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Sharan 7M
1991 entschlossen sich Ford und Volkswagen, ein Joint-Venture zu gründen, um Fahrzeuge im Segment der Grossraumlimousinen anbieten zu können. Ziel der Produktion war es, Ford und die Volkswagen-Gruppe in einem immer wichtiger werdenden Marktsegment deutlich zu positionieren und so den als klassische Zielgruppe der Marken angesehenen Käuferkreis der jungen Familien anzusprechen.
Beiden Unternehmen waren die Investitionen in ein nötiges neues Werk und die Entwicklungskosten zu hoch, um sie allein zu tragen. Man gründete daher die Gesellschaft AutoEuropa in Palmela bei Lissabon (Portugal), an der die Firmen zu je 50 % beteiligt waren.
Sharan/Alhambra und Galaxy vereinen die Design- und Technikwelten zweier Automobilkonzerene in einem Fahrzeug. In der ersten Version erinnerte das Fahrzeug stark an den damals ebenfalls neuen Mondeo I und passte optisch auch in der VW-Variante kaum zum Rest der VW-Palette. Erst nach dem ersten Facelift ab Bj. 2004 mit geänderten Rückleuchten, Seitenblinkern im Spiegel und Chromumrandung am Kühlergrill (nur VW)) passte sich das äußere und innere Design des Sharans an VW Golf und VW Passat an, zugleich auch an das inzwischen bei Ford dominierende New-Edge-Design. Bei den Sharan/Galaxy-Modellen kann man erkennen, dass viele Bauteile aus VW-Entwicklung stammen, da durch die Gleichteilestrategie viele Bauteile auch in anderen VW-Modellen verwendet werden. VW steuerte außerdem die TDI- und V6-Motoren bei, während Ford Teile der Radaufhängung und der Bodengruppe vom Mondeo I in den Wagen verpflanzte. Interessant ist, dass sich einige der VW-Teile später in anderen Ford-Modellen wie 2001 in dem komplett neuen Mondeo III wiederfinden, zumindest in leicht abgeänderter Form. Auffälligstes Bauteil ist wohl der Seitenblinker im Kotflügel von Sharan/Galaxy/Alhambra, der von VW stammt und hier schon in den letzten 3er-Golf-Modellen verbaut wurde. Er findet sich beim Ford Fusion, beim Fiesta und beim neuen Focus baugleich wieder.
Die Modelle VW Sharan und Ford Galaxy werden seit dem 1. Mai 1995 produziert (seit Frühjahr 1996 auch der Seat Alhambra). Umgangssprachlich werden die drei Modelle häufig auch als SGA bezeichnet.
Im Dezember 1999 verkaufte Ford seine AutoEuropa-Anteile an VW, da man sich entschieden hatte, den Nachfolger des Galaxy im immer stärker werdenden Van-Segment allein zu bauen, um die eigenen Werke besser auszulasten und sich von der Konkurrenz differenzieren zu können. Zuvor hatten sich die Partner über die Größe eines Nachfolge-Modells nicht einigen können.
Die Kooperation der VW-Gruppe mit Ford wurde 2006 beendet: Ende 2005 lief bei AutoEuropa der letzte Galaxy vom Band. Die neue Generation (Markteinführung bei Ford 2006) entwickeln Ford und der VW-Konzern getrennt. Der Sharan und der Alhambra sollen noch bis mindestens 2008 in Portugal gebaut werden. Erst Ende 2008 oder Anfang 2009, etwa 2½ Jahre nach dem neuen Galaxy, wird vermutlich der neue Sharan erscheinen. Grund für die Verzögerung war der Schlingerkurs um den Microbus, der sich mit dem neuen Sharan die Plattform teilen sollte. Nun soll der neue Sharan auf der Passat-Plattform aufbauen. Nach Angaben der ADAC motorwelt soll der neue Sharan im Jahre 2009 erscheinen. Die Auto Bild nennt hingegen 2010 als Datum.
Ob das Nachfolge-Modell auch als Seat Alhambra vertrieben werden wird, ist derzeit noch unklar.
Der Sharan war auch das letzte VW-Modell mit der klassischen Modellvariantenbezeichnung „CL“, „GL“ bzw. „Carat“.