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The Piano Sonata BB 88 (Sz.80)
Gstaad Piano Academy 2017 with Sir András Schiff
Recorded live on July 18, 2017
Jiayan Sun performs The Piano Sonata BB 88 (Sz. 80) by Béla Bartók.
Hailed from Yantai, China, Jiayan Sun received the Bachelor’s and Master’s degrees from The Juilliard School. He continues his studies at Juilliard as a doctoral candidate under the tutelage of Yoheved Kaplinsky and Stephen Hough. In addition to capturing top prizes in the Leeds, Cleveland, and Toronto international piano competitions, he has given critically acclaimed performances as a harpsichordist and fortepianist, including an appearance with the American Classical Orchestra in Alice Tully Hall. Jiayan Sun performes frequently with The Cleveland Orchestra, The Hallé, Chinese National Symphony Orchestra among others.
Eine Masterclass wie keine andere
Es gibt so viele verschiedene Masterclasses, wie es Musiker gibt. Diejenigen, die im Rahmen der Gstaad Piano Academy von Sir András Schiff geleitet werden, sind ausserordentlich aufschlussreich und lehrreich – sowohl für die angehenden Pianisten als auch für das Publikum, das sich immer zahlreicher im grossen Saal des Hotels Landhaus einfindet. Die Meisterkurse von Sir András Schiff sind nämlich öffentlich.
Der ungarische Pianist legt Wert auf das Studium der «grundlegenden» Komponisten: Bach, Mozart, Beethoven, Schubert. Und mit einfachen, präzisen Worten – immer wohlwollend – legt er den angehenden Pianisten nahe sich einerseits eng an die Noten des Komponisten zu halten, aber anderseits auch Originalität und Persönlichkeit zu zeigen: «Wenn ein Pianist nur in zwei Farben hört, kann das, was seine Finger «produzieren», keine grosse Kunst sein. Im Gegensatz dazu verfügte das stark subjektive Spiel von Alfred Cortot über Millionen von Farben, genau wie die Palette grosser Maler»
Wie nähert man sich dem Kern des Werks?
Die Meisterkurse von Sir András Schiff sind aussergewöhnlich. Im Gegensatz zu vielen Lehrern, die gerne ihre Schüler regelmässig unterbrechen, um ihnen zu zeigen, wie man spielen sollte, lässt er zu, dass sich die Musik entfaltet – manchmal sind es ganze Sätze, die so erklingen. Und das Publikum ist glücklich, weil es auf diese Weise in den Genuss eines kommentierten Konzertes kommt. Nur so, meint Sir András, könne man die Wahrheit der Partitur erreichen (die Wahrheit des Komponisten, nicht die des Interpreten). Und er erzählt auch, dass er während seines Studiums in Budapest mehr von Komponisten, vor allem von György Kurtág und Pál Kadosa, gelernt habe, als von Pianisten.