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«Es macht für sie keinen Unterschied, wann wir die Briefe und Zeitungen einwerfen.» Die Post-Dienstleistungen müssten mit der Zeit gehen, sagte Cirillo in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem «Blick». «Wir müssen die Freiheit haben, uns an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten.»
Die Politik müsse der Post einen entsprechenden Rahmen mit einer solchen Entscheidungsfreiheit vorgeben. «Beispielsweise verlangen Bevölkerung und Firmen eine sichere und zuverlässige postalische Dienstleistung in digitaler Form, die genauso anerkannt wird wie ein eingeschriebener Brief», sagte Cirillo.
Ausmass des Stellenabbaus noch offen
Zu den Anfang Monat bekanntgewordenen rund 40-Millionen-Franken-Sparplänen der Post, infolge derer auch Stellen wegfallen werden, äusserte sich der Post-Chef nicht. «Es werden Stellen wegfallen, ja», sagte er zwar. Aber er spekuliere nicht über die Zahl. «Wenn die Teams ihre Arbeit gemacht haben und die Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden-Vertretungen abgeschlossen sind, kennen wir Anfang nächsten Jahres die Zahl.»
Bei der vor vier Jahren festgelegten Post-Strategie habe man noch nichts von der Corona-Pandemie und der Teuerung gewusst, so Cirillo. «Deshalb müssen wir rascher Effizienzmassnahmen umsetzen.»
Gewinn mehr als halbiert
Die Post will nicht nur bei den Personal-, sondern auch bei den Sachkosten ansetzen, etwa beim Aufwand für Systeme, wie sie Anfang September mitteilte. Die konkreten Massnahmen werden bis Ende Jahr erarbeitet. Sie sollen 2024 umgesetzt werden, so dass sie spätestens 2025 wirksam werden.
Der Gewinn der Post hatte sich im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zur Vorjahresperiode mehr als halbiert. Er belief sich noch auf 118 Millionen Franken - 141 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.
(sda)