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MSM (Methylsulfonylmethan)
Was ist MSM
MSM – Methylsulfonylmethan Informationen
Immer öfter wird von Ärzten, Kliniken und Medien über MSM berichtet oder durch Mundpropaganda über die heilende Wirkung geschwärmt. So sehr es von manchen geliebt wird, so sehr wird es gleichermassen kritisiert. Aber wo liegt nun die Wahrheit? Was kann sich ein Patient nach der Einnahme erhoffen und was nicht? Welche Nebenwirkungen werden erwartet?
Das Wichtigste zu MSM zusammengefasst:
• MSM ist in jeder Zelle vorhanden
• Grundlegende Körperfunktionen, wie Immunsystem und Stoffwechsel sind auf Schwefel angewiesen
• MSM wirkt entgiftend
• Die vorhandenen Studien zu MSM sprechen für sich
• MSM ist KEIN Allheilmittel
MSM Studie bei Arthrose
In einer Pilotstudie erhielten 50 Patienten mit Kniearthrose randomisiert und doppelblind über 12 Wochen entweder 2 mal täglich 3g MSM oder Plazebo. Unter der MSM-Behandlung nahmen die Komponenten Schmerz und Funktionseinschränkung gemessen am WOMAC-Instrument signifikant ab (siehe Abb. 1)
Die ganze Studie finden Sie als PDF Dokument unter dem Menüpunkt Dokumente.
Was ist MSM überhaupt?
MSM ist die Abkürzung von Methylsulfonylmethan, das im deutschen Sprachraum auch als Dimethylsulfon bezeichnet wird. Es handelt sich um eine organische Schwefelverbindung, die in allen lebenden Organismen biologisch aktiv ist und unseren Körper mit Schwefel versorgen kann. MSM ist ein geruchloses, weisses, kristallines Pulver, das in heissem Wasser sehr leicht löslich ist.
Nach Kalzium und Phosphor ist Schwefel das am häufigsten vorkommende Mineral im menschlichen Körper. Bei einem erwachsenen Mann von durchschnittlicher Grösse und durchschnittlichem Gewicht verteilen sich ungefähr 140g Schwefel auf die körpereigenen Systeme. Fast die Hälfte davon befindet sich im Muskelgewebe sowie in der Haut und den Knochen.
Folgende Schmerzarten wurden mittels MSM erfolgreich behandelt:
• Verletzungen aufgrund von Unfällen, Verbrennungen etc.
• Gelenksentzündungen und rheumatische Arthritis
• Fibromyalgie
• Schmerzen im unteren Rückenbereich
• Kopfschmerzen und Migräne
• Muskelschmerzen
• Schleimbeutelentzündungen
• Tennis-Ellenbogen und andere Sportverletzungen
• Sehnenscheidenentzündungen
• Sklerose
• Schleudertraumata, Peitschenschlag-Syndrom
• Verletzungen durch wiederholte Belastung
• Narben aufgrund von Verbrennungen, Operationen, Unfällen etc.
Der natürliche MSM-Anteil im Kreislaufsystem eines erwachsenen Mannes beträgt ungefähr 0,2mg/Kg. „Normale“ Erwachsene scheiden 4 bis 11mg MSM pro Tag mit dem Urin aus.
Einige Studien deuten darauf hin, dass die systemische Konzentration von MSM bei Säugetieren mit zunehmendem Alter abnimmt, möglicherweise als Resultat von Veränderungen der Nahrungsgewohnheiten oder des körpereigenen Stoffwechsels. Einige Forschungsergebnisse lassen auch vermuten, es gäbe eine Mindestkonzentration MSM, die im Körper vorhanden sein müsse, um die normalen physiologischen Funktionen sowie die Molekularstruktur des Muskel- und Skelettsystems aufrechtzuerhalten. Geringe MSM-Konzentrationen werden mit nicht näher spezifizierten Beschwerden über Müdigkeit, Depression, hoher Stressempfindlichkeit und einer grosser Zahl an degenerativen Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Lindert MSM Schmerzen?
Die bemerkenswerteste Entdeckung in Bezug auf MSM ist wahrscheinlich die, dass es ein höchst effizientes Schmerzmittel ist, das bei vielen Arten von chronischem Schmerz wirksam ist. Im März 1999 veröffentlichten die Ärzte Stanley W. Jacob und Ronald M. Lawrence „Das Wunder MSM: Die natürliche Lösung für Schmerzen“, das auf beider Erfahrung als Ärzte und MSM-Erforscher basiert. Dr. Jacob ist Vorstand der DMSO Schmerzklinik in Portland (USA) und Professor an der Universität für Gesundheitswissenschaften Oregon; Dr. Lawrence ist Gründer der International Association for the Study of Pain sowie der American Association for the Study of Headaches.
Zusammen genommen verfügen sie über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Schmerzbekämpfung mittels MSM. Dabei fanden sie heraus, dass von über 18.000 PatientInnen, die an chronischen Schmerzen litten, 70% von der Einnahme von MSM nachhaltig profitierten, indem die jeweiligen Schmerzen entweder verringert wurden oder ganz verschwanden.
Die Art, wie MSM Schmerzen bekämpft, wird durch folgende Mechanismen erklärt:
• MSM ist ein natürliches Analgetikum, das den Transport von Schmerzimpulsen durch die Nervenfasern blockiert.
• MSM blockt auch Entzündungen und entzündliche Reaktionen, indem es die Aktivität von Cortisol, einem natürlichen, vom Körper produzierten, antientzündlichen Hormon steigert.
• MSM verbessert die Durchlässigkeit der Zellmembrane; dadurch werden die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen einerseits sowie der Abtransport von Schadstoffen bzw. überschüssigen Zellflüssigkeiten andererseits erleichtert.
• MSM erweitert die Blutgefässe und verbessert so den Blutkreislauf. Auch das trägt dazu bei, Abfallstoffe aus dem Körper zu transportieren, was Heilprozesse beschleunigt.
• MSM hilft den Muskeln, sich zu entspannen – ein wichtiger und oft übersehener Vorteil, denn chronische Schmerzen werden oft dadurch verstärkt, dass sich die körpereigenen Muskeln dauerhaft verspannen.
• MSM unterstützt die natürlichen Verteidigungsmechanismen des Körpers, indem es den Prostaglandin-Stoffwechsel sowie die Bildung von Antikörpern und immunkomplexen reguliert.
• MSM kann gemeinsam mit Glucosamin, welches für die Neubildung von Knorpelgewebe verantwortlich ist, Schmerzen reduzieren und dafür sorgen, dass geschädigte und abgenützte Knorpel durch neue Zellen ersetzt werden.
Dazu verlangsamt MSM die Vernetzung von Kollagenfasern – ein natürlicher Prozess bei der Bildung von Narben, der hartes und oft schmerzvolles Narbengewebe bildet. Das kann auch zu chronischen Schmerzen führen, insbesondere bei Brandnarben, die oft vergleichsweise grosse Körperflächen einnehmen. MSM heilt Narbengewebe und macht die Haut flexibler.
Interessante Synergie-Effekte mit MSM
MSM gilt als Verstärker für die meisten Vitamine und andere Nährstoffe, wie etwa:
• Vitamin C
• Coenzym Q10
• alle B-Vitamine
• Vitamine A
• Vitamin D
• Vitamin E
• Aminosäuren
• Selen
• Kalzium
• Magnesium usw.
Unsere Ernährung kann mit organischem Schwefel verbessert werden, denn MSM verbessert die Aufnahme der oben genannten Nährstoffe auf zellularer Ebene und verlängert ihre Wirksamkeit. Der Körper kann die Nährstoffe also besser verwenden – das macht Nahrungsergänzungsmittel effizienter und verringert auch die dabei notwendigen Dosierungen.
Wie kann MSM freie Radikale abfangen?
Ganz einfach: MSM ist ein starkes Antioxidans, das in der Lage ist, freie Radikale zu binden und zu deaktivieren. ABER: Was sind freie Radikale? Freie Radikale sind nicht per se schädlich, denn ohne sie wäre das Leben gar nicht möglich. Sie werden nämlich für die Energieproduktion von Zellen benötigt. Die Leber beispielsweise produziert freie Radikale, während sie schädliche Substanzen abbaut, und das körpereigene Immunsystem benutzt freie Radikale, um Viren und Bakterien zu eliminieren. Der Körper beherbergt Antioxidantien, die freie Radikale binden – eine normale Produktion freier Radikale in einem gesunden Menschen ist daher harmlos.
