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in Psychologie-heute.de, Feb.2014, S. 59 / von F. Balzer
Ein Psychologenteam von der University of Wisconsin untersuchte, welchen Einfluss Angst auf den Geruchssinn hat.
Hierfür umnebelten sie ihre Probanden mit neutralen, eher angenehmen Düften, wie dem süsslichen Acetophenon, dem rauchigen Guajakol, dem aromatischen Anisol oder dem nelkigen Eugenol. Der Hirnscanner "zeigte eine Aktivität geruchsverarbeitender, nicht jedoch emotionaler Areale". Die Probanden "nahmen die Aromen mit nüchternem Wohlwollen zur Kenntnis". In einem weiteren Durchgang mussten die Probanden zusätzlich Fotos von Zerstörung, Gewalt und Krankheit anschauen, welche mit Texten versehen waren wie "jeder ist gefährdet, entführt zu werden" oder "Strassengewalt eskaliert und ist unberechenbar". Nun begannen die Probanden die Düfte als unangenehm zu empfinden. Der Hirnscanner zeigte in diesem Durchgang eine enge Verbindung des Geruchs- und des Angstschaltkreises. "Im Kontext von Angst riecht die Umgebung schlecht", so der Kommentar vom Studienleiter Wen Li. "Das könne bei Angstkrankheiten in einen Teufelskreis führen, denn all die mit Angst assoziierten Gerüche, denen sie alltäglich begegnen, verstärken die Furcht".
(DOI: 10.1523/JNeurosci.1835-13.2013)