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Schwarzer Holunder (Sambucus nigra L.)
Im Volksglauben hausen die guten Hausgeister in Holunder-Bäumen, daher überlegt sich der abergläubische Landbewohner ganz genau, ob er einen Holunder fällen soll oder nicht.
Von Mai bis Ende Juni entfaltet er seine weissen Blüten-Dolden, die über weite Strecken duften.
Medizinisch verwendet werden die getrockneten, gelblich-weissen, stark duftenden Blüten als Tee gegen Erkältungskrankheiten, bei Infektionen der oberen Atemwege, bei Fieber, aber auch bei Ohrenentzündungen.
Holunder wirkt schweisstreibend und auswurffördernd. Auch wirken die Inhaltsstoffe der Beeren entzündungshemmend und stärken unsere Abwehrkräfte. Sie sind reich an Vitamin C und können als Saft, Mus oder Marmelade eingenommen werden. Zusätzlich können die Holunderbeeren auch als Abführmittel verwendet werden.
Als Teeaufguss (mittlere Tagesdosis 10-15 g) werden seine Blüten gerne für Schwitzkuren bei Fieber und Erkältung eingesetzt.
Aber Achtung: Die schwarz-violetten Früchte mit ihrem blutroten Saft dürfen nicht in rohem Zustand verzehrt werden (Übelkeit, Erbrechen).