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Die Schweiz zählte 2015 insgesamt 288 Spitäler und Kliniken, 76 weniger als 2001. Das bedeutet einen Rückgang um 20,9% innert 14 Jahren. Dieser Trend fügt sich nahtlos ein in die Entwicklung der letzten 30 Jahre (vgl. Spitäler und Betten). Ein zentraler Grund für den Rückgang ist der medizinisch-technische Fortschritt, der zu kürzeren Spitalaufenthalten führt und damit einen Teil der vorhandenen Kapazitäten überflüssig macht. Die moderne Technik bedingt zudem auch höhere Investitionen. Vielerorts wurden daher Spitäler geschlossen oder zusammengelegt. Öffentliche Spitäler waren von diesem Prozess stärker betroffen als private (Berger et. al. 2010: Spitäler. In Kocher und Oggier Hrsg.: Gesundheitswesen Schweiz 2010–2012, S. 373.).
In der Schweiz gibt es 118 kantonal anerkannte Notfallstationen, die mit einer 24-stündigen Aufnahmepflicht versehen sind. Hinzu kommen zahlreiche Notfallstationen, die kantonal nicht anerkannt sind, also auch ohne Aufnahmepflicht rund um die Uhr. Sie werden in dieser Grafik nicht berücksichtigt.
Bei einer Gesamtbevölkerung von rund 8,32 Mio. Einwohnern (Stand 2015) kommt damit eine Notfallstation auf 70‘500 Einwohner. Die regionalen Unterschiede sind jedoch sehr gross: Während in der Ostschweiz 43‘000 Einwohner von einer Notfallstation versorgt werden, sind es in der Genferseeregion mehr als doppelt so viele, nämlich 93‘000 Einwohner. Das Tessin (59‘000) und die Zentralschweiz (61‘000 Einwohner) liegen wie die Ostschweiz unter dem schweizerischen Schnitt; der Espace Mittelland, die Nordwestschweiz und Zürich liegen mit je rund 80‘000 Einwohner darüber.
In dieser Statistik sind sowohl Notfallstationen der Akutsomatik enthalten als auch Notfallstationen von psychiatrischen Kliniken sowie von diversen Spezialkliniken.