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Berlin - Die CDU-Politikerin Christine Lieberknecht ist zur neuen thüringischen Ministerpräsidentin gewählt worden. Allerdings erreichte die bisherige Sozialministerin erst im dritten Wahlgang die erforderliche Mehrheit.
Die Koalition von CDU und SPD verfügt über eine Mehrheit von 48 Stimmen des Parlaments. Beim dritten Durchgang, bei dem sich überraschend auch der Linken-Spitzenkandidat Bodo Ramelow zur Wahl stellte, erhielt die CDU-Landeschefin 55 von 88 möglichen Stimmen.
Nach Heide Simonis in Schleswig-Holstein ist Lieberknecht erst die zweite Frau an der Spitze eines Bundeslandes. Die 51-jährige Pfarrerin tritt die Nachfolge von Dieter Althaus an, der nach den starken Verlusten seiner Partei bei der Landtagswahl im August zurückgetreten war.
Die thüringer CDU hatte bei der Wahl mit einem Minus von knapp zwölf Prozentpunkten nach zehn Jahren die absolute Mehrheit in dem Bundesland verloren. Die Regierungsbildung gestaltete sich danach schwierig, weil die Sitzverteilung auch keine "schwarz-gelbe" Mehrheit von CDU und FDP ergab.
Die SPD erwog auch ein Linksbündnis mit der stärkeren Linkspartei und den Grünen. Die Parteiführung entschied sich dann aber trotz heftiger Proteste aus der Parteibasis für die schwarz-rote Koalition mit der CDU.
Der frühere Ministerpräsident Althaus gehört dem Landtag weiter als Abgeordneter an. Er hatte Anfang des Jahres mit einem schweren Skiunfall in Österreich Schlagzeilen gemacht, bei dem eine Frau starb und er selbst schwer verletzt wurde. Althaus wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt.
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