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Den 1. April 2011 wird Rola El-Halabi nie vergessen. Die Boxerin bereitete sich in ihrer Garderobe auf den WM-Kampf vor, als sich ihr Stiefvater Roy gewaltsam Zugang zu ihrer Kabine verschaffte. Roys Ziel: Seine Stieftochter soll nie wieder boxen können. Mit vier gezielten Schüssen trifft er sie an der rechten Hand, dem linken Knie sowie an beiden Füssen.
El-Halabi hatte ihre Zusammenarbeit mit Roy wenige Monate zuvor beendet, weil er die Liebesbeziehung seiner Tochter zu einem griechischen Mann nicht akzeptierte.
Comeback 2 Jahre nach dem Attentat
Es war der jähe Unterbruch einer erfolgreichen Karriere. El-Halabi, die als Einjährige mit ihrer Familie aus dem Libanon nach Deutschland flüchtete, hatte zuvor 11 von 11 Profi-Kämpfen gewonnen. Ob sie je wieder würde boxen können, stand danach lange in den Sternen.
Doch El-Halabi kämpfte sich durch die einjährige Reha. Stets mit dem Ziel vor Augen, dereinst wieder im Ring stehen zu können. Im Januar 2013 war es soweit: Vor rund 5000 Zuschauern gab sie in Ulm ihr Comeback. Dass sie erstmals in einem Profi-Kampf als Verliererin hervorging, war Nebensache. Den grössten Kampf hatte El-Halabi bereits gewonnen.