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Vom klassischen Jazz-Sound weiter zu Punk-Jazz, Fusion-Jazz und schliesslich World-Jazz färben verschiedenste Jazzkünstler ihre Musik in unterschiedlichste Farben.
Unsere Reise beginnt in den 1910er Jahren und zieht sich bis 1990. Anfangs war der Jazz noch verpönt und Artists spielten hauptsächlich in Nightclubs und auch Bordells. Über die Jahre wurde die Musik auch bei der grossen Masse beliebt.
Nebst Louis Armstrong oder Miles Davis waren auch Künstler wie Joe Zawinul prägend für den Jazz. Vor allem die Weiterentwicklung von purem Jazz in Jazz-Fusion et cetera.
Kid Ory aus New Orleans
Kid Ory startete in die Jazz Welt mit Banjo und Kornett, etablierte sich dann aber mit der Posaune, mit welcher er rauchig jazzige Klänge mit Leichtigkeit zu zaubern versteht.
Schon mit 10 Jahren begann er professionell aufzutreten, später führte er die erste schwarzen Band in New Orleans, welche nicht nur als Band sehr bekannt und erfolgreich war. Sie verhalf auch vielen noch am Anfang ihrer Karriere stehenden Künstlern zu Bekanntheit und öffnete Türen in die Musikwelt. Zu diesen Künstlern gehörte unter anderem Louis Armstrong!
"Eh, La Bas" von Kid Ory
Peggy Lee
Peggy Lee, welche von Jung an Musik liebte und in regionalen Bands sang und auftrat, begann ihre Solokarriere 1943. Nur vier Jahre darauf landete sie schon Welthits, wie «Golden Earrings» und später «Fever».
Sie schrieb eine beeindruckende Menge an musikalischen Werken in relativ kurzer Zeit, auf dem Gipfel ihrer Karriere konnten dies bis 3 Alben pro Jahr sein!
Später war sie zudem erfolgreich als Schauspielerin tätig und leite ihre Gesangsstimme unter anderem Disney Charakteren in «Susi und Strolch».
"Fever" von Peggy Lee
Joe Zawinul
Joe Zawinul verliebte sich erstmals mit 12 in den Jazz. Damals war er noch in der klassischen Ausbildung am Konservatorium in Österreich. Einige Jahre darauf verliess er diesen Weg jedoch ganz und widmete sich voll dem Jazz. Sobald es ging, zog er in die USA, gliederte sich in das Netzwerk hiesiger MusikerInnen ein und spielte noch die Woche, nach seinem Eintreffen in den USA für Ela Fitzgearld!
Er prägte den Jazz stark und hatte vor allem grossen Einfluss in der Kreation des Fusion-Jazz.
In dieser Periode gründete Joe Zawinul auch gemeinsam mit Wayne Shorter die Band «weather report», welche weltberühmt, und vor allem in Afrika beliebt, wurde. Diese Band war experimentell mit Jazz-Fusion und zählt als wegbereitend für diese Musikrichtung.
"A Remark You Made" von Weather Report
Später in seinem Schaffen löste er sogar die Grenzen zwischen Jazz-, World- und Tanzmusik auf und schrieb Musik mit 35 Künstlern der ganzen Welt, verschiedensten Sprachen und musikalischen Einflüssen. Dasjenige Album heisst «my people» und wurde unter anderem in Frankreich zur besten Weltmusikplatte aller Zeiten gewählt.
«Mi Gente» von Zawinul Syndicats
Playlist
Eddie Harris – Compared to What
Eddie Harris – I Need Some Money
Joe Zawinul – Mi Gente
Weather Report – Palladium
Weather Report – A Remark You Made
Weather Report – Young and Fine
Weather Report – Punk Jazz
Weather Report – Tears
Weather Report – Birdland
Joe Zawinul – In a Silent Way
Joe Zawinul – Money in the Pocket
Sarah Vaughan – On Thinking It Over
Sarah Vaughan – Inner City Blues (Make Me Want To Holler)
Sarah Vaughan – Mama, He Treats Your Daughter Mean
Peggy Lee – Life Is For Livin'
Peggy Lee – Fever
Jelly Roll Morton – Big lip blues
Jelly Roll Morton – Dead Man Blues
Kid Ory – The Bucket-'s Got a Hole in It
Kid Ory – Eh, La Bas
Weather Report – Umbrellas