betrieb der S2 zeichnen sich drei Szenarien ab:
- Szenario 1: Die S2 endet bereits in Pfäffikon SZ (favorisierte Variante des ZVV)
- Szenario 2: Die S2 endet in Siebnen-Wangen, was ein Wendegleis erfordert (favorisierte Variante des BAV)
- Szenario 3: Die S2 fährt wie bis anhin bis Ziegelbrücke und bedient alle Zwischenstationen, was ein Überholgleis erfordert
Die Unternehmervereinigung Siebnen spricht sich eindeutig für Szenario 3 aus und fordert dementsprechend, zeitnah ein Überholgleis in Siebnen-Wangen zu errichten. Ebenso stehen der Kanton Schwyz und sämtliche Märchler Gemeinden hinter Szenario 3. Hingegen haben die Kantone Glarus (Bilten) und St. Gallen (Ziegelbrücke) entschieden, die Finanzierung der S2 nicht mehr zu unterstützen.
IGöV Zentralschweiz anerkennt und unterstützt vollumfänglich das Engagement der Unternehmervereinigung Siebnen für einen sinnvollen Schienenverkehr in der March!
Hingegen sehen wir die Strategie, die sich ausschliesslich auf ein Überholgleis in Siebnen-Wangen stützt, als äusserst riskant an. Immerhin wurde im Laufe des Treffens bekannt, dass es erste Projekte für ein Überholgleis von 2km Länge nördlich der bestehenden Doppelspur gibt, was darauf hindeutet, dass es sich hier um erste Planungen für ein notwendiges Güterzug-Überholgleis handelt. Für ein S-Bahn-Überholgleis wäre eine Länge von 800m bis max. 1000m Länge völlig ausreichend.
Frank Zimmermann, Goldau SZ
IGöV Zentralschweiz hat sich ausgiebig mit dem "Ausbauschritt der Bahninfrastruktur 2030/35" beschäftigt.
Am 15. Januar wurde eine Pressemitteilung an die Presse versandt. Hier der Originaltext zum nachlesen.
Mit neuen Köpfen und grossem Interesse an der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs in der Zentralschweiz, haben wir uns zu einem zukünftigen Vorstand gefunden.
Drei Generationen wollen sich gemeinsam für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Zentralschweiz engagieren und gegen negative Entwicklungen ankämpfen.
Die konstituierenden Generalversammlung findet am 10. März 2018 bei der Zentralbahn in Stansstad statt.
Jean-Pierre Baebi, IGöV Schweiz

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Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Zentralschweiz ist ein politisch neutraler Verein, dessen Mitglieder sich aktiv dafür einsetzen, dass die bestehenden guten Angebote im Bereich des öffentlichen Verkehrs weiter ausgebaut und bestehende Lücken geschlossen werden.
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