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(Ergänzt um weitere Angaben zum Geschäftsverlauf)
Unterpremstätten/AT (awp) - Der Austriamicrosystems AG (AMS) ist im vierten Quartal 2009 die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Im Gesamtjahr schrieb die Chipherstellerin aber rote Zahlen und schlägt einen Dividendenverzicht vor. Für 2010 rechnet das an der SIX Swiss Exchange kotierte, österreichische Unternehmen mit einer Besserung und erwartet auch auf Jahressicht die Rückkehr zur Profitabilität.
Im vierten Quartal 2009 erzielte AMS einen gegenüber dem Vorjahresquartal um 2% höheren Umsatz von 43,9 (VJ 43,2) Mio EUR und eine tiefere Bruttomarge von 42 (49)%. Der EBIT sank um knapp zwei Drittel auf 1,8 (4,9) Mio EUR, der Reingewinn lag bei 1,3 Mio EUR nach einem Reinverlust von 6,2 Mio EUR, wie die Gesellschaft am Montagabend mitteilte. Mit den Zahlen hat die Chipherstellerin die Markterwartungen ge- bzw. leicht übertroffen.
Im Geschäftsjahr 2009 ergab sich ein Umsatzrückgang um 26% auf 137,2 (184,7) Mio EUR, auf Basis konstanter Wechselkurse sank der Umsatz um 29%. Der branchenweite Abschwung habe eine niedrige Produktionsauslastung und hohe nicht absorbierte Fixkosten im ersten Halbjahr zu Folge gehabt, hiess es. Entsprechend sank die Bruttmarge auf 34 (51)%. Positiv wirkten sich das natürliche Hedging bei den Produktionskosten und eine höhere Effizienz in der Produktion aus. Der EBIT lag bei -18,6 (VJ +25,0) Mio EUR und das Reinergebnis bei -18,0 (VJ +12,3) Mio EUR.
Der Auftragsbestand ohne Konsignationslager belief sich per Ende Dezember auf 45,6 Mio EUR gegenüber 35,8 Mio EUR Ende September 2009 bzw. 29,8 Mio EUR Ende 2008. Der operative Cash Flow für das Jahr betrug 20,3 (47,5) Mio EUR und die liquiden Mittel lagen per Ende Dezember bei 42,2 (30,7) Mio EUR. Die Eigenkapitalquote wird mit 60 (62)% angegeben.
AMS habe die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und des Abschwungs der Halbleiterindustrie 2009 zu spüren bekommen, so die Mitteilung. Massnahmen zur Kostensenkung hatten unter anderem den Abbau von 70 Stellen weltweit zur Folge. Es gab zusätzliche operative Einsparungen von rund 17 Mio EUR im Berichtsjahr, ein Drittel davon soll sich auch künftig positiv auf die Kostenstruktur auswirken.
Im Bereich Consumer & Communications bewegten sich Auftragseingänge und Liefermengen im Mobiltelefonmarkt den Angaben zufolge im zweiten Halbjahr und besonders im vierten Quartal in Richtung vorheriger Niveaus. Bei Lösungen für LCD-Hintergrundbeleuchtung lieferte das Unternehmen gegen Ende Jahr hohe Produktvolumina an mehrere grosse OEMs in Korea, Japan und Taiwan. Dieser Markt soll künftig weiter hohe Wachstumsraten aufweisen. Produkte für MEMS-Mikrofone zeigten laut AMS eine starke Performance, hier wird für 2010 weiteres signifikantes Wachstum erwartet.
Industrie & Medical zeigte sich durchwachsen. AMS sieht bei Industriekunden zwar Anzeichen für eine Verbesserung der Nachfrage in bestimmten Anwendungen im Verlauf der letzten Monate. Die Umsätze für 2010 würden dort vorherige Niveaus aber wohl nicht erreichen, hiess es. Medizintechnik zeigte sich dagegen robust.
Automotive war durch den Abschwung der Automobilindustrie beeinträchtigt, Kundennachfrage und Orders verbesserten sich jedoch im vierten Quartal. Der Bereich Full Service Foundry war laut Mitteilung trotz der schwierigen Marktsituation erfolgreich.
Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung einen Dividenverzicht vor. Das Unternehmen beabsichtigt aber weiterhin die Ausschüttung von 25% des Nettoergebnisses, wenn es zur Profitabilität für ein komplettes Geschäftsjahr zurückgekehrt ist.
Im laufenden Jahr erwartet AMS ein Umsatzwachstum von etwa 20% gegenüber dem Vorjahr, eine "bedeutende Verbesserung" der Bruttomarge und eine Rückkehr zur Profitabilität. Für das erste Quartal wird ein starkes Umsatz- und Ergebniswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal sowie eine deutlich unterhalb historischer Niveaus liegende Saisonalität der Umsätze im Vergleich zum Vorquartal in Aussicht gestellt.
cc/uh
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