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Zahl der Millionäre steigt in der Krise
In der Wirtschaftskrise sind Wohlhabende noch reicher geworden. Im Krisenjahr 2009 stieg die Zahl der Millionärshaushalte weltweit um 14 Prozent.
Das ergab eine Studie, die am Freitag von der Boston Consulting Group (BCG) in München veröffentlicht wurde. Europa verteidigte seinen Platz als reichste Region der Welt. Vor allem die Erholung der Finanzmärkte hat die Vermögen weiter wachsen lassen.
Weltweit stieg die Zahl der Millionärshaushalte 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 11,2 Millionen. Davon lebten die meisten in den USA (4,7 Millionen). In Japan gab es im vergangenen Jahr 1,2 Millionen Millionäre, in China 670 000, in Grossbritannien 485 000 und in Deutschland 430 000.
Den grössten Zuwachs an Millionärshaushalten verzeichnete Singapur mit 35,0 Prozent. Danach folgten Malaysia (33,0 Prozent), die Slowakei (32,0 Prozent) und China (31,0 Prozent).
Verluste aus 2008 wieder wettgemacht
Das weltweit verwaltete Privatvermögen stieg im vergangenen Jahr um 11,5 Prozent auf 111,5 Billionen Dollar. Die Verluste infolge der Finanzkrise 2008 konnten damit wieder ausgeglichen und das Vorkrisenniveau erreicht werden, heisst es in der Studie.
Nordamerika verzeichnete 2009 mit einem Anstieg um 15 Prozent auf 4,6 Billionen Dollar den grössten absoluten Vermögenszuwachs. Allerdings gab es das grösste Plus bei den privaten Vermögenswerten in der Region Asien/Pazifik: die dort angelegten Privatvermögen erhöhten sich um 22,0 Prozent. In Lateinamerika stieg die Zahl der dort angelegten Privatvermögen um 16,0 Prozent.
Europa war im vergangenen Jahr mit verwalteten Vermögenswerten von 37,1 Billionen Dollar erneut die reichste Region der Welt. Damit konnte der europäische Höchstwert von 36,5 Billionen Dollar vor Einsetzen der Krise übertroffen werden. Allerdings gab es nicht überall Zuwächse. In Nordamerika blieben die verwalteten Vermögenswerte mit 35,1 Billionen Dollar unter dem Vorkrisenniveau. Gleiches galt für Japan, wo die verwalteten Vermögen 14,9 Billionen Dollar betrugen.
Asien im Kommen
Für die kommenden Jahre prognostiziert Boston Consulting eine weitere Steigerung der weltweiten Privatvermögen. Bis 2014 werden die Vermögenswerte durchschnittlich 6,0 Prozent zulegen, so die Einschätzung des Beratungsunternehmens.
Dabei werden wohl vor allem die Vermögen im asiatischen Raum anwachsen: «Wir erwarten, dass die Vermögenswerte in der Region Asien-Pazifik doppelt so schnell steigen wie im Rest der Welt. Ihr Anteil an den globalen Vermögenswerten wird sich auf 20,0 Prozent im Jahr 2014 ausweiten», sagt BCG-Geschäftsführer Ludger Kübel-Sorger.