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23.02.2015Studie Brüggli-Romanshorn [Pi]
Städtebau
[Pi] besteht aus drei gleichwertigen, rechteckigen Volumen. Diese Volumen wurden im Grundstück einzeln platziert, ausgerichtet und verbunden. Der entstehende Zwischenraum bildet die Erschliessungskerne der Wohneinheiten. Die Gebäudestruktur öffnet sich gegen Süden, also in Richtung des Hauptgebäudes des Verein Brüggli. Dies stärkt den Bezug zur Ausbildung und ermöglicht eine optimale Besonnung. Die zwei rechteckigen Wohnflügel bilden zusammen den Abschluss des Wohngebietes.
Struktur
Grundsätzlich basiert [Pi] auf einem einfachen rechteckigen Volumen. Dieses Volumen wurde optimiert, um eine unabhängige Wohneinheit pro Geschoss unterzubringen. Um die Gebäudestruktur und Grundrisse einfach aufbauen zu können, ist das Projekt [Pi] nach einem Raster aufgebaut. Im Untergeschoss ist die Struktur frei und nicht durch das Raster der darüberliegenden Grundrisse eingeschränkt. Daher gibt es zwischen dem Untergeschoss und den oberen Geschossen einen strukturellen wie auch materiellen Wechsel. Das Untergeschoss in Massivbau bildet somit statisch gesehen den Sockel für die darauf gestellten Wohneinheiten im Leichtbau.
Idee / Konzept
Dieses Projekt ist analog zur mathematischen Konstante [Pi] konzipiert und aufgebaut worden. Generell zu sagen ist, dass die Mathematik eine Wissenschaft ist, welche selbst geschaffene abstrakte Strukturen auf ihre Eigenschaften und Muster untersucht. [Pi] ist eine Konstante jedoch handelt es sich dabei um eine irrationale Zahl, also eine reelle, aber keine rationale Zahl.
Das Projekt [Pi] ist aus einfachen Elementen aufgebaut. Alle Wohneinheiten weisen die selben Eigenschaften auf. Wir haben das geforderte Volumen einer Wohneinheit in einen rechteckigen Körper gepackt, diesen kumuliert und die Winkel untereinander verändert. Durch die konzeptionelle Erforschung der Anordnung der Volumen entstand die Grundrissform. Gegen aussen ist diese Einfachheit, welche sich im Innern abspielt, nicht ersichtlich. Das Volumen wirkt spannend, abwechslungsreich und kann nicht mit einer „rationalen Zahl“ verglichen werden. Jeder kennt die Zahl [Pi] jedoch kann diese Zahl niemand ausschreiben, da sie endlos ist.
Um den Baukörper möglichst logisch und einfach zu organisieren, befinden sich alle Wohneinheiten über dem Terrain, das heisst sie werden ab Erdgeschoss in die Höhe gestapelt. Als Basis sind alle geforderten Funktionen für den betrieblichen Ablauf für das betreute Wohnen im Untergeschoss untergebracht. Um eine gute Ausleuchtung der Räume gewährleisten zu können, haben wir den Innenhof ins Untergeschoss gezogen. Für die hinteren Räume wird das Licht durch eine gebildete Wanne in die Räume geleitet. Der Aushub wird somit direkt als Wanne ausgebildet und der Baukörper kann danach dort einplatziert werden.
Der Zugang für Besucher führt über eine Treppe in den Innenhof und dann auf die untere Ebene. Diese Ebene führt die Besucher zum Empfang, wie auch zu allgemeinen Räumen, wie z.B. dem Mehrzweckraum, dem Musikraum, dem Werkraum und der Lobby. Die Büros wurden auch auf dieser Ebene platziert. Damit ist im Sockel alles Nötige vorhanden, um ein schönes betreutes Wohnen zu ermöglichen.
Wohneinheit
Die Wohneinheiten bestehen aus 10 gleich grossen Räumen. Diese Räume bilden die Bewohnerzimmer, wie auch die Sitzungsräume. Jeweils am Ende des Gebäudeflügels ist die Wohnzone angegliedert. Diese Wohnzone wurde möglichst flexibel gestaltet. Je nach Situation kann durch ein Schiebewandsystem die Fläche des Sitzungszimmers zur Wohnfläche erweitert werden.
Zimmer
Grundsätzlich haben wir zwei unterschiedliche Grundrisse für die Zimmer entwickelt. Die Grundrisse für die Zimmer, welche zum Innenhof ausgerichtet sind, haben wir konventionell gestaltet. Der Grundriss der Zimmer, welche gegen aussen ausgerichtet sind, haben wir speziell entwickelt. Das Zimmer wirkt sehr gross, da wir Erschliessungszone und Zimmerfläche vereinen. Das Bad ist einem Möbel oder Schrank ähnlich. Wir haben die Innenwand in drei Zonen unterteilt. Das WC, die Dusche und die Ankleide. Durch Schiebewände können diese Zonen geöffnet und geschlossen werden.
Materialisierung
Das Untergeschoss ist massiv aus Beton geplant. Ab dem Erdgeschoss gibt es einen Struktur- wie auch Materialwechsel. Dort ist ein Holzelementbau mit Kastendecke geplant. Der Holzbau bringt den Vorteil einer kurzen Bauzeit, wie auch ökologische und ökonomische Vorteile. Ein sehr wichtiges Gestaltungselement im Projekt Pi ist die Fassade. Die Aussenwände der Wohnflügel sind aus Holz und werden im Karomuster nach Farbkonzept gestrichen. Vor diese Holzwände werden vorgehängte Profilgläser montiert. Zum einen veredeln diese den Holzbau durch die transluzente Oberfläche, zum anderen ist damit der Brandschutz sowie auch der Witterungsschutz gewährleistet. Die Fassade der Bindeglieder zwischen den Wohnflügeln besteht aus einer vollständigen Verglasung über alle Geschosse.
23.02.2015Studie Generationenhaus Eschenbach
Idee
Idee Mit dem Neubau des Generationenhauses möchte die Evangelische Kirchgemeinde Uznach und Umgebung die Präsenz in Eschenbach – vor allem auch visuell – verstärken. Durch die rege Bautätigkeit in dieser Gemeinde ist die Anzahl der Kirchenbürger massiv gestiegen. Das Grundstück im Herzen von Eschenbach ist eine gute Gelegenheit diese Präsenz zu erhalten. Die Nutzung als „Haus Generationen und Begegnungen“ mit öffentlichen Aufgaben bietet an diesem Standort eine ideale Möglichkeit all dies zu verbinden.
Unser Projekt möchte in seiner Formensprache die verschiedenen Nutzungen optisch bewusst zeigen. Die unterschiedlich grossen Baukörper und Materialien symbolisieren die Lebensphasen und Tätigkeiten der Nutzer. Das Konzept sieht drei Gebäudethemen vor: das administrativ Weltliche, die jungendliche Dynamik und die mystische Stille.
Bei aller Symbolik sind die tägliche Nutzung und der optimaler Betrieb des Gebäudes von entscheidender Bedeutung. Die drei ineinanderfliessenden Gebäudethemen sind so gelegt, dass das Raumkonzept auf einander abgestimmt werden kann. Der Standort der Eingangshalle und deren Windfang ermöglicht den unabhängigen Betrieb des Bistros. Die Küche kann für Bistro, Foyer und Multiraum bei verschiedenen Anlässen gemeinsam genutzt werden.
Durch die Lage des Gebäudes im Gelände ist die Erschliessung der oberen Geschosse auch von aussen möglich. Dadurch wird auch ein Teilbetrieb möglich. Die Jugendräume bilden einen separaten Teil, welcher zusammen mit der Aussennutzung eine gewisse Unabhängigkeit ermöglicht. Der seelsorgerische, stille Bereich im Obergeschoss bildet den eigentlichen Kern des Gebäudes. Dieser hält sich bewusst in Hintergrund und ist dennoch auf allen Ebenen spürbar.
Der licht- und sichtdurchflutete Innenhof ist von allen Ebenen und Gebäudeteilen aus sichtbar und lässt durch die Transparenz das Zusammengehören der einzelnen Generationen erkennen.
18.02.2015Studie Erholungsgebiet Rämel Uetliburg
Situation
Das Bergrestaurant Rämel liegt inmitten des Skigebietes Gommiswald – Uetliburg SG auf einer Höhe von 879m.ü.M. Topografisch ist der Standort sehr gut gelegen mit einer Süd-West Orientierung. Die Aussicht zieht sich vom Glarnerland über das Linthgebiet bis zum Zürichsee. Das Gebiet wurde lange Zeit für die Naherholung von Familien und Sportlern genutzt. Wegen des Klimawandels werden die Liftanlagen leider seit einigen Jahren mangels Schnee nicht mehr betrieben. Seit der Schliessung der Liftanlagen blieben auch das Restaurant und alle dazugehörigen Bauten geschlossen. Diese Situation schwächt den Standort Uetliburg als Naherholungsgebiet.
Zustand der Anlage
Die Baumasse des Restaurants Rämel ist in einem sehr schlechten Zustand. Die grosse Terrasse musste aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden, da das Holz nicht mehr tragfähig war. Der Innenausbau wurde vom letzten Mieter stark beansprucht und abgenutzt. Die Sesselliftanlage kann auf heutige Normen angepasst werden. Der Standort der Ankunft ist für den winterlichen Skisport ausgelegt und entspricht somit nicht mehr der heutigen Nutzung. Die Sesselliftanlage sollte heute die Gäste direkt zum Restaurant bringen.
Konzept
Die bestehenden Bauten (Rämel, Wurstkessel und die Seilbahnstation) werden durch einen Neubau ersetzt. Dadurch kann die veränderte Ausgangslage berücksichtigt und die Situation neu gelöst werden. Durch die Freischaffung des Areals bekommt das neu gesetzte Volumen viel mehr Präsenz. Die Umgebung wird naturbelassen beibehalten. Die Kraft der Natur soll sich voll entfalten können.
Nutzungskonzept
Da der winterliche Betrieb nicht mehr als wirtschaftliches Standbein genutzt werden kann, verändert sich das Zielpublikum. Der Neubau wird zum Treffpunkt für Wanderer, welche auf der Durchreise Erholung brauchen, Biker, die nach dem biken ein kühles Bier geniessen wollen, sowie Familien welche einen Ausflug machen wollen, um gut essen zu können. Dank des 2-geschossigen Saales welcher multifunktinal genutzt werden kann, wird der Rämel auch für grössere Anlässe nutzbar. Der Saal kann auf der hinteren Seite grosszügig geöffnet werden und wird dadurch zur Freibühne. Dies kann in Kombination mit den Hotelzimmern im oberen Geschoss für mehrtägige Events spannend genutzt werden.
Architektonische Idee
Der Neubau beherbergt unter einem Dach verschiedenen Funktionen wie Sesselliftankunft, Restaurant, Saal, Hotelzimmer und eine Betriebsleiterwohnung. Durch diese Vielzahl von Funktionen, wirkt der Baukörper in seiner Erscheinung sehr ruhig und unverspielt. Der sechseckige Grundriss steht für die Multifunktionalität im Innern und die monumentale Erscheinung im Äusseren. Die Räume im Innern gliedern sich nach der schottenartigen Tragkonstruktion. Die Räume weiten sich jeweils immer in Richtung des Ausblickes. Die Schotten sind leicht ausgefächert talseitig und verankern dadurch analog eines Keiles den Baukörper im Terrain. Das Erdgeschoss ist geteilt durch die Schotten und trennt dadurch die Funktionen Ankunft Sessellift, Terrasse, Restaurant und Rezeption, Restaurant und Küche, sowie den Saal.
18.02.2015RebBurg Kreisel Meilen
Idee
Der Grundgedanke hinter diesem Konzept ist es, die Gemeinde Meilen mit ihren Besonderheiten symbolhaft in eine Skulptur zu übersetzen.
Wappen Meilen
Das Wappen von Meilen sollte selbstverständlich in die Skulptur einfliessen. Alle Elemente, welche auf dem Wappen zu sehen sind, sind Bestandteil der Skulptur. Der Dreiberg wird in der Skulptur durch Reben ersetzt, welche das Bild der Gemeinde Meilen schon seit langem prägen. Die Silhouette der Burg Freiberg wird übernommen. In der Skulptur finden sich statt der zwei Sterne des Wappens 43 Sterne pro Turm. Somit durchbrechen die Sterne die andernfalls starre „Fassade“ der Türme und es ergibt sich ein besonderes Schauspiel mit Licht und Schatten. Ausserdem bewirken die Sterne eine Leichtigkeit, Offenheit und Transparenz der Skulptur.
4 Wachten
Meilen besteht aus 4 Wachten: Dorf-, Berg-, Feld- und Obermeilen. Die 4 Türme der Burg symbolisieren diese 4 Wachten. Genau wie es 4 Türme braucht um aus dieser Skulptur ein Ganzes zu bilden, so braucht es auch die 4 Wachten, wenn man von Meilen spricht. Jede Wacht bringt ihre Besonderheiten mit, zusammen bilden sie eine starke Gemeinde Meilen.
Weinreben
Meilen ist bekannt für seinen Weinbau. Lange Zeit war Meilen sogar die grösste Rebbaugemeinde der Schweiz. Die Menschen verbinden Meilen bewusst und unbewusst mit gutem Wein. Der Wein bringt Menschen nach Meilen. Dies soll auch in der Skulptur zum Ausdruck kommen. Die dort gepflanzten Reben sind so angeordnet, dass sie durchs Tor der Burg führen, also durchs Tor von Meilen.
Inszenierung
In der Nacht wird die Skulptur anhand von vier LED-Scheinwerfern beleuchtet. Dies erinnert an die Beleuchtung von historischen Gemäuern.
Material
Die RebBurg besteht aus zwei ineinander verzahnten Cortenstahlplatten. Dieses Material ist sehr beständig und wetterfest. Die rostrote Farbe der Cortenstahlplatten harmoniert ausserdem sehr gut mit den Farben der Weinreben.
Die RebBurg steht auf einem Platz aus Granitpflastersteinen. Diese sind pflegeleicht und spannen den Bogen bis hin zu jenen Zeiten, in welchen eine römische Strasse von Zürich aus am rechten Zürichseeufer nach Chur führte.
Die Verwendung von zwei eher hart wirkenden Materialien wie Stahl und Stein inszeniert Spannung. Diese wird durch die Weinreben wieder belebt.