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Pop, Valais
– Biografie - Dominique Borriello
1979
Dominique Borriello wird am 4. April im Spital in Brig geboren. Seine Eltern Susanne und Pasquale...Read Biography
Biography
Biografie - Dominique Borriello
1979
Dominique Borriello wird am 4. April im Spital in Brig geboren. Seine Eltern Susanne und Pasquale Borriello wissen noch nicht, auf was sie sich da eingelassen haben.
1985
Seine "Nonna" schenkt ihm zu Weihnachten eine Akustische Gitarre. Die Liebe zur Musik wird geboren. Grazie Nonna!!
1986
Er nimmt seinen ersten Gitarrenunterricht in der Grundschule in Zermatt.
1991
Nach fünf Jahren Gitarrenunterricht überredet ihn sein Bruder Francesco, der Band "Blind Vision" beizutreten. Da schnuppert der kleine Dominique schon mal ein wenig "Musikerluft". Doch ist es für ihn dort menschlich schon mal nicht sehr einfach, weil alle Bandmitglieder im Schnitt fünf Jahre älter sind als er.
1993
Nach ca. eineinhalb Jahren Proberaumerfahrung und diversesten Gigs spielt er mit "Blind Vision" an der ersten "Horu-Rock-Party" in Zermatt als Vorgruppe der Schweizer Künstlerin "Natacha". Schon in diesem Jahr beginnt er sich auch für die Kunst des Schlagzeugens zu interessieren und eignet sich langsam aber sicher einen Beat nach dem anderen an.
1994
Durch diverse Zufälle und Bekanntschaften (vor allem von Francesco Borriello), schafft es das Komitee der "Horu-Rock-Party", die "Toten Hosen" nach Zermatt zu locken. Somit spielt Dominique am 19. März als knapp 15-Jähriger schon im Vorprogramm der zu diesem Zeitpunkt bekanntesten Band Deutschlands (1100 Zuschauer). Das ist für Dominique der entscheidende Augenblick, Musiker zu werden. Aus der Bekanntschaft mit den "Hosen" wird eine sehr enge Freundschaft, die bis heute anhält. Leider wird "Blind Vision" noch im selben Jahr wegen diversen Differenzen aufgelöst.
In diesem Jahr endet auch seine Laufbahn als OS - Schüler. So kommt es, dass er am so genannten "Abschlussabend" seine Stimme mit drei eigenen Songs, vor über 600 Zuschauern präsentiert.
Im August desselben Jahres beginnt er die Ausbildung zum Elektromonteur.
1995
Nach der Auflösung der Band und der coolen Erfahrung als Sänger am so genannten "Abschlussabend" entscheidet sich Dominique, seine musikalische Laufbahn als Solosänger fortzusetzen. Er spielt etwa 15 kleine Solokonzerte an verschiedenen Anlässen im Oberwallis.
Trotz allem verbringt er seine Zeit meistens im Proberaum, mittlerweile versucht er sich an vier verschiedenen Instrumenten (Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang). Zu dieser Zeit kann er sich einfach nicht entscheiden, auf welchem Gebiet er bleiben möchte.
1996
Eine neue Band ist in Sicht. Dominique wird als Gitarrist bei "Even Flow" aufgenommen. Schon wieder ist es sein Bruder Francesco, der ihn zu dieser Band mitschleppt. Einige seiner eigenen Songs nimmt er gleich mit und lässt es sich nicht nehmen, diese dann auch selbst an ihren Gigs zu singen.
In diesem Jahr wird eine kleine "Demo - CD" der Band im eigenen Probelokal unter Daniel "Joe" Leumanns Regie aufgenommen. (Danke Joe :) )
1997
Nach über 80 Auftritten und vielen Erfahrungen, wagt sich die Band nun zum ersten Mal ins Studio. Die erste Platte von "Even Flow" mit Namen "Face in the Crowd" wird geboren. Diese Platte wird unter der Regie von Speedy und Dominique produziert. Song Nr. 9 auf der Platte, "Sense of Life“, ist einer der Songs, die Dominique einsingt. Somit ist dies die erste professionelle Gesangsaufnahme seines Lebens.
1998
Das Album "Face in the Crowd" verkauft sich erstaunlich gut (ca. 1000 Stk.) und die Band spielt in diesem Jahr etwas über 40 Auftritte. Eine beträchtliche Zahl wenn man bedenkt, dass ein Jahr 52 Wochen hat. Die Gruppe gewinnt sogar ihren ersten Wettbewerb, den "Concours Nicolai“, in St. Niklaus.
1999
In diesem Jahr läuft es für die Band noch besser. Sie schafft es auf die Bühne als Vorgruppe von "Core 22" und in Luzern spielt sie dann an einem großen Festival als Vorgruppe vor den "Weather Girls", vor allem bekannt durch ihren Nr.1 Hit "It's raining men". Das war geil!!!
