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Im Streit über die ESG-Kriterien von Vermögensverwaltern hat Florida als dritter US-Bundesstaat angekündigt, Gelder von BlackRock abzuziehen. Floridas Finanzchef Jimmy Patronis begründete den Schritt damit, dass der Konzern «offen erklärt hat, dass er andere Ziele als das Erwirtschaften von Rendite hat».
Das Finanzministerium des Bundesstaates wird langfristige Wertpapiere im Wert von etwa 1,43 Milliarden Dollar einfrieren und BlackRock als Verwalter von kurzfristigen Tagesgeldanlagen im Wert von etwa 600 Millionen Dollar ablösen.
In einer Stellungnahme von BlackRock hiess es, man sei «beunruhigt über den sich abzeichnenden Trend zu derartigen politischen Initiativen». Diese würden den Zugang zu qualitativ hochwertigen Investitionen opfern und Renditen gefährden, was letztlich den Bürgern Floridas schade. «Treuhänder sollten immer Perfomance über Politik stellen.»
Auch Missouri und Louisiana hatten Gelder von BlackRock abgezogen mit der Begründung, das Unternehmen rücke inzwischen auf Kosten der Rendite seine Kriterien für Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) zu sehr in den Mittelpunkt.
BlackRock verwaltet insgesamt acht Billionen Dollar. Der Konzern steht gleichzeitig unter Druck der Demokraten von Präsident Joe Biden, sich stärker im ESG–Bereich zu engagieren. Konzern-Chef Larry Fink erklärte dazu im Oktober, er werde von links und rechts gleichermassen angegriffen: «Also mache ich irgendwas richtig.»
Allerdings droht dem Konzern und Konkurrenten wie Vanguard im ESG-Streit ab Anfang Januar neues Ungemach, wenn die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernehmen. Damit werden sie in die Lage versetzt, Anhörungen zu ESG abzuhalten und Aufsichtsbehörden zu einer genaueren Prüfung der entsprechenden Fonds zu drängen.