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Last Call
Musical play in three acts by Michael Pelzel (*1978)
Libretto by Dominik Riedo
World première
Duration 1 H. 20 Min. Without interval.
The Studiobühne in the third underground floor of the Opera House can only be reached via 52 stair steps and is therefore not accessible for wheelchair users.
Composition commissioned by Opernhaus Zürich financed by the
With the kind support of the LANDIS & GYR STIFTUNG
June 2019
28Jun
19.00
Last Call
Musical play by Michael Pelzel, World premiere, Studiobühne
30Jun
19.00
Last Call
Musical play by Michael Pelzel, Studiobühne
July 2019
04Jul
19.00
Last Call
Musical play by Michael Pelzel, Studiobühne
06Jul
19.00
Last Call
Musical play by Michael Pelzel, Modern subscription, Studiobühne
Last Call
Abstract
Last Call
A time in the future. Mankind is threatened by media overkill. The communications media have gone off the rails. Like a tidal wave, they have taken on a life of their own and become an apocalyptic menace that can no longer be controlled. An overstretched “world government” decides to evacuate the planet; the Earth should be left to its own devices until it has regenerated itself. Before departure, there is hectic activity at the space station: memories of things left behind on Earth, slogans for the future, fears and yearnings are posted. Yet only a degenerate form of communication is possible.
The space ship that is supposed to bring people to the planet Elpisonia takes off. Everyone abandons Earth. However, a man and a woman are accidentally left behind. They are the last humans on Earth. When they realise their situation, they are initially panic-stricken and overwrought, but then come closer to one another and learn a new – or rather old, merely lost – form of communication: physical contact, silence, truly getting to know one another.
With the grotesquely exaggerated musical theatre project Last Call, we continue our series of operas commissioned from Swiss composers, which we launched last year with Xavier Dayer’s Der Traum von Dir (The Dream of You). Born in Rapperswil in 1978, Michael Pelzel is one of the most successful Swiss composers of his generation. After various awards, he won the sponsorship award of the Ernst von Siemens Music Foundation in 2017. Last Call, written in collaboration with the Lucerne author Dominik Riedo, is Michael Pelzel’s first musical theatre project.
Backstage
Annette Schönmüller, Ruben Drole and Musical director Jonathan Stockhammer about the work on «Last Call»
Michael Pelzel, Komposition
Michael Pelzel
Michael Pelzel wurde in Rapperswil geboren und absolvierte nach der Matura eine Berufsausbildung an den Musikhochschulen von Luzern, Basel, Stuttgart, Berlin und Karlsruhe. Er studierte Klavier (bei Ivan Klánsky), Orgel, Komposition (bei Dieter Ammann, Detlev Müller-Siemens, Georg-Friedrich Haas, Hanspeter Kyburz und Wolfgang Rihm) sowie Musiktheorie. Er besuchte verschiedene Kompositionsmeisterkurse, u.a. bei György Kurtàg und Helmut Lachenmann. Als Organist war er zu Gast in der Swiss Church in London und in den Kathedralen von San Francisco, Los Angeles, Sydney und Cape Town sowie beim Orgelfestival von Magadino. Seine Kompositionen werden von Klangkörpern wie dem Collegium Novum Zürich, dem ensemble zora, dem ENSEMBLE PHOENIX, dem ensemble alea III (Boston), dem klangforum wien, dem SWR Vokalensemble, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Basler Symphonieorchester interpretiert. Zudem waren seine Kompositionen bisher auf zahlreichen Festivals zu hören; beispielsweise am Wien Modern, dem Archipel in Genf, dem Lucerne Festival, in Tel Aviv, am Art on Main Festival in Johannesburg und dem Tremplin in Paris. Michael Pelzel ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, so gewann er u.a. 2012 den «UBS Förderpreis» und das «Werkjahr» der Stadt Zürich, 2015 den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart, 2017 den Komponisten Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2018 den «GEMA-Musikautorenpreis» in der Kategorie Solokonzert.
Jonathan Stockhammer, Musikalische Leitung
Jonathan Stockhammer
Jonathan Stockhammer stammt aus Los Angeles. Nach dem Studium in Komposition und Dirigieren in seiner Heimatstadt sowie einer Assistenz beim Chefdirigenten des Los Angeles Philharmonic Esa-Pekka Salonen zog er nach Deutschland um und begann mit Klangkörpern wie dem Ensemble Modern, dem Collegium Novum Zürich und dem Ensemble Resonanz zusammenzuarbeiten. Die Oper spielt eine zentrale Rolle in Jonathan Stockhammers Schaffen. Seit 1998 gastiert er regelmässig an der Opéra de Lyon, wo er u.a. Pascal Dusapins Faustus, The Last Night leitete. Er dirigierte Damon Albarns Monkey: Journey to the West, Sondheims A Little Night Music im Pariser Théâtre du Châtelet und Thomas Adès’ Powder Her Face an der New York City Opera. 2016 gab er sein Debüt an der Wiener Staatsoper mit einer Neuproduktion von Peter Eötvös’ Tri Sestri und hob bei den Schwetzinger Festspielen Georg Friedrich Haas’ Oper Koma aus der Taufe. 2017 debütierte er am Theater Basel mit Philip Glass’ Satyagraha und bei den Wiener Festwochen mit der Camerata Salzburg. Im symphonischen Bereich hat Jonathan Stockhammer zahlreiche renommierte Klangkörper geleitet, darunter das Oslo Philharmonic Orchestra, das NDR Sinfonieorchester Hamburg und das Sydney Symphony Orchestra, und war bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, Lucerne Festival, Donaueschinger Musiktagen, Biennale Venedig und Wien Modern zu Gast. Die CD Greggery Peccary & Other Persuasions mit Werken von Frank Zappa, gespielt vom Ensemble Modern, wurde mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet, die Liveaufnahme The New Crystal Silence mit Chick Corea, Gary Burton und dem Sydney Symphony Orchestra erhielt 2009 einen Grammy. Zu den Höhepunkten der Saison 2017/2018 gehören Jonathan Stockhammers Debüt an der Komischen Oper Berlin mit Philip Glass’ Satyagraha, Musiktheater-Produktionen am Theater Bern (Die Formel) und am Teatro Massimo in Palermo sowie sein Debütkonzert mit dem Mahler Chamber Orchestra.
Dominik Riedo, Libretto
Dominik Riedo
Dominik Riedo wurde in Luzern geboren. Er studierte zunächst Germanistik, Philosophie und Geschichte und arbeitet heute als Schriftsteller und Mitherausgeber von Aufklärung und Kritik, Zeitschrift für freies Denken und humanistische Philosophie in Bern. Er hat bisher 25 Bücher veröffentlicht und ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. So gewann er 2001 den ersten Preis beim Literaturwettbewerb des Theaters unterm Dach in Berlin, 2010 wurde er durch die UBS Kulturstiftung gefördert, von 2016-2018 war er Stipendiat der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur und gewann dasselbe Stipendium für 2018-2021 erneut. Von 2010-2012 war er Präsident des DeutschSchweizer PEN-Zentrums und ist seit 2012 Mitglied des deutschen PEN-Zentrums und von PEN International. Zu den zuletzt erschienen Büchern gehören u.a. Verstörende Geschichten. 52 Parabeln im Jahreszyklus (2018) beim Münster Verlag, Das ungezähmte Seepferd oder Vom Überhandnehmen des Erzählers (2016), Nur das Leben war dann anders. Nekrolog auf meinen pädophilen Vater (2015; Neuausgabe 2019), Die Schere im Kopf. Ein Lebensabriss (2014) beim Offizin Verlag und Spittelers Zeichen (2019) in der Edition Taberna Kritika. Last Call ist die zweite Zusammenarbeit mit Michael Pelzel; 2015 entstand das Chorwerk Hagzusa cum Galsterei, das im Februar 2019 am ECLAT Festival in Stuttgart uraufgeführt werden wird.
