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Der religiöse Kalender will, dass vierzig Jahre nach Weihnachten an die Vorstellung Jesu im Tempel erinnert und gleichzeitig Mariä Lichtmess gefeiert wird. Das Fest der "Candelora" fällt auf den 2. Februar und ist mit dem Brauch verbunden, gesegnete Kerzen zu verteilen, die als Schutz gegen Krankheiten und sonstiges Ungemach aufbewahrt werden. Dieser Brauch hat sich in vielen Ortschaften bis auf den heutigen Tag erhalten. In einigen Regionen (Bleniotal, Calancatal) wurden dem Vieh vor dem Alpaufzug ein paar Wachstropfen auf den Rücken geträufelt. Die Kerzen der "Candelora" sollten auf die reinigende Kraft des Feuers hinweisen und als Symbol des göttlichen Lichts dienen, das Christus der Menschheit geschenkt hat. Oft wurden diese Kerzen in Prozessionen mitgetragen und waren zum Beispiel in Sommascona mit dem Bitte um Schutz vor Lawinen verbunden. quella per scongiurare le valanghe. Die "Candelora" war auch ein schüchternes Anzeichen der Läuterung, die in der Fastenzeit geübt wurde, um heidnische Überbeibsel zu verscheuchen und die religiösen Werte zu bestätigen.