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Das Wichtigste in Kürze
- Zweimal im Jahr stellen wir die Uhrzeit um.
- Die Zeitumstellung nahm ihren Lauf schon im Ersten Weltkrieg.
- Die gesetzliche Zeitenregelung kam jedoch erst viel später.
Ende März eine Stunde vor, Ende Oktober eine Stunde zurück – so funktioniert die Zeitumstellung. Doch was steckt eigentlich hinter dieser zweimal jährlichen Tradition?
Die Idee einer Sommerzeit kam das erste Mal in Grossbritannien im 19. Jahrhunderts auf. Einer der Gründe dafür: Das Tageslicht konnte durch die Zeitverschiebung länger genutzt werden. Der Vorschlag geriet jedoch schnell wieder in Vergessenheit.
Die allererste Zeitumstellung
Zu den Vorreitern in Europa gehörten unter anderem Deutschland und Österreich-Ungarn. Diese führten die Uhrenumstellung schon im Jahr 1916 ein. Aber auch Frankreich und Grossbritannien fackelten nicht lange und zogen nach.
Durchsetzen konnte sie sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. In den Jahren nach dem Krieg verzichteten viele der europäischen Staaten erneut darauf, die Uhren umzustellen. Erst im Zweiten Weltkrieg griffen mehrere Länder dann wieder auf die Sommerzeit zurück.
Da die Umstellung auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch nicht gesetzlich geregelt war, folgte jedoch das reinste Zeiten-Chaos. In den USA und in Kanada kam es gar so weit, dass innerhalb einer Stadt teils verschiedene Uhrzeiten galten.
Der «gemeinsame Binnenmarkt»
Entscheidend für die definitive Einführung der Sommerzeit in Europa war letztlich der damalige «gemeinsame Binnenmarkt». Dem ganzen Zeiten-Wirrwarr sollte endlich ein Ende gesetzt werden. Ende der 70er-Jahre führten europäische Staaten somit nach und nach eine staatlich geregelte Zeitumstellung ein. Ziel war eine europaweite Vereinheitlichung.
Deutschland folgte im Jahr 1980. Die Schweiz entschied sich erst im Jahr 1981, als letztes Land in Europa, für die definitive Einführung der Sommerzeit.