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Hygiene
Mundgeruch nachhaltig bekämpfen
Welche Ursachen hat Mundgeruch?
Der unangenehme Geruch ist sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Mitmenschen eine Belastung. Regelmässiges Zähneputzen schafft nur in begrenztem Umfang Abhilfe, denn dem schlechten Atem liegen oftmals tieferliegende Probleme zugrunde.
Fachleute unterscheiden zwischen physiologischem und pathologischem Mundgeruch. Ersterer tritt vorübergehend nach dem Genuss von bestimmten Lebensmitteln wie Zwiebeln und Knoblauch, nach dem Rauchen von Tabakerzeugnissen oder am Morgen nach dem Aufstehen auf. Zweiterer ist eine chronische Form des Mundgeruchs und deutet auf eine Erkrankung hin, die etwa auf eine schlechte Mundhygiene, Karies, Parodontitis, Diabetes oder Magen-Darm-Probleme zurückzuführen ist.
Mundgeruch bekämpfen und vorbeugen
Ist der schlechte Atem auf physiologische Gründe zurückzuführen, löst sich das Problem alsbald von selbst auf. Der Geruch nach Knoblauch und Zwiebeln hält üblicherweise 24 bis 48 Stunden an. Die Intensität richtet sich nach der Menge der verzehrten Lebensmittel. Beklagt sich Ihr Partner oder Ihre Partnerin über schlechten Atem infolge des regelmässigen Genusses von Tabakprodukten, schaffen Sie Abhilfe, indem Sie Ihr Laster aufgeben. Nach dem Aufstehen entledigen Sie sich des unangenehmen Geruchs, indem Sie Ihre Zähne putzen und/oder Mundwasser verwenden.
Kurz gesagt: Schlechten Atem aus physiologischen Gründen beseitigen Sie problemlos durch eine Anpassung des Lebensstils oder nehmen ihn in Kauf, wenn Sie etwa auf Knoblauch und Zwiebeln nicht verzichten möchten.
Entsteht der unangenehme Geruch aus pathologischen Ursachen, ist ärztliche Hilfe erforderlich. Um den schlechten Atem zu beseitigen, ist die Diagnose und Behandlung der jeweiligen Grunderkrankung notwendig.
Die häufigsten pathologischen Ursachen für den unangenehmen Geruch sind:
- Erkrankungen der Zähne und/oder des Zahnfleisches
- Diabetes
- Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und/oder der Leber
- Xerostomie (pathologische Mundtrockenheit)
Bei den meisten Menschen verursacht eine unbehandelte Parodontitis oder fortgeschrittene Karies die unangenehmen Gerüche.
Chronische Zahnfleischentzündungen entstehen üblicherweise durch Plaque. Dabei handelt es sich um einen klebrigen Film, der Bakterien enthält und nicht nur Entzündungen des Zahnfleisches verursacht, sondern auch für Zahnausfall verantwortlich ist.
Ist der schlechte Atem auf Karies oder Parodontitis zurückzuführen, dann ist ein Zahnarzt Ihr Ansprechpartner. Dieser führt neben einer systematischen Parodontitis-Behandlung eine gründliche Zahnreinigung durch, um die Plaques zu entfernen. Viele Patienten berichten nach der Behandlung über deutlich besseren Atem. Das Praxispersonal gibt Ihnen zudem Tipps für eine gründliche Mundhygiene.
Gelegentlich liegt der Grund für schlechten Atem in einer pathologischen Mundtrockenheit, die Mediziner als Xerostomie bezeichnen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die zu verminderter Speichelproduktion führt. Da Speichel die Zähne und Mundschleimhaut befeuchtet und dadurch schädliche Bakterien beseitigt, geht die Xerostomie mit einem erhöhten Risiko für schlechten Atem einher. Pathologische Mundtrockenheit kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein:
- Einnahme von Medikamenten, insbesondere Antidepressiva und Antihypertensiva
- Grunderkrankungen wie Diabetes, Parkinson, HIV/AIDS oder das Sjögren-Syndrom
- Rauchen und übermässiger Konsum von Alkohol
- fortgeschrittenes Lebensalter
- Schädigung der Speicheldrüsen aufgrund einer vorangegangenen Erkrankung oder einer Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich
Wie bei Grunderkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber oder Diabetes kann nur die ursächliche Behandlung den schlechten Atem lindern.
Eine vollständige Beseitigung des unerwünschten Geruchs ist bei den pathologischen Formen des Mundgeruchs in den meisten Fällen nicht möglich.
Tipps gegen Mundgeruch für den Alltag
Auch wenn sich die Ursache des schlechten Atems nicht immer beseitigen lässt, können Sie die unangenehmen Gerüche durch eine gründliche Mundhygiene und mehrmaliges Zähneputzen am Tag reduzieren.
Verwenden Sie zudem spezielle Mundspülungen, die die Mundflora neutralisieren und schädliche Bakterien bekämpfen. Dadurch reduzieren Sie nicht nur den unangenehmen Geruch der ausgeatmeten Luft, sondern beugen auch der Entstehung von Karies und Parodontitis vor.
Trinken Sie ausserdem Wasser und andere ungesüsste Getränke, um den Mund zu befeuchten und den Speichelfluss anzuregen.
Wenn Sie unter chronischer Mundtrockenheit leiden, kommt für Sie die Verwendung von Speichelersatzmitteln infrage. Diese erhalten Sie in Form von Gels, Lutschtabletten oder Sprays. Vermeiden Sie ebenso scharfes Essen, Alkohol und Tabakprodukte, da diese Genussmittel die Mundschleimhaut reizen und Mundtrockenheit begünstigen.