Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03179.jsonl.gz/686

Der Vorsitzende des Wahlgerichts Alberto Ramírez Zambonini erklärte den Kandidaten der Colorado-Partei zum Gewinner der Wahlen. Sein schärfster Kontrahent, der 50jährige Efraín Alegre von der Radikal-Liberalen Partei erkannte auf einer Pressekonferenz in Asunción seine Niederlage an.
Leicht gesteigerte Wahlbeteiligung
Nach Auszählung von 81 Prozent der Urnen führte Cartes mit 45,9 Prozent der Stimmen gegen 36,8 Prozent für Alegre, nach Angaben der Wahlbehörden. Mit weitem Abstand kam an dritter Stelle der Journalist Mario Ferreira, Kandidat einer linken Koalition, mit 5,7 Prozent.
Rund 3,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, einen Nachfolger für den vor zehn Monaten vom Parlament abgesetzten Lugo zu bestimmen. Die beiden Spitzenkandidaten vertraten die Parteien, die im Parlament die Amtsenthebung des «Bischofs der Armen«» vorangetrieben hatten. Die Wahlbehörden schätzten die Beteiligung auf 68,1 Prozent (2008: 65,6).
Niederlage früh eingeräumt
Senator Efraín Alegre von der Liberalen Partei hatte seine Niederlage frühzeitig eingeräumt. Schon bei den ersten Ergebnissen lag er neun Prozentpunkte hinter Cartes. «Das Volk Paraguays hat entschieden und wir respektieren das Ergebnis», sagte Alegre.
Weitere Wahlen
Neben dem Präsidenten wurden auch 45 Senatoren, 80 Abgeordnete, 17 Gouverneure und 18 Mercosur-Abgeordnete Paraguays neu gewählt. Um die 300 ausländische Beobachter überwachten die Wahlen. Der neue Präsident soll das Amt am 15. August übernehmen.