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Die Wiederkehrwerte der Hagelkorngrössen in der Schweiz zeigen über alle Wiederkehrperioden ein ähnliches räumliches Muster: Die bei gleicher Jährlichkeit zu erwartenden maximalen Hagelkorngrössen pro 1 km2 (MESHS) sind im Südtessin, im Napfgebiet sowie dem Jura grösser als in den Gebirgsregionen. So muss man in diesen drei Hagel-Hotspots bereits jedes zweite Jahr mit grössten zu erwartenden Hagelkörnen von 2-3 cm rechnen, während diese maximalen Korngrössen in den Gebirgsregionen Graubündens oder des Wallis statistisch nur alle 20 Jahre auftreten. Betrachtet man seltenere Ereignisse der 50-jährlichen Wiederkehrperiode, ergibt sich für das Mittelland und Südtessin ein einheitlicheres Bild - verbreitet muss hier mit maximalen Korngrössen gerechnet werden, die 6 cm überschreiten.
Aufgrund des komplexen Wetterphänomens Hagel, der aus klimatologischer Sicht kurzen Datenreihe, technisch bedingter Messungenauigkeit und statistischer Annahmen sind die Wiederkehrwerte, insbesondere der langen Wiederkehrperioden, mit Unsicherheiten behaftet, die verbreitet im Bereich von 0.5 bis 1 cm liegen. Die Unsicherheiten in Bezug auf lange Wiederkehrperioden sind insbesondere in den Regionen gross, in welchen in den vorliegenden Datenreihen selten oder noch nie Hagel beobachtet wurde. Hier sind vor allem die Gebirgsregionen hervorzuheben. In den Alpenregionen ist auch die Bevölkerungs- und Bebauungsdichte viel geringer, so dass weniger historische Daten, Versicherungsdaten, oder Augenzeugenberichte als Referenz zur Verfügung stehen.