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Schwieriges Jahr für Exportfirmen
Seit Ende 2012 bekommt auch Deutschland, der wichtigste Handelspartner der Schweiz, die Auswirkungen der Eurokrise zu spüren. In diesem Jahr wird der grosse Nachbar also nicht mehr mit Frankreich und den Niederlanden zusammen die Instabilität der südeuropäischen Länder ausgleichen können. Insgesamt wird das Wachstum in der Eurozone etwa -0,7% betragen, was sich auch auf die Schweizer Exportfirmen auswirken wird.
Firmen, die ihre Produkte ins Ausland verkaufen, können natürlich auf die hohe Nachfrage aus Amerika und Asien bauen. Doch die Verlagerung des Schwerpunktes von Europa hin zu anderen Kontinenten wird für die Exporteure mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.
Zu den Branchen, die am längsten brauchen werden, um wieder auf die Beine zu kommen, gehören die Textilindustrie sowie die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Die innovativen Produkte der chemischen und pharmazeutischen Industrie werden dagegen von der aussereuropäischen Nachfrage profitieren. Auch in der Uhrenindustrie wird es zu einem Aufschwung kommen.
2014 sollten die Exportmärkte dann wieder an Dynamik gewinnen, vorausgesetzt, die europäische Konjunktur stabilisiert sich, so die Prognose von economiesuisse. Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft ruft die Arbeitgebenden jedoch zur Vorsicht auf und erinnert daran, dass es nicht das erste Mal wäre, dass eine zeitweilige Verbesserung voreilig mit dem Ende einer Krise gleichgesetzt würde.
Was den Schweizer Binnenmarkt anbelangt, so steht das Jahr 2013 unter besseren Vorzeichen, was insbesondere der anhaltenden Zuwanderung, den Lohnerhöhungen und den rekordtiefen Zinsen zu verdanken ist. Von diesem robusten Markt gestärkt, dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1% wachsen. 2014 wird das Schweizer Wirtschaftswachstum voraussichtlich kräftiger ausfallen (+1,5%).