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- Seit Dezember 2016 läuft im Oberengadin das Projekt «Klimaanpassungsstrategie Seeeis». Ziel ist, die gefrorenen Seen weiterhin touristisch nutzen zu können.
- Auslöser war die Beobachtung, dass die Oberengadiner Seen schlechter frieren als in der Vergangenheit. Hinzu kamen Unfälle.
- In den nächsten Wochen führt die HTW im Rahmen dieses Projekts Belastungsversuche durch, um das Verhalten der Eisdecke zu beobachten.
Die Tests sollen auf dem St. Moritzersee stattfinden, der momenten über eine 50 - 60 cm dicke Eisschicht verfügt, sagt Barbara Krummenacher, Umweltingenieurin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der HTW, zuständig für die Feldversuche.
Mit einem Autokran würden 40 cm dicke Betonplatten (1.60 x 80 cm) aufeinander gestapelt. Jede dieser Platten wiegt 1,3 Tonnen. «Wir denken, dass das Eis bei 10 - 12 Tonnen bricht», sagt Krummenacher. Dabei werde die Deformation des Eises und die Entwicklung der Risse beobachtet. Ziel sei eine verbesserte Methode für die spezifische Situation im Oberengadin, um die Belastungsfähigkeit der gefrorenen Seen besser abschätzen zu können.
Vor drei Jahren kam es auf dem Silvaplanersee zu einem tragischen Unfall. Ein Pistenfahrzeug brach im See ein, der Fahrer kam ums Leben. Letztes Jahr stürzten beim Pferderennen White Turf drei Pferde wegen eines Risses, eines musste eingeschläfert werden.