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04.12.2020, 06:00 Uhr
Die Schweizer Privatbanken legen zwar bei den verwalteten Vermögen zu, aber ihre Profitabilität nimmt weiter ab. Die Positionierung über Nachhaltigkeitsthemen wird derweil zum strategischen Imperativ.Artikel lesen
Die Bank Julius Bär hat mit dem US-Justizministerium eine Einigung im Fall FIFA erzielt und stellt dafür 79,7 Mio. Fr. beiseite. Die Rückstellung werde 2020 ergebniswirksam, teilt Julius Bär mit.
Die mit dem US-Justizministerium (DOJ) erzielte Vereinbarung umfasst laut der Privatbank Julius Bär eine aussergerichtliche Einigung für drei Jahre und eine finanzielle Entschädigung. Es handelt sich um ein sogenanntes Deferred-Prosecution-Agreement, einen Vergleich für eine "aufgeschobene" Strafverfolgung. Im Klartext ist es eine temporäre "Bewährung" mit Auflagen.
Laut Julius Bär wird mit diesem Abkommen die Untersuchung der Rolle der Bank bei Korruptionsvorfällen rund um den Weltfussballverband FIFA beendet. Das Institut gehe davon aus, dass die Grundsatzvereinbarung mit den US-Justizbehörden in dieser Angelegenheit "in Kürze" finalisiert werde.
Das DOJ führte seit 2015 bei der Bank Julius Bär, wegen mutmasslicher Geldwäscherei und Korruption, in die Funktionäre der FIFA und weitere Personen sowie Sportmedien- und Marketingunternehmen involviert waren, Untersuchungen durch. Das entsprechende aufsichtsrechtliche Verfahren in der Schweiz wurde im Februar 2020 abgeschlossen.
Zur Behebung der festgestellten Mängel habe Julius Bär schon 2016 ein umfassendes Programm eingeleitet, teilt die Bank weiter mit. Zu den bereits getroffenen Massnahmen gehöre der Abbau von Geschäftsrisiken, die Erneuerung und Verstärkung der gesamten Risikoorganisation sowie die Einführung eines erweiterten "Code of Ethics and Business Conduct".