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Schlaflosigkeit
Wenn Sie müde sind, kämpfen Sie nicht dagegen an – schlafen Sie! Während der Schwangerschaft sollte man sich so viel Schlaf und Ruhe gönnen wie nur möglich. Nach der Geburt Ihres Babys werden Sie eine ganze Zeit lang nicht mehr durchschlafen können.
Unter Schlafstörungen leiden jedoch viele Frauen während der Schwangerschaft, obwohl sie sich ständig müde genug zum Einschlafen fühlen. Am Anfang kann das durch die mit den anderen Umständen zusammenhängenden Ängste bedingt sein, später stören eher der zunehmende Körperumfang und die Schwierigkeiten, sich im Bett zu drehen und zu wenden und eine geeignete Schlafposition zu finden. Auch die Kindsbewegungen können einer werdenden Mutter den Schlaf rauben! Hinzu kommen Sodbrennen (Magenbrennen), häufiger Harndrang, Wadenkrämpfe, unruhige Beine (RLS = Restless-Legs-Syndrom).
Stellen Sie zunächst einmal sicher, dass die Grundvoraussetzungen zum Einschlafen stimmen: Wenig Lärm und Licht, ein optimales Raumklima (18 bis max. 20° C) und möglichst kein Elektrosmog (Fernsehbildschirme usw.) im Schlafzimmer. Ausreichende Luftfeuchtigkeit. Rechtzeitig vor dem Zubettgehen "abschalten" und entspannen. Nicht zu üppiges Z'nacht und am Abend nicht mehr allzuviel trinken. Und ein bequemes Bett - am besten mit einem Lagerungskissen, das Sie in der linken Seitenlage gut abstützt.
Häufige Fragen zum Thema
Wissen
Newsticker
Schlaf auf der Seite | 26.11.2017
Schwangere sollten in der Spätschwangerschaft nach Möglichkeit in einer Seitenlage schlafen – egal ob links oder rechts. In Rückenlage kommt es beim Feten häufig zu Störungen der Bewegungen und der Herzaktivität, wie eine gerade veröffentlichte Schlaflabor-Studie an 30 Schwangeren in der 34. bis 38. Schwangerschaftswoche zeigt. Da der Uterus bei Rückenlage die untere Hohlvene einengt, kann die Herzleistung eingeschränkt werden (Vena-Cava-Syndrom), wodurch der Blutfluss zur Plazenta vermindert wird und der Fetus weniger Sauerstoff erhält. Darauf reagiert er mit messbarer körperlicher Passivität - was eher ein schlechtes Zeichen ist. In den meisten Fällen dürfte dies aber nur kurzfristig sein und ohne Folgen für das Kind bleiben. Die Seitenlage kann man z.B. mit einem normalen Kissen oder besser noch Lagerungskissen im Rücken stabilisieren.
Newsticker
Schokolade zum Einschlafen: In Kakao steckt Tryptophan. Dies sind Eiweissbausteine, die die Serotoninbildung fördern. Das Glückshormon steuert wiederum die Bildung des Schlafhormons Melatonin. Auch in Milch ist Tryptophan enthalten. Eine heisse Schoggi am Abend (25 Gramm Zartbitterschokolade in einer Tasse Milch auflösen) hilft also doppelt gut bei Schlafstörungen. Verschiedene Forscher stellten ausserdem fest, dass die Pflanzenstoffe des Kakaos einen positiven Effekt auf Blutgefässe und Blutdruck haben, was Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugt. Neben dem erwähnten Tryptophan liefert Schokolade auch den glücklich machenden Stoff Phenylethylamin. Der wird sonst nur produziert, wenn man verliebt ist … (swissmom Newsticker, 11.12.14)
Letzte Aktualisierung : 05.2016, AG