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Novak Djokovic qualifiziert sich am US Open ohne Probleme für die 3. Runde. Der Niederländer Tallon Griekspoor ist für die Weltnummer 1 kein Gradmesser.
Djokovics Gemütslage war nach dem 6:2, 6:3, 6:2-Erfolg gegen den niederländischen Qualifikanten wesentlich besser als 48 Stunden zuvor, als er nach seinem Sieg gegen Holger Rune aus seiner Enttäuschung über das Verhalten des Publikums im Arthur Ashe Stadion keinen Hehl gemacht hatte.
Diesmal verhielt sich das Publikum fair, allerdings fehlte der Partie auch die Spannung, agierte Djokovic doch zu überlegen. Er sei von Beginn an sehr fokussiert gewesen, sagte der Serbe, dem zum Grand Slam damit noch fünf Siege fehlen. «Ich hoffe, dass ich am Ende die Trophäe in der Hand halten werden», sagte der 34-Jährige. «Denn deswegen bin ich hier.»
Die nächste Hürde der Weltnummer 1 auf dem Weg zum vierten Major-Titel im gleichen Kalenderjahr ist Kei Nishikori. Der Japaner hatte 2014 in Flushing Meadows seinen einzigen Grand-Slam-Final erreicht. Mittlerweile ist der 31-Jährige, der in Florida lebt, nur noch die Nummer 56 der Welt.
Zwischen ihren beiden Siegen kam es für Belinda Bencic zu einem Treffen mit Lindsey Vonn. «Es war mega cool», berichtete die Schweizerin, die die ehemaligen Skirennfahrerin in einer Suite eines Sponsors im Arthur Ashe Stadion traf. «Sie kennt sich sehr gut im Tennis aus und hat die Olympischen Spiele in Tokio eng verfolgt, was mich natürlich gefreut hat.» Wie Bencic ist auch Vonn Olympiasiegerin. Die 36-jährige Amerikanerin gewann 2010 in Vancouver Gold in der Abfahrt.
Alexander Zverev beweist auch am US Open in New York, dass er sich noch immer in Topform befindet. Der Vorjahresfinalist und Olympiasieger von Tokio gab beim seinem Sieg in der 2. Runde gegen den Spanier Albert Ramos-Viñolas in 74 Minuten nur vier Games ab und ist damit weiterhin ohne Satzverlust. Für den 24-jährigen Hamburger war es der 13. Sieg in Folge. Nach dem Triumph in Tokio gewann Zverev auch das Masters-1000-Turnier in Cincinnati.
Henri Laaksonen steht in New York zum zweiten Mal nach dem French Open in Paris an einem Grand-Slam-Turnier in der 3. Runde. Grund zu einer grossen Feier gab es für den 29-jährigen Schaffhauser deswegen aber nicht. Auf die Frage, wie er sich für den Sieg gegen den Chilenen Cristian Garin belohnen werde, sagte Laaksonen: «Mit einem Mineralwasser - mit Kohlensäure.» Am Freitag trifft der einzige Schweizer mit dem Deutschen Peter Gojowczyk ebenfalls auf einen Qualifikanten.
Als erste Top-Ten-Spielerin erwischte es am diesjährigen Turnier beinahe Karolina Pliskova (WTA 4). Die Wimbledon-Finalistin, die auch schon am US Open den Final erreicht hat (2016), musste gegen die Amerikanerin Amanda Anisimova im Tiebreak des dritten Satzes einen Matchball abwehren, ehe sie sich kurz vor Mitternacht in der Kurzentscheidung doch noch mit 9:7 durchsetzte.