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Albert Rösti bringt am Mittwoch einen fortschrittlichen Vorschlag vor den Gesamtbundesrat: Die Postzustellung könnte auf dreimal wöchentlich reduziert werden, was auch die Abschaffung des bestehenden A- und B-Post-Systems beinhaltet.
Die Reaktionen auf diesen Vorschlag sind in der Leserschaft gemischt. Einige äußern Bedenken hinsichtlich der Servicequalität und des Briefportos, wobei auf die kontinuierliche Preiserhöhung bei gleichzeitiger Verringerung der Dienstleistung hingewiesen wird. Es gibt auch Befürchtungen über eine mögliche Mehrbelastung der Postmitarbeiter durch die veränderte Zustellung.
Ein weiterer Diskussionspunkt ist die jüngste Preiserhöhung der Post. Kritik wird an der Unternehmensstrategie geübt, die sich durch Filialschließungen, Entlassungen und die Monetarisierung bisher kostenloser Dienste auszeichnet. Die Frage nach den Gewinnzielen des Unternehmens wird gestellt.
Andererseits unterstützen viele Leser den Vorschlag, mit der Begründung, dass sich das Kommunikationsverhalten in den letzten Jahren stark verändert hat. Es wird argumentiert, dass eine reduzierte Postzustellung eine sinnvolle Anpassung an die heutige Zeit darstellt, wobei jedoch eine Senkung des Portos gefordert wird.
Laut einer Umfrage versenden nur 10 Prozent der Befragten keine Briefe, während 33 Prozent oft und 49 Prozent gelegentlich Briefe verschicken.
Das A- und B-Post-System, eingeführt im Jahr 1991, könnte einer neuen Regelung weichen, bei der Briefe innerhalb von zwei Werktagen zugestellt werden. Dies stellt eine signifikante Änderung gegenüber der früheren Praxis dar, als die B-Post zur Entlastung des Systems und zur Garantie der Zustellung am folgenden Tag für einen Teil der Briefe eingeführt wurde.