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Europäischer Sieg im Mixed
Das erste Spiel des Finalsonntags war auch zugleich das Einzige mit europäischer Beteiligung. Das war auch den Zuschauern bewusst und somit war die Halle sehr gut gefüllt. Der erste Satz war ein offener Schlagabtausch, bis 18-18 war die Partie sehr ausgeglichen - erst dann gelangen den Dänen 3 Punkte in Folge, was ihnen den ersten Satz sicherte. Im zweiten Satz hatten die Dänen viel Mühe Tritt zu finden. Es unterliefen ihnen viele einfache Fehler, die Indonesier nutzen das aus und gewannen ungefährdet mit 12-21. Im entscheidenden Satz machten SØBY/BAY-SMIDT dann alles richtig - die Indonesier waren nicht einmal in Führung obwohl sie immer konsequent angriffen. Die Abwehr der Dänen war sehr sicher und es gelang ihnen immer wieder aus der Verteidigung direkt Punkte zu erzielen. Rikke Søby und Mathias Bay-Smidt gelang damit erneut eine enorm gute Leistung und somit konnten sie die in den Top 20 klassierten Pitha Haningtyas Mentari und Rinov Rivaldy (INA) in drei Sätzen schlagen.
Das Damendoppel geht an Korea
Im Damendoppel-Finale traten die Nummern 13 und 14 der Weltrangliste gegeneinander an. Die Koreanerinnen Chang Ye Na/Jung Kyung Eun forderten die einen Rang besser klassierten Chiharu Shida/Nami Matsuyama aus Japan. Die Koreanerinnen starteten gut in den ersten Satz und konnten ihre favorisierten Gegnerinnen mit druckvollem und präzisem Spiel in Schach halten. Nur einmal gelang es den Japanerinnen für einen Punkt die Führung zu übernehmen. Doch Chang/Jung regarierten sogleich, holten sich den Punkt zurück und konnten den ersten Durchgang mit 21:16 für sich entscheiden. Im zweiten Satz zeigten sich die Japanerinnen zu Beginn konzentrierter. Nachdem die Koreanerinnen die ersten beiden Punkte holten, konterten die Japanerinnern mit 3 Punkten in Folge. Bis zum Stand von 8:8 konnte keine Paarung einen Vorsprung erarbeiten. Nach der Pause verloren Shida/Matsuyama die Konzentration und machten zu viele Eigenfehler. Ihre Gegnerinnen zogen auf 19:10 davon, ehe die Japanerinnen nochmals 3 Punkte aufholen konnten. Für mehr reichte es jedoch nicht mehr. Die Koreanerinnen entschieden die technisch und dynamisch hochstehende Partie mit 21:16 und 21:13 für sich und holten den Titel an den diesjährigen YONEX Swiss Open.
Spannung im Herreneinzel
Weltnummer 22 gegen Weltnummer 2 - ein Finale, das einiges an Spannung versprach. Zu Beginn der Woche gab der Inder Sai Praneeth B. noch auf dem Titlis sein Können zum Besten, besiegte dann im Halbfinale die Weltnummer 5 - Chen Long (CHN) in zwei Sätzen und auch im Finale gegen Shi Yuqi (CHN) sah es über weite Distanzen auch sehr gut aus für den Inder. Die ersten zwei Sätze waren sehr ausgeglichen, ein extrem schnelles Spiel mit vielen Cross-Smashes und getäuschten Schlägen. Beide Athleten liefen lange Wege. Erst im dritten Satz war dann langsam eine kleiner Klassenunterschied zu erkennen. Shi Yuqi wirkte immer noch frisch - Sai Praneeth B. verlor etwas an Antrittsschnelligkeit. Bis zum Stand von 7-8 für den Chinesen war das Spiel ausgeglichen - dann aber konnte sich Shi entscheidend absetzen und gewann den dritten Satz klar mit 21-12.
Überzeugender Sieg für Chen Yufei
Die Japanerin Saena Kawakami ist in der Weltrangliste zwar 37 Positionen hinter ihrer Gegnerin Chen Yufei aus China platziert, schien aber so etwas wie die Angstgegnerin der Chinesin zu sein. Als sich die beiden an den China Masters 2017 gegenüberstanden, hatte die Japanerin noch in 3 Sätzen gewonnen. Am YONEX Swiss Open 2019 in der St. Jakobs-Halle jedoch liess sich die Chinesin nicht beirren. Gleich zu Beginn legte sie 6 Punkte vor und vergrösserte ihren Vorsprung kontinuierlich. Kawakami startete denkbar schlecht ins Spiel und haderte oft mit den Begrenzungslinien. Zu viele Eigenfehler der Japanerin, oft auch unerzwungen, führten dazu, dass ihre Gegnerin den Satz deutlich mit 21:9 für sich entscheiden konnte. Der Start in den zweiten Durchgang gelang der Japanerin wesentlich besser. Obwohl Chen ihre Gegnerin weiterhin in alle Ecken des Feldes jagte, brachte diese mehr Bälle zurück ins Feld als im ersten Satz. Dies auch, weil nun Chen mehr Mühe zu haben schien. Chen nutzte jedoch die Pause bei 11:10, um sich nochmals neu zu orientieren. Mit 4 Punkten in Folge setzte sie sich nach Wiederbeginn ab. Kawakami liess zwischenzeitlich ihr Können aufblitzen und spielte Chen schwindlig. Zu mehr Gegenwehr reichte es aber nicht. Die topgesetzte Chinesin gewann auch den zweiten Satz und holte sich nach 36 Minuten den Titel im Damen-Einzel.
Indonesier setzen sich durch
Im Finale der Herrendoppel-Konkurrenz traten die Nummer 4 und 8 des Turniers gegeneinander an. Die an Nummer 9 der Weltrangliste und somit 80 Plätze besser rangierenden Indonesier Fajar Alfian/Muhammad Rian Ardianto und ihre Gegner Wang Chi-Lin/Lee Yang aus Taiwan boten im ersten Satz eine äusserst spannende und ausgeglichene Partie. Keine der beiden Paarungen schaffte es, sich mehr als 2 Punkte von den Gegnern abzusetzen. Die favorisierten Indonesier behielten jedoch die Nerven und gewannen den ersten Satz knapp mit 21:19. Während das Publikum schon mit einer Partie rechnete, die sich erst im dritten Satz entscheiden würde, hatten die Indonesier jedoch andere Pläne. Beim Stand von 1:2 im zweiten Durchgang holten sie erstmals 5 Punkte in Folge. Die Koreaner mussten zusehen, wie Alfian/Ardianto sie ein ums andere Mal mit druckvollen Smashes in Bedrängnis brachten. Sie schafften es zwar, nach der Pause nochmals bis auf 2 Punkte an ihre Gegner heranzukommen. Danach jedoch behielten die Indonesier die Spielübersicht und schafften es, Wang/Lee auszuspielen. Nach 40 Minuten standen die Indonesier als Sieger fest.
Yonex Swiss Open 2020
Die Yonex Swiss Open 2020 findet in der Woche 12 wieder direkt nach den Yonex All England Open statt: vom 17.3 - 22.3.2020 in der St. Jakobshalle Basel.
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