Document ID: /curiavista/filtered/00000_business.jsonl.gz/143754

<h2>SubmittedText<h2><p>In seiner Antwort auf die Frage von Siebenthal 14.5120 vom 10. März 2014 erklärte der Bundesrat, dass der Versand von Zeitschriften in Kunststofffolien eine rund 20 Prozent bessere Ökobilanz aufweise als der Versand in Couverts. Demnach sah der Bundesrat keine Notwendigkeit, diesen Bereich rechtlich zu regeln, zumal entsprechende Vorschriften einen unverhältnismässigen Eingriff in die Handels- und Gewerbefreiheit darstellen würden.</p><p>Diese Umstände ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass weiterhin in zahlreichen Haushalten die mit Plastik umhüllten Broschüren und Zeitschriften ins Altpapier geworfen werden.</p><p>Aus diesem Grund möchte ich den Bundesrat fragen, wie sich diese Materialvermischung auf das Papierrecycling auswirkt. Wie hoch wären die Kosten der Abfalltrennung? Worin bestehen andere mögliche Nachteile?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Kunststoffverpackungen für Zeitschriften und Broschüren finden immer grössere Verbreitung, da sie einen kostengünstigen und guten Schutz für deren Inhalt gewährleisten. Gemäss einer Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt ist die Ökobilanz der Kunststoffverpackungen besser als diejenige von Papiercouverts.</p><p>Die Trennung von Altpapier und Plastik ist Aufgabe der Konsumentinnen und Konsumenten. Tatsächlich werden aber häufig die Kunststoffhüllen mit dem Altpapier in die Sammlung gegeben.</p><p>Für die Verwerterfirmen von Altpapier stellen diese Kunststofffolien in der Altpapiersammlung kein Problem dar. Generell weisen die Anlieferungen von Altpapier einen mehr oder weniger grossen Anteil an Fremdmaterialien auf (z. B. Fehlwürfe von Hauskehricht, Kunststoff-Verpackungsbänder für Ballen, Metalle usw.). Beim Aufbereitungsprozess des Altpapiers werden diese Stoffe aussortiert und fallen als sogenannter Reject an. Der brennbare Anteil dieses Rejects, darunter auch die Kunststoffverpackungen, wird in Kehrichtverbrennungsanlagen unter Energienutzung thermisch verwertet. Nach Aussagen von Altpapierverwertern beträgt der Anteil von Kunststoffen im Altpapier weniger als 2 Prozent und verursacht dementsprechend nur unbedeutende Mehrkosten.</p><p>Somit wären Massnahmen zur Reduktion des Kunststoffanteils im Schweizer Altpapier unverhältnismässig und daher nicht gerechtfertigt.</p>  Antwort des Bundesrates.