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Hiroshima Sehenswürdigkeiten Top 10
Hiroshima profitiert von sechs Flussarmen und wird deshalb gerne Metropole am Wasser genannt. Übersetzt heißt Hiroshima allerdings „weite Insel“ aufgrund seines Aussehens und weil es von so viel Wasser umgeben ist. Auf einer Fläche von 905,25 km² leben insgesamt 1.181.929 Einwohner und ist somit die elftgrößte Stadt Japans. Hiroshima teilt sich in insgesamt acht verschiedene Bezirke auf und beheimatet einige Außenstellen von Ministerien für Zentralregierungen für Chugoku. Hannover ist seit dem Jahr 1983 eine Partnerstadt Hiroshimas und sorgt unter anderem für einen regelmäßigen Jugendaustausch.
Hiroshima ist als gastfreundliche Stadt mit seinen vielen Traditionen und Sehenswürdigkeiten sehr beliebt. In der Tat hat Hiroshima, welches sich im Westen der japanischen Region Chugoku befindet, in vielerlei Hinsicht ein breites Angebot zu bieten. Besonders interessant ist die Vereinigung von Kultur und einer hoch entwickelten Industrie in einer Stadt. Hiroshima hat besonders viele Attraktionen zu bieten und erlangte durch den Atombombenabwurf im Jahr 1945 traurige Berühmtheit. Heute gibt es neben den zahlreichen Mahnmalen aber auch viele sehenswerte Besucherpunkte, die es anzuschauen lohnt. Eine Auswahl der besten Hiroshima Sehenswürdigkeiten haben wir hier für Sie zusammengestellt.
1: Atombombendom
Der Hiroshima Atombombendom Japan ist ein wichtiges Stück Geschichte dieses Landes und zeugt von der verehrenden Wirkung von Kriegswaffen. Das Gebäude wurde im Jahr 1915 als Industrie- und Handelskammer gebaut. Es ist von einem tschechischen Architekten entworfen worden und besaß drei Stockwerke. Im Stadtbild stach es klar hervor, da zur damaligen Zeit ausschließlich zwei Stockwerke üblich waren. In der Errichtung zeigte sich ein moderner Einfluss und es galt mit seiner großen Statur als sehr prächtig. Der 6. August 1945 verwandelte jedoch für immer das Aussehen des Ausstellungshauses. Die erste Atombombe, „Little Boy“, die vom B29-Bomber Enola Gay abgeworfen wurde, machte die Stadt den Erdboden gleich. Das Gebäude der Industrie- und Handelskammer war eines der wenigen Gebäude, die überhaupt noch als solches zu erkennen waren. Vier Jahre nach dem Abwurf der Atombombe entschloss sich die Stadt, das Gebäude und den umliegenden Bereich nicht wieder neu zu bebauen. Als Hiroshima Friedensgedenkstätte sollten die Überreste der Nachwelt ein Mahnmal gegen Krieg und den Einsatz von Atomwaffen sein. Das Kulturministerium erlangte 1996 die Aufnahme des Atombombendoms in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes.
2: Friedenspark
Ein weiteres Mahnmal und ein Zeichen für den Frieden, sowie gegen Kernwaffen ist der Hiroshima Friedenspark Japan. Wo heute der Friedenspark besteht, war vor dem Angriff mit der Atombombe ein sehr belebtes Wohn-, sowie Geschäftsviertel. Der Anschlag hatte verheerende Folgen, so starben 80.000 Menschen auf einen Schlag. Viele weitere hatten mit den Spätfolgen der Verstrahlung zu kämpfen. Das Wohngebiet war menschenleer und verwüstet. Die Menschen in Japan wollten mit dem Friedenspark ein Zeichen setzen und an die vielen Opfern gedenken. Im Jahr 1954 öffnete der Park und ist seitdem ein wichtiger Bestandteil in der friedlichen Demonstration gegen den Einsatz von Kernwaffen. Auch heute noch finden wichtige Veranstaltungen, wie Messen und Feste dort statt. Jährlich am 06. August wird eine Gedenkfeier veranstaltet, wo viele Menschen ihre Anteilnahme ausdrücken. Zahlreiche Monumente sollen an die schlimmen Folgen von dem Einsatz der Atomwaffen zeugen und vor ihnen warnen. Der bogenförmige Kenotaph ist eins der wichtiges Errichtungen mit der Aufschrift: „Ruhet in Frieden, denn dieser Fehler soll sich nicht wiederholen“. Er ist das Grabmal für all die Opfer, die direkt durch den Atombombeneinschlag oder an den Strahlenfolgen gestorben sind. Der Atombombendom ist ebenfalls Teil des Friedensparks.
