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AKW Zwentendorf (Österreich, 2003)
Das Kernkraftwerk Zwentendorf bei Wien wurde 1978 vollendet, die österreichische Bevölkerung lehnte jedoch in einer Abstimmung mit 50,5 % die Inbetriebnahme ab. Das AKW kostete 1 Milliarde Euro.
U-Boot-Bunker Valentin (Deutschland, 2007)
Der grösste Bunker in Deutschland wurde 1943–45 mit Hilfe von 13'000 Zwangsarbeitern erstellt. 6000 von ihnen kamen bei den Bauarbeiten ums Leben. 1945 wurde der Bunker bombardiert und nach dem Krieg abgebrochen. U-Boote wurden nie produziert.
Biotürme in Lauchhammer (Deutschland, 2005)
Die Türme dienten der biologischen Nachreinigung der Abwässer bei der Koksherstellung. 2002 wurde der Betrieb eingestellt. Die denkmalgeschützten Bauten sind vom Abriss bedroht.
Haus der Einheit Berlin (Deutschland, 2005)
1929 als jüdisches Kaufhaus gebaut, diente es im Nationalsozialismus der Reichsjugend der NSDAP und nach dem Krieg der SED als Parteizentrale. Seit 1995 steht das Haus leer. Erben aus Israel und den USA möchten es verkaufen.
Bückerwerke bei Rangsdorf (Deutschland 2005)
In den Bückerwerken südlich von Berlin wurden im Krieg Kampfflugzeuge produziert. Nach dem Krieg reparierten hier sowjetische Truppen ihre Flugzeuge und Triebwerke. Einige Gebäude wurden 1994 nach dem Abzug zu Wohnhäusern umgebaut. Die Bückerwerke sind dem Zerfall preisgegeben.
Flusshafen Pagny im Saône-Tal (Frankreich 1999)
Das Umladezentrum am einst geplanten Rhein-Rhône-Kanal stiess im idyllischen Doubstal auf massiven Widerstand und wurde aufgegeben. Als abgespeckte Variante wurde 2006 die erste Etappe eines Containerhafens Pagny-Marseille gebaut, der wirtschaftliche Erfolg ist ungewiss.
Getreidesilos in Pasewalk (Deutschland, 2005)
Das VEB Getreidewirtschaft und Kraftfuttermischwerk nahe der deutsch-polnischen Grenze war zu DDR-Zeiten eine grosse Futtermittelfabrik. Heute dienen die Silos nur noch beschränkt als Getreidelager.
Mystery Park Interlaken (Schweiz, 2006)
2003 wurde der Park eröffnet. In sieben Erlebnispavillons zeigt er unerklärliche Welträtsel. Da nur knapp die Hälfte der budgetierten Besucher kam, wurde der Park im November 2006 geschlossen. Mit einem Nachlassvertrag wird jetzt versucht, die Anlage zu verkaufen.
Teatro Samona di Sciacca (Italien, 2007)
In Sciacca auf Sizilien steht das vom Architekten Gianni Ranaulo gebaute, fast vollendete Teatro Samona di Sciacca. 1982 wurde ein Baustopp verfügt, im Juni 2007 wurde das Theater doch noch eröffnet.
Landsberger Arkaden Berlin (Deutschland 2004)
An der Landsberger Allee in Berlins Osten wurde vom Mailänder Architekten Aldo Rossi ein Büro- und Einkaufszentrum gebaut. Der Bau kostete 150 Millionen Euro und steht seit 1997 leer. Es existieren Pläne für den Umbau zu einem Hotel.
Planungsleichen, Bauruinen und gescheiterte Visionen im Buch von C. Helmle.
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