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Nach Rösch (2004) betreffen die Stolpersteine der deutschen Sprache für Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache vor allem Aspekte, die laut HarmoS der natürlichen Grammatikkompetenz zuzuordnen sind (vgl. Schmellentin, 2012, S. 114). Zur (partiellen) Erfassung des Erwerbsstands der natürlichen Grammatikkompetenz von Zweitsprachen-Lernenden hat Grießhaber (2010) die Profilanalyse entwickelt. Damit untersucht der Autor die syntaktischen Fähigkeiten in gesprochenen Texten von DaZ-Schülerinnen und DaZ-Schülern der Vorschul- und Schuleingangsstufe. Die Profilanalyse lässt sich nach Grießhaber auch auf geschriebene Texte anwenden.
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Tools zur Analyse von schriftgrammatischen Fähigkeiten in Texten von Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ab Zyklus 2. Es sollen verschiedene Analyseinstrumente angeboten werden, mit denen unterschiedliche grammatische Fähigkeiten erfasst werden können. Ausgehend von der Profilanalyse nach Griesshaber, bei der die Verbstellung im Satz analysiert wird, wird der Fokus je nach Instrument auf weitere syntaktische, lexikalische und morphologische Phänomene gerichtet. Weiter geht es darum, funktionale Zusammenhängen zwischen den verschiedenen schriftgrammatischen Phänomenen aufzuzeigen und für die Förderplanung nutzbar zu machen.
Als Ergebnis soll eine Handreichung geschaffen werden, in der die Anwendung der einzelnen Analyseinstrumente sowie das Auswertungsverfahren erläutert werden.