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Anzahl Werkstätten: 2
Anzahl Werkstätten: 2
Vierecke auf dem handgemalten Boden: 1012
ADVENTureBOX-Ausstellungen seit 1995: 21
Ausstellungsfläche total: 57m2
Herkunftsländer der ausgestellten SchmuckdesignerInnen: 11
1 Decoupiersäge
1 Fräsmaschine
18 Hämmer
4 Schieblehren
9 Scheren
4 Metallsägen
141 Bohrer, verschiedene Durchmesser
215 Schleifkörper
4 Feilnagel
3 Werkbänke
Plinius berichtet über die berühmten, tropfenförmigen Perlen an den Ohrringen der ägyptischen Königin Kleopatra. Er schätzte den Wert dieser beiden Perlen auf ca. 60 Millionen Sesterzen (das waren zu dieser Zeit ca. 1,9 Mio. Unzen feinen Silbers). Er erzählt, dass Kleopatra, um dem römischen Feldherrn Marcus Antonius ihre Liebe zu beweisen, mit diesem eines Tages wettete, ihm das teuerste Festessen aller Zeiten bereiten zu können. Marcus Antonius nahm die Wette an. Kleopatra verblüffte ihn, indem sie ihm nur leere Teller und zwei Gläser Wein als Festessen vorsetzte. Sie löste eine der beiden Perlen ihrer Ohrringe in ihrem Glas Wein auf und trank es. Dann reichte sie Marcus Antonius die zweite Perle, damit er dasselbe tue. Er gab sich augenblicklich geschlagen und reichte der Königin die verbliebene Perle zurück.
(Die üblichen Skeptiker führen hier natürlich ins Feld, dass das Auflösen einer Perle selbst bei einer stark säurehaltigen Flüssigkeit ein langwieriger Prozess ist und bis zu fünf Tagen dauern kann.)
Perltaucher suchten vor allem im Persischen Golf, aber auch vor den Küsten Ceylons und Indiens nach Perlen. Mit Steingewichten beschwert, tauchten sie in die Tiefe. Dabei blieben ihnen lediglich eine bis eineinhalb Minuten unter Wasser. In dieser Zeit mussten sie die Muscheln von den Felsen brechen, sie in einem Beutel sammeln und sich dann – auf ein Signal am Seil hin – wieder in das Boot ziehen lassen. Dort wurden ihnen erhitzte Decken übergeworfen, um den Schock des Auftauchens zu lindern. Obwohl sich die Taucher mit dunklem Harz beschmierten und Warnschreie ausstießen, wurden sie oft von Haien angefallen.
Entgegen der allgemeinen Meinung wurden Perlen schon in sehr früher Zeit gezüchtet. Dokumente aus vorchristlicher Zeit belegen das Betreiben von Perlzuchten in der arabischen Welt. Auch in China wurden in der Antike kleine Buddha-Figuren aus Blei, Elfenbein oder Gips in Austern eingepflanzt, die diese dann mit Perlmutt beschichteten.
Nur 30% der geimpften Muscheln produzieren Perlen. 10% sind kommerziell nutzbar, lediglich 3% sind perfekt rund, und nur 0,5% erreichen die höchste Qualitätsstufe. Das bedeutet: rund 6000 Austern muss ein Zellkern eingesetzt werden, damit etwa 30 perfekte Perlen für ein Perlencollier entstehen.
Je größer, runder, farbenprächtiger, ebener und schimmernder eine Perle ist, desto größer ist ihr Wert.
Der grösste je gefundene Rohdiamant war der CULLINAN mit einem Gewicht von 3’106 ct. (621,2gramm). In Amsterdam wurde er 1908 vom Schleifer J. Ascher in 105 Steine gespalten, davon in neun grosse und 96 kleine Teile.
Nur ein Viertel aller Diamanten ist qualitativ überhaupt als Schmuckstein geeignet.
Der Diamant ist Sinnbild für Schönheit, Seltenheit, Beständigkeit und Kostbarkeit, Symbol für Mut, Kraft, Liebe und Treue. Der Legende nach soll er vor Wahnsinn und dem Teufel schützen, Ehebruch anzeigen und Zank und Streit abwenden – das alles aber nur, wenn er geschenkt und an der linken Körperseite getragen wird.
Diamant kristallisiert im kubischen Kristallsystem und ist in reinem Zustand farblos und transparent. Verunreinigungen führen jedoch zu den verschiedensten Farben.
Der mit Abstand bedeutendste Platinproduzent ist Südafrika, gefolgt von der Russischen Föderation (vor allem nördlicher Ural).
Platinnebenmetalle: Palladium, Iridium, Rhodium, Osmium, Ruthenium.
Silber hat eine beinahe weisse Farbe und übertrifft alle anderen Metalle hinsichtlich Reflexionsvermögen und Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität.
Silber ist in Salpetersäure löslich, jedoch gegenüber den meisten anderen Chemikalien resistent.
Die größten Silberproduzenten sind Mexiko, Peru, und Australien.
Da reines Silber für die Schmuckherstellung zu weich ist, wird es mit anderen Metallen legiert. Das für Schmuck übliche Sterling Silber besteht zu mindestens 925 Teilen aus Silber und zu 75 Teilen aus anderen Metallen.
Silberfäden oder Silberionen hemmen in der antimikrobiellen Ausrüstung von Textilien das Wachstum von Bakterien auf der Haut und verhindern damit unangenehme Gerüche.
Blattgold und Blattgoldflocken dürfen als Lebensmittelfarbe E 175 zum Vergolden von Speisen verwendet werden.
Gold wird nur von Königswasser angegriffen und ist gegen beinahe alle anderen Chemikalien resistent.
Zentralbanken lagern weltweit über 30’000 Tonnen.
Ca. 60% der Goldproduktion wird in der Schmuckbranche verarbeitet.
1 Unze (31.1 g) Gold kann zu einem Faden von über 50 Kilometer gezogen werden.
Ein Karat entspricht einem Goldanteil von 1/24. Gold mit einem Gehalt von 18 Karat enthält daher 75% Gold, 24 Karat entspricht reinem Gold (Feingold).
Ausgestellte Schmuckstücke: 2748
Ausgestellte Ringe: 1177
Gründung Friends of Carlotta: 1990
Eröffnung der Galerie Friends of Carlotta: 1995
Vergabe des Friends of Carlotta-Schmuckpreises: Bisher 6
Ausstellungsräume: 2
MitarbeiterInnen: 4
1 Walze
1 Drehbank
68 Feilen
2 Lötanlagen klein
3 Sets Kugelpunzen und Anken aus Metall
7 Pinzetten
18 Zangen
4 Schraubstöcke
1 Ultraschall-Reinigungsgerät
1 Hebel-Blechschneideschere
1 Boraxkegel
8 Fingerlinge
La Peregrina – die wohl berühmteste Perle der Welt wurde im 16. Jahrhundert an der Küste Panamas gefunden. Die eiförmige Perle wiegt 203,8 Grains (ca. 14 Gramm) und gilt als eine der Schönsten der Welt. Prinz Philipp II. von Spanien schenkte sie seiner Braut Maria Tudor, der Tochter Heinrichs VIII. Von da an lag die Perle in verschiedenen königlichen Schmuckschatullen, unter anderem bei Napoleon lll. und Königin Viktoria. 1969 wurde sie bei Sotheby’s versteigert; der Schauspieler Richard Burton ersteigerte sie für 37’000 US-Dollar als Geschenk zum Valentinstag für Elizabeth Taylor. Sie liess La Peregrina bei Cartier in einem Collier fassen.
Schätzungen zufolge müssen mehr als 15000 Perlaustern aus der Natur geöffnet werden, um eine dieser erlesenen Perlen zu finden.
Tahiti-Perlen: an die 600 Perlzuchtfarmen in Tahiti produzieren heute über 5000 Kg schwarzer Zuchtperlen jährlich.
Das Gewicht der Perle wird in Grain angegeben (1 Grain= 0,06479891 Gramm, resp. 1 Gramm = 15,432551 Grain.).
Als Echte Perle dürfen nur natürlich entstandene, also nicht gezüchtete Perlen bezeichnet werden. Vereinzelt werden sie auch als Orient-Perlen bezeichnet.
Mit Lüster ist der Oberflächenglanz einer Perle gemeint. Je leuchtender und klarer der Lüster auf der Perlenoberfläche, desto höher wird die Qualität einer Perle eingestuft.
Die Farbe einer Perle ist abhängig von der Art der Perlmuschel, ihrem Lebensraum und der Wassertemperatur. Sie reicht von Weiß über Gelb und Rosa bis zu Grau und Grün.
In den Südseegewässern Burmas, Indonesiens, Australiens, Tahiti, Thailand, Neuguinea und den Philippinen lebt die silberlippige Perlauster Pinctada Maxima, zwischen deren Schalen eine der teuersten aller Zuchtperlen entsteht: die Südsee-Zuchtperle. Der Schwerpunkt der Züchtung liegt an der Nordküste Australiens.
