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Stromlücke
Eine Stromlücke entsteht, wenn der Stromverbrauch die Stromproduktion übersteigt und die Differenz nicht mehr gedeckt werden kann. Gründe für den langfristigen Anstieg des Stromverbrauchs sind das anhaltende Bevölkerungswachstum und seine Folgen sowie die klimapolitisch gewünschte Substitution fossiler Energien durch Elektrizität. Der Rückgang der Produktion ist auf die Ausserbetriebnahme der ältesten KKW, die auslaufenden Bezugsrechte, der vom Bundesrat geplante Ausstieg aus der Kernenergie und die Zurückhaltung beim Bau neuer Grosskraftwerke zurückzuführen
Wunsch ...
Gemäss der neuen Energiepolitik des Bundesrats stabilisiert sich der Stromverbrauch der Schweiz im Jahre 2050 leicht unter heutigem Niveau auf etwa 62 TWh. Dieses Ziel soll mit Sparmassnahmen und Energieeffizienz erreicht werden. Ohne Massnahmen würde der Stromverbrauch auf etwa 86 TWh steigen. Da die Produktion im gleichen Zeitraum auf 37 TWh zurückgeht, resultiert im besten Fall eine Stromlücke von 25 TWh und im ungünstigsten Fall (sofern die Massnahmen nicht oder nur teilweise greifen) eine solche von 50 TWh. Diese Stromlücke will der Bundesrat bis 2050 mit dem Zubau von erneuerbaren Energien (rund 25 TWh, davon Windkraft 4 TWh, Solarenergie 10TWh, Wasser 3 TWh, übrige 8 TWh), Gaskraftwerken, WKK‐Anlagen und Importen decken.
... und Wirklichkeit
Im Kontrast zu den Erwartungen des Bundesrats geht die EU in ihrem Energiefahrplan 2050 je nach Szenario von einer Zunahme des Stromverbrauchs von bis zu 50% aus. Nach Ansicht der EU wird der Mehrverbrauch die zu erwartenden Effizienzgewinne bei weitem übertreffen. Auch die ETH und andere Fachstellen gehen von einer markanten Zunahme des Stromverbrauchs aus.