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1900 - 1902
Als der Caux Palace von Ami Chessex und dem Architekten Eugène Jost erbaut wird, ist es eines der modernsten, luxuriösesten und grössten Hotels, das bis dahin je in der Schweiz gegeben hatte. Zu den illustren Gästen des Hotels zählen Sacha Guitry, Paul Morand, Romain Rolland, Edgar Wallace, Prinz Ibn Saud, Rudyard Kipling, John D. Rockefeller, der Maharadscha von Baroda sowie Mitglieder bekannter Familien, wie Kellogg und Gillette. Der Erste Weltkrieg und der Börsencrash von 1929 stürzen das Hotel ins Defizit. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges geht das Hotel schliesslich bankrott.
1944
Unter der Schirmherrschaft der Schweiz öffnet das Caux Palace-Hotel erneut seine Tore und dient zunächst der Internierung aus Italien geflohener britischer Kriegsgefangener. Später wird es als Unterkunft für italienische sowie 1670 jüdische Flüchtlinge aus Ungarn genutzt.
Eine Eiche und eine Gedenktafel im Park des Caux Palace erinnern an diese Flüchtlinge sowie an jene, die während des Zweiten Weltkriegs an der Schweizer Grenze abgewiesen wurden.
1946
Rund hundert Schweizer Privatpersonen und Familien, allen voran der in Genf geborene Diplomat Phillipe Mottu, kaufen den Caux Palace. Die Caux- Stiftung wird mit der Verwaltung des Gebäudes beauftragt, das von nun an als Konferenzzentrum für die 1938 durch den amerikanischen lutherischen Pastor Frank Buchman gegründete weltweite Bewegung der Moralischen Aufrüstung dient.
Im Sommer desselben Jahres öffnet das Zentrum seine Tore für die erste Caux-Konferenzreihe mit über 3000 Teilnehmenden.
1946 - 1950
Französische und deutsche Delegationen treffen sich mehrmals in Caux und legen den Grundstein für eine Aussöhnung der beiden im Krieg verfeindeten Länder.
Im Ringen um gegenseitigesVerständnis und Vertrauen nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki kommen japanische Politiker und Gewerkschafter gemeinsam mit ihren ehemaligen Gegnern nach Caux.
Der Caux Palace wird zum Bezugspunkt für Bemühungen um Aussöhnung und Vertrauensbildung.
1961
Nach dem Tod Frank Buchmans beginnt für die Bewegung eine Übergangszeit. Dessen ungeachtet führt die Caux-Stiftung die Konferenztätigkeit in den kommenden Jahrzehnten weiter.
1977 - 1995
Das Caux-Konferenzzentrum ist Schauplatz verschiedener Friedens- und Aussöhnungsbemühungen, insbesondere der Bestrebungen für einen friedlichen Unabhängigkeitsprozess in Rhodesien (dem heutigen Simbabwe) oder für Dialoge zwischen Konfliktparteien, u.a. aus dem Libanon, Kambodscha, Somaliland und Südafrika. Zahlreiche ethnische Gruppen verschiedener Länder treffen im Ringen um Vertrauen und Aussöhnung in Caux aufeinander.
1986 wird die Konferenzreihe «Caux Round Table» als gemeinsame Initiative führender Wirtschaftsakteure aus Europa, Japan und den USA ins Leben gerufen, die sich mit der Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft befasst. 1994 wird mit den «Caux-Prinzipien für die Wirtschaft» (Caux Principles for Business) einer der ersten internationalen Leitfäden für Unternehmensethik veröffentlicht.
2000 - 2010
Mit der Unterstützung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten finden in der Villa Maria und im Caux Palace Friedens- und Aussöhnungsbemühungen für Burundi und die zentralafrikanische Region der Grossen Seen statt. Regierungsvertreter und Rebellenführer treffen sich abwechselnd in Caux und ihren Heimatländern zu Gesprächen.
Um ihren institutionellen Ansprüchen als globales Netzwerk besser gerecht zu werden, wird die Bewegung der Moralischen Aufrüstung 2001 in Initiativen der Veränderung umbenannt. Unter diesem neuen Namen setzt sich die Bewegung weiterhin weltweit über Spaltungen und Konflikte hinweg für den Aufbau von Vertrauen ein.
2016
Die Stiftung Initiativen der Veränderung Schweiz feiert im Rahmen ihrer alljährlichen Sommerkonferenzen sowie bei weiteren Anlässen andernorts in der Schweiz mit einer Reihe von Gedenkveranstaltungen ihr 70-jähriges Jubiläum.
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