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In den letzten Wochen haben eine schwere Kältewelle und Unwetter die Situation von Tausenden von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen, insbesondere im Libanon und in Syrien, verschlimmert. Jedes Jahr ist der Winter gefürchtet und stellt eine zusätzliche Herausforderung für eine verwundbare und gefährdete Bevölkerung dar.
Der Februar war für Flüchtlinge im Libanon extrem hart. Mitte Februar traf ein Schneesturm das Beqaa-Tal, in dem viele syrische Flüchtlinge leben, die vor dem Krieg in ihrem Land geflohen sind. Die meisten von ihnen leben in Notunterkünften, die der Kälte und den Überschwemmungen kaum standhalten - Bedingungen, die schon in normalen Zeiten hart sind und bei Wintereinbruch gefährlich werden.
Die Lage der Flüchtlinge im Libanon hat sich in den letzten zwei Jahren erheblich verschlechtert. In der Tat haben die COVID-19-Pandemie, die politische und wirtschaftliche Instabilität, sowie die jüngste Explosion im Hafen von Beirut erhebliche Auswirkungen auf die Vertriebenen gehabt und ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Der Zugang zur öffentlichen Infrastruktur ist noch schwieriger geworden, und die Versorgung ihrer Grundbedürfnisse ist zu einer täglichen Herausforderung geworden. Seit Oktober 2019 ist die Inflationsrate im Libanon um 175% gestiegen, so dass die finanzielle Unterstützung, die viele Flüchtlinge vom UNHCR erhalten, zunehmend in ihrer Wirkung eingeschränkt ist.
Heute ist die Realität im Libanon für syrische Flüchtlingsfamilien brutal: 9 von 10 leben unterhalb der extremen Armutsgrenze. UNHCR unterstützt weiterhin gefährdete Bevölkerungsgruppen während der Wintermonate und stellt warme Kleidung, Decken, elektrische Heizungen, Lebensmittel und Unterkünfte zur Verfügung.
Dennoch bleibt die Situation kritisch. Der Winter hat nicht nur die Vertriebenen im Libanon hart getroffen, sondern im ganzen Mittelmeerraum: in Griechenland, in den Balkanländern und in Jordanien.