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HP und Intel haben ihre mehr als zehn Jahre alte Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Itanium-Chips beendet. Intel wird "mehrere hundert" HP-Entwickler übernehmen, die nun vor allem die Multicore-Technologie vorantreiben sollen, wie die beiden Unternehmen offiziell verlautbart haben.
HP arbeitete schon seit 1988 mit Intel bei Chipentwicklungen zusammen. Am Anfang stand die EPIC-Architektur. 1994 wurde dann der darauf basierende Itanium (damals noch unter dem Codenamen Merced) angekündigt, der 2001 erstmals auf den Markt kam.
Dadurch, dass HP jetzt an der Entwicklung nicht mehr beteiligt ist, könnte ein bisheriges Hindernis für den Erfolg des Server-Chips aus der Welt geschafft sein: Andere Serverhersteller hielten sich mit Investitionen zurück, da sie Konkurrenzvorteile von HP fürchteten.
HP beeilte sich allerdings, sein weitergehendes Commitment zum Itanium zu bekräftigen: Man wolle über die nächsten drei Jahre 3 Milliarden Dollar investieren, um "Itanium 2-basierte HP Integrity-Server in die Leaderposition im 20-Milliarden-Dollar Marktsegment, das heute noch von RISC-Prozessoren beherrscht wird, zu bringen." Die RISC-Prozessoren, die den High-end-Servermarkt heute beherrschen, sind IBMs Power-Chip, Suns Sparc und HPs eigene PA-RISC und Alpha-Prozessoren, die HP aber zugunsten des Itaniums in den nächsten Jahren aufgeben wird.
Das Geld soll zum Teil in die Entwicklung von Chipsets für HPs Itanium-Server und die Entwicklung der eigenen Itanium-Software gehen. Ein grosser Teil soll aber auch dazu verwendet werden, unabhängigen Drittentwicklern die Entwicklung von Itanium-Software schmackhaft zu machen.
HP verriet allerdings nicht, wie viel Geld bisher jährlich in den Itanium gesteckt wurde. Es ist darum nicht klar, ob und wenn ja um wie viel die Investitionen steigen. (Hans Jörg Maron)