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Der Heidelbeeranbau stösst vor allem bei Bioproduzenten auf zunehmendes Interesse. Anders als in den USA und Deutschland traten bis jetzt in der Schweiz kaum grössere Probleme mit Schaderregern auf. Heidelbeeren benötigen aber einen leichten, mit organischem Material angereicherten Boden mit einem pH-Wert möglichst unter 5. Solche Böden sind in der Schweiz jedoch selten anzutreffen, weshalb in der konventionellen Produktion häufig Torf zur Bodenverbesserung eingesetzt wird. Im Bioanbau ist dies nicht erlaubt.
Für den Bioanbau hat sich reines Fichtensägemehl als die beste Alternative zu Torf erwiesen. Eine Abdeckung des "Sägemehlbeetes" mit Fichtenrinde in der Startphase wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus. In der Aufbauphase ist es wichtig, dass die Sträucher nie an Wassermangel leiden. Je nach Region muss deshalb eine Bewässerung vorgesehen werden. Als Alternative zum Grabensystem hat das FiBL das kostensparende "GrAmm-System" entwickelt – eine Kombination von "Graben-" und "Damm-System", welche jedoch auf die Verwendung von Plastikfolie verzichtet. Die Regulierung des pH-Werts mit elementarem Schwefel hat eine positive Wirkung auf Pflanzenwachstum und Ertrag.
Nach dem sechsten Versuchsjahr brachten die Varianten Graben und GrAmm ähnliche Erträge, die signifikant besser gegenüber der Variante Damm waren. Das GrAmm-System ist somit eine kostengünstige, ökologische und ertragssichere Variante. Alle zwei oder drei Jahre muss bei diesem System frisches Sägemehl zugegeben werden.
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 28.10.2007