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Hochgeachteter Herr Präsident!
Nachdem ich von der mit Ihrer verehrlichen Zuschrift vom 31 8br abhin an mich gelangten Denkschrift der HH. Koller & Du Coster Kenntniß genommen, habe ich nicht ermangelt, dieselbe Hrn. Bürgermeister Stehlin zuzustellen. Bei diesem Anlaße theilte ich Hrn. Stehlin zugleich mit, daß Sie bereit seien, an einer Sitzung des Gotthardtausschußes zur Besprechung der gegenwärtigen Situation der Alpenbahnfrage Theil zu nehmen & daß ich beabsichtige, die Sitzung im Laufe der nächsten Woche zu| veranstalten, insofern die Gesundheit Ihnen gestattet, den Verhandlungen beizuwohnen. –
Indem ich Sie bitte, mir gefälligst den Zeitpunkt bezeichnen zu wollen, auf welchen Sie die Sitzung des Gotthardtausschußes angesetzt wünschen, erlaube ich mir noch die Frage anzuregen, ob es nicht vielleicht angezeigt wäre, vor der Versammlung des Ausschußes die obschwebenden Fragen zum Gegenstande einer vertraulichern Besprechung zwischen Ihnen, Hrn. Bürgermeister Stehlin & meiner Wenigkeit zu machen. Es liegen, wie mir scheint, so vieler| lei Berathungsgegenstände vor, daß schon im Intereße einer raschern Erledigung im Ausschuße eine Vorberathung sich empfehlen dürfte. Bei der gegenwärtigen Situation laßen sich freilich auch Gründe gegen eine solche Commissionalberathung anführen & ich überlaße daher gerne den Entscheid darüber Ihrer beßern Einsicht. –
In der angenehmen Hoffnung, Sie bald wieder gesund & wohl in Mitten Ihrer alten Freunde zu sehen, verbleibe mit dem erneuten Ausdruke ausgezeichnetster Hochachtung
Ihr freundschaftl. ergebener
J. Zingg.
Luzern d. 7. Nov. 1868.