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Im Glarnerland sind Tagfalter der folgenden 5 Familien zu finden:
Die Ritterfalter (Papilionidae)
Die Ritterfalter sind grosse und meist prächtig gefärbte Schmetterlinge, die hauptsächlich in den Tropen verbreitet sind. Nur vier Arten sind auch im Glarnerland regelmässig anzutreffen. Unser
bekanntester und häufigster Ritterfalter ist der Schwalbenschwanz (Papilio machaon).
Auch der in den Glarner Alpen anzutreffende Apollo (Parnassius apollo) gehört zu den Ritterfaltern.
Die Weisslinge (Pieridae)
Die Familie der Weisslinge ist mit etwa 14 Arten im Glarnerland vertreten. Die Falter sind vor allem weiss oder gelb gefärbt mit zum Teil schwarzen und orangen Zeichnungen. Die Farben stammen von Harnstoffen, die in den Flügeln abgelagert sind. Einige der häufigsten Glarner Schmetterlinge gehören zur Familie der Weisslinge, so etwa der Kleine Kohlweissling (Pieris rapae) und der Rapsweissling (Pieris napi). Der im April und Mai fliegende Aurorafalter (Anthocharis cardamines) trifft man vor allem entlang von Waldrändern an.
Die Edelfalter (Nymphalidae)
Die Edelfalter sind im Allgemeinen grosse und bunt gefärbte Schmetterlinge, die mit etwa 30 Arten im Glarnerland vertreten sind. Im Unterschied zu den anderen Familien besitzen die Edelfalter (und die Augenfalter) nur vier Beine, da das vordere Beinpaar zu Putzpfoten umgewandelt ist. Zu den Edelfaltern zählen einige unserer bekanntesten und häufigsten Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge (Nymphalis io) oder der Kleine Fuchs (Aglais urticae). Ein bekannter Wanderfalter ist der Distelfalter (Vanessa cardui). Ebenfalls zu den Edelfaltern zählt die Unterfamilie der Perlmutterfalter. Sie sind auf der Oberseite orange mit dunkler Fleckenzeichnung, auf der Unterseite besitzen sie mehr oder weniger ausgeprägte Perlmutterflecken. Einer der häufigsten und grössten Perlmutterfalter ist der Kaisermantel (Argynnis paphia), der im Hochsommer entlang lichter Waldwege und Waldränder zu finden ist.
Die Augenfalter (Satyridae)
Die Augenfalter erhielten ihren Namen wegen der typischen Augenzeichnung, die mehr oder weniger ausgeprägt auf den Flügeln aller Augenfalter zu finden ist. Die etwa 29 im Glarnerland vertretenen Arten sind vor allem braun oder orange gefärbt. Wie die Edelfalter besitzen auch die Augenfalter nur vier Beine, da das vordere Beinpaar zu Putzpfoten umgewandelt ist. Zu den Augenfalter gehört der recht häufige Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus), auch „Schornsteinfeger“ genannt oder das vor allem auf Magerwiesen anzutreffende Schachbrett (Melanargia galathea) . Auch die Mohrenfalter gehören zu den Augenfaltern. Die Mohrenfalter entwickeln v.a. in den Alpen eine grosse und nicht ganz einfach überschaubare Artenfülle.
Die Bläulinge (Lycaenidae)
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Die Familie der Bläulinge ist im Glarnerland mit etwa 30 Arten reich vertreten. Die meisten Bläulinge sind relativ klein, und Männchen und Weibchen unterscheiden sich in Farbe und Zeichnung im allgemeinen deutlich (Sexualdimorphismus). Durch ein kleines Zipfelchen an den Hinterflügelenden erhielt die Unterfamilie der Zipfelfalter ihren Namen. Die kleinen Falter sind meist braun oder orange gefärbt, nur der Brombeerzipfelfalter (Callophrys rubi) hat als einziger Glarner Tagfalter eine grüne Unterseite. Die Falter der Unterfamilie der Feuerfalter (Lycaeninae) fallen vielfach durch ihre leuchtende Orangefärbung auf. Dazu gehört etwa der Dukatenfalter (Lycaena virgaureae). Die artenreichste Unterfamilie ist die der Echten Bläulinge (Polyommatinae). Die blaue Oberseite der Männchen hat der ganzen Familie den Namen gegeben. Die Weibchen hingegen sind im allgemeinen braun gefärbt. Noch überall häufig ist der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Ihn findet man das ganze Jahr über auf Wiesen.
|Eine Liste aller im Glarnerland vorkommenden Tagfalterarten finden Sie hier.|
|Text: Fridli Marti, 20.4.2010|