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Die Stadt Freiburg rechnet mit Ausgaben von 8 Millionen Franken, um die Zähringerbrücke im Burgquartier zu sanieren. Dazu kommen noch 700’000 Franken für die definitiven, horizontalen Sicherheitsnetze.
97 Jahre alt ist die Zähringerbrücke, die das Freiburger Burgquartier mit dem Schönbergquartier verbindet. Es ist die erste Betonbrücke, die in der Stadt gebaut wurde. Lange gehörte die Brücke dem Kanton Freiburg. Mit der Eröffnung der Poyabrücke 2014 ging sie aber an die Stadt über.
Als die Stadt Sicherheitsnetze anbringen wollte, um Suizide zu verhindern, stellte sich heraus, dass die Brücke keine horizontalen Netze tragen kann und umfassend saniert werden muss. 2018 brachte die Stadt darum die jetzigen, provisorischen Netze an.
Und nun soll die Brücke saniert werden, wie dem Amtsblatt vom letzten Freitag zu entnehmen ist. Wohl Anfang nächsten Jahres bringt der Gemeinderat einen Kreditantrag vor den Generalrat, wie Gemeinderätin Andrea Burgener (SP) den FN sagt. «Das Baugesuch haben wir jetzt bereits gestellt, um zu sehen, ob es Einsprachen gibt.»
Weniger störende Netze
Die Sanierungskosten schätzt die städtische Baudirektion auf 8 Millionen Franken. Dazu kommen 700’000 Franken für die definitiven Sicherheitsnetze. Auf der sanierten Brücke können diese horizontal angebracht werden, sodass sie das Bild viel weniger stören als die jetzigen, vertikalen Netze entlang der Brüstung.
«Wir werden die obere und die untere Brücke gleichzeitig sanieren», sagt Andrea Burgener. Ob die Brücke zeitweise gesperrt werden muss, ist noch offen. Allerdings wird die Fahrbahn noch nicht saniert: «Das machen wir erst, wenn wir genau wissen, wo im Burgquartier die Bushaltestellen hinkommen.» Die Sanierung der Brückenoberfläche wird daher mit der Aufwertung des Burgquartiers koordiniert.
Die heutige Zähringerbrücke ist 1924 anstelle der «Grand Pont» genannten Hängebrücke errichtet worden, welche bei ihrem Bau 1834 mit 273 Metern die weltweit längste Spannweite aufwies. Das jetzige, 264 Meter lange Viadukt aus Beton besteht aus sieben halbkreisförmigen Bogenöffnungen; unten an der Saane wurde zudem eine Brücke mit drei Segmentbögen errichtet.