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Procore steht für den progressiven Kern, denn es schützt bei Durchschlägen vor Schäden an den Felgen und erlaubt trotzdem das Fahren mit sehr tiefem Reifendruck.
Getestet in Rennen bewies sich das System bereits als sehr zuverlässig: Beispielsweise holten Athleten mit dem System drei Medaillen an Enduro- und Downhill-Rennen in Schottland in den letzten Wochen, unter anderem Sam Hill mit einer Silber-Medaille am DH in Fort Willam.
Die äussere Kammer ist ein Tubeless-System, während die innere Kammer aus einem speziellen Schlauch besteht. Daher kann das äussere System mit nur einem Bar Druck gefahren werden kann. Das innere System hält dafür zwischen vier bis sechs Bar Druck. Selbst wenn das innere System kollabiert, wird das äussere System nicht explodieren, da es mehr Volumen trägt. Auch wenn die innere Kammer die komplette Luft verliert, hält das innere System den Reifen auf der Felge. Vorerst wird Procore nur in Gravety und Allmountain-Bereich erhältlich sein.
Ein kleiner Nachteil ist, dass das System aktuell knapp 200 Gramm wiegt, aber der Vorteil ist, dass man mit diesem System auch mit leichtere Reifen fahren kann, allerdings sollten die Reifen Tubeless-Ready sein.
Procore wird auf allen Felgen- oder Reifensystemen einsetzbar sein. Schwalbe und der Entwicklungspartner Syntace verzichtet damit auf eine Limitierung des Procore-Systems auf eigene Produkte. Einzige Voraussetzung ist eine Felgeninnenbreite von 23 Millimetern.
Nicht ganz einfache Montage
Der Einsatz des Procore Systems ist nicht ganz einfach: Da Procore zwei Löcher, für die zwei Ventile braucht, muss ein zweites Loch in die Felgen gebohrt werden. Schwalbe ist zwar mit allen Felgenherstellern im Gespräch, allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis jeder Hersteller bestätigen kann, dass ein zweites Loch in die spezifischen Felgen gebohrt werden kann.
Erste Fahrversuche zeigen, dass das Problem des «Walken» des Reifens bei sehr tiefem Druck durch das System nicht gelöst wird. Durch den tiefen Druck des Reifens entsteht eine herausragende Traktion, was definitiv für das System spricht.
Der Preis für das gesamte System wird von Schwalbe auf circa auf 150 Euro geschätzt. Der definitive Preis wird wohl aber erst zur offiziellen Präsentation des Procore-System an der Eurobike 2014 bekannt gegeben.