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Oberer Letten
Die Limmat diente der Stadt im 19. Jh. zwar vor allem als Kraftquelle für die Fabriken, aber seit 1896 bestand im Limmatkanal, der das Kraftwerk Letten speist, zusätzlich eine Badeanlage (Holzbau). Damit war die Grundlage für eine Symbiose von technischer Nutzung und städtischer Erholungsfunktion gegeben. Die allseitig geschlossene Flussbadeanlage stand auf Stützen im Wasser und wurde über den Damm erreicht. Sie war in eine Frauen- und Männerseite, die je über ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken verfügten, zweigeteilt. Im Zuge der Seeregulierung wurden auch am Wasserwerk-Kanal weitgehende Veränderungen und Umbauten vorgenommen, weshalb die 54-jährige Badeanlage 1930 abgebrochen werden musste.
Die Hochbauten der heutigen Anlagen wurden 1952 auf der im Jahre 1931 erstellten Betonplatte nach den Plänen der Architekten Elsa und Ernst F. Burkhardt gebaut. Die einzelnen Bauten des Bades lagern auf der Dammkrone, hintereinander gereiht wie verankerte Schiffe. Damit wird mit einfachen architektonischen Mitteln die Inselsituation betont. In den Jahren 1991/92 wurde das Bad saniert und der Kiosk nach den Plänen von Architekt U. Zbinden neu gebaut.
Quellen:
- Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich
- «See- und Flussbadeanstalten in Zürich», Stephan Kaufmann, Wahlfachdiplom ETHZ, 1986