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Der im Fall Borodin zuständige russische Staatsanwalt Ruslan Tamajew ist am Dienstag (06.02.) mit Generalstaatsanwalt Bernard Bertossa in Genf zusammengetroffen. Tamajew übergab Bertossa nicht näher bezeichnete Dokumente.
Staatsanwalt Tamajew, der das russische Verfahren gegen den ehemaligen Kreml-Verwalter im vergangenen Dezember mangels Beweisen eingestellt hatte, zeigte sich nach dem Treffen mit Bertossa "zufrieden". Zuvor hatte er seine Hoffnung ausgedrückt, dass das Gespräch das gegenseitige Verständnis zwischen der russischen und der Genfer Justiz fördern werde. "Gewisse Kräfte" versuchten, dies offenbar zu verhindern.
Keine Einzelheiten
Keine Einzelheiten waren nach dem Treffen auch vom Genfer Generalstaatsanwalt Bertossa zu erfahren, der Borodin wegen Geldwäscherei in zweistelliger Millionenhöhe und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation verfolgt. Er bestätigte zugleich, von Tamajew Dokumente erhalten zu haben, welche Genf im Rahmen eines Rechtshilfegesuchs angefordert habe. Zum Inhalt machte er keine Angaben.
Genf beharrt auf der Auslieferung Borodins
Bertossa berkräftigte zugleich, dass die Schweiz das Auslieferungs-Ersuchen für Borodin keinesfalls zurückziehen werde. Das Vorgehen entspreche schweizerischen und internationalen Rechtsnormen und werde nicht geändert. Die Schweiz hatte am Montag (05.02.) das Auslieferungs-Ersuchen für Borodin formell in Washington übergeben.
swissinfo und Agenturen