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Online via Zoom
Postkoloniale Literaturtheorie und Interkulturalität
Postkoloniale Literaturtheorie und Interkulturalität
In der deutschsprachigen Literatur- und Kulturwissenschaft fand in den letzten beiden Jahrzehnten eine intensive Rezeption von internationalen Theoriedebatten stattgefunden, die sich mit den kulturellen Formen und Folgen des Kolonialismus und mit Prozessen der Dekolonisierung beschäftigen. Entgegen landläufiger Meinungen erweist sich bei genauerem Blick auch die deutsche (Kultur-)Geschichte trotz der vergleichsweise eher kurzen Kolonialphase auf vielfache Weise von Phänomenen des Kolonialismus geprägt. Hinzu kamen in der Nachkriegssituation, nach dem Mauerfall und in der Gegenwart verschiedene Phasen interkulturellen und mehrsprachigen Zusammenlebens, die gleichfalls ihren Niederschlag in literarischen Deutungsmustern gefunden haben.
Der Beitrag steckt in einer Überblicksdarstellung das Theoriefeld der Ansätze von Postkolonialismus, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit ab. In einem historischen Abriss werden die antiken Ursprünge von kulturellem Kolonialismus freigelegt, Formen des Fremdkulturellen in der Vormoderne beleuchtet sowie die Anfänge und Verlaufsformen globalisierter Kulturzusammenhänge in Moderne und Gegenwart nachgezeichnet. Lektüregrundlage ist die Erzählung von Christoph Ransmayr: Der Weg nach Surabaya.
Dieser Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung 'Theorien und Methoden der Literaturwissenschaft ' statt. Die Ringvorlesung findet online (live) über Zoom statt.
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