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In der Affäre um die mutmassliche Bestechung eines Top-Juristen ist der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy am Dienstag in Polizeigewahrsam genommen worden. Dies teilten Justizkreise in Paris der Nachrichtenagentur AFP mit.
Die Justizbehörden hegen den Verdacht, dass Sarkozy zusammen mit seinem am Vortag ebenfalls verhafteten Anwalt Thierry Herzog versucht haben soll, sich illegale Informationen aus einem laufenden Gerichtsverfahren zu beschaffen.
Bereits Ende Febraur hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechung und Verletzung des Ermittlungsgehemnisses eingeleitet. Sarkozy bot dabei an, dem Top-Juristen Azibert einen Posten in Monaco zu beschaffen, berichteten französische Medien. Im Gegenzug soll der leitende Staatsanwalt den Ex-Präsidenten über ein Verfahren um ihn am Kassationsgerichtshof unterrichtet und versucht haben, auf das Verfahren Einfluss zu nehmen.
Sarkozy mit politischen Ambitionen
In diesem Verfahren geht es um den Vorwurf illegaler Wahlkampfspenden für Sarkozy aus dem Vermögen der L'Oréal-Milliardärin Liliane Bettencourt. Ein Ermittlungsverfahren gegen Sarkozy war aus Mangel an Beweisen eingestellt worden.
Nicolas Sarkozy werden politische Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt. Am Swiss Economic Forum Anfang Juni liess er zumindest offen, ob er bei den Präsidentschaftswahlen 2017 in Frankreich wieder kandidiert.
(cash)