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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00617 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 3. April 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Markus Loher schadenanwaelte AG Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 19 92, absolvierte von 2008 bis 2011 eine Berufslehre zum Auto mobil-F achmann und arbeitete zuletzt von Oktober 2018 bis Dezember 2018 in der Gepäcksortierung beim Y.___. Unter Hinweis auf Hüftschmerzen meldete er sich am 2 2. Januar 2019 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/5 Ziff. 1.1, 5.3, 5.4, 6.1 und Urk. 9/1 ). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und stellte mit Vorbescheid vom 2 8. März 2019 die Ab weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 9/24), woraufhin der Versi cherte weitere medizinische Berichte einreichte ( Urk. 9/31 -36, Urk. 9/ 41 -43 ). Mit Verfügung vom 2 3. Juli 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 9/54 = Urk. 2 ). 2. Der Versicherte erhob am 1 0. September 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 3. Juli 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm Eingliederungsmassnahmen im Sinne einer Umschulung zu gewähren. In pro zessualer Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsver t retung ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Dieses Gesuch zog er m it Schreiben vom 1 8. September 2019 ( Urk. 7) zurück. Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerde antwort vom 1 1. Oktober 2019 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 2. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1. 2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann ( Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt ( Abs. 2). Als Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vor gängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Ver besserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. 1. 4 Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver sicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der «annähernden Gleichwertigkeit» nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blos sen Richtwert hande lt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinwei sen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3). Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtsprechung ist in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbsmöglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der versicherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen – gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme – ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitativen Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Entwicklung der erwerbli chen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, son dern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualita tive Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu berücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in fine und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatli chen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 186). Massnahmen im Sinne von Art. 17 IVG setzen subjektive und objektive Einglie derungsfähigkeit voraus (AHI 1997 S. 82 E. 2b/ aa ; ZAK 1991 S. 179 unten f. E. 3). Nicht unter Umschulung fallen Massnahmen der sozialberuflichen Rehabilita tion (wie Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Aufbau der Arbeitsmotivation, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben der sozialen Grundelemente) mit dem primären Ziel, die Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person zu erreichen oder wieder herzustellen (ZAK 1992 S. 367 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 527/00 vom 30. April 2001). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass die durchgeführte Operation eine vorübergehende 100%ige Einschrän kung begründe. Nach Abschluss der Behandlung bestehe aus medizintheoreti scher Sicht jedoch wieder eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für wechselbelas tende, körperlich leichte bis zeitweilig mittelschwere Tätigkeiten mit Bewegen von Lasten bis 15 kg. In einer solchen Tätigkeit könne d er Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Da dadurch keine invaliditätsbe dingte Erwerbseinbusse bestehe, sei kein Anspruch für berufliche Massnahmen gegeben (S. 1 f.). 2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), es stünden ihm aus näher genannten Gründen berufliche Tätigkeiten auf dem Niveau einer Berufslehre offen, auch ohne die fachspezifische Lehre abgeschlos sen zu haben (S. 5 Ziff. 11). Aufgrund seines jungen Alters könne ihm nicht zu gemutet werden, bis zu seiner Pensionierung nur noch Tätigkeiten ohne Ausbil dungserfordernis auszuüben. Bei dieser Sachlage sei daher vom Erfordernis der 20%igen Ein busse abzusehen. Er habe Anspruch auf eine Umschulung auf einen Beruf, welcher mindestens eine Berufslehre erfordere und seinem gesundheitli chen Vermögen angepasst sei (S. 5 Ziff. 12). 2.3 Streitig ist, ob ein Anspruch auf Umschulungsmassnahmen besteht. 3. 3.1 Dr. med. Z.___, Oberarzt Orthopädie, A.___, nannte in seinem am 7. März 2019 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht ( Urk. 9/13) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Knorpelschaden, einen Status nach chirurgischer Hüftluxation, eine Labrumrefixation und eine Offset verbesserung der linken Hüfte vom 2 8. Dezember 2018 ( Ziff. 2.5). Bezüglich der Prognose ging er von eine r volle n Arb eitsfähigkeit im Detailhandel aus ( Ziff. 2.7). Er empfehle eine Umsch ulung hin zu einer wechselhaft sitzend respektive stehen den Tätigkeit mit Belastung bis maximal 15 kg ( Ziff. 4.3). 3.2 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Oberarzt Hüftchirurgie, A.___, nannte in seinem Bericht vom 2 3. April 2019 über die gleichentags erfolgte Konsultation ( Urk. 9/32) die folgenden Diagnosen (S. 1): - Verdacht auf Infekt der linken Hüfte mit/bei - Status nach intrartikulärer Cortisoninfiltration der linken Hüfte Mitte November 2018 - Status nach chirurgischer Hüftluxation links mit Pfannenrandtrim mung, Labrumrefixation und Kopfschenkelhals Offsetverbesserung am 2 8. Dezember 2018 - stark ausgeprägte m Gelenkerguss und subchondralem Knochenmarks ödem, insbesondere acetabular zentral im MRI vom 2 3. April 2009, Differentialdiagnose (DD) Osteomyelitis - rasch progredientem zentralem acetabularem und femoralem Knorpel schaden - Nikotinabusus (halbes Päckchen pro Tag) Vier Monate nach chirurgischer Hüftluxation links bei Impingement zeige der Beschwerdeführer nach initial regelrechtem Heilungsverlauf seit dem 1 0. April 2019 erneut inguinale und gluteale Hüftschmerzen links, welche auch in Ruhe vorhanden seien. Klinisch würde man bei dem äusserlichen Befund keinen Infekt erwarten, MR-tomographisch bestehe jedoch ein hochgradiger Infektverdacht. Entsprechend sei bereits die Aufklärung für eine Revisionsoperation besprochen worden (S. 2 unten). In seinem Bericht vom 1 5. Mai 2019 ( Urk. 9/35) führte er aus, dass er dem Beschwerdeführer seit 5. November 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämt liche Tätigkeiten mit länger als 15 Minuten dauerndem Gehen, Stehen und Sitzen attestiert habe ( Ziff. 1.3). Sodann nannte er als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine Coxitis Linus mit unklarem Erreger und progredientem Knorpelschaden ( Ziff. 2.5). Die Prognose sei gegenwärtig schwer einschätzbar. Im MRI habe sich ein Verdacht auf einen relativ schweren Knorpel schaden gezeigt ( Ziff. 2.7). Eine dem L eiden angepasste Tätigkeit sei vier Stunden pro Tag zumutbar ( Ziff. 4.2). Am 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/41) berichtete Dr. B.___, dass sich nach initial gutem Verlauf nach chirurgischer Hüftluxation eine relativ plötzliche Beschwerde exazerbation gezeigt habe. MR-tomographisch sei ein grosser Knorpelschaden nachgewiesen worden. Trotz ausgiebigen Proben habe der vermutete Infekt nicht nachgewiesen werden können. Entsprechend werde von einer idiopathischen Chondrolyse ausgegangen. Am 1 1. Juni 2019 sei eine Hüfttotalprothese auf der linken Seit e impl antiert worden ( Ziff. 2.1). Innerhalb von 3 Monaten nach der erfo lgten Hüft-TP Implantation soll t e wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben sein. E ine Umschulung vom Automobil-F achmann auf eine körperlich weniger belas tende Tätigkeit sei sinnvoll ( Ziff. 2.7). Sicherlich müsse die Musku latur wiederaufgebaut werden. Danach bestehe die Einschränkung in erster Linie darin, dass mit Rücksicht auf die Langlebigkeit der Prothese keine schweren Las ten (>1 0 kg) gehoben werden sollten ( Ziff. 3.4). Die Tätig keit als Automobil -F achmann sei drei bis vier Stunden pro Tag möglich, nicht jedoch die Tätigke it bei der Gepäckabfertigung ( Ziff. 4.1). Grundsätzlich sei ein 100%iges Arbeitspen sum bei an gepasster Tätigkeit zumutbar ( Ziff. 4.2). 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1 9. Juli 2019 ( Urk. 9/53 S. 3 f.) aus, dass bei einem Status nach Hüftgelenksersatz links am 1 1. Juni 2019 und nach komplikationsbehafteter Vorgeschichte ab 5. November 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt attestiert worden sei. Hiermit sei ein namhafter Gesundheitsschaden ausgewiesen. S eitens der behandelnden Ärzte werde die bi sherige Tätigkeit als Automobil-F achmann als nicht mehr geeignet eingestuft und eine körperlich leichtere Tätigkeit empfohlen, was versicherungs medizinisch nachvollziehbar sei. In angepasster Tätigkeit sei gemäss Orthopäden ab August 2019 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Als angepasstes Pro fil könnten gelten: körperlich leichte bis manchmal mittelschwere Tätigkeiten, in Wechselbelastung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg seien, kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten (S. 4). 4. 4.1 Unstreitig und gestützt auf die Akten ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäckabfertigung zu 100 % arbeits unfähig ist (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3 ). Die g elernte Tätigkeit als Automobil-F achmann ist dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ drei bis vier Stunden pro Tag zumutbar, womit diesbezüglich von einer zumindest teilweisen Einschrän kung auszugehen ist. Zu der Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten im Detailhandel nach der Hüft-TP Implantation äusserten sich sowohl Dr. B.___ als auch RAD-Arzt C.___ nicht. Beide Ärzte attestierten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten, was vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wurde. Das von RAD-Arzt C.___ genannte Belastungsprofil beinhaltet körperlich leichte bis manchmal mittel schwere Tätigkeiten in Wechselbel astung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg sind, und kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten. Sofern die Tätigkeit en im Detailhandel Aufgabenbereiche ausserha lb dieses Belastungsprofils umfassen, ist auch diesbezüglich von einer Einschränkung aus zugehen. Der medizinische Sachverhalt ist zusammenfassend dahingehend erstellt, dass für angepasste Tätigkeit en unter Berücksichtigung des aufgeführten Belastungspro fils eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist. 4.2 Ein Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass diese infolge Invalidität not wendig ist und eine Erwerbseinbusse von et wa 20 % besteht (vorstehend E. 1. 4 ). Unter Berücksichtigung des Einkommens einer Hilfsarbeitertätigkeit als Validen einkommen - wie beispielsweise der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäck abfertigung - wird vorliegend die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblich keitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % klarerweise nicht erreicht, was vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestritten wird. Der Beschwerdeführer war nur zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheits schadens in der Gepäckabfertigung tätig. D iese Arbeitsstelle erachtete er gemäss eigener Aussage als vorübergehende Notlösung (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11 und Urk. 9/8/2-3 ). Selbst wenn man i n Anbetracht des nur sehr kurzen Arbeitsver hältnisses für die Berechnung des Valideneinkommens auf das Kompetenzniveau 2 der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016, Tabelle TA1, abstellt, resultiert daraus keine Erwerbseinbusse, welche die Erheblichkeitsgrenze von 20 % annähernd erreicht. Das Valideneinkommen gemäss Kompetenzniveau 2 beträgt auf ein Jahr umge rechnet, der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (www.bfs.admin.ch, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T03.02) und der Nominallohnentwicklung vom Indexstand (Männer) 2'239 im Jahr 2016 auf 2'260 im Jahr 2018 (www.bfs.admin.ch, dort: Entwicklung der Nominallöhne, T 39) angepasst, rund Fr. 71’294.-- ( Fr. 5'646.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'260). Das Invalideneinkommen lässt sich anhand der LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, berechnen, was einem von Männern im Jahr 2016 für Hilfsarbeiten durchschnittlich erzielten Lohn von Fr. 5'340.-- entspricht. U nter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, der Nominal lohnentwicklung und aufgerechnet auf ein Jahr resultiert daraus ein Invaliden einkommen von rund Fr. 67'102.-- ( Fr. 5'340.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'249). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'294.-- und einem Invalidenein kommen von Fr. 67'102.-- beträgt die Erwerbseinbusse Fr. 4'192.--, woraus auf gerundet ein Invaliditätsgrad von lediglich 6 % resultiert. 4.3 Vorliegend wird die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblichkeitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % nicht erreicht, weshalb - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht ( Urk. 1 S. 5 Ziff. 12) - zu prüfen ist, ob Um stände vorliegen, welche ein Abweichen vom Erfordernis der Mindesterwerbsein busse rechtfertigen. Wie erwähnt (vorstehend E. 1.4) kann g emäss bundesgerichtlicher Rechtspre chung der Anspruch auf Umschulungsmassnahmen nicht - gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme - ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitati ven Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Ent wicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängig gemacht werden. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 102 E. 2) unter Berücksichtigung der g esamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mitzuberücksichtigen (BGE 124 V 108 E. 3b). Ferner ist von der Erheblichkeitsschwelle von 20 % namentlich bei jungen Ver sicherten mit entsprechend langer verbleibender Aktivitätsdauer abzuweichen, wenn es sich bei den ohne Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkeiten um unqua lifizierte Hilfsarbeiten hande lt, die im Vergleich zur erlernten Tätigkeit qua litativ nicht als annähernd gleichwertig bezeichnet werden können (Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 2 2. März 2010 E. 4 mit Hinweise n auf BGE 124 V 108 E. 3b und Urteil des Bundesgerichts I 783/03 vom 1 8. August 2004 E. 5.2). Selbs t nach jahrelange r anderweitiger Tätigkeit bleib t der erlernte Beruf Bestandteil der Ausbildung, über welche die versic herte Person sich ausweisen k ann und ist somit als qualitatives Merkmal zumindest in den prognostischen Vergleich mit der beruflichen Situation nach durchgeführter Eingliederungsmass nahme miteinzubeziehen ( Urteil e des Bundesgerichts 9C_704/2010 vom 3 1. Januar 2011 E. 3.1 und I 144/05 vom 1 3. Mai 2005 E. 2.2.1). 4.4 Der - im Zeitpunkt der Verfügung vom Juli 2019 - 27-jährige Beschwerdeführer absolvierte von 2008 bis 201 1 eine Berufslehre zum Automobil-Fachmann ( Urk. 9/5 Ziff. 5.3). Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 2 0. Februar 2019 ist zu entnehmen, dass er im Anschluss an die Ausbildung von Mai bis Dezember 2012, von Januar bis Dezember 2013 und von Januar bis August 2014 in der Automobilbranche tätig war ( Urk. 9/9/1). Anschliessend wechselte er die Branche und war bereits v on November 2014 bis März 2016, von August bis Dezember 2016 sowie von Januar bis Dezember 2017 im Detailhandel a ngestellt ( Urk. 9/9/1), ohne über eine entsprechende Berufsausbildung zu verfü gen (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11). Das Abweichen vom Erfordernis der Erwerbseinbusse von mindestens 20 % namentlich bei jungen Versicherten erfordert gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung das Vorliegen eines relevanten qualitativen Unterschieds zwischen de r angestammten Tätigkeit und der seit Eintreten des Gesundheitsschadens zumut bare n angepasste n Tätigkeit, sodass diese im Vergleich als nicht qualitativ annä hernd gleic hwertig bezeichnet werden kann (vorstehend E. 4.3 ). Vorliegend lässt sich ein allfälliger qualitativer Unterschied jedoch nicht auf den beim Beschwerdeführer eingetretenen Gesundheitsschaden zurückführen. Er ent schied sich freiwillig im Anschluss an die Ausbildung und nach knapp 2-jähriger Berufsbetätigung als Automobil-Fachmann die Branche zu wechseln und war sodann mehrere Jahre im Detailhandel angestellt. Eine über einen längeren Zeit raum dauernde Betätigung auf seinem gelernten Beruf ist vorliegend nicht ersichtlich. Die zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheitsschadens aufge nommene Tätigkeit in der Gepä ckabfertigung habe gemäss seiner Aussage nur als Zwischenlösung gedient, bis er eine andere Anstellung in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich gefunden hätte ( Urk. 1 S. 4 Ziff. 8). Es ist nicht der Gesundheitsschaden, der ihn an der erwerblichen Nutzung des mit der Ausbildung erworbenen Potenzials hindert, vielmehr hat er sich bereits Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens für einen Branchenwechsel ohne entspre chende Ausbildung entschieden und sich diesbezüglich mit einem etwas tieferen Einkommen begnügt. Für die Tätigkeiten im Detailhandel ist dem IK-Auszug im Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 54'079.-- und im Jahr 2017 ein solches von Fr. 52'904.--zu entnehmen ( Urk. 9/9/1). In einer angepassten Hilfsarbeitertätig keit hätte er 2018 sogar ein Jahreseinkommen von Fr. 67'102. -- erzielen können (vgl. vorstehend E. 4.2 ). Zwischen den bisher ausgeübten Tätigkeiten im Detail handel und den nach Eintritt des Gesundheitsschadens zumutbaren angepassten Tätigkeiten ist daher sowohl in finanzieller als auch in qualitativer Hinsicht kein e rechtsprechungsgemäss relevant e Diskrepanz zu erblicken. 5. Nach dem Gesagt en liegen keine Umstände vor, um von der Erheblichkeits schwelle von 20 % abzuweichen, weshalb ein Anspruch auf Umschulung zu ver neinen ist. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ermes sensweise auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Markus Loher - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. D ie Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannRämi

