Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03502.jsonl.gz/483

In Frakturschrift, gross
Insel-Bücherei Nr. 349, 121. - 140. Tausend, [1] IB
Die Augen des ewigen Bruders
Eine Legende
Leseprobe:
Dies ist die Geschichte Viratas,
den sein Volk rühmte mit den vier Namen der Tugend,
von dem aber nicht geschrieben ist in den Chroniken
der Herrscher, noch in den Büchern der Weisen,
und dessen Andenken die Menschen
vergassen.
IN DEN JAHREN, EHE NOCH DER ERHABENE Buddha auf Erden weilte und die Erleuchtung der Erkenntnis eingoss in seine Diener, lebte im Land der Birwagher bei einem König Rajputas ein Edler, Virata, den sie den Blitz des Schwertes nannten, weil er ein Krieger war, kühn vor allen andern, und ein Jäger, dessen Pfeile nie fehlten, dessen Lanze nie sich vergeblich schwang und dessen Arm niederfiel wie ein Donner über den Schwung seines Schwertes. Seine Stirne war hell, aufrecht standen seine Augen vor der Frage der Menschen: nie ward seine Hand gekrümmt gesehen zum bösen Knollen der Faust, nie seine Stimme gehört im Schreie des Zorns....