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Die K-Jetronic als rein mechanisch arbeitende Kraftstoffeinspritzanlage
Die K-Jetronic wurde bereits am Anfang der siebziger Jahre entwickelt und in den ersten Serienfahrzeugen verbaut, anfangs aber nur in Amerika. Ab der Mitte der siebziger Jahre verwendeten auch andere Hersteller diese Einspritzanlagen für verschiedene Serienfahrzeuge. Bis in die Mitte der neunziger Jahre handelte es sich bei der K-Jetronic um ein häufig verwendetes Einspritzsystem, das schliesslich nach und nach von elektronischen Einspritzsystemen abgelöst wurde.
Einige Worte zur Funktionsweise der K-Jetronic
Bei der K-Jetronic handelt es sich um eine mechanisch-hydraulische Kraftstoffeinspritzung, bei welcher der Kraftstoff kontinuierlich eingespritzt wird. Der Motor besitzt je Zylinder ein Einspritzventil, über das der Kraftstoff kontinuierlich in die Ansaugkanäle des Motors gelangt. Aus der kontinuierliche Einspritzung des Kraftstoffs entstand der Buchstabe «K» in der Bezeichnung des Kraftstoffeinspritzsystems. Zu den wichtigsten Bauteilen ausser den Einspritzventilen gehören die Kraftstoffpumpe, der Kraftstoffspeicher, der Mengenteiler sowie der Luftmengenmesser. Für die Anpassung der Kraftstoffmenge während der Warmlaufphase des Motors werden noch zusätzliche Bauteile wie das Kaltstartventil, der Thermozeitschalter und der Zusatzluftschieber eingesetzt. Zur Funktion der K-Jetronic: Die einzelnen Einspritzventile sind mit dem Mengenteiler verbunden. Dieser sorgt zusammen mit dem Luftmengenmesser für die korrekte Dosierung der in den jeweiligen Fahrzuständen benötigten Kraftstoffmenge. Der Mengenteiler ist dazu mit dem Luftmengenmesser verbunden, durch den die Ansaugluft des Motors strömt. Abhängig von der Menge der den Luftmengenmesser durchströmenden Luft wird im Mengenteiler über eine Stauscheibe und einen entsprechenden Hebelmechanismus ein Steuerkolben bewegt, der wiederum für eine Anpassung der jeweiligen Kraftstoffmenge sorgt. Das System wird durch eine elektrische Kraftstoffpumpe mit Benzin aus dem Tank sowie dem notwendigen Arbeitsdruck versorgt. Der Kraftstoffspeicher sorgt dafür, dass bereits beim Starten des Motors ein ausreichender Kraftstoffdruck bereitsteht.
Die Warmlaufphase
Während der Warmlaufphase des Motors kommen zusätzliche Kaltstarteinrichtungen wie das Kaltstartventil, der Thermozeitschalter, der Warmlaufregler sowie der Zusatzluftschieber zum Einsatz, über die das System eine Gemischanreicherung erhält, solange der Motor noch nicht auf Betriebstemperatur ist. Der Warmlaufregler beeinflusst den Steuerdruck des Systems über eine beheizte Bimetallfeder. Das Kaltstartventil sorgt in Verbindung mit dem Thermozeitschalter für eine Erhöhung der Kraftstoffmenge während des Startvorgangs. Der Zusatzluftschieber versorgt den Motor mit zusätzlicher Luft während der Warmlaufphase, wie der Name schon sagt. Durch die zusätzliche Luft wird auch die eingespritzte Kraftstoffmenge erhöht. Gesteuert wird er über ein beheiztes Bimetall, das abhängig von der Temperatur des den Zusatzluftschieber durchströmenden Kühlmittels die Luftmenge reguliert. Steigt die Kühlmitteltemperatur an, so wird die Durchflussmenge an Luft verringert.
Häufige Probleme bei der K-Jetronic in Oldtimern
Häufig sind es die Standschäden, die für Ausfälle an der K-Jetronic sorgen. Zu den häufigsten Fehlerbildern zählen tropfende Einspritzventile, undichte Kraftstoffspeicher, defekte Zusatzluftschieber und nicht zuletzt verstopfte Kraftstofffilter und ebenfalls verstopfte Filter am Zulauf für den Kraftstoff zum Mengenteiler. Weitere mögliche Schäden bestehen aus defekten Mengenteilern, vor allem dann, wenn diese durch Autoschrauber eigenhändig zerlegt wurden, was meistens für Folgeschäden sorgt. Auch unsachgemäss montierte Leitungen vom Mengenteiler zu den Einspritzventilen können für Probleme sorgen.