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«Betty Bossi Post»: die Antwort auf die Frage «Was koche ich heute?»
Die Betty Bossi Story von 1956-2012
Was koche ich heute? Mit dieser Frage nahm 1956 die Geschichte von Betty Bossi ihren Anfang. Antwort gab die «Betty Bossi Post», die am 1. April 1956 erstmals erschien und als beidseitig bedruckte Zeitungsseite in deutscher und französischer Sprache bei Detailhändlern gratis auflag. Herausgegeben wurde die «Betty Bossi Post» von der Öl- und Speisefettproduzentin Sais/Astra. Die Idee einer kostenlosen Konsumenteninformation stammte aus Amerika.
Die «Betty Bossi Post» traf den Nerv der Zeit oder anders gesagt, war genau das, worauf Hausfrauen gewartet hatten. Denn hier fand man nicht nur die Antwort darauf, was heute gekocht werden konnte, sondern auch weitere nützliche Informationen. Der Inhalt setzte sich folgendermassen zusammen: Menüplan für eine Woche, Briefkasten mit Fragen/Antworten zum Thema Kochen/Haushalten. Abgedruckt wurden auch Strickanleitungen, Dialektgeschichten, Kreuzworträtsel, Budgetplanung und Problemerörterungen zum Thema Eltern/Schule. Hauptthema aber war und blieb das Kochen. Und natürlich tauchten bei den Rezepten als Zutaten Fett, Öl und Margarine von Astra/Sais auf - unverhohlene Werbung für die Herausgeberin, die Unilever Schweiz.
Betty Bossi: Den einprägsamen und wohl klingenden Namen und die charakteristische Unterschrift lieferte eine junge Werbetexterin.
1956 - Warum ausgerechnet Betty Bossi?
Die Idee für Betty Bossi stammte - wie könnte es anders sein - aus den wirtschaftlich aufstrebenden USA. Dort war zu jener Zeit eine an Hausfrauen gerichtete Zeitschrift namens «Betty Crocker» äusserst erfolgreich. Erfinderin des Namens «Betty Bossi» war die junge Werbetexterin Emmi Creola-Maag. Der Vorname Betty wurde von der Werbeagentur gleich übernommen, weil er damals auch in allen Landesteilen der Schweiz sehr beliebt war. Auch Bossi als Nachname kam überall im Land vor - die Kombination war einprägsam und wohl klingend. Auch die heute noch bekannte Unterschrift von Betty Bossi stammt aus der Hand von Emmi Creola-Maag, die 2006 mit 93 Jahren starb.
Mitte der 60er Jahre erschien die «Betty Bossi» in ca. sechswöchigem Abstand, immer noch in Schwarzweiss. Was wechselte, war der Untertitel. Mal stand zu lesen «Beratung für praktisches Kochen und Haushalten», dann «Die hausfrauliche Rundschau der ASTRA» und später «Aktuelle Zeitung für Ernährungsprobleme, Koch- und Haushaltfragen».
Das erste Betty Bossi Abo kostete nur 2 Franken pro Jahr. Dafür erhielt man 8 Ausgaben.
1966 - Das erste Betty Bossi Abo - für 2 Fr. pro Jahr!
Bestärkt durch den Erfolg, wurde 1966 das Abonnementsystem eingeführt. Für 2 Franken pro Jahr erhielt man die damals acht Ausgaben der «Betty Bossi», wie sie jetzt nur noch hiess, nach Hause geschickt. Mehrere zehntausend Haushalte nutzten das Angebot. Gemacht wurde die Zeitung von einer Redaktorin, einer Mitarbeiterin aus dem kulinarischen Sektor und einer «Frau für alles». Bestandteil der Zeitung waren nun auch Beschreibungen von neuen Haushaltgeräten, den so genannten «Heinzelmännchen des Haushalts».
1972 wechselte die Chefredaktorin, und aus der «Betty Bossi» wurde die «Betty Bossi Fachzeitung für modernes Kochen und Haushalten». Neu war auch das Layout, das wie der Inhalt den Bedürfnissen der Leserinnen nach einer zeitgemässen Kochzeitung entsprach. Das auf 9 Ausgaben erweiterte Angebot kostete im Jahresabonnement 5.80 Franken (neu wurden jährlich 9 Ausgaben à 12 Seiten angeboten).
Das «Backbuch» das erste Kochbuch von Betty Bossi, war sogleich ein grosser Erfolg.
1973 - Das erste Kochbuch von Betty Bossi
1973 wurde mit Erfolg das erste Betty Bossi Kochbuch in der heutigen Form lanciert. Ein Markstein in der Geschichte des Unternehmens. Das «Betty Bossi Backbuch» war in Zusammenarbeit mit zahlreichen Hauswirtschaftslehrerinnen entstanden.
Betty Bossi ist primär wegen ihrer Koch- und Backbücher eine Erfolgsgeschichte. Man stelle sich einmal vor: 1983 wurden vom Buch «Kuchen, Cakes & Torten» innerhalb von rund 4 Monaten über 650'000 Exemplare verkauft - ein Erfolg, der seinesgleichen sucht!
