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Die Bernerin Nicole Zahnd stand am dritten Tag der Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Moskau als einzige Schweizerin in einem Final. Sie erreichte über 400 m Crawl Rang 7.
Die 21-jährige Nicole Zahnd legte die 400 m Crawl in 4:09,22 zurück und war damit acht Sekunden langsamer als die Siegerin Jana Klotschkowa aus der Ukraine. Sie habe im Final ein viel besseres Gefühl gehabt, sagte Zahnd, nachdem sie sich bei der Final-Qualifikation am Morgen nicht zu 100 Prozent fit gefühlt hatte.
Dennoch betrug die Steigerung gegenüber der morgendlichen Leistung nur zwei Zehntel, was die Jus-Studentin aber nicht verwunderte: "Die Form ist etwas unstet. Ich weiss, dass ich mich nicht in der Traumform von Antwerpen befinde."
Die 37-fache Schweizer Meisterin Zahnd blieb 1,64 Sekunden über ihrem persönlichen Rekord und büsste im Vergleich zu den Kurzbahn- Europameisterschaften im vergangenen Dezember in Antwerpen nur einen Rang ein. Zahnd wird am Samstag in der 4x100-m-Staffel und am Sonntag über 200 m starten.
Flavia Rigamonti hingegen zeigte sich einen Tag nach dem Gewinn der Bronzemedaille über 800 m Crawl nicht mehr so erfolgreich. Im Gegensatz zu Teamkollegin Zahnd verpasste die 20-jährige Tessinerin den Finaleinzug um 1,2 Sekunden und wurde nur 13.
Negative Zwischenbilanz für die Schweizer
Enttäuschend war der Auftritt des restlichen Schweizer Teams. Über 400 m Crawl der Männer belegten David Richard und Gerry Strasser in ihrem Vorlauf nur die beiden letzten Plätze. Der 22- jährige Neuenburger Richard verpasste seine persönliche Bestzeit um fünf Sekunden (35. Rang). Der 18-jährige Frauenfelder Strasser blieb sogar deren neun Sekunden über seiner nationalen Bestmarke und wurde 38. unter 46 Teilnehmern.
Unerwartet schlecht schnitt auch der Zürcher Flori Lang ab, der auf seiner Spezialstrecke über 50 m Rücken in 25,48 nur 20. wurde. Der 18-jährige Lang blieb an seinen ersten internationalen Titelkämpfen 72 Hundertstel über seinem Schweizer Rekord. Zur Halbfinal-Qualifikation fehlten ihm aber nur gerade zwei Zehntel. Über 200 m Lagen schliesslich schieden Lorenz Liechti und Yves Platel ebenfalls deutlich aus.
Schwedinnen im Goldfieber
Gleich dreimal Gold gab es am Freitag für die Schwedinnen. Zunächst gewann Therese Alshammar über 100 m Crawl, danach Anna Karin Kammerling über 50 m Delfin und schliesslich setzten sich diese beiden auch mit 50-m-Brust-Weltrekordhalterin Emma Igelström und Johanna Sjöberg in der 4x100-m-Lagen-Staffel durch. Die vier Schwedinnen unterboten dabei in 3:55,78 auch den Weltrekord der Amerikanerinnen um 1,68 Sekunden.
swissinfo und Agenturen