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| Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)

Buch IV.
50.
Sie pflegen mittels solcher Beweise gar manche zu täuschen, die sich allzu eifrig mit Sternkunde befassen, und versuchen damit die Religion zu stützen, die sich doch von ihrer Auffassung gar sehr unterscheidet. Deshalb, Geliebte, wollen wir uns vor dem ohreulenhaften Anstaunen von Nichtigkeiten hüten; derlei ist nämlich Tanz, nicht Wahrheit. Diese Sterne zeigen nichts, vielmehr haben die Menschen für ihren eigenen Bedarf zur genaueren Bezeichnung gewisser Sterne die Namen so festgesetzt, damit sie ihnen so kenntlich seien. Denn was haben die am Himmel zerstreuten Sterne für eine Ähnlichkeit mit den Bären, Löwen, Bock, [S. 85] Wassermann, Kepheus, Andromeda, oder wie die Schatten im Hades heißen, da diese Menschen und diese Namen weit späteren Datums sind als die Entstehung der Sterne? Und doch bemühen sich die Irrlehrer, durch die Wundererscheinung verblüfft, gar sehr, durch derlei Beweise ihre eigenen Lehren zu stützen!