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Die Schweizer Bevölkerung schaut mehr fern. 1999 nahm der Fernsehkonsum in allen Landesteilen der Schweiz zu. Auch beim Radiokonsum ist ein Anstieg zu verzeichnen, in der Deutschschweiz legten die Privatradios erneut auf Kosten der SRG zu.Dieser Inhalt wurde am 04. April 2000 - 15:20 publiziert
Die Schweizer Bevölkerung schaut mehr fern. 1999 nahm der Fernsehkonsum in allen Landesteilen der Schweiz zu. Auch beim Radiokonsum ist ein Anstieg zu verzeichnen, in der Deutschschweiz legten die Privatradios erneut auf Kosten der SRG zu.
Am deutlichsten stieg der Fernsehkonsum im vergangenen Jahr in der Romandie mit sieben Minuten, gefolgt vom Tessin mit sechs und der Deutschschweiz mit fünf Minuten. Diese Ergebnisse präsentierte der Forschungsdienst der SRG SSR idée suisse am Dienstag (04.04.).
Deutschschweizer sind "Fernsehmuffel"
Am meisten ferngesehen wurde 1999 wie im Vorjahr im Tessin: Hier liefen die Geräte durchschnittlich zwei Stunden und 50 Minuten pro Tag. In der Romandie waren es zwei Stunden 41 Minuten. Eigentliche "Fernsehmuffel" sind die eutschschweizer mit zwei Stunden und 17 Minuten täglichem Fernsehkonsum.
Die beiden Kanäle von SF DRS erreichten 1999 zusammen einen 24-Stunden-Marktanteil von 33,2 (1998: 33,8) Prozent. Der Schweizer Privatsender Tele24 erzielte in seinem ersten vollen Sendejahr einen Anteil von 2,3 Prozent. TV3 kam seit dem Sendestart im September ebenfalls auf 2,3 Prozent.
Der Anteil aller deutschsprachigen Nicht-SRG-Sender lag bei 66,1 (65,4) Prozent. Stärkster ausländischer Sender war mit einem Marktanteil von 8,5 (8,4) Prozent RTL, gefolgt von Pro 7 mit 6,7 (7,0) und Sat 1 mit 6,0 (6,7) Prozent.
Während der abendlichen "Prime-time", also zwischen 18.00 und 23.00 Uhr, konnte SF DRS seinen Marktanteil mit 42,2 (42,5) Prozent knapp halten. Tele 24 erreichte 2,6 Prozent und TV3 2,7 Prozent.
Regionale Unterschiede beim Radiohören
Das Radio hat in den drei Landesteilen einen unterschiedlichen Stellenwert, wie die SRG-Medienstudie bestätigt. Die Deutschschweizer hören am meisten Radio: Pro Tag lief hier das Radio in Haushalten, im Auto oder am Arbeitsplatz drei Stunden und 20 Minuten.
In der italienischen Schweiz waren es zwei Stunden und 38 Minuten, in der Romandie zwei Stunden und 20 Minuten. Die Zahl der Hörerinnen und Hörer blieb in allen Landesteilen etwa gleich: In der Deutschschweiz schalten 77 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre täglich das Radio ein, in der Romandie 70 Prozent und im Tessin 71 Prozent.
Die Privatradios erreichten 1999 in der Deutschschweiz etwas mehr Menschen, die Tagesreichweite stieg auf 32 (31) Prozent. Damit bauten die Lokalradios ihren Marktanteil auf 40 (38) Prozent aus.
Die Verschiebung ging auf Kosten der SRG SSR ideé suisse, deren Reichweite von 49 auf 47 Prozent zurück ging und der Marktanteil noch bei 47 Prozent (48) lag. Die Auslandradios erreichten noch 13 (14) Prozent.
Rege Nutzung auch der romanischen Medien
Rätoromaninnen und Rätoromanen nutzen ihre elektronischen Medien intensiv. Sowohl Radio Rumantsch als auch Televisiun Rumantscha in Chur steigerten die Einschaltquoten im letzten Jahr.
Laut Umfrage des Forschungsdienstes der SRG SSR idée suisse bei 2100 Personen in Graubünden erreichte die Fernsehsendung Telesguard einen täglichen Durchschnitt von 183'000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Das sind rund 30'000 mehr als noch 1997. Die Nutzung übersteigt damit das rätoromanische Zuschauerpotenzial bei weitem.
Radio Rumantsch steigerte die Reichweite von 29 auf 35 Prozent. Am meisten neue Hörerinnen und Hörer wurden im Alterssegment der 15- bis 24-Jährigen gewonnen. Die jeweils vormittags ausgestrahlte Sendung Allegra ist nach wie vor die beliebteste.
swissinfo und Agenturen
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