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Multiple Sklerose, Schuppenflechte, Zöliakie – Dutzende von Autoimmunerkrankungen hängen mit Stress zusammen. Welche Faktoren dem Vorschub leisten.
Bei einer Autoimmunerkrankung attackiert das Immunsystem bestimmte Gewebe im Körper, zum Beispiel den Darm, die Schilddrüse, Blutgefässe, Gelenke oder Nerven. Isländische Forscher beweisen jetzt den Zusammenhang mit psychischen Belastungen – an ihren schwedischen Nachbarn.
Im Durchschnitt entwickelten dort pro Jahr sechs von 1000 Personen eine Autoimmunerkrankung. Neun von 1000 waren es hingegen bei denjenigen, die früher in ihrem Leben krankmachendem Stress ausgesetzt waren.
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Das konnten die Wissenschaftler feststellen, indem sie die Erkrankungen von mehr als 7,5 Millionen Schweden über rund 30 Jahre analysierten. Bei 18 von 41 Autoimmunkrankheiten war der Zusammenhang mit vorangegangenen, als stressig erlebten Situationen statistisch signifikant, etwa bei Diabetes Typ I und Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse.
Wer bis zum Alter von 33 Jahren stresskrank wurde, entwickelte später mit grösserer Wahrscheinlichkeit eine Autoimmunerkrankung, verglichen mit älteren Menschen. Auch psychische Krankheiten erhöhten das Risiko.
In Schweden hat jeder Einwohner eine Identifikationsnummer, die unter anderem bei Spitalaufenthalten und auf Arztrezepten erfasst wird. Anhand dieser Nummer liess sich feststellen, wann bei einer Person eine «akute Stressreaktion» oder eine «post-traumatische Belastungsstörung» diagnostiziert wurde und wann erstmals eine Autoimmunerkrankung erkannt wurde.
Quelle: «JAMA»