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Gleich nach unserer Rückkehr übernahm meine Schwester Margrit die Patenschaft für Asjath, und Roy errichtete mit der Mutter des Jungen ein Bankkonto.
Es ist uns sehr wichtig, dass das Geld direkt in die Hände der Familien gelangt. Dank der Bank CIC, die die Kosten der Überweisung erlässt, kommt auch wirklich jeder Rappen an. Vielen Dank an Margrit und natürlich auch an die Bank!
Auch Asjath hatte sich völlig verändert. Der keuchende Atem war weg und er war in einem viel besseren Allgemeinzustand. Die Mutter kann sich Dank des monatlichen Beitrags die Medikamente regelmässig leisten, und auch die Asthma-Pumpe kann, wie erfordert, vierteljährlich erneuert werden.
Asjath begrüsste uns herzlich und machte sich gleich daran, die mitgebrachten Autos aus den Schachteln zu befreien. Als er das erste Auto aus der Packung hatte, überreichte er es einem ungefähr gleichaltrigen Mädchen und begnügte sich mit der Schachtel.
Die Mutter erzählte, dass es sich um eine Cousine von Asjath handeln würde. Die Kleine würde sich rührend um ihn kümmern. Da sie Asjath jetzt auch in den Montessori Kindergarten schicken könne, seien die Beiden in einer Klasse. Leider müsse sie ihn öfters bei ersten Anzeichen einer Infektion zuhause behalten.
Nach einer Weile verlangte Asjath sein Geschenk von der Cousine, die sie ihm bereitwillig erliess. Er hatte auch schnell den Dreh raus, das Auto durch zurückziehen zum Fahren zu bringen. Als er ihm in die Ecke nachjagte, stiess er Roys Brillenetui vom Tisch. Der Blick des Jungen ging etliche Male vom Brillenetui zum Auto und zurück, bevor er sich nach dem Etui bückte und es auf den Tisch zurück legte. Nach etlichen Korrekturen lag es in der genau gleichen Stellung wie vorher, und erst dann holte er sich sein Auto aus der Ecke des Raumes.
Fast gleichzeitig entdeckte ich in der anderen Ecke eine Handteller grosse Spinne mit einem Körper in der Grösse einen abgeflachten Pingpong-Balles! Mein geflüsteres : „Ist die aus Plastik?“ lenkte Roys Blick in die Richtung, und er schüttelte nur leise den Kopf. Verdankens werter Weise bewegte sich das Tier während unseres Besuches nicht vom Fleck.
Asjath spricht immer noch nicht. Er machte sich mit Lauten und Gesten verständlich und ist ein äusserst liebenswertes Kind. Seine Mutter hat ihn im örtlichen Krankenhaus zu einer Logopädie- Therapie angemeldet, und wir würden uns sehr freuen, wenn diese einen Erfolg bringen würde.
Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch war plötzlich der handtuchgrosse Vorgarten voll mit Kindern. Des Rätsels Lösung: Letztes Jahr waren wir während der Schulzeit bei Asjath gewesen! Es war uns so unangenehm, nichts für diese Kinder dabei zu haben. Roy und Michel machten sich auf die Suche und kamen kurze Zeit mit Tüten voller Süssigkeiten an, die grosse Begeisterung auslösten.
Bei den beengten Wohnverhältnissen wird es nicht möglich sein, Asjath unbemerkt zu besuchen. Wir werden in Zukunft für die anderen Kinder auch Kleinigkeiten dabei haben. Aber Asjath muss damit leben, dass er ein spezielles Kind ist. Die anderen Kinder werden damit leben müssen, dass er als Einziger eine spezielle Beachtung haben wird.