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In den letzten 20 Jahren hat die Haltung von Equiden (Pferde, Ponys, Kleinpferde, Esel, Maultiere und Maulesel) in der Schweiz massiv zugenommen. Der Bestand stieg von 55 500 auf 85 000 Tiere an. 85 Prozent dieser Equiden werden in Landwirtschaftsbetrieben gehalten. Die Zahl der Zuchtpferde wird auf 25 000 Tiere geschätzt. 63 Prozent der jährlich geborenen 4700 Fohlen gehören der Freiberger Rasse an, der einzigen überlebenden einheimischen Rasse.Die Equiden werden vor allem in der Freizeit genutzt, z. B. Reiten, Gespannfahren zu Vergnügungszwecken, Tourismus, Volksfeste usw. sowie für Zucht, Unterricht, Pferdesport-Wettkämpfe und für die Arbeit (Landwirtschaft, Wald, Warentransporte usw.). Diese Zahlen gehen aus der Studie über die wirtschafts-, gesellschafts- und umweltpolitischen Bedeutung des Pferdes in der Schweiz hervor, die von der Arbeitsgruppe «Pferdebranche» unter dem Vorsitz von Pierre-André Poncet, Direktor des Schweizer Nationalgestüts in Avenches, herausgegeben wurde.Im Jahre 2005 wurden in der Schweiz 45 000 Pferdebesitzer und 18 000 -halter gezählt, davon sind 13 000 landwirtschaftliche Betriebe.Die Mehrheit der Pferde wird von 231 000 Personen während der Freizeit genutzt, 72 000 Personen betreiben den Pferdesport intensiv. Die Zahl der Pferdesportler hat in den letzten Jahren zugenommen. Das mittlere Alter der Aktiven liegt bei 34 Jahren. Der Frauenanteil beträgt 74 Prozent, was den Pferdesport gleich nach dem Tanz zu einer der weiblichsten Sportarten macht. Der Pferdesport ziehe hauptsächlich junge Frauen an, wird im Bericht festgestellt. Unter den 35 000 Personen, die eine Grundausbildung in Reiten und Fahren absolvierten, sind 65 Prozent Frauen unter 20 Jahren.
Ausbildung der Halter verbessern
Die Studie zeigt nicht nur die Bedeutung der Pferdehaltung auf, sondern will auch Anstoss geben für eine bessere Ausbildung der Pferdehalter. Heute weisen nur 24 Prozent der Halter eine spezifische Ausbildung im Pferdebereich aus. Mit dem Lehrgang «Equigarde» bietet Avenches ein umfassendes Weiterbildungsprogramm an.Die Arbeitsgruppe regt zudem an, dass Förderungsmassnahmen das Pferd besser in die Ziele der Agrarpolitik und des Agrotourismus einbinden sollten. ju