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Ursprünglich waren Riga und Minsk als gemeinsame Austragungsstädte vorgesehen. Wegen der politischen Unruhen und der Kritik an dessen autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko hatte der Internationale Eishockey-Verband (IIHF) jedoch die Reissleine gezogen und Weissrussland vor gut zwei Wochen die WM entzogen.
Als Ersatz in Betracht gezogen wurden auch die slowakische Hauptstadt Bratislava und das dänische Herning, die angeboten hatten, als Veranstalter einzuspringen. «Das Council der IIHF ist überzeugt, dass wir flexibler bleiben, wenn wir das ganze Turnier in einem Land durchführen», erklärte IIHF-Präsident René Fasel auf der Verbands-Website. «So können wir kostengünstige Lösungen finden, um eine Blase einzurichten, wenn nötig, sind aber auch in der Position, um Zuschauer zuzulassen, falls dies möglich wird.» Der Verband will alles unternehmen, um eine zweite WM-Absage in Folge nach dem letzten Frühling in der Schweiz zu verhindern.
Riga ist tatsächlich ideal geeignet für eine solche «Blase». Die beiden Spielstätten liegen nur 150 Meter auseinander, die Trainingshalle mit zwei Eisfeldern ist zehn Minuten entfernt. Die Arena Riga als Hauptaustragungsort wird die Spiele der Gruppe B, zwei Viertelfinals, beide Halbfinals, das Spiel um Platz 3 und den Final beherbergen. Nur durch eine Strasse getrennt liegt das Olympische Center mit einer Eishalle, in der die Gruppe A mit der Schweiz ihre Partien austragen wird. Alle Teams und Offiziellen werden im gleichen Hotel untergebracht.
Der Spielplan wird erst zu einem späteren Zeitpunkt fixiert. Sollte sich die epidemiologische Lage in Lettland bis im Mai verbessern, kann innerhalb von drei Tagen nach dem allfälligen grünen Licht der stattlichen Behörden ein Ticketverkauf starten. Die Hauptarena, die für die WM 2006 neu gebaut wurde, bietet Platz für gut 10'000 Zuschauer.
Die Schweiz trifft in der Gruppe A auf Russland, Schweden, Tschechien, die Slowakei, Dänemark, Weissrussland und Grossbritannien.