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Nach der Festnahme der Tochter des Huawei-Gründers in Kanada, wegen angeblicher Umgehung der amerikanischen Iran-Sanktionen, ist ein zweiter kanadischer Bürger in China verschwunden. Die Chinesen lassen sich offenbar nichts gefallen und antworten prompt.
Nachdem ein ehemaliger kanadischer Diplomat in Peking nach der Inhaftierung des Huawei Finanzchefin wie vom Erdboden verschluckt ist, ist ein weiter Kanadier verschwunden. Die zweite Person hatte sich an die kanadische Regierung gewandt, nachdem sie von chinesischen Beamten befragt worden war, sagte Aussenministerin Chrystia Freeland. Dann verlor Kanada den Kontakt zu ihm. Sein Aufenthaltsort ist derzeit nicht bekannt.
«Wir konnten keinen Kontakt mit ihm aufnehmen, seit er uns davon in Kenntnis gesetzt hat», sagte Freeland am Mittwoch in Ottawa den Reportern. «Wir arbeiten sehr hart, um seinen Aufenthaltsort zu ermitteln, und wir haben diesen Fall auch bei chinesischen Behörden angesprochen.»
Das unerklärliche Verschwinden ereignete sich, nachdem die chinesische Spionageagentur am Montag den ehemaligen kanadischen Diplomaten Michael Kovrig in Peking festgenommen hatte. Die Verhaftung erfolgte neun Tage nach der Festnahme der Tochter des Huawei Gründers Meng Wanzhou. Kanada ist derzeit nicht bekannt, wo sich Kovrig aufhält.