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Der Dygwehr diente einst dazu, dass das Wasser aus der hinteren Frenke in das Mühlebächlein umgeleitet werden konnte um die damals mit Wasser angetriebene Mühle in der Mühle in Gang setzen zu können. Gleich nach dem Dygwehr musste die hintere Frenke rund 3 m Höhe überwinden. Dieser künstliche vierstöckige Wasserfall war sehr faszinierend. Durch das letzte Hochwasser der hinteren Frenke (2012) wurden beide Objekte schwer beschädigt, so dass sie erneuert werden mussten.
Dygwehr im Oberdorf
Der „Mühlidygwehr“ im Oberdorf in der Nähe des „Gärtli“ fristete bis 2012 ein unscheinbares Dasein, versteckt hinter Gebüschen und Bäumen. Die Wehranlage stellte sicher, dass genügend Wasser ins „Mühlidygbächlein“ (Mühlekanal) floss.
Der Dyg Wasserfall
Unmittelbar nach dem „Dygwehr“ stürzte sich die „Hintere Frenke“ beim „Dygfall“ rund 3 m in die Tiefe. Der „Dygfall“ ist eine künstliche Anlage, bestehend aus dem „Dygwehr“ und vier Bachstufen. Wobei die Erste Stufe mit der Zweiten mit Holzbrettern verbunden war.
Freigelegter „Dygfall“
2012 wurden rund um den „Dygwehr“ und dem „Dygfall“ die Bäume gefällt und die Gebüsche gerodet, so dass jetzt alles sehr gut sichtbar wurde.
Hochwasser beim „Dygfall“
Am 9. und 10. Oktober 2012 regnete es den ganzen Tag, so dass der Bach nachmittags sehr stark anschwoll. Das Wasser tritt zum Teil schon über die Ufer. Beim „Dygfall“ stürzte sich das Wasser mit ungeheurer Wucht den Fall hinunter. Von den Bachstufen war nichts mehr zu sehen. Viel Treibholz blieb am „Dygwehr“ hängen, so dass er sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Bachkorrektur
Die Tage des alten „Dygwehres“ waren gezählt. 2014/15 wurde an dieser Stelle eine Bachkorrektur vorgenommen. Der „Dygfall“ wurde entfernt und das Gefälle des Baches wurde auf rund 100 m angepasst. Die „Hintere Frenke“ bekam an dieser Stelle ein Korsett mit mächtigen Steinen verpasst. Die „Dygwehranlage“ wurde rund 80 m Richtung Reigoldswil verlegt.
Neuer „Dygwehr“ und neues „Dygbächlein“
Das „Dygbächlein“ fliesst jetzt nach dem Stauwehr offen bis zur Röhre, die unter der Strasse durchführt. Nach der Strasse fliesst das Bächlein offen weiter bis zur Mühle, wo es dann wieder in die „Hintere Frenke“ mündet.
Interessante Fotos
Der alte „Dygfall“ war fotografisch ein sehr interessantes Objekt, denn es boten sich sehr viele Motive an, die sich lohnten fotografisch festzuhalten. Eine Auswahl der Motive können Sie in der Bildergalerie sehen.
Fotogalerie
Alle Fotos Copyright © by Dominik Stohler, Ziefen – stohler-fotos.ch.