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Der Gartenteich als kleine Oase.
Unter einer Oase verstehen wir normalerweise: klares, gesundes Wasser, gesunde Fische, prächtiger, artenreicher Pflanzenwuchs.
Der richtige Standort für den Teich: Eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Pflanzenwachstum ist die Sonne, daher sollte der Teich möglichst an einem sonnigen Platz angelegt werden. Die Sonne sollte den Teich jedoch nur etwa 6 Stunden am Tag erwärmen, zu viel Sonnenbestrahlung (speziell in der Mittagszeit) führt zu einer verstärkten Algenbildung und zu einer Verminderung des Sauerstoffgehalts.
Es hat sich als ideal erwiesen, wenn der Teich zur Mittagszeit von Sträuchern, Büschen oder hohem Ziergras beschattet wird. Der Teich sollte nicht direkt unter Bäumen angelegt werden, da herabfallendes Laub oder Nadeln das Wasser unnötig belasten. Der Teich sollte von allen Seiten leicht zugänglich sein, um die Pflanzen- und Fischpflege zu erleichtern.
Um den Teich richtig geniessen zu können, sollte dieser in der Nähe einer Terrasse oder eines Sitzplatzes angelegt werden und sich harmonisch in den Garten einfügen.
Im Gartenteich findet man auf relativ geringem Raum verhältnismässig viele Fische, in der Natur ist dies nicht der Fall. Wenn das Teichwasser nicht ständig gereinigt wird, verwandelt es sich über kurz oder lang in eine Brühe aus Abfallstoffen, bestehend aus nicht gefressenem Futter, Fischkot und Urin. Damit dies nicht passiert, sollte hier die entsprechende Technik eingesetzt werden.
Durch das Gründeln der Fische wird das Teichwasser schnell trüb. Fischkot und nicht gefressenes Futter beeinträchtigen die Wasserqualität und entziehen dem Wasser wichtige Nährstoffe. Diese Nährstoffe, die von den Fischen und Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigt werden, können auf natürlichem Weg nicht wieder hergestellt werden. Daher ist eine Filteranlage meistens unerlässlich, besonders wenn Goldfische, Goldorfen oder Kois eingesetzt werden.
Bei der Anschaffung einer Filteranlage sollte man bedenken, dass sich die meisten Fischarten in ihrer Grösse der ihnen verfügbaren Wassermenge bzw. der Teichgrösse anpassen. Das heisst: Je grösser der Teich und das Platzangebot für jeden Fisch, desto grösser wird dieser auch.
Das Zusammenspiel für einen gesunden Teich besteht aus klarem Wasser, gesunden Fischen und der richtigen Bepflanzung. Teichpflanzen reichern das Wasser mit Sauerstoff an, und entfernen durch ihre Blätter und Wurzeln schädliche Stoffe aus dem Wasser.
Bei der Bepflanzung eines Teiches sollte jedoch darauf geachtet werden, dass ein Drittel der Wasseroberfläche offen bleibt, damit das Gleichgewicht nicht gestört wird. Abgestorbene Pflanzenreste sollten regelmässig aus dem Gartenteich entfernt werden, da sie den Teich und den Filter unnötig belasten und den Algenwuchs fördern.
Als Nährboden für Wasserpflanzen eignen sich kalkarmer Sand und Kies, die mineralisch sind und keine unerwünschten organischen Stoffe ins Teichwasser einbringen. Fische benötigen keinen Bodengrund, sie werden gezielt gefüttert.
Wenn nur Koi den Teich bewohnen sollen, ist aus verschiedenen Gründen auf einen Teichgrund mit Steinen und/oder Kies/Sand bzw. Erde zu verzichten!
Koi sind kräftig und wirbeln beim Gründeln den ganzen Teichgrund auf. Ein trüber Teich ist keine Augenweide und bringt viele Probleme mit sich.
Zur regelmässigen Kontrolle der Gesundheit der Koi sollte das Wasser klar und sauber sein.
Kranke Fische in einem trüben Teich zu fangen, ist unmöglich.
Koi gründeln für ihr Leben gern. Sedimente, die aufgewirbelt werden, sind unerwünscht und ein guter Bodenablauf ist Voraussetzung!
Je höher die Umwälzrate der Filterpumpe, desto klarer ist der Teich, sofern der Filter in der Lage ist, die Feinfilterung zu erledigen.
Der Sauerstoffgehalt ist einer der wichtigsten Werte im Teich, denn ein Sauerstoffmangel kann sehr schnell zum Fischtod führen. Je höher die Wassertemperatur, desto niedriger ist der Sauerstoffgehalt des Teichwassers. Das Gleiche gilt bei niedrigen Luftdrücken (Gewitter, feuchtwarme Luft), bei einer übermässigen Fütterung, einem zu hohen Fischbesatz, etc.
