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THC-reicher Hanf, kein geeignetes Futtermittel für Milchkühe
Der Industriehanf aus der Sortenliste mit weniger als 0,3% THC sollte weiterhin erlaubt bleiben.
Hanf ist als Futtermittel für Milchkühe ungeeignet, weil die bewusstseinsverändernde Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) vom Futter in die Milch übertragen wird. Solche Rückstände sind in der Futtermittel-Verordnung verboten. Dies betont die Eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere und Milchwirtschaft ALP in einer Medienmitteilung vom 21. Dezember 2004. ALP dementiert mit ihrem Schreiben die Behauptung der Firma Sana Sativa GmbH, dass die Milch nach der Verfütterung von Hanf nur unbedeutend kleine Mengen an THC enthalte.
Ebenfalls irreführend sei die von Sana Sativa als Werbeargument gemachte Aussage, Hanf verbessere die Menge und Qualität der Milch, so ALP weiter. Für beides gebe es keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Ob und wie sich Hanfverfütterung an Schlachtvieh auswirke, wisse man ebenfalls noch nicht. Es könne jedoch angenommen werden, dass in solchem Fleisch ebenfalls Rückstände von THC gefunden werden können.
Aus diesen Gründen schlägt ALP vor, mit Inkrafttreten der geänderten Futtermittelbuch-Verordnung am 1. März 2005 das Verfüttern von Hanf an Nutztiere zu verbieten.