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Hast Du schon einmal einer Schlange beim Fressen zugesehen? Schlangen verschlingen oft Tiere, die viel grösser sind als ihr eigener Kopf, in einem Stück. Wie dies anatomisch möglich ist, zeigt dieses Projekt mit einer Animation.
Schlangen haben einen schlechten Ruf und gelten als unerbittliche Jäger. Wie viele andere Schlangen ist der Python jedoch nicht giftig und für Menschen auch nicht gefährlich. Doch sein Maul ist mit grossen Fangzähnen und – als anatomische Besonderheit – mit einem zweigeteilten Kiefer ausgestattet.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein 3D-Modell des Schädels zu erstellen, um die besondere Beweglichkeit des Kiefers beim Fressen zu untersuchen und besser zu verstehen. Die Grundlage dafür bildeten öffentlich zugängliche Forschungsmaterialien sowie Videoaufnahmen von fressenden Schlangen. Um den Schädel der Schlange so genau wie möglich nachzubilden, verwendete ich einen CT-Scan eines verendeten Tieres. Entstanden ist eine 3D-Animation, welche die Mechanik des Kiefers attraktiv und verständlich veranschaulicht.
Anhand solcher 3D-Modelle können Wissenschaftler neue Hypothesen aufstellen, diskutieren und überprüfen. Auch sind solche Modelle grundsätzlich erweiterbar. Auf diese Weise gibt diese Art der Visualisierung der Forschung neue Impulse und fördert den Erkenntnisgewinn.