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Das kann sein. Wenn es den Eltern nicht möglich ist, das Heim mit eigenen Mitteln zu bezahlen, kommen die Ergänzungsleistungen zum Zug. Bei der Berechnung, ob ein Anspruch darauf besteht, wird verschenktes Kapital angerechnet, als ob es noch vorhanden wäre; der verschenkte Betrag wird einzig um jährlich 10'000 Franken ab dem 2. Folgejahr seit der Schenkung verringert. Reicht das Geld nicht für den Unterhalt der Eltern, ist die Sozialhilfe zuständig
– und die Sozialbehörde kann Verwandtenunterstützung geltend machen.
Die Mehrheit der Kantone wendet die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe an: Demnach soll das Amt erst bei Einkommen ab 180'000 Franken bei Ehepaaren und 120'000 Franken bei Einzelpersonen zuzüglich 20'000 Franken je Kind eine Verwandtenunterstützung prüfen . Ein vorhandenes Vermögen wird nach einem Freibetrag je nach Alter anteilig zum Einkommen zugeschlagen.
Verdienen die Kinder gut genug, wird die Behörde sie zu Unterstützungsverhandlungen aufbieten.
Beobachter-Abonnenten erfahren im Merkblatt «Verwandtenunterstützung», welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Angehörige für ihre Eltern aufkommen müssen und wie die Sozialbehörden vorgehen, um die Unterstützungspflicht geltend zu machen.