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Bis am 25. April.2021 mitten im Leben, fit, täglich mit meinen beiden Hunden mehrere Stunden unterwegs.
Am Sonntagnachmittag 25. April 2021 hatte ich mich in der Praxis von Freunden, zusammen mit meinem Mann impfen lassen. Am Abend durchfuhr es mich wie Wellen und ich fühlte mich krank. Es fühlte sich danach wie eine starke Grippe an. Als es in der folgenden Woche nicht aufwärts ging und ich unverändert von Herzrasen geplagt kaum mehr die Treppe hoch kam, ging ich am 03. Mai zum Hausarzt. Da wir Initial eine gleichzeitige Covid-Infektion vermuten, liess ich mich umgehend testen – negativ.
Aus der Krankengeschichte unseres Hausarztes und in der Nachmeldung an Swissmedic (Juni 2021):
„Nach initialem Verdacht auf ein Long Covid Syndrom nach Moderna hat sich der diagnostische Irrweg gelöst. Es findet sich ein posturales Tachykardiesyndrom (POTS) in voller Ausprägung und pathologischem Schellong Test mit andauernden, immobilisierenden Beschwerden bis auf weiteres. Die Patientin kann nicht mehr alleine aus dem Haus wegen massiven orthostatischen Beschwerden.“
Die Symptome glichen initial den Beschreibungen von Long Covid. Dies zeigte sich auch in den Crashes, nach geringfügigen Anstrengungen. Das Herz-MRI unter Gabe von Adenosin zeigte „keine belastungsinduzierte Ischämie und keine Narbe/Fibrose des linksventrikulären Myokards“. Dafür verursachte das Adenosin einen starken Crash. Ich war nun sowohl körperlich als auch kognitiv massiv beeinträchtigt, konnte nur noch wenige Meter gehen und war nicht mehr fähig einen einfachen Text zu lesen. Im Juli/August 2021 folgte eine erste Neuroreha in der Klinik Lengg. Im Verlauf der Reha hat sich der Zustand zuerst stabilisiert und dann auch wieder etwas verbessert, sodass ich wieder in der Lage war 30 Minuten zu spazieren oder in geringem Masse an Gesprächen in der Familie teilzunehmen. Im Herbst 2021 bis Ende Jahr hatte ich wiederholt Crashes, welche von Überbelastungen oder virologischen Infekten herrührten. Am 31.12.2021 kam es dann zu einem völligen Zusammenbruch, von dem ich mich im Januar 2022 nicht mehr erholte. Ich konnte meine Mahlzeiten nicht mehr am Tisch einnehmen. Am 10. Januar 2022 wies mich mein Mann per Ambulanz ins USZ ein. Der Kipptisch Untersuch war hoch pathalogisch und erklärt die starken orthostatischen Probleme und die Präsynkopen. Medikamentös eingestellt ging ich am 18.01.2022 in die Reha nach Wald. Dort konnte ich meine Mobilität wieder stark ausbauen von zu Beginn 50 Meter – im 6-Minuten Gehtest – auf über 300 Meter bei Austritt am 05.03.2022. Seit Januar 2022 bin ich auf einen Rollstuhl angewiesen.
Ein Therapieversuch mit Naltrexon am 13.03.2022 führt unmittelbar zu einem erneuten „entflammen“ des POTS. Ich konnte mich kaum mehr bewegen und nicht mehr sprechen und wurde notfallmässig mit der Ambulanz ins Spital Uster überführt. Es folgte dann eine erneute Reha in Wald vom 25.03. bis am 14.05.2022. Wiederum zeigte sich, dass ich mit einem angepassten, hochfrequenten Training wiederum gute Fortschritte machen konnte. Aus dieser Zeit stammt die PULS Sendung, wo unsere Familie portraitiert wurde (https://www.srf.ch/play/tv/puls/video/nebenwirkung-oder-nicht-covid-geimpfte-im-ungewissen?urn=urn:srf:video:b80f3ba1-50aa-4b1d-9032-44566bd8e629). Leider erlitt ich Anfang April 2022 in der Reha eine Covid-Infektion, welche mich rund vier Woche zurückwarf. Nach der Reha in Wald konnte ich in Güttingen die Reha selbständig fortsetzen und mich weiter verbessern.
