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Darüber hinaus sind bei einer Scheidung einer internationalen Ehe auch die finanziellen Aspekte nicht ausser Acht zu lassen.
Hier können gravierende Schwierigkeiten entstehen, wenn es um die Aufteilung des Vermögens und Vereinbarungen für den nachehelichen Unterhalt und den Kindesunterhalt geht. Hinzukommt das Risiko, dass Alimente an Kinder nicht bezahlt werden und diese eingefordert werden müssen.
Hierfür ist meist die Unterstützung eines Anwalts für Familienrecht notwendig, um die Unterhaltszahlungen einzufordern.
Ebenso ist die Berechnung des nachehelichen Unterhalts nicht einfach, da diese oftmals undurchsichtig sein kann.
Was letztendlich als Einkommen gilt sowie die Höhe des Einkommens ist nicht immer eindeutig. Bei der Vermögensaufteilung und den Alimenten für die Kinder kann dies daher schnell zu Unverständnis auf Seiten des Unterhaltsberechtigten führen.
Lebt ein Ehepartner in einem günstigeren Land, kann sich dies auf die Höhe der Unterhaltszahlungen für die Kinder und den Ehepartner auswirken.
Die Gerichte verwenden für die Berechnung der Unterhaltszahlungen meist eine Zusammenstellung der Grossbank UBS, die Preise und Löhne in verschiedenen Städten als Richtwert angibt. Aussergewöhnliche Kosten (Kinderbetreuung, Privatschulen) werden dabei nicht berücksichtigt.
Befinden sich Vermögenswerte im Ausland, dann hat das Urteil eines schweizerischen Gerichts kein Gewicht. Ausserdem ist es schwierig, die notwendigen Informationen zu den Besitztümern im Ausland zu erhalten.
Sind die Vermögenswerte hingegen in der Schweiz, kann das Gericht über Vermögensfragen entscheiden.