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Manchester-United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer lässt keine Zweifel aufkommen, was er von seinen Spielern erwartet. Der Norweger wählt für seine Ansicht einer passenden Teamchemie einen ungewöhnlichen, aber lustigen Vergleich.
«Ich hätte lieber ein Loch im Kader als ein A***loch», hält Solskjaer im Fan-Magazine «United We Stand» fest. «Die Persönlichkeit ist so wichtig. Wir sind ein Team in einer von Teams geprägten Umgebung. Man will, dass die Spieler ein bisschen Ego und Kanten haben, aber sie müssen sich anpassen können.»
Nicht alle haben offenbar den Anforderungen des Norwegers genügt. Vor der Saison gaben die «Red Devils» etwa Romelu Lukaku, Alexis Sanchez (beide Inter), Ander Herrera (PSG) oder Marcos Rojo (Estudiantes) ab. Einzelne Personalien will der 47-Jährige natürlich nicht kommentieren. «Es gab einige Dinge, die mir letztes Jahr nicht gefielen, einige persönliche Agenden, die erst im Sommer geklärt werden konnten», meint Solksjaer kryptisch.
«Es wird immer Spieler geben, die mehr Fussball spielen wollen, aber wenn eine Mannschaft erfolgreich sein soll, müssen die Spieler immer parat sein. Ich habe das Gefühl, dass wir in dieser Gruppe keinen einzigen schlechten Apfel haben», so der Siegtorschütze im legendären Champions-League-Final 1999.
Düstere Aussichten
Ende 2018 übernahm Solskjaer den Posten von José Mourinho. Obwohl er in der Liga mit seinem Verein eine tolle Serie hinlegte, verpasste man danach die Qualifikation für die Champions League. Immerhin kegelte man zuvor in der Königsklasse PSG raus und erreichte dort das Viertelfinal. Aktuell belegt Manchester United den fünften Platz, hat aber nur drei Punkte Rückstand auf Chelsea und damit einen fixen Champions-League-Platz.
Die Premier League wird voraussichtlich im Juni fortgesetzt. Doch wenn Solskjaer die Königsklasse erneut verpassen sollte, droht dem Klub eine harte Zeit. Der englische Rekordmeister hat durch die Coronavirus-Pandemie in den ersten drei Monaten im Jahr 2020 einen Verlust in Höhe von umgerechnet rund 33,9 Millionen Franken erlitten.
Deshalb dürfte es nicht einfach werden, Spieler ins Old Trafford zu locken. Auf der Wunschliste weit oben steht zum Beispiel BVB-Star Jadon Sancho.