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Die Wegstrecke des bahianischen Strassenkarnevals – die “Cicuitos Dodô e Osmar“, benannt nach den Erfindern des “Trio Elétrico“. Ab der 1980er Jahre haben sich die Trios Elétricos der Axé-Musik ergeben, einer Mischung aus Frevo und Pop-Musik, mit Einfluss des Afoxé.
Bis 1950 war der Karneval in Bahia auf Tanzveranstaltungen in geschlossenen Clubs begrenzt, und das Fest wurde in viel ruhigerer Form begangen. In jenem Jahr jedoch befestigten die Freunde Dodô (Adolpho Antônio do Nascimento) und Osmar (Osmar Macedo) auf einem alten Ford, aus dem Jahr 1929, zwei riesige Lautsprecher-Boxen aus diesem Vehikel, das als “Fobica“ bekannt wurde, und fuhren mit ihm unter den zig-fach verstärkten Klängen ihrer Lieblingsmusik durch die Strassen von Salvador.
Dodô und Osmar liessen ihren alten Truck die steile “Ladeira da Montanha“ hinaufklettern, fuhren in Richtung auf die “Praça Castro Álves“ und die “Rua Chile“ – gegen vier Uhr nachmittags folgten ihnen bereits Tausende Personen. Oben auf der bunt dekorierten und elektronisch aufgerüsteten “Fobica“ gaben die Beiden auf diese Weise ihr Debut als Erfinder des “Trio elétrico“ – die grösste Erfindung des bahianischen Strassenkarnevals, die Geschichte machen sollte.
Im Lauf der Jahre vermehrten sich die “Trios“ und nahmen an Grösse noch zu – inzwischen werden riesige Trucks mit ganzen Kontigenten von Lautsprecherboxen und mit Plattformen für Dutzende Showstars, Tontechniker, Entertainer und andere Dienstleister ausgestattet. Die Karnevalisten haben sich in “Blocos“ unterteilt, jeder mit Kostümen in unterschiedlichen Farben und mit Tauen voneinander getrennt.
Ab der 1980er Jahre ergaben sich die Trios Elétricos der Axé-Musik, die sich heute zum zentralen musikalischen Manifest des bahianischen Karnevals entwickelt hat.
Circuitos Dodô e Osmar
Salvador ist weltweit bekannt durch seinen besonders mitreissenden Strassenkarneval, der Millionen von begeisterten Karnavals-Fans aus der ganzen Welt anlockt. Inzwischen wird die Stadt von mehreren Trios Elétricos, und unzähligen Blocos in Stimmung gebracht.
Der “Cicuito Osmar“ – die traditionellste Karnevalsparade von Salvador, nutzt Teile der “Avenida Sete de Setembro“ und macht Zwischenstopps in “Campo Grande“ und auf der “Praça Castro Alves“. Auf der Paradestrecke von vier Kilometern und einer Dauer von fünf Stunden, begleiten grosse Stars der bahianischen Musik die Menge der Fans, von Campo Grande bis zur Avenida Sete de Setembro. Diese Wegstrecke bietet den Besuchern die Gelegenheit, das Stadtzentrum von Salvador kennenzulernen und der Parade vorbei an einer Reihe interessanter touristischer Sights und jahrhundertealter Gebäude zu marschieren.
Der “Circuito Dodô” dagegen ist ideal für diejenigen, der ein Szenario mit berühmten Stadtstränden der historischen Altstadt vorzieht – inklusive der “Praia do Porto“ und dem “ “Farol da Barra“ (Leuchtturm). Und weil die Parade an der Küste entlang führt, überrascht sie den Besucher mit herrlichen Eindrücken im ersten Licht des Morgens. Die gesamte Wegstrecke beträgt 4,5 Kilometer und dauert fünf Stunden.
Kuriosität
Die Potenz des Motors eines neuzeitlichen Trio Elétrico liegt zwischen 300 und 440 PS, und die maximal erlaubte Lautstärke seiner Boxen liegt bei 110 Dexibel – gemessen in einer seitlichen Entfernung von fünf Metern und einer Höhe von 1,5 Metern über dem Boden.