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Die Geschichte und das Konzept
Michael Räber wurde im Sommer 2015 erstmals mit den Schicksalen der geflüchteten Menschen in Griechenland konfrontiert. Auf der Rückreise von seinen Ferien begegnete er in Athen Menschen, die ohne irgendwelche Unterstützung, ohne Essen und ohne Trinken auf den Strassen und in den Parks von Athen übernachteten. Kurzerhand beschloss er, alles in seiner Macht Liegende zu tun, um zu leisten. Es folgte ihm seine Familie und viele Freunde und somit entstand die private Initiative Schwizerchrüz (swisscross.help).
Nach vielen Einsätzen auf Lesbos, und Idomeni war Schwizerchrüz mehrere Monate die einzige Volunteer-Organisation in den Militärcamps Sindos und Frakapor (nähe Thessaloniki). Insgesamt 1’200 Menschen waren dort in alten Fabrikhallen untergebracht und über lange Zeit nur mit dem Minimum versorgt. Eine Situation, die schon nach kurzer Zeit zu hoher Frustration und psychischen Problemen führen kann. Die Untätigkeit, der Mangel an Beschäftigung, Bildung, gemeinschaftlichen Aktivitäten und auch die Ausgeschlossenheit von der Lokalbevölkerung aber auch die ständige Unterversorgung setzt den Menschen in solchen Situationen zu. Schwizerchrüz eröffnete Shops und Kleiderboutiquen in denen die Menschen mit einem speziell designten Punktesystem einkaufen konnten. So konnten individuelle Wünsche und Bedürfnisse besser abgedeckt werden, als mit den sonst üblichen Verteilaktionen. Ausserdem erhielten die Menschen die Möglichkeit, eigene Arbeitsbereiche einzurichten oder ihr eigenes kleines Geschäft aufzubauen. So entstanden eine Schneiderei, eine Kaffee-Ecke, ein Falafel-Stand, eine Bibliothek, eine Schreinerei, eine Käserei und ein Coiffure-Salon.
«MIT ihnen, statt FÜR sie»