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Lewis Hamilton gewann das Rennen in Sotchi vor Sebastian Vettel. Sergio Perez ist überraschend Dritter geworden, auch weil Räikkönen zusammen mit Bottas in der letzten Runde einen Unfall verursachte.
von B. Fleckenstein
Die beiden Silberpfeile in der ersten Startreihe dahinter Valtteri Bottas (Williams) gefolgt von Sebastian Vettel und dessen Teamkollegen Kimi Räikkönen (Ferrari), Nico Hülkenberg und Sergio Perez, die zwei Force India Piloten, waren die ersten sieben Fahrer der Startaufstellung. Nico Rosberg konnte beim Start seine Pole gegen Lewis Hamilton verteidigen und blieb vorerst in Führung. Kimi Räikkönen (Ferrari) überholte Vettel (Ferrari) und danach Bottas (Williams). Nico Hülkenberg (Force India) drehte sich in der ersten Kurve nach dem Start und touchierte Max Verstappen (Toro Rosso). Marcus Ericsson (Sauber) fuhr auf Nico Hülkenberg auf und somit wurde das Safetycar in der ersten Runde auf die Strecke gebracht. Das war das vorzeitig aus für Hülkenberg und Ericsson. Max Verstappen musste mit platten Hinterreifen zur Box, konnte danach aber wieder weitermachen. Hülkenberg sagte zu seinem Dreher folgendes: „Wir haben die Möglichkeit die Bremsbalance einzustellen und die war vielleicht zu viel nach hinten gesetzt.“ In Runde 7 fuhr Lewis Hamilton an seinem Teamkollegen Nico Rosberg vorbei und übernahm die Führung. Rosberg überschätzte sich in der Folge in Kurve 13 etwas und danach sah es so aus, als ob der Mercedes ein Problem hätte, denn Rosberg konnte nur zur Box rollen und musste daraufhin das Rennen technisch bedingt aufgeben.
Horrorcrash in Runde 11 – Safetycar zum zweiten Mal
Es war Romain Grosjean (Lotus), der am Ende der langen Kurve rund um das Medal Plaza, in welchem die Olympischen Winterspiele 2014 eröffnet wurden, die Kontrolle über seinen Lotus verlor und in die Streckenbegrenzung fuhr und einen grossen Teil der Bande zerstörte. Das rief Bernd Mailänder auf den Plan, der fünf Runden lang das Safetycar auf der Strecke hielt.
Nach fliegendem Start gelang es Sebastian Vettel (Ferrari), Kimi Räikkönen zu überholen. Dieser befand sich in der Folge auf der Verfolgung von Bottas, der auf Platz Zwei hinter dem führenden Hamilton fuhr. Doch an der Platzierung tat sich wenig. Erst als Bottas zum Reifenwechsel in Runde 26 kam, konnte Vettel Platz Zwei übernehmen, gefolgt von Kimi Räikkönen. Die folgenden Boxenstopps mischten das Feld auf und in Runde 36 war Hamilton (Mercedes) immer noch ungefährdet in Führung, gefolgt von Vettel (Ferrari), Perez (Force India) nun auf drei, Ricciardo (Red Bull), Bottas (Williams), Räikkönen (Ferrari) und Sainz (Toro Rosso).
Daniel Ricciardo (Red Bull) musste in Runde 47 technisch bedingt aufgeben. Bottas (Williams) und Räikkönen (Ferrari) gingen kurz zuvor an ihm vorbei. Die Beiden waren in Runde 49 nun eine halbe Sekunde hinter Sergio Perez und es waren noch vier Runden zu fahren. In der letzten Runde überholten beide Piloten gleichzeitig Sergio Perez, der lange um den dritten Platz gekämpft hatte. Doch dann geschieht das unfassbare Malheur. Räikkönen versuchte Bottas innen in einer Rechtskurve auszumanövrieren, doch schoss diesen förmlich ab. Lachender Dritter war danach Sergio Perez, der den lang verteidigten dritten Platz nun ins Ziel retten konnte. Felipe Massa wurde vierter. Lewis Hamilton gewann vor Sebastian Vettel, der wiederum mit seinem zweiten Platz die WM Entscheidung noch offen liess.
Rangliste GP von Russland
1. Lewis Hamilton Mercedes 1:37:11.024 Std.
2. Sebastian Vettel Ferrari + 5.953 Sek.
3. Sergio Perez Force India + 28.918 Sek.
4. Felipe Massa Williams + 38.831 Sek.
5. Daniil Kvyat Red Bull + 47.566 Sek.
6. Felipe Nasr Sauber + 56.508 Sek.
7. Pastor Maldonado Lotus + 1:01 Min.
8. Kimi Räikkönen Ferrari + 1:12 Min.
9. Jenson Button McLaren Honda +1:19 Min.
10. Max Verstappen Toro Rosso + 1:28 Min.
11. Fernando Alonso McLaren Honda + 1:31 Min.
12. Valtteri Bottas Williams + 1 Runde
13. Roberto Mehri Manor Marussia + 1 Runde
14. Will Stevens Manor Marussia + 2 Runden
15. Daniel Ricciardo Red Bull + 6 Runden
16. Carlos Sainz Toro Rosso + 8 Runden
17. Romain Grosjean Lotus (11 Runden gefahren)
18. Nico Rosberg Mercedes ( 7 Runden gefahren)
19. Nico Hülkenberg Force India ( 0 Runden gefahren)
20. Marcus Ericsson Sauber (0 Runden gefahren)