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- Dienstag 03:30 Uhr
Eine Flugreise ist sicherer als eine Autofahrt. Doch wenn im Jet dann doch etwas passiert, können die Folgen katastrophal sein. „MayDay“ gewährt neue Einblicke in die Sicherheitsrisiken der Luftfahrt. Jede Folge widmet sich einem spezifischen Problem der modernen Flugsicherheit. Es geht um Flugzeugentführungen, Wartungsfehler und Kollisionen in der Luft. Auch die Auswirkungen der zunehmenden Automatisierung werden kritisch unter die Lupe genommen.
Am 1. Januar 2007 startet Flug 574 der Adam Air vom indonesischen Flughafen Suribaya. Das Ziel, die zwei Flugstunden entfernte Stadt Manado, wird die Boeing 747 niemals erreichen: Über der Javasee gerät der Airliner plötzlich in Turbulenzen und kommt hunderte Kilometer von seiner vorgesehenen Route ab. Fluglotsen nehmen Kontakt mit der verirrten Maschine auf und versuchen, sie zurück auf Kurs zu bringen – doch die Navigationsinstrumente an Bord versagen den Dienst. Kurz darauf verschwindet die Maschine von den Radarschirmen.
April 1975. Das Ende des Vietnamkriegs steht kurz bevor. Rund um die südvietnamesische Hauptstadt Saigon überschlagen sich die Ereignisse. Hunderttausende sind auf der Flucht vor den nahenden Truppen des Vietcong. Da ordnet der amerikanische Präsident Gerald Ford eine dringende Rettungsaktion an: die „Operation Babylift“. Es geht darum, vietnamesische Waisenkinder aus dem Chaos des Krieges herauszuholen und in die sicheren USA zu bringen. Insgesamt 3.000 Kinder gelangen so in die USA, nach Kanada oder Europa. Doch gleich der erste Rettungsflug gerät zur Katastrophe.
Am 6. August 2005 ist eine Maschine der Fluggesellschaft Tuninter auf dem Weg zu der tunesischen Ferieninsel Djerba. Hoch über dem Mittelmeer fällt plötzlich der rechte Motor aus. Die Piloten leiten sofort eine Notlandung ein, doch dann kommt es noch schlimmer: Auch der zweite Motor arbeitet nicht mehr. Das Flugzeug stürzt ab. Während des Sturzes versucht die Crew immer wieder, die Motoren neu zu starten - vergeblich. Die letzte Chance ist eine Landung auf dem Meer. 20 Menschen überleben das Manöver.
31. Oktober 1994. Halloween. Es ist Nacht in Chicago. Der Himmel über der Stadt am Michigansee wurde für Flugzeuge gesperrt – das Wetter ist einfach zu schlecht. Dutzende von Flügen verspäten sich. Unter ihnen eine American Eagle 41–84. Plötzlich gerät die Maschine ins Schlingern. Verzweifelt versuchen die Piloten, das Flugzeug in den Griff zu bekommen. Vergeblich. Die American Eagle stürzt in ein Maisfeld. Alle 68 Menschen an Bord sind sofort tot. Die nachfolgenden Untersuchungen ergeben, dass ein äusserst seltenes Wetterphänomen den Absturz verursachte.
Es ist der Albtraum eines jeden Fluggastes: eine Entführung in schwindelnder Höhe. Für 123 Passagiere eines Ethiopian Airlines-Fluges wurde dieser Albtraum am 23. November 1996 schockierende Wirklichkeit. Drei junge Männer bringen das Flugzeug in ihre Gewalt und zwingen den Piloten zu einer Kursänderung – mit fatalen Folgen: der Treibstoff reicht nicht aus und zwingt den Piloten zu einer Notlandung auf hoher See.
Die Kommunikation spielt beim Fliegen eine essentielle Rolle. Findet keine Verständigung zwischen Tower und Cockpit statt, kann es schnell zu verheerenden Katastrophen kommen. Im ersten Teil dieses Specials rekonstruiert Mayday – Alarm im Cockpit fünf tragische Flugzeugunglücke und zeigt, welche Veränderungen sie für die Fluglotsen mit sich brachten.
Schlechte Wetterverhältnisse sind oftmals die Ursache für tragische Flugzeugunglücke. Steckt ein Flugzeug erst einmal mitten in einem Unwetter, ist es häufig zu spät, eine Katastrophe noch abzuwenden. Deshalb ist es umso wichtiger, extreme Wetterlagen mit Hilfe von Warnsystemen frühzeitig zu orten. Im zweiten Teil des Specials besucht Mayday – Alarm im Cockpit die amerikanische Flugwetterzentale in Kansas City und erklärt, wie aussagekräftige Wetterprognosen dabei helfen, dass Piloten gefährliche Wetterlagen umgehen.
Um die Ölreserven der Nordsee anzuzapfen, müssen Bohrinselarbeiter hunderte Kilometer per Hubschrauber zurücklegen. Dabei sind sie den trügerischen Wetterverhältnissen ausgeliefert. So schien es nur eine Frage der Zeit, bis es zur Katastrophe kommen würde. Am 19. Januar 1995 die Gewissheit: Ein Hubschrauber gerät über der Nordsee in einen schweren Sturm. Plötzlich schlägt der Blitz ein. In einem waghalsigen Manöver müssen die Piloten mit 18 Mann in der eisigen Nordsee notlanden.
Am 31. Oktober 1999 stürzt ein Passagierflugzeug der Egyptair mit der Flugnummer 990 auf dem Weg von New York nach Kairo über dem Atlantik ab. Alle 217 Insassen kommen ums Leben. Maschinenschaden, menschliches Versagen oder Terrorakt? Bis heute ist die Absturzursache offiziell nicht restlos geklärt - weil die Maschine sich im Sturzflug befunden hatte und vergeblich wieder hochgezogen wurde.
Moderne Düsenflugzeuge sind Wunderwerke der Technik. Diese Giganten der Lüfte bestehen aus Hunderttausenden von Einzelteilen, viele davon winzigklein – und dabei höchstwichtig für das gesamte System. Um Funktionalität und Sicherheit der Maschinen zu gewährleisten, sind permanente Wartung und Reparaturen unbedingt notwendig. Sollte dabei auch nur ein Detail übersehen werden, können die Folgen fatal sein.
Es ist der Albtraum jedes Piloten: Was, wenn der Autopilot, auf den er sich im Alltag verlässt, plötzlich den Dienst verweigert? Die automatisierten Systeme, die die Steuerung erleichtern und den Flug sicherer machen sollen, bergen ungeahnte Risiken, wenn sie den Piloten mit falschen Informationen versorgen oder Steuermanöver nicht wie gewohnt umsetzen.
25. Mai 2002. Als eine Boeing 747 der taiwanesischen Fluggesellschaft China Airlines gegen 15 Uhr in Taipeh abhebt, deutet nichts auf etwas Ungewöhnliches hin. Doch dann, circa zwanzig Minuten nach dem Start, geschieht das Unfassbare: Die Maschine verschwindet vom Radar. Sofort wird eine gross angelegte Rettungsaktion in die Wege geleitet. Doch für die Besatzung und die 225 Passagiere des Flugs 611 kommt jede Hilfe zu spät. Die anschliessende Klärung der Unfallursache stellt sich äusserst schwierig dar, denn die Boeing 747 wurde in tausende kleine Teile zerschmettert.
In einer neuen Folge widmet sich die Sendereihe dem Absturz eines Airbus A310, der 1994 auf dem Weg von Moskau nach Hongkong in der sibirischen Steppe zerschellte. Ursache des tragischen Unglücks, bei dem alle 75 Menschen an Bord den Tod fanden, war der unglaubliche Leichtsinn des Piloten, der seinen 15-jährigen Sohn ans Steuer liess.
Am 2. August 2005 tobt in Toronto ein heftiges Unwetter. Nach einer schwierigen Landung gerät Air-France-Flug 358 auf der Fahrbahn ins Schleudern. Bei dem Aufprall fängt das linke Triebwerk Feuer. Den 300 Passagieren und der Crew bleiben nur wenige Sekunden, um der brennenden Maschine zu entkommen. Nur die Hälfte der Notausgänge ist offen und nur zwei Rutschen einsatzbereit.