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Chessilochmarsch 2007

Nachdem sich unser Detachement, inklusive der vier Zuzüger, am Bahnhof Grellingen ausgerüstet hatte, liess der Chef (erstmals mit prächtiger Feldbluse angetan) seine Truppe im schnellen Schritt ins Chessiloch dislozieren. Vor dem Wappenfelsen empfängt Korporal Henke soeben die Order die Mannen in Feldblau zur Pause abtreten zu lassen.
Es folgte ein kniffliges Gesellschaftspiel, fern verwandt mit Mikado. Man benutzt allerdings keine Holzstäbchen sondern Langgewehre und es wird "Gewehrpyramidenbauen" genannt. Ganz so erhaben wie jene der Pharaonen sahen sie zwar nicht aus, dafür waren unsere Pyramiden erheblich rascher fertiggestellt.
Traditionsgemäss wurde vor dem Wappenfelsen mit den Malereien der Wachtruppen von 1914/18 ein Gruppenfoto gemacht. Wiederum war das Detachement danach zu Gast in der warmen Hütte von Felsenpate Anton Berner, wo sich Leib und Seele kurz aufwärmen liessen bevor der eigentliche Marsch nach Laufen begann.
Auch wenn der prognostizierte Regen nicht zu heftig über uns kam, so sorgte der ständige schneidende Wind für unangenehme Kälte. Dieser wurde effektiv mit steter Bewegung begegnet. Auf dem Marsch durch das Laufental hatte man jedenfalls nicht all zu oft Gelegenheit all zu sehr abzukühlen - unentwegt marschierte die Truppe.
Ganz ohne Pause ging es natürlich nicht, und die fand bei der einzige Sitzgelegenheit der ganzen Strecke statt. Der Tippel forderte in diesem Jahr mehr Opfer als sonst - unser Sappeur verlor den Absatz eines Marschschuhs, zwei Kaputknöpfe verliessen ihre Posten und eine Patronentasche zerfiel zunehmend in ihre Bestandsteile.
Auf dem letzten Viertel der Marschstrecke wurde ein Manöver angesetzt. Der Chef liess im Stile von "Füsilier Wipf" auf einem Hügel einen ahnungslosen Obstbaum angreifen. Hier stürmt der linke Flügel unter dem Gefreiten Kraus bergan. Der Oberkommandierende, wie es sich gehört, eilt mit blankem Degen als leuchtendes Beispiel voran.
Nachdem der Baum besiegt war sammelte sich die Truppe zur Manöverkritik. Gerade erkundigt sich der von Schlieffen beseelte Chef bei Korporal Henke, ob er ihm auch ja den rechten Flügel stark gemacht habe. Damit war das grosse Laufentalmanöver beendet und das Detachement begab sich auf den weiteren Marsch nach Laufen.
Auf dem Parkplatz vor Laufen versorgte uns die Logistik mit allem was das Herz begehrte; seien dies Wechselschuhe für den Sappeur oder Gaggo, Sandwiches und Grittibänze für hungrige Bäuche. Mit dem Sappeur als Fähnrich und dem Gefreiten als Blumenträger ging es dann los zum Baslertor (oha, der Gleichschritt muss sich noch einspielen).
Kurz nach 12.00 Uhr stand die Truppe aufgereiht vor dem Wehrmännerdenkmal um den Opfern von 1914/18 die Ehre zu erweisen. In diesem Jahr erfreute sich der Anlass trotz schlechten Wetters mehr Publikums als in den vorangegangen Jahren. Nicht umsonst hatten diesmal auch das Amtsblatt und die Website Laufens die Gedenkzeremonie angekündigt.
Die Schildwachen vor dem Monument. Dem frisch renovierten Denkmal angemessen, wurde in diesem Jahr durch unsere Logistik ein besonders schönes Blumengesteck mit Widmungsschleife "Zum Gedenken - 11.November 1918" angeschafft. Leider erkrankte unser Sanitäter aus Zürich kurzfristig, so dass der Gefreite Kraus einspringen musste.
Unsere badische Landwehr im Gespräch mit einem der Zuzüger. Nach dem Gedenken war das Detachement Gast der Gemeinde bei einem aufwärmenden Apéro im Restaurant Zemp. Das Kader wechselte sich derweil vor der Tür bei der Parkwache ab, denn mit gepacktem Tornister und Langgewehr wäre es mächtig eng an den Tischen geworden.
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