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Nach einer ausgefallenen Clubmeisterschaft konnte am 27. November 2021 endlich wieder um den Clubmeistertitel gekämpft werden. Grosser Abwesender – der dann doch rasch am Turniertag den Pokal in die Halle brachte – war Titelhalter Eru, der heuer der Steilwand den Vorzug gab. Neben dem coronagerechten Buffet befanden sich auch elf angriffige Schlägerschwinger in der Halle, davon drei Nachwuchsspieler, was ein doch erfreulich hoher Anteil ist; dieser wäre beinahe noch höher ausgefallen, jedoch kamen uns die Quarantäneauflagen dazwischen. Sebu verteilte die Anwesenden geschickt in zwei elopunktgerechte Gruppen und die Spiele konnten beginnen.
In den Gruppenspielen kam es, wenn man nach Setzliste geht, zu zwei Überraschungen: In Gruppe zwei wurde der Gruppenkopf Dänu von einem schnittigen und bedacht angreifenden Michu in die Schranken und auf den zweiten Platz verwiesen; ausserdem gab Pädu ein rauschendes Debut und prügelte Chäschpu von der Platte und auf den vierten Platz. Auf dem fünften Platz sollte Minghan landen, der sich mit Satzgewinnen zufriedengeben musste.
Der ersten Gruppe Rangliste entsprach strikt der Setzliste: Sebu konnte sich den ersten Platz sichern, wobei Ädu ihn an den Rand einer Niederlage brachte und erst mit 11:8 im Entscheidungssatz bezwungen werden konnte. Auf dem zweiten Platz folgt Johann, der sich souverän warmspielte und hauptsächlich gegen Jeannine in Bedrängnis geriet. Auf dem dritten Rang platzierte sich Servicekönig Ädu, gefolgt von Jeannine. Für die beiden Küken der Gruppe, Elias und Tim, reichte es aus Platzgründen leider nicht für die KO-Phase.
Neben den Viertelfinals wurde jedoch unter den Ausgeschiedenen eine Trostrunde durchgeführt: Elias konnte sich vor Minghan und Tim durchsetzen.
Neben den grandiosen Leistungen des Plenums am Buffet konnten in den beiden kurzlebigen Viertelfinals die Gruppenersten Michu (gegen Jeannine) und Sebu (gegen Chäschpu) überlegen überzeugen. Johann, Sternzeichen Gemeinderat, gab gegen Pädu einen Satz ab. Dänu und Ädu hatten beide zu kämpfen, manchmal mit dem Gegner, oft auch mit sich selbst – Dänu hatte am Ende im fünften Satz die Nase vorn. Beide Halbfinals gingen über fünf Sätze: Nach Hin- und Herwogen in den ersten vier Sätzen konnten sich am Ende knapp Dänu und Michu für das Finale qualifizieren; Sebu und Johann, gescheitert doch nicht gescheiter, sollten um Bronze spielen.
Damit kam es zu Neuauflagen der Gruppenspiele, vor allem im Spiel um den dritten Rang nun aber wesentlich knapper: Nach meisterhaften Schlägen und finalwürdigen Ballwechseln konnte sich im Entscheidungssatz Sebu gegen Johann die Bronzemedaille sichern. Im Finale traf nun die geballte Erfahrung aufeinander: Ähnlich wie im Gruppenspiel setzte sich Michu mit gelegentlichen Angriffsbällen und souveränem Unterschnittspiel gegen den im Angriff momentan limitierten Dänu durch und wurde zum ersten Mal seit 2008 wieder Clubmeister. An dieser Stelle ein herzliches Gratül!
Nach erneuter Zwischenpause am Buffet (Danke an Claudia für die Aufsicht) mit ergänzendem Möhl wurde die Auslosung für die anschliessende Doppelkonkurrenz durchgeführt: In einem tadellosen und transparenten Losprozess wurden Paarungen gebildet, die – da kann man sagen, was man will – im Anschluss gegeneinander spielten.
Clubmeister Michu und Nachwuchshoffnung Minghan unterlagen in der ersten Runde Chäschpu/Pädu, womit aber noch nicht aller Tage Abend war: Im traditionellen Repechagesystem konnte sich eine Niederlage geleistet werden. Ehemalige Nachwuchshoffnung Sebu und die junggebliebene Jeannine konnten sich nach einer Aufholjagd gegen bissige Services von Ädu und einen lautstarken Elias durchsetzen. Nicht so gut lief es für Johann und Tim, die nach zwei Niederlagen den Hut nehmen mussten. Während Ädu/Elias gegen Michu/Minghan eingingen, konnten sich Sebu/Jeannine gegen Chäschpu/Pädu in fünf Sätzen schadlos halten. Somit spielten Michu/Minghan erneut gegen Chäschpu/Pädu im Loser-Bracket, wobei sich nun die vermehrten Angriffe Minghans ausbezahlt machten: Team M&M zog ins Finale ein, wo sie Jeannine und Sebu erwarteten, derweil sich Chäschpu/Pädu über Bronze freuen mussten. Nach den vorausgegangenen Fünfsätzern konnten Sebu/Jeannine sich im Finale trotz sehr engen Sätzen letztlich mit 3:0 durchsetzen und sich somit Gold holen.
An den beiden Folgemontagen fand die Clubmeisterschaft der Unklassierten bis D2 statt: Am ersten Montag das Qualifying in einer Gruppenphase, in der Folgewoche die KO-Runde ab den Halbfinals. An die Spitze der ausgeglichenen Gruppe setzte sich Minghan, mit einer einzigen Niederlage gegen Elias. Jeannine erspielte sich den zweiten Platz, Jakob den dritten und Elias den vierten Rang. Die Halbfinals eine Woche später ergaben sich aus den Gruppenplatzierungen, sprich Minghan spielte gegen Elias und Jeannine gegen Jakob. Wie in der Woche zuvor hatte Minghan Schwierigkeiten mit dem temperamentvollen Spiel von Elias: Nach dem ersten Satz, der an Minghan ging, konnte sich Elias angemessen pushen und Minghan relativ deutlich bezwingen. Am Nebentisch setzte sich Jeannine trotz grosser Gegenwehr von Jakob und mangelhaftem Coaching ebenfalls mit 3:1 durch. Im Spiel um Bronze konnte Jakob, dessen Angriffsbälle nun sassen, den Gruppensieger vergangener Woche mit 3:0 besiegen und Minghan musste mit dem vierten Platz Vorlieb nehmen.
Auch das Finale war ein churzer Chut: Jeannine spielte ihre Erfahrung aus und ihr war anzumerken, dass sie im Gegensatz zu den Junioren nicht am Wochenende zuvor zwei Turniertage hatte. Das Verdikt lautete 3:0 für Jeannine gegen Elias. Auch hier: Gratül!
Somit waren die Clubmeisterschaften des TTC Langnau 2021 Geschichte – vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.