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Sämtliche Informationen zur Kinderwunschbehandlung finden Sie in unserer Infobroschüre (siehe PDF).
Die Behandlung beginnt mit einer Anamnese und einer umfassenden Abklärung beider Partner. In einem ersten Schritt wird der Zyklus der Frau eng überwacht: Am ersten Zyklustag ruft sie unsere Abteilung an, um drei Termine zu vereinbaren. Dabei werden jedes Mal eine Blutentnahme und ein Ultraschall durchgeführt. Am ersten Tag des darauffolgenden Zyklus ruft sie uns erneut an, um eine Hysterosalpingografie (HSG, Röntgenuntersuchung von Gebärmutter und Eileiter) zu vereinbaren. Im gleichen Zeitraum werden auch beim Partner verschiedene Untersuchungen durchgeführt (Blutentnahme, Spermienanalyse). Die Ergebnisse dieser Abklärungen werden dem Paar beim nächsten Termin mitgeteilt und es wird ihm eine geeignete Behandlung (hormonelle Stimulation der Eierstöcke) vorgeschlagen:
- Geplanter Geschlechtsverkehr: Der Eisprung der Patientin wird zum optimalen Zeitpunkt ihres Zyklus ausgelöst und der Arzt teilt ihr mit, an welchen Tagen sie besonders fruchtbar ist.
- Insemination mit dem Sperma des Partners: Auch hier wird der Eisprung zum optimalen Zeitpunkt des Zyklus ausgelöst. 48 bis 72 Stunden danach gibt der Partner im Labor sein Sperma ab, das dort aufbereitet und anschliessend direkt in die Gebärmutter seiner Partnerin eingebracht wird. In der Schweiz bezahlt die Krankenkasse drei Inseminationen pro Schwangerschaft.
- In-vitro-Fertilisation (IVF): Bei der IVF werden die Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau befruchtet. Die dabei entstandenen Embryonen werden anschliessend in die Gebärmutter eingesetzt, damit sie sich einnisten können.
- Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (IVF/ICSI): Das Vorgehen bei einer ICSI ist dasselbe wie bei einer IVF. Allerdings erfolgt die Befruchtung unter dem Mikroskop, indem eine einzelne Samenzelle direkt in die Eizelle gespritzt wird.
- Konservierung von Eizellen: Die Konservierung von Eizellen dient dazu, die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt (durch In-vitro-Fertilisation) zu erhalten. Während des Verfahrens werden der Frau Eizellen entnommen und zur Konservierung eingefroren. Frauen entscheiden sich aus medizinischen oder gesellschaftlichen Gründen für dieses Verfahren.
- Konservierung von Eierstockgewebe: Die Entnahme und Konservierung von Eierstockgewebe wird Frauen angeboten, die gesundheitliche Probleme haben und sich schweren Behandlungen (z. B. Chemo- oder Strahlentherapie) unterziehen müssen, in Zukunft aber schwanger werden möchten. Ist die Frau genesen, kann das entnommene Eierstockgewebe transplantiert werden, um die Fruchtbarkeit wiederherzustellen.
- Konservierung von Spermien: Die Konservierung von Spermien kommt bei Patienten zur Anwendung, die gesundheitliche Probleme haben und sich schweren Behandlungen (z. B. Chemo- oder Strahlentherapie) unterziehen müssen.
- Psychologische Unterstützung: Die Patientinnen und Patienten haben im Rahmen der medizinischen Betreuung jederzeit Anspruch auf Unterstützung durch unsere zwei Psychologen.
Im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation lässt sich auch eine Präimplantationsdiagnostik (PID) durchführen. Dabei wird der Embryo genetisch untersucht. Auch das Paar kann sich bei Bedarf umfassend genetisch abklären lassen.