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Das Wichtigste in Kürze
- Das Zürcher Obergericht befasst sich heute mit drei Psychiatern.
- Sie haben Brian alias Carlos 2011 für 13 Tage lang an ein Bett gebunden.
- Das Bezirksgericht hatte sie freigesprochen.
13 Tage lang war der junge Straftäter Brian im Jahr 2011 in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich ans Bett gebunden: Die drei Fachärzte, welche die Sieben-Punkte-Fixation anordneten und bewilligten, stehen heute Donnerstag vor dem Obergericht.
Das Zürcher Bezirksgericht hatte die drei Psychiater im August 2020 freigesprochen. Es sei in jener Situation kein milderes Mittel vorhanden gewesen, hielt der Richter fest. Angesichts der extremen Ausnahmesituation sei die lange Fixation verhältnismässig gewesen.
Die Staatsanwaltschaft hatte die drei Fachärzte wegen Freiheitsberaubung beziehungsweise Gehilfenschaft zur Freiheitsberaubung angeklagt. Sie sprach davon, dass Brian, der unter dem Pseudonym «Carlos» bekannt geworden war, misshandelt worden sei. Nun wird sich das Obergericht mit dem Fall befassen.
Brian war kurz vor seinem 16. Geburtstag in die psychiatrische Uniklinik eingeliefert und 13 Tage ans Bett gebunden worden. Zuvor hatte er versucht, sich im Gefängnis umzubringen. Dort war er, weil er einen Jugendlichen mit einem Messer schwer verletzt hatte.