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Die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese erklärte am Montag, dass die Behörde, die beschlagnahmtes Mafia-Vermögen verwaltet, Immobilien prüfe, die kurzfristig, wenn auch nur vorübergehend, für die Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine genutzt werden könnten.
Nach Angaben des Innenministeriums sind seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar mehr als 17'000 Ukrainer, überwiegend Frauen und Kinder, nach Italien eingereist. Während die meisten Flüchtlinge bisher bei Verwandten und Freunden untergekommen sind, haben sich im ganzen Land Initiativen gebildet, um die erwartete grosse Zahl von Flüchtlingen aufzunehmen.
«Wir stehen noch am Anfang», sagte der Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD), Enrico Letta, am Montag. «Hunderttausende von Flüchtlingen werden kommen, und wir müssen dieser Rolle gewachsen sein», fügte er hinzu und forderte die Regierung auf, ein grosses Auffangnetz zu organisieren.
«Wir müssen auch bereit sein, russische Flüchtlinge aufzunehmen, die aus Russland fliehen, einem Land, das sich mehr und mehr in ein grosses Gefängnis verwandelt», sagte er.