Der älteste bekannte Perlschmuck befindet sich im Ägyptischen Museum in Kairo. Er wird auf 4300 Jahre geschätzt und wurde als Grabbeigabe einem persischen König mit auf seine letzte Reise gegeben.
Auch in unsere Sprache hat der Status der Kostbarkeit Eingang gefunden: Wir wollen keine „Perlen vor die Säue“ werfen und sprechen von einem „Perle von Mensch“.
Die Weltproduktion an Naturdiamant liegt heute bei etwa zwanzig Tonnen pro Jahr.
Der erste überlieferte Diamantenfund stammte im 4. Jahrtausend v.Chr. aus Indien. Bereits damals schrieb man dem Diamanten magische Wirkungen zu.
Die Härte des Diamanten ist auf seinen einzelnen Kristallflächen unterschiedlich, wodurch es erst möglich wird, Diamant mit Diamant zu schleifen.
Diamant verfügt über den höchsten Schmelzpunkt eines Minerals. Er verglüht in reinem Sauerstoff bei ca. 720°C, in der Luft bei über 800°C zu Kohlendioxid.
Die grössten Diamantenvorkommen befinden sich in Russland, Südafrika, Namibia, Botsuana, der Demokratischen Republik Kongo, Sierra Leone, Australien und Kanada.
41% der Produktion werden in der Schmuckindustrie verarbeitet.
Aufgrund der hohen Schmelztemperatur von 1772 °C konnte Platin lange Zeit nur in weiss-glühendem Zustand geschmiedet werden. 1856 schmolz der deutsche Apotheker und Chemiker Wilhelm Carl Heraeus Platin mit einer Knallgasflamme und begründete mit dieser Technologie eine Platinschmelze. Ende des 19. Jahrhunderts wurden ca. 1000 kg Metall verarbeitet.
Silber ist seit dem Altertum als Schmuck- und Münzmetall bekannt.
Durch den Schwefelgehalt der Luft läuft Silber an – es bildet sich eine schwarze Silbersulfidschicht.
Silber tötet Keime und Bakterien ab.
Rund 30% der Silberproduktion werden für Schmuck und Silberwaren (Besteck etc.) verwendet, über 20% in der Fotoindustrie und über 40% in der übrigen Industrie. Nur rund 4% werden zu Münzen und Medaillen verarbeitet.
Neusilber ist kein Silber, sondern eine silberähnliche, weiße Unedelmetalllegierung aus Kupfer-Nickel-Zink.
In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bis heute schätzungsweise ca. 155’000 Tonnen Gold geschürft.
Olympische Gold– und Silber-Medaillen müssen aus mindestens 92,5 Prozent reinem Silber bestehen. Die so genannte Goldmedaille ist zusätzlich mit mindestens sechs Gramm Gold zu vergolden.
Jährlich werden ca. 2’600 Tonnen Gold gewonnen, ca. 950 Tonnen kommen durch Recycling.
Ca. 15% der Jahresproduktion lagert zu Kapitalanlagezwecken als Barren und Münzen in Tresoren.
Auf eine Tonne Gestein findet man nur gerade 10 Gramm Gold.
Gewinner des FoC-Schmuckpreises 06: Body Politics
Thematische Ausstellungen seit 1995: 13
Permanent ausgestellte Designer: 83
Gewinner des FoC-Schmuckpreises 2005: Spencer J. Gaudoin
Teilnehmende Gestalter bei thematischen Ausstellungen: 50-100
Durchmesser Spiegel Galerieraum: 200cm
2 Tischbohrmaschinen
1 Lötanlage gross
1 Patschhammer
1 Set Aushauer
1 Set Kugelpunzen und Anken aus Holz
6 Metermasse
7 Ringriegel
2 Armbandriegel
1 Radio (100 Watt)
315 Sägeblätter
2 Abbeizgeräte
2 Ankörner
Der römische Kaiser Caligula (12-41 n. Chr.) ernannte sein Lieblingspferd Indicatus zynisch zum Senator und schmückte es anschließend mit einer Perlenkette. Seine dritte Ehefrau, Lollia Paulina, war eine regelrechte Perlenfanatikerin. Plinius begegnete ihr an einem völlig informellen Anlass und beschreibt die Begegnung mit ihr als sehr peinlich. So sei sie an Kopf, Hals, Ohren, Handgelenken und Fingern mit Perlen und Smaragden im Werte von mehr als 40 Millionen Sesterzen überaus üppig ausgestattet gewesen (4 Sesterzen entsprachen damals dem Tageslohn eines Arbeiters). Und um zu beweisen, wie wertvoll der Schmuck, den sie trug, tatsächlich war, hätte sie auch noch die Quittungen von diversen Schmuckhändlern bei sich getragen und überall gezeigt.
