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Der Boden ist nicht einfach eine feste Masse, sondern besteht neben den festen Bestandteilen (Bodenpartikeln) auch aus unzähligen Zwischenräumen. Diese Zwischenräume sind ein riesiger Lebensraum.
Je nach Boden machen diese Zwischenräume bis zu vier Fünfteln des Bodens aus. Die Grösse der Zwischenräume ist je nach Boden unterschiedlich. Sandboden zum Beispiel hat grosse Zwischenräume, während Lehmboden nur ganz kleine Zwischenräume aufweist.
Trotzdem beträgt die Oberfläche der Bodenpartikel in einer Handvoll Lehmboden bereits mehr als einen Quadratkilometer*. Diese Oberfläche ist der Lebensraum für Milliarden kleinster Lebewesen. Diese kleinen Tierchen ermöglichen erst, dass Pflanzen wachsen, welche Tiere und Menschen ernähren. Sie zersetzen abgestorbene Materie zu Humus, ohne welchen der Boden nicht viel mehr als ein riesiger Sandkasten wäre.
Aber auch für den Klima- und Hochwasserschutz ist der Boden sehr wichtig. Intakter Boden ist in der Lage, grosse Mengen an CO2, (ein klimaaktives Gas) zu binden. Gestörte Böden hingegen, zum Beispiel trockengelegte Moore, können grosse Mengen an Lachgas freisetzen, welches noch viel stärker klimaaktiv ist als CO2. Zudem kann ein gesunder Boden grosse Mengen an Wasser aufnehmen und bei Regen dadurch Hochwasser verhindern.
* Zum Vergleich: Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person beträgt in der Schweiz 45m2, also 22’222-mal weniger!