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* 13.02.1926 in Brahesborg-Gamtofte, Insel Fünen (DK)
– † 05.09.1998 in Kopenhagen (DK)
Beruf: Designer, Architekt
Sohn des Henry Panton (Wirt) und der Ellen, geborene Koch-Hansen. Erste Heirat mit Tove Kemp. Zweite Heirat 1964 mit Marianne Pherson-Oertenheim. Ein früh verstorbener Sohn aus erster Ehe, eine Tochter aus zweiter Ehe.
Verner Panton wuchs in Gamtofte auf Fünen als älterer von zwei Brüdern auf. Als er zehn Jahre alt war trennten sich seine Eltern. Panton lebte danach bei seinem Vater, der mit seiner neuen Ehefrau drei weitere Kinder hatte. Nach der Schulzeit leistete Panton 1944/45 Militärdienst in Odense (DK). Parallel dazu besuchte er dort von 1944 bis 1947 die Technische Schule. Panton schloss sich 1944 der Widerstandsbewegung gegen die deutschen Besatzer an und musste deshalb im letzten Kriegsjahr untertauchen.
Von 1947 bis 1951 studierte er Architektur an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen. Zwischen 1950 und 1952 arbeitete Panton im Büro des Architekten Arne Jacobsen. Dort beschäftige er sich insbesondere mit Inneneinrichtung und Möbeldesign und arbeitete unter anderem auch an Entwürfen des weltbekannten Stuhls Ameise mit. 1953 begab sich Panton in seinem umgebauten VW-Bus auf ausgedehnte Reisen durch Europa und knüpfte dabei viele Kontakte zu Architekten und Künstlern. Auf dieser Reise entstanden zahlreiche Architekturprojekte und Möbelentwürfe. 1955 gab der dänische Möbelproduzent Fritz Hansen eine erste Serie mit Pantons Möbeln heraus.
1962 zog Panton für kurze Zeit nach Cannes, 1963 kam er nach Basel, wo seine Zusammenarbeit mit Hermann Miller von Vitra begann. Die Firma Vitra hatte Interesse bekundet, Pantons bekanntestes Designstück, den Panton-Chair, in Serie zu produzieren. 1967 wurde der Freischwinger aus farbigem Polyurethan erstmals präsentiert und schnell zu einer Ikone des Pop-Art-Designs. 1972 zog Panton mit seiner Familie nach Binningen. Dort baute er eine Villa ganz im Panton-Stil um und richtete insbesondere die Wohnräume so ein, dass sie auch als Show-Räume genutzt werden konnten. Panton hatte eine Vorliebe für kräftige Farben und geometrische Formen. Legendär waren seine Raumgestaltungen, die darauf abzielten, Boden, Wände und Decken sowie Möbel, Leuchten und Textilien zu einer Raumeinheit verschmelzen zu lassen.
1984 erhielt Panton eine Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Sein Werk wurde mit vielen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, darunter 1963, 1968 und 1981 mit dem International Design-Award USA, 1972 und 1986 mit dem Bundespreis gute Form und 1992 mit dem Norwegischen Designpreis. 1998 verlieh ihm die dänische Königin für sein Lebenswerk das Ritterkreuz vom Dannebrog–Orden. Im selben Jahr starb Verner Panton überraschend.
Autorin: Franziska Schürch
Verner Pantons Werk umfasst sowohl die Gestaltung von Räumen als auch den Entwurf von Möbeln, Leuchten, Objekten und Textilien. Seine Arbeiten prägten die Farbpalette der 1960er- und 1970er-Jahre. Pantons Nachlass und sein Werkarchiv mit zirka sechshundert realisierten und nichtrealisierten Projekten befinden sich im Vitra Design Museum in Weil am Rhein (D).
Biographie. In: Verner Panton. URL: www.verner-panton.com/de/person/biographie/, Zugriff 15.09.2014.
Sammlung Verner Panton 1926–1998. In: Vitra Design Museum. URL: www.design-museum.de/de/sammlung/archiv-nachlaesse.html#c5629, Zugriff: 14.09.2014.
Vegesack, Alexander von et al. (Hg.): Verner Panton. Das Gesamtwerk. Weil am Rhein 2000.