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Sunrise soll noch einen streitbaren Grossaktionär haben. Der aktivistische Investor Active Ownership Capital (AOC) aus Deutschland habe sich an Sunrise beteiligt, meldet die Nachrichtenagentur «Reuters». Sie beruft sich dabei auf «eine mit der Situation vertraute Person».
AOC halte weniger als drei Prozent an Sunrise. Es sei damit zu rechnen, dass sich AOC kritisch zur geplanten Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC durch Sunrise stellen werde.
Sunrise will UPC für 6,3 Milliarden Franken von der amerikanischen Liberty übernehmen und die Transaktion mit einer Kapitalerhöhung von 4,1 Milliarden Franken finanzieren. Mehrere Grossanleger lehnen den Deal in der gegenwärtigen Form ab, wobei die Führung des Widerstands beim deutschen Telecom-Unternehmen Freenet liegt. Es hält knapp 25 Prozent an Sunrise und somit der Hauptaktionär.
AOC hat den Gesellschaftssitz in Luxemburg. Es ist, so die Selbstdarstellung, eine «unabhängige, eigentümergeführte Beteiligungsgesellschaft, die signifikante Anteile an mittelständischen, börsennotierten, unterbewerteten Unternehmen in der DACH-Region und Skandinavien erwirbt». Man setze sich dafür ein, «den Unternehmenswert aktiv zu steigern, indem wir die Umsetzung von operativen, strategischen und strukturellen Verbesserungen fördern.»
Beim deutschen Generikahersteller Stada hatte AOC vor einigen Jahren gegen den damaligen Aufsichtsratschef der Firma mobil gemacht – und konnte andere Aktionäre überzeugen, diesen abzuwählen. Am Dienstag morgen gab Sunrise bekannt, dass die Fondsgesellschaft Axxion eine Beteiligung an Sunrise hält; und dass sie beantragt, Verwaltungsrats-Präsident Peter Kurer an der nächsten GV abzuwählen.