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In einer sozioökonomischen Analyse ist aufzuzeigen, inwiefern der sozioökonomische Nutzen der beantragten Verwendung des Stoffes die Risiken für Gesundheit und Umwelt überwiegt. Dabei sollten auch mögliche Alternativen berücksichtigt bzw. aufgezeigt werden, dass es keine geeigneten gibt. Für eine Zulassung in der Schweiz muss die sozioökonomische Analyse auf die Schweizer Verhältnisse zugeschnitten sein.
1. sozioökonomische Nutzen
• Angabe der Grösse des betroffenen Unternehmens
• Nutzen für die Unternehmen
• Nutzen für die Volkswirtschaft insgesamt
• Nutzen für die Gesellschaft insgesamt
• wie könnte sich diese Situation im Laufe der Zeit ändern?
• Auswirkungen eines Verbots (wahrscheinlichste Auswirkungen einer Nichtverfügbarkeit des Stoffes):
- Verwendung einer ungeeigneten Alternative
- Änderung der Qualität der Produkte
- Änderung der Qualität der Verfahren
- Einstellung des Angebots bestimmter Waren oder Dienstleistungen
- Kosten oder Einsparungen für Hersteller, Importeure, Händler und Verbraucher in der Lieferkette.
- Verlagerung bestimmter Herstellungsaktivitäten in Drittländer
- soziale Auswirkungen auf Arbeitnehmer, Verbraucher und die Öffentlichkeit, z.B. Beschäftigung, Arbeitsbedingungen, Zufriedenheit am Arbeitsplatz, Ausbildung von Arbeitnehmern und soziale Sicherheit.
- makroökonomische Effekte auf Wachstum, Steuern, etc. (Handel, Wettbewerb und wirtschaftliche Entwicklung). Je mehr sich eine Verwendung auf ein Unternehmen, eine Industrie oder Branche einschränkt, desto eher kann sich auch die Analyse der Auswirkungen auf das Unternehmen, eine Industrie oder Branche selber einschränken.
- Angabe der Gründe für die Beschränkung der Reichweite auf einen bestimmten geografischen Bereich oder einen bestimmten Teil der Lieferkette
2. Risiken für Gesundheit und Umwelt
• Anzahl der exponierten Arbeitnehmer im Unternehmen
• Massnahmen zur Beherrschung der Risiken
• mögliche Effekte sowie gesundheitliche und ökologische Auswirkungen, die im Zusammenhang mit der Verwendung eines Stoffes in den betroffenen Lieferketten sowie im gesamten Lebenszyklus des Stoffes auftreten können
• Gründe für die fehlende Berücksichtigung bestimmter Auswirkungen angeben
• Unterschied zu einer bestehenden Zulassung in der EU darlegen (bei anderer Verwendung).
3. mögliche Alternativen
• untersuchte alternative Stoffe
• untersuchte alternative Technologien (Verfahren, Modifikation des Produkts)
• Optionen für eine Umstellung sowie deren Machbarkeit
• wie könnte sich diese Situation im Laufe der Zeit ändern? welche Aktionen innerhalb welcher Fristen wären für die Umstellung auf mögliche Alternativstoffe/-technologien erforderlich (Substitutionsplan)?