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Die russische Pianistin und Komponistin Lera Auerbach begann unter der Führung ihrer Mutter zu musizieren. Als frühreifes Kind findet sie rasch ihren Weg und schreibt im Alter von zwölf Jahren ihre erste Oper. Diese wird an mehreren Theatern im ganzen Land aufgeführt. 1991 verlässt sie Russland, um sich in den Vereinigten Staaten niederzulassen. Dort studiert sie in New York an der renommierten Juilliard School. Bei Joseph Kalichstein erhält sie Klavierunterricht und unter der Leitung von Milton Babbit und Robert Beaser widmet sie sich Kompositionen. Offen für alles Kulturelle, studiert sie auch an der Columbia University, wo sie sich besonders für Vergleichende Literaturwissenschaft interessiert. Lera Auerbachs Musik scheint vordergründig traditionellen Einflüssen stark verpflichtet zu sein. Für sie ist es kein Widerspruch, Tonalität und klassische Formsprache zu nutzen, um zu neuen Klangwelten zu gelangen; dem aufmerksamen Zuhörer eröffnet sich unter diesem „klassizistischen“ Mantel ein ganzer Kosmos ungewohnter Klänge, Farben und Verfahrensweisen, welche die persönliche Sprache der Künstlerin prägen. Lera Auerbach ist die erste Russin seit Chostakowitch, deren Werke vom renommierten Sikorski-Haus veröffentlicht wurde.