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Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Milztorsion
Bei einer Milztorsion kommt es zu einer Drehung der Milz, welche diverse Blutgefässstränge versorgt. Eine leichte Drehung des Organs stellt in der Regel kein Problem dar. Ist der Grad der Drehung jedoch höher als 270 Grad, kommt es zu einer Milzstauung, welche bis hin zu einer Verschliessung der Arterien führen kann.
Aufgabe der Milz
Die Milz ist ein Organ, welches eine wichtige Rolle für das Abwehrsystem und für den Kreislauf übernimmt. Beispielsweise ist die Milz für die Bildung und Speicherung von Lymphozyten zuständig. Diese sind für eine gesunde Abwehr wichtig. Weiterhin werden sogenannte „Makrophagen“ in der Milz gebildet, welche auch als Fresszellen bekannt sind und ebenfalls für die Immunabwehr zuständig sind. Mehr Informationen über das Organ findest Du in Kürze hier.
Ursache
Die Milz befindet sich auf der linken Seite im vorderen Bereich des Bauches und ist mittels Bänder und Bindegewebe mit dem Magen verbunden. Dreht sich die Milz aus irgendeinem Grund um mindestens 270 Grad, werden Blutgefässe abgeschnürt. Dadurch kommt es zu einem Blutrückstau in der Milz, wodurch eine Vergrösserung des Organes die Folge ist. Des Weiteren tritt Flüssigkeit aus den Blutgefässen aus, welche sich in der Bauchhöhle ansammelt. Dadurch kommt es zu Blutgerinnseln in den Blutgefässen und die Milz stirb ab (Nekrose).
Oben beschriebene Milztorsion treten in zwei verschiedenen Formen auf. Bei der primären Milzdrehung liegt keine Vorerkrankung vor. Sie tritt nur in ganz seltenen Fällen auf. Spricht man von einer sekundären Milzdrehung, handelt es sich um eine Milztorsion, welche durch eine Vorerkrankung, wie beispielsweise eine Magendrehung, entstanden ist.
Symptome
Die Symptome variieren je nach Grad der Drehung.
- Apathie
- Erbrechen
- blasse Schleimhäute
- Schwäche
- Müdigkeit
- Schocksymptome
- schwacher Puls
- kalte Gliedmassen (aufgrund fehlender Durchblutung)
Diagnose
Der Tierarzt kann eine Milzvergrösserung bereits beim Abtasten erfühlen. Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Milztorsion zu diagnostizieren.
Ultraschall: Beim Ultraschall kann eine Vergrösserung der Milz deutlich erkannt werden. Bei dieser Methode sieht man auch, ob es bereits zu einem Blutrückstau gekommen ist.
Röntgen: Beim Röntgen kann man eine Vergrösserung der Milz ebenfalls diagnostizieren. Weiterhin sieht man, ob sich bereits Flüssigkeit im Bauchraum angesammelt hat.
Laboruntersuchung: Bei einer Laboruntersuchung werden die Blutwerte und der Urin auf Veränderungen getestet. Anhand der Resultate kann auf eine Milzdrehung geschlossen werden.
Behandlung
Da das Zurückdrehen der Milz in den meisten Fällen nicht möglich ist, muss die Milz bei einer Drehung operativ entfernt werden. Hunde können ohne Milz gut leben. Jedoch ist die Gefahr einer Infektion deutlich höher als bei Hunden, welche das Organ noch besitzen.
Vorbeugung
Nicht immer kann eine Milzdrehung verhindert werden. Hier gelten in etwa die gleichen Vorbeugemassnahmen wie bei der Magendrehung. Infos dazu findest Du hier.
Besonders betroffene Rassen
Wie auch bei der Magendrehung sind besonders grössere Hunde öfters von einer Milztorsion betroffen als kleinere. Passieren kann es aber bei jedem Hund, egal welche Grösse der Vierbeiner hat.