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Leitungen für flüssige Medien müssen jährlich eine Dichtheitsprüfung unter Aufsicht des Inspektorates durchführen. Dies betrifft somit alle Leitungen, welche Rohöl oder Ölprodukte wie Kerosin, Benzin, Diesel oder ähnliches transportieren.
Da die Leitungen praktisch immer eingeerdet sind, ist eine visuelle Prüfung nicht möglich. Volumenvergleichsmessungen erreichen bei Weitem nicht die geforderte Messgenauigkeit.
Je nach Konfiguration einer Leitung oder eines Leitungssystems verwenden wir unterschiedliche Verfahren. Die präziseste Aussage einer Dichtheit lässt sich mit dem Druck-Volumen-Verfahren erreichen. Dabei wird eine Leitung beidseitig abgesperrt und der Druck und die Temperatur wird über eine Zeit von 24h, 48h oder 72h gemessen. Die Zeitdauer ergibt sich aus den Messungenauigkeiten, insbesondere jene für die Temperatur.
Wenn eine Anlage nicht während mehreren Tagen für die Prüfung abgestellt werden kann, dann wird z.B. ein Drucksprungverfahren angewandt. Dabei wird die kurzfristige Druckentwicklung in einer Leitung bei unterschiedlichen Drücken gemessen und verglichen. Diese Verfahren werden insbesondere bei den Versorgungsleitungen der Flughäfen in Genf und in Zürich angewendet.
Weitere Messmethoden sind zum Beispiel die Druckdifferenzmessung, wenn 2 identische Leitungen parallel verlegt sind.
Jede Dichtheitsprüfung wird mit einem Kontrollbericht abgeschlossen.