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Bereits Ende Jänner dieses Jahres besuchte Waldimir Putin als erster russischer Ministerpräsident den zentralen Tresorraum der russischen Zentralbank und kontrollierte die Gold- und Devisenreserven des Landes persönlich. Gleichzeitig verkündete Zentralbankchef Georgi Luntowski, dass die russische Zentralbank plant, jedes Jahr mindestens 100 Tonnen Gold zu kaufen. Im Jahr 2010 kaufte die Zentralbank 136,6 Tonnen Gold am Binnenmarkt. Am l. Dezember 2010 betrugen die russischen Goldreserven bereits 783,72 Tonnen. Im Gegensatz dazu fragen sich einflussreiche US-Senatoren, wo die US-Goldreserven liegen. Es ist Aussenstehenden nicht bekannt, ob in Fort Knox überhaupt noch Gold der USA gelagert ist und wie gross die Goldreserven der Vereinigten Staaten überhaupt noch sind. Auch die private US-Notenbank Fed gerät immer mehr in die Kritik aufmerksamer Senatoren. So äusserte sich der republikanische Senator Ron Paul kritisch über die Fed und meinte, als Abgeordneter hätte man mehr Zugang zur CIA und bekomme mehr Informationen vom Geheimdienst als von der Federal Reserve (Fed). Sie sagen, sie seien niemandem Rechenschaft schuldig und lassen sich nicht in die Bücher schauen. So darf auch der von der Fed verwaltete Goldbestand der USA nicht überprüft werden. Vermutlich auch nicht von Präsident Obama. Auch die Deutsche Bundesbank weist in ihrer Bilanz den zweithöchsten Goldschatz der Welt aus. Knapp 3407 Tonnen Gold befinden sich in ihrem Besitz. Ob Deutschland darüber auch frei verfügen kann, ist eine ganz andere Frage. Gesehen hat diese Goldreserven noch niemand – zumindest kein Deutscher, denn nur wenige der rund 300 000 Goldbarren befinden sich innerhalb der Grenzen des Bundesgebietes. Wie ein Insider berichtet, liegen in den Tresorräumen in Frankfurt nur etwa 80 Tonnen oder knapp 2% des Gesamtgoldbestandes der Bundesrepublik oder genauer gesagt der «Deutschland GmbH». Der Rest ist auf die Tresore anderer Zentralbanken, wie der Federal Reserve Bank (Rockefeller, Warburg usw.) in New York, der Bank of England (Rothschild) und zu einem kleinen Teil auch der Banque de France verteilt. Was Fachleute zusätzlich beunruhigt, ist, dass mit Stichtag 31.12.2009 unter den Aktiva der deutschen Notenbank Gold nicht mehr als ein gesonderter Posten, sondern gemeinsam mit «Goldforderungen» ausgewiesen wird. Nicht mehr als ein buchhalterischer Trick, schliesslich besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen Eigentum und Forderungen. Und längst nicht alle Forderungen werden erfüllt. Aber wo ist das Gold wirklich? Auf eine diesbezügliche parlamentarische Anfrage erhielt der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann keine Antwort, man verwies ihn lediglich auf die Unabhängigkeit der Notenbank. Aber auch in Österreich gibt Finanzminister Josef Pröll auf eine parlamentarische Anfrage nach den Goldreserven der Republik und deren Lagerort keine Antwort. Er beruft sich, wie der Chef der Nationalbank, Ewald Nowotny, auf die Unabhängigkeit der österreichischen Nationalbank. Auf die Frage, in welchen Staaten das von der österreichischen Nationalbank gehaltene Gold lagert, antwortete er knapp: «Die Anteile bzw. Mengen des im Inland bzw. Ausland gelagerten Goldes werden von der OeNB nicht bekanntgegeben. Damit folgt die OeNB der Ausweispraxis des Eurosystems». Bleibt die Frage: Wo ist denn nun das Gold wirklich? Immerhin hatten sich per 31.12.2009 im Besitz der Republik Goldreserven im Wert von 6,9 Milliarden Euro befunden. Knapp 150 Tonnen wurden verkauft oder an die Europäische Zentralbank abgegeben. Wann genau dieses Gold abgestossen wurde und wie hoch der erzielte Preis war, wurde ebenfalls nicht beantwortet. •
Quelle: interinfo, Folge 387 vom März 2011
In der Öffentlichkeit singen die hohen EU-Repräsentanten unverdrossen das «Lied» vom Fortbestehen des Euro. Doch wähnen sie sich unter sich, glauben auch dort viele nicht mehr an eine glorreiche Zukunft der europäischen Kunstwährung. Bei einer Besprechung der engsten Mitarbeiter eines EU-Vizepräsidenten empfahl dieser seinen Untergebenen vor wenigen Wochen, zumindest Teile ihrer Ersparnisse in Edelmetalle umzutauschen.
Es ist ungewöhnlich, wenn ranghohe EU-Mitarbeiter bei internen Besprechungen ihren Untergebenen Hinweise zur Geldanlage und privaten Vorsorge geben. Doch das bei dieser Zusammenkunft verteilte, streng vertrauliche EU-Papier zeigt, warum der Vizepräsident eine Ausnahme machte. Wir zitieren im folgenden unkommentiert:
«Wir erwarten für 2011 einen starken Inflationsdruck, einen Anstieg der Leitzinsen und die extreme Verteuerung der wichtigsten Rohstoffe. … – An den Finanzmärkten sind neue Schockwellen absehbar, der Euro wird … unter starken Abwertungsdruck geraten.»
Besorgniserregend sind auch die innen- und sicherheitspolitischen Erwartungen: «Vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitslosigkeit in den Mitgliedstaaten bei gleichzeitiger Demontage des Sozialstaats wird sozial induzierte Gewalt zunehmen. Wir werden mittelfristig die soziale Absicherung auf eine Mindestsicherung zurückfahren müssen, auch wenn dies soziale Unruhen und Gewalt zur Folge haben könnte.»
Quelle: Vertrauliche Mitteilungen vom 15.2.2011
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