Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03633.jsonl.gz/58

Durch das in Grytviken ansässige kleine Museum wird eine kurze Führung angeboten, die einen schaudern lässt. Wir spazieren neben gigantischen Töpfen, welche rund 24 Tonnen Fett fassen konnten, vorbei am Fangschiff Petrel mit seiner imposanten Harpune und lernen einiges über diese von 1904 bis 1962 aktive Walfangstation. Zu produktivsten Zeiten wurde ein 20m langer Wal innert zwanzig Minuten auseinandergenommen und pro Tag konnten 25 Wale so verarbeitet werden. Die Zeit von Walöl als Lichtquelle war im zwanzigsten Jahrhundert grösstenteils vorbei und so fand man erstklassiges Walöl weltweit in Margarine oder Suppen, zweitrangiges in Kosmetika, und drittklassiges fand noch einen Nutzen in der Industrie. Noch immer leiden die globalen Walpopulationen unter den Folgen dieser gierigen Zeit.