Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03435.jsonl.gz/1656

Zecken leben überall in Europa und sind besonders von Frühsommer bis Spätherbst aktiv. Entgegen einer häufigen Annahme lassen sie sich nicht auf ihre Opfer fallen, sondern lauern auf Gräsern und im Unterholz, von wo aus sie sich an Tieren oder Menschen festklammern. Das Blut, das sie saugen, brauchen sie, um sich zu häuten und zu entwickeln.
Gefürchtet sind Zecken vor allem, weil sie Krankheitserreger übertragen können. Die zwei wichtigsten Erreger sind in unseren Breitengraden das Borreliose-Bakterium und das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Borreliose äussert sich zuerst mit grippeähnlichen Symptomen, später mit Entzündungen der Gelenke, der Nerven und der Haut. Im Frühstadium lässt sie sich gut mit Antibiotika behandeln; im späteren Stadium können chronische Schäden entstehen.
FSME ist viel seltener als Borreliose. Bei den meisten Patienten bleibt es bei grippeartigen Erscheinungen. In etwa zehn Prozent der Fälle kommt es in einem zweiten Schub zu Hirnhaut- oder Hirnentzündungen. Die Krankheit ist schwer zu behandeln; hingegen kann man sich impfen lassen. Die FSME-Impfung wird vor allem Personen empfohlen, die sich in einer FSME-Region in der freien Natur bewegen (im Kanton Freiburg in Teilen des See- und des Broyebezirks). cs
Weitere Infos: www.zecke.ch.