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<h2>SubmittedText<h2><p>Am 30. Dezember 2019 wurde in Ouahigouya der Grundstein für einen neuen, von Dänemark finanzierten Schlachthof gelegt - Grössenwahn oder Notwendigkeit?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. und 3. Der Schlachthof in Ouahigouya gehört zu den Bauten, die im Rahmen des Programms zur Entwicklung mittelgrosser Städte in Burkina Faso (1992-2008) errichtet wurden. Er soll die Kapazitäten von drei mittelgrossen Städten stärken, damit sie als regionale Entwicklungszentren fungieren können.</p><p>Seit 2015 unterstützt das Programm zur Dezentralisierung und Bürgerbeteiligung die burkinischen Lokalbehörden, darunter auch jene in Ouahigouya, bei der Umsetzung ihrer (lokalen) Entwicklungspläne und jährlichen Investitionsvorhaben. In der Gemeinde Ouahigouya werden zurzeit mit der Unterstützung der Schweiz zehn Strassenläden gebaut.</p><p>Der Schlachthof, der 2008 seinen Betrieb aufgenommen hat, ist Teil dieser Bemühungen und wird in Bezug auf das Management genau überwacht. In der Tat wird in der zweiten Programmphase (2018-2022) grösseres Gewicht auf den Unterhalt der Anlage sowie auf die Kapazitäten der lokalen Akteure gelegt. Es finden auch regelmässig Kontrollen statt. Der Schlachthof erbringt heute die für die Bevölkerung erforderlichen Dienstleistungen und arbeitet mit fest angestelltem Personal.</p><p>2. Die internationale Zusammenarbeit (IZA) der Schweiz beteiligt sich nicht am Bau des neuen Schlachthofs. Die CADEPAC (Cellule d'appui à la décentralisation et la participation citoyenne) hat sich gegen eine Beteiligung an diesem von Dänemark finanzierten Programm entschieden, als feststand, dass der unter Punkt 1 erwähnte Schlachthof nicht renoviert, sondern durch einen Neubau ersetzt werden soll. Die Gemeinde Ouahigouya wurde offiziell um eine Stellungnahme zu den vorgesehenen Neuinvestitionen ersucht. Sie hat sich formell verpflichtet, darauf zu achten, dass sich die beiden Schlachthöfe betrieblich ergänzen.</p><p>4. Die Ernährungssicherheit ist eine Priorität für die Schweizer IZA in Burkina Faso. Gefördert wird sie durch Entwicklungsprogramme sowie Beiträge an die Nahrungsmittelsoforthilfe (namentlich das Welternährungsprogramm (WFP): 2019 mit 1,5 Millionen Schweizer Franken und 2020 mit 3 Millionen Schweizer Franken sowie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO): 2018-2019 mit 1,3 Millionen Schweizer Franken).</p><p>Trotz der abrupten Veränderungen, die Burkina Faso seit dem Sturz des Compaoré-Regimes im Jahr 2014 erlebt hat, darunter eine zunehmende Unsicherheit, hat die Schweizer IZA ihr Engagement in den fragilen Gebieten des Landes zugunsten der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen verstärkt. Mit der differenzierten Unterstützung der Schweiz werden weiterhin wichtige Investitionen in den Randregionen des Landes getätigt, um eine qualitativ hochstehende Grundversorgung und eine Stärkung der Resilienz und Integration der Bevölkerung ins soziale Leben der Gemeinschaften sicherzustellen. Die Resilienz und die Integration in diese Gemeinschaften bieten Schutz vor der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen und dem Anstieg des gewalttätigen Extremismus in der Subregion.</p>  Antwort des Bundesrates.