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Schweiz kämpft gegen Türkei um WM-Ticket
Die Schweiz kämpft in der Barrage um die letzten Tickets für die Fussball-WM 2006 in Deutschland gegen die Türkei, zuerst mit einem Heimspiel.
Die Verlosung fand am Freitag am Hauptsitz des internationalen Fussballverbands FIFA in Zürich statt.
Die Schweiz und die Türkei spielen am 12. und 16. November um ein Ticket für die Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Die Barrage der Gruppenzweiten in der Qualifikation beginnt für die Schweizer Nationalelf mit einem Heimspiel im Berner Stade de Suisse. Zum Rückspiel kommt es voraussichtlich in Istanbul.
Gemäss dem Qualifikationsablauf qualifizierten sich in Europa die acht Gruppensieger und die besten zwei Gruppenzweiten direkt für die Endrunde in Deutschland. Die übrigen sechs Zweitplatzierten, darunter die Schweiz, ermitteln nun unter sich in drei Barrage-Spielen (je ein Hin- und Rückspiel) die restlichen drei Teilnehmer.
Die Auslosung am Freitag in Zürich ergab auch die Paarungen Spanien gegen Slowakei und Norwegen gegen Tschechien. Die jeweiligen Gesamtsieger dieser Relegationsspiele sind für die Endrunde der WM in Deutschland qualifiziert; die Auslosung der acht WM-Gruppen mit je vier Mannschaften findet am 9. Dezember in Leipzig statt.
Türkei nicht unschlagbar
Übermächtig ist der Gegner derzeit nicht. Die Türkei, WM-Dritte von 2002, ist weit von ihren Leistungen der vergangenen Jahre entfernt. Das Team von Fatih Terim sicherte sich den zweiten Platz in der Gruppe 2 erst am letzten Spieltag. Dabei hatte es höhere Ansprüche, als die WM-Endrunde auf einem Umweg über die Barrage zu erreichen.
Die Schweiz spielte bislang zwölf Mal gegen die Nummer 12 der FIFA-Weltrangliste, zuletzt am 26. April 1995 in Bern in der EM-Qualifikation. Das 1:2 im Berner Wankdorf war damals die erste Niederlage in einem Wettbewerbs-Spiel unter Trainer Roy Hodgson. Die Gesamtbilanz gegen die Türkei: 3 Siege, 3 Unentschieden und 6 Niederlagen.
Tschechien, Spanien und die Türkei gesetzt
Drei Mannschaften waren bei der Auslosung auf Grund ihres höheren Fifa-Rankings gesetzt, nämlich Tschechien, Spanien und die Türkei. Diesen wurden die ungesetzten Teams Norwegen, Schweiz und Slowakei zugelost. Die drei Sieger der Barrage-Spiele qualifizieren sich als letzte drei der insgesamt 13 europäischen Mannschaften für die Fussball-Weltmeisterschaft.
Die bisherige Qualifikationsrunde umfasste 837 Spiele mit fast 20 Millionen Zuschauern. Mit den zehn restlichen Barrage-Spielen kommt die WM-Vorrunde auf 847 Spiele.
In 13 Partien ungeschlagen
Die Schweiz hat die Qualifikation mit 18 Punkten auf Platz zwei der Gruppe abgeschlossen. Vier Siege gegen Zypern und die Färöer und 6 unentschiedene Partien gegen die anderen Gegner. Die Nationalelf ist damit seit 13 Partien ungeschlagen.
Auf der anderen Seite hat die Schweiz es nicht geschafft, auch nur einmal gegen einen der härteren Gegner (Frankreich, Irland und Israel) zu gewinnen.
Noch 5 Tickets für Deutschland
Während die Schweiz noch zittern muss, ist der Grossteil der Teilnehmer an der WM-Endrunde in Deutschland bekannt: 27 von 32 Plätzen sind vergeben. Von den fünf restlichen Tickets gehen drei nach Europa und zwei in den Rest der Welt.
swissinfo und Agenturen
Fakten
An den Barrage-Spielen für die WM 2006 in Deutschland nehmen 6 Mannschaften teil: Norwegen, Slowakei, Spanien, Tschechien, Türkei und die Schweiz.
Folgende Länder spielen gegeneinander: Spanien-Slowakei; Türkei-Schweiz; Tschechien-Nowegen.
Die Partien finden am 12. November (Hinspiel) und am 16. November (Rückspiel) statt.
In Kürze
Schlussklassement der Gruppe 4 für die WM-Qualifikation (Sektor Europa):
Frankreich: 20 Punkte
Schweiz: 18
Israel: 18
Irland: 17
Zypern: 4
Färöer: 1
Frankreich ist als Gruppensieger direkt für die WM-Endrunde 2006 qualifiziert.
Die Schweiz als Gruppenzweite muss in die so genannte Barrage (zwei Spiele gegen die Türkei).
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