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Die Thur präsentiert sich seit ihrer ersten Korrektion von 1890 als «gezähmter» Wildbach, eingebettet zwischen künstlichen Hochwasserdämmen. Je nach Niederschlagsereignis im Einzugsgebiet bringt sie grosse Wassermassen
in das dicht besiedelte und landwirtschaftlich intensiv genutzte Thurtal. In den späten 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts brachen die Hochwasserschutzdämme kurz nacheinander und bescherten dem Thurgau kaum
gesehene Überschwemmungen. Darauf wurden Projekte zur Verbesserung des Hochwasserschutzes erarbeitet. Die mehr als hundert Jahre alten Hochwasserschutzbauwerke weisen verschiedene Defizite auf. Infolge des vorhandenen Ungleichgewichts im Geschiebehaushalt frisst sich die Flusssohle
immer tiefer ein.