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Wechselwirkung von Strahlung beim Durchgang durch Materie; zum Beispiel in Wärmeenergie. Bei Photodioden ist die Absorption der Vorgang, bei dem ein eintreffendes Photon vernichtet und mit seiner Energie in das Leitungsband angehoben wird.
Laser, der eine Konversion seiner Strahlung in andere Wellenlängenbereiche ermöglicht und so anwenderspezifische Anwendungen optimieren kann.
Attenuation Crosstalk Ratio - Differenz zwischen Nebensprechdämpfung und Dämpfung. Das ACR gilt als Mass für das Verhältnis von Signalleistung zu Störleistung.
Ein einseitig mit einem LWL-Stecker vorkonfektioniertes oder an einem Gerät fest angebrachtes 1-fasriges LWL-Kabel. Das offene Ende wird zum Beispiel mittels eines Spleisses mit dem Glasfaserkabel verbunden. LWL-Pigtails dienen als Montagekabel innerhalb von LWL-Spleissgehäusen oder befinden sich an optischen Bauteilen. Eine typische Form sind „pigtailed“ Halbleiterlaser oder Laserdioden.
Asymmetric Digital Subscriber Line, Teilnehmeranschluss mit asymmetrische Bandbreite für den Down- und Upstream.
Maximaler Einfallswinkel des einfallenden Lichts im Bereich des LWL-Kerns, so dass die gesamte Lichtmenge noch als Totalreflexion im LWL-Kern geführt werden kann.
Modul zum Untersuchen des Polarisationszustandes von Licht. Wird als Gegenstück zum Polarisator auf der Beobachterseite eingesetzt.
Einkopplungsbedingungen für Licht in ein LWL. Von Bedeutung für die weitere Verteilung der Lichtleistung.
Meist vorkonfektioniertes, kurzes Verbindungsstück eines Lichtwellenleiters mit einem oder zwei angeschlossenen Steckern. Es kann auch fest mit dem Bauelement verbunden sein.
Erhöhung des Koeffizienten der chromatischen Dispersion bei bestimmten Wellenlängen; zum Beispiel beim Dispersionsnulldurchgang.
siehe HRL-Stecker.
Als Multiplexer / Demultiplexer intergrierte, optische Komponente, die Licht in verschiedene Wellenlängen aufteilt, respektive die geteilten Wellenlängen wieder zu einem Lichtsignal zusammenführt.
Lateinisch audire = hören „ich höre“. Audio bezeichnet ein Verfahren zur Aufnahme, Übertragung, Bearbeitung und Wiedergabe von Sprache, Musik und andere hörbare Töne / Geräusche.
Die getrennte Darstellung des wahrnehmbaren Abstandes zweier benachbarter Wellenlängen mittels OSA. Die Auflösungsbandbreite wird hauptsächlich durch die spektralen Eigenschaften des optischen Filters in OSA gesteuert.
Distanz zweier Ereignisse, bei der das Rückstreumessgerät das zweite Ereignis noch exakt messen und deren Dämpfung messen kann.
siehe externe Modulation.
Auf dem Lawineneffekt basierendes Emfangsbauelement, bei dem der Photostrom durch Trägermultiplikation verstärkt wird. Auch als Lawinen-Photodiode bekannt.
American Wire Gauge (AWG) ist ein amerikanisches Eichmass für Kupferdrähte. Der AWG Wert legt die Drahtstärke und die zulässige Dämpfung fest, wobei ein niedrigerer AWG-Wert einen dickeren Draht repräsentiert.
Backbone
Backbone (engl. für Rückgrat, Hauptstrang, Basisnetz) bezeichnet einen verbindenden Kernbereich eines Telekommunikationsnetzes mit sehr hohen Datenübertragungsraten, der meist aus einem Glasfasernetz sowie satellitengestützten Kommunikationselementen besteht.
Backplane
Backplane nennt man die Rückwand eines elektronischen Gerätes, das mehrere Steckplätze für Einschub-Baugruppen (Steckkarten) hat. Die Backplane trägt die Steckverbinder für die Einschubbaugruppen und verbindet sie elektrisch. In der Regel ist sie ein passives Bauteil, es sind also keine aktiven Bauteile wie ICs oder passiven Bauteilen wie Widerstände oder Kondensatoren auf ihr bestückt.
Balun
Ein Balun (von Balanced-unbalanced, n.) ist in der Elektrotechnik und Hochfrequenztechnik ein Impedanzwandler.
Bandabstand (band gap)
Energetischer Abstand zwischen Valenzband und Leitungsband eines Halbleiters. Der Bandabstand ist massgebend für die Betriebswellenlänge des Halbleiterlasers.
Bandbreite des Lichtwellenleiters (fiber bandwidth)
Die Frequenz, bei welcher der Betrag der Übertragungsfunktion (bezogen auf die Lichtleistung) eines Lichtwellenleiters auf die Hälfte seines Wertes abgefallen ist.
Bandbreite des optischen Verstärkers
Bandbreite des optisch verstärkten, auf einen 3 dB-Abfall bezogenen spektralen Bereichs.
Bandbreite
HF- mässig wird die Bandbreite in Frequenz (Hz) angegeben. Die Bandbreite ist der Kehrwert aus Wurzel 2 = 0,707. In dB = 0.707 log x 20. Steigt die Bandbreite um 3 dB an, dann liegt der Wert bei Wurzel 2 = 1,414. 1,414 log x 20 = 3 dB. (Spannungs dB) Bei einer Leistung wird log x 10 gerechnet."
Bandbreite-Längen-Produkt (bandwidth length product)
Bei vernachlässigbaren Modenmischungs- und wandlungsprozessen ist die Bandbreite des Lichtwellenleiters annähernd umgekehrt proportional zu seiner Länge, sorgt somit für annähernde Konstanz von Bandbreite und Länge und ist damit ein wichtiger Parameter zur Charakterisierung der Übertragungseigenschaften von Multimode-LWL. Reduziert sich die Bandbreite durch wachsende Streckenlänge, gilt für das BLP mittels Einführung eines Längenexponenten eine modifizierte Relation.
Bändchentechnik (ribbon cable design)
Technik zur Anordnung der LWL in Bändchenform. Dabei werden alle Fasern eines Bändchens gleichzeitig miteinander verspleisst.
Beschichtung (primary coating)
Die bei der Herstellung des LWL in direktem Kontakt mit der Manteloberfläche aufgebrachte Schicht. Um die Unversehrtheit der Oberfläche zu gewährleisten, kann die Beschichtung auch aus mehreren Schichten bestehen.
BEP Bulding-Entry-Point
Gebäude-Eingangs-Punt (vom Provider) bei FTTH-Anlagen.
Bewehrung
Eine Bewehrung oder Armierung ist die Verstärkung eines Objekts durch ein anderes, das eine höhere Druck- oder Zugfestigkeit besitzt, bzw. eine grössere Haltbarkeit gegenüber weiteren Einflüssen der Umwelt (Wasser, Frost, chemische Stoffe usw).
Bidirektional (bidirectional)
Über einen gemeinsamen Lichtwellenleiter und in entgegengesetzter Richtung stattfindende Ausbreitung von optischen Signalen.
Biegeradius (bend radius)
a) Minimaler Krümmungsradius, um den eine Faser gebogen werden kann, ohne zu brechen.
b) Minimaler Krümmungsradius, um den eine Faser gebogen werden kann, ohne einen bestimmten festgelegten Dampfungswert zu überschreiten.
Biegeverlust (bend loss)
Durch Mikro- oder Makrobiegungen entstandene, zusätzliche Dämpfung. Diese kann durch die Kabelherstellung oder durch mangelhafte Kabelführung entstehen.
