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In Erinnerung an Eberhard W. Kornfeld (1923-2023)
Das Bündner Kunstmuseum widmet Alberto Giacometti 2023 eine Ausstellung, die seine ersten Jahre und die künstlerische Entwicklung bis in die ersten Pariser Jahre in den Blick nimmt.
In bisherigen Ausstellungen zum Werk von Alberto Giacometti wurden ausgewählte frühe Arbeiten gezeigt. Sie vermitteln ein Bild verschiedener Aspekte, die dem jungen Künstler zu Beginn seiner Laufbahn wichtig waren. Das wurde aber bisher noch nie systematisch gemacht. So haben wir uns zum Ziel gesetzt, eine Zusammenstellung der frühen Werke zu erstellen und sind auf überraschend viele überaus interessante Werke gestossen. Einige kennt man aus Publikationen und Ausstellungen, andere wurden noch nie gezeigt. Vor diesem Hintergrund erscheint es lohnenswert, dem jungen Künstler Alberto Giacometti eine eigene Ausstellung auszurichten. Darin soll deutlich werden, woran er sich in seiner Entwicklung orientierte, wie er sich aus der engen Zusammenarbeit mit dem Vater Giovanni Giacometti löste und eigene Wege fand; aber auch wie er sein persönliches Umfeld aus eigener Sicht beobachtete, zeichnete und malte und erste Plastiken schuf. Nicht zuletzt setzt in dieser Zeit auch eine intensive Auseinandersetzung mit Werken der Kunstgeschichte ein, die er sein Leben lang weiterverfolgte.
Die Ausstellung setzt mit Werken des 12-jährigen ein und zieht sich bis 1925, also bis in seine ersten Jahre in Paris, als Alberto Giacometti beim Bildhauer Emile-Antoine Bourdelle arbeitet und sich mit kubistischen Bildwelten beschäftigte.