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- 07. Februar 2024
- Caroline Cavin
Andrea Lausells Körper galt immer als attraktiv – bis sie im Rollstuhl sass. Die queere Latina mit Spina bifida erzählt im Artikel, wie sich ihre Freundschaften und ihr Selbstwertgefühl veränderten, als der Rollstuhl Teil ihres Lebens wurde.
Als Andrea noch einen Gehstock benutzte, war sie sich ihrer Attraktivität bewusst. Doch mit dem Rollstuhl kam eine unerwartete Unsichtbarkeit: Andrea fühlte sich isoliert, wurde oft übersehen und hörte Kommentare darüber, wie schwierig es sei, jemanden wie sie zu daten. Diese Kommentare taten ihr weh, obwohl sie immer noch die gleiche tolle Andrea war, «nur eben mit ein paar neuen Reifen».
Anstatt meinen Rollstuhl für die Freiheit zu lieben, die er mir schenkte, empfand ich Hass, weil er mein Leben so drastisch veränderte.
Durch die Isolation begann Andrea, sich selbst kritisch zu betrachten und sich sprachlich anzupassen, um anderen zu gefallen. Sie machte ihre Behinderung dafür verantwortlich, dass sie für andere nicht mehr interessant war. Seit sie im Rollstuhl sitzt, arbeitet Andrea aktiv daran, sich selbst wieder besser zu verstehen und zu begehren, und kämpft um ihr altes Selbstbewusstsein.
Den Artikel über Andrea Lausell könnt ihr hier lesen: Mein Körper galt als «heiss», bis ich im Rollstuhl sass