Bit
Grundeinheit für die Information in digitalen Übertragungssystemen. Das Bit ist gleichbedeutend mit der Entscheidung zwischen zwei Zuständen 1 bzw. 0. Bits werden durch Impulse dargestellt. Eine Gruppe von acht Bits entspricht einem Byte.
Bitfehlerrate (bit error rate)
Mittelwert der Anzahl auftretender Bitfehler bei digitaler Signalübertragung über einen längeren Zeitraum hinweg. Die Bitfehlerrate definiert sich als systematische Kennzahl der Fehlerwahrscheinlichkeit und ihre Standardforderung lautet BER < 10-9; in modernen SDH-Systemen sogar BER < 10-12. Die Bitfehlerrate kann mittels Fehlerkorrekturverfahren (FEC) reduziert werden.
Bitrate (bit rate)
Bitfolgefrequenz: Übertragungsgeschwindigkeit eines Binarsignals.
BNC
Verbindungsstecker oder Buchse für Koaxialkabel zur Übertragung von Videosignalen von einem Gerät zu einem anderen.
Brandlast
Unter Brandlast versteht man die Wärme, die bei der Verbrennung des Kabels entsteht. Diese Verbrennungswärme wird in kWh/m oder in MJ/m angegeben.
Brechung (refraction)
Richtungsänderung eines Strahls beim Übergang von einer Materie in eine andere und die Brechzahlen in beiden Materien nicht identisch sind.
Brechungsgesetz (snell’s law)
Gesetz über die Brechung von Licht zwischen Eintritts- und Austrittswinkel transparenter Medien.
Brechzahl, Brechungsindex (refractive index)
Optische Materialeigenschaft, die das Verhältnis von Vakuum-Lichtgeschwindigkeit zur Ausbreitungsgeschwindigkeit definiert. Die Brechzahl ist dabei abhängig von Material und Wellenlänge.
Brechzahldifferenz (refractive index difference)
Differenz zwischen der grössten auftretenden Brechzahl m Lichtwellenleiterkern und der Brechzahl im Mantel. Sie ist massgebend für die Grösse der numerischen Apertur des Lichtwellenleiters.
Brechzahlprofil (refractive index profile)
Wichtige Kenngrösse eines Lichtwellenleiters, die den Verlauf der Brechzahl über die Querschnittsfläche des LWL-Kerns bezeichnet..
CATV
Ist eine Abkürzung für Kabelfernsehen und bedeutet „Community Antenna Television“.
Chromatische Dispersion (chromatic dispersion)
Die aus Material- und Wellenleiterdispersion zusammengesetzte und im Singlemode-LWL dominierende Dispersionsart bezeichnet eine hervorgerufene Impulsverbreiterung durch unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeiten der einzelnen Wellenlängenanteile.
Collapsed Backbone
Beim Collapsed Backbone handelt es sich um ein virtueller Backbone, der in einem Kopplungselement wie einem Router oder einem Switch bzw. in dessen Backplane gebildet wird. Durch die wenigen aktiven Netzkomponenten ist ein zentrales Management des Backbones möglich, was zu einer einfachen Wartung und damit einem zuverlässigeren, sichereren Netz führt. Ausserdem verbessert ein Collapsed Backbone die Gesamtleistung des Netzes und erleichtert den Übergang zwischen Netzformen von LANs und WANs. Der einzige Nachteil des Collapsed Backbone liegt in der Tatsache begründet, dass bei einem Geräteausfall die Kommunikation sämtlicher Tertiärbereiche zusammenbricht.
CP - Kabel
ConsolidationPoint - Kabel.
Dämpfung (attenuation)
Reduktion der optischen Signalleistung im LWL. Hervorgerufen durch Absorption, Streuung, Moduskonversion oder an Koppelstellen. Als dimensionslose Grösse wird sie meist in dB angegeben.
Dämpfung
Verhältnis zwischen der am Ende eines Paares empfangenen und der am Anfang eingespeisten Leistung. Dämpfungen werden als logaritmierte Leistungsverhältnisse in Dezibel (dB) angegeben.
Dämpfungsbegrenzung (attenuation-limited operation)
Limite der möglichen Übertragungsdistanz durch Dämpfungseffekte.
Dämpfungskoeffizient,-belag (attenuation coefficient)
Dämpfung auf die Länge bezogen. Der zur Charakterisierung des LWL wichtige Parameter wird in dB/km angegeben.
Dämpfungs-Totzone
Kleinster Abstand von einem reflektierenden Ereignis zum nächsten Ereignis. Anwendungsfall ist die Messung der Dämpfung (OTDR-Messung).
Datenrate
Übertragungsrate z.B. eines Internetanschlusses gemessen in Kilobit oder Megabit pro Sekunde „kbit/s, Mbit/s“.
Delay
Zeitliche Verzögerung der Signalübertragung eines Paares und dadurch Begrenzung der Übertragungsrate. Die Signalverzögerung führt zu einer frequenzabhängigen Signalverzerrung.
Demultiplexer
siehe Multiplexer.
Dezibel (decibel)
Logarithmisches Leistungsverhältnis zweier Signale.
DFB-Laser (distributed feedback laser)
Laserdiode mit spektraler Halbwertsbreite von << 1 nm, bei der durch eine Folge gewellter Erhebungen auf dem Halbleitersubstrat bestimmte Lichtwellen reflektiert werden und nur eine einzige Resonanzwellenlänge verstärkt wird.
Dichtes Wellenlängenmultiplex
Multiplexverfahren mit minimalem Kanalabstand (typischerweise 0.8 nm).
Differential Mode Delay
Differenz zwischen den Ankunftszeiten verschiedener Impulse und unterschiedlicher Modi im Multimode-LWL.
DiSEqC
Digital Satellite Equipment Control
Dispersion (dispersion)
Abhängigkeit der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Wellen zu ihrer Wellenlänge. Durch Dispersion werden die Lichtimpulse zeitlich verbreitert und limitieren so ihre Streckenlänge, bzw. Bitrate.
Dispersionsbegrenzung (dispersion-limited operation)
Limite der möglichen Übertragungsdistanz durch Dispersionseffekte.
Dispersionskompensation
Effekte, die zu Impulsverbreiterung führen, werden umgekehrt. So beispielsweise die chromatische Dispersion oder die Polarisationsmodendispersion.
Dispersionskompensierender Lichtwellenleiter (dispersion compensating fiber)
LWL mit der Fähigkeit, Dispersion zu kompensieren. Dies geschieht zB mit einem grossen negativen Koeffizienten der chromatischen Dispersion.
Dispersionstoleranz (dispersion tolerance)
Messgrösse für spektrale Eigenschaften eines Senders. Damit wird bei Kenntnis des Koeffizienten der chromatischen Dispersion des LWL die Ermittlung der dispersionsbegrenzten Streckenlänge ermöglicht.
Dispersionsverschobener Lichtwellenleiter (dispersion shifted fiber)
Singlemode-LWL, dessen Nulldurchgang des Koeffizienten der chromatischen Dispersion nach Standard ITU-T G.653 verschoben ist. Bei 1550 nm hat dieser LWL eine minimale Dämpfung und eine minimale chromatische Dispersion.
Doppelbrechung (birefringence)
Bezeichnung der Eigenschaft von nichtkubischen Materialien, ein Lichtbündel in zwei senkrecht zueinander polarisierte Teilbündel aufzuspalten. Die Ursache dieses Effekts liegt in unterschiedlichen Brechzahlen in Abhängigkeit von der Ausbreitungsrichtung und Polarisation des Lichtes.
Doppelheterostruktur (double heterostructure)
Schichtenfolge in einem optotronischen Halbleitermodul, bei dem zwei Mantelschichten mit höherem Bandabstand die aktive Halbleiterschicht begrenzen. Dies bewirkt bei Laserdioden eine Eingrenzung der Ladungsträger und eine Lichtwellenleitung in der aktiven Zone.
Dotierung (doping)
Einbringen von kleinsten Mengen an Fremdstoffen in eine reine Substanz zur Veränderung deren Eigenschaften. Durch Dotierung der Trägersubstanz wird eine erhöhte Brechzahl des LWL-Kerns erreicht.
Dotierungsstoffe (dopant)
Stoffe zur Veränderung der Brechzahl.
Dünnschicht-Filter (dielectric thin film filter)
Optischer Filter, der bestimmte Wellenlängenbereiche passieren lässt, während alle anderen Wellenlängen reflektiert werden.
Einfügedämpfung (insertion loss)
Leistungsverlust, der durch das Einfügen einer Komponente in den ursprünglich fortlaufenden Pfand erzeugt wird.
Einfügemethode (insertion loss technique)
Dämpfungsmessmethode durch Einfügen des Messobjekts in eine Referenzstrecke.
Eingangsimpedanz
Dem Wellenwiderstand entsprechende frequenzabhängige Messgrösse, die die Inhomogenitäten des Kabels berücksichtigt. Mit dieser Grösse kann eine Übetragungsstrecke beschrieben werden.
Einkoppelwinkel (launch angle)
Winkel zwischen optischer Achse des LWL und Ausbreitungsrichtung des einfallenden Lichts. Um das Licht im LWL-Kern zu führen, darf der Einkoppelwinkel nicht grösser als der Akzeptanzwinkel sein.
Einkoppelwirkungsgrad (launch efficiency)
Angabe über die Effektivität eines optischen Senders, der an einen LWL gekoppelt ist. Der Einkollepungswirkungsgrad bezeichnet das Verhältnis der vom LWL geführten Lichtleistung zu der vom optischen Sender ausgehenden Lichtleistung.
Einmodenlaser (single-longitudinal mode laser)
Laserdiode mit nur einer dominierenden Längsmode. Dabei ist die Unterdrückung der Seitenmode > 25 dB.
Einmoden-LWL
Siehe Singlemode-LWL.
Elektro-Absorptions-Modulator
Modul, das in Abhängigkeit elektronischer Spannung ein optisches Signal passieren lässt oder sperrt. Es wird zur Amplituden- Modulation eines optischen Signals verwendet.
Elektromagnetische Welle (electromagnetic wave)
Wellen aus gekoppelten elektrischen und magnetischen Feldern. Im Bereich der optischen Freuquenzen bekannt als Lichtwellen.
Empfänger (receiver)
Modul zur Umwandlung optischer Signale in elektrische in der optischen Übermittlungstechnik. Das Modul besteht aus einer Empfangsdiode mit LWL-Kopplungsmöglichkeit, einem rauscharmen Verstärker und elektronischen Schaltungen zur Signalaufbereitung.
Empfängerempfindlichkeit (receiver sensitivity)
Minimale benötigte Lichtleistung des Empfängers für eine störungsarme Signalübertragung. Meist wird die durchschnittliche Lichtleistung in mW oder dBm angegeben, mit der eine bestimmte Bitfehlerrate erreicht wird.
EMV
Elektro Magnetische Verträglichkeit. Beschreibt die Einwirkung elektronischer Geräte und Anlagen auf andere Geräte und Anlagen. Ab 1.1.1966 muss jedes Gerät ein CE-Prüfzeichen tragen, das die Einhaltung der EMV gewährleistet. Die Störeinstrahlung kann galvanisch über Leitungen, kapazitiv, magnetisch oder elektromagnetisch über Antennen erfolgen.
Er+-Fasern
Lichtwellenleiter zur Verwendung in optischen Verstärkern. Der Kern ist mit Erbium dotiert.
Ereignis-Totzone
Kleinstmöglicher Abstand zweier reflektierenden Ereignisse, um den Ort des zweiten Ereignisses messen zu können.
Etagenverteiler
Verteiler, der zur Verbindung von Tertiärkabel, anderen Teilsystemen der Verkabelung und aktiven Geräten benutzt wird (siehe informationstechnischer Verteilerraum).
Fabry-Perot-Laser
Halbleiter-Laser einfacher Bauart mit relativ grosser spektraler Halbwertsbreite, der den Fabry-Perot-Resonator nutzt.
Fabry-Perot-Resonator
Durch 2 ebene parallele Spiegel beidseitig begrenzter Raum, durch den eine senkrecht zu den Speigelflächen eingekopplete Welle mehrach hin und her läuft. Entspricht dabei der doppelte Speigelabstand einem Vielfachen der Wellenlänge des Lichts, bildet sich eine stehende Welle mit hoher Intensität im Resonator (Resonanzfall).
Faraday-Effekt (faraday effect)
Drehung der Schwingungsebene von linear polarisiertem Licht mittels eines Magnetfeldes, welches in Lichtrichtung angelegt wird. Die Konstante zwischen dem Magnetfeld und dem Drehwinkel pro durchlaufene Lichtstrecke im Feld wird als Verdet-Konstante bezeichnet.
Faser (fiber, fibre)
Bezeichnung für den runden Lichtwellenleiter.
Faserbändchen (ribbon fiber)
Mehrere, mit Primärbeschichtung verbundene Fasern, die ähnlich dem Flachbandkabel über eine zusätzliche Sekundärbeschichtung zusammengehalten sind.
Faser-Bragg-Gitter (fiber bragg grating)
Spektralfilter basierend auf der Brechzahländerung im LWL-Kern. Wesentliche Komponente in Modulen wie Dispersionskompensatoren, optische Multiplexer/Demultiplexer oder EDFAs mit abgeflachtem Verstärkungsverlauf.
Faserhülle (fiber buffer)
Aus einem oder mehreren Materialien bestehender Schutz der Einzelfaser vor Beschädigungen. Sorgt auch für mechanische Isolation und mechanischen Schutz.
Faserverstärker (fiber amplifier)
Nutzt einen Laser-ähnlichen Verstärkungseffekt in einer Faser, deren Kern beispielsweise mit Erbium hochdotiert und mit einer optischen Pumpleistung bestimmter Wellenlänge angeregt wird.
FD (floor distributer)
Etagenverteiler bei FTTH in Wohngebäuden.
Ferrule (ferule)
Das Führungsröhrchen, das im Stecker eines LWL die Faser aufnimmt.
FEXT
Far End Cross Talk - Fernnebensprechen: Nebensprechen am fernen, empfängerseitigen Ende. Es wird differenziert, zwischen Input-Output-FEXT (I/OFEXT) und Equal-Level-FEXT (EL-FEXT).
Fibercurl
Bezeichnung der Faser-Eigenkrümmung.
Fresnel-Reflexion (fresnel reflection)
Durch Brechzahlsprung erzeugte Reflexion.
Fresnel-Verlust (fresnel loss)
Durch Fresnel-Reflexion hervorgerufene Dämpfung.
Gechirptes Faser-Bragg-Gitter
Zur Dispersationskompensation geeignetes Faser-Bragg-Gitter mit variablen Abständen zwischen den reflektierenden Abschnitten.
Geisterreflexionen (ghosts)
Infolge Mehrfachreflexion auf der LWL-Strecke entstandene Störungen im Rückstreudiagramm.
Germaniumdioxid GeO2 (germanium dioxide)
Bei der Herstellung von LWL am häufigsten als Substanz zur Dotierung des LWL-Kerns verwendet.
