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Lara Gut findet zum Siegen zurück. In Cortina gewinnt die Tessinerin den Super-G - ihr erster Triumph seit ihrem im Februar in St. Moritz erlittenen Kreuzbandriss.
Letztmals hatte die Gesamtweltcupsiegerin von 2016 genau vor einem Jahr ebenfalls in Cortina gewonnen. Doch am Tag nach ihrem Abfahrtstriumph, dem 23. im Weltcup, stürzte Gut im Super-G und zog sie sich schmerzhafte Prellungen zu. Danach benötigte sie jeden Tag zur Erholung, um bis zur Heim-WM wieder fit zu werden. In St. Moritz gewann Gut zum WM-Auftakt als grosse Favoritin Bronze im Super-G, doch drei Tage später erlitt sie beim Einfahren für den Kombinationsslalom einen Kreuzbandriss im linken Knie - die Saison war damit zu Ende.
Ende Oktober in Sölden kehrte Gut überraschend früh in den Rennbetrieb zurück. Anfang Dezember stand sie als Zweite im Super-G in Lake Louise erstmals wieder auf dem Podest. Ebenfalls den 2. Platz belegte sie vor zehn Tagen im Super-G in Bad Kleinkirchheim.
Dank dem Sieg in Cortina übernahm die 26-Jährige die Führung in der Disziplinenwertung von Tina Weirather. Die Liechtensteinerin belegte am Sonntag den 5. Platz und liegt bei zwei noch ausstehenden Super-G um 18 Punkte hinter Gut zurück (321:339).
Lara Gut ging in Cortina mit der Startnummer 7 ins Rennen. Nach auch taktisch starker Fahrt konnte sie die Führung knapp vor Johanna Schnarf übernehmen. Die Italienerin war bei der letzten Zwischenzeit noch um elf Hundertstel vor der Schweizerin gelegen. Die drittklassierte Österreicherin Nicole Schmidhofer lag um 0,27 Sekunden zurück.
Nicht weniger als zehn Fahrerinnen reihten sich auf der verkürzten Strecke innerhalb einer Sekunde ein. Am Ende gab es mit Gut im sechsten Super-G des Winters die sechste verschiedene Siegerin. "Ich wusste, dass der Sieg immer näher kam", so Gut nach ihrem 24. Triumph im Weltcup. "Schön, hat es nun geklappt. Es tut gut, wieder zuoberst zu stehen und wieder einmal das rote Leadertrikot tragen zu dürfen."
Mit Michelle Gisin (10.), Corinne Suter (11.), Joana Hählen (12.) und Priska Nufer (13.), die alle rund eine Sekunde auf ihre Teamkollegin einbüssten, schafften es vier weitere Schweizer Speedfahrerinnen in die Top 15.
Jasmine Flury hingegen schied wie schon am Samstag in der Abfahrt aus. Die Bündnerin hatte im Dezember beim Super-G in St. Moritz für den zuvor einzigen Saisonsieg der Swiss-Ski-Frauen gesorgt.
Das Rennen in Cortina wurde nach Startnummer 44 wegen schlechter Sicht abgebrochen.