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Ein Junge hat im Kanton Zug einen Schneeball gegen einen Kehrichtwagen geworfen und löste in der Folge einen Verkehrsunfall aus. Verletzt wurde niemand.
Dass das Werfen von Schneebällen auf fahrende Fahrzeuge gefährlich werden kann, hat sich am Montagabend, kurz vor 16:30 Uhr, in Oberägeri gezeigt. Ein 11-Jähriger schmetterte auf der Hauptstrasse zwischen Unterägeri und Oberägeri einen Schneeballen gegen einen vorbeifahrenden Müllwagen. Der 46-jährige Lenker trat nach dem Aufprall des Schneeballs stark auf die Bremsen in der Annahme, dass ein Objekt unter sein Fahrzeug geraten sei. Eine 51-jährige Autolenkerin bemerkte das Bremsmanöver zu spät und prallte gegen das Heck des Kehrichtwagens. Verletzt wurde niemand. Das Fahrzeug der Autofahrerin erlitt Sachschaden von rund 20’000 Franken.
Kein Lausbubenstreich, sondern eine Straftat
Das Werfen von Schneebällen auf fahrende Fahrzeuge ist kein Lausbubenstreich, sondern hat auch rechtliche Konsequenzen. Der Versuch, Gegenstände wie Schneebälle auf fahrende Autos zu werfen, wird als gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr geahndet und damit als Straftat gewertet (Störung des öffentlichen Verkehrs, StGB Art. 237). Die Polizei appelliert auch an die Eltern, ihre Kinder auf die Gefahren und die möglichen Folgen eines solchen Fehlverhaltens hinzuweisen. Im Falle eines Unfalls sind die Kosten aus zivilrechtlichen Ansprüchen, die möglicherweise auf die Eltern zukommen können, nicht zu unterschätzen.