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Statt über John McEnroes Idee zur Abschaffung der Schiedsrichter spricht Ernests Gulbis an seiner Wimbledon-Pressekonferenz über Vampire im Tennissport. Dann bemerkt er seinen Fauxpas.
Nach seinem 7:6, 7:5, 7:6-Sieg gegen den Esten Jürgen Zopp in der ersten Wimbledon-Runde muss Ernests Gulbis wie gewohnt im Pressezentrum zur Medienkonferenz antraben. Nach einigen Fragen zu seinem Coach und ob auch eine Frau diesen Job erledigen könne, wurde es amüsant.
Ein Journalist wollte vom als Exzentriker berüchtigten Letten wissen, was er von John McEnroes Idee, zukünftig auf Technologie zu setzen und auf Schiedsrichter («umpires«) zu verzichten, halte. Statt «umpires» verstand Gulbis aber irrtümlicherweise «vampires».
Die Weltnummer 10 holte in der Folge zu einem Monolog über freie Meinungsäusserung und Selbstbestimmung aus. Er wolle jederzeit sagen können, was ihm durch den Kopf gehe. (Hier geht's zum Transkript des Interviews.) Dann bemerkte der Federer-Bezwinger beim French Open sein Missverständnis.
«Sie meinen Schiedsrichter? Mein Gott, ich habe etwas anderes verstanden. Ich dachte Vampire. Diejenigen Leute, die sich um die Spieler scharen und die ganze Energie aus ihnen saugen. Ohne Schiedsrichter? Nein, ohne Schiedsrichter geht es nicht», sagte der 25-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht.
Ob ihm dieses schon bald vergehen wird? Gulbis trifft in der zweiten Runde auf den Aufschlagshünen Sergej Stachowski. Der Ukrainer hatte im letzten Jahr in der zweiten Runde völlig überraschend Roger Federer eliminiert und so für eine der grössten Wimbledon-Sensationen aller Zeiten gesorgt.