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Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft
Jan Loop
Sommersemester 2005 Donnerstag 8-10, Ort: N.N.
Die Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft hat das Kennenlernen und Anwenden des grundlegenden literarischen sowie literaturwissenschaftlichen Instrumentariums zum Ziel. Unterteilt in die Bereiche Lyrik, Rhetorik, Drama, Epik werden die unterschiedlichen literarischen Gattungen, Formprinzipien und Techniken (wie zum Beispiel: Metrik, Erzählformen, Dramentechniken etc.) eingehend betrachtet. Daneben werden immer auch literaturgeschichtliche Aspekte berücksichtigt. Die Einübung von literaturwissenschaftlichen Arbeitstechniken (Benutzung der Bibliothek, Umgang mit Quellen, Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, Protokolle und Referate) bildet einen zweiten Schwerpunkt des Einführungskurses. Anhand praktischer Übungen haben die Studierenden hier die Möglichkeit, sich das wissenschaftliche Arbeiten - als grundlegende Voraussetzung aller folgenden Seminare - anzueignen. Das Erstellen von Referaten und Protokollen, die Teilnahme an kleinen Terminologieabfragen, eine regelmässige und aktive Beteiligung am Unterricht sowie - am Ende des zweisemestrigen Kurses - das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit (max 10-15 Seiten Umfang) werden für einen erfolgreichen Abschluss des Einführungskurses vorausgesetzt.
Im Zentrum des Kurses vom Sommersemester 2005 stehen die Bereiche Epik und Dramatik. Als Vorbereitung sei die Lektüre der folgenden Texte empfohlen (bitte in der angegebenen Ausgabe beschaffen):
1. Erzähltheorie
Martinez, Matias und Scheffel, Michael: Einführung in die Erzähltheorie. 3. Auflage. München: C.H. Beck, 2002. (oder neueste Auflage)
2. Erzählungen
Schnitzler, Arthur: Fräulein Else. Stuttgart: Reclam 2002. (= RUB; 18155)
Schnitzler, Arthur: Die Traumnovelle. Stuttgart: Reclam 2002 (= RUB; 18159).
Sekundärliteratur
Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910. Hg. v. Gotthard Wunberg. Stuttgart: Reclam 2000 (= UB; 7742)
Lorenz, Dagmar: Wiener Moderne. Stuttgart, Weimar: Metzler 1995. (= Sammlung Metzler; 290)
3. Drama
Sophokles: Elektra. Stuttgart: Reclam 1998 (= RUB; 711) oder: http://gutenberg.spiegel.de//sophokle/elektra/elektra.htm (ausdrucken!)
Hofmannsthal, Hugo von: Elektra. Stuttgart: Reclam 2001 (= RUB; 18113) oder
http://gutenberg.spiegel.de//hofmanns/elektra/elektra.htm
Schnitzler, Arthur: Der Reigen. Stuttgart: Reclam 2002 (= RUB; 18158)
http://gutenberg.spiegel.de//schnitzl/reigen/reigen.htm
Lektürekurs
Diese fakultative Veranstaltung will den Studierenden aus allen Semestern einen Überblick über die Geschichte der deutschen Literatur vermitteln und sie mit ausgewählten Werken aus der Leseliste bekannt machen. Wir treffen uns dazu einmal im Monat (Termin nach Vereinbarung), lesen jeweils ein Werk und besprechen es gemeinsam. Interessenten melden sich bitte vor Beginn des Semesters bei mir mit ersten Lektüre- und Terminvorschlägen.
Vorlesung: Dichtung und Berge (Fortsetzung)
Jürgen Söring
Sommersemester 2005 Dienstag 11.00-12.30, R.N. 04
In einem Gebirgsland wie der Schweiz könnte es sinnvoll scheinen, einmal nach der Bedeutung der Berge in Aberglaube, Mythos und Religion, vor allem jedoch in der Dichtung zu fragen. Eine aufmerksame Spurensuche wird diese topographische Besonderheit allerdings nicht nur als poetisches Motiv oder thematischen Vorwand mannigfaltiger Auslegungsmöglichkeiten in den Blick nehmen, sondern vielleicht auch als Metapher der 'erhabenen' Dichtart ent-bergen und damit in eine poetologische Perspektive rücken wollen. Beabsichtigt ist überdies, den geschichtlichen Wandel in der Wahrnehmung der Bergwelt von der klassichen ebenso wie der judäo-christlichen Antike bis in unsere Gegenwart mit Hilfe geeigneter Texte zu rekapitulieren, zu denen - neben Hesiods Theogonie-Proömium, ausgewählten Bibelstellen, Dantes Läuterungsberg (Purgatorio) und Petrarcas Brief an Francesco Dionigi - vor allem Albrecht von Hallers Alpen, Goethes Schweizer Reisen, Hölderlins Kanton Schweiz, Hyperion sowie Unter den Alpen gesungen, Szenen aus Goethes Faust I (Walpurgisnacht) und II, Jean Pauls Titan, Tiecks Runenberg, E.T.A. Hoffmanns Bergwerke zu Falun, F. Raimunds Der Alpenkönig und der Menschenfeind, Heines Lore-Ley sowie Deutschland. Ein Wintermärchen (Caput XIV-XVII: Kyffhäuser-Sage), Büchners Lenz, Stifters Bergkristall, Wagners Tannhäuser, Nietzsches Zararthustra sowie Aus hohen Bergen, das Gesamtkunstwerk Monte Verità, Kafkas Prometheus, Th. Manns Gesetz (nicht jedoch sein Zauberberg ebensowenig wie Döblins Berge, Meere und Giganten), Hesses Beschreibung einer Landschaft, evt. Ludwig Hohls Bergfahrt, Dürrenmatts Tunnel oder Celans Gespräch im Gebirg, in jedem Fall aber Handkes Lehre der Sainte-Victoire gehören könnten.
Kommentierte Lektüre: Exemplarische Texte aus dem in der Vorlesung behandelten Problemkreis
Jürgen Söring
Sommersemester 2005 Montag 10.00-10.45, R.S. 38
Proseminar: Gegenwartslyrik
Jürgen Söring
Sommersemester 2005 Montag 14.15-15.45, B.2.79
Textgrundlage:
Hans Magnus Enzensberger: Mausoleum. Siebenunddreissig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts (1975/94, st 2377)
Durs Grünbein: Vom Schnee oder Descartes in Deutschland (F/M 2003)
Christian Lehnert: Ich werde sehen, schweigen und hören (2004, es 2369)
Hauptseminar: Schillers Wallenstein - Historiographie und dramatisches Gedicht
Jürgen Söring
Sommersemester 2005 Montag 11.00-12.30, B.2.79
Schillers Wallenstein ist so gross, dass in seiner Art zum zweiten Mal nicht etwas Ähnliches vorhanden ist." Die Berechtigung dieses Goethe-Wortes soll, 200 Jahre nach Schillers Tod am 9. Mail 1805, eine sorgfältige Lektüre und Analyse des ,dramatischen Gedichts' erweisen, dessen ,grosser Gegenstand' (: Herrschaft und Freiheit) uns aus des Bürgerlebens engem Kreis/Auf einen höhern Schauplatz' versetzen wird.
Textgrundlage:
Wallensteins Lager. Die Piccolomini (rub 41)
Wallensteins Tod (rub 42)
Erläuterungen und Dokumente (rub 3)
Deutschsprachige Gegenwartsliteratur der Schweiz
Hauptseminar: Erzähler des 19. Jahrhunderts. Gotthelf - Keller - Meyer
Peter Gasser
3e à 4e année
Jahreskurs 2004/05 / Dienstag 14-16 / B.2.79
Am 22. Oktober 2004 jährt sich der 150. Todestag Jeremias Gotthelfs. Aus diesem Anlass organisiert das Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität ein Symposium, gleichzeitig bietet das Stichdatum die willkommene Gelegenheit, das Werk der "grossen Erzähler des 19. Jahrhunderts" (so eine Schweizer Literaturge-schichte) neu zu erkunden. Zu fragen ist nach der (immer noch?) anhaltenden Aktualität von Gotthelfs, Kellers und Meyers Texten, zu prüfen ist ihre historische Zuordnung zum Terminus Realismus.
Kursbeginn: 19. Oktober 2004 - Erstlektüre: Die schwarze Spinne (bei Payot vorbestellt).
Vorlesung: Deutsche Personennamen
Anton Näf
1re à 4e année
Wintersemester 2004/05 / Montag 8-10 / R.E.42
Eine der wichtigsten Quellen bei die Erforschung der heutigen Verbreitung von Familiennamen sind ...Telefonverzeichnisse. Dank dieser leicht zugänglichen digitale Datenbasis können wir etwa wissen, dass die häufigsten Familiennamen in Deutschland Müller, Schmidt, Schneider und Fischer sind (in Frankreich Martin, Bernard, Durand und Dubois, in Dänemark Jensen, Nielsen, Hansen und Pedersen). Die Verbreitung der beiden Familiennamen Schneider (im Süden) vs. Schröder (im Norden) entspricht im übrigen immer noch recht genau der wortgeographischen Verteilung der beiden Bezeichnungen für den Beruf ,tailleur'.
Diese Vorlesung gibt einen Überblick über Entstehung, Geschichte und Bedeutung der Vornamen und der Familiennamen im deutschen Sprachgebiet, unter Berücksichtigung von europäischen Bezügen. Wenn man bedenkt, dass allein im deutschen Sprachgebiet über eine halbe Million Vor- und Familiennamen existieren, wird die Bedeutung des Namenschatzes als Quelle für die Sprach-, Siedlungs- und Kulturgeschichte deutlich.
Lehrmittel: Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. München 21999.
Proseminar: Historische und geographische Varietäten des Deutschen
Anton Näf
1re et 2e années
Wintersemester 2004/05 / Montag 16-18 / R.E.42
In diesem Proseminar werden die wichtigsten Erscheinungen der geschichtlichen Entwicklung des Deutschen behandelt, mit Schwerpunkt auf der historischen Lautlehre und Lexikologie. Die erste Hälfte der Doppelstunde dient in der Regel der Informationsvermittlung, die zweite dem Anwenden und Üben des Gelernten sowie der Lektüre und Erklärung von Texten aus den älteren Sprachstufen, vor allem aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
Methodologisch gesehen wird in diesem Einführungskurs nicht etwa das Althochdeutsche oder das Gotische als Vergleichspunkt herangezogen, sondern die deutsche Gegenwartssprache. Sowohl die historischen als auch die arealen Varietäten des Deutschen (die letzteren vertreten durch Textausschnitte aus dem Schweizerdeutschen, Niederdeutschen u.a.) werden zunächst einmal auf deren Abweichungen" von der deutschen Sprache der Gegenwart hin untersucht und verortet. Der unterschiedliche Entwicklungsrhythmus der verschiedenen Sprachvarietäten ermöglicht Schlüsse von der Synchronie auf die Diachronie: So bietet sich etwa zur historischen Erhellung des nhd. Konsonantensystems das Englische als Versteinerungskabinett" an, zu jener der des nhd. Vokalsystems dagegen das Schweizerdeutsche.
Hauptseminar: Thomas Platters Lebensbeschreibung vor dem Hintergrund des zeitgenössischen autobiographischen Schrifttums
Anton Näf
3e à 4e année
Wintersemester 2004/05 / Montag 14-16 / R.S. 38
Vom armen, verwaisten Walliser Geisshirten zum Leiter der Basler Münsterschule und Professor für Hebräisch an der Universität - dies der geradezu fulminante soziale Aufstieg des aus Grächen bei Visp stammenden Thomas Platter, über den er in seinem 1572 (angeblich in vierzehn Tagen niedergeschriebenen) Lebensrückblick in schlicht erzählten Bildern berichtet. Platter brachte es zu Wohlstand und wurde zum Begründer einer kleinen Gelehrtendynastie (sein Sohn Felix Platter, Stadtarzt und Professor der Medizin in Basel, hat ebenfalls eine Lebensbeschreibung verfasst), und ein moderner Historiker hat den auch nicht gezögert, mit Bezug auf dessen Epoche vom Siècle des Platter (E. Le Roy Ladurie) zu reden.
Die spezifische Art des Schreibens über sich selbst von Thomas Platter soll zum einen in die Geschichte der abendländischen Autobiographie eingeordnet werden: von Augustins Confessiones (über Stationen" wie Abaelard, Heinrich Seuse, Benvenuto Cellini (von Goethe übersetzt), Ulrich Bräker, Johann Heinrich Jung-Stilling, Karl Philipp Moritz, Jean-Jacques Rousseau, Johann Wolfgang von Goethe) bis zu Jean-Paul Sartres Les mots. Zum andern soll Platters Autobiographie mit wichtigen zeitgenössischen Selbstzeugnissen aus Humanismus, Reformation und Gegenreformation verglichen (Götz von Berlichingen, Erasmus von Rotterdam (lat.), Albrecht Dürer, Martin Luther (Tischreden), Johannes Kessler, Paracelsus).
