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Die Ukraine-Krise hat Russland nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) bereits in die Rezession gestürzt. Grund sei der Rückgang der Investitionen wegen der westlichen Sanktionen.
"Wenn man Rezession definiert als zwei aufeinander folgende Quartale mit negativem Wachstum, dann erfährt Russland aktuell eine Rezession", sagte Antonio Spilimbergo, Leiter einer IWF-Delegation in Moskau, am Mittwoch nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.
Der IWF senkte zudem erneut seine Wachstumsprognose für Russland von bisher 1,3 Prozent in diesem Jahr auf nur noch 0,2 Prozent. Eine weitere Senkung sei nicht ausgeschlossen, warnte Spilimbergo. Für 2015 rechne der IWF nur noch mit einem Wachstum von 1,0 statt bislang 2,3 Prozent.
Damit berücksichtige der IWF die zunehmend komplizierte Situation in der Ukraine und die erhebliche Unsicherheit wegen der geopolitischen Spannungen und der Sanktionen. "All das hat einen sehr negativen Effekt auf das Investitionsklima."
Angst vor Sanktionen genügt schon
Die Angst vor Sanktionen könne stärkere Auswirkungen haben als Sanktionen selbst, sagte der IWF-Vertreter. In diesem Jahr könne bis zu 100 Milliarden Dollar Kapital aus Russland abgezogen werden.
Für das laufende Jahr hatte die in Washington ansässige Organisation die Prognose bereits Anfang April von 1,5 auf 1,3 Prozent gesenkt. Im ersten Quartal dieses Jahres war die russische Wirtschaft um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft.
Das russische Finanzministerium hatte diesen Monat bereits davor gewarnt, dass das Land im zweiten Quartal in die Rezession abgleiten könne. Das Wirtschaftswachstum in Russland hat sich in den vergangenen Jahren bereits verlangsamt. 2013 legte das BIP um 1,4 Prozent zu - das war der niedrigste Wert seit der Rezession von 2008 und 2009.
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