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Danke an Mrs. Jones von ohnevorwäsche, die uns dies schickt:
hier ein Bild von der „Apotheke am alten Markt“ in Bielefeld, NRW, Deutschland. Seit 1646 in der Altstadt von Bielefeld!
Seit 1646 – das ist ziemlich beeindruckend!
Danke an Mrs. Jones von ohnevorwäsche, die uns dies schickt:
hier ein Bild von der „Apotheke am alten Markt“ in Bielefeld, NRW, Deutschland. Seit 1646 in der Altstadt von Bielefeld!
Seit 1646 – das ist ziemlich beeindruckend!
Junge Frau in der Apotheke: „Ich komme den Schwangerschaftstest abholen, den sie für meine Freundin gemacht haben.“
Ich war etwas erstaunt, denn ich habe gerade erst meine Kollegin abgelöst und sie hat mir bei der Übergabe nichts davon gesagt, dass wir für jemanden einen Test gemacht haben. Das wäre noch wichtig, oder?
Ich gehe trotzdem überall nachschauen – aber da ist nichts.
Junge Frau: „Sie hat mir gesagt, ich soll ihn abholen … ich rufe sie mal an.“
Die Frau telefoniert ihrer Kollegin.
Junge Frau zu mir: „Oh, ich habe sie falsch verstanden. Sie wollte nur, dass ich einen kaufe.“
… Irgendwie scheinen Schwangerschaftstests immer für Verwirrungen gut zu sein 🙂
Von einem englischen Apotheker:
So sehen 131 Viagra 100mg aus – kurz bevor ich sie vernichtet habe. Diese wurden von einem Patient zurückgebracht, der sie nicht haben wollte. Obwohl er sie nicht verwendet hat, hat er sie jeden Monat von seinem Arzt verlangt! Warum hat er das getan? Nun, in England zahlen Leute über 60, Leute mit niedrigem Einkommen und Leute mit speziellen Krankheiten genau Gar nichts an ihre Medikamente. Das resultiert in enormer Verschwendung. Allgemein gesehen schätzen die Leute die Sachen, die sie gratis bekommen sehr gering ein. Totale Kosten der Krankenkasse an diese Episode? Ungefähr 800 Pfund!
Ich sollte noch Dankbar sein, dass sie an uns zurückgegeben wurden und er sie nicht an Freunde verteilt, verkauft oder im Schrank gelassen hat (und ja, ich habe sie wirklich vernichtet und nicht selbst mitgenommen).
Übersetzt von Pharmama – Original hier.
Das ist ein Extremfall – aber ähnliches sehe ich bei uns auch.
Wenn man Medikamente / Leistungen einfach immer bekommt, ohne den Preis / den Wert davon zu sehen, verliert man auch die Wertschätzung dafür. Gratis ist nichts – irgendwer zahlt immer. Das scheint manchen nicht bewusst zu sein.
Kunde in der Apotheke: „Ich bräuchte etwas Salzsäure.“
Pharmama: „Ok, und für was brauchen sie das?“
Kunde: „Zum Kochen.“
Ähhh … sicher? Ich habe ja schon einiges Seltsames von der Molekularküche gehört, aber Salzsäure fände ich jetzt sehr …. wäääh. Also fragte ich dreimal nach und ging schliesslich mit ihm im Internet nachsehen.
Im Endeffekt meinte er Zitronensäure …
Aber weil es mich interessiert, habe ich mich ein bisschen Schlau gemacht über das Thema. In der molekularen Küche stehen die biochemischen und physikalisch-chemischen Prozesse im Vordergrund. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse hieraus werden bei der Lebensmittelherstellung und -zubereitung umgesetzt. Das Ergebnis sind dann Sachen wie „Campari-Kaviar“, „Weisse Tomatensuppe“ und „flüssige Oliven“…
Hier eine Liste der Mittel, die in der Molekular Küche gebraucht werden (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Die meisten davon kann man auch via Apotheke bestellen – auch wenn ich nicht denke, dass das viele gleich an Lager haben:
Wie man sieht, sind die auch als Zusatzstoffe für Lebensmittel gebraucht. Die E-Nummern sind eine Art der Kennzeichnung.
Das E steht dabei für Europa. Die E-Nummer ist im Grunde das Zeichen dafür, dass für den betreffenden Stoff im Rahmen des Zulassungsverfahrens der Europäischen Union nachgewiesen wurde, dass er auf seine gesundheitliche Unbedenklichkeit überprüft wurde, technologisch notwendig ist und festgelegten Reinheitsanforderungen entsprechen muss.
Wen es interessiert, der findet hier eine Liste der E-Nummern und Zusatzstoffe mit Beschreibung: was, warum, Probleme ..
Und da kommen wir zur Kritik an der Molekularen Küche. Die verwenden diese „Zusatzstoffe“ nämlich in wesentlich höheren Mengen und Konzentrationen, für die sie weder zugelassen noch getestet wurden. Und das kann dann Probleme geben – wenn z.B. das Geliermittel den Darm verklebt und die Aufnahme von anderen Stoffen behindert, oder Calciumlactat, das für Erwachsene zwar unbedenklich ist, bei Kleinkindern aber (weil sie die Milchsäure nicht gleich abbauen) eine Übersäuerung des Blutes bewirken kann.
Mehr darüber hier.
Wen das nicht abschreckt, kann sich ja selbst mal daran versuchen. Rezepte wie der Lachstartar mit Campari-Kaviar sehen recht gut nachkochbar aus.
Ich denke, ich werde das mal versuchen. Wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr schon einmal molekular gekocht – oder gegessen? Und was? Wie war es?
Mit bestem Dank an Leser Bernhard! Ein Update zu einer schon vorhandenen Apotheke.
Ich lese schon länger deinen interessanten Blog mit und musste deshalb immer wieder an deine Apothekenfotoaktion denken, wenn ich in der Altstadt unterwegs war.
Jetzt hab ich es endlich geschafft, ein Bild von der fürsterzbischöflichen Hofapotheke am Alten Markt in der Altstadt von Salzburg zu machen. Drinnen ist fotografieren leider – aber verständlicherweise, liegt die Apotheke doch an einer Hauptroute der Touristen (um die Ecke ist Mozarts Geburtshaus) – verboten. Mehr Infos über die Apotheke gibt es hier und hier.
Maria schickt uns dieses Bild – eine Apotheke, die auch im Salzburg-Wiki beschrieben ist.
Ich war zwar nicht auf Reisen, sende trotzdem ein Foto von der Fürsterzbischöflichen Hofapotheke. Sie befindet sich am Alten Markt in Salzburg.
Die Innenausstattung darf nicht abgelichtet werden.
Schade darf man innen nicht fotographieren, die „Originaleinrichtung aus 1750“ hätte mich noch interessiert. Im Wiki sieht man sie kurz im Video unten.
Eine Kundin bringt mehrere Rezepte in die Apotheke. Für sie und für ihre Kinder.
Wir bereiten alles vor, während sie einkaufen geht.
Sie kommt erst am nächsten Tag wieder.
Ich stelle die Medikamente vor sie hin – für Kind 1 (plus Erklärungen) für Kind 2 (plus Erklärungen) und für sie.
Frau: „Aber da fehlt etwas. Es war noch eine Packung Seresta auf einem Rezept!“
Ich suche die Originalrezepte heraus und kontrolliere die Rezepte noch einmal. Da steht nichts darauf.
Frau: „Es war auf einem eigenen Rezept!“
Da ist Nichts.
Frau: „Sie haben mein Rezept verschlampt! Ich habe alle abgegeben und sie verlieren mein Rezept!“
Das ist oberpeinlich. Ich denke zwar nicht, dass wir das Rezept wirklich je hatten, aber … kann ich sicher sein?
Pharmama: „Ich muss das abklären. Kann ich ihnen anrufen, sobald ich das habe?“
Die Kundin verlässt laut wetternd über unsere Unfähigkeit die Apotheke.
Derweil bin ich auf der Suche nach dem Rezept. In den abgelegten Rezepten von gestern: Nein. In den Bestellungen? Nein. In der Ablage für die Krankenkassen-nachfrage? Nein. Hat es irgendwer von uns überhaupt gesehen? Nein.
Ja – hmmm.
Der nächste Schritt ist die Anfrage beim Arzt für ein neues Rezept.
Bevor ich aber dazu komme, läutet das Telefon. Es ist die Frau.
Frau: „Ich habe das Rezept in der Handtasche gefunden. Ich komme noch mal zu ihnen.“
Nicht mal ein „Entschuldigung“ – aber irgendwo bin ich so froh, dass wir das nicht waren, dass mich das nicht mal aufregt.
Die Grippe-Impfung Saison ist da! – Zumindest in Amerika ist es so – und zwar schon seit einigen Wochen. Dort dürfen die Apotheker selbst in den Apotheken die Grippeimpfungen durchführen.
Leserin Anne hat mir dazu ein Bild geschickt:
Hier die easy USA-Version, gesehen in Page, Arizona: Man erledigt das vor dem Großeinkauf in der im Supermarkt angesiedelten Apotheke und bekommt Rabatt für die Lebensmittel.
In Basel gibt es aber schon ein paar Apotheken die Grippeimpfungen durchführen – genauer gesagt, sie holen sich einen Arzt in die Apotheke, der das dann macht, das ist dann aber nur zu bestimmten Zeiten möglich– das im Unterschied zu Amerika, wo man im Herbst jederzeit reinlaufen kann.
Und dann sollte ich noch den Nationalen Grippeimpftag erwähnen, an der am 4. November eine Menge Ärzte teilnehmen. Info hier.
Nachdem wir dieses Jahr einmal keine Angstmacherei von wegen Vogel- oder Schweinegrippe hatten, vermute ich mal, dass die Impfbereitschaft geringer sein wird. Dabei vergessen die meisten Leute, dass gerade die „normale Grippe“ – heute gerne „saisonale Grippe“ genannt – nicht ganz so ohne ist. Jährlich müssen allein in der Schweiz 1000-5000 Personen hospitalisiert werden und zwischen 400 – 1500 Personen sterben. Weltweit gehen die Todeszahlen wegen der Grippe in die Abertausende.
Wegen den Statistiken gibt es immer wieder Diskussionen …
Auf den Totenscheinen ist Influenza kaum zu finden, da der Tod fast immer durch Komplikationen wie bakterielle Pneumonien verursacht wird. Verwendet wird daher ein mathematisches Modell. Darin gehen jahreszeitliche Schwankungen bei den Todeszahlen mit ein, ebenso Faktoren wie die Stärke der Influenza-Aktivität und deren Verlauf. Verglichen wird dann die Zahl der Toten, wie sie ohne Influenza sein sollte mit der tatsächlichen Zahl während einer Grippewelle. Die Differenz (Exzess-Mortalität oder Übersterblichkeit) wird der Influenza zugeschrieben.
Quelle: aerztezeitung.de
Für Interessierte gibt es hier ein Factsheet zur Grippe und Impfung: http://www.kollegium.ch/grippe/docs/bag_factsheet.pdf
…
Aber was ich eigentlich fragen wollte: Was haltet ihr von Impfungen in der Apotheke? Grippe- und andere?
Es gibt ja verschiedene Typen von Zuhörern. Ich musste aber feststellen, dass sich nicht alle Strategien für alle Fälle eignen. Da gibt es zum Beispiel den Typ Mensch, der gerne den Gesprächspartner widerspiegelt. Das sind die, die in einem Gespräch gerne Teile von dem, was man gesagt hat wiederholen. So wie: „Ich gehe auf Thailand in die Ferien.“ „Oh, Thailand?“, „Ja, wir fliegen mit der Thai Air“ „Ah, die Thai Air?“ und so weiter.
Für manche mag das gut sein – weil egoschmeichelnd, aber das ist definitiv nicht für jede Situation geeignet. Vor allem, wenn es nicht nur Wiedergabe ist, sondern wenn man jeden Gedanken, den man hat, auch gleich ausspricht.
Letzthin in der Drogerie habe ich einen ganz extremen Fall mitgehört:
Drogistin: „Diese Grundlag…“
Frau: „Jaaa?“
Drogistin: „..Grundlage hat..“
Frau: „hat?“
Drogistin: „eine mattierende …“
Frau: „Ich mag lieber einer glänzende.“
Blick der Drogistin: grrr, ich bin amversuchenerwaszuerklären
Drogistin: „… Grundierung, aber nicht zu schwer. Ich …“
Frau: „Jaaa?“
Drogistin: „Ich habe …“
Frau: „Was denken sie, was eine gute Farbe für mich wäre?“
…
Ich bin erstaunt, dass die Drogistin es trotzdem geschafft hat, genug Information auszutauschen, dass ein Verkauf zustande kam.
2 Leser von meinem Blog hier, berichten von einem „Pop-Up“ das auffordert zum folgen per mail.
Haben noch andere dieses Pop-Up? Von wo kommt das?
Und: sieht irgendwer auf der Seite Werbe-einblendungen oder so etwas?
Falls ja: meldet Euch doch in den Kommentaren oder im mail – vielleicht grad mit was für einen Browser ihr benutzt (Explorer, Safari, Opera …) und was ihr seht.
Wenn das ein allgemeines Problem ist, werde ich versuchen das zu lösen (ich habe zwar nicht so viel Ahnung wie, aber …)
Auch wenn ihr sonst noch eine Anmerkung habt zur Funktionalität von dem Blog … sagt es!
Nachtrag: Das Pop-up Problem habe ich gelöst und es beseitigt. Falls jemand sonst noch ein Problem mit dem Blog hat (oder Verbesserungsvorschläge): bitte melden!
Wir machen Hauslieferungen für Kunden. Speziell für solche, die nicht gut zu Fuss sind.
Aber wir haben da eine Kundin, mit der haben wir immer wieder Probleme.
Anzumerken ist, dass das wohl die Kundin ist, die am weitesten von uns weg wohnt. Wenn eine Lieferung für sie gemacht werden muss, ist der Lehrling mindestens eine halbe Stunde weg. Es gäbe ein paar Apotheken, die näher dran wären, aber nein, wir müssen es sein.
Das ist schon ok, solange es nicht gerade tägliche Lieferungen sind. Aber genau das ist hier das Problem. Da kann man noch so nachfragen, ob sie auch alles hat … So auch gestern (Freitag):
Wir bringen ihr die bestellten Medikamente nach Hause und gleich darauf kommt das Telefon: „Ich brauche noch diesen Spezialverband. Der Arzt ist aber im Moment weg. Können Sie mir einen Vorbezug machen und es morgen vorbeibringen?“
‚Morgen’ ist aber Samstag. Und Samstag habe ich keine überschüssigen Leute, das heisst, da werden auch keine Auslieferungen gemacht – es sei denn, der Patient stirbt, wenn er es nicht bekommt. Also sage ich: „Ich kann ihnen dafür schon einen Vorbezug machen, aber sie müssten selbst jemanden schicken. Am Samstag kann ich keine Auslieferungen machen.“
Manchmal ist es schon interessant, dass es dann auf einmal nicht mehr so wichtig ist.
Wir sollen es Dienstag bringen.