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Eine gute Versorgung im Gesundheits- und Sozialbereich für die gesamte Freiburger Bevölkerung: Das ist das stetige Ziel der GSD. Ihre Dienste und Ämter stellen eine Vielzahl an Leistungen für Menschen jeden Alters sicher, insbesondere aber für vorübergehend oder dauerhaft geschwächte.
Ausserdem subventioniert der Staat über die GSD zahlreiche Institutionen und Vereine, die in den gleichen Bereichen wie sie tätig sind. Drei öffentlichrechtliche Anstalten ‒ das HFR, das FNPG und die Kantonale Sozialversicherungsanstalt (KSVA) ‒ sowie das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) sind der GSD administrativ zugewiesen.
Das Generalsekretariat unterstützt die GSD bei der Führung und der Verwaltung und koordiniert die verschiedenen Verwaltungseinheiten. Es ist zuständig für Finanzen, Personalwesen, Kommunikation, Übersetzung, juristische Beratung und Streitfälle. Ferner ist das Generalsekretariat Ansprechpartner der zentralen Dienste des Staates und vertritt die GSD in verschiedenen Kommissionen. Schliesslich übt es noch die Aufsicht über die im Kanton tätigen Familienausgleichskassen aus
Wichtige Ereignisse
Die Auswirkungen der Ukraine-Krise, die Migrationskrise im Allgemeinen und das dauerhafte Corona‑Management forderten die betroffenen Einheiten und Anstalten sowie das Generalsekretariat sowohl im Sozial- als auch im Gesundheitsbereich stark. Wegen der Energiekrise wurde eine Einheit aus öffentlichen und privaten Gesundheits- und Sozialpartnern geschaffen, die unter der Leitung der SVA-Vorsteherin steht. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Neukonstituierung der Kommissionen.
Mehrere umfangreiche Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, namentlich die Revision des Sozialhilfegesetzes und die Ergänzungsleistungen für Familien, andere, wie z. B. die Ausarbeitung eines Gegenvorschlags zur Verfassungsinitiative «Für bürgernahe öffentliche Spitalnotaufnahme 24/24», haben begonnen. Auch in diesem Jahr war der Zeitaufwand für das DETTEC-Dossier gross.
Die verschiedenen Problematiken im Zusammenhang mit dem Organisations- und Finanzmanagement des freiburger spitals (HFR) gehören zu den Prioritäten der GSD und bedeuten eine erhebliche Arbeitsbelastung für das Generalsekretariat. Ein weiteres Anliegen ist der Pflegepersonalmangel in den Institutionen des Gesundheitswesens; er führte zu regem Austausch mit den verschiedenen Partnern. In diesem Rahmen wurde die Wiederanstellung von Personen im Vorruhestand möglich gemacht, ohne dass deren Überbrückungsrente gekürzt wurde. Zu den weiteren Massnahmen gehören Gespräche über die Schaffung eines Ausbildungszentrums für Langzeitpflege.
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Anfang März wurde eine Staatsratsdelegation aus den Staatsräten Philippe Demierre (Präsident) und Romain Collaud sowie Staatsrätin Sylvie Bonvin Sansonnens gebildet. Der Staatsrat richtete auch das Kantonale Führungsorgan (KFO) ein, das den Stab Ulysse umfasst. Seine Aufgabe ist die Sicherstellung von Aufnahme, Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge sowie der Koordination aller betroffenen Akteurinnen und Akteure. Das KFO wird vom Vorsteher des Kantonalen Sozialamts (KSA) präsidiert und ist in 8 dienst- und akteursübergreifende Stellen unterteilt, die alle kritischen Bereiche abdecken.
Aufnahme und Unterbringung: Es wurden Mietverträge für mehr als 1000 Wohnungen unterzeichnet und dank einer beispiellosen Mobilisierung der Freiburger Bevölkerung konnten 1789 Personen in 749 Familien aufgenommen werden. Im Laufe des Jahres 2022 wurden 4 neue provisorische Asylunterkünfte eröffnet (Bas‑Intyamon, Billens, NH Hotel, Zivilschutzanlage Jura-Quartier in Freiburg). Am 31. Dezember 2022 verfügte der Asyl- und Flüchtlingsbereich über 11 Asylunterkünfte (s. Beherbergungsstatistik).
