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Energiestrategie 2050
Die Energiestrategie 2050 des Bundes verfolgt ausserordentlich ambitiöse Ziele. Einerseits soll der Energieverbrauch pro Kopf der Bevölkerung bis ins Jahr 2050 praktisch halbiert werden, zugleich wird an Klimazielen festgehalten, die noch vor dem Entscheid, aus der Kernenergie auszusteigen, gefällt wurden. Bewährte und heute sehr bedeutende Energieträger wie das Erdöl sollen zu Nischenplayern degradiert und die Kernenergie gleich ganz verboten werden. Andrerseits werden teilweise unausgereifte, unerprobte und nicht marktreife Technologien stark priorisiert, obwohl sie in absehbarer Zeit keine vergleichbar tragende Rolle für die Energieversorgung der Schweiz spielen werden.
Trotz radikaler Massnahmen, Kosten von fast 200 Milliarden und massiver Markteingriffe nach dem Motto „fordern und fördern" können die Ziele der Energiestrategie 2050 in der ersten Phase nur zur Hälfte erreicht werden. Ab 2020 soll zwecks Zielerreichung ein Lenkungssystem eingeführt werden, das zu einer massiven Verteuerung aller Energieträger führen dürfte.
Die Erdöl-Vereinigung bezweifelt, dass die angestrebte Energiepolitik dem Auftrag gemäss Bundesverfassung Art. 89 gerecht wird, wonach der Bund sich für eine „ausreichende, breit gefächerte, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung" einzusetzen hat. Sie hat sich immer kritisch zur Energiestrategie 2050 geäussert und bemängelt daran insbesondere
- die widersprüchlichen Zielsetzungen;
- die verantwortungslose Marginalisierung fossiler Energieträger;
- das blinde Vertrauen in unerprobte oder nicht marktreife Technologien;
- die undurchsichtigen Modellannahmen;
- den überrissenen Planungshorizont;
- den Irrglauben an die wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit staatlicher Intervention;
- die mangelnde internationale Abstimmung.