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Im Unternehmen selbst sollten 3000 Praktika-Plätze für junge Afrikaner geschaffen werden, kündigte Konzernchef Paul Bulcke am Dienstag auf einem Wirtschaftsforum in Abidjan in der Elfenbeinküste an. Das Programm werde bis 2018 laufen.
Die Starthilfe für junge Menschen solle einen Beitrag gegen die hohe Arbeitslosigkeit leisten, die eine “ernste soziale und wirtschaftliche Herausforderung” in Afrika sei, sagte Bulcke. Sein Nestlé-Konzern hat sich auf dem Kontinent, wo 70 Prozent der rund 1,2 Milliarden Einwohner jünger als 30 Jahre sind, wichtige Absatzmärkte erschlossen. Menschenrechtler hatten dem Konzern in der Vergangenheit vorgeworfen, in Entwicklungsländern auch von Kinderarbeit zu profitieren.
Das internationale Forum in Abidjan, der Wirtschaftsmetropole der Elfenbeinküste, war von Nestlé organisiert worden. Der ivorische Ministerpräsident Daniel Kablan Duncan bezeichnete das Engagement des Privatsektors in seiner Eröffnungsansprache als unerlässlich.
Das kräftige Wirtschaftswachstum in Afrika habe bislang noch nicht zur Entwicklung von Produktionskapazitäten und zu Strukturveränderungen geführt, wie sie nötig wären, um Arbeitsplätze für die Bevölkerung zu schaffen, kritisierte Duncan. Nur so könne langfristig die Armut bekämpft werden.
In der Elfenbeinküste hängen mehr als die Hälfte der Exporteinnahmen und mehr als zwei Drittel der Arbeitsplätze von der Kakaoproduktion ab. Nestlé ist einer der wichtigsten Abnehmer des ivorischen Kakaos. Die Elfenbeinküste verzeichnet nach dem Ende der innenpolitischen Wirren seit einigen Jahren ein besonders starkes Wachstum, Abidjan ist eine der wichtigsten westafrikanischen Wirtschaftsmetropolen.
(SDA)