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Im Jahr 1895 organisierten die Schwarzen der Nation Nagô den ersten “Afoxé“, eine Parade, die sie “Afrikanische Botschaft“ benannten. Sie marschierten in Kleidern und mit Schmuckobjekten, die sie aus Afrika importiert hatten.
1896 folgte der zweite “Afoxé“, genannt “Afrikanisches Fest“, ebenfalls von Schwarzen organisiert. Die Gruppen präsentierten sich in afrikanische Kultstätten und gingen singend und tanzend in der Tradition ihrer Vorfahren auf die Strasse.
Die “Afoxés“ präsentierten sich in den armen Viertels der Baixa dos Sapateiros, Taboão, Barroquinha und Pelourinho, während die grossen Clubs sich für ihre Paraden die nobleren Viertel der Stadt aussuchten.
Neun Jahre später durchbrach ein anderer Afoxé jenen stillschweigenden Kompromiss – seine Mitglieder stiegen die Barroquinha und Ladeira de São Bento hinauf – und ernteten prompt Proteste, aus denen der Bruch jenes stillschweigenden Paktes resultierte, und damit ein ernstes Problem der Klassen- und Rhythmen-Trennung beim Karneval der Stadt Salvador.
Angehörige des Roten Kreuzes gründeten im Jahr 1900 den Karnevalsclub “Os Inocentes em Progresso“ (Der Fortschritt der Unschuldigen). Der Name des Clubs wurde von einer Kinderbande inspiriert, die am Gebäude vorbeizog – singend und auf Büchsen trommelnd.
1949, dem Jahr, in dem die Stadt Salvador 400 Jahre alt wurde, wird der Afoxé “Filhos de Gandhi“ gegründet – von den Stauern des Hafens von Salvdor, zur Huldigung des grossen pazifistischen Führers aus Indien, Mahatma Gandhi – der 1948 ermordet wurde.