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Lotteriefonds-Gelder seien nicht für solche Millionärs-Galas zu verwenden, fanden die Kritiker in einer Interpellation. Die Tickets für das Show-Turnier vom Juni 2013 in der Bossard Arena hätten bis zu 450 Franken gekostet. Statt solche Anlässe zu unterstützen, solle man die Gelder lieber Organisationen geben, die wirklich etwas für die Allgemeinheit täten.
Der Anlass sei durchaus für die breite Bevölkerung gewesen, sagte Regierungsrat Stephan Schleiss. Es habe einen Kindernachmittag gegeben und ausserdem seien an diesem Anlass rund 350'000 Franken für das Kinderhilfswerk von Tennisspielerin Steffi Graf zusammengekommen.
Die Ratslinke und die CVP waren von diesen Argumenten nicht überzeugt. Der Kindernachmittag habe sich für viele Kinder als grosse Enttäuschung entpuppt, weil er nur für einige wenige Tennisschüler bestimmt gewesen sei. Der Breitensport werde auf diese Weise sicher nicht gefördert.
Regierung will Reglement überprüfen
Schleiss versuchte die Kritiker schliesslich mit finanziellen Argumenten zu beruhigen. Auch wenn man mal 50'000 Franken für einen solchen Anlass entnehme, müsse dafür kein anderer Antragssteller auf Unterstützung verzichten. «Der Fonds hat genügend Reserven», sagte Schleiss. Mittelfristig will der Regierungsrat das Reglement für die Entnahme von Lotteriegeldern aber überprüfen und gegebenenfalls anpassen.