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Stefan Rohner zeigt Video-Objekte, Fotografien und eine Sound-Installation.
In der Video-Arbeit Ahnenbibliothek singt der Autor Namen von verstorbenen KünstlerInnen – abwechslend von einer Frau und eines Mannes. Diese „Tonbildschere“ weist u.a. auch auf die Gender-Problematik der Kunst des 20. Jahrhunderts hin. Auf der Bildebene ereignen sich in realen – negativ umgesetzten und blaugetönten – Hintergründen kleinere Aktionen – meist mit roten, manchmal mit gelben Objekten. Dazwischen wurden auf dem Gepäckträger eines Velos montierte Skulpturen bzw. Still-Lifes während dem Fahren gefilmt.
Eine weitere Version von bewegten bzw. gefilmten Skulpturen ist im Video-Objekt sculpturas per l’En zu sehen: Ephemere Skulpturen schwimmen den Inn hinunter. Auf der Tonspur sind u.a. schnelle Schrittgeräusche im Kies zu hören: Der Künstler rennt den Skulpturen nach, um sie wieder raus zu fischen. Die Bildschirme dieser Videoarbeiten sind ebenfalls in Skulpturen verpackt.
BesucherInnen können über die Installation Geräuschteppich gehen und lösen dabei knirschende Geräusche aus – ähnlich dem Gehen auf Schnee.
An den Wänden sind Fotoarbeiten mit narrativem Charakter – konstruierte Kompositionen in den Farben Rot, Blau (und Weiss). Als Schnee verwendet Stefan Rohner Styropor. In diesen Bildwelten vermischt sich Autobiographisches mit allgemein Gültigem – eine konkrete Erklärung lässt er aber offen.
Zur Farbgebung: Warme Farben wirken näher als kalte Farben. Rot ist die Farbe der Materie. Sein Gegensatz ist das ferne Blau, Farbe des Immateriellen, des Geistigen (aus Eva Heller – „Wie Farben wirken“).