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In der Nacht vom 2. zum 3. Juni 2016 wurden in der Augstbordregion bei der Gemeinde Unterbäch acht Ziegen gerissen. Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere wartet zurzeit auf die DNA-Analyse um die Identität der Angreifer zu bestätigen. Die bisher getätigten DNA-Analysen identifizierten die bereits bekannten weiblichen (F14) und einen männlichen Wölfe (M59) als Verursacher einzelne Angriffe in der Region. Zwei DNA-Analysen im Winter-Frühjahr 2016 lieferten zudem den Hinweis, dass eine weitere Wölfin sich mindestens zweimal in derselben Region aufgehalten hat. Es handelt sich dabei um F16, die schon 2014 identifiziert worden ist und sich 2015 vor allem im Mittelwallis aufgehalten hat.
Während dem Winter 2016 konnten also in der Augsbordregion zwischen Zeneggen und Agarn mindestens drei verschiedene Wölfe identifiziert werden. Das Wintermonitoring Ende 2015 hat gezeigt, dass dort zwei Tiere gemeinsam unterwegs sind. Verschiedene Fotos und DNA-Analysen haben bestätigt, dass es sich dabei um den weiblichen Wolf (F14) und den männlichen Wolf (M59) handelt. Heute zeigen DNA-Analysen, dass sich eine weitere Wölfin (F16) während des Winters-Frühjahr 2016 mindestens zweimal in die Region begeben hat. Diese Wölfin wurde schon unter anderem im Jahr 2015 im Mittelwallis nachgewiesen. Es scheint also, als ob sich diese über ein weitläufiges Territorium bewegt. Das Wintermonitoring konnte noch zwei andere Wölfe identifizierten: M63, der am 7. März 2016 am Rhoneufer gefunden wurde. Schlussendlich wurde im Val d?Entremont der Wolf (M64) identifiziert, der sich heute im Lötschental befindet.
Die Überwachung wird im üblichen Rahmen weitergeführt. Die interessierten Kreise, namentlich die Landwirtschaft werden laufend informiert. Dies erlaubt es der Landwirtschaft die notwendigen Massnahmen zu planen und umzusetzen, insbesondere im Bereich des Herdenschutzes.
Um die Landwirte aktiv bei der Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen für Schafe, Ziegen und Rindvieh zu unterstützen, hat das Departement für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung (DVER) Ende April 2016 eine neue Politik betreffend Herdenschutz gegen den Wolf definiert. Diese beinhaltet insbesondere die technisch umsetzbaren Schutzmassnahmen und erläutert das Vorgehen bei der Anfrage nach technischer und finanzieller Unterstützung.