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der Einheitsmünze und
Bau des
Cavourkanals in der
Lombardei) hat er sich große Verdienste um
Italien
[* 2] erworben. Er starb zu
Bologna. Seine «Ricordi statistici» werden als eine tüchtige
Arbeit bezeichnet; als Dichter ist er schon mit 15 Jahren vor
die Öffentlichkeit getreten. -
Vgl. C. Albicini, Carlo Pepoli, saggio storico (2. Aufl.,
Bologna 1889).
(vom griech. pépsis,
Verdauung), das eigentümliche Ferment, das von der
Magenschleimhaut abgesondert wird und
bei Anwesenheit von Salzsäure die eiweißartigen Körper auflöst und in
Peptone (s. d.) umwandelt. (S.
Magen,
[* 4]Verdauung.)
Künstlich wird das Pepsin aus den Papillen der Schleimhaut des
Magens der Schweine,
[* 5] Lämmer oder Kälber gewonnen, indem man
die Papillen mit einem
Messer
[* 6] ausdrückt und die austretende Flüssigkeit mit einem Schwamme aufsaugt oder mit Wasser auslaugt,
dem man eine
Spur Salzsäure zugesetzt hat.
Aus diesen Lösungen bringt man das Pepsin in feste Form; die hierzu angewendeten
Verfahren sind sehr verschieden.
Das sorgfältig dargestellte Pepsin ist, wie alle andern ungeformten Fermente, eine weiße, amorphe, fast geruch-
und geschmacklose eiweißartige
Substanz, welche in Wasser nicht klar löslich ist. Das Pepsin ist insofern ein rationelles
Arzneimittel,
als die physiol. Versuche ergeben haben, daß die
Verdauung der Nahrungsstoffe im
Magen nur vermittelst
des Ferments Pepsin erfolgt.
Aus der auflösenden Wirkung, die es außerhalb des
Magens auf
Eiweiß,
Fibrin, Muskelfleisch
u. dgl. ausübt, darf man schließen,
daß die geschwächte Magenthätigkeit
(Dyspepsie) durch kleine Gaben Pepsin unterstützt wird, und in der That liegen zahlreiche
günstige ärztliche
Berichte darüber vor. Pepsin hat man deshalb in neuerer Zeit in Form von Pastillen,
Körnern, Pulver (nutrimentierendes Pulver), Elixir und
Wein (s.
Pepsinwein) fabrikmäßig dargestellt und in den
Handel gebracht.
ein stickstoffhaltiges Umwandlungsprodukt, das sich aus dem
Eiweiß der Nahrung im
Magen unter dem Einflusse
des
Pepsins (s. d.), im
Darm
[* 8] durch das Ferment des Pankreassaftes bildet. Man unterscheidet deshalb
Magen- und Pankreaspeptone.
Dieselben sind höchst wahrscheinlich als Hydrationsprodukte aufzufassen, d. h. als
Stoffe, welche aus
dem
Eiweiß durch Eintritt von Wasser in die Eiweißmoleküle entstehen und unter
Umständen durch Wasserentziehung wieder
in
Eiweiß zurückgeführt werden können.
Alle Pepton haben das Gemeinsame, daß sie in Wasser völlig löslich sind, daß sie sehr leicht durch tierische
Membranen diffundieren, daß sie durch
Kochen, durch Zusatz von Salpetersäure,
Essigsäure oder Kochsalz
nicht gefällt werden und daß sie mit
Ätznatron und Kupfersulfat eine schöne purpurrote
Farbe (Biuretreaktion) annehmen.
Die Bedeutung der Pepton für den Ernährungsprozeß scheint darin zu liegen, daß sie nach ihrer Resorption vom
Magen- und
Darmkanal
aus und weiterhin durch das
Blut als teilweiser Ersatz für die während des
Stoffwechsels verbrauchten
Eiweißkörper verwendet werden; wenigstens kann durch
Fütterung mit Pepton neben geringen Mengen
Eiweiß das Leben nicht nur
erhalten, sondern sogar eine Zunahme des Körpergewichts erzielt werden. Da die Pepton vom
Darm sehr leicht resorbiert werden,
so werden neuerdings künstliche Peptonpräparate oder
Fleischpeptone (von Sanders, Kemmerich, Kochs,
Adamkiewicz u. a.) fabrikmäßig hergestellt und in den
Handel gebracht, um bei der
Ernährung derKranken Verwendung zu finden.
Man bereitet dieselben so, daß man Fleisch und andere Eiweißkörper mit einer sehr schwachen Salzsäurelösung zur Quellung
bringt, dann mit
Pepsin versetzt und längere Zeit im Wasserbade einer
Temperatur von 50 bis 60° C. aussetzt.
Das Caseïnpepton wird aus dem
Caseïn der
Milch hergestellt. Die Peptonpräparate haben sich bei geschwächter
Verdauung vielfach
bewährt, doch steht ihr schwer zu beseitigender bitterer
Geschmack der Verwendung sehr im Wege.
(grch.), das «jenseitige Land»,
insbesondere das jenseit,
d. i. östlich, des
Jordans gelegene Land, zur Zeit Jesu neben
Judäa und Galiläa die dritte jüd.
Landschaft in
Palästina.
[* 10]
Ihre Grenzen
[* 11] waren im N. und O. die Gebiete von Pella und
Gerasa,
Städte derDekapolis
(s. d.), im S. das
Reich der Nabatäer (s. d.), im W. der
Jordan. Die jüd.
Bevölkerung
[* 12] war hier, wie in Galiläa, stark mit
der heidnischen gemischt. - Auch festländische Besitzungen, die den gegenüber gelegenen
Inseln gehörten, hießen Peräa, vorzüglich
das der
Insel Rhodus gegenüber liegende Gebiet.