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Grosser Test durchs Militär: Voller Erfolg
1.Juni 2008
Im September 2007 machte ich einen kurzen
Vergleich zwischen einer grossen Schleifenantenne
(horizontale Loop) und der Roomcap Antenne. Das Resultat
überraschte sehr, denn die Rapporte
lauteten zugunsten der Roomcap Antenne.
Um Gewissheit über diesen Vergleich zu haben planten wir einen
lange dauernden Vergleichstest,
wobei folgende Voraussetzungen galten:
- Aufbau der Vergleichsantenne und der Verkabelung durch
Funkspezialisten der Armee
- Beide Antennen über separate Koax-Leitungen durch A/B-Switch zum
gleichen Transceiver umschaltbar
- Mehrere Operator, welche selbständig die Vergleichsrapporte
erarbeiteten
- Jeweils 2 Operateure an der Station: Einer bediente die Station, der
andere führte das Log.
Der erweiterte Test fand auf dem 40m
Band in SSB
unter dem Rufzeichen HB4FF
statt.
Dieser Test konnte am 20.Mai 2008 im Emmental im Kasernenareal der
Uebermittler stattfinden.
Diese bauten als Vergleichsantennne eine horizontale Loop auf (86m
Draht in 12m Höhe auf freiem Feld
= 2 Wellenlänge Drahlänge, im Einspeisepunkt der Loop ein
automatischer Antennentuner SG-230 Smartuner).
Daneben eine Baracke, wo die Station eingerichtet wurde, und 2 Koax
(RG214), welche über einen Koax-
Umschalter zum Transceiver geführt wurden. Das SWR war für
beide Antennen 1:1.
Dass die Vergleichsantenne eine gute Antenne war kann bei L.B.Cebik
(W4RNL) nachgelesen werden:
http://www.cebik.com/content/a10/wire/horloop.html
http://www.cebik.com/content/fdim/atl1.html
Diese Links brauchen ein Passwort (gratis), welches man durch Anmeldung
gemäss
www.cebik.com/helpme.htm
erhält.
Die Testeinrichtung wurde von der Armee aufgebaut und der Testbetrieb
wurde von einem Funk-Instruktor überwacht.
Ich musste nur noch mit der Roomcap Antenne (1.5m langer Strahler) auf
den
Parkplatz fahren und das bereit liegende
Koax an meine Antenne anschliessen. Dies geschah über 2
grosse
Mantelwellensperren, welche dazu dienten sicherzustellen,
dass keine HF auf den Koax-Mantel gelangen konnte. Ausserdem lag das
Koax zur Baracke am Boden.
Dann konnten wir mit dem Testen beginnen. Wir, das sind die OMs, welche
ich mitbrachte: Dave HB9KT und Benoit
HB3YRX, und 2 Operateure von HB4FF: Jürg HB9BFC und Rolf HB9CVB.
Der Test wurde gemäss „KW Antennentests und
Vergleiche“ durchgeführt, wobei in jedem Kontakt die
Gegenseite
gebeten wurde genau auf die Signalstärke zu achten, und mehrere
Male zwischen den beiden Antennnen umgeschalten
wurde. Dabei wurden die Antennen als "Antenne 1" und "Antenne 2"
genannt, so dass die Gegenseite nicht wusste,
welches Signal von welchem Antennentyp stammte. Wichtig dabei war die
Differenz der beiden Signalstärken und nicht
deren Absolutwert.
Bei dieser Art von Test spielt es keine Rolle, ob der Empfänger
der Gegenseite geeicht ist, da es nur darauf ankam eine
Differenz oder die Gleichheit der Signalstärke festzustellen.
Die Art und Polarisation der Antennnen ist dabei bedeutungslos, da nur
Verbindungen mit der Raumwelle ausgewertet
wurden, und bei diesen Wellen wird durch die Ionosphäre laufend,
zufällig die Polarisation gedreht.
Nach 6 Stunden war der Test beendet und das Auswerten konnte beginnen.
Das Resultat ergab folgendes: (Hier
das LOG)
- In 57% der Verbindungen erhielt die Roomcap den besseren Rapport.
- In 29% der Verbindungen wurde kein Unterschied zwischen den Antennen
festgestellt.
- In 14% der Verbindungen erhielt die Loopantenne den besseren Rapport.
Die grösste Differenz zugunsten der Roomcap wurde mit 13 dB (=
über 2 S-Stufen) rapportiert.
Die grösste Differenz zugunsten der Loopantenne lautete 6 dB (= 1
S-Stufe).
Bildet man das arithmetische Mittel der der Differenzen der
erhaltenenen Rapporte, so erhält man einen rechnerischen
Vorteil der Roomcap Antenne von 1,5 db. Dabei wurde
berücksichtigt, dass das Koax-Kabel RG214 zur Schleifenantenne
wegen der grösseren Länge 2,7 dB mehr Dämpfung hatte
(auf 7 MHz) und bei der Roomcap durch das Anschlusskabel
RG58 und die Mantelwellensperren 0.7 dB Dämpfung entstand,
entsprechend wurde 2 dB (= 1/3 S-Stufe) bei der
Roomcap abgezogen.
Die Rapporte wurden in Verbindungen mit folgenden Stationen erhalten:
IK6ZNH, 2E1DHN, DJ6AL, DJ1JW, DL1HWT, DH7VK/p, 9A/DG2XO, DB9WJ, G3GBS,
DL7FF, PA3FRD,
DL1BPK, DK0SC, DG1BM, HB9BWV/m, DL5XDL, G0GHK, F/PA0JWV, DJ9OI,
OE2008SMC, DL1DXF.
HB9BWV/m meldete ein 30 dB stärkeres Signal für die Rommcap,
doch befand er sich im Abstand von 25Km in der
Bodenwelle wo die Polarisation voll wirkt. Dieser Rapport wurde in der
Rechnung nicht berücksichtigt.
Beim empfangsmässigen Umschalten der Antenne ergab sich die
gleiche Differenz der Empfangssignale
wie von den Gegenstationen rapportiert, also arbeitet die Antenne
reziprok.
Konklusion:
Dieser Test belegt eindeutig, dass die
Leistungsfähigkeit der
Roomcap Antenne derjenigen einer grossen
Drahtantenne entspricht,
und bestätigt damit
die Resultate welche ich in den
eigenen Vergleichen, welche
ich in den letzten 3 Jahren erarbeitete
der Realität
entsprechen.
Jeder der Operateure bezeugt die geloggten Werte.
Die physikalische Erklärung dazu ist, dass die Antenne die
Wellenerzeugung primär mit dem dynamischen E-Feld macht,
wie dies unter „Antennen und Physik“
näher beschrieben ist. Das überwiegende E-Feld kann jedoch
nur im Nahfeld der
Antenne gemessen werden, da im Fernfeld ein starres Verhältnis
zwischen H- und E-Feld herrscht und nicht mehr
festgestellt werden kann auf welche Weise die Welle ursprünglich
erzeugt wurde.
Mein Dank geht an die aufgeführten OMs für ihre freiwilige
und unentgeltliche Mitarbeit an diesem Antennentest.
Felix, HB9ABX
Hier Bilder vom Test:
Dies die Vergleichsantenne von HB4FF = horizontale Loop auf 12m
Höhe, 2 WL für 40m
Dies
die Test-Antenne = Roomcap für 40m Wellenlänge am Standort
des Antennenvergleiches
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