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Solarenergie, bzw. Sonnenenergie, bezeichnet die Energie, die in der Sonnenstrahlung enthalten ist. Photovoltaik-Module (auch Solar Panels genannt) wandeln die Sonnenstrahlung in elektrischen Strom um. Man nennt ihn Solarstrom. Das physikalische Phänomen heisst photovoltaischer Effekt.
Die Sonne liefert der Schweiz jährlich 220-mal mehr Energie, als die Bevölkerung und Wirtschaft benötigt. Die Solarenergie kann fossile Brennstoffe ersetzen und Umweltbelastungen wie CO2 reduzieren. Zudem fallen weder radioaktiven Abfälle an, noch bestehen Sicherheitsrisiken und internationale Abhängigkeiten. Die Nutzung dieser Energiequelle ebnet den Weg zu einer sauberen, sicheren und unabhängigen Energieversorgung für die Schweiz.
Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden können theoretisch 40 Prozent des Stroms produzieren, den die Schweiz aktuell jährlich verbraucht. Bereits 2025 könnte die Photovoltaik 12 Milliarden Kilowattstunden oder 20 Prozent des heutigen Strombedarfs liefern. Das ist die Hälfte des heute mit AKW erzeugten Stroms. Sonnenenergie, Wasserkraft sowie Energie aus Biomasse, Wind und Erdwärme rücken die Energiewende – das Ersetzen der Energie aus fossilen und nuklearen Quellen – in greifbare Nähe.
In der Schweiz liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund 1’100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Die höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1’400 kWh. Ein typischer Haushalt braucht rund 3000 kWh pro Jahr. Damit ist in der ganzen Schweiz genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um eine Solaranlage effizient zu betreiben.
Die Zukunft der Energieversorgung ist dezentral, d.h. der Strom wird dort produziert, wo er gebraucht wird. Um Strom über tausende Kilometer zu transportieren fehlen die Leitungen, zudem entstehen grosse Übertragungsverluste.
Der Einsatz von Solarenergie vermindert die Abhängigkeit von Öl-, Gas- und Uranimporten aus krisengeschüttelten Weltregionen und den Abfluss von Milliardenbeträgen aus unserem Land. Dies bedeutet eine grössere Versorgungssicherheit.
Die Zeit der Bandenergie – der gleichmässigen Produktion einer konstanten, grossen Energiemenge – ist vorbei. Die Zukunft gehört der intelligenten Vernetzung der erneuerbaren Energie aus Sonne, Wasser, Wind, Biomasse und Erdwärme.
Beim Strom braucht es zur Winterversorgung ergänzend zur Photovoltaik Wasserkraft, Windenergie und Biomasse-Kraftwerke. Bei der Wärmeversorgung muss primär dafür gesorgt werden, dass mit zeitgemässer Isolation der Verbrauch sinkt.
Alle Dachflächen mit einer Ausrichtung von Südost bis Südwest und einer Neigung um 30° sind geradezu prädestiniert für PV-Anlagen. Aber auch jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht steiler als 20° nach Norden ausgerichtet ist, eignet sich gut für Solaranlagen. Dächer mit Ausrichtung Ost-West werden dank sinkender Anlagepreise immer attraktiver und verdrängen sogar auf Flachdächern immer mehr die klassische Südausrichtung. Photovoltaikanlagen lassen sich auch an Fassaden effizient betreiben.
Die bestehenden Siedlungsflächen der Schweiz genügen, um das Land zu einem wesentlichen Teil mit Solarstrom zu versorgen. Auf bereits vorbelasteten Flächen, zum Beispiel entlang von Autobahnen und Schienenwegen oder auf Lawinenverbauungen, kann eine Nutzung jedoch in Erwägung gezogen werden. Es gilt dabei, das Verhältnis zwischen dem Einfluss auf das Landschaftsbild und dem Energieertrag der Anlage im Auge zu behalten.
Die rund 500 Verbandsmitglieder von Swissolar bieten rund 10'000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus entdecken internationale Firmen aus der Solarenergiebranche die Schweiz als Standort. Die Schweizer Photovoltaik-Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 1.7 Milliarden Franken, mehrheitlich durch Export.
Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden ein Energieertrag von 150 kWh pro Quadratmeter und Jahr. 20 m2 Modulfläche produzieren ungefähr den jährlichen Strombedarf eines 3- bis 4-Personen-Haushalts mit typischem Stromverbrauch.
Die Hersteller von Photovoltaik-Modulen geben Garantien zwischen 20 und 30 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt bei 30–40 Jahren. Generell ist eine Photovoltaik-Anlage sehr wartungs- und störungsarm.
Fast alle wichtigen Anbieter von Photovoltaik-Modulen sind im Verband PV Cycle zusammengeschlossen und entwickeln dort zurzeit ein freiwilliges Rücknahme- und Recyclingkonzept.
