Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/158921

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird gebeten, in einem Bericht aufzuzeigen, zu welchen Beiträgen an die internationale Klimafinanzierung die Schweiz ab 2020 verpflichtet werden könnte und wie diese zu finanzieren wären.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Ab 2020 sollen jährlich 100 Milliarden Dollar aus verschiedenen Finanzierungsquellen, einschliesslich privater und innovativer, für Massnahmen zur Verminderung von Treibhausgasemissionen sowie zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern bereitgestellt werden. Dies haben die Industriestaaten an den Vertragsparteienkonferenzen der Klimarahmenkonvention von Kopenhagen (2009) und Cancun (2010) zugesagt. Die Schweiz steht zu dieser gemeinsamen Verpflichtung der Industriestaaten und ist bereit, ihren fairen Anteil zu leisten.</p><p>An der Klimakonferenz in Paris soll im Dezember 2015 ein für alle Staaten verbindliches Klimaabkommen für die Zeit nach 2020 abgeschlossen werden. Es ist davon auszugehen, dass die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer für ein erfolgreiches Verhandlungsergebnis von zentraler Bedeutung sein wird. Mehr Transparenz im Monitoring und in der Berichterstattung von bereitgestellten Mitteln sowie ein gemeinsames Verständnis bezüglich der zugesagten 100 Milliarden Dollar sind aus dieser Perspektive fundamental und könnten massgeblich zur Vertrauensbildung zwischen den Ländern beitragen.</p><p>Der Bundesrat anerkennt das Bedürfnis nach einer Darstellung der möglichen Beiträge der Schweiz an die internationale Klimafinanzierung ab 2020 und der Optionen zu deren Finanzierung. Weitere finanzielle Verpflichtungen, welche aus den Klimaverhandlungen in Paris entstehen könnten, würden ebenfalls in diesem Bericht behandelt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.