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Vor einigen Monaten erschienen in der Fachzeitschrift Nature zwei interessante Studien über die ersten Menschen, die Europa besiedelten (hier und hier). Die New York Times schrieb darüber einen längeren Text, der jedoch nicht kostenlos gelesen werden kann. Die Einleitung des Artikels bringt aber das Wichtigste auf den Punkt, hier eine grobe Übersetzung:
In der Untersuchung von DNA-Proben aus Überresten von 357 Urzeit-Europäern haben Wissenschaftler faszinierende Erkenntnisse gewonnen. Sie stellten fest, dass verschiedene Jäger- und Sammlergruppen in mehreren Wellen nach Europa eingewandert waren. Die umfangreichen Studien enthüllten die Existenz von mindestens acht unterschiedlichen Populationen, von denen einige genetisch beträchtlich voneinander abwichen, weit mehr als die heutigen Europäer und Asiaten es tun. Diese verschiedenen Gemeinschaften lebten über Jahrtausende hinweg Seite an Seite in Europa, pflegten den Austausch von Werkzeugen und teilten ihre kulturellen Einflüsse. Manche dieser Gruppen trotzen den harten Bedingungen der Eiszeit, während andere verschwanden und möglicherweise durch konkurrierende Gemeinschaften ausgelöscht wurden.
Die jüngsten genetischen Analysen deuten darauf hin, dass die ersten sesshaften Bauern, die vor etwa 8000 Jahren Europa bevölkerten, auf Nachfahren dieser Jäger- und Sammlerkulturen trafen. Sie begegneten Menschen mit heller Haut und dunklen Augen im Osten sowie möglicherweise auf Menschen mit dunkler Haut und blauen Augen im Westen.