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Zusammenfassung des Artikels
«Non sono abbronzato, qui lo dico e qui lo neg(r)o» (italienisch)
Autorin
Veronica Galster, lic. rer. pol., ist Journalistin,
<email-pii>
Der sizilianisch-eritreische Komiker Salvatore Marino, «Haare eines Schwarzen, Haut eines Weissen», ist überzeugt, dass Lachen immer guttut. Man kann über alles lachen, auch über Minderheiten. Selbst mit einem bitteren Beigeschmack kann Humor eine gute Waffe gegen Vorurteile sein. Eine Waffe für alle, aber am wirkungsvollsten eingesetzt von denjenigen, die selber verlacht werden. Marino wurde in Asmara, Eritrea, als Sohn einer eritreischen Mutter und eines sizilianischen Vaters geboren und kam im Alter von 15 Jahren nach Rom, wo er eine Ausbildung als Buchhalter machte, bevor er zum Theater wechselte. Als Kind zweier Kulturen schätzt er den differenzierteren Horizont, den er seiner doppelten Identität verdankt. Er nutzt den Humor zur Bekämpfung von Stereotypen. So spielt er in einem Sketch einen besorgten Vater, dessen Tochter einen Ausserirdischen zum Freund hat – denn es gibt immer einen Fremden, der noch fremder ist als man selbst! Im Rahmen eines Projekts für Grundschulen zum Thema Rassismus verwandelt er die Resultate einer anonymen Umfrage bei Schülerinnen und Schülern in eine witzige Show, bei der man erfährt, dass die Chinesen nicht so toll sind, weil sie «Dinge machen, die made in China sind», oder dass «unsere Filippina (Hausangestellte, Anm. der Red.) eine Polin ist».
Marino ist der Ansicht, die Hautfarbe habe heute nicht mehr überall die gleiche Bedeutung und sei in multikulturellen Gesellschaften wie jener in Grossbritannien oder in den Vereinigten Staaten, anders als früher, absolut irrelevant, während in anderen Staaten die Unterschiede noch stärker bemerkbar seien. Italien stehe am Anfang des Prozesses, doch in zwanzig Jahren werde sich niemand mehr Gedanken über einen chinesischen Taxifahrer oder einen indischen Arzt machen.