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Die EFG Private Bank, eine Tochtergesellschaft der EFG International, ist von der britischen Behörde FCA (Financial Conduct Authority) mit 4,2 Millionen Pfund gebüsst worden. Die EFG Private Bank habe es versäumt, angemessene Kontrollen zur Verhinderung von Geldwäscherei bei Hochrisikokunden einzurichten, begründet die FCA ihre Busse in einer Mitteilung.
Die Versäumnisse seien gravierend gewesen und erstreckten sich über einen Zeitraum von über drei Jahren, heisst es weiter. Ende 2011 hätten von den 3'342 Kunden der EFG Private Bank rund 400 ein erhöhtes Risiko für Geldwäscherei oder Reputationsrisiken aufgewiesen. Bei 94 Kunden habe es sich um «politisch exponierte Personen» gehandelt.
Ungenügende Hinweise auf Entschärfung des Risikos
Bei einer Kontrolle der Aufsichtsbehörde FSA (Financial Services Authority) bei der EFG im Januar 2011 habe die Behörde in 17 von 36 überprüften Dossiers bedeutende Geldwäscherei-Risiken gefunden, aber nur ungenügende Hinweise darauf, wie das Bankmanagement diese Risiken entschärfen will.
In 13 dieser Dossiers fand die Behörde Hinweise auf Risiken wegen krimineller Aktivitäten einschliesslich Korruption oder Geldwäscherei. So habe einer der Kunden sein Vermögen von seinem Vater erhalten, der seinerseits mit organisiertem Verbrechen, Geldwäscherei und Mord in Zusammenhang gebracht werde.
Die EFG hat sich laut der Mitteilung in einer frühen Phase zu einem Vergleich erklärt und sich damit für eine Bussenreduktion um 30 Prozent qualifiziert. Ohne die Reduktion hätte sich die Busse auf 6 Millionen Pfund belaufen.
(vst/rcv/awp)