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Soziale Arbeit als Verbündete der LGBTIQ*-Community?
Eine qualitative Forschungsarbeit zu queerer Kollektividentität und deren Forderungen nach gesellschaftlicher Veränderung
In dieser Bachelorarbeit mit dem Titel «Soziale Arbeit als Verbündete der LGBTIQ*-Community?» befasst sich Kathrin Wyss mit Berührungspunkten zwischen der LGBTIQ*-Community, also lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* sowie queeren Personen und der Sozialen Arbeit. Zum einen befasst sich die Arbeit mit der Frage nach der inhaltlichen und formalen Struk-tur der LGBTIQ*-Community, und zum andern mit der Frage nach gemeinsamen Anliegen mit der Sozialen Arbeit. Die qualitative Forschung anhand zweier Gruppendiskussionen mit Personen, die einen persönlichen Bezug zur LGBTIQ*-Community haben, zeigt eine grosse interne Diversität und auch innere Uneinigkeit auf. Aus der Diskussion der Forschungsergebnisse und den Theorieansätzen zu Queer Theory, sozialen Bewegungen und kritischer Sozialer Arbeit wird aber das gemeinsame Anliegen einer Veränderung in der Gesellschaft deutlich. Heteronormative Machtstrukturen in der Gesellschaft ziehen die Grenzen der Normalität so, dass Menschen der LGBTIQ*-Community daraus ausgeschlossen werden. Aus den Schlussfolgerungen dieser Arbeit wird ersichtlich, dass die Soziale Arbeit das Potenzial hat, als Verbündete der LGBTIQ*-Community diskriminierende gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen. Zum Schluss wird argumentiert, dass eine kritische Soziale Arbeit ihre eigene Normierungsmacht erkennen sowie kritisieren und sich ein eigenes politisches Mandat erteilen muss. Als Hilfsmittel einer normkritischen Sozialen Arbeit werden Anerkennung von Differenz, Reflexion von Sprache und Deutung sowie die Umsetzung von Partizipation, dem Peer-Ansatz und Empowermentstrategien in der Praxis aufgezeigt.