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ialc
Geschichte
Als im Jahre 1970 die Länder Ungarn und Yugoslavien sich entschlossen eine Meisterschaft durchzuführen, haben sie wahrscheinlich nicht geahnt, was sie mit dieser Aktion auslösten.
Was wahrscheinlich einmal eher als regional einzustufender Mannschaftsbewerb gedacht war hat sich zu einer Weltmeisterschaft entwickelt, die auch in den Disziplinen und im Einzelwettkampf gewertet wird.
Wahrscheinlich verfolgten die Gründer dieses Wettbewerbs vor allem folgende Ziele:
- Länderübergreifender, völkerverbindender Anlass in sportlichem Geist.
- Austausch von Informationen vor allem auch in den Bereichen Arbeitssicherheit und Arbeitstechnik.
- Pflege der Kameradschaft unter den Teilnehmern und den Nationen.
- Austausch von Erfahrungen und Information über die Entwicklung neuer Maschinen und Geräte über die Staatsgrenzen hinweg.
Die Gründer organisierten auch eine Vereinsfahne, die uns noch heute an die Meisterschaften begleitet, und an der alle Namen der austragenden Länder verewigt sind.
Leider hat sich niemand die Zeit und Mühe genommen die Entwicklung des Vereins auf Papier zu bringen. So ist es heute ziemlich schwierig an konkrete Daten und Detailinformationen zu kommen. Immerhin wurde der Anlass inzwischen bald 30 Mal durchgeführt.
Ein Höhenpunkt war sicher auch der Moment, und wir freuten uns ganz besonders, als Prinzessin Anne in Schottland die Weltmeisterschaft eröffnete.
Auf der hier eingestellten Liste sind alle austragenden Nationen mit dem Durchführungsjahr ersichtlich.

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Am Anfang wurde die Meisterschaft alle Jahre durchgeführt, später hat sich wohl aus Kostengründen ein Zweijahresturnus etabliert.
Während dieser langen Zeit, 1970 bis heute, wurde das Reglement immer wieder angepasst und verbessert. Im Wesentlichen wurden die Änderungen aus folgenden Gründen notwendig:
- Durch die immer besser werdende und ausgefeiltere Technik konnte man bald nicht mehr differenziert klassieren. Die auf dieser Homepage eingestellten Ranglisten zeigen deutlich auf, dass oft viele Teilnehmer die gleiche Punktezahl erreichten. So gab es beispielsweise 1974 beim Kombinierten Schnitt in Norwegen fünf Teilnehmer mit der gleichen Punktzahl auf dem ersten Platz. Die maximale Punktzahl beim Fällen von 660 Punkten wurde auch schon mehrmals geknackt. Also musste immer genauer und mit kleineren Werteinheiten gemessen werden, was immer genauere speziell anzufertigende Messinstrumente bedingte und schliesslich auch Änderungen am Reglement nach sich zog.
- Das Regelwerk muss auch laufend den neuen, in den Ländern geltenden Bestimmungen der Arbeitssicherheit angepasst werden. Eine durchaus nicht einfache aber sinnvolle Aufgabe.
- Auch die immer weiter fortschreitenden Erkenntnisse bei der Arbeitstechnik und die Entwicklung von immer neuen leistungsfähigeren Maschinen und Geräten musste Rechnung getragen werden.
- Ich habe versucht Medaillenspiegel für alle Meisterschaften die jemals durchgeführt wurden zu erstellen. Bitte beachten sie die entsprechenden Dokumente im Fach Weltrekorde auf dieser Homepage.
Auf diesen Ranglisten ist erkenntlich, wer sich an den durchgeführten Meisterschaften in den vorderen Positionen klassiert hat. Dr. Gólya János hat mir viele Daten zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für die Unterlagen. Leider sind diese Listen aber nicht vollständig und ich möchte an dieser Stelle alle aufrufen, die in der Lage sind die bestehenden Lücken zu schliessen, sich beim ialc zu melden.
Früher hat man jeweils an den Meisterschaften ein Land gesucht das gewillt war, den nächsten Anlass zu organisieren. Bei dieser Gelegenheit wurden dann Adressen und weitere Informationen ausgetauscht und dem neuen austragenden Land übergeben. Das austragende Land hat dann mehr oder weniger selbständig am Regelwerk die aus Erfahrung notwendigen Änderungen vorgenommen oder die nationalen Vorschriften betreffend Arbeitssicherheit eingebaut. Das neue Regelwerk wurde dann vom austragenden Land immer wieder neu verlegt, gedruckt und an die Nationen verschickt.
