Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03232.jsonl.gz/3211

Das US-Verteidigungsministerium (DoD) darf korrigierende Massnahmen in Bezug auf die Vergabe des grossen Cloud-Auftrags Jedi unternehmen. Dies hat ein Bundesgericht gemäss einem Bericht des auf Beschaffungen spezialisierte Onlinemediums 'fedscoop.com' entschieden. Bei Jedi (Joint Enterprise Defense Infrastructure) handelt es sich um einen 10 Milliarden US-Dollar schweren Auftrag, der im Oktober 2019 an Microsoft vergeben wurde. Amazon hat die Vergabe angefochten, mit der Begründung, der Auftrag sei wegen unzulässiger Beeinflussung durch Präsident Donald Trump an Microsoft vergeben worden.
AWS argumentierte ausserdem, dass Microsofts Vorschlag zu einer Art von Speicher, der in einem bestimmten Preisszenario angeboten wurde, technisch nicht mit den vom Verteidigungsministerium festgelegten Anforderungen übereinstimmte und daher aus dem Rennen hätte genommen werden müssen.
Das DoD hat nun 120 Tage Zeit, "die Aspekte der Beschaffung, die unter [Amazons] Protest angefochten wurden, zu überarbeiten", zitiert das US-Magazin.
Vergangenen Monat hat das DoD einen Antrag beim Gericht gestellt, eben dies machen zu dürfen. Es wurde bereits erwartet, dass das zuständige Bundesgericht die Neubewertung zulassen wird
.
"Wir freuen uns über die Entscheidung des Gerichts, unserem Antrag stattzugeben", zitiert 'fedscoop.com' einen Sprecher
des Pentagons. Das DoD werde nun die Anbieter auffordern, entsprechend überarbeitete Angebote einzureichen.
AWS hat bereits den Antrag des DoD kritisiert und nannte ihn einen Versuch, den Jedi-Vertrag zugunsten des Gewinners, Microsoft, zu "manipulieren". Der Regierung sollte es nicht erlaubt sein, die Massnahmen nun so zu manipulieren, um die "Illusion aufrechtzuerhalten, dass Microsoft den niedrigsten Preis anbot", sagte ein AWS-Sprecher.