Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03653.jsonl.gz/2582

Bereits im Jahre 1941 war, ursprünglich zu militärischen Zwecken, eine Seilbahn von „Eggenschwand“ zum „Stock“ entstanden. Deren Leistungsfähigkeit war zwar eher bescheiden. Sie diente aber trotzdem der Truppe im Aktivdienst als Transportmittel einen ausgezeichneten und zuverlässigen Dienst. Nach Kriegsende bot die Anlage unzähligen Touristen eine willkommene Gelegenheit, ihre Rücksäcke und Skier zum „Stock“ hinauf zu schaffen. Zum öffentlichen Personentransport hätte allerdings das Amt für Verkehr die Konzession nicht erteilt. Aus diesem Grund schlossen sich damals mehrere initiative Männer von Kandersteg zusammen. Sie arbeiteten einen Plan aus, das prächtige Gemmigebiet, durch eine neue, leistungsfähige Seilbahn zu erschliessen. Nach langen Verhandlungen (Konzession und Geldgeber) konnte im Herbst 1950 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Am 19. Juli 1951 konnte die neue Pendelbahn in Betrieb genommen werden. Nun konnten die Ausflügler mühelos die beeindruckende Bergwelt von oben betrachten.
An der Generalversammlung vom 01. Juli 1960 beschloss die Versammlung, das Skigebiet „Winteregg-Sunnbüel“ mit einem Sessellift zu erschliessen. Dieser Lift sollte ebenfalls im Sommer betrieben werden. Doch die Alpschaft „Spittelmatten-Winteregg“ teilte der Luftseilbahn schriftlich mit, dass die Bewilligung für den Sommerbetrieb nicht erteilt würde. Nach Verhandlungen mit der Gemeinde Leukerbad und den Gemeinde-vertretern von Kandersteg, wurde die Bewilligung doch zum Sommerbetrieb erteilt. Am 15. Dezember 1961 konnten der Sessellift „Stock-Sunnbüel“ sowie der Skilift „Winteregg“ eröffnet werden. Gleichzeitig wurde auf „Sunnbüel-Winteregg“ der Bau eines einfachen Gastwirtschaftsbetriebes verwirklicht. Diese Einkehrmöglichkeit wurde von den Touristen sehr geschätzt.
Durch die Schön- und Bekanntheit des Wander- und Skigebietes zwischen Kandersteg und Leukerbad kamen immer mehr Touristen. Die Luftseilbahn war in Spitzentagen am Anschlag ihrer Förderleistung (17Personen/Kabine). Wartezeiten von 1-2 Stunden waren keine Seltenheit. Dies natürlich zum Aerger der Gäste. Ein Bau einer Luftseil-bahn, welche bis auf den Sunnbüel fährt, wurde diskutiert. Ab 1980 wurde nach Lösungen gesucht. Endlich, nach langen Abklärungen betreffend der Streckenführung und der Sicherheit, reichte man am 2. Dezember 1986 das Konzessionsgesuch ein. Nach einer Kapitalerhöhung konnte der Neubau im Jahre 1990 in Angriff genommen werden.
Am 9. Februar 1991 konnte die neue Luftseilbahn mit 2 Kabinen à 45 Personen in Betrieb genommen werden.
Im Jahre 2007 wurde der Luftseibahn Sunnbüel die Betriebsbewilligung und Konzession bis ins Jahr 2033 erteilt.