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Von Sangita Burger (15 Jahre)
W enn du dem Igel in deinem Garten helfen willst, dann mach ihm im Herbst einen Haufen aus vielen Ästen und Blättern. Darin kann er dann gut überwintern. Du darfst den Igel während des Winterschlafs aber nicht aufwecken, das könnte für ihn tödlich enden!
Füttern solltest du ihn auch nicht! Sonst gewöhnt er sich zu sehr daran. Du könntest ihn auch überfüttern, was ungesund für ihn wäre. Nur in folgenden Notfällen darfst ihm etwas geben: Wenn im Spätwinter ein Igel zu früh erwacht und der Boden noch gefroren ist oder wenn ein Igeljunges im Spätherbst noch mager ist, das heisst weniger als 500 Gramm schwer sein sollte.
In diesen Fällen darfst du den Igel mit ein wenig Katzennassfutter und Wasser erst einmal versorgen. Was die Verpflegung in den folgenden Tagen betrifft, solltest du dich aber erst bei Fachleuten erkundigen, zum Beispiel im Igelzentrum in deiner Umgebung oder in einer Tierarztpraxis. Ansonsten lass den Igel sein Futter suchen, er wird garantiert etwas finden!
Die Igel, die wir in der Schweiz im Garten haben, sind mehrheitlich Braunbrustigel. Es gibt aber noch rund 25 weitere Igelarten. Diese teilen sich in zwei verschiedene Unterfamilien, die Stacheligel und die Haar- oder Rattenigel. Die verschiedenen Arten bevorzugen unterschiedliche Lebensräume. Die Stacheligel leben gerne in trockenem Unterschlupf, den sie meistens selber bauen.
Die Rattenigel, die keine Stacheln, sondern ein Fell haben und somit einer Spitzmaus ähneln, bevorzugen jedoch feuchteren Lebensraum, zum Beispiel Regenwälder. Und Wüsten- und Langohrigel leben sogar in Steppen und Wüsten. Die grösste Igel-Art, der Grosse Rattenigel, kann bis zu zwei Kilogramm schwer werden, während der Kleine Rattenigel nur 20 bis 80 Gramm wiegt. Die Igel, die in kalten Regionen leben, halten einen Winterschlaf. Diejenigen, die in heissen Gebieten zu Hause sind, fallen während der Trockenzeit in einen Starrzustand.
Igel gibt es nur in Europa, Afrika und in Teilen Asiens. Sie bringen einmal – in wärmeren Regionen auch zweimal – im Jahr Nachwuchs zur Welt. Es werden immer ein bis elf Junge geboren. Diese sind zunächst blind und hilflos und haben weiche Stacheln. Nach 12 bis 24 Tagen öffnen sie die Augen und die Stacheln werden hart.
Die Lebenserwartung für Igel in freier Natur beträgt zirka drei bis sieben Jahre. Die Igel gehen in der Dämmerung und in der Nacht auf Nahrungssuche. Sie fressen hauptsächlich wirbellose Tiere: Insekten, Larven, Würmer, manchmal auch Früchte und Wurzeln. Da die Igel Säugetiere sind, trinken die Jungen Muttermilch. Wenn ihr selbst im Garten Igel habt, gebt ihnen keine Milch. Die ist für sie giftig!
Im Herbst fangen die Igel an, Nahrung zu sammeln, damit sie nach dem Winterschlaf nicht verhungern. Wenn sie, nur die Stacheligel, dabei Gefahr wittern, rollen sie sich zu einer Kugel zusammen und richten ihre 6000–8000 Stacheln auf, um sich zu schützen.
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Jungreporterinnen auf der Spur des brummeligen Stacheltiers – und ihre Tipps, wie man Igeln helfen kann.
Von Sangita Burger (15 Jahre)