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Die Violinsonate B-Dur, KV 454 gehört zu den zuletzt von Wolfgang Amadeus Mozart geschriebenen und wurde wegweisend für dieses Genre. Das zentrale Andante ist eine der schönsten melodischen Eingebungen des Musikers, mit einer Ruhe und Gelassenheit, die nur für einen Moment durch den Übergang in Moll getrübt wird.
Fast hundert Jahre später nimmt uns Johannes Brahms mit seiner Violinsonate Nr. 1 in G-Dur mit in eine Welt von intensiver Lyrik. Das Thema des dritten Satzes nimmt die Melodie seiner Lieder Regenlied und Nachklang auf. Der charakteristische Anfang dieses Motivs, mit der dreimal auf einen punktierten Rhythmus gespielten gleichen Note, findet man auch am Anfang des einleitenden Vivace ma non troppo wie auch im mittleren Teil des Adagios. Die aus der gleichen Epoche stammende Sonate für Violine und Klavier A-Dur von César Franck lässt uns in eine ganz andere, an heftigen Kontrasten reiche Welt eintauchen. Wie viele der Partitionen des Komponisten, basiert sie auf einem zyklischen Vorgang, den er vorab von Franz Liszt übernommen hat: das einleitende Thema, auf einem Terzintervall aufgebaut, dient als Matrix für das ganze Werk. Wenn schliesslich die Partita von Witold Lutoslawski aufgrund ihres Titels Anspielungen auf Musik aus der Vergangenheit macht, ist ihre Sprache zweifellos modern. Die drei Sätze, in denen sich melodische Intensität und percussive Elemente überlagern, stehen im Wechsel mit den ad libitum, für die der Komponist keine Koordination unter den Instrumenten vorsieht und so einen überraschend meditativen, improvisierten Dialog kreiert.