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Das Alte Schloss kam langsam in die Jahre, es wurde altmodisch und unbequem. Der neue Besitzer, Daniel Tschiffely lies ein neues Schloss durch Albrecht Stürler bauen.
Das Neue Schloss, ein barocker Bau in Stile einer französischen Campagne mit grosser Parkanlage kam südwestlich des Alten Schlosses zu liegen. Dies war gleichzeitig das
Ende des Alten Schlosses. Dieses wurde zur Dependance zurückgebaut und fast ausschliesslich landwirtschaftlich, gewerblich oder als Lagerraum genutzt. Entsprechend wurden
viele Teile abgerissen. Der Flankierungsturm, der Südwest- ,Südostflügel sowie der Abortturm wurden abgerissen. Der Wassergraben trockengelegt und eingeebnet. Der Durchgang
im Torturm wurde nutzlos und zugemauert, der Zugang wurde rechts um den Turm herum gelegt. Der Nordwestflügel blieb bestehen, der angebaute Erker aber wurde abgerissen.
Der Nordostflügel wurde entsprechend zu einer Scheune umgebaut.Im ehemaligen Schlosshof entstanden ein Gemüsegarten und Hühnerhäuser. Alles was vom einstigen Schloss blieb
waren der Torturm, der Nordwestflügel sowie ein umgebauter Nordostflügel. In dieser Anordnung steht das Schloss noch heute.
Blick von Süden auf die neu entstandene Anlage. Das barocke Neue Schloss auf der linken Seite, in der Mitte das neugebaute Stöckli und die neue Blunierscheune. Auf der rechten Seite
das zur Dependance verkleinerte Alte Schloss. Ganz rechts die Mühlengebäude. Gut zu sehen ist, wie wenig noch vom Alten Schloss stehengeblieben ist.
(Johann Ludwig Nöthiger, Radierung um 1744)
Das Neue Schloss (Ansicht von Westen und Osten), heute noch Zivilstandesamt der Stadt Bern.