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Seit Januar 2016 gilt in der Schweiz die so genannte Einverleiherklausel nicht mehr bloss für die Auswertung im Kino, sondern sie muss zusätzlich auch bei der Online-Auswertung berücksichtigt werden. Die Einverleiherklausel hat das Ziel, dass pro Film ein Verleiher über sämtliche Sprachversionen verfügt und so der Schweizer Filmmarkt nicht in Sprachregionen segmentiert und nur noch von Anbietern aus den jeweiligen Nachbarländern bedient wird. Mit der Einverleiherklausel soll sichergestellt werden, dass ein Film nicht nur in der Deutschschweiz oder nur in der Romandie gezeigt wird, sondern in allen drei Sprachregionen.
Seit Erweiterung der Einverleiherklausel Anfang 2016 hat sich für den Schweizer Film die Frage gestellt, wer denn für die Auswertung eines Films zuständig ist. Soll diese durch die Produzentin erfolgen, die dank Vorverkäufen von Online-Rechten bereits Geldmittel beschaffen kann, um den Film zu finanzieren, oder soll der Film ausschliesslich durch die Distributoren ausgewertet werden? Für die Schweiz haben wir eine salomonische Lösung gefunden: Die 3 Produzentenverbände IG, SFP und GARP sowie der Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz ARF/FDS haben sich mit dem Verband der Distributoren fds darauf geeinigt, dass eine so genannte Distributionsgemeinschaft errichtet wird. Künftig soll also pro Film je eine optimale Lösung angestrebt werden. Die Distributionsgemeinschaft zwischen Produzent und Distributor soll eine optimale Auswertung garantieren und so sicherstellen, dass der jeweilige Film die bestmögliche Visibilität erreicht.
Die Vereinbarung wurde am 13. Dezember 2018 unterzeichnet, und gleichzeitig haben sich die Verbände darauf geeinigt, einen Ausschuss zu schaffen, der das Prozedere begleitet und so optimale Lösungen anstrebt.
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