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Staatliche Transferleistungen
Im System der sozialen Sicherheit stellen bedarfsabhängige staatliche Transferleistungen die Grundversorgung sicher, wenn diese in Folge von Lebensereignissen nicht durch Eigenleistung oder Sozialversicherungen abgedeckt sind. Der Indikator gibt einerseits Hinweise auf prekäre Lebenssituationen, kann aber auch auf allfällige strukturelle Ungleichheiten hinweisen.
Beobachtete Entwicklung

Im Jahr 2016 machen die bedarfsabhängigen Sozialleistungen durchschnittlich 3,9 Prozent des Einkommens der Luzerner Haushalte aus. Wird der Durchschnitt der drei jüngsten Datenjahre (2014-2016) mit dem Durchschnitt der drei ersten Datenjahre (2009-2011) verglichen, zeigt sich eine wesentliche Zunahme.
Schweizweit machen Sozialleistungen und Taggelder im Durchschnitt 4,0 Prozent des Einkommens der Haushalte aus (2016).
Angestrebte Entwicklung und Beurteilung

Die Zunahme der staatlichen Transferleistungen wird entsprechend negativ beurteilt.
Im Kanton Luzern steigt im Durschnitt der Anteil staatlicher Transferleistungen am Haushaltseinkommen. Das weist darauf hin, dass – über die gesamte Bevölkerung betrachtet – ein geringerer Anteil des Grundbedarfs mittels Erwerbseinkommen und Sozialversicherungsleistungen gedeckt werden kann. Dies, entweder weil die Lebenshaltungskosten stärker zunehmen als die Einkommen, oder weil mehr Personen auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind.
Definition
Der Indikator weist diejenigen Einkommensanteile der Privathaushalte aus, die aus bedarfsabhängigen Sozialleistungen (Ergänzungsleistungen, individuelle Prämienverbilligungen, Stipendien, Wirtschaftliche Sozialhilfe, Alimentenbevorschussung, Mutterschaftsbeihilfe) und Hilflosenentschädigungen stammen.
Der angegebene Schweizer Vergleichswert beruht auf der Haushaltsbudgeterhebung des BFS.
Analysen