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Depression ist eine weit verbreitete psychische Erkrankung. Die Hauptsymptome sind Freud-, Interesse- und Antriebslosigkeit, wie auch eine dauerhaft gedrückte Stimmung. Dabei sind Depressive nicht konstant traurig, sondern das Empfinden von Gefühlen ist stark reduziert. Neben den bereits genannten Symptomen kann die Krankheit auch andere Auswirkungen haben, wie zum Beispiel Minderwertigkeitskomplexe, Unsicherheit, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und viele andere Formen psychischer Instabilität. In extremer Form kann eine Depression auch zum Selbstmord führen, was bei 15 Prozent der Erkrankten der Fall ist.
Depressive Phasen dauern unbehandelt zwischen sechs und acht Monate. Bei 80 Prozent der Betroffenen tritt innerhalb von 2 Jahren eine Abschwächung der Symptome ein, wobei die Depression allerdings keineswegs geheilt ist. Circa 20 Prozent der Erkrankten haben eine chronische Depression.
Depression ist die am häufigsten auftretende psychische Erkrankung, allerdings kann die Zahl der Betroffenen nicht genau ermittelt werden, da Depressionen oft nicht als solche erkannt werden, weshalb die Dunkelziffer hoch ist. Man weiss jedoch, dass durchschnittlich doppelt so viele Frauen als Männer an der psychischen Störung erkranken und vermutlich 10 Prozent der Deutschen einmal im Leben eine behandlungsbedürftige Depression erleben. Für die Schweiz dürften die Zahlen nicht gross abweichen. Auch wird angenommen, dass ein Grossteil der Suizide durch Depressionen verursacht werden. Dabei unternehmen Frauen im Alter zwischen 15 und 24 die meisten Selbstmordversuche.
Bei Depressionen wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden: Zum einen gibt es die endogene Depression, deren Ursache rein genetisch und nicht durch äussere Einflüsse ausgelöst wird, und zum anderen die exogene Depression, welche durch spezifische Ereignisse ausgelöst wird, wie zum Beispiel eine schwierige Lebenssituation oder ein Trauma.
Es gibt viele verschiedene Therapien, wobei die Heilungschancen bei einer einzigen depressiven Phase gut stehen. Auch kann die Dauer der Phasen mit Behandlung auf wenige Monate reduziert werden, bei ca. jeder fünften Person allerdings halten sie 12 Monate und länger an.
Für Angehörige ist es oft schwer, mit Depressiven umzugehen. Betroffene ziehen sich sozial zurück und beginnen, ihre Pflichten, sei es beruflich oder im Alltag, zu vernachlässigen. Dies alles macht eine Depression auch für das Umfeld zu einer starken Belastung. Deshalb ist es wichtig, dass man sich über die Krankheit informiert, ihre Auswirkungen akzeptiert und sich Unterstützung holt.
Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen und des Umfeldes enorm sind. Es ist wichtig, über sie Bescheid zu wissen, einerseits aufgrund ihrer weiten Verbreitung, andererseits weil es sehr schwierig ist, eine Depression an sich selbst zu erkennen. Falls du selbst oder jemand in deinem Umfeld eine Depression hat und du dich damit überfordert fühlst, zögere auf keinen Fall, Hilfe in Anspruch zu nehmen!
Falls du Hilfe brauchst, kannst du dich zu jeder Zeit unter der Telefonnummer 147 an Pro Juventute wenden!
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