Gradientenprofil (graded index profile)
Brechzahlprofil eines LWL, das über der Querschnittsfläche des LWL-Kerns stetig von innen nach aussen abnimmt.
Gradientenprofil-LWL
Lichtwellenleiter mit Gradientenprofil.
Grenzwinkel (critical angle)
Der Grenzwinkel definiert beim Übergang eines Lichtstrahls aus einem Medium in ein anderes die Schwelle von Brechung zu Totalreflexion. Dies geschieht, wenn ein Lichtstrahl von einem optisch dichteren Stoff auf die Grenzfläche zu einem optisch dünneren Stoff fällt und dabei der Einfallswinkel grösser als der Grenzwinkel ist.
GRIN-Linse
Optisches Bauteil mit radial nach aussen abnehmender Brechzahl. Einsatz im LWL als abbildendes Element oder in Strahlteilern.
Grobes Wellenlängenmultiplex
Wellenlängenmultiplex-Verfahren mit Kanalabständen von 20nm.
Grundmode (fundamental mode)
Durch LP01 und HE11 gekennzeichnete Mode tiefster Ordnung in einem LWL mit annähernd gussförmiger Feldverteilung.
Gruppenbrechzahl (group index)
Verhältnis zwischen Lichtgeschwindigkeit im Vakuum und Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Wellengruppe (Gruppengeschwindigkeit), eines Lichtimpulses in einem Medium.
Gruppengeschwindigkeit (group velocity)
Geschwindigkeit, mit der sich ein Wellenpaket als Ganzes fortbewegt. Dies kann ein Lichtsignal mit unterschiedlichen Wellenlägen sein.
Halbwertsbreite (full width at half maximum)
Bezeichnet die Breite bei halber Höhe und misst die Leistung eine Signals auf der Hälfte ihres Maximalwerts.
Hausübergabepunkt
Einrichtung, die alle notwendigen mechanischen und elektrischen Leistungsmerkmale aufweist.
HCS-LWL
LWL mit Siliziumkern und festem, polymerem Kunststoffmantel, der fest mit dem Kern verbunden ist.
HD Ready
Ist ein Logo und soll die Kompatibilität mit dem HDTV festlegen. Es schreibt eine mindest Bildschirmauflösung, sowie Anschlüsse und den Kopierschutz HDCP vor.
HDMI
Als High Definition Multimedia Interface wird eine Schnittstelle für die volldigitale Übertragung von Audio und Videodaten bezeichnet.
HDTV
High Definition Television oder hochauflösendes Fernsehen. Dieses System ist bei den Übertragungen der wichtigsten Sportereignisse getestet worden. Die Hauptmerkmale des HDTV sind: ein grösseres Bildschirmformat (16:9), die doppelte Anzahl von Abtastzeilen (von jetzt 625 auf 1250) und eine bessere, digitale Tonqualität.
HE
Höhen Einheit, 1HE = 44mm.
Hertz
Messgrösse für Frequenz oder Bandbreite. Ein Hertz entspricht einer Schwingung pro Sekunde.
High-Power-Stecker
Hochleistungssteckverbindung, die durch spezielles Design die Übertragung sehr hoher Leistungsdichten erlaubt und im leitungsstärksten Wellenlängenmultiplexverfahren (DWDM) verwendet wird.
HRL-Stecker
High-Return-Loss-Stecker mit sehr hoher Reflexionsdämfung, wenn paarweise verwendet.
IEC
Die Internationale elektrotechnische Kommission (engl. International Electrotechnical Commission) ist ein internationales Normierungsgremium mit Sitz in Genf für Normen im Bereich der Elektrotechnik und Elektronik. Einige Normen werden gemeinsam mit ISO entwickelt.
Immersion
Einbettung des LWL-Kerns in Flüssigkeit mit gleicher oder naher Brechzahl des Kerns. Verwendung zur Reduktion von Reflexionen.
Infrarote Strahlung (infrared radiation)
Elektromagnetische Wellen im Spektralbereich von 0,75μm bis 1000μm und für das menschliche Auge nicht sichtbar. Die optische Übermittlungstechnik nutzt die Wellenlängen im Bereich des nahen Infrarot (0,85μm, 1,3μm, 1,55μm).
Intensität (intensity)
Energie pro Zeit und Fläche. Gemessen wird auf der strahlenden Fläche einer Lichtquelle oder auf der Querschnittsfläche des LWL.
Interferenz
Überlagerungserscheinungen beim Zusammentreffen von Wellen mit folgender Wirkung:
a) Konstruktive Interferenz: die Amplituden verstärken sich.
b) Destruktive Interferenz: die Wellen löschen sich gegenseitig aus.
Intranet
Ein Intranet ist ein organisations- oder unternehmensinternes, nicht-öffentliches Rechnernetzwerk, das auf den gleichen Techniken (TCP/IP, HTTP) und Anwendungen wie das In-ternet basiert und den Mitarbeitern einer Unternehmung oder Organisation als Informations-, Kommunikations- und Anwendungsplattform zur Verfügung steht. Innerhalb eines Intranets können auch Verzeichnisdienste zur Verfügung gestellt werden.
ISDN
Integrated Services Digital Network, integriertes digitales Netz für die Zusammenfassung verschiedener Dienste über gemeinsame digitale Übertragungssysteme. Weitere Technologien zum Telefonieren sind: GSM, UMTS, IP, VoIP u.a.
Isolation
Schutz vor unerwünschter optischer Energie auf einem Signalweg.
Isolator
Siehe Optischer Isolator.
-
Kanalabstand (channel spacing)
Abstand von Frequenz oder Wellenlängen zwischen nebeneinanderliegenden Kanälen im Wellenlängen-Multiplex-System.
Kanalverstärkung (channel gain)
Signalverstärkung bestimmter Wellenlängen im DWDM-System. Im allgemeinen für verschiedene Wellenlängen unterschiedlich.
Kategorie
Beschreibt die Anforderungen an passiven Bauteile wie Kabel, Buchsen, Panel und Patchkabel resp gibt über derern Qualität Auskunft.
Kern (core)
Zentraler Bereich eines Lichtwellenleiters, der zur Wellenführung dient.
Kern-Mantel-Exzentrizität
LWL-Parameter, der angibt, wie weit die Faserkernmitte von der Gesamtfasermitte abweicht.
Kerr-Effekt
Nichtlinearer Effekt bei hochintensivem Lichteinfall. Dabei ändert sich die Brechzahl mit der Leistung .
Klassen
Beschreiben grundsätzlich das komplette Netzwerk. Die Klasse gibt Auskunft mit welchen Bauteilen (aus welcher Kategorie) das Netzwerk erstellt worden ist.
Kleinsignal-Verstärkung
Funktion eines Vorverstärkers bei geringen Eingangssignalen, bevor der Verstärker in der Sättigung arbeitet.
Kodierung
Eine mechanische Vorrichtung an einem Steckverbindersystem, die eine seitenrichtige Verbindung sicherstellt oder das Einführen eines Steckverbinders in eine Buchse bzw. einen LWL-Adapter desselben Steckverbindertyps verhindert, die einer anderen Anwendung zuge-ordnet ist.
Kohärente Lichtquelle
Lichtquelle, die kohärente Wellen aussendet.
Kohärenz (coherence)
Messgrösse für den Grad räumlicher und zeitlicher Abhängigkeit zweier Lichtsignale.
Koppellänge
Erforderliche LWL-Länge zur Realisierung einer Modengleichgewichtsverteilung. Dies kann zwischen einigen hundert und einigen tausend Meter betragen.
Koppelverhältnis (coupling ratio)
Eine von der Wellenlänge abhängige Funktion, die den Typ des Kopplers charakterisiert.
Koppelverlust (coupling loss)
Verbindungsverlust zwischen zwei LWL. Unterschieden wird zwischen faserbedingtem (intrinsischen) Koppelverlust, der durch unterschiedliche Faserparameter bedingt ist und mechanisch bedingten (extrinsischen) Verlusten durch die Verbindungstechnik.
Koppelwirkungsgrad (coupling efficienty)
Verhältnis zwischen der optischen Leistung nach einer Kopplestelle und der Leistung vor der Koppelstelle.
Koppler (coupler)
Das passive optische Modul dient zur Verzweigung oder Zusammenführung von optischen Signalen und fungiert als passiver Verteil- und Sammelpunkt bei der optischen Datenübertragung.
Kunststoff-Lichtwellenleiter (plastic optical fiber)
LWL mit Kunststoffkern und -mantel. Kerndurchmesser und numerische Apertur sind im Vergleicht grösser. Günstiger als Glas-LWL für Anwendungen mit weniger hohen Anforderungen bezüglich Bandbreite und Streckenlänge. Vorzugsweise zum Einsatz in Wohnbauten geeignet.
LAN
Local Area Network.
Längenexponent (gammafactor)
Zusammenhang zwischen Bandbreite und realisierbarer Streckenlänge. Wichtiger Faktor bei der LWL-Übertragung.
Laser
Englische Abkürzung für ‘Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation’. Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung.
Laser-Chirp
Während eines einzelnen Impulses festgestellte Verschiebung der Zentral-Wellenlänge.
Laserdiode (laser diode)
Ein mit der Leuchtdiode (LED) verwandtes Halbleiter-Bauteil, das Laserstrahlung erzeugt.
LC
Link Concentrator.
Leckwelle (leaky mode)
Strahlungsanteile von Licht, die bei einer Stufenfaser nicht im Kern geführt werden, sondern sich über eine gewisse Strecke im Mantelglas ausbreiten. Wegen der hohen Dämpfung des Mantelglases können sich die Leckwellen nur über geringe Entfernungen ausbreiten.
Lichtwellenleiter (optical waveguide, fiber, fibre)
Aus Lichtleitern bestehende oder zusammengesetzte Kabel zur Übertragung von Signalen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen im Bereich der optischen Frequenzen. Lichtleiter bilden begrenzt biegsame Verbindungen und bestehen je nach Anwendung aus Mineralglas oder organischem Glas. Neuerdings und für eingeschränkte Anwendungen auch aus Kunststoff (POF).
Lichtwellenleiterkabel (LWL-Kabel)
Kabel, das aus einem oder mehreren Lichtwellenleitern besteht.
Light Injection and Detection
Durchlichtmessung in Spleisssystemen zum Justieren von Lichtwellenleitern über Biegekoppler.
Link
Kabelverbindung (Verteiler - Installation).
LNC-Twin
Zwei LNC‘s in einem Gehäuse mit zwei Ausgängen. Erlaubt den parallelen, unabhängigen Anschluss von zwei Receivern oder einem Twin-Receiver.
Low-Water-Peak-Faser
Weitgehend wasserfreie Weiterentwicklung des Singlemode-LWL mit dem auch im Wellenlängenbereich zwischen 1310 nm und 1550 nm Daten übertragen werden können.
Lumineszenzdiode (light emitting diode)
Ein Halbleitermodul, das durch spontane Emission inkohärentes Licht aussendet.
LWL-Duplexadapter
Mechanische Einrichtung, die zwei Duplexsteckverbinder zusammenführt und verbindet.
LWL-Duplexsteckverbinder
Mechanische Verbindung zur übertragung von optischen Signalen von einem LWL-Paar zum anderen.
LWL-Schweissverbindung (fused fiber splice)
Durch Verschmelzen der Enden entstandene Verbindung zweier Lichtwellenleiter.
Mach-Zehnder-Interferometer
Weiterentwicklung des Jamin-Interferometers. Durch einen Strahlteiler wird das einfallende Licht in 2 Wege mit variablen Wellenlängen aufgeteilt und nach Durchlaufen beider Wege wieder überlagert. Dient zur Messung von Phasenverschiebungen und zur Phasenmodulation von Licht.
Makrokrümmungen (macrobending)
Durch kreisförmige Krümmungen verursachte, dämpfende Profilstörungen im Lichtwellenleiter. Bei bestimmten Krümmungsradien können insbesondere bei Singlemodefasern lokale Dämpfungen nachgewiesen werden.
Mantel (cladding)
Optisch transparentes Material, das um den Kern eines Lichtwellenleiters aufgetragen wird.
Materialdispersion (material dispersion)
Die Materialdispersion entsteht durch die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl des lichtführenden Materials. Siehe auch chromatische Dispersion.
Mehrweg-Interferenzen (multipath interference)
Durch Mehrfachreflexionen hervorgerufene und innerhalb des gemessenen Signals phasenverschobene Interferenzen auf einer optischen Strecke. Durch Impulsverbreiterung verschlechtern sich dadurch die Systemeigenschaften.
Methode des begrenzten Phasenraumes
Phasenraumvolumenverringerungen im Multimode-LWL zur Realisierung einer angenäherten Modengewichtsverteilung.
mikro-elektro-mechanisches System
Modul zur Steuerung des Lichts mittels beweglicher, mechanischer Teile. Die Anordnungen sind zwei- oder dreidimensional möglich.
Mikrokrümmungen
Minimalste, spontane Biegungen der Faserachse, die die Kopplung des im Kern geführten Lichts beeinträchtigen.
ML
MegaLine, BKS Datenkabel-Linie (flex).
mm
Multi Mode.
MMC
Multi - Media - Conector.
Moden (modes)
Bezeichnet die stationären Eigenschaften fortlaufender Wellen hinsichtlich ihrer longitudinalen oder transversalen Energieverteilung.
Modendispersion (modal dispersion)
Impulsverbreiterung und Überlappung von im LWL geführten Licht durch unterschiedliche Ausbreitung. Begrenzt die Bandbreite und stellt die häufigste Dispersionsart im Multimode-LWL dar.
Modenfelddurchmesser (mode field diameter)
Mass im Singlemode-LWL bei der Lichtverteilung des Grundmodus zur Beurteilung von Koppel-, Biege- und Spleissverlusten, bei der die Feldamplitude auf das 1/e-fache (» 37%) ihres Maximalwerts an der LWL-Achse abgefallen ist. Bezüglich des Maximalwertes entspricht der Modenfelddurchmesser einem Intensitätsabfall auf 1/e2 ≈ 13.5%.
Modenfilter (mode filter)
Modul, das eine angenäherte Modengleichgewichtwsverteilung ermöglicht und die Abstrahlung der Moden höherer Ordnung bewirkt.
Modengleichgewichtsverteilung (equilibrium mode distribution)
Voraussetzung für reproduzierbare Dämpfungsmessungen: von der ursprünglichen Modenverteilung am Einkopplungsort unabhängiger Zustand der Energieverteilung im LWL nach dem Durchlaufen einer ausreichenden Koppellänge. Moden höherer Ordnung tragen dabei eine geringere Leistung im Vergleich zu Moden tieferer Ordnung.
Modengleichverteilung (uniform mode distribution)
Gleichverteilung der Leistung auf alle Moden.
Modenmischer (mode scrambler)
Modul zur Herstellung einer Modengleichgewichtsverteilung im Multimode-LWL.
Modenmischung (mode mixing)
Einsetzender und stärker werdender Energieaustausch zwischen den verschiedenen Moden während der Ausbreitung entlang des Multimode-LWL.
Modulation
Änderung der physikalischen Eigenschaften (Amplitude, Frequenz oder Phase) des Trägersignals.
