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Das Hilliard Ensemble, das sich nach Nicholas Hilliard, einem Miniaturenmaler des 16. Jahrhunderts, benannt hat, wurde 1974 mit der Zielsetzung gegründet, sich vor allem der Epoche vor 1600 zu widmen. Werke der Renaissance und des Mittelalters prägen seither das Repertoire des Vokalquartetts, aber auch die zeitgenössische Musik mit Komponisten wie Gavin Bryars, Heinz Holliger, John Casken, James McMillan, Elena Firsova, Veljo Tormis oder Erkki-Sven Tüür, die zum Teil neue Werke für das Ensemble geschrieben haben. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet die vier Sänger mit Arvo Pärt: Aufführungen seiner Johannes-Passion, des Stabat Mater und des Miserere haben in ganz Europa und in den USA stattgefunden. Das Hilliard Ensemble war Gast bei den London Proms, in Aldeburgh und Bath, bei den Berliner Festwochen, den Salzburger Festspielen und in Aix-en-Provence, dem Holland und dem Flandern Festival, dem Musikfest Bremen, dem Leipziger Bach-Fest – und natürlich auch bei LUCERNE FESTIVAL. Im Zusammenspiel mit dem norwegischen Saxophonisten Jan Garbarek gelangte das Hilliard Ensemble zu breiter Bekanntheit weit über das Klassik-Publikum hinaus: Das Projekt Officium, das auch auf CD veröffentlicht wurde, avancierte in den neunziger Jahren zu einem der grössten Crossover-Erfolge; 2010 wurde es mit dem Programm Officium Novum fortgesetzt. Neben Auftritten mit A-cappella-Konzerten arbeitet das Ensemble in jüngerer Zeit verstärkt mit Orchestern zusammen, darunter das BBC Symphony Orchestra und Andrew Davis, das London Philharmonic mit Kent Nagano, das New York Philharmonic und Lorin Maazel, das Philadelphia Orchestra und das Gewandhausorchester Leipzig. Im Jahr 2007 brachte das Hilliard Ensemble in der Dresdner Frauenkirche Alfred Schnittkes Neunte Sinfonie in der vervollständigten Fassung zur Uraufführung; 2009 folgte, gemeinsam mit dem Arditti Quartet, die Weltpremiere von Wolfgang Rihms Et lux in Köln.
Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 31. August 1988 mit der Messe de Nostre Dame von Guillaume de Machaut sowie Motetten aus der Renaissance.
März 2012