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Diese Rechnung ist ohne Kurt gemacht. Er fährt mit seiner Ansprache fort: Nur kein Eile. Das Dessert eilt nicht weg. Zuerst wird mit dem Würfel bestimmt, wer mit dem eigentlichen Erwürfeln seines Teils beginnen darf. Wer als erster die Eins wirft, beginnt. So will es das ungeschriebene Reglement. Die erste Eins eröffnet das eigentliche Würfelspiel. Das Spiel setzt sich im Urzeigersinn fort. So sieht es das Reglement vor. Wer eine Sechs würfelt, nimmt sich von der Platte ein Stück und steigt aus dem Spiel aus. Das bestimmt die Ordnung des Spiels.
Einer kann es doch nicht lassen, noch eine eigene Meinung zu äussern, bevor wir endlich mit diesem Würfeln beginnen können: Welm!
Er sagt: Wenn der Würfel auf eine günstige Unterlage geworfen würde, würde dies den Wert des Spiels ungeheuer heben. Ich denke, wenn wir den agilen, dreidimensionalen Gesellen, der seinen Tanz auf den Zahlen eins bis sechs hinlegt, auf ein Schachbrett fallen lassen, dann wirkt das weit weniger so, als würden wir dieses Wurfgeschoss wie eine Angel auf einem See nach dem Fisch auswerfen; einem See als neutralem Untergrund, der keinen Widerstand bietet. Das Schachbrett hat Struktur, wenn auch nicht viel. Diese gewährt dem Würfel möglicherweise Halt. Des Schachs grobschlächtig ausgestaltete Oberfläche begnügt sich mit ein paar Linien und Feldern. Das ist aber immer noch besser als das Wasser an der Seeoberfläche, in der jeder schwere Kubus sofort versinkt. Das Netz des Bretts fängt, wie das Netz im Wasser den Fisch, unseren Würfel auf. Für einmal würde das Schachbrett, in dem es dem Würfel Halt gibt, etwas wirklich Zweckdienliches leisten. Voraussetzung ist natürlich, dass der Würfel auf dem Schachbrett bleibt und nicht über den Tischrand zu Boden kullert. Unser dreidimensionales Quadrat muss dem Schicksal einen Streich spielen, indem es auf dem Tisch bleibt und damit die Kunde verbreitet: Wir an unserem Tisch haben alles fest in der Hand und unter Kontrolle.
Diesen Einwurf formuliert Welm vermutlich aus Spass. Seine blitzenden Augen deuten in diese Richtung. Seine Rechnung ist aber ohne Kaspar gemacht.
Dieser wendet sofort ein: Nur nicht gewettert gegen das Schach! Das Schachbrett zeichnet sich, wie du richtig bemerkt hast, durch klare Strukturen aus, dieser Tisch nicht. Die Fläche ist schlicht gehalten. Mit solchen glatten Flächen hat unser schwergewichtiger Wissenschaftler jedoch seine einschlägigen Erfahrungen gemacht und sollte darum wissen, welche Gefahren sie bergen, wenn man auf ihnen unbedacht tanzt und die Grenzen des eigenen Stehvermögens überschreitet. Erweist sich der Tritt als sicher nicht, so tritt dem Tänzer die Tanzfläche fix in den Steiss. Dieser fährt dann zuerst auf und setzt sich dann auf den Boden.
Oh, danke, zu viel der Ehre dem Tänzer, den ich stehe.
Seinen Tänzer stehen ist eine gute Sache, solange das Schwergewicht im Gleichgewicht bleibt und diesem nicht in die Quere kommt und es zu Fall bringt.