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9. November 2022 Einfache Anfrage Mikroplastik in Thurgauer Böden
Einfache Anfrage von Marco Rüegg und Erika Hanhart vom 9. November 2022 (Geschäftsdatenbank)
Bildunterschrift, Marco Rüegg
Mit Schrecken haben wir festgestellt, dass der K-Tipp im Kanton Thurgau am meisten Rückstände von Mikroplastik gefunden hat (siehe Datei unten). Mehr als 118’416 Mikroplastik-Partikel pro Kilogramm Erde wurden in Felben-Wellhausen festgestellt. Auch in Weinfelden 33’676 Partikel pro Kilo. Somit belegen zwei Thurgauer Standorte die Plätze 1 und 3 der Stichproben von Schweizer Ackerböden. Kleinste Plastikteilchen sind gefährlich, sie können sich mit dem menschlichen Blut im Körper verbreiten. Mikroplastikpartikel können sich in den Zellen anreichern und Entzündungen auslösen.
Im Bericht des K-Tipp ist zu lesen, dass jeder Mensch wöchentlich 5 Gramm Plastik verspeist. So viel wiegt eine Kreditkarte.
Wir bitten den Regierungsrat, in diesem Zusammenhang folgende Fragen zu beantworten:
- Ist sich die Regierung der hohen Konzentration durch Mikroplastik bewusst? Warum rangieren zwei Standorte im Kanton Thurgau unter den Top 3 mit der grössten Anzahl Mikroplastik pro Kilogramm Erde?
- Gibt es kantonale Grenzwerte für die Belastung durch Mikroplastik in Böden und Gewässern?
- Welche Messungen wurden bisher durchgeführt und was sind die Resultate?
- Kann die Regierung die Quellen für Mikroplastik in Böden benennen? Welcher Anteil kommt aus der Landwirtschaft, wie viel vom Verkehr und wie hoch ist der Anteil von Mikroplastik aus der Abfallentsorgung?
- Hat die Regierung Kenntnisse, wie sich die Aufnahme von Mikro- und Nanoplastik im menschlichen Körper auswirkt?
- Mit welchen Massnahmen will die Regierung der steigenden Belastung von Mikroplastik entgegenwirken?