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Verschüttet und was dann?
Der Winter ist da. Und damit auch die Lawinen. Die erste Viertelstunde ist bei der Suche von Opfern entscheidend. Darum ist stetes Üben nötig.
Die Rettung von Lawinenverschütteten ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Gute Vorbereitung sowie zeitgemässe Ausrüstung sind unerlässliche Voraussetzungen für den Erfolg. Vor einer Suche sind folgende Punkte sicherzustellen:
Die Suche beginnt mit der Signalsuche. Der Lawinenkegel wird systematisch mit Auge, Ohr und LVS abgesucht. Das LVS wird mit dem Lautsprecher gegen das Ohr gehalten und langsam um alle Achsen geschwenkt. Die LVS-Suche ist vergleichbar mit der Landung eines Flugzeugs. Ist die Distanz zum Ziel (Flughafen) gross, wird schnell gesucht, die Präzision ist gering. Sobald ein Ton hörbar ist, wird das Gerät horizontal gehalten, und der Retter geht in der Grobsuche in die vom Pfeil angezeigte Richtung. Nimmt die angezeigte Distanz zu, muss die Suchrichtung um 180 Grad gedreht werden. Die Distanzanzeige zeigt die maximal mögliche Distanz zum Verschütteten in Metern an: Der Verschüttete kann beliebig näher, jedoch nie weiter vom Retter entfernt liegen. Wird die Distanz «10» unterschritten, wird die Geschwindigkeit erstmals reduziert (Landeanflug). Bei «3,0» wird das Gerät in der Feinsuche (Landung) unmittelbar auf die Schneeoberfläche gehalten. Anfänger suchen nun auf einer Geraden (Landebahn) den Punkt mit der kleinsten Distanzanzeige, womit die Suche mit dem LVS beendet ist. Fortgeschrittene kreuzen den Punkt der kleinsten Distanzanzeige systematisch ein. Die Schaufel wird als Orientierungshilfe für die Sondierspirale am Punkt der kleinsten Distanzanzeige eingesteckt. Der Retter schreitet während des Sondierens die Spirale ab. Sondiert wird rechtwinklig zur Schneeoberfläche. Bei einem Sondentreffer wird die Sonde als Wegweiser zum Verschütteten beim Ausgraben (V-förmiges Schneeförderband) stecken gelassen und der Abschluss der Suche mittels Markierfunktion auf dem LVS bestätigt. Sobald die LVS-Suche abgeschlossen ist, müssen alle LVS wieder auf «Senden» gestellt werden.
Das Merkblatt «Lawinenunfall» kann auf den Websites von J&S und des SAC gratis heruntergeladen werden!