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Im umgebauten Aquarium des Zürcher Zoos sind zwei Spezies zuhause, die Gegensätze vereinen: Seepferdchen, bei denen die Männchen gebären, und Fische, die über Land gehen können. Beide Arten sind am Mittwoch vor den Medien präsentiert worden.
Seepferdchen sind wunderliche Geschöpfe der Meereswelt. Langsam bewegen sie sich aufrecht durch das Wasser, ihren Schwanz verwenden sie nicht als Antrieb sondern als Greifarm. Die Männchen gebären die Jungen. Rund fünfzig Seepferdchenarten sind bekannt. Die kleinsten messen nur 13 Millimeter, während die grösste Art 35 Zentimeter lang werden kann.
Sie leben in Seegraswiesen, Korallenriffen und Mangrovenwäldern - Lebensräume, die bedroht sind. Auch die Tiere sind bedroht, durch Umwelteinflüsse, Lebensraumverlust und Jagddruck. So werden jährlich Millionen von Seepferdchen gefangen, um als Aquarienfische, getrocknete Souvenirs oder Heilmittel in der Chinesischen Medizin verkauft zu werden.
Etwas grösser, bis zu 20 Zentimeter, kann der Schlammspringer werden. Er ist ein Fisch, der in der Gezeitenzone lebt: Dem Flachwasser am Übergang von Wasser zu Land. Der Fisch selbst verkörpert den Übergang. Er atmet über seine Kiemen, kann jedoch auch Sauerstoff über Haut und Mundschleimhaut aufnehmen.
Er gräbt sich im Meeresboden Höhlen, kann aber auch an Land überleben. Dazu führt er in speziellen Hauttaschen Wasser mit sich auf seinen Landgängen. Dieses Wasser nutzt er, um über die Kiemen zu atmen und seine auffälligen Glubschaugen, die auf der Oberseite des Kopfes sitzen, zu befeuchten. (sda)