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Jake Guentzel hat die Chance, sich in Spiel 3 des Stanley-Cup-Finals in der Nacht auf Sonntag (02.00 Uhr Schweizer Zeit) endgültig in die NHL-Geschichtsbücher zu spielen. In der ewigen Playoff-Torschützenliste der Rookies steht nämlich nur noch ein Spieler vor dem Neuling der Pittsburgh Penguins.
Guentzel hat 12 Playoff-Tore und damit am zweitmeisten aller Rookies in der Geschichte der NHL. Er hat Brad Marchand (2011, elf Tore, Boston Bruins), Jeremy Roenick (1990, elf Tore, Chicago Blackhawks) und Claude Lemieux (1986, zehn Tore, Montreal Canadiens) überholt. Nur noch Dino Ciccarelli (14 Tore, 1981, Minnesota North Stars) liegt vor ihm.
In den ersten beiden Finalspielen erzielte der 22-Jährige nicht nur drei Treffer, sondern jeweils beide Male auch gleich das spielentscheidende Tor – den sogenannten Gamewinner. Mit fünf Gamewinnern im Laufe der diesjährigen Playoffs hat Guentzel in dieser Sparte ebenfalls einen neuen Rekord aufgestellt.
Richard. Gretzky. Lemieux. Guentzel. That's the list of players with eight or more goals in their first nine playoff games.— Nick Cotsonika (@cotsonika) 4. Mai 2017
Dabei hätte er das erste Finalspiel beinahe verpasst. Nach durchzogenen Leistungen im Conference-Final gegen Ottawa (sieben Spiele, zwei Assists), spielte Headcoach Mike Sullivan mit dem Gedanken, Guentzel auf der Tribüne zu lassen. Er entschied sich dagegen und der Rookie dankte es ihm im ersten Spiel mit dem Siegtreffer.
Im zweiten Spiel lief der Amerikaner dann in der ersten Linie an der Seite von Sidney Crosby auf und erzielte zwei weitere Tore. «Es ist schon ein wenig verrückt. Ich kann kaum in Worte fassen, was hier passiert», sagt Guentzel zu seiner Situation. Aber das grösste Ziel sei es natürlich, den Stanley Cup zu gewinnen. Zwei Siege fehlen Pittsburgh zur erfolgreichen Titelverteidigung. Zwei Tore fehlen Jake Guentzel zu einem prominentem Platz in den NHL-Geschichtsbüchern. (abu)
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