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In 2. Chronika steht das nirgendwo. Der Fall von Salomo wird in 1. Könige 11 beschrieben. Aber im parallelen Bericht über Salomo in 2. Chronika wird dieser Abfall nicht geschrieben, und folglich auch nicht seine Umkehr. Die Könige-Bücher betonen mehr die Verantwortung des Menschen, während die Chronika-Bücher den Akzent auf die Gnade Gottes legen. Das ist der Grund, warum in den Könige-Büchern der Fall Salomos beschrieben wird, während er in Chronika überhaupt nicht erwähnt wird. Durch das Fehlen dieser Geschichte wird gezeigt, dass Gott in seiner Barmherzigkeit diese Sünden austilgte.
Woran sieht man, dass es eine Umkehr gegeben hat? In 2. Samuel 7 sagte Gott zu David, dass sein Sohn ihm auf den Thron folgen und den Tempel bauen würde. Gott warnte aber auch davor, dass er ihn im Fall von Ungehorsam züchtigen müsste. Das ist auch mit Salomo geschehen (1. Könige 11). Gott sagte ferner: „Ich werde meine Güte nicht von ihm weichen lassen, so wie ich sie früher von Saul habe weichen lassen.“ Bei Saul sieht man, dass dieser Mann am Ende seines Lebens keine Umkehr mehr erlebte. Er hatte auch davor nie eine persönliche Beziehung zu Gott. Immer, wenn er mit Samuel über Gott spricht, sagt er: „Dein Gott.“ Er konnte nicht sagen: „Mein Gott.“ Er hatte nie eine Umkehr erlebt. Aber in Bezug auf Salomo sagte Gott, dass seine Güte nicht von ihm weichen würde. Das war ein Hinweis auf die Wiederherstellung, die nach seinem Abweichen Wirklichkeit werden sollte. Das Buch Prediger das grosse Zeugnis dieser Umkehr. In diesem Buch beschrieb Salomo, wie er im Unglauben gelebt und dabei einen Zustand erreicht hatte, der ihn selbst am Leben verzweifeln liess. Aber er zeigte im Buch Prediger den Ausweg aus dieser Verzweiflung auf. Darum haben wir das Buch Prediger in den Vortragsserien mit dem Untertitel überschrieben: „Der Weg zur echten Freude.“