Interessantes Detail am Rande vermerkt ist, dass früher den antretenden Nationen jeweils ein, in der Landeswährung des Austragungslandes, angemessenes Sackgeld ausgezahlt wurde. Dies wohl auch und nicht zuletzt, weil oft die notwendigen Devisen in den Teilnehmerländer gar nicht erhältlich waren. So wurde bei der Meisterschaft in der Schweiz zum letzten Mal noch jeder Mannschaft 1500 Franken Sackgeld ausbezahlt. Wie sich doch die Zeiten ändern.
In der Nationalmannschaft von Norwegen wurde jeweils auch einem Jungen die Chance geboten an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Dr. Silvius Wodarz führte noch im ioc die Kategorie U 24 ein und in England konnte sich bereits ein Junior pro Nation an der Meisterschaft beteiligen.
Später wurde dann das ioc (internationales Organisations-Komitee) gegründet. Dieses international mit 5 Personen bestückte Komitee überwachte fortan die Austragungen, ohne sich aber gross an der Organisation zu beteiligen. Manchmal nahmen auch noch andere Berater, meisten ehemalige OK Präsidenten oder erfahrene Wettkämpfer aus anderen Ländern, an den Sitzungen des ioc teil. Das neue austragende Land wurde ins ioc aufgenommen und hatte auch gleich den Vorsitz, das amtsälteste Mitglied musste oder durfte jeweils austreten.
Diese Organisation hat über viele Jahre recht ordentlich funktioniert. Das austragende Land musste allerdings einen recht grossen Aufwand betreiben. Ich denke da an folgende Aufgaben:
- Entwicklung und Änderung der Regelwerke inklusive Druck und Versand an die Nationen.
- Zusammentragen und Weitergabe von Informationen und Adressen.
- Organisation des Schiedsrichterdienstes und Ausbildung der Schiedsrichter.
- Entwicklung und Bereitstellung eines geeigneten Auswertungsprogramms.
- Entwicklung anfertigen und bereitstellen von geeigneten Messwerkzeugen und Instrumenten.
- Organisation aller notwendigen Finanzmittel.
- Bereitstellen der notwendigen Infrastruktur, Kost und Logis für die teilnehmenden Länder usw. usw.
Nicht zuletzt wegen den hohen Kosten welche die Bewältigung all dieser Aufgaben verursachte, und weil so bereits bestehende Synergien nur schlecht genutzt werden konnten machte man sich Gedanken, wie das Ganze billiger, effizienter und besser organisiert werden könnte.
Unter der Leitung unseres Ehrenpräsidenten Silvius Wodarz wurde der Frankfurter Kreis gegründet, der sich zum Ziele setzte den ialc zu gründen und so dem austragenden Land Hilfestellung bieten zu können. Vor allem wollte man Synergien aus vergangenen Meisterschaften besser nutzen und verhindern, dass jedes Land wieder bei Null mit der Organisation anfangen musste.
Bald konnten auch Sponsoren gefunden werden, die das Vorhaben finanziell und mit Rat und Tat unterstützten. Der ialc Sponsoringpool hat grosse Verdienste, dass es diesen Weltverband überhaupt gibt.
Aber auch die anderen Mitglieder des Frankfurter Kreises, und dem heutigen Vorstand des ialc, die bis anhin alle unentgeltlich arbeiten haben grosse Verdienste am Aufbau des jungen Verbandes.
An dieser Stelle möchte ich einmal allen die sich am ialc verdient gemacht haben recht herzlich danken.
|Ehrenpräsident Silvius Wodarz||Der erste Vorstand des ialc

(von links nach rechts: Harald Weingartner, Silvius Wodarz, Christian Grahn, Max Fischer, Johan van Rhenen, Daniel Kleger)
An der Weltmeisterschaft in Turin wurde schliesslich, der anfänglich mit grosser Skepsis betrachtete Verband vorgestellt, gegründet und das alte ioc aufgelöst.
Die damals gezeigten PPP haben noch heute ihre Gültigkeit und mussten nur unwesentlich angepasst werden. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass eine WM viel Geld kostet und die Finanzierung eines solchen Anlasses selbstverständlich in den Finanzierungsmodellen nicht berücksichtigt ist. Die eingestellten PPP betreffen nur die verbandinternen Angelegenheiten.

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Gegenwart
Seit der Gründung führt, leitet und überwacht der ialc nun die Weltmeisterschaften. Im Gegensatz zum früheren ioc hat der ialc folgende Aufgaben übernommen und kann so dem austragenden Land behilflich sein:
- Er macht auf Wunsch der Nationen Änderungen am Regelwerk, bewerkstelligt den Druck und stellt es den Nationen und dem austragenden Land zur Verfügung. Er übersetzt das Regelwerk auch in eine für das Austragungsland verständliche Sprache und ist überhaupt bemüht die Regeln in möglichst viele Sprachen zu übersetzen.
- Er führt Verhandlungen mit dem Sponsoringpool und dem Austragungsland und stellt die vom Pool gesprochenen Sponsorenbeiträge dem austragenden Land zur Verfügung.
- Er überwacht die Statuten des Verbandes, macht auf Antrag der Nationen Änderungen an den Statuten.
- Er organisiert und entwickelt geeignete Messgräte und Instrumente für die Ermittlung der Resultate und stellt sie dem austragenden Land zur Verfügung. Auch die Nationen können Messgeräte durch den ialc zum Selbstkostenpreis beziehen.
- Er ist bei der Schulung der Schiedsrichter behilflich und ist verantwortlich für eine korrekte Bewertung der Leistungen der Teilnehmer. Die für eine gute Schiedsrichterausbildung notwendigen methodischen und didaktischen Hilfsmittel stellt der ialc auch den Nationen zur Verfügung.
- Er stellt dem austragenden Land ein geeignetes Auswertungsprogramm und die Protokolle für die Aufnahme der Messergebnisse zur Verfügung.
- Er informiert die Nationen und den Sponsoringpool über die Meisterschaft und die Verbandstätigkeiten.
- Er gestaltet und unterhält die Homepage des Verbandes.
- Er ist bemüht die Wettbewerbe zuschauerattraktiv zu gestalten und entwickelt neue Disziplinen inklusive die dafür notwendigen Regelwerke und Auswertungen.
- Er ist bemüht auch den Nationen bei der Organisation ihrer nationalen Meisterschaften behilflich zu sein.
- Er unterhält eine technische Kommission, die dem austragenden Land alle notwendigen Hilfeleistungen zur Verfügung stellt und die Wettkampfplätze vor den Meisterschaften kontrolliert und abnimmt.
- Als oberstes Organ organisiert und leitet er die Jury, die die letztinstanzlichen Entscheidungen bei Einsprachen über die Messungen oder Bewertungen fällt.
- Er ist bemüht alle 2 Jahre ein neues Austragungsland zu finden.
- Er organisiert und führt Mitgliederversammlungen durch usw.usw.
Wie aus dieser sicher nicht vollständigen Liste der Tätigkeiten des Verbandes hervorgeht werden nun Synergien von früheren Meisterschaften genutzt und dem austragenden Land zur Verfügung gestellt. Dadurch können viele Kosten eingespart werden.
In der kurzen Zeit seit der Gründung hat der Verband Grosses geleistet, ist heute von den Mitgliedsländern anerkannt und hat sich einen guten Ruf geschaffen. Bleibt zu hoffen, dass der Verband auch weiterhin gute Arbeit leistet und alle Wünsche der Mitglieder befriedigen kann.
Zukunft
Wie sich der Verband und die WORLD LOGGING CHAMPIONSHIPS in Zukunft entwickeln werden ist nicht einfach vorher zu sagen. Die Mechanisierung in der Forstwirtschaft geht eindeutig in Richtung Vollmechanisierung mit den entsprechenden Arbeitsverfahren. Bäume werden wenn immer möglich mit Vollerntern genutzt und das motormanuelle Arbeitsverfahren wir je länger je weniger angewandt, oder aber zumindest nur noch in Gelände angewandt, wo Grossmaschinen nicht eingesetzt werden können. Auch die Ausbildung des Forstpersonals geht in diese Richtung, es werden weniger Allrounder, dafür umso mehr Spezialisten ausgebildet, die schlussendlich die entsprechenden Maschinen bedienen können.
Auch die Finanzierung solcher Grossanlässe kostet immer mehr Geld, und es ist auch nicht einfach die dazu notwendigen Mittel aufzutreiben.
Es wird angestrebt die Disziplinen und vor allem die Bewertungskriterien so anzupassen, dass auch messbare Weltrekorde ermittelt werden können. Es wird dann Aufgabe des Verbandes sein, diese als Weltrekord erzielten und zu anerkennenden Resultate an nationalen und internationalen Meisterschaften zu Homologieren.
Hoffen wird, dass der Verband die Zeichen der Zeit rechtzeitig und richtig zu deuten weiss und die Disziplinen entsprechend anpassen kann.
|Basel, im Mai 2007||Der Präsident ialc|
|Max Fischer|

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