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Unsere Philosophie baut auf drei Kompetenzfeldern auf:
Nur das Zusammenwirken dieser drei Kompetenzkreise gestattet es, den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen.
Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung, die das zahntragende Gewebe der Zähne zerstört und unbehandelt zu Zahnverlust führt. Der Begriff Zahnhalteapparat („Parodont“) bezeichnet das gesamte Gewebe, das zur Verankerung der Zähne beiträgt, wozu das Zahnfleisch, der die Zähne umschliessende Kieferknochen (Alveolarknochen), die Wurzelhaut (parodontales Ligament) und das Zahnzement (spezielles Gewebe auf der Oberfläche der Zahnwurzel) gehören. Ungefähr drei von vier Menschen leiden irgendwann einmal in ihrem Leben an Parodontitis.
Zwischen 7% und 15% der Bevölkerung weisen eine schwere Form der Parodontitis auf. Bei der erwachsenen Bevölkerung sind schätzungsweise 70% der verlorenen Zähne auf eine Parodontitis zurückzuführen.
Eine Parodontitis beginnt mit einer oberflächlichen Entzündung des Zahnfleisches, die nach und nach in die tieferen Schichten des Zahnhalteapparates vordringt. Diese Entzündung verursacht einen fortschreitenden Abbau der Wurzelhaut sowie des Alveolarknochens. An deren Stelle ist die Bildung einer „Parodontaltasche“ zu beobachten, in der sich Bakterien ansammeln. Bleibt die Erkrankung unbemerkt, führt das Fortschreiten dieses Zerfalls zum Verlust der Kaufunktion und schliesslich des Zahnes.
Parodontitis wird durch Bakterien verursacht, die sich an den Zähnen ablagern und sich bei ungenügender Zahnhygiene rasch entwickeln. Es handelt sich um Zahnbelag, auch Plaque genannt. Die meisten Bakterien sind für einen gesunden Menschen vollkommen harmlos. Bakterienstämme können jedoch – selbst in geringen Mengen – schwere Infektionen verursachen. Sammelt sich Plaque über längere Zeit an, wird die Entzündung chronisch, was eine „klimatische“ Veränderung am Zahnfleischrand zur Folge hat.
Diese Veränderung kann die Entwicklung spezifischer Bakterien begünstigen. Die neue bakterielle Zusammensetzung kann zu heftigen Reaktionen des körpereigenen Abwehrsystems führen. Der Kampf zwischen dem Immunsystem und den Bakterien bringt dann verschiedene schädliche Substanzen hervor, die zum Abbau des parodontalen Gewebes beitragen. Das Ausmass der Immunantwort ist individuell unterschiedlich. Menschen mit einer ungenügenden Zahnhygiene entwickeln nicht zwangsläufig eine Parodontitis des gleichen Schweregrades.
Ein Implantat ist in den meisten Fällen eine Schraube aus Titan, die mittels eines chirurgischen Eingriffs in den Kieferknochen eingesetzt wird, wo sie die Wurzel des fehlenden Zahns ersetzt. Danach wird auf dem künstlichen Pfeiler ein Zahnersatz befestigt.
Gewöhnlich wird ein zahnloser Bereich mit einer Brücke (festsitzende Zahnprothese) oder mithilfe einer abnehmbaren Zahnprothese behandelt. Dabei wird nur der sichtbare Teil des Zahns (Krone) ersetzt. Die Implantologie besteht darin, die Wurzel des fehlenden Zahns durch ein Implantat zu ersetzen. Diese Schraube kann so als Verankerung für Kronen, Brücken oder als Pfeiler für eine abnehmbare Prothese dienen.
Fehlt nur ein einziger Zahn, ist es also möglich, das Beschleifen der Nachbarzähne zu vermeiden, was deren Langzeitprognose verbessert.
Eine Behandlung mit Implantaten kann langwieriger und kostspieliger sein als das Eingliedern von Kronen oder Brücken auf den eigenen Zähnen, insbesondere wenn vorbereitende Massnahmen (wie Knochenaufbau, Schleimhauttransplantationen usw.) erforderlich sind.
Der Einsatz von Implantaten bedeutet einen chirurgischen Eingriff, der stets mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen einhergeht. Zudem sind Implantate bei ungenügender Mundhygiene anfälliger für Infektionen als natürliche Zähne.
Schweizer Zahnärzte werden in Theorie und Praxis in Parodontologie ausgebildet und geprüft. Diese Grundausbildung gestattet ihnen jedoch nicht, eine schwere Parodontitis zu behandeln. Sie können ihre Grundausbildung durch Fortbildungskurse, die von den Universitäten, der Schweizerischen Gesellschaft für Parodontologie und anderen Institutionen angeboten werden, vertiefen. Die Behandlung schwerer Fällen und rasch fortschreitender Parodontitis erfordert Fachkenntnisse sowie eine Infrastruktur, die eine langfristige parodontale Versorgung gewährleisten. So kann der Hauszahnarzt seine Patienten an den Spezialisten überweisen.
Der Parodontologe ist ein in den Bereichen der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des zahntragenden Gewebes spezialisierter Zahnarzt. Er ist auch für die Planung, das Eingliedern und die Erhaltung von Zahnimplantaten geschult. In seiner Praxis behandelt er hauptsächlich Patienten, die an schwerer Parodontitis leiden, und fungiert als Berater für Allgemeinzahnärzte. Nach dem fünfjährigen Studium zum Zahnarzt absolviert der angehende Fachzahnarzt noch eine mindestens dreijährige Weiterbildung an der Universität. Zur Erhaltung des Facharzttitels SSP (CH) sind regelmässige Fortbildungen zu besuchen.
Die Dentalhygienikerin ist eine wichtige Mitarbeiterin des Zahnarztes bei der Prävention und Behandlung von Parodontitis. In einer dreijährigen, vom Schweizerischen Roten Kreuz kontrollierten und anerkannten Ausbildung erlernt die Dentalhygienikerin während ihrer Lehre die notwendigen Techniken für die Versorgung von Patienten, die an parodontalen Erkrankungen leiden.