Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03531.jsonl.gz/1895

Alfa-Chef: Absatz von Alfa und Maserati bis 2010 verdoppeln
Karl-Heinz Kalbfell, Chef von Alfa Romeo und Maserati, sagt im OÖN-Interview, dass er die Jahresproduktion von Alfa innerhalb von nur vier, fünf Jahren auf 300.000 Einheiten fast verdoppeln will.
"Es gibt für Alfa Romeo keine Alternative zum Wachstum." Karl-Heinz Kalbfell, Chef von Alfa Romeo und Maserati, sagt im OÖN-Interview, dass er innerhalb von nur "vier, fünf Jahren" die Jahresproduktion von Alfa-Romeo-Pkws fast verdoppeln wolle.
Konkret soll der Ausstoß von 185.000 Autos im Jahr 2004 auf 300.000 Fahrzeuge steigen. "Das müsste mit der aktuellen Modellpalette zu schaffen sein." Große Hoffnungen setzt der 55-jährige Manager in den neuen Alfa 159, der gestern in München vorgestellt wurde: "Das Auto kann eine wesentlich breitere Basis ansprechen als der Alfa 156. Der neue Wagen wird das große Wachstumsinstrument für Alfa Romeo."
"Marke nicht verwässern"
Kalbfell betont aber gleichzeitig in Richtung der eingefleischten Alfisti: "Mehr Autos zu verkaufen heißt nicht, die Marke zu verwässern. Wir müssen hinaus aus der Isolation, aber Alfa bleiben."
Mit Isolation meint der frühere Rolls-Royce-Chef die starke Konzentration auf den Heimmarkt Italien: "Durch diese starke Fokussierung hat sich Alfa ein unnützes kommerzielles Limit auferlegt", betont Kalbfell. Aktuell werden 44 Prozent aller Alfa-Pkw in Italien, 46 Prozent in Westeuropa und 9,7 Prozent in Japan und Australien abgesetzt.
Ins Visier nimmt Kalbfell insbesondere die USA. "Ein Markteintritt ist in einem Zeitraum von zwei bis fünf Jahren realistisch." Da man in den USA aber auf den "kompliziertesten Automarkt" treffen werde, müsse der Markteintritt "sehr gut vorbereitet sein".
Expansion bei Maserati
Große Pläne hat Kalbfell auch mit Maserati. Die Traditionsmarke aus Modena bildet ja seit wenigen Wochen gemeinsam den Sportwagenpool innerhalb von Fiat Auto. Die Verkäufe bei der Marke mit dem Dreizack sollen sich ebenfalls verdoppeln: "10.000 Einheiten im Jahr müssten wir packen." Im Vorjahr wurden weltweit 4700 Maserati abgesetzt, heuer sollen es 5600 werden.
vom 16.06.2005

Antonio Baravalle ersetzt Karl-Heinz Kalbfell
Antonio Baravalle ersetzt Karl-Hein Kalbfell als oberster Chef bei Alfa Romeo.
Seit Monaten kursieren Gerüchte, das Kalbfell, welcher von Rolls Royce abgeworben wurde, die Leitung von AR abgeben wird. Gestern hat der CEO von Fiat Auto, Sergio Marchionne, erneut am Personnenkarusell des Topmanagements gedreht und Lancia's "Brand & Commercial" Boss, Antonio Baravalle den Job bei Alfa Romeo zugewiesen.
Baravalle verfügt über eine starken Marketing Background und seine Arbeit bei Lancia wird als grosser Erfolg gewertet, da er Fiat's "vergessene Marke" zurück ins Rampenlicht brachte, mit einer eigenen Identität, weit ab von Fiat was steigende Verkaufzahlen mit sich brachte.
Antonio Baravalle
Kalbfell wird weiterhin die Geschicke von Maserati führen und erhält eine neue Aufgabe: Verantwortlicher für die strategische Entwicklung der Marken Maserati und Alfa Romeo.
Quelle: italiaspeed.com

Wenn die bloss bald mal wissen wer für was, wann und wo zuständig ist ! :evil: :irre: :alsonein: :eek: :mad:

Beständigkeit
Naja, ich frag mich auch wie der Laden so eine Langzeitstrategie umsetzten will

Genau das meine ich. So kehrt da niemals etwas Ruhe ein ! grrrrrrrrrrrr......

Sergio Marchionne ist halt ein knallharter (und bisher erfolgreicher) Manager, das hat er auch schon bei Lonza und SGS bewiesen. Kann mir vorstellen, dass die Stärken von Kalbfell sich eher auf strategische Visionen konzentrieren und was Alfa Romeo momentan braucht ist wahrscheinlich eher ein Mann, der die operativen Ziele durchsetzen kann und ein Italiener dabei zusätzlich etwas mehr Akzeptanz besitzt. Kalbfell ist ja via Sportwagenpool nach wie vor für die strategische Entwicklung von Alfa zuständig. Schaunmermal..
Cheers,
bowmore

Lancia weiter im Auf
Die Fiat Gruppe hat einen Immatrikulationsrückgang von 11.3%, year to year, zu verkraften (gem. Daten von den 23 EU Staaten und EFTA Mitgliedern), meldet die ACEA Agentur. Im letzten Monat habe die Fiatgruppe (Fiat, LCV, Lancia und Alfa Romeo) 82'291 Neuwagen angemeldet. Im September 2004 waren es 92'799. Dies für zu einem Marktanteilrückgang von 6.6% auf 5.7% in Europa.
In den ersten neun Monaten dieses Jahres war der Rückgang für Fiat Auto 15.3% mit 757'387 Neuanmeldungen, was einem Marktanteil von 6.4% entspricht (In der Vorjahresperiode waren es 893'845 Neuanmeldungen was einem Marktanteil von 7.4% entsprach).
Lancia war somit einmal mehr das Juwel im Fiat Auto Markenportfolio. Die Luxusmarke des Konzerns legte um 8.6 Punkte zu, verglichen mit der Vorjahresperiode. 9'417 Neuwagen wurde in Europa im September verkauft, mehrheitlich Ypsilon und Musa Modelle. Bemerkenswert ist, das die Löwenanteil in Italien verkauft wurde. Da Lancia weiter versucht, sein Händler- und Verteilernetz in Europa zu revitalisieren, kann es in der Zukunft noch besser werden. Im September 2004 wurden 8'670 neue Lancias angemeldet, somit steigt der Marktanteil um 0.1% und ist nun bei 0.7%
Diese Zahlen sind zweifelsohne entäuschend. Jedoch wird davon ausgegangen, das dies der letze schwierige Monat für Fiat Auto war. Das wichtigste neue Modell seit Jahren, der Grande Punto, gelangt nun in den Verkauf und die Auftragsbücher sind ziemlich voll. Im weiteren rollt der neue Alfa 159 nun auch von den Produktionsbändern. Mit diesen beiden Modellen erwartet man eine positivere Entwicklung am Markt.
Quelle: italiaspeed.com

Zum Glück haben sie den dementen Demel gekickt, der wollte Lancia kippen
da er das Gefühl hatte das sie es nicht mehr bringen würde....

Sergio Marchionne im Wallstreet Journal
Seit er vor 17 Monaten zum CEO der Fiat Gruppe berufen wurde hat Sergio Marchionne einem Unternehmen neues Leben eingehaucht, welches von vielen Leuten schon auf der Müllhalde gesehen wurde. Der in Italen geborene und in Kanada aufgewachsene Manager hat in dieser Zeit das Managment umgebaut, Kosten gesenkt und den Börsen Kurs von seinem tiefsten Stand zum höchsten Stand seit 3 Jahren gepusht. Diese Marke erreichte der Kurs im September. Kapitalgeber geben Fiat heute positive Aussichten und einige Börsenanalysten raten die Firma schon wieder als „buy“ in Ihren Empfehlungen.
Fiat Aktien in Mailand, welche ein Rekordtief von 4.60 € im April erreicht hatten, waren im September auf 7.77 € gestiegen. Nachdem die Kapitalgeber eine grosse Anleihe von in Anteilskapital umgewandelt hatten. Seither ist er wieder auf 6.95 € gefallen, was einen Marktwert von 8.600 Milliarden € für das Unternehmen ergibt.
Der grösste Anteil an dieser Entwicklung trägt, wie Marchionne in einem Interview sagte, der radikale Umbau des aufgeblähten Managementstrukturen bei Fiat. „Ohne diesen Umbau hätten wir den Wandel nicht erreichen können“. Doch hinter diesen guten Neuigkeiten lauert eine Gefahr: Wie soll ein Unternehmen langfristig genesen, dessen Core Business es ist Kleinwagen (mit geringer Marge) in Hochpreiseuropa herzustellen. Diese Gefahr hatte deutliche Folgen auf andere Autobauer wie GM, Ford, VAG und DaimlerChrylser AG. So riskiert das Unternehmen einen Preiskrieg mit seinen gesunderen Mitbewerbern.
“Das grosse Problem mit der Auto Industrie ist, dass Verlierer nicht exisiteren“ sagt Stephen Cheetham, Chief Auto Analyst bei Sandrod C. Bernstein Ltd. Er hält die Autosparte von Fiat für verloren. Er gibt ihr einen Marktwert von 0. Er vergleicht das ganze mit der Szene vom Löwen und den Gazellen in Filmen von wilden Tieren „und Fiat ist eine der langsamen Gazellen“. Andere Analysten sind nicht ganz so verdreisslich. Letzte Woche hat J.P. Morgan Chase & Co. Fiats Börsenwert als “unterbewertet” eingestuft und setzte einen Ziel von 8.5 €, 22 Prozent über dem aktuellen Wert. J.P. Morgan ab an „die Aussicht auf einen nachhaltigen Turnaround sind noch immer unklar aber vor nicht alzulangerzeit waren nicht mal die kurzfristigen Aussichten unklar“.
Beim Turnier Krosskonzern, welcher vom Iveco Lastwagen bis zum Ferrari Sportwagen alles herstellt, hat sich viele geändert seit Hr. Marchionne im Juni 2004 die Leitung übernahm: Der Patriarch der Besitzerfamilie, Umberto Agnelli, starb. Ein Jahr zuvor entkam Fiat dem Bankrot nur weil eine Gruppe von Banken einen 3 Milliarden Überbrückungskredit sprach. Der Konzern hatte 4 CEO in nur 2 Jahren. Verbände wollten, dass Italien Fiat kauft um den Konzern zu sichern. Fiat fuhr in 2003 fast 2 Milliarden Euro Verlust und in 2004 rund 1,6 Milliarden Verlust ein. Die Verluste kamen grösstenteils von der Autosparte. Deren 2.1 resp. 2.0 Milliarden Verluste wurden nur dank den Gewinnen der CNH Traktor-und der IVECO Lastwagendivision ein wenig abgefedert.
Die Firma war laut Marchionne “übermanaget“ und „unterführt“. Schwache Manager spielten Stühlerücken: Versagen sie auf einer Position, wechselten sie in die Nächste, verliessen das Unternehmen aber nie. Er flachte die Führungsstruktur und baute schnell Schwachstellen ab. Er spielte auch geschickt eine der wenigen Trümpfe von Fiat aus: Fiat hatte die Option GM seine kränkelnde Autosparte zu verkaufen. Diese Abmachung ging aus einem Joint Venture hervor welche die beiden Konzerne 2000 eingegangen waren. GM hätte es riskiert mit Fiat wegen der Option vor Gericht zu ziehen und hatte Argumentiert, sie müssten den italienischen Hersteller schliessen und Arbeiter entlassen wenn sie gezwungen würden, die Option zu erfüllen und Fiat zu kaufen.
Im Januar nannte Marchionne dies ein „Bluff“ und bestärkte GM, sich für 1.55 Milliarden Euro von der Option freizukaufen und die Anklage fallenzulassen. Diese Summe genügte um Fiat freizukaufen. Danach entliess er den Manager der Autosparte und übernahm diesen Job gleich selbst. „Es ist besser sich durch seine eigene Entscheide zu töten als sich von den Managemententscheiden eines Anderen umbringen zu lassen“ sagte Marchionne.
Er stoppte die Praktik, Autos über Discountkanäle, wie Gebrauchtwagenhändler zu Verkaufen. Er verzichtete auf Vollumen und Markanteil. Trotzdem wuchsen Fiats dünne Margen schnell an. Im dritten Quartal von diesem Jahr ist der Gewinn von Fiat Auto auf 0.6 Prozent angewachsen. In Sanne ging der Marktanteil um 5.9 Prozent zurück (verglichen zum Vorjahr). Im letzen Monat überzeugte Herr Marchionne die Banken Ihre Anleihe von 3 Milliarden Euro in Anteilskapital umzugewanden. Aber Marchionnes wundergleiche Arbeit kann nicht über die strukturellen Probleme der Auto Sparte hinwegtäuschen. Diese Sparte hält ein Anteil von 43% am Gruppenresultat von Fiat. 70 Prozent der Autos die Fiat in Italien verkauft sind Kleinwagen mit kleiner Marge. Fiat hat entscheidende Modelle wie den top-selling Grande Punto in diesem Jahr gelauncht. Aber sie sehen massiver Konkurrenz aus Europa entgegen, welche auch mit neuen Modellen auffährt. Marchhionne räumt ein, dass Fiat viele Testfahrten mit dem Punto verzeichnet. Aus einem Viertel dieser Testfahrten ergeben sich erfahrungsmässig Verkäufe „ Es richtig zu machen wird Fiat vielleicht nicht retten aber es falsch zu machen hätte uns gehängt“
Eine Kostenrestrukturierung wurde durchgeführt um die Produktion der Kleinwagen gewinnbringender zu gestalten. Wie die meisten in der Branche hat Fiat Überkapazitäten. Analysten schätzen eine Auslastung von 72 Prozent weltweit und 61 Prozent in Italien. „Das Problem hier ist, dass Marchionne keine Fabriken schliessen will“ sagt Marco Bicocci Pichi, ein Consultant für Fiat. Dies hätte zu einer Konfrontation mit den Verbänden geführt. Marchionne sagt, dass grosse Fabrikschliessungen eine „irrationale Knieschussreaktion“ seien. Er weisst darauf hin, dass die realen Kostproblemen bei Fiat Auto „nicht die Menschen an den Produktionsbändern welche Fahrzeuge produzieren sind, sondern der restliche Krimskrams den man zum Support für ein Geschäft wie dieses benötigt, vom Ingenieur bis zum Rechtsdienst“. Die Sparte hat noch immer einen Overhead um 2 Millionen Autos mehr zu verkaufen. „Aber niemand kann so viele Autos mehr verkaufen“ sagt Marchionne. Fiat hat 1.8 Millionen Fahrzeuge im letzten Jahr verkauft. In den späten 90er waren es noch 2.4 Millionen Fahrzeuge.
Unmögliche Turnarounds von Autofirmen sind bereits vorgekommen, der letzte mit Nissan unter der Führung von Carlos Ghson. Ghson führt heute den Besitzer von Nissan: Renault. Marchione sagt, dass der Weg steinig sein aber er glaube das Fiat in 5 Jahren im ersten Viertel der profitabelsten Autohersteller sein wird.
Quelle: italiaspeed

Antonio Baravalle präsentiert zum ersten Mal
An der Bologna Motor Show präsentierte vor kurzem neu ernannte CEO von Alfa Romeo, Antonio Baravalle, zum ersten Mal Alfa Romeo. Bilder vom Stand gibt es hier.
|Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 15:42 Uhr.|
Powered by vBulletin Version 3.5.3 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, Jelsoft Enterprises Ltd.
Das Alfa Forum Schweiz ist das Gemeinschaftsforum von alfisti.ch, Quadrifoglio.ch, alfaromeo-classic.com und der Squadra Sportiva Classica