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Wie im Freilichtmuseum wohnen!
Cuada auf der Insel Flores war bis in den 70er Jahren ein kleines, bewohntes Dorf. Dann verliessen die Einwohner Cuada's ihre alten Steinhäuser und zogen weg. Wohl teilweise auch weg von der Insel. Denn Flores hatte mal 10'000 Einwohner. Heute leben noch rund 3'800 Menschen auf Flores. In den 90er Jahren kaufte ein Einheimischer Steinhaus für Steinhaus von Cuada auf, baute die Häuser sanft um und vemietet diese heute als grosse Pension an Touristen - meist Wanderer und Wandergruppen. Die Anlage ist ein einziges Freilichtmuseum (à la Ballenberg in der Schweiz) mit Zeitzeugen vergangener Jahre. Laut Carlos, dem Besitzer dieser Anlage, seien die Häuser 300 und mehr Jahre alt. Das einzige Problem. Weil die Azorer keine Heizungen kennen, und es auf diesen Inseln aber das ganze Jahr hindurch subtropisch feucht ist - im Sommer ca. 24 bis 25 und im Winter, wenn kaum noch Touristen auf die Azoren kommen - noch etwa 16 Grad - setzt sich die Feuchtigkeit in diesem alten Gemäuer fest, was die Innenräume trotz bestem Lüften, ziemlich muffig und streng riechen lässt. Dies ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ansonsten ist Cuada ein absolut herrlicher und äusserst gepflegter Ort.