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Als Methode für den Vergleich der Positionen der Wirtschaftsverbände, der Kandidierenden und der Parteien wurde die Online-Wahlhilfe smartvote gewählt. Vor den Sommerferien wurden alle Kandidatinnen und Kandidaten aufgefordert, bis spätestens Mitte August die 75 Fragen des Online-Fragebogens zu beantworten. Gleichzeitig füllten 51 Vorstandsmitglieder der Solothurner Handelskammer und des Kantonal-Solothurnischen Gewerbeverbandes den Fragebogen aus.
Nach Ablauf der Frist haben 77 Prozent der Nationalratskandidaten und alle Ständeratskandidaten den Fragebogen ausgefüllt. Für den Vergleich mit den Nationalratskandidaten wurde eine Rangliste erstellt. Die Berechnungsmethode (euklidische Distanz) führt dazu, dass die Werte relativ rasch auf eine Übereinstimmung von 60 bis 70 Prozent sinken, auch wenn bei vielen Fragen die Differenzen nicht gross sind. Eine Übereinstimmung von 90 Prozent und mehr erreicht man nur, wenn über die 75 Fragen einzig einige wenige Abweichungen bestehen.
Für den Vergleich zwischen den Parteien und den Ständeratskandidaten mit der Wirtschaft wurden sogenannte smartspider erstellt. Diese visualisieren die Positionierung von Gruppen und Personen mittels Darstellung von verschiedenen politischen Dimensionen auf einem Fadenkreuz. Bei den Parteien wurden die Parteien, die zusammen eine Listenverbindung eingehen, auf einer Grafik zusammengefasst. Für die Ständeratskandidaten wurde je ein smartspider produziert.
Die Online-Wahlhilfe smartvote
Mit smartvote ermitteln Wählerinnen und Wähler mit Fragen zu verschiedenen Themen ihre politischen Werte. Anschliessend können diese mit denjenigen von Parteien und Politikern verglichen werden. Smartvote wurde anlässlich der Schweizer Parlamentswahlen 2003 erstmals als Hilfe bei der Entscheidungsfindung angeboten und sogleich von einem breiten Publikum genutzt.
Rund jede fünfte Wählerin beziehungsweise jeder fünfte Wähler benutzt smartvote und etwa 85 Prozent der Kandidierenden besitzen ein smartvote-Profil (National- und Ständeratswahlen 2015). Bei den Nationalrats- und Ständeratswahlen 2015 wurden über 1,3 Millionen Wahempfehlungen ausgestellt.