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Stress begünstigt kognitive Einschränkungen im Alter
Stress erhöht die Wahrscheinlichkeit, im Alter an leichten kognitiven Einschränkungen zu leiden. Zu diesem Resultat kommt eine Studie des Albert Einstein College of Medicine und des Montefiore Health System.
Das Team um Mindy Katz erforschte den Zusammenhang zwischen chronischem Stress und jener Form der geistigen Beeinträchtigung, bei der der Verlust des Gedächtnisses im Vordergrund steht.
Daten von 507 Personen
Die Forscher analysierten die Daten von 507 Personen, die an der Einstein Aging Study teilnahmen. Seit 1993 nehmen Erwachsene, die älter als 70 Jahre sind und in Bronx County leben, daran teil. Jährlich werden zahlreiche Tests durchgeführt. Die Daten stammen dabei von den Teilnehmern selbst, aber auch von den Familien oder dem Pflegepersonal. Seit 2005 wird auch der Stress mittels eines standardisierten Tests erfasst.
Die Diagnose der kognitiven Einschränkung wurde anhand von klinischen Kriterien vorgenommen. Dazu gehörten die Ergebnisse der Tests zum Gedächtnis und die Berichte zur selbst oder von anderen wahrgenommenen Vergesslichkeit. Bei der ersten Untersuchung litt keiner der Teilnehmer an einer kognitiven Einschränkung oder Demenz. In den folgenden Jahren wurde durchschnittlich 3,6 Jahre lang mindestens einmal im Jahr untersucht.
Frühzeitige Behandlung hilft
Während der Laufzeit der Studie wurde bei 71 Teilnehmern eine leichte geistige Beeinträchtigung festgestellt. Je grösser der Stress war, desto höher war auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Beeinträchtigung kam. Die am meisten gestressten Teilnehmer verfügten über eine 2,5-mal so hohe Wahrscheinlichkeit des Eintretens kognitiver Probleme. Die höchsten Stresswerte wurden bei Frauen festgestellt, die über weniger Bildung verfügten und auch eher unter Depressionen litten.
Die Depressionen schienen jedoch keine Auswirkungen auf diesen Zusammenhang zu haben. Katz geht laut davon aus, dass die Behandlung von Stress bei älteren Menschen helfen könnte, eine Alzheimererkrankung hinauszuzögern oder gar zu verhindern. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „Alzheimer Disease & Associated Disorders“ veröffentlicht.
Artikel von: pressetext.redaktion
Artikelbild: © KieferPix – shutterstock.com