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Zum Start der Solidaritätswoche, die vom 12.-17. Dezember 2021 in Zusammenarbeit mit der SRG stattfindet, wird der erste Glückskette-Solidaritätsbarometer publiziert. Ziel der vom Forschungsinstitut Sotomo durchgeführten Umfrage ist die Analyse der Wahrnehmung der Solidarität in der Schweizer Bevölkerung. Die Solidarität steht seit der Gründung der Glückskette vor 75 Jahren im Zentrum all ihrer Aktivitäten. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Solidarität während der Coronavirus-Pandemie auf die Probe gestellt wurde. Um den Solidaritätsgedanken neu aufleben zu lassen, fordert die Glückskette die Schweizer Bevölkerung anlässlich des Jubiläums dazu auf, gemeinschaftlich zusammenzustehen.
Der erste Glückskette-Solidaritätsbarometer wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo ausgearbeitet. Ziel der Glückskette war es, die Ausprägung der Solidarität in der Schweiz zu verstehen, da sie den Grundpfeiler ihrer täglichen Arbeit zugunsten von Menschen in Not bildet. Für die Stiftung ist es von zentraler Bedeutung, die Wahrnehmung in den verschiedenen Landesteilen zu ermitteln, die Entwicklung der Solidarität zwischen den Generationen zu beobachten und herauszufinden, welche Anliegen die Schweizerinnen und Schweizer beschäftigen.
Zu Beginn der Coronavirus-Pandemie demonstrierte die Schweizer Bevölkerung eine sehr starke Solidaritätsbereitschaft. Zwanzig Monate später zeigt der Glückskette-Solidaritätsbarometer, dass sich die Wahrnehmung der Solidarität während der Covid-19-Pandemie verändert hat. So sind 38% der Teilnehmenden der Ansicht, dass die Solidarität unter den Folgen der Pandemie gelitten hat, während 17% der Meinung sind, dass sie sich verbessert hat. Diese Ergebnisse sind zum einen besonders auffällig in der Deutschschweiz, wo 43% der Befragten der Meinung sind, dass die Solidarität nachgelassen hat, zum anderen bei jungen Menschen, die zu 41% in Verlauf der Monate eine Abnahme der Solidarität empfanden.
Die Solidarität wurde insbesondere im privaten Umfeld gelebt und blieb dort auch bestehen: Fast ein Drittel der Personen, die sich zu Beginn der Pandemie für ihre Familienmitglieder oder für Personen in ihrer Nachbarschaft eingesetzt hatten, setzte ihre Hilfsaktivitäten fort. Darüber hinaus hielten 46% der Befragten den Kontakt und die Verbindung zu ihren Nachbarn aufrecht. Umfrageteilnehmende über 65 Jahre nehmen Solidarität im persönlichen Umfeld heute gar positiver wahr als vor der Pandemie.
37% der Befragten gaben an, dass sich junge Menschen während der Covid-19-Pandemie besonders solidarisch zeigten, während nur 13% der Umfrageteilnehmenden diese Altersgruppe als unsolidarisch bezeichneten. Obwohl jüngere Menschen weniger gefährdet sind als die über 65-jährigen, war ihr Alltag infolge der Schutzmassnahmen besonders stark eingeschränkt. Es sind vor allem die Jungen, welche einen Rückgang der Solidarität wahrnehmen.
Bei der Frage, wer mehr für Menschen in Not tun sollte, gingen die Meinungen zwischen den Generationen auseinander. Teilnehmende zwischen 18 und 35 Jahren waren mit 44% häufiger der Ansicht, dass der Sozialstaat seinen Beitrag für Menschen in Not erhöhen sollte, während Personen zwischen 35 und 65 Jahren besonders häufig der Meinung waren, dass die Familien und das Umfeld der Betroffenen mehr tun sollten. Für eine Minderheit der Befragten sollten gemeinnützige Organisationen sowie der/die Einzelne selbst mehr beitragen.
Die Solidarität wurde und wird während der Coronavirus-Pandemie auf die Probe gestellt, und die Glückskette ruft die Schweizer Bevölkerung dazu auf, den Solidaritätsgedanken während der Solidaritätswoche vom 12.-17. Dezember 2021 und in der Folge neu zu beleben. Die Solidaritätswoche wird am 17. Dezember mit einem nationalen Sammeltag für Kinder in Not in der Schweiz und weltweit abgeschlossen.
Spenden für Kinder in Not in der Schweiz und weltweit können ab heute unter www.glueckskette.ch, auf dem Postkonto der Glückskette unter 10-15’000-6, Vermerk „Kinder in Not“ getätigt werden.
Der erste Glückskette-Solidaritätsbarometer wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Sotomo im September 2021 ausgearbeitet. Mehr als 3’000 Personen aus den verschiedenen Sprachregionen der Schweiz nahmen an der repräsentativen Umfrage teil.
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