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Als Konvivialität bezeichne ich eine Selbstbeschränkung im Konsum, die nicht als Sparen interpretiert werden kann, sondern die Folge einer bewusst geringeren Produktion darstellt.
Es geht dabei also insbesondere nicht darum, weniger Energie zu brauchen, sondern darum weniger Energie zu produzieren (Gegenenergie).
I. Illich prägte den Begriff Konvivialität, wobei es ihm um einen lebensgerechten Einsatz des technischen Fortschritts ging. In seinem Werk Selbstbegrenzung (Tools for Conviviality) schreibt Illich: „Unter Konvivialität verstehe ich das Gegenteil der industriellen Produktivität … Von der Produktivität zur Konvivialität übergehen heißt, einen ethischen Wert an die Stelle eines technischen Wertes, einen realisierten Wert an die Stelle eines materialisierten Wertes setzen ... Konvivialität ist die individuelle Freiheit, die sich in einem Produktionsverhältnis realisiert, das in eine mit wirksamen Werkzeugen ausgestattete Gesellschaft eingebettet ist“.
"Wenn eine Gesellschaft, ganz gleich welcher Art (Marktwirtschaft oder Planwirtschaft), die Konvivialität unter ein gewisses Niveau drückt, dann wird sie dem Mangel anheimfallen; denn keiner noch so hypertrophierten Produktivität wird es jemals gelingen, die nach Belieben geschaffenen und multiplizierten Bedürfnisse zu befriedigen.“ (S. 32f.)