Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03610.jsonl.gz/678

Neuer Termin für Generalkonferenz steht fest
Mai 27, 2020
Die Organisatoren der Generalkonferenz der weltweiten Methodistenkirche haben angekündigt, dass die verschobene Generalkonferenz 2020 neu vom 29. August bis 7. September 2021 in Minneapolis (USA) stattfinden wird. Einer Petition von jungen Delegierten, einen anderen Termin zu wählen, konnte nicht entsprochen werden. Die Organisatoren suchen nach Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass Delegierte online an der Tagung teilnehmen können.
Ende März mussten die Organisatoren der Generalkonferenz, des obersten Leitungsgremium der weltweiten Methodistenkirche, entscheiden, die für Mai vorgesehen Tagung aufgrund der Corona-Pandemie zu verschieben. Nun wurde als neuer Termin für die Durchführung der 29. August bis 7. September 2021 genannt. Die verschobene Generalkonferenz wird wie ursprünglich geplant im Kongresszentrum von Minneapolis (USA) stattfinden. Der neue Zeitplan ähnelt den Terminvorschlägen, die erstmals in einer E-Mail an die Kirchenleitungen vom Bischofsrat bekannt gegeben wurden.
Terminänderung nicht mehr möglich
In einer Erklärung bedauerte die zuständige Kommission, dass sie dem Wunsch junger Delegierter, einen anderen Termin zu wählen, nicht nachkommen konnte. Seit Ende April hatten rund 2000 Personen eine Petition unterzeichnet, die eine Änderung des Datums forderte. In den USA fällt der Termin mit dem Beginn des neuen akademischen Jahres zusammen. Zahlreiche der für diese Tagung in aussergewöhnlich hoher Zahl gewählten jüngeren Delegierten könnten darum nicht an der Tagung teilnehmen. Auch der Bischofsrat der weltweiten Methodistenkirche hatte am 1. Mai die Kommission nachdrücklich aufgefordert, die Petition der jungen Erwachsenen zu prüfen.
Dafür, dass der Bitte nicht entsprochen werden konnte, gaben die Verantwortlichen verschiedene Gründe an: Die Bitte sei relativ spät im Prozess geäussert worden. Zu diesem Zeitpunkt seien bereits Verträge unterzeichnet gewesen. Deren Kündigung hätte bis zu einer halben Million US-Dollar Folgekosten verursacht. Betroffen gewesen wäre ausserdem nicht nur das Tagungszentrum, sondern auch die für die Delegierten reservierten Hotels, die Übersetzer und andere Personen. Für eine zehntägige Veranstaltung sei es zudem schwer, einen anderen Termin zu finden – zumal in der aktuellen Situation zahlreiche Veranstalter neu buchten.
Technische Möglichkeiten
«Die Einbeziehung junger Erwachsener bei der Generalkonferenz ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Wir bekräftigen, dass ihre Stimmen gehört werden müssen», sagte Kim Simpson, die Vorsitzende der Kommission, in der Erklärung. Die Kommission prüft nun technische Möglichkeiten, um die volle Teilnahme von Delegierten zu ermöglichen, die die Reise nach Minneapolis nicht antreten können. Dafür solle eine Gruppe kreativer Denker zusammengestellt werden.
S.F. / Heather Hahn, UMNS
Beitragsbild: Kathleen Barry, UMNS
Generalkonferenz
Die Generalkonferenz ist das oberste Leitungsgremium der United Methodist Church. Die Konferenz kann das Kirchenrecht revidieren und Resolutionen zu aktuellen moralischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Fragen verabschieden. Sie genehmigt auch Programme und Budgets für kirchenweite Aktivitäten.