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Dieses Bonmot hat der Schweizer liberale Publizist Robert Nef im Jahr 1973 geprägt und 1975 in seine Aphorismensammlung “Sprüche und Widersprüche zur Planung. Zitatenschatz für Planer und Verplante” aufgenommen:
Robert Nef:
- “Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum. Dem Zufall sind wir aber schutzlos ausgeliefert, während wir als Planende immerhin die Möglichkeit haben, vom grösseren zum kleineren Irrtum fortzuschreiten.”
Robert Nef, Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung, Zürich 1973
Der prägnante, witzige Satz wurde in den 1970er Jahren oft zitiert, und anfangs auch korrekt Robert Nef zugeschrieben, doch bald hat sich das Bonmot wie ein anonymes Sprichwort verbreitet und der Urheber wurde vergessen.
Im 21. Jahrhundert allerdings wird Robert Nefs Aphorismus meistens Albert Einstein untergeschoben, manchmal auch Peter Ustinov oder Werner Kirsch.
Robert Nef schrieb über seine 1975 erschiene Zitatensammlung, die er inzwischen auch auf seiner Webseite präsentiert:
Robert Nef:
- “Insgesamt stammen nur zwei Zitate von mir, aber eines davon ist beinahe sprichwörtlich geworden. Die ironisch aufgeladene Definition der Planung als Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum ist inzwischen zum viel zitierten Bonmot geworden, das vielerorts fälschlicherweise Albert Einstein, Absolvent der ETH, zugeschrieben wird. Was kann einem eigentlich Besseres passieren, als dass eine eigene Formulierung letztlich einem Nobelpreisträger in den Mund gelegt wird?” (Link)
Da dieses Zitat von Robert Nef in Albert Einsteins digitalisierten Texten nicht zu finden ist und ihm erst mehr als 50 Jahre nach seinem Tod erstmals untergeschoben wurde, ist es ohne Zweifel ein Kuckuckszitat.