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Der US-Amerikaner Matt Groening, der am 15. Februar seinen 70. Geburtstag feiert, hat mit der Kult-Serie «Die Simpsons» Fernsehgeschichte geschrieben. Gemeinsam mit seinen Co-Serienschöpfern, dem 13 Jahre älteren James L. Brooks und Sam Simon, der 2015 verstarb, brachte Groening dem damals unterforderten, intelligenten TV-Publikum gegen Ende der Achtzigerjahre die Charaktere Homer, Bart, Lisa, Marge und Maggie, die in der fiktiven und doch so ur-amerikanischen Kleinstadt Springfield absurde Abenteuer erleben.
«Die Simpsons» und auch andere Serien machten Groening ziemlich reich. Auf der «Forbes»-Liste der weltweit bestverdienenden Entertainer landete der Comic-Autor im vorigen Jahr auf dem fünften Rang, gemeinsam mit dem «Simpsons»-Co-Produzenten James L. Brooks. Sein Vermögen wird auf 523 Millionen Franken geschätzt.
Groening ist im Nordwesten der Vereinigten Staaten gross geworden. Sein 1996 verstorbener Vater Homer Groening, nach dem er den «Simpsons»-Vater benannte, war ebenfalls Filmemacher und Comic-Zeichner. Sein Sohn besuchte das Evergreen State College im US-Staat Washington, in Groenings eigenen Worten «ein Hippie-College ohne Noten oder vorgeschriebene Kurse, das jeden Freak im Nordwesten anzog».
Im Anschluss verschlug es den jungen Kreativen nach Los Angeles. Dort entstand Groenings erster erfolgreicher Comic-Strip «Life in Hell», der, erstmals 1978 veröffentlicht, für über 30 Jahre laufen sollte und am Ende seiner Lebenszeit in 250 Wochenzeitungen zu finden war. Zwar sind die «Life in Hell»-Figuren wie etwa Bart Simpsons Vorgänger, der Hase Bongo, noch weiss statt gelb, doch verfügen sie bereits über zahlreiche weitere visuelle Merkmale der späteren Simpsons wie die übergrossen Glupschaugen.
Auf Groenings Comic-Strip wurde Mitte der Achtzigerjahre der Filmproduzent, Autor, Regisseur und dreifache Oscarpreisträger James L. Brooks aufmerksam. Er wollte ursprünglich «Life in Hell» ins Fernsehen bringen, doch dessen Schöpfer Matt Groening erkannte – der Legende nach buchstäblich in letzter Sekunde –, dass der Fernsehkanal Fox, auf dem «Die Simpsons» ausgestrahlt werden sollte, die Rechte an den Charakteren erhalten würde.
Da erdachte Groening an deren Stelle die bekannten «Simpsons»-Hauptfiguren. Aus kurzen Clips in der «Tracey Ullman Show» wurde die ikonische Serie «Die Simpsons», von der bislang über 760 Episoden ausgestrahlt worden sind. «Die Simpsons» ist die am längsten laufende Animationsserie, Sitcom und in den Abendstunden ausgestrahlte Serie mit einem Drehbuch der bisherigen US-Fernsehgeschichte. 36 Emmy Awards erhielt das Programm bislang.
Erfinder Groening sagte bereits zu Beginn der Neunzigerjahre über seine Schöpfung: «Um ehrlich zu sein, war das ganze ‹Simpsons›-Projekt ein Projekt, um zu sehen, wie weit ich im Mainstream kommen kann.»
Tatsächlich war Groening besonders in den Anfangsjahren von «Die Simpsons» stark an der Serie beteiligt und lieferte daneben die Grundidee für den «Simpsons»-Kinofilm des Jahres 2007. Seitdem haben zahlreiche Autoren und Showrunner das beliebte Animationsprogramm betreut, dessen grösstes Problem es in den vergangenen 20 Jahren zu sein scheint, noch Ideen zu entwickeln, die nicht zuvor bereits in der Show zu sehen waren.
Matt Groening wandte sich im Laufe der Neunzigerjahre neuen Projekten zu. Gemeinsam mit «Simpsons»-Autor David X. Cohen erschuf er die ebenfalls überaus populäre Sci-Fi-Animationsserie «Futurama», die mit Unterbrechungen immer noch produziert wird. Im Jahr 2018 startete auf dem Streamingdienst Netflix die Fantasy-Animationsserie «Disenchantment», die bis September vergangenen Jahres in 5 Staffeln auf 50 Episoden kam.
Groening selbst ist in seiner langen und erfolgreichen Karriere mit ganzen 13 Emmy Awards ausgezeichnet worden. Im Jahr 2012 erhielt er einen Stern auf dem berühmten Hollywood Walk of Fame.
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