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Die Gründung der Regionalgruppe «Jura bernois» des Berner Heimatschutzes ist eine direkte Folge der Gründung des Kantons Jura im Jahr 1979.
Die 1925 gegründete Association pour la Défense des Intérêts du Jura (ADIJ) befasste sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung der sieben Bezirke des Berner Juras und behandelte über zahlreiche Kommissionen die Probleme des Schutzes des baulichen Erbes, des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Raumplanung.
Der 1933 gegründete Verein Bielerseeschutz (VBS) befasste sich hauptsächlich mit Problemen der Landschaft, des Schutzes und der Gestaltung des Seeufers; er interessierte sich auch für das bauliche Erbe von La Neuveville, da sich die ADIJ in erster Linie mit den Problemen der jurassischen Täler befasste.
Als Gründungsmitglieder der SEVA (1933 gegründete Lotteriegenossenschaft) verfügten die ADIJ und der VBS im Laufe der Jahre über relativ hohe finanzielle Mittel aus dem Lotteriefonds, mit denen sie Projekte aller Art finanziell unterstützen konnten.
Die Tätigkeit des Heimatschutzes, der damals vom Architekten Eduard Lanz präsidiert wurde, beschränkte sich auf die Stadt Biel und das Seeland. Rodolphe Baumann lernte Eduard Lanz (1886 – 1972) Ende der 1960er Jahre kennen, als er sein Büro an der Rue des Maréchaux 10 in der Bieler Altstadt übernahm. Als Gründungsmitglied des Bieler Heimatschutzes kümmerte sich Eduard Lanz noch als Achtzigjähriger um die Probleme des Kulturerbes, indem er regelmäßig seine Post in der Rue des Maréchaux abholte, wo er einen reservierten Raum hatte und Sitzungen und Treffen organisieren konnte.
Der Status der ADIJ wurde bei der Abspaltung des Juras in Frage gestellt; zunächst dachte die ADIJ, sie könne ihre Tätigkeit auf dem Gebiet der beiden Kantone fortsetzen, was sich jedoch mit der Einstellung der finanziellen Leistungen des Kantons Bern als politisch unmöglich erwies. Die zu einem privatrechtlichen Verein gewordene ADIJ verlor 60% ihrer Mitglieder, insbesondere aus dem Berner Jura, und stellte ihre Tätigkeit ein.
Die verschiedenen Tätigkeiten im ADIJ, im VBS und im Bieler Heimatschutz hatten Rodolphe Baumann dazu prädestiniert, bei der Gründung der neuen Regionalgruppe des Berner Heimatschutzes mitzuwirken, die von der Politik beschlossen wurde, um den ADIJ zu ersetzen.
1980 fand die konstituierende Sitzung der neuen Regionalgruppe unter seiner Leitung statt und er wurde bei dieser Gelegenheit zum Mitglied des Vorstands ernannt. Nach zehn Jahren verliess er den Vorstand und trat aus der Regionalgruppe aus, nachdem es zu tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten über die Grund- und Werthaltung unter den Mitgliedern gekommen war, aber er blieb Mitglied der Sektion des Berner Heimatschutzes.
Text: Rodolphe Baumann, Redaktion Beatrice Born