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Otto Ineichen
Kämpfernatur mit sozialer Ader
Otto Ineichen wurde am 8. Juni 1941 in Sursee geboren. Nach der Grundschule besuchte er das Wirtschaftsgymnasium in Fribourg und anschliessend die HSG in St. Gallen, wo er 1965 mit dem Lizentiat in Betriebswirtschaft abschloss.
Otto Ineichen als Unternehmer
Als ein Unwetter im Sommer 1978 die Waren eines Tessiner Einkaufszentrums stark beschädige, erkannte Otto Ineichen seine Chance und kaufte sämtliche Warenbestände auf. Der Grundstein für "Otto's Schadenposten" war gelegt. Innert kürzester Zeit konnte expandiert werden.
Aus dem anfänglichen "Schadenposten" entstand ein Unternehmen mit Postenartikeln aller Art. 1985 wurde aus Otto's Schadenposten "Otto's Warenposten". Unter dem Namen "Otto le Soldeur" fasste die Ladenkette 1989 auch in der französischen Schweiz Fuss.
Seit 1999 tritt das Unternehmen neu unter dem Namen "OTTO'S" auf.
Otto Ineichen als Politiker
2003 wurde der Quereinsteiger Otto Ineichen mit einem Spitzenresultat von den Luzerner Stimmberechtigten in den Nationalrat gewählt. 2007 und 2011 konnte er gar als Bestgewählter seinen Sitz verteidigen. Anfangs 2011 wurde Otto Ineichen bei den Swiss Awards der Titel "Politiker des Jahres 2010" verliehen.
Otto Ineichen engagierte sich seither erfolgreich in verschiedenen überparteilichen Projekten zur Eingliederung benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt. Mit seiner Stiftung Speranza gelang es ihm, innert kurzer Zeit eine Organisation mit nationaler Ausstrahlung zu errichten, die sich erfolgreich für die Integration von Menschen in die Berufsbildung und den Arbeitsmarkt einsetzte. Dabei sind von Otto Ineichen immer wieder neue Ansätze und Zusammenarbeitsformen mit der Wirtschaft und der öffentlichen Hand gelungen.
Am 6. Juni 2012 verstarb Otto Ineichen an seinem Heimatort in Sursee. Er hinterlässt eine grosse Lücke.