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Waadtländer Jura: Wytweiden im Wandel
Die Wytweiden haben sich aus einer Mischnutzung von Wäldern und Weiden entwickelt. Seit Jahrhunderten schützen die auf den Weiden des Jura verstreuten Bäume das Vieh vor Unwetter, und das Trampeln der Kühe verlangsamt die Bewaldung. Bei wohl dosierter Nutzung gestalten sich diese Lebensräume sehr interessant für Land- und Forstwirtschaft, für die Artenvielfalt und für die den Tourismus.
Dieses Gleichgewicht ist heute bedroht. Dort, wo viel Vieh konzentriert ist, kann kein Baum mehr gedeihen. Andererseits breiten sich Wald und Buschwerk in den Bereichen, die nicht mehr ausreichend beweidet werden, schnell aus. Wie wird diese neue Landschaft dem zukünftig wärmeren und trockeneren Klima des Juras standhalten?
Wytweiden durch die Erwärmung bedroht
Im Parc Jurassien Vaudois untersuchen Fachleute des WSL-Standorts Lausanne experimentell die Reaktion der Wytweiden auf den Temperaturanstieg und die Trockenheit. Sie vergleichen die Reaktion der Böden und der Vegetation in Abhängigkeit von der Intensität des Klimawandels und vom Bewaldungsgrad.
Hierzu haben sie in 1'400 m Höhe Bödenblöcke mit ihrer Vegetation aus drei Habitats entnommen: aus der offenen Weide, der halboffenen Weide und der Waldweide. Diese Blöcke wurden an drei Versuchsstandorten unterschiedlicher Höhe ausgesetzt, um den Klimawandel zu simulieren.
Die ersten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Weltweit macht der in Steppen und Weiden gespeicherte Kohlenstoff ein Drittel des gesamten in den Böden gespeicherten Kohlenstoffs aus und fast die Hälfte des Kohlenstoffs in der Atmosphäre. Würden diese halboffenen Gebiete mit Vieh erhalten, könnte die Widerstandsfähigkeit dieser Lebensräume und ihre Fähigkeit, Kohlenstoff zu speichern, verbessert werden.
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