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In der 4 SSW ist von deiner Schwangerschaft äusserlich noch nichts zu merken. In deinem Körper finden in dieser Phase jedoch wichtige Veränderungen statt, welche die Weichen für die Entwicklung deines Babys stellen. In dieser Schwangerschaftswoche hat sich die Blastozyste in der Gebärmutter bereits eingenistet, und mit der Spezialisierung der Zellen setzt das Wachstum des Embryos ein.
Die Entwicklung Deines Babys
In der vorangegangenen Woche, der 3. SSW, hat mit der Befruchtung der Eizelle die eigentliche Schwangerschaft begonnen. Die Eizelle, die sich im sogenannten Blastozysten-Stadium befindet, wandert in dieser Phase durch den Eileiter, um in die Gebärmutter zu gelangen. Dort setzt mit dem Beginn der 4. Schwangerschaftswoche die Einnistung oder Nidation ein. Die Einnistung beginnt am 6. Tag nach der Befruchtung und ist am 10. Tag abgeschlossen. Wo in der Gebärmutter es zur Implantation, also zur Einpflanzung der Eizelle im Gewebe der Gebärmutter kommt, wird durch chemische Signale der Uterusschleimhaut bestimmt.
Obwohl Dein Baby zu diesem Zeitpunkt lediglich die Gestalt einer Zellkugel aufweist, ist seine Genetik bereits festgelegt. Wenn die Nidation abgeschlossen ist, beginnt die Blastozyte damit, sich rasant zu teilen. Dabei entstehen der innere Embryoblast, der sich zum Embryo und die ihn umgebende Eihaut entwickelt, sowie der äussere Trophoblast, aus dem die Plazenta wächst. Die Zellen des Embryoblasten übernehmen in der 4 SSW bereits spezialisierte Aufgaben und teilen sich in drei Zellschichten, die sogenannten Keimblätter, auf. Dein Baby ist erst rund einen Millimeter gross, und dennoch sind mit den Keimblättern schon die Anlagen für alle Organe, Gewebe und das Skelett entstanden. Diese Schwangerschaftswoche ist daher eine bedeutende Phase der pränatalen kindlichen Entwicklung, die den Übergang zwischen der Befruchtung in der 3. SSW und der Bildung von Gehirn, zentralem Nervensystem und Herz am Ende der 5 SSW markiert.
Dein Körper in der 4 SSW
Während in deiner Gebärmutter wichtige Vorgänge stattfinden, weisst du möglichweise noch gar nicht, dass du schwanger bist oder kannst es nur erahnen. Ein Hinweis auf eine bestehende Schwangerschaft kann in der 4. SSW die sogenannte Nidationsblutung sein. Durch die Implantation der Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut werden kleinste Blutgefässe beschädigt, was sich in einer leichten Schmierblutung bemerkbar machen kann. Allerdings ist diese bei vielen Frauen so gering, dass sie gar nicht wahrgenommen wird. Da sie oft zum Zeitpunkt der erwarteten Regelblutung auftritt, wird sie von manchen Schwangeren auch mit der Menstruation verwechselt.
Erst am Beginn der 5. Schwangerschaftswoche kann mit einem Schwangerschaftstest ein verlässliches Resultat ermittelt werden. Wenn du mit den Signalen Deines Körpers vertraut oder aufgrund eines bestehenden Kinderwunsches sensibilisiert bist, ist es möglich, dass du am Ende der 4. SSW bereits körperliche Veränderungen an dir bemerkst. Sobald die Nidation abschlossen ist, beginnt die Plazenta damit, verschiedene „Schwangerschaftshormone“ zu produzieren. Dies bewirkt eine Entspannung der Uterusmuskulatur, damit der Embryo in der Schleimhaut verbleibt und nicht abgestossen werden kann. Die Ausschüttung der Plazentahormone, allen voran das sogenannte hCG, führt jedoch dazu, dass sich im gesamten Organismus verschiedene physiologische Prozesse verlangsamen. Es ist daher durchaus möglich, dass sich bereits gegen Ende dieser Woche durch den Einfluss der Hormone starke Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Verstopfung oder häufiger Harndrang bemerkbar machen. Ab der 5. SSW gesellen sich dann bei einem Grossteil der Schwangeren Morgenübelkeit, Geruchsempfindlichkeit und Spannungsgefühle in den Brüsten dazu – die untrüglichen Anzeichen dafür, dass du ein Baby erwartest.