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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00659 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 2 4. Juni 2022 in S achen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe Christe & Isler Rechtsanwälte Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1971, arbeitete bei der Y.___ AG als Eisenbieger, als sich am 23. November 2004 bei Arbeiten an einer Betoneisenschneidemaschine ein eingeklemmtes Betoneisenreststück löste und ihm mit Wucht gegen die rechte Augenbraue federte (Urk. 7/187/459 Ziff. 7). Dabei verletzte er sich an der Stirne und am rechten Auge (vgl. Urk. 7/187/464). Am 21. Juli 2006 meldete er sich erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach die Sozi alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 8 2 % mit Wirkung ab November 200 5 eine ganze Invaliden rente zu (Urk. 7/45-47). Diese Verfügung wurde mit Urteil des Sozialversiche rungsgerichts vom 16. Juni 2008 im Prozess Nr. IV.2008.00219 in Bezug auf d ie Rentenbe rechnung aufgehoben (Urk. 7/57), worauf die IV-Stelle dem Versicher ten mit Verfügungen vom 20. März 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 82 % mit Wirkung ab November 2005 eine neuberechnete höhere ganze Invalidenrente zusprach (Urk. 7/64-68). 1.2 Im September 20 1 0 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/88). Gestützt auf die eingeholten medizinischen Berichte teilte sie dem Versicherten mit, dass er bei einem Invaliditätsgrad von 100 % weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze Invalidenrente habe (Mitteilung vom 16. De zember 2010, Urk. 7/94). 1.3 Im Oktober 2015 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/112). Gestützt auf das eingeholte polydisziplinäre Gutachten vom 20. De zember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136) stellte sie die Invalidenrente nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/145-146, Urk. 7/149-150 und Urk. 7/ 152) mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ein (Urk. 7/153). Dies wurde vom Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 23. Januar 2019 im Prozess Nr. IV.2017.00662 (Urk. 7/172) und vom Bundesgericht mit Urteil vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/175) bestätigt. 1.4 Am 13. November 2020 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Ver schlechterung seines Gesundheitszustands (vgl. Urk. 7/181/1-13) bei der IV-Stelle erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/183). Diese zog die Akten des Unfallversi cherers (Suva ; Urk. 7/186/1-1000 und Urk. 7/187/1-468 ) bei und holte medizini sche Berichte der behandelnden Ä rzte (Urk. 7/189, Urk. 7/199 und Urk. 7/208) ein. Mit Vorbescheid vom 7. Juni 2021 stellte sie die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht (Urk. 7/216). Dagegen erhob der Versicherte am 7. Juli 2021 Einwände (Urk. 7/224) und reichte weitere Arztberichte ( Urk. 7/222 und Urk. 7/227) ein. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2021 verneinte die IV-Stelle eine relevante Verschlechterung und den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/230 = Urk. 2). 2. Unter Beilage medizinischer Berichte (Urk. 3/3-4) erhob der Versicherte am 4. No vember 2021 Beschwerde (Urk. 1) g egen die Verfügung vom 4. Oktober 2021 (Urk. 2) mit dem Antrag, in Aufhebung der selben sei die Sache zu ergänzenden Abklärung und Neuentscheidung an die IV-Stelle zurückzuweisen ( S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2021 schloss d ie IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), wovon dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2022 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 9). Am 28. Januar 2022 reichte der Beschwerde führer weitere Arztberichte (Urk. 11/1-2) nach (Urk. 10), welche der Beschwerde gegnerin am 17. Mai 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (Urk. 12). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe n, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des gel tend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). 1.4 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruh t. 1.5 Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Artikel 29 bis ist sinn gemäss anwendbar (Art. 88a Abs. 2 IVV). 1. 6 Bei der Beurteilung der Arbeits ( un ) fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Leistungen der Invaliden versicherung mit der Begründung (Urk. 2), gestützt auf die medizinischen Abklä rungen sei von einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustan des des Beschwerdeführers auszugehen, die 3-4 Monate angedauert habe und während derer keine Arbeitsfähigkeit gegeben gewesen sei. Ansonsten sei seit der letzten Verfügung vom 22. Mai 2017 von keiner wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes auszugehen (S. 1 unten). Da die Rentenleistungen mit Ver fügung vom 22. Mai 2017 aufgehoben worden seien, müsse bei einer Verschlech terung des Gesundheitszustandes die einjährige Wartefrist erneut erfüllt sein. Nachdem die Verschlechterung nur 4 Monate gedauert habe, sei das Wartejahr nicht erfüllt, weshalb kein Anspruch auf Leistungen bestehe (S. 1 unten). Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine behinderungsangepasste Tätigkeit in einem 80%igen Pensum zumutbar. Aus den eingereichten Berichten sei nicht ersichtlich, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die neuen Diagnosen verschlechtert haben soll e (S. 2 Mitte). 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (Urk. 1), i m Zeit punkt der Rentenaufhebung seien die nichtpsychiatrischen Beschwerden im Vor dergrund gestanden. Das Ausmass der depressiven Störung sei als leichtgradig eingestuft worden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten (S. 4 unten). Die behandelnde Psychiaterin habe eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes festgestellt. Diese Feststellung könne nicht ohne weiteres gestützt auf eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ver neint werden (S. 6 unten). Auch die Situation betreffend Kopfschmerzen habe sich seit der Rentenaufhebung verschlechtert (S. 7 Mitte). Die Revisionsoperation der Stirnhöhlenmukozele im März 2020 habe zu keiner Verbesserung geführt, sondern die Intensität der Kopfschmerzen habe zugenommen, die Konzentration habe sich verschlechtert und die nebeneinander versetzten Doppelbilder hätten zugenommen (S. 7 unten). Weiter hätten sich auch die Augenprobleme verschlim mert (S. 9 oben). Aufgrund des multimorbiden und sehr komplexen Beschwerde bildes bedürfe es zur genauen Beurteilung des Ausmasses der Verschlechterung und der aktuell bestehenden Arbeitsfähigkeit eines polydisziplinären Gutachtens (S. 9 Mitte). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 22. Mai 2017 (Urk. 7/153) beziehungsweise der diese bestätigenden Urteile vom 2 3. Januar 2019 und 2 7. Mai 2019 (vgl. vorstehend E. 1.4) anspruchsrelevant verschlechtert hat und in diesem Zusammenhang, ob die Abklärungen der Beschwerdegegnerin genügen. 3. 3.1 Massgebend für die mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ausgesprochene Renten aufhebung war das polydisziplinäre (allgemeininternistische, psychiatrische, orthopädische, neurologische und opht h almologische) Gutachten des Z.___ v om 20. Dezember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136 ; vgl. Urk. 7/172 E. 5.4 und Urk. 7/176 E. 6.10 ). Darin stellten die Ärzte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 33 Ziff. 5.1): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somati schem Syndrom (F33.1) - Status nach Schädel-Hirn-Trauma mit schwerer Kontusio bulbi rechts am 23.11.2004 - Impressionsfraktur Sinus frontalis und Orbitadach rechts mit trauma ti scher Ablatio retinae rechts, VK-Blutung - Limbus parallele Plombe, Kryo -Therapie rechts am 3.12.2004 - Wunderversorgung der Rissquetschwunde der Lider rechts am 23.11.2004 - operative Rekonstruktion des Margo orbitale superior, Mukosa-Eradi kation, Sinus frontalis rechts, Obliterierung Duktus naso frontalis mit tels M. temporalis -Plombe, Konturkorrektur mit Titan- Mesh und Deckung mit Periost-Lappen, epiretinale Fibroplasie am 6.12.2004 - Zyklopexie rechts bei okulärem Hypertoniesyndrom mit Zyklodialyse am 17.2.2006 - Nachstarbehandlung am 5.12.2013 - posttraumatische Kopfschmerzen mit zusätzlichem schmerzmittel indu ziertem Kopfschmerz - Visusbeeinträchtigung rechts - periphere Netzhautnarben nach Amotio retinae rechts - traumatische Pupillenentrundung nach Bulbustrauma - Hinterkammerlinsen-Pseudophakie - partielle Optikusatrophie rechts - Makulaatrophie rechts Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (Ziff. 5.2 S. 33 f.): - chronische Schulter- und Nackenbeschwerden beidseits - radiologisch Tendinitis calcarea, deutliche Spondylose HWK6/7 und Unkovertebralarthrose (Röntgen und MRI 17.11.2016) - klinisch bis auf Hinweise für subakromiales Impingement