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Oberbergen
|Oberbergen|
|Hauptstadt||Navida|
|Herrschaftsform||Feudalismus|
|Rang||Fürstentum|
|Staatsoberhaupt||Fürstin Felicitas von Oberbergen|
|Reichszugehörigkeit||Kaiserreich Cendara|
|Hauptreligion||Pekarismus und Irmel-Kult|
|Motto||kein bekanntes|
|Hymne||keine bekannte|
|Wappen|
Das Fürstentum Oberbergen liegt im Nordosten des Kaiserreiches Cendara. Ein grösstenteils flaches Land, mit Bergen und grossen Wälder im Süden und vielen Flüssen im Norden. Es wird vor allem mit Agrarprodukte, Pelze und Weinen gehandelt. Die Bevölkerung lebt weitläufig verteilt in kleinen Dörfern und Weilern, die kleinen Städte haben sich um die Sitze des Adels gebildet. Viele Handelsstrassen durchziehen das Land und treffen im Flachland auf die dortigen Städte. Insbesondere treffen in Navida die grossen Handelsstrassen von Niederthal über Ehrenfels nach Dragonien und jene von Hundertbrück nach Grünenwald zusammen.
Der Titel des Fürstentums wurde von der Mutter an die Tochter weitergegeben. Felicitas von Oberbergen führt vom Hauptsitz Navida die Geschicke des Fürstentums. Durch Misswirtschaft hat sich die Macht der Fürstin verringert und die vielen grösseren sowohl kleineren Adligen haben mehr Einfluss gewonnen, was zu zahlreichen Fehden führte. Jeder Adlige wacht anders über sein Gebiet und dessen Handelsstrassen, die Situation im Jahr 1007 wird Adelskriege genannt.
Landschaft und Klima
Oberbergen ist gegen Süden bergig, hügelig und stark bewaldet. Gegen Norden, Osten und Südosten flach mit einigen Erhebungen. Gegen Norden und Osten durchziehen breite Flüsse die Ebene und machen das Land sehr fruchtbar. Im Sommer ist es warm, im Winter kann es manchmal zu Frost kommen. Im Süden sind die Winter sehr kalt und länger.
Die meisten Orte findet man im Flusstal, während der bergige Süden eher wenig bewohnt ist. Im Flachland wird Agrarwirtschaft und in der Bergregion Viehzucht betrieben. Tendenziell sind die Bewohner im Flachland wohlhabender als jene im Süden. Die Flüsse werden als Lebensader oder für Handelsflösse genutzt.
Geschichte
Die Bevölkerung von Oberbergen
Der grösste Teil der Bevölkerung lebt im flachen Norden in Dörfern. Es gibt nur wenige Städte. Die Städte sind jedoch wohlhabend und gut erschlossen. Trotz der guten wirtschaftlichen Lage braucht man oft lange von Dorf zu Dorf oder bis in die nächste Stadt. Die Landbevölkerung ist meist arm und die Bauern können gerade so den Lebensbedarf abdecken. Eine Ausnahme bilden die Weinbauern, welche teilweise grössere Güter besitzen. Im Flusstal leben viele Fischer und Flösser, welche wohlhabender sind. Der Adel hat einige Burgen im Flachland und die dortigen Städte haben sich um diese gebildet.
Im bewaldeten Süden leben weniger Menschen, viele sind Holzfäller, Köhler oder Söldner. In der Bergregion findet man überwiegend Viehzüchter und Bergleute. Die Menschen im Süden sind im Vergleich zum Norden sehr arm. Die wenig Wohlhabenden unter ihnen machen grosse Geschäfte mit Geleitdiensten oder dem Verleih von Lasttieren. Der Adel im Süden kontrolliert praktisch den ganzen Warenverkehr und alle Bergwerke. Die Burgen im Süden sind sehr wehrhaft, wegen ihrer strategischen Lage.
Alle einfachen Leute sind Abgabepflichtig an ihre Herren. Zudem müssen sie im Kriegsfall Kriegsdienste leisten oder Steuern bezahlen. Das Leben ist von harter Arbeit geprägt und vielen Entbehrungen. Bewohner von Oberbergen
Wichtige Städte
- Navida (resp. Neustein) - Fürstensitz und grösste Stadt - circa 6'400 Einwohner
- Lichtenberg - Zweitgrösste Stadt des Fürstentums - circa 5'800 Einwohner
- Blatten - grösste Stadt in der Südregion - circa 5'600 Einwohner
- Weinbergen - Stadt an der Grenze zu Ehrenfels im Südosten - circa 5'500 Einwohner
- Oberburgen - Stadt im Norden am Drei-Flusseck - circa 3'700 Einwohner
- Murn - Kleinstadt in der östlichen Bergregion - circa 1'200 Einwohner
Es gibt einige Kleinstädte mit 500-900 Bewohner.
