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Nach zwei chaotischen Tagen mit der Ankunft von rund 8000 Migranten hat sich die Lage in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta am Mittwoch relativ beruhigt.
Die Zahl der wieder nach Marokko abgeschobenen Menschen erhöhte sich unterdessen auf circa 4800, wie ein Vertreter des spanischen Innenministeriums in Ceuta weiter mitteilte. Viele seien freiwillig zurückgekehrt, hiess es. Diesen amtlichen Angaben zufolge belief sich die Zahl der neuen Ankünfte unterdessen «praktisch auf Null».
Die rund 8000 Menschen waren Montag und Dienstag in Ceuta und damit faktisch in die EU eingedrungen. So viele Menschen waren innerhalb so kurzer Zeit (ca. 36 Stunden) noch nie nach Ceuta gekommen. Zuvor hatte Marokko die Grenzkontrollen zur Enklave gelockert.
Beobachter in Spanien sind davon überzeugt, dass ein Streit über die Westsahara, die bis 1975 spanische Kolonie war, die Krise ausgelöst hat. Marokko beansprucht grosse Teile des dünn besiedelten Gebiets an der Nordatlantikküste. Rabat ist verärgert, weil der Chef der dortigen Unabhängigkeitsbewegung Polisario, Brahim Ghali, in einem spanischen Krankenhaus behandelt wird. Die Lockerung der Grenzkontrollen sei eine Art Vergeltungsaktion gewesen, hiess es.
Obwohl Marokko 1956 die Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien in Nordafrika weiterhin zwei Exklaven: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. Beide werden von Rabat beansprucht. In der Nähe beider Gebiete harren Zehntausende Afrikaner vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara auf eine Gelegenheit, in die EU zu kommen. Meistens versuchen mehrere hundert Menschen auf einmal, über die Grenze zu kommen. Mutmasslich wegen der Corona-Pandemie hatte es zuletzt vergleichsweise nur wenige solcher Aktionen gegeben. (aeg/sda/dpa)
Ein weiterer US-Bundesstaat will den Republikaner Donald Trump von den Präsidentschaftsvorwahlen ausschliessen. Ein Gericht im Bundesstaat Illinois entschied am Mittwoch (Ortszeit), dass der Ex-Präsident wegen seiner Rolle beim Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 nicht an der Abstimmung teilnehmen dürfe. Das berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend, darunter der Sender CNN und die «New York Times». Trump habe sich mit seinem Verhalten im Zusammenhang mit der Kapitol-Attacke für das Amt des Präsidenten disqualifiziert, hiess es demnach zur Begründung. Ähnliche Entscheidungen waren zuvor bereits in den Bundesstaaten Colorado und Maine gefallen. Mit der Frage beschäftigt sich daher inzwischen schon der Oberste Gerichtshof des Landes. Eine Entscheidung dort steht aus.