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Peter Koenig ist Wirtschaftswissenschaftler und geopolitischer Analyst. Er ist auch ein Spezialist für Wasserressourcen und Umwelt. Er arbeitete über 30 Jahre lang mit der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation auf der ganzen Welt in den Bereichen Umwelt und Wasser. Er hält Vorlesungen an Universitäten in den USA, Europa und Südamerika.
Gerüchte besagen, dass die verbleibenden Monate des Jahres 2020 drastische und explosive Veränderungen im weltweiten Finanzsystem mit sich bringen könnten. Aber solche “Weltuntergangs”-Gerüchte kursieren seit einigen Jahren bei jedem Herbstanfang.
Warum?
Der US-Dollar wird immer schwächer und schwächer. Er befindet sich zwar nicht ganz im freien Fall, bleibt aber dennoch eine wichtige Handelswährung und eine wichtige Weltreservewährung. Und für viele Ökonomen ist das schwer zu verstehen.
Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass der Zusammenbruch des Dollars von einem Tag auf den anderen kommen wird. Das wäre nicht gut für die Weltwirtschaft, da immer noch zu viele Länder vom Dollar abhängig sind.
Die Tatsachen sind,
i) Chinas Devisenreserven sind gerade erst auf einen Gegenwert von 3,112 Billionen US-Dollar angestiegen, davon etwa 1,3 Billionen US-Dollar – und im Allgemeinen wachsen die Devisenreserven weiter;
ii) innerhalb kurzer Zeit, möglicherweise bis Ende 2021, könnte der chinesische Yuan oder Renminbi (RMB) nach dem US-Dollar und dem Euro zur drittgrößten Reservewährung der Welt werden und den japanischen Yen und das britische Pfund übertreffen, wie CNBC berichtet;
iii) laut Morgan Stanley haben mindestens 10 Regulierungsbehörden (d.h. Zentralbanken und ähnliche Devisenregulierungsinstitutionen) den Yuan 2019 zu ihren Reserven hinzugefügt, so dass sich die Gesamtzahl auf 70 beläuft – Tendenz steigend; und
iv) Nach Angaben der FED könnte die US-Wirtschaft bis Ende 2020 oder Mitte 2021 mehr als ein Drittel ihres BIP verlieren, während Chinas Wirtschaft im Jahr 2020 voraussichtlich um 1,3% (IWF) wachsen wird und nach Chinas eigener Schätzung bis zu 3,5%.
Angesichts des Zusammenbruchs der Weltwirtschaft im Zusammenhang mit….