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In diesem Ratgeber möchten wir eine komplementäre Therapieform vorstellen, die Homöopathie.
Aktuell zählt die Homöopathie in der Schweiz wieder zu den Leistungen der Grundversicherung. Das heisst, dass die Arztbesuche bei einem/r sogenannten – Krankenkassen anerkannten – Homöopathen/in und die von ihm/ihr verordneten Therapiemittel von der Krankenkasse übernommen werden. Doch dieser Beschluss ist provisorisch. Bis zum Ende dieses Jahres soll es endgültige Klarheit geben, ob diese Therapieform in der Grundversicherung bleiben soll oder nicht.
Was ist jetzt eigentlich Homöopathie?
Sie geht auf den Arzt C.F.S. Hahnemann zurück. Christian Friedrich Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 in Meissen (Deutschland) als Sohn eines Porzellanmalers geboren. Er studierte Medizin an verschiedenen Orten (Leipzig, Wien) und schloss sein Studium in Erlangen mit der Promotion ab. Sein ereignisreiches Leben verbrachte er an vielen Orten, immer auf der Suche nach einer rationalen Therapie für seine Patienten. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Paris und starb im Jahre 1843, für die damalige Zeit hochbetagt, im Alter von 88 Jahren.
Die Bedeutung des Wortes Homöopathie stammt von den griechischen Wörtern:
Homoios = ähnlich und Pathos = Leiden. Dieses Ähnlichkeitsprinzip besagt, dass eine Substanz diejenigen Beschwerden heilen kann, die sie beim gesunden Menschen hervorrufen kann. Hahnemann entdeckte dieses Prinzip bei der Übersetzung eines Arzneimittelbuches des damals bekannten Arztes William Cullen aus dem englischen ins deutsche. Dort wird Chinarinde bei Malaria beschrieben. Hahnemann beschreibt daraufhin erstmalig mehrfach wiederholte Selbstversuche mit Chinarinde: die Einnahme rief bei ihm alle für das Wechselfieber charakteristischen Symptome hervor! Weitere akribisch beobachteten und aufgeschriebenen Versuche bei sich selbst und bei Bekannten und Verwandten flossen in sein Hauptwerk: „Organon der rationellen Heilkunde“ ein. Es wird erstmalig 1810 publiziert und in den folgenden Jahren überarbeitet. Bis zur 6. Auflage arbeitete Hahnemann noch selber mit, sie wurde jedoch erst nach seinem Tod publiziert. Das Organon ist heute noch das theoretische Werk der Homöopathie!
Wie lässt sich die Wirkung der Homöopathie erklären?
Bis heute gibt es keine klare unumstrittene Erklärung der Wirkung! Es gibt viele Studien mit einer messbaren Wirkung (das Studiendesign ist wie bei allen wichtigen medizinischen Studien doppelblind und randomisiert).
(Arnica plus Spray wirkt in einem etablierten Studienmodell bezüglich Wundverschluss signifikant besser als Placebo. Eine Studie hierzu wurde mit Prof. Saller im Kantonsspital Zürich durchgeführt und im BioMed Central – The Open Acces Publisher (BMC) publiziert. Weitere Studien mit homöopathischen Wirkstoffen, wie diejenige in Bern mit Kindern mit ADHS zeigen ebenfalls klar messbare, vergleichbare Wirkungen wie mit herkömmlichen Medikamenten, ohne deren bekannte Nebenwirkungen! Im Gegensatz dazu gibt es jedoch auch andere Studien, die keine Wirkung nachweisen. Alles was in der Wissenschaft noch nicht klar wiederholbar getestet und erklärt werden kann, ist mit dem Makel des Irrationalen behaftet!
Eine Erklärung, wie Homöopathie wirken kann, bietet das Modell der Studiengruppe um Stefan Baumgartner, der in Bern forscht: Wasserlinsen (eine einfache Pflanze) wird „vergiftet“ und entweder mit homöopathisch angereichertem Wasser oder herkömmlichem Wasser gegossen (ebenfalls mit dem notwendigen Studiendesign). Die homöopathisch behandelten Pflanzen erholten sich signifikant schneller und besser von der Vergiftung! (Pflanzen wurden deshalb gewählt, weil sie sicher keine Placebo Wirkung zeigen können). Ein weiterer Versuch dieser Forschergruppe versucht die Wirkung zu erklären: wieder wurden Pflanzen gewählt um eben den Placebo-Effekt ausschliessen zu können. Die Keimlinge wurden vergiftet und wiederum mit oder ohne homöopathische Bewässerung keimen gelassen. Die Keimlinge wurden in Säckchen aufgehängt und wiederum zeigten die behandelten Pflanzen ein signifikant besseres Wachstum. Die nicht behandelten Säckchen, die in der Nähe der behandelten aufgehängt waren, zeigten mit steigendem Abstand zu den behandelten eine jeweils schwächere Wirkung! Eigentlich dürften sie das so nicht. Die einzig logische Erklärung ist die, dass die Wirkung der Homöopathie auf elektromagnetischen Wellen beruhen muss! Weitere Forschungen in dieser Richtung sind notwendig. Im nächsten Ratgeber werden wir auf die Arzneien und die zu beachtenden Umstände der Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln eingehen.
Bis dahin bleiben Sie gesund oder lassen Sie sich kompetent beraten
z.B. in der vinzenz apotheke
eine quelle der gesundheit