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Bevor der Porsche 917 der Schweizer Formel-1-Legende Jo Siffert einen Rekordpreis an einer Auktion erzielte, reiste er oft um die Welt - 2001 war er etwa im deutschen Essen zu sehen. (Archivbild)
KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN(sda-ats)
Ein Porsche 917, der dem Schweizer Rennfahrer Jo Siffert gehörte, hat in der Nacht auf Samstag an einer Versteigerung in Kalifornien einen neuen Besitzer gefunden. Der Kaufpreis von 14,08 Millionen Dollar bedeutet Weltrekord.
Nie zuvor ist ein Porsche zu einem teureren Preis verkauft worden, wie das Auktionshaus Gooding & Co. per Twitter mitteilte. Dieses hatte die Versteigerung in Pebble Beach im US-Bundesstaat Kalifornien organisiert. Umgerechnet kostete die Luxuskarosse 13,58 Millionen Franken.
Der Verkäufer des Wagens hatte im Vorfeld mit 13 bis 16 Millionen Dollar gerechnet. Wer den Porsche 917 ergattert hat, gab das Auktionshaus nicht bekannt.
Der hellblau-orange Porsche 917K wurde zu Testzwecken 1970 in Le Mans eingesetzt - und am 25. Juni von der Schweizer Formel-1-Legende Jo Siffert direkt vom Werk erworben, wie die "NZZ am Sonntag" kürzlich berichtete. Im gleichen Jahr gelang es Porsche erstmals, mit einem baugleichen 917K das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu gewinnen. Das K steht für Kurzheckrennwagen - im Gegensatz zum Porsche 917 mit dem langen Heck.
Im Juli 1971, an seinem Geburtstag, fuhr Siffert den Rennwagen noch auf Freiburger Landstrassen, wie eine Foto seines Freundes Jean Tinguely dokumentiert. Kurz später, im Oktober 1971, kam Siffert beim Formel-1-Rennen in Brands Hatch auf einem BRM P160 ums Leben. Jo Sifferts Rennauto ging nach dem Crash in Flammen auf, er starb in den Flammen.
SDA-ATS