Am 31.05.2022 wurde mir in Güttingen ohne Wissen – ich dachte es handle sich um eine pflanzliche Homöopathie – eine Impfnosode (Hergestellt aus Moderna Impfstoff) verabreicht. Eine Stunde nach der Einnahme hatte ich Herzrasen, begann zu hyperventilieren und konnte nicht mehr aufstehen. Erst im Nachhinein wurde klar, was ich eingenommen hatte. Die Folge war drastisch, mein Körper tolerierte die aufrechte Haltung nicht mehr. Als sich der Zustand nicht besserte, brachte mich mein Mann in der Folge selber von Güttingen auf den Notfall ins Spital Uster, wo ich wiederum hospitalisiert werden musste. Es folgte dann eine weitere Reha in Wald vom 17.06. bis am 17.09.2022.
Aktuell erhole ich mich nach einer stationären Immunglobulintherapie am Sempachersee und hoffe auch diesen letzten Rückfall zu überstehen und wieder eine minimale Mobilität und Selbständigkeit zu Hause zurückzuerhalten.
Aktuell werde ich durch die Krankenkasse nicht mehr unterstützt und kann zu Hause nur mit Unterstützung durch Spitex, mit Therapien zu Hause sowie mit starker Unterstützung durch die Familie leben. Seit April 2021 bin ich 100% arbeitsunfähig und warte auf den Bescheid der IV.
Familienanamnestisch scheint es, dass wir in der Familie ein erhöhtes Risiko für die Covid Impffolgen aufweisen.
Mein Vater (Jahrgang 1928) wurde am 09.02.2021 nachmittags mit Comirnaty geimpft und ist am Folgemorgen um 08:00 verstorben. Bis dahin lebte mein Vater zusammen mit seiner Frau in ihrer Wohnung. Er war ohne Hilfsmittel mobil, fuhr Auto und beteiligte sich rege am sozialen Geschehen.
Als dann mein Sohn Cedric (Jahrgang 2001) am 03.09.2022 geimpft wurde und danach dieselben Symptome – wenn auch nicht ganz so stark – zeigte, so wurde uns klar, dass die Covid-Impfungen und unsere Krankheit einen Zusammenhang haben.
Wenn auch die zuständigen Behörden (Swissmedic) unsere Impffolgefälle noch nicht akzeptiert haben, so finden wir in den jüngeren Erkenntnissen – z.B. von der Uniklinik Marburg, Prof. Schiefer – klare Hinweise, welche sehr genau zu dem Erlebten passen. Drei zeitlich eng mit der Impfung korrelierende Impffolgefälle sind nicht durch Zufall erklärbar, die Folgen für uns sind drastisch.
Trotz allem sind wir keine Impfgegner geworden. Mein Mann und meine beiden Töchter sind vollständig geimpft und blieben weitgehend beschwerdefrei. Wir hoffen auf neue Erkenntnisse, von denen wir und die anderen Long Covid und Post-Vac Patienten profitieren können. Für uns unverständlich ist, dass Swissmedic den Zusammenhang nur als „möglich“ einstuft, zumal sie in ihrer Begründung im Fall von Cedric mit nachweislich nicht aktuellen WHO-Fallzahlen argumentiert und mein pharmakologischer UAW-Bericht bei der Swissmedic nicht mehr auffindbar ist. Die Schwächen des schweizerischen Systems mit dem fehlenden Register (Long-Covid und Post-Vac) und einer unzulänglichen Datenerfassung sind offensichtlich. Zum Glück wurden wir wenigstens vom Hausarzt, der unsere Familie seit 20 Jahren kennt, ernst genommen.
Dieser Beitrag hat mein Mann für mich geschrieben, da ich nicht in der Lage bin, die Geschichte so niederzuschreiben.