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InDesign CS und DCS aus XPress
Hallo Marcel,
ich stimme Ihnen zu als dass es, zumindest auf den ersten Blick, tatsächlich so ausseht, als ob Adobe InDesign CS auch QuarkXPress DCS-Dateien mergen würde. Dem ist aber definitiv nicht so.
Wie ist eine QuarkXPress DCS(2) Datei aufgebaut? Nun Sie besteht aus einer Masterdatei die dem aus XPress erzeugten EPS-Format entspricht und den Auszugsdateien, die den XPress Farbauszügen der Seite entspricht. Somit ist die DCS_master keine Grobbilddatei wie z.B. bei Adobe Photoshop, sondern ein vektorbasiertes, hochwertiges EPS-Format. Wenn nun so eine QuarkXPress DCS(2) Datei in Adobe InDesign platziert und anschließend unsepariert ausgegeben wird, wird nur diese Masterdatei verwertet. Somit entspricht das Ausgabeergebnis genau dem, welches auf Basis einer platzierten XPress EPS-Datei resultieren würde.
Solange also QuarkXpress in der Lage ist, sein Seitenlayout verlustfrei im EPS-Format zu sichern ist die Welt auch beim Einsatz des DCS-Formats in Ordnung. Sobald Sie aber die Grenzen der Composite-Ausgabe aus XPress überschreiten, erhalten Sie unabhängig davon, ob Sie ein EPS oder DCS(2) aus XPress in InDesign CS platzieren, ein falsches Ausgabeergebnis im composite-Modus, weil kein DCS-Merging stattfindet.
D.h. in der aus InDesign generierten Datei sind
- keine Überfüllungen enthalten
- keine Sonderfarben-Verläufe enthalten
- keine Multi-Ink Farben enthalten
- keine mit Sonderfarben eingefärbten Graustufen-Bilder enthalten (außer Sie setzen eine Xtension wie Creo Color TIFF XT ein, welche auch beim EPS-Export aus XPress das Problem beheben würde, so dass keine Notwendigkeit für ein DCS 2-Format besteht).
Beim PDF-Export aus Adobe InDesign CS verhält es sich genauso. Es gibt nur einen interessanten Unterschied. Offensichtlich kommt auch beim PDF-Export aus Adobe InDesign eine Idiom Recognition zum Einsatz, wenn platzierte EPS-Dateien ins PDF-Format konvert werden. Denn im exportierten PDF sind die falschen Sonderfarben-Verläufe aus QuarkXPress 3, 4 und 5 plötzlich korrekt.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Zacherl
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