Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03390.jsonl.gz/1851

Die Anfahrt nach Sospel ist leider ziemlich weit, so dass ich schon früh losfahren muss. Ich plane die Abfahrt um 7:30, schließlich fahre ich um 8:00 los. Ich habe allerdings immer noch genügend Reserve, da der Fahrplan eine Ankunft in Sospel um 16:00 vorsah. Ich fahre über Frankreich. Alternativ könnte ich über Italien fahren. Die Strecke kenne ich allerdings nicht, außerdem will ich noch beim Decathlon und Aldi einkaufen. Die Strecke über Italien fahre ich vielleicht beim nächsten Mal.
Da die Strecke sehr lang ist, versuche ich den größten Teil über die Autobahn zu fahren, da es einfach schneller geht und weniger anstrengend ist. Ich fahre nach Genf, dann über die Grenze nach Frankreich und über die Autobahn nach Grenoble. Für einen Halt bei IKEA reicht es dieses Mal nicht, da ich bereits gegen 10 Uhr am IKEA vorbeifahre. Von Grenoble geht es den üblichen Weg nach Süden über die Nationalstraße nach Sisteron, wo ich einen kurzen Abschnitt auf der Autobahn benutze, um an Sisteron vorbeizufahren. Nach der kurzen Autobahnfahrt fahre ich wieder auf der Nationalstraße weiter nach Digne-les-Bains.
Zuerst geht es hier zu Decathlon, wo ich gegen 12:25 angekommen bin. Ich kaufe mir 2 Trekkinghosen, Funktions-T-Shirts zum Wandern, eine Mütze und vor allem Gels (Doping für den Ausdauersportler). Anschließend fahre ich zum Carrefour zum Tanken (SP95 für 1,505 €) und mache noch ein paar Besorgungen beim Aldi. In Digne liegen diese 3 Punkte ziemlich nahe beisammen.
Nachdem das Shopping beendet ist, fahre ich über die N202 in Richtung Nizza. Etwa 30 km vor Nizza gibt es zwei Möglichkeiten nach Sospel zu kommen. Google Maps empfiehlt über Nizza und Menton zu fahren. Das Navi hält auch eine Variante über das Hinterland und den Col de Turini bereit. Die erste Variante ist wahrscheinlich die schnellere Strecke. Ich entscheide mich über das Hinterland zu fahren und biege in Richtung Lantosque ab. Hinter Lantosque geht es über Bollène-Vesubie zum Col de Turini. Die Straße ist ziemlich kurvig, der ideale Austragungsort für die Rallye Monte Carlo. Der Fahrer vor mir denkt darüber allerdings anders und kriecht mit einem Schneckentempo die Passstraße hinauf. Ich habe es nicht eilig und fahre gemütlich hinterher.
Vom Col de Turini geht es wieder auf einer kurvigen Passstraße nach Sospel hinab, wo ich gegen 17:00 ankomme. Unterwegs muss ich noch einen blauen Dawoo Nexia überholen, der mit maximal 20 km/h den Berg herunterrollt (vermutlich ohne den Motor anzuhaben, ein Energiesparer?). Die Zufahrtsstraße zum Campingplatz ist ziemlich eng. Mir kommt ein Auto entgegen. Da es ein Fiat Panda ist, kommen wir sogar aneinander vorbei, ohne dass ich zurücksetzen muss. Die schmale Straße ist aber zum Glück nur ein paar hundert Meter lang. Der Campingplatz ist näher am Ort als der Campingplatz von Ste. Madelaine, trotzdem dürften es von hier aus 2 km in den Ort Sospel sein.
Ich habe mir ein Mobilhome (Bungalow T1) mit Terrasse reserviert. Es war geringfügig teurer als ein Mobilhome ohne die selbige. Die Mehrkosten habe ich aber gerne auf mich genommen, da ein Mobilhome mit Terrasse einfach gemütlicher ist. Der Bungalow ist schon etwas älter und nicht mehr ganz der frischeste. Die Aufteilung des Bungalows ist ganz gut, so dass ich mich hier ganz wohl fühle. Rings herum hat man von der Terrasse aus Aussicht auf Berge. Da manche Sachen schon etwas abgestanden sind, dürfte sich der Reinigungsaufwand ebenfalls in Grenzen halten. Es gibt weder eine Kaution, noch ein Etat des lieux, da am Tag meiner Abreise nur die Aushilfe da ist. Es ist sehr angenehm, wenn man nach der anstrengenden Fahrt nicht erst mal Geschirr zählen muss.
Das Wetter ist heute fantastisch. Die ganze Fahrt ist es sonnig, auch die Temperaturen sind recht warm. Das Häuschen hat sich im Laufe des Tages ziemlich aufgeheizt, so dass ich erst einmal alle Fenster aufmache, um das Mobilhome etwas abzukühlen. Das Auspacken und das Einräumen des Holz-Bungalows gestalten sich routinemäßig ohne weitere Vorkommnisse. Auf dem Campingplatz laufen sehr viele Katzen herum.