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Die Kiwi (Actinidia) stammt ursprünglich aus China, ihren Namen erhielt die Frucht aber in Neuseeland, in Anlehnung an den Kiwi-Vogel. In der Schweiz werden häufig die grossfruchtige, behaarte Kiwi (Actinidia deliciosa/chinensis)und die kleinere, haarlose Kiwi (Actinidia arguta) verwendet. Letztere ist absolut winterhart und falls einige Pflanzentriebe während einem strengen Winter dennoch erfrieren sollten, sind die neuen Austriebe sortenecht und tragen wie gewohnt Früchte. Kiwis sind wurzelechte Pflanzen, was bedeutet, dass die Wurzel und der oberirdische Teil genetisch identisch sind.
Ein- und Zweihäusige Pflanzen
Bei der Auswahl einer Kiwi-Pflanze muss beachtet werden, dass es ein und zweihäusige Sorten gibt. Die einhäusigen Sorten können sich selbst befruchten. Bei den zweihäusigen Sorten braucht es eine weibliche und eine männliche Pflanze. Kleiner Tipp: die männliche Sorte Actinidia deliciosa ‘Matua’, kann Actinidia deliciosa, chinensis und arguta befruchten.
Die Kiwi ist eine sommergrüne Schlingpflanze und kann einen Jahreszuwachs von zwei Metern erreichen. Die grossfruchtigen Sorten tragen ein handgrosses, rundes Blatt, welches an der Unterseite leicht behaart ist. Sie eignen sich hervorragend für die Begrünung einer Pergola. Dass Tolle bei einer männlichen Kiwi über einem Sitzplatz ist das Summen der zahlreichen Bienen im Frühjahr, welche die tiefhängenden Blüten besuchen.
Die kleinen, unbehaarten Kiwisorten besitzen kleine, längliche Blätter und wachsen etwas schwächer. Ihre Früchte sind ab Mitte September reif und können direkt vernascht werden. Die grösseren, behaarten Früchte brauchen nach der Ernte im November etwas Zeit im Keller, um nachzureifen. Kiwis können zu Äpfeln gelegt werden, so reifen sie etwas schneller nach.
Pflege
Die Kiwi benötigt einen Hauptschnitt im Winter und unter Umständen auch einen im Sommer. So wie es bei Reben gemacht wird. Der Winterschnitt erfolgt je nach Lage zwischen Januar und März. An milden Standorten sollte der Schnitt im Januar vollzogen werden, da der Saftdruck mit zunehmender Temperatur steigt. Im Winter wird radikaler geschnitten, dabei werden das Totholz und Wasserschosse entfernt und die Triebe auf zirka vier Augen (Knospen) gekürzt. Zudem werden Triebe, welche für die gewünschte Wuchsform (zum Beispiel Spalier) benötigt werden, eingekürzt und befestigt. Der Sommerschnitt erfolgt direkt nach der Blüte. Die langen Triebe werden auf etwa acht Blätter eingekürzt. Damit wird die Energie in die Fruchtbildung geleitet und die Sonne kommt an die Früchte heran.
Grüne Tipps für den Nutzund Ziergarten
• Winterschnitt an Gehölzen anfangen, besonders bei solchen mit hohem Saftdruck wie Rebe oder Kiwi.
• Alle Bindestellen an Pflanzen erneuern. Darin überwintern häufig Schädlinge und Pilze.
• Im Winter sollten immergrüne Gehölze an frostfreien Tagen gewässert werden.
• Winterquartier mit Kübelpflanzen lüften und je nach Bedarf giessen.