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Bereits vor zwei Jahren sorgte Benjamin Dolic, 22, in Deutschland für Furore. Damals belegte er in der Casting-Show «The Voice of Germany» den zweiten Platz. Nun will er es nochmals so richtig wissen und tritt nicht nur was die Teilnahme an Casting-Shows betrifft in die grossen Fussstapfen von Luca Hänni, 25.
Ben Dolic, der in Slowenien aufwuchs und mit 18 Jahren nach Zuchwil SO gezogen ist, reist an den Eurovision Song Contest. Dort vertritt er aber nicht Slowenien oder die Schweiz, sondern geht für Deutschland ins Rennen.
In Rotterdam wird er den Song «Violent Thing» performen. Als deutscher Teilnehmer ist er sogar bereits fürs Finale am 16. Mai gesetzt – genauso wie die Vertreter von Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien und den Niederlanden. Allerdings muss der 22-Jährige bereits heftige Kritik für seinen Song einstecken.
Vernichtendes Urteil von ehemaligen ESC-Teilnehmern
ESC-Heldin Nicole, 55, die den Contest im Jahr 1982 mit dem Hit «Ein bisschen Frieden» gewann, meint etwa zu «Bild»: «Die Stimme in Kombination mit einem anderen stärkeren Song wäre idealer.» Sie fürchte, «Violent Ting» habe nicht das Potenzial, Europa in drei Minuten zu überzeugen. Das Lied habe keinen Wiedererkennungseffekt.
Auch Sänger Nino de Angelo, 56, rechnet nicht damit, dass Dolic am ESC Erfolg haben wird. Seine vernichtende Aussage: Er findet den Song eine «Katastrophe».
Unterstützung bekommt Ben Dolic immerhin von Michael Schulte, 29, der sich 2018 für Deutschland auf den guten vierten Platz sang. «Ich glaube, wir können gewinnen. Der Song kommt international gut an», meint er.