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Die grössten Krankenversicherer der Schweiz führten von 1994 bis 1996 ein gemeinsames Second-Opinion-Programm durch. Zwei Varianten wurden praktisch erprobt: Bei der obligatorischen Zweitmeinung verpflichtet sich der Versicherte im voraus, vor bestimmten Eingriffen eine Zweitmeinung einzuholen. Als Anreiz wurde die Prämie der Zusatzversicherung um 10% reduziert. Bei der freiwilligen Variante konnten alle Versicherten für jeden Eingriff jederzeit und kostenlos eine Zweitmeinung einholen.
Das Buch ist eine wissenschaftliche Evaluation durch die HealthEcon, Basel. Sie liefert bisher unveröffentlichte Informationen z.B. über die Beanspruchung der Zweitmeinung, das Verhalten der Zweitmeinungsversicherten, die vermiedenen Operationen und die Kosten und Nutzen der Zweitmeinungsprogramme.
Erstmals liegen damit in der Schweiz empirische Daten über Möglichkeiten und Grenzen von Zweitmeinungsprogrammen vor (s. auch Band 25 der SGGP-Schriftenreihe).