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Nach der Verabreichung einer falsch zusammengesetzten Nährlösung am Berner Inselspital ist ein drittes Kleinkind gestorben. Wie der zuständige Berner Untersuchungsrichter Hanspeter Kiener mitteilte, wird wie in den beiden vorangegangenen Todesfällen untersucht, ob das Kleinkind wegen der Fehlmedikation starb oder ob es seinem bestehenden schweren Grundleiden erlag.
Der jüngste Todesfall ereignete sich am vergangenen Samstagnachmittag. Alle drei gestorbenen Säuglinge hatten im vergangenen Dezember auf der Intensivstation der Kinderklinik eine Infusionslösung erhalten, die statt Glucose Calciumchlorid enthalten hatte.
Zum fatalen Irrtum war es in der Spitalapotheke gekommen. Ein erstes Neugeborenes war am vergangenen 20. Dezember gestorben, wobei die Ärzte mit grosser Wahrscheinlichkeit einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Fehlmedikation und dem Tod annahmen.
Das zweite Kleinkind, das falsch ernährt worden war, starb am 4. Januar. Hier erklärte das Spital, dass das Grundleiden die Todesursache sei. Der Untersuchungsrichter kündigte aber umgehend eine Untersuchung an und will prüfen, ob die Panne in der Spitalapotheke, die auf den Januar 2000 zurückgeht, auch für weitere Todesfälle in der Kinderklinik in Frage kommt.
Noch offen ist, ob die Verantwortlichen des Spitals mit einem Strafverfahren rechnen müssen.
swissinfo und Agenturen