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In den NBA-Playoffs verpassen die Chicago Bulls bei ihrem 120:66-Auswärtssieg in Milwaukee einen 59 Jahre alten Rekord nur um vier Punkte.
Nur einmal registrierte die NBA in den Playoffs einen grösseren Punkteunterschied. Am 19. März 1956 hatte Minnesota gegen St. Louis mit 133:75 und 58 Punkten Differenz gewonnen. Die Bulls realisiertem am Ende bloss 54 Punkte Unterschied. Sie führten bei den Milwaukee Bucks schon nach 68 Sekunden 8:0 und nach neun Minuten 30:12. Am Ende fiel der Rekord wohl nur nicht, weil die fünf Mann aus Chicagos Startaufstellung im Schnitt weniger als 30 Minuten auf dem Parkett standen. Alle nominierten 13 Akteure Chicagos punkteten; Topskorer Mike Dunleavy begnügte sich mit 20 Punkten und war auch so noch erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft.
Die Chicago Bulls beendeten mit dem Kantersieg die Achtelfinalserie mit 4:2 Siegen. In den Halbfinals trifft Chicago auf die Cleveland Cavaliers. (si)
9. Dezember 1977: Basketballer Kermit Washington streckt Rudy Tomjanovich mit einem unüberlegten Faustschlag brutal nieder. Das hat weitreichende Folgen. Das Opfer entkommt dem Tod nur knapp, der Täter wird fortan geächtet und die Liga packt ihr Gewaltproblem an der Gurgel – symbolisch gesprochen.
Die NBA der 1970er Jahre unterscheidet sich drastisch von der heutigen. Sie gleicht mehr der NHL. Der Sport ist extrem physisch, Schlägereien sind an der Tagesordnung. Es dominieren nicht die brillanten Techniker, sondern die rohen Arbeiter, die «Enforcer».
Auch Kermit Washington ist so ein Enforcer. Der Power Forward der Los Angeles Lakers wird vor allem für seine physischen Qualitäten geschätzt. Diese kommen auch an diesem Sonntag, dem 9. Dezember 1977, im legendären «Forum» zum Tragen.
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