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Heinrich – auch Heiri oder in Freiburg Henri genannt – wurde am 3. März 1926 als Sohn von Dominik und Regina Perler-Roux in Wünnewil als zweitältestes von neun Geschwistern geboren. Auf dem grossen Bauernhof seiner Eltern wuchs er auf und ging seiner Mutter schon damals gerne im Garten zur Hand. Nach der Primarschule folgte die Zeit im Institut Guglera. 1943 begann er bei Joseph Poffet in Montet seine Ausbildung zum Gärtner. Später machte er eine Zusatzausbildung zum Floristen.
Die Rekrutenschule absolvierte er als Sanitätssoldat. Eine bleibende Erinnerung war die Aufgabe im Spital Vevey, General Guisan das tägliche Morgenessen zu servieren.
Die ersten drei Jahre als ausgebildeter Florist verbrachte Heinrich in Zürich. 1950 bis 1952 arbeitete er in Norwegen. An den Olympischen Spielen in Oslo fungierte er als Platzanweiser. Sein Drang nach weiterer Ausbildung führte ihn 1952 nach München, wo er die Meisterprüfung an der Gartenbauhochschule München Freising ablegte.
Ab 1956 wurde das Blumengeschäft Wyss an der Lausannegasse 70 in Freiburg sein Arbeitsort. Später übernahm er das Geschäft mit der ganzen Liegenschaft. Die Schönheit der Blume, ihre Sprache, ihre verschlüsselte Botschaft haben ihn immer fasziniert. Durch seine Beobachtungsgabe, das stille Zuhören, das viele Lesen und die lange Erfahrung eignete er sich ein grosses Wissen in der Botanik und in der Kunst an.
In Wünnewil – bei der Familie seines Bruders Gallus und seiner Schwägerin Marie-Rose – blieb Heinrich bis vor 20 Jahren Familienmitglied. In seinem Zimmer fand der erste Fernseher des Quartiers Platz. Zeitschriften, Bücher, Münzen und Briefmarken füllten seine Regale. Er fotografierte viel, hörte gerne klassische Musik und wissenschaftliche Radiosendungen. Er hielt zeitweise einen Hund, besass Vögel und Schildkröten. Abends pflegte er den grossen Hausgarten und zog manche exotische Frucht und Pflanze.
Nach der Aufgabe seines Geschäfts blieb Heinrich mehrheitlich in der Lausannegasse, umsorgt von seiner Schwester Madlen. Am Wochenende zog es ihn nach Wünnewil, wo er in der alten Käserei wohnte.
Gerne reiste er, meistens in Begleitung eines Familienmitglieds. Oft zog es ihn nach Spanien zu seiner Schwester Cécile. Die gemeinsamen Sommerferien mit seinen Geschwistern gehörten jedes Jahr zu den Höhepunkten.
Am 10. April 2010 wurde Heinrich nach einem Schlaganfall ins Kantonsspital Freiburg eingeliefert. Am Abend des 13. April traf sich die Familie an seinem Bett und Heiri spürte noch einmal die Geborgenheit der Familie. Am Mittwoch, 14. April 2010, beim ersten Gesang der Vögel, ist er friedlich entschlafen. Eing.