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Ausstieg aus der Kriminalität
Förderung von persistent kriminellen Jugendlichen aus der Sicht der Sozialen Arbeit
Jugendkriminalität gilt als ein entwicklungsbedingtes Phänomen, welches weitverbreitet ist und häufig einen Bagatellcharakter aufweist. In den meisten Fällen reguliert sich die delinquente Phase durch einen gelungenen Sozialisierungsprozess wieder von alleine. Gemäss kriminologischen Erkenntnissen gibt es jedoch eine verhältnismässig kleine Gruppe von straffälligen Jugendlichen, die für einen grossen Teil aller registrierten Straftaten verantwortlich ist. Darunter fallen insbesondere schwere Delikte, die mit Freiheitsstrafen oder stationären Unterbringungen sanktioniert werden. Mit persistenter Kriminalität meint die Autorenschaft ein kriminelles Verhalten, das sich nicht im Rahmen von jugendlicher Entwicklung erklären lässt. Es handelt sich um ein verfestigtes, mehrfach auffälliges Verhalten, welches sich über mehrere Jahre erstreckt. Die Arbeit befasst sich mit Risiko- und Schutzfaktoren krimineller Verhaltensweisen auf individueller, sozialer sowie gesellschaftlicher Ebene. Anhand der Lern- und Subkulttheorie, der sozialen Bindungstheorie und dem Labeling-Ansatz werden die Entstehungsgründe für Kriminalität erklärt. Unter Einbezug der Forschungsrichtung Desistance werden die wichtigsten Studienergebnisse zur Beendigung von Kriminalität aufgezeigt. Die vorliegende Literaturarbeit hat zum Ziel, abgeleitet aus den gewonnenen theoretischen sowie empirischen Erkenntnissen konkrete Hinweise zur Planung von sozialarbeiterischen Beratungs- und Interventionsansätzen zu liefern. Dies wird am Beispiel des Problemlösungsprozesses im Zwangskontext aufgezeigt.