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Sportliche Eleganz, Konzentration, Schnelligkeit und Reaktion.
Von der Steinzeit bis zur Neuzeit, gefochten wurde schon immer und dies nicht nur mit Worten.
Historische Studien haben gezeigt, dass schon in uralten Kulturen wie in Ägypten oder China eine Art des Fechtens betrieben wurde. Der erste nachweisbare Fechtunterricht ist an römischen Gladiatorenschulen erteilt worden. Im 16. Jahrhundert entstanden in Italien Fechtschulen, die in ganz Europa bekannt waren. Zu einer weiteren Blüte gelangte der Fechtsport in Frankreich. Es entstanden die ersten Bücher, die das Fechten theoretisch erläuterten und beschrieben. Als Folge davon werden heute noch meist französische Fachausdrücke gebraucht und an Turnieren blieb das Französisch die internationale Verständigungssprache.
Seit den 1. Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen steht Fechten auf dem Programm. Besonders in der Schweiz wurde in den letzten 30 Jahren der Beweis erbracht, dass in diesem Sport auch Amateure eine echte Chance haben. An der Sommerolympiade 1972 in München konnte die Schweizer Mannschaft die Silbermedaille und in Montreal die Bronzemedaille gewinnen. Weitere glänzende Ränge an Weltmeisterschaften, sei es bei den Junioren oder bei den Senioren, waren in den letzten Jahren zahlreich. Und nachdem 1989 erstmals auch Damen an der WM in Denver / USA mit dem Degen fochten, war es der Bernerin Anja Straub vergönnt, den ersten WM-Titel im Fechten für die Schweiz überhaupt zu erringen.
Zu den neuesten Erfolgen haben auch ehemalige Bieler Degenfechter beigetragen: Basil Hoffmann wurde 2001 Vize-Weltmeister und Marcel Fischer wurde 2004 Olympia-Sieger!
Der Degen ist wie das Florett eine Stichwaffe. Aber hier kann man die gesamte Körperoberfläche, vom Kopf über die Hände bis zu den Füssen, treffen. Der Degen ist schwerer als das Florett, er wiegt um die 770 g bei einer Länge von 110 cm (jüngere Fechter haben eine kürzere Klinge).
In der Schweiz bevorzugen 2/3 der Fechter und Fechterinnen den Degen. Aus diesem Grunde wurden die grössten Erfolge des Schweizer Fechtsports, bei den Herren wie bei den Damen, mit dem Degen erzielt.
Im Bieler Fechtclub wird ausschliesslich das Degenfechten unterrichtet und praktiziert.
Florett
Das Florett ist eine Stichwaffe, auch Stossdegen genannt. Die gültige Trefferfläche ist der ganze Rumpf: vom Hals bis zum Schritt, den Rücken eingeschlossen, mit Ausnahme der Arme, der Beine und des Kopfes. Das Florett wiegt um die 500 g und hat eine Länge von 110 cm (die Jüngsten üben diesen Sport ebenfalls mit einer kürzeren und leichteren Waffe aus, die an ihre Grösse angepasst ist). Traditionell beginnt ein Anfänger mit dem Florett und wählt seine bevorzugte Waffe später aus (meistens den Degen)
Säbel
Der Säbel ist eine Hieb- und Stichwaffe, das heisst, man kann mit der Schneide und mit der Spitze treffen. Lange Zeit wurde mit dieser Waffe nur manuell ohne elektrische Apparatur gefochten; über die Treffer wurde damals durch einen Richter entschieden, den drei Helfer, sogenannte Beisitzer, unterstützten. Das Gewicht des Säbels beträgt um die 500 g, seine Länge 105 cm. In der Schweiz steht diese Waffe für rund 400 Fechter, die sich auf etwa zehn Clubs verteilen.