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Saures chromsaures Kali (dichromsaures Kali, rotes chromsaures Kali, Kaliumdichromat, rotes Chromsalz) K2Cr2O7 bildet
den Ausgangspunkt für die Darstellung der zahlreichen Chrompräparate und wird aus Chromeisenstein (Eisenoxydul mit Chromoxyd)
dargestellt. Man röstet das geglühte, gepochte und gemahlene Erz (welches 30-65 Proz. Chromoxyd enthält)
mit möglichst reinem gebrannten Kalk und kohlensaurem Kali unter beständigem Umrühren im Flammofen, wobei neutrales chromsaures
Kali und chromsaurer Kalk entstehen, und laugt die geröstete Masse systematisch mit einer Lösung von schwefelsaurem Kali aus,
um den chromsauren Kalk in chromsaures Kali zu verwandeln.
Die erhaltene Lauge wird mit Schwefelsäure versetzt, worauf saures chromsaures Kali herauskristallisiert, während die Mutterlauge
schwefelsaures Kali enthält und wieder zum Ausziehen von Röstgut benutzt werden kann. Das saure chromsaure Kali bildet morgenrote,
wasserfreie, luftbeständige Kristalle,
[* 4] schmeckt kühlend bitterlich, herb metallisch, ist sehr giftig, wirkt ätzend, löst
sich nicht in Alkohol, während 100 Teile Wasser lösen bei
Chromsaures Ammoniak (Ammoniumchromat) (NH4)2CrO4 ^[(NH4)2CrO4] kristallisiert aus mit Ammoniak übersättigter
Chromsäurelösung in gelben, luftbeständigen, leicht löslichen Kristallen und gibt mit Chromsäure saures chromsaures (dichromsaures)
Ammoniak (Ammoniumdichromat) (NH4)2Cr2O7 ^[(NH4)2Cr2O7], welches große, rote. Kristalle bildet, sich
dreimal so leicht wie das Kalisalz löst, beim Erhitzen Chromoxyd hinterläßt und zur Darstellung dieses
letztern und des Ammoniakchromalauns dient.
Chromsaures Quecksilberoxydul (Merkurochromat) Hg2CrO4 wird aus salpetersaurem
Quecksilberoxydul durch chromsaures Kali ziegelrot gefällt und gibt beim Erhitzen höchst zartes Chromoxyd. Saures chromsaures
oder dichromsaures Silberoxyd (Silberdichromat) Ag2Cr2O7 ^[Ag2Cr7O4] wird aus salpetersaurem Silber durch
dichromsaures Kali gefällt, ist purpurrot, in Wasser unlöslich, dient als sehr schöne, aber teure Malerfarbe.
Chromsaures Zinkoxyd (Zinkchromat) ZnCrO4 wird aus Zinksalzlösungen durch gelbes chromsaures
Kali abgeschieden und bildet ein unlösliches gelbes Pulver, welches bei längerm Stehen in der Flüssigkeit pomeranzengelb
wird. Dies Präparat erhält man auch beim Behandeln von frisch gefälltem Zinkhydroxyd mit überschüssiger Lösung von rotem
chromsauren Kali. Es wird im großen dargestellt, indem man Zinkweiß mit Ätznatronlauge kocht, dann mit
Zinkvitriollösung neutralisiert und überschüssiges rotes chromsaures Kali hinzufügt. Es kommt als Zinkgelb in den Handel.
Wird Zinkweiß mit Salzsäure übergossen, bis es sich fast vollständig gelöst hat, dann mit Chlorcalcium und gelbem chromsauren
Kali versetzt, so erhält man das gelbe Ultramarin. Dies ist eine Verbindung von chromsaurem Zinkoxyd mit chromsaurem
Kalk, das Zinkgelb dagegen eine Verbindung des Zinksalzes mit chromsaurem Kali.