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Zum Wochenende etwas Geschichte:
Mitten im Dorf bei der über 500 jährigen Kirche, befand sich ein grosser freier Platz, auf welchem sich früher ein Friedhof befand. Unten war die Ruhestätte durch eine Mauer begrenzt, and welcher sich ein Zaun befand, zum Anbinden der Kühle des Tales, sei es zur Schau oder zum Handel.
Am Rand des Kirchplatzes streckte ein uralter Ahornbaum seine riesigen Äste über die damals holprige Naturstrasse und über das alte Häuschen von Spengler Birchers. Richtigerweise müsste man sagen über das Haus von Spengler Birchers Käthi. Das ist nun auch der Grund, weshalb der Platz heute Kathrinaplatz heisst, zumal Käthi das Zepter führte. Käthi hatte ein schwarzes Band auf dem Kopf, ein feines Gesicht, in welchem ein Mund war, der nicht gerne stillstand und mehr sagte als der Spengler, welcher bei seiner Schwerhörigkeit lieber schwieg,als sehr laut redete. Wenn aber Ehekrieg war, dann tönte es laut, und es versammelten sich oft rech viele Zuhörer auf dem Katharinaplatz, so viele,dass selbst beredte Politiker erblasst wären bei dem grossen Interesse. Aber der Krieg dauerte nie lange, denn alsbald umarmten sich die zwei greisen Leutchen und waren wieder zufrieden, ja gaben sich nach einem solchen Kampf gelegentlich noch ein Küsschen. Manchmal geschah das sogar auf dem bekannten Bänklein vor Spenglers Häuschen.
Heute steht am Katharinaplatz ein neues und grösseres haus, unterher einem schönen geteerten Platz. Es ist das Verkehrsbüro, aber mit dem Katharinaplatz hat sich das einfache Käthi doch ein Denkmal geschaffen.
(Aus: Adelboden im Engstligental)