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Die israelische Choreographin Saar Magal und der deutsche Theaterregisseur und Moderator Jürgen Kuttner widmen ihre erste Zusammenarbeit dem SCUM Manifesto der feministischen Schriftstellerin Valerie Solanas, die durch ihren Mordversuch an Andy Warhol im Gedächtnis geblieben ist. Sie wollen die klischeehafte Beurteilung dieses Textes aufbrechen: Tanz, Theater, Performance, Video, Musik – all diese Kunstformen sollen helfen, ihn auszuloten. Neun verschiedenen Interpretationen des Textes sollen dem Zuschauer seine Komplexität, seine Widersprüche, die verschiedenen Bedeutungsebenen, sein Witz und seine Rezeption näherbringen.
Am 14. Mai wird Saar Magal die Probebühne für Omanut öffnen, Fragmente des Stücks zeigen und in englischer Sprache über den kreativen Prozess sprechen, der dem «Projekt Solanas» zugrunde liegt.
Saar Magal, 1976 in Tel Aviv geboren, studierte Tanz an der Telma Yalin Art High School in Tel Aviv sowie am Laban Centre for Movement and Dance in London. Sie entwickelte zahlreiche Tanzperformances u.a. für die Batsheva Ensemble Dance Company, das Suzanne Dellal Center in Tel Aviv, Curtain Up Festival, die Bat Dor Dance Company sowie für Peridance New York,
die Harvard University in Cambridge und das Mxat Theater in Moskau. Seit 1997 arbeitet Saar Magal regelmässig mit dem Regisseur Krzysztof Warlikowski zusammen, u.a. am Piccolo
Teatro in Mailand, Teatr Rozmaitosci in Warschau, Staatstheater Stuttgart, HAU Berlin, Schauspiel Hannover, an der Toneelgroep Amsterdam, Nationaloper Warschau, am Théâtre La Monnaie Brüssel (Medée, Macbeth) sowie an der Opéra National de Paris (u.a. Parsifal, Król Roger) und der Bayerischen Staatsoper (Eugen Onegin). Die gemeinsam mit Jochen Roller entwickelte Performance Basically I don’t but actually I do wurde auf Kampnagel in Hamburg, in den Sophien- sälen Berlin, der Muffathalle München sowie in Tel Aviv, Melbourne und Bern aufgeführt.
«Projekt Solanas» wurde von Saar Magal und Jürgen Kuttner entwickelt; sie haben gemeinsam Regie geführt und werden auch beide auf der Bühne stehen, wenn das Stück mit TänzerInnen aus Israel und der Schweiz am 22. Mai in der Roten Fabrik Premiere feiert.