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Der Grosse Rat lehnt eine Überprüfung des revidierten Gesetzes über die Hundehaltung (HHG) zum aktuellen Zeitpunkt ab. Es sei erst Anfang dieses Jahres in Kraft getreten, man müsse die ersten Erfahrungen abwarten. Der Grosse Rat entschied sich mit 54 zu 40 Stimmen bei einer Enthaltung gegen einen Vorstoss von Dominique Butty (CVP, Villariaz). Dieser hatte einen Bericht gefordert, um die Kosten und Nutzen des neuen Gesetzes zu klären.
Butty beklagte, dass das HHG die Hundehalter bestrafe. Er argumentierte, dass es aus einer Krisensituation heraus entstanden sei. Es wurde im Jahr 2006 fast zeitgleich mit dem tödlichen Angriff von Kampfhunden auf einen Knaben im Kanton Zürich erlassen. Seither hätten sich die Wogen geglättet, so Butty.
Der Staatsrat hielt ihm entgegen, dass der Grosse Rat damals das HHG unvoreingenommen und mit dem nötigen Abstand erarbeitet habe. Während für einige Votanten, zum Beispiel André Schneuwly (FW, Düdingen), der Schutz von Kindern vor Hunden im Vordergrund steht, kritisierten andere, wie Bruno Fasel (CSP, Schmitten), das HHG als die schweizweit restriktivste Regelung und dessen Revision als überfällig. Zahlreiche Hundehalter im Rat bezeichneten es als kompliziert und unnötig. fca