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Im kantonalen Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen soll ein dicht genutztes, attraktives und vielfältiges Zentrum entstehen. Neben zusätzlichen Arbeits- und Wohnnutzungen soll sich das Gebiet zu einem Bildungs-, Erholungs- und Kulturort entwickeln. Für das Gewerbe sollen Entwicklungsperspektiven geschaffen werden.
Film zum ESP
Grafik: Stadtplanungsamt Bern
Am 16. September 2022 fand der erste Runde Tisch und Mitte Oktober 2022 eine Ergebniskonferenz zum Projekt Freiraum unter dem Viadukt statt. Ziel ist es, einen vielfältig nutzbaren Freiraum der Fuss- und Veloverkehrsverbindung Europaplatz Weyermannshaus-Ost zu gestalten. Hierzu soll bis Jahresende 2022 das Vorprojekt ausgearbeitet werden, so dass 2024 die Volksabstimmung erfolgen kann.
Eine mögliche Verteilung der Nutzungen unter der Autobahnbrücke
Im Gebiet Weyermannshaus-Ost, auf einer städtischen Parzelle in der Nähe zum Autobahnviadukt, plant der Verein Beachvolley Bern den Bau eines neuen Beachcenters. Der Gemeinderat hat den Abschluss einer Reservationsvereinbarung mit dem Verein genehmigt. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für den künftigen Baurechtsvertrag mit der Stadt.
Als Ersatz für den heutigen Standort Goumoënsmatte plant der Verein Beachvolley Bern einen Neubau auf einer städtischen Parzelle im Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Ausserholligen in der Nähe des Autobahnviadukts. Basierend auf einer positiven Machbarkeitsstudie hat der Gemeinderat nun die Reservationsvereinbarung für das Grundstück genehmigt. Diese definiert die Rahmenbedingungen der künftigen Entwicklung, der Kostentragung, der Nutzung und der Eigentümerstruktur und dient als Grundlage für den künftigen Baurechtsvertrag mit der Stadt.
Als künftiger Baurechtnehmer übernimmt der Verein Beachvolley Bern (ehemals Beachcenter Bern AG) die Federführung bei der Realisierung des Neubauprojekts und ist erster Ansprechpartner für die verschiedenen Anspruchsgruppen (Nachbarschaft, verschiedene städtische Dienststellen und Quartier). Er finanziert und realisiert das Projekt als Bauherr, betreibt die künftige Sportanlage und entwickelt zudem die Parzelle, wobei die Reservationsvereinbarung die nötigen Rahmenbedingungen festlegt.
Das Beachcenter wird auf einer städtischen Parzelle realisiert, die für 60 Jahre im Baurecht abgegeben werden soll. Das Grundstück liegt in der Dienstleistungszone, so dass die Nutzung durch ein Beachcenter zonenkonform ist.
Für die geplante Erneuerung der Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus und für das Beachcenter müssen Parkplätze bereitgestellt werden, die in einer Einstellhalle unter dem Beachcenter realisiert werden sollen. Die Reservationsvereinbarung sieht darum vor, dass die Stadt vom Verein Beachvolley Bern ein Stockwerkeigentum eines Teils des Einstellhalle in der Höhe der Erstellungskosten erwerben wird, welcher 90 Parkplätze umfasst. Die Stadt wird sich künftig anteilsmässig an den Betriebs- und Un-terhaltskosten beteiligen, erhält im Gegenzug aber auch Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung.
Mit dem Abschluss der Reservationsvereinbarung kann der Baurechtsvertrag ausgearbeitet und voraussichtlich im Frühling 2023 dem Stadtrat zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Fertigstellung des Beachcenters inklusive Einstellhalle ist für Ende 2024 vorgesehen.
Die Erneuerung der Kunsteisbahn und des Hallenbads steht in der Phase der Projektierung. Das Bauende ist für 2029 vorgesehen. Diesen Sommer wird es eine Projektinformation mit einer Online-Umfrage geben. Die Umfrage wird ab dem 15. Juli bis am 4. September 2022 verfügbar sein. Auf die Umfrage wird mittels Plakate im Freibad, einer Medienmitteilung sowie einer Verlinkung auf der HSB-Homepage hingewiesen. An folgenden Daten ist das HSB bei guter Witterung mit einem Informationsstand vor Ort und präsentiert das Projekt:
Freitag, 29.07.2022, 15-19 Uhr
Sonntag, 28.08.2022, 13-17 Uhr
Mittwoch, 31.08.2022, 10-14 Uhr
Der Regierungsrat hat für den Bau des neuen Campus Bern der Berner Fachhochschule einen Kredit von rund 352 Millionen Franken an den Grossen Rat verabschiedet. Die ursprünglich vorgesehenen Gesamtkosten werden eingehalten.
