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Novartis ist mit grösseren Problemen in Japan konfrontiert, nachdem Forscher im zweitgrössten Markt des Unternehmens die Wirksamkeit von Diovan anzweifeln. Zwei Untersuchungen von Studien hätten ergeben, dass die Daten verändert wurden und dadurch ungenaue Ergebnisse entstanden seien, schreibt das «Wall Street Journal».
Laut dem WSJ bestreitet Novartis jegliche Verstrickung und bekräftigt die Wirksamkeit ihres Blockbuster-Medikaments Diovan. In Japan haben aber dennoch mindestens acht Spitäler mitgeteilt, dass sie das Herzmedikament nicht mehr länger verschreiben werden.
Weitere japanische Universitäten, welche Untersuchungen mit Diovan durchgeführt hatten, haben nun Untersuchungen eröffnet und auch das Gesundheitsministerium hat in diesem Monat seine eigenen Untersuchungen angekündigt.
Novartis-Sprecher Eric Althoff räumte derweil gegenüber der Zeitung ein, dass es bei den japanischen Studien zu einem «Interessenskonflikt» gekommen sei, welcher «unangebrachterweise» nicht offengelegt wurde.
«Absichtliche Manipulation»
Offenbar war ein Mitarbeiter bei allen fünf Studien beteiligt, war aber in den Studien lediglich als Lektor der Osaka City Universität aufgeführt, wo er eine Teilzeitstelle inne hatte. Er war dabei offenbar in die statistische Auswertung und das Studiendesign involviert.
Althoff teilte der Zeitung weiter mit, es habe aber keine Hinweise auf eine «absichtliche Manipulation oder gar Verfälschung der Daten» durch den ehemaligen Mitarbeiter gegeben.
(chb/aho/awp)