Eine Überproduktion kann jedoch sehr schädlich sein. Dadurch wird nämlich unter Umständen eine Kettenreaktion ausgelöst, die an Zellmembranen und Chromosomen grossen Schaden anrichten kann. Diese Überproduktion wird durch physischen und mentalen Stress, schlechte Ernährung, Luftverschmutzung, Schwermetalle und organische Schadstoffe im Trinkwasser bzw. in der Nahrung, Strahlung und Zigarettenrauch ausgelöst. In solchen Fällen braucht der Körper zusätzliche Antioxidantien aus der Ernährung. MSM ist ein solches Antioxidans.
Wie organischer Schwefel den Körper entgiftet
Gemeinsam mit den Schleimhäuten reagiert MSM bei Giftstoffen, beeinflusst Inaktivitäten und beschleunigt die Ausscheidung. Dazu verbessert MSM die Durchlässigkeit der Zellmembrane und erleichtert die Nährstoffaufnahme durch die Zelle sowie den Schadstoffabtransport aus dieser. Von einem praktischen Standpunkt betrachtet, erhöht MSM die Fähigkeit der Zellen, giftige Abfallprodukte auszuscheiden, drastisch. Viele Ärzte, die mit MSM arbeiten, werden bezeugen, dass es das stärkste Entgiftungsmittel ist, das sie kennen.
Ein aktuelles Beispiel zeigt die dramatische entgiftende Wirkung von MSM: Ein junger Künstler suchte aufgrund von mentalen Problemen ein psychiatrisches Institut auf. Antidepressiva hatten diese Probleme so verschlimmert, dass er nach einer alternativen Behandlungsmethode suchte. Ein HLB-Bluttest zeigte, dass der Mann an einer Schwermetallvergiftung litt, die von den bei seiner künstlerischen Tätigkeit verwendeten Farben herrührte. In der Folge suchte der Patient Hilfe bei verschiedenen traditionellen und alternativen Medizinern, die verschiedene Medikamente sowie homöopathische und orthomolekulare Entgiftungsmittel wie auch eine Bioresonanztherapie verschrieben. Nach eineinhalb Jahren der Entgiftung hatte sich das Blutbild zwar verbessert, zeigte aber immer noch schwere Vergiftungssymptome.
Der Patient setzte auf Rat seines Arztes die bis dato erhaltenen Medikamente ab und nahm MSM in hohen Dosen (15 g / Tag) zu sich, ergänzt durch wöchentliche Ayurveda-Schwitzbäder, um den Schadstoff-Abtransport zusätzlich zu stimulieren. Zwei Monate später zeigte eine mikroskopische Untersuchung, dass sein Blutbild wieder normal war, und er meinte, dass er das erste Mal, seit er in Behandlung war, eine wesentliche Verbesserung seiner gesundheitlichen Probleme bemerkt hätte.
MSM (organischer Schwefel) im Einsatz bei Allergien?
MSM lindert die Symptome einer grossen Anzahl an Allergien, einschliesslich Nahrungsmittelallergien, Kontaktallergien, Atmungsallergien und anderen. Das wichtigste anti-allergene Charakteristikum von MSM ist seine Fähigkeit, sich mit den Schleimhäuten zu verbinden und eine natürliche Blockade zwischen Wirtskörper und Allergenen aufzubauen. Daneben lindert MSM Allergien auch durch seine bekannten Qualitäten hinsichtlich Entgiftung und der Eliminierung freier Radikale sowie der Verbesserung der Zell-Permeabilität. Es gibt also offenbar einen direkten Zusammenhang zwischen der verwendeten MSM-Menge (bzw. -Konzentration) und der Resistenz gegenüber Allergien. Mehrere Autoren haben auch bemerkt, dass MSM auch als Histamin-Blocker als Alternative zu den üblichen Antihistaminen genau so gut funktioniert, allerdings ohne die dort beobachteten Nebenwirkungen.
Welche Rolle spielt MSM bei neurologischen Krankheiten?
Das Gehirn ist in Bezug auf die Auswirkungen von Toxinen wie Schwermetallen, aber auch organischen Giftstoffen extrem sensibel. Viele dieser Verbindungen neigen dazu, sich in den Nervenzellen anzusammeln, wo sie schwere oxidative Schäden verursachen können. Das kann neurologische Störungen hervorrufen. MSM ist eines der wenigen Antioxidantien, die die Blut-Hirn-Schranke leicht überwinden können. Es schützt vor oxidativen Schäden, verhindert diese und stellt die Elastizität und Durchlässigkeit der Zellmembrane wieder her. So können die Nervenzellen beginnen, Schadstoffe auszuscheiden.
