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Im Anschluss an das Absegeln und vor dem Apéro begrüsst Präsident Thomas Meseck unser neues Start- und Clubschiff und heisst es willkommen. Hier seine Rede:
Der Name «Pole Poppenspäler» ist plattdeutsch und heisst übersetzt Paul Puppenspieler.
Pole Poppenspäler ist eine Novelle, die 1874 von Theodor Storm geschrieben wurde.
Theodor Storm lebte in Husum, im Norden Deutschlands. «Der kleine Häwelmann» oder «Der Schimmelreiter» stammen ebenfalls aus seiner Feder und gehören zu seinen be-kanntesten Novellen.
In Kürze zur Novelle «Pole Poppenspäler»:
Lisei ist mit ihrer Familie (fahrende Puppenspieler) in die Stadt von Paul Paulsen, der aus einer gutbürgerlichen Familie stammte, gekommen. Die beiden haben sich kennen gelernt und als Kinder schon verliebt. Nach einigen Verwirrungen musste die Familie von Lisei aber weiterziehen, und erst im Erwachsenenalter fanden sich die beiden durch Zufall wieder und heirateten. Wegen dem Standesunterschied zwischen Paul und Lisei bekam Paul den Nicknamen Pole Poppenspäler, Paul der Puppenspieler.
Gebaut wurde unser Pole von Werner Meier, einer kleinen Werft in Zürich Seefeld. Warum er das Schiffe Pole Poppenspäler getauft hat, habe ich nicht herausgefunden. Was allerdings der Name bedeutet schon. Es soll ein Lehrstück für Warmherzigkeit und Toleranz sein.
Nun zu unserem Schiff Pole:
Der Flaggensatz, mit dem Pole geschmückt ist, stammt von unserem geschätzten und leider verstorbenen Mitglied Fred Reiser. Es war ein Geschenk an ihn von seiner Lebensgefährtin Hanny. Hanny hat uns zur Begrüssung von Pol im Club den Flaggensatz zur Verfügung ge-stellt – dafür ein herzliches Dankeschön! Genäht wurde dieser seinerzeit von Betty Güntens-berger, einem ehemaligen Yachtclubmitglied, im Auftrag von Hanny.
Ich stelle mir vor, Fred schaut uns zu und freut sich mit uns. Wir vermissen ihn sehr.
1967 wurde Pole, wie bereits erwähnt, von Werner Meier zum Eigengebrauch gebaut.
2008 kam er nach zwei weiteren Eignern zu Ivan Piccinono auf den Zugersee.
Dieser musste sich schweren Herzens von seinem Pole treffen, weil er in den Kanton Aargau umzog. Wir haben per Zufall von seinen Verkaufsplänen erfahren und uns entschieden,
Pole bei uns im Yachtclub als Start- und Clubschiff einzusetzen. Die beiden Sponsorinnen,
Isabelle Lustenberger und Esther Meseck, haben die Kosten übernommen. Ihnen gehört ein grosses «Dankeschön!»
Isabelle heisst anschliessend Pole im Yachtclub willkommen und wüscht ihm immer gute Fahrt, Mast und Schotbruch und eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Als Willkommens-trunk erhält Pole von ihr und Esther einen Schluck Weisswein.
Der Präsident übergibt den beiden Sponsoren einen Blumenstrauss und ein Büchlein mit Theodors Novelle «Pole Poppenspäler».
Thomas Meseck