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US-Wahlen: Das sagt eine Rheintal-Amerikanerin zum neuen Präsidenten
Joe Biden wird der 46. Präsident der USA. Diese News hat wohl keiner verpasst. Auch im Rheintal wurde bei der Wahl Anfang November mitgefiebert. Noëlle ist in den USA geboren und gab dieses Jahr ihre Stimme ab.
Name: Noëlle Alter: 22 Wohnort: Rebstein / Zürich Beruf: Studentin
Welche Verbindung hast du zu den USA?
Ich bin in den USA, in Atlanta, Georgia, geboren, als meine Eltern für eine Weile dort arbeiteten. Sie sind beide keine US-Amerikaner und somit bin ich die einzige in der Familie, die eine US-Bürgerschaft hat.
Hast du dieses Jahr gewählt?
Ja, dieses Jahr habe ich gewählt. Bei den letzten Wahlen habe ich es nicht getan, obwohl ich 18 Jahre alt und somit wahlberechtigt gewesen wäre. Als dann der Präsident Donald Trump hiess, wurde mir bewusst, dass jede Stimme wichtig ist und ich helfen kann, etwas zu bewirken. Ich habe es als eine Verpflichtung angesehen, dieses Jahr zu wählen.
Wem hast du deine Stimme gegeben?
Ich habe die Demokraten Joe Biden und Kamala Harris gewählt. Die beiden vertreten viele meiner Meinungen. Biden, der ehemalige Vizepräsident von Obama, kennt sich mit der Arbeit im Weissen Haus bereits aus und Harris als erste Frau im Amt der Vizepräsidentin ist ein echter Gewinn.
Wie hast du die diesjährige Wahl erlebt?
Nervenaufreibend! Vor allem weil es so ein knappes Rennen war. Es ging für viele Menschen um eine existenzielle Entscheidung. Daher empfand ich diese Wahl als eine sehr emotionale Angelegenheit.
Wie hast du reagiert, als feststand, dass Joe Biden neuer Präsident wird?
Ich habe mein «Dump Trump»-T-Shirt angezogen und einen Freudentanz durchs Haus gemacht.
Was hältst du vom Wahlsystem in den USA?
Ich finde das Wahlsystem veraltet. Es entspricht einfach nicht mehr unserer Zeit und könnte auf jeden Fall verbessert werden. Ehrlich gesagt verstehe ich aber auch nicht jedes Detail des Systems.
Was erhoffst du dir vom neuen Präsidenten?
Ein ganz grosses Ziel wäre, das Land wieder mehr zu vereinen. Aber das ist vermutlich kein realistisches Ziel für die nächsten vier Jahre. Was ich mir aber wünschen würde ist, dass Biden in Sachen Krankenversicherungen, Immigration, gleiche Rechte für alle und natürlich Umweltschutz - explizit im Kampf gegen den Klimawandel - etwas bewirken kann. Es gibt noch viel mehr zu tun, aber grundsätzlich bin ich einfach froh, dass wir wieder einen US-Präsidenten haben, der mit Verstand und Herz handelt.