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Während des gesamten Zeitraums der Maisfütterung haben sich die Produzenten bereit erklärt, in den Tagen nach der Milchkontrolle Maispflanzen nach Grangeneuve zu bringen, um die Reife des Maises genau überwachen zu können.
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Angesichts der Unterschiede zwischen den Maissorten und den Saatterminen war es schwierig, eine Tendenz für die gesamte Gruppe zu ermitteln. Die Analysen der Trockensubstanz der verschiedenen Teile der Maispflanze (Körner, Blätter, Stängel) haben es jedoch ermöglicht, die Bedeutung des Korns für die Reife des Maises hervorzuheben. So war zu beobachten, dass bei den ersten Proben, die im August 2020 vorbeigebracht wurden, der Anteil der Körner oft weniger als 10% der Gesamtpflanze ausmachte.
Im weiteren Verlauf der Saison, etwa Mitte September, erreichte der Kornanteil mehr als 50% der Pflanze. Es ist daher zu beachten, dass bei zu trockenem Korn die darin enthaltene Stärke für das Tier nicht mehr so gut verdaulich ist und ein Teil der aufgenommenen Energie verschwendet wird.
Wir haben uns dafür entschieden, die teilnehmenden Betriebe und ihre Rationen einzeln zu analysieren und sie anschliessend in 4 Themengruppen zusammenzufassen:
Auf den teilnehmenden Betrieben wird der Mais ein- bis zweimal täglich verteilt, in der Regel zusammen mit einem Eiweisskonzentrat oder Luzerne auf dem Mais. Dies wirft die Frage auf, ob der Ausgleich der Ration über den ganzen Tag hinweg geschieht oder tatsächlich zum Zeitpunkt des Verzehrs. Diese Frage bleibt am Ende des Versuchs offen. Es wurde jedoch deutlich, dass die Synchronisation der Futtermittel während des Tages ein wichtiges Thema im Bereich des Fütterungsmanagements ist.
Bei einer Gruppe von Betrieben stimmen die Erwartungen an den Grünmais mit den erzielten Ergebnissen überein. Dazu gehören eine höhere Milchproduktion, die Steigerung des Milcheiweissgehalts und die Reduktion des Harnstoffgehalts in der Milch.
Auf den Versuchsbetrieben macht der Grünmais zwischen 10 und 40% der Trockensubstanz der Ration aus. Auf manchen Betrieben ist dieser Anteil während der gesamten Maisfütterungsperiode konstant, während er andernorts stark schwankt, insbesondere wenn der Trockensubstanzgehalt im Laufe der Zeit zunimmt. Wir haben festgestellt, dass die Integration von Mais in die Ration nicht immer einfach ist. Insbesondere ist es wichtig, die Reife des Maises zu steuern, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
In diesem Versuch waren die Betriebe sehr heterogen in Bezug auf die gehaltenen Rassen, die Produktionsintensität und die Zusammensetzung der Grundrationen. Diese hohe Variabilität führte zu grossen Unterschieden bei der Menge des verteilten Kraftfutters. Im Allgemeinen stieg die Menge der proteinreichen Futtermittel, während jene der Energiefuttermittel sank. Bei einer angestrebten Tagesmilchproduktion von 36 kg fütterten die meisten Versuchsbetriebe während der Maisfütterungsperiode durchschnittlich 3 bis 4 kg Kraftfutter pro Kuh und Tag.
Parallel zu diesem Versuch wurde eine Studie über die Korrelationen zwischen Harnstoff und den verschiedenen Parametern der Milchproduktion durchgeführt. Nachfolgend die beiden wichtigsten Ergebnisse, welche die Grünmaisbetriebe betreffen:
Auf Betrieben mit Grünmaisfütterung wurde festgestellt, dass im Allgemeinen etwa 75% der Kühe Harnstoffwerte im optimalen Bereich aufwiesen, d.h. zwischen 15 und 30 mg/dl. Dies unabhängig von der Menge der produzierten Milch.
Bei Kühen mit sehr niedrigem Eiweissgehalt (unter 2,8%) haben 20% der Kühe Harnstoffwerte von über 30 mg/dl. Bei Kühen mit sehr hohem Eiweissgehalt (über 3,4%) haben hingegen nur 15% der Kühe Harnstoffwerte über 30 mg/dl.
Der Eiweissgehalt der Milch ist ein Indikator für den Energiewert einer Ration. Deshalb kann gefolgert werden, dass die Energie des Grünmaises von den Kühen relativ gut verwertet wird, mit der positiven Folge (wenn die Energie gut verwertet wird) eines Anstiegs des Eiweissgehalts und eines Harnstoffgehalts innerhalb des Zielbereichs (zwischen 15 und 30 mg/dl bei einer ausgewogenen Ration).
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