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Personen mit typischen Krankheitssymptomen von Covid-19 müssen in Isolation. Personen, die engen Kontakt mit einer an Covid-19 erkrankten Person hatten, müssen in Quarantäne. So können Infektionsketten unterbrochen werden.
Isolation und Quarantäne
Isolation und Quarantäne sind Massnahmen, um Infektionsketten zu unterbrechen und so die Weiterverbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen. Diese Massnahmen betreffen Personen, bei denen eine Infektion bestätigt wurde oder bei denen der Verdacht auf eine Infektion besteht. Der Verdacht besteht beispielsweise aufgrund von typischen Krankheitssymptomen oder nach engem Kontakt mit einer nachweislich an Covid-19 erkrankten Person.
Begriffsdefinitionen zu «Enge Kontaktperson», «Isolation» und «Quarantäne» finden Sie auf der Seite Häufig gestellte Fragen (FAQ).
Vorgehen bei Krankheitssymptomen
Es ist wichtig, dass möglichst alle Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus erkannt werden. Deswegen empfehlen wir auch bei leichten Symptomen einen Test. Wenn Sie sich krank fühlen oder Sie einzelne Symptome haben, die auf das neue Coronavirus hindeuten, dann gehen Sie nach dem Ablauf unten vor. Dieses Vorgehen gilt ebenfalls für Ihr Kind über 12 Jahren. Ausführliche Informationen zum Vorgehen bei Kindern unter 12 Jahren finden Sie im Abschnitt Kinder mit Symptomen und möglicher Ansteckung.
1. Kontaktreduktion: Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen.
2. Testempfehlung: Machen Sie den Coronavirus-Check. Sie erhalten am Ende des Checks unsere Empfehlung. Wenn Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen. Sie können auch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen und das Vorgehen besprechen.
Nehmen Sie Ihre Beschwerden und Symptome auch ernst, wenn sie vermutlich nicht mit dem neuen Coronavirus in Zusammenhang stehen. Rufen Sie bei Bedarf Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Bleiben Sie bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause. Dies empfehlen wir auch bei anderen Atemwegserkrankungen oder bei der Grippe so.
Falls bei Ihnen erneut Symptome auftreten, empfehlen wir Ihnen den Coronavirus-Check zu wiederholen.
3. Testen: Lassen Sie sich testen, wenn der Coronavirus-Check oder Ihre Ärztin/Ihr Arzt dies empfiehlt. Testkosten werden vom Bund übernommen, wenn die Testkriterien des BAG erfüllt sind.
4. Bis zum Testergebnis: Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen bis das Testergebnis vorliegt.
Vorgehen bei einem positiven Testergebnis
- Isolation: Folgen Sie den Anweisungen zur Isolation (PDF, 179 kB, 26.06.2020) und vermeiden Sie jeden Kontakt zu anderen Personen. Falls Sie mit anderen im selben Haushalt leben: Richten Sie sich alleine in einem Zimmer ein.
- Contact Tracing: Die zuständige kantonale Behörde wird sich bei Ihnen melden. Gemeinsam ermitteln Sie, welche Personen mit Ihnen in Kontakt standen. Diese müssen allenfalls in Quarantäne gehen.
- Covidcode: Wenn Sie die SwissCovid App nutzen, erhalten Sie auf Anfrage bei der kantonalen Behörde einen Covidcode. Mit diesem aktivieren Sie freiwillig die Benachrichtigungsfunktion in der App und informieren andere Nutzerinnen und Nutzer anonym über den Kontakt.
- Ende der Isolation: Die kantonale Behörde informiert Sie über das Ende der Isolation. In der Regel können Sie das Haus frühestens 48 Stunden nach dem Abklingen der Krankheitssymptome verlassen. Grundsätzlich müssen aber mindestens 10 Tage seit dem Beginn der Symptome vergangen sein.
Vorgehen bei einem negativen Testergebnis
Bleiben Sie zu Hause. Sie können die Isolation 24 Stunden nach Abklingen der Symptome beenden. Dies empfehlen wir auch bei anderen Atemwegserkrankungen oder bei der Grippe so.
