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Mitte Juni fand im Billardclub St. Gallen der traditionelle Fredy-Cup statt. Bei diesem Turnier zum Saisonschluss misst trafen sieben St. Galler Spieler in der Disziplin Dreiband im Handicap-System aufeinander. Handicap-System bedeutet, dass jeder Spieler seiner Spielstärke entsprechend unterschiedlich viele Punkte erzielen muss, um eine Partie zu gewinnen.
(BC St. Gallen) In der diesjährigen Austragung wurde in zwei Gruppen gespielt. In der Gruppe A trafen der Turnierneuling Hue Van Huynh, Rico Oettli, Son Van Vu und Thanh Van Phan – beide aus dem aktuellen Meisterteam Dreiband – aufeinander. In der Gruppe B standen sich Ludwig Nobel, Rolf Bart und Thomas Wenk gegenüber. Grosse Dreibandabwesende am diesjährigen Turnier waren Martin Steiner, der Vorjahressieger, Giorgio Morosi und Duy Tien Ma, die frischgebackenen Mannschaftsschweizermeister im Dreiband.
Von Beginn des Turniers weg entwickelten sich spannende Begegnungen und enge Spiele. In der Gruppe A zahlte der Turnierneuling Van Huynh Lehrgeld und musste sich in allen Vorrundenspielen geschlagen geben. Mit einem ansehnlichen Turnierschnitt zeigte er aber gute Ansätze. Oettli, Van Phan und Van Vu gewannen je zwei Spiele und so standen bei allen drei Spielern am Ende der Vorrunde 4 Zähler auf dem Konto. Da auch betreffend der direkten Begegnung Gleichstand herrschte, entschied das erspielte Gesamtresultat im Verhältnis zum jeweiligen Handicap. Van Vu wies hierbei das beste Resultat auf und gewann in der Gruppe A. Auf dem zweiten Rang, und somit auch für das Halbfinale qualifiziert setzte sich Rico Oettli durch, Van Phan hatte das Nachsehen und verpasste mit dem dritten Vorrundenrang die Finalrundenspiele.
In der Gruppe B setzten sich Wenk mit sehr guten Partien klar durch, gewann seine beiden Spiele souverän und erreichte das Halbfinale ungefährdet. In der Direktbegeg-nung zwischen Nobel und Bart wurde der zweite Halbfinalist aus der Gruppe B ausgemacht. Nobel setzt sich dabei mit 15:8 durch und liess Bart kaum eine Chance.
In den Halbfinals kam es zu den Paarungen Nobel – Van Vu und Wenk – Oettli. Nobel spielte seine beste Partie, gewann mit einem sehr guten Schnitt von 0,833 deutlich mit 15:5 und stand als erster Finalist fest. Im zweiten Halbfinale spielte Wenk, der über das ganze Turnier sehr gutes Dreibandspiel zeigte, eine wiederum grossartige Partie und setzte sich gegen Oettli durch. Ohne einen einzigen Verlustpunkt zog er ins ins Finale ein.
Im kleinen Finale zeigte Oettli, der seit kurzem vom Billardclub Winterthur nach St. Gallen gewechselt hat, seine Dreibandqualitäten und gewann gegen Van Vu mit 17:8 klar. Im Finale trafen Wenk und Nobel am Ende eines langen Turniernachmittages aufeinander. Beide begannen konzentriert und fokussiert. Nobel mussten mit schwierigen Positionen kämpfen und konnte nicht mehr an die gute Leistung aus dem Halbfinal anknüpfen. Wenk spielte wiederum solide und liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende setzte er sich auch in seiner vierten Partie durch, gewann das letzte Turnier der Spielsaison 2018/2019 und konnte den ersten Titel in seiner Billardkarriere feiern.