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In Spanien sollen Kurzstreckenflüge verboten werden, wenn eine Bahnalternative zur Verfügung steht, die weniger als zweieinhalb Stunden dauert. Welche Verbindungen davon betroffen sind, ist noch nicht klar. Voraussichtlich soll das Verbot für die Stecken von Madrid nach Alicante, Valencia und Barcelona gelten. Zwischen Madrid und Barcelona allein können so jährlich über 15’000 Flüge eingespart werden. Vom Verbot ausgenommen sollen Flüge mit internationaler Anbindung sein.
Spanien folgt mit diesen Massnahmen dem Beispiel von Frankreich, das als erstes Land weltweit bestimmte Kurzstreckenflüge verboten hat. Auch in Deutschland wird derzeit ein Verbot von Inlandflügen diskutiert.
Abgeschwächte Variante
Ursprünglich wollte die spanische Regierung alle Kurzstreckenflüge mit Bahnalternativen ersetzen, wenn letztere maximal vier Stunden dauern. Gemäss einem Bericht von Ecologistas en Acción wären damit elf Flugstecken durch Zugfahrten ersetzt worden. Dies hätte zu einer Einsparung von 300’000 Tonnen CO2-Emissionen geführt – einer Senkung der Treibhausgasemissionen um fast 10 Prozent der gesamten Emissionen in Spanien.
Wie viele Treibhausgase mit dem Verbot tatsächlich eingespart werden können, hängt von der genauen Umsetzung ab. Fakt ist: Jeder zurückgelegte Kilometer pro Person im Flugzeug verursacht im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln wie Zug und Auto deutlich mehr Treibhausgas-Emissionen und Stickstoffoxide.