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08.12.2021
Eine Langzeitstudie mit gut 50 Parkinsonbetroffenen mit Tiefer Hirnstimulation (THS) belegt, dass die THS-Therapie auch noch nach 15 Jahren zu einer besseren Lebensqualität führt.
Die medikamentöse Parkinsontherapie verliert mit den Jahren an Wirkung. Nicht so die Tiefe Hirnstimulation (THS), besagt eine Langzeitstudie eines Forscherteams um Prof. Dr. med. Paul Krack, die 2021 in der Fachzeitschrift Neurology publiziert wurde.
An der Untersuchung nahmen gut 50 Parkinsonbetroffene teil, die im Alter von durchschnittlich 40 Jahren die Diagnose Morbus Parkinson erhalten hatten. Bei ihnen wurde mit durchschnittlich gut 50 Jahren eine THS-Operation durchgeführt. Den Schrittmacher dazu tragen sie seither während durchschnittlich 17 Jahren. Die Studienautoren und -autorinnen untersuchten die Betroffenen hinsichtlich Bewegungsstörungen, Lebensqualität, Medikamentenverbrauchs, Schwere und Fortschritts der Parkinsonkrankheit.
Im Vergleich zum Zeitpunkt vor der Implantation war nach 15 Jahren die Zeitdauer mit Dyskinäsien immer noch um 75 Prozent geringer, die Zeit der «Off»-Phasen um knapp 60 Prozent kürzer und der Verbrauch an Dopaminergika um über 50 Prozent tiefer. Zudem war bei den Betroffenen mit THS die Lebensqualität immer noch besser als zuvor. Es traten im Verlauf der Zeit nur wenige, gut zu behandelnde Therapie-assoziierte Nebenwirkungen auf.