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Restaurierungen, Buchreparaturen und Papierentsäuerung: Mit diesen Massnahmen sichert die Nationalbibliothek den Erhalt der Originaldokumente in ihrem Bestand.
Papier aus dem Zeitraum von 1840 bis etwa 1990 enthält Säuren, die die Papierfasern langsam zersetzen. 80% der Bestände der Nationalbibliothek stammen aus dieser Zeit und sind daher vom säurebedingten Papierabbau betroffen: Sie benötigen eine chemische Behandlung, mit der wir die Säuren neutralisieren und damit den Papierabbau stoppen.
Restaurierungen und Buchreparaturen
Gemäss unserer Konservierungsleitlinie setzen wir den Schwerpunkt auf präventive Massnahmen für ganze Sammlungen und nicht auf die Restaurierung von Einzeldokumenten. Falls nötig werden Originaldokumente mit minimalen Interventionen restauriert oder repariert. Ziel ist immer die Benutzbarkeit der Dokumente zu gewährleisten und nicht deren vollständige Restaurierung. Die Arbeiten werden mit einem Protokoll dokumentiert. Teilrestaurierungen und einfache Reparaturen an beschädigten Dokumenten erledigen wir im Haus, aufwändige Restaurierungen werden extern ausgeführt.
Papierentsäuerung
Die Papierentsäuerung ist eine Mengenbehandlung: in einer grosstechnischen Anlage in Wimmis bei Spiez kommen bis zu 700 kg (ca. 2000 Dokumente) auf einmal in eine Behandlungskammer. In dieser Anlage werden die sauren Dokumente mit dem «papersave swiss»-Verfahren behandelt. Bücher, Schachteln, Mappen, usw., werden komplett in einer wasserfreien Spezialflüssigkeit getränkt und dadurch entsäuert. Im Zeitraum von 2000–2014 waren dies 1,2 Millionen Dokumente (483 Tonnen, 13,7 Laufkilometer). Nachdem die «Massenentsäuerung» 2014 beendet ist, wird diese Massnahme nur noch für einzelne Dokumente angewendet. Das «papersave swiss»-Verfahren verlängert die Lebensdauer der Dokumente um mindestens den Faktor vier. Damit sichern wir die Benutzbarkeit der Dokumente für die kommenden Generationen.
Letzte Änderung 10.12.2018