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Bettwanzen
Aussehen
Bettwanzen (Cimex lectularius) sind rotbraune, ovale, flügellose Insekten. Ausgewachsene Tiere sind ungesogen 4 bis 6 Millimeter lang. Im vollgesogenen Zustand erreichen sie eine Länge von bis zu 9 Millimeter. Unmittelbar nach dem Blutsaugen wird ihr Körper runder und dunkler.
Entwicklung
Im Laufe ihres Lebens legen Weibchen bis zu 200 Eier. Aus diesen fast transparenten, weisslichen Eiern schlüpfen innerhalb von 14 Tagen die Larven, die sich - je nach Temperatur und Anzahl Blutmahlzeiten - in etwa 8 Wochen über 5 Stadien zum adulten Tier entwickeln. Vor jeder Häutung muss die Larve, welche zwar kleiner und heller ist, von der Form her aber bereits der ausgewachsenen Bettwanze ähnlich sieht, mindestens einmal Blut gesaugt haben.
Die Lebenserwartung von Bettwanzen beträgt 6 bis 12 Monate.
Ernährung
Bettwanzen saugen bevorzugt in der Nacht Blut bei Menschen und Haustieren. Der Saugvorgang dauert bei erwachsenen Tieren 3 bis 15 Minuten und erfolgt ungefähr alle 3 bis 7 Tage. Sie können jedoch bis zu 6 Monate ohne Nahrung auskommen. Tagsüber verstecken sich die Bettwanzen vorwiegend in dunklen Spalten und Ritzen, an der Matratze, um die Bettstatt, sowie hinter Sockelleisten, Steckdosen und Bildern.
Stiche und deren Reaktionen
Die Stiche werden nicht sofort bemerkt, da der Speichel lokal betäubende Stoffe enthält. Es gibt Personen, bei denen die Stiche zu gar keiner Hautreaktion führen. Die meisten Menschen reagieren jedoch mit Juckreiz und Pusteln darauf. Bei empfindlichen Personen können die Stiche sogar zu allergischen Reaktionen oder Hautentzündungen führen. Nur auf Grund dieser Reaktionen – die beispielsweise auch durch Hauterkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Flöhen, Läusen oder anderen Insektenstichen hervorgerufen werden können - eine zuverlässige Diagnose zu stellen, ist nicht möglich. Eine solche wird in der Regel anhand des Nachweises von Wanzen in den Wohnräumen gestellt. Bis heute ist keine Übertragung von Krankheiten durch Bettwanzen bekannt.
Häufige Ursachen eines Bettwanzenbefalls
In den meisten Fällen reisen die Bettwanzen als blinde Passagiere im Gepäck der Leute mit. Übernachtet man in einer befallenen Unterkunft ist die Gefahr gross, dass sich einzelne Tiere im Gepäck niederlassen und so schliesslich in die eigenen vier Wände oder - bei Gästen die umherreisen - ins nächste Hotel gelangen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine einfache Unterkunft oder um ein Fünfsterne-Hotel handelt, denn Bettwanzen sind keine Folge von mangelnder Hygiene
Durch den Erwerb von Second-Hand Möbeln - sollten diese befallen sind - können Bettwanzen ebenfalls mit nach Hause verschleppt werden.
Zudem haben wir schon einige Male die Erfahrung gemacht, dass in Mehrfamilien-häusern Bettwanzen von einer befallenen Wohnung abgewandert sind und benach-barte Wohnungen schlussendlich ebenfalls von einem Bettwanzenbefall betroffen waren.
Bettwanzenbefall erkennen und behandeln
Wie bereits erwähnt, verstecken sich Bettwanzen tagsüber und sind für den Menschen nur ganz schwer auffindbar. Besonders dann, wenn es sich um einen sehr geringen Befall handelt, der frisch eingeschleppt wurde. Neben den juckenden Stichen am Körper können Kotspuren (kleine schwarze Punkte) oder Spuren von Blut, welche in der Regel zuerst auf der Bettwäsche entdeckt werden, Hinweise auf einen Befall sein. Um in einem sehr frühen Stadium Gewissheit über diese Hinweise und Vermutungen zu erlangen, kommen die Bettwanzenspürhunde zum Einsatz. Dank ihres aus-gezeichneten Geruchssinns sind sie in der Lage, bereits einzelne Tiere aufzuspüren.
Zeigen die Hunde einen Befall an, ist eine Bettwanzenbekämpfung unumgänglich. Eine solche ist eine Herausforderung und gehört auf jeden Fall in fachkundige Hände. Es sollte darauf geachtet werden, dass sie eine erfahrene Firma mit Fachbewilligung durchführt. Vom Versuch, einen Befall selbst mit Insektenspray aus der Apotheke zu bekämpfen, ist dringend abzuraten.