Mit der Ablösung vom Mutterhaus erhielt die «Betty Bossi Zeitung» ein durchdachtes Redaktionskonzept und ein radikales Facelifting.
1977 - Betty Bossi wird selbständig und erfolgreich
Da Mitte der 70er Jahre die Abonnentinnenzahl stagnierte, gingen die Verantwortlichen bei Unilever in die Marketing-Offensive - überzeugt davon, dass der Markt für eine moderne Kochzeitung vorhanden war und nur die Nachfrage angekurbelt werden musste.
1977 wurde der Betty Bossi Verlag als eigenständiges und vom Mutterhaus und dessen Produkten unabhängiges Unternehmen gegründet. Das Konzept sah eine Fachzeitschrift für Kochen und Haushalten vor, die vertrauenswürdig, neutral, sachbezogen und qualitativ hoch stehend sein sollte. Noch professioneller gemacht, übertraf die neue «Betty Bossi Zeitung» alle Erwartungen, und innert kürzester Zeit stieg die Abonnentenzahl sprunghaft an. Das Macher-Team wurde stark erweitert. Die Zeitung erhielt in Etappen ein radikales Facelifting, während ein durchdachtes Redaktionskonzept über Jahre hinweg für inhaltliche Konstanz sorgte.
1979 - Die ersten Spezial-Angebote von Betty Bossi
Seit Ende der 70er-Jahre offeriert Betty Bossi ihren Abonnentinnen und Abonnenten exklusiv die so genannten Spezial-Angebote. Dabei handelt es sich um praktische Küchen- und Haushaltgeräte, welche die Arbeit in Küche und Haushalt erleichtern und dabei helfen sollten, Zeit zu sparen.
Wer kennt sie nicht? Zum Beispiel der patente Täschler oder der unentbehrliche Messlöffel. Die ersten Spezial-Angebote waren Käsebrett, Guetzlidosen, Teighölzer, Blechreinpapier und Ausstechförmli. Heute werden jährlich 40 bis 50 neue Produkte lanciert.
Mehr als 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten einen oder mehrere der über 200 Betty Bossi Kochkurse im Jahr.
1986 - Die ersten Betty Bossi Kochkurse
Ein weiterer Schritt auf dem Erfolgsweg stellte 1986 die Eröffnung der Betty Bossi Kochschule dar. 7 Kurse wurden angeboten: ein Grundkochkurs, chinesische, italienische und vegetarische Küche, Brot backen, Fischküche sowie ein Kurs mit raffinierten Gäste-Menüs zum Vorbereiten.
1995 wurde der Betty Bossi Verlag von Unilever an die Ringier AG verkauft. In dieser Zeit fand auch das Internet eine schnelle Verbreitung. Betty Bossi passte sich diesen neuen Informationsbedürfnissen an und lancierte 1998 eine der ersten Online-Kochplattformen der Schweiz: www.bettybossi.ch. 2001 startete der Betty Bossi Verlag den ersten kostenlosen kulinarischen, bebilderten E-Newsletter der Schweiz.
Neben der telefonischen Hotline für kulinarische und ernährungsspezifische Fragen steht Abonnentinnen und Abonnenten neu auch die Beratung per E-Mail offen. Vor dem Internet-Hype beantwortete der telefonische kulinarische Beratungsdienst bis zu 20'000 Anfragen pro Jahr. Die Anfragen geben der Redaktion immer wieder wesentliche Inputs zu denjenigen Themen, die den Konsumentinnen und Konsumenten wirklich am Herzen liegen.
Ein erfolgreiches Trio: die «al dente»-Crew Sibylle Sager, Sven Epiney und Andreas C. Studer (im Uhrzeigersinn).
2001 - Koch- und Quizshow «al dente»
Einen weiteren Kanal eröffnete sich Betty Bossi im Jahr 2001 mit der einstündigen TV-Sendung «al dente». Die Koch- und Quizshow mit drei Kandidatinnen und Kandidaten wurde alle 14 Tage ausgestrahlt (vorerst auf SF2, von 2006-2010 auf SF1). Star-Koch Andreas C. Studer und Betty Bossi Rezeptredaktorin Sibylle Sager kochten in der Sendung ein originelles dreigängiges Menü. Im Quiz mussten die Studiokandidaten unter Zeitdruck Fragen rund ums Kochen beantworten. Das Fernsehpublikum konnte am attraktiven Zuschauerspiel teilnehmen. Moderiert wurde die Sendung von TV-Profi Sven Epiney.
Ebenfalls 2001 kam es zu einem Wechsel im Aktionariat der Betty Bossi Verlag AG. Coop übernahm von der Ringier AG 50 Prozent der Aktien. Die restlichen 50 Prozent verbleiben bei Ringier.
In Zusammenarbeit mit Betty Bossi und Gault Millau erschien 2002 erstmals das von der «Schweizer Illustrierten» viermal pro Jahr als Sonderheft produzierte kulinarische Magazin «al dente».
«al dente» erfreute sich mit durchschnittlich 740'000 Zuschauerinnen und Zuschauern einer grossen Beliebtheit und wurde seit Herbst 2004 auf SF1 zur Primetime gesendet: jeden zweiten Montagabend um 20 Uhr. TSR1 übernahm das Sendeformat für das Westschweizer Fernsehen.
Erstklassige frische Zutaten und genussvolle Rezepte sind die Voraussetzungen für die Betty Bossi Frisch-Convenience-Produkte.
2002 - Frisch-Convenience mit Genuss
Betty Bossi nahm den Trend nach Convenience auf und brachte Mitte 2002 gemeinsam mit Coop unter der Dachmarke «IDEE Betty Bossi» eine vielfältige Palette qualitativ hoch stehender Frisch-Convenience-Produkte auf den Markt. «Ready to eat» und «Ready to cook» lautet die Devise. Erstklassige frische Zutaten, eine schonende Zubereitung und eine optimale Haltbarkeit sind die Voraussetzungen für die Betty Bossi Frisch-Convenience-Produkte. Hinzu kommen Serviceleistungen (z.B. Rezept-Tipps) mit einem hohen Nutzwert.
Seit 2002 bietet Betty Bossi auch Dienstleistungen in Form von Rezeptentwicklungen für Dritte an.
Ebenfalls seit 2002 ist Betty Bossi auch im Ausland vertreten. So erscheint in China «Betty's Kitchen» in Kooperation mit Ringier.
Noch leserfreundlicher: die neu gestaltete «Betty Bossi Zeitung», die die Abonnent/innen in allen Kochsituationen noch besser unterstützen will.
2005 - Die neue «Betty Bossi Zeitung»
Seit Anfang 2005 präsentiert sich die mit einer Auflage von rund 900'000 Exemplaren erfolgreichste und grösste Kochzeitung der Schweiz in einem neuen Kleid. Die optischen Retouchen im Bereich Layout, Typografie und Bildsprache lassen die Zeitung frischer und lesefreundlicher erscheinen. Mit der Neugestaltung der Kochzeitung will Betty Bossi ihre Abonnentinnen und Abonnenten in allen Kochsituationen noch besser begleiten und unterstützen. Selbstverständlich ohne ihr bewährtes Erfolgsrezept zu verändern: einfache, genussvolle Rezepte für jede Gelegenheit und mit Gelinggarantie.
Für kochfreudige Männer und Frauen: «bossi».
2007 - Das Kochmagazin «bossi»
Im April erscheint die neue Zeitschrift «bossi». Das Magazin dreht sich um Genuss, Freizeitqualität, Gastlichkeit und richtet sich primär an Männer. Aufgrund der geringen Marktakzeptanz wird das Magazin per Ende Jahr wieder eingestellt.
Kochbuch «on demand»: Jeder kann sich online sein eigenes Kochbuch mit Betty Bossi Rezepten und persönlichen Fotos gestalten.
2008-2010 Lizenzen und Kochbuch «on demand»
Ausbau des Bereichs Food Consulting durch die Übernahme weiterer Aufträge von Coop. Eröffnung eines weiteren Betty Bossi Standorts in Basel, nahe des Coop Hauptsitzes.
Systematischer Aufbau des Lizenzgeschäfts im Ausland und Ausbau des Betty Bossi Sortiments mit Reinigungsmitteln.
Nach zehn erfolgreichen Jahren wird die deutsche Version der Betty Bossi TV-Koch- und Quiz-Show «al dente» eingestellt.
Lancierung des individualisierbaren Kochbuchs «on demand».
Koch Jan Hofmann und Moderatorin Isabelle Meissen kochen jeden Freitag um 11 Uhr auf SRF3.
2011 - Online-Kochcenter, Radio-Kochsendung und Facebook-Account
Die Betty Bossi Kochschule richtet sich neu aus und bietet kulinarisches Wissen online über das Koch-Center an.
Im April startet die neue TV-Kochsendung «Ab in die Küche» als Nachfolgeformat von «al dente», wird jedoch aufgrund zu geringer Einschaltquoten nach fünf Sendungen wieder eingestellt.
Betty Bossi lanciert in Zusammenarbeit mit SRF3 die Radio-Kochsendung «DRS3 chocht fein».
Betty Bossi eröffnet einen Facebook-Account.
Ringier AG verkauft Coop am 21.12.12 ihren 50%-Aktienanteil an Betty Bossi.
2012 - Betty Bossi wird 100%ige Coop Tochter
Im Dezember verkauft Ringier seinen 50%-Aktienanteil an Coop. Betty Bossi wird eine 100%ige Coop Tochterfirma.
Grosser Messestand an muba, Comptoir Suisse und Züspa.
2014 - Betty Bossi startet ins Messe-Business
Im Februar 2014 hat Betty Bossi erstmals einen grossen Stand an der muba Basel. Inzwischen betreiben wir an den drei grossen Publikumsmessen muba, Comptoir Suisse und Züspa erfolgreich einen grossen Stand.