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Die Geschichte des Hotel Seiler au Lac
„Was man kennt – und doch nicht weiss“
- 1873 erstellt als Caféhaus Mühlemann
- 1874 wurde die Bödelibahn mit Endstation Bönigen wie auch die Schiffländte erbaut. 7 Jahre später ging das Café Konkurs. Anna Seiler übernahm das Haus und nannte es Café de la Gare. Später baute deren Tochter Fremdenzimmer ein – aus dem Café wurde Hotel und Pension de la Gare, später Hotel Seiler au Lac.
- 1906 wurde das Chalet als Sommerhaus angegliedert und Elisabeth Seiler, zusammen mit Schwester und Ehemann Fritz Zürcher, führten das Haus. Bis 1931 war Fritz Zürcher Lehrer und Hotelier. Dieser heiratet nach dem Tod von Elisabeth zum 2. mal und zusammen mit seiner Frau führten sie das nun benannte Hotel Seiler au Lac bis 1949.
- Zwischen 1949 und 1955 wechselte das Haus 3 mal den Besitzer.
- 1955 wurde es an eine holländische Reisegesellschaft vermietet. Diese hatte schon das Hotel Oberländerhof in Miete. Für das Böniger Gewerbe wäre das eine Katastrophe gewesen, brachten die Holländer ALLES, d.h. Milch, Brot, Käse ... einfach alles mit !
Glücklicherweise suchten Walter und Olga Dinkel 1955 ein Hotel mit 50 Betten und sahen das Inserat in einer Zeitung. Sie kamen nach Bönigen, verliebten sich in die Gegend und wollten das Hotel mieten, trotz der ca 90 Betten (50 Zimmer). Dies war nicht mehr möglich, da die Holländer den Vertrag schon unterschrieben hatten. Doch Kauf bricht Miete und das Ehepaar erneuerte mit grosse Einsatz und schlaf-losen Nächten den Familienbetrieb. Das Hotel war heruntergekommen, hatte einen schlechten Ruf und musste dringend von oben bis unten geputzt werden. Eine Oelheizung wurde eingerichtet, die Zimmer erhielten nach und nach ein Bad, Telefon und Radio. Das Restaurant, der Speisesaal und die Halle wurden umgebaut.
- 1970 folgte der Lift. Mit der Zeit gewan das Haus eine interationale Stammkund-schaft von Privatgästen. 1970 waren schon in 38 Zimmern Bad oder Dusche und WC eingebaut.
- 1975 übernahm die Tochter und ihr Ehemann, d.h. Rosemary und Erwin Zingg das gepflegte Haus von den Eltern und kamen direkt in die Rezession.
- 1983 wurde der Chaletteil abgerissen und neu aufgebaut. Es entstanden 18 Salonzimmer – 3 Einzelzimmer und zum Garten hin ein in sich geschlossenes Personalhaus mit 28 Betten. Kostenüberschreitung nicht mehr als 1,48 % !
- 1986 Für eine neue Bel-Etage, „für Gäste, die gerne schön wohnen“, wurde der erste Stock des Altbaus ausgehöhlt. Es entstehen „Minisuiten“ und eine „Honeymoon-Suite“. Diese sind luxuriös, geschmackvoll und mit viel Liebe eingerichtet.
- 1989 wurde die Küche vergrössert und mit den neuesten Installationen, grossen Kühlräumen etc. ausgestattet.
- 1991 konnte die Empfangshalle erneuert und vergrössert werden.
- 1992 Totalrenovation der 2. Etage im Südflügel. Es entstanden zwei Minisuiten und acht Nichtraucherzimmer.
- 1994 wurden das Dach, die Fassade und die Balkone isoliert und erneuert.
- 1999 das Seerestaurant „La Gare“, die Terrasse und der Speisesaal wurden geschmackvoll neu konzipiert und Geschirr und Tischwäsche mit viel Liebe zum Detail ausgesucht.
- 2007/08 wurden neben dem Hotel das Wohnhaus mit sechs Eigentumswohnungen und Garagen realisiert. Dies nach Vorgaben des Uferschutzes. Gleichzeitig wurden neben der Küche der Trakt für die Anlieferung und ein Mitarbeiter-Essraum, Garderoben, Kühlräume, ein Vorratsraum etc. realisiert.
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich seit 1975 auf ca Fr. 10'000‘000.--