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Cauer,
Karl Ludwig und Robert, Bildhauer, Söhne und Schüler des 1867 in Kreuznach gestorbenen Bildhauers Emil C. Der ältere, Karl, geb. 1828 zu Bonn, setzte 1846-47 seine Ausbildung unter Alb. Wolff in Berlin fort, ging auf ein Jahr nach Rom und studierte während eines mehrmaligen Aufenthalts in London (1851 und 1854) die Elginschen Skulpturen vom Parthenon, die ihn in seiner Neigung zum antiken Stil noch bestärkten. Er begann daher mit antiken Stoffen und schuf zunächst einen Theseus, der das Schwert seines Vaters findet, Achilles mit verwundeter Ferse (1854, beide in Amsterdam), einen olympischen Sieger, der den Göttern dankt (Bronze, im Besitz des deutschen Kaisers), Hektors Abschied von Andromache und Astyanax, Achilles und Minerva, ging dann aber auch zu monumentalen Porträtstatuen über und brachte aus Rom das Modell der nachher in Erz gegossenen Statue eines jugendlichen Schiller in Mannheim (1862 errichtet), eine Marmorstatue des Kaisers von Österreich (1857), die Statue des Dr. Prieger in Kreuznach (1867), eine Porträtbüste König Friedrich Wilhelms IV., aber auch Werke idealen Inhalts, z. B.: eine Nymphe, Pudicitia, Kassandra, Psyche, Merkur ¶
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und eine 1878 in Paris wie 1879 in München allgemein bewunderte Hexe. Die meisten dieser Arbeiten modellierte er in Rom. Auf der Kölner Ausstellung 1861 erhielt er die einzige goldne Medaille für Plastik. - Mehr im Fach der Romantik und der Märchenpoesie bewegt sich mit großem Glück der jüngere Bruder, Robert, geb. zu Dresden, der, dort anfangs ebenfalls Schüler seines Vaters, in Düsseldorf unter Sohn und Schadow die Malerei betrieb, dann aber nach Berlin ging und die Plastik ergriff.
Nachher weilte auch er eine Zeitlang in England und hat jetzt, wie sein Bruder, sowohl in Kreuz nach wie in Rom ein Atelier. Die reizendsten seiner Schöpfungen aus dem Gebiet der Romantik, zum Teil durch Abgüsse sehr verbreitet, sind: Paul und Virginie, Hermann und Dorothea (im Besitz des deutschen Kaisers), das besonders anmutige, mehrmals wiederholte Dornröschen, Hänsel und Gretel, Undine, zwei sich küssende Kinder, Heideröschen, der (dreimal ausgeführte) Blumen auf ein Grab streuende Engel. Christus mit der Dornenkrone nach dem Verscheiden, Faun mit der Rohrflöte, Lorelei, eine Germania auf dem Friedhof in Kreuznach, die Quelle, das Mädchen mit der Muschel sowie sein neuestes Werk, eine kolossale trauernde Muse (Marmor), von ergreifender Schönheit, für ein Grab auf dem Friedhof in Mainz, und mehrere Medaillonporträte.