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Die Akkuyu Nükleer A.S. (Akkuyu NPP) hatte im April 2014 beim zuständigen türkischen Ministerium für Umwelt und Stadtplanung einen überarbeiteten Umweltverträglichkeitsbericht eingereicht. Am 1. Dezember 2014 wurde der Bericht genehmigt. Das 5500-seitige Dokument beschreibt umfassend den Einfluss des Bauprojektes auf die Umwelt, insbesondere auf Bereiche wie Landwirtschaft, Tourismus, Infrastruktur, Industrie und Fischerei bei Bau, Betrieb und Rückbau. Sergei Kirienko, Generaldirektor des russischen Staatskonzerns Rosatom, der Eigentümerin der türkischen Akkuyu NPP, unterstrich den umfassenden Informationsgehalt des Dokuments: «Ein solch ausführliches Dokument über den Einfluss eines Kernkraftwerks auf die Umwelt hatten wir bisher noch nie angefertigt.» Kirienko führte weiter aus, die Anfangsphase des Baus werde mit etwa USD 4 Mrd. (CHF 3,8 Mrd.) aus dem russischen Staatsbudget finanziert. Das gesamte Finanzierungsmodell sehe vor, dass 50–70% der Mittel aus Fremdkapital bestehen. Nach derzeitigen Schätzungen sollen die Gesamtbaukosten USD 17–20 Mrd. (CHF 16,5–19,4 Mrd.) betragen.
Die ersten Arbeiten in Akkuyu sind auf das Frühjahr 2016 angesetzt. Geplant sind vier WWER-1200-Reaktorblöcke mit einer Gesamtleistung von rund 4800 MW. Diese sollen rund 6% des gesamten türkischen Strombedarfs decken. Im Rahmen eines sogenannten BOO-Abkommens (Build-Own-Operate) entwickelt, baut, betreibt und wartet Russland das Werk und wird es auch stilllegen.
Quelle
S.Ry. nach Rosatom, Medienmitteilung, 1. Dezember 2014