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Die Geschichte: Indien nach der Kolonialzeit – das Land und die Gesellschaft ordnen sich neu. In der Provinzstadt Wasseypur liefern sich zwei verfeindete Clans erbitterte Machtkämpfe. Während Shahid Khan Züge plündert, schwingt sich Ramadhir Singh ( Tigmanshu Dhulia) vom Grossgrundbesitzer zum machtbesessenen Politiker auf. Als Shahid Khan (Jaideep Ahlawat) von seinem Gegner umgebracht wird, schwört sein Sohn Sardar Khan (Manoj Bajpai) Rache. Der eingefleischte Weiberheld richtet sein ganzes Streben danach, seinen Erzfeind Ramadhir Singh zur Strecke zu bringen und entwickelt sich nach und nach zum gefürchtetsten Mann von Wasseypur.
Das Besondere: Mit den singend-tanzendschäkernden Bollywoodfilmen hat dieses Drama nicht viel gemeinsam. Es kommen nur wenige, dafür realistisch in den Alltag eingebaute Gesangszenen vor. Umso mehr ist der Soundtrack stark von der traditionellen indischen Volksmusik geprägt.
Der Hammersatz: «Es gibt zwei Sorten Menschen: Dreckskerle und Vollidioten.»
Die Fortsetzung: Die original indische Fassung dauert über fünf Stunden. Für den weltweiten Markt wurde die aufwendige Mafia-Saga zum Zweiteiler.
Das Fazit: In der Anfangsszene werden so viele Patronen verschossen wie selten. Danach wird der Film vielschichtiger und gibt – neben allgegenwärtiger Gewalt – einen kritischen Einblick in die soziale und politische Struktur Indiens.
Bewertung: * * *
Länge: 160 Min.
Regie: Anurag Kashyap
Kinostart: 29. 9.