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Die Getränkefirma «Fuze», die dem US-amerikanischen Getränkehersteller Coca Cola Company gehört, hat sich den Eintritt in den Schweizer Markt teuer erstanden. Grund dafür ist der Name des Produkts: In der Schweiz heisst das Getränk «Fusetea», in der restlichen Welt – genauer: in den restlichen 87 Ländern – heisst es «Fuzetea».
Laut dem Cola-Management in Brüttisellen (ZH) wollte man sich bei der Lancierung des Produkts keinesfalls einen Fauxpas leisten. In diesem Fall ging es um die Nähe des Wortes «Fuze» zu einem derben und sexuell konnotierten Begriff im Schweizerdeutschen. Indem das «z» mit einem «s» getauscht wurde, sollte verhindert werden, dass der Name des Eistees eine doppelte und einerseits falsche Bedeutung erhält.
Gut eine Million Schweizer Franken investierte der Multi in das Re-Naming – dazu gehört die Neubeschriftung von Verpackungsmaterial und die Nachbearbeitung von Werbespots und Plakaten. Dem Unternehmen sei dieses Renaming aber jeden Franken wert, schliesslich handle es sich bei dieser Europa-Lancierung um die grösste seit der Einführung von Coca-Cola Zero im 2006.
2001 tat sich die Firma Coca-Cola in Sachen Eistee zuerst mit Nestlé zusammen und gemeinsam führte man den Weltmarkt mit dem Nestea-Eistee an. Im 2012 lancierte Coca-Cola einen eigenen Eistee namens «Fuzetea», da man mit einer eigenen Marke grösseres Potential sah. 2017 kam es schliesslich zum Bruch mit Nestlé. Seit der Lancierung habe Coca-Cola mit der eigenen Marke weltweit pro Jahr rund eine Milliarde US-Dollar Umsatz gemacht.
Um die 25 Liter Eistee trinken Herr und Frau Schweizer pro Kopf und Jahr, was den Eistee-Konsum – bei einer Bevölkerung von gut acht Millionen – zu einem grossen Geschäft macht. Dass die Lancierung des Produkts im Schweizer Markt ohne Probleme vonstatten gehen soll, ist nachvollziehbar. Im Verhältnis zum jährlichen Umsatz fällt die Million für den Schweizer Markt langfristig aber kaum ins Gewicht.