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Zwei Wochen waren nicht genug: Pete Hoekstra ist neuer US-Botschafter in den Niederlanden und hatte vor Weihnachten mit Fake-News-Behauptungen für akute Fremdschämattacken gesorgt. Hoekstra hoffte wohl, über den Jahreswechsel sei Gras über die Sache gewachsen.
Doch weit gefehlt: Bei seiner ersten Medienkonferenz als US-Botschafter am Mittwoch wird er prompt gefragt, ob er seine Kommentare von 2015 noch immer glaube. Hoekstra antwortet nur, dass er das Thema nicht noch einmal aufgreifen werde. Das lassen die Journalisten nicht auf sich sitzen.
«Das sind die Niederlande, sie müssen die Fragen beantworten», ruft ein Reporter dazwischen. Hoekstra wiegt nervös hin und her. Seine Lippen deuten Antworten an, einzig: Er bleibt stumm.
Ein anderer Journalist fragt: «Würden sie bitte ihre Bemerkung über verbrannte Politiker zurücknehmen oder einen Politiker nennen, der in den Niederlanden verbrannt wurde?» Auch auf diese Frage antwortete er nicht. Abrupt wird die Pressekonferenz durch eine Mitarbeiterin abgebrochen.
Today Dutch press welcomed @petehoekstra as new ambassador to the Netherlands. In 2015 Hoekstra said Dutch"politicians are being burned" (not true). The only one who did get burned today is... Hoekstra himself. By refusing to answer our questions. pic.twitter.com/Dv2aalbhDP— Roel Geeraedts (@RGjournalist) 10. Januar 2018
Hoekstra hatte im Dezember mit einem bizarren Fernsehinterview für Aufsehen gesorgt. Er wurde im Fernsehsender NOS auf Äusserungen aus dem Jahr 2015 angesprochen, in denen er von «Chaos» und «No-Go-Areas» in den Niederlanden wegen Muslimen gesprochen hatte.
Hoekstra entgegnete, dies seien «Fake News»: «Ich habe das nie gesagt.» Der Sender spielte daraufhin ein Video von einer Veranstaltung im Jahr 2015 ein, auf der Hoekstra gesagt hatte: «Die islamische Bewegung ist an einen Punkt gekommen, an dem sie Europa ins Chaos gestürzt hat. Chaos in den Niederlanden, Autos werden angezündet, Politiker werden angezündet. Und ja, in den Niederlanden gibt es No-Go-Areas.»
@Nieuwsuur to new US ambassador: "You mentioned [..] that there are no go-zones in the Netherlands and that cars and politicians are set on fire."— Christiaan Triebert (@trbrtc) 21. Dezember 2017
Pete Hoekstra: "I didn't say that. That's actually an incorrect statement [..] fake news."
Hmm, let's have a look at the footage 🤔 pic.twitter.com/vlstN9vhSK
Als der Interviewer der Sendung «Nieuwsuur» Hoekstra mit seiner Aussage konfrontierte, stritt der Diplomat plötzlich ab, vor dem Beitrag von «Fake News» gesprochen zu haben. «Ich habe das nicht als Fake News bezeichnet», sagte Hoekstra. «Ich habe diese Worte heute nicht verwendet.»
(nfr)
Der britische Premierminister Boris Johnson ist als Chef seiner Konservativen Partei zurückgetreten. Er wolle aber als Regierungschef weitermachen, bis ein Nachfolger gewählt ist, sagte Johnson am Donnerstag in London. Zahlreiche Parteifreunde forderten jedoch, der 58-Jährige solle sofort auch als Regierungschef abtreten. Johnson selbst wurde vor knapp drei Jahren von seiner Partei ins Amt gewählt. Kurz vor seiner Rücktrittsankündigung ernannte Johnson noch neue Minister.