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Fokussiersystem (Scharfstellung)
Unser Sehsystem verfügt wie eine moderne Kamera über eine Art „Autofokus-System“. Durch Veränderung der Form der Augenlinse im Augeninneren ist es möglich in allen Entfernungen deutlich zu sehen. Das Fokussiersystem erlaubt es uns innert einem Bruchteil einer Sekunde den Fokus von einem weit entfernten Gegenstand auf einen nahen Gegenstand zu verlagern (und auch umgekehrt). Man spricht von einer Störung des Fokussiersystems wenn …
- eine Person nicht in der Lage ist ihren Fokus schnell und ohne Anstrengung von einer Entfernung auf eine andere zu verlagern.
- eine Person nicht in der Lage ist ihren Fokus ohne Anstrengung ausdauernd in einer Entfernung zu halten.
Normalerweise verfügen Kinder über ein sehr gutes Fokussiersystem. Es gibt jedoch Kinder die nicht in der Lage sind ihren Fokus über eine gewisse Zeit beim Lesen zu halten oder sie sind nicht in der Lage mit ihrem Fokus schnell zwischen Nähe und Ferne zu wechseln.
Störungen des Fokussiersystems können zu folgenden Beschwerden führen
- Verschwommenes Sehen in der Ferne und oder der Nähe.
- Augenbeschwerden (Tränen, Beissen, Schmerzen).
- Vermeidung von Nahtätigkeiten (Lesen, Schreiben, …)
- Kopfschmerzen im Stirn-/Schläfenbereich, nach Nahtätigkeiten.
- Leseschwierigkeiten. • Konzentrationsschwierigkeiten bei Nahtätigkeiten (Lesen, Schreiben, …)
- Nahtätigkeiten (Lesen, Schreiben, …) führen zu Ermüdung.
Mögliche Vorgehensweisen bei Störungen des Fokussiersystems
- Spezielle Entlastungsbrillen, welche nur für Nahtätigkeiten verwendet werden.
- Visualtraining.
Auch Erwachsene können an Störungen des Fokussiersystems leiden. Bei Erwachsenen dürfen solche Störungen jedoch nicht mit der sogenannten Altersweitsichtigkeit verwechselt werden. Die Altersweitsichtigkeit ist eine natürliche, altersbedingte Abnahme der Fokussierfähigkeit. In der Regel zeigt sich die Altersweitsichtigkeit zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Die Altersweitsichtigkeit entsteht durch die mit dem Alter abnehmende Elastizität der Augenlinse.
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