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Die Schattdorfer Ringer und Ringerinnen zeigten an den Schweizermeisterschaften im Greco nach der Winterpause eine starke Teamleistung. Insgesamt zwei Meistertitel und zwei Silbermedaillen sowie vier Diplome konnten sich die Urner erkämpfen.
Von: Caroline Bucher
Mit einem etwas dezimierten Team reiste das Urner Fanionteam an die Schweizermeisterschaften der Aktiven und Kadetten nach Martigny. Aufgrund von internationalen Einsätzen und Verletzungen musste auf einige Athleten verzichtet werden. Dennoch gelang den Schattdorfern eine gute Leistung, womit sich der Trainer-Staff mit Michael Jauch, Erich Gisler, Richi Gisler und Urs Poletti zufrieden zeigte.
Bei den Kadetten traten fünf SchattdorferInnen an. In der Gewichtsklasse bis 42kg kämpfte Levin Tresch zwei Mal gegen den Freiämter Silas Minder. Beide Duelle konnte Tresch souverän für sich entscheiden. Er gewann mit einem Schultersieg und einer technischen Überlegenheit (8:0), was ihm den ersten Schweizermeistertitel einbrachte. Anja Epp kämpfte in der Kategorie bis 53kg. Im Auftaktkampf gegen Jason Gassner holte sie sich einen klaren Sieg durch technische Überlegenheit (8:0). Gegen den Kriessner Levin Meier hatte sie dann allerdings das Nachsehen und verlor durch eine Schulterniederlage. Auch gegen Tinio Ritter fand sie nicht das richtige Rezept und verlor durch eine technische Unterlegenheit (0:9). Somit holte sich Epp im elfköpfigen Starterfeld den siebten Schlussrang. Bis 60kg machte Lukas Tresch ganze sechs Kämpfe, bis er sich das Diplom sichern konnte. Gegen Timo Koch musste er eine technische Unterlegenheit hinnehmen (0:8). Kilian Spirig konnte Tresch danach jedoch mit 4 zu 2 Punkten bezwingen. Gegen Fabian Meier und Loris Uhde konnte Tresch dann nochmals eine Schippe drauflegen und sich zwei Mal einen Schultersieg sichern. Danach folgte jedoch eine Niederlage durch technische Unterlegenheit in einem punktereichen Kampf gegen Noah Sprecher (4:12). Im Kampf um Rang 5 und 6 musste sich Tresch dann deutlich mit einer Schulterniederlage gegen Jonas Steiner geschlagen geben und rangierte sich somit auf dem sechsten Platz. Pius Gamma startete in der Gewichtsklasse bis 66kg. Er verlor seine zwei Kämpfe gegen Timo Gretener (Schulterniederlage) und Nino Stadelmann (2:8), was der neunte Schlussrang bedeutete. Gamma gelang es aber auch zu punkten, was bestimmt auch seinem Trainingswille und der Teilnahme am Aktivtraining zuordnen ist. Manuel Herger gelang in der bis 86kg Gruppe gegen Sandro Eugster einen erfolgreichen Start. Er bezwang seinen Kontrahenten durch einen Schultersieg. Doch bereits in den nächsten Kämpfen wurde der Urner arg gebremst und musste seinerseits zwei technische Unterlegenheiten gegen Lukas Lötscher (0:9) und Tyler Karl (0:8) sowie eine Schulterniederlage gegen Severin Laimbacher hinnehmen. Herger belegte somit den vierten Schlussrang und holte sich ein Diplom.
