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Recht auf Raum
Eine qualitative Forschungsarbeit über die Rolle der SKA in Raumaneignungsprozessen bei Hausbesetzungen
Städte sind komplexe Systeme, die gesellschaftliche Konflikte und Machtverhältnisse in ihren Räumen abbilden. In einer Stadt gibt es verschiedene Menschen, mit unterschiedlichen Hintergründen, verschiedenen Lebenseinstellungen, unterschiedlichen Kapitalien und Ressourcen. Aus der Perspektive der Stadtsoziologie machen all diese Menschen eine Stadt zu dem, was sie ist. Räume werden durch soziale Interaktionen zu dem, was sie sind. Dieses soziale Handeln ist geprägt von Machtverhältnissen und Privilegien. In vielen Städten, auch in Luzern, werden Menschen mit niedrigeren Kapitalien verschiedenen Raumverdrängungsprozessen ausgesetzt. Diese Menschen haben auch ein Recht auf Raum, ein Recht auf Stadt! Da sich zeigt, dass sich gesellschaftliche Probleme verräumlichen, bring sich die SKA in sozialräumliche Entwicklungsprozesse ein, um die Umsetzung partizipativer Prozesse für die Gestaltung einer Stadt für alle zu fördern. Die Hausbesetzer_innen-Szene eignet sich selbstermächtigt Räume an und fordert von der Stadt und den Eigentümer_innen mehr Freiräume, fern von heteronormativen und kapitalistischen Strukturen. Sie setzt sich dafür ein, dass es alternative Orte gibt, in welchen (system-)kritische Fragen gestellt werden können, Eigentum und Illegalität in Frage gestellt wird, Schutzräume vor Diskriminierung geboten und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden sowie Vernetzung passieren kann. Mit dieser qualitativen Forschungsarbeit analysieren die Autor_innen Überschneidungspunkte der Hausbesetzer_innen-Szene in Luzern und der SKA, und diskutieren über eine mögliche Rolle und Positionierung der SA/SKA im Feld der Hausbesetzungen.