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Wissenschaftler des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit untersuchten in Langzeitbeobachtungen den Alkoholkonsum von 283 jungen Erwachsenen. Laut ihren Ergebnissen, die in der Oktober-Ausgabe des Fachjournals «Alcoholism: Clinical & Experimental Research» veröffentlicht werden, scheint das Risiko eines erhöhten Alkoholkonsums im weiteren Leben grösser zu sein, wenn zu Beginn der Pubertät erstmals Alkohol getrunken wurde.
Der Grund sei das Belohnungssystem im Gehirn, welches sich während der Pubertät stark verändere. Das Gehirn sei deshalb in dieser Phase auch anfälliger für Belohnungen, die von Suchtstoffen geliefert werden – und das könne dann Auswirkungen auf den Alkoholkonsum im weiteren Leben haben.
Prägende Lebensphase
Die Forscher sehen in ihren Resultaten einen ersten Hinweis, dass die Entwicklungsphasen eine wichtige Rolle spielen. So zeigen die Untersuchungen, dass das Risiko für einen höheren Alkoholkonsum nicht nur geringer ist, wenn erst nach der Pubertät erstmals Alkohol getrunken wurde, sondern auch, wenn man schon vor der Pubertät erstmals zu Alkoholika greife.
Die Forscher schliessen daraus, dass die Pubertät die für den späteren Umgang mit Alkohol entscheidende Lebensphase ist.