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Das ist Fakt!
38 Prozent aller 18- bis 24-Jährigen in der Schweiz sind verschuldet. In absoluten Zahlen sind das 246‘000 Personen. Bei jeder oder jedem zehnten Betroffenen belaufen sich die Schulden auf mehr als 2000 Franken.
In der Schweiz kann man aktuell mit einer guten Ausbildung noch immer einen überdurchschnittlich hohen Lohn erzielen und sich viel leisten. Der Prozentsatz jedoch von solchen, die es mit Nichts zum Millionär gebracht haben, ist im Vergleich zu anderen Ländern relativ klein.
In jedem Haushalt müssen zuerst die Wohnungsmiete, die Krankenkassen-Beiträge und die Steuern bezahlt werden.
Essen ist in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ausgaben relativ günstig.
Werbung will nie, dass es Dir als Mensch besser geht, sondern immer dass Du als Konsument das beworbene Produkt kaufst.
Gruppengefühl
Versuche früh, in Deiner sozialen Gruppe einen eigenen Stil bezüglich Kleider, Smartphone oder Freizeitaktivitäten zu entwickeln. Je früher Du diesen gefunden hast, umso weniger musst Du das kaufen, was alle haben.
Verzichte auf etwas, das alle anderen haben und begründe es vielleicht damit, dass Du auf etwas Teureres sparst. Kurzfristige Sticheleien verstummen automatisch, wenn Du später Deine teure Errungenschaft präsentierst.
Versuche, Deine Stellung in der Gruppe möglichst dadurch zu festigen, indem Du Dinge beiträgst, die man nicht kaufen kann. Gut argumentieren, viel wissen, etwas reparieren können oder einen ansteckenden Humor haben.
Wenn Du Dir etwas leisten möchtet, das ausserhalb Deines Sackgelds liegt, such Dir im Bekanntenkreis Freizeit- oder Ferienjobs, mit denen Du Dein eigenes Geld verdienen kannst.
Überleg mal...
Als Jugendlicher bist Du abhängig davon, wieviel Geld Ihr zuhause zur Verfügung habt.
Es gibt Erwachsene, die wegen des Geldes arbeiten müssen und andere, die wegen des gewählten Berufs arbeiten dürfen – und nebenbei noch Geld dafür bekommen.
Konsum ist auch ein Persönlichkeitsmerkmal. Frag Dich: "Ist mein Kleiderstil gut, weil er besonders teuer ist oder weil er zu meiner Persönlichkeit passt?", "Kaufe ich etwas nicht, weil ich es persönlich zu teuer finde oder akzeptiere ich, dass die Dinge halt so teuer sind, wie sie sind?"‘, "Kann ich auf etwas, das ich unbedingt möchte, ein Jahr lang hin sparen oder mache ich alles, um es sofort zu kriegen?".
Der Wert einer Sache bestimmt immer der Konsument. Ist ihr oder ihm die Sache zu teuer, kauft sie oder er diese nicht. Sehen das viele andere auch so, sinkt die Nachfrage nach der Sache und der Anbieter muss den Preis senken, wenn er sie verkaufen möchte. Oder: Wieso kostet das neuste mobile Gerät rund 700 Franken?