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Eine dänische Studie an 35 000 Neugeborenen, gibt zu denken. Prof. Dieter Köhler vom wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin DGP erklärt:
Von den 35 000 Neugeborenen, die zwischen der 37. und 41. Schwangerschaftswoche geboren wurden, kamen 2 687 ohne medizinische Notwendigkeit durch Kaiserschnitt auf die Welt, 788
geburten waren Wunsch-Kaiserschnitte.
„Das Risiko für respiratorische Störungen ist auch dann noch deutlich erhöht, wenn der Kaiserschnitt zeitlich nah am errechneten Geburtstermin vorgenommen wird.
„Das ist wahrscheinlich auf den beim Kaiserschnitt fehlenden Katecholamin-Stoß zurückzuführen. Diese Stresshormone werden bei einer normalen, vaginalen Geburt von der Mutter auf Grund der Wehen und Schmerzen beim Durchtritt des Kindes durch den engen Geburtskanal (oder auch nach Einsetzen der Wehen bei einem Not-Kaiserschnitt) ausgeschüttet und stellen somit eine natürliche Begleiterscheinung dar, die allerdings offenbar auch für die Entfaltung der Lungen des Neugeborenen förderlich und notwendig sind. So sorgen die Katecholamine bei einer vaginalen Geburt dafür, dass weniger Flüssigkeit in die Lungen des Kindes abgesondert wird und gleichzeitig die Bildung eines wichtigen Stoffes angekurbelt wird - nämlich des so genannten Surfactants, der die Lungenbläschen weitet und dem Kind die ersten Atemzüge erleichtert.“