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Sechs Kunstturner qualifizierten sich für die diesjährigen Schweizermeisterschaften der Junioren und feierten vier Medaillen. Carlo Riesco holte sich im P6 Gold an den Ringen, und der zweite Favorit in derselben Klasse, Janic Fässler, komplettierte den Medaillensatz mit Silber am Boden und Bronze am Barren. Alassane Böhm erturnte sich die Silbermedaille mit dem Team Zürich P4, verletzte sich aber am Reck schwer, sodass er den Wettkampf abbrechen musste.
Audrey Leins und Lilly Winiger eröffneten dann eine Woche später die Schweizermeisterschaften der Kunstturnerinnen im P1. Lilly trainiert im RLZ Zürich, war bei ihren ersten Meisterschaften souverän und erreichte Rang 6 mit Diplom. Mit dem Team aus Zürich holte sie zudem den Schweizermeistertitel. Die drei Mädels distanzierten das zweitplatzierte Team aus Genf um über einen Punkt. Audrey stürzte am Balken, kämpfte aber weiter und beendete den Wettkampf mit einem tollen Handstand am Stufenbarren. Zoey Murer verletzte sich kurz vor dem Saisonhighlight unglücklich im Training und fieberte im Publikum mit.
Madleina Schürmann, Leana Hedinger und Sina Gienuth vertraten die Wädenswiler Farben gleich zu Dritt im P4a. Die Mädels traten mit hohen Erwartungen an sich selbst an und wollten ihre Übungen in Perfektion zeigen, was direkt zu Beginn am Barren und Balken mit Stürzen leider misslang. Einen versöhnlichen Abschluss zeigten die drei dann am Boden, wo sie die Kampfrichterinnen mit ihren gestreckten Schraubensalti begeisterten. Aufgrund der Stürze konnten sie leider keinen Platz in der ersten Ranglistenhälfte ergattern, dürfen sich aber nach dieser Saison stolz zu den besten Turnerinnen ihrer Altersklasse zählen!
Die 15-jährige Angelina Winiger zeigte in der Königsklasse der Juniorinnen, dem P5, vor allem am Balken eine hervorragende Übung, welche ihr den Schweizermeistertitel an diesem Gerät einbrachte! Im Mehrkampf verpasste sie leider als 9. ein Diplom um einen Rang.
Spitzennoten für den Turnverein Wädenswil am Zürcher Kantonalturnfest
Am 17. Juni reisten Nina Alberts, Nives Pappone, Marie-Charlotte Rahloff, Lilly Winiger und Audrey Leins zum Kantonale Turnfest im Wyland, KTF. Sie zählten zu den besten 24 Zürcher P1-Turnerinnen im Jahrgang 2014–2015. Der Wettkampf im grossen Zelt war ungewohnt und kühl um sieben Uhr morgens, doch alle zeigten konzentrierte Leistungen. Audrey und Marie-Charlotte glänzten erneut als Balken-Queens. Nina und Nives beeindruckten am Boden. Lilly erturnte sich die Bronze-Medaille, Audrey erreichte den 6. Platz. Ella Staub erreichte im P2 den 10. Platz und Alicia Seiler zeigte eine gute Bodenübung. Im P3 traten Victoria Leins, Lotta Häcker und Linda Gienuth an. Lotta zeigte einen hervorragenden Sprung, Linda haderte mit einem Balkensturz, während Victoria ihren besten Wettkampf absolvierte. Madleina Schürmann und Leana Hedinger überzeugten mit routinierten Übungen und erreichten Rang 4 und 6. Bravo an alle Turnerinnen!
Am zweiten Wochenende des Zürcher Kantonalturnfests reisten die Aktiven zu den Vereinswettkämpfen ins Wyland nach Dägerlen. Mit den drei Disziplinen Schaukelring, Sprünge und Fachtest Allround nahmen sie bereits am Freitag, 23. Juni 2023, den Wettkampf auf.
Coach Marvin hatte die Zusammensetzung des Teams nochmals umgestellt und in den Trainings zuvor an den Abläufen gefeilt. Noch nie gelang die Schaukelringvorführung so gut. Das ganze Team war hochzufrieden und brach in lauten Jubel aus, als die hohe Note 9,35 aus den Lautsprechern erklang.
Der zweite Wettkampfteil mit den Sprüngen war dieses Jahr von Jari Elmer neu auf die Musik von Valentin Mattes zugeschnitten worden. Schon am Moränencup hatte sich gezeigt, dass mit einer soliden Vorführung eine hohe Note möglich war. Das Team reagierte mit Charakter und der nötigen Coolness, auch als noch kurz vor dem Wettkampf ein Turner verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Die Vorführung gelang ausgezeichnet, mit hohen, synchronen Sprüngen, so dass die Wertungsrichter dem Team die verdiente Note 9,26 vergeben durften.
Die dritte Disziplin war der Fachtest
Allround, ein Geschicklichkeitsparcour mit zwei Aufgaben, der hohe Ansprüche an Ballgefühl, Kondition und mentaler Stärke verlangt. Das zusätzliche Training und den Willen, eine bessere Leistung als an der Regionalmeisterschaft abzurufen, hatte sich bezahlt gemacht. Die Steigerung um fast einen Punkt auf 6.24 war der verdiente Lohn dieses Einsatzes.
Bekanntlich setzt sich Turnfest aus zwei Begriffen zusammen. Das Festen folgte unmittelbar nach dem feinen Nachtessen. Bei pumpenden Bässen wurde nochmals Energie mobilisiert, getanzt und gesungen bis in die frühen Morgenstunden. Die Freude über die gelungenen Leistungen, das schöne Fest im Wyland und die ausgezeichnete Organisation wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
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