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Thema 2: Königliche Truppen ziehen über die Luziensteig und nehmen das Städtchen Maienfeld ein.
7. Februar 1499
Als Gegenschlag nach dem Raubzug der Urner vom Vortage überrennen königliche Truppen die nach dem Friedensschluss von Glurns nur schwach besetzte Grenzsperre an der Luziensteig. Die Eroberung des Städtchens Maienfeld gelingt leicht, weil der österreichisch gesinnte Vogt Hans Wolf Ort die Tore öffnen lässt.
|Königliche Knechte plündern vor dem Städtchen Maienfeld. Auf Fahne, Ärmel und Beinkleidern tragen sie das rote Andreaskreuz, das sie in allen folgenden Bildern der Chronik von den Eidgenossen mit dem weissen Kreuz unterscheidet. Der hl. Andreas ist der Schutzpatron des burgundischen Ordens vom goldenen Vlies. Nach dem Tode Herzog Karls des Kühnen von Burgund erbt der spätere Kaiser Maximilian auch den Orden und macht ihn zum habsburgischen Hausorden, das Kreuz des hl. Andreas wählt er als sein persönliches Symbol. Typisch sind die einfachen Bauernhäuser jener Zeit dargestellt: Einfache Block- oder Steinbauten mit kleinen Fensteröffnungen und rohen Blocktreppen. Die Dächer sind mit Stroh oder steinbeschwerten Schindeln gedeckt, der Rauch der offenen Herdfeuer entweicht durch eine Klappe im Dach.|