Schule: 517 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine wurden in das Freiburger Schulsystem integriert. Verschiedene Intensiv-, Halbintensiv- und integrative Deutsch- und Französischkurse gewährleisten den für die berufliche und soziale Integration unerlässlichen Spracherwerb.
Gesundheit: Im vom KAA während mehreren Monaten betriebenen Medizinischen Unterstützungszentrum Asylwesen (CMAA) konnte während des grossen Zustroms bei fast 1000 Personen ein Gesundheitscheck durchgeführt werden.
Unterstützungsfonds: Der Kanton stellte verschiedenen Institutionen und Vereinen 321 000 Franken zur Verfügung und leistete einen Betrag von 100 000 Franken zur Unterstützung der Gemeinden bei Projekten zugunsten des Zusammenlebens.
Arbeit und Integration: 217 Personen fanden eine Arbeit, davon 36 in einem anderen Kanton.
Kommunikation: Gemeinden, Bevölkerung, Gastfamilien, aber auch Personen mit Aufenthaltsbewilligung S wurden kontinuierlich informiert (spezifische Dokumente, Internetseiten, Online- und Präsenzveranstaltungen, Briefe). Auch zu den Medien bestand regelmässiger Kontakt.
Im vierten Quartal des Jahres 2022 verschärft sich die Migrationskrise und mehrere provisorische Unterkünfte müssen eröffnet werden. Die in der Stadt Freiburg gelegene Kaserne La Poya wird vorübergehend genutzt, um Asylsuchende und Personen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind, unterzubringen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) und der Kanton Freiburg werden dort ab Januar 2023 ein Bundesasylzentrum (BAZ) bzw. eine kantonale Unterkunft betreiben.
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Organisation: Der Kantonsarzt leitete bis Ende März zusammen mit der GSD-Generalsekretärin die Gesundheits-Taskforce. Der stellvertretende Kantonsarzt fungierte als sein Stellvertreter und als Co-Leiter des kantonalen Impfprojekts, zusammen mit der Kantonsapothekerin. Im April wurde die Gesundheits-Taskforce mit dem Übergang von der ausserordentlichen zur normalen Lage aufgelöst. Seither sind das Kantonsarztamt (KAA) via Covid-19-Gesundheitseinheit und das sanitätsdienstliche Führungsorgan (SFO) unter dem Vorsitz des Kantonsarztes für das Pandemiemanagement zuständig.
Der Tod im März 2022 von Dr. Finn-Ann Magnin, treibende Kraft im Kampf gegen Covid-19, nahm die GSD und ihre Partner stark mit.
Epidemiologie: Im Jahr 2022 wurden im Kanton Freiburg 109 426 Covid-19-Infektionen nachgewiesen.
Impfung: Die beiden kantonalen Impfzentren waren das ganze Jahr über geöffnet, mit 3 Spitzenwerten im Januar, Juli und Oktober für die Auffrischimpfungen (81 358 verabreichte Dosen). Die mobilen Impfteams waren in den Bezirken im Einsatz und verabreichten 6239 Impfdosen. Im Juli und Dezember wurden zudem mobile Impfteams in verschiedenen Risikoinstitutionen und Pflegeheimen eingesetzt (4790 verabreichte Dosen).
2022 wurden im Kanton insgesamt 110 215 Covid-19-Impfungen verabreicht (inkl. Ärzteschaft und Apotheken).
Spitalaufenthalte: Am HFR waren rund 1408 Personen mit Covid-19 hospitalisiert, davon 146 auf der Intensivstation. 87 Menschen starben an Covid-19 (Durchschnittsalter 81 Jahre, jüngste Person 26 Jahre, älteste 98 Jahre).
Tracing und Hotline: Aufgrund des Tracings mussten sich im Jahr 2022 knapp 80 000 Menschen in Isolation begeben, knapp 25 000 Menschen wurden unter Quarantäne gestellt. Bei der Hotline gingen 35 360 Anrufe ein und es wurden 68 171 Genesungs- oder Impfzertifikate ausgestellt.
Die finanzielle Unterstützung des Staates im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise für das HFR und das HIB für 2021 wurde 2022 endgültig festgelegt, für 2022 wurde ein Kostenmonitoring eingeführt.
