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Gisin fällt wegen Fehler auf Platz 6 zurück - Gut-Behrami Zweite
Michelle Gisin fehlen nur wenige Tore zu ihrem ersten Riesenslalom-Weltcupsieg. Wegen eines grossen Patzers kurz vor dem Ziel wird die zur Halbzeit führende Obwaldnerin in Kronplatz nur Sechste.
Bei der letzten Zwischenzeit im steilen Schlusshang führte Gisin, die im ersten Lauf die Konkurrenz um eine halbe Sekunde und mehr distanziert hatte, noch um sechs Zehntel vor der nachmaligen Siegerin. Als die Piste schon wieder flacher wurde, rutschte die 27-jährige Engelbergerin auf dem Innenski weg. Zwar hielt sie sich im Rennen, doch mit 1,32 Sekunden Rückstand verpasste Gisin ihren dritten Riesenslalom-Podestplatz in Serie deutlich.
Zweite hinter Tessa Worley wurde Lara Gut-Behrami. Die Tessinerin verlor 27 Hundertstel auf die Halbzeit-Fünfte aus Frankreich, die im Weltcup ihren 14. Sieg holte. Für Gut-Behrami, in diesem Winter in allen sechs Riesenslaloms in den Top 10, war es der erste Podestplatz in dieser Disziplin seit Anfang Januar 2017.
Am vergangenen Wochenende war die ehemalige Gesamtweltcup-Siegerin in Crans-Montana trotz Rückenproblemen Abfahrts-Zweite und Super-G-Siegerin geworden. Nun sei mit dem Rücken eigentlich wieder alles in Ordnung, so Gut-Behrami nach ihrem 55. Podestplatz auf oberster Stufe.
Dritte wurde in Kronplatz Marta Bassino (0,73 zurück). Die Italienerin hatte zuvor in dieser Saison vier der ersten fünf Riesenslaloms gewonnen.
Weltcup-Punkte gab es in Südtirol auch für Camille Rast (21. Platz) und Corinne Suter (27.). Rast war im ersten Lauf mit der Startnummer 50 in den 14. Zwischenrang vorgestossen. Im Final gelang der 21-jährigen Unterwalliserin keine ähnlich gute Fahrt mehr, wodurch sie noch sieben Positionen einbüsste. Rast, Anfang Januar in Flachau sensationell Slalom-Sechste, war im Weltcup im Riesenslalom erst einmal besser klassiert. Vor vier Jahren war sie ebenfalls in Kronplatz Neunte geworden.
Suter ihrerseits punktete erst zum zweiten Mal in einem Weltcup-Riesenslalom nach demjenigen vor Weihnachten in Courchevel, wo sie den 20. Platz belegt hatte. In Kronplatz schaffte sie als 28. gerade noch die Finalteilnahme, doch im zweiten Lauf konnte die Schwyzerin ihre gute Startposition nicht wie erhofft ausnützen.
Hingegen für Wendy Holdener setzte sich der Aufwärtstrend im Riesenslalom nicht fort. Die Schwyzerin, im letzten Rennen in dieser Disziplin Achte, schied in Kronplatz im ersten Lauf aus. Holdener schlug bei ihrem Sturz schmerzhaft mit dem Kopf auf der Piste auf. Zwar brumme ihr etwas der Kopf, doch sie habe Glück gehabt, so Holdener danach im SRF-Interview.
Die weiteren Schweizer Riesenslalom-Starterinnen Simone Wild (37.), Priska Nufer (39.) und Mélanie Meillard (40.) verpassten in Kronplatz den Vorstoss in die Top 30 deutlich.
Vor der am 8. Februar beginnenden WM in Cortina d'Ampezzo macht der Frauen-Weltcup einzig noch in Garmisch-Partenkirchen Halt. In Bayern finden am kommenden Wochenende je eine Abfahrt und ein Super-G statt.