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Kurzinfo
|Systematik:||Octodon degus, Familie Octodontidae, Ordnung Rodentia|
|Ursprung:||Südamerika, Chile|
|Grösse & Gewicht:||12.5 bis 19.5cm, |
170g - 350g
|Aktivität:||Tagaktiv|
|Lebens-|
erwartung:
|4-6 Jahre, manchmal 7|
Haltungsanforderungen
Quirlige und aktive Degus müssen mindestens zu zweit, vorzugsweise in Gruppen von bis zu fünf Tieren, gehalten werden. Ein kastriertes Männchen kann mit mehreren Weibchen gehalten werden. Die Vergesellschaftung von reinen Männchen kann zu Problemen führen. Weibchen sind untereinander verträglich. Verwandte Tiere vertragen sich in der Regel besser als fremde. Die Vergesellschaftung älterer Tiere sollte vermieden werden. Mehrere Männchen dürfen unter keinen Umständen mit mehreren Weibchen gehalten werden, weil dies zu blutigen Rangkämpfen führen kann.
Ein Gehege für die Nager sollte eine Mindestfläche von 0.5m² und 0.35m³ mit einer Höhe von 70cm aufweisen. Gittervolieren aus Metall für Vögel oder Kleinsäuger mit mehreren Stockwerken können mit Plexiglasplatten ausgestattet werden, sodass eine tiefe Einstreu Platz findet. Der extra-grosse Gitter-Käfig Suite Royale XL mit einer Masse von 115.5x.67.5x146cm bietet viel Platz für Degus.
Ernährung
Foli-herbivor: Degus ernähren sich von Heu, Grünpflanzen, Wurzeln und Gemüse (Gurken, Kohlrabi, Salat, frische Gräser und Kräuter, Blüten). Ausreichend Heu und frisches Trinkwasser muss täglich zur Verfügung stehen. Degus neigen zu Diabetes mellitus, weshalb ihr Futter frei von Früchten, zucker- sowie stärkereichen Komponenten sein muss. Nüsse und fetthaltige Samen wie Sonnenblumenkerne sollten daher nicht gefüttert werden. Körnermischungen können in geringen Mengen (maximal 1 Esslöffel am Tag pro Tier) verfüttert werden. Salz- und Mineralsteine sollten immer zur Verfügung stehen. Vitamintropfen können einmal pro Woche angeboten werden.
Die Tiere haben ein komplexes Verdauungssystem, weshalb höchsten Wert auf eine artgerechte Ernährung gelegt werden muss!
Pflege und Umgang
Das Beobachten der interessanten Verhaltensweisen von Degus bereitet Freude. Nach und nach und mit Leckereien kann man die kleinen Kerlchen handzahm bekommen. Ist ein Tier eher scheu, muss man dies respektieren. Beim Halten sollten beide Hände die Tiere vorsichtig umfassen. Halten Sie Ihre Tiere niemals am Schwanz fest!
Degu-Gehege sollten mit 50-60cm Einstreu gefüllt und nagesicher konstruiert sein. Der Standort muss von Zugluft geschützt sein und darf keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Glas oder Metall sind für den Käfig geeignet. Plastik, Holz und dünnes Aluminium wird durchgeknabbert. Sand-, Futter- und Wasserbehälter sollten aus Stein oder Metall sein. Generell sollten alle Gegenstände, die benagt werden können, als Verschleissmaterial angesehen und regelmässig ersetzt werden.
Bei der Käfiggestaltung ist Abwechslung gefragt: Kletter-, Grab- und Nagemöglichkeiten sind grosszügig anzubieten. Ändern Sie die Einrichtung regelmässig und bieten Sie den Tieren kreative Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten (Futtersuche). Als Verstecke eignen sich Korkröhren, Hütten, Tunnel, Tontöpfe oder Körbe. Bäder mit Sand (Durchmesser: 20cm) sind ideal zur Fell- und Körperpflege. Erhöhte Bretter dienen den Kleinen als Klettermöglichkeit. Sollten Sie sich für ein Laufrad entscheiden, ist ein Laufteller, bei dem der Körper in einer geraden Position gehalten wird, zu empfehlen. Bitte beaufsichtigen Sie Ihre Tiere im Laufrad und entfernen das Rad nach zwei bis drei Stunden wieder aus dem Gehege.
Die Einrichtungsgegenstände und der Käfig sollten einmal wöchentlich gereinigt und desinfiziert werden. Kot- und Urinstellen sowie Futter- und Trinkwassergefässe müssen täglich erneuert werden. Nach der Reinigung können Sie einen Teil der alten Einstreu wieder in den Käfig zurückgeben.
Sowohl die Schneide- als auch Backenzähne der kleinen Gesellen wachsen ein Leben lang. Nagematerial wie Pappel, Birke, Weide oder Hasel sollten daher laufend zur Abnutzung der Zähne im Käfig sein. Begutachten Sie ihre Schützlinge täglich, was Gewicht, Schneidezähne, Fell und Afterregion betrifft. Eine jährliche Kontrolle der Zähne und Krallen ist empfehlenswert.
Krankheitsanzeichen
Bei langsamerem Fressen, Haut- und Fellveränderungen, Apathie, Durchfall, Trübungen von Augen und häufigem Harnabsetzen sowie Gewichtsverlust muss ein Tierarzt konsultiert werden.
Ausstattung
- Gehege
- Einrichtung (Unterschlüpfe, Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten, Sandbad)
- Futter & Heu
- Futter– & Wassernapf
- Nagematerial
- Staubfreie Einstreu
- Reinigungs-/Desinfektionsmittel
- Literatur
- Adresse vom Tierarzt für Notfälle
Weitere Informationen & Literaturempfehlungen:
GU- Degus Taschenbuch von Alexandra Beisswenger
Ulmer- Mein Degu zu Hause Taschenbuch von Michael Kürschner
Quellen:
- GU Degus Taschenbuch von Alexandra Beisswenger
- Ulmer- Mein Degu zu Hause Taschenbuch von Michael Kürschner
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