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Asuncion,
eine der nördl. Ladronen mit einem noch tätigen Vulkan (870 m).
eine der nördl. Ladronen mit einem noch tätigen Vulkan (870 m).
(portug. Assumção, d. h. Himmelfahrt Maria), eigentlich Nuestra Señora de la Asuncion, Hauptstadt Paraguays, links am Paraguay, älteste Stadt im La Plata-Gebiete, wurde 1536 von Juan de Ayolas angelegt und war bis 1620 Hauptstadt aller span. Länder am La Plata. Sie wurde teilweise vom Diktator Francia zerstört und mit breiten, geraden Straßen wieder aufgeführt, hatte vor dem Kriege von 1864-1870 etwa 48000, 1886 nur noch 24038 E. und gewährt durch ihre Regelmäßigkeit wie ihre schöne Lage auf den Uferbänken des Stroms, im Schmucke tropischer Vegetation, einen herrlichen Anblick; doch giebt es auch viele verfallene Häuser und schmutzige Gassen.
Hervorragende Gebäude sind die Kathedrale, 1842-45 gebaut, die Kirchen San Roque und Encarnacion, der Regierungspalast, die Kaserne San Francisco, das Militärhospital, das Bahnhofsgebäude, das Theater. Asuncion ist Sitz der Regierung, des Kongresses, der im Cabildo seine Sitzungen hält, des Landesbischofs und eines deutschen Vicekonsuls, sowie Haupthandelsplatz des ganzen Staates; von hier führt eine Eisenbahn über die 72 km südöstlich gelegene Stadt Paraguari nach Villa Rica.
Der Hafen von Asuncion vermittelt einen lebhaften Binnenverkehr mit Paraguaythee (Yerba Maté), dessen Hauptstapelplatz die Stadt Villa Rica ist, mit Häuten, Tabak, Orangen, Maniok, Melasse und Rum, zugleich aber auch den ganzen auswärtigen Handel des Staates. Infolge des zu Asuncion zwischen Paraguay und Brasilien abgeschlossenen Vertrags, wonach die Schifffahrt auf dem Rio Paraguay den Flaggen aller befreundeten Nationen vollständig freigegeben ist, hat der Verkehr A.s gewonnen. Doch litt die Stadt schwer durch den Kampf gegen die vereinigten Heere von Brasilien, Argentinien und Uruguay (1865-70), namentlich in Bezug auf ihren Handel.
(Ciudad de la Asuncion), Hauptstadt der Insel Margarita, vor der Küste von Venezuela.