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Die in Graz lebende Wiener Schriftstellerin Olga Flor erhält den Anton-Wildgans-Preis der österreichischen Industrie. Für die 45-Jährige Literatin ist die mit 15'000 Euro dotierte Auszeichnung nicht der erste Preis.
"Olga Flors literarische Auseinandersetzung mit Krisen unserer Zeit enthüllt in einer kühlen, oft technisch anmutenden, präzisen Sprache Strukturen einer ökonomisierten Welt, die dem Individuum wenig Spielraum offen lassen. Unerbittlich zeigt die Autorin soziale Konstellationen auf, führt die Kleinfamilie und die Geschlechterrollen vor und lotet mit feinem Gespür gesellschaftliche Machtgefälle aus", heisst es in der Begründung der Jury.
Die Österreicherin Olga Flor studierte Physik und arbeitete im Multimedia-Bereich. Seit 2004 ist sie freie Schriftstellerin. Ihr erster Roman "Erlkönig" erschien 2002. Zuletzt veröffentlichte die Autorin den Roman "Die Königin ist tot" (2012).
Zu ihren bisherigen Preise zählt der Reinhard-Priessnitz-Preis 2003 und der Outstanding Artist Award 2012. Ihr Roman "Kollateralschaden" war 2008 für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Der Anton-Wildgans-Preis geht seit 1962 jährlich an eine österreichische Schriftstellerin oder einen österreichischen Schriftsteller der jüngeren oder mittleren Generation, deren bzw. dessen "Schaffen die abschliessende Krönung noch erwarten lässt".
Unter den bisherigen Preisträgern befinden sich unter anderem Ingeborg Bachmann und Thomas Bernhard. Zuletzt ging der "Literaturpreis der Österreichischen Industrie - Anton Wildgans" an den Vorarlberger Arno Geiger.
SDA-ATS