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Ganz nah am Wasser
Mehr Sicherheit, mehr Natur, mehr Erlebnis versprechen die Verantwortlichen des Linthwerkes. Zehn Jahre Planungsarbeit und weitere viereinhalb Jahre für die Umsetzung waren nötig, um die Hochwassersicherheit des Linthwerkes wieder herzustellen und die Hintergräben und Nebenkanäle des Escher- und des Linthkanals zu sanieren und naturnah auszubauen. Der Kulturkreis Zollikon besichtigte diese wasserbautechnische Meisterleistung.
50 Mitglieder des Kulturkreises Zollikon starteten zu früher Morgenstunde auf die Exkursion in die einst gezähmte und kultivierte und neuerdings renaturierte Linthebene. Linthingenieur Markus Jud gab auf kurzweilige, doch technisch hochstehende Art einen ersten Einblick in die Geschichte der Linthebene und das Wirken von Hans Conrad Escher von der Linth. Er erläuterte die Beteiligung der Kantone am einmaligen Wasserbauwerk Linthkanal und erklärte die Sanierungs- und Renaturierungsarbeiten der letzten Jahre.
Der Linthkanal war das Lebenswerk des Zürchers Hans Conrad Escher. Die Idee zur technischen Umsetzung stammte ursprünglich aus dem Kanton Bern, wo bereits die Kander zu Beginn des 18. Jahrhunderts in den Thunersee umgeleitet worden war. Escher nahm diese auf, verbesserte sie und stellte sie 1804 der Tagsatzung vor, worauf sie auch beschlossen wurde. Von 1807 bis 1823 wurden der Escher- und der Linthkanal gebaut. Escher selbst verstarb kurz vor der Vollendung seines Werkes und im gleichen Jahr verlieh der Zürcher Regierungsrat der Familie das Recht, den Namenszusatz «von der Linth» zu tragen. Das Kanalsystem wurde nach der Fertigstellung an die Linth-Kantone übergeben; zu diesen gehört auch der Kanton Zürich. 1832 wurden bereits erste Sanierungsarbeiten notwendig. Weitere folgten permanent, doch ist die im April dieses Jahres fertiggestellte die erste Gesamtsanierung des Linthwerkes. Im neuen Konkordat von 2004 wurde die Regelung aus dem Jahre 1862 zwischen den Kantonen weitergeführt, dass die operative Leitung zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes beim Linthingenieur liegt. (cef)
Lesen Sie den ausführlichen Bericht im aktuellen «Zolliker Bote» vom 7. Juni 2013.