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Nach wie vor können Tiere und Pflanzen weltweit gehandelt werden, obwohl sie vom Aussterben bedroht sind. Für diesen Handel gibt es ein eigenes Abkommen: Das Washingtoner Handelsübereinkommen (CITES) regelt offiziell den internationalen Handel mit vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Alle drei Jahre trifft sich die Vertragsstaatenkonferenz (CoP) um Entscheidungen über den Artenhandel zu treffen; namentlich, welche Arten besser geschützt, und welche freier vermarktet werden sollen. Die nächste Vertragsstaatenkonferenz (CoP18) findet vom 16. – 28. August in Genf statt.
Afrikanische Elefanten:
Innerhalb von sieben Jahren wurde ein Drittel der Afrikanischen Elefanten ausgerottet! Dies belegen die Ergebnisse der grossen afrikanischen Elefantenzählung von 2016. Die wichtigsten Gründe für diese Tragödie sind:
1. Die Wilderei, welche von der weltweiten Gier nach Elfenbein weiter angeheizt wird
2. Der Verlust ihres Lebensraums, da die Menschen immer weiter in die unberührte Natur vordringen
3. Der Handel mit lebenden Elefanten für Zoos und Zirkusse auf der ganzen Welt
4.Die Fortsetzung der unkontrollierten Trophäenjagd.
Wenn nichts gegen die Jagd und gegen die Verdrängung der sanften Riesen unternommen wird, besteht die Gefahr, dass die Afrikanischen Elefanten in weniger als zehn Jahren in freier Wildbahn ausgestorben sein werden!
Aquarienindustrie:
Die Fischbestände weltweit sind bedroht von der Verschmutzung der Ozeane, der Klimaerwärmung sowie der Überfischung. Die natürlichen Lebensräume der Meere verschwinden immer mehr. Gleichzeitig setzt den Tieren das Entreissen aus der Wildnis für Private und öffentliche Aquarien stark zu. Weltweit gibt es rund 1000 öffentliche Aquarien und Millionen private Aquarienbesitzer. Die steigende Nachfrage nach Meerestieren kann von der Aquarienindustrie nur durch Wildfänge befriedigt werden. Derzeit ist der internationale Handel mit Korallenfischen so gut wie nicht reguliert – es gibt kaum Auflagen, weder für Fang, Handhabung, Transport noch Haltung. Es ist derzeit nicht möglich, den marinen Zierfischhandel für die Aquarienindustrie zu überwachen, zu kontrollieren oder seine Auswirkungen zu bewerten.
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Obwohl CITES kein ideales Abkommen ist, hat es ein Kontroll- und Genehmigungssystem eingerichtet, das den internationalen Handel mit Tier und Pflanzenarten wirksam reguliert. Aus diesem Grund wirkt die Fondation Franz Weber, seit 1989 Beobachterin der UNO-Konvention CITES, im Rahmen dieses Systems.
Die FFW unterstützt zudem mit ihrem Team von Experten und Wissenschaftlern die Koalition für den afrikanischen Elefanten (AEC). Die AEC vereint 32 afrikanische Mitgliedstaaten mit dem Ziel, eine gesunde, lebensfähige Elefantenpopulation ohne Gefährdung durch den internationalen Elfenbeinhandel zu erreichen.
Die FFW ist zudem bestrebt, die katastrophale Situation des marinen Zierfischhandels zu ändern. Dank der Forschungsergebnisse unserer Meeresbiologin Dr. Monica V. Biondo zum Handel von marinen Zierfischen in der Schweiz und Europa, haben die Schweiz, die Europäische Union und die Vereinigten Staaten die Dringlichkeit einer Untersuchung zu den Auswirkungen des Handels auf die Korallenfische und ihre natürlichen Lebensräume erkannt. Sie werden daher an der CoP18 einen Antrag vorlegen, der fordert, diesen Handel zu durchleuchten.
Weitere Informationen
End the Trade in Elephants – 4 Proposals to Prevent the Extinction of African Elephants (Web PDF Flyer – Englisch)
Trade in Marine Ornamental Fishes – Support CoP18 Doc. 94 (Web PDF Flyer – Englisch)
Ausrottung der Elefanten – mit «Hilfe» Europas (PDF Artikel im Journal Franz Weber 128)
Afrikanischer Elefant: CoP18 – CITES muss sich ihrer Verantwortung stellen (PDF Artikel im Journal Franz Weber 128)
CITES – Die Aquarienindustrie auf dem Prüfstand (PDF Artikel im Journal Franz Weber 128)
Tierschutz
Tierschutz
Naturschutz
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