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Die Landwirtschaft werde dominiert durch einen riesigen staatlichen Steuer- und Kontroll apparat. «Hier könnte man sehr wohl reduzieren, vereinfachen und auch sparen», so Martullos Vorschlag im Interview mit der «Schweiz am Sonntag». Jeder Handgriff werde heute dokumentiert, kontrolliert und entschädigt, kritisierte. Die SVP sei für eine effiziente und produktive Landwirtschaft. «Das erreichen wir nicht, indem wir die Direktzahlungen kürzen, wie das die Linken wollen. Die Landwirtschaft muss von ihren Fesseln befreit werden!», fügt sie an.
Die USA und die EU planen die Freihandelszone TTIP. Müsste da die Schweiz mitmachen – obwohl die Landwirtschaft unter die Räder kommen könnte?
Die Schweiz müsse sich auf ein mögliches TTIP vorbereiten, so Martullo. Wenn die EU dies mit den USA abschliesse, müsse die Schweiz ebenfalls eine Art Zollfreiabkommen haben, sonst sei die Schweizer Wirtschaft im Vergleich zu den Unternehmen in der EU bedeutend benachteiligt. Firmen würden aus der Schweiz in die EU abwandern. «Aber gleichzeitig wollen wir natürlich auch eine gute Lösung für die Landwirtschaft. Hier erwarte ich vom Departement von Bundesrat Schneider-Ammann, dass es Varianten prüft, die den Schweizer Landwirten das Überleben sichern und der Wirtschaft den Zugang zum amerikanischen Markt ermöglicht», so Martullos Forderung.