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Der 93-Jährige war am Sonntag von seiner Regierungspartei ZANU-PF als Vorsitzender abgesetzt und durch seinen früheren Stellvertreter Emmerson Mnangagwa ersetzt worden. Mugabes Ehefrau Grace, die seine Nachfolgerin werden sollte, wurde aus der Partei ausgeschlossen und soll - wie andere Gefolgsleute Mugabes - vor Gericht gestellt werden.
Die Partei stellte Mugabe zudem ein Ultimatum: Bis Montag müsse er auch als Präsident Simbabwes abtreten, andernfalls werde ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Die einflussreiche Veteranen-Gruppe in der Partei forderte ihn auf, das Land zu verlassen, solange er das noch könne.
Nach dem unblutigen Putsch des Militärs in der Nacht zum Mittwoch steht Mugabe unter Hausarrest in seiner Villa. Er hatte das Land seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien im Jahr 1980 regiert - und wirtschaftlich ruiniert.
Am Samstag hatten Zehntausende Menschen in ausgelassener Stimmung in den Strassen der Hauptstadt Harare demonstriert, um Mugabe zum Rücktritt zu drängen und einen demokratischen Neuanfang zu fordern. Ein solcher Protest wäre im autokratisch geführten Simbabwe noch vor kurzem undenkbar gewesen.
(SDA)