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Der Industriekonzern Sulzer reagiert auf die von den USA verhängten Sanktionen gegen den russischen Investor Viktor Vekselberg und die Renova-Gruppe. Der Industriekonzern kauft 5 Millionen Sulzer-Aktien von Renova, womit deren Anteil unter 50 Prozent fällt.
Um Störungen von Sulzers Geschäftsaktivitäten zu minimieren, habe das Unternehmen am Sonntag eine bindende Vereinbarung mit Renova unterzeichnet, teilte Sulzer am Montag mit.
Knapp 49 Prozent bleiben Renova
Nach Abschluss der Transaktion halte Renova 48,83 Prozent an Sulzer. Alle Verwaltungsratsmitglieder, die Renova repräsentierten, hätten sich bei der Entscheidung über die Transaktion enthalten.
Sulzer arbeite eng mit den Behörden zusammen und sei der Ansicht, dass diese Transaktion jegliche Zweifel an Sulzers Unabhängigkeit von der Renova-Gruppe ausräumen werde, schreibt das Unternehmen.
Rechtliche Bestätigung benötigt
Die Vereinbarung sieht vor, dass Sulzer die Aktien zum volumengewichteten Durchschnittskurs für den Zeitraum von Montag bis Freitag erwirbt. Der mit Renova vereinbarte Kaufpreis werde entsprechend angepasst, wenn Sulzer zu einem späteren Zeitpunkt alle oder einen Teil der Aktien aus der Transaktion zu einem niedrigeren Preis verkaufen sollte.
Sulzer bezahlt die Aktien erst dann, wenn das Unternehmen die rechtliche Bestätigung erhalten hat, dass Sulzer wegen dieser Zahlungen nicht dem Risiko primärer oder sekundärer Sanktionen ausgesetzt ist.
Sieben Oligarchen sanktioniert
Die USA hatten letzten Freitag neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Sie richten sich gegen sieben Oligarchen - darunter Vekselberg - und zwölf ihrer Firmen, deren Vermögen in den USA eingefroren werden.
Vekselberg gilt als Russlands neuntreichster Geschäftsmann und soll ein Nettovermögen von 14,4 Milliarden Dollar besitzen. Zu den zahlreichen Beteiligungen von Renova gehören neben Sulzer auch der Luzerner Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach sowie der Industriekonzern Oerlikon. Diese Unternehmen sind von den US-Sanktionen nicht betroffen. Ob die Strafmassnahmen trotzdem Auswirkungen auf die Schweizer Firmen haben würden, war am Montagmorgen noch unklar.
(sda/gku/mbü)