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Husten ist ein Symptom zahlreicher Krankheiten der Atemwege, insbesondere der Bronchien (Luftröhrenäste) und der Lungen. Die Schleimhaut der Bronchien reagiert äusserst empfindlich auf Entzündungsreize und auf jegliches fremdartige Material.
Hustenstösse bilden einen sinnvollen Schutzmechanismus der Atemwege. Sie befördern Fremdkörper jeder Art aus den Lungen und den Bronchien hinaus. Der Hustenreflex ist nicht bloss nützlich – wenn auch manchmal lästig –, er ist lebenswichtig und funktioniert auch im Schlaf. Dadurch sichert er das Freibleiben der Atemwege zu jeder Zeit und verhindert ein Ersticken, etwa an hochgestiegenem Magensaft oder Speichel. So ist wohl jeder Mensch einmal wegen eines Hustenstosses aufgewacht, der während des Schlafs eingesetzt hat.
Im Zustand tiefer Bewusstlosigkeit erlischt der Hustenreflex. Bewusstlose sind in Gefahr, an Erbrochenem, Blut oder Speichel zu ersticken, wenn diese in die Atemwege geraten und sie verlegen, ohne dass der Körper darauf zu reagieren vermag. Man nennt diesen gefährlichen Vorgang Aspiration.
Bewusstlose müssen deshalb in eine stabile Seitenlage gebracht werden, die ein Ausfliessen von Magensaft oder dergleichen aus dem Mund zulässt – siehe Abbildung.
Von aussen oder mit dem Blut in die Atemwege gelangte Substanzen können unmittelbar Hustenreiz auslösen.
In den Lungen oder Bronchien selbst entstandenes Material: Im Rahmen von Entzündungskrankheiten der Lungen und der Bronchien wird an Ort und Stelle vermehrt Schleim produziert, der dünnflüssig bis zäh oder eitrig sein kann. Von den Bronchien wird der Schleim als „nicht dahin gehörender“ Fremdkörper behandelt und reflektorisch ausgeworfen – man hustet.
Tumore der Lungen und Bronchien erzeugen eine lokale Entzündung mit Schleimbildung; Tumorpartikel üben beim Einbrechen in die Luftröhren einen direkten Fremdkörperreiz aus.
Erläuterungen zu Husten als Symptom finden sich bei:
Manche dieser Krankheiten werden begleitet von jeweils typischen weiteren Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Heiserkeit, Schnupfen, Gliederschmerzen und Kopfweh.
Ergänzend zu ärztlichen Verordnungen lassen sich Hausmittel jederzeit zur Linderung anwenden. Eine Reihe von Massnahmen finden sich im Buch Hausmittel sinnvoll einsetzen, hier erhältlich, ISBN 978-3-033-01334-6.
Herausgegriffen aus verschiedenen Möglichkeiten seien hier:
Bei Husten mit Auswurf (produktiver Husten) sollen keine Medikamente eingenommen werden, die den Hustenreiz unterdrücken (Antitussiva). Ungenügendes Aushusten von Schleim behindert die Heilung und begünstigt das Entstehen von Komplikationen.
Ein Arzt sollte beigezogen werden, wenn Husten mit Atemnot, blutigem oder eitrigem Auswurf verbunden ist, bei hohem Fieber, Schüttelfrost, starken Brustschmerzen, und wenn der Husten länger als eine Woche dauert.
Zur Abklärung der Ursache sind oft Laboruntersuchungen von Blut, Sputum (Auswurf) und allenfalls Gewebsproben (Biopsien) nötig, manchmal auch eine Lungenfunktionsprüfung, verschiedene röntgenologische Verfahren oder die Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie).
Die Behandlung bakterieller Infektionen erfordert in der Regel Antibiotika. Bei Patienten mit bekannten Lungenerkrankungen können auch Virusinfekte der Lungen ein Anlass sein, Antibiotika zu verschreiben, um eine zusätzliche Infektion mit Bakterien (Superinfektion) zu verhindern.