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Ninja – der Schattenkrieger
Im Jahre 794 - 1192 entstand diese Kampfkunst in Japan. Ninjutsu besitzt viele Techniken mit Würfen und Griffen, aber auch mit Waffen (z. B. Katana, Bo, Hanbo, Shuriken etc.) wird gekämpft. Diese Kampfkunst kann im täglichen Leben sehr gut als Selbstverteidigung angewendet werden.

"Die Kunst, welche das Herz oder einen Willen leitet" oder auch die "Kunst der Vereinigung von Körper, Geist und Seele"
Ninjutsu ist eine 1500 Jahre alte japanische Kampfkunst, die auf die Zeiten des feudalen Japans zurückgeht.
Während eines Grossteils dieser Zeit wurde Ninjutsu im Geheimen gelehrt und war nur wenigen zugänglich. Über viele Jahrhunderte hinweg wurde die Kunst geheimgehalten und nur an wenige, auserlesene Schüler weitergegeben. Im feudalen Japan erfüllten die Ninja diejenigen, die nach militärischer und politischer Macht strebten, mit Furcht, denn sie waren dazu ausgebildet, im Verborgenen zu operieren und hatten einen furcht- einflössenden Ruf als Spione und Meuchelmörder. Die äusserst wertvollen Methoden des historischen Ninja entsprangen einer durchgängig gelebten Philosophie, geleitet von dem Bestreben, Probleme spontan und effektiv zu lösen. Durch diese pragmatische Anwendung kreativen Denkens waren sie imstande, eine Zeit endloser Schlachten zu überdauern und letztendlich Erleuchtung zu erlangen. Erst in den 60-iger Jahren brach der heutige Grossmeister, Dr. Masaaki Hatsumi, das Siegel der Verschwiegenheit um Ninjutsu und erlaubte es auch westlichen Schülern, Ninjutsu zu erlernen und zu verbreiten.
Da sich die Zeiten nun grundlegend geändert haben, leben wir heutzutage in einem Zeitalter des Friedens; dennoch stossen wir immer wieder in unserem täglichen Leben auf Schwierigkeiten. Die einst geheime und "schattenhafte" Kunst des Ninjutsu hat inzwischen beträchtliche Popularität erlangt, leider aber auch gleichzeitig - bedingt durch Missverständnisse und sensationsgierige Ausschlachtung - einen schlechten Ruf in vielen Teilen der Welt.
Die Kriegs- und Kampfkunst der Ninja sollte als Lebensphilosophie verstanden werden, die das Ziel hat Wege zu finden, um in Frieden und Harmonie mit der Natur und sich selbst zu leben. Die kämpferischen Aspekte sind Mittel und Wege, um das Ziel verwirklichen zu können. Des weiteren stellen sie den ewigen Kampf mit dem eigenen Ego dar. Die Ausübung des Ninjutsu bedeutet deswegen persönliche Auseinandersetzung mit philosophischen Themen wie Leben und Tod, Angst und Überwindung des Ichs, Intuition und emotionale Intelligenz, aber auch Religion und Psychologie. Denn Ninjutsu ist eine Kampfkunst eingebettet in ein philosophisches Fundament und stark beeinflusst von und emotionaler Intelligenz.
Alle Techniken des Ninjutsu spiegeln in ihren Prinzipien die Schwierigkeiten des Lebens wieder, auf die es immer Lösungen gibt. Man kann also das Ninjutsu - angewendet im täglichen Leben - dazu benutzen, bessere Wege zu finden, um Probleme zu meistern. Denn Ninjutsu ist nicht, wie meist angenommen, das Lernen des Tötens, sondern die Möglichkeit den Geist und die eigene Ausdauer zu schulen, um mit der Natur in Einheit fliessen zu können.
Ziel des Ninjutsu-Trainings ist es, Tatsujin zu werden, was wörtlich bedeutet: Ein voll entwickeltes menschliches Wesen. Um dies zu erreichen, trainieren wir effektive Kampfmethoden, wir lernen, mentale Fähigkeiten zu entwickeln, die uns insbesondere in unserer heutigen stressigen Welt helfen, unser Leben zu meistern und ein Gleichgewicht im Alltag zu bekommen.
