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Phasenfütterung der Muttersauen
Die Muttersau hat während Trächtigkeit und Säugezeit einen unterschiedlichen Bedarf. Während der Trächtigkeit soll das Futter einen erhöhten Rohfasergehalt aufweisen, um ein gutes Sättigungsgefühl zu erreichen. Für den Aufbau von Körperreserven ist der Energiebedarf im Verhältnis zum Proteinbedarf hoch. In der Säugezeit erfordert die Milchbildung eine erhöhte Nährstoffkonzentration und Proteinzufuhr.
Im Galtstall
Bereits während der Trächtigkeit wird der Grundstein für eine gute Laktation gelegt. Die Trächtigkeit lässt sich grob in zwei Phasen unterteilen. In der ersten Phase sollte die Sau entsprechend ihrer Kondition gefüttert werden, damit bis zum 85. Trächtigkeitstag die Kondition stimmt. In der Hochträchtigkeit nimmt das Wachstum der Föten stark zu, entsprechend ist die Energieversorgung zu erhöhen. Eine übermässige Versorgung an Energie in der Trächtigkeit ist zu vermeiden, da die Sauen sonst verfetten. Dadurch verlängert sich die Geburtsdauer, der Appetit wird gehemmt und das Risiko für Mastitis, Metritis und Agalaktie, kurz MMA, steigt.
Im Abferkelstall
Mit dem Wechsel in den Abferkelstall findet in den meisten Fällen eine Umstellung auf das Säugendfutter statt. Zusätzlich zum Geburtsstress ist das eine weitere Herausforderung für die Sau. Das Hauptproblem während dieser Phase ist MMA, auch P(P)DS (postpartales Dysgalaktie Syndrom) genannt. Bei MMA kommt es nach dem Abferkeln häufig zur Erkrankung der Sau. Die Symptome sind je nach Ursache verschieden. Die Sau frisst nicht genug, sie hat nicht genügend oder auch zu viel Milch, sie «eitert» aus der Scheide, das Gesäuge ist entzündet. Als Folge kommen die Ferkel zu kurz. Coli-Bakterien der Muttersau werden über die Milch an die Ferkel weitergegeben, Durchfallerkrankungen sind oft die Folge. Mit dieser Krankheit schleicht sich immer ein wirtschaftlich bedeutendes Problem in den Schweinestall.
Verstopfungen verhindern
Eine der Hauptursachen von MMA und verzögerten Geburten sind Verstopfungen rund um die Geburt. Um eine geregelte Verdauung zu gewährleisten, muss nicht nur die Futtermenge stimmen, sondern auch genügend quellfähige Rohfasern müssen gefüttert werden. Diese Rohfasern binden im Darm Wasser und sorgen für eine regelmässige Darmtätigkeit, was schlussendlich das MMA-Risiko vermindert. Deshalb ist ein Teilersatz des Laktationsfutters durch rohfaserreiches Futter, bis drei Tage nach der Geburt, sinnvoll. «UFA 362-3 Prenatal» bietet genau diese Eigenschaften. Um den optimalen Effekt dieses Geburtsvorbereitungsfutters zu nutzen, empfiehlt sich, das Futter ab dem 108. Trächtigkeitstag bis drei Tage nach der Geburt einzusetzen.
Garantiert hohe Milchleistung
Jede laktierende Sau braucht von Beginn an eine ausreichende Energieversorgung. Der Einsatz eines leichtverdaulichen Hochenergie- und Wirkstoffkonzentrates wie zum Beispiel UFA top-pig ermöglicht der Sau mehr Kolostrum und Milch zu produzieren. Zudem unterstützt es die Sau bei der Aufrechterhaltung der Körperkondition bis zum Ende der Säugezeit. Muttersauen sollten während der Säugezeit nicht mehr als 15% ihres Gesamtgewichts verlieren. Ein höherer Wert kann sich negativ auf die Abferkelquote in den nächsten Würfen und die Nutzungsdauer auswirken. Gute Sauen produzieren täglich 10 bis 13 l Milch mit den doppelten Gehalten an Fett, Protein und Mineralstoffen als Kuhmilch. Die optimale Leistung ist mit zwei- oder gar nur einmaliger Fütterung am Tag nicht zu erreichen. Solch grosse Energiemengen auf einmal kann eine Sau nur bedingt verarbeiten. Die Folge ist, dass die Sau weniger Milch produziert, als sie eigentlich könnte. Deshalb ist es wichtig, den Mutterschweinen während der ganzen Laktation mehrmals täglich die optimale Futterration vorzulegen. Die Empfehlung ist, neben der normalen Tagesration noch ein leichtverdauliches Hochenergie- und Wirkstoffkonzentrat zu füttern.
