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Der Europarat fordert die Fifa auf, Blatters Wiederwahl zum Präsidenten zu untersuchen. Blatter war vergangenen Juni einziger Kandidat, nachdem sein Kontrahent Mohamed Bin Hamam aufgrund massiver Korr
Der Europarat fordert den Weltfussballverband Fifa dazu auf, die Wiederwahl von Joseph Blatter zum Präsidenten zu untersuchen. Insbesondere soll abgeklärt werden, ob Blatter seine Stellung als amtierender Fifa-Präsident im Wahlkampf missbraucht habe. Dies geht aus einem heute Bericht hervor, den die Kommission für Kultur, Wissenschaft, Bildung und Medien des Europarates heute veröffentlicht hat.
Die Kommission fordert die Fifa ebenfalls dazu auf, die Einstellungsverfügung im Fall der ISL zu veröffentlichen. Bis im Dezember hatte sich die Fifa gerichtlich dagegen gewehrt, ist aber gegen die Handelszeitung unterlegen.
Im 20-seitigen Bericht zum Thema «Good governance und Ethik im Sport» kritisieren die Politiker die eingeschränkte Transparenz in den Finanzen der Fifa - besonders erstaunt sind sie über die Lohnkosten bei der Fifa. Während der europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg 2010 für 47 Richter und 629 Mitarbeitern nur 55 Millionen Euro an Löhnen bezahlt habe, liegt der Wert bei der Fifa bedeutend höher: Für die 387 Angestellten und 24 Mitglieder des Exekutivkomitees gab die FIfa für Gehälter insgesamt 102 Millionen Euro aus.
Voraussichtlich am 25. April soll der Bericht von der Vollversammlung des Europarates diskutiert werden, der 318 Parlamentarier aus dem 47 Mitgliedstaaten angehören, darunter die Schweiz.