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Die Gesellschaft steht bezüglich globaler Ernährungssicherheit grossen Herausforderungen gegenüber. Die internationalen Entwicklungen seit der Krise um die Nahrungsmittelpreise 2008 haben deutlich neue Risiken gezeigt. 2012 hat das Bundesamt für Landwirtschaft entschieden, diese Risiken zu identifizieren, zu quantifizieren und zu priorisieren sowie den daraus resultierenden Handlungsbedarf abzuleiten. In einer Literaturanalyse (Teilprojekt 2) wurde anhand vorhandener grundlegender globaler Publikationen eine Analyse betreffend der Ernährungs- und Ressourcensituation und den diesbezüglichen Prognosen erstellt. Aufgrund der Literaturanalyse werden sieben Haupteinflussfaktoren für die Zukunft des globalen Ernährungssystems identifiziert: (i) das Bevölkerungswachstum, (ii) der Klimawandel, (iii) die Konkurrenz um die natürlichen Ressourcen Land, Wasser und Energie, (iv) sich ändernde Ernährungsmuster und Konsumpräferenzen, (v) der Anstieg und die Volatilität der Nahrungsmittelpreise, (vi) die wachsende vertikale Integration der Nahrungsmittelwertschöpfungsketten, sowie (vii) der technologische Fortschritt. In sechs Themenbereichen werden Schlussfolgerungen für die Schweiz abgeleitet, für die jeweils Handlungsfelder und Interventionsmöglichkeiten vorgeschlagen werden: (i) Landwirtschaftliche Produktion, (ii) Ökologie, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz, (iii) Ernährungsmuster, (iv) Handelspolitik und die Rolle von globalen Agrarkonzernen, (v) Forschung und Innovation, sowie die (vi) Internationale Zusammenarbeit.
Schweizer Landwirtschaftsbetriebe geben überschüssigen Hofdünger für die ausgeglichene Nährstoff-Bilanz an Betriebe mit freien Aufnahmekapazitäten oder an Kompostier- und Vergärungsanlagen ab. Die Transportmengen von Hof- und Recyclingdünger und damit auch die Transportkosten nahmen von 2015 bis 2020 deutlich zu.
Die Beschäftigung im Agrarsektor ist in vielen europäischen Ländern besonders in der Nutztierhaltung rückläufig. Direktzahlungen können diesem Trend entgegenwirken und zu mehr – vor allem weiblichen – Familienarbeitskräften auf dem Betrieb führen.
Trotz der aktuellen Herausforderungen wie des Kriegs in der Ukraine oder des Klimawandels ist der Schweizer Ernährungssektor relativ resilient. Zu diesem Schluss kommt der Bericht von Agroscope im Auftrag des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung.