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Infolge Steinschlag ist der Wanderweg zwischen Fallenbach und Brünischart bis auf weiteres gesperrt. Als Alternative dient das Trottoir entlang der Kantonsstrasse.
Mit seinem idyllischen Charakter entsprach das Rütli hervorragend den Ansprüchen des romantischen Zeitalters an eine attraktive Landschaft. In den 1830er-Jahren mehrten sich deshalb die Darstellungen, die das Rütli ohne schwörende Eidgenossen zeigten und seine landschaftliche Erscheinung hervorhoben.
Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Rütli nur eine von vielen Stationen einer «Tour de Suisse». Zum Nationalheiligtum wurde es erst in der Zeit der Modernisierung, als man innenpolitische Spannungen mit dem Rückgriff auf eine gemeinsame Geschichte zu entschärfen versuchte. 1859 erwarb die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG das Rütli für die Eidgenossenschaft, um die befürchtete Verschandelung durch einen modernen Hotelbau zu verhindern. Nach dem Bau einer Dampfschiffstation 1869 und einer Gaststätte entwickelte es sich zu einer gut besuchten Reisedestination und zum nationalen Erinnerungsort.
Im «Gedenkblatt an das liebe Vaterland», das man um 1880 den Auslandschweizern mitgab, steht der Rütlischwur im Mittelpunkt, umrahmt von den Heldenfiguren Wilhelm Tell und Arnold Winkelried sowie Bergszenen mit Hirtenbuben. Sie verkörpern das Ideal des wehrhaften Bauern als Nucleus der Schweizer Nation.
Das Bild des freiheitsliebenden und unabhängigen Bauern hat die Identität der Schweiz und ihrer Bevölkerung bis heute massgeblich geprägt. Der Mythos des wehrhaften Bauern entstand mit der Geschichtsschreibung im 15. Jahrhundert. Sie hielt die angeblichen Taten der Schwurgenossen und des Freiheitshelden erstmals für die Nachwelt fest. In der Zeit der Aufklärung gesellte sich das Bild des unschuldigen Hirtenknaben hinzu, der die Ursprünglichkeit und Naturverbundenheit des Schweizer Volks symbolisierte. Besonders während der beiden Weltkriege berief man sich gerne auf die Symbolik des wehrhaften Schweizer Bauern.