Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03305.jsonl.gz/1145

Die deutsche Burda Familie kontrolliert das Medienunternehmen „Hubert Burda Media“, einer der wichtigsten Medienkonzerne Deutschlands. Das Unternehmen befindet sich vollständig in Familienbesitz. Zum Konzern gehört unter anderem das Nachrichtenmagazin Focus. Auch die Bunte und weitere Klatschblätter sowie mehrere Zeitschriften und Radiosender gehören zu Burda. Hier eine Liste von Burda Medienprodukten.
2018 wurde das Vermögen der Familie 3,2 Milliarden Euro (etwa 3,8 Milliarden US-Dollar) geschätzt (Quelle).
Franz Burda (1903-1986) begann als Kleinunternehmer und übernahm die Druckerei seines Vaters. 1938 trat er in die NSDAP ein. Im selben Jahr profitierte er von der Arisierung und konnte eine der grössten deutschen Druckereien übernehmen, die sich bis dahin in Besitz von jüdischen Unternehmern befand. Bereits 1933 betonte Franz in seiner Zeitung, dass sein Unternehmen keine jüdischen Angestellten und Anteilseigner hat. (Quelle: 1 und 2)
Seine Berichterstattung unterstützte die NSDAP. Hier muss allerdings daran gedacht werden, dass man als Zeitungsverleger im nationalsozialistischen Deutschland keine andere Wahl hatte, wenn man das Geschäft weiter führen wollte.
Nach dem Krieg war Deutschland von den Alliierten besetzt und Burda passte sich schnell den neuen Umständen an. Seine Berichterstattung unterstütze ab da die westliche Wertegemeinschaft (USA und Westeuropa).
Die Söhne von Franz führten das Medienunternehmen weiter. Der Sohn Frieder Burda (1936-2019) war in den 1980er Jahren auch Grossaktionär beim Axel Springer Verlag, ebenfalls einer der wichtigsten Medienkonzerne Deutschlands.
Heute wird das Familienunternehmen von Hubert Burda (*1940) kontrolliert und trägt inzwischen den Namen „Hubert Burda Media“. Hubert und seine Frau Maria Furtwängler kennen Bundeskanzlerin Angela Merkel (Quelle). Merkel ist mit Friede Springer und Liz Mohn befreundet (Quelle: 1 und 2). Die beiden Frauen sind die mächtigsten deutschen Medienbesitzer. Angela Merkel, Liz Mohn und Friede Springer kennen auch Hubert Burda. Fotos, auf denen sie gemeinsam abgebildet sind, findet man über Google. Einfach immer zwei Namen der vier Personen eingeben und man wird fündig. Die Familien Mohn, Springer und Burda kontrollieren zusammen einen Grossteil der überregionalen Medien Deutschlands. Vielleicht einer der Gründe, warum die deutschen Medien Merkel in den letzten 15 Jahren so gut wie nie kritisiert haben.
Bei Huberts 70. Geburtstag waren viele bemerkenswerte Persönlichkeiten der deutsch-österreichischen Elite zu Gast:
- Bundeskanzlerin Angela Merkel
- Horst Seehofer: Ehrenvorsitzender der CSU.
- Edmund Stoiber: Ehemaliger Vorsitzender der CSU.
- Friede Springer: Die Milliardärin kontrolliert den Medienkonzern „Axel Springer“.
- Die Milliardäre Ferdinand Piëch und Wolfgang Porsche: Die Familien Porsche und Piëch kontrollieren den Volkswagen-Konzern, das grösste Unternehmen Deutschlands.
- Peter Löscher: Ehemaliger Vorstandsvorsitzender des führenden deutschen Elektrokonzerns Siemens. Er besuchte das Bilderberg-Treffen. Er arbeitete für die Pharmaunternehmen Merck & Co. (USA) und Höchst (Deutschland) sowie für den Mischkonzern General Electric (USA). Er arbeitete auch für die schweizerische Holding des russischen Milliardärs Viktor Vekselberg, der als Investor in der Schweiz aktiv ist und ein gutes Verhältnis zu Präsident Wladimir Putin hat.
- Mark Wössner: Ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann (der grösste Medienkonzern Deutschlands). Er war bei der Deutschen Bank und leitete die deutsche Abteilung der Citigroup, eine der grössten Banken der USA.
- Gabriele Prinzessin zu Leiningen: Sie heiratete erst in den deutschen Hochadel und ihr Mann war ein Nachkomme der russischen Kaiserfamilie. Gabriele heiratete in zweiter Ehe den religiösen Führer Karim Aga Khan IV.. Ihre Mutter Renate Thyssen-Henne war ebenfalls auf Burdas Geburtstagsparty. Renate heiratete in die Thyssen Familie, eine der wichtigsten deutschen Industriellenfamilien des 20. Jahrhunderts.
- Paul Achleitner: Er ist seit 2012 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank (eine der grössten Banken der Welt).
- Ulrich Lehner: Er war im Vorstand zahlreicher deutscher Grosskonzerne, darunter Siemens, ThyssenKrupp, Porsche, E.ON, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Henkel, Deutsche Telekom und der Schweizer Pharmakonzern Novartis.
- Wolfgang Reitzle: Er ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender der Continental AG. Er arbeitete unter anderem für BMW und Ford und war im Aufsichtsrat von Axel Springer.
- Heinrich von Pierer: Er war langjähriger Vorstandsvorsitzender von Siemens.
- Franz Beckenbauer: Der ehemalige Profifussballspieler war von 2007 bis 2011 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees.
- Fürstin Gloria von Thurn und Taxis: Sie heiratete in eine deutsche adlige Milliardärsfamilie und kommt selbst aus einer Adelsfamilie.
- Joachim Hunold: Er baute die Air Berlin zu einer grossen Fluggesellschaft auf.
- Günther Beckstein: Ehemaliger Ministerpräsident von Bayern.
(Quelle: Auf den Fotos)
Die Burda Familie veranstaltet den Burda DLD Nightcap, eine jährlich stattfindende Party in Davos. 2011 traf Hubert Burda bei der Party den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton (Foto). Bei der Party 2013 traf er Franz Markus Haniel (aus der deutschen Milliardärsfamilie Haniel) und den indischen Milliardär Lakshmi Mittal. Es waren noch weitere Personen aus der deutschen Wirtschafts- und Politelite auf der Party sowie auch US-Amerikaner, die leitende Positionen bei Google, Facebook und Twitter einnehmen, darunter der YouTube-Gründer Chad Hurley. (Fotos: Man muss die Pfeiltasten auf der Tastatur benutzen, um die Fotos durchzugehen)
Anmerkung: Ich geh aktiv gegen Urheberrechtsverletzungen vor.