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Die Ankündigung erfolgte rund eine Woche vor dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Donald Trump, der US-Firmen wiederholt vor der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland gewarnt hatte.
Ein Sprecher von Donald Trump sagte, die Ankündigung sei auch auf die Politik des künftigen US-Präsidenten zurückzuführen. Trump habe sich mit den Chefs von mehreren Technikkonzernen getroffen und sie aufgefordert, Arbeitsplätze und Fertigungsstätten im Land zu behalten, sagte er. Trump hatte Amazon im Wahlkampf vorgeworfen, nicht genug Steuern in den USA zu zahlen.
Der Konzern begründete die massive Expansion der Belegschaft allerdings nicht mit dem Regierungswechsel in Washington, sondern mit der geplanten Weiterentwicklung von Amazon vom Onlinehändler zu einem diversifizierten Hightech-Unternehmen mit Sparten wie künstlicher Intelligenz und Cloud-Speichertechnik.
"Innovation ist eines unserer leitenden Prinzipien bei Amazon, sie hat hunderttausende amerikanische Jobs geschaffen", erklärte Amazon-Chef Jeff Bezos.
Die neu ausgeschriebenen Stellen richten sich an eine breite Palette potenzieller Bewerber von Ungelernten bis hin zu Akademikern. Ingenieure und Software-Entwickler seien ebenso gefragt wie Berufsanfänger und Auszubildende, erklärte das Unternehmen. "Diese neuen Jobmöglichkeiten stehen Menschen aus dem ganzen Land und mit jeder Art von Erfahrung, Ausbildung und Können offen."
Zentren im ganzen Land
Amazon-Chef Bezos erläuterte, das Unternehmen wolle in den ganzen USA weitere Logistik- und Kundendienstzentren eröffnen. In diesen Zentren sollten viele Jobs auch ausserhalb des Konzernsitzes Seattle oder der Hightech-Region Silicon Valley entstehen.
Nach Trumps Wahlsieg hatten bereits Unternehmen wie Ford, Fiat-Chrysler und Carrier angekündigt, in den USA neue Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Eines von Trumps Kernversprechen im Wahlkampf war es, die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland zu verhindern und verloren gegangene Industriearbeitsplätze zurückzuholen.
Erst am Mittwoch hatte er auf einer Medienkonferenz US-Unternehmen mit einer "hohen Grenzsteuer" gedroht, wenn sie ihre Produktion ins Ausland - etwa nach Mexiko - verlagerten.
Amazon-Chef Bezos hatte nicht zu Trumps Unterstützern im Präsidentschaftswahlkampf gezählt. Trump hatte Bezos, der auch Eigentümer der "Washington Post" ist, vorgeworfen, die Zeitung als "politische Waffe" im Wahlkampf gegen ihn einzusetzen. Im vergangenen Monat folgte Bezos dann allerdings einer Einladung Trumps zu einem Treffen mit Hightech-Unternehmern in New York.
(AWP)