Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03125.jsonl.gz/1153

So genannte Blade-Server benötigen weniger Platz und sind leichter zu warten und auszubauen. Der Absatz von Blade-Servern für anspruchsvolle Anwendungen wie etwa Video-on-Demand über Internet wächst deshalb weltweit schneller als der Gesamtmarkt - Profiteure waren bisher vor allem IBM und HP. Einzig Sun gab die Herstellung solcher Server vor einem Jahr auf - Ex-Chef Scott McNealy spottete, Blades seien ja eh nichts anderes als vertikal aufgestellte "Pizzaboxen" (dünne, stapelbare Server).
Nun hat man sich eines besseren besonnen. "Demnächst", so Suns neuer Server-Chef John Fowler im Interview mit CRN USA, werde man mit Blade-Servern kommen, die leistungsfähiger seien als, als alle bisherigen Maschinen. Sun habe die Chassis, auf denen die einzelnen Blades aufgesteckt werden, komplett neu entwickelt und vor allem die Schnittstellen zum Netzwerk von den einzelnen Blades abgetrennt und auf den Chassis angebracht.
Die neuen Server von Sun werden höchstwahrscheinlich mit Opteron-Prozessoren von AMD ausgerüstet. Eine neue Generation dieser erfolgreichen 64-Bit CPUs wir auf das dritte Quartal, also ab Juli, erwartet.
Fowler kündigte gegenüber 'CRN' neuartige Preismodelle an. So könnte man die Server "abonnieren" und erhalte dafür die jeweils neueste Technologie ins Rechenzentrum eingebaut. Für Anwender, die ewig steigende Rechenkapazitäten brauchen (z.B. Telcos oder Anbieter von Fernsehen über Internet) könnte dies attraktiv sein. (hc)