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Zürich - Das Zürcher Medienhaus Tamedia hat im ersten Halbjahr 2010 Umsatz und Gewinn trotz stagnierender Werbeeinnahmen erhöht. Profitieren konnte Tamedia namentlich von neu erworbenen Medien und Massnahmen zur Kostensenkung.
Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht um 2,4 Prozent auf 386,4 Mio. Franken, wie Tamedia am Mittwoch mitteilte. Dieses Wachstum sei insbesondere auf neu erworbene Medien wie search.ch, "Zürcher Unterländer" und "Zürichsee-Zeitung" zurückzuführen.
Erneut einen Umsatzrückgang hingegen verzeichneten die "Berner Zeitung" und der "Tages-Anzeiger". Erfreulich für Tamedia verlief die Entwicklung der Berner Tageszeitung "Bund", der erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt ein ausgeglichenes Ergebnis aufweist.
Dank der im Vorjahr ergriffenen Kostensenkungsmassnahmen kletterte das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) um 154,4 Prozent auf 66,1 Mio. Franken, wie Tamedia weiter mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT (vor Zinsen und Steuern) stieg von 9,1 Mio. auf 48,8 Mio. Franken.
Das Ergebnis der weitergeführten Bereiche betrug 49,9 Mio. Fr. nach 5,7 Mio. im Vorjahr. Aus der neu erworbenen Beteiligung von 49,9 Prozent an der Presse Publications SR, welche die wesentlichen Schweizer Medienaktivitäten des Westschweizer Medienkonzerns Edipresse umfasst, flossen 10,8 Mio. Fr. in das Ergebnis ein.
Nicht in den weitergeführten Bereichen enthalten sind insbesondere die Aktivitäten der "Thurgauer Zeitung", die Mitte April 2010 an die NZZ-Mediengruppe veräussert wurde. Das Gesamtergebnis inklusive nicht weitergeführter Bereiche lag bei 52,5 Mio. Fr. nach 0,8 Mio. im Vorjahr.
SDA-ATS