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Entscheide der Meisterschaftskommissionen
Die Meisterschaftskommissionen Indoor (MKI) und Beach (MKB) sind hauptsächlich für die folgenden drei Aufgaben zuständig. Sie organisieren und kontrollieren den korrekten Ablauf der nationalen Meisterschaften und in bestimmten Bereichen auch der regionalen Meisterschaften (zum Beispiel im Lizenzwesen). Dabei pflegen sie einen intensiven Kontakt zu den für die Meisterschaften verantwortlichen Konferenzen. Als weiterer zentraler Punkt sind sie für die Ausarbeitung von Reglementsänderungen und den Erlass von Richtlinien verantwortlich.
MKI-Entscheide 2021/2022
Verstoss gegen die Ethik-Charta
26.03.2022 | Volero Zürich – Volley Düdingen (Mobiliar Volley Cup Final)
Der Trainer von Volley Düdingen hat sich gegenüber der Schiedsrichterin und den Schiedsrichtern in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen ehrverletzend geäussert. News vom 03.05.2022
Die MKI verhängt eine Busse von CHF 1'000. (13.04.2022)
Status: rechtskräftiger Entscheid
Verstoss gegen die Ethik-Charta
04.12.2021 | VBC Buochs – #Dragons Lugano (1L)
Ein Spieler des Erstligateams von #Dragons Lugano hat sich gegenüber dem Schiedsrichter ehrverletzend geäussert. News vom 21.01.2022
Die MKI sperrt den Spieler für die Meisterschaftsrunde vom 11./12.12.2021 und verhängt eine Busse von CHF 500. (17.12.2021)
Status: rechtskräftiger Entscheid
Verstoss gegen die Ethik-Charta
06.11.2021 | biogas volley näfels – Lausanne UC (NLA)
Bei der Verabschiedung auf der Grundlinie kam es zu Provokationen von Seiten eines Spielers von Lausanne gegenüber einem Spieler von Näfels. Das daraus resultierende Gemenge am Netz konnten die Schiedsrichter schliesslich auflösen. Die MKI wertet das Verhalten der beiden Spieler als unsportlich. News vom 21.01.2022
Die MKI bestraft Lausanne UC mit einer Busse von CHF 500 und biogas volley näfels mit einer Busse von CHF 150. (17.12.2021)
Status: rechtskräftiger Entscheid
Verstoss gegen die Ethik-Charta
30.10.2021 | VBC Kanti Baden – Volley Biasca (1L)
Der Trainer von Volley Biasca hat sich gegenüber der Schiedsrichterin und den Schiedsrichtern öffentlich ehrverletzend geäussert. News vom 03.12.2021
Die MKI verhängt eine Busse von CHF 300. (18.11.2021)
Status: rechtskräftiger Entscheid
MKI-Entscheide 2020/2021
Verweis aufgrund einer gefährlichen Aktion eines Spielers
23.01.2021 | LINDAREN Volley Amriswil – Chênois Genève Volleyball (NLA)
Nach Meldungen der am Spiel Beteiligten und Durchsicht des vorhandenen Videomaterials und Analyse des Spielgeschehens ist die Aktion des Spielers von Chênois Genève Volleyball für die MKI weder aus volleyballerischer noch spielerischer Sicht nachvollziehbar; sie hat die Gesundheit des Gegenspielers gefährdet und kann nur als unverständlich, unnötig sowie grobfahrlässig bezeichnet werden. Die MKI verurteilt diesen Vorfall ausdrücklich.
Die MKI hat aber auch zur Kenntnis genommen, dass sich der Spieler unmittelbar nach dieser Aktion beim betreffenden Gegenspieler mit Handschlag entschuldigt hat und im Nachgang diese Entschuldigung nochmals auf den sozialen Medien wiederholt hat.
Die MKI erteilt dem Spieler einen Verweis, verzichtet aber auf weitergehende Sanktionen. Bei Wiederholung solcher Vorfälle behält sich die MKI ausdrücklich weitergehende Sanktionen vor. (08.02.2021)
Status: negativer Tatsachenentscheid der Schiedsrichter*innen
LAS-Fehler aufgrund technischer Probleme
16.01.2021 | Volley Lugano – Groupe E Valtra (NLA)
Groupe E Valtra hat die Bestimmungen zu den lokal ausgebildeten Spielerinnen LAS während einem Spielzug nicht eingehalten – dies jedoch ohne Verschulden. News vom 24.02.2021
Die MKI spricht den Verein frei. (02.02.2021)
Status: rechtskräftiger Entscheid
Verstoss gegen die Ethik-Charta
12.12.2020 | Groupe E Valtra – TS Volley Düdingen (NLA)
Die Präsidentin von Groupe E Valtra hat sich gegenüber der Schiedsrichterin und den Schiedsrichtern im Kommentar des Livestreams ehrverletzend geäussert. News vom 04.02.2021
Die MKI verhängt eine Busse von CHF 500. (12.01.2021)
Status: rechtskräftiger Entscheid
Verstoss gegen die Ethik-Charta
12.12.2020 | Groupe E Valtra – TS Volley Düdingen (NLA)
Der Trainer von Groupe E Valtra hat sich gegenüber der Schiedsrichterin und den Schiedsrichtern auf Instagram ehrverletzend geäussert. News vom 04.02.2021
Die MKI verhängt eine Busse von CHF 500. (12.01.2021)
Status: rechtskräftiger Entscheid
Spielforfait trotz schwieriger Verkehrs- und Wetterbedingungen
03.10.2020 | Raiffeisen Volleya Obwalden – G&B Scuola Volley (NLB)
G&B Scuola Volley war am NLB Qualifikationsspiel bei Raiffeisen Volley Obwalden nicht anwesend, weil das Team aufgrund schwieriger Verkehrs- und Wetterbediungen unterwegs entschieden hat, die Reise abzubrechen. Trotz der schwierigen Wettersituation liegt kein Fall höherer Gewalt vor – das Team hat sich für eine frühe Abfahrtszeit entschieden (das Risiko muss ihnen bewusst gewesen sein) und andere Teams aus dem Kanton Tessin haben am selben Tag Auswärtsspiele in der Deutschschweiz ausgetragen.
