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Die gebana ag feiert 2008 ihr 10-jähriges Bestehen – aus diesem Anlass möchten wir auf die Wurzeln der gebana zurückschauen, die in der Bewegung der Bananenfrauen liegen.
Januar 1973: „Bananera Libertad“
Man könnte an vielen Punkten ansetzen; ausschlaggebend war aber sicher der Film von Peter von Gunten „Bananera Libertad“, welcher die Gegensätze zwischen den harten Bedingungen in den Bananenplantagen und den billigen Bananen, die in Europa verkauft wurden und werden, aufzeigt. Im Rahmen eines Frauen- Diskussionsabends schaute sich eine Gruppe von Frauen in Frauenfeld diesen Film im Januar 1973 an. Einige unter ihnen waren danach so erschüttert, dass sie die Entscheidung fassten, etwas gegen diese ungerechten Umstände zu unternehmen.
Februar 1973: Brief an die Migros
Wie es der Zufall wollte, proklamierte die Migros im Februar 1973 das sogenannte Bananenwunder: „Dank“ der Dollarabwertung kosteten die Bananen pro Kilo nur noch Fr. 1.35 statt 1.50. Dies inspirierte die aufgerüttelten Frauen zu konkretem Handeln. In einem ersten Schritt wurde ein Brief an die Migros verfasst: Anstatt die Bananen um 15 Rappen billiger zu verkaufen, könnten diese in Entwicklungsprojekte in Zentralamerika investiert werden.
Doch die Migros war nicht empfänglich für solche Ideen, weder bei diesem ersten Versuch, noch bei verschiedenen weiteren Anläufen, welche die Frauen in den folgenden Jahren unternahmen. Auf die Ablehnung der Migros reagierten die Frauen mit einer witzigen Aktion: Mit der breitgestreuten Aufforderung, die 15 Rappen der Migros zurückzusenden. So wurde die Migros mit vielen Einzahlungen von 15, 30 oder 45 Rappen belästigt, begleitet vom Vermerk „Bananengeld, es gehört nicht uns, wir wollen es nicht“.
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