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Heute, am 30. November, ist der Namenstag von Andreas (Andreastag), der Tag zum Gedenken des Apostels Andreas, ihm folgt abends die bedeutungsvolle Andreasnacht.
Es heisst, in Russland und Schottland sei der Hl. Andreas, der am X-Kreuz gemartert worden ist, dem sogenannten Andreaskreuz, sogar zum Nationalheiligen geworden.
Auch dieser Tag steht in Zusammenhang mit vorchristlichem Brauchtum, wie beispielsweise dem «Andreslen«, Orakeln und den «Nachtbubenstückli».
Vorallem in der Schweiz war das Orakeln in der Andreasnacht sehr verbreitet. Wenn ein unverheiratetes Mädchen beispielsweise in dieser Nacht den rechten Schuh über die linke Schulter werfe, so sei aus der Lage der Schuhspitze die Heiratschance im kommenden Jahr ersichtlich. Auch sei sogar nachweislich noch im 19. Jahrhundert in dieser Nacht nach Schätzen gegraben worden sein, da man sich zu diesem Zeitpunkt besonderen Erfolg versprach. Zudem haben sich in dieser Zeit auch die sogenannten Andreasmärkte angesiedelt.
Die Andreasnacht war jedoch auch die Zeit des Belästigens von Mitbürgern durch «Nachtbuben». Das geschah durch den Lärm mit Hörnern, Schellen, Trommeln oder dem Rasseln mit Ketten. Man sprach dabei von «Nachtbubenstückli». Später wurde aus dem «Andreslen» allmählich ein Silvesterbrauch.
Also dann viel Spass in der Andreasnacht. Vielleicht kann man ja den eint› oder anderen beim Graben nach verborgenen Schätzen beobachten, oder die Mädels beim Schuhe werfen.
Quelle: Conrad G. Weber «Brauchtum in der Schweiz»