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Die Ermittler nehmen den Sohn des Ex-Diktators des Afrika-Landes Edoardo dos Santos ins Visier. Der Sohn heisst Filomenu, er war Partner eines umtrieben Schweizers.
Jean-Claude Bastos de Morais, ein Geschäftsmann aus Freiburg mit Wurzeln in Angola, der einen Hedgefund namens Quantum betreibt und mit Ribar und Metzler zwei bekannte Schweizer Vorzeigefrauen für sich gewonnen hatte.
Bis die Sache explodierte. Die „Paradise Papers“ rückten letztes Jahr Bastos de Morais ins mediale Rampenlicht, worauf Alt-Bundesrätin Metzler sofort kalte Füsse kriegte und sich reuig zeigte.
SBB-Frau Ribar gab sich hingegen zunächst ahnungslos. Sie und Metzler hatten sich von Bastos für dessen Angola-Aktivitäten in Boards wählen lassen.
Dies, obwohl beide längst hätten wissen können, dass Bastos und der Angola-Präsidenten-Sohn „Zenu“, wie er kurz genannt wird, umstrittene Geschäfte betrieben.
Zenu hatte von seinem Vater, dem Langzeit-Präsidenten von Angola, die Führung des staatlichen Fonds erhalten. Dieser verwaltete das riesige Bodenschatz-Vermögen des Landes.
Zenu arbeitete mit Bastos de Morais zusammen. Dafür hatten sie eine eigene Investmentbank gegründet. Sie investierten Hunderte von Millionen in Flaggschiff-Immobilien, so in London.
Im Kern ging es beim angolanischen Staatsfonds um eine simple Fragestellung.
Wurde das aus dem Boden und dem Meer des Afrika-Landes stammende Vermögen via Staatsfonds und Quantum verschoben?
Schon vor Jahren und damit lange vor den Paradiese Papers tauchten Bastos und Zenu in den Medien auf. Bastos reagierte damals rasch mit Klagen.
Bastos hatte sich bereits zu jenem Zeitpunkt mit bekannten Schweizer Persönlichkeiten geschmückt. Marcel Rohner, Ex-CEO der UBS, liess sich in einen Beirat wählen.
Sehr aktiv waren auch Walter Fust, der ehemalige Chef der Schweizer Entwicklungshilfe Deza, sowie Ernst Brugger, der Sohn eines früheren Bundesrats.
Bastos konnte sich mit seinen Juristen und seinen Kommunikations-Beratern aus der medialen Schusslinie nehmen. Erst als die Paradise Papers aufflogen, gab es kein Entrinnen mehr.
Mit der Offenlegung von Konstrukten in fernen Ländern gerieten schliesslich die beiden honorigen Schweizerinnen in den Strudel.
Ruth Metzler konnte sich mit einem schnellen Rücktritt aus dem Bastos-Vehikel einigermassen befreien. Sie kam mit einem blauen Auge davon.
SBB-Ribar gelang das nicht. Sie zeigte sich anfänglich uneinsichtig, was nun mit der Eskalation auf der internationalen Bühne mit den Kontosperrungen bei der HSBC und den Untersuchungen eines möglichen 500-Millionen-Betrugs in Angola sich weiter akzentuiert.
Da die SBB selbst immer mehr negative Schlagzeilen schreiben und Ribar sich mit ihrem Maserati-Gratisparkplatz vor SBB-Bahnhöfen angreifbar gemacht hat, könnte der einstigen Vorzeigemanagerin ein tiefer Fall bevorstehen.