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Siempelkamp entwickelt neues Verfahren zur chemischen Dekontamination des Primärkühlkreislaufs
Laut Siempelkamp ist das Ziel des modifizierten ASDOC-Verfahrens (Advanced System Decontamination by Oxidising Chemistry), durch Zugabe speziell abgestimmter chemischer Additive in den Reaktorkühlkreislauf, die an den inneren Systemoberflächen anhaftende radioaktive Kontamination abzulösen und diese anschliessend mit Hilfe von Ionentauschern aus dem System zu entfernen.
Das ASDOC_D-MOD-Verfahren habe die Kontamination erheblich reduziert, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Die Dosisleistung ging im Mittel um den Faktor 85 zurück mit dem Ergebnis, dass beim geplanten Rückbau der Kraftwerkssysteme die Demontage wesentlich vereinfacht wird. Mit Blick auf das den Rückbau ausführende Personal wird damit der Minimierung der Strahlenexposition in besonderer Weise Rechnung getragen.
Das Verfahren wurde im Technikum der Siempelkamp entwickelt und erfolgreich angewandt. Ziel der Verfahrens-Weiterentwicklung war es unter anderem, chemische Reaktionen zwischen Dekontaminationslösung und metallischen Werkstoffen soweit zu minimieren, dass eine sicherheitsrelevante Bildung von Wasserstoff nicht zu befürchten ist.
«Die Entwicklung des Verfahrens war sehr aufwendig und eine hohe technisch-wissenschaftliche Herausforderung», erklärte Aldo Weber, Sprecher der Geschäftsführung der Siempelkamp. «Wir mussten einige Rückschlage hinnehmen, bis wir die Anwendbarkeit – nun bereits zum zweiten Mal – erfolgreich demonstrieren konnten.»