Falls bei Ihnen erneut Symptome auftreten oder Sie sich Sorgen machen, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Vorgehen bei Kontakt mit einer infizierten Person
Hatten Sie Kontakt zu einer Person, die positiv auf das neue Coronavirus getestet wurde? Dann können Sie in den nächsten Tagen ansteckend sein, ohne es zu merken.
In diesem Fall gilt folgendes:
- Befolgen Sie strikt die Hygiene- und Verhaltensregeln.
- Beobachten Sie Ihren Gesundheitszustand.
- Sie können weiterarbeiten, wenn möglich im Homeoffice.
Wenn bei Ihnen Krankheitssymptome auftreten: Bleiben Sie zu Hause und folgen Sie den Anweisungen Vorgehen bei Krankheitssymptomen.
Nur Personen, mit denen die erkrankte Person in engem Kontakt stand, müssen in angeordnete Quarantäne. Falls Sie in Quarantäne müssen, wird sich die zuständige kantonale Behörde bei Ihnen melden und Sie zum weiteren Vorgehen informieren.
Anweisungen der kantonalen Behörden
Im Rahmen des Contact Tracings wird die erkrankte Person gefragt, mit wem sie engen Kontakt hatte. Falls diese Person Sie als engen Kontakt angibt, wird sich die kantonale Behörde bei Ihnen melden. Die Behörde wird Sie über das weitere Vorgehen informieren und allenfalls Quarantäne anordnen. Die Anweisungen zur Quarantäne (PDF, 187 kB, 12.09.2020) sind ab diesem Zeitpunkt verbindlich.
Wenn Sie 10 Tagen nach dem Kontakt immer noch keine Symptome haben, dürfen Sie sich nach Absprache mit der zuständigen kantonalen Behörde wieder in die Öffentlichkeit begeben.
Warnung durch die SwissCovid App
Haben Sie über die SwissCovid App eine Warnung erhalten, dass Sie mit einer infizierten Person in Kontakt standen? Bitte melden Sie sich freiwillig bei der angegebenen Infoline. Diese klärt mit Ihnen die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung und die weiteren Schritte.
Kinder mit Symptomen und möglicher Ansteckung
Gemäss aktuellen Erkenntnissen können sich Kinder ebenfalls mit dem neuen Coronavirus anstecken. Kinder unter 12 Jahren haben im Vergleich zu Jugendlichen und Erwachsenen jedoch weniger häufig Symptome und übertragen das Virus seltener auf andere Personen. Daher gilt für Kinder unter 12 Jahren das unten aufgeführte Vorgehen.
Für Kinder über 12 Jahren gelten dieselben Grundsätze wie für Jugendliche und Erwachsene. Falls Ihr über 12-jähriges Kind sich krank fühlt, einzelne Symptome hat oder Kontakt mit einer infizierten Person hatte, dann gehen Sie gemäss Anweisungen in den Abschnitten Vorgehen bei Krankheitssymptomen oder Vorgehen bei Kontakt mit einer infizierten Person vor.
Symptome und enger Kontakt mit symptomatischer Person
Wenn Ihr Kind Symptome einer möglichen Ansteckung mit dem neuen Coronavirus hat und engen Kontakt mit einer symptomatischen Person (Kind über 12 Jahre oder Erwachsener) hatte, dann ist das weitere Vorgehen vom Testresultat der engen Kontaktperson abhängig:
- Bei einem positiven Testresultat der engen Kontaktperson: Ihr Kind muss zu Hause bleiben und wird in Absprache mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt getestet. Sie erhalten von der Kinderärztin/dem Kinderarzt Informationen zum weiteren Vorgehen.
- Bei einem negativen Testresultat der engen Kontaktperson: Ihr Kind darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr hatte oder der Husten sich deutlich gebessert hat.
Symptome ohne engen Kontakt zu symptomatischer Person
Wenn Ihr Kind Symptome einer möglichen Ansteckung mit dem neuen Coronavirus hat und keinen engen Kontakt mit einer symptomatischen Person (Kind über 12 Jahre oder Erwachsener) hatte, dann ist das weitere Vorgehen von den Symptomen und vom Gesundheitszustand des Kindes abhängig:
- Ihr Kind hat leichte Erkältungssymptome (Schnupfen und/oder Halsweh und/oder leichter Husten) und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind darf die Schule oder Betreuungseinrichtung weiterhin besuchen.
