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Im Juli 2020 soll es in Winterthur zu einem kuriosen Betrug gekommen sein: Eine heute 41-jährige Touristin aus Österreich fragte eine Velofahrerin nach einem Esotherikladen. Sie wolle Rosenquarz und Weihrauch einkaufen, wie der "Tagesanzeiger" die Szene schildert.
«Eine wahnsinnige Energie»
Schmeichelhaft soll die Touristin die Velofahrerin in ein zweistündiges Gespräch verwickelt haben. Sie sprach von einer «wahnsinnigen Energie». Leider könne diese aber wegen einer «Blockade» nicht fliessen. Gegen diese Blockade solle ein Wundermittel helfen: Eine Wurzel aus Lourdes - einer Pilgerstadt im Süden Frankreichs. Diese koste rund 18'000 Franken, wie die «Expertin» weiter erzählt haben soll.
Daraufhin soll die Österreicherin eine Wurzel aus der Tasche gezogen, ein Stück abgebrochen und angeboten haben. Nach weiteren Gesprächen ging die Velofahrerin schliesslich zum Bankomat, bezog 800 Franken und bezahlte damit die Wurzel.
Völlig wertlos
Eine Wunderwurzel war es dann doch nicht. Laut dem Strafbefehl war das Stück Holz völlig wertlos. Die Schwindlerin wurde zur Anzeige gebracht und von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland nun zu 120 Tagesansätzen à 30 Franken verurteilt (entspricht 3600 Franken). Hinzu kommen Gebühren in Höhe von 1000 Franken.
(lea)