Die kraftvolle Wirkungsweise von MSM lässt sich an folgendem Beispiel verdeutlichen:
Eine ältere Frau litt an einer Vergiftung, die davon herrührte, dass sie Aluminium ausgesetzt war. Dieses Schwermetall hatte sich in ihrem Gehirn angesammelt und schwere neurologische Schäden verursacht. Die Frau war sechs Jahre lang bettlägerig und nicht mehr in der Lage, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Während dieser Zeit hat sie kein Wort gesprochen. Die Ärzte konnten ihr nicht länger helfen und hatten sie aufgegeben. Sie war völlig von ihrem Mann abhängig, der sich um alle ihre Bedürfnisse kümmerte. Ein Naturheiler riet schliesslich dazu, es mit zwei Teelöffeln MSM täglich zu versuchen. Das MSM passierte die Blut-Hirn-Schranke und stellte die Durchlässigkeit der Gehirnzellen-Membrane wieder her, die nun begannen das Schwermetall abzuführen. Zwei Wochen später verschrieb ein auf orthomolekulare Medizin spezialisierter Arzt ein warmes Bad, das helfen sollte, die freigesetzten Giftstoffe durch die Haut auszuscheiden. Nach zwanzig Minuten in der Wanne lächelte die Frau plötzlich und sagte: „Na sowas, ich fühle mich viel besser.“ Das waren die ersten Worte, die sie seit Jahren gesprochen hatte. Mehrere Monate später war sie wieder zu einem normalen Leben fähig.
MSM (organischer Schwefel) als Beautyhelfer für eine schöne Haut und Haare?
Schwefel wird auch das “Schönheitsmineral” genannt, weil es für weiche und jugendliche Haut sorgt und glänzende, starke Haare sorgt. Schwefel ist für die Produktion von Kollagen und Keratin notwendig, zwei Proteinen, die für die Gesundheit im Allgemeinen sowie für Haut, Haare und Nägel im Besonderen unerlässlich sind.
Mehrere Experimente haben gezeigt, dass einige dermatologische Störungen – Allergien eingeschlossen – durch MSM als Bestandteil der Ernährung bekämpft werden können. So war die orale Verabreichung von MSM bei der Behandlung von Akne, Rosazea sowie trockener, schuppiger oder juckender Haut erfolgreich. Lokal in Form einer Lotion oder Crème angewendet, hilft MSM bei der Behandlung von Akne, Schuppenflechte, Ekzemen, Dermatitis, Schuppen, Ausschlägen, Windelausschlag und bestimmten Pilzinfektionen. Auch Operations- und Verbrennungsnarben, selbst wenn sie schon älter sind, sprechen gut auf lokale Anwendung an. Neue Narben können sogar so gut verheilen, dass sie fast unsichtbar sind.
Was kann MSM bei Autoimmun-Erkrankungen tun?
MSM bekämpft Entzündungen, die von Autoimmun-Reaktionen herrühren, sehr effektiv. Bei Autoimmun-Reaktionen wendet sich das Immunsystem sozusagen gegen sich selbst. Deswegen profitieren zum Beispiel Menschen, die an Arthritis leiden sehr von MSM. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die regelmässige Einnahme von MSM den Gelenksabbau und die damit einhergehenden Entzündungen signifikant reduziert.
Die Studien zu MSM zusammengefasst:
• In einer dieser Studien wurden 24 Patienten mit symptomatischer Osteoarthritis entweder mit einem „regulären“ Medikament (NSAID) oder mit 3g MSM / Tag behandelt. Nach einem Monat bemerkten beide Gruppen Verbesserungen in Bezug auf Schmerzen und (Gelenks) Steifigkeit.
• Ein anderes Experiment widmete sich Mäusen mit einer Prädisposition zu rheumatoiden, einer Arthritis ähnelnden Gelenksverletzungen. Die Forscher fanden heraus, dass bei zwei Monate alten Mäusen, die für drei Monate Wasser mit einer dreiprozentigen MSM-Lösung erhielten, keine Degeneration des Gelenksknorpels auftrat. In der anderen Kontrollgruppe hingegen, die nur normales Trinkwasser bekam, litten 50% der Tiere an punktuellem Gelenksknorpel-Abbau. Praktisch alle Tiere (95%) wiesen entzündliche Reaktionen im Synovialgewebe auf, während die MSM-Gruppe deutlich weniger entzündliche Reaktionen zeigte.
