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Gemäss dem australischen Wissenschaftsminister Peter McGauran sind die nächsten Schritte das Einholen der notwendigen Bewilligungen bei der nuklearen Aufsichtsbehörde des Landes und der Erwerb des Areals durch den Staat. McGauran rechnet damit, dass die Anlage in einem Jahr in Betrieb gehen wird. Diese kurze Frist ist möglich, da die Umweltverträglichkeitsprüfung bereits vorgenommen wurde und auch die Bewilligungen fast nur noch eine Formalität sind: Die Auslegung der Anlage wurde in Zusammenarbeit mit der australischen Organisation für Strahlenschutz und Kernenergie-Sicherheit (Australian Radiation Protection and Nuclear Safety Agency, Arpansa) vorgenommen, weshalb die Verantwortlichen nun kaum mehr mit Verzögerungen rechnen.
In Australien werden jährlich weniger als 60 Kubikmeter radioaktive Abfälle produziert, schwergewichtig durch die Herstellung von Radioisotopen für die Anwendung in Medizin und Industrie. Momentan werden diese Abfälle, rund 3500 Kubikmeter, an über 50 Standorten im ganzen Land gelagert. Seit 1985 läuft die Suche nach einem Standort für ein nationales Endlager für schwach radioaktive und kurzlebige mittelaktive Abfälle. Zuletzt waren noch zwei mögliche Standorte in der Diskussion. Der jetzt ausgewählte Ort hat gemäss dem Minister für Umwelt und kulturelles Erbe, David Kemp, gegenüber dem anderen mehrere Vorteile: Er bietet unter anderem eine grössere Sicherheit und die Zugangsroute ist umwelttechnisch weniger sensitiv.
Quelle
H.R. nach Medienmitteilung des australischen Ministers für Wissenschaft vom 9. Mai 2003 und nach Hintergrundpapier des Uranium Information Centre UIC, Melbourne, Mai 2003