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Der von Taiwan kommende Taifun «Soudelor» hatte in der Nacht zum Sonntag auf die südostchinesischen Provinz Fuijan getroffen. Von dort zog er in die Nachbarprovinzen Zhejiang und Jiangxi.
Die Todesopfer seien von den Fluten mitgerissen oder unter eingestürzten Häusern in der ostchinesischen Provinz Zhejiang verschüttet worden, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag die chinesische Behörde zur Flutkontrolle. Drei Menschen galten als vermisst.
Im Gebiet von Wencheng fiel laut Xinhua so viel Regen wie seit hundert Jahren nicht. Mehr als zwei Millionen Menschen waren zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Den Schaden bezifferte Xinhua auf umgerechnet mindestens 36 Millionen Franken.
Millionen ohne Strom
Zuvor hatte der Wirbelsturm in Taiwan gewütet. Er hatte die Insel am späten Freitagabend mit Böen von bis zu 173 Kilometern pro Stunde und heftigem Regen erreicht. Nach Angaben der Notfallbehörde wurden mindestens 379 Menschen verletzt.
Etwa 7500 Anwohner der Berg- und Küstenregionen wurden in Sicherheit gebracht. Nach Angaben taiwanesischer Behörden fehlte auf der Insel noch von vier Menschen jede Spur.
In vielen Teilen des Landes knickten Bäume und Strommasten um. Knapp vier Millionen Haushalte waren ohne Strom, wie der staatliche Energiekonzern Taiwan Power Company mitteilte. Demnach handelte es sich um den grössten Leistungsabfall in der Geschichte der Insel, der von einem Taifun verursacht worden war.
Wirbelsturm am Dienstag wieder über Meer
Am Sonntag hob die taiwanesische Wetterbehörde ihre Taifun-Warnung auf, wie die staatliche Nachrichtenagentur CNA meldete. Es wurde jedoch weiterhin mit heftigen Regenfällen gerechnet.
Die chinesische Wetterbehörde teilte mit, der Wirbelsturm, der vergangene Woche mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern als der schlimmste Taifun des Jahres angekündigt worden war, werde in der Nacht zum Montag voraussichtlich zu einem tropischen Sturmtief herabgestuft.
Die Meteorologen rechnen damit, dass der Sturm an der Ostküste entlang Richtung Norden zieht und dann am Dienstag über das Gelbe Meer hinwegfegt. (sda/dpa/afp)