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In meinen beiden vorangegangenen Teilen dieser Blockserie «Klarheit» schrieb ich über die Klarheit für dich selbst und in deinem Liebesleben. Heute widmen wir uns gemeinsam deinem Berufsleben. Arbeitest du noch oder lebst du deine Berufung?
Arbeit oder Berufung
Im Idealfall ist deine Arbeit auch deine Berufung. Das heisst, du stehst jeden Tag voller Freude auf, arbeitest enthusiastisch an deinen Projekten. Du befasst dich auch in deiner Freizeit mit diesem Thema, liest Bücher dazu, diskutierst mit Gleichgesinnten darüber, schaust dir Dokumentationen an oder besuchst Orte, Veranstaltungen und Ausstellungen, die dich in diesem Thema weiterbilden. Sprich: Du lebst deinen Traum. Wie sieht es bei dir aus?
Arbeiten fürs Geld
Wenn du am Morgen aufstehst und dir den Feierabend bereits herbeiwünschst oder wenn du dich am Montag schon nach dem Wochenende sehnst, dann arbeitest du höchstwahrscheinlich «nur» für das Geld und nicht für deine wahre Berufung. Beantworte dir diese Frage ganz ehrlich und klar: Liebst du deinen Job? Damit meine ich nicht das Geld, das du am Ende des Monats dafür erhältst und mit dem du dir dann Dinge kaufst, um dir dein Leben zu versüssen, weil es ja so eine Qual ist, jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Wenn dem so ist, bist du im Hamsterrad gefangen und lebst als eine Art Sklave von dir selbst und von anderen, die deine Energie zu ihren Gunsten ausnutzen. Darüber darfst du dir im Klaren sein – oder es werden. Geld ist nicht der Grund fürs Arbeiten. Auch nicht die vermeintliche Sicherheit, die dir der Job oder das daraus resultierende Geld geben. Was ist mit deinem Körper, deiner Gesundheit und deiner Seele, die du womöglich ruinierst, nur weil du dich selbst in einem unbefriedigenden Job festhältst.
Gefangen von dir selbst
Du alleine hast die Macht, dich aus diesem Hamsterrad zu befreien, das dich längerfristig nur unglücklich und krank macht. Du gehst fürs Geld arbeiten und gibst es dann gerade wieder aus, um dich mit Dingen und Anlässen glücklich zu machen und um dich damit zu belohnen, dass du als «armes Opfer» in so einem mühsamen Job arbeiten musst. Du bist also der Gefangene – von dir selbst. Werde dir darüber im Klaren. Das ist nicht dein Lebensziel. Dafür kam deine Seele nicht auf diesen Planeten. Deine Seele will sich verwirklichen, sie sehnt sich nach Lebensfreude und Erfüllung, nach deinem Lachen und dem inneren Glück. Dies alles erreichst du nur, wenn du deine Berufung ausübst.
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Was ist meine Berufung?
Womöglich fragst du dich jetzt – oder schon länger – was dann deine wirkliche Berufung ist, wenn es nicht dein aktueller Job ist. Als erstes kannst du einmal darüber nachdenken, was du gerne machst, was dir Freude bereitet, wofür dein Herz schlägt. Wofür du dich stundenlang interessieren kannst und worüber du dich jederzeit gerne informierst. Was gibt dir Energie und Lebensfreude? Lasse deine Gedanken fliessen. Höre dabei nicht auf deinen Verstand, der sofort sein Veto ergreifen wird mit den Argumenten: Das kannst du nicht gut. Davon kann man nicht leben. Damit verdient man zu wenig Geld. Das ist kein Beruf. Das schaffst du nie. Das sind die normalen Dinge, die dein Verstand dir an den Kopf werfen wird. Doch es ist an der Zeit, nicht mehr auf ihn zu hören, sondern dem Ruf deines Herzens zu folgen. Was aber, wenn dein Verstand stärker ist als dein Herz? Woher nimmst du den Mut, trotzdem deine Berufung zu leben?
Deine Gedanken formen deine Zukunft
Das ist eine sehr gute Nachricht. Du verfügst über so viel mehr Macht, als du ahnst. Dein Verstand mag dich zwar mit Argumenten eindecken, die dich daran hindern sollen, deiner Berufung zu folgen. Doch du kannst deinen Verstand genauso gut dazu benutzen, dir diese Berufung zu manifestieren. Jedes Mal, wenn dein Verstand dich mit negativen Gedanken bombardiert, gebiete ihm Einhalt und sage dir innerlich einfach: «Stopp!» Dann fokussierst du dich auf positive Gedanken. Arbeite auch an deinem Selbstwert. Zähle dir immer wieder Dinge auf, die du bereits gut kannst. Am besten machst du dir dazu eine Liste, die du bei Bedarf immer wieder hervornimmst. Ausserdem sagst du dir fünf Dinge, die du gut an dir findest, wenn du vor dem Spiegel stehst. Das hilft dir und hebt dein Selbstwertgefühl. Vielleicht nicht nach einem Tag. Aber nach einer Woche, einem Monat wirst du realisieren, wie du dich immer besser fühlst. Du traust dir dann auch viel mehr zu.
Dein Hobby intensivieren
Wenn du dich nicht sofort wagst, deinen Job zu kündigen und deiner Berufung zu folgen, dann machst du das eben in kleineren Schritten. Intensiviere dein Hobby, das dein Herz höher schlagen lässt. Vielleicht kannst du auch deine aktuelle Arbeitszeit reduzieren zugunsten einer Tätigkeit, die dir Spass und Lebensfreude bereitet. Schritt für Schritt wird es dich dann je länger je mehr in die Richtung deiner wahren Berufung ziehen, bis dein Mut gross genug ist, deinen unbefriedigenden Job zugunsten deiner wahren Berufung zu verlassen. Vertraue darauf, dass du diesen Mut finden wirst, wenn die Zeit dafür reif ist und du bereit dazu bist.
Nächste Woche in diesem Blog zum Thema «Klarheit» befasse ich mich mit dem Thema: Freunde.
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