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Der US-Schauspieler William Hurt ist tot. Der aus Filmen wie «Der grosse Frust» und «A History of Violence» bekannte Darsteller sei im Alter von 71 Jahren gestorben, berichteten US-Medien am Sonntag unter Berufung auf Hurts Sohn Will.
Der Oscar-Preisträger war demnach eine Woche vor seinem 72. Geburtstag «friedlich, umgeben von seiner Familie» eines natürlichen Todes gestorben. Bei William Hurt war im Mai 2018 Prostatakrebs im Endstadium diagnostiziert worden. Ob der Schauspieler seinem Krebsleiden erlag, teilte der Sohn in seiner Erklärung nicht mit.
Hurt hatte seine Schauspielkarriere in den 80er Jahren begonnen und immer wieder ungewöhnliche Charaktere gespielt.
«Er kann jede Rolle spielen, die er will», sagte Hollywood-Produzent Alan Ladd Jr. im Jahr 1981 über Hurt zu «Rolling Stone». «Er ist ein grossartiger Charakterdarsteller, aber seien wir ehrlich, er ist ein Hauptdarsteller.»
Für seine Rolle als homosexueller Häftling im Film «Der Kuss der Spinnenfrau» von 1985 erhielt er den Oscar als bester Hauptdarsteller. In den beiden folgenden Jahren wurde er für seine Rollen im Filmdrama «Gottes vergessene Kinder» und in der Komödie «Nachrichtenfieber – Broadcast News» erneut für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert.
Eine Reihe namhafter Kollegen in Hollywood, Schauspieler, Journalisten und Produzenten nahmen in den sozialen Netzwerken Abschied von dem Schauspieler.
Albert Brooks, der in der Komödie an der Seite von Hurt spielte, drückte auf Twitter seine Trauer aus: «Ruhe in Frieden, William Hurt. So traurig, diese Nachricht zu hören. Die Arbeit mit ihm in Broadcast News war fantastisch. Er wird sehr vermisst werden.»
Der australische Schauspieler Russell Crowe schrieb über seine Zusammenarbeit mit Hurt: «Bei Robin Hood wusste ich, dass er dafür bekannt war, charakterbezogene Fragen zu stellen, und so hatte ich eine Akte über das Leben von William Marshall zusammengestellt. Er suchte mich auf, als er am Drehort eintraf. Ich überreichte ihm den Stapel. Ich weiss nicht, ob ich jemals ein breiteres Lächeln gesehen habe.»
Drehbuchautor Stephen King nannte Hurt auf Twitter einen «hervorragenden Schauspieler». «Ich habe es geliebt, per Anhalter auf Hurts Erfolg aufzusteigen», schrieb King.
(AFP,t-online,aj )