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Anthologie der albanischen Literatur
Ausgangslage
Die albanischsprachige Literatur ist in der Schweiz (wie anderswo) wenig bekannt. Immerhin gelang es mehreren albanischen Schriftstellern, sich auch in Bibliotheken, die nicht-albanischen Leserinnen und Lesern zugänglich sind, einen Platz zu sichern. Erwähnt sei bloss das Aushängeschild der albanischen Literatur, Ismail Kadaré, dessen Werk mittlerweile zur Weltliteratur gehört.
Da es im Osmanischen Reich verboten war, sich in der albanischen Sprache auszudrücken, erlebte die Literatur in albanischer Sprache ihre Renaissance ausserhalb ihres geographischen Territoriums auf dem Balkan. Die literarisch-kulturelle Renaissance fand insbesondere in Sizilien und Kalabrien (Süditalien) statt.
Nach der Auflösung des Osmanischen Reichs entwickelte sich die albanischsprachige Literatur in einem Umfeld, in welchem die Schreibfreiheit in albanischer Sprache teilweise erlangt war, nicht indes die Ausdrucksfreiheit. Daher eine Literatur, die zugleich so phantasievoll, kräftig und metaphorisch ist.
Der Berliner Mauerfall und die darauf folgenden Änderungen liessen die Kommunikationsbarrieren fallen und eröffneten ein neues Kapitel: Jenes einer Literatur, die sich nunmehr anschickt, auf der nationalen und internationalen Szene einen neuen Platz einzunehmen.
Das ISEAL befindet sich an einem zentralen Ort Europas; die Schweiz verschafft dem Institut den nötigen Abstand und gestattet eine weite Sicht der Dinge. Das ISEAL wäre deshalb in der Lage, eine zugleich verständliche, repräsentative und ausgeklügelte Anthologie vorzulegen.
Diese Anthologie einer Literatur, die unter jedem Blickwinkel und oft zwischen den Zeilen das einzige Mittel einer Bevölkerung war, ihr Streben nach Freiheit auszudrücken, erscheint uns als äusserst wichtiges Unterfangen, um die albanische Gemeinschaft, ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart sowie ihre Bestrebungen für die Zukunft besser kennen und verstehen zu lernen.
Ziele
o Allgemein
- Schaffung eines Diskussionsbeitrags zur Integrationsdebatte.
- Den Schweizern die albanischsprachige Literatur bekannt machen, aus der zentralen Lage der Schweiz aber auch Nutzen ziehen, um eine Anthologie in drei grossen europäischen Sprachen herauszugeben, die auch bei Leserinnen und Lesern der Nachbarländer Abnehmer finden könnte. Eine so vollständige Anthologie wie möglich herausgeben, die mehrere Kapitel umfasst, u.a. insbesondere:
- Überblick über die albanische Literatur
- Vorstellung der Literaturgattungen
- Vorstellung von Autoren
- Ausgewählte Texte
- Dokumente (Archive, Photographien, usw.)
- «Albanische» Literatur in der Schweiz und
- Kritische Kommentare
- Im Einzelnen
Eine Gelegenheit für albanische «Secondos» in der Schweiz, die Literatur ihrer Eltern zu entdecken.
Derzeitige verantwortliche