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Die Zuschauer im gut gefüllten Olympiastadion in Rio de Janeiro waren gekommen, um ihn zu sehen: Usain Bolt, den sechsfachen Olympiasieger, der in Rio seinen Status des Unbesiegbaren festigen will und seine Goldmedaillen sieben bis neun anstrebt.
Der Superstar der Leichtathletik enttäuschte seine Fans nicht. Trotz eines schwachen Starts lief er locker und lässig in 10,07 Sekunden zum Sieg in seiner Serie und qualifizierte sich als insgesamt Viertschnellster für die Halbfinals vom Sonntag. Bereits nach der Hälfte des Rennens begann sich Bolt nach der Konkurrenz umzuschauen, die letzten Meter lief er locker aus.
Die beste Zeit des Vorlaufs realisierte Justin Gatlin, Bolts grosser Rivale. Der Amerikaner lief in der 2. Serie bei einem leichten Rückendwind 10,01 Sekunden.
Der Final im Diskuswerfen der Männer endete mit einer Überraschung. Der Deutsche Christoph Harting übertraf mit dem sechsten und letzten Wurf mit der persönlichen Bestweite von 68,37 m den in Führung liegenden Piotr Malachowski, den Weltmeister von 2015. Der Pole musste sich mit 67,55 m wie bereits vor acht Jahren in Peking mit Silber begnügen. Bronze ging an Hartings Landsmann Daniel Jasinski.
Christoph Harting trat damit in die Fussstapfen seinen älteren Bruders Robert, der 2012 in London Olympia-Gold gewonnen hatte. In Rio war Robert Harting in der Qualifikation gescheitert.
(SDA)