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Vierte Runde, 29. September 2012, erstes Spiel in Biel von Tyler Seguin, der NHL-Star kommt, trotz der 3:6-Niederlage gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers, wie für einen NHL-Star gewohnt, höflich zum Interview.
Knapp zwei Monate später, gleicher Ort, gleicher Spieler, wieder eine Niederlage (1:2 gegen Kloten). Seguin erscheint wieder zum Interview, dieses mal aber ist er aufgebracht und sagt „you know nothing!“ Wieso sagt er das? Ich habe die Boston Bruins schon gekannt bevor Seguin das Licht der Welt erblickt hat, geht mir leicht verärgert durch den Kopf.
„You know nothing!“— Tyler Seguin
Ich sage ihm „would you like to talk about the Boston Bruins?“ Ich hätte mit dem Boston-Star gerne über die Bruins gesprochen. Die Situation beruhigt sich und das Interview mit dem Stanley-Cup-Sieger (2011) geht im üblichen Rahmen über die Bühne.
Die Erleichterung
Dennoch bin ich leicht perplex nach seiner Reaktion und frage mich was wohl los gewesen ist. Dann kommt mir ein lachender Bieler Medienchef entgegen und sagt, beim letzten Interview, sei Seguin wütend geworden, weil der Fernseh-Journalist kein englisch konnte.
Beruhigt nehme ich das zur Kenntnis und werde die Begegnung wohl nie mehr vergessen. Nur vier Tage später habe ich den Nummer-zwei-Draft in Davos, bei einer weiteren Bieler-Niederlage (3:4) schon wieder vor dem Mikrofon, dieses mal aber wieder im höflichen Rahmen.