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Gemäss einer Auswertung der amerikanischen Wesleyan University passieren weniger Verkehrsunfälle mit Wild in Gegenden, in denen der Wolf wieder sesshaft ist (Pro-Natura-Magazin 2/2022).
Die Wissenschaftler haben Daten über Verkehrsunfälle mit Wild und Wolfsbewegungen im US-Bundesstaat Wisconsin ausgewertet: Die Anzahl Verkehrsunfälle mit Rehen in Bezirken mit Wölfen liegt im Schnitt um 24 Prozent tiefer als in solchen ohne.
Das bedeutet: Der Wolf könnte helfen, Kosten zu sparen. Jährlich kommt es in der Schweiz zu rund 200’000 Wildunfällen auf Strassen und Schienen. Das verursacht Kosten von mehr als 50 Millionen Franken. Durch die Anwesenheit des Wolfes entstünde ein wirtschaftlicher Nutzen, der 63-mal grösser ist als der nachgewiesene Schaden durch Risse von Nutztieren.
Eine weitere Erkenntnis: In Gegenden, in denen der Wolf sesshaft geworden ist, verändert sich das Verhalten der Rehe. Schäden in der Land- und Forstwirtschaft gehen zurück.
Link zur Studie: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2023251118