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Hollard, Samuel-Jacques - Erster Syndic von Lausanne (1803-1815)
Brief mit Unterschrift von Samuel Jacques Hollard als Syndikus von Lausanne an die Stadtgemeinde von Morges. Lausanne, 12. November 1813. Die Witwe von Jean-Albert Gaudin, von Morges, Nyon, Severy und Lausanne, habe gegenüber der Stadtverwaltung von Lausanne vorgebracht, dass ihr die Zuwendung von vier Francs pro Monat und sieben Pfund Brot pro Woche nicht mehr genüge. Sie selbst könne ihrer Arbeit als Wäscherin aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachkommen und ihre Tochter würde beim Spulen für die Spinner kaum zwei Batzen pro Tag verdienen. Ferner würde ihr ererbtes Haus Kosten erzeugen und wäre mit einer jährlichen Abgabe von 100 Livres belastet. Die Verwaltung von Lausanne habe deshalb ihre monatliche Zuwendung um 20 Batzen erhöht, was er der Stadtgemeinde von Morges mitzuteilen habe, damit diese baldmöglichst ihre diesbezügliche Haltung mitteile. Er würde diesbezüglich auch an die Stadtgemeinde von Nyon schreiben.
HOLLARD, Samuel Jacques (*1759 - †1832), ref., von Orbe und Lausanne. Sohn des Louis-Salomon und der Jeanne Suzanne Jaccaud. Heiratete 1) Marie Bégoz ( 1785). Unter bernischer Herrschaft Seckelmeister, dann Vermögensverwalter und Bankier. In der Mediation war Hollard 1803-15 erster Lausanner Syndic, 1803-08 konservatives Mitglied des Waadtländer Gr. Rats. Er war eine starke Persönlichkeit und lenkte die Geschicke der Stadt Lausanne in einer Zeit des politischen Wandels und der wirtschaftlichen Entwicklung. In seiner Amtszeit entstanden 1804 das Gebäude für das kantonale Parlament, 1808 die Post Saint-François und 1811 die Kirche La Mercerie. Ausserdem erfolgte ab 1812 die Auffüllung des kleinen Flontals (Place de la Riponne).
Grösse und Beschaffenheit des Dokuments: 33x21 cm, Papier.