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Die Schweizer Nationalbank hat im Jahr 2015 mehr als 600 Mio US Dollar in Atomwaffenproduzenten investiert. Warum die SNB ungeachtet eigener Richtlinien, die es verbieten Investitionen in Unternehmungen zu tätigen, die „international stigmatisierte“ Waffen herstellen, weiterhin in diese Massenvernichtungswaffen investiert ist nicht nachvollziehbar.
Die Schweizer Regierung hat immer wieder betont, dass es „schwer vorstellbar“ sei, „dass der Einsatz einer Atomwaffe mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar wäre“. Das Schweizer Kriegsmaterialgesetz stuft Atomwaffen, wie auch chemische und biologische Waffen, als „verbotenes Kriegsmaterial“ ein, und untersagt deren Finanzierung.
Es ist es unannehmbar, Finanzmittel für den Unterhalt und die Modernisierung von Atomwaffensystemen bereitzustellen. Zusammen mit anderen Vertretern der Schweizer Zivilgesellschaft fordert ICAN Switzerland die SNB auf, sich aus dem Geschäft mit Atomwaffen zurückzuziehen und ihre Auswahlkriterien für Anlagen offenzulegen.
Jorgos Brouzos, „SNB investiert in 14 Atomwaffen-Firmen“, Tagesanzeiger, 27. Jan 2016
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