Monomode-LWL
Siehe Singlemode-LWL.
Multimode-LWL (multimode fiber)
Lichtwellenleiter, der gleichzeitig und ohne gegenseitige Signalstörung mehrere Lichtwege erlaubt.
Multiplexer
Modul der optischen Datenübermittlung, der Signale aus verschiednen Kanälen in einen gemeinsamen Kanal bündelt. Gegenstück zum Multiplexer ist der Demultiplexer. Es wird zwischen Zeimultiplex- und Wellenlängenmultiplexverfahren unterschieden.
Nachlauf-LWL, Nachlauffaser
Lichtwellenleiter, der derzu messenden Lichtwellenleiterstrecke nachgeschaltet wird.
Nebensprechdämpfung
Mass für das Verhältnis zwischen der in Paar x ungewollt aus Paar y eingekoppelten Leistung und der in Paar y eingespeisten Leistung.
Nebensprechdämpfung (directivity)
Entspricht dem Verhältnis der eingespeisten Leistung zu der am offenen Eingang auf der gleichen Seite eines Kopplers austretenden Leistung.
Netzanwendung
Ein System mit dem zugehörigen übertragungsverfahren, das von einer nachrichtentechnischen Verkabelung unterstützt wird.
NEXT
Near End Cross Talk - Nahnebensprechen: Nebensprechen am nahen senderseitigen Ende.
Nicht-Linearitäten
Sammelbegriff für nichtlineare optische Effekte.
NL
NewLine, BKS Produkte-Linie.
Non-zero Dispersion (shifted fiber)
LWL-Fasern aus speziell strukturierten Materialien, die auf geringe chromatische Dispersion (Koeffizient >0) im dritten optischen Fenster bei 1550 nm optimiert sind. Haupteinsatzgebiet sind vielkanalige Systeme (DWDM).
Normierte Frequenz (v-number)
Von Kernradius, numerischer Apertur und Wellenlänge abhängiger dimensionsloser Parameter, der die Anzahl der geführten Moden definiert.
Nulldispersionswellenlänge (zero-dispersion wavelengh)
Der Wert der chromatischen Dispersion der Faser beträgt bei dieser Wellenlänge Null. Wellenlänge, bei der die chromatische Dispersion der Faser Null ist.
Numerische Apertur (numerical aperture)
Dimensionslose Grösse, die das Lichtfokussierungsvermögen eines optischen Elements beschreibt und im LWL von Kernbrechzahl und Mantelbrechzahl abbhängt.
NVP
Nominal Velocity of Propagation, zu deutsch „nominelle Ausbreitungsgeschwindigkeit“, ist eine charakteristische Signalausbreitungsgeschwindigkeit in Kabeln und wird zumeist in Prozent der Lichtgeschwindigkeit angegeben. Sie ist aus dem Datenblatt des jeweiligen Kabelherstellers zu entnehmen. Üblicherweise liegt dieser Wert der Signalausbreitungsgeschwindigkeit bei einem in strukturierter Verkabelung verwendeten Twisted-Pair-Kabel zwischen 65 und 80% der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum von maximal c= 299 792 458m/s, also zwischen 194 856 100 m/s und 239 834 000 m/s.
OM
Bei den OM-Klassen (Optical Multimode) handelt es sich um die standardisierte Klassifizierung von Lichtwellenleitern für die LwL-Verkabelung, vergleichbar der Klassifizierung von Twisted-Pair-Kabel (Kategorie) für die strukturierte Verkabelung (EN 50173 und ISO/IEC 11801). Die Standardisierung, die die Verkabelung von Gigabit-Ethernet und 10-Gigabit-Ethernet unterstützen soll, wird von ISO/IEC durchgeführt und sieht drei Klassen für Multimodefasern (OM1, OM2, OM3) und eine Klasse für Monomodefasern (OS1) vor.
Optische Achse (optical axis)
Die mit der Symmetrieachse eines reflektierenden oder brechenden optischen Elements übereinstimmende gerade Linie.
Optische Nichtlinearität (nonlinear optical effect)
Im LWL-Kern ändern sich bei hoher Energiedichte die dielektrischen Materialeigenschaften. Dabei können sich Lichtstrahlen gegenseitig beeinflussen und verstärken sich über die zurückgelegte Strecke im LWL.
Optische Polymerfaser
Siehe POF/Kunststoff-Lichtwellenleiter.
Optische Rückfluss-Dämpfung
Auch Rückfluss-Dämpfung.
Optischer Add-Drop-Multiplexer (optical add-drop multiplexer)
Modul, das aus einem Signalbündel (viele Wellenlängen), das ein LWL durchwandert, eines der Signale auskoppelt und ein neues Signal mit derselben Wellenlänge wieder einkoppelt.
Optischer Cross-Connect (optical cross-connect)
Optischer Schalter mit beliebiger Anzahl Ein- und Ausgängen. Ein optisches Signal, das an einem beliebigen Eingang eintritt, kann damit zu einem beliebigen Ausgang geleitet werden.
Optischer Isolator (optical isolator)
Optisches Bauteil, das Lichtwellen einer bestimmten Polarisationsrichtung nur in eine Richtung durchlässt, in der Gegenrichtung jedoch ablenkt oder absorbiert. Der optische Isolator, dessen Kernstück ein Faraday-Rotator ist, kann Leistungsrückflüsse stark unterdrücken.
Optischer Verstärker (optical amplifier)
Modul zur gleichzeitigen und direkten Verstärkung vieler Lichtwellenlängen. Von grosser Bedeutung in DWDM-Systemen.
Optischer Zirkulator (optical circulator)
Optisches Bauelement zur Auftrennung von Signalrichtungen. Im entgegen gesetzten Umlaufsinn wirkt der Zikulator wie ein Isolator.
Optisches Dämpfungsglied (optical attenuator)
Modul zur Dämpfung der Intensität von durchlaufendem Licht.
Optisches Rückstreumessgerät (optical time domain reflectometer)
Gerät zur Messung von im LWL gestreutem und reflektiertem Licht und Aussagen über die Eigenschaften der zu prüfenden Strecke ermöglicht. Gemessen werden Dämpfung, Dämpfungskoeffizient, sowie Störstellen und deren Dämpfungen.
Optoelektronischer Schaltkreis
Modul zur Übertragung, Verstärkung oder Modulation von Signalen.
OTO (optical-terminal-outlet)
LWL-Wandauslassdose bei FTTH-Installationen.
Parabelprofil-LWL
LWL mit parabelförmigem Brechzahlprofil über den Kernquerschnitt.
PC-Stecker (physical contact)
Spezifische LWL-Steckverbindung mit physikalischem Kontakt der Steckerfläche.
Phasenbrechzahl Phase (refractive index)
Verhältnis zwischen Lichtgeschwindigkeit im Vakuum und Phasengeschwindigkeit.
Phasengeschwindigkeit
Geschwindigkeit, mit der sich die Phase einer Welle ausbreitet.
Photodiode
Lichtenergie absorbierendes und einen Photostrom erzeugendes Modul.
Photon
Die elementare Anregung des elektromagnetischen Feldes.
Photonische Kristalle (photonic crystals)
In transparenten Festkörpern vorkommende oder geschaffene periodische Strukturen des Brechungsindex, die die Bewegung von Licht beeinflussen, deren Strukturabmessungen gleich oder größer eines Viertels der zugehörigen Wellenlänge des Lichts sind.
Pigtail
Kurzes LWL-Stück mit einer Steckverbindung zum Kopplen optischer Module an die Übertragungsstrecke.
Planarer (Streifen)-Wellenleiter
Auf der Oberfläche von Trägermaterialien erzeugte lichtwellenleitende Struktur.
