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Das "Chärnehus" ist einer der wichtigsten Zeugen barocker Bautätigkeit ausserhalb der Klostergevierts. Im Auftrag des Klosters entwarf der Tiroler Baumeister Singer einen schlichten Steinbau von hoher architektonischer Qualität. Als Nutzbau ist er nur sparsam ornamentiert: An Stelle aufwändiger Steinmetzarbeiten gliedern aufgemalte Gesimse und die Ecken betonende Lisenen die Fassaden. Während im Obergeschoss das Korn gelagert wurde, diente das Erdgeschoss als Schützenhaus. Am Rand des alten Dorfes erstellt, hat es inzwischen seine dominante, freistehende Lage eingebüsst. Als nach der Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Abbruch des "unnützen Steinhaufens" spekuliert wurde, hielt man einen geregelten Gebäudeabstand nicht mehr für nötig.
Seine heutige Form erhielt das Kernenhaus 1849, als es zum Theater umgebaut wurde. Die Errichtung einer Schauspielbühne im Schulhaus war wegen angeblicher Sittenwidrigkeit in Schwierigkeit geraten, das am Dorfrand situierte Kernenhaus anerbot sich als willkommener Ausweg.
Baujahr: 1738
Architektur: Franz Singer, Tirol
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Kernenhaus
AdresseKornhausstrasse 12, 8840 Einsiedeln
Datenquelle: Schweizer Heimatschutz