und mögli che frozen shoulder der dominanten rechten Seite unauffälliger Befund - chronische Leistenschmerzen links - radiologisch bis auf kleine Ausziehungen trochantär unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016) - klinisch unauffälliger Befund - chronische Kniebeschwerden rechts - radiologisch unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016) - klinisch unauffälliger Befund - chronisches thorako - und lumbovertebrales Schmerzsyndrom - funktionelle Hemihypästhesie rechts - Adipositas - BMI 32,8 kg/m2 (Gewicht 104 kg, Grösse 178 cm) - arterielle Hypertonie - substituierte Hypothyreose - aktuell latente hypothyreotische Stoffwechsellage - anlagebedingte Fehlsichtigkeit links ( Hyperopie, Astigmatismus) - Alterssichtigkeit links ( Presbyopie ) - chronische Benetzungsstörung an beiden Augen - Cataracta incipiens links 3.2 Zurzeit stünden eher nicht- psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. So beklage der Beschwerdeführer Augenprobleme und anhaltende Kopfschmerzen, Schulterschmerzen und deswegen eine Schlafstörung und einen raschen Konzen trationsabfall mit Ermüdung. Es lägen auch psychiatrische Befunde vor. D er Beschwerdeführer zeige eine bedrückte Stimmungslage mit resignativer Lebens haltung und einen partiellen sozialen Rückzug. Im Rahmen seiner Verwandt schaft halte er die Beziehungen jedoch aufrecht. Das Ausmass der depressiven Störung könne als leichtgradig eingestuft werden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung beständen nicht, der Beschwerdeführer habe bisher nie einen Suizidversuch unternommen, er habe nie in stationärer psychiatrischer Behandlung gestanden, und die aktuelle Dosis des Antidepressivums entspreche einer Standarddosierung im Sinne einer Erhaltungstherapie. Er gebe auch an, Freude an seinen Kindern zu haben und wolle deshalb auch weiterleben (S. 18). 3.3 Auf orthopädischer Ebene könne zusammenfassend festgestellt werden, dass sich die seitens des Bewegungsapparates recht diffus beklagten Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde nicht vollständig begründen liessen. Durchaus nachvollziehbar sei der Leidensdruck bei Tendinitis calcarea und mög licher frozen shoulder der dominanten rechten Seite, kaum aber die übrige, sehr inkonstant präsentierte Symptomatik, so dass von einer klaren nicht-organischen Beschwerdekomponente ausgegangen werden müsse (S. 26). 3.4 Von neurologischer Seite her stelle sich die Frage, ob der Beschwerdeführer damals eine relevante Hirnverletzung erlitten habe, welche Frage aufgrund der zeitnahen Berichte zu verneinen sei. Betreffend die beklagen intensiven Kopf schmerzen sei die Annahme eines Schmerzmittelübergebrauchs bei der angege benen Menge von Schmerzmitteln auch aktuell noch gerechtfertigt. Bei der aktu ellen Untersuchung sei eine Hemihypästhesie rechts angegeben worden, welche nicht durch das Trauma erklärt werden könne und welche auch jetzt wie schon im Jahr 2005 als funktionell zu interpretieren sei. Hinweise für einen links hemis phä rischen Prozess hätten sich zu keinem Zeitpunkt ergeben. Auch wenn in der aktuellen Untersuchung nicht explizit beklagt, so ergäben sich aktuell auch keine Anhaltspunkte für kognitive Minderleistungen. So habe während der knapp ein stündigen Untersuchung kein Anhalt für Einschränkungen der Aufmerksamkeit oder Merkfähigkeit bestanden. Gegen eine solche in der Vergangenheit mitge nannte Konzentrationsstörung spreche auch die weitere aktive Teilnahme am Strassenverkehr (S. 29). 3.5 Am rechten Auge bestehe eine partielle Optikus - und Makulaatrophie, die eine Reduktion der Sehschärfe und Gesichtsfelddefekte verursachten. Aufgrund einer traumatischen Pupillenerweiterung bestehe eine vermehrte Blendungsemp find lich keit und aufgrund einer chronischen Benetzungsstörung in Kombination mit der Pupillenstörung gebe der Beschwerdeführer eine monokulare Doppelbild wahr nehmung an. Links zeige sich eine beginnende Linsentrübung, die eine geringe Reduktion der Sehschärfe verursache (S. 32). 3.6 Aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe für körperlich leichte bis zumindest mittelschwere Tätigkeiten unter Wechselbelastung eine Arbeits- und Leistungs fähigkeit von 100 %, wobei wiederholte Überkopfmanöver vermieden werden sollten. Aus neurologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs. Aus ophthalmologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine körperlich adap tierte Tätigkeit von 15 % aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs, wobei poten tiell gefährliche Arbeiten, Arbeiten auf Gerüsten und an schnell drehenden Maschinen nicht mehr zumutbar seien. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeits un fähigkeit von maximal 20 % (S. 34 f.) Zusammenfassend bestehe aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Dagegen bestehe in der angestammten Tätigkeit als Koch als auch in einer anderen, körperlich leichten bis mittelschweren, adap tierten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig realisierbar mit erhöhtem Pausenbedarf (S. 35). 4. Der aktuelle Gesundheitszustand ergibt sich aus den folgenden Berichten: 4.1 4.1.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 17. November 2019 (Urk. 7/182/1) eine schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (F33.2) bei einer rezidivierenden depressiven Störung. Die Verschlechterung zeige sich mit einer massiven Antriebsstörung, der zu Folge der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne. Soziale Kontakte seien praktisch nicht mehr vorhanden. Seinem verhaltensauffälligen Sohn sei er nicht mehr gewachsen. Innerlich und äusserlich bestehe eine massive Gefühlsstarre. Auslöser des stark verschlechterten Zustandes seien die aktuellen körperlichen Komplikationen, die erneut Operatio nen im Kopfbereich erfordert hätten und weiterhin erforderten. 4.1.2 Im Bericht vom 6. Dezember 2020 (Urk. 7/199) diagnostizierte Dr. A.___ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Epi sode, mit somatischem Syndrom (F33.11), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirk e (S. 3 Ziff. 2.5). Die Verfassung des Beschwerdeführers habe sich wegen der hinzugekommenen somatischen Komplikationen sowie des Wegzugs des Soh nes, der den Kontakt zu ihm praktisch abgebrochen habe, verschlechtert (S. 2 Ziff. 2.2). Sie habe dem Beschwerdeführer keine Medikamente verordnet, da die ser von seinen anderen Ärzten bereits eine erhebliche Menge an Antidepressiva erhalte (S. 3 Ziff. 2.3). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei sehr schlecht, da wei tere somatische Probleme aufgetaucht seien (S. 3 Ziff. 2.7). Der Beschwerdeführer habe keine Ressourcen, die bei einer Eingliederung hilfreich sein könnten (S. 4 Ziff. 3.5). In behinderungsangepasster Tätigkeit bestehe k eine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 6 Ziff. 4.2). 4.1.3 Am 24. Januar 2022 (Urk. 11/1) berichtete Dr. A.___, der Beschwerdeführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwergradige Episode (F33.2). Er sei schwer gehemmt im Antrieb und abgesehen von den sehr häufigen Konsultationen bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen unfähig sich für irgendeine Aktivität aufzuraffen, verlasse seine Wohnung nicht, pflege keine sozialen Kontakte mehr, besorge seinen kleinen Haushalt nicht, koche nicht mehr, sondern er verpflege sich aus dem Kühlschrank. Im Gespräch falle eine ausge prägte Konzentrationsstörung auf. Ebenfalls sei das Kurzzeitgedächtnis beein trächtigt, indem er nicht fähig sei, die Krankheitsgeschehnisse der letzten zwei Jahre in ihrer zeitlichen Einordnung aufzuzählen. Das Denken sei formal voll ständig eingeengt auf seine gesundheitlichen Störungen und deren Konsequen zen. Die Gedanken drehten sich ausschliesslich um seine düstere Zukunft, was immer wieder heftigste Ängste hervorrufe. Inhaltlich bestünden keine wahnhaf ten Gedankengänge. Es gebe keine Hinweise auf Wahrnehmungsstörungen. Die Stimmung sei schwer depressiv, der Beschwerdeführer sei unfähig, Freude zu empfinden, sei hoffnungslos und habe häufige Todeswünsche. Es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt. Er erhalte ein antidepressives Medikament, das gleichzeitig eine schmerzberuhigende Wirkungskomponente habe. Angesichts der schwer depressiven Verfassung bestehe seit mindestens Januar 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten. 4.2 4.2.1 Die Är zte der Klinik B.___ des Universitätsspitals C.___, in welcher Klinik beim Beschwerdeführer am 19. Juni 2019 und 3. April 2020 eine Stirnhöhlendrainage durchgeführt worden war (vgl. Urk. 7/181/1-2 S. 1 Mitte und Urk. 7/181/5-6 S. 1), attestierten im Bericht vom 20. Juni 2019 (Urk. 7/181/1-2) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 (S. 2 Mitte) und berichteten am 19. Dezember 2019 (Urk. 7/181/3-4), der Beschwerdeführer klage über unverändert rechtsseitig betonte Kopfschmerzen und über exazerbierte, insbesondere auch vertikale Dop pelbilder, welche seit der Operation vermehrt bestünden (S. 1 Mitte). Insgesamt zeige sich klinisch kein Hinweis für einen akuten Infekt beziehungsweise ein Mukozelenrezidiv im Bereich der Stirnhöhle (S. 2 Mitte). 