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Treibhausgase
Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) sind die wichtigsten Treibhausgase (THG). CO2 entsteht durch natürliche biologische Prozesse im Körper jedes Lebewesens des Tierreiches — also auch beim Menschen — und wird durch die Atmung in die Atmosphäre ausgestossen. Methan wird von Wiederkäuern direkt im Verdauungsprozess produziert. Die beiden Gase CO2 und Methan stellen an sich kein Problem dar, im Gegenteil, sie sind Bestandteil des Lebens.
Methan und CO2 im Kohlenstoffkreislauf
Methangas aus der Tierhaltung wird durch die Mikroorganismen im Pansen der Wiederkäuer gebildet. Ohne diese Mikroorganismen könnte der Wiederkäuer das Gras nicht verdauen. Das Methangas wird durch die Tiere ausgestossen. Es zerfällt in der Atmosphäre zu CO2 (und Wasser). Das CO2 aus der Atmosphäre wird durch alle Grünpflanzen (z.B. Gras im allgemeinen Sinn, alle Ackerkulturen, Algen, Wald) durch den Prozess der Photosynthese u.a. in Kohlenhydrat transformiert, welches wieder als Nahrungsbestandteil aufgenommen wird.
Problematisch ist das Zuviel und der schnelle Anstieg des CO2-Ausstosses, der mit der Industrialisierung und Änderung der Landnutzung weltweit erfolgte und zu einer Anreicherung der schädlichen Gase in der Atmosphäre führte.
Es gilt also, dieses Zuviel zu vermeiden. Die Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre muss vermieden werden. Einerseits dadurch, dass die Produktion von tierischen Produkten den CO2-Kreislauf nicht aus dem Gleichgewicht bringt, andererseits muss der CO2-Ausstoss fossilen Ursprungs reduziert werden.
Fakten für die Schweiz
- 80 % der THG-Emissionen ist CO2; 10 % ist CH4 und 6 % ist N2O. Die Nutztiere tragen 6 bis 7 % zu den THG-Emissionen bei.
- Von 1990 bis 2018 sanken die gesamten CH4-Emmissionen aus der Landwirtschaft um 20 % (= 9, 7 % CO2 eq.) dadurch, dass die Effizienz pro kg Milch bzw. Fleisch gesteigert werden konnte und der Rindviehbestand zurückging.
- Die gesamten THG-Emissionen der Landwirtschaft sanken zwischen 1990 und 2018 um 12,2 %.
- Pro Kilojoule Energie produzierte die inländische Nahrungsmittelproduktion im Jahr 2017 18 % weniger THG als im Jahr 1990. Gleichzeitig stieg der Energie-Anteil der inländischen Nahrungsmittelproduktion um 7,5 %.
Solange also in der Schweiz nicht immer mehr Nutztiere gehalten werden, die Effizienz in der Produktion weiter gesteigert und möglichst wenig Futtermittel importiert werden, trägt die Viehwirtschaft nicht zur weiteren Klimaerwärmung bei.