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Der größte Teil der Energie, die ein Haushalt benötigt, stammt aus der Heizung. Je nach Heizungsart und Hausisolierung können die Heizkosten die Stromkosten um ein Vielfaches übersteigen. Mit anderen Worten, eine gute Isolierung und der daraus resultierende geringere Heizbedarf können effektiv Energie und Geld sparen.
Zur Berechnung des erwarteten Heizbedarfs und der daraus resultierenden Heizkosten wird empfohlen, den Heizwert der einzelnen Energiequellen zu verwenden. Der Heizwert ist die maximal nutzbare Wärmeenergie einer Energiequelle während der Verbrennung. Um den genauen Verbrauch eines Heizungssystems zu berechnen, muss jedoch der Wirkungsgrad des Heizungssystems berücksichtigt werden – in einem modernen Verflüssigungssystem kann ein effektiver Heizwert von bis zu über 100% des tatsächlichen Heizwerts erreicht werden wenn die in den Rauchgasen enthaltene Kondensationswärme genutzt wird.
Die gewonnene Wärmeenergie aus modernen Wärmepumpen kann bis 500% der verbrauchten elektrischen Energie betragen. Der Heizenergiebedarf einer Immobilie wird in Litern Heizöl pro Quadratmeter beheizter Fläche pro Jahr gemessen. Deshalb kann diese Masseinheit für Verwirrung sorgen, wenn Sie keine Ölheizung verwenden. Um den Wert besser zu interpretieren, kann man ihn in Kilowattstunden umrechnen, damit ein Vergleich mit anderen Kraftstoffen einfacher wird.
Der effektive Heizwert wird wie oben beschrieben berechnet, indem der Heizwert mit dem Wirkungsgrad der verwendeten Heizung multipliziert wird. Als Beispiel: Wenn Ihre Ölheizung einen Wirkungsgrad von 80% hat, multiplizieren Sie ihn mit dem Heizwert von einem Liter Öl (9,6 kWh) und erhalten die neue Masseinheit von 8,16 kWh. Mit anderen Worten: 0,13 Liter Öl entspricht einer Kilowattstunde Wärmeenergie. Das Folgende zeigt, welchen effektiven Heizwert andere Energiequellen bieten.
Die gleiche Menge an Heizenergie wird durch Verwendung einer Kilowattstunde elektrischer Energie in einer elektrischen Heizung mit einem Wirkungsgrad von 100%, der Verbrennung von 0,13 Kubikmeter Erdgas in einer Gasheizung (Wirkungsgrad 90%) oder der Verbrennung von 0,25 erhalten kg Holzpellets in einer Pelletheizung (Wirkungsgrad 85%) erreicht. Die Berechnung für eine Wärmepumpe ist jedoch etwas komplizierter, weil hier der jährliche Leistungsfaktor (JAZ) eine Rolle spielt, der angibt, wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet.