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Yuan Zheng
China | 2021 | 54 min
Weltpremiere
Sprache : Chinesisch
Untertiteln : Englisch, Französisch
Am Ufer des Gelben Flusses liegt die Metropole Lanzhou, die Geburtsstadt des Regisseurs Yuan Zheng. Über einen Zeitraum von vier Jahren versucht er, die Spuren zu filmen, die die in den 1950er-Jahren von Präsident Mao angeordneten grossen Verlagerungen des Stromes hinterlassen haben. Sie gingen als Heldentat einer nationalen Anstrengung in die offiziellen Geschichtsbücher ein, von manchen werden sie jedoch noch heute als Katastrophe wahrgenommen. Ein Gelber Fluss, der nicht mehr gelb ist, auf verschmutzte und übelriechende Rinnsale reduzierte Nebenflüsse und viele weitere Umweltschäden und unumkehrbare Klimaveränderungen. Doch auf seiner Spurensuche, die Züge eines postapokalyptischen Spielfilmes annehmend, stösst Yuan Zheng auf eine Form von allgemeiner Amnesie, an der die EinwohnerInnen zu leiden scheinen: in Lanzhou leben sie ihr mondänes Leben weiter und bauen gewaltige Bauwerke mit «trans-moderner» Architektur. Obwohl er sich eines freien und berauschenden Schnitts bedient, mit einem Wechsel von Schwarz-Weiss zu Farbe, gelingt es dem Regisseur nicht, die Spuren der Katastrophe sichtbar zu machen. Die Geschehnisse deuten darauf hin, dass sie in Vergessenheit geraten ist. Was, wenn es sich in naher Zukunft, nach der Pandemie, wiederholt?
Aurélien Marsais
Trailer
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