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1877 wurde am Fusse der Ruine Gesslerburg ein Schopf errichtet. Eingebaut wurden damals eine Fleischbeinstampfe, eine Werkreibe und eine Bandsäge. Der Antrieb erfolgte durch das oberschlächtige Wasserrad. Das Wasser wurde aus einem Weiher oberhalb der Stampfe zugeleitet. Das Knochenmehl war ein begehrtes Düngemittel. Im Verlaufe der Zeit kam es mehrmals zu Handänderungen.
Das Gebäude diente als Wein- und Getränkelager sowie später als Lagerraum für die Wasserversorgung. 1996 wurde ein neues Wasserrad aus Eichenholz mit einem Durchmesser von vier Metern eingebaut. Die Wasserzufuhr musste neu erstellt werden. 1998 wurde die Knochenstampfe nachgebaut. Eine Küssnachter Seniorengruppe ist für die fachgerechte Ausführung und den Betrieb verantwortlich.
Die Knochenstampfe kann für Apéros und kleinere Gesellschaftsfeste gemietet werden. Auskunft und Reservation unter Tel. 041 850 44 82, Wolfgang Lüönd. Gleich daneben befindet sich ein schattiger Rastplatz, als «Schweizer Familie-Feuerstelle» ausgebaut und öffentlich zugänglich.