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Führerausweis auf Probe weg, weil ich ein Lied auf dem Handy wählte?
Ja, das kann passieren, wie das Bundesgericht mit Entscheid vom 8. Februar 2021 festgehalten hat.
Nachdem die kantonale Behörde dem Fahrzeugführer den Führerausweis auf Probe für einen Monat entzogen hatte, annullierte sie den Führerschein drei Monate später, da er während der Fahrt sein Mobiltelefon bedient habe. Das kantonale Verwaltungsgericht wies die dagegen erhobene Beschwerde des Fahrzeugführers ab, ebenso wie das Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten abwies.
Gemäss dem Strassenverkehrsgesetz verfällt der Führerausweis auf Probe mit der zweiten Widerhandlung, die zum Entzug des Ausweises führt.
Bei seiner zweiten Widerhandlung hat der Beschwerdeführer während der Fahrt während ca. 3 Sekunden auf sein Mobiltelefon geschaut, um die Musik zu wechseln. Dabei hat er mit 50km/h innerorts im normalen Verkehrsaufkommen eine Strecke von rund 40 Metern zurückgelegt. Das Bundesgericht erinnert daran, dass der Fahrzeugführer seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden muss und keine Verrichtung vornehmen darf, welche die Bedienung des Fahrzeuges erschwert. In einem vergleichbaren Fall hatte ein Fahrzeugführer drei Sekunden auf ein Lasermessgerät geschaut, womit dieser gemäss Bundesgericht die Aufmerksamkeit nicht der Strasse zugewendet habe. Auch im vorliegenden Fall habe der Beschwerdeführer «auf das Verkehrsgeschehen nicht angemessen reagieren können. Seine Reaktionszeit sei herabgesetzt gewesen. Es habe namentlich die Gefahr bestanden, Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen oder Bremsmanöver vorausfahrender Fahrzeuge zu übersehen und in der Folge nicht mehr rechtzeitig bremsen zu können.»
Deswegen könne nicht von einer bloss leichten Widerhandlung ausgegangen werden. Das Bundesgericht weist entsprechend die Beschwerde ab und bestätigt die Annullation des Führerausweises auf Probe.