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Die Ölpreise haben am Dienstag an die Verluste vom Wochenauftakt angeknüpft und sind weiter deutlich gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai lag am Mittag bei 38,41 US-Dollar. Das waren 1,11 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April fiel um 1,02 Dollar auf 36,16 Dollar.
Händler erklärten die fallenden Ölpreise mit der Förderpolitik des Iran. Das Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte bei einem Besuch des russischen Ölministers Alexander Nowak in Teheran weiterhin kein Interesse gezeigt, die Fördermenge wie von Russland und Saudi-Arabien angestrebt auf das Januar-Niveau zu begrenzen. Aus Kreisen der Opec heisst es, dass die Gespräche über ein Einfrieren der Fördermenge im April fortgesetzt werden sollen.
Iran spielt nicht mit
«Der Iran weigert sich aus nachvollziehbaren Gründen, zum aktuellen Stand an einer Vereinbarung auf Produktionsobergrenzen teilzunehmen», kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank. Ihrer Einschätzung nach scheint das Überangebot an Rohöl am Ölmarkt wieder stärker Beachtung zu finden. Zuvor habe der Fokus stärker auf dem Rückgang der US-Ölproduktion gelegen. Wegen des günstigen Ölpreises wurden in den USA zuletzt zahlreiche Bohrlöcher ausser Betrieb genommen.
Der Preis für Opec-Rohöl fiel zuletzt ebenfalls deutlich zurück. Das Opec-Sekretariat meldete am Dienstag, dass der Korbpreis am Montag 34,74 US-Dollar betragen habe. Das waren 88 Cent weniger als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 13 wichtigsten Sorten des Kartells.
(sda/ise/ama)