4.2.2 Dr. med. D.___, Oberärztin an der B.___ -Klinik am C.___, berichtete am 14. Ja nuar 2021 (Urk. 7/208/ 8-9), der Beschwerdeführer sei wegen einer Stirnhöhlen mukozele frontal rechts, welche nach der Impressionsfraktur des Sinus frontalis und Orbitadachs rechts 2004 aufgetreten sei, in Behandlung (S. 1 Ziff. 2.1). Die Stirnhöhlenmukozele sei im April 2020 operativ behandelt worden. Zudem sei eine beidseitige sensorineurale Schwerhörigkeit diagnostiziert worden (S. 1 Ziff. 2.5). In der Konsultation vom 8. Oktober 2020 habe sich endonasal eine leicht ödematöse Schleimhaut mit teils kleinen Vernarbungen, jedoch ansonsten gut offenen Nasennebenhöhlen gezeigt. Es sei im Rahmen des stationären Auf enthalts mit operativer Therapie eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 3. bis 19. April 2020 attestiert worden (S. 1 Ziff. 1.3). In Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukozele bestehe aktuell keine Arbeitsunfähigkeit (S. 1 Ziff. 2.6). 4.3 4.3.1 Laut Bericht der Klinik für Neurologie am C.___ vom 21. Mai 2020 (Urk. 7/181 / 7 -10) zeige sich eine erneute Schmerzexazerbation mit Zunahme der Schmerz intensität und des elektrisierenden Charakters der Kopfschmerzen. Diese seien weiterhin täglich bereits nach dem Erwachen vorhanden und hätten eine migränöse Komponente. In der klinischen Untersuchung zeigten sich aktuell keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei vorbestehender Hemihypästhesie rechts und Allodynie im V1-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (S. 4 Mitte). 4.3.2 Laut dem Bericht vom 19. November 2020 (Urk. 7/189) leidet der Beschwerde führer an posttraumatischen chronischen Kopf-/ Orbitaschmerzen nach Arbeits unfall mit Eisenstange, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (S. 3 Ziff. 2.5). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein Restless - Legs -Syndrom, eine Stirnhöhlenmukoz e le frontal rechts sowie eine Hypothyreose genannt (S. 3 Ziff. 2.6). Der Beschwerdeführer leide an täglichen Kopfschmerzen (S. 2 Ziff. 2.2). Es liege eine posttraumatische Augenveränderung rechts vor (entrundete mydriatische Pupille, unter anderem ohne Lichtreaktion (LR), Doppelbilder), eine asymptoma tische Augenpartie, die Achillessehnen-Reflex e (ASR) fehlten, die Bizepssehnen reflexe (BSR) rechts und links seien vorhanden. Das MRI vom Februar 2020 zeige einen Status nach Rekonstruktionen und gegebenenfalls eine Mukozele frontal rechts (S. 3 Ziff. 2.4). 4.3.3 Gemäss Bericht vom 12. September 2021 (Urk. 7/227 = Urk. 3/4) bestehen seit 2004 chronische Kopfschmerzen, die ursprünglich als Traumafolge begonnen und sich im Verlauf chronifiziert hätten, und aktuell Komponenten einer chronischen Migräne ohne Aura, eines chronischen Spannungskopfschmerzes sowie eines zer vikozephalen Kopfschmerzes zeigten. Ausserdem bestehe ein Status nach Medi k a mentenübergebrauchskopfschmerz mit Medikamentenentzug im Juli 2020 (S. 2 oben). Therapieversuche umfassten unter anderem eine Basistherapie mit Magnesium, eine schmerzdistanzierende medikamentöse antidepressive Therapie ( Saroten ), eine psychologische Gesprächstherapie und eine Behandlung mit Aimovig. Bei fehlender ausreichender Besserung unter diesen Massnahmen sehe sich der Beschwerdeführer gezwungen, täglich Analgetika einzunehmen, was wiederum zu Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen führe (S. 2 Mitte). 4.4 4.4.1 Dr. med. E.___, Fachärztin für Ophthalmologie, stellte im Bericht vom 17. August 2020 (Urk. 7/181/12-13) folgende Diagnosen aus ihrem Fachbereich (S. 1 Mitte): - Status nach penetrierendem Trauma mit Eisenstange 2004 - Status nach limbusparalleler Plombe frontal und Kryopexie am 3.12.2004 - Status nach Zyklopexie bei Zyklodialyse mit okulärem Hypotonie syndrom am 17.2.2006 - Status nach YAG- Kapsulotomie 2014 - persistierende partielle Mydriase - zentral multiple Hornhautnarben - monokulare Doppelbilder Der Beschwerdeführer schildere, dass die monokularen Doppelbilder am rechten Auge zunehmend störten. Diese seien am ehesten refraktiv bedingt durch die residualen zentralen multiplen Hornhautnarben und der traumatischen Mydriase zu sehen. Weiterhin liege eine hohe An is ometropie links mehr als rechts vor, die bei einer Kontaktlinsenunverträglichkeit nicht durch Kontaktlinsen korrigiert werden könnten. 4.4.2 Am 21. Januar 2022 stellte Dr. E.___ fest (Urk. 11/2), i nsgesamt h ätten sich die bekannten Beschwerden ( Visusminderung, Doppelbilder, erhöhte Blendung aufgrund traumatischer Mydriase) im Vergleich zum Vorbefund verstärkt und eine Reduktion der Beschwerden habe nur durch ein dichteres Sichtokklusiv (vor erst) zulasten der Sehschärfe rechts erreicht werden könne. 4.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, berichtete am 11. September 2020 (Urk. 7/181/11), der Beschwerdeführer leide seit 2004 unter einer chronischen Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen. Ein Migränetagebuch erübrige sich, da der Beschwerdeführer seit Jahren über Dauerkopfschmerzen mit einer Intensität zwischen 7-10/10, ohne schmerzfreie Intervalle, klage. 4.6 Dr. med. G.___, leitender Arzt Pneumologie/ Somnologie, und med. pra c t. H.___, Assistenzärztin, Spital I.___, diagnostizierten im Bericht vom 1 3. April 2021 (Urk. 7/222) aus ihrem Fachgebiet ein mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom mit subjektiv stark störendem Schnarchen, aggraviert in Rückenlage. Die Rückenlagevermeidungstherapie mit tels Rucksack habe nicht geklappt, der Beschwerdeführer fühle sich durch den Rucksack extrem stark eingeengt, und es komme erneut zu Angst- und Panik attacken. Ausserdem schmerzten die Schultern, da er sic h nicht mehr gut bewegen könne. 4.7 Dr. m ed. J.___, Facharzt für Chirurgie, RAD, kam gestützt auf die vor liegenden medizinischen Berichte zum Schluss, die Stirnhöhlenmukozele, die adäquat versorgt worden sei, habe zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt. Ansonsten könne von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden (Feststellungsblatt vom 7. Juni 2021, Urk. 7/215 S. 7 oben). 4. 8 Laut Austrittsbericht des Spital s I.___, Departement Innere Medizin, vom 15. Oktober 2021 (Urk. 3/3) fand v om 3. bis 11. Oktober 2021 eine stationäre Behandlung statt. Die Aufnahme sei zur analgetischen Einstellung bei Schmerz exazerbation bei chronischen Kopfschmerzen nach Schädeltrauma mit Schädel fraktur rechts frontal und Ablatio retinae rechts erfolgt. Im Computertomogramm ( CT ) des Schädel s seien keine neuen Aspekte im Vergleich zum letzten CT (Juni 2019) zu sehen. Eine Arteriitis temporalis sei bei unpassender Klinik und normaler Blutsenkungsgeschwindigkeit unwahrscheinlich. Es sei eine erschwerte analgeti sche Einstellung erfolgt. In konsiliarischer Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen und der Schmerzsprechstunde des C.___ habe die Medikation auf über wiegend intravenöse A pplikation umgestellt werden können. Darunter sei eine suffiziente Analgesie möglich gewesen. Auch nach Oralisierung seien die Schmer zen im für den Beschwerdeführer erträglichen Bereich geblieben. 5. 5.1 Im Zeitpunkt des Z.___ -Gutachtens standen eher nicht-psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung waren nicht vorhanden (E. 3.2). Die Frage, ob der psychiatrisch gestellten Diagnose überhaupt eine invalidisierende Bedeutung zukam, liess das Gericht unbeantwortet, da der Beschwerdeführer ohnehin in der Lage war, in einer angepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (Urk. 7/172 E. 5.4). 5.2 Seit der Z.___ -Begutachtung trat beim Beschwerdeführer eine Stirnhöhlen mukozele mit Rezidiv auf, die zweimal operativ behandelt wurde. Die Suva nahm einen Rückfall an und sicherte die Übernahme der augenärztlichen und rhinolo gischen Behandlung zu (vgl. Urk. 7/186/335). Laut Bericht en d er B.___-Klinik am C.___ (E. 4.2) bestand eine Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der stationären Aufent halte vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 und vom 3. bis 19. April 2020, dazwischen und danach bestand in Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukoz e le keine Arbeitsunfähigkeit. Augenärztin Dr. E.___ berichtete (E. 4.4.), dass sich die bekannten Beschwer den insgesamt verstärkt hätten, jedoch durch ein dichteres Sichtokklusiv eine Reduktion derselben vorerst zulasten der Sehschärfe recht s habe erreicht werden können. Dass durch die reduzierte Sehschärfe eine höhergradige Arbeitsunfähig keit als seinerzeit von der Z.___ -Opht h alm ologin (vgl. E. 3.6) attestiert hervorgeru fen würde, wurde von Dr. E.___ indessen nicht berichtet. Bezüglich Kopfschmerzen führte die operative Behandlung der Stirnhöhlen mukozele zu keiner Reduktion, sondern der Beschwerdeführer gab an, die Inten sität derselben habe zugenommen. Allerdings zeigten sich keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei der bereits bekannten Hemihypästhesie und Allodynie im V11-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (E. 4.3.1), und klagte der Beschwerdeführer bereits schon vor der Z.___ -Begutachtung (E. 3) über stärkste, kaum therapierbare Kopfschmerzen (vgl. Urk. 7/46 S. 4 oben). Auch Dr. F.___ (E. 4.5) berichtete gegenüber dem Krankenversicherer eine seit 2004 vorliegende chronische Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen von einer Intensität zwischen 7-10 bei einem Maximum von 10 auf der Schmerzskala und ohne schmerzfreie Intervalle, deren Behandlung bis anhin ohne Erfolg gewesen seien. Infolge einer Schmerzexazerbation unterzog sich der Beschwerdeführer einer stationäre n Behandlung zur analgetischen Einstellung, wodurch e ine Schmerzreduktion in den für ihn erträglichen Bereich erzielt werden konnte (E. 4.7). Eine längerdauernde Verschlechterung bezüglich der Kopfschmerzen kann allein aufgrund dieses stationären Aufenthalts nicht angenommen werden. 5. 3 Was das neu diagnostizierte Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom betrifft, konnte offenbar - wie von Dr. G.___ (E. 4.6) als Therapieoption angekündigt - eine nächtliche Sauerstofftherapie installiert werden (vgl. Urk. 3/3; E. 4. 8 ). Allerdings geht weder aus dem Bericht von Dr. G.___ noch aus dem Austrittsbericht des I.___ (E. 4.8) hervor, d ass sich das Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. 5. 4 Hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes ist v orab darauf hinzuweisen, dass Dr. A.___ (E. 4.1) schon immer von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausging (vgl. Urk. 7/172 E. 3.3). Veränderungen im Psychostatus w u rden für den Zeitraum nach der Renteneinstellung bis zur angefochtenen Ver fü gung in den aktuell aufgelegten Berichten nicht beschrieben, obwohl die behandelnde Psychiaterin (E. 4.1) eine Verschlechterung des Gesundheitszustan des angab. Dementsprechend ist auch ihre Diagnosestellung, welche variiert zwi schen mittelgradig und schwergradig depressiver Störung mit somatischem Syn drom, nicht nachvollziehbar. Insbesondere beschrieb sie i m November 2019 (E. 4.1.1) bei einer schwergradigen depressiven Episode eine massive Antriebs störung, aufgrund derer der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne und soziale Kontakte meide. Gut ein Jahr später im Dezember 2020 (E. 4.1.2) beschrieb sie eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, diagnostizierte aber lediglich eine mittelgradige depressive Episode. Gemäss ihren Angaben fand die psychiatrische Behandlung trotz de s angeblich verschlechter ten Gesundheitszustandes nur alle 4-6 Wochen statt, und verordnete sie selber keine Antidepressiva, angeblich weil dem Beschwerdeführer von anderen Ärzten eine «erhebliche Menge» verschrieben w orden sei. Um welche Medikamente es sich hierbei handelt e, nannte sie nicht, aktenkundig ist lediglich Saroten ( Amytriptylin ), was Dr. A.___ schliesslich mit Bericht vom 24. Januar 2022 (E. 4.1.3) bestätigte. In diesem Bericht führte sie entgegen ihrer früheren Aussage an, es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt, ohne zu erklä ren, seit wann und aus welchem Grund nun mit einer engmaschigere n Be hand lung fortgefahren wurde. Angesichts ihrer Berichterstattung muss angenommen werden, dass sich Dr. A.___ bei ihrer Beurteilung mehr auf die subjektive Befindlichkeit des Beschwerdeführers denn auf seinen Psychostatus gestützt hat. Überdies ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc mit Hinweisen). Insgesamt vermögen deshalb d ie Berichte der behandelnden Psy chiaterin eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nicht darzutun. 5.5 Zusammenfassend ist ei ne dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustan des seit der Rentenaufhebung vom Mai 2017 nicht ausgewiesen. Inwiefern wei tere medizinische Abklärungen neue entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnten, ist nicht ersichtlich. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. Ok tober 2021 erweist sich damit als rechtens. F olglich ist die Beschwerde abzuwei sen. 6. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800. festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich IV.2021.00659 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 2 4. Juni 2022 in S achen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe Christe & Isler Rechtsanwälte Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin Sachverhalt: 1. 1.1 X.___, geboren 1971, arbeitete bei der Y.___ AG als Eisenbieger, als sich am 23. November 2004 bei Arbeiten an einer Betoneisenschneidemaschine ein eingeklemmtes Betoneisenreststück löste und ihm mit Wucht gegen die rechte Augenbraue federte (Urk. 7/187/459 Ziff. 7). Dabei verletzte er sich an der Stirne und am rechten Auge (vgl. Urk. 7/187/464). Am 21. Juli 2006 meldete er sich erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach die Sozi alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 8 2 % mit Wirkung ab November 200 5 eine ganze Invaliden rente zu (Urk. 7/45-47). Diese Verfügung wurde mit Urteil des Sozialversiche rungsgerichts vom 16. Juni 2008 im Prozess Nr. IV.2008.00219 in Bezug auf d ie Rentenbe rechnung aufgehoben (Urk. 7/57), worauf die IV-Stelle dem Versicher ten mit Verfügungen vom 20. März 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 82 % mit Wirkung ab November 2005 eine neuberechnete höhere ganze Invalidenrente zusprach (Urk. 7/64-68). 1.2 Im September 20 1 0 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/88). Gestützt auf die eingeholten medizinischen Berichte teilte sie dem Versicherten mit, dass er bei einem Invaliditätsgrad von 100 % weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze Invalidenrente habe (Mitteilung vom 16. De zember 2010, Urk. 7/94). 1.3 Im Oktober 2015 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/112). Gestützt auf das eingeholte polydisziplinäre Gutachten vom 20. De zember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136) stellte sie die Invalidenrente nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/145-146, Urk. 7/149-150 und Urk. 7/ 152) mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ein (Urk. 7/153). Dies wurde vom Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 23. Januar 2019 im Prozess Nr. IV.2017.00662 (Urk. 7/172) und vom Bundesgericht mit Urteil vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/175) bestätigt. 1.4 Am 13. November 2020 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Ver schlechterung seines Gesundheitszustands (vgl. Urk. 7/181/1-13) bei der IV-Stelle erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/183). Diese zog die Akten des Unfallversi cherers (Suva ; Urk. 7/186/1-1000 und Urk. 7/187/1-468 ) bei und holte medizini sche Berichte der behandelnden Ä rzte (Urk. 7/189, Urk. 7/199 und Urk. 7/208) ein. Mit Vorbescheid vom 7. Juni 2021 stellte sie die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht (Urk. 7/216). Dagegen erhob der Versicherte am 7. Juli 2021 Einwände (Urk. 7/224) und reichte weitere Arztberichte ( Urk. 7/222 und Urk. 7/227) ein. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2021 verneinte die IV-Stelle eine relevante Verschlechterung und den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/230 = Urk. 2). 2. Unter Beilage medizinischer Berichte (Urk. 3/3-4) erhob der Versicherte am 4. No vember 2021 Beschwerde (Urk. 1) g egen die Verfügung vom 4. Oktober 2021 (Urk. 2) mit dem Antrag, in Aufhebung der selben sei die Sache zu ergänzenden Abklärung und Neuentscheidung an die IV-Stelle zurückzuweisen ( S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2021 schloss d ie IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), wovon dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2022 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 9). Am 28. Januar 2022 reichte der Beschwerde führer weitere Arztberichte (Urk. 11/1-2) nach (Urk. 10), welche der Beschwerde gegnerin am 17. Mai 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (Urk. 12). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe n, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des gel tend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). 1.4 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruh t. 1.5 Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Artikel 29 bis ist sinn gemäss anwendbar (Art. 88a Abs. 2 IVV). 1. 