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Mensch & Wildkatze
Wildkatzen sind heimliche Waldbewohner und werden vom Menschen kaum wahrgenommen. Zu Konflikten kommt es kaum, ab und zu erbeutet eine Wildkatze ein Huhn. Die Wildkatze ist als einheimisches Wildtier seit 1962 geschützt und Jagd oder Fang sind strikt verboten. Eine Gefahr für die Art stellt jedoch die Hauskatze dar. Diese stammt nicht von der Europäischen Wildkatze ab, sondern von der afrikanischen Unterart der Wildkatze, der Falbkatze Felis s. libyca. Weite Verbreitung erlangte die Mäusefängerin in Mitteleuropa ab ca. 900 n. Chr. Heute gehört sie zu den beliebtesten und weitverbreitetsten Haustieren. Ebenfalls etablierten sich vielerorts Populationen von verwilderten Hauskatzen. Paarungen zwischen Haus- und Wildkatzen bringen fruchtbare Nachkommen hervor, die als „Blendlinge“ bezeichnet werden. Hybridisierung kann zur Bedrohung werden für eine Art, die nur noch in einer kleinen Populationsgrösse und in fragmentierten Populationen vorkommt in dem sie zum genetischen Verschwinden der Art führen kann. In wie weit diese Gefahr für die Europäische Wildkatze besteht wird derzeit in verschiedenen Projekten erforscht.