Chris Kondek, Inszenierung
Chris Kondek
Chris Kondek, geboren in Boston und aufgewachsen in New York, produziert seit 20 Jahren Videos für Theater und Performances. 1990 begann seine Arbeit mit The Wooster Group in New York. 1995 arbeitete er mit Laurie Anderson an ihrem Multimedia-Konzert The Nerve Bible und 1998 an ihrer Oper Songs and Stories from Moby Dick. 1999 zog er nach Berlin, wo er mit der Choreografin Meg Stuart zu arbeiten begann. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn auch mit dem Regisseur Stefan Pucher. Ausserdem gestaltet Chris Kondek Videos für Produktionen von Armin Petras, Sebastian Baumgarten, Hans-Werner Kroesinger, René Pollesch, Michael Nyman, Rimini Protokoll, Jossi Wieler und Falk Richter. In letzter Zeit erarbeitete er u.a. Videodesigns für Tannhäuser in Bayreuth, Schuld und Sühne am Schauspielhaus Zürich, Don Giovanni und Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny am Opernhaus Zürich, Ariodante am Theater Basel, Situation Rooms an der Ruhrtriennale und Elektra am Deutsche Theater Berlin. Seit 2004 entwickelt Chris Kondek eigene Theaterarbeiten, zumeist gemeinsam mit Christiane Kühl. Das erste Projekt, Dead Cat Bounce, wurde beim Festival Politik im Freien Theater 2005 vom Goethe-Institut und ZDF-theaterkanal ausgezeichnet. Es folgten u.a. Loan Shark am Hebbel am Ufer Berlin, Stuff am Theater Neumarkt in Zürich, Übermorgen ist zweifelhaft // 2012 an den Münchner Kammerspielen, Money: It Came From Outer Space am HAU, das ebenfalls vom Goethe-Institut ausgezeichnet wurde, sowie Anonymous P. (2014) in der Gessnerallee Zürich. 2012 erhielt Chris Kondek gemeinsam mit der Bühnenbildnerin Barbara Ehnes den Theaterpreis «Der Faust» für die Arbeit an Stefan Puchers Produktion Don Quixote am Thalia-Theater Hamburg.
Sonja Füsti, Bühne
Sonja Füsti
Sonja Füsti studierte Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und Medienkunst sowie Szenografie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Währenddessen arbeitete sie als künstlerische Mitarbeiterin von Christoph Schlingensief bei der Biennale di Venezia und am Burgtheater Wien. Nach Abschluss ihres Studiums mit der medialen Inszenierung Lenz-Oberlin (nach Georg Büchner) folgten Ausstattungsassistenzen an der Oper Göteborg, dem Schauspielhaus Bochum und den Münchner Kammerspielen. Dort assistierte sie u.a. Barbara Ehnes, Muriel Gerstner und Andrea Schraad. Neben freien Projekten entwarf sie die Kostüme für Invasion (Regie: Jorinde Dröse) und das Münchner Stadtprojekt Hauptschule der Freiheit (Regie: Christine Umpfenbach/Peter Kastenmüller). Mit Übermorgen ist zweifelhaft / 2012 an den Münchner Kammerspielen entwickelte sie die erste Ausstattung in Zusammenarbeit mit Chris Kondek. Seitdem entstanden mehrere gemeinsame Arbeiten am HAU Berlin, am Mounsonturm Frankfurt, bei den Zürcher Festspielen und den Wiener Festwochen, u.a. Money – it came from outerspace, das beim Festival Politik im Freien Theater mit dem Preis des Goethe-Instituts ausgezeichnet wurde. Am Opernhaus Zürich entwarf Sonja Füsti die Bühnenbilder für Zweimal Alexander (Bohuslav Martinů), für die Schweizer Erstaufführung von Oscar Strasnoys Fälle und setzte 2017 ihre Zusammenarbeit mit Jan Eßinger bei der Produktion von L’Heure espagnole / L’Enfant et les sortilèges fort. Sonja Füsti war 2009 und 2011 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude.
Julia von Leliwa, Kostüme
Julia von Leliwa
Julia von Leliwa, geboren in Hamburg, ist Modedesignerin und Kostümbildnerin. Sie arbeitete als Modedesignerin mit renommierten Designern wie Viktor&Rolf und für das Modehaus Balenciaga. 2009 nahm sie an Robert Wilsons Sommerprogramm am Watermill Center in New York teil und war seither bei zahlreichen seiner Produktionen wie The Life and Death of Marina Abramovic oder Grace for Grace beteiligt. Zuletzt entwarf sie die Kostüme für Wilsons Produktionen von Pushkin Fairy Tales am Theater der Nationen in Moskau 2015, Luther dancing with the gods mit dem Rundfunkchor Berlin 2017 und Le Trouvère für das Verdi Festival in Parma 2018 und das Teatro Comunale di Bologna 2019. Weitere Arbeiten als Kostümbildnerin entstanden für das Badische Staatstheater Karlsruhe (I Capuleti e i Montecchi), für das Radialsystem V in Berlin (Midnight) und für das Theaterhaus Stuttgart (Nackt). 2011/2012 war Julia von Leliwa Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart und anschliessend Kuratorin des Künstlerprogramms Hombroich. Auf Einladung des Böhmischen Dorfes - Gemeinnützige Gesellschaft für Literatur & Kunst in Hombroich entstand 2017 die Performance Ducks and Drakes (to play), eine Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen Elke Luyten, Kira Alker und dem Lyriker Oswald Egger. Für ihre Recherchen und Konzepte zu Künstlernetzwerken im Iran erhielt sie Förderungen des Goethe-Instituts und des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Julia von Leliwa lehrt Modedesign an der Hochschule Reutlingen und war Dozentin und Referentin an zahlreichen deutschen und internationalen Kunst- und Kulturinstitutionen.
Ruth Stofer, Videodesign
Ruth Stofer
Ruth Stofer studierte Kunst und Medien in Zürich und schloss 2010 ihr Studium mit einem Master of Arts in Fine Arts ab. Im selben Jahr assistierte sie dem Videokünstler Sebastian Pircher in der Inszenierung Tod eines Handlungsreisenden (Regie: Stefan Pucher) am Schauspielhaus Zürich. Anschliessend arbeitete sie als Videotechnikerin im Schauspielhaus Zürich und wirkte bei zahlreichen Theaterstücken mit. 2012 entwickelte sie das Videodesign für Ruedi Häusermanns Stück Vielzahl leiser Pfiffe. Neben ihrem Wirken am Theater verfolgte Ruth Stofer stets ihre eigene künstlerische Arbeit, oft zusammen mit ihrer Schwester Rebecca Stofer, als Künsterinnenduo stofer&stofer. So beteiligten sie sich an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland und gewannen Atelierstipendien in Paris und Chicago. 2017 erarbeitete sie mit stofer&stofer und Veronica Rodriguez die Multimedia-Performance Guts Reloaded und tourte damit in New York, Chicago und Detroit. Seit 2016 arbeitet sie eng mit dem Videokünstler Chris Kondek zusammen und entwickelte mit der Gruppe doublelucky productions Performances wie You Are Out There (2017) und The Hairs Of Your Head Are Numbered (2018), die national und international touren. 2016 arbeitete sie mit Kondek an Forza del Destino (Theater Basel) und 2017 bei Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Opernhaus Zürich), beides in der Regie von Sebastian Baumgarten, 2018 bei Am Königsweg am Schauspielhaus Zürich (Regie: Stefan Pucher) und Lazarus am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Regie: Falk Richter). Ihre letztes Videodesign gestaltete sie mit Kevin Graber 2019 für Die Grosse Gereiztheit am Schauspielhaus Zürich in der Inszenierung von Karin Henkel.
Christina Daletska, Tarantino Muff / Johnny
Christina Daletska
Christina Daletska ist eine der vielseitigsten jungen Sängerinnen ihrer Generation und zeichnet sich durch eine aussergewöhnliche Begeisterung für die Werke des 20. / 21. Jahrhunderts aus. 2013 debütierte sie mit dem Ensemble Intercontemporain unter Pierre Boulez mit Philippe Manourys Gesänge-Gedanken. Es folgten Nonos Prometeo (SWR Sinfonieorchester), Berios Folk Songs (Orchestre de Chambre de Lausanne) sowie Romitellis An Index of Metals (BIT20 Ensemble). 2017 sang sie die Uraufführung von Manourys Kein Licht bei der Ruhrtriennale, an der Opéra Comique Paris, bei Musica Strasbourg und am Grand Théâtre Luxembourg. 2018 gab sie ihr Debüt am Teatro La Fenice di Venezia als Queen Elisabeth in der italienischen Erstaufführung von Battistellis Richard III. Sie arbeitete u.a. mit dem Mahler Chamber Orchestra, Mozarteum Orchester Salzburg, Tonhalle-Orchester Zürich, Swedish Radio Symphony Orchestra sowie mit Daniel Harding, Ivor Bolton, Riccardo Muti, Thomas Hengelbrock, Ingo Metzmacher und Teodor Currentzis. Ihr Operndebüt gab sie mit 23 Jahren als Rosina Il barbiere di Siviglia am Teatro Real Madrid. Es folgten Partien wie Cherubino, Rosina & Lucilla in La scala di seta (Opernhaus Zürich), Zerlina (Opera de Lyon), Idamante (Baden-Baden) und Annio (Barbican). Sie stammt aus Lemberg (Ukraine), spricht sieben Sprachen und ist Botschafterin für Amnesty International Schweiz.
Annette Schönmüller, Sulamit Hahnemann
Annette Schönmüller
Annette Schönmüller wurde in München geboren. Vor ihrem Gesangsstudium bei Colleen Rae Holmes absolvierte sie an der Wiener Musikuniversität ihre Ausbildung in den Fächern Orgel, Dirigieren und Musikpädagogik. Mit der Partie der Geesche Gottfried in Adriana Hölszkys Bremer Freiheit am Berliner Konzerthaus, als Lilith in der Uraufführung der gleichnamigen Oper von Peter Eötvös beim Festival Wien Modern / Neue Oper Wien oder in der Monooper Das Medium von PM Davies am Theater an der Wien machte die Künstlerin in jüngster Vergangenheit auf sich aufmerksam. Sie sang zahlreiche internationale Ur- und Erstaufführungen und war als Solistin zuletzt u.a. an der Oper Frankfurt, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Staatstheater Darmstadt und dem Theater Freiburg, bei der Münchener und Salzburger Biennale, beim Carinthischen Sommer und bei den Wiener Festwochen zu Gast. Sie arbeitete mit Dirigenten/Regisseuren wie Markus Stenz, Johannes Kalitzke, Andreas Homoki, Johannes Harneit, Ludger Engels und Johannes Erath zusammen. Wichtige Rollen ihres Repertoires sind Marie (Wozzeck) und Gräfin Geschwitz (Lulu), Judit (Bartóks Herzog Blaubarts Burg) und Ottavia in Monteverdis L’incoronazione di Poppea. 2019 gab sie ihr Rollendebüt als Lisa in Mieczysław Weinbergs Die Passagierin, eine Produktion, die auf grosses Medienecho stiess. Am Opernhaus Zürich war sie zuletzt als Therese Schurz in Lunea zu erleben.
Ruben Drole, Urguru
Ruben Drole
Ruben Drole stammt aus Winterthur und studierte an der Musikhochschule Zürich bei Jane Thorner Mengedoht. 2004 wurde er ins Internationale Opernstudio und 2005 ins Ensemble des Opernhauses Zürich aufgenommen, wo er u.a. als Lucio Cinna (J.C. Bachs Lucio Silla), Haly (L’italiana in Algeri), Argante (Rinaldo), Wurm (Luisa Miller) und als Papageno in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten Zauberflöte zu erleben war. Als Papageno hat er 2015 auch sein Debüt an der Semperoper Dresden gegeben. Weitere Projekte mit Harnoncourt waren u.a. Kezal (Die verkaufte Braut) und Haydns Schöpfung bei der Styriarte Graz, Beethovens Christus am Ölberg in Wien und Luzern, eine Japan-Tournee (Mozarts Requiem und Händels Messiah) sowie Leporello (Don Giovanni) am Theater an der Wien. Im Zürcher Zyklus der Mozart/Da Ponte-Opern von Sven-Eric Bechtolf und Franz Welser-Möst wirkte er als Guglielmo (Così fan tutte), Figaro (Le nozze di Figaro) und Leporello (Don Giovanni) mit. Dieselben Partien interpretierte er unter Welser-Möst auch mit dem Cleveland Orchestra. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang er den Achilla (Giulio Cesare) und trat dort 2013 in Haydns Il ritorno di Tobia und in Walter Braunfels’ Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna auf. Auf dem Konzertpodium ist er u.a. unter Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt und Emmanuelle Haïm aufgetreten. In Zürich war er zuletzt u.a. als Figaro, Lord Rochefort (Anna Bolena), Papageno, Leporello, Guglielmo (Così fan tutte), Alaskawolfjoe (Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny), in Die Gezeichneten, als Peter in Hänsel und Gretel und als Biterolf in Tannhäuser zu sehen.
Alina Adamski, Trendy-Sandy-Mandy
Alina Adamski
Alina Adamski wurde in Leschnitz geboren und studierte an der Musikakademie Łódź. Sie war Mitglied der Opernakademie der Nationaloper Warschau. 2014 gewann sie den Wettbewerb «Bernsteinsaite» in Włocławek und 2015 den Kammermusik- sowie den Paderewski-Wettbewerb in Bydgoszcz. Ausserdem wurde sie mit dem NobleArt-Preis für den besten musikalischen Studienabschluss in Polen und dem Preis Primus in artibus für den besten Studienabschluss an der Musikakademie Łódź ausgezeichnet und erhielt 2016 beim Grand Prix de l’Opéra in Bukarest den Exzellenzpreis «Germania» und einen Vertrag am Teatro Real in Madrid. Am Opernhaus in Łódź debütierte sie 2013 als Rosina (Il barbiere di Siviglia) und sang im folgenden Jahr Arsena (Der Zigeunerbaron). Als Teilnehmerin des Young Singers Project sang sie bei den Salzburger Festspielen 2017 Frau Silberklang in Der Schauspieldirektor für Kinder. Seit 2017/18 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und war u.a. als Atala (Häuptling Abendwind), Sandrina (La finta giardiniera) und Amanda (Le Grand Macabre) zu hören.
Thomas Erlank, Harald Gottwitz
Thomas Erlank
Thomas Erlank stammt aus Südafrika. Er studierte Musik an der Universität von Stellenbosch (Südafrika) und Gesang am Royal College of Music in London bei Patricia Bardon. 2011 gab er sein Debüt als Solist in Steve van der Merwes Eleven – A Requiem for a Parent in der St. George’s Cathedral in Kapstadt. Zu seinem Repertoire gehören u.a. Rollen wie Aeneas (Dido und Aeneas), Dr. Blind (Die Fledermaus), Acis (Acis und Galatea) und Il Podesta (La finta giardiniera). Beim Händel Festival in London sang er Lurcanio in Händels Ariodante. 2015 wirkte er in David Morins Dokumentarfilm Finding Messiah mit. Mit Werken von Mozart, Haydn und Händel war er u.a. in St. Martin-in-the-Fields, in der Cadogan Hall, und beim Brighton Fringe Festival zu erleben. Seit Beginn der Saison 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios und sang hier den Tenorpart in der Ballettproduktion Winterreise von Christian Spuck, Brosa in Rigoletto, Ambrogio in der IOS-Produktion Il barbiere di Siviglia am Theater Winterthur sowie den Conferencier in der Uraufführung Last Call von Michael Pelzel.
Jungrae Noah Kim, Dr. Karitzoklex
Jungrae Noah Kim
Jungrae Noah Kim stammt aus Südkorea und studierte Gesang in seiner Heimatstadt Seoul am College of Music bei Kwang Chul Youn. 2015 war er Preisträger beim «Francisco Viñas» Wettbewerb in Spanien und Finalist beim «Neue Stimmen» Wettbewerb in Deutschland. Im Sommer 2016 debütierte er als Masetto in Don Giovanni bei den Bregenzer Festspielen sowie als Solist in Webbers Requiem. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios des Opernhauses Zürich und sang hier in Die Gezeichneten, Madame Butterfly, Rigoletto und in der IOS-Produktion von Il barbiere di Siviglia am Theater Winterthur.