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(Berdera) oder Bal Tir, Ort im südl. Somallande (Ostafrika) am linken Ufer des Jub, ungefähr 300 km nördlich
von dessen Mündung, in 126 m Höhe auf einem Felsplateau, ist schlecht gebaut, hat 130 Hütten
[* 2] und nimmt nur noch den achten
Teil des von einer 5 m hohen Lehmmauer nebst Graben umzogenen Raums der ehemaligen, 1819 gegründeten,
kurze Zeit sehr blühenden Stadt ein, die 1843 zerstört wurde. In Bardera wurde der Forschungsreisende von der Decken mit 6 Gefährten
von raubgierigen Somal ermordet.
(Bardera), Stadt in Ostafrika, am linken Ufer des Jubaflusses, etwa 300 km von dessen Mündung in den IndischenOzean, liegt auf einer 12 m hohen Bodenerhebung, die steil nach dem Fluß abfällt, und ist von einer 5 m hohen Lehmmauer umgeben.
Die Stadt, einst sehr bedeutend, besteht jetzt nur aus 130 Hütten und ist von wilden, räuberischen Somal
bewohnt, die etwas Handel mit Elfenbein und Fellen treiben. Gegründet wurde Berdera 1819 durch einen fanatischen mohammedanischen
Scheich, der hier eine Stätte für seinen düstern Glauben gewann. Unter seinem Nachfolger Ibrahim gelangte Berdera zu großer Blüte;
[* 4] es führte siegreiche Kämpfe gegen die benachbarten Völker, wurde aber 1843 vom ScheichJussuf von Geladi
zerstört und konnte sich seitdem nur langsam wieder erholen. Eine traurige Berühmtheit erlangte Berdera dadurch,
daß hier der Forschungsreisende v. d. Decken nebst seinem Begleiter Linck ermordet wurden.