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Was sind CT-gesteuerte Infiltrationen?
Der Einsatz der Computertomographie (CT) bei Infiltrationen ermöglicht eine hohe Präzision und somit eine erhöhte Sicherheit bei jeder Behandlung. Die Computertomographie ist in der Lage, Nerven, Blutgefäße und anderes Körpergewebe exakt darzustellen. Auch die zur Therapie eingesetzten Instrumente sind im Bild genau zu erkennen und zu kontrollieren.
Epidurale und periradikuläre Therapien
Mit der CT-gesteuerten epiduralen und periradikulären Therapie kann man schmerzstillende Medikamente (Lokalanästhetika) und entzündungshemmende Substanzen (Kortikosteroide) durch eine dünne Nadel exakt an die z. B. durch einen Bandscheibenvorfall entzündlich veränderten Nervenwurzeln applizieren. Auch bei einer Einengung des Spinalkanales und bei engen Nervenwurzellöchern (Foraminalstenose) wird dieses Verfahren eingesetzt.
Die entsprechende Nervenwurzel kann durch die CT exakt lokalisiert werden. Die Injektion des Medikaments kann unter Sichtkontrolle an den gewünschten Wirkort erfolgen. Durch den direkten Kontakt des Medikamentes mit dem Nerven kommt es zu einer optimalen Wirkungsentfaltung an der gewünschten Lokalisation. Der Eingriff ist schmerzarm, dauert nur einige Minuten und kann eine dauerhafte Wirkung entfalten. Zur langfristigen Reduktion der Beschwerden sind manchmal mehrere Injektionen notwendig, die im Abstand von mindestens 3-4 Wochen durchgeführt werden können.
Facettenblockade (Infiltration der Zwischenwirbelgelenke)
Eine Variante dieser Behandlungsmethode ist die Facettenblockade. Spondylarthrosen, also degenerative knöcherne Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke, sind eine häufige Ursache von chronischen Schmerzen im Lendenwirbelbereich. Die Punktionsnadel für die Verabreichung der Wirksubstanzen liegt hier den Wirbelgelenken (Facettengelenken) an. Diese Methode kann auch mit einer epiduralen oder periradikulären Infiltration (s. o.) erfolgreich kombiniert werden. In einem hohen Prozentsatz kommt es zu einer wesentlichen und anhaltenden Besserung der Beschwerden, so dass krankengymnastische Therapieformen (Physiotherapie) wieder eingesetzt werden können.
Gelenkinjektion
Unter CT-Steuerung kann die Injektionsnadel sicher im Gelenkspalt (z. B. Hüft- oder Schultergelenk) platziert werden. Nach Kontrollaufnahmen zur Bestätigung der korrekten Lage der Nadel im Gelenk wird das Medikament, meist ein Kortikosteroid, direkt in den Gelenkraum verabreicht.