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(rh) Wenn ein Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung den Eigentümer wechselt, fallen Kosten an: Zum einen das Honorar für das Notariat, zum anderen Gebühren für die Handänderung, die Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch und die Errichtung des Schuldbriefs.
Notariatskosten
Der Notar fertigt den Kaufvertrag aus, beurkundet ihn und veranlasst den Eintrag ins Grundbuch. Dafür wird er bezahlt. Die Höhe des Honorars variiert von Kanton zu Kanton und von Gemeinde zu Gemeinde. Am höchsten ist das Honorar in den Kantonen Wallis, Genf, Bern und Tessin, am tiefsten in den Kantonen Schwyz, Appenzell Ausserrhoden, Schaffhausen und Zug. In einzelnen Kantonen sind die Honorare nicht festgelegt, dort lohnt es sich, Offerten einzuholen. In unserem Beispiel rechnen wir mit 0,5 Prozent für Bern und 0,1 Prozent für Zürich. Das macht bei einem Immobilien- oder Grundstückgeschäft im Wert von 1 Million Franken
- im Kanton Bern 5000 Franken, das heisst je 2500 Franken für den Käufer und Verkäufer und
- im Kanton Zürich 1000 Franken oder je 500 Franken für den Käufer und Verkäufer.
Handänderungssteuer
Kantone wie Aargau, Zug oder Zürich kennen die Handänderungssteuer nicht, in Kantonen wie Bern oder Luzern wird sie (noch) erhoben. Hauseigentümerorganisationen setzen sich allerdings dafür ein, dass sie abgeschafft oder wenigstens gesenkt wird. Im Kanton Bern beispielsweise hat das Volk entschieden, dass die Handänderungssteuer von 1,8 Prozent seit dem 1. Januar 2015 nur noch auf dem Betrag berechnet wird, der 800'000 Franken übersteigt. Was heisst das in unserem Beispiel?
- (1'000'000 Franken – 800'000 Franken) * 1,8 Prozent = 3600 Franken oder je 1800 Franken für den Käufer und Verkäufer im Kanton Bern.
- 0 Franken im Kanton Zürich.