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Drei Herausforderungen, die auf wachsende Digitalagenturen zukommen – und Lösungsansätze, um diese zu meistern
Das Geschäftsmodell von Digitalagenturen beruht auf verlässlichen, reproduzierbaren Produkten und Services für verschiedene Kunden mit sehr ähnlichen Projekten und Workflows. Viele Agenturen erreichen einen Punkt, an dem sie die Skalierung dieser Produkte und Dienstleistungen ins Auge fassen müssen, wenn sie ihr Geschäftswachstum aufrechterhalten wollen.
Vom Erstellen von Websites bis zum Bereitstellen von SaaS-Produkten – während das Unternehmen erfolgreicher wird, müssen Entwickler immer häufiger wichtige Aufgaben skalierbar replizieren, um eine zunehmend grössere Anzahl an Projekten gleichzeitig zu managen. Ein Problem, das sie dabei angehen müssen, ist es, auf Kundenwünsche einzugehen, ohne dabei ineffizient zu werden. Zum Beispiel:
- Wie finden sie die richtige Grösse für technische Ressourcen (wie etwa RAM, Speicher und Netzverkehr) für bestimmte Projekte?
- Wie gehen sie mit fluktuierenden Ressourcenbedürfnissen bei diesen Projekten um?
- Wie stellen sie sicher, dass das Team seine Zeit hauptsächlich mit wertschöpfenden Tätigkeiten verbringt, statt unnötige, repetitive Aufgaben auszuführen?
- Wie können sie Updates oder Bugfixes effektiv und effizient bereitstellen und dabei gleichzeitig Konsistenz und Qualität garantieren?
Eine Digitalagentur, die ihre Produkte und Services effizient und kosteneffektiv skalieren will, muss diese drei wichtigen Herausforderungen meistern.
1. Kostenkontrolle
Solange das Unternehmen klein ist, hat die Agentur einen guten Überblick darüber, wie technische Ressourcen auf Projekte verteilt werden. Es ist einfach, die geringe Projektanzahl regelmässig zu überprüfen. Für ein nachhaltiges und bewältigbares Wachstum muss die Agentur allerdings die Kontrolle darüber behalten, wie jedem Job Ressourcen zugeteilt werden. Wie kann das Unternehmen sicherstellen, dass es die Ressourcen für einzelne Projekte je nach Bedarf hochskalieren (und auch wieder herunterskalieren) kann?
Wenn ein Kunde zum Beispiel für einen bestimmten Zeitraum eine Marketing-Kampagne auf seiner Website plant, wird die Digitalagentur ihm für diese Periode mehr Ressourcen zur Verfügung stellen müssen. Wenn die Ressourcen nicht korrekt verteilt werden, kann ein Projekt möglicherweise der Nachfrage der Endbenutzer nicht nachkommen, was zu einem unzufriedenen Kunden führt.
Wenn einem Projekt allerdings zu viele technische Ressourcen zugewiesen werden, steigen die Instandhaltungskosten, was weniger kosteneffektiv ist. Zu einem tatsächlichen Risiko führt das, wenn sich diese Ineffizienz über mehrere Projekte hinweg wiederholt. Dann verbraucht die Agentur wesentlich mehr Geld und Ressourcen als eigentlich nötig.
Was Digitalagenturen in so einem Fall benötigen, ist eine Plattform, welche eine einfache Skalierung technischer Ressourcen innerhalb vordefinierter Grenzen und eine Ressourcenteilung zwischen Projekten ermöglicht. Damit hat das Unternehmen die Möglichkeit, Kosten effektiv und effizient zu kontrollieren – und kann so, je nach Bedarf, sowohl vertikal als auch horizontal skalieren.
2. Workflow-Effizienz
Eine Agentur, deren Geschäftsmodell auf einem zuverlässigen Service aufbaut, hat entsprechende Workflows entwickelt. Diese Workflows sind für einen Grossteil des Projekts bereits standardisiert, wobei geringer Spielraum für Anpassungen im Front-End besteht, um die speziellen Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen.
Viele neuere Digitalagenturen haben ihre Workflows bereits automatisiert, während länger etablierte Unternehmen noch Arbeitsweisen nutzen, zu denen eine Reihe an manuellen Prozessen gehören. Wenn die Projektanzahl steigt, wird es für Letztere immer schwieriger, die Effektivität ihrer replizierbaren Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, ohne die Effizienz ihrer Workflows zu steigern.
Eine wichtige Aufgabe für Agenturen ist es, die Kontrolle zu behalten und Doppelspurigkeiten zu vermeiden, wenn zwei verschiedene Teams an separaten Projekten arbeiten, die auf derselben Codebasis beruhen. Dies führt häufig dazu, dass der Code angepasst wird, um Probleme zu beheben, oder dass kontinuierlich Features für jedes der Projekte hinzugefügt werden müssen.
Wie kann eine Digitalagentur ihre Prozesse so strukturieren, dass die Konsistenz und Integrität über alle Projekte hinweg sichergestellt ist? Sie schafft dies, indem sie mehr Workflows automatisiert – beispielsweise mit Tools für Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD) – und manuelle Arbeitsschritte entfernt. Dies trägt dazu bei, dass ein gleich hoher Standard beim Service für alle Projekte garantiert ist. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten sich Digitalagenturen für eine Plattform entscheiden, welche die Automatisierung fördert und dabei gleichzeitig den technischen Teams Unterstützung bei der Umsetzung wichtiger DevOps-Prinzipien bietet.
3. Qualitätskontrolle und Sicherheit
Eine zunehmende Anzahl an Projekten macht es Lead-Developern schwer, sicherzustellen, dass z. B. die neuesten Sicherheitsupdates bei allen Kundenprojekten durchgeführt wurden. Die klassische Prozessimplementierung sieht dafür vor, dass Unternehmen etwa Change Advisory Boards berufen, um zu garantieren, dass Updates und zusätzliche Features die internen Sicherheits- und Qualitätsbedürfnisse erfüllen. Solche manuellen Schritte steigern jedoch die Zeit bis zum Deployment von Veränderungen erheblich.
Forschungserkenntnisse von Dr. Nicole Forsgren, die aus der Recherche für ihr Buch Accelerate hervorgehen, weisen darauf hin, dass einer der tatsächlichen Qualitätsindikatoren für Unternehmen die Geschwindigkeit ist, mit der Code in der Produktionsumgebung bereitgestellt wird. Wenn Entwickler schnell implementieren können und automatische Prozesse zur Qualitätssicherung umgesetzt sind, können neue Features schneller geliefert und Probleme sofort behoben werden. Dies ist besonders wichtig, wenn kritische Sicherheitslücken entdeckt werden.
Mit der Skalierung den Fokus auf das Geschäftswachstum legen
Beim Wachstum von Digitalagenturen besteht die Gefahr, dass sie viel Zeit und Geld für operative und repetitive Aufgaben aufwenden, was auf Kosten des produktiven Geschäfts geht. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass es hier nicht nur um Wachstum und Expansion allein geht – in wirtschaftlich unsicheren Zeiten wollen Agenturen womöglich ihre Produkte oder ihren Service skalieren, um so mit weniger Ressourcen mehr bieten zu können. Eine bewährte Methode zum Erreichen dieses Ziels ist die Automatisierung.
Automatisierte Workflows und verbesserte Skalierbarkeit sind dabei das gewünschte Ergebnis für Agenturen. Auf dem Weg dahin sollte allerdings das tägliche Geschäft so wenig wie möglich beeinflusst und Komplexität vermieden werden.
Wenn Digitalagenturen ihren Kunden bessere und effektivere Leistungen bieten wollen, müssen sie die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Skalierbarkeit meistern. Einige von ihnen werden dies besser mit der Unterstützung eines externen Partners umsetzen. Ein Grossteil der Komplexität, welche mit der Skalierung von Produkten und Services einhergeht – und den dazugehörigen Anforderungen an Kostenkontrolle, effizientere Workflows und bessere Qualitätskontrolle – kann von einem externen Spezialisten übernommen werden. So kann sich das Team der Digitalagentur ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.
Technologien wie Kubernetes können eine wichtige Rolle dabei spielen, indem sie es Agenturen ermöglichen, das Deployment neuer Projekte zu vereinfachen, Veränderungen kontinuierlich auszurollen und die Projektskalierung zu automatisieren. Wenn es um die Skalierung von Dienstleistungen und Produkten geht, verstehen versierte Agenturen, dass sie sich dabei sowohl auf die Technologie als auch auf die Geschäftsprozesse konzentrieren müssen.
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