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Riehen, 17.8.1916 - 22.4.2014, Basel
Malerei, Grafik, Larven
Heiri Strub ist am 17.8.1916 in Riehen geboren und lebte nach mehrjährigem Auslandaufenthalt zusammen mit seiner Frau Lotti zuletzt in Basel.
Nach der Schule absolviert er eine Schreinervorlehre und war Gehilfe in einem Basler Fasnachts-Larvenatelier. Danach besuchte er einen Grafikkurs und lernt von 1933 – 38 bei Dr. Georg Schmidt Kunstgeschichte. In diese Zeit fiel auch seine Lehre als Schriftsetzer.
Während dieser Zeit lernte er im kommunistischen Jugendverband seine spätere Ehefrau Lotti Arnold kennen. Beide engagierten sich im Jugendkomitee gegen Krieg und Faschismus. Heiri Strub war Mitglied in der kommunistischen Partei.
Anfang der 1940er Jahre begann Heiri Strub mit der freien Malerei. Er besuchte die Grafik- und Malklasse der AGS. Bis 1945 war er im Aktiv-Militärdienst der Schweizer Armee. In dieser Zeit wurde er Gründungsmitglied der PdA (Partei der Arbeit). Danach betätigte er sich als Setzer, Linolschneider und Grafiker bei der NZ und BDV. Nach seiner Heirat gründete er ein eigenes Grafikatelier. Bis 1956 entstanden in Zusammenarbeit mit seiner Frau und Freunden das Larvenatelier «nase».
Von 1957 – 1971 lebte das Ehepaar in der DDR; Heiri Strub war während dieser Zeit als freischaffender Grafiker in Berlin tätig. 1971 kehrten sie nach Basel zurück, wo Heiri Strub sich bis 1981 als Redaktor bei der Wochenzeitung «Vorwärts» beteiligte. Daneben engagierten sich Lotti und Heiri in der Kultur- und Sozialpolitik.
Ab 1981 widmete sich Heiri Strub vorwiegend der Malerei. Inspirationen fand er auf zahlreichen Reisen in die Alpen und in die südlichen Länder Europas.
In seinen Werken kommen vor allem Menschen und Tiere vor; Tiere vor allem aus dem Basler Zolli. Immer wieder malte er auch Städteansichten, insbesondere Industriegebiete. Diese Industrielandschaften sind deutlich geprägt von seiner in der DDR verbrachten Zeit. Seine Malerei ist sehr konkret und äusserst sorgfältig ausgeführt. Sie umfasst auch Bleistift- und Tuschzeichnungen. Oft entdeckt man einen ironischen oder sarkastischen Perspektivenwechsel. Heiri Strub gelingt es, Witziges und Unernstes zu zeigen, um Ernstes auszudrücken. Insbesondere liebte er die Darstellung paradoxer Situationen, indem er aktuelle Themen mit feinem Humor aufgriff, um sie kritisch zu durchleuchten.
Seine künstlerische Arbeit ist vielfältig und reicht von der Schaffung von Larven, Plakaten, der Illustration von Kinder- und Jugendbüchern bis hin zur Gestaltung von Theaterausstattungen und Ausstellungen.
Die Werke Heiri Strubs wurden seit 1940 in verschiedenen Schweizer Städten, hauptsächlich in Basel ausgestellt, ausserhalb der Schweiz u.a. auch im Kulturbund Berlin 1970.
1943 erhielt er vom Basler Kunstkredit den 2. Plakatpreis. 1997 wurde ihm der Allschwiler Kulturpreis überreicht.