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Als Schimmelpilze bezeichnet man eine Gruppe von Pilzen (Fungi), welche durch Ihre Lebensweise eine bestimmte biologische Nische ausfüllen. Da Schimmelpilze nicht wie Pflanzen mittels Blattgrün aus Licht Energie gewinnen können, haben sie sich auf den Abbau von totem organischen Material spezialisiert.
Schimmelpilze spielen deshalb eine wichtige Rolle bei Verrottungsvorgängen in der Natur.
Es gibt drei relevante „Abschnitte“ im Aufbau eines Schimmelpilzes. Als Erstes bildet sich aus einer auf einen geeigneten Nährboden geratenen Schimmelpilz-Spore eine fädige Struktur, das Mycel. Dieses besteht aus mikroskopisch kleinen, langen, dünnen, vielfach verzweigten Pilzfäden (Hyphen), die sich von einzelnen Punkten aus in alle Richtungen ausbreiten. Dieses Mycel kann tief in Poren der Oberfläche eindringen. Als bildlicher Vergleich dienen die Wurzeln und Blätter einer Löwenzahnpflanze.
Mycel x50
Die Vermehrung geschieht meist über Sporen (auch Konidien genannt). Dazu erzeugen die Myzelfäden nach einiger Zeit zahlreiche Sonderhyphen, die Konidienträger. Im Vergleich mit der Löwenzahnpflanze wären das die Stängel mit den Blüten bzw. Fallschirmsamen darauf.
Konidien- bzw Sporenträger x500
Die Sporen sitzen auf der Spitze, wo sie dann beim geringsten Lufthauch mitgetragen werden. Diese aufgewirbelten Sporen treiben nun stundenlang als Aeroplankton in der Luft und können in Innenräumen, sobald sie in grösseren Mengen vorhanden sind, die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen.
Sporen x3000
Schimmelpilzsporen sind praktisch immer und überall vorhanden. Treffen sie auf geeignete Lebensbedingungen, beginnen sie zu “keimen”, wachsen und sich zu vermehren. Benötigt werden:
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können sich Schimmelpilze mit grosser Geschwindikeit ausbreiten (pro Mycel bis zu 2 cm in 24h).