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Wo entsorgen
Die Frage, wo die radioaktiven Abfälle entsorgt werden, wird in den kommenden Jahren abschliessend beantwortet.
Die Wahl der ein bis zwei Standorte für geologische Tiefenlager erfolgt gemäss dem Konzeptteil des Sachplans geologische Tiefenlager. Der Bundesrat hat diesen im April 2008 in Kraft gesetzt. Das Auswahlverfahren umfasst drei Etappen und steht unter der Federführung der Bundesbehörden.
In der ersten Etappe (2008 - 2011) wurden mögliche geologische Standortgebiete festgelegt, die sich für den Bau sicherer Tiefenlager eignen. Gegenwärtig läuft die zweite Verfahrensetappe. Darin geht es darum, die Lagerprojekte in den sechs potenziellen Standortregionen zu konkretisieren und die geologischen Standortgebiete miteinander zu vergleichen. Wichtigstes Entscheidungskritierum ist die Sicherheit.
Zentraler Bestandteil der zweiten Etappe ist daneben die regionale Partizipation: Vertreterinnen und Vertreter aus den Standortregionen bringen ihre Anliegen ins Verfahren ein. Die Nagra hat bis Ende Mai 2014 – basierend auf den Stellungnahmen der Regionalkonferenzen – in jeder der sechs Standortregionen mindestens ein Standortareal für die Oberflächenanlage eines allfälligen Tiefenlagers bezeichnet.
Der sicherheitstechnische Vergleich der geologischen Standortgebiete in Etappe 2 wurde gemäss den Vorgaben des Bundes durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen schlägt die Nagra die Standortgebiete Zürich Nordost und Jura Ost für die weiteren Untersuchungen für Etappe 3 vor. Beide Standortgebiete eignen sich sowohl für ein geologisches Tiefenlager für hochaktive Abfälle (HAA) als auch für schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA). Sie kommen auch für ein Kombilager in Frage.
Das Verfahren endet voraussichtlich 2027 mit dem abschliessenden Entscheid des Bundesrats und der Erteilung der nötigen Rahmenbewilligungen für die Tiefenlager. Der Entscheid des Bundesrats muss vom Parlament genehmigt werden und unterliegt dem fakultativen Referendum.