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Jugendlich und temperamentvoll präsentiert sich der Jive, dabei begeistert er aber mit dem ausgeprägten Rhythmus nicht nur die Jugend sondern alle Generationen auf dem Tanzparkett. Der Vier-Vierteltakt mit den betonten zweiten und vierten Taktschlägen animiert unmittelbar zum Tanzen und offenbart die Nähe des Jives zum Rock’n’Roll. Der Tanz ist geprägt von der klaren Aufteilung des Rhythmus‘: Die ersten drei Taktschläge formen den Ausgangspunkt für die typische „Seit-Schluss-Seit“-Bewegung, während im vierten Takt die Tanzfolge durch einen Wiegeschritt unterbrochen wird. Trotz der Zuteilung des Jives zu den Latin-Tänzen finden sich seine Ursprünge in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo er sich aus einer Mischung von verschiedensten Tanzrichtungen langsam entwickelt hatte und dann um 1940 seinen Weg nach Europa fand. Ende des Zweiten Weltkrieges durfte der Jive auch wieder in Deutschland getanzt werden, weil dieser während einer längeren Zeitspanne verboten war. Vor allem in England war die traditionelle Tanzwelt über diesen neuen Stil entsetzt. In den 70er Jahren erlebte der Jive unter dem Namen Rock’n’Roll eine Renaissance. Der Jive bringt robuste Lebensfreude zum Ausdruck. Er war der „Tobetanz“ der Vor-Beat-Generation, aus dem sich dann der akrobatisch-athletische Rock‘n‘Roll entwickelt hat.