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Schwyz ist Hauptort des Bezirkes und des Kantons (Gemeindeteile: Schwyz, Ibach, Seewen, Rickenbach, Aufiberg, Ried, Haggen, Oberschönenbuch). Gemäss eidgenössischer Statistik kommt ihm gemessen an der Bevölkerung der Rang einer "Stadt" zu. Gleichwohl hat Schwyz den historischen Charakter eines "Fleckens" bewahrt, wenn auch seit einiger Zeit, nach jahrzehntelanger Stagnation, eine dynamische Entwicklung stattfand. Das Dorf hat seinen Ursprung nicht im früher von Überschwemmungen bedrohten Talboden, sondern am sanften, nach Süden gerichteten und windgeschützten Fuss der Mythen (früher Hakenberge genannt). Das Ortszentrum ist reich an historischen Gebäuden und zeigt ein geschlossenes Siedlungsbild mit zentralem Dorfplatz. Rund um das "Mutterdorf" scharen sich die sogenannten Filialen Ibach, Seewen und Rickenbach, die zwar grösstenteils mit Schwyz zusammengewachsen sind, aber trotzdem ein dörfliches Eigenleben führen und eigene Kirchen besitzen. Hier ist auch die bauliche Erweiterung am stärksten vorangeschritten, teilweise als bevorzugte Wohnzone oder als günstiger Gewerbestandort.
Schwyz blickt auf eine lange geschichtliche Entwicklung zurück, die stets prägend mit der Gründung der Eidgenossenschaft verbunden war. Der Ort ist jedoch weit älter, denn die erste urkundliche Erwähnung als "Suittes" findet sich bereits im Jahr 972. Die Sage berichtet, dass sich in dieser Gegend einst zwei alemannische Brüder "Suit" und "Sven" angesiedelt hätten, wobei sich dann "Suit" als Hauptfigur durchsetzte. Eine merowingische Kirche aus dem 8. Jh. und noch ältere Alemannengräber belegen das hohe Alter von Schwyz, das anfänglich "Ze Kilchgassen" hiess. Ein verheerender Brand von 1642 vernichtete das damalige Schwyz fast vollständig. Nur wenige Häuser, darunter das sogenannte "Bethlehem" als ältestes Gebäude von Schwyz, blieben verschont. In barocker Manier entstand darnach der Kern des heutigen Schwyz. Der prachtvolle Dorfplatz, umsäumt von der dominierenden Pfarrkirche, dem Rathaus und den Herrenhäusern, gilt als einer der schönsten Plätze der Schweiz. Hier finden kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Grossanlässe sowie mehrere Warenmärkte statt. Zum typischen Charakter von Schwyz gehören aber nicht nur das historische Zentrum, sondern ebenso die am Rande des Dorfes verstreuten zahlreichen stattlichen Patrizierhäuser aus dem 17./18. Jh., teilweise kleine Schlösschen mit eigener Kapelle und Ringmauer. Insgesamt sind es an die dreissig dieser Prachtsbauten, die fast alle noch in Privatbesitz sind. Viele von ihnen sind Zeugen der einst blühenden Reisläuferei (fremde Kriegsdienste), die mancher Schwyzer Familie zu Ruhm und Reichtum verhalf.
Trotz der ländlichen Gegend arbeiten nur noch knapp 5 Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft. Zahlreich sind dagegen die Gewerbe- und Handwerksbetriebe. Auch die Industrie ist mit grösseren Unternehmen gut vertreten: Messerfabrik (mit ihren weltweit begehrten Spitzenprodukten), Filmfolien, Konditorei-Hilfsmittel, Weinhandel, Distillerie, Stahlbau, Stein- und Kieswerk, Druckereien, Steppdecken. Weitere bedeutende Arbeitgeber sind die kantonale Verwaltung, das Regionalspital, verschiedene Banken und zwei grosse Einkaufscenter.