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Inhalte und Ziele des ForschungsprojektsVorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung mit ca. 100.000 Betroffenen in der Schweiz. Obwohl die Herzrhythmusstörung selbst nicht unmittelbar lebensbedrohlich ist, haben Patienten mit Vorhofflimmern ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Komplikationen. Die Anzahl und Länge der Vorhofflimmer-Episoden (Burden) ist heterogen. Unklar ist, ob und in welchem Ausmass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Vorhofflimmer-Burden und gesundheitlichen Konsequenzen besteht. Das Hauptziel der Studie ist es, einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vorhofflimmer-Burden und dem Auftreten von Folgeerkrankungen bei Patienten mit intermittierendem Vorhofflimmern aufzuzeigen. Der Vorhofflimmer-Burden wird mittels 7-Tage Elektrokardiogramm (EKG) erfasst. Das 7-Tage EKG wird nach einem Jahr wiederholt, so dass Veränderungen des Vorhofflimmer-Burdens erfasst werden können. Zusätzlich wird bei einem Teil der Studienpopulation ein kleines Gerät unter die Haut implantiert um den Herzrhythmus kontinuierlich über zwei Jahre aufzunehmen (loop recorder). Durch eine Herz-Magnetresonanztomographie (MRI) können zusätzlich Zusammenhänge mit strukturellen und funktionellen Veränderungen des Herzens aufgezeigt werden.
Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des ForschungsprojektsEs ist davon auszugehen, dass sich die Prävalenz und Inzidenz von Vorhofflimmern über die nächsten Dekaden verdoppeln wird. Die Studienergebnisse der „Swiss-AF-BURDEN“ Studie werden zu einem besseren Verständnis von Vorhofflimmern und dessen gesundheitlichen Konsequenzen beitragen, um in Zukunft Patienten mit Vorhofflimmern besser behandeln zu können.