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Lexikon
Palmitinsäure
Bei der Palmitinsäure handelt es sich um eine zu den gesättigten Fettsäuren zählende, organische Säure. Ihr Aggregatzustand bei Zimmertemperatur ist fest und sie ist farblos. Ihren Namen hat die Säure durch ihre erste Gewinnung aus Palmöl durch Edmond Frémy.
Bei den Salzen und Ester der Säure, die als Palmitate bezeichnet werden, findet man auch die Bezeichnung Hexadecanoate wieder. Darüber hinaus findet man die Palmitinsäure auch unter den Begrifflichkeiten der Hexadecansäure, Cetylsäure oder als PALMITIC ACID. Hierbei handelt es sich um allfällige Synonyme die grundsätzlich das Gleiche meinen.
Palmitinsäure hat im Körper des Menschen einige wichtige Funktionen. Einerseits fördert sie die körpereigene Produktion von Vitamin D, welches unter anderem für das Immunsystem und die Muskelkraft von Bedeutung ist, auf der anderen Seite unterstützt die Säure den Körper bei der verbesserten Aufnahme von Eiweiss, Magnesium und Calcium. Darüber hinaus dient Palmitinsäure als Teil des Schutzmantels der Haut und schützt sie somit vor Einflüssen von aussen. Ausserdem ist sie der Hauptspeicher von Energie im Körper und ist auch an der Regulierung der Körperzellenfunktion massgeblich beteiligt.
Bei vielen Lebewesen kommt Palmitat als Produkt des Stoffwechsels vor. Hierbei werden aus dem Palmitat alle weiteren Fettsäuren hergestellt, welche dann für den Aufbau von Fettreserven als Glyceriden fungieren. Um es verdeutlicht darzustellen, werden überflüssige Kohlenhydrate in Energiereserven umgewandelt und als Depotfett im Körper gespeichert. Somit kommt die Palmitinsäure als Säurerest in vielen tierischen, menschlichen und pflanzlichen Fetten vor. Wie die Entstehung des Namens schon verdeutlicht zum Beispiel in Palmöl, aber auch Kakaobutter, Butterfett, Schweineschmalz oder Avocadoöl.