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Der Kolumbianer Juan Gabriel Vásquez zählt zu den bedeutendsten Stimmen der lateinamerikanischen Literatur. In «Die Reputation» (Schöffling 2016, aus dem Spanischen von Susanne Lange) dreht sich alles um den einflussreichen politischen Karikaturisten Javier Mallarino, dem nach einer glänzenden Karriere Kolumbien zu Füssen liegt. Doch dann erhält Mallarino unerwarteten Besuch, und zum ersten Mal wird die Verantwortung für seine Zeichnungen zu einer Bürde. Vásquez, der im Frühjahr 2017 die Dürrenmatt Gastprofessur für Weltliteratur an der Universität Bern innehat, erzählt packend von der Last der Vergangenheit und dem Versagen der Erinnerung. Ein schmales, sinnliches Buch, «das parabelhaft verdichtet ist wie eine Novelle und doch alle epischen Qualitäten eines Romans hat.« (Martin Ebel, Tagesanzeiger)
Juan Gabriel Vásquez wurde 1973 in Bogotá geboren, studierte lateinamerikanische Literatur an der Sorbonne. Er hat unter anderem Victor Hugo und E. M. Forster übersetzt sowie zahlreiche preisgekrönte Erzählungen und Essays publiziert. Seine Werke wurden bisher in 16 Sprachen übersetzt. Heute lebt er als Schriftsteller mit seiner Frau und zwei Töchtern in Barcelona.