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Welche Impfkomplikationen können auftreten?
Impfkomplikationen oder unerwünschte Wirkungen von Impfungen werden in verschiedene Kategorien eingeteilt:
Impfschäden: Neben den bereits erwähnten leichten Lokal- oder Allgemeinreaktionen treten vereinzelt auch schwerwiegendere Impfschäden auf, wie Abszesse an der Injektionsstelle oder Störungen des Allgemeinbefindens sowie Organerkrankungen. Wie bei jeder Injektion von Arzneimitteln können auch nach einer Impfung allergische Reaktionen nicht ausgeschlossen werden. Impfschäden können nicht nur durch den Impfstoff, sondern auch durch den Impfakt selbst bzw. durch den bei manchen Tieren damit verbundenen Impfstress, ausgelöst werden. So kann es bei hochträchtigen Tieren nach einer Impfung zu Trächtigkeitsstörungen oder einer Frühgeburt kommen.
Impfdurchbruch: Bei einem Impfdurchbruch erkrankt ein geimpftes Tier an einer Infektion, gegen die es mittels Impfung hätte geschützt sein sollen. Dabei gilt es zu beachten, dass eine Impfung nur gegen die im Impfstoff enthaltenen Infektionserreger schützen kann. Einige Erkrankungen (z.B. Zwingerhusten beim Hund) können aber durch viele verschiedene Erreger ausgelöst werden.
Kein Impfstoff erreicht einen 100%igen Impfschutz. Viele Faktoren können den Impfschutz beeinflussen, und ein mangelnder Erfolg einer Impfung ist auf einen Komplex verschiedenster Ursachen zurückzuführen. Ein erhöhtes Risiko für einen Impfdurchbruch haben Jungtiere, Tiere mit einem geschwächten Immunsystem oder mit einer erhöhten genetischen Empfänglichkeit für eine bestimmte Erkrankung.
Impferkrankung: Darunter ist eine Erkrankung durch den im Impfstoff enthaltenen Erreger zu verstehen, weil dieser ungenügend abgeschwächt oder nicht inaktiviert wurde. Heutzutage spielen Impferkrankungen eine äusserst geringe Rolle, da jedes Impfantigen im Rahmen der behördlichen Registrierung auf die Möglichkeit von Restvirulenz bzw. Virulenzsteigerung untersucht wird. Weitere Qualitätsprüfungen während und am Ende des Herstellungsprozesses des Impfstoffs sichern dessen Unschädlichkeit.