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(SRF Rundschau, swissinfo.ch)
Vor 20 Jahren wurde die Alpen-Initiative, welche die Schweizer Alpenregionen vor dem Schwerverkehr schützen soll, in der Bundesverfassung festgeschrieben. Dieser Beitrag des Schweizer Fernsehens zeigt, wie es zu der historischen Abstimmung kam.
Nach einem langen Kampf zwischen der Alpen-Lobby, der Regierung und Interessenvertretern der Strasse nahm das Schweizer Stimmvolk die Initiative an. Diese schlug zwei Wege vor, um den Schwerverkehr durch die Alpen einzuschränken: Durch die Umlagerung auf die Schiene und durch den Verzicht auf neue Transitstrassen in alpinen Regionen.
Nach der Eröffnung des Gotthard-Strassentunnels 1980 nahm der Verkehr durch die Alpen stetig zu. 1987 begann ein Komitee, eine Volksinitiative auszuarbeiten, mit der die alpinen Gebiete vor Transitverkehr geschützt werden sollten. 1990 wurde dieses Begehren bei der Bundeskanzlei eingereicht.
Die Regierung unterstützte zwar die Ziele, doch die Initiative stand im Konflikt mit einem Transitabkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) von 1992. Man befürchtete, dass die Annahme des Volksbegehrens zu Sanktionen der EU gegenüber der Schweiz führen könnte. Deshalb empfahl der Bundesrat die Initiative zur Ablehnung.
Trotzdem wurde die Alpen-Initiative am 20. Februar 1994 von 51,9% der Stimmenden angenommen und damit in der Bundesverfassung verankert.