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Langenthal–Jura-Bahn
|Kürzel||LJB|
|Bahntyp||Schmalspurbahn|
|Betriebseröffnung||1907-10-26|
|Mutiert||Ab 1958-01-01 Oberaargau–Jura-Bahn|
|Daten vorhanden||ja|
Daten
Allgemeine Bemerkungen
Die Kommentare sind bewusst kurz gehalten. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, gewisse Daten oder auch Datenlücken verständlicher zu machen, wobei das Hauptaugenmerk auf die Finanzzahlen fällt. Primäre Quelle bilden die Eisenbahnstatistik respektive die dortigen «Bemerkungen betreffend die einzelnen Bahnunternehmungen», die jeweils am Schluss der Bände stehen. Auf weitere Quellen- oder Literaturangaben wird verzichtet, obwohl solche teilweise mit eingeflossen sind. Die Kommentare sind der Einfachheit halber grundsätzlich in der Vergangenheitsform verfasst. Es heisst also beispielsweise: Bahn X «war» eine Aktiengesellschaft, auch wenn dies noch heute der Fall sein sollte.
Kommentar
Die 1907 in Betrieb genommene und von Beginn an elektrifizierte (Gleichstrom) LJB gehörte einer Aktiengesellschaft. Sie führte von Langental über Bannwil und Niederbipp nach Oensingen und stellte damit eine Querverbindung zwischen den Hauptlinien Olten–Bern und Olten–Solothurn her.
Die LJB war hauptsächlich auf den Personenverkehr ausgerichtet. Ihre Betriebsergebnisse lagen im beobachteten Zeitraum stets im positiven Bereich, reichten aber vor allem in den Anfangsjahren nicht immer aus, um die Zinsen aufzubringen. Durchwegs auf relativ hohem Niveau bewegten sich die schwebenden Schulden der LJB, was sich entsprechend auf die Zinspflichten auswirkte. Völlig unklar ist, wie die Reservenbildung geschah, da die Statistik keinerlei Einzahlungen in Fonds auswies. 1921 baute die LJB durch eine Reduktion des Aktienkapitalwerts um 340'000 Franken ihre Schulden und den Passivsaldo ab. Ende der 1930er-Jahre verdüsterte sich die Finanzlage der LJB schnell und bedrohlich. 1943 wurde der Betrieb auf dem Teilstück Oensingen–Niederbipp eingestellt. 1958 fusionierte die LJB mit der Langenthal–Melchnau-Bahn (LMB) zur Oberaargau–Jura-Bahn (OJB).
In der Baurechnung der LJB wurden im Jahr 1915 offensichtlich Hochbaukosten neu den elektrischen Einrichtungen zugeteilt, dann aber 1917 wieder auf die Hochbauten zurückgebucht. Entsprechend stiegen und sanken die fraglichen Werte in diesem Zeitraum.
Erwähnungen
Diese Bahn wird auch in den Kommentaren folgender Bahnen erwähnt: