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Das Ziel des Philosophieunterrichtes ist es, die Lernenden zum selbständigen Philosophieren zu führen.
Philosophie ist die Auseinandersetzung mit der allem menschlichen Wissen, Glauben und Handeln unauflösbar innewohnenden Problematik.
Sie ist als systematische und kritische Analyse objektiver Gegebenheiten lehr- und lernbar im Sinne wissenschaftlicher Lehr- und Lernbarkeit.
Sie lässt sich in intersubjektiv verifizierbaren und nachvollziehbaren Sätzen aussagen und mitteilen, aber nicht einfach durch die Vorgabe zu lernender Aussagen vermitteln und durch das Erlernen solcher Aussagen als sichere Kenntnis erwerben und besitzen, sondern nur im selbständigen dialogischen Denken vollziehen.
Philosophie hat ihren eigenen Gegenstand und beansprucht daher zu Recht die Stellung einer eigenständigen Wissenschaft. Denn :
Die Problematik, mit der sie sich auseinandersetzt (siehe 2), ist nicht identisch mit der jeder Wissenschaft eigenen Problematik, die eben diese Wissenschaft in eigener Anstrengungund durch ihre eigene Entwicklung zu bewältigen hat.
Die Philosophie ist also nicht die Verallgemeinerung dieser Problematiken, auch keine Synthese des gesamten menschlichen Wissens und noch weniger ein Weg zu den ewigen und absoluten Wahrheiten, wie es ein religiöser oder ideologischer Glaube ist oder sein kann.
Dem Philosophieunterricht dürfen deshalb, gerade weil er so grundlegend und wichtig ist, keine Aufgaben übertragen werden, die er als Philosophieunterricht nicht erfüllen kann.