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Stockungen, welche sich im Eisenbahngeschäft ereignen.
Dieselben haben sich wiederholt, vornehmlich
aber zu der Zeit ereignet, als auf die große Zahl von
Eisenbahnen, welche in den 40er
Jahren erbaut wurden und zu ungeheuern
Kapitalanlagen lockten, eine
Reaktion erfolgte.
Sie haben dieselben
Ursachen wie die Handelskrisen (s. d.) im allgemeinen
und fallen in der
Regel mit diesen zusammen.
der Inbegriff der
Grundsätze, welche beim
Bau und Betrieb von
Eisenbahnen als wirtschaftlichen
Unternehmungen
maßgebend sind. Die Eisenbahnökonomie prüft zunächst das
Bedürfnis, welches die
Unternehmung entstehen läßt, also die Anforderungen
des
Verkehrs, die
Quantität der
Güter und
Personen, welche eine bestimmte Bahnstrecke frequentieren dürften
etc.; sie gibt ferner die
Grundsätze an die
Hand,
[* 6] nach welchen die nötigen Baukapitalien beschafft werden können, in welchem
VerhältnisAnlage- und
Betriebskapital stehen etc. Hinsichtlich der zu verwendenden Arbeitskräfte fordert sie
sorgfältigste
Arbeitsteilung und Gruppierung; auch die Art der Belohnung derselben ist nicht unwichtig.
Eine
weitere Aufgabe der Eisenbahnökonomie ist das
Studium der Benutzung der
Bahnen und zwar gesondert durch den
Güter- und den Personenverkehr.
Der schwierigste Teil auf dem Gebiet der Eisenbahnökonomie aber ist die Preisstellung der Transportleistung, der
Tarif (s.
Eisenbahntarife).
Die Eisenbahnpolitik ist vielmehr in hohem
Grad abhängig von den geographischen, wirtschaftlichen und allgemein politischen Verhältnissen
des betreffenden
Landes. Allgemein gültige
Grundsätze lassen sich kaum für ein bestimmtes Land und für
eine bestimmte Zeit aufstellen. Erst nachdem die
Eisenbahnnetze völlig ausgebaut und die wirtschaftlichen Umbildungsprozesse,
welche eine unausbleibliche
Folge der
Vermehrung derEisenbahnen sind, abgeschlossen sein werden, läßt sich erwarten, daß
die Eisenbahnpolitik innerhalb größerer Ländergruppen stabilere und gleichmäßigere
Grundsätze annehmen wird. Vgl.
Eisenbahn, bes. S. 435 f.