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Agaven gehören zur Kultur der Völker Mittelamerikas. Schon die Azteken hatten viele Verwendungen für sie, etwa als Heilpflanze, aber auch zur Herstellung vergorener Getränke. Durch die Kolonialisierung der Spanier im 16. Jahrhundert kam die Brennkunst nach Mexico. Durch technologische Entwicklungen begann die Herstellung von «Mezcal», was in der einheimischen Nahuatl-Sprache «Agavenherz» bedeutet. Daraus entwickelte sich später das Herstellungsverfahren von Tequila. Tequila und Mezcal sind gesetzlich geregelte Begriffe und werden ausschliesslich in Mexico resp. regionsspezifisch hergestellt.
Mezcal muss aus 80% Agavenzucker hergestellt werden, wobei alle 200 Agavensorten verwendet werden können. Die Piñas für den Mezcal werden meist in traditionell gemauerten Öfen, sogenannten Hornos, gegart. Dies verleiht Mezcal seine typisch rauchige Note.
Mezcal gibt es in verschiedenen Klassen, die sich meist auf die Reifungszeit beziehen. Joven- oder Blanco-Mezcal wird nicht gereift und ist die bekannteste Sorte. Die rauchigen Aromen werden durch die kurze Lagerung im Stahltank am besten erhalten.