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Bei der ganzen Diskussion um den anhaltenden Fachkräftemangel geht ein Aspekt völlig unter: Auch für Arbeitnehmende wird es immer schwieriger, einen neuen Job zu finden, der zu ihnen passt. Eine Weiterbildung könnte Abhilfe schaffen.
Auf den ersten Blick erscheine die Situation auf dem Arbeitsmarkt gut, schreibt der Personaldienstleister Robert Half am Mittwoch in einem Communiqué. Trotzdem hätten in einer Umfrage 60 Prozent der Teilnehmer angegeben, dass es heute schwieriger als vor fünf Jahren sei, einen passenden Job zu finden.
Das schlage sich auch in der Dauer der Stellensuche nieder. Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) habe vier bis zwölf Wochen für den letzten Jobwechsel benötigt. Fast jeder Fünfte musste sich bis zu einem halben Jahr und etwa jeder Siebte noch länger um einen neuen Job bemühen.
Digitalisierung verändert Anforderungen
Vor allem die Digitalisierung verändere die Jobanforderungen, schreibt der Personaldienstleister. "Die Digitalisierung schafft zwar eine Reihe neuer, spannender Berufe. Viele Arbeitnehmer sind aber unsicher, welche Anforderungen für diese Jobs zu erfüllen sind und ob ihre Qualifikationen für ihre bisherigen Tätigkeiten noch ausreichen", wird Zerrin Azeri von Robert Half zitiert.
Zudem hätten Arbeitsuchende oft den Eindruck, jüngere, digital versiertere Bewerber seien im Vorteil. Arbeitnehmer, die einen Jobwechsel anstrebten, sollten sich daher genau erkundigen, welche Anforderungen für den gewünschten Job zu erfüllen seien. Gegebenenfalls sei auch über eine zusätzliche Qualifizierung nachzudenken.