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Burg Gryffenberg 1223 – 1444
geplanter Neuaufbau durch Adolf Guyer-Zeller 1892
Die Burg Gryffenberg auf dem Gipfel des auch «Katzenbüggel» genannten Stollens war eine markante, dreigliedrige Burganlage. Getrennt durch zwei Abschnittsgräben standen drei Hügel, auf denen sich Bergfried, Palas und ein Wirtschaftshof befanden.
Die Burg wird, wie auch die «Herren von Gryffenberg», erstmals im Jahre 1223 urkundlich fassbar. Sie war, mit derzugehörigen Gerichtsherrschaftein Lehen der Abtei Sankt Gallen, welches zu unserer Zeit von «Ulrich von Gryffenberg» gehalten wurde. Gemäss einer uns vorliegenden Abschrift einer Urkunde war dieser der Bruder von «Rudolf III von Rapperswil» und somit identisch mit «Ulrich von Rapperswil» Im 14./15. Jahrhundert erhielten die «Ritter von Hinweyl» das Lehen Gryffenberg.
Wie viele andere wurde auch die Burg Gryffenberg im Jahre 1244 von den Schwyzer Truppen verwüstet, danach wieder aufgebaut, bis zum Jahre 1552 bewohnt und danach dem Verfall überlassen.
So ist Heute von ihr nichts mehr zu sehen. Das Lehen und die zugehörige Gerichtsherrschaft übernahmen 1567 die «Blarer von Wartensee» und bildeten, mit den bereits ihnen gehörenden Niedergerichten die ausgedehnte Gerichtsherrschaften-Gruppe «Kempten-Gryffenberg Werdegg». Diese war bis zu ihrer Auflösung, durch den Kanton Zürich im Jahre 1798, die grösste, private Zürcher Gerichtsherrschaft.
Der 100 Meter lange Burgplatz war durch breite Quergräben unterteilt. Diese wurde aussen von einem eiförmigen Graben und einem Erdwall geschützt. Der nördliche Teil der Anlage war mit einem Wehrturm, der mittlere mit dem Wohngebäude und der südliche Teil mit Scheunen und Ställen bestückt.
1223
erste Nennung mit dem Besitzer Ritter Ulrich von Gryffenberg. Er ist der Bruder des Grafen Rudolf von Rapperswil. Später kam die Burg an die Herren von Hinwil.
1379
Im Spruchbrief der Mühle Müetschbach war Hermann von Hinwil der letzte Besitzer der Burg und wurde 1438 Bürger der Stadt Zürich
1444
die Burg wurde durch die Schwyzer im «alten Zürichkrieg» zerstört. Nach einem teilweisen Wiederaufbau wurde sie im 16. Jahrhundert verlassen. Das stolze Bauwerk teilte das Schicksal so mancher Burg. Es diente als Steinbruch für Gebäude in der Umgebung.
1852
die letzten Mauerreste fanden Verwendung beim Bau des Schulhauses Bäretswil-Tanne.
1891
Im «Allmann» liess Adolf Guyer-Zeller am 9. November mitteilen, dass er im Begriff sei, den Burghügel einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Er hatte schon die Idee für ein Volksschauspiel skizziert, das die Geschichte seines geliebten Oberlandes in verschiedenen Bildern darstellen sollte und das er von berufener Hand wollte ausarbeiten lassen, um es dann als Schauspiel auf einer Freilichtbühne auf dem alten Burghügel jährlich als echtes Volksstück aufführen zu lassen.
1892
Adolf Guyer-Zeller erwirbt die Burgruine und beabsichtigt, die ehemalige Burg wieder aufbauen zu lassen und diese durch Wanderwege zu erschliessen. Zu diesem Zwecke hatte er über eine neuerstellte Strasse bereits Steine hinauftransportieren lassen, die heute noch immer sichtbar sind.
- Texte
Walter Sprenger, Bauma
Oliver Bauman, Zürich
Das geschichtliche Umfeld im Zürichgau des Jahres 1226
- Grundriss
Oliver Bauman, Zürich
- weitere Unterlagen
Burgenwelt, Deutschland