Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03213.jsonl.gz/1856

Das 2.-Liga-Spiel zwischen Sarine-Ouest und dem FC Murten war erst fünfzehn Minuten alt, als es pausenlos zu schneien begann. Das erstaunt wenig, denn der Fussballplatz in Cottens liegt auf einer Höhe von 750 Meter. Bei Spielende waren auf dem Parkplatz alle Autos eingeschneit.
Wie in Cottens üblich startete der Platzklub wie die Feuerwehr und ging mit einem schnellen Konter des gefährlichen Francois Villoz bereits in der 8. Minute in Führung. Weitere gute Möglichkeiten folgten. Dann endlich erwachte Murten und erhöhte den Druck. Als der durchgebrochene Pietro Salerno klar im Strafraum von den Beinen geholt wurde, verlegte der Schiedsrichter den Tatort nach aus-serhalb der Sechzehnergrenze. Dylan Iacazzi knallte den Freistoss in die Mauer. Kurz vor der Pause hatte Robin Fasel das 2:0 auf dem Fuss, schoss aber aus 16 Metern darüber.
Während der Begegnung war das gleiche Phänomen festzustellen wie vor einigen Wochen beim Spiel zwischen Sarine-Ouest gegen Plaffeien: Nach jedem zweiten Zweikampf wälzte sich ein Sarine-Spieler auf dem Rasen und brach dadurch ständig den Rhythmus des Spiels. Sogar die einheimischen Zuschauer ärgerten sich über die Schauspieleinlagen ihrer Mannschaft.
Umstrittenes Tor
Nach der Pause hatte das Schiedsrichter-Trio Mühe, die Teams aus der geheizten Garderobe zu bringen, denn beim ständigen Schneefall herrschten draussen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Der Platzklub startet erneut überlegen und ging bereits in der 57. Minute mit 2:0 in Führung. Doch dieses Tor war irregulär, denn Romain Berset hatte sich den Ball im Gedränge beim rechten Pfosten mit der Hand geangelt, so Torhüter Michael Aebersold überlistet und eingeschoben. Die berechtigten Proteste der Murtner fanden beim Schiedsrichter allerdings kein Gehör. Entsprechend waren die Seeländer ziemlich niedergeschlagen und fanden erst in der Schlussviertelstunde zu ihrem gewohnten Spiel zurück.
Vorerst wurde der durchgebrochene Salerno erneut an der Strafraumgrenze gefoult, und der stark spielende Torhüter Arnaud Dafflon wehrte den platzierten Freistoss von Iacazzi in Corner ab. In der 85. Minute liess Victor Hugo Pereira Da Silva seinen Frust verbal am Schiedsrichter aus und wurde entsprechend vom Platz gestellt.
Murten-Trainer Salvatore Vicari war nach dem Spiel völlig aufgelöst: «Wir haben eines unserer besten Spiele der Vorrunde gezeigt, wurden aber nicht dafür belohnt. Wir werden hart arbeiten, damit wir in der Rückrunde den grossen Rückstand in der Tabelle wettmachen können. Meinem jungen Team gehört die Zukunft. Dank unserer guten Infrastruktur können wir uns in der Winterpause optimal auf die Rückrunde vorbereiten. Wir hoffen aber auf Schiedsrichter, die uns weniger benachteiligen.»
Im Frühjahr wird Murten wieder auf Spielgestalter Loris Pignone zählen können, der sich zur Zeit in einer Weiterausbildung befindet und dessen kluge Pässe schwer vermisst werden.
Telegramm
Sarine-Ouest – Murten 2:0 (1:0)
Aux Grands Bois Cottens. – 80 Zuschauer. – SR: Ferreira Da Mota. Tore: 8. Francois Villoz 1:0. 57. Berset 2:0.
FC Sarine-Ouest: Dafflon; Perroud, Jaquet, Carrel, Buchs; Bovet (78. Bondallaz), Schmid, Francois Villoz (85. Chanson), Gysler (66. Lopes de Carvalho); Berset, Fasel.
FC Murten: Aeberhard; Gjauri (78. Almeida), Quagliariello, Miftaroski, Pereira Da Silva; Ramadani (46. Sulkoski), Ferreirinha Cardoso, Ribeiro, Gaglianone (46. Reynaud); Salerno, Iacazzi.
Bemerkung: 85. Rote Karte für Pereira Da Silva (Schiedsrichter- Beleidigung).