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Naturschutzgebiet Les Rigoles de Vionnaz
Mit einer Fläche von 17,5 Hektaren ist das Gebiet der « Rigoles de Vionnaz » heute das grösste zusammenhängende Feuchtgebiet in der Ebene des Unterwallis. Es gibt dort Auenwald, eine ausgedehnte Schilffläche und vor allem ein Torfgebiet – das einzige der ganzen welschen Schweiz, das im Tal liegt. Auf dem sauren und nährstoffarmen Boden wachsen so seltene Pflanzen wie der fleischfressende Sonnentau.
1980 wurde mit den Eigentürmern des Gebietes (Ciba-Geigy und die Gemeinde Vionnaz) ein Vertag unterzeichnet und das Gebiet unter Schutz gestellt. Aber ohne entsprechende Pflege verlandet das Feuchtgebiet. Es verbuscht und vertrocknet und verliert schliesslich seine Bedeutung. Pro Natura beschloss deshalb einzugreifen: mit Hilfe von Freiwilligen (Mitglieder der Murithienne und des CADE-HL, Aktionskomitee zur Umwelterhaltung am Obersee) wurde das Torfgebiet entbuscht und das Schilf zum Teil gemäht.
Dank Spenden und Subventionen konnte Pro Natura Wallis ab 1996 ein Projekt zur Rettung des restlichen Feuchtgebietes realisieren. Ans Moor angrenzend wurde ein grosser Teich für Vögel, Feuchtwiesen für Pflanzen und kleine Tümpel für Amphibien erstellt. Tiefgreifende Eingriffe waren nötig, um die Ausgewogenheit des Wasserhaushaltes wieder herzustellen. Kontrollierte Überschwemmungen sollen eine erneute Verbuschung verhindern, so dass keine Entbuschzungsaktionen mehr durchgeführt werden müssen.
Literatur
Giugni J.-F., 1987 : Les Rigoles de Vionnaz. Info-Nature n° 12. LVPN, Sion, 11 pages.