Polarisation (polarization)
Beschreibt die Schwingungsrichtung einer Lichtwelle.
Preamplifier
Direkt vor dem Empfänger eingesetzter optischer Verstärker.
Primärbeschichtung (primary coating)
250 μm dickes Mantelmaterial, das beim Faserherstellungsprozess direkt aufgetragen wird und meist aus Acrylat oder Silikon besteht.
Primärkabel
Kabel, das den Standortverteiler mit dem (den) Verteiler(n) verbindet, Primärkabel dürfen Verteiler auch direkt miteinander verbinden.
Profildispersion (profile dispersion)
Dispersion infolge nicht optimaler Anpassung des Profilexponenten des Parabelprofil-LWL an die spektralen Eigenschaften des optischen Senders.
Profilexponent (profile exponent)
Beschreibt die Form bei Potenzprofilen. In der Praxis optimal gelten Profilexponenten mit g ≈ 2.
PS (power-sum)
Die Leistungssumme beschreibt die Summe aller Störleistungen, die durch Nebensprechen in ein Paar eingekoppelt sind. Die Power-Sum Messung kommt dem Einsatzfall bei Gigabit Ethernet, bei dem alle Paare in Betrieb sind, sehr nahe. Power-Sum kann gebildet werden für ACR, NEXT und FEXT.
Quarzglas (fused silica glass)
Aus reinem Siliziumoxyd hergestelltes Glas und Ausgangsmaterial für den Glas-LWL.
RAL
RAL-Farben sind Standardfarben gemäss einer Reihe von Farbsammlungen für die Industrie, die das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung, Sankt Augustin herausgibt. Insgesamt gibt es über 2.000 RAL-Farben. 1.688 Farbtöne enthält das RAL-Design-System, ein den ganzen Farbraum umfassendes Farbsystem.
Rangierfeld
Rangierverteiler, der für die Verwendung von Rangierkabeln eingerichtet ist. Er erleichtert die Systemverwaltung bei Umzügen und Änderungen.
Rangierkabel
Flexibles Kabelbündel oder flexibles Verseilelement, das mit Steckverbindern konfektioniert ist, und zur Herstellung von Verbindungen innerhalb von Rangierfeldern verwendet wird.
Rangierpaar
Ein Kabelbündel oder ein Verseilelement ohne Steckverbinder, mit dem eine Verbindung in Rangierfeldern hergestellt wird.
Receiver
Receiver ist die Sammelbezeichnung für Empfänger aller Art. Nicht nur z.B. Rundfunk- oder Fernsehempfänger, sondern auch die Empfangsbaugruppen bei Telefon, Telex usw.
Reflektometer-Verfahren
Ist ein Verfahren zur Ermittlung und Analyse von Lauflängen und Reflexionscharakteristika.
Reflexion (reflexion)
Das Zurückwerfen von Wellen an einer Grenzfläche, wo sich die Brechzahl des Mediums ändert, wobei der Eintrittswinkel gleich dem Austrittswinkel ist.
Reflexions-Dämpfung
Unterschied zwischen einfallender und zurückfallender Lichtleistung. Wird in der Regel in dB angegeben.
RL (return loss)
Rückflussdämpfung: Diese Grösse beschreibt die Inhomogenitäten anhand des Verhältnisses zwischen rücklaufender und hinlaufender elektromagnetischer Welle.
Rückflussdämpfung (return loss)
Die Rückflussdämpfung, auch Rückstreudämpfung genannt, gibt es bei drahtgebundenen und optischen Übertragungsmedien. Es handelt sich dabei um ein logarithmisches Mass für das Verhältnis von ausgesendeter zu reflektierter Energie.
Rückschneidemethode (cut-back technique)
Dämpfungsmessmethode, bei dem der zu messende LWL zurückgeschnitten wird.
Rückstreu-Dämpfung
Es handelt sich dabei um ein logarithmisches Maß für das Verhältnis von ausgesendeter zu reflektierter Energie.
SAN (storage area networks)
Storage Area Networks sind dedizierte Speichernetze.
Scart
Bezeichnung für: Syndicat des Constructeurs d‘Appareils Radiorècepteuts et Téléviseurs. Damit wird eine Steckerverbindung für analoge Video-, Audiound Steuersignale bezeichnet.
Schalter (switch)
Ein Modul, das Licht von mindestens einem Eingangstor zu mindestens einem anderen Ausgangstor überträgt.
Schnittstelle zum öffentlichen Netz
Übergabepunkt zwischen dem öffentlichen und dem privaten Netz. In vielen Fällen ist die Schnittstelle des öffentlichen Netzes der Punkt, an dem die Einrichtungen des öffentlichen Netzanbieters mit der Standortverkabelung verbunden sind.
Schnittstelle
Punkt, an dem Verbindungen zur universellen Verkabelung vorgenommen werden.
SECAM
Séquence Couleur á Mémoire. In Frankreich entwickelte Farbfernsehnorm, welche beide Differenzsignale (R-y) und (B-y) korrigiert.
Seitenmodenunterdrückung
Ein Modul, das Licht von mindestens einem Eingangstor zu mindestens einem anderen Ausgangstor überträgt.
Sekundärkabel
Kabel, das einen Verteiler mit einem Etagenverteiler verbindet. Sekundärkabel dürfen auch Etagenverteiler im selben Gebäude verbinden.
Selbstphasenmodulation (self-phase modulation)
Im LWL-Kern auftretender Effekt, der durch die optische Nichtlinearität entsteht. Eine Lichtwelle mit anfangs konstanter Wellenlänge durchlebt dadurch eine Phasenmodulation, die proportional zu ihrer momentanen Intensität steht.
Sender (transmitter)
In der optischen Nachrichtentechnik verwendetes Modul zur Umwandlung von elektronischen Signalen in optische. Das Modul besteht aus Sendediode (Laserdiode oder Lumineszenzdiode), Verstärker und weiteren elektronischen Schaltungen. Bei Laserdioden ist zudem eine Monitorphotodiode mit Regelverstärker zur Überwachung und Stabilisierung der Strahlungsleistung erforderlich. Die Stabilisierung der Betriebstemperatur erfolgt dabei oft mit Hilfe eines Thermistors und einer Peltierkühlung.
Signal-zu-Rausch-Verhältnis
Verhältnis zwischen Nutzsignal und Störsignal innerhalb des für die Übertragung genutzten Frequenzbandes.
Singlemode-LWL
LWL, der nur in einem Modus, dem Grundmodus, ausbreitungsfähig ist.
Skew
Differenz zwischen den Verzögerungszeiten zweier oder mehrerer Paare. Für spezielle Anwendungen, z.B. Gigabit Ethernet muss das (Delay) Skew möglichst klein sein.
sm
Single Mode.
Soliton
Ausbreitung einer Welle in dispersivem und nichtlinearem Medium ohne Änderung seiner Form.
Spektrale Breite (spectral width)
Masseinheit der Wellenlängenausdehnung des Spektrums.
Spektrale Effektivität, Bandbreiten-Effektivität, spektrale Dichte
Verhältnis von übertragener Bitrate aller Kanäle des DWDM-Systems zur Bandbreitenkapazität des Singlemode-LWL innerhalb des betrachteten Wellenlängenbereiches.
Spleiss (splice)
Technik zur direkten Verbindung von LWL.
Spleissverbindung (splicing)
Technik zur Verbindung zweier LWL-Enden durch Verkleben oder Verspleissen.
Spontane Emission (spontaneous emission)
Bezeichnet die Emission eines Photons beim Übergang eines Elektrons von einem höheren in ein tieferes Energieniveau eines Atoms oder Moleküls. Die spontane Emission findet im Gegenzug zur stimulierten Emission ohne äussere Einwirkung statt.
Standortverteiler
Verteiler, von dem die Primärverkabelung ausgeht.
Stimulierte Emission (stimulated emission)
Führen in einem Halbleiter befindliche Photonen vorhandene Überschussladungsträger zu zum Aussenden von Photonen, entsteht stimulierte Emission, die mit dem einfallenden Licht kohärent ist.
Streuung (scattering)
Hauptsächliche Dämpfungsursache eines LWL durch Streuung des geführten Lichts ausserhalb des zulässigen Akzeptanzbereichs.
Stufenprofil (step index profile)
Brechzahlprofil einer LWL Faser. Der Brechungsindex ist im Kern konstant und stufenförmig gegenüber dem Mantel erhöht.
Substitutionsmethode
Dämpfungsmessmehtode. Ein Referenz-LWL wird in einer Messtrecke durch das Messobjekt ersetzt.
Systembandbreite (system bandwidth)
Vom Sender bis zum Empfänger gemessene Bandbreite eines LWL-Streckenabschnitts.
Systemreserve (safety margin)
Bei der Planung von LWL-Systemen einkalkulierter Dämfpungspuffer, der Dämpfungserhöhungen, Alterungserscheinungen oder Reparaturfolgen kompensiert.
Taper
Ein optisches Bauteil, das zwei Lichtwellenleiter mit unterschiedlichen Radien miteinander verbindet.
TE
Tiefen Einheit, 1TE = 1/5“ resp 5.08mm
Terrestrisch
Bezeichnet die Hörfunk- oder Fernsehübertragung von erdgebundenen Funksendern zu Empfängern mit Haus- oder Zimmerantenne, sowie tragbaren Geräten und Autoradios.
Tertiärkabel
Kabel, das den Etagenverteiler mit dem (den) informationstechnischen Anschluss (Anschlüssen) verbindet.
Totalreflexion (total internal reflection)
Reflexion am Übergang zweier transparenter und optisch unterschiedlich dichter Medien, wobei das Licht nicht gebrochen, sondern komplett reflektiert wird, wenn es sich im optisch dichteren Medium ausbreitet. Der Einfallswinkel auf der Grenzfläche muss grösser sein als der Grenzwinkel der Totalreflexion.
Transceiver
Modul mit 2 optischen und einem elektrischen Interface, das als Sender und Empfänger benutzt werden kann.
Transponder
Wellenlängenumwandler, der eine Wellenlängenumsetzung und eine 2R- oder 3R-Regeneration ermöglicht.
Triple-Play
Anbieter der drei Systeme Television, Internet und Telefon. Es sind die Kabelfernsehanbieter, Telefongesellschaften der Festnetze, Gesellschaften der Funknetze und Provider für das Internetfernsehen.
Übergabepunkt
Eine Schnittstelle zB. eine Signalübergabestelle „SÜS“ zwischen dem Kabelfernsehnetz des Anlagenbetreibers und der Hausinstallation.
Übersprechen (crosstalk)
Durch Überkopplung von anderen Kanälen erzeugte, unerwünschte Signale.
Übertragungsstrecke
Der vollständige übertragungsweg, der zwei beliebige anwendungsspezifische Einrichtungen miteinander verbindet. Geräteverbindungskabel und Geräteanschlusskabel sind Bestandteil der übertragungsstrecke.
Ungleichförmigkeit der Verstärkung
Von der Wellenlänge abhängige Verstärkungsänderung. Die Neigung des Verstärkungsprofils wird in dB/nm angegeben.
Unidirektional
Nur in eine Richtung laufende Ausbreitung von optischen Signalen über einen gemeinsamen LWL.
VDSL
Very Digital Subscriber Line, ist eine DSL-Technologie und ermöglicht via Telefonleitung eine Datenübertragung bis zu 52 Mbit/s und somit das Internetfernsehen (IPTV). DMT oder QAM werden als Leitungscode verwendet. Je nach Standard benutzt VDSL bis zu vier Frequenzbänder.
Verbindungspunkt
Ort, an dem Geräteverbindungskabel aufgelegt und mit dem Teilsystem der Verkabelung verbunden werden, ohne Rangierkabel oder Rangierpaare zu verwenden.
Verkabelung
Anordnung von Nachrichtenkabeln, flexiblen Kabeln und Verbindungstechnik, die den Anschluss von Einrichtungen der Informationstechnik unterstützt.
Verkabelungsstrecke
Der übertragungsweg zwischen zwei Schnittstellen der universellen Verkabelung. Sie schliesst Geräteverbindungskabel und Geräteanschlusskabel aus.
Verteiler
Verteiler, an dem das (die) Sekundärkabel endet(n) und auf dem das (die) Primärkabel aufliegen darf (dürfen).
VoD (video on demand)
Im Gegensatz zum Pay-TV, wo ein komplettes Programm abonniert wird, werden beim Video on Demand Sendungen und Filme bestellt und bezahlt. Bei vielen Anbietern ist das VoD-Angebot auch gratis und z.T. mit Werbung hinterlegt. Das Internetfernsehen (IPTV) übernimmt immer mehr diese VoP Angebote.
VoIP
Voice over Internet Protocol, eine Sprachübertragung über Internet-Protokoll, auch als Internet-Telefonie bezeichnet.
Vorform (preform)
Aus Kern- und Mantelglas bestehender Glasstab, der zu einem LWL ausgezogen werden kann und als Vorlauf-LWL von den zu messenden LWL geschaltet wird.
WAN
Wide Aera Network
Wasserpeak (water peak)
Dämpfungssteigerung des LWL im Bereich der Wellenlänge 1383 nm durch Glasverunreinigungen mit Hydroxyl-Ionen.
Wellenlänge (wavelength)
Länge einer vollen Schwingung. In der optischen Übertragungstechnik wird der Wellenlängenbereich zwischen 650nm und 1625 nm genutzt und berechnet sich durch Teilung der Phasengeschwindigkeit durch Frequenz.
Wellenlängenmultiplex (wavelengh division multiplex)
Verfahren, bei dem durch gleichzeitige Übertragung unterschiedlicher Wellenlängen das Übertragungsvermögen des LWL gesteigert wird.
Wellenleiter (waveguide)
Leitendes oder elektrisches Medium, auf dem sich elektromagnetische Wellen ausbreiten können.
Wellenleiterdispersion (waveguide dispersion)
Durch die Wellenlängenabhängigkeit der Lichtverteilung der Grundmodi auf Kern- und Mantelglas verursachte typische Dispersionsart des Singlemode-LWL.
Wellenwiderstand
Der Wellenwiderstand ist definiert als das Verhältnis zwischen Spannung und Strom. Er ist die Kenngrösse für ein homogenes Kabel und charakterisiert das Übertragungssystem. Gemeinsam mit der Rückflussdämpfung beschreibt der Wellenwiderstand die Übertragungsstrecke.
Wiedereinkopplungs-Wirkungsgrad
Lichtanteil im Verhältnis zum Gesamtstreulicht in rückwärtiger Richtung innerhalb des Akzeptanzbereichs und im LWL geführt.
Zeitmultiplex (time division multiplex)
Verfahren, bei dem bestimmte Zeitabschnitte eines gemeinsamen Signals mehreren ursprünglichen Einzelsignalen zugeordnet werden.
Zirkulator
Siehe Optischer Zirkulator.
Zusatzdämpfung (excess loss)
Summe der ausgekoppelten Lichtleistungen aus allen Toren eines Kopplers im Verhältnis zur Eingangsleistung. Der Wert wird in dB angegeben.