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Sehenswürdigkeiten WM 2014 Austragungsort Rio de Janeiro
Das Zentrum von Rio de Janeiro bietet tagsüber nichts als Geschäfte und Hetze. Abends hingegen ist es wie ausgestorben. Das Stadtzentrum ist auch die Stelle, an der sich die ursprüngliche Siedlung befand, daher sind auch die meisten wichtigen Kolonialbauten und Museen hier angesiedelt. Das Stadtzentrum wird von zwei breiten Strassen durchquert: In der Avenida Rio Branco fahren die Busse in die zona sul ab, und die Avenida Presidente Vargas führt zum Sambadrom und in die zona norte hinaus. Die moderne U-Bahn von Rio folgt diesen beiden Strassen.
Das Colombo Kaffeehaus – 1894 gegründet – ist ein Zeugnis der high society von Rio gegen Ende des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts. Es behält noch den Charm der damaligen Zeit.
Das Teátro Municipal (Nationaltheater) ist wohl das eindrucksvollste Gebäude am Platz – hier sind Oper und Orchester der Stadt Rio de Janeiro beheimatet.
Santa Teresa ist einer von Rios ungewöhnlichsten und reizendsten Stadtteilen: Er erstreckt sich am oberen Teil eines Berghanges, der sich vom Stadtzentrum aus erhebt, wo viele der schönsten Häuser aus der Kolonialzeit stehen.
Einer der wichtigsten Landschaftsarchitekten unserer Zeit, Roberto Burle Marx, hinterliess hier ein wertvollen Nachlass nicht nur für die Einwohner der Stadt, sondern auch für alle, die die Natur lieben.
Pão de Açucar – Rios ältestes Wahrzeichen und ein Geschenk Gottes an die Postkartenindustrie, ist ein massiver Granitquader neben der Einfahrt zur Guanabara-Bucht. Ohne die Strände von Botafogo, Flamengo und Copacabana aus seiner Vogelperspektive betrachtet zu haben verlässt kaum ein Tourist Rio.
Ipanema und Leblon haben sich inzwischen auch für viele ausländische Besucher zu den copa-alternativen Stadtteilen von Rio entwickelt: Sie liegen – als Fortsetzung der Copacabana.
Unweit der Kathedrale, ist der älteste Stadtteil von Rio, rund um den alten Aquadukt, der 1750 gebaut wurde, um die Bürger mit Wasser aus den Quellen des Rio Carioca zu versorgen.
Der Kino-Stadtteil – am südlichen Anfang der Hauptgeschäftsstrasse „Avenida Rio Branco“ – ist voll gestopft mit Geschäften, Bars, Restaurants und Kinos.
Botanischer Garten auf 140 Hektar Terrain, mit über 7.000 Pflanzenarten, ist das brasilianische Zentrum für Studien des Atlantischen Urwalds und ein Erlebnis besonderer Güte.
Das Fussballstadion Maracanã ist Brasiliens Fussballtempel und fasst noch kurze Zeit ca. 100.000 Zuschauer. Zu besonderen Anlässen sollen sich sogar bis zu 200.000 Menschen gedrängt haben.
Fussball in Rio de Janeiro
Rio de Janeiro ist gewissermassen die Essenz des brasilianischen Fussballs – hier spielt fasst jeder junge Mann irgendwie Fussball, an jeder Ecke der Stadt wird gekickt, auf Strassen, in Parks oder an den Stränden. Und natürlich wundert es da kaum, dass eine kaum fassbare Zahl von Stars aus seinen zahlreichen Clubs hervorgegangen sind, die mit dem Trikot der „Seleção Brasileira“ auf internationalem Rasen glänzten. Möchten Sie ein paar Beispiele? Jedweder „Carioca“ (Bürger von Rio) hat sie sofort auf der Zunge: Jairzinho, Zico, Ronaldo, Romário… um nur mal mit ein paar berühmten Namen anzufangen.
Der Fussball ist für die Cariocas gewissermassen eine Religion. Und die vier grössten Clubs – „Botafogo“ – „Flamengo“ – „Fluminense“ und „Vasco“ – sind wie grosse Sekten. Allein der „Flamengo“ hat zirka 30 Millionen Anhänger – nicht nur in Rio, sondern im ganzen Land! Und wenn der Fussball für sie eine Religion ist, dann ist der mystische Tempel das „Maracanã-Stadion“. Es war einmal die grösste Arena unseres Planeten und ist immer noch eine der berühmtesten Sportstätten überhaupt. An diesem Ort werden die klassischen Partien zwischen diesen vier Rivalen ausgetragen.
Das „Maracanã“ – sein offizieller Name „Estádio Mário Filhoo“ ehrt einen Sportjournalisten, der viel für die Popularisierung des Fussballs in Brasilien getan hat – wurde kurz vor der WM von 1950 eingeweiht. Damals fanden hier fünf der sechs Spiele statt, welche Brasilien bei dieser WM bestritt – unter ihnen auch das fatale Endspiel gegen Uruguay. Die Niederlage Brasiliens mit 1:2, am 16. Juli 1950, haftet immer noch in der Erinnerung vieler Brasilianer – auch in der Erinnerung von denen, die damals noch nicht geboren waren!
Das Stadion Maracanã wird für die WM 2014 vollkommen überholt werden. Sämtliche Tribünenplätze werden ein Dach bekommen, die Zuschauer mehr Komfort als bisher, und das Stadion bleibt das grösste des Landes, mit einer Kapazität für 75.117 Plätzen für seine Fans.
Das Stadion „Engenhão“ – es wurde für die Panamerikanischen Spiel 2007 konstruiert und wird für die Olympiade 2016 genutzt – ist die Heimat des „Botafogo-Clubs“. Der „Vasco“ ist Besitzer des Stadions „São Januário“ – eine Arena mittlerer Grösse, die aus den 20er Jahren stammt und vor der Einweihung des „Maracanã“ immerhin das grösste Stadion des Landes gewesen ist.