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Geschlechterrollen werden heute breit diskutiert und hinterfragt. Wie der Mensch zum Tier steht, und in welchen Kategorien dabei gedacht wird, ist hingegen ein weniger präsentes Thema. Zeit für das Kunstmuseum, eine Ausstellung dazu zu lancieren. Sie heisst “Yellow Creature”, wobei der Titel an eine Figur im Comic “Captain Slaughterboard geht vor Anker” von Mervyn Peake anlehnt, welcher 1939 erstveröffentlicht wurde (in den Bildern der titelgebende Piraten-Kapitän, sowie sein Schiff “Black Tiger”).
Dieses gelbe Wesen lässt sich nicht in eine Kategorie zwängen – es ist weder Mensch noch Tier, weder männlich noch weiblich. Inspiriert von dieser Figur hat Kuratorin Fanni Fetzer multimediale Beiträge zu verschiedensten verwandten Themen zusammengeführt: Geschlechteridentität als Transgender-Person, “Heimat” als ausgewanderter Jamaikaner, die europäische Sicht auf den afrikanischen Kontinent und noch vieles mehr.
So gibt es einen Kurzfilm über die Produktion von Austerperlen zu sehen, oder die Kurz-Serie “Green Porno” über Tiere und ihre Fortpflanzungsarten, dargestellt von Isabella Rossinelli in liebevollen Tierkostümen.
Die Ausstellung knüpft zudem an die Ausstellung “Transformer” im Kunstmuseum von 1974 an. Diese beschäftigte sich damals mit den Geschlechterrollen – “Yellow Creature” denkt einen Schritt weiter.
Fanni Fetzer hat uns durch die Ausstellung geführt. Im Podcast erfährst du von ihr, welches Buch du lesen solltest, bevor du die Ausstellung besuchst (Spoiler: keins, aber…), und ob man Hunde essen soll: