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Vor drei Jahren tötete in Beromünster ein damals 31-Jähriger Mann seinen Vater brutal mit einem Messer. Am Dienstag hat das Luzerner Kriminalgericht sein Urteil gesprochen. Der Täter war aufgrund seines Cannabiskonsums zum Tatzeitpunkt schuldunfähig. Anstatt einer Haftstrafe muss er deshalb eine längere Therapie absolvieren.
Trotz der Schwere der Tat dauerte die Verhandlung vor dem Luzerner Kriminalgericht nur sehr kurz. Sowohl die Staatsanwaltschaft wie auch die Verteidigung plädierten auf Schuldunfähigkeit für den Mann der im Sommer 2015 seinen Vater brutal hinrichtete (zentralplus berichtete).
Zu diesem Schluss kam nun auch das Kriminalgericht. «Der Mann war bei der Erfüllung der Tatbestände ohne eigenes Verschulden schuldunfähig und kann deshalb nicht besraft werden», lautet das Verdikt des Richters.
Zum Zeitpunkt der Tat litt der Mann unter einer «durch Cannabis induzierten psychotischen Störung», wie ein psychiatrisch-forensisches Gutachten feststellte. Deshalb habe er im Wahn gehandelt, waren sich Anklage und Verteidiung schon während des Prozesses einig.
Anstelle einer Haftstrafe ordnete das Gericht folglich eine stationäre Massnahme an. Der junge Mann befindet sich bereits seit zwei Jahren in der psychiatrischen Klinik im aargauischen Königsfelden. Die Gutachter gehen von einer hohen Rückfallgefahr aus, attestieren dem Täter aber gute Heilungsaussichten.