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Myanmar, das frühere Burma, ist ein südostasiatischer Staat mit einer Einwohnerzahl von etwa 60 Millionen Menschen. Myanmar ist ein Entwicklungsland, wobei die Risiken für Erblindungen in solchen Ländern 10-fach grösser sind als in Industrieländern. Grund dafür ist insbesondere die Armut und die damit einhergehende mangelnde medizinische Versorgung. So auch auf dem Gebiet der Augenheilkunde. In Myanmar ist vor allem im Landesinneren die medizinische Versorgung kaum gewährleistet.
Dr. Ivo Guber und Dr. Josef Guber entschieden sich während ihrer Zeit in England ein Wohltätigkeitsprojekt in Myanmar zu organisieren. Dabei wurden sie von zwei Arbeitskollegen begleitet und unterstützt. Im März 2017 begab sich das schweizerisch-britische Team während zwei Wochen nach Myanmar und behandelte aus dem ganzen Land angereiste Patienten in der Stadt Sagaing, Mandalay.
Festzuhalten ist, dass es weltweit rund 37 Millionen blinde und 124 Millionen sehbehinderte Menschen gibt. 75% der Erblindungen wären jedoch weltweit vermeidbar. Es handelt sich dabei nämlich um Augenkrankheiten, die durch einfache Mittel vermeidbar oder heilbar sind und gerade deshalb in den westlichen Industrieländern ohne schwerwiegende Folgen bleiben. In den armutsgeprägten Entwicklungsländern hingegen stellen sie die häufigsten Ursachen für Erblindungen dar. Nach WHO-Angaben wird die Blindheit in Mitteleuropa durch folgende Krankheiten verursacht: Altersabhängige Makuladegeneration (50%), Grüner Star bzw. Glaukom (18%) und die diabetische Retinopathie (17%). Weltweit sieht das aber ganz anders aus: der Graue Star bzw. Katarakt ist die häufigste Blindheitsursache. Rund 17 Millionen Menschen – vor allem in Asien und Afrika – sind daran erblindet. Während es sich dabei hierzulande um eine einfach zu behandelnde Krankheit handelt, kann eine solche Behandlung in Entwicklungsländern kaum gewährt werden. So ist beispielsweise auch ein Augenarzt in Afrika statistisch gesehen für eine Million Menschen zuständig, in der Schweiz für rund 5000 Menschen.
Die Blindheit in den Entwicklungsländern bildet den Ansatz für einen Teufelskreis der Armut: 90% der blinden Kinder bleibt der Schulbesuch verwehrt und 80% der blinden Erwachsenen sind aufgrund fehlender Ausbildungsmöglichkeiten ohne Arbeit. Sie und ihre Familien haben deshalb kaum eine Chance, der Armut zu entkommen.
Mit dem Projekt in Myanmar wurde seitens des Chirurgenteams versucht, solchen Schicksälen in einem ersten Schritt vor Ort entgegen zu wirken und sehbehinderten Menschen mit grundlegenden Behandlungen und Operationen zu helfen. Nach der erfolgreichen Durchführung im März 2017 sind nun weitere Projekte in Planung. In der nachfolgenden Bildstrecke finden Sie einige Impressionen.