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Halbarte, in der Art des späten 15. bzw. frühen 16. Jh.
Halbarte mit gerundetem Holzschaft. Die Schaftführung im Halbarteneisen geschieht seitlich über zwei mehrkantige, längliche, konisch zulaufende Ösen, welche mit Halbartenblatt und Stossklinge aus einem Stück gegossen wurden. Zwischen den Ösen wurde ein Metallblech über das Schaftholz gelegt und mit zwei Nieten/Schrauben mit herzförmigen Abschlüssen fixiert. Das Blatt ist hochrechteckig und verbreitert sich nach oben, wodurch die Klinge leicht diagonal ausfällt. Das Blatt verjüngt sich nach oben hin zur kurzen Stossklinge, deren Spitze vierkantig gearbeitet wurde. Unten wird das Halbarteneisen durch zwei angenietete, kurze Schaftfedern mit dem Schaftholz verbunden. Ein darüber gelegtes, spiralförmiges Bandeisen dient als supponierten Schutz gegen das Durchschlagen des Schaftes.
Die Form des Halbarteneisens, sowie der Schaftführung und der Fixierung ist einem Halbartenfragment aus dem Historischen Museum Luzern (Inv. Nr. 151) nachempfunden und basiert auf einer Rekonstruktion desselben Fragments durch J. Meyer-Bielmann von 1855/60. Dieses vorliegende Replikat wurde anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Schlacht bei Sempach 1386–1886 durch die von Moos'schen Eisenwerke in Emmenbrücke LU gegossen und nach obengenanntem Vorbild montiert. Diese Halbarten-Replikas sind aufgrund des Gusseisens massiv gearbeitet und verhältnismässig schwer.