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Hinweis: “Fünf vor zwölf” ist der fünfte Band in der Reihe um “King & Maxwell”. Es empfiehlt sich, diese Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht es zum ersten Band.
Sean King und Michelle Maxwell werden von einem befreundeten Anwalt angeheuert, die Unschuld eines seiner Mandaten zu beweisen. Noch bevor die zwei ankommen und sich über den Stand der Dinge informieren lassen können, wird der Anwalt umgebracht. Ausgerechnet die beiden entdecken die Leiche. Und weil ausser Michelle und Sean weit und breit niemand beim Opfer ist, gelten die zwei schon mal als Tatverdächtige. Tolle Ausgangslage. Aber ungefähr so fängt die Geschichte tatsächlich an, von einem sehr düster-unheimlichen Intro abgesehen, das einen an Folterszenen erinnert, obwohl es keine zu sein scheint.
Der eingebuchtete Mandant heisst Edgar Roy und spricht kein Wort mehr und hat seine Augen nur noch leer auf einen fiktiven Punkt irgendwo im Nirgendwo gerichtet. Das ist keine grosse Hilfe für zwei Ermittler, die seine Unschuld beweisen sollen, aber noch nicht einmal richtig wissen, wer er ist. Denn die berufliche Vergangenheit, die Roy hat,, schein je länger je weniger dem zu entsprechen, was man Sean und Michelle gegenüber erzählte. Da muss mehr dahinter stecken.
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Unglaublich viele für deutschsprachige Leser ungewohnte Namen begegnen einem in diesem Roman. Eine der Hauptpersonen kristallisiert sich aber schnell raus: Matthew Canfield, ein junger Buchprüfer, der für die US-Regierung arbeitet, und scheinbar zumindest intellektuell einige Fähigkeiten eines Geheimagenten zu haben scheint.
Scarlatti ist der Name eines italienischen Einwanderers, der es vom sprichwörtlichen Tellerwäscher zum Multimillionenmann schaffte. Er baute ein Imperium auf, das nach seinem Tod durch seine Frau weiter geführt und irgendwann von den drei Söhnen hätte übernommen werden sollen. Einer der Söhne stirbt jedoch im Ersten Weltkrieg, ein zweiter entwickelte schon als Jugendlicher seltsame Marotten, die der Familie ein Dorn im Auge waren und sind.
Eben dieser Sohn, Ullster, knüpft während des Krieges Kontakt zu einem dubiosen deutschen Geschäftsmann, bringt Jahre später auf hinterlistige Weise ein Grossteil des Scarlatti-Vermögens an sich und taucht unter.
Canfields Vorgesetzte wittern, dass da etwas im Busch ist und setzen ihn auf Ullsters Fährte. Unterwegs knüpft er teils gewollt, teils auch ungewollt Kontakt zu Ullsters Mutter, die mehr dem Vermögen als dem Sohn nachjagt, und wird von ihr für eine grosszügige Gage eingestellt.
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Man fürchtet sich schon, dass die Sache gar nie mehr losgeht… Man liest und liest, das ganze Buch dreht sich um die Planung eines grossen Coups. Doch der lässt Seite um Seite, Kapitel um Kapitel auf sich warten. Am Ende werden die verbleibenden Seiten dermassen dünn, dass man schon fast damit rechnet, dass es gar nicht mehr zu Durchführung kommt.
Im Wesentlichen handelt es sich um ein paar Rambos mit Intelligenz, die einen Staatsstreich zu planen haben. Allerdings weiss das nur einer der Truppe. Denn dahinter stecken rein wirtschaftliche Überlegungen. So kommt dann auch der Urheber der Idee und Geldgeber aus der Wirtschaft.
Langweilig ist das Buch sicher nicht. Aber ich merke, dass ich mich irgendwie schwer tue mit dem für mich eher ungewohnten “älteren” Schreibstil. Ist ja doch auch schon ein paar Jahrzehnte her, seit Forsyth seine Romane schrieb.
Beim Grossteil des Buches, der Planung des Coups, gefallen mir die Details, dafür fehlt irgendwie die richtige Spannung. Beim Action-Teil, dem eigentlichen Sturm des kleinen Staates, geht dann alles so schnell und wie geplant, dass man tatsächlich unweigerlich an Rambo und Konsorten denkt. Nicht so mein Ding, ehrlich gesagt.
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