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Mit meist mässiger oder geringer Lawinengefahr herrschten oft sehr gute Tourenbedingungen. Oberflächliche Schichten waren aber vereinzelt noch störanfällig, wobei sich dieses Problem mit der Zeit immer mehr auf die Nordhänge beschränkte. Die Aktivität von nassen Lawinen blieb mit den kalten Temperaturen klein.
Es war oft sonnig. Meist bildete sich im Tagesverlauf Quellwolken und es gab einzelne, meist schauerartige Niederschläge. Die Niederschlagsmengen blieben klein (Abbildung 1). Allerdings ist um diese Jahreszeit die Niederschlagsmessung schwierig: (1) oft sind die Niederschläge konvektiv verursacht und daher sehr lokal. Sie fallen also oft durch das Raster der Messnetze. Zudem (2) sind die Niederschlagsmengen und besonders die Neuschneemengen in der Höhe oft deutlich höher als im Tal. Es ist daher keine Seltenheit, dass im Frühling an den Messstationen kaum Niederschlag erfasst wird, aber im Gelände – insbesondere im Hochgebirge – deutlich mehr Schnee beobachtet wird (siehe dazu auch Grenzen des Lawinenbulletins).
Der Wind war in dieser Wochenberichtsperiode meist schwach bis mässig. Die Temperaturen auf 2000 m stiegen von winterlichen -6 °C bis knapp über den Gefrierpunkt.
Die Hauptgefahr ging von Triebschneeansammlungen aus, die sich am 13. und 14. April gebildet hatten. Diese wurden durch anschliessende, kleine Schneefälle mit wenig Wind überdeckt und waren somit schwer oder kaum mehr zu erkennen. Diese Triebschneeansammlungen konnten teils noch ausgelöst werden (Abbildung 2). Sie waren meist nur dünn, aber teilweise erstaunlich flächig (Abbildung 3). Dies deutete auf eine recht ausgeprägte Schwachschicht hin. Eine solche wurde auch von den Lawinenwarndiensten der Nachbarländer festgestellt, ganz besonders im Tirol.
In den inneralpinen Gebieten des Wallis und Graubündens wurden zudem einzelne Lawinenauslösungen in tieferen Schichten beobachtet. Dies jeweils an Nordhängen oberhalb von rund 2500 m (vgl. Abbildung 4).
Die Aktivität von feuchten und nassen Lawinen beschränkte sich auf oberflächennahe Schichten und war klein. Nachdem es in den Tagen zuvor ruhig war, wurden ab Dienstag, 20.04. auch wieder einzelne Gleitschneelawinen gemeldet.
Gefahrenentwicklung
Lawinenbulletins dieser Zeitperiode im Überblick.