6 Bei der Beurteilung der Arbeits ( un ) fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Leistungen der Invaliden versicherung mit der Begründung (Urk. 2), gestützt auf die medizinischen Abklä rungen sei von einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustan des des Beschwerdeführers auszugehen, die 3-4 Monate angedauert habe und während derer keine Arbeitsfähigkeit gegeben gewesen sei. Ansonsten sei seit der letzten Verfügung vom 22. Mai 2017 von keiner wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes auszugehen (S. 1 unten). Da die Rentenleistungen mit Ver fügung vom 22. Mai 2017 aufgehoben worden seien, müsse bei einer Verschlech terung des Gesundheitszustandes die einjährige Wartefrist erneut erfüllt sein. Nachdem die Verschlechterung nur 4 Monate gedauert habe, sei das Wartejahr nicht erfüllt, weshalb kein Anspruch auf Leistungen bestehe (S. 1 unten). Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine behinderungsangepasste Tätigkeit in einem 80%igen Pensum zumutbar. Aus den eingereichten Berichten sei nicht ersichtlich, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die neuen Diagnosen verschlechtert haben soll e (S. 2 Mitte). 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (Urk. 1), i m Zeit punkt der Rentenaufhebung seien die nichtpsychiatrischen Beschwerden im Vor dergrund gestanden. Das Ausmass der depressiven Störung sei als leichtgradig eingestuft worden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten (S. 4 unten). Die behandelnde Psychiaterin habe eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes festgestellt. Diese Feststellung könne nicht ohne weiteres gestützt auf eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ver neint werden (S. 6 unten). Auch die Situation betreffend Kopfschmerzen habe sich seit der Rentenaufhebung verschlechtert (S. 7 Mitte). Die Revisionsoperation der Stirnhöhlenmukozele im März 2020 habe zu keiner Verbesserung geführt, sondern die Intensität der Kopfschmerzen habe zugenommen, die Konzentration habe sich verschlechtert und die nebeneinander versetzten Doppelbilder hätten zugenommen (S. 7 unten). Weiter hätten sich auch die Augenprobleme verschlim mert (S. 9 oben). Aufgrund des multimorbiden und sehr komplexen Beschwerde bildes bedürfe es zur genauen Beurteilung des Ausmasses der Verschlechterung und der aktuell bestehenden Arbeitsfähigkeit eines polydisziplinären Gutachtens (S. 9 Mitte). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 22. Mai 2017 (Urk. 7/153) beziehungsweise der diese bestätigenden Urteile vom 2 3. Januar 2019 und 2 7. Mai 2019 (vgl. vorstehend E. 1.4) anspruchsrelevant verschlechtert hat und in diesem Zusammenhang, ob die Abklärungen der Beschwerdegegnerin genügen. 3. 3.1 Massgebend für die mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ausgesprochene Renten aufhebung war das polydisziplinäre (allgemeininternistische, psychiatrische, orthopädische, neurologische und opht h almologische) Gutachten des Z.___ v om 20. Dezember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136 ; vgl. Urk. 7/172 E. 5.4 und Urk. 7/176 E. 6.10 ). Darin stellten die Ärzte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 33 Ziff. 5.1): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somati schem Syndrom (F33.1) - Status nach Schädel-Hirn-Trauma mit schwerer Kontusio bulbi rechts am 23.11.2004 - Impressionsfraktur Sinus frontalis und Orbitadach rechts mit trauma ti scher Ablatio retinae rechts, VK-Blutung - Limbus parallele Plombe, Kryo -Therapie rechts am 3.12.2004 - Wunderversorgung der Rissquetschwunde der Lider rechts am 23.11.2004 - operative Rekonstruktion des Margo orbitale superior, Mukosa-Eradi kation, Sinus frontalis rechts, Obliterierung Duktus naso frontalis mit tels M. temporalis -Plombe, Konturkorrektur mit Titan- Mesh und Deckung mit Periost-Lappen, epiretinale Fibroplasie am 6.12.2004 - Zyklopexie rechts bei okulärem Hypertoniesyndrom mit Zyklodialyse am 17.2.2006 - Nachstarbehandlung am 5.12.2013 - posttraumatische Kopfschmerzen mit zusätzlichem schmerzmittel indu ziertem Kopfschmerz - Visusbeeinträchtigung rechts - periphere Netzhautnarben nach Amotio retinae rechts - traumatische Pupillenentrundung nach Bulbustrauma - Hinterkammerlinsen-Pseudophakie - partielle Optikusatrophie rechts - Makulaatrophie rechts Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (Ziff. 5.2 S. 33 f.): - chronische Schulter- und Nackenbeschwerden beidseits - radiologisch Tendinitis calcarea, deutliche Spondylose HWK6/7 und Unkovertebralarthrose (Röntgen und MRI 17.11.2016) - klinisch bis auf Hinweise für subakromiales Impingement und mögli che frozen shoulder der dominanten rechten Seite unauffälliger Befund - chronische Leistenschmerzen links - radiologisch bis auf kleine Ausziehungen trochantär unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016) - klinisch unauffälliger Befund - chronische Kniebeschwerden rechts - radiologisch unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016) - klinisch unauffälliger Befund - chronisches thorako - und lumbovertebrales Schmerzsyndrom - funktionelle Hemihypästhesie rechts - Adipositas - BMI 32,8 kg/m2 (Gewicht 104 kg, Grösse 178 cm) - arterielle Hypertonie - substituierte Hypothyreose - aktuell latente hypothyreotische Stoffwechsellage - anlagebedingte Fehlsichtigkeit links ( Hyperopie, Astigmatismus) - Alterssichtigkeit links ( Presbyopie ) - chronische Benetzungsstörung an beiden Augen - Cataracta incipiens links 3.2 Zurzeit stünden eher nicht- psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. So beklage der Beschwerdeführer Augenprobleme und anhaltende Kopfschmerzen, Schulterschmerzen und deswegen eine Schlafstörung und einen raschen Konzen trationsabfall mit Ermüdung. Es lägen auch psychiatrische Befunde vor. D er Beschwerdeführer zeige eine bedrückte Stimmungslage mit resignativer Lebens haltung und einen partiellen sozialen Rückzug. Im Rahmen seiner Verwandt schaft halte er die Beziehungen jedoch aufrecht. Das Ausmass der depressiven Störung könne als leichtgradig eingestuft werden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung beständen nicht, der Beschwerdeführer habe bisher nie einen Suizidversuch unternommen, er habe nie in stationärer psychiatrischer Behandlung gestanden, und die aktuelle Dosis des Antidepressivums entspreche einer Standarddosierung im Sinne einer Erhaltungstherapie. Er gebe auch an, Freude an seinen Kindern zu haben und wolle deshalb auch weiterleben (S. 18). 3.3 Auf orthopädischer Ebene könne zusammenfassend festgestellt werden, dass sich die seitens des Bewegungsapparates recht diffus beklagten Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde nicht vollständig begründen liessen. Durchaus nachvollziehbar sei der Leidensdruck bei Tendinitis calcarea und mög licher frozen shoulder der dominanten rechten Seite, kaum aber die übrige, sehr inkonstant präsentierte Symptomatik, so dass von einer klaren nicht-organischen Beschwerdekomponente ausgegangen werden müsse (S. 26). 3.4 Von neurologischer Seite her stelle sich die Frage, ob der Beschwerdeführer damals eine relevante Hirnverletzung erlitten habe, welche Frage aufgrund der zeitnahen Berichte zu verneinen sei. Betreffend die beklagen intensiven Kopf schmerzen sei die Annahme eines Schmerzmittelübergebrauchs bei der angege benen Menge von Schmerzmitteln auch aktuell noch gerechtfertigt. Bei der aktu ellen Untersuchung sei eine Hemihypästhesie rechts angegeben worden, welche nicht durch das Trauma erklärt werden könne und welche auch jetzt wie schon im Jahr 2005 als funktionell zu interpretieren sei. Hinweise für einen links hemis phä rischen Prozess hätten sich zu keinem Zeitpunkt ergeben. Auch wenn in der aktuellen Untersuchung nicht explizit beklagt, so ergäben sich aktuell auch keine Anhaltspunkte für kognitive Minderleistungen. So habe während der knapp ein stündigen Untersuchung kein Anhalt für Einschränkungen der Aufmerksamkeit oder Merkfähigkeit bestanden. Gegen eine solche in der Vergangenheit mitge nannte Konzentrationsstörung spreche auch die weitere aktive Teilnahme am Strassenverkehr (S. 29). 3.5 Am rechten Auge bestehe eine partielle Optikus - und Makulaatrophie, die eine Reduktion der Sehschärfe und Gesichtsfelddefekte verursachten. Aufgrund einer traumatischen Pupillenerweiterung bestehe eine vermehrte Blendungsemp find lich keit und aufgrund einer chronischen Benetzungsstörung in Kombination mit der Pupillenstörung gebe der Beschwerdeführer eine monokulare Doppelbild wahr nehmung an. Links zeige sich eine beginnende Linsentrübung, die eine geringe Reduktion der Sehschärfe verursache (S. 32). 3.6 Aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe für körperlich leichte bis zumindest mittelschwere Tätigkeiten unter Wechselbelastung eine Arbeits- und Leistungs fähigkeit von 100 %, wobei wiederholte Überkopfmanöver vermieden werden sollten. Aus neurologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs. Aus ophthalmologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine körperlich adap tierte Tätigkeit von 15 % aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs, wobei poten tiell gefährliche Arbeiten, Arbeiten auf Gerüsten und an schnell drehenden Maschinen nicht mehr zumutbar seien. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeits un fähigkeit von maximal 20 % (S. 34 f.) Zusammenfassend bestehe aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Dagegen bestehe in der angestammten Tätigkeit als Koch als auch in einer anderen, körperlich leichten bis mittelschweren, adap tierten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig realisierbar mit erhöhtem Pausenbedarf (S. 35). 4. Der aktuelle Gesundheitszustand ergibt sich aus den folgenden Berichten: 4.1 4.1.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 17. November 2019 (Urk. 7/182/1) eine schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (F33.2) bei einer rezidivierenden depressiven Störung. Die Verschlechterung zeige sich mit einer massiven Antriebsstörung, der zu Folge der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne. Soziale Kontakte seien praktisch nicht mehr vorhanden. Seinem verhaltensauffälligen Sohn sei er nicht mehr gewachsen. Innerlich und äusserlich bestehe eine massive Gefühlsstarre. Auslöser des stark verschlechterten Zustandes seien die aktuellen körperlichen Komplikationen, die erneut Operatio nen im Kopfbereich erfordert hätten und weiterhin erforderten. 4.1.2 Im Bericht vom 6. Dezember 2020 (Urk. 7/199) diagnostizierte Dr. A.___ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Epi sode, mit somatischem Syndrom (F33.11), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirk e (S. 3 Ziff. 2.5). Die Verfassung des Beschwerdeführers habe sich wegen der hinzugekommenen somatischen Komplikationen sowie des Wegzugs des Soh nes, der den Kontakt zu ihm praktisch abgebrochen habe, verschlechtert (S. 2 Ziff. 2.2). Sie habe dem Beschwerdeführer keine Medikamente verordnet, da die ser von seinen anderen Ärzten bereits eine erhebliche Menge an Antidepressiva erhalte (S. 3 Ziff. 2.3). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei sehr schlecht, da wei tere somatische Probleme aufgetaucht seien (S. 3 Ziff. 2.7). Der Beschwerdeführer habe keine Ressourcen, die bei einer Eingliederung hilfreich sein könnten (S. 4 Ziff. 3.5). In behinderungsangepasster Tätigkeit bestehe k eine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 6 Ziff. 4.2). 4.1.3 Am 24. Januar 2022 (Urk. 11/1) berichtete Dr. A.___, der Beschwerdeführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwergradige Episode (F33.2). Er sei schwer gehemmt im Antrieb und abgesehen von den sehr häufigen Konsultationen bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen unfähig sich für irgendeine Aktivität aufzuraffen, verlasse seine Wohnung nicht, pflege keine sozialen Kontakte mehr, besorge seinen kleinen Haushalt nicht, koche nicht mehr, sondern er verpflege sich aus dem Kühlschrank. Im Gespräch falle eine ausge prägte Konzentrationsstörung auf. Ebenfalls sei das Kurzzeitgedächtnis beein trächtigt, indem er nicht fähig sei, die Krankheitsgeschehnisse der letzten zwei Jahre in ihrer zeitlichen Einordnung aufzuzählen. Das Denken sei formal voll ständig eingeengt auf seine gesundheitlichen Störungen und deren Konsequen zen. Die Gedanken drehten sich ausschliesslich um seine düstere Zukunft, was immer wieder heftigste Ängste hervorrufe. Inhaltlich bestünden keine wahnhaf ten Gedankengänge. Es gebe keine Hinweise auf Wahrnehmungsstörungen. Die Stimmung sei schwer depressiv, der Beschwerdeführer sei unfähig, Freude zu empfinden, sei hoffnungslos und habe häufige Todeswünsche. Es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt. Er erhalte ein antidepressives Medikament, das gleichzeitig eine schmerzberuhigende Wirkungskomponente habe. Angesichts der schwer depressiven Verfassung bestehe seit mindestens Januar 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten. 4.2 4.2.1 Die Är zte der Klinik B.___ des Universitätsspitals C.___, in welcher Klinik beim Beschwerdeführer am 19. Juni 2019 und 3. April 2020 eine Stirnhöhlendrainage durchgeführt worden war (vgl. Urk. 7/181/1-2 S. 1 Mitte und Urk. 7/181/5-6 S. 1), attestierten im Bericht vom 20. Juni 2019 (Urk. 7/181/1-2) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 (S. 2 Mitte) und berichteten am 19. Dezember 2019 (Urk. 7/181/3-4), der Beschwerdeführer klage über unverändert rechtsseitig betonte Kopfschmerzen und über exazerbierte, insbesondere auch vertikale Dop pelbilder, welche seit der Operation vermehrt bestünden (S. 1 Mitte). Insgesamt zeige sich klinisch kein Hinweis für einen akuten Infekt beziehungsweise ein Mukozelenrezidiv im Bereich der Stirnhöhle (S. 2 Mitte). 4.2.2 Dr. med. D.___, Oberärztin an der B.___ -Klinik am C.___, berichtete am 14. Ja nuar 2021 (Urk. 7/208/ 8-9), der Beschwerdeführer sei wegen einer Stirnhöhlen mukozele frontal rechts, welche nach der Impressionsfraktur des Sinus frontalis und Orbitadachs rechts 2004 aufgetreten sei, in Behandlung (S. 1 Ziff. 2.1). Die Stirnhöhlenmukozele sei im April 2020 operativ behandelt worden. Zudem sei eine beidseitige sensorineurale Schwerhörigkeit diagnostiziert worden (S. 1 Ziff. 2.5). In der Konsultation vom 8. Oktober 2020 habe sich endonasal eine leicht ödematöse Schleimhaut mit teils kleinen Vernarbungen, jedoch ansonsten gut offenen Nasennebenhöhlen gezeigt. Es sei im Rahmen des stationären Auf enthalts mit operativer Therapie eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 3. bis 19. April 2020 attestiert worden (S. 1 Ziff. 1.3). In Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukozele bestehe aktuell keine Arbeitsunfähigkeit (S. 1 Ziff. 2.6). 4.3 4.3.1 Laut Bericht der Klinik für Neurologie am C.___ vom 21. Mai 2020 (Urk. 7/181 / 7 -10) zeige sich eine erneute Schmerzexazerbation mit Zunahme der Schmerz intensität und des elektrisierenden Charakters der Kopfschmerzen. Diese seien weiterhin täglich bereits nach dem Erwachen vorhanden und hätten eine migränöse Komponente. In der klinischen Untersuchung zeigten sich aktuell keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei vorbestehender Hemihypästhesie rechts und Allodynie im V1-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (S. 4 Mitte). 4.3.2 Laut dem Bericht vom 19. November 2020 (Urk. 7/189) leidet der Beschwerde führer an posttraumatischen chronischen Kopf-/ Orbitaschmerzen nach Arbeits unfall mit Eisenstange, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (S. 3 Ziff. 2.5). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein Restless - Legs -Syndrom, eine Stirnhöhlenmukoz e le frontal rechts sowie eine Hypothyreose genannt (S. 3 Ziff. 2.6). Der Beschwerdeführer leide an täglichen Kopfschmerzen (S. 2 Ziff. 2.2). Es liege eine posttraumatische Augenveränderung rechts vor (entrundete mydriatische Pupille, unter anderem ohne Lichtreaktion (LR), Doppelbilder), eine asymptoma tische Augenpartie, die Achillessehnen-Reflex e (ASR) fehlten, die Bizepssehnen reflexe (BSR) rechts und links seien vorhanden. Das MRI vom Februar 2020 zeige einen Status nach Rekonstruktionen und gegebenenfalls eine Mukozele frontal rechts (S. 3 Ziff. 2.4). 4.3.3 Gemäss Bericht vom 12. September 2021 (Urk. 7/227 = Urk. 3/4) bestehen seit 2004 chronische Kopfschmerzen, die ursprünglich als Traumafolge begonnen und sich im Verlauf chronifiziert hätten, und aktuell Komponenten einer chronischen Migräne ohne Aura, eines chronischen Spannungskopfschmerzes sowie eines zer vikozephalen Kopfschmerzes zeigten. Ausserdem bestehe ein Status nach Medi k a mentenübergebrauchskopfschmerz mit Medikamentenentzug im Juli 2020 (S. 2 oben). Therapieversuche umfassten unter anderem eine Basistherapie mit Magnesium, eine schmerzdistanzierende medikamentöse antidepressive Therapie ( Saroten ), eine psychologische Gesprächstherapie und eine Behandlung mit Aimovig. Bei fehlender ausreichender Besserung unter diesen Massnahmen sehe sich der Beschwerdeführer gezwungen, täglich Analgetika einzunehmen, was wiederum zu Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen führe (S. 2 Mitte). 4.4 4.4.1 Dr. med. E.___, Fachärztin für Ophthalmologie, stellte im Bericht vom 17. August 2020 (Urk. 7/181/12-13) folgende Diagnosen aus ihrem Fachbereich (S. 1 Mitte): - Status nach penetrierendem Trauma mit Eisenstange 2004 - Status nach limbusparalleler Plombe frontal und Kryopexie am 3.12.2004 - Status nach Zyklopexie bei Zyklodialyse mit okulärem Hypotonie syndrom am 17.2.2006 - Status nach YAG- Kapsulotomie 2014 - persistierende partielle Mydriase - zentral multiple Hornhautnarben - monokulare Doppelbilder Der Beschwerdeführer schildere, dass die monokularen Doppelbilder am rechten Auge zunehmend störten. Diese seien am ehesten refraktiv bedingt durch die residualen zentralen multiplen Hornhautnarben und der traumatischen Mydriase zu sehen. Weiterhin liege eine hohe An is ometropie links mehr als rechts vor, die bei einer Kontaktlinsenunverträglichkeit nicht durch Kontaktlinsen korrigiert werden könnten. 4.4.2 Am 21. Januar 2022 stellte Dr. E.