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Abschalttermine: Die bestehenden Schweizer AKW werden spätestens nach 45 Betriebsjahren abgeschaltet und vom Netz genommen. Das bedeutet für die einzelnen AKW:
Beznau I: 2017, Beznau II: 2017, Mühleberg: 2017, Gösgen: 2024, Leibstadt: 2029.
Die 151 weltweit bereits stillgelegten Atomreaktoren wurden viel früher abgeschaltet als es die Initiative verlangt. Sie erreichten im Schnitt ein Alter von 25.6 Jahren (Stand 31.12.2015, IAEA). Zum Zeitpunkt der Abstimmung im November 2016 ist Beznau I 47, Mühleberg und Beznau II 45 Jahre alt.
Weltweit wurde kein AKW jemals länger kommerziell betrieben als Beznau I (IAEA).
Beznau I steht seit mehr als einem Jahr wegen Sicherheitsproblemen still und die Schweiz produziert immer noch mehr Strom, als sie verbraucht (Swissgrid).
Für eine 100% einheimische, erneuerbare Stromversorgung bis 2029 müssen wir pro Jahr und pro Person die Stromproduktion um nur ca. 210 kWh ausbauen (60% liefert ja schon die Wasserkraft). Das ist weniger als die Produktion eines Solarpanels.
Der Stromverbrauch der Schweiz ist gemäss Bundesamt für Energie heute trotz Wirtschafts- und Bevölkerungszuwachs noch etwa der gleiche wie vor 10 Jahren (BFE).
Die Schweiz importierte und exportierte in den vergangenen 10 Jahren jedes Jahr mehr Strom als alle Schweizer AKW zusammen produzierten (BFE). Die Schweiz könnte den Atomstrom also auch mit dem Import von sauberem Strom ersetzen.
Global sind die Erneuerbaren auf dem Vormarsch. In Europa hat in den letzten 5 Jahren nur die erneuerbare Produktion zugenommen. Fossile und nukleare Kraftwerke haben 2014 fast 13% weniger produziert als 2010 – die Reduktion entspricht dem 5-fachen des gesamten Schweizer Verbrauchs