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19Doro88
Sorry, aber was ist das für eine Einstellung?Ich finde (leider), man sollte heutzutage keine absolute Treue mehr erwarten. Man kann schon froh sein, wenn man nicht
verlassen wird.
Ich hab zunehmend das Gefühl, diese angebliche "Akzeptanz" oder besser gesagt diese Abfindung vieler Menschen mit der potenziellen Untreue ihres Partners etwas mit ihrem Selbstwertgefühl zu tun hat. Viele glauben tief in sich selbst, ob bewusst oder nicht, sie seien es nicht wert oder sie hätten es nicht verdient, dass ihr Partner sie aufrichtig liebt und ihnen treu ist. Schließlich wird dies von Bekanntenkreis und von den Statistiken vorgegaukelt, dass Fremdgehen fast normal sei. Falsch, ist es nicht! Vor allem dann nicht, wenn sich der Betrogene schlecht fühlt. Ich wäre lieber alleine und verlassen, als mir aufgrund einer miserablen Statistik einzureden, dass ich Fremdgehen akzeptieren soll, weil es fast zum "guten Ton" gehören soll. Egal, ob 50 oder 70% fremdgehen. Das ist allein Frage des Selbstwertgefühls. Man musst den Mut haben, um sich zu sagen: ich bin es wert, dass mich mein Partner liebt, respektiert und mir treu ist. Vorausgesetzt, man führt keine offene Beziehung.
Apropos offene Beziehungen. Ich persönlich halte sowas für Quark. Die treffendere Bezeichnung wäre eher "Affäre", da das Wort "Beziehung" einen Hauch von Exklusivität in sich trägt.
Die Frage ist, wie viele sind damit glücklich geworden..?