Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03374.jsonl.gz/2207

Das Jahr 1948 gehörte zu den Schlüsseljahren im 20. Jahrhundert: Der Kalte Krieg erlebte seinen ersten Höhepunkt. Der »Eiserne Vorhang« teilte Europa und die Welt in zwei Machtbereiche. Berlin wurde zur dramatischen Bühne im Ost-West-Konflikt. Der Versuch Stalins, die Westmächte mittels der Blockade aus der Stadt zu drängen, scheiterte einerseits an dem Entschluss der Alliierten, den Westteil Berlins nicht preiszugeben, sowie andererseits an dem Durchhaltewillen der Berliner selbst. In dieser Zeit stieg Ernst Reuter zur wichtigsten Stimme für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung auf. In der ersten Ausgabe der Ernst-Reuter-Hefte stellt Peter Brandt die Persönlichkeit und die historischen Leistungen des legendären »Blockade-Bürgermeisters« vor. Er beschreibt, wie der Politiker Reuter mit Leidenschaft und moralischer Überzeugungskraft, aber auch mit nüchterner Sachlichkeit und Sachkenntnis die Geschicke der Halbstadt während der bedrohlichen Monate 1948/49 mit gestaltete. So entsteht ein nuanciertes und ausgewogenes Bild von diesem für die Nachkriegsgeschichte Berlins so entscheidenden Jahr.
Peter Brandt, Prof. Dr. phil, geboren 1948, Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre, 1973 Promotion an der Freien Universität Berlin. Seit 1990 Professor für Neuere Geschichte an der FernUniversität in Hagen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte Nordeuropas, zur Geschichte der deutschen Nationalbewegung sowie zur Deutschen Frage nach 1945. Peter Brandt ist Herausgeber des Magazins »Globkult«.