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Bei Essstörungen scheint die Wahrnehmung der eigenen Körpersignale (wie Herzschlag, Magenaktivität oder Atmung) verändert zu sein. Die Empfindung von Magensignalen scheint eine besonders wichtige Rolle bei der Wahrnehmung und Regulierung von essensspezifischen Signalen wie Hunger, Sättigung und Völlegefühl zu spielen.
Die Wahrnehmung und Regulation von Magensignalen zu trainieren ist daher ein vielversprechender neuer Ansatz in der Behandlung von Essstörungen. In diesem Projekt soll die Magenaktivität in virtueller Realität (VR) realistisch visualisiert werden, um dessen Wahrnehmung zu steigern. In einem zweiten Schritt sollen die Teilnehmenden lernen, ihre Magenaktivität durch Biofeedback zu modulieren.
Das Projekt wird diese neue Methode entwickeln, evaluieren, und prüfen ob es mit einer Reduktion von Essstörungssymptomen und damit verbundenen Problemen assoziiert ist. So könnte aus unserer Arbeit ein potenziell wertvolles neues Werkzeug entstehen, um das Leben von Menschen zu verbessern, die an Essstörungen leiden.
Das Projekt wird an der Universität Fribourg (M.Sc. Aline Tiemann, Prof. Dr. Simone Munsch, Dr. Marius Rubo) in Kooperation mit der Universität Luxembourg (Dr. Zoé van Dyck) und der Fachhochschule Westschweiz, Human Tech Institute (Prof. Dr. Elena Mugellini) durchgeführt und durch die Schweizerischen Anorexia Nervosa Stiftung finanziert.
Bild: Ievgen Chepil / Alamy Stock Vector