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Hakenkäfer, eine Familie der pentameren
Käfer
[* 2] (s. d.) mit in der Regel elfgliederigen Fühlern, kleinem,
zurückziehbarem
Kopfe, stark gewölbtem, bisweilen fast kugeligem Körper. Die Fußklauen sind sehr stark entwickelt. Die
Parnidae leben unmittelbar am Rande des Wassers oder in demselben, auf Holz,
[* 3] auf der Unterseite
von
Steinen u. s. w. fest angeklammert und können nicht schwimmen. Es sind kleine, zwischen
1,5 und 7
mm große Käferchen von düstern
Farben. Sie leben von verwesenden Pflanzenabfällen. Die meisten
Arten sind aus
den gemäßigten Gegenden Europas und Nordamerikas bekannt. In
Deutschland
[* 4] finden sich, besonders in rasch
fließenden
Bächen, etwa 40
Arten. Die häufigste Gattung ist
Parnus.
Evariste Désiré Desforges, Vicomte de, franz. erotischer Dichter, geb. auf
der
InselBourbon, kam als
Kind nach
Frankreich, widmete sich dem Militärstande, besuchte 1773 - 75 seine
Heimat und besang dort seine Liebe zu einer jungen Kreolin in seinen zarten, von sinnlicher Glut erfüllten
«Poésies érotiques»
(1778). Er verließ den Militärdienst 1788 und lebte in der Nähe von
Paris
[* 6] zu Feuillancourt als liebenswürdiger
Sensualist, von den Zeitgenossen gefeiert als der Dichter, der die
Poesie vom
Bel-esprit zur Natur zurückbrachte, weil in der
That die akademische Zierlichkeit und Korrektheit seiner Verse sich bisweilen mit schwärmerischer Schwermut und einer gewissen
Weichheit des
Tons verbindet. Er wurde 1803 Mitglied des
Instituts und starb zu
Paris.
Von seinen frivolen komischen Epen ist das witzigste und vollendetste «La guerre
des dieux anciens et modernes» (Par. 1799 u. ö.).
Poetisch wertloser sind «La paradis perdu» und «Les
galanteries de la Bible», die mit den «Déguisements de
Vénus» als
«Portefeuille volé» (1805) zusammen gedruckt, aber von
der Polizei verboten wurden. Seine Werke erschienen in 5
BändenParis 1808, in 3
Bänden ebd. 1827, in Auswahl ebd. 1827. Die
neueste
Ausgabe der
«Poésies complètes» erschien 1887.
Die
Entwicklung abgegrenzter Pfarrverbände erfolgte in der abendländ.
Kirche wahrscheinlich erst
in der Karolingerzeit. Vorher werden die
Kirchen unterschieden in tituli majores oder Ecclesiae baptismales
und tituli minores oder Oratoria; in letztern darf nur gepredigt
und
Messe gehalten werden, während die übrigen kirchlichen
Funktionen nur in den erstern vollzogen werden dürfen. Aus diesen Taufkirchen entwickelten sich sodann die Parochialkirche mit
territorial und persönlich fest abgegrenztemBezirk; der seit jener Zeit entwickelte
Begriff liegt auch
heute der evang. und kath. Kirchenverfassung zu
Grunde, viele Staatsgesetzgebungen haben ihn aufgenommen, so besonders das
Allg.
Preuß.
Landrecht; Parochialkirche ist demnach eine
Kirche mit fest abgegrenztem, staatlich anerkanntem Gemeindeverband. Parochialkirche müssen
nach kanonischem
Recht definitiv angestellte Pfarrer haben, womit das im Gebiete des franz.
Rechts so vielfach bestehende
Institut der sog.
Succursalpfarreien (s. d.) unvereinbar ist. -
Vgl. Loening, Geschichte des deutschen
Kirchenrechts, Bd. 1 (Straßb.
1878);
dasjenige Rechtsverhältnis, vermöge dessen die zu einer
Parochie (s. d.) gehörenden Kirchengenossen
in
Beziehung auf alle oder doch auf bestimmte geistliche Amtshandlungen an die Geistlichen der betreffenden
Parochialkirche gebunden und zur Tragung der Parochiallasten verpflichtet sind. Früher waren bestimmte
Stände, z. B. der
Adel und die königl.
Beamten, häufig von dem Parochialzwang ausgenommen (eximiert). Diese
Pfarrexemtionen sind durch die neuern evang.
Kirchenverfassungen meistens beseitigt worden. Gewöhnlich ist aber für die dem Parochialzwang unterworfenen Gemeindeglieder
vorgesehen, daß sie auf
Grund von Dimissorialien (s. d.) die Amtshandlungen von andern als den Geistlichen
der betreffenden
Parochie verrichten lassen dürfen.
(grch.),
bis in das 3. Jahrh. der bischöfl.
Sprengel, der aus einer Stadtgemeinde (civitas) und den umliegenden
Landbezirken bestand; Parochie und Diöcese (s. d.) waren bis dahin gleichbedeutend.
Nach Irenäus betrachteten sich die
Christen mit
Beziehung auf
1 Petr. 1, 17;. 2, 11 als Fremde (grch. pároikoi)
auf dieser Erde, daher bezeichneten sich auch die Gemeinden als Genossenschaften von Fremdlingen, auf deren unter einem
Bischof
stehende Gesamtheit der
Name Parochie (paroikia, Fremde) überging, deren einzelne
Glieder
[* 7] aber Parochianen genannt
wurden, späterhin (die
Entwicklung läßt sich chronologisch nicht feststellen) entwickelten sich innerhalb der Diöcese
die selbständigen Parochie (Kirchspiele, Kirchsprengel oder
Kirchfahrten) mit eigenen, vom
Bischof fest bestellten Pfarrern.
Über dieEntwicklung im
Abendlande s.
Parochialkirche.
Sie zieht eine vorhandene ernste
Dichtung, Epos oder
Drama, ins Komische, indem sie die Form und den
Ton der
Dichtung beibehält, dieser aber einen niedrigen
und possenhaften Gegenstand unterschiebt. Im
Altertum wurden schon früh die Homerischen Gedichte parodiert, wie z. B. in der
Batrachomyomachia (s. d.).
Auf dem Gebiete der deutschen Litteratur ist besonders berühmt Platens
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