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In der Urlaubsregion Valparaiso in Chile wüten derzeit schwere Waldbrände, die bereits mehrere Menschenleben gefordert haben.
In den südlichen und mittleren Teilen Chiles sind derzeit etwa 161 Standorte von Bränden betroffen. Am Freitag hat der Präsident deshalb den Ausnahmezustand über die betroffenen Gebiete verhängt, wie die Tagesschau berichtet. Informationen der Behörden zufolge wurden in der Region Valparaiso bereits mehr als 3’000 Wohnhäuser zerstört. Auch das Auswärtige Amt rät momentan eindringlich von Reisen in den Grossraum Valparaiso und Viña del Mar ab.
Ausgangssperre verhängt
Die Gegend westlich von Santiago, der Hauptstadt Chiles, ist besonders stark von den aktuellen Waldbränden betroffen. Nahe den Küstenstädten Valparaíso und Viña del Mar hat sich ein Feuer auf einer Fläche von etwa 11’000 Hektar ausgebreitet. Präsident Gabriel Boris gab bekannt, dass die Regierung alle verfügbaren Mittel mobilisiert hat, um das Gesundheitspersonal zu unterstützen und den Betroffenen schnellstmögliche Hilfe zu bieten. Ausserdem hat er das Verteidigungsministerium beauftragt, zusätzliche Militäreinheiten einzusetzen. In einigen Gemeinden wurde eine Ausgangssperre verhängt, um die Löscharbeiten und Rettungseinsätze zu optimieren. Am wichtigsten Flughafen Chiles, dem Internationalen Flughafen Arturo Merino Benitez, der sich etwa 80 Kilometer von der Küstenstadt Viña del Mar entfernt befindet, läuft der Flugbetrieb derzeit nach aktuellen Informationen von flightradar24.com wie gewohnt weiter.
Das ist die schlimmste Tragödie, die unser Land seit dem Erdbeben von 2010 erlebt.Gabriel Boric, Präsident Chile
Die Innenministerin gab bekannt, dass der Regierung im Zusammenhang mit dem Brand nahe Valparaiso Informationen vorliegen, die darauf hindeuten, dass er absichtlich gelegt wurde. Präsident Boric äusserte die Absicht, Ermittlungen einzuleiten, obwohl es schwer nachvollziehbar sei, wer eine solche Tragödie und so viel Schmerz verursacht haben könnte. In der Region Maule wurde bereits eine Person festgenommen. Wissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass die erhöhte Hitze grösstenteils auf das zyklische Wetterphänomen El Niño zurückzuführen ist, das den Pazifischen Ozean erwärmt.
Fazit zu Waldbränden in Chile
In Chile wüten derzeit an der Pazifikküste in der Region Valparaiso schwere Waldbrände. Tausende von Häusern wurden zerstört, und es wurden bereits mehrere Tote gemeldet. Das Auswärtige Amt rät aktuell von Reisen in diese Urlaubsregion ab. Auch in Europa wüteten im vergangenen Jahr schwere Waldbrände auf der Kanarischen Insel Teneriffa. Es bleibt zu hoffen, dass sich die aktuelle Lage schnell wieder beruhigt.