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Die Uefa führt ab 2018 ein neues Turnier für Nationalmannschaften ein. Details sind offen, doch der Rahmen steht. Wie funktioniert die Nations League, was passiert mit den Test-Länderspielen und in welcher Division wird die Schweiz spielen? Antworten auf alle wichtigen Fragen.
Die Uefa ist der Ansicht, Test-Länderspiele in der bisherigen Form interessieren kaum jemanden, und will daher die Partien aufwerten. Die Partie Deutschland gegen Spanien ist für den Zuschauer schliesslich attraktiver als Deutschland gegen Norwegen. Dahinter steht aber der Gedanke, dass man attraktivere Spiele auch besser vermarkten und damit mehr Einnahmen für die beteiligten Nationalverbände generieren kann.
Im Herbst 2018 soll es losgehen. Offiziell ist die Nations League vorerst nur für den Zeitraum 2018 bis 2022 geplant, der Sieger wird in den ungeraden Jahren ermittelt. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sie bei erfolgreicher Vermarktung über 2022 hinaus beibehalten wird.
Es wird vier Divisionen geben: A, B, C und D. In Division A spielen die stärksten Teams, in Division D entsprechend die schwächsten. Die Unterteilung wird anhand des Uefa-Koeffizienten ermittelt. Pro Division gibt es wiederum vier Gruppen, in denen drei oder vier Mannschaften spielen. Die Gruppenspiele sollen im Herbst 2018 mit Hin- und Rückspiel ausgetragen werden. In einer Dreiergruppe hätte man also vier Spiele, in einer Vierergruppe sechs. Am Ende wird es auch Auf- und Absteiger geben, der Modus dafür ist allerdings noch nicht bekannt.
Die Uefa hat 54 Mitgliedsverbände. Die Schweizer Fussball-Nati liegt momentan im UEFA-Ranking für Nationalteams auf Platz 15. Da die vier Divisionen jeweils zwischen 12 und 16 Teams enthalten werden, wäre die Schweiz derzeit ein Wackelkandidat für die stärkste Division A.
Die vier Gruppensieger der Division A spielen in einem Final-Four-Turnier den Nations-League-Sieger aus. Das erste soll im Juni 2019 stattfinden.
Laut Uefa nicht, da nahezu alle Test-Länderspiele wegfallen sollen. Einige wenige Termine für Freundschaftsspiele wird es aber weiter geben, um gegen nicht-europäische Teams spielen zu können.
Nein, sie soll in ihrer bisherigen Form bestehen bleiben. Einzige Neuerung: Weil die Gruppenspiele der Nations League im Herbst 2018 stattfinden sollen, beginnt die EM-Quali ein halbes Jahr später, also im Frühjahr 2019.
Ja. Von den 24 Startplätzen für die EM 2020 werden 20 in der Qualifikation vergeben, vier weitere über die Nations League. Angedacht ist, dass die vier Gruppensieger jeder Division im Frühjahr 2020 einen Teilnehmer ermitteln. Somit haben also auch die schwächsten Teams, die in Division D spielen, die Chance auf ein EM-Ticket. Ist der Gruppensieger bereits für die EM qualifiziert, rückt der Zweite nach und so weiter. Sollten alle Teilnehmer der Division A ihr Ticket für die Europameisterschaft bereits in der Tasche haben, qualifizieren sich zwei Teams aus Gruppe B.