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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.01351 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Muraro Urteil vom 20. Juni 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau Stadthausstrasse 12, Postfach 2197, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1956 geborene X.___ absolvierte in ihrem Heimat land eine Ausbildung zur diplomierten Physiotherapeutin, reiste 1997 in die Schweiz ein, wo ihre Ausbildung im Jahr 2005 anerkannt wurde, und war ab 2008 vollzeitlich und ab dem 19. März 2013 mit einem Pensum von 60 % als Physiotherapeutin selbständig erwerbstätig. Am 5. März 2014 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hin weis auf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Halsbereich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis tun gen der Inva liden versicherung an. Die IV-Stelle klärte die erwerb lichen und medizinischen Verhältnisse ab und zog die Akten der Kranken tag geldversicherung bei, nachdem ihr diese wiederholt auf eigene Veranlassung Unterlagen hatte zukommen lassen. Die Versicherte reichte sodann ihre Buchhal tungsunterlagen betreffend die Jahre 2009-2012 sowie betreffend das Jahr 2013 zu den Akten. Am 11. November 2014 erfolgten Abklärungen in der Physiothe rapiepraxis der Versicherten; der Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende wurde am 21. Nove mber 2014 erstattet. Mit Verfügung vom 26. Juni 2015 ver neinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invali denversicheru ng. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 24. August 2015 Beschwerde beim hiesigen Gericht, welches die Beschwerde mit Urteil vom 14. November 2016 abwies (Urk. 7/56; vgl. insbesondere den im Urteil geschil derten Sachverhalt). Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 abgewiesen (Urk. 7/59). 1.2 Mit Eingabe vom 6. April 2017 (Eingang am 7. April 2017 [vgl. das Aktenver zeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an und machte eine wesentliche Verschlimmerung ihres Gesundheitszustandes gel tend (Urk. 7/61). Mit Vorbescheid vom 21. April 2017 kündigte die IV-Stelle an, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (Urk. 7/64). Dagegen wandte sich die Versicherte – statt mit Einwand an die IV-Stelle – mit Beschwerde ans hiesige Gericht (vgl. Urk. 7/68 /4-9 ), sodass die IV-Stelle zunächst mangels Einwands auf das neue Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. Juni 2017 nicht eintrat (Urk. 7/67). Nach Überweisung der Beschwerde durch das Gericht an die IV-Stelle zur Prüfung als Einwand (Urk. 7/68 /1-3 ; vgl. auch Urk. 7/69) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2. Juni 2017 am 11. Juli 2017 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/71). Die Versicherte reichte in der Folge weitere Unterlagen ein (Urk. 7/72-73 und Urk. 7/75-77). Mit Verfügung vom 6. November 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2 [= Urk. 7/80]). 1.3 Bereits am 20. November 2017 (Eingangsdatum [vgl. das Aktenverzeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte ohne Wissen ihres Rechtsvertreters erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/84; vgl. Urk. 7/92 f.). 2. Gegen die ablehnende Verfügung vom 6. November 2017 (Urk. 2) erhob die Ver sicherte mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen unter der Anordnung, es sei ein multi disziplinäres medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben. In prozessualer Hin sicht beantragte die Beschwerdeführerin die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 2018 schloss die Beschwerde gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. April 2018 angezeigt wurde (Urk. 11). Mit derselben Verfügung wurde sodann das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen, nachdem sie die ihr angesetzt e Frist zur Einreichung der notwendi gen Unterlagen nach dreimaliger Fristerstreckung ungenutzt hatte verstreichen lassen (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. Januar 2019 (Urk. 13) legte die Beschwer deführerin zwei Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 und 13. November 2018 auf (Urk. 14/1-2). Am 27. Mai 2019 wur den die Parteien auf den 27. Juni 2019 zur Hauptverhandlung vorgeladen, wobei der Beschwerdegegnerin je eine Kopie von Urk. 13 und Urk. 14/1-2 zugestellt wurde (Urk. 17). Mit Schreiben vom 12. Juni 2019 zog die Beschwerdeführerin ihren Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung zurück ( Urk. 20), weshalb die Verhandlung mit Verfügung vom 18. Juni 2019 abgenommen wurde (Urk. 21). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung ( IVV ) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.2 1.2.1 Die Arbei tsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) entspricht der Ein busse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf oder im Aufga benbereich ( Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). 1.2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk ti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht d arin, aus medizinischer Sicht – ge - wisser massen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsa nspruch zu ent schei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu wür digen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi kationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver siche rungsi nterner ärztlicher Abklärungen – zu d enen die RAD-Berichte gehö ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdefüh rerin sei in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % zumutbar. Als selbständige Physiotherapeutin würde die Beschwerdeführerin Fr. 48'028.50 verdienen. In einer angepassten Tätigkeit könn t e sie nach statisti schen Erhebungen ein Einkommen von Fr. 30'990.55 erzielen. Darin sei ein Abzug von 10 % aufgrund der verschiedenen Einschränkungen berücksichtigt. Der Invaliditätsgrad betrage 35 %, womit kein Rentenanspruch bestehe (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor (Urk. 1), die Beschwerdegeg nerin habe nicht erwähnt, welche angepassten Tätigkeiten ihr noch zumutbar seien. Es sei l ediglich dem internen Einkommensvergleich vom 6. November 2017 zu entnehmen, dass dem Invalideneinkommen der Lohn für «Bürokräfte mit Kun denkontakt» in einem 50%-Pensum zugrundegelegt worden sei. Die Aufnahme einer Bürotätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht zuzumuten. Einerseits seien Bürotätigkeiten meist sitzend auszufüh ren. Für die Kerntätigkeit des Tastaturschreibens verfüge die Beschwerdeführerin sodann nicht mehr über die erforderliche Geschicklichkeit der Hände; auch könne dabei die Position nicht geändert werden. Eine Wechselbelastung sei im Büro somit nicht möglich. Die Beschwerdeführerin verfüge nicht über das notwendige Know-How, um im Büro tätig zu sein, sie habe keinen entsprechenden Lehrab schluss und verfüge nicht über ausreichende Computer- und Deutschkenntnisse. Ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Die verbliebene Resterwerbsfähigkeit werde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch nicht mehr nachgefragt, womit ihr die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit nicht zumutbar sei. Es komme eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 hinzu. Dabei handle es sich um ein neues Leiden der Beschwerdeführerin. Ein leidensbedingter Abzug von 10 % sei zu niedrig und trage dem Leiden und dem Alter der Beschwerdeführerin nicht genügend Rechnung. Angemessen sei ein Abzug von 20 %. 3. 3.1 Das hiesige Gericht erwog im Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 (Urk. 7/56), e s sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ein er angepassten Tätigkeit ausgegangen sei. Dies stehe auch nicht im Widerspruch zur Beurteilung des behandelnden Arztes, Dr. Z.___, vom 5. August 201 4. Dass Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin für die Zeit ab 14. April 2015 eine 50%ige Arbeitsunfä higkeit und für die Zeit ab 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit attes tiert habe, ändere am Gesagten nichts, denn diese Arbeitsunfähigkeitszeugnisse beträfen zum einen vornehmlich d en – nicht Anfechtungsgegenstand bildenden – Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach Verfügungserlass am 26. Juni 2015 und zum anderen die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Physiotherapeutin und nicht eine angepasste Tätigkeit. Der im Beschwerde verfahren eingereichte Bericht von Dr. Z.___ vom 3. November 2016 betreffe sodann ebenfalls den Gesundheitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sei somit nicht massgebend. Die Attestierung einer 50%igen (oder gar 60%igen) Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sage ferner nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus: Wie der RAD zutreffend ausgeführt habe, stelle die Tätigkeit als Physiotherapeutin beson dere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotorik und Kraft beider Hände und werde ausserdem oft in ungünsti ger Körperhaltung ausgeübt. Eine ang epasste Tätigkeit beinhalte hingegen keine Arbeiten mit besondere n Kraftanwendungen oder in Zwangshaltungen. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen sei daher gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Be weisgrad der überwiegenden Wahr schei nlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht eine angepasste Tätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar sei. Der Beschwerde führerin sei die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit sodann auch aus berufli cher Sicht zumutbar. Von einem Berufsw echsel sei eine bessere erwerbliche Ver wertung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, zumal auf dem hypothetischen, ausge glichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich alters unabhängig nachge fragt wü rden. Ausserdem liege keine lange Aktivitätsdauer als selbständige Phy siotherapeutin vor: Die Beschwerdeführerin sei im Jahr 1997 in die Schweiz ein gereist und habe sich gemäss eigenen Angaben im Jahr 2006 selbständig gemacht, nachdem ihr Diplom als Physiotherapeutin im Jahr 2005 in der Schweiz ane rkannt worden sei. Dem Auszug aus dem indivi duellen Konto (IK-Auszug) sei jedoch erst im Jahr 2008 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu entnehmen; davor (und auch noch im Jahr 2008) habe die Beschwerdeführerin Arbeitslosenentschädigung en bezogen. In den Jahren 2005 und 2006 habe sie sodann ein bescheidenes Einkommen aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit (im Jahr 2006 im Umfang von Fr. 5‘425.-- und im Jahr 2005 im Umfang von Fr. 19‘425.-- ) erzielt. Nach dem Gesagten sei daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin erst ab 2008 einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Phy siotherapeut in nachgegangen sei, denn offensichtlich habe sie sich erst ab diesem Zeitpunkt bei der Ausgleichskasse als Selbständigerwerbende an gemeldet. Bis zu einem allfälligen Rentenanspruch (frühester Zeitpunkt: März 2014 [nach Ablauf der einjährigen Wartezeit]) sei sie etwas mehr als sechs Jahre selbständigerwer bend gewesen. Während dieser Zeit habe sie gemäss IK-Auszug und Buchhal tungsunterlagen zeitweise aber eher unterdurchschnittliche Jahreseinkommen erzielt. Die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufswechsels in eine uns elbständige Erwerbstätigkeit sei daher zu bejahen, auch unter Berücksichti gung einer verbleibenden Aktivitätsdauer von sieben bis acht Jahren. Das Bundesgericht stützte die Beurteilung des hiesigen Gerichts mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59). 3.2 3.2.1 Im Bericht der A.___ vom 3. November 2016 (Ur k. 7/60/1-3) führte Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Neurologie, die folgenden Diagnosen auf (Urk. 7/60/1): - chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei - Kyphosierung der HWS bei fortgeschrittenen multisegmentalen dege nerativen Veränderungen, insbesondere Osteochondrose C6/7 - Foraminalstenosen C 3/4 rechts, C4/5 links, C5/6 rechts und C6/7 beid seits - Intermittierender Radikulopathie C5 links, weniger auch rechts - Lumboischialgie links - Carpaltunnelsyndrom rechts - Arterielle Hypertonie Dr. Z.___ führte sodann aus, die Arbeit als Physiotherapeutin führe jeweils rasch zu einer Zunahme der Zervikobrachialgien beidseits linksbetont. Dank einer Reduktion der Arbeits tätigkeit auf 40 % respektive dem Festlegen einer Arbeits unfähigkeit von 60 % habe die Situation in den letzten Monaten und Jahren einigermassen stabil gehalten werden können. Da tendenziell mit einer Zunahme der degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (HWS) gerechnet wer den müsse, müsse auch mit einer Zunahme der Arbeitsunfähigkeit gerechnet wer den. Infiltrationen und/oder eine Operation an der HWS hätten vermutlich mittel- bis langfristig einen günstigen Effekt auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/60/2). In diversen Zeugnissen attestierte Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin v om 14. Juli 2015 bis 21. April 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (Urk. 7/60/8-10) und v om 22. April 2016 bis 30. April 2017 von 60 % (Urk. 7/60/4-7). 3.2.2 Im Bericht vom 15. August 2017 (Urk. 7/73 / 1-3) hielt Dr. Z.___ fest, die Beschwerdeführerin sei seit dem 4. April 2007 in der A.___ wegen Rückenbeschwerden in Behandlung, bei ihm seit dem 5. Februar 200 8. Das zer vikospondylogene Schmerzsyndrom sei progredient. Die Beschwerdeführerin leide seit dem Frühling 2013 permanent an Schmerzen, deren Intensität seit Früh ling 2017 deutlich zugenommen habe. Zusätzlich zu diesen Schmerzen bestehe aber auch eine zunehmende Schwäche hauptsächlich im linken Arm. Des Weite ren träten seit einiger Zeit immer wieder auch sensible Defizite in der linken Hand auf, wobei sich diese in den letzten Monaten ebenfalls verstärkt hätten und jetzt permanent vorhanden seien. Gemäss dem Konsultationsbericht vom März 2017 seien die sensiblen Defizite nur fluktuierend vorhanden gewesen. Die Verschlech terung lasse sich anhand der klinisch-neurologischen Untersuchung somit doku mentieren. Auch zeige sich kernspintomographisch anhand der MRI der HWS eine Zunahme der degenerativen Veränderungen, welche doch sehr ausgeprägt seien. Die 60%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 22. April 201 6. Physiothe rapeutische Massnahmen würden permanent durchgeführt. Auch die medikamen töse Behandlung werde sukzessive optimiert. Im April 2017 seien zusätzlich Infiltrationen der Nervenwurzeln C5 und C6 links erfolgt, welche leider keinen Effekt gezeigt hätten. Ein operativer Eingriff käme in Frage. Dabei müssten die betroffenen Nervenwurzeln an der HWS operativ freigelegt werden. Anschlies send müssten die betroffenen Wirbelkörper miteinander verschraubt werden, d amit die Stabilität erhalten bl e i be. Dabei würde es sich an einem entsprechenden Zentrum um einen Routineeingriff mit minimalen Risiken handeln. Eine ange passte Tätigkeit dürfte keine vorwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit sein. Ein Verharren in der gleichen Körperposition sei zu vermeiden. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Erwerbstätigkeit sei nicht vorstellbar (vgl. auch den Bericht von Dr. Z.___ vom 9. August 2017 [Urk. 7/73/4-6], worin die Beschwerdeführerin psychisch und neuropsycholo gisch im Gespräch und Verhalten als unauffällig beschrieben wurde [Urk. 7/73/5] ). 3.2.3 Im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 (Urk. 7/73/7-8) wurde die psychiatrische Diagnose « rezidivierende depressive Stö rung, aktuell schwer (ICD-10 F33.2) » gestellt. Die Beschwerdeführerin berichte über starke Lust- und Interesselosigkeit, ständiges Weinen, Rückzug, Antriebslo sigkeit, Sinnlosigkeitsgedanken, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergess lichkeit und Appetitzunahme. Seit dem 1. Januar 2015 bis heute sei sie als selb ständige Therapeutin tätig, aktuell zu 40 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe seit dem 1. Juni 2017 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit. 3.2.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo gie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 2 8. September 2017 (Urk. 7/79/4 ) aus, es passe nicht zusammen, dass Dr. Z.___ am 9. August 2017 von einer im Gespräch und Verhalten psy chisch und neuropsychologisch unauffälligen Beschwerdeführerin berichte, im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 demge genüber eine stark zunehmend e depressive Symptomatik beschrieben werde. Zusammenfassend habe sich bei Betrachtung der Arztberichte aus versicherungs medizinischer Sicht seit dem Zeitpunkt der letzten RAD- Stellungnahme vom 19. April 20 17 nichts geändert an den objektiven, somatischen Befunden und Diagnosen, sodass die Angabe im Bericht an den Rechtsvertreter, dass in der angestamm ten Tätigkeit weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % bestehe, aus versicherungsmedizinischer Sicht plau sibel sei. Hingegen sei die Aussage, dass auch in einer optimal angepassten Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit «nicht denkbar» sei, nicht nachvollziehbar, weil eine solche angepasste Tätigkeit nicht die gleiche, starke Belastung insbesondere der Arme und Hände beinhalte wie dies bei der Tätigkeit al s Physiotherapeutin der Fall sei. Nicht nachvollziehbar sei aber auf jeden Fall die Angabe einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % von Seiten des Y.___ mit der Begründung einer « stark zuneh menden psychischen (depressiven) Symptomatik», nachdem im neurologischen Bericht der A.___ von einer "psychisch und neuropsychologisch unauffälligen" Versicherten berichtet worden sei. Als Fazit hielt Dr. B.___ fest, f ür eine behin derungsangepasste Tätigkeit gebe es keine kon krete, prozentuale Angabe zur Arbeitsfähigkeit, wob ei einerseits natür lich klar sei, dass aus rein medizinischer Sicht eine ei ndeutige Verschlechterung des Gesundheitszustands sich auf jede Art von Tätigkeit auswirke, andererseits natürlich Unterschiede bestünden im Hinblick darauf, welcher Art die Bela stun gen bei einer Tätigkeit seie n. Nachdem im vorliegenden Fall durch das Betrof fensein der HWS und beider Arme und vor allem der Hände auch Tätigkeiten im Sitzen mit Anforderungen an die Funktionsfähigke it der Hände beeinträchtigt seien, aufgrund der Lumboischialgie sodann auch Täti gkeiten mit längerem Ste hen, sei medizintheoretisch überwiegend wahrscheinlich auch für derartige Tätigkeiten nur eine geringfügig höhere Rest-Arbeitsfähigkeit von circa 50 % (bzw. vier Stunden /Tag) gegeben, retrospektiv seit dem 9. Februar 20 17 (MRI der HWS). Das Belastungsprofil einer angepassten Tätigkeit sei wie folg t zu beschrei ben : Körperlich leichte Tätigkeit, strikt wechselbelastend mit der Möglichkeit, selbst über die einzunehmende Körperposition zu entscheiden, ohne Arbeiten in Schulterhöhe oder über Kopf, ohne besondere Anforderungen an Kraft oder Geschicklichkeit der Hände (Urk. 7/79/5). 4. 4.1 4.1.1 Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei den medizinischen Unterlagen von Dr. Z.___ (Urk. 7/60/1-10; vgl. E. 3.2.1), welche die Beschwerdeführerin mit ihrem Neuanmeldungsgesuch vom 6. April 2017 (Urk. 7/61) e inreichte, um die selben Unterlagen handelt, welche sie bereits im Beschwerdeverfahren IV.2015.00843 aufgelegt hatte. Das hiesige Gericht äusserte sich im Urteil vom 14. November 2016 bereits zu diesen Unterlagen und gelangte zum Schluss, die sen sei nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu entneh men (siehe vorstehend in E. 3.1). An dieser Einsch ätzung hat sich nichts geändert. 4. 1.2 Wenn Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin ab dem 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Physiotherapeutin attestiert (E. 3.2.2) – einer Tätigkeit, welche besondere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotor ik und Kraft beider Hände stellt und ausserdem oft in ungünsti ger Kör perhaltung ausgeübt wird (vgl. das Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 [Urk. 7/56/ 11 E. 4.1 ] ) –, lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb in einer ange passten Tätigkeit dieselbe Arbeitsunfähigkeit bestehen sollte. Es ist der Erfah rungstat sache Rechnung zu tragen, dass behand elnde Ärzte mitunter im Hin blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patie nten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Überzeu gend erscheint demgegenüber die Einschätzung des RAD, welcher der Beschwer deführerin in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsf ähigkeit attestierte (E. 3.2.4). Bei einer weiteren Verschlechterung müsste allerdings in Erwägung gezogen werden, der Beschwerdeführerin eine Schadenminderungspflicht aufzu erlegen. Dr. Z.___ erwähnte die Möglichkeit eines operativen Routinee in griff s mit minimalen Risiken, wobei die betroffenen Nervenwurzeln an de r HWS operativ freigelegt und d ie betroffenen Wirbelkörper anschliessend miteinander verschraubt werden müssten, damit die Stabilität erhalten bliebe (E. 3.2.2). 4. 1. 3 Als Zwischenfazit kann festgehalten werden, dass mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit aus somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit ausgewiesen ist. Weitere Abklärungen sind nicht vorzunehmen. 4.2 4.2.1 Was den Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 anbelangt, lässt sich die der Beschwerdeführerin aus psychiatrischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 nicht nachvollzie hen. Es fällt insbesondere auf, dass der langjährige behandelnde Neurol oge der Beschwerdeführerin, Dr. Z.___, die Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 9. August 2017 über die Konsultation vom 7. August 2017 als im Gespräch und Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig beschrieb en hatte (Urk. 7/73/5). I m kurze Zeit später ausgestellten Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 wurde demgegenüber eine stark zuneh mende depressive Symptomatik beschrieben. Dies deutet auf eine massive Inkon sistenz hin und auch darauf, dass die Ärzte des Y.___ u nkritisch auf die Angaben der Beschwerdeführerin abstellten. 4.2.2 Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens, welches die Beschwerdeführerin ohne das Wissen ihres Rechtsvertreters mit Neuanmeldung vom 20. November 2017 (Eingangsdatum) bei der Beschwerdegegnerin anhängig machte (Urk. 7/84), reichte die Taggeldversicherung e ine von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Kurzbeurteilung vom 1. S eptember 2017 von Dr. med. C.___, Fach ärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zu den Akten (Urk. 7/86/3-17). Diese untersuchte die Beschwerdeführerin am 28. August 20 17 und stellte die Diagnosen (Urk. 7/86/13) 1) mittelgradige bis schwere depressive Episo de (ICD-10: F32.2), 2) nichtorganische Insomnie, evtl. durch Sedativa und Hypnotikakon sum bedingt (ICD-10: F.51.0), 3) psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem Substanz gebrauch (ICD-10: F13.24) sowie 4) psychische Verhaltensstörungen durch Opio ide und Analgetika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärt igem Substanzge brauch (ICD-10 F 11.24). Dr. C.___ hielt in ihrer Beurteilung fest, im kli nischen Eindruck hätten sich Hinweise auf ausgeprägte kognitive Störungen im Sinne einer Konzentrationsstörung, einer Ablenkbarkeit und von Gedächtnisstö rungen, wahrscheinlich bedingt durch die Einnahme von Sedativa, ergeben. Im Hinblick auf den Affekt habe eine depressive Stimmungslage festgestellt werden können. Es hätten wiederholte Affekteinbrüche während der Exploration bestan den. Bei kritischen Themen sei die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr steu erbar gewesen. Es lägen eine Insuffizienz und eine Labilität der Affekte sowie ein kreisendes Denken und Grübeln vor. Die soziale Teilnahme im privaten Bereich sei eingeschränkt und es ergäben sich auch Hinweise auf manifeste psychosoziale Probleme. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie sich beim Sozialamt habe anmelden müssen, da sie praktisch über kein Geld mehr verfüge (Urk. 7/86/14). Ein ausgewiesener sozialer Rückzug liege in praktisch allen Belangen des Lebens vor. Die Beschwerdeführerin befinde sich in einer psychiat rischen Behandlung, diesbezüglich lägen jedoch keine Berichte vor. Sie werde ebenfalls medikamentös antidepressiv behandelt. Die Beschwerdeführerin gebe an, vor allem von einer Akupunktur-Behandlung zu profit ieren. Insofern könne nicht von einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung ausgegangen werden. Notwendig sei, die Beschwerdeführerin intensiver psychiatrisch-psychotherapeutisch zu behandeln und vor allem einen Entzug der entsprechenden Substanzen durchzuführen (Urk. 7/86/15). Die Beschwerdeführe rin sei derzeit als zu 100 % arbeitsunfähig einzuschätzen (Urk. 7/86/16). Auch in Bezug auf die Beurteilung von Dr. C.___, welche die Beschwer deführerin am 28. August 2017 untersuchte, fällt die enorme Diskrepanz zur Schilderung von Dr. Z.___ im Bericht vom 9. August 2017, wonach die Beschwerdeführerin in der Ko nsultation vom 7. August 2017 im Gespräch und im Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig gewesen sei (Urk. 7/73/5), auf. Die Einschätzung von Dr. C.___ basierte auf einer Momentaufnahme, welche medikamenteninduziert ein offensichtlich verfälschtes Bild vom Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vermittelte, denn nicht einmal die behandelnden Ärzte im Y.___ hatten der Beschwerdeführerin aufgrund des von ihnen erhobenen Befunds eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Sie berichteten lediglich von einem gele gentlich schädlichen Gebrauch von Xanax und Stilnox bei Schlaf störungen wegen der Schmerzen (Urk. 7/73/8). Die übermässige Einnahme der gen annten Medikamente erfolgte danach ab und zu vor der Bettruhe oder nachts. Dr. C.___ stellte anlässlich der Untersuchung vom 28. August 2017, welche von 17.00 bis 19.00 Uhr stattfand, schwere psychopathologische Auffälligkeiten (aus geprägte kognitive Störungen [Konzentrationsstörung, Ablenkbarkeit und Gedächtnisstörungen] ) fest, welche sie der Einnahme von Sedativa zuschrieb (Urk. 7/86/14). Dies legt die Vermutung nahe, dass die Beschwerdeführerin vor der Untersuchung durch Dr. C.___ absichtlich M edikamente im Übermass eingenommen hatte, um das Untersuchungsergebnis zu beeinflussen. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit lag faktisch denn auch nicht vor, war die Beschwer deführerin zum Zeitpunkt der Untersuchung vom 28. August 2017 gemäss eige nen Angaben doch immerhin in der Lage, zu 40 % zu arbeiten (Urk. 7/86/9). Dr. C.___ klammerte sodann die manifeste n psychosoziale n Probleme, auf welche sie hinwies, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht aus. Sie übernahm die Angaben der Beschwerd eführerin ebenfalls in unkritischer Weise. 4.2.3 Auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin darf nicht ohne Weiteres abgestellt werden. Dies zeigt nicht nur der Umstand, dass sie vorgängig zur Untersuchung vom 28. August 2017 Medikamente im Übermass eingenommen hatte. I n den Akten finden sich weitere Ungereimtheiten: Dem Auszug aus dem individuellen Konto vom 20. April 2017 lassen sich betref fend die Jahre 2008 bis 2014 die folgenden Einkommen der Beschwerdeführerin aus selbständiger Erwerbstätigkeit entnehmen: Fr. 18‘000. - - im Jahr 2008, Fr. 17‘600. - - im Jahr 2009, Fr. 23‘600. - - im Jahr 2010, Fr. 50'600.- - im Jahr 2011, Fr. 42'200.- - im Jahr 2012, Fr. 44'000.- - im Jahr 2013 und Fr. 42'600.- - im Jahr 2014 (Urk. 7/62/2-3). Gemäss E-Mail der Krankentaggeldversicherung an die Beschwerdegegnerin vom 19. August 2014 wurden der Beschwerdeführerin vom 19. März bis 19. Juni 2013 sodann Krankentaggelder bei einer Arbeitsunfä higkeit von 50 % und vom 20. Juni 2013 bis 31. August 2014 bei einer Arbeits unfähigkeit von 40 % ausgerichtet (Urk. 7/24). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung für Selbständigerwerbende vom 11. November 2014 hielt die Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 21. November 2014 fest, die Beschwerdeführerin habe ab dem Jahr 2014 eine zusätzliche diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 20. -- pro Stunde eingestellt. Diese Anstellung sei aber nur erfolgt, weil sie selber aus gesundheitlichen Gründen ihr Pensum habe reduzieren müssen. Sie selber behandle mehrheitlich nur noch die Stammkundschaft. Sie brauche immer eine strikte Erholungszeit von 30 Minuten zwischen den einzelnen Patienten. Seit sie diesen Rhythmus einhalte, die Medikamente stets einnehme und ihr um 40 % reduzierte s Pensum einhalte, fühle sie sich wieder etwas besser (Urk. 7/33/4). Die Abklärungsperson gelangte zum Schluss, dass im vorliegenden Geschäftsab schluss des Jahres 2013 mit einem ausgewiesenen Betriebsgewinn von circa Fr. 40'898.-- nur eine geringe Erwerbseinbusse erkennbar sei (Eintritt des Gesundheitsschadens ab März 2013). Dies sei wohl darauf zurückzuführen, dass die Beschwerdeführerin zu der Zeit eine Praktikantin zu einem sehr bescheidenen Lohn beschäftigt habe (Anmerkung des Gerichts: Die Beschwerdeführerin hatte angegeben, ab circa Februar 2013 eine Praktikantin ohne Berufserfahrung für zum Teil Fr. 100.-- pro Monat angestellt zu haben [Urk. 7/33/3]). Ab dem Jahr 2014 werde nun eine diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 2 0.-- pro Stunde beschäftigt, welche die reduzierte Arbeitsleistung der Beschwerde führerin auffangen solle. Der Beschäftigungsgrad dieser Angestellten entspreche einem Pensum von rund 40 %, also rund 16.8 Stunden pro Woche. Dies würde eine Lohnsumme von circa Fr. 336.-- pro Woche beziehungsweise circa Fr. 1'344.-- pro Monat beziehungsweise circa Fr. 16'128.- - pro Jahr ergeben. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 47'034.-- (im Jahr 2014) ergebe sich bei gesundheitsbedingten Mehrkosten für eine zusätzliche Arbeitskraft von Fr. 16'128.-- ein Invalideneinkommen von Fr. 30'906.--, was einem Invaliditäts grad von 34.29 % entspreche (Urk. 7/33/7). Dem IK-Auszug vom 20. April 2017 lässt sich allerdings – wie bereits gesagt – entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 effektiv ein Einkommen von Fr. 42'600.- - erzielte (Urk. 7/62/2-3) und damit nicht weniger als im Jahr 2012, in welchem sie noch ein Arbeitspensum von 100 % geleistet hatte. Eine Einkommenseinbusse lässt sich somit aufgrund des IK-Auszuges ni cht nachvoll ziehen, was angesichts der Angaben der Beschwerdeführerin, sie leiste ein um 40 % reduziertes Arbeitspensum, Fragen auf wirft. 4.2.4 Die Beschwerdeführerin reichte im Beschwerdeverfahren sodann weitere Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 (Urk. 14/1) und vom 13. November 2018 (Urk. 14/2) zu den Akten. Diese betreffen den Gesund heitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sind somit nicht massgebend. Davon abgesehen erweisen sie sich als widersprüchlich. Auf der einen Seite wurde d er Beschwerdeführerin zwar eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradi g (ICD-10: F33.1), attestiert. Auf der anderen Seite wurde i n Diskrepanz dazu aber wiederholt festgehalten, es liege eine schwere Depression vor (Urk. 14/1 S. 3 und 4 und Urk. 14/2 S. 2 ). Widersprüchlich sind auch die Angaben zu m Verlauf des Gesundheitszustandes: Es wird sowohl von einer leichten Verbesserung (Urk. 14/2 S. 2) als auch von einer Verschlechterung des Z ustandes der Beschwerdeführerin (Urk. 14/2 S. 3) berichtet. Unverändert scheinen weiterhin p sychosoziale Faktoren den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin erheblich zu beeinflussen. Es entsteht der Eindruck, die Ärzte des Y.___ hätten die von Dr. C.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % vorbehaltlos übernommen. D abei konnte der von Dr. C.___ festgestellte Medika mentenmissbrauch gestoppt und d ie Schlafhygiene verbessert werden; auch konnten die sozialen Kontakte gepflegt werden (Urk. 14/1 S. 4). 4.2.5 Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich keit eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar, schon gar nicht in einem die somatische Einschränkung überschreitenden Umfang von 50 %. Weitere Abklärungen sind angesichts des nicht konsistenten Verhaltens der Beschwerdeführerin nicht angezeigt. 4.3 Es ergibt sich, dass d ie Beschwerdeführerin eingeschränkt arbeitsfähig ist. Eine angepasste Tätigkeit ist ihr aus somatischen Gründen nur noch zu 50 % zumutbar (E. 4.1.3). 5. 5.1 Da in somatischer Hinsicht eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus gewiesen ist, ist ein neuer Einkommensvergleich durchzuf ühren. Ein Rentenan spruch konnte frühestens im Oktober 2017 entstehen, nachdem sich die Beschwerdeführerin im April 2017 erneut zum Bezug von Versicherungsleistun gen angemeldet hatte (Urk. 7/61). 5.2 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist das Einkommen aus der bisherigen selbständigen Erwerbstätigkeit heranzuziehen. Es ist auf die ( mittlerweile erhält lichen ) Angaben aus dem IK-Auszug vom 20. April 2017 (Urk. 7/62/3) abzustel len. Mit der Abklärungsperson (vgl. den Abklärungsbericht vom 21. November 2014 [Urk. 7/33]) sind die Jahre 2011 und 2012 für die Ermittlung des Validen einkommens als massgebend zu betrachten. Das Einkommen von Fr. 50'600.-- aus dem Jahr 2011 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 52 ’835. -- (Indexstand 2’604 [2011 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Sta tistik, Sc hweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen). Das Einkommen von Fr. 42'200.-- aus dem Jahr 2012 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 43 ’ 628. -- (Indexstand 2’630 [2012 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Sc hwei zerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominal löhne Frauen). Der Durchschnitt der beiden Einkünfte ergibt das Valideneinkom men. Dieses beträgt Fr. 48’232.--. 5.3 Zur Bemessung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne der Schweize rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heranzuziehen. E s wurde bereits rechts kräftig entschieden, dass die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufs wechsels in eine unselbständige Erwerbstätigkeit zu bejahen ist (siehe vorstehend E. 3.1). Einen Berufswechsel erachtete auch das Bundesgericht für zumutbar; es bestätigte das Urteil des hiesigen Gerichts in s einem Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59/5 E. 4.4). Die Beschwerdeführerin vermag mit ihrem Vorbringen, ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigke it nicht zumutbar (Urk. 1 S. 5), somit nicht durchzudringen. Da der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie ihre beruflichen Kenntnisse in einer angepassten Tätigkeit nicht verwerten kann, ist auf das standardisierte monatliche Einkommen für weibliche Hilfsar beitskräfte (LSE 2014, TOTAL in der Tabelle TA 1) im Kompetenzniveau 1 von Fr. 4‘300.-- abzustellen. E ntgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann nicht auf den Lohn für Bürokräfte mit Kundenkontakt abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine entsprechende Ausbildung noch über Berufserfahrung als Bürokraft. Das monatliche Einkommen von Fr. 4'300.-- ist u nter Berücksichtigung der durch schnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2017 von 41,7 St unden pro Woche (vgl. Bun desamt für Statistik, Betriebsüblic he Arbeitszeit nach Wirtschafts abteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004- 2017, A-S 01-96) sowie der Nomi nallohnentwicklung bis ins Jahr 2017 (Indexstand 2’673 [2014] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwic klung der Nomi nallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen bei einem 50%igen Arbeitspensum hochzu rechnen. Es resultiert somit ein Invalideneinkommen von Fr. 27’359.-- (Fr. 4‘300.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2’673 x 2'719 x 50 %). Ein leidensbedingter Abzug ist nicht vorzunehmen, werden die körperlichen Einschränkungen bei einer 5 0%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit b ereits hinreichend berück sichtigt. 5.4 Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt Fr. 20 ’ 873.-- ( Valideneinkommen von Fr. 48’232.-- abzüglich Invalideneinkom men von Fr. 27’359.--), was einem Invaliditätsgrad von gerundet 43 % entspricht. Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf eine Viertelsrente der Invali denversicherung ab dem 1. Oktober 201 7. 6. Die Beschwerdeführerin hat die Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen beantragt. Das Gericht ist an die Begehren der Parteien jedoch nicht gebunden (Art. 61 lit. d ATSG und § 25 Abs. 1 GSVGer ). Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 6. November 2017 in teilweiser Gutheis sung der Beschwerde aufzuheben, und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversiche rung hat. Im Übrige n ist die Beschwerde abzuweisen. 7. 7.1 Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Die Beschwerdegegne rin ist zu verpflichten, der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsge richt [ GSVGer ]) zu bezahlen. Diese ist auf Fr. 1’0 00.-- (inkl. Barauslagen und Mehr wertsteuer von 8 % bis Ende 2017) fest zusetzen. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Ve rfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 6. November 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführer in ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsr ente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewie sen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstMuraro

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2017.01351 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Muraro Urteil vom 20. Juni 2019 in Sachen X.___ Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau Stadthausstrasse 12, Postfach 2197, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 Die 1956 geborene X.___ absolvierte in ihrem Heimat land eine Ausbildung zur diplomierten Physiotherapeutin, reiste 1997 in die Schweiz ein, wo ihre Ausbildung im Jahr 2005 anerkannt wurde, und war ab 2008 vollzeitlich und ab dem 19. März 2013 mit einem Pensum von 60 % als Physiotherapeutin selbständig erwerbstätig. Am 5. März 2014 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hin weis auf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Halsbereich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis tun gen der Inva liden versicherung an. Die IV-Stelle klärte die erwerb lichen und medizinischen Verhältnisse ab und zog die Akten der Kranken tag geldversicherung bei, nachdem ihr diese wiederholt auf eigene Veranlassung Unterlagen hatte zukommen lassen. Die Versicherte reichte sodann ihre Buchhal tungsunterlagen betreffend die Jahre 2009-2012 sowie betreffend das Jahr 2013 zu den Akten. Am 11. November 2014 erfolgten Abklärungen in der Physiothe rapiepraxis der Versicherten; der Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende wurde am 21. Nove mber 2014 erstattet. Mit Verfügung vom 26. Juni 2015 ver neinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invali denversicheru ng. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 24. August 2015 Beschwerde beim hiesigen Gericht, welches die Beschwerde mit Urteil vom 14. November 2016 abwies (Urk. 7/56; vgl. insbesondere den im Urteil geschil derten Sachverhalt). Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 abgewiesen (Urk. 7/59). 1.2 Mit Eingabe vom 6. April 2017 (Eingang am 7. April 2017 [vgl. das Aktenver zeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an und machte eine wesentliche Verschlimmerung ihres Gesundheitszustandes gel tend (Urk. 7/61). Mit Vorbescheid vom 21. April 2017 kündigte die IV-Stelle an, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (Urk. 7/64). Dagegen wandte sich die Versicherte – statt mit Einwand an die IV-Stelle – mit Beschwerde ans hiesige Gericht (vgl. Urk. 7/68 /4-9 ), sodass die IV-Stelle zunächst mangels Einwands auf das neue Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. Juni 2017 nicht eintrat (Urk. 7/67). Nach Überweisung der Beschwerde durch das Gericht an die IV-Stelle zur Prüfung als Einwand (Urk. 7/68 /1-3 ; vgl. auch Urk. 7/69) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2. Juni 2017 am 11. Juli 2017 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/71). Die Versicherte reichte in der Folge weitere Unterlagen ein (Urk. 7/72-73 und Urk. 7/75-77). Mit Verfügung vom 6. November 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2 [= Urk. 7/80]). 1.3 Bereits am 20. November 2017 (Eingangsdatum [vgl. das Aktenverzeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte ohne Wissen ihres Rechtsvertreters erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/84; vgl. Urk. 7/92 f.). 2. Gegen die ablehnende Verfügung vom 6. November 2017 (Urk. 2) erhob die Ver sicherte mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen unter der Anordnung, es sei ein multi disziplinäres medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben. In prozessualer Hin sicht beantragte die Beschwerdeführerin die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 2018 schloss die Beschwerde gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. April 2018 angezeigt wurde (Urk. 11). Mit derselben Verfügung wurde sodann das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen, nachdem sie die ihr angesetzt e Frist zur Einreichung der notwendi gen Unterlagen nach dreimaliger Fristerstreckung ungenutzt hatte verstreichen lassen (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. Januar 2019 (Urk. 13) legte die Beschwer deführerin zwei Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 und 13. November 2018 auf (Urk. 14/1-2). Am 27. Mai 2019 wur den die Parteien auf den 27. Juni 2019 zur Hauptverhandlung vorgeladen, wobei der Beschwerdegegnerin je eine Kopie von Urk. 13 und Urk. 14/1-2 zugestellt wurde (Urk. 17). Mit Schreiben vom 12. Juni 2019 zog die Beschwerdeführerin ihren Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung zurück ( Urk. 20), weshalb die Verhandlung mit Verfügung vom 18. Juni 2019 abgenommen wurde (Urk. 21). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung ( IVV ) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.2 1.2.1 Die Arbei tsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) entspricht der Ein busse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf oder im Aufga benbereich ( Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). 1.2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk ti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht d arin, aus medizinischer Sicht – ge - wisser massen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsa nspruch zu ent schei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu wür digen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi kationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver siche rungsi nterner ärztlicher Abklärungen – zu d enen die RAD-Berichte gehö ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdefüh rerin sei in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % zumutbar. Als selbständige Physiotherapeutin würde die Beschwerdeführerin Fr. 48'028.50 verdienen. In einer angepassten Tätigkeit könn t e sie nach statisti schen Erhebungen ein Einkommen von Fr. 30'990.55 erzielen. Darin sei ein Abzug von 10 % aufgrund der verschiedenen Einschränkungen berücksichtigt. Der Invaliditätsgrad betrage 35 %, womit kein Rentenanspruch bestehe (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor (Urk. 1), die Beschwerdegeg nerin habe nicht erwähnt, welche angepassten Tätigkeiten ihr noch zumutbar seien. Es sei l ediglich dem internen Einkommensvergleich vom 6. November 2017 zu entnehmen, dass dem Invalideneinkommen der Lohn für «Bürokräfte mit Kun denkontakt» in einem 50%-Pensum zugrundegelegt worden sei. Die Aufnahme einer Bürotätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht zuzumuten. Einerseits seien Bürotätigkeiten meist sitzend auszufüh ren. Für die Kerntätigkeit des Tastaturschreibens verfüge die Beschwerdeführerin sodann nicht mehr über die erforderliche Geschicklichkeit der Hände; auch könne dabei die Position nicht geändert werden. Eine Wechselbelastung sei im Büro somit nicht möglich. Die Beschwerdeführerin verfüge nicht über das notwendige Know-How, um im Büro tätig zu sein, sie habe keinen entsprechenden Lehrab schluss und verfüge nicht über ausreichende Computer- und Deutschkenntnisse. Ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Die verbliebene Resterwerbsfähigkeit werde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch nicht mehr nachgefragt, womit ihr die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit nicht zumutbar sei. Es komme eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 hinzu. Dabei handle es sich um ein neues Leiden der Beschwerdeführerin. Ein leidensbedingter Abzug von 10 % sei zu niedrig und trage dem Leiden und dem Alter der Beschwerdeführerin nicht genügend Rechnung. Angemessen sei ein Abzug von 20 %. 3. 3.1 Das hiesige Gericht erwog im Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 (Urk. 7/56), e s sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ein er angepassten Tätigkeit ausgegangen sei. Dies stehe auch nicht im Widerspruch zur Beurteilung des behandelnden Arztes, Dr. Z.___, vom 5. August 201 4. Dass Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin für die Zeit ab 14. April 2015 eine 50%ige Arbeitsunfä higkeit und für die Zeit ab 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit attes tiert habe, ändere am Gesagten nichts, denn diese Arbeitsunfähigkeitszeugnisse beträfen zum einen vornehmlich d en – nicht Anfechtungsgegenstand bildenden – Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach Verfügungserlass am 26. Juni 2015 und zum anderen die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Physiotherapeutin und nicht eine angepasste Tätigkeit. Der im Beschwerde verfahren eingereichte Bericht von Dr. Z.___ vom 3. November 2016 betreffe sodann ebenfalls den Gesundheitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sei somit nicht massgebend. Die Attestierung einer 50%igen (oder gar 60%igen) Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sage ferner nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus: Wie der RAD zutreffend ausgeführt habe, stelle die Tätigkeit als Physiotherapeutin beson dere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotorik und Kraft beider Hände und werde ausserdem oft in ungünsti ger Körperhaltung ausgeübt. Eine ang epasste Tätigkeit beinhalte hingegen keine Arbeiten mit besondere n Kraftanwendungen oder in Zwangshaltungen. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen sei daher gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Be weisgrad der überwiegenden Wahr schei nlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht eine angepasste Tätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar sei. Der Beschwerde führerin sei die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit sodann auch aus berufli cher Sicht zumutbar. Von einem Berufsw echsel sei eine bessere erwerbliche Ver wertung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, zumal auf dem hypothetischen, ausge glichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich alters unabhängig nachge fragt wü rden. Ausserdem liege keine lange Aktivitätsdauer als selbständige Phy siotherapeutin vor: Die Beschwerdeführerin sei im Jahr 1997 in die Schweiz ein gereist und habe sich gemäss eigenen Angaben im Jahr 2006 selbständig gemacht, nachdem ihr Diplom als Physiotherapeutin im Jahr 2005 in der Schweiz ane rkannt worden sei. Dem Auszug aus dem indivi duellen Konto (IK-Auszug) sei jedoch erst im Jahr 2008 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu entnehmen; davor (und auch noch im Jahr 2008) habe die Beschwerdeführerin Arbeitslosenentschädigung en bezogen. In den Jahren 2005 und 2006 habe sie sodann ein bescheidenes Einkommen aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit (im Jahr 2006 im Umfang von Fr. 5‘425.-- und im Jahr 2005 im Umfang von Fr. 19‘425.-- ) erzielt. Nach dem Gesagten sei daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin erst ab 2008 einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Phy siotherapeut in nachgegangen sei, denn offensichtlich habe sie sich erst ab diesem Zeitpunkt bei der Ausgleichskasse als Selbständigerwerbende an gemeldet. Bis zu einem allfälligen Rentenanspruch (frühester Zeitpunkt: März 2014 [nach Ablauf der einjährigen Wartezeit]) sei sie etwas mehr als sechs Jahre selbständigerwer bend gewesen. Während dieser Zeit habe sie gemäss IK-Auszug und Buchhal tungsunterlagen zeitweise aber eher unterdurchschnittliche Jahreseinkommen erzielt. Die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufswechsels in eine uns elbständige Erwerbstätigkeit sei daher zu bejahen, auch unter Berücksichti gung einer verbleibenden Aktivitätsdauer von sieben bis acht Jahren. Das Bundesgericht stützte die Beurteilung des hiesigen Gerichts mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59). 3.2 3.2.1 Im Bericht der A.___ vom 3. November 2016 (Ur k. 7/60/1-3) führte Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Neurologie, die folgenden Diagnosen auf (Urk. 7/60/1): - chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei - Kyphosierung der HWS bei fortgeschrittenen multisegmentalen dege nerativen Veränderungen, insbesondere Osteochondrose C6/7 - Foraminalstenosen C 3/4 rechts, C4/5 links, C5/6 rechts und C6/7 beid seits - Intermittierender Radikulopathie C5 links, weniger auch rechts - Lumboischialgie links - Carpaltunnelsyndrom rechts - Arterielle Hypertonie Dr. Z.___ führte sodann aus, die Arbeit als Physiotherapeutin führe jeweils rasch zu einer Zunahme der Zervikobrachialgien beidseits linksbetont. Dank einer Reduktion der Arbeits tätigkeit auf 40 % respektive dem Festlegen einer Arbeits unfähigkeit von 60 % habe die Situation in den letzten Monaten und Jahren einigermassen stabil gehalten werden können. Da tendenziell mit einer Zunahme der degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (HWS) gerechnet wer den müsse, müsse auch mit einer Zunahme der Arbeitsunfähigkeit gerechnet wer den. Infiltrationen und/oder eine Operation an der HWS hätten vermutlich mittel- bis langfristig einen günstigen Effekt auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/60/2). In diversen Zeugnissen attestierte Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin v om 14. Juli 2015 bis 21. April 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (Urk. 7/60/8-10) und v om 22. April 2016 bis 30. April 2017 von 60 % (Urk. 7/60/4-7). 3.2.2 Im Bericht vom 15. August 2017 (Urk. 7/73 / 1-3) hielt Dr. Z.___ fest, die Beschwerdeführerin sei seit dem 4. April 2007 in der A.___ wegen Rückenbeschwerden in Behandlung, bei ihm seit dem 5. Februar 200 8. Das zer vikospondylogene Schmerzsyndrom sei progredient. Die Beschwerdeführerin leide seit dem Frühling 2013 permanent an Schmerzen, deren Intensität seit Früh ling 2017 deutlich zugenommen habe. Zusätzlich zu diesen Schmerzen bestehe aber auch eine zunehmende Schwäche hauptsächlich im linken Arm. Des Weite ren träten seit einiger Zeit immer wieder auch sensible Defizite in der linken Hand auf, wobei sich diese in den letzten Monaten ebenfalls verstärkt hätten und jetzt permanent vorhanden seien. Gemäss dem Konsultationsbericht vom März 2017 seien die sensiblen Defizite nur fluktuierend vorhanden gewesen. Die Verschlech terung lasse sich anhand der klinisch-neurologischen Untersuchung somit doku mentieren. Auch zeige sich kernspintomographisch anhand der MRI der HWS eine Zunahme der degenerativen Veränderungen, welche doch sehr ausgeprägt seien. Die 60%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 22. April 201 6. Physiothe rapeutische Massnahmen würden permanent durchgeführt. Auch die medikamen töse Behandlung werde sukzessive optimiert. Im April 2017 seien zusätzlich Infiltrationen der Nervenwurzeln C5 und C6 links erfolgt, welche leider keinen Effekt gezeigt hätten. Ein operativer Eingriff käme in Frage. Dabei müssten die betroffenen Nervenwurzeln an der HWS operativ freigelegt werden. Anschlies send müssten die betroffenen Wirbelkörper miteinander verschraubt werden, d amit die Stabilität erhalten bl e i be. Dabei würde es sich an einem entsprechenden Zentrum um einen Routineeingriff mit minimalen Risiken handeln. Eine ange passte Tätigkeit dürfte keine vorwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit sein. Ein Verharren in der gleichen Körperposition sei zu vermeiden. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Erwerbstätigkeit sei nicht vorstellbar (vgl. auch den Bericht von Dr. Z.___ vom 9. August 2017 [Urk. 7/73/4-6], worin die Beschwerdeführerin psychisch und neuropsycholo gisch im Gespräch und Verhalten als unauffällig beschrieben wurde [Urk. 7/73/5] ). 3.2.3 Im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 (Urk. 7/73/7-8) wurde die psychiatrische Diagnose « rezidivierende depressive Stö rung, aktuell schwer (ICD-10 F33.2) » gestellt. Die Beschwerdeführerin berichte über starke Lust- und Interesselosigkeit, ständiges Weinen, Rückzug, Antriebslo sigkeit, Sinnlosigkeitsgedanken, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergess lichkeit und Appetitzunahme. Seit dem 1. Januar 2015 bis heute sei sie als selb ständige Therapeutin tätig, aktuell zu 40 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe seit dem 1. Juni 2017 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit. 3.2.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo gie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 2 8. September 2017 (Urk. 7/79/4 ) aus, es passe nicht zusammen, dass Dr. Z.___ am 9. August 2017 von einer im Gespräch und Verhalten psy chisch und neuropsychologisch unauffälligen Beschwerdeführerin berichte, im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 demge genüber eine stark zunehmend e depressive Symptomatik beschrieben werde. Zusammenfassend habe sich bei Betrachtung der Arztberichte aus versicherungs medizinischer Sicht seit dem Zeitpunkt der letzten RAD- Stellungnahme vom 19. April 20 17 nichts geändert an den objektiven, somatischen Befunden und Diagnosen, sodass die Angabe im Bericht an den Rechtsvertreter, dass in der angestamm ten Tätigkeit weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % bestehe, aus versicherungsmedizinischer Sicht plau sibel sei. Hingegen sei die Aussage, dass auch in einer optimal angepassten Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit «nicht denkbar» sei, nicht nachvollziehbar, weil eine solche angepasste Tätigkeit nicht die gleiche, starke Belastung insbesondere der Arme und Hände beinhalte wie dies bei der Tätigkeit al s Physiotherapeutin der Fall sei. Nicht nachvollziehbar sei aber auf jeden Fall die Angabe einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % von Seiten des Y.___ mit der Begründung einer « stark zuneh menden psychischen (depressiven) Symptomatik», nachdem im neurologischen Bericht der A.___ von einer "psychisch und neuropsychologisch unauffälligen" Versicherten berichtet worden sei. Als Fazit hielt Dr. B.___ fest, f ür eine behin derungsangepasste Tätigkeit gebe es keine kon krete, prozentuale Angabe zur Arbeitsfähigkeit, wob ei einerseits natür lich klar sei, dass aus rein medizinischer Sicht eine ei ndeutige Verschlechterung des Gesundheitszustands sich auf jede Art von Tätigkeit auswirke, andererseits natürlich Unterschiede bestünden im Hinblick darauf, welcher Art die Bela stun gen bei einer Tätigkeit seie n. Nachdem im vorliegenden Fall durch das Betrof fensein der HWS und beider Arme und vor allem der Hände auch Tätigkeiten im Sitzen mit Anforderungen an die Funktionsfähigke it der Hände beeinträchtigt seien, aufgrund der Lumboischialgie sodann auch Täti gkeiten mit längerem Ste hen, sei medizintheoretisch überwiegend wahrscheinlich auch für derartige Tätigkeiten nur eine geringfügig höhere Rest-Arbeitsfähigkeit von circa 50 % (bzw. vier Stunden /Tag) gegeben, retrospektiv seit dem 9. Februar 20 17 (MRI der HWS). Das Belastungsprofil einer angepassten Tätigkeit sei wie folg t zu beschrei ben : Körperlich leichte Tätigkeit, strikt wechselbelastend mit der Möglichkeit, selbst über die einzunehmende Körperposition zu entscheiden, ohne Arbeiten in Schulterhöhe oder über Kopf, ohne besondere Anforderungen an Kraft oder Geschicklichkeit der Hände (Urk. 7/79/5). 4. 4.1 4.1.1 Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei den medizinischen Unterlagen von Dr. Z.___ (Urk. 7/60/1-10; vgl. E. 3.2.1), welche die Beschwerdeführerin mit ihrem Neuanmeldungsgesuch vom 6. April 2017 (Urk. 7/61) e inreichte, um die selben Unterlagen handelt, welche sie bereits im Beschwerdeverfahren IV.2015.00843 aufgelegt hatte. Das hiesige Gericht äusserte sich im Urteil vom 14. November 2016 bereits zu diesen Unterlagen und gelangte zum Schluss, die sen sei nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu entneh men (siehe vorstehend in E. 3.1). An dieser Einsch ätzung hat sich nichts geändert. 4. 1.2 Wenn Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin ab dem 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Physiotherapeutin attestiert (E. 3.2.2) – einer Tätigkeit, welche besondere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotor ik und Kraft beider Hände stellt und ausserdem oft in ungünsti ger Kör perhaltung ausgeübt wird (vgl. das Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 [Urk. 7/56/ 11 E. 4.1 ] ) –, lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb in einer ange passten Tätigkeit dieselbe Arbeitsunfähigkeit bestehen sollte. Es ist der Erfah rungstat sache Rechnung zu tragen, dass behand elnde Ärzte mitunter im Hin blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patie nten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Überzeu gend erscheint demgegenüber die Einschätzung des RAD, welcher der Beschwer deführerin in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsf ähigkeit attestierte (E. 3.2.4). Bei einer weiteren Verschlechterung müsste allerdings in Erwägung gezogen werden, der Beschwerdeführerin eine Schadenminderungspflicht aufzu erlegen. Dr. Z.___ erwähnte die Möglichkeit eines operativen Routinee in griff s mit minimalen Risiken, wobei die betroffenen Nervenwurzeln an de r HWS operativ freigelegt und d ie betroffenen Wirbelkörper anschliessend miteinander verschraubt werden müssten, damit die Stabilität erhalten bliebe (E. 3.2.2). 4. 1. 3 Als Zwischenfazit kann festgehalten werden, dass mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit aus somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit ausgewiesen ist. Weitere Abklärungen sind nicht vorzunehmen. 4.2 4.2.1 Was den Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 anbelangt, lässt sich die der Beschwerdeführerin aus psychiatrischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 nicht nachvollzie hen. Es fällt insbesondere auf, dass der langjährige behandelnde Neurol oge der Beschwerdeführerin, Dr. Z.___, die Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 9. August 2017 über die Konsultation vom 7. August 2017 als im Gespräch und Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig beschrieb en hatte (Urk. 7/73/5). I m kurze Zeit später ausgestellten Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 wurde demgegenüber eine stark zuneh mende depressive Symptomatik beschrieben. Dies deutet auf eine massive Inkon sistenz hin und auch darauf, dass die Ärzte des Y.___ u nkritisch auf die Angaben der Beschwerdeführerin abstellten. 4.2.2 Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens, welches die Beschwerdeführerin ohne das Wissen ihres Rechtsvertreters mit Neuanmeldung vom 20. November 2017 (Eingangsdatum) bei der Beschwerdegegnerin anhängig machte (Urk. 7/84), reichte die Taggeldversicherung e ine von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Kurzbeurteilung vom 1. S eptember 2017 von Dr. med. C.___, Fach ärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zu den Akten (Urk. 7/86/3-17). Diese untersuchte die Beschwerdeführerin am 28. August 20 17 und stellte die Diagnosen (Urk. 7/86/13) 1) mittelgradige bis schwere depressive Episo de (ICD-10: F32.2), 2) nichtorganische Insomnie, evtl. durch Sedativa und Hypnotikakon sum bedingt (ICD-10: F.51.0), 3) psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem Substanz gebrauch (ICD-10: F13.24) sowie 4) psychische Verhaltensstörungen durch Opio ide und Analgetika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärt igem Substanzge brauch (ICD-10 F 11.24). Dr. C.___ hielt in ihrer Beurteilung fest, im kli nischen Eindruck hätten sich Hinweise auf ausgeprägte kognitive Störungen im Sinne einer Konzentrationsstörung, einer Ablenkbarkeit und von Gedächtnisstö rungen, wahrscheinlich bedingt durch die Einnahme von Sedativa, ergeben. Im Hinblick auf den Affekt habe eine depressive Stimmungslage festgestellt werden können. Es hätten wiederholte Affekteinbrüche während der Exploration bestan den. Bei kritischen Themen sei die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr steu erbar gewesen. Es lägen eine Insuffizienz und eine Labilität der Affekte sowie ein kreisendes Denken und Grübeln vor. Die soziale Teilnahme im privaten Bereich sei eingeschränkt und es ergäben sich auch Hinweise auf manifeste psychosoziale Probleme. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie sich beim Sozialamt habe anmelden müssen, da sie praktisch über kein Geld mehr verfüge (Urk. 7/86/14). Ein ausgewiesener sozialer Rückzug liege in praktisch allen Belangen des Lebens vor. Die Beschwerdeführerin befinde sich in einer psychiat rischen Behandlung, diesbezüglich lägen jedoch keine Berichte vor. Sie werde ebenfalls medikamentös antidepressiv behandelt. Die Beschwerdeführerin gebe an, vor allem von einer Akupunktur-Behandlung zu profit ieren. Insofern könne nicht von einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung ausgegangen werden. Notwendig sei, die Beschwerdeführerin intensiver psychiatrisch-psychotherapeutisch zu behandeln und vor allem einen Entzug der entsprechenden Substanzen durchzuführen (Urk. 7/86/15). Die Beschwerdeführe rin sei derzeit als zu 100 % arbeitsunfähig einzuschätzen (Urk. 7/86/16). Auch in Bezug auf die Beurteilung von Dr. C.___, welche die Beschwer deführerin am 28. August 2017 untersuchte, fällt die enorme Diskrepanz zur Schilderung von Dr. Z.___ im Bericht vom 9. August 2017, wonach die Beschwerdeführerin in der Ko nsultation vom 7. August 2017 im Gespräch und im Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig gewesen sei (Urk. 7/73/5), auf. Die Einschätzung von Dr. C.___ basierte auf einer Momentaufnahme, welche medikamenteninduziert ein offensichtlich verfälschtes Bild vom Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vermittelte, denn nicht einmal die behandelnden Ärzte im Y.___ hatten der Beschwerdeführerin aufgrund des von ihnen erhobenen Befunds eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Sie berichteten lediglich von einem gele gentlich schädlichen Gebrauch von Xanax und Stilnox bei Schlaf störungen wegen der Schmerzen (Urk. 7/73/8). Die übermässige Einnahme der gen annten Medikamente erfolgte danach ab und zu vor der Bettruhe oder nachts. Dr. C.___ stellte anlässlich der Untersuchung vom 28. August 2017, welche von 17.00 bis 19.00 Uhr stattfand, schwere psychopathologische Auffälligkeiten (aus geprägte kognitive Störungen [Konzentrationsstörung, Ablenkbarkeit und Gedächtnisstörungen] ) fest, welche sie der Einnahme von Sedativa zuschrieb (Urk. 7/86/14). Dies legt die Vermutung nahe, dass die Beschwerdeführerin vor der Untersuchung durch Dr. C.___ absichtlich M edikamente im Übermass eingenommen hatte, um das Untersuchungsergebnis zu beeinflussen. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit lag faktisch denn auch nicht vor, war die Beschwer deführerin zum Zeitpunkt der Untersuchung vom 28. August 2017 gemäss eige nen Angaben doch immerhin in der Lage, zu 40 % zu arbeiten (Urk. 7/86/9). Dr. C.___ klammerte sodann die manifeste n psychosoziale n Probleme, auf welche sie hinwies, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht aus. Sie übernahm die Angaben der Beschwerd eführerin ebenfalls in unkritischer Weise. 4.2.3 Auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin darf nicht ohne Weiteres abgestellt werden. Dies zeigt nicht nur der Umstand, dass sie vorgängig zur Untersuchung vom 28. August 2017 Medikamente im Übermass eingenommen hatte. I n den Akten finden sich weitere Ungereimtheiten: Dem Auszug aus dem individuellen Konto vom 20. April 2017 lassen sich betref fend die Jahre 2008 bis 2014 die folgenden Einkommen der Beschwerdeführerin aus selbständiger Erwerbstätigkeit entnehmen: Fr. 18‘000. - - im Jahr 2008, Fr. 17‘600. - - im Jahr 2009, Fr. 23‘600. - - im Jahr 2010, Fr. 50'600.- - im Jahr 2011, Fr. 42'200.- - im Jahr 2012, Fr. 44'000.- - im Jahr 2013 und Fr. 42'600.- - im Jahr 2014 (Urk. 7/62/2-3). Gemäss E-Mail der Krankentaggeldversicherung an die Beschwerdegegnerin vom 19. August 2014 wurden der Beschwerdeführerin vom 19. März bis 19. Juni 2013 sodann Krankentaggelder bei einer Arbeitsunfä higkeit von 50 % und vom 20. Juni 2013 bis 31. August 2014 bei einer Arbeits unfähigkeit von 40 % ausgerichtet (Urk. 7/24). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung für Selbständigerwerbende vom 11. November 2014 hielt die Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 21. November 2014 fest, die Beschwerdeführerin habe ab dem Jahr 2014 eine zusätzliche diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 20. -- pro Stunde eingestellt. Diese Anstellung sei aber nur erfolgt, weil sie selber aus gesundheitlichen Gründen ihr Pensum habe reduzieren müssen. Sie selber behandle mehrheitlich nur noch die Stammkundschaft. Sie brauche immer eine strikte Erholungszeit von 30 Minuten zwischen den einzelnen Patienten. Seit sie diesen Rhythmus einhalte, die Medikamente stets einnehme und ihr um 40 % reduzierte s Pensum einhalte, fühle sie sich wieder etwas besser (Urk. 7/33/4). Die Abklärungsperson gelangte zum Schluss, dass im vorliegenden Geschäftsab schluss des Jahres 2013 mit einem ausgewiesenen Betriebsgewinn von circa Fr. 40'898.-- nur eine geringe Erwerbseinbusse erkennbar sei (Eintritt des Gesundheitsschadens ab März 2013). Dies sei wohl darauf zurückzuführen, dass die Beschwerdeführerin zu der Zeit eine Praktikantin zu einem sehr bescheidenen Lohn beschäftigt habe (Anmerkung des Gerichts: Die Beschwerdeführerin hatte angegeben, ab circa Februar 2013 eine Praktikantin ohne Berufserfahrung für zum Teil Fr. 100.-- pro Monat angestellt zu haben [Urk. 7/33/3]). Ab dem Jahr 2014 werde nun eine diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 2 0.-- pro Stunde beschäftigt, welche die reduzierte Arbeitsleistung der Beschwerde führerin auffangen solle. Der Beschäftigungsgrad dieser Angestellten entspreche einem Pensum von rund 40 %, also rund 16.8 Stunden pro Woche. Dies würde eine Lohnsumme von circa Fr. 336.-- pro Woche beziehungsweise circa Fr. 1'344.-- pro Monat beziehungsweise circa Fr. 16'128.- - pro Jahr ergeben. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 47'034.-- (im Jahr 2014) ergebe sich bei gesundheitsbedingten Mehrkosten für eine zusätzliche Arbeitskraft von Fr. 16'128.-- ein Invalideneinkommen von Fr. 30'906.--, was einem Invaliditäts grad von 34.29 % entspreche (Urk. 7/33/7). Dem IK-Auszug vom 20. April 2017 lässt sich allerdings – wie bereits gesagt – entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 effektiv ein Einkommen von Fr. 42'600.- - erzielte (Urk. 7/62/2-3) und damit nicht weniger als im Jahr 2012, in welchem sie noch ein Arbeitspensum von 100 % geleistet hatte. Eine Einkommenseinbusse lässt sich somit aufgrund des IK-Auszuges ni cht nachvoll ziehen, was angesichts der Angaben der Beschwerdeführerin, sie leiste ein um 40 % reduziertes Arbeitspensum, Fragen auf wirft. 4.2.4 Die Beschwerdeführerin reichte im Beschwerdeverfahren sodann weitere Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 (Urk. 14/1) und vom 13. November 2018 (Urk. 14/2) zu den Akten. Diese betreffen den Gesund heitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sind somit nicht massgebend. Davon abgesehen erweisen sie sich als widersprüchlich. Auf der einen Seite wurde d er Beschwerdeführerin zwar eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradi g (ICD-10: F33.1), attestiert. Auf der anderen Seite wurde i n Diskrepanz dazu aber wiederholt festgehalten, es liege eine schwere Depression vor (Urk. 14/1 S. 3 und 4 und Urk. 14/2 S. 2 ). Widersprüchlich sind auch die Angaben zu m Verlauf des Gesundheitszustandes: Es wird sowohl von einer leichten Verbesserung (Urk. 14/2 S. 2) als auch von einer Verschlechterung des Z ustandes der Beschwerdeführerin (Urk. 14/2 S. 3) berichtet. Unverändert scheinen weiterhin p sychosoziale Faktoren den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin erheblich zu beeinflussen. Es entsteht der Eindruck, die Ärzte des Y.___ hätten die von Dr. C.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % vorbehaltlos übernommen. D abei konnte der von Dr. C.___ festgestellte Medika mentenmissbrauch gestoppt und d ie Schlafhygiene verbessert werden; auch konnten die sozialen Kontakte gepflegt werden (Urk. 14/1 S. 4). 4.2.5 Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich keit eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar, schon gar nicht in einem die somatische Einschränkung überschreitenden Umfang von 50 %. Weitere Abklärungen sind angesichts des nicht konsistenten Verhaltens der Beschwerdeführerin nicht angezeigt. 4.3 Es ergibt sich, dass d ie Beschwerdeführerin eingeschränkt arbeitsfähig ist. Eine angepasste Tätigkeit ist ihr aus somatischen Gründen nur noch zu 50 % zumutbar (E. 4.1.3). 5. 5.1 Da in somatischer Hinsicht eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus gewiesen ist, ist ein neuer Einkommensvergleich durchzuf ühren. Ein Rentenan spruch konnte frühestens im Oktober 2017 entstehen, nachdem sich die Beschwerdeführerin im April 2017 erneut zum Bezug von Versicherungsleistun gen angemeldet hatte (Urk. 7/61). 5.2 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist das Einkommen aus der bisherigen selbständigen Erwerbstätigkeit heranzuziehen. Es ist auf die ( mittlerweile erhält lichen ) Angaben aus dem IK-Auszug vom 20. April 2017 (Urk. 7/62/3) abzustel len. Mit der Abklärungsperson (vgl. den Abklärungsbericht vom 21. November 2014 [Urk. 7/33]) sind die Jahre 2011 und 2012 für die Ermittlung des Validen einkommens als massgebend zu betrachten. Das Einkommen von Fr. 50'600.-- aus dem Jahr 2011 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 52 ’835. -- (Indexstand 2’604 [2011 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Sta tistik, Sc hweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen). Das Einkommen von Fr. 42'200.-- aus dem Jahr 2012 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 43 ’ 628. -- (Indexstand 2’630 [2012 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Sc hwei zerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominal löhne Frauen). Der Durchschnitt der beiden Einkünfte ergibt das Valideneinkom men. Dieses beträgt Fr. 48’232.--. 5.3 Zur Bemessung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne der Schweize rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heranzuziehen. E s wurde bereits rechts kräftig entschieden, dass die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufs wechsels in eine unselbständige Erwerbstätigkeit zu bejahen ist (siehe vorstehend E. 3.1). Einen Berufswechsel erachtete auch das Bundesgericht für zumutbar; es bestätigte das Urteil des hiesigen Gerichts in s einem Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59/5 E. 4.4). Die Beschwerdeführerin vermag mit ihrem Vorbringen, ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigke it nicht zumutbar (Urk. 1 S. 5), somit nicht durchzudringen. Da der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie ihre beruflichen Kenntnisse in einer angepassten Tätigkeit nicht verwerten kann, ist auf das standardisierte monatliche Einkommen für weibliche Hilfsar beitskräfte (LSE 2014, TOTAL in der Tabelle TA 1) im Kompetenzniveau 1 von Fr. 4‘300.-- abzustellen. E ntgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann nicht auf den Lohn für Bürokräfte mit Kundenkontakt abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine entsprechende Ausbildung noch über Berufserfahrung als Bürokraft. Das monatliche Einkommen von Fr. 4'300.-- ist u nter Berücksichtigung der durch schnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2017 von 41,7 St unden pro Woche (vgl. Bun desamt für Statistik, Betriebsüblic he Arbeitszeit nach Wirtschafts abteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004- 2017, A-S 01-96) sowie der Nomi nallohnentwicklung bis ins Jahr 2017 (Indexstand 2’673 [2014] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwic klung der Nomi nallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen bei einem 50%igen Arbeitspensum hochzu rechnen. Es resultiert somit ein Invalideneinkommen von Fr. 27’359.-- (Fr. 4‘300.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2’673 x 2'719 x 50 %). Ein leidensbedingter Abzug ist nicht vorzunehmen, werden die körperlichen Einschränkungen bei einer 5 0%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit b ereits hinreichend berück sichtigt. 5.4 Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt Fr. 20 ’ 873.-- ( Valideneinkommen von Fr. 48’232.-- abzüglich Invalideneinkom men von Fr. 27’359.--), was einem Invaliditätsgrad von gerundet 43 % entspricht. Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf eine Viertelsrente der Invali denversicherung ab dem 1. Oktober 201 7. 6. Die Beschwerdeführerin hat die Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen beantragt. Das Gericht ist an die Begehren der Parteien jedoch nicht gebunden (Art. 61 lit. d ATSG und § 25 Abs. 1 GSVGer ). Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 6. November 2017 in teilweiser Gutheis sung der Beschwerde aufzuheben, und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversiche rung hat. Im Übrige n ist die Beschwerde abzuweisen. 7. 7.1 Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Die Beschwerdegegne rin ist zu verpflichten, der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsge richt [ GSVGer ]) zu bezahlen. Diese ist auf Fr. 1’0 00.-- (inkl. Barauslagen und Mehr wertsteuer von 8 % bis Ende 2017) fest zusetzen. Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Ve rfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 6. November 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführer in ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsr ente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewie sen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin HurstMuraro

