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Das Wichtigste in Kürze
- Zemmour bringt sich als Präsidentschaftskandidat in Stellung.
Zemmour werde nicht mehr in seiner Abendsendung auftreten, teilte der Sender CNews am Montag mit. Die Rundfunkaufsicht hatte zuvor entschieden, dass die Medienpräsenz Zemmours ebenso wie die der bereits erklärten Präsidentschaftskandidaten künftig kontrolliert werden solle.
Eine Kandidatur des Publizistin könnte die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen Stimmen kosten. Ihre Partei Rassemblement National (RN) leidet seit den jüngsten Wahlschlappen unter Mitgliederschwund. Viele Anhänger sind enttäuscht, dass sie weniger extreme Positionen vertritt als ihr Vater und Parteigründer Jean-Marie Le Pen. Marine Le Pen hatte am Wochenende die Parteiführung an ihren Vize Jordan Bardella übergeben, um sich auf den Wahlkampf zu konzentrieren.
Zemmour gerät regelmässig wegen seiner provokanten Ansichten in die Kritik. Er wurde zwei Mal wegen rassistischer Äusserungen verurteilt. Die Rundfunkaufsicht hatte ihm im März eine Strafe von 200.000 Euro auferlegt, weil er unbegleitete minderjährige Migranten als Diebe und Vergewaltiger beschimpft hatte. Er hat seine Kandidatur bislang nicht offiziell erklärt. In Umfragen kommt er derzeit auf etwa acht Prozent.