Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03394.jsonl.gz/1029

Betrachten wir das «Heilig dem Herrn» etwas näher. Es musste auf ein Stirnblatt von Gold eingegraben werden. Gold stellt in der Bibel sinnbildlich die Herrlichkeit Gottes dar. Wer heilig ist und heilig lebt, offenbart damit unbewusst das Wesen Gottes: Herrlichkeit. Das goldene Stirnblatt mit der Inschrift «Heilig dem Herrn» musste vorne an der Stirn befestigt werden, also dort, wo der Sitz der menschlichen Gedanken ist, dort, von wo die Befehle ausgehen. Dort, auf den eigentlichen Sitz der Persönlichkeit, legt der Herr Seine Hand und prägt gleichsam Seinen Stempel «Heilig dem Herrn» auf. Das «Heilig dem Herrn» war auf dem Stirnblatt eingegraben «wie man Siegel eingräbt». Etwas, was eingraviert ist, stellt eine unabänderliche und unwiderrufliche Tatsache dar. Es ist, als habe der Herr damit Seinen Knecht versiegelt und damit ausdrücklich vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt kundgetan: «Er ist Mein!» Das Stirnblatt des Hohenpriesters Aaron war dort, wo es jedermann sehen und lesen konnte. Aaron musste also nicht sagen: «Ich gehöre dem Herrn», denn das sah man ihm auf den ersten Blick an. Wahrhaft Geheiligte reden durch ihr Wesen lauter als durch ihre Worte; sie sind lesbare Briefe Christi, von allen Menschen gelesen.
«Ihr sollt heilige Leute vor Mir sein.»
2. Mose 22,30