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Der israelische Lieferant habe den Aufwand rund um das innovative Projekt unterschätzt, sagte Sonderegger. «Der Zeitplan war im Nachhinein zu sportlich.» Dazu kamen die Coronavirus-Pandemie sowie der Absturz einer Drohne im vergangenen August. «Wir gehen davon aus, dass wir sie Ende des ersten Halbjahrs 2022 in der Schweiz fliegen sehen.»
Zu Beginn wird das neue Fluggerät nur mit einem Begleitflugzeug zusammen fliegen können, wie Sonderegger erklärte. Damit sie alleine eingesetzt werden könne, brauche das neue Sensorsystem noch eine Schweizer Zulassung. Diese sogenannte Sense-and-Avoid-Technik soll Hindernisse im Luftraum erkennen und Kollisionen mit Flugzeugen und Helikoptern verhindern.
Die Schweiz verfügt derzeit über keine Aufklärungsdrohnen mehr. Die alten Fluggeräte des Typs Ranger waren 2019 nach 20 Jahren ausgemustert worden. Die Armee bestellte für 250 Millionen Franken beim israelischen Hersteller Elbit sechs je neun Meter lange Drohnen des Systems Hermes 900 HFE. Sie haben eine Flügelspannweite von 17 Metern. Eine Bewaffnung ist nicht vorgesehen.
In den Eidgenössischen Räten hatte sich bei der Beratung des Millionen-Geschäftes im Jahr 2015 teilweise Unbehagen darüber breit gemacht, dass ein Produkt aus Israel ausgewählt wurde, das zudem noch nicht serienreif sei.