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Die Haut ist das grösste Organ des menschlichen Körpers. Sie bietet Schutz vor äusseren Einflüssen und ist bei der Regulation der Körpertemperatur und auch bei der Krankheitsabwehr beteiligt. Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten, die wichtigsten sind die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Subkutis). In den verschiedenen Schichten hat es auch unterschiedliche Zellen, aus denen Tumoren oder Pseudotumoren entstehen können. Die meisten Hauttumoren sind gutartig, es kommen aber auch semimaligne und bösartige Tumoren vor, die frühzeitig und korrekt entfernt werden müssen.
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Wie entsteht ein Hauttumor
Bedingt durch das Vorhandensein verschiedenster Hautzelltypen kann es zu Wucherungen und entsprechend zur Ausbildung unterschiedlicher Hauttumore kommen. Im Folgenden sind die häufigsten Hauttumoren aufgelistet, wobei die Auflistung nur unvollständig sein kann.
Gutartige Hauttumore
- Nävus oder Nävuszellnävus (Muttermal)
- Gefässnävus (Hämangiom)
- Seborrhoische Warzen (Alterswarzen)
- Fibrome
- Atherom (Rückstau der Talgdrüsen welcher beim Betrachten wie ein Tumor aussieht. Es handelt sich aber nicht um eine Wucherung, sondern um einen Pseudotumor)
Präkanzerosen
- Aktinische Keratose (überschiessende, durch Sonneneinstrahlung geförderte Verhornung der Haut)
- Senile Hyperkeratosen (altersbedingte Verhornung der Haut)
Bösartige Hauttumoren
- Basaliom: Bei der von den Basalzellen der Epidermis ausgehenden Wucherung handelt es sich um den häufigsten Krebs des Menschen. Das Basaliom wuchert lokal wie ein bösartiger Tumor, nur selten kommt es allerdings zur Absiedelung im Körper (Metastasen)
- Spinaliom: Der zweithäufigste bösartige Hauttumor kommt durch Wucherung der Stachelzellen in der Epidermis zustande. Dieser Tumor wird durch übermässige Sonnenexposition gefördert und kann im Gegensatz zum Basaliom auch über die Lymphbahnen metastasieren.
- Melanom: Als Melanom bezeichnet man den schwarzen Hautkrebs. Früh erkannt ist er heilbar, im fortgeschrittenen Stadium und vor allem bei Metastasierung gibt es oft keine Chance zur Heilung. Gelegentlich wird das Melanom mit den weitaus häufiger auftretenden, gutartigen pigmentierten Hauttumoren verwechselt. Bei Unsicherheit ist es wichtig, den Hautarzt oder den Hausarzt aufzusuchen.
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Wie stellt man die Diagnose
Da alle Hauttumoren von aussen sichtbar sind, stellt die Diagnose keine grossen Probleme dar. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren, wofür man sich am besten beim Dermatologen oder bei einem anderen erfahrenen Facharzt meldet. Zur Diagnose wird oft eine Stanzbiopsie entnommen. Gelegentlich wird der Tumor auch chirurgisch entfernt und dann durch den Pathologen mikroskopisch untersucht.
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Welches sind die Therapiemöglichkeiten
Je nach Grösse und Wuchsform des betreffenden Hauttumors bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Bei sehr oberflächlichen und kleinen Hauttumoren kann der Befund vereist und anschliessend abgeschabt werden. Bei gewissen Tumoren kann auch eine Röntgenbestrahlung helfen. Bei grösseren Tumoren und bei Verdacht auf einen bösartigen Hauttumor wird immer die operative Entfernung (Exzision) vorgeschlagen.
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Was passiert ohne Therapie
Gutartige Hauttumore kann man auch belassen. Bei Grösserwerden der Tumoren oder bei kosmetischen Problemen resp. bei Auftreten von Beschwerden wird die Entfernung des Tumors vorgenommen. Wichtig ist die Erkennung von Präkanzerosen und bösartigen Tumoren. Diese sollten immer entfernt werden, zumal sonst eine lokal fortgeschrittene oder auch unheilbare Krankheit durch Metastasen auftreten kann.
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Welches sind die operativen Möglichkeiten
Bei grösseren und vor allem bösartigen Tumoren ist immer die Chirurgie angesagt. Die Tumoren werden mit mehr oder weniger grossem Abstand spindelförmig umschnitten und bis in das Unterhautfettgewebe exzidiert. Das herausgeschnittene Hautareal wird immer dem Pathologen übergeben, der das Hautstück histopathologisch untersuchen und die exakte Diagnose stellen kann.