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Der Begriff "Strich" bezieht sich auf die strukturierte Seite von Florgeweben, wie etwa Samt und Cord. Dazu gehören ebenfalls Soffe mit Schlingenoberflächen wie Frottee. Stoffe mit einem Strich reflektieren das Licht je nach der Strichrichtung unterschiedlich. Sie müssen deshalb beim Zuschneiden von Kleidungsstücken und Projekten darauf achten, dass alle Strichlinien in die gleiche Richtung verlaufen.
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie solche Stoffe mit einem Muster besticken. Stoffe mit Strich passen manchmal nicht in den Rahmen, da sie zu dick sind. Der Rahmen kann auch Vertiefungen auf dem Stoff hinterlassen. Diese sind manchmal nur vorübergehend sichtbar und verschwinden mit der Zeit oder können von der Rückseite des Stoffs aus mit Dampf behandelt werden. Viele Stoffe mit Strich sind aber recht formbeständig und können ohne Rahmen bestickt werden, wenn nötig. Spannen Sie eine Lage Verstärkungsvlies zum Abschneiden ein, besprühen sie es mit Sprühkleber, legen Sie den Stoff mit der Vorderseite nach oben auf das Viles und streichen Sie ihn glatt.
Legen Sie ein wasserlösliches Verstärkungsmaterial oder Auflagemittel wie Aquafilm auf die Oberfläche des Stoffs, um zu verhindern, dass die Stiche zu tief in den Flor einsinken. Dadurch wird die Qualität der Stickarbeit gewahrt. Heften Sie den Aquafilm ausserhalb der Musterfläche an oder halten Sie ihn fest, bis er durch die ersten Nahtstiche am Stoff befestigt ist.
Entfernen Sie das Auflagemittel mit Wasser. Wenn der Stoff nicht nass werden sollte, wie zum Beispiel im Fall von Samt, ziehen Sie den Aquafilm vorsichtig von dern Stichen ab und lösen dann das verbleibende Stabilisierungsmaterial mit feuchten Wattestäbchen ab.