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Herdengebrauchshunde
Es gibt Hundetypen oder – Rassen, die sich für bestimmte Betriebsstrukturen besser eignen als andere.
Beim Erwerb eines Arbeitshundes für die Landwirtschaft ist es deshalb entscheidend, dass man sich frühzeitig über den Einsatzzweck des Hundes klar wird. Arbeitshunde in der Landwirtschaft lassen sich aufgrund ihrer Arbeitstechnik und der landwirtschaftlichen Betriebsform in verschiedene Gruppen einteilen. Es gibt Hunderassen, die nur ganz fachspezifische Arbeiten ausüben können.
Sämtliche Hunde, die für den Einsatz an und um Nutztiere wie Rinder, Schafen, Ziegen, Enten, Schweinen usw. eingesetzt werden können unter dem Überbegriff Herdengebrauchshunde zusammengefasst werden. Die Bezeichnung Herdengebrauchshund sagt aus, dass ein Hund aufgrund seiner Rasse oder aber einfach aufgrund seines Einsatzes der Gruppe der Herdengebrauchshunde zugeordnet werden kann.
Herdengebrauchshunde können in vier Arbeitsgruppen eingeteilt werden:
Die drei Gruppen Koppelgebrauchs-, Hüte- und Treibhunde sind diejenigen Hunde, bei denen der Hund in Teamarbeit mit dem Landwirten zusammenarbeitet, diese Hunde nennt man oft auch Hütehunde.
Der Konflikt liegt im Begriff «Hüten». Hüten meint ursprünglich das Behüten einer grasenden Schafherde, wie es in Deutschland Tradition hat. Der Hütehund ist durch diesen Begriff in seiner Funktion definiert.
In der Schweiz spricht man von hüten, meint aber die Arbeit mit einem Koppelgebrauchshund am Nutztier. Deshalb versteht man unter dem Begriff Hütehund nicht exakt dasselbe wie ein Deutscher Schäfer. Dies kann vor allem Beim Erwerb eines Hundes fatale Auswirkungen haben.
Spricht man von einem Hütehund muss man sich immer im Klaren sein, ob man vom Überbegriff Hütehund spricht und dabei die drei Hundegruppen Koppelgebrauch-, Hüte- und Treibhund meint oder ob der Begriff Hütehund bereits die Gruppe der Hütehunde meint.