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BLASENTUMOR
ALLGEMEINES
Fast alle Blasentumoren sind Übergangszellcarcinome oder kurz TCC (transitional cell carcinoma). Diese Tumoren entstehen ausgehend von den Blasenwandzellen.
URSACHE
Als Ursache wurden wiederkehrende Blasenentzündungen oder Medikamente, welche die Blase reizen gefunden. Besonders häufig betroffen sind Scottish Terrier, West Highland Terrier und Beagle. Es können aber alle Hunderassen und auch Katzen betroffen sein.
BIOLOGISCHES VERHALTEN
Der Tumor tritt meist im mittleren bis höheren Alter auf.
Die Tumore treten im Analbeutel auf, nicht selten sind sie dort aber rel klein, haben aber bereits Metastasen in den regionalen Lymphknoten, was ev zu Kotabsatzbeschwerden führen kann. Auch wenn die Tumoren früh und häufig metastasieren (85%), bleiben sie dann sehr lange im regionalen Lymphknoten. Nur wenige Hunde sterben an Fernmetastasen.
In etwas über 50% der Fälle kommt es aufgrund des Tumors zu einem erhöhten Calcium im Blut. Dies führt zu vermehrtem Durst und Urinieren.
DIAGNOSE
Die Tiere kommen meist, weil sie nicht mehr richtig Kot absetzen können, oder die Besitzer einen Knoten neben dem After feststellen. Die definitive Diagnose kann dann mittels klinischem Untersuch und einer Probe gestellt werden.
Um zu sehen, ob der Tumor metastasiert hat, empfehlen wir eine Computertomographie. Etwas weniger sensitiv wäre eine Ultraschalluntersuchung und Lungenröntgen.
THERAPIE-ARTEN UND NEBENWIRKUNGEN
Chirurgie
Ist der Primärtumor noch nicht allzu gross, bzw die Lymphknoten-Metastasen nicht zu invasiv, ist die Chirurgie eine gute Option die Hauptlast des Tumors zu entfernen. Allerdings ist es oft nicht möglich alles Tumorgewebe zu entfernen, so dass zusätzliche Therapien gegeben werden sollten.
Radiotherapie
Die Bestrahlungstherapie ist eine effiziente Methode den Tumor zu verkleinern und über 1-1.5 Jahre stabil zu halten. Es ist vor allem auch dann zu empfehlen, wenn der Tumor schon gross ist, oder schon regionale Metastasen gemacht hat. Meist werden 4-8 Fraktionen gegeben, um den Tumor zu kontrollieren. Es braucht auch hier ein CT, um die Bestrahlung aller betroffenen Organe zu planen. Es kommt aufgrund der Bestrahlung oft zu einer Entzündung im Afterbereich, welche aber in 2-3 Wochen wieder abheilt.
Chemotherapie
Nur mit Chemotherapie kann der Tumor während ca 10 Monaten unter Kontrolle gehalten werden. Aber nicht in jedem Fall wird eine Chemotherapie von Beginn weg gegeben.
PROGNOSE
Ist eine Operation möglich und wird danach noch bestrahlt, kann man den Tumor oft über Jahre kontrollieren. Ist eine Chirurgie nicht möglich kann man mit einer Strahlentherapie doch oft 1-1.5 Jahre erreichen.