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Grundsätzlich liege es im Ermessen der jeweiligen Veranstalter, Wildcards für Turniere zu vergeben, wird WTA-Präsident Steve Simon dort zitiert: «Nicht einverstanden bin ich aber mit der Grundlage, auf welcher der französische Verband seine Entscheidung im Fall von Maria Scharapowa getroffen hat.»
Es gibt keinen Grund, einen Spieler über ein gemeinsam festgelegtes Strafmass hinaus zu sanktionieren.
Die Russin habe ihre vom internationalen Sportgerichtshof auferlegte Strafe abgesessen, es gebe keinen Grund, «einen Spieler über ein gemeinsam festgelegtes Strafmass hinaus zu sanktionieren.»
Am Dienstag war bekannt geworden, dass Scharapowa keine Wildcard für das 2. Grand-Slam-Turnier des Jahres erhält. Bernard Giudicelli, Präsident des französischen Tennis-Verbands, hatte in der Begründung klargestellt, dass es seiner Ansicht nach «keine Wildcards für Comebacks nach Dopingsperren geben darf».
Scharapowa war 2015 wegen Meldonium-Missbrauchs für 15 Monate gesperrt worden. Sie war Ende April in Stuttgart in die Turnierszene zurückgekehrt.
Wettbetrüger erhält Wildcard
Seltsam erscheint in diesem Licht allerdings, dass die Veranstalter Constant Lestienne (ATP 253) mit einer Wildcard für die Qualifikation ausgestattet haben. Der Franzose war im September 2016 für sieben Monate gesperrt worden, weil er auf 220 Tennis-Matches gewettet hatte.
Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 16.5.2017, 22:00 Uhr