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Mæniggrund
(Kt. Bern, Amtsbez. Nieder Simmenthal).
1900-1060 m. Linksseitiges Nebenthal zum Diemtigthal;
steigt vom Thurnen und Mäniggrat zuerst nach NO. und tiefer unten nach O. ab.
Vom Mänigbach durchflossen.
Ständig bewohnt ist nur der unterste Thalabschnitt;
weiter oben schöne Alpweiden.
Glazialschutt und erratische Blöcke. 6 Häuser, 35 reform. Ew. Der Mäniggrund ist in eine Kalkmasse von sehr verwickeltem geologischem Bau eingeschnitten. In der Thalsohle stehen Triasschichten an, darüber folgen Jurakalke, rote oder buntgefärbte Kreide, sowie schiefriger Flysch, der hier und da noch einige von triasischen Gesteinen begleitete, anormal gelagerte Fetzen von Jurakalk (sog. Hornfluhbreccie) trägt.
Die nördl. über dem Mäniggrund aufragende Wand der Buntelgabel zeigt die Reihe der Trias-, Jura-, Kreide- und Flyschschichten in zweifacher Aufeinanderfolge. In der Thalsohle finden sich mächtige Ablagerungen von Glazialschutt, die die Fruchtbarkeit des Bodens bedingen, wie weiter oben die rasch verwitternden und zerfallenden Schichten des Flysch und der Kreide den Wuchs von saftigen Alpweiden begünstigen. In einer Urkunde vom Jahr 1233 wird Mänigen als Eigentum des Klosters Därstetten genannt.