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Rund 90 Sekunden nach dem Abheben bemerkte ich: Da waren Vögel. Sie verdunkelten die gesamte Windschutzscheibe. Grosse Vögel. Zu nahe, um auszuweichen.» So beschrieb Airbus-Captain Sullenberger dem Nachrichtensender CBS im Februar 2009 den Beginn der wohl dramatischsten fünf Minuten seiner Pilotenlaufbahn. Am Ende dieser Odyssee setzte er das Flugzeug sicher auf dem Hudson River auf und rettete damit 154 Menschen das Leben. Angesichts der Tatsache, dass eine Notlandung auf dem Wasser zu den schwierigsten Manövern überhaupt zählt, kann Sullenbergers Tat sowohl menschlich als auch fachlich nicht hoch genug eingeschätzt werden. Geradezu euphorisch wurde er darum danach von allen Seiten gefeiert. Ein neuer amerikanischer Held war geboren und Präsident Barack Obama lud ihn zu seiner Amtseinführung nach Washington ein. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als Unsicherheit vorherrschte, weil viele US-Bürger um ihren Job bangten, zeigte Sully etwas, nach dem sich die Amerikaner, aber auch wir Schweizer sehnen: Die Bereitschaft eines Vorgesetzten, Verantwortung zu übernehmen und in Krisensituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen.