Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/154620

<h2>SubmittedText<h2><text><p>Der Bundesbrief von 1291, im Bundesbriefmuseum in Schwyz ausgestellt, ist ein zentrales historisches Dokument der Schweizer Geschichte. Er zeigt auf, welche Basis die drei Urkantone ihrem ewigen Bund zugrunde gelegt haben. Viele dieser Prinzipien sind auch heute noch gültig, so die Anrufung des Namens Gottes, der gegenseitige Beistand der Verbündeten oder der Verzicht auf fremde Richter.</p><p>Umso mehr erstaunt es, dass der Text des Bundesbriefes auf der Website des Bundesrates nur teilweise abrufbar ist (<a href="https://www.admin.ch/gov/de/start/bundesrat/geschichte-des-bundesrats/bundesbrief-von-1291.html">https://www.admin.ch/gov/de/start/bundesrat/geschichte-des-bundesrats/bundesbrief-von-1291.html</a>). Es steht lediglich eine Zusammenfassung zur Verfügung. Wer sich für den vollständigen Urtext interessiert, muss Wikipedia oder andere Quellen konsultieren. Diese zurückhaltende Informationspolitik des Bundesrates irritiert.</p><p>Daher stellen sich folgende Fragen:</p><p>1. Weshalb muss sich der geschichtsinteressierte Schweizer Bürger auf Quellen wie Wikipedia abstützen, wenn er sich für den vollständigen Text des schweizerischen Bundesbriefes von 1291 interessiert?</p><p>2. Überzeugt der Bundesbrief von 1291, insbesondere der Bezug zu Gott, den Bundesrat nicht mehr?</p><p>3. Wäre es nicht angemessen, den vollständigen Text des Bundesbriefes in seinem lateinischen Originalwortlaut sowie mindestens in allen vier Landessprachen auf den Internetseiten des Bundes zu veröffentlichen?</p></text><h2>FederalCouncilResponseText<h2><text><p>1.-3. Die admin.ch-Seite zum Bundesbrief wurde bereits vor mehreren Jahren geschrieben und beim Relaunch ohne Änderungen in den neuen Webauftritt von Bundesrat und Behörden integriert. Ziel ist es, die Hintergründe rund um den Bundesbrief für ein breites Publikum verständlich und in zeitgemässer Sprache zu schildern. Es spricht dennoch nichts dagegen, zusätzlich den vollständigen Text des Bundesbriefes zuhanden interessierter Kreise zu publizieren. Mittlerweile wurde dies - auf Anregung der vorliegenden Anfrage - auch getan. Verfügbar sind auf den Internetseiten des Bundes nun das lateinische Original sowie Übersetzungen auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch. Es handelt sich um Übersetzungen, wie sie vom Bundesbriefmuseum in Schwyz verwendet werden.</p></text>