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Mit «Hürnä» wird eine einfache Form des Spiels Hornussen bezeichnet, wie es nur im Prättigauer Dorf Furna praktiziert wird. Die Spieler schleudern den «Huri» (hölzerne Spielscheibe) mit einer Haselrute als Schlagstock von der Schlaglatte. Die Fänger stoppen den Huri mit Fangschindeln in der Luft. Jeder Huri, der nicht abgefangen wird, zählt ein «Gutes», jeder Treffer des Körpers eines Gegenspielers zwei «Gute».
Das Spiel «Mazza Cula» ist eine Art «Alpengolf» und wurde in Masein am Heinzenberg vor etwa vierzig Jahren von zugezogenen Leuten aus Tschappina eingeführt. Die «Mazza» (Schlagstock) besteht aus einem Holzstecken mit einem Holzkolben an der Spitze. Als «Cula» (Kugel) wird eine gefärbte hölzerne Strumpfkugel von 5 cm Durchmesser verwendet. Zwei Mannschaften mit je zwei bis drei Personen spielen gegeneinander. Das Ziel ist kein Loch, sondern ein Stein, ein Baum oder eine Stange. Jene Mannschaft, die mit weniger Schlägen das Ziel trifft, erhält einen Punkt. Die Verlierer bezahlen den Siegern pro Punkt Vorsprung 20 Rappen.
Sowohl Hürnä als auch Mazza Cula werden im Frühling nach der Schneeschmelze und im Herbst nach dem Abweiden gespielt. Die Hürner und die Mazza-Cula-Spieler sind nicht in einem Verein organisiert. Spieler sind einheimische Burschen und Männer aus Furna bzw. Masein und Flerden, darunter auch «Heimwehbündner», die von auswärts kommen. Je nach Lust und Wetter treffen sich die Spieler am Sonntagnachmittag oder an einem Feiertag auf dem Spielfeld.