Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03467.jsonl.gz/91

Uns hat Frau Sidler Auskunft über die Alterssiedlung gegeben, weil sie die Präsidentin ist.
Der Unterschied zwischen einem Altersheim und einer Alterssiedlung ist:
In einem Altersheim wird man betreut und in einer Alterssiedlung muss man für sich selbst sorgen und wohnt in kleinen Wohnungen. Man hat kein Altersheim gegründet, weil zu wenig Platz und zu wenig Geld vorhanden war.
Denn eine kleine Gemeinde hat zu wenig Geld, um ein Altersheim bauen zu lassen und viele Leute zur Betreuung anstellen zu können.
Margrith Sidler hat die Alterssiedlung gegründet, weil ihre Eltern sonst aus Pfyn hätten wegziehen müssen. 1994 diskutierte sie die Idee einer solchen Siedlung mit dem Arzt, seiner Frau und den Leuten aus Pfyn. Sie brauchten drei Jahre für die Planung und dann 1½ Jahre für den Bau. Die Siedlung wurde 1998 eröffnet.
Auf dem Platz stand früher eine Linde. Deshalb heisst die Siedlung Lindebüel.
Der Bau war sehr teuer. Sie erhielten von den Bauleuten 5% Ermässigung. Zudem machten sie einen Bazar und verdienten so noch ein bisschen Geld. Zudem wurden Genossenschaftsanteile für Fr. 500.– verkauft.
Die Alterssiedlung wird von einer Betriebskommission geführt.
Die meisten Bewohner kommen mit etwa 65 Jahren in die Siedlung. Es gab auch schon jemanden, der mit 50 Jahren in die Siedlung kam. Es ist schön, dass es eine Alterssiedlung hat, sonst wären die älteren Leute immer alleine.
Am Anfang war es ziemlich schwer eine Wohnung zu vermieten. Jetzt sind alle besetzt, und einige Leute warten sogar auf eine Wohnung. Es war schwer Wohnungen zu vermieten, weil die Leute ihr altes Heim nicht loslassen konnten. In der Alterssiedlung gibt es jedes Jahr eine Halbtagesreise. An einem Altersnachmittag gibt es manchmal kleine Wettbewerbe. Haustiere sind in der Alterssiedlung erlaubt. Manche haben eine Katze und manche einen Hund. Die Tiere sind sehr wichtig für die Leute. Nicht alle Leute sind aus Pfyn, manche sind auch aus Dettighofen oder aus Lanzenneunforn. In der Siedlung wohnen zum Beispiel eine Arbeitsschullehrerin und die älteste Frau von Pfyn.
Der Tagesablauf ist bei allen alten Leute etwas anders. Die einen machen den Haushalt, andere pflegen sich, manche gehen einkaufen. Manchmal muss jemand zum Arzt, und ein paar gehen spazieren oder jassen. Die meisten Leute sind zwischen 14:30 Uhr und 15:00 Uhr beim Kaffee. Dann haben nämlich die meisten ihren Mittagsschlaf beendet. Jemand hat ein oder auch mehrere Bild/er von Pfyn. Einmal jährlich gibt es das Sommer- und Winterfest. Wenn man Geburtstag hat, kommen die Verwandten normalerweise zu Besuch.
Margrith Sidler würde gerne mal in der Siedlung wohnen. In der Alterssiedlung gab es noch nie grosse Probleme, denn alle verstehen sich gut.
Geschrieben von: Angelina Gruber, Lara Siegwart und Martina Felber