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Mit einer überzeugenden Rede das Publikum fesseln
Als Redner auf einer Veranstaltung aufzutreten, ist für Ungeübte eine grosse Herausforderung. Wichtig ist, dass Publikum zu erreichen, damit es nicht aus Langeweile auf den Stühlen einschläft. Mit einer lebendigen Rede, die die Zuhörer direkt anspricht, springt der Funke über.
Begeistern Sie Ihr Publikum
Rhetorik ist ein Begriff aus dem Griechischen, der übersetzt „Redekunst“ bedeutet. Bereits in der griechischen Antike wussten die Philosophen ihre Stimmen wirkungsvoll einzusetzen.
Eine Rede setzt sich aus einem nonverbalen und einem verbalen Teil zusammen: Es kommt nicht nur auf den Inhalt der Präsentation an, sondern auch auf die Präsentation. Die Rede gliedert sich in drei Phasen:
- die Einleitung
- den Hauptteil
- den Schluss
In der Einleitung informieren Sie die Zuhörer über den Inhalt Ihres Vortrages und geben einen kurzen Überblick über die einzelnen Stichpunkte. Im Hauptteil Ihrer Rede gehen Sie im Detail auf die angesprochenen Aspekte ein. Zum guten Schluss fassen Sie Ihren Inhalt noch einmal kurz zusammen und geben dem Publikum eventuell Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Bereits bei der Einleitung versuchen Sie das Publikum auf Ihre Seite zu ziehen: Beginnen Sie mit einem Paukenschlag oder einer Überraschung und vermeiden Sie Floskeln. Sprechen Sie eine Person aus dem Publikum direkt an und beginnen ein kurzes Gespräch. Erzählen Sie von einer persönlichen Erfahrung oder gehen Sie auf ein aktuelles Ereignis ein. Auch eine rhetorische Frage kann ein guter Einstieg ins Thema sein. Mit einem überraschenden Effekt rechnen Zuhörer bei einer Rede in der Regel nicht und Sie haben sofort die volle Aufmerksamkeit des Publikums auf Ihrer Seite.
Der gezielte Einsatz der Körpersprache
Der Erfolg einer Rede ist von der Körpersprache und Mimik des Vortragenden abhängig. Achten Sie auf angemessene Betonung und modulieren Sie mit Ihrer Stimme Höhen und Tiefen. Idealerweise hebt sich die Stimme im Satzverlauf, um am Ende abzusinken. Dadurch wirkt Ihr Vortrag dynamisch und lebendig. Achten Sie darauf, zwischen einzelnen Sätzen eine kleine Sprechpause einzulegen.
Besonders nach wichtigen Passagen unterstreichen Sie auf diese Weise Ihre Aussage. Die Betonung einzelner Worte ist ebenfalls ein geeignetes Mittel um die Zuhörer zu fesseln. Sprechen Sie in kurzen Sätzen: Einem langen und verschachtelten Bandwurmsatz kann das Publikum nicht folgen – es schaltet bereits nach den ersten Worten ab! Kurze Sätze sind verständlich und erreichen das Publikum. Für Sie als Redner ist es viel leichter entsprechende Betonungen zu wählen.
Üben Sie Atemtechniken
Mit der richtigen Atemtechnik meistern Sie Ihre Rede souverän: Atmen Sie ein und sprechen mit dem Ausatmen. Mit dem richtigen Training arbeiten Sie an Ihrer Atemtechnik: Am Anfang steht die bewusste Wahrnehmung der Atmung. Experten empfehlen, sich auf den Rücken zu legen und bewusst zu atmen. Versuchen Sie durch die Nase bis in den Bauch zu atmen. Klassisch ist die Zungenbrecher-Übung: Versuchen Sie, mit einem Korken im Mund einen Zungenbrecher deutlich zu artikulieren – auf diese Weise konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Aussprache und Ihre Stimme.
Zeigen Sie Emotionen
Passen Sie Ihre Körpersprache an Ihren Vortrag an und zeigen – wenn es passt – durchaus Emotionen: Reden Sie über ein aufregendes und mitreissendes Thema, sprechen Sie ruhig etwas schneller, dadurch werden Ihre persönlichen Gefühle für die Zuhörer spürbar. Setzen Sie nur echte Emotionen ein, ansonsten wirken Sie schnell übertrieben und gekünstelt, das kommt bei Ihren Zuhörern nicht gut an!
Überraschen Sie Ihr Publikum
Zwischendurch können Sie gern einmal etwas lauter werden: Überraschen Sie Ihr Publikum, rufen Sie Ihren Zuhörern etwas zu und beziehen sie in Ihren Vortrag mit ein. Möglicherweise sprechen Sie einzelne Zuhörer direkt an, oder beteiligen die Zuhörerschaft durch eine Frage, die mit Handzeichen beantwortet werden kann. So sorgen Sie für eine Kontaktaufnahme und beziehen die Zuhörer aktiv ein.
Vermeiden Sie negative Formulierungen
Negative Formulierungen haben in einem Vortrag nichts zu suchen. Vermeiden Sie das Wort „Nein“ und versuchen Sie, sich stets positiv auszudrücken. Fremdwörter kommen ebenfalls nicht gut an. Ist die Verwendung von Fachbegriffen unvermeidbar, erklären Sie diese. Rhetorik-Experten raten zu einer besonders bildhaften Sprache: Je genauer und bildhafter Sie eine Situation beschreiben, desto eher können die Zuhörer sich in die Lage hineinversetzen. Mit bildhaften Ausdrücken regen Sie die Phantasie Ihrer Zuhörer an und sorgen dafür, dass sich vor deren geistigen Auge eine bestimmte Situation abspielt.
Verzichten Sie auf lange und umständlich Erklärungen, die niemand hören möchte. Orientieren Sie sich an dem Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“! Unterstreichen Sie Ihren Vortrag mit kurzen Skizzen auf einem Flipchart oder einem Beamer und visualisieren Sie Ihre Gedanken. Ein kleiner Film oder eine kurze Präsentation kann ein trockenes Thema auflockern und die Aufmerksamkeit des Publikums steigern.
Von entscheidender Bedeutung ist eine gute Vorbereitung: Was wollen Sie mit Ihrem Vortrag erreichen? Definieren Sie ein klares Ziel, an dem Sie sich während Ihrer Rede orientieren. Konzentrieren Sie sich nicht auf zu viele Inhalte, sonst kann das Publikum nicht mehr folgen. Schauen Sie sich Ihre Zielgruppe an: Aus welchen Personen setzt sich Ihre Zuhörerschaft zusammen? Mit welchen Erwartungen hören Sie sich den Vortrag an?
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