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Nachhaltiger Flugtreibstoff aus Luft und Wasser
Forschungspartner haben am Karlsruher Institut für Technologie (Kit) eine Anlage errichtet, die mittels einer innovativen Plasmatechnologie und mithilfe erneuerbarer Energien synthetische Treibstoffe herstellen kann.
Der Prozess basiert im Wesentlichen auf drei Schritten: Das CO₂ aus der Umgebungsluft wird zunächst in einen Reaktor geführt, ein mit Mikrowellenstrahlung erzeugtes Plasma zerlegt es dort in Kohlenmonoxid (CO) und Sauerstoff. Anschliessend wird der Sauerstoff entfernt, während sich das CO in einem zweiten Reaktor zu Teilen mittels Wassergas-Shift-Reaktion in Wasserstoff verwandelt. Dieser und das verbleibende CO (in der Kombination als Synthesegas bezeichnet) endet in einem dritten Reaktor mittels Fischer-Tropsch-Synthese in der Form von Kohlenwasserstoffen. Hochmolekulare Varianten, die sich nicht für die Produktion von Kerosin eignen, werden in der Anlage prozessintern gespalten. Das finale Produkt ist der Grundbestandteil der im Flugverkehr üblichen Kraftstoffe. Dieses Rohmaterial kann anschliessen zum erwünschten Kerosin veredelt oder auch direkt als Energiespeicher gelagert werden.
(Bild: Amadeus Bramsiepe, Kit)