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Vor dem Hintergrund der Verfassungsreform diskutierten die Jugendlichen über das Verhältnis der Schweiz zu Europa und der Welt, und forderten neben einem EU-Beitritt auch das Stimm- und Wahlrecht für niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer. Sie lehnten aber sowohl die Abschaffung des Ständemehrs als auch eine Erhöhung der Unterschriften für Initiativen und Referenden ab.
«Mir imponierte die Spontaneität, die realistischen Forderungen, wie auch die ausgeprägte Fachkompetenz der Jugendlichen. Auch die Argumentationsweise der Jugendlichen, die heute zwar nüchterner geworden sind, als die Jugend in den 70er Jahren, die aber dennoch ihren Idealismus nicht verloren haben.»
— BR Arnold Koller im Interview
Für die «Jugend in der Schweiz von morgen» forderte die Jugendsession eine «Jugend-AHV» in Formfinanzieller Unterstützung für junge Eltern, finanziert durch eine Erbschaftssteuer, dazu einen freiwilligen Gemeinschaftsdienst für Frauen und Männer anstelle der Wehrpflicht, die Etablierung von Jugendparlamenten in allen Gemeinden sowie die Ratifizierung der Kinderrechtskonvention.
Toni Brunner, mit 21 Jahren der jüngste Parlamentarier, «hält die Jugendsession für eine Alibiübung. Dadurch, dass sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern keine echten Kompetenzen einräume, sei sie nicht mehr als ein Zückerchen für einen kleinen Kreis auserwählter Jugendlicher, damit diese nicht aufmüpfig werden.»
— NZZ vom 20.11.1995, S. 15