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Deutschland verhalte sich «schlecht, sehr schlecht», jammerte Donald Trump, als er auf seiner ersten Auslandreise mit EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker konferierte. «Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die Sie in den USA verkaufen. Fürchterlich, wir werden das stoppen», soll Trump gedroht haben. Damit mag er bei seinen Anhängern punkten, eine faktenbasierte Analyse sieht anders aus. Der Marktanteil der deutschen Autobauer in den USA ist von 8,6 Prozent im Jahr 2011 auf heute 7,3 Prozent gefallen. Aber die amerikanischen Hersteller halten in Deutschland einen Marktanteil von 18,8 Prozent.
Das liegt vor allem an den US-Konzernen Ford und General Motors mit der Marke Opel, deren Wagen in Deutschland und Osteuropa gefertigt werden. Und die wichtigsten Güter, welche die Amerikaner nach Deutschland exportieren, sind: Autos. BMW lässt fast alle Geländewagen in North Carolina herstellen und verkauft sie von dort in die Welt. Mercedes geht einen ähnlichen Weg. Es sind die Deutschen, die so Tausende von Jobs in den USA schaffen, während die US-Konzerne Apple oder Nike vorwiegend in Asien produzieren lassen. Das weiss Trump. Er weiss aber auch, dass seine saloppen Sprüche zu Hause gut ankommen. Er unterschätzt nur, dass die Show langfristig seine Glaubwürdigkeit untergräbt.