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Dieser Wettbewerb hatte zur Aufgabe ein Freiheitsdenkmal am Vabaduse Väljak (Freiheitsplatz) im Zentrum Tallinns zu entwerfen. Erwartet wurde ein monumentales Kriegsdenkmal, welches an den Freiheitskrieg (Vabadussõda) von 1918 erinnern sollte. Wie die Geschichte aber gezeigt hat, war die Freiheit gerade in den baltischen Staaten seit 1918 oft stark eingeschränkt und in Frage gestellt. Deswegen wird mit diesem Projekt – über die Wettbewerbsvorgaben hinaus – ein Denkmal vorgeschlagen, das nicht nur an ein einzelnes Ereignis in der Vergangenheit erinnert, sondern sich auch mit der jüngeren Geschichte und insbesondere mit der Gegenwart auseinandersetzt. Das Projekt besteht aus den wechselnden Silhouetten estnischer Bürger, die während eines Jahres Teil dieses Denkmals sein wollen. Ein weiterer Bestandteil sind für jede Dekade seit 1918 eine fix-installierte Silhouette einer historischer Persönlichkeit, die sich in ihrer Zeit für Freiheit eingesetzt hat. 90 Prozent des gebildeten Netzwerks erneuern sich jedes Jahr und so befindet sich das Denkmal in konstantem Wandel. Die Anzahl der Figuren repräsentiert die Jahre seit der Erklärung der Unabhängigkeit in 1918. Jedes Jahr kommt eine dazu. Somit kann das Monument mit seinen 200 Plätzen bis ins Jahr 2118 wachsen.
Aufgabe: Öffentlicher Raum / Typ: Offener Wettbewerb / Ort: Tallinn, Estland / Jahr: 2007 / Fläche: 2500m2 / Auftraggeber: Estnisches Verteigungsministerium / Status: abgeschlossen / Projektteam: Johannes Feld, Tomo Hayashi, Liis Voksepp / In Zusammenarbeit mit: Tomo Hayashi und Liis Voksepp