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Dem Grünen Tee werden viele Wohltaten für die Gesundheit zugeschrieben. Offenbar zu Recht. Etliche Studien zeigen, dass durch den Konsum von Grüntee auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduziert werden kann. Wie stark die Sterblichkeit sinkt, ist dabei von der Menge des getrunkenen Tees (oder eingenommenen Nahrungsmittelergänzungen – siehe Empfohlene Dosierung) abhängig. Bei ein bis zwei Tassen pro Tag sinkt sie um rund 10 %, bei fünf Tassen oder mehr pro Tag sogar um rund 30 % verglichen mit Grüntee-Abstinenzlern 1. Interessanterweise profitieren Frauen stärker vom schützenden Effekt als Männer; Olong- und Schwarztee scheinen bei beiden Geschlechtern dagegen keinen Einfluss zu zeigen.
Vermutlich wirkt der grüne Tee vor allem wegen seiner cholesterin- und blutdrucksenkenden Wirkung. In einer klinischen Studien mit fettleibigen Probanden etwa sank durch den Konsum von vier Tassen Tee pro Tag (ein gehäufter Esslöffel pro Tasse) der LDL-Wert im Mittel um 12 mg/dL und der untere Blutdruck um 3 mmHg. Ein positiver Nebeneffekt: Der Grüntee-Konsum führte zu einer deutlichen Abnahme des Körpergewichts der Probanden um etwa 2,5 kg. Als ein weiterer Wirkmechanismus wird diskutiert, dass Grüntee die Oxidation von LDL-Cholesterin verhindern kann. Oxidiertes LDL ist für die Entstehung der Arteriosklerose mitverantwortlich. Im Grüntee enthaltene Inhaltsstoffe – die sogenannten Polyphenole – verhindern diese Oxidation und so die Bildung von Ablagerungen.
Empfohlene Dosierung
Mit einer Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ab etwa zwei Tassen Tee pro Tag zu rechnen. Für Teemuffel bietet sich die Einnahme von Grünteeextrakten als Nahrungsergänzungsmittel an. Zwei Tassen Tee entsprechen dann etwa 400mg Polyphenolen bzw. rund 220mg des Polyphenols EGCG (Epigallocatechingallat).
Literatur
1 S. Kuriyama et al. Green tea consumption and mortality due to cardiovascular disease, cancer, and all causes in Japan: the Ohsaki study. JAMA 296 (2006): 1255–1265.