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Giorgio Paronuzzi setzte nach Abschluss des Studiums von Klavier, Cembalo und Komposition sowie dem Studium der Philosophie in Italien seine Ausbildung auf dem Gebiet der barocken Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis fort. Seine Vielseitigkeit als Kammermusiker, musikalischer Leiter und Solist zeigt sich in der Zusammenarbeit mit Ensembles und Orchestern wie Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, Akademie für Alte Musik Berlin, Accademia Bizantina, Kammerorchester Basel, Zürcher Kammerorchester, Orchestra della Radiotelevisione Svizzera Italiana, Cappella Gabetta, Mozarteum Orchester, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI oder Symphonieorchester des ORF Wien. Neben der Instrumentalmusik des Barock begeistert sich Paronuzzi vor allem für das Opernrepertoire. Zeitweise tätig an Opernhäusern wie Fano, Cagliari, Palermo oder Lausanne hat er als Cembalist und Musikalischer Assistent mehrere Jahren mit René Jacobs zusammengearbeitet. So ist er unter anderem in Brüssel, Paris, Berlin, und Wien an grossen Produktionen von Monteverdi bis Mozart beteiligt.
Auch als Operndirigent hat er sich einen Namen gemacht, so mit L’Opera Seria von F.L. Gassmann (2000), La Cecchina von N. Piccinni (2002, kleine Bühne des Basler Theaters). Vivaldis Orlando Furioso (2009, Theater Basel) und La liberazione di Ruggero dall’isola di Alcina von Caccini (2012, Basel und Dresden). Ferner hat er bei verschiedenen „alternativen“ Projekten mitgearbeitet, die zeitgenössische mit alter Musik kombinieren, so etwa 2006 Unsichtbar Land von Helmut Öring im Theater Basel, oder 2007 A Clear View of Heaven am Lucerne Festival).
Paronuzzi ist auf CD an zahlreichen Aufnahmen für Labels wie Sony, Dinamic, Agorà, Bongiovanni, Naxos, Opus 111, Harmonia Mundi, Virgin Classic, Deutsche Grammophone zu hören.
Nach vier Jahren als Musikalischer Leiter der Barockopernklasse der Schola Cantorum Basiliensis unterrichtet er dort seit 2002 Cembalo und Generalbass.