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Sun bringt Multicore-Chip
Sun Microsystems hat Mitte November den ersten eigenen Multicore-Chip vorgestellt. Der UltraSPARC T1, bisher unter dem Codenamen «Niagara» bekannt, soll in Varianten mit vier, sechs und acht Cores erscheinen und wird von Sun als Konkurrenz zu Intels Xeon-Prozessor im Entry-Level-Server-Bereich positioniert. Jeder der Kerne kann bis zu vier Threads parallel verarbeiten. Die Taktfrequenz der Prozessoren liegt bei 1 bis 1,2 GHz, der typische Leistungsbedarf des UltraSPARC T1 wird von Sun mit vergleichsweise niedrigen 72 Watt angegeben – die Leistungsspitze soll bei 79 Watt liegen. Der L2-Cache von 3 MB wird unter sämtlichen Cores aufgeteilt. Der in den Chip integrierte Speichercontroller kann bis zu vier DDR2-533-Kanäle ansprechen.
Gemäss Sun ist der UltraSPARC T1 vor allem für Server-Aufgaben unter Solaris optimiert. Wann erste Server mit dem UltraSPARC T1 erscheinen werden, ist bislang unklar. Es wird aber angenommen, dass sie den vor etwa zwei Monaten vorgestellten Galaxy-Servern auf Opteron-Basis entsprechen werden.
Währenddessen hat IBM ein Software-Development-Kit für ihren Cell-Prozessor herausgegeben, mit dem sich unter Linux auf x86 und x64 Anwendungen für Cell-Prozessoren entwickeln und testen lassen. Big Blue möchte damit den Entwicklern die Cell-Plattform näher bringen, bevor überhaupt entsprechende Geräte verfügbar sind. Als erstes Cell-System soll die Playstation 3 im nächsten Frühjahr erscheinen.