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Die Besuche von Fahrenden diesen Sommer im Norden des Kantons haben zwei Anfragen der Grossräte Ueli Johner (SVP, Kerzers) und Michel Losey (SVP, Sévaz) ausgelöst. Johner schreibt, dass Fahrende aus Frankreich mit rund 60 Wohnwagen sich während vier Wochen in der Region Kerzers aufgehalten haben. Losey erwähnt einen Besuch von 70Fahrenden, die während mehrals einer Woche auf ökologischer Landwirtschaftsfläche mit mehr als 70 Wohnwagen campiert hätten.
Es sei für die Bevölkerung «etwas zu viel des Guten» gewesen, so Johner. Nebst Unruhe und Verunsicherung seien auch Gemeindebehörden, Bauverwaltungen, Werkhofdienste und die Kantonspolizei «unnötigerweise stark in Beschlag genommen worden». Losey schreibt, die Grossräte des Broyebezirks würden den Unmut der Bevölkerung aufgreifen, um bei den kantonalen Behörden auf eine Lösung zu drängen. Losey weist insbesondere auf die Schäden hin, welche Landwirte an ihren Kulturen erlitten hätten, ohne dafür entschädigt zu werden.
Losey fordert nun vom Kanton Entschädigungen für geschädigte Privatpersonen. Erverlangt weiter, dass ein Standplatz für Fahrende schnell realisiert, entsprechende Nutzungsbedingungen mit dem Bundesamt für Strassen ausgehandelt und die Zusammenarbeit mit Nachbarkantonen gesucht werden.
Ueli Johner ist gar der Meinung, dass ein Standplatz entlang der A 12 und einer bei Payerne nicht genügt. Die Problematik müsse neu aufgerollt werden und auch «einfache Standplätze ohne grosse Infrastruktur in Betracht gezogen werden, die im Bedarfsfall rasch und vor allem zwingend zur Verfügung gestellt würden.» Für Ueli Johner könnten diese Plätze auf Staatsboden sein, zum Beispiel bei den Anstalten Bellechasse oder Tannenhof. uh