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Die langjährige Google-Managerin und ehemalige Yahoo-CEO Marissa Mayer hat ein neues Produkt vorgestellt. Dieses stammt aus ihrem KI-Startup Lumi Labs, das neu Sunshine heisst und Consumer-Apps entwickelt.
Das erste Produkt aus dem Hause Sunshine ist die App "Contacts". "Es ist verrückt, dass wir selbstfahrende Autos und eine globale Gesichtserkennung haben können, aber einfache Dinge, wie das Entfernen von Duplikaten in unseren Kontakten, immer noch nicht tun können", sagte Mayer gegenüber dem US-Magazin 'Wired'.
Die App synchronisiere – sofern der User zustimmt – mit den Apple-Kontakten und Google Mail. Contacts lösche automatisch doppelte Einträge, synchronisiere verstreute Informationen und fülle Lücken wie einen fehlenden Nachnamen aus. Die App nutze Algorithmen und könne auch veraltete Informationen aktualisieren, wie etwa eine alte Business-E-Mail-Adresse. Ausserdem würden Kontaktinformationen ergänzt, beispielsweise mit einer Adresse, die aus einer E-Mail-Signatur von jemandem gezogen werde oder mit dem Namen des Arbeitgebers anhand von Informationen aus dessen Linkedin-Profil. Daneben soll es eine einfache Möglichkeit geben, seinen Kontakt zu teilen und dabei zu bestimmen, welche Informationen man teilen will.
Das Ziel des von Mayer und Enrique Muñoz Torres gegründeten Startups sei es, jene Apps zu verbessern, die man im Alltag benötige. Man könne sich Contacts wie ein kleines, persönliches CRM vorstellen. Wenn man einen Kontakt öffne, erhalte man Kontext und sehe beispielsweise die letzten E-Mails, die man mit einer Person ausgetauscht habe.
Apps, die Kontakte organisieren, gibt es viele. Mayer hofft, durch Qualität überzeugen zu können. "Wir haben eine Reihe von Dingen gemacht, die ich für ziemlich clever halte, und die besser sind als einige der anderen Dinge, die wir gesehen haben", wird sie von 'Techcrunch' zitiert.
Das Unternehmen betont, die Daten sicher zu speichern und User-Informationen nicht zu verkaufen. Geld verdienen will das Unternehmen mit einem Freemium-Modell. Die App sei zunächst kostenlos. Wenn Unternehmen zusätzliche Angebote einführen, sollen die Apps monetarisiert werden, indem beispielsweise einige grundlegende Funktionen kostenlos sind und für umfangreichere bezahlt werden muss.
Noch ist die neue App nur "auf Einladung" verfügbar.