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NS-Raubkunstverdacht in Davos
Das Kirchner Museum in Davos ist im Besitz eines Kunstwerks, bei dem der Verdacht auf NS-Raubkunst besteht. Das ergab die erstmals im Museum durchgeführte systematische Provenienzforschung, die mit Unterstützung des Bundesamtes für Kultur erfolgte.
Das unter Verdacht der nationalsozialistischen Raubkunst stehende Werk wird weiter untersucht, wie das Museum am Mittwoch mitteilte. Bei der Durchforstung der Sammlung des Kirchner Museums wurden Werke aus dem Bestand der Stiftung Baumgart-Möller zuerst untersucht.
Das Museum schrieb, bei dieser Stiftung könne von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden, dass sie mit der Beschlagnahme und Verwertung von Privatbesitz und Museumsbeständen während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland in Verbindung stehe.
Schenkung aus dem Nachlass
Wie das Museum ausserdem mitteilte, konnte bei weiteren 16 Werken von der Stiftung die Herkunft vollständig geklärt werden. Die Kunstwerke seien unbedenklicher Provenienz, hiess es. Bei anderen 21 Werken sind die Herkunftsangaben zwischen 1933 und 1945 lückenhaft. Aber es gibt keine Hinweise, die einen Verdacht auf NS-Raubkunst nahelegen würden.
Im Jahr 2000 erhielt das Kirchner Museum Davos ein bedeutendes Konvolut von 42 Kunstwerken aus dem Nachlass von Rosemarie und Konrad Baumgart-Möller. Die Schenkung stehe im Gedenken an den deutschen Kunsthändler Ferdinand Möller und zeuge von seinem frühen Engagement für avantgardistische Kunstrichtungen, schrieb das Museum. (sda)