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1959 initiierte die Schweiz das Jiri Multipurpose Development Project (JMDP). Dies war ein wegweisendes Projekt in der Entwicklungszusammenarbeit für Nepal. Es basierte auf der Wissensvermittlung in Landwirtschaft, Ausbildung, Gesundheit und Technologietransfer. Aus dem Projekt ist ein Krankenhaus, Schulen, Kooperativen (Milch und Käse) und technische Ausbildungsstätten entstanden. Es wird heute noch aus Yakmilch Käse hergestellt. Jiri ist in Nepal auch bekannt als „Züri“ von Nepal, weil die Schweiz eine so grosse Pionierrolle übernommen hat.
1970 hat die grosse Hungersnot in Nepal auch das Jiri-Tal erfasst. Viele Bauern konnten von ihrem Land nicht einmal genügend Lebensmittel für den Eigenbedarf von 6 Monaten ernten. Keine Strasse führte von der Hauptstadt Kathmandu nach Jiri. Deshalb haben kurzfristig veranlasste Hilfeleistungen ihren Weg nicht nach Jiri gefunden. Der Hunger hat viele Farmer dazu gebracht, ins Umland von Kathmandu ziehen. Das Jiri Tal verwaiste und das Schweizer Jiri Multipurpose Development Project wurde umdefiniert. Die erste Aktion war der Bau einer Verbindungsstrasse von Kathmandu nach Jiri. Die Strasse existiert noch heute und stellt nach wie vor die einzige Verbindung nach Jiri dar!
Diese Strasse war auch die beste Reisemöglichkeit für Mt. Everest Bergsteiger und Trekkinggruppen, um per Jeep so nah wie möglich an den grossen Berg zu kommen. Jiri Bazar wurde in kürzester Zeit ein geschäftiger Markplatz mit über 25 Lodges von wo alle Trekks von der Nepal Seite auf den Mt. Everest gestartet sind.
2001 wurde der Flughafen in Lukla in Betrieb genommen, was allen Mt. Everest Touristen 5 Tage Fussmarsch abnahm. Das war der Untergang für die Lodges und Geschäfte in Jiri Bazar. 2002 war Jiri im Bürgerkrieg eine umkämpfte Gegend und das Geschäft mit Turisten erlag komplett. Der wirtschaftliche Untergang war nicht mehr aufzuhalten.