___ fest (Urk. 11/2), i nsgesamt h ätten sich die bekannten Beschwerden ( Visusminderung, Doppelbilder, erhöhte Blendung aufgrund traumatischer Mydriase) im Vergleich zum Vorbefund verstärkt und eine Reduktion der Beschwerden habe nur durch ein dichteres Sichtokklusiv (vor erst) zulasten der Sehschärfe rechts erreicht werden könne. 4.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, berichtete am 11. September 2020 (Urk. 7/181/11), der Beschwerdeführer leide seit 2004 unter einer chronischen Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen. Ein Migränetagebuch erübrige sich, da der Beschwerdeführer seit Jahren über Dauerkopfschmerzen mit einer Intensität zwischen 7-10/10, ohne schmerzfreie Intervalle, klage. 4.6 Dr. med. G.___, leitender Arzt Pneumologie/ Somnologie, und med. pra c t. H.___, Assistenzärztin, Spital I.___, diagnostizierten im Bericht vom 1 3. April 2021 (Urk. 7/222) aus ihrem Fachgebiet ein mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom mit subjektiv stark störendem Schnarchen, aggraviert in Rückenlage. Die Rückenlagevermeidungstherapie mit tels Rucksack habe nicht geklappt, der Beschwerdeführer fühle sich durch den Rucksack extrem stark eingeengt, und es komme erneut zu Angst- und Panik attacken. Ausserdem schmerzten die Schultern, da er sic h nicht mehr gut bewegen könne. 4.7 Dr. m ed. J.___, Facharzt für Chirurgie, RAD, kam gestützt auf die vor liegenden medizinischen Berichte zum Schluss, die Stirnhöhlenmukozele, die adäquat versorgt worden sei, habe zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt. Ansonsten könne von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden (Feststellungsblatt vom 7. Juni 2021, Urk. 7/215 S. 7 oben). 4. 8 Laut Austrittsbericht des Spital s I.___, Departement Innere Medizin, vom 15. Oktober 2021 (Urk. 3/3) fand v om 3. bis 11. Oktober 2021 eine stationäre Behandlung statt. Die Aufnahme sei zur analgetischen Einstellung bei Schmerz exazerbation bei chronischen Kopfschmerzen nach Schädeltrauma mit Schädel fraktur rechts frontal und Ablatio retinae rechts erfolgt. Im Computertomogramm ( CT ) des Schädel s seien keine neuen Aspekte im Vergleich zum letzten CT (Juni 2019) zu sehen. Eine Arteriitis temporalis sei bei unpassender Klinik und normaler Blutsenkungsgeschwindigkeit unwahrscheinlich. Es sei eine erschwerte analgeti sche Einstellung erfolgt. In konsiliarischer Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen und der Schmerzsprechstunde des C.___ habe die Medikation auf über wiegend intravenöse A pplikation umgestellt werden können. Darunter sei eine suffiziente Analgesie möglich gewesen. Auch nach Oralisierung seien die Schmer zen im für den Beschwerdeführer erträglichen Bereich geblieben. 5. 5.1 Im Zeitpunkt des Z.___ -Gutachtens standen eher nicht-psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung waren nicht vorhanden (E. 3.2). Die Frage, ob der psychiatrisch gestellten Diagnose überhaupt eine invalidisierende Bedeutung zukam, liess das Gericht unbeantwortet, da der Beschwerdeführer ohnehin in der Lage war, in einer angepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (Urk. 7/172 E. 5.4). 5.2 Seit der Z.___ -Begutachtung trat beim Beschwerdeführer eine Stirnhöhlen mukozele mit Rezidiv auf, die zweimal operativ behandelt wurde. Die Suva nahm einen Rückfall an und sicherte die Übernahme der augenärztlichen und rhinolo gischen Behandlung zu (vgl. Urk. 7/186/335). Laut Bericht en d er B.___-Klinik am C.___ (E. 4.2) bestand eine Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der stationären Aufent halte vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 und vom 3. bis 19. April 2020, dazwischen und danach bestand in Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukoz e le keine Arbeitsunfähigkeit. Augenärztin Dr. E.___ berichtete (E. 4.4.), dass sich die bekannten Beschwer den insgesamt verstärkt hätten, jedoch durch ein dichteres Sichtokklusiv eine Reduktion derselben vorerst zulasten der Sehschärfe recht s habe erreicht werden können. Dass durch die reduzierte Sehschärfe eine höhergradige Arbeitsunfähig keit als seinerzeit von der Z.___ -Opht h alm ologin (vgl. E. 3.6) attestiert hervorgeru fen würde, wurde von Dr. E.___ indessen nicht berichtet. Bezüglich Kopfschmerzen führte die operative Behandlung der Stirnhöhlen mukozele zu keiner Reduktion, sondern der Beschwerdeführer gab an, die Inten sität derselben habe zugenommen. Allerdings zeigten sich keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei der bereits bekannten Hemihypästhesie und Allodynie im V11-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (E. 4.3.1), und klagte der Beschwerdeführer bereits schon vor der Z.___ -Begutachtung (E. 3) über stärkste, kaum therapierbare Kopfschmerzen (vgl. Urk. 7/46 S. 4 oben). Auch Dr. F.___ (E. 4.5) berichtete gegenüber dem Krankenversicherer eine seit 2004 vorliegende chronische Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen von einer Intensität zwischen 7-10 bei einem Maximum von 10 auf der Schmerzskala und ohne schmerzfreie Intervalle, deren Behandlung bis anhin ohne Erfolg gewesen seien. Infolge einer Schmerzexazerbation unterzog sich der Beschwerdeführer einer stationäre n Behandlung zur analgetischen Einstellung, wodurch e ine Schmerzreduktion in den für ihn erträglichen Bereich erzielt werden konnte (E. 4.7). Eine längerdauernde Verschlechterung bezüglich der Kopfschmerzen kann allein aufgrund dieses stationären Aufenthalts nicht angenommen werden. 5. 3 Was das neu diagnostizierte Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom betrifft, konnte offenbar - wie von Dr. G.___ (E. 4.6) als Therapieoption angekündigt - eine nächtliche Sauerstofftherapie installiert werden (vgl. Urk. 3/3; E. 4. 8 ). Allerdings geht weder aus dem Bericht von Dr. G.___ noch aus dem Austrittsbericht des I.___ (E. 4.8) hervor, d ass sich das Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. 5. 4 Hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes ist v orab darauf hinzuweisen, dass Dr. A.___ (E. 4.1) schon immer von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausging (vgl. Urk. 7/172 E. 3.3). Veränderungen im Psychostatus w u rden für den Zeitraum nach der Renteneinstellung bis zur angefochtenen Ver fü gung in den aktuell aufgelegten Berichten nicht beschrieben, obwohl die behandelnde Psychiaterin (E. 4.1) eine Verschlechterung des Gesundheitszustan des angab. Dementsprechend ist auch ihre Diagnosestellung, welche variiert zwi schen mittelgradig und schwergradig depressiver Störung mit somatischem Syn drom, nicht nachvollziehbar. Insbesondere beschrieb sie i m November 2019 (E. 4.1.1) bei einer schwergradigen depressiven Episode eine massive Antriebs störung, aufgrund derer der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne und soziale Kontakte meide. Gut ein Jahr später im Dezember 2020 (E. 4.1.2) beschrieb sie eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, diagnostizierte aber lediglich eine mittelgradige depressive Episode. Gemäss ihren Angaben fand die psychiatrische Behandlung trotz de s angeblich verschlechter ten Gesundheitszustandes nur alle 4-6 Wochen statt, und verordnete sie selber keine Antidepressiva, angeblich weil dem Beschwerdeführer von anderen Ärzten eine «erhebliche Menge» verschrieben w orden sei. Um welche Medikamente es sich hierbei handelt e, nannte sie nicht, aktenkundig ist lediglich Saroten ( Amytriptylin ), was Dr. A.___ schliesslich mit Bericht vom 24. Januar 2022 (E. 4.1.3) bestätigte. In diesem Bericht führte sie entgegen ihrer früheren Aussage an, es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt, ohne zu erklä ren, seit wann und aus welchem Grund nun mit einer engmaschigere n Be hand lung fortgefahren wurde. Angesichts ihrer Berichterstattung muss angenommen werden, dass sich Dr. A.___ bei ihrer Beurteilung mehr auf die subjektive Befindlichkeit des Beschwerdeführers denn auf seinen Psychostatus gestützt hat. Überdies ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc mit Hinweisen). Insgesamt vermögen deshalb d ie Berichte der behandelnden Psy chiaterin eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nicht darzutun. 5.5 Zusammenfassend ist ei ne dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustan des seit der Rentenaufhebung vom Mai 2017 nicht ausgewiesen. Inwiefern wei tere medizinische Abklärungen neue entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnten, ist nicht ersichtlich. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. Ok tober 2021 erweist sich damit als rechtens. F olglich ist die Beschwerde abzuwei sen. 6. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800. festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin Grieder-MartensTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich IV.2021.00659 II. Kammer Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 2 4. Juni 2022

IV.2021.00659

IV.2021.00659

IV.2021.00659 II. Kammer

II. Kammer

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser Ersatzrichterin Lienhard Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 2 4. Juni 2022

Urteil vom 2 4. Juni 2022 in S achen

in S achen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe

vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Christe Christe & Isler Rechtsanwälte

Christe & Isler Rechtsanwälte Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur

Obergasse 32, Postfach 1663, 8401 Winterthur gegen

gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich

Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin Sachverhalt:

Sachverhalt: 1.

1. 1.1 X.___, geboren 1971, arbeitete bei der Y.___ AG als Eisenbieger, als sich am 23. November 2004 bei Arbeiten an einer Betoneisenschneidemaschine ein eingeklemmtes Betoneisenreststück löste und ihm mit Wucht gegen die rechte Augenbraue federte (Urk. 7/187/459 Ziff. 7). Dabei verletzte er sich an der Stirne und am rechten Auge (vgl. Urk. 7/187/464). Am 21. Juli 2006 meldete er sich erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach die Sozi alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 8 2 % mit Wirkung ab November 200 5 eine ganze Invaliden rente zu (Urk. 7/45-47). Diese Verfügung wurde mit Urteil des Sozialversiche rungsgerichts vom 16. Juni 2008 im Prozess Nr. IV.2008.00219 in Bezug auf d ie Rentenbe rechnung aufgehoben (Urk. 7/57), worauf die IV-Stelle dem Versicher ten mit Verfügungen vom 20. März 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 82 % mit Wirkung ab November 2005 eine neuberechnete höhere ganze Invalidenrente zusprach (Urk. 7/64-68).

1.1 X.___, geboren 1971, arbeitete bei der Y.___ AG als Eisenbieger, als sich am 23. November 2004 bei Arbeiten an einer Betoneisenschneidemaschine ein eingeklemmtes Betoneisenreststück löste und ihm mit Wucht gegen die rechte Augenbraue federte (Urk. 7/187/459 Ziff. 7). Dabei verletzte er sich an der Stirne und am rechten Auge (vgl. Urk. 7/187/464). Am 21. Juli 2006 meldete er sich erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach die Sozi alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 8 2 % mit Wirkung ab November 200 5 eine ganze Invaliden rente zu (Urk. 7/45-47). Diese Verfügung wurde mit Urteil des Sozialversiche rungsgerichts vom 16. Juni 2008 im Prozess Nr. IV.2008.00219 in Bezug auf d ie Rentenbe rechnung aufgehoben (Urk. 7/57), worauf die IV-Stelle dem Versicher ten mit Verfügungen vom 20. März 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 82 % mit Wirkung ab November 2005 eine neuberechnete höhere ganze Invalidenrente zusprach (Urk. 7/64-68). 1.2 Im September 20 1 0 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/88). Gestützt auf die eingeholten medizinischen Berichte teilte sie dem Versicherten mit, dass er bei einem Invaliditätsgrad von 100 % weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze Invalidenrente habe (Mitteilung vom 16. De zember 2010, Urk. 7/94).

1.2 Im September 20 1 0 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/88). Gestützt auf die eingeholten medizinischen Berichte teilte sie dem Versicherten mit, dass er bei einem Invaliditätsgrad von 100 % weiterhin Anspruch auf die bisherige ganze Invalidenrente habe (Mitteilung vom 16. De zember 2010, Urk. 7/94). 1.3 Im Oktober 2015 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/112). Gestützt auf das eingeholte polydisziplinäre Gutachten vom 20. De zember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136) stellte sie die Invalidenrente nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/145-146, Urk. 7/149-150 und Urk. 7/ 152) mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ein (Urk. 7/153). Dies wurde vom Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 23. Januar 2019 im Prozess Nr. IV.2017.00662 (Urk. 7/172) und vom Bundesgericht mit Urteil vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/175) bestätigt.

1.3 Im Oktober 2015 leitete die IV-Stelle erneut ein Revisionsverfahren ein (vgl. Urk. 7/112). Gestützt auf das eingeholte polydisziplinäre Gutachten vom 20. De zember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136) stellte sie die Invalidenrente nach durch geführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/145-146, Urk. 7/149-150 und Urk. 7/ 152) mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ein (Urk. 7/153). Dies wurde vom Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom 23. Januar 2019 im Prozess Nr. IV.2017.00662 (Urk. 7/172) und vom Bundesgericht mit Urteil vom 27. Mai 2019 (Urk. 7/175) bestätigt. 1.4 Am 13. November 2020 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Ver schlechterung seines Gesundheitszustands (vgl. Urk. 7/181/1-13) bei der IV-Stelle erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/183). Diese zog die Akten des Unfallversi cherers (Suva ; Urk. 7/186/1-1000 und Urk. 7/187/1-468 ) bei und holte medizini sche Berichte der behandelnden Ä rzte (Urk. 7/189, Urk. 7/199 und Urk. 7/208) ein. Mit Vorbescheid vom 7. Juni 2021 stellte sie die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht (Urk. 7/216). Dagegen erhob der Versicherte am 7. Juli 2021 Einwände (Urk. 7/224) und reichte weitere Arztberichte ( Urk. 7/222 und Urk. 7/227) ein. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2021 verneinte die IV-Stelle eine relevante Verschlechterung und den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/230 = Urk. 2).

1.4 Am 13. November 2020 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Ver schlechterung seines Gesundheitszustands (vgl. Urk. 7/181/1-13) bei der IV-Stelle erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 7/183). Diese zog die Akten des Unfallversi cherers (Suva ; Urk. 7/186/1-1000 und Urk. 7/187/1-468 ) bei und holte medizini sche Berichte der behandelnden Ä rzte (Urk. 7/189, Urk. 7/199 und Urk. 7/208) ein. Mit Vorbescheid vom 7. Juni 2021 stellte sie die Abweisung des Leistungs begehrens in Aussicht (Urk. 7/216). Dagegen erhob der Versicherte am 7. Juli 2021 Einwände (Urk. 7/224) und reichte weitere Arztberichte ( Urk. 7/222 und Urk. 7/227) ein. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2021 verneinte die IV-Stelle eine relevante Verschlechterung und den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 7/230 = Urk. 2). 2. Unter Beilage medizinischer Berichte (Urk. 3/3-4) erhob der Versicherte am 4. No vember 2021 Beschwerde (Urk. 1) g egen die Verfügung vom 4. Oktober 2021 (Urk. 2) mit dem Antrag, in Aufhebung der selben sei die Sache zu ergänzenden Abklärung und Neuentscheidung an die IV-Stelle zurückzuweisen ( S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2021 schloss d ie IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), wovon dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2022 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 9). Am 28. Januar 2022 reichte der Beschwerde führer weitere Arztberichte (Urk. 11/1-2) nach (Urk. 10), welche der Beschwerde gegnerin am 17. Mai 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (Urk. 12).

2. Unter Beilage medizinischer Berichte (Urk. 3/3-4) erhob der Versicherte am 4. No vember 2021 Beschwerde (Urk. 1) g egen die Verfügung vom 4. Oktober 2021 (Urk. 2) mit dem Antrag, in Aufhebung der selben sei die Sache zu ergänzenden Abklärung und Neuentscheidung an die IV-Stelle zurückzuweisen ( S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2021 schloss d ie IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), wovon dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2022 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 9). Am 28. Januar 2022 reichte der Beschwerde führer weitere Arztberichte (Urk. 11/1-2) nach (Urk. 10), welche der Beschwerde gegnerin am 17. Mai 2022 zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (Urk. 12). Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten.

1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden versicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.

In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege lungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden. 1.2 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe n, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).

1.2 War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe n, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis). 1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des gel tend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).

1.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her abgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des gel tend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).

Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). 1.4 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruh t.

1.4 Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir kungen des Gesundheitszustands) beruh t. 1.5 Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Artikel 29 bis ist sinn gemäss anwendbar (Art. 88a Abs. 2 IVV).

1.5 Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Artikel 29 bis ist sinn gemäss anwendbar (Art. 88a Abs. 2 IVV). 1. 6 Bei der Beurteilung der Arbeits ( un ) fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).

1. 6 Bei der Beurteilung der Arbeits ( un ) fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situa tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Leistungen der Invaliden versicherung mit der Begründung (Urk. 2), gestützt auf die medizinischen Abklä rungen sei von einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustan des des Beschwerdeführers auszugehen, die 3-4 Monate angedauert habe und während derer keine Arbeitsfähigkeit gegeben gewesen sei. Ansonsten sei seit der letzten Verfügung vom 22. Mai 2017 von keiner wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes auszugehen (S. 1 unten). Da die Rentenleistungen mit Ver fügung vom 22. Mai 2017 aufgehoben worden seien, müsse bei einer Verschlech terung des Gesundheitszustandes die einjährige Wartefrist erneut erfüllt sein. Nachdem die Verschlechterung nur 4 Monate gedauert habe, sei das Wartejahr nicht erfüllt, weshalb kein Anspruch auf Leistungen bestehe (S. 1 unten). Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine behinderungsangepasste Tätigkeit in einem 80%igen Pensum zumutbar. Aus den eingereichten Berichten sei nicht ersichtlich, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die neuen Diagnosen verschlechtert haben soll e (S. 2 Mitte).

2.1 Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Anspruch auf Leistungen der Invaliden versicherung mit der Begründung (Urk. 2), gestützt auf die medizinischen Abklä rungen sei von einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustan des des Beschwerdeführers auszugehen, die 3-4 Monate angedauert habe und während derer keine Arbeitsfähigkeit gegeben gewesen sei. Ansonsten sei seit der letzten Verfügung vom 22. Mai 2017 von keiner wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes auszugehen (S. 1 unten). Da die Rentenleistungen mit Ver fügung vom 22. Mai 2017 aