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Nach erfolgreicher Bewährung der Schnellzuglok E 17 im Jahr 1928 zeichnete sich bei der DRG als nächster Schritt die Schaffung einer etwas kleineren Mehrzwecklokomotive ab. Als grobes Konzept lag die Idee einer laufradsatzlosen Bo’Bo’-Drehgestellmaschine vor. Finanzielle Schwierigkeiten der DRG bedingt durch die Weltwirtschaftskrise verhinderten aber eine konkrete Auftragsvergabe. Auf eigenes Risiko entwickelten daraufhin Siemens, Bergmann und Maffei-Schwartzkopff je eine Versuchslok in dieser Ausführung. Schon im August 1930 konnte Siemens der Fachwelt seinen Prototyp präsentieren, der als wesentliche Merkmale einen geschweißten Brückenrahmen, einen weitgehend geschweißten Aufbau, einen luftgekühlten Transformator und Tatzlagermotoren aufwies.
1932 übernahm die DRG die Maschine, reihte sie als E 44 001 in ihren Bestand ein und setzte auf Grund der guten Laufeigenschaften ihre Höchstgeschwindigkeit mit 90 km/h fest. Inzwischen war aber bereits der Serienbau nach dem Vorbild der E 44 001 angelaufen. Dem ersten Kontingent von 20 Maschinen im Jahr 1933 folgten jährlich etwa 10 bis 15 weitere Exemplare und dies auch den Krieg hindurch, weil die inzwischen vielfach bewährte E 44 zur „Kriegs-Elektrolok“ (KEL) erklärt worden war. Nach den Erfahrungen auf österreichischen Steigungsstrecken erhielten sie ab 1943 eine elektrische Widerstandsbremse und ein hochgestelltes „W“ bei ihrer Betriebsnummer. Bis Kriegsende konnten noch die E 44 152W-175W und dazu die E 44 178W abgeliefert werden.
In Süddeutschland mussten bis Anfang 1946 insgesamt 13 Maschinen wegen schwerer Kriegsschäden aus dem Verkehr gezogen werden. Die halbfertiggestellten E 44 176W-177W und 180W-183W wurden zwischen Ende 1945 und 1951 vollendet und an die DB abgeliefert. Anfang 1953 standen damit bei der DB insgesamt 118 E 44 (ab 1968: 144, mit Widerstandsbremse: 145) im Dienst. Sogar das neue DB-Outfit Ozeanblau-Beige machte vor zwei Maschinen nicht Halt, die 144 021 und 071 wurden 1975 entsprechend umlackiert. Im September 1983 war der Plandienst bei der DB beendet und als letzte musste am 30. September 1984 die 144 081 den Dienst quittieren.
In der sowjetisch besetzten Zone befanden sich bei Kriegsende 50 E 44, die allerdings zum Teil beschädigt waren. Nach der zwangsweisen Einstellung des elektrischen Zugbetriebs am 29. März 1946 wurden 45 Maschinen als Beutegut in die UdSSR verschleppt. 1952 erhielt die DR noch 44 Maschinen zurück. Mit der E 44 begann am 1. September 1955 bei der DR wieder der elektrische Betrieb. Insgesamt 46 Exemplare baute das Raw Dessau bis 1961 wieder auf (ab 1970: Baureihe 244). Die letzten vier wurden am 31. Dezember 1991 ausgemustert. Museal erhalten werden in Ost und West 19 Maschinen. Betriebsfähig ist heute nur noch die E 44 044 als „Werklok“ im Werk Dessau.