Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03651.jsonl.gz/2614

Einen Sonnenberg fürs Quartier
Die FIFA bewirtschaftet das städtische Restaurant Sonnenberg seit 1996 im oberen Preissegment bei einem Baurechtszins von nur Fr. 200’000.– jährlich. Das ist unserer Meinung nach nicht in Ordnung. Zumal die Stadt Zürich, wiederum sehr wohlwollend, den FIFA-Neubau beim Zoo bewilligte, der in der Freihalte- und Waldzone steht und nach Erteilung der Baubewilligung in einem Nachtrag nochmals aufgestockt wurde. Alles wurde getan, um die FIFA in der Stadt zu halten. Und die Quartierbevölkerung hoffte, das Restaurant Sonnenberg würde nach Umzug in den Neubau (2005) wieder ein normales Ausflugsrestaurant. Aber nichts dergleichen geschah. Die FIFA beharrt bis heute auf dem Baurechtsvertrag. Der Gemeinderat fordert den Stadtrat nun auf, diesen Vertrag neu zu verhandeln in Anbetracht des prächtigen Neubaus. Und ich hatte die Gelegenheit, dieses Anliegen erfolgreich zu vertreten.
Dann diskutierten wir noch eine neue Verordnung für Wohnbaugenossenschaften, die von den Bürgerlichen gefordert wurde. Sie würde ein Haushalteinkommen von max. Fr. 60’000.- und ein steuerbares Vermögen von max. Fr. 200’000.- als Kriterium für den Bezug einer Genossenschaftswohnung vorschreiben. Wer sich nicht daran halten würde, müsste die Differenz zum marktüblichen Mietzins zurück zahlen. Zum Glück wurde sie mit 58 : 55 Stimmen knapp abgelehnt. Wir wollen eine gute Durchmischung zwischen subventionierten und frei tragenden Wohnungen. Wir befürworten Wohnbaugenossenschaften, die die Liegenschaften dauernd der Spekulation entziehen.