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Das CISM Regionalturnier in der Thuner Guntelsey bot während drei Wettkampftagen hochstehende Wettkämpfe zwischen 12 Nationen. Mit der Norwegerin Jeanette Hegg Duestad reiste unter den fast 140 Athletinnen und Athleten auch die aktuelle Weltnummer eins ins Berner Oberland. Duestad wurde ihrer Favoritenrolle am Donnerstag dann auch gerecht und gewann in der Dreistellung unter schwierigen Wetterbedingungen mit 586 Zählern. Die Schweizerin Fränzi Stark verfehlte das Podest um einen Punkt denkbar knapp und wurde Vierte.
Gold für Adrian Schaub
Die Schweizer Kaderschützinnen und -schützen standen in der Guntelsey insgesamt sechsmal auf dem Podest. Im Medaillenspiegel belegen die Schweizer den vierten Rang, hinter Österreich (9), Norwegen (9) und Polen (12).
Besonders gut lief es am Mittwoch für Pistolenschütze Adrian Schaub im Wettkampf mit der Zentralfeuerpistole über 25m. Der Baselbieter gewann verdient die Goldmedaille mit 582 Ringen vor Oskar Miliwek (580) aus Polen und Tomas Tehan (579) aus Tschechien. Pech hatte Schaub dann am nächsten Tag im Schnellfeuerwettkampf: Der 25-Jährige gab den letzten Schuss in der ersten 6 Sekunden-Serie zu spät ab, was mit einer Null gewertet wurde und schliesslich den 13. Schlussrang bedeutete. Ohne diesen Fehler hätte es Schaub vermutlich problemlos auf das Podest geschafft.
Bei den Frauen holte Muriel Züger im Liegendwettkampf über 50m die Silbermedaille. Im Team schafften es am Tag zuvor gleich zwei Schweizer Teams aufs Podest: Petra Lustenberger, Anja Senti und Marta Szabo sicherten sich als Team SUI 3 die Silbermedaille. Fränzi Stark, Muriel Züger und Sarina Hitz folgten direkt dahinter auf dem dritten Rang.
Über 300m brillierte Pascal Bachmann auf dem dritten Platz mit dem Standardgewehr in der Dreistellung. Im Teamwettkampf holten die 300m-Spezialisten Sandro Greuter, Gilles Dufaux und Pascal Bachmann Silber.
«Inoffizielle Europameisterschaft»
Die militärischen Wettkämpfe werden in der breiten Öffentlichkeit jeweils kaum wahrgenommen. Für militarisierte Kaderschützen bieten die Anlässe wie das CISM Regionalturnier in Thun jedoch optimale Voraussetzungen, um sich mit anderen Nationen zu vergleichen und gleichzeitig Diensttage zu leisten. Das diesjährige Turnier ist zudem eine ideale Vorbereitung für die CISM Weltmeisterschaft, welche Ende September in Brasilien stattfindet.
«Mit 12 Nationen ist das CISM Regionalturnier beinahe eine inoffizielle Europameisterschaft», frohlockte Patrick Fluri, Chief of CISM Swiss Shooting, welcher den Anlass mit einer Mannschaft von rund 50 Personen aus Armee und Zivilschutz organisierte. Neben den sportlichen Schiesswettkämpfen wird bei CISM jeweils auch die Kameradschaft unter den verschiedenen Armeen gepflegt, «Friendship through sport» (Freundschaft durch Sport), ist denn auch der offizielle Leitspruch von CISM, dem weltweiten Militärsport-Verband. So wurde das Turnier am Donnerstagabend dann auch getreu dem Motto mit einem feierlichen Abendessen in der Panzerhalle der Dufourkaserne abgeschlossen.