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Ein Schiff in Jordanien wird urplötzlich eingehüllt in eine gelbe Giftgas-Wolke. Danach treibt die Wolke ins Rote Meer hinaus. Die Bilder des Vorfalls sind spektakulär, die Folgen verheerend: Mindestens dreizehn Menschen starben, mehr als 260 weitere wurden verletzt.
Staatliche Medien zufolge seien am Montagabend immer noch 123 der Verletzten in örtlichen Spitälern behandelt worden. Einige befänden in einem kritischen Zustand.
Wie die Regierung mitteilte, handelte es sich bei der austretenden Giftwolke um Chlorgas. Es sei am Montag aus einem umgekippten Container im Hafen von Akaba im Süden des Landes ausgeströmt. Nach Angaben der «BBC» habe der Container 25 bis 30 Tonnen Chlor enthalten und sollte nach Dschibuti exportiert werden.
Chlor ist eine Chemikalie, die in der Industrie und in Haushaltsreinigungsmitteln verwendet wird. Wenn Chlor eingeatmet oder verschluckt wird oder mit der Haut in Berührung kommt, reagiert es mit Wasser und bildet Säuren, die die Zellen im Körper schädigen. Das Einatmen hoher Chlormengen führt zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Lunge – ein lebensbedrohlicher Zustand, der als Lungenödem bekannt ist.
Der südliche Teil des Hafens wurde nach dem Vorfall evakuiert, die Bewohner der nahegelegenen Stadt Akaba wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen und die Fenster zu schliessen. Mittlerweile bestehe aber keine Gefahr mehr für die Stadt und ihre Bewohner, der Staatsminister für Medienangelegenheiten, Faisal Shboul, erklärte.
Der Hafen von Akaba ist einer der wichtigsten am Roten Meer und der einzige Seehafen Jordaniens. Über ihn werden die meisten jordanischen Importe und Exporte abgewickelt.
(yam/tol/afp)
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