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Toni Albano, ein charmanter Gitarrist, taucht in einem verstaubten Theater auf. Er schreibt an einem Buch über italienische Popmusik und möchte das Archiv konsultieren. Dort überrascht er die bezaubernde Concierge des Hauses. Sie erinnert sich an die wunderbaren Live-Radiosendungen, die ein gewisser Bolomini, der tragischerweise verstorben ist, meisterhaft in diesem Theater moderiert hat. Doch sein Geist spukt durch die Räume - und taucht plötzlich wieder auf, um seine letzte Sendung aus dem Grab zu erfüllen: italienischer Pop von der Renaissance bis heute ... Jetzt, sofort! Da es keine Gastkünstler gibt, sind die drei Figuren gezwungen, alle Titel der Sendung selbst zu interpretieren, sich selbst zu interviewen und inmitten des Glitzers nach der Aufrichtigkeit des italienischen Pop zu suchen, zwischen Eilmeldungen und Nachrichten vom Spiel...
Die Gitarre in einer ganzen Reihe von Variationen, von der romantischen Gitarre über die Mandoline bis hin zu den Verzerrungen der elektrischen Gitarren, eignet sich besonders gut für die Vielfalt der Arrangements, die für dieses Projekt erforderlich sind. In La Pop italienne geht es darum, diese Spiel- und Anpassungsarbeit zu vertiefen, indem sowohl die Stimmstile als auch die Instrumentierung variiert werden. So ist es nicht verwunderlich, dass eine Folksängerin mit rauer Intonation ein Lamento von Monteverdi vorträgt und dabei von einer Barockgitarre begleitet wird. Um die Orchestrierung abwechslungsreicher zu gestalten spielen alle Musiker auch ein anderes Instrument als ihr eigenes. Aber eines sollte klar sein: Wir glauben wirklich an die Schönheit der Lieder, die wir präsentieren werden.
Clara Meloni, italienisch-schweizerische Sopranistin, geboren 1981, schloss ihr Studium in Gesangsunterricht am Conservatoire de Musique de Neuchâtel ab und besitzt einen Master in Music von der Guildhall School of Music and Drama sowie einen Master in Specialised Performance Opera von der Hochschule der Künste Bern. Ihre stimmliche Flexibilität und ihre Neugier für die Musik verschiedener Epochen und Stile ermöglichen es ihr, die großen klassischen Werke vom Oratorium über Kammermusik und zeitgenössischere Kreationen bis hin zu Musical und Pop zu interpretieren.
Man hat sie auf so renommierten Bühnen wie der Oper von Lausanne, der Oper von Lyon i und der Oper von Nancy bewundert.
In Konzerten trat sie unter anderem beim Lucerne Festival, im Barbican Center in London, beim Festival Les Jardins Musicaux in Cernier, in der Salle de Musique in La Chaux-de-Fonds, in der Victoria Hall in Genf sowie im Rahmen der Berliner Festspiele auf.
Francesco Biamonte, ein Mann der Bühne und des Radios, praktiziert und erforscht verschiedene Formen des Musiktheaters. So konzipiert und spielt er Aufführungen zwischen Prosa, Schattentheater und Musik mit den Italienern von Controluce in der Schweiz, in Italien und in Deutschland. Mit den Farceurs Lyriques widmet er sich der Streetoperette, vom Festival de la Cité in Lausanne bis zu den Soirs d'Été in Caen. Als Performer und Rezitator ist er Moderator des legendären Helikopter-Streichquartetts von Karlheinz Stockhausen mit dem Arditti-Quartett. Er arbeitet wiederholt mit Cod.Act alias André und Michel Décosterd (Schweizer Grand Prix de Musique 2019) zusammen, mit Auftritten in New York, Le Locle, oder auch in Breslau, Luzern, Malta, Toulouse, Tokio und Rio. Er ist einer der vier Sänger in Sottovoce, der neuesten Kreation der Tanzkompanie Linga (2020), die bald in Zagreb, Olten und Leverkusen aufgeführt wird. Er konzipiert und schreibt mit Benjamin Knobil Les Clochards célestes du Rebetiko, ein nekromantisches Kabarett über die Lieder der griechischen Exilanten der 1920er Jahre, das er an der Seite von Boulouris, Dominique Tille und Maria de la Paz insbesondere in mehreren Westschweizer Sälen (2021) aufführte.
In konventionelleren Repertoires trat Francesco auf verschiedenen Opernbühnen (Lausanne, Rennes, Besançon, Vichy), unter der Leitung von Leonardo Garcia Alarcón in Ambronay, Genf und Tannay sowie in der Villa Giusti im Rahmen der Saison der Accademia Filarmonica in Verona auf. Er hat auch einige große Rollen des lyrischen Repertoires mit der Avant-Scène Opéra in Neuchâtel übernommen. Francesco Biamonte ist auch ein Freund des Radiomikrofons, insbesondere als Produzent und Moderator des explorativen Programms Quoi (RTS-Espace2).
Nach seinem Studium am Conser- vatoire de Lausanne trat Antonio Albanese dem Masterprogramm der Manhattan School of Music in New York bei, wo er unter der Leitung von David Starobin studierte.
In verschiedenen Kammermusikensembles (Compagnie CH.AU, degré21 mit Laurent Estoppey, Ensemble baBel) hat er an der Uraufführung zahlreicher zeitgenössischer Werke mitgewirkt. Er tritt regelmäßig in der Schweiz und im Ausland auf, in jüngster Zeit insbesondere an folgenden Orten: Mamco - Genf, La Grange de Dorigny - Lausanne, Kilbi Festival - Düdingen, L'Alhambra - Genf, Huddersfield Contemporary Music Festival, England, Le Bourg - Lausanne, Biennale von Venedig - Italien, Festival Nueva Frequencias - Rio, Instituto Moreira Salles - São Paulo, Seeds - Brooklyn, Gare du Nord - Basel, Vox Populi - Philadelphia, Centre Culturel Suisse - Paris, Festival Images - Vevey, Harpa concert Hall - Reykjavik, Musée des Beaux-arts - Lausanne, Halle Saint-Pierre - Paris, Radio Suisse Romande, Festival de la Cité - Lausanne, Théâtre de l'Oriental - Vevey, Théâtre du Châtelard - Genf, Cami Hall - New York, UCNC North Carolina - USA, Palacio Mateus - Portugal, Théâtre 2. 21 - Lausanne.
Er ist auch Romanautor und veröffentlicht bei den Editions de l'Age d'Homme sowie bei BSN Press.