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Führung spielt sich aus systemischer Perspektive auf vier unterschiedlichen sozialen Bühnen ab, die alle ihre Eigenheiten haben und auf denen eigene Gesetze wirken. Der Anspruch an das Erlernen von Führung betrifft alle vier Bühnen. Natürlich gehen diese Bühnen in der erlebten Wirklichkeit zu einem gesamthaften Erleben ineinander über und können kaum getrennt wahrgenommen werden. Aber es lohnt sich dennoch zu lernen, diese Bühnen zu unterscheiden, damit man sich freier auf ihnen bewegen kann und insgesamt handlungsfähiger wird.
Führen beinhaltet persönliche Aspekte, die landläufig mit Selbstmanagement umschrieben werden. Diese Teilkompetenzen werden oft als erste erworben. Führung deckt aber auch interaktive Wirkungsfelder ab, die hier mit den Begriffen Kooperation und Intervention bezeichnet werden, sie umfassen Beziehungsgestaltung, Interaktion und Kommunikation. Auf diesen Bühnen bleibt Führen immer auch Handeln mit offenem Ausgang, denn man kann vielleicht kontrollieren, was man in eine Kommunikation einbringt, was aber die Gegenüber damit machen, entzieht sich weitgehend dem eigenen Einfluss. Und Führung bezieht sich auch auf funktionsgebundene und organisationsspezifische Wirkungsfelder. Diese umfassen die eigentliche Erfüllung von Aufgaben und die Zielerreichung, aber auch die Einbindung in organisationale Strukturen und Routinen und die Leitung von Veränderungsprozessen.
Für das Verständnis von Selbstmanagement und Kooperation mögen die intuitiv zurate gezogenen Konzepte aus der Psychologie und den Lerntheorien nützliche Dienste erweisen, um aber die Dynamik von Gruppen und insbesondere von grösseren sozialen Systemen wie Organisationen zu verstehen, scheinen Konzepte der System- und der Kommunikationstheorien passender zu sein.