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ATP ist der wichtigste Energielieferant des Körpers. Q10 hilft bei der Regeneration von verbrauchtem ATP, insbesondere in Zellen, die viel Energie benötigen, wie zum Beispiel die Herzmuskelzellen. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz nimmt die Konzentration von Q10 im Laufe der Zeit immer stärker ab, unter anderem aufgrund der Verwendung von Statinen. Hierdurch kommt es zum Energiemangel in den betroffenen Geweben.
In Studien, in denen Patienten mit Herzinsuffizienz Q10 erhielten, wurden Verbesserungen im Bereich der Auswurffraktion, des Schlagvolumens und des Herzzeitvolumens festgestellt. In diesen Studien wurden keine Nebenwirkungen von Q10 berichtet. Diese Ergebnisse wurden in Metaanalysen bestätigt, waren jedoch weniger prominent, wenn es um schwere Herzinsuffizienz ging oder wenn ACE-Hemmer eingesetzt wurden.
In eine unter der Bezeichnung Q-SYMBIO durchgeführten großangelegten, randomisierten und placebokontrollierten Studie wurde die Wirkung von Q10 bei schweren kardiovaskulären Ereignissen untersucht. Zu den schweren kardiovaskulären Ereignissen zählen unter anderem kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Schlaganfall und nicht-tödlicher Myokardinfarkt.
420 Patienten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, wobei die eine Gruppe dreimal täglich 100 mg Q10 und die andere Gruppe Placebo erhielt. Anschließend wurden sie zwei Jahre lang begleitet. Auf kurze Sicht verbesserte sich bei beiden Gruppen nichts, aber auf lange Sicht trat in der Tat ein signifikanter Unterschied auf: In der Placebogruppe hatte letztlich bei 26 Prozent der Patienten ein ernstes kardiovaskuläres Ereignis stattgefunden, bei der Verwendung von Q10 lag diese Quote mit 15 Prozent deutlich niedriger.
„Gerade in Anbetracht der sehr guten Körpertoleranz und niedrigen Kosten dieser natürlichen physiologischen Substanz ist Q10 eine attraktive Option bei der Behandlung von Herzinsuffizienz. Daher ist es wichtig, dass hier weitere – und großmaßstäblichere – Forschung geleistet wird“, erklären die Forscher.