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Die GSD wurde stark in die Arbeiten des DETTEC involviert. Der Staatsrat hat im September dem Grossen Rat den Gesetzesentwurf über die Aufgabenentflechtung zwischen Staat und Gemeinden – 1. Paket überwiesen. Dieses Projekt der Aufgabenentflechtung (DETTEC) wurde 2013 mit der Analyse von zahlreichen Bereichen gestartet, um die Aufgaben derjenigen öffentlichen Instanz zuzuweisen, die sie am besten erfüllen kann. Durch das DETTEC-Projekt sollen insbesondere die Autonomie und die Kompetenzen der Gemeinden gestärkt werden, der ersten Stufe unseres demokratischen Systems.
Das 1. DETTEC-Paket umfasst vier Bereiche:
- familienergänzende Tagesbetreuungseinrichtungen
- Hilfe und Pflege zu Hause
- Sonder- und sozialpädagogische Institutionen und professionelle Pflegefamilien
- Betagte in Pflegeheimen
Mehr dazu : Medienmitteilung
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Die GSD führt den Vorsitz der Delegation für das Gesundheits- und Sozialwesen des Staatsrates, die insbesondere bei Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem HFR hinzugezogen wird.
Die hohen Verluste, die sich im HFR seit einigen Jahren kumulieren, und die Situationsanalyse durch die Dienststellen der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) führten im Dezember 2021 zur Vergabe eines Auftrags zur Operational Excellence/Ergebnisverbesserung an die Fachpersonen des Spitalbereichs der Firma KPMG. Die Resultate der Analyse (Benchmarking, Marktanalyse, Interviews, Einschätzung des organisatorischen Reifegrads des Spitals) haben es ermöglicht, wesentliche Elemente zu identifizieren, auf die sich die künftigen Massnahmen konzentrieren werden. Der Verwaltungsrat des HFR und dessen Direktion teilen die Empfehlungen. Es ist wichtig zu betonen, dass die Qualität der vom HFR erbrachten Pflege in dieser Analyse nicht in Frage gestellt wird. Ausserdem stellt die KPMG-Analyse fest, dass die Strategie 2030 plausibel ist und in die richtige Richtung geht.
Dieser Auftrag in 3 Phasen soll die Lebensfähigkeit des HFR gewährleisten und den Bau eines neuen Spitalzentrums vorbereiten.
Die GSD arbeitet mit dem HFR an der Identifizierung der verschiedenen finanziellen Schwierigkeiten des HFR, die eine Unterstützung vonseiten des Staates erfordern.
Änderung des Gesetzes über die Finanzierung der Spitäler und Geburtshäuser : dabei wird die Möglichkeit einer aussergewöhnlichen Unterstützung durch den Staat eröffnet. Das Gesetz wurde am 18. November 2022 vom Grossen Rat angenommen.
Aufgrund eines Nachholeffekts war die Aktivität des HFR im Jahr 2022 intensiv, gleichzeitig musste mit Personalabwesenheiten und -mangel jongliert werden. Das Jahresende war wegen Grippe- (Erwachsene) und Bronchiolitisfällen (Kinder) besonders intensiv. Die während Corona eingeführte Organisation bewährte sich und ermöglichte es, den Betrieb ohne Bettenschliessungen zu bewältigen; auch musste nur eine begrenzte Anzahl von elektiven Eingriffen verschoben werden.
Bezeichnend für das vergangene Jahr war auch, dass die ersten Studierenden des Masterstudiengangs Medizin in Freiburg ihr Studium abgeschlossen haben, und zwar mit einer Erfolgsquote von 100 %. Weitere wichtige Ereignisse: die Reorganisation bestimmter Abteilungen für Rehabilitation sowie die Übergabe des Standorts Billens ans «Réseau santé de la Glâne», aber auch der «Roadtrip» und die Teilnahme am «Comptoir gruérien», die es dem Verwaltungsrat, dem Direktionsrat und zahlreichen Führungskräften des HFR ermöglichten, auf die Bevölkerung zuzugehen und sich über die Strategie 2030 auszutauschen.
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Der Staatsrat, Direktor für Gesundheit und Soziales leitete an mehreren Sitzungen die Arbeiten der parlamentarischen Kommission und einer Fachperson im Rahmen der Ausarbeitung des Gegenentwurfs zur Volksinitiative.
Zuvor hat die GSD eine Studie in Auftrag gegeben, die eine Bestandsaufnahme und eine kritische Analyse der Rettungskette des Kantons vornimmt (Bericht Clergue).
