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Am 9. September 1925 wurde Vreni ihren Eltern Ernst und Lisette Suter-Binggeli im Kurried bei Albligen in die Wiege gelegt. Mit sechs Kindern zogen sie zwei Jahre später auf das landwirtschaftliche Heimwesen Hubel bei Brünisried. Es folgten noch drei Geschwister. Die Krisenjahre überstand die Familie nur mit grössten Entbehrungen. Die grosse Kinderschar wurde mitgenommen aufs Feld. Bald entstand aus dem Hubel ein stattlicher Bauernhof.
Die Schulzeit verbrachte Vreni in Weissenstein, den Religionsunterricht besuchte sie in St. Antoni, was besonders im Winter beschwerlich war. Am Pfingstsonntag 1941 wurde sie konfirmiert. Sie wurde vorerst daheim gebraucht, machte aber auch die Ausbildung zur Handarbeitslehrerin. Mit viel Freude gab Vreni stundenweise Unterricht an der Schule Weissenstein. Als man sie daheim entbehren konnte, arbeitete sie bei der Käserfamilie Gutknecht in Rechthalten und später bei der Lehrerfamilie Forster in Weissenstein.
1945 lernte Vreni den Bauernsohn Ernst Schneider aus Wengliswil kennen. Zwei Jahre später, am 10. April 1947, traten sie vor den Traualtar.
1950 kam mit Vreni das erste Kind zur Welt, und es folgte ein Jahr später Ernst. Mit Käthy wurde 1954 ein Frühchen geboren. Der Herzfehler konnte nicht operiert werden und führte zu einer Behinderung. Der Familie wurden mit Franz, Peter, Hans und Markus vier weitere Kinder geschenkt.
Vrenis grosse Leidenschaft war der Garten, den sie biologisch anbaute. Ein prächtiger Blumenschmuck zierte den Bauernhof. Eine grosse Aufgabe war die Betreuung von Käthy. Als dies zu viel wurde, trat Käthy in ein Heim ein.
1981 traten Vreni und Ernst in den Ruhestand und zogen ins Stöckli. Bei guter Gesundheit genossen sie die ruhigere Zeit, freuten sich an Besuchen und gönnten sich die eine oder andere Reise.
Am 24. Juli 2001 musste Vreni Abschied nehmen von ihrem geliebten Mann, ein Verlust, den sie nie richtig überwinden konnte. Nach ihrer Erkrankung an Parkinson war ein selbständiges Haushalten nicht mehr möglich. Vreni trat ins Alters- und Pflegeheim St. Martin in Tafers ein, wo sie sich gut einlebte. Die letzten Monate waren für sie sehr beschwerlich. Am 10. Oktober 2008 wurde Vreni Schneider von ihren Leiden erlöst. Eing.