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Von der Reise zur Gletscherleiche Ötzi, via die Wassermassen des Euphrat und Tigris bis hin zum warmen Wasser, das der Täufling beim Männerchor Schmiedrued verspritzt. Eindrücke von der Vereinsreise nach Sölden und dem Unterhaltungsabend 2014.
S‘Reisli
Vo dr Walde Pinte fahre si ab,
Keine vo de Männerchörler macht uf schlapp.
S’isch zwar erscht sibni am Morge früe,
aber alli händs gschaft, au d ‘Buure händ gmulche ihri Chüe.
Händ ihr alles, ID, Pass?
Do macht au dr Chauffeur dr erschti Gschpass.
Also dr nöchschti Halt isch denn erscht nach Genf…
Hämmer überhaupt für dr Schinke gnue Brot und Senf?
Komisch isch aber, für nach Genf gots doch in die ander Richtig.
Spielt kei Rolle, s‘ Wätter isch jo sichtig.
So es Aperöli wär jetzt au nid schlächt.
Au es Zigi- oder WC-Päuseli chäm öpe rächt.
Für dr erschti Durscht im Car wär jo scho gsorgt‚
Aber e schüchi frog! Urs, hesch gnue Bier a Bord?
Was do obe inne im Chüelfach hesch, längt sicher nid mol bis z Mittag!
Händ ihr a Anig! Ohni Nochschub fahr i mit euch nid i Tag.
Langsam wär au e Schinkeplatz sueche wichtig.
Teilwiis chnurre scho etlichi Büücher richtig.
Wow, isch das richtig schön und gmüetlich do.
Hey Manne! Blaget die Spielgrät vo de Chinder nid e so.
Chömid i Schärme, es nieslet chli fescht,
Oder mir nähme im Beizli es Kafi, das wär fascht no s’Bescht.
Nach em Räge schient d Sunne, seit me doch,
Aber i Sölde näblet und nieslet’s, nüt isch me troch.
Nach em ässe am Obe gönd die Meischte no uf d‘Gass,
Die Jüngere händ Barmäids gseh und finde sie krass.
Trotz Kniefall und rote Rose het sich d‘Dirigäntin nid lo überzüge für mit is Dorf,
Sie meint si bruchi dr Gsundheits- und Erholigsschlof.
Einisch müend au Reiseluschtigi wieder wiiter fahre.
I dr Schwiz schiint d’Sunne, do düend Wulche Wasser spahre.
Drum fahre mir diräkt über d’Gränze.
Lueg e mol wie mir no chöne Kilometer schränze.
Über d‘Höger ine isch d‘Ussicht wunderbar,
Bi eusere nöchste Reis, das isch Klar,
Chöme sicher wieder alli mit,
Für zum reise sind alli immer fit.
Jetzt isch dr Usflug einisch meh verbii,
Drum lon i s‘witer dichte si,
Danke wott i nur no, das isch wichtig,
Dr Reiseleitig und zwar richtig.
Guet händ ihrs gmacht es schreit nach meh.
Mir sind jetzt scho gspannt no witeri Regione ds gseh.
Österreichischer Vollautomat: Hilfsbereit sind sie, die Österreicher, sie erklären den Automaten und öffnen dann von Hand, dabei sollten wir schnell aus Angst warmes Wasser … Der Hilfsbereite am andern Automat blockiert diesen eine halbe Stunde und holt eine Cola-Dose nach der andern raus. Dürfen wir auch mal? Nein, sehen sie denn nicht, was ich für eine Glückssträhne habe.
Chrigu freut sich zum zweiten Mal. Auch in Austria fahren alle Sau-Banner zu schnell. Scheinen eine gute Batterie zu haben. Es scheint eh sein Land zu sein.
Carmen, unsere Cassierin und der schein-heilige Christophorus gebieten Halt – erholen!
Seilbahn am nächsten Tag fiel ins „Wasser“ – nächstes Jahr kommt er mit Bremsfallschirm.
Dominik und Heinz im Element. Übrigens, auch der Car besteht den Elchtest im Sliden.
