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Auch zwei Monate nach den schweren Wirbelstürmen in Zentralamerika braucht die Bevölkerung weitere Unterstützung. Es drohen schwere Krankheiten und eine neue Flüchtlingswelle.
Mehr als zwei Monate nachdem die Wirbelstürme Eta und Iota über Zentralamerika zogen, sind die humanitären Bedürfnisse von Familien in diesen Ländern immer noch immens. Unzählige Brunnen sind verunreinigt und verseucht, Wasseranlagen beschädigt oder zerstört. Ohne Zugang zu sauberem Wasser drohen über 1,5 Millionen Kindern lebensbedrohliche Krankheiten. In Honduras, Guatemala und Nicaragua wurden über 1 230 Schulen zerstört oder teilweise beschädigt. Dächer wurden weggespült, Toiletten und Wände in Trümmer gelegt, Schulmöbel und -materialien ruiniert. Ohne weitere Massnahmen besteht für viele Kinder die Gefahr, dass sie aufgrund der Auswirkungen der Wirbelstürme ein weiteres Schuljahr lang nicht am Unterricht teilnehmen können. Die beiden starken Wirbelstürme sowie die sozioökonomischen Auswirkungen der Pandemie haben noch viel mehr Familien in die Armut getrieben.
Es droht eine Flüchtlingswelle in Richtung Norden
Wegen der Pandemie haben viele Eltern ihre Arbeit verloren, und nun zerstörten die Hurrikans ihr Hab und Gut, ihre Häuser und Ernten. Viele Zentralamerikaner könnten in den kommenden Wochen und Monaten auf der Suche nach einem besseren Leben in den Norden wandern. Die Lebensbedingungen der betroffenen Bevölkerung muss deshalb dringend verbessert werden.
Mehr als zwei Monate nachdem die Wirbelstürme Mittelamerika verwüstet haben, hat UNICEF weniger als 30 Prozent der benötigten Mittel erhalten, um Familien in Not zu helfen. Es gilt die Wasser- und Hygienesysteme wiederherzustellen, schwer mangelernährte Kinder zu identifizieren und zu behandeln. Weiter sind kinderfreundliche Zonen zur Gewaltprävention zu errichten und die betroffenen Kinder entsprechend zu betreuen. Die zerstörten Schulen müssen repariert werden und die Schüler sind vor Beginn des bevorstehenden Schuljahres mit Schulsets und Schulmaterial zu versorgen. Insbesondere mit Blick auf den Beginn des neuen Schuljahres in den kommenden Wochen fordert UNICEF die zentralamerikanischen Regierungen dringend auf, die Schulen wieder zu öffnen und steht bereit, sie dabei zu unterstützen. Die nächsten Wochen und Monate werden entscheidend sein.
«Gemeinsam für kindgerechte Lebensräume»
Unter diesem Motto fand am 21. September in Bern ein Netzwerktreffen von UNICEF Schweiz und Liechtenstein statt. Teilgenommen haben rund 100 Fachpersonen aus Planung, Bau, Landschaftsarchitektur, Politik, Verwaltung und der Wissenschaft.
Kinder in Haiti: Nach dem Erdbeben droht Cholera
Mehr als eine halbe Million Kinder im Südwesten von Haiti haben seit dem Erdbeben keinen Zugang mehr zu Unterkünften, Trinkwasser und Hygieneeinrichtungen. Dies hat zur Folge, dass die Gefahr einer Ansteckung mit durch Wasser übertragbare Krankheiten