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Xm 2/2 2000 in Flüh. Aufnahme vom Sommer 2011.
© Dominik Madörin, CH-Ettingen (Bild-Nr. 281_1)
Im Jahre 1999 nahm die Baselland Transport AG (BLT) ein einmaliges Fahrzeug in Betrieb. Auf Basis eines Seitenstaplers des italienischen Herstellers Battioni e Pagani S.p.A. entstand bei der Firma Künzler AG in Aefligen ein Zweiwegfahrzeug, welches sowohl über einen Kran als auch über eine Arbeitsbühne für Arbeiten an den Fahrleitungsanlagen verfügte. Beide Plattformen waren vollständig isoliert, was ein Arbeiten unter Spannung ermöglichte.
Die drehbare Arbeitsbühne befand sich auf dem Gabelstapler-Stativ. Hinter der einsitzigen Fahrerkabine war der hydraulische Kran aufgebaut, der mit Mannkorb oder Lasthaken betrieben werden konnte. Der Dreigelenk-Ausleger mit Teleskop-Ausschüben gestattete auch das Arbeiten mit dem Korb unter Brücken. Vier hydraulische Stützzylinder dienten zur Niveauregulierung und zur Abstützung bei vollausgefahrenem Kran. Weitere Bestandteile des Aufbaus waren Material- und Werkzeugschränke.
Eine eigens für dieses Fahrzeug konstruierte Schienenfahreinrichtung ermöglichte das wahlweise Verkehren auf der Strasse oder auf einem Meterspurgleis. Für Strassenfahrten konnten die beiden Achsen der Schienenfahreinrichtung entsprechend angehoben werden. Das Schienenfahrwerk wurde durch zwei hydrostatische Antriebsmotoren mit einer Verstellpumpe angetrieben. Als Antriebsquelle diente ein Sechszylinder-Dieselmotor von Mercedes-Benz. Er trieb über ein 3-Gang-Getriebe auch die beiden hinteren Strassenräder an.
Das Einzelstück mit der Bezeichnung Xm 2/2 2000 ersetzte die betagten Dienstwagen Xe 2/3 113 und X 101, welche 1974 von der ehemaligen Birseckbahn AG (BEB) übernommen worden waren, sowie den X 205 der ehemaligen Birsigthalbahn AG (BTB). Das Zweiwegfahrzeug erwies sich jedoch als unausgereift und defektanfällig. So war zum Beispiel die Schienenfahreinrichtung zu schwach ausgelegt, was wiederholt zu Brüchen führte.
Im Herbst 2015 wurde der Xm 2/2 2000 abgebrochen, dies noch bevor das Ersatzfahrzeug – ein Zweiwegfahrzeug mit Wechselaufbaumodulen von Schörling Rail Tech GmbH auf Basis Mercedes-Benz Arocs 3345 6×4 – zur Verfügung stand. Letzteres erhielt keine Schienenfahrzeug-Betriebsnummer mehr.