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«All by myself. Don't wanna be. All by myself anymore.», trällert es traurig aus den Boxen. Wie schon im Original («Bridget Jones’s Diary») sitzt Bridget an ihrem Geburtstag alleine auf dem Sofa. Es ist ihr 43ster. Aber diesmal suhlt sie sich nicht im Selbstmitleid. Sie wechselt kurzerhand zum Hip-Hop-Lied «Jump around» von House Of Pain und hüpft zum Beat auf dem Bett.
Bridget ist mit ihrem Leben mehr oder weniger zufrieden. Sie ist jetzt eine erfolgreiche TV-Produzentin und hat sich mit dem Singleleben abgefunden. Alles gut. Fast. Ein paar Wochen nach ihrem Geburtstag ist sie unerwartet schwanger. Wunderbar? Naja. Sie weiss nicht, wer der Vater ist: Mark Darcy, ihre verflossene Liebe oder der gutaussehende Amerikaner Jack.
1. Das romantischste Zitat
Marc Darcy zu Bridget Jones: «Ich werde immer Zeit finden, die Welt zu retten. Aber Bridget, du bist meine Welt.»
2. Die Schauspielerin
Renée Zellweger ist zurück in ihrer bekanntesten Rolle. 12 Jahre ist es her, als sie das letzte Mal als Bridget Jones auf der Kinoleinwand zusehen war. Die amerikanische Schauspielerin hatte sich zwischen 2010 und 2016 eine längere Auszeit gegönnt.
Es wurde viel geschrieben und diskutiert über Zellwegers verändertes Aussehen. Die 47-jährige Amerikanerin dementiert, dass sie sich einer Schönheitsoperation unterzogen hat. Fakt ist: Renée Zellweger sieht anders aus. In gewissen Einstellungen in «Bridget Jones’s Baby» ist es so extrem, dass man schwer glauben kann, dass das die «alte» Bridget ist.
3. Fakten, die man wissen sollte
Anders als die ersten beiden, basiert der dritte Teil der Komödien-Reihe nicht auf dem Buch von Helen Fielding. Als Vorlage für «Bridget Jones’s Baby» dienten die Kolumnen, die Fielding 2005 für die britische Tageszeitung «The Independent» geschrieben hatte. Weil die Schauspieler zum Teil nicht mit dem Skript einverstanden waren, verzögerte sich die Produktion. Vor allem Hugh Grant war alles andere als begeistert. Der britische Frauenschwarm weigerte sich mitzuspielen. Die Macher von «Bridget Jones’s Baby» haben diesen «Verlust» auf witzige Art im Drehbuch verarbeitet. Die romantische Komödie beginnt mit der Gedenkfeier für den verstorbenen Daniel Cleaver (Hugh Grant), Bridgets ehemaliger Boss und Schwarm.
4. Das Urteil
«Bridget Jones’s Baby» ist einiges besser als der zweite Teil, kommt aber nicht ans Original hin. Abzug gibt es für die vorhersehbare Handlung und die einfallslose Situationskomik – sie imitiert viele lustige Szenen aus dem ersten Teil. Die Komödie lebt von Renée Zellwegers schauspielerischem Können. Niemand kann die ewige Singlefrau authentischer und glaubwürdiger verkörpern als sie. Fans von Bridget Jones werden auf ihre Lach-Kosten kommen.
Kinostart: 20.10.2016