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Wasser, das als Niederschlag auf die Erde fällt, verteilt sich in verschiedene Gewässereinzugsgebiete. Ergolz, Birs, Birsig, Ill, Kander und Wiese sind in der Region Basel die wichtigsten Rheinzuflüsse. Heute bilden die Einzugsgebiete die Grundlage für die Planungen im integralen Gewässerschutz.
Gewässereinzugsgebiete – Betrachtungseinheiten der Hydrologie
Einzugsgebiete sind in Bezug auf die Hydrologie diejenigen Flächen, auf denen das Wasser in das gleiche Hauptgewässer abfliesst. Einzugsgebiete grösserer Gewässer setzen sich aus den Einzugsgebieten seiner kleineren Zuflüsse zusammen. Abhängig von der Betrachtungstiefe werden deshalb grössere oder kleinere Einzugsgebiete untersucht. In der Regel werden dabei hydrologische Parameter wie Abflussverhalten oder Hochwasserereignisse verschiedener Einzugsgebiete miteinander verglichen.
Gewässereinzugsgebiete der Region Basel
Die Region Basel liegt vollständig im Einzugsgebiet des Rheins. Die Grenzen zu den beiden benachbarten, überregionalen Einzugsgebieten befinden sich im Feldberggebiet für die Donau und im Sundgau (Region Belfort) für die Rhone. Die kleineren Einzugsgebiete in der Region Basel entwässern in die folgenden Flüsse: Ergolz, Birs, Birsig, Ill, Wiese und Kander. Die verschiedenen Einzugsgebiete unterscheiden sich deutlich bezüglich vieler wichtiger Grössen wie Geologie, Besiedlungsdichte, Nutzung, Höhenlage, mittlere Geländeneigung, Abflussmenge und Abflussverhalten des Wassers. Das Rheinknie bei Basel wird zudem als Schnittpunkt der drei gewässerfaunistischen Grossregionen Alpen, Schwarzwald und Vogesen betrachtet.
Grundlage integrierter Gewässerschutzkonzepte
Während im Gewässerschutz früher die Gewässer bezüglich ihrer Wasserqualität einzeln betrachtet wurden, hat sich seit der Einführung der neueren Gewässerschutzgesetzgebung die Betrachtung auf das ganze Einzugsgebiet ausgeweitet. Dies ist sinnvoll, weil viele der im neuen integralen Gewässerschutz betrachtete Prozesse nur verstanden werden können, wenn das gesamte Einzugsgebiet berücksichtigt wird. Die zeitlichen Verhältnisse des abfliessenden Wassers oder die Belastungen eines Gewässers mit Nährstoffen können nur beurteilt werden, wenn das ganze Einzugsgebiet berücksichtigt wird.
Wichtige Zusammenarbeit
Die Wasserrahmen-Richtlinie (WRRL) der Europäischen Union verlangt ebenfalls die Betrachtungsebene des Einzugsgebietes und erfordert deshalb auch eine internationale Zusammenarbeit. In der Region Basel haben alle im Einzugsgebiet der Birs liegenden Kantone gemeinsam eine umfassende Gewässerschutzplanung vorgenommen (Regionale Entwässerungsplanung REP). Die fünf Kantone Bern, Solothurn, Jura, Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben in der Folge die relevanten Grundlagen aus den Bereichen Oberflächengewässer, Grundwasser, Natur- und Landschaftsschutz, Entwässerung / Abwasserreinigung, Wasserbau / Wasserkraft / Hochwasserschutz und Raumplanung zusammengetragen. Daraus haben sie einen Massnahmenplan abgeleitet, aus dem hervorgeht, welche Gewässerabschnitte in den nächsten Jahrzehnten aufgewertet werden sollen. Zur Verbesserung der Durchgängigkeit für Fische sollen bis 2050 rund 380 künstliche Hindernisse entfernt und 100 Hektaren neue Auen gefördert werden. Auf 140 Kilometern soll das Ufer aufgewertet werden, zum Beispiel durch die Entfernung von Hartverbauungen oder andere Massnahmen zum naturnahen Hochwasserschutz.
Das Projekt REP Ergolz wurde im Jahr 2005 gestartet. Leider wurde es in der Zwischenzeit sistiert.
DK