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So., 26. März|
Locarno
musKi (Geneva, CH)
Magdalena Cenolli (Violine), Rodolphe Loubatière (Schlagzeug). Ein akustisches Duo, das mit allen Farbtönen der improvisierten Musik Texturen und Klanglandschaften erzeugt, die konstant vom musikalischen Qi gespeist werden.
Time & Location
26. März 2023, 17:30
Locarno, Piazza G. Pedrazzini 12, 6600 Locarno, Switzerland
Description
Magdalena Cenolli: Violine
Rodolphe Loubatière: Schlagzeug
Ein akustisches Duo, das mit allen Farbtönen der improvisierten Musik Texturen und Klanglandschaften erzeugt, die konstant vom musikalischen Qi gespeist werden. Eine Sache, die sie verbindet, ist das Kolophonium, das die eine auf ihren Bogen und der andere auf seinem Snare Drum aufträgt. Das inspirierte Spiel von Loubatiere benutzt eine Vielzahl von kleinen Instrumenten und Gegenständen, um auf einer einzigen Snare eine Vielzahl von subtilen und dichten Klängen zu erzeugen, die manchmal an eine elektroakustische Collage erinnern. Cenolli dagegen benutzt einzig ihre Geige, deren verklärter Klang einzigartige und radikal persönliche Farben hervorbringt. Diese beiden Musiker spielen eine nicht-idiomatische und bewegende Musik, die ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten und den energetischen Abläufen
während des Spiels entspringt.
Magdalena Cenolli wurde in Tirana geboren. Sie begann im Alter von 6 Jahren mit dem Geigenspiel und erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Jordan Misja Music School. Sie setzte ihr Musikstudium in der Schweiz am Genfer Konservatorium fort. Sie hatte ein Vorspiel vor Tibor Varga und erhielt die Zusage, ihre Instrumentalausbildung an der Ecole Supérieure de Musique de Sion fortzusetzen. Aus persönlichen Gründen war sie nicht in der Lage, ihre Arbeit fortzusetzen.
Ihre Neugier und ihr freier Geist führten sie zu einer Ausbildung an der Haute Ecole d'Art et de Design in Genf. Sie erwarb einen ersten Abschluss in Bildender Kunst und absolvierte anschließend ein Postgraduierten-Diplom in Keramik und Polymeren. Sie hat an verschiedenen Kunstprojekten, Gruppen- und Einzelausstellungen teilgenommen. Sie wird von Joerg Bader entdeckt und stellt mehrmals im Centre de la photographie de Genève aus. 11
Außerdem wurde sie von dem Künstler Philippe Barde eingeladen, in der Villa Dutoit auszustellen. Ihr musikalischer Hintergrund bleibt in ihrer künstlerischen Praxis fest verankert und fließt subtil in ihr gesamtes visuelles Schaffen ein, von der Geste bis zum Konzept.
Ihre Reise in die bildende Kunst hat ihre künstlerische Identität tiefgreifend verändert. Ihre Musik nimmt visuelle Formen an, ihr Spiel entwickelt sich zu Bildern und Materie. Sie nutzt ihre Geige, um das mitzuteilen, was sie bewegt, und möchte sich dabei so weit wie möglich von den klassischen technischen Zwängen befreien. Geräusch, Klang, Instrument, Herz, Körper, Geist und Natur werden zu ihrer Partitur.
Nach Auftritten in verschiedenen Ensembles (Klassik, Pop und Jazz) entstand aus einer Begegnung mit dem Schlagzeuger Rodolphe Loubatière das Duo musKi, eine Werkstatt für experimentelle improvisierte Musik. Diese Zusammenarbeit gab ihr die Möglichkeit, ihre künstlerische Forschung fortzusetzen und ein breites Publikum zu erreichen.
Gleichzeitig hat sie viele Jahre lang Kinomichi praktiziert. Diese von Me Masamichi Noro entwickelte Bewegungskunst aus der Kampfsporttradition bedeutet wörtlich "Weg der Energie" und betont die Begegnung und den energetischen Kontakt mit dem Partner.
Rodolphe Loubatière, Schlagzeuger/Improvisator/Experimentator der Genfer Szene, strebt nach Minimalismus und konzentriert sich auf die kleine Trommel, die er so manipuliert, dass die Klänge mit Hilfe verschiedener Objekte in eine intensive und zugleich raffinierte Geräuschforschung verwandelt werden, die manchmal an elektroakustische Collagen erinnert. Er ist Mitglied des "Insub Meta Orchestra" (wie Anna-kaisa Meklin) und arbeitet mit Joëlle Léandre, Jacques Demierre, Hans Koch, D'Incise (die beide bereits im Kulturraum Panelle aufgetreten sind), Bertrant Gauget (im Duo) und Pierce Warnecke zusammen.