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Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) feiert 2011 ihr fünfzigjähriges Bestehen. Das Engagement der Schweiz und der ETH Zürich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit geht jedoch zurück bis in die Nachkriegsjahre und wurde zunächst durch die ETH koordiniert. 1960 schaffte der Bundesrat den „Dienst für technische Hilfe“, der ein Jahr später in „Dienst für technische Zusammenarbeit“ umbenannt wurde und mit dem ersten „Delegierten des Bundesrats für technische Zusammenarbeit“ den Grundstein der heutigen DEZA bildete.
The Pamirs, 2004
Northern Tajikistan, 2009
Southern Tajikistan, 2009
Mit dem Inkrafttreten des „Bundesgesetzes über die internationale Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe“ wurde 1976 aus dem „Dienst für technische Zusammenarbeit“ die „Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe DEH“. Der Name war Programm und beschreibt noch heute gültige Schwerpunkte der DEZA: die humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit. Als drittes Standbein kam 1990 die Zusammenarbeit mit Zentral- und Osteuropa hinzu. In den ersten Jahren noch im Eidgenössischen Politischen Departement angesiedelt, wurde das „Büro für die Zusammenarbeit mit Osteuropa“ 1995 in die DEH integriert. 1996 wird die neu benannte „Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA“, die nun alle Tätigkeitsbereiche vereint, zum schweizerischen Kompetenzzentrum für Entwicklungszusammenarbeit. Die Kernaufgabe der DEZA, die Armutsbekämpfung, ist heute so aktuell wie vor 50 Jahren.
In Projekten der Entwicklungszusammenarbeit stellen topographische und thematische Karten eine wichtige Grundlage dar. Oft ist gerade (wissenschaftliches) Kartenmaterial im mittleren bis grösseren Massstabsbereich die Länder des Südens betreffend Mangelware. So kann die Herstellung kartographischer Grundlagen zu einer bestimmten Region Teil eines Entwicklungsprojektes oder der Entwicklungszusammenarbeit sein.
Ein Beispiel dafür sind die drei abgebildeten Karten zu Tajikistan, deren Entstehung die DEZA im Rahmen ihrer Präsenz im Osten massgeblich unterstützt hat. Die Karten decken zusammen das ganze Staatsgebiet Tajikistans, das Pamirgebirge und weite Teile benachbarter Staaten ab. Die Rückseite informiert ausführlich über verschiedene Aspekte der Region und berücksichtigt insbesondere auch den Tourismus. Diese Karten stellen über die Verwendung für touristische Zwecke hinaus auch wertvolle topographische Karten dar, die für diese Region einzigartig in ihrer Genauigkeit und Aktualität sind.
Die Karten mit den Signaturen K 684990 (Pamir), K 686103 und K 686104 (Nord und Süd Tadjikistan) können in der Kartensammlung der ETH-Bibliothek eingesehen werden.
Quellen und weitere Informationen:
Die ETH Zürich, die sich bis heute aktiv in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert, beleuchtet zum 50 jährigen Jubiläum der DEZA in einer Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Denkplatz Entwicklung“ diverse Aspekte der nationalen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit:
http://www.northsouth.ethz.ch/