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1921
Gründung der Genossenschaft Schweizer Schul- und Volkskino (SSVK) am 14. Juni im Berner Rathaus.
1931
Bezug der Liegenschaft Erlachstrasse 21 am 1. November. Zwei Winter zuvor war praktisch das gesamte Inventar einem Brand zum Opfer gefallen. Ein «Komitee für den Wiederaufbau der Lehr- und Kulturfilmarbeit des SSVK» mit Bundesrat Heinrich Häberlin hat die junge Institution gerettet.
1941
Rund um den SSVK ranken sich inzwischen mehrere Unter- und Partnerorganisationen. Mit dabei seit 15. Dezember 1937 die Schulfilmzentrale. Das komplexe Gefüge wird reorganisiert, die einzelnen Teilorganisationen erhalten ihre eigenen Statuten und Organe.
1951
Festveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des SSVK im Kino Splendid in Bern. 1948 hatte die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren das Patronat über die Vereinigung schweizerischer Unterrichtsfilmstellen (VESU) übernommen.
1961
Zu seinem sechzigsten Geburtstag am 5. April 1958 hat Milton Ray Hartmann seine Stiftung «zur Förderung des Kultur-, Dokumentar- und Unterrichtsfilms» gegründet. Der Stiftungszweck wurde im Lauf der Zeit in Richtung des Fachbereichs Medien und Informatik entwickelt. Gründung von «Inforfilm International» in Den Haag.
1962
Die zunehmende Verbreitung des Fernsehens im privaten Raum weckte die Befürchtung, Kinder und Jugendliche könnten unkontrolliert ungeeignete Filme sehen. Die Tätigkeit auf dem Gebiet der Filmkunde wurde formell vom Schweizer Schul- und Volkskino gelöst und ein eigener Verein im Dienst der Filmerziehung mit der Bezeichnung «Schweizer Jugend-Film» gegründet.
1971
Auftragsproduktion zum 50-Jahre-Jubiläum: Drogenreport von Mario Cortesi. Verkauf weltweit, Verleih an die Schulen im Format 16 mm. Milton Ray Hartmann publiziert seine Memoiren: Mein Lebenswerk (vergriffen, Faksimile-Nachdruck 2020 zum 100-Jahre-Jubiläum). Seit 1. April 1965 Betrieb der Schweizerischen Berufsschulfilmstelle (BSF).
1981
Höhepunkt des Filmverleihs: 90'000 ausgemietete Filme pro Jahr, davon 35'000 Schmalfilme 16 mm. Seit 1980 läuft der Medienverleih via EDV – eine Europapremiere. Die Beschaffung des Computers hatte drei Jahre gedauert und 700'000 Franken gekostet, finanziert durch die Milton Ray Hartmann-Stiftung.
1991
Aufbau einer Fachstelle für die Sonder- und Heilpädagogik mit der Stiftung Cerebral. Umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten im Verlauf der Achtzigerjahre an den beiden Liegenschaften Erlachstrasse 21 und Donnberbühlweg 32. Seit 1988/89 Betrieb der Schweizerischen Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen (SFIB) im Auftrag des Bundes (BIGA) und der EDK.
2001
März: Eröffnung des Schweizerischen Bildungsservers educa.ch mit einer dreisprachigen Redaktion (10 Lehrpersonen). Juni: Zustimmung der EDK zum Aktionsplan für die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen in ICT. Dezember: Liquidation der Stiftung Schulfilmzentrale. Seit dem 75-Jahr-Jubiläum 1996: Neuer Auftritt als Film Institut und erste Rahmenvereinbarung mit Microsoft. Seit Juli 2000: Neuer Auftritt als educa.ch.
2011
550'000 Mitglieder nutzen educanet². Die Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit unter der Leitidee «virtuelle Schule» steht den Schulen seit 2004 schweizweit zur Verfügung. Relaunch von educa.ch als Informationsplattform in den vier Landessprachen und Englisch.
2021
Seit 2017 erfüllt die Genossenschaft die Aufgaben einer Fachagentur im Auftrag von Bund und Kantonen. Diese wird per 1. Januar in eine öffentlich-rechtliche Institution überführt. Die juristische Person Genossenschaft educa.ch wird am 14. Juni, dem 100. Jahrestag ihrer Gründung, aufgelöst. Im Jahr 2020 begann im Bildungsraum Schweiz eine neue digitale Ära: Die Plattform educanet² hat ihren Betrieb eingestellt, die Föderation der Identitätsdienste Edulog ist gestartet.