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SCC
Das Transportsystem Swiss Containercars SCC ist eine Entwicklung der Brauerei Feldschlösschen für den Kombinierten Ladungsverkehr (KLV) Schiene/Strasse.
Bis 1974 liess FELDSCHLÖSSCHEN den grössten Teil der Flaschenbiere in 20 regionalen Depots abfüllen. Vor Einführung der SCC erfolgte der Versand ab Rheinfelden in Holzfässer mit 200 Liter Inhalt ("Doppelhektoliterfässer"), welche mit Eis gekühlten Bahnwagen verladen wurden. Da die wenigsten Depots über ein Anschlussgeleise verfügten, mussten die schweren Fässer kurz vor dem Zielort noch auf einen Camion umgeladen werden.
Als der Absatz von Flaschenbieren nach dem zweiten Weltkrieg Jahr für Jahr stark zunahm kam es zu Überlegungen von neuen Transportmöglichkeiten. Hans Wüthrich (1912-2002), Braumeister und Brauereiingenieur, der bereits 1948 die Palettierung bei FELDSCHLÖSSCHEN einführte, entwickelte zusammen mit den SBB und Industrie die SCC und liess sie bereits im Juli 1949 beim Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum eintragen. An der SCC-Entwicklung waren folgende Firmen beteiligt: E. Frech-Hoch AG Sissach, Josef Meyer AG Rheinfelden und Aluminiumschweisswerk AG Schlieren. Im Februar 1950 wurde das CH-Patent 266806 mit dem Titel "Bahntransportbehälter" veröffentlicht.
Anlässlich der Internationalen Containerausstellung von 1951 in Zürich wurden die Behälter erstmals mit dem Produktenamen "Swiss Containercar" präsentiert. Gemäss UIC-Begriffsbestimmungen galten die SCC als "Grossbehälter".
Bis 1958 beschaffte FELDSCHLÖSSCHEN ausschliesslich SCC mit Tankaufbau für die Depotabfüllung. Danach folgten geschlossene und offene SCC für Braumalz, Malztreber und Flaschenbier. Zu Beginn der 60er Jahre waren die SCC für FELDSCHLÖSSCHEN das wichtigste Transportmittel. Insgesamt nahm die Brauerei zwischen 1950 und 1972 nicht weniger als 187 SCC in Betrieb. Als 1974 in Rheinfelden die neue Flaschenabfüllanlage Ost in Betrieb kam, endeten die SCC-Transporte bei FELDSCHLÖSSCHEN mehrheitlich. Bis 2006 waren die letzten Tank-SCC noch für Grossanlässe wie Mustermesse oder Olma eingesetzt.
Bis 1984 beschafften verschiedene Produktionsbetriebe und Transportfirmen alleine in der Schweiz rund 550 SCC. Im Gegensatz zu andern Containerbauarten waren die SCC wesentlich teurer in der Anschaffung, benötigten aber weder Krananlagen, spezielle Camions oder Bahnwagen. Auch im Jahre 2008 werden die SCC noch von Alcosuisse und DSM täglich eingesetzt. 2009 werden die SCC mehrheitlich nur noch auf der Strasse eingesetzt. Die DSM hingegen, setzt ihre SCC ausschliesslich auf der Bahn und werksintern ein.
Zwischen 1959 und 1982 nahm Eidgenössische Alkoholverwaltung (heute Alcosuisse) 40 Tank-SCC in Betrieb.
Foto UGB
Die DSM verfügt nicht über eigene CTW, so dass die SCC auf normalen Flachwagen Bauart Ks verladen werden. Entsprechend sind die Befestigungen aufwändiger und schwerer.
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Wer findet einen SCC?