In der Schweiz wurde 2015 eine vorgezogene Entsorgungsgebühr für PV-Module eingeführt, welche durch die Stiftung SENS verwaltet und in Rechnung gestellt wird.
Die in der Schweiz verwendeten Solarmodule bestehen aus kristallinem oder amorphen Silizium. Silizium ist nicht giftig und wird aus Quarzsand gewonnen. Zusätzlich gibt es auch Dünnschichtmodule (CIGS-Technologie), die einen immer grösseren Marktanteil erreichen, da sie ideal für die Bedingungen in der Schweiz sind.
Anteilsmässig bestehen Panels zu 80–96% aus Glas, zu 10–19% aus Metall und Kunststoff sowie zu 0.1–0.2% aus Halbleitermetallen. Glas und Aluminium werden wieder verwertet.
Die umstrittenen Photovoltaik-Module aus Cadmium-Tellurid kommen in der Schweiz nicht zum Einsatz. Doch sogar sie haben eine hervorragende Ökobilanz.
Dieses Gerücht geht auf die Fünfzigerjahre und auf Solarmodule zur Stromversorgung von Satelliten zurück. Dabei wurde der Energie-Rücklaufzeit keine grosse Bedeutung beigemessen.
Heute liegt die Energie-Rücklaufzeit je nach Technologie in unseren Breiten bei etwa zwei Jahren, Tendenz sinkend. Bei Dünnschichtmodulen beträgt die Energie-Rücklaufzeit sogar nur etwa 9 Monate. Bezogen auf die lange Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren also ein ausgesprochen guter Wert.
Dank des neuen Raumplanungsgesetzes sind seit 2015 Solaranlagen in den meisten Fällen bewilligungsfrei, jedoch besteht eine allgemeine Meldungspflicht. Grundsätzlich hat jeder Kanton seine eigenen Verfahren. Erkundigen Sie sich auf der Bauverwaltung ihrer Gemeinde.
Keine Sorge - die Einbausysteme sind sicher und hunderttausendfach erprobt. Sollte einmal dennoch ein Fehler passieren, garantiert der Handwerker für seine Arbeit.
Eine standardisierte Photovoltaik-Anlage ist heutzutage in maximal einer Woche komplett installiert. Bei Kleinanlagen sind es ein paar Tage. Eine PV-Anlage arbeitet mit hoher Spannung. Diese Arbeiten sollten deshalb von unseren erfahrenen Spezialisten durchgeführt werden. Ihre Einsatzmöglichkeiten sprechen Sie am besten mit unserem Projektleiter ab.
Ja, die Kabel von den PV-Modulen zu Wechselrichter können in der Regel auch nachträglich einfach verlegt werden und sind nach der Installation kaum sichtbar.
Wir empfehlen dem Anlagenbetreiber/der wo möglich, eine Reinigung im 2 – 3 Jahres-Rhythmus. In städtischen Gebieten oder Standorten mit erhöhter Verschmutzung (z.B. Kamin) kann ein kürzeres Intervall sinnvoll sein. Die Reinigung darf nur analog zu einer Fensterreinigung mit entmineralisiertem Wasser und einem glasschonendem Schwamm (z.B. Autoschwamm) erfolgen. Von der Verwendung von Seife raten wir ab.
Alle marktgängigen Module sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Gegen Blitzschlag sollten die PV-Module nur an die Blitzschutzanlage des Hauses angeschlossen werden (falls eine existiert).
Die Versicherungsdeckung ist von Kanton zu Kanton verschieden. Melden Sie die Solaranlage umgehend bei Ihrer Gebäude-Versicherung an, damit diese in den Versicherungsschutz aufgenommen wird. Wollen Sie Ertragsausfall und anderes abgesichert haben, ist eine zusätzliche PV-Versicherung vorzusehen. Einige Gebäudeversicherungen bieten Schutz von Solaranlagen. Bei Fremdanlagen (Dachvermietung) ist eine private Versicherung notwendig.
Dank dem neuen Raumplanungsgesetz wird seit Mai 2014 für Solaranlagen in vielen Fällen keine Baubewilligung mehr benötigt. Es genügt eine Meldung bei der zuständigen kommunalen Behörde. Grundsätzlich hat dabei jeder Kanton seine eigenen Verfahren. Erkundigen Sie sich bei der Bauverwaltung ihrer Gemeinde.
Bei unsachgemässer Installation, mangelhaften Komponenten oder bei Tierverbiss der Kabel (z.B. durch Marder) kann die Gefahr eines elektrischen Kurzschlusses und damit eine Brandgefahr bestehen. Bei unsachgemässer Montage sind zudem Sturmschäden möglich. Gegen abrutschenden Schnee sind - wenn nötig - Schneefanggitter zu montieren. Die von Swissolar zertifizierten Solarprofis® sind Garanten für eine sachgemässe Installation mit geeigneten Komponenten.
Am besten wenden Sie sich an die Solvatec AG unter <email-pii> / Tel. 061 690 90 00 oder an Ihre LANDI mit Solar.