Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03575.jsonl.gz/2221

Zähne dienen dazu, Nahrung zu zerkleinern; das ist der erste Schritt der Verdauung. Die weisse Krone aus Zahnschmelz ist sehr hart und schützt den inneren Teil, der etwas weicher ist. Je nach ihrer Funktion haben Zähne unterschiedliche Formen: Scharfe Schneidezähne durchtrennen die Nahrung, spitze Eckzähne reissen Stücke heraus und die abgeflachten Backenzähne zermahlen sie. Alle Zähne zusammen nennt man das Gebiss. Je nach Art der Ernährung sieht es bei verschiedenen Tieren ganz unterschiedlich aus.
Sag mir, was du isst, und ich sage dir, was du für Zähne hast
Die Form der Zähne ist an die Ernährungsweise eines Tieres angepasst. Fleischfresser zerreissen Fleisch mit ihren Eckzähnen, die deshalb grösser und kräftiger sind als bei anderen Tieren. Pflanzenfresser wie Rinder kauen ihre Nahrung lange, weshalb ihre abgeflachten Backenzähne besonders gross sind. Bei den Nagetieren wachsen die Schneidezähne ein Leben lang, da sie sich ständig abnutzen; wenn sie nicht andauernd in Gebrauch sind, werden sie zu lang. Form und Grösse der Kieferknochen passen bei all diesen Tieren zur Art der Zähne und zur Grösse des Tieres.
Die ersten Zähne fallen aus …
Beim Menschen, wie bei vielen anderen Säugetieren, erneuert sich das Gebiss im Kindesalter. Die Milchzähne erscheinen um den 6. Monat herum und beginnen ungefähr im 6. Lebensjahr wieder auszufallen. Sie werden dann durch die 2. Zähne ersetzt. Um diese Zeit wachsen auch die hintersten Backenzähne, die Kleinkindern noch fehlen. Bei anderen Tieren mit Zahnwechsel, wie den Krokodilen oder Haien, wechseln die Zähne sehr häufig. Der weisse Hai besitzt mehrere Reihen von Zähnen hintereinander, und wenn ein Zahn abbricht, rutscht derjenige direkt dahinter wie auf einem Förderband nach. Der Hai verbraucht auf diese Weise in seinem Leben fast 30'000 Zähne!
… die letzten werden gar nicht mehr benötigt
Die letzten Zähne, die beim Menschen durchbrechen, nennt man Weisheitszähne. Unseren Vorfahren haben sie dabei geholfen, harte Nahrung zu zerkauen. Doch als der Mensch begann, seine Nahrung immer mehr zu zerkleinern und durch Kochen weich zu machen, verloren diese Zähne ihren Nutzen. Unsere Kiefer sind deutlich kleiner als diejenigen der Steinzeitmenschen, und so sind die Weisheitszähne für uns heute eher störend, da sie oft gar keinen Platz zum Durchbrechen haben.