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Leitender Arzt Kinderchirurgie
Facharzt für Kinderchirurgie
Die Schwerpunkte der pädiatrischen Neurochirurgie am Kinderspital Luzern sind die Behandlung des Schädel-Hirn-Traumas, des Hydrocephalus und des gesamten Spektrums der Spina bifida («offener Rücken») sowie der Fehlbildungen des Gesichts und des Schädels.
Schädel-Hirn-Trauma: Die «Hirnerschütterung» (auch «leichtes» Schädel-Hirn-Trauma) führt zu den häufigsten Hospitalisationen im Kinderspital. Die Mehrzahl der Kinder wird für eine bis drei Nächte unter besonderer Beobachtung im Spital behalten. Das schwere Schädel-Hirn-Trauma ist heute zum Glück selten geworden. Wenn ein Kind trotzdem eine schwere Schädel-Hirn-Verletzung (Verkehrsunfall – Sportverletzung – Kindsmisshandlung – etc.) erleidet, hat es im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzepts eine gute Chance auf Heilung.
Hydrocephalus («Wasserkopf»): Diesem Krankheitsbild liegen verschiedene Ursachen zugrunde. Es handelt sich um eine Fehlfunktion des Flüssigkeitshaushalts des Gehirns. Die Behandlung besteht in der Entlastung mittels einer Ableitung (Drainage - Shunt). Regelmässige Nachkontrollen nach einem festen Schema sind äusserst wichtig.
Spina bifida («offener Rücken»): Die Myelomeningocele (MMC) ist die häufigste Ausprägung der Spina bifida. Es handelt sich um eine Entwicklungshemmung des Rückenmarks und der Wirbelbögen (Spina bifida). Die Ursache ist unbekannt. Die Auswirkungen einer MMC sind sehr unterschiedlich und hängen von der Grösse und der Lokalisation (Höhe der Wirbelsäule) ab: Lähmungen, Sensibilitätsausfälle und Wachstumsstörungen der Beine, Harn- und Stuhlfehlfunktionen können auftreten. Zudem kommt es oft zur Entwicklung eines Hydrocephalus («Wasserkopf»).
Fehlbildungen des Schädels und des Gesichtes («kraniofazial»): Zu den häufigsten Störungen zählen die Kraniosynostosen, darunter versteht man den vorzeitigen Verschluss einer oder mehrerer Schädelnähte. Dabei ist die Form- und Grössenentwicklung des kindlichen Gehirnschädels beeinträchtigt. Viele Fälle werden in Zusammenarbeit mit den Gesicht-Kiefer-Chirurgen behandelt. Bei lagebedingtem Fehlwachstum («positional plagiocephaly») sind physiotherapeutische Massnahmen, spezielle Lagerungen oder sogar eine Behandlung mit einer Helm-Orthese möglich.
Angebot
Dr. med. Markus Lehner, Leitender Arzt Kinderchirurgische Klinik
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