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Lästerzunge
Bilder
Besetzung der Lästerzungen:
1992 – 2004: Martin & Leo Gehrer (Brüder)
2005 – 2007: Martin Gehrer (solo)
2008 – 2014: Martin & Leo Gehrer (Brüder)
2015 – 2019: Martin & Cyril Gehrer (Vater und Sohn)
Sammlung der Verse
Lästerzungen machen Fasnachtspause
In eigener Sache
Fast driissg Johr mach i mit dem Tröli
a jedre Fasnacht do de Löli.
I versle, brünzle, dichte, tue
und min Kolleg tuet nüt dezue.
Z’erst de Dick und jetzt de Spiesse –
uf da chan i jetzt langsam schie… verzichte.
Mit some Löli hörsch uuf dichte.
Lästerspruch
Jo, isch au Zyt, dass dä jetzt goht.
S’isch eigetlich scho zwanzg Johr z’spot.
Denn simmer ehrlich, d’Lästerzunge
sind nu so guet weg mer, am Junge!
Sesselkleber
Sangalle stöhnt: «Oh jemine!
De Scheitlin wött bald Abschied neh.»
Theresa goht und d’Merkel bald.
Au i werd’ för de Schiessdreck z’alt.
Nu eine git’s, wo gar niä goht:
De Päuli, dä bliebt Ständerot.
Hugh Hefner +
Da macht en Playboy voll kaputt:
Niä e Decki, all nu blutt.
Jetzt isch er tot, cha nüt meh gspüre;
jo ohni Decki muesch verfrüre.
Debi wär dä no voll agil.
Mit Bettware Fischer, Wädiswil.
# me too
De Toni Brunner hät de Rappel
weg sine Wyber z’Ebnat-Kappel.
Im Stall fangt’s aa: z’erst meised d’Tina,
denn d’Bella, d’Nora, d’Mona, d’Nina:
Und jedi schreit: «Dä triebt’s uf d’Spitze.
Er langt bim Melche all a d’Zitze.»
Verkehrte Welt
De Trump hört uuf als Präsident und goht zur Firma Twitter.
De Putin seit am Kreml tschau und wird sin Babysitter.
Und au de Papst hät gnueg vo Rom und führt jetzt neu e Beiz.
Do passt’s jo no ganz guet is Bild: d’Martullo wird Miss Schweiz!
Mexico
D’Chinese hend ganz wild entschlosse
de Donald Trump is Weltall gschosse.
Dä rüeft vom Mo uus schadefroh:
«Döt one liit jo Mexico.
Da hett i mer nöd z’hoffe traut:
Mini Muur isch jo scho baut.»
De Astronaut frogt: «Häsch Angina?
Diä Muur, wo du gsehsch, diä stoht z’China.»
Lästervers
De Trump zum Murer: «How are you?»
«I am the Ueli und wer bisch du?»
«Hi Ueli, fine, du bisch min Ma.
För d’Muur sött i no Murer ha.»
atemlos
d’Manne hend fast Herzinfarkt:
d’Helene isch jetzt uf em Markt.
De Klöti gseht da eher kesser:
Ehm gfallt de Silbereisen besser!
Reliquien
De Bischof seit am Gehrer gschwolle:
«Chomm, gang uf Prag, go d’Chnöche hole.
De Schädel liit döt tuusig Johr
und du gliichsch dem döt fast ufs Hoor.»
De Zöllner seit am Zoll galant:
«Döre loh, diä sind verwandt.»
Genferei
De Maudet isch i d’Ostschwiz cho
und bliebt am Bahnhof länger stoh.
«Isch habe ganz zu meiner Schande (frz. Dialekt)
diä binär Ühr nischt ganz verstande.»
Do chasch nu säge: «Pierre, c’est dur.
Dü missverstehst nischt nür die Ühr.»
Ranking
Fluecht d’FDP und Petra Gössi,
lacht sich de Maudet eis is Chössi.
Und wötsch e Spese-Ranking gseh,
denn schloot ehn nu no d’HSG.
Handy
Chonnsch vom WC, bisch nervös,
häsch nassi Füess und nassi Stöss.
Denn weiss i grad, wa da bedütet:
Bim schiffe hät dis Handy glütet.
Hockt de Maduro us Versäh
füdliblutt uf’s iPhone 10.
Denn hät sis Display angstverzerrt
weg some «Gsicht» de Code entsperrt.
Blödelvers
Es stinkt der See, die Luft ist rein.
Maduro muss ertrunken sein.
Und d’Wetterschmöcker gind zum Gruess:
«E chli stinke muess’ (es).»
Dornrösli
De Junker chonnt als Prinz, muesch wüsse,
uf Bern go Karin Keller küsse.
Vor Liäbi blind chonnt er i d’Sätz
und küsst bigoscht denn voll diä Lätz –
Er gspüert bim Küsse ei Gestocher:
Hoor uf de Zäh – d’Martullo-Blocher.
Wär’s de Constantin, hetsch nüt meh z’lache.
Dä het am Junker eini bache!
Tschüss & Tschau
Da isch es gsi, noch zwanzg Johr und meh
hend’s d’Lästerzunge langsam gseh.
Drom isch da de letschti Vers.
Danke, schö gsi, tschüss. Da wär’s!
# MeToo
Gsehsch super us, bisch attraktiv,
wohnsch z’Hollywood, bisch jung, naiv.
Häsch Angst, s‘chönnt ein a s’Füdli lange,
denn isch’s dir wiä bim FC gange.
Wobi döt nöd viel besser fahrsch:
Statt Sex git’s döt en Schueh-in-Arsch.
Lästerregel à la FC Sion
Schreit de Trainer: «Jemineh,
mir tuet’s am Füdli huere weh»
und hüpft no wiä es Känguruh,
denn rüeft de Fringer Rolf: «Me too.»
Business Plan
De Silvio söll schiint’s wieder cho
us sim Bunga-Bungalow.
Dä und de Trump und als Scharnier
us Moskau no de Vladimir,
und denn no bitzli Erdowan –
scho hetsch en super Business-Plan
för de absolute Grössewahn.
Lästervers
S’erinneret a Buurehöf mit luter Alpha-Tier.
Irgendwenn chonnt jede dra: De Buur kastriert de Stier.
Jetzt wössed mer’s, es wird üs klar, mer hend’s au voll kapiert,
worom’s halt so viel Ochse git, wo jede gern regiert.
Gülle
Bim Markus Ritter, ehrlich, echt,
schafft im Stall en Türk als Chnecht.
Dä versteckt sin Gülle-Wage,
denn de Erdowan täg Gülen jage.
Naturmuseum
Als Muetter schloht’s dir uf de Mage:
„Kein Iitritt mit em Chinderwage.“
Jetzt gönd diä Müetter halt i d’Chile,
ohni Stress go d’Baby stille.
De Pfarrer freut’s, er isch nöd stur,
so gseht er au mol bitz Natur.
Abrüstung
De Putin luegt z’Amerika de Misses Trump uf d’Bluse
und entdeckt döt guet verpackt en ziemlich grosse Buse.
Er witteret e Terror-Gfohr und rüeft am KGB:
«Diä treit zwei Bombe uf de Brust, da chönnt en Aaschlag geh.»“
De Donald seit zum Vladimir: «Chomm, mach doch kei Komedi:
I ha im Fall en Waffeschy för mini Frau, d’First Lady.
Du muesch kei Angst ha, Vladimir, nu bitzli meh studiere:
Sit wenn cha Botox, guet verpackt, im Blüsli explodiere?»
Hungersnot
Z’Nordkorea sind’s arm dra,
sie sölled nüt meh z’esse ha.
Gsehsch denn de Kim, so jung und frisch,
denn weisch, wo s’Esse ane isch.
No Billag
D’Landfraue-Chuchi isch doch s’Gröschti.
De Albert choched döt e Rösti,
för d’Leuthard no e Suppe-Iilag
und diä schlüerft sie ohni Biilag.
und seit am Rösti bi de Tür:
«E so e Biilag isch mer z’tüür.»
Stadtrot
Wötsch z’Sangalle Stadtrot si,
denn langt e Frau, scho bisch debi.
Anderscht isch’s z’Amerika,
Denn döt muesch s’gröschti Hirni ha.
S’ stimmt au bim Trump, da isch kein Chohl.
Nu isch bi ehm säb Hirni hohl.
Coiffeur
D’Fussball-Nati hät Figure
und dene stönd denn diä Frisure.
Mit Gel uf d’Brusthoor wönd’s jetzt bschiisse,
denn chöned d’Liibli nüme riisse.
Tweet von Trump (in amerikanischem Slang)
# Geg Brazil mönd ihr henä muure,
take my Gel för diä Frisure.
Unfortunately I have chli Stress:
S’Patent, da ghört am Gilbert Gress.
Bergbahnen
«Im Vergliich zum Esel», seit de Buur,
«sind mer im Fall denn gar nöd stur.»
Doch im Toggeburg git’s schiinbar Lüt,
do unterscheidet sich vom Esel nüt.
Waidmannsheil
Wenn ein uf d’Jagd im Thurgau goht
und s’Schof umgheit und d’Wildsau stoht,
denn seit de Vincenz wild entschlosse:
«So Böck han i scho mengi gschosse.»
Lästerzungen second
Dear Mister President, welcome to our updated introduction message about Lästerzungen, the sexiest snitzelbank in Saint Gallen. Like you, we have a very big mouth. And we love Melania and she loves lästerzungen. We have the best jokes. They are like your tweets: No Niveau. We also have many followers. At Saint Gallen Fasnacht they listen to every bullshit we tell them – and they like it. Maybe they are a little bit like your followers. We also love your tax reform. This old guy next to me tried the same thing as president of “Saint Galler Regierung”. But he failed. Like a Mexican. Total disaster. That’s why it’s going to be «Donald first»“. But can we just say «Lästerzungen second»?
Let us do this our way.
In Switzerland we will than say:
It’s done and once more simply ”glunge“:
The highlights from the Lästerzunge!
2017
Hohe Löhne
Luut Tagblatt hät, jo Gopfriedstutz,
de Scheitlin scho en choge Stutz.
Scho klar, dä isch im Rentenalter
und stoht guet föfzeh Stond am Schalter.
Am Schalter obe hät’s e Feld:
«Familieplanig – Chindergeld.»
Als erste Kund chonnt d’CVP,
gnauer gseit de Darbelley.
Lästerregel
De Darbelley, dä froget aa,
ob er diä Sünd go biichte cha.
De Bischof hät nu d’Ohre gwagglet:
«Mer hend’s de Biichtstuehl abe gfagglegt.»
