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Über den Menschen Adam Smith wissen wir nur sehr wenig. Wir kennen nicht einmal den Geburtstag des Schotten, sondern nur seinen Tauftag. Er wurde am 5. Juni (Julianischer Kalender) getauft – nach unserem Gregorianischen Kalender ist sein Tauftag also der 16. Juni. Seinen Vater, ein Zollrevisor, hat er nie kennen gelernt, denn er starb wenige Monate vor seiner Geburt im Alter von 44 Jahren.
Die wichtigste Bezugsperson in seinem Leben war seine Mutter, die ihn nicht nur aufzog, sondern mit der er bis zu ihrem Tode im Jahre 1784 zusammenlebte. Geheiratet hat Smith nie. Wir wissen nur, dass er sich zwei Mal verliebt hatte, aber seine Gefühle nicht erwidert wurden[1], was vielleicht auch damit zusammenhing, dass sein Äußeres als ziemlich unattraktiv empfunden wurde.
Im Alter von 17 Jahren begann er ein sechsjähriges Studium in Oxford, doch von der Universität hielt er nicht viel. Über die Professoren, die er für faul hielt, äußerte er sich später nur abschätzig. Noch vor seinem 30. Lebensjahr wurde er zum Professor für Moralphilosophie an der Universität Glasgow berufen und veröffentlichte sein erstes großes Werk, die „Theorie der ethischen Gefühle“. Er sollte in seinem ganzen Leben nur zwei große Werke veröffentlichen, wobei das 1776 veröffentlichte Werk „Wohlstand der Nationen“ das weitaus bekanntere ist. Er hat noch mehr Bücher geschrieben, aber die Manuskripte hat er vor seinem Tod verbrennen lassen, so dass wir nur diese beiden Bücher und einige Aufsätze oder Niederschriften von Vorlesungen von ihm haben.
Für Menschen, die die Bücher von Smith nie gelesen haben, gilt er manchmal als Vertreter eines extremen Egoismus, ja, vielleicht sogar als geistiger Vater eines Gordon Gekko, der in dem Film „Wallstreet“ ausruft „Greed is good!“ Das ist jedoch ein Zerrbild, das daher rührt, weil Smith in seinem Buch „Wohlstand der Nationen“ stark das Eigeninteresse der Wirtschaftssubjekte betonte. Doch dieses Bild ist mit Sicherheit schief.
Empathie als Grundbegriff
Das erste Kapitel seines Buches „Theorie der ethischen Gefühle“ beginnt mit einem Abschnitt „Von der Sympathie“, wobei er diese definierte als „Mitgefühl mit jeder Art von Affekten“.[2] Heute würden wir wohl von „Empathie“ sprechen: „Man mag den Menschen für noch so egoistisch halten, es liegen doch offenbar gewisse Prinzipien in seiner Natur, die ihn dazu bestimmen, an dem Schicksal anderer Anteil zu nehmen, und die ihm selbst die Glückseligkeit dieser anderen zum Bedürfnis machen, obgleich er keinen anderen Vorteil daraus zieht, als das Vergnügen, Zeuge davon zu sein. Ein Prinzip dieser Art ist das Erbarmen oder Mitleid, das Gefühl, das wir für das Elend anderer empfinden, sobald wir dieses entweder selbst sehen, oder sobald es uns so lebhaft geschildert wird, dass wir es nachfühlen können.“[3]
Das Mitgefühl von Smith galt vor allem den Armen. Smith bezog Einkünfte aus verschiedenen Quellen, die sich auf 900 Pfund im Jahr summierten, was dem drei- bis vierfachen Gehalt eines Universitätsprofessors entsprach.[4] Aber als das Testament von Adam Smith verlesen wurde, war sein Neffe David Douglas enttäuscht. Er erhielt viel weniger als erhofft, denn was Smiths Freunde bereits lange vermutet hatten, war nun Gewissheit: Smith hatte fast sein gesamtes Vermögen Armen geschenkt, meist heimlich. Smith war so großzügig gewesen, dass er sogar selbst einmal in Geldnöte geraten war.[5]
Liest man seine beiden Hauptwerke, „The Wealth of Nations“ und die “Theory of Moral Sentiment”, wird man kaum eine Stelle finden, wo er sich positiv über die Reichen und Mächtigen äußert. Kaufleute, Unternehmer und Landbesitzer werden fast ausschließlich in negativem Kontext genannt, vor allem als Menschen, die ihre Sonderinteressen durchsetzen wollen und nach Monopolen streben.
„Unsere Kaufleute und Unternehmer klagen zwar über die schlimmen Folgen höherer Löhne, da sie zu einer Preissteigerung führen, wodurch ihr Absatz im In- und Ausland zurückgehe, doch verlieren sie kein Wort über die schädlichen Auswirkungen ihrer hohen Gewinne. Sie schweigen einfach über die verwerflichen Folgen der eigenen Vorteile und klagen immer nur über die anderen Leute.“[6] Oder: „Geschäftsleute des gleichen Gewerbes kommen selten, selbst zu Festen und zur Zerstreuung, zusammen, ohne dass das Gespräch in einer Verschwörung gegen die Öffentlichkeit endet oder irgendein Plan ausgeheckt wird, wie man die Preise erhöhen kann.“[7]
Im „Kommunistischen Manifest“ von Marx und Engels finden sich positivere Sätze über Kapitalisten als an irgendeiner Stelle in den Werken von Adam Smith. Die Bourgeoisie habe massenhaftere und kolossalere Produktionskräfte geschaffen als alle vergangenen Generationen zusammen, so schreiben sie voll Bewunderung.
Von dieser Bewunderung ist bei Smith nichts zu spüren, stattdessen sind die Reichen Zielscheibe ätzender Kritik. Verteidiger von Smith argumentieren, darin spiegle sich kein Ressentiment gegen Unternehmer oder Reiche wider, sondern Smiths Eintreten für freien Wettbewerb und gegen Monopole. Das ist sicherlich ein Aspekt, aber dennoch hat man bei der Lektüre seiner beiden Hauptwerke den Eindruck: Im Grunde mag Smith die Reichen so wenig wie die Politiker. Auch Adam Smith war nicht frei von dem Ressentiment, das traditionell Intellektuelle und Bildungsbürger gegen Reiche hegen.[8]
Anteilnahme am Schicksal der Armen
Umgekehrt gibt es jedoch sehr viele Passagen, die Anteilnahme für das Schicksal der Armen zeigen. Wobei er mit „poor“ nicht nur die Armen im engeren Sinne des Wortes meinte, sondern etwas wie „not rich“, d.h. „die Situation der großen Mehrheit der Bevölkerung, die Arbeit gegen Lohn eintauschen muss, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen“.[9] Glory M. Liu konstatiert in ihrem Buch „Adam Smith’s America“, in der sie die Rezeption von Adam Smith und den Stand der Forschung zusammenfasst: „Es besteht fast einhellige Übereinstimmung darüber, dass für Smith das wichtigste Merkmal der Handelsgesellschaft darin bestand, dass sie die Lage der Armen verbesserte.“[10]
Berühmt ist die Stelle aus dem „Wohlstand der Nationen“. „Und ganz sicher kann keine Nation blühen und gedeihen, deren Bevölkerung weithin in Armut und Elend lebt. Es ist zudem nicht mehr als recht und billig, wenn diejenigen, die alle ernähren, kleiden und mit Wohnung versorgen, soviel vom Ertrag der eigenen Arbeit bekommen sollen, dass sie sich selbst richtig ernähren, ordentlich kleiden und anständig wohnen können.“[11]
Diese Worte werden heute manchmal fehlinterpretiert, so als ob Smith damit für eine staatliche Umverteilung plädieren wollte. Das war nicht sein Anliegen und erst recht wollte er nicht zu einer sozialen Revolution aufrufen. Aber Armut war nach Smith nichts Gott gegebenes. Vor allem vertraute er nicht dem Staat. In dem achten Kapitel seines Hauptwerkes, in dem sich die oben zitierten Sätze befinden, weist er darauf hin, dass nur eine wachsende Wirtschaft zu steigendem Lebensstandard führen könne.
Kontinuierliches Wirtschaftswachstum sei der einzige Weg zu steigenden Löhnen – eine stagnierende Wirtschaft führe zu sinkenden Löhnen. An einer anderen Stelle schreibt er, dass Hungersnöte auf nichts anderen zurückgingen „als allein auf den Versuch der Regierung, mit Gewalt und ungeeigneten Mitteln die Unannehmlichkeiten einer Teuerung zu beseitigen.“[12] Wie Recht er behielt, wissen wir 250 Jahre später, nachdem Hunderte, wenn nicht Tausende Versuche, der Inflation mit Preiskontrollen Herr zu werden, gescheitert sind.
Smith schrieb, eine „großzügige Entlohnung“ sei „die Folge des zunehmenden Wohlstandes“ und betonte immer wieder, „dass das Los der ärmeren Arbeiter und damit der Masse der Bevölkerung offenbar dann am leichtesten und am besten ist, wenn die Gesellschaft auf dem Weg zu weiterem Wohlstand ist… Ihr Los ist hart in einer stationären und erbärmlich in einer schrumpfenden Wirtschaft.“[13]
Karl Marx glaubte dagegen, verschiedene ökonomische Gesetze entdeckt zu haben, die notwendigerweise zum Untergang des Kapitalismus führen würden, so etwa den „tendenziellen Fall der Profitrate“ oder die Verelendung des Proletariats. In seinem Hauptwerk „Das Kapital“, das 91 Jahre nach dem Werk von Smith erschien, formulierte Marx dies so:
„Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagnaten, welche alle Vorteile dieses Umwandlungsprozesses usurpieren und monopolisieren, wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch die Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und organisierten Arbeiterklasse. Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Produktionsweise, die mit und unter ihm aufgeblüht ist. Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigentums schlägt… Aber die kapitalistische Produktion erzeugt mit der Notwendigkeit eines Naturprozesses ihre eigene Negation.“[14]
Als „The Wealth of Nations“ 1776 erschien, war der Kapitalismus noch in seinen Anfängen und der überwältigende Teil der Menschen lebte in extremer Armut. Und Armut bedeutete damals noch etwas ganz anderes als heute. Die Menschen damals waren mager und kleinwüchsig – die gesamte Geschichte hindurch hat sich der menschliche Körper an unzureichende Kalorienzufuhr angepasst. „Die kleinwüchsigen Arbeiter des 18. Jahrhunderts“, so schreibt Angus Deaton in seinem Buch „Der große Aufbruch“, „waren faktisch in einer Ernährungsfalle gefangen. Sie konnten nicht viel verdienen, weil sie körperlich so schwach waren, und sie konnten nicht genug essen, weil sie ohne Arbeit nicht das Geld hatten, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen.“[15]
Manche Menschen schwärmen von den harmonischen vorkapitalistischen Zuständen, als alles so schön „entschleunigt“ war, aber diese Langsamkeit war meist ein Ergebnis physischer Schwäche infolge von dauerhafter Mangelernährung.[16] Man schätzt, dass vor 200 Jahren ungefähr 20 Prozent der Einwohner von England und Frankreich gar nicht arbeitsfähig waren. „Sie hatten höchstens genug Kraft, um jeden Tag ein paar Stunden langsam zu gehen, wodurch sie Zeit ihres Lebens zum Betteln verurteilt waren.“[17]
1754 berichtete ein Autor: „Die Bauern Frankreichs, weit entfernt von Wohlstand, besitzen nicht einmal das Lebensnotwendige; dieser Menschenschlag siecht mangels Erholung von seiner Schwerarbeit schon vor dem 40. Lebensjahr dahin… Schon das Äußere der französischen Bauern kündet von körperlichem Verfall.“[18] Ähnlich war es in anderen europäischen Ländern. Der französische Wirtschaftshistoriker Braudel konstatiert: „Diese Gesamtsituation mit ihrem ungefähren Gleichstand von Sterbefällen und Geburten, der auffallend hohen Kindersterblichkeit, den Hungersnöten, der chronischen Unterernährung und den schweren Epidemien ist für die frühere Lebensordnung kennzeichnend.“ In manchen Jahrzehnten starben sogar mehr Menschen als Säuglinge geboren wurden.[19] Der „Besitz“ der Menschen beschränkte sich auf einige wenige Dinge, so wie man sie auf zeitgenössischen Bildern sieht: ein paar Hocker, eine Bank und als Tisch ein Fass.[20]
Bevor der Kapitalismus entstand, lebten die meisten Menschen auf der Welt in extremer Armut – 1820 betrug die Quote noch 90 Prozent, heute sind es weniger als 9 Prozent. Das Bemerkenswerte: In den letzten Jahrzehnten, seit dem Ende der sozialistischen Planwirtschaft in China und anderen Ländern, hat sich der Rückgang der Armut so stark beschleunigt wie in keiner Phase der Menschheitsgeschichte zuvor. 1981 lag die Quote noch bei 42,7 Prozent, im Jahr 2000 war sie bereits auf 27,8 Prozent gesunken und heute liegt sie unter 9 Prozent.
Smith hat Recht behalten
Smith hatte vorhergesagt, nur eine Ausweitung der Märkte könne zu steigendem Wohlstand führen – und genau dies ist in den vergangenen Jahrzehnten nach dem Ende der sozialistischen Planwirtschaften geschehen. Allein in China ist durch die Einführung des Privateigentums und marktwirtschaftliche Reformen die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, von 88 Prozent (1981) auf heute unter ein Prozent gesunken. Als ich den liberalen Ökonomen Weiying Zhang von der Peking University fragte, was die Bedeutung von Smith für China sei, antwortete er:
„Chinas rasante wirtschaftliche Entwicklung in den letzten vier Jahrzehnten ist ein Sieg von Adam Smiths Idee des Marktes.“ Anders als man es im Westen heute sieht, sei der Rückgang der Armut und das wirtschaftliche Wachstum in China nicht „wegen des Staates, sondern trotz des Staates“ erfolgt und habe seine Ursache in der Einführung des Privateigentums.
Ein anderes jüngeres Beispiel für die Überlegenheit der Marktwirtschaft ist Vietnam.[21] Aus einem Land, das vor Beginn der marktwirtschaftlichen Doi-Moi-Reformen Ende der 80er-Jahre nicht in der Lage war, genug Reis zu produzieren, um die eigene Bevölkerung zu ernähren, ist einer der größten Reis-Exporteure der Welt geworden – und ein wichtiger Elektronik-Exporteur.
Mit einem Pro-Kopf-BIP von 98 US-Dollar war Vietnam vor Beginn der marktwirtschaftichen Reformen das ärmste Land der Welt, hinter Somalia (130 US-Dollar) und Sierra Leone (163 US-Dollar). Jede Missernte führte zu Hunger, und Vietnam war auf die Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen und die finanzielle Hilfe der Sowjetunion und anderer Ostblockländer angewiesen. Noch 1993 lebten 79,7 Prozent der vietnamesischen Bevölkerung in Armut. Bis 2006 war die Quote auf 50,6 Prozent gesunken. Heute sind es weniger als fünf Prozent.[22]
Vietnam ist heute eines der dynamischsten Länder der Welt, mit einer pulsierenden Wirtschaft, die fleißigen Menschen und Unternehmern große Chancen bietet.
Dass Wirtschaftswachstum – und nicht etwa Umverteilung oder Staatsdirigismus – den Weg aus der Armut weist, wurde in den letzten Jahrzehnten immer wieder bestätigt. Im Jahr 1989 war Polen eines der ärmsten Länder Europas. Der durchschnittliche Pole verdiente weniger als 50 USD im Monat – das entsprach nicht einmal einem Zehntel dessen, was die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland verdienten. Selbst wenn man die Unterschiede in der Kaufkraft berücksichtigt, verdiente ein Pole 1989 weniger als ein Drittel so viel wie ein Westdeutscher. Polen waren ärmer als ein Durchschnittsbürger in Gabun, der Ukraine oder Surinam. Das Einkommen Polens lag sogar hinter dem seiner kommunistischen Konkurrenten zurück: Das Pro-Kopf-BIP betrug nur die Hälfte des Einkommens in der Tschechoslowakei.[23]
2017 veröffentlichte der Wirtschaftswissenschaftler Marcin Piatkowski ein Buch mit dem Titel Europe’s Growth Champion, in dem er nach 25 Jahren Bilanz zieht: „Doch 25 fünfundzwanzig Jahre später ist Polen zum unangefochtenen Vorreiter der Transformation und zum Wachstums-Champion Europas und der Welt geworden. Seit dem Beginn des postkommunistischen Übergangs im Jahr 1989 ist Polens Wirtschaft stärker gewachsen als die jedes anderen Landes in Europa. Polens Pro-Kopf-BIP ist fast um das Zweieinhalbfache gestiegen und übertrifft damit alle anderen postkommunistischen Staaten sowie die Euro-Zone“.[24]
Nach Angaben der Weltbank lag das Pro-Kopf-BIP 1989 bei 30,1 Prozent des entsprechenden Wertes in den USA und war bis 2016 auf 48,4 Prozent des US-Niveaus angestiegen. Dies machte sich im Leben der Menschen in Polen bemerkbar. Das Einkommen der Polen stieg von rund 10.300 US-Dollar im Jahr 1990 kaufkraftbereinigt auf fast 27.000 US-Dollar im Jahr 2017. Im Vergleich zu den EU-15 lag das Einkommen der Polen 1989 bei weniger als einem Drittel und war 2015 auf fast zwei Drittel gestiegen.
Misstrauen gegen die Politik
Während Karl Marx glaubte, das Los der Armen ließe sich nur durch Abschaffung des Privateigentums verbessern, glaubte Smith an die Kraft des Marktes. Dabei war er war kein Verfechter einer libertären Utopie ohne Staat – dem Staat schrieb er in seinem Buch wichtige Aufgaben zu. Aber schon 1755, also zwei Jahrzehnte, bevor „The Wealth of Nations“ erschien, warnte er in einem Vortrag:
“Menschen werden üblicherweise von Staatsmännern und Projektemachern als Material einer Art politischer Mechanik betrachtet, obwohl nichts anderes erforderlich ist, als die Natur sich selbst zu überlassen, damit sie ihre eigene Ordnung verwirklichen kann… Jede Regierung, die diesem natürlichen Lauf entgegenarbeitet, die Dinge in eine andere Richtung zwingt oder die bestrebt ist, den Fortschritt des Gemeinwesens an einem bestimmten Punkt aufzuhalten, muss zwangsläufig, um sich selbst zu erhalten, unterdrückend und tyrannisch sein.“[25]
Das waren prophetische Worte. Der größte Irrtum der Planer war schon stets ihre Illusion, man könnte eine Wirtschaftsordnung auf dem Papier planen: Ein Buchautor sitzt in seinem Zimmer und denkt sich eine ideale Wirtschaftsordnung aus. Dann müssen nur noch Politiker überzeugt werden, diese Wirtschaftsordnung in der Praxis umzusetzen.
