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Beschrieben werden drei Kategorien von mobilen und ortsfesten Zentralen, die im Felde eingesetzten, meist leicht transportablen Geräte, die Festungszentralen und die im Luftschutz / Zivilschutz benötigten teilweise auch fest installierten Anlagen.
Die ersten Telefonstrecken waren meist Punkt - Punkt - Verbindungen zwischen zwei Stationen. Wenn mehrere solche Strecken an einem Ort zusammenkamen, bestand schnell einmal der Wunsch nach einer Verbindungsmöglichkeit. Mit dem Centraltelefon Modell 1907 bestand erstmals die Möglichkeit, mit einer zentralen Station (daher die Bezeichnung Centraltelefon) mehrere entfernte Telefone zu verbinden. Das Feldtelefon Modell 1909 hatte hierzu eine Stöpselschiene eingebaut. So konnten einfach Stationen miteinander verbunden werden. Der Nachteil dabei war, dass die verbindende Station aufgeschaltet blieb und so Sprachenergie absorbierte.
Mit der Festungszentrale 1905 von Hasler und derArtilleriezentrale Modell 1910
von Siemens konnten erstmals
umfangreiche Netze für das indirekte Schiessen realisiert werden. Mit den 1918
eingeführten Verteilkästchen Modell 1918 liessen sich einfach dem Bedarf
angepasste Zentralen aufbauen, die verbesserten Modelle 1932 und 1938 wurden in
der Schweiz gebaut. Die kompakte und leichte Pionierzentrale Modell 1937 war
einfach zu bedienen, liess sich mit gleichen Geräten erweitern und überzeugte
so, dass 1951 nochmals 125 Stück nachgebaut wurden. Die Bedienqualität wurde
nur noch durch die schnurlose Feldtelefonzentrale Modell 1957 übertroffen,
welche mit der Zeit die formschöne PIZ-37 ablöste. Ab 1964 beschaffte die
Armee aus Deutschland die Nato - Zentrale "Transportable
Feldvermittlung" quasi unbesehen ab Stange. Das Konzept mit den ohne
Verpackung transportablen Modulen überzeugte, die Zentrale Modell 1964 war die
Neuauflage der Tischzentrale Modell 1916 in moderner Aufmachung. Nicht
berücksichtigt wurde dabei, dass die Schweizer Zentralen auch auf Summeranruf
reagierten, die Nato - Zentrale nur auf Induktorspannung ab 25 Volt. So musste
Hasler AG zu jeder Zentrale eine Zusatzabfrageeinheit für 10 Linien und Gfeller
AG eine Ruf- und Beleuchtungseinheit nachliefern.
Die Vermittler für den ortsfesten Einsatz kamen grösstenteils in Festungen und Führungsanlagen zum Einsatz. Anfänglich wurden zivile, teilweise angepasste Zentralen (ähnlich Typ H-16) verwendet. Mit dem Aus- und Neubau grosser Festungsanlagen konstruierte man speziell diesem Einsatzzweck entsprechende Vermittler. Perfektes Beispiel dafür sind die Gusskastenzentralen. Die verwirrende Typenauswahl (6 Typen für eigentlich 2 Vermittler) lässt sich durch die schnelle Entwicklung und Verbesserung der Komponenten erklären. Eigentlich sind nur zwei Gerätetypen eingesetzt worden, eine Zentrale mit acht Anschlüssen und ein Vermittler mit 12 Linien und der Möglichkeit zum Einbau eines Nummernschalters für den Anschluss an das PTT - Zivilnetz. Die Tischzentralen waren Eigenentwicklungen für die Armee, bei den PTT war die Umstellung auf Zentralbatterie abgeschlossen und die allermeisten Ortsämter umgerüstet auf Selbstwahl mit Nummernschalter. Als die letzten Zentralen vom Typ H-80 und H-88 in Militäranlagen eingebaut wurden, hatte die Post viele Ortsämter bereits auf Tonfrequenzwahl (Tasten am Telefon) erweitert.