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Dank einer neu entwickelten Messmethode können elektromagnetische Felder von Energiesparlampen erstmals genau bestimmt und die durch sie erzeugten Stromflüsse im menschlichen Körper präzise abgeschätzt werden. Diese neue Messmethode wurde in einer im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit und des Bundesamts für Energie durchgeführten Studie angewendet. In der Studie wurden die elektromagnetischen Felder von LED-Lampen und klassischen Glühlampen ermittelt. Im Vergleich zu den Energiesparlampen erzeugen sie generell nur sehr schwache elektromagnetische Felder.
Bei allen in der Studie getesteten Sparlampen liegen die Werte bei einem Abstand von 30 Zentimetern zwischen Energiesparlampe und Körper weit unter den Grenzwerten der International Commission for Nonionizing Radiation Protection (ICNIRP): Alle Lampen erreichten weniger als 10% des Grenzwerts. Wird der Abstand kleiner, steigen die Werte jedoch stark und teilweise über die Grenzwerte hinaus angewendet. Aufgrund der Studienresultate kann davon ausgegangen werden, dass die elektromagnetischen Felder von Energiesparlampen – bei Einhaltung eines Mindestabstands von 30 Zentimetern – keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Im Sinne einer persönlichen Vorsorge und weil die Langzeitauswirkungen noch ungenügend erforscht sind, empfehlen die Bundesämter, diesen Mindestabstand zu Sparlampen einzuhalten, insbesondere wenn die Lampe über längere Zeit in Betrieb ist, wie zum Beispiel eine Schreibtischlampe oder eine Nachttischlampe zum Lesen.
Im März 2008 hatte der Bundesrat Vorschriften zum Energieverbrauch von Haushaltlampen beschlossen und per 1. Januar 2009 in Kraft gesetzt. Seither dürfen in der Schweiz nur noch Lampen verkauft werden, die mindestens der Energieeffizienzklasse E entsprechen. Ende Juni 2009 hat der Bundesrat diese Vorschriften an die im März 2009 vom EU-Parlament beschlossene Regelung angepasst. Die Anpassung tritt per 1. September 2010 in Kraft. Wie in der EU sieht sie eine stufenweise Verschärfung der Effizienzanforderungen vor, die dazu führt, dass die herkömmlichen Glühbirnen ab Ende August 2012 vollständig vom Markt verschwinden.
Zu den herkömmlichen Glühbirnen, bei denen mehr als 95% des Stroms in Form von Wärme verpufft, existieren diverse Alternativen: Energiesparlampen (vorwiegend Energieeffizienzklasse A) verbrauchen gegenüber konventionellen Glühlampen ca. 80% weniger Strom. Halogenlampen (Energieeffizienzklasse B bis D) sparen gegenüber den klassischen Glühbirnen immerhin 30-50% Strom ein. Und immer mehr drängen auch LED-Lampen auf den Markt, deren Effizienz sich mehr und mehr den Stromsparlampen annähert.