Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/129920

<h2>SubmittedText<h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen, mit welchen verhältnispräventiven Massnahmen Abhängigkeiten von Online-Games verhindert oder vermindert werden können. Insbesondere soll geprüft werden, inwiefern die Hersteller von Online-Games dazu in die Pflicht genommen und marktregulierende Massnahmen, welche sich in anderen Bereichen der Suchtprävention bewährt haben, eingesetzt werden können.</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Postulat verlangt eine Prüfung, mit welchen verhältnispräventiven, d. h. marktregulierenden Massnahmen Abhängigkeiten von Online-Games verhindert oder vermindert werden können. Mit der Lancierung des nationalen Programms "Jugendmedienschutz und Medienkompetenzen" ("Jugend und Medien") vom 11. Juni 2010 hat der Bundesrat das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) beauftragt, verschiedene Massnahmen zur Verbesserung des Jugendmedienschutzes umzusetzen. Im Rahmen dieser Arbeiten lässt der Bundesrat prüfen, welche selbstregulierenden Massnahmen im Bereich Computerspiele bereits bestehen, ob diese zielführend und wirksam sind und ob staatliche Anreize und Vorgaben im Sinne einer Ko-Regulierung erforderlich sind, um auf die Verbesserung und Weiterentwicklung der Selbstregulierungsmassnahmen hinzuwirken. Die diesbezüglichen Arbeiten sind aufgenommen worden und werden von einer Expertengruppe, bestehend aus Vertretern und Vertreterinnen des Bundes, der Kantone und der Medienbranche, begleitet. Um über fundierte wissenschaftliche Grundlagen für die Beantwortung der obengenannten Fragestellungen zu verfügen, hat das BSV verschiedene Forschungsaufträge erteilt.</p><p>Es wird auch zu klären sein, wieweit Massnahmen auf nationaler Ebene aufgrund der weltumspannenden Verbreitung von Online-Games zielführend sein können und ob - allenfalls ergänzend dazu - auf internationaler Ebene Anstrengungen erforderlich sind. Als Beispiel soll auf die bereits existierenden "Human rights guidelines for online games providers" verwiesen werden, die 2008 vom Europarat gemeinsam mit der Interactive Software Federation of Europe entwickelt wurden.</p><p>Der Schlussbericht zu den obengenannten Prüfaufträgen soll bis Ende 2014 erarbeitet und 2015 durch den Bundesrat verabschiedet werden. In diesem Rahmen kann auch dem Anliegen des vorliegenden Postulates Rechnung getragen werden.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.