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Viele Kinder sagen, wenn sie ein Reh sehen: «Oh, schau mal, Bambi!» Kinder und Erwachsene kennen den Zeichentrickfilm von «Disney», der 1942 in die Kinos kam.
Weniger bekannt ist das Buch, auf dem die ganze Geschichte basiert. Im Buch vom österreichischen Schriftsteller Felix Salten geht es um ein Rehkitz namens Bambi, das bei einer Treibjagd seine Mutter verliert, als diese von einem Jäger erschossen wird.
Der Disney-Film von 1942 hat zwar denselben Inhalt, nur handelt es sich bei Bambi nicht um ein Rehkitz, sondern um ein Weisswedelhirschkalb. Der Grund: In Amerika gibt es keine Rehe. Deshalb wurde die Geschichte amerikanisiert und Bambi wurde kurzerhand zum Hirsch.
Ein grundlegender Unterschied zwischen Hirschen und Rehen: Hirsche haben ein kleines, weisses Schwänzchen, so auch Bambi im Film.
Trotzdem ist bei der deutschen Synchronisation etwas schief gelaufen. Bambi wurde dort sprachlich wieder zum Rehkitz. Bambis Vater bleibt jedoch trotzdem ein Hirschstier.
Die Folge dieses Fehlers: die verbreitete Annahme, der Hirsch sei ein männliches Reh beziehungsweise das Reh sei die «Frau» vom Hirsch.
Hirsch vs. Reh
Reh und Hirsch gehören zwar beide zur Familie der Hirsche, unterscheiden sich jedoch in ihrer Lebensweise.
Hirsche gehören zur Gruppe der echten Hirsche, Rehe – wie auch Rentiere und Elche – gehören zur Gruppe der sogenannten Trughirsche.
Männliche Rehe tragen im Vergleich zu männlichen Hirschen nur ein kleines, leichtes Geweih. Rehe sind allgemein nur etwa halb so gross wie Hirsche und sind Einzelgänger.
Und damit es ein für alle Mal klar ist. So bezeichnet man die Weibchen, Männchen und Jungtiere von Hirsch und Reh richtig:
- Hirschkuh, Hirschstier, Hirschkalb
- Rehgeiss, Rehbock, Rehkitz