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Wink Richtung Federer? Nadal: «Ich hatte nicht so viele Chancen wie andere Top-Spieler, um Major-Titel zu gewinnen»
Rafael Nadal spielt dieses Jahr bei Grand-Slam-Turnieren so erfolgreich wie zuletzt 2011. Dass er einen neuen Höhepunkt seiner Karriere erreicht hat, glaubt der Spanier aber nicht unbedingt. Vielmehr hadert der Weltranglisten-Erste mit den Verletzungen, die ihn jahrelang plagten.
Nach 4:43 Stunden ist die epische Schlacht gegen Dominic Thiem vorbei. Rafael Nadal steht nach einem dramatischen Fünfsatzsieg in den Halbfinals der US Open (zum Spielbericht). Schon vor der Partie hatte der Spanier etwas erreicht, war er zuletzt vor sieben Jahren geschafft hatte: Er qualifizierte sich an jedem Major-Turnier des Jahres mindestens für die Runde der letzten acht.
In New York wahrt die Weltnummer 1 die Chance auf den 18. Grand-Slam-Triumph. Zur Erinnerung: Den Allzeit-Rekord hält Roger Federer mit 20 Titeln. Nadal deutet nach dem Halbfinal-Einzug an, dass er durchaus schon mehr Major-Titel auf dem Konto hätte haben können, wenn er in seiner Laufbahn nicht ständig Probleme mit dem Körper gehabt hätte.
«Seit 2012 hatte ich immer mit Verletzungen zu kämpfen», antwortet Nadal auf die Frage, was er verändert hat, um nach 2011 wieder in allen Grand Slams des Jares die Viertelfinals zu erreichen. «2012 verpasste ich die halbe Saison, 2013 war ich in Australien nicht dabei, 2014 verpasste ich die US Open. 2016 verletzte ich mich erneut. Und letztes Jahr war ich ganz nah dran, alle Viertelfinals zu erreichen, ich scheiterte in Wimbledon im Achtelfinal.»
Nadal mit Wink Richtung Federer?
Am Ende habe er nur eine schwache Saison gehabt, 2015, ansonsten hätten ihn einfach immer wieder die Verletzungen zurückgeworfen, meint Nadal. «Diese Geschichte gehört zu meiner Karriere. Ich habe mehr Grand Slams verpasst als die anderen Top-Spieler. Das ist der Grund, dass ich in den vergangenen Jahren nicht mehr in der Lage war, jedes Mal die Viertelfinals zu erreichen.»
Sind Nadals Aussagen ein Wink in Richtung Roger Federer? Will der Spanier behaupten, dass der Schweizer, der über weite Strecken seiner Karriere ohne grosse Verletzungen blieb, mehr Möglichkeiten hatte, um Grand-Slam-Titel zu gewinnen? Fakt ist: Federer blieb seit 2011 vier Major-Turnieren fern, bei Nadal sind es genauso viele – das Zweitrunden-Aus in Wimbledon 2012, das Rafa mit einer Knieverletzung erklärt, ist hier nicht miteingerechnet.
Im Gegensatz zu Federer hat Nadal in den nächsten Tagen aber die Möglichkeit auf den Gewinn der nächsten Grand-Slam-Trophäe. Im Kampf um seinen vierten Titel in New York trifft der Titelverteidiger am Freitag auf Juan Martin Del Potro, der seinen Viertelfinal gegen John Isner gewann.
Alles Wichtige zum ersten Viertelfinal-Tag der US Open erfahren Sie hier.Zurück zur Startseite