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Dies berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit würde die britische Bank sich möglicherweise Goldman Sachs anschliessen als Pionier einer neuen Geschäftsaktivität an der Wall Street.
Barclays hat bisher nur eine vorläufige Einschätzung der Nachfrage und Machbarkeit durchgeführt, sagten die Personen, die um Anonymität baten, weil die Informationen vertraulich seien. Die Bank sagte verangene Woche, es gebe derzeit keine konkreten Pläne, eine solche Aktivität zu starten.
"Wir beobachten ständig die Entwicklungen im digitalen Währungsraum und werden weiterhin mit unseren Kunden über ihre Bedürfnisse und Absichten in diesem Markt sprechen", sagte Sprecher Andrew Smith in einer E-Mail-Erklärung.
Angesichts der neuen Aktiva-Kategorie, Risiko- und Compliance-Anforderungen müsste ein Krypto-Handels-Desk von Tim Throsby, dem Chef der Investmentbank, genehmigt werden, und möglicherweise auch von Chief Executive Officer Jes Staley, sagte eine der Personen. Es sind von keiner anderen grossen europäische Investmentbank Pläne bekannt, einen derartigen Bereich zu starten.
Boom bei Krypto-Hedgefonds
Nachfrage nach solchen Dienstleistungen ist reichlich vorhanden. Hedgefonds, die sich mit Bitcoin und anderen virtuellen Währungen beschäftigen, waren bestrebt, Banken zu finden, die - ähnlich wie Prime-Broker bei Wertpapieren - Transaktionen durchführen und möglicherweise als Verwahrer digitaler Vermögenswerte fungieren. Einige Vermögensverwalter hatten Schwierigkeiten, in Krypto-Währungen zu expandieren, teilweise aufgrund von Regeln, die ihnen die Nutzung von ungeregelten Börsen für den Handel und das Halten von Anlagen untersagen.
Die Anzahl der auf Krypto konzentrierte Hedgefonds erreichte laut Autonomous Research Mitte Februar 226, von 37 zu Beginn des Jahres 2017. Viele wurden gegründet oder kamen an den Markt, als der Preis von Bitcoin im letzten Jahr sprunghaft angestiegen ist.
Bisher lassen einige grosse Wall Street-Firmen ihre Kunden über Futures-Kontrakte, die von CME Group und Cboe Global Markets angeboten werden, auf Bitcoin wetten. Jedoch können solche Investments teuer sein und die Renditen schmälern. Ausserdem haben einige Banken verlangt, dass Kunden Sicherheiten in Höhe von 100 Prozent des Wertes ihrer Geschäfte hinterlegen.
Um Märkte in digitalen Währungen wie Bitcoin zu machen, richtet Goldman Sachs eine Handelsabteilung ein, die bis spätestens Ende Juni in Betrieb gehen sollen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen im Dezember berichteten. Aber zuvor müssen noch Sicherheitsfragen geklärt werden, wie zum Beispiel die Verwahrung von Vermögenswerten.
(Bloomberg)