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Verlängerung des Arbeitsverhältnisses bis zum nächsten Endtermin
Ist nach einer Kündigung durch den Arbeitgeber die Kündigungsfrist vollständig abgelaufen und tritt in der Folge eine neue Arbeitsverhinderung des Arbeitnehmers ein, gibt es keine weitere Verlängerung des Arbeitsverhältnisses.
Wird beispielsweise ein Arbeitnehmer krank, nachdem ihm der Arbeitgeber gekündigt hat, wird die Kündigungsfrist während einer bestimmten Zeit unterbrochen und das Arbeitsverhältnis dadurch verlängert. Soll das Arbeitsverhältnis an einem bestimmten Endtermin enden, sehr oft am Monatsende, wird dem Arbeitnehmer nach Ablauf der Kündigungsfrist eine Zusatzfrist bis zum nächsten Endtermin gewährt. Oder mit anderen Worten, das Arbeitsverhältnis wird verlängert bis zum Ende des Monats, in dem die Kündigungsfrist vollständig abgelaufen ist. Tritt in dieser Zusatzfrist eine neue Arbeitsverhinderung des Arbeitnehmers ein, erfolgt gemäss Bundesgericht keine weitere Verlängerung des Arbeitsverhältnisses.
Beispiel:
Einem seit 2015 beschäftigten Arbeitnehmer wird am 10. Dezember 2017 auf den 28. Februar 2018 gekündigt. Der Arbeitnehmer war vom 12. Dezember 2017 bis am 18. Mai 2018 infolge Krankheit und vom 26. Mai bis am 30. Juni 2018 aufgrund einer Operation an der Arbeit verhindert.
In diesem Beispiel hat die anfängliche Kündigungsfrist von 59 Tagen (d.h. vom 1. Januar bis am 28. Februar 2018) erst nach Ablauf der 90-tägigen Sperrfrist zu laufen begonnen, d.h. ab dem 12. März bis am 9. Mai. 2018. Da das Arbeitsverhältnis auf Monatsende enden sollte, wird es vom 10. bis am 31.Mai 2018 verlängert. Die erneute Arbeitsverhinderung hat vor dem Ende der Zusatzfrist auf Monatsende begonnen, aber nach Ablauf der vollständigen Kündigungsfrist von 59 Tagen. Gemäss Bundesgericht gibt es in diesem Fall keine weitere Verlängerung des Arbeitsverhältnisses.
Im Kapitel IV-3, Ziffer 9. des Handbuch des Arbeitgebers hat es weitere andere Berechnungsbeispiele zum Unterbruch der Kündigungsfrist.