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BASIL-Studie: Bypass versus Angioplastie bei schwerer Beinischämie
Die Behandlung einer schweren Ischämie der unteren Extremität wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Die vorliegende im Lancet veröffentlichte Multizenterstudie verglich den Outcome nach Bypassoperation mit demjenigen nach Ballonangioplastie.
452 Patienten aus 27 britischen Kliniken mit einer schweren infrainguinalen Beinischämie wurden primär entweder zur Bypassoperation (n=228) oder zur Angioplastie (n=224) randomisiert. Primärer Endpunkt war das amputationsfreie Überleben. Die Studienlaufzeit betrug 5.5 Jahre, der Follow up reichte bis zum Auftreten des primären Endpunkts. Die Auswertung wurde nach dem Intention to treat Prinzip durchgeführt.
Am Ende des Follow ups waren noch 228 Patienten (55%) amputationsfrei am Leben. Von den Patienten mit Amputation überlebten 8% und 8% starben. 29% starben ohne Amputation. Bei der Zwischenanalyse nach 6 Monaten waren beide Strategien bezüglich primären Enpunkts vergleichbar (48 Patienten mit Operation vs. 60 mit Angioplastie, Hazard Ratio 1.07, adjustierte HR 0.73). Auch bei der Lebensqualität zeigte sich zwischen den beiden Gruppen kein signifikanter Unterschied. Die Klinikkosten waren nach einer Operation im ersten Jahr um ein Drittel höher als nach der Angioplastie.
Konklusion der Autoren: Patienten mit einer schweren infrainguinalen Beinischämie nach primärer Angioplastie zeigen im Vergleich zur operativen Behandlung ein vergleichbares amputationsfreies Überleben. Kurzfristig gesehen ist die Operation deutlich kostenintensiver.
Lancet 2005;366:1925-1934 - Bradbury A W et al
02.12.2005 - gem