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Weil der Chef der Herzchirugie am Universitätspital, Francesco Maisano, in Interessenskonflikte verwickelt ist, hat sein Arbeitgeber ein Verfahren wegen Unlauterkeit in der Wissenschaft eröffnet.
Herzchirurg Francesco Maisano hat wissenschaftliche Publikationen über den Erfolg von Eingriffen geschönt. Als Aktionär von Medtech-Firmen profitierte er persönlich.
Foto: Urs Jaudas
Die Universität Zürich hat Ermittlungen gegen den Leiter der Herzchirurgie des Zürcher Universitätsspitals (USZ) eingeleitet. Der Arzt, der ebenfalls Professor an der Uni Zürich ist, steht seit Tagen in der Kritik. Er soll Studien geschönt und Interessenskonflikte verheimlicht haben.
Wie die Universität am Dienstag mitteilte, wird sie gegen den Professor ein Verfahren wegen Verdachts auf Unlauterkeit in der Wissenschaft einleiten.
Externe Gutachter sollen dabei untersuchen, ob die wissenschaftliche Integrität bei den Publikationen eingehalten wurde. Die Uni will auch die Interessenbindungen und Nebenbeschäftigungen ihres Professors unter die Lupe nehmen.
Verschwiegen, dass er Patientin wiederbeleben musste
Dem Professor wird vorgeworfen, Implantate von Firmen verwendet zu haben, an denen er selber beteiligt ist und diese Interessenskonflikte nicht Transparent gemacht zu haben.
Zudem soll er Publikationen über den Einsatz neuartiger Implantate geschönt und der Zulassungsbehörde Swissmedic irreführende Angaben gemacht haben. In Fachartikeln habe er ausserdem verschwiegen, dass eine Patientin während der Operation wiederbelebt werden musste. (SDA)