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Basel, 1669
Nussbaum gedrechselt, geschnitzt
(wohl nachträglich geschwärzt)
H. des grösseren Gefässes 11 cm, Dm. oben 9,5 cm
H. des kleineren Gefässes 8,5 cm, Dm. oben 8,3 cm
Inv. I877.23.a.b.
Die beiden becherförmigen Hohlmasse dienten zum Ausmessen von Korn, Mehl oder Trockenfrüchten. Als die Gefässe gefechtet (geeicht) wurden, schnitzte man den Baselstab und die Jahrzahl 1669 auf die Wandung, um kenntlich zu machen, dass es sich um gesetzlich geprüfte Massgefässe handle. In Basel wurden die meisten Hohlmasse von der Gartnernzunft (Lebensmittelkleinhändler) geeicht. Eine Notiz in den Zunftakten von 1527 gibt Auskunft, wie die Eichung vorgenommen wurde: "Wan man gewicht und geschirr uf die zunft treit, so sollen die meister ein klein buchenzüberli mit wasser in der grossen stuben haben und dorbei der zunft wog und gewicht mit sampt den eimern und allem, so darzu gehört, und also alt und neuw geschir fechten." Das grössere Gefäss fasst 0,54 Liter, das kleinere 0,27 Liter. Diese Masseinheiten nannte man in Basel Mässlein bzw. halbes Mässlein (Gäzlein- Das Fassungsvermögen des Gäzleins ist nicht bekannt; es wird auf 0,25 Liter geschätzt). Wie die Inschrift beim Baselstab vermerkt "Nota ist abzustreichen", galten die Masse nicht gehäuft, sondern gestrichen.