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Utopia ist mein neuer Roman. Er besteht erst in Bruchstücken, die ich hier nach und nach veröffentlichen werde.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Jetzt muss sie unbedingt einmal zurück, nach Luis schauen und nach all ihren andern Friends. Es könnte ja sein, dass sich tatsächlich jemand Sorgen um sie macht. Noë liegt auf ihrer Matratze und atmet tief durch.
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Als Noë wieder ausgeschlafen erwacht, zögert sie: Soll sie wirklich zurück in ihre alte Welt? Hier gibt es noch so viel zu entdecken. Was, wenn sie sich plötzlich nicht mehr hierher zwinkern kann?
[Dieser Beitrag gehört zum Roman „Utopia“. Der Roman erscheint im Blog in loser Reihenfolge. Der Beginn findet sich hier.]
Als Noë wieder aufwacht, liegt sie immer noch in dem fensterlosen Zimmer und die Kiste auf dem Tisch brummt leise. Sie setzt sich auf und beschliesst, weiter in der Kiste zu lesen. Und vielleicht auch zu schreiben, denn die Kiste verfügt ja auch über Buchstaben.
Noë erwachte am Morgen und wusste, sie war in ihrem Bett, in ihrer Wohnung. Sie wusste auch, dass ihr Wandbild nicht mehr im Wohnzimmer war. Und sie wusste noch eines: Sie wollte zurück in diesen fensterlosen Raum, sie wollte herausfinden, wie die Kiste funktionierte und was man damit machen konnte.
Noë zweifelte nur kurz daran, ob sie das Bild wirklich gemalt hatte oder ob sie wieder nur geträumt hatte. Sie fand auf den ersten Griff den zusammengefalteten Stadtplan im Regal und auf der Rückseite ihre Insel mit Sandstrand, Wasserfall und Bäumen.
Als Noë aufwachte, war ihr erster Gedanke der an ihr Kunstwerk im Wohnzimmer: Ihre Insel, auf der sie alle Flüchtlinge willkommen hiess. Und die Beerenmus-Flüchtlinge im Boot, dass direkt auf diese Insel zusteuerte.
Noë war zufrieden, dass die Flüchtlinge nun eine bessere Zukunft vor sich hatten. Sie hatten alle Möglichkeiten der Welt. Sie konnten sich eine eigene Welt, nach eigenen Vorlieben erschaffen. Das war noch besser, als wenn sie von ihrer Heimat in ein anderes Land hätten auswandern können. Jetzt konnten sie alles so gestalten, wie es für sie selber perfekt war.
Noë schlug die Zeitung auf und war gespannt darauf, was sie heute für Informationen finden würde. Auf der zweiten Seite leuchtete ihr ein Artikel über Flüchtlinge und Dichtestress entgegen. Sie beschloss, ihm eine Chance zu geben.
Noë hatte schon seit mehreren Tagen keine Zeitung mehr gelesen. Stattdessen hatte sie sich mit Texten über Gefühle auseinandergesetzt. Sie hatte versucht, das alles zu verstehen, mit anderen darüber zu sprechen. Aber es war ihr nicht so recht gelungen.
Noë war am Abend ganz erschöpft eingeschlafen und dann hatte sie die ganze Nacht seltsame Dinge geträumt. Dass ihr Wasser aus den Augen gelaufen war, Wasser, das salzig schmeckte. Und dass seltsame Geräusche aus ihrem Mund kamen, wenn wenn sich der ganze Körper zusammengezogen hätte.