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In den 1950er Jahren nahm der Wintertourismus stark zu. Als Folge davon hatten die Bahnen teils nicht mehr genügend Kapazität, um die Gäste rasch zu befördern. Ein neues Organisationskonzept führte schliesslich zu einem ungewollten Schwarzmarkt.
Lange Warteschlangen
Ludwig arbeitete am Schalter der Gornergrat Bahn und verkaufte dort Fahrkarten an die Skifahrer. Der grosse Ansturm mit den langen Warteschlangen beschäftigte ihn. Er hatte gelesen, dass die Gornergrat Bahn 1946 rund 66°000 Gäste im Winter transportierte. Fünf Jahre später, im Winter 1951, waren es bereits über 95°000. Die wegen der Wartezeiten oft unzufriedenen Kunden waren auch eine Belastung für ihn und seine Mitarbeitenden.
Verärgerte Gäste, negative Presse
Die Gornergrat Bahn konnte den Ansturm ohne Massnahmen nicht mehr bewältigen. Dies, obwohl das Platzangebot seit der Beschaffung der Leichttriebwagen fast verdoppelt werden konnte. Als Lösung wurden sogenannte Platzkarten für die Fahrt auf den Gornergrat eingeführt. Oft waren diese aber bereits Tage im Voraus ausverkauft. Die Folge: Ein Teil der Karten wurde unter Hand mit Gewinn gehandelt und verkauft. Auch im zweiten Skigebiet mussten die Skifahrer an der Sesselbahn Zermatt-Sunnegga und beim Skilift Sunnegga-Blauherd lange anstehen. Viele Gäste waren deshalb sehr verärgert und insbesondere Reisejournalisten rieten in ihren Berichten deswegen oft von einem Skiurlaub in Zermatt ab.
Investitionen in die Zukunft
Um die Situation für die Gäste zu verbessern, planten die verschiedenen Bahngesellschaften in der Folge diverse neue Bahnen: die Luftseilbahn Gornergrat Hohtälli-Stockhorn, die Luftseilbahn nach Schwarzsee und die Sesselbahn Findeln-Sunnegga. Diese wurden alle ab Mitte der 1950er Jahre gebaut.