Tierli Walter
En Elefant hend’s döt jetzt kauft
und weisch wiä wird de Jumbo tauft?
Jo klar: «Prinz Charles» – i find da nett –,
will dä so grossi Ohre hät.
D’Camilla murmlet vor sich hi:
«Weg em grosse Rüssel cha’s nöd si.»
Lästervers
Und hend’s au no en Hornochs kauft,
wird dä Martullo-Blocher tauft.
Burka
E Burka, ehrlich, tuet mer leid,
wär eigetlich e super Kleid.
Stülpsch eifach dröber, s’wär de Wahn
för de Köppel und de Erdogan.
No besser wär’s för diä zwei Drache,
me chönnt de Sack no schalldicht mache!
Lästerregel
Häsch Runzle, Furche, Narbe, Falte
und gfallsch drom nüme so dim Alte,
denn bruchsch kei Botox, muesch nöd zügle,
denn treisch e Burka, diä chasch bügle.
Burnout
En Burnout häsch, vereifacht gseit,
wenn d’Decki uf de Öpfel gheit.
Wenn da mol gspüersch, söttsch zum Vergesse,
i s’Fac go s’Menü Surprise esse.
Zum Dessert git’s als Happy-End
e Stube-Decki uf de Grend.
America first
Hät ein e Hoorfarb wiä s’Kamel
und bruucht zum Strähle ziemlich Gel,
denn schlüss i drus – do seichsch i s’Nest –,
vom Kamel stammt au de Rest.
Hohes Gericht
Suecht de Trump uf langi Sicht
en Richter för sis höchste Gricht,
denn git de Götte ehm de Rot:
«Frog d’SVP, diä weiss, wiä’s goht.»
Seit denn de Trump zum Götte: «Mikel,
meine Frage is chli heikel.
Have you for mi in Switzerland,
any Richter second hand?»
«Yes, we have», seit denn de Gimpel,
«very old and very simple.
His name is Güntzel, üse Ma,
grad arbeitslos und wieder z’ha.»
Lästervers
De Güntzel hät us Bürgerpflicht,
d’Weiche gstellt för s’Obergricht.
Mer mached do e Frogezeiche:
Sit wenn hät s’Abstellgleis e Weiche?
Regierung
Vo Abtwil kennsch de Tschirky Boris
vom Bundesrot kennsch d’Leuthard Doris
vo de Regierig kennsch, chomm, säg mer eine;
– mir gohts gliich, i kenn au keine.
Lästerzungen second
Dear Mr. President, welcome to this introduction message about Lästerzungen. The sexiest snitzelbang in Sankt Gallen. Look at this old man next to me, this old funny man. We are the best comedians. In our jokes we also love to treat our women badly, for example our former First Lady, Misses Eveline Widmer-Schlumpf. And she lets us do it. So great. We are tough guys. And we are native Swiss, real Sankt Gallen people, no Mexicans, neither him nor me. We have the best Födleburgers. Nobody knows them, but we have them. And they are all white. Lästerzungen are very smart. Our jokes are so trump. Listen Donald. We totally understand it’s going to be «Donald first». But can we just say «Lästerzungen second»? So great. Lästerzungen: Twelve Points.
Schlussfazit
Und da sinds‘ gsi, wiä immer glunge
d’Highlights vo de Lästerzunge.
2016
Kleinstes Übel
Kein Brand, kein Aeschi und kein Gobbi;
jetzt hend mer halt en andre Globi.
Nebed sechs so super Gschiede
mag’s doch ei so Pumpi liede.
Du häsch jo selber garantiert
vom Pumpi-Bonus profitiert.
à propos Regierungswahlen
s’Tagblatt frogt de Herbert Huser:
«Säged Sie: Wiä schriebt me ‚Loser‘?»
America – great again
Viel besser isch me do halt dra,
als Wähler i de USA.
I am a fan and I will jump:
«We have no Blocher, we have Trump.»
Nachsatz
Am beste wör me beidi Gselle
zur Abschreckig a d’Grenze stelle.
Mit somene Panoptikum
kehred d’Flüchtling selber um.
Rücktrittswelle
De Müller goht, de Brunner au.
De Darbellay seit endlich tschau.
Jetzt müesstisch nu no du, min Alte,
au viellicht e bitzli schalte.
Denn bliebt vo üs zwei Lästerzunge
de Gschieder und säb isch en Junge.
Replik Vater:
Da wör no fehle, so im Ganze:
Wer luegt denn sus uf d’Staatsfinanze?
För’s Geld und so, da lüüchtet ii,
do bruucht’s kei Mami, do bruucht’s mi.
Duplik Sohn:
Doch de Kanton wär besser dra,
hett döt au s’Mami d’Hose aa.
Schweizer des Jahres
Wählt d’Schwiiz de Polo, frog i Sie:
Isch d’Schwiiz oder de Polo uf Extasy?
Lästervers:
Sin Hashtag schriebt er schnell uf Twitter:
«Mini Hasch-Täg mach i wiiter.»
Badeplausch
De Martin Klöti macht gern Sport, am liäbste z’Horn am See.
Er schwimmt, trainiert, isch body-gstählt, da mue me eifach gseh,
Er crawlt und krüzt döt z’mittst im See de guete Albert Nufer.
Do frogt ehn dä: «Komm, Klöti, säg, schwimmschs du a s’ander Ufer?»
