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Unsere Rundreise mit dem Camper auf der iberischen Halbinsel führte uns im Frühjahr 2015 (März – April) in 42 Tagen und mit insgesamt 5575 km von der spanischen Grenze „Le Perthus“ (E15) über Sevilla (ESP), Huelva an die Algarve. Von dort westwärts bis nach Sagres (P) und darnach im Landesinnern von Portugal und damit mehr oder weniger der spanischen Grenze entlang über Evora, Guarda und Bragança an die spanische Grenze zwischen „Portelo“ und „Galabor“ (ZA925) zurück.
In diesen 42 Tagen haben wir umgerechnet nur etwa Fr. 500.- für Lebensmittel (inkl. Essen in zahlreichen Restaurants) ausgegeben. Der Dieselverbrauch zwischen Euro 1.12 (Südspanien) bis 1.49 pro Liter war mit Total Franken 600.- jedenfalls markant günstiger als in der Schweiz. Hinzu kamen allerdings noch etwa Euro 320.- an Strassengebühren.
Es ist damit mit Sicherheit keine typische Portugalreise weil wir die westliche Atlantikküste mit den historischen Städten wie Lissabon und Porto links liegen liessen und uns dem bergigen Hinterland widmeten. Für uns war erstaunlich, dass sich hier die Sprachenvielfalt noch immer in regionalen Dialekten erhalten hat. Bauliche Zeitzeugen und damit die Geschichte von Portugal sind in der Nähe der Grenze zu seinem Rivalen Spanien aus der Spätantike (vom Ende des 3. bis zum Anfang des 7. Jahrhunderts) noch viele erhalten.
Die Iberische Halbinsel war einer der Hauptkampfplätze zwischen Karthago und den Römern im Zweiten Punischen Krieg. So kamen zum ersten Mal römische Truppen auf die Halbinsel. Rom regierte das Land fast vier Jahrhunderte. Unter Augustus wurde 27 v. Chr. die Iberische Halbinsel in drei Provinzen eingeteilt: Baetica, Hispania Citerior oder Tarraconensis und Lusitania.Lusitania im Südwesten des heutigen Portugals war damit im Wesentlichen auf die Gründung durch Kaiser Augustus zurück zu führen. Benannt wurde die Region nach den dort lebenden indogermanischen Lusitanern, einer Gruppe von vorkeltischen Völkern. Die Etymologie des Namens ist unklar. Der Name könnte keltischer Abstammung sein: Lus und tanus, „Stamm von Lusus“. Die Christianisierung erfolgte hier allerdings erst im 4. Jh. nChr.
Die Hauptstadt der Lusitanianer war Emerita Augusta (heute Mérida in Südspanien), eine von Augustus gegründete Veteranenkolonie. Die wirtschaftliche Bedeutung der Provinz lag unter anderem in ihren Metallvorkommen, darunter Gold in den Flüssen sowie Kupfer und Silber.
Noch heute ist das Kupferbergwerk Neves-Corvo eines der bedeutendsten Kupfer-Bergwerke Europas. Die Lagerstätte gehört zum Pyritgürtel der südiberischen Halbinsel wo Endprodukte wie fünfundzwanzigprozentiges Kupferkonzentrat und fünfzigprozentiges Zinkkonzentrat anvisiert werden.
Für uns waren jedoch die Städte Evora (Brauchtum, Kirchen), Guarda (höchstglegene Stadt Portugals) oder Bragança (Adelsfamilie, Könige) die Höhenpunkte unserer Portugal Reise 2015.