- Ihr Kind hat Fieber und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind muss zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr hatte. Nehmen Sie Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, falls das Fieber Ihres Kindes drei Tage oder länger anhält.
Falls bei Ihrem Kind weitere Symptome (Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verlust von Geruchs- und/oder Geschmacksinn) auftreten, dann besprechen Sie das weitere Vorgehen mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt.
- Ihr Kind hat starken Husten und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind muss zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, wenn sich der Husten innerhalb von drei Tagen deutlich gebessert hat. Nehmen Sie Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, falls der starke Husten Ihres Kindes länger als drei Tage anhält.
Falls bei Ihrem Kind weitere Symptome (Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verlust von Geruchs- und/oder Geschmacksinn) auftreten, dann besprechen Sie das weitere Vorgehen mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt.
- Ihr Kind hat Fieber oder starken Husten und/oder einen schlechten Allgemeinzustand: Nehmen Sie direkt Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, um das Vorgehen zu besprechen.
Wenn in einer Schulklasse/Betreuungsgruppe drei oder mehr Kinder Symptome haben, dann legen die kantonalen Behörden in Absprache mit den betreuenden Kinderärzten das weitere Vorgehen für die Kinder fest.
Vorgehen nach einem Test
Falls bei Ihrem Kind ein Test durchgeführt wird, dann gelten für Ihr Kind nach einem positiven Testresultat die Anweisungen im Abschnitt Vorgehen bei einem positiven Testergebnis. Bei einem negativen Testresultat darf Ihr Kind unter 12 Jahren die Schule sofort wieder besuchen. Sofern Ihr Kind Fieber hatte, muss es jedoch 24 Stunden fieberfrei sein, bevor es wieder zur Schule gehen darf. Sofern Ihr Kind starken Husten hatte, muss es jedoch eine deutliche Besserung des Hustens haben.
Übertragung bei Kindern
Die speziellen Richtlinien für Kinder unter 12 Jahren wurden festgelegt, da für Kinder grundsätzlich der Besuch der Schule und Betreuungseinrichtungen möglich sein sollte. Kinder stecken sich in der Schule oder Betreuungseinrichtungen selten mit dem neuen Coronavirus an. Sie werden vor allem in der Familie angesteckt, jedoch weniger häufig als Erwachsene.
Lohnfortzahlung
Wenn Sie in Isolation müssen, weil Sie am neuen Coronavirus erkrankt sind und ärztlich krankgeschrieben wurden, dann haben Sie Anspruch auf eine Lohnfortzahlung oder auf ein Krankentaggeld. Eine Lohnfortzahlung ist durch das Obligationenrecht (OR) geregelt. Ihr Arbeitgeber ist dadurch verpflichtet, Ihnen während mindestens drei Wochen den Lohn zu bezahlen. Viele Arbeitgeber schliessen eine Krankentaggeldversicherung ab, damit sie ihren Mitarbeitenden bei längeren Ausfällen infolge einer Krankheit 80 Prozent des Lohnes bezahlen können. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber und in Ihrem Arbeitsvertrag, welche Regelungen für Sie gelten.
Wenn Sie in angeordnete Quarantäne müssen, weil Sie Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, dann haben Sie Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV.
Einsamkeit und Sorgen
Die Zeit alleine in Isolation oder Quarantäne ist für viele nicht einfach. Man kann sich einsam fühlen, sich sorgen oder Angst haben. Da sind Familie und Freunde wertvoll. Bleiben Sie mit ihnen in Kontakt – zum Beispiel telefonisch oder online. Teilen Sie mit, was Sie beschäftigt. Wenn das für Sie nicht möglich ist, rufen Sie die Dargebotene Hand an. Unter der Nummer 143 finden Sie rund um die Uhr und kostenlos jemanden zum Reden. Oder besuchen Sie www.dureschnufe.ch. Sie finden dort Tipps und Angebote, auch für die Zeit in Isolation oder Quarantäne.
Letzte Änderung 25.09.2020