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Zu ihrem heutigen Namen kam die Normandie im Mittelalter als Heimstatt der Normannen, die sich als Volksstamm aus einheimischen „französischen“ Bewohnern und hinzugekommenen Wikingern gebildet hatten. Nach Ausweis der Sprach- und Ortsnamenforschung stammte die Mehrzahl der ansässig gewordenen Wikinger aus Dänemark, ein kleinerer Teil aus Norwegen. Es ist anzunehmen, dass deren Frauen fast sämtlich aus der ansässigen heimischen Bevölkerung stammten.
Während des Zweiten Weltkriegs war die Normandie von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Küste der Basse-Normandie diente den West-Alliierten als Landungszone für die lange geplante Invasion. Die folgende verlustreiche Expedition, auch bekannt als Operation Overlord, begann am 6. Juni 1944 mit 6.400 Landungsfahrzeugen. Nachdem die US-Army, die Briten, Kanadier, Polen und französische Truppen anderthalb Monate von deutschen Verbänden aufgehalten worden waren, brachen die Amerikaner am 25. Juli 1944 aus dem Kessel aus. Vor allem Caen litt sehr unter den Kämpfen. Sie führten wenige Wochen später zur Befreiung von Paris (25. August 1944) und nach wenigen Monaten von ganz Westeuropa.