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Der ehemalige Chef des britischen Ölkonzerns BP, Tony Hayward, bekommt wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko für das vergangene Jahr keinen Bonus. Auch der für die Förderung und Produktion zuständige Manager Andrew Inglis wird keine Sonderzahlung bekommen.
Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Konzerns an die Aktionäre hervor. Im April 2010 war die Plattform "Deepwater Horizon" explodiert und gesunken. Bei der Explosion kamen elf Arbeiter ums Leben, Millionen Liter Erdöl flossen ins Meer. Hayward und Inglis verliessen das Unternehmen.
BP hatte das Jahr 2010 mit einem Verlust von 4,9 Mrd. Dollar beendet. 2009 hatte das Unternehmen noch 14 Mrd. Dollar Gewinn gemacht. Für die Folgen der Ölkatastrophe stellte der Konzern 40,9 Mrd. Dollar zurück.
Auch Haywards Nachfolger an der Spitze von BP, Bob Dudley, wird dem Bericht zufolge keinen Bonus für 2010 bekommen. Sein Gehalt stieg aber von 750'000 auf 1,175 Millionen Dollar.
Hayward ist weiterhin Mitglied im Verwaltungsrat des britisch-russischen Gemeinschaftsunternehmens TNK-BP und bekommt dafür 150'000 Dollar im Jahr. Als Abfindung erhielt er 1,6 Mio. Dollar. Ab dem Alter von 65 wird er mehr als 1,1 Mio. Dollar Rente pro Jahr bekommen.
SDA-ATS