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Wirkstoffe: Polymyxini B sulfas, Neomycini sulfas, Dexamethasoni-21 (3-sulfobenzoas) natricus.
Hilfsstoffe: Macrogolum 400, Conserv.: Thiomerosalum, Excipiens ad solutionem.
Tropfen: 1 ml Lösung enthält: 10 000 U.I. Polymyxini B sulfas, 10 mg Neomycini sulfas, 1 mg Dexamethasoni-21 (3-sulfobenzoas) natricus.
Otitis externa mit intaktem Trommelfell, insbesondere infizierte Gehörgangekzeme.
Das Tropffläschchen wird im Wasserbad oder in der Hand erwärmt.
Falls vom Arzt nicht anders verschrieben, lautet die übliche Dosierung wie folgt:
Erwachsene: 1–5 Tropfen 2mal täglich während 6–10 Tagen in den Gehörgang träufeln.
Kinder: Je nach Alter, 1–2 Tropfen 2mal täglich während 6–10 Tagen in den Gehörgang träufeln.
Den Kopf anschliessend während einigen Minuten zur Seite neigen. Im allgemeinen ist die Anwendung unter Druck zu vermeiden.
Trommelfellperforation durch Trauma oder Infektion.
Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe.
Vor jeder Behandlung ist das Trommelfell zu untersuchen. Die Behandlung ist während maximal 10 Tagen durchzuführen. Kombinationspräparate von Kortikosteroiden mit Neomycin können die Symptome einer Infektion durch Bakterien, Viren oder Pilze maskieren. Dexamethason kann allergische Reaktionen gegenüber einem der Bestandteile von Polydexa maskieren.
Es sind keine Interaktionen bekannt.
Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Das potentielle Risiko bei einer Anwendung von Polyddexa während der Schwangerschaft ist durch die Abwesenheit von Nebenwirkungen (bei intaktem Trommelfell) beschränkt. Die üblichen Vorsichtsmassnahmen sollten jedoch beachtet werden.
Bisher ist kein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, bekannt.
Hautallergie auf Aminoglykoside. Das Krankheitsbild einer Allergie sowie die Symptome einer Infektion können durch Dexamethason beeinflusst werden. Kreuzallergien von Neomycin mit anderen Aminoglykosiden sind nicht möglich.
Bei perforiertem Trommelfell besteht das Risiko einer Ototoxizität: die Anwendung erfolgt nicht mehr lokal, sondern führt zu direktem Kontakt der Wirkstoffe mit dem Innenohr, was zu irreversiblen ototoxischen Phänomenen führen kann (Taubheit, Gleichgewichtsstörungen).
In seltenen Fällen kann der unsachgemässe Gebrauch von Ohrentropfen auf Neomycin-Basis schwere Gehörschäden verursachen.
Eine eventuelle Hautsensibilisierung gegenüber Neomycin oder Polymyxin B könnte die nachträgliche systemische Anwendung von Polymyxin B oder von Antibiotika, welche eine antigenetische Verwandschaft mit Neomycin oder Polymyxin B aufweisen, beeinträchtigen.
Es liegen keine Erfahrungen bei Überdosierung vor.
Bei sehr langer Anwendungsdauer hoher Dosen besteht die Gefahr einer irreversiblen Schädigung des Gehörnervs.
ATC-Code: S02CA06
Polymyxin B und Neomycin besitzen ein antibakterielles Wirkungsspektrum gegenüber den meisten Erregern, die für Infektionen des Mittelohres verantwortlich sind. Dexamethason in Form eines löslichen Esters besitzt eine antiphlogistische, antiallergische und antpruriginöse Wirkung.
|Empfindliche Intermediäre Resistente|
|Keime Keime Keime|
|(MHK90 (MHK90 (MHK90|
|<16 µg/ml) 16–64 µg/ml) >64 µg/ml)|
|Neomycin|
|Salmonella Streptokokken Anaerobier|
|Shigella Pneumokokken Pyocyaneus|
|Haemophilus Rickettsien|
|Escherichia coli|
|Staphylokokken|
|Polymyxin B|
|Escherichia coli Anaerobier|
|Enterobacter|
|Haemophilus|
|Pyocyaneus|
|Klebsiellen|
Keine systemische Wirkung bei intaktem Trommelfell.
Es sind keine für die Anwendung relevanten präklinischen Daten bekannt.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Vor Hitze geschützt aufbewahren, bei einer Temperatur unter 25 °C.
37738 (Swissmedic).
Polydexa Ohrentropfen 10 ml. (A)
Interdelta AG, 1701 Fribourg/Givisiez.
Januar 2003.