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B forderte von ihrer Versicherung den Ersatz der von ihr für die Rechtsvertretung in verschiedenen Verfahren bezahlten Aufwendungen. Hierzu stellte B ein Feststellungs- sowie ein Leistungsbegehren. Das Handelsgericht des Kantons Zürich hiess das Leistungsbegehren teilweise gut, trat auf das Feststellungsbegehren hingegen nicht ein. Die Gerichtskosten wurden zu 60% B und zu 40% der Versicherung auferlegt. Das Handelsgericht hatte eine Kostenverteilung nach Ermessen vorgenommen, mit der Begründung, das Nichteintreten auf das Feststellungsbegehren habe weit weniger Aufwand verursacht als die Beurteilung des Leistungsbegehrens.
Nach Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO kann das Gericht in Abweichung der Verteilungsgrundsätze gemäss Art. 106 ZPO die Kosten nach Ermessen verteilen, wenn andere besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen. Laut Bundesgericht stellt der Aufwand für die Behandlung einzelner Begehren keinen Grund der Billigkeit dar, der ein Abweichen von der Grundregel erlauben würde, da der Aufwand für die Beurteilung mehrerer Begehren in einer Streitsache selten für alle genau gleich sein dürfte. Eine Ausnahme der Billigkeit bedürfte einer näheren Begründung (E. 4.3.1); eine solche Begründung lasse sich dem Urteil des Handelsgerichts aber nicht entnehmen (E. 4.3.2).