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Der Einfluss von Elektrosmog ist allgegenwärtig. Im Alltag begegnen uns unzählige Elektrosmogquellen, welche einen negativen Einfluss auf unsere Körperzellen haben können.
Aber nicht alle Felder sind gefährlich.
Es gibt elektromagnetische Felder, die in der Natur entstehen.
Dazu gehören beispielsweise das Tageslicht oder Blitze bei einem Unwetter oder das Erdmagnetfeld.
Diese schwachen Felder sind für Menschen ungefährlich.
Andere werden von technischen Geräten und Anlagen produziert.
Künstlich erzeugte Felder, wie im unteren Frequenzbereich bei Hochspannungsleitungen, die in unmittelbarer Nähe für Menschen schädlich sein können.
Elektrosmog-Quellen:
Eisenbahnen
Gleichstrombahnen
Hochspannungsleitungen (Freileitungen)
Kabelleitungen
Transformatorenstationen
Photovoltaikanlagen
Mobilfunk
Rundfunk
Richtfunk
Amateurfunk
Elektrische Geräte im Haushalt
Eisenbahnen als Elektrosmog-Quelle
Die Magnetfelder von Fahrleitungsanlagen unterliegen grossen zeitlichen Schwankungen. Lokomotiven, die beschleunigen oder bremsen, erhöhen den Stromfluss, was zu einer Verstärkung des Magnetfeldes führt. Je mehr Züge auf einer Linie verkehren, desto grösser sind die Belastungen.
Die Stromeinspeisung in die Fahrleitung erfolgt typischerweise in Abständen von 25 bis 30 km. Fährt in einem Versorgungsabschnitt zwischen zwei Einspeisepunkten kein Zug, so fliesst kein Strom. Somit tritt auch kein magnetisches Feld auf.
Sind jedoch Züge unterwegs, so ist das Magnetfeld entlang des ganzen Streckenabschnitts vorhanden, über den die Züge mit Strom versorgt werden.
Für die Intensität der Magnetfelder von Eisenbahn-Fahrleitungen ist von Bedeutung, dass die Wege der Hin- und Rückströme relativ weit auseinander liegen.
Der Hinweg führt über den Fahrdraht. Zurück fliesst der Strom zum einen über die Schienen und das Erdseil.
Bedingt durch die Verbindung der Schienen mit dem Boden sucht sich ein Teil des Rückstroms seinen Weg jedoch auch durch das Erdreich oder über unterirdisch verlegte Metallrohre - wie jene der Gas- oder Wasserversorgung. Solche vagabundierenden Ströme können weite Entfernungen zurücklegen und kehren erst in der Nähe des Unterwerks wieder zum Bahntrassee zurück.
Elektrische Eisenbahnen werden entweder mit Gleichstrom oder mit Wechselstrom betrieben.
In der Schweiz fahren die meisten Eisenbahnen mit Wechselstrom, dessen Frequenz 16.7 Hertz (Hz) beträgt. Die Fahrleitungen dieser Bahnen erzeugen elektrische und magnetische Felder von dieser Frequenz und werden vom Geltungsbereich der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) erfasst.
Gleichstrombahnen als Elektrosmog-Quelle
Trams, Trolleybusse und gewisse Schmalspurbahnen werden mit Gleichstrom betrieben. Dadurch entstehen statische elektrische und magnetische Felder.
Für die magnetischen Gleichfelder legt die NISV einen Immissionsgrenzwert von 40'000 Mikrotesla (µT) fest, der erfahrungsgemäss mit grosser Reserve eingehalten wird.
Hochspannungsleitungen (Freileitungen) als Elektrosmog-Quelle
Wo Elektrizität erzeugt, transportiert und genutzt wird, entstehen als unvermeidliche Nebenprodukte elektrische und magnetische Felder. Je höher die Stromstärke und Spannung und je kleiner der Abstand zu den Strom führenden Anlagen, desto grösser sind diese Felder.
Im Bereich der Stromversorgung treten die stärksten Belastungen in unmittelbarer Nähe von Transformatorenstationen und Hochspannungsleitungen auf.
Perspektivische Darstellung des Magnetfeldes einer typischen 380-kV-Hochspannungsleitung mit zwei Strängen bei Volllast (1920 A)
Im Umkreis der Strom führenden Leiterseile tritt die stärkste Belastung auf. Sie beträgt innerhalb der roten Schläuche mehr als 100 Mikrotesla (µT) und bei der Hülle des grossen Tunnels noch 1 µT.
Die Intensität eines Magnetfeldes wird in Mikrotesla (µT) angegeben.
In der Mitte zwischen zwei Masten, wo die Leiter am tiefsten hängen, treten in Bodennähe die stärksten Belastungen auf.
Mit zunehmender Distanz von der Leitung nimmt das Magnetfeld ab. Deshalb ist es umso schwächer, je höher über dem Boden die Leiter angebracht sind.
Gebäudemauern schirmen Magnetfelder praktisch nicht ab. Bis in eine Entfernung von 150 bis 200 m können 380-kV-Freileitungen die Magnetfeldbelastung in benachbarten Häusern deshalb erhöhen.
Weiter weg ist eine normale Hintergrundbelastung vorhanden, die in Wohnungen mit Anschluss ans Elektrizitätsnetz rund 0,02 bis 0,04 µT beträgt. In der Nähe von elektrischen Geräten kann das Magnetfeld jedoch sehr viel stärker sein.
Erdverlegte Kabelleitungen als Elektrosmog-Quelle
Informationen zu den Magnetfeldern von erdverlegten Kabelleitungen (Hochspannungsleitungen):
Während der grossräumige Stromtransport hauptsächlich über Freileitungen erfolgt, geschieht die lokale Verteilung des Stroms grösstenteils über erdverlegte Kabelleitungen.
Bei Freileitungen wirkt die Luft zwischen den Leitern als Isolation. Damit es nicht zu einem Stromüberschlag kommen kann, müssen die Leiter einen gewissen Mindestabstand aufweisen.
Bei Kabelleitungen sind die Strom führenden Leiter von einem sehr guten Isolationsmaterial umgeben und können deshalb nahe beieinander liegen, was die räumliche Ausdehnung des Magnetfeldes reduziert.
Im Vergleich zu einer Freileitung hat das Magnetfeld einer Kabelleitung bei gleichem Strom somit eine deutlich kleinere räumliche Ausdehnung.
Unmittelbar über einer Kabeltrasse kann die Belastung zwar gleich gross sein wie direkt unter einer Freileitung, aber die nimmt mit zunehmendem Abstand jedoch schneller ab als bei Freileitungen.
Im Gegensatz zum Magnetfeld wird das elektrische Feld durch die Kabelschirme und das Erdreich vollständig abgehalten. Selbst unmittelbar über der Kabelleitung ist deshalb kein elektrisches Feld messbar.
Heute ist es technisch möglich, sogar Höchstspannungsleitungen von 220 oder 380 kV in den Boden zu verlegen.
Solche Lösungen kosten jedoch deutlich mehr als Freileitungen.
Zudem sind Reparaturen von Schäden aufwändiger und dauern länger.
Aus diesen Gründen bevorzugen die Stromversorgungsunternehmen Freileitungen für das Höchstspannungsnetz.
Transformatorenstationen als Elektrosmog-Quelle
Transformatoren erhöhen oder reduzieren die elektrische Spannung.
Sie gelangen in Kraftwerken, Unterwerken, Wohnquartieren und Industriegebieten zur Anwendung.
Die Trafostationen in Dörfern und städtischen Quartieren werden vom regionalen Stromverteilnetz gespiesen. Sie wandeln dessen Spannung von 6000 bis 30'000 V auf die im Haushalt benötigten 230 und 400 V um.
Eine einfache Transformatorenstation besteht aus Hochspannungsteil, Transformator und Niederspannungsverteilung.
