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Von Melanie G. Host
J wie Juniperus
Die Gattung Juniperus, die besser unter ihrem deutschen Namen «Wacholder » bekannt ist, zählt zwischen 50 und 60 Arten und kommt in ganz Europa vor. Einige Arten wachsen auch in Südamerika, Australien, Asien und Afrika.
Es gibt zwei Juniperus-Arten. Eine, die ganzjährig grün ist und Wuchshöhen von bis zu 15 Meter erreichen kann. Die zweite Art ist ein niedriger Busch, der sehr spitze Nadeln besitzt. Der Stamm beider Typen ist meist rötlich gefärbt. Ein Unterscheidungsmerkmal des Wacholderbaums ist, dass seine Nadeln im Gegensatz zu Fichten oder Tannen überlappend wachsen. Die Beeren (eigentlich handelt es sich um Zapfen) beider Arten sind zunächst grün und färben sich im Winter bei Frost purpurfarben.
Inhaltsstoffe und Heilwirkung
Es findet sich eine grosse Zahl von Inhaltsstoffen im Wacholder, nach heutigem Stand rund 80 –100. Einige wichtige sind Junipen, Eikosan, Hexadecan, Totarol, Stenol, Alphapinen, Limonen sowie Thujon. Die Substanzen variieren je nach Art, Standort und Alter der Bäume.
Für Heilzwecke verwendet man hauptsächlich die Beeren und Nadelblätter, seltener aber auch Borke und Holz.
In verschiedenen Kulturen hat man den Wacholder früher zur Desinfektionszwecken für Operationsinstrumente, Ladentheken oder Ähnliches benutzt. Dafür hat man ein starkes Dekokt (Abkochung) benutzt, welches auch noch heute zur Reinigung von Wunden verwendet werden kann. Hierfür gibt man 30 Gramm der Droge (Beeren und Nadeln) in einen Liter Wasser, lässt es 30 Minuten kochen und mehrere Stunden abkühlen.