Da Pflanzen und Algen in der Nacht Sauerstoff verbrauchen, ist es nicht nur ratsam, den Sauerstoffgehalt morgens zu messen, sondern die Filteranlage und die Sauerstoffzufuhr auch während der Nacht in Betrieb zu lassen.
Wenn Fische häufig an der Wasseroberfläche nach Luft schnappen, ist dies ein Zeichen für Sauerstoffmangel. Hier sollte der Teich zusätzlich mit Luft, z.B. durch eine Luftpumpe, versorgt werden.
Ein frisch gebauter Teich sollte immer mit Trinkwasser gefüllt werden.
Dies, weil nur Trinkwasser garantiert frei von unerwünschten "Gästen" wie schädlichen Bakterien und anderen schädlichen Mikroorganismen ist.
Auch befinden sich in offenen Gewässern Parasiten, die nur darauf warten, geschwächte Tiere zu befallen.
Je nach Gebiet schwankt die Trinkwasserqualität jedoch betreffend Gesamthärte (GH) aber beträchtlich. In Japan wird für die Zucht der Koi sehr weiches Wasser verwendet. Dies hat einen direkten Einfluss auf die Leuchtkraft der Farbe Rot, während in hartem Wasser Schwarz viel markanter zur Geltung kommt. Ein ideales Koi-Wasser hat etwa eine GH von 8. Dies kann durch Wasserenthärter oder GH-Plus gut reguliert werden. Regenwasser ist extrem weich, weil es keine Mineralien enthält. Ein eingefahrener Teich wird in der Regel immer "weicher", da der Regen im zentralen Europa doch eine grosse Rolle spielt. Die Wasserqualität sollte laufend getestet werden. Auch während der Teichsaison sollten die Wasserparameter regelmässig überprüft werden. Ganz wichtig ist auch, dass regelmässig unverbrauchtes Frischwasser zugefügt wird ca. 10% pro Woche bei vernünftigem Fischbesatz. Die wichtigsten zu kontrollierenden Wasserwerte sind:
Der Säuregrad (pH-Wert), die Härte (GH-Wert), der Nitritgehalt (NO2) und die Karbonathärte (kH-Wert).
Die Wasserwerte sollten monatlich kontrolliert werden. Dies einfach, um auf mögliche Änderungen der Wasserqualität reagieren zu können, bevor die Fische leiden.
Nur wenn das Filtersystem auf die Anforderungen Ihres Teiches abgestimmt ist, schaffen Sie die Voraussetzung für ein perfektes Ökosystem. Hierzu ist es wichtig, das tatsächliche Teichvolumen zu ermitteln und Faktoren wie z. B. die Sonneneinstrahlung zu berücksichtigen (= effektives Teichvolumen), um letztendlich einen Teich mit Klarwassergarantie zu schaffen.
1. Berechnung des tatsächlichen Teichvolumens: Zunächst müssen wir das Fassungsvermögen Ihres Teiches (in Litern) ermitteln. Dafür müssen wir die durchschnittliche Breite, Länge und Tiefe Ihres Teiches wissen. Messen Sie in 50 cm Abständen zuerst die Breite, dann die Länge und zum Schluss die Tiefe. Addieren Sie die gemessenen Breitenwerte zusammen und teilen Sie diese durch die Anzahl der Messungen. Verfahren Sie anschliessend mit Länge und Tiefe genauso.
Berechnungsbeispiel (Breite)
Gesamtmesswerte
1,20 m +1,70 m + 1,05 m + 2,10 m + 1,80 m = 7,85 m
Anzahl der Messungen: 5
Rechnung
7,85 : 5 = 1,57 Meter durchschnittliche Breite des Teiches Haben Sie alle Werte (durchschnittliche Breite, Länge und Tiefe) ermittelt, erfolgt die letzte Berechnung der Literanzahl:
Berechnung des Volumens (Literzahl) durch Multiplizieren
Breite x Länge x Tiefe = cbm/Volumen
cbm Volumen x 1000 = Liter/Volumen
Ist Ihr Teich direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, addieren Sie einen Wert von 25 % auf das vorher ermittelte Teichvolumen!
Ein anderer wichtiger Faktor ist die Teichtiefe. Je geringer die Teichtiefe, desto wärmer ist das Wasser. Das hat zur Folge, dass Grünalgen erheblich schneller wachsen und somit das Wasser trüben. Deshalb ist zu berücksichtigen:
Ist die durchschnittlich ermittelte Teichtiefe geringer als 0,75 Meter, muss ein Wert von 25 % auf die durchschnittliche Tiefe addiert werden!
Das effektive Teichvolumen ist berechnet. Nun können Sie das optimale Filtersystem auswählen und erhalten so ein perfektes Ökosystem. Eben Klarwassergarantie!