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Seat - Qualität aus Spanien
Die spanische Volkswagentochter fertigt seit den letzten Jahren in Kooperation mit Volkswagen und Audi günstige Fahrzeuge für den weltweiten Markt. Aus einem Staatsunternehmen wurde ein wettbewerbsfähiger globaler Hersteller, der in aktuell in 77 Ländern vertreten ist. Zudem ist Seat auch im Motorsport präsent.
Spanische Fertigung zum niedrigen Preis
Seat ist eine Marke der Volkswagen Gruppe. Sie baut Autos, die sich in ihrer Konstruktion VW oder Audi-Modellen ähneln und auf den gleichen Märkten verkauft werden. Gefertigt werden die Fahrzeuge seit der Gründung 1950 im spanischen Martorell. Das aktuelle Logo zeigt ein großes S über dem Firmennamen. Die heutige Konkurrenz besteht vor allem aus der Mutter VW, allerdings werden oft auch die kleineren Modelle von Audi, BMW und Mazda als Konkurrenten genannt.
Von Fiat zu VW
Die Geschichte der Marke beginnt am 9. Mai 1950 als spanisches Staatsunternehmen. Durch hohe Importzölle konnte eine geschützte Position als Marktführer in Spanien aufgebaut werden, das Exportgeschäft war zu dieser Zeit unbedeutend. Da Fiat 7% des Anfangskapitals gestellt hatte, wurden zu Beginn nur lizensierte Fahrzeuge von Fiat gefertigt. Sogar das Logo von Seat wurde dem italienischen Konzern nachempfunden. Konkurrenz waren in dieser Zeit nur andere inländische Unternehmen, die durch das Franco-Regime gesichert wurden. Populärstes Modell war der Seat 600. Nachdem in den 80er Jahren die Zusammenarbeit mit Fiat beendet wurde, kam erstmals der Ibiza als eigens entwickeltes Auto auf den Markt. Ein Wirtschaftsabkommen mit VW wurde vereinbart, welches sich später auf eine fast 100-prozentige Beteiligung ausweitete. Ausserdem begann unter dem Namen Seat Sport die Präsenz im Motorsport. Erste Erfolge konnten in der Deutschen Rally-Meisterschaft gefeiert und 2003 bereits knapp 59.000 Autos in Deutschland verkauft werden.
Eine kooperationsbasierte Modellpalette
Der Mii, der Ibiza, der Leon, der Toledo, der Altea und der Alhambra sind vergleichbaren Autos bei Volkswagen nachempfunden, während der Exeo im Grunde ein modifizierter Audi A4 ist. Seat profitiert natürlich von dem Mutterkonzern und kann so auf die entwickelte Technik zurückgreifen. Durch den modularen Querbaukasten, der 2012 eingeführt wurde, konnte die Effizienz gesteigert werden. Hierbei werden Baugruppen bei vielen VW-Marken vereinheitlicht. Durch die Standardisierung wird die Produktionszeit gesenkt. Wirtschaftlich hat Seat immer noch mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen, die Auslieferungen weltweit gingen im Jahr 2012 um 8,3 % auf 321'000 verkaufte Fahrzeuge zurück. Die Umsatzerlöse betragen ca. 7,6 Milliarden Schweizer Franken und das Geschäftsjahr wurde mit einem Verlust von 37.5 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen. Dennoch handelt es sich bei den Autos um solide Handwerksarbeit.