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Der Justizvollzug ist eine öffentliche Aufgabe, die von der Öffentlichkeit nicht einseh- und wahrnehmbar ist. Das Gefängnisleben spielt sich ausschliesslich hinter den Mauern ab. Nur sehr wenige Gefangene kommen in den Genuss von Vollzugsöffnungen wie Ausgang, Urlaub oder Aussenarbeit.
Ist zu erwarten, dass der Straftäter zu einer unbedingten Freiheitsstrafe oder zu einer Massnahme verurteilt wird, kann ihm gestattet werden, den Vollzug vorzeitig anzutreten. Gegenwärtig sind nur gerade etwa die Hälfte aller Gefangenen rechtskräftig verurteilt. In der JVA Lenzburg werden grundsätzlich flucht- und gemeingefährliche resp. erheblich rückfallgefährdete Delinquenten aufgenommen. Sie ist ein 24-Stunden-Betrieb mit 365 Tagen Personalpräsenz.
Etwa 70 Prozent der Gefangenen sind Ausländer, der grössere Teil davon sind sogenannte Kriminaltouristen. Die JVA Lenzburg beherbergt Gefangene aus über 45 verschiedenen Nationen.
15 bis 20 Prozent der Inhaftierten sind entweder verhaltensauffällig, leiden an einer affektiven Störung (z.B. Depression), einer Persönlichkeitsstörung, einer Psychose (z. B. Schizophrenie, Verfolgungswahn, manische Erkrankung) oder einer erheblichen Störung der sexuellen Ausrichtung.