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| Cyrill von Jerusalem († 387) - Katechesen an die Täuflinge (Procatechesis et Catecheses ad illuminandos)

XVIII. KATECHESE AN DIE TÄUFLINGE, frei vorgetragen in Jerusalem.
Über die Worte: „und an eine heilige, katholische Kirche, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben".
19.
[Forts. v. [S. 350] ] Bei der Auferstehung werden wir alle zwar einen ewigen Körper, aber nicht alle den gleichen Körper erhalten. Der Gerechte empfängt einen himmlischen Körper, um würdig mit den Engeln verkehren zu können. Der Sünder dagegen empfängt einen ewigen Körper, welcher fähig ist, Sündenstrafen zu erleiden, ewig im Feuer zu brennen, ohne jemals zu verbrennen. Mit Recht verfährt Gott auf solche Weise gegen die beiden Menschenklassen. Denn nichts tun wir ohne den Körper. Mit dem Munde fluchen wir, mit dem Munde beten wir. Mit dem Leibe treiben wir Unkeuschheit, mit dem Leibe pflegen wir Keuschheit. Durch die Hand geht der Raub, durch die Hand das Almosen usw. Da der Körper zu allem mithilft, hat er in der Zukunft auch die Folgen zu tragen.