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22. Mär 2020
Sollen alle Patientinnen/Patienten die behandelt werden wollen, behandelt werden?
Nein. Um die Risiken, die sich aus jedem menschlichen Kontakt ergeben, zu minimieren, ist auf nicht dringend angezeigte Therapien zu verzichten. Eine Abwägung im Einzelfall (z.B. telefonisches Screening/Triage der Patienten) muss vorgenommen werden.
Wann ist eine Therapie als «dringend angezeigt» definiert?
Auf alle Behandlungen, die sich ohne Nachteil für die Patienten hinausschieben lassen, soll verzichtet werden. Im Zweifelsfall nehmen Sie bitte Rücksprache mit dem verordnenden Arzt/der verordnenden Ärztin.
Sollen besonders gefährdete Personen behandelt werden?
Als besonders gefährdete Personen gelten Personen ab 65 Jahren und Personen, die insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs.
Die Empfehlung des BAG ist klar und eindeutig: gefährdete Personen werden aufgefordert, sich keinem Risiko auszusetzen, Menschenansammlungen zu meiden und in geschützter Umgebung zu bleiben (zu Hause) – entsprechend ist es angezeigt, bei dieser Personengruppe auf einen Gang in die Physiotherapiepraxis möglichst zu verzichten. Domizilbehandlungen sind zu prüfen.