Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03408.jsonl.gz/3161

Tabak.
[* ] Für die Gebrauchsfähigkeit und Güte aller Tabaksorten ist die Fermentation von der größten Bedeutung. Sie wird dadurch eingeleitet, daß man den sogen, dachreifen Tabak in großen Haufen von 100 und mehr Zentnern fest zusammenpackt. Hier tritt je nach dem Feuchtigkeitsgehalt früher oder später eine oft sehr starke Erwärmung ein: der Tabak schwitzt, und dabei vollzieht sich die Bildung derjenigen aromatischen und sonstigen Verbindungen in den Tabaksblättern, die beim Verbrennen auf unsern Geruchs- und Geschmackssinn wirken. Während man in der Praxis bisher glaubte, daß die Vorgänge bei der Fermentation rein chemischer Natur seien, haben die Untersuchungen von Suchsland zu dem Ergebnis geführt, daß hier ein Gärungsprozeß vorliegt, der durch Spaltpilze hervorgebracht wird. Diese Spaltpilze treten an den fermentierten Tabaken in großer Menge auf, aber an den einzelnen Tabakssorten hat