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Letztmals hatte ich mich in Sachen strukturierter Aktienprodukte eher zugunsten von solchen ausgesprochen, die nur auf einer einzigen Aktie beruhen, also den sog. Single Barrier Reverse Convertibles. Das Gegenstück sind die Multi Barrier Reverse Convertibles, die auf mehrere Aktien oder gar auf einen ganzen Aktienindex abgestützt sind. Je nach Bank, die die Produkte emittiert hat, heissen sie auch anders, wie etwa Kick-in GOAL, Defender Vonti usw. Die Singles favorisiere ich, weil mir das Risiko, dass die Barriere nach unten durchschlagen wird, bei nur einer einzigen Aktie kleiner ist als wenn drei verschiedene Aktien ins Anlageprodukt hineinverarbeitet worden sind.
Maximilian Reimann
Noch wichtiger als die Aktienzahl ist aber, wo die Schutzbarriere angesetzt ist. Liegt sie bei 75, 70, 65 oder 60 % des aktuellen Börsenkurses? Grundsätzlich gilt die Regel, je tiefer umso besser. Doch je tiefer sie liegt, umso geringer ist auch die Rendite. Gefordert ist somit der Anleger. Er hat es in der Hand, sich für mehr oder weniger Risiko bzw. für mehr oder weniger Rendite zu entscheiden. Als Alternativen verbleiben weiterhin bestehen: Entweder gänzlicher Verzicht auf Aktienanlagen oder direktes Engagement in einzelne Aktien oder in Aktien-Indexfonds. Bei den aktuell hohen Börsenständen stellt sich zuvor aber die übergeordnete Frage, ob man nicht eher Aktien verkaufen soll als noch neue Engagements einzugehen?