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Am Montag hat Richterin Palazuelos die Geschworenen instruiert, dass die Kläger, dh. Michael Jacksons Mutter und seinen drei Kinder, die Beweislast obliegt. Das heisst, ihre Seite hat zu beweisen, dass ihr Fall — anders als bei einem Strafverfahren (wie zB. dem Fall gegen Conrad Murray) — „eher wahr als nicht wahr“ ist. Ebenfalls anders als bei einem Strafverfahren müssen in einem Zivilprozess auch nur neun der 12 Geschworenen einstimmig sein. Dem Urteil der Geschworenen werden 16 Fragen zu Grunde liegen, die sie während ihrer Beratung beantworten müssen.
Falls eine der ersten fünf Fragen mit „nein“ beantwortet werden sollte, würde dies zum sofortigen Ende der Beratung und dem Prozessende führen. Werden die ersten fünf Fragen hingegen mit „ja“ beantwortet, ginge es im Weiteren um den Entscheid betreffend die (mögliche) Schadenersatzsumme, die AEG Live an die Jacksons zahlen müsste.
Hier die 16 Fragen:
1. Hat AEG Live Conrad Murray angestellt?
2. War Murray nicht in der Lage oder nicht kompetent, den Job, für den er angestellt wurde, auszuüben?
3. Wusste AEG Live oder hätten sie wissen sollen, dass Murray nicht in der Lage oder nicht kompetent war und dass diese Untauglichkeit oder Inkompetenz ein besonderes Risiko für andere geschaffen hat?
4. Hat Murrays Untauglichkeit oder Inkompetenz Michael Jackson und den Jackson Klägern geschadet?
5. War AEG Lives Fahrlässigkeit bei der Anstellung, Betreuung oder Weiterbeschäftigung von Murray ein substantieller Faktor dabei, dass Michael Jackson und den Jackson Klägern ein Schaden entstand?
Wenn, wie gesagt, diese ersten fünf Fragen durch die Geschworenen bejaht werden und sie somit die Haftung von AEG Live im Zusammenhang mit Michael Jacksons Tod bejahen, müssen sie die noch folgenden Fragen beantworten:
6.-13. Diese acht Fragen beschäftigen sich damit, dass die Geschworenen die Summe für entgangenen Gewinn und das Schmerzensgeld festlegen für die Schäden, welche Katherine Jackson und Michaels drei Kinder erlitten haben.
14.-16. Mittels dieser letzten drei Fragen müssen die Geschworenen entscheiden, wieviel, wenn überhaupt, Michael Jacksons eigene Fahrlässigkeit ein Faktor bei seinem Tod war. Dh. in diesem Teil könnte die unter 6.-13. festgelegte Schadenssumme gegen unten korrigiert werden.
Nach dieser Juryinstruktion erfolgen die Schlussplädoyers beider Seiten. Die Urteilsberatung der Geschworenen findet im Anschluss daran statt. Wie lange diese dauern werden, ist nicht abzusehen.