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Geschenktipp 2018 von Martin Bosshard: Kurt Guggenheim
«Alles in Allem», der Zürcher Epochenroman von Kurt Guggenheim (1896-1983), erschien erstmals 1952-1955 und wurde mit dem Zürcher Kunstpreis geehrt.
Er stellt am Modell der Stadt Zürich und anhand von über 140 Figuren dar, wie sich Integration und Assimilation vollziehen und wie Menschen unterschiedlichster Herkunft in einem Gemeinwesen heimisch werden, das nicht als homogenes Ganzes, sondern in permanentem Wandel als Einheit in der Vielheit, als Alles in Allem in Erscheinung tritt.
Für das Theaterprojekt "alles in allem 2019", das Peter Brunner und das sogar theater im Mai 2019 mit zahlreichen Mitwirkenden an neun Zürcher Schauplätzen zeigen, hat der wohl bekannteste Buchillustrator der Schweiz, Hannes Binder, Bühnenbilder geschaffen. Diese 28 schwarz-weissen Schraffurbilder, ein Höhepunkt im Schaffen des Künstlers, illustrieren auch die Neuausgabe von"Alles in Allem", Band III der achtbändigenGuggenheim-Werkausgabe, die Charles Linsmayer 2015 abgeschlossen hat.
Zusätzlich zur Werkeinführung des Herausgebers umfasst der Band neu auch eine illustrierte Dokumentation zu Hannes Binders Lebenswerk.
Charles Linsmayer, Germanist, Literaturkritiker und Vermittler, lebt in Zürich als Journalist und Herausgeber von Schweizer Literatur. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis des Schweizer Buchhandels, dem Ehrendoktor der Universität Basel und dem Deutschen Sprachpreis.