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Seit dem Mittelalter gibt es rund um die Kirche St. Michael eine kirchliche Gemeinschaft. Anfangs eine Beginensammlung, später in einer wechselvollen Geschichte Franziskaner-Terziarinnen und Kapuzinerinnen, die sich im 15. Jahrhundert dazu entschlossen, sich in der Bildung von Mädchen zu engagieren.
Dieses Engagement für die Bildung und das einfache, franziskanische Klosterleben überdauerte die Jahrhunderte bis heute, im Wandel, immer neu ausgerichtet auf die Anforderungen der Zeit.
Zum Namen «Maria Opferung»
Vom 14. bis 16. Jahrhundert hiessen die Schwestern noch «bey St. Michael» und nach dem Bau der Kapelle von 1601 «bey St. Klara». Nach der Weihe der neuen Klosterkirche 1635 zu Ehren von Maria Opferung (»Præsentationis Beatæ Virginæ Mariæ) hiessen die Schwestern bis heute «Mariæ Præsentatio» oder ab ungefähr 1826 übersetzt «Maria Opferung».
Maria Opferung meint das legendenhafte Ereignis, das auch Maria Tempelgang genannt wird. Maria soll als junges Mädchen von ihren Eltern in den Tempel gebracht worden sein, um unter den Tempeljungfrauen aufzuwachsen. Die Verehrung der heiligen Maria war im Barock verbreitet und wurde speziell auch durch die Kapuziner gefördert. Dies mag auch erklären, warum die neue Klosterkirche nicht wie die Kapelle von 1601 ausschliesslich der heiligen Klara von Assisi geweiht wurde.