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- Der ultraliberale Ökonom Javier Milei wird der nächste Präsident Argentiniens.
- Bei der Stichwahl der Präsidentenwahl am Sonntag liegt Milei nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen mit fast 56 Prozent klar vorne.
- Sein Rivale, der zentristische Wirtschaftsminister Sergio Massa, räumte am Sonntagabend seine Niederlage ein.
«Ich habe Javier Milei angerufen und ihm gratuliert», sagte der argentinische Wirtschaftsminister Sergio Massain in seiner Wahlkampfzentrale in Buenos Aires, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das amtliche Endergebnis wurde allerdings noch nicht veröffentlicht.
«Die Situation Argentiniens ist kritisch. Die Veränderungen, die unser Land braucht, sind drastisch. Es gibt keinen Platz für Gradualismus, keinen Platz für laue Massnahmen», sagte Milei, bei seinem Auftritt nach der Wahl.
Die Anhängerinnen und Anhängern skandierten «Präsident, Präsident» und «Freiheit, Freiheit», als der Rechtspopulist die Bühne betrat.
Zwei Kandidaten, zwei Ideen für die Rettung der Wirtschaft
In der Stichwahl traten der linksgerichtete Massa und der libertäre Ökonom Milei gegeneinander an. Die Kandidaten stehen für völlig gegensätzliche Wirtschaftssysteme: Massa hatte angekündigt, die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen und die Reserven der Zentralbank zu erhöhen.
Milei, welcher von seinen Fans «el león», der Löwe, genannt wird, hatte erklärt, er wolle die Zentralbank schliessen, die Wirtschaft auf den US-Dollar umstellen und den Staatsapparat verkleinern.
Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Misswirtschaft der Regierung, der hohe Schuldenberg und die Hyperinflation belasten die Menschen im südamerikanischen Land.
Reaktionen auf die Wahl
Der Präsident Brasiliens, Luiz Inacio Lula da Silva, sandte Glückwünsche über die Plattform X, ehemals Twitter. Er wünsche der neuen Regierung gutes Gelingen. Anders klingt es beim Präsidenten von Kolumbien: Gustavo Petro schrieb auf X: «Die extreme Rechte hat in Argentinien gesiegt, dies ist traurig für Lateinamerika.»
Auch aus den USA kamen Glückwünsche zur Wahl. Der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan gratulierte den Argentinierinnen und Argentiniern zu freien und fairen Wahlen. Man wolle starke bilaterale Beziehungen schaffen, basierend auf die Menschenrechte, demokratische Werte und Transparenz.