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Der beim Videospiele-Händler Gamestop von Kleinanlegern ausgetrickste Hedgefonds Melvin Capital hat im Januar einem Insider zufolge mehr als die Hälfte seines Vermögens verloren. Das von Melvin Capital investierte Vermögen, das sich zu Jahresbeginn auf 12,5 Milliarden Dollar belaufen habe, habe sich bis Monatsende um 53 Prozent reduziert, sagte eine mit den Zahlen vertraute Person.
Aufgrund der Kapitalspritze von 2,75 Milliarden Dollar, mit der die Hedgefonds Point72 und Citadel ihren Partner vor dem Zusammenbruch gerettet hatten, habe Melvin Capital den Januar mit einem Vermögen von mehr als acht Milliarden Dollar abgeschlossen.
Wette auf einen fallenden Kurs
Melvin Capital hatte mit Leerverkäufen auf einen fallenden Kurs der Gamestop-Aktie gesetzt und sich damit verspekuliert. Denn weil Kleinanleger sich im Internet zu einem Kaufansturm verabredeten, stieg der Aktienkurs, so dass Melvin Milliardenverluste hinnehmen musste.
Für Leerverkäufe leihen sich Investoren Aktien und verkaufen diese in der Erwartung, sie später billiger zurückkaufen zu können, um sie dann an die regulären Inhaber zurückzugeben. Auf der Kursdifferenz basiert ihr Gewinn. Wenn die Wette jedoch schiefgeht und der Kurs steigt, ist ein Leerverkäufer gezwungen, die Aktien um jeden Preis zurückzukaufen.
(reuters/mbü)