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Es war die berühmte «eine Niederlage zu viel»: Am Tag nach dem 3:6 in Lugano gibt der SC Bern die endgültige Trennung von Guy Boucher bekannt. Nachfolger wird der bisherige Assistenztrainer Lars Leuenberger, der einen Vertrag bis Ende Saison 2015/16 unterzeichnet hat und bereits in der Saison 2013/14 vorübergehend als Headcoach eingesprungen war.
«Wir haben viele Kandidaten durchdiskutiert. Wir waren uns schnell einig, dass es eine Lösung sein muss, die die Liga und die Spieler kennt», erklärt Verwaltungsrats-Präsident Walter Born an einer Pressekonferenz.
Der Trainerwechsel hat weitere personelle Konsequenzen: Sportchef Sven Leuenberger, der zusammen mit dem Sportkomitee des SCB seinen Bruder als Nachfolger von Boucher vorgeschlagen hat, gibt sein Amt als Sportchef ab. Neuer Sportchef wird Alex Chatelain. Sven Leuenberger übernimmt im Gegenzug die Position von Chatelain als Nachwuchschef.
Den Grund für die Rochade erklärt SCB-CEO Marc Lüthi: «Wenn es ein Problem gegeben hätte, hätte man von Medienseite bald alles auf ein Bruder-Problem reduziert.»
Der Zeitpunkt des Rauswurfs von Guy Boucher kommt trotz der bislang schwachen Saison überraschend: Erst vor einer Woche hatte der 44-jährige Kanadier angekündigt, dass er Ende Saison aus familiären Gründen nach Nordamerika zurückkehren werde. Die laufende Saison wollte Boucher aber noch mit SCB beenden.
Doch seit seiner Rücktritts-Ankündigung haben die Berner alle Spiele verloren: 2:5 gegen Lausanne, 2:4 gegen die Kloten Flyers und gestern 3:6 gegen Lugano. Mit 28 Punkten aus 22 Spielen liegt der SCB damit sogar unter dem Strich auf Rang 9, nur fünf Punkte vor dem Tabellenletzten aus Langnau.
Boucher, einst NHL-Coach bei den Tampa Bay Lightning, hatte im Januar 2014 den Job bei den Bernern übernommen, schaffte es in jener Saison aber nicht, den SCB in die Playoffs zu führen. In der letzten Saison gewann er mit den Bernern den erstmals wieder ausgetragenen Schweizer Cup und erreichte mit ihnen die Playoff-Halbfinals. (pre/si)