• Die gesundheitsfördernde Wirkung von MSM ist teilweise auf seine Fähigkeit, die Permeabilität der Zellmembrane zu erhöhen, zurückzuführen, durch die schädliche Substanzen (wie Milchsäure oder Toxine) ab- und Nährstoffe in die Zelle fliessen können. Dadurch wird ein Druckaufbau in den Zellen – der wiederum Entzündungen in den Gelenken verursacht – verhindert.
• Mäuse mit einer Neigung zu einer Autoimmun-Erkrankung namens Lymphoproliferatives Syndrom erhielten ab einem Alter von einem Monat zusammen mit ihrer Nahrung eine dreiprozentige MSM-Lösung als Trinkwasser. Die Lebenserwartung der Kontrollgruppe betrug durchschnittlich 5,5 Monate, die der MSM-Gruppe mehr als 10 Monate. Die MSM-Gruppe zeigte dabei weniger Antikörper-Reaktionen und eine erhebliche Verringerung hinsichtlich der Entwicklung von Lymphadenopathie, Splenomegalie und Anämie, was darauf schließen lässt, dass MSM ausreichend vor der Ausbildung der erwähnten Autoimmun-Erkrankung schützt.
• Andere Experimente wurden mit Mäusen durchgeführt, die zuchtbedingt einen Hang zur Autoimmun-Erkrankung systemischer Lupus Erythematosus (SLE) aufwiesen. Diese Experimente zeigten, dass MSM sowohl vor als auch nach dem Ausbruch der Krankheit eine schützende Wirkung entfaltete. Bei Mäusen, deren Trinkwasser ein dreiprozentiger MSM-Anteil beigemischt wurde, waren Todesrate und ursächliche Leberschäden geringer als bei den Tieren der Kontrollgruppe, die normales Leitungswasser bekamen. Nach sieben Monaten starben 30% der Kontrollgruppe, während die Mäuse der MSM-Gruppe noch alle am Leben waren. Letzteres galt auch für sieben Monate alte Mäuse, die bereits fortgeschrittene Anzeichen der Krankheit zeigten und daraufhin eine MSM-Diät erhielten. 62% der Tiere waren nach neun Monaten noch immer am Leben, verglichen mit lediglich 14% der Kontrollgruppe, die normales Trinkwasser erhalten hatte.
Wie verhält sich MSM bei Krebs?
Zahlreiche spannende Experimente lassen die Hoffnung entstehen, dass MSM auch bei Krebs kleinere Erfolge erzielen kann. Experimente zu MSM:
• Mehrere Experimente haben gezeigt, dass die orale Verabreichung von MSM Ratten gegen den Ausbruch von Krebserkrankungen schützen kann. In einer dieser Studien erhielten Ratten mit einer genetischen Prädisposition für Brustkrebs neben bestimmten krebserregenden Stoffen eine mit MSM angereicherte Nahrung. Danach bekamen alle Ratten (also auch die der entsprechenden Kontrollgruppe) krebserregende Substanzen oral verabreicht. In Bezug auf die Anzahl der Tumore, die sich bei beiden Gruppen bildeten, gab es keinen statistischen Unterschied. Allerdings bildeten sich die ersten Tumore bei den mit MSM gefütterten Ratten 100 Tage später als bei jenen der Kontrollgruppe – auch wurden sie erst 130 Tage später krebsartig. Geht man von einer durchschnittlich zweijährigen Lebenserwartung von Ratten aus, entsprechen 100 Tage ungefähr zehn Menschenjahren.
• Während eines anderen Experiments erhielten Ratten MSM als 1%-Lösung mit ihrem Trinkwasser während der gesamten Versuchszeit. Die Kontrollgruppe bekam lediglich Leitungswasser. Eine Woche nach dem Beginn des Experiments wurde allen Ratten Dimethylhydrazin – eine Chemikalie, die Darmkrebs auslöst – injiziert. In den neun Monaten, die die Studie dauerte, war die Anzahl der Darmtumore, die sich daraufhin bildeten, bei beiden Gruppen gleich. Die Zeitspanne, bis die ersten Tumore auftauchten, war allerdings bei den mit MSM behandelten Ratten deutlich länger als bei der Kontrollgruppe. Die Forscher schlossen daraus, dass MSM den Zeitpunkt der Bildung von Tumoren signifikant verzögert.
