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Betonbauten von Auguste Perret
Wolfgang Rossbauer - 2008
Es gibt eine Tendenz in der zeitgenössischen Schweizer Architektur, eine Deckungsgleichheit von Tragwerk und Raumgefüge mit einem möglichst hohen Grad an Abstraktion herzustellen. Die Betonkonstruktion soll als möglichst 'reine' Struktur belassen werden. Eine tiefere Auseinandersetzung mit den Gesetzmässigkeiten der klassischen Architektur (Tragen und Lasten, Gebäudeabschlüsse, etc.) scheint nicht Thema der Entwurfsarbeit zu sein.
Auguste Perret ist kein moderner Architekt, der an seinen Bauten a posteriori klassische Elemente anbringt. Vielmehr beginnt er, klassische Architektur mit 'modernen' Mittel nachzuentwerfen. Er erweitert den Begriff des Klassischen und integriert für den Beginn des 20. Jahrhunderts aktuelle Aspekte: Spannweiten werden grösser, Öffnungen werden weiter und Räume luftiger und leichter, ohne dass der Eindruck entsteht, ein klassisches Erscheinungsbild würde dabei grob verletzt.
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