Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03253.jsonl.gz/3776

hölzerne oder eiserne
Brücke
[* 4] zur Ermöglichung oder Erleichterung des
Landens von
Schiffen. Die Landungsbrücke muß
länger oder kürzer, je weiter oder näher das
Fahrwasser der anlegenden
Schiffe
[* 5] vom
Ufer entfernt ist,
und so konstruiert sein, daß deren Brückenbahn oder ein Teil derselben mit steigendem oder fallendem
Wasser sich hebt und
senkt oder gehoben und gesenkt werden kann. Im erstern
Fall ruht der äußere Teil der Brückenbahn auf einemPonton
oder auf mehreren solchen, während der innere dem Land zugekehrte Teil an einer Uferbekleidung drehbar befestigt ist. Der
feste, über
Hochwasser liegende Teil der
Brücke ruht entweder auf eingerammten hölzernen
Pfählen oder in den
Grund eingeschraubten
eisernen
Pfählen, wie die Landungsbrücken bei
Wexford, bei Glenelg im
Golf St.
Vincent in
Südaustralien
und zu
Makassar auf der
InselCelebes.
ehemals ein vom
Landesherrn über einen bestimmten Landesbezirk gesetzter
Beamter, der die Regierungsgeschäfte
zu besorgen hatte. Im Herzogtum
Lauenburg
[* 8] erhielt sich dieser
Titel für die Distriktsverwaltungsbeamten bis in die neueste
Zeit.
rechtsseitiger Zufluß der
Albula in Graubünden
(s.
Davos), durch dessen Thalgrund die 1870-73 erbaute Landwasserstraße
führt, welche die Hochmulde von
Davos mit der zweiten Thalstufe von
Filisur-Alveneu verbindet.
Die ganze
Strecke von
Davos bis
Alveneu mißt 38 km und gelangt so, dem Schluchtenlauf des Landwassers folgend, aus einer
Seehöhe von 1451 m
(Glaris) zu 990 m. Eine großartigere Wiederholung dieses kühnen
Baues folgt unterhalb Tiefenkastels (s.
Schyn).
Die Lehre von dem landwirtschaftlichen Kapital hat zunächst die allgemein adoptierte Unterscheidung der
zum Betrieb erforderlichen Kapitalteile in Stamm- oder stehendes und in Betriebskapital zu begründen. Die vorteilhafteste
Erwerbung der Kapitalien, Miete oder Kauf, die Mittel und Wege zur Beschaffung ausreichender Fonds, vor allen der Kredit (Personal- undRealkredit), bilden weitere Teile dieses Abschnitts der Landwirtschaftslehre. Kauf- und Mietgeschäfte werden
nach vorgängiger Taxation der vorhandenen Inventarstücke abgeschlossen; die dabei maßgebenden Gesichtspunkte dürfen nicht
außer acht gelassen werden, und schließlich ist die zweckmäßigste Verwendung der Kapitalteile zu förderlichstem Betrieb
zu lehren.
Die Lehre von dem Land schildert das Landgut in seinen rechtlich-politischen und Eigentumsverhältnissen mit allen seinen Bestandteilen
zum Zweck der vorteilhaftesten Erwerbung durch Kauf oder Miete, handelt von der Auswahl des Landguts nach Maßgabe der disponibeln
Kräfte und erörtert eingehend die Vorzüge und Nachteile der käuflichen oder mietweisen Erwerbung (Pacht), die Stellung des
Pachters zu dem Verpachter, die Abfassung richtiger Pachtkontrakte und die Lehre von den Ertrags-, Kauf-
und Pachtanschlägen.
Wohl aber bedarf es der künstlichen Berechnungen dazu nicht mehr, und es kann die Fürsorge auf nur wenige Boden- und Pflanzenbestandteile
sich erstrecken. Nach wie vor bleibt das Interesse des Verpachters gefährdet, wenn es nicht gelingt, sich zu sichern; die
Sicherung braucht aber nicht mehr darin zu bestehen, daß dem Pachter in seinem Thun die Hände gebunden
werden. Der Verpachter kann sich darauf beschränken, genauen Nachweis über Ein- und Ausfuhr zu verlangen, und muß sich
freilich dazu bequemen, wenn er Entschädigung für das Zuwenig verlangen will, seinerseits für ein etwaniges Zuviel angemessen
zu entschädigen. Über feste Vorschriften hierzu hat man sich noch nicht zu verständigen vermocht,
und ebensowenig ist es bis jetzt gelungen, eine von allem Vorurteil freie Lehre von der Statik (s. d.) zu entwerfen.
Am wenigsten ausgebildet aber ist derjenige Teil der Landwirtschaftslehre, welcher ohne Zweifel als der wichtigste angesehen
werden muß, d. h. die Lehre von der Buchführung (s. Buchhaltung, landwirtschaftliche). Auch die Taxationslehre,
in welcher die Regeln entworfen werden sollen, um sowohl jeden einzelnen Bestandteil des in der Landwirtschaft repräsentierten Kapitals
als auch den aus der Bewirtschaftung einzelner Grundstücke und ganzer Komplexe zu erwartenden Gewinn nach durchschnittlichen
Annahmen festzustellen, entbehrt noch der sichern Begründung und der einheitlichen Behandlung.