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Die übereilte Initiative
Blog von Nationalratskandidat Daniel Gmür aus Oberwil.
Das Komitee Starke Schule Baselland hat eine Initiative lanciert, welche die Einführung von Sammelfächern verhindern will. Angesichts der möglichen Probleme, welche Sammelfächer hervorrufen können (Ausbildungen der Lehrkräfte, Abwertung gewisser Fächer und Kürzung der durchschnittlichen Anzahl Lektionen pro Fach) wirkt die Initiative sinnvoll. Doch der Schein trügt.
Persönlich, bin ich grundsätzlich nicht gerade ein Fan von Sammelfächern, denn leider führen diese meist zum Abbau der Gesamtlektionenanzahl dieser Fächer. Im Falle der im Zuge der Bildungsharmonisierung einzuführenden Sammelfächer ist dies zum Beispiel bei Geschichte und Geografie der Fall. Was das Komitee starke Schule Baselland aber bei der Formulierung ihrer Initiative vergessen hat, beziehungsweise welche Auswirkungen sie nicht bedacht haben, lässt das Begehren mehr als nur schwächeln.
Ein „JA“ hätte zur Folge, dass per Volksentscheid im Bildungsgesetz Sammelfächer mit Geografie, Geschichte, Physik, Biologie und Chemie verboten werden. Leider verbietet das eine, meiner Meinung nach, sinnvolle Kombination wie zum Beispiel Biologie-Chemie. Dieses Fach, beziehungsweise diese Fächerkombination, bietet sich gut an und sollte keine Probleme im Bereich der Lehrerausbildung darstellen. Auch Kombinationen von Mathematik und Physik oder Physik mit Informatik wären nicht möglich, obwohl auch dort sinnvolles, fächerübergreifendes Wissen direkt eingebracht werden könnte. Fächerkombinationen sind ein wichtiges Mittel, um vernetztes Denken und allgemeines Wissen zu vermitteln.
Da auf dem Unterschriftenbogen die Wörter „Generalisten“ und „Allrounder“ als negative Ausdrücke erwähnt werden, müssen die Initianten wohl noch realisieren, dass eine möglichst breite und vernetzte Ausbildung Ziel der Schulen sein sollte. Die Initiative ignoriert also komplett das Potenzial von kombinierten Fächern beziehungsweise fächerübergreifendem Unterricht.
Somit blockiert das Komitee Starke Schule Baselland mögliche innovative Fortschritte in der Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen. Deswegen kann ich diese Initiative, trotz meines Willens, mich gegen jeglichen Leistungsabbau zu wehren, nicht unterstützen.