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Der Rat des Medgate-Ärzteteams:
Der Blutdruck gilt als erhöht, wenn die Messungen an mehreren Tagen über 140/90 mm Hg (Millimeter Quecksilber) anzeigen. In industrialisierten Ländern ist jeder Vierte über 40-Jährige betroffen, ab 60 sogar jeder Zweite.
Von den zahlreichen Risikofaktoren sind Alter, Geschlecht und Erbanlagen nicht beeinflussbar. Hingegen können Übergewicht, Bewegungsmangel und das Rauchen aktiv angegangen werden. Auch wird der Hausarzt klären, ob der Blutdruck durch Störungen im Hormonhaushalt oder durch verengte Gefässe erhöht ist.
Personen mit Risikofaktoren können lernen, ihren Blutdruck selbst zu überwachen. Dazu benötigen Sie ein Messgerät (siehe Artikel: «Zum Geburtstag ein Blutdruck-Messgerät?» aus dem Beobachter Nr. 9/2002), mit dem Sie die Werte über einen längeren Zeitraum erfassen und protokollieren können. Auch das regelmässige Messen über 24 Stunden hinweg liefert wertvolle Hinweise. Fragen Sie Ihren Arzt nach dem genauen Ablauf.
Liegen die Werte zwischen 140 und 160 mm Hg für den oberen und 90 bis 95 mm Hg für den unteren Wert, kann der Blutdruck meist über eine Anpassung des Lebensstils normalisiert werden: mehr Bewegung, Gewichtsreduktion, Rauchentwöhnung, massvoller Alkohol- und Kaffeekonsum.
Liegen die Messwerte über 160/95 mm Hg, können vier Medikamentengruppen eingesetzt werden: Betablocker bremsen das Herz und reduzieren so seine Arbeitsbelastung; Diuretika scheiden Salz durch die Nieren aus; Kalzium-Antagonisten und ACE-Hemmer erweitern die Gefässe. Der Arzt wird seine Wahl aufgrund Ihrer individuellen Situation treffen (Alter, Geschlecht, weitere Krankheiten wie Diabetes oder Asthma).
Sie können die medikamentöse Therapie auf zwei Arten unterstützen: indem Sie sich genau an den Behandlungsplan halten und den Blutdruck regelmässig und sorgfältig kontrollieren. Oft ist es vorteilhaft, den Blutdruck langsam zu senken, damit der Körper sich an die neuen Umstände gewöhnen kann. Man beginnt daher mit einer kleinen Dosis. So werden die Medikamente auch besser vertragen.
Fazit des Medgate-Ärzteteams: