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Barkeria barkeriola
Barkeria barkeriola findet man in den Staaten Colima, Jalisco, Nayarit und Sinola auf einer Höhe von 600 M.ü.M. bis 1000 M.ü.M. auf Bäumen. Die 20 cm bis 30 cm langen Blütentriebe mit 2 bis 10 Blüten blühen vom September bis Dezember. Die Blüten sind denen von Barkeria uniflora sehr ähnlich. Sie sind aber deutlich kleiner. Beide Arten sind geographisch voneinander getrennt. Barkeria barkeriola hat eine stark dunkelbraun gesprenkelte Säule mit einem Nektarsack. Die Sepalen sind länger als die Petalen. Die sukulenten Blätter und Pseudobulben sind relativ stark pigmentiert. Schlechter 1927 und Williams 1951 stuften Barkeria barkeriola als Synonym von Barkeria uniflora ein. Hubbard und Schweinfurth 1936 und Thien und Dressler 1970 beschrieben sie als eigene Art. Man findet Barkeria barkeriola auf Bäumen in der Nähe von kleinen ravines Bächen, welche nur in der Regenzeit Wasser führen. Die Pflanzen wachsen am besten aufgebunden mit viel Licht und Luftumwälzung im temperierten Bereich des Gewächshauses. In der winterlichen Ruhezeit müssen die Pflanzen bis am Abend immer abgetrocknet sein. Während der Vegetationszeit erhöht man die Wassergaben, wobei man 3 bis 4 mal im Monat düngt.
Barkeria obovata
Oncidium obovatum (Presl) 1827 Brougthonia chinensis (Lindley1842 aus Hong Kong) Epidendrum nonchinense (Reichenbach Sohn 1876) Laeliopsis chinensis (Lindley ex Reichenbach Sohn 1882) Barkeria nonchnensis (Reichenbach Sohn 1914) Epidendrum chinense (Lindley) Thien, 1966 Barkeria chinensis (Lindley) Thien und Dressler 1966 Barkeria obovata wächst am besten aufgebunden an Kork oder Rindenstücken, an einem luftigen und hellen Platz im Warmhaus. Im Winter werden die Wassergaben stark reduziert und erst im Frühling, wenn der Neutrieb zu wachsen beginnt erhöht man die Wassergaben wieder. Die erste Pflanze welche ungefähr 1840 von Guatemala nach Europa geschifft wurde, wurde unkorrekterweise als Pflanze aus Hong Kong (China) deklariert. Diesem Irrtum verdankt Barkeria obovata lange Zeit ihren Namen. Erst 1988 erkannte Christenson, dass Barkeria chinensis bereits 1827 durch Presl als Oncidium obovatum beschrieben wurde. Barkeria obovata ist eine epiphytische Orchidee welche in den Staaten Michoacan, Morelos, Guerrero, Oaxaca und Chiapas, meisten in den Bergen auf der Seite des Pazifischen Ozeans vorkommt. Sie kommt aber auch in Zentralamerika bis ins nördliche Panama vor. Sie ist die Barkeria Art mit dem grössten Verbreitungsgebiet und der gössten Anpassungsfähigkeit. Die Pflanzen wurden in Höhen zwischen 500 M.ü.M. bis 1700 M.ü.M gefunden. Die Pflanzen wachsen sehr schnell, auch in der Natur blüht Barkeria obovata bereits 1-2 Jahre nach der Keimung! Barkeria obovata bevorzugt lange schmale Äste, wo sie nur während der Regenperiode (April - September) Wasser erhält. Sie ist eine der Orchideen, die selbst in Städten anzutreffen ist. Durch das weite Verbreitungsgebiet ergibt sich die Vielfalt der Blütenfarbe und Form. So gibt es Regionen in denen sich die Blüten nur halb öffnen und sich danach selbst befruchten. Bei die Blütenfarbe reicht von weiss über creme zu gelb, die Lippe ist mit mehr oder weniger mit roten Punkten übersäet. Barkeria obovata, Barkeria palmeri und Barkeria naevosa haben den gleichen Habitus, so dass nur blühende Pflanzen unterschieden werden können. Barkeria palmeri ist geographisch isoliert, und kommt nur in den Saaten Colima, Jalisco, Nayarit und Sinola vor. Barkeria naevosa und Barkeria obovata kommen in den gleichen Gebieten vor, ohne das Hybriden gefunden wurden.
Barkeria dorothea
Man könnte denken, dass eine so kleine Gattung die schon seit 1838 bekannt und beschrieben ist, keine Neuentdekungen mehr bietet. Doch erst 1975 fanden Paul und Dorothy O'Flaherty, in der nähe einer Hauptstrasse auf einigen Felsen blühende Barkerien die sie nicht kannten. Kurze Zeit später wurde diese neue Art zu Ehren der Finderin, von F. Halbinger als Barkeria dorothea beschrieben. Barkeria dorothea wurde nur auf einer Seite eines Grenzflusses zwischen den Staaten Jalisco und Colima in einer Höhe von 20 M.ü.M. bis 50 M.ü.M. gefunden. Meistens wachsen die Pflanzen auf Felsen, einige wachsen auch epiphytisch auf Kakteen und kleinen Bäumen. Barkeria dorothea ist sehr selten, es ist nur eine Fundstelle, die nicht grösser als eine Fussballplatz ist bekannt! Die Blütezeit ist von November bis Januar, wobei die unteren Noden der Blütentriebe auch austreiben können, und so eine zweite Blütenzeit bis in den März folgt. Nur Barkeria whartoniana und Barkeria barkeriola wachsen ebenfalls so nahe in Meereshöhe. Barkeria dorothea wird am besten an einem hellen und luftigen Ort im Warmhaus kultiviert, wobei man die Trockenzeit beginnend im Oktober, streng einhalten muss. Typisch für Barkeria dorothea sind die derben, sukkulenten Blätter welche eine leichte Pigmentierung aufweisen.
Barkeria melanocaulon
Barkeria melanocaulon wächst im Staat Oaxaca auf Felsen. Es sind nur zwei Stellen bekannt, sie befinden sich auf einer Höhe von 1600 M.ü.M. Sie blüht im Frühling von April bis Juli. Auf Grund der Lippe könnte man sie mit der Barkeria lindleyana Gruppe verwechseln. Barkeria melanocaulon ist leicht von dieser zu unterscheiden. Die Blüten von Barkeria melanocaulon sind schwach lila gefärbt, und die Säule grün-lila-gelb. Auch ist der Wachstumsrythmus anders, das Wachstum beginnt bereits im Januar und die Blütezeit ist von April bis Juli. Barkeria melanocaulon wird am besten aufgebunden, im temperierten Teil des Gewächshauses möglichst hell und luftig kultiviert. Nachdem im Januar der Trieb zu wachsen beginnt, wird vorsichtig gegossen. Sobald sich die ersten Wurzeln zeigen, wird dem Giesswasser etwas Dünger beigegeben. Ab Oktober werden die Wassergaben stark reduziert und die winterliche Ruhezeit wird eingeleitet.
Barkeria lindleyana
Sie wird in Costa Rica auf Bäumen und Sträuchern meistens, an der pazifischen Küste und in den Zentralen Hochtälern, in einer Höhe von 800 M.ü.M. bis 1600 M.ü.M. gefunden. Sie blüht von August bis Oktober. Im Folksmund wird sie als «Blume des 15.September»(Befreiungstag von Costa Rica) bezeichnet, weil sie zu dieser Zeit in der Natur immer in voller Blüte ist. Die Blüten weisen ein grosses Spektrum auf, und sind wegen ihrer extrem langen Blütezeit als Schnittblumen sehr begehrt. In Europa und Amerika findet man sie oft in Kultur. Auch für Kreuzungen mit verwandten Gattungen wurde sie gebraucht.
Barkeria naevosa
Barkeria naevosa wächst in den Staaten Oaxaca, Guerrero und Michoacan auf einer von 400 M.ü.M. bis 1000 M.ü.M. Die Blütezeit ist vom Januar bis März. Manchmal bildet Barkeria naevosa an den alten Blütentrieben Keikis. Barkeria naevosa wurde lange als Synonym zu Barkeria obovata angesehen. Beide Pflanzen sind vegetativ im unblühenden Zustand nicht zu unterscheiden. Die Blüten sind aber deutlich verschieden, so dass es zwei verschiedene Arten sind. Die Blüten von Barkeria naevosa duften bei Tag, als einzige innerhalb der Gattung Barkeria. Zudem findet man Barkeria obovata und Barkeria naevosa an den gleichen Standorten, ohne dass man Naturhybriden gefunden hat. Die Kultur erfordert spezielle Aufmerksamkeit und ist nicht einfach. In der Wachstumsphase benötigt sie hohe Luftfeuchtigkeit und viel Wasser. Die Wurzeln müssen aber immer wieder abtrocknen können. Im Winter werden die Wassergaben stark reduziert, man achtet aber darauf, dass die Pseudobulben nicht zu stark schrumpfen. Barkeria naevosa blüht auch in Kultur erst wenn die Blätter abgefallen sind! Wie die meisten Barkerien braucht sie einen hellen und luftigen Standort im temperierten Bereich. In der winterlichen Ruheperiode muss Barkeria naevosa durch den Tag abtrocknen können, sonst hat man Fäulnisprobleme, die zum Verlust der Pflanze führen können. Sie wächst in der Natur zusammen mit Laelia rubescens und Cyrtopodium punctatum, zwischen den Felsen oder auf Bäumen. Barkeria naevosa wächst an sehr exponierten, windigen Stellen. Dies sollte man in der Kultur vor allem im Winter berücksichtigen.
