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Yvonne Léger
Eljascha
1990
Aus: Yvonne Léger. Eljascha. 1990
Sie erreichten eine Anhöhe. Vor ihnen öffnete sich eine hügelige Landschaft mit Ackern und Wiesen. In einiger Entfernung waren die Umrisse eines Waldes zu erkennen. Marie-Louise wartete, bis sie nachgekommen waren. Bewegungslos stand sie da, schien zu lauschen. Dann gab sie mit einer Taschenlampe ein Signal die Nacht hinaus. Nach einer Weile leuchtete ein Lichtpunkt zurück.
«Sie sind da.»
Noch ein paar hundert Schritte, und wie aus dem regennassen Himmel gefallen, stand vor ihnen ein länglicher Tisch, an dem zwei Männer sassen und Wein tranken. «Es lebe Frankreich,» begrüsste sie einer der Männer mit verhaltener Stimme. Er war aufgestanden umarmte Marie-Louise und drückte Eljascha und Joschi die Hand. Der andere Mann blieb sitzen, zeigte auf die Tischplatte, «guter Zaun schafft gute Nachbarschaft.»
Ela starrte den Mann an, der den bizarren Satz ausgesprochen hatte. Das, was sich hier abspielte, kam ihm wie eine unheimliche Szene aus einem Western vor. Die beiden Männer symbolisierten das Gute. Bald würde wohl ein Dritter auftauchen. Der Böse. Er würde die Oberhand gewinnen. Der Mann am Tisch stand auf und kam auf sie zu. Ganz automatisch wich sie zurück, aber schon hatte er ihren Arm ergriffen.