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«Kontroll-Freak», «Terror-Herrschaft», «Behandlungen mit Käse»: Die britische Presse rechnet mit dem beim FC Fulham entlassenen Felix Magath ab. Jetzt schaltet der Trainer einen Anwalt ein.
Wenige Tage nach seiner Entlassung beim englischen Zweitligisten FC Fulham hat sich die britische Presse auf Felix Magath eingeschossen. Die «Sun» nannte den Trainer einen «Kontroll-Freak». Der «Daily Mirror» bezeichnete die siebenmonatige Amtszeit beim Premier-League-Absteiger als «Terror-Herrschaft».
Zudem war in einigen Zeitungen berichtet worden, Magath rufe Spieler in sein Büro und starre sie minutenlang an, um zu sehen, ob sie blinzeln. Gegen diese Behauptung will der 61-Jährige nun per Abmahnung vorgehen lassen.
«Das ist frei erfundener Blödsinn. Mein Mandant starrt keine Spieler an. Er schweigt sie auch nicht an, und er testet auch nicht, ob sie blinzeln. Wäre es nicht so traurig, dass ein solcher Unfug verbreitet wird, könnte man darüber lachen», sagte Magaths Medienanwalt Ralf Höcker.
Fulham hatte sich am Donnerstag nach sechs Pleiten in sieben Spielen von Magath getrennt. «Ich habe niemandem gegenüber ein schlechtes Gewissen», sagte der ehemalige deutsche Nationalspieler. Trotz des Abrutschens auf den letzten Tabellenplatz hatte Magath gehofft, weiter am Umbruch des Vereins arbeiten zu dürfen.
«Das soll nicht überheblich klingen, aber ich bin nach wie vor überzeugt, dass deutsche Qualitäten dem englischen Fussball gut tun würden. Leider ist man nur schwer bereit, etwas anzunehmen.» Magath zeigte sich davon überzeugt, dem englischen Fussball auch in Zukunft «etwas geben» zu können.
Weitere angebliche Enthüllungsgeschichten aus den Medien entkräftete Magath. Der «Observer» hatte berichtet, der Trainer habe in der vergangenen Saison eine Oberschenkelverletzung von Brede Hangeland mit einem Stück Käse behandeln lassen, statt den Reha-Plan des Mannschaftsarztes zu befolgen. Hangeland – so hiess es in dem Blatt – habe einen Nachmittag eine Scheibe des Käses auf die verletzte Stelle pressen müssen. Magaths Kommentar dazu: «Das ist Käse».
Er habe dem Spieler lediglich geraten, «es mal mit dem alten Hausrezept Quark» zu versuchen. Bei der Verletzung habe es sich im Übrigen nicht um eine Muskelverletzung, sondern um eine Entzündung im Knie gehandelt. «Ich würde nie einem Mediziner vorschreiben, was er zu tun hat», sagte Magath weiter. (tpr/dpa/syl)