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Der Weltwirtschaft droht eine langanhaltende Stagnation. Zu diesem Schluss kommt die Konferenz der UNO für Handel und Entwicklung (UNCTAD) in ihrem jüngsten Bericht.
Im Vergleich zum Wirtschaftswachstum seien die Löhne in der Vergangenheit zu wenig gestiegen. Ausserdem sind die Löhne laut der UNCTAD immer ungleichmässiger verteilt. Zu tiefe Löhne würden jedoch den Konsum dämpfen.
Der negative Einfluss auf die Weltwirtschaft, den zu tiefe Löhne in den reichen Ländern haben, sei bislang unterschätzt worden, sagte UNCTAD-Generalsekretär Mukhisa Kituyi.
Er schlägt deshalb vor, dass die reichen Länder die Löhne und die Staatsausgaben erhöhen. Damit würde die Nachfrage steigen – und die drohende Stagnation der Weltwirtschaft würde verhindert.
Es drohen Schuldenkrisen
Laut der UNCTAD wächst die Wirtschaft der entwickelten Länder im laufenden Jahr um 1,9 Prozent. Letztes Jahr waren es 1,6 Prozent. Die leichte Wachstumsbeschleunigung erklärt die Organisation mit der höheren Beschäftigung, den gestiegenen Hauspreisen und den tieferen Energiekosten.
Schwarz sieht die UNCTAD für die Länder mit hohen Staatsschulden. Die Mehrheit dieser Staaten habe im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld zunehmend Mühe, die Zinsen begleichen zu können. Alfredo Calcagno, bei der UNCTAD verantwortlich für die Wirtschaftspolitik, sagte: «Wir stehen nicht am Abgrund. Aber wir müssen uns auf weitere Schuldenkrisen wie in Argentinien und in Griechenland einstellen.»