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See, der 38½ qkm große
See des schweizer. Kantons Zug,
den die
Lorze mit dem alpinen Ägerisee, abwärts mit der
Reuß
[* 2]
(-Aare)
verbindet, ist 13,5 km lang und 4,5 km breit, liegt 417 m ü. M.
am Nordfuß des
Rigi und erreicht angeblich eine Tiefe von 360 m. Durch die bewaldete
Halbinsel des
Kiemen
und die gegenüber vortretende
Nase
[* 3] wird der
See in den bergumrahmten, tiefern und grünen
Ober- und den flachern, breitern
und blauen
Untersee geteilt, mit welchem er aus der Voralpenwelt in die
Hochebene hinaustritt.
Ein geschätzter Bewohner des
Sees ist das Zuger Röteli, eine sehr schmackhafte Forellenart. Einer der
besuchtesten Zugänge des
Rigi, bekam der
See doch erst 1852
Dampfschiffahrt; die
Eröffnung der ersten Rigibahn (Viznau-Kulm,
1871) rief ein ähnliches Unternehmen von dieser Seite ins
Leben. Der schwyzerische Landungsplatz
Arth ist (seit 1875) mit
Oberarth durch eine kurze Thallinie verbunden; dann beginnt die
BergbahnOberarth-Goldau-Klösterli-Staffel-Kulm,
etwa 9,8 km lang. Die beiden Endpunkte der ganzen
Bahn haben 1330 m Niveaudifferenz; die Steigung erreicht 200
pro Mille. Über
die Ufersenkungen des
Sees s. Zug,
S. 985.
(Kantone Schwyz,
Luzern
und Zug).
416,72 m. Der Zugersee gehört zu der Reihe der zisalpinen Randseen und liegt im Gebiete der
Molasse-Antiklinale, die sich in der Richtung SW.-NO. parallel zu den Alpen durch die ganze Schweiz hindurchzieht.
Der Kiemen bedingt eine Einschnürung des Zugersees, der hier bloss 800 m breit ist. Dadurch wird derselbe in zwei deutlich
von einander geschiedene Becken getrennt. Der Obersee zwischen Walchwil und Immensee 3,5 km breit, zeichnet sich aus durch die
sehr steilen, z. T. felsigen Ufer. Die grösste Tiefe des Sees überhaupt, 198 m, liegt ungefähr im Schnittpunkt
der Verbindungslinien Walchwil-Immensee und Kiemenspitze-Arth.
Der Untersee hat meist flache Ufer, namentlich
im W. und N. Seine Sohle steigt von der Kimenenge aus nordwärts allmählich
an; zugleich nimmt auch seine Breite (bis auf 4,5 km) immer mehr zu.
Ausser der «Eiola», dem höchsten Punkt eines vom Ostufer aus in den See hinausragenden Nagelfluhrückens,
hat der Zugersee keine Inseln zu verzeichnen; auch diese ist nur wenige m2 gross.
Das Niveau des Zugersees ist im Gegensatz zu andern Schweizer Seen nur geringen Veränderungen unterworfen. Die mittleren
Sommermaxima und Winterminima des Pegelstandes betrugen seit Aufnahme der regelmässigen Beobachtungen
im Jahre 1867 8 cm über, bezw. 8 cm unter dem mittleren Pegelstand von 416,72 m ü. Meer. Doch sind auch stärkere Schwankungen
nicht ausgeschlossen. Der niedrigste Wasserstand mit 0,42 m unter dem mittleren Niveau wurde im Anfang des Jahres 1891 konstatiert,
der höchste mit 87 cm über dem Mittel im Sommer 1897. Der Grund für diese verhältnismässig geringen
Schwankungen ist in den einzig dastehenden Zu- und Abflussverhältnissen zu suchen.
Der Siegfriedatlas verzeichnet etwa 70 grössere und kleinere Zuflüsse des Zugersees, die aber meistens nur ganz unbedeutend
sind. Der Hauptzufluss ist die Lorze, die, aus dem Aegerisee kommend, in weitem Bogen die Stadt Zug umfliesst
und zwei km vom Abfluss entfernt, am Nordufer den Zugersee erreicht. Sie verlässt den See bei Cham. Ihr Abfluss wird durch
Schleusen, die im Dienste von Fabrikbetrieben stehen, geregelt und wendet sich durch das postglazial gebildete Thal der Reuss
zu, die sie 2 km nw. von Maschwanden erreicht. Der Lotenbach entwässert den südlichen Zugerberg und mündet
in die Kiemenenge. In steilen Furchen fallen die 10 km lange Rigiaa und der Ghürschbach von der Rigi hernieder in den Obersee,
die erstere bei Arth, die letztere 2 km sö. von Immensee.
Der Zugersee bedeckt ein Areal von 38,236 km2; sein gesamtes Einzugsgebiet beträgt 246,278 km2.
Geologie. Ueber die Entstehung des Zugersees, wie überhaupt über die Entstehung der alpinen Randseen sind die Akten noch
nicht abgeschlossen. Frey, der Richtung Penck und Brückner angehörend, hält für sicher, dass ein Arm des Reussgletschers
von Brunnen her über Lowerz den Nagelfluhrücken zwischen Rigi und Rossberg (jetzt durch den Bergsturz von 1806 zugedeckt)
überstiegen habe, um die tiefe Höhlung des südlichen Beckens auszuschleifen. Dann wäre der Gletscher, sich immer mehr
ausbreitend, nach N. hin angestiegen, um so das nördliche Becken auszuhöhlen.
Im Gegensatz zu dieser Annahme steht diejenige von Heim, der die Entstehung der Alpenseen als Folge einer
Einsenkung der Alpen nach ihrer Aufstauung und einer Ueberflutung der dadurch entstandenen Thäler darstellt, während gleichzeitig
auch viele Flüsse eine andere Richtung erhalten haben, wodurch das Zugerseethal seines Flusses, der Reuss, beraubt worden
wäre.
Nach der Bildung der Hohlform und nach Rückzug der Gletscher hat die Lorze das Becken angefüllt. Das
Niveau des so entstandenen Sees lag unmittelbar nach seiner Entstehung bedeutend höher als heute, wie Ablagerungen von Seekreide
in der Nähe von Baar beweisen. Nach und nach sägte sich der Abfluss in dem nicht sehr widerstandsfähigen Gestein ein, und
so wurde der See auf sein heutiges Niveau herabgesetzt. Aber auch andere Faktoren wirkten und wirken noch
heute an der Verkleinerung des Seebeckens mit, namentlich von N. her. Dies sind die verlandende Wirkung der Schilfrohrbestände
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mehr
und die Deltabildung durch die Aufschüttungen der Lorze.
Diese Flussablagerungen waren nicht immer gleich stark. Wenn in der Geröllzufuhr Unterbrechungen eintraten, setzte sich
aus dem See Schlamm nieder. So entstanden abwechselnde Schichten von festem Geröll und losem, schlüpfrigem Material. Diese
Schichtung hat zu einigen Katastrophen geführt, die zum Teil für die Anwohner sehr verhängnisvoll
gewesen sind. In den Jahren 1435 und 1887 kamen die über den Schlammschichten gelegenen Geröllmassen ins Gleiten und stürzten
in den See, beide Male jeweils ganze Häusergruppen und eine Anzahl von Menschen mit sich reissend. Ein ähnlicher Abrutsch
fand auch anno 1878 zwischen Oberwil und Walchwil statt, wobei jedoch nur eine kurze Strecke der dem See
entlang führenden Strasse abstürzte.
Thermik. Der Zugersee gehört nach der Forel'schen Terminologie zu den temperierten Seen. Die sommerliche Erwärmung geht
in eine Tiefe von etwa 80 m. Die darunter liegenden Wasserschichten haben eine nahezu konstante Temperatur von etwas mehr
als 4°. Unmittelbar über dem Grunde ist die Temperatur zur warmen Jahreszeit etwas höher (bis etwa 4,8°), was dem mit
gelösten und suspendierten Mineralien beladenen Wasser der Zuflüsse zuzuschreiben ist, das infolge des etwas höhern spezifischen
Gewichts untersinkt und seine Wärme nur langsam an die darüber liegenden Wasserschichten abgibt.
Die winterliche Abkühlung geht der grossen Tiefe wegen selten auf 0° herab, sodass ein Zugefrieren des
obern Teils des Sees zu den grössten Seltenheiten gehört (1830, 1871, 1880 und 1891).
Optik. Die Eigenfarbe des Zugerseewassers entspricht blaugrünen Tönen, zwischen N° 6 und 7 der Forel'schen Farbenskala,
je nach der Menge der im Wasser schwebenden festen Körperchen. Wenn auch nicht von grossem, so sind doch
die Planktonten von Einfluss auf die Farbe. Zahlreiches Auftreten von Diatomeen, und nicht zum Mindesten die von im Wasser
schwebendem Pollen der Nadelhölzer herrührende «Seeblüte» verleiht demselben
mehr gelbliche oder bräunliche Tönungen, ungefähr entsprechend N. 8 der Forel'schen Skala.
Die Durchsichtigkeit schwankt je nach Temperatur und der Menge von im Wasser schwebenden Körperchen. Sie
nimmt mit der Entfernung
von den grössern Zuflüssen zu, ein Beweis dafür, dass Schlamm etc. das Licht nicht sehr tief eindringen lassen. Die höchsten
Durchsichtigkeitswerte können bei niedrigen Temperaturen im Winter (bis 16 m) und die niedrigsten bei
den hohen Sommertemperaturen (bis unter 4 m) und bei Seeblüte (bis unter 3,5 m) gemessen werden (mit der Secchi'schen Scheibe
gemessen). Die im Winter gemessenen Werte erlauben, den Zugersee in die Reihe der klarsten Schweizerseen zu stellen.
Klima. Das Klima des Zugersees ist als sehr mild bekannt. Besonders ausgezeichnet ist das durch den breiten
Rücken des Zugerberges vor Nordwinden geschützte Walchwil. Seine mittlere Jahrestemperatur betrug nach den meteorologischen
Beobachtungen im Jahre 1908 8,8° (Weggis 8,5°). Die Ursache für diese Milde des Klimas liegt ausser der schon erwähnten
in der Aufspeicherung sommerlicher Wärme und langsamer Wiedergabe in Winter, wie dies bei jedem See zu
konstatieren ist, und nicht zum mindesten in dem Föhn, der das Gebiet des Zugersees bestreicht. Asperula taurina, deren
Vorkommen an den warmen Hauch dieses Windes gebunden ist, dringt bis zum Kiemen vor.
Infolge seiner Alpennähe ist der Zugersee, namentlich der obere Teil, sehr niederschlagsreich. Leider
stehen genaue Ziffern noch nicht zur Verfügung, da die einzige meteorologische Station erst im Frühling 1908 eingerichtet
worden ist. Die Regenmenge pro 1908 betrug 1124 mm (Weggis 1201).
Der Gunst des Klimas verdanken die Abhänge des südlichen Beckens die so überaus schmucken Bestände wild wachsender Edelkastanien
bei Walchwil, am Kiemen und am Südfusse der Rigi zwischen Arth und Immensee. Beim Anblick der farbenprächtigen Parkanlagen,
die das SchlossBuonas umgeben, könnte man sich beinahe an die Ufer der oberitalienischen Seen versetzt glauben.
Die vorherrschenden Winde sind der Nordostwind, («Bise») und der Westwind («Wester»). Namentlich die Bise ist
gefürchtet, weil sie oft sehr rasch hereinbricht und die Schiffer in grosse Gefahr bringt. Der «Oberwind» ist ein Bergwind,
der nach Gewitter bei guter Wetterlage durch das Lowerzerthal hereinweht. Schon erwähnt worden ist der Föhn, der namentlich
im Frühling oft mehrere Tage hintereinander
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mehr
weht und, trotzdem seine Wucht durch die Rigi etwas abgeschwächt ist, den See in wilden Aufruhr bringt, sodass selbst das
Dampfboot Mühe hat zu landen.
Vegetation. Wie in jedem See, kann man drei verschiedene Vegetationszonen unterscheiden, nämlich Uferregion, Tiefenregion
und das offene Wasser oder die pelagische Region.
So verschieden die Gestaltung der Ufer der beiden Teile des Zugersees ist, so verschieden ist auch ihre
Vegetation. Der Obersee mit seinen steilen, zum Teil felsigen Ufern bietet nur einer schwach entwickelten Uferflora Raum.
Die flachen Ufer im N. und N.-O. beherbergen breite, ausgedehnte Vegetationszonen.
Die vorherrschenden Uferpflanzen sind Phragmites communis L. (gemeines Schilfrohr) und Schoenoplectuslacustris (L.), Palla (gemeine Seebinse), welche beide, namentlich im Untersee, Verlandungszonen bilden.
Im Obersee treten beide fast längs der ganzen Uferlinie auf, aber meist nur in kleinen Beständen; nur in etwas wellengeschützten
und zugleich flachufrigen Felsbuchten bilden sie allerdings auch nicht sehr grosse Flächen von «Phragmitetum»
und «Schoenoplectetum».
Die submersen (untergetauchten) Wasserpflanzen sind vertreten durch Potamogeton lucens L. (spiegelndes Laichkraut), Potamogetonperfoliatus L. (durchwachsenes Laichkraut), Potamogeton pectinatus L. (gekämmtes Laichkraut) und Myriophyllum spicatum L.
(ährenblütiges Tausendblatt). Am Strande finden sich Carex elataAll (steife Segge), Juncus inflexus L. (blaugrüne Simse)
und Juncus alpinus L. (Alpensimse).
An Vegetation etwas reicher ist der Untersee. Zunächst ziehen sich von Böschenrot bis Risch, namentlich
aber von Buonas nach Cham und von da nach Zug
breite Verlandungszonen von Schilfrohr und Seebinse.
Zu den für den Obersee erwähnten Uferpflanzen kommen noch die folgenden: Castalia alba (L.) Wood, (weisse Seerose), Nymphaealutea (gelbe Seerose), Potamogeton crispus L. (krauses Laichkraut), Najas marina L. (Meernixkraut), Ranunculusdivaricatus L. (Wasserhahnenfuss), Spirodela polyrrhiza (L.) Schleiden (Wasserlinse), Geratophyllum demersum, L. (untergetauchtes
Hornblatt) und Utricularia vulgaris L. (gemeiner Wasserschlauch). Ausser den schon genannten Strandpflanzen sind zu finden
Cladium mariscus (L.) R. Br. (Binsen-Schneide), Sparganium erectum L. (Igelkolben), Juncus articulatus L.
(gliederblättrige Simse), Juncus effusus L. (flattrige Simse), Juncus conglomeratus L. (knäuelige Simse), Scirpus silvaticus
L. (Waldbinse), Glyceria plicata Fries (Süssgras) und Iris pseudacorus L. (Schwertlilie).
Als einzige Pflanze der Tiefenzone ist zu nennen Chara ceratophylla Wallr. (hornblättrige Armleuchteralge).
Die Region des offenen Wassers ist belebt vom Plankton, das sich aus dem Phyto- und Zoo-Plankton (pflanzlichem
und tierischem Plankton) zusammensetzt.
Die verschiedenen Algenfamilien sind wie folgt vertreten: Schizophyceae 9 Species oder Arten, Flagellatae 6, Peridineae 4,
Diatomaceae 20, Conjugatae 3, Chlorophyceae 8, also im ganzen 50 Arten.
Das Zooplankton setzt sich zusammen aus Vertretern der Protozoa, Rotatoria, Copepoda und Cladocera.
Das Plankton des Zugersees ist charakterisiert durch den grossen Formenreichtum der
Diatomaceen (Kieselalgen). Namentlich
hervorzuheben ist die Gattung Cyclotella mit 4 verschiedenen Arten und Varietäten, wovon eine dem Zugersee speziell eigen
zu sein scheint, ferner Fragilaria crotonsis Kitt. und Asterionella gracillima (Hantzsch) Heib. Auffallend sind die 3 verschiedenen
Formen der zierlichen Becher-Alge Dinobryon und die Schwalbenschwanzalge Ceratium hirundinella O. F.
Müller. Die Schizophyceen (Spaltalgen), deren wichtigste Oscillatoria rubescens D. C., die aus dem Murtnersee bekannte Burgunderblutalge
ist, nehmen nur schwachen Anteil an der Bildung des Planktons; nur wenig stärker vertreten sind die Chlorophyceen (Grünalgen).
Die wichtigsten Zooplankton-Organismen sind Acanthocystis turfacea Carter, Anuraea cochlearis Gosse.,
Asplanchna priodonta Ehbg., Notholca longispina Kellicot, Polyathra platyptera Ehbg., Cyclops strenuus Fischer, Diaptomusgracilis G. O. Sars. und Daphnia hyalinaSars.
Fauna. Die Uferfauna des Zugersees ist im wesentlichen nicht verschieden von der der übrigen Schweizerseen. An Säugern
ist zu erwähnen der im Aussterben begriffene Fischotter. Eine zahlreiche Vogelwelt belebt die Schilfbestände,
die namentlich den Singvögeln (Wasseramsel, Bachstelze, Rohrsänger, Sumpflerche) willkommene sichere Brutstätten liefern.
Zahlreich sind die Wildenten und der «Taucher». Zu erwähnen sind ferner
der Fischreiher, der sich aber nur noch ganz vereinzelt zeigt. Wie überall, stellt sich auch hier regelmässig die Lachmöve
als Wintergast ein. Die Mollusken sind vertreten durch Muscheln und lungenatmende Schnecken.
Von grosser Wichtigkeit für die wirtschaftliche Bedeutung des Zugersees ist der bekannte Fischreichtum. Es sind nicht weniger
als 22 verschiedene Formen vertreten, die sich auf die verschiedenen Familien folgendermassen verteilen: Murænidæ ( 1):
Aal. Esocini (1): Hecht. Salmonideae (5) Seesaibling, berühmt als «Zugerrötel»,
Seeforelle, amerikanische Regenbogenforelle (eingesetzt),
Albeli und Ballen oder Balchen, Acanthopsidae (1) Bartgrundel.
Cyprinidae: (11) Wingerli, Ellritze, Hasel, Alet, Rottele, Laugeli, Bambeli, Blicke («Fliengge»),
Brachsmen, Grundeli, Schleie,
Karpfen. Gadini (1) Trüsche. Scleroparei (1): Groppe. Percoidei (1): Barsch («Egli»).
Auch die Rundmäuler sind durch das Bachneunauge vertreten.
Fischerei. Der Fischreichtum des Zugersees macht ihn zu einer ertragsreichen Erwerbsquelle für seine
Anwohner. Der Fischfang wird betrieben mit den verschiedenartigsten Gerätschaften. Als solche sind zu nennen: Angelrute,
Schleppangel oder «Schleike», Grundschnur, Senkangel oder «Hegenen» (f. d. Rötelfang),
der «Hund», und an Netzen, das Treibnetz,
das «Rötelnetz» und die Reuse. Die Benutzung aller dieser Geräte mit Ausnahme der Angelrute ist an eine
Abgabe gebunden.
Die bedeutendsten Nutzfische des Zugersees sind der Rötel (Salmo salvelinus), die Seeforelle (Salmo variabilis var. fario),
der Ballen (Coregonus Schinzi helveticus), das Egli (Perca fluviatilis) und der Hecht (Esox lucius).
Der Rötel wird im Spätherbst während seiner Laichzeit gefangen. Wenn auch der Ertrag nicht immer gleich
ausgiebig ist, so spielt er doch eine wesentliche Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde Walchwil, wo sich die besten Fangplätze
befinden. Laut amtlicher Feststellung
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See, einer der schweiz. Seen am Nordrande der Alpen,
[* 6] liegt 417 m ü. d. M. zwischen den Kantonen Schwyz,
Zug
und
Luzern,
[* 7] am Nordfuße des Rigi (s. Karte: Vierwaldstätter See), ist 14 km lang, 1-4½ km breit, 38,5 qkm
groß, 198 m tief und wird durch das waldige Vorgebirge Kiemen am Westufer in zwei Becken geteilt, von denen das südliche
(obere), zwischen die Voralpenmassive des Rigi und des Roßbergs gebettet, ein ernster grüner Bergsee
ist, während das nördliche sich als breiter, blauer Wasserspiegel, zwischen hügeligen, teilweise flachen Ufern ausdehnt.
Außer zahlreichen Bergbächen nimmt er die Lorze auf. Von seinen Fischen ist die Rotforelle (Röteli, Salmo salvelinus) zu
erwähnen. Die Ufer sind mit Wäldern, Obst- und Weingärten, zahlreichen Landhäusern und Ortschaften geschmückt,
unter denen Zug
und Cham in Zug,
Arth und Immensee in Schwyz
die wichtigsten sind. Die Dampferlinie schließt sich bei Zug,
Immensee und bei Arth
an die Eisenbahnen an.