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Englischer Titel: The Selection
Autor: Kiera Cass
Verlag: Sauerländer
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Erschienen: 15.02.2013
Seiten: 368
Preis: Hardcover 16,99€
ISBN-13: 978-3-411-81125-0
Leseprobe: —
Rückseite:
Die Chance deines Lebens?
35 perfekte Mädchen und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Cover:
Das Cover fällt sofort ins Auge. Es zeigt America, in einem wunderschönen blauen Kleid. Die Frage, die ich mir stelle, ist: Ist sie in einem Spiegelzimmer, und die anderen Personen sind America, oder sind das all ihre Konkurrenten? Auf jeden Fall ist es wunderschön und zieht in jedem Buchladen die Blicke auf sich. Und das beste ist, dass es von der amerikanischen Originalausgabe übernommen wurde. Wäre auch wirklich schade drum gewesen.
Meine Zusammenfassung und Meinung:
America Singer lebt mit ihrer Familie, also ihren Eltern und ihren zwei Geschwistern Gerad und May in Illeá, einem jungen, neu entstandenen Land. Sie und ihre Mutter verdienen mit Tanzen und Singen Geld. Doch dann bekommt America einen Brief von der Königsfamilie, die ein Casting für ihren Sohn, Prinz Maxon, veranstaltet, damit er sich eine Gemahlin aussuchen kann. Doch America hat bereits heimlich einen Freund: Ashton, ein Junge aus einer niederen Kaste. Denn in Illeá sind die Bewohner in Kasten eingeteilt. Kaste 1 ist die höchste, beste und angesehenste. Je weiter runter es geht, desto niedriger das Ansehen. Die Singers sind in Kaste 5, Ashton und seine Familie in Kaste 6.
Für America ist es unmöglich, einen Freund und später einen Ehemann aus einer niederen Kaste zu haben. Somit enschließt sich America auf Druck von Ashton und ihrer Mutter, bei dem Casting mitzumachen. Sie kommt in die engere Auswahl und darf mit 34 anderen Mädchnen in den Palast einziehen. Schon am ersten Tag lernt sie Prinz Maxon kennen und gesteht ihm, dass sie für ihn keine Gefühle haben kann. Und doch darf sie im Palast bleiben und Maxon dabei helfen, die richtige Partnerin zu finden. Doch unter den Mädchen herrscht harte Konkurrenz und somit beginnen bald die Streitigkeiten unter ihnen. Nach und nach müssen Kandidatinnen gehen. Doch es gibt noch weitere Probleme und Ungereimtheiten, die America klären muss, wenn möglich mit Maxons Hilfe. Und sie erkennt, dass er nicht so hochnäsig ist, wie er im Fernsehen immer wirkt.
‚Selection‘ ist in aller Munde und auf vielen Wunschlisten und beim Lesen versteht man, wieso. Es ist eine tolle Geschichte in einer anderen Zeit. Das Land ist nach einem Krieg wieder aufgebaut worden und nun heißt es Illeá. Es wird von der Königsfamilie regiert, doch es gibt immer wieder Angriffe auf den Palast. America ist eine leidenschaftliche Tänzerin und Sängerin. Ich stelle sie mir wie eine Zigeunerin vor. America ist jedoch eine nette Person mit einem netten Charakter. Was ich nicht verstehe ist, wieso sie Prinz Maxon von Anfang an verabscheut. Sie weiß so gut wie nichts über ihn, aber hasst ihn. Das kann ich nicht nachvollziehen. Die Liebe zwischen America, von Ashton liebevoll Mer genannt, und Ashton scheint wirklich sehr tief zu sein. Doch wie Ashton sich später verhält, ist einfach nur mies. Wie er dann wieder auftaucht, war für mich sehr überraschend.
Sehr schön waren die Szenen zwischen Prinz Maxon und America. Nachdem sie nur Freunde sind, ist es anders. Beide kommen sich freundschaftlich näher. Und man merkt, dass Americas Gefühle sich verändern. Besonders als Charakter hervorzuheben ist Marlee, Americas Freundin im Palast. Sie ist nett, sucht auch eine Freundin zwischen all den Konkurrentinnen. Celeste hingegen ist ein verabscheuenswürdiger Charakter. Sie tut alles, um zu gewinnen. Ich bin gespannt, wie es mit ihr im zweiten Band, ‚Elite‘, weitergehen wird. Zusammengefasst kann ich sagen, dass ‚Selection‘ eine schöne Geschichte ist, die an die Auswahl beim ‚Bachlor‘ erinnert, jedoch nicht mehr davon hat. Die Geschichte ist romantisch, berauschend und trägt auch politische Themen in sich. Denn vieles scheint verheimlicht zu werden. Und das wird sich in den Folgebänder klären. Zum Schluss sein noch gesagt, dass das Buch aus Americas Sicht in der ‚Ich‘-Perspektive geschrieben ist. Das passt auch gut, um America mit ihren Entscheidungen und Taten zu verstehen.
Bewertung:
Romantik, Liebe und ein ungerechtes Kastensystem im neuen Land Illeá. Dazu noch ein wunderschönes, anziehendes Cover. Von mit gibt es ganz klar die volle Punktzahl von fünf Sternen.