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Ein besonderes Merkmal der Baseler Physiogeographie ist die Entwicklung und Anwendung von experimentellen Verfahren zur Erforschung von Oberflächenprozessen. Experimente dienen dabei entweder der Identifikation von bisher wenig bekannten Prozesszusammenhängen, beispielsweise des Einflusses von Wind auf Bodenerosion, oder der Quantifizierung von Wirkungsgefügen, beispielsweise zwischen der Niederschlagsfrequenz, Verwitterung und Erosion.Zusätzlich zur Erfassung der aktuellen Situation können durch Experimente auch Szenarien simuliert werden, wie sie im Zuge des globalen Klimawandels zu erwarten sind.
Wind beeinflusst die kinetische Energie und die Tropfeneigenschaften des fallenden Regens. Unter konstanten klimatischen Bedingungen führt die Nichtbeachtung dieses Effekts lediglich zu einer erhöhten Variabilität in der Beziehung zwischen Niederschlag und Erosion. Bei einer Veränderung des Klimas kann diese Variabilität sich jedoch systematisch in eine Richtung verändern und muss daher auf einer Prozessebene verstanden werden um mögliche Auswirkungen auf das System Erde verstehen und prognostizieren zu können.