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Apfelsinen
(Orangen); diese bekannte Frucht mit rotgelber, wohlriechender Schale stammt von Citrus sinensis und wird jetzt in den meisten wärmeren Ländern kultiviert; als die besten gelten die von Malta, Genua und dem Gardasee. Im deutschen Handel pflegt man jedoch alle italienischen A. mit dem Namen Messinaer A. zu belegen. England soll die meisten A. konsumieren;
die jährliche Einfuhr beläuft sich dort auf 1 Million Bushels; da auf 1 Bushel circa 650 Stück kommen, so werden demnach in England jährlich 650000000 Stück konsumiert; dieselben kommen meist von den Azoren und von Malta. Auch Venezuela versendet, und zwar schon im Juli und August, viel A. nach England. Algier liefert 80-90000 Kisten A. meist nach Frankreich; die Insel Malorca 50 Millionen Stück. Portugals Ausfuhr von A. und Zitronen wird zu 170000 Kisten mit je 1000 Stück angegeben, die von Griechenland zu 50 Millionen.
Der Wert der Ausfuhr Süditaliens und Siziliens von A. beträgt 200 Millionen Franks (ob mit oder ohne Zitronen?). Die jährliche Produktion von Neusüdwales an A. wirft 2000000 Mark Gewinn ab; sogar die Gesellschaftsinseln führten 1878 schon für 86060 Mk. A. aus. Ein Übelstand bei der weiten Versendung der A. ist die leichte Verderbnis derselben; so waren z. B. von den im Jahre 1880 in New York aus den Mittelmeerhäfen importierten 614738 Kisten mit 173235420 Stück A. nicht weniger als 57745140 Stück oder 33⅓% auf der Reise verdorben. Aus Westindien trafen 32181206 Stück A. in New York ein, von denen 37½% auf der Reise verdarben. - Es gibt verschiedene Spielarten von A., dickschalige und dünnschalige, dunklere und hellere, sehr große und kleine; die kleinste Sorte von der Größe eines Borsdorfer Apfels nennt man Mandarinenorangen. - Einfuhrzoll: S. Tarif im Anh. Nr. 25 h 1.