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Schon mal was vom «Altweibersommer» gehört? Dieser beschreibt eine jährlich wiederkehrende Schönwetterphase im Herbst. Und genau in dieser befinden wir uns jetzt aufgrund des langanhaltenden schönen Wetters. Nun mag für manche dieser Begriff in der heutigen Zeit diskriminierend klingen, doch eigentlich hat die altdeutsche Herkunft des Wortes nichts mit Weibern zu tun, sondern vielmehr mit weiben und dieses Wort wiederum stand für weben, insbesondere dem Weben von Spinnweben.
Oft wird nämlich der Altweibersommer auch mit Spinnennetzen in Verbindung gebracht: Häufig sind es kleine Spinnen, die sich – an einem langen, silber glänzenden Spinnfaden hängend – durch die Lüfte schweben lassen. Diese langen silbrigen Fäden mögen etwas an die langen Haare reiferer Frauen erinnern; vielleicht auch daher ein Bezug zum Altweibersommer. Nach den merklich kühleren Nächten bilden sich an den Spinnweben Tautröpfchen, welche die Netze in wahre Kunstwerke verwandeln.