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MAESTRO
US 2023, 129', DCP, E/d. Ab 16 J., Regie Bradley Cooper. Drehbuch Bradley Cooper, Josh Singer. Mit Carey Mulligan, Bradley Cooper, Maya Hawke, Matt Bomer, Miriam Shor, Sarah Silverman.
Kein konventionelles Biopic, sondern eine symphonische Liebesgeschichte: Bradley Cooper konzentriert sich in seinem visuell und schauspielerisch beeindruckenden Film auf die lebenslange Beziehung, die den grossen Komponisten Leonard Bernstein mit der chilenischen Schauspielerin Felicia Montealegre (Carey Mulligan) verband.
«Grosse Namen wie Scorsese und Spielberg waren schon einmal an diesem lang erwarteten Biopic beteiligt, aber mit Bradley Cooper wurde endlich die perfekte Besetzung gefunden. Er stürzt sich in die doppelte Aufgabe, Regie zu führen und Leonard Bernstein selbst auf der Leinwand zu spielen. (...) Coopers Drehbuch verzichtet klugerweise auf die konventionelle Logik eines Biopics, in dem Bernsteins Karriere auf den New Yorker Bühnen Gestalt annimmt, während Ruhm, Reichtum und Hollywood-Aufträge folgen. Stattdessen konzentriert sich Maestro auf seine komplizierte, lebenslange Liebesbeziehung mit der chilenischen Emigrantin Felicia Montealegre, die von Carey Mulligan mit einer seltenen Mischung aus Porzellan-Gelassenheit und kuscheliger Widerstandsfähigkeit gespielt wird. Es ist seltsam, das über eine Schauspielerin zu sagen, die schon zig Filme hinter sich hat, aber der Shame-Star ist hier eine echte Offenbarung: Vom Möchtegern-Bühnensternchen mit der schlichten Eleganz einer europäischen Prinzessin bis hin zu einer emotional abgekämpften, halb verlassenen Ehefrau und Mutter, die in einem Herrenhaus in Connecticut herumwuselt, ist sie das Herz des Films.» Phil de Semlyen, «Time Out»
«Bradley Cooper (…) lässt mehr Fragen offen, als dass er beantwortet, vor allem die eine Frage nach dem Preis, den ein Genie zu bezahlen hat. Bernsteins Kunst, sie verbrennt in ihrem totalitären Anspruch alles, was um ihn herum kreucht und fleucht. Aber es bleibt die Schönheit, und sie strahlt bis heute, über das irdische Leben hinaus. Dies alles spiegelt sich allein schon in den Augen Bradley Coopers, der damit seiner Figur die nötige Mischung aus Irrsinn und Göttlichkeit verleiht. Im Kern ist dies ein Film, der aus einem Augenpaar heraus entsteht.» Peer Teuwsen, NZZ