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Ziel
Mit dem Projekt “Casa Marta”, das ausführlich in der Broschüre “Casa Marta, 3 piani di solidarietà” und
auf der Webseite beschrieben ist, will man eine Struktur für Personen, die sich vorübergehend und aus verschiedenen Gründen in Schwierigkeiten befinden, insbesondere ohne Unterkunft, zur Verfügung stellen.
Mendrisio verfügt schon über eine gleichartige Struktur, Casa Astra, seit 2004. Diese entspricht einem konkreten Bedürfnis der Ortsansässigen wie der Durchreisenden, während diese nördlich des Monte Ceneri gänzlich fehlt.
Projekt
Es handelt sich um eine Restrukturierung einer älteren Liegenschaft, die sich in der Nähe des Stadtzentrums befindet. Sie betrifft das Ex-Ostini Gebäude in der Via Guisan 3E, das mit seiner beträchtlichen Grösse seit Jahrzehnten unbewohnt und gänzlich verwahrlost ist.
Es ist ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das einst Wanderer und Benutzer der vorüberfahrenden Ostkutschen aufnahm. Das Gebäude steht auf der Liste der lokalen Kulturgüter, so dass die Restaurierung nicht nur auf praktische und funktionelle Bedürfnisse eingehen darf, sondern die Originalstruktur respektieren muss.
Das Projekt sieht folgendes vor:
Im Erdgeschoss eine Küche, einen Mensa- und Aufenthaltsraum, einige Räumlichkeiten, für alle zugänglich, zwei Konferenzräume, die auch für Vereine und städtische Einrichtungen zur Verfügung stehen werden. Auf diese Weise werden die Benutzer/Gäste in die soziale Vernetzung miteinbezogen, was ihre Integration fördert. Im ersten und zweiten Stock (vgl. Bild 2 und 3) werden sich die Unterkünfte für 35 Gäste befinden, bestehend aus Einzel- bis Dreierzimmern und kleinen Wohnungen für Familien, was schrittweise zu Unabhängigkeit führt. Im Dachgeschoss werden sich die Waschküche, Technikräume, u.s.w. befinden. Die Aziende Municipalizzate von Bellinzona werden dank des vorgesehenen Teleheizungssystems das Heizen der Räume übernehmen, indem die Wasserauffangsschächte verwendet werden, die man ausser
Betrieb setzen wird. Damit wird die Umweltverträglichkeit des Projekts garantiert, man wird also auf fossile Energie verzichten können.
Finanzielle Investition
Für die Projektverwaltung ist 2014 eine Stiftung (Fondazione Casa Marta) gegründet worden, dank einer Schenkung von 800 000 CHF vonseiten der Promotoren. Das Projekt sieht für die Stiftung eine kostenlose Konzession eines Anrechts, vonseiten der Gemeinde Bellinzona, auf das Areal der Liegenschaft für 50 Jahre vor. Die Gemeinde hat ausserdem einen Beitrag von 200 000 CHF zugesichert. Der für die Restaurierung vorgesehene Betrag bewegt sich um die 4 Millionen CHF. Bis heute verfügt die Stiftung über zirka eine Million CHF. Aus diesem Grund hat die Kampagne zur Kapitalbeschaffung als Ziel die Sammlung weiterer 3 Millionen CHF, die man zum Teil durch eine Hypothek decken wird.
Leitung und Verwaltung
Nach der Restaurierung wird die Struktur von im sozial-edukativen Bereich ausgebildeten Personal geführt werden, was den Gästen bei der sozialen und beruflichen Reinserierung behilflich sein wird. Die Gäste werden ihren Beitrag leisten müssen, indem, sie Hausarbeiten und Wartung selber verrichten und aufgrund ihrer finanziellen Lage einen monatlichen Aufenthaltsbeitrag bezahlen, der von der Sozialhilfe,
falls sie diese beziehen, übernommen wird. Beim ersten Business Plan, der auf der Erfahrung der Casa Astra basiert, sollten die jährlichen Kosten zirka 756 000 CHF betragen, bei einer Besetzungsquote von 75%. Nach unserer ersten wirtschaftlichen Auswertung hoffen wir auf die Nachhaltigkeit und auf die wirtschaftliche Selbstversorgung unserer Aufnahmestruktur.