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Der Fachverband Infra und der Schweizerische Baumeisterverband werden die von Bundesrat und Parlament beschlossene Gotthard-Sanierung mittels einer Ersatzröhre in der Volksabstimmung unterstützen. Das Nein des Referendumskomitees gefährdet die Anbindung des Tessins an die übrige Schweiz und zementiert auf Jahrzehnte hinaus die ungenügende Verkehrssicherheit auf der Nord-Süd-Achse.
Das vom Nein-Komitee heute bei der Einreichung des Referendums vorgeschlagene Alternativprojekt ist Augenwischerei. In der vom Nein-Komitee erzwungenen Volksabstimmung geht es nämlich nicht um Alternativen, sondern ausschliesslich um ein Ja zur Gotthardvorlage von Bundesrat und Parlament. Diesen Bundesbeschluss erachtet der Fachverband Infra und der Schweizerische Baumeisterverband als schlüssig.
Der Bau einer zweiten Röhre ohne Kapazitätsausweitung überzeugt in wirtschaftlicher, ökologischer und sicherheitstechnischer Hinsicht. Nur so werden das Tessin und die Zentralschweiz von den negativen Auswirkungen einer Sperrung verschont und der Ausweichverkehr über andere Alpenübergänge wird vermieden. Das Fehlen einer stabilen und schnellen Strassen-Transitroute zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz wären für die Wirtschaft und den Tourismus der Gotthardkantone fatal.
Da die geologischen Bedingungen am Gotthard bekannt sind, kann eine Ersatzröhre ohne grössere Risiken realisiert werden. Diese vereinfacht zudem auch alle künftigen Sanierungen, die im gleichen Umfang mindestens alle 40 Jahre nötig sein werden.
Mit dieser modernen Infrastruktur wird die Fahrt durch den Gotthard sicherer, weil der Verkehr künftig richtungsgetrennt rollt. Der Forderung, dass nach dem Bau der Ersatzröhre und der Sanierung der bestehenden Röhre der Verkehr weiterhin einspurig geführt werden soll, wird mit der Gesetzesänderung ausreichend Rechnung getragen.