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Der 75-jährige John J. Anderson (Robert Duvall) lebt zusammen mit seiner Freundin und deren Tochter friedlich in New York. Dort besucht er gerne Tanzveranstaltungen, kümmert sich um seine zwei Frauen und... bringt Leute gegen Geld um.
John ist ein Auftragskiller. Ein guter. Deshalb führt ihn sein neuester Job nach Argentinien. Dort soll er einen General liquidieren, der in den 80er Jahren viel Leid über die Bevölkerung gebracht hat, aber nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Alles wird vorbereitet, wobei sich John mit Amateuren rumschlagen muss. Doch dann fällt der General vom Pferd, und John muss warten, bis er aus dem Krankenhaus zurückkehrt. In der Zwischenzeit entdeckt der New Yorker den argentinischen Tango, der so ganz anders ist als alles, was er bisher kennt. Die attraktive Tänzerin Manuela (Luciana Pedraza) verbringt Zeit mit ihm, zeigt ihm die Schritte und wird schon bald Darstellerin seiner Tagträume, die vor allem von Tanzen handeln. Doch schon bald holt ihn die Realität ein, er muss einen Auftrag erfüllen. Was sich als immer schwieriger herausstellt, denn die Polizei ist ihm auf den Fersen...
Die kurze Zusammenfassung des Filmes hat einen plausiblen Grund. Es gibt nicht mehr Story! Immer wieder kommt es zu langen Tanzszenen, die zwar beeindruckend und sehr schön sind, aber auch schnell langweilen können. Ehrlich gesagt kann ich mit der Geschichte nichts anfangen. Ich finde es schon mal sehr unrealistisch, dass ein so alter Mann ein Auftragskiller sein soll. Das ganze erinnert mich an ein Buch, dass ich mal gelesen habe. Es richtete sich eindeutig an Leute über 40. Mir hat es nichts gegeben. Genau so geht es mir bei diesem Film. Vielleicht ist er für alte Leute spannender.
Es wäre ja noch zu verschmerzen, wenn mir Robert Duvall in dieser Rolle wenigstens sympathisch wäre. Aber das ist nicht der Fall. Er ist ein richtiger Macho. Frauen werden als sehr schlecht dargestellt. Sie sind zu feige, der Wahrheit auf den Grund zu gehen und begnügen sich mit einem langweiligen Leben. Sind nur gut fürs Bett und als Kindererzieherinnen. John selber scheint kaum echte Gefühle zu haben. Er interessiert sich fürs Tanzen und seine Aufträge, seine Freundin scheint ihm nicht sehr viel zu bedeuten. Eher ihre Tochter, für die geht er sogar in ein gefährliches Zimmer zurück, um ihr Geburtstagsgeschenk zu holen.
Wenn man weiss, dass der Hauptdarsteller auch verantwortlich war für Regie, Buch und das produzieren, fragt man sich schon, was die ganze Sache soll. Ich fühle mich da plötzlich unangenehm an The Brown Bunny erinnert. Eine Selbstdarstellung, deren Sinn sich dem Zuschauer entzieht.
Auch die Extras geben keine weiteren Einblicke, es gibt nur die Biographien der einzelnen SchauspielerInnen, die auch noch so dumm hochscrollt, was man nicht beschleunigen kann.
klar, anhand deiner wertungsliste versteh ich auch wie du prioritäten setzt.
der film ist aus mehreren gründen empfehlenswert, wir haben nicht die typische hollywoodkillerstory, keinen athletischen superman der mit magnum und japskampftechniken ganze horden von gegnern beseitigt.der zu tötende general ist zwar ein juntaschwein, doch die auftraggeber haben genauso dreck am stecken.der killer ist ein durch und durch verdorbener mensch an dem man trotzdem interessante facetten entdecken kann, seine abgöttische liebe der tochter, seine faszination für den tango und nicht zuletzt die umsicht mit der er zu werke geht.man braucht kein experte zu sein um festzustellen dass die tanzszenen denen von bspw. chicago weit überlegen sind.die darstellung von buenos aires ist nicht glamour sondern realistisch. wer der verräter war muss man selbst herausfinden.ist das happyend eins oder eigentlich ne katastrophe?
negativ fand ich eigentlich nur frau duvall. sie ist zwar ne gute tänzerin doch ne hölzerne darstellerin.
Wenn du mit meiner Kritik nicht einverstanden bist, hast du hier die Möglichkeit zu schreiben, wieso der Film doch gut ist. Persönliche Angriffe auf meine Person sind nicht nötig. Filmgeschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
gebs zu, meine reaktion war wohl zu heftig... nach betrachtung der "scoreliste"> 5 sternli für "nacht der lebenden loser, 5 für "island", 4 für "tomb raider 2", 5 für "barfuss" hätte der interne ignore-button schalten müssen.