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Um Missbrauch von Schweizer Internetadressen zu bekämpfen und akute Gefahren für Internetbenutzer abzuwehren, wurde bei der Revision der Verordnung über die Adressierungselemente im Fernmeldebereich (AEFV, SR 784.104; in Kraft per 1. Januar 2010) ein neuer Artikel eingeführt, gemäss welchem die «.ch»-Registerbetreiberin (SWITCH) Domain-Namen blockieren und die entsprechende Zuweisung zu einem Namenserver aufheben muss, wenn der begründete Verdacht besteht, dass dieser Domain-Name benutzt wird, um entweder mit unrechtmässigen Methoden an schützenswerte Daten zu gelangen (so genanntes Phishing) oder über diese Domain schädliche Software (so genannte Malware) verbreitet wird, und eine in der Bekämpfung der Cyberkriminalität vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) anerkannte Stelle die Blockierung beantragt hat.
Seit dem 15. Juni 2010 ist MELANI vom BAKOM als entsprechende Stelle anerkannt und kann nun bei SWITCH die Blockierung und Aufhebung der diesbezüglichen Zuweisung zu einem Namenserver von «.ch»-Domain-Namen bei begründetem Verdacht auf Phishing oder Verbreitung von Malware beantragen.
Seit dem 1. Januar 2015 sind die entsprechenden Bestimmungen in der neuen Verordnung über Internet-Domains (VID, SR 784.104.2) zu finden.