Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03135.jsonl.gz/2518

Die Einführung von gentechnisch verändertem Mais in Europa könnte viele Insektenarten betreffen, die innerhalb oder in der Nähe von landwirtschaftlichen Gebieten leben - wie beispielsweise der blauschillernde Feuerfalter. Bild: Wikipedia
Viele Schmetterlings- und Mottenarten in Europa sind bedroht. Eine neue Studie zeigt, dass ein grossflächiger Anbau von GV-Mais eine zusätzliche Bedrohung darstellen könnte.
Bt-Mais Pollen kann für Schmetterlingslarven giftig sein. Gefährdet wären vor allem Schmetterlingsarten, deren Larvenstadium mit der Maisblüte zusammenfällt, da zu diesem Zeitpunkt grosse Mengen gentechnisch veränderte Maispollen auf der Vegetation abgelagert werden können. Bei 31 gefährdeten Arten fällt das späte Larvenstadium häufig in die Zeit der Maisblüte und bei 69 Arten sind während der Maispollenabgabe Larven im Frühstadium vorhanden.
Die Studie listet zudem 140 geschützte Arten auf, die sich von Pflanzen ernähren, die in wichtigen europäischen Maisanbauländer verbreitet als Unkraut bekämpft werden. Wenn herbizidtoleranter Mais in Europa angebaut würde, besteht laut Studie "eine potenzielle Gefahr“, dass die Nahrungspflanzen vieler Insekten ernsthaft abnehmen würde, was mit der Zeit zu einem erheblichen Rückgang dieser geschützten Arten führen würde.
Dies hätte grosse Auswirkungen auf ihre Ökosystemleistungen wie beispielsweise die Bestäubung, von der die Landwirtschaft letztlich abhängt, schreiben die Studienautoren. Sie sehen die europäischen Staaten in der Verantwortung. Diese seien verpflichtet, die biologischen Vielfalt ihrer Länder zu schützen - auch mögliche Risiken bedingt durch GV-Mais müssten dabei berücksichtigt werden.