Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/221817

<h2>SubmittedText<h2><p>Grundlage zur Erstellung der Corona-Risikoländer-Liste ist eine Inzidenz von 60 Neuinfektionen auf 100 000 während der letzten 14 Tagen. Zwischenzeitlich ist diese Inzidenz in der Schweiz ebenfalls gegeben.</p><p>- Müssten die Kriterien für die Erstellung der Corona-Risikoländer-Liste daher nicht angepasst werden?</p><p>- Ist es noch zweckmässig, gegenüber Einreisenden aus Risikoländern Quarantäne anzuordnen, wenn die Inzidenz in der Schweiz gleich hoch (höher) ist?</p><p>- Gibt es Alternativen zur Quarantäne?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Die Tatsache, dass in der Schweiz die Inzidenz von 60 Infektionen pro 100 000 Einwohnern während der letzten 14 Tagen überschritten hat, ändert nichts daran, dass diese Inzidenz weiterhin als Indikator für die Definition eines Staates oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko gilt. Aus diesem Grunde ist eine Anpassung der Kriterien vorerst nicht notwendig. Nichtsdestotrotz wird im Rahmen der EU, mit der Expertise des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, ein angepasster Kriterienkatalog diskutiert welcher jedoch weiterhin die 14 Tage Inzidenz als einen grundlegenden Indikator vorsieht. Die Quarantäne soll verhindern, dass potentiell infektiöse Menschen, weiche aus Ländern oder Gebieten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko in die Schweiz kommen, nach der Einreise das Coronavirus verbreiten. In diesem Sinne ist diese Massnahme weiterhin zweckmässig. Die Quarantäne ist im Moment das beste Mittel, um die Weiterverbreitung des Coronavirus nach Einreise einzudämmen.</p>