Wirtschaft
Im wohlhabenden Norden, im Flachland, wird vor allem Wein produziert. Weine für einfache Leute, aber auch für die Städte und den Adel. Überschüsse werden exportiert. Eine Besonderheit ist der Irmelwein, der nur in Oberbergen erhältlich ist. Zudem werden neben Weinen auch diverse Kornsorten angebaut und Viehwirtschaft betrieben. An den Flüssen gibt es viele Fischerdörfer und Handelsleute. Da sich die meisten Städte im Flachland befinden, spielt hier auch das Handelsleben eine grosse Rolle.
Im Süden, in der Bergregion, werden diverse Viehprodukte wie Wolle, Fleisch, Milch und besonderer Käse hergestellt. Die Adeligen sichern sich ein Einkommen durch den Erzabbau. Die ärmere Bergregion verdient vor allem Münzen durch die Zölle und Lasttiere für die Händler. Holzprodukte beschränken sich meist auf Waffen oder Tischlereiprodukte. Einige Bewohner haben sich auch auf den Wagenbau spezialisiert.
Mit dem Fürstentum Grosswald gibt es zahlreiche und teilweise sehr alte Handelsbeziehungen.
Kultur und Religion
Ein grosser Teil gehört dem Pekarismus an. Da aber das religiöse Zentrum etwas weiter weg ist, gibt es auch viele alte Heilige oder Ikonenverehrungen. Der Pekarismus fällt in Oberbergen nicht so hoch ins Gewicht wie in anderen Reichsteilen. Es gibt einen grossen Kult um Irmel, eine Weinheilige. Einige Adelige und einfache Leute verehren sie.
Es gibt drei Kulturelle Regionen in Oberbergen: Flusstal, Voralpen und Alpen. So gehört zum Beispiel Wolfsberg zur Region Alpen, Valesburg und Rebgau zu Voralpen, sowie der Rest zum Flusstal. Im Flusstal trinkt man mehr Wein oder Met, während man in den Voralpen und Alpen mehr Bier konsumiert. Im Flusstal gibt es mehr Feldwirtschaft, in der Alpenregion mehr Viehzucht. Auch kulinarische Unterschiede gibt es zwischen den Regionen. Die Bewohner der Voralpen und Alpen gelten den Flusstaler als rau, kämpferisch, vulgär, bäuerlich und arm. Umgekehrt hört man hochnäsig, dekadent, schwächlich, verwöhnt. Im Flusstal leben viele in grösseren Dörfern, oder in Städten. In der Bergregion leben viele in Talschaften und kleineren Dörfern. Talschaften sind meist mehrere Höfe oder Weiler, die zu einem bestehenden Dorf zusammengefasst werden. Oft liegen grosse Distanzen zwischen diesen. Die einfachen Leute in Oberbergen sind bescheiden und haben auch wenig übrig, um es nicht zu sein. Oberberger geben praktisch alles ab, was sie erwirtschaften. Überschüsse werden verkauft, getauscht oder selbst konsumiert. Die Oberberger sind stark an ihre Herren gebunden und darum sehr treu gegenüber den Adeligen. In den Bergregionen schliessen sich oft ärmere Bauern Söldnerherren an. In Zeiten des Krieges ein einträgliches Geschäft. Neben den berühmten Weinen, gibt es auch noch andere Delikatessen. So z.B verschiedene Würste, Suppen, Gemüsepasten und Brote. Der Wein überschattet aber alle Produkte.
Heerwesen
Jedes Lehen sorgt für ein eigenes stehendes Heer, welches meist aus einem adeligen Gefolge, Bürgermilizen oder bezahlten Söldner besteht. In Kriegszeiten oder Notsituationen, wird ein wehrpflichtige Aufgebot ausgehoben. Für den Schutz des Fürstentums, ist die Fürstin zuständig. Sie muss die Truppen der Grafschaften aufbieten oder das Gefolge als fürstliche Truppen unterhalten. Nach feudalem Lehensrecht, können die anderen Adeligen die Gefolgschaft meist straflos verweigern. Somit ist die wichtigste Institution für die Verteidigung gegen aussen der Adelsrat. Seit dem Jahr 1007, hat der Adelsrat weitgehende Befugnisse selbst gegen die Fürstin erkämpft. Wegen der Adelskriege gibt es jedoch keine Einheit im Rat. Auch sind die Truppen der Grafschaften mit kämpfen gegen andere Grafschaften beschäftigt.
