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Für das Abitur 1912 an der Charlottenburger Kaiser-Freidrich-Schule meldeten sich 22 junge Männer an, unter ihnen Walter Benjamin.
Einige von Benjamins Klassenkameraden wurden später bekannte Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, Publizisten und Wissenschaftler. Manche drifteten an den rechten Rand der Gesellschaft, andere wurden später von den Nazis deportiert und in Konzentrationslagern ermordert. Walter Benjamin selbst nahm sich 19440 auf der Flucht vor seinen Verfolgern das Leben. Das Buch erzählt ein Stück deutscher Geschichte: An den Schicksalen der 22 Abiturienten der Jahrgangs 1912 werden die Risse und existenziellen Brüche der deutsch-jüdischen Erfahrung sichtbar. Das Klassenfoto zeigt einen kurzen Moment, als ein Miteinander noch möglich schien.