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Kranzauszeichnung des XI. Zentralschweizerischen Kleinkaliberschiessens in Cham
Die Kranzauszeichnung besteht aus einer Barrette, einem Stoffband und einer Medaille. Auf der Vorderseite der Barrette steht oben «AUSZEICHNUNG» und darunter folgen in zwei Reihen die Wappen der innerschweizerischen Kantone Schwyz, Uri, Unterwalden (obere Reihe), Luzern und Zug (untere Reihe). Zwischen den Wappen von Uri, Unterwalden und Zug befindet sich die Herstellersignatur «HUGUENIN». Auf der Rückseite ist eine Nadelschliesse angebracht. Ein rot-weisses Stoffband verbindet die Barrette mit der Medaille. Die Medaille ist oben mit der Inschrift «XI᛫ZENT᛫SCHWEIZ᛫/ KL᛫KAL᛫SCHIESSEN» versehen. Darunter sind der Berg Grosser Mythen, das Bundesbriefarchiv in Schwyz, das Schweizerkreuz, ein Helm der Schweizerarmee und eine Schützenscheibe mit Kelle abgebildet. Zwischen Schweizerkreuz und Schützenscheibe steht die Jahreszahl «1291» und links unterhalb des Helms die Jahreszahl «1941». Zuunterst steht auf einem Schild «CHAM». Die untere Hälfte der Medaille ist aussen von einem goldfarbenen Blattkranz umrahmt.
Das 11. Zentralschweizerische Kleinkaliberschiessen in Cham fand Ende Juli/Anfang August 1941 statt, im gleichen Jahr als man 650 Jahre Eidgenossenschaft feierte. Im August 1939 wurden an der Generalversammlung des Vereins «Sportschützen Cham» (am 24.09.1899 unter dem Namen «Flobertschiessverein Cham» im Gasthaus «zum Schlüssel» in Cham gegründet, 1932 erfolgte die Namensänderung, 2007 mit anderen Vereinen zum «Schiesssportverein Cham-Ennetsee» fusioniert) die Personen für das Organisationskomitee gewählt. Ein Monat später brach der Zweite Weltkrieg aus und erschwerte die Organisation des Anlasses. Die Schiessanlage wurde auf 26 Kippscheiben erweitert und Gaben wurden gesammelt. Unter anderem spendete die Firma Nestlé eine Walliser Weinkanne. Die Papierfabrik Cham, Maschinenfabrik Cham, Waldgenossenschaft Cham und die Kirchgemeinde spendeten je CHF 100. Der Einwohnerrat Cham stiftete gar CHF 200. Insgesamt betrug die Plansumme CHF 20'000. Das Schiessen dauerte sechs Tage und wurde rege besucht, unter anderem waren 1'793 Schützen anwesend, 58 davon kamen aus Cham. Der Anlass war finanziell ein Erfolg, so schloss man mit einem Überschuss von CHF 3'083 ab.
Das Kranzabzeichen wurde von Jakob Gärtner (Lebensdaten unbekannt) entworfen. Das Bundesbriefarchiv in Schwyz stand gemäss Gärtner symbolisch als «Hüterin unserer verbrieften Freiheitsrechte» und «vor dessen Toren [stand] der starrende Stahlhelm als schützender Hort, dem unbedingten Verteidigungswillen unserer Generation Kund zu geben». Eine starke Bildsprache in diesen unruhigen Zeiten des Zweiten Weltkriegs.