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<h2>SubmittedText<h2><p>Am diesjährigen Eignungstest (EMS) werden 3754 Kandidatinnen und Kandidaten für 793 Plätze in der Humanmedizin antreten, 496 für 150 Plätze in der Veterinärmedizin. Der Erfolg hängt stark vom Besuch von privaten, kostenpflichtigen Vorbereitungskursen ab. Veterinärmedizin kann man nur in Bern und Zürich studieren. Der EMS kann in Französisch abgelegt werden, die Vorbereitungskurse werden aber nur in Deutsch angeboten.</p><p>Damit werden Kandidatinnen und Kandidaten aus der Romandie diskriminiert.</p><p>Was gedenkt der Bundesrat dagegen zu tun?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Da die Anzahl Anmeldungen für ein Medizinstudium die Kapazitäten der kantonalen Universitäten deutlich übersteigt, beschränken verschiedene Hochschulen den Zugang zum Medizinstudium mittels Eignungstest, des sogenannten Numerus clausus: die Universitäten Basel, Bern, Freiburg, Zürich; für die Veterinärmedizin die Universitäten Bern und Zürich. Dieser Test stellt fest, ob jemand geeignet ist, das Medizinstudium erfolgreich zu absolvieren. Diese Art der Zulassungsbeschränkung hat sich bewährt und garantiert eine qualitätsorientierte Auswahl der Studierenden.</p><p>Das Zulassungsverfahren wird von der Rektorenkonferenz Swissuniversities organisiert und erfolgt mittels Eignungstest (EMS), der vom Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik am Departement für Psychologie der Universität Freiburg vorbereitet wird. Rund um diesen Eignungstest haben sich kommerziell orientierte Anbieter von deutschsprachigen Trainingskursen etabliert. Tatsache ist aber, dass der EMS kein Fachwissenstest ist, für den man private Trainingskurse braucht. Wie der Bundesrat bereits in seiner Antwort zur Motion 15.3687 ausführte, ist der Eignungstest in seiner heutigen Form nur bedingt trainierbar: Die Erfolgsquote der Studienbewerberinnen und -bewerber, die sich mit öffentlich zugänglichem Material, u. a. mit den Originalversionen des Tests, in drei Sprachen vorbereiten, unterscheidet sich nicht signifikant von derjenigen der Studienbewerberinnen und -bewerber, die sich über kommerzielle Kurse vorbereiten. Der Test selbst wird zudem nicht nur übersetzt, sondern bei der Auswertung auch sprachorientiert adaptiert. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass alle Bewerberinnen und Bewerber die gleiche Chance haben, sich mit öffentlichem Material in drei Sprachen auf den EMS-Test vorzubereiten, und dass es nicht am Bund ist, den privaten Markt für kommerzielle Vorbereitungskurse zu regeln bzw. für ein französischsprachiges Angebot zu sorgen.</p>