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«Fragen unter der Gürtellinie»
- Samstag, 23. November 2013, 15:50 Uhr
Beim Prozess auf den Bermudas um die Salle Modulable war Hubert Achermann, Präsident der Stiftung Salle Modulable, im Kreuzverhör. Dabei hätten die gegnerischen Anwälte zum Teil «weit unter der Gürtellinie» operiert.
Am vergangenen Mittwoch kehrte Hubert Achermann, Präsident der Stiftung Salle Modulable von den Bermudas zurück. Er war einer der ersten Zeugen im Prozess um die 120 Millionen Franken des verstorbenen Mäzen Christof Engelhorn.
Dieser wollte anonym den Bau eines Musiktheaters in der Stadt Luzern finanzieren. Nach dem Tod Engelhorns im Jahr 2010 zog der «Butterfield Trust» das Geld zurück. Seither streiten sich die Parteien darum.
Kreuzverhör als Premiere
Die Stiftung Salle Modulable wurde auf den Bermudas von Präsident Hubert Achermann im Gerichtssaal vertreten. Für den 62-jährigen Wirtschaftsanwalt bedeutete das Kreuzverhör «eine Premiere und sehr spezielles Erlebnis.»
Fast sei er sich vorgekommen wie «in einer amerikanischen Fernsehserie.» Dabei hätten ihn die gegnerischen Anwält nicht geschont. «Der Ton war sehr giftig und aggressiv und teilweise weit unter der Gürtellinie.» Im Wissen darum hat Hubert Achermann im Vorfeld die Situation eines Kreuzverhörs trainiert.
Vorwürfe der Butterfield Trust sind «unhaltbar»
Hubert Achermann ist überzeugt, dass die Stiftung Salle Modulable Recht erhalten wird. Den Vorwürfen der «Butterfield Trust» in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Samstag, wonach der Trustgründer Engelhorn «keinerlei Kontrollrecht über das im Trust verwaltete Vermögen» gehabt habe widerspricht er heftig.
«Diese Aussage ist unhaltbar», sagte Hubert Achermann gegenüber Radio SRF. «Christof Engelhorn hatte in Realität die volle Kontrolle über den Trust.»
Das Urteil des Gerichts auf den Bermudas wird im 1. Quartal des Jahres 2014 erwartet. Dieses kann an die nächste Instanz, ebenfalls auf den Bermudas, weitergezogen werden.
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