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Die genauen Vorschriften für die Vernichtung der betroffenen Waren sollen noch ausgearbeitet werden. Der Erlass betrifft Produkte aus Ländern, die Wirtschaftssanktionen gegen juristische und natürliche Personen aus Russland verhängt haben. Ausgeschlossen von der Regelung ist Transitware, die in Drittländer weitergeliefert wird und mit entsprechenden phytosanitären oder veterinären Bescheinigungen versehen ist. Auch Lebensmittel, die von natürlichen Personen zum Eigenverbrauch eingeführt werden, sind nicht betroffen.
Mit dem Erlass reagierte Putin auf eine Initiative des Moskauer Landwirtschaftsministeriums. Wie der stellvertretende Ressortchef Jewgenij Gromyko am Dienstag erklärte, soll vor allem der Vermarktung von Erzeugnissen aus westlichen Ländern, die unter das Importverbot Moskaus fallen, entgegengewirkt werden. Es gehe um bedeutende Mengen, die als Transitware deklariert würden und dann in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels landeten, stellte Gromyko fest.
Das Einfuhrverbot für eine Reihe von Agrar- und Ernährungsgütern aus der Europäischen Union sowie den USA, Kanada, Australien und Norwegen wurde im August 2014 in Reaktion auf die Wirtschaftssanktionen beschlossen, die diese Länder wegen der Ukrainepolitik Moskaus verhängt hatten. Ende Juni 2015 verlängerte Moskau die Handelsbeschränkung bis zum 5. August kommenden Jahres.