Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/142011

<h2>SubmittedText<h2><p>Die Menge an Getreide, die im Inland produziert wird, nimmt seit Jahren ab, und somit steigt die Importmenge. Folglich sinkt der Selbstversorgungsgrad. Der Nettoselbstversorgungsgrad der inländischen Nahrungsmittelversorgung liegt nur noch knapp über 50 Prozent.</p><p>1. Was hat der Bundesrat getan, um diese Tendenz zu brechen?</p><p>2. Ist er der Meinung, dass er alle erforderlichen Massnahmen in die Wege geleitet hat, um eine Trendumkehr zu bewirken und die Inlandversorgung wieder gegen 60 Prozent anheben zu lassen?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Das Angebot von Schweizer Brotgetreide ist in normalen Jahren leicht höher als die Nachfrage. Zur Senkung der wichtigsten Kostenposition in der Schweine- und Geflügelhaltung und damit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in der Nutztierhaltung wurde der Grenzschutz für Futtermittel in den letzten zehn Jahren reduziert. Die Einkommenseinbussen wurden zum grossen Teil durch Direktzahlungen ausgeglichen.</p><p>Mit der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-2017 hat der Bundesrat mit der Änderung von Artikel 54 des Landwirtschaftsgesetzes aufgezeigt, wie die rückläufige Tendenz beim Futtergetreide gebrochen werden soll. Das Parlament hat die Stossrichtung unterstützt und mit einer Ergänzung von Artikel 54 dem Bundesrat die spezifische Möglichkeit gegeben, Einzelkulturbeiträge für eine angemessene Versorgung mit Nutztierfutter auszurichten.</p><p>Mit den Ausführungsbestimmungen zur Agrarpolitik 2014-2017 wird der Bundesrat im vierten Quartal 2013 Massnahmen beschliessen, um eine bedarfsgerechte Versorgung mit inländischem Brotgetreide und eine angemessene Versorgung mit Futtergetreide sicherzustellen.</p>