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Die Mission «WM-Titel» wird für Edoardo Mortara noch ein hartes Stück Arbeit. Beim Doubleheader der Formel E in New York hätte der Genfer als Zweiter richtig punkten können, doch dann wurde das Rennen anders gewertet…
New York ist und bleibt kein gutes Pflaster für Edoardo Mortara. Der Genfer hat sein Punktekonto im «Big Apple» mit den Rängen 9 und 10 nur minimal aufgestockt. Immerhin: Er fuhr in beiden Rennen die schnellste Rennrunde, was je einen Zusatzpunkt gibt. Und er hat zuvor noch nie in New York in den Top 10 gestanden. So gesehen ist Mortara besser weggekommen als in den Jahren zuvor.
Trotzdem: Es hätten deutlich mehr Punkte sein können. Vor allem im ersten Rennen. Da sorgte ein Wolkenbruch für Chaos auf der Strecke. Gleich reihenweise flogen die Fahrer wegen Aquaplaning in die Abschrankung (darunter auch Sébastien Buemi). Auch Mortara crashte und verlor seinen Frontflügel. Doch er konnte sein Auto zurück auf Kurs bringen und lag so plötzlich hinter Robin Frijns an zweiter Stelle. Doch die Freude darüber währte nicht lange. Der Abbruch des Rennes kurz vor Schluss bedeutete, dass das Rennen zwei Runden vor dem Massencrash gewertet wurde. Und da lag Mortara noch an neunter Stelle. Statt 18 Punkte gab es für Mortara nur zwei (plus den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde).
Im zweiten Rennen startete Mortara (ohne Zeit) aus der letzten Startreihe, weil es im Qualifying ein Problem mit seinem Brake-by-Wire-System gab. Im Rennen kämpfte er sich auf Rang 10 vor. Weil der Belgier Stoffel Vandoorne Zweiter wurde, ist Mortara die WM-Führung los. Der Rückstand beträgt elf Punkte. Um das Ruder nochmals herumzureissen, hat der bisher dreifache Saisonsieger Mortara noch zwei Doppelveranstaltungen vor sich. Am 30./31. Juli in London und am 13./14. August in Seoul.
Während Mortara durch die Abbruchregel Platz 2 verlor, profitierte sein Schweizer Landsmann Sébastien Buemi. Platz 5 war für den Mann aus Aigle das bisher beste Saisonergebnis. Über Platz 14 in der Meisterschaft kann sich der Rekordsieger in der Formel E aber dennoch nicht freuen.