Nachdem er seine Ausbildung zum Elektromonteur nun endlich abgeschlossen hat, entscheidet sich Dominique, den wichtigsten Schritt seines Lebens zu machen - er schlägt definitiv den Weg zum Musiker ein.
Er arbeitet noch zu 80% weiterhin als Elektromonteur bei einer Firma in Zermatt, um sein Geld zu verdienen, den Rest der Woche arbeitet er ohne Pause an seiner Musik. Seine Eltern können sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, einen Musiker in die Welt gesetzt zu haben. Das sorgt für diverse Reibereien!!
Da mit der Band alles so gut läuft, entscheidet sie sich, eine zweite CD zu realisieren. Ein Freund von Francesco, kommt plötzlich ins Spiel und erzählt Dominique, dass man mit einem normalen Computer Musik aufnehmen kann, wie in einem richtigen Studio. Nach diversen Startschwierigkeiten schaffen es und Dominique, das wirklich günstige System zum Laufen zu kriegen. Somit produziert, arrangiert und realisiert Dominique gleich das ganze Maxi-Album für "Even Flow" alleine. Das Resultat: "Could this be". Das war schon mal der erste Schritt in Richtung Produzent.
Trotz allem fängt es am Ende dieses Jahres zu bröckeln an. Plötzlich gibt es diverse seltsame und krasse Diskussionen zwischen den Mitgliedern in der Band. Dominique entscheidet sich nach langem hin und her, die Band zu verlassen und beginnt sich wieder seinem Solo-Projekt zuzuwenden. Er produziert im Proberaum eine kleine Demo mit drei neuen Songs. Rico Steiner steht Dominique dabei und bis heute immer tatkräftig zur Seite. Danke Rico, für alles.
2000
Obwohl er die ganze Zeit an seinem Album arbeitet, nimmt er in diesem Jahr an einem Rockmessen-Projekt teil. Ein voller Erfolg. Es gibt sechs Messen im Oberwallis verteilt und nach Aussage der verschiedenen Pfarrer sind ihre Kirchen bis anhin nie so voll gewesen.
Eine dieser Messen ist verantwortlich dafür, dass Dominiques Eltern die Angst vor dem musikalischen Dasein ablegen und von da an voll auf seiner Seite stehen. Sie haben ihm nicht gesagt, dass sie kommen würden. Als Dominique dann seine Familie auf einmal im Publikum erblickt, nutzt er die Gelegenheit, um für ihr großes Verständnis zu danken. Der darauffolgende Song klingt dann im Gesang ein wenig zittrig, er kann nicht mehr aufhören zu weinen und versucht trotzdem den Song "Se bastasse una canzone - Eros Ramazzotti" noch irgendwie zu retten. Da das Motto der Rockmesse "Emotionen" heisst, passt das ganz gut ins Konzept. Und das vor über 700 Zuschauer. Was für ein Abend!
In der Zwischenzeit: Die Band "A.F." nimmt ihre zweite Platte bei "Don's little Studio" auf. Das ist die erste Produktion als offizieller Produzent. Dominique denkt schon mal an den Aufbau eines richtigen Studios.
Zurück zu Dominiques erstem Album:
Da die professionellen Studios in der Schweiz für ihn viel zu teuer sind, entscheidet er sich ein eigenes kleines Home-Recording-Studio einzurichten, damit er dort in Ruhe an seinen Songs arbeiten kann - ohne Geld- und Zeitdruck. Nach diversen Anschaffungen und vielen Lern- und Arbeitsstunden für sein kleines "Don's little Studio" im Bunker der Visper Primarschule, ist Dominique mit seinen ersten richtigen Songs aufnahmebereit. Er hat alle Songs schon mal aufgenommen (Schlagzeug, Bass, Gitarren und Gesang) und braucht jetzt professionelle Musiker um seinem Werk den richtigen Schliff zu geben.
Durch seinen damaligen Freund und Bassisten "Speedy" kann er den Drummer "Peter Haas" und den Keyboarder "Dave MacLoad" für seine Produktion gewinnen. Was für eine Erfahrung!
