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In Frankreich haben sich die grossen Hersteller gegenüber der Regierung dazu verpflichtet, die Verhandlungen mit dem Detailhandel um Konsumgüterpreise wieder aufzunehmen. In einem Treffen mit dem Wirtschaftsminister Bruno Le Maire vom 17. Mai einigten sich der Industrieverband Association nationale des industries alimentaires Ania und das Institut de liaisons des entreprise de consommation Ilec darauf, dass die 75 grössten Industrieunternehmen bei Lebensmitteln und Non-Food bis Ende Mai die Verhandlungen wieder aufnehmen, wie das Portal Processalimentaire schreibt. Das Ziel ist es, die Inflation bei den Konsumgütern, die im April 15% betrug, im Laufe des Sommers 2023 zu reduzieren.
Verhandelt werden soll dort, wo seit März 2023 einer der Kostenblocks für die Hersteller um 20% gesunken ist, wie es weiter heisst. Die Verhandlungen würden im Rahmen der Gesetze Egalim 1 und Egalim 2 geführt, die Unternehmen seien verpflichtet, verlangte Preissenkungen nicht auf die landwirtschaftlichen Produzenten abzuwälzen.
Von der Regelung für Neuverhandlungen sind die KMU, die in der Association des entreprises de produits alimentaires élaborés Adepale organisiert sind, ausgenommen. Der Verband begrüsste dies, die besonderen Schwierigkeiten der KMU würden in der Regelung nicht berücksichtigt. Die KMU stellten bei den verschiedenen Inputs grosse Preisschwankungen fest und seien an Jahresverträge gebunden, insbesondere bei der Energie, sagte Jérôme Foucault gemäss Processalimentaire.
Auch in der Milchbranche wird es keine Neuverhandlungen geben. Wirtschaftsminister Le Maire anerkannte, dass die Milchverarbeiter zur Erhaltung der Kaufkraft und zur fairen Bezahlung der Milchproduzenten beigetragen hätten, ihre Margen seien durch hohe Produktionskosten bereits klein. «Um die Branche zu unterstützen und weiterhin investieren zu können, müssen wir unsere fairen Preise beibehalten», wird Eric Forin, der Präsident des Milchverarbeiterverbandes Syndilait, zitiert.