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Die Chance, dass die Erwärmung des Klimas die Marke von 4°C am Ende dieses Jahrhunderts übersteigt, liegt bei 93 %. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass die derzeitigen Klimaerwärmungsprognosen von 2°C weit zu optimistisch gewählt sind.
Das Packeis schmilzt, der Niederschlag wird weniger, die Schneegrenze steigt. Schon jetzt bekommen wir die ersten Auswirkungen der Klimaerwärmung zu spüren. Doch wie wird es erst aussehen, wenn es noch wärmer wird? Mit dem Pariser Klimaabkommen wird eine Begrenzung der Erwärmung von maximal 2°C angestrebt. Eine neue Studie, publiziert im renommierten Fachjournal «Nature», deutet darauf hin, dass Zielsetzung viel zu optimistisch ausgelegt ist. Neubewertungen von Klimamodellen zeigen auf, dass eine stärkere Erwärmung viel realistischer ist.
Stärkere Erwärmung bei gleichbleibenden Emissionen
Die angewandten Modell verwenden Daten, die den heutigen Emissionswerten entsprechen. Bleiben die Emissionen über die kommenden Jahre gleich hoch wie heute, prognostizieren die Modelle eine Erwärmung von 3.2°C – 5.9°C.
In der neuen Studie wurde untersucht, welche der Prognosen am wahrscheinlichsten eintreffen werden. Dr. Caldeira und Dr. Brown, Autoren der Studie, kamen durch ihre Analysen zum Schluss, dass Prognosen einer stärkeren Erwärmung wahrscheinlicher sind.
Trotzdem wird nicht gehandelt
Diese neuen Ergebnisse deuten umso vehementer darauf hin, dass endlich ein Umdenken erfolgen muss und ein Handeln JETZT nötig ist. Emissionskürzungen müssen wie geplant 2020 erfolgen und nach weitern Kürzungen in jedem nur denkbaren Sektor gesucht werden.
Das Klima ist ein so komplexes System, mit unzähligen Faktoren, die Einfluss darauf nehmen, sodass Prognosen sehr schwierig zu erstellen sind. Es gibt unterschiedliche Ansätze und Vorhersagen, die alle beachtet werden müssen. Trotz der eindeutigen Ergebnisse dieser neuen Studie sollten konträre Forschungsergebnisse nicht komplett ausser Acht gelassen werden und eine kritische Betrachtungsweise beibehalten werden.