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Chaplin, der Tramp: Drei Kurzfilme
|Donnerstag||17.11.2022||18:30|
1917 baute Charles Chaplin sein eigenes Studio auf und unterschrieb einen Vertrag mit der Verleihfirma First National. Er verpflichtete sich, Zwei-Akt-Komödien zu realisieren, die weltbekannt werden sollten. Drei davon präsentiert das Stadtkino Basel: In Sunnyside und in Pay Day verkörpert Chaplin Arbeiter, die auf einem Hof im idyllischen Dorf Sunnyside bzw. auf einer Baustelle beschäftigt sind. In beiden Fällen machen ihm die Vorarbeiter das Leben schwer. Während er in Sunnyside über beide Ohren in die charmante Dorfschönheit Edna verliebt ist, wartet seine Ehefrau in Pay Day zuhause mit dem Nudelholz in der Hand auf ihn und seinen Lohn – den Charlie jedoch lieber im Junggesellenclub versäuft. Aus den episodenhaften Erzählungen sticht eine Sequenz in Sunnyside besonders hervor: Der nach einem unglücklichen Sturz bewusstlose Charlie träumt, dass er mit vier Waldnymphen tanzt – eine Hommage an das Ballett L’après-midi d’un faune von und mit dem russischen Tänzer Vaslav Nijinski (David Robinson). In The Idle Class ist Chaplin in einer umwerfenden Doppelrolle zu sehen: Er spielt nicht nur einen Tramp, der die High Society auf dem Golfplatz durcheinanderwirbelt, sondern auch einen Millionär und Alkoholiker, der seine Vergesslichkeit zu vertuschen versucht.
Sunnyside, USA 1919, 32 Min., sw., DCP, stumm
The Idle Class, USA 1921, 32 Min., sw., DCP, stumm
Pay Day, USA 1922, 28 Min., sw., DCP, stumm