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Wenn man Noé Lutz (36) zuhört, mag man fast nicht glauben, dass er erst 36 Jahre alt ist. Der Vater zweier Kinder redet über den Crash der Dotcom-Blase 2001, als wäre es gestern gewesen. Damals absolvierte der aus Fribourg stammende Lutz eine Informatikerlehre bei einem der ersten Internetprovider der Schweiz. Nach Aufenthalten in den USA an den renommierten Universitäten Caltech und UC Berkeley sowie an der ETH heuerte er im iPhone-Jahr 2007 bei Google als Praktikant an, wo er dann ins «Security Team» kam. «Unsere Mission war es, das Internet vor Viren zu schützen. Wenn wir schon so viele Seiten bei unserer Suche checkten, konnten wir auch gleich einordnen, welche gut und welche schlecht sind», sagt Lutz.
Bei dieser Arbeit kam er zum ersten Mal in Kontakt mit Machine Learning und KI. Schliesslich siedelte er mit seiner amerikanischen Frau und den beiden Kindern wieder in die Schweiz über und stieg im Zürcher Google-AI-Team ein. Lutz leitet dort mehrere Teams in der angewandten Forschung im AI-Bereich. «Wir sind überzeugt, dass diese Technologie das Potenzial hat, die Welt zu verändern und zu verbessern.»
Zusammen mit seinen Teams arbeitet er an dem Programm «TensorFlow» von Google, mit dem Entwickler künstliche Intelligenz selbst programmieren können. Seit zwei Jahren ist Lutz auch im strategischen Rat der grössten Fachhochschule der Schweiz vertreten, der HES-SO mit 28 Schulen in der Westschweiz.
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