Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03652.jsonl.gz/2855

Tödlicher Masernfall bei geimpfter Person unter Immunsuppression
Im der Novemberausgabe des Open Forum Infectious Diseases berichten unsere Kollegen aus Bern über einen tödlich verlaufenden Fall einer Maserninfektion, bei der die verstorbene Person zwar geimpft war, doch wegen einer Bluterkrankung mit einem Immunsuppressivum (Rituximab) behandelt wurde. Immunsuppressive werden heute zunehmend für Autoimmunerkrankungen eingestezt aber auch zur Behandlung von Blutkrebsformen, wie bei diesem Patienten. Sie lindern das Leiden von tausenden von Menschen, können aber – wie das Beispiel zeigt – auch schwere Folgen haben.
Masern könnte ausgerottet sein
Dieser tragische Fall zeigt einmal mehr, dass wir mit der Impfung nicht einfach nur die geimpfte Person schützen. Wir wollen mit der Durchimpfung der Bevölkerung erreichen, dass das Masern virus zu seinem „Übeleben“ in der Bevölkerung zu wenig ungeimpfte Personen findet, sodass es sich nicht mehr ausbreiten kann. Eigentlich könnte Masern – hätten wir uns geschlossen dagegen gewehrt – heute ausgestorben sein.
Ich impfe mich und schütze meinen Nächsten
Einmal mehr möchten wir an dieser Stelle betonen, wie wichtig eine gute Durchimpfung der Bevölkerung gegen Masern (und andere Erkrankungen) wäre. Gemeinsam können wir erreichen, dass solche tragischen Fälle nicht mehr auftreten, wenn sich alle gesunde Menschen in der Schweiz (und anderswo) gegen Masern impfen lassen. Eine Durchimpfung von 95% der Bevölkerung würde genügen, um Masern zu verhindern.