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Der Name «Vorschussgeschäft» ist verwirrend. Bei diesem Geschäft geht es nicht um eine vorzeitige Auszahlung eines Geldbetrags, der einer Person zusteht, sondern um einen Kredit gegen bankübliche Sicherheiten, auch Lombardkredit genannt. Solche Kredite an Kunden, die dafür leicht realisierbare Sicherheiten leisten mussten, gehören bis heute zum klassischen Bankgeschäft. Es war ursprünglich bei der Hypothekarabteilung angesiedelt, die sich insbesondere mit Baufinanzierungen, Kreditvergaben für Grundeigentum und Darlehen an Gemeinden und Korporationen beschäftigte. Grund für diese organisatorische Zuordnung waren die bestellten Sicherheiten, die häufig Grund und Boden betrafen.
1928 teilte man das «Vorschussgeschäft» allerdings von der Hypothekar- zur Handelsabteilung um. Diese war für den Geldverkehr, Börsengeschäfte und die Beschaffung von Kapital zuständig. Der Bankrat war der Ansicht, dass die Direktion der Handelsabteilung stets unterrichtet sein müsse, was auf dem Gebiet des laufenden Kreditgeschäfts vor sich gehe, und dass die Deckung der Vorschussgeschäfte eher «kommerzieller Natur» sei, insbesondere durch die Hinterlegung von Wertschriften und die Abtretung von Forderungen. Doch die Verschiebung bewährte sich nicht. Die Abteilung hatte zwar mehr Erfahrung im Bereich der hinterlegten Wertschriften, doch war hier das Wissen über Grundpfandsicherheiten nicht sehr ausgeprägt.