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Nach 15 Geschäftsjahren, die von einer intensiven Entwicklung der Leistungen im Bereich der psychischen Gesundheit in unserem Kanton geprägt waren, möchte das FNPG nun seine Fundamente festigen. Zu seinen Prioritäten gehören die Patientenerfahrung, die Alltagstauglichkeit der klinischen Best Practices, die interaktive gesellschaftliche Kommunikation und die Akademisierung.
Das FNPG ist von 339 VZÄ im Jahr 2009 auf über 500 VZÄ im Dezember 2022 angewachsen. Dies entspricht einer Steigerung von 48 % in 14 Jahren und einer Besetzung von durchschnittlich 12 Stellen pro Jahr. In diesem Zeitraum hat das FNPG seine ambulante Produktivität stetig gesteigert, aber auch seine stationäre Versorgung bis Ende 2022 auf 194 Betten ausgeweitet. Davon befinden sich nun 58 Betten in Villars-sur-Glâne und 136 Betten in Marsens.
Im September 2022 wurde das FNPG Freiburg in Villars-sur-Glâne eingeweiht, ein Zentrum für integrierte psychiatrische Versorgung, das ein stationäres Behandlungszentrum, zwei Tageskliniken, zwei Ambulatorien, das Zentrum für psychiatrische Forschung, das Zentrum für forensische Psychiatrie und die kantonale Notfallpsychiatrie umfasst.
Des Weiteren wurde im Juli 2022 der FNPG-Verwaltungsrat erneuert.
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Ein neues Kantonales Programm – Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit 2022–2025 ermöglichte es, u. a., niederschwellige Massnahmen zur Förderung der sozialen Kontakte für Seniorinnen und Senioren zu unterstützen, Ausbildungen für Fachpersonen der frühkindlichen Betreuung zur Stärkung der psychischen Gesundheit von 0- und 4-Jährigen anzubieten, Botschaften zur Suizidprävention durch Peers in Pilotschulen für 13- bis 17-Jährige zu entwickeln und die Bildschirmprävention für 0- bis 5-Jährige zu verstärken. In Übereinstimmung mit der kantonalen Strategie für Gesundheitsförderung und Prävention – Perspektiven 2030 umfasst das Programm 57 Massnahmen und wird von der GSD und Gesundheitsförderung Schweiz kofinanziert.
Das 4.Tabakpräventionsprogramm wurde lanciert. Im Rahmen der 18 Massnahmen des Kantonalen Alkoholaktionsplans führten der Verein REPER, das HFR und die GSD eine frühzeitige Betreuung von Jugendlichen mit Alkoholvergiftung ein. Das Amt für Gesundheit arbeitete an der Überarbeitung des Konzepts «Gesundheit in der Schule» mit, das Anfang 2023 dem Staatsrat unterbreitet werden soll.
Weitere Informationen (Gesundheitsamt)
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Das Jahr war geprägt von den im Frühling 2022 aufgetretenen Affenpocken (8 bestätigte Fälle für den Kanton Freiburg). Ein Impfangebot wurde auf die Beine gestellt.
Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen ab 50: 22 502 (2021: 23 451) Einladungen, 12 304 durchgeführte Mammografien (2021: 14 167).
Kantonales Darmkrebs-Screeningprogramm für Männer und Frauen zwischen 50 und 69 Jahren: 37 459 Einladungen (2021: 23 646), 1287 Koloskopien, 2968 FIT-Tests (2021: 2018), von denen 137 positiv waren (2021: 118) und zu einer Koloskopie führten. 240 Hausärztinnen und Hausärzte (+30 %) sowie die Mehrheit der Apotheken schlossen sich dem Programm an.
Krebsregister: Rückgang oder Stabilität der Krebserkrankungen, mit Ausnahme von Lungenkrebs (Anstieg bei Frauen) und Melanom (Anstieg bei beiden Geschlechtern).
Seit 2022 wird «Colibri», die neue Leistung des FNPG im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Fachkompetenzen im Suchtbereich, schrittweise in den Prozess der Beurteilung und Betreuung der Jugendlichen integriert, insbesondere derjenigen mit psychotischen Störungen. 24 Jugendliche wurden beim Dispositiv gemeldet, 15 Jungen und 9 Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren.
