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Agnese und Alessio sind zum ersten Mal über beide Ohren verliebt. Jede freie Minute verbringen sie zusammen – ganz zum Missfallen ihrer Eltern, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Giovanni, Agneses Vater, ist EU-Abgeordneter für städtische Integration, geniesst ein bürgerliches Leben und interessiert sich für Kunst und Kultur. Im Gegensatz dazu sind Alessio und seine Mutter Monica Teil der Unterschicht und leben in einem multiethnischen Wohnblock am Stadtrand, in dem Verbrechen zum Alltag gehören. Für die beiden Elternteile treffen durch die Beziehung ihrer Kinder zwei Welten aufeinander, die nicht kompatibel zu sein scheinen. Sie müssen lernen, über soziale Differenzen hinwegzublicken und das Gegenüber so zu akzeptieren, wie es ist.
Hinter dem leichten Humor von «Come un gatto in tangenziale» versteckt sich eine unaufdringliche Darstellung sozialer Vorurteile. Die angebliche Toleranz der einzelnen Figuren gegenüber dem Anderen, vermeintlich Fremden wird als fadenscheiniges und leeres Schlagwort enthüllt. Denn im realen Kontakt treten ihre wahren Haltungen mit allen Widersprüchen hervor – und werden durch Lachen vereint. Was im Film aber humorvoll verarbeitet wird, erlangt mit Blick auf die geteilte soziopolitische Situation des gegenwärtigen Italiens einen bitteren Beigeschmack.