CVP-Heiratsstrafe
De Papst träumt z’Rom im Mittagsschlof:
«Wa söll da mit de Hürotsstrof?»
Denn wacht er uuf und frogt no schlau:
«Wa nützt mi da? I ha kei Frau?»
De Klöti frogt sich s’Gliiche au.
Ungeschliffener Diamant
Isch de Christoph nüme tätig
chonnt d’Martullo hochkarätig.
Zum Brillant cha diä nöd riife;
so lang chasch gar kein Rohling schliife.
atemlos
I schlof ganz tüüf und fest im Nescht,
bis d’Frau mer plötzlich d’Kappe wäscht:
«Du träumsch fast wiä e Ständerlampe
vo dere Helen Fischer Schlampe.
Du bisch för diä jo drümol z’alt.
Jetzt gohsch i s’Bad und duschisch kalt.»
Jetzt isch wieder alls im Lot:
Sit em Tatort isch diä tot.
FIFA
Tuet am Blatter alles weh, hät Schmerze und Arthrose,
goht er zum Arzt und macht en Check und hät denn d’Diagnose.
Er mue jetzt Dolo forte neh und kräftig iimassiere
mit gnueg Crème, da isch nöd schwer, er isch jo güebt im Schmiere.
Grossmufti
De Emir chonnt im Flüüger aa, da mue sich jo rentiere.
Er loht in Genf vom Doktor No de Hallux operiere.
Zur gliicher Zyt loht sich en Arzt vom Emir schnell befuuge,
de Fatima grad nebed dra e bitzli Fett abzsuuge.
De Emir seit: «Da bringt doch nüt, da fang i gar nöd aa,
I de Burka gsehsch de Fatima da Fett jo gar nöd aa.»
Lästervers
Packt de Emir d’Burka uus, gseht er sini Diva.
Wa hend diä dere operiert, diä gliicht jo em Mike Shiva.
Liäbe Emir, selber z’schold, isch diä nöd noch dim Gschmack.
Es weiss doch jede Tubel do: Me kauft kei Katz im Sack.
Residenza Signore
Hüllt sich z’Rom im Altersheim e altverschrumpflets Wybli
molto lento Schiib- um Schiibli uus em Kleid samt Liibli,
und seit diä Zweit, wo’s Hüübli treit: «Dir fehlt jo wohl e Schrüübli»,
und isch diä Dritt au schüüli fit und git sich drom e Schüübli,
und stönd diä drü mit Schlotter-Chnü ganz plötzlich oben ohni,
denn sind’s vereint im Altersheim vom Silvio Berlusconi.
Pornostar
De Kim Jong-Un chonnt uf Livorno
und luegt im Kino döt en Porno.
Im Film do blöfft de Roc Siffredi:
«I bi en Hengscht und mi wött jedi!»
Do seit de Kim: «Hör uuf pamphlete,
Du weisch, i ha diä grösst Rakete.»
Wahljahr
Mer Schwiizer sind scho weisch wiä bieder.
Diä letschte Wahle zeiged’s wieder.
De einzig Troscht isch do für mi:
De Mörgeli isch nüm debi.
Sommermärli
De Kaiser Franz, da muess so si,
chonnt im Knast uf Bsuech verbi.
De Ulli Hoeness klatscht Applaus:
«Ich bin ein ein Star, lass mich hier raus.»
Frauenquote
Mer zwei sind au för d’Frauequote
und müehed üs drom au noch Note,
dass mer bald paritätisch sind.
Doch goht üs eifach nöd in Grind,
wer denn för üs zwei so beflüglet,
kocht und wäscht und putzt und büglet.
Tschüss
Mer zwei mit nünzgi, frogt dä mi chli bieder:
«Has leider vergesse, wiä heissisch scho wieder?»
«Macht nüt, liäbe Fründ, chomm mach dir kei Gwösse.
Doch säg mer no schnell: Bis wenn muesch es wösse?»
Schluss:
Wör niemert meh z’Sangalle wohne,
denn müesst me d’Lästerzunge klone.
Denn wär am Schluss no er und i,
so schö chönnt’s do z’Sangalle si.
In eigener Sache
Zwanzg Johr lang han i gwürgt und klopft
und min Kolleg i s’Gwändli gstopft.
Doch da Johr hät’s, es isch vertrackt,
am Gwändli alli Nöht verjagt.
Jo nu denn halt, es isch e so,
drom han i jetzt en Neue gno.
Geistig liit er grad no dine
und goht zum Glück is Gwändli ine.
Replik
I säg bescheide do dezue:
s’Gwicht goht abe, s’Niveau ue.
Top Secret
Gell, Kolleg, s’isch scho horrend,
wa mer för e Regierig hend.
Diä hebed dicht und sind verschwiege.
Nu lönds halt mengmol d’Akte liege.
«Liege loh», wiä’s nu scho tönt;
a s’Liege sind sich diä jo gwöhnt.
Login
Wötsch e sichers Passwort ha,
denn meldsch di mit dim Foti a.
Diä meiste nimmed eis vom Grind,
will’s nöd de Geri Müller sind.
Dä hät weg sine Sommersprosse
s’Foti wiiter one gschosse.
Viellicht hät er sich denkt debi:
s’chönnt schöner als de Zingge si.
Heiliger Stuhl
De Bischof Markus, dä vom Dom,
ghört vom Papst, sim Chef, i Rom,
de Klerus seg, Halleeeluja,
schlimmer fast als Mafia.
De Bischof seit: «Stimmt haargenau:
D’Mafia git’s im Thurgau au:
Dominus vobis cum;
da isch nöd mis Bistum.»
De Bischof Huonder wör entgegne:
«Solang’s nöd schwul sind, chasch es segne.»
Knock-out
Kum hät en SVP-ler arg bedeppt,
e Grüeni z’Zug is Nest abgschleppt,
do wött de Brunner subito
gern mit em Freisinn zemä go.
Do hend sich grad diä Rechte troffe:
De Toni hät diä Tropfe gsoffe.
Modotti Nacktplakat
Kum isch da blutt Plakat döt ghanget,
hät’s am Thomas Scheitlin glanget.
Zu de Frau Adam seit er stiif:
«D’Sangaller sind för da nöd riif.»
Sie seit: «Momoll» und als Bewiis
verwiest sie ehn as Paradies.
Döt sind’s au blutt; sie weiss da gnau.
Sie isch am Adam sini Frau.
Altpapier
D’Stadt Sangalle wird all schönner,
deför wird s’Tagblatt immer dönner:
Nu Leserbrief und Truurazeige
und personell en Ringelreige.
Jetzt seit min Huuswart, gar nöd blöd:
«Diä Zytig z’bündle, lohnt sich nöd.»
Drom rüehrt er jetzt bi üs im Block
de Scheiss direkt in Robidog.
FIFA
D’Wiederwahl, diä lauft doch rund.
De Blatter isch luut Doktor gsund.
s’Herz isch guet, i wör’s no globe,
doch sis Problem hockt wiiter obe.
Lästerregel
Seit de Doktor zum Patient:
«Dis Hirni tuet nu zeh Prozent»,
denn seit de Blatter ganz banal:
«Da langt für mini Wiederwahl.»
Rücktritt
De Pierin Vincenz nimmt de Huet.
De Boris Becker finds no guet.
Um d’Nochfolg isch er voll debi.
Er wött au Bank-Direktor si,
am liäbste vo de Samebank.
Als Tresor gnüegt en Beseschrank.
Brüssel
D’Simonetta, d’Doris, d’Eveline
sind alli chli EU-affin.
Diä gind sich d’Klinke anenand
vom Jean-Claude Juncker grad i d’Hand.
Und jedi schwärmt vom Super-Ma,
will dä so sauguet küsse cha.
Mann und Frau
Gilt „gleicher Lohn für gleiche Leischtung“
auch für Männer ohne Eisprung?
Mini Frau seit: «Muesch nöd rüssle.
Du häsch de Sprung halt i de Schüssle.»
Schuldenschnitt
z’Griecheland herrscht Katzejammer:
Alles mösi undern Hammer.
Kei Pardon kennt d’Angela.
Do mue me fascht scho Mitleid ha.
«Herr Tsipras, du bisch nöd ällei;
i folge au de Frau dehei.»
Doppel-Namen
De Ueli nimmt bim Christof Platz
und stellt e Frog: «Kennsch d’Widmer-Schatz?»
«Dumme Chaib, häsch hüt de Mumpf?
Sicher kenn i d’Meier-Schlumpf.»
Bischöfliches
De Pfarrer z’Bürgle hät, kei Wonder,
en Riesezoff nu weg dem Huonder.
Statt Lesbe oder Protestante,
segnet dä nu Ministrante.
Tschüss
Da isch es gsi, de Aafang isch gmacht:
De erst Uftritt för mi und ehr hend jo glacht.
Drom wör i eu säge, da isch zwor no vag:
Chomm nächst Johr denn wieder, falls dä do no mag.
Pipifurz
Gsehsch ein im Zug, wo bitzli gstresst,
d’Füdlibacke zemä presst
und küücht und schnuuft im Vierteltakt,
als ob’s ehn jetzt denn grad verjagt:
Denn seisch zum Trost dim liäbe Gspänli:
«Du hocksch im Appezeller-Bähnli.»
Im Himmel
De Zeus im Himmel seit zum Schatz:
«Chomm, Hera, mach e bitzli Platz
för en Bischof, s’isch en Schrott,
wo tuet und meint, er seg scho Gott.»
D’Hera goht und frogt denn nur:
«Chonnt dä vo Limburg oder Chur?»
Initiative 1:12
De Berlusconi, s’isch kein Witz,
Chämt liäbend gern zu üs i d’Schwyz.
För ehn als Bunga-Bunga Pro-Aktive
wär eis zu zwölf e Perspektive.
Nachsatz
De Toni schriebt ehm uf Milano:
«Silvio, Silvio, ganz piano.
Du chasch scho cho, au füdli-blutt;
i bsorg dir s’Saisonnier-Statut.»
Und morn liit scho sin Pass parat
z’Sangalle uf em Konsulat.
Sau-Ausländer
De Ueli seit am Hansli schnöd:
«Sau-Usländer seit me nöd.»
«Sicher scho, da isch erlaubt.
Herr Bundesrot, und öberhaupt,
Sie mönd sich do jo gar nöd rüehre,
denn wör mi so en Typ entfüehre,
so wöred Sie sich jo nöd rhode,
und d’Luftabwehr, diä bliebt am Bode.»
För ‚Sau-Entfüehrer‘ und Bandite
do gelted strikti Bürozyte.
Handy
Chonnsch vom WC, bisch nervös,
häsch nassi Füess und nassi Stöss,
denn weiss i grad, wa da bedütet:
Bim Schiffe hät dis Handy glütet.
De Prinz Charles, wiä’s halt so lauft,
hät sich e chlieses Handy kauft.
Doch leider hät’s de Dienst verseit,
es isch ehm grad dör d’Ohre gheit.
D’Frau Merkel hätt’s vor Wuet verjagt:
«De Barack hät mis Handy knackt.»
«Angie-Baby, don’t feel bad, i ha dir’s not verüblet,
wo mer dis Photi gstreamed hend, hemmer’s sofort küblet.»
Mitgefühl
De Schneider-Ammann seit betroffe:
«Gell, Alice Schwarzer, isch domm gloffe …»
Sie git ehm zrogg: «Jawohl, leider,
ist nur der Johann aus dem Schneider …»
Ästhet
De Martin Klöti gseht guet us und isch au en Ästhet,
cha koche, bügle, esst au gern, wa me gar nöd gseht.
Er isch modern und hät Kultur und gfallt drom minre Frau.
För eimol isch da nöd so schlimm: De Manne gfallt er au.
Lästerspruch
Nu z’Russland, ha mer säge loh,
sölled’s meh uf Wodka stoh.
Wersch döt verhaftet und lauft’s fuul,
denn bisch vo Greenpeace oder …. cool.
Lifestyle
De Mörgeli, s’isch allerhand,
goht in Spitol mit Sonnebrand.
s’Gsicht verbrennt, wa wötsch do mache?
Dem seit me Burnout – nöd ganz bache.
Mindestlohn
Weg Sotschi hend’s, mer schiint’s verkehrt,
de Regierigsröt de Compi gsperrt.
Und ohni PC, s’dörf nöd si,
schlofed diä im Büro ii.
Zum Glück git’s döt Bewegigsmelder:
Wer z’erst verwacht, schriebt Sitzigsgelder.
angesäuselt
Chonnt er spot hei und stiegt onder Decki,
frogt sie ehn scharf, worum er sie wecki.
«Weisch, liäbe Schatz, du chonnsch sicher druuf,
mit „S“ fangt s’Wort a und mit „x“ hört’s denn uuf.»
Sie luegt ehn gross a: «Da muesch mer verzelle,
worom söll i z’Nacht no Spitex go bstelle?»
Asterix bei den Helvetern
De Barroso vo Brüssel hät innerlich knickt
en Meldeläufer zum Cäsar uf Rom abe gschickt:
«Wa machsch weg de Gallier e choge Gezeter?
Mer hend au Gallier, nu heissed’s Helveter.
Und s’schlimmst am ganze Null und nix:
De Blocher isch de Troubadix.»
Millieu
En Tschugger vo Zöri, hät me üs gseit,
hät i de Sexbox paar Hübschi flach gleit.
Vor Gricht hät er gmeint, es heg ehm scho gfalle,
nu täg er us Prinzip för s’Liegge niä zahle.
De Valentin Landmann verteidigt ehn so:
«Im ‚Horizontalgwerb‘ chasch flach use cho.»
NSA-Affäre
Dütschland isch total empört:
De Barack chlaut, wa Dütschland ghört.
Ein deutscher Knabe fragt Obama:
«Mein Vater sagt, dies sei ein Drama.»
Obama sagt: «Mach kein Theater.
Er ist in Wahrheit nicht dein Vater.»
Tschüss
Da isch gsi, noch zwanzg Johr und meh,
hät’s de Gschieder vo üüs beide gseh.
Da isch hüt min letschte Vers.
Danke, schö gsi, tschüss. Da wär’s!
Abzocker (2013)
De Lohn bi de KB, wa isch scho debi,
söll höchstens s’Dopplet vom Regierigslohn si.
Zom CEO, wo flueched, seit de Gehrer bequem:
«Erhöched min Lohn, da löst eu s’Problem.»
Lästerhafter Nachsatz
Da wör grad no fehle, i frog mir, för wa,
söll dä öberhaupt e Beförderig ha.
Dä hät scho gnueg Lohn und wenn i so denk,
hend mer mit dem jo sowieso s’Gschenk.
Frauenquote (2013)
Im Unterschied zu de grosse UEFA
hät de Stadtrot jetzt hät wieder e Eva.
Diä Eva heisst Adam und hät e chli gschwolle
am Buschor de Öpfel vom Bau(m) abe gstohle.
Gallus (2012)
Jetzt seit doch ein, wa fallt dem ii,
dä Gallus seg Elsässer gsi.
Da wär, wiä wenn de Blocher lallt,
er seg i d’Widmer-Schlumpf verknallt.
Windfahne (2011)
z’Rorschach hät’s e Fahnestange.
Döt gsehsch e Schwiizer-Fahne hange.
Am Thomas Müller git’s fast d’Krise:
Nu laui Lüftli und kei Bise.
Jetzt suecht er halt, wa wötsch no meh,
s’Luftloch bi de SVP.
Call Center (2011)
Letschti lütet s’Telefon und de Merz nimmt ab.
Es meldet sich e netti Stimm und diä froget knapp:
«Gind Sie, Herr Merz, alt Bundesrot, da wär denn scho de Clou?
