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- Benjamin Weger (6.) und Elisa Gasparin (8.) werden für ihre starken Leistungen mit einem olympischen Diplom belohnt.
- Biathlet Johannes Bö (No) holt sich vor Jakov Fak (Sln) und dem überraschenden Dominik Landertinger (Ö) Gold im Einzel über 20 km.
- Bei den Frauen trifft Aussenseiterin Hanna Öberg (Sd) 20 von 20 Scheiben und triumphiert über 15 km.
Johannes Bö zählt im Weltcup zu den allerbesten Biathleten. An den Olympischen Spielen in Pyeongchang hatte er jedoch noch nicht brillieren können. Nach Enttäuschungen in Sprint und Verfolgung schlug der Norweger nun im Einzel zurück. Trotz 2 Schiessfehlern liess er die makellosen Jakov Fak und Dominik Landertinger hinter sich.
Fourcades Enttäuschung
Zu den grossen Geschlagenen gehörte Topfavorit Martin Fourcade. Der Franzose fand nicht zu seiner gewohnten Schiessleistung (2 Strafminuten) und wurde 5. Offenbar war Fourcade körperlich leicht angeschlagen, er gab nach dem Rennen keine Interviews.
Direkt hinter ihm klassierte sich der starke Benjamin Weger. Der Schweizer verfehlte im ersten Liegendschiessen eine Scheibe. Ansonsten wäre gar die Goldmedaille Realität gewesen. Jeremy Finello (47.) und Mario Dolder (49.) hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.
Öberg bremst Dahlmeier
Bei den Frauen verpasste Laura Dahlmeier den goldenen Hattrick. Während sie liegend eine Scheibe nicht traf, leistete sich Hanna Öberg keine Schwäche. Die Schwedin, im Weltcup nie besser als Rang 7, hatte bereits im Sprint (7.) und der Verfolgung (5.) ihr Potenzial angedeutet. Nun schaffte die 22-Jährige die Sensation. Hinter ihr landete Anastasiya Kuzmina auf dem Bronze-Rang. Die Slowakin kassierte zwar 2 Strafminuten, lieferte aber die mit Abstand beste Laufzeit.
Ich schoss zuvor wie ein Räuber.
Mit Rang 8 zeigte Elisa Gasparin eine klare Aufwärtstendenz, war sie doch in den bisherigen Bewerben nicht in die Top 30 gelaufen. Die Bündnerin, die nur einen Fehlschuss zu verzeichnen hatte, wusste das Geheimnis: «In den bisherigen Rennen habe ich geschossen wie ein Räuber. Gestern im Training hatte ich einen Aha-Moment.» Nicht so rund lief es ihren Schwestern: Selina (5 Fehler) wurde 65., Aita (auch 5 Fehler) 68. Lena Häcki kassierte eine Strafminute weniger und klassierte sich auf Rang 34.
Historische Leistung
Mit Elisa Gasparin, Lena Häcki und Irene Cadurisch haben sich gleich 3 Schweizerinnen für den Massenstart der besten 30 qualifiziert. Das gab es an Olympischen Spielen noch nie. Bei den Männern werden am Samstag Benjamin Weger und Serafin Wiestner am Start sein.
Sendebezug: Laufende Berichterstattung Olympia