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Da der Flüssigkeitsbedarf während der Stillzeit auf bis zu 2,5 Liter pro Tag steigen kann, ist es für Mütter besonders wichtig, ausreichend zu trinken.[1] Dabei gilt es allerdings einige Regeln zu beachten. Auf Koffein sollte weitestgehend verzichtet und vorwiegend auf ungesüßte Getränke zurückgegriffen werden. Die meisten Teesorten sind damit die idealen Begleiter für die Phase nach der Schwangerschaft. Allerdings gibt es auch hier ein paar Einschränkungen.
Warum große Mengen koffeinhaltiger Tees besser gemieden werden sollten
Über die Muttermilch nehmen Kinder wichtige Nährstoffe auf. Die Ernährung der Mutter muss daher ausgewogen sein, großen Einfluss auf die Muttermilch hat die Art der Lebensmittel aber nicht.[2] Dennoch sollten einige Dinge während der Stillzeit nur mit Bedacht konsumiert werden. So geht etwa Koffein in die Muttermilch über und kann von Babys noch nicht richtig verarbeitet werden. Viele Frauen verzichten während dieser Zeit daher komplett auf koffeinhaltige Getränke. Fachärzte stellen allerdings klar, dass Koffein – in Maßen genossen – keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit des Babys hat. Sie raten stillenden Müttern, maximal 200 mg pro Tag zu sich zu nehmen.[3] Grüner oder schwarzer Tee sind daher aufgrund des geringeren Koffeingehaltes dem Kaffee vorzuziehen. Ein bis zwei Tassen Teeaufguss aus der Camellia sinensis stellen kein Problem dar. Matetee sollte hingegen gänzlich gemieden werden.
Einige Kräutertees sind in der Stillzeit ungeeignet
Kräutertees gelten aufgrund der enthaltenen Pflanzenstoffe im Allgemeinen als besonders gesund. Sie werden daher häufig bei Magen-Darm-Beschwerden oder Erkrankungen der oberen Atemwege getrunken. Während der Stillzeit muss aber auf einige Kräuterteesorten verzichtet werden. So wird etwa die Milchproduktion durch Salbei- sowie Pfefferminztee beeinträchtigt.[4] [5] Mütter müssen diese Sorten daher meiden. Andere Kräutertees regen hingegen den Milchfluss an. Sie werden häufig als spezielle Teesorten für die Zeit nach der Schwangerschaft beworben.
Welche Teesorten regen den Milchfluss an?
Zu den traditionell empfohlenen Tees, die den Milchfluss anregen, zählen unter anderem Anis, Fenchel und Kümmel. Als Hausmittel haben sie sich bewährt und auch wissenschaftlich gesehen spricht einiges dafür, dass diese Teesorten über eine entsprechende Wirkung verfügen.[6] Frauen müssen dabei aber nicht unbedingt auf teure „Spezialtees“ zurückgreifen, die entsprechend beworben werden. Hierbei handelt es sich häufig um gewöhnliche Teemischungen, die auch selbst zubereitet werden können. Auf jeden Fall ist die Hebamme oder der Arzt zu konsultieren, bevor gezielt milchflussanregende Tees getrunken werden.
Kamillentee nicht nur zum Trinken gut
Einige Teesorten können nicht nur getrunken werden, sondern wirken sich auch auf die Haut aufgetragen positiv aus. Hierzu zählt Kamillentee, welcher während der Stillzeit unbedenklich ist. Des Weiteren wird bei einer Brustentzündung infolge eines Milchstaus ein Wickel mit Kamillentee häufig als Hausmittel empfohlen. Für die medizinische Wirksamkeit dieser Behandlung gibt es keine wissenschaftlichen Nachweise, viele Frauen schwören aber auf das Hausmittel. Klar ist jedoch: Diese Eigenbehandlung ersetzt nicht die Konsultation eines Arztes oder der Hebamme.
Früchtetees weitestgehend unbedenklich
Hibiskustee reiht sich ebenfalls in die Liste der Teesorten ein, die stillende Mütter meiden müssen, da auch er die Milchproduktion hemmt.[7] Hier sollte gut Acht gegeben werden: Die süße Frucht ist in vielen Teemischungen enthalten. Ansonsten sind Früchtetees weitestgehend unbedenklich. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass der Säuregehalt nicht zu hoch ist und auf Zucker zum Süßen verzichtet werden.[8] Honig im Tee stellt im Übrigen kein Problem dar: Zwar schadet er Säuglingen, sofern sie ihn essen,[9] allerdings gelangt er über die Nahrung der Mutter nicht in die Muttermilch.[10]
[3] https://www.apotheken-umschau.de/familie/schwangerschaft/ernaehrung/ist-kaffee-in-der-schwangerschaft-erlaubt-790859.html#:~:text=%E2%80%9E200%20Milligramm%20Koffein%20pro%20Tag,Beh%C3%B6rde%20f%C3%BCr%20Lebensmittelsicherheit%202015%20festgelegt.