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Causticum wird aus frisch gebranntem Marmorkalk und aus doppelsaurem, schwefelsaurem Kalium hergestellt. Dieses Mittel hat Hahnemann selber entwickelt und wird auch Hahnemanns Ätzstoff" genannt.
Bei Causticum finden wir eine Trockenheit der Schleimhäute der Atemwege, die sich in einem rauhen, wunden Hals, Heiserkeit und trockenem Husten äussert.
Demzufolge fühlt sich der Patient besser durch Feuchtigkeit, z.B. bei feuchtem Wetter, durch Luftbefeuchter, beim Inhalieren oder durch Trinken von kaltem Wasser.
Ebenfalls bessern Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen durch feuchtes Wetter und Feuchtigkeit. Für Causticum typisch ist ein ausgeprägtes Verkürzungsgefühl durch das Zusammenziehen der Muskeln, Sehnen und Bändern.
Ein weiterer Einsatzbereich für Causticum ist seine Wirkung auf schlecht heilende Wunden und Narben, wenn bei Brandwunden die Heilung nur langsam voranschreitet oder die Narben sich wieder öffnen. Es fördert die Wundheilung und verhindert eine schlechte Narbenbildung.
Zusätzlich ist Causticum angezeigt bei Blasenschwäche nach Überdehnung des Gewebes, wie wir dies nach einer Geburt oder nach Katheterisierung vorfinden. Die Blase ist wie gelähmt. Häufig spürt der Patient den Urinfluss nicht.
Leitsymptome:
- Trockener Husten.
- Schleim klebt auf Höhe des Brustbeins.
- Schleim kann nicht hochgehustet werden und wird wieder geschluckt.
- Rauher, trockener Hals mit Heiserkeit.
- Verkürzungsgefühl der Sehnen und Steifheit in den Gelenken.
Folgen von:
Verbrennungen, schlecht heilenden Wunden, Narben, die sich wieder öffnen, Erkältungen, Grippe.
Modalitäten:
V : morgens, Trockenheit, kalte Winde, trockene kalte Luft, Liegen.
B : feuchtes Wetter, Regen, Feuchtigkeit, Wärme, kalte Getränke.
Indikationen:
Blasenentzündung, Geburt, Gelenkentzündung, Harnverhalten, Heiserkeit, Husten, Katheterisierung, Keuchhusten, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen, Narben, Operationen, Verbrennungen.