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Das Wichtigste in Kürze
- Alejandro Toledo werden Geldwäsche und Korruption vorgeworfen.
- Ein US-Gericht gibt nun grünes Licht für die Auslieferung des Ex-Präsidenten Perus.
- Nun muss die US-Regierung eine Entscheidung treffen.
Ein kalifornisches Gericht hat grünes Licht für die Auslieferung des früheren peruanischen Präsidenten Alejandro Toledo in sein Heimatland gegeben.
Die peruanischen Behörden hätten ausreichende Beweise dafür vorgelegt, dass Toledo sich mutmasslich der Kollusion und Geldwäsche schuldig gemacht habe. S begründete der zuständige Richter Thomas Hixson die Entscheidung am Dienstag. Perus Justizminister Aníbal Torres begrüsste das Urteil.
Toledo, der von 2001 bis 2006 peruanischer Präsident war, wird im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um Odebrecht beschuldigt. Den Ermittlern zufolge erhielt Toledo 20 Millionen Dollar vom brasilianischen Baukonzern. Im Gegenzug soll er dem Unternehmen den Auftrag zum Bau einer Autobahnverbindung zwischen Peru und Brasilien verschafft haben. Toledo weist die Anschuldigungen zurück.
US-Regierung hat letztes Wort
Die Entscheidung über die tatsächliche Auslieferung Toledos obliegt der US-Regierung. Toledo steht derzeit unter Hausarrest in Kalifornien. «Wir begrüssen die Entscheidung von Richter Hixson, welche die Position des peruanischen Staates mit Blick auf die Auslieferung Toledos unterstützt, damit ihm in unserem Land der Prozess gemacht werden kann», erklärte Perus Justizminister Torres im Online-Dienst Twitter.
In Kalifornien war der heute 75-jährige Ex-Staatschef im Juli 2019 festgenommen worden. Bereits gut ein Jahr zuvor hatte Peru bei den USA seine Auslieferung beantragt.
Der brasilianische Odebrecht-Konzern steht im Mittelpunkt eines weitverzweigten Korruptionsskandals, der in den vergangenen Jahren zahlreiche lateinamerikanische Staaten erfasst hat. In einigen Ländern lösten die Korruptionsfälle um Odebrecht politische Krisen aus.