Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/60874

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Personalbefragung 2005 hat gezeigt, dass es um die Zufriedenheit der 36 000 Bundesangestellten nicht gerade rosig bestellt ist. Zudem hat die generelle Arbeitszufriedenheit im Vergleich zu 2004 stark abgenommen.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Wie analysiert er die Resultate dieser Personalbefragung?</p><p>2. Ist er nicht der Ansicht, dass die Sparmassnahmen, die Reformpläne und die Restrukturierungspläne dem gesamten Bundespersonal schwer zu schaffen machen und dadurch die Motivation und die Effizienz bei der Arbeit leiden, was wiederum negative Auswirkungen auf unser Land hat?</p><p>3. Gedenkt er, dieser Situation Abhilfe zu schaffen und zu versuchen, die Arbeitszufriedenheit des Bundespersonals, die in diesem Jahr bei nur 4,2 Punkten liegt, zu steigern und einen Wert von 4,5 Punkten anzustreben?</p><p>4. Hält er es nicht für nötig, im Bereich der Arbeitsbedingungen Veränderungen vorzunehmen und dem Bundespersonal durch Lohnanpassungen, eine Reduzierung der Arbeitszeit und einen Ausbau der Weiterbildungsangebote die nötige Zuversicht und das Vertrauen zurückzugeben?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Zu den konkreten Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1. In der Bundesverwaltung werden in regelmässigen Abständen Personalbefragungen durchgeführt, um Angaben zur Umsetzung der Personalpolitik beim Bund zu erhalten. Die Ergebnisse werden auf den verschiedenen Hierarchiestufen analysiert. Auf Stufe Bundesverwaltung soll in weitergehenden Analysen der Ergebnisse 2005 den Ursachen für die negativen Werte, insbesondere bei der Resignation, auf den Grund gegangen werden. Darauf aufbauend können sodann, soweit nötig, geeignete Massnahmen eingeleitet werden. Die einzelnen Departemente und Ämter führen auf Basis ihrer Departements- und Amtsauswertungen Analysen durch und ergreifen ihrerseits allfällige Steuerungsmassnahmen. Diese benötigen meist eine gewisse Zeit, um Wirkung entfalten zu können.</p><p>2. Die Bundesverwaltung befindet sich in einem Wandel: Notwendige Reformen stehen an, vom Parlament beschlossene Sparmassnahmen und andere Auflagen sind umzusetzen. Aus solchen Veränderungen resultiert oftmals eine Verunsicherung beim Personal, wie auch die Ergebnisse der Erhebung 2005 zeigen. Ein Wandel ist aber notwendig, um eine leistungsfähige und moderne Verwaltung zu erhalten. Sie ist die Grundlage für die Funktionsfähigkeit der Institutionen in unserem Land. Dem steht nicht entgegen, dass der Bundesrat sich glücklich schätzt, auf ein kompetentes Personal zählen zu dürfen, ohne das die ihm übertragenen Aufgaben gar nicht zu erfüllen wären.</p><p>3. Ziel der Bundesverwaltung als Arbeitgeberin ist, zufriedene und insbesondere motivierte Mitarbeitende zu haben. Mit entsprechenden Massnahmen soll und kann dieses Ziel erreicht werden. Die oben erwähnten stufenweisen Analysen werden Anhaltspunkte liefern, wo diese Massnahmen ansetzen sollen.</p><p>4. Die Arbeitsbedingungen in der Bundesverwaltung sind mit anderen Verwaltungen und Unternehmen der Privatwirtschaft vergleichbar. Stärken der Bundesverwaltung sind beispielsweise interessante Arbeitsinhalte, flexible Arbeitszeitmodelle, ein breites Ausbildungsangebot sowie Mitsprachemöglichkeiten im Rahmen der Zielvereinbarung und des Mitarbeitergesprächs. Vor allem aber fördert eine verlässliche Personalpolitik das Vertrauen und die Zuversicht der Mitarbeitenden.</p>  Antwort des Bundesrates.