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Mohamed Zinet
Algerien | 1971 | 76 min
Sprache : Arabisch
Untertiteln : Englisch, Französisch
Mohamed Zinet (1932-1995), ein algerischer Schauspieler, der auch Pontecorvo bei La Bataille d'Alger (1966) assistierte, erhielt sieben Jahre nach der Unterzeichnung des Abkommens von Evian, das den Algerienkrieg beendete, von der Verwaltung der Weissen Stadt den Auftrag, einen Werbefilm zu drehen. Zinet machte sich 1969 an die Arbeit und stellte Tayia Ya Didou ein Jahr später fertig. Das Ergebnis entsprach jedoch ganz und gar nicht den Vorstellungen der Behörden und landete in einer Schublade. Momahed Zinets einziger Film, der 1971 fertiggestellt wurde aber nie in die Kinos kam, sollte Kult werden. 2016 wurde er restauriert und digitalisiert. In dieser Ode an Algier und die kleinen Leute der Kasbah, in der sich dokumentarische und fiktionale Ansätze, komische und tragische Szenen vermischen – zum Zeitpunkt der Dreharbeiten lagen viele Wunden noch offen –, fängt Mohamed Zinet mit feinem Gespür die Gegenwart ein, um die schmerzhafte Vergangenheit des Landes aufzuarbeiten. Dieser von den MachthaberInnen verschmähte, sich gegen jede Klassifizierung sträubende Film ist bis heute einer der grössten Erfolge in der Geschichte des algerischen Kinos.
Emmanuel Chicon