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Die Bewohner des Klosters bestehen meist aus 4 bis 6 Mönchen, einem oder zwei Novizen (Anagarika) und einer Sekretärin. Zurzeit leben folgende Personen längerfristig im Kloster Dhammapala:
Ajahn Khemasiri wurde 1950 in Magdeburg geboren.
Sein ursprüngliches Interesse am Buddhismus wurde in den späten 70er Jahren in Berlin geweckt, und zwar ausgelöst durch zwei Begegnungen mit hoch angesehenen Mönchen der tibetischen Tradition.
Es war ein weiterer Segen für ihn, dass er 1978 während einer Reise nach Großbritannien auf seinen späteren Lehrer Ajahn Sumedho stieß. Bereits 1980 zog er nach England, um zunächst in der Nähe des Waldklosters Cittaviveka (Chithurst) zu leben, dass von Ajahn Sumedho geleitet wurde. 1984 wurde er Novize im gerade neu eröffneten Kloster und Zentrum Amaravati nördlich von London. Nach weiteren zwei Jahren bat er um Aufnahme in den dortigen Mönchsorden (Bhikkhu Sangha). Er verbrachte seine prägenden klösterlichen Jahre vorwiegend in britischen Klöstern, zog 1993 zum ersten Mal ins Kloster Dhammapala in die Schweiz, verbrachte dann ab 1995 vier Jahre in Klöstern und Einsiedeleien in Thailand und Myanmar, und kehrte schließlich Ende 1999 in die Schweiz zurück. Er begann im Jahr 2000 mit regelmäßiger, ausgiebiger Lehrtätigkeit sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Nach zunächst fünf Jahren der kooperativen Führung des Klosters gemeinsam mit Ajahn Thiradhammo und Ex-Ajahn Akincano wurde er von 2005 bis 2018 alleiniger Leiter der kleinen klösterlichen Gemeinschaft in Kandersteg.
Im Jahr 2018 zog er sich von seiner Leitungs- und Administrationsverantwortung zurück und gab diese an seinen Nachfolger Ajahn Abhinando weiter. Während der folgenden knapp zwei Jahre besuchte er verschiedene Klöster in Europa und Nordamerika und verbrachte vor allem längere Zeit in den Zweigklöstern in Italien, Kanada und England. Im Juli 2020 kehrte er in die Schweiz zurück und lebt jetzt in einer neuen Rolle als “Emeritus” innerhalb der Dhammapala Gemeinschaft. Als “Emeritus” ist er zwar entbunden von jeglichen administrativen Pflichten, übt aber nach wie vor Lehrtätigkeit im Dhamma-Kontext aus.
Ajahn Abhinando wurde 1966 in Hamburg geboren. Sein erster Dhamma-Lehrer war Godwin Samararatne aus Kandy in Sri Lanka, den er im Sommer 1991 bei einem Wochenendkurs in Hamburg kennenlernte. Ein knappes Jahr später, tief beindruckt von einer Begegnung mit Ajahn Sumedho, ging er nach Chithurst in England, wo er 1994 mit Ajahn Sumedho als Präzeptor als Bhikkhu in die Sangha aufgenommen wurde. Er blieb zunächst für etwa fünf Jahre in Chithurst, mit Ajahn Sucitto als Abt und Lehrer. Spätere Stationen waren die Klöster Santacittarama in Italien und Bodhinyanarama in Neuseeland, bevor es ihn 2002 nach Aruna Ratanagiri im Norden Englands zog. Dort diente er der Gemeinschaft für 15 Jahre als zweiter Mönch und begann zunehmend Ajahn Munindo bei der Lehrtätigkeit für die Unterstützer und Besucher des Klosters auszuhelfen und seit 2004 auch Meditationskurse an anderen Orten in Europa anzuleiten. Im Sommer 2017 wurde er Mitglied der Klostergemeinschaft Dhammapala, der er, seit der Übergabe des Amtes durch Ajahn Khemasiri im Oktober 2018, als Abt dient.
Ajahn Kancano wurde 1968 in Montijo in Portugal geboren. In den 90er Jahren lebte er fast neun Jahre in England, wo auch sein Interesse an der Lehre und Praxis des Buddhismus entstand. Im Jahr 2003 begab er sich mit der Absicht nach Thailand, dort seine Praxis weiter zu vertiefen und um höhere Ordination zu bitten. Er lebte zunächst zwei Jahre in Wat Pah Nanachat und empfing dort am 6. Juli 2005 die Aufnahme in den Bhikkhu Orden, mit Luang Por Liam Thitadhammo als seinem Präzeptor. Anschließend verbrachte er einen längeren Aufenthalt in Wat Marp Dschann in der Provinz Rayong, dem Kloster des bekannten Dhamma-Lehrers Ajahn Anand. Im November 2006 kehrte er nach England zurück und lebte dort bis zum Sommer 2012. Noch im selben Jahr wurde er eingeladen, gemeinsam mit Ajahn Vajiro und Ajahn Subbadho ein neues Klosterprojekt in seinem Heimatland Portugal zu initiieren. Seit Dezember 2012 bietet er der Gemeinschaft im Kloster Dhammapala seine Unterstützung an.
