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Haus am Turm. Wie ein leicht unregelmässiges Hufeisen haben Ringmauer und Graben die wenigen Strassen der Altstadt von Lenzburg umzogen. Die Setzung des heutigen Pfarrhauses hat diese Form unschön verletzt. Nur die Kirche ihrer Bedeutung entsprechend durchbricht von Anfang an und bis heute diese Grundform; sie steht wie auf einer auskragenden Schanze am Westende der Stadt. Die städtebauliche Platzierung und Volumetrie des neuen Gebäudes orientiert sich an der historischen Bebauung der Altstadt, die Joseph Plepp 1624 aus der Vogelperspektive sehr schön festgehalten hat. Das Gebäude setzt sich dicht neben den Kirchturm, schliesst somit die Lücke, die durch die unglückliche Platzierung des heutigen Pfarrhauses entstanden ist und ergänzt wieder die Ecksituation und somit das mittelalterliche Hufeisen. Um gegen die Bahnhofstrasse und die Kirchgasse abzugrenzen wird im Kurvenbereich mit einer Laube das Kirchenareal räumlich gefasst und auch dem Gertrud Villiger Platz eine räumliche Begrenzung gegeben. Gegen die Altstadt entsteht ein Gassenraum, der an die mittelalterlichen Dimensionen anknüpft und zur Kirche führt, jedoch nicht den Hauptzugang von Westen her konkurrenziert. Die heute unmotiviert freistehende Säule wird in das neue Gebäude integriert und bildet die Ecke des Gebäudes. Somit wird die Portalsituation vervollständigt, welche zum seitlichen südlichen Vorbereich der Kirche führt, der von der Wand mit den Grabtafeln räumlich gefasst wird.
Wettbewerb: AFGH, Regula Zwicky, Stefanie Girsberger
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