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Gesund Essen, die Reihenfolge macht es aus
Möchtest Du Dich gesund und abwechslungsreich ernähren, kommt es nicht nur darauf an, was Du ist, sondern vor allem, in welcher Reihenfolge Du etwas ist. Mit der richtigen Reihenfolge beim Essen kannst Du unwohle Empfindungen und einigen Krankheiten nach dem Essen vorbeugen.
Warum ist die richtige Reihenfolge beim Essen so wichtig?
Bei jeder Mahlzeit kombinierst Du die verschiedensten Lebensmittel miteinander, ohne dass Du Dir viele Gedanken machst, dass die Zutaten unterschiedliche Verdauungszeiten haben. Das ist der Grund, warum Du Dich nach manchen Gerichten aufgebläht und übel fühlst. Immer dann, wenn Du schwer verdauliche Lebensmittel vor leicht verdaulichen Lebensmitteln zu Dir nimmst, entwickeln sich in Deinem Darm Gärgase. Um ein Unwohlsein nach dem Essen vorbeugen zu können, solltest Du Dir einige wichtige Regeln merken und die Verdauungszeiten Deiner Lieblingszutaten recherchieren. Wichtig ist aber, dass Du immer erst leicht verdauliche Speisen zu Dir nimmst, bevor Du schwer verdauliche Lebensmittel ist. Aus diesem Grund ist die Melone als Vorspeise erlaubt, als Nachspeise aber tabu.
Leicht verdauliche Lebensmittel
Zu den leicht verdaulichen Lebensmitteln gehören wasserhaltige Obstsorten, wie Wassermelone, aber auch Gemüse- und Fruchtsäfte, danach kommen unterschiedliche Salatsorten als Smoothie (gemixt, püriert). Melonen und Zitrusfrüchte folgen, vor anderen Obstsorten, dann erst andere Früchte und Salate, vor gekochtem Gemüse ohne Stärke. Stärkehaltige Gemüsesorten sind leichter verdaulich als Hülsenfrüchte, die vor Samen und Nüssen gegessen werden sollten. Eier und fettarmer Fisch benötigen zwischen 30 und 45 Minuten für die Verdauung, fetter Fisch bis zu 60 Minuten.
Schwer verdauliche Lebensmittel
Milchprodukte (stark entrahmt), wie Ricotta und Hüttenkäse benötigen etwa 90 Minuten für die Verdauung, Milchprodukte aus Vollmilch etwa 2 Stunden und Hartkäse ca, 4,5 Stunden für die Verdauung. Die Verdauungszeit von Geflügel schwankt zwischen 2 und 2,5 Stunden, Lamm oder Rind etwa 4 Stunden und die Verdauung von Schweinefleisch benötigt etwa 5 Stunden.
Freude am Essen, ohne Völlegefühl
Orientiere Dich bei der Zusammenstellung Deiner Speisen an die Verdauungszeiten und kombiniere die unterschiedlichen Lebensmittel der Reihe nach, von leicht- bis schwerverdaulich. Je weniger Zutaten Du verwendest, desto einfacher sind die Kombinationen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind gesünder, als eine üppige Speise. Wichtig ist, dass Du lange und intensiv kaust, so können die Verdauungsenzyme aus dem Speichel schon im Mund wirken. Trinken solltest Du nur vor dem Essen oder frühestens 1,5 Stunden nach dem Essen. Die Flüssigkeitszufuhr während des Essens verwässert die Verdauungssäfte des Magens, sodass es noch länger dauert, bis die Speisen verdaut sind. Schon im Magen oder Darm können sich dann Faulgase bilden, die nicht nur unangenehm sind, sondern auch so riechen.
Die Steigerung des Wohlbefindens ist spürbar
Du bemerkst sofort eine spürbare Verbesserung des Wohlbefindens, wenn Du alle verwendeten Lebensmittel in der richtigen Reihenfolge zu Dir nimmst. Du bist weder übersättigt, noch wirst Du müde. Trotz allen Traditionen ist es empfehlenswert, wenn Du nur dann isst, wenn Du auch Hunger hast. Sobald Du ein Sättigungsgefühl verspürst, hast Du genug gegessen, auch wenn noch ein Teil der Mahlzeit auf dem Teller ist.
Bildquelle: dbreen / pixabay.com