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Pachuche, die Entstehung:
Camillo Bazzell machte im Jahre 2008 ein Sprachaufenthalt in der Dominikanischen Republik. Dabei lernte er seine jetzige Frau Heidy kennen. Durch die Beziehung reiste Camillo oft von der Schweiz in die Dominikanische Republik, bis er 2010 vorhatte, dauerhaft auf der Insel zu bleiben. Im Jahr 2011 besuchte ihn sein Vater, Christian Bazzell, der seit vielen Jahren ein grosser Zigarrenliebhaber ist. Er bat Camillo, bereits vor seiner Ankunft, sich nach Zigarrenproduzenten umzusehen, die bereit wären, eine Boutique-Zigarre zu produzieren. Durch den Cousin von Heidy kamen sie dann zuerst mit Guzman in Kontakt. Der kleine Produzent aus Navarrete bei Santiago de los Caballeros bereitete einige Zigarren für ein Tasting vor, inklusive Maduro Zigarren. Diese Maduros kamen für Camillo und Christian jedoch nicht in Frage, vor allem weil Guzman mit einer Melasse arbeitete, die sich ihrer Meinung nach, überhaupt nicht für die Premium-Zigarre eignete, die eigentlich geplant war. Nach einigen Anpassungen des Blends, entstand die erste Serie, die schliesslich den Namen Liga Verde bekam. Eine mittelkräftige Zigarre mit einem Habana Deckblatt aus Ecuador und Dominikanischem Einlagetabak war geboren.
Während der Entwicklung der Liga Verde, lernte Camillo, über den Onkel von Heidy, der in Santiago lebt, William Ventura kennen. Er war einer der ersten Zigarrenroller und langjähriger Qualitätsprüfer von Davidoff. In dieser Funktion und durch sein enormes Wissen über Tabak und Zigarren, hat er sich zu einem der renommierteren Masterblender der Insel entwickelt. In der Tabacalera William Ventura werden unter anderem auch Marken wie La Barba, und Caldwell produziert.
William verstand es perfekt, den Geschmack von Camillo und Christian in die richtigen Blends umzusetzen. Christian, der kräftige Zigarren bevorzugt, war für die Entwicklung der Liga Roja verantwortlich – eine kräftige und cremige Zigarre mit schönen Röstaromen. Camillo entwickelte die Liga Oro, eine mittelkräftige Zigarre mit einem seltenen Einlagetabak und einem unverwechselbaren Charakter. Als dritte Serie entstand die Liga Azul. Eine milde, aber sehr aromatische Zigarre, mit einem Connecticut-Deckblatt.
Der Markenname, Pachuche:
Die beiden hatten nun also vier Serien, aber noch keinen Namen für die Marke; dafür ist ein weiteres Familienmitglied verantwortlich. Tito Castillo machte die Beiden auf den Namen Pachuché aufmerksam. Ein Wort, welches von den Bauern vom Lande, den sogenannten „Campesinos“ kommt und für eine selbst gedrehte Zigarette oder aber auch Zigarre steht. Das Wort Pachuché hat sich in der Dominikanischen Republik über die Jahre auch bei den Torcedores gebräuchlich gemacht.
Das Wort wird nur in der Dominikanischen Republik benutzt und es gefiel Christian und Camillo so gut, dass sie es zum Markennamen „Pachuche“ erkoren hatten.
Die Entstehung des Logos:
Mit dem Namen wurde nun gleichzeitig auch das Logo in Angriff genommen. Hier kam Camillo auf die Idee, einen seiner besten Freunde Patrick Küng anzufragen. Sie sind wie Brüder und kennen sich von Kindestagen an. So wusste Camillo und auch Christian von seinem künstlerischen Talent.
Patrick, halber Mexikaner, hatte unter anderen Designs auch ein Totenkopf im Stile von den „Dia de los Muertos“ dabei. Zu diesem Zeitpunkt war noch nichts Vergleichbares auf dem Markt und das frische und junge Design konnte die beiden sofort überzeugen.
Die ersten Bauchbinden wurden noch in einem günstigen Druckverfahren produziert., die neuen Produktionen sind mit einem sehr grossen Aufwand verbunden.
Durch den Handel mit grafischen Maschinen lernten die Beiden Albert Montserrat kennen. Der Chef von Cigar Rings kaufte bereits zwei Maschinen bei der Bazzell AG und diese Verbindung half dabei, die neuen Zigarrenringe in einem aufwendigen und hochqualitativen Verfahren herzustellen. Spotlack, Blindprägung und Bronzepulver werden für den Hauptring verwendet. Bei der Fuss-Banderole wird, mit Hilfe von Folienprägung, die entsprechende „Liga“ gekennzeichnet.
Ende November entstand dann die jährlich limitierte „Liga Platino“. Sie gibt es bisher nur im Toro-Format, mit einem Ringmass von 52 und einer Länge von 155 mm. William hat bei diesem Blend auf sehr alten und speziell fermentierten Tabak zurückgegriffen. Ein wunderbarer Blend, welcher durch das schöne Arapiraca-Deckblatt abgerundet wird.