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Der französische Premierminister Edouard Philippe sagte in einer Rede vor der Nationalversammlung am Dienstag in Paris, dass die Saison 2019/20 der Profisportarten angesichts der Corona-Pandemie nicht wieder aufgenommen werden könne. Damit beendete der 49-Jährige auch die Hoffnungen auf eine Fortführung der seit Mitte März ausgesetzten Fussballsaison in Frankreich jäh.
Der Ligaverband LFP teilte am Abend mit, für Donnerstag eine Sitzung einberufen zu haben. Dort soll nach der Ankündigung des Premierministers über die sportlichen und wirtschaftlichen Folgen beraten werden. Erst dann könne der Saisonabbruch auch formell beschlossen werden.
Keine Spiele bis Ende Juli erlaubt
Die französische Ligue 1 wäre die erste der fünf grossen europäischen Ligen, welche die laufende Spielzeit abbricht. Ursprünglich hätte man ab Mitte Juni den Spielbetrieb ohne Zuschauer fortsetzen wollen. Bis Ende Juli sind aber auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit keine Spiele erlaubt.
Grossveranstaltungen mit mehr als 5000 Personen bleiben in Frankreich mindestens bis September untersagt, kündigte Premierminister Philippe an.
Wird PSG zum Meister erklärt?
In der höchsten französischen Spielklasse ist der Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März unterbrochen. Titelverteidiger Paris St-Germain führt die Tabelle nach 27 Spielen mit 68 Punkten und 12 Zählern Vorsprung auf Olympique Marseille an und könnte beim definitiven Abbruch der Saison vorzeitig zum Meister erklärt werden.
PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi teilte mit, der Klub respektiere die Entscheidung der Regierung, kündigte aber an, die Saison in der Champions League zur Not auch komplett auswärts zu Ende zu spielen. Paris steht nach dem Achtelfinal-Sieg über Borussia Dortmund in der Runde der letzten Acht.