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Der Verein für das Frauenaltersheim «Sömmerli» liess das «Altersasyl für alleinstehende Frauen» 1915 vom Architekturbüro Müller & Fehr erbauen. Das markant auf einer Hügelkuppe stehende Gebäude ist von einem grosszügigen Garten umgeben, zu dem ein schmucker klassizistischer Gartenpavillon gehört. Das Heimgebäude ist ein langgestreckter, dreigeschossiger Bau unter Mansardwalmdach, der in späthistoristischer Manier Elemente des Neuklassizismus, des Neubarock, aber auch des Jugendstils aufweist. Während es äusserlich gut erhalten und nur wenig verändert ist, u.a. mit dem markanten Liftturm, wurde es im Innern bereits mehrfach stark umgebaut, auch in der Grundrissstruktur. Die ursprünglich sehr schmalen Bewohnerzimmer wurden bereits einmal vergrössert, erhalten blieb die Struktur mit dem Mittellängsgang. Wichtige bauzeitliche Ausstattung weisen heute nur noch das Treppenhaus und die Aufenthaltsräume auf.
Der abgeschlossene Umbau verfolgte in erster Linie eine Modernisierung der Zimmer und der Infrastruktur, die Schaffung von Doppelzimmern, die Ertüchtigung der Statik und der Erdbebensicherheit sowie eine Gesamtsanierung. Denkmalpflegerisch relevant waren dabei insbesondere die Fassaden- und Dachsanierung mit Naturstein- und Malerarbeiten, der Teilersatz der Fenster sowie die Restaurierung der erhaltenen bauzeitlichen Ausstattung in den Aufenthaltsräumen. Aber auch bei den neu gestalteten Empfangsräumen galt es, diese mit der bestehenden Struktur und der historischen Bausubstanz in Einklang zu bringen. Zum Abschluss musste der südseitige Garten wieder instand gestellt werden, nachdem hier das Provisorium während der Bauzeit Platz gefunden hatte.