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Erster Vertrag für Myrrha unterzeichnet
Der belgische Ministerrat hatte am 7. September 2018 EUR 585 Mio. (CHF 644 Mio.) für die erste Phase von Myrrha gesprochen. Nun erteilte das SCK•CEN den ersten Vertrag für die Konzeption der Gebäude und der Infrastruktur für Kühlung, Wasser und Strom an das belgische Unternehmen Tractebel und an das spanische Unternehmen Empresarios Agrupados.
Der Forschungsreaktor Myrrha, dessen Inbetriebnahme für 2026 geplant ist, wird Radioisotope produzieren sowie die Grundlagenforschung und angewandte Materialforschung fördern, erklärte das SCK•CEN. Myrrha werde auch dazu beitragen, weniger invasive Therapien zur Krebsbekämpfung zu entwickeln. Zudem soll er zur Entwicklung von Lösungen für die Entsorgung nuklearer Abfälle und zur Erforschung von Methoden zur geologischen Tiefenentsorgung genutzt werden.
Myrrha wird der erste Prototyp eines Kernreaktors sein, der von einem Teilchenbeschleuniger angetrieben wird. Das System besteht aus einem Protonenbeschleuniger, der einen Strahl an ein Spallationstarget leitet, das wiederum mit einem subkritischen Blei-Wismut gekühlten Schnellreaktor gekoppelt ist.