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Zentrale Zürichbergbahn
|Kürzel||ZZB|
|Bahntyp||Trambahn|
|Betriebseröffnung||1895-02-16|
|Mutiert||Ab 1906-01-01 Städtische Strassenbahn Zürich|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1895 eröffnete und von Beginn an elektrifizierte ZZB war Eigentum einer Aktiengesellschaft. Sie führte in der Stadt Zürich einerseits vom Bellevueplatz über die Platte nach Fluntern (seit 1893 gehört Fluntern zur Gemeinde Zürich), andererseits von der Platte über das Polytechnikum nach Oberstrass. Bereits früher, nämlich 1889, hatte die ZZB die Standseilbahn vom Limmatquai zum Polytechnikum erstellt (Zürichbergbahn ZB). Zum Erschliessungsgebiet der ZBB gehörten neben den diversen Gebäulichkeiten der Hochschule (ETH) auch das Kantonsspital und in Oberstrass ab 1901 die damals eröffnete Standseilbahn Rigiviertel (SR). Realisiert wurde die ZZB, die in Fluntern zum Energiebezug ein eigenes kleines Kraftwerk errichtete, von der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO).
Die treibenden Kräfte hinter dem Projekt ZZB waren die Bauunternehmer Albert Grether und A. Westermann, die oberhalb der Universitätsstrasse 17 Hektaren Land ankauften, um es zu überbauen. Zu diesem Zweck musste das bislang unwegsame Areal erst verkehrlich erschlossen werden, wozu sie zunächst neue Strassen anlegen liessen (u. a. die Rigi- und die Germaniastrasse) und alsbald die Idee einer Strassenbahn zur Diskussion stellten. Das Vorhaben, ein Tram ins Rigiviertel zu führen, gaben die beiden Unternehmer jedoch auf und realisierten stattdessen eine Standseilbahn (SR). Die Verlängerung der ZZB 1901 diente der direkten Anbindung des Trams an die Talstation der SR.
Die Verkehrsdichte der ZZB war recht hoch. Im Jahre 1900 beispielsweise befuhren täglich über 280 Züge ihre Linien, gemäss dem offiziellem Fahrplan zwischen 7 und 21 Uhr im 6-Minuten-Takt, in den Randzeiten im 12-Minuten-Takt. Die Betriebsergebnisse der ZZB konnten vor allem in den ersten Jahren aber nicht überzeugen. Zusammen mit den Beiträgen der öffentlichen Hand (in der Datenbank als «Betriebssubventionen» erfasst) reichten sie knapp aus, um die Kosten einschliesslich der Zinsen zu decken. Jahr für Jahr musste die ZZB einen Passivsaldo vortragen, der sich allerdings in Grenzen hielt. Gleiches gilt für die schwebenden Schulden, die teils in feste Anleihen umgewandelt wurden. Reserven konnte die ZZB praktisch keine bilden. Die Lage besserte sich erst, als die ZZB ihr Betriebsnetz 1899 vom Bellevue zum Paradeplatz verlängern konnte. Dieser 1899 eröffnete Trasseeabschnitt, der die ZZB näher an den Hauptbahnhof brachte, gehörte der Städtischen Strassenbahn Zürich (StStZ), die der Mitbenutzung erst nach zähen Verhandlungen zustimmte.
Auf den 1. Januar 1906 ging die ZZB durch Verkauf an die StStZ über. Der Kaufpreis betrug 580'000 Franken gegenüber einem Anlagewert von 839'944 Franken. Letzterer entsprach beachtlichen Baukosten von 232'400 Franken pro Bahnkilometer, wovon das Rollmaterial einen Viertel ausmachte. Unklar ist, wie hoch die Aufwendungen für die elektrischen Einrichtungen (Kraftwerk) waren.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: