Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03231.jsonl.gz/1030

Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen.
Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
1.Wer hat die Familien-Initiative lanciert, die am 8. März 2015 zur Abstimmung kommt?
KEYSTONE
Die SVP
Die CVP
Die EVP
Pro Senectute
2.Was will die Familien-Initiative bezwecken?
Alle Mädchen über sechs Jahren sollen von ihrem Wohnkanton einen Apple-Computer erhalten, um die etwaige IT-Begabungen der Mädchen zu fördern und so den Anteil weiblicher Informatikerinnen zu erhöhen.
Familien mit drei oder mehr leiblichen oder im gleichen Haushalt lebenden Kindern sollen von der Steuerpflicht komplett befreit werden.
Die Kinderzulagen sollen von der Steuerpflicht befreit werden und nicht mehr ins steuerbare Einkommen eingerechnet werden.
Alle Familien mit zwei oder mehr Kindern erhalten zum Zweck der Sensibilisierung für die Regenwald-Abforstung ein Familien-Jahresabonnement für die Masoala-Halle im Zoo Zürich.
3.Welches ist das Hauptargument der Befürworter für die Initiative?
KEYSTONE
Die Kinder- und Ausbildungszulagen, die vom Staat ausgerichtet werden um die Kaufkraft der Familien zu stärken, soll der Staat nicht wieder mit der Steuerrechnung kürzen.
Die Steuern sind generell zu hoch. Nur eine gesenkte Steuerrechnung ist eine gute Steuerrechnung.
Das Steuergeschenk an die Familien animiert die Schweizer Bevölkerung, den Geburtenschnitt zu erhöhen. So werden die Familien als Keimzellen der Gesellschaft vergrössert und gestärkt.
Es wird einfacher, die Steuerrechnung auszufüllen.
4.Was ist das Hauptargument der Gegner?
KEYSTONE
Das Steuersystem darf nicht geändert werden. Das verwirrt die Steuerkommissäre, die sich in ihren Routinen umstellen müssten, was teure Umschulungen verursacht.
Die Steuerreform sei unsozial. Die Höhe der Steuerersparnisse steige progressiv zum Einkommen einer Familie, weswegen reichere Familien vom Steuergeschenk profitierten, währenddessen die zahlenmässig weit überlegenen Mittelstandsfamilien nur marginal sparen.
Die Kinder- und Ausbildungszulagen sind so niedrig, dass sich die Steuerersparnisse nur für Familien mit fünf und mehr Kindern direkt auswirken.
Steuergeschenke sind prinzipiell zu verurteilen. Nur eine erhöhte Steuerrechnung ist eine gute Steuerrechnung.
5.Wer sind denn eigentlich die Befürworter der Familien-Initiative?
KEYSTONE
EVP, CVP, SVP und Pro Familia unterstützen die Initiative.
CVP, SP, Grüne und die Partei der Arbeit (PdA) unterstützen die Initiative.
Der Bundesrat und der Nationalrat unterstützen die Initiative.
Die Hells Angels und die Tamil Tigers unterstützen die Initiative.
6.Und wer sind denn die Gegner der Initiative?
KEYSTONE
Die Hells Angels und die Tamil Tigers bekämpfen die Initiative.
Bundesrat, Parlament, alle Parteien links der Mitte, die Grünliberalen, die Städte und die kantonalen Finanzdirektoren raten dazu, die Initiative abzulehnen.
Pro Spezie Rara ist dagegen, Menschen beim Steuernsparen zu helfen. Stattdessen sollen die beibehaltenen Erlöse aus den Steuereinnahmen dem Umweltschutz zu Gute kommen.
Der Verlegerverband Schweizer Presse ist gegen jede Steuergeschenk-Initiative, die nicht direkt den Verlegerverband Schweizer Presse subventioniert.
7.Wie hoch schätzen die kantonalen Finanzdirektoren die Steuerausfälle, die durch die Familien-Initiative ihrer Meinung nach entstehen?
KEYSTONE
12 Millionen Franken.
88 Millionen Franken.
1,621 Milliarden Franken.
767 Millionen Franken.
8.Welche Chancen räumen die Demoskopen um Claude Longchamp der Familien-Initiative ein?
KEYSTONE
Keine Chance. Nicht einmal 10 Prozent der befragten Stimmbürger gaben bei der letzten Umfrage an, die Familien-Initiative der CVP sicher oder wahrscheinlich annehmen zu wollen.
Die Initiative wird es schwer haben, kann es aber noch schaffen. 48 Prozent der befragten Stimmberechtigten antworteten auf die Frage, ob sie zustimmen würden, mit «Ja» oder «eher Ja».
Die Initiative wird sicher angenommen. Über 60 Prozent der Stimmberechtigten gaben beim Abstimmungsbarometer vom 20. Januar an, die Initiative sicher annehmen zu wollen.
Die Initiative steht auf der Kippe. 52 Prozent der Stimmberechtigten gaben an «Ja» oder «eher Ja» zu stimmen. Besonders hohe Zustimmung hat die Initiative an der CVP-Basis und bei Familien mit zwei oder mehr Kindern. Im Verlauf des Abstimmungskampfes tendiert die Zustimmung zu Initiativen jedoch noch zu sinken.
Wir haben mit einem schwulen CVPler gesprochen – das sagt er zum Heiratsstrafen-Dilemma
Der Sieg vor dem Bundesgericht bringt die CVP in die Bredouille: Mit der Neuauflage der Abstimmung über ihre Heiratsstrafe-Initiative kocht die Diskussion über die Ehedefinition im Initiativtext wieder hoch, der den Weg zur «Ehe für alle» verbaut. Der oberste LGBTI-Vertreter der CVP hofft auf ein glimpfliches Ende.
Herr Hungerbühler, die CVP befindet sich in einem Dilemma: Zwar hat sie vor Bundesgericht gewonnen, aber jetzt holt sie die Diskussion über die Ehedefinition wieder ein. Welchen Weg muss die Partei Ihrer Meinung nach jetzt einschlagen?Markus Hungerbühler: Die Schwierigkeit besteht derzeit darin, dass mit der Annullierung der Abstimmung durch das Bundesgericht eine völlig ungewohnte Situation entstanden ist. Das ist ein Novum und deshalb müssen wir jetzt auf jeden Fall die schriftliche …