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Stadt Bologna (I), Untersuchungen zum Verkehrssystem/Systemvergleich
In Bologna nähert sich das Bussystem einer wirtschaftlichen Grenze: Der Personalaufwand ist extrem hoch. Zudem fallen die Busse trotz neuer Busspuren hinter die Fahrpläne zurück und der Bus hat trotz Ausbau Marktanteile verloren. Ein U-Bahn-Projekt konnte in Bezug auf Kosten und Nutzen jedoch nicht befriedigen. IBV sollte daher dem U-Bahn-Projekt eine alternative Strassenbahnlösung gegenüberstellen und die beiden Projekte vergleichen. Dabei wurde auf das Verfahren der “standardisierten Bewertung” zurückgegriffen die sich bei vergleichbaren Projekten bewährt hat. Als Nullfall wurde ein ein verbessertes Bussystem vorgesehen. Bei den beiden Mitfällen “U-Bahn” und “Tram” war auch das verbleibende Busnetz integraler Bestandteil des Gesamtsystems. In jedem der Fälle konnten Kosten und Nutzen des gesamten städtischen OeV-Netzes abgebildet und die Planfälle verglichen werden.
Interessante Erkenntnis: Trotz vergleichbarer Investitionen kann die U-Bahn das Bussystem nicht ersetzen. Dadurch waren die Betriebskosten beim “Mitfall U-Bahn” bedeutend höher als beim “Mitfall Tram”. Auch die Reisezeitgewinne bei der U-Bahn blieben nahezu aus, weil sich durch die hohen Haltestellenabstände der U-Bahn die Anmarschwege deutlich verlängerten.
Es hat sich herausgestellt, das für Bologna ein Betriebsmodell aus Tram (zur flächenhaften Erschliessung der Stadt) und S-Bahn (zur schnellen Anbindung der Stadtregion an das Zentrum) ein vorteilhaftes Grundgerüst für den OeV ergibt.
AUFTRAGGEBER:
Stadt Palermo
BEARBEITUNGSZEITRAUM:
ab 1993