Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03558.jsonl.gz/1897

Die Kürzestformel meiner Philosophie heisst: "Sein, Leben, Glauben, Denken, Handeln - Ernst und Spiel." (Letztere [Zwei] werden in meinem nächsten Buch die Hauptrolle spielen, Erstere [Fünf] entsprechen den Kernbegriffen meiner philosophischen Systematik vom [Da-] Sein.) Was damit etwa gemeint ist, das ist in den folgenden Abschnitten dargelegt.
System und Ausrichtung. Braucht der Mensch überhaupt ein Weltbild - oder nicht? Ich hatte im Verlauf meines Lebens das Gefühl, dass ich eines brauche, aber keines habe (daher habe ich mich auf die philosophische Reise und Suche gemacht). Der erste Philosoph, welcher ein philosophisches Weltbild oder -system aufstellte, war Empedokles. Für ihn bestand die Welt aus vier Elementen (Erde, Wasser, Luft, Feuer) und zwei Kräften (Liebe, Streit). Das ist ein Weltsystem bzw. das war das erste eigentliche Weltsystem der Philosophie. Heute sollten wir ein bisschen weiter sein, aber sind wir das wirklich? Die Physik hat die Elementenlehre von Empedokles verworfen, und die Philosophen haben manch anderes erwogen. Die heutige Philosophie aber kann und will kein Weltsystem mehr anbieten. Ein bedeutender Grund dafür besteht vermutlich in den Enttäuschungen mit den grossen politischen Ideologien (sofern man diese je für sich selber betrachtet und behauptet), aber das waren ja keine Weltsysteme, sondern eben nur politische Systeme. Man kann zwar sagen, dass derjenige, welcher die Welt verändern will, die Politik verändern muss, aber trotzdem sind politische Systeme keine philosophischen Weltsysteme - sondern: sie sind politisch tendenziös (daher bin ich in der Politik für einen vernünftigen Ausgleich der Tendenzen). Die Politik bestimmte das Weltgeschehen im 20. Jahrhundert, mit der politischen Auseinandersetzung zwischen dem Liberalismus und dem Sozialismus. Auch die Philosophie ist im 20. Jahrhundert politisch geworden (zumindest ein bedeutender Teil der Philosophie, und in diesem Prozess der Politisierung von allem stecken wir immer noch drin). Unser heutiges Weltbild wird aber v.a. auch von der Wissenschaft geprägt - so bedeutend, dass wir offenbar meinen, dass die Wissenschaft schon alles richten wird - im Namen einer technologischen Singularität?* - und dass wir gar kein (philosophisches) Weltbild mehr benötigen würden. Doch wo bleibt der Mensch in diesem technokratischen Weltbild? Ist ein zukünftiges Weltbild geprägt von den Möglichkeiten und Grenzen von Maschinen, Robotern und Cyborgs? Ein philosophisches Weltbild kann die Bereiche der Religion ([inkl. Esoterik] und der Medien), der Philosophie (und der Politik) und der Wissenschaft (und der Wirtschaft) sowie der Kunst (und des Spiels - für mich die Grundbereiche des geistigen Erw&auuml;gens von Kultur) austarieren (wir sehen dabei, dass die moderneren Zusatzbegriffe [in Klammern] die alten Begriffe ergänzt, abgelöst und überformt haben [nicht gänzlich, aber teilweise]). Im 20. Jahrhundert gab es nur wenige Systemphilosophen - ich sehe zwei Namen diesbezüglich im Vordergrund: Nicolai Hartmann (Aufbau der realen Welt: Unorganisches, Leben, Seele, Geist) und Jean Gebser (Strukturmodell der Bewusstseinsentwicklung: Archaisches, Magisches, Mythisches, Mentales, Integrales [vgl. Integrale Theorie]). Beide vertraten ein sogenanntes Schichtenmodell bzw. ein System mit verschiedenen Ebenen - das tue ich ebenfalls (und schliesse mich in meiner Systematik damit philosophiegeschichtlich an diese beiden Philosophen an). Meine Systematik vom (Da-) Sein hat fünf verschiedene Dimensionen: (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken und Handeln1 (sowie Gut-Handeln und Nicht-Handeln2). In meinem System steht also am Anfang das (Da-) Sein - mit der Erklärung von einer Schöpfung vom (reinen) Sein durch Gott ins Dasein3 - und am Ende das Handeln, d.h. das bewusste Tun: das Dasein ist sozusagen das erste Wesentliche der Welt, das Handeln die letzte bzw. bewusste bzw. bewusst gewählte Tätigkeit des Menschen (als Individuum) bzw. der Menschen (im Kollektiv): das ist der Sinn dieser Aufstellung (in der Mitte steht das Glauben, wobei ich hier nicht einen bestimmten religiösen Glauben meine, sondern das Glauben allgemein [jeder Mensch glaubt an irgendetwas, oder an verschiedene Dinge]). Die bedeutendsten Grundsätze in diesem bewussten Tun (Handeln) sind für mich - auf einer allgemein menschlichen Ebene - die Sozialgerechtigkeit und die Umweltverträglichkeit4. Daher vertrete ich eine Neuausrichtung der Wissenschaften: die Naturwissenschaften sollen ökologisch (als Natur-, Technik- und Ökowissenschaften), die Geisteswissenschaften soziologisch (als Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften) ausgerichtet werden5. Dies ist für mich (oder nach mir) die einzige Möglichkeit, wie wir den Problemen der Zukunft adäquat begegnen können.
