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Georg Ferdinand Frobenius (1849–1917)
Ordinarius für höhere Mathematik
Georg Ferdinand Frobenius wurde am 26. Oktober 1849 in Berlin geboren. Nach seinem Schulabschluss studierte er ein Semester Mathematik an der Universität in Göttingen und wechselte dann nach Berlin, wo er sechs Semester studierte. Im Sommer 1870 promovierte er an der Universität Berlin und verfasste seine Dissertation mit dem Titel: "De functionum analyticarum unius variab. per series infin. repraesentatione". Nach seinem Universitätsabschluss lehrte er vier Jahre an Gymnasien, bis er als ausserordentlicher Professor für Mathematik an die Universität Berlin berufen wurde.
Leben in der Schweiz
Nach nur einem Jahr wurde er 1875 von Schulratspräsident Dr. Kappeler als ordentlicher Professor (Ordinarius) für höhere Mathematik an das Eidgenössische Polytechnikum in Zürich berufen. Dort wurde er Vorstand der VI. Abteilung (Schule für Fachlehrer in mathematischer und naturwissenschaftlicher Richtung) und beschäftigte sich hauptsächlich mit Differentialgleichungen und elliptischen Funktionen. Frobenius lebte 17 Jahre in der Schweiz, wo er auch seine Familie gründete. Seit seiner Ankunft in der Schweiz war er Mitglied der Zürcher Naturforschenden Gesellschaft gewesen. Im Jahr 1896 feierte die Gesellschaft ihr 150jähriges Jubiläum und obwohl Frobenius zu der Zeit nicht mehr in der Schweiz lebte, reiste er nach Zürich, da er an dem Anlass zusammen mit fünf weiteren Mathematikern zum Ehrenmitglied ernannt wurde.
Lebensende
1892 war er nach Berlin zurückgekehrt, wo er den Lehrstuhl seines ehemaligen Lehrers Leopold Kronecker übernehmen konnte. Georg Ferdinand Frobenius starb im August 1917 in Berlin-Charlottenburg. Seine wissenschaftlichen Abhandlungen wurden fast alle in Crelles Journal veröffentlicht, weiterhin in den Göttinger Nachrichten und den Berliner Monatsberichten. Seine wissenschaftlichen Abhandlungen wurden fast alle in Crelles Journal veröffentlicht, weiterhin in den Göttinger Nachrichten und den Berliner Monatsberichten.
Handschrift
Brief an den Präsidenten des Schweizerischen Schulrates von Georg Frobenius, o.D., S.1.: "Hochgeehrter Herr Präsident. Unter den Herren, die Sie mir nennen, sind nur zwei Geometer, Dehn und Salkovski. Dehn ist zur Zeit der beste Kenner der Analysis situs, über die er (zusammen mit Heegard) den Bericht in der Enzyklopädie verfasst hat….."
(ETH-Bibliothek, Hochschularchiv der ETH Zürich, SR3:1913/724, Ad. 2.)
Bestand
Im Hochschularchiv der ETH Zürich finden sich nebst einem biographischen Dossier ein Brief an den Präsidenten des Schweizerischen Schulrates von Georg Frobenius (SR3:1913/724, Ad. 2.)
Quellen
- Biographisches Dossier: "Frobenius, Georg Ferdinand (1849–1917)"
- Website: "Mathematics Genealogy Project (Link verlässt diese Seite)"
- Webseiten: "ETH-History (Link verlässt diese Seite)"
- Rektor der ETH Zürich (Hrsg.): Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, 1955–1980: Festschrift zum 125jährigen Bestehen. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1980
- Günther Frei; Urs Stammbach: Die Mathematiker an den Zürcher Hochschulen. Birkhäuser, Basel 1994