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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben sich am Freitag etwas von ihren starken Verlusten am Vortag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete gegen Mittag 76,85 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September stieg um neun Cent auf 76,18 Dollar.
Am Donnerstag hatten die Ölpreise angesichts schwacher Aktienmärkte Kursabschläge von bis zu zwei Dollar hinnehmen müssen. Nachdem sich die Aktienmärkte am Freitag etwas freundlicher zeigten, besserte sich auch die Stimmung am Ölmarkt, wie Händler berichteten. In den letzten Tagen hatten vor allem enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA für Ernüchterung bei den Anlegern gesorgt.
Die Rohstoffexperten von der Commerzbank geben jedoch alles andere als Entwarnung für den Ölmarkt. Sie sprechen von einer geringen Nachfragedynamik nach Rohöl und Ölprodukten, bei einem anhaltenden Überangebot. Solange die Nachfrage nicht stärker anziehe oder das Angebot niedriger ausfalle, bestehe auch im kommenden Jahr ein Überangebot von mehreren hunderttausend Barrel pro Tag.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 73,26 Dollar. Das waren 67 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bgf/jha/
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