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Akkuyu-Bau geht weiter
Nachdem das türkische Militär Ende November 2015 ein russisches Kampfflugzeug über Syrien abgeschossen hatte, verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei, erklärte Lichatschow in einem Interview mit Russland 24. Im Juni 2016 habe der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan der russischen Regierung ein Entschuldigungsschreiben für den Vorfall übergeben und im Juli 2016 mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert, der danach die Normalisierung der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen mit der Türkei genehmigte, so Lichatschow weiter. Jetzt seien die Vorbereitungen zum Bau des ersten Kernkraftwerks am Standort Akkuyu in der südtürkischen Provinz Mersin an der Mittelmeerküste wieder aufgenommen worden. Die kommerzielle Inbetriebnahme sei für 2023 vorgesehen. Insgesamt sollen mit russischer Unterstützung vier WWER-1200-Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 4800 MW gebaut werden.
Die Türkei plant zwei weitere Kernkraftwerke. Erdogan genehmigte Anfang April 2015 ein zwischenstaatliches Abkommen zwischen der Türkei und Japan. Im Rahmen des Abkommens dürfte am Schwarzen Meer bei Sinop in der gleichnamigen Provinz rund 320 km nordöstlich von Ankara ein Kernkraftwerk mit vier fortgeschrittenen Druckwasserreaktoren des Typs Atmea1 entstehen. Ein drittes Kernkraftwerk bei Igneada nur gut 10 km von der Grenze zu Bulgarien an der Schwarzmeerküste soll die amerikanische Westinghouse Electric Company LLC gemeinsam mit der chinesischen State Nuclear Power Technology Corporation (SNPTC) bauen.