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"Könnte ich aufgeschlossenen Ärzten etwas Umstürzendes mitteilen? Würde es in einem gewissen Sinne nicht fast revolutionär erscheinen? Ich bin von Natur aus ein Feind von Sensationen und sage nur, was ich nach vielen Proben festgestellt habe. Ich stehe zum Beispiel voll und ganz zu dem, was ich auf Seite 69 von den verschiedenen Infektionen schrieb. Aufgrund meiner neuesten Erfahrungen mit dem Pendel und dem Öltest möchte ich diese Infektionen in bezug auf ihre Art und Entstehung auf Lymph- und Arterienvergiftungen oder auf Primärstufen von Gewebevergiftungen, die auf Abszesse hin tendieren, einteilen. Tatsächlich sind Infektionen der 2. Art mit Hilfe der Olivenölmassagen in einigen Fällen dann als Abszesse mit starkem Eiterabfluss aufgebrochen. - In bezug auf die Lage stellte ich diese Infektionen hauptsächlich an den unteren Nackenpartien und den oberen Schulterblättern fest, mit Ausstrahlungen auch auf die oberen Brustteile. Oder sie befanden sich in den Oberleibspartien, meist in der Herzhöhe, oder dann im Unterleib, in der Höhe der Kreuzbeinwirbel.
Bei den Halsinfektionen stecke ich mit dem Pendel erst das „Terrain“ ab. In den meisten Fällen findet sich die Infektion in der Höhe des 6. und 7. Halswirbels. Erst stelle ich die Art der Infektion fest. Dann suche ich den Herd und die Streuung. Die Infektion kann beim Schlüsselbein, beim Schulterblatt links, beginnen und sich über die Schulterpartien unter dem Nacken durch kragenförmig bis über die Wirbelsäule rechts, ja sogar über das Schulterjoch hinaus, hinziehen. Ich habe Längenmassstreuungen bis über einen halben Meter und mehr und Streuungen vom Nacken abwärts vorn und hinten bis über 30 cm feststellen können. Nach dreiminütigem kräftigem und reichlichem Einmassieren von Olivenöl, am Schluss, um die Sache noch eindringlicher zu sehen, mit Einreiben von etwas feinem Kochsalz, erschienen beim Abtrocknen oder bald nachher grosse, meist dunkelrote Flecken, die eine grosse Hitze ausstrahlten. Soweit die Rötung erscheint, soweit ist Infektion, mehr oder weniger dicht. Dies ist also die praktische Anwendung des Öltests, von dem ich auf Seite 53 geschrieben habe.
Diese Infektionen strahlen auf die Halswirbelsäule und auf die Schultergelenke aus und bringen Erscheinungen hervor, wie wir sie typisch bei Gicht, Arthritis und Gelenksabnützungen feststellen. Sie tragen die Schuld an Mandelentzündungen, an Eiterzähnen, an Kieferhöhleneiterungen, an Gehörschäden, an Heuschnupfen und chronischem Schnupfen. - Sie verursachen die lästigen und verunstaltenden Pickel und Pigmentschäden und jede Art von Ausschlägen im Gesicht und am Hals. Sie bringen an den Armpartien Muskelschwund (Scheuermann) und Arm- und Kopfzittern (Parkinson) hervor. Hier muss die Behandlung mit Kohlblatt und Olivenöl einsetzen, in schweren Fällen bis zu einem halben Jahr lang. Diese Behandlung hat Patienten geheilt, die man von Nervenklinik zu Nervenklinik schleppte und sie dort als unheilbar hospitalisiert, die an schwersten Depressionen litten und lebensmüde waren. Nach 2-3 Monaten waren sie wieder lebensfrohe Menschen! Dieselbe Kur half, sofern das Leiden nicht schon zu weit vorangeschritten war, bei schweren Lähmungen, die als unheilbar erklärt worden waren. Dies betraf Kinder wie Erwachsene. - Bevor man also einen Menschen, der an Depressionen leidet, in eine Nervenklinik einweist, nehme man doch den Öltest vor und erspare so unendlich viel Leid und untragbare Kosten. Wie viele schwere Operationen wären zu vermeiden gewesen, wenn man erst den Öltest vorgenommen hätte!
