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Der Trainer des FC Chelsea äussert sich in einem Interview kritisch über die gewaltigen Transfersummen, die in der Premier League die Kassen klingeln lassen. Sein Verein könne mit Deals in der Grössenordnung von Raheem Sterling nicht mithalten.
Natürlich hat Chelsea-Coach José Mourinho mit seinen Aussagen gegenüber der «SportBild» recht. Was in Sachen Transfers in der englischen Premier League im Moment abgeht, sprengt jeden erdenklichen Rahmen. Grossklubs wie Manchester City oder Liverpool schmeissen mit Millionen nur so um sich, völlig überteuerte Transfers sind trotz Financial Fairplay an der Tagesordnung.
Mourinho macht sich Sorgen, dass sein Chelsea in diesem Transferwahnsinn nicht mithalten kann. Er sagt in der «SportBild»: «Die anderen hauen das Geld raus, kaufen und kaufen, damit sie besser sind als wir. Aber wir sind noch dieselben.»
Die Frage, die sich bei aller Demut Mourinhos stellt: Ist der Portugiese als Trainer des FC Chelsea in einer Position, in welcher man solche Aussagen tätigen kann? Soll man seine öffentliche Heulattacke ernst nehmen oder nur darüber lachen? Zur Erinnerung: 2003 hat der russische Milliardär Roman Abramowitsch Chelsea aufgekauft. Bis heute ist über eine Milliarde Euro in Transfers investiert worden, weitere 1,5 Milliarden Euro gingen für Gehälter drauf.
In Europa können bis zum 31. August Transfers getätigt werden. Fakt ist: In diesem Sommer hat Chelsea bis jetzt drei Spieler verpflichtet und dabei noch keine 30 Millionen Euro bezahlt. Ein Klecks, vergleicht man die «Blues» mit ManCity, ManUnited oder Liverpool. Sollte Roman Abramowitsch einen Sinneswandel vollzogen haben, dann nehmen wir José Mourinhos Aussagen zu 100 Prozent ab. Aber nur dann ...