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Einführung
Hexenprozesse in Deutschland
Unser Interesse
Hexenprozesse sind ein spannendes Thema, da man sich derartige Geschehnisse zur heutigen Zeit nicht mehr vorstellen kann. Die Verhöre wurden teils unter widrigen Bedingungen (mit Folter) durchgeführt, um Geständnisse zu erzwingen. So schreibt Macha (2005: 78) zum Beispiel bei einem der Prozessprotokolle: "Am 9. Oktober 1618 wird Wiben Maes Telse peinlich verhört. Unter der Folter bekennt sie sich schuldig[...] ."
Da die hier behandelten Hexenprozesse aus der frühen Neuzeit sind, gibt es einige sprachliche Besonderheiten, die unser Interesse geweckt haben und Unterschiede, die uns direkt ins Auge gesprungen sind. Aufgrunddessen wollen wir in unserer Analyse untersuchen, inwiefern sich ausgewählte Texte aus dem nord- u. süddeutschen Raum konkret sprachlich voneinander unterscheiden.
Allgemeines zu den Protokollen
Die analysierten Hexenprotokolle haben ihren Ursprung in mündlichen Verhandlungen vor frühneuzeitlichen Gerichten und bestränken sich auf die Ortspunkte innerhalb der Staatsgrenzen der heutigen Bundesrepublik Deutschland (Macha 2005: XX).
Räumliche Anordnung
Es kommt eine frühneuzeitliche Sprachlandkarte zustande: 6 Hauptgebiete
- Westliches Norddeutschland
- Östliches Norddeutschland
- Westliches Mitteldeutschland
- Östliches Mitteldeutschland
- Westliches Süddeutschland
- Östliches Süddeutschland
"Es ist opinio communis der Sprachhistoriker, dass regioanlsprachliche Faktoren auf die Erscheinungsformen der Schreibsprache in der Frühen Neuzeit in starkem Maße eingewirkt haben. Von daher scheint eine Gliederung, die zumindest in Ansätzen die dialektale Makrostruktur Deuschlands berücksichtigt, im Prinzip sinnvoll" (Macha 2005: XXI)
Für nähere Informationen zu den Hexenverfolgungen kann folgendes Video angesehen werden: