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Geschichte von Blanes
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Blanes war nicht immer eine klassische Feriendestination. Hier die Geschichte von Blanes (Quelle blanes.cat)
Blanes ist ein vielbesuchter Ferienort und gilt als südliches Tor zur Costa Brava. das war jedoch nicht immer so. Auch Blanes hat einmal ganz klein und bescheiden angefangen, wie die Geschichte belegt (quelle: blanes.cat).
Die menschliche Präsenz in Blanes reicht vermutlich bis in die prähistorische Zeit zurück (der Tourismus war damals vermutlich noch nicht erfunden. Eindeutige Hinweise über Einwohner in dieser Gegend findet man erst seit der vorrömischen iberischen Gesellschaft. Einige Autoren erwähnen seine Existenz bereits vor dem dritten Jahrhundert vor Christus, indem Sie von einem Ort sprachen, welcher zwischen Empurien und Barcelona am Flusse des Larnum liegt.
Die damalige Iberische Siedlung befand sich möglicherweise am Südhang des Monte San Juan. So scheint es, dass auf dessem Gipfel ein Wachturm stand, welcher zur Kommunikation mit anderen Städten in der Umgebung diente, wie beispielsweise dem von Mont Barbat.
Nach der Romanisierung des Landes, wurde der Ort ab 218 vor Christus Blanda in der indigenen Sprache oder in der römischen Form Blandae genannt. Bilder von archäologischen Ausgrabungen stellen eine Siedlung in der Klippe von Padrets dar, wo mehrere Häuser aus dem 1. Jahrhundert nach Christus auftauchten.
In lateinischen Dokumentationen wird auch der Name oppidum erwähnt, was einen ummauerten Bereich entspricht (Landstadt) und den Charakter einer Lokonie hat, welche dem römischen Recht unterliegt. Ein Oppidum ist eine kleine Stadtähnliche Siedlung mit Marktfunktion, der jedoch ein eigenes Stadtrecht fehlt.
Nach dem Zerfall des römischen Reiches und westgotischen Attacken erlitt die Stadt im späten 8. Jahrhundert mehrere Angriffe der Araber. Aber auch die Ära der Franken und des späteren Feudalismus ging nicht spurlos an Blanes vorüber.
Die Burg von Blanes oder Forcadell wird bereits im Jahr 1002 in einem Dokument des Vizegrafen (Vescomte) Sunifred von Girona erwähnt. Um 1050 erhalten seine Nachfolger, di Cabrera, die Burg unter der Schirmherrschaft des Grafen von Barcelona. Unter den Cabrera wurde die Herrschaft über die Einwohner der Stadt zwischen dem 12. Und 14. Jahrhundert von der Ritterfamilie von Blanes ausgeübt. Während des 13. Jahrhunderts gewährten die Feudalherren, Guerau IV de Babrera und Guillem de Blanes dem Hafen und der Stadt Blanes eine Reihe von Privilegien und Freiheiten, um das Wirtschafts- und Bevökerungswachstum der Region zu fördern.
Ab 1381 nahmen die Cabrera als alleinige Herren eine Reihe von sanften architektonischen und städtische Renovationen vor, wie beispielsweise am Grafenpalast, dem Bau einer neuen Pfarrkirche, Umbauten an der Stadtmauer, neue Portale (Verge Maria) und natürlich Verbesserungen im Strassennetz. Anfangs des 15. Jahrhunderts wurde der gotische Brunnen an der Carrer Ample und das Armenkrankenhaus von Sant Jaume erbaut. Ein Spital mit demselben Namen existiert noch heute.
Im selben Jahrhundert wird das städtische System konsolidiert und Verordnungen für ein modernes Zusammenleben in der Gemeinschaft und mit den Nachbarn entworfen und als Basis für die neue Gemeindeverwaltung festgelegt. Von diesem Moment an wurde der Bezirk S’Aquil, welches im Süden des heutigen Blanes zu finden ist, in den Bezirk von Blanes integriert und Anfangs des 17. Jahrhunderts hat die Eingliederung den Fuss des Flusses Tordera erreicht.
