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Felsabbruch seit über 125 Jahren
Die Anfänge des Steinbruchs AG Balmholz gehen auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Die ersten, in den Jahren 1876–79 abgeschlossenen Pachtverträge lauteten auf die Namen von Jakob Frutiger und Johann Frutiger, die teils einzeln, teils gemeinsam Land im Balmholz zur Steinausbeutung pachteten. Später ging die Konzession in die Hände der Firma J. Frutiger’s Söhne über.
Nach der Gründung der Aktiengesellschaft Balmholz wurde der Pachtvertrag mit der Burgergemeinde Oberhofen mehrmals erneuert, wobei das Abbaugebiet stets erweitert und die Abbaukonzession immer wieder verlängert wurde.
Es wurden grosse Anstrengungen unternommen, um für die in der zweiten Hälfte der Zwanzigerjahre einsetzende Neuschotterung der SBB-Hauptstrecken die benötigten grossen Quantitäten an Bahnschotter bereitstellen zu können. Zeitweise wurden bis zu 140 Mitarbeiter im Balmholz beschäftigt.
Grossbrand
Im Februar 1985 wurde durch einen Grossbrand praktisch die ganze Schotter- und Splitteraufbereitungsanlage zerstört. Dank dem grossen Einsatz aller Mitarbeiter konnte bereits Ende März 1985 eine provisorische Anlage in Betrieb genommen werden. Mit der Fertigstellung des neuen Fabrikationsgebäudes ein Jahr später, ist die AG Balmholz nun einer der grössten und technisch modernsten Steinbrüche der Schweiz.
Mit einer Sprengung in die Zukunft
Am Mittwoch, 24. Juni 1998, im Anschluss an die Generalversammlung der AG Balmholz, wurde mit der ersten Sprengung im neuen Abbaugebiet des Steinbruchs ein neues Kapitel der Firmengeschichte aufgeschlagen.
Der Felsabbau ist durch die 1997 neu erteilten Abbaurechte für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Nördlich der Staatsstrasse kann die AG Balmholz in einem Kesselbruch zirka 5,5 Mio m³ festen Fels abbauen.