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Der französische Schauspieler Gérard Depardieu (72) muss sich neuen Ermittlungen wegen angeblicher sexueller Übergriffe stellen. Das meldet unter anderem die französische Tageszeitung "Le Figaro" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP. Demnach wurde der Filmstar bereits am 16. Dezember wegen «Vergewaltigung» und «sexueller Nötigung» angeklagt. Das Berufungsgericht in Paris verwarf am Donnerstag den Antrag des 73-jährigen, das Verfahren einzustellen.
Die Klägerin, eine junge Schauspielerin, die die angeblichen Vorfälle Ende August 2018 bei der Polizei angezeigt hatte, hatte demnach im Sommer 2020 erwirkt, dass die im Juni 2019 zunächst von der Pariser Staatsanwaltschaft eingestellten Ermittlungen erneut einem Ermittlungsrichter übergeben wurden. Das Gericht erkenne nun «starke oder übereinstimmende Indizien» in dem Fall an, wie der Pariser Generalstaatsanwalt Rémy Heitz (58) erklärte.
Zu den ihm vorgeworfenen Taten soll es im Sommer 2018 in seiner Stadtvilla in Paris gekommen sein. Die Schauspielerin war zu diesem Zeitpunkt 22 Jahre alt. Mit ihrer Familie soll Depardieu seit langem befreundet sein. Auf Twitter schrieb die junge Frau: «Ich wurde im August 2018 von Gérard Depardieu vergewaltigt, weiter zu schweigen, hiesse, mich lebendig beerdigen zu lassen.»
Gérard Depardieu, der ohne richterliche Auflagen freigelassen worden war, «bestreitet die Anschuldigungen gegen ihn vollständig», wird sein Anwalt zitiert. Um eine Reichensteuer in Frankreich zu umgehen, erhielt er im Jahr 2013 vom russischen Präsidenten Wladimir Putin den russischen Pass.