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Angefangen als ein Spassprojekt von Billy Rymer, Drummer von The Dillinger Escape Plan, ist thoughtcrimes mittlerweile aber komplett ernst zu nehmen. Rymer verbrachte seine Zeit zwischen Dillinger-Tours an thoughtcrimes zu feilen - viel mehr als ein Zeitvertrieb war es dazumal aber nicht.
Kurz nach dem The Dillinger Escape Plan in 2008 gegründet wurde, verliess Rymer die Band, da laut ihm bereits zwei der verrücktesten Gitarristen neben ihm spielten. Da er zu diesem Zeitpunkt auch noch die Gitarre in der Hand hatte, sah er keinen Sinn, in der Band noch mitzuwirken.
Jahre später schaffte es Brian Sullivan - Freund und späterer Bandkollege -, dass Rymer die Gitarre wieder entstaubt.
I stopped playing guitar altogether. But then Brian was getting on my case to riff more. I hadn’t picked up a guitar in years, but I did – and then we wrote our first ever song.
- Billy Rymer via Pure Noise
Und der Rest ist Geschichte.
Auf jeden Fall befinden wir uns in der Gegenwart, und die hat im August ein neues thoughtcrimes Album mit sich gebracht. "Altered Pasts" heisst das gute Stück und klingt genau nach dem, was die Band möchte - ausprobieren, experimentieren, und selbst Hand anlegen.
Das bedeutet aber nicht, dass das Album amateurhaft klingt - lediglich, dass die fünf Mitglieder der Band ihre Vorlieben und Individualität mehr in das Projekt einfliessen lassen konnten.
Das zeigt sich unter anderem in den Sounds von Mikrofon-Feedbacks, die sich durch "Altered Pasts" ziehen, welche danach klingen, als wären deine Boxen übersteuert. Ganz auf dem Tinnitus und Ohrenschmerzlevel ist es aber (noch) nicht.
Obwohl die zehn Tracks auf dem Album alle zusammenhängende Elemente haben, unterscheiden sie sich in ihrem Aufbau. Wo "Lunar Waves" oder "New Infinities" semi-langsam beginnen und dann im Verlauf immer mehr eskalieren, gehen Songs wie "Panopticon" oder "Keyhole Romance" direkt mit harten Schreien rein.
Mehr Pamir-Sound gibt's hier in unserer Spotify Playlist für dich:
Fun Fact:
Das Wort "thoughtcrime" hat tatsächlich eine Bedeutung - Entstanden ist es in Geroge Orwells Novelle "1984" und bedeutet zu Deutsch "Gedankenverbrechen". Es beschreibt die Idee, dass ein Gedanken an eine Straftat bereits als Straftat gelten soll.