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6. September
2006:
Verdrehte
Drogenpolitik
Wie kann es sein, dass eine Polizei, die so wenig Mittel einsetzt, eine Lösung für die Situation auf dem Vorplatz der Reitschule zu suchen, auf einmal genügend Ressourcen freisetzen kann, um mit zwanzig Mann und einer Autodrehleiter der Feuerwehr ein paar Hanfpflanzen zu evakuieren?
Die Junge Alternative JA! verurteilt den völlig unverhältnismässigen Einsatz am Montag, 4. September und die Art und Weise der Kommunikation auf Seiten der Polizei. Zudem ist das Verhalten der Polizei gegenüber der offenen Drogenszene auf dem Reitschulvorplatz für die JA! untragbar: Scheinbar schaut die Polizei lieber weg und überlässt die Problematik der Reitschule, anstatt dass sie sich aktiv für eine Lösung einsetzt. Obwohl die Polizei ihr Verhalten in dieser Sache mit Ressourcenmangel erklärt, scheint sie dann für die Sicherstellung von Hanfpflanzen genug Mittel und Personen zur Verfügung zu haben.
Neben der Tatsache, dass eine solche verdrehte Drogenpolitik die Stadt Bern keinen Schritt näher zu einer langfristigen Lösung bringt, stellt das Verhalten der Polizei den Versuch einer gesunden Kommunikation zwischen ihr und den Verantwortlichen der Reitschule stark in Frage.