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Weitere Luftaufnahmen
Zwei Schlösser wurden Seite an Seite in oberdiessbach errichtet: das alte Schloss, nach 1546 für Niklaus von Diesbach und das neue in 1666-1668 für Albrecht von Wattenwyl errichtet.
(rechts sieht man das alte Schloss)
Der "Generosissimus in Gallia Colonellus", im französischen Dienst verpflichtet, der auf Albrecht von Wattenwyl (1617-1671) hörte, liess einen Landwohnsitz (1666-1668) an der Abweichung von Oberdiessbach errichten. Es ist, so sagt man, eines der elegantesten Verwirklichungen der französischen Renaissance im Bernerland. Er steht leicht im Süden des alten Schlosses (1546) das während eines Jahrhunderts als Familienwohnsitz der Herren von Diesbach diente. Das neue Schloss, nur als ein grosser Behausungskörper geplant, wurde wahrscheinlich von Daniel Edelstein, errichtet, der gleiche, der seinerzeit in Bern der Baumeister der Vergrösserung des Rathauses war. Auch der Neuenburger "maistre Architekt", Jonas Favre, war an der Leitung der Arbeiten beteiligt.
Die westliche Fassade, an Gartenseite zeigt zwei seitliche Vorkörper mit drei Fensterachsen; Ketten an Zwischenwänden paspelieren die Ecken. Eine doppelte gewölbte Arkade steht in leichter Vertiefung zwischen zwei Seitenpavillons, ihren Zweck als Portikus im Erdgeschoss erfüllen. Eine delikate Ordnung regiert die Komposition: der hervorstehende Balkon und die toskanischen und ionischen Pilaster in der Ausbeulung, heben die doppelte gewölbte Arkade zwischen den zwei massiven Eckkörpern hervor; man findet diese selbe Art der Hervorhebung in der Form der Öffnungen wieder. Drei Luken, die in einem leicht gebrochenen Walmdach durchbohrt wurden, erleichtern das Volumen.
Die Dreiteilung der Fassade wird auch in der inneren Aufteilung übertragen. Der zentrale Körper öffnet sich zum Treppenhaus, das, im Hof des Gebäudes, das den Wert des Gebäudes steigert und zum Pomp hinzufügt. Es war seinerzeit die erste Konstruktion, die die Treppe innerhalb anstatt in der Fassade stellte. Ausser dem Vorteil, die Ausseneinheit besser restaurieren zu können, erlaubt diese neue Verfahrensweise, ein Vergnügen am herrschaftlichen Teil zu entwickeln innerhalb des Gebäudes. In Oberdiessbach markiert das Treppenhaus auch die Trennung der zwei Appartements, jenem des Bauherrn einerseits und andererseits jenes seines Bruders Niklaus (1624-1679), der bereits seit 1646 Schlossherr von Jegenstorf war. Das Innere nach Louis XIV, elegant, ohne Überfluss, zählt zu den wertvollsten der Schweiz. Rechts vom Eingang ist der Saal im Erdgeschoss von einer Decke mit grauem Gold bemalten Kisten bedeckt, die dem Zimmer einen raffinierten Charakter verleihen; an den Mauern begeistern französische Gobelins mit arkadischen Landschaften. Der Speisesaal, getäfelt, wird vertikal von ionischen Pilastern rhythmisiert.
Die Konzeption des neuen Schlosses zeigt, sowohl als Detail und mit seiner allgemeinen Disposition, die klassischen Formen der französischen Renaissance. Nach dieser Feststellung empfiehlt es sich, den Beitrag barocker Einflüsse nicht zu vernachlässigen. Die barocken Prinzipien sind nicht nur in der Art des Treppenhauses zu erkennen, sondern auch in der ganzen Zusammensetzung, die zum ersten Mal in diesem Gebäudetyp gänzlich in die Landschaft integriert wird und schliesslich auch im Garten mit seinen Parterren und Alleen, die den Blick in die Weite schweifen lassen. Ein Gitter aus geschmiedeten Eisen trennt den garten von der Allee, die in der Ecke steht. Das neue Schloss Oberdiessbach gilt als eines der ersten Berner Landhäuser.
Wappen der von Diesbach und von Erlach
Der grosse Salon und seine Gobeline
Der Festsaal
Der Ledersaal
Depuis onze générations, le château appartient à la famille de Wattenwyl.
Unter gewissen umständen kann das Schloss besichtigt werden. (Tel und Fax 031 771 09 28) Siehe auch www.schloss-oberdiessbach.ch
Bibliographie