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UNO-Ausschuss für Kinderrechte: Zwei weitere Stierkampf-Länder sind heute vom UNO-Ausschuss für Kinderrechte aufgefordert worden, ihre Kinder besser vor der Gewalt von Stierkämpfen zu schützen. Frankreich und Peru sollen ihre Gesetzgebung entsprechend anpassen.
Peru und Frankreich sind von der UNO aufgerufen worden, ihre Gesetzgebung so anzupassen, dass Kinder weder an Stierkämpfen und damit verbundenen Anlässen aktiv teilnehmen noch anwesend sein dürfen. Dies fordert der UNO-Kinderrechts-Ausschuss aufgrund der Berichte und der Aufklärungsarbeit der Fondation Franz Weber (FFW).
An seiner Tagung vom 13. und 14. Januar 2016 in Genf, befragte der Ausschuss den peruanischen und französischen Staat, inwieweit sie die Kinderrechtskonvention einhielten und diskutierte erneut die Auswirkungen von Stierkämpfen auf Kinder.
Der Ausschuss hat 2014 bereits Portugal und 2015 Mexiko und Kolumbien ermahnt, Kinder von Stierkämpfen fernzuhalten. So fragte der Ausschuss, welche Art von Gesetzesanpassungen Peru und Frankreich nun zu treffen gedenken, um Kinder vor der Gewalt von Stierkämpfen zu schützen und damit die Verpflichtungen der UNO-Kinderrechtskonvention zu erfüllen.
Die französischen und peruanischen Delegierten reagierten mit für den Ausschuss unbefriedigenden Erläuterungen. Deshalb beinhalten die an beide Länder gerichteten abschliessenden Bemerkungen des UNO-Kinderrechtskomitees heute einen konkreten Antrag. Nämlich die Teilnahme und Anwesenheit von Kindern bei Stierkämpfen und damit verbundenen Anlässen zu verbieten.
Der heute bekannt gemachte Antrag des UNO-Ausschuss für Kinderrechte bezüglich Frankreich hat folgenden Wortlaut:
„Das Komitee ist besorgt über das physische und psychische Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern, die Gewalt ausgesetzt sind, einschließlich im Fernsehen und bei bestimmten Anlässen, wie Stierkämpfen. […]Es wird empfohlen, dass sich Frankreich stärker bemüht, gewaltsame Traditionen und Praktiken zu ändern, welche das Wohl von Kindern verhindern, einschliesslich den Zutritt von Kindern zu Stierkämpfen und damit verbundenen Anlässen zu verbieten.“
Damit festigt die UNO ihre Position hinsichtlich der Verletzung von Kinderrechten durch den Stierkampf. Fünf der acht Stierkampf-Länder sind jetzt bereits unter die Lupe genommen worden und alle sind aufgefordert, Kinder vor der „Gewalt des Stierkampfs“ zu schützen und davon fernzuhalten.
„Unsere Recherchearbeit in jedem dieser Länder war methodisch und ausführlich. Wir konnten einmal mehr aufzeigen, dass Stierkampf nicht nur für das Tier eine Folterhölle bedeutet, sondern auch für uns als Gesellschaft: Gewalt ist ein Übel, das bekämpft werden muss“, sagt Vera Weber, Präsidentin der FFW.
Die Empfehlungen werden bald hier publiziert.