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Champagner versus Crémant: Wo liegen die Unterschiede?
Immer wieder fragen sich Sekt-Fans: Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Crémant und Champagner? Oft wird der Crémant als preisgünstigere Alternative zum Champagner angepriesen. Der Hauptunterschied liegt in der Herkunft der beiden Produkte: Nur Schaumwein, der in der Champagne erzeugt wurde, darf als Champagner bezeichnet werden. Schaumwein, der genau wie Champagner mittels Flaschengärung hergestellt wird, jedoch nicht aus der Champagne stammt, wird hingegen als Crémant bezeichnet. Die wichtigsten Regionen für die Herstellung von Crémant sind das Elsass, der Burgund und die Loire. In diesen Gebieten sind Terroir und Klima jedoch ganz anders als in der Champagne: Dadurch weicht der Charakter des Crémants von dem des Champagners ab. Nichtsdestotrotz ist der Crémant ebenso wie der Champagner ein besonders hochwertiger französischer Sekt.
Auch die Verwendung der Rebsorten grenzt Champagner und Crémant voneinander ab. Für die Herstellung von Champagner werden hauptsächlich die folgenden Rebsorten verwendet:
- Chardonnay
- Pinot Noir
- Pinot Meunier
Für den Crémant hängt die Auswahl der Rebsorten vom Herstellungsgebiet ab: An der Loire wird beispielsweise gerne Chenin Blanc verarbeitet. Im Elsass kommen hingegen eher Riesling, Pinot Blanc und Pinot Gris zum Einsatz.
Französischer Sekt: Die berühmte Champagne
Die Champagne liegt im Nordosten Frankreichs und geniesst als Weinbaugebiet internationale Anerkennung. In grauer Vorzeit war das Gebiet der heutigen Champagne von Meer bedeckt und bevölkert von Urzeit-Schalentiere. Deren Überreste – Panzer, Schalen und Skelette – sammelten sich nach und nach auf dem Grund des Meeres. Als es Millionen Jahre später verschwunden war, entstand so nach und nach die Kalkschicht aus dem Jurazeitalter, auf der sich schliesslich fruchtbare Erde ablagerte. Dieser Kalkschicht verdankt der Champagner seinen klassischen Charakter, der heute weltweit bekannt ist.
Im Norden Frankreichs ist die Champagne das grösste Weinabbaugebiet. Es umfasst rund 31‘000 Hektar und ist in vier Zonen unterteilt:
- Montagne de Reims
- Vallée de la Marne
- Cote de Blancs
- Aube
In jeder dieser Zonen gibt es geniale Kellermeister, die ihr Handwerk mit Leidenschaft ausüben: So stammt das Prinzip der Cuvée, dem Verschnitt von verschiedenen Weinen, beispielsweise von einem Kellermeister aus der Champagne namens Dom Pierre Pérignon. Noch heute werden die besten Champagner nach dem Cuvée-Prinzip zusammengestellt.
Spitzen-Sekt aus Frankreich: Die bekanntesten Champagner-Marken
Der Champagner ist das Vorbild des Sekts – denn in seiner Qualität ist er nahezu einzigartig. Kein Wunder, denn der Champagner wird unter strikten Regeln produziert: Dazu gehören unter anderem die Handlese, die zeitlich streng vorgegebene Reifezeit, die aufwändige Flaschengärung und der vorgegebene Höchstertrag. Einige Marken haben sich mit ihren exzellenten Champagnern international einen Namen gemacht. Hier die wichtigsten:
Dom Pérignon
Dom Pérignon gilt als der Erfinder des Champagners, weil er die berühmte Flaschengärung erfunden hat – so besagt es zumindest die Legende, stichhaltige Beweise gibt es keine. Dom Pérignon war ein Benediktinermönch, der von 1638 bis 1715 gelebt hat. Sicher ist, dass einer der bekanntesten Champagner weltweit nach ihm benannt wurde – der Dom Pérignon. Hergestellt wird der edle Tropfen auf dem Gelände des einstigen Klosters Abtei Hautvillers. Die Marke Dom Pérignon gehört heute zur weltweit bekannten Firma Moët & Chandon und ist deren Zugpferd. Dem Dom Pérignon liegt eine Cuvée aus Spätburgunder und Chardonnay zugrunde.
Moët & Chandon
Französische Sekte der Extraklasse stammen aus dem Hause Moët & Chandon in Épernay – nicht umsonst ist das Unternehmen weltweiter Marktführer in der Kategorie Champagner. Gegründet wurde das Erfolgsunternehmen im Jahre 1743 von Claude Moët. Inzwischen ist es ein Teil des LVMH-Konzerns. Im Jahre 1833 vererbte Jean-Remy Moët, Claudes Enkel, das Unternehmen zu gleichen Teilen an seinen Sohn Victor Moët und seinen Schwiegersohn Pierre-Gabriel Chandon de Briailles – daher der heutige Name Moët & Chandon. Pro Jahr werden von der Kellerei rund 60 Millionen Flaschen Champagner verkauft – darunter auch der Dom Pérignon.
Krug
Die Champagner-Marke Krug ist ebenfalls Teil des LVMH-Konzerns. Im Jahre 1843 wurde sie von Johann-Joseph Krug aus Mainz gegründet. Das Erstaunliche: Der Zeitraum von der Ernte bis zum Verkauf beträgt bei der Traditionsmarke Krug rund 20 Jahre – jede Flasche ist also ein wahres Luxusgut.
Veuve Clicquot Ponsardin
Wenn es um hochwertigen Sekt aus Frankreich geht, ist auch der Name Veuve Clicquot nicht fern. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1772 von Phillipe Clicquot in Reims. Weitergeführt wurde die Champagner-Marke von Phillipes Sohn Francois, allerdings verstarb er im Jahre 1805. Das Unternehmen ging in den Besitz seiner Frau über – der Witwe Barbe-Nicole Clicquot Ponsardin. Veuve bedeutet zu Deutsch Witwe, was den Namen des Champagner-Hauses erklärt. Barbe-Nicole Clicquot Ponsardin machte das von ihrem Schwiegervater gegründete Unternehmen bekannt und berühmt. Inzwischen ist es ebenfalls Teil des LVMH-Konzerns.
Sie wollen guten Sekt aus Frankreich geniessen? Dann kommen Sie um Champagner und Crémant nicht herum. Wenn Sie mit der Verkostung nicht bis zur nächsten Frankreich-Reise warten wollen, können Sie sowohl Champagner als auch Crémant einfach im Online-Shop von Mondovino bestellen. Alternativ bekommen Sie unsere Produkte natürlich auch in jeder Coop-Verkaufsstelle.