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Das letzte Netzaudit der SBB geht davon aus, dass für den Unterhalt des Schienennetzes zwischen 2010 und 2016 jährlich 850 Millionen Franken mehr notwendig sind als ursprünglich angenommen. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) kommt nun zu einer Zahl von 500 Millionen Franken jährlichen Zusatzkosten. Unabhängig von der genauen Höhe des Betrages stellt sich die Frage nach der Beschaffung der Gelder für den Unterhalt des Bahnnetzes.
Trotz den hohen Kosten für den Unterhalt dürfe der notwendige Ausbau des Schienennetzes nicht gefährdet werden, wie der VCS in einer Mitteilung schreibt. Bereits heute ist die Bahn bis an die Grenzen ausgelastet, was einen Ausbau unabdingbar macht. Aus diesem Grund ist der VCS dagegen, den Finöv-Fonds anzuzapfen, um die zusätzlichen Ausgaben für den Schienenunterhalt zu kompensieren. Wenn weniger Gelder in den FinöV-Fonds fliessen, verzögert sich die Realisierung von wichtigen Projekten.
Mit der Volksinitiative „Für den öffentlichen Verkehr“ macht der VCS einen konstruktiven Vorschlag zur künftigen Finanzierung der Bahninfrastruktur. Die Initiative schlägt eine Neuverteilung der Mineralölsteuer-Einnahmen vor, die hälftig für die Schiene und die Strasse verwendet werden soll. Problematisch wäre eine Bahnabgabe auf Billeten ohne gleichzeitige Verteuerung des Autofahrens. Dies würde Reisende dazu animieren, wieder aufs Auto umzusteigen.