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Bukarest - In einer Stichwahl haben die Rumänen einen neuen Präsidenten gewählt. Gute Chancen konnte sich der sozialdemokratische Kandidat Mircea Geoana ausrechnen, der gegen Amtsinhaber Traian Basescu antrat.
Der seit fünf Jahren regierende Traian Basescu und der Sozialdemokrat Mircea Geoana hatten im ersten Durchgang die erforderliche absolute Mehrheit verfehlt. In Meinungsumfragen lag Geoana etwa acht Prozentpunkte vor Basescu.
Die Sozialdemokraten hatten sich vor der Stichwahl mit den Liberalen auf die Bildung einer Regierung geeinigt, an deren Spitze der deutschstämmige Kommunalpolitiker Klaus Johannis aus Hermannstadt (Sibiu) stehen soll.
Wahlberechtigt waren 18 Millionen Menschen. Die Stimmlokale sollten um 20.00 Uhr schliessen, mit ersten Hochrechnungen wurde kurz danach gerechnet. Das offizielle Wahlergebnis soll am Montag verkündet werden.
Sollte Geoana die Wahl gewinnen, dürften seine Sozialdemokraten mit Hilfe der Liberalen die seit Monaten schwelende Regierungskrise beenden.
Weil es Basescu nicht gelungen war, eine handlungsfähige Regierung zu bilden, konnte ein Hilfspaket des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 20 Milliarden Euro bislang nicht realisiert werden. Die Sozialdemokraten hatten zusammen mit anderen Oppositionsparteien im Oktober die Regierung gestürzt.
Neben der Sanierung der Wirtschaft wartet als weitere wichtige Aufgabe der Kampf gegen die Korruption auf den künftigen Präsidenten des EU-Neumitglieds. Rumänien ist nach Bulgarien das ärmste Länder der Europäischen Union.
Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 46 Prozent des europäischen Niveaus. Schätzungsweise zwei Millionen Rumänen arbeiten deshalb im Ausland.
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