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Der bislang wenig überzeugende Auftritt der Europäer, die im US- Bundesstaat Minnesota auf ihren vierten Ryder-Cup-Triumph in Serie ausgehen, lässt sich weitgehend an Lee Westwood festmachen. Ausgerechnet der Erfahrenste in der Mannschaft von Captain Darren Clarke spielt am schlechtesten. An seinem zehnten Ryder Cup bezog der Engländer zum Auftakt mit dem belgischen Neuling Thomas Pieters gegen Dustin Johnson/Matt Kuchar eine Kanterniederlage.
Während Pieters danach an der Seite von Rory McIlroy auftrumpfte und drei Partien nacheinander gewann, enttäuschte Westwood auch im Verbund mit seinem englischen Landsmanns Danny Willett, dem Sieger des US Masters 2016 und des letztjährigen Omega European Masters in Crans-Montana. Westwood/Willett hatten die ebenfalls nicht überzeugenden J.B. Holmes/Ryan Moore lange Zeit einigermassen gut im Griff. Bei unentschiedenem Spielstand hatten sie am 17. Loch die riesengrosse Chance, in Führung zu gehen und damit im schlechtesten Fall einen halben Punkt für ihre Mannschaft sicherzustellen. Dann jedoch spielten sowohl Westwood als auch Willett so stümperhaft, dass nicht sie, sondern die Amerikaner das Loch gewannen. Am 18. Loch kam es für Westwood noch viel schlimmer. Zuerst spielte er den Ball mit einem zauberhaften Schlag weniger als einen halben Meter ans Loch heran. Der Putt schien nur eine Formsache zu sein, aber der gestresste Westwood schob den Ball kläglich daneben.
So steht es denn vor den zwölf Einzel vom Sonntag Ortszeit 9,5:6,5 für die Golfer von Captain Davis Love. Vor vier Jahren, bei ihrem letzten Ryder-Cup-Heimspiel, führten die Amerikaner vor dem Schlusstag 10:6. Danach liessen sie sich noch überflügeln. Für ihren ersten Sieg seit 2008 benötigen die Amerikaner noch fünf Punkte. Die Europäer brauchen 7,5 Punkte, um den Cup zu behalten.
(SDA)