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24. / 25.06.2023, Winterthur, Regionale Nachwuchs Meisterschaften (Ostschweiz)
Bei herrlichem Sommerwetter wurden in Winterthur die Regionalen Meisterschaften der Kategorien U14 bis U18 ausgetragen. Trotz grosser Hitze und teilweise riesiger Teilnehmerfelder zeigten viele LGKE Athlet*innen ausgezeichnete Leistungen, erkämpften persönliche Bestleistungen und gewannen insgesamt vier Medaillen.
Zu Beginn eines langen Leichtathletik Wochenendes stehen die Jüngsten im Einsatz. Im 60m Sprint gehen die U14 Athlet*innen Elin Müller, Ada Onyeali und Banu Olbrich an den Start. Elin läuft im Vorlauf 9.25s, Ada qualifiziert sich für den Halbfinal, wo sie mit 8.72s eine neue p.B. erzielt, aber die Qualifikation für den Final leider verpasst. Dies gelingt dafür Banu, die sich von Lauf zu Lauf steigert, dreimal Bestzeit läuft und im Final schliesslich 8.24s erreicht. In einem Fotofinish-Krimi muss sie sich nur um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben und wird für ihren überzeugenden Auftritt mit der Silbermedaille belohnt. Am Nachmittag treten ihre Teamkolleginnen Lily Leo Hewitt-Fry und Line Gärtner über 600m an. Mit 2.06.04s bzw. 1.59.56s laufen zwar beide eine Saisonbestleistung, aber nur Line vermag sich für den Final vom Sonntag zu qualifizieren. Dort verpasst sie zwar ihren persönlichen Rekord aus dem Vorjahr, verbessert aber ihre Zeit aus dem Vorlauf auf 1.57.20s und belegt den guten 10. Rang.
In der Kategorie U16 sorgen Jaël Sigrist und Mehrkämpfer Nicolas Bebi für zwei weitere Medaillen. In einem zweistündigen Hochsprungmarathon mit über 40 Teilnehmerinnen beweist Jaël in der spannenden Schlussphase gute Nerven, überquert mit einem blitzsauberen Sprung 1.57m und gewinnt verdient die Bronzemedaille. Mit dieser Höhe bleibt sie nur einen Zentimeter unter ihrem persönlichen Rekord und scheitert im ersten Versuch auf 1.60m nur knapp. Für die erste Goldmedaille an diesen Regionalen ist Nicolas Bebi besorgt. Er meistert nach einem langen, kräfteraubenden Tag als einziger Hochspringer die 1.73m, packt anschliessend auch noch 1.76m und scheitert erst an der neuen Besthöhe von 1.79m. Die verdiente Goldmedaille dürfte ihn auch ein bisschen über das Missgeschick im turbulenten Hürdenfinal hinwegtrösten. Nach souverän überstandenem Vorlauf und Halbfinal kommt Nicolas im Final der besten Acht bei der sechsten Hürde aus der Balance, schafft es noch über die siebte, tritt aber voll in die achte Hürde hinein und trudelt, an siebter Stelle liegend, ins Ziel.
Ein weiteres Highlight bei den U16 liefert Vivienne Diedrich im Vorlauf über 80m. Die 10.54s bedeuten nicht nur persönliche Bestleistung, sondern auch Unterbietung der SM Limite. Im Halbfinal kommt Vivienne nicht mehr ganz an diese Zeit heran und beendet das Rennen in 10.63s auf dem sechsten Platz.
Gleich je zwei persönliche Bestmarken gelingen bei den U18 Lou Flückiger und Yves Maag. Am Samstag stösst Lou die 3kg schwere Kugel auf 10.90m (6. Rang) und Yves schleudert den Speer in seinem letzten Versuch zum ersten Mal über 40m weit (40.24m, ebenfalls 6. Rang). Am Sonntag absolviert Lou ihren ersten Dreisprungwettkampf und sichert sich mit einem guten Sprung auf 9.91m einen Platz im Finale der besten acht Springerinnen. Wenn sie ihre Anlaufgenauigkeit in Zukunft noch etwas verbessern kann, sollte die 10m Marke eigentlich fallen. In seinem erst zweiten 400m Lauf verbessert sich Yves um knapp 3/10s und belegt mit 55.14s den 6. Rang. In der zweitletzten Laufentscheidung des Wochenendes läuft Toren Hewitt-Fry über 400m Hürden ein kontrolliertes Rennen. Im Hinblick auf das Berner Nachwuchsmeeting vom kommenden Wochenende, wo es gilt, sich definitiv für die EYOF (Europäische Jugendolympiade) in Maribor (SLO) zu qualifizieren, geht Toren nicht an seine Grenzen. Er beweist jedoch auf der Zielgeraden Fighterqualitäten, wehrt den Angriff seines stärksten Gegners souverän ab und sichert sich in 55.65s die Goldmedaille.
Link zum Event: https://www.rm23.ch/index.php/de/