Bei ständigem Kopfweh, Schlaflosigkeit, Schwindelanfällen, bei den verschiedenen Erkrankungen der Augen an grauem, grünem und schwarzem
Star, bei nervösem unerklärlichem Brechreiz und ähnlichen nervösen Beschwerden beachte man gut, was ich in meiner 2. Schrift “Raten und Retten“, unter dem Kapitel „Migräne“ vermerkt habe. In
solchen Fällen können wohl Schulter- und Brustinfektionen mitspielen, die Hauptursachen dieser Leiden sind aber von Schlag und Sturz herrührende Blutergüsse im Kopf oder meist durch Stress
entstandener Überdruck in den Gehirnpartien. (siehe auch P. Thomas Häberle, Sammeln und Sichten, Residenz Verlag, S. 17f)
Die Lungen- und Brustinfektionen wirken sich besonders nachteilig auf das Herz und den Blutkreislauf aus. Schwere Herzkrisen entstanden einzig durch solche manchmal bis zu 20 cm und noch tiefer liegende Infektionen. Sie vergiften die Blutbahnen und ziehen damit notwendig das in der Nähe liegende Herz in Mitleidenschaft. Es kann durch solche unerkannte Vergiftungen zu starker, unerklärlichen Abmagerung kommen, wo dann nicht selten, aber zu Unrecht, Krebs vermutet wird. Solche Infektionen sind recht oft schuld an quälenden, unaufhörlichen Husten alte Leute. Wenn Kinder ständig räuspern, reibe man ihnen die Rückenpartien und die Brustseiten ein. Die nachfolgende Rötung zeigt sofort den Herd an. Lungeninfektionen der oberen Brustteile sind mit Schuld am Zittern von Armen und Händen. Oft sind auch um diese Brustinfektionen Wasseransammlungen bis über 1 Liter und mehr. Der Öltest gibt die Lage des Übels an. - Wo die Infektion tief liegt, erscheint die Rötung erst nach Minuten. - Nicht selten klagen Patienten bei den Massagen mit Olivenöl über starke Druckschmerzen. Die müssen Sie aber in Kauf nehmen, wenn sie von ihrem Leiden befreit werden wollen. - Diese Infektionen können auch schwere Leberleiden verursachen. Man massiert hier aber besser vom Rücken her.
Bauchinfektionen bringen die gefürchteten Lähmungen der Beinmuskulatur, und sie sind sicher mit schuld, wenn es zu Altersbrand kommt. Auch das Zittern der Knie rührt von diesen Vergiftungen her. Nieren- und Blasenleiden und Prostataschwellungen: in vielen Fällen stehen dahinter nur solche Infektionen, welche durch Kohlblattauflagen und Olivenölmassagen beseitigt werden. Es ist klar, dass all diese Vergiftungen auch das Lymphsystem negativ beeinflussen und so die mittelbare Ursache der schweren Gicht und Rheumaleiden werden. Die Behandlung mit Kohlblatt und Olivenöl kann zu Hause gemacht werden und erspart einen langen, nicht selten nutzlosen Spitalaufenthalt. Ich kann es nicht verstehen, dass man sich gegen solche Erkenntnisse sperrt, wo doch die Tatsache der erfolgten Heilungen offensichtlich ist. Ich führe Beispiele von merkwürdigen Heilungen nur deswegen nicht an, um den Umfang meiner Schrift nicht über Gebühr zu vergrössern. Ich bin lange der merkwürdigen Erscheinung der weissen Tüpfelchen und Flecken auf den Fingernägeln von Kindern und Erwachsenen nachgegangen. Meine Mutter selig sagte mir als Bub, sie seien ein Zeichen, dass es mit der Lunge nicht stimme. Dies ist nun freiwillig zum Teil nicht ganz richtig. Sie erscheinen immer dort, wo es mit den Lymphbahnen nicht stimmt, und sie verraten sozusagen immer das Vorhandensein von Harnsäure. Ich hatte seinerzeit als Pfarrer im Religionsunterricht einen Buben, der die Nägel mit weissen Tüpfelchen übersät hatte. Eines Tages war er eher unruhig, und ich zog ihn ein wenig an den Schläfenhaaren. Zu meiner Überraschung hatte ich ein ganzes Haarbüschel in der Hand. Heute weiss ich die Ursache: der Bub war buchstäblich mit Speck gefüttert; die Lymphbahnen waren gestaut und vergiftet, und die Harnsäure verursachte den Haarausfall! - Der arme Kerl war Kandidat für Gicht und Schuppenflechten" (P. Thomas Häberle, Helfen und Heilen, Residenz Verlag, S.140 ff)!