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2019.00617 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 3. April 2020 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Markus Loher schadenanwaelte AG Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. X.___, geboren 19 92, absolvierte von 2008 bis 2011 eine Berufslehre zum Auto mobil-F achmann und arbeitete zuletzt von Oktober 2018 bis Dezember 2018 in der Gepäcksortierung beim Y.___. Unter Hinweis auf Hüftschmerzen meldete er sich am 2 2. Januar 2019 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/5 Ziff. 1.1, 5.3, 5.4, 6.1 und Urk. 9/1 ). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und stellte mit Vorbescheid vom 2 8. März 2019 die Ab weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 9/24), woraufhin der Versi cherte weitere medizinische Berichte einreichte ( Urk. 9/31 -36, Urk. 9/ 41 -43 ). Mit Verfügung vom 2 3. Juli 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 9/54 = Urk. 2 ). 2. Der Versicherte erhob am 1 0. September 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 3. Juli 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm Eingliederungsmassnahmen im Sinne einer Umschulung zu gewähren. In pro zessualer Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsver t retung ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Dieses Gesuch zog er m it Schreiben vom 1 8. September 2019 ( Urk. 7) zurück. Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerde antwort vom 1 1. Oktober 2019 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 2. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1. 2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann ( Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt ( Abs. 2). Als Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vor gängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Ver besserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. 1. 4 Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver sicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der «annähernden Gleichwertigkeit» nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blos sen Richtwert hande lt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinwei sen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3). Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtsprechung ist in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbsmöglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der versicherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen – gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme – ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitativen Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Entwicklung der erwerbli chen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, son dern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualita tive Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu berücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in fine und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatli chen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 186). Massnahmen im Sinne von Art. 17 IVG setzen subjektive und objektive Einglie derungsfähigkeit voraus (AHI 1997 S. 82 E. 2b/ aa ; ZAK 1991 S. 179 unten f. E. 3). Nicht unter Umschulung fallen Massnahmen der sozialberuflichen Rehabilita tion (wie Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Aufbau der Arbeitsmotivation, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben der sozialen Grundelemente) mit dem primären Ziel, die Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person zu erreichen oder wieder herzustellen (ZAK 1992 S. 367 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 527/00 vom 30. April 2001). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass die durchgeführte Operation eine vorübergehende 100%ige Einschrän kung begründe. Nach Abschluss der Behandlung bestehe aus medizintheoreti scher Sicht jedoch wieder eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für wechselbelas tende, körperlich leichte bis zeitweilig mittelschwere Tätigkeiten mit Bewegen von Lasten bis 15 kg. In einer solchen Tätigkeit könne d er Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Da dadurch keine invaliditätsbe dingte Erwerbseinbusse bestehe, sei kein Anspruch für berufliche Massnahmen gegeben (S. 1 f.). 2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), es stünden ihm aus näher genannten Gründen berufliche Tätigkeiten auf dem Niveau einer Berufslehre offen, auch ohne die fachspezifische Lehre abgeschlos sen zu haben (S. 5 Ziff. 11). Aufgrund seines jungen Alters könne ihm nicht zu gemutet werden, bis zu seiner Pensionierung nur noch Tätigkeiten ohne Ausbil dungserfordernis auszuüben. Bei dieser Sachlage sei daher vom Erfordernis der 20%igen Ein busse abzusehen. Er habe Anspruch auf eine Umschulung auf einen Beruf, welcher mindestens eine Berufslehre erfordere und seinem gesundheitli chen Vermögen angepasst sei (S. 5 Ziff. 12). 2.3 Streitig ist, ob ein Anspruch auf Umschulungsmassnahmen besteht. 3. 3.1 Dr. med. Z.___, Oberarzt Orthopädie, A.___, nannte in seinem am 7. März 2019 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht ( Urk. 9/13) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Knorpelschaden, einen Status nach chirurgischer Hüftluxation, eine Labrumrefixation und eine Offset verbesserung der linken Hüfte vom 2 8. Dezember 2018 ( Ziff. 2.5). Bezüglich der Prognose ging er von eine r volle n Arb eitsfähigkeit im Detailhandel aus ( Ziff. 2.7). Er empfehle eine Umsch ulung hin zu einer wechselhaft sitzend respektive stehen den Tätigkeit mit Belastung bis maximal 15 kg ( Ziff. 4.3). 3.2 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Oberarzt Hüftchirurgie, A.___, nannte in seinem Bericht vom 2 3. April 2019 über die gleichentags erfolgte Konsultation ( Urk. 9/32) die folgenden Diagnosen (S. 1): - Verdacht auf Infekt der linken Hüfte mit/bei - Status nach intrartikulärer Cortisoninfiltration der linken Hüfte Mitte November 2018 - Status nach chirurgischer Hüftluxation links mit Pfannenrandtrim mung, Labrumrefixation und Kopfschenkelhals Offsetverbesserung am 2 8. Dezember 2018 - stark ausgeprägte m Gelenkerguss und subchondralem Knochenmarks ödem, insbesondere acetabular zentral im MRI vom 2 3. April 2009, Differentialdiagnose (DD) Osteomyelitis - rasch progredientem zentralem acetabularem und femoralem Knorpel schaden - Nikotinabusus (halbes Päckchen pro Tag) Vier Monate nach chirurgischer Hüftluxation links bei Impingement zeige der Beschwerdeführer nach initial regelrechtem Heilungsverlauf seit dem 1 0. April 2019 erneut inguinale und gluteale Hüftschmerzen links, welche auch in Ruhe vorhanden seien. Klinisch würde man bei dem äusserlichen Befund keinen Infekt erwarten, MR-tomographisch bestehe jedoch ein hochgradiger Infektverdacht. Entsprechend sei bereits die Aufklärung für eine Revisionsoperation besprochen worden (S. 2 unten). In seinem Bericht vom 1 5. Mai 2019 ( Urk. 9/35) führte er aus, dass er dem Beschwerdeführer seit 5. November 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämt liche Tätigkeiten mit länger als 15 Minuten dauerndem Gehen, Stehen und Sitzen attestiert habe ( Ziff. 1.3). Sodann nannte er als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine Coxitis Linus mit unklarem Erreger und progredientem Knorpelschaden ( Ziff. 2.5). Die Prognose sei gegenwärtig schwer einschätzbar. Im MRI habe sich ein Verdacht auf einen relativ schweren Knorpel schaden gezeigt ( Ziff. 2.7). Eine dem L eiden angepasste Tätigkeit sei vier Stunden pro Tag zumutbar ( Ziff. 4.2). Am 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/41) berichtete Dr. B.___, dass sich nach initial gutem Verlauf nach chirurgischer Hüftluxation eine relativ plötzliche Beschwerde exazerbation gezeigt habe. MR-tomographisch sei ein grosser Knorpelschaden nachgewiesen worden. Trotz ausgiebigen Proben habe der vermutete Infekt nicht nachgewiesen werden können. Entsprechend werde von einer idiopathischen Chondrolyse ausgegangen. Am 1 1. Juni 2019 sei eine Hüfttotalprothese auf der linken Seit e impl antiert worden ( Ziff. 2.1). Innerhalb von 3 Monaten nach der erfo lgten Hüft-TP Implantation soll t e wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben sein. E ine Umschulung vom Automobil-F achmann auf eine körperlich weniger belas tende Tätigkeit sei sinnvoll ( Ziff. 2.7). Sicherlich müsse die Musku latur wiederaufgebaut werden. Danach bestehe die Einschränkung in erster Linie darin, dass mit Rücksicht auf die Langlebigkeit der Prothese keine schweren Las ten (>1 0 kg) gehoben werden sollten ( Ziff. 3.4). Die Tätig keit als Automobil -F achmann sei drei bis vier Stunden pro Tag möglich, nicht jedoch die Tätigke it bei der Gepäckabfertigung ( Ziff. 4.1). Grundsätzlich sei ein 100%iges Arbeitspen sum bei an gepasster Tätigkeit zumutbar ( Ziff. 4.2). 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1 9. Juli 2019 ( Urk. 9/53 S. 3 f.) aus, dass bei einem Status nach Hüftgelenksersatz links am 1 1. Juni 2019 und nach komplikationsbehafteter Vorgeschichte ab 5. November 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt attestiert worden sei. Hiermit sei ein namhafter Gesundheitsschaden ausgewiesen. S eitens der behandelnden Ärzte werde die bi sherige Tätigkeit als Automobil-F achmann als nicht mehr geeignet eingestuft und eine körperlich leichtere Tätigkeit empfohlen, was versicherungs medizinisch nachvollziehbar sei. In angepasster Tätigkeit sei gemäss Orthopäden ab August 2019 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Als angepasstes Pro fil könnten gelten: körperlich leichte bis manchmal mittelschwere Tätigkeiten, in Wechselbelastung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg seien, kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten (S. 4). 