Wie lässt sich MSM im Kampf bei Parasiten einsetzen?
Eine der erstaunlichsten Entdeckungen, die man im Zusammenhang mit MSM gemacht hat, ist ihre Wirksamkeit gegen Parasiten wie Giardia, Trichomonaden, Spulwürmer, Fadenwürmer, Madenwürmer und andere intestinale Würmer.
Und wie sieht die Studienlage dazu aus?
• Im Rahmen von Tierstudien wurden zum Beispiel Mäusen, bei denen Untersuchungen des Kots einen Beifall mit Madenwürmern ergeben hatten, handelsübliche Nahrung und Trinkwasser mit jeweils 2% MSM-Gehalt verabreicht. Nach 17 Tagen ergab die Untersuchung der Fäkalien, dass letztere weder Würmer noch Eier enthielten. Der Anteil von MSM im Blut erreichte dabei bis zu 30 ppm bzw. mg/kg.
• Bei Studien an Menschen war Ähnliches zu beobachten: Beispielsweise gab man einem Mann, der nach dem Genuss von kontaminiertem Wasser in einer „primitiven“ Gegend mit Giardia lamblia befallen war, 500 mg MSM drei Mal täglich, und das 14 Tage lang. Nach dem achten Tag waren die Symptome verschwunden und zwei Stuhlproben, die eine Woche später entnommen wurden, waren frei von dem erwähnten Organismus.
• Im Rahmen einer anderen Studie wurde ein Befall mit Trichomonas vaginalis mit einer oral eingenommenen Dosis von 1g MSM täglich sowie der täglichen Anwendung von 5% in Wasser aufgelöstem MSM währen nur einer Woche erfolgreich behandelt.
Wie lassen sich die Erfolge mit MSM genau beschreiben?
Die wichtigste antiparasitäre Eigenschaft von MSM hängt mit seiner Fähigkeit zusammen, sich mit den Schleimhäuten – z.B. der Darmschleimhaut – zu verbinden und so eine natürliche Blockade zwischen Wirtskörper und Parasiten zu bilden. Ganz so, als überzöge MSM die Schleimhaut mit einer Schicht, die für Parasiten undurchdringlich ist und an der sie sich nicht anheften können. Wenn das passiert, werden sie einfach aus dem Körper hinausgespült.
Laboruntersuchungen im Reagenzglas haben die antiparasitäre, antibakterielle sowie antifungale Wirkung von MSM-Konzentrationen demonstriert: Konzentrationen von 1mg/ml oder weniger zeigen keine signifikante Inhibition von Giardia lamblia. Bei 20mg/ml hingegen zeigte sich ein starker inhibitorischer Effekt, und ab 40mg/ml wurden die Organismen prompt abgetötet. Nach Dr. Herschler können bis zu eins bis zwei Gramm MSM pro Körpergewicht einmal am Tag problemlos eingenommen werden. Auf diese Weise kann man einen unbedenklichen Blutanteil von 4.000 ppm mg(kg) aufbauen, der für den Wirt harmlos, für viele invasive Organismen jedoch tödlich ist.
Eine steigende Anzahl von Naturmedizinern äussert Bedenken in Bezug auf Parasiten. Es wird immer klarer, dass diese eine beständige Vergiftungsursache sind, die sich im ganzen Körper ausbreiten und das Immunsystem angreifen kann. Daher ist der Gedanke faszinierend, MSM könnte ein natürliches Mittel sein, das uns gegen Parasiten schützt.
MSM als Prävention bei Diabetes
Das schwefelhaltige B-Vitamin Biotin ist ein wichtiger Bestandteil von Glukokinase, dem Enzym, das Zucker-Glukose verarbeitet. Schwefel ist auch ein Bestandteil von Insulin, dem von der Bauchspeicheldrüse gebildeten Hormon, das für den Kohlenstoff-Stoffwechsel von entscheidender Bedeutung ist. Ein Mangel an der Versorgung mit Schwefel über die Nahrung kann eine niedrige Produktion von bioaktivem Insulin zur Folge haben. Studien deuten darauf hin, dass MSM die Aufnahme zellulärer Glukose durch die Erhöhung der Zelldurchlässigkeit erhöht und so dazu beiträgt, dass der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht bleibt, die Bauchspeichendrüse normal funktioniert und somit Diabetes vorgebeugt wird.
