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Eine Studie zum Ursprung des Malaria-Erregers deutet darauf hin, dass er vor mindestens 100 Millionen Jahren entstand. Unter den Wirbeltieren, die er damals befiel, waren demnach wahrscheinlich auch Dinosaurier, berichtet ein Forscher der Oregon State University.
Der älteste Fossilienfund, der auf den Malaria-Erreger Plasmodium hindeutet, ist rund 20 Millionen Jahre alt. Laut einer Mitteilung der Oregon State University vom Dienstag könnte die Krankheit jedoch deutlich älter sein. Demnach hatten vielleicht schon die Dinosaurier mit einem Vorläufer der Malaria zu kämpfen, berichtet George Poinar von der Oregon State University im Fachjournal «American Entomology».
Zu diesem Schluss kommt er anhand einer rund 100 Millionen Jahre alten, in Bernstein eingeschlossenen Gnitze (Bartmücke), in deren Hinterleib frühe Entwicklungsstadien (Oozysten) des Parasiten Paleohaemoproteus burmacis zu erkennen sind. Bei diesem Einzeller handelt es sich um einen Vorläufer heutiger Parasiten, die eine Malaria-ähnliche Erkrankung hervorrufen.
Vorläufer in Gnitzen entstanden
Die Tropenkrankheit könnte also nicht erst vor 20 Millionen Jahren mit den Anopheles-Moskitos und Tigermücken aufgekommen sein. Eine Malaria-ähnliche Erkrankung, ausgelöst durch Paleohaemoproteus, könnte laut Poinar bereits vor mehr als 100 Millionen Jahren in den damaligen Mücken entstanden sein.
Unter den davon betroffenen Wirbeltieren befanden sich demnach wahrscheinlich auch die Dinosaurier. Laut einer These, die Poinar 2007 in einem Buch veröffentlichte, könnten diese und andere Krankheiten sogar zum Untergang der Dinosaurier beigetragen haben.
Gemäss dem Forscher streiten sich Wissenschaftler schon lange, wie sich Malaria entwickelt hat und wie alt die Krankheit ist. Erkenntnisse über den Ursprung und die Entwicklung des Erregers könnten wichtige Hinweise liefern, die bei der Bekämpfung der Tropenkrankheit helfen. Laut Weltgesundheitsorganisation starben 2015 über 400'000 Menschen an Malaria. (sda)