Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03620.jsonl.gz/2001

Seit Jahren schreibt Leclanché rote Zahlen. Jetzt erwägt der Batterienhersteller eine Kapitalerhöhung.
Der Batterienhersteller Leclanché benötigt Kapital. Als wichtigsten Grund dafür nennt das Unternehmen in einer Mitteilung das prall gefüllte Auftragsbuch. Zudem stehe bis Ende Juni noch ein Wandeldarlehen zur Rückzahlung an.
Der Verwaltungsrat überprüfe derzeit gemeinsam mit den Hauptaktionären den kurz- und langfristigen finanziellen Bedarf der Gruppe, heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag.
Zweitkotierung als Option
Dabei würden Optionen wie etwa eine Kapitalerhöhung, die private Platzierung von Aktien bei institutionellen Investoren oder eine Zweitkotierung am nordamerikanischen Finanzmarkt in Betracht gezogen. Nordamerika weise als rasch wachsender Markt für Energiespeicherung einen grosses Investoreninteresse auf, schreibt Leclanché.
Die ursprünglich für den 14. Juni 2017 geplante ordentliche Generalversammlung werde auf ein noch unbestimmtes Datum im Juli verschoben.
Rote Zahlen
Als weiteren Grund für die Verschiebung der GV nennt das Unternehmen den Brand, der am 22. Mai die Produktion am Hauptsitz in Yverdon lahmgelegt hatte. Der Brand habe die Aufmerksamkeit des Managements in Anspruch genommen und von den Vorbereitungsarbeiten zur GV abgelenkt.
Das Westschweizer Unternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen. 2016 weitete sich der Reinverlust gegenüber dem Jahr 2015 um knapp 2 Millionen auf 37,2 Millionen Franken aus.
(sda/cfr)