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Christine Bulliard-Marbach, Thomas Rauber, Bruno Boschung oder Markus Bapst: Die Liste potenzieller Sensler CVP-Staatsratskandidaten war lang. Laurent Baeriswyl, warum ist es der CVP Sense dennoch nicht gelungen, eine Staatsratskandidatur zu präsentieren?
Das hat mit persönlichen Gründen der genannten Personen zu tun. So möchte Christine Bulliard-Marbach etwa weiterhin ihr Nationalratsmandat ausüben, nachdem sie sich in den letzten Jahren eine sehr gute Position in Bundesbern erarbeiten konnte. Bei Thomas Rauber, Bruno Boschung und Markus Bapst spielen berufliche Gründe die Hauptrolle: Sie sind zum heutigen Zeitpunkt nicht dazu bereit, ihr berufliches Umfeld zu verlassen. Sie alle hätten aber ohne jeden Zweifel intakte Wahlchancen gehabt.
War die CVP Sense zu wenig darauf vorbereitet, einen Plan B in der Hinterhand zu haben für den Fall, dass Kronfavoritin Christine Bulliard verzichten sollte?
Für die Bezirkssektion gab es nicht einen Plan A und einen Plan B. Es gab nur Plan A und der bestand darin, mit allen potenziellen Kandidaten über längere Zeit hinweg Gespräche zu führen. Diese wurden in jenem Moment intensiviert, als Beat Vonlanthen in den Ständerat gewählt wurde. Dass Christine Bulliard-Marbach medial stärker in den Fokus rückte, hat mit ihrem Nationalratsmandat und dem Wunsch des Kantonalvorstandes nach einer weiblichen Kandidatur zu tun. Innerhalb der CVP Sense gab es eine solche Fokussierung aber nicht.
Dann ist das Amt des Staatsrats also nicht attraktiv genug, um es an den Mann oder an die Frau zu bringen?
Nein, es ist zweifellos ein vielfältiges und reizvolles Amt. Weil es aber kein Milizamt ist, ist der Gang in die Kantonsregierung gleichbedeutend mit einem Berufswechsel, um nicht zu sagen mit einer grossen Lebensumstellung. Ich habe deshalb vollstes Verständnis dafür, wenn jemand zum Schluss kommt, dass dies nichts für ihn ist.
Miro Zbinden/Bild zvg