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Die Niederschläge sind kristallinisch oder amorph und dann oft gelatinös, doch werden letztere bisweilen bei
längerm Stehen kristallinisch oder doch beim Erwärmen dichter. Die Fällung ist vollständig, wenn der Niederschlag vollkommen
unlöslich ist, und wenn von dem Fällungsmittel eine hinreichende Quantität angewandt wurde, im andern Fall unvollständig.
Um möglichst reine Niederschläge zu erhalten, müssen die Flüssigkeitenvor der Fällung filtriert werden.
Das Fällungsmittel muß in kleinen Portionen nach und nach unter fleißigem Rühren der Auflösung zugesetzt
werden. Von Zeit zu Zeit werden Proben der zu fällenden Flüssigkeit filtriert und mit dem Fällungsmittel versetzt, um zu
sehen, ob noch Fällung stattfindet, damit von dem Fällungsmittel nicht zu viel zugesetzt werde. Oft ist es von Wichtigkeit,
die beiden Flüssigkeiten in bestimmter Weise miteinander zu mischen, da bei allmählichem Zusatz des Fällungsmittels
der Niederschlag unter Einwirkung eines Überschusses der einen Flüssigkeit entsteht.
Umgekehrt kann man auch durch Fällung zwei feste Körper sehr innig miteinander mischen, indem man sie gleichzeitig in derselben
Flüssigkeit fällt. Gesetzt, Lösung A gibt mit Lösung B einen blauen und Lösung C mit Lösung D einen
gelben Niederschlag, so mischt man A mit C und B mit D (wobei keine Niederschläge entstehen dürfen) und gießt beide Mischungen
zusammen. Es entsteht dann sofort ein grüner Niederschlag, indem sich der blaue mit dem gelben Körper sehr innig gemischt
ausscheidet.