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Risikofaktoren für eine Antibiotika-resistente Pneumonie
Durch MRSA und Pseudomonas verursachte Pneumonien zeigen sich immer häufiger auch bei aktuell nicht hospitalisierten Patienten. Die Autoren einer Kohortenstudie haben 4 Risikofaktoren für das Vorliegen einer Antibiotika-resistenten Pneumonie identifiziert.
Die Studienautoren haben eine Kohorte von 639 Patienten, welche aufgrund einer Pneumonie hospitalisiert wurden, untersucht. Studienendpunkt war eine Infektion mit einem resistenten Keim. Eine „Health Care“-assoziierte Pneumonie wurde als solche identifiziert, wenn eines der vier folgenden Kriterien zutraf: Kürzliche Hospitalisation, Wohnen im Pflegeheim, Langzeitdialyse oder Immunsuppression. Die Resistenzraten der Patienten mit „Health Care“-assoziierter Pneumonie wurden mit denjenigen von Kontrollpatienten verglichen.
Resistente Keime wurden bei 289 Patienten festgestellt. Obwohl die 4 Risiko-Kriterien bei Patienten mit Antibiotika-Resistenzen häufiger vorkamen, hatte diese allgemeine Definition lediglich eine Spezifität von 48.6% und ein Drittel der Patienten wurden falsch klassifiziert. Mittels logistischem Regressionsmodell identifizierten die Studienautoren folgende 4 Variablen, die signifikant mit einer Antibiotika-resistenten Pneumonie assoziiert waren:
- Kürzliche Hospitalisation
- Wohnen im Pflegeheim
- Hämodialyse
- Aufenthalt auf der Intensivstation
Konklusion der Autoren: Patienten mit kürzlicher Hospitalisation, Langzeitdialyse, Aufenthalt auf der Intensivstation und solche, die im Pflegeheim wohnen, haben ein erhöhtes Risiko für eine Antibiotika-resistente Pneumonie.
Link zur Studie
Arch Intern Med 2008;168:2205-2210 - Shorr AF et al
12.11.2008 - dde