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WASHINGTON - BLICK-Korrespondent Peter Hossli verfolgt die US-Wahlen vor Ort. Im Skype-Interview erklärt er, warum Romney Bürger vom Wählen abhalten will und Obama trotz weniger Stimmen gewinnen könnte.
In zwei Tagen entscheiden die Amerikaner, wer der mächtigste Mann der Welt wird. Es wird eine sehr enge Wahl: Landesweit liegen beide gleich auf, doch Obama führt in den Swingstates.
Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney kommen landesweit beide auf exakt 48 Prozent der Stimmen, wie eine heute veröffentlichte Umfrage von «Washington Post» und «ABC News» zeigt. Noch am Freitag lag Obama in dieser Umfrage mit 0,07 Prozent vorne.
Klar, dass die beiden Kandidaten keine Möglichkeit auslassen, um die unentschlossenen Wähler auf ihre Seite zu locken. Dutzende Freiwillige klopfen an die Türen der Häuser, um die Stimmen der Bewohner zu gewinnen. Romney und Obama selbst haben in den nächsten zwei Tagen einen Redemarathon vor sich.
Auch der Sturm Sandy wird sich auf das Wahlverhalten der Bevölkerung auswirken. «In den Staaten New Jersey und New York wird Barack Obama sicher gewinnen. Aber wird aber vermutlich weniger Stimmen machen, als er gedacht hätte», sagt BLICK-Korrespondent Peter Hossli im Skype-Interview.
Brisant: Das könnte dazu führen, dass Romney landesweit mehr Stimmen holt – Obama aber trotzdem zum US-Präsidenten gewählt wird.
Entscheidend für den Sieg ist nämlich die Gesamtzahl der sogenannten Wahlmänner. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmte Anzahl Wahlmänner (je nach Einwohnerzahl). Der Sieger eines Bundesstaates erhält dann alle Stimmen der Wahlmänner, egal wie knapp die Wahl war. Und diese küren dann formal den Präsidenten.
Hossli ist überzeugt: «Gewinnt Obama tatsächlich mit weniger Gesamtstimmen die Wahl, würde dies sehr heftige Diskussionen über das amerikanische Wahlsystem auslösen.» (woz)