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Um durch Kalk- und Fettablagerungen verengte Herzkranzgefässe wieder zu öffnen, werden routinemässig mit dem Herzkatheter Stents eingelegt oder die verschlossenen Gefässabschnitte mit einem Bypass umgangen. Bei beiden Verfahren wird der ohnehin geschwächte Herzmuskel mit weniger Sauerstoff versorgt, eine zusätzliche Belastung für das Herz. Bei Hochrisikopatienten mit stark geschwächtem Herzmuskel waren diese Behandlungsmethoden deshalb lange nicht durchführbar. Die Patienten wurden daher oft für einen Eingriff abgelehnt.
Unterstützung während des Eingriffs
Bei Josef Gasser kam erschwerend hinzu, dass sein Herz aufgrund der ausgeprägten Verschlüsse der Herzkranzarterien kaum mehr in der Lage war, die lebenswichtigen Organe wie Herz oder Nieren mit ausreichend Blut zu versorgen. Sein Zustand war so schlecht, dass sein Herz ohne mechanische Hilfe innert kürzester Zeit versagt hätte. Mit der Herzpumpe Impella wurde sein Herz daher nicht nur während des Eingriffs unterstützt, sondern auch in den Tagen danach auf der Intensivstation. Nur so konnte sich sein Herz wieder langsam erholen.
Dank dieser Pumpe können jetzt auch Hochrisikopatienten sicher behandelt werden. Die Pumpen sind so klein, dass sie über einen Katheter ins Herz eingeführt werden können. Das geschwächte Herz muss weniger Leistung erbringen. Gleichzeitig wird die Versorgung des Herzens über die Herzkranzgefässe unterstützt. So wird der Herzmuskel während des Eingriffs mit mehr Sauerstoff versorgt.
Verbesserung der Überlebenschancen
Von den Patienten, die einen kardiogenen Schock erleiden, sterben etwa 50 Prozent an Kreislauf- oder Organversagen. Der kardiogene Schock, ausgelöst durch ein Pumpversagen des Herzens, führt in einen Teufelskreis von verringerter Auswurfleistung, niedrigem Blutdruck und Minderdurchblutung sämtlicher Organe. Wird ein kardiogener Schock frühzeitig erkannt, verbessert die Herzpumpe die Überlebenschancen markant.