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Die Rede ist natürlich von Iron Maiden und ihrem neuen Epos «Senjutsu», das just am gleichen Tag wie «At One With None» veröffentlicht wurde. Unabhängig davon, dass auch diese Scheibe (von Maiden) stark polarisiert, können Portrait von dessen Verkaufszahlen nur träumen. Hört man sich beide Alben nacheinander an, ist offensichtlich, dass der Altherren-Club kompositorisch deutlich abgehängt wird. Alleine der Opener und Titeltrack zerlegt «Senjutsu» an gleicher Stelle stehend komplett in seine Einzelteile. Hier gefallen zudem die Vibes der Gitarren in Richtung Dan Swanö («Moontower») und..., Iron Maiden! Man stelle sich mal vor, Bruce Dickinson und Co. hätten diesen Brecher auf ihrer Scheibe drauf! Haben sie aber nicht, und auch «Curtains (The Dumb Supper), das sich so anhört, als hätte Steve Harris hier den Bass eingespielt, führt die eiserne Jungfrau gleich nochmals vor. Und hat man sich einmal alle acht Songs von Portrait richtig angehört, haucht der schwer angeschlagene Schwertkämpfer den letzten Lebensatem aus und streicht die Segel. Auch wenn die Nordmänner keinen "Hit" präsentieren können, strotzt der fünfte Longplayer nur so vor Musikalität und hätte somit weitaus mehr Aufmerksamkeit als "der grosse Bruder im Geiste" verdient. Leider sind die businesstechnischen Positionen aber einmal mehr abgesteckt. Wer sich allerdings Qualität als Kaufgrund auf die Fahne schreibt, sollte sich zwingend zuerst «At One With None» anhören und am Ende dann mindestens beide Tonträger ins Regal stellen!
Rockslave