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Martin
Birmann

Leben
in der Armut

Martin Birmann der Betreuer von der Familie J.A.Suter, grösser könnte der Gegensatz wohl kaum sein.
Martin Grieder wuchs in armen Verhältnissen in Rünenberg auf. Er war ein Christ und Wohltäter mit überdurchschnittlicher Intelligenz.
1845 zog er nach Basel um dort das Pädagogium zu besuchen. Später besuchte er in Göttingen ein Theologiestudium.
1852 wurde er in Liestal als Pfarrer ordiniert. Jedoch lag ihm das Christentum näher als das verkünden des Wortes Gottes. Er schenkte seine Aufmerksamkeit den sozialen Umständen im Heimatkanton und untersuchte jede einzelne Gemeinde.
Noch
im selben Jahr gründete er auf privater Initiative den Armenerziehungsverein.
Da Martin selbst mittellos war, half im eine Frau Birmann-Vischer, aus Basel finanziell aus.
1853 wurde er von eben dieser Frau Birmann adoptiert.
1859 liess er sich in Liestal nieder, blieb aber seinem Heimatdorf Rünenberg auf das engste verbunden. Dank Birmanns tatkräftiger Unterstützung konnte die Kirche zu Kilchberg erst realisiert werden.
Finanziell völlig unabhängig geworden, konnte sich Birmann völlig seinen sozialen und politischen Aufgaben widmen.
Politisch diente er als gemässigter Liberaler den Kanton von 1854 -1864, 1866 - 1875 und 1878 - 1890 als Landrat, und von 1869 - 1890 als Ständerat.
Anerkannt durch seine Kollegen, erhielt Birmann den Ehrendoktor der Philosophische-Historischen Fakultät der Universität Basel.
Im Jahre 1890 wurde Birmann auf dem Friedhof in Kilchberg zu Grabe getragen.
Liestal steht noch heute das Martin Birmann Spital.
Dr. h.c. Martin Birmann (Grieder) - Socin 1828 - 1890