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Wer Peter von Matt sieht, muss beeindruckt sein; wer ihn erstmals hört nicht minder. Das ändert nichts daran, dass er ausser intelligenten kompilatorischen Essays, die nicht immer dem Stand des Wissens entsprechen, wenig Neues zu bieten hat. Der Respekt, den er verdient, darf nicht dazu führen, die Schweizer Literatur auf dem gleichen Stand zu sehen.
Die Hälfte aller Schweizer Schriftsteller ist mit den wirtschaftlichen Leistungen ihrer Verlage unzufrieden, wie eine Umfrage des Autorinnen- und Autorenverbandes ergeben hat. Nur jeder zehnte Schriftsteller findet die Zusammenarbeit mit Pro Helvetia „freundlich und unkompliziert“.
Von derlei nimmt die Schweizer Öffentlichkeit kaum Kenntnis. Das Schicksal unserer Schriftsteller interessiert niemand, es sei denn es handle sich um Autoren, die als Aerzte-Vorzimmer-Autoren Karriere gemacht haben. Dobellis Ratgeber-Literatur, Szenen aus menschlichen Feuchtgebieten oder Martin Suters Geschwätzigkeits-Romane dienen der work-life-balance mehr als ernsthafte Literatur, die unser Sein infrage stellen könnte.