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Die zahlreichen und offensichtlichen Argumente für ein Verbot des Kite-Surfens auf dem Sempachersee, die der Kanton selbst ausführlich dargelegt hat, hat der Regierungsrat nun mit dem Entscheid gegen ein Verbot umgestossen. Denn neu ist der südliche Teil des Sempachersees zwischen der Linie Nottwil – Eich in Richtung Sempach, und damit ein grosser Teil des Sees, für das Kitesurfen freigegeben. Zwar nimmt die Zone die Uferabstände von 300 Metern analog den bestehenden Schutzzonen als Begrenzung auf, es wird aber befürchtet, dass diese Uferabstände von den Sportlern weder eingehalten werden können, noch vom Kanton kontrolliert werden.
Für Pro Natura Luzern ist der Entscheid des Regierungsrats unverständlich. Die Aufhebung des Verbots schwächt die Bedeutung des Sempachersees als Schutzgebiet und Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Die Naturschutzorganisation befürchtet eine zunehmende Wassersportaktivität auf dem Sempachersee, die nicht ohne negative Auswirkungen auf die geschützten Uferzonen und die Bestände störungsempfindlicher Wasservögel bleiben wird.
Problematisch ist insbesondere auch, dass der Kanton die Start- und Landeplätze nicht vorgibt. Somit haben die Wassersportler freie Wahl und es stellt sich die Frage, ob sie dabei die Schutzzonen berücksichtigen. Pro Natura Luzern wird deshalb darauf drängen, die Ein- und Ausstiegsorte vorgängig zu definieren, um Störungen und Schäden im Bereich der Uferzonen in Grenzen zu halten.