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Eine Gruppe von Jugendlichen zieht durch die Pariser Banlieue, auf der Suche nach einer «Rave Party». Die Architektur der städtischen Peripherie zieht vorbei wie die Kulisse eines retro-futuristischen Abenteuers, das ein schlechtes Ende genommen hat. Die Utopie der Regierung, die in den grossen Wohnsiedlungen zum Ausdruck gekommen ist, der plastifizierte Traum des Disneyland Paris, die Spiel- und Sportplätze, die heute als Orte genutzt werden, um sich zu berauschen. Die Pariser Banlieue offenbart sich als Bühne eines gescheiterten politischen Pilotprojekts, das die Unterschiede zwischen den benachteiligten Quartieren und dem Stadtzentrum nur verstärkt hat. Und dennoch ist die von Manon Vila gefilmte Jugend keine Jugend, die sich geschlagen gibt. Sie ist stark, stolz, intelligent und voller Hoffnung. Indem sie dieses Herumwandern auf der Suche nach Vergnügen filmt, untersucht die Regisseurin die physischen, politischen und urbanen Grenzen des Quartiers. Mit verblüffender poetischer Freiheit hinterfragt Akaboum den offiziellen Diskurs über das koloniale Erbe und die soziale Exklusion. Ein Film, der an den etablierten Stereotypen rund um den Begriff der Peripherie rüttelt.
Elena López Riera