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Schnelle Gefährte, hohes Risiko und jede Menge Action sind unter anderem Aspekte, welche Motorradrennen zu bieten haben. Motorradrennen sind für Freunde des Motorsports eine äusserst beliebte Attraktion. Doch welche Motorradrennen gibt es noch ausser der MotoGP oder Moto 2 und 3? Damit werden wir uns in diesem Artikel beschäftigen und ein paar ausgewählte Rennen rund um den Globus betrachten.
Arten der Motorradrennenn
Es gibt, wie in fast jeder Sportart gewisse Unterkategorien und Unterteilungen in einzelne Teilbereiche. Es wird hauptsächlich in Strassenrennen, Geländerennen und Bahnrennen unterschieden. Innerhalb dieser groben Unterteilung gibt es natürlich noch zahlreiche weitere Unterkategorien, deren Nennung an dieser Stelle jedoch zu weit führen würde.
Die verschiedenen Motorradrennen
Isle of Man TT
Beginnen wir mit einem der geschichtsträchtigsten und berühmtesten Rennen der Welt. Die Isle of Man TT, welche seit 1917 auf der Isle of Man stattfindet. Isle of Man ist eine kleine Insel in der irischen See.
Das Rennen findet nicht wie gewöhnlich auf einem normalen Rundkurs statt, sondern die Strecke besteht aus ganz normalen Strassen der Insel. Demnach fällt das Rennen in die Kategorie der Strassenrennen.
Über die Strassen jagen die verschiedenen Fahrer mit irrwitzigen Geschwindigkeiten über die Runde von 60,7 km. Wenn das Rennen bzw. das Training davor stattfindet, sind die Strassen für den Individualverkehr komplett gesperrt. Die engen und unübersichtlichen Strassen machen es den Fahrern zusätzlich schwer, wodurch es fast jährlich zu tödlich Verunglückten kommt. Allein in dem Zeitraum zwischen 2000 und 2013 sind während der Isle of Man TT 21 Fahrer verstorben.
Bol d’Or
Der Bol d’Or ist eines der bekanntesten 24-Stunden-Rennen in der Welt des Motorradsports. Hierbei treten die Rennfahrer auf einer Strecke in der französischen Stadt Vaujours en Seine St Denis an. Wie sich schon vermuten lässt, geht das Rennen über einen Zeitraum von 24 Stunden statt.
Seinen Namen hat das Rennen von dem dort zu gewinnenden Siegerpokal, welcher die Form einer Schüssel hat. In der Regel wird das Rennen immer am dritten Wochenende im September statt und läuft vom Samstag 15:00 Uhr bis zum Sonntag 15:00 Uhr. Während dieser Zeit pilgern regelmässig die Fans der Welt des Motorsports nach Vaujours en Seine St Denis, um den Fahrern zuzujubeln. Zu den Hochzeiten der des Motorradsports waren es bis zu 150.000 Fans, die nach Vaujours en Seine St Denis kamen, um sich das Spektakel aus nächster Nähe anzuschauen.
Seit 2000 wird das Motorradrennen auf der Strecke von Magny-Cours ausgetragen, welche innerhalb der besagten französischen Stadt liegt. Während des Rennens wird den Fahrern extrem viel Energie abverlangt. Jeder einzelne Teilnehmer muss exzellentes Durchhaltevermögen an den Tag legen, um sicher im Ziel anzukommen.
Aber nicht nur der Fahrer, sondern auch sein Equipment wird enorm strapaziert. Die Motorräder müssen in bestem Zustand sein, damit der Fahrer sicher fährt. Eine minimal lockere Schraube könnte schon den Sieg oder das Leben des Fahrers kosten.
Macau Grand Prix
Die Motorsportveranstaltung wird seit 1954 ausgetragen und hat sich in dieser Zeit einen Kultstatus erarbeitet. Macau liegt in Hongkong, einer Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China. Jenes Rennen wird jährlich ausgetragen und erfreut sich aufgrund seiner langen Tradition grosser Beliebtheit.
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Der Macau Grand Prix umfasst neben Motorradrennen auch noch Wettbewerbe für die Formel 3, Tourenwagen und die Gruppe der GT3-Fahrzeuge. Der Kurs in Macau führt durch die Stadt hindurch, was es zu einem Strassenrennen macht.
Über das prestigeträchtige Event wurde bereits ein hoch anerkannter Film gedreht mit dem Namen «Macao Gladiators» der Film wurde vom deutschen Regisseur Andreas Knuffmann gedreht. Die Hauptakteure innerhalb des Films sind die zwei Teamkollegen Didier Grams (Deutschland) und Marc Fisette (Belgien).
8-Stunden-Rennen von Suzuka
Das 8-Stunden-Rennen von Suzuka ist, wie der Name schon sagt, ein Rennen über 8 Stunden hinweg. Erstmalig ausgetragen wurde es im Jahre 1978, seitdem wird es jährlich wiederholt. Der Austragungsort des Events liegt in Japan, es wird dort auf dem Suzuka International Racing Course gefahren.
Die Starter müssen über einen Zeitraum von 8 Stunden so viele Runden absolvieren, wie sie nur können. Dass am Ender der gewonnen hat, der die meisten Runden gefahren ist, sollte klar sein.
Wie auch der Bol d’Or hatte es in den 80er Jahren seine beste Zeit, wenn man den Aspekt der Popularität betrachtet. In diesen Jahren zwischen 1980 und 1990 kamen durchschnittlich knapp über 130.000 Zuschauer zum jährlichen Rennen. Im Jahre 1990 lag der Wert bei einem Rekord von 160.000 Personen, die das Event besuchten. Damit erreichte man auch sportartenübergreifend absoluten Spitzenwerte.
Durch die zunehmende Popularität von Superbike-Rennen führte dazu, dass im Jahr 1993 eine Änderung im Reglement des Rennens vorgenommen wurde. Die Änderung bestand darin, dass die Ausrichtung der technischen Regeln auf Superbikes angepasst wurde.
Scottish Six Days Trials
Der Scottish Six Days Trials ist der älteste Motorradrennen der Welt. Seine Ursprünge hat der Wettbewerb im Jahre 1909. Seit jenem Jahr wird und wurde er jedes Jahr ausgetragen mit Unterbrechungen während der beiden Weltkriege. Das Rennen ist in den Bereich der Geländerennen bzw. Motocross einzuordnen, da die Strecke nicht über asphaltierte Strassen, sondern durch Wälder und Ähnliches verläuft.
Die Teilnehmer müssen an sechs aufeinanderfolgenden Tagen eine tägliche Strecke von circa 160 Kilometern zurücklegen. Über Stock und Stein durch Wälder, raues Moorland, felsige Strecken und teilweise auch öffentliche Strassen müssen die Teilnehmer sich kämpfen, um ins Ziel zu gelangen. Die verschiedenen Tagesrouten werden immer wieder neu vom sogenannten Clerk of the Course bestimmt.
Das Scottish Six Days Trial verlangt von den Fahrern jede Menge Ausdauer, Kraft und Erfahrung, ausserdem müssen sich die Fahrer zu 100 % auf ihre Maschine verlassen können.
Welche Motorradrennen gibt es? – Fazit
Es gibt zahlreiche Rennen im Motoradsport, die äusserst sehenswert sind. Sich zu auf die MotoGP oder andere Riesenevents zu fokussieren, wäre engstirnig und würde den Reiz, den die anderen Rennen zu bieten haben, absolut verkennen. Ausserdem bieten diese alternativen Motorsportevents jede Menge Tradition und prestigeträchtige Geschichte.