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Der Transport startete am Morgen des 26. März 2001 im französischen Bahnhof Valognes und überquerte gleichentags am Abend die deutsche Grenze. Am Morgen des 29. März traf er am Bestimmungsort ein. Für die letzten Kilometer mussten die Behälter auf die Strasse verladen werden. Der Transport wurde von einem Grossaufgebot der deutschen Polizei begleitet und durch Gleisblockaden von Umweltaktivisten um rund einen Tag verzögert.
Die Rückführung dieser Abfälle ist durch privatrechtliche Verträge zwischen den deutschen Elektrizitätsversorgungsunternehmen und der La-Hague-Betreiberin Cogema geregelt. Zusätzlich hat sich die deutsche Regierung gegenüber der französischen völkerrechtlich verpflichtet, den Abfall zurückzunehmen. Der erste solche Transport wurde im Mai 1996 durchgeführt, der zweite im März 1997. Nach dem Bekanntwerden von radioaktiven Verunreinigungen bei Transporten abgebrannter Brennelemente im Frühling 1998 (Bulletin 10/1998) sistierte Deutschland die Ausfuhr von Brennelementen zur Wiederaufarbeitung und die Rücknahme von verglasten Hochaktivabfällen. Diese Rücknahme ist jedoch eine Bedingung Frankreichs für die Wiederaufnahme der Transporte abgebrannter Brennelemente von Deutschland nach la Hague. Insgesamt müssen bis zu 147 Transport- und Lagerbehälter mit 3500 Glaskokillen von La Hague nach Gorleben transportiert werden. Für die verglasten hochradioaktiven Abfälle steht im Zwischenlager Gorleben eine 182 m lange, 38 m breite und 20 m hohe Stahlbetonhalle bereit. Dort können bis zu 420 Behälter zwischengelagert werden, die entweder für abgebrannte Brennelemente oder für verglaste Abfälle ausgelegt sind. Die Behälter vom Typ Castor, die für den Tansport und die Lagerung der Glaskokillen zum Einsatz kommen, sind gut 6 m lang, haben einen Durchmesser von 2,5 m und wiegen knapp 100 t. Sie können - je nach Wärmeleistung der Abfälle - 20 oder 28 Glaskokillen aufnehmen, was einer Nutzlast von 10 oder 14 t entspricht.
Quelle
M.S. nach Informationen des deutschen Atomforums und NucNet, 26. 28. und 29. März 2001