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(01.12.10) Die Schweizer Wirtschaft wird in den nächsten Jahren mit einem überraschend kräftigen Wachstum aufwarten. Laut Schätzungen von UBS wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 2,7% und im nächsten Jahr um 2,3% zunehmen, während zuvor noch ein Anstieg von 2,5% für 2010 und 2,1% für 2011 prognostiziert worden war. Es gibt einige Faktoren, die die Wirtschaft stützen, auch wenn der starke Franken negative Auswirkungen auf die Exporte hat.
Dank der Personenfreizügigkeit können die Unternehmen leichter qualifiziertes Personal einstellen, was wiederum ein starkes Bevölkerungswachstum bewirkt. Dieses Wachstum stützt den Konsum und erhöht die Nachfrage nach Wohnraum. In Kombination mit der äusserst expansiven Geldpolitik der Schweizer Nationalbank und dem globalen Wirtschaftsaufschwung dürfte die Schweizer Wirtschaft daher die meisten Prognosen übertreffen.
So geht UBS für die nächsten zwei Jahre von einer soliden Binnenkonjunktur aus, die die Schwächen des Exportsektors ausgleichen kann. Für 2011 wird ein reales Wachstum von 2,3% erwartet, für 2012 sind es 2,1%. Dies dürfte zu einem Anstieg der Inflation von derzeit nahezu Null auf 2% im Jahr 2012 führen.
Die Umfrage von UBS bei Industrie- und Dienstleistungsunternehmen zeigt jedoch, dass diese nach einem kräftigen Aufschwung nun mit einer leichten Abschwächung im vierten Quartal 2010 rechnen. Der Konjunkturindikator, der auf dieser Umfrage basiert, gibt gegenwärtig für die zweite Jahreshälfte ein Wirtschaftswachstum zwischen 3% und 4% an.
Der starke Franken ist zwar eine Bedrohung für die Schweizer Exporte, doch die Folgen müssen laut UBS relativiert werden. Denn der Franken ist in diesem Jahr vor allem gegenüber dem Euro und dem Pfund gestiegen. Gegenüber vielen nicht-europäischen Währungen ist die Aufwertung des Franken schwächer oder sogar gleich Null. Ausserhalb Europas ist der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit daher deutlich geringer und schliesslich sind die Exporteure in geographischer Hinsicht zurzeit sehr stark diversifiziert.
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