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Erfolgreicher Rabenvater oder erfolglosere Superpapi?
MANN wird Vater
Heute noch wird die Schwangerschaft als eine Angelegenheit betrachtet, die vor allem Frauen betrifft. Nur wenige Frauen glauben, dass ihre Partner wirklich verstehen, worum es geht. Und Fakt ist: Viele werdende Vätern tun das tatsächlich nicht. Sie reden darüber. Sie zeigen Interesse. Sie fühlen sich ein (so weit es geht). Sie versuchen sogar, darüber zu lesen, zumindest ein bisschen. Aber seien wir ehrlich; sie sind weit davon entfernt, wirklich zu begreifen, was es bedeutet, ein Baby zu bekommen, zumindest, bis sie mit Dingen wie Windelnwechseln und Schlafentzug konfrontiert werden. Ein Mann kann unmöglich nachvollziehen, wie es ist, ein Baby neun Monate unter dem Herzen zu tragen und seine Tritte zu spüren. Trotzdem können auch Männer daran teilhaben. Auch sie können dem ersten Herzschlag lauschen, auf Alkohol verzichten, mit der Partnerin über Namen nachdenken und noch vieles mehr.
Hier sind 10 weitere Möglichkeiten, wie Sie sich einbringen können:
- Stehen Sie zu Ihren Ängsten
Es ist ganz normal, wenn Sie ein Gefühl der Unwirklichkeit verspüren, gepaart mit nackter Angst. Werden Sie ein guter Vater sein? Wird Ihr Baby mit zehn Fingern und zehn Zehen zur Welt kommen? Werden die Wehen problemlos verlaufen? Werden Sie Ihr Baby lieben? Mit Ihnen würde etwas nicht stimmen, wenn Sie keine Angst hätten. Es ist eine ganz normale Nebenwirkung dieser grössten aller menschlichen Erfahrungen. Die beste Strategie ihr zu begegnen, sind Gespräche. Reden Sie mit Ihrer Partnerin, Ihrem Vater, oder Freunden, die bereits Erfahrung mit dem Kinderkriegen gemacht haben.
- Seien Sie aufmerksam
Sie können selbst nicht schwanger werden, aber Sie können sich daran beteiligen, indem Sie ein guter Beobachter sind. Sagen Sie Ihrer Partnerin, dass Ihnen ihr schwangerer Körper gefällt. Machen Sie Fotos, um das Wachsen des Bauches zu dokumentieren. Massieren Sie ihrer Frau/Freundin den Rücken, wenn Sie müde ist. Ertasten Sie die Tritte des Babys. Beobachten Sie genau, die Entwicklung Ihres Babys - Sie werden zweifellos verblüfft sein.
- Dabei sein ist alles
Versuchen Sie, Ihre Partnerin zu ihren Schwangerschaftsvorsorgeterminen zu begleiten. Und verpassen Sie vor allem nicht die Gelegenheit, bei einer Ultraschalluntersuchung einen Blick auf Ihr Baby zu erhaschen. Seien Sie auf jeden Fall dabei, wenn bei Ihrer Partnerin eine Amniozentese oder ein anderer genetischer Test durchgeführt wird. Und selbstverständlich sollten Sie mit ihr zusammen zu Geburtsvorbereitungskursen gehen und gemeinsam die Atmungs- und Entspannungsübungen machen.
- Achten Sie ebenfalls auf Ihre Gesundheit
Wenn Ihre Partnerin versucht, ihre Ernährung zu verbessern, sich Alkohol abzugewöhnen und mehr Wasser zu trinken, können Sie sie unterstützen, indem Sie Ihren Lebensstil ebenfalls verändern. Kaufen Sie also keine Schlecht-fürs-Baby-Speisen, denen Ihre Partnerin womöglich nicht widerstehen kann. Trinken Sie weniger Alkohol oder verzichten Sie ganz darauf. Geben Sie das Rauchen auf, oder rauchen Sie nicht in ihrer Gegenwart. Raffen Sie sich in Ihrer Freizeit zu Aktivitäten wie Spazierengehen oder Schwimmen auf. Oder überraschen Sie Ihre Partnerin doch mal, indem Sie ihr ein Verwöhnprogramm für Schwangere in einem Wellness-Center spendieren.
