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Description
Die Landschaft, das Leben der Leute, Geschehnisse, die das Engadin in der Zeit zwischen 1912 und 1950 geprägt haben, hat der in Samedan wohnhaft gewesene Fotograf Gustav Sommer (1882 –1956) auf spannende Art fotografisch festgehalten. Rund 40’000 Negativplatten des aus Siebenbürgen eingewanderten Fotografen Gustav Sommer sind im Kulturarchiv Oberengadin archiviert. Sommer übernahm 1912 ein Fotofachgeschäft in Samedan. Seine Aufnahmen für den eigenen Postkartenverlag zeigen die Belle Epoque, die „alte Welt“, neben dem Ferien- und Sportbetrieb der Gäste und der Arbeit der Einheimischen. Die Landschaftsaufnahmen und die Dorfbilder besitzen kulturgeschichtlichen Wert, so auch die Fotos des örtlichen Brauchtums. Seine Darstellungen der hochalpinen Gebirge und derLichtstimmungen an den Seen wirken künstlerisch. Auf Wanderungen und Bergtouren fotografierte Sommer die Dörfer und Häuser, die ersten Schutz- und Berghütten, die Gletscher. Er versuchte die Bewegung festzuhalten, den Flug der Skispringer, die ‚rasende‘ Geschwindigkeit der Rennautos am Malojapass, die Segelschiffe auf den Oberengadiner Seen. Als Chronist dokumentierte Gustav Sommer die Bombeneinschläge in Samedan, die Olympischen Winterspiele in St. Moritz.
Autoren:
Diego Giovanoli, 1938* in Soglio, vormals Mitarbeiter der Denkmalpflege Graubündens in Chur, Autor architekturgeschichtlicher Publikationen
Dora Lardelli, 1953* in Soglio, Kunsthistorikerin, Präsidentin des Kulturarchiv Oberengadin in Samedan, Autorin diverser kulturhistorischer Publikationen.
vergriffen