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Einfache Anfrage Ackermann-Fontnas:
«Warum lädt die Regierung die haitianische UNO-Delegation nicht ein?
Obwohl sich Jeannot Hilaire, der Chargé d'Affaires der haitianische Uno-Delegation in Genf, sehr für das Jubiläumsprojekt 94 ("Louverture stirbt 1803") interessiert hat, lehnte es die St.Galler Regierung als Antwort auf eine Anfrage des Projektverantwortlichen ab, eine offizielle Einladung an die haitianische UNO-Delegation zur Premiere des politischen Kabarett-programms am 19. Februar 2003 im Pfalzkeller auszusprechen. Dies u.a. mit der Begründung, dass ein solches Treffen weder für die Regierung von Belang sei noch mit wichtigen politischen Fragestellungen zusammenhänge.
Ich frage die Regierung an:
1. Wird mit dieser Ablehnung nicht die Chance verpasst, zwischen dem wohl reichsten Land der Welt und dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre wertvolle Kontakte zu knüpfen und Einsichten zu gewinnen und zu vermitteln, welche gut zum von der Regierung verabschiedeten Jubiläumsmotto "Barrieren im Denken überwinden" und "Aussergewöhnliches und Unkonventionelles tun und zulassen" passen würden?
2. Wird mit dieser Ablehnung nicht die Chance verpasst, die in Präambel und Art. 1 Abs. 2 der neuen Kantonsverfassung festgeschriebenen Grundsätze umzusetzen?
3. Ist die Regierung bereit, insbesondere nach dem Ja des Schweizervolkes zum UNO-Beitritt und angesichts der Tatsache, dass bis im Jahr 2003 die Schweiz der UNO beigetreten sein wird, etwas über den Zaun von Arge Alp und Bodenseekonferenz hinauszuschauen und auf seinen Entscheid vom November 2001 zurückzukommen?»
6. Mai 2002