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Maishima ist eine der vielen aufgeschütteten Inseln in der Bucht von Osaka. In den 90ern wollte man hier eine Fläche für die Sommerspiele 2008 erschaffen. Letztendlich scheiterte die Bewerbung. Dennoch ist sie mit ihrem Baseball- und Basketballstadion, Fussballplätzen und Parkanlagen eine Sportinsel geworden. Und da gibt es aber noch die andere Seite von Maishima: es sind grosse Industrieanlagen, deren verzaubernde Bauweise die benachbarten Universal Studios locker in den Schatten stellen.
Gemeint sind die Ende der 90er-Jahre gebauten Kläranlage (Maishima Sludge Center) und Müllverbrennungsanlage (Maishima Kōjō) von Maishima, die auf den Entwürfen von Friedensreich Hunterwasser basieren.
Die Handschrift des österreichischen Künstlers ist von weitem sichtbar. Beide Gebäude besitzen zwei über 100 Meter hohe bunte Kamintürme mit einem goldenen runden Aufsatz. Die Fassaden der Anlagen sind ebenfalls ganz im Stil von Hundertwasser fantasievoll und lebendig gestaltet, so als würde es sich um ein Märchenschloss und nicht um eine Industrieanlage handeln. Das Vorbild für diese Anlagen steht übrigens in Wien selber. Auch dort stammt die Fassade der Müllverbrennungsanlage Spittelau von Hundertwasser.
Ein Besuchermagnet
Jährlich besuchen 16’000 Menschen die Verbrennungsanlage von Maishima, die täglich 900 Tonnen Müll verarbeitet. In der Abwasserbehandlungsanlage mit dem dunkelblauen 140 hohen Turm wird derweil Klärschlamm zur Produktion von Baumaterialen recycelt. Osaka wollte mit diesen Bauwerken Technologie, Umwelt und Kunst vereinen. Darüberhinaus hat die Schaffenskraft von Hundertwasser die Industrieanlagen in Sehenswürdigkeiten verwandelt.