Hayek nannte das später „Konstruktivismus“ und meinte: „Die Idee, dass vernunftbegabte Menschen sich zusammensetzen und überlegen, wie die Welt neu gestaltet werden kann, ist vielleicht das charakteristischste Ergebnis dieser Plantheorien.“ Die anti-rationalistische Einsicht in das historische Geschehen, die Smith mit anderen Schottischen Aufklärern wie David Hume und Adam Ferguson teilte, ließ sie – so Hayek – „als Erste verstehen, wie Institutionen und Moral, Sprache und Recht sich durch seinen Prozess kumulativen Wachstums entwickelten und dass die menschliche Vernunft sich nur mit und innerhalb dieses Rahmenwerks entwickeln und erfolgreich arbeiten kann.“[26]
Wie ein Wirtschaftshistoriker beschrieb Smith die ökonomische Entwicklung, statt ein ideales System zu entwerfen.
Die Einsicht von der Überlegenheit der Marktwirtschaft gegenüber staatlicher Planung schwindet heute mehr und mehr. Planwirtschaft ist heute wieder populär. „Klimaschützer“ und Kapitalismuskritiker fordern, wir müssten den Kapitalismus abschaffen und eine Planwirtschaft an seine Stelle setzen. Ansonsten hätte die Menschheit keine Chance zum Überleben. In Deutschland ist ein Buch mit dem Titel „Das Ende des Kapitalismus“ derzeit ein Besteller und die Autorin Ulrike Hermann ist ständiger Gast in allen Talkshows. Sie propagiert ganz offen eine Planwirtschaft, obwohl die in Deutschland ja schon einmal gescheitert ist – und nicht nur dort. Anders als im klassischen Sozialismus sollen die Unternehmen nicht verstaatlicht werden, sondern im Privatbesitz bleiben. Aber der Staat solle festlegen, was hergestellt wird und wie viel.
Flüge würde es nicht mehr geben, auch keine privaten Kraftfahrzeuge. Der Staat bestimmt, wie die Menschen wohnen dürfen – beispielsweise soll es keine Einfamilienhäuser und keine Zweitwohnungen mehr geben. Der Neubau wird wegen Klimaschädlichkeit verboten, stattdessen werden die bestehenden Flächen „gerecht“ verteilt. Der Staat bestimmt, wie viel Fläche jeder bewohnen darf. Der Fleischkonsum wird nur ausnahmsweise erlaubt, weil die Fleischproduktion klimaschädlich ist.[27]
Ganz generell dürften die Menschen nicht mehr so viel essen. 2500 Kalorien am Tag seien genug, meint Herrmann: 500 Gramm Obst und Gemüse, 232 Gramm Vollkorngetreide oder Reis, 13 Gramm Eier, 7 Gramm Schwein usw. „Auf den ersten Blick mag dieser Speisezettel etwas mager wirken, aber die Deutschen wären viel gesünder, wenn sie ihre Essgewohnheiten umstellten“, tröstet die Kapitalismuskritikerin.[28] Und da die Menschen gleich wären, wären sie auch glücklich: „Rationierung klingt unschön. Aber vielleicht wäre das Leben sogar angenehmer als heute, denn Gerechtigkeit macht glücklich.“[29]
Die unsichtbare Hand
Smith wird heute oft kritisiert, weil er die Bedeutung der eigenen Interessen hervorgehoben hat. Er betonte die Wichtigkeit des Egoismus, und zwar gerade deshalb, weil der Mensch fortwährend die Hilfe seiner Mitmenschen brauche. Er meinte jedoch, dabei könne der Mensch nicht allein auf das Wohlwollen seiner Mitmenschen vertrauen. In diesem Zusammenhang verwendete er übrigens auch die Formulierung von der „unsichtbaren Hand“, für die er so berühmt wurde, obwohl er sie insgesamt nur drei Mal in seinen Werken verwendete (übrigens trifft das auch für Schumpeter zu, der seine berühmte Formulierung von der „kreativen Zerstörung“ nur zwei Mal verwendete):
„Wenn jeder einzelne soviel wie nur möglich danach trachtet, sein Kapital zur Unterstützung der einheimischen Erwerbstätigkeit einzusetzen, dass ihr Ertrag den höchsten Wertzuwachs erwarten lässt, dann bemüht sich jeder einzelne ganz zwangsläufig, dass das Volkseinkommen im Jahr so groß wie möglich wird. Tatsächlich fördert er in der Regel nicht bewusst das Allgemeinwohl, noch weiß er, wie hoch der eigene Beitrag ist…. Und er wird in diesem wie auch in vielen anderen Fällen von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu fördern, den zu erfüllen er in keiner Weise beabsichtigt hat. Auch für das Land selbst ist es keineswegs immer das schlechteste, dass der einzelne ein solches Ziel nicht bewusst anstrebt, ja gerade dadurch, dass er das eigene Interesse verfolgt, fördert er häufig das der Gesellschaft nachhaltiger, als wenn er wirklich beabsichtigt, es zu tun. Alle, die jemals vorgaben, ihre Geschäfte dienten dem Wohl der Allgemeinheit, haben meines Wissens niemals etwas Gutes getan.“[30]
Der Ökonom Ludwig von Mises betonte, dass die Gegenüberstellung von egoistischem und altruistischem Handeln falsch sei. Es sei glücklicherweise „nicht so, dass ich die Wahl habe, durch mein Tun und Lassen entweder mir oder meinen Mitmenschen zu dienen. Wäre dem so, dann wäre menschliche Gesellschaft nicht möglich.“[31] Und Friedrich August von Hayek bezeichnete als Adams Smiths größten Beitrag zum wissenschaftlichen Denken – weit über die Ökonomie hinausweisend – „seine Vorstellung eines sich selbst ordnenden Prozesses, der wie eine unsichtbare Hand komplexe Strukturen schafft“.[32]
