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Timea Bacsinszky erreicht am French Open zum zweiten Mal nach 2015 die Halbfinals. In einer von Wind und Regen beeinträchtigten Partie gewinnt sie 6:4, 6:4 gegen die Französin Kristina Mladenovic.
Beim Stand von 1:1 im zweiten Satz musste das Spiel während dreieinviertel Stunden ein erstes Mal unterbrochen werden. Bei 4:3 für die als Nummer 30 gesetzte Waadtländerin ein zweites Mal für eine knappe halbe Stunde.
Bacsinszky lag während des gesamten ersten Satzes nie im Rückstand. Sie führte 2:0 und 4:2, musste die 17 Plätze besser klassierte Französin aber jeweils wieder herankommen lassen. Auch nach dem erneuten Break zum 5:4 musste sie nochmals eine Chance von Mladenovic zum Ausgleich abwehren, ehe sie sich nach bereits 63 Minuten den ersten Satz holte. Bei äusserst schwierigen Verhältnissen mit starkem und immer wieder wechselndem Wind war die Schweizerin deutlich weniger fehleranfällig und taktisch cleverer.
Die erste Regenunterbrechung erfolgte im zweiten Satz bei Breakball Bacsinszkys zum 2:1. Nach dreieinviertel Stunden Pause kam Mladenovic stärker aus der Garderobe. Sie wehrte die Breakchance ab und ging 3:1 in Führung. Das Hoch erwies sich aber als Strohfeuer. Die Lausannerin konterte mit drei Games in Folge, ehe sie ein zweites Mal vom Regen ausgebremst wurde.
Diesmal dauerte die Unterbrechung allerdings nur 29 Minuten. Und Bacsinszky liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Sie gewann ihre zwei Aufschlagspiele und nach 1:49 Stunden, aber fast sechs Stunden nach Beginn, mit dem ersten Matchball die Partie.
Orkan, Sandsturm und Sonne in einem Tag
"Das war heute unglaublich schwierig", erklärte die strahlende Bacsinszky im Platzinterview. "Wir hatten einen Orkan, Sandsturm, Sonne und fast schon Schnee in einem Tag." Sie habe aber die Konzentration sehr gut behalten können. Die vielen Unterbrechungen sorgten auch dafür, dass das gefürchtete, weil oft sehr einseitige Pariser Publikum nie zum entscheidenden Faktor wurde.
Im Halbfinal trifft Bacsinszky am Donnerstag, ihrem 28. Geburtstag, auf die ungesetzte Lettin Jelena Ostapenko, die am gleichen Tag 20-jährig wird und nur die Nummer 47 der Welt ist. 2015 hatte sie den Halbfinal in drei Sätzen gegen die nachmalige Siegerin Serena Williams verloren, die, im Rückstand liegend, den "sterbenden Schwan" mimte. Diesmal wird Bacsinszky die Favoritin sein.
SDA-ATS