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Das Schweizerische Literaturarchiv der Schweizerischen Nationalbibliothek hat das literarische Archiv des Schriftstellers Lukas Bärfuss übernommen.
Das Material des 1971 geborenen Schriftstellers stünde damit «der Forschung und Gesellschaft zur Aufarbeitung und Auseinandersetzung zur Verfügung», heisst es aus Bern am Dienstag.
Mit seinem künstlerischen Schaffen – in Buchform und auf der Bühne – präge Lukas Bärfuss die Schweizer Literaturszene des 21. Jahrhunderts. Auch über die Landesgrenzen hinaus sei er durch seine Erzählungen «Die toten Männer» oder «Malinois» sowie seine Romane «Koala» oder «Hagard» bekannt geworden.
Bärfuss hat über 30 Dramen verfasst, beispielsweise seine Stücke «Die sexuellen Neurosen unserer Eltern» oder «Meienbergs Tod».
Seine Essays greifen aktuelle Themen wie Migration, Kolonialismus, Drogenmissbrauch und das Nord-Süd-Gefälle auf. In ihnen fragt Bärfuss oft nach der historischen Verantwortung der Schweiz.
Bärfuss ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und erhielt als einer der wenigen Schweizer Autoren 2019 den Georg-Büchner-Preis sowie 2022 die Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg.