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Untertitel: Teatro Paravento mit Till Eulenspiegel im «Theater in Freiburg»
Autor: Von MARTINA SOCHIN
Till Eulenspiegel wird meist verbunden mit Narrentum, Spässen und mittelalterlichen Höfen. Dass auch andere Aspekte hinter dem Namen stecken, hat das Teatro Paravento aus Locarno am Montag auf eindrückliche Art und Weise bewiesen.
Zurück ins 16. Jahrhundert
Die Zuschauer wurden ins 16. Jahrhundert zurückversetzt: Flandern ist von den Spaniern besetzt, und die flämischen Bürger leiden unter Repressionen. Der Narr Till Eulenspiegel wird zum Revolutionär und schart eine Truppe um sich, die es sich zum Ziel setzt, Flandern von den Spaniern zu befreien.
Das Teatro Paravento spielte das Stück nach dem gleichnamigen Meisterwerk des belgischen Autors Charles de Coster, der es gegen Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben hat. Charles de Coster schuf den Epos «Till Eulenspiegel» nach der Vorlage von alten flandrischen Volkserzählungen und liess darin alte Traditionen seiner Heimat wieder aufleben. Das Werk verarbeitet den Freiheitskampf des flämischen Volkes und begegnet der spanischen Besetzung auf satirische Weise.
Das Teatro Paravento zeigt den Narren Till jenseits von komödiantischem Talent und Scherzen. Die Musik, die Masken, die Mimik und der Körperausdruck der Schauspieler vervollständigen das Stück. Mit wenigen Mitteln wird grosses Theater gemacht. So sind die Bühnenbilder zu den verschiedenen Szenen sehr einfach gebaut. Das Bühnenbild ist zugleich Teil des Schauspiels; die Übergänge zu den verschiedenen Bildern sind fliessend.