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Stereosehen
Stereosehen wird auch als 3D-Sehen bezeichnet. Jedes Auge liefert dem Gehirn ein Bild aus einem leicht anderen Blickwinkel. Werden die beiden leicht verschiedenen Bilder der beiden Augen korrekt miteinander verschmolzen, entsteht im Gehirn ein 3D-Bild. Eine Person wird als stereoblind bezeichnet, wenn ihre Augen nicht miteinander zusammenarbeiten und sie deshalb nicht in der Lage ist in ihrem Gehirn ein 3D-Bild zu erzeugen.
Mögliche Vorgehensweisen bei Stereoblindheit
Gegen Stereoblindheit hilft keine Brille. In diesem Fall ist ein Visualtraining die einzige Lösungsmöglichkeit.
© COVD.org
Wenn Sie HIER klicken gelangen Sie auf die Seite vom Schweizer Radio und Fernsehen SRF. Sie können dort eine Folge der Sendung „DRS2 Wissenschaft aktuell“ vom 27.06.2009 anhören oder herunterladen.
In dieser Sendung wird ab der 16. Minute über die US-amerikanische Professorin Dr. Susan R. Barry berichtet.
Susan Barry unterrichtet Neurowissenschaften am „Mount Holyoke College“ (USA). Bei Susan Barry wurde in der frühen Kindheit ein offen sichtbares Schielen festgestellt. Daraufhin fanden drei Augenmuskeloperationen (mit 2, 3, und 7 Jahren) statt. Die Sehschärfe blieb in beiden Augen erhalten und die Augen standen nahezu gerade. Jedoch konnte Susan Barry seit dem Auftreten des Schielens keine räumliche Tiefe durch beidäugiges Sehen, wahrnehmen. Susan Barry war blind für dreidimensionales Stereosehen. Susan Barrys Ärzte versicherten ihr, dass sie niemals Stereosehen erlangen könnte.
In ihrem Buch „Fixing my gaze“ („Mein reparierter Blick“) berichtet Dr. Barry über ihre Erlebnisse mit Funktionaloptometrie und wie sie mit knapp 50 Jahren mittels Visualtraining das Schielen vollständig beseitigte und ein normales Stereosehen erlangte. HIER gelangen Sie auf die Seite von Dr. Susan R. Barry (Englisch!).
Das Buch “Fixing my gaze” ist mittlerweile mit den deutschen Titel „Wie ich lernte dreidimensional zu sehen“ erschienen. Klicken Sie HIER um zu dem Shop der Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie (WVAO) zu gelangen. Suchen Sie im Shop nach dem Band 21 der WVAO Bibliothek.
Wenn Sie HIER klicken gelangen Sie auf die Seite des sehr bekannten US-amerikanischen Radiosenders NPR (=National Public Radio). Wenn Sie dann auf dieser Seite auf „Listen“ klicken, hören Sie eine Folge der Sendung „Morning Edition“ vom 26.06.2006.
HIER sehen Sie ein PDF-Dokument mit einer nicht offiziellen Übersetzung dieser Radioreportage. (Die Übersetzung wurde von Tobias Herrmann unter Mithilfe eines Muttersprachlers durchgeführt.)