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Rex
(lat., »König«),
in den ersten Jahrhunderten des römischen Staats Titel des obersten Magistrats. Diese Könige waren Wahlkönige, deren Gewalt, ¶
forlaufend
namentlich was Gesetzgebung und Kriegserklärungen anbetraf, durch Senat und Volk beschränkt war. Für die Wahl eines Königs, wenn der Thron [* 3] erledigt war, wurde ein Zwischenkönig, Interrex (s. d.), eingesetzt, welcher mit dem gesamten Senat über den zu wählenden König zu beraten und dann die Entscheidung des Volkes in den Kuriatkomitien einzuholen hatte. Im Fall der Zustimmung ward hierauf der gewählte König sofort proklamiert und vom Augur auf die Burg zum Auguraculum geführt zur Beobachtung der himmlischen Zeichen, worauf er in einer Kurienversammlung die Lex curiata de imperio einholte, durch welche er erst das militärische und zivile Imperium erhielt.
Der
Rex führte den Vorsitz im Senat und in der Volksversammlung, welche er zu berufen hatte; er war der
oberste Feldherr, Richter und Priester, obwohl seit Numa es für die priesterlichen Geschäfte besondere Kollegien gab. Seine
Insignien waren die 12 Liktoren mit den Fasces,
[* 4] das Purpurgewand (Toga
[* 5] praetexta) und unter den letzten Königen
auch Zepter und Diadem. Ein Teil des Ager publicus war unveräußerliches Krongut, dessen Einkünfte der König bezog, und welches
auf öffentliche Kosten bebaut ward.