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Instrumentālmusik,
im Gegensatz zur
Vokalmusik die durch
Instrumente ausgeführte
Musik. Im Ursprunge ist die I. mit
der Gesangmusik gleich alt und hat sich dieser zur Seite gehend entwickelt, ihre volle Selbständigkeit
in allen Gattungen aber erst erlangt, nachdem der Kunstgesang seinen Höhepunkt erreicht oder bereits überschritten hatte.
Selbständige I. findet sich schon im 6. Jahrh.
v. Chr. bei den Griechen im Solospiel auf Flöte und Kithara.
[* 2] Mehrstimmige
I. erscheint zuerst im 16. Jahrh., zunächst in Tänzen, dann im Einzelspiel
der
Laute und der Klavier
instrumente. Die neuere I. beruht auf zwei Grundlagen, einerseits auf dem Orgelsatz (Klaviersatz),
der die Formen der
Vokalmusik frei nachbildete und in J. S.
Bachs Orgel- und Klavierfugen seinen Höhepunkt erreichte,
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andererseits auf der Begleitung und Ergänzung des Einzelgesanges, dessen künstlerische Formen durch die ersten musikdramat. Versuche (am Anfang des 17. Jahrh.) von den Italienern geschaffen waren. So entstanden von dieser Zeit an nacheinander die Formen der reinen I., die Ouverture (s. d.), die Sinfonie (s. d.), die Suite (s. d.) und die Sonate (s. d.). Vom 16. bis zur Mitte des 18. Jahrh. haben sich die Italiener um die Ausbildung der I. die größten Verdienste erworben. Im 17. Jahrh. traten die Franzosen hinzu; vom 18. an besonders die Deutschen, die zunächst in allem, was die Orgel betraf, und dann seit Haydn in der selbständigen Kammer- und Orchestermusik das Höchste erreichten. (S. Musik.)