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Das Wichtigste in Kürze
- Die WHO hat einen neuen Bericht rund um Reha-Leistungen veröffentlicht.
- So soll rund die Hälfte der Europäer solche benötigen.
- Doch nur die wenigsten machten Gebrauch davon.
Knapp die Hälfte der in Europa lebenden Menschen bräuchte medizinische Reha-Leistungen – die meisten bekommen jedoch die erforderliche Behandlung nicht. Ursachen dafür sind die rasche Alterung der Bevölkerung, die Zunahme von chronischen Erkrankungen sowie das mangelnde Bewusstsein für die Vorteile einer Rehabilitation, wie das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag in einem neuen Bericht schreibt.
«Rehabilitation ist eine wesentliche Gesundheitsleistung, die allen, die sie benötigen, auf allen Ebenen der Gesundheitsversorgung zur Verfügung stehen sollte», erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge.
Wenn keine Massnahmen ergriffen würden, riskierten die Länder, dass viele Menschen nicht in der Lage seien, einen vollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.
In der WHO-Region Europa zählen Rückenbeschwerden, Knochenbrüche, Hör- und Sehverlust sowie Schlaganfall und Demenz zu den häufigsten Erkrankungen, die eine Reha erforderlich machen.
Rehabilitation hat Potenzial, Spitalaufenthalte zu vermeiden
In der Forschung zeigt sich nach WHO-Angaben, dass Rehabilitation das Potenzial hat, etwa kostspielige Spitalaufenthalte zu vermeiden, die Verweildauer im Spital zu verkürzen sowie Wiedereinweisungen zu reduzieren. Die Organisation zählt 53 Länder zu ihrer Region Europa, darunter auch viele östlich der EU wie beispielsweise Russland, die Ukraine, die Türkei und zentralasiatische Länder.
Unter Rehabilitationsleistungen sind etwa alle medizinischen Leistungen zu verstehen, die der Abwendung, Beseitigung oder Minderung einer Behinderung oder Pflegebedürftigkeit dienen. Reha- und Vorsorgeleistungen können ambulant oder stationär erfolgen.