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Ein DP/PA Link verbindet ein PROFIBUS-DP Netzwerk mit einem PROFIBUS-PA Netzwerk. Es enstehen somit zwei zu einem DP-System verbundene Netzwerke. Das PROFIBUS PA Netzwerk kann dabei aus mehreren MBP Segmenten bestehen.
Ein DP/PA Link Modul verhält sich wie ein Slave auf dem RS 485 Segment und wie ein Master auf den MBP Segmenten. Somit verfügt das DP/PA Link Modul über eine Slave Stationsadresse auf dem RS 485 Segment und eine Master Stationsadresse auf den MBP Segmenten. Über diese DP-Slave Adresse können nun Steuerungen und Engineeringstationen auf die Feldgeräte an den MBP Segmenten zugreifen.
Die MBP Segmente bilden ein neues PROFIBUS Netzwerk. Die Adressen in diesem neuen PROFIBUS Netzwerk sind unabhängig von allen anderen Adressen in anderen Netzwerken, insbesondere auch dem PROFIBUS Netzwerk mit den RS485 Segmenten. Ebenso kann das RS 485 Segment mit einer völlig anderen und unabhängigen Bitrate (z.B. 12 Mbit/s) kommunizieren als die feste Bitrate vom MBP Segment. Ein typisches DP/PA Link Modul kann mit mehreren DP/PA Segmentkopplern ausgestattet werden um mehrere MBP Segmente zu treiben.
Bild 92: Einsatz eines DP/PA Links
Der DP/PA Link verbindet ein PROFIBUS DP Netzwerk mit beliebiger Bitrate mit einem PROFIBUS PA Netzwerk mit der festen Bitrate von 31,25 kbit/s und bildet im PROFIBUS DP Netzwerk am RS 485 Segment einen DP-Slave. Ein DP/PA Link verfügt somit über eine Busadresse und muss wie ein DP-Slave projektiert werden.
Ein DP/PA Link enthält einen Master der Klasse 1 und 2, der als Stellvertreter alle Masterfunktionen im PROFIBUS PA Netzwerk übernimmt. Das PROFIBUS PA Netzwerk ist also völlig getrennt vom PROFIBUS DP Netzwerk.
Ein DP/PA Link kann zur Verstärkung der Leistung mit maximal 5 Kopplern und somit 5 MBP Segmenten ausgerüstet werden. Die Dimensionierungsregeln für die Speisung der Koppler sind identisch auch für den Link.
Bild 93: Aufbau des DP/PA Link
Der einzige Link auf dem Markt ist von Siemens. Solange eine Steuerung von Siemens eingesetzt wird, kann dieser DP/PA Link auch unkompliziert im Konfigurationswerkzeug STEP7 oder TIA konfiguriert werden. Der DP/PA Link erzeugt ein neues Netzwerk im Konfigurationswerkzeug und die Konfiguration bleibt gleich wie bei einem Koppler.
Etwas komplizierter wird es, wenn man einen DP/PA Link mit einer anderen Steuerung einsetzen will. Dazu wird das MBP Netzwerk wie ein modulares Feldgerät konfiguriert (Bild 94).
Bild 94: Konfiguration einer Steuerung für einen DP/PA Link
Die einzelnen Steckplätze (Slots) der Module definieren die Adressen auf dem PA Netzwerk. Der Master ist fest auf der Adresse 2 und somit ist der Steckplatz 0 die Geräteadresse 3 und Steckplatz 1 Adresse 4 etc. Wenn eine Adresse nicht belegt ist, wird diese mit einem Platzhaltermodul (Kennung 00) belegt. Komplexer wird es nun, wenn ein Gerät mehrere Module umfasst. Dazu wird zuerst eine "Begin" Modul eingefühgt, dann die einzelnen Module von diesem Gerät und am Schluss mit einem "END" Modul abgeschlossen wie als Beispiel in Bild 95 aufgeführt.
Bild 95: Beispiel einer Konfiguration mit einem modularen Feldgerät
Um einen solchen DP/PA Link in einer Fremdsteuerung zu konfigurieren braucht es auch eine GSD Datei wo alle auf dem PA Netzwerk verwendeten Feldgeräte als Module definiert sind. Siemens bietet dazu einen GSD-Generator als Software zum kostenlosen download an, womit aus einer Liste von GSD-DAteien von Feldgeräten die notwendige GSD-Datei für den DP/PA-Link automatisch generiert werden kann.