Der Kern der Armee bilden einfache Fusssoldaten, meist mit Speer, Glefen, Spiessen, Hellebarde oder inprovisierten Wuchtwaffen. Schwere Infanteristen werden von den Städten und vom Adel gestellt. Die Ausrüstung muss von jedem selber gestellt werden. Eher in seltenen Fällen, werden Rüstungen und Waffen verteilt. Reiche Stadt-Bürger kaufen sich gerne von der Aufgebotspflicht frei, oder schicken einen Kämpfer an ihrer statt.
Adel
Der Adel in Oberbergen verteilt sich auf die sechs Grafschaften des Fürstentums. In der Flusstal-Region vom Nordwesten bis Südosten, ist der grösste Teil des Adels ansässig. In der Bergregion um Lichtenberg, Wolfsberg und Valesburg gibt es zahlenmässig weniger Adelsfamilien mit Landbesitz, jedoch sind diese umso mächtiger. Neben den sechs Grafschaften, gibt es unzählige Baronien, städtische Verwaltungen und Klöster. Zudem gibt es eine grosse, unüberschaubare Zahl an Landlosen Adeligen oder Ritter. Viele Landlose dienen als Vögte, Hauptleute, Verwalter, Hoflehrer oder sonstigen beratenden Funktionen. Die Ritter scharen sich vor allem um die mächtigen Grafenhäuser. So hat Wolfsberg das grösste Ritterheer des Fürstentums unter Waffen. Einige Landlosen Ritter wurden über Jahr zu Raubrittern. Viele dieser Raubritter befinden sich an den Handelsstrassen zwischen Wolfsburg, Valesburg und Lichentberg. Einige Raubritter werden auch im Auftrag anderer Adeliger bezahlt, um ihren Feinden Schaden zuzufügen. Es gibt auch Adelige als Söldnerführer, die mit ihren Truppen durch die Landen ziehen.
Als "adelig" gilt man in Oberbergen, wenn man adelig geboren- , oder dazu ernannt wurde. Der Adelsstand wird durch ein Adelsbrief des Adelsrates bestätigt. Der Adelsstand in Oberbergen hat ein höheres Gewicht, als teilweise in anderen Reichsteilen von Cendara. In den Ritterstand wird man erst aufgenommen, wenn man durch einen höheren Herren die Schwertleite erfahren hat. In der Regel nach einer 13 jährigen Ausbildung. Auch Niedergeborene können in den Ritterstand erhoben werden. Es gibt einen Irmel-Ritterorden in Oberbergen.
Land wird vom Lehensherrn verteilt. Entweder als Erb- oder temporäres Lehen. Erblehen dürfen nur im äussersten Fall entzogen werden. Zudem muss der Adelsrat seit dem Jahr 1007 darüber bestimmen. Diese Regelung betrifft die Grafschaften. Die Baronien in den Grafschaften obliegen allein den Grafen. Wo ein adeliger Landherr nicht selber regieren kann oder möchte, kann er einen Vogt oder Ministerialen ernennen. Dörfer werden meist zusammengefasst von Vögten oder von einem Landammann geführt.
Struktur
Es gibt sechs Grafschaften innerhalb des Fürstentums Oberbergen. Diese sechs Titel wurden vor vielen Jahren von der kaiserlichen Macht zusammengeführt. Die derzeit mächtigsten Grafschaften bilden Wolfsberg, Valesburg und Rebgau. Jeder Graf ist im fürstlichen Rat vertreten. Die Fürstin hat durch den Fürsten- sowie Grafentitel zwei Stimmen. Dies sorgte in der Vergangenheit
für ein Gleichgewicht gegen die aufstrebenden Wolfsberger und Herren von Lichtenberg im Rebgau. Der Adelsrat gehört jedoch faktisch der Vergangenheit an. Dieser Umstand führte zu den Adelskriegen.
- Grafschaft Navida
- Grafschaft Wolfsberg
- Grafschaft Rebgau
- Grafschaft Valesburg
- Grafschaft Weinbergen
- Grafschaft Oberburgen
Die Grafschaften gliedern sich in Baronien und Vogteien. In einigen Bergregionen gibt es Talschaften. Einige Städte werden von Räten regiert, so wie Weinbergen.