Textgrundlage:
Thomas Platter: Lebensbeschreibung. Hg. von Alfred Hartmann. 2. Auflage von Ueli Dill, mit einem Nachwort von Holger Jacob-Friesen. Basel 1999.
Vorlesung: Die Anfänge des höfischen Romans in Deutschland (Alexanderlied, Rolandslied, König Rother, Herzog Ernst)
Anton Näf
1re à 4e année
Sommersemester 2005 / Montag 8-10 / R.E.42
Die Entstehung der höfischen Kultur und Literatur in Deutschland ist aufs engste mit der Rezeption französischer Dichtungsformen verbunden. Der Alexanderroman des Pfaffen Lamprecht (und dessen Fortsetzung im Strassburger Alexander) gehört zu den beliebtesten epischen Stoffen des Mittelalters. Zum einen ermöglichten die Abenteuer- und Eroberergeschichten Alexanders des Grossen eine imaginäre Reise in die orientalische Wunderwelt, zum andern diente die Figur des grossen Makedonenkönigs aus christlicher Sicht als warnendes Exemplum für die Eitelkeit und Vergänglichkeit allen irdischen Glanzes. Im Vergleich zu seiner Vorlage, der Chanson de Roland, hat der Pfaffe Konrad im Rolandslied die Akzente etwas anders gesetzt: anstelle des nationalen Pathos um die dulce France hat der deutsche Dichter die Kreuzzugsthematik in den Mittelpunkt gestellt. Beim König Rother (mit dem zentralen Motiv der Brautwerbung um die Tochter des Königs von Konstantinopel) und beim Herzog Ernst (der Geschichte eines geächteten Herzogs, der auf der Fahrt ins Heilige Land in die Wunderwelt des Orients verschlagen wird) handelt es sich dagegen um Stoffe aus mündlicher Erzähltradition.
Textgrundlage:
Das Rolandslied des Pfaffen Konrad. Übersetzt und hg. von D. Kartschoke. Stuttgart 1993 (=RUB 2745).
Herzog Ernst. Ein mittelalterliches Abenteuerbuch. Hg. und übersetzt von B. Sowinski. Stuttgart 1994 (= RUB 8352).
König Rother. Mhd. Text und nhd. Übersetzung von P.K.Stein. Hg. von I. Bennewitz. Stuttgart 2000 (= RUB 18047)
Proseminar: Der DaF-Unterricht auf der Sekundarstufe I und II
Anton Näf
1re et 2e années
Sommersemester 2005 / Montag 16-18 / R.E. 42
In diesem Proseminar sollen einige aktuelle Hauptfragen im Zusammenhang mit dem DaF-Unterricht in der Westschweiz angegangen werden. Welches sind die wichtigsten Methoden und Übungsformen? Was ist für die Schüler wichtiger: mündliche oder schriftliche Kompetenz? Was sind die Hauptschwierigkeiten der Schüler (cf. die Forschungen von E. Diehl et al. zum Deutschunterricht an Genfer Schulen)? Wie wichtig ist die formale Korrektheit? Wie soll die Lehrperson mit Fehlern umgehen? Wie gut sind die eingesetzten Lehrmittel (z.B. das im Kanton Neuenburg verwendete Auf Deutsch! oder die Schülerwörterbücher)? Wie nützlich für das Fremdsprachenlernen ist das Spachenportfolio?
Diesen und ähnlichen Fragen soll vor allem anhand von konkretem Material (Auszügen aus Lehrmitteln, schriftlichen und mündlichen Schülerproduktionen, usw.) nachgegangen werden. Diese Veranstaltung bietet insbesondere auch Anregungen für eigenes vertiefendes Erkunden dieses Themenbereichs in Form von Proseminararbeiten.
Hauptseminar: Theorie und Empirie in der modernen Syntaxforschung
Anton Näf
3e à 4e année
Sommersemester 2005 / Montag 14-16 / R.S. 38
Nachdem in den letzten Jahrzehnten die linguistische Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der Grammatik, von der theoretischen Spekulation dominiert wurde (Stichwort: generative Grammatik), ist gegenwärtig ein Prozess im Gange, den man als empirische Wende" bezeichnen könnte. Dank der Verfügbarkeit von digitalen Grosskorpora haben wir heute die Chance, mit realistischem Aufwand Antwort auf Fragen aus Grammatik und Lexikologie zu finden, für deren Klärung früher ein ganzes Forscherleben nicht ausgereicht hätte.
