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Matejko,
Johann Aloysius, poln. Historienmaler, geb. zu Krakau, bildete sich auf der dortigen Kunstschule und auf der Akademie in Wien aus, wo er gleich anfangs die Geschichte seines Vaterlands zum Gegenstand seiner Darstellungen nahm, die allmählich immer schärfer in der Charakteristik und meisterhafter in den Details wurden; sein Kolorit ist glänzend, aber auch manchmal zu bunt. Auf den Reichstag in Warschau 1773, der noch etwas unruhig und ¶
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unfertig war (1867), folgten als seine Hauptbilder: der Alchimist Sendziwoi vor Sigismund III., Wladislaw der Weise wird auf den polnischen Thron berufen, die besonders meisterhaften Bilder: Hofnarr des Königs Sigismund und Union der Polen und Litauer in Lublin (die letztern trefflich charakterisiert), Stephan Báthori vom russischen Gesandten um Frieden gebeten, Johann Wilczek während der Verteidigung eines Benediktinerklosters gegen Matthias Corvinus, König Johann Sobieskis Gebet vor Beginn der Türkenschlacht, Einsegnung der Sigismundsglocke, Ermordung des Königs Premysl im 15. Jahrh., Iwan der Grausame am Hinrichtungsplatz in Moskau, die mit großen Vorzügen, aber auch mit großen Mängeln behaftete Schlacht bei Tannenberg auf dem Grünfeld 1410 zwischen den Deutschherren und den Litauern und Polen, das Gegenstück derselben: die Niederlage bei Warna und der 1580 noch im Entstehen begriffene kolossale Johann Sobieski vor Wien zur Zeit der Belagerung durch die Türken. Er ist Inhaber mehrerer Orden, Mitglied der Akademien zu Berlin und Paris, seit 1873 Direktor der Kunstschule zu Krakau.