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Die Physiotherapie wird mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der vorhandenen Fähigkeiten durchgeführt. Es geht auch darum Spass an der Bewegung zu vermitteln und den Patienten ihre Fähigkeiten/Selbstständigkeit aufzuzeigen und darin zu bestärken.
Wir arbeiten mit verschiedenen physiotherapeutischen Massnahmen:
Die Funktionelle Bewegungslehre lehrt, das Bewegungssystem und das Bewegungsverhalten des Menschen von aussen zu betrachten, Auffälligkeiten zu erkennen, zu beurteilen und zu interpretieren. Die angewandten Beobachtungsverfahren liefern beispielsweise Daten über die Harmonie einer Bewegung, die Koordination den Rhythmus und das Bewegungsausmass. Sie schließen die Fähigkeit ein, räumliche und zeitliche Qualitäten der Bewegung intuitiv zu erfassen.
Das Bobath-Konzept strebt einen Lernprozess des Patienten an, um mit ihm die Kontrolle über die Muskelspannung (Muskeltonus) und Bewegungsfunktionen wieder zu erarbeiten. Die Arbeitsprinzipien des Bobath-Konzeptes sind Regulation des Muskeltonus und Anbahnung physiologischer Bewegungsabläufe. Alle Lernangebote an den Patienten werden nach diesen beiden Prinzipien gestaltet und auch vom Erfolg her beurteilt. Die «Methoden» des Bobath-Konzeptes sind Lernangebote, die dem Patienten nach einem individuellen Befund von Problemen, Ressourcen und Zielen wiederholt und gezielt entgegengebracht werden. Lernangebote sind insbesondere die Lagerung (Vermeidung bzw. Hemmung der Spastik), das Handling (Bewegungsanbahnung) und das Selbsthilfetraining (Anbahnung der Selbstpflegefähigkeit).
Bei der Manuellen Therapie wird direkt an den Gelenken mit speziellen manuellen Griffen gedehnt und mobilisiert.
Bei der PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) wird u.a. versucht, gestörte Bewegungsabläufe zu normalisieren. Dazu werden die Druck- und Dehnungsrezeptoren in Muskeln (Propriozeptoren), aber auch Sehnen, Gelenkkapseln und Bindegewebe z.B. durch Druck, Dehnung, Entspannung oder auch Streckung stimuliert. Diese Abläufe werden in bestimmten festgelegten Reihenfolgen durchgeführt. Dadurch kommt es in den Muskeln zu einer vermehrten Reaktion, also z.B. einer vermehrten Muskelkontraktion oder -entspannung.