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Baracke
Gebäude zur Materiallagerung oder Unterkunft der Truppen
Baubüro
Die Baubüros der verschiedenen Einheiten (zum Beispiel 3. Division im Raum Thunersee mit Standort Thun) planten und bauten im Aktivdienst verschiedene Bauten, teilweise unterstützt oder nach Normvorgaben des BBB.
1886 wurde das BBB gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es geschlossen und erst 1935 erneut ins Leben gerufen. Das BBB war für den Bau von vielen militärischen Objekten zuständig. Mit der Truppenordnung 1951 ging das BBB in der Sektion für Festungsbau der neuen Abteilung für Genie und Festungswesen auf.
Das Büro für Befestigungsbauten, welches nach dem 1. Weltkrieg aufgehoben worden war, wurde 1935 wieder errichtet.
BBB-Schloss
Standard-Vorhängeschloss zum äussersten Verschluss einer militärischen Anlage. Die so abgeschlossene Öffnung dient oft nur zur Verhinderung von Sabotage (z.B. Verkleben des Schliesszylinders).
Befestigung
Eine Befestigung ist ein Bauwerk, das zum Schutz eines Ortes oder Landschaftsbestandteils gegen die Zerstörung durch Menschen, Tiere oder Naturgewalten errichtet wird. Im militärischen Bereich bezeichnet man sie auch als Fortifikation oder Wehranlage.
Beobachter
Ein Beobachter ist eine verbunkerte Stellung, aus der das Zielgebiet von mobilen oder verbunkerten Waffen beobachtet werden kann. Diese Stellungen können für sich allein stehen oder an Werke angegliedert sein. Beobachter gibt es sowohl für Infanterie als auch für Artillerie.
Bereitschaftsgrad
Technische Einsatzfähigkeit aller Waffen, Geräte und Installationen einer permanenten Befestigung (Vorstufe zur Kampfbereitschaft).
Definition eines Levels, bis eine Installation (z.B. Anlage, Waffe etc.) zum Einsatz bereit ist. Bei einer Anlage kommt es darauf an, ob Notverpflegung, Wassertank, Dieseltank bereitstehen. Es sind Bereitschaftsgrade im Bereich von Stunden bis Monate möglich.
Besatzung
Bezeichnet das gesamte Personal eines Artillerie-, Minenwerfer- oder Panzerabwehrbunkers, das für den Betrieb oder die Bedienung der Waffen und Geräte sowie für die Nahsicherung notwendig ist. (1998)
Besucheranlagen
Zur Erfüllung amtlicher, dienstlicher oder anderer im Interesse der Landesverteidigung stehender Bedürfnisse, welche nicht vom Zutritt zu einer bestimmten militärischen Anlage abhängen, werden aus Gründen des Informationsschutzes Besucheranlagen ausgeschieden.
Betriebsbereitschaft
Technische Einsatzfähigkeit aller Waffen, Geräte und Installationen einer permanenten Befestigung (Vorstufe zur Kampfbereitschaft). 1998
Betriebseinrichtung
Betriebseinrichtungen sind fest mit dem Bau verbundene Geräte und Einrichtungen (inkl. der dazugehörigen IKT-Mittel), die in der Regel der spezialisierten Nutzung des Gebäudes dienen. Dazu gehören auch Gegenstände, die zwar mobil sind, aber als Bestandteil (Zubehör) einer fest eingebauten Betriebseinrichtung zu betrachten sind.
Betriebsmittel
Betriebsmittel sind alle Arbeitsmittel, inkl. der dazugehörigen IKT-Mittel, welche zum technischen Apparat der Unternehmung gehören und nicht in das Produkt eingehen. Sie sind mobile Gegenstände oder solche, die ohne nennenswerte Aufwendungen bzw. Eingriffe befestigt/entfernt werden können.
Als untergeordnete Definition versteht man den Begriff «unechte Betriebsmittel». Diese bezeichnet Armeematerial, das normalerweise der Disposition von Armeematerial unterliegt und zeitweilig für Betriebszwecke bereitgestellt wird.
Bienenhaus
Umgangssprachliche Bezeichnung einer getarnten Richtstrahl-Stelle mittels eines kleinen Holzhauses
Bison (15,5 cm Fest Kan 93)
Text (siehe auch 15,5 cm Fest Kan 93 Bison)
Blindgänger
Nicht detonierte Munition
Blinker (AGA)
Stark gebündelter Lichtstrahl zur Übertragung von Nachrichten zwischen Anlagen.
Blockhaus
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Bloodhound
Die Bloodhound BL-64 war eine radargesteuerte Langstrecken-Boden-Luft-Lenkwaffe aus britischer Produktion. Sie wurde zur Bekämpfung von hoch- und schnellfliegenden Bombern konzipiert. Das System war allwettertauglich.
Die Schweiz plante die Beschaffung 1961 und führte das Bloodhound-System ab 1964 in der Armee ein. Die Schweizer Bezeichnung lautet BL-64. Die sechs fest installierten Bloodhound-Stellungen waren über die Schweiz verteilt und konnten so den gesamten Luftraum über der Schweiz abdecken. Insgesamt wurden 204 Lenkwaffen beim Hersteller bestellt. Im Jahr 1979 wurden fünfzig weitere überzählige Lenkwaffen in Schweden beschafft. Das Bloodhound-System und die dazugehörige Infrastruktur wurden bis 1999 immer wieder modernisiert. Das System wurde 2001 ausgemustert.
