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(zusammen 17 ha). An allen andern
Stellen fehlt jeglicher Baumwuchs. Im Ganzen sömmern auf den
Alpen des Karrengebietes während
6-8 Wochen 1534 Kühe. 3
Hütten in 1770, 1869 und 2096 m. Vergl. den Art.
Karren.
Ursprünglich standen
hier die beiden nur durch einen
Graben getrennten Burgen Kastelen und Ruchenstein, deren letztere von
Hans Ludwig von
Erlach, ihrem Besitzer, ihres baufälligen Zustandes wegen 1642 abgetragen wurde. 1300 trat Anna von Ruchenstein
ihren Anteil an Burg Kastelen ihrer Tochter ab. In der Folge war die Burg Eigentum des Edelgeschlechtes der Schenken von
Casteln;
dann kam sie der Reihe nach an mehrere
Berner Patriziergeschlechter (z. B. an die von
Mülinen
und von
Erlach).
Der Generalleutnant in französischen Diensten Hans Ludwig von
Erlach liess 1648 die Burg geschmackvoll restaurieren,
worauf sie zusammen mit der dazugehörigen
Herrschaft von seinem Nachfolger um die Summe von 385000 Franken an Bern
verkauft wurde,
das hier einen Vogt einsetzte.
Nach der Bildung des Kantons Aargau
ward die Burg Privateigentum und gehörte um die
Mitte des 19. Jahrhunderts der
Aargauer Familie Schmuziger, die hier 1856 eine heute noch bestehende Armenerziehungsanstalt
einrichtete.
Sie ward im 10. Jahrhundert vom
Grafen Bero von
Lenzburg gegründet und kam dann an die
Grafen von
Kiburg, die sie 1273 an Rudolf
von
Habsburg verkauften.
Das Haus Oesterreich machte sie zum Mittelpunkt einer besonderen
Herrschaft, die es zuerst den Ruost
von
Wolhusen, dann an Gottfried Mülner aus Zürich
und 1367 den Edeln von
Luternau zu
Lehen gab. Letzter österreichischer
Lehensträger war 1412 Peter von
Luternau. 1482 kam die
Herrschaft an das Geschlecht Feer aus Luzern,
dann an den sog. «König der
Schweizer» Ludwig Pfyffer und kurz nachher an die Stadt
Luzern. Die Burg im Bauernkrieg 1653 zerstört.
Der neue Grundherr Franz von
Sonnenberg, Grossprior von Ungarn, gestaltete die
Herrschaft zu Gunsten des ältesten Sohnes seines
jüngern Bruders zum Fideikommis um. Dieser liess dann etwas ö. der
alten Burg 1682 das heute noch stehende
Schloss erbauen.
Vergl. Segesser,
Ant.
Phil. v. Rechtsgeschichte der Stadt und RepublikLuzern.
Band I. Luzern
1851.