Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03134.jsonl.gz/1849

Mit einem Rückhandvolley beendete Stan Wawrinka (ATP 5) bei seinem ersten Auftritt im Arthur-Ashe-Stadion in diesem Jahr nach gut zwei Stunden die Partie. Eine Leistungssteigerung ab dem dritten Satz reichte dem French-Open-Champion, um sich relativ problemlos im dritten Duell mit dem Amerikaner zum zweiten Mal durchzusetzen und sich für die Viertelfinals zu qualifizieren. "Es war mein bestes Spiel bisher", sagte Wawrinka.
Die ersten zweieinhalb Sätze war nicht Tennis für Feinschmecker gewesen. Beiden Spielern unterliefen viele einfache Fehler, längere, spektakuläre Ballwechsel blieben Mangelware. Hinzu kam die fehlende Spannung. Young schafft es nicht, das Publikum zu mobilisieren, das ihn noch in der 3. Runde zum Sieg gepeitscht hatte, als er gegen Viktor Troicki zum zweiten Mal in diesem Turnier einen 0:2-Rückstand wettmachte. Nur nach dem Satzausgleich kam im grossen Beton-Rund etwas Stimmung auf, die einstige Nummer 1 bei den Junioren blieb aber ohne reelle Chance auf den erstmaligen Einzug in einen Major-Viertelfinal.
Wawrinkas Spiel war in der ersten Stunde wie bereits in den drei Partien der ersten Woche von grossen Schwankungen geprägt gewesen. Das Break zum 2:1 im ersten Satz schaffte er nach drei herrlichen Winnern zu Null, dennoch verzeichnete er im ganzen Satz 14 einfache Fehler. Ebenso viele unterliefen ihm auch im zweiten Durchgang, in dem er beim Stand von 1:3 verwarnt wurde, nachdem er einen Schläger in zwei Teile zerlegte - nicht zum ersten Mal in diesem Turnier. "Danach schaffte ich es aber, mich wieder zu beruhigen und zu fokussieren." Er habe sich weniger genervt als zuletzt, so Wawrinka.
Der Romand erreichte zum dritten Mal in Folge in New York die Viertelfinals. 2013 war er im Halbfinal an Novak Djokovic in fünf Sätzen gescheitert, im letzten Jahr scheiterte der Schweizer in der Runde der letzten acht am späteren Finalisten Kei Nishikori. An acht der letzten neun Grand-Slam-Turniere ist der Lausanner mindestens in die Viertelfinals vorgestossen, zuletzt sechsmal in Folge. "Ein Grand-Slam-Viertelfinal ist für mich noch immer etwas Aussergewöhnliches."
In der Runde der letzten acht am Mittwoch trifft Wawrinka entweder auf Andy Murray (ATP 3) oder Kevin Anderson (ATP 14). Gegen Murray hat Wawrinka seit mehr als zwei Jahren nicht mehr gespielt. Obwohl er eine leicht negative Bilanz gegen den Schotten aufweist (6:8), hat er in der Vergangenheit bewiesen, dass ihm der US-Open-Sieger von 2012 durchaus liegt. Gegen Anderson verlor er die letzten vier Duelle.