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Am 28. Mai hat auf den Hauptinseln Kyushu und Shikoku offiziell die Regenzeit begonnen – 8 Tage früher als in einem Durchschnittsjahr, wie die Mainichi Shimbun berichtet. Im Vergleich zu 2017 sind es sogar 23 Tage früher. Zum ersten Mal seit fünf Jahren hat die Regenzeit auf den Hauptinseln im Mai begonnen. In den entsprechenden Regionen bedeutet dies vorerst bis Donnerstag Wolken, Regen und viel Feuchtigkeit. Die Region Tokio geht laut Tenki.jp davon aus, dass die Regenzeit mit aller Wahrscheinlichkeit noch vor dem 8. Juni, dem durchschnittlichen Startdatum für die Hauptstadt, einsetzen wird.
Tsuyu, «der Pflaumenregen», nennt sich in Japan die Regenzeit, die auf Okinawa gewöhnlich im Mai (dieses Jahr am 6. Mai) und auf den Hauptinseln im Juni startet. Die Regenzeit wird gerne auch als fünfte Jahreszeit bezeichnet, in der viele nasse und unbeständige Tage hintereinander zur Regel werden. Im Juni wird entsprechend die höchste durchschnittliche Niederschlagsmenge registriert. Einzig der September, wenn die Taifun-Saison im vollen Gange ist, kommt fast an die Regenzeit heran. Insbesondere der Inlandstourismus lässt dann für einige Wochen nach. Das bedeutet aber nicht, dass es in diesen Wochen täglich regnet. Es gibt auch heisse Sonnentage und trockenere Jahre. Gewöhnlich hält die Regenzeit auf Honshu und der kleinsten Hauptinsel Shikoku bis Mitte Juli an. Im Nordteil von Honshu kann es sogar Ende Juli werden.
Ausnahme Hokkaido
Doch nicht überall ist das Wetter in dieser Zeit nass. So gibt es auf der Nordinsel Hokkaido keine Regenzeit. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Sapporo ist dann fast halb so hoch wie in Tokio. Die Nordinsel hat zudem den Vorteil, dass es in den sommerlichen Monat temperaturmässig bedeutend angenehmer ist als in den anderen Gebieten des Inselstaates. Das macht den Ort zur perfekten Reisedestination zwischen Juni und August.