Abhängig von verschiedenen Nachbarprojekten im Umfeld des Campus könnte das neue Bildungszentrum im Westen der Stadt Bern im besten Fall 2028 seinen Betrieb aufnehmen.
Da das Beschwerdeverfahren zum Studienauftrag noch immer läuft, kann das Projekt ewb-Arealentwicklung Holligen momentan nicht weiterentwickelt werden. Sobald das Verfahren abgeschlossen ist, wird die ewb die QM3 informieren.
Ende Januar 2021 hat sich die QM3 intensiv mit dem "Richtplan ESP Ausserholligen 2020" auseinandergesetzt. In einer schriftlichen Stellungnahme bringt die QM3 zum Ausdruck, dass sie grundsätzlich für den Richtplan ist, aber gewisse Vorbehalte und Bedenken hat.
qm3.ch/stellungnahmen
Der neue, behördenverbindliche Richtplan ist ein strategisches Führungsinstrument und ersetzt den Richtplan von 1994. Er steuert und koordiniert die räumliche Entwicklung des ESP Ausserholligen sowie dessen Projekte und Planungen.
Die Unterführung zwischen Bahn- und Steigerhubelstrasse muss aufgehoben werden. Als Ersatz wird eine oberirdische Passerelle gebaut. Ein Architekturwettbewerb hat ergeben, dass das Projekt «SCURSUN» des Teams Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH mit der Weiterbearbeitung der Passerelle beauftragt wird.
Mit dem neuen Angebotskonzept der SBB im Fern- und S-Bahn-Verkehr sowie dem Einsatz von längeren Fernverkehrs- und S-Bahn-Zügen sind im Bereich der Perron- und Gleisanlagen rund um den Bahnhof Bern kapazitätssteigernde Massahmen erforderlich. Das Projekt Leistungssteigerung Bern West sieht für das Gebiet Weyermannshaus Ost / Steigerhubel im Stadtteil 3 eine Verbreiterung der Gleisanalagen in Richtung Norden und ein Unterwerfungsbauwerk (teilweise unterirdische Streckenführung) vor. Das Unterwerfungsbauwerk verunmöglicht zukünftig eine Unterquerung an dieser Stelle. Damit diese Massnahmen umgesetzt werden können, wird die heutige Strassenverbindung unter den Bahngeleisen zwischen der Bahn- und der Steigerhubelstrasse aufgehoben und durch eine oberirdische Passerelle für den Fuss- und Veloverkehr ersetzt. Die Unterführung wird zu einem Werkleitungskanal umgebaut und der heutige Strasseneinschnitt aufgefüllt.
Um eine optimale Lösung sowohl für den Bahnverkehr als auch für das Quartier zu finden, hat die SBB einen Architekturwettbewerb veranstaltet. Aus den eingereichten Vorschlägen hat eine Jury das Projekt «SCURSUN» als Sieger ausgewählt. Nach einer intensiven Auseinandersetzung ist diese Jury zum Schluss gekommen, dass dieses Projekt eine schlichte und direkte Quartiersverbindung ermöglicht und dass die beiden Gebäude am jeweiligen Ende der Passerelle (siehe Visualisierung) durchdacht auf die Umgebung reagieren.
Der Zugang vom neuen Campus der Fachhochschule (Visualisierung Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH)
Der Zugang von der Bahnstrasse (Visualisierung Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH)
Gleich neben dem Europaplatz werden auf dem ewb/BLS-Areal vier neue Gebäude geplant: drei Hochhäuser mit Sockeln und ein Flachbau. In den Häusern wird eine lebendige Mischnutzung aus Arbeiten, Wohnen und Publikumsnutzung angestrebt. Die Aussenräume sollen vielfältig gestaltet werden, so dass die Freiräume Begegnungen aller Art ermöglichen können.
Die Überbauung soll autoarm werden, der Fuss- und der Veloverkehr dagegen soll gefördert werden. Die öV-Erschliessung soll optimiert werden. So wird etwa die BLS-Haltestelle Stöckacker zum Europaplatz verschoben. Die BLS verlegt ausserdem ihren Baudienststützpunkt von Ausserholligen zum Bahnhof Weissenbühl.
Im Zuge der öffentlichen Mitwirkung konnte die QM3 im September 2020 zum Projekt Stellung nehmen. Danach erfolgen die kantonale Vorprüfung, die öffentliche Auflage und schliesslich die Volksabstimmung.
Aufgrund von Einsprachen ist das Projekt blockiert.
