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Schreibt mir eine Freundin per Messenger – nachdem wir über eine Stunde lang ein Telefonat über das Festnetz geführt hatten, das dann urplötzlich unterbrochen wurde:
«Tschüss! Ich habe `Intelligent Fixnet`: Wenn es meint, man habe genug gesprochen, unterbricht die Leitung und die Internetbox light blinkt rot. (Die analoge Leitung war stabiler…)».
Tja, heute kann (oder muss) man die Medien, sprich: Kommunikationskanäle wechseln fast wie die Unterwäsche: einmal täglich. Vor nicht allzu langer Zeit wechselte man das Medium wie die Krankenkassen: einmal jährlich!
Medien ändern sich – und wir mit ihnen.
Ich kann mich noch erinnern, als ich jemanden antelefonierte, um mitzuteilen, dass bald ein Fax eintreffen würde. Keine solche Faxen mehr heute.
Aber das «Phänomen» des Medienmix ist nichts neues.
Früher schrieb man sich zum Beispiel eine Postkarte, um mitzuteilen, dass man an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit einen Telefonanruf machen werde in die Nachbarschaft, die einen Telefonanschluss besass.
Noch früher verschickte man ein mordsteures Telegramm, um anzukünden, mit welchem Zug man in London eintreffen werde: «Eintreffe 18.10; Victoria Station».
Und noch etwas früher – auf der Grand Tour – trug man ein Empfehlungsschreiben in der Reisetasche.
Auch die Zeiten ändern sich – und wir mit ihnen.
Bleibt im Moment also nicht die Frage, ob ich meinen Messengerdienst wechseln soll, sondern wann ich das tun muss…
Dominique