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Das waren nicht nur 1,22 Millionen Tiere oder 1,8% mehr als zwölf Monate zuvor, sondern so viele wie noch nie in einem Juni seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1964. Die US-Schweinehalter hatten laut USDA zuletzt in allen Kategorien mehr Tiere im Stall. Dabei nahm die Zahl der jüngeren Schweine mit einem Gewicht unter 23 kg im Vorjahresvergleich um 2,5% auf 11,95 Millionen Stück zu.
Höhere Produktivität bei Sauen
An Tieren mit einem Gewicht bis 54 kg wurden 17,85 Millionen Stück gehalten, womit das Vorjahresniveau um 2,2% übertroffen wurde. Bei den schwereren Mastschweinen war insgesamt ein Zuwachs um 1,2 % auf 24,71 Millionen Stück zu verzeichnen. Zugenommen hat ebenfalls, wenn auch nur unterdurchschnittlich, die Zahl der Zuchtsauen, und zwar um 0,9 % auf 5,98 Millionen Tiere.
Im Zeitraum von Juni bis November 2016 werden laut USDA voraussichtlich 5,85 Millionen Muttertiere abferkeln. Das wären 1,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang dürfte jedoch grösstenteils durch die weiter steigende Produktivität der Sauen ausgeglichen werden. In der zuletzt erfassten Periode von März bis Mai 2016 wurden mit durchschnittlich 10,48 Ferkeln je Wurf so viele Tiere lebend geboren wie niemals zuvor. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug das Plus 1,1 %.
Sinkende Fleischpreise
Angesichts der aktuellen Bestandsentwicklung ist es nicht verwunderlich, dass die USDA-Experten von einem Anstieg der US-Schweinefleischproduktion im Jahr 2016 ausgehen; diese soll gegenüber 2015 um 208'000 t oder 1,9% auf 11,31 Mio. t zunehmen. Neben einem moderat wachsenden Inlandsverbrauch erwartet das Landwirtschaftsministerium bei den Schweinefleischexporten ein Plus von 117'000 t oder 5,2 % auf 2,36 Mio t.
Unter dem Vorjahresniveau dürften sich laut USDA-Schätzung allerdings die Schlachtschweinepreise bewegen. Nachdem diese für Lebendschweine im Jahresmittel 2015 bei 50,2 US-Dollar/cwt (1,10 Fr./kg) lagen, dürften es 2016 nur noch etwa 48,5 $/cwt (1,05 Fr./kg) sein.