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Auskauf von Renten
Auskauf von Renten
Art. 35 UVG
1 Der Versicherer kann eine Invaliden- oder Hinterlassenenrente jederzeit nach ihrem Barwert auskaufen, wenn der Monatsbetrag geringer ist als die Hälfte des Höchstbetrages des versicherten Tagesverdienstes. Bei Hinterlassenenrenten wird der Gesamtbetrag aller Renten berücksichtigt. In den übrigen Fällen ist der Auskauf nur mit dem Einverständnis und im offenkundigen langfristigen Interesse des Rentenberechtigten zulässig.
2 Mit dem Auskauf erlöschen die Ansprüche aus dem Unfall. Nimmt jedoch nach dem Auskauf die unfallbedingte Invalidität erheblich zu, so kann der Versicherte eine entsprechende Invalidenrente beanspruchen. Der Auskauf einer Invalidenrente berührt den Anspruch auf eine Hinterlassenenrente nicht.
Art. 46 UVV
1 Komplementärrenten können nur mit dem Einverständnis und im offenkundigen langfristigen Interesse des Rentenberechtigten ausgekauft werden.
2 Der Barwert einer auszukaufenden Rente wird aufgrund der Rechnungsgrundlagen nach Artikel 89 Absatz 1 des Gesetzes berechnet. Die Umwandlung in eine Komplementärrente beim Eintritt des Rentners in das AHV-Alter wird berücksichtigt.
3 Bei einem späteren Unfall gilt eine ausgekaufte Rente für die Berechnung einer Komplementärrente als fortbestehend.
Limite für den Auskauf
Monatliche Rente ist geringer als CHF 203.00 (CHF 406.00 : 2).
Unfallbedingte Invalidität nimmt erheblich zu
SZS 196, Seite 202
Nimmt nach dem Auskauf die unfallbedingte Invalidität erheblich zu, kann eine Invalidenrente nur dann beansprucht werden, wenn die ausgekaufte Invalidenrente - wäre sie nicht ausgekauft worden - revidierbar gemäss Art. 22 UVG ist. Andernfalls wäre ein Verunfallter dessen Rente ausgekauft wurde, bezüglich einer Revision besser gestellt als einer, dessen Rente nicht ausgekauft wurde.