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Die Allgemeine Erziehungswissenschaft widmet sich sowohl der Analyse und Deskription von Prozessen der Bildung und Erziehung im schulischen und ausserschulischen Kontext als auch der konzeptionellen und theoretischen Reflexion ihrer Ermöglichungs-, Sozialisations- und Transformationsbedingungen. Theorien der Bildung, Theorien der Erziehung und Theorien der pädagogischen Institutionen im Wandel bilden das Kernstück und Rüstzeug für die kritische Analyse (i) pädagogischer Praxis, (ii) einschlägiger Fachdiskurse und (iii) politisch relevanter Debatten in der Öffentlichkeit. Kritische Analyse heisst die rückhaltlose Befragung der Güte und Triftigkeit entweder der Argumente für Empfohlenes (normative Diskurse) oder der empirischen Belege für Behauptetes (Wissenschaftsdiskurse).
Zum thematischen Fokus der Allgemeinen Erziehungswissenschaft an der Universität Zürich gehören (1) Demokratische Erziehung und Politische Bildung, (2) Fragen der Pädagogischen Ethik und (3) Fragen der Erziehungs- und Bildungstheorie sowie (4) Analysen der pädagogischen und ausserpädagogischen Kommunikation (speziell Verhandlungs- und Einigungsprozesse). Der Lehrstuhl Allgemeine Erziehungswissenschaft ist dabei stark entwicklungspädagogisch ausgerichtet, dies sowohl in theoretischer als auch empirischer Hinsicht. Die personale Perspektive wird jedoch um den organisationalen und politisch-institutionellen Gesichtspunkt erweitert.
Im Unterschied zu einem rein erziehungswissenschaftlichen (Selbst-)Verständnis wird am Lehrstuhl versucht, auch pädagogisch-normative Fragestellungen zu bearbeiten, die in der Öffentlichkeit und im institutionellen Kontext besonders interessieren.