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Lamborgini Countach LP 500S
Tamiya 1:24
Das Original
Der Prototyp des Lamborghini Countach wurde 1971 am Genfer Automobilsalon als Nachfolger des Miura präsentiert. Er wurde aber erst ab 1974 bis 1990 produziert. Der Auftrag für das Design ging an Bertone welcher schon beim Miura und dem Espada ausgezeichnete Arbeit geleistet hatte. Das Motorenkonzept des Mittelmotors wurde beibehalten, der Motor wurde aber längs eingebaut. „Longitudinale posteriore“ hiess das dann, hinten längs, LP, eine Bezeichnung die sich bis heute bei Lamborghini gehalten hat.
Das erste Kundenfahrzeug, ein LP400, wurde am 11. April 1974 ausgeliefert. Nach dem LP400 und dem LP400S folgte dann 1982 der LP500S von welchem bis 1985 321 Fahrzeuge produziert wurden. Der Motor mit 4‘754 ccm Hubraum hat eine Leistung von 375 PS, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h.
Das Modell
Das Modell der Scale Sports Car Series von Tamiya stammt aus den 80er Jahren, der aktuelle Bausatz wurde im Jahr 2007 produziert. Er war für den Einbau eines batteriebetriebenen Elektromotors vorgesehen. Dementsprechend ist der Detailierungsgrad sehr einfach gehalten. Im Fahrwerkbereich fehlen die Aufhängungsteile und wegen der fehlenden Radkästen hat man den Durchblick durch das Fahrzeug. Mit Evergreen-Sheet 0,1mm habe ich die Radkästen ausgekleidet und im Motorraum seitliche Verkleidungen angebracht. Die fehlenden Bremsenscheiben und die Bremszangen habe ich ebenfalls mit Evergreen-Sheet selber hergestellt.
Auch in der Fahrgastzelle wurde einiges ergänzt. Damit die Wirkung eines Ablagefaches entsteht, habe ich die Öffnung in der Türverkleidung mit Evergreen-Sheet hinterlegt und den vorderen Abschluss im Fussraum ergänzt. Als Fussmatte habe ich einen dünnen Filz eingeklebt. Den Motorraum habe ich mit den Zündkabeln ergänzt. Dazu habe ich Pipin Cord 0.4 mm von Modelfactory HIRO verwendet.
An der Karosserie waren nur wenige Ergänzungen notwendig. Am Heckflügel habe ich zwei Seitenteile aus Evergreen-Sheet angebracht. In der Motorraumabdeckung habe ich die Lüftungsschlitze ausgeschnitten und mit Photo-Etched MESH-A von Studio 27 hinterlegt. Die Öffnungen in den Endrohren der Auspuffanlage mussten ausgebohrt werden da die Wandstärke der Rohre zu dick war. Die Klappscheinwerfer habe ich in geschlossenem Zustand montiert. Wegen des selbst konstruierten Radkastens war kein Platz für den ganzen Scheinwerfer so dass der Kasten abgetrennt werden musste und nur der Deckel eingesetzt wurde. Die Rückspiegel wurden mit Bare-Metal - Folie belegt. Da die Aussenspiegel eine Sicke aufweisen, musste diese mit Evergreen-Sheet 0.1 mm überdeckt werden. Die Bare-Metal – Folie wurde zuerst auf das Sheet geklebt und erst dann in die Spiegel eingepasst.
Beim Spritzen der Carosserie wurden zuerst die Lüftungsöffnungen und Fensterrahmen mit X-18 (Semi gloss black) gespritzt. Anschliessend wurde die Karosserie mit Tamiya Grundierspray Fine Surface Primer (L) White grundiert und anschliessend mit X-2 (Weiss) gespritzt. Nach dem Anbringen der Decals wurde die Karosserie mit X-22 (Clear) lackiert. Das Interieur wurde ebenfalls Weiss gespritzt, zuerst mit XF-2 (Matt-Weiss) und anschliessend mit X-2 (Weiss).
Das Aufsetzen der Karosserie musste vorsichtig angegangen werden. Dies weil sich die Karosserie nach unten stark verjüngt und das Cockpit und die zusätzlichen Radkästen oben relativ breit sind. Die Motorenplatte habe ich vorgängig mit dem Chassis zusammengebaut da sie nicht für das Einsetzen von Batterien geöffnet werden muss.
Hansueli Keller IPMS Schweiz Sektion St. Gallen