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Bauchspeicheldrüse
Entzündung der Bauchspeicheldrüse Pankreatitis
Lage und Funktion der Pankreas
Bauchspeicheldrüsenkrebs Pankreaskarzinom
Die genauen Ursachen des Pankreaskarzinoms sind heute noch weitgehend unbekannt. Es gibt Vermutungen, dass es einen genetischen Grund dafür gibt, einen solchen Tumor zu entwickeln, allerdings gelten das Rauchen sowie fett- und eiweissreiche Ernährung auch als Risikofaktoren. Die Hauptbedeutung kommt dem Karzinom des Drüsenausführungsganges zu.
Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
Die häufigste Erkrankung der Bauchspeicheldrüse ist die akute Entzündung (Pankreatitis). Sie kann zu einer lebensgefährlichen Erkrankung führen, die primär medizinisch konservativ behandelt wird. Komplikationen der Entzündung und insbesondere die chronische Pankreatitis werden jedoch chirurgisch therapiert.
Wie funktioniert die Bauchspeicheldrüse
Dieses hoch komplexe Organ könnte man gut mit einer
"chemischen Fabrik" vergleichen, die mit zwei verschiedenen
Drüsenarten sieben unterschiedliche Substanzen (Hormone und
Enzyme) herstellt. Der grösste Anteil des Gewebes besteht aus
den Drüsen, die einen laugenartigen Verdauungssaft produzieren
(1,5 Liter pro Tag). Dieser Saft enthält Enzyme und fliesst über
den Ductus Wirsungianus in den Zwölffingerdarm, um die
aufgenommenen Speisen in Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate zu
spalten. Verstreut in dieses Gewebe eingelagert ist der andere
Drüsentyp, die Langerhans Inseln, die das lebenswichtige Hormon
Insulin produzieren, welches unseren Blutzuckerspiegel
reguliert. Bei einer ernsthaften Erkrankung der
Bauchspeicheldrüse mit gestörter Drüsentätigkeit kann es deshalb
zu folgenden Symptomen beim Patienten kommen:
1. Der Verdauungssaft fehlt, somit kommt es zu Vitaminmangel, Gewichtsverlust und Fettstühlen, da die aufgenommene Nahrung nicht mehr zerlegt werden kann.
2. Es wird weniger Insulin produziert, der Blutzuckerspiegel kann nicht mehr adäquat reguliert werden, und der Patient gerät in eine diabetische Stoffwechsellage.
Wo liegt die Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, ist ein 15 Zentimeter langes, schlankes und filigranes Drüsenorgan, welches quer im Oberbauch liegt und in seiner Form einem Spazierstock mit dickem Griff ähnlich sieht. Nimmt man die Wirbelsäule als Körpermitte, dann liegt der dicke Griff (Pankreaskopf) rechts von und vor der Wirbelsäule. Der Pankreaskörper zieht nach links, an der Wirbelsäule vorbei, und geht in den Pankreasschwanz hinüber. Zum Glück liegt dieses zarte Organ, wie in einem dicken "Sandwich" eingebettet, in unserem Oberbauch. Ganz hinten liegt die knöcherne Wirbelsäule; auf dieser ziehen die grossen Blutgefässe (Schlagader und Vene) entlang und unterkreuzen den Kopf des Pankreas. Nach vorne wird die Bauchspeicheldrüse vom Magen bedeckt, rechts werden der Pankreaskopf vom Zwölffingerdarm und links der Pankreasschwanz von der Milz eingeschlossen. Das Pankreasgewebe selbst wird aus vielen kleinen zarten Läppchen gebildet, die wiederum aus Drüsenzellen bestehen. Deren Ausgänge sammeln sich und münden schliesslich im Hauptgang, dem Ductus Wirsungianus, der die Bauchspeicheldrüse horizontal durchzieht und, gemeinsam mit dem grossen Gallengang, im Zwölffingerdarm endet.