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Steinkreuz ohne Kopf und rechten Arm mit Rizzzeichnung “1814” aus Granit steht im Unitätswald auf Bertheldorfer Flur sowie eine Lithografie um 1840 mit Blick auf die Unitätshäuser und den Eingang zum Schlosshof
Interessante Geschehnisse und Unglücksfälle
Aus der Zeit von 1760 bis 1830 sind etliche recht interessante Geschehnisse und Unglücksfälle überliefert: "In der Nacht vom 17. zum 18. Mai 1762 brannte das Vettersche, oder sogenannte Bleichbauergut, gänzlich ab. Das Feuer nahm so rasch überhand, daß der dritte Sohn in den Flammen umkam und der jüngste Sohn und die Mutter, welche nach einigen Wochen an den erhaltenen Brandwunden starb, sehr beschädigt wurden; auch das sämtliche Vieh verbrannte.Das Feuer war jedenfalls durch Verwahrlosung entstanden."(Korschelt S. 113) "Schrecklich wurde die Not 1770 bis 1772 auch in Berthelsdorf, trotz der bedeutenden Vorschüsse der hiesigen Ortsherrschaft. Zwei nasse Sommer hatten Mißernten zur Folge, das Getreide faulte vom steten Regen auf dem Felde, der Scheffel Korn stieg bis 10 Taler, es mangelte am Verdienst, kniefällig baten die Armen, von denen viele aus Hunger starben, um Brot; 66.000 sollen damals aus Mangel angesunden Nahrungsmitteln in Sachsen umgekommen sein."(Korschelt S. l21) "1777 am 7. Mai wurde auf Berthelsdorfer Grund und Boden, dem Denksteine gegenüber, im Busche ein ungefähr halbjähriges Kind gefunden. Man vermutete, daß es von einem Bettelweibe, welches sich einige Tage im Eulkretscham aufgehalten hatte, ausgesetzt worden sei" (Korschelt S.128) "Am 22. April 1778, Nachmittags dreiviertel ein Uhr, wurde der vierjährige Sohn des Fleischers Johann Gottlieb Beyer in der Wohnstube vom Blitz erschlagen. Sein achtjähriger Bruder zeigte an der rechten Schulter Brandwunden, war aber nur betäubt."(Korschelt S.124) "1786 beunruhigte eine Diebesbande Berthelsdorf und Umgegend. Den 3. September wurde in hiesiger Schulwohnung ein beträchtlicher Diebstahl verübt. Den 1. Oktober fanden wieder vier Einbrüche statt, weshalb auch hier und auf den benachbarten Dörfern Nachtwachen angeordnet wurden."(Korschelt S.128) " 1798 in der Nacht vom 3. zum 4. Juli, wo die Diebe durch das große Kirchenfenster am Turm in die Kirche stiegen und ein großes Altartuch nebst Communionstüchern und vier zinnernen Leuchtern stahlen. Vom 3. und 4. August 1790 wiederholte sich der Diebstahl; es wurden wieder die selben Gegenstände nebst Wachskerzen geraubt. ... 1796 den 26. Januar fand abermals ein nächtlicher Kirchenraub statt, es wurden elf große zinnerne Orgelpfeifen und das Altartuch entwendet. Die Wiederherstellungskosten an der Orgel betrugen gegen 36 Taler" (Korschelt S.62) "Am 10. August 1806, nachmittags, stieg das Wasser so plötzlich, daß beim Fleischer Bittrich der Schuppen und bei der Witwe Grohmanndie Lohmühle weggerissen wurde."(Korschelt S. 115) "Erwähnung verdient noch eine Viehseuche, welche aufhiesigem Mittelhofe 1813 durch eine zur russischen Armee gehörige Viehherde, welche zwei Tage dort verweilt hat, im September zum Ausbruch kam. Der Hof wurde gesperrt, ... bis zum 7. November, wo die Absperrung auffhörte, erkrankten von dreiundachzig Stück Rindvieh dreiundsiebzig, von denen einundfünfzig ein Opfer der Seuche wurden."(Korschelt S.123) "Von einem großen Brande wurde Berthelsdorf am 1. November 1814, am Kirchweihfeste, heimgesucht. Bei einem starken Winde brach das Feuer in einer zum Kretscham gehörigen Scheune aus; das ganze Oberdorf war in Gefahr, durch Flugfeuer sogar das benachbarte Strahwalde. Sieben Grundstücke wurden in Asche gelegt, (darunter) der Johann Sigismund Beyer gehörige Kretscham mit den Neben gebäuden Der Verlust belief sich auf 14.000 Taler. Die Ursache des Brandes konnte nicht mit Gewißheitermittelt werden."(Korschelt S.114) "Noch um einen Fuß höher als 1806, war der Wasserstand im Niederdorfe 1821, den 3. Mai, wo Nachmittags bei einem heftigen Gewitter, nach einem Wolkenbruche am Hutberge, eine solche Flut entstand, daß die gewaltige Wassermasse sechsviertel Ellen hoch nach der Brauerrei zuströmte. Alle Stege wurden weggerissen, die Wege ganz zerstört. Großen Schaden hatte besonders die Seibtsche Gerberei und die Mittelmühle erlitten."(Korschelt S.115 f.) "Am 11. Februar 1824 beschädigte ein Sturm das obere Stockwerk der Brennerei so, daß es abgetra-gen werden mußte. - Ebenso richtete den 25. Mai 1830 ein bedeutender Gewittersturm in den Abendstunden viele Verwüstungen an Dächern und Bäumen an. In der nach Herrnhut führenden Lindenallee wurde eine der Linden auf einen eben vorbeifahrenden Wagen geworfen; glücklicherweise jedoch ohne Knecht und Gespann zu beschädigen. Im benachbarten Großhennersdorf wurde die Windmühle umgeworfen und auf dem Oberstrahwalder Hofe stürzte ein Kuhstall ein, wobei eine Magd erschlagen wurde."(Korschelt S.117) " 1829, am 1. Januar, wurden dem Häusler und Weber Hänsch in Neuberthelsdorf vier tote Kinder geboren. (Korschelt S.129) Diese Aufzählung sollte genügen.