Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03415.jsonl.gz/137

Die Massnahme ist Teil der EU-Strategie zum Erreichen der Reduktionsziele bei den Treibhausgasen im Rahmen des internationalen Kyoto-Protokolls. Die europäische Treibhausgasbörse (EU Emission Trading Scheme ETS) funktioniert ausschliesslich elektronisch.
In einer ersten Phase bis 2007 umfasst der Handel nur das CO2 und die acht Industriebranchen Energie, Stahl, Zement, Glas, Kalk, Ziegel, Keramik und Papier. Dem Emissionshandelssystem unterstehen rund 12'000 Industrieanlagen, deren «Verschmutzungsrechte» von den EU-Mitgliedländern in nationalen Plänen festgehalten werden. Wer an einem bestimmten Standort Ende Jahr die vorgegebenen Reduktionsziele nicht erreicht, kann die entsprechenden Rechte von anderen Unternehmen kaufen, die ihren CO2-Austoss stärker als vorgeschrieben gesenkt haben. Andernfalls werden Bussen ausgesprochen.
Zu Jahresbeginn wurde 1 Tonne CO2 zu rund 8 Euro gehandelt. Allerdings haben bisher nur 21 der 25 EU-Länder ihre Zuweisungspläne eingereicht bzw. von Brüssel anerkannt erhalten, so dass der Handel erst im Frühjahr voll in Gang kommen dürfte.
Ein weiteres Instrument des Kyoto-Protokolls ist der «Clean Development Mechanism» (CDM). Damit können Industrieländer in Entwicklungsländern in emissionsreduzierende und nachhaltige Projekte investieren und damit Gutschriften erwerben. Der Vorsitzende der japanischen Vereinigung der Elektrizitätsgesellschaften, Yosaku Fuji, hat daher kürzlich die japanische Regierung aufgefordert, sich für den Einbezug der Kernenergie in die CDM einzusetzen, unter der Voraussetzung, dass Sicherheit und Nonproliferation gewährleistet sind.
Quelle
M.S.