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Beim Studieren vom Buch Daniel ist es hilfreich, wenn man die folgenden aufgeführten Kapitel zusammen liest, weil sie sich im Inhalt gegenseitig ergänzen und bestätigen. So auch das zu einem späteren Zeitpunkt geschriebene Buch der Offenbarung von Johannes.
Es ist ebenfalls sinnvoll, beide Bücher zusammen zu lesen und die passenden Verse miteinander zu vergleichen.
Beispiel zum Buch Daniel: Kapitel 2 und 7, Kapitel 3 und 6, Kapitel 4 und 5, Kapitel 7 und 12, Kapitel 8 und 11, Kapitel 9 und 10.
Als ersten Schritt, in unserem intensiven Bibelstudium, im Jahr 2008, begannen wir uns nun mit dem Standbild aus dem Buch Daniel Kapitel 2 und Kapitel 7 zu befassen.
Das Buch Daniel Kapitel 2, das Standbild aus den vier verschiedenen Materialien, und die Vision aus Daniel Kapitel 7, haben sehr viele Parallelen.
Im zweiten Jahr des Reichs Nebukadnezars hatte Nebukadnezar Träume, durch die er so erschrak, dass er aufwachte. Und er liess alle Sterndeuter und Weisen, Zauberer und Chaldäer zusammenrufen, um dem König seinen Traum mitzuteilen.
Und sie kamen und traten vor den König.
Daniel 2,1-2
Zu dieser Zeit wurde Daniel am Hofe Nebukadnezars gefangen gehalten und man berichtete Daniel davon. Er und seine Freunde baten Gott YHWH im Gebet um die Deutung des Traumes und dessen Auslegung. Arjoch, der oberste Richter des Königs, brachte Daniel schnell hinein vor Nebukadnezar und berichtete ihm: «Es ist einer gefunden worden unter den Gefangenen aus Juda, der dem König die Deutung sagen kann.»
(Siehe Daniel 2,12-19)
Daniel sagte zum König: «Das Geheimnis, das der König von den Weisen, Gelehrten, Sterndeutern und Wahrsager fordert, steht nicht in der Macht, dem König zu sagen. Aber es ist ein Gott im Himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren; der hat dem König Nebukadnezar gezeigt, was in künftigen Zeiten geschehen soll. Mit deinem Traum und deinen Visionen, als du schliefst, verhielt es sich so: Du, König, dachtest auf deinem Bett, was wohl später geschehen wird; und der, der verborgene Dinge offenbart, hat dir gezeigt, was geschehen wird. So ist mir das Geheimnis offenbart worden, nicht durch meine Weisheit, als wäre sie grösser als die aller anderen, die leben; sondern damit dem König die Deutung mitgeteilt wird und du die Gedanken deines Herzens erfährst. Du, König, sahst, und sieh, ein grosses, hohes sehr glänzendes Standbild stand vor dir, das schrecklich anzusehen war. Das Haupt des Standbilds war aus Feingold, seine Brust und seine Arme waren aus Silber, sein Bauch und seine Lenden waren aus Erz, seine Schenkel waren Eisen, seine Füsse waren teilweise Eisen und teilweise Ton. Das sahst du, bis ein Stein herabgerissen wurde, nicht durch Hände; der traf das Standbild an seinen Füssen aus Eisen und Ton und zermalmte sie. Da wurde das Eisen, der Ton, das Erz, das Silber und Gold miteinander zermalmt und wurde wie Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, sodass man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Standbild traf, wurde ein grosser Berg und füllte die ganze Erde. Das ist der Traum. Nun wollen wir dem König die Deutung sagen.»
Daniel 2,27-36
«Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das niemals mehr zerstört wird; und sein Königreich wird keinem anderen Volk überlassen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es selbst wird für immer bestehen;
so wie du einen Stein gesehen hast, der nicht durch Hände vom Berge herabgerissen wurde, der das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und Gold zermalmte. So hat der große Gott dem König gezeigt, was später geschehen wird; und der Traum ist gewiss, und die Deutung ist zutreffend.»
Daniel 2,44-45
Bedeutung zum Standbild
Das Standbild war unterteilt in fünf verschiedene Materialien. Es begann mit Babylon aus Gold und sie wurden immer geringer.
Es symbolisiert die vier Weltreiche, bis zum letzten Reich. Das Königreich Gottes.
Das Haupt aus Gold für das Reich Babylon, König Nebukadnezar.
Brust/Arme aus Silber für die Meder und Perser.
Bauch/Hüfte aus Kupfer für Griechenland, Alexander der Grosse.
Beine aus Eisen für das Römische Reich, zu der Zeit Yahshuah.
Füsse aus Eisen/Ton ein starkes und schwaches Reich.
Europa; entstand aus dem Römischen Reich.
Rom wurde aufgeteilt in vier Reiche und durch vier Generäle regiert.
Rom gab immer weitere Gebiete auf und wurde schliesslich auf 10 Stämme verteilt.
So entstand Europa.
Angel–Sachsen, später Engländer / Franken, später Franzosen / Alemannen, später die Deutschen / Lombarden, später Italiener / Ostgoten / Burgunder / Heruler / Sweben / Westgoten / Vandalen.
Diese Zehn Länder, Zehen des Standbildes aus Eisen und Ton, lassen sich nicht zusammen verbinden. Eisen und Ton vertragen sich nicht. So ist es auch unter den verschiedenen Stämmen. Zwar verbünden sie sich durch Heirat untereinander, doch es kommt nie zu einer Einheit und einem gemeinsamen Europa. Auch die Europäische Union bringt keine einheitliche Regierung zustande, also keinen Frieden (trotz Friedens- nobelpreis).
Es wird immer Stärkere und Schwächere geben und dies bis zum Ende der Zeit. Es bleibt ein zerteiltes Königreich. Die einen sind stark wie Eisen, aber andere zerbrechlich und schwach wie Ton. Es wird immer Konflikte geben, bis Yahushuah HaMashiach wiederkommt.
Erst Gottes Reich ist das Reich des wahren Friedens. Wenn der Stein, der sich von selber löste, den Fuss aus Ton und Eisen trifft, dann fällt Europa auseinander. Über das Standbild stürzte ein grosser Stein der sich von selber löste, der alle Königreiche, also das ganze Standbild, zerstörte.
Der Stein wurde zu einem grossen Felsen. Dieser Felsen symbolisiert das letzte Königreich, das Reich Gottes, welches Macht hat über alle Reiche dieser Welt und es währt ewiglich. Yahushuah ist der Fels auf der die erste Gemeinde gegründet war.
Und alle haben denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken aus dem geistlichen Felsen, der mitging; der Fels aber war Christus.
(1. Korinther 10,4)