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Hannah Arendts Theorien zu Politik und Freiheit, Macht und Moral, Exil und Liebe sind heute aktueller denn je. Die Entwicklungen des 21. Jahrhunderts – Tyrannei, Rassismus, postfaktische Politik, Verschwörungstheorien, Massenmigration, die Banalität des Bösen – alles das hat Arendt bereits erlebt und darüber nachgedacht. Geboren zu Beginn des letzten Jahrhunderts, floh sie aus dem faschistischen Europa, um in Amerika eine der einflussreichsten – und umstrittensten – öffentlichen Intellektuellen der Welt zu werden.
In ihren «Lektionen über Liebe und Ungehorsam» zeigt Lyndsey Stonebridge, Professorin für Humanities und Menschenrechte an der Universität Birmingham, wie aktuell Hannah Arendts Denken und Werk auch im 21. Jahrhundert noch ist. Fragen und Denken waren ihre Maxime. «Ich war immer der Meinung, dass man so zu denken anfangen müsste, als wenn niemand zuvor gedacht hätte. Und dann beginnen sollte, von den anderen zu lernen», sagte Arendt.
Lyndsey Stonebridge ist Professorin für Humanities and Human Rights an der Universität Birmingham. Sie forscht zur politischen Theorie, Literatur und Geschichte des 20. Jahrhunderts, zu Migration und Menschenrechten sowie zu den Auswirkungen von Gewalt auf Leben und Denken. Zu ihren mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Büchern gehören: «Placeless People: Writing, Rights, and Refugees» (2018) und «The Judicial Imagination: Writing After Nürnberg» (2011). Stonebridge ist ausserdem regelmässig als Radiokommentatorin tätig und schreibt für «The New Statesman», «Prospect Magazine» und «New Humanist». Sie lebt in London.