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Seine Familie wartete beinahe 15 Jahre darauf, dass seine Leiche noch gefunden wird – vergeblich. Nun bekommt ein Feuerwehrmann, der am 11. September 2001 im World Trade Center starb trotzdem eine Trauerfeier.
Die Hoffnung hat sich zerschlagen. 15 Jahre lang warteten die Angehörigen darauf, dass die Leiche des Battalion Chiefs Lawrence T. Stack doch noch identifiziert werden kann. Dazu ist es bis heute nicht gekommen, aber jetzt bekommt Stack eine Trauerfeier in der SS. Philipp and James Church auf Long Island – und seine Familie kann endlich Abschied nehmen.
«Wochen wurden zu Monaten», sagte der 46-jährige Michael Stack der Zeitung «New York Times» in einem Interview. «Monate wurden zu Jahren. Zwei Jahre wurden fünf, dann zu zehn. Nun sind es 15.» Er und sein Bruder sind Feuerwehrleute geworden, genau wie ihr Vater, der bei den Anschlägen am 11. September 2001 in New York unter einem einstürzenden Gebäude starb.
33 Jahre war Lawrence Stack da schon als Feuerwehrmann im Dienst. Nun wird er bei einer Trauerfeier endlich seine letzte Ruhe finden. Normalerweise sei für die katholische Trauerfeier ein sterblicher Überrest des Verstorbenen notwendig, schreibt die «Times». Da Stack aber ein Jahr vor der Terrorattacke Blut gespendet hatte, um sich als möglicher Spender für einen an Knochenmarkkrebs erkrankten Jungen anzubieten, kann diese Spende für die Beisetzung verwendet werden.
Während der Angriffe am 11. September, die beinahe 3000 Menschen das Leben kosteten, war Lawrence Stack in seinem Büro in Brooklyn stationiert. Als das erste Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers geflogen war, habe sein Vater ein Fernglas genommen und sei mit seinen Kollegen auf das Dach geeilt. «Jungs, ich glaube die werden uns dort brauchen», habe sein Vater dann gesagt.
In der Lobby des Marriott World Trade Centers habe Lawrence Stack nach dem Einsturz eines Gebäudeteils seine Männer in Sicherheit geschickt. Dort sei er auch zuletzt gesehen worden, als er sich um einen verwundeten Geschäftsmann aus Iowa gekümmert habe, sagte sein Sohn der «New York Times». «Das letzte, woran sie sich erinnern können, ist mein Vater auf einem Knie, der bei diesem Mann blieb.»
Er selbst sei an diesem Tag zu den Trümmern des World Trade Centers geeilt, sagt Michael Stack heute, und dann Tag für Tag zu den Ruinen zurückgekehrt. «Graben und schauen, suchen, hoffen.» Er werde seinen Vater finden, habe er damals geglaubt. 15 Jahre später hat die Familie die Hoffnung aufgegeben.
Der 17. Juni soll nun der Tag sein, an dem Lawrence Stack endlich Ruhe findet – und mit ihm seine Familie. Der Tag hat besondere Bedeutung für die Stacks: Es wäre der 49. Hochzeitstag von Theresa und Lawrence Stack gewesen.