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Die russische Regierung habe eine entsprechende Richtlinie bestätigt, die den SPD-Politiker als Chef des einflussreichen Gremiums vorsieht, meldete die Agentur Interfax am Dienstag. Sie berief sich dabei auf einen Informanten, der mit der Richtlinie vertraut sein soll. Schröder selbst hatte sich zuletzt nicht auf eine künftige Rolle bei Rosneft festgelegt. Die Abstimmung ist für diesen Freitag (29. September) angesetzt.
Die Personalie Schröder hatte im deutchen Wahlkampf scharfe Kritik vor allem bei der CDU und bei der Opposition in Berlin ausgelöst. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte sich von den Plänen seines Parteifreundes distanziert. Die EU hat den Staatskonzern Rosneft wegen Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt 2014 mit Sanktionen belegt.
Schröder steht immer wieder wegen seiner engen Verbindungen zu Russland und dessen Präsident Wladimir Putin in der Kritik. Er ist seit dem Ende seiner aktiven Politikerkarriere Vorsitzender des Aktionärsausschusses für die Ostsee-Pipeline Nord Stream. Der russische Staatskonzern Gazprom hält die Mehrheit an dem Konsortium.
In dem russischen Richtlinienentwurf wird Schröder als "Politiker von Weltrang" eingestuft, der für die strategische Zusammenarbeit von Deutschland und Europa mit Russland im Energiesektor eintrete. Dies hatte Interfax zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.
(AWP)