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Basierend auf einem rund 40 000 Items beinhaltenden Belegcorpus, das die statistisch-induktiv aufbereiteten Ergebnisse onomasiologischer Direktbefragungen in allen neun österreichischen Landeshauptstädten repräsentiert, zeichnet die Abhandlung ein deskriptives Bild alltagssprachlicher Lexik. Dabei wird ein relativ hoher Grad an Homogenität innerhalb des in Österreich frequenten Wortschatzes evident. So schlägt sich etwa ein lexikalischer West-Ost-Gegensatz in den Erhebungsdaten nicht signifikant nieder, wohl aber eine sogar in formellen Kommunikationsregistern markante Inkongruenz zwischen den Bezeichnungen aus dem Duden-Bildwörterbuch und den Realisierungen der Probanden. Darüber hinaus prägen Modifikationsbildungen ("Nomina deminutiva") die Lexik der Österreicher.
Autorentext
Der Autor: Manfred Michael Glauninger wurde 1964 in Graz geboren. 1992-1997 Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität in Graz. 1997 erhielt er den Hugo-Kleinmayr-Förderungspreis für hervorragende Studienleistungen auf dem Gesamtgebiet der Germanistik. Seit 1998 ist der Autor als Österreichischer Lektor an der Janus-Pannonius-Universität in Pécs (Ungarn) tätig.
Aus dem Inhalt: Alltagssprachliche Lexik als Untersuchungsgegenstand empirischer Linguistik - Erstellung eines repräsentativen Belegcorpus auf der Basis von onomasiologischen Direktbefragungen in allen neun österreichischen Landeshauptstädten - Umfassend-deskriptive Darstellung der statistisch aufbereiteten Corpusdaten (gesamtösterreichische Kohärenz, Nomina deminutiva, Duden-Bildwörterbuch und österreichischer Sprachalltag).