Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03531.jsonl.gz/517

Warum die Schweiz demokratischer ist als Westeuropa
hf. An der sehr gut besuchten «Schweizerzeit»-Herbsttagung, die kürzlich im «Hilton», Opfikon, stattfand, hat der bekannte Sozialwissenschafter und Publizist Beat Kappeler ein hervorragendes Eingangsreferat gehalten zum Thema «Demokratien im Vergleich». Kernpunkt: Während in Westeuropa die Parlamentssitze mehr oder weniger von den Parteizentralen vergeben werden (Prinzip «top-down»), kann der schweizerische Wähler die Listen für den Nationalrat selbst kreiren (Prinzip «bottom-up»). Nachstehend Kappelers Referat leicht gekürzt.
Eine einzige Zeile im Gesetz über die politischen Rechte (Art. 35) stellt die Machtverhältnisse in der Schweiz auf den Kopf. Denn der Wähler kann streichen, kumulieren und panaschieren, um selbst die Listen für die Wahl zum Nationalrat zu kreieren. Die Parteizentralen sind ohnmächtig, wogegen sie in Westeuropa die Sitze mehr oder weniger zentral vergeben, und dann während der Legislatur die Gefolgschaft der Gewählten fordern. Diesen Kontrast lieferte Boris Johnson im Spätsommer 2019, liefert ausserdem fast ganz Westeuropa: Johnson feuerte 21 unbotmässige Tory-Abgeordnete aus der Partei und strich sie damit von den Wahlplätzen nächstes Mal.
Lesen Sie den ganzen Artikel in der aktuellen «Schweizerzeit»: Hier einloggen und lesen
Noch nicht Abonnent? Informieren Sie sich über unsere günstigen Abo-Varianten: www.schweizerzeit.ch/abo