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2017.01351 IV. Kammer Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Muraro Urteil vom 20. Juni 2019

IV.2017.01351

IV.2017.01351

IV.2017.01351 IV. Kammer

IV. Kammer

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Muraro

Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Philipp Sozialversicherungsrichter Vogel Gerichtsschreiberin Muraro

Urteil vom 20. Juni 2019

Urteil vom 20. Juni 2019 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführerin

Beschwerdeführerin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau Stadthausstrasse 12, Postfach 2197, 8401 Winterthur

Stadthausstrasse 12, Postfach 2197, 8401 Winterthur gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 Die 1956 geborene X.___ absolvierte in ihrem Heimat land eine Ausbildung zur diplomierten Physiotherapeutin, reiste 1997 in die Schweiz ein, wo ihre Ausbildung im Jahr 2005 anerkannt wurde, und war ab 2008 vollzeitlich und ab dem 19. März 2013 mit einem Pensum von 60 % als Physiotherapeutin selbständig erwerbstätig. Am 5. März 2014 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hin weis auf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Halsbereich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis tun gen der Inva liden versicherung an. Die IV-Stelle klärte die erwerb lichen und medizinischen Verhältnisse ab und zog die Akten der Kranken tag geldversicherung bei, nachdem ihr diese wiederholt auf eigene Veranlassung Unterlagen hatte zukommen lassen. Die Versicherte reichte sodann ihre Buchhal tungsunterlagen betreffend die Jahre 2009-2012 sowie betreffend das Jahr 2013 zu den Akten. Am 11. November 2014 erfolgten Abklärungen in der Physiothe rapiepraxis der Versicherten; der Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende wurde am 21. Nove mber 2014 erstattet. Mit Verfügung vom 26. Juni 2015 ver neinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invali denversicheru ng. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 24. August 2015 Beschwerde beim hiesigen Gericht, welches die Beschwerde mit Urteil vom 14. November 2016 abwies (Urk. 7/56; vgl. insbesondere den im Urteil geschil derten Sachverhalt). Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 abgewiesen (Urk. 7/59).

1.1 Die 1956 geborene X.___ absolvierte in ihrem Heimat land eine Ausbildung zur diplomierten Physiotherapeutin, reiste 1997 in die Schweiz ein, wo ihre Ausbildung im Jahr 2005 anerkannt wurde, und war ab 2008 vollzeitlich und ab dem 19. März 2013 mit einem Pensum von 60 % als Physiotherapeutin selbständig erwerbstätig. Am 5. März 2014 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hin weis auf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Halsbereich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis tun gen der Inva liden versicherung an. Die IV-Stelle klärte die erwerb lichen und medizinischen Verhältnisse ab und zog die Akten der Kranken tag geldversicherung bei, nachdem ihr diese wiederholt auf eigene Veranlassung Unterlagen hatte zukommen lassen. Die Versicherte reichte sodann ihre Buchhal tungsunterlagen betreffend die Jahre 2009-2012 sowie betreffend das Jahr 2013 zu den Akten. Am 11. November 2014 erfolgten Abklärungen in der Physiothe rapiepraxis der Versicherten; der Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende wurde am 21. Nove mber 2014 erstattet. Mit Verfügung vom 26. Juni 2015 ver neinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invali denversicheru ng. Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 24. August 2015 Beschwerde beim hiesigen Gericht, welches die Beschwerde mit Urteil vom 14. November 2016 abwies (Urk. 7/56; vgl. insbesondere den im Urteil geschil derten Sachverhalt). Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesgericht mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 abgewiesen (Urk. 7/59). 1.2 Mit Eingabe vom 6. April 2017 (Eingang am 7. April 2017 [vgl. das Aktenver zeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an und machte eine wesentliche Verschlimmerung ihres Gesundheitszustandes gel tend (Urk. 7/61). Mit Vorbescheid vom 21. April 2017 kündigte die IV-Stelle an, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (Urk. 7/64). Dagegen wandte sich die Versicherte – statt mit Einwand an die IV-Stelle – mit Beschwerde ans hiesige Gericht (vgl. Urk. 7/68 /4-9 ), sodass die IV-Stelle zunächst mangels Einwands auf das neue Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. Juni 2017 nicht eintrat (Urk. 7/67). Nach Überweisung der Beschwerde durch das Gericht an die IV-Stelle zur Prüfung als Einwand (Urk. 7/68 /1-3 ; vgl. auch Urk. 7/69) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2. Juni 2017 am 11. Juli 2017 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/71). Die Versicherte reichte in der Folge weitere Unterlagen ein (Urk. 7/72-73 und Urk. 7/75-77). Mit Verfügung vom 6. November 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2 [= Urk. 7/80]).

1.2 Mit Eingabe vom 6. April 2017 (Eingang am 7. April 2017 [vgl. das Aktenver zeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an und machte eine wesentliche Verschlimmerung ihres Gesundheitszustandes gel tend (Urk. 7/61). Mit Vorbescheid vom 21. April 2017 kündigte die IV-Stelle an, auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (Urk. 7/64). Dagegen wandte sich die Versicherte – statt mit Einwand an die IV-Stelle – mit Beschwerde ans hiesige Gericht (vgl. Urk. 7/68 /4-9 ), sodass die IV-Stelle zunächst mangels Einwands auf das neue Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. Juni 2017 nicht eintrat (Urk. 7/67). Nach Überweisung der Beschwerde durch das Gericht an die IV-Stelle zur Prüfung als Einwand (Urk. 7/68 /1-3 ; vgl. auch Urk. 7/69) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 2. Juni 2017 am 11. Juli 2017 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/71). Die Versicherte reichte in der Folge weitere Unterlagen ein (Urk. 7/72-73 und Urk. 7/75-77). Mit Verfügung vom 6. November 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 2 [= Urk. 7/80]). 1.3 Bereits am 20. November 2017 (Eingangsdatum [vgl. das Aktenverzeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte ohne Wissen ihres Rechtsvertreters erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/84; vgl. Urk. 7/92 f.).

1.3 Bereits am 20. November 2017 (Eingangsdatum [vgl. das Aktenverzeichnis Urk. 7/0] ) meldete sich die Versicherte ohne Wissen ihres Rechtsvertreters erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/84; vgl. Urk. 7/92 f.). 2. Gegen die ablehnende Verfügung vom 6. November 2017 (Urk. 2) erhob die Ver sicherte mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen unter der Anordnung, es sei ein multi disziplinäres medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben. In prozessualer Hin sicht beantragte die Beschwerdeführerin die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 2018 schloss die Beschwerde gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. April 2018 angezeigt wurde (Urk. 11). Mit derselben Verfügung wurde sodann das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen, nachdem sie die ihr angesetzt e Frist zur Einreichung der notwendi gen Unterlagen nach dreimaliger Fristerstreckung ungenutzt hatte verstreichen lassen (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. Januar 2019 (Urk. 13) legte die Beschwer deführerin zwei Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 und 13. November 2018 auf (Urk. 14/1-2). Am 27. Mai 2019 wur den die Parteien auf den 27. Juni 2019 zur Hauptverhandlung vorgeladen, wobei der Beschwerdegegnerin je eine Kopie von Urk. 13 und Urk. 14/1-2 zugestellt wurde (Urk. 17). Mit Schreiben vom 12. Juni 2019 zog die Beschwerdeführerin ihren Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung zurück ( Urk. 20), weshalb die Verhandlung mit Verfügung vom 18. Juni 2019 abgenommen wurde (Urk. 21).

2. Gegen die ablehnende Verfügung vom 6. November 2017 (Urk. 2) erhob die Ver sicherte mit Eingabe vom 11. Dezember 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen unter der Anordnung, es sei ein multi disziplinäres medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben. In prozessualer Hin sicht beantragte die Beschwerdeführerin die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung und die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Januar 2018 schloss die Beschwerde gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. April 2018 angezeigt wurde (Urk. 11). Mit derselben Verfügung wurde sodann das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen, nachdem sie die ihr angesetzt e Frist zur Einreichung der notwendi gen Unterlagen nach dreimaliger Fristerstreckung ungenutzt hatte verstreichen lassen (Urk. 11). Mit Eingabe vom 23. Januar 2019 (Urk. 13) legte die Beschwer deführerin zwei Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 und 13. November 2018 auf (Urk. 14/1-2). Am 27. Mai 2019 wur den die Parteien auf den 27. Juni 2019 zur Hauptverhandlung vorgeladen, wobei der Beschwerdegegnerin je eine Kopie von Urk. 13 und Urk. 14/1-2 zugestellt wurde (Urk. 17). Mit Schreiben vom 12. Juni 2019 zog die Beschwerdeführerin ihren Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung zurück ( Urk. 20), weshalb die Verhandlung mit Verfügung vom 18. Juni 2019 abgenommen wurde (Urk. 21). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung ( IVV ) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).

1.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung ( IVV ) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). 1.2

1.2 1.2.1 Die Arbei tsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) entspricht der Ein busse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf oder im Aufga benbereich ( Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2).

1.2.1 Die Arbei tsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) entspricht der Ein busse an funktionellem Leis tungsvermögen im bisherigen Beruf oder im Aufga benbereich ( Art. 6 ATSG; BGE 130 V 97 E. 3.2). 1.2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

1.2.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können;

a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her stellen, erhalten oder verbessern können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk ti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).

1.3 Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk ti onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht d arin, aus medizinischer Sicht – ge - wisser massen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsa nspruch zu ent schei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu wür digen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).

Die Funktion interner RAD-Berichte besteht d arin, aus medizinischer Sicht – ge wisser massen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsa nspruch zu ent schei den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu wür digen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).

RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4). Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).

Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts 8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi kationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver siche rungsi nterner ärztlicher Abklärungen – zu d enen die RAD-Berichte gehö ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).

Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten ( BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifi kationen verfügt ( BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver siche rungsi nterner ärztlicher Abklärungen – zu d enen die RAD-Berichte gehö ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdefüh rerin sei in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % zumutbar. Als selbständige Physiotherapeutin würde die Beschwerdeführerin Fr. 48'028.50 verdienen. In einer angepassten Tätigkeit könn t e sie nach statisti schen Erhebungen ein Einkommen von Fr. 30'990.55 erzielen. Darin sei ein Abzug von 10 % aufgrund der verschiedenen Einschränkungen berücksichtigt. Der Invaliditätsgrad betrage 35 %, womit kein Rentenanspruch bestehe (Urk. 2).

2.1 Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdefüh rerin sei in einer optimal angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % zumutbar. Als selbständige Physiotherapeutin würde die Beschwerdeführerin Fr. 48'028.50 verdienen. In einer angepassten Tätigkeit könn t e sie nach statisti schen Erhebungen ein Einkommen von Fr. 30'990.55 erzielen. Darin sei ein Abzug von 10 % aufgrund der verschiedenen Einschränkungen berücksichtigt. Der Invaliditätsgrad betrage 35 %, womit kein Rentenanspruch bestehe (Urk. 2). 2.2 Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor (Urk. 1), die Beschwerdegeg nerin habe nicht erwähnt, welche angepassten Tätigkeiten ihr noch zumutbar seien. Es sei l ediglich dem internen Einkommensvergleich vom 6. November 2017 zu entnehmen, dass dem Invalideneinkommen der Lohn für «Bürokräfte mit Kun denkontakt» in einem 50%-Pensum zugrundegelegt worden sei. Die Aufnahme einer Bürotätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht zuzumuten. Einerseits seien Bürotätigkeiten meist sitzend auszufüh ren. Für die Kerntätigkeit des Tastaturschreibens verfüge die Beschwerdeführerin sodann nicht mehr über die erforderliche Geschicklichkeit der Hände; auch könne dabei die Position nicht geändert werden. Eine Wechselbelastung sei im Büro somit nicht möglich. Die Beschwerdeführerin verfüge nicht über das notwendige Know-How, um im Büro tätig zu sein, sie habe keinen entsprechenden Lehrab schluss und verfüge nicht über ausreichende Computer- und Deutschkenntnisse. Ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Die verbliebene Resterwerbsfähigkeit werde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch nicht mehr nachgefragt, womit ihr die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit nicht zumutbar sei. Es komme eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 hinzu. Dabei handle es sich um ein neues Leiden der Beschwerdeführerin. Ein leidensbedingter Abzug von 10 % sei zu niedrig und trage dem Leiden und dem Alter der Beschwerdeführerin nicht genügend Rechnung. Angemessen sei ein Abzug von 20 %.

2.2 Demgegenüber brachte die Beschwerdeführerin vor (Urk. 1), die Beschwerdegeg nerin habe nicht erwähnt, welche angepassten Tätigkeiten ihr noch zumutbar seien. Es sei l ediglich dem internen Einkommensvergleich vom 6. November 2017 zu entnehmen, dass dem Invalideneinkommen der Lohn für «Bürokräfte mit Kun denkontakt» in einem 50%-Pensum zugrundegelegt worden sei. Die Aufnahme einer Bürotätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus unterschiedlichen Gründen jedoch nicht zuzumuten. Einerseits seien Bürotätigkeiten meist sitzend auszufüh ren. Für die Kerntätigkeit des Tastaturschreibens verfüge die Beschwerdeführerin sodann nicht mehr über die erforderliche Geschicklichkeit der Hände; auch könne dabei die Position nicht geändert werden. Eine Wechselbelastung sei im Büro somit nicht möglich. Die Beschwerdeführerin verfüge nicht über das notwendige Know-How, um im Büro tätig zu sein, sie habe keinen entsprechenden Lehrab schluss und verfüge nicht über ausreichende Computer- und Deutschkenntnisse. Ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Die verbliebene Resterwerbsfähigkeit werde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch nicht mehr nachgefragt, womit ihr die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit nicht zumutbar sei. Es komme eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 hinzu. Dabei handle es sich um ein neues Leiden der Beschwerdeführerin. Ein leidensbedingter Abzug von 10 % sei zu niedrig und trage dem Leiden und dem Alter der Beschwerdeführerin nicht genügend Rechnung. Angemessen sei ein Abzug von 20 %. 3.

3. 3.1 Das hiesige Gericht erwog im Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 (Urk. 7/56), e s sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ein er angepassten Tätigkeit ausgegangen sei. Dies stehe auch nicht im Widerspruch zur Beurteilung des behandelnden Arztes, Dr. Z.___, vom 5. August 201 4. Dass Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin für die Zeit ab 14. April 2015 eine 50%ige Arbeitsunfä higkeit und für die Zeit ab 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit attes tiert habe, ändere am Gesagten nichts, denn diese Arbeitsunfähigkeitszeugnisse beträfen zum einen vornehmlich d en – nicht Anfechtungsgegenstand bildenden – Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach Verfügungserlass am 26. Juni 2015 und zum anderen die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Physiotherapeutin und nicht eine angepasste Tätigkeit. Der im Beschwerde verfahren eingereichte Bericht von Dr. Z.___ vom 3. November 2016 betreffe sodann ebenfalls den Gesundheitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sei somit nicht massgebend. Die Attestierung einer 50%igen (oder gar 60%igen) Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sage ferner nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus: Wie der RAD zutreffend ausgeführt habe, stelle die Tätigkeit als Physiotherapeutin beson dere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotorik und Kraft beider Hände und werde ausserdem oft in ungünsti ger Körperhaltung ausgeübt. Eine ang epasste Tätigkeit beinhalte hingegen keine Arbeiten mit besondere n Kraftanwendungen oder in Zwangshaltungen. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen sei daher gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Be weisgrad der überwiegenden Wahr schei nlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht eine angepasste Tätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar sei. Der Beschwerde führerin sei die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit sodann auch aus berufli cher Sicht zumutbar. Von einem Berufsw echsel sei eine bessere erwerbliche Ver wertung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, zumal auf dem hypothetischen, ausge glichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich alters unabhängig nachge fragt wü rden. Ausserdem liege keine lange Aktivitätsdauer als selbständige Phy siotherapeutin vor: Die Beschwerdeführerin sei im Jahr 1997 in die Schweiz ein gereist und habe sich gemäss eigenen Angaben im Jahr 2006 selbständig gemacht, nachdem ihr Diplom als Physiotherapeutin im Jahr 2005 in der Schweiz ane rkannt worden sei. Dem Auszug aus dem indivi duellen Konto (IK-Auszug) sei jedoch erst im Jahr 2008 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu entnehmen; davor (und auch noch im Jahr 2008) habe die Beschwerdeführerin Arbeitslosenentschädigung en bezogen. In den Jahren 2005 und 2006 habe sie sodann ein bescheidenes Einkommen aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit (im Jahr 2006 im Umfang von Fr. 5‘425.-- und im Jahr 2005 im Umfang von Fr. 19‘425.-- ) erzielt. Nach dem Gesagten sei daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin erst ab 2008 einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Phy siotherapeut in nachgegangen sei, denn offensichtlich habe sie sich erst ab diesem Zeitpunkt bei der Ausgleichskasse als Selbständigerwerbende an gemeldet. Bis zu einem allfälligen Rentenanspruch (frühester Zeitpunkt: März 2014 [nach Ablauf der einjährigen Wartezeit]) sei sie etwas mehr als sechs Jahre selbständigerwer bend gewesen. Während dieser Zeit habe sie gemäss IK-Auszug und Buchhal tungsunterlagen zeitweise aber eher unterdurchschnittliche Jahreseinkommen erzielt. Die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufswechsels in eine uns elbständige Erwerbstätigkeit sei daher zu bejahen, auch unter Berücksichti gung einer verbleibenden Aktivitätsdauer von sieben bis acht Jahren.

3.1 Das hiesige Gericht erwog im Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 (Urk. 7/56), e s sei nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ein er angepassten Tätigkeit ausgegangen sei. Dies stehe auch nicht im Widerspruch zur Beurteilung des behandelnden Arztes, Dr. Z.___, vom 5. August 201 4. Dass Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin für die Zeit ab 14. April 2015 eine 50%ige Arbeitsunfä higkeit und für die Zeit ab 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit attes tiert habe, ändere am Gesagten nichts, denn diese Arbeitsunfähigkeitszeugnisse beträfen zum einen vornehmlich d en – nicht Anfechtungsgegenstand bildenden – Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach Verfügungserlass am 26. Juni 2015 und zum anderen die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Physiotherapeutin und nicht eine angepasste Tätigkeit. Der im Beschwerde verfahren eingereichte Bericht von Dr. Z.___ vom 3. November 2016 betreffe sodann ebenfalls den Gesundheitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sei somit nicht massgebend. Die Attestierung einer 50%igen (oder gar 60%igen) Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit sage ferner nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus: Wie der RAD zutreffend ausgeführt habe, stelle die Tätigkeit als Physiotherapeutin beson dere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotorik und Kraft beider Hände und werde ausserdem oft in ungünsti ger Körperhaltung ausgeübt. Eine ang epasste Tätigkeit beinhalte hingegen keine Arbeiten mit besondere n Kraftanwendungen oder in Zwangshaltungen. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen sei daher gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Be weisgrad der überwiegenden Wahr schei nlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht eine angepasste Tätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar sei. Der Beschwerde führerin sei die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit sodann auch aus berufli cher Sicht zumutbar. Von einem Berufsw echsel sei eine bessere erwerbliche Ver wertung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten, zumal auf dem hypothetischen, ausge glichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich alters unabhängig nachge fragt wü rden. Ausserdem liege keine lange Aktivitätsdauer als selbständige Phy siotherapeutin vor: Die Beschwerdeführerin sei im Jahr 1997 in die Schweiz ein gereist und habe sich gemäss eigenen Angaben im Jahr 2006 selbständig gemacht, nachdem ihr Diplom als Physiotherapeutin im Jahr 2005 in der Schweiz ane rkannt worden sei. Dem Auszug aus dem indivi duellen Konto (IK-Auszug) sei jedoch erst im Jahr 2008 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu entnehmen; davor (und auch noch im Jahr 2008) habe die Beschwerdeführerin Arbeitslosenentschädigung en bezogen. In den Jahren 2005 und 2006 habe sie sodann ein bescheidenes Einkommen aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit (im Jahr 2006 im Umfang von Fr. 5‘425.-- und im Jahr 2005 im Umfang von Fr. 19‘425.-- ) erzielt. Nach dem Gesagten sei daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin erst ab 2008 einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Phy siotherapeut in nachgegangen sei, denn offensichtlich habe sie sich erst ab diesem Zeitpunkt bei der Ausgleichskasse als Selbständigerwerbende an gemeldet. Bis zu einem allfälligen Rentenanspruch (frühester Zeitpunkt: März 2014 [nach Ablauf der einjährigen Wartezeit]) sei sie etwas mehr als sechs Jahre selbständigerwer bend gewesen. Während dieser Zeit habe sie gemäss IK-Auszug und Buchhal tungsunterlagen zeitweise aber eher unterdurchschnittliche Jahreseinkommen erzielt. Die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufswechsels in eine uns elbständige Erwerbstätigkeit sei daher zu bejahen, auch unter Berücksichti gung einer verbleibenden Aktivitätsdauer von sieben bis acht Jahren. Das Bundesgericht stützte die Beurteilung des hiesigen Gerichts mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59).

Das Bundesgericht stützte die Beurteilung des hiesigen Gerichts mit Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59). 3.2

3.2 3.2.1 Im Bericht der A.___ vom 3. November 2016 (Ur k. 7/60/1-3) führte Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Neurologie, die folgenden Diagnosen auf (Urk. 7/60/1):

3.2.1 Im Bericht der A.___ vom 3. November 2016 (Ur k. 7/60/1-3) führte Dr. med. Z.___, Leitender Arzt Neurologie, die folgenden Diagnosen auf (Urk. 7/60/1): - chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei

chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont mit/bei - Kyphosierung der HWS bei fortgeschrittenen multisegmentalen dege nerativen Veränderungen, insbesondere Osteochondrose C6/7

Kyphosierung der HWS bei fortgeschrittenen multisegmentalen dege nerativen Veränderungen, insbesondere Osteochondrose C6/7 - Foraminalstenosen C 3/4 rechts, C4/5 links, C5/6 rechts und C6/7 beid seits

Foraminalstenosen C 3/4 rechts, C4/5 links, C5/6 rechts und C6/7 beid seits - Intermittierender Radikulopathie C5 links, weniger auch rechts

Intermittierender Radikulopathie C5 links, weniger auch rechts - Lumboischialgie links

Lumboischialgie links - Carpaltunnelsyndrom rechts

Carpaltunnelsyndrom rechts - Arterielle Hypertonie

Arterielle Hypertonie Dr. Z.___ führte sodann aus, die Arbeit als Physiotherapeutin führe jeweils rasch zu einer Zunahme der Zervikobrachialgien beidseits linksbetont. Dank einer Reduktion der Arbeits tätigkeit auf 40 % respektive dem Festlegen einer Arbeits unfähigkeit von 60 % habe die Situation in den letzten Monaten und Jahren einigermassen stabil gehalten werden können. Da tendenziell mit einer Zunahme der degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (HWS) gerechnet wer den müsse, müsse auch mit einer Zunahme der Arbeitsunfähigkeit gerechnet wer den. Infiltrationen und/oder eine Operation an der HWS hätten vermutlich mittel- bis langfristig einen günstigen Effekt auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/60/2). In diversen Zeugnissen attestierte Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin v om 14. Juli 2015 bis 21. April 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (Urk. 7/60/8-10) und v om 22. April 2016 bis 30. April 2017 von 60 % (Urk. 7/60/4-7).

Dr. Z.___ führte sodann aus, die Arbeit als Physiotherapeutin führe jeweils rasch zu einer Zunahme der Zervikobrachialgien beidseits linksbetont. Dank einer Reduktion der Arbeits tätigkeit auf 40 % respektive dem Festlegen einer Arbeits unfähigkeit von 60 % habe die Situation in den letzten Monaten und Jahren einigermassen stabil gehalten werden können. Da tendenziell mit einer Zunahme der degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule (HWS) gerechnet wer den müsse, müsse auch mit einer Zunahme der Arbeitsunfähigkeit gerechnet wer den. Infiltrationen und/oder eine Operation an der HWS hätten vermutlich mittel- bis langfristig einen günstigen Effekt auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/60/2). In diversen Zeugnissen attestierte Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin v om 14. Juli 2015 bis 21. April 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (Urk. 7/60/8-10) und v om 22. April 2016 bis 30. April 2017 von 60 % (Urk. 7/60/4-7). 3.2.2 Im Bericht vom 15. August 2017 (Urk. 7/73 / 1-3) hielt Dr. Z.___ fest, die Beschwerdeführerin sei seit dem 4. April 2007 in der A.___ wegen Rückenbeschwerden in Behandlung, bei ihm seit dem 5. Februar 200 8. Das zer vikospondylogene Schmerzsyndrom sei progredient. Die Beschwerdeführerin leide seit dem Frühling 2013 permanent an Schmerzen, deren Intensität seit Früh ling 2017 deutlich zugenommen habe. Zusätzlich zu diesen Schmerzen bestehe aber auch eine zunehmende Schwäche hauptsächlich im linken Arm. Des Weite ren träten seit einiger Zeit immer wieder auch sensible Defizite in der linken Hand auf, wobei sich diese in den letzten Monaten ebenfalls verstärkt hätten und jetzt permanent vorhanden seien. Gemäss dem Konsultationsbericht vom März 2017 seien die sensiblen Defizite nur fluktuierend vorhanden gewesen. Die Verschlech terung lasse sich anhand der klinisch-neurologischen Untersuchung somit doku mentieren. Auch zeige sich kernspintomographisch anhand der MRI der HWS eine Zunahme der degenerativen Veränderungen, welche doch sehr ausgeprägt seien. Die 60%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 22. April 201 6. Physiothe rapeutische Massnahmen würden permanent durchgeführt. Auch die medikamen töse Behandlung werde sukzessive optimiert. Im April 2017 seien zusätzlich Infiltrationen der Nervenwurzeln C5 und C6 links erfolgt, welche leider keinen Effekt gezeigt hätten. Ein operativer Eingriff käme in Frage. Dabei müssten die betroffenen Nervenwurzeln an der HWS operativ freigelegt werden. Anschlies send müssten die betroffenen Wirbelkörper miteinander verschraubt werden, d amit die Stabilität erhalten bl e i be. Dabei würde es sich an einem entsprechenden Zentrum um einen Routineeingriff mit minimalen Risiken handeln. Eine ange passte Tätigkeit dürfte keine vorwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit sein. Ein Verharren in der gleichen Körperposition sei zu vermeiden. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Erwerbstätigkeit sei nicht vorstellbar (vgl. auch den Bericht von Dr. Z.___ vom 9. August 2017 [Urk. 7/73/4-6], worin die Beschwerdeführerin psychisch und neuropsycholo gisch im Gespräch und Verhalten als unauffällig beschrieben wurde [Urk. 7/73/5] ).

3.2.2 Im Bericht vom 15. August 2017 (Urk. 7/73 1-3) hielt Dr. Z.___ fest, die Beschwerdeführerin sei seit dem 4. April 2007 in der A.___ wegen Rückenbeschwerden in Behandlung, bei ihm seit dem 5. Februar 200 8. Das zer vikospondylogene Schmerzsyndrom sei progredient. Die Beschwerdeführerin leide seit dem Frühling 2013 permanent an Schmerzen, deren Intensität seit Früh ling 2017 deutlich zugenommen habe. Zusätzlich zu diesen Schmerzen bestehe aber auch eine zunehmende Schwäche hauptsächlich im linken Arm. Des Weite ren träten seit einiger Zeit immer wieder auch sensible Defizite in der linken Hand auf, wobei sich diese in den letzten Monaten ebenfalls verstärkt hätten und jetzt permanent vorhanden seien. Gemäss dem Konsultationsbericht vom März 2017 seien die sensiblen Defizite nur fluktuierend vorhanden gewesen. Die Verschlech terung lasse sich anhand der klinisch-neurologischen Untersuchung somit doku mentieren. Auch zeige sich kernspintomographisch anhand der MRI der HWS eine Zunahme der degenerativen Veränderungen, welche doch sehr ausgeprägt seien. Die 60%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe seit dem 22. April 201 6. Physiothe rapeutische Massnahmen würden permanent durchgeführt. Auch die medikamen töse Behandlung werde sukzessive optimiert. Im April 2017 seien zusätzlich Infiltrationen der Nervenwurzeln C5 und C6 links erfolgt, welche leider keinen Effekt gezeigt hätten. Ein operativer Eingriff käme in Frage. Dabei müssten die betroffenen Nervenwurzeln an der HWS operativ freigelegt werden. Anschlies send müssten die betroffenen Wirbelkörper miteinander verschraubt werden, d amit die Stabilität erhalten bl e i be. Dabei würde es sich an einem entsprechenden Zentrum um einen Routineeingriff mit minimalen Risiken handeln. Eine ange passte Tätigkeit dürfte keine vorwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit sein. Ein Verharren in der gleichen Körperposition sei zu vermeiden. Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Erwerbstätigkeit sei nicht vorstellbar (vgl. auch den Bericht von Dr. Z.___ vom 9. August 2017 [Urk. 7/73/4-6], worin die Beschwerdeführerin psychisch und neuropsycholo gisch im Gespräch und Verhalten als unauffällig beschrieben wurde [Urk. 7/73/5] ). 3.2.3 Im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 (Urk. 7/73/7-8) wurde die psychiatrische Diagnose « rezidivierende depressive Stö rung, aktuell schwer (ICD-10 F33.2) » gestellt. Die Beschwerdeführerin berichte über starke Lust- und Interesselosigkeit, ständiges Weinen, Rückzug, Antriebslo sigkeit, Sinnlosigkeitsgedanken, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergess lichkeit und Appetitzunahme. Seit dem 1. Januar 2015 bis heute sei sie als selb ständige Therapeutin tätig, aktuell zu 40 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe seit dem 1. Juni 2017 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit.

3.2.3 Im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 (Urk. 7/73/7-8) wurde die psychiatrische Diagnose « rezidivierende depressive Stö rung, aktuell schwer (ICD-10 F33.2) » gestellt. Die Beschwerdeführerin berichte über starke Lust- und Interesselosigkeit, ständiges Weinen, Rückzug, Antriebslo sigkeit, Sinnlosigkeitsgedanken, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergess lichkeit und Appetitzunahme. Seit dem 1. Januar 2015 bis heute sei sie als selb ständige Therapeutin tätig, aktuell zu 40 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe seit dem 1. Juni 2017 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit. 3.2.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo gie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 2 8. September 2017 (Urk. 7/79/4 ) aus, es passe nicht zusammen, dass Dr. Z.___ am 9. August 2017 von einer im Gespräch und Verhalten psy chisch und neuropsychologisch unauffälligen Beschwerdeführerin berichte, im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 demge genüber eine stark zunehmend e depressive Symptomatik beschrieben werde. Zusammenfassend habe sich bei Betrachtung der Arztberichte aus versicherungs medizinischer Sicht seit dem Zeitpunkt der letzten RAD- Stellungnahme vom 19. April 20 17 nichts geändert an den objektiven, somatischen Befunden und Diagnosen, sodass die Angabe im Bericht an den Rechtsvertreter, dass in der angestamm ten Tätigkeit weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % bestehe, aus versicherungsmedizinischer Sicht plau sibel sei. Hingegen sei die Aussage, dass auch in einer optimal angepassten Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit «nicht denkbar» sei, nicht nachvollziehbar, weil eine solche angepasste Tätigkeit nicht die gleiche, starke Belastung insbesondere der Arme und Hände beinhalte wie dies bei der Tätigkeit al s Physiotherapeutin der Fall sei. Nicht nachvollziehbar sei aber auf jeden Fall die Angabe einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % von Seiten des Y.___ mit der Begründung einer « stark zuneh menden psychischen (depressiven) Symptomatik», nachdem im neurologischen Bericht der A.___ von einer "psychisch und neuropsychologisch unauffälligen" Versicherten berichtet worden sei.

3.2.4 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo gie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 2 8. September 2017 (Urk. 7/79/4 ) aus, es passe nicht zusammen, dass Dr. Z.___ am 9. August 2017 von einer im Gespräch und Verhalten psy chisch und neuropsychologisch unauffälligen Beschwerdeführerin berichte, im Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 demge genüber eine stark zunehmend e depressive Symptomatik beschrieben werde. Zusammenfassend habe sich bei Betrachtung der Arztberichte aus versicherungs medizinischer Sicht seit dem Zeitpunkt der letzten RAD- Stellungnahme vom 19. April 20 17 nichts geändert an den objektiven, somatischen Befunden und Diagnosen, sodass die Angabe im Bericht an den Rechtsvertreter, dass in der angestamm ten Tätigkeit weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % bestehe, aus versicherungsmedizinischer Sicht plau sibel sei. Hingegen sei die Aussage, dass auch in einer optimal angepassten Tätigkeit eine höhere Arbeitsfähigkeit «nicht denkbar» sei, nicht nachvollziehbar, weil eine solche angepasste Tätigkeit nicht die gleiche, starke Belastung insbesondere der Arme und Hände beinhalte wie dies bei der Tätigkeit al s Physiotherapeutin der Fall sei. Nicht nachvollziehbar sei aber auf jeden Fall die Angabe einer Arbeitsunfähigkeit von 60 % von Seiten des Y.___ mit der Begründung einer « stark zuneh menden psychischen (depressiven) Symptomatik», nachdem im neurologischen Bericht der A.___ von einer "psychisch und neuropsychologisch unauffälligen" Versicherten berichtet worden sei. Als Fazit hielt Dr. B.___ fest, f ür eine behin derungsangepasste Tätigkeit gebe es keine kon krete, prozentuale Angabe zur Arbeitsfähigkeit, wob ei einerseits natür lich klar sei, dass aus rein medizinischer Sicht eine ei ndeutige Verschlechterung des Gesundheitszustands sich auf jede Art von Tätigkeit auswirke, andererseits natürlich Unterschiede bestünden im Hinblick darauf, welcher Art die Bela stun gen bei einer Tätigkeit seie n. Nachdem im vorliegenden Fall durch das Betrof fensein der HWS und beider Arme und vor allem der Hände auch Tätigkeiten im Sitzen mit Anforderungen an die Funktionsfähigke it der Hände beeinträchtigt seien, aufgrund der Lumboischialgie sodann auch Täti gkeiten mit längerem Ste hen, sei medizintheoretisch überwiegend wahrscheinlich auch für derartige Tätigkeiten nur eine geringfügig höhere Rest-Arbeitsfähigkeit von circa 50 % (bzw. vier Stunden /Tag) gegeben, retrospektiv seit dem 9. Februar 20 17 (MRI der HWS). Das Belastungsprofil einer angepassten Tätigkeit sei wie folg t zu beschrei ben : Körperlich leichte Tätigkeit, strikt wechselbelastend mit der Möglichkeit, selbst über die einzunehmende Körperposition zu entscheiden, ohne Arbeiten in Schulterhöhe oder über Kopf, ohne besondere Anforderungen an Kraft oder Geschicklichkeit der Hände (Urk. 7/79/5).

Als Fazit hielt Dr. B.___ fest, f ür eine behin derungsangepasste Tätigkeit gebe es keine kon krete, prozentuale Angabe zur Arbeitsfähigkeit, wob ei einerseits natür lich klar sei, dass aus rein medizinischer Sicht eine ei ndeutige Verschlechterung des Gesundheitszustands sich auf jede Art von Tätigkeit auswirke, andererseits natürlich Unterschiede bestünden im Hinblick darauf, welcher Art die Bela stun gen bei einer Tätigkeit seie n. Nachdem im vorliegenden Fall durch das Betrof fensein der HWS und beider Arme und vor allem der Hände auch Tätigkeiten im Sitzen mit Anforderungen an die Funktionsfähigke it der Hände beeinträchtigt seien, aufgrund der Lumboischialgie sodann auch Täti gkeiten mit längerem Ste hen, sei medizintheoretisch überwiegend wahrscheinlich auch für derartige Tätigkeiten nur eine geringfügig höhere Rest-Arbeitsfähigkeit von circa 50 % (bzw. vier Stunden /Tag) gegeben, retrospektiv seit dem 9. Februar 20 17 (MRI der HWS). Das Belastungsprofil einer angepassten Tätigkeit sei wie folg t zu beschrei ben : Körperlich leichte Tätigkeit, strikt wechselbelastend mit der Möglichkeit, selbst über die einzunehmende Körperposition zu entscheiden, ohne Arbeiten in Schulterhöhe oder über Kopf, ohne besondere Anforderungen an Kraft oder Geschicklichkeit der Hände (Urk. 7/79/5). 4.

4. 4.1

4.1 4.1.1 Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei den medizinischen Unterlagen von Dr. Z.___ (Urk. 7/60/1-10; vgl. E. 3.2.1), welche die Beschwerdeführerin mit ihrem Neuanmeldungsgesuch vom 6. April 2017 (Urk. 7/61) e inreichte, um die selben Unterlagen handelt, welche sie bereits im Beschwerdeverfahren IV.2015.00843 aufgelegt hatte. Das hiesige Gericht äusserte sich im Urteil vom 14. November 2016 bereits zu diesen Unterlagen und gelangte zum Schluss, die sen sei nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu entneh men (siehe vorstehend in E. 3.1). An dieser Einsch ätzung hat sich nichts geändert.