Barkeria palmeri
Epidendrum palmeri (Rolfe )1893 Barkeria obovata ssp. palmeri (Rolfe) Thien 1970 Epidendrum cubense (Lindley 1843) Broughtonia cubensis (Lindley 1910) Laeliopsis cubensis (Lindley 1910) Barkeria palmeri kommt in den Staaten Colima, Jalisco, Nayarit und Sinola auf einer Höhe von 300 M.ü.M. bis 1300 M.ü.M. in der nähe von kleinen Bächen vor, und ist geographisch isoliert von den beiden Arten Barkeria obovata und naevosa. Barkeria palmeri wird gleich kultiviert wie die anderen Arten dieser Gattung. Auf eine stricke Einhaltung der winterlichen Ruheperiode ist unbedingt zu achten ansonsten stirbt die Pflanze! Am besten wird Barkeria palmeri an Korkeichenstücken ohne Unterlage aufgebunden, und im Warmhaus mit möglichst viel Licht und Luft kultiviert. Im Frühling, wenn der Neutrieb zu wachsen beginnt wird die Wassermengelangsam erhöht und wöchentlich gedüngt. Eine gut kultivierte Pflanze von Barkeria palmeri kann an dem mehrfach verzweigten Blütentrieb bis zu 100 Blüten mit 2-3 cm Durchmesser haben, die Blütezeit ist von Dezember bis Februar. In der Natur kommt Barkeria palmeri auf 2 oder 3 verschiedenen Baumarten vor, zum Beispiel Cresentia alata und Vvitexin begleitung mit Enzyclia adenocarpa. Ihr natürliches Habitat sind tropische Trocken oder Halbtrockenwälder und warme Eichenwälder.
Barkeria scandens
Barkeria scandens wächst auf einer Höhe von 1300 M.ü.M. bis 1900 M.ü.M. in den Saaten Michoacan, Guerrero und Oaxaca. Meistens auf Felsen, Bäumen oder Sträuchern in der Nähe von kleinen Bächen. Die 3 bis 15 dunkelvioletten Blüten mit den drei weissen Kielen auf der Lippe blühen von August bis September. Die Art gehört deswegen zur lindleyana Gruppe. In der Natur ist die Pflanze stark verbreitet. Auf dem Markt in Mexiko fallen die Blüten mit ihrer intensiven magentaroten Färbung und den dauerhaften Blüten auf.
Barkeria shoemakeri
Don Shoemaker fand die Pflanzen im Saat Michocan in der nähe der von la Huacana. Die Pflanzen wachsen auf Bäumen entlang von kleinen Bächen in einer Höhe von ca. 600 M.ü.M. zusammen mit Oncidium cebolleta. Die nächste verwandte von Barkeria shoemakeri ist Barkeria strophinx, näher betrachtet sieht man aber sofort , dass es zwei unterschiedliche Arten sind. Barkeria shoemakeri hat einen verzweigten Blütentrieb welcher bis zu 40 cm lang wird, die Blüten aber sind mit 1.5cm bis 2.5 cm zusammen mit Barkeria strophinx die kleinsten der Gattung.
Barkeria skinneri
Barkeria skinneri findet man in den Staat Ciapas und in Guatemala in einer Höhe von 900 M.ü.M. bis 1900 M.ü.M. Barkeria skinneri wächst meistens auf Eichenbäumen und blüht vom Oktober bis Dezember. Sie ist die bekannteste Art der Gattung Barkeria und in den europäischen Sammlungen öfters anzutreffen. Die Pflanze ist durch ihre kleinen intensiv magenta-rot gefärbten Blüten und den gelben Kielen auf der Lippe sehr einfach und eindeutig zu bestimmen. Barkeria skinneri wird am besten im temperierten Bereich des Gewächshauses kultiviert. Barkeria skinneri wurde sehr oft in der Hybridisierung verwendet. Sie vererbt die Farbe und die gelben Leisten auf der Lippe.
Barkeria spectabilis
Barkeria spectabilis wächst meistens auf Eichenbäumen im Staat Chiapas, El Salvador und Guatemala. Sie wächst auf einer Höhe von 1500 M.ü.M. bis 2000 M.ü.M., die Blütezeit ist von April bis Juni. Barkeria spectabilis hat mit bis zu 8 cm Durchmesser die grössten Blüten der "lindleyana Gruppe". Typisch sind die drei Kiele auf der Lippe und die mehr oder weniger ausgeprägte Sprenkelung. Früher wurde Barkeria spectabilis nur als Varietät von Barkeria lindleyana beschrieben. Barkeria spectabilis ist sehr variabel. So kann es sein, dass getrocknetes Herbarmaterial leicht mit Barkeria lindleyana verwechselt werden kann. Auf der anderen Seite kann man durch die spezielle Blütezeit und die unterschiedlichen Lippen die Pflanzen sehr gut voneinander unterscheiden. Barkeria spectabilis wächst gut in einem temperierten Gewächshaus mit viel Licht und einer Trockenperiode von Oktober bis Januar. Sie wächst sehr schnell und blüht bereits im April mit wundervollen Blüten, 3 Monate nach Beginn der Wachstumsphase!
Barkeria strophinx
Barkeria strophinx wird im Saat Michoacan in einer Höhe von 700 M.ü.M. bis 1100 M.ü.M. gefunden. Sie wächst auf Bäumen und Büschen entlang von kleinen Bächen, welche nur während der Regenzeit Wasser führen. Die Blütezeit ist vom Dezember bis März. Barkeria strophinx ist nahe verwandt mit Barkeria naevosa. Barkeria naevosa besitzt aber die grösseren Blüten und den deutlicheren Duft als Barkeria strophinx. Auch die Verbreitungsgebiete der beiden Arten sind verschieden.
Barkeria uniflora
Barkeria uniflora wächst auf Bäumen und Büschen, entlang von kleinen Bächen, welche in der Trockenzeit austrocknen. Gefunden wird sie in den Staaten Oaxaca, Guerrero, Mexiko, Michoacan, Chiapas und Guatemala auf der Höhe von 700 M.ü.M. bis 1500 M.ü.M. Barkeria uniflora gleicht in seinen Blüten sehr stark Barkeria barkeriola. Die Blüten und die Säule sind jedoch viel grösser. Barkeria uniflora wird am besten aufgebunden im temperierten bis warmen Kulturraum kultiviert. Wie alle Barkerien braucht auch Barkeria uniflora eine ausgeprägte Ruhezeit die man unbedingt einhalten muss. Barkeria uniflora ist die erste Barkeria Art welche bereits 1838 beschrieben wurde. Meiner Ansicht nach ist Barkeria uniflora die schönste der Barkerien. Der Anblick einer grossen Zahl von Barkeria uniflora in ihrem natürlichen Habitat muss sehr eindrucksvoll sein. Es soll eine Albinoform existieren.
Barkeria whartoniana
Barkeria whartoniana ist eine sehr seltene Art von der Landesenge von Tehuantepec im Saat Oaxaca. Man findet sie in Höhen von 100 M.ü.M. bis 300 M.ü.M., meistens auf der Nordseite von Kakteen oder Felsen. Sie blüht vom November bis Februar und es sind nur zwei Lokalitäten bekannt wo man Barkeria whartoniana gefunden hat. Diese Art ist durch ihre eigenwilligen Blüten leicht zu bestimmen. Von der fleischigen Säule, welche auf der Oberseite zuweilen fast schwarz ist, hebt sich die Lippe fast auf der ganzen Länge ab, sie ist die einzige Art innerhalb der Gattung mit dieser Charakteristik. Die Blüten sind klein, leicht lila und die abstehende Lippe ist herzförmig mit dunkel roten Tupfen und drei gelben Streifen. Es existiert auch eine fast farblose flava - Form. Die Pflanzen bevorzugen einen luftigen und sehr hellen Platz im Warmhaus. In der Wachstumszeit brauchen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und häufige Wassergaben mit Dünger. Die Trockenzeit im Winter muss streng eingehalten werden, am besten wachsen sie aufgebunden an Korkeichenstücken. Barkeria whartoniana wurde vielfach beschrieben und oft auch mit Barkeria melanocaulon(syn. halbingeri) verwechselt. Weil Barkeria whartoniana so selten ist, blieb vieles dieser Art lange Zeit im unklaren. Es gibt wohl nur wenige Personen, welche Barkeria whartoniana in ihrem natürlichen Habitat gesammelt haben.