MSM bei Muskelschmerzen und Krämpfen
Vor allem in Kombination mit Vitamin C hat MSM seine bemerkenswerte Fähigkeit, Muskelschmerzen sowie Bein- und Rückenkrämpfe zu reduzieren oder sogar ganz zu eliminieren, gezeigt. Das gilt besonders für Geriatrie-PatientInnen, die solche Krämpfe in der Nacht oder nach langen Ruheperioden erleiden. Viele Personen mit steifen Muskeln oder Gelenken haben nach der Einnahme von MSM über deutliche Verbesserungen berichtet. Es gab auch mehrere Fälle, bei denen Menschen, die an einer Sehnenscheidenentzündung litten, durch die Verwendung von MSM geheilt wurden. Einer älteren Dame beispielsweise wollte man aus diesem Grund beide Handgelenke operieren; auf Anraten eines Arztes begann sie MSM einzunehmen. Einen Monat später waren alle Symptome verschwunden, und die Operation war nicht länger nötig.
Sportler, die harte Wettkämpfe bestreiten, können etwa von den Trainern millionenteurer Rennpferde lernen – seit vielen Jahren und mit grossem Erfolg haben Trainer ihren Rennpferden vor den Rennen MSM verabreicht, um Muskelschmerzen zu vermeiden; auch nach den Rennen wurde und wird MSM verwendet, um das Risiko von Krämpfen zu minimieren und die Regeneration zu verbessern. Die körperliche Müdigkeit als Folge von athletischer Aktivität bei sportlichen Wettkämpfen, die bei Athleten ungefähr acht bis zehn Tage andauert, war bei Personen, die in den sechs Monaten zuvor ein bis zwei Gramm MSM täglich zu sich nahmen, nach zwei bis drei Tagen weg.
MSM bei Verstopfung und übersäuertem Magen
MSM wirkt bei erhöhter Zufuhr leicht abführend und stuhlerweichend.
Die aktuelle Studienlage dazu:
• Eine Studie hat gezeigt, dass mindestens 75 % der Personen, die Antazida oder H2-Histamin-Rezeptorantagonisten gegen übersäuerten Magen einnahmen, die Medikamentenmenge innerhalb einer Woche durch die Einnahme von MSM als Nahrungsergänzungsmittel deutlich reduzieren konnten. • Bei einer anderen Studie wurden 21 Testpersonen mit Verstopfungsproblemen 500mg MSM täglich zusammen mit jeweils einem Gramm Ascorbinsäure verabreicht. In allen diesen Fällen kehrte die normale Darmfunktion wieder zurück, und zwar solange, wie MSM Bestandteil der Nahrung war.
Studien wie diese deuten darauf hin, dass MSM im Fall von Verstopfung oder übersäuertem Magen oft mehr Linderung verschafft als die üblicherweise verschriebenen Medikamente. Es gibt viele Zeugnisse darüber, dass einer der aufregendsten und lohnendsten Vorteile von MSM darin besteht, übersäuertem Magen und Verstopfungsproblemen sofort und wirksam zu begegnen.
MSM bei einer Lungen-Fehlfunktion
MSM erlaubt dem Körper, Sauerstoff effizienter aufzunehmen. Zunächst einmal erhöht es die Elastizität der Lungenzellen und die Durchlässigkeit der Zellmembrane – dadurch kann mehr Luft eingeatmet werden und mehr Sauerstoff durch die Membrane in den Blutkreislauf gelangen. Dazu verhindert bzw. korrigiert MSM die Gerinnung der roten Blutkörperchen, was die Sauerstoffaufnahme des Blutes verbessert. Darüber hinaus können Zellen im ganzen Körper dank der gesteigerten Permeabilität der Zellmembrane mehr Sauerstoff aus dem Blut absorbieren und daher mehr Energie produzieren.
