Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/100251

<h2>SubmittedText<h2><p>Hypothekenguthaben der Grossbanken sollen verpfändet werden. Im Gegenzug soll die UBS weitere Kredite von Schweizer Banken erhalten. Auch die Credit Suisse sei angeblich eine Kandidatin für solche Kredite. Offensichtlich haben die Nationalbank und die Finma ein gewichtiges Wort mitzureden.</p><p>- Wie viele Kredite wurden bisher der UBS auf diese Art und Weise gewährt?</p><p>- Ist sichergestellt, dass bei einem Konkurs der UBS das Pfand rechtlich so abgesichert ist, dass die Kreditgeber darauf zugreifen können?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>1. Unter der Vermittlung der Nationalbank und der Finma kam es Ende 2008 zu einer ersten Transaktion an die UBS als Darlehensnehmerin im Umfang von rund 2 Milliarden Franken. Eine nächste Transaktion ist für den Monat März vorgesehen.</p><p>2. Die Pfandbriefbank schweizerischer Hypothekarinstitute (Pfandbriefbank), welche Pfandbriefdarlehen an die Grossbanken vergibt, tut dies gegen Verpfändung von Hypotheken nach streng konservativen Kriterien, die durch das Pfandbriefgesetz vorgegeben werden. Danach müssen die Hypotheken erstklassig sein und dürfen sich nur auf Objekte in der Schweiz beziehen. Weiter gelten klare Vorschriften zu den maximalen Belehnungsgrenzen für die Pfandobjekte. Die Pfandbriefbank refinanziert die Vergabe der Pfandbriefdarlehen durch Pfandbriefanleihen.</p><p>Im Fall eines Bankenkonkurses kommen die Artikel 33ff. des Bankengesetzes (BankG) zur Anwendung. Die Pfandverwertung richtet sich gemäss Artikel 34 Absatz 2 BankG nach dem Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs. Praktisch würde der von der Finma ernannte Liquidator der konkursiten darlehensnehmenden Bank die der Pfandbriefbank verpfändeten Hypotheken an andere Banken verkaufen und aus dem Erlös die Pfandbriefdarlehen zurückbezahlen.</p>