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Bengal-Katze
Die Bengal-Katze ist der „Haustiger“ unter den Katzenrassen. Sie ist aus einer Kreuzung der asiatischen Leopardkatze (eine Wildkatze), mit einer kurzhaarigen Hauskatze hervorgegangen. Damit gehört die Bengal-Katze zu den Hybriden unter den Katzenrassen und hat mittlerweile zahlreiche Freunde unter den Katzenliebhabern gefunden.
Herkunft & Zucht
Der Ursprung der Bengal-Katze liegt in Amerika. Die Genetikerin Jean Mill versuchte bereits 1963 erstmals eine Asiatische Leopardenkatze mit einem schwarzen Hauskater zu kreuzen. Ziel war es, eine zahme Hauskatze zu schaffen, mit dem ursprünglichen Aussehen ihrer Vorfahren. Damit war die Gründung dieser Rasse besiegelt.
Die direkte Kreuzung aus der Wild- und Hauskatze, nennt man „F1-Tiere“. Aus einer erneuten Kreuzung der „F1-Tiere“ mit einer Hauskatze, wird dann ein „F2-Tier“. „F1-Tiere“ und „F2-Tiere“ zeigen sehr oft das wilde Verhalten der Wildkatzen. Jean Miller kreuzte darauf die weiblichen „F1-Tiere“ erneut mit dem Vatertier und erhielt so die zweite Generation. Nach weiteren zwei bis drei Generationen wiesen die Nachkommen und Hauskatzen ein ähnliches Verhalten auf.
In der Entstehung der Rasse wurden ausser der Asiatischen Leopardkatze auch noch Rassen wie die Ägyptische Mau, Abessinier, American Shorthair und getupfte Orientalische Kurzhaar eingekreuzt. Damit wollte man das Aussehen der Bengal-Katze weiter optimieren.
Die heutigen Bengalen dürfen nicht mehr mit Wildkatzen eingekreuzt werden, sie werden also ausschliesslich reinrassig gezüchtet. Auf Ausstellungen dürfen nur Katzen aus der vierten Generation gezeigt werden, denn erst ab dieser Generation gelten die Bengal-Katzen als zahm.
Inzwischen ist die Bengal-Katze von zahlreichen Dachverbänden der „Cat Fanciers Association“ anerkannt.
Aussehen (& Fellfarben)
Auch wenn die Bengal-Katzen nicht grösser als unsere Hauskatzen sind, so sind sich doch sehr muskulös und allgemein etwas länger als Hauskatzen. Die athletische Bengal-Katze kann bis zu 6 Kilogramm wiegen und erreicht dabei eine Höhe von bis zu 30cm.
Bei der Fellfarbe gibt es bei den Zeichnungen nur zwei Grundmuster: marbled und spotted. Genetisch gesehen ist marbled gestromt, so wie wir es von unseren Hauskatzen kennen. Spotted nennt sich die Ausprägung mit einfarbigen Tupfen, oder zweifarbigen Tupfen, was dann als rosetted bezeichnet wird. Eine getigerte Streifenzeichnung ist bei der Bengal-Katze unerwünscht und solche Katzen werden nicht für die weitere Zucht eingesetzt.
Bei den Fellfarben sind Black tabbies, Seal points, Silber und Blau erlaubt. Durch die Einkreuzungen verschiedenster Rassen, wurden auch rezessive Gene mitgegeben. Das heisst es kann auch zu den Farben Blue, Melanistic(schwarzer Bengal, Zeichnung ist nur im Sonnenlich erkennbar) und Charcoal kommen.
Je nach Dachorganisation sind nicht alle Farben erlaubt. Es gibt je nach Verband eigene Bestimmungen, was erlaubt ist und was nicht.
Charakter der Bengal-Katze
Bengalen sind sehr aktiv, haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang, können gut klettern und gehen vorwiegend nachts oder bei Dämmerung auf die Jagd. Zudem lieben sie Wasser, sind sie sehr vertrauensvoll, freundlich und neugierig zu Menschen und Artgenossen.
Sie gelten als sehr clever und lieben die Abwechslung. Ihnen wird schnell langweilig und sie suchen ständig das Abenteuer. Darüber hinaus sind sie sehr aufmerksam und gelehrig. Sie mögen es, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, zum Beispiel mit Clicker- oder Target-Training. Auch Intelligenz-Spielzeug und Denkspiele werden von den Bengalen gerne angenommen. Hauptsache es kommt keine Langeweile auf.
Bengalen sind sehr selbstbewusst und eher dominant. Trotzdem sollten sie niemals allein gehalten werden. Als Zweitkatzen eignen sich Katzen, mit ähnlichem Temperament.
Wild und frei
Die Bengal-Katze erhält immer grössere Beliebtheit unter den Katzenfreunden. Der Kauf einer Bengal-Katze unterstützt also auch indirekt die Haltung und den Handel wilder Bengal-Katzen. Deshalb fordern viele Tierschutzorganisationen, diese Hybrid-Katzen nicht zu unterstützen und setzten sich für strengere Richtlinien beim Halten exotischer Rassen ein.
Bengalen benötigen eine erfahrene Hand, aufgrund ihrer Nähe zu wilden Verwandet. Auch wenn die Benglen mittlerweile domestiziert sind, so sind sie noch lange nicht so zahm wie unsere Hauskatzen. Ihr Bewegungsdrang ist riesig und man sollte ihnen unbedingt einen gesicherten Auslauf ermöglichen.
Für Katzenfreunde kann die Haltung einer Bengal-Katze, die ruhige Rassen gewöhnt sind, eine Anspruchsvolle Aufgabe sein.
Ernährung
Bengalen sind sehr aktiv und haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Die Ernährung von Bengalkatzen sollte auf ihre individuellen Bedürfnisse und ihr Aktivitätslevel angepasst sein. Wir empfehlen ein Futter mit einem hohen Fleischanteil und hoher Akzeptanz.
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