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Ich glaube, dass das aus Sicht der Experimentalpsychologie ein ziemlich 'populistisches' Experiment ist:
Der erstaunten und empörten Öffentlichkeit sollen Dinge präsentiert werden, über die sie sich bitteschön maßlos aufregen soll.
Leitartikel werden geschrieben und die Feuilletonisten spitzen die Bleistifte, um auf hohem Niveau und ausgesprochen stilsicher den Zustand der Welt zu beklagen.
Mit anderen Worten: So etwas durchzuführen und in dieser Form darüber zu berichten, ist in meinen Augen der Versuch der Manipulation.
Die Gesetzmäßigkeiten, die hier präsentiert werden, sind den verschiedenen Zweigen der Psychologie seit Jahrzehnten bekannt. Sie sind experimentell gut untersucht und in den unterschiedlichsten Settings bestätigt worden.
Ein Beispiel:
Bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es intensive Bemühungen, den Bystander-Efffekt (http://de.wikipedia.org/wiki/Zuschauereffekt) zu beschreiben, zu analysieren und zu erklären. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen sind weitreichende Schlüsse abgeleitet worden, die zum Beispiel in die Ausbildung von Polizisten, Konfliktmanagern und Krisenhelfern Eingang gefunden haben.