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Der Vater des britischen Premiers Boris Johnson will nicht länger nur Brite sein: Er bewirbt sich wegen des Brexits um einen französischen Pass. Stanley Johnson ist bekennender Europäer.
Der Vater des britischen Premierministers Boris Johnson, Stanley Johnson, möchte nicht länger nur die britische Staatsbürgerschaft innehaben. Er bewirbt sich daher um einen französischen Pass. Als Grund nannte er den Brexit. «Ich werde immer Europäer sein, das ist sicher. Man kann den Briten nicht sagen: Ihr seid keine Europäer. Eine Verbindung mit der EU zu haben, ist wichtig», sagte Stanley Johnson in einem Radio-Interview.
Der Vater des britischen Regierungschefs war von 1979 bis 1984 Mitglied des Europaparlaments und stimmte im Brexit-Referendum 2016 für ein Verbleiben in der EU. Der 80-Jährige will nun die französische Staatsbürgerschaft annehmen, da es starke familiäre Verbindungen in das Land gebe, erklärte er. «Wenn ich es richtig verstehe, bin ich französisch», sagte er. «Meine Mutter wurde in Frankreich geboren, ihre Mutter war gänzlich französisch, ebenso ihr Grossvater. Also ist es für mich eher ein zurückholen von dem, was ich schon habe. Und das macht mich sehr glücklich.»
Boris Johnson wurde im Rahmen des Referendums 2016 als Befürworter des Brexits bekannt. Nach dem Rücktritt von Premierministerin Theresa May wurde er ihr Nachfolger. In diesem Jahr verliess das Vereinigte Königreich die EU . Seit Donnerstagmorgen steht fest, dass das hart ausgehandelte Handelsabkommen zwischen den Briten und der Europäischen Union zumindest vorerst in Kraft treten kann. Für eine ordnungsgemässe Ratifizierung fehlte aufgrund der zahlreichen Verzögerungen die Zeit.
(sje/t-online)