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Prostatakrebs
Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist eine bösartige Erkrankung der Prostata (Vorsteherdrüse). Sie betrifft vor allem Männer im Alter von über 50 Jahren. Je höher das Alter, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, an einem Krebs an der Prostata zu erkranken. Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium des Tumors und dem Alter des Patienten. Da ein Prostatakarzinom in der Regel sehr langsam wächst, ist bei Männern über 70 Jahren vielfach keine Behandlung notwendig.
- Was ist Prostatakrebs genau?
- Ursachen und Risikofaktoren
- Beschwerden
- Früherkennung und Diagnose
- Therapie
Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann und nach Lungenkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache beim Mann. Ein Prostatakarzinom entwickelt sich vorwiegend bei Männern über 50 Jahren. Im Allgemeinen wächst der Krebs sehr langsam. Wenn er frühzeitig erkannt wird, ist eine Heilung oft noch möglich.
Die Prostata (Vorsteherdrüse) liegt unterhalb der Harnblase und umgibt die Harnröhre. Die Drüse produziert ein Sekret, das zusammen mit dem Samen beim Samenerguss ausgestossen wird. Mit zunehmendem Alter kommt es häufig zu einer Vergrösserung der Prostata. Diese gutartige Prostatavergrösserung macht ähnliche Beschwerden wie das Prostatakarzinom, darf aber nicht mit der Krebserkrankung verwechselt werden.
Abbildung einer Prostata im Querschnitt
Die genauen Ursachen, warum ein Prostatakrebs entsteht, sind weitgehend unbekannt. Männer mit Prostatakrebs-Erkrankungen bei Verwandten ersten Grades weisen ein erhöhtes Risiko auf. Zudem gibt es Hinweise, dass ein hoher Fleischkonsum das Erkrankungsrisiko ebenfalls erhöhen könnte.
Ein Prostatakarzinom macht lange Zeit keine Beschwerden. Allenfalls können Symptome wie schwacher Harnstrahl, häufiger Harndrang oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten. Sehr häufig ist aber nur eine gutartige Vergrösserung der Prostata die Ursache solcher Beschwerden.
Zur Früherkennung eines Tumors an der Prostata wird eine regelmässige Vorsorgeuntersuchung ab 50 Jahren empfohlen. Dabei wird das Prostata Spezifische Antigen (PSA) im Blut gemessen und die Prostata durch den Enddarm abgetastet.
Besteht der Verdacht auf Krebs (PSA erhöht und Prostata vergrössert), kann die Diagnose mit einer Prostatabiopsie gestellt werden. Wird die Diagnose durch die Gewebeuntersuchung (Biopsie) bestätigt, kommen weitere Untersuchungen wie eine Computertomographie (CT) zum Einsatz.
Die Behandlung des Prostatakarzinoms wird individuell festgelegt und richtet sich nach der Grösse des Tumors, nach dem Stadium der Krebserkrankung und nach dem Alter des Patienten.
Konservative Behandlung
Bei kleineren Tumoren, die auf die Prostata beschränkt sind, wird der Krebs zunächst häufig nur aktiv überwacht. Damit kann oft über mehrere Jahre eine Operation vermieden werden, ohne die Überlebenschancen dadurch zu beeinträchtigen.
Operative Behandlung
Eine Operation wird dann eingesetzt, wenn der Tumor beginnt, in das umliegende Gewebe einzuwachsen oder wenn es sich primär um einen aggressiven Tumor handelt, der rasch wächst. Dank moderner Verfahren sind Komplikationen nach der Operation, wie Erektionsstörungen und Urininkontinenz, seltener geworden.
Mehr zu den chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie im Kapitel Prostataoperation. Tumore in der Prostata, die bereits Ableger (Metastasen) gebildet haben oder in das umliegende Gewebe eingewachsen sind, können mit Strahlentherapie, einer Chemotherapie oder einer Anti-Hormontherapie behandelt werden.
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