4. 4.1 Unstreitig und gestützt auf die Akten ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäckabfertigung zu 100 % arbeits unfähig ist (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3 ). Die g elernte Tätigkeit als Automobil-F achmann ist dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ drei bis vier Stunden pro Tag zumutbar, womit diesbezüglich von einer zumindest teilweisen Einschrän kung auszugehen ist. Zu der Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten im Detailhandel nach der Hüft-TP Implantation äusserten sich sowohl Dr. B.___ als auch RAD-Arzt C.___ nicht. Beide Ärzte attestierten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten, was vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wurde. Das von RAD-Arzt C.___ genannte Belastungsprofil beinhaltet körperlich leichte bis manchmal mittel schwere Tätigkeiten in Wechselbel astung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg sind, und kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten. Sofern die Tätigkeit en im Detailhandel Aufgabenbereiche ausserha lb dieses Belastungsprofils umfassen, ist auch diesbezüglich von einer Einschränkung aus zugehen. Der medizinische Sachverhalt ist zusammenfassend dahingehend erstellt, dass für angepasste Tätigkeit en unter Berücksichtigung des aufgeführten Belastungspro fils eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist. 4.2 Ein Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass diese infolge Invalidität not wendig ist und eine Erwerbseinbusse von et wa 20 % besteht (vorstehend E. 1. 4 ). Unter Berücksichtigung des Einkommens einer Hilfsarbeitertätigkeit als Validen einkommen - wie beispielsweise der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäck abfertigung - wird vorliegend die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblich keitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % klarerweise nicht erreicht, was vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestritten wird. Der Beschwerdeführer war nur zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheits schadens in der Gepäckabfertigung tätig. D iese Arbeitsstelle erachtete er gemäss eigener Aussage als vorübergehende Notlösung (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11 und Urk. 9/8/2-3 ). Selbst wenn man i n Anbetracht des nur sehr kurzen Arbeitsver hältnisses für die Berechnung des Valideneinkommens auf das Kompetenzniveau 2 der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016, Tabelle TA1, abstellt, resultiert daraus keine Erwerbseinbusse, welche die Erheblichkeitsgrenze von 20 % annähernd erreicht. Das Valideneinkommen gemäss Kompetenzniveau 2 beträgt auf ein Jahr umge rechnet, der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (www.bfs.admin.ch, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T03.02) und der Nominallohnentwicklung vom Indexstand (Männer) 2'239 im Jahr 2016 auf 2'260 im Jahr 2018 (www.bfs.admin.ch, dort: Entwicklung der Nominallöhne, T 39) angepasst, rund Fr. 71’294.-- ( Fr. 5'646.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'260). Das Invalideneinkommen lässt sich anhand der LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, berechnen, was einem von Männern im Jahr 2016 für Hilfsarbeiten durchschnittlich erzielten Lohn von Fr. 5'340.-- entspricht. U nter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, der Nominal lohnentwicklung und aufgerechnet auf ein Jahr resultiert daraus ein Invaliden einkommen von rund Fr. 67'102.-- ( Fr. 5'340.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'249). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'294.-- und einem Invalidenein kommen von Fr. 67'102.-- beträgt die Erwerbseinbusse Fr. 4'192.--, woraus auf gerundet ein Invaliditätsgrad von lediglich 6 % resultiert. 4.3 Vorliegend wird die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblichkeitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % nicht erreicht, weshalb - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht ( Urk. 1 S. 5 Ziff. 12) - zu prüfen ist, ob Um stände vorliegen, welche ein Abweichen vom Erfordernis der Mindesterwerbsein busse rechtfertigen. Wie erwähnt (vorstehend E. 1.4) kann g emäss bundesgerichtlicher Rechtspre chung der Anspruch auf Umschulungsmassnahmen nicht - gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme - ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitati ven Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Ent wicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängig gemacht werden. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 102 E. 2) unter Berücksichtigung der g esamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mitzuberücksichtigen (BGE 124 V 108 E. 3b). Ferner ist von der Erheblichkeitsschwelle von 20 % namentlich bei jungen Ver sicherten mit entsprechend langer verbleibender Aktivitätsdauer abzuweichen, wenn es sich bei den ohne Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkeiten um unqua lifizierte Hilfsarbeiten hande lt, die im Vergleich zur erlernten Tätigkeit qua litativ nicht als annähernd gleichwertig bezeichnet werden können (Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 2 2. März 2010 E. 4 mit Hinweise n auf BGE 124 V 108 E. 3b und Urteil des Bundesgerichts I 783/03 vom 1 8. August 2004 E. 5.2). Selbs t nach jahrelange r anderweitiger Tätigkeit bleib t der erlernte Beruf Bestandteil der Ausbildung, über welche die versic herte Person sich ausweisen k ann und ist somit als qualitatives Merkmal zumindest in den prognostischen Vergleich mit der beruflichen Situation nach durchgeführter Eingliederungsmass nahme miteinzubeziehen ( Urteil e des Bundesgerichts 9C_704/2010 vom 3 1. Januar 2011 E. 3.1 und I 144/05 vom 1 3. Mai 2005 E. 2.2.1). 4.4 Der - im Zeitpunkt der Verfügung vom Juli 2019 - 27-jährige Beschwerdeführer absolvierte von 2008 bis 201 1 eine Berufslehre zum Automobil-Fachmann ( Urk. 9/5 Ziff. 5.3). Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 2 0. Februar 2019 ist zu entnehmen, dass er im Anschluss an die Ausbildung von Mai bis Dezember 2012, von Januar bis Dezember 2013 und von Januar bis August 2014 in der Automobilbranche tätig war ( Urk. 9/9/1). Anschliessend wechselte er die Branche und war bereits v on November 2014 bis März 2016, von August bis Dezember 2016 sowie von Januar bis Dezember 2017 im Detailhandel a ngestellt ( Urk. 9/9/1), ohne über eine entsprechende Berufsausbildung zu verfü gen (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11). Das Abweichen vom Erfordernis der Erwerbseinbusse von mindestens 20 % namentlich bei jungen Versicherten erfordert gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung das Vorliegen eines relevanten qualitativen Unterschieds zwischen de r angestammten Tätigkeit und der seit Eintreten des Gesundheitsschadens zumut bare n angepasste n Tätigkeit, sodass diese im Vergleich als nicht qualitativ annä hernd gleic hwertig bezeichnet werden kann (vorstehend E. 4.3 ). Vorliegend lässt sich ein allfälliger qualitativer Unterschied jedoch nicht auf den beim Beschwerdeführer eingetretenen Gesundheitsschaden zurückführen. Er ent schied sich freiwillig im Anschluss an die Ausbildung und nach knapp 2-jähriger Berufsbetätigung als Automobil-Fachmann die Branche zu wechseln und war sodann mehrere Jahre im Detailhandel angestellt. Eine über einen längeren Zeit raum dauernde Betätigung auf seinem gelernten Beruf ist vorliegend nicht ersichtlich. Die zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheitsschadens aufge nommene Tätigkeit in der Gepä ckabfertigung habe gemäss seiner Aussage nur als Zwischenlösung gedient, bis er eine andere Anstellung in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich gefunden hätte ( Urk. 1 S. 4 Ziff. 8). Es ist nicht der Gesundheitsschaden, der ihn an der erwerblichen Nutzung des mit der Ausbildung erworbenen Potenzials hindert, vielmehr hat er sich bereits Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens für einen Branchenwechsel ohne entspre chende Ausbildung entschieden und sich diesbezüglich mit einem etwas tieferen Einkommen begnügt. Für die Tätigkeiten im Detailhandel ist dem IK-Auszug im Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 54'079.-- und im Jahr 2017 ein solches von Fr. 52'904.--zu entnehmen ( Urk. 9/9/1). In einer angepassten Hilfsarbeitertätig keit hätte er 2018 sogar ein Jahreseinkommen von Fr. 67'102. -- erzielen können (vgl. vorstehend E. 4.2 ). Zwischen den bisher ausgeübten Tätigkeiten im Detail handel und den nach Eintritt des Gesundheitsschadens zumutbaren angepassten Tätigkeiten ist daher sowohl in finanzieller als auch in qualitativer Hinsicht kein e rechtsprechungsgemäss relevant e Diskrepanz zu erblicken. 5. Nach dem Gesagt en liegen keine Umstände vor, um von der Erheblichkeits schwelle von 20 % abzuweichen, weshalb ein Anspruch auf Umschulung zu ver neinen ist. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ermes sensweise auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Markus Loher - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. D ie Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannRämi

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2019.00617 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi Urteil vom 3. April 2020

IV.2019.00617

IV.2019.00617

IV.2019.00617 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichterin Käch Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Rämi

Urteil vom 3. April 2020

Urteil vom 3. April 2020 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Markus Loher

vertreten durch Rechtsanwalt Markus Loher schadenanwaelte AG

schadenanwaelte AG Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich

Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 19 92, absolvierte von 2008 bis 2011 eine Berufslehre zum Auto mobil-F achmann und arbeitete zuletzt von Oktober 2018 bis Dezember 2018 in der Gepäcksortierung beim Y.___. Unter Hinweis auf Hüftschmerzen meldete er sich am 2 2. Januar 2019 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/5 Ziff. 1.1, 5.3, 5.4, 6.1 und Urk. 9/1 ). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und stellte mit Vorbescheid vom 2 8. März 2019 die Ab weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 9/24), woraufhin der Versi cherte weitere medizinische Berichte einreichte ( Urk. 9/31 -36, Urk. 9/ 41 -43 ). Mit Verfügung vom 2 3. Juli 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 9/54 = Urk. 2 ).

1. X.___, geboren 19 92, absolvierte von 2008 bis 2011 eine Berufslehre zum Auto mobil-F achmann und arbeitete zuletzt von Oktober 2018 bis Dezember 2018 in der Gepäcksortierung beim Y.___. Unter Hinweis auf Hüftschmerzen meldete er sich am 2 2. Januar 2019 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an ( Urk. 9/5 Ziff. 1.1, 5.3, 5.4, 6.1 und Urk. 9/1 ). Die Sozial versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und stellte mit Vorbescheid vom 2 8. März 2019 die Ab weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht ( Urk. 9/24), woraufhin der Versi cherte weitere medizinische Berichte einreichte ( Urk. 9/31 -36, Urk. 9/ 41 -43 ). Mit Verfügung vom 2 3. Juli 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch ( Urk. 9/54 = Urk. 2 ). 2. Der Versicherte erhob am 1 0. September 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 3. Juli 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm Eingliederungsmassnahmen im Sinne einer Umschulung zu gewähren. In pro zessualer Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsver t retung ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Dieses Gesuch zog er m it Schreiben vom 1 8. September 2019 ( Urk. 7) zurück. Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerde antwort vom 1 1. Oktober 2019 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 2. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10).

2. Der Versicherte erhob am 1 0. September 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2 3. Juli 2019 ( Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm Eingliederungsmassnahmen im Sinne einer Umschulung zu gewähren. In pro zessualer Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsver t retung ( Urk. 1 S. 2 Ziff. 1-3). Dieses Gesuch zog er m it Schreiben vom 1 8. September 2019 ( Urk. 7) zurück. Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerde antwort vom 1 1. Oktober 2019 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 2. Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG ). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 1. 2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:

1. 2 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung ( IVG ) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit: a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und

a. diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. b. die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ).

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1 bis ). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2 bis ). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d).

Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass nahmen ( lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein gliederung ( lit. a bis ), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln ( lit. d). 1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann ( Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt ( Abs. 2). Als Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vor gängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Ver besserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.

1. 3 Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann ( Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt ( Abs. 2). Als Umschu lung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vor gängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Ver besserung der Erwerbsfähigkeit benötigen. 1. 4 Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver sicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der «annähernden Gleichwertigkeit» nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blos sen Richtwert hande lt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinwei sen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3).

1. 4 Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen ver sicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der «annähernden Gleichwertigkeit» nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blos sen Richtwert hande lt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinwei sen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3). Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtsprechung ist in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbsmöglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der versicherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen – gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme – ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitativen Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Entwicklung der erwerbli chen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, son dern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualita tive Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu berücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in fine und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatli chen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 186).

Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtsprechung ist in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbsmöglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der versicherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen – gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme – ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitativen Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Entwicklung der erwerbli chen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksichtigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, son dern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualita tive Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu berücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbsmöglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesgerichts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in fine und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatli chen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 186). Massnahmen im Sinne von Art. 17 IVG setzen subjektive und objektive Einglie derungsfähigkeit voraus (AHI 1997 S. 82 E. 2b/ aa ; ZAK 1991 S. 179 unten f. E. 3). Nicht unter Umschulung fallen Massnahmen der sozialberuflichen Rehabilita tion (wie Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Aufbau der Arbeitsmotivation, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben der sozialen Grundelemente) mit dem primären Ziel, die Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person zu erreichen oder wieder herzustellen (ZAK 1992 S. 367 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 527/00 vom 30. April 2001).

Massnahmen im Sinne von Art. 17 IVG setzen subjektive und objektive Einglie derungsfähigkeit voraus (AHI 1997 S. 82 E. 2b/ aa ; ZAK 1991 S. 179 unten f. E. 3). Nicht unter Umschulung fallen Massnahmen der sozialberuflichen Rehabilita tion (wie Gewöhnung an den Arbeitsprozess, Aufbau der Arbeitsmotivation, Stabilisierung der Persönlichkeit, Einüben der sozialen Grundelemente) mit dem primären Ziel, die Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person zu erreichen oder wieder herzustellen (ZAK 1992 S. 367 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 527/00 vom 30. April 2001). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass die durchgeführte Operation eine vorübergehende 100%ige Einschrän kung begründe. Nach Abschluss der Behandlung bestehe aus medizintheoreti scher Sicht jedoch wieder eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für wechselbelas tende, körperlich leichte bis zeitweilig mittelschwere Tätigkeiten mit Bewegen von Lasten bis 15 kg. In einer solchen Tätigkeit könne d er Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Da dadurch keine invaliditätsbe dingte Erwerbseinbusse bestehe, sei kein Anspruch für berufliche Massnahmen gegeben (S. 1 f.).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung ( Urk. 2) davon aus, dass die durchgeführte Operation eine vorübergehende 100%ige Einschrän kung begründe. Nach Abschluss der Behandlung bestehe aus medizintheoreti scher Sicht jedoch wieder eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit für wechselbelas tende, körperlich leichte bis zeitweilig mittelschwere Tätigkeiten mit Bewegen von Lasten bis 15 kg. In einer solchen Tätigkeit könne d er Beschwerdeführer ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Da dadurch keine invaliditätsbe dingte Erwerbseinbusse bestehe, sei kein Anspruch für berufliche Massnahmen gegeben (S. 1 f.). 2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), es stünden ihm aus näher genannten Gründen berufliche Tätigkeiten auf dem Niveau einer Berufslehre offen, auch ohne die fachspezifische Lehre abgeschlos sen zu haben (S. 5 Ziff. 11). Aufgrund seines jungen Alters könne ihm nicht zu gemutet werden, bis zu seiner Pensionierung nur noch Tätigkeiten ohne Ausbil dungserfordernis auszuüben. Bei dieser Sachlage sei daher vom Erfordernis der 20%igen Ein busse abzusehen. Er habe Anspruch auf eine Umschulung auf einen Beruf, welcher mindestens eine Berufslehre erfordere und seinem gesundheitli chen Vermögen angepasst sei (S. 5 Ziff. 12).

2.2 Demgegenüber wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein ( Urk. 1), es stünden ihm aus näher genannten Gründen berufliche Tätigkeiten auf dem Niveau einer Berufslehre offen, auch ohne die fachspezifische Lehre abgeschlos sen zu haben (S. 5 Ziff. 11). Aufgrund seines jungen Alters könne ihm nicht zu gemutet werden, bis zu seiner Pensionierung nur noch Tätigkeiten ohne Ausbil dungserfordernis auszuüben. Bei dieser Sachlage sei daher vom Erfordernis der 20%igen Ein busse abzusehen. Er habe Anspruch auf eine Umschulung auf einen Beruf, welcher mindestens eine Berufslehre erfordere und seinem gesundheitli chen Vermögen angepasst sei (S. 5 Ziff. 12). 2.3 Streitig ist, ob ein Anspruch auf Umschulungsmassnahmen besteht.

2.3 Streitig ist, ob ein Anspruch auf Umschulungsmassnahmen besteht. 3.

3. 3.1 Dr. med. Z.___, Oberarzt Orthopädie, A.___, nannte in seinem am 7. März 2019 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht ( Urk. 9/13) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Knorpelschaden, einen Status nach chirurgischer Hüftluxation, eine Labrumrefixation und eine Offset verbesserung der linken Hüfte vom 2 8. Dezember 2018 ( Ziff. 2.5). Bezüglich der Prognose ging er von eine r volle n Arb eitsfähigkeit im Detailhandel aus ( Ziff. 2.7). Er empfehle eine Umsch ulung hin zu einer wechselhaft sitzend respektive stehen den Tätigkeit mit Belastung bis maximal 15 kg ( Ziff. 4.3).

3.1 Dr. med. Z.___, Oberarzt Orthopädie, A.___, nannte in seinem am 7. März 2019 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht ( Urk. 9/13) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Knorpelschaden, einen Status nach chirurgischer Hüftluxation, eine Labrumrefixation und eine Offset verbesserung der linken Hüfte vom 2 8. Dezember 2018 ( Ziff. 2.5). Bezüglich der Prognose ging er von eine r volle n Arb eitsfähigkeit im Detailhandel aus ( Ziff. 2.7). Er empfehle eine Umsch ulung hin zu einer wechselhaft sitzend respektive stehen den Tätigkeit mit Belastung bis maximal 15 kg ( Ziff. 4.3). 3.2 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Oberarzt Hüftchirurgie, A.___, nannte in seinem Bericht vom 2 3. April 2019 über die gleichentags erfolgte Konsultation ( Urk. 9/32) die folgenden Diagnosen (S. 1):

3.2 Dr. med. B.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Oberarzt Hüftchirurgie, A.___, nannte in seinem Bericht vom 2 3. April 2019 über die gleichentags erfolgte Konsultation ( Urk. 9/32) die folgenden Diagnosen (S. 1): - Verdacht auf Infekt der linken Hüfte mit/bei

Verdacht auf Infekt der linken Hüfte mit/bei - Status nach intrartikulärer Cortisoninfiltration der linken Hüfte Mitte November 2018

Status nach intrartikulärer Cortisoninfiltration der linken Hüfte Mitte November 2018 - Status nach chirurgischer Hüftluxation links mit Pfannenrandtrim mung, Labrumrefixation und Kopfschenkelhals Offsetverbesserung am 2 8. Dezember 2018

Status nach chirurgischer Hüftluxation links mit Pfannenrandtrim mung, Labrumrefixation und Kopfschenkelhals Offsetverbesserung am 2 8. Dezember 2018 - stark ausgeprägte m Gelenkerguss und subchondralem Knochenmarks ödem, insbesondere acetabular zentral im MRI vom 2 3. April 2009, Differentialdiagnose (DD) Osteomyelitis

stark ausgeprägte m Gelenkerguss und subchondralem Knochenmarks ödem, insbesondere acetabular zentral im MRI vom 2 3. April 2009, Differentialdiagnose (DD) Osteomyelitis - rasch progredientem zentralem acetabularem und femoralem Knorpel schaden

rasch progredientem zentralem acetabularem und femoralem Knorpel schaden - Nikotinabusus (halbes Päckchen pro Tag)

Nikotinabusus (halbes Päckchen pro Tag) Vier Monate nach chirurgischer Hüftluxation links bei Impingement zeige der Beschwerdeführer nach initial regelrechtem Heilungsverlauf seit dem 1 0. April 2019 erneut inguinale und gluteale Hüftschmerzen links, welche auch in Ruhe vorhanden seien. Klinisch würde man bei dem äusserlichen Befund keinen Infekt erwarten, MR-tomographisch bestehe jedoch ein hochgradiger Infektverdacht. Entsprechend sei bereits die Aufklärung für eine Revisionsoperation besprochen worden (S. 2 unten).

Vier Monate nach chirurgischer Hüftluxation links bei Impingement zeige der Beschwerdeführer nach initial regelrechtem Heilungsverlauf seit dem 1 0. April 2019 erneut inguinale und gluteale Hüftschmerzen links, welche auch in Ruhe vorhanden seien. Klinisch würde man bei dem äusserlichen Befund keinen Infekt erwarten, MR-tomographisch bestehe jedoch ein hochgradiger Infektverdacht. Entsprechend sei bereits die Aufklärung für eine Revisionsoperation besprochen worden (S. 2 unten). In seinem Bericht vom 1 5. Mai 2019 ( Urk. 9/35) führte er aus, dass er dem Beschwerdeführer seit 5. November 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämt liche Tätigkeiten mit länger als 15 Minuten dauerndem Gehen, Stehen und Sitzen attestiert habe ( Ziff. 1.3). Sodann nannte er als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine Coxitis Linus mit unklarem Erreger und progredientem Knorpelschaden ( Ziff. 2.5). Die Prognose sei gegenwärtig schwer einschätzbar. Im MRI habe sich ein Verdacht auf einen relativ schweren Knorpel schaden gezeigt ( Ziff. 2.7). Eine dem L eiden angepasste Tätigkeit sei vier Stunden pro Tag zumutbar ( Ziff. 4.2).

In seinem Bericht vom 1 5. Mai 2019 ( Urk. 9/35) führte er aus, dass er dem Beschwerdeführer seit 5. November 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit für sämt liche Tätigkeiten mit länger als 15 Minuten dauerndem Gehen, Stehen und Sitzen attestiert habe ( Ziff. 1.3). Sodann nannte er als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine Coxitis Linus mit unklarem Erreger und progredientem Knorpelschaden ( Ziff. 2.5). Die Prognose sei gegenwärtig schwer einschätzbar. Im MRI habe sich ein Verdacht auf einen relativ schweren Knorpel schaden gezeigt ( Ziff. 2.7). Eine dem L eiden angepasste Tätigkeit sei vier Stunden pro Tag zumutbar ( Ziff. 4.2). Am 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/41) berichtete Dr. B.___, dass sich nach initial gutem Verlauf nach chirurgischer Hüftluxation eine relativ plötzliche Beschwerde exazerbation gezeigt habe. MR-tomographisch sei ein grosser Knorpelschaden nachgewiesen worden. Trotz ausgiebigen Proben habe der vermutete Infekt nicht nachgewiesen werden können. Entsprechend werde von einer idiopathischen Chondrolyse ausgegangen. Am 1 1. Juni 2019 sei eine Hüfttotalprothese auf der linken Seit e impl antiert worden ( Ziff. 2.1). Innerhalb von 3 Monaten nach der erfo lgten Hüft-TP Implantation soll t e wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben sein. E ine Umschulung vom Automobil-F achmann auf eine körperlich weniger belas tende Tätigkeit sei sinnvoll ( Ziff. 2.7). Sicherlich müsse die Musku latur wiederaufgebaut werden. Danach bestehe die Einschränkung in erster Linie darin, dass mit Rücksicht auf die Langlebigkeit der Prothese keine schweren Las ten (>1 0 kg) gehoben werden sollten ( Ziff. 3.4). Die Tätig keit als Automobil -F achmann sei drei bis vier Stunden pro Tag möglich, nicht jedoch die Tätigke it bei der Gepäckabfertigung ( Ziff. 4.1). Grundsätzlich sei ein 100%iges Arbeitspen sum bei an gepasster Tätigkeit zumutbar ( Ziff. 4.2).

Am 1 8. Juni 2019 ( Urk. 9/41) berichtete Dr. B.___, dass sich nach initial gutem Verlauf nach chirurgischer Hüftluxation eine relativ plötzliche Beschwerde exazerbation gezeigt habe. MR-tomographisch sei ein grosser Knorpelschaden nachgewiesen worden. Trotz ausgiebigen Proben habe der vermutete Infekt nicht nachgewiesen werden können. Entsprechend werde von einer idiopathischen Chondrolyse ausgegangen. Am 1 1. Juni 2019 sei eine Hüfttotalprothese auf der linken Seit e impl antiert worden ( Ziff. 2.1). Innerhalb von 3 Monaten nach der erfo lgten Hüft-TP Implantation soll t e wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben sein. E ine Umschulung vom Automobil-F achmann auf eine körperlich weniger belas tende Tätigkeit sei sinnvoll ( Ziff. 2.7). Sicherlich müsse die Musku latur wiederaufgebaut werden. Danach bestehe die Einschränkung in erster Linie darin, dass mit Rücksicht auf die Langlebigkeit der Prothese keine schweren Las ten (>1 0 kg) gehoben werden sollten ( Ziff. 3.4). Die Tätig keit als Automobil -F achmann sei drei bis vier Stunden pro Tag möglich, nicht jedoch die Tätigke it bei der Gepäckabfertigung ( Ziff. 4.1). Grundsätzlich sei ein 100%iges Arbeitspen sum bei an gepasster Tätigkeit zumutbar ( Ziff. 4.2). 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1 9. Juli 2019 ( Urk. 9/53 S. 3 f.) aus, dass bei einem Status nach Hüftgelenksersatz links am 1 1. Juni 2019 und nach komplikationsbehafteter Vorgeschichte ab 5. November 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt attestiert worden sei. Hiermit sei ein namhafter Gesundheitsschaden ausgewiesen. S eitens der behandelnden Ärzte werde die bi sherige Tätigkeit als Automobil-F achmann als nicht mehr geeignet eingestuft und eine körperlich leichtere Tätigkeit empfohlen, was versicherungs medizinisch nachvollziehbar sei. In angepasster Tätigkeit sei gemäss Orthopäden ab August 2019 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Als angepasstes Pro fil könnten gelten: körperlich leichte bis manchmal mittelschwere Tätigkeiten, in Wechselbelastung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg seien, kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten (S. 4).

3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1 9. Juli 2019 ( Urk. 9/53 S. 3 f.) aus, dass bei einem Status nach Hüftgelenksersatz links am 1 1. Juni 2019 und nach komplikationsbehafteter Vorgeschichte ab 5. November 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt attestiert worden sei. Hiermit sei ein namhafter Gesundheitsschaden ausgewiesen. S eitens der behandelnden Ärzte werde die bi sherige Tätigkeit als Automobil-F achmann als nicht mehr geeignet eingestuft und eine körperlich leichtere Tätigkeit empfohlen, was versicherungs medizinisch nachvollziehbar sei. In angepasster Tätigkeit sei gemäss Orthopäden ab August 2019 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Als angepasstes Pro fil könnten gelten: körperlich leichte bis manchmal mittelschwere Tätigkeiten, in Wechselbelastung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg seien, kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten (S. 4). 4.

4. 4.1 Unstreitig und gestützt auf die Akten ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäckabfertigung zu 100 % arbeits unfähig ist (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3 ). Die g elernte Tätigkeit als Automobil-F achmann ist dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ drei bis vier Stunden pro Tag zumutbar, womit diesbezüglich von einer zumindest teilweisen Einschrän kung auszugehen ist. Zu der Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten im Detailhandel nach der Hüft-TP Implantation äusserten sich sowohl Dr. B.___ als auch RAD-Arzt C.___ nicht.

4.1 Unstreitig und gestützt auf die Akten ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäckabfertigung zu 100 % arbeits unfähig ist (vgl. vorstehend E. 3.2-3.3 ). Die g elernte Tätigkeit als Automobil-F achmann ist dem Beschwerdeführer gemäss Dr. B.___ drei bis vier Stunden pro Tag zumutbar, womit diesbezüglich von einer zumindest teilweisen Einschrän kung auszugehen ist. Zu der Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten im Detailhandel nach der Hüft-TP Implantation äusserten sich sowohl Dr. B.___ als auch RAD-Arzt C.___ nicht. Beide Ärzte attestierten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten, was vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wurde. Das von RAD-Arzt C.___ genannte Belastungsprofil beinhaltet körperlich leichte bis manchmal mittel schwere Tätigkeiten in Wechselbel astung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg sind, und kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten. Sofern die Tätigkeit en im Detailhandel Aufgabenbereiche ausserha lb dieses Belastungsprofils umfassen, ist auch diesbezüglich von einer Einschränkung aus zugehen.

Beide Ärzte attestierten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten, was vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wurde. Das von RAD-Arzt C.___ genannte Belastungsprofil beinhaltet körperlich leichte bis manchmal mittel schwere Tätigkeiten in Wechselbel astung, kein Bewegen von Lasten, die schwerer als 10 kg sind, und kein gehäuftes Ersteigen von Treppen, Leitern oder Gerüsten. Sofern die Tätigkeit en im Detailhandel Aufgabenbereiche ausserha lb dieses Belastungsprofils umfassen, ist auch diesbezüglich von einer Einschränkung aus zugehen. Der medizinische Sachverhalt ist zusammenfassend dahingehend erstellt, dass für angepasste Tätigkeit en unter Berücksichtigung des aufgeführten Belastungspro fils eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist.

Der medizinische Sachverhalt ist zusammenfassend dahingehend erstellt, dass für angepasste Tätigkeit en unter Berücksichtigung des aufgeführten Belastungspro fils eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist. 4.2 Ein Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass diese infolge Invalidität not wendig ist und eine Erwerbseinbusse von et wa 20 % besteht (vorstehend E. 1. 4 ).

4.2 Ein Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass diese infolge Invalidität not wendig ist und eine Erwerbseinbusse von et wa 20 % besteht (vorstehend E. 1. 4 ). Unter Berücksichtigung des Einkommens einer Hilfsarbeitertätigkeit als Validen einkommen - wie beispielsweise der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäck abfertigung - wird vorliegend die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblich keitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % klarerweise nicht erreicht, was vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestritten wird.

Unter Berücksichtigung des Einkommens einer Hilfsarbeitertätigkeit als Validen einkommen - wie beispielsweise der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gepäck abfertigung - wird vorliegend die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblich keitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % klarerweise nicht erreicht, was vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestritten wird. Der Beschwerdeführer war nur zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheits schadens in der Gepäckabfertigung tätig. D iese Arbeitsstelle erachtete er gemäss eigener Aussage als vorübergehende Notlösung (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11 und Urk. 9/8/2-3 ). Selbst wenn man i n Anbetracht des nur sehr kurzen Arbeitsver hältnisses für die Berechnung des Valideneinkommens auf das Kompetenzniveau 2 der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016, Tabelle TA1, abstellt, resultiert daraus keine Erwerbseinbusse, welche die Erheblichkeitsgrenze von 20 % annähernd erreicht.

Der Beschwerdeführer war nur zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheits schadens in der Gepäckabfertigung tätig. D iese Arbeitsstelle erachtete er gemäss eigener Aussage als vorübergehende Notlösung (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11 und Urk. 9/8/2-3 ). Selbst wenn man i n Anbetracht des nur sehr kurzen Arbeitsver hältnisses für die Berechnung des Valideneinkommens auf das Kompetenzniveau 2 der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016, Tabelle TA1, abstellt, resultiert daraus keine Erwerbseinbusse, welche die Erheblichkeitsgrenze von 20 % annähernd erreicht. Das Valideneinkommen gemäss Kompetenzniveau 2 beträgt auf ein Jahr umge rechnet, der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (www.bfs.admin.ch, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T03.02) und der Nominallohnentwicklung vom Indexstand (Männer) 2'239 im Jahr 2016 auf 2'260 im Jahr 2018 (www.bfs.admin.ch, dort: Entwicklung der Nominallöhne, T 39) angepasst, rund Fr. 71’294.-- ( Fr. 5'646.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'260). Das Invalideneinkommen lässt sich anhand der LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, berechnen, was einem von Männern im Jahr 2016 für Hilfsarbeiten durchschnittlich erzielten Lohn von Fr. 5'340.-- entspricht. U nter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, der Nominal lohnentwicklung und aufgerechnet auf ein Jahr resultiert daraus ein Invaliden einkommen von rund Fr. 67'102.-- ( Fr. 5'340.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'249). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'294.-- und einem Invalidenein kommen von Fr. 67'102.-- beträgt die Erwerbseinbusse Fr. 4'192.--, woraus auf gerundet ein Invaliditätsgrad von lediglich 6 % resultiert.

Das Valideneinkommen gemäss Kompetenzniveau 2 beträgt auf ein Jahr umge rechnet, der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (www.bfs.admin.ch, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, T03.02) und der Nominallohnentwicklung vom Indexstand (Männer) 2'239 im Jahr 2016 auf 2'260 im Jahr 2018 (www.bfs.admin.ch, dort: Entwicklung der Nominallöhne, T 39) angepasst, rund Fr. 71’294.-- ( Fr. 5'646.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'260). Das Invalideneinkommen lässt sich anhand der LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, berechnen, was einem von Männern im Jahr 2016 für Hilfsarbeiten durchschnittlich erzielten Lohn von Fr. 5'340.-- entspricht. U nter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit, der Nominal lohnentwicklung und aufgerechnet auf ein Jahr resultiert daraus ein Invaliden einkommen von rund Fr. 67'102.-- ( Fr. 5'340.-- x 12 : 40.0 x 41.7 : 2'239 x 2'249). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 71'294.-- und einem Invalidenein kommen von Fr. 67'102.-- beträgt die Erwerbseinbusse Fr. 4'192.--, woraus auf gerundet ein Invaliditätsgrad von lediglich 6 % resultiert. 4.3 Vorliegend wird die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblichkeitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % nicht erreicht, weshalb - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht ( Urk. 1 S. 5 Ziff. 12) - zu prüfen ist, ob Um stände vorliegen, welche ein Abweichen vom Erfordernis der Mindesterwerbsein busse rechtfertigen.

4.3 Vorliegend wird die rechtsprechungsgemäss geforderte Erheblichkeitsschwelle einer Einkommenseinbusse von 20 % nicht erreicht, weshalb - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht ( Urk. 1 S. 5 Ziff. 12) - zu prüfen ist, ob Um stände vorliegen, welche ein Abweichen vom Erfordernis der Mindesterwerbsein busse rechtfertigen. Wie erwähnt (vorstehend E. 1.4) kann g emäss bundesgerichtlicher Rechtspre chung der Anspruch auf Umschulungsmassnahmen nicht - gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme - ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitati ven Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Ent wicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängig gemacht werden. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 102 E. 2) unter Berücksichtigung der g esamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mitzuberücksichtigen (BGE 124 V 108 E. 3b).

Wie erwähnt (vorstehend E. 1.4) kann g emäss bundesgerichtlicher Rechtspre chung der Anspruch auf Umschulungsmassnahmen nicht - gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme - ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualitati ven Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Ent wicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängig gemacht werden. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 102 E. 2) unter Berücksichtigung der g esamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmöglichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mitzuberücksichtigen (BGE 124 V 108 E. 3b). Ferner ist von der Erheblichkeitsschwelle von 20 % namentlich bei jungen Ver sicherten mit entsprechend langer verbleibender Aktivitätsdauer abzuweichen, wenn es sich bei den ohne Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkeiten um unqua lifizierte Hilfsarbeiten hande lt, die im Vergleich zur erlernten Tätigkeit qua litativ nicht als annähernd gleichwertig bezeichnet werden können (Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 2 2. März 2010 E. 4 mit Hinweise n auf BGE 124 V 108 E. 3b und Urteil des Bundesgerichts I 783/03 vom 1 8. August 2004 E. 5.2). Selbs t nach jahrelange r anderweitiger Tätigkeit bleib t der erlernte Beruf Bestandteil der Ausbildung, über welche die versic herte Person sich ausweisen k ann und ist somit als qualitatives Merkmal zumindest in den prognostischen Vergleich mit der beruflichen Situation nach durchgeführter Eingliederungsmass nahme miteinzubeziehen ( Urteil e des Bundesgerichts 9C_704/2010 vom 3 1. Januar 2011 E. 3.1 und I 144/05 vom 1 3. Mai 2005 E. 2.2.1).