In diesem Hauptseminar soll der Schwerpunkt auf drei Phänomene gelegt werden: Kollokationen (Verb-Objekt; Nomen-Adjektiv), Wortstellung und Satzarten. Theoretische Aussagen und Regeln aus Grammatiken und Wörterbüchern (aber auch aus DaF-Lehrbüchern) sollen mit Hilfe von Grosskorpora auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Kenntnis der Abfrage-Möglichkeiten der COSMAS-Datenbank (Institut für deutsche Sprache, Mannheim). Entsprechende Beratung (sowie eine Kurzeanleitung) ist beim Assistenten erhältlich.
Einführung ins Mittelhochdeutsche
Rolf Duffner
3e ou 4e année
Winter- und Sommersemester 2004/05 / 2 h hebdomadaires / Donnerstag 14-16 / R.S. 38
Im Laufe des Semesters sollen die sprachlichen Grundlagen des mittelalterlichen Deutsch behandelt werden. Die im ersten Teil der Doppelstunde erklärten sprachlichen Erscheinungen werden jeweils anschliessend an ausgewählten Texten geübt. Dabei werden verschiedenartige Textsorten berücksichtigt: Fabeln, Schwänke, Sachtexte und auch Auszüge aus grösseren Werken.
Sommersemester 2005: Lektürekurs
Das Sommersemester ist dem Studium eines Werkes gewidmet (Lektüre, sprachliche Analyse, Interpretation, literaturgeschichtliche Einordnung).
Ausgewählter Text: N.N.
Zielpublikum
Voraussetzung für die Teilnahme an diesen beiden Kursen ist ein absolviertes Grundstudium. Obligatorisch ist der Besuch der beiden Veranstaltungen für alle Studierenden, die das Fach Deutsch als eines ihrer Hauptfächer gewählt haben.
Diagnostischer Test
Die sprachlichen Erscheinungen des Mittelhochdeutschen werden in diesem Kurs nicht um ihrer selbst willen studiert, sondern lediglich insofern, als sie für das Verständnis der Originaltexte unentbehrlich sind. Im Laufe des Sommersemesters wird ein diagnostischer Test über den Stoff des Wintersemesters durchgeführt, damit alle Teinehmenden für sich selbst beurteilen können, ob sie die für die Prüfung (3éme série) notwendigen Minimalkenntnisse erworben haben. Grammatikblätter und Wörterbuch können dabei benutzt werden, gleich wie bei den mündlichen Abschlussprüfungen.
Leistungsnachweis (1/2 attestation)
Im Zusammenhang mit dem Mittelhochdeutsch-Kurs ist gemäss Reglement von allen Teilnehmenden als Leistungsnachweis (1/2 Schein) eine möglichst wörtliche Übersetzung mit Kurzkommentar eines mittelhochdeutschen Textes oder Textausschnittts im Umfang von 300 Versen anzufertigen. Ein Muster dazu wird im Kurs abgegeben. Der Text kann entweder selbst ausgewählt werden (nach Vereinbarung) oder er wird zugewiesen.
Abgabetermin: N.N.
Hilfsmittel
Für eine intensive Auseinandersetzung mit der mittelhochdeutschen Sprache empfiehlt sich die Anschaffung des Wörterbuchs von Beate Henning und der Grammatik von Weinhold/Ehrismann/Moser (cf. Bibliographie). Als Minimalgrammatik werden im Kurs Grammatikblätter ausgeteilt.
Hennig, Beate (1998): Kleines mittelhochdeutsches Wörterbuch; Tübingen: Niemeyer; (SFr. 22.50)
Weinhold, K. / Ehrsimann, G. / Moser, H. (1986): Kleine mittelhochdeutsche Gramnmatik; Wien: Braumüller (SFr. 17.60)
Frenzel, H. A. / Frenzel, E. (1990): Daten deutscher Dichtung, Bd. 1; Köln: dtv [Mittelalter p. 1-116] (SFr. 17.60)
Text für das Sommersemester 2005
N.N.
