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Angst ist ein Teil unseres Lebens seit der Flucht von Adam und Eva aus dem Paradies. Angst vor Krankheit oder Sorge um die eigene Familie gehören zu unseren ständigen Begleitern. Und dann gibt es die Angst, die durch äußere Verhältnisse in uns hervorgerufen wird und unseren inneren Frieden bedroht. Die üblichen Wege, den Ängsten zu entgehen, sind die Flucht, die Suche nach Lösungen oder das sinnvolle Ertragen von Risiko. Aber das Auftauchen des neuartigen Corona-Virus hat das Leben fast aller Menschen verändert und aus einem diffusen Gefühl des Unwohlseins heraus zu kollektiven Ängsten geführt. Die Folgen sind: Einbruch der Wirtschaft, neue Armut, Einsamkeit, Langeweile und vermehrte Gewalttätigkeit während des Lockdowns. Aber das Virus ist nicht allein der Grund für unsere Existenzsorgen. Längerfristig spürbar sind der Klimawandel und die Erderwärmung, verbunden mit dem Rückgang von Gletschern im Hochgebirge und des Eises in den Polarregionen. Diese führen zur Anhebung der Ozeane und zur Überflutung von Ufersiedlungen und bewohnten Inseln. Jan Fischer beschäftigt sich mit den menschlichen Ängsten, nicht als Psychologe oder Soziologe, sondern er versucht mit den Methoden eines Naturwissenschaftlers und Mediziners, die für unsere Zeit prägenden Phänomene zu umschreiben und Rezepte für deren Lösung aufzuzeichnen. Die Zukunft kann auch er nicht vorhersagen, aber er setzt sich profund mit Ereignissen der nächsten Zeit auseinander und versucht sie dann zu analysieren. Die Zukunft ist häufig die Quelle unsere Ängste, aber die Auseinandersetzung mit ihren Erscheinungsformen hilft, sich ihnen zu stellen.