Durch Mentales Training verbessern wir unsere Intuition, Konzentrationsfähigkeit und Selbstvertrauen.
Ninjutsu versucht, eine Bewegung zu entwickeln, die frei von jeder Form ist. Ninjutsu ist eine lebendige Kunst (IKIRU), während die meisten Kampfkünste in einer festen Form gebunden sind, die mehr für eine Sportsituation passend sind. Wenn die Szene geplant und die Konsequenzen klar sind und die Teilnehmer schon am Anfang wissen, wie es enden wird, diese Kampfkünste erziehen den Körper, grössere Kraft zu entwickeln und diese zu nützen. Man versucht, entgültige und absolute Lösungen zu vorkalkulierten Situationen zu geben. Jedoch kann die Situation eines richtigen Kampfes nie imitiert werden. Zu viel Selbstvertrauen zu haben kann sich als Fehler entpuppen.
Grossmeister Dr. Masaaki Hatsumi sagte einmal:
"Menschen sind vor allen Dingen sehr schwach, sie können sich sehr leicht verletzen. Wenn man stark wird, vergisst man dies leicht und kann so leicht umkommen. Personen, die sagen, dass sie sehr stark sind, kommen leicht in Unfälle. Eine starke Erscheinung bringt einem mehr in Gefahr. Leute, die richtige Kampferfahrung hatten, verstehen dies. Wenn es richtig gefährlich wird, ist es besser wegzugehen, zu verschwinden, bevor es zu spät ist. Zu sagen, dass man gerne stark sein möchte, ist wie Selbstmord zu begehen. Man verliert das Gleichgewicht, denn stark und schwach ist dasselbe. Es ist nicht wichtig, stark zu sein, um zu überleben."
Was beim Studium des Ninpo so wichtig ist, ist die Fähigkeit, uns der Umgebung anzupassen anstatt zu versuchen, alles zu verändern. Schüler des Karate, Aikido, Kick-Boxing, Thai-Boxing, Judo etc. können leicht an den Positionen und Bewegungen erkannt werden. Im Ninjutsu müssen wir davon völlig frei sein (GIJUNI - Frei). Durch Shizen - frei und natürlich leben - sollten wir Taijutsu erlernen - die Kunst der natürlichen Körperbewegung.
Taijutsu (unbewaffneter Nahkampf) ist die Grundlage aller Techniken. Zum Taijutsu gehört zum einen Dakentaijutsu (Schlag- und Tritttechniken); innerhalb des Dakentaijutsu unterscheidet man zwischen Koppojutsu (Schläge/Stösse auf Knochen und harte Körperteile) und Kosshijutsu (Finger- und Zehenstiche auf Muskeln und Weichteile). Weiterhin gibt es das Jutaijutsu (Hebel, Würfe und Festlegetechniken) und das Taihenjutsu (Rollen, Fallen, Sprünge). Das Taijutsu basiert dabei auf natürlichen Körperbewegungen und Instinkten, was es ermöglicht auch gegen körperlich stärkere Gegner zu bestehen.
Ninjutsu befasst sich nicht mit perfekten Bewegungen, so dass man also nicht eine Bewegung kopieren sollte. Sonst ist es nur eine Imitation. Im Gegenteil, wir sollten unsere Lehrer beobachten und die freien und lebendigen Bewegungen und Gefühle, die sie vermitteln, aufnehmen. Dies ist etwas, was nicht durch Video oder Buch vermittelt werden kann.
Grossmeister Dr. Masaaki Hatsumi hat einmal erklärt, dass man versuchen sollte, sich mit dem Rhytmus des Gegners zu harmonisieren (AITE NO CHOSHI NI NORU). Dies geschieht, indem man vermeidet, bei den eigenen Bewegungen Kraft aufzuwenden. Dies wird die eigenen Absichten vor dem Gegner verstecken. Ninjutsu lehrt uns Bewegungen, die kein Alter haben, die für junge und ältere Menschen passen, für starke und für schwache.
Kontakt
Martial Arts Academy Baden
Michel Musa
Oberrohrdorferstrasse 1
5405 Baden-Dättwil
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