Zum Bischof do, im Bistum Chur, e kurzes Interview?» –
«Jo sicher nöd, da lohn i sii, do dröber wachst jetzt Gras.
I ha nu ghört, de Huonder seg no schlimmer als de Haas.
Und öberhaupt, i frog di jetzt, wa du jo sicher weisch,
isch dä so dick und chonnt sin Buuch vom viele Bü … Bü … Bündnerfleisch.»
www (2010)
Wenn i a d’Regierig denk,
jo guet Nacht, denn hemmer s’Gschenk:
Statt www heisst’s hhh:
Hilber, Haag und Hanselma –.
kkk tönt au nöd heller
för Karin, Kölli und de Keller.
Doch s’schlimmst stoht för de Stüür-Verzehrer:
ggg för «Geld gibt Gehrer!»
Bunga Bunga (2010)
Seit d’Tabea ohni BH zu dä Lea:
«Gsehsch, au d’Bea stoht im BH neb dä Thea.»
Und isch au d’Vroni obe ohni neb de Loni,
denn isch da Pressekonferenz vom Berlusconi.
Jo guet Nacht (2009)
Wenn i a d’Regierig denk,
jo, guet Nacht, denn hemmer s’Gschenk:
Do wäred erstens mol drü Fraue,
denn drü Manne und en Schlaue.
– Ehr glaubed wohl as Teddy-Bärli?
Säb vom Schlaue isch e Märli.
Lästerregel
Hend’s achzg Millione fast verloched,
isch es klar, dass d’Volksseel koched.
Und git’s denn glich no bitzli Rubel,
freut sich de Gehrer wiä en Tubel.
Mon Chérie (2008)
De Double U, da mue so si,
trefft de Monsieur Sarkozy.
«Salue, Georges des Etats-Unis,
je vous présente ma Carla Bruni.
Regarde die Body – und de Buse –
chasch drü Woche nüme pfuuse!»
– Seit d’Madame Bush zum Sarkozy:
«Guet för Sie, min schloft all ii!»
Schwarzes Schaf (2008)
De Ueli hät en Geissbock kauft,
de Blocher hät ehn Zottel tauft.
Jetzt hät de Brunner, Gott sei Dank,
för d’Fasnacht au e Schnitzelbank,
und rüeft denn uus: «Uf s’Wörtli Zottel,
reimt sich nüt – bin i en … (Toni).»
A-Probe (2008)
D’Martina Hingis, cha passiere,
muess d’Weisheitszäh go operiere.
De Zahnarzt meint, chum luegt er ine:
«Weisheitszäh hät’s do kei dine!»
Sie wött trotzdem e Sprütze ha,
uf eini meh chäms nöd drufa.
Tel. 111 (2007)
«Jo, grüezi, Fräulein, ha vergesse,
hend Sie vom Stöckling en Adresse?»
«I mue schnell luege, ein Moment,
ob mer so alti Date hend.
Sie globed’s nöd, wa do no stoht:
Dä seg no all Regierigsrot!
I hoff, diä Uskunft macht kei Ärger.»
«Nei! Danke vielmol, Schöneberger!»
Swiss (2007)
Lauft s’Strofverfahre weg de Swiss,
hend diä Type alli Schiss.
Statt rede ghörsch diä Herre lache:
«Weisch, mer wönd kei Fystaub mache!»
Buure-Radio (2006)
Hockt de Buur z’lang am Computer,
liidet d’Küeh am volle Uter.
Singed d’Küeh holladio,
lauft im Stall e Radio.
Het jedi Kueh för d’Wahl e Stimm,
wär’s för de Toni Brunner schlimm.
Weisch, wiä wör’s de Toni strähle,
wör sini Kueh no SP wähle!
5 statt 7 (2005)
D’Regierig seit usgrechnet jetzt,
si seg mit siebe bestens bsetzt.
D’SVP isch sich do schlüssig:
«Sind alli links und öberflüssig.»
Ohni diä (siebe) Linke, wör i wette,
bliebt nu de Gehrer, und dä isch en Nette.
St.Galler Deputation (2004)
Irgendwiä isch da en Hohn:
Sangalle en Agrarkanton.
I ha mit dene z’Bern Beduure:
Mer schicked d’Pia und föf Buure.
Und s’Sahnehübli uf em Butter
isch e luuti Jasmin Hutter!
Es hutteret (2004)
D’Feldbusch und d’Hutter hend beidi e Röhre;
diä Einti isch hübsch, diä Ander e Göre.
Diä Eint macht’s bewusst und stellt sich nu blöd.
Welli das wer isch, säg i doch nöd!
Vogelgrippe (2004)
Frisst wer vom China-Huhn die Strippe,
gibt’s, wer weiss, die Vogelgrippe.
Geht einer mit ’nem Huhn ins Nest,
kriegt er wohl kaum die Hühnerpest.
Bist du ein Vogel, er ein Stripper,
heisst das Virus: Vogel-Tripper!
Bleibt die Spucke weg (2003)
s’Bundesgricht suecht jetzt im Fall
e Huus z’Sangalle und en Stall,
a bester Lag, mit Panorama,
för zwanzg Richter und e Lama!
Windfahne (2002)
Geht Güntzel von der FDP
ein bisschen rechts zur SVP,
denn isch bi beide ganz gediege,
s’Niveau klar noch obe gstiege.
