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Frage eines Vaters:
Die Auseinandersetzungen geschehen vor allem dann, wenn Manuel die Hausaufgaben machen sollte: Er muss sich regelrecht durch die Hausaufgaben kämpfen, weil er sich nach einem langen Schultag fast nicht mehr konzentrieren kann und keine Lust darauf hat. Ich weiss genau, wie er sich fühlt, da ich mich noch sehr gut an meine Schulzeit erinnern kann. Mein Vater hatte damals überhaupt keine Geduld mit mir. Und ich wäre auch lieber mit meinen Freunden zusammen gewesen, als mich mit Hausaufgaben zu beschäftigen. Ich habe damals viel alleine geweint, weil ich mich so schlecht fühlte. Ich möchte Manuel sehr gerne bei den Hausaufgaben helfen, aber irgendwie bin ich dabei viel zu streng oder meine Erwartungen sind zu hoch. Auf jeden Fall ist es für mich schlimm, wenn Manuel zu weinen beginnt. So habe ich das Gefühl, dass ich genauso ungeduldig und wütend mit ihm bin, wie es mein Vater damals mit mir war.
Ich wünsche mir, dass ich das Familienleben mehr geniessen könnte. Ich wünsche mir auch, dass sich jeder in der Familie wert geschätzt fühlt. Unsere Söhne sollen anders aufwachsen als ich und nicht mein Bild von mir und meine Erinnerung als schlechten Schüler mit schwachem Selbstwert übernehmen. Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich bei den Hausaufgaben so streng bin. Es kommt mir vor, als schaffe ich es nicht, meinen Wunsch nach Familienidylle zu leben. Was soll ich tun?