Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03500.jsonl.gz/710

Inzwischen ist bekannt, dass intensive Interaktionen zwischen Zellen des angeborenen und des erworbenen Immunsystems stattfinden. Daraus resultiert eine funktionelle Veränderung auch organständiger Zellen (z.B. in der Haut), die sich ihrerseits auf das Immunsystem auswirkt. Ziel dieses Projektes ist zu verstehen, wie chronische Entzündung in organständigen Zellen einen Zustand der Resistenz gegenüber Insulin induziert, einem Botenstoff, der bisher in erster Linie im Zusammenhang mit metabolischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus untersucht wurde. Diese Insulinresistenz erklärt nicht nur viele der Psoriasis-typischen Hautveränderungen, sondern sie wirkt sich auch auf die Funktion des Immun- und des kardiovaskulären Systems aus. Zusätzlich beeinflussen weitere Mediatoren wie z.B. Kalzium die Zellfunktion. Dieses Projekt beleuchtet speziell die Interaktion zwischen Immun- und Hautzellen und fokussiert dabei auf Faktoren (die Familie der Interleukin 17 Mediatoren und den Kalziumkanal Orai1), für die bereits erste Hinweise auf eine Relevanz bei einem klinisch gut definierten Krankheitsbild vorliegen, nämlich der Psoriasis.
Dies ist ein translationelles Projekt: Die Wechselwirkungen zwischen scheinbar unabhängigen pathogenetischen Prozessen sollen aufgeklärt werden. Da dies am Beispiel einer häufigen Krankheit erfolgt und die meisten beteiligten Faktoren potenzielle Ziele für innovative Therapien darstellen, sind die Ergebnisse von direkter klinischer Bedeutung, speziell für die Behandlung der Psoriasis, potenziell aber auch für Patienten mit anderen chronisch-entzündlichen Krankheiten.