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Terms of Endearment ist einer der Filme, die alles erfüllt haben, was einen sogenannten Oscar-Contender der 80er ausgemacht haben. Gutes Script, tolle Darsteller (allen voran Shirley MacLaine und Jack Nicholson), Tränen, Drama, knackige Dialoge und eine hübsche Musik. Nicht verwunderlich also, dass der Film 1984 fünf Oscars gewann, u.a. für den besten Film, Drehbuch und Regie und sich gegen Konkurrenz wie The Right Stuff oder Fanny and Alexanderdurchsetzte. Für den TV-Mann (Lou Grant, Mary Tyler Moore Show) James L. Brooks war es die erste Filmarbeit als Regisseur, die ihn gleich auf die Topliste der Filmemacher katapultierte. Ganz gerecht konnte er den Erwartungen danach nicht mehr werden, wenn auch mit Broadcast News ein weiterer, empfehlenswerter Film folgte. Später sollte Brooks als Autor und Produzent der Simpsons grosse Erfolge feiern.
Terms of Endearment ist eine manchmal zuckersüsse, manchmal tragikomische Familiengeschichte, in der es Brooks schafft mit viel Herz und Humor eine feine Klinge zu schwingen um nicht ins grosse Drama abzuschlittern.
Nominiert wurde auch Michael Gores Musik. Der 1951 geborene Komponist, der unter John Maurceri studierte Orchestration und Dirigat studierte, hat sich mit Fame einen Namen in der Filmszene gemacht, für den er gleich zwei Oscars abholen konnte – obwohl jener für den besten Score ein wenig umstritten war.
Zu Terms of Endearment erschien 1984 ein Capitol/EMI Album mit rund 37 Minuten Musik, darunter drei Songs, die nicht aus Gores Feder stammen („Anything Goes“, Gee, Officer Krupke“ und Rock-a-Bye Your Baby“) und einige Dialogschnipsel. Die LP folgte auf eine in den USA sehr erfolgreiche Single mit Gores Hauptthema. Beim spanischen Label Quartet Records ist nun eine Doppel-CD erschienen, die einerseits den kompletten Score auf einer CD und das alte Album auf der zweiten Scheibe präsentiert.
Gores Musik besteht an sich aus vier Hauptthemen, die oft und nicht allzu sehr variiert wiederholt werden. Im ersten Track, „Main Title“, sind alle Viere auch gleich zu hören. Filmthema, Auroras Thema, Emmas Thema und das sogenannte „children’s theme“. Pfiffig, pfiffig. Was nun folgt ist ein thematischer Reigen, hier mal mit einem Schlagzeug unterlegt, da mit einem Saxophon ausgestattet, dort von einer Querflöte gespielt. Und ab und an tauchen neue, kurze Ideen wie in „Flap and Emma“, dem Auftakt von „I’ll Miss You Momma“, „You Wanna Have Lunch?“, „New York Overture“ und mit dem leichten Countryeinschlag in „All You Had to Do Was Ask“ auf.
Der Hauptteil des Scores ist für Streicher (Bässe gerne auch in pizzicato), Holzbläser, Klavier und Gitarre orchestriert, alles läuft in freundlichen Dur-Bahnen ab.
Terms of Endearment ist durchaus eine feel good Musik, manchmal bittersüss, witzig und traurig, immer melodisch und sicher ein wenig einen repetitiven Eindruck über die ganze CD erweckend, auch abzüglich der zahlreichen Bonusstücke. Mag man den Film, so ist die Scheibe eine wirklich schöne Erinnerung. Ich gebe es zu, ich habe diese Musik immer schon gemocht und habe an dieser neuen Version richtig Spass. Das Booklet mit Infos von John Takis und einem wundervollen Absatz von James L. Brooks rundet die Sache ab.
TERMS OF ENDEARMENT Michael Gore Quartet Records QR 143 CD 1: 67:44/36 Tracks CD 2: 37:11/15 Tracks Limitiert auf 1500 Stk.