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In einer Sternbesteigung haben am Freitag Alpinisten aus Italien, England, Frankreich und der Schweiz das Matterhorn erklommen und der Erstbesteigung vor 150 Jahren gedacht. Sie unterzeichneten auf dem Gipfel einen Akt der Freundschaft.
Die Seilschaften kamen gut voran, die ersten Alpinisten befanden sich vor 8 Uhr auf dem Gipfel auf 4478 Meter über Meer. Das sagte Edith Zweifel, Mediensprecherin von Zermatt Tourismus, am Freitag der Nachrichtenagentur sda.
Insgesamt waren rund 40 Bergsteiger beteiligt. Mit der Sternbesteigung wird auch des Wettlaufes zweier Seilschaften bei der Erstbesteigung gedacht.
Eine Siebner-Seilschaft um Edward Whymper mit vier Briten, zwei Schweizern und einem Franzosen erreichte den Gipfel am 14. Juli 1865 als erste. Beim Abstieg kamen der französische Bergführer Michel Croz sowie die Briten Reverend Charles Hudson, Lord Francis Douglas und Douglas Robert Hadow ums Leben.
Whymper erreichte den Gipfel drei Tage vor einer italienischen Seilschaft, welche das Matterhorn nach der Staatsgründung von 1861 für den Ruhm Italiens hätte erobern sollen.
An diesem Freitag erreichten die Italiener den Gipfel leicht früher als die Schweizer, wie Zweifel sagte. Beim Bergsteigen mit über 40 beteiligten Personen gehöre es dazu, dass die einen schneller und die anderen langsamer seien, sagte sie. Die Sicherheit gehe vor.
Akt der Freundschaft auf dem Gipfel
Im Gedenken an den Wettlauf vor 150 Jahren wurde auf dem Gipfel eine Andacht gehalten und ein Akt der Freundschaft unterzeichnet. «Was am 14. Juli 1865 als Konkurrenzkampf und Wettbewerb zwischen Alpinisten und Nationen begann, soll heute, am 17. Juli 2015, besiegelt werden als Manifestation der Freundschaft und der Verbindung in Passion und Liebe zum Berg», hiess es in der Erklärung.
Nach dem Aufenthalt auf dem Gipfel stieg die italienische Seilschaft über den Hörnligrat in Richtung Zermatt ab. Die Alpinisten aus Zermatt gingen hingegen auf die andere Seite über den Liongrat nach Italien hinunter. (sda)