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Obwohl « Texter» als offizielle Berufsbezeichnung gilt, werde ich immer wieder gefragt, was ein Texter macht; ich schreibe. Ah du schreibst Geschichten? Nein, dann wäre ich eine «Märchentante». Dann schreibst du Zeitungsberichte? Nein, für das sind Journalisten zuständig. Und was ist der Unterschied zwischen einem Journalisten
und einem Texter?
Journalist oder Texter
Journalisten verfassen Nachrichten für die Öffentlichkeit von allgemeiner, wirtschaftlicher, politischer oder kultureller Bedeutung. Sie recherchieren Quellen und schreiben ihre objektiven Meinungen für Zeitungen, Journale, Nachrichtenagenturen,
Rundfunksender und Internet. Texter sind kreative Wortjongleure und schicken nach einem fehlerhaften Wort in einem SMS, das korrigierte Wort hinterher.
- Merken sich die Sprüche auf Betonwänden, an Toilettentüren und Litfasssäulen.
- Korrigieren ständig die Einträge bei Facebook und Twitter.
- Fragen sich beim Bücher lesen, wie man den Satz auch anders hätte schreiben können.
- Schreiben einen Entwurf für die Postkarten aus den Ferien.
- Weisen die Menschen im nahen Umfeld auf Tippfehler in einem SMS hin!
- Achten beim Schreiben von E-Mails und SMS auf die Grammatik und die Gross-/Kleinschreibung.
- Lesen noch Bücher aus Papier!
- Setzen keine Ausrufezeichen – jeder Texter hat 3 Ausrufezeichen im Leben zu gut, meine sind hiermit nun aufgebraucht!
- Schreiben ihre Termine in eine Agenda aus Papier.
- Fügen Absätze in Kurzmitteilungen ein.
- Sind für die Verwandtschaft die persönlichen Brief- und Dankeskartenschreiber.
- Haben ständig ein Notizbuch dabei, weil sie die Ideenblitze überall treffen.
Nebst diesen kleinen Aufmerksamkeiten befasst sich ein Texter hauptsächlich mit Online- oder Offline-Marketing. Texter arbeiten entweder freiberuflich oder schreiben als Werbetexter für eine Agentur.
Das Tätigkeitsfeld fängt bei einem wirkungsvollen, abwechslungsreichen, sprachlichen Ausdruck an und geht bis zur Entwicklung und Umsetzung eines ganzen Werbekonzeptes. Dazwischen stehen Texte, Headlines, Slogans, Berichte, Ansprachen, Anzeigen, Blogs, Webtexte, Inserate, Broschüren oder Briefe.
Texter zählen sicher zu den Schulabgängern, deren Aufsätze jeweils vorgelesen wurden. Spektrum wird nicht mit «ck» geschrieben, da es sonst in den Kühlschrank gehören würde, das Dass ist nicht reflexiv und das immer wiederkehrende Wieder ist zu wider. Wenn es die Wahrheit war, dann war es sicher wahr und seit ihr für die neue Rechtschreibung bereit seid, schreibt ihr fehlerfrei.
Ein Textatelier ist ein grosses Fussballfeld und die Buchstaben sind die Mitspieler. Wer das Spiel gewinnt, hat die Mitspieler scharfsinnig eingesetzt und ein aussagekräftiger Text ist entstanden. So kreativ und einfach lässt sich die Aufgabe eines Texters beschreiben.
Warum braucht es Texter?
Empathie
Das Einfühlungsvermögen ist eine wichtige Eigenschaft eines Texters. Mit dem richtigen Gespür für den Auftraggeber oder für den Konsumenten entsteht der treffende Text oder die richtige Headline (Schlagzeile). Mit einer beratenden Funktion denkt der Texter mit und erkennt die wichtigen Zusammenhänge zwischen Wirtschaft
und Verkauf. Diese facettenreiche Herausforderung begeistert mich jeden Tag. Darum bin ich mit Leib und Seele Texterin geworden.
Es wird Zeit für spannende Texte die Spass machen, schlechte Texte gibt es genug.