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Im März 2000 hatte die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) Transporte abgebrannter Brennelemente nach England zur Wiederaufarbeitung untersagt, nachdem sich die englische Aufsichtsbehörde kritisch zur Sicherheit der Wiederaufarbeitungsanlagen geäussert hat. Gestützt auf einen neuen Bericht der englischen Aufsichtsbehörde und auf Besprechungen der HSK in England mit dieser Behörde sowie auf die anschliessende Besichtigung der Wiederaufarbeitungsanlagen hat die HSK ihren Transportstopp aufgehoben.
Im März 2000 hatte die HSK Transporte abgebrannter Brennelemente aus Schweizer Kernkraftwerken nach England, Sellafield, untersagt. Grund war ein Bericht der englischen Sicherheitsbehörde (Nuclear Installations Inspectorate, NII). Die NII hatte sich darin kritisch zur Sicherheitskultur des Betreibers, der British Nuclear Fuel plc, BNFL, geäussert und 28 Verbesserungsmassnahmen verlangt. Die englische Behörde hatte aber den Betrieb der Anlagen nicht untersagt.
Im Februar 2001 veröffentliche die NII einen weiteren Bericht. Er gibt Auskunft, wie der Betreiber die Verbesserungsmassnahmen umsetzt. Ein Grossteil dieser Massnahmen betrifft den organisatorischen Bereich. Die NII hat diesen Massnahmen zugestimmt und wird sich aufgrund der Betriebserfahrungen der nächsten zwei Jahre von ihrer Wirksamkeit überzeugen.
Am 19. und 20. April 2001 haben Vertreter der HSK die englische Behörde, NII und den Betreiber, BNFL besucht und die Umsetzung der verlangten Verbesserungen diskutiert bzw. stichprobenweise vor Ort inspiziert. Der Direktor des NII bezeichnete die Anlagen von Sellafield als sicher. Er hat keinerlei Bedenken gegen den Transport abgebrannter Brennelemente aus der Schweiz nach Sellafield. Der neue Direktor von Sellafield bestätigte, dass in den letzten Jahren der Kostendruck zu hoch war und deshalb auch sicherheitsrelevante Tätigkeiten von Sparmassnahmen und vom Stellenabbau betroffen waren. In der Zwischenzeit wurden 800 Stellen bewilligt, von denen bereits 500 besetzt sind. Bei ihrem Rundgang in der Wiederaufarbeitungsanlage konnte sich die HSK überzeugen, dass die Verbesserungsmassnahmen, so wie von der NII berichtet, umgesetzt werden. In Deutschland hat das Bundesamt für Strahlenschutz nach einem längeren Transportstopp im Januar 2001 Transporte abgebrannter Brennelemente aus deutschen KKW zur Wiederaufarbeitung in England wieder bewilligt.
Im Entwurf zum neuen schweizerischen Kernenergiegesetz, der derzeit im Parlament beraten wird, schlägt der Bundesrat einen Verzicht der Wiederaufarbeitung vor.