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Bluthochdruck hat Folgen!
Ein in Ruhe gemessener Blutdruck von mehr als 140mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch ist zu hoch. Obwohl die meisten Patienten von ihrem zu hohen Blutdruck nichts spüren, führt dieser auf die Dauer zu krankhaften Veränderungen im Körper.
Wegen der Druckerhöhung im grossen Blutkreislauf muss die linke Herzkammer mehr Arbeit leisten.
Durch diese vermehrte Arbeit des Herzmuskels kommt es wie beim body building zu einer Zunahme der Herzmuskelmasse
.
Wenn die Muskelmasse eine gewisse kritische Masse überschreitet (500g) kann der Herzmuskel nur noch ungenügend mit Sauerstoff versorgt werden. Hält die Druckbelastung längere Zeit an kommt es neben der Zunahme der Muskelmasse zu einer zunehmenden Ausweitung der Herzkammer
. Das ausgeweitete und zu schwere Herz wird zunehmend schwächer. Es kommt zur Herzinsuffizienz.
Daraus ergibt sich ein Blutrückstau in die Lungen, welcher im schlimmsten Fall zum Lungenödem führen kann
.
Der hohe Blutdruck führt zusammen mit anderen Risikofaktoren (Rauchen, zu hoher Cholesterinspiegel, Diabetes) zu einer vorzeitigen Arterienverkalkung (Atherosklerose). Eine normale Hauptschlagader hat eine vollständig glatte Innenauskleidung
.
Von der Atherosklerose werden zunächst gelbe Fetteinlagerungen in der Gefässwand sichtbar
,
später kommt es zu Gefässwandaufbrüchen (Atherom-Aufbruch) in den verkalkten Arealen
.
Aus den aufgebrochenen Gefässwänden können sich grössere Mengen von Cholesterinkristallen oder von Kalk lösen und mit dem Blutstrom mitgeschwemmt werden. Das mitgeschwemmte Material verstopft kleinere peripher gelegene Arterien
.
Auf den aufgebrochenen Gefässwänden lagern sich ausserdem Blutkoagel ab
.
Diese Blutkoagel können ebenfalls vom Blutstrom mitgerissen werden und kleinere peripher gelegene Gefässe verstopfen. Das Gewebe, welches von den verstopften Arterien mit Sauerstoff versorgt wurde, stirbt ab. Beim plötzlichen Verschluss eines Beingefässes kann die Extremität absterben, wenn nicht sofort eine Behandlung eingeleitet wird.
Durch die Einlagerungen in den Gefässwänden wird der Gefässquerschnitt kleiner. Entsprechend wird weniger Blut in die betroffene Körperregion (meist die Beine) gepumpt. Dies führt bei Anstrengung zu Schmerzen in der mit Sauerstoff unterversorgten Region.
Als weitere Komplikation der Atherosklerose kommt es vor allem in der Bauchschlagader zu einer Wandausbuchtung, einem sogenannten Aneurysma
. Die Bauchschlagader kann im Bereich dieses Aneurysmas aufreissen. In einem solchen Fall kommt jede Hilfe meistens zu spät. Der Patient verblutet innerlich
.
Zu hoher Blutdruck kann massive Hirnblutungen an typischen Lokalisationen verursachen. Je nach Ausmass und Ort der Blutung
kann diese zum Tod des Patienten oder zu Invalidisierung führen wie nach
einer Mangeldurchblutung des Gehirns, die im Volksmund als Hirnschlag bezeichnet wird.
Der hohe Blutdruck führt ausserdem zu einer Schädigung der Nieren und der Nezthaut des Auges.
Zu hoher Blutdruck muss also behandelt werden, auch wenn der Patient vom hohen Blutdruck nichts merkt.
Betroffene können selbst durch eine Anpassung der Lebensweise zu einer Senkung des Blutdruckes beitragen:
Bei mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck müssen in der Regel zusätzlich und meist lebenslang Medikamente eingenommen werden. Selten (ca. 10% der Fälle) kann als Ursache für einen Bluthochdruck eine wohldefinierte Ursache gefunden werden (Nierenarterienverengung, Nebennierentumor, Schilddrüsenüberfunktion etc.). In solchen Fällen muss die zugrundeliegende Erkrankung behandelt werden. Bei einem Nebennierentumor als Bluthochdruckursache besteht die Behandlung in einer chirurgischen Entfernung der betroffenen Nebenniere
.
- Nikotin-Stopp
- Alkohol reduzieren
- Körpertraining
- salzarme Ernährung
- Gewichtsreduktion
Das Rauchen und die Lunge