Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03537.jsonl.gz/1041

DATEN & FAKTEN
AKTUELLE STUDIEN
Job Stress Index 2018
Die von der Gesundheitsförderung Schweiz erhobenen Stress- Kennzahlen bei Erwerbstätigen zeigen folgendes:
-
Stress: Rund jede vierte erwerbstätige Person (27.1 %; 2016: 25.4%, 2015: 22.5%) hat Stress, das heisst mehr Belastungen als Ressourcen am Arbeitsplatz.
-
Erschöpfung: Der Anteil emotional erschöpfter Personen tendiert gegen 30%.
-
Produktivitätsverluste: Stress kostet die Arbeitgebenden rund CHF 6.5 Mrd. pro Jahr.
-
Alter: Jüngere Erwerbstätige weisen häufiger ein ungünstiges Verhältnis zwischen Belastungen und Ressourcen auf.
-
Geschlecht: Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind marginal.
-
Bildung: Eine höhere Bildung geht in der Tendenz mit weniger Belastungen und mehr Ressourcen einher.
Die detaillierten Ausführungen zu diesen Ergebnissen können Sie dem Faktenblatt Job-Stress-Index 2018 entnehmen.
RESILIENZ
PRÄVENTION
STRESS
GESUNDHEIT
Studien
Mehr Resilienz weniger Stress- und Burnout-Symptome
Zahlreiche Studien weisen aus, dass die Förderung der Resilienz die Mitarbeitenden in ihren Stress-Bewältigungsstrategien unterstützt. Die Sensibilisierung der Führungskräfte auf die eigene Resilienz sowie die der Mitarbeitenden leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem leistungsfähigen und gesunden Arbeitsklima. Eine resiliente Unternehmenskultur hat einen positiven Einfluss auf die Produktivität der Firma, die Innovationsbereitschaft der Mitarbeitenden sowie die Identifikation mit der gemeinsamen Zukunft.
Studie der Bertelsmannstiftung (2013) untersuchte den Zusammenhang von Führung, Resilienz und Gesundheit. Die Ergebnisse der Studie geben einen starken Hinweis darauf, dass ein bedeutender Zusammenhang zwischen dem Ausmass an Resilienz eines Menschen und dem Auftreten von Burnout-Symptomen und psychosomatischen Beschwerden besteht.
Menschen mit einer gut entwickelten Resilienz berichten über ein deutlich höheres Gefühl der Leistungsfähigkeit, sind emotional weniger erschöpft und zeigen tendenziell weniger psychosomatische Beschwerden als Personen mit einer niedrigeren Resilienz.
Eine weitere Studie mit erwerbstätigen Personen (A. Patzelt 2015) zeigt, dass je mehr Resilienz dem einzelnen Mitarbeitenden zur Verfügung steht, desto weniger Stresssymptome vorhanden sind. Die Förderung von Resilienz kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Mitarbeitende mit Stress besser umzugehen lernen.