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Am vergangenen Wochenende fand der zweite Lauf des Porsche Sports Cup sowie der GT3 Cup Challenge Suisse der Saison 2016 auf dem „Circuit Paul Ricard“ nahe Le Castellet statt. Unter sonnigen Bedingungen starteten rund 50 Fahrer am Samstag in den Rennen der Porsche GT3 Cup Challenge, dem Porsche Sports Cup und der Porsche Driver’s Challenge auf der 5,81 Kilometer langen Rennstrecke im Herzen der Provence. Wie bereits beim ersten Rennen in Imola wurde eines von zwei Sprintrennen der Porsche GT3 Cup Challenge als auch des Porsche Sports Cup durch ein Langstreckenrennen ersetzt. In Le Castellet gingen knapp 40 Fahrer der Porsche GT3 Cup Challenge und des Porsche Sports Cup gemeinsam an den Start. Beim vorletzten Rennen in Magny-Cours wird es ebenfalls anstelle von zwei Sprints ein Endurance-Rennen geben. In Mugello, Dijon und Misano werden jeweils zwei Sprintrennen gefahren.
Porsche GT3 Cup Challenge
Im Qualifying des Sprints fuhr Ernst Keller auf 991 GT3 Cup mit einer schnellsten Rundenzeit von 2:11.990 und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 159.857 Kilometern pro Stunde auf die Pole. Hinter ihm starteten Jean-Paul von Burg, Gewinner des Sprints in Imola und Titelverteidiger der GT3 Cup Challenge, gefolgt von Luca Casella und Patrick Schmalz (alle auf 991 GT3 Cup). Von Burg zog durch enormes Tempo in den ersten Runden an Keller vorbei, konnte jedoch im Rennverlauf keine Distanz zu Keller herausfahren. Die beiden Fahrer lieferten sich bis zum Schluss ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. In der letzten Runde gelang es Keller noch an von Burg vorbei zu ziehen. Keller resümierte: „Es war ein extrem harter aber fairer Kampf bis zum Schluss.“ Von Burg sagte: „Meine Reifen machten am Ende leider nicht mehr so gut mit wie die von Ernst Keller, dadurch hatte ich auf der letzten Runde keine Chance gegen ihn. Schade, aber es war ein hervorragendes und spannendes Rennen.“
Neben dem Sieg des Sprintrennens der GT3 Cup Challenge lief ebenfalls das Qualifying des Endurance-Rennens für Keller sehr gut. Er startete im Rennen von der Pole Position der GT3 Cup Challenge. Hinter ihm gingen Jean-Paul von Burg und Patrick Schmalz sowie Rémi Terrail ins Rennen. Unter den beiden Favoriten bot sich ein identisches Bild wie im Sprint: Von Burg überholte Keller erneut in den ersten Runden. „Ich hatte Probleme mit dem Grip und musst Jean-Paul von Burg ziehen lassen“, erläuterte Keller anschliessend. Das Team um Keller entschied sich daraufhin für einen frühen Boxenstopp, was dem Fahrer eine anschliessende Runde mit wenig Verkehr verschaffte. Als von Burg aus seinem Boxenstopp kam, konnte Keller ihn an der Boxenausfahrt überholen. Von Burg kämpfte sich während des Rennens immer näher an Keller heran. Auf der Zielgeraden gab es dann das Fotofinish: Die beiden 991 GT3 Cups lagen gerade einmal eine halbe Fahrzeuglänge hintereinander und Keller konnte das Rennen knapp für sich entscheiden. „Ein grosser Dank gilt meinem Team Sportec. Den Endurance-Sieg verdanke ich vor allem der guten Boxenstopp-Planung“, freute sich Keller. Im weiteren Feld der Porsche GT3 Cup Challenge sicherte sich Rémi Terrail den dritten Platz. Er war hinter Patrick Schmalz gestartet, konnte diesen jedoch im Rennverlauf überrunden. Schmalz schloss auf Rang vier ab.
Porsche Sports Cup Suisse
Im Porsche Sports Cup traten in Südfrankreich 23 Starter an. Dominiert wurde das Feld von Fahrern der Cayman GT4 Clubsport (Gruppe 3b). In Imola gingen zehn Cayman GT4 Clubsport an den Start, in Le Castellet bereits zwölf. Das Qualifying der Gruppe 3b als auch des gesamten Feldes entschied Stefan Kerkemeier auf Cayman GT4 Clubsport für sich. Auf dem zweiten Platz startete Paolo Carro, von Position drei Heinz Bruder (alle auf Cayman GT4 Clubsport). Stefan Kerkemeier konnte einen Start-Ziel-Sieg mit einer schnellsten Runde von 2:20.446 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 150.232 Kilometern pro Stunde einfahren. Hinter Kerkemeier kamen Heinz Bruder als Zweiter und Patrick Meystre als Dritter ins Ziel. Paolo Carro schloss auf dem letzten Rang ab.
Im Endurance-Rennen dominierte ebenfalls die Gruppe 3b das vordere Feld des Porsche Sports Cup. Die Cayman GT4 Clubsport-Fahrer starten dort zwangsläufig hinter den Fahrern der GT3 Cup Challenge. Im Qualifying fuhr das Fahrerduo Heinz Bruder und Martin Ragginger auf Cayman GT4 Clubsport mit einer schnellsten Rennrunde von 2:18.344 Minuten und einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 152.515 Kilometern pro Stunde auf die Pole Position. Hinter ihnen startete das Duo Andrea Frigerio und Sam Power, dahinter Pascal Delafontaine und Richard Feller (beide Teams auf Cayman GT4 Clubsport). Ohne Veränderung in der Rangfolge liefen die Starter ins Ziel ein.
Porsche Driver’s Challenge
In der Porsche Driver’s Challenge traten am vergangenen Samstag elf Fahrer an. Bei dem Gleichmässigkeitsrennen wird der Durchschnitt aller Rennrunden eines Fahrers als Referenzrunde definiert. Alle Abweichungen zu dieser Referenz werden in Strafpunkte umgerechnet. Der Sieg in der Porsche Driver’s Challenge ging in Le Castellet an Peter Meister, der auf 991 GT3 RS die geringsten Abweichungen zur Referenzrunde fuhr und 2390 Strafpunkte sammelte. Den zweiten Platz sicherte sich Raul Reali auf 991 GT3 RS mit 3185 Strafpunkten. Martin Schneider sammelte im 991 GT3 4304 Strafpunkte und wurde Dritter.
Richard Feller vom Verband Schweizer Porsche Clubs resümierte das Wochenende in Le Castellet: „In Le Castellet hatten wir im Endurance-Rennen eine Rekord-Teilnehmerzahl mit 39 Startern auf der Strecke und im Porsche Sports Cup fuhren bereits zwölf Teilnehmer im Cayman GT4 Clubsport. Es ist toll, dass das Feld in den kommenden Rennen noch weiter wachsen wird. Toll waren auch die Duelle von Jean-Paul von Burg und Ernst Keller, die fast so spannend waren wie das zeitgleiche 24 Stunden Rennen in Le Mans.“
Der nächste Lauf des Porsche Sports Cup Suisse findet am 09. Juli in Mugello statt.