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Die atmosphärischen Voraussetzungen wären optimal gewesen für neue Rekordtemperaturen im Flachland: heisse Luftmasse, keine Wolken, fast der längste Tag des Jahres, stabiles Hoch, das Druckniveau von 500 hPa lag sogar auf einer Rekordhöhe von 5989 m. Und dennoch: Im Flachland gab es keine neuen Rekordtemperaturen. Warum?
Die bisherigen Rekordwerte für Bern (36.8°) und Genf (39.7°) stammen vom 7. Juli 2015, jene für Basel (38.6°) oder Zürich (36.0°) wurden am 13. August 2003, also im Hitzesommer gemessen.
Ein Vergleich der Satellitenbilder aus dieser Zeit mit heute zeigt, warum es keine Rekorde gab: Es ist im Moment viel grüner als damals.
Die Vegetation macht es aus. An heissen Sommertagen verdunsten aus einer grünen Fläche täglich 5 bis 7 Liter Wasser pro Quadratmeter. Dieser Prozess braucht Energie, ähnlich, wie wenn Wasser zum Kochen gebracht wird. Diese Energie fehlt für die Erwärmung der Luft. In trockenen Jahren fehlt das Wasser für die Verdunstung und die Luft wird stärker erwärmt.
Wir brauchen grüne Flächen
Der aktuelle Fall zeigt: Städteplaner liegen richtig, wenn sie Grünzonen planen. Denn Pflanzen verdunsten Wasser und haben so eine kühlende Wirkung.