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Steckbrief
Gefährdungsgrad: verletzlich (VU)
Nationale Priorität: mässig (4)
Merkmale:
- Gestalt kräftig
- Grundfarbe lackschwarz mit gelbem Flecken- oder Bändermuster
- Bauch schwarz
- gut sichtbare Drüsen auf der Körperoberseite
- Parotiden (Ohrdrüsen) gross und auffällig
- Auge gross und hervortretend
Beschreibung
Wer kennt ihn nicht, den geheimnisvollen Feuersalamander? Doch unsere Kenntnis stammt weniger aus direkten Beobachtungen. Viel öfter kennen wir den Feuersalamander aus der Mythologie, wo er als eines der vier Elementarwesen für das Feuer steht.
Wer dem Feuersalamander, Salamandra salamandra, aber einmal begegnet ist, wird diesen Anblick nicht so rasch vergessen. Seine feuchte, schwarze Haut trägt einen Lackglanz. Die gesamte Körperoberseite ist gelb gemustert. Diese Warntracht macht ihn zu einer unverwechselbaren Tierart. Und gerade anhand dieser Zeichnung können die beiden in der Schweiz vorkommenden Unterarten unterschieden werden.
Das Muster auf dem Rücken des „Gebänderten Feuersalamanders“ (Salamandra salamandra terrestris) weist zwei gelbe Linien auf, die meist mehrfach unterbrochen sein können. Das Muster des „Gefleckten Feuersalamanders“ (Salamandra salamandra salamandra) ist dagegen unregelmässig und zeigt nie Ansätze zu durchgehenden Rückenstreifen. Er ist mit seiner Länge von bis zu 20 cm und seinem Gewicht von maximal 50 g äusserst eindrücklich, und ist damit der grösste unserer heimischen Schwanzlurche.
Ökologie
Die Lebensweise des Feuersalamanders bildet innerhalb der Schweizer Amphibien einen Sonderfall. Die Eientwicklung und die ersten Phasen des Larvenlebens finden in der Gebärmutter der Weibchen statt, und die Muttertiere gebären kiementragende, ca. 2,5 –3 cm lange Larven.
Die Paarung erfolgt an Land. Während der Paarung umschlingen sich die beiden Geschlechtspartner, und das Weibchen nimmt ein kurz vorher vom Männchen abgesetztes Samenpaket (Spermatophor) auf. Pro weibliches Tier wurden zwischen 10 und 70 abgesetzte Larven gezählt, wobei das Weibchen im Durchschnitt zwischen 20 und 40 Larven entwickelt. Die Phasen der Fortpflanzungsaktivitäten sind beim Feuersalamander äusserst variabel. Larven können praktisch zu jeder Jahreszeit abgesetzt werden. Die meisten Feuersalamander gebären ihre Larven jedoch zwischen Februar und Mai. Die Paarung findet bei der gebänderten Unterart mehrheitlich zwischen Juli und September statt, während sie bei der gefleckten Unterart etwas später erfolgt.
Die Larven sind durch markante gelbe Flecken auf den Oberbeinen gekennzeichnet, sonst ähneln sie andern Schwanzlurchlarven. Sie entwickeln sich temperaturabhängig rund 3–5 Monate in ihren Absetzgewässern und verlassen diese als rund 5–7 cm lange Jungtiere. In Höhlengewässern kann die Entwicklung sogar bis zu einem Jahr dauern. Ihre inneren Organe haben sich auf das Leben an Land vorbereitet, und die äusseren Kiemen sind zurückgebildet worden.
Der Volksmund nennt die Salamander auch “Rägemööl” oder "Rägemoli". Diese Bezeichnung leitet sich davon ab, dass die Tiere nur bei hoher Luftfeuchtigkeit aktiv werden, was oft nachts bei bedecktem Himmel der Fall ist. Der weitaus grösste Teil einer Feuersalamanderpopulation ist nachts bei Regenwetter unterwegs.
Im Tessin zeigen sich bei Regen nach längeren vorausgehenden Trockenwetterperioden die Salamander auch tagsüber, speziell in den Monaten Oktober und November, während zwischen Juni und August kaum Tiere zu beobachten sind.
Bei verhältnismässig hohen Temperaturen findet man Feuersalamander gelegentlich auch mitten im Winter. In Nächten mit Temperaturen über 2°C sind, bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit, regelmässig Salamander zu beobachten.
Feuersalamander können sehr alt werden. Im Freiland konnte ein Maximallter von über 20 Jahren belegt werden, während gar über 50-jährige Tiere aus Haltungen bekannt sind.
Die Nahrung der Salamander besteht während der Larvenphase aus den Kleintieren der Wohngewässer wie Eintagsfliegen- oder Steinfliegenlarven, Bachflohkrebse, Wasserasseln und Würmer. Adulttiere ernähren sich sie hauptsächlich von den Tieren der Laubschicht unserer Wälder wie Schnecken, Tausendfüssler, Asseln, Ohrwürmer und Laufkäfer.
