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Sowjetische Polarforscher hatten den so genannten Pol der Unzugänglichkeit 1958 erstmals mit Schneefahrzeugen erkundet. Dabei haben die Forscher den weitesten von allen Ozeanen entfernte Punkt der Erde erreicht und dort einen kleinen Stützpunkt errichtet. Nach zwei Wochen zogen sie wieder ab, nicht ohne jedoch den steinernen Lenin zu hinterlassen, dessen Blick sie gegen Moskau richteten.
Fast 50 Jahre später haben die vier Polarforscher die geographische Mitte der Antarktis erreicht. Das Team aus drei Briten und einem Kanadier legte nach eigenen Angaben mehr als 1.700 Kilometer zurück, bevor es den Pol am 19. Januar 2007 als Erste nur mit Hilfe von Skiern und Windsegeln erreichte. «Wir bemerkten einen schwarzen Punkt am Horizont. Als wir näher kamen, erschien der Umriss der Büste - wir konnten es nicht glauben», schrieb das von dem Kanadier Paul Landry geführte Expeditionsteam auf seiner Internetseite. «Wir waren alle so erschöpft, dass wir einfach unser Zelt aufgestellt haben - mit Lenins strengem Blick auf uns.» Zuletzt hatte 1989/90 ein französisches Expeditionsteam mit Hundeschlitten die geographische Mitte der Antarktis besucht.
Die Station «Pol der Unzugänglichkeit» (russisch = «Poljus Nedostupnosti») wurde für meteorologische Bobachtungen und Messungen im Rahmen der dritten sowjetischen Antarktis-Expedition, die 1958 im Internationalen Geophysikalischen Jahr stattfand, eingerichtet und vom 14. bis 26. Dezember 1958 betrieben. Sie bestand aus drei Hütten, darunter einer kleinen Schutzhütte für vier Personen und Hütten für Funk- und Messanlagen sowie Elektronik. Die in der Umgebung der Station durchgeführten Beobachtungs- und Forschungsarbeiten erfolgten teilweise aus Laborfahrzeugen. Heute ist von der Station ausser der Büste von Lenin nur noch ein Gebäude vorhanden, das jedoch vom Schnee schon fast vollständig begraben wurde. Der Ort ist als historische Stätte geschützt.
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