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Überblick zu den Geschehnissen von 1848
Am 12. September 1848 tritt die erste Bundesverfassung in Kraft. Dieser Tag bildet den Gründungsmoment des modernen Schweizerischen Bundesstaats. Im Anschluss an die französische Revolution und resultierend aus scharfen gesellschaftlichen Konflikten werden alte Herrschaftsordnungen aufgebrochen. Im Sonderbundskrieg von 1847/1848 obsiegen liberale, demokratische und fortschrittliche Kräfte.
Mit der Gründung des Bundestaates wird die alte Eidgenossenschaft politisch und territorial neu und zentral organisiert. Der Sieg der Liberalen und die Inkraftsetzung der ersten Bundesverfassung hat weitreichende politische Konsequenzen: für die Kantone, aber auch für den einzelnen Schweizer Bürger (Schweizer Bürgerinnen verfügten die ersten 123 Jahre im modernen Bundesstaat über keine politischen Rechte). So beinhaltet Artikel 3 der Verfassung die Abschaffung der Untertanenverhältnisse und gewährt keine Vorrechte des Orts, der Geburt, der Familien und Personen mehr. Der zuvor lose gebildete Staatenbund weicht einem Bundesstaat ohne Austrittsrecht der einzelnen Kantone. Das bis heute bestehende politische System hat seinen Ursprung in der Verfassung von 1848: Eingesetzt wird der Ständerat als Vertretung der einzelnen Kantone und der Nationalrat als demokratisch legitimierte Volksvertretung. Oberstes bildet der Bundesrat, ebenso entsteht mit der neuen Verfassung das Bundesgericht.
Mit der alljährlichen Feier des 12. Septembers würdigen wir die Geschichte des modernen Bundesstaats und seinen Errungenschaften, die auf die Verfassung von 1848 folgen. Wir verstehen den Schweizerischen Bundesstaat als progressives, auf die Zukunft ausgerichtetes, demokratisch veränderbares Projekt, das in republikanischem Geiste steht.
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