Menschen, die an Lungen-Fehlfunktionen leiden, profitieren sehr von der Behandlung mit MSM:
• In einer Studie wurden sieben Personen mit Atmungsschwierigkeiten MSM in verschiedenen Dosen von 250 bis 1.500 mg/Tag gegeben. Fünf dieser Personen hatten Emphyseme und zwei Lungentumore mit zusätzlichen Beeinträchtigungen durch zu viel Pleuralflüssigkeit. Diese beiden hatten bereits eine Strahlen/Chemotherapie ohne sichtbare Besserung in Anspruch genommen. Vor und während der Testperiode mussten die fünf Emphysem-Patienten eine bestimmte Strecke, die sie physisch ohne Schwierigkeiten bewältigen konnten, zu Fuß zurücklegen. Binnen vier Wochen nach Beginn der Einnahme von MSM konnte diese Strecke von allen fünf mindestens verdoppelt werden. Bei den beiden Patienten mit Lungentumor stellten die behandelnden Ärzte und Krankenschwestern eine erhöhte Fitness und eine verbesserte Einstellung im Vergleich zum Zeitraum vor dem Test fest. Am Erstaunlichsten war aber, dass die Lungenflüssigkeit während des ersten Monats der Testperiode verschwunden war.
MSM als natürlicher Stressregler?
Stress wirkt sich nicht nur auf unsere Psyche aus, sondern auch auf unser körperliches Wohlbefinden. Die Studienlage über natürliche Stresshemmer ist gross.
Auch MSM scheint einen guten Beitrag leisten zu können:
• Viele Menschen, die MSM verwenden, berichten davon, sich besser und stärker zu fühlen und über mehr Ausdauer zu verfügen. Während eines Tests mit 14 Personen, die MSM in Zeiträumen von sieben Monaten bis zu einem Jahr zu sich nahmen, wurde keiner von ihnen krank. Eine Stress-Studie wurde mit zwei Gruppen Goldfischen durchgeführt, die aus einem großen Aquarium in zwei kleine, identische Behälter überführt wurden. Eine Gruppe bekam gewöhnliches Fischfutter, die andere dasselbe mit 2% MSM angereichert. In beiden Aquarien waren die Fische durch eingeschränkten Bewegungsradius, Temperaturänderungen und leichte Sauerstoffzufuhr Stress ausgesetzt. Nach fünf Tagen war nur ein Fisch aus der MSM-Gruppe gestorben, hingegen 11 (fast 50%) aus der Kontrollgruppe.
• Es ist eine weitverbreitete Praxis, in der industriellen Rinderzucht dem Tierfutter Antibiotika zuzusetzen, um das Wachstum zu beschleunigen und das Ausbrechen stressbedingter Krankheiten zu vermeiden. Tierprodukte wie Fleisch, Milch und Eier enthalten daher Reste von Antibiotika, die der Konsument aufnimmt. Die exzessive Verwendung von Antibiotika ist hauptverantwortlich dafür, dass sich resistente Bakterienstämme bilden. Bekannte Beispiele sind das „Spitals-Bakterium“ MRSA (Meticillin-resistenter Staphylococcus aureus) oder Vancomycin-resistente Enterkokken (VREs). Heute wird die zunehmende Resistenz von Bakterien als eine der Hauptbedrohungen für die menschliche Gesundheit angesehen. Daher liegt der Gedanke nahe, dass die Zugabe von MSM zur Tiernahrung den haltungsbedingten Stress reduzieren und die Gesundheit der Tiere verbessern kann, so dass die Antibiotika reduziert werden können.
Welche Nebenwirkungen können mit der Einnahme von MSM auftreten?
In der Praxis zeigen sich bei den meisten Menschen, die MSM (Mehtylsulfonylmethan) nehmen, nur am Anfang leichte Entgiftungs-Symptome. Diese Symptome können leichte Formen von Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen und Müdigkeit einschliessen. Nach einer Woche verschwinden die Symptome üblicherweise. Weniger als 20% derer, die MSM nutzen, fühlen sich in den ersten Tagen der Einnahme geringfügig unwohl. Allgemein kann man sagen: Je stärker die Symptome sind, desto mehr Giftstoffe hat der Körper bereits gespeichert und desto mehr MSM wird für die Entgiftung benötigt. Im Fall von moderaten Entgiftungs-Symptomen ist es unter Umständen ratsam, die Dosis zu verringern und sie stufenweise wieder zu erhöhen, sobald die Symptome verschwunden sind.
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