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Boom Am Krieg im Jemen verdient die Rheinmetall-Tochter RWM Italia viel Geld, ebenso die britische Firma Raytheon Systems
Die erste Bombe trifft das Dorf Deir al-Hajari im Nordwesten des Jemen am 8. Oktober 2016 gegen drei Uhr nachts. Der Luftangriff tötet eine sechsköpfige Familie: eine schwangere Mutter, ihren Mann, die vier Kinder. Die Überlebenden müssen zusehen, wie ihre Häuser durch den Luftangriff zerstört werden. Am nächsten Morgen werden in Deir al-Hajari Überreste einer Bombe und ein Aufhängehaken von RWM Italia S.p.A. gefunden, auf dem die Seriennummern mit dem Herstellungsdatum Juni 2014 eingraviert sind: Reste einer Paveway-II-Bombe, die damals zu den modernsten gehörte. Offenbar wird ein fragwürdiges Geschäftsmodell der internationalen Rüstungsindustrie, das vom Kriegsschauplatz zur Urlaubsinsel Sardinien führt, wo die Rheinmetall-Tochter RWM Italia einen globalen Bomben-Supermarkt beliefert – als Teil eines verschachtelten Systems, zu dem lukrative….