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Die wohl schnellste Schweizer Rennfahrerin der letzten Jahre, Simona De Silvestro, kehrt nach Europa zurück. Neben ihrem Job als Test- und Entwicklungsfahrerin in der Formel E bei Porsche wird die gebürtige Thunerin im ADAC GT Masters an den Start gehen. De Silvestro teilt sich in der Serie, die ihr Landsmann Patric Niederhauser dieses Jahr gewann, einen Porsche 911 RSR mit dem Österreicher Klaus Bachler im Team von Ex-Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard.
Für De Silvestro wird ein Grossteil der Strecken neu sein. Die 31-Jährige hat bisher nämlich nur ein Jahr in Europa verbracht (2005 in der italienischen Formel Renault), ehe sie als 17-Jährige nach Amerika auswanderte. Dort wurde sie im Premierenjahr in der Formel BMW Gesamtvierte. Drei Jahre verbrachte sie danach in der Formula Atlantic (Platz 3 2009), ehe sie als erste Schweizerin in der IndyCar-Serie Fuss fasste. Ihr bestes Ergebnis dort: Platz 2 in Houston 2013.
Danach geriet die Karriere ins Stocken. 2014 machte sich die «Swiss Miss» Hoffnungen auf einen Platz in der Formel 1. Doch die Zusammenarbeit mit Sauber als «Affilated Driver» endete schon nach wenigen Monaten. Nach einem erneuten Abstecher zum Indy 500 mit Andretti Autosport 2015 (P19) bestritt De Silvestro für dasselbe Team eine Saison in der Formel E. Aber dieses Abenteuer war nicht von Erfolg gekrönt. In zehn Rennen schauten lediglich zwei neunte Plätze heraus. De Silvestro wanderte danach nach Australien aus und fuhr dort drei Jahre einen Nissan in der V8 Supercars Series. Bestes Ergebnis: ein siebter Platz in Auckland 2019.
2020 wartet nun also eine weitere Herausforderung auf De Silvestro. Viel Erfahrung kann Simona im GT-Sport nicht ausweisen. Immerhin: 2019 wechselte sie sich in einem reinen Frauenteam bei den 24h von Daytona auf einem Honda NXS GT3 ab.
Los geht die Saison für die Schweizerin am 24.-26. April in Oschersleben.