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Berufstheater
Vorgehensweise
Bewilligung beantragen
Jede öffentliche Aufführung eines Stückes oder eines Textes bedarf einer ausdrücklichen Bewilligung durch den Urheber/die Urheberin. Dieses Prinzip gilt auch für einzelne Aufführungen einer Tournee. Die Bewilligung wird nicht durch die SSA selbst erteilt, vielmehr holt die SSA diese bei den Urheber/innen oder den Rechtsinhabenden ein und leitet sie dann weiter.
Bei Gastspielen, die in einem Theater oder durch einen Veranstalter organisiert werden, ist das Einholen der Bewilligung Sache des Produzierenden. Die Zahlung der Urheberrechtsvergütungen obliegt jedoch dem Theater oder Veranstalter. Das Theater oder der Veranstalter informieren die SSA über die Veranstaltung im voraus.
Im Falle von Bearbeitungen oder Montagen bestehender Texte müssen die beabsichtigten Änderungen dem Urheber/der Urheberin als Anhang zum Bewilligungsantrag vorgelegt werden, damit der Anwendungsbereich der Bewilligung genau festgelegt werden kann.
Das Einholen einer Bewilligung kann unter Umständen länger dauern; es ist daher empfehlenswert, den Antrag drei bis sechs Monate vor Probenbeginn zu stellen. Eine Bewilligung wird für eine Mindestanzahl an Aufführungen innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens und in einem bestimmten Gebiet erteilt. Aufführungen, die über den Rahmen dieser Autorisation hinausgehen, benötigen eine neue Bewilligung.
Wenn die Bewilligung des Urhebers/der Urheberin vorliegt, erstellt die SSA einen Vertragsentwurf, der die Bewilligungsbedingungen festlegt:
- Dauer der Bewilligung
- Geographischer Geltungsbereich der Bewilligung
- Finanzielle Bedingungen
- Schadensersatz bei Absage
Der Vertrag wird vom Urheber/von der Urheberin und vom Produzierenden unterzeichnet.
Meldung der Einnahmen
Theater oder Veranstalter müssen anhand unseres Formulars zur Einnahmenmeldung ihre Einkünfte innerhalb von zehn Tagen nach Ende der Veranstaltung/en an die SSA deklarieren. Die entsprechende Rechnungsstellung durch die SSA erfolgt auf Grundlage dieser Einnahmenmeldung.
Tarife
Das Inkasso der Aufführungsrechte erfolgt durch die SSA.
Sonderfälle:
Tanzkompagnien
Werkaufträge
Die Abgeltung des Arbeitsaufwands für Werkschöpfungen im Auftrag eines Produzierenden (Kompagnie, Verband, usw.) wird normalerweise in Form eines Honorars (oder auch einer "Auftragsprämie") abgegolten. Mit der Auftragsprämie wird die Arbeitszeit abgegolten, die für die Schöpfung des Werkes benötigt wurde.
Diese Honorare dürfen jedoch nicht die Urheberrechte beinhalten, die im Zusammenhang mit den Aufführungen (oder anderen Nutzungen) stehen und mit welchen die Urheber/innen die SSA durch ihren Beitritt bereits betraut haben. Diese Rechte sind Gegenstand eines separaten Vertrages, der zu einem späteren Zeitpunkt zwischen dem Produzierenden und der SSA abgeschlossen wird.
Tourneen in der Schweiz und im Ausland
Bei Tourneen obliegt die Zahlung der Aufführungsrechte dem Produzierenden. Dieser kann die Zahlung der Urheberrechtsentschädigungen an den Veranstaltungsort delegieren, vorausgesetzt, dass er die SSA im voraus darüber informiert. Dieses Prinzip gilt auch für Auslandstourneen.
Vergessen Sie bitte nicht, Ihre Tourneen anhand Ihrer eigenen Dokumentation per E-mail anzumelden.
Schulvorstellungen
Schulvorstellungen müssen der SSA gemeldet werden. In einigen Fällen sind spezifische Tarifbedingungen anwendbar.