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Die Probleme der körperlichen Bestrafung von Kindern beschäftigten mich nicht nur als Kind in den 1930er Jahren. Sie begleiteten mich während meines nunmehr über achtzigjährigem Lebens. Jetzt drängt es mich, meine Erlebnisse aufzuschreiben, vielleicht kann ich damit Erfahrungen vermitteln, die zwar jeder selbst sammeln muss; aber es könnte ein Anstoss zum Nachdenken sein. Ausserdem hat Papst Franziskus mit seiner Bemerkung, dass er ein würdevolles Schlagen von Kindern OK findet, eine Diskussion angestossen zu der wahrscheinlich auch meine dargestellten Erlebnisse passen. Noch heute gibt es vielfach eine geteilte Meinung zur Frage: „Darf bei der Kindererziehung geschlagen werden oder nicht?
Portrait
Ernst Woll: Ernst Woll wurde 1931 in der Ostthüringer Kleinstadt Hohenleuben geboren und ist dort aufgewachsen. Nach dem Abitur 1950 in Greiz schloss sich ein veterinärmedizinisches Studium in Leipzig an. Er promovierte 1958 und übte anschliessend in Thüringen im Bezirk Erfurt verschiedene tierärztliche Tätigkeiten aus. Ab 1966 arbeitete er im Institut für Veterinärwesen in Bad Langensalza auf dem Gebiet der veterinärmedizinischen Bauhygiene und qualifizierte sich in einem Fernstudium zum Bauingenieur. Er übernahm ab 1974 in Erfurt leitende Aufgaben in der tierärztlichen Lebensmittelhygiene bis er 1994 Rentner wurde. E.Woll ist Ehrenvorsitzender im Tierschutzverein Erfurt. Er erhielt 2011 den „Thüringer Tierschutzpreis“ E. Woll ist seit 1952 verheiratet, hat 4 Kinder und wohnt ab 1960 in Erfurt. Im Ruhestand findet er Zeit für sein Hobby, erlebte Geschichte aufzuzeichnen. In diesem Rahmen ist er auch Mitglied im Verein für Thüringer Volkskunde und im Vogtländischen Altertumsforschenden Verein.