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Charakteristik
Die Entwicklung der Zielgruppe wird mit jener der Vergleichsgruppe über die analysierte Periode eines Dienstleistungsangebotes oder über das Projektende hinaus verglichen.
Beispiel
30% der Alleinerziehenden in der Region x nutzen die Kultur-Legi, welche diverse Vergünstigungen für kulturelle Veranstaltungen bietet. Das sind mehr als vor dem Projekt aber weniger als am Ende des Projekts. Die Nutzung in der Vergleichsregion y hat sich in der gleichen Zeit von einer schwächeren Ausgangslage auf das Niveau der Zielgruppe entwickelt und verbessert sich weiter.
|Vorteile||Nachteile|
|Es kann wissenschaftlich fundiert nachgewiesen werden, ob eine Intervention nachhaltig wirksam war oder nicht.||Die Datenerhebung ist sehr aufwändig und erfordert mindestens 6 Messungen.|
|Das Vorgehen ist methodisch anspruchsvoll.|
|Die Zielerreichung wird nicht gemessen.|
Eignung
Geeignet, wenn wissenschaftlich fundiert nachgewiesen werden soll, ob mit der Intervention eine nachhaltige Wirkung erzielt worden ist. Kommt zum Einsatz, wenn es keine Bedenken gegen Vergleiche mit Vergleichsgruppen gibt und geeignete Vergleichsgruppen bestimmt oder konstruiert werden können. Die Daten zur Ausgangslage müssen allenfalls rekonstruiert werden. Wenn die Ausgangslage der Vergleichsgruppe nicht mit jener der Zielgruppe identisch ist, muss die Differenz zwischen der Ziel- und der Vergleichsgruppe verfolgt werden. Die Aussage zur Wirkung hängt in diesem Fall davon ab, ob sich die Differenz vergrössert oder verringert. Durch die zeitliche Verzögerung kommt die Information zur kurzfristigen Legitimation und für das unmittelbare Lenken und Lernen zu spät. Sie kann jedoch für die langfristige Entwicklung der Organisation und die strategische Ausrichtung genutzt werden.