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Die Kapillarmikroskopie, diese richtungsweisende Untersuchung, dient insbesondere in der Abklärung des Raynaudsyndroms und hilft, eine primäre von einer sekundären Ursache zu unterscheiden; insbesondere wenn zusätzliche “red flags” (Alter >40, männliches Geschlecht, ANA Titer >1:160, Ulzera) vorliegen. Ein pathologischer Befund in der Kapillarmikroskopie kann bei Patientinnen und Patienten mit Raynaudsyndrom Anhaltspunkte für eine zugrunde liegende Kollagenose liefern.
Veränderungen mit hoher Spezifität lassen sich bei Systemischer Sklerose (früher Sklerodermie), Dermatomyositis oder bei anti-U1-RNP-positiver Mischkollagenose nachweisen.
Mittels moderner Videokapillarmikroskopie am Nagelfalz werden die Kapillardichte, Mikroblutungen und Kapillardilatationen beurteilt und dokumentiert. Patientinnen können speziell für die Kapillarmikroskopie zugewiesen werden.