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Federbusch,
Verzierung der Kopfbedeckung von
Militärs und andrer uniformierter
Personen. Der
Gebrauch der Federbüsche
ist sehr alt und kommt nach
Homer schon vor
Troja
[* 3] vor. Sie waren gewöhnlich rot, mitunter auch weiß und schwarz.
Zwei, drei, ja vier solcher
Büsche auf einem
Helm zu tragen galt als ein gewisser Vorzug; bei
Trauer wurden sie stets abgelegt.
Von den Griechen ging der
Federbusch auf die
Römer
[* 4] über; die
Germanen trugen nach Diodor und Plutarch große
Haarbüsche.
In der Ritterzeit ward in den Helmbüschen eine besondere Pracht entwickelt. Außer als Zierde dienten die Federbüsche auch als Kennzeichen der Anführer, und im 18. Jahrh. findet man sie bei den europäischen Heeren allgemein im Gebrauch. Gegenwärtig tragen sie in den meisten Armeen nur noch höhere Offiziere, in Österreich [* 5] und Italien [* 6] auch die Mannschaften der Jägerbataillone grüne Hahnenbüsche. Haarbüsche gehören dagegen in vielen Armeen zur Uniform einzelner Truppenteile, so in Deutschland [* 7] der Garde, der Grenadierregimenter, der Jäger und Schützen, der Dragoner, Husaren, Ulanen, der reitenden Artillerie und des Trains.