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Die vieldiskutierte Szene ereignete sich 10 Runden vor Schluss. Sebastian Vettel attackierte den in Führung liegenden Mark Webber kompromisslos und nahm dabei einen Crash in Kauf. Obwohl das Manöver am Ende glimpflich ausging, war man bei Red Bull ausser sich.
Vettel: «Bin grosses Risiko eingegangen»
«This is silly, Seb! Come on», funkte Teamchef Christian Horner umgehend. Dass er einen «Blödsinn» angestellt hatte, war Vettel nach dem Rennen bewusst. «Ich habe einen Fehler gemacht und möchte mich entschuldigen. Ich sehe, Mark ist sauer. Er wollte das Auto und die Reifen schonen, ich hätte meinen Platz halten sollen. Ich bin ein grosses Risiko eingegangen, um ihn zu überholen», gab Vettel zu.
Webber, auf dem Podest und bei der anschliesssenden Pressekonferenz sichtlich angefressen, hielt sich mit verbalen Angriffen zurück und sagte lediglich: «Seb hat heute seine eigenen Entscheidungen getroffen. Ich habe in den letzten Runden über vieles nachgedacht.» Jetzt werde er erstmal surfen gehen.
Rosberg darf nicht an Hamilton vorbei
Nicht nur bei Red Bull, auch bei Mercedes herrschte nach dem GP von Malaysia Gesprächsbedarf. Teamchef Ross Brawn liess den auf Rang 4 liegenden und deutlich schnelleren Nico Rosberg nicht an Lewis Hamilton vorbei. «Ich bin ein bisschen enttäuscht, das Auto lief sehr gut. Ich bin lieber Dritter als Vierter», erklärte Rosberg, um vielsagend anzufügen: «Ich habe es akzeptiert, aber nicht eingesehen.»
Die neue Formel-1-Saison scheint nach dem turbulenten GP von Malaysia definitiv lanciert.