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Personenrisiken durch Gefahrguttransporte
Beim Transport gefährlicher Güter kann es infolge ausserordentlicher Ereignisse (u.a. Unfälle) zu Freisetzungen (Störfällen) kommen. Die daraus allenfalls resultierenden Brände, Explosionen oder Freisetzungen toxischer Gase können Tote und Verletzte zur Folge haben. Der Indikator stellt die Risikosituation für die Personen beim Transport gefährlicher Güter auf der Schiene dar.
2014 gab es keine Strecken mehr mit nicht akzeptablen Risiken. Die höheren, knapp vertretbaren Risiken verzeichnen die Agglomerationen (Genf, Lausanne, Zürich [Altstetten] und Olten). Deswegen wird der Zustand als mittelmässig bewertet. Die 2001 festgestellten Bahnstrecken mit nicht akzeptablem Risiko für Personen konnten dank einer Vereinbarung zwischen den Bahnen, dem Bund und der chemischen Industrie innert zehn Jahren eliminiert werden. Mit der zunehmend dichteren Bebauung entlang der Eisenbahnanlagen steigen diese Risiken jedoch merklich, wie die alle paar Jahre durchgeführten Erhebungen zeigen. Aus diesem Grund wird die Entwicklung als unbefriedigend bewertet.
Der Indikator ist international nicht vergleichbar, da im Ausland keine gesetzlichen Grundlagen für eine vergleichbare Störfallvorsorge vorhanden sind.
Seit 2001 ermitteln die SBB und die BLS für ihre Netze mittels einer in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr und dem Bundesamt für Umwelt entwickelten und gemeinsam fortgeschriebenen Berechnungsmethode die Wahrscheinlichkeit und die Schäden für die Bevölkerung infolge von Bränden, Explosionen und Freisetzungen toxischer Gase. Untersucht werden diejenigen Strecken, auf welchen mehr als 100'000 Tonnen gefährliche Güter pro Jahr verkehren (200'000 Tonnen ab Erhebung 2013). Aufgrund dieser Berechnungen können die Eisenbahnstrecken (exklusive der Tunnel) ermittelt werden, auf welchen die Risiken akzeptabel, im unteren/oberen Übergangsbereich oder nicht akzeptabel (gemäss Beurteilungskriterien zur Störfallverordnung) sind.
Der Indikator zeigt die Anzahl Eisenbahnkilometer, die zu den einzelnen Risikoklassen gehören. Gleichwertige Daten zu Personenrisiken auf der Strassen oder entlang Rohrleitungen sind in Vorbereitung.
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