Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03132.jsonl.gz/848

Umsatz, Gewinn und Marge stürzen ab.
Der in der Westschweiz gegründete Computerzubehör-Hersteller Logitech hat wie erwartet schlechte Zahlen für das vergangene dritte Geschäftsquartal veröffentlicht. Im traditionell starken Dreimonatsabschnitt konnte Logitech aufgrund der sich verschärfenden Wirtschaftskrise keine Rekordgewinne erzielen, wie das in den vergangenen Jahren stets der Fall war
. Der Umsatz sank um 16 Prozent von 744 auf 627 Millionen Dollar und der operative Gewinn schrumpfte gar um 63 Prozent von 166 auf 43 Millionen Dollar. Netto ging der Gewinn von 134 auf 40 Millionen Dollar zurück.
Bemerkenswert ist auch, dass die Bruttomarge von 36,9 auf 29,9 Prozent sank und somit eine psychologische Grenze unterschritt. CEO Gerald Quindlen führte dies auf zwei Faktoren zurück: Die negativen Auswirkungen des stärkeren Dollars und Rabattverkäufe während der Weihnachtszeit in Amerika. Quindlen meinte, das seien nur vorübergehende Faktoren. Für das laufende Quartal geht Logitech trotzdem von einem weiterhin schlechten Umfeld aus.
Logitech litt vor allem im US-amerikanischen Markt, wo die Verkäufe um 21 Prozent zurückgingen, doch auch in EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) sanken die Umsätze um 19 Prozent. In Asien hingegen konnte Logitech um 8 Prozent zulegen. Gesamthaft sanken die Retail-Verkäufe um 16 Prozent und jene im OEM-Bereich um 11 Prozent.
Quindlen betonte, dass Logitech im vergangenen Quartal operative Kosten gespart habe, um der schwierigen Wirtschaftslage zu begegnen. Zudem verfüge Logitech immer noch über Cash-Reserven in der Höhe von einer halben Milliarde Dollar. Die Restrukturierungen, die Logitech Anfang Jahr angekündigt hat und die unter anderem den Abbau von über 500 Stellen vorsehen
, sollen ab dem kommenden Geschäftsjahr Einsparungen in der Höhe von 50 Millionen Dollar pro Jahr generieren. Die Kosten für das Restrukturierungsprogramm beziffert Logitech auf 20 bis 24 Millionen Dollar. (mim)