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"Bewusste Massnahmen zum Schutze, zur Erhaltung, Steigerung und Wiedergewinnung der Gesundheit sind stets der Ausfluss einer deutlich entwickelten Kultur. Versuche zur wissenschaftlichen Begründung derartiger, an Kultur und Kultusformen sich anschliessenden Massnahmen setzen ausserdem Anfänge einer wissenschaftlichen Medizin voraus.
Die ältesten Kulturvölker, bei denen wir eine praktische Gesundheitspflege treffen, die Inder und Ägypter, haben dieselbe vorwiegend als Teil des Kultus entwickelt, und im Kampfe gegen Gesundheitsstörungen spielen die vernünftigsten Massnahmen oft keine so grosse Rolle wie Opfer und Gebete der Priester. Neben der Hygiene als Teil des Kultus entwickelte sich deshalb auch überall etwas Hygiene als Teil der Medizin und Verwaltung.
Gemeinsam ist den ältesten Bestrebungen, ihrer Entstehung in warmen Klimaten entsprechend, die Sorge für persönliche Reinlichkeit, für Waschungen und Bäder. Aber selbst in diesen Fällen erscheint die moralische Reinlichkeit als das ursprüngliche." [...]
Vorliegendes Werk von Ferdinand Hueppe ist ein umfangreiches, mit zahlreichen historischen Bildern illustriertes, Handbuch der Hygiene.
Dieses besondere Buch ist ein unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1898.