Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03496.jsonl.gz/599

Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 1,7, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kaum eine andere Entwicklungsstörung hat weltweit Wissenschaftler so beschäftigt wie der frühkindliche Autismus. Und fragen wir jemanden, was er sich unter Autismus vorstellt, so erfahren wir in der Regel etwas über die gängigen Klischees: zwanghafte Rituale, bizarre Reaktionen, gestörter Blickkontakt und eigentümliche Verhaltensweisen. Des Weiteren erfährt man, dass diese Kinder zurückgezogen leben und kaum sprechen, jedoch seien sie hochintelligent und haben ein ausgezeichnetes Zahlenverständnis und können so, wie in vielen Filmen aus Hollywood zu sehen, die schwierigsten und geheimsten Computercodes knacken. Im nachfolgenden Zitat beschreibt jedoch eine französische Schriftstellerin das Anders-Sein ihres Sohnes wie folgt: “Von deinem ersten Lebensjahr an, Julien-Hugo, und in den ersten Jahren danach hast du dich seltsam entwickelt, denn du weigerst dich zu sprechen, zu kauen, deine Notdurft zu verrichten. Stundenlang bliebst du reglos, mit abwesendem Blick sitzen. Deine Hauptbeschäftigung bestand darin, irgendwelche Gegenstände zu drehen, aber du schriest, wenn man etwas zu dir sagte oder wenn man dich in den Arm nehmen wollte. Du schriest, sobald man nur deinen Namen aussprach. Dabei habe ich versucht, ihn auf tausenderlei Arten zu modulieren. Doch das ändert nichts, es war unmöglich, dich zu rufen.” Was steckt nun hinter dieser für die meisten geheimnisvollen Krankheit? Diese Arbeit stellt das Krankheitsbild des frühkindlichen Autismus vor. Was für Behandlungsmöglichkeiten gibt es und was kann mit ihnen erreicht werden? Kann man Autismus vielleicht sogar heilen? Diese Fragen sollen Gegenstand des Kapitels 7 über Behandlungs- und Fördermethoden sein.