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Ein Ensemble aus Bestand und Anbau
Der Gestaltungsplan verlangt, die bestehende heilpädagogische Schule mit einem Anbau im südlichen Bereich des Grundstücks zu erweitern. Das Projekt sieht einen dreigeschossigen Gebäudekörper vor, der mit dem Bestand über einen niedrigeren, vertikal zurückgestaffelten Trakt verbunden ist.
Ein Ziel war es, den Anbau visuell mit dem Haupthaus zu verschmelzen.
Der Anbau ist in Grösse und Volumen ähnlich wie der Altbau. Er ist in seiner Erscheinung als verwandtes Gegenüber konzipiert, um die Zugehörigkeit zum Altbau zu betonen.
Um auch die grossen Fensterflächen in ein zusammenhängendes Fassadenbild zu integrieren, erhalten sämtliche Öffnungen eine Sprossenteilung. Diese Struktur ermöglicht es, die Fassadenöffnungen in Grösse und Position zu variieren, ohne zwangsläufig einen Kontrast zu erzeugen. Die Grösse der Fenster sowie die Proportion der Sprossenteilung ist gegenüber dem Altbau leicht differenziert.
Nicht nur werden architektonische Elemente vom Altbau auf den Neubau übertragen, sondern auch umgekehrt. So wird das Farbkonzept und die Gaubenform aus dem Neubau im Altbau übernommen. Neue Fensteröffnungen erhalten das gleiche Format wie jene im Neubau. So entsteht ein angemessenes Gleichgewicht und ein Ensemble, bei dem auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, welcher Teil neu oder bestehend ist.
Einbettung in Quartier und Topographie
Das abgeschleppte Satteldach im Süden schliesst den Anbau zum Rübenweg hin ab und vermittelt mit seiner zweigeschossigen Fassade zwischen dem Schulgebäude und dem gegenüberliegenden, denkmalpflegerisch wertvollen Haus am Kapfsteig 56. Die Form des Daches mildert die Baumasse geschickt ab und bettet den Neubau sanft in die abfallende Topografie ein. Für die Nutzungen im Erdgeschoss und Untergeschoss entstehen spezifische Situationen California region phone , Ausblicke und Zugänge.
Ein Eingang für die Grossen und die Kleinen
Der Haupteingang wird von der Hofseite auf die Längsseite des Gebäudes verlegt und ist dem Kapfsteig zugewandt. Die bogenförmige Öffnung markiert den Eingang und dient der Orientierung. Durch den gemeinsamen Eingang für alle Altersstufen wird das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler gestärkt. Im angrenzendem Foyer treffen sich die beiden Bereiche, nämlich der Bereich für die jüngeren Kinder, der sich im Altbau befindet, und der Bereich, der den älteren Schülern vorbehalten ist im Süden.
Die Aufteilung in zwei Gebäudeteile entspricht auch den unterschiedlichen Bedürfnissen nach Offenheit und Geborgenheit in den verschiedenen Altersstufen. Durch die kleineren Fensterformate und die Dachschräge im Dachgeschoss wirken die Räume für die jüngeren Kinder im Altbau geborgener. In den Bereichen für die älteren Schüler besteht ein stärkerer Bezug nach aussen.
Bauherrschaft
Heilpädagogische Tagesschule Stiftung Rafaelschule
Architekt
Thomas De Geeter Architektur GmbH
Landschaftsarchitekt
Cukrowicz Landschaften GmbH
Bauingenieur
AF Toscano AG
Bauphysik / Akustik
BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH
HLKS
Haerter & Partner AG
Elektro
Mosimann + Partner AG