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Gründungskomitee
Das Gründungskomitee
Anfang Januar 1921 war der Club betriebsbereit. Vorerst gab es noch keinen Restaurantbetrieb. Am 10. Januar 1921 berief Oskar Reinhart das Gründungskomitee nach dem Abendessen in den Club. Das Gründungskomitee bestand aus den Freunden Reinharts, die den zukünftigen Vorstand bildeten. Dieser prüfte Kandidaturen von Neumitgliedern, die von Paten vorschlagen wurden. Die Aufnahme erfolgte durch geheime Wahl an der Generalversammlung. Die Mitglieder waren handverlesen. Sie stammten aus jenen Familien, die bereits seit mindestens zwei Generationen zum Establishment gehörten. Die Aufnahme von Geschäftsleuten, die sich primär wirtschaftliche Vorteile versprachen wie «die Spitzen des Gewerbeverbandes», wurde von Oskar Reinhart, wie Adrian Mebold aufgezeigt hat, nicht gewünscht und erst später gebilligt. Das Gründungskomitee respektive der spätere Vorstand kümmerte sich weiter um den Betrieb. Künstlerisch benötigte Reinhart keine Unterstützung. Das Gründungskomitee legte an seiner Sitzung vom 10. Januar 1921 fest, dass der Club für die Mitglieder ab dem 17. Januar 1921 zugänglich sei.
Der erste Besucher
Oskar Reinhart hat den Moment in seinem Tagebuch festgehalten: «Club Eröffnung. 10 Uhr.». Der erste Besucher, der die Schwelle überschritt, war Dr. Arthur Hahnloser. Reinhart hatte zum Arzt und Kunstsammler Arthur Hahnloser zwar ein distanziertes Verhältnis, trotz einiger Gemeinsamkeiten, zu denen auch die Vorliebe für Hodler gehörte. Dazu kam, dass die Hahnlosers in der Villa Flora an der Tösstalstrasse bereits seit Jahren einen privaten Kunst-Salon unterhielten. Als Pressuregroup in Sachen Kunst verfolgte dieser Kreis meist pointiert andere Ziele als Oskar Reinhart. Man ging sich deshalb in Kunstfragen aus dem Weg. Trotzdem behandelte man sich in Gesellschaft gegenseitig mit Respekt, was der Besuch Hahnlosers am ersten Geduld-Morgen dokumentierte.