Auf Initiative der Stadtjuroren siedelten sich 1583 Kapuzinermönche in der Gegend an und es entstand ein Kloster, welches heute noch im Vorgebirge von Santa Anna zu sehen ist. Die verschiedenen Kriege des 17. Jahrhunderts setzten der Stadt schwer zu. Während des Krieges von Segadors (1652) wurde Blanes von den kastilianischen Truppen völlig niedergebrannt und etwa 300 Verteidiger wurden auf Galeeren verfrachtet. Im Jahre 1694 wurde die Stadt erneut ein Meer der Flammen, wobei der Grafenpalast zerstört wurde. Nach dem Erbfolgekrieg von 1714 erlebte die Stadt eine Periode des Wachstums und grosser Aktivitäten im Seehandel, der Fischerei, im Werftenbau, der Industrie (Stängel, Seile, Kork, Fässer, etc.), was in diversen Literaturen bestätigt wird. In jenem Jahrhundert gab es einen grossen demographischen Sprung indem die Einwohnerzahl von 1'993 Einwohner zu Beginn des Jahrhunderts auf 3'783 Einwohner bis zum Ende des 18. Jahrhunderts anstieg.
Während des französischen Krieges wurde Blanes für eine gewisse Zeit zum französischen Generalquartier, um den Angriff auf die Festung von Hostalric vorzubereiten. Zu jener Zeit beginnt der Widerstand gegen die Bezahlung von gesetzlichen rechten, was zu einem Symbol der Neuzeit wird und das Ende des alten Regimes einläutet. Der Letzte «Herr» der Stadt war der Herzog von Medinaceli.
Die für die Region wichtigen maritimen Aktivitäten führten zur Eröffnung einer Hochsee-Nautikschule. Es begann das goldene Zeitalter der Werften, welche bis zum Ende des Jahrhunderts die wichtigsten an der katalanischen Küste waren. Zusätzlich technische Neuerungen, wie der Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1859, die Gasbeleuchtung im Jahre 1881 oder die erste Elektroinstallation im Jahre 1889 begünstigten das Wachstum in der Region. Das Ende des Jahrhunderts war von einer grossen Kriese geprägt, welche zu Verlust von Arbeitsplätzen in den Werften führte, die den Rebbau darben liess und eine grosse Migrationswelle nach Amerika auslöste.
Der Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ist durch die Eröffnung der Docks im Jahr 1914 geprägt und durch die Gründung der SAFA Fabrik (der heutigen Nylstar) im Jahr 1923 geprägt, welche einen Massgeblichen Beitrag an wirtschaftliche Erholung der Stadt leisteten. Auch im sozialen Bereich entwickelte sich die Stadt weiter, indem ein grosses Freizeitangebot zur Verfügung gestellt wurde und eine Arbeitervereinigung gegründet, welche heute noch existiert. Zu jener Zeit wurde auch das botanische Projekt Garten Marimurtra und die Modernisierung der Fischereiflotte in Angriff genommen, deren Schiffe mit Dieselmotoren ausgerüstet wurden.
Während des Bürgerkrieges (1936 – 1939) wurde die Bevölkerung Ziel von Bombenanschlägen, welche zu einer Hungersnot in der Bevölkerung führte und zu einem tiefen Graben zwischen Gewinnern und Expats führte. In der Nachkriegszeit folgt die Zeit der Entbehrungen und die schweren Repressionen gegen alles, was dem Regime entspricht, werden fortgesetzt. Durch die politische Öffnung in den fünfziger Jahren wurden zwei Phänomene geschaffen: Der Beginn des ausländischen Massentourismus und eine grosse Migrationsbewegung aus dem Rest der Halbinsel, wodurch sich die Bevölkerung in Blanes zwischen 1955 und 1970 verdoppelte. Während dieser Zeit sind der Bau-, Dienstleistungs- und Textilsektor sehr stark gewachsen.
Aktuell zeichnet sich Blanes durch seine wirtschaftliche, politische und soziale Entwicklung aus, was es zu einer der wichtigsten Gemeinden der Provinz Girona macht.
Sein Klima, seine privilegierte Landschaft, seine ganz einzigartige Küste (Ruyra, Maragall, Sagarra, Bolaño…) wie auch seine Lage machen Blanes zu einer der attraktivsten Gegenden an der Costa Brava.
Quelle: Stattarchiv von Blanes
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