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Arbeiteten die Länder Europas bei der Windenergie besser zusammen, würde die Windstromproduktion weniger stark schwanken. Das hat eine Gruppe von Energie- und Klimaforschern der ETH Zürich und des Imperial College London herausgefunden, die erstmals für Europa Grosswetterlagen mit Stromproduktionszahlen kombiniert untersuchten. Die Forscher haben auch herausgefunden, dass sich das Windaufkommen in den Balkanländern komplementär zur Nordsee verhält. Eine europaweite intelligente Planung ist somit ein sehr effizientes Mittel gegen Engpässe bei der Stromversorgung.
Die Untersuchungen zeigen, dass Windstrom europaweit viel gleichmässiger produziert wird, wenn die Anlagen geschickt verteilt werden. Auffällig ist, dass sich bei über mehreren Wochen stabilen Grosswetterlagen das Windaufkommen im Balkan komplementär zur Nordsee verhält. Es ist folglich sinnvoll, dass der Ausbau der Windenergie nicht einseitig auf die Nordsee fokussiert wird, sondern auch die Windkraft in anderen Regionen weiter ausgebaut wird. Wenn alle Länder koordiniert mit Windenergie ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit leisteten, liessen sich Engpässe bei der Stromversorgung, wie sie zum Beispiel an einigen Tagen im Januar 2017 auftraten, vermeiden. Damals standen insbesondere in Frankreich und in der Schweiz viele Atomkraftwerke still, die Nachfrage nach Strom war jedoch aufgrund eisiger Temperaturen europaweit sehr hoch.
Speicherbedarf deutlich reduziert
Die Forscher weisen ebenfalls darauf hin, dass die geschickte Kombination von Windenergie und Photovoltaik den Speicherbedarf deutlich reduziert. Dieser sei nur halb so gross, wenn auf beide Technologien gesetzt werde statt nur auf eine. Die Schweiz befindet sich in der relativ komfortablen Lage, dass Solar- und Windenergie mit einem hohen Anteil an Wasserkraft kombiniert werden kann
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