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Das Podest
- 1. Marta Bassino (ITA)
- 1. Katharina Liensberger (AUT)
- 3. Tessa Worley (FRA)
Die WM-Premiere im Einzel-Parallelrennen hat in Cortina für zwei Weltmeisterinnen und etliche Diskussionen gesorgt. Die Italienerin Marta Bassino war in den Finalläufen in der Endabrechnung exakt gleich schnell wie Katharina Liensberger aus Österreich. Da die italienische Regie zunächst nur Bassino als Siegerin einblendete, wurde den TV-Zuschauern und offenbar auch Liensberger erst nach einiger Zeit klar, dass in diesem äusserst speziellen Rennen zwei Goldmedaillen vergeben werden.
Format wirft Fragen auf
Für Zündstoff sorgte jedoch das Format. In den 4 Viertelfinals setzte sich 3 Mal die «Aussenseiterin» mit dem schlechteren Qualifikations-Rang durch. Einzig Liensberger, im Achtelfinal mit dem Re-Run auf dem langsameren blauen Kurs, schaffte es von den Favoritinnen in den Halbfinal und später sogar in den Final vorzustossen. Ihr Glück war, dass sie wegen der Einteilung erst im Final wieder auf dem roten Kurs beginnen musste. Co-Weltmeisterin Bassino war als 15. in der Qualifikation gerade noch knapp der Sprung in die Finals der Top 16 geglückt.
Die Krux mit dem Modus
Etliche Fahrerinnen beklagten nach dem Rennen, der Modus sei unfair gewesen. Hintergrund: Der rote Kurs war deutlich schneller als der blaue. Während die Regeln zwecks Erzeugung von Spannung wollen, dass der Maximalrückstand nach dem 1. Run 0,5 Sekunden beträgt, wurde schnell klar: Auf dem roten Kurs ist diese Hypothek im Re-Run problemlos wettzumachen. Das bedeutet zusammengefasst, dass es ein klarer Vorteil war, erst auf dem blauen und im 2. Lauf dann auf dem roten Kurs starten zu dürfen. Siegerin Bassino etwa fuhr all ihre Re-Runs auf Rot.
Im kleinen Final liess die Französin Tessa Worley der US-Amerikanerin Paula Moltzan keine Chance und gewann Bronze. Für die 31-Jährige ist es bereits die 5. Medaille an Weltmeisterschaften.
Holdener wird zum Opfer der Umstände
Nicht in den Medaillen-Kampf eingreifen konnte Wendy Holdener. Nachdem die Schweizerin die Achtelfinal-Hürde gegen die US-Amerikanerin Nina O'Brien gemeistert hatte, musste sich Holdener im Viertelfinal O'Briens Landsfrau Moltzan geschlagen geben. Im Ziel fehlten der 27-Jährigen 0,36 Sekunden auf ihre Kontrahentin.
Am Vormittag war Holdener in der Qualifikation noch eine Klasse für sich gewesen. Anstatt als Vorteil entpuppte sich die Quali-Bestzeit in den Finals jedoch als Nachteil. Holdener musste jeweils zuerst auf dem roten Kurs ran. Während das Polster im Achtelfinal noch genügte, reichte die Reserve im Viertelfinal nicht mehr.
Die weiteren Schweizerinnen
- Out in der Quali: Lara Gut-Behrami
- Out in der Quali: Camille Rast
- Out in der Quali: Jasmina Suter
So geht's an der WM weiter
Bereits am Mittwoch steht in Cortina der nächste Parallel-Event auf dem Programm. Anders als noch am Dienstag kämpfen die Athletinnen und Athleten dann aber als Team um Gold, Silber und Bronze. Die Schweiz steigt als Titelverteidigerin in den Wettkampf. 2019 triumphierte das Quartett mit Aline Danioth, Wendy Holdener, Daniel Yule und Ramon Zenhäusern vor Österreich und Italien.
Für die Frauen geht es im Anschluss ohne Pause weiter mit dem Riesenslalom am Donnerstag. Die letzten WM-Medaillen bei den Frauen werden am Samstag im Slalom vergeben.