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Drama. Indien. Hindi
Alternativer Titel Anand und Anand
Regie
Dev Anand
Drehbuch Suraj Sanim
Produktion Dev Anand
Songs R.D. Burman
Kamera D.K. Prebhakar
Darsteller Dev Anand, Suneil Anand, Raakhee, Smita Patil,
Raj Babbar, Natasha Sinha, Rakesh Bedi, Biswajeet, Birbal, Sudhir
Länge 142 Min.
Kinostart 10.8.1984
Box office classification -
Molodezhnaja Altersempfehlung ab 10
|Humor||Spannung||Action||Gefühl||Anspruch||Erotik|
|.||.|
©
Text Marco, molodezhnaja 23.3.08
© Bilder Shemaroo, Screenshots molodezhnaja
STORY
Der Hotel-Unternehmer Arun Anand (Dev Anand) ist ausser sich vor Freude: Seine Frau Varsha (Rakhee Gulzar) ist schwanger. Er hofft, dass ein männlicher Erbe geboren wird, der sein Imperium übernehmen könnte. Doch das Schicksal will es anders: Varsha wird beim Überqueren der Strasse von einem Laster angefahren und verliert ihr Baby. Sie wird nie mehr schwanger werden können. Arun hält diese schreckliche Nachricht von seiner Frau fern, zumal sie immer wahnsinniger wird und überzeugt ist, einen Erben zur Welt gebracht zu haben. Derweil verliebt sich Arun in seine Sekretärin Kiran (Smita Patil) - und schwängert sie. Da Smita nicht verheiratet ist und Aruns Ehre auf dem Spiel steht, hecken die beiden einen Plan aus: Kiran soll den als impotent verschrienen Gewerkschaftsführer Pratap Singh (Raj Babbar) heiraten, um sich danach wieder von ihm scheiden zu lassen und das "gemeinsame" Kind in Aruns Obhut zu übergeben. Doch kaum ist der kleine Varun geboren, erwachen in Pratap Vatergefühle und er behält das Kind. Viele Jahre später ist aus Varun (Suneil Anand) ein junger Mann geworden. Er verliebt sich in die aus reichem Hause stammende Rachna (Natasha Sinha). Doch weil er kein Geld hat, scheint eine Ehe unmöglich. Da kommt Arun Anand ins Spiel und hilft seinem Sohn, was den Hass von Pratap Singh heraufbeschwört.
REVIEW
Mitte der 80er ging es mit Dev Anands Karriere bergab. Der Evergreen-Star hielt sich rund vier Jahrzehnte in den Top-Sphären Bollywoods, länger als jeder andere Star. Doch seinen Zenit hatte er als Regisseur und Schauspieler überschritten, was sinkende Einspielergebnisse bezeugten. Zeit also für den nunmehr 61-Jährigen, das Zepter weiterzureichen: In "Anand Aur Anand" führt er seinen 18-jährigen Sohnemann Suneil ins Filmgeschäft ein und spielt passenderweise dessen Vater. Suneil gibt sein Bestes für den berühmten Papa - und scheitert. Der junge Mann mit seinen Glupschaugen spielt zappelig und ohne bleibenden Charakter. Ihm war denn auch eine bescheidene Karriere gegönnt: Er drehte noch drei Filme, den letzten davon ("Master", 2001) unter eigener Regie, und zog sich dann in die Administration von Devs Produktionsfirma Navketan zurück.
Während Suneil sowie die ebenfalls debütierende und "kurzlebige" Natasha Sinha schwach abschneiden und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, spielt Altmeister Dev ganz solide. Ihn im zweiten Teil des Films mal so zu erblicken, wie er in seinem Alter eigentlich auch aussieht, ist ungewöhnlich - auch wenn er seine gefärbten Haare extra dafür grau färben musste und selbst sein "reales" Alter nun künstlich wirkt. Dev meistert den Part des netten Tycoons aber mit Charme. Rakhee gibt seine Frau mit gewohnter Melodramatik, manchmal an der Grenze des Erträglichen, während Smita Patil sympathisch, aber etwas blass bleibt. Raj Babbar wiederum gibt einen brauchbaren Bösewicht, die letzte Szene mit ihm ist unnötig übertrieben.
Die Schauspieler sind es denn auch nicht, die den Film ins Mittelmass ziehen. Das passiert ab etwa Filmmitte. Zuvor gibt die Story noch viel her: Devs Mut zu einer Geschichte, in der Seitensprung und Adoptivvaterschaft eine so zentrale Rolle spielen, zeigt einmal mehr, dass Anand vor potentiell kontroversen Themen nicht zurück schreckt. Passend dazu gibts später sogar ein Lippenküsschen - alles andere als eine Selbstverständlichkeit im Bollywood jener Ära. Die Dramatik gleist Anand kompetent auf und man wartet gebannt auf die Auflösung in der zweiten Hälfte.
Doch man wartet vergebens. Was Anand nun serviert, hat keine Kraft mehr. Die Liebe von Varun und Rachna hat kein Feuer, der Konflikt mit Rachnas Vater wirkt gekünstelt. Wenn der Film dann beim Finale mit seinen Brutalo-Elefanten angelangt ist, hat sich "Anand Aur Anand" längst in den Trash manövriert und er sorgt eher unfreiwillig für Lacher, als für Tränen oder Emotionen. Die Songs von R.D. Burman können das Interesse wach halten (vor allem "Wadon Ki Aayee Yaron" hat Schmiss), ebenso ein paar blumig-bunte Bildgestaltungen von Anand und seinem Kameramann D.K. Prebhakar (Des Pardes), doch es ist zu wenig, um Überlängen zu kaschieren. Zurück bleibt ein durchschnittlicher Film, der zwar qualitativ über dem Schund steht, den Dev in jener Zeit oft produziert hat, aber nicht gut genug war, um Suneil Anands Karriere zu starten. Kein grosser Verlust.
MEINE DVD
Shemaroo (IND), Code 0, NTSC
Bild: Letterboxed Widescreen
Ton: Hindi 5.1 mit englischen Untertiteln (Film und Songs).
Disk Rating * ½ (Starke Unschärfen, mieses Interlacing, matte Farben).
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EXTERNE REVIEWS
imdb
SCREENSHOTS
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