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Ist SDN der nächste Security-Albtraum?
Denn diverse Vorteile von SDN, wie Entkoppelung der Kontrollebene von der Weiterleitungsebene, die Möglichkeit, Netzwerke mit Software auf einem handelsüblichen Server zu betreiben, seien mit Vorsicht zu geniessen. «Was passiert, wenn genau der Server, der das Netzwerk organisiert, angegriffen wird? Und was, wenn ein Hacker den SDN-Contoller kapert?», fragt sich Hinden denn auch. Ihm zufolge könnten Angreifer den Netzwerkverkehr umleiten, etwa um die Firewall herum, sie könnten Malware im Netzwerk verstecken oder Man-in-the-Middle-Attacken durchführen.
Auch Software-Bugs könnten ein Problem darstellen, so Hinden. Daneben stellt er die Fähigkeit von SDN in Frage, bei Netzwerkausfällen für den Datenverkehr eine neue, alternative Route zu finden.
Neben den Sicherheitsbedenken, äusserte Hinden auch Vorbehalte bezüglich der Skalierbarkeit von SDN. Klassische Netzwerke konzentrieren sich ganz auf das Ziel, das ein Datenpaket ansteuern soll und greifen dabei auf Routing-Tabellen zurück. Dagegen wird bei SDN der Datenfluss wichtig. Positiv daran sei, dass Netzwerkadministratoren sehr differenzierte Policies erstellen könnten. Nachteil: All diese Einträge über den Datenfluss müssten an alle beteiligten Geräte geschickt werden. «Das kann schnell unhandlich werden», meint Hinden.
Es gibt laut Hinden aber auch positive Aspekte in Sachen SDN und Sicherheit. So könne die Kontrollsoftware Sicherheitsrichtlinien an alle Router und Switches im Netzwerk schicken, was zu einer gewissen Einheitlichkeit in Sachen Security-Policies führe.
Daneben lasse sich ein verseuchter Host sehr schnell durch den Controller vom Rest des Netzes isolieren, führt Hinden an.