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Die Geschichte und Gegenwart der Gemeindegründungsbewegung der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz. Auszüge aus einem Artikel von Peter Schneeberger, Vorsitzender der FEG Schweiz. Der komplette Artikel kann hier heruntergeladen werden.
Die Anfänge der FEG Schweiz gehen in das 19. Jahrhundert zurück. Die Kirchen waren vom Liberalismus und Rationalismus geprägt. In dieser Zeit entdeckte Carl von Rodt (1805-1861) ein erwecktes Christsein, ausgehend von der Genfer Erweckungsbewegung. Nach der Einführung der Glaubens- und Gewissensfreiheit 1831 im Kanton Bern gründete er in den umliegenden Städten und Dörfer vom Staat unabhängige Gemeinden. Ab 1850 nannten sich diese vom Staat unabhängigen Gemeinden Freie Evangelische Gemeinden. Carl von Rodt hat während seines kurzen Lebens in der Westschweiz über 30 Gemeinden gegründet. Doch nicht nur in der Westschweiz entstanden unabhängige Gemeinden. Der Apotheker Stephan Schlatter (1805-1880) gründete 1837 die erste FEG der Ostschweiz. Nach kurzer Zeit entstanden auch in den Kantonen Zürich, Glarus, St. Gallen und Thurgau Freie Evangelische Gemeinden. 1877 schlossen sich die unabhängigen Gemeinden vorübergehend zu einem Bund zusammen. 1910 entstand dann der Bund FEG in seiner heutigen Form.
Der Startschuss für die Gemeindegründungsbewegung "Vision Schweiz" innerhalb der FEG Schweiz fiel am 1. August 1975. An diesem Tag wurden Wilhelm und Maria Schweyer als erstes Inlandmissionsehepaar in Wettingen eingesetzt. Der Bundesekretär Samuel Aeschlimann (1985-2004) beschreibt, wie es dazu kam:
"In den frühen 70er Jahren befand sich der Bund FEG in einer Umbruchphase. Neue Statuten wurden erarbeitet und Fragen nach Arbeitsschwerpunkten diskutiert. Albert Klotz, damals Bundesvorsitzender, erinnert sich, dass man in der Bundesleitung das Anliegen gehabt habe, der damals nur aus einer kleinen Gruppe bestehenden FEG Wettingen zu helfen. Jakob Winzeler, ebenfalls Mitglied der Bundesleitung, hatte Kontakt zu Familie Schweyer. An einer Bundesleitungssitzung wurde die Idee aufgegriffen, Familie Schweyer als Inlandmissionare in Wettingen einzusetzen."
Bald folgte eine Ausweitung der Arbeit nach Murten und nach Klagenfurth (Österreich). Das Arbeitsgebiet Österreich blieb bis zur Integration der Vision Europa in die FEG Schweiz ein wichtiges Arbeitsfeld der Vision Schweiz. 1977 wurde die Vision Schweiz als eigenes Bundeswerk strukturiert. Dies hatte vor allem mit der Wahl von Armin Mauerhofer in die Bundesleitung der FEG Schweiz zu tun. Von 1977 bis 2003 leitete Mauerhofer den Missionsrat und die Vision Schweiz.
Armin Mauerhofer ist der Gründer und langjährige Leiter der Inlandmission. Er berichtet, wie die Arbeit der Vision Schweiz, ehem. Innlandmission des Bundes FEG, begann. Dazu gehörten Niederlagen aber auch von offenen Türen.
Wie alles begann