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Martin Tingvall (piano)
Piano Magico vereint Klavierstile aus dem Norden und Osten Europas und präsentiert zwei herausragende Stilisten und Improvisatoren.
Martin Tingvall wurde 1974 in der südschwedischen Provinz Schonen geboren. Nach dem Besuch eines Musikgymnasiums studierte er zuerst an «Skurups Folkhögskola», dann an der Hochschule für Musik in Malmö Jazzklavier, Komposition und Improvisation. Zwischendurch absolvierte er ein Auslandssemester in Holland an der «Hanzehogeschool», der Hochschule für Musik, in Groningen. Im Jahr 1999 schloss Martin Tingvall sein Studium mit einem Diplomkonzert an der Hochschule in Malmö ab. Kurz darauf zog er nach Hamburg, wo er seitdem als Musiker und als Songwriter mit vielen bekannten Künstlern ganz unterschiedlicher Musikrichtungen – so zum Beispiel Udo Lindenberg, Gunther Gabriel oder Inga Rumpf – zusammenarbeitet. Im Jahr 2003 gründete Martin Tingvall gemeinsam mit dem Bassisten Omar Rodriguez Calvo und dem Schlagzeuger Jürgen Spiegel das Tingvall Trio. Das Trio ist nicht nur deutschlandweit tätig und wurde mit drei ECHOs ausgezeichnet, sondern hat sich inzwischen auch erfolgreich in der europäischen Jazzszene etabliert. Im Jahr 2012 veröffentlichte Martin Tingvall mit «En ny dag» sein erstes Piano-Solo-Album, drei Jahre später erschien nun das zweite Solo-Album «Distance».
Leszek Możdżer & Lars Danielsson (piano/bass)
Wenn der 1971 geborene Pole Leszek Możdżer heute als wichtigste Entdeckung des jüngeren polnischen Jazz und als einer der herausragenden Pianisten der internationalen Szene gilt, dann nicht zuletzt wegen seiner wegweisenden Grenzgänge zwischen Klassik und Jazz. Er ist der große Romantiker unter den europäischen Jazzpianisten. Mit Improvisationen über Themen von Frédéric Chopin begründete er seinen Ruf. Stets klammert sich sein perlendes, anschlagstechnisch unerreichtes Spiel seither an Melodien voller Lyrik und Emotion. Dabei erweist sich Możdżer gleichwohl als überragender Improvisator. Erst mit 18 Jahren kam er zum Jazz, erspielte sich aber schnell Rang und Namen. In seiner Heimat spielte Możdżer mit den wichtigsten Jazzern des Landes wie Tomasz Stańko oder Michal Urbaniak. Seit 1994 bis heute wird er vom polnischen Magazin Jazzforum fast ausnahmslos zum besten Pianisten des Landes gewählt. Die Wahl 2011 des Magazins bestätigt endgültig die Ausnahmestellung, die Możdżer heute im polnischen Jazz hat: Sein ACT-Debüt «Komeda» wurde zum besten Album des Jahres gewählt, und der Künstler zum besten Pianisten wie auch zum besten Musiker. International machte er sich besonders an der Seite des schwedischen Bassisten Lars Danielsson einen Namen. Gemeinsam spielten sie «Pasodoble» (2007) und «Tarantella» (2009) ein. «Jazz at Berlin Philharmonic I/II» präsentiert Leszek Możdżer – Solo, in Duos und sogar im Trio – an der Seite zweier weiterer herausragenden Pianisten: Iiro Rantala und Michael Wollny. «Jazz und Klassik auf Augenhöhe mit Seltenheitswert für Berlin» (Tagesspiegel), «Das war großartig, um nicht zu sagen: Weltklasse» (ZDF), urteilte die Presse über einen unvergesslichen Konzertabend, der als Live-Mitschnitt im Frühjahr 2013 erschien.