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Hochgeachteter Herr & Freund!
Vor allem meine Gratulation zu dem ausgezeichneten zweiten Theile Ihres Artikels über die Nordostbahn. Der Schluß hat mich namentlich auch gefreut.
Der Zweck dieser Zeilen ist, Sie zu fragen, welchen Eindruck die gegen mich gerichtete Schmähschrift in Zürich gemacht habe & ob Sie von der Ansicht ausgehen, daß ich darauf antworten sollte. Hier in Bern begegne ich überall dem Urtheile, daß die Schmähschrift, abgesehen von ihrer Gemeinheit, eben – Nichts enthalte & dadurch den besten Beweis leiste, daß L. trotz seiner brennenden Begierde, mich anzugreifen, eben nichts habe ausfindig machen können, um mir beizukommen. Man sagt mir daher von allen Seiten, ich solle nicht daran denken, L.'n zu antworten. In Zürich sieht man die Sache vielleicht anders an & darum erlaube ich mir, die obige Frage an Sie zu richten.
Der morgende Artikel in der N.Z.Z. «Das System in den Eidg. Räthen» enthält zufällig die Widerlegung einer Reihe von Anklagen, welche L. wegen meiner Eidgen. Thätigkeit gegen mich gerichtet hat.
Wohl interessirt es Sie noch zu vernehmen, daß Grun| holzer, mit dem ich sehr oft conferire, auch in der gegenwärtigen Krise seinen nobeln Character bewährt.
In freundschaftlicher Hochachtung
Ihr ganz ergebener
Dr A Escher
Bern
14 Dezr 1867