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Möbelfabrik, Parketterie,
Kleiderstäbefabrik. In dem schon 1594 erwähnten und bis 1858 betriebenen
BadRothen, das jetzt zum Armenhaus der Gemeinde
Emmen umgewandelt ist, fand am eine den Sonderbund betreffende vorläufige Besprechung zwischen den Abgeordneten
der Kantone Luzern,
Uri,
Schwyz,
Unterwalden, Zug
und Freiburg
statt, weshalb es den Beinamen der «Wiege des Sonderbundes»
erhielt.
(Kt. Freiburg,
Bez. Sense).
Wildbach; entsteht aus zwei Quellarmen, deren einer an der Kesslerschwand (1475 m) und deren anderer
am Hohen
Schweinsberg (1567 m) entspringt, wendet sich nach SO. und mündet nach 3,5 km langem
Lauf gegenüber der
Hütte Lägerli
in 1010 m von links in die
Warme Sense.
Sammelt die
Wasser der an der O.-Flanke des
Schweinsberges liegenden
Alpweiden
Spitzenbühl, Kesslerschwand, Rothenbach,
Schwand, Lägerli, Bäriswilschwand, Cordeisschwandli, Grosse und Kleine
Burlais, Vorderer und Hinterer
Schweinsberg und Hapfernschweinsberg.
Wird zur Zeit der Schneeschmelze und nach starken Regengüssen
zu einem gefährlichen Wildwasser, dessen massenhaftes Geschiebe sich im Laufe der Zeit beim Schuhmacherei
(unterhalb der Vereinigung der beiden Quellarme) zu einer starken Barre gestaut hat, die den
Lauf des
Baches nach S. ablenkte.
822 m. Gemeindeabteilung und Häusergruppe auf den Höhen zwischen dem Heimiswilgraben
und dem Rüegsaugraben, 3 km ö.
Heimiswil und 7 km ö. der Station
Burgdorf der Linie
Olten-Bern. Zusammen: 73
Häuser, 475 reform.
Ew.;
Eiserne
Brücke über den
Rhein. Der in der Thalsohle gelegene
Ort war einst den Hochwassern der Tomilserrüfe und des
Hinterrhein
ausgesetzt, die nun beide verbaut sind. Heilbad mit Kurhaus und
Badhaus (1888 neu gebaut). Dicht hinter dem Kurhaus entspringt
aus dem Bündnerschiefer die
Mineralquelle«Fontana Rossa», ein jodhaltiger, alkalischer Eisensäuerling, der eine ständige
Temperatur von 16-17 °C hat und in der Minute 159 Liter
Wasser liefert. Das abfliessende
Wasser setzt viel
Eisen ab.
Bade- und
Trinkkuren und Behandlung mit Eisenschlamm besonders gegen Anämie, Chlorose, Hautkrankheiten, Frauenkrankheiten, Nervenleiden,
Skrophulosis etc. Der
Ort wird als Rottenbrunnen zum erstenmal 1546 und das
Bad als Rodtenbrunnen 1566 erwähnt.
Ueber dem Dorf eine
Höhle mit 2 Stockwerken, die einst als Refugium gedient hat. Fund von Feuersteinmessern bei
Nieder Juvalta,
einer Bronzesichel bei Curtin da
Mulin und eines Bronzedolches bei Er Sura. Unter dem Dorf Reste einer
Letzi. Vergl. Planta-Reichenau, Ad. v., und Ed. Killias. DieMineralquellevon Rothenbrunnen.Chur 1867 (2. Aufl. 1884); Tarnuzzer,
Chr.
BadRothenbrunnen.Zürich
1897.
Dorf: 42
Häuser, 338 Ew. Acker- und Wiesenbau, Viehzucht.
Vieh- (besonders Schweine-) handel und Handel mit Bodenerzeugnissen.
Mechanische Schreinerei. Gemeindearmenhaus. Bemerkenswert sind
¶
mehr
einige alte Bauernhöfe. Das Primar- und Sekundarschulhaus steht an der Stelle der ehemaligen Burg der Edeln von Rothenburg.
Rothenburg war in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts ein schmuckes Städtchen, das den Edeln gleichen Namens gehörte. Diese
hatten sich hier eine mächtige Burg mit breiten Gräben erbaut, die das Thal stolz beherrschte. Später
kam der Ort durch Kauf an die Herzoge von Oesterreich, deren hier sitzenden Vögte die Luzerner Kaufleute mit schweren Steuern
belegten.
Deshalb bemächtigten sich die Luzerner noch vor der Schlacht bei Sempach 1385 des Städtchens, verjagten den Vogt und brannten
die Burg nieder, deren damalige Besitzer, die Edeln von Grünenberg, mit den Vögten gemeinsame Sache
gemacht hatten. Rothenburg trat nun mit Luzern
in ein Burgrecht und wurde von dieser Stadt beim Anmarsch der österreichischen Truppen 1386 geschützt. 1653 kämpften
die Leute von Rothenburg auf Seite der aufrührerischen Bauern und unter dem Befehl von Christian Schibi bei Gisikon
mit. 1178: Rotemburch; 1240: castrum Rothenburc = Burg an der Rot. Fund von Brakteaten bei Niederhocken.