Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03290.jsonl.gz/1748

Valeriia Vasnetsova ist bei der Einreise in Peking für die Olympischen Winterspiele positiv auf das Coronavirus getestet worden. Seither sass die 24-jährige Biathletin, die im Weltcup schon drei Mal aufs Podest lief, in Isolation – und berichtet dort von ungemütlichen Zuständen. Erst heute durfte sie das Isolations-Hotel verlassen.
Vasnetsova postete auf Instagram ein Bild von dem, was sie in der Isolation täglich zu Essen bekommt.
Dazu schrieb die Russin: «Ich bekomme das jetzt seit fünf Tagen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Ich habe viel Gewicht verloren und meine Knochen ragen heraus. Ich bekomme nichts anderes zu essen, ich weiss nichts über meine Corona-Tests. Ich schlafe den ganzen Tag nur, weil ich nicht einmal mehr die Kraft habe, aus dem Bett aufzustehen. Ich esse nur drei Handvoll Nudeln am Tag, weil es einfach unmöglich ist, den Rest der Mahlzeiten zu essen.»
Diese Kritik kam nicht überall gut an. «Für solche Beschwerden würde ich Vasnetsova die Zunge abschneiden. Bei Olympia 1980 lebten wir in Amerika wie in einem Gefängnis, und niemand hat sich beschwert», sagte Alexander Tichonow. Der 75-Jährige ist vierfacher Olympiagold-Gewinner und war langjähriger Präsident des russischen Biathlonverbands. Und Tichonow legte gleich nach: «Sie sorgt mit ihrem Rotz für Unruhe im Team. Man muss diese Probleme im Team klären und nicht im Internet jammern. Ihretwegen ist die Stimmung in der Mannschaft auf dem Tiefpunkt.»
Mikhail Biryukov von Eurosport Russland relativierte diese Aussagen allerdings: «Journalisten rufen bei Tichonow gerne an, um Schlagzeilen zu bekommen. Wegen seiner grossen Erfolge wird ihm das niemand übel nehmen.»
Tatsächlich ist Vasnetsova bei weitem nicht die einzige Person, die sich über das Essen und die weiteren Umstände in der Isolation beschwert. Christian Schwaiger, Trainer der Deutschen Alpin-Skifahrer, sagte: «Die Verpflegung ist äusserst fragwürdig, denn eigentlich ist es gar keine Verpflegung. Ich hätte erwartet, dass das Olympische Komitee in der Lage ist, warme Mahlzeiten anzubieten. Es gibt keine warmen Mahlzeiten. Es gibt Chips, ein paar Nüsse und Schokolade und sonst nichts.» Auch die Schweizer Biathletin Amy Baserga bestätigte nach ihrem ersten Einzel-Auftritt im SRF-Interview: «Das Essen hier ist nicht so meins. Ich kann so keine Energie aufnehmen.»
Die polnische Eisschnellläuferin Natalia Maliszewska (26) litt in der Isolation in Peking ebenfalls: «Seit einer Woche lebe ich in Angst und mit diesen Stimmungsschwankungen», klagte sie. «Ich weine, bis ich keine Tränen mehr habe. Ich mache nicht nur den Menschen um mich herum Sorgen, sondern auch mir selbst.»
Das Internationale Olympische Komitee verspricht indes, dass sich die Umstände bald bessern sollen: «Wir sind uns der Beschwerden einiger Athleten bewusst, insbesondere in Bezug auf die Vielfalt und die Portionsgrösse der Mahlzeiten.» (abu)
Den finalen Entscheid in der Trainerfrage fällt bei Gottéron in den nächsten Tagen – einen fixen Termin gibt es nicht – zwar der Verwaltungsrat. Aber das oberste Organ des Unternehmens wird in dieser Sache dem Antrag des Sportchefs folgen. Ab sofort ist nicht mehr Christian Dubé Sportchef. Er gibt die am 4. Oktober 2019 übernommene Doppelbelastung auf und überlässt das Amt des Sportchefs seinem Zauberlehrling Gerd Zenhäusern (51). Der Walliser dient Gottéron seit Oktober 2014 in verschiedenen Chargen, seit 2021 offiziell als Büro-Assistent und Zögling von Christian Dubé.