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Promotionsprojekt von Robert Barnea
Betreuung: Prof. Dr. Andreas Victor Walser
Im Jahr 188 v. Chr. wurde der Frieden von Apameia zwischen Rom und dem Seleukidenkönig Antiochos III. geschlossen. Darin wurden die Gebiete der Seleukiden in Kleinasien westlich des Taurusgebirges auf die Bundesgenossen Roms, namentlich Pergamon und Rhodos, aufgeteilt. Durch diesen Gebietszuwachs erhob sich das Königreich Pergamon, ehemals ein kleines Königreich, zu dem wichtigsten Akteur in der kleinasiatischen politischen Landschaft. Dadurch stand der damalige Herrscher Eumenes II. vor der Herausforderung, die Administration und Sicherung eines Territoriums zu organisieren, das ungefähr die zehnfache Grösse des bisherigen Herrschaftsbereichs umfasste.
Das Projekt befasst sich mit der Einbeziehung dieses Gebiets in die bestehenden administrativen Strukturen des Königreichs, wobei deren wirtschaftliche und militärische Strategien im Fokus liegen. In einem ersten Schritt sind die Titel und deren Funktionen zu bestimmen, wobei sich ein Blick auf deren Verwendung in den anderen hellenistischen Reichen als überaus nützlich erweisen kann. Die vorwiegend epigraphischen Quellen werden ausgewertet, um eine Übersicht der Persönlichkeiten und deren Funktionen in der attalidischen Administration zu erhalten. Mit der Verortung dieser Individuen und deren Aufgaben in den historischen und geographischen Kontext wird ein Gesamtbild der attalidschen Verwaltungsstruktur erstellt, durch das die politischen Massnahmen zur Herrschaftssicherung und -erhaltung herausgearbeitet werden. Diese Zusammenstellungen dienen in der weiterführenden Untersuchung dazu, die Fragen nach der Veränderung, Weiterführung oder Neuerfindung dieser Verwaltungsstrukturen zu untersuchen.