Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03363.jsonl.gz/361

Auch zahlreiche Pilger sprangen am ersten von drei Haupt-Badetagen in den heiligen Fluss Godavari. Für das Ritual hatten die Gläubigen jeweils nur wenige Sekunden Zeit, bevor sie von Sicherheitskräften angehalten wurden, Platz für die Nächsten zu machen.
Das zwei Monate dauernde Kumbh-Mela-Fest findet alle drei Jahre statt und rotiert zwischen vier heiligen Stätten. Dieses Jahr ist Nashik an der Reihe.
Die Eröffnungszeremonie fand am 14. Juli statt. An den drei Haupt-Badetagen werden Millionen von Hindus erwartet; nach Samstag sind die beiden anderen wichtigsten Badetage der 13. und der 18. September.
Bei religiösen Festen in Indien kommt es immer wieder zu Massenpaniken. Auch in Nashik hatte es vor zwölf Jahren eine tödliche Massenpanik gegeben, als dort zum bislang letzten Mal die Kumbh Mela stattfand. Damals starben dort 39 Menschen.
Um ähnliche Unglücke dieses Mal zu verhindern, änderten die Organisatoren die Zugangswege zum Flussufer, um steile Stellen und Gedränge zu vermeiden. In der Nähe des Flusses wurde zudem eine mobile Intensivstation für mögliche Notfälle errichtet.
Ein kurzes Bad an bestimmten Stellen des Ganges oder anderen heiligen Gewässern und bei einer bestimmten Konstellation der Gestirne erlaubt nach der hinduistischen Glaubenslehre die Reinigung von allen Sünden und die Erlösung vom ewigen Kreislauf der Wiedergeburt.