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Noch immer werden Studien mit neuen Medikamenten zur Behandlung der HCV-Infektion nur bei HIV-negativen Patienten durchgeführt. Natürlich ist die Behandlung der Koinfektion komplexer, weil mehr Interaktionen zu beachten sind, doch andererseits sollen wir auch beachten, dass die HCV-Infektion bei Patienten mit HIV-/HCV-Koinfektion eine raschere Progredienz aufweist.
In der HCV-Therapie-Session wurden die Resultate von zwei Studien mit dem Proteasehemmer Boceprevir bei HIV-negativen vorgestellt: SPRINT-2 (zuvor unbehandelte) und RESPOND-2 (nach früherem Therapieversagen). Die Resultate sind beeindruckend, findet sich doch bei diesen mit Genotyp-1 infizierten Patienten eine anhaltende Suppression (SVR) von gut 2/3! Die Daten zu den beiden Studien sowie eine Arbeit zur Pharmakokinetik haben wir in drei online-Artikeln zusammengefasst:
Prof. Pietro Vernazza war bis zu seiner Emeritierung Chefarzt der Infektiologie und seit 1985 beim Kantonsspital St. Gallen tätig. Vor seiner Arbeit am Kantonsspital hat er folgende Ausbildungen absolviert: Studium Humanmedizin, Universität Zürich 1976 -1982 / Klinische Ausbildung Innere Medizin ... Mehr