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HSR-Team gewinnt Bronze an Roboter-Europameisterschaft
Erst vor zwei Wochen konnte das Team «Dynamo» der HSR Hochschule für Technik Rapperswil in Yverdon-les-Bains den Schweizermeistertitel in den nationalen Wettkämpfen für autonome Roboter feiern. Gleichzeitig hatte man sich damit für die Eurobot, die Europameisterschaft im französischen La Ferté-Bernard, qualifiziert. Dort gab es vergangenes Wochenende erneut Grund zur Freude: Das Rapperswiler Studententeam sicherte sich die Bronzemedaille.
«Die Tempel von Atlantis»
Wie die Schweizermeisterschaften fand auch die Europameisterschaft unter dem Motto «Die Tempel von Atlantis» statt. Die Roboter hatten die Aufgabe, auf einem vorgegebenen Bauplatz einen möglichst hohen Turm oder Tempel aus runden Holzklötzen und Balken zu bauen. Die Matches dauerten jeweils 90 Sekunden, in denen sich zwei Roboter auf dem Bauplatz duellierten. Die Roboter mussten dabei völlig autonom arbeiten, es war also keine Fernsteuerung oder Beeinflussung von aussen erlaubt. Ebenso mussten sie die Bauelemente auf dem Spielfeld selbst suchen.
Diverse Schwierigkeiten zu Beginn des Turniers
Zu Beginn des Turniers hatte das Rapperswiler Team verschiedene Schwierigkeiten zu bewältigen: Der Roboter musste während des Turniers über Nacht an die etwas anderen Spieltische und Spielsteine in Frankreich angepasst werden. Danach lief es dem Rapperswiler Roboter allerdings rund: Nach den Qualifikationsspielen lag er auf Platz drei und schaffte schliesslich den Einzug ins Halbfinale. Erst dort wurde die Mannschaft der HSR vom italienischen Team der Universität Catania – und wegen Problemen mit dem grellen Scheinwerferlicht – gestoppt. Im kleinen Final konnten sich die Rapperswiler dann gegen das Roboter-Team der technisch-naturwissenschaftlichen Universität aus Trondheim die Bronzemedaille sichern. Der Europameistertitel ging schliesslich an das französische Studententeam «Microb Technology».
Zum zweiten Mal Rapperswiler Podestplatz
An der Eurobot, die jährlich an unterschiedlichen Orten in Europa stattfindet, nehmen jeweils etwa 50 Teams aus ganz Europa teil, welche zuvor an den nationalen Meisterschaften einen Podestplatz belegt haben. Meist bestehen die Mannschaften aus Studierenden von technischen Hochschulen oder Mitgliedern von Roboterclubs. Die Mannschaften der HSR entwickeln die Roboter jeweils im Rahmen von Studienund Bachelorarbeiten in den Bereichen Maschinen- und Elektrotechnik sowie Informatik. Dabei können sie auf spielerische Weise technische Ideen und Lösungen entwickeln und ein anforderungsreiches, interdisziplinäres Projekt in Teamarbeit von A bis Z realisieren. Erst einmal konnte bisher ein Vertreter der HSR an den europäischen Finalspielen das Treppchen besteigen: vor zehn Jahren mit dem Vize-Europameistertitel. Umso erfreulicher ist deshalb der Gewinn der Bronzemedaille vom vergangenen Wochenende.