Die geplanten Hochhäuser auf dem ewb-Areal
Die Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus steht vor einer Gesamtsanierung. Die Sanierung wird in zwei Etappen erfolgen: Das Freibad wurde ab 2020 saniert und steht ab Sommer 2022 wieder offen. Die Kunsteisbahn und das Hallenbad sollen in den Jahren 2026 bis 2029 erneuert werden.
Undichtes Freibad
Im Freibad Weyermannshaus steht eines der grössten Freibadbecken in Europa. Das Becken ist jedoch undicht. Ein Teil des chlorierten Wassers fliesst ungereinigt in den Wohlensee. Um den heute geltenden Gewässerschutzvorschriften gerecht zu werden, muss das Becken zwingend erneuert werden. Es ist vorgesehen, das Becken mit einer Folie abzudichten. Die bestehenden Kanalisationsleitungen werden so saniert, dass dem Abwasser aus dem Becken dank eines Aktivkohlefilters das Chlor entzogen werden kann. Die benachbarte Kunsteisbahn profitiert auch von der Sanierung. Die Kühlung der dortigen Kältemaschinen soll mit dem Wasser aus dem Freibad erfolgen. Heute wird dafür eine grosse Menge Grundwasser verwendet. Dank den neuen Anschlüsse und Leitungen können rund 40 Prozent des jährlichen Grundwasserverbrauchs eingespart werden.
Der Baukredit zur Freibadsanierung wurde 2020 vom Volk genehmigt. Ende 2020 bis Mitte 2022 werden die Bauarbeiten über die Bühne gehen.
Alte Garderoben
Das denkmalgeschützte Garderobengebäude im südlichen Bereich der Anlage muss ebenfalls saniert werden. Es entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der ursprüngliche Plan, alle Garderoben erst 2022 mit der Erneuerung der Kunsteisbahn und des Hallenbads Weyermannshaus zu sanieren, wurde verworfen. Während der rund dreijährigen Bauzeit sollen diese Garderoben bereits zur Verfügung stehen. Deshalb werden die Garderoben im Süden des Areals bereits ab 2020 saniert.
Unzeitgemäße Kunsteisbahn, veraltetes Hallenbad
Sowohl die Kunsteisbahn als auch das Hallenbad sind in einem schlechten baulichen Zustand. Das Becken, die Wasseraufbereitung und die Gebäudehülle im Hallenbad müssen dringend erneuert werden. Bei der Kunsteisbahn soll der Eingangsbereich mit den Garderoben, die Tribüne sowie die westliche Eisfläche rückgebaut werden. An deren Stelle soll eine Eishockeyhalle gebaut werden.
Der von Hochbau Stadt Bern durchgeführte Projektwettbewerb ergab, dass ein kompletter Neubau für das Hallenbad und die neu zu erstellende Eishalle gebaut werden soll. Mit der Volksabstimmung kann ab dem 4. Quartal 2024 gerechnet werden, so dass der Baubeginn etwa auf das 2. Quartal 2026 zu stehen kommt. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2029 vorgesehen.
Architekturwettbewerb zum Campus Bern der Berner Fachhochschule
Das Siegerprojekt für den neuen Campus Bern der Berner Fachhochschule (BFH) steht fest: Das Projekt «Dreierlei» unter der Leitung der wulf architekten gmbh aus Stuttgart.
Infos zum Projekt
Grafik: www.campus-bern.ch
QM3 hat sowohl in der Spurgruppe als auch im Begleitgremium des ESP Ausserholligen Einsitz.
Die letzte Spurgruppensitzung fand am 29. Januar 2019 statt. Das Stadtplanungsamt präsentierte den aktuellen Stand des Projekte.
Am Begleitgremium vom 7. November 2018 wurde der neue Richtplan weiter ausgearbeitet.
QM3 wird laufend ihre Positionen und Schwerpunkte einbringen.
Teilprojekte des ESP (Grafik: Stadtplanungsamt Bern)
Auf dem Gangloff-Areal wird eine nutzungsdurchmischte Überbauung mit 160 bis 180 urbanen Wohnungen entstehen. Das Vorhaben ergänzt das bereits realisierte Zentrum Europaplatz. Der Gemeinderat hat die neue Überbauungsordnung und die geringfügige Änderung der bestehenden Zone mit Planungspflicht Gangloff zur öffentlichen Auflage verabschiedet. Beide Instrumente liegen in Kompetenz des Gemeinderats und erfordern keine Volksabstimmung.
Die öffentliche Auflage dauerte vom 11. Juli bis zum 22. August 2018.
Die geplante Überbauung (Grafik: GWJ Architektur)