Über Wanderungen der Feuersalamander ist nur wenig bekannt. So scheint der grösste Teil der Frühlingswanderer aus weiblichen Tieren zu bestehen. Konkrete Angaben zu Wanderdistanzen fehlen weitgehend, doch ist anzunehmen, dass diese recht unterschiedlich sein können. Strecken von 500 m bis zum Fortpflanzungsgewässer oder auch grössere Distanzen sind möglich.
Verbreitung
Die beiden in der Schweiz vorkommenden Unterarten zeigen ergänzende Areale. Die gebänderte Form der Nordschweiz ist in Westeuropa bis zu den Pyrenäen verbreitet. Die gefleckte Unterart, welche die Südschweiz besiedelt, kommt angrenzend im östlichen Teil Europas vor. Die Alpen bilden die Grenze zwischen den Arealen der beiden Unterarten.
In der Schweiz ist die gebänderte Unterart in der Nordost- und Nordschweiz in Höhenlagen bis zu 700 m (ausnahmsweise bis 1200 m) relativ weit verbreitet. Die Nachweise aus der Nordwestschweiz westlich des Bielersees sind jedoch bisher nur spärlich und scheinen auf geringere Bestände hinzudeuten. Die gefleckte Unterart lebt im Kanton Tessin und den Südtälern Graubündens (Misox, Bergell, Puschlav) und ist dort recht häufig an Talflanken zwischen 200 und 1400 m zu finden.
Gefährdung und Schutz
Der Gefleckte Feuersalamander gehört im Tessin zu den verbreitetsten Amphibien und ist deshalb nicht gefährdet. In der Nordschweiz ist der Gebänderte Feuersalamander zusammen mit dem Alpensalamander diejenige Art, deren Verbreitung und Bestandessituation am schlechtesten bekannt ist. Der Gefährdungsgrad kann deshalb schwer abgeschätzt werden. Die Art wird auf der aktuellen Roten Liste als gefährdet eingestuft.
Populationen in Siedlungsgebieten sind besonders empfindlich auf bauliche Veränderungen und Eingriffe. Im Rahmen der Siedlungsplanung müssen die Feuersalamander-Vorkommen erfasst und geschützt werden. Die Abtrennung solcher Gebiete durch den Bau von Strassen führt zu einer Verkleinerung und Zerstückelung des Lebensraums mit möglicherweise gravierenden Folgen, die im Extremfall zum Aussterben einer Population führen können. Die Bevölkerung in Quartieren mit Salamanderpopulationen wird zur Rücksichtnahme bei Unterhalt und Pflege ihrer Gebäude und Gärten angehalten.
Bekannte Fortpflanzungsgewässer müssen den Salamandern erhalten bleiben. Eine übermässige Entnahme von Wasser aus Bächen muss daher insbesondere im Jura verhindert werden. Bei der Linienführung von Strassen durch Waldgebiete sollte bestehenden Salamandervorkommen Rechnung getragen werden, allenfalls sind problematische Strassen mit funktionierenden Amphibiendurchlässen auszurüsten.
Die Freizeitaktivitäten in Waldgebieten sind so zu lenken, dass wichtige Fortpflanzungsgebiete für Salamander möglichst ungestört erhalten bleiben. Auf grossflächige Kahlschläge im Wald und die Bepflanzung von Forsten mit standortfremden Baumarten ist zu verzichten, ebenso muss ein künstlicher Fischbesatz von Waldbächen vermieden werden.
Melden Sie bitte Ihre Beobachtungen von Feuersalamandern mit Angabe von Ort, Datum und Koordinaten nach Landeskarte an die karch. Auch Meldungen zu überfahrenen Tieren oder zu Stollen, welche als Überwinterungsorte benutzt werden, sind sehr nützlich!
Habitat
La forêt constitue l’habitat typique de la Salamandre tachetée, avec une préférence pour les boisements humides, où les cachettes sont plus favorables. Les larves sont déposées avant tout dans des ruisseaux forestiers, plus rarement dans des sources ou de petits plans d’eau. Si l’espèce trouve des conditions adéquates (cours d’eau et caches) dans une zone bâtie, elle peut s’y maintenir en permanence, même à plus d’un kilomètre de la forêt la plus proche.
Les abris utilisés par les adultes pour la journée sont des terriers de micro-mammifères, des fissures rocheuses ou encore des grottes de diverses grandeurs. Dans les zones bâties, la salamandre utilise les anfractuosités des murs de pierres, des bouches d’égouts et des soupiraux comme refuge journalier et comme quartier d’hivernage. Dans les cours d’eau, les larves ont besoin de secteurs à courant faible et riches en abris, sous des pierres et des feuilles mortes. La présence de telles cachettes semble également importante dans les mares forestières. Les larves demeurent en effet la plupart du temps sous les feuilles mortes ou les amas d’algues flottantes. Le site d’hivernage est habituellement une cavité humide à l’abri du gel.