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Seit vergangenen Freitag das normalerweise gut unterrichtete Blog 'ReadWriteWeb' berichtete, der Internetkonzern Google würde ein neues Social-Network
lancieren, brodelt die Gerüchteküche. Eine Vorschau auf den "Circles, wie der Dienst angeblich heissen solle, werde Google noch gleichentags auf der im texanischen Austin stattfindenden Konferenz "South by Southwest Interactive" zeigen, so das Blog.
Kurze Zeit später aber kam das Dementi von Google. Man zeige in Austin keinen neuen Dienst. Und Circles existiere gar nicht. Ins gleiche Horn stiess auch Chris Messina, den 'ReadWriteWeb' als einer der für die Entwicklung von Circles verantwortlichen Personen nannte. Er wisse gar nicht, über welchen Dienst im Artikel gesprochen werde, so Messina gegenüber 'AllThingsD'
. Man mache sich zwar Gedanken über die Feinheiten von sozialen Beziehungen und wie man solche Funktionalitäten in eigene Produkte integrieren könne um diese sozialer zu machen, aber Circles sei kein Produkt, das sich derzeit in Entwicklung befinde.
Ganz abwegig sind die Gerüchte allerdings auch nicht, denn Google hat es nicht geschafft, seine "sozialen" Dienste wie Wave oder Buzz einer breiten Nutzerschaft zuzuführen. Andererseits dürfte der Zug für ein Social-Network à la Facebook auch abgefahren sein - immerhin verfügt das Social-Netzwerk von Marc Zuckerberg inzwischen über rund 600 Millionen Nutzer weltweit. Somit dürfte Google viel eher nach anderen Ansätzen für die Integration sozialer Funktionen suchen. Ansätze wie etwa eine erst vor kurzem durch das Techblog 'Techcrunch' öffentlich gemachte Toolbar
, ein Android-Marketplace, der Apps aufgrund des Nutzungsverhalten von Freunden empfehlen oder ein Gmail-Posteingang, der eingehende Mails aufgrund der Internet-Aktivitäten ausserhalb von Gmail sortieren könnte. (Thomas Bruehwiler)