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Während Microsoft am Mobile World Congress in Barcelona mit viel Trara eine neue Version des Betriebssystems Windows Mobile ankündigte, ist letzte Woche das Todesurteil über ein anderes Handy-Betriebssystem, das gute alte Palm OS, gesprochen worden.
Palm-Chef Ed Colligan sagte vergangene Woche an einer Investorenkonferenz, künftig würde Palm nur noch Geräte mit Windows Mobile oder dem neuen Betriebssystem WebOS
ausliefern. Allerdings werden die aktuellen 'Treo' Smartphones, wie etwa Treo Pro und Treo Centro noch mit dem Palm OS ausgeliefert - in der Schweiz spielen diese aber keine Rolle.
Mit dem Palm OS geht ein Stück Software-Geschichte zu Ende. Denn die US-Firma Treo brachte - lange vor RIM mit Blackberry und Apple mit dem iPhone - Handys mit dem Palm OS, das das Mobiltelefon zu einem kleinen Computer machte. Der Clou an dem robusten Betriebssystem war die sehr einfache Bedienung und die Möglichkeit für Entwickler, Zusatzprogramme zu schreiben. Treo wurde später von Palm übernommen, womit der Abstieg begann. 2005 verkaufte Palm die Software-Tochter --http://www.inside-it.ch/articles/-4443-PalmSource nach Japan an Access.-- Letzterer Software-Hersteller entwickelt heute Palm OS nicht mehr weiter, sondern bietet ein Linux-basierendes Handy-Betriebssystem an, auf dem Palm-Anwendungen auch laufen sollen.
Wie falsch die damaligen Entscheide der Palm-Führung waren, zeigt sich daran, dass Colligan - übrigens der Gründer von Treo - es als entscheidenden Vorteil betrachtet, wenn Soft- und Hardware aus dem gleichen Haus kommen. (hc)
(Interessenbindung: Der Schreibende findet seinen uralten Treo immer noch das praktischste Telefon - wenn es nur nicht immer abstürzen würde, wenn jemand anruft...)