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Der Ausdruck Schleudertrauma beschreibt einen bestimmten Unfallhergang. Eine Kollision erzeugt eine rasante Beschleunigung des Kopfs, welche die Halswirbelsäule (HWS) ruckartig überdehnt oder verdreht. In schweren Fällen entstehen Risse an Bändern und in Bandscheiben, selten sogar Knochenbrüche. Andere Bezeichnungen für die Verletzung sind „Peitschenschlagphänomen“, englisch „Whiplash injury“, komplexe HWS-Distorsion oder posttraumatisches Zevikalsyndrom (Torsion: Verdrehung; zervikal: auf die Halswirbelsäule bezogen).
Ursachen und unmittelbare Folgen
Ursache ist eine ruckartige Beschleunigung des Kopfs, der die Halswirbelsäule besonders bei Heckkollision ungebremst nach hinten überstreckt und dadurch übermässigen Beuge- und Zugkräften aussetzt. Beim Aufprall von vorn (Frontalkollision) entsteht entsprechend ein Überbiegetrauma, beim seitlichen Aufprall eine Verdrehung. Solche Unfallmechanismen kommen ausserdem zustande beim Boxen, Judo, Ringen und anderen Sportarten, aber auch bei Freizeitbeschäftigungen wie Autoscooter, Achterbahn usw.
Wenn der Kopf dabei nicht aufschlägt, wird er allein durch die Wirbelsäule abgebremst, auf die sich die Verzögerungs- und Torsionskräfte unmittelbar übertragen. Folgen, welche die weiter unten beschriebenen Symptome auslösen, sind:
Überdehnung und Zerrung von Muskeln und von Bändern, welche die Wirbel gelenkig miteinander verbinden; Risse in Bandscheiben.
Seltener sind Wirbelfrakturen.
Bei vorhergesehenem Aufprall (Schrecksekunde) stabilisiert reflektorische Muskelanspannung die Wirbelsäule. Der Schaden bleibt deshalb geringer, als wenn das Ereignis überraschend eintritt.
Der Kopf wird bei der Hyperextension nach hinten beschleunigt.Dabei können Knochenstücke durch den Riss des vorderen Längsbandes von den Halswirbeln abgerissen werden.Die Processus spinosi der Wirbel können hinten komprimiert und nach vorn geschoben werden.
Die Vertebralarterien können gedehnt oder eingeklemmt werden oder einreissen, so dass der Blutzufluss zum Gehirn behindert wird. Nerven des zentralen Grenzstranges können ebenfalls verletzt werden.
HyperflexionBei der Hyperflexion wird der Kopf nach vorne und unten vorangetrieben.Wenn dabei vordere Teile der Wirbel abbrechen, kann es zu einer Keilförmigen Deformierung des Knochens kommen; die Bandscheiben können Schaden nehmen.
Die Atlas-Axis Reposition © kann direkt nach einem Auffahrunfall angewendet werden, sie ist so fein, dass der Geschädigte von der Reposition kaum etwas spürt.