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Die Interessengemeinschaft CIPAD (Communauté d'intérêts pour l'artillerie de Dailly) will die Festung, die seit 1994 nicht mehr von der Armee genutzt wird, in ein echtes Museum verwandeln, wie Vereinspräsident Pascal Bruchez der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die dafür notwendigen Arbeiten mit rund 30 Freiwilligen wurden im vergangenen Oktober in Angriff genommen. Finanziert werden die Arbeiten von rund 100 Spendern. Angaben zu den Kosten machte Bruchez keine.
Von den insgesamt fast 20 Kilometern langen Gängen der ursprünglichen Festungsanlage können nun 1,8 Kilometer sowie die Aussenbauten besichtigt werden. Die Besichtigungen sollen mit einem Führer und auf Voranmeldung für Gruppen von mindestens zehn Personen durchgeführt werden.
Während des Rundgangs werden auch Filme, Archivmaterial und verschiedene Geräte gezeigt, darunter auch eine der beiden Turmkanonen mit 15 Zentimeter Durchmesser. Laut Bruchez konnten die 46 Kilogramm schweren Geschosse, die daraus abgefeuert werden konnten, Ziele zwischen Sitten und Orsières im Wallis treffen.
Ein Raum ist auch dem Drama von 1946 gewidmet. Damals kam es zu einer Explosion im Munitionslager der Festung. Zehn zivile Arbeiter wurden getötet und die Festung stark beschädigt.
Die 1892 erbaute Festung Dailly war Teil des Festungskomplexes von Saint-Maurice mit Cindey und Scex (VS) und bildete den westlichen Riegel des Reduits in den Alpen. Von dort aus konnte die Armee die gesamte Rhoneebene überwachen. «Es handelt sich dabei um eine bemerkenswerte Stätte der Schweizer Militärgeschichte», sagte Bruchez.