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Unsere Schweissdrüsen in der Haut (2-5 Millionen) sind mit Nervenendigungen des unwillkürlichen (vegetativen) Nervensystems verbunden. Dieses steuert ohne unseren bewussten Willen zahlreiche Körperfunktionen, wie z.B. Herzrhythmus, Blutdruck, Verdauung oder Wärmehaushalt. Wir unterscheiden zwischen vegetativem Schwitzen und thermoregulatorischem Schwitzen.
Ist der Körper durch Muskeltätigkeit oder aus anderen Gründen (Fieber) überwärmt, so schwitzt der Körper, um eine Überwärmung der Kerntemperatur zu vermeiden.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Schwitzen am gesamtem Körper (generalisiertes Schwitzen) und übermäßigem Schwitzen in einzelnen Körperbereichen (fokale Hyperhidrosis).
Übermässiges Schwitzen unter den Achseln hat nichts mit thermoregulatorischem Schwitzen zu tun. Bei Stress z.B. oder auch bei ungewöhnlicher hoher Ruheaktivität (dauerhaft gesteigerte Stimulation des Sympathikus) gehen vom vegetativen Nervensystem vermehrt Nervenimpulse aus, so dass die Betroffenen selbst bei Kälte und vor allem ohne dass sie es wollen, anfangen zu schwitzen. Am stärksten geschieht dies dort, wo die meisten Schweissdrüsen in der Haut zu finden sind; in den Achselhöhlen und an den Händen und Füssen.
Die momentan modernste und gleichzeit wirksamste therapeutische Option ist die regelmässige Injektionsbehandlung der schwitzenden Bereiche mit Botulinumtoxin A.