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"Grossgufer" heisst die Bergsturz-Schutthalde. "Gufer" bedeutet im lokalen Dialekt Geröllhalde, Steine, Schutthaufen. Am Längenfluhberg fanden drei Bergstürze statt.
- Bergsturz vom 18. April 1991: 15 Mio. m3 Gestein donnerten ins Tal. Auswirkungen: Bahntrassee verschüttet, Vispa verschüttet. Der Schuttkegel war für das Flusswasser aber noch durchlässig, sodass der Pegel des entstandenen Stausees immer gleich hoch blieb.
- Bergsturz vom 21. April 1991: 100'000 m3 Gestein. Keine weiteren Auswirkungen.
- Bergsturz vom 9. Mai 1991: 33 Mio. m3 Gestein. Die Auswirkungen dieses Ereignisses waren für das Tal von grosser Tragweite. Die Bahn war weiterhin verschüttet. Neu war aber auch die Strasse mit Felsmassen bedeckt. Der Fluss wurde neu auf einer Gesamtlänge von 1,3 km gestaut und bildete nun für das Tal eine grosse Gefahr. Denn das Wasser floss nicht mehr ab.
Wie durch ein Wunder kamen keine Menschen zu Schaden. Allerdings fanden 35 Schafe und sieben Pferde den Tod. Grosse Teile des Weilers Lerch mit 33 Landwirtschaftsgebäuden und Ferienhäusern verschwanden für immer. Eine Staubschicht von mehreren Zentimetern bedeckte das Tal.
Dank des Einsatzes der Schweizer Armee konnte innerhalb von zehn Wochen ein neues Geleise-Trassee für die Matterhorn Gotthard Bahn verlegt werden. Zudem baute man eine Umfahrungsstrasse. Schliesslich wurde auch noch ein 20 m tiefer Kanal durch das Geröll angelegt, damit der Stausee abfloss und die Vispa wieder zu Tal fliessen kann. Trotzdem standen im Juli und August 1991 während Unwettern Teile des Dorfes Randa unter Wasser.
- Foto-Sujet: Schuttkegel und nackte Felswände des Absturzes
- Foto-Sujet: grüne Lärchen im weiss-grauen Bergsturz-Schuttkegel