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Ex-Radprofi Jan Ullrich steht am Donnerstag erneut vor Gericht. Er hatte vor drei Jahren in Mattwil TG betrunken und mit weit übersetzter Geschwindigkeit einen schweren Verkehrsunfall verursacht.
Das Bezirksgericht Weinfelden TG wies Mitte 2015 den Urteilsvorschlag zwischen der Staatsanwaltschaft und Ullrich zurück und verlangte eine nochmalige Untersuchung. Das Gericht liess prüfen, ob Ullrich möglicherweise ein Raser-Delikt begangen haben könnte.
Dem heute 42-jährigen deutschen Ex-Radrennfahrer werden vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln und wiederholtes Fahren in qualifiziert fahrunfähigem Zustand vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft habe den Beschuldigten nochmals eingehend befragt und zwei zusätzliche Gutachten eingeholt, teilte sie im Juni mit.
Erhoben wurden etwa weitere Beweise zur Frage von Ullrichs Fahrunfähigkeit und zu Medikamenten, die er allenfalls eingenommen hatte. Das Bezirksgericht Weinfelden hatte bei der ersten Anklage Zweifel an der Anklageschrift geäussert, konkret etwa zur Geschwindigkeit und zur Einnahme von Medikamenten.
Der bis vor kurzem im Thurgau wohnhafte Ex-Radrennfahrer hatte beim Unfall im Mai 2014 in Mattwil TG zuerst mit seinem Wagen mit hohem Tempo an einer Kreuzung ein stehendes Auto von hinten gerammt. Kurz danach prallte er frontal in ein entgegenkommendes Auto. Wie durch ein Wunder wurde niemand schwer verletzt.