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aus zerstoßenen bittern oder süßen
Mandeln durch
Pressen gewonnenes fettes
Öl, ist zuerst etwas trübe
und schleimig, klärt sich aber bald, besonders nach dem
Filtrieren,
[* 2] und ist dann auch haltbarer. Es ist
gelblich, dünnflüssig, geruchlos, schmeckt mild süßlich, spez. Gew. 0,917,
wird leicht ranzig, löst sich in jedem
Verhältnis in
Äther, in 25 Teilen kaltem und 6 Teilen heißem
Alkohol, erstarrt bei
-21° butterartig und trocknet nicht an der
Luft. Das Mandelöl wird in der
Medizin zu
Emulsionen und zarten
Salben,
als Kosmetikum und wohl auch als Speiseöl benutzt. Das gewöhnliche Mandelöl des
Handels ist häufig mit
Baumöl vermischt. -
ÄtherischesMandelöl, s. v. w.
Bittermandelöl.
Ohne jede nähere Bezeichnung versteht man unter dem Namen M. stets das sowohl in den süßen, als auch
in den bitteren Mandeln enthaltene, geruchlose feine fette Öl, während das sogenannte ätherische M., welches
nur aus bitteren Mandeln gewonnen werden kann, im Handel stets Bittermandelöl (s. d.) heißt. Das meiste im Handel vorkommende
fette M. (oleum amygdalarum expressum oder dulce) dürfte wohl aus bitteren Mandeln gewonnen sein, da die hier zurückbleibende
Masse dann noch zur Herstellung von ätherischem Bittermandelöl verwertet werden kann.
Das Pressen der bitteren Mandeln behufs Gewinnung des fetten Öles darf nur kalt geschehen und dürfen auch die zerkleinerten
Mandeln nicht mit Wasser befeuchtet werden. Die süßen Mandeln dagegen können sowohl warm, als auch angefeuchtet gepreßt
werden. Das Auspressen wird meist nur in den Erzeugungsländern besorgt und die Ware sowohl in Fässern,
als auch in Blechflaschen versendet. Gutes M. ist völlig klar, blaßgelblich, dünnflüssig, von mildem reinem Geschmack,
trocknet nicht an der Luft, von 0,917-0,920 spezif. Gewicht; bei -16° C. wird es weiß getrübt, bei -20° erstarrt es.
In kochendem Alkohol ist das M. löslich, in kaltem nur wenig. Aus bitteren Mandeln gewinnt man bis zu
36, aus süßen
¶
mehr
bis 46% Öl. Beide Öle zeigen insofern eine kleine Verschiedenheit, als das Öl aus süßen Mandeln bei der Elaidinprobe (s.
Öle) früher erstarrt und fast vollständig fest wird, während das der bitteren erst ca. 12 Stunden
später erstarrt. Das M. wird sehr häufig verfälscht, namentlich mit Aprikosenkernöl, Pfirsichkernöl, Sesamöl etc.;
solche Verfälschungen lassen sich nur durch feinere chemische Prüfungen ermitteln. Man verwendet das M. in Apotheken. -
Zoll: Fettes gem. Tarif im Anh. Nr. 26 a 1 und 4; ätherisches
Nr. 5 a.
fettes, durch Auspressen von gemahlenen süßen und bittern Mandeln gewonnenes Öl, hat ein spec. Gewicht
von 0,915 bis 0,920, ist leichtflüssig, hellgelb, enthält viel Oleïn und erstarrt deshalb erst bei
-12 bis -15° C.; Geschmack angenehm mild. Mandelöl unterliegt vielen Verfälschungen, besonders mit den Ölen der Pfirsich- und Aprikosenkerne;
beide geben jedoch beim Schütteln mit einem Gemisch gleicher Volumina rauchender Salpetersäure und Wasser ein rosa- bis
dunkelorangerotes Liniment, während echtes eine weißlich gefärbte Mischung liefert. Mandelöl kostet
(1896) im Großhandel 2,70 Mandelöl das Kilogramm.