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Santarém wurde am 22. Juni 1661 von dem aus Luxemburg stammenden Jesuitenpater Jean-Philippe Bettendorff unter dem Namen “Aldeia dos Tapajós“ (Dorf der Tapajós) gegründet. Gleich nach seiner Ankunft liess der Gründer die erste Kapelle “Nossa Senhora da Conceição“ bauen.
Durch die Entwicklung dieses Missions-Dorfes bildeten sich weitere Siedlungen, wie “São José de Matapus“ (1922 – heute bekannt unter dem Namen “Pinhel“), “Tupinambarana“ oder “Santo Inácio“ (1737 – heute unter dem Namen “Boim“) und “Borari“ (1738 – heute unter dem Namen “Alter do Chão“).
Mit dem Fortschritt der Missionierung begann Kapitän Francisco da Mota Falcão mit dem Bau eines Forts, welches erst von seinem Sohn Manoel Mota Siqueira im Jahr 1697 fertig gestellt wurde. Dieses Fort, mit einem quadratischen Grundriss und Bollwerken an den Ecken, wurde zum Zentrum des Ortes, aus dem dann Santarém hervorging. 1762 bereits in Ruinen, wurde das Fort rekonstruiert und wurde dann noch mehrmals restauriert, aber heute existiert kein Stein mehr von ihm. Das “Aldeia dos Tapajós“ wurde von Francisco Xavier de Mendonça Furtado, Governeur der Provinz „Grão Pará“, am 14. März 1758 in die Kategorie einer “Vila“ erhoben und erhielt den Namen “Santarém“ zu Ehren der portugiesischen Stadt gleichen Namens.
Die Kategorie einer “Stadt“ wurden Santarém am 24. Oktober 1948 verliehen, als Anerkennung seiner bemerkenswerten Entwicklung.
“Jaraqui, Tucuxi, Curicaca, Nhamundá” – das klingende Wortspiel in der Region von Santarém – Alter do Chão – ist typisch für den Bundesstaat Pará. Ein köstlicher Klang wie die wohlschmeckenden Früchte Amazoniens, bunt wie die Vögel, die dort leben. Erbe der “Tupaius“ oder “Tapajós“ – einem indigenen Volk, das den Klang dieser Worte schuf, die typischen Rezepte beeinflusste und dem Strom seinen Namen gegeben hat, der die Seele von Santarém darstellt.
Der Rio Tapajós speist die grösste Stadt des westlichen Teils von Pará und mündet an dieser Stelle in den Vater aller Ströme, den Rio Amazonas. Allerdings fliessen die Beiden erst einmal viele Kilometer nebeneinander her, bis sie sich endlich mischen – immer wieder ein reizvolles Naturspektakel. Die grösste Show des Tapajós findet jedoch weiter im Süden statt, im Distrikt “Alter do Chão“ – wenn die trockenere Periode einsetzt und der Wasserspiegel der Flüsse sinkt. Dann zeigen sich herrliche, weisse Sandbänke umgebem vom türkisgrünen Wasser – so unglaublich zauberhaft, dass man die Gegend “Amazoniens Karibik“ nennt. Man sagt sogar, dass dies die besten Süsswasserstrände Brasiliens sind
Hier erfahren Sie kurz und bündig erst einmal alles Wissenswertes über Alter do Chão in Santarém. Kurzinfos über die Landschaft, die Flora und Fauna, die Bevölkerung, die lokale Küche, das Kunsthandwerk, die Volksfeste, die Unterkunft und auch die wichtigsten Entfernungen.
Santarém – Alter do Chão
Lage: Westen des Bundesstaates Pará
Biom: Amazonien
Die Landschaft
Drei Flüsse des Amazonasbeckens durchqueren den üppigen Regenwald von Santarém: der Rio Tapajós, mit seinem türkisgrünen Wasser – der Rio Arapiuns, mit dunklerem Wasser – und der Rio Amazonas, mit seinem lehmgelben Wasser. Die Region von “Alter do Chão“ ist ein besonderes Juwel der Natur. Durchquert vom Rio Tapajós, gibt es in dieser Landschaft zwei deutliche Höhepunkte im Jahr: Im Amazonien-Sommer (Juli bis Dezember) sinkt der Wasserspiegel und die weiss-sandigen “Strände“ werden sichtbar – im so genannten Amazonien-Winter (Januar bis Juni) füllen die Niederschläge den Fluss wieder auf, und dann ist er bestens geeignet für die Schifffahrt und für Tauchgänge.
Gigantische “Sumaúmas“, die höchsten Bäume Amazoniens, säumen den Fluss. Sie können bis zu 60 Metern hoch werden, und man braucht mindestens 20 Personen, die sich an den Händen fassen, um den Stamm eines solchen Urwaldriesen zu umspannen.
Die Fauna
Um eine Vorstellung von der ungeheuren Biovielfalt der Amazonas-Region zu bekommen, sollte man erwähnen, dass im Durchschnitt alle drei Tage eine neue Spezies von den Wissenschaftlern registriert wird. Weil die Vegetation des Regenwaldes relativ dicht ist, fällt es schwer, die Tiere zu entdecken, die ihn bevölkern, aber mit ein bisschen Geduld und Konzentration wird man an dieser Stelle sicher den “Saguí-de-santarém“ zwischen dem Grün des Blattwerks beobachten können, einen dort heimischen Affen, der die Ufer des Tapajós aufzusuchen pflegt.
Im Schutz des Regenwaldes leben “Capivara – Hydrochoerus hydrochaeris“ (Wasserschwein), “Caititu- Tayassu tajacu“ (Wildschwein), “Tamanduá-de-colete – Tamandua tetradactyla“ (Südlicher Tamandua oder kleiner Ameisenbär), der “Veado-roxo – Mazama nemorivaga“ (Spiesshirsch), “Onça-pintada – Panthera onca“ (gefleckter Jaguar), “Ararajuba – Guaruba guarouba“ (Goldsittich), “Gavião-real – Harpia harpyja“ (Harpye) und “Uirapuru – Cyphorhinus arada“ (Orpheuszaunkönig) unter vielen anderen. Das Wasser der Flüsse ist Habitat der “Ariranha – Pteronura brasiliensis” (Riesenotter), des “Boto-tucuxi – Sotalia fluviatilis” (Amazonas-Sotalias oder Tucuxis) und der Fische “Jaraqui – Semaprochilodus insignis“ (Gezeichneter Barbensalmler), “Tambaqui – Colossoma macropomum“ (Schwarze Pacu) und “Pirarucu – Arapaima gigas“ (Arapaima) u.a.
Die regionale Bevölkerung
Gegründet 1667, entwickelte sich Paraty zu einem bedeutenden Produzenten von Rohrzucker, und seinen Hafen nutzte man zur Ausfuhr von Gold und Edelsteinen, die im benachbarten Bundesstaat Minas Gerais aus dem Boden gebuddelt wurden. Die Zyklen des Goldes und des Zuckers verebbten – Paraty war erst wieder in aller Munde ab dem 20. Jahrhundert, als seine Naturschönheiten, dank der Eröffnung der Strassen “Cunha – Paraty“ und “Rio – Santos“, einem breiten Publikum zugänglich wurden. In den 70er Jahren festigte sich seine touristische Berufung dann auch im Ausland. Wer heutzutage zwischen den Inseln, Wasserfällen, Hotels, Pousadas und Restaurants umherschlendert, der fühlt sich von einer babylonischen Sprachverwirrung umgeben – von Besuchern aus aller Welt, besonders Europäern – und viele von ihnen wurden sesshaft in Paraty. Natürlich gibt es dazwischen auch die einheimischen “Caboclos“ (Mestizen) und “Caiçaras“ (eingeborene Fischer) – schlichte, bescheidene, gastfreundliche Zeitgenossen, die in etwas abgelegenen Kommunen ihre angestammte Lebensart weiterführen.
Die regionale Küche
Das Beste in der Gastronomie von Santarém sind die Amazonas-Fische. Die beliebtesten Spezialitäten der Region sind: “Tucunaré na manteiga“ (Flussbarsch in Butter) – man bekommt den ganzen Fisch auf den Teller, aus dem aber wunderbarerweise alle Gräten bereits entfernt sind. “Caldeirada de pirarocu“ – der grösste Süsswasserfisch der Erde in Stücken als Fisch-Eintopf, in Paranuss-Milch (anstelle von Kokosnuss-Milch, die in Bahia verwendet wird) und vielen Gewürzen – das Resultat ist umwerfend. Zum Dessert gibt es zum Beispiel Süssspeisen und Liköre aus “Cupuaçu – Theobroma grandiflorum“ (Grossblütiger Kakao), “Castanha – Bertholletia excelsa“ (Paranuss des gleichnamigen Baumes) oder “Murici – Byrsonima crassifólia“.
Kunsthandwerk
Schon seit Tausenden von Jahren schufen die Eingeborenen vom Rio Tapajós Keramikobjekte von bewundernswerter Perfektion, die den Einfluss ihres Kontakts mit anderen Völkern beweist – inklusive mit den Inkas. Kauf und Verkauf dieser Stücke ist gesetzlich verboten. In den Geschäften der Stadt findet man aber Repliken dieser Objekte, die man kaufen kann, ausserdem andere handgefertigte Dinge, wie Kleidung aus Naturfaser und aus Holz geformte Accessoires. Die Kunst, auf Kalebasse (Kürbisschalen) Landschaftsbilder als grafische Zeichnungen aufzubringen, ist ebenfalls hoch entwickelt.
Volksfeste
Das populärste Folklore-Fest von Santarém ist das “Festa do Sairé“ (oder auch “Çairé“ geschrieben) – es findet jährlich im September statt. In der Kommune von “Alter do Chão“ wird es seit 300 Jahren gefeiert. Das Fest vereint religiöse und profane Elemente, Musik-Shows, die Aufpflanzung geschmückter Masten, Prozessionen und Gebete. Jedes Jahr präsentieren sich die folkloristischen Gruppen des “Boto Tucuxi“ und des “Boto Cor de Rosa“ zum Sound des “Carimbó“ – dem typischen Rhythmus von Pará.
Entfernungen
Belém (Bundesstaat Pará): 1.526 km (Erdstrasse), 876 km (per Boot)
Itaituba (Bundesstaat Pará): 390 km
Altamira (Bundesstaat Pará): 750 km
Manaus (Bundesstaat Amazonas): 740 km (de barco)
Brasília (Regierunsdistrikt): 2.400 km
Santarém präsentiert eine natürliche Berufung zum Ökotourismus – zum Tourismus auf gemeinschaftlicher Basis, zu einem historischen und kulturellen Tourismus, einem gastronomischen, religiösen und einem Abenteuer-Tourismus. Und die Stadt hat ein grosses Potenzial zur Entwicklung anderer Segmente, wie zum Beispiel einen auf Events und Business ausgerichteten Tourismus.
Eine touristische Infrastruktur wird geboten von Hotels mit gutem Empfangs- und Unterkunfts-Level, Pousadas, einem internationalen Airport, einem Flusshafen mit einem Kai für Transatlantik-Liner, Reiseagenturen, Sicherheitssystemen, Kommunikationssektor, Bankfilialen, Kunsthandwerks-Geschäften, Transport- und Freizeit-Dienstleistungen.
Ausser der Entwicklung des Tourismus strebt Santarém ein sozial-wirtschaftliches, kulturelles und politisches Wachstum an: Es gibt eine Bewegung in Erwartung der Schaffung eines „Bundesstaates Tapajós“, in dem Santarém die Hauptstadt wäre (diese Bewegung hat vorläufig durch eine Volksbefragung im Bundesstaat Pará, 2011, einen Dämpfer erhalten – eine grosse Mehrheit war gegen eine Teilung des Bundesstaates Pará), weiterhin will man ein touristisches und kulturelles Zentrum errichten, einen Industrie-Distrikt, die Strasse BR-163 asphaltieren etc. etc.
In Santarém
Praça do Pescador
Rund um diesen Platz, der sich am Flussufer in Santarém befindet, gibt es eine Reihe antiker Gebäude, deren Fassaden mit aus Portugal importierten Kacheln verkleidet sind, schmale Gassen und ein paar Geschäfte, die Kunsthandwerk anbieten.
Lokalität: Avenida Tapajós.
Praça Mirante dos Tapajós
Dieser Platz mit der herrlichen Aussicht über den Zusammenfluss des Tapajós mit dem Amazonas wurde von den Portugiesen im Jahr 1693 auf einem Hügel im Stadtzentrum angelegt – damals diente er als Beobachtungspunkt zur Verhinderung von Invasionen. Ausser der schönen Aussicht, bietet dieser Platz dem Besucher die Möglichkeit, die spektakulären Sonnenuntergänge Amazoniens zu erleben.
Museu Dica Frazão
Das Museum präsentiert Kleidung und Accessoires aus Buriti-Palmstroh, aus Bananen Açaizeiro, Jute- und Tucum-Fasern, sowie Malve. Nebenan kann der Besucher einige Artikel kaufen.
Lokalität: Rua Floriano Peixoto, 281.
Centro Cultural João Fona
In diesem Kulturzentrum findet man verschiedene Reliquien der Tapajós-Kultur – wie Keramik-Objekte und andere Fundstücke, die man bei Ausgrabungen in der Region von Santarém entdeckt hat.
Lokalität: Praça Barão de Santarém.
Flussstrände
Alter do Chão
Im Jahr 2009 hat die englische Zeitung “The Guardian” jenen Süsswasserstrand am Rio Tapajós unter die zehn besten Strände Brasiliens positioniert – und Alter do Chão weltberühmt gemacht. Den Ruhm verdankt diese Idylle ihrem transparenten Wasser, umrahmt von weissen Sandbänken, die sich während der Trockenperiode zeigen. Während der Regenperiode stehen sowohl diese Sandbänke als auch der so genannte “Floresta Encantada“ (ein tief gelegener Teil des Regenwaldes) unter Wasser. Als sehenswert zu erwähnen ist auch der “Lago Verde“ (Grüner See) – zirka 30km vom Zentrum in Santarém.
Praia do Maracanã
Einfach auf dem Landweg zu erreichen – auf einer asphaltierten Strasse. Dieser Strand ist einer der zum Zentrum der Stadt nächst gelegenen. Er hat eine gute Infrastruktur für die Besucher. Entfernung: 6km vom Stadtzentrum.
Praia Ponta das Pedras
Einer der schönsten Strände der Region – sehenswert sind besonders die Felsformationen und die üppige Vegetation der Flussufer. Man kommt leicht hin über die Strassen “Fernando Guilhon“ und “Everaldo Martins“. Wenn man per Boot fahren möchte, dann geht das auch – auf dem Rio Tapajós. Entfernung: 23km vom Stadtzentrum.
Flüsse
Rio Amazonas
Er ist bekannt und berühmt als der Welt grösster Strom – sowohl an Länge wie auch an Wasservolumen – und nimmt in der Region von Santarém verschiedene Zuflüsse auf. Auf der Höhe von Santarém hat er eine Breite von 50km.
Rio Tapajós
Er ist der hydrographische Mittelpunkt der Stadt und ein rechtsseitiger Zufluss des Rio Amazonas. Der Tapajós erreicht von seiner Quelle im Süden bis zu seiner Mündung vor Santarém, im Norden, eine Läge von 132 Kilometern. Während des Sommers bilden sich fast 100 lineare Kilometer mit Sandbänken – eine der schönsten Landschaften der Region.
Rio Arapiuns
Er ist der einzige Fluss, den man während des ganzen Jahres befahren kann – allerdings sind während der trockeneren Zeit nur kleinere Boote zugelassen – auch hier erscheinen dann Strandabschnitte an seinen Ufern. Er ist ein linksseitiger Nebenfluss des Tapajós und trägt seinen Namen ab dem Wasserfall “Cachoeira do Aruã“ bis zu seiner Mündung – sein Abschnitt oberhalb des besagten Wasserfalls bis zur Quelle heisst “Rio Aruã“. Lokalität: Im westlichen Teil des Munizips von Santarém.
Rio Curuá-Una
An diesem Zufluss des Amazonas befindet sich die “Hidrelétrica de Curuá-Una“, ein Wasserkraftwerk in 70km Entfernung vom Stadtzentrum. Der Fluss kann mit drei verschiedenen Ökosystemen Amazoniens aufwarten: “Igapós“ (überschwemmbare Areale), die “Flancos“ (Übergangs-Areale) und die “Áreas elevadas“ (Festland-Areale). Lokalität: Im östlichen Teil des Munizips.
Ausflüge zu Land und zu Wasser
Zusammentreffen der Wasser/Canal do Jari
Vom Flussufer in Santarém aus kann man eines der imposantesten Naturspektakel beobachten: das Zusammentreffen der lehmgelben Amazonaswasser mit den dunkelgrünen des Rio Tapajós. Das Phänomen eines kilometerlangen Nebeneinanders der unterschiedlichen Wassermassen, ohne sich zu vermischen, hat seine Erklärung in der unterschiedlichen Dichte, Temperatur und Fliessgeschwindigkeit der beiden Ströme. Ein Bootsausflug, um dieses Naturwunder aus der Nähe zu sehen, zeigt den Besuchern unter anderem auch den “Canal do Jari“ mit seinem ausgedehnten Teppich der Victoria-Regia Wasserrosen. Lokalität: 23km vom Stadtzentrum.
Aruã-Wasserfall
Hierbei handelt es sich eigentlich um zwei, von einer vegetationsreichen Insel getrennte, Fälle. Dorthin kommt man nur per Boot – von Santarém aus – ein Ausflug, der zirka 10 Stunden in Anspruch nimmt. Lokalität: zirka 145km vom Stadtzentrum.
Fordlândia e Belterra
In den 20er Jahren machte Henry Ford, der Gründer der amerikanischen “Ford Motor Company“, den Versuch, sich vom britischen Monopol auf den Gummi seiner von ihm produzierten Automobile zu befreien und kam auf die Idee, sich den benötigten Rohstoff direkt aus dem brasilianischen Regenwald zu beschaffen. Die brasilianische Regierung stellte ihm für die Errichtung einer Siedlung nach amerikanischem Muster zehn Quadratkilometer Land zur Verfügung – er nannte sie „Fordlândia“ – die eine Einwohnerzahl von 2.500 Personen erreichte. Das Projekt scheiterte, aber die Häuschen dieser Siedlung stehen immer noch – als Geisterstadt.
Wenig später machten die Amerikaner einen weiteren Versuch, in Amazonien eine Siedlung zur Latexgewinnung aufzubauen – sie heisst „Belterra“ und wird noch heute von einigen Personen bewohnt. Diese beiden verlassenen Versuche amerikanischen Amazonien-Abenteuers gehören heute zu den „kuriosen Ausflügen“ für Besucher von Santarém.
Lokalitäten: Fordlândia liegt 300km (12 Stunden per Boot) von Santarém entfernt im Munizip von Aveiro – Belterra ist 57km von Santarém entfernt.
Parque Estadual de Monte Alegre
Das vom Staat Pará gegründete Naturschutzgebiet ist sehenswert: Eine Termalqelle mit schwefelhaltigem Wasser, umgeben von Gebirgszügen mit üppigem Regenwald – in zahlreichen Höhlen die gut erhaltenen Felszeichnungen vorangegangener Generationen – weisse Reiherschwärme geben der Landschaft eine zusätzliche, unvergessliche Prägung.
Lokalität: 125km von Santarém, im Munizip von Monte Alegre.
Hier erfahren Sie allgemeine Informationen über Santarem und Alter do Chão: wann die beste Reisezeit ist, Informationen über Unterkünfte, wie man zur Karibik Amazoniens kommt, und interessante Links und Adressen.
Beste Zeit
Die Temperaturen in Santarém sind das ganze Jahr über hoch. Wenn Sie tauchen wollen, dann sollten Sie dem Amazonas-Winter bevorzugen (Januar bis Juni), dann sind die Flüsse vom Regen gefüllt. Der trockenere Sommer (Juli bis Dezember) dagegen bringt die herrlichen Badefreuden in Alter do Chão, der “Karibik Amazoniens“ zum Erblühen – der Wasserspiegel sinkt und die Sandbänke erscheinen. Schön auch für Kanuausflüge – und wer im September kommt, kann das Sairé-Fest erleben.
Unterkunft
In der gesamten Region muss man mit bescheidenen Unterkünften rechnen – ohne Luxus. Entweder übernachtet man in Santarém, wo es bessere urbane Optionen gibt, oder in Alter do Chão, 30km von Santarém, wo man Hotels und Pousadas mit einem Strand-Flair findet – und viele Restaurants, die typische Küche Amazoniens anbieten, konzentrieren sich ebenfalls in diesem Gebiet.
So kommt man hin
Per Flugzeug:
Santarém hat seinen eigenen Flughafen. Wenn man vom internationalen Airport in Belém startet, erreicht man ihn im Direktflug innerhalb einer Stunde. Von Brasília aus haben die Flüge mit Zwischenlandungen.
Per Boot:
Auf dem Rio Amazonas dauert die Reise zirka 50 Stunden – von Belém oder von Manaus aus. Kreuzfahrtschiffe legen die Strecke in der Hälfte dieser Zeit zurück.
Per Auto:
Beim Start in Belém, der Hauptstadt von Pará, mit einem Allrad-Fahrzeug und viel Abenteuerlust, führt die Anfahrt über folgende Strassen, Wege und Pisten: BR-316, PA-140, PA-256, PA-150, PA-263, BR-422, BR-230 und BR-163 (die mit BR gekennzeichneten sind Bundesstrassen, die mit PA sind Staatsstrassen) – zirka 640km werden dabei auf der berühmt-berüchtigten “Transamazônica“ zurückgelegt (BR-230). Während der Regenzeit, zwischen Dezember und Mai, sind die Erdpisten (und das sind die meisten) unpassierbar. Dann bleiben Ihnen nur die Alternativen Flugzeug oder Schiff.
Links und Telefonnummern:
Regionale Vorwahl (DDD): 93
Internationaler Flughafen: 3522-4328
Rodoviária (Busbahnhof): 3522-3392
Präfektur des Munizips: 2101-5100, www.santarem.pa.gov.br
Tourismus-Sekretariat: 3523-2434
Site Tapajós: www.portaltapajos.com.br