- Bewundern Sie ihre neuen Rundungen
Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich Ihre Frau/Freundin immer weniger attraktiv findet, je weiter die Schwangerschaft fortschreitet. Selbst wenn Sie ihr insgeheim zustimmen - lassen Sie es sich bloss nicht anmerken! Vielleicht werden Sie auch feststellen, dass Ihre Beziehung in dieser Zeit nicht gerade ein Feuerwerk der Leidenschaft ist. Begleiterscheinungen wie Hormonveränderungen, Rückenschmerzen, Morgenübelkeit und emotionale Achterbahnfahrten sorgen womöglich dafür, dass Ihr Sexualleben für eine Weile nicht mehr ganz so prickelnd ist.
- Bewegen Sie Ihren Hintern
Ihre Frau wird wahrscheinlich ziemlich fordernd und zuweilen auch anstrengend sein. Kommen Sie Ihr entgegen. Sie macht den Bärenanteil der Arbeit. Übernehmen Sie die Einkäufe, schenken ihr Blumen und streichen Sie ihr mitten in der Nacht Brote mit Frischkäse und Erdbeermarmelade, wenn ihr danach ist.
- Merken Sie sich die Strecke zum Krankenhaus
Das mag Ihnen überflüssig vorkommen, aber bedenken Sie, dass Sie derjenige sein werden, der Ihre Frau zur Geburt in die Klinik fährt, wenn Sie nicht gerade auf einer Geschäftsreise sind. Es wird Ihnen sonst nicht ganz leicht fallen, sich auf den Verkehr zu konzentrieren, während Ihre Frau auf der Rückbank mit den Wehen kämpft. Machen Sie also eine Probefahrt. Merken Sie sich die Route. Achten Sie darauf, dass Sie immer genug Benzin im Tank haben, und dass Ihre Frau Sie immer und überall erreichen kann, wenn es los geht. Sollten Sie kein Auto haben: Deponieren Sie die Nummer eines Taxirufs in Sichtweite!
- Betrachten Sie sich als Wehenpartner
Finden Sie heraus, was Ihre Frau von Ihnen erwartet, wenn sie in den Wehen liegt. Will Sie, dass Sie Ihr den Rücken massieren, oder Ihr beim Positionswechsel helfen? Möchte sie von Ihnen beruhigt werden, mit Eiswürfeln gefüttert und Getränke angeboten bekommen? Oder braucht sie Unterstützung bei der Entscheidung für oder gegen Schmerzmittel? Wenn Sie es sich zutrauen, fragen Sie die Hebamme doch, ob Sie das Durchschneiden der Nabelschnur übernehmen dürfen.
- Es gibt viel zu tun
Bis zu dem Tag, an dem Ihr Baby zur Welt kommt, ist einiges zu erledigen: Sie und Ihre Partnerin müssen Babyklamotten kaufen, das Kinderzimmer einrichten, einen Kindersitz besorgen (sonst wird man Ihnen nicht erlauben, Ihr Baby nach der Entbindung nach Hause zu fahren), sich auf einen Mädchen- und/oder Jungennamen einigen, sich für Brust oder Flasche entscheiden, zwischen Stoff- oder Wegwerfwindeln wählen und so weiter. Langeweile wird also kaum aufkommen...
- Es muss nicht alles perfekt sein
Ob Sie es glauben oder nicht: Die neun Monate der Schwangerschaft rasen so schnell an Ihnen vorbei, dass die Erfahrung Sie leicht überwältigen kann. Geniessen Sie diese Zeit, kosten Sie sie aus, und machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihre Vorbereitungen nicht rechtzeitig zur Geburt abgeschlossen sind. Sie und Ihr Kind haben noch ganz viel Zeit zusammen.