Bei den Aktiven holte sich Schattdorf den Sieg in der Vereinswertung, mit einem Schweizermeister- und zwei Vizemeistertitel sowie zwei Diplomen, verteilt auf insgesamt zehn Urner Ringer. Sven Gamma musste im Auftaktkampf dem Klosterdörfler Michel Schönbächler den Punktesieg zugestehen (4:6). Danach sicherte sich Gamma in der 65kg-Kategorie zwei Siege durch technische Überlegenheiten gegen Vlad Fournier und den vereinseigenen Simon Gerig. Gegen den Tuggener Jonas Müller verlor Gamma zum Abschluss jedoch mit einer Schulterniederlage und rangierte sich auf dem siebten Platz. Für Simon Gerig war es in der gleichen Gewichtsklasse bereits nach drei Runden frühzeitig fertig. Gerig verlor gegen Michael Bucher durch technische Unterlegenheit (0:8), fing sich dann jedoch wieder und schulterte Remo Zimmermann, bevor die erneute Unterlegenheit gegen Sven Gamma folgte. Gerig belegte letztlich den achten Schlussrang. Michael Epp kam leider nicht ganz auf Touren. Epp verlor gegen Jan Neyer durch eine Schulterniederlage und im Fight gegen Saya Brunner durch technische Unterlegenheit (0:8). Epp platzierte sich auf dem siebten Schlussrang bis 70kg. Bis 75kg traten gleich drei Schattdorfer an. Benjamin Gander war der Erfolgreichste im Bunde und durfte sich die erste Meisterschaftsmedaille umhängen lassen. Mit einer technischen Überlegenheit gegen Abdul-Reshed Israpilov (9:0), Schultersieg gegen Peter Zberg und einem erneuten frühzeitigen Kampfende gegen Lars Epp (8:0) sicherte er sich souverän den Finaleinzug. Dort musste Gander dann gegen Michael Portmann eine deutliche Niederlage (0:8) hinnehmen, konnte sich aber den Vizemeistertitel holen. Lars Epp bezwang Kilian Kneubühler mit einem Schulter- und Jagoub Boulariah mit einem Punktesieg (13:6), bevor die Niederlage gegen Gander folgte (0:8). Gegen Adrian Ulrich drehte Epp denn Spiess dann wieder um und sicherte sich seinerseits eine technische Überlegenheit (8:0). Im kleinen Finale gegen Jan Faller konnte sich Epp nach einem 4 zu 13 Punkterückstand nicht mehr befreien und verlor mit einer Schulterniederlage, was sogleich die lederne Medaille sowie dem vierten Rang bedeutete. Peter Zberg’s Kampfblatt zeigte nur Kampfentscheide durch Schultersiege bzw. -Niederlagen auf. Gegen Fabien Meier und Jagoub Boulariah hatte Zberg die Nase vorne. Gegen den Schattdorfer Benjamin Gander und Adrian Ulrich hingegen musste sich Zberg durch eine Schulterniederlage geschlagen geben. Zberg belegte den achten Schlussrang. In der Gewichtsklasse bis 80kg bewies Nicolas Christen, dass er trotz Rücktritt aus dem Nationalkader noch sehr wohl an die Schweizerspitze gehört. Er bezwang die drei Kontrahenten Samuel Fuchs (10:0), Nathan Richard (8:0) und Colin Brunner (9:0) bereits vor dem Ablaufen der Kampfzeit durch technische Überlegenheiten. Im Finale gab er dann erstmals einen Punkt ab, holte sich aber dennoch souverän die Goldmedaille und Meistertitel gegen Maurus Zogg (5:1). Somit darf sich Christen nun bereits als 14-fachen Schweizermeister betiteln lassen. Bis 86kg traf Kilian Zberg in der ersten Runde auf den späteren Schweizermeister Rasul Israpilov und verlor durch technische Unterlegenheit (0:8). Im zweiten Duell gegen Christian Wolf konnte Zberg das Momentum ebenfalls nicht auf seine Seite bringen und verlor erneut frühzeitig mit 0 zu 9 Punkten, was das frühzeitige Turnierende mit dem siebten Rang bedeutete. Flavio Herger schrammte nur knapp am Podest vorbei. In der Kategorie bis 97kg startete Herger mit einem Sieg durch technische Überlegenheit gegen Levin Marending ins Wettkampfgeschehen (15:6). Gegen Daniel Loher gelang es Herger jedoch nicht zu punkten und das Duell endete frühzeitig zugunsten des Kriesseners (0:8). Carlo Lanfranchi bezwang Herger danach mit 14 zu 10 Punkten und sicherte sich somit den Einzug ins kleine Finale. Dort bekam es der Urner mit Alexander Büeler zu tun. Der Brunner gab das Kampfgeschehen jedoch nicht aus den Händen und holte sich den Sieg durch technische Überlegenheit (0:9), was erneut einen vierten Rang für Schattdorf bedeutete. Im Starterfeld bis 130kg traten nur zwei Akteure an. Christoph Waser musste sich also bis zu den Finalkämpfen gedulden, bevor er endlich Wettkampfluft bekunden durfte. Gegen den sehr erfahrenen Delian Alishahi hatte Waser jedoch nicht den punktenden Riecher und musste sich somit als Vizeschweizermeister geschlagen geben (0:9).
Die Urner zeigten an der SM im Wallis eine geschlossene Teamleistung und wurden mit zwei Titeln, insgesamt vier Medaillen und vier Diplomen belohnt. In der Vereinswertung bedeutete dies den dritten Rang hinter Kriessern und Freiamt. In drei Wochen am 22. April 2023 geht es für die Junioren an die Greco-SM in Kriessern, bevor am 29. April 2023 dann die SM der Aktiven, Kadetten und Frauen (Freistil) in Merenschwand ausgetragen werden. Am 13. Mai 2023 folgen dann noch die letzten Meisterkämpfe der Junioren in Reussbühl LU statt.