Schreibberatung / Individuelle Hilfe beim Verfassen von Seminararbeiten
Anton Näf mit Gabrielle Schmid
Sommersemester 2004/05 / Donnerstag, 11-12 / B.2.79
Kurs für Studierende im Grundstudium
Freiwilliger Kurs zur Verbesserung der Schreib- und Ausdrucksfähigkeit im Zusammenhang mit alltäglicher und akademischer Textproduktion.
Wie hat ein Lebenslauf auszusehen? Wie eine Bewerbung? Wie verfasse ich einen Leserbrief? Wie baue ich ihn auf? Wie schreibe ich eine Einleitung? Ist die gewählte Ausdrucksweise korrekt? Welche Sprachebene ist wo und wann angemessen? Auf diese und ähnliche Fragen will dieser Kurs möglichst konkrete Antworten geben.
Die Studierenden haben jederzeit die Möglichkeit, konkrete und individuelle Probleme zu präsentieren, mit denen sie beim Verfassen von akademischen Arbeiten (Seminararbeiten, Mémoire usw.) konfrontiert werden.
Vorbereitung auf die Zentrale Mittelstufenprüfung (ZMP) des Goethe-Instituts
Gabrielle Schmid
Wintersemester 2004/05, Sommersemester 2005 / Dienstag, 10-11 / B.2.79
Kurs für Studierende im Grundstudium
Freiwilliger Kurs zur Erlangung des international anerkannten Diploms ZMP (Zentrale Mittelstufenprüfung) für Deutsch als Fremdsprache.
Es werden gezielt Fertigkeiten zur Prüfungsbewältigung ZMP geübt (Leseverstehen, Hörverstehen, schriftlicher Ausdruck, mündliche Prüfung) und Übungssätze der ZMP-Prüfung durchgespielt. Bedingung zur Teilnahme am Kurs Vorbereitung auf die Zentrale Mittelstufenprüfung (ZMP) ist der Besuch der Kurse Sprachpraktikum I, Sprachlabor und Schreibwerkstatt.
Schreibwerkstatt
Anton Näf mit Gabrielle Schmid
Wintersemester 2004/05 / Donnerstag, 11-12 / B.2.79
Kurs für Studierende im Grundstudium
Die Schreibwerkstatt ist ein freiwilliger Kurs zur Verbesserung der Schreib- und Ausdrucksfähigkeit in der Zielsprache. Hier können Studenten in einem lockereren - nicht akademischen - Rahmen «experimentieren», indem sie informelle, persönlichere Texte zu gegebenen oder frei gewählten Themen verfassen, die dann - selbstverständlich nur auf Wunsch der Beteiligten - gemeinsam besprochen und verbessert werden.
Ziel des Kurses ist zuletzt die Produktion von «druckreifen» Texten, die in einer Broschüre zusammengefaßt veröffentlicht werden.
Sprachlabor
Gabrielle Schmid
Winter- und Sommersemester 2004/05 / Donnerstag, 10-11 / A 14; im Hauptgebäude, Avenue du 1er-Mars 26
Ab dem 9.12.04 nur noch auf Voranmeldung bis Mittwoch abend (<email-pii>)!
Kurs für Studierende im Grundstudium
Im Sprachlabor können sich die Studenten ein individuelles Programm «à la carte» zusammenstellen. Das zur Verfügung stehende didaktische Material reicht von Kassetten zur Schulung der Aussprache über Grammatik- und Hörverständnisübungen bis zu Tonträgern mit literarischen Texten oder Autoren-Lesungen.
Das Sprachlabor ist eine gute Ergänzung zum Sprachpraktikum I und bietet die Möglichkeit, eigene Bedürfnisse und Interessen zu berücksichtigen.
Sprachpraktikum I
Gabrielle Schmid
Obligatorischer Kurs für Studierende im ersten Studienjahr (außer Dispensierte*)
Winter- und Sommersemester 2004/05 / Dienstag 8-10 / R.O.14
Das Germanistikstudium in Neuchâtel baut auf den Sprachkenntnissen auf, die im Deutschunterricht an westschweizerischen Gymnasien erworben werden. Im Sprachpraktikum I werden diese gefestigt und erweitert (durch Wortschatzübungen, Vertiefung vorhandener Grammatik-Kenntnisse, Kurzreferate usw.).
Der Kurs dient zudem als Vorbereitung für das examen de 1ère série und für die Zentrale Mittelstufenprüfung des Goethe-Instituts, da den rezeptiven Fähigkeiten des Hörverstehens und Leseverstehens besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.
* Dispens aufgrund des diagnostischen Sprachkenntnistests, der am 26. Oktober 2004, von 8.15 bis 9.45 Uhr, im Raum R.O.14 stattfindet.
Der Test ist für alle Studierenden im ersten und zweiten Studienjahr obligatorisch (Ausnahme: Studenten im zweiten Studienjahr, die schon dispensiert wurden)
Sprachpraktikum II
Gabrielle Schmid
Obligatorischer Kurs für Studierende im zweiten Studienjahr (außer Dispensierte)
Winter- und Sommersemester 2004/05 / Donnerstag, 8-9 / R.E.46
Das Sprachpraktikum II (Schwerpunkte 'Übersetzung' und 'Verfassen von Leserbriefen', aber auch Wortschatz-Erweiterung durch idiomatische Redewendungen, Sprichwörter und Funktionsverbgefüge) bereitet unter anderem auf das examen de 2ème série vor.
In diesem Kurs kann ein halber Schein (1/2 attestation) erworben werden. Deutschsprachige im zweiten Jahr wenden sich für den Erwerb dieses Scheins bitte an die Lektorin. Übersetzungsübungen Deutsch-Französisch (version) können im Rahmen des Séminaire de français moderne besucht werden (siehe Vorlesungsverzeichnis).
Landeskunde: Aktuelle deutsche Politik
Daniel Elmiger
Kurs für Studierende im Hauptstudium
Sommersemester 2005 / Dienstag 9-9.45 / B.2.79
Warum gibt es in der Schweiz sieben Bundesräte, aber in Deutschland nur einen?
Weshalb kennen in der Schweiz nur wenige den Schweizer Bundeskanzler, aber die meisten Leute den deuschen Bundeskanzler?
Welche Parteien gibt es in Deutschland und wo treten sie als nächstes zur Wahl an?
Wer ist in Deutschland in der Regierung und wer in der Opposition? ... und wann kann sich das wieder ändern?
Mit welchen Skandalen und Problemen sieht sich die Regierung konfrontiert?
Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land Europas und eines der Kernländer der Europäischen Union. Deutsche Politik ist somit nicht nur ein nationales Thema, sondern sie hat oft auch Auswirkungen auf internationaler Ebene. Wer die politische Kultur in Deutschland und die darin involvierten Parteien, Personen und Institutionen nicht kennt, hat leicht Mühe, sich im deutschen Politdschungel zurechtzufinden. Dieser Landeskundekurs soll dazu dienen, den Studierenden einen Einstieg in das politische Leben in Deutschland zu geben.
Nach einer kurzen Einleitung, in der die wichtigsten politischen Institutionen und die bedeutendsten Persönlichkeiten der deutschen Politszene vorgestellt werden, werden wir im Verlauf des Semesters anhand von journalistischen Texten die aktuelle polische Lage in Deutschland verfolgen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine regelmässige Präsenz und die Bereitschaft, aktiv im Unterricht mitzumachen.
Tandem
Gabrielle Schmid
Allen, deren Sprachkompetenz noch der Förderung bedarf, wird Tandem nachdrücklich empfohlen. Tandem stellt die Kommunikation in der Fremdsprache ins Zentrum, macht das gegenseitige Voneinander-Lernen zum Prinzip. Die Grundidee ist einfach: Zwei verschiedensprachige Studierende unterrichten einander in ihrer jeweiligen Muttersprache.
Dabei sollten wenige Grundregeln beachtet werden:
· Die Partner treffen sich regelmässig (mindestens einmal in der Woche, wenn möglich auch während der Ferien).
· Jeder Partner ist abwechslungsweise Lehrer und Lerner.
· Beide Sprachen werden getrennt gesprochen (im Problemfall nicht gleich auf die Muttersprache zurückgreifen!).
· Für jede Sprache wird gleich viel Zeit aufgewendet (z.B. jeweils 30 Minuten).
· Fällt einer der beiden Partner längerfristig oder definitiv aus, sollte der Vermittler benachrichtigt werden.
Ansonsten geniessen Tandem-Partner absolute Freiheit. Sie gestalten ihr Lernen autonom, ohne Eingriffe von aussen: Die Partner bestimmen Lerninhalte, Lernwege, Lerntempo und Lernort selbst.
Tandem Deutsch-Französisch: Auskunft und kostenlose Anmeldung bei Gabrielle Schmid, Lektorin für Deutsch als Fremdsprache (
<email-pii>
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