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Speaker
Description
Die Erteilung eines Patentes setzt Geheimhaltung vor der Anmeldung voraus, und soll durch die Gewährung von Ausschließlichkeitsrechten die Umsetzung wettbewerbsbezogener Ziele erleichtern. Dies steht im Kontrast zu den Mertonschen Normen von akademischer („reiner“) Wissenschaft, insbesondere Kommunitarismus und Uneigennützigkeit, welche die kooperative, freie Verfügbarkeit von Wissen sowie den intrinsisch motivierten Forscherdrang von Wissenschaftlern bezeichnen. Akademische Wissenschaft hingegen muss sich seit einigen Jahrzehnten mit wachsenden Erwartungshaltungen seiner Geldgeber nach einem gesellschaftlichen, insbesondere wirtschaftlichen Mehrwert der Verwendeten Mittel auseinander setzen, welcher mit Anreizen zu vermehrter Patentierung einhergeht. Ziel des Workshops ist es, in Verhandlungssimulationen typische Funktionen und Konfliktpotentiale von Patenten in der Wissenschaft kennenzulernen. Diese Verhandlungssituationen sind an reale Patentlizenz-, oder -kaufverhandlungen akademischer Akteure angelehnt, so dass die Erfahrungen und Ergebnisse der Teilnehmer in der Nachbesprechung mit der Praxis abgeglichen werden können.