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Schützenhilfe für Borodin
Russische Geschäftsleute wollen für den früheren Kreml-Verwalter Pawel Borodin eine happige Geldwäscherei-Busse bezahlen. Er selbst foutiert sich um die Genfer Justiz.
Einige Geldgeber seien selbst in den von der Genfer Justiz verfolgten Skandal verwickelt und daher an einem Ende des Verfahrens interessiert, sagte Borodins Anwalt am Samstag in Moskau. Als Beispiel nannte er laut der Moskauer Agentur Interfax den Chef der Schweizer Firma Mercata, Viktor Stolpowskich.
Der Genfer Staatsanwalt Bernard Bertossa hatte Borodin Anfang März nach langwierigen Untersuchungen mit 300'000 Franken gebüsst. Dem Russen war vorgeworfen worden, Schmiergelder der Tessiner Baufirmen Mabetex und Mercata im Umfang von 30 Mio. Franken entgegengenommen und über die Schweiz gewaschen zu haben.
Renitenter Mandant
Borodin weigerte sich jedoch, die nach zweieinhalbjährigen Untersuchungen verhängte Strafe zu zahlen. Deshalb sollte die Summe von den fünf Millionen Franken Kaution abgezogen werden, die der russische Staat für ihn in Genf hinterlegt hatte.
"Diese Summe soll die Vollstreckung des Urteils garantieren", hiess es auf Anfrage aus Schweizer Justizkreisen. Borodin war im Januar 2001 bei der Einreise in die USA festgenommen, an die Schweiz ausgeliefert und danach gegen Kaution freigelassen worden.
swissinfo und Agenturen
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