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Das Wichtigste in Kürze
- Der Präsident der Philippinen hat Impf-Verweigern in seinem Land mit Knast gedroht.
- Rodrigo Dutertes Aussagen widersprechen der Haltung der Gesundheitsbehörden.
- Zwar wird die Bevölkerung dazu angehalten, sich impfen zu lassen, aber es ist freiwillig.
In den Philippinen ist es laut den Gesundheitsbehörden freiwillig sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Zwar wird die Bevölkerung dazu angehalten, aber einen Impfzwang gibt es eigentlich nicht.
Rodrigo Duterte, Präsident des Landes, geht eine Empfehlung aber offenbar nicht weit genug. In einer Fernsehansprache vom Montag (Ortszeit) drohte er Impfverweigern kurzerhand mit Gefängnis: «Suchen Sie es sich aus, entweder Impfung oder ich lasse Sie festnehmen.»
Spannend: Im April dieses Jahres gab der 76-Jährige bekannt, auf seine Corona-Impfung zu «verzichten». Er wollte diese stattdessen an einer jüngeren Menschen abgeben. Duterte: «Lasst uns denjenigen den Vorrang geben, die nach der Impfung noch die Chance haben ein produktives Leben zu führen.» Die meisten älteren Menschen seien «nicht mehr so produktiv», so der umstrittene Präsident.
Duterte hat im Kampf gegen das Coronavirus schon einige Male mit harten Bandagen gekämpft. So drohte er im April 2020 etwa mit der Verhängung einer «Art Kriegsrecht» in der Hauptstadt des Landes. Damit sollten die Einwohner von Manila dazu gebracht werden, die damals angeordnete Ausgangsbeschränkung einzuhalten.
In den Philippinen waren bis am Sonntag knapp 2,1 Millionen Bürger vollständig geimpft. Das Ziel der Regierung ist es, bis Jahresende die Marke von 70 Millionen zu erreichen. Das Land zählt knapp 110 Millionen Einwohner.