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<h2>SubmittedText<h2><text><p>Das Büro des Nationalrates wird beauftragt, den IT-Support für die Parlamentsmitglieder so auszubauen, dass alle Ratsmitglieder - unabhängig vom gewählten Betriebssystem - dieselbe fachliche Unterstützung erhalten.</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>Die Motion ist sehr breit gefasst. Sie schränkt weder nach Gerätetypen noch nach Betriebssystemen ein und verlangt generell die gleiche fachliche Unterstützung.</p><p>Die Verwaltungsdelegation hat sich wiederholt mit der Frage befasst, ob den Ratsmitgliedern, welche Apple- oder andere Geräte bevorzugen, die gleichen Dienstleistungen erbracht werden müssen wie den Ratsmitgliedern, welche sich für die Standardvariante (Microsoft Windows) entschieden haben. Sie hat am 7. Mai 2010 und im Informatikkonzept der Bundesversammlung vom 12. November 2010 die Monoplattform-Strategie auf Basis von Microsoft Windows bestätigt.</p><p>Die Parlamentsdienste leisten heute für Ratsmitglieder, welche die Kreditvariante gewählt haben und damit Nichtstandardgeräte nutzen, einen sogenannten "Best-Effort-Support". Ratsmitglieder können sich beim Servicedesk melden und erhalten soweit möglich Unterstützung. Kommt der Dint nicht mehr weiter, kann das Ratsmitglied Supportleistungen durch entsprechende externe Spezialisten zulasten seines persönlichen hierfür vorgesehenen Dienstleistungskredites beziehen.</p><p>2012 betrafen zwei Drittel von gut 1000 erfassten Problemen und Anfragen Ratsmitglieder mit Standardgeräten und ein Drittel solche mit Kreditvariante. Heute sind 208 Mitglieder (85 Prozent) mit der Standardvariante ausgerüstet; 37 haben die Kreditvariante, 1 Ratsmitglied hat nichts gewählt.</p><p>Mit der Annahme der Motion wäre mit einer Vielzahl unterschiedlicher Gerätetypen zu rechnen, welche der Dint zu betreuen hätte. Zu beachten ist, dass jeder Gerätetyp spezifisch verstanden, konfiguriert und installiert werden muss. Es werden zudem unterschiedliche Softwareversionen benötigt, welche vom selben Hersteller nicht zwingend identisch sind (Microsoft Office für Windows- bzw. für Mac-Betriebssysteme). Oder es gibt die entsprechende Software gar nicht (Microsoft Office auf Linux).</p><p>Aufgrund der Beschlüsse der Verwaltungsdelegation vom 30. April 2012 bieten die Parlamentsdienste seit Neuestem mit einer Auswahl zwischen Ultrabook und Tablet-PC einen standardisierten, fortlaufend ergänzten und den aktuellen sowie zukünftigen Anforderungen gewachsenen Arbeitsplatz an. Beide Gerätetypen haben identische Einstellungsmöglichkeiten.</p><p>IT-Spezialisten sind auf dem Arbeitsmarkt seit Jahren äusserst gesuchte Fachkräfte. Es ist sehr schwierig, neue Mitarbeitende zu rekrutieren. Die rasante technische Entwicklung in der IT verlangt laufend überdurchschnittliche Investitionen in die Weiterbildung der IT-Mitarbeitenden. Um einen effizienten Support leisten zu können, benötigen die Mitarbeitenden neben dem Wissen auch viel Erfahrung. Diese wird oft im Selbststudium, insbesondere aber durch häufiges Problemlösen erlangt. Durch eine grössere Gerätevielfalt verteilen sich die Probleme auf viele verschiedene Geräte, sodass sich die Mitarbeitenden ungenügend Routine aneignen können. Es ist unmöglich, dass sich alle Mitarbeitenden auf sämtliche Geräte spezialisieren können, da jedes ein spezifisches, herstellerabhängiges Fachwissen verlangt. Um das heutige Dienstleistungsniveau halten zu können, wäre ein Ausbau der personellen Ressourcen um mindestens 2,5 Stellen zwingend notwendig. Die zusätzlichen Personalkosten werden auf mindestens 450 000 Franken pro Jahr geschätzt.</p><p>Die notwendigen Investitionen für den Aufbau einer einzigen weiteren Plattform werden auf etwa eine halbe Million Franken geschätzt. Dies umfasst u. a. zusätzliche Arbeitsstationen im Parlamentsgebäude, Test- und Betriebsinfrastruktur, Lizenzen, Entwicklung und Einführung plattformbezogener Programmanpassungen, Schulung der Dint-Mitarbeitenden.</p><p>Für den technischen Betrieb sind jährlich mindestens 200 000 Franken einzusetzen, z. B. für den altersbedingten Ersatz von Geräten, Anpassungen, neue Lizenzen, Support.</p><p>Zusammenfassung der minimalen Auswirkungen einer Erweiterung um eine Plattform:</p><table width="374.85pt"><tr><td width="145.1pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p><b>Kredit</b></p></td><td width="128pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p><b>Beschaffung / Investition</b></p></td><td width="90.95pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p><b>Betrieb jährlich</b></p></td></tr><tr><td width="145.1pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Sachkredit</p></td><td width="128pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>500 000</p></td><td width="90.95pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>200 000</p></td></tr><tr><td width="145.1pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>Personalkredit (als Gesamtkosten für einen Dint-Mitarbeitenden wurden 180 000 Franken/Jahr eingesetzt) </p></td><td width="128pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p></p></td><td width="90.95pt" colspan="0" rowspan="0" valign="center"><p>450 000</p></td></tr></table><p>Die Ausführungen zeigen, dass der in der Motion geforderte, ausgebaute IT-Support umfangreiche Auswirkungen hat und aus technischen Gründen zum Teil nicht gewährleistet werden kann. Die notwendigen Mittel und Ressourcen müssten zuerst gesprochen werden. Auch eine weniger weit greifende Lösung kann realistischerweise nicht vor dem nächsten Legislaturwechsel im Jahr 2015 eingeführt werden.</p><p>Das Büro des Nationalrates schlägt gestützt auf den Antrag der Verwaltungsdelegation vor, bei der Monoplattform-Strategie zu bleiben und das Dienstleistungsangebot im Moment nicht zu erweitern. Die Parlamentsdienste werden beauftragt, wie bisher die Entwicklungen weiter zu verfolgen und auf den Legislaturwechsel 2015 hin eine Lösung zu erarbeiten, welche die Bedürfnisse der Ratsmitglieder nach erweitertem IKT-Support unter Wahrung der Sicherheit sowie der finanziellen und organisatorischen Verhältnismässigkeit berücksichtigt.</p></text>