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Das Buch- und Kunstantiquariat August Laube wird heute in dritter Generation geführt und knüpft an eine lange Tradition an, die Qualität und Authentizität der Werke in den Mittelpunkt stellt. Die Räumlichkeiten an der Kirchgasse in Zürich stehen den Kunden unter der Woche jederzeit von 11–18 Uhr zum Besuch offen.
Gründung 1922
Im Jahr 1922 gründete August Laube sen. ( 1889–1983), kaum 24 Jahre alt, das Buch-und Kunstantiquariat August Laube an der Torgasse in Zürich. Seine Ausbildung erhielt er bei C. Lang und H. Eisemann in Zürich und dank seinen dort erworbenen Beziehungen zu den führenden Antiquaren jener Zeit war ihm schon bald Erfolg beschieden. Ende der zwanziger Jahre war das Haus bereits eine bekannte Adresse für Sammler und Wissenschaftler. Seine Interessengebiete waren die schönen Bücher, deutsche und französische Literatur, die Schweizer Graphik und natürlich Autographen von Dichtern und Musikern. Er half die Beethovensammlung von H. C. Bodmer, heute in Bonn, aufzubauen und hatte regen Kontakt mit Stephan Zweig, von dessen Sammlung sich Teile heute im British Museum befinden.
Mit den Schweizer Kollegen W. Kündig, H. Schumann und A. Klipstein führte er in den dreissiger und vierziger Jahre regelmässige Auktionen durch, in denen er die schönen Sammlungen von Ulli, Wessner, Winterthur und Schloss Sully versteigerte. Schon vor dem Krieg konnte er mehrere grössere Bibliotheken und Sammlungen, wie jene der Kaiserin Marie Louise und der Herzöge von Leutenberg, auflösen.
Zweite Generation
1950 trat August Laube jun. (1927–1989) in die Firma ein und diese fruchtbare Zeit dauerte über 30 Jahre. Von 1951 – 1970 führte das Haus einige bedeutende Auktionen durch, die mithalfen, den Handel nach dem Kriege zu stimulieren (Bibilothek May, Ikonensammlung Savitch, Sammlung „B“, Cérenville und die sog. „Bordeaux“ Sammlung). Daneben erweiterte August Laube jun. das Sortiment um den Handel mit Alt-Meistergraphik mit Schwerpunkt auf Albrecht Dürer und Rembrandt und dazu den frühen Holzschnittbüchern. Nach und nach erweiterte er sein Gebiet mit den Impressionisten und dem Expressionismus bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert. Mit seinen 1. 96 m war er als der „grösste Kunsthändler“ bekannt, aber nicht nur seine Statur brachte ihm viel Anerkennung und Respekt ein, sondern auch durch seine tiefgreifenden Kenntnisse auf dem Gebiet der Graphik und Bücher erwarb er sich einen hervorragenden internationalen Ruf. Durch seinen frühen Tod im Jahre 1989 ging das Geschäft an seine Töchter Brigitta Laube und Daniela Laube über, welche es in seinem Sinne weiterführten.
Dritte Generation
2004 trat Daniela Laube aus dem Geschäft aus und ihre Schwester Brigitta Laube übernahm die Firma alleine. Die Firma ist weiterhin national und international in allen Gebieten tätig und publiziert in regelmässigen Abständen Kataloge für Schweizer Graphik und Zeichnungen, einen repräsentativen Katalog mit allen fünf Gebieten, in welchem das Haus tätig ist.
Schon während der Schulzeit arbeitete Brigitta Laube in ihrer Freizeit für das Antiquariat und durfte ihren Vater auf einigen Reisen begleiten. Nach einer Ausbildung in Kunstgeschichte in London erhielt sie im Musée des Beaux-Arts Caen die Gelegenheit, die weitgehend unbearbeitete Museumssammlung aufzuarbeiten. 1983/84 war sie im Museum of Fine Arts Boston unter der bekannten Goya Expertin Eleonore Sayre tätig. Über 10 Jahre ist nun die Firma unter der Leitung von Brigitta Laube und zu ihren Kunden zählen die führenden Museen der Welt, aber auch viele private Sammler im In- und Ausland.
August Laube ist eines der Gründungsmitglieder des Vebuku (Schweizerische Liga der Antiquariatsbuch- und Druckhändler) und Mitglied der Internationalen Liga der Antiquariate in dessen Vorstand Brigitta Laube tätig war.
Das Geschäft ist nach 46 Jahren 2018 an der Trittligasse an die Kirchgasse 32 in Zürich gezogen.