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Bereits im Altertum war der Julierpass ein bedeutender Übergang. Die Gemeinde Silvaplana wurde erstmals 1288 urkundlich erwähnt. 1476 bestätigte das Gericht von Sur Funtauna Merla die drei «Nachbarschaften Silvaplana, Surlej und Champfèr». Dieser Zusammenschluss bedeutete sehr wahrscheinlich den Anfang der definitiven Bildung der Gemeinde Silvaplana mit den beiden Fraktionen Surlej und Champfèr.
Mit der Territorialteilung von 1538 wurde der Suvrettabach als Grenze zwischen den Gemeinden St. Moritz und Silvaplana festgelegt. Damit wurde Champfèr politisch zweigeteilt. Wie am Dorfbild von Silvaplana zu ersehen ist, sind die Häuser nicht sehr alt. Das eigentliche Dorf befand sich nämlich im sonnigen und windgeschützten Surlej.
In Silvaplana selber fanden die Säumer und ihre Tiere, später dann die Postfahrgäste, die Kaufleute, Händler und andere Bedienstete Unterkunft. Im Jahre 1793 wurde Surlej von einer grossen Rüfe fast ganz verschüttet und das Land überschwemmt. Nach dieser Katastrophe sank die Bevölkerungszahl von Surlej ständig und sein Niedergang war zur damaligen Zeit nicht aufzuhalten.
Erst die Erschliessung des Skigebietes Corvatsch mit seiner Luftseilbahn (1963) förderte die Besiedlung von Surlej. Die wohl bekannteste Silvaplaner Persönlichkeit ist Jürg Jenatsch. Er wurde als Sohn des Predigers Israel Andreas Jenatsch wahrscheinlich 1596 geboren. Heute ist er bekannt als der «Retter des Vaterlandes», der Bünden im März 1637 von der französischen Fremdherrschaft befreite.