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Theorie und Praxis
der Schuldenprävention
Mit dem Begriff «Prävention» werden alle Strategien und Massnahmen bezeichnet, die ergriffen werden, um die Entstehung, Verbreitung und die negativen Auswirkungen von Risikoverhalten zu verhindern oder zu vermindern. Der Begriff «Schuldenprävention» wird für Massnahmen benützt, welche versuchen, einer Verschuldung vorzubeugen. Schuldenprävention ist die Auseinandersetzung mit Schulden, Schuldenursachen sowie den Auswirkungen von risikoreichem Konsumverhalten.
(vgl. Gordon, R. (1987). An operational classification of disease prevention.)
Prävention lohnt sich. Verschiedene Risiko- und Schutzfaktoren wirken auf die Entstehung und Verhinderung von finanziellen Schwierigkeiten ein. Präventionsmassnahmen, die den individuellen Lebensstil sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen, verbessern nicht nur die Lebenslagen betroffener oder gefährdeter Personen, sondern stärken auch das familiäre und berufliche Umfeld. Je mehr Risikofaktoren reduziert und Schutzfaktoren gestärkt werden können, umso geringer sind die aus Schuldenproblematiken resultierenden Kosten etwa für Staat und Gesellschaft.
Schuldenprävention in den Zielgruppen
Was bedeutet Schuldenprävention für die nachfolgenden Zielgruppen? Die folgenden Darlegungen ermöglichen einen Überblick in die adressatengerechte Präventionsarbeit. Für diese Zielgruppen bietet die Schuldenprävention Aargau–Solothurn Weiterbildungsangebote an.
Forschung zur Wirksamkeit der Schuldenprävention
Die Budget- und Schuldenberatung Aargau–Solothurn (mit finanzieller Unterstützung von Swisslos Kanton Aargau), Plusminus, Budget- und Schuldenberatung Basel (mit finanzieller Unterstützung der Christoph Merian Stiftung), die Müller-Möhl Foundation sowie die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ haben gemeinsam eine Studie in Auftrag gegeben, welche die bestehenden Wissensgrundlagen sammeln, aufarbeiten und für die Praxis nutzbar machen soll.
Unter der Leitung von Dr. Claudia Meier Magistretti vom Kompetenzzentrum Prävention und Gesundheit der Hochschule Luzern fokussiert die Wirksamkeitsforschung zur Schuldenprävention bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf folgende Fragestellungen: Wirksamkeit von universeller Schuldenprävention, Financial Literacy (Finanzwissen und finanzielle Bildung) sowie Good Practice in der Schuldenprävention. Es konnten Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die Schweizerische Schuldenprävention formuliert werden. Die Forschungsarbeit können Sie als PDF herunterladen:
6,6% der Schweizer Bevölkerung von Armut betroffen
Gemäss der Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) des Bundesamts für Statistik waren 2014 6,6% der Schweizer Bevölkerung, also 530‘000 Personen, von Einkommensarmut betroffen.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Armutsquote der Gesamtbevölkerung leicht gestiegen.
Weitere Informationen finden Sie auf der SILC-Seite des BfS: