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Dieser enthält auch eine Erörterung sowie eine Empfehlung der Kommission zum Thema "Nutzung der Kernenergie": "Aufgrund aller verfügbaren Daten ist es nicht möglich, einen entsprechenden quantitativen und qualitativen Ersatz für die Kernenergie in Bayern annähernd marktgerecht zu etablieren -ohne zudem den CO2-Ausstoss massiv zu erhöhen." Das ist das Urteil, zu welchem die Enquete-Kommission in Bayern kommt. Die Kommission geht in ihrer Beurteilung noch einen Schritt weiter, indem sie die Substituierung der Kernenergie trotz grossen Anstrengungen in den Bereichen der erneuerbaren Energien und der Effizienzverbesserung auf absehbare Zeit für unmöglich hält.
Laut Bundesregierung hätte ein Ausstieg aus der Kernenergie bis 2010 zusätzliche CO2-Emissionen von 10 Mio. bis 24 Mio. t pro Jahr zur Folge. Zwischen 2010 und 2020 kämen noch einmal 33 Mio. bis 74 Mio. t pro Jahr dazu. Dies steht im Widerspruch zum Klimaschutzziel und würde über höhere Energiepreise den Wirtschaftsstandort Bayern klar schwächen. Weiter wird die Abwanderung und damit der dauerhafte Verlust an technischem Know-how als nachteilig eingestuft. Die rückläufigen Studentenzahlen für Kerntechnik an der Technischen Universität München bestätigen diese Entwicklung schon heute, so die Kommission. Die aus einem Ausstieg resultierende Abhängigkeit von politisch instabilen Staaten im nahen Osten und Zentralasien und die prognostizierten Ausstiegs- und Umstellungskosten - bei Beibehaltung der Klimaschutzziele - von EUR 80 Mrd. würden aus Sicht der Kommission den Verzicht auf die Kernenergienutzung als kurzsichtigen Entscheid entlarven.
Abschliessend hält die Enquete-Kommission fest, dass laut Bundesregierung eine europäisch harmonisierte Energiepolitik fehle.
Quelle
P.S. nach Bericht der Enquete-Kommission des Bayerischen Landtags vom 7. Mai 2003