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Der Magenbypass
Der Magenbypass ist heutzutage der am häufigsten empfohlene und durchgeführte Eingriff. Es wird zwischen drei verschiedenen Magenbypass Operationen unterschieden: Dem proximalen Magenbypass, dem distalen Magebypass und dem Omega Magenbypass.
Das Prinzip der Magenbypass Operation besteht darin, den Magen zu verkleinern. Damit Sie nur noch kleine Mahlzeiten zu sich nehmen können. Die Länge des opertierten («gebypasst») Dünndarmes hat Auswirkungen auf die Zucker- und Fettaufnahme im Blut und wird durch die Operation verringert.
Mit dieser Technik wird der Magen weit oben durchtrennt und mit einer Dünndarmschlinge verbunden, die zuvor durchtrennt wurde.
Welche positiven Veränderungen kann man erwarten?
Da ein Grossteil des Dünndarmes von der Nahrungsaufnahme «gebypasst» wird, werden weniger Energieträger (Fett, Zucker, Proteine) in den Körper aufgenommen. Dies führt wiederum zur Gewichtsabnahme. Der Magenbypass weist sehr gute Langzeitresultate auf. Die Lebensqualität nach der Magenbypass Operation wird von den meisten Patienten als gut beschrieben. Mit dem Magenbypass können Sie im Langzeitverlauf durchschnittlich ca. 65 % bis 70 % Ihres Übergewichtes verlieren. Zudem können die meisten Folgekrankheiten der Adipositas geheilt oder stark verbessert werden (siehe Komorbiditäten und Folgeerkrankungen der Adipositas).
Welche negativen Folgen sind möglich?
Zu den sehr seltenen Komplikationen des Magenbypasses (< 0,5 %) gehören Nachblutungen und die Anastomosen-Insuffizienz (Aufgehen der maschinellen Klammernähte zwischen Darm und Magen). Diese beiden Komplikationen können in der Früh-Phase nach einer Operation (in den ersten Wochen) auftreten.
Zu den Spät-Komplikationen nach der Magenbypass Operation gehören in sehr seltenen Fällen die Mangelernährung und die Vitaminmangelsymptome. Diese möglichen Spät-Komplikationen lassen sich aber meist vermeiden, indem Sie die notwendigen ärztlichen Nachkontrolltermine, mit Blutbestimmungen über Ihre Ernährungssituation, wahrnehmen und die Ernährungsempfehlung einhalten.
Alle Lücken, die zwischen den Dünndarmschlingen nach Magenbypass entstehen, werden während der Operation verschlossen, sodass das Risiko von inneren Hernien mit Darmverschluss noch Jahre nach der Operation unter 0,7 % liegen.
Nähere Auskünfte über Chancen und Risiken einer Magenbypass Operation erhalten Sie in unseren Bariatrie-Sprechstunden.