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Schon früher musste man als Verkehrsteilnehmen kühlen Kopf bewahren, um das Bellevue zu umrunden. Stets muss man achtsam sein, damit man keinen Fussgänger oder ein herannahendes Tram übersieht. Auf der rechten Seite erkennt man auf beiden Bildern das VBZ CE 4/4 Tram, bekannt als „Elefant“. 1949 noch im Tagesbetrieb, ist das heute historische Tram noch für Anlässe und Sonderfahren im Einsatz. 1949 ist übrigens das Gründungsjahr der VBZ.
Früher nutzte man jede Gelegenheit zum Paartanz. Natürlich auch am Zürifäscht!
Allne es schöns Zürifäscht!!
Der vordere Teil der Werdinsel, wo der künstliche Kanal beginnt, war schon 1966 ein beliebter Badeort. Der Bereich gleich dahinter, wo sich heute der Kinderbadebereich, der Verpflegungsstand und die Umkleidekabinen befinden, war zu dieser Zeit allerdings noch ein weitherum bekannter Autofriedhof. Im Jahr 1929 hatte Viktor Tognazzo das ehemalige Fabrikareal erworben und startete einen Abbruchbetrieb mit Ersatzteillager. Nicht zuletzt weil ein Schrottplatz an dieser idyllischen Lage vielen ein Dorn im Auge war, kaufte die Stadt Zürich das Areal im Jahr 1958 zurück um in Zukunft an dieser Stelle ein Naherholungsgebiet zu gestalten. Es folgten Einsprachen des Gewerbeverbandes, welcher sich für einen Verbleib der Firma von Viktor Tognazzo stark machte. So dauerte es bis ins Jahr 1981, bis die letzten Autowracks die Insel verlassen haben.
Dieser Ladenpavillon wurde 1977 erbaut, um die damals noch neue Altstetter Wohnsiedlung Am Suteracher mit einem Lebensmittelladen des K3000 zu bereichern. Das Gebäude wurde 1995 abgetragen und an selber Stelle ein neues Gebäude mit einer Coop Filiale und Genossenschaftswohnungen erbaut. Viele K3000 Filialen, welche dem 1851 gegründeten Konsumverein Zürich (KVZ) angehörten, gingen zu SPAR. Der KVZ selbst wurde 1995 von Coop, welcher schon seit 1991 Mehrheitsaktionär war, übernommen.
Das Cinébref wurde 1937 als Aktualitätenkino eröffnet. Da man damals noch kein Fernseher im eigenen Zuhause hatte, ging man in diese Spielhäuser um die aktuelle Wochenschau mit Neuigkeiten aus aller Welt zu schauen. Ende der 80er hat das Kino an der Beatengasse schon mehrere Wandel durchlebt und endete als Nonstop Sexkino. Im Sommer 1993 wurde das Kino sowie auch das Gebäude am rechten Bildrand abgerissen.
Heute gibt es am selben Ort eine PKZ-Women Filiale und die Hiltl Dachterasse.
Die Papierfabrik Sihl wurde 1836 gegründet und bestand bis ins Jahr 1990, als die Produktion zum erliegen kam. Auf dem Bild von 1951 sieht man noch gut den errichteten Kanal, welcher das Sihlwasser in die Fabrik führte, welches dort zur Stromerzeugung genutzt wurde.
Im 2003 begann der Bau des Grossprojektes Sihlcity, welches 2007 eröffnet wurde. Es war der erste Multiplex seiner Art und verfügt über Einkaufszentrum, Kino, Restaurant, Hotel, Wohnungen, Unterhaltung, Wellness und Dienstleistungen. Vier ehemalige Gebäude der alten Sihlfabrik wurden erhalten. Einer der alten Hochkamine ist auf dem Bild von heute gut zu erkennen.
Auf dem Foto vom 20. November 1980 ist die noch heute bestehende Tramhaltestelle Stauffacher im Eierkarton-Look gerade im Bau. Da diese für die künftig längeren Trams der Linie 8 nicht geeignet und zudem nicht behindertengerecht ist, wird die Haltestelle inklusive öffentliches WC und zwei Kirschblütenbäumen entfernt. Die neue Haltestelle wird über ausreichend Wetterschutz verfügen, und eine neue WC Anlage wird an der Lutherstrasse errichtet. Durch die Nutzung des Vorplatzes der St.Jakob-Kirche wird die Anlage auch verbreitert. Baubeginn ist im Frühjahr 2017.
In den letzten 100 Jahren sind nicht nur ein Teil des Wollenhofs (wo heute das Heimatwerk zuhause ist), der obere Mühlesteg (heute verbindet die Rudolf-Brun-Brücke die beiden Ufer) und die Häuser auf der Limmat verschwunden. Auch diverse Firmen, welche hier ansässig waren, mussten den Bauprojekten weichen. Hier eine Auflistung von Gebäudebeschriftungen, welche auf diesem Bild zu erkennen sind. (v.l.n.r.):
Koffer Taschenfabrikation Louis Woelfe
Städtisches Laboratorium
Pestalozzianum
Automobil-Garage, Garage-Reparaturen-Miete
Buchdruckerei J.Leemann
Aussteuer-Geschäft von W. Kolla
Anhand von diesem Vergleich kann man sich gut vorstellen, an welcher Stelle die alte Brücke (Baujahr 1689) früher das Bahnhofquai und die Papierwerd miteinander verbunden hatte. Ob der Kunstmaler auf Grund der Bekanngabe, dass die Brücke 1950 abgerissen wird, diese nochmals portraitierte, ist leider nicht bekannt.
Das Globusprovisorium, in dem heute die Coop Filiale eingemietet ist (links im Bild), wird voraussichtlich 2020 abgerissen.