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Jörg Quintern
Alea
In der Auseinandersetzung mit globalen Migrationsphänomenen und zunehmender individueller Mobilität, einhergehendend mit Entwurzelung, kultureller Trasformation und Neuverwurzelung, taxiert der Autor mit seiner Master-Thesis Grundfragen des Lebens: Wie bin ich hierhergekommen? Warum bin ich hier? Wo werde ich morgen sein? Wo will ich hin?In Anlehnung an Andrei Tarkovsy’s Protagonisten aus dem Film «Stalker», entwirft und baut Jörg Quintern eine mobile Hilfskonstruktion über die der Nutzer, sich vortastend «an den Ort gelangen kann, an dem die sehnlichsten Wünsche in Erfüllung gehen» – dem Zuhause? Der Weg dahin ist nicht linear, nicht a priori feststellbar und beschreibt die Bewegung durch einen vorhandenen Möglichkeitsraum.Die Geometrie der mobilen und gänzlich zerlegbaren Konstruktion entspricht einem abgestumpften Ikosaeder, bzw. der Molekülstruktur eines Fullerens; ein mathematischer Körper bestehend aus 32 Flächen, davon 12 Fünfecke und 20 Sechsecke. Das besondere an der Struktur ist, dass die Strecken zwischen den Eckpunkten, ganz gleich ob Fünf- oder Sechsecke, alle gleich lang sind. Mit diesen Eigenschaften ist es möglich, effizient komplexe Strukturen mit nur wenigen Bauteilen herzustellen.«Alea» basiert auf einzelnen Open-Source Bauplänen, welche individuell für die Konstruktion verwendet, weiterentwickelt und anschliessend wieder auf die Plattform zur freien Nutzung zurück gestellt wurden. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit A.I.A. – artistic intelligence agency, motoco und Simon Burkhalter.
Jörg Quintern
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