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Die anhaltende COVID-19-Pandemie hat dramatische Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft. Obwohl die Virusquelle unklar bleibt, deutet alles auf eine Herkunft aus Wildtieren hin. Zunehmend wird auch klar, dass eine Vielzahl von Haus- und Wildtierspezies empfänglich ist für eine SARS-CoV-2 Infektion, was u.a. zur Empfehlung führte, auch Wildtieren in die Infektionsüberwachung miteinzubeziehen. COVID-19 ist ein typisches Beispiel für eine Krankheit, die mit einem One Health-Ansatz untersucht werden sollte.
Bisher gibt es weder Informationen zur Virusprävalenz noch zur möglichen Rolle freilebender Wildtiere als Virusreservoir in der Schweiz. Die vorliegende Studie hat zum Ziel verschiedene Wildtierarten auf eine mögliche SARS-CoV-2 Infektion zu untersuchen. Anhand der postulierten Empfänglichkeit und des Infektionsrisikos werden primär die folgenden Spezies untersucht: Feliden (Europäische Wildkatze, Eurasischer Luchs), Caniden (grauer Wolf, Schakal, Rotfuchs) und Musteliden (Martens, Eurasischer Dachs, Iltis, Wiesel und Hermelin).
Da die Krankheit hoffentlich in der menschlichen Bevölkerung allmählich verschwinden wird, ist es wichtig, zu beurteilen ob eine Überwachung von Wildtieren implementiert werden sollte, um zukünftige Bedrohungen vorherzusagen, welche durch eine potentielle Reservoirbildung in Wildtieren, virale Mutationen sowie Steigerung der Virulenz für die humane Population entstehen könnte.