Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03278.jsonl.gz/1947

Die Gemeinde Ehrendingen liegt im Bezirk Baden. Sie ist umgeben von den Nachbargemeinden Ennetbaden und Wettingen im Süden, Freienwil und Lengnau im Westen, Schneisingen im Norden und die sich bereits auf Zürcher Boden befindenden Gemeinde Niederweningen im Osten.
Ehrendingen ist flächenmässig mit ihren 731 Hektaren die neuntgrösste Gemeinde im Bezirk Baden. Davon sind 200 ha bewaldet und 112 ha überbaut.
Funde beweisen, dass die Gegend nördlich der Lägern bereits während der Jungsteinzeit und der Bronzezeit besiedelt gewesen war. Die erste urkundliche Erwähnung von «Aradingin» erfolgte im Jahr 1040. Der Name ist alemannischen Ursprungs und bedeutet «bei den Leuten des Arinrat». Im 11. Jahrhundert erwarb das Kloster Einsiedeln grossen Grundbesitz. Das Kloster Elchingen bei Ulm tauschte 1150 seine Besitztümer mit dem Kloster Sankt Blasien. Im Laufe der Zeit nahm das Kloster Wettingen eine dominierende Stellung ein. Mit der Bezeichnung «in Eredingen villa inferiori» wurde 1261 in einer Urkunde das kleinere Unterehrendingen erstmals vom grösseren Oberehrendingen unterschieden. Landesherren waren die Habsburger.
1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau und Ehrendingen war fortan der Hauptort des gleichnamigen Amtsbezirks in der Grafschaft Baden, einer gemeinen Herrschaft. Sowohl die niedere wie auch die hohe Gerichtsbarkeit wurden durch den Landvogt in Baden ausgeübt.
Im März 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Ehrendingen wurde eine Gemeinde im kurzlebigen Kanton Baden und gelangte 1803 zum neu gegründeten Kanton Aargau. 1825 wurde Ehrendingen in die beiden selbständigen Gemeinden Ober-und Unterehrendingen aufgeteilt. Beide Dörfer, die damals noch räumlich getrennt waren, wurden durch grosse Brände heimgesucht; 1821 in Ober- und 1832 in Unterehrendingen (wo darüber hinaus das Schulhaus eingeäschert wurde).
Bis in die 1950er wuchs die Einwohnerzahl nur leicht, in Unterehrendingen ging sie zeitweise sogar zurück. Doch dann setzte bedingt durch die Nähe zu Baden und Zürich eine verstärkte Bautätigkeit ein. Die Einwohnerzahl stieg rasch an und die Bebauung wuchs zusammen. Die beiden Dörfer entwickelten allmählich eine gemeinsame Identität und beschlossen 2003 die Wiedervereinigung. Am 1. Januar 2006 entstand nach einer Unterbrechung von 181 Jahren die Gemeinde Ehrendingen wieder.
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: «Gespalten von Blau mit aus der Teilungslinie schreitendem gelbem Hirsch und von Weiss mit ausgerissener grüner Tanne.» Das am 1. Januar 2006 eingeführte Wappen vereint Hirsch und Tanne, die Symbole der Wappen von Ober- und Unterehrendingen