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Ich bin ein «gwundriger» Mensch. Wenn ich in den Medien die Kommentare zur Abstimmung über die Wohnrauminitiative lese, frage ich mich manchmal bei denjenigen der GegnerInnen,
- Besitzen sie wohl Wohneigentum und wohnen sie deshalb günstig?,
- Verdienen sie so viel, dass sie nicht auf einen günstigen Mietzins angewiesen sind?
- Haben ihre Kinder eine so gute Ausbildung, dass ein hoher Lohn garantiert und ein zu hoher Mietzins deshalb kein Thema ist?
- Haben sie eine Zweit- oder Drittliegenschaft, für die sie dereinst, wenn die Kinder zu Hause ausziehen wollen, Eigenbedarf geltend machen können?
- Wohnen sie vielleicht in einer Familienliegenschaft? Deshalb belastet sie die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung nicht?
- Wissen sie, dass sie gute Beziehungen haben, die sie spielen lassen können, wenn sie oder eines ihrer Kinder eine Wohnung brauchen?
Mir ist es wichtig, dass unsere Kinder und andere «Normalsterbliche» mit oder ohne Familie die Chance haben, eine bezahlbare Wohnung im Kanton zu finden. Und dass sie hier leben können, auch wenn sie nicht auf die oben erwähnten Ressourcen zurückgreifen können. Bezahlbarer Wohnraum ist übrigens ein parteiunabhängiges Bedürfnis. Ich werde ein JA in die Urne legen.
Edith Seger Niederhauser, Steinhausen