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1900 - Mit der Zulassung der Bank of England, beginnt die Johnson Matthey & Co., mit der Herstellung von edelmetallhaltigen Produkten. Im Jahr 1903 erweitert das junge Unternehmen seine Produktion in Londen, Hatton Garden mit Schmelz- und Rollanlagen. Damit begann man experimentell, Silberhartlote für Silberschmiede zu produzieren. Die ersten Lote wurden hergestellt, in dem man alte Vorhangaufhängungen aus Messing zu einer Silberschmelze hinzufügte und dadurch ein Silber-Kupfer-Zink Lot herstellte.
1910 - Johnson Matthey Metal Joining erweiterte das Sortiment mit Goldloten für Goldschmiede. Alten Aufzeichnungen zufolge, wurden auch diverse silberhaltige Lote für Kunden im Stadtteil West End hergestellt. Bis zum Ende des Jahrzehnts wurden die Lote über Niederlassungen in London, Birmingham und Sheffield vertrieben.
1930 – In den frühen 1930er Jahren begann das Unternehmen Technologien zu entwickeln, um die wachsende Nachfrage an industriell genutztem Silber zu decken. Im Jahre 1932 unterschrieb das Unternehmen eine Lizenz mit Handy&Harman aus Amerika und begann die Marken Sil-fos™ und Easy-flo™ auf dem Markt zu etablieren. Als sich das Löten mit Silberhartloten in den 1930-er Jahren mehr und mehr etabliert, steigt der Umsatz des jungen Unternehmens schnell an. Im firmeneigenen Forschungslabor werden Hartlote und Flussmittel entwickelt und stetig verbessert. Die Flussmittelmarken Easy-flo™ und Easy-flo™ Flux Pulver wurden im Markt etabliert.
1940 - Während der Kriegsjahre war die Nachfrage nach Lotlegierungen und elektrische Kontaktmaterialien sehr hoch und Johnson Matthey entwickelte diverse neue Produkte. Daraus ging die Legierung "Silver-flo™ 55" hervor, welche international als eine der erfolgreichsten cadmiumfreien Lotlegierungen bekannt ist.
1950 - 1953 schreibt Harry Brooker von Johnson Matthey „Industrial Brazing“ , eines der ersten Fachbücher der Lottechnik und hält die technischen Erkenntnisse von Johnson Matthey fest. Johnson Matthey gehört zu dieser Zeit zu den ersten Unternehmen, die das Schmelzen mittels Röntgenstrahlen und Spektroskopie analysieren. Man baut sich dadurch einen hervorragenden Ruf für die hohe Qualität der Produkte auf.
1960 - mit dem Aufkommen von Ofenlötprozessen erweiterte Johnson Matthey seine Produktpaletten um Orobraze™ und Pallabraze™. Neue Legierungen wie z.B. B-Bronze™ wurden patentiert. Die neuen Gold- und Palladiumlotlegierungen werden bei der Herstellung von Vakuumröhren und Komponenten für Flugzeugmotoren eingesetzt. Johnson Matthey erforschte die Auswirkungen von hochschmelzenden Elementen und veröffentlichte diese (M. Sloboda).
1970 - Aufgrund der steigenden Sensibilisierung der schädlichen Auswirkungen von Kadmiumoxyddämpfen, entwickelt Johnson Matthey eine Vielzahl von kadmiumfreien Silberhartlotlegierungen. Um die Produktpalette weiter zu verbreitern, unterzeichnet Johnson Matthey einen Lizenzvertrag zur Vermarktung von Lotpasten.
1980 - Anfangs der 80er Jahre führt Johnson Matthey umfangreiche Forschungen im Bereich der Flussmittel durch. Aus den Erkenntnissen dieser Forschung, werden eine Vielzahl von neuen und auf spezifische Anforderungen abgestimmte Flussmittel entwickelt. Die europäische Produktion von Silberhartloten wird im italienischen Werk in Mailand konzentriert. Die Produktion von elektrischen Kontaktmaterialien und Elektromaterialien wird verkauft.
1990 – Metal Joining fokussiert sich auf die Weiterentwicklung seiner Produktpalette und auf eine hochwertige technische Kundenberatung. 1992 startet das Unternehmen die Entwicklung einer eigenen Reihe von Lotpasten, welche speziell auf die Anforderungen von neuen, wegweisenden Anwendungen ausgelegt sind. Im Jahre 1994 gewinnt das von Metal Joining produzierte Video „Succesful Brazing“ den Internationlen Andre Leroy Preis für das „beste Schulungsvideo“. Es wird eine weitere Konsolidierung der Produktion umgesetzt, damit die wachsenden Anforderungen des Markes erreicht werden können.
2000 - Um die Produktpalette zu vervollständigen, startet das Unternehmen erfolgreich den Markteintritt mit Gold- und Platinlotlegierungen aus der Schmuckindustrie, in anderen Industriezweige. Die Anforderungen sind dabei sehr unterschiedlich zum ursprünglichen Marktsegment. Es reicht heute von High-Tech Anwendungen in der Luft- und Raumfahrtindustrie bis zum spezialisierten Werkzeugbau, wo Diamanten verlötet werden. Die Entwicklung von neuen Lotlegierungen geht weiter. Es werden z.B. Tri-foil Folien für das Löten von Werkstoffen mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten oder palladiumhaltige Lotlegierungen für Sonderanwendungen entwickelt.
Kritische Anwendungen, wie Sie in den Branchen der Luft- und Raumfahrt, Öl- und Gasbohrungen, Medizin- und Autmotive vorkommen, werden immer wichtiger für Johnson Matthey Metal Joining weshalb man sich dafür rüstet und das AS9120 Qualtity Management System anstrebt. Wir hoffen, diese im Jahr 2015 zu erreichen.
Wir haben auch ein Forschungsprojekt mit der Universität Sheffield in Angriff genommen, die Ressourcen der Materialforschung zu nutzen und ein Doktorand begonnen.