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Schlafmangel stört Gefühlswahrnehmung
Chronische Schlafstörungen wie beispielsweise Ein- & Durchschlafstörungen können unter anderem die Erkennung von Gefühlen bei anderen Menschen beeinträchtigen. Es wird heutzutage davon ausgegangen, dass im Schlaf Gefühle reguliert werden und so erhöht akuter Schlafmangel das Risiko für Depressionen und führt zu einer verstärkt negativen Gefühlsreaktion. Zahlreiche Studien belegen bereits den Einfluss eines gestörten Schlafes auf die Informationsverarbeitung im Gehirn. Erstmals zeigte sich jedoch in einer an der Universität Regensburg durchgeführten Studie der Einfluss des Schlafapnoe-Syndroms, bei welchem der Schlaf durch Atemaussetzer unterbrochen wird, sowie der Einfluss der Schlaflosigkeit (Insomnie) auf die Interpretation von Gesichtsausdrücken. In der Studie wurden Personen mit Schlafapnoe sowie Personen, die unter Schlaflosigkeit leiden darum gebeten, Bilder von verschiedenen Gesichtern nach dem darauf gezeigten Gefühlsausdruck zu ordnen und die Intensität von Wut, Angst, Sorge, Freude, Trauer oder Ekel zu bewerten. Personen die wegen Ein-& Durchschlafstörungen oder dem Schlafapnoe-Syndrom einen gestörten Schlaf aufweisen, erkannten dabei deutlich weniger Emotionen richtig. So konnten sie beispielsweise den Gefühlsausdruck Trauer nur etwa der Hälfte der Gesichter zuordnen. Symptome einer chronischen Schlafstörung können somit neben erhöhter Müdigkeit oder Tagesschläfrigkeit auch die verminderte Fähigkeit der Informationsverarbeitung sein. Die Resultate der Studien weisen einmal mehr auf die Wichtigkeit des Schlafes für unsere körperliche und emotionale Gesundheit hin. Was viele nicht wissen, chronische Schlafstörungen sind behandelbar! Eine erste Anlaufstelle bei Schlafproblemen kann der Hausarzt sein.
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