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Massstab oder Perspektive sind an der Rollenübernahme beziehungsweise am Rollenwechsel, am Blick und an der Art und Weise der Beschreibung des Raumes erkennbar:
(a) – 00:20-00:28
In diesem Beispiel (a) begegnen sich ein Käfer und eine Schnecke, sie grüssen sich und gehen weiter.
Beide zusammen nehmen den gesamten Raum in Anspruch, werden also beide um etwa Faktor 50 vergrössert. Das Grössenverhältnis zwischen den beiden entspricht jedoch der Realität.
Die gebärdende Person übernimmt in diesem Beispiel die Rollen beider Referent:innen, ahmt die jeweilige Art der Fortbewegung nach und ändert mit dem Rollenwechsel auch die Blickrichtung.
Im folgenden Beispiel (b) nimmt die gebärdende Person auch eine Teilnehmenden-Perspektive ein, die hier auch als Innenperspektive gedacht werden kann, indem sie Teil des realen Raumes ist, in welchem die relative Grösse der Objekte der Realität entspricht.
(b) – 00:05-00:13
Techniken zur Darstellung von Massstab und Perspektive – 1 Beispiel (innen)
‘Ich sitze mit einem Kollegen in einem Restaurant an einem Tisch, der Kellner kommt und wir begrüssen uns.
Die folgenden zwei Beispiele geben ein Ereignis aus unterschiedlicher Perspektive wieder. Im ersten Beispiel werden Teilnehmenden-/Innenperspektive und Erzähl-/Aussenperspektive kombiniert:
Techniken zur Darstellung von Massstab und Perspektive – 2 Beispiel (halb innen)
(c) – 00:04-00:10
‘Auf der linken Strassenseite befindet sich ein Haus, auf der rechten ein Wohnblock. Ich laufe der Strasse entlang.’
Zum Vergleich dasselbe Ereignis aus der Teilnehmenden-Perspektive:
(d) – 00:17-00:23
Entscheidend ist hier die Darstellung der tatsächlichen Grössenverhältnisse (Haus-Block) und die Blickrichtung (dem Block entlang nach oben)
Wie mit dem Objektiv einer Kamera kann auch in Gebärdensprache der Bildausschnitt gewählt werden, der im Gebärdenraum wiedergegeben werden soll. Zudem kann der Gebärdenraum aus normaler Augenhöhe, aus der Frosch- oder aus der Vogelperspektive strukturiert werden. NMK (Blick, Mimik, Rotation des Oberkörpers, Bewegung) sowie Gebärdengrösse und -form bringen die unterschiedlichen Perspektiven zum Ausdruck.