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Über eine weitere Kürzung will Airbus laut Evrard noch in diesem Jahr entscheiden, sofern weitere Neubestellungen ausbleiben. "Es ist wahrscheinlich, dass wir unter einen Flieger pro Monat gehen müssen", sagte der Manager. Dabei versuche das Unternehmen die finanziellen Belastungen so gering wie möglich zu halten. Die Airbus-Aktie reagierte mit Kursverlusten auf die Nachrichten. Das Papier gab in einem schwachen Marktumfeld zuletzt knapp ein Prozent nach.
Laut Verkaufschef John Leahy spricht das Unternehmen weiterhin mit möglichen Käufern über neue Bestellungen. Auf diese Weise will er genügend Nachfrage sichern, um die Produktion bei zwölf Jets pro Jahr stabil zu halten. Ganz grosse Flugzeuge mit vier Triebwerken wie die A380 und Boeings Jumbo-Jet 747-8 sind bei den Airlines seit Jahren kaum noch gefragt. Fluglinien setzen verstärkt auf mittelgrosse Langstreckenjets wie den Airbus A350 und Boeing 787 "Dreamliner", die mit zwei Triebwerken auskommen und sich wegen ihrer Grösse auf mehr Strecken rentabel einsetzen lassen.
Sorgen bereiten Airbus auch weiterhin Probleme beim modernisierten Mittelstreckenjet A320neo. Die Produktion liege teilweise auch noch hinter dem Zeitplan zurück, sagte Leahy. Hitzeprobleme an den Triebwerken von der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney hatten schon 2016 den Start des Verkaufsschlagers verzögert. Ärger gibt es auch weiterhin mit den Sitzen des jüngsten Grossraumjets A350. Der Verzögerungen beim Sitzhersteller Zodiac hatten Airbus bei der Produktion ebenfalls schon 2016 zurückgeworfen./stw/kro/zb
(AWP)