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Anna Kavvasiadi
Träume von Räumen
Literatur im Raum
In den Schlussfolgerungen meiner schriftlichen Arbeit beziehe ich mich auf ein Zitat aus Georges Perecs Buch «Träume von Räumen», in dem er den Raum literarisch als «das, was den Blick aufhält, das, worauf die Augen treffen […], wenn es einen Winkel bildet, wenn es aufhört, wenn man sich umdrehen muss, damit es wieder weitergeht …» definiert. Perec setzt Räumen Grenzen, indem er zunächst Raum als ein durch Buchstaben abgegrenztes Papier bestimmt. Sein Experiment weitet er aus: Das Bett ist ein Möbel in einem Raum, welches damit die Funktion des Schlafzimmers definiert. Durch den Körper seines Besitzers wird das Bett als ein zusätzlicher privater Raum bestimmt. Die Wände und die Fenster um das Bett und der freie Raum setzen die Grenzen des Schlafzimmers. Die Abgrenzung bezieht sich weiter auf Wohnung, Strasse, Stadt, Universum. Diese Raumentwicklung setze ich parallel zur Stadtentwicklung um. Die Expansion des Raums ist verwandt mit den Phänomenen der Verstädterung, Urbanisierung, Suburbanisierung bis zur Globalisierung. «Die Welt wird Stadt.» Meiner Ansicht nach weitet sich die Stadt immer weiter über ihre Grenzen hinaus, bis sie das Universum dominiert. Der Raum existiert, wenn die Menschen Grenzen setzen, und sie können in den verschiedenen Bereichen sichtbar oder unsichtbar sein. In meiner gestalterischen Arbeit inszeniere ich bildnerisch die Experimente von Perec. Es geht dabei um Imagination von Bildern und vor allem geht es noch spezifischer um Literatur im Raum.