Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/220585

<h2>SubmittedText<h2><p>Den gastronomischen Betrieben fehlen gemäss Berechnungen ihres Verbandes mit dem 2-Meter-Tischabstand durchschnittlich 38 Prozent der üblichen Sitzplatzkapazitäten für einen rentablen Betrieb. Jede Woche gehen so als direkte Folge der Tisch-Mindestabstände 200 Millionen Franken Umsatz verloren.</p><p>Die Konkurswahrscheinlichkeit in der Gastronomie lag bereits Ende April bei 28 Prozent. Das ergab eine Umfrage der Tourismusverbände in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Westschweiz. Trotz der Öffnung hat sich die Lage verschärft.</p><p>Was für Massnahmen unter Wahrung der Sicherheit unternimmt der Bundesrat, um dem Gastgewerbe wieder einen rentablen Betrieb zu ermöglichen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Einhaltung der Distanzregeln ist nach wie vor ein zentrales Element bei der Bekämpfung des neuen Coronavirus. Falls Abstandsregeln jedoch begründbar nicht eingehalten werden können, sind andere Schutzmassnahmen wie Trennwände möglich. Im Bereich der Gastronomie ist zudem seit dem 6. Juni die Beschränkung der Gruppengrösse auf vier Personen aufgehoben. Es können somit wieder grössere Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen durchgeführt werden. Der Bundesrat wird sich per Ende Juni im Rahmen der weiteren Massnahmenlockerungen zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Verhaltensregeln zur Bekämpfung des neuen Coronavirus äussern. Unter der Voraussetzung, dass die Fallzahlen weiterhin tief bleiben, soll ebenfalls eine Reduktion des Mindestabstands diskutiert werden.</p>