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Aus Protest gegen eine Erklärung des deutschen Aussenministers Sigmar Gabriel zum Libanon ruft Saudi-Arabien seinen Botschafter aus Berlin zurück. Das meldete die amtliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA am Samstag.
Es geht demnach um Aussagen, wonach der zurückgetretene libanesische Regierungschef Saad Hariri gegen seinen Willen in Saudi-Arabien festgehalten worden sei.
Der zurückgetretene libanesische Regierungschef Saad Hariri verliess unterdessen Saudi-Arabien nach Angaben eines libanesischen Fernsehsenders. Hariri sei zusammen mit seiner Frau an Bord seines Privatflugzeugs von Riad nach Paris unterwegs, meldete der Sender Future TV, der Hariris Familie gehört. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Hariri nach Paris eingeladen.
Der Lüge bezichtigt
Kurz vor dem Abflug hatte Hariri im Kurzbotschaftendienst Twitter mitgeteilt: «Ich bin auf dem Weg zum Flughafen.» Er hob hervor: «Zu sagen, dass ich in Saudi-Arabien festgehalten werden und es mir verboten sei, das Land zu verlassen, ist eine Lüge.»
Der libanesische Regierungschef hatte am 4. November in der saudiarabischen Hauptstadt überraschend seinen Rücktritt erklärt, wobei er schwere Vorwürfe gegen die proiranische Hisbollah-Bewegung erhob, mit der er eine Koalitionsregierung gebildet hatte. Die Umstände seines Rücktritts führten zu Spekulationen, dass Riad ihn zum Rücktritt gezwungen habe. Libanons Präsident Michel Aoun erhob auch den Vorwurf, dass Hariri in Saudi-Arabien festgehalten werde. Er forderte dessen Rückkehr in den Libanon.