Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03339.jsonl.gz/517

Markus Steffen, Martina Koch & Rahel Bühler
Der Artikel geht der Bedeutung von Hausbesuchen in kindes- und erwachsenenschutzrechtlichen Abklärungen nach. In der Studie wurden drei Regionen in der Deutschschweiz mit einem an der Grounded Theory orientierten Vorgehen untersucht. Die Analyse von Interviews mit Fachkräften, Falldossiers und teilnehmenden Beobachtungen zeigt, dass sich die Abklärungsarbeit mit Michael Lipskys Konzept der Street-Level Bureaucracy als eine Ermessensarbeit fassen lässt. Der rechtlich-organisationale Rahmen räumt den einzelnen Abklärenden hohes Ermessen in Bezug auf ihr Vorgehen ein. Der Zeitpunkt und die Art der Durchführung von Hausbesuchen variieren, insbesondere weil Abklärende versuchen, einen kooperativen Zugang in die Privatheit zu finden. Der Hausbesuch fungiert dabei als ein Blick in eine private Hinterbühne, mit dem ein gewisses Objektivitätsversprechen verknüpft wird. Gleichzeitig zeigen sich Prozeduren, die der Kontrolle einer grundlegenden Subjektivität in der Wahrnehmung der Privatheit von Bürger:innen dienen.
Schlüsselwörter: Kindesschutz, Erwachsenenschutz, Hausbesuche, Ermessen, Abklärungen
Continue Reading →
Patrick Pelège
À propos de l’ouvrage collectif de Marc-Antoine Berthod, Dolores Angela Castelli Dransart, Alexandre Pillonel, Anthony Stavrianakis (2021). La mort appréciée. L’assistance au suicide en Suisse. Antipodes.
Continue Reading →
Benedikt Hassler & Christophe Roulin
In der mikrohistorischen aktenbasierten Fallanalyse wird rekonstruiert, wie Joachim Waser, ein armer Bürger, im Jahr 1835 an die Stadtzürcher Armenpflege gelangt und von dieser über mehrere Jahre hinweg unterstützt wird. Die Armenpflege klassifiziert Waser als arbeitsfähig und versucht ihm nach allen Kräften eine Arbeitsstelle zu vermitteln. Die Arbeitsintegration gelingt trotz verschiedener Massnahmen nicht, weshalb Waser eine moralische Karriere der Armut durchläuft, die durch Anpassungen, soziale Degradierung und den Verlust verschiedener Rechte gekennzeichnet ist.
Schlüsselwörter: Armut, Armenpflege, Mikrogeschichte, 1830/1840, Zürich
Continue Reading →
Andrea Zumbrunn, Nadja Hess, Maria Solèr, Matthias Hüttemann, Peter Sommerfeld & Simon Süsstrunk
Klinische Sozialarbeitende arbeiten darauf hin, dass Klient:innen trotz gesundheitlicher Einschränkungen eine möglichst hohe Lebensqualität bewahren oder wiedergewinnen können. In einer explorativen Studie wurde untersucht, wie sich die durchschnittliche subjektive Lebensqualität von Klient:nnen verändert und inwiefern einzelne Faktoren die Veränderungen miterklären können. Trotz teilweiser starker Einschränkungen hat sich bei rund der Hälfte der Klient:innen die Lebensqualität in einem klinisch signifikanten Ausmass gesteigert. Ein signifikanter Einflussfaktor in diesem Zusammenhang sind realisierbare, subjektiv relevante Ziele.
Schlüsselwörter: Klinische Sozialarbeit, subjektive Lebensqualität, Verwirklichungschancen, Intervention, Veränderungsmessung
Continue Reading →
Amélie Rossier & Marc-Antoine Berthod
Lorsque les personnes en situation de handicap sont en fin de vie, la mission des éducatrices et éducateurs sociaux se modifie : leur accompagnement intègre une approche palliative, notamment centrée sur l’amélioration de la qualité de vie et sur la notion d’alimentation plaisir. Cet article est basé sur une recherche menée auprès de professionnel·le·s de l’intervention sociale en institution et de l’approche palliative. Il décrit les dilemmes auxquels font face ces professionnel·le·s au moment d’adapter leur mission éducative et montre les tensions qui paramètrent voire limitent leur intervention et leur volonté de faire plaisir aux bénéficiaires à travers les pratiques alimentaires.
Mots-clés : Accompagnement socio-éducatif, handicap, alimentation, fin de vie, approche palliative
Continue Reading →
Alt zu sein in Zeiten einer Pandemie kann bedeuteten, sich zu einer Gruppe besonders Gefährdeter zählen zu müssen, eine Zuschreibung, die einen verdeckten Ageism in sich trägt und das eigene Altersbild negativ beeinflussen kann. Der Beitrag verweist auf Deutungsangebote zur aktuellen Situation alter Menschen im ‚Schatten der Pandemie‘ aus Sicht der Sozialen Gerontologie.
Continue Reading →
Die Entwicklungen um Covid-19 führen seit Frühjahr 2020 zu erheblichen Einschnitten in das Leben vieler Menschen. Im Feld der Sozialen Arbeit stellt sich u.a. die Frage nach den diesbezüglichen Herausforderungen für Studierende. Eine Untersuchung an der FHS St.Gallen zeigt, dass das Studium für viele aufwändiger und herausfordernder geworden ist. Die Veränderungen betreffen vor allem die Studienmotivation und -zuversicht sowie die Work-Life-Balance der Befragten.
Continue Reading →
Viele Schweizer Sozialdienste standen in den letzten Jahren vor der Zerreissprobe steigender Fallzahlen bei stagnierenden Personalressourcen. Vor diesem Hintergrund stellte das 18-monatige Pilotprojekt der Sozialberatung Winterthur eine Chance zur Überprüfung des Outcomes einer Falllastreduktion dar. Die quantitative Analyse diente dem Vergleich der Fallkosten und Ablösequoten der Sozialarbeitenden mit deutlich tieferer Falllast (75 Fälle auf 100%) mit der Kontrollgruppe (143 Fälle auf 100%) zu vergleichen. Im qualitativen Teil wurde mit regelmässigen Einzel- und Gruppeninterviews mit der Experimentalgruppe deren Beratungsarbeit analysiert. Die Auswertung zeigt, dass die Experimentalgruppe im Schnitt eine Reduktion der Fallkosten, eine vermehrte Integration in den 1. Arbeitsmarkt, höhere Ablösequoten und eine durchschnittlich kürzere Unterstützungsdauer erzielte.
Author(s): Miryam Eser Davolio, Rahel Strohmeier Navarro Smith, Milena Gehrig, Isabelle Steiner
For Full-Text PDF Click Here
Continue Reading →
Nous proposons dans ce texte une mise en perspective du dispositif de santé mentale contemporain et de certains des enjeux qui y sont liés, éthiques, politiques mais aussi sociétaux. Nous cherchons à interroger ce lieu en nous appuyant sur différents penseurs issus de la philosophie – Foucault, Dewey, Rosa, entre autres. Il s’agit avant tout d’une approche philosophique, qui prend pour appui notre propre pratique actuelle de travailleur social en santé mentale. Notre terrain d’enquête est ici notre terrain de praticien, observations et analyses allant de pair avec notre participation en tant qu’acteur au sein d’un dispositif particulier. Nous cherchons donc, depuis l’intérieur même du milieu étudié à penser de manière plus générale le dispositif de santé mentale contemporain.
Author(s): Thierry Gutknecht
For Full-Text PDF Click Here
Continue Reading →
Background: A secondary labour market has developed in Switzerland during the last decades thanks to the joint initiative of public administrations and non-profit organisations. The main goal of the secondary market is the work integration and the social inclusion of “hard-to-place” unemployed people.
Aim: To evaluate the impact of secondary labour market on the individual quality of life.
Design: The study draws on three waves of observational data coming from a panel of 110 social assistance recipients in Canton Ticino.
Measures: Seven indicators of psychological, physical, social and material well-being.
Method: The statistical analyses are carried out by means of hybrid random effects linear regression models.
Results: We recorded a positive effect on the psychological and the financial dimensions of well-being. Surprisingly, the average impacts on physical well-being and social support are negative.
Author(s): Gregorio Alivés
For Full-Text PDF Click Here
Continue Reading →