2001
Nachdem alles nach ca. acht Monaten im Kasten ist, muss Dominique in ein professionelles Studio gehen, um sein Erstlingswerk zu mischen, denn sein Studiomaterial reicht bei Weitem nicht aus, um einen glasklaren Sound zu kriegen. Ein Studio in Stuttgart, "House of Music", scheint nahezu perfekt (was sicher auch mit dem Preis zu tun hat). Also packt er seinen "WIN 98SE - PC" in den Kofferraum und fährt zusammen mit seinem Ko-Texter und Freund Thomas Kreiselmayer nach Stuttgart. Sein erster Kontakt mit einem richtigen Studiomischpult. Nach ca. fünf Tagen ist das Album fertig gemischt und Achim Köhler, der Hausproduzent des Studios, begeistert. Er überhäuft Dominique Regelrecht mit Komplimenten für den Sound. Als er dann erfährt, dass Dominique seine Finger zum ersten Mal an einem richtigen Mischpult hatte, kann und will er das fast nicht glauben.
Jetzt fehlt nur noch die CD - Taufe. Antonio Del Buono hilft bei der Organisation. Sie findet dann schlussendlich am 29.Dezember in der Triftbachhalle in Zermatt statt. Die Halle ist an dem Abend mit etwas über 1000 Zuschauer ausverkauft. Das war sowohl ein Erfolg als auch eine Bestätigung zugleich. Danke auch den "Peanuts" für das Anheizen des Publikums.
2002
In diesem Jahr findet er einen kleinen gut geeigneten Raum in Brig-Glis, um sein Studio dort einzurichten. Da er immer mehr Kunden anzieht, wird es langsam Zeit, die Umgebung im Studio professionell zu gestalten. Er produziert vier CDs im Studio und schreibt fleissig an seinen Songs weiter.
Im August nimmt er eine kleine Demo mit zwei Songs auf, um diese diversen Plattenfirmen zu präsentieren. Bei dieser Demo ergibt sich auch der Wechsel vom Englischen ins Italienische.
Zufällig macht Dominique die Bekanntschaft von Amedeo Massimi, der zu seinem treuesten musikalischen Gefährten wird. Zu Beginn hilft dieser bei der Übersetzung vom Englischen ins Italienische, aber nach einer Weile beginnt er an der Produktion neuer Texte mitzuarbeiten. Von da an schreiben sie quasi alle Texte gemeinsam. Eine Freundschaft fürs Leben - "Grazie Fra, per Tutto!"
2003
Im Januar nimmt er sein zweites Album auf, alles im eigenen Studio. Das Resultat heisst "La vita e bella" und besteht aus vier Songs. Ein Maxi-Album. Er spielt eine kleine Tournee im Wallis von 13 Gigs mit Abschluss am Open-Air Gampel. Leider werden die Versprechungen der Plattenfirma wie so oft nicht eingehalten und der Plattenvertag bleibt auch nach der ganzen Arbeit aus.
Dominique fällt in ein künstlerisches Loch.
Diese ganzen Lügen kann und will er nicht mehr ertragen. Er entscheidet sich nicht mehr als Sänger aufzutreten. Stattdessen konzentriert er sich auf sein Studio, welches in diesem Jahr enorm an Kundschaft gewonnen hat.
2004
Es kommt soweit, dass Dominique zwei richtig fette Aufträge nicht erhält, nur weil seine Räumlichkeiten zu klein sind. Für beide Kunden hätten vor allem seine Arbeitsweise und Qualität zu 100% gepasst. Das tut weh, einen Job nicht zu erhalten, nur weil die räumlichen Umstände nicht passen, obwohl ansonsten alles in Ordnung wäre.
Der Zeitpunkt ist gekommen – entweder alles oder nichts.
Diesmal ist das Glück auf seiner Seite und die Bank gewährt ihm einen Kredit. Zwar hat er nun einen schönen Batzen Schulden am Hintern kleben, aber er kann endlich mit dem Bau eines professionellen Studios beginnen. Jetzt ist er definitiv zum Produzenten und "Business man" mutiert.
Der Bau des Studios beginnt im Mai und dauert ca. vier Monate. Alles handgemacht von seinen Freunden und ihm.
2005
Wie schon gesagt, Arbeit - Schulden - Arbeit - Schulden - usw. Er kann es doch nicht lassen und schreibt heimlich wieder neue Songs. In diesem Jahr wird er auch Mitglied der Band “SHIVA“. Nach etwa 15 Unplugged Konzerten und coolen Gigs wie "Gampel Open Air", steht er auf einmal mit der Band in Montreux auf der grossen Bühne des Casinos. "Freddy Mercury Live Music Awards" und der erste Platz als bester Live-Act. Das war geil!
2006
Mit “SHIVA“ geht es immer weiter und weiter…
Das Studio hat sich in der Zwischenzeit Schweiz weit etabliert und funktioniert. Dominique hat mittlerweile an die 90 Songs in der heimlichen Schublade… Er weiss nicht, ob raus an die Öffentlichkeit damit oder nicht.
2007 - 2009
Auf Tour mit diversen Bands, aktuell bei Stefanie Heinzmann als Gitarrist und Sänger der "Unplugged Band".