Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03399.jsonl.gz/705

Call for Abstracts – Fragen zum Verhältnis von Öffentlichkeit und Vernunft
16.03.2017
Workshop des Graduiertenkollegs des ZGW
Welche Rolle spielt die Öffentlichkeit für Vernunft?
Keynote Speaker
Prof. Dr. Stefan Gosepath
„Die soziale Natur der Normativität“
Der Workshop richtet sich primär an Doktorierende und ist mit einem Call for Abstracts verbunden. Auch nicht-vortragende Doktorierende, sowie fortgeschrittene Master-Studierende und Postdocs sind ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Inhalt und Ziel des Workshops
Vernunft als Fähigkeit von Personen, sich selbst und ihre Handlungen und Überzeugungen zu begründen, erschöpft sich nicht in privaten Überlegungen. Gerade auch in der öffentlichen Argumentation, verstanden als Austausch von Gründen zwischen Personen, wenden wir unsere Fähigkeit zur Vernunft an. Öffentliche Räume, in denen dieser Austausch stattfinden kann, scheinen demnach eine wesentliche Rolle für Begründungen oder Rechtfertigungen zu spielen.
In dem Workshop wollen wir uns diesem Verhältnis von Öffentlichkeit und Vernunft widmen: Inwiefern muss Vernunft in den jeweiligen Problembereichen, derer sie sich annimmt, öffentlich sein? Sind beispielsweise moralische Diskussionen, logische Schlussfolgerungen, politische Entscheidungen, wissenschaftliche Diskurse, gesellschaftliche Beschlüsse oder persönliche Vorhaben allesamt in gleicher Weise auf Öffentlichkeit angewiesen? Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Ausgestaltung des öffentlichen Raumes? Ist Öffentlichkeit möglicherweise eine notwendige Bedingung für Vernunft?
Prof. Dr. Stefan Gosepath (Freie Universität Berlin) wird den Hauptvortrag halten. Sein Werk umfasst grundlegende Arbeiten zur Struktur der Rationalität (Aufgeklärtes Eigeninteresse, 1992), sowie spezifischere Theorien zur moralisch-politischen Konzeption von Gleichheit und Gerechtigkeit (Gleiche Gerechtigkeit, 2004). Der Frage nach dem Verhältnis von Öffentlichkeit und Vernunft widmet er sich ausdrücklich in den Aufsätzen „The Publicity of Reason(ing)“ (2016) sowie „Öffentliche Gründe“ (2012).
Call for Abstracts
Aus den Einsendungen zum Call for Abstracts wählen wir bis zu vier Vorträge von Doktorierenden zum Thema des Workshops „Fragen zum Verhältnis von Öffentlichkeit und Vernunft“ aus. Pro Beitrag sind insgesamt 60 Minuten vorgesehen, wobei Vortrag und Diskussion jeweils etwa 30 Minuten dauern sollten.
Zur Bewerbung senden Sie bitte bis zum 2. Mai 2017 einen Abstract von maximal 350 Wörtern als pdf an .
Ihre pdf-Einreichung sollte zur anonymen Begutachtung vorbereitet sein, das heisst keine persönlichen Informationen enthalten. Ihr Name sowie Ihre Universität sollten aus der E-Mail hervorgehen.
Zusagen bzw. Absagen werden spätestens am 8. Mai 2017 versandt. Ein Zuschuss zu den Reisekosten ist möglich.
Der Workshop wird durch das Graduiertenkolleg des ZGW und die Professur für Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der praktischen Philosophie der ETH Zürich unterstützt.
Organisation und Kontakt
Professur für Philosophie II
Silvan Moser, Romila Storjohann
Kontakt: