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LAURIANE GILLIÉRON ÜBER IHRE BEWEGGRÜNDE, IN DIE USA AUSZUWANDERN:
«Ich liebe die Schweiz, aber ich fühle mich hier verurteilt», sagt Lauriane Gilliéron in der aktuellen «Illustré». «Wenn man hier etwas realisieren will, das aus der Norm fällt, tadelt man dich, anstatt dich zu ermutigen.» Sie wollte nicht ewig als Ex-Miss-Schweiz wahrgenommen werden - sondern Filme machen. Und um diesen Traum zu verwirklichen, musste sie nach Hollywood gehen.
...ÜBER DEN VERLAUF IHRER SCHAUSPIEL-KARRIERE:
Lauriane weiss, dass sie ihr Ziel noch nicht erreicht hat. Aber sie verspürt keinen Stress. «Ich glaube, dass ich noch Zeit habe, man muss bedenken, dass ich 2009 mit den ersten Vorsprechen angefangen habe.» Erfolg brauche nur einmal Geduld. Sie zieht als Beispiel den Wiener Oscar-Preisträger Christoph Waltz («Inglorious Basterds») herbei, der 30 Jahre brauchte, um berühmt zu werden. Und auch George Clooney habe mehr als zehn Jahre gekämpft, sagt sie.
...ÜBER IHRE BESCHEIDENEN FINANZIELLEN MITTEL:
Noch kann die Schauspielerin nicht von ihren Rollen leben. «Aber ich kann dank TV-Werbespots und Model-Verträgen meine Rechnungen bezahlen.» Ausserdem arbeitet Lauriane an drei Abenden pro Woche in einem Restaurant in Beverly Hills, um ein festes Einkommen zu haben. «Ich lebe sehr einfach und brauche nicht viel, abgesehen von meinem Auto und einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung in West Hollywood, in der Nähe von Beverly Hills, wo ich mit meinem Kater Freddy lebe.»
...ÜBER IHREN ALLTAG IN HOLLYWOOD:
In Hollywood hat man die Chance, Charlize Theron im Supermarkt oder Leonardo DiCaprio in einem Café zu treffen, berichtet die ehemalige Jurastudentin aus Prilly VD. «Aber die Beziehungen sind sehr oberflächlich. Wie auch immer, ich bin eine Stubenhockerin und einsam.» Es gebe keinen typischen Tag in ihrem Leben. «Kein Tag gleicht dem anderen. Mein Beruf bringt eine Menge Unsicherheit mit sich, man weiss nie, was morgen sein wird, ob man nach einem Casting kontaktiert wird und die nächste Woche arbeiten muss oder nicht.»
...ÜBER DIE MÖGLICHKEIT, IN DIE SCHWEIZ ZURÜCKZUKEHREN:
Lauriane Gilliéron will nicht in ihre Heimat zurück. «Wir haben nur ein Leben.» Auch wenn es in den USA nicht funktionieren sollte, kann sie sich nicht vorstellen, wieder in die Schweiz zu kommen.
...ÜBER IHREN NEUEN NAMEN «LAURIE ANN GILL»:
Das sei eine Lüge, betont Lauriane, sie habe nie ihren Namen geändert. «Sie müssen nur auf IMDB (Internet-Filmdatenbank, Anm. der Redaktion) gehen, um das zu überprüfen.» Die Amerikaner hätten Mühe gehabt, «Gilliéron» auszusprechen. Sie habe dann aber rasch festgestellt, dass es mit «Gill» auch nicht besser funktioniere. «Laurie Ann» hingegen habe nie existiert. «Die Fehlinformation kommt von einem Journalisten, der meinen Vornamen auf meinen Anrufbeantworter auf Englisch hörte.»
...ÜBER DIE GERÜCHTE, SIE HÄTTE SICH UNTERS MESSER GELEGT:
Ihre Eltern hätten ihr von der hiesigen Medien-Berichterstattung über ihr verändertes Aussehen erzählt, sie selbst habe die Artikel nicht gelesen, erzählt Lauriane. «Das einzige, das mich berührt, ist zu sehen, dass es meine Familie verletzt. Und dass zu 99 Prozent von dem, was über mich gesagt wird, nicht stimmt.» Der Anschlussfrage, ob sie sich denn nicht die Lippen habe machen lassen, weicht die Schauspielerin aus. Sie werde nicht über dieses Thema sprechen, stellt sie klar. Als einstige Miss Schweiz hätten die Journalisten immer noch das Gefühl, dass sie ihnen eine Erklärung für jede ihrer Taten liefern müsse. «Heute lebe ich mein Leben und muss niemanden mehr fragen.»
...ÜBER IHR LIEBESLEBEN:
«Ich bin Single», verrät Lauriane, «aber das gefällt mir. Und Brad Pitt hat noch nicht angerufen, ausserdem weiss ich, dass Angelina eine grosse Konkurrenz ist.» (lacht) Mit 28 Jahren habe sie immer noch das Gefühl, 20 zu sein. «Familie, Kinder - das kommt später.»