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Die Eisenbahn kommt nach Wynigen
Um ein Haar aber wäre wieder dieselbe Situation entstanden, wie ein Jahrhundert vorher im Strassenbau bei der Erstellung der damaligen "Neuen Aargauerstrasse". Erneut stellte sich nämlich die Frage, ob nach dem bereits bestehenden Eisenbahnabschnitt zwischen Olten und Herzogenbuchsee die Linienführung nun weiter über Seeberg und Kirchberg entlang der eigentlichen Hauptstrasse oder über Wynigen und Burgdorf zu ziehen sei. Die Centralbahngesellschaft, die den Bau ausführen sollte, zog die Linienführung über Kirchberg vor, weil hier wesentlich geringere Schwierigkeiten und Kosten zu erwarten waren. Es gilt in diesem Zusammenhang zu bemerken, dass der früheste Eisenbahnbau nach Nationalratsbeschluss von 1852 Sache der Kantone und privaten Gesellschaften war.
Aus diesem Grunde standen bei der privaten Centralbahngesellschaft natürlich wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund. So zeigten sich bei der Wynigen/Burgdorf-Variante ähnliche Nachteile, wie sie schon im 18. Jahrhundert zum erwähnten Entscheid in der Strassenbaupolitik geführt hatten, die "Neue Aargauerstrasse" über Seeberg und Kirchberg zu ziehen. Als Hauptschwierigkeiten galten die Trassierung durch das Wynigental und die Linienführung beim Gyrisberg unmittelbar vor Burgdorf.
Erst durch einen Zufallsentscheid mit einer Mehrstimme lehnte dann der Grosse Rat die Linienführung über Kirchberg zugunsten der Wynigen/Burgdorf-Variante ab. Allerdings erst, nachdem sich die Burgdorfer bereit erklärt hatten, die Mehrkosten für den notwendigen Gyrisbergtunnel zu übernehmen.