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Nach der Zwirn- und Flechttechnik aus der Jungsteinzeit, gehört die Webtechnik zu den ältesten Handwerksarten im textilen Bereich. In der Jungsteinzeit wurde an Gewichtswebstühlen, Wolle und Leinen verwoben. Solche Gewichtswebstühle wurden bis ins Mittelalter verwendet.
Um einen solchen Webstuhl aufzuschären und darauf zu weben, braucht es ein Grundverständnis und viel Zeit. Meinen grauen Zellen haben diese Bilder auf die Sprünge geholfen.
Das Spannen der Litzenstäbe ist zwar zeitraubend, aber gleichzeitig sehr entspannend. Eile rächt sich hier. Denn wenn man einen Faden falsch verteilt, muss man den Fehler korrigieren. Der Webkamm löste später die Litzenstäbe ab. Doch ich persönlich webe lieber mit Gewichten und Litzenstäbe. Als Gewicht kann man längsförmigeSteine nehmen. Ich nehme dafür immer grössere, ausgediente Spinnwirtel.
Leinenweberei
Die Webstuben für die Leinenweberei wurde vor allem in feuchteren Räumen ausgeübt, was bedeutet, dass sich diese in den Kellergewölben befanden. Während die Wollwebereien öfters in den Städten zu finden waren, wurden die Leinenwebereien eher in ländlichen Gebieten an Wassernähe betrieben. Der Anbau und die gesamte Flachsarbeit konnte vor Ort betrieben werden. Die Weber in der Stadt mussten Flachs dagegen für teures Geld erstehen.
Bindungsarten
Leinwand- oder Tuchbindung
Schon sehr früh entwickelten sich die unterschiedlichen Webtechniken. Die wohl Älteste, dürfte die Leinenbindung (auch Tuchbindung genannt) gewesen sein. Der Schussfaden wird abwechseln über und unter dem Kettfaden durchgewoben. Beide Seiten des Stoffes sehen daher gleich aus.
Köperbindung
Bei der Köperbindung werden beim Verweben jeweils mindestens 2 Kettfäden ausgelassen und nach jeder Reihe wird dieser Vorgang seitlich verschoben. Das ergibt einen Schrägen Grat, der den Stoff sehr widerstandsfähig macht, wie zum Beispiel der allseits bekannte Jeansstoff.