1160 Mädchen wurden gegen Humane Papillomaviren (HPV) geimpft, davon 870 im Rahmen der schulärztlichen Betreuung und 290 in privaten Arztpraxen. Weiter wurden 1030 Knaben und junge Männer geimpft, davon 870 im Rahmen der schulärztlichen Betreuung und 160 in Privatpraxen.
Weitere Informationen (Kantonsarztamt)
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Sonder- und sozialpädagogische Institutionen
- Beurteilung: Jede Person, die eine institutionelle Leistung für Menschen mit Behinderungen in Anspruch nimmt, hat Anrecht auf eine Abklärung ihres Bedarfs und ihrer Fähigkeiten.. In diesem Sinne wurden 429 Gesuche eingereicht (2021: 343, +25 %).
- Bauprojekte: 13 Einrichtungen befinden sich in der Phase der Projektanmeldung und der Vorbereitung des Vorprojekts, 4 Projekte sind in der Vorprojektphase weiter fortgeschritten und/oder befinden sich in der Ausführungsphase (La Rosière, Sonnegg, Clos Fleuri, Kinderheim Heimelig). Das Dossier der Stiftung HorizonSud in Gumefens tritt in die Endphase ein.
Pflegeheime
Die Pflegerestkosten und die Beiträge an die Betreuungskosten, die 2022 von der öffentlichen Hand finanziert wurden, beliefen sich auf 93 592 595 Franken (2021: 92 743 825 Franken). Eine neue Richtlinie über Kurzzeitaufnahmen in Pflegeheimen oder beauftragten Strukturen wurde erlassen; Ziel ist es, diese Angebotsart zu fördern, um die Politik des Verbleibs zu Hause zu unterstützen. Dies bedingt erhebliche Anpassungen bei Organisation und Finanzierung dieser Aufnahmen. Das SVA beteiligte sich auch an den Gesprächen zum Pflegepersonalmangel und arbeitet u. a. an der Idee eines Ausbildungszentrums für Langzeitpflege.
Weitere Informationen (Sozialvorsorgeamt)
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Erste Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Sozialkommissionen: Die konstituierende Sitzung vom 7. Dezember 2022 unter dem Vorsitz des GSD-Direktors war ein grosser Erfolg, sowohl was die Teilnahme als auch das Interesse der Präsidentinnen und Präsidenten der Sozialkommissionen betraf. Ziel der Konferenz ist es, die Anwendung der Richtsätze sowie soziale Probleme, die eine Herausforderung für die Sozialhilfe darstellen, zu besprechen.
SHG-Reform: Nach der Vernehmlassung im 2021 wurden die Arbeiten fortgesetzt, damit 2023 zuerst dem Staatsrat und dann dem Grossen Rat ein Gesetzentwurf und eine Botschaft unterbreitet werden können. Im Allgemeinen wird die vorgeschlagene Reform begrüsst und ihre Ausrichtung als sinnvoll erachtet. In den Vernehmlassungsantworten wurde jedoch eine Prüfung hinsichtlich einer möglichen Entflechtung und einer neuen Aufgabenverteilung zwischen Gemeinden und Staat gefordert. Zudem wurde verlangt, die Möglichkeiten für eine Stärkung der Ausbildungslösungen für Sozialhilfebegünstigte zu evaluieren.
Die Arbeiten am Bericht zum Postulat 2020-GC-204 über kostenlose Hygieneprodukte in Schulen, öffentlichen Einrichtungen und Sportanlagen führte zur Umsetzung eines Pilotprojekts. Dieses in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Freiburg durchgeführte Projekt testete Ausgabevorrichtungen in mehreren Einrichtungen, um Empfehlungen zu erarbeiten und die Kosten für die Umsetzung zu bewerten.
Die Arbeiten für den zweiten Bericht über die soziale Situation und die Armut im Kanton Freiburg wurden fortgeführt; der Bericht sollte im Laufe 2023 abgeschlossen werden.
Schliesslich analysierte und bewertete das KSA die Schaffung einer Lebensmittelbank, um den Bericht zur Erfüllung von Postulat 2021-GC-165 abzuschliessen, der für 2023 geplant ist.
Weitere Informationen (KSA)
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Das kantonale Sozialamt (KSA) hat die Schritte für die Erstellung eines neuen Berichts zur umfassenden Familienpolitik in Beantwortung auf das Postulat 2019-GC-41 eingeleitet. Die Arbeiten wurden nach einem partizipativen Ansatz durchgeführt, insbesondere in Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren der Verbände, die zu dieser Politik beitragen. Eine Beratungsgruppe wurde einberufen und ein externer Auftrag vergeben.
In Zusammenarbeit mit der Kantonalen Sozialversicherungsanstalt hat das KSA die Vernehmlassungsergebnisse zum allgemein befürworteten Vorentwurf des Gesetzes und der Botschaft über die Ergänzungsleistungen für Familien ausgewertet. Wie bei der Vernehmlassung zum SHG-Vorentwurf wurde eine Prüfung hinsichtlich einer möglichen Entflechtung und einer neuen Aufgabenverteilung zwischen Gemeinden und Staat gefordert. Ziel ist es, 2023 zuerst dem Staatsrat und dann dem Grossen Rat einen Gesetzentwurf und eine Botschaft zu unterbreiten.
Weitere Informations (KSA)
Das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) und Freiburg für alle arbeiteten gemeinsam an der Entwicklung eines Instruments zu den Herausforderungen und Auswirkungen von Trennung und Scheidung für verheiratete Paare.
Weitere Informationen (GFB)
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SASD und Intake
2022 betreute das JA durchschnittlich 4 % der Freiburger Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 Jahren.[1] Von diesen 4 % sind genau 10,7 % Gegenstand einer Platzierungsmassnahme (=0,45 % der Freiburger Kinder und Jugendlichen).
[1] Daten aus dem Statistischen Jahrbuch per 31.12.2021 / Anzahl vom JA betreuter Kinder per Ende November 2022. Fehlerspanne zu berechnen in Zusammenhang mit der Abweichung der Anzahl Kinder über 11 Monate.
Die Wartelisten für die sonder- und sozialpädagogischen Institutionen im Kanton Freiburg sind lang und die Zahl der in den Nachbarkantonen platzierten Kinder ist 2022 aufgrund der generellen Überlastung der Einrichtungen in der Schweiz zurückgegangen.
Betreute Einrichtungen
Die Einführung des Steuerreform-Fonds (Art. 8b FBG, per 1. Januar 2020) hat seit 2021 eine deutliche Zunahme der Anfragen im Zusammenhang mit Immobilienprojekten zur Folge.
Die hohe Anzahl an betreuten Einrichtungen (1 Vollzeit angestellte Fachperson für Kinderschutz ist durchschnittlich für Aufsicht und Bewilligung von mehr als 140 Betreuungseinrichtungen, inkl. Tageseltern, zuständig) führt zu einer Überlastung und zu Verzögerungen bei den Bewilligungsanträgen und den Aufsichtsaufträgen.
Unterstützungsplan für die Jugend
Im Jahr 2022 lag die Priorität der FKJF auf der Koordination auf staatlicher Ebene und auf der Umsetzung der Massnahmen, die dem JA aus dem Unterstützungsplan für die Jugend Freiburg zufallen, der vom Staatsrat im November 2021 nach der Corona-Pandemie verabschiedet worden war.
Weitere Informationen (Jugendamt)
Die Leistungen der Tagesklinik wurden ab Herbst 2022 ausgebaut
Es ist eine Klasse für deutschsprachige Kinder mit schweren psychischen Beschwerden der Klassen 9H bis 11H eröffnet worden. Dabei handelt es sich um die erste Konkretisierung der Arbeiten, die in Beantwortung des Auftrags 2021-GC-85 aufgenommen wurden; dieser forderte die Sicherstellung der stationären und ambulanten Versorgung deutschsprachiger Kinder und Jugendlicher mit psychischen Problemen in ihrer Muttersprache.
Sexualaufklärung
Die FFSG-Sexualpädagoginnen erteilten 2389 Sexualerziehungslektionen (2021: 3097) in 797 Klassen der obligatorischen Schule. Der Rückgang im 2022 ist auf nicht ersetzte krankheitsbedingte Abwesenheiten zurückzuführen. Schliesslich wurden 40 Informationsabende für Eltern durchgeführt (2021: 15).
Weitere Informationen (Kantonsarztamt)
[1]Données issues de l’annuaire statistique au 31.12.2021 / données du nombre d’enfants suivis par le SEJ à fin novembre 2022. Marge d’erreur à calculer en lien avec le différentiel de population enfantine sur 11 mois.