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Hier werden Hinweise zu verschiedenen Beuten aufgeführt und verlinkt.
Gemäss den Angaben von Agroskop werden in der Schweiz die Mehrheit der Bienen in Schweizerkästen gehalten, ca 15 % in Dadant Magazinen und 5% in anderen Magazinbeuten (Schätzung von mehr als 50% CH-Kästen).
Eine umfangreiche Liste zu den Rähmchen findet man in Wikipedia.
Seit 1900 wird der Schweizerkasten mit den heutigen Abmessungen in der Deutschschweiz im grossem Umfang eingesetzt. Der Schweizerkasten fasst 12 bis 16 hochformatige Brutwaben und 2 Honigräume mit der halben Höhe. Die Waben stehen quer zum Flugloch (Warmbau) und werden mit Deckbrettchen abgedeckt und hinten mit Fensterchen, eine in Holz eingefasste Glasscheibe, abgeschlossen. Das Volk wird von hinten bearbeitet, jede Wabe wird einzeln mit der Wabenzange aus dem Kasten gehoben.
Das Bienenhaus ist Arbeits– und Lagerraum. Auch bei schlechter Witterung sind Arbeiten am Bienenvolk möglich. Material und z.T. auch Installationen für die Honigverarbeitung finden sich direkt hinter den Bienen im Bienenhaus. Die Möglichkeit die Schweizerkästen auch übereinander anzuordnen ermöglicht es viele Völker auf kleinem Raum zu halten.
Da die Völker von hinten bearbeitet werden und somit vom Flugloch entfernt, verlaufen die Eingriffe ruhiger. Durch das Fenster kann die Volksentwicklung beobachtet werden ohne das Volk zu stören. Dank den hochformatigen Brutwaben lagern die Bienen schnell Honig in den Honigwaben ab, was dem Imker auch in mageren Honigjahren eine Honigernte beschert. Die Bienen vermögen den Honig im Schweizerkasten besser zu trocknen als in Magazinbeuten. Somit besteht weniger Gefahr von Honig mit zu hohem Wassergehalt. Bei Eingriffen müssen nur Waben und keine ganzen Zargen gehoben werden. Der Rücken des Imkers wird dadurch geschont.
Schweizerkästen sind meist teurer in der Anschaffung, schwerer und unhandlicher als Magazine. Da die Eingriffe von hinten erfolgen, müssen zum Erreichen der vordersten Wabe alle davorliegenden herausgenommen werden. Eine Durchsicht, wie auch die Entnahme der Honigwaben ist somit Zeitintensiver als in Magazinen. Neuimker ohne bestehendes Bienenhaus oder gewerbemässige Imker steigen vermehrt auf Magazine um. Als Kompromiss sind heute auch Magazine mit Waben im Schweizermass und Mini-Plus Beuten für die Königinnenzucht im Schweizermass (Grösse der Honigwabe) verfügbar.
Der gebürtige Franzose Charles Dadant (1817 - 1902) entwickelt in den USA ab 1862 ein Magazin mit grossem Brutraum (Bruträhmchen 480 mm x 285 mm) und flachen Honigzargen:
Er übersetzt das Buch von Langstroth auf Französisch und legt damit die Grundlage für die Magazinimkerei in Frankreich (Dadant Blatt)
Sein Sohn Camille Pierre Dadant (1851 – 1938) „modifiziert“ die Länge der Rähmchen auf das Langstroth Mass (448 mm x 285 mm)
Die Firma „Dadant and Sons“ in Hamilton (USA) wird heute in der 7. Generation geführt und verkauft Imkerprodukte und Magazine!
Dadant modifiziert 12er und 10er Magazinen finden neben den USA und England auch in Deutschland Akzeptanz.
Die 10er Dadant modifiziert Magazine können mit den Aussenmassen 425 x 515 kompatibel zu Langstroth, aber auch zu Zander oder DNM gebaut werden.
Für 12er Dadant modifiziert sind auch halbierte Honigzargen mit 5 Waben und somit maximal 12 kg verfügbar.
In Frankreich wird das Dadant Magazin genormt: NF U82-101: 1950-03-01. Die Masse werden auf gerade, metrische Masse angepasst:
Magazine nach dieser «Dadant Blatt» Norm finden eine grosse Verbreitung in Frankreich und der Romandie.
Enoch Zander (1874 - 1957) forschte die Bienen in Erlangen, schrieb mehrere Bücher und entwickelte die nach ihm benannte Magazinbeute.
Zander Magazine sind in Süddeutschland verbreitet und eignen sich für die modulare Betriebsweise mit Brutraum auf zwei Zargen.
Segeberger Beute oder auch Segeberger Styroporbeute: Die Benennung der Beute beruht auf ihrer Entwicklung an der Imkerschule Bad Segeberg. Produziert wird sie seit 1971, anfänglich im Auftrag des Landesverbandes Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker. Die Zargen der Beute werden mit jeweils 11 Rähmchen im Deutsch Normalmaß (DNM) bestückt.
Kernstück der Betriebsweise nach Émile Warré (1867 - 1951) bildet das Unterstellen von zwei Zargen im Frühling und das Ernten der oberen, mit Honig gefüllten Zargen im Spätsommer. Das Bienenvolk überwintert auf 2 Zargen. Ein grosser Honigertrag kann mit dieser Betriebsweise nicht erwartet werden.
Warré empfiehlt nur Oberträger mit Stabilbau einzusetzen. Dies macht eine Inspektion der Brut schwierig. Darum sollte diese Beute von unerfahrene Imkern nur mit Rähmchen verwendet werden.