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The Color of Money
Martin Scorsese, USA, 1986o
'Fast' Eddie Felson, der Held des Spielerfilms The Hustler (1960) spielt schon lange nicht mehr professionell Poolbillard. Stattdessen handelt er mit Whiskey und sucht nebenbei nach Talenten, die er trainieren und managen könnte. Dabei entdeckt er den jungen Spieler Vincent, der grossspurig seine Gegner ausnimmt. Eddie lehrt ihn die Kunst des Taktierens und reist mit Vincent und dessen Freundin quer durch die USA. Je länger die Tour dauert, desto stärker tut sich ein Graben zwischen den beiden auf – und desto mehr kehrt Eddies Ehrgeiz zürück, es selber nochmals am Pooltisch zu versuchen.
Ein Vierteljahrhundert nach Robert Rossens klassischem Spielerfilm The Hustler gibt dessen Hauptdarsteller Paul Newman noch einmal den Pool-Billard-Hai «Fast» Eddie Felson, der mittlerweile nicht mehr selber spielt, sondern Spieler nur noch als Investitionsobjekte betrachtet und das Talent eines unverdorbenen Newcomers entdeckt. Während der Alte aus dem Jungen einen Profi zu machen sucht, verkehrt sich das Verhältnis von Zynismus und Leidenschaft zusehends. Diese Entwicklung kommt zwar nicht überraschend, gewinnt aber an Profil aus der Konzentration auf die persönlichen Konstellationen des alten und des jungen Spielers. In einer virtuosen Inszenierung leitet Scorsese schliesslich einen ironisch-melancholischen Kommentar über Jugend und Alter, Ehrgeiz und Kalkül, Lebenslust und Resignation, daraus ab. The Color of Money war eine Auftragsarbeit nach und vor Scorseses Herzensprojekten After Hours und The Last Temptation of Christ . Während die Autorenfilme floppten, wuchs das Zwischenstück zu einem der Klassiker seines Genres heran, dies auch wegen der ausgeklügelten Kamerarbeit des Deutschen Michael Ballhaus (1935–2017), der hier zum zweiten Mal mit Scorsese arbeitete und bis zu The Departed (2006) desssen fester Kameramann wurde.Andreas Furler
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