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Seit ich im Alter von elf Jahren mit Tischtennis begonnen habe, spiele ich für den TTC Rio-Star Muttenz. In der 4. Liga beginnend, bin ich jedes Jahr in eine höhere Liga aufgestiegen und spiele jetzt schon meine 4. Saison für das erste NLA-Team von Muttenz. Mein grosses Ziel ist es, in eine der besten Ligen von Europa zu kommen. Namentlich in die 1. oder 2. Bundesliga in Deutschland oder in die Pro A oder B in Frankreich. Mit der neuen Regel, der Doppellizenz, gibt es die Möglichkeit, in mehreren Ligen zu spielen.
Ligen sind im Tischtennis die Haupteinnahmequelle, da es an den internationalen Turnieren nicht viel zu holen gibt. Im Weltranking bin ich die Nummer 300.
Da ich nur in der Schweiz gespielt habe, ist es momentan unmöglich, einen Vertrag in den beiden Top-Ligen zu kriegen. Deshalb muss ich einen anderen Weg finden und trotzdem konstante Fortschritte im Welt- ranking machen.
Durch einen Agenten wurde ich in die N2 (4. Liga) nach Frankreich zum Olympique Rémois Tennis de Table Club transferiert. In einem sehr freundlichen und tollen Team mit zwei Franzosen, einem Chinesen und einem Nigerianer konnte ich mich schnell zurechtfinden. Das Ziel war und ist weiterhin klar: Wir wollen den Aufstieg in die N1 realisieren. Dazu haben wir zwei Chancen, entweder in der ersten oder in der zweiten Saison-Hälfte.
Bei meinen Einsätzen konnte ich alle meine Matches gewinnen bis zum entscheidenden Spiel um den Aufstieg. Im Spitzenkampf um den Aufstieg mussten wir leider eine bittere, aber zu erwartende Niederlage einstecken. Gegen jenes Team, das eigentlich in der Pro B auflaufen sollte, konnte ich einen Polen besiegen und das Doppel mit meinem nigerianischen Kollegen gewinnen, während ich gegen einen iranischen und spanischen Internationalen den Kürzeren zog. Unsere ersten Aufstiegsträume sind damit vorerst begraben.
Letztendlich haben wir die 1. Phase auf dem zweiten Platz mit 6 Siegen und einer Niederlage abgeschlossen. In der 2. Ligahälfte werden wir nochmals in der N2 auflaufen, mit dem deutlichen Ziel, Ende Saison aufzusteigen. Ich hoffe, uns gelingt dies, damit ich nächste Saison weiter für Reims spielen kann. Nächste Saison werde ich sicher den Schritt in die N1 machen und mich dort für die Pro B empfehlen. Während des ganzen Prozesses freue ich mich sehr, diese Saison für Muttenz und Reims zu spielen. Mit beiden Klubs hoffe ich auf das beste Out- come am Ende der Saison.
Die Kolumne ist am 23.12 2021 in der Volksstimme - Die Zeitung für das Oberbaselbiet erschienen.