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Eskalation Endstufe − wenn die Praxis versteigert wird
Zwei Fachärzte haben beschlossen, eine Gemeinschaftspraxis zu gründen. Der Ältere, nennen wir ihn Seneca, besass bereits eine Praxis mit grosszügigem Raumangebot, jedoch punkto Einrichtung, Technik etc. schon etwas in die Jahre gekommen. Der Jüngere, nennen wir ihn Plinius, war bereit, sich einzukaufen. Die Praxis wurde gemeinsam renoviert und technisch auf den neusten Stand gebracht. Die Erfahrung von Seneca, der Wissensstand von Plinius und die Integration modernster Technologie versprachen eine Amalgamierung und der Erfolg war vorgezeichnet.
Die weitere Entwicklung
Der Gesellschaftsvertrag wurde erarbeitet und bei dem Thema mögliche zukünftige Trennung haben Seneca und Plinius nur gelacht und mir kam unweigerlich ein alter Schlager aus den 1960er Jahren von Heidi Brühl mit dem Titel «Wir wollen niemals auseinandergehen» in den Sinn. Die Entwicklung war wie geplant sehr erfolgreich. Seneca und Plinius erfreuten sich steigender Umsätze und ansehnlicher Gewinne. Vielleicht kam der Erfolg zu schnell und zu leicht, denn obwohl genügend Arbeit vorhanden war, begannen sich Seneca und Plinius zu konkurrenzieren. Jeder wollte der Bessere sein und um dies zu erreichen, wurden üble Spielchen durchgeführt und das interessierte Personal mit in die blühenden Intrigen eingebunden. Dies wirkte sich sehr schnell auf das Klima aus und auch auf den Erfolg.
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