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Die Zeit ist nicht reif für eine Grossfusion sämtlicher Gemeinden im Vivisbachbezirk. Nach der klaren Ablehnung bei einer Konsultativabstimmung in sämtlichen Gemeinden des Bezirks wird die bisher zuständige Arbeitsgruppe das Projekt nicht weiterführen. Dies erklärte der Oberamtmann des Vivisbachbezirks, François Genoud, gegenüber der Zeitung «La Gruyère». Der Arbeitsgruppe gehörten neben ihm drei Gemeindepräsidenten und der Präsident des Regionalverbandes Glâne-Veveyse an.
Die Konsultativabstimmung vom 10. Juni (die FN berichteten) liess keine Zweifel übrig: 52,1 Prozent (1890 Personen) der Abstimmenden lehnten das Vorhaben ab, 47,9 Prozent (1740 Personen) waren dafür. Bloss in drei Gemeinden fand sich eine Mehrheit für die Grossfusion: Châtel-St-Denis, Bossonnens und Saint-Martin. Im Bezirkshauptort war die Zustimmung mit 55,7 Prozent am stärksten. Die Nein-Stimmenden konnten sich auch äussern, ob sie eine Alternative befürworten: 61,2 Prozent von ihnen wollten den Status quo; einzig in La Verrerie hatte eine Drittlösung eine Chance.
Die Stimmbeteiligung im Bezirk hatte am 10. Juni nur 27 Prozent betragen.
Im dritten Teil der Abstimmung wurde auch die Frage nach möglichen kleineren Fusionen gestellt. Der Oberamtmann überlässt diese Möglichkeiten nun den Gemeinden zur bilateralen Prüfung.