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Sport und Kognition SpuK
Achim Conzelmann, Claudia Roebers, Mirko Schmidt, Katja Jäger
In diesem Forschungsprojekt wird die sportwissenschaftliche Expertise zu sportlicher Aktivität und zu Interventionsforschung im Bereich des Schulsportes von Prof. Dr. Achim Conzelmann mit der etablierten und international anerkannten experimentellen Forschung zur kognitiven Entwicklung von Kindern von Prof. Dr. Claudia Roebers auf einzigartige Weise miteinander verbunden.
Im Zentrum des Interesses steht die Frage, ob durch bestimmte sportliche Aktivitäten bei Kindern spezifische Hirnregionen und deren Stoffwechsel angesprochen und aktiviert werden können, die auch bei der Lösung von kognitiven Aufgaben im Bereich Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis beteiligt sind. Bisherige Forschungsarbeiten haben in diesem Gebiet mehrheitlich Senioren einbezogen, wurden oft unter Laborbedingungen und nicht in einem natürlichen Setting durchgeführt und verglichen kaum die Effekte verschiedener Interventionsinhalte.
Unter Leitung von Dr. Mirko Schmidt und M Sc Katja Jäger wurden im SpuK-Projekt drei Studien realisiert. In der ersten Studie wurden die unmittelbaren Effekte einer einmaligen Sportintervention auf die kognitive Leistung von Zweitklässlern untersucht. In der zweiten Studie wurden ebenfalls die unmittelbaren Effekte untersucht, dieses Mal jedoch bei Fünftklässlern. In der dritten Studie wurden die Effekte einer längerfristigen Intervention über sechs Wochen bei Fünftklässlern erforscht. Die Schülerinnen und Schüler wurden jeweils zufällig einer Intervention zugeteilt, die entweder nur körperlich aktivierend (Ausdauertraining), kognitiv und körperlich aktivierend (Sportspieltraining), nur kognitiv aktivierend (kognitive Spiele) oder weder körperlich noch kognitiv aktivierend (Kontrollgruppe) war. Vor und nach den Interventionen wurde die kognitive Leistung anhand von selbstentwickelten, kindgerechten Computerspielen in den Bereichen selektive Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis getestet. Über online Pulsmessungen während den Interventionen erhielten wir Informationen über die Herzkreislauf-Beanspruchung und Speichelproben ermöglichten eine Messung der Kortisol-Ausschüttung.