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Was ist ein Dessertwein?
Ob italienischer oder spanischer Dessertwein – allen Dessertweinen ist eines gemeinsam: die starke Restsüsse, die entsteht, wenn Hefe durch den starken Mostzuckergehalt abstirbt oder wenn die Gärung gestoppt wird, bevor der Zucker vergoren ist.
Unter dem Begriff „Dessertwein“ fasst man somit vollmundige, sehr süsse Weine zusammen – wobei im Weinrecht keine Abgrenzung zwischen „Dessertwein“ und „Süsswein“ definiert ist. Es kann sich dabei genauso um Likörweine handeln wie um sehr süsse Weine, deren Zuckergehalt in den Weintrauben gebildet wurde. Mit dem Namen hat es folgende Bewandtnis: Dessertwein wird in Spanien und einigen anderen Ländern gerne am Ende einer Mahlzeit beziehungsweise zum Dessert oder zum Käse getrunken.
Berühmte spanische Dessertweine: Málaga und Sherry
Süsswein kann in Spanien besonders gut gedeihen, denn dort herrschen ideale Bedingungen dafür, dass die Weinreben jene hohe Menge an Restzucker erreichen, die es für einen Süsswein braucht – das liegt insbesondere auch an den vielen Sonnenstunden. Die bekanntesten Dessertweine aus Spanien sind der Sherry und der Málaga. Letzterer ist sogar eine der ältesten urkundlich verbürgten Weinarten, weswegen „Málaga“ fast schon als ein Synonym für „Süsswein“ in Spanien gilt.
Málagawein zählt zu den Likörweinen und muss in einer Bodega der Stadt Málaga (in Andalusien) hergestellt werden, um das Gütesiegel „D.O. Málaga“ zu erhalten. Die Trauben dafür – ausschliesslich die weissen Sorten Muskateller und Pedro Ximénez – gedeihen in den Bergen nördlich und östlich der andalusischen Stadt. Insgesamt gibt es 16 verschiedene Varianten dieses Dessertweins aus Spanien, die von trocken bis süss und von 15 bis 22 Prozent Alkoholgehalt reichen. Dazu gehören der Dulce Color, Moscatel, Moscatel natural und Lágrima (zu Deutsch „Träne“), welcher der hochwertigste Málaga ist, weil er aus dem Saft hergestellt wird, den die Trauben ohne Pressen freisetzen – also allein durch ihr Eigengewicht (Vorlaufmost). Einige der Málagaweine erreichen ihren Alkoholgehalt über Aufspritung, also durch die Beimischung von Alkohol, der die Gärung der Trauben stoppt. Andere werden durch den Zusatz von eingekochtem Traubenmost gesüsst.
Sherry, ebenfalls ein traditioneller spanischer Likörwein, wird rund um die Gegend von Jerez de la Frontera produziert, nahe der portugiesischen Grenze. Auf 20‘000 Hektar baut man dort überwiegend die Trauben Palomino und für die süssen Sherrys zusätzlich Moscatel und Pedro Ximénez an. Der Sherry ist ein spanischer Süsswein, den man in zwei Typen unterteilt: den strohgelben, trockenen Fino, der unter einer Florhefeschicht ohne Oxidation reift, und den dunklen, kräftigen Oloroso, der unter Oxidationseinfluss entsteht. Sherry wird aus einem trockenen Weisswein gewonnen, der nach der Gärung mit Branntwein versetzt wird und seinen Alkoholgehalt so bis auf 19,5 Prozent steigert. Charakteristisch für den Sherry ist sein Haselnuss- und Walnussaroma.
Spanischer Dessertwein bei Mondovino
Ob als Aperitif, zur andalusischen Fischsuppe, deftigem Bohneneintopf, Tapas oder schlicht zum Dessert – spanische Dessertweine stehen wieder hoch im Kurs. Schliesslich haben sie aus gutem Grund eine solch lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Bei Mondovino finden Sie eine Auswahl hochwertiger Sherrys und vieler anderer spanischer Süssweine, die Sie bequem online bestellen können.