Totalitäre Ideologien wollen das „Ich“ kleinmachen, es soll sich dem „Wir“ unterordnen. „Du bist nichts, dein Volk ist alles“ (Leitspruch der Hitler-Jugend) oder „Gemeinnutz vor Eigennutz“ (25-Punkte-Programm der NSDAP), lauteten die Maximen des Nationalsozialismus. Adolf Hitler sagte in einer Rede im November 1930: „Im gesamten Wirtschaftsleben, im Gesamtleben an sich, wird man aufräumen müssen mit der Vorstellung, dass der Nutzen des Einzelnen das Wesentliche ist und dass auf dem Nutzen des Einzelnen sich der Nutzen der Gesamtheit aufbaut, also zunächst der Nutzen des Einzelnen den Nutzen der Gesamtheit überhaupt erst ergibt. Das Umgekehrte ist richtig: Der Nutzen der Gesamtheit bestimmt den Nutzen des Einzelnen… Wenn dieser Grundsatz nicht anerkannt wird, dann muss zwangsläufig ein Egoismus eintreten, der die Gemeinschaft zerreißt.“[33]
Diese Überzeugung eint alle totalitären Denker, Revolutionäre und Diktatoren, von Robespierre in der Französischen Revolution über Lenin, Stalin, Hitler und Mao. Hannah Arendt, eine der größten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, schrieb in ihrem Werk „Über die Revolution“: „Nicht nur in der Französischen Revolution, sondern in allen Revolutionen, die ihrem Beispiel folgten, erscheint das Einzelinteresse als eine Art gemeinsamer Feind, und die Terrortheorien von Robespierre bis Lenin und Stalin nehmen alle als selbstverständlich an, dass das Gesamtinteresse automatisch und ständig in Feindschaft liege mit dem Eigeninteresse jedes einzelnen Bürgers.“[34] Ja, absurderweise wurde das Handeln gegen das Eigeninteresse sogar zur höchsten Tugend erklärt und der Wert eines Menschen danach bemessen, wir sehr er gegen seine eigenen Interessen und Impulse handelt.[35]
Kritik an Adam Smith
Smith war ein Vordenker, auf dem viele spätere liberale Ökonomen aufbauten – Hayek und Mises schätzten ihn. Aber es kam auch aus dem Kreis marktwirtschaftlicher Ökonomen scharfe Kritik. Der libertäre amerikanische Ökonom Murray N. Rothbard ließ in seinem monumentalen Werk „Economic Thought Before Adam Smith. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought“ kein gutes Haar an Smith. Smith sei keineswegs der Advokat der freien Marktwirtschaft, als der er dargestellt werde: Mit seiner falschen Arbeitswerttheorie sei er der Vorläufer von Karl Marx gewesen. Marxisten könnten sich durchaus mit einer gewissen Berechtigung auf den Schottischen Philosophen berufen und ihn als die ultimative Inspiration ihres eigenen Gründervaters preisen.[36] Smith habe die ökonomische Funktion des Unternehmers nicht verstanden und sei sogar hinter die Erkenntnisse von Ökonomen wie Richard Cantillon zurückgefallen[37], er sei für eine staatlich festgelegte Zinsobergrenze eingetreten, für hohe Steuern auf Luxusgüter und für zahlreiche staatliche Eingriffe in die Wirtschaft.[38] Auch persönlich sei Smith unglaubwürdig, weil er zuvor für den Freihandel gefochten habe, aber die letzten zwölf Jahre seines Lebens als Zollrevisor tätig war.[39]
Manches an dieser Kritik ist berechtigt, und dennoch ist es falsch, Adam Smith als Linken zu bezeichnen. Selbst der Philosoph Samuel Fleischacker, der die linken Tendenzen bei Smith hervorhebt, räumt ein, Smith hätte sich mit heutigen Sozialdemokraten und Anhängern des Wohlfahrtsstaates nicht identifizieren können.[40]
Dagegen spricht vor allem Smiths tiefes Misstrauen gegen Eingriffe des Staates in die Wirtschaft und sein fast grenzenloses Vertrauen in die „unsichtbare Hand“, die die Märkte in die richtige Richtung lenkt. Wenn die Wirtschaft ruiniert werde, dann, so Smith, niemals durch Unternehmer und Kaufleute, sondern stets durch den Staat: „Große Nationen werden niemals durch private, doch bisweilen durch öffentliche Verschwendung und Misswirtschaft ruiniert“, schrieb er im „Der Wohlstand der Nationen“[41]. Und er fügte optimistisch hinzu: „Das gleichmäßige, fortwährende und ununterbrochene Streben der Menschen nach besseren Lebensbedingungen, Ursache und Quelle des öffentlichen und nationalen wie des privaten Wohlstands, ist durchweg mächtig genug, trotz Unmäßigkeit der Regierung und größter Fehlentscheidungen in der Verwaltung den natürlichen Fortschritt zum Besseren hin aufrecht zu erhalten. Es wirkt ähnlich wie die Abwehrkräfte im menschlichen Organismus, die den Körper wieder gesunden lassen, trotz unsinniger Anweisungen des Arztes.“[42]
Das Bild sagt viel aus: Die privaten Wirtschaftsakteure stehen für eine gesunde, positive Entwicklung, die Politiker behindern die Wirtschaft durch ihre unsinnigen Anweisungen. Adam Smith wäre heute sehr skeptisch gewesen, wenn er sehen könnte, wie der Staat immer mehr in die Wirtschaft eingreift und wie Politiker glauben, sie seien klüger als der Markt.
Zu den Defiziten bei Smith gehörte, dass er nicht die ökonomische Funktion des Unternehmers verstand, die später so hervorragend von Denkern wie Joseph Schumpeter herausgearbeitet wurde. Irrigerweise sah er in dem Unternehmer vor allem den Manager und Betriebsleiter und nicht den Innovator. Smith erkannte die Bedeutung von „Empathie“, aber er brachte sie an keiner Stelle seines Werkes mit dem Unternehmertum zusammen. Heute sehen wir an Unternehmern wie etwa Steve Jobs, die die Bedürfnisse und Gefühle ihrer Kunden besser und früher erkennen, als diese es selbst tun, dass in der Tat Empathie – und nicht etwa „Gier“ – die Basis von unternehmerischem Erfolg und Basis des Kapitalismus ist.
Das Unverständnis für die Rolle des Unternehmers und das erkennbare Ressentiment gegen Reiche verbindet Smith also in der Tat mit Linken. Das gilt indes keineswegs für sein Eintreten für die Verbesserung der Lage der Arbeiter. Denn laut Smith sollte die Verbesserung der Lage der einfachen Menschen nicht durch Umverteilung und exzessive Staatseingriffe erfolgen, sondern ergebe sich einfach durch das Wirtschaftswachstum, das wiederum vor allem eines brauche: Wirtschaftliche Freiheit. In dem Maße, wie sich die wirtschaftliche Freiheit durchsetze und die Märkte sich ausdehnten, werde sich auch der Lebensstandard der Menschen erhöhen. 300 Jahre nach der Geburt von Smith und etwa 250 Jahre nach Erscheinen seines Hauptwerkes wissen wir, dass der Moralphilosoph und Ökonom damit Recht behalten hat: Privateigentum und Marktwirtschaft sind die Grundfesten des Wachstums, und wenn der Staat sich nicht zu sehr in die Wirtschaft einmischt, wird sich das Leben aller Menschen verbessern, besonders das der Armen.
Die Anhänger des Kapitalismus haben es versäumt, genau diese Zusammenhänge in den Mittelpunkt der Verteidigung der Marktwirtschaft zu stellen: Nicht die Starken brauchen vor allem die Marktwirtschaft, denn die Starken kommen in jedem System irgendwie zurecht. Aber die Schwachen und Armen haben nur eine Chance in einer freien Marktwirtschaft auf die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.
Dies ist ein Vortrag, den Dr. Dr. Rainer Zitelmann am 12. Juni 2023 im Deutschen Bundestag zur Feier des 300. Geburtstages von Adam Smith gehalten hat. Eingeladen hatten Abgeordnete der FDP und der CDU. Hier finden Sie den Vortrag als Video:
Literatur:
Arendt, Hannah, Über die Revolution, 4. Auflage, Piper Verlag, München 1974.
Aßländer, Michael S., Adam Smith zur Einführung, Junius Verlag, Hamburg 2007.
Braudel, Fernand, Sozialgeschichte des 15.-18. Jahrhunderts. Der Alltag, Kindler Verlag, München 1985.
Deaton, Angus, Der große Aufbruch. Von Armut und Wohlstand der Nationen, Klett Cotta, Stuttgart 2017.
Fleischacker, Samuel, Adam Smith, Routledge, London and New York 2021.
Gilbert, Geoffrey, Adam Smith on the Nature of Poverty, in: Review of Social Economy, Fall 1997, Vol. 55, No. 3, pp. 273 – 291.
Hayek, Friedrich August von, Die überschätzte Vernunft, in: Friedrich August von Hayek, Wissenschaftstheorie und Wissen. Aufsätze zur Erkenntnis- und Wissenschaftslehre, hrsg. Von Viktor Vanberg, Mohr Siebeck, Tübingen 2007, S. 109 – 136.
Hayek, Friedrich August von, Die Verfassung der Freiheit, 3. Auflage, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1991.
Hermann, Ulrike, Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2022.
Liu, Glory M., Adam Smith’s America. How a Scottish Philosopher became an Incon of American Capitalism”, Princeton University Press, Princeton & Oxford, 2022.
Marx, Karl, Das Kapital. Kritik der Politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Der Produktionsprozess des Kapitals, Karl Marx, Friedrich Engels, Werke, Band 23, Dietz Verlag Berlin 1972.
McCloskey, Deirdre Nansen; Carden, Art, Leave Me Alone and I’ll Make You Rich. How the Bourgeois Deal Enriched the World, The University of Chicago Press, Chicago and London 2020.
Mises, Ludwig von, Die Gemeinwirtschaft. Untersuchungen über den Sozialismus, Verlag Gustav Fischer, Jena 1932.
Norberg, Johan, Fortschritt. Ein Motivationsbuch für Weltverbesserer, Edition Prometheus, Finanzbuch Verlag, München 2020.
Rothbard, Murray N., Economic Thought Before Adam Smith. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought, Volume 1, Ludwig von Mises Institute, Auburn, Alabama, 2006.
Piatkowski, Marcin, Europe’s Growth Champion. Insights from the Economic Rise of Poland, Oxford University Press, Oxford 2018.
Smith, Adam, Theorie der ethischen Gefühle, Felix Meiner Verlag, Hamburg 2021.
Smith, Adam, Der Wohlstand der Nationen. Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen, Deutscher Taschenbuch Verlag, 8. Auflage, München 1999.
Smith, Adam, Essays on Philosophical Subjects, Edited by W.P.D, Wightman and J.C. Bryce, Liberty Fund 1990.
Streminger, Gerhard, Adam Smith. Wohlstand und Moral. Eine Biographie, C.H. Beck Verlag, München 2017.
Zitelmann, Rainer, Hitler. Selbstverständnis eines Revolutionärs, 5. erweiterte Auflage, Lau Verlag, Reinbek 2017.
Zitelmann, Rainer, Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung. Eine Zeitreise durch fünf Kontinente, 5. Auflage, Finanzbuch Verlag, München 2021.
Zitelmann, Rainer, Der Aufstieg des Drachen und des weißen Adlers. Wie Nationen der Armut entkommen, Finanzbuch Verlag, München 2023.
[1] Streminger, Smith, S. 137.
[2] Smith, Theorie, S. 8.
[3] Smith, Theorie, S. 5.
[4] Streminger, Smith, S. 207.
[5] Aßländer, Smith, S. 41; Streminger, Smith, S. 220 f.
[6] Smith, Wohlstand, S. 85
[7] Smith, Wohlstand, S. 112.
[8] Vgl. zum Thema Intellektuelle und Kapitalismus, Zitelmann, Kapitalismus ist nicht das Problem, Kapitel 10.
[9] Gilbert, Adam Smith on the Nature and Causes of Poverty, S. 281.
[10] Liu, Adam Smith’s America, S. 295, Fußnote 18.
[11] Smith, Wohlstand, S. 68.
[12] Smith, Wohlstand, S. 438.
[13] Smith, Wohlstand, S. 70.
[14] Marx, Kapital, Band 1, S. 790 f.
[15] Deaton, S. 126
[16] McCloskey, Garden, S.41.
[17] Norberg, Fortschritt, S. 30.
[18] Zitiert nach: Braudel, S. 89.
[19] Braudel, S. 90.
[20] Braudel, S. 302.
[21] Siehe dazu Zitelmann, Der Aufstieg des Drachen…
[22] Zitelmann, Der Aufstieg des Drachen, S. 96.
[23] Zitelmann, Der Aufstieg des Drachen, S. 43.
[24] Piatkowski, S. 127.
[25] Smith, deutsche Übersetzung zitiert nach Gerhard Steininger, Adam Smith, S, 60, Original in: Smith, Essays an Philosophical Subjects, S. 322.
[26] Hayek, Die Verfassung der Freiheit, S. 70.
[27] Hermann, S. 250.
[28] Hermann, S. 261.
[29] Hermann, S, 253.
[30] Smith, Wohlstand, S. 371.
[31] Mises, Gemeinschaft, S. 366. Hervorhebung im Original.
[32] Hayek, Die überschätzte Vernunft, S. 117.
[33] Hitler, Rede vom 13. November 1930, zitiert nach: Zitelmann, Hitler, S. 301
[34] Arendt, S. 100.
[35] Arendt, S. 100.
[36] Rothbard, S. 435.
[37] Rothbard, S. 451
[38] Rothbard, S. 466
[39] Rothbard, S. 468.
[40] Fleischacker, S. 287.
[41] Smith, Wohlstand, S. 282.
[42] Smith, Wohlstand, S. 283.