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Schwanger und zuckerkrank! Eine Gefahr fürs Baby?
Tipps Jede achte bis zehnte Frau erkrankt in ihrer Schwangerschaft an Diabetes. Was muss beachtet werden, falls dies eintrifft? Ist mein Baby in Gefahr?
In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft kann es auch bei gesunden Frauen zu einer Zuckerkrankheit kommen. Fachleute sprechen von Gestationsdiabetes oder Diabetes Typ 4, und dieser gehört zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Der Auslöser: Die mit einer Schwangerschaft verbundenen Hormonveränderungen führen zu einem erhöhten Insulinbedarf bei der werdenden Mutter. Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin produzieren kann, kommt es zum Anstieg des Blutzuckers. Der Zucker gelangt über die Plazenta zum ungeborenen Kind. Dieses reagiert mit einer erhöhten Insulinproduktion. Weil diese jedoch über die Plazenta nicht wieder abgegeben werden kann, führt der erhöhte Insulinspiegel zu vermehrtem Wachstum und Fettaufbau. Die Folge: Die Babys sind bei der Geburt besonders gross und schwer.
Gut behandelbar
Übergewicht, Diabetes in der Familie, Alter über 30 und wiederholte Fehlgeburten erhöhen das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes. Personen aus dieser Risikogruppe sollten sich deshalb öfter testen lassen. Ansonsten ist ein Test durch den Gynäkologen zwischen der 24. und 28. Woche sinnvoll. Dies umso mehr, als meist keine Beschwerden auftreten, die auf Gestationsdiabetes hinweisen. Bei 85 Prozent der Betroffenen hilft schon eine Ernährungsumstellung sowie mehr Bewegung. Falls dies nicht ausreicht, muss Insulin gespritzt werden. Unmittelbar nach der Geburt verschwindet der Schwangerschaftsdiabetes bei fast allen Frauen wieder. Allerdings entwickelt sich bei 30 bis 50 Prozent der Frauen später ein Typ-2-Diabetes.
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