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Der Kanton Aargau
Im 6. Jahrhundert gehörte der Aargau zum Frankenreich, der Name 'Aargau' wurde 763 zum ersten Mal erwähnt. Im 14. Jahrhundert fiel dann der Oberaargau an Bern.
Der Unteraargau - das Gebiet des heutigen Kantons Aargau - gehörte im Mittelalter zunächst den Grafen von Lenzburg (1173 starb Ulrich IV von Lenzburg als letzter Lenzburger) und danach den Grafen von Kyburg (Hartmann III fiel die Festung Baden zu) und zuletzt den Herzögen von Habsburg. 1415 wurde der Unteraargau von den Eidgenossen erobert. Der im Westen gelegene Unteraargau - der Berner Aargau - war Untertanengebiet von Bern. Im Osten entstanden das von Zürich verwaltete Kelleramt sowie die Freien Ämter und die Grafschaft Baden, welche gemeine Herrschaften (gemeinsam verwaltete Gebiete) der Eidgenossenschaft waren.
1798 wurde der Aargau von den Franzosen erobert. Aarau war während eines halben Jahres die Hauptstadt der Helvetischen Republik (und damit die erste Hauptstadt der Schweiz). Es entstanden drei Kantone:
Der heutige Kanton wurde 1803 durch die Mediationsakte von Napoléon Bonaparte aus den drei Kantonen Aargau, Baden und Fricktal gebildet. Teile des zürcherischen Untertanengebiets im Limmattal blieben bei Zürich, das Amt Hitzkirch bei Luzern. Dafür wurden das bernische Amt Aarburg und das luzernische Amt Merenschwand dem neuen Kanton angefügt.
Der "Freiämtersturm", ein Zug der katholischen Opposition in die Hauptstadt Aarau, ermöglichte die Schaffung einer Verfassung mit erweiterten Volksrechten. Der Aargauer Klosterstreit 1841/43, als der Kanton zuerst alle Klöster aufhob, dann aber die Frauenklöster (z.B. Kloster Fahr) wieder zuliess, war eine der Ursachen für den Sonderbundskrieg von 1847, der in die Errichtung des modernen schweizerischen Bundesstaates mündete.
Baden
Die Römer errichteten eine Ansiedlung (vicus) namens Aquae Helveticae und nutzten die 47°C warmen Thermalquellen. Die Gründung erfolgte im Zusammenhang mit dem Bau des Legionslagers Vindonissa. Im Vierkaiserjahr 69 n. Chr. wurde Aquae Helveticae durch die 21. Legion (Legio XXI Rapax) geplündert. Der Historiker Publius Cornelius Tacitus erwähnte die respektable Siedlung in seinem Werk Historiae.
Obwohl das Legionslager Vindonissa im Jahr 101 zu einer rein zivilen Siedlung wurde, verlor Aquae Helveticae nur wenig an Popularität. Zwischen 259 und 270 erfolgten mehrere Überfälle der Alemannen. Im 4. Jahrhundert wurde noch eine Befestigungsanlage errichtet, doch dies konnte den Bedeutungsverlust des Ortes in den nächsten Jahrhunderten nicht aufhalten.
Im 10. Jahrhundert wurde die Festung Stein errichtet, die während des Investiturstreits in den Besitz der Grafen von Lenzburg gelangte. Durch Erbschaft ging der Stein 1173 an die Kyburger und 1264 an die Habsburger. Der Stein wurde zu einer der bedeutendsten Burgen der heutigen Nordschweiz, denn hier befanden sich der Verwaltungssitz und das Archiv von Vorderösterreich. 1297 erhielt Baden das Stadtrecht.
Als Gegenstück zur Festung Stein, dem gräflichen Verwaltungssitz, entstand im 12. Jahrhundert auf der gegenüber liegenden Seite des Flusses das 'Niderhus' (Unteres Haus). Es wurde von Dienstleuten der Grafen von Lenzburg bewohnt und kam 1173 durch Erbschaft an die Kyburger. 1264 übernahmen die Habsburger die beiden Burganlagen. 1360 wurde das 'Niderhus' bei der Erweiterung der Stadtbefestigung als Brückenkopf in die Wehranlagen integriert.
Mit der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahr 1415 gelangte die Umgebung als Untertanengebiet Grafschaft Baden an die acht alten Orte (Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus und Zug). Die Festung Stein wurde zerstört. Ebenso wurde das 'Niderhus' stark beschädigt, danach aber wieder instand gesetzt und als Sitz des Landvogts der Grafschaft Baden verwendet.
Die Verwaltung der gemeinsam eroberten Gebiete machte häufigere Absprachen zwischen den einzelnen Orten nötig. Zu diesem Zweck trafen sich die Abgesandten ab 1416 zu Tagsatzungen, die im Badener Rathaus durchgeführt wurden. Zwar fanden Tagsatzungen auch in anderen Städten statt, doch Baden war aufgrund der Bäder und der damit verbundenen Zerstreuungen bei den Abgesandten besonders beliebt. Ab 1421 diente auch das 'Niderhus' als Versammlungsort der eidgenössischen Tagsatzung.
1484 gab es Pläne, die zerstörte Festung Stein wieder aufzubauen, um die Platznot der Tagsatzung und der Verwaltung zu lindern; doch schliesslich entschied man sich für die weit kostengünstigere Variante, die Erweiterung des 'Niderhus' zum Landvogteischloss. Das Landvogteischloss besteht damit im Kern aus einem in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Burgturm. Dieser wurde zwischen 1487 und 1490 zu einem grossen Teil abgebrochen und durch zwei Flügel auf der Nord- bzw. Südseite ergänzt.
Die Stadt selbst wurde formaljuristisch Freie Reichsstadt, wobei diese Freiheit in der Praxis nicht durchsetzbar war und spätestens mit dem endgültigen Austritt der Eidgenossenschaft aus dem Heiligen Römischen Reich im Jahr 1648 illusorisch wurde.
Die wichtigsten Geschäfte, die die ganze Eidgenossenschaft betrafen, wurden ausschliesslich in Baden verhandelt, so z.B. ab 1424 die Abnahme der Jahresrechnungen sämtlicher Gemeinen Herrschaften, aber auch Entscheidungen über Krieg und Frieden. 1526 fand hier der Badener Disput zwischen Johannes Oekolampad und Johannes Eck statt. Die Mehrheit der anwesenden Geistlichen bekannte sich zum alten Glauben. Baden blieb mehrheitlich katholisch.
Nach dem Ersten Villmergerkrieg von 1656 liessen die siegreichen katholischen Orte die Festung Stein zwischen 1658 und 1670 wieder aufbauen. Im Zweiten Villmergerkrieg von 1712 wurde sie von den siegreichen Zürchern und Bernern aber erneut zerstört. Im Friedensvertrag erzwangen sie den Bau einer reformierten Kirche, die aus den Überresten der zerstörten Festung entstand. Nach 1712 nahm die Bedeutung Badens als Tagungsort rasant ab. Daran konnte auch ein Kongress im Jahr 1714 nichts ändern, der zur Lösung des Spanischen Erbfolgekriges stattfand und am 7. September mit dem Frieden von Baden (im Prinzip einer Bestätigung des Rastatter Friedens) abgeschlossen wurde.
Das Landvogteischloss war bis 1798 Amtssitz und Wohnhaus des eidgenössischen Landvogts von Baden. Als 1798 die Helvetische Republik ausgerufen wurde, verliess der letzte Landvogt das Schloss. Dieses gelangte 1804 in den Besitz des Kantons Aargau. Bereits 1807 wurde das Schloss von der Stadt Baden gekauft und als Schulhaus verwendet. Danach wurde es als Spital und - nach 1857 für kurze Zeit - als Gefängnis gebraucht, bis es 1913 nach einer Restaurierung als Museum eingerichtet wurde.
Im März 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Baden wurde Hauptstadt des kurzlebigen Kantons Baden. Mit der 1803 von Napoléon Bonaparte unterzeichneten Mediationsakte ging der Kanton Baden zusammen mit dem Kanton Fricktal im neu geschaffenen Kanton Aargau auf. 1819 spaltete sich das auf der rechten Seite der Limmat gelegene Ennetbaden als selbständige Gemeinde von der Stadt ab. 1834 wurden die Badener Artikel verabschiedet, die eine staatliche Aufsicht über die katholische Kirche forderten.
Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts setzte die Industrialisierung ein; 1835 erfolgte der Bau der ersten Fabrik.
Dank Investitionen blühte Baden als Kurort wieder auf. 1873 wurde der erste Spatenstich für den neuen Kursaal, nahe dem Bäderquartier, gemacht. Bereits zwei Jahre später konnte das damalige 'Konversationshaus' eingeweiht werden. Ein Kurorchester sowie das Kurtheater gehörten ebenso zum festen Programm wie Tanzveranstaltungen, das Restaurant und ein Lesezimmer. 1891 wurde das 'Rösslispiel' (Glücksspiel) eingeführt. 1897 wies der Kursaal bereits über 16’000 Franken und 1919 mehr als 30’000 Franken an Spieleinnahmen aus. Heute ist im Kursaal das Grand Casino Baden untergebracht.
Die Stadt erhielt am 6. September 1877 eine zweite Bahnstation, Baden Oberstadt an der Nationalbahn. Der Konkurs dieser Gesellschaft im darauf folgenden Jahr stürzte die Stadt in eine finanzielle Krise, da sie sich finanziell stark engagiert hatte.
Schloss Schartenfels (Wettingen)
Im Mai 1875 erwarb Gottfried Anner, Gerichtskanzlist und späterer Vize-Amtmann in Baden vom damaligen Bezirksamtmann Jakob Bopp Land im Bereich des Schartenfels. 1894 erfolgte der Ausbau in eine schlossähnliche Anlage. Anner baute seinen Landbesitz auf drei Hektaren aus, bestehend aus Wald und Fels, dem Schlosspark und Weinbaugebiet. Im September 1913 erwirkten die Wettinger auf Ersuchen der Badener Behörden d en Abbruch des mittlerweile baufällig gewordenen Schlossturms, womit ein markantes und wesentliches Bauelement der Gesamtanlage verschwand.
Gebenstorf
Ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. führte die Römerstrasse vom Legionslager Vindonissa nach Aquae Helveticae (Baden). 1534 fand ein Bauer in Wil beim Pflügen seines Feldes einen römischen Meilenstein (heute im Landesmuseum in Zürich). Im Ortsteil Vogelsang wurden römische Soldatengräber entdeckt.
Das Dorf entstand erst im 8. Jahrhundert, als alemannische Siedler sich niederliessen. Die Ortsteile Reuss und Vogelsang sowie die beiden Berghöfe Schwabenberg und Petersberg auf dem Gebenstorfer Horn entstanden zwischen 1000 und 1200. Im Jahr 1247 erfolgte die erste Erwähnung als 'Gobistorf', als die Habsburger die Kirche des Dorfes erwarben. Diese übertrugen 1330 ihren Besitz und ihre Rechte - mit Ausnahme der hohen Gerichtsbarkeit - in Gebenstorf an das Kloster Königsfelden.
Im März 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Gebenstorf wurde eine Gemeinde im kurzlebigen Kanton Baden; seit 1803 gehört sie zum Kanton Aargau.
