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Quecksilberbelastung im Turtig
Ergebnisse der dritten Untersuchungsphase
(IVS).- Ergänzende Untersuchungen im Turtig/Raron zeigen, dass der Spielplatz beim Bahnhof, sowie das angrenzende Beachvolleyballfeld und das Spielfeld des Fussballplatzes Rhoneglut unbelastet sind. Auch entnommene Proben unterhalb von Strassenbelägen und Plätzen weisen mit einer Ausnahme keine Belastungen auf. Dagegen haben sich die erhöhten Werte auf dem Fussballplatz Moos bestätigt. Die bereits bestehenden Nutzungseinschränkungen werden erweitert.
Im Siedlungsgebiet Turtig/Raron liegen die Untersuchungsergebnisse der dritten Etappe vor. Die Untersuchungen wurden von der Lonza AG in Auftrag gegeben und unpräjudiziell vorfinanziert. Dabei wurden weitere 16 Parzellen auf Quecksilber untersucht. 10 Parzellen sind unbelastet. 5 Parzellen weisen einen Wert zwischen 0.5 - 2.0 mg Hg/kg auf. Eine Parzelle überschreitet den aktuellen Sanierungswert nach Altlasten-Verordnung von 5 mg Hg/kg (7.1 mg Hg/kg gemessen).
In dieser dritten Phase wurden bei 8 Stellen Proben auch unterhalb von Strassenbelägen und Plätzen entnommen: 7 Stellen waren unbelastet, eine ist schwach belastet (0.8 mg Hg/kg). Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass der belastete Boden vor dem Bau der jeweiligen Strassen und Plätze vollständig entfernt wurde oder eventuell, dass dort kein belastetes Material abgelagert wurde.
Zusätzlich wurden in dieser dritten Phase sechs bereits untersuchte Parzellen enger beprobt und analysiert. Zu den grossen enger beprobten Parzellen gehören die Fussballplätze Rhoneglut (Turtig West) und Moos (Turtig Ost). Das Spielfeld des Fussballplatzes Rhoneglut ist unbelastet. Der angrenzende Fussballtrainingsplatz ist hingegen mittel bis hoch belastet (3.1 – 19 mg Hg/kg). Diese Werte wurden bereits in der ersten Etappe der Untersuchungen festgestellt. Entsprechende Nutzungseinschränkungen bzw. –verbote wurden bereits im Januar angekündigt. Die ergänzenden Untersuchungen auf dem Spielfeld Moos zeigen Werte zwischen <0.5 und 2.6 mg Hg/kg. Beim angrenzenden Trainingsfussballplatz variieren die Werte zwischen <0.5 und 6.1 mg Hg/kg. Bei diesem Trainingsfussballplatz gilt neben den bereits bestehenden Nutzungsein-schränkungen neu ein Nutzungsverbot als Spielfläche für Kinder im Perimeter mit mehr als 5 mg/kg.
Sämtliche 98 Parzellen im ursprünglichen Untersuchungsperimeter Turtig sind jetzt beprobt und analysiert worden: 15 Parzellen weisen eine Quecksilberbelastung von mehr als 5 mg Hg/kg, 16 zeigen Werte zwischen 2 und 5 mg/kg, 25 zwischen 0.5 und 2 mg/kg und 42 sind unbelastet. Der ursprüngliche Untersuchungsperimeter wurde erweitert. So wurden nun auch der Spielplatz und das Beachvolleyballfeld beim Bahnhof Raron untersucht. Für beide Anlagen konnte erwartungsgemäss Entwarnung gegeben werden. Sowohl der Spielplatz als auch das Beachvolleyballfeld sind unbelastet.
Zurzeit laufen weitere technische Untersuchungen im quecksilberbelasteten Gebiet zwischen Niedergesteln und Visp. Bis Ende 2014 sollen diese Untersuchungen abgeschlossen sein und einen Überblick über die Gesamtbelastung zeigen.