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Die Wiederentdeckung von transkontinentalen Eisenbahnlinien
Es mutet doch etwas abenteuerlich an, wenn man die Karte betrachtet, auf welcher die 10'000 km lange Strecke von China nach Deutschland verzeichnet ist. Darauf war Ende September bis Anfang Oktober ein Güterzug unterwegs, welcher ausschliesslich IT-Produkte der Firma Fujitsu Siemens Computers transportiert hat (die hier auch schon in der Kritik standen).
Nach Angaben des Unternehmens ist man mit der Eisenbahn ein Drittel schneller als mit dem Schiff und Dreiviertel günstiger als auf dem Luftweg. Und man spart 95% CO2 gegenüber dem Transport mit dem Flugzeug. Unklar ist, ob es sich nur um einen einmaligen Pilotversuch handelte oder man beabsichtigt, regelmässig Eisenbahntransporte durchzuführen.
Über den Sinn und Unsinn von nationalen und internationalen Warentransporten (z.B. auch Joghurt) kann man geteilter Ansicht sein. Fakt ist, dass es mit den heutigen wirtschaftlichen Voraussetzungen immer noch interessant ist, in einem Land "far, far away" zu produzieren. Und dass dann lange Transportwege zu den Endkunden notwendig sind.
Aber ich behaupte, dass dies mit steigendem Lebensstandard in Schwellenländern resp. dem kleiner Werden des Lohnunterschiedes kombiniert mit steigenden Kosten des auf fossilen Ressourcen basierenden Transportes bald weniger interessant sein wird.