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Glarner Kammerorchester
Veranstaltung der Lesegesellschaft Stäfa
Glarner Kammerorchester mit Fabio di Càsola, Klarinette
Evelyne Lott,
Programm
Johann Christian Bach: Sinfonie in D-Dur (op. 3 Nr. 1)
Allegro - Andante - Finale
Ignaz Pleyel: 1. Klarinettenkonzert
Allegro - Adagio - Rondo (Allegro)
Franz Schubert: 5. Sinfonie B-Dur (D 485)
Allegro - Andante con moto -Menuetto - Allegro vivace
Radio Swiss Classic bezeichnete ihn 2016 als «König der Klarinettisten», dessen einzigartige musikalische Intuition und profunde Beherrschung des Repertoi res begeistert: Fabio Di Càsola. Er gewann 1990 im jugendlichen Alter den ersten Preis beim renom mierten «Concours de Genève». Seither trat er an in ternationalen Festivals auf wie z.B. den Berliner Fest spielen unter der Leitung von Claudio Abbado, dem Festival in Evian (F) unter der Leitung von Mstislav Rostropowitsch oder in Lockenhaus mit Gidon Kre mer. 1998 wurde er zum Schweizer Musiker des Jah res gewählt. Fabio Di Càsola spielte als Solist unter anderem beim Russischen Nationalorchester, beim Orchestre de la Suisse Romande und beim Orchestra della Svizzera Italiana. Er ist Mitglied verschiedener Kammermusikformationen und Professor an der Zür cher Hochschule der Künste.
Dem früh- und hochbegabten Musiker und Kompo nisten Ignaz Pleyel (1757–1831) wurde eine glänzende Karriere prophezeit: Joseph Haydn, dessen Lieblings schüler er war, und W.A. Mozart, selbst ein Wunder knabe, lobten seine Fähigkeiten aufs Höchste. Er hätte wohl das Zeug gehabt, mit ihnen in den Olymp der Grossmeister aufgenommen zu werden, wäre nicht die Französische Revolution über den in Stras bourg wirkenden Kapellmeister hereingebrochen. Nach dem Verlust seiner musikalischen Ämter konnte Pleyel in Frankreich zwar als Verleger und herausra gender Klavierbauer Erfolge feiern, die eigene Musi kerkarriere aber erfuhr eine jähe Zäsur. Auch heute noch ist nur ein Teil seiner beachtlichen Kompositionstätigkeit (unter anderem die Streichquartette) vollständig erschlossen und weithin anerkannt. Ein grosser Fundus hervorragender Kammermusik, 41 Sinfonien, zwei Opern und mehr stammen aus sei ner Feder. Kennern gilt sein Klarinettenkonzert Nr. 1 in B-Dur (Ursprungsfassung in C-Dur, auch für Cello oder Flöte, erschienen 1799) schon lange als Juwel. Das Temperament und die lyrischen Melodien die ses Juwels haben es auch Fabio Di Càsola angetan: Es wurde zu einem seiner Lieblingswerke.
Das Glarner Kammerorchester, 1976 als Verein ge gründet, entstand aus einer über 100-jährigen Tra dition des Orchestermusizierens im Glarnerland. Es wurde von prominenten Musikern wie Jakob Kobelt, Erich Schmid, Alois Koch, Peter Eidenbenz und Chris toph Kobelt geleitet. Seit 2015 führt Reto Cuonz den Taktstock. Der in Winterthur wohnhafte Musiker mit Glarner Wurzeln verfügt als Cellist, Musikpädagoge und Ensembleleiter über langjährige Erfahrung. Un-ter anderem ist er Gründungsmitglied des Ensembles «La Fontaine» und leitet nebst dem Glarner Kammer orchester das «Vocalensemble Hottingen Zürich» und den Kammerchor «Gaudeamus» in Einsiedeln.
Dauer: ca. 90 Minuten inkl. Pause