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Angkor Thom („Große Hauptstadt“) wurde Ende des 12./ Anfang des 13. Jahrhunderts auf Geheiß von König Jayavarman VII. als neue Hauptstadt des Angkorreichs errichtet. Die erhaltenen Bauwerke und Ruinen befinden sich etwa 7 km nördlich der Stadt Siem Reap bzw. etwa 1 km nördlich des bekannten Tempels Angkor Wat.
Der Khmer König Jayavarman VII. bezog die alten Bauwerke in seine neue Hauptstadt ein. So lag im nordwestlichen Viertel der Königspalast mit der Tempelpyramide Phimeanakas. Dieses Ensemble ergänzten er und seine Nachfolger mit der Terrasse der Elefanten, der Terrasse des Lepra-Königs, dem Großen Platz, der Turmreihe Prasat Suor Prat und einer Siegesallee. Auch der ältere, überwältigend große Tempelberg Baphuon und zwei hallenartige Bauten, der nördliche und südliche Khleang, wurden in den Gesamtplan integriert. Im geometrischen Zentrum von Angkor Thom, von den Straßen ausgespart und umrahmt, entstand der Staatstempel Bayon mit seinem Wald von Gesichtertürmen. Von den Tempeln und Terrassen abgesehen, bestanden alle Gebäude der Stadt aus Holz (auch der Königspalast) und sind heute verschwunden.