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New Yorks Kernkraftwerke erhalten Unterstützung
Der CES verlangt, dass bis 2030 die Hälfte des Stroms des Bundesstaats New York aus erneuerbaren Quellen einschliesslich Kernenergie stammt. Damit sollen die CO2-Emissionen um 40% (verglichen mit 1990) verringert werden.
Die privaten Versorgungsunternehmen und andere Energieanbieter müssen gemäss CES jährlich eine bestimmte Anzahl sogenannter Renewable Energy Credits beziehen. Damit soll der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden.
Ab April 2017 müssen die Energieversorger sogenannte Zero-Emission Credits erwerben entsprechend dem intrinsischen Wert der CO2-Emissionen, die dank den Kernkraftwerken vermieden werden können. Das erlaubt es, den finanziell angeschlagenen Kernkraftwerken von New York State am Netz zu bleiben, während der Bundesstaat den Anteil der Erneuerbaren auf 50% erhöht. Eine zunehmende Anzahl Klimawissenschaftler hatte gewarnt, ein plötzliches Abschalten der Kernkraftwerke würde zu einem Anstieg der CO2-Emissionen in New York von über 31 Mio. t in den nächsten zwei Jahren führen, was Gesundheits- und Sozialkosten von mindestens USD 1,4 Mrd. nach sich ziehen könnte.
Der CES umfasst weitere Massnahmen, um den angestrebten 50%-Anteil an Erneuerbaren am Strommix zu erreichen. So soll ein «New York-certified clean electric product» entwickelt werden, damit Konsumenten einen Produktmix aus 100% sauberer Energie beziehen können, wenn sie dies wünschen. Weiter wird der Ausbau von Energieeffizienzmassnahmen unterstützt, ein Konzept für Offshore-Windenergie entwickelt sowie Entwicklungen und Investitionen in Lagerung, Übertragung und andere Technologien verfolgt. Alle drei Jahre finden Überprüfungen statt, um zu gewährleisten, dass die Ziele erreicht werden.
Exelon investiert
Die Exelon Corporation – die Betreiberin von Robert E. Ginna (PWR, 580 MW) und Nine Mile Point (BWR, 613 MW und 1277 MW) – bestätigte, dass sie im Frühjahr 2017 USD 200 Mio. (CHF 195 Mio.) in die Werke reinvestieren wolle, jetzt wo der CES genehmigt wurde. Die Gespräche mit der Entergy Corporation über eine potenzielle Übernahme von Fitzpatrick (BWR, 813 MW) könnten ebenfalls weitergehen. Die Entergy hatte im November 2015 angekündigt Fitzpatrick Anfang 2017 endgültig vom Netz zu nehmen: Der deregulierte Markt, das preisgünstige Erdgasangebot sowie die staatliche Windkraftsubvention machten den Betrieb unwirtschaftlich.