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Der US-Amerikaner John Stanmeyer thematisiert in seinem zum «World Press Photo» erkorenen Bild die Emigration aus Afrika. Das Foto zeigt Migranten in Dschibuti, welche – vom Vollmond beleuchtet – ihre Handys in die Höhe halten. Damit versuchen sie Empfang mit kostengünstigen Tarifen im Nachbarland Somalia herzustellen.
Dschibuti gilt als Sammelplatz für zahlreiche Migranten aus Somalia, Eritrea und Äthiopien vor ihrer Weiterreise nach Europa und den Mittleren Osten.
Jury-Mitglied Jillian Edelstein begründete die Preisvergabe damit, dass das Bild mehrere aktuelle Themen einzigartig einfange: Technologie, Globalisierung, Migration, Armut, Verzweiflung, Entfremdung und Menschlichkeit.
Insgesamt wurden beim «World Press Photo»-Award 53 Fotografen in 18 Kategorien ausgezeichnet. Beinahe 100'000 Bilder waren vorgängig eingereicht worden. Stanmeyer erhält als Gewinner 10'000 Euro. Der Preis gilt als einer der renommiertesten im Bereich Pressefotografie.
Der Fotograf John Stanmeyer ist der Fotoagentur «VII» angeschlossen, die er auch mitgegründet hatte. Das Siegerbild entstand im Rahmen einer Arbeit für «National Geographic». Der US-Amerikaner lebte während zwölf Jahren im Fernen Osten. Sein Fokus liegt nach eigenen Aussagen auf sozialer Ungerechtigkeit, globaler Armut und Menschenrechten.