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Microsoft geht auf tutti und kündigt nächste Woche ein eigenen Tablet-PC an. Redmond riskiert damit, seine wichtigsten Partner zu brüskieren.
Ina Fried vom bekannten US-Techblog 'AllTingsD' hat gestern interessante Pläne von Microsoft enthüllt
. Microsoft werde, so Fried, schon nächsten Montag einen oder mehrere Tablet-PCs ankündigen, deren Hard- und Software in Redmond entwickelt worden ist. Offenbar hofft man, mit der engeren Integration von Hard- und Software besser gegen Apples iPad bestehen zu können.
Gemäss einem anderem Blog, 'The Wrap', werde Microsoft sogar ein selbst produziertes (natürlich wird Microsoft die Produktion nach China auslagern) Tablet vorstellen. Gemäss Gerüchten, die der Blog gehört haben will, soll das Tablet mit Windows RT, einer Windows-Version für die stromsparenden ARM-Prozessoren, funktionieren.
Risiken und Nebenwirkungen
Es wäre nicht die erste Hardware, die Microsoft selbst entwickelt, produziert und vermarktet. So stellt Microsoft die
Spielkonsole XBox sowie Peripheriegeräte selbst her. Aber es wäre das erste Mal, dass Microsoft frontal auf die bisher wichtigsten Partner, die PC-Hersteller, los geht.
Der Erfolg von Microsoft beruhte bisher immer auch darauf, dass die Redmonder ihre Partner nicht konkurrenzierten und sie am grossen Reibach mit Windows und Office-Software teilhaben liess.
Fühlen sich Microsoft-Reseller wie HP, Acer, Dell oder Lenovo nun von den Redmondern brüskiert, so könnten sie noch mehr als bisher ins Android-Lager getrieben werden. Microsoft hatte bisher keinen Erfolg im Markt für Smartphones und Tablet-PCs - der Erfolg oder Misserfolg der nächsten Windows-Generation wird auch über die Zukunft des Konzerns entscheiden, denn das PC-Betriebssystem ist ein enorm profitables Geschäft. (hc)