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Freiburg Beim Freiburger Tierschutzverein ist dieses Jahr bereits im Herbst Weihnachten: Er erbt eine Million Franken von einem anonymen Spender. «Wir wussten seit zwei Monaten, dass wir in seinem Testament erwähnt sind», sagt Nathalie Genilloud, Vizepräsidentin des Freiburger Tierschutzvereins. Doch die Höhe der Erbschaft erfuhr der Verein erst im September. Auch die Tierschutzvereine La Chaux-de-Fonds, Neuenburg, Jura, Monthey, Haut-Léman, Genf und Waadt haben je eine Millionenspende erhalten, wie «La Liberté» berichtete.
Was der Freiburger Tierschutzverein mit dem Geld machen wird, ist noch nicht definitiv entschieden. «Wir haben jedes Jahr ein Defizit von 200 000 Franken», sagt Genilloud. Dieses könne nun getilgt werden. Allenfalls werde eine weitere Etappe des Tierheims in der Nähe von Estavayer-le-Lac finanziert.
Wer der Wohltäter ist, darüber wird geschwiegen. «Wir kennen den Mann nicht, aber seine Lebensgeschichte», sagt Genilloud. Offenbar war er der Sohn eines sehr reichen Kaufmannes. Im Streit enterbte ihn der Vater und schickte ihn sogar ins Gefängnis, um ihn für seine Jugendsünden zu bestrafen. In der Zeit war ein Hund sein einziger Gefährte. Später wurde der Spender doch wieder in das Testament aufgenommen – wollte aber nichts vom Erbe wissen. In seinem eigenen Testament hielt er darum fest, dass nach seinem Tod sein Anteil am Familienerbe an die neun Tierschutzvereine der französischen Schweiz verteilt werden soll. hpa