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Mit 139 zu 8 Stimmen nahm der Rat am Dienstag Kenntnis vom Ritalin-Bericht der Regierung. Eine weitergehende Planungserklärung lehnte er mit 88 zu 61 Stimmen ab. Die SP-Fraktion hatte «praktikable, pädagogisch sinnvolle Massnahmen» für Schulkinder mit ADHS verlangt.
Keine Zunahme
Den Bericht hatte das Parlament 2016 bestellt. Der Regierungsrat schreibt darin, es deute nichts darauf hin, das die Zahl der Ritalin-Therapien in den letzten Jahren weiter angestiegen sei. Er zeigt auch auf, wie geeignete Massnahmen in den Bereichen Diagnostik, Behandlung und im pädagogischen Umfeld aussehen könnten.
Um die Anzahl medikamentöser Behandlungen stabil zu halten oder zu reduzieren, müssten sorgfältige Diagnosen gestellt und alle möglichen Behandlungsformen evaluiert werden. Wichtig sei auch die Rolle der Schulen. Diese könnten ihren Beitrag leisten, indem sie spezifisch geschulte Lehrkräfte und Heilpädagogen beschäftigten.
Das sagt der Bericht
Laut Bericht stieg die Zunahme von Therapien mit Ritalin, Concerta und ähnlichen Medikamenten bis 2011 an, weil sie immer bekannter wurden und die Behandlungen auf gute Akzeptanz stiessen. Seither gebe es keine Anzeichen für einen weiteren Anstieg, ist im Bericht der Berner Kantonsregierung zu lesen.