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Jérôme Cosandey kritisiert in der Schweizer Personalvorsorge 7/18 die vom Ständerat beschlossene Kombination von Steuervorlage und AHV-Finanzierung und bezeichnet sie als Mogelpackung welche unvereinbar ist mit den Prinzipien unserer direkten Demokratie. Er tritt ein für eine echte Reform der Altersvorsorge, welche dynamisch auf die Erhaltung der Renten ausgerichtet ist.
Es gilt, unbestrittene und positiv geprägte Prinzipien zu betonen: In der AHV müssen die bestehenden Rentenleistungen erhalten bleiben. In Anbetracht der besseren gesundheitlichen Verfassung älterer Arbeitnehmer und ihrer stark wachsenden Beteiligung am Arbeitsmarkt ist die AHV-Finanzierung jedoch neu zu definieren.
In der 2. Säule kann die Solidarität zwischen den Generationen gestärkt werden, indem die Aktiven und die Rentner bei der Verzinsung der Altersguthaben gleich behandelt werden. Eine Anpassung des Umwandlungssatzes für Neurentner bedarf des Versprechens einer variablen Zusatzrente, gewissermassen eines 13. Monatslohns, mit dem sie später an einer positiven Entwicklung der Kapitalmärkte teilhaben.
Dies ist keine Schönrederei, sondern eine andere geistige Haltung, eine von Grund auf positive Art, die zukünftigen Herausforderungen unseres Vorsorgesystems anzugehen.