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Japans Aussenhandel sinkt vierten Monat in Folge
Japans Exporte mussten im Juni infolge der Coronavirus-Pandemie den vierten Monat in Folge einen zweistelligen Rückgang hinnehmen. Offizielle Daten des Finanzministeriums (MOF) zeigten am Montag einen Einbruch um 26,2 Prozent im Jahresvergleich.
Ökonomen hatten mit einem Rückgang von lediglich 24,9 Prozent gerechnet.
Japan ist der zweitgrösste Auto-Exporteur weltweit. Die Ausfuhren in die USA - Japans Schlüsselmarkt - gingen demnach insgesamt um 46,6 Prozent zurück. Dies ist insbesondere auf deutliche Einbrüche bei Automobillieferungen um 63,3 Prozent, bei Flugzeugmotoren um 56 Prozent und Autoteilen um 58,3 Prozent zurückzuführen.
Die Lieferungen nach Asien, auf die mehr als die Hälfte der japanischen Exporte entfallen, gingen um 15,3 Prozent zurück, Exporte in die Europäische Union schrumpften um 28,4 Prozent.
Die Coronavirus-Pandemie hat die weltweite Nachfrage stark belastet, wodurch die japanische Wirtschaft im ersten Quartal erstmals seit viereinhalb Jahren in die Rezession gerutscht ist. Die japanische Zentralbank (BOJ) signalisierte nach einer Reihe von Anreizen Zuversicht in die Erholung der japanischen Wirtschaft und schloss das Risiko einer Deflation aus.