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Am 14. Oktober 2020 verabschiedete der Bundesrat eine regionale Strategie für den Mittleren Osten und Nordafrika (MENA-Strategie) für den Zeitraum 2021–2024. Darin legte er fünf thematische Schwerpunkte fest: Frieden, Sicherheit und Menschenrechte, Migration und Schutz von Menschen in Not, nachhaltige Entwicklung, Wirtschaft, Finanzen und Wissenschaft sowie Digitalisierung und neue Technologien.
Diese Schwerpunkte werden auf die einzelnen Regionen und Länder abgestimmt. Im Nahen Osten konzentriert sich das Engagement der Schweiz auf die Suche nach Lösungen für die bewaffneten oder politischen Konflikte, die wirtschaftliche Entwicklung und die Gouvernanz. Zudem setzt sich die Schweiz für die junge Generation ein, indem sie die Berufsbildung fördert und dadurch den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert.
MENA-Strategie
Schwerpunkte der Schweiz im Libanon
Die MENA-Strategie sieht drei Schwerpunkte für das Schweizer Engagement im Libanon vor:
1. Frieden, Sicherheit und Menschenrechte
Die Schweiz hat einen sehr guten Zugang zu allen relevanten staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren und unterstützt Dialoge zur Lösung von Krisen und Konflikten sowie zur Vergangenheitsarbeit und Prävention von gewalttätigem Extremismus.
2. Migration und Schutz für Menschen in Not
Die Schweiz fördert für Menschen in Not einen verbesserten Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen und Bildung. Sie festigt die Kapazitäten der lokalen Behörden im Migrationsmanagement, stärkt das lokale Aufnahmesystem und unterstützt nachhaltige Lösungen, auch durch Resettlement in die Schweiz.
Die humanitäre Hilfe der Schweiz im Libanon wird im Rahmen des Kooperationsprogramms Mittlerer Osten 2019–2022 umgesetzt. Das übergeordnete Ziel dieses Programms ist es, zum Schutz gefährdeter und von Konflikten betroffener Menschen beizutragen, Leben zu retten und wieder aufzubauen, Fragilität zu verringern, gewaltsame Konflikte zu verhindern und zu transformieren und Entwicklungsperspektiven zu schaffen, eine gute Regierungsführung zu fördern sowie die Menschenrechte, das Flüchtlingsrecht und das humanitäre Völkerrecht zu schützen und zu fördern.
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
3. Nachhaltige Entwicklung
Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und im aktiven Dialog mit Schweizer Firmen engagiert sich die Schweiz für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Im Zusammenhang mit der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und Libanon haben die Schweiz und Libanon ein bilaterales Programm der wirtschaftlichen Zusammenarbeit lanciert. Das Handelsvolumen belief sich 2020 auf CHF 1,4 Milliarden. Die Schweiz und Libanon haben 2004 zudem ein Landwirtschaftsabkommen abgeschlossen.
Datenbank Staatsverträge
Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE
Länderinformationen, Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Handelsstatistiken, Eidgenössische Zollverwaltung EZV