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1919: In Kiew herrschen desolate Zustände. Der Erste Weltkrieg und die russische Revolution haben die alte Ordnung zerstört und die Rotarmisten versuchen, die Macht an sich zu reissen. In diesen Wirren verliert der junge Samson seinen Vater und wird damit zum Waisen.
Rein zufällig findet Samson eine Stelle bei der neu aufgestellten Kiewer Miliz. Dort soll er Verbrechen aufklären, was angesichts der chaotischen Verhältnisse nicht ganz einfach ist. Sein erster Fall ist ein Doppelmord an einem Rotarmisten und einem deutschen Schneider. Ohne Vorwissen und etwas naiv, aber mit viel Engagement und gutem Willen macht sich Samson auf die Tätersuche.
Autor ist bereits bekannt durch den Roman «Graue Bienen»
Der Autor Andrej Kurkow wurde 1961 in St. Petersburg geboren, lebt aber seit seiner Kindheit in Kiew. Er zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen ukrainischen Autoren, bekannt geworden bei uns ist er mit seinem Werk «Graue Bienen».
In seinem neuen historischen Kriminalroman «Samson und Nadjeschda» schreibt Kurkow ironisch und überspitzt über eine Welt, die auseinanderbricht und in der angesichts der Mangelwirtschaft jeder jeden bestiehlt. Ein Lichtblick und auch tröstlich ist Samson, eine liebenswürdige Figur, die in diesem Chaos die Arbeit gut machen möchte.