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Roséwein kaufen
VieleWeinfetischisten"berufen sich oft darauf, dass ein Rosé weder zu Fisch noch zu Fleisch passe und er damit kein"ernsthafter"Wein sei. Aber bietet einem nicht gerade ein guter Rosé einem jede Menge Gelegenheiten, um ihn zu geniessen?
Roséweine werden in der Regel aus roten Trauben hergestellt, da der Most mit den Schalen aber nur kurz in Berührung bleibt, wird der Roséwein nur leicht rötlich im Gegensatz zum Rotwein, der Tage oder Wochen mit den Traubenschalen in Berührung kommt. Da die Kontaktzeit mit den Schalen nur wenige Stunden beträgt, nimmt der Rosé nicht nur weniger Farbstoff, sondern auch weniger Tannin auf (Weshalb man ihn wie einen Weisswein kaltstellen und zur Erfrischung servieren kann).
Daneben gibt es aber auch noch einige andere Methoden. In einem Verfahren werden einfach nur weisse und rote Trauben zusammen gepresst und vinifiziert. Bei einer weiteren Methode werden die Trauben getrennt gepresst und erst das Mischen des fertigen Mosts von weissen und roten Trauben macht den späteren Roséwein aus.
Das Mischen von bereits fertigem Rot- und Weisswein, ein sogenannter Verschnitt, ist in der Schweiz und in der gesamten EU allerdings nicht zulässig. Zwar hat die EU-Kommission im Juni 2009 versucht die entsprechenden Gesetze zu lockern, um Produkten im Ausland Chancen zum Absatz in der EU zu geben. Doch viele Roséwein Winzer, vor allem im Süden Frankreich protestierten. Sie befürchteten, dass das Image des Roséweines sich dadurch verschlechtert hätte und dass im Folgenden der eigene Absatz abgesunken wäre. Der Gesetzesvorschlaf wurde schliesslich abgelehnt.
Eine besondere Methode, die sich vor allem in Frankreich durchgesetzt hat, stellt die sogenannte Saignée Methode dar. Bei ihr ist der Roséwein eher als eine Art Nebenprodukt eines Rotweines zu verstehen. Aus dem Gärbehälter für Rotwein wird nach rund 12 bis 48 Stunden ein Zehntel des Mostes abgezogen. Dieser Teil wird im Anschluss zum Rosé vinifiziert. Oft fallen diese Weine sehr alkoholstark und weniger leicht und fruchtig als gewöhnliche Rosés aus.
Entgegen der Meinung vieler"echter"Weinkenner entdecken zur Zeit eine Menge Weinliebhaber, was für einen Genuss ein guter Rosé darstellen kann. Viele Rosés passen gut zu leichten Gerichten, Salaten und süsslichen Speisen. Besonders an einem warmen Sommerabend kann ein Rosé seine ganzen Vorzüge als leichter, erfrischender Wein präsentieren.
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