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FREIBURG Die Freiburgische Milchwirtschaft sei «führungslos» und von Eigeninteressen der Akteure geprägt, kritisierten letzthin Milchproduzenten an Bezirksversammlungen namentlich die Exponenten des Freiburgischen Milchverbandes. Diese Kritik, das «Hüst und Hott» und die Verunsicherung bei der bäuerlichen Basis sind inzwischen bis zur Direktion der Institutionen sowie der Land- und Forstwirtschaft (ILFD) vorgedrungen. Sie hat am 5. März die Exponenten der Freiburgischen Milchwirtschaft zu einem «runden Tisch» versammelt, um über die Milchwirtschaft nach der Aufhebung der Kontingentierung ab dem 1. Mai 2009 zu beraten.
Im Rahmen dieses Austausches der Standpunkte wurden allgemeine Optionen formuliert und festgehalten, dass es ein Mindestmass an Regulierungsmassnahmen brauche. Auf nationaler Ebene wird «eine minimale organisatorische Struktur» gewünscht, welche es den regionalen Produzentenorganisationen oder Branchenverbänden ermögliche, Milchmengen und Preis zu optimieren.
«Gemeinsame Resolution»
Die formulierten Optionen stellten eine Alternative zum nationalen Verkaufspool für Molkereimilch dar, wird in der Pressemitteilung vom Mittwoch ausgeführt. Es sei nämlich zu befürchten, dass mit dem Verkaufspool die Beziehungen zwischen Produzenten und Verwertern verloren gehen und ebenfalls die Rückverfolgbarkeit des Produktes nicht mehr gewährleistet werden könnte.
Aufgrund des gegenwärtigen Standes der Diskussion ist daran zu erinnern, dass die Akteure gegen eine Bündelung des Angebotes sind. Damit sollte nämlich die Marktposition gegenüber den Abnehmern verbessert werden. Als Teilnehmer an diesem «runden Tisch» durfte deshalb von ihnen keine andere Meinung erwartet werden. ju