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Wäre es nun ein kluger Schachzug auf Seiten Amazons
der Geschäftskette ein Angebot für eine Übernahme zu machen? Erste Gerüchte über diese Möglichkeit tauchten bereits Anfang des Jahres auf, nachdem Macy’s
bekannt gab, eventuell einige Läden schließen und Mitarbeiter entlassen zu müssen. Christian Magoon, CEO bei Amplify ETFs, verriet "TheStreet", dass er den Kauf durch Amazon für möglich halte.
Nach Wholefoods nun auch Macy’s?
Derzeit wird spekuliert, ob Amazon ein Kaufangebot an den Warenhausbetreiber Macy’s stellt. Eine ähnliche Entwicklung gab es bereits in diesem Jahr, als Amazon den Bio-Lebensmittelhandel "Whole Foods Market" für 13,7 Milliarden US-Dollar aufkaufte. Es könnte also durchaus sein, dass der Internetriese weiter expandieren möchte. Jim Carmer, der TheStreet gründete, verriet in CNBCs Serie "Mad Money", dass der Internetkonzern die Hauptursache dafür sei, dass Macy’s-Geschäfte schließen und die Aktie fällt.
Eine neue Richtung für Macy’s
Würde Macy’s einem Angebot von Amazon zusagen, könnte das Unternehmen in eine neue Richtung gelenkt werden. Besonders der Internetkonzern würde mehrere Nutzen aus einem Kauf des Warenhausbetreibers ziehen, indem einige Änderungen hinsichtlich der Nutzung vorgenommen würden: Die Macy’s Standorte könnten nicht nur wie bisher als Showroom und Lagermöglichkeit genutzt werden, sondern auch als Abgabeort der Drohnenlieferungen sowie eine künftige Gadget-Reparaturen-Stelle dienen, offenbart ein Bericht auf thestreet.com. Schließlich könnte der Einzelhandel mit Amazons bisherigem Konzept kombiniert werden, um verschiedene Prozesse zu optimieren. Macy’s erhielte von Amazon über Logistik und Big Data Hilfe bei Inventurentscheidungen.
Optimierung der Liefergeschwindigkeit
In Bezug auf die Übernahme der Macy’s-Geschäfte stünde allerdings nicht der Wunsch nach mehr Kundennähe im Mittelpunkt. Physische Präsenz in Form von Einkaufsläden würde für Amazon vor allem wirtschaftliche Effizienz bedeuten: Es ist wesentlich günstiger, wenn die Kunden persönlich einen Laden besuchen und dort einkaufen oder online bestellte Pakete einfach selbst abholen. Des Weiteren wäre die Fusion auch vorteilhaft, da das Verteilernetz mit den Geschäften erweitert und somit die Liefergeschwindigkeit erhöht würde, wie Cower & Co Analyst Oliver Chen gegenüber "TheStreet" äußert. Außerdem bemerkte er, dass Amazon dadurch zu einer bekannten Kleidermarke käme.
Redaktion finanzen.ch