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- Julian Alaphilippe verteidigt seinen Weltmeistertitel in Flandern. Der Franzose gewinnt erneut das Strassenrennen.
- Auf den 2. Platz sprintet in Leuven Dylan van Baarle (NED), Michael Valgren (DEN) holt Bronze.
- Marc Hirschi hat Pech: Der Schweizer Hoffnungsträger muss das Rennen aufgeben.
Wie schon vor einem Jahr in Imola heisst der Weltmeister auf der Strasse Julian Alaphilippe. Der Franzose belohnte sich für ein aktives Rennen. Nach diversen Attacken machte er den Unterschied gut 17 Kilometer vor dem Ziel, als er auf dem Stadtgebiet des Zielorts Leuven eine kleine Lücke zur starken Konkurrenz aufreissen konnte.
32 Sekunden betrug Alaphilippes Vorsprung letztlich im Ziel. Im Sprint einer Vierergruppe sicherten sich der Niederländer Dylan van Baarle Silber und der Däne Michael Valgren Bronze.
Belgier mit empfindlicher Pleite
In einer Enttäuschung endete das Heimrennen für die achtköpfige belgische Equipe. Das radsportbegeisterte Publikum am Strassenrand vermochte die Mitfavoriten Wout van Aert oder Remco Evenepoel nicht auf die Medaillenplätze zu tragen. Jasper Stuyven musste sich als bester seines Teams mit dem undankbaren 4. Platz bescheiden.
Van Aert, der sich zwischenzeitlich in die Spitzengruppe vorgearbeitet hatte, verlor letztlich 1:18 Minuten auf den Sieger und wurde 11. Evenepoel hatte gut 90 Kilometer vor dem Ziel sein Glück als Ausreisser versucht, wurde zusammen mit seinen Fluchtgefährten aber wieder gestellt und am Schluss nach hinten durchgereicht.
Hirschi zur Aufgabe gezwungen
Für Marc Hirschi zerschlugen sich die Hoffnungen auf eine Bestätigung seiner Bronzemedaille vom letzten Jahr bereits vor Rennhälfte. Der 23-jährige Berner war im Positionskampf mit zwei anderen Fahrern in einer unübersichtlichen Kurvenkombination mit einem Absperrgitter kollidiert und gestürzt. Er zog sich Schrammen an Knie und Ellbogen zu. Ausserdem nahm sein Vorderreifen beträchtlichen Schaden, sodass Hirschi das Rennen aufgeben musste.
Auch Stefan Küng hatte mit der Entscheidung nichts zu tun. Der Thurgauer hielt sich im stark verkleinerten Feld auf und wurde 41. An einen Exploit wie vor zwei Jahren in Yorkshire war jedoch nicht zu denken. Auch für Silvan Dillier und Fabian Lienhard war die absolute Weltspitze nicht in Reichweite. Michael Schär und Stefan Bissegger gaben wie Hirschi auf.
Die WM in Flandern endet damit mit nur einer Schweizer Medaille. Marlen Reusser eroberte sie im Zeitfahren der Frauen.