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Pionierzeit der Gassenarbeit Luzern
Eine Forschung über die Wissensbereiche der Schadensminderung in Luzern
In dieser Bachelor-Arbeit haben sich die Autorin und die beiden Autoren mit der Gassenarbeit Luzern in der Pionierzeit von 1985 bis 1995 befasst. Es wurde der Frage nachgegangen, ob Gassenarbeit in der Pionierzeit ein Gegenstand oder eine Methode der Sozialen Arbeit war. Hierfür wurden Pionierinnen und Pioniere der Gassenarbeit befragt. Die Antworten wurden anhand eines von Beat Schmocker überarbeiteten Rasters einer objektspezifischen Handlungstheorie von Silvia Staub-Bernasconi ausgewertet. Die Autorin und die Autoren kommen dabei zum Schluss, dass Gassenarbeit in der Pionierzeit in Luzern eher eine Methode als ein Gegenstand der Sozialen Arbeit war. Daraus kann geschlossen werden, dass Pionierinnen und Pioniere der Gassenarbeit in Luzern den Fokus stärker auf das problemlösungsbezogene Wissen als auf das problembezogene Wissen gerichtet haben. Die Hypothese der Forschenden, die davon ausgegangen ist, dass Gassenarbeit in der Pionierzeit eher ein Gegenstand der Sozialen Arbeit gewesen sei, wurde damit widerlegt. Vor allem die Frage, warum das soziale Problem nicht gelöst sei, wurde von den Pionierinnen und Pionieren auf Seiten des problembezogenen Wissens ungenügend beantwortet. Dass Gegenstand als problembezogenes Wissen und Methode als problemlösungsbezogenes Wissen bezeichnet werden kann, wird in einem Theorieexkurs hergeleitet. Die Theoriegrundlagen einer objektspezifischen Handlungstheorie von Staub-Bernasconi werden erläutert. Die Datenerhebung wurde mit der Methode Oral History durchgeführt.