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Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima Kritik an der nuklearen Sicherheit in Japan geübt. Das Land habe einige Standards und Empfehlungen der IAEA ausser Acht gelassen.
Dies enthüllt ein Bericht der IAEA, der von internationalen Experten nach einem Besuch der havarierten Atomanlage in Fukushima verfasst wurde. Einige Reaktoren der Anlage, die bei dem Erdbeben und dem Tsunami vom 13. März zerstört worden war, waren beim Besuch Ende Mai noch immer nicht unter Kontrolle.
Der Bericht, der der Nachrichtenagentur dpa in voller Länge vorliegt, enthüllt zudem, dass Japans Behörden unzureichend auf Atomunfälle wie in Fukushima vorbereitet waren.
So beschreiben die Experten, dass etwa das von der IAEA empfohlene Grundprinzip, mehrstufige Schutzmassnahmen wegen Gefährdungen von aussen zu installieren, nicht in angemessener Weise umgesetzt wurde. Der Bericht zeigt auf, dass die Schutzmassnahmen gegen Tsunamis unzureichend waren, obwohl sie nach 2002 verstärkt wurden.
"Darüber hinaus wurden die zusätzlichen Schutzmassnahmen nicht von der Aufsichtsbehörde evaluiert und abgenommen", heisst es in dem Papier. "Wesentliche Richtlinien zum Katastrophenmanagement waren nicht geeignet, die vielfachen Störungen innerhalb der Anlagen in den Griff zu bekommen", halten die Experten in dem Bericht fest.
Die Standards, die die Behörde mit Sitz in Wien erstellt, sind für die Mitgliedstaaten allerdings nicht bindend. Am Montag beginnt in Wien eine Fukushima-Sonderkonferenz der mehr als 150 IAEA-Mitgliedsländer.
SDA-ATS