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Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten die fallenden Ölpreise mit "latent schwelenden Sorgen vor einem erneut deutlichen Überangebot am Ölmarkt". Zuvor hatte die US-Energiebehörde EIA in ihrem Monatsbericht die Prognose für die US-Ölproduktion wegen der jüngsten Zunahme an Bohrlöchern erhöht.
Ausserdem hatte das private American Petroleum Institute (API) am Vorabend einen Anstieg der US-Ölreserven in der vergangenen Woche um etwa zwei Millionen Barrel gemeldet und damit die Sorgen vor einem Überangebot verstärkt. Am Nachmittag wird die US-Regierung offizielle Daten zu den Ölreserven veröffentlichen. Der Markt rechnet hier mit einem Rückgang der Lagerbestände um 1,5 Millionen Barrel.
Mit Venezuela strebt ein Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) langfristig einen Ölpreis von 70 Dollar an. Präsident Nicolas Maduro sagte, er stehe mit Regierungschefs von anderen Förderländern im Kontakt, um den Ölpreis zunächst ab September bei etwa 40 Dollar zu stabilisieren. Venezuela verfügt über die grössten Ölreserven der Welt und leidet aufgrund seiner extrem auf die Petro-Industrie ausgerichteten Wirtschaft besonders stark unter dem niedrigen Ölpreis.
Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt leicht gesunken. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 41,08 US-Dollar je Barrel (159 Liter) betragen habe. Das waren zwei Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten des Kartells./jkr/tos/stb
(AWP)