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Das Wichtigste in Kürze
- Forscher haben am Arm einer ägyptischen Mumie Tätowierungen gefunden.
- Die Abbildungen wurden vor etwa 5200 Jahren gestochen.
Die merkwürdigen schwarzen Flecken waren schon immer auf der Haut der Gebelein-Mumie zu sehen. Seit nahezu hundert Jahren liegt sie im British Museum in London und gehört zu den spektakulärsten Stücken der riesigen Ausstellung. Doch was sich hinter den Flecken verbirgt, konnten Forscher erst jetzt herausfinden: Es sind die ältesten Tattoo-Bilder der Welt.
Der Gebelein-Mann A, so seine Bezeichnung in der Sammlung, hatte rote Haare. Vor ein paar Jahren hatten Forscher entdeckt, dass er vermutlich einst ermordet worden sein könnte - wohl durch einen Stich in den Rücken. Der Tattoo-Mann starb jung, er war zwischen 18 und 21 Jahren alt.
Die männliche Mumie stammt aus Gebelein, einem kleinen Ort nahe Luxor in Ägypten. Das Forschungs-Team hatte ihren Oberarm, auf der sich die Farbspuren unter der Haut befinden, mit verschiedenen Methoden untersucht. Sie steckten die Mumie in einen Computertomographen und machten ausserdem Infrarot-Aufnahmen. Dank der Technik konnten sie identifizieren, was sich hinter den Flecken verbirgt: Sie erkannten das Bild eines grossen Stieres, ein anderes deuten sie als Ziege. Die Bilder wurden dem Mann vor etwa 5200 Jahren unter die Haut gestochen, sie waren nicht nur oberflächlich aufgetragen.