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Als Idealismus bezeichne ich eine Ettikette für philosophische Positionen, in welchen der Idee Vorrang zukommt. Die zunächst gemeinte Differenz war Idealismus/Materialismus, was sich rasch wahlos differenzierte, weil beide Seiten der Unterscheidung völlig unbestimmt waren/sind:
G. Leibniz gebraucht „Idealist“ für Positionen, die er vor allem mit Platon verbindet und Positionen entgegenstellt, die er v. a. mit Epikur verbindet, den er demgegenüber „Materialist“ nennt (Philosophische Schriften, Bd. 4, S. 560).
G. Hegel versuchte diesen Dualismus zwischen 'an und für sich' und 'für uns' aufzuheben.
K. Marx hat dann an die Stelle des hegelschen Weltgeistes die Produktionsverhältnisse gesetzt, was wieder als materialistisch bezeichnet wurde (und für entsprechende Verwirrungen sorgt).
siehe auch Ideologie, Weltanschauung
Interessant ist wie gut die "Begriffsbestimmung" zu Idealismus in der Wikipedia zur Theorie von N. Luhmann passt.