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Die vier vorgestellten Sofortmassnahmen bestehend aus einer nationalen Meldestelle, psychologischen Tests, Professionalisierung des Personalwesens und dem Verzicht auf Aktenvernichtung genügten nicht, hiess es in einer Mitteilung. Anlässlich eines Abendessens am Montagabend bei der Bischofskonferenz in St.Gallen habe Raphael Kühne, Administrationsratspräsident des Katholischen Konfessionsteil des Kantons St.Gallen, eine Meldestelle gefordert, der neben Bischöfen auch weltliche Personen angehörten.
Darüber hinaus seien grundlegende Fragen wie das Pflichtzölibat zu diskutieren und die Machtstrukturen innerhalb der Kirche zu verändern. Es dürfe nicht sein, dass bei einem Bischof die Macht des Regierens, des Gesetzgebers und des Richters vereint seien. «Und er auch noch als vorgesetzte Person die Verantwortung und die Fürsorgepflicht für seine Priester tragen muss und so immer wieder in unlösbare Konfliktfelder gerät», liess sich Raphael Kühne in der Mitteilung zitieren.
Die Universität Zürich hat am Dienstag eine Studie zum weitreichenden Missbrauch im Umfeld der katholische Kirche in der Schweiz veröffentlicht. Seit 1950 hätten Kleriker und Ordensangehörige mindestens 1002 Fälle von sexuellem Missbrauch begangen, heisst es darin unter anderem.