Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/1776

Die Überprüfung aller im Flugdienst stehenden F/A-18 Hornet der Schweizer Luftwaffe ergab an drei weiteren Flugzeugen Riss-Befunde. Die betroffenen Maschinen werden vorerst nicht mehr eingesetzt und das weitere Vorgehen wird vertieft abgeklärt.
Nachdem anlässlich einer Zwischenflugkontrolle an einer F/A-18C Hornet der Schweizer Luftwaffe ein Bruch in einem Befestigungsscharnier der Landeklappe entdeckt wurde, wurde die Kontrolle aller F/A-18 Hornet eingeleitet (siehe Medienmitteilungen vom 31.1.18). Diese Vorsichtmassnahme diente der Abklärung der Flugtüchtigkeit und -sicherheit.
Die Inspektionen der Befestigungsscharniere der Landeklappe ergaben an drei weiteren Flugzeugen Riss-Befunde. Diese Maschinen werden vorerst nicht mehr eingesetzt. Bei den betroffenen Flugzeugen handelt es sich je um zwei Einsitzer (F/A-18C) sowie zwei Doppelsitzer (F/A-18D).
Insgesamt wurden in den beiden letzten Tagen 23 F/A-18C/D auf den Militärflugplätzen Meiringen und Payerne untersucht. Weitere 7 Maschinen befinden sich gegenwärtig bei RUAG Aviation im Unterhalt und werden zur Zeit ebenfalls inspiziert.
Das weitere Vorgehen erfordert vertiefte Abklärungen, die bereits durch die zuständigen Stellen eingeleitet wurden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können keine Aussagen darüber gemacht werden, ob allenfalls Bauteile ersetzt werden müssen, wie hoch die damit verbundenen Kosten sind oder ab wann die Maschinen wieder im Flugdienst der Schweizer Luftwaffe eingesetzt werden können.
Die Kontrolle der entsprechenden Bauteile auf Risse wurde mit einem speziellen Gerät ausgeführt. Das in der Fachsprache zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (Non Destructive Inspection) genannte Verfahren ermöglicht auch kleinste Risse festzustellen. Die bei den Untersuchungen entdeckten Riss-Befunde waren visuell nicht feststellbar.
Der Luftpolizeidienst (LP24) und die Einsätze der Luftwaffe sind wieder uneingeschränkt gewährleistet. Mögliche Auswirkungen auf den Ausbildungs- und den Trainingsflugbetrieb werden erst nach Vorliegen aller Analysen abgeschätzt werden können.