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Anders als es der Name vermuten lässt, besteht der Platz nicht aus normalem Sand, sondern aus feinem Ziegelmehl. Dennoch hat sich der Begriff Sand in der Tenniswelt etabliert.
Der Sandplatz ist der langsamste aller Beläge. Das liegt daran, dass sich der Ball beim Bodenkontakt leicht in den Sand eingräbt, bevor er wieder aufspringt. Durch die Reibung zwischen den Sandkörnern und dem Filz wird der Ball zusätzlich abgebremst. Dadurch springt er nicht nur langsamer, sondern auch höher ab. In Kombination mit dem entsprechenden Drall (Topspin) entwickeln sich somit schwer zu retournierende Bälle. Schläge auf oder gar über Schulterhöhe sind deshalb beim Sandplatztennis keine Seltenheit. Aufgrund der genannten Merkmale dauern Ballwechsel auf dem Sandplatz oft sehr lange. Nicht selten erreichen Spieler:innen auch weit entfernte Bälle noch und halten diese damit im Spiel. Auch deshalb verlangt das Spiel auf Sand eine gute Ausdauer. Auf der anderen Seite hat der Sandplatz den Vorteil, dass er durch den lockeren Untergrund sehr gelenkschonend ist. Dadurch wird auch die Verletzungsgefahr minimiert. Geübte Spieler:innen können mit den entsprechenden Tennisschuhen gar kontrolliert über den Belag rutschen.
Allgemein begünstigt der Sandplatz Spieler:innen, die über starke Grundlinienschläge verfügen und dem Ball den nötigen Drall mitgeben können. Auch Defensiv-Spezialist:innen fühlen sich auf Sand oft wohl. Angriffige Spieler:innen bevorzugen hingegen meist andere, schnellere Unterlagen.