1826 hielt die Industrialisierung Einzug, als auf freiem Feld in Turgi, weitab vom Dorf, eine erste Fabrik errichtet wurde. Am 29. September 1856 wurde dort ein Bahnhof an der Strecke Baden - Brugg eröffnet. Der Gegensatz zwischen den alteingesessenen Gebenstorfern und den Turgemern wurde rasch grösser. Die Situation entspannte sich erst, als Turgi am 1. Januar 1884 von Gebenstorf getrennt wurde.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die so genannte Limmatstellung errichtet. Zahlreiche Bunker und Panzersperren hatten die Aufgabe wurde errichtet. Von 1940 bis 1943 lebten rund 300 polnische Soldaten in einem Internierungslager bei Gebenstorf.
Brugg
Die Römer errichteten um 15 v. Chr. eine Militärstation, die sie ab 14. n. Chr. zu einem Legionslager ausbauten. Damals entstand die erste Holzbrücke über die Aare. Über diese führte die Römerstrasse nach Augusta Raurica (Augst). Auf Brugger Boden befanden sich zwei grosse Gräberfelder (bisher wurden rund 350 römische Gräber aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. entdeckt).
Nach dem Einfall der Alamannen (259 bis 270 n. Chr.) wurde Vindonissa wieder zu einem Legionslager umfunktioniert. Im heutigen Stadtteil Altenburg entstand um 370 n. Chr. ein Kastell als Teil des Donau-Iller-Rhein-Limes. Zwischen 401 und 406 n. Chr. zogen sich die Römer endgültig zurück. Die Besiedlung durch die Alamannen ist ab dem 7. Jahrhundert nachweisbar.
Die Stadt Brugg ist eine Gründung der Grafen von Habsburg. 'Brugg' (Brücke) ist ein Hinweis auf den eigentlichen Zweck der Stadtgründung. Der Name 'Brugg' wird 1064 erwähnt, als der Graf von Habsburg dem Kloster Muri seine Güter, darunter solche in 'Bruggo', bestätigt. Im mittlerweile eingemeindeten Dorf Altenburg befindet sich die älteste nachweisbare Residenz der Habsburger (Graf Lanzelin liess das Kastell zum Schlösschen Altenburg ausbauen). Um 1020 ordnete dessen Sohn Radbot den Bau der 'Habsburg' auf dem drei Kilometer südwestlich gelegenen Wülpelsberg an. Einige Jahrzehnte später benannte sich das Geschlecht nach dieser Burg. Unmittelbar nach 1200 erhielt das Aarestädtchen das Marktrecht, und 1284 das Stadtrechts durch König Rudolf von Habsburg.
Vermutlich gegen Ende 12. Jahrhundert wurde auf Befehl Graf Albrechts III. der 'Schwarze Turm' an die Aarebrücke gebaut. Dieses Bauwerk ist - nebst dem Salzhaus - heute noch das Wahrzeichen der Stadt. Die Habsburger zogen um 1220/30 aus der mittlerweile zu klein gewordenen Habsburg aus und lebten fortan in Brugg. Ab 1232 wurden Münzen geprägt, 1273 eine Zollstelle erwähnt, und spätestens ab 1278 gab es einen Schultheiss. 1283 wurde erstmals der Markt erwähnt. Rudolf I. verlieh dem Ort am 23. Juni 1284 das Stadtrecht.
Auch im 14. Jahrhundert blieb Brugg eng mit den Habsburgern verbunden, denn häufig sammelten die österreichischen Heerführer ihre Streitkräfte in Brugg (so auch vor dem Feldzug nach Sempach im Jahre 1386). Am 1. Mai 1308 wurde König Albrecht I. beim Nachbardorf Windisch ermordet. Zum Gedenken an dieses Ereignis stiftete seine Gattin Elisabeth von Görz-Tirol das Kloster Königsfelden. Albrechts älteste Tochter Agnes von Ungarn, die Witwe des ungarischen Königs Andreas III., lebte dort ab 1317. 1348 erhielt sie von ihrem Bruder Albrecht II. die herrschaftlichen Rechte über die Stadt Brugg sowie über die benachbarten Ämter Bözberg (mit Lauffohr) und Eigenamt (mit Altenburg). Die Rechte fielen 1364 nach ihrem Tod an die Herzöge von Habsburg-Österreich zurück.
