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Lage und Bedeutung
Der Montlingerberg war von der Lage her ein bedeutender Handelsplatz an der Alpentransversale. Die markante Erhebung des Montlingerberges bot als Siedlungsplatz Schutz vor Hochwasser und ermöglichte die Kontrolle wichtiger Handelsrouten (Alpenrheintal und Illtal–Arlberg). Während Steinbrucharbeiten für die Internationale Rheinregulierung kamen am Montlingerberg mehrfach Funde zum Vorschein. Grabungen führten 1921–1926 Dr. Hans Bessler sowie 1951–1960 Dr. h.c. Benedikt Frei durch. Sie zeigen auf, dass der Montlingerberg eine der wichtigsten archäologischen Fundstellen im Rheintal ist.
Siedlungsgeschichte
Die ältesten Funde stammen aus der Jungsteinzeit und der Mittelbronzezeit. Die erste Siedlung wurde in der Spätbronzezeit (11. Jahrhundert v. Chr.) errichtet. Dazu gehört die noch heute sichtbare Wallanlage. Die Bewohner pflegten Beziehungen nach Norden, Süden und Osten. Dies zeigen Gefässe der inneralpinen Laugen-Melaun-Kultur und reiche Importfunde wie Weihrauchschaufeln aus Bronze oder Bernsteinperlen. Während der Eisenzeit (8.–1. Jahrhundert v. Chr.) war der Montlingerberg durchgehend besiedelt und die Beziehungen zum Süden waren nach wie vor eng. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurde der Platz verlassen. In der Nähe lebten aber weiterhin Menschen. Der Name des Dorfes Montlingen stammt vom lateinischen Wort «monticulus» (kleiner Berg). Die Pfarrkirche St.Johann Baptist entstand in karolingischer Zeit (8.–9. Jahrhundert n. Chr.). Im Spätmittelalter wurde die St.Anna-Kapelle auf halber Höhe des Berges gebaut.