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Bei einer Umfrage der Schweizer Spielergewerkschaft SIHPU sprach sich wenig überraschend eine deutliche Mehrheit der Spieler gegen die geplante Ligareform mit einer deutlichen Erhöhung der Ausländer-Kontingente in der National League aus. Rund 240 der 300 Spieler nahmen online an der Befragung teil, und über 90 Prozent äusserten ihren Widerstand gegen die Reform, mit der die Vereine der obersten Schweizer Liga hoffen, ihre Kosten senken zu können.
Eine solche Massnahme würde die «nachhaltige Entwicklung des Schweizer Eishockeys verschlechtern», schreibt die SIHPU. «Der Nachwuchs bildet die Basis einer erfolgreichen Eishockeynation. Doch ohne Spielpraxis für heimische Spieler in der obersten Liga wird diese Basis geschwächt, was mittel- bis langfristig einen negativen Einfluss auf die Qualität haben wird.» 89 Prozent zeigen sich auch überzeugt, dass die Lohnkosten durch die Massnahme nicht gesenkt würden.
Prominente Unterstützung erhalten sie von Roman Josi, der letzte Saison als bester Verteidiger der NHL ausgezeichnet wurde. «Für mich war es damals optimal, dass ich mit 16 Jahren schon das erste Mal in der ersten Mannschaft mitspielen und später auch eine sehr wichtige Rolle übernehmen konnte», sagte der Captain der Nashville Predators in einer Video-Botschaft. «Wenn es damals schon zehn Ausländer im Team gegeben hätte, wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Ich hätte mich nicht so schnell entwickeln und all diese Erfahrungen in wichtigen Situationen machen können.»
Über die Ligareform, die neben der Erhöhung der Anzahl Ausländer auch eine (fast) geschlossene Liga und ein Financial Fairplay anstrebt, soll in diesem Frühjahr entschieden werden. (pre/sda)