Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03286.jsonl.gz/1377

Dübendorf
neu 08.03.2023: Plan Stand 06.10.1947
Plan und DV Sammlung O. Wileczelek (hier wieder mal herzlichen Dank, dass er mir so grosszügig seine Schätze zur Veröffentlichung übergibt...)
1947 wurde der Streckenblock eingerichtet und die mechanischen Signale durch Lichtsignale ersetzt (siehe weiter unten). Dabei wurde die Dienstvorschrift (DV) und der Plan der Sicherungsanlage neu herausgegeben.
Neu 07.04.2023: Zur genannten Barriere habe ich von Samuel Rachdi diesen Text erhalten, den ich hier gerne veröffentliche:
Was die Barriere an der Oskar Bider Strasse betrifft habe ich noch eine interessante Ergänzung, die es nicht sehr oft gab. Ja es stimmt, dass sie vom Bahnhof aus bedient wurde, zuerst im Stellwerk, später stand der Kurbelstock auf dem Hausbahnsteig und die Bedienung oblag dem Arbeiter, der sonst auch die Reinigung der Station und den Gepäckein- und Auslad besorgte.
Doch die Bedienung erfolgte zumindest in den 1970ern stundenweise von einem örtlichen Posten aus. Da es sich um eine mechanische Anlage (Typ Bruchsal) handelte, verfügte sie ja über einen Seilzug, wobei dieser über zwei Kurbelstöcke (je einen am Bahnhof und einen vor dem Posten - bis zuletzt im Freien!) lief. In den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrsstunden (etwa 06.00-09.00 und 16.00-19.00) war der Posten besetzt und die Bedienung erfolgte von dort aus, die übrige Zeit wurde die Barriere vom Bahnhof aus bedient, da dann für den Arbeiter weniger zu tun war. Da der Posten die Nummer 27o hatte, galt er sogar als Streckenposten und nicht als Stationsposten. Wie der nachfolgende Posten 27n ("Hügler") verfügte 27o auch über eine Zugmeldeanlage.
Obwohl der Übergang eigentlich Oskar-Bider-Strasse hiess, so wurde er vom Personal in der Regel "Flugplatz" oder "Flugplatzbarriere" genannt. Die Barriere hatte kein Vorläuten, die Glocke schlug nur direkt beim Senken an. Zudem wurden die Schlagbäume irgendwann Ende der 1960er oder Anfang der 1970er um etwa 50% eingekürzt (1972 waren sie jedenfalls kürzer), da die Strasse damals für den Autoverkehr gesperrt wurde
(Fussgänger und Zweiradfahrer durften ihn noch benutzen). Auch nicht ganz üblich war die Tatsache, dass die Fallrichtung zur Bedienstelle hin und nicht von dieser weg war (so wie heute noch im 98a Neuthal). In der Regel standen die Schlagbäume auf der Seite der Bedienstelle, was die Installation der Seilzüge vereinfachte.
Samuel Rachdi
Danke an Samuel für diese Ergänzungen. Umfassende Informationen zu Barrierenposten finden sich auf seiner Homepage, auf die ich schon andernorts verwiesen habe: Link
neu 11.03.2023: Hans Conrad, Bahnhofvorstand 1978 - 1980 am Stellwerk Dübendorf
Foto Sammlung Flavio Conrad, Lokführer SBB und Enkel von Bvd Conrad...Herzlichen Dank!
Plan Stand 21.07.2005
Plan Sammlung XY (möchte nicht genannt werden)
Plan Stand 04.06.2009
Die beiden Pläne zeigen, wie Änderungen dargestellt werden. Im oberen Plan Stand 2005 sind unten Punkte a bis h mit den bisherigen Anpassungen und Umbauten aufgeführt. Im Plan 2008 sind neue Punkte i und k eingetragen. Die Streckengleise 389 / 489 Seite Schwerzenbach wurden neu mit Achszählern statt Isolierungen ausgerüstet. Auf dem Plan wurde die Darstellung der betreffenden Gleise angepasst.
Plan Sammlung Pascal Pfeffer StarRail AG Ennetbaden
Seit einiger Zeit werden die Pläne nicht mehr von Hand gezeichnet. Hier das Beispiel Dübendorf Stand 2015. Darüber, wie diese Pläne bei den SBB erstellt werden sollen, gibt es eine detaillierte Vorschrift I-50003 "Übersichtsplan Sicherungsanlagen" , die nicht weniger als 47 Seiten umfasst. Da sie nur für den SBB-internen Gebrauch vorgesehen ist, kann ich sie hier nicht veröffentlichen.
Plan Sammlung S.Niklaus
Ansonsten habe ich über die Sicherungsanlagen in Dübendorf nur wenige Informationen:
Quellen:
Diverse SBB-Nachrichtenblätter
Buch Hebel, Riege und, Signale von H.G. Wägli
50 Jahre Domino 67 von Oliver Wileczelek