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Am 1. Oktober 2017 landete die Militärpolizei auf dem ehemaligen Flugplatz von Sitten. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee (WEA) hat die militärische Sicherheit viele Veränderungen –angefangen bereits mit deren Namen – erfahren. Heute als Kommando Militärpolizei bezeichnet, wurde diese neue Einheit nicht mehr in Regionen, sondern in drei professionelle untergeordnete Kommandos umstrukturiert. Mit 571 Berufsmilitär und 2’802 Milizangehörigen verfügt das Militärpolizeikommando somit über die notwendigen Mittel und die Infrastrukturen, um seine Doppelrolle als Polizeikorps der Armee und Militärsicherheitsdienst während 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr zu erfüllen.
Trotz der genannten Änderungen sind die Aufgaben die gleichen geblieben, nämlich:
- Sicherheits-, verkehrs- sowie kriminalpolizeiliche Aufgaben innerhalb der Armee;
- Schutz von Personen, Gegenständen und Eigentums der Armee;
- Beiträge zum Schutz der Armee vor Spionage, Sabotage und anderen illegalen Aktivitäten;
- Subsidiäre Einsätze zu Gunsten ziviler Behörden oder für andere Formationen der Armee;
- Transporte militärischer Gefangener
Die drei Berufskommandos und der Stab befinden sich an einem zentralen Standort, wobei die geografische Aufteilung in vier Regionen für die gesamte Schweiz bestehen bleibt. Die Walliser Hauptstadt beherbergt zudem die gesamte Infrastruktur für die Ausbildung auf allen Ebenen der Militärpolizei sowie die Rekrutenschule der Militärpolizei. Obschon die Schule administrativ der Infanterie untergeordnet ist, wird daraus die Miliz der Militärpolizei gewonnen. Den Rekruten werden drei Funktionen bzw. Ausbildungen angeboten: Militärpolizeigrenadier, militärpolizeilicher Sicherheitssoldat und – für die Luftwaffe – Flugplatzsicherheitssoldat.
Das neu strukturierte Kommando der Militärpolizei bildet die Schnittstelle zwischen den zivilen Polizeikräften und der Schweizer Armee. Als modulares System konzipiert, erfüllt das Berufskorps die täglichen Aufgaben, kann dabei aber auf eine starke Miliz-Komponente zählen, welche es unterstützt und teils selbstständig eigene Aufträge erfüllt. Um ein effizientes Zusammenspiel der verschiedenen Elemente zu gewährleisten, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Führung und Ausbildung notwendig, die nun durch die geografische Nähe im Wallis ergänzt und verstärkt wird.