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Seit 2010 werden Gewässerinvertebraten im Biodiversitätsmonitoring Schweiz (BDM) an etwa 500 regelmässig über die Schweiz verteilten Probenahmestellen erfasst. Sowohl hohe Insektizidanwendungsraten im Einzugsgebiet als auch geringe Naturnähe der Gewässer wirken sich negativ auf die Gewässerinvertebraten aus. Gegenwärtig scheint aber besonders die Erwärmung der Gewässer zu tief greifenden Veränderungen der Artgemeinschaften in den Schweizer Fliessgewässern zu führen.
Sowohl Einträge von Insektiziden wie auch eine Verschlechterung der Ökomorphologie beeinträchtigen die Gewässerfauna in der Schweiz. Dies zeigen die ersten Trends aus dem Biodivcersitätsmonitoring Schweiz (BDM). (Bild: 123RF.com)
Räumliche Verteilung der 492 untersuchten BDM-Probenahmestellen. (Hintergrunddaten: Swisstopo, Bundesamt für Landestopografie)
Zusammenhang zwischen Gewässertemperatur und den zwei Kenngrössen der Gewässerfauna:
(A) SPEAR-Index und (B) EPT-Artenzahl. Die Punkte geben die tatsächlich gemessenen Werte der 492 Probenahmestellen an. Die Linie gibt den linearen Zusammenhang zwischen Gewässertemperatur und den Kenngrössen für die Gewässerfauna an, wobei auch die Unterschiede in der Insektizidanwendungsrate und der Ökomorphologie zwischen den Probenahmestellen berücksichtigt wurden. Die grauen Bereiche geben das 95%-Kompatibilitätsintervall des linearen Trends an.
Zeitliche Veränderung (A) des SPEAR-Index und (B) der EPT-Artenzahlen. Diese Angaben basieren auf Probenahmestellen mit zeitlich wiederholten Aufnahmen. In beiden Grafiken sind die mittleren Jahreswerte inklusive des 95%-Kompatibilitätsintervalls in schwarz dargestellt. Zudem wurde eine Regressionsgerade (gestrichelte Linie mit 95%-Kompatibilitätsintervall in grau) durch die mittleren Jahreswerte gelegt.
Zeitliche Veränderung des SPEAR-Index im (A) Jura und Mittelland und (B) im Alpenbogen. In beiden Grafiken wurden nur die Flächen der kollinen und montanen Höhenstufe berücksichtigt (Jura und Mittelland: 168 Probenahmestellen; Alpenbogen: 153 Probenahmestellen). Dargestellt sind die mittleren Jahreswerte inklusive des 95%-Kompatibilitätsintervalls in schwarz. Zudem wurde eine Regressionsgerade (gestrichelte Linie mit 95%-Kompatibilitätsintervall in grau) durch die mittleren Jahreswerte gelegt.