Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/114677

<h2>SubmittedText<h2><p>Wie kann gewährleistet werden, dass die lateinische Schweiz auch in der aktuellen, zahlenmässig stark verkleinerten Armee, deren Bestände möglicherweise noch weiter schrumpfen werden, in höheren Kaderpositionen weiterhin vertreten ist?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das per 1. Januar 2010 in Kraft getretene Bundesgesetz über die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften (SR 441.1) hält in Artikel 20 fest, dass der Bund für eine angemessene Vertretung der Sprachengemeinschaft in den Bundesbehörden sorgen muss. Insbesondere ist auch ausdrücklich die Armee erwähnt, wo die Mehrsprachigkeit zu fördern sei. Der Bundesrat hat in der Verordnung über die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften (SR 441.11) die Details geregelt. Der Bundesrat anerkennt diese Bestimmungen auch bei sinkenden Armeebeständen. Die lateinische Schweiz ist in der obersten Armeeführung mit drei von acht Mitgliedern angemessen vertreten. Selbstverständlich haben sich Kandidaten für hohe Posten in der Armee primär über entsprechende Qualifikationen auszuweisen. Die Armee ist weiterhin auf bestens geeignete Kandidaten angewiesen. Um dies gewährleisten zu können, wurden im Rahmen der Kaderentwicklung Verteidigung professionelle Auswahlinstrumente geschaffen.</p>  Antwort des Bundesrates.