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Ausgangslage
LKG gehört mit einer Häufigkeit von rund 1:450 nach den angeborenen Herzfehlern und Gliedmassenfehlbildungen (wie z.B. den Klumpfuss) zu den häufigsten Fehlbildungen, wobei sich die Häufigkeit in den letzten 100 Jahren nahezu verdreifacht hat.
(Angaben aus der Habilitationsschrift von Dr.Dr. Sader)
Was uns stört
In zahlreichen LKG-Publikationen (leider auch in solchen von Selbsthilfegruppen) wird oftmals das Bild des "Behinderten", ja "Invaliden fürs Leben" gezeichnet. Das Ganze gerät dann vollends zur Groteske, wenn Sozialversicherungssysteme solche Tendenzen fördern (indem z.B. unter gewissen Voraussetzungen eine Kraftfahrzeugsteuerbefreiung beantragt werden kann).
Solche Bestimmungen, so "gut" sie auch gemeint sein mögen, tragen leider dazu bei, das Bild des "Behinderten" (ausgestattet mit entsprechendem "Schwerbehindertenausweis") zu zementieren. Selbstverständlich sprechen wir uns damit nicht gegen gut ausgebaute Versicherungsleistungen aus - nur soll dabei der immer noch tragende Gedanke der Emanzipation des Menschen nicht untergraben werden.
Wir wehren uns auch entschieden dagegen, dass von "Spaltkindern" gesprochen wird (so, wie wenn man von "Krebskindern" sprechen würde). Solche Bezeichnungen zementieren das Bild: "einmal Spalte, immer Spalte".
Unsere Botschaft lautet demgegenüber:
Dieses Geburtsgebrechen ist vorläufiger Natur und wird mit moderner Chirurgie, die diesen Namen verdient, überwunden! Kinder mit LKG sind normale Kinder, die allenfalls punktuelle Hilfen (z.B. logopädische Unterstützung) in Anspruch nehmen müssen. Das ist nicht tragisch, sondern sinnvoll im Hinblick auf eine vollständige Genesung.