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Trotz heftiger Proteste in Vietnam will China an umstrittenen Ölbohrungen im Südchinesischen Meer festhalten. Der Generalstabschef der Volksbefreiungsarmee sagte, China werde «die Sicherheit der Ölplattform gewährleisten» und dafür sorgen, dass der Betrieb dort weiterlaufen könne.
China könne nicht akzeptieren, dass Vietnam Schiffe in die Gegend geschickt habe, um die Ölbohrungen zu stoppen. Die Plattform befinde sich in chinesischen Hoheitsgewässern, sagte General Fang Fenghui nach einem Treffen mit US-Generalstabschef Martin Dempsey am Donnerstag in Washington.
Vietnam wird wegen der Ölbohrungen derzeit von den schwersten anti-chinesischen Unruhen seit Jahrzehnten erschüttert. Mehr als ein Dutzend Fabriken wurden bereits in Brand gesetzt, in grossen Städten fanden Massendemonstrationen statt.
Im Südchinesischen Meer kommt es im Streit um überschneidende Gebietsansprüche immer wieder zu Zwischenfällen. China beansprucht für sich fast das gesamte Seegebiet, auf dessen Grund grosse Rohstoffvorkommen vermutet werden. Doch auch andere Länder, allen voran Vietnam und die Philippinen, erheben Ansprüche. (trs/sda)