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Die Restauration der Walkyrie ist in jeder Hinsicht gelungen, auch wenn vom Originalmaterial der ältesten Motorjacht des Genfersees kaum noch etwas übriggeblieben ist. Heinrich dem Grossem, Gustave Eiffel, Louis Ramel sowie François und Jacques Naef war es vergönnt, das historische Schiff zu steuern. Das Schmuckstück wurde unter der Leitung von Charles Pictet, der die Walkyrie als „ehrwürdige Ahnin“ bezeichnet, und unter der Verantwortung von Yann Minder in der Werft der CNG in Ouchy, Lausanne, in ein Juwel verwandelt.
Nach einem Jahr Arbeit hat die Walkyrie Anfang 2015 ihren Dienst wieder aufgenommen. Bei der Restauration wurden modernste Technologien mit altüberliefertem Know-how kombiniert, um sie traditionsgetreu wieder aufleben zu lassen. Gebaut wurde die Jacht 1882 in der Schiffswerft G. Forrester & Co in Liverpool. Das Ruderhaus und das feste Sonnendach stammen aus den Jahren 1925 und 1926. Bis 1925 war die Jacht dampfbetrieben, dann wurde die Dampfanlage durch einen Diesel-Verbrennungsmotor ersetzt. 1964/65 wurden in der Schiffswerft der CGN erstmals umfassende Renovationsarbeiten durchgeführt, 1996/97 erhielt die Walkyrie bei Sartorio eine weitere Verjüngungskur. Von 1976 bis 1999 nutzte Jacques Naef das Boot regelmässig für seine Forschungen über das Plankton im Genfersee, die er an der Uni Genf betrieb. Die Walkyrie ist 23 Tonnen schwer, 22 Meter lang und 3,40 Meter breit.
„Die letzte Restauration dauerte von April 2014 bis April 2015“, sagt Kapitän Philippe Gagnières. „Es ist eine Freude und eine grosse Herausforderung, das Boot zu steuern, schliesslich ist die Walkyrie eine alte Dame, die sich nicht so leicht zähmen lässt. Sie ist schwer, hat Charakter und meistens muss ich mich ihr anpassen und nicht umgekehrt. Wenn man sie etwas antreibt, schafft sie bis zu zehn Knoten, meistens aber beträgt ihre Geschwindigkeit um die acht Knoten. Bei Seitenwellen ist sie nicht allzu stabil, aber ansonsten ein gutes Boot. Das Steuer ist sehr hart, sogar noch härter als im Originalzustand. Am Steuer mache ich mein tägliches Krafttraining. Um zu wenden, muss man den Motor in den Leerlauf schalten, dadurch wird das Manöver einfacher.“ Philippe Gagnières scheint also doch ein Rezept gefunden zu haben, um das ehrwürdige Schiff zumindest ein wenig zu bändigen.