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„Gibt es weibliche Genies?“ Durch die Auseinandersetzung mit dem „Genie-Begriff“ ist sofort dessen patriarchale Prägung ersichtlich geworden. Auch die Sekundär-Literatur über den Genie-Begriff, sowohl Bücher, Fachzeitschriften als auch Zeitungsartikel, entstammten primär einer männlichen Feder. Meine Forschungsfrage führte mich schnell in die Auseinandersetzung mit „weiblicher Identität“ im Generellen, aber auch in der Kunst. Hieraus ergab sich die Umformulierung meiner Frage in „Gibt es weibliche Genies?“ in die These: „Es gibt keine weiblichen Genies.“ Im ersten Teil dieser Arbeit widme ich mich vor allem der eben formulierten These anhand der Untersuchung des Genie-Begriffs in Bezug auf die Kunst. Im zweiten Teil stelle ich die Dichterin und Schriftstellerin Silvia Plath in den Fokus. Anhand ihres Werkes und ihrer Biografie untersuche ich den Aspekt der weiblichen Identität und den damit verbundenen Motiven, in der Bearbeitung ihres Gedichts „Maenad“. Gerade im zweiten Teil geben vor allem Frauen meiner Arbeit die Stimme.