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Apples Vorgehen gegen Blogger-Sites, die angeblich Firmengeheimnisse preisgaben, war widerrechtlich. Zur Strafe gibt's jetzt eine saftige Schlappe für die Mac-Company. Die Geschichte nahm ihren Anfang im Sommer 2004, als Blogger auf den beiden Sites PowerPage und AppleInsider technische Details über ein Apple-Projekt mit Codenamen "Asteroid" preisgaben. Das Projekt wurde bis heute zwar nie realisiert, doch war dies für Apple kein Hinderungsgrund, dagegen vorzugehen. Apple wollte dem Informationsleck in den eigenen Reihen auf die Spur kommen, indem man gerichtlich die Offenlegung des E-Mail-Verkehr beim betreffenden Provider einforderte. Apple behauptete, die Berichte würden Firmengeheimnisse verraten und damit kalifornische Gesetze verletzen. Nachdem Apple in erster Instanz mit der Klage durchkam, lief es im Berufungsverfahren im vergangenen Sommer weniger gut und die Electronic Frontier Foundation (EFF), welche die Verteidiung im Fall übernahm, bekam Recht. Apple verzichtete daraufhin auf weitere Schritte.
Nicht so die EFF, die im November von Apple gerichtlich die Übernahme der Prozesskosten verlangte. Der Gerichtshof in Santa Clara gab der EFF jetzt Recht und wertete den journalistischen Quellenschutz höher als den Schutz von Apples Firmengeheimnissen. Apple wurde in der Folge zur Zahlung von 700'000 Dollar Entschädigung an die Electronic Frontier Foundation verurteilt.
Mit dem Gerichtsentscheid werden Blog-Beiträge erstmals journalistischen Artikeln gleichgestellt. Dies hat zur Folge, dass US-Blogs fortan nun ebenfalls vom Quellenschutz profitieren, den amerikanische Journalisten geniessen.
(rd)
Apple muss Blogger entschädigen
Apple muss Blogger entschädigen
1. Februar 2007 - Ein Gericht in Santa Clara hat Apple dazu verdonnert, Bloggern 700'000 Dollar Entschädigung zu zahlen.