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Das Schloss Bethusy steht an der Nummer 2 der Avenue de Beaumont in Lausanne.
Das von 906 an erwähnte Gebiet von Béthusy (Bitusiacum), gehörte im Mittelalter den Edelleuten von Vennes. Im 17. Jahrhundert umfasste es schon drei Gebäude, von denen in 1693, das Jahr an dem es von César Gaudard gekauft wurde, „ein Haus, wo der Meister bleibt"; ein anderes - eine Scheune - wurde zweifellos gegen 1766 von Jean Reynier restauriert, ein Arzt aus Vevey, einer der zahlreichen folgenden Eigentümer. Paul d' Huc, Graf des Imperiums, der das das ganze Gebiet von 1772 bis 1780 besass, unternahm den Wiederaufbau des Meisterhauses und der Scheune. Die Arbeiten waren in 1774 und 1775 im Gange: er erhielt dann von der Stadt Bauholz für mehr als 2700 Gulden, und es ist zweifellos auch dafür, dass er den angrenzenden Weg (Avenue de Beaumont) renovieren liess. Der Name „Schloss“, übrigens das "neue" genannt, der das Meisterhaus qualifiziert, erscheint in 1782 und die "zwei acht eckigen Türme, die an den Ecken stehen", wie auch die monumentale Treppe, wurden ebenfalls in 1784 erwähnt, dennoch ist es nicht sicher, dass die innere Einrichtung völlig in 1780 beendet wurde. Nachdem es in mehrere Händen ging, wurde das Land zum Eigentum der Stadt von Lausanne im Jahre 1947.
Nach einer Zeichnung von 1830 von Jean Dubois
Wichtige Änderungen wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermutlich nach 1860 - in der südlichen Seite begonnen: man entfernte dort den Käfig der Uhr, die den Vorsprung überwand, dann diente das Frontispiz dem Zifferblatt selbst als Träger. Die nördliche Fassade kam ebenfalls im Jahre 1929 an die Reihe: die Beseitigung der Wappen Dapples und Doxat, die Hinzufügung einer Veranda zwischen den zwei Türmen; und auch im Innern wurde gewerkt, besonders im Vorzimmer.
Die letzten Aussenrestaurierungen fanden in 1974 statt und umfassten die komplette Renovierung der südlichen Freitreppe. Die Scheune selbst wurde gegen 1948 in ein Wohnhaus mit ländlichem Formen umgewandelt.
Auf diesem Gebiet gab es im 18. Jahrhundert eine Molassenkarriere, die unter anderen von Baustellen benutzt wurde, so das Haus von Bellevue und auf derjenigen am Tempel von Morges.
Das Schloss von Béthusy umfasst einen grossen Behausungskörper (Nordfassade: 21.30 m; Südfassade: 17.70 m) unter einem Walmdach. Es besteht aus ein Stockwerk mit Erdgeschoss in seinem Nordteil, zwei in seinem Südteil. Zwei Türme in den Ecken im Norden und ein vorstehenden polygonalen Vorsprung mit monumentaler Treppe im Süden beleben es stark.
Die zwei mit polygonalen Dach bedeckten acht eckigen Türme sind an drei von acht Seiten an den Behausungskörper verbunden und überragen mit einer Etage das Niveau des Kranzgesimses. Sie umschliessen momentan eine Veranda, die eine Terrasse bildet, die in 1929 entstand.
Was den polygonalen Vorsprung der Südfassade betrifft, mit drei Seiten, zwei schräge Linien, etwas enger als die Hauptseite, so ist dieser Vorsprung der einzige Teil des Gebäudes, der aus Stein mit offensichtlicher Grösse konstruiert wurde, ausser den Ecken der geradlinigen Zwischenwänden im Hauptkörper, der Türme, den Rahmen der Fenster, im Süden den Bogen, den verschiedenen Friesen und der Freitreppe. Das ist bemerkbar, um so mehr weil nur die Südseite des Vorsprungs eine gewisse architektonische Dekoration aufweist: sie wird von zwei kolossalen Pilastern eingerahmt, die aus einer rechteckigen Tafel in Relief geschlagen wurden, und die einen halb runden Giebel, früher mit einem Uhrenkäfig darüber, der daraus eine barocke Fassade machte. Der reichlich gezierte Sims des ersten Stockwerkes zeigt eine Fensterbrüstung, von Sockeln flankiert, die der Dekoration der Bogenrundungen der niedrigeren Tür entspricht.
Am Hang errichtet, hat das Schloss an seiner Südseite ein zusätzliches niedrigeres Niveau, das ein Untergeschoss bildet, das durch einen Fries der höheren Stockwerke getrennt wird. So erklärt sich die Entwicklung der Treppen, die sich zuerst der Form des Vorsprungs annehmen, dann nach einem viereckigen Treppenabsatz sich perpendikulär entfernen und enden, indem sie sich leicht erweitern. Die stützende Rampe setzt sich in erster Linie im Zentrum genau über der Tür des Zugangs zu den Kellern zusammen, die die Treppen in zwei symmetrische Teile bringt, aus Balustern mit viereckiger Sektion und niedriger Verstärkung, dann aus vollen Elementen, horizontale oder schleichende, die durch flankierende Würfel eines Reliefs in den Ecken rhythmisiert werden, die toskanischen Pilastern entsprechen, aber sich nicht strikt an die Bewegung der Treppen anpassen. Sie endet mit einer doppelten Volute, die mit einem belaubten Zweig geschmückt wird, und der Schlamm, der mit ihr fusioniert, endet in der Spirale. Der Bruch mit dem Ton, den man bemerkt zwischen dem Ehrgeiz der Zusammensetzung und der Behandlung der Konstruktion kleinlich gekrönt, andernfalls nicht vorhanden, eine einfache Schnur ohne Ausmass, eine Monotonie des Durchbohrens, ausserhalb des Vorsprungs der Südfassade könnte eine wenig übereilte Vollendung andeuten, die der Geschichte der Konstruktion nicht widerspricht. Der Kontrast ist jedenfalls sehr stark mit dem Ausmass der monumentalen Treppen mit deutlich barocken Charakter, der kein Äquivalent im Kanton Waadt kennt.
Die Südfassade von Béthusy scheint irgendeine Analogie mit der des Hauses von Varembé in Genf anzubieten. Es verrät eine Schatten- und Lichtstudie, die man nicht in Lausanne wieder findet. Varembé wurde zweifellos zwischen 1763 und 1777 errichtet, also fast zur gleichen Zeit wie Béthusy. Der Architekt war ein Ausländer. Könnte man das gleiche von Béthusy behaupten? Die weiter oben angegebenen heterogenen Charaktere könnten ein Projekt vermuten lassen, das verwirklicht, kopiert, oder von einem lokalen Handwerker beendet wurde. In diesem Fall würden die rechteckigen, kolossalen Tafeln an die Intervention von Gabriel Delagrange glauben lassen. Andererseits, wenn die viereckigen Türme, die die Fassaden einrahmen, im 18. Jahrhundert hier nicht aussergewöhnlich waren, so ist ihre polygonale Form es sicher.
Die innere Aufteilung bleibt traditionell: Vorzimmer, modernisiert, flankiert von Zimmern, durch die man zu den Türmen gelangt, und auf der südlichen vorderen Seite, eine klassische dreigeteilte Division mit einem grossen Mittelsalon, der im Vorsprung verlängert wird. Die Tür, die dazu führt, hat zwei Flügel, jedes aus drei Brettern. Das Parkett mit Rauten wird mit eingefügten viereckigen Motiven dekoriert, die eine Inspiration Louis XVI vermuten lassen. Die Holztäfelung setzt sich an der südlichen Seite aus grossen Brettern zusammen, die in drei Rahmen aufgeteilt werden, bis zur zentralen Tür, eine Wölbung aus Rechtecken, die um einen Kreis führen. Auf den anderen Seiten werden die unteren rechteckigen Bretter regelmässig durch eine Art Sockel unterbrochen, die zweifellos für einen Pilasterdekor vorgesehen waren. Im Osten, steht ein Kamin aus grauem und weissem Marmor und dekorativen Brettern in den Ecken, mit Kreisen geprägt, und mit einem Oval, der vervollständigt wird durch einen Kaminspiegel aus Stuck, von dem das Glas von zwei Pilastern flankiert wird.
Im südwestlichen Saal des Hauses hat der Kamin aus Holz, dekoriert mit Posten, schräge Pfeiler, die von Blättern des Akanthus und oben Rosetten gekrönt werden. Der Fensterpfeiler steht über einem Spiegel zwischen zwei Serien von Laub und Blumen, ein Bild der Form von Louis XV aus Stuck , auf dem ein unterzeichnetes Gemälde eine Landschaft von Ruinen und von Gewässern präsentiert und von P. Piquefeu signiert wurde.
Im südöstlichen Zimmer, mit Holztäfelung oben, und zwei grossen hohen Gemälden, erstreckt sich nur in den Süden. Der Holzkamin, mit kannelierten Beträgen, besitzt eine Gusseisen-Platte mit einem Taler, der von drei Lilienblüten gekrönt wird, datiert mit 1761, und sein Fensterpfeiler, im Stil von Louis XV mit sehr spitzen Formen, wird von einer bemalten Landschaft geschmückt, die eine Eselsbrücke zeigt, und die Ruine eines Liebestempels, unterzeichnet mit P. Weidimann.
Der östliche Saal in Gegensatz ist völlig mit einer Holztäfelung bekleidet, in dem die Dekorationselemente aus drei rechteckigen Brettern gebildet werden, zwei grosse, die ein kleines umschliessen, die durch enge hervorstehende vertikale Elemente rhythmisiert werden. Ein Ofen des letzten Viertels des 18. Jahrhunderts, ein rechteckiger Körper mit Baluster-Füsse, bietet den granatroten Fliesen mit traditionellen Gesteinsrändern und zentralen Motiven einen geeigneten Rahmen.
Die Aufteilung des ersten Stockwerkes wiederholt etwas diejenige des Erdgeschosses. Das Vorzimmer, das zwischen den drei Buchten und den zwei Türmen liegt, dient praktisch allen Zimmern, ausser den zwei, die sich in den Ecken der Südfassade befinden. Unter den Überresten der alten Dekoration dieses Stockwerkes findet man zwei Parkette mit Rauten- und Sternmotiven mit acht Strahlen, und Kamine, von denen der eine aus braunen-granatrot geädertem Marmor der Form Louis XV, mit einem Kaminspiegel, der von Blumenmotiven und von einem Fries von Griechen gekrönt wurde; und der andere Kamin aus Holz mit Postendekor, Rosetten und ein Kaminspiegel aus Stuck.
Extraits de "Les monuments d'art et d'histoire du Canton de Vaud. " Tome IV Lausanne. Marcel Grandjean. Editions Birkhäuser Bâle 1981
Bibliographie