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Die nächste Station vor den Bahamas ist Puerto Rico. Wir haben beschlossen, in Fajardo anzuhalten, um die Strecke auf die Bahamas zu unterbrechen.
Wir stellten den Wecker auf 6 Uhr morgens, um früh von Charlotte Amalie abzureisen. Die Strecke zwischen Charlotte Amalie und Fajardo beträgt 40 Seemeilen, d.h. für uns ca. 9 Stunden segeln. Als wir um 6:30 Uhr versuchten, den Anker zu heben, war es unmöglich…. es klemmte wieder. Willi musste wieder tauchten und stellte fest, dass unser Anker wieder in einer rostigen Kette steckte. Diesmal, nach der Übung 2 Tage zuvor, waren wir super schnell. In einer halben Stunde hatten wir den Anker ausgehängt und konnten nach Puerto Rico aufbrechen. Von Charlotte Amalie werde ich wirklich keine gute Erinnerungen haben….
Wir hatten zwei Gewitter am frühen Morgen in der Nähe von Charlotte Amalie, dann eine angenehme Überfahrt nach Fajardo. Wir hatten einen Platz in der Marina Puerto del Reis reserviert, der größten Marina der Karibik (es gab keinen Platz für uns in der Marina villa del harbour). Nach fast 4 Wochen ohne Pause in einem Hafen mussten wir wieder Wäsche waschen, Wasser auffüllen und vela dare von oben nach unten reinigen.
Die Marina Puerto de Reis ist wirklich riesig, aber die Mitarbeiter sind sehr hilfsbereit und sprechen ein Englisch, das für uns leicht zu verstehen ist (im Gegensatz zu ihrem Spanisch). Als wir am Hafen ankamen (gut geschützt vor dem Wind), nahm ein Marinero unsere Leine ab und sagte uns, dass wir zuerst die Zollbeamten anrufen sollten, denen unsere Liegeplatznummer nennen und, dass die Beamten dann direkt zum Boot kommen würden. Wir müssten uns erst am nächsten Tag im Yachthafenbüro anmelden (es war fast 17 Uhr). Etwa 10 Minuten später kamen 2 Beamten an und nachdem wir 37 Dollar bezahlt hatten (sie hatten kein Wechselgeld, aber sie wollten auch nicht, dass wir auf 40 Dollar aufrunden) und nur ein Formular ausfüllten, waren die Formalitäten erledigt. Da wir auch ein „Cruising Permit“ wollten, da wir nach den Bahamas in die USA segeln wollen, nahmen sie unsere Koordinaten auf versprochen uns, das „Cruising Permit“ an das Büro der Marina zu schicken.
Der Yachthafen ist entweder wenig vom Hurrikan betroffen worden oder schnell repariert worden, alles funktioniert und ist in gutem Zustand, nur das WIFI auf den Pontons fehlt (dafür gibt es eine gute schnelle Internetverbindung am Empfang der Marina). In der Marina Puerto del Rei gibt es hauptsächlich Motorboote, im Wasser oder im Freien, auf einer Art Bootsständer. Die Pontons sind riesig und ewig lang. Wenn man will, kann man mit dem UKW anrufen und jemand kommt uns mit einem Club-Car abholen, sodass man nicht laufen muss. Es gibt sogar ein Helikopter Landeplatz und ein Fitnessraum. Aber für uns besonders wichtig: die Sanitär sind neu und sauber (sogar klimatisiert) und es gibt warm Wasser zum Duschen. Der Preis ist auch korrekt für das Gebiet (1,25$/Fuß), Wasser und Strom werden separat abgerechnet, aber es ist möglich den Pauschal für Wasser nur für 1 Tag zu zahlen. Der große Nachteil ist, dass der Yachthafen ca. 8 km vom Zentrum von Fajardo entfernt ist und es keinen Bus gibt.
Da ich mich ein Stück Zahn brach und zum Zahnarzt gehen wollte, mieteten wir ein Auto für 1 Tag. Mein Zahn war schnell repariert und wir gingen dann zum Seven Seas Beach. Wir wollten auch ein Naturschutzgebiet besuchen, wo es einen fluoreszierenden Teich geben sollte, aber wir hätten den Tag vorher buchen sollen, was wir nicht getan hatten. Also gingen wir Pizza essen und einkaufen. Die Geschäfte in Puerto Rico sind eine Mischung aus amerikanischen Marken (Walmart, Mc Donald, Pizza Hut, Wendy, Sizzler etc.) und spanischen Marken (Pharmacia, eine große Drogerie). Zusätzlich zum frischen Obst und Gemüse brauchten wir eine Steckdose, die mit dem amerikanischen System kompatibel ist. Wir haben schon viele Steckdosen, aber eine solche fehlte uns noch. Und da unser „Cruising Permit“ für ein schwedisches und nicht für ein Schweizer Boot ausgestellt wurde, mussten wir sie neu machen lassen. Die Angestellten am Empfang der Marina haben rumtelephoniert um dies für uns zu erlegdigen so dass wir nicht im Zollbüro gehen müssten 🙂
Wir verbrachten die folgenden Tage damit, unsere Überfahrt auf die Bahamas vorzubereiten: vorkochen für den ersten Tage,Treibstoff und Wasser auftanken, Staubsaugen, Aktualisieren von Karten und Apps (z.B. für die Gezeiten), Wetter mit den verschiedenen Programmen vergleichen und die Route planen…. Wir wollen morgen abreisen (es soll heute Nacht noch Gewitter geben) und die Überfahrt sollte 6-7 Tage dauern. Dann planen wir, zwei Wochen auf den Bahamas zu bleiben. Mal sehen, ob wir dort eine Internetverbindung haben….