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Wetterradar
Den Begriff Wetterradar hört man immer wieder, sei es in der Alltagssprache, im Gespräch mit den Kollegen oder Nachbarn oder vor allem in den Nachrichten. Als häufiges Ergebnis wird auch bei der Suche nach den aktuellen Verhältnissen der Begriff Wetterradar sehr häufig auf. So alltäglich er auch ist und wir eine ungefähre Vorstellung davon besitzen, was er meinen könnte, benutzen wir ihn häufig ohne wissen, was ein Wetterradar eigentlich genau ist oder wie er funktioniert. Das geht vielen so, die sich nicht eingehender mit der Meteorologie beschäftigen. Daher wird an dieser Stelle erläutert, was in der Meteorologie genau unter Wetterradar verstanden wird und wie seine Funktionsweise aussieht.
Definition eines Wetterradars
Ein Wetterradar bezeichnet jede Art von Radargerät, das in erster Linie dafür konzipiert ist, sensorisch Wetterdaten zu erfassen und zur Auswertung weiterzuleiten, sodass sich die Grosswetterlage vorhersagen lässt. Ein Werteradar ist also ein unverzichtbares technisches Instrument ohne die eine möglichst genaue Wettervorhersage sich sehr schwierig gestalten liesse. Es gibt unterschiedliche Typen von Wetterradargeräten, die häufig über eine Vernetzung unter einander verfügen. Die einzelnen Radarinformationen werden an einen Grossrechner geleitet, der durch die Auswertung der Daten die momentane Wetterlage berechnet und in Kombination mit den ihm zur Verfügung stehenden Daten aus vergangenen Wetterberichten sowie mit Hilfe von Simulationen eine Wettervorhersage ermöglicht.
Niederschlagsradare
Den bekanntesten Typ dürfte wohl das Niederschlagradar darstellen, welches auch im Alltag gerne Regenradar genannt wird. Regenradare gehören zur Kategorie der Impulsradare und bewegen sich im niedrigen Frequenzbereich. Dies ist notwendig, sodass Hydrometeore Wetterphänomen bereits in einer Grösse von 100 µm bis zu einigen Millimetern registrieren können. Hydrometeore bezeichnet alle Arten kondensierten Wassers, die sich an der Erdoberfläche oder in der Atmosphäre beobachten lassen. Dazu gehören beispielsweise Eiskörner, Hagelkörner, Regentropfen, Wolken, Schneeflocken oder Graupel.
Niederschlagradargeräte in dem niedrigen Frequenzbereich, der auch S-Band genannt wird, werden zum Grossteil in Regionen mit tropischem Klima eingesetzt, da die Sensibilität für die niedrigen Frequenzbereiche dort notwendig ist. In einem gemässigten Klima wie wir es in Deutschland haben ist es häufig sinnvoller ein Radargerät mit höherem Frequenzband zu nutzen.
Wetterradargeräte verfügen wie schon angesprochen über eine unterschiedliche Nutzung verschiedener Frequenzbereiche und erreichen damit jeweils eine maximale Reichweite. Dies ist immer jeweils an den Zielen der Beobachtung bzw. den Erwartungen der Ergebnisse orientiert. Ein Wetterradar kann gerade bei hoher Entfernung sehr genau erfassen, da durch die Divergenz der elektromagnetischen Wellen über einen grösseren Bereich der Radarimpuls räumlich ausdehnt. Je weiter ein Wetterradar sich von den untersuchten Wetterphänomen entfernt ist, desto genauere Angaben kann es darüber machen. Wie wichtig das letztendlich für das Ergebnis ist, hängt eben von den zu beobachtenden Wetterphänomenen ab. Kleine Wetterradargerät beschränken sich auf eine kleinere regionale Untersuchung, während Grossraumwetterradar meist grosse Gebiete abdecken.
Ein Gewitterradar misst zusätzlich Blitze und ist vor allem in der Schweiz auch als Donnerradar bekannt. Der Deutsche Wetterdienst verfügt über insgesamt 17 Radarstandorte in Deutschland, die je eine Reichweite von 150 km abdecken. Dadurch lassen sich regionale Wetterunterschiede als auch die Grosswetterlage für ganz Deutschland bestimmen. Der Deutsche Wetterdienst kann mit 17 Radarstandorten mit einer Reichweite von je 150 km die Gesamtfläche Deutschlands abdecken.