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US-Vizepräsident Joe Biden hat die zentralamerikanischen Länder zur Zusammenarbeit mit Washington beim Kampf gegen die illegale Einwanderung Minderjähriger in die Vereinigten Staaten aufgerufen. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem guatemaltekischen Staatschef Otto Pérez in Guatemala-Stadt sagte Biden, die derzeitige Lage sei «unannehmbar».
Die Einwanderung tausender Minderjähriger aus dem Süden in die USA hänge mit Armut, Gewalt und dem Fehlen von Rechtstaatlichkeit in der Region zusammen. An dem Treffen nahmen auch der salvadorianische Präsident Salvador Sánchez Cerén sowie Regierungsvertreter aus Mexiko und Honduras teil.
Zwischen Oktober und Mai versuchten nach Angaben der US-Behörden mehr als 47'000 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung eines Erwachsenen die US-Grenze zu überqueren. Das waren fast doppelt so viele wie zwischen Oktober 2012 und Ende September 2013.
Die Minderjährigen nehmen die beschwerliche und gefährliche Reise auf sich, um der Armut und Gewalt in ihrer Heimat zu entkommen. Viele von ihnen haben Verwandte in den USA. Nach ihrer Festnahme werden sie wieder zurück nach Mittelamerika gebracht.