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Autor: Olivier Brodard, La Liberté
BulleIm August hatte das belgische Pharmaunternehmen UCB Farchim angekündigt, weltweit 2400 seiner 12 000 Stellen zu streichen. In Bulle müssen nun 23 von 270 Mitarbeitenden gehen. «Dreizehn Stellen werden gestrichen, zehn werden ins Ausland transferiert», sagte gestern Jean-Christophe Donck, Leiter der Abteilung Human Ressources in Bruxelles.
Gut qualifizierte Angestellte
Zwei Direktionsposten sowie weitere Stellen von gut qualifizierten Mitarbeitenden seien betroffen, sagte Jacques Marbehant, operativer Direktor in Bulle. «Sie sollten keine Mühe haben, eine neue Stelle zu finden», sagte Marbehant; umso weniger, als sie bei der Stellensuche begleitet würden. Die kantonalen Stellen seien informiert worden.
Im Januar 2006 hatte UCB Farchim einen Vertrag mit einem Vorkaufsrecht auf sechs Hektaren Land abgeschlossen; das Gelände grenzt an die bestehende Fabrik an. Für 100 Millionen Franken sollte dort eine neue Fabrik entstehen, in der rund hundert neue Angestellte tätig sein könnten. Weder Donck noch Marbehant konnten gestern sagen, wie es um dieses Ausbauprojekt steht. Marbehant betonte aber: «Der Sitz in der Schweiz ist in der neuen Strategie der UCB Farchim als prioritär anerkannt.» Dass andere Länder wie Belgien, Deutschland, Frankreich oder Italien zwischen 20 und 80 Prozent der Stellen verloren haben, kann ein Zeichen für diese Prioritätensetzung sein.
Produktives Werk
Staatsrat Beat Vonlanthen drückte gegenüber den Betroffenen sein Bedauern aus. Gleichzeitig zeigte er sich aber auch erleichtert darüber, dass nicht noch mehr Stellen gestrichen worden sind. «Das unterstreicht die Bedeutung des Sitzes in Bulle», sagte er. Eine Studie habe gezeigt, dass das Schweizer Werk sehr produktiv sei, sagte Vonlanthen. bearbeitet von njb