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Der 35-jährige Nicolas Kolly aus Essert möchte Oberamtmann des Saanebezirks werden. Nach SP und Mitte lanciert die SVP nun den Wahlkampf.
«Ich steige nicht als Favorit ins Rennen, sondern als Herausforderer. Aber diese Rolle habe ich schon bei der Abstimmung zur Blue Factory gehabt. Ich mag sie», sagte Nicolas Kolly am Samstag im Interview mit der Tageszeitung «La Liberté». Der 35-Jährige hatte das Referendum gegen die Neukapitalisierung der Blue Factory angeführt.
Rechtsanwalt Nicolas Kolly ist seit zehn Jahren SVP-Grossrat, Fraktionspräsident und Mitglied der Justizkommission. Würde er gewählt, möchte er eine andere Rolle einnehmen als aktuell Carl-Alex Ridoré. Der Préfet müsse zurückhaltender agieren und nicht zum Beispiel selbst Präsident in der konstituierenden Versammlung von Grossfreiburg sein. «Der Oberamtmann muss mehr Vermittler und Förderer sein», fügte Kolly an.
Bisher drei Kandidierende
Nicolas Kolly ist der dritte Kandidat für die Ridoré-Nachfolge als Oberamtmann. Im Rennen für den 7. November sind auch Lise-Marie Graden (SP) und Christian Clément (Die Mitte). Aber stärkt die SVP mit einer zweiten bürgerlichen Kandidatur indirekt die geeinte Linke? «Ich mache mir nichts vor. Ohne Rechtsallianz ist die SP Favoritin», sagte Kolly. «Aber ich bin für eine Kandidatur nicht weniger berechtigt als Christian Clément und will den Bürgern des Saanebezirks eine echte Auswahl geben.» Wenn er es in den zweiten Wahlgang schaffe, sei alles möglich.