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Allein die Ausgangslage vor dem Spiel Iran gegen Portugal in der Gruppe B wäre interessant genug. Dem Favoriten reicht zwar ein Punkt zum Weiterkommen. Die Partie gegen die Spanier hat aber aufgezeigt, dass die spielerisch unterlegenen Iraner durchaus in der Lage sind, Torgefahr zu generieren – auch gegen sogenannt «Grosse».
Queiroz' Traum, der zum Alptraum wurde
Zusätzliche Brisanz erhält das Duell durch die Vorgeschichte von Carlos Queiroz, dem Trainer der Iraner. Der 65-jährige Portugiese steht seit April 2011 an der Seitenlinie des Irans – dabei hätte er zu jenem Zeitpunkt noch die portugiesische «Seleçao» coachen sollen.
Der berühmte Regisseur Martin Scorsese hätte kein besseres Drehbuch schreiben können.
Queiroz' Traum war in Erfüllung gegangen, als er 2008 mit einem Vierjahresvertrag als Nationaltrainer seines Heimatlandes engagiert wurde. Das enttäuschende Ausscheiden Portugals an der WM 2010 in Südafrika (Out im Achtelfinal gegen Spanien) kostete ihn aber frühzeitig den Job. Nicht zuletzt deshalb, weil sich Queiroz nicht besonders gut mit Starspieler Cristiano Ronaldo verstand.
Revanchiert er sich mit dem Iran?
Nun bekommt der ehemalige Trainer und Assistent von Real Madrid und Manchester United die Chance, sich für die Manieren seiner Landsmänner zu revanchieren – mit dem krassen Underdog Iran.
Um den Traum vom erstmaligen Einzug in einen WM-Achtelfinal verwirklichen zu können, muss Queiroz eine Taktik finden, um Ronaldo zu stoppen. Auf diese schwierige Aufgabe angesprochen, meinte Queiroz im Vorfeld der Partie: «Der berühmte Regisseur Martin Scorsese hätte kein besseres Drehbuch schreiben können.»
3 Aspiranten, aber nur 2 Achtelfinal-Tickets
In der Gruppe B ist neben dem Iran und Portugal auch Spanien noch im Rennen um einen Platz im Achtelfinal. Die «Furia Roja» bestreitet ihr letztes Gruppenspiel zeitgleich gegen das bereits ausgeschiedene Marokko. Wie den Portugiesen reicht auch Spanien ein Remis zum Einzug in die K.o.-Phase.
Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung auf SRF zwei