3: Itsukushima-Schrein
Der Miyajima Itsukushima Schrein Japan wurde bereits im 6. Jahrhundert erbaut. Finanziert wurde er vom Kriegherren Taira no Kiyomori. Die Errichtung ähnelt sehr einem Pier und verläuft über die Bucht von Miyajima. Miyajima ist eine Insel vor der Küste Hiroshimas. Die Insel galt seit jeher als heilig und durfte von normalen Menschen nicht betreten werden. Bürger gelangten nur mit einem Boot durch Japans bekanntestes Tor im Wasser zur Insel. Es ist ganze 16 m hoch und gehört zu den bekanntesten Ansichten in Japan. Das Tor steht jedoch nur bei Flut im Wasser. Bei Ebbe kann es von der Insel aus auf dem Fußweg besichtigt werden. Gerne werden dann Muscheln in der Umgebung von dem Tor gesucht, auch als Andenken. Aber auch der Schrein ist von den Naturgewalten nicht hundertprozentig geschützt, obwohl er mit der vierfüßigen Bauweise sehr massiv errichtet wurde. Trotz all dem wurde er 2004 von einem Taifun schwer beschädigt, sodass er über eine gewisse Zeit nicht von der Öffentlichkeit besichtigt werden konnte. Erst im Jahr 2005 war er wieder zugänglich. Der Itsukushima-Schrein ist zu jeder Jahreszeit eine Besichtigung wert.
4: Hiroshima Burg
Diese Burg zählt zu den schönsten Einrichtungen in Hiroshima. Die Hiroshima Burg oder auch Karpfenburg wurde 1589 erbaut und diente als Unterkunft für die Feudalherren. Mōri Terumoto initiierte dabei den Bau der Karpfenburg. Zur damaligen Zeit nannte sich Hiroshima jedoch noch Gokamura und wurde erst in der Bauphase in das heutige Hiroshima umbenannt. Die Umbenennung ist darin begründet, dass eine eindrucksvollere Bezeichnung für den Ort gesucht wurde, an dem die imposante Burg entstehen sollte. Nach mehreren Schlachten wechselten auch immer wieder die Besitzer die Burg. In dem Krieg zwischen 1894 und 1895 diente die Hiroshima Burg Japan als militärische Einrichtung. Am 6. August 1945 wurde auch die Karpfenburg durch den Atombombenabwurf empfindlich zerstört. Im Jahre 1958 wurde jedoch ein Nachbau angefertigt, der größtenteils aus Beton erbaut wurde. Heute dient die ehemalige Karpfenburg als Museum, welches die Geschichte rund um die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg darstellt. Aufgrund seiner weitreichenden Geschichte ist die Hiroshima Burg in jedem Fall sehenswert.
5: Senjokaku Schrein
In Japan findet sich eine interessante Mischung aus Buddhismus und Shintoismus wieder. Eine solche Art von Verbindung wird auch Synkretismus genannt. Beide Religionen sind zwar getrennt voneinander, dennoch kommt es immer wieder zu Vermischungen. Ein solches Beispiel ist der Miyajima Senjokaku Schrein Japan. Übersetzt bedeutet der Name des Schreines Pavillon der tausend Tatamimatten. Tatamimatten gelten in Japan als Flächenmaß, sodass der Name auf die Größe des Schreines anspricht. Exakt genommen sind es jedoch nur 857. In der Tat ist der Senjokaku Schrein das größte Gebäude auf Miyajima und dabei ist es noch nicht einmal gänzlich vollendet worden. Im Jahre 1587 gab Hideyoshi Toyotomi, einer der drei Reichseiniger Japans, den Auftrag zum Bau des Schreines. Nach dessen Tod wurde der Bau jedoch abrupt unterbrochen und sein Nachfolger, Tokugawa Ieyasu, ließ den Schrein unvollendet. In dem Schrein sollten buddhistische Sutren für die in den Kriegen gefallenen Krieger rezitiert werden. Hierin zeigt sich auch die Verbindung zwischen Buddhismus und Shintoismus. Schreine gehören nämlich, im Gegensatz zu Tempeln, dem Shintoismus an. Es sollten also buddhistische Sutren in einem shintoistischen Gebäude rezitiert werden.
