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Therapierung von Sprachstörungen – ein Vergleich zwischen Ghana und der Schweiz
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Logopädie in den Schulsystemen Ghanas und der Schweiz. Dabei wird auf die Aspekte der Ausbildung zur Logopäd:in und der Verankerung der Logopädie im Schulsystem fokussiert. Die Hauptfragestellung dieser Arbeit ist die folgende:
Inwiefern unterscheidet sich die Therapie von Sprachstörungen in den Schulsystemen von Ghana und der Schweiz?
Diese wird mit Hilfe von aus Literatur gewonnenen theoretischen Grundlagen und anhand zweier Leitfadeninterviews beantwortet. Dabei wurde je ein Interview mit einer Schweizer und einer ghanaischen Logopädin durchgeführt und deren Antworten schlussendlich verglichen. Die wichtigste Erkenntnis dieser Arbeit ist, dass die Logopädie in Ghana nicht im Schulsystem verankert ist, in der Schweiz hingegen stark. Generell ist die Logopädie in Ghana viel jünger und somit nicht so etabliert wie in der Schweiz. Dies ist ersichtlich in der Anzahl an praktizierenden Logopäd:innen, der Kostenübernahme der Therapien und den Möglichkeiten während der Ausbildung zur Logopäd:in. Die grösste Gemeinsamkeit der beiden Länder ist der Mangel an Fachkräften der Logopädie. Dieser zeigt sich in den beiden Ländern jedoch auf verschiedene Weise. In der Schweiz verhindert der Mangel den Zugang zur Logopädie für Kinder mit weniger gravierenden Sprachproblemen. In Ghana ist es durch den Mangel nicht möglich, sich als Logopäd:in in einem Bereich der Logopädie zu spezialisieren. Bei einem solchen Vergleich der Logopädie-Systeme zweier Länder spielen auch sozioökonomische Voraussetzungen eine starke Rolle. Bei dieser Arbeit offen bleibt diesbezüglich ein Vergleich der Gesundheits- und Bildungssysteme sowie die finanziellen Ressourcen der beiden Länder.