Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03481.jsonl.gz/2109

Wie US-Biologen in den «Proceedings B» der britischen Royal Society berichten, konnten sie indirekt bestimmen, wie Fettreserven von Weissen Haien auf Reisen schwinden. Dazu nutzten die Forscher die Tatsache, dass ein Hai, der nicht aktiv schwimmt, absinkt – umso langsamer, je mehr Körperfett er enthält.
Anhand von Haien in Gefangenschaft entwickelten die Biologen eine Formel, mit der sie diese Sinkrate mit dem Körperfett in Beziehung setzen konnten. Dann brachten sie an insgesamt 97 Weissen Haien vor der US-Westküste Datenspeicher an, um die Position der Tiere und weitere Messwerte aufzuzeichnen.
Zwar wurden nur neun Geräte wieder gefunden, doch deren Daten zeigten immer wieder Phasen, in denen sich die Haie absinken liessen. Daraus berechneten die Forscher, wie die Fettreserven abnahmen. Die Resultate erklären, wie die Tiere dank des Polsters ihre schnellen Wanderungen schaffen, bei denen sie oft mehr als 4000 Kilometer pro Monat zurücklegen. Warum Haie so weit schwimmen, ist jedoch ungeklärt.