Weitere Namen des Schreines lauten Hokoku Schrein oder auch Toyokuni Schrein. Sie sind jedoch gänzlich ungeläufig, sodass ihn jeder Senjokaku nennt.
6: Shukkeien Garten
Japan ist auch für seine zahlreichen wunderschönen Gärten bekannt. Liebevoll angepflanzte Parkanlagen und kleine Gärten gehören praktisch zum Städtebild dazu. Der Hiroshima Shukkeien Garten Japan ist ein sehr hübscher Garten, der besonders im Frühjahr und Herbst mit schönen Ansichten lockt. Die Kirschblütenzeit kommt auch in diesem traditionsreichen Garten voll zur Geltung. Obwohl er relativ zentral gelegen ist, strahlt er eine außerordentliche Ruhe aus. Ursprünglich wurde der Shukkeien Garten, wie auch viele andere Anlagen von den Feudalherren im 17. Jahrhundert errichtet und sollte den Sitz dieser verschönern. Wird der Begriff Shukkeien sinngemäß übersetzt bedeutet es Miniaturlandschaftgarten. Der Name ist gut gewählt, da er zu der Ansicht der Anlage passt. Kleine Landschaften, in denen kleine Teiche und hübsche Brücken eingebettet sind, erwecken den Eindruck stetig neue Orte vor sich zu haben. Die verschiedenen Teichanlagen werden von beheimateten Koiarten bewohnt, die auch mit speziellem Futter gefüttert werden dürfen. Die reichhaltige Flora zeichnet den Shukkeien Garten als einen der schönsten aus. Im Jahre 1945 wurde auch diese schöne Anlage zerstört und öffnete im Jahre 1951 wieder ihre Pforten. Seither steht der Garten wieder in voller Pracht und hat ein sehr gepflegtes Erscheinungsbild.
7: Mazda Museum
Japan blickt zurück auf eine große Geschichte in der Automobilindustrie und neben zahlreichen anderen Autofabrikaten hat Mazda einen hohen Stellenwert eingenommen. Lange Zeit existierte jedoch kein Museum, in dem sich Interessierte die Klassiker der Automarke Mazda anschauen konnten. Im Jahr 1994 eröffnete dann das Mazda Museum Hiroshima. Das nahe dem Firmenhauptsitz gelegene Museum ist jedoch zunächst der breiten Bevölkerung nicht zugänglich. Erst seit dem Jahr 2005 können Menschen aus der ganzen Welt die Ausstellung mit Mazda Fahrzeugen besuchen. Im Museum werden die großen Meilensteine des Fabrikats Mazda aus Japan ausgestellt. Darunter sind Fahrzeuge der Firma aus längst vergangenen Tagen aber auch aus der heutigen Zeit. Aus vielen Jahrzehnten finden sich hier die bekanntesten Autos wieder. Der Mazda Cosmo Sport steht für die 60er Jahre, wie der RX-7s für die 70er, sowie 80er. Ein großer Teil der Geschichte in der Fahrzeugindustrie erfüllt der bekannte Roadster MX-5, der ebenfalls zur Besichtigung ausgestellt wurde. Selbst die Lasten-Dreiräder aus der Gründerzeit haben ihren festen Platz in dem Museum. Das Le-Mans-Siegerauto ist besonders schön ins Licht gerückt und kann von allen Seiten bestaunt werden. Alle Fahrzeuge sind restauriert und befinden sich in einem sehr guten Zustand. Neben Autos sind die Motoren aber auch separat zu besichtigen. Das Motorenkonzept von Felix Wankel, welches oft in Mazda Autos verbaut wurde, wird neben dem Kreiskolbenmotoren ausgestellt und können beide detailliert begutachtet werden. Das Hiroshima Mazda Museum Japan ist in jedem Fall sehenswert für jeden Autoliebhaber.
8: Okonomimura
Das wohl bekannteste Gericht in Hiroshima ist Okonomiyaki. Übersetzt bedeutet es „nach Geschmack gebraten“ und besteht aus den klassischen Zutaten: Wasser, Mehl, Ei, Kohl und Dashi. Die Hiroshima Version enthält dabei ebenfalls Nudeln. Es ist jedoch sehr variabel und so werden auch noch andere Zutaten nach Belieben hinzu gereicht. Es handelt sich dabei um eine Art Omelette und wird auf dem Essenstisch auf einer heißen Eisenplatte zubereitet. Bei dem Okonomimura Dorf handelt es sich um eine recht große Anlage mit mehreren Stöcken. Auf jedem von ihnen können Okonomiyaki in verschiedenen Restaurants genossen werden. Mit der Zeit hat sich das Okonomimura Dorf immer mehr erweitert, dadurch, dass immer mehr Stände hinzu gekommen sind. Alle bereiten ihre Omelettes ein wenig anders zu und daher essen viele Menschen gerne abwechselnd in den Etagen. Das traditionsreiche Gericht kann ganz individuell bestellt werden und bietet für jeden Geschmack etwas. Andere Regionen wie Tokio haben ähnliche Gerichte und Einrichtungen wie das Hiroshima Okonomiyaki Japan, die jedoch einen anderen Namen besitzen.
9: Misen Berg (Miyajima)
Der sogenannte Misen Berg befindet sich mitten auf der Insel Miyajima und ist vollständig mit Wald bedeckt. Selbst Urwald ist unterhalb der Nordseite noch zu entdecken. Aber auch Nadelhölzer wachsen direkt neben südlichen Pflanzen. Auf dem Berg Misen kann eine beeindruckende Floravielfalt betrachtet werden. Selbst die ursprüngliche Trochodendrales ist hier zu bewundern. Der Berg Misen hat eine Gesamthöhe von 535 Metern. Um sich den schönen Berg näher anzuschauen, existiert eine Seilbahn, die Menschen direkt nach oben befördert. Aber auch auf einem Bergpfad an einem Tempel namens Daishō-in vorbei kann die Steigung erklommen werden. Der buddhistische Mönch Kūkai gilt als erster Siedler des Berges. Er soll sich im Jahr 806 für asketische Übungen dort aufgehalten haben. Unterhalb des Gipfels existiert die Halle des nie verlöschenden Feuers. Der Mönch Kūkai selbst soll das Feuer einst entfacht haben und es soll seither nie erloschen sein. Bis heute soll es nach den Überlieferungen in der Halle brennen. Die Flamme des Friedengedenkparks wurde dort entzündet und erinnert an die zahlreichen Opfer des Atombombenanschlags im Jahre 1945. Laut einer Sage gibt es drei Berggötter, die nach alter japanischer Tradition geehrt werden. Aus diesem Grund findet jedes Jahr einmal Mitte April und einmal Mitte November der sogenannte Feuerlauf statt. Der Feuerlauf besteht darin, dass Gläubige über heiße Kohlen laufen, die zuvor mit dem ewigen Feuer angezündet wurden. Der Miyajima Misen Berg Japan bietet ein vielfältiges Aktivitätsprogramm. Egal, ob sich lieber den exotischen Pflanzen gewidmet werden möchte oder der Besichtigung der alten Tempel, hier kommt jeder auf seine Kosten.
10. Hiroshima Downtown
Hiroshima ist eine lebendige Stadt, denn sie hat ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm zu bieten. In zahlreichen Gassen befinden sich viele Einkaufsläden, wo sich das shoppen lohnt. Darunter ist die Hondori Straße hervorzuheben. Dort sind Fahrzeuge nicht erlaubt und so ist es eine reine Fußgängerzone, die von vielen Geschäften und Restaurants umgeben ist. Die Shoppingmeile beginnt am Friedenspark und erstreckt sich etwa über einen Kilometer in östliche Richtung. Dazu parallel befindet sich die Aioi Straße, auf der sich große Warenhäuser befinden. Auch ein Baseballstation findet sich auf dieser Straße, in dem die Heimmannschaft, die Hiroshima Carps spielen. Baseball ist in Japan die populärste Sportart. Die Aioi Straße bietet ein gutes Netzwerk aus Straßenbahnen und ist somit gut zu erreichen. Aber auch für das leibliche Wohl ist in der Innenstadt gesorgt. Die japanische Spezialität Okonomiyaki ist dort an vielen Stellen zu bekommen. Wer sich danach in das Nachtleben stürzen will, wird überrascht von einer bunten Mischung aus Szeneläden aber auch gemütlichen Bars. Zu empfehlen sind hier besonders die Mac Bar und die Cloud Bar, welche eine gemütliche Atmosphäre mitten im hektischen Japan verbreitet. Die Einwohner Hiroshimas sind freundlich und zurückhaltend und sind eine angenehme Gesellschaft. Hiroshima Downtown Japan bietet ein abwechslungsreiches Programm neben dem breiten Angebot an sehenswerten Plätzen.