Krankmachende Keime im Darm abtöten
Sauen mit MMA leiden zunächst auch an einer Harnweginfektion. Dabei vermehren sich in den Harnwegen verschiedene krankmachende Keime. Diese Keime vermehren sich besonders schnell bei einem erhöhten Harn-pH. Der normale HarnpH- Wert einer Sau liegt etwa bei 7,5. Eine Absenkung auf möglichst unter 7 bis 6.5 hat einen erheblichen Einfluss auf die verschiedenen krankmachenden Bakterien. Als ideale Lösung empfiehlt sich «UFA pig-care». Es zielt mit seinen sauren Salzen direkt auf den pH, wodurch die schädlichen Keime gehemmt und das MMA-Risiko gesenkt werden. Auf eine ausreichende Wasserversorgung ist zu achten, damit die Harnproduktion gefördert wird und die Keime ausgeschieden werden. «UFA pig-care» enthält neben den sauren Salzen auch leichtverdauliche Energie und verschiedene wichtige Wirkstoffe. Diese sind für die Versorgung der Ferkel und Sau in der Zeit vor der Geburt von grosser Bedeutung. «UFA pig-care» wird zirka sieben bis zehn Tage vor der Geburt verabreicht und direkt nach der Geburt wieder abgesetzt. Es sollte nicht an laktierende Sauen verfüttert werden.
Body Condition Scoring, BCS
Aufgrund des Body Condition Score (BCS, Körper-Konditions-Beurteilung) kann die Fütterung tierindividuell oder über die ganze Herde optimiert werden. Die BCS-Beurteilung muss mindestens zweimal pro Jahr durch die gleiche Person vorgenommen werden. Ziel ist, möglichst keine Sauen mit Note 1 oder 5 zu haben.
Bei der Eingliederung beachten:
- Frühzeitige Planung des Jungsauenzukaufs (Lieferungsintervalle, Eingliederungsdauer, Alter und Gewicht bei der Eingliederung) -> Jungsauenabo unterstützt.
- Eingliederungsstall im Rein-Raus Verfahren bewirtschaften.
- Futterenergiegehalt erhöhen -> optimale Körperkondition bei Belegung.
- Impfungen -> Rotlauf / Parvovirose zwingend, Circoviren empfehlenswert.
Anforderungen an den Eingliederungsstall:
- Separates Gebäude oder mind. räumlich getrenntes Stallabteil.
- Separater Eingang mit Desinfektionsbecken.
- Separate Bewirtschaftung (Stiefel, Mäntel, Fütterung, Stallgeräte etc.).
- Bestossung Rein-Raus, danach Reinigung und Desinfektion.
- Buchten gut zugänglich für den täglichen Kontakt -> Ziel: zutrauliche Sauen.
- Genügend Platz, rutschfeste Böden, isolierter Liegebereich.
- Genügend Licht, optimale Temperatur von mind. 18°C, keine Zugluft.
In der Jungsauenfütterung werden folgende Ziele verfolgt:
- Ausbildung eines stabilen Fundaments sicherstellen.
- Körperfettreserven bestmöglich anlegen.
- Futteraufnahmevermögen entwickeln.
- Gezielter Aufbau des Fleischansatzes.
Die Jungsauen sind während der Eingliederungsphase so zu füttern, dass sie zur Erstbelegung ein Körpergewicht von 130 bis 145kg und eine mittlere Rückenspeckdicke von 16 bis 18mm aufweisen. UFA 367 bringt beim Eingliedern und vor dem Decken genügend Energie und Mineralstoffe und Vitamine. Zudem sollten die Tiere rund 220 bis 240 Tage alt und zweimal rauschig gewesen sein.
Eckdaten für die Erstbelegung:

Gewicht:

130 - 150 kg LG

Alter:

220 - 250 Tage

RSD:

14 - 17 mm

Belegungszeitpunkt:

3. inkl. Transportrausche