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Alexandre Anderson de Souza und seine Frau Daize Menezes de Souza sind wegen ihres Einsatzes für den Umweltschutz bereits mehrfach bedroht worden. Alexandre Anderson de Souza gibt an, dass er in den vergangenen drei Jahren bereits sechs Anschläge überlebt hat.
Alexandre Anderson de Souza ist Präsident der Fischereigewerkschaft Associação Homens e Mulheres do Mar (AHOMAR). Die Gewerkschaft hat ihren Sitz im Verwaltungsbezirk Magé am Praia de Mauá – einem Strand, an dem Fischer ihre Netze reparieren und kleine Boote für Angelausflüge in die Bucht Guanabara vorbereiten. Alexandre Anderson de Souza führt seit fünf Jahren einen Protest gegen das Vorhaben einer grossen petrochemischen Raffinerie an, eine Ölplattform und mehrere Pipelines in der Bucht zu bauen. Die AHOMAR macht diese für schwere und langfristige Umweltschäden verantwortlich, durch welche die Lebensgrundlage der Gewerkschaftsmitglieder gefährdet ist.
Seit 2009 sind bereits vier Mitglieder der AHOMAR getötet worden. Der Kassier der Gewerkschaft, Paulo César dos Santos Souza, wurde 2009 vor den Augen seiner Frau und Kinder zusammengeschlagen und dann mit einen Kopfschuss getötet. Márcio Amaro wurde 2010 ebenfalls in seinem Haus erschossen. Ende Juni 2012 fand man Almir Nogueira de Amorim und João Luiz Telles Penetra, zwei Fischer und aktive AHOMAR-Gewerkschafter, in der Meeresbucht Guanabara tot auf. Man hatte sie gefesselt und ertränkt. Obwohl die Fälle untersucht worden sind, wurde bislang niemand vor Gericht gestellt. Die Drohungen gegen Alexandre Anderson de Souza und seine Frau Daize Menezes de Souza sind nicht angemessen untersucht worden. Zwar sind die beiden in ein staatliches Schutzprogramm für MenschenrechtsverteidigerInnen aufgenommen worden, die eingeleiteten Schutzmassnahmen sind jedoch nur unzureichend.