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Der Sohn von Jermaine Jackson spricht über das Musikgeschäft, seinen liebsten J5-Song, über seinen berühmten Onkel Michael und mehr.
Der Jaafar Jackson hat im vergangenen Jahr sein Debut-Album mit der Lead-Single „Got Me Singing“ veröffentlicht. Das Video drehte er in einem Slum in Rio de Janeiro, in der selben brasilianischen Stadt, in der bereits Michael Jackson den Clip zu „They Don′t Care About Us“ gedreht hatte.
Das Armenviertel Santa Marta, in dem Michael drehte, ist heute relativ sicher und lockt sogar Touristen an. Damals getraute sich kaum jemand in die Gegend. SRF hat Santa Marta besucht und zeigt dabei auch die Statue von Michael Jackson: Die Favela Santa Marta (Kurzbericht vom 04. März 2011)
Hier der Song, den der 23-jährige Sänger selbst geschrieben hat:
Ursprünglich habe er Golfer werden wollen, verrät Jaafar Jackson. „Ich wusste nicht, dass ich singen kann“, gesteht er. Doch dann habe ihn sein Vater den Jackson 5 Song „Touch“ vorgespielt. Er sei damals 12 Jahre alt gewesen und das Supremes-Cover habe ihm derart gefallen, dass er ihn mit seinem Vater singen übte und anschliessend im Wohnzimmer vorführte. Da sei seine Liebe für die Musik geboren.
Jaafar ist eines von sieben Kinder Jermaine Jacksons. Der drittälteste Sohn von Joseph und Katherine Jackson übernahm vereinzelt die Lead-Stimme der Jackson 5.
Jaafar hat schöne Erinnerungen an die Zeit mit Onkel Michael:
„Ich erinnere mich daran, dass ich in Neverland war, Verstecken spielte, auf Vergnügungsanlagen fuhr, Filme sah und einfach eine tolle Zeit hatte“, berichtet der 23-Jährige.
Er hätte eine Menge Fragen an Michael, wenn er noch am Leben wäre, sagt Jaafar. Doch da er sich früher noch nicht allzu sehr für Musik interessiert, habe er diese Chance verpasst. „Ich hätte ihm viele Fragen über die Karriere gestellt, die ich für mich gewählt habe“, sagt er.
Die Erwartungen der Mainstream-Musik und die Politik der Industrie, mache es neuen Künstlern schwer, frei und kreativ zu produzieren, wie Jaafar sagt.
„Ich liebe den kreativen Prozess, den mein Beruf zu bieten hat“, erklärt er. „Die Kehrseite der Musik ist die Politik, die mit ihr einhergeht“, erklärt er.
„Viele Künstler haben schlechte Vereinbarungen mit Plattenfirmen getroffen, die ihnen ihr Leben wegnehmen. Neue Sängerinnen und Sänger haben kein Mitspracherecht bei der Art von Musik, die sie produzieren wollen oder von denen ihnen gesagt wird, dass sie sie produzieren sollen. Ich glaube, es ist mit der Zeit etwas besser geworden, aber wir müssen noch viele Veränderungen vornehmen“.
Das komplette Gespräch mit Jaafar Jackson von der „South China Morning Post“ hier:
Im Frühjar 2018 hatten wir mit seinem Vater Jermaine Jackson telefoniert. Damals hatte er gerade mit seinen Söhnen Jaafar and Jermajesty in Holland auf einer Bühne gestanden und einen Jackson 5 Song vom „Christmas Album“ gesungen.
„Das war einer der grossartigsten Momente in meinem Leben – die Bühne mit meinen Kindern zu teilen“, sagte Jermaine Jackson. Er kündigte damals das Debut von Jaafar an und verriet, dass auch Jermajesty ihm bald musikalisch folgen werde. Hier das kurze Gespräch: