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Konkret kann die im § 25 SHG aufgeführte Beratung und Betreuung bedeuten:
Bei den Hilfestellungen ist immer das Ziel der Sozialhilfe zu beachten, wie es im § 2 SHG formuliert ist:
Die Sozialhilfe bezweckt, die Hilfebedürftigkeit von Menschen zu verhindern, deren Folgen nach Möglichkeit zu beseitigen oder zu mildern, die private Initiative, die Eigenverantwortung und Selbständigkeit der Hilfebedürftigen sowie deren berufliche und gesellschaftliche Integration zu fördern.
Die Ausrichtung von Sozialhilfe ist nicht an die Existenz eines Unterstützungswohnsitzes gebunden. Auch hilfebedürftige Personen, die sich nur an einem Ort aufhalten, haben Anspruch. Die örtliche Zuständigkeit für diese Personen ist in § 16 Abs. 2 – 4 SHG wie folgt geregelt:
2 Hat die hilfebedürftige Person keinen Unterstützungswohnsitz oder ist sie ausserhalb ihres Unterstützungswohnsitzes auf sofortige Hilfe angewiesen, ist die Einwohnergemeinde zuständig, in der sie sich aufhält (Aufenthaltsgemeinde). Als Aufenthalt gilt die tatsächliche Anwesenheit in einer Gemeinde.
3 Ist eine offensichtlich hilfebedürftige Person, insbesondere wegen einer Erkrankung oder eines Unfalls, auf ärztliche oder behördliche Anordnung in eine andere Einwohnergemeinde verbracht worden, gilt diejenige Gemeinde als Aufenthaltsgemeinde, von der aus die Zuweisung erfolgte.
4 Ist die örtliche Zuständigkeit streitig, hat diejenige Einwohnergemeinde, bei der die hilfebedürftige Person das Gesuch um Unterstützung zuerst gestellt hat, die wirtschaftliche Sozialhilfe bis zur Klärung der Zuständigkeit als Vorleistung zu gewähren.
Nein. Der Unterstützungswohnsitz geht (anders als bei der zivilrechtlichen Regelung) verloren, auch wenn kein neuer begründet wird. Der Unterstützungswohnsitz endet mit dem Wegzug aus dem Kanton bzw. der Wohngemeinde. Ein Wegzug liegt vor, wenn jemand seine Wohngelegenheit aufgibt, seinen Wohnort verlässt und ohne konkrete Rückkehrabsicht von dannen zieht.
Eine Ausnahme ist der Eintritt in ein Heim, in ein Spital oder eine andere Anstalt (z.B. Gefängnis). In diesem Fall bleibt der Unterstützungswohnsitz bestehen.
Die folgenden Hinweise sind beispielhaft. Es gibt noch weitere Angebote in diesen Bereichen, siehe z.B. Tripartite Kommission für Arbeitsintegrationsmassnahmen (KAIM)
Arbeitsmarktliche Massnahmen (AMM) für stellensuchende Sozialhilfebeziehende ohne Anspruch auf ALV-Taggelder
Sozialhilfebeziehende werden bei der beruflichen Integration unterstützt. So stehen auch Stellensuchenden, die keinen Anspruch auf ALV-Taggelder haben respektive nur zur Vermittlung bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) angemeldet sind, verschiedene arbeitsmarktliche Massnahmen zur Verfügung:
Erste Informationen für fremdsprachige Stellensuchende
Erfolgreiche Stellensuche
Deutschabklärung für Fremdsprachige
Basiswissen Bewerbung
Dossier-Check
Computer Einstieg
Lernprogramme Deutsch (>bis maximal GER-Stufe A2 möglich)
Deutsch als Zweitsprache DAZ (Dauer: 5 Wochen)
Deutsch als Zweitsprache am Abend DAZ (Dauer: 5 Wochen)
Deutsch Intensiv bei Alemania (Dauer: 4 Wochen)
Potenzialabklärungen für 50+
ReScreen
Employability-Check
Förderung Grundkompetenzen Erwachsener im Kanton Luzern
Im Kanton Luzern können rund 45'000 Menschen nicht richtig lesen, schreiben, rechnen oder einen Computer bedienen. Sie erhalten nun Unterstützung mit einem neuen Kursangebot und Bildungsgutscheinen von 500 Franken. Damit sollen Betroffene auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen erhalten und vermehrt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Website, wo Betroffene auch den Bildungsgutschein herunterladen können.
www.besser-jetzt.ch/luzern
Sie muss gemäss Art. 290 ZGB alle Schritte unternehmen, die zum Inkasso der Alimente notwendig sind:
Abklären, ob der massgebliche Rechtstitel gültig und vollstreckbar ist
Abklären, ob die Forderung getilgt oder gestundet wurde und beim Gericht vorstellig werden (Art. 291 und 292 ZGB)
Durchführen einer Betreibung bis zum Konkurs
Die Verwendung eingehender Zahlungen ist nicht dem Belieben der Sozialbehörden überlassen. § 34 SHV verweist diesbezüglich auf die Art. 85 – 87 OR.
Zahlungen, die dem im Rechtstitel genannten Betrag entsprechen, werden gemäss dem Willen des Schuldners oder gemäss Quittungstext verwendet.
Bezeichnet der Schuldner die Verwendung der Zahlung nicht speziell und sind mehrere Schulden fällig, dann werden die Zahlungen für die zuerst betriebenen Schulden verwendet und dann für die früher fällig gewordenen Schulden.
Bei Teilzahlungen werden zuerst Zinsen und Kosten verrechnet und danach der nicht gesicherte Teil der Schuld (Art. 85 OR).
Übersteigen die vom Schuldner oder der Schuldnerin geleisteten Zahlungen den durch die Gemeinde bevorschussten Betrag, dann muss der Überschuss dem oder der Alimentenberechtigten zwingend ausbezahlt werden; ein allfälliger Überschuss darf nicht als Rückerstattung an bezogene wirtschaftliche Sozialhilfe verwendet werden.
Ja, wenn ein rechtsgültiger, vollstreckbarer Rechtstitel (Urteil, vormundschaftlicher Vertrag) vorliegt.
Es gibt zwei Möglichkeiten der Vorgehensweise:
Auf privatem Wege mit der Hilfe einer Rechtsvertretung vor Ort oder mittels Rechtshilfegesuch über die zuständige kantonale Übermittlungsstelle (Dienststelle Soziales und Gesellschaft).
Gesuche um Rechtshilfe sind bei der kantonalen Übermittlungsstelle einzureichen.
Details zu den Gesuchsunterlagen können auf der Internetseite des Bundesamtes für Justiz heruntergeladen werden, ebenso das Gesuchsformular des Bundesamtes für Justiz in verschiedenen Sprachen.
Gesuchsunterlagen
Beiträge von Verwandten können nicht mittels Beschluss einer Fürsorgebehörde geltend gemacht werden, sondern nur über eine Klage beim zuständigen Zivilgericht.
Unter Ersatzanspruch wird der Anspruch von Leistungen gegen Verwandte für nicht geleistete Beiträge in der Vergangenheit verstanden.
Der Ersatzanspruch der Sozialbehörde kann rückwirkend für ein Jahr geltend gemacht werden (Art. 329 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 279 ZGB).
Rösslimattstrasse 37
Postfach 3439
6002
Luzern
Koordination
Cäcilia Lachenmeier
Telefon 041 228 65 79