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Das UIB Jazz Orchestra kommt von der Umbenennung der „Union Instrumentale Bienne“, eines Musikvereins oder "Harmonie", der im Jahr 1884 von und für Französisch sprechende Musiker in Biel gegründet worden war.
Die Entwicklung von einer Harmonie zum heutigen UIB Jazz Orchestra dauerte lange. Die bewegende Kraft waren die Mitglieder jener Zeit, Musiker und Musikerinnen, die sich nicht mehr mit der Blaskapelle identifizierten und von "Bands“ oder "Jazzorchestern" träumten. Das Ziel war noch nicht sehr klar.
Zu der Zeit wurde der Verein musikalisch von Claude Mouche geführt. Er war Mitglied einer Bigband, der "MDA" seligen Gedenkens. Dieses Beispiel interessierte und motivierte die Mitglieder der Gesellschaft und das war die Richtung, die sie einschlagen wollten. Es war eine gewaltige Herausforderung, denn natürlich gibt es einen großen Unterschied zwischen der Instrumentierung einer Blaskapelle und jener eines Orchesters und / oder einer Bigband.
Ein erster Schritt wurde 1989 gemacht, als der Ausschuss unter einem im Januar neu ernannten Präsidenten entschied, dass die Gesellschaft nicht mehr mit ihrer Clique von Clairons auftreten würde. Präsident Michel Lalli bot den Musikern, die Clairon gespielt hatten einen wohlverdienten Ruhestand in allen Ehren an. So machte das Repertoire eine Wendung Richtung Unterhaltungsmusik und jazziger Musik. Aber der Weg war lang, Harmoniemusikanten verwandeln sich nicht von heute auf morgen in Jazzmusiker.
Im Jahr 1992 bestritt der Verein das erste Konzert mit einem reinen Jazz-Repertoire und es war nicht leicht, die für ein Jazzorchester arrangierte Musik mit einer Harmonie-Instrumentierung, mit Blasbässen, zu spielen. Das war noch nicht der richtige Jazz-Sound.
Im Jahr 1993 wird aus der Union Instrumentale das UIB Jazz Orchestra. Der Name wurde in einer Komitee-Sitzung, an der Mitglieder zahlreiche Vorschläge gemacht hatten, gewählt . Dies ist seither das Label, das besser die musikalischen Vorstellungen des Vereins wiedergibt.
1994 gab das UIB Jazz Orchestra seine Harmonie-Uniformen auf und präsentierte sich mit neuen Uniformen. Kurze Jacke und schwarze Hose, weißes Hemd mit bunter Fliege.
Im Frühjahr 1995 fand das letzte Konzert des UIB Jazz Orchestra unter der Leitung von Claude Mouche statt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir es noch nicht, doch Ende Jahr trennte sich die UIB von ihrem Direktor Claude Mouche nach 13 Jahren unter seiner Leitung.
Der Jahresanfang 1996 war schwer, die UIB hatte keinen musikalischen Leiter mehr. Fast durch Zufall lernte die UIB einen Trompeter kennen. Er kam frisch vom Konservatorium und träumte von einer Profikarriere. Sein Name: Joël Affolter. Michel Lalli fragte ihn, ob er an der musikalischen Leitung der UIB interessiert sei, ein Probegalopp wurde zur allseitigen Befriedigung absolviert, und das UIB Jazz Orchestra hatte einen tüchtigen Jazzer gefunden.
Erste Aufgabe unter der Leitung von Joel Affolter: Eine echte Bigband werden, mit einer richtigen Rhythmus-Sektion bestehend aus Bass und Gitarre. Die beiden Blasbassspieler tauschten ihre Instrumente gegen Posaunen, leichtere Instrumente, die aber den Musikern einige Übungsstunden abforderten. In den ersten Jahren schrieb Joël Affolter selbst viele der Stücke in unserem Repertoire. Ausgehend von Originalaufnahmen, schrieb Joël für jeden Musiker eine eigene Stimme, wobei der Schwierigkeitsgrad immer unseren Fähigkeiten angepasst war.
Das UIB Jazz Orchestra konnte sein erstes Konzert mit Joël Affolter im September 1996 geben.
Das UIB Jazz Orchestra verfolgte seinen Weg mit dem gleichen Management-Team bis zur Hauptversammlung im Januar 2002, wo Michel Lalli die Präsidentschaft an Dominique Chételat, seines Zeichens Posaunist, abgab.
Während seiner Präsidentschaft veranlasste Dominique die Aufnahme der ersten CD des UIB Jazz Orchestra, welche im Jahr 2006 veröffentlicht wurde. Auf dieser CD wird das UIB Jazz Orchestra durch seine erste Sängerin begleitet, die der Bigband im Jahr 2005 beigetreten war.
An der Generalversammlung des Jahres 2007 legte Dominique Chételat sein Amt ab und zog sich vom Komitee zurück. Das Amt wurde während den nächsten drei Jahren von zwei Ko-Präsidenten ausgeübt: Joël Affolter, zusätzlich zur musikalischen Leitung, und Michel Lalli.
Seit 2010 hat Michel Lalli wieder alleine die Präsidentschaft inne, und die Bigband zieht weiter ihren Weg. Seit den frühen Tagen hat sich das UIB Jazz Orchestra stark verändert, die Blasmusiker haben sich in Jazzmusiker verwandelt. Dies dank dem Zuzug von neuen Musikern, von denen viele einen anderen musikalischen Hintergrund haben und sich oft schon in einem frühen Stadium ihrer Ausbildung mit improvisierter Musik auseinandersetzten.
Bis heute ist das UIB Jazz Orchestra weit herum das einzige Ensemble seiner Art und begeistert das Publikum weiterhin mit der Magie des Swing und dem speziellen Reiz des Bigband-Sounds.