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Kolumbus entdeckte Saint Lucia auf seiner dritten Reise im Jahr 1500; die ersten Siedler kamen allerdings erst 150 Jahre später aus Frankreich. Als das Eiland schliesslich an das Vereinigte Königreich überging, brachte man Arbeiter afrikanischen Ursprungs und bechäftigte sie auf den Zuckerrohrplantagen zunächst als Sklaven, später als Saisonarbeiter. In den 1950er und 60er Jahren befand sich die Zuckerindustrie im Niedergang, während Banenen zum wichtigsten Exportgut wurden. Die zwei verbliebenen Destillerien vereinten folglich ihre Kräfte und schlossen sich zur „St. Lucia Distillers Group of Companies“ zusammen, unter anderem, um sich den Import von Melasse leisten zu können. Eine verlassene Zuckermühle zeugt bis heute von den wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Ob 1931, Admiral Rodney, Chairman’s Reserve, Element 8, TOZ Rum oder Bounty – sie alle stammen von der Brennerei der St. Lucia Distillers Group of Companies, die von Palmen und üppig begrünten Feldern umgeben im sogenannten Roseau-Tal liegt.
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