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Am 1. Dezember 2001 hat die ISO den ersten ISO-Standard für digitale Druckvorlagen basierend auf PDF (PDF/X-1a:2001) veröffentlicht. Damit war es erstmals möglich, eindeutig definierte Druckvorlagen in CMYK und Sonderfarben auszutauschen.
Dieser Standard hat lange Zeit gute Dienste geleistet. Aber mit dem Einzug von Transparenz in die Layoutprogramme wurde die Verwendung von PDF/X-1a (und auch PDF/X-3) immer problematischer, da bei diesen Standards eine Transparenzreduktion zwingend ist. Dabei werden oft Objekte zerstückelt oder sogar Objekttypen geändert (aus Texten werden Vektoren oder sogar Bilder). Dies erschwert die Weiterverarbeitung dieser Dateien ungemein.
PDF/X-1a ist ein 15 Jahr altes Datenformat, das für Druckvorlagen aus modernen Layout-Programmen ungeeignet ist!
Aus diesem Grund haben wir bereits 2005 in der ISO-Arbeitsgruppe begonnen, den PDF/X-4 Standard zu erarbeiten, der u.a. auch native Transparenz unterstützt. Dies löst viele Probleme bei der Datenübergabe. Heute is die grosse Mehrheit der Druckereien technisch in der Lage, PDF/X-4-Dateien mit Live-Transparenzen zu verarbeiten. Es gibt daher keinen Grund mehr, mit 15 Jahre alten Datenformaten zu arbeiten.
Trotzdem werden viele Druckvorlagen immer noch als PDF/X-1a und PDF/X-3 (oder sogar ohne Standard) erstellt. Dies ist grobfahrlässig!
Bei meiner Umfrage im Sommer haben mehr als 60% der Teilnehmer angegeben, dass PDF/X-4 nicht das häufigste Datenformat ist. Da die Leser von PDF-AKTUELL sicher zu den fortschrittlichsten PDF-Anwendern der Branche zählen, dürfte der Anteil von PDF/X-4 in der Realität noch weit geringer sein!
Für die meisten Betriebe besteht dringender Nachholbedarf. Deshalb habe ich mich entschlossen, neben der PDF Master Class II auch das PDF/X-4 Seminar im nächsten Jahr nochmals anzubieten. Die Seminartermine für das erste Halbjahr wurden gerade veröffentlicht.