Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03262.jsonl.gz/933

Rāhu । राहु
Om Bhūr Namo Bhagavate Varāhāya
औं भूर् नमो भगवत वराहाय
Charakteristik von Rāhu । राहु
Rahu und Ketu sind keine physischen Planeten, sie haben auch keine physische Masse, sondern sind sehr starke energetische Punkte am Himmel. Sie sind die Schnittpunkte zwischen der Bahn der Sonne und der Bahn des Mondes und verursachen die Sonnen- und Mondfinsternisse. Da sie als Chāyā | छाया (Schatten) Graha in der Lage sind, sowohl das Licht der Sonne, als auch das Licht des Mondes wegzunehmen, also sowohl das Bewusstsein und die Seele, als auch den Geist verdunkeln können, sind sie sehr wichtig auf der spirituellen Ebene. Sie verbinden uns mit den unbewussten Schattierungen, ungelösten Karmas und Konflikten aus unseren früheren Leben.
In der Mythologie werden sie durch eine Schlange dargestellt, die in zwei Teile geschnitten wurde: den Kopf (Rāhu) und den Schwanz (Ketu). Dieser innere Konflikt manifestiert sich als zwei antagonistische, gegensätzliche Kräfte im Unterbewusstsein, die Konflikte, Dualitäten, Ängste, zwanghafte Wünsche, Ablehnung oder Phobien und karmische Situationen erzeugen, die uns dazu bringen, uns ihnen zu stellen und sie zu verarbeiten. Wenn wir diese beiden antagonistischen Kräfte verstehen und miteinander verbinden können, erwacht die "Kundalini" - die innere spirituelle Kraft und Stärke - und führt zu innerer Heilung, Seelenfrieden und spiritueller Erleuchtung. Daher können Rahu und Ketu die Ursache für grosse Konflikte, Unzufriedenheit und Krankheiten sein, aber wenn wir sie verstehen und spirituell verarbeiten, können wir sie verbinden und in eine große spirituelle Kraft verwandeln.
Rāhu steht im Zusammenhang mit unseren unbewussten Wünschen, Unzufriedenheiten, Ängsten, Besessenheiten, Ambitionen und ungelösten Problemen aus früheren Leben, die nun in diesem Leben erfahren werden müssen. Die Häuser und Zeichen, in denen sich Rahu befindet, weisen auf Bereiche hin, in denen geistige Unruhe, Überempfindlichkeit, ein starkes Verlangen, diesen Bereich zu erleben, aber auch Ängste davor mit ihm herrschen. Rāhu neigt dazu, sehr starke, aber unbewusste Wünsche zu erzeugen, ohne dass man deren Ursachen wirklich verstehen könnte, was zu zwanghaftem Verhalten, Süchten, Phantasien, unrealistischen Vorstellungen oder Suggestionen führen kann. Rahu steht für das Unkonventionelle, Illegale, Dunkle, aber trotzdem begehrenswerte; auch für Fremde, Menschen ausserhalb des sozialen Systems und seiner Normen oder über "Ausgestossene". Rāhu kann auch in eine spirituelle Energie, in Wissen über die okkulte Seite des Geistes oder in Wissen über Psychologie umgewandelt und sublimiert werden. Das Verstehen und die Kontrolle dieser Energie führt zu esoterischem Wissen und zur Erweckung der Kundalini-Kraft.
Rāhu als Ātmakāraka
Wenn Rāhu zum Ātmakāraka wird, dann deutet dies darauf hin, dass dieser Mensch vielleicht oft betrügt, oder sich der Situationen, in die sie sich verstrickt, nicht bewusst ist. Das bedeutet, dass diese Person in diesem Leben darin üben sollte gut zu differenzieren und sich von Täuschungen fernzuhalten. Sie sollten klar und transparent in Ihren Absichten sein.