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Lebensstil
Essen und Religion
Was bedeuten halal und haram?
Die Begriffe stammen aus dem Koran und teilen Handlungen und Dinge in «erlaubt» und «nicht erlaubt» ein. Halal umfasst alles, was aus islamischer Sicht gestattet ist. Haram bedeutet das Gegenteil, also alles, was nicht erlaubt ist.
Aus Pflanzen gewonnene Lebensmittel sind grundsätzlich halal, ausgenommen sind Rauschmittel und Alkohol. Aber auch durch haram verunreinigte Zutaten, z.B. Gelatine in Milchprodukten, gelten als haram. Als haram gelten Schweine, fleischfressende Tiere, nicht halal geschächtete Tiere, aber auch Schlangen, Wildschweineund Esel.
November 2016
Fast Food
Ist Fast Food ungesund?
Fast Food (z.B. Hamburger mit Pommes, Hot dog, Döner Kebap, Pizza) und Snacks (z.B. Schokoriegel, Süssgebäck) erfreuen sich grosser Beliebtheit, da sie schnell verfügbar und vergleichsweise billig sind und in ungezwungener Atmosphäre gegessen werden können. Schnellgerichte enthalten jedoch in der Regel sehr viel Energie (Kalorien), Fett und/oder Zucker sowie Salz, dafür aber wenig Nahrungsfasern, Vitamine und Mineralstoffe. Süssgetränke wie Cola-Getränke, Limonaden, Eistee usw., die häufig dazu getrunken werden, liefern aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes zusätzlich viele Kalorien. Solche Mahlzeiten sind meist wenig ausgewogen und liefern mehr Energie als der Körper braucht. Ausserdem sind die vorgefertigten Portionen meist viel zu gross bemessen. Der häufige Verzehr kann somit Übergewicht fördern. Gegen den gelegentlichen Konsum von Fast Food ist nichts einzuwenden. Ein bis zwei Fast Food-Mahlzeiten pro Woche sind ok, wenn die anderen Mahlzeiten an diesen Tagen ansonsten ausgewogen sind.
Tipps zum Fast-Food-Konsum:
- Fettarme Schnellgerichte mit viel Gemüse wählen (z.B. asiatisches Gemüse-Reis-Gericht).
- Fast Food-Gerichte mit Früchten, Gemüse oder Salat kombinieren.
- Energie- und fettreiche Fast Food-Gerichte nur gelegentlich konsumieren.
- Energiereiche Beilagen bzw. Desserts durch Gemüse oder Früchte ersetzen (z.B. Salat anstatt Pommes, Früchte als Dessert anstatt Gebäck oder Glace).
- Portionengrösse bewusst wählen (XXL-Portionen verleiten häufig dazu, alles aufzuessen, auch wenn man schon satt ist).
- Wasser bzw. Mineralwasser anstelle von Süssgetränken trinken.
- Langsam und genussvoll essen.
Dezember 2013
Intermittierendes Fasten
Was ist intermittierendes Fasten?
Beim intermittierenden Fasten wird zwischen Fastentagen und Esstagen abgewechselt – man fastet in «Intervallen ». Das heisst, in einem bestimmten Rhythmus wird regelmässig zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und des Fastens bzw. starker Kalorienrestriktion gewechselt. Die Intervalle können sehr unterschiedlich lang sein, beispielsweise ein Wechsel alle 24 Stunden oder ein bis zwei Tage wöchentlich eine stark reduzierte Kalorienaufnahme. Es gibt Hinweise, dass sich das intermittierende Fasten günstig auf die Insulinsensitivität, die Abnahme an abdominellem Fett, das Fettprofil im Blut und Entzündungsmarker auswirkt. Zudem wird ein möglicher Nutzen von intermittierendem Fasten erforscht, um die Nebenwirkungen der Chemotherapie bei der Tumorbehandlung zu reduzieren. Insgesamt ist die Datenlage zum intermittierenden Fasten derzeit noch recht dünn und stützt sich zum Grossteil auf Tierversuche und wenige Humanstudien. Insbesondere bei langfristiger Umsetzung könnten sich Nährstoffdefizite ergeben. Dies bedeutet, dass hierzu keine Empfehlung ausgesprochen werden kann. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um mögliche Vorteile und Risiken auf die Gesundheit zu ermitteln.