Eine BL-64-Stellung bestand in der Schweiz aus einer oder zwei Batterien mit je acht Lenkwaffenwerfern. Dazu kamen je ein Feuerleitradar, eine Einsatzzentrale und diverse Magazine oder Kavernen. Um die Autonomie der Stellung zu gewährleisten, wurde der Stellung weitere Infrastruktur zugeteilt, so z. B. Stromversorgung, Übermittlungseinrichtungen (Richtstrahl, Telefonzentrale) sowie Mannschaftsunterkünfte, Küche und Verpflegungsmagazine.
Bogenschusswaffe
Bezeichnung eines Minenwerfers respektive einer Haubitze.
Botschaftsfunk
Betriebsstelle einer Funkanlage zur Kommunikation mit den Schweizer Botschaften besonders im ausserordentlichen Fall.
Buchstabiertabelle
Text
Bundesamt für Bevölkerungsschutz
Neubezeichnung des Bundesamtes für Zivilschutz
Bundesamt für Genie und Festungen (BAGF)
Vorläufer der Armasuisse
Bundesarchiv
Das Schweizerische Bundesarchiv BAR ist das «Gedächtnis» des Schweizerischen Bundesstaates. Es bewertet, sichert, erschliesst, verwahrt und vermittelt archivwürdige Unterlagen der Eidgenossenschaft. Im Gesamtbestand von über 60 Laufkilometern und 18 Terabytes finden sich Originaldokumente wie die Bundesverfassung, Verwaltungsakten, Fotos, Filme, Tondokumente und Datenbanken. Die Überlieferung dieser Unterlagen ist unabdingbar für die Kontinuität und Transparenz des Rechtsstaates, ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern eine demokratische Kontrolle der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit und ist Grundlage für die Forschung.
Das BAR berät zudem die Bundesverwaltung und andere Amtsstellen beim Verwalten der Unterlagen, um bundesweit eine effiziente, transparente und rechtskonforme Informationsverwaltung sicherzustellen und dadurch später auch das Recherchieren in den archivierten Unterlagen gewährleisten zu können.
Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder
Text
Bunker
Als Bunker werden schützende Bauwerke bezeichnet, die die Insassen oder die Umgebung vor direkter Gefährdung bewahren. Hierzu gehören die direkte Einwirkung von Waffen, der Schutz von Personen vor Gefahrstoffen beziehungsweise die Eindämmung von Gefahrstoffen.
Militärische Bunker haben den Zweck, die eigenen Stellungen zu festigen und einen Angriff des Gegners zu erschweren. Sie können als Verteidigungsanlage, Unterstand für Kriegsgerät (U-Boote, Flugzeuge) oder als Kommandozentrale dienen. Zivile Bunker hingegen sollen die Bevölkerung schützen.
Bunker sind meist aus Beton und Stahl erbaut, in vielen Fällen zusätzlich mit Erdreich abgedeckt, die Bezeichnung wird aber auch für in natürlichen Fels getriebene Stollen verwendet.
Zivile Bauwerke, welche dem Zivilschutz dienen, erfüllen im Normalfall meist andere Funktionen und werden deshalb nicht als Bunker bezeichnet. Häufig werden sie zivil als Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen etc. genutzt und im Verteidigungsfalle als Schutzraum hergerichtet.
Bunker ist ein Oberbegriff für geschützte Unterstände oder Waffenstellungen. Militärische Bunker sollen einen Angriff des Gegners erschweren. Sie bestehen aus Beton sowie Stahlarmierungen, und bieten Truppen sowie Waffen Schutz. Zivile Bunker sind zum Schutz der Bevölkerung erstellt worden.
Bunkerkommandant
Kommandant eines Artillerie-, Minenwerfer- oder Panzereabwehrbunkers . Ist ein Subalternoffizier einer Festungsartillerie- oder Festungsminenwerferkompanie resp. Unteroffizier eines Panzerabwehrzuges der Festungspionier-Stabskompanie.
Bunkerspecht
Umgangsprachliche Bezeichung für einen Eindringling in eine (liquidierte) Anlage. Dabei quetscht er sich auch durch kleinste Öffnungen wie z.B. Schiesscharten. Sein Ziel ist es, dabei nichts zu zerstören.
Büro für Befestigungsbauten (BBB)
Das Büro für Befestigungsbauten (BBB, früher Bureau für Befestigungsbauten) war eine Behörde im Eidgenössischen Militärdepartement in Bern.
Unter Oberst Johann Jakob Lochmann als Waffenchef der Genie wurde am 1. Mai 1886 das BBB mit Major (später Oberst) Jules Folly als Chef gegründet. Von 1906 bis 1921 wurde es von Oberst Julius Rebold geleitet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das BBB 1921 geschlossen. Nach der Machtergreifung der Nazis in Deutschland wurde es am 1. Januar 1935 vor dem Zweiten Weltkrieg unter Oberst Felix Peter wiedereröffnet.
Das BBB war für den Bau von Festungsanlagen und Hindernissen zuständig. Mit der Truppenordnung 1951 ging das BBB in der Sektion für Festungsbau der neuen Abteilung für Genie und Festungswesen unter Oberstdivisionär Charles Rathgeb auf.