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Gesichtsfeldausfälle sind häufi das Symptom, tritt auf der Sehbahn eine Störung auf. Als Sehbahn wird der Weg beschrieben, der von der
Generell sind Gesichtsfeldausfälle ein Anzeichen für eine vorliegende Gehirn- oder Augenerkrankung.
Die Unterscheidung der Gesichtsfeldausfälle erfolgt über die auftretenden Bereiche, die vom Betroffenen nicht mehr gesehen werden können.
Treten zentrale Gesichtsfeldausfälle auf, resultiert dies in der Regel aus der Degeneration der Fovea, insbesondere bei:
Ein peripherer Feldverlust wie bei einer Quadrantenanopsie tritt auf bei:
Um das Ausmass der Sehstörung oder Sehnervschädigung exakt zu bestimmen, werden verschiedene Untersuchungsmethoden angewandt. Der Hausarzt bedient sich in der Regel einfacher Verfahren, während beim Facharzt die Perimetrie zumeist über im gesamten Gesichtsfeld verteilte Lichtsignale misst. Dieses häufig angewandte, statisch-perimetrische Verfahren kann durch eine kinetische Variation ergänzt oder ersetzt werden. Dabei wird ein zu fixierender Gegenstand von ausserhalb des Gesichtsfelds herangeführt, durchquert den gesamten physiologisch sichtbaren Bereich und verschwindet am gegenüberliegenden Rand wieder aus dem Blick.
Wird in der Pathologie von einem Skotom gesprochen, sind dies durch Erkrankungen hervorgerufene Gesichtsausfälle. Daneben gibt es eine natürliche Sehbeeinträchtigung, die als physiologisches Skotom bekannt ist – der blinde Fleck. Dieser blinde Fleck tritt genau dort auf, wo der Sehnerv in das Auge mündet und ist deshalb natürlichen Ursprungs und somit ein physiologisches Skotom. Im Regelfall registrieren Patienten ein physiologisches Skotom nicht, weil es durch das jeweils andere Auge kompensiert wird. Eine Ausnahme ist ein Glaukom im Bereich des Sehnerveintritts ins Auge. Dieses wird fast immer als bogenförmiger Gesichtsausfall wahrgenommen und als Bjerrum-Skotom bezeichnet.
Das Gefühl, in blendendes Licht oder in sich drehende Lichter zu sehen, gilt als Anzeichen für ein sogenanntes Flimmerskotom. Dieses kann zeitgleich mit einer Migräne auftreten und dann mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sein. Tritt dieses Phänomen ohne eine Migräne auf, verschwinden die Symptome zumeist nach wenigen Wochen oder Monaten von allein. Die Ursache des Flimmerskotoms ist unklar, eine Therapie derzeit nicht bekannt. Anders bei Lichtblitzen, die als erstes Anzeichen für eine beginnende Netzhautablösung gelten. Betroffen sind insbesondere Patienten ab dem 50. Lebensjahr und solche mit extremer Kurzsichtigkeit. Wird eine Ablösung der Netzhaut nicht rechtzeitig behandelt, treten sogenannte schwarze Wand Symptome auf. Die Betroffenen berichten, sie würden zeitweise gegen einen schwarzen Vorhang oder auf eine undurchsichtige Wand schauen. Unbehandelt führt eine Netzhautablösung zur Erblindung.
Können kleine Schriften nicht mehr gelesen werden, muss dies nicht unbedingt ein Zeichen für eine Sehnerventzündung sein. Gerade bei Diabetikern und bei Alkoholmissbrauch kann sich eine Retrobulbärneuritis ausbilden, die ähnliche Symptome verursacht. Wird diese Erkrankung nach Jahren diagnostiziert, ist sie zudem ein qualifizierter Hinweis auf eine beginnende Multiple Sklerose.
Eine Lichtscheu, die Photophobie oder Fotophobie, geht selten mit Gesichtsfeldausfällen einher. Entzündliche Vorgänge im Auge, helle Augen oder Albinismus sind in der Regel die Ursache für eine Photophobie.