Eine der bekanntesten schwarzen Orient-Perlen ist die Azra. Sie ist das Herzstück einer Kette der russischen
Australien produziert bis heute mehr als 60% aller Südsee-Perlen. Sie sind an Qualität und Schönheit nach wie vor unübertroffen.
Zur Zeit kostet eine Auster ca. 1.50 Euro.
Unregelmäßig geformte Perlen nennt man Barock-Perlen.
Wie eine Zwiebel besteht auch die Perle aus vielen Schichten, gebildet aus Tausenden von Plättchen schillernden und gleichzeitig transparenten Aragonits.
Perlen sind härter bzw. widerstandsfähiger als Perlmutt. Ihre Mohs’sche Härte beträgt 3,5-4.
Muscheln erlangen erst nach 2 Jahren ihre Geschlechtsreife. Vorher sind sie zweigeschlechtig. Ein Geheimnis der Natur bleibt, wie die Entscheidung für ein Geschlecht fällt.
Parfüms, Deodorants und Haarspray greifen die strahlende Oberfläche der Perle an.
Fast alle Perlen, die heutzutage für die Schmuckherstellung verwendet werden, sind Zuchtperlen.
Im Mittelalter galten Perlen als Zeichen der Liebe zu Gott. So finden sie auch im Neuen Testament der Bibel Erwähnung: Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, je eines der Tore war aus einer Perle…..
In Indien bedeuten Perlen Kinderreichtum.
Perlen entsprechen dem menschlichen Schönheitsideal. Man assoziiert sie mit Reinheit, Glück, Reichtum und Schönheit.
Der grösste dieser neun Diamanten (CULLINAN 1, 530,2 Karat) ist unter dem Namen Great Star of Africa bekannt. Er wurde tropfenförmig geschliffen und in das Zepter von König Edward VII eingearbeitet. Er misst 53 x 44 x 29 mm und besitzt 76 Facetten (weniger als Sie und ich!).
Wissenschaftler vermuten, dass in der Milchstrasse Kohlenstoff-Planeten existieren, die kilometerdicke Diamantschichten enthalten könnten.
Der Brillantschliff ist die bei Diamanten häufigst angewendete Schliffform und wurde erst um 1910 entwickelt. Nur derartig geschliffene Diamanten dürfen als Brillanten bezeichnet werden.
Diamant ist mit einer Mohshärte von 10 das härteste bekannte Mineral. Seine Schleifhärte ist sogar 140-mal so gross wie die des Korund.
Die Masse einzelner Diamanten wird traditionell in Karat angegeben. 1 Karat = 0,2 Gramm
Jährliche Förderung ca. 230 Tonnen.
Der Internationale Kilogrammprototyp, der in einem Tresor des Internationalen Büros für Gewichte und Maße (BIPM) in Sèvres bei Paris aufbewahrt wird, besteht aus einer Legierung von 90% Platin und 10% Iridium.
Aus derselben Legierung besteht das Internationale Meterprototyp von 1889, das bis 1960 das Meter definierte.
20 % des Silbers wird aus Silbererzen gewonnen. Aus diesen wird das Silber meist durch Cyanidlaugerei mit Hilfe einer 0,1 %igen Natriumcyanid-Lösung herausgelöst. Dazu wird das Erz zunächst fein zu einem Schlamm zerkleinert. Anschließend wird die Natriumcyanid-Lösung dazugegeben.
Silber kommt in der Natur etwa 20x häufiger vor als Gold.
Jährlich werden rund 19’000 Tonnen Silber aus Minen gewonnen. Aus Recycling kommen rund 6’000 Tonnen hinzu. Das meiste Silber wird als Nebenprodukt bei der Gewinnung anderer Metalle gewonnen (Kupfer, Blei, Zink).
Aus 1 Gramm Silber kann ein bis zu 2000m langer Draht gezogen werden.
In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem Zweiten Jahrtausend vor Christus nachweisen.
Mit 1 Gramm Blattgold lässt sich eine Fläche von einem halben Quadratmeter überziehen.
Geschätzte Goldreserven weltweit: 100’000 Tonnen (das entspricht einem Würfel von weniger als 20x20x20 Metern).
Die edelmetallhaltigen Schichten werden in Schächten bis zu 3000 Metern Tiefe abgebaut.
Gold ist das verformbarste aller Metalle. Es lässt sich so dünn schlagen, dass 100‘000 Goldblättchen einen Stapel von lediglich einem cm Höhe ergeben.