4.1.1 Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei den medizinischen Unterlagen von Dr. Z.___ (Urk. 7/60/1-10; vgl. E. 3.2.1), welche die Beschwerdeführerin mit ihrem Neuanmeldungsgesuch vom 6. April 2017 (Urk. 7/61) e inreichte, um die selben Unterlagen handelt, welche sie bereits im Beschwerdeverfahren IV.2015.00843 aufgelegt hatte. Das hiesige Gericht äusserte sich im Urteil vom 14. November 2016 bereits zu diesen Unterlagen und gelangte zum Schluss, die sen sei nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu entneh men (siehe vorstehend in E. 3.1). An dieser Einsch ätzung hat sich nichts geändert. 4. 1.2 Wenn Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin ab dem 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Physiotherapeutin attestiert (E. 3.2.2) – einer Tätigkeit, welche besondere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotor ik und Kraft beider Hände stellt und ausserdem oft in ungünsti ger Kör perhaltung ausgeübt wird (vgl. das Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 [Urk. 7/56/ 11 E. 4.1 ] ) –, lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb in einer ange passten Tätigkeit dieselbe Arbeitsunfähigkeit bestehen sollte. Es ist der Erfah rungstat sache Rechnung zu tragen, dass behand elnde Ärzte mitunter im Hin blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patie nten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Überzeu gend erscheint demgegenüber die Einschätzung des RAD, welcher der Beschwer deführerin in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsf ähigkeit attestierte (E. 3.2.4). Bei einer weiteren Verschlechterung müsste allerdings in Erwägung gezogen werden, der Beschwerdeführerin eine Schadenminderungspflicht aufzu erlegen. Dr. Z.___ erwähnte die Möglichkeit eines operativen Routinee in griff s mit minimalen Risiken, wobei die betroffenen Nervenwurzeln an de r HWS operativ freigelegt und d ie betroffenen Wirbelkörper anschliessend miteinander verschraubt werden müssten, damit die Stabilität erhalten bliebe (E. 3.2.2).

4. 1.2 Wenn Dr. Z.___ der Beschwerdeführerin ab dem 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Physiotherapeutin attestiert (E. 3.2.2) – einer Tätigkeit, welche besondere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotor ik und Kraft beider Hände stellt und ausserdem oft in ungünsti ger Kör perhaltung ausgeübt wird (vgl. das Urteil IV.2015.00843 vom 14. November 2016 [Urk. 7/56/ 11 E. 4.1 ] ) –, lässt sich nicht nachvollziehen, weshalb in einer ange passten Tätigkeit dieselbe Arbeitsunfähigkeit bestehen sollte. Es ist der Erfah rungstat sache Rechnung zu tragen, dass behand elnde Ärzte mitunter im Hin blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patie nten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Überzeu gend erscheint demgegenüber die Einschätzung des RAD, welcher der Beschwer deführerin in einer angepassten Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsf ähigkeit attestierte (E. 3.2.4). Bei einer weiteren Verschlechterung müsste allerdings in Erwägung gezogen werden, der Beschwerdeführerin eine Schadenminderungspflicht aufzu erlegen. Dr. Z.___ erwähnte die Möglichkeit eines operativen Routinee in griff s mit minimalen Risiken, wobei die betroffenen Nervenwurzeln an de r HWS operativ freigelegt und d ie betroffenen Wirbelkörper anschliessend miteinander verschraubt werden müssten, damit die Stabilität erhalten bliebe (E. 3.2.2). 4. 1. 3 Als Zwischenfazit kann festgehalten werden, dass mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit aus somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit ausgewiesen ist. Weitere Abklärungen sind nicht vorzunehmen.

4. 1. 3 Als Zwischenfazit kann festgehalten werden, dass mit dem Beweisgrad der über wiegenden Wahrscheinlichkeit aus somatischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit ausgewiesen ist. Weitere Abklärungen sind nicht vorzunehmen. 4.2

4.2 4.2.1 Was den Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 anbelangt, lässt sich die der Beschwerdeführerin aus psychiatrischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 nicht nachvollzie hen. Es fällt insbesondere auf, dass der langjährige behandelnde Neurol oge der Beschwerdeführerin, Dr. Z.___, die Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 9. August 2017 über die Konsultation vom 7. August 2017 als im Gespräch und Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig beschrieb en hatte (Urk. 7/73/5). I m kurze Zeit später ausgestellten Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 wurde demgegenüber eine stark zuneh mende depressive Symptomatik beschrieben. Dies deutet auf eine massive Inkon sistenz hin und auch darauf, dass die Ärzte des Y.___ u nkritisch auf die Angaben der Beschwerdeführerin abstellten.

4.2.1 Was den Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 anbelangt, lässt sich die der Beschwerdeführerin aus psychiatrischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 60 % ab dem 1. Juni 2017 nicht nachvollzie hen. Es fällt insbesondere auf, dass der langjährige behandelnde Neurol oge der Beschwerdeführerin, Dr. Z.___, die Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 9. August 2017 über die Konsultation vom 7. August 2017 als im Gespräch und Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig beschrieb en hatte (Urk. 7/73/5). I m kurze Zeit später ausgestellten Bericht des Y.___ vom 11. August 2017 wurde demgegenüber eine stark zuneh mende depressive Symptomatik beschrieben. Dies deutet auf eine massive Inkon sistenz hin und auch darauf, dass die Ärzte des Y.___ u nkritisch auf die Angaben der Beschwerdeführerin abstellten. 4.2.2 Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens, welches die Beschwerdeführerin ohne das Wissen ihres Rechtsvertreters mit Neuanmeldung vom 20. November 2017 (Eingangsdatum) bei der Beschwerdegegnerin anhängig machte (Urk. 7/84), reichte die Taggeldversicherung e ine von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Kurzbeurteilung vom 1. S eptember 2017 von Dr. med. C.___, Fach ärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zu den Akten (Urk. 7/86/3-17). Diese untersuchte die Beschwerdeführerin am 28. August 20 17 und stellte die Diagnosen (Urk. 7/86/13) 1) mittelgradige bis schwere depressive Episo de (ICD-10: F32.2), 2) nichtorganische Insomnie, evtl. durch Sedativa und Hypnotikakon sum bedingt (ICD-10: F.51.0), 3) psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem Substanz gebrauch (ICD-10: F13.24) sowie 4) psychische Verhaltensstörungen durch Opio ide und Analgetika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärt igem Substanzge brauch (ICD-10 F 11.24). Dr. C.___ hielt in ihrer Beurteilung fest, im kli nischen Eindruck hätten sich Hinweise auf ausgeprägte kognitive Störungen im Sinne einer Konzentrationsstörung, einer Ablenkbarkeit und von Gedächtnisstö rungen, wahrscheinlich bedingt durch die Einnahme von Sedativa, ergeben. Im Hinblick auf den Affekt habe eine depressive Stimmungslage festgestellt werden können. Es hätten wiederholte Affekteinbrüche während der Exploration bestan den. Bei kritischen Themen sei die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr steu erbar gewesen. Es lägen eine Insuffizienz und eine Labilität der Affekte sowie ein kreisendes Denken und Grübeln vor. Die soziale Teilnahme im privaten Bereich sei eingeschränkt und es ergäben sich auch Hinweise auf manifeste psychosoziale Probleme. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie sich beim Sozialamt habe anmelden müssen, da sie praktisch über kein Geld mehr verfüge (Urk. 7/86/14). Ein ausgewiesener sozialer Rückzug liege in praktisch allen Belangen des Lebens vor. Die Beschwerdeführerin befinde sich in einer psychiat rischen Behandlung, diesbezüglich lägen jedoch keine Berichte vor. Sie werde ebenfalls medikamentös antidepressiv behandelt. Die Beschwerdeführerin gebe an, vor allem von einer Akupunktur-Behandlung zu profit ieren. Insofern könne nicht von einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung ausgegangen werden. Notwendig sei, die Beschwerdeführerin intensiver psychiatrisch-psychotherapeutisch zu behandeln und vor allem einen Entzug der entsprechenden Substanzen durchzuführen (Urk. 7/86/15). Die Beschwerdeführe rin sei derzeit als zu 100 % arbeitsunfähig einzuschätzen (Urk. 7/86/16).

4.2.2 Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens, welches die Beschwerdeführerin ohne das Wissen ihres Rechtsvertreters mit Neuanmeldung vom 20. November 2017 (Eingangsdatum) bei der Beschwerdegegnerin anhängig machte (Urk. 7/84), reichte die Taggeldversicherung e ine von ihr in Auftrag gegebene psychiatrische Kurzbeurteilung vom 1. S eptember 2017 von Dr. med. C.___, Fach ärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zu den Akten (Urk. 7/86/3-17). Diese untersuchte die Beschwerdeführerin am 28. August 20 17 und stellte die Diagnosen (Urk. 7/86/13) 1) mittelgradige bis schwere depressive Episo de (ICD-10: F32.2), 2) nichtorganische Insomnie, evtl. durch Sedativa und Hypnotikakon sum bedingt (ICD-10: F.51.0), 3) psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa und Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem Substanz gebrauch (ICD-10: F13.24) sowie 4) psychische Verhaltensstörungen durch Opio ide und Analgetika, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärt igem Substanzge brauch (ICD-10 F 11.24). Dr. C.___ hielt in ihrer Beurteilung fest, im kli nischen Eindruck hätten sich Hinweise auf ausgeprägte kognitive Störungen im Sinne einer Konzentrationsstörung, einer Ablenkbarkeit und von Gedächtnisstö rungen, wahrscheinlich bedingt durch die Einnahme von Sedativa, ergeben. Im Hinblick auf den Affekt habe eine depressive Stimmungslage festgestellt werden können. Es hätten wiederholte Affekteinbrüche während der Exploration bestan den. Bei kritischen Themen sei die Beschwerdeführerin praktisch nicht mehr steu erbar gewesen. Es lägen eine Insuffizienz und eine Labilität der Affekte sowie ein kreisendes Denken und Grübeln vor. Die soziale Teilnahme im privaten Bereich sei eingeschränkt und es ergäben sich auch Hinweise auf manifeste psychosoziale Probleme. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie sich beim Sozialamt habe anmelden müssen, da sie praktisch über kein Geld mehr verfüge (Urk. 7/86/14). Ein ausgewiesener sozialer Rückzug liege in praktisch allen Belangen des Lebens vor. Die Beschwerdeführerin befinde sich in einer psychiat rischen Behandlung, diesbezüglich lägen jedoch keine Berichte vor. Sie werde ebenfalls medikamentös antidepressiv behandelt. Die Beschwerdeführerin gebe an, vor allem von einer Akupunktur-Behandlung zu profit ieren. Insofern könne nicht von einer leitliniengerechten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand lung ausgegangen werden. Notwendig sei, die Beschwerdeführerin intensiver psychiatrisch-psychotherapeutisch zu behandeln und vor allem einen Entzug der entsprechenden Substanzen durchzuführen (Urk. 7/86/15). Die Beschwerdeführe rin sei derzeit als zu 100 % arbeitsunfähig einzuschätzen (Urk. 7/86/16). Auch in Bezug auf die Beurteilung von Dr. C.___, welche die Beschwer deführerin am 28. August 2017 untersuchte, fällt die enorme Diskrepanz zur Schilderung von Dr. Z.___ im Bericht vom 9. August 2017, wonach die Beschwerdeführerin in der Ko nsultation vom 7. August 2017 im Gespräch und im Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig gewesen sei (Urk. 7/73/5), auf. Die Einschätzung von Dr. C.___ basierte auf einer Momentaufnahme, welche medikamenteninduziert ein offensichtlich verfälschtes Bild vom Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vermittelte, denn nicht einmal die behandelnden Ärzte im Y.___ hatten der Beschwerdeführerin aufgrund des von ihnen erhobenen Befunds eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Sie berichteten lediglich von einem gele gentlich schädlichen Gebrauch von Xanax und Stilnox bei Schlaf störungen wegen der Schmerzen (Urk. 7/73/8). Die übermässige Einnahme der gen annten Medikamente erfolgte danach ab und zu vor der Bettruhe oder nachts. Dr. C.___ stellte anlässlich der Untersuchung vom 28. August 2017, welche von 17.00 bis 19.00 Uhr stattfand, schwere psychopathologische Auffälligkeiten (aus geprägte kognitive Störungen [Konzentrationsstörung, Ablenkbarkeit und Gedächtnisstörungen] ) fest, welche sie der Einnahme von Sedativa zuschrieb (Urk. 7/86/14). Dies legt die Vermutung nahe, dass die Beschwerdeführerin vor der Untersuchung durch Dr. C.___ absichtlich M edikamente im Übermass eingenommen hatte, um das Untersuchungsergebnis zu beeinflussen. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit lag faktisch denn auch nicht vor, war die Beschwer deführerin zum Zeitpunkt der Untersuchung vom 28. August 2017 gemäss eige nen Angaben doch immerhin in der Lage, zu 40 % zu arbeiten (Urk. 7/86/9). Dr. C.___ klammerte sodann die manifeste n psychosoziale n Probleme, auf welche sie hinwies, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht aus. Sie übernahm die Angaben der Beschwerd eführerin ebenfalls in unkritischer Weise.

Auch in Bezug auf die Beurteilung von Dr. C.___, welche die Beschwer deführerin am 28. August 2017 untersuchte, fällt die enorme Diskrepanz zur Schilderung von Dr. Z.___ im Bericht vom 9. August 2017, wonach die Beschwerdeführerin in der Ko nsultation vom 7. August 2017 im Gespräch und im Verhalten psychisch und neuropsychologisch unauffällig gewesen sei (Urk. 7/73/5), auf. Die Einschätzung von Dr. C.___ basierte auf einer Momentaufnahme, welche medikamenteninduziert ein offensichtlich verfälschtes Bild vom Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vermittelte, denn nicht einmal die behandelnden Ärzte im Y.___ hatten der Beschwerdeführerin aufgrund des von ihnen erhobenen Befunds eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Sie berichteten lediglich von einem gele gentlich schädlichen Gebrauch von Xanax und Stilnox bei Schlaf störungen wegen der Schmerzen (Urk. 7/73/8). Die übermässige Einnahme der gen annten Medikamente erfolgte danach ab und zu vor der Bettruhe oder nachts. Dr. C.___ stellte anlässlich der Untersuchung vom 28. August 2017, welche von 17.00 bis 19.00 Uhr stattfand, schwere psychopathologische Auffälligkeiten (aus geprägte kognitive Störungen [Konzentrationsstörung, Ablenkbarkeit und Gedächtnisstörungen] ) fest, welche sie der Einnahme von Sedativa zuschrieb (Urk. 7/86/14). Dies legt die Vermutung nahe, dass die Beschwerdeführerin vor der Untersuchung durch Dr. C.___ absichtlich M edikamente im Übermass eingenommen hatte, um das Untersuchungsergebnis zu beeinflussen. Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit lag faktisch denn auch nicht vor, war die Beschwer deführerin zum Zeitpunkt der Untersuchung vom 28. August 2017 gemäss eige nen Angaben doch immerhin in der Lage, zu 40 % zu arbeiten (Urk. 7/86/9). Dr. C.___ klammerte sodann die manifeste n psychosoziale n Probleme, auf welche sie hinwies, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht aus. Sie übernahm die Angaben der Beschwerd eführerin ebenfalls in unkritischer Weise. 4.2.3 Auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin darf nicht ohne Weiteres abgestellt werden. Dies zeigt nicht nur der Umstand, dass sie vorgängig zur Untersuchung vom 28. August 2017 Medikamente im Übermass eingenommen hatte. I n den Akten finden sich weitere Ungereimtheiten:

4.2.3 Auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin darf nicht ohne Weiteres abgestellt werden. Dies zeigt nicht nur der Umstand, dass sie vorgängig zur Untersuchung vom 28. August 2017 Medikamente im Übermass eingenommen hatte. I n den Akten finden sich weitere Ungereimtheiten: Dem Auszug aus dem individuellen Konto vom 20. April 2017 lassen sich betref fend die Jahre 2008 bis 2014 die folgenden Einkommen der Beschwerdeführerin aus selbständiger Erwerbstätigkeit entnehmen: Fr. 18‘000. - - im Jahr 2008, Fr. 17‘600. - - im Jahr 2009, Fr. 23‘600. - - im Jahr 2010, Fr. 50'600.- - im Jahr 2011, Fr. 42'200.- - im Jahr 2012, Fr. 44'000.- - im Jahr 2013 und Fr. 42'600.- - im Jahr 2014 (Urk. 7/62/2-3). Gemäss E-Mail der Krankentaggeldversicherung an die Beschwerdegegnerin vom 19. August 2014 wurden der Beschwerdeführerin vom 19. März bis 19. Juni 2013 sodann Krankentaggelder bei einer Arbeitsunfä higkeit von 50 % und vom 20. Juni 2013 bis 31. August 2014 bei einer Arbeits unfähigkeit von 40 % ausgerichtet (Urk. 7/24).

Dem Auszug aus dem individuellen Konto vom 20. April 2017 lassen sich betref fend die Jahre 2008 bis 2014 die folgenden Einkommen der Beschwerdeführerin aus selbständiger Erwerbstätigkeit entnehmen: Fr. 18‘000. - im Jahr 2008, Fr. 17‘600. - im Jahr 2009, Fr. 23‘600. - im Jahr 2010, Fr. 50'600.- - im Jahr 2011, Fr. 42'200.- - im Jahr 2012, Fr. 44'000.- - im Jahr 2013 und Fr. 42'600.- - im Jahr 2014 (Urk. 7/62/2-3). Gemäss E-Mail der Krankentaggeldversicherung an die Beschwerdegegnerin vom 19. August 2014 wurden der Beschwerdeführerin vom 19. März bis 19. Juni 2013 sodann Krankentaggelder bei einer Arbeitsunfä higkeit von 50 % und vom 20. Juni 2013 bis 31. August 2014 bei einer Arbeits unfähigkeit von 40 % ausgerichtet (Urk. 7/24). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung für Selbständigerwerbende vom 11. November 2014 hielt die Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 21. November 2014 fest, die Beschwerdeführerin habe ab dem Jahr 2014 eine zusätzliche diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 20. -- pro Stunde eingestellt. Diese Anstellung sei aber nur erfolgt, weil sie selber aus gesundheitlichen Gründen ihr Pensum habe reduzieren müssen. Sie selber behandle mehrheitlich nur noch die Stammkundschaft. Sie brauche immer eine strikte Erholungszeit von 30 Minuten zwischen den einzelnen Patienten. Seit sie diesen Rhythmus einhalte, die Medikamente stets einnehme und ihr um 40 % reduzierte s Pensum einhalte, fühle sie sich wieder etwas besser (Urk. 7/33/4). Die Abklärungsperson gelangte zum Schluss, dass im vorliegenden Geschäftsab schluss des Jahres 2013 mit einem ausgewiesenen Betriebsgewinn von circa Fr. 40'898.-- nur eine geringe Erwerbseinbusse erkennbar sei (Eintritt des Gesundheitsschadens ab März 2013). Dies sei wohl darauf zurückzuführen, dass die Beschwerdeführerin zu der Zeit eine Praktikantin zu einem sehr bescheidenen Lohn beschäftigt habe (Anmerkung des Gerichts: Die Beschwerdeführerin hatte angegeben, ab circa Februar 2013 eine Praktikantin ohne Berufserfahrung für zum Teil Fr. 100.-- pro Monat angestellt zu haben [Urk. 7/33/3]). Ab dem Jahr 2014 werde nun eine diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 2 0.-- pro Stunde beschäftigt, welche die reduzierte Arbeitsleistung der Beschwerde führerin auffangen solle. Der Beschäftigungsgrad dieser Angestellten entspreche einem Pensum von rund 40 %, also rund 16.8 Stunden pro Woche. Dies würde eine Lohnsumme von circa Fr. 336.-- pro Woche beziehungsweise circa Fr. 1'344.-- pro Monat beziehungsweise circa Fr. 16'128.- - pro Jahr ergeben. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 47'034.-- (im Jahr 2014) ergebe sich bei gesundheitsbedingten Mehrkosten für eine zusätzliche Arbeitskraft von Fr. 16'128.-- ein Invalideneinkommen von Fr. 30'906.--, was einem Invaliditäts grad von 34.29 % entspreche (Urk. 7/33/7).

Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung für Selbständigerwerbende vom 11. November 2014 hielt die Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 21. November 2014 fest, die Beschwerdeführerin habe ab dem Jahr 2014 eine zusätzliche diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 20. -- pro Stunde eingestellt. Diese Anstellung sei aber nur erfolgt, weil sie selber aus gesundheitlichen Gründen ihr Pensum habe reduzieren müssen. Sie selber behandle mehrheitlich nur noch die Stammkundschaft. Sie brauche immer eine strikte Erholungszeit von 30 Minuten zwischen den einzelnen Patienten. Seit sie diesen Rhythmus einhalte, die Medikamente stets einnehme und ihr um 40 % reduzierte s Pensum einhalte, fühle sie sich wieder etwas besser (Urk. 7/33/4). Die Abklärungsperson gelangte zum Schluss, dass im vorliegenden Geschäftsab schluss des Jahres 2013 mit einem ausgewiesenen Betriebsgewinn von circa Fr. 40'898.-- nur eine geringe Erwerbseinbusse erkennbar sei (Eintritt des Gesundheitsschadens ab März 2013). Dies sei wohl darauf zurückzuführen, dass die Beschwerdeführerin zu der Zeit eine Praktikantin zu einem sehr bescheidenen Lohn beschäftigt habe (Anmerkung des Gerichts: Die Beschwerdeführerin hatte angegeben, ab circa Februar 2013 eine Praktikantin ohne Berufserfahrung für zum Teil Fr. 100.-- pro Monat angestellt zu haben [Urk. 7/33/3]). Ab dem Jahr 2014 werde nun eine diplomierte Physiotherapeutin zu einem Lohn von Fr. 2 0.-- pro Stunde beschäftigt, welche die reduzierte Arbeitsleistung der Beschwerde führerin auffangen solle. Der Beschäftigungsgrad dieser Angestellten entspreche einem Pensum von rund 40 %, also rund 16.8 Stunden pro Woche. Dies würde eine Lohnsumme von circa Fr. 336.-- pro Woche beziehungsweise circa Fr. 1'344.-- pro Monat beziehungsweise circa Fr. 16'128.- - pro Jahr ergeben. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 47'034.-- (im Jahr 2014) ergebe sich bei gesundheitsbedingten Mehrkosten für eine zusätzliche Arbeitskraft von Fr. 16'128.-- ein Invalideneinkommen von Fr. 30'906.--, was einem Invaliditäts grad von 34.29 % entspreche (Urk. 7/33/7). Dem IK-Auszug vom 20. April 2017 lässt sich allerdings – wie bereits gesagt – entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 effektiv ein Einkommen von Fr. 42'600.- - erzielte (Urk. 7/62/2-3) und damit nicht weniger als im Jahr 2012, in welchem sie noch ein Arbeitspensum von 100 % geleistet hatte. Eine Einkommenseinbusse lässt sich somit aufgrund des IK-Auszuges ni cht nachvoll ziehen, was angesichts der Angaben der Beschwerdeführerin, sie leiste ein um 40 % reduziertes Arbeitspensum, Fragen auf wirft.

Dem IK-Auszug vom 20. April 2017 lässt sich allerdings – wie bereits gesagt – entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2014 effektiv ein Einkommen von Fr. 42'600.- erzielte (Urk. 7/62/2-3) und damit nicht weniger als im Jahr 2012, in welchem sie noch ein Arbeitspensum von 100 % geleistet hatte. Eine Einkommenseinbusse lässt sich somit aufgrund des IK-Auszuges ni cht nachvoll ziehen, was angesichts der Angaben der Beschwerdeführerin, sie leiste ein um 40 % reduziertes Arbeitspensum, Fragen auf wirft. 4.2.4 Die Beschwerdeführerin reichte im Beschwerdeverfahren sodann weitere Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 (Urk. 14/1) und vom 13. November 2018 (Urk. 14/2) zu den Akten. Diese betreffen den Gesund heitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sind somit nicht massgebend. Davon abgesehen erweisen sie sich als widersprüchlich. Auf der einen Seite wurde d er Beschwerdeführerin zwar eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradi g (ICD-10: F33.1), attestiert. Auf der anderen Seite wurde i n Diskrepanz dazu aber wiederholt festgehalten, es liege eine schwere Depression vor (Urk. 14/1 S. 3 und 4 und Urk. 14/2 S. 2 ). Widersprüchlich sind auch die Angaben zu m Verlauf des Gesundheitszustandes: Es wird sowohl von einer leichten Verbesserung (Urk. 14/2 S. 2) als auch von einer Verschlechterung des Z ustandes der Beschwerdeführerin (Urk. 14/2 S. 3) berichtet. Unverändert scheinen weiterhin p sychosoziale Faktoren den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin erheblich zu beeinflussen. Es entsteht der Eindruck, die Ärzte des Y.___ hätten die von Dr. C.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % vorbehaltlos übernommen. D abei konnte der von Dr. C.___ festgestellte Medika mentenmissbrauch gestoppt und d ie Schlafhygiene verbessert werden; auch konnten die sozialen Kontakte gepflegt werden (Urk. 14/1 S. 4).

4.2.4 Die Beschwerdeführerin reichte im Beschwerdeverfahren sodann weitere Berichte des Y.___ vom 8. August 2018 (Urk. 14/1) und vom 13. November 2018 (Urk. 14/2) zu den Akten. Diese betreffen den Gesund heitszustand der Beschwerdeführer in nach Verfügungserlass und sind somit nicht massgebend. Davon abgesehen erweisen sie sich als widersprüchlich. Auf der einen Seite wurde d er Beschwerdeführerin zwar eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradi g (ICD-10: F33.1), attestiert. Auf der anderen Seite wurde i n Diskrepanz dazu aber wiederholt festgehalten, es liege eine schwere Depression vor (Urk. 14/1 S. 3 und 4 und Urk. 14/2 S. 2 ). Widersprüchlich sind auch die Angaben zu m Verlauf des Gesundheitszustandes: Es wird sowohl von einer leichten Verbesserung (Urk. 14/2 S. 2) als auch von einer Verschlechterung des Z ustandes der Beschwerdeführerin (Urk. 14/2 S. 3) berichtet. Unverändert scheinen weiterhin p sychosoziale Faktoren den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin erheblich zu beeinflussen. Es entsteht der Eindruck, die Ärzte des Y.___ hätten die von Dr. C.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % vorbehaltlos übernommen. D abei konnte der von Dr. C.___ festgestellte Medika mentenmissbrauch gestoppt und d ie Schlafhygiene verbessert werden; auch konnten die sozialen Kontakte gepflegt werden (Urk. 14/1 S. 4). 4.2.5 Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich keit eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar, schon gar nicht in einem die somatische Einschränkung überschreitenden Umfang von 50 %. Weitere Abklärungen sind angesichts des nicht konsistenten Verhaltens der Beschwerdeführerin nicht angezeigt.

4.2.5 Nach dem Gesagten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich keit eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar, schon gar nicht in einem die somatische Einschränkung überschreitenden Umfang von 50 %. Weitere Abklärungen sind angesichts des nicht konsistenten Verhaltens der Beschwerdeführerin nicht angezeigt. 4.3 Es ergibt sich, dass d ie Beschwerdeführerin eingeschränkt arbeitsfähig ist. Eine angepasste Tätigkeit ist ihr aus somatischen Gründen nur noch zu 50 % zumutbar (E. 4.1.3).

4.3 Es ergibt sich, dass d ie Beschwerdeführerin eingeschränkt arbeitsfähig ist. Eine angepasste Tätigkeit ist ihr aus somatischen Gründen nur noch zu 50 % zumutbar (E. 4.1.3). 5.

5. 5.1 Da in somatischer Hinsicht eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus gewiesen ist, ist ein neuer Einkommensvergleich durchzuf ühren. Ein Rentenan spruch konnte frühestens im Oktober 2017 entstehen, nachdem sich die Beschwerdeführerin im April 2017 erneut zum Bezug von Versicherungsleistun gen angemeldet hatte (Urk. 7/61).

5.1 Da in somatischer Hinsicht eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus gewiesen ist, ist ein neuer Einkommensvergleich durchzuf ühren. Ein Rentenan spruch konnte frühestens im Oktober 2017 entstehen, nachdem sich die Beschwerdeführerin im April 2017 erneut zum Bezug von Versicherungsleistun gen angemeldet hatte (Urk. 7/61). 5.2 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist das Einkommen aus der bisherigen selbständigen Erwerbstätigkeit heranzuziehen. Es ist auf die ( mittlerweile erhält lichen ) Angaben aus dem IK-Auszug vom 20. April 2017 (Urk. 7/62/3) abzustel len. Mit der Abklärungsperson (vgl. den Abklärungsbericht vom 21. November 2014 [Urk. 7/33]) sind die Jahre 2011 und 2012 für die Ermittlung des Validen einkommens als massgebend zu betrachten. Das Einkommen von Fr. 50'600.-- aus dem Jahr 2011 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 52 ’835. -- (Indexstand 2’604 [2011 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Sta tistik, Sc hweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen). Das Einkommen von Fr. 42'200.-- aus dem Jahr 2012 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 43 ’ 628. -- (Indexstand 2’630 [2012 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Sc hwei zerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominal löhne Frauen). Der Durchschnitt der beiden Einkünfte ergibt das Valideneinkom men. Dieses beträgt Fr. 48’232.--.

5.2 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist das Einkommen aus der bisherigen selbständigen Erwerbstätigkeit heranzuziehen. Es ist auf die ( mittlerweile erhält lichen ) Angaben aus dem IK-Auszug vom 20. April 2017 (Urk. 7/62/3) abzustel len. Mit der Abklärungsperson (vgl. den Abklärungsbericht vom 21. November 2014 [Urk. 7/33]) sind die Jahre 2011 und 2012 für die Ermittlung des Validen einkommens als massgebend zu betrachten. Das Einkommen von Fr. 50'600.-- aus dem Jahr 2011 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 52 ’835. -- (Indexstand 2’604 [2011 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Sta tistik, Sc hweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen). Das Einkommen von Fr. 42'200.-- aus dem Jahr 2012 ergibt hochgerechnet auf das Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 43 ’ 628. -- (Indexstand 2’630 [2012 ] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Sc hwei zerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominal löhne Frauen). Der Durchschnitt der beiden Einkünfte ergibt das Valideneinkom men. Dieses beträgt Fr. 48’232.--. 5.3 Zur Bemessung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne der Schweize rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heranzuziehen. E s wurde bereits rechts kräftig entschieden, dass die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufs wechsels in eine unselbständige Erwerbstätigkeit zu bejahen ist (siehe vorstehend E. 3.1). Einen Berufswechsel erachtete auch das Bundesgericht für zumutbar; es bestätigte das Urteil des hiesigen Gerichts in s einem Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59/5 E. 4.4). Die Beschwerdeführerin vermag mit ihrem Vorbringen, ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigke it nicht zumutbar (Urk. 1 S. 5), somit nicht durchzudringen.

5.3 Zur Bemessung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne der Schweize rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heranzuziehen. E s wurde bereits rechts kräftig entschieden, dass die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufs wechsels in eine unselbständige Erwerbstätigkeit zu bejahen ist (siehe vorstehend E. 3.1). Einen Berufswechsel erachtete auch das Bundesgericht für zumutbar; es bestätigte das Urteil des hiesigen Gerichts in s einem Urteil 9C_26/2017 vom 28. Februar 2017 (Urk. 7/59/5 E. 4.4). Die Beschwerdeführerin vermag mit ihrem Vorbringen, ihr sei aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Berufswechsel in eine ihr völlig fremde und nicht angestammte Tätigke it nicht zumutbar (Urk. 1 S. 5), somit nicht durchzudringen. Da der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie ihre beruflichen Kenntnisse in einer angepassten Tätigkeit nicht verwerten kann, ist auf das standardisierte monatliche Einkommen für weibliche Hilfsar beitskräfte (LSE 2014, TOTAL in der Tabelle TA 1) im Kompetenzniveau 1 von Fr. 4‘300.-- abzustellen. E ntgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann nicht auf den Lohn für Bürokräfte mit Kundenkontakt abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine entsprechende Ausbildung noch über Berufserfahrung als Bürokraft. Das monatliche Einkommen von Fr. 4'300.-- ist u nter Berücksichtigung der durch schnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2017 von 41,7 St unden pro Woche (vgl. Bun desamt für Statistik, Betriebsüblic he Arbeitszeit nach Wirtschafts abteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004- 2017, A-S 01-96) sowie der Nomi nallohnentwicklung bis ins Jahr 2017 (Indexstand 2’673 [2014] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwic klung der Nomi nallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen bei einem 50%igen Arbeitspensum hochzu rechnen. Es resultiert somit ein Invalideneinkommen von Fr. 27’359.-- (Fr. 4‘300.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2’673 x 2'719 x 50 %). Ein leidensbedingter Abzug ist nicht vorzunehmen, werden die körperlichen Einschränkungen bei einer 5 0%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit b ereits hinreichend berück sichtigt.

Da der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar ist und sie ihre beruflichen Kenntnisse in einer angepassten Tätigkeit nicht verwerten kann, ist auf das standardisierte monatliche Einkommen für weibliche Hilfsar beitskräfte (LSE 2014, TOTAL in der Tabelle TA 1) im Kompetenzniveau 1 von Fr. 4‘300.-- abzustellen. E ntgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann nicht auf den Lohn für Bürokräfte mit Kundenkontakt abgestellt werden. Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine entsprechende Ausbildung noch über Berufserfahrung als Bürokraft. Das monatliche Einkommen von Fr. 4'300.-- ist u nter Berücksichtigung der durch schnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2017 von 41,7 St unden pro Woche (vgl. Bun desamt für Statistik, Betriebsüblic he Arbeitszeit nach Wirtschafts abteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004- 2017, A-S 01-96) sowie der Nomi nallohnentwicklung bis ins Jahr 2017 (Indexstand 2’673 [2014] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Kon sumentenpreise, T 39, Entwic klung der Nomi nallöhne, der Konsumenten preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen bei einem 50%igen Arbeitspensum hochzu rechnen. Es resultiert somit ein Invalideneinkommen von Fr. 27’359.-- (Fr. 4‘300.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2’673 x 2'719 x 50 %). Ein leidensbedingter Abzug ist nicht vorzunehmen, werden die körperlichen Einschränkungen bei einer 5 0%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit b ereits hinreichend berück sichtigt. 5.4 Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt Fr. 20 ’ 873.-- ( Valideneinkommen von Fr. 48’232.-- abzüglich Invalideneinkom men von Fr. 27’359.--), was einem Invaliditätsgrad von gerundet 43 % entspricht. Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf eine Viertelsrente der Invali denversicherung ab dem 1. Oktober 201 7.

5.4 Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt Fr. 20 ’ 873.-- ( Valideneinkommen von Fr. 48’232.-- abzüglich Invalideneinkom men von Fr. 27’359.--), was einem Invaliditätsgrad von gerundet 43 % entspricht. Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf eine Viertelsrente der Invali denversicherung ab dem 1. Oktober 201 7. 6. Die Beschwerdeführerin hat die Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen beantragt. Das Gericht ist an die Begehren der Parteien jedoch nicht gebunden (Art. 61 lit. d ATSG und § 25 Abs. 1 GSVGer ). Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 6. November 2017 in teilweiser Gutheis sung der Beschwerde aufzuheben, und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversiche rung hat. Im Übrige n ist die Beschwerde abzuweisen.

6. Die Beschwerdeführerin hat die Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen beantragt. Das Gericht ist an die Begehren der Parteien jedoch nicht gebunden (Art. 61 lit. d ATSG und § 25 Abs. 1 GSVGer ). Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 6. November 2017 in teilweiser Gutheis sung der Beschwerde aufzuheben, und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversiche rung hat. Im Übrige n ist die Beschwerde abzuweisen. 7.

7. 7.1 Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

7.1 Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 7.2 Die Beschwerdegegne rin ist zu verpflichten, der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsge richt [ GSVGer ]) zu bezahlen. Diese ist auf Fr. 1’0 00.-- (inkl. Barauslagen und Mehr wertsteuer von 8 % bis Ende 2017) fest zusetzen.

7.2 Die Beschwerdegegne rin ist zu verpflichten, der obsiegenden Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsge richt [ GSVGer ]) zu bezahlen. Diese ist auf Fr. 1’0 00.-- (inkl. Barauslagen und Mehr wertsteuer von 8 % bis Ende 2017) fest zusetzen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Ve rfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 6. November 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführer in ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsr ente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewie sen.

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Ve rfügung der Sozialversicherungs anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 6. November 2017 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführer in ab dem 1. Oktober 2017 Anspruch auf eine Viertelsr ente der Invalidenversicherung hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewie sen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessent schädigung von Fr. 1’000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt ) zu bezahlen. 4. Zustellung gegen Empfangsschein an:

4. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau

Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

HurstMuraro