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Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe Wawrinka nach 3 Stunden nach einem 7:5, 4:6, 7:6 (9:7), 6:2 über die Weltnummer 18 den Viertelfinal-Einzug feiern konnte. In schon fast typischer Manier hatte der 29-Jährige seine Fans auf die Folter gespannt.
Wawrinka begann fehlerhaft, schien den Tritt aber im 1. Durchgang gefunden zu haben, als er das Re-Break zum 5:5 realisieren und sich den Satz mit 7:5 und einem weiteren Servicedurchbruch sichern konnte.
Der entscheidende 3. Satz
Robredo erwies sich aber als der erwartet zähe und solide Gegner. Der 32-jährige Spanier nutzte die Breakchance zum 3:2 im 2. Satz und holte sich diesen mit 6:4. Im 3. Satz musste Wawrinka beim Stand von 1:1 und 3:3 Breakchancen abwehren und gelangte schliesslich ins Tie-Break. Nachdem er 2 Satzbälle Robredos abwehren konnte, sicherte er sich den 3. Durchgang.
Wie ausgeglichen der Match bis zu dieser Phase war, zeigt ein Blick in die Statistik. 109:108 lautete das Verhältnis der gewonnenen Punkte zugunsten des Schweizers.
Wawrinka mental auf der Höhe
Robredo zeigte nach dem für ihn erneut unglücklichen Satzverlust Nerven, verlor gleich sein erstes Aufschlaggame im 4. Durchgang und legte sich sogar verbal mit seinem Gegner an. Wawrinka liess sich jedoch nicht beeindrucken und servierte den Match souverän nachhause. Die offensichtliche Leistungssteigerung ging mit einer verbesserten Rückhand einher.
Bezeichnend war auch die Geste, mit der er sich anpeitschte. Der Schweizer klopfte sich immer wieder mit dem Zeigfinger an den Kopf. «Ich war darauf fokussiert, mental bereit zu sein und positiv eingestellt zu bleiben», sagte Wawrinka nach der Partie.
Für die Unterstützung des Publikums im Louis Armstrong Stadium, das er zum Lieblingsstadion in Flushing Meadows erkor, bedankte er sich noch auf dem Platz herzlich. Der Center Court sei zwar grösser, die Atmosphäre hier aufgrund der Nähe zu den Zuschauern besonderer. Mit diesen hatte Wawrinka unfreiwillig Bekanntschaft gemacht, als er einen Smash erlaufen wollte und nicht mehr rechtzeitig abbremsen konnte. Der Ausflug blieb jedoch ohne Folgen. Wawrinka: «Es geht mir gut, aber es ist immer einfacher, sich gut zu fühlen, wenn man gewinnt.»
Viertelfinal gegen Nishikori
Nach dem 3. Sieg im 9. Duell gegen den Spanier trifft Wawrinka im Viertelfinal nun auf Kei Nishikori (ATP 11). Der Japaner schlug Milos Raonic (Ka/ATP 6) in einem hart umkämpften Match über fünf Sätze. Nishikori verwertete den Matchball um 2:26 Uhr Ortszeit.
Stan Wawrinka gewann beide bisherigen Duelle mit Nishikori, zuletzt 2012 in Cincinnati, glatt in zwei Sätzen.
Sendebezug: SRF zwei live, 1.9.14, 23:10 Uhr