Da es eine grosse Vielfalt an Transformatorenstationen gibt, sind allgemeingültige Aussagen zu den von ihnen verursachten Magnetfeldern kaum möglich.
Mobilfunk als Elektrosmog-Quelle
Dank tausenden von Basisstationen für den Mobilfunk kann man in der Schweiz heute praktisch überall mit dem Handy telefonieren und Daten herunterladen.
Kehrseite dieser flächendeckenden Versorgung ist die landesweite Zunahme der hochfrequenten Strahlung durch die Antennen. In der Umgebung solcher Mobilfunkanlagen schwankt die Belastung im Tagesverlauf je nach Anzahl der übermittelten Daten.
Auf Grund der unmittelbaren Nähe zum Kopf belasten Mobiltelefone die Benutzerinnen und Benutzer aber deutlich stärker als jede Basisstation.
Eine Mobilfunkantenne sendet nicht gleichförmig in alle Richtungen. Aufgrund der Strahlungscharakteristik ist daher für die Bewertung der Strahlungsbelastung in der Umgebung nicht nur der Abstand zur Antenne von Bedeutung, sondern auch die Strahlungsrichtung.
Rundfunk als Elektrosmog-Quelle
Rundfunksendeanlagen dienen der Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen durch die Luft.
Sie befinden sich meist an erhöhten Standorten auf Hügeln oder Bergen. Die meisten Rundfunksender strahlen abseits der Siedlungsgebiete.
Rundfunkanlagen, die ein grosses Gebiet versorgen, arbeiten mit hohen Sendeleistungen. Auf Grund der Topografie unseres Landes befinden sich diese leistungsstarken Anlagen vorwiegend an erhöhten Standorten, so dass im kritischen Nahbereich meist keine Wohnhäuser vorhanden sind.
Die Strahlung von solchen Rundfunksendern wird vertikal eng gebündelt und, leicht gegen den Boden gerichtet, in alle Himmelsrichtungen abgegeben. Zusätzlich gibt es Füllsender, deren Sektorantennen mit niedrigen Sendeleistungen Täler versorgen.
Richtfunk als Elektrosmog-Quelle
Richtfunkverbindungen dienen der drahtlosen Übermittlung von Telefongesprächen, Daten sowie Radio- und Fernsehprogrammen zwischen zwei Punkten mit direkter Sichtverbindung.
Richtfunkanlagen bestehen aus je einer Parabolantenne am Sende- und Empfangsort.
Parabolantennen bündeln die Strahlung so stark, dass sie in einem engen Strahl konzentriert wird und sich geradlinig zwischen der Sende- und der Empfangsantenne ausbreitet.
Am Empfangsort wird deshalb eine wesentlich grössere Fläche als jene der Parabolantenne bestrahlt. Je weiter die beiden Anlagen auseinander liegen, desto grösser ist auch die bestrahlte Fläche.
Amateurfunk als Elektrosmog-Quelle
In der Schweiz gibt es etwa 5000 Amateurfunker – weltweit sind es mehr als eine Million. Ihre Funkanlagen stehen meistens in Privatwohnungen.
Es ist jedoch auch möglich, sie von einem Auto, Schiff oder Flugzeug aus zu betreiben. Für den Amateurfunk stehen zahlreiche Frequenzen zwischen Langwelle und Mikrowelle zur Verfügung.
Im Gegensatz zum Mobilfunk oder Rundfunk stehen die Amateurfunkanlagen nicht dauernd in Betrieb und erzeugen damit auch nicht permanent Strahlung, da diese nur beim Senden auftritt.
Die Konzession erlaubt eine maximale Sendeleistung von 1000 Watt (W). In der Praxis sind die Funkanlagen jedoch oft nur für Leistungen bis 100 W ausgelegt.
Da die Antennen häufig in Wohngebieten stehen, sind ihre Abstände zu anderen Wohnungen allerdings relativ klein.
Deshalb können Amateurfunkanlagen im Betriebszustand in ihrer näheren Umgebung den Hauptteil zur Belastung an hochfrequenter Strahlung beitragen.