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Karte oben: Die multikulturelle Gesellschaft südlich der Limmat. Die Helvetische-Römische Bevölkerung lebte friedlich mit den Alamannen zusammen (z.B. in Uitikon, Wettswil, Lukhofen, Hedingen, usw.). Zudem gründeten die Alamannen viele kleinere Höfe (z.B. Landikon, Stallikon, Bellikon, usw.). Es gab nur wenig reine frankische Siedlungen (Rudolfstetten und Mettsmenstetten). Die Franken lebten mit den Helvetier (Zürich, Altstetten, Urdorf, usw.), aber kaum mit den Alamannen zusammen.
Briefmarken links:
- Deutschland, römische Befestigung der Lime.
- Schweiz, Gallus, Glaubensbote.
- Frankreich, Chlodwig (Clovis) bei der Taufe.
- Frankreich, Karl der Grosse (Charlemagne), König der Franken.
- Deutschland, Kaiser Otto I. der Grosse.
Die Karolinger
Karolinger ist der auf Karl Martell zurückgehende Hausname des Herrschergeschlechts der westgermanischen Franken, das ab Mitte 8. Jh. im Frankenreich die Königswürde innehatte. Sein berühmtester Vertreter war Karl der Grosse (Briefmarke links), von dem die späteren karolingischen Herrscher abstammten. Alamannen und Franken waren oft in Krieg gegeneinander und meisten behielten Letzere die Oberhand. Kaiser Karlmann unterwarf 746 die Alamannen definitiv. Das Verhältnis seines Bruders und Mitkaiser Karl der Grosse zu den Alamannen war freundlicher. Ein Grund dafür war, dass seine Frau Hildegard Alamannin war. Er pflegte gute Kontakt mit dem Alamannenbischof Johannes II. von Konstanz und er gründete die Zürcher Kirche (Bild links, Statue Karl der Grosse, Grossmünster Zürich). Ein karolingischen Pfalz wurde an der Nord-Ost-Ecke des Lindenhofs gebaut. Ludwig II. der Deutsche, ein Enkel von Karl der Grosse, gründete 853 für zwei seine Töchtern das Kloster Fraumünster. Mehr darüber auf den nächsten Seiten. Als sein Sohn Karl III. starb (in 888), zerfiel das Karolingerreich. Begünstigt durch die äussere Bedrohung und das erhalten gebliebene Stammesrecht, wurden zwischen 880 und 925 fünf neue Herzogtümer erschaffen, u.a. das der Baiern, der Alamannen und der Franken.
Heiliges Römisches Reich - die Ottonen
Heiliges Römisches Reich war die Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser vom Spätmittelalter bis 1806. Das Reich bildete sich im 10. Jh. unter der Dynastie der Ottonen aus dem ehemals karolingischen Ostfrankenreich heraus. Mit der Kaiserkrönung Ottos I. 962 knüpften die römisch-deutschen Herrscher an die Idee des erneuerten Römerreiches an (Briefmarke links). Im Rahmen der ottonische Reichspolitik und zur Sicherung der Zugänge zu den Bündner Pässen wurden die Bischofssitze Chur und Konstanz sowie die Klöster St. Gallen, Säckingen und Einsiedeln stark gefördert. Über das Königreich Burgund besassen Otto I. eine faktische Oberhoheit und übten indirekt grossen Einfluss aus, v.a. über die aus dem burgund. Königshaus stammende Kaiserin Adelheid, deren Klosterstiftungen (Payerne, Genf) auch den Zugang zum Grossen St. Bernhard sicherten, nicht zuletzt zur Abwehr westfränkischen Interessen in Italien. Adelheid und die anderen Frauen des ottonischen Hauses hatten am Aufschwung von Wissenschaft und Kunst massgeblich Anteil. So wurde durch Theophanu, die Gemahlin Ottos II., dem Abendland der Zugang zur byzantische Kultur eröffnet.
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(Bilder: Lins, Caro mit eine Kerze aus Bienenwachs, aufgenommen im Frauenmünster; Oben, Barbara mit der Freske Felix und Regula von Paul Bodmer im Kreuzgang des Frauenmünsters;; Unten, Alena einem Hahn und ein Rind, Uitikon)