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Tollwut und Fuchsbandwurm
Schweiz: tollwutfrei
Die Tollwutwelle erreichte 1967 die Schweiz und breitete sich rasch über weite Teile des Landes aus. Ab 1978 wurden die Füchse mit ausgelegten Ködern gegen Tollwut geimpft, wodurch die Seuche erfolgreich zurückgedrängt und schliesslich zum Verschwinden gebracht wurde. Seit 1999 gilt die Schweiz offiziell als tollwutfrei.
Fuchsbandwurm: Ein geringes Risiko
Der Mensch kann sich durch die Einnahme von Bandwurmeiern infizieren und an der äusserst seltenen Leberkrankheit Echinokokkose erkranken. In der Schweiz sind davon jährlich 1 bis 2 Personen pro Million EinwohnerInnen neu betroffen. Die Krankheit kann heute medizinisch behandelt, jedoch nicht vollständig geheilt werden.
Was tun?
Einige Verhaltensregeln können das sehr geringe Risiko weiter reduzieren:· Gemüse, Früchte und Beeren vor dem Verzehr gut waschen.· Bei gekochten Nahrungsmitteln besteht keine Infektionsgefahr. Gefrieren nützt nichts.· Füchse nie berühren. Tote Füchse dem Wildhüter melden. · Mausende Katzen und Hunde regelmässig entwurmen (spezielles Entwurmungsmittel).
Weshalb impft man Füchse nicht gegen Fuchsbandwurm?
Geimpft werden kann nur gegen Viren. Gegen Bandwürmer helfen Entwurmungsmittel. Die Entwurmung müsste allerdings alle vier Wochen wiederholt werden.
Lebenszyklus des Fuchsbandwurms
(Echinococcus multilocularis)
1. Der Fuchsbandwurm lebt im Darm des Fuchses und stört den Fuchs nicht.
2. Über Fuchskot gelangen Bandwurmeier in die Umwelt.
3. Mäuse können Bandwurmeier über die Nahrung aufnehmen. In der Maus entwickeln sich die Eier zu Larven. Frisst ein Fuchs eine solche Maus, entwickeln sich die Larven im Fuchsdarm zu Bandwürmern.
Der Mensch: eine Sackgasse
A) Nimmt der Mensch Fuchsbandwurmeier auf, können sich diese in der Leber zu Larven entwickeln (Leberkrankheit Echinokokkose).
B) Hunde oder Katzen, können sich anstecken, wenn sie infizierte Mäuse fressen.