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Konformitätsarbeit
Die Hersteller und Verwender von Lebensmittelverpackungen oder anderen FCM erhalten von ihren Vorlieferanten in der Regel zu wenig Informationen, um die Lebensmittelsicherheit im Rahmen ihrer Selbstkontrollpflicht in genügendem Mass gewährleisten können. Sie kennen die verwendeten Materialien gar nicht oder zumindest viel weniger gut als ihre Lieferanten, tragen ihren Kunden gegenüber aber die Verantwortung für das Produkt bzw. das darin abgepackte Lebensmittel. Wenn die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gegeben ist, kann die Schadenssumme für ein verpacktes Lebensmittel viel höher sein als die vergleichsweise niedrigen Kosten für das Verpackungsmaterial. Dazu kommt noch der mögliche Imageschaden für den betroffenen Lebensmittelhersteller.
Es ist deshalb wichtig, die Verantwortung auf alle Beteiligten in der Herstellerkette zu verteilen.
Dieser Prozess wird Konformitätsarbeit genannt und stellt ein wesentliches Element der Selbstkontrolle von FCM dar. Er ist sehr komplex, denn er muss sich über alle Stufen der Herstellungskette von FCM erstrecken. Es geht darum, dass jede Fertigungsstufe die nötigen Abklärungen vornimmt um sicherzustellen, dass am Ende die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten nicht gefährdet wird. Dabei müssen alle in der Kette die Verantwortung für die von ihnen (absichtlich oder unabsichtlich) eingebrachten Chemikalien übernehmen und dies ihren Kunden mit einer Unbedenklichkeitserklärung (Konformitätserklärung, Deklaration) für die gewünscht Anwendung garantieren. Sollte dies auf einer Stufe noch nicht möglich sein, so müssen die ausstehenden Aufgaben delegiert werden.