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Die Abgrenzung kirchlicher und weltlicher Sphären war eines der konfliktträchtigsten Themen spätantiker Kirchengeschichte - und bildete den zentralen Aspekt des 'Akakianischen Schismas', der ersten Spaltung zwischen den Kirchen von Rom und Konstantinopel. Diese Kirchenspaltung reiht sich ein in eine längere Folge strukturell ähnlicher Konflikte. Gedanken einer Trennung von Kirche und Reich waren nämlich keineswegs unumstritten: Verschiedene Bischöfe rangen vielmehr darum, wie weit sich die Kirche Gedanken politischer Ratio in der Umwelt eines christlichen Reiches öffnen sollte. Bei der Nachzeichnung dieses Konflikts, ausgehend von der Analyse des 'Akakianischen Schismas', konzentriert sich Jan-Markus Kötter nicht auf altbekannte Fragestellungen um das Verhältnis von Bischöfen und Kaisern, sondern betrachtet den bischöflichen Streit maßgeblich als innerkirchlichen Konflikt.
Die Arbeit wurde 2012 mit dem Dissertationspreis des Stiftungsfonds Kopper ausgezeichnet.
Jan-Markus Kötter, geb., 1983, studierte Geschichtswissenschaften und Evangelische Theologie in Bielefeld, Uppsala und Bonn.
2008-2011: Promotionsstudium im Fach 'Alte Geschichte' in Frankfurt am Main.
2008-2011: wissenschaftlicher Mitarbeiter im Frankfurter Exzellenzcluster 'Die Herausbildung normativer Ordnungen'.
Seit 2011: wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Düsseldorf.
2004-2011: Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Fachliche Schwerpunkte: spätantike Kirchengeschichte, Methoden und Theorien der Geschichtswissenschaft.