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Die Positive Psychologie hat sich zum Ziel gesetzt, Stärken und Ressourcen von Menschen zu fördern. Sie erforscht, welche Faktoren das Leben am meisten lebenswert machen. Die Positive Psychologie versucht, die Psychologie wieder zu komplettieren, indem sie verstärkt bislang vernachlässigte Bereiche untersucht. Seligman (2000) beschreibt drei Säulen der Positiven Psychologie. Er spricht vom positiven Erleben (z. B. contentment, satisfaction), positiven Traits (z. B. Tugenden, Charakterstärken oder Talent) sowie positiven Institutionen:
- Bezogen auf das positive Erleben unterscheidet er drei Ebenen: vergangenheitsorientierte (z. B. contentment, satisfaction, pride), zukunftsorientierte (z. B. optimism, hope, trust) und gegenwartsbezogene positive Emotionen.
- Seligman (2000) versteht Charakterstärken als positive Traits, als moralisch bewertete Eigenschaften. Zwischen den Menschen gibt es stabile und generelle individuelle Unterschiede in ihren Stärken. (...) Peterson und Seligman (2004) beschreiben einen Katalog von 24 Charakterstärken und sechs Tugenden, der als eine Art DSM (Diagnostic Statistic Manual) für positive Eigenschaften („Manual of the Sanities“) fungieren soll. Menschliche Stärken werden dabei in den Vordergrund der Forschung gestellt.
- Positive Institutionen beschreiben Rahmenbedingungen von Institutionen, die ein Wachstum erlauben. Zu nennen sind hier „gesunde“ Familien, Wohngegenden, Schulen, Medien oder Betriebe.
Mehr Informationen finden Sie auf http://www.psychologie.uzh.ch/fachrichtungen/perspsy/trainings/zsp/pospsy.html
Seligman, Parks und Steen (2004) beschreiben als das „ultimative Ziel“ der Positiven Psychologie, Menschen glücklicher zu machen, in dem sie dabei unterstützt werden, positive Emotionen, Erfüllung (gratification) sowie Sinn (im Leben; meaning) zu verstehen und aufzubauen.
Die Positive Psychologie stützt sich auf die Überzeugung, dass Menschen ein sinnvolles und erfüllendes Leben führen möchten, ihre eigenen Stärken kennen lernen und weiter ausbauen möchten und, dass sie sich auf vielen verschiedenen Ebenen, wie Liebe, Arbeit oder im Spiel, weiter entwickeln möchten.
Das psychologische Institut der Uni Zürich (Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik) hat zur Förderung der Positiven Psychologie bereits einige Projekte realisiert. Eines davon ist die Humorwerkstatt, welche ein Tumortraining anbietet. Ein Ausschnitt aus dem Beschrieb:
"Wichtige Themen unseres Humortrainings sind z.B.: eine spielerische Haltung zu finden, öfters zu lachen und Optimismus zu bewahren und fördern, Humor im Alltag zu finden, über sich selbst lachen zu können, Humor als Bewältigungsstrategie bei Stress zu benutzen.
Fördern Sie Ihr eigenes komisches Potential, um:
- In schwierigen Situationen gelassener zu bleiben
- Mit Humor im Privaten und im Beruf mehr zu erreichen
- Über sich selbst lachen zu können
- Humor als Stressbewältigungsstrategie zu gebrauchen"
Ein weiteres Projekt des Psychologischen Instituts ist das Stärkentraining. Auf dieser Webseite wird ein kostenloses Trainingsprogramm aus der Positiven Psychologie angeboten, welches an der Fachrichtung für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik des Psychologischen Instituts der Universität Zürich entwickelt wurde. Dieses Programm wurde gemäss den Grundsätzen der Positiven Psychologie und ihrem Prinzip „fix what's wrong“ (In Ordnung bringen, was nicht funktioniert) und „build what's strong“ (Stärken fördern) entwickelt. Hier geht's zur Anmeldung zur Teilnahme am Trainingsprogramm.