Ferner ist von der Erheblichkeitsschwelle von 20 % namentlich bei jungen Ver sicherten mit entsprechend langer verbleibender Aktivitätsdauer abzuweichen, wenn es sich bei den ohne Umschulung zumutbaren angepassten Tätigkeiten um unqua lifizierte Hilfsarbeiten hande lt, die im Vergleich zur erlernten Tätigkeit qua litativ nicht als annähernd gleichwertig bezeichnet werden können (Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 2 2. März 2010 E. 4 mit Hinweise n auf BGE 124 V 108 E. 3b und Urteil des Bundesgerichts I 783/03 vom 1 8. August 2004 E. 5.2). Selbs t nach jahrelange r anderweitiger Tätigkeit bleib t der erlernte Beruf Bestandteil der Ausbildung, über welche die versic herte Person sich ausweisen k ann und ist somit als qualitatives Merkmal zumindest in den prognostischen Vergleich mit der beruflichen Situation nach durchgeführter Eingliederungsmass nahme miteinzubeziehen ( Urteil e des Bundesgerichts 9C_704/2010 vom 3 1. Januar 2011 E. 3.1 und I 144/05 vom 1 3. Mai 2005 E. 2.2.1). 4.4 Der - im Zeitpunkt der Verfügung vom Juli 2019 - 27-jährige Beschwerdeführer absolvierte von 2008 bis 201 1 eine Berufslehre zum Automobil-Fachmann ( Urk. 9/5 Ziff. 5.3). Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 2 0. Februar 2019 ist zu entnehmen, dass er im Anschluss an die Ausbildung von Mai bis Dezember 2012, von Januar bis Dezember 2013 und von Januar bis August 2014 in der Automobilbranche tätig war ( Urk. 9/9/1). Anschliessend wechselte er die Branche und war bereits v on November 2014 bis März 2016, von August bis Dezember 2016 sowie von Januar bis Dezember 2017 im Detailhandel a ngestellt ( Urk. 9/9/1), ohne über eine entsprechende Berufsausbildung zu verfü gen (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11).

4.4 Der - im Zeitpunkt der Verfügung vom Juli 2019 - 27-jährige Beschwerdeführer absolvierte von 2008 bis 201 1 eine Berufslehre zum Automobil-Fachmann ( Urk. 9/5 Ziff. 5.3). Dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 2 0. Februar 2019 ist zu entnehmen, dass er im Anschluss an die Ausbildung von Mai bis Dezember 2012, von Januar bis Dezember 2013 und von Januar bis August 2014 in der Automobilbranche tätig war ( Urk. 9/9/1). Anschliessend wechselte er die Branche und war bereits v on November 2014 bis März 2016, von August bis Dezember 2016 sowie von Januar bis Dezember 2017 im Detailhandel a ngestellt ( Urk. 9/9/1), ohne über eine entsprechende Berufsausbildung zu verfü gen (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. 11). Das Abweichen vom Erfordernis der Erwerbseinbusse von mindestens 20 % namentlich bei jungen Versicherten erfordert gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung das Vorliegen eines relevanten qualitativen Unterschieds zwischen de r angestammten Tätigkeit und der seit Eintreten des Gesundheitsschadens zumut bare n angepasste n Tätigkeit, sodass diese im Vergleich als nicht qualitativ annä hernd gleic hwertig bezeichnet werden kann (vorstehend E. 4.3 ).

Das Abweichen vom Erfordernis der Erwerbseinbusse von mindestens 20 % namentlich bei jungen Versicherten erfordert gemäss bundesgerichtlicher Recht sprechung das Vorliegen eines relevanten qualitativen Unterschieds zwischen de r angestammten Tätigkeit und der seit Eintreten des Gesundheitsschadens zumut bare n angepasste n Tätigkeit, sodass diese im Vergleich als nicht qualitativ annä hernd gleic hwertig bezeichnet werden kann (vorstehend E. 4.3 ). Vorliegend lässt sich ein allfälliger qualitativer Unterschied jedoch nicht auf den beim Beschwerdeführer eingetretenen Gesundheitsschaden zurückführen. Er ent schied sich freiwillig im Anschluss an die Ausbildung und nach knapp 2-jähriger Berufsbetätigung als Automobil-Fachmann die Branche zu wechseln und war sodann mehrere Jahre im Detailhandel angestellt. Eine über einen längeren Zeit raum dauernde Betätigung auf seinem gelernten Beruf ist vorliegend nicht ersichtlich. Die zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheitsschadens aufge nommene Tätigkeit in der Gepä ckabfertigung habe gemäss seiner Aussage nur als Zwischenlösung gedient, bis er eine andere Anstellung in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich gefunden hätte ( Urk. 1 S. 4 Ziff. 8).

Vorliegend lässt sich ein allfälliger qualitativer Unterschied jedoch nicht auf den beim Beschwerdeführer eingetretenen Gesundheitsschaden zurückführen. Er ent schied sich freiwillig im Anschluss an die Ausbildung und nach knapp 2-jähriger Berufsbetätigung als Automobil-Fachmann die Branche zu wechseln und war sodann mehrere Jahre im Detailhandel angestellt. Eine über einen längeren Zeit raum dauernde Betätigung auf seinem gelernten Beruf ist vorliegend nicht ersichtlich. Die zirka zwei Monate vor Eintritt des Gesundheitsschadens aufge nommene Tätigkeit in der Gepä ckabfertigung habe gemäss seiner Aussage nur als Zwischenlösung gedient, bis er eine andere Anstellung in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich gefunden hätte ( Urk. 1 S. 4 Ziff. 8). Es ist nicht der Gesundheitsschaden, der ihn an der erwerblichen Nutzung des mit der Ausbildung erworbenen Potenzials hindert, vielmehr hat er sich bereits Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens für einen Branchenwechsel ohne entspre chende Ausbildung entschieden und sich diesbezüglich mit einem etwas tieferen Einkommen begnügt. Für die Tätigkeiten im Detailhandel ist dem IK-Auszug im Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 54'079.-- und im Jahr 2017 ein solches von Fr. 52'904.--zu entnehmen ( Urk. 9/9/1). In einer angepassten Hilfsarbeitertätig keit hätte er 2018 sogar ein Jahreseinkommen von Fr. 67'102. -- erzielen können (vgl. vorstehend E. 4.2 ). Zwischen den bisher ausgeübten Tätigkeiten im Detail handel und den nach Eintritt des Gesundheitsschadens zumutbaren angepassten Tätigkeiten ist daher sowohl in finanzieller als auch in qualitativer Hinsicht kein e rechtsprechungsgemäss relevant e Diskrepanz zu erblicken.

Es ist nicht der Gesundheitsschaden, der ihn an der erwerblichen Nutzung des mit der Ausbildung erworbenen Potenzials hindert, vielmehr hat er sich bereits Jahre vor Eintritt des Gesundheitsschadens für einen Branchenwechsel ohne entspre chende Ausbildung entschieden und sich diesbezüglich mit einem etwas tieferen Einkommen begnügt. Für die Tätigkeiten im Detailhandel ist dem IK-Auszug im Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 54'079.-- und im Jahr 2017 ein solches von Fr. 52'904.--zu entnehmen ( Urk. 9/9/1). In einer angepassten Hilfsarbeitertätig keit hätte er 2018 sogar ein Jahreseinkommen von Fr. 67'102. erzielen können (vgl. vorstehend E. 4.2 ). Zwischen den bisher ausgeübten Tätigkeiten im Detail handel und den nach Eintritt des Gesundheitsschadens zumutbaren angepassten Tätigkeiten ist daher sowohl in finanzieller als auch in qualitativer Hinsicht kein e rechtsprechungsgemäss relevant e Diskrepanz zu erblicken. 5. Nach dem Gesagt en liegen keine Umstände vor, um von der Erheblichkeits schwelle von 20 % abzuweichen, weshalb ein Anspruch auf Umschulung zu ver neinen ist. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.

5. Nach dem Gesagt en liegen keine Umstände vor, um von der Erheblichkeits schwelle von 20 % abzuweichen, weshalb ein Anspruch auf Umschulung zu ver neinen ist. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ermes sensweise auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

6. Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen ( Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und ermes sensweise auf Fr. 6 00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu gestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Markus Loher

Rechtsanwalt Markus Loher - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. D ie Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

D ie Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannRämi