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Drei freistehende Baukörper besetzen den südlichen Teil einer Industriebrache im Zentrum von Baden und widerspiegeln das typologische Muster von Einzelhäusern des frühen 20. Jahrhunderts entlang der Martinsbergstrasse. Der Zugang führt von der Strasse her über einen Vorplatz, eingefasst von Betonmauern und Hecken. Die rückwärtige, tiefer liegende Strasse erschliesst Garagen und Untergeschosse. Hier, wo der Geländesprung den Sockel freilegt, erscheinen die Bauten zusammenhängend, auf der Zugangsseite werden sie als Solitäre wahrgenommen. Die privaten Aussenräume sind, im Sinne des städtischen Wohnens, mit Kies gestaltet und gegen die Strasse mit Mauern begrenzt. Im Sinne von „gestapelten Einfamilienhäusern“ umfasst jedes Haus vier bis fünf Wohneinheiten, aufeinander versetzt um einen zentralen Erschliessungskern organisiert. Dieser teilt die Wohnungen in eine jeweils überhohe Wohn- und Esszone und eine normal hohe Zimmerschicht. Der Wohnbereich, der sich über die ganze Haustiefe von Fassade zu Fassade spannt, alterniert auf jedem Geschoss von der einen Seite des Kerns zur anderen und macht sich so die geringere Höhe der darunterliegenden Räume zu Nutzen. Ein homogenes, durchgängig atmendes Sichtmauerwerk einerseits und grün eingefärbte Betonelemente andererseits bilden als aussen liegende primäre Tragstruktur die Hüllen der Stadthäuser. Dank deren Trägheit bleiben die Raumtemperaturen im Sommer wie im Winter angenehm. Die markante Tiefe der Konstruktion erzeugt – neben ökologischen Vorteilen – eine eigentliche Raumhaltigkeit der Hülle.
Projektdokumentation Nr. 8
Projektdokumentation Nr. 10+12
Publikationen