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«Die vorläufige Wahlbeteiligung betrug 67,47 Prozent oder 73,36 Millionen Menschen», sagte Wahlleiterin Ella Pamfilowa.
Der 65-jährige Putin geht damit in eine vierte Amtszeit im Kreml, die laut Verfassung bis 2024 dauert. Sein Sieg war erwartet worden und hatte sich gleich mit den ersten Zahlen nach Schliessung der Wahllokale am Sonntag bestätigt. Der gesamte Staatsapparat hatte ihn unterstützt.
Den politisch unbedeutenden Gegenkandidaten blieb bei der Präsidentenwahl wenig Spielraum. Den zweiten Platz erreichte der Kommunist Pawel Grudinin mit 11,8 Prozent, dahinter folgt der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski mit 5,6 Prozent. Für die liberale TV-Journalistin Xenia Sobtschak stimmten 1,6 Prozent, vier weitere Kandidaten erhielten noch weniger Stimmen.
Kremlkritiker Alexej Nawalny hatte zu einem Boykott der Abstimmung aufgerufen. Oppositionsnahe russische Wahlbeobachter registrierten rund 3000 Manipulationsversuche. Videokameras zeichneten auf, wie Wahlhelfer bündelweise Stimmzettel in die Urnen stopften. Pamfilowa sprach von einer insgesamt transparenten Wahl. Sie annullierte aber die Ergebnisse in fünf der 97’000 Wahllokale.
Erstmals durfte auch die 2014 annektierte ukrainische Krim an der Präsidentenwahl teilnehmen, auf der nach offiziellen Angaben 92,15 Prozent für Putin stimmten. Die russischen Soldaten im Syrien-Einsatz hätten zu 100 Prozent für ihren Oberbefehlshaber gestimmt, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Putins offizielle Amtseinführung ist für Mai angesetzt. Im Anschluss werde es Veränderungen in der Regierung geben, kündigte er an. Details nannte er nicht. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will am Montagnachmittag eine erste Einschätzung zum Wahlverlauf geben. Die OSZE hatte rund 600 Beobachter im Einsatz.
(SDA)