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Hallo Leòn,
ich halte mich an Wikipedia:
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein Placebo etwas Wirkungsloses, das dennoch eine Wirkung hervorruft. Insofern stellt das Placebophänomen ein medizinwissenschaftliches Paradoxon dar.
In der Medizin wird zwischen verschiedenen Typen unterschieden:
Echte oder reine Placebos: Damit werden Scheinmedikamente bezeichnet, die nur Milchzucker oder Stärke enthalten. Auch Hilfsstoffe wie Geschmackskorrigentien oder Farbstoffe können enthalten sein.
Falsche Placebos oder Pseudoplacebos: Sie enthalten durchaus pharmazeutisch wirksame Stoffe, die jedoch im konkreten Anwendungsfall nach aktueller wissenschaftlicher Erkenntnis nicht wirken können, weil entweder die verabreichte Dosis zu niedrig ist, oder das Wirkungsspektrum keinen spezifischen Einfluss auf die bestehende Krankheit hat.
Psychoaktive Placebos: Für besondere Studien werden diese Placebos als Kontrolle eingesetzt. Sie haben nicht die Wirkung des Medikaments, sondern ahmen nur dessen Nebenwirkungen nach
Die oft trotzdem eintretende Wirkung (ein prozentualer Anteil) wird als Placebo-Effekt bezeichnet. Der Placebo-Effekt ist möglicherweise umso geringer, je schwerer die Erkrankung ist. Die genaue Wirkungsweise oder Nichtwirkungsweise des Placebos ist noch nicht ausreichend erforscht. Vermutlich beruht der Effekt auf Suggestion oder Autosuggestion.
Die Wirkung von Placebo wird durch einen psychischen Aspekt ausgelöst und wirkt sich auf chemische Weise aus. Da alle Prozesse in unserem Körper auf chemischer Ebene ablaufen, ist das plausibel. Viel interessanter ist in diesem Fall die Verknüpfung von dem psychischen Auslöser und der chemischen Reaktion darauf. Zwei der populärsten Theorien sind die Theorie der Erwartung und die der Konditionierung
Und zwar halte ich mich da an die engere medizinische Verwendung des Wortes Placebo-Effekt: es wird eine Pille verabreicht, der bestimmte positive Wirkungen zugeschrieben wird, die sie aber an und für sich nicht hat, weil nur aus Milchzucker. Trotzdem reagiert der Kranke mit chemischen Reaktionen, die eine Heilung in Gang bringen können. Allerdings nicht unbedingt anhaltend, wie in dem Beispiel bei Wiki angegeben.
Aber Du hast Recht: man kann diese Definition viel weiter auslegen.Nur finde ich, daß dann tatsächlich so ziemlich alles in Richtung Placebo-Effekt geht, was nur in irgendeiner Weise positiv motiviert, z.B. ein Lächeln , aber natürlich auch das Gegenteil davon, nämlich, wenn mir jemand einen Vogel zeigt http://smiliestation.de/smileys/Gluecklich/93.gif
Grüsse,
Uta
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