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Ein Mitarbeiter des Weissen Hauses soll letztes Jahr mit dem Büro der Gouverneurin von South Dakota Kontakt aufgenommen haben. Um sich nach dem Verfahren für das Hinzufügen weiterer Gesichter zu erkundigen. So berichtet es zumindest die New York Times unter Berufung auf einen republikanischen Beamten, der das Gespräch mitverfolgt haben soll.
Keine Überraschung für die Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, ebenfalls Republikanerin. Ihr zufolge habe der Präsident bereits bei ihrem ersten Treffen im Weissen Haus im Jahr 2018 gesagt, dass dies sein Traum sei.
Sie erzählte die Anekdote gegenüber Argus Leader: «Er sagte: ‹Kristi, komm her, gib mir die Hand.› Ich schüttelte ihm die Hand und sagte: ‹Mr. President, Sie sollten mal nach South Dakota kommen. Wir haben Mount Rushmore.› Und er antwortete: ‹Wissen Sie, dass es mein Traum ist, mein Gesicht auf dem Mount Rushmore zu haben?›» Noem dachte, dass Trump einen Witz mache, und lachte. Aber: «Er lachte nicht, er war total ernst.»
Als Donald Trump das Monument anfangs Juli besuchte, um seine Rede zum Unabhängigkeitstag zu halten, begrüsste ihn Noem mit einem Miniaturmodell des Mount Rushmore, inklusive einem fünften Gesicht – natürlich von Trump.
In der Nacht auf Montag äusserte sich nun Trump selbst zur Thematik. «Fake News», kommentiert er die Geschichte auf Twitter. Er habe nichts dergleichen vorgeschlagen. Aber:
Übrigens: Es spielt gar keine Rolle. Der Raum neben George Washington wirkt auf den ersten Blick zwar nach einem geeigneten Platz, aber die Beschaffenheit des Steins ist nicht stabil. Ausserdem sei das Monument vollendet, es repräsentiere die ersten 150 Jahre der USA. Zusätzliche Individuen werden nicht aufgenommen, heisst es von Seiten des Nationalparks. Auch wenn bei jeder Präsidentschaft wieder die Frage aufkomme.
(jaw)