Ajahn Viranando wurde im Juli 1976 in Sömmerda/Thüringen geboren. Bereits im frühen Alter von 16 Jahren begann er sich für den Buddhismus zu interessieren und besuchte die monatlichen durch das Dipankara Zentrum für Mahayana Buddhismus e.V. organisierten Dhammaabende in Erfurt. Am Ende einer einjährigen Radreise durch Australien im Jahre 2002 saß er sein erstes Meditationsretreat in der Goenka Tradition nahe Hobart auf Tasmanien. Seine Weiterreise durch Malaysia und Thailand endete im Internationalen Waldkloster – Wat Pah Nanachat wo er die nächsten acht Monate lebte, sieben davon als Anagarika. Zurück in Europa im März 2004 arbeitete und studierte er und im Juni 2011 führte ihn sein Weg via Indien erneut nach Wat Pah Nananchat. Im Dezember desselben Jahres wurde er zum Samanera und ein Jahr darauf im Januar 2013 von seinem Präzeptor Luang Por Liam Thitadhammo in Wat Nong Pah Pong als Mönch der Ajahn Chah Tradition in die Sangha aufgenommen. Seinen sechseinhalbjährigen Aufenthalt in Thailand verbrachte er in Wat Pah Nanachat und den Zweigklöstern Wat Poo Jom Gom und Dao Dam sowie im Kloster von Ajahn Prateep, Wat Kao Opaat, einem Zweigkloster Ajahn Dtuns. Tan Viranando kehrte nach seiner 5. Vassa als Mönch im Herbst 2017 nach Europa zurück wo er für die nächsten 5 Jahre in den Klöstern Muttodaya in Deutschland, Dhammapala, Sumedharama in Portugal und Lokuttara Vihara in Norwegen lebte und zwischen seinen Klosteraufhalten eine signifikante Zeit auf Tudong verbrachte. Im Sommer 2022 kehrte er für ein jahr nach Wat Pah Nanachat zurück um dem dortigen Abt, Ajahn Kevali zu helfen. Seit Ende 2023 lebt er wieder im Kloster Dhammapala als Mitglied der hier ansässigen Sangha.
Ven. Manuñño (Didier Linares) wuchs in Südfrankreich auf. Als Teenager löste eine kurze Beschreibung des Buddhismus in einem Buch einen Aha-Moment aus und führte zu einer anhaltenden Faszination für den Buddhismus. Er studierte Chemie, zog aber kurz vor Abschluss seines Ingenieurstudiums, Ende der 90er Jahre, nach London, wo er schließlich als Nachtredakteur bei einem Medienüberwachungsunternehmen arbeitete. Im Jahr 2004 wurde das zwanghafte Lesen von Dhamma-Büchern wieder aufgenommen und die Suche nach dem „perfekten Lehrer“ begann. Die Reise begann mit dem tibetischen Buddhismus, bevor er die Lehren von Dogen Zenji und Soto Zen entdeckte. Als er 2006 online nach längeren Meditations-Retreats in der Nähe von London suchte, stieß er auf Amaravati. Zahlreiche Retreats im Amaravati Retreat Center führten zu einer wachsenden Wertschätzung für die Lehre von Luang Por Chah und der thailändischen Waldtradition und gipfelten im Beitritt yur Gemeinschaft als Haushaltsverwalter des Retreat Centers, eine Rolle, die er drei Jahre lang innehatte. Im Jahr 2016 beschloss Ven. Manuñño schließlich, ins kalte Wasser zu springen und beantragte das Anagārika-Training. Am 27. Juli 2018 erhielt er die volle Anerkennung als Bhikkhu mit Ajahn Amaro als Lehrer. Er verbrachte eineinhalb Jahre in Norwegen, bevor er im Mai 2023 der DhammapalaçGemeinschaft beitrat.
Anagārika Robert wurde 1980 mit ungarischen und deutschen Wurzeln im Rumänischen Timișoara geboren. Er kam 2012 während seines Studiums in Konstanz erstmals ernsthaft mit dem Buddhismus in Form von „Mindfulness Based Stress Reduction“ in Kontakt. Dieses sekuläre Programm hinterließ viele offene Fragen und so verfolgte er die Spur zurück, bis er bei der Waldklostertradition und bei Luang Por Chah angekommen war, den er in besonders eindrücklicher Weise in „The Mindful Way“, einer BBC-Dokumentation, erlebte, was zu einem Schlüsselerlebnis wurde. Vom Bodensee aus reiste er einige Male zu Meditations-Retreats auf dem Beatenberg bei Interlaken, wo er verschiedene Lehrende unterschiedlicher Traditionen kennenlernte; ins Kloster Dhammapala traute er sich jedoch zunächst nicht, denn er wollte seinen erlernten Beruf als Lehrer ausüben: 2015 zog er nach Bremen in ein Wohnprojekt und an einem Delmenhorster Gymnasium unterrichte er die Fächer Geschichte, Ethik und Spanisch. Nach mehreren Jahren der Berufspraxis holte ihn schließlich immer dringlicher die essentielle Frage wieder ein, ob Ordination nicht das Richtige für ihn sei, die ihn seit Anbeginn der Freilegung der Achtsamkeitswurzeln begleitete. Mit dieser Frage kam er 2020 erstmals ins Kloster und seit April 2023 ist Robert nun als Anagārika auf dem Weg, sie Tag für Tag zur Antwort werden zu lassen.
Tanja Klee wurde 1967 in Essen geboren. Auf einer Thailand Reise während ihres Studiums besuchte sie im Jahre 1990 Wat Pah Nanachat und lernte dort die Praxis der Waldkloster -Tradition kennen. Am Ende der Suche nach der “richtigen” Religion angelangt, nahm sie Zuflucht und die 5 Gebote von Ajahn Jayasaro. Nach der Rückkehr nach Deutschland wurde sie regelmäßige Besucherin des Dhammapala Klosters in Konolfingen, danach in Kandersteg und des Amaravati Buddhist Monastery in England. Seit März 2022 unterstützt sie die Gemeinschaft als Sekretärin.