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In der öl- und gasreichen Ex-Sowjetrepublik Kasachstan hat Staatschef Kassym-Schomart Tokajew die Präsidentenwahl nach vorläufigen Angaben wie erwartet gewonnen. Tokajew sei mit 81.31 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden, teilte die zentrale Wahlkommission in Astana am Montag mit.
Die fünf Gegenkandidaten erreichten bei der Wahl am Sonntag nur Ergebnisse zwischen 2.1 und 3.4 Prozent. Allerdings kreuzten 5.8 Prozent der Wähler und Wählerinnen auf dem Stimmzettel das Feld «Gegen alle» an. Die Wahlbeteiligung habe bei 69.4 Prozent gelegen, wie die Staatsagentur Kasinform berichtete.
Tokajew (69) steht nach einer Verfassungsänderung eine siebenjährige Amtszeit bevor. Bisher betrug die Amtszeit fünf Jahre. Rund zwölf Millionen Menschen waren am Sonntag in dem an China und Russland grenzenden Land zur Wahl aufgerufen. Internationale Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) wollten am Montag ihr Urteil über die Wahl abgeben. Schon vorab hatten sie unter anderem Einschränkungen bei der Registrierung von Kandidaten zur Wahl kritisiert.
Tokajew hatte im März 2019 seinen autoritären Vorgänger Nursultan Nasarbajew entmachtet, der Kasachstan rund 30 Jahre regiert hatte. Bei der von Polizeigewalt begleiteten Wahl im Juni 2019 war Tokajew mit 70.96 Prozent gewählt worden. (sda/dpa)