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Was sind die alten Schweizer Unternehmer aus dem 19. und 20. Jahrhundert noch wert? NZZ Libro wirft derzeit Bücher über die alten Helden der Schweizer Wirtschaft auf den Markt: Alfred Escher, 58 Franken, Walter Fust, 48 Franken oder Robert Holzach für günstige 30 Franken.
Längst sind die Männer in Vergessenheit geraten, welche die Schweiz gross gemacht haben. Bruno Saager war schon mysteriös zur Zeit seines Lebens. Er brachte das südafrikanische Goldgeschäft in die Schweiz, das einige Jahrzehnte später als „Blutgold“ wieder aufgegeben wurde. Karl Schweri, der Gründer von Denner, war der härteste Einkäufer, den ich je kennen lernte. Er liess sich nur beeindrucken, wenn der Ruf eines der Produkte, das er dringend brauchte, so gut war, dass er einfach nicht darauf verzichten konnte. „Villiger Cigars“ mussten als Schweizer Edelprodukt ins Regal und er machte Zugeständnisse.
Robert Holzach war der letzte hoch gebildete Schweizer Grossbankier, der die Public Affairs mindestens so gut beherrschte wie Helmut Maucher, der langjährige CEO und VRP von Nestlé. Zürich verdankt Robert Holzach das Hotel Widder und die James Joyce-Bar, um nur zwei Beispiele zu nennen. Vieles von dem, was er kulturell schaffen liess und erwarb, wanderte unter seinen Nachfolgern in die Auktionshäuser.
Soeben ist ein Zuger im Begriff, in den Schweizer Pantheon aufzusteigen: Sergio Marchionne, der in seiner Zeit bei Alusuisse und Lonza nicht nur Martin Ebner und Christoph Blocher reich gemacht hat, sondern auch der Turiner Industriellenfamilie Agnelli wieder zu ihrem Vermögen verhalf.
Marchionne, ein Italo-Kanadier, dessen Schweizer Karriere bei Deloitte und mit dem Niedergang der Alusuisse begann, die er sezierte wie ein Züchter seine toten Vögel, wird sich demnächst in einen Halbruhestand zurückziehen. Seine Beute, die er erkämpft hat, wird auf 600 Mio. Euro geschätzt. Damit lässt sich etwas anfangen.