Lange – kurz gedacht (2002)
Hät im OP de Lange chli lang operiert,
Skandal för d’Frau Kessler, sie hät kurz sinniert.
Viellicht söt de Lange chli kürzer operiere,
aber sicher söt d’Kessler chli länger studiere!
Handy (2001)
Chonnsch vom WC, bisch nervös,
häsch nassi Schueh und nassi Stööss,
denn weiss i grad, wa da bedütet:
Bim Schiffe hät dis Handy glütet.
Kult(ur)güterschutz (2001)
Wa üs de Zorn im Hirni staued:
D’Zürcher hend üs d’Schrifte klaued.
Es isch doch scho zum Tüfel hole:
De Christen hetteds scho nöd gstohle.
Debi isch dä au insgesamt
sit de Villmerger Krieg im Amt.
Lästerregel
Tritt Estermann in Zürich kurz,
ist es uns St. Gallern schnurz.
Ist Christens Rückritt all noch offen,
so bleibt uns immerhin das Hoffen …
Ab ins Altersheim (2000)
De BLICK verrotet streng geheim:
De Mäni goht is Altersheim.
Döt trefft er luuter netti Lüt
und hofft uf dopplet oder nüt!
Er glaubt, er trefft i dere Schwetti
au no d’Nella Martinetti.
Denn chönnt er live im Fernseh schmuse,
versinke ime volle Buse
und dörfti hoffe, wör i globe,
er wär bim Gfätterle denn obe.
Expo (1999)
Mer Schwizer befürchtet för d’Expo en Flop.
Triebed mer wieder en Nonsens nonstop.
Gsehsch da Konzept vo de Frau Pippilotti,
bisch wieder zfrede mit em Flavio Cotti.
Weltuntergang (1999)
D’Uriella, sie warnt: «Im 2000 und zwo
wird d’Welt und d’Erde under go.»
De Ogi fleht: «Noch einmal Gnade,
im 2000 und sechs ist Olympiade.»
Es schneielet, es beielet (1999)
Es schneielet, es beielet, es goht en küehle Wind,
de Stadtamma stoht z’Lech im Schnee, es pfieft ehm um de Grind!
Es schneielet, es beielet, es isch e Sauerei,
de Christen hät kei Langlaufski, jetz chan er nüme hei.
Es schneielet, es beielet, z’Sangalle isch me froh,
de Heinz fruschtriert, will niemert rüeft: Er söll doch wieder cho!
Unter der Bettdecke (1998)
De Hillary hät’s schinbar gfalle
uf em Säntis und z’Sangalle.
Als Gschenkli git’s kein Blumetopf,
nei, es Nastuech, mit em Knopf.
S’wär guet de Bill, de choge Simpel,
het uswärts au en Knopf im …. (Pimpel)!
Volkstribun (1998)
De Ogi bewiist, wa d’Schwizer jo wönd,
dass nöd bloss diä Gschiede e Chance hend.
Eine mögt’s liide mit wenig Profil,
doch siebe vo dene sind irgendwiä z’viel!
Aus dem Bundesrat (1997)
Delamuraz, Delamuraz,
wötsch au e Schlückli Féchy ha?
Mais non, mon cher, René Felbèr
süft alli Féchy scho selbèr!
Gold – Silber – Bronze (1997)
De Hoppe rüeft am Götschi:
«I ha ne Kufe, wötsch si?»
«Nei, diä hät zviel Teili,
nimm lieber diä vom Meili.»
Diä schiint mer monotoner,
sus nimm i diä vom Rohner!
D’Medaille weg, en Bschiss, Protest,
för üs stönd Dütschi ufs Podest.
A dem sind nume d’Banke z’schold.
Nähmsch du als Schwizer hüt no Gold?
Stop it Tennis (1996)
D’Steffi spielt Tennis, de Ufschlag enorm;
sie gwünnt jedes Game, isch super in Form.
Wär sie de Rosset, gäb’s weniger Jubel,
daför wär de Vater kein söttige Tubel!
Geld – zählt (1995)
Ebner und Senn;
SBG – und denn?
KB, isch (S)schad –
fertig: Sparad!
Blauhelme (1994)
Blauhelm-Iisatz mit de Schwizer Armee,
wött i, wenn’s goht, liäber nöd gseh.
Somalia verlangt sus, und macht au Rabatz,
för jedi Blessur hundert Kamel als Schadenersatz!
Diä Forderig gäbt, erklärt de Stich Otti,
en personelle Engpass im Departement Cotti!
Sprachrohr Gottes (1993)
D’Uriella vo Gonte, diä hät doch en Tick;
de Geist wött sie heile mit folgendem Trick:
A Badwanne bruchsch, Wasser, wo lauft,
drü Finger zum rühre und en Domme, wo’s kauft.
Tel. 156 (1992)
För d’PTT, do bringt da Laster,
wenig Gfohre, aber Zaster.
Stecksch de Hörer i nen Gummi,
git’s kei Aids und Zyt isch ummi …
Ötzi (1992)
Isch de Ötzi Italiener?
Groschli isch er, glob i ehner.
Vor tusig Johr isch er verschwunde
und s’Hirni hend’s bis hüt nöd gfunde.
Ganz ähnlich isch’s bim Bischof z’Chur:
Döt findsch vo Geist au nu e Spur!
Filmaufnahmen
Folgende Aufnahmen sind vorhanden (externe Links!):