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Themen: Business, Microsoft
Sind Open Source Aktivitäten blosse PR-Bemühungen oder zweckdienliche Engagements?
Die folgenden Fragen dienen dazu, die tatsächliche Nähe von Software-Firmen zum Open Source Gedanken festzustellen und einen fundierten Einblick in deren Tätigkeiten zu erhalten. Nicht alle Fragen müssen zu 100% der optimalen Situation entsprechen. Aber je mehr Antworten wie aufgeführt ausfallen, umso ganzheitlicher und substantieller ist die Firma mit Open Source Software tätig:
- Umsatzanteil: Wie viel Umsatz erwirtschaftet die Firma mit Dienstleistungen für Open Source Software gemessen an ihrem Gesamtumsatz? → Der Umsatzanteil von Open Source Dienst-leistungen sollte einen bedeutenden Anteil ausmachen und nicht bloss ein marginaler Beitrag sein im Vergleich zum Umsatz mit proprietären Produkten.
- Beiträge: Wie viel investiert die Firma jährlich für frei zugängliche Beiträge an etablierte Open Source Projekte? → Der Geldbetrag sollte einen substantiellen Anteil gegenüber den Investitionen in proprietäre Software ausmachen und nicht reiner Marketing-Natur sein.
- Kompetenzen: Wie viele Mitarbeiter sind bei der Firma angestellt mit dem Ziel, einen grossen Teil ihrer Arbeitskapazität für Open Source Projekte einzusetzen? → Je höher der Anteil der Mitarbeiter ist, die zur Erstellung von Open Source Software eingesetzt werden, umso höher ist die Fachkompetenz der Firma und umso höhere Glaubwürdigkeit geniesst sie in der Open Source Szene.
- Produktevielfalt: Für welche breit abgestützten Open Source Produkte bietet die Firma professionelle Dienstleistungen an? → Je mehr weit verbreitete Produkte unterstützt werden, umso kompetenter ist das Unternehmen im Bereich von Open Source Software.
- Referenzen: Für welche Unternehmen, Behörden etc. hat die Firma bereits erfolgreich Open Source Lösungen eingeführt? → Die Referenzen sollten einen wichtigen Stellenwert im Gesamtportfolio ausmachen.
- Verhalten: Unternimmt die Firma Tätigkeiten, welche die Produktion oder den Einsatz von Open Source Software schwächen? → Falls die Firma z.B. Patentklagen in Bezug auf Open Source Lösungen lanciert oder in der eigenen Werbung grundsätzliche Zweifel an der Qualität und Sicherheit von Open Source Software anbringt, so behindert sie den freien Wettbewerb und erschwert die Interoperabilität. Gutes Verhalten ist bspw. wenn IT-Unternehmen garantieren, dass sie ihre Software-Patente nicht gegen Open Source Projekte einsetzen.
Die ausführlichen Antworten von den Firmen Day, Fabasoft, HP, Microsoft, Novell, Oracle und Red Hat sind im PDF erfasst (je 2 A4-Seiten pro Unternehmen).