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(06.09.2017) Für Schweizer KMU ist es häufig schwierig, die richtigen Mitarbeitenden zu finden. Gemäss dem Jahresbericht der Credit Suisse über die Erfolgsfaktoren der kleinen und mittleren Unternehmen haben 45% von ihnen Probleme bei der Personalsuche.
Rund ein Viertel der Schweizer KMU, also rund 90'000 Firmen, sieht sich sogar mit einem akuten Fachkräftemangel konfrontiert. Besonders heftig ist der Mangel in den technischen Berufen sowie bei Stellen im Bereich Management oder Projektleitung.
Die Problematik betrifft vor allem die ländlichen Gebiete und Bergregionen. Die KMU in den grossen Städten stehen insgesamt besser da, ebenso diejenigen im Tessin und in der Genferseeregion. Letztere profitieren von der grösseren Präsenz der Grenzgängerinnen und Grenzgänger.
Als Antwort auf diese Situation legen sich die KMU verschiedene Strategien zu. Vier von fünf KMU setzen auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden. Die Rekrutierung im Ausland wird ebenfalls häufig als Lösung genannt, vor allem von KMU in den Grenzregionen und von grossen KMU.
Weit weniger verbreitet ist das aktive Suchen auf Berufsmessen oder Stellenportalen, der Weg über Personalvermittlungsagenturen, die Beauftragung von Freelancern oder Zeitarbeitenden, Outsourcing oder auch die Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmenden nach dem Eintritt ins Rentenalter.
Darüber hinaus beurteilen die 1'900 von der Credit Suisse befragten KMU den Wirtschaftsstandort Schweiz als erfolgsfördernd. Diese Einschätzung hat sich seit 2016 gefestigt. Die Firmen, die an der Umfrage teilnahmen, zeigen sich auch im Hinblick auf die künftigen Bedingungen optimistischer als im letzten Jahr.
Letzte Änderung 06.09.2017