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Die Mackenzie Community ist eines der grössten Armenviertel in Ndola, der drittgrössten Stadt im afrikanischen Land Sambia. Einheimische schätzen, dass etwa 7'000 Menschen dort leben. Offizielle Zahlen gibt es nicht. Schätzungen sind extrem schwierig, da es keine Strukturen gibt. Oft leben zehn oder mehr Leute in einem Haus und auf engstem Raum.
Die Community gilt als eine der ältesten Armenvierteln in Ndola. Das Land soll einmal einem britischen Landwirt gehört haben. Als er das Land verliess, wurde es von seinen Arbeitern übernommen. Die Community liegt zu Fuss etwa 30 Minuten ausserhalb der Stadt, neben dem kleinen, internationalen Flughafen Ndolas. Die Gemeinde hat sich über die Jahre stark ausgebreitet, ist aber jetzt vom Flughafen, vom Sumpfgebiet und der Vorstadt eingeengt.
Der grösste Teil der Bevölkerung ist arbeitslos. Diejenigen, die Arbeit haben, sind fast immer Selbstständige. Viele kommen von den sogenannten "Villages", den Dörfern in der Wildnis, auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben. Der grösste Teil der Bevölkerung muss mit weniger als einem Dollar pro Tag leben und hat oft noch eine Familie und Verwandte, die auf ihn oder sie angewiesen sind.
Mackenzie besitzt keine medizinische Versorgung und keine richtige Struktur. Es gibt weder fliessendes Wasser noch eine Abwasserentsorgung. Wenige Wasserpumpen stehen der Community zur Verfügung. Stromleitungen gibt es erst seit wenigen Jahren. Dennoch können sich die wenigsten einen Anschluss ans Stromnetz leisten. Vieles ist auf der Ebene der Gemeinde geregelt.
Die Häuser sind grösstenteils aus Schlamm gebaut, der von Ameisenhügeln gewonnen wird. Das Dach wird mit alten Aluminiumplatten, Plastik oder sonstigen Funden abgedeckt. Vor allem während der Regenzeit kommt es oft zu Hauseinstürzen.
Die Lebenserwartung ist erschreckend niedrig. Viele Kinder sind Halb- oder Vollwaisen. Meist wachsen die Kinder bei Verwandten oder Bekannten auf. Gründe sind: fehlende medizinische Versorgung, mangelnde Hygiene, schlechte Ausbildung, Malaria und HIV/AIDS.
Wegen fehlenden Ausbildungs- oder Beschäftigungsmöglichkeiten der Jugendlichen, ist der Missbrauch von Drogen und Alkohol gegenwärtig. Oftmals führt die Armut auch zur Prostitution.
Aufgrund fehlender Mittel und anderer Probleme macht die Regierung nur sehr wenig. Nur wenige Einheimische schaffen es eines Tages aus eigener Kraft vom tristen Umfeld wegzukommen. Hilfe von aussen ist zwingend notwendig.