Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03522.jsonl.gz/1411

1975 stellte Certina die Diamaster vor. Die Besonderheit der Diamaster war das kratzfeste Saphirglas und das Gehäuse aus Wolframkarbid, welches von Rado stammte und dort für die Diastar-Linie verwendet wurde. Um das Gehäuse herzustellen, wurden zuerst Wolfram- und Titankarbid mit Kobalt- oder Nickelpulver fein vermahlen, die Mischung gepresst und bei 1’000 Grad vorgesintert. Danach wurden die Rohlinge bearbeitet, in die endgültige Form gebracht und schliesslich bei 1’400 Grad gesintert. Dabei schrumpfte das Gehäusevolumen um 30%, was der Legierung seine hohe Härte von 8,5 Mohs verlieh. Abschliessend wurden die Gehäuse mit Diamant geschliffen und poliert.
Die Diamaster Modelle waren mit drei verschiedenen Werktypen erhältlich. Als Automatic anfänglich anscheinend noch mit dem 25-651, später mit dem 919-1, mit dem Stimmgabelwerk 29-152 und als Quarz-Version. Ausserdem konnte man aus drei verschiedenen Gehäusefarben (weiss, gelb oder aubergine) wählen. So gab es insgesamt 26 verschiedene Modelle zur Auswahl. Daneben waren auch kleinere Damenmodelle erhältlich.
Eines der schönsten Modelle dürfte sicherlich die Variante mit dem Tigerauge-Zifferblatt sein, welches Sie unten in der Tabelle als Beispiel der Automatic-Version sehen können.
Von der Robustheit der Certina Diamaster durfte sich auch der damals amtierende Schwergewichts- Weltmeister Muhammad Ali überzeugen, als er anlässlich eines Besuchs in München im Mai 1976 eine Diamaster überreicht bekam (siehe Bericht Certina Hauszeitung „Echo“, Ausgabe Okt. 76, rechts).
1977 kam ein überarbeitetes Modell der Diamaster mit neuer Gehäuseform auf den Markt. Dieses war als Automatic- oder Quarzversion erhältlich.