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Schweizer Olympia-Update
Beachvolleyball
Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré bangen um die Medaille. Die Schweizerinnen verlieren den Halbfinal gegen die Amerikanerinnen April Ross/Alexandra Klineman in nur 37 Minuten 12:21, 11:21.
Heidrich/Vergé-Dépré spielen in der Nacht auf Freitag um Bronze. Dabei treffen sie auf die Lettinnen Dina Graudina/Anastasija Kravcenoka, die als Nummern 23 der Welt überraschend die Halbfinals erreicht hatten. Graudina/Kravcenoka erreichten zuletzt schon am Turnier in Gstaad die Halbfinals (4. Platz).
Im Halbfinal spielten die Amerikanerinnen, die sich als April (Ross) und Alix (Klineman) bezeichnen, Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré regelrecht aus – wie zuvor schon all ihre anderen Gegnerinnen im Olympiaturnier. Ross/Klineman als Weltranglisten-Fünfte, Silbermedaillengewinner der letzten WM und Siegerinnen in Gstaad vor zwei Jahren steigen in dieser Verfassung als klare Favoritinnen in den Olympia-Final vom Freitag.
Und die Schweizerinnen müssen vor dem Spiel um Bronze über die Bücher. Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré stiegen als Weltnummern 4 und als stärkstes im Turnier verbliebenes Team als Favoritinnen in den Halbfinal. Auch statistisch befanden sie sich vor dem Halbfinal in der Pole-Position. Nur gelang während der Blitz-Partie fast nichts. Sie gerieten in beiden Sätzen umgehend klar in Rückstand.
Heidrich: „Wir müssen nun sofort aufarbeiten, was genau falsch gelaufen ist.“ Nur 25 Stunden nach dem Halbfinal müssen die Schweizerinnen für das Spiel um Bronze wieder bereit sein.
4×100-Meter-Staffel
Die Schweizer 4×100-m-Staffel stellt im Vorlauf in 42,05 Sekunden einen Schweizer Rekord auf und qualifiziert sich souverän für den Final vom Freitag.
Riccarda Dietsche, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Salomé Kora verbesserten den Schweizer Rekord von 2019, aufgestellt an der Weltmeisterschaft in Doha, um 13 Hundertstel. Die Schweizerinnen belegten im zweiten Vorlauf hinter Deutschland den 2. Platz.
Insbesondere die Stabübergaben brachten die Schweizerinnen vorzüglich hin, obwohl sie gemäss eigener Einschätzung bei den Wechseln nichts riskierten. Dennoch sprintete Schlussläuferin Salomé Kora sogar um den Laufsieg. Am Ende hatten die Deutschen indes um fünf Hundertstel die Nase vorne.
Weniger gut lief es der Hochspringerin Salome Lang. Die 23-Jährige sammelte in Tokio primär Erfahrungen. Sie übersprang 1,82 m und 1,86 m jeweils im ersten Versuch, scheiterte aber in der Qualifikation dreimal an der Höhe von 1,90. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,86 m schied sie als 23. aus.
In den letzten anderthalb Monaten gelangen Salomo Lang am Europacup in Cluj (1,96), an den Schweizer Meisterschaften in Langenthal (1,97) und am Diamond-League-Meeting in Stockholm (1,93) dreimal markant bessere Wettkämpfe.
Die Berner Oberländerin Cynthia Reinle ist als Ersatzläuferin weiterhin Teil der Delegation.
Hochsprung
Die 23-jährige Hochspringerin Salome Lang sammelte in Tokio primär Erfahrungen. Sie übersprang 1,82 m und 1,86 m jeweils im ersten Versuch, scheiterte aber in der Qualifikation dreimal an der Höhe von 1,90. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,86 m schied sie als 23. aus.
In den letzten anderthalb Monaten gelangen Salomo Lang am Europacup in Cluj (1,96), an den Schweizer Meisterschaften in Langenthal (1,97) und am Diamond-League-Meeting in Stockholm (1,93) dreimal markant bessere Wettkämpfe.
Ringen
Stefan Reichmuth musste seinen Traum von einer Olympia-Medaille in Tokio begraben. Der 26-jährige Ringer aus Luzern unterlag in der Repechage dem für Usbekistan antretenden Russen Jawrail Schapjew 2:5.
Nach frühem Rückstand befand sich Reichmuth fast über die kompletten sechs Minuten unter Zugzwang. Für ein letztes Aufbäumen fehlte ihm die Kraft. „Ich war durch. Der Körper war am Limit und ich konnte nicht mehr angreifen“, erklärte Reichmuth im SRF-Interview sichtlich enttäuscht.
Als Sieger hätte Reichmuth am Donnerstagnachmittag zum Duell um Bronze gegen den dreifachen russischen Europameister Artur Naifonow antreten können. Nun will er den Blick schnellstmöglich auf die Olympischen Spiele 2024 richten: „Der Traum geht weiter. In drei Jahren ist Paris, dort hole ich die Medaille. Ich werde um Gold kämpfen, versprochen.“
Reichmuth wäre der erste Schweizer Medaillengewinner an Olympischen Spielen im Ringen seit Hugo Dietsche 1984.
Klettern
Petra Klingler wird bei der Olympia-Premiere im Sportkletterin im Final vom Freitag nicht um die Medaillen klettern. Die 29-jährige Zürcherin verpasst den Final der Top 8 mit 1400 Strafpunkten im 16. Rang deutlich.
Zwar begann der Qualifikationstag für die Schweizerin im Speed-Klettern stark. In 8,42 Sekunden unterbot Klingler an der 15-Meter-Wand ihren eigenen Schweizer Rekord um mehr als einen Zehntel und rangierte nach der ersten von drei Teildisziplinen im 10. Rang. Nachdem der Boulder-Weltmeisterin von 2016 auch der Einstieg in ihre Paradedisziplin glückte, brach sie in der Folge ein.
Lediglich die erste von vier Boulder-Routen – hier müssen die Athletinnen vorgegebene Probleme an einer 4,5 m hohen Kletterwand lösen – brachte Klingler erfolgreich zu Ende. Bei der letzten Aufgabe schaffte sie es nicht einmal mehr bis zum ersten Zwischenziel, was ihr nach dem Speed-Klettern auch im Bouldern einen 10. Zwischenrang eintrug.
Bei der letzten Disziplin, dem Lead-Klettern, erreichte Klingler den 16. Griff, ehe sie ins Seil stürzte. Damit beendete sie die letzte Teildisziplin im 14. Rang. Im Gesamtklassement, die Strafpunkte aus den jeweiligen Klassierungen der Disziplinen werden multipliziert, fiel Klingler damit in den enttäuschenden 16. Schlussrang zurück.
(text:sda&ye/bild:sda)
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Aug