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Kantone und Gemeinden müssen ihre Einwohner vor Lärm schützen.
So sagt es das Lärmschutzgesetz.
Doch die Kantone und Gemeinden sind in Verzug.
Die Bündner Regierung genehmigt nun aktuell vier Lärmsanierungsprojekte.
Für die Engadinerstraße (Kantonsstraße inkl. Gemeindestraßen) im Bereich der Gemeinde Bever, für die Ofenbergstraße (Kantonsstraße) im Bereich der Gemeinde Val Müstair, für die Malojastraße, die Sils-Maria-Straße und eine Gemeindestraße in der Gemeinde Sils i.E./Segl sowie für die Haldensteinerstraße (Kantonsstraße) im Bereich der Gemeinde Haldenstein.
Grundlage sind Verkehrszahlen von 2010
Für die Erarbeitung der Sanierungsprojekte wurde in einem ersten Arbeitsschritt der Lärmbelastungskataster basierend auf den Verkehrszahlen für das Jahr 2010 und der aktuellen Bebauung erstellt (Ist-Zustand).
Anschließend wurden die zukünftigen Lärmbelastungen für das Jahr 2035 (Sanierungshorizont) ermittelt, die möglichen Sanierungsmaßnahmen in genereller Form untersucht.
Und gestützt darauf wurden im Anschluß die vorzusehenden Maßnahmen festgelegt.
Je nach Situation sollen als Sanierungsprojekte verkehrslenkende Maßnahmen, der Ersatz vorhandener Straßenbeläge durch lärmreduzierende Beläge, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Schallhindernisse (Lärmschutzwand/-damm) umgesetzt werden.
Hintergrund
Der Lärmbelastungskataster (LBK) bildet die Grundlage zur Bekämpfung des Lärms und insbesondere zur Planung und Durchführung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen.
Der LBK gibt Auskunft über die ermittelte Lärmbelastung bei einzelnen Gebäuden und über allfällige Grenzwertüberschreitungen.