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Wie das Blatt weiter berichtet, schreibt Yorio in dem Brief, Venezuela habe im Dezember 2013 eine Anzahlung von umgerechnet 52 Mio CHF für die Lieferung von zehn Flugzeugen des Typs Dornier 228 geleistet. Die Ruag habe jedoch erst zwei Occasions-Maschinen und ein neues Flugzeug exportiert sowie Ersatzteile, Gerätschaften und Dienstleistungen im Wert einiger Millionen.
Insgesamt stünden Venezuela aber noch Güter und Leistungen für 27,5 Mio zu. Deshalb pocht der Transportminister darauf, mit der Ruag eine Sitzung einzuberufen. Ein Sprecher des Konzerns weist die Vorwürfe dezidiert zurück: "Wir halten uns strikt an die vertraglichen Abmachungen", betont er. Der Kontrakt unterstehe dem Geschäftsgeheimnis, weshalb die Ruag keine Details offenlege.
Vielmehr hatte die Ruag im März 2016 im "Tages-Anzeiger" verlauten lassen, Venezuela sei mit dem Begleichen der Rechnungen in Verzug geraten. Das dritte Flugzeug sei nicht ganz bezahlt worden, hiess es seinerzeit. Daher habe man die Lieferung der restlichen sieben Dornier gestoppt.
Wie die 'NZZaS' weiter berichtet, wissen auch die Eidgenössische Finanzkontrolle und die Bundesanwaltschaft von dem Brief des venezolanischen Ministers. Das Schreiben sei ihnen von einem Whistleblower übergeben worden, "der geklärt haben möchte, wie und wo die von Venezuela überwiesenen Millionen von der Ruag verbucht und deklariert wurden", heisst es in dem Bericht weiter.
hr/
(AWP)