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Al-Sisi hatte am Montagabend bei einer im Fernsehen ausgestrahlten Ansprache verkündet, bei der Präsidentschaftswahl im Dezember erneut antreten zu wollen. Tausende Unterstützer versammelten sich dazu an öffentlichen Plätzen des nordafrikanischen Landes und jubelten nach seiner Rede. In Marsa Matruh schlug die Stimmung laut Augenzeugen bei einer ähnlichen Versammlung von Unterstützern am Abend dann um.
Das ägyptische Innenministerium sprach dagegen von einem «Streit zwischen einigen jungen Leuten». Die Sicherheitsbehörden hätten die Verantwortlichen des Vorfalls dann festgenommen.
Al-Sisi war 2013 nach einem Militärputsch an die Macht gekommen und regiert Ägypten seitdem mit harter Hand. Zu erwarten ist, dass ihn die Wahlbehörden auch diesmal mit grossem Abstand zum Gewinner der Abstimmung erklären. Nur dank einer Verfassungsänderung von 2019 darf er für eine dritte Amtszeit kandidieren, die zudem von vier auf sechs Jahre verlängert wurde - also bis 2030 dauern würde.
Proteste sind in Ägypten äusserst selten. Die Meinungs- und die Versammlungsfreiheit in dem Land mit etwa 105 Millionen Einwohnern ist stark eingeschränkt, Demonstrationen sind faktisch verboten. Kritiker werden in Ägypten Menschenrechtlern zufolge mit drastischen Methoden verfolgt und ihre Stimmen unterdrückt.