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Mit einem Frauenanteil von 32 Prozent ist der Nationalrat so weiblich wie noch nie seit Einführung des Frauenstimmrechts 1971 – und dennoch sind die Frauen, die eine knappe Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ausmachen, nach wie vor untervertreten.
Ende der letzten Legislatur sassen 62 Frauen im Nationalrat. Gewählt worden waren 2011 ursprünglich 58 Frauen, was einem Frauenanteil von 29 Prozent entsprach.
Die Auswertung der Nachrichtenagentur sda ist eine Momentaufnahme. Die definitive Zusammensetzung des Parlaments hängt von den zweiten Wahlgängen für den Ständerat ab.
Am meisten Frauen stellt derzeit die SP mit 25 von 43 Nationalräten. Sie ist die einzige Partei, in der mehr Frauen als Männer vertreten sind. Die SVP hat 11 Frauen in ihrer 65-köpfigen Delegation. Bei der FDP sind es sieben aus gesamthaft 33. Die BDP liegt mit ihrem Frauenanteil von einer Frau auf sieben Mandate prozentual auf den hinteren Plätzen.
Bei den Grünen und Grünliberalen hält sich das Frauen-Männer-Verhältnis die Waage. Die Grünen schicken fünf Nationalrätinnen und sechs Nationalräte nach Bern. Bei den Grünliberalen ist das Verhältnis vier Männer zu drei Frauen. Die CVP stellt neun Frauen auf 27 Gewählte.
In der Romandie und dem Tessin sind rund ein Viertel aller Gewählten Frauen. In der Deutschschweiz ist der Anteil mit rund einem Drittel leicht höher.
Im Kanton Zürich, Bern und Luzern sind rund 40 Prozent der Nationalräte Frauen. Der Kanton Zürich stellt mit 14 aus gesamthaft 35 am meisten Frauen. Der Kanton Bern schickt zehn Frauen in den Nationalrat und der Kanton Luzern vier. Im Kanton Aargau und St. Gallen sind ein Viertel der Gewählten Frauen. In Genf und Waadt sind es gut 30 Prozent.
Lisa Mazzone (Grüne) aus Genf ist mit ihren 27 Jahren die jüngste Frau und gleichzeitig die jüngste Gewählte im Nationalrat. Bea Heim (SP) aus Solothurn ist mit ihren 69 Jahren die älteste Nationalrätin. Das Durchschnittsalter liegt mit 48 Jahren leicht unter demjenigen der Männer.
(SDA)