Chugeli: Ecinocaktus – Kugeli-Kaktus
Auf Ötzis Spuren – das hier ist keine Gletscher-Wasser-Leiche, andere möchten Trinkbares.
Ohne Bedienungspersonal läuft aus einem österreichischen Automaten nix, nicht mal Milch – dann nimmt man halt den Schuss Klaren nicht drunter … was bretzelt und sieht er?
Haflinger oder Przewalski? Keine österreichische Skimarke – einige Urwildpferde toben im Ötzi-Dorf umher. Eigentlich eine Sensation, die von der Museumsführerin nicht erwähnt wird. 2000 dieses einmal fast ausgestorbenen Pferdes gibt es wieder auf der ganzen Welt. Der Standort wo ich eine Herde von rund 30 Pferden (im ersten Link) fotografieren konnte, ist nicht einmal in Wikipedia verzeichnet. Wer sie selbst aus der Nähe in dieser fast mongolischen Umgebung sehen will, muss sich im Winter nach Südfrankreich begeben. „Sichtungs-Erfolg“ wird nicht garantiert.
Der Automat für geschüttelte Krokophanten-Frischmilch scheint nicht zu funktionieren. Ist ja klar.
Im Hotel am Hof in Sölden gab es Crevetten zur Vorspeise. Gourmets wurden dank Verzicht anderer zum Gourmand. Übrigens, die Raupe aus einem Ruedertaler Garten ist nicht zum Verzehr bestimmt.
Das ist kein Hochzeitsantrag, nur die Bitte, keine Angst zu haben und auf ein, zwei Gläser mit ins Dorf zu kommen.
Hier sieht man, was er bretzelt: „Die Gläser klingen, erfreut sie singen … ohne Scherben … ich ging allein am Fluss entlang, und sah dich an der Bar da stehn und ich lieb nur dich … Daniela-ah.“
Au – Gefahr im Anmarsch und das bei Bengel-Wetter. Der Niederschlag war gar nicht schlimm, aber beim modernen Car bleiben Regentropfen stundenlang an der oberen Frontscheibe hängen, weil es dort keinen Scheibenwischer hat. In diesem Land gibt es gar Innenscheibenwischer, weil alle beim Fahren brumm, brumm, brumm singen. Und wir haben dank unserer Dirigentin doch vier Lieder gesungen – Rekord verdächtig.
Verkehrs-Zusammenbruch im Tunnel. Unser Präsident, neben dem Piloten des Frey-Buses betet gar, als wir auf der Höhe der Unfallstrecke sind – sicherheitshalber jetzt auf der seit langen verstopften Hauptstrasse …
So schlimm kann es nicht sein. Ein Alp-Abzug mit den sogenannten Bier-Kühen. Der Notvorrat-Anhänger von Fohrenburg bildet den Schluss.
Knifflige Frage in Feldkirch/A – darf hier der Car durchfahren oder wann müssen wir ihn schieben?
Typisch österreichische Mahlzeit … wir haben das Pizz-A-Tal passiert. Dazu reisst mir ein Tischnachbar im Tausch gegen drei Original-Krumme eine Zigarre aus. Er will wissen, woher wir kommen. Luftlinie 6 km von der Produktionsstätte seiner Krummen. Die Cigarre ist ein persönliches Geschenk von Heinrich Villiger. Echt Österreicher. Alex bohrt und schneidet von Beruf, aber eine Cigarre anschneiden oder bohren, dazu braucht er mein Werkzeug.
Zwischenhalt in Feusisberg mit …
… mit dem Alpsegen zum Abschluss der gelungenen Reise und der Dank an die Organisatoren Martin und Rosmarie und den Chauffeur Urs.
Vereinsreise 2013 – Saas Fee – Warum haben Schneekanonen Räder?
Vereinsreise 2012 – Auf nach Rüdesheim – Am Tag danach
Fotos: Stephan Marti und Katharina Lüthi, Schlossrued – von ihr ist auch der Mundarttext