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Einer Untersuchung der Aufsichtsbehörde Pension Protection Fund (PPF) zufolge verwalten etwa zwei Drittel aller britischen Pensionsfonds ein Defizit und verfügen demnach nicht über ausreichend Kapital, um alle Ansprüche ihrer Versicherten zu decken.
Wie Yahoo Finance berichtet, beläuft sich der gesamte Fehlbetrag aller Pensions-Fonds auf etwa 210 Milliarden Pfund (rund 240 Milliarden Euro). Der Untersuchung zufolge erwirtschaften derzeit 3.710 der 5.588 vom Pension Protection Fund überwachten Pensionsfonds von Unternehmen und öffentlichen Institutionen ein Defizit. Die Fehlbeträge könnten sich negativ auf die Pensionen von Millionen Versicherten auswirken.
Der PPF musste bereits zweimal in den vergangenen Wochen aktiv werden. Im Dezember des vergangenen Jahres mussten kurzfristig knapp 10 Millionen Pfund (11 Millionen Euro) in den Pensionsfonds des insolventen Spielzeugherstellers Toys’R’Us gesteckt werden, um Auszahlungen an Mitarbeiter zu sichern.
Der Bankrott des großen Baukonzerns Carillion im Januar führte dazu, dass der PPF derzeit an der Schließung eines Schätzungen zufolge 800 Millionen Pfund (910 Millionen Euro) großen Defizits in den Vorsorgesystemen des Unternehmens arbeiten muss. Die Gesamtschulden von Carillion belaufen sich auf etwa 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Milliarden Euro).
Unter den Unternehmen, welche hohe Defizite in ihren Pensionssystemen aufweisen, gehören auch Schwergewichte, die im britischen Leitindex FTSE100 gelistet sind.
Die größten Fehlbeträge entfallen demnach auf das Telekommunikationsunternehmen BT mit umgerechnet rund 10 Milliarden Euro, auf den Erdölkonzern Royal Dutch Shell mit etwa 7,8 Milliarden Euro, den Erdölkonzern BP mit etwa 7,6 Milliarden Euro, auf die Supermarktkette Tesco mit etwa 7,5 Milliarden Euro sowie auf den Rüstungskonzern BAE Systems mit ebenfalls rund 7,5 Milliarden Euro.