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FIFA-Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Rassismus aufgelöst
Zur Auflösung der FIFA-Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Rassismus veröffentlichte der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein folgende Erklärung:
„Die heutige Mitteilung, dass die FIFA die Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Rassismus einstellt, unter Einbeziehung der geleisteten Arbeit, ist besorgniserregend. Der Kampf gegen den Rassismus ist bei weitem noch nicht abgeschlossen, und die Vorstellung, dass die aktuelle FIFA-Führung glaubt, die Empfehlungen der Arbeitsgruppe seien umgesetzt worden, ist beschämend.
Noch nie war die Notwendigkeit zur Bekämpfung von Rassismus und Rassendiskriminierung deutlicher als in der Welt, in der wir derzeit leben. Fussball ist die beliebteste Sportart der Welt und eines der einzigen, praktischen Mittel, Menschen auf dieser Welt zu helfen, ihre Unterschiede zu überwinden; wir können jedoch nicht anfangen, ohne uns zuerst mit den Rassenunterschieden und der Diskriminierung zu befassen, die sehr real und sichtbar sind, und von denen unsere Fussballverbände, -spieler und Fans betroffen sind. Das ist nicht etwas, was eine Regierungsbehörde mit dem Anschein von Verantwortung herunterspielen oder leugnen kann.
Ich vertrete schon seit langem, dass Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung ein fester Bestandteil der Einrichtung sein sollte und dass sich der Ad-hoc-Ausschuss zu einem permanenten Auschuss entwickeln sollte, mit tatsächlicher Unterstützung und Ressourcen.
Obwohl Slogans und Auszeichnungen lobenswert sind, müsste der Ausschuss mit seiner Arbeit die Möglichkeit haben, die Gesellschaftsstruktur viel tiefer zu berühren und zusammen mit dem Fussballverband, den Regierungen, gemeinnützigen Organisationen und Anteilsinhabern den Rassismus und die Diskriminierung in allen Formen in Angriff zu nehmen.
Die Realität ist, wie bei vielen FIFA-Programmen, dass die Arbeitsgruppe, seit ihrer Gründung, keine wirkliche Unterstützung erhielt und ihre Rolle eher dem FIFA-Image als der Auseinandersetzung mit Fragen diente. In Wirklichkeit hat sich die derzeitige Arbeitsgruppe nie getroffen!
Die Idee der FIFA, dass jetzt die richtige Zeit eingetroffen ist zur Auflösung dieser Arbeitsgruppe zur Rassismusbekämpfung, ist lächerlich. Es ist noch viel zu tun, und die FIFA muss ihre Führungsrolle zeigen, die Verantwortung für eine Reform und die Rechenschaftspflicht übernehmen, wenn Veränderungen nicht umgesetzt werden.
Transparenz, Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Integrität sind die Werte, die in allen FIFA-Tätigkeiten anwesend sein müssten – nicht ordnungsgemässe Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung ist ein absoluter Verrat dieser Werte.“
Die Erklärung des Prinzen Ali folgte der heutigen FIFA-Mitteilung, dass die 2013 gegründete Arbeitsgruppe zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung aufgelöst wird. Prinz Ali ist der Präsident des jordanischen Fussballverbands.
Artikel von: Office of His Royal Highness Prince Ali of Jordan
Artikelbild: © Flightlevel80 – istockphoto.com