Die MKI entscheidet, das Spiel mit 3:0 Forfait zugunsten von Raiffeisen Volley Obwalden zu werten und verhängt eine Busse von CHF 200. (23.10.2020)
Status: rechtskräftiger Entscheid
Spielforfait infolge fehlender NL-Lizenz
27.09.2020 / 29.09.2020 | Volley Möhlin – KSC Wiedikon (1L) sowie VBC Limmattal KS – KSC Wiedikon (Cup)
Eine Spielerin des KSC Wiedikon hatte ihre, bei Swiss Volley bestellte Lizenz noch nicht erhalten, weil der internationale Transfer zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen war. Da die Spielerin die Lizenz an beiden Spielen nicht vorweisen konnte, haben die Schiedsrichter*innen nach Überprüfung eines Ausweises erlaubt, die Spielerin auf dem Matchblatt einzutragen. Bereits das Eintragen auf dem Matchblatt gilt als Einsatz an einem offiziellen Wettspiel, es ist also irrelevant, ob die Spielerin gespielt hat oder nicht. Der Schiedsrichter oder die Schiedsrichterin kann und muss aufgrund der nicht vorhandenen Lizenz nicht wissen, ob ein internationaler Transfer benötigt wird und ob er ordnungsgemäss durchgeführt wurde. Die Verantwortung für die Erfüllung der lizenzrechtlichen Bestimmungen liegt einzig beim Team.
Die MKI wertet das Meisterschaftsspiel mit 3:0 Forfait zugunsten von Volley Möhlin und verhängt eine Busse von CHF 100. (05.10.2020)
Die MKI wertet das Cupspiel mit 3:0 Forfait zugunsten des VBC Limmattal KS und verhängt eine Busse von CHF 200. Zudem wird der KSC Wiedikon (Frauen) von der Teilnahme am Mobiliar Volley Cup 2021/2022 ausgeschlossen. (05.10.2020)
Status: rechtskräftige Entscheide
Der Prozess bei Reglementsverstössen
- Kommt es zu Reglementsverstössen so müssen die MKI und MKB aktiv werden. Sie eröffnen ein Verfahren, hören die Parteien an und fällen einen Entscheid. Die Sanktionen umfassen zum Beispiel Bussen, Verweis oder Forfait (vollständige Übersicht im Volleyballreglement Art. 277 ff und im Beachvolleyballreglement Art. 81 ff).
- In erster Instanz kann gegen die Entscheide der MKI und MKB Rekurs bei der Rekursinstanz eingelegt werden. Aufschiebende Wirkung ist dabei nur bei finanzielle Sanktionen möglich. Alle anderen Entscheide gelten sofort und mindestens bis zum Entscheid der nächsten Instanz.
- Ein Rekurs an die Rekursinstanz richtet sich gegen Entscheide von Verbandsstellen von Swiss Volley, sofern dieser nicht explizit ausgeschlossen ist. Ist ein Rekurs möglich, wird aber nicht eingelegt, so wird der Entscheid der MKI oder der MKB nach Ablauf der Rekursfrist rechtskräftig.
- Die Rekursinstanz kann angefochtenen Entscheid bestätigen, ihn abändern oder aufheben und einen neuen Entscheid fällen. Sie kann das Verfahren zudem an die MKI oder MKB zurückweisen mit dem Auftrag, die Untersuchung zu vervollständigen oder einen neuen Entscheid im Sinne ihrer Erwägungen zu fällen.
- Der Entscheid der Rekursinstanz kann ans Verbandsgericht weitergezogen werden – mit Ausnahme von Entscheiden über die Festlegung von Transfersummen oder gegen einen letztinstanzlichen Entscheid eines Regionalverbandes von Swiss Volley. Entscheide des Verbandsgerichts können nicht mehr weitergezogen werden.