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So wie in den Nachkriegsjahren das Schweizer Volk den Bau von Atomkraftwerken zur Staatsaufgabe erhoben hat, so benötigt auch die Energiewende eine verlässliche Gesetzesgrundlage – die Energiestrategie 2050. Die ursprünglich mit viel Dynamik entworfene Strategie zum geordneten Ausstieg aus der Atomenergie und zur gezielten Förderung der erneuerbaren Energie und der Energieeffizienz, geriet, nach dem Rechtsrutsch im Parlament, ins Stocken. Der Gesetzestext dürfte noch einige Zeit nicht rechtskräftig werden, denn extreme Kreise haben es sich zum Ziel gesetzt, der „Energiewende den Stecker zu ziehen“, um so der Atomkraft ein Comeback zu sichern. Konsequenterweise stimmte die Ratsmehrheit dem unbefristeten Betrieb unserer alten, ja überalterten Atomkraftwerke zu. Sie weigerte sich auch, dem vom Eidgenössischen Nuklearinspektorat ENSI vorgeschlagenen Gesetz für die verschärfte Regelung des Langzeitbetriebs zuzustimmen. Die Parlamentsmehrheit hat auf unverantwortliche Weise das Restrisiko für die Bevölkerung erhöht; sie hat Ihr persönliches Schadenrisiko zu Ihren Lasten drastisch vergrössert.
Die Energiewende sollte endlich als das verstanden werden, was sie ist: Ein Investitionsprojekt. Um dieses umzusetzen, braucht es eine geeignete Energiestrategie und die dazu erforderlichen Mittel, vergleichbar z.B. mit dem Projekt Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur FABI.