* Das Grundproblem einer zu technokratischen Ansicht ist natürlich dies: dass wenn wir bloss noch die Maschine betrachten, den Menschen vergessen, welcher dahintersteht (sowohl in der Arbeit mit der Technik wie auch in der Begründung und Erfindung der Technik an und für sich) - und die Verantwortung desselben. Ein ähnlich gelagertes Problem besteht etwa mit der Kritik des Anthropozentrismus in der Ökologie. Gerade die Kritik an menschlichem Verhalten muss uns ja dazuführen, den Menschen und seine Verantwortung noch stärker (und nicht schwächer) in den Fokus zu rücken (und gerade die Ökokritik sollte den Menschen in den Fokus stellen, doch sie tut das Gegenteil - dies sind [u.a.] die Denkfehler, die sich heute einschleichen [und die unweigerlich zu falschen Schlüssen führen werden - wie auch andere falsche Akzentuierungen, notabene (man kann weder Jesus noch Kant dafür verantwortlich machen, dass sich die Menschen zu wenig an moralische und ethische Grundsätze halten und die Verantwortungsphilosophie gehört für mich zu den bedeutendsten Zweigen der heutigen Philosophie [Ingarden, Weischedel, Jonas, Lévinas, Etzioni, Nida-Rümelin, Heidbrink (u.a.)])]). Im schlimmsten Fall bedeutet eine technologische Singularität, dass sich der Mensch nur noch mit der Lösung von Problemen beschäftigt, welche die Maschinen, die er selber erschaffen hat, verursachen.
Weiteres. Auf dem Weg zu meiner Philosophie gab und gibt es natürlich noch viele andere Erwägungen zu diesem und jenem. Das möchte ich aber hier nicht alles anführen, weil es sonst zu ausführlich wird und die Erfassung des Kerns im Ganzen untergeht - daher nur kurz ein paar Erwähnungen. Wozu habe ich mir sonst noch Gedanken gemacht? Die Philosophie habe ich eingeteilt in fünf (Grund-) Gebiete: Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik, Politik7. In der Metaphysik habe ich die Frage nach dem Urgrund behandelt: der Urgrund ist das (Da-) Sein8 (Gott tritt in der Religion als Schöpfer vom Sein ins Dasein auf9). In der Logik habe ich die (regressive) Ursache-Wirkungs-Beziehung klar von der (intentionalen) Grund-Folge-Beziehung unterschieden10: das sind die beiden unterschiedlichen Grundprinzipien der Natur- und der Geisteswissenschaften. In der Ethik habe ich auf die erstaunliche Übereinkunft in der östlichen und westlichen Philosophie der Antike bezüglich der Tugend, welche auf die Mitte zielt, hingewiesen11 (Konfuzius/Aristoteles). In meinen Erwägungen zum Bewusstseinsbegriff habe ich von drei Faktoren des Ur-Bewusstseins gesprochen: Orientierung, Konzentration, Koordination12. Bezüglich der Raum-Zeit der Physik habe ich den Raum und die Zeit wechselseitig definiert: den Raum als Anordnung in der Zeit, die Zeit als Veränderung im Raum13 (so ähnlich zu finden auch bei Schelling [wobei ich das aber selbstständig erarbeitet und erst später ansatzweise auch bei ihm gefunden habe (solches kommt in der Philosophie manchmal vor, weil man ja nicht jedes Werk der Philosophie bis in den hintersten Winkel kennen kann)]). In der Physik habe ich ebenfalls eine feldtheoretische Ansicht des Daseins geliefert, mit den Faktoren der materiell gebundenen Energie ('Materie'), der organisierenden Feld-Energie ([Energie-] 'Feld') und der freien Energie14 ('Energie' - das ist einer neuen [feldtheoretischen] Grundansicht der Physik). Bezüglich des in der heutigen Philosophie oft zitierten Leib-Seele-Problems habe ich darauf hingewiesen, dass dieses Problem längst gelöst ist durch die Vorstellung vom dreigliedrigen Menschen (Körper, Seele, Geist15, oder: Hand, Herz, Kopf [nach Pestalozzi]), wie sie u.a. in der Philosophie von Steiner vorkommt (die Vorstellung stammt, so habe ich einmal gelesen, von altägyptischen Wanderpredigern um die Zeit Christi Jesu - jedenfalls aus einer alten Zeit [bedeutend ist die Philosophie der Triade auch im Neuplatonismus (Plotin, Porphyrios, Proklos) und im frühen Christentum (Marius Victorinus, Augustinus)]). In der Religion habe ich das Verhältnis zwischen dem Christus und dem kommenden Gesandten der Weltreligion zu klären versucht. Diese Figur ('Weltlehrer', 'Maitreya') steht für mich - im Gegensatz zur fast gesamten westlichen Maitreya-Rezeption - nicht höher als der Christus (sondern auf der selben Stufe16; zudem bin ich der Meinung, dass diese Figur auch weiblich sein könnte17 [das ist offen - ebenso wie bei King oder Queen Alpha, notabene (ich sehe diese Figuren übrigens nicht als absolutistische Figuren, sondern als Vertreter bzw. Verteidiger der Demokratie)]). Ferner habe ich eine neue Himmelsordnung18 erwogen, in sieben verschiedenen Himmeln: vom Himmel des Schlüssels bis zum Himmel des Thrones (dieses Thema wurde seit dem Mittelalter nicht mehr aufgegriffen; ich habe diese Himmelsordnung direkt aus der Bibel abgeleitet). In diesen (religiösen) Fragen habe ich eine längere, schwierige persönliche Entwicklung durchgemacht (die während dem Aufbau der eigentlichen Philosophie eigentlich kontinuierlich und logisch erfolgte [sie führte mich quasi vom Christus über den Maitreya zu Jesus zurück, in welchem ja auch die ganze Weltreligion schon enthalten ist]). In der Politik habe ich ein Buch geschrieben zur Schweizer Politik (immerhin das einzige direktdemokratische Land der Welt, und daher für mich auch von philosophischer Relevanz [in diesem Buch habe ich u.a. die Zauberformel19 besprochen [bzw. die Machtverteilung in systematisch-mathematisch-ästhetisch-symmetrisch-politologischer Hinsicht], einen EU-Beitritt der Schweiz mit Sonderstatus zum Schutz der direkten Demokratie vorgeschlagen20 sowie die Einführung der Wahlpflicht zur Aufhebung des Problems der Wahlbeteiligung unter 50% seit den späteren 1970-er Jahren21]). In der Wirtschaft habe ich ein (kleines) Modell für die Weltwirtschaft begründet, in welchem die Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit, Kapital) erweitert werden durch Sozialverträglichkeit und Umweltgerechtigkeit: dies ist mein modellhafter Vorschlag zu einer Verbesserung des Wirtschaftssystems bzw. zu einem bewussteren Umgang mit der Weltwirtschaft22 - wir benötigen in Zukunft eine sozialgerechtere und umweltverträglichere Wirtschaft (siehe auch unterer Abschnitt zu 'Wirtschaft und Politik')]). Schliesslich habe ich zwei verschiedene Zeiteinteilungen begründet: eine kulturgeschichtliche23 und eine astrologische Zeitrechnung24 (zu diesem Thema gibt es verschiedene Rechnungen, ich habe eine neue Rechnung dazu angeführt). Bedeutend ist ferner auch die Kleine Tafel der Philosophen nach Richtungen25 (was vermutlich der erste Versuch überhaupt ist, die gesamte Philosophie in einer Philosophenliste zu kategorisieren). Neue Themen gibt es teils im kommenden bzw. geplanten Buch zur Spielphilosophie, u.a. bezüglich der Spieltheorie.
Meine bisher publizierten Bücher.
Postmoderne Ontologie (2003). In diesem Buch ist meine philosophische/ontologische Systematik vom (Da-) Sein dargelegt und erklärt. Dieses philosophische Schichtenmodell basiert auf den fünf Grundeinheiten (Dimensionen): (Da-) Sein, Leben, Glauben, (Nach-) Denken, Handeln. Im Grundbuch meines Denkens sind viele weitere Gedanken zu verschiedenen Themen angeführt (zu den Bereichen Philosophie [Verschiedenes], Wissenschaft [Natur- und Geisteswissenschaften (Physikalische Erklärungsversuche zur Entstehung der Welt, Postulat der Soziologie als Führerin der Sozialwissenschaften)], Religion [Christentum und Weltreligion (Himmelsordnung)], Esoterik). [612 Seiten.]
Politika 2000+ (2016). In diesem Buch gebe ich Anregungen für die (Schweizer) Politik, anhand eines 13-Punkte-Programms (welches ursprünglich als Parteiprogramm für eine neue Partei gedacht war, welche dann aber nicht gegründet wurde [stattdessen flossen die entsprechenden Ideen in dieses Buch ein]). Zentrale Punkte sind etwa: EU-Beitritt mit Sonderstatus (zum Schutz der Direkten Demokratie), Allgemeine Anerkennung der Sozialen Marktwirtschaft - evtl. mit einer Festlegung des Begriffs in der Bundesverfassung als offizielle Bezeichnung der Wirtschaftsordnung - oder Wahl- und Stimmpflicht für Schweizer sowie Wahl- und Stimmrecht für Ausländer. [124 Seiten.]
Vom Sein, vom Wahren und vom Guten (2017). In diesem Buch, welches als mein Hauptwerk deklariert ist, gebe ich einen Überblick über meine Gedanken zur Philosophie, Religion und Wissenschaft. Mit einer Verfeinerung meiner Systematik vom (Da-) Sein (sowie weiteren philosophischen Überlegungen zur Metaphysik, Systematik, Logik, Ethik und Politik), einer Maitreya- und Alpha-Rezeption in der Weltreligion sowie meinen Postulaten von der Soziologie als Führerin der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Ökologie als Führerin der Natur-, Technik- und Ökowissenschaften. Meine Philosophie zielt damit letztlich auf eine soziologische und ökologische Ausrichtung in den Wissenschaften. [144 Seiten.]
Geschichte der Philosophie (2018). In diesem Buch liefere ich eine Darstellung der Philosophiegeschichte - von der Ur-Idee bis zum Welt-All. Dazwischen liegt ein weites Feld der Menschheits-, Kultur- und Ideen-geschichte, oder eben: die Philosophiegeschichte (inkl. Religion und Wissenschaft), gegliedert in die Zeitepochen der Antike, des Mittelalters (Christentum), der Neuzeit (Wissenschaft, 17./ 18. Jh.) sowie deren Moderne: Moderne I (Aufklärung/Liberalismus, 18./19. Jh.), Moderne II (Sozialismus, 19./20. Jh.), Moderne III (oder: Spätmoderne, Existentialismus, 20./21. Jh.). Angeführt ist eine Tafel zu den Philosophen nach Richtungen sowie eine Zusammenfassung meiner eigenen Philosophie (auf den Punkt gebracht). [288 Seiten.]
Wo sich die entsprechenden Passagen der Kernpunkte meiner Philosophie (siehe: Text) in meinen Büchern finden. 1 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3-3.6 u. 3.8, S. 71-87 u. 92-101. 2 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.3, S. 33 u. 34. 3 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.2, S. 21-29. 4 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.9, S. 101. 5 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.1, S. 118. 6 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2., S. 98. 7 Politika 2000+, 5.[0], S. 108; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 5.[0], S. 59. 8 Postmoderne Ontologie, Kap. 3,2, S. 65. 9 Postmoderne Ontologie, Kap. 3,2, S. 71. 10 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.3, S. 128. 11 Postmoderne Ontologie, Kap. 2.1 u. 2.2., S. 38 u. 39. 12 Geschichte der Philosophie, Kap. 7.[0], S. 276. 13 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3, S. 72. 14 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.3, S. 72 u. 73. 15 Postmoderne Ontologie, Kap. 3.4, S. 76; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 1.4, S. 55. 16 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 91. 17 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 92. 18 Postmoderne Ontologie, Kap. 12.3, S. 446-459; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.1, S. 85-88. 19 Politika 2000+, Kap. 2.2, S. 35-37. 20 Politika 2000+, Kap. 3.4, S. 68 u. 69. 21 Politika 2000+, Kap. 3.7, S. 71 u. 72. 22 Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 3.3, S. 139 u. 140. 23 Geschichte der Philosophie, Inhaltsverzeichnis, S. 5-6. 24 Postmoderne Ontologie, Kap. 11.4, S. 404-411; Vom Sein, vom Wahren und vom Guten, Kap. 2.2, S. 93-95. 25 Geschichte der Philosophie, Kap. 6, S. 255-273. Da ich in meinen Büchern jeweils auch eine Zusammenfassung meiner Philosophie bis dahin gemacht habe, finden sich die Dinge teils in verschiedenen Büchern - ich habe hier jeweils die Ersterwähnung bzw. die eigentliche oder bedeutende Erwähnung angegeben (wo zwei Erwähnungen gleich relevant sind, habe ich beide angegeben). Die Angaben zu meinem zweiten Buch "Politika 2000+" beziehen sich auf die 2. Auflage - die erste war leider fehlerhaft korrigiert, und ich betrachte diese daher als nicht relevant. Natürlich findet sich in meinen Büchern noch sehr viel mehr, was für den Leser je nach Interesse interessanter oder weniger interessant ist - dies ist eine Auflistung meiner vielleicht bedeutendsten Ideen. Das Meiste vom Diversen findet sich in meinem ersten Buch. Eine Darstellung der Philosophiegeschichte findet sich in meinem vierten Buch "Geschichte der Philosophie" (in diesem Buch findet sich auch eine Tafel der Philosophen nach Richtungen - dies ist der erste Versuch, eine allgemeingültige Ordnung in die Philosophiegeschichte zu bringen bzw. eine Art Klassifizierung der Philosophie).
Spezial: Wirtschaft und Politik. In meinem nächsten Buch werde ich - u.v.a. - die ökonomischen und politischen Aspekte meiner Philosophie noch genauer erklären (denn ist ja auch das, was die heutigen Menschheit am Meisten interessiert; und in dem Sinn auch eine zeitgemässe Antwort für zeitgemässe Fragen und Probleme). Ich sehe einerseits ein klares Primat der Politik über die Wirtschaft, andererseits aber auch ein klares Bekenntnis der Politik zur Wirtschaft, und zwar zu einer liberalen Wirtschaft, welche ergänzt wird durch Sozialgerechtigkeit und Umweltverträglichkeit (alles letztlich durch demokratische Entscheidungen [d.h. das Volk entscheidet demokratisch - durch Wahlen und gegebenenfalls auch Abstimmungen - darüber wie liberal/liberalistisch und/oder sozial/sozialistisch eine spezifische Gesellschaft und deren Wirtschaft sein soll (und auch etwa, ob der Gesellschaft ein König oder eine Königin vorstehen soll oder nicht)]). Betrachtet man die Politik und die Wirtschaft, so muss man auch das Recht betrachten. Politik ist im Grunde nichts anderes als Rechtssetzung (sei es durch ein Volk oder durch einen König [oder wie auch immer]). Die Politik zielt wiederum in erster Linie auf die Versorgung (und im Konfliktfall: auch auf die Verteidigung) der Leute, d.h. auf eine starke Wirtschaft, die allen zugute kommt. Das heisst, dass wir auch ein Recht brauchen für eine starke Wirtschaft, die allen zugute kommt sowie natürlich auch eine würdige Vertretung der Menschenrechte garantiert. Wie mir scheint, stehen wir derzeit an einem kritischen Punkt der Menschheits- und Weltgeschichte (am Beginn des dritten Jahrtausends nach Christi Geburt [d.h. nach rund 2500 Jahren Philosophie, 2000 Jahren Christus-Religion und 400 Jahren neuzeitlicher Wissenschaft]*). Es scheint so, als würden wir in einem gewissen Sinn mit dem Ende der utopischen Ideologien (Religion/Christentum, Liberalismus, Sozialismus**) das Ende der Zeit (-geschichte) erleben - und auch der menschlichen Hoffnungen: es sei denn wir hoffen darauf, dass das Gleichgewicht zwischen den utopischen Ideologien, wie es sich eingerichtet hat, stabil bleibt und zu einer besseren Welt führen wird. Wir leben heute nicht in einem Zeitalter ohne Ideologien, sondern in einem Zeitalter der sich gegenseitig ausschliessenden und bekämpfenden Ideologien. Dieser Kampf der Ideologien hat eben (in der westlichen Politik) zu einem Gleichgewicht der Kräfte geführt - vorgespurt in der französischen Bürgerrevolution im 18. Jahrhundert (liberté! egalité! fraternité & sororité!). Die grosse Revolution ist eigentlich bereits gemacht - sie muss nur noch besser umgesetzt werden. Eine neue Revolution würde bloss die alte gefährden - daher ist das keine Zeit für eine Gesellschaftsrevolution (wohl aber - wie immer - eine Zeit für Gesellschaftskritik, -protest und -veränderung [obwohl ich für die Konsolidierung des Systems bin, bin ich nicht für einen Konservativismus]). Neue Ideologien sind nicht in Sicht - es könnten fast nur kleinere, trendige, vorübergehende Ideologien sein, oder aber solche, die auf Dystopien statt Utopien beruhen (z.B. gilt das für die ökologische Bewegung - diese bildet mit der Natur- und Umweltproblematik quasi das [notwendige] dystopische Gegenstück zu den utopischen Ideologien).
* Dies sollte eigentlich keine Zeit der Trennung sein - wie die erste Jahrtausendwende im Christentum: von der Trennung zwischen Ost- und Westkirche 1054 bis zum Zusammenbruch des realexistierenden Kommunismus in Osteuropa 1989-1991 - sondern eine Zeit der Verbindung: der Ökumene und der Globalisierung (diese ist keine Laune der heutigen Politik, sondern eine logische Folge der technischen Entwicklung in den Bereichen von Transport/Verkehr und Information/Kommunikation im 20. Jahrhundert). Allerdings ist das heute v.a. eine Zeit der Ambivalenz, und daher können wir auch gegenteilige Strömungen feststellen (Tendenzen der Relativierung ebenso wie Tendenzen von Radikalisierung, Extremisierung, Fundamentalisierung, Reaktionismus). Im Vordergrund der Weltproblematik steht in der kommenden Zeit v.a. der Süd-/Nordkonflikt, welcher sich auch durch ökologische Ereignisse weiter verschärfen könnte.
** Meiner Meinung nach könnte jede dieser Ideologien eine vernünftige Gesellschaft begründen, wenn sie vernünftig aufgefasst würde - sowohl das Christentum wie auch der Liberalismus oder der Sozialismus. Das Problem dabei ist, dass sich jeweils, wenn eine einzelne Ideologie zu stark dominiert, die Fundamentalisten an die Macht bringen und die Vernunft nicht stattfindet, so dass die negativen Aspekte der entsprechenden Ideologie voll durchschlagen. Das Problem ist also die Macht bzw. der Machtfaktor: das haben wir bei all diesen Ideologien gesehen - und daher können sie nur zusammen bestehen, nicht aber je für sich alleine.
In meinem nächsten Buch wird es aber v.a. um Spieltheorie und -philosophie gehen (bzw. um Spiel und Ernst sowie Ernst im Spiel und Spiel im Ernst; ich denke, dass wer das Spiel kennt, auch den Ernst besser kennen kann [nicht: muss, aber: kann], und ich meine, dass es mehr Leute gibt, gibt, welche bewusst oder unbewusst [und aktiv (ich spiele) oder passiv (die Anderen/Oberen spielen)] das Leben, die Politik und die Wirtschaft im Grunde für ein Spiel halten, als wir denken, nicht etwa weil sie den Ernst nicht kennen würden [den kennen alle, im Wesentlichen], sondern weil sie das Spiel nicht kennen bzw. sich noch nie irgendwelche Gedanken dazu gemacht haben: es scheint mir daher heute bedeutend, [auch] nach dem Spiel zu fragen [nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund einer zunehmenden heutigen [Video-] Gaming-Jugendkultur, übrigens (diese ist schon recht weit gediehen, und noch immer macht sich diese Gesellschaft praktisch keine Gedanken über das Spiel und das Spielen - die Philosophie schon gar nicht)]). Das Spiel kann aber auch ganz einfach ein bisschen Lockerung bringen - vielleicht auch keine schlechte Idee, in Zeiten einer immer aufgeriebeneren Menschennatur, in welcher es immer schwieriger wird, den Geist zusammenzubringen und zusammenzuhalten. Ein schöner Zug des Spiels ist sicher auch, dass es dem Menschen in verschiedenerlei Hinsicht etwas geben kann, was er im Leben sonst kaum oder gar nicht erreichen kann (dies kann natürlich aber auch eine gefährliche Seite haben [Thema: Spielsucht]). Nur dass es keine allzu grossen Missverständnisse gibt: es wird in meinem nächsten Buch ebenso um den Ernst wie um das Spiel gehen (und um die Wechselwirkung zwischen Ernst und Spiel).
Obwohl ich mich allgemein als Generalist bezeichne, haben sich auch gewisse Schwerpunkte oder Spezialbereiche innerhalb meiner Philosophie entwickelt, so etwa: Metaphysik/Ontologie, Systematik, New-Age-Philosophie, Spielphilosophie, Wissenschaftstheorie (dies befindet sich im Aufbau).
Diese Seite entspricht dem Versuch, etwas zu sagen oder zusammenzufassen, wenn einem hunderttausend Dinge durch den Kopf gehen. Eine eher schwierige als leichte Aufgabe, aber ich habe das hier so gut wie möglich gemacht (eine Zusammenfassung meiner Philosophie - ich möchte ja meine vielfältigen Gedanken auch immer wieder auf einen aussagekräftigen Punkt bringen [das ist nie ein ganz exakter Punkt, wie es dies in der Philosophie letztlich auch überhaupt gar nie sein kann, sondern annäherungsweise eine Kurzerklärung meiner Philosophie; eigentlich ist meine Philosophie der Weg zu einer solchen Kurzerklärung hin]).
Und... immer wieder zurück zur Systematik - eine naturesoterische Erklärung zu meiner Systematik vom (Da-) Sein. Ich habe schon länger auf die Erklärung eines Basiszusammenhangs gewartet, in welchem meine Systematik vom (Da-) Sein steht - hier ist sie (und so läuft das manchmal - man hat irgendetwas im Hinterkopf und plötzlich ist es hier und man kann es aufschreiben). Das Dasein besteht aus sich in einem Formationsprozess verfestigender Kraft, welche im Gesamten die Raum-Zeit-Welt* bildet, im Einzelnen ein bestimmtes physikalisches Feld innerhalb der Raum-Zeit-Welt. Damit besteht in der Welt eine gewisse (Ur-) Harmonie - der Bewegungsimpuls oder (sagen wir einmal, etwas gewagt) die Bewegungsintelligenz bleibt jedoch im harmonischen physikalischen Feld erhalten. Vom Dasein zum Leben findet eine Öffnung statt. Das Leben besteht aus körperlichen, organischen und neuronalen Stoffwechselprozessen, welche zu dynamischen Einheiten der Information führen. Vom Leben zum Glauben findet eine Verfestigung statt. Das Glauben bildet durch eine Unterscheidung einen Halt und eine Richtung im seelisch-geistigen Leben; der Glauben führt durch die Vorstellung und Ausgestaltung einer höheren Macht zur Religion. Vom Glauben zum (Nach-) Denken findet eine Öffnung statt. Das (Nach-) Denken eröffnet eine Vielzahl von Perspektiven, welche durch den Verstand und die Vernunft geordnet werden. Vom (Nach-) Denken zum Handeln (inkl. Nicht-Handeln und Gut-Handeln) findet eine Verfestigung statt. Das Handeln (inkl. Nicht-Handeln und Gut-Handeln) legt ein Verhalten in der Welt fest, durch welches die Möglichkeiten der Verwirklichung eingeschränkt werden. Zum Bereich des Handelns gehören in der menschlichen Kultur viele Dinge, so etwa die Politik, die Wirtschaft und die Wissenschaft (und deren Technik). Die Natur und deren Kultur bestehen aus einer ständigen und fortschreitenden Öffnung und Verfestigung vom Daseienden. Im primär Seienden besteht die erste (Er-) Öffnung der Welt. Ich pflege in meiner Philosophie (natürlich) nicht durchgehend ein naturesoterisches Denken, aber dies kann ein gutes Stilmittel sein, um die Grundzusammenhänge zu erklären. Ein philosophischer Generalist sollte vermutlich in seiner Philosophie auch verschiedene Stilmittel verwenden - immer so, dass es der Welterklärung bestmöglichst dient (und er auch trotzdem möglichst in seinem eigenen sprachlichen Rahmen verbleibt [denn man ist ja immer beeinflusst von verschiedensten Philosophen, Schriftstellern und anderen Menschen, auch von den Medien heute, natürlich, in Schrift, Bild und Ton, oder auch von der Internet- und Handykommunikation, und selbstverständlich auch von Lebensumständen und Stimmungen, so dass es gar nicht immer so einfach ist, in dem allem sich selber im Schreiben treu und damit ein authentischer Autor zu bleiben]).
* Dies in einem dialektischen Prozess: Raum-These, Zeit-Antithese (oder umgekehrt, denn sie definieren sich wechselseitig), Welt-Synthese.
** Dazu gibt es drei Grundeinstellungen: Theismus - Gott ist wirklich und wir müssen uns Gedanken dazu machen. Atheismus - Gott ist bloss eine Vorstellung, nicht wirklich über die reine Vorstellung hinaus, und wir müssen uns keine Gedanken dazu machen. Agnostizismus: wir können nicht wissen, ob Gott über eine reine Vorstellung hinaus wirklich ist - im Sinn von einer eigentlichen Wirkung (wie man in einer phänomenologischen Betrachtung dazu sagen muss) - oder nicht. Heute haben wir freilich nicht mehr nur dieses Problem, sondern die Natur hat in der Ökoproblematik gezeigt, dass sie schon, gedacht hier als 'Schöpfung' (vom Schöpfer) und/oder 'ursprünglich Daseiendes' (wie immer wir das fassen und verstehen), eine höhere Macht darstellt, was wir noch gar nicht lange wissen, sondern erst seit rund 25-50 Jahren! Wir haben das in der ganzen Konsequenz heute noch gar nicht richtig verstanden und gefasst. Aber es scheint - aus heutiger Sichtweise - so zu sein (und hierbei geht es nicht mehr um Vorstellungen, sondern um Wissenschaft***). Der grosse Schweizer Weltschriftsteller Dürrenmatt sagte einmal, dass er keinen logischen Grund sehe, Gott anzunehmen (ja: dass es heute eigentlich unmöglich geworden sei, sich Gott personifiziert vorzustellen). Das ist natürlich eine vollkommen falsche Aussage (bzw. diese Aussage ist relevant im grotesken Dürrenmattuniversum, aber nicht darüber hinaus). Es gibt verschiedene Gründe dafür, Gott anzunehmen: ich sehe mindestens einen philosophischen, einen soziologischen und einen psychologischen Grund. Den philosophischen Grund beschrieb Aristoteles, indem er Gott als Erstbeweger sah, welcher eine intellektuelle Lösung bietet für den ewigen Regress im kausalen Denken. Der soziologische Grund ist ordnungspolitischer Art - offenbar hilft die Religion dabei, eine gewisse Gesellschaftsordnung aufrecht zu erhalten. Der psychologische Grund ist existentialistischer Art - offenbar hilft der Glauben dem alleinstehenden bzw. -gelassenen Individuum bei seiner Problembewältigung (auf die Menschen und ihre Institutionen ist leider nicht immer Verlass) - und es gibt noch viele (auch individuelle) Gründe dafür. Die Personifizierung bedeutet nicht, dass Gott bloss für eine Person da ist, sondern dass die Person einen Zugang zu Gott hat (ein religiöses Problem besteht natürlich, wenn zwei Personen oder Personengruppen sich feindlich gegenüberstehen und dies beide behaupten - dann müssten sie sich eigentlich friedlich einigen, was in der Realität aber nicht immer der Fall ist [aber natürlich ist gerade dies ein theologisches Hauptargument für den christlichen Glauben: die friedliche Einigung (die blosse Menschenvernunft oder sogar reine Gefühlsgründe sind dagegen sehr viel schwächere Argumente [Gefühlsgründe sind im Allgemeinen die schwächsten Argumente überhaupt, daher werden sie in der Philosophie und in der Wissenschaft stark vernachlässigt - das Fühlen gehört zum Glauben und zum Meinen, und es ist für das Individuum von bedeutender Relevanz])]). Man kann also sicher nicht sagen, dass es keine Gründe dafür gibt, Gott anzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht auch Gründe dafür gibt, die Religion abzulehnen, z.B. dass es schon viele Kriege gegeben hat, die teils oder gänzlich religiös motiviert waren, oder dass die Religion dafür missbraucht werden kann, die Freiheit des Menschen einzuschränken. Auch wenn man die Religion ablehnt (bzw. den [monotheistischen und/oder patriarchalistischen] Glauben), kann man das Glauben nicht ablehnen, denn es ist eine Voraussetzung für das Denken, welches die Arbeit am Glauben (d.h. an dem das Glauben oder Nicht-Glauben) und zum Handeln bedeutet.
