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Saudi-Arabien bestätigt die Tötung des Regierungskritikers und Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat. Dies berichteten saudische Staatsmedien am Freitagabend. Demnach starb er nach einem Kampf im Konsulat. 18 saudische Staatsbürger wurden festgenommen.
Die «Diskussionen» zwischen Khashoggi und «denjenigen, die er im Konsulat des Königreichs in Istanbul getroffen» habe, «entwickelten sich zu einem Faustkampf, der zu seinem Tod führte», berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SPA mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft. Damit räumte Saudi-Arabien mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden Khashoggis den Tod des Dissidenten ein.
Zudem wurde mit Verweis auf einen königlichen Erlass berichtet, dass der Vizepräsident des Geheimdienstes, Ahmad al-Assiri, entlassen worden sei. Auch Saud al-Kahtani, ein hochrangiger Berater des Königs, wurde demnach entlassen.
Nur wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump neue Erkenntnisse im Fall Khashoggis in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. «In den nächsten zwei oder drei Tagen werden wir viel wissen», sagte er bei einem Auftritt in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona. «Ich könnte am Montag viel wissen.» Sanktionen gegen Saudi-Arabien schloss der Präsident nicht aus. Auf eine entsprechende Frage sagte er: «Könnte sein, könnte sein.»
Khashoggi wollte am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul Papiere abholen und ist seitdem verschwunden. Die türkischen Behörden gingen bisher nach Medienberichten davon aus, dass er von einem aus Saudi-Arabien angereisten 15-köpfigen Spezialkommando getötet wurde.
Am Freitag hatte die türkische Staatsanwaltschaft Angestellte des saudischen Konsulats als Zeugen vorgeladen. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, es handele es sich um 15 Türken, unter ihnen ein Fahrer, ein Buchhalter und ein Techniker des Konsulats.
US-Aussenminister Mike Pompeo hatte in dieser Woche sowohl Riad als auch Ankara besucht, um sich nach dem Stand der Ermittlungen zu erkundigen. (fvo/sda/afp/reu/dpa)