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Auch dieses Jahr haben wir wieder Rhum „gebraut“. Ganz so aufwendig wie das Whiskybrauen ist dies jedoch nicht. Denn durch die Verwendung von Zuckerrohrsirup entfällt die Umwandlung von Stärke in Zucker.
Der Brauvorgang
Mischen von Zuckerrohrsirup und Wasser
Hauptarbeit war das Mischen des Wassers mit dem Zuckerrohrsirup. Wir verwenden ausschliesslich enthärtetes Wasser und dieses musste auf die optimale Gärtemperatur erwärmt werden. Das Wasser konnten wir mit Wasserdampf aus der Brennerei aufwärmen.
Vorbereiten der Hefe
Wir verwenden eine Reinzuchthefe für Rhum. Diese Trockenhefe musste rehydriert und „angefüttert“ werden. Sprich 15 Minuten im Wasser verflüssigen und mit etwas vom „Zuckerwasser“ füttern. Es war gut zu beobachten, dass die Hefe schon in diesen wenigen Minuten die Arbeit aufgenommen hat.
Nach dem Vermischen der rehydrierten Hefe mit der Maische wurde der Inhalt in den Gärtank gefüllt. Dieser war zuvor mit der Whiskywürze befüllt.
Dieses Prozedere musste mehrfach wiederholt werden, bis der ganze Rohrzuckersirup aufgebraucht war. Jedes Mal musste auf die richtige Temperatur und das richtige Mischverhältnis geachtet werden.
Die in diesem Jahr wärmeren Umgebungstemperaturen sorgten dafür, dass die Vergärung nur etwa zwei Wochen dauerte. Als Vergleich dazu: Letztes Jahr war es kalt und die Vergärung hat etwa 6 Wochen in Anspruch genommen.
Die Fässer
Für den Rhum haben wir diesmal Fässer bestellt, welche zuvor mit weissem Portwein, mit Martinique Rhum und zwei verschiedenen Bourbon Whiskys belegt waren.