Herzog Friedrich IV. fiel 1415 beim Konzil von Konstanz in Ungnade, nachdem er dem Gegenpapst Johannes XXIII. zur Flucht verholfen hatte. König Sigismund forderte die Eidgenossen auf, den Aargau im Namen des Reiches zu erobern. Bern zögerte nicht lange und entsandte umgehend Truppen. Die Brugger liessen die Berner am 29. April 1415 kampflos in ihre Stadt einmarschieren. Als Gegenleistung blieben die überlieferten Rechte der Stadt unangetastet.
König Friedrich III. verbündete sich 1443 im Alten Zürichkrieg mit Zürich und forderte die Rückgabe des Aargaus. Als Zürich im Juni 1444 von den Truppen der übrigen Eidgenossen belagert wurde, entsandte der französische König Karl VII. das Heer der Armagnaken. Um ihnen den Weg nach Zürich zu erleichtern, wurde Brugg in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 1444 überfallen. Ein durch Freiherr Thomas von Falkenstein angeführter kleiner Trupp schlich sich vom Bruggerberg heran, drang durch eine List in die Stadt ein, plünderte sämtliche Häuser und steckte einige davon in Brand.
Dieses Ereignis wurde von den Gegnern Zürichs zu einem Massaker hochstilisiert. Als Vergeltung zerstörten Berner und Solothurner wenige Wochen später die Falkensteiner Stammburg bei Niedergösgen.
1451 verkaufte Thüring von Aarburg die Herrschaft Schenkenberg an Hans und Markwart von Baldegg. Zwischen Brugg und den Baldeggern kam es immer öfter zu Streitigkeiten über Nutzungsrechte am Bruggerberg. Bern hatte schliesslich genug von den ständigen Schikanen gegenüber ihrer Untertanenstadt und eroberte 1460 die Herrschaft.
Im Januar 1528 beschloss Bern die Einführung der Reformation. In Brugg gab es am 1. März in Brugg eine Mehrheit von fünf Stimmen für den Verbleib beim Katholizismus. Tage später musste Brugg sich dem massiven politischen Druck beugen.
Die mindestens seit 1396 bestehende städtische Schule wurde nach der Reformation in eine obrigkeitliche Lateinschule umgewandelt. Diese Lateinschule, die der bernischen Kirche immer wieder geschulte Kräfte lieferte, trug Brugg auch den Namen 'Prophetenstädtchen' ein.
Während einer Pestepidemie im Jahr 1541 starben rund 180 Personen, ein Viertel der Bevölkerung. Bis 1611 stieg die Bevölkerungszahl wieder auf einen Höchststand von 930, etwa gleich viel wie knapp zweihundert Jahre zuvor. Die letzte und auch folgenschwerste Pestepidemie dauerte von September 1667 bis Januar 1669; damals starben 514 Personen oder über 60 Prozent der Bevölkerung. Ein folgenschweres Unglück ereignete sich am 1. September 1626, als ein auf der Aare in Richtung Zurzach fahrendes Schiff kenterte. Dabei ertranken über 100 Menschen, 47 davon stammten aus Brugg.
Zu Beginn des Jahres 1798 marschierten die Franzosen ein, was das Ende der bernischen Herrschaft bedeutete. Ein Revolutionskomitee übernahm die Macht in Brugg. Am 12. April proklamierte General Guillaume-Marie-Anne Brune die Helvetische Republik. Napoleon ernannte Brugg 1803 zum Bezirkshauptort im jungen Kanton Aargau.
Der Bau der Eisenbahnlinien und des städtischen Elektrizitätswerks schufen die Voraussetzungen für eine rasche Industrialisierung. Ebenso wurden die militärischen Genie-Schulen und das Schweizerische Bauernsekretariat nach Brugg gelegt.
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Last update by Daniel Stieger (6 January 2008)