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Der kanadische EVZ Meistertrainer ist seit der Entlassung in Mannheim ohne neuen Klub.
Am 4. Dezember 2017 wurde Sean Simpson bei Adler Mannheim entlassen. Nach dem unglücklichen Playoff-Out im Viertelfinal 2017 gegen den späteren Meister Berlin (Niederlagen nach Verlängerung in den Spielen 6 und 7) und einem schwachen Start in die Saison 2017/2018 zogen die Klubverantwortlichen kurz vor Weihnachten die Reissleine.
Seither hat man wenig bis gar nichts vom EVZ Meistertrainer 1998 gehört. Am 19. Oktober war er wieder einmal an seiner alten Zuger Wirkungsstätte anzutreffen. Nach dem Spiel EVZ-SCL Tigers (4:1) hatte er sich mit seinem früheren Assistenten Bob Leslie, dem langjährigen Backup-Goalie Tony Koller und einigen alten EVZ Freunden auf ein Bier verabredet und zeigte sich bei bester Laune: „Es geht mir gut, zum ersten Mal seit 30 Jahren konnte ich den Sommer bis Ende August in meinem Sommerhaus in Kanada verbringen. Ich habe die freie Zeit echt genossen.“
Befindet sich der inzwischen 58-Jährige proaktiv auf Klubsuche? „Ja und nein“, antwortet Sean Simpson. „Wenn sich etwas ergibt, würde ich unter Umständen nochmals einen Klub übernehmen. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, nach der jetzigen Pause etwas anderes zu tun.“ Details dazu will er nicht nennen. Seit September wohnt er jedenfalls wieder in der Schweiz. Im nächsten Jahr kann er auch sein Haus in Risch wieder beziehen, das er vor zwei Jahren, nach der Unterschrift unter den Mehrjahresvertrag in Mannheim, längerfristig vermietet hat.
Simpson kam 1992 als Nachwuchstrainer zum EVZ und holte mit den Elitejunioren 1994 den ersten Titel für den Klub. 1998 hielt er als Head Coach der ersten Mannschaft den Meisterkübel in der Hand. Mit dem ZSC gewann er 2009 die Champions Hockey League und den Victoria Cup mit dem ersten Sieg eines Schweizer Teams gegen einen Klub aus der NHL (2:1 gegen die Chicago Black Hawks). 2013 sicherte er sich mit der Schweizer Nationalmannschaft WM-Silber in Stockholm.
„Ich hatte das Glück, Mannschaften zu coachen, die so weit kommen konnten“, meinte der Kanadier einmal bescheiden im Rückblick auf seine Erfolge. Dieses Glück hat ihn verlassen, nachdem er sich 2014 mit dem Schweizer Verband überraschenderweise nicht auf eine Vertragsverlängerung als Nationalcoach einigen konnte. In der Saison 2014/2015 wagte er den Schritt zu Lokomotive Jaroslawl in die KHL und wurde nach wenigen Spielen entlassen. Noch vor Ablauf der Saison übernahm er das Ruder in Kloten, konnte den Abwärtstrend beim Traditionsklub aber auch nicht stoppen und wechselte Ende Saison 2015/2016 nach Mannheim. Die Fortsetzung der Geschichte ist bekannt.