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Die Verlängerung des Aktionsplans ist notwendig, damit alle potenziell radiumkontaminierten Gebäude und Gärten untersucht und ihre Nutzerinnen und Nutzer geschützt werden können. Die Radiumkontaminationen gehen auf Tätigkeiten der Uhrenindustrie in den Jahren 1920–1960 zurück. Die Universität Bern wurde mit historischen Nachforschungen beauftragt, zu denen im März 2018 ein Bericht erschien. Dabei zeigte sich, dass über 900 Gebäude betroffen sein könnten, was über den ursprünglichen Schätzungen liegt. Aber nur ein Teil dieser Gebäude muss saniert werden.
Der Bundesrat stellt zusätzliche 4 Millionen Franken zur Verfügung, um den Aktionsplan Radium bis Ende 2022 zu verlängern. Die am stärksten betroffenen Kantone (Bern, Solothurn und Neuenburg), die für den Zeitraum 2015–2019 einen freiwilligen finanziellen Beitrag leisteten, haben ihre weitere Unterstützung zugesichert. Auch die Uhrenindustrie unterstützt die Verlängerung des Aktionsplans mit einem freiwilligen finanziellen Beitrag.
Das ursprüngliche Ziel des Aktionsplans Radium 2015–2019, nämlich die Durchführung von 500 Radiumdiagnosen und rund 100 Sanierungen, kann mit den dafür vorgesehenen Mitteln bis Ende 2019 erreicht werden. Das geht aus dem Bericht zum Stand am 31.12.2018 hervor, den der Bundesrat zur Kenntnis genommen hat (siehe unter "Dokumente").