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Melitaea diamina
Das Wissen verschiedener Expert*innen wurde bei der Auswahl der Insektenart einbezogen.
Steckbrief
- Merkmale
- Flügelspannweite: 40 – 48 mm
- Zeichnung
- Falter: Dunkelbraune Grundfärbung, neben der vor allem auf den Vorderflügeln, aber auch auf den Hinterflügeln orange Flecken verteilt sind. Das Weibchen ist in der Regel grösser und stärker gefleckt. Die Unterseite der Hinterflügel ist am Saumstreifen dunkel ockergelb und die anschliessende Randmondreihe ist auffallend hell. Die Randmonde grenzen an nach innen an orange Felder mit einer Reihe dunkler Punkte, die zum Teil als Kreise ausgebildet sind.
- Raupe: Die erwachsene Raupe ist schwarz-weiss gesprenkelt und besitzt Dornen mit schwarzen Haaren. Auf Höhe der Stigmen befindet sich eine weisse Linie. Der Kopf ist schwarz.
- Ei: Die Eier sind weisslichgelb, später etwas kräftiger in der Farbe. Sie besitzen 24-28 schwache Längsrippen. Die Eier werden in Häufchen an die Blattunterseite der Nahrungspflanze abgelegt.
- Puppe: Die Puppe ist weiss und mit schwarzer Fleckung und hellbraunen Knopfwärzchen am Hinterleib. Die Verpuppung findet an Mauern oder an Pflanzen statt.
- Nahrung
- Nahrungspflanze der Raupe: Valeriana officinalis (Echter Arznei-Baldrian), Plantago lanceolota (Spitz-Wegerich), Filipendula ulmaria (Echtes Mädesüss), Melampyrum pratense (Wiesen-Wachtelweizen) u. a.
- Die Raupen fressen gesellig und überwintern zusammen in einem Gespinst unter dürren Blättern. Nach der Überwinterung vereinzeln sie sich.
- Lebensraum
- Besiedelt Wiesen die höchstens einmal pro Jahr genutzt werden. Seltener auch Weiden. In tieferen Lagen sind sie vor allem auf Feuchtwiesen, Hochmoorränder und krautigen Stellen an Bachrändern und Waldwiesen zu finden.
- Vorkommen
- Ganze Schweiz, im Flachland lokal auf Rietwiesen und in den Bergen weiter verbreitet auf den Wiesen in Waldnähe. Die obere Verbreitungsgrenze liegt bei 2000m.ü.M.
- Lebensweise
- Die Raupen leben von Juli bis Oktober und nach der Überwinterung von April bis Anfang Juni an der Futterpflanze. Die Schmetterlinge fliegen jährlich in einer Generation von Mai bis Juli, in warmen Regionen fliegen sie in zwei Generationen von Mai bis Juli und von August bis September. Die Weibchen legen ihre Eier in kleinen Grüppchen unter die Blätter ihrer Futterpflanzen.
- Gefährdung und Schutzmassnahmen
- Rote Liste Status: potenziell gefährdet
- Durch Düngung, Dränagen und Auffüllungen sind die feuchten Lebensräume des Baldrian-Scheckenfalters gefährdet.
Quelle: Schmetterlinge der Schweiz 3. Auflage, natur-schmetterlinge.ch