Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03135.jsonl.gz/2477

Unidos do Viradouro ist der große Champion der Samba-Paraden Rio de Janeiros. Mit ihrer Darbietung über die “Ganhadeiras“, ehemalige Sklavinnen Bahias, hat die Sambaschule aus Niteroi die Jury überzeugt und das Publikum begeistert. Allerdings war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst bei der Auszählung des letzten Bewertungskriteriums stand der Sieger fest.
Seinen letzten Titel holte sich Viradouro 1997. Viradouro war der aktuelle Vize-Champion und hat sich jetzt seinen zweiten Titel geholt. Verantwortlich zeichneten für die siegreiche Parade die Carnavalescos Tarcísio Zanon und Marcus Ferreira, die zum ersten Mal für Viradouro tätig waren.
Die Entscheidung über den Sieger ist allerdings erst in letzter Sekunde gefallen. Neun Kriterien wurden von jeweils fünf Richtern bewertet und am Mittwochnachmittag ausgezählt. Bis zur Auszählung des vorletzten Kriteriums sah es dabei so aus, als würde Acadêmicos do Grande Rio gewinnen.
Sie hatte die Geschichte des Pai de Santo Joãozinho da Gomeia erzählt. Bei der Bewertung von Harmonie und Evolution hatte Grande Rio dann aber im Vergleich zu Viradouro den Kürzeren gezogen. Grande Rio schaffte zwar letztlich die gleiche Gesamtpunktzahl, beim Entscheidungskriterium Harmonie erzielte jedoch Viradouro höhere Einzelnoten. Grande Rio ist damit Vize-Champion geworden.
Mocidade Independente de Padre Miguel hat mit seiner Ehrung der brasilianischen Musikerin Elza Soares den dritten Platz belegt. Gefolgt wird sie von Beija-Flor. Sie hat die Wege, Routen und Straßen der Menschheit auf die Samba-Avenida gebracht.
Absteigen werden Estácio de Sá und União da Ilha do Governador. Ilha do Governador musste wegen dem von ihr überschrittenen Zeitlimit einen Strafabzug hinnehmen. União da Ilha hatte bei ihrer Präsentation große Probleme mit einem Wagen, der während der Präsentation stehen gebieben war. Beim Auszug aus dem Sambódromo kam es zu weiteren Problemen mit anderen Wagen. Estácio de Sá war erst 2019 von der Gruppe A aufgestiegen, konnte mit ihrer Darbietung zum Thema Steine aber nicht überzeugen.
Von der Gruppe A in die Elitegruppe wieder aufsteigen wird Imperatriz Leopoldinense. Sie war erst 2019 abgestiegen, hat nun aber mit ihrer Parade über den Komponisten Lamartine Babo bei allen Kriterien die Höchstnote erhalten und wird 2021 wieder in der Elitegruppe antreten.