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Am 12. Mai ging in Locarno das Treffen der Direktoren der europäischen Umwelt- und Naturschutzagenturen zu Ende. Im Zentrum der Gespräche standen vor allem die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Handel und Umwelt. Besonders diskutiert wurden dabei die Kriterien, welche für die Einführung eines echten Green New Deals erforderlich sind. Die Teilnehmenden wiesen auch auf die Notwendigkeit hin, im Zusammenhang mit den Strategien zur Anpassung an den Klimawandel die Erhaltung der Biodiversität zu berücksichtigen.
Die von der Schweiz angeregte Diskussion über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Handel und Umwelt führte zu einem regen Austausch. Die Direktoren der Agenturen kamen zum Schluss, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Diese soll festlegen, welche Elemente für einen Green New Deal erforderlich sind. Zu solchen Elementen könnte beispielsweise ein System von Indikatoren gehören, die es erlauben, den Umwelteinfluss auf sämtliche Produkte und Dienstleistungen zu messen. Ein solches Systems sollte zeigen, welche Produkte und Dienstleistungen tatsächlich umweltverträglich sind.
Nach Ansicht der Teilnehmenden ist bei Gesprächen im Zusammenhang mit einer Anpassung an den Klimawandel unbedingt das Thema Biodiversität zu berücksichtigen. Statt sich mit Schutzmassnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu begnügen, muss mit der Natur gearbeitet und deren Anpassungsfähigkeiten genutzt werden. Eine Erweiterung der Wasserläufe beispielsweise führt bei der nachhaltigen Prävention von Hochwasser im Allgemeinen zu besseren Resultaten als der Bau immer grösserer Staudämme.