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Antirrhinum
L., Löwenmaul, Pflanzengattung aus der Familie der Scrophulariaceen (s. d.)
mit gegen 25
Arten in der nördlichen gemäßigten Zone; Kräuter, bisweilen am
Grunde holzig, meist zweijährig,
charakterisiert durch die maskierte, aber nicht gespornte
Blumenkrone der meist ansehnlichen und schöngefärbten, bald einzeln
in den Blattachseln stehenden, bald zu
Ähren oder
Trauben vereinigten
Blüten. Am bekanntesten ist das große oder
Gartenlöwenmaul,
auch Löwenschnäuzchen und Dorant genannt,
Antirrhinum majus L., eine südeurop.
Pflanze, überall als Ziergewächs in Gärten und oft verwildert. Viele
Varietäten und Spielarten sind von ihr gezüchtet,
nach
Größe, Form und Färbung der
Blumenkrone unterschieden und verschieden benannt (z. B.
Antirrhinum purpureum,
caryophyloides, fulgens, bicolor, Youngianum, Arlequin u. s. w.).
Auch
Antirrhinum latifolium
in Südfrankreich und
Antirrhinum sempervirens der Pyrenäen werden zur Zierde kultiviert.
Alle diese
Arten kommen
in unsern Gärten ohne besondere Pflege im freien
Lande fort, höchstens die beiden letzten brauchen eine Winterbedeckung.
Man vermehrt sie durch Samen
[* 2] oder, wenn man die
Varietät erhalten will, durch
Stecklinge. Wild wächst bei uns bloß eine
ebenfalls zweijährige Art, das
Antirrhinum Orontium L., mit kleinen, rosenroten, achselständigen
Blüten, ein Unkraut unter dem Getreide.
[* 3]