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Abschnitt: Locarno - Ponte Brolla
1908 nach der Eröffnung der Strassenbahn wurde die Maggiabahn bis nach Locarno P. Stazione verlängert. Ausser einem kurzen
Stück der alten Tramschienen auf der Piazza Grande ist von diesem Streckenabschnitt nicht mehr viel zu sehen. Kurz nach Solduno, kommt
die alte Trasse, welche 1907 für die Maggiabahn erstellt wurde und ab 1923 auch von der Centovallibahn benutzt wird, wieder zum Vorschein.
Sie durchquert den Tunnel „Sass Gött“ und steigt zum heutigen Bahnhof Ponte Brolla der Centovallibahn an. Für die LPB
gebaut wurde die erste Steinbogenbrücke über die Maggia, kurz vor der Verzweigung der Centovalli- und Maggiabahn. Für die
detailierte Streckenbeschreibung in Locarno: Fahrt durch Locarno.
Abschnitt: Ponte Brolla - Gordevio
Beim ersten Bahnhof Ponte Brolla der LPB hat die FART heute ihr modernes Depot, welches den zweiten Tunnel der LPB miteinbezieht. Im Anschluss
existiert die Eisengitterbrücke, auf welcher heute der Wanderweg die Maggia überquert. Die Trasse bei Avegno di Fuori ist heute Veloweg.
Von Avegno bis Gordevio wurde sie für die Verbreiterung der Strasse verwendet. Der bis 1999 erhalten gebliebene Tunnel "
Sass Götsch" mit 180 Meter Länge wurde für den Bau einer wettersicheren Strasse verwendet. Das ehemalige Stationsgelände
und die Strecke um Gordevio sind nicht verbaut. Die Vegetation auf der Trasse wurde erst im Sommer 2002 geholzt und darauf eine Quartierstrasse erstellt.
Abschnitt: Gordevio - Maggia - Lodano
Die Trasse von Gordevio über Ronchini nach Maggia wurde für die Verbreiterung, resp. ab der Kapelle Sta. Maria delle Grazie di Campagne nach Maggia für den Neubau der Kantonsstrasse verwendet. Die Station von Maggia stand vis-à-vis dem heutigen „Centro commerciale“. Nach der Umfahrungskurve um das Spital von Maggia Richtung Lodano war die Trasse der Bahn im Zustand von ca. 1966 bis 2008 erhalten. Die abgesägten Stümpfe der Masten waren noch da und unter dem Rasen lag der Schotter. Im 2008 wurde daraus ein "super bike-way". In Lodano wurde die Trasse entlang der Maggia für die neue Strasse verwendet.
Abschnitt: Coglio - Giumaglio - Someo - Riveo
Auf der Strecke von Coglio - Giumaglio nach Someo wurde die Bahntrasse für den Neubau der Kantonsstrasse verwendet. Nach dem Stationsgelände in Someo ist bei der Garage "Auto Mattei" die als „Sedime Ferrovia“ ausgeschilderte Trasse (inkl. kleiner Brücke und Mastenresten) nach Riveo als Wanderweg erhalten geblieben. In Riveo ist die Stationsanlage und Verladerampe für den Granitsteintransport noch vorhanden.
Abschnitt: Visletto - Cevio - Bignasco
Zwischen Riveo und Visletto befindet sich der Tunnel "Sasso Visletto" im Originalzustand und in Visletto kann die Trasse anhand des Fahrwegs und der Brücke gut ausgemacht werden. Bis vor ein paar Jahren konnte in Cevio die Trasse samt Schotter und einem kleinen Steinbogen noch aufgefunden werden. Nun ist sie zur Umfahrungsstrasse von Cevio umgebaut. Vom Abschnitt Cevio - Bignasco ist nicht mehr viel zu erkennen. Bei der Einfahrt in Bignasco steht vor einem Bauernhof der Güterwagen K105 und ein paar Schienen im Gras. Die Bahnanlagen in Bignasco sind dem heutigen Busdepot gewichen. Im "Ristorante Turisti" sind noch ein paar Erinnerungen an die Bahnzeit zu sehen.