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Leider sind in der Schweiz heute noch sogenannte Konversionstherapien traurige Realität. Diese zielen darauf ab, die sexuelle Orientierung einer Person respektive die Geschlechtsidentität zu verändern. Diese "Therapien", die von den Psychotherapeutischen Dachverbänden abgelehnt werden, führen bei den zumeist jugendlichen Opfern zu psychischen Folgeerkrankungen bis hin zu suizidalen Handlungen.
Die Wirksamkeit dieser Therapien, die von Hormonbehandlungen, Elektroschocks, inszenierte Beerdigungen,... reichen, konnten durch wissenschaftliche Studien bereits unzählige Male widerlegt werden. Neben einigen Bundesstaaten in den USA, Kanada, Australien, Brasilien, Ecuador, Argentinien und Taiwan, war Malta das erste europäische Land, das diese Praktiken unter Strafe stellte. Erst kürzlich zog das österreichische Parlament nach und beschloss einen Antrag, die Konversionstherapien unter Strafe zu stellen.
In der Schweiz wurde im Pride Monat Juni von den beiden Nationalräten Rosmarie Quadrant (BDP) und Angelo Barille (SP), unterstützt durch Pink Cross, dem "Schweizer Dachverband für schwulen und bi Männer*", eine Motion im Nationalrat eingereicht, um ein weitreichendes Verbot dieser Praktiken bei jugendlichen Opfern zu erzielen. Nun ist der Bundesrat beauftragt, eine Gesetzesvorlage auszuarbeiten, die dann in weiterer Folge hoffentlich die Unterstützung finden wird.
Um das Anliegen zu unterstützen, können über den Dachverband Pink Cross Spenden getätigt werden.