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CAS-Nummer
Die CAS-Nummer (CAS = Chemical Abstracts Service) ist ein internationaler Bezeichnungsstandard für chemische Stoffe. Für jeden in der CAS-Datenbank registrierten chemischen Stoff (auch Biosequenzen, Legierungen, Polymere) existiert eine eindeutige CAS-Nummer. Allerdings ist bei Polymeren eine eindeutige Zuordnung in vielen Fällen nicht möglich, weil beispielsweise unterschiedliche Molmassen des Polymers trotzdem nur eine CAS-Nummer haben.
Summenformeln sind in den wenigsten Fällen eindeutig, (verschiedensprachige) Trivialnamen existieren nur teilweise und sind nicht immer eindeutig, IUPAC-Namen oft sehr kompliziert, so dass es zu Verwechslungen kommen kann. Tatsächlich wird jedoch nicht die Substanz selbst referenziert, sondern die relevante Literatur. Dementsprechend können verschiedene Isomere (z. B. Enantiomere oder Diastereomere) eines Moleküls unter individuellen CAS-Nummern erfasst sein. Dagegen beziehen sich einige Einträge auf Stoffgruppen (z. B. Fettalkoholethoxylate). Für einige technisch wichtige Stoffgemische (z. B. Isomerengemische, wie Racemate oder produktionstypische Reaktionsgemische) bestehen auch eigene Einträge, obwohl deren Einzelkomponenten bereits unter anderen CAS-Nummern referenziert sein können.
Die CAS-Nummer dient (im Unterschied zur EG-Nummer) nicht zur chemikalienrechtlichen Identifikation einer Substanz, sondern liefert lediglich einen Hinweis dazu. Die in der Forschung beschriebenen Substanzen können sich von den im Handel befindlichen aufgrund produktionstypischer Verunreinigungen oder der oben genannten Abgrenzungsprobleme hinsichtlich der Gefährlichkeit teilweise unterscheiden.