Juni 2017
Mahlzeitenrhythmus
Wieviele Mahlzeiten soll man täglich zu sich nehmen?
Drei vollständige und ausgewogene Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittagessen und Abendessen – liefern dem Körper regelmässig die Energie, die er braucht. Dieser traditionelle Mahlzeitenrhythmus kann an den Appetit und die persönlichen Gewohnheiten angepasst werden. So kann eine Hauptmahlzeit durch ein oder zwei kleinere Mahlzeiten ersetzt werden. Oder die Hauptmahlzeiten können durch Zwischenmahlzeiten (am Vormittag, am Nachmittag oder am Abend) ergänzt werden. Die Zwischenmahlzeiten liefern einen kleinen Energieschub, wenn die Zeit zwischen den Mahlzeiten sehr lang ist. Sie verhindern Heisshungerattacken und bieten eine zusätzliche Möglichkeit, die Ernährung abwechslungsreich zu gestalten. Wenn Sie keine Zwischenmahlzeiten einnehmen, ergänzen Sie die Hauptmahlzeiten durch ein zweites Gemüse, eine Frucht oder ein Milchprodukt. Der Mahlzeitenrhythmus ist individuell verschieden. Jeder muss seinen Rhythmus finden, sollte es aber vor allem vermeiden, ständig irgendetwas zu essen oder naschen.
Dezember 2017
Nachhaltige Ernährung
Was kann ich tun, um meine Ernährung bezüglich Nachhaltigkeit zu optimieren?
Was wir essen, beeinflusst nicht nur unsere persönliche Gesundheit und unser Wohlbefinden. Unsere Ernährungsweise hat auch Auswirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft, die Gesellschaft und das Tierwohl. Mit einer nachhaltigen Ernährungsweise können wir einen positiven Beitrag leisten. Nachhaltig Essen und Trinken heisst: gesunde, umwelt- und ressourcenschonende Lebensmittel zu wählen, die unter fairen und tiergerechten Bedingungen produziert wurden.
Unter dem Namen FOODprints® werden sechs Tipps für den Alltag zusammengefasst.
- Ich kaufe zu Fuss oder mit dem Velo ein
- Ich kaufe nur so viel wie nötig ein
- Ich konsumiere überwiegend pflanzliche Lebensmittel
- Ich achte auf die Herkunft der Lebensmittel
- Ich achte auf die Produktionsbedingungen der Lebensmittel
- Ich trinke Hahnenwasser
Mit den FOODprints® erhalten Sie praktische Anregungen, wie Sie ausgewogen und nachhaltig essen und trinken können. Bereits wenn Sie einen Teil der FOODprints® im Alltag umsetzen, können Sie einen wertvollen Beitrag für Ihre Gesundheit, für den Umweltschutz, die soziale Gerechtigkeit und das Tierwohl leisten. Weitere Informationen finden Sie auf dem entsprechenden Merkblatt.
Dezember 2017
Richtig kauen
Warum ist es so wichtig, Lebensmittel gut zu kauen?
Der Mensch muss Lebensmittel kauen, um schluckfähige und verdaubare Bissen zu bilden. Der mit Speichel durchsetzte Speisebrei kommt mit den Geschmackspapillen in Kontakt. Spezifische Rezeptoren übertragen die wahrgenommenen Reize, welche in Empfindungen umgewandelt werden. Durch die im Speichel enthaltenen Enzyme beginnt bereits die Verdauung der Kohlenhydrate.
Dem Kauen sollte vom Kleinkindstadium bis ins hohe Alter besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn es erhöht die Stabilität der Zähne und damit den Zahnbestand. Schwierigkeiten beim Kauen veranlassen alte Menschen beispielsweise, kein Fleisch, kein Brot, kein Gemüse und kein Obst mehr zu essen und ihre gesamte Nahrungsaufnahme einzuschränken, was längerfristig zu Mangelerscheinungen führen kann.
Darüber hinaus wird durch gründliches Kauen die Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme reduziert und die Signale des Körpers können besser wahrgenommen werden. Weil das Sättigungsgefühl erst 15-20 Minuten nach dem Beginn des Essens eintritt, neigen «Schnellesser» dazu, oft noch eine zweite Portion zu schöpfen.
Januar 2017
Veganer Wein
Ist nicht jeder Wein vegan?
Wein ist an und für sich ein pflanzliches Produkt. So verwundert auf den ersten Blick die Unterscheidung zwischen veganen und nicht veganen Weinen. Diese liegt in der Verarbeitung, denn bei nicht veganen Weinen können im Verarbeitungsschritt der Klärung Produkte tierischen Ursprungs zum Einsatz kommen. Bei der Klärung des Weines werden Trübstoffe und feine Schwebeteilchen entfernt, wobei z.B. Gelatine, Hühnereiweiss oder getrocknete Schwimmblasen von Fischen eingesetzt werden können. Bei veganen Weinen wird bei der Klärung auf Produkte nicht tierischen Ursprungs zurückgegriffen, wie z.B. Bentonit (eine Mischung aus verschiedenen Tonmineralien).
Juni 2016
Vegetarische Ernährung - was heisst das?
Auf vielen Verpackungen steht «vegetarisch». Was bedeutet das genau?
Steht auf einer Verpackung der Hinweis «vegetarisch», so bedeutet dies, dass dieses Nahrungsmittel weder Fleisch, Fisch, noch daraus hergestellte Zutaten oder Verarbeitungshilfsstoffe enthält. Es kann jedoch Milch, Milchbestandteile (z.B. Milchzucker), Eier, Eierbestandteile und Honig enthalten.
Anstelle von «vegetarisch» sind auch die Begriffe «ovo-lacto-vegetarisch» und «ovo-lacto-vegetabil» zugelassen. Wird ein Produkt als «ovo-vegetarisch» bzw. als «ovo-vegetabil» bezeichnet, so enthält es ausser Eiern, Eierbestandteilen und Honig keine weiteren tierischen Zutaten. Lebensmittel, die keine tierischen Zutaten ausser Milch, Milchbestanteilen und Honig enthalten, können ihrerseits als «lacto-vegetarisch» bzw. «lacto-vegetabil» bezeichnet werden. Enthält ein Produkt überhaupt keine Zutaten tierischer Herkunft, gilt es als «vegan» oder «vegetabil».
Oktober 2016
Vollwerternährung
Was ist unter Vollwerternährung zu verstehen?
Die Vollwerternährung beschreibt eine Ernährungsform mit vorwiegend pflanzlichen Nahrungsmitteln (Gemüse, Früchte, Vollkornprodukte) aus biologischem Anbau, die möglichst naturbelassen sind. Milch und Milchprodukte gehören auch dazu. Etwa die Hälfte der Nahrung soll aus unerhitzter Frischkost bestehen. Je nachdem kann die Vollwerternährung auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern beinhalten.
Die Vollwerternährung wurde vom deutschen Arzt Werner Kollath begründet und von Karl von Koerber, Thomas Männle und Claus Leitzmann weiterentwickelt. Eine vollwertige Ernährung hingegen beschreibt eine ausgewogene Mischkost – einschliesslich Fleisch und Fisch –, wie sie von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung mittels der Schweizer Lebensmittelpyramide empfohlen wird.
Dezember 2016