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Fussball-WM - es steht unentschieden
Sie arbeitet in einer Versicherung und kommt viel im Land herum. Sie wohnt in São Paulo, und innert kurzer Zeit war das Gespräch bei nur allzu vertrauten Themen angelangt. Zuerst klagte sie über den Verkehr in der Metropole. Sie frage sich, wann das alles einmal am Ende angelangt sei.
Vier Stunden unterwegs
Sie müsse täglich an drei verschiedene Orte in der Stadt: von zuhause ins Büro und von da zur Uni, weil sie nebenher noch Wirtschaft studiert. Sie verbringe täglich gut vier Stunden in Bus und Metro.
Sie verstehe nicht, wie man bei solch desaströsen Verhältnissen nun auch noch die Fussball-WM 2014 ausrichten könne. Die riesigen Investitionen, die dafür nötig seien, würde man doch besser in den öffentlichen Verkehr stecken, in bessere Schulen, Gesundheitseinrichtungen.
Fussball-WM - ein Prestigeprojekt der Regierung
Kam mir bekannt vor. Das Problem sei: die Regierung sei zu weit weg von den Leuten und wolle das Prestigeprojekt um jeden Preis, damit die Welt sehe, wie weit Brasilien sich entwickelt habe.
Nachtrag vom 24. April: Ich frage einen Taxifahrer in Brasilia nach der Fussball-WM, als wir gerade an der Baustelle zum neuen Nationalstadion vorbeifahren. Er meint: «Die WM ist eine gute Sache» - es steht also 1:1.
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