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Nur sieben Kirchgänger
- aber eine Konversion zum katholischen Glauben!
Am Fest des hl. Stephanus des Jahres 1595 kamen nur sieben Menschen zu seinem Gottesdienst. Franz von Sales überlegte ernsthaft, ob es sich bei einer so geringen Zahl an Zuhörern überhaupt lohne, eine Predigt zu halten. Er tat es schließlich trotzdem. Unter den Kirchenbesuchern befand sich an diesem Tag zufälligerweise der calvinistische Prokurator von Thonon, Claude-Francois Dumont. Dieser wurde von den Worten des hl. Franz von Sales so getroffen, dass er sofort nach Ende des Gottesdienstes auf Franz zuging und um die Aufnahme in die Katholische Kirche bat. Franz nahm diesen Vorfall als Zeichen, in Zukunft niemals eine Predigt zu unterlassen, egal wie gering die Zahl der Zuhörer auch sein mochte.
Ein überzeugendes Argument
zur Konversion:
Eine Dame, die ihre Konversion zum katholischen Glauben immer wieder durch neue Einwände hinauszögerte und Franz von Sales schon viele Stunden für deren Beantwortung gekostet hatte, brachte schließlich noch das Argument des Zölibats zur Sprache, Sie könne nicht verstehen, warum die Katholische Kirche immer noch daran festhalte. Darauf sagte Franz von Sales lächelnd: „Gnädige Frau, wenn ich eine Familie hätte, fände ich bestimmt nicht so viel Zeit, auf ihre Schwierigkeiten einzugehen." Das überzeugte die Dame: Sie wurde katholisch.
„Heiliger Fettsack"
Am 21. Oktober 1605 begann ein Genfer Medizinstudent, ein in Annecy stadtbekannter Sohn eines calvinistischen Arztes, vor dem Bischofshaus in Annecy über Franz von Sales zu spotten. Laut beschimpfte er den Bischof gegenüber den Vorübergehenden als „Saint-Gras" - „Heiliger Fettsack". Franz von Sales, der auf den schreienden Studenten vor seiner Haustür aufmerksam wurde, jagte diesen jedoch nicht einfach davon, sondern holte ihn zu sich und bat ihn, seinen Puls zu messen, da er - so Franz von Sales - selten Gelegenheit habe, einem so begabten jungen Medizinstudenten, dessen Fähigkeiten allseits bekannt seien, persönlich zu begegnen. Der junge Mann war darüber äußerst verwundert und im Laufe seiner Untersuchung kamen die beiden ins Gespräch. Danach war der Student von Franz von Sales so angetan, dass er sich die nächsten Tage wieder mit dem Bischof traf und schließlich zum katholischen Glauben übertrat.
Worte des hl. Franz von Sales:
„Nimm dir jeden Tag eine halbe Stunde Zeit zum Gebet, außer wenn du viel zu tun hast, dann nimm dir eine Stunde Zeit."
„Ein Gramm Beispiel gilt mehr als ein Zentner guter Worte."
„Freude öffnet, Traurigkeit verschließt das Herz."
„Denke daran, dass der gegenwärtige Tag dir gegeben wurde, damit du durch ihn die Ewigkeit gewinnst. Nimm dir fest vor, den Tag dafür gut zu nützen. Begegne dem, was auf dich zukommt, nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung. Der Mensch ist für die Freude, die Freude ist für den Menschen. "
„Ein Prediger ist gut, wenn seine Gemeinde beim Fortgehen nicht sagt: Welch herrliche Predigt! - sondern: Ich werde etwas tun."
„Wenn der Mensch sich reinwäscht, klagt Gott ihn an. Wenn der Mensch sich anklagt, wäscht Gott ihn rein."
„Die Zeit, Gott zu suchen, ist das Leben. Die Zeit, Gott zu finden,
ist der Tod. Die Zeit, Gott zu besitzen, ist die Ewigkeit."