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Die im 7. Jahrhundert niedergelegte Heilige Schrift des Islam gilt rund anderthalb Milliarden Muslimen weltweit als das Wort Gottes, das dem Propheten Mohammed offenbart und von dessen Schülern aufgezeichnet wurde. In seiner kanonischen Textfassung enthält der Koran 114 Suren, die zahlreiche sprachliche Besonderheiten aufweisen. Dem versierten Orientalisten und Lyriker Friedrich Rückert gelang es in seiner Koranübersetzung auf einzigartige Weise, dem Klang und der Rhythmik des arabischen Originals nachzuspüren. Rückerts wunderbare Übersetzung blieb leider unvollendet.
Portrait
Friedrich Rückert (1788 – 1866): Rückert arbeitete als Lehrer, zudem schrieb er Gedichte und Sonette. Nach einer Italienreise lernte er Persisch. Er befasste sich mit zahlreichen Sprachen, u. a. mit afroasiatischen und Turksprachen. Er zählt zu den Gründern der Orientalistik. Zu seinen heute noch gelesenen Werken gehört seine Auswahlübersetzung des Korans. Im Gegensatz zu oft schwer lesbaren wissenschaftlichen Ausgaben versuchte Rückert die Versform des Korans in die deutsche Sprache zu übertragen und schaffte somit eine einzigartige Übersetzung.