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Bevor er 1858 sein eigenes Juweliergeschäft eröffnete, absolvierte Frédéric Boucheron eine Lehre im renommierten Pariser Juwelierhaus Deschamps. Dieses hielt Frédéric davon ab, in den Schmuckhandel einzusteigen. Nichtsdestotrotz blieb Boucheron hartnäckig und seine gleichnamige Firma hat sich zu einem der angesehensten und herausragendsten Schmuckhäuser entwickelt.
Die Edelsteine, die er verwendete, wurden sorgfältig nach Farbe und Qualität ausgewählt. Selbst die versiertesten Konkurrenten von Boucheron lobten die Stücke des Unternehmens für ihre makellose Handwerkskunst. Ungewöhnlich waren auch die Juwelen. Die Firma entwickelte so einen treuen und wachsenden Kundenkreis, zu dem auch die Firma Tiffany & Co. gehörte. Im Jahr 1867 gewann Boucheron den Hauptpreis für Schmuck auf der Pariser Weltausstellung für Stücke im archäologischen Revival- und Louis-XVI-Stil.
Frédéric starb 1902 und hinterliess die Firma seinem Sohn Louis. Neun Jahre zuvor, 1893, hatte Boucheron seinen Sitz an der Place Vendôme 26 in Paris bezogen. Um die Jahrhundertwende besass das Unternehmen genügend Bekanntheit und Kapital, um Filialen in London und New York zu eröffnen. In den frühen 1930er Jahren weitete das Unternehmen seine Präsenz auf den Nahen Osten und Südamerika aus. Als das zwanzigste Jahrhundert anbrach, blieb das Unternehmen auf dem neuesten Stand der Trends. Es produzierte exquisite Jugendstil-, Edwardian- und Art-Deco-Stücke. In den 1930er und 40er Jahren popularisierte Boucheron abnehmbare Kleiderclips und wie andere Firmen in der Retro-Zeit machten die Designer reichlich Gebrauch von dreidimensionalen Motiven, flexiblen Ketten und Quasten.
Bis heute zeigen die Entwürfe des Unternehmens oft Designmotive aus der eigenen Vergangenheit, darunter geschnitzte mehrfarbige Edelsteine, geometrische Linien, Quasten und Netzelemente in Kombination mit moderneren Designkomponenten, die ihren Ruf für ausserordentliche Qualität und Kreativität fortsetzen. Heute gehört Boucheron zum französischen Luxuskonzern Kering.