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Auf der Strasse findet ein Fest statt mit Musik, Volksauflauf, Stimmengewirr, Lachen, Lärm. Eine junge Frau, Isabelle, verfolgt das Geschehen von ihrem Fenster aus, und auf einen entsprechenden Zuruf von unten antwortet sie, sie wolle nicht herunterkommen, denn sie erwarte Henri. Vom gegenüberliegenden Fenster verfolgt eine andere Frau das Fest, mit einem Kind vorerst, dann mit zwei, schliesslich mit drei und mit ihrem Mann; es entsteht so das Bild einer lebendigen, fröhlich-unbeschwerten Familie.
Henri tritt ins Zimmer, umarmt Isabelle leidenschaftlich, und zwischen dem Paar entwickelt sich ein Gespräch über den Wunsch nach einem Kind, über die Zusammenhänge zwischen der Liebe und der Zeugung, über die Erfüllung und die Möglichkeiten einer Gemeinsamkeit, die über das Alltägliche, das Materielle hinausweist.
Anne Marie Miéville versteht es, mit knappen, ökonomisch eingesetzten Mitteln, zugleich aber mit sehr viel Feingefühl und Können das Geschehen des Films zu entwickeln. Ein Blick auf dieses Fenster, ein Blick auf jenes Fenster, dazu die Geräusche der Strasse — all das genügt bereits, um das Wesentliche herauszuschälen und den nachfolgenden Dialog in Gang zu bringen und zu motivieren. Sie versteht es zudem, die Schauspieler so zu führen, dass sich der Zuschauer gleich zu Beginn einbezogen fühlt in die Geschichte des Films und dass der kleine Film eine Grösse und Weite erhält, die beeindrucken. Dazu kommt einmal mehr die präzise und perfekte Kameraarbeit von J.B. Menoud.