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Roger Federer wird an den Australian Open noch nicht sein Comeback geben. Ausschlaggebend für das Forfait sei aber nicht sein Fitnesszustand, behauptet nun ein Verantwortlicher des australischen Tennis-Verbands.
Roger Federers Manager Tony Godsick liess kurz nach Weihnachten eine enttäuschende Botschaft verkünden: Der Maestro wird nicht an den Australian Open teilnehmen. Federer habe nach den zwei Operationen zwar starke Fortschritte mit seinem Knie und seiner Fitness gemacht, «nach Rücksprache mit seinem Team hat er jedoch entschieden, dass es langfristig die beste Entscheidung für ihn ist, nach den Australian Open ins Wettkampftennis zurückzukehren», so Godsick.
Bitter für Federer und seine Fans. Doch ist der Fitnesszustand des 20-fachen Grand-Slam-Siegers tatsächlich ausschlaggebend für seinen Verzicht aufs erste Major-Turnier des Jahres und die Verzögerung seines Comebacks? Jüngste Aussagen von Andre Sa lassen dies bezweifeln. Dieser ist der Leiter für Spielerverbindungen bei Tennis Australia, kümmert sich also vor und während ihres Aufenthalts um die Tennisprofis in Melbourne. Und der Brasilianer sagt, dass Federers Knie nicht der Grund fürs Forfait sei.
«Der Hauptgrund für seinen Entscheid war die Quarantäne», verrät Sa dem brasilianischen Portal «Bandsports». Die Teilnehmer der Australian Open müssen aufgrund der Pandemie schon zwei Wochen vor Turnierstart einreisen und sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.
«Ich habe vor einem Monat mit ihm gesprochen und er hatte zwei Möglichkeiten. Er hätte mit der ganzen Familie kommen können und sich mit ihnen in Quarantäne begeben. Das Problem ist aber, dass Mirka und ihre Kinder den Raum nicht hätten verlassen dürfen. Sie hätten 14 Tage im Zimmer bleiben müssen. Nur die Spieler dürfen raus, um zu trainieren. Die Familie muss im Zimmer bleiben. Mirka war damit nicht einverstanden», so Andre Sa.
Und weiter: «Die zweite Möglichkeit wäre gewesen, dass Federer alleine kommt. So wäre er allerdings bis zu fünf Wochen von seiner Familie getrennt gewesen. Federer sagte mir: ‹Ich bin 39, habe vier Kinder und 20 Grand-Slam-Titel. Die Zeiten, in denen ich für fünf Wochen von meiner Familie entfernt sein kann, sind vorbei›.»
Sehr lange müssen sich die Federer-Fans aber nicht mehr auf die Rückkehr des Schweizers gedulden. «Ich werde in der kommenden Woche mit Gesprächen für Turniere beginnen, die Ende Februar beginnen», kündigte Manager Godsick nach Weihnachten an.