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Massongex
(Kt. Wallis, Bez. Saint Maurice). 405 m. Gem. und Pfarrdorf, am linken Ufer der Rhone, mitten in dem von den Städtchen Saint Maurice, Monthey und Bex gebildeten Dreieck, an der Thalstrasse des Wallis und 3,2 km nw. der Station Saint Maurice der Simplonbahn. Den früher durch eine Fähre besorgten Verkehr nach Bex vermittelt jetzt eine 1873 erbaute eiserne Brücke. Postablage. 77 Häuser, 600 kathol. Ew., von denen etwa die Hälfte im Dorf selbst wohnt. Auf einer Anhöhe das 1880 erbaute zierliche Schloss La Vorpillère, von dessen Terrasse sich eine prachtvolle Aussicht auf die Gebirge, die Ebene der Rhone und den Genfersee bietet.
Den gegenüberliegenden Berghang durchschneidet ein von der Rogneuse durchflossenes, schattiges kleines Thal, in dessen oberem Abschnitt die Weiler Biollay (722 m) und Daviaz (750 m) liegen. Die Bewohner beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Anbau von Getreide, Kartoffeln und Mais, sowie mit Obstbau und Viehzucht. Kastanienwald. In der Umgebung werden grosse Kiesgruben abgebaut. Die 1800 erbaute Pfarrkirche zu Saint Jean Baptiste ist 1843 durch eine Feuersbrunst teilweise zerstört worden. An ihrer Aussenmauer befindet sich eine römische Inschrift, die für das hohe Alter der Siedelung zeugt. In der Tat war der an der Gabelung der Strassen ins Land der Allobroger und nach Aventicum gelegene Ort zur Römerzeit von ziemlicher Bedeutung.
Noch vor etwa 60 Jahren konnte man die Ueberreste der römischen
Brücke sehen, die hier über die
Rhone setzte. Funde von
aus der Zeit Julius Caesars stammenden Gräbern, Mosaiken, Inschriften, Meilensteinen etc. Im Mittelalter war
Massongex zuerst
Eigentum der
Bischöfe von
Sitten, die hier das Geschlecht de Montheolo mit dem Statthalteramt betrauten. 1384 kam
der
Ort an die
Grafen von Savoyen, die ihn aber 1475 wiederum an den
Bischof abtreten mussten. 1606 erhielten die Statthalterei
die de Quartéry, die sie bis zur Revolution beibehielten. 1178: Massungiacum; 1250: Massagie. Im S. und W. steht Neocom
an.
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