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Ausstieg aus Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen
Um die nationalen und internationalen Umweltziele zu erreichen, haben Automobilhersteller alternative kraftstoffbetriebene Autos entwickelt.
Tatsächlich haben viele Länder – beispielsweise China, Frankreich, Dänemark, Indien, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, Norwegen und Schweden – beschlossen, den Verkauf neuer PKWs mit fossilen Brennstoffen bis 2030–2040 zu verbieten.
Einige Städte haben sogar die Fossil Fuel Free Streets Declaration („Erklärung für einen Straßenverkehr ohne fossile Treibstoffe“) unterzeichnet, und sich damit verpflichtet, bis 2030 alle nicht-emissionsfreien Fahrzeuge zu verbieten: Auckland, Barcelona, Brüssel, Kapstadt, Kopenhagen, London, Los Angeles, Madrid, Mexiko-Stadt, Mailand, Paris, Rom und Vancouver, um nur einige zu nennen. Das Ziel ist klar: Die Reduzierung der CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen – wie Benzin und Diesel –, die den Klimawandel verursachen.
In diesem Zusammenhang sind drei Hauptalternativen zu fossilen PKWs entstanden: Elektrofahrzeuge (EV), Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) und Fahrzeuge, die Biokraftstoffe nutzen.
Biokraftstoff-Fahrzeuge
Biokraftstoffe, wie Ethanol oder Biodiesel, sind alternative Kraftstoffe, die direkt aus Biomasse (Pflanzen oder organischen Abfällen) hergestellt werden. Theoretisch sind Biokraftstoffe kohlenstoffneutral, da das Kohlendioxid, das von den Pflanzen während ihres Lebens aufgenommen wird, mehr oder weniger gleich dem Kohlendioxid ist, das bei der Verbrennung des Kraftstoffs freigesetzt wird. Darüber hinaus gelten Biokraftstoffe im Allgemeinen als erneuerbare Energien, da die Pflanzen schnell nachwachsen können.
Im Jahr 2018 lag der Anteil der Biokraftstoffe am gesamten Kraftstoffbedarf des Verkehrs leicht über 3 %. Ethanol ist der erste alternative Kraftstoff, der weltweit verbraucht wird. Die Hauptproduzenten/Exporteure von Biokraftstoffen befinden sich in großen Agrarländern (Brasilien, Argentinien und Indonesien) oder in Ländern mit einer günstigen Versteuerung von Biokraftstoffen (USA). Kontinentaleuropa ist der wichtigste Verbraucher/Importeur von Biokraftstoffen.
Elektrofahrzeuge (EV)
Elektrofahrzeuge stellen eine schnell wachsende Alternative zu Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen dar. EVs verwenden Strom, um einen Elektromotor anzutreiben. Der benötigte Strom – der aus einer Vielzahl von Quellen erzeugt werden kann, etwa erneuerbare Quellen wie Solar- und Windenergie – wird in Batterien gespeichert. Heute verwenden die meisten EVs Lithium-Ionen-Batterien aufgrund ihrer hohen Energie- und Leistungsdichte und ihrer langen Lebensdauer.
Im Jahr 2018 stieg der weltweite Absatz neuer EVs auf zwei Millionen Stück (+70 % mehr als 2017!), wobei rund 50 % des weltweiten Umsatzes in China erzielt wurden. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf die erheblichen Kostensenkungen, die verbesserte Leistung von Batterien und auf staatliche Subventionen einiger Länder wie China zurückzuführen. Vorreiter sind heute China, Europa und die USA mit dem größten Bestand an Elektrofahrzeugen im Umlauf.
Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV)
EVs können anstelle einer Batterie auch eine Brennstoffzelle zum Antreiben eines Elektromotors verwenden. Die Brennstoffzelle nutzt Sauerstoff aus der Luft und Druckwasserstoff zur Stromerzeugung. Bei der Umwandlung von Wasserstoffgas in Strom fallen lediglich Wasser und Wärme als Nebenprodukt an. Wird der Wasserstoff mithilfe erneuerbarer Energien (z. B. Sonne, Wind) hergestellt, stellt die Verwendung von Wasserstoff eine vollständige Entkarbonisierung der Mobilität dar.
Ende 2018 betrug der kumulierte Absatz von Brennstoffzellenfahrzeugen weltweit 10 000 Stück. Drei FCEVs wurden für die gewerbliche Vermietung und den Verkauf eingeführt: der Hyundai Nexo, der Honda Clarity und der Toyota Mirai. Im Durchschnitt können diese Modelle in 3 bis 5 Minuten betankt werden und haben eine Reichweite von 500 km (ca. 300 Meilen). Diese Vorteile werden von den Verbrauchern sehr geschätzt. Um den Einsatz von FCEVs jedoch weiter zu entwickeln, sind Infrastrukturen entscheidend: Es werden mehr Wasserstofftankstellen benötigt. Das ist heute die größte Herausforderung.
Die Nutzung alternativer kraftstoffbetriebener Fahrzeuge vorantreiben
Die eingangs vorgestellten Alternativen werden sicherlich dazu beitragen, die Mobilität per Fahrzeug – zumindest teilweise – zu entkarbonisieren. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, aber es wurden Fortschritte erzielt, und die Entwicklung geht aufgrund von Regulierung und Verbrauchernachfrage immer schneller voran. Aufgrund seiner Schlüsselrolle in der Rohstofffinanzierung kann BNP Paribas helfen, diesen Prozess zu beschleunigen, indem es die gesamte Wertschöpfungskette von Biokraftstoffen (von der Produktion bis zum Vertrieb), die Komponenten der Lithium-Ionen-Batterien (Lithium, Kobalt, Mangan, Nickel und Graphit) finanziert und die Entwicklung von Wasserstoff als Energieträger beschleunigt.