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Welche Rolle spielt der Erbvorbezug in der Nachlassplanung?
Der Erbvorbezug spielt durchaus eine wichtige Rolle und kann sowohl dem Erben als auch dem Erblasser dienen.
Möchte ein Erblasser es beispielsweise einem Kind ermöglichen ein Haus zu kaufen, kann er diesem Kind einen Erbvorbezug gewähren.
Ein Erbvorbezug kann aber auch vom Erblasser gewünscht sein, um noch zu Lebzeiten einen bestimmten Erben zu begünstigen. Es kann z.B. sein, dass der Erblasser seinem fähigsten Kind das Geschäft schon zu Lebzeiten übergeben möchte, weil es, im Gegensatz zum anderen Kind, gerne im Betrieb mitarbeiten und diesen später auch übernehmen möchte.
So schafft man Klarheit für die Zukunft und die anderen Erben, da die ausgerichtete Summe oder der Wert, den man bereits abgegeben hat, dem Erbanteil des Betroffenen – sofern man nicht verfügt, dass der Vorbezug nicht zu berücksichtigen ist – anzurechnen ist.
In manchen Fällen macht sogar ein Erbauskauf Sinn. Das bedeutet, dass der Erbe entgeltlich auf seinen Erbanteil verzichtet. Das kann beispielsweise wieder bei einem Geschäft der Fall sein. Die Tochter möchte das Geschäft führen, bekommt es übergeben und der Sohn erhält im Gegenzug eine entsprechende Summe.
Ich möchte einer bestimmten Person etwas hinterlassen, wie mache ich das?
Wenn es sich um einen bestimmten Gegenstand handelt, dann macht eine Erbeinsetzung, also dass diejenige Person eine Quote erhält, wie schon vorher erwähnt, wenig Sinn. Für diesen Fall ist es am besten, wenn man ein Vermächtnis – auch Legat genannt – ausrichtet. Das heisst, dass z.B. die beste Freundin xy, die immer viel Freude an einer bestimmten Perlenkette oder einem Bild hatte, diese Kette bzw. dieses Bild erhält. Bevor noch die anderen Erbsachen oder die Quoten verteilt werden, muss diese Kette bzw. dieses Bild der betroffenen Freundin übergeben werden.
Ein Vermächtnis bzw. Legat muss im Testament ausdrücklich angeordnet werden.