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Inhalt:
B'Elanna bricht überstürzt ein klingonisches Kampfsportprogramm ab und gerät deswegen mit Tom in Streit, als plötzlich der Nyrianer Jarlath vor ihnen materialisiert. Jarlath meint, er wohne auf Nyria Drei und gibt vor, nicht zu wissen, warum er plötzlich auf die Voyager gebeamt wurde. Dafür ist Kes verschwunden, und zwar zur gleichen Zeit, als Jarlath erschienen war. Kurz darauf verschwindet auch Harry, während ein weiterer Nyrianer auf die Voyager gebeamt wird. Man kann diesen Austausch nicht aufhalten, auch das Verstärken der Schilde nützt nichts. Alle neun Minuten wird ein Crewmitglied durch einen Nyrianer ersetzt. Janeway glaubt jedoch nicht, daß die Nyrianer ahnungslos sind.
Torres erfährt von dem Nyrianer Rislan Hinweise auf Gravitationenwerte, die B'Elanna zu der Ansicht führen, daß die Voyager vielleicht ein Wurmloch durchquert hat. Doch als B'Elanna zu zweifeln beginnt, ob es dieses Wurmloch wirklich gibt, greift Rislan sie an und sorgt dafür, daß B'Elanna als nächste verschwindet.
Auf der Voyager sind die Nayrianer aus dem Frachtraum entkommen. Chakotay erkennt, daß diese nun versuchen, das Schiff zu übernehmen. Bevor auch Chakotay transportiert wird, beschädigt er so viele Computerzugänge wie möglich. Im letzten Moment kann er noch den Doktor in den Emitter laden, den er mitnimmt.
Die Voyagercrew befindet sich in einem nyrianischen Lager. Es erscheint die Nyrianerin Taleen. Sie meint, die Voyager sei auf humane Weise geentert worden. Das Lager sei sehr komfortabel und an die Bedürfnisse der Föderationsmitglieder angepaßt.
Der Gefangene Jarlath nimmt mit der Crew Kontakt auf. Die Umgebungen sind virtuell, und er hat einen Weg gefunden, in das Lager der Voyagercrew zu wechseln. Der Doktor findet, nachdem B'Elanna seine optischen Systeme angepaßt hat, ein weiteres Portal. Es führt in das Innere eines Schiffes, das mit mehreren Holodecks ausgestattet ist. Janeway findet mit Tuvok den Translokator, mit dem der Austausch auf der Voyager durchgeführt wurde und der eine Reichweite von über zehn Lichtjahre hat. Als Tom und B'Elanna von Nyrianern verfolgt werden, verstecken sie sich in einer Umgebung der Argala mit arktischer Atmosphäre.
Janeway erhält Kontrolle über das Translokationssystem und beamt einige der kälteempflindlichen Nyrianer in die antarktische Biosphäre. Die Nyrianer ergeben sich, während Janeway die Rückkehr der Gefangenen in die Wege leitet.
Kritik:
"Displaced" ist eine vergnügliche Episode, die auf einer originellen Idee basiert, den Zuschauer über die wahren Motive der Nyrianer lange Zeit im Ungewissen läßt und mit viel Humor und Action für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Es ist interessant, ein Volk zu zeigen, das glaubt, einen humanen Weg gefunden zu haben, um Schiffe zu entern. Wegen dieser unblutigen Methode sind sie zugleich überzeugt, ihre Taten moralisch rechtfertigen zu können. Sie halten sich für kultiviert, weil sie ihre Gefangenen gut behandeln und in einen goldenen Käfig sperren. Eine interessante Parabel auf den Umstand, daß jede Kriegspartei ihre unmoralischen Handlungen irgendwie rechtfertigen muß, damit keine hinderlichen Skrupel auftreten. Diesen Weg haben die Nyrianer gefunden, indem sie die Völker auf "sanfte" Weise erobern und sie dann in der Gefangenschaft gut behandeln. Zugleich zeigt diese Episode den Charakterzug der Föderationsmitglieder, sich niemals mit einer Scheinrealität abfinden zu können, sei sie auch noch so idyllisch.
Erfreulicherweise wurde die Paris/B'Elanna-Geschichte fortgeführt. B'Elanna löst die Wette ein, die sie in "Distant Origin" (dt.: Herkunft aus der Ferne) verloren hatte, was erneut zu einem Streit zwischen ihr und Tom Paris führt. Es sollte gewiß nicht die letzte Auseinandersetzung zwischen den beiden gewesen sein.
Obwohl es sich bei "Displaced" um eine eher durchschnittliche Episode handelt, beeindruckt der Aufwand, der betrieben wurde und der, auch wenn er bei "Star Trek - Voyager" nichts Ungewöhnliches ist, dennoch nicht übersehen werden sollte. Als neue Kulissen gab es das Innere des Habitat-Schiffes und das virtuelle Lager, in welchem sich die Crew befand. Beides waren eindrucksvoll große und detaillierte Szenerien, die offenbar mit viel Liebe zum Detail entworfen wurden. Für die arktische Umgebung reichten dann aber wohl weder Zeit noch Geld, so daß dieses Bühnenbild nicht so recht überzeugte.
Deborah Levin, die in einem kurzen Auftritt als Ensign Lang zu sehen war, hatte bereits in der Episode "Blood Fever" (dt.: Ponn Farr) mitgewirkt.
Mark L. Taylor spielte in der TNG-Episode "Ensigns Of Command" (dt.: Die Macht der Paragraphen) den Kolonisten Haritath. James Noah hatte in der DS9-Episode "Rejoined" (dt.: Wieder vereint) Dr. Hunner Pren verkörpert. Nancy Youngblut war später in der DS9-Episode "Once More Unto the Breach" (siebte Staffel) als Klingonin Kolana zu sehen.