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Sprache
Innerhalb der Bündner Walserdialekte lassen sich zwei Hauptgruppen unterscheiden: eine „Rheinwalder Gruppe“ und eine „Davoser Gruppe“. Das Rheinwald und die Landschaft Davos sind als „Stammkolonien“ für die angrenzenden Walsergebiete zu sehen, deren Mundarten ihnen ähnlich sind. Als Spezialfall gilt die Mundart von Obersaxen mit den Tochterkolonien Valendas und Versam: Diese Dialekte sind – besonders aufgrund der Entrundung ü > i, ö > e – dem heutigen Walliserdeutschen am ähnlichsten. Man nimmt deshalb an, dass diese Gebiete direkt vom Wallis aus (über Furka und Oberalp) besiedelt wurden.
Der Walserdialekt von Mutten war für die Sprachwissenschaft von besonderem Interesse, da man ihm keiner der Hauptgruppen zuordnen konnte. Die umfassende Habilitationsschrift von Rudolf Hotzenköcherle aus dem 1934 lieferte dazu auch keine abschliessende Erkenntnis. Immerhin dokumentierte sie die mittlerweile beinahe verschwundene Mundart mit all ihren Besonderheiten, wozu etwa auch die oben erwähnte Entdrundung ü > i (ünschä (unser) > inscha), ö > e (Löffel > Leffel) gehören, aber auch die sonst in Walserdialekten unübliche Dehnung in offener Silbe (z.B. Waaga, Laada, Booda).