*** Was halte ich eigentlich von der Phänomenologie? Dieser philosophische Zweig vermittelt zwischen Vorstellungen und Wissenschaft, indem Husserl versuchte, eine Wissenschaft der Phänomene (Erscheinungen) zu begründen. Im Grunde müsste mich dies sehr ansprechen. Ich habe bereits etwas von Husserl gelesen, was mich aber nicht allzu sehr überzeugte. Ich werde mir rund um dieses Thema noch weitere Gedanken machen (vielleicht habe ich mich mit Husserl noch zu wenig beschäftigt - immerhin hatte der Ansatz doch eine gewisse Wirkung auf die Wissenschaft, oder umgekehrt, spezifisch etwa bei Freud oder Einstein, von denen man sagen kann, dass sie in einem gewissen Zusammenhang mit der Phänomenologie betrachtet werden können [vielleicht kann dies auch bereits von Darwin gesagt werden]). Die Wissenschaftstheorie ist in der Zeit von ökologischen und soziologischen Krisen natürlich ein bedeutendes Thema. Der reine alte Kartesianismus mit dessen strengster Subjekt/Objekt-Scheidung wird heute teils stark kritisiert (exemplarisch schon in der New-Age-Philosophie bei Capra in den 1980-er Jahren), aber die Wissenschaft hat eigentlich keine neuen, anderen Konzepte (dafür ist oder wäre eben v.a. die Philosophie zuständig, die aber ihrerseits die Wissenschaft kaum mehr erreicht - das sind schwierige Themen und Ausgangslagen für die kommende Zeit). Mein bisheriger Beitrag lehnt sich an Flusser an ("Vom Subjekt zum Projekt - Menschwerdung", 1994 [posthum]****), indem ich auf das Projekt zwischen dem Subjekt und dem Objekt in der kartesianischen Wissenschaftsanschauung und deren Bewusstwerdung, Deutung und Ausgestaltung hinweise. Was ist das Projekt der Wissenschaft? Das ist zumindest eine Ausgangs- und/oder Eingangsfrage. Wie gesagt: die Wissenschaftstheorie wird mich (nebst der Spielphilosohpie) in Zukunft noch primär interessieren.
). Natürlich kann man trotzdem eine solche Schrift schreiben, um auf ein Missverhältnis aufmerksam zu machen, man sollte sich aber auch immer bewusst sein, dass dies - besonders wenn das Feingefühl für das Ganze fehlt - nur eine deklamatorische und pathetische Schrift sein kann (häufig wird mit einer solchen Art von Schrift bloss erreicht, dass ein neues Missverhältnis in einem anderen Sinn entsteht).
-->
**** In der kommenden (spät- und postmodernen) Zeit, welche durch soziologische und ökologische Instabilität geprägt sein wird, will dieses durchaus gut gemeinte psychologische Postulat aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - d.h. aus der goldenen Zeit der westlichen Zivilisation - gut überlegt sein. Wir kommen in eine Zeit, die schwierig werden könnte für die Menschen bzw. für viele Menschen schwieriger. Es geht aber hier (bzw. bei mir) um den wissenschaftlichen Nutzen und Sinn dieses Postulats (vielleicht muss auch teils die Wissenschaft zuerst vorspuren, was erst später für den Menschen relevant werden wird; da kann man sehen, welch grosse Hoffnungen ich in die Wissenschaft setze [bleibt uns etwas anderes übrig heute?]). Ich sehe die Postmoderne nicht bloss dystopisch*****, sondern ambivalent: sie wird - wie jede Zeit - Vor- und Nachteile bringen, aber es bestehen doch einige Schwierigkeiten in der Grundkonzeption und -ausrichtung der Menschheit derzeit (in der Philosophie ebenso wie auch in der Wissenschaft und in der Theologie, notabene - die Menschheit ist jedenfalls gefordert in dieser kommenden Zeit, wie wir anmerken müssen, damit die Menschen - manche sind immer noch in einer grundsätzlichen Partylaune aus dem 20. Jahrhundert und dem Millenniumsfeier heraus - diese Zeit mindestens so ernst nehmen, wie sie tatsächlich ist).
***** Wir verwenden den Begriff der Postmoderne meist dystopisch - das kommt von den französischen Poststrukturalisten, exemplarisch von Lyotard ("La condition postmoderne - rapport sur le savoir", 1979 [von ihm selber als sein schlechtestes Buch bewertet]), und der mit dieser in Zusammenhang stehenden Kritischen Theorie in Deutschland her. Der Begriff der Postmoderne stammt eigentlich aus der US-amerikanischen Literaturtheorie und wurde insbesondere von Fiedler ("Cross the Border, Close the Gap", 1969) positiv gedeutet. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf Welsch ("Unsere postmoderne Moderne", 1987). Ich habe immer gesagt, dass ich als hauptsächlichste Eigenschaft der Postmoderne die Ambivalenz sehe.
[Hmm, wenn man ein bisschen abschweift, kommt man gerade wieder vom Hundertsten ins Tausendste (weil ich alles so genau und fair analysieren möchte). Dieser letzte Abschnitt ist aber ein guter Hinweis darauf, wie mein Denken und Schreiben - bzw. Denken fürs Schreiben - so etwa vor sich geht: es ist sehr schwierig die ganzen Dinge auf einen Nenner und Punkt zu bringen, aber ich versuche das trotzdem immer wieder.]