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Vorbei sind die Zeiten, in denen Schüler ein eigenes Heft hatten, um ihre Hausaufgaben zu notieren: Auch für diese lästige Arbeit schafft das Smartphone Abhilfe. Konkret ist es der Chatbot "Christopher Bot" https://www.christopherbot.co/ , der über den Facebook-Messenger während des Schultages immer wieder erfragt, welche Arbeitsaufträge die Schüler von ihren Lehrern für zuhause mitbekommen.
Übersichtliche Listenführung
"Hast du in Englisch Hausaufgaben bekommen?", fragt Christopher Bot etwa. Auf die Antwort "Ja" spendet der Chatbot Mitleid - und fragt, was genau zu tun ist. Wenn der Schultag vorbei ist, wird eine übersichtliche Liste mit den Aufgaben zusammengestellt, die die Schüler zu erledigen haben. Sobald etwas davon geschafft ist, kann der Schüler den Bot informieren, bekommt Lob, und die Erinnerung wird von der Liste gestrichen.
Über 3'000 Personen haben den Chatbot bereits in Verwendung. Und das Besondere daran: Der Erfinder ist selbst noch in der Schule. Der 14-jährige Kanadier Alec Jones hat den Chatbot in Eigenregie programmiert und vermarktet. "Ich finde es immer noch jedes Mal irre, wenn ich darüber nachdenke", erzählte er "CBC News". "Ich hätte nie gedacht, dass ich mit 14 Jahren schon meine 15 Minuten Ruhm bekomme." Der Name des Chatbots ist übrigens eine Referenz auf eine Code-knackende Maschine des Mathematikers Alan Turing, die er zur Entzifferung der Enigma-Verschlüsselungen geschaffen hatte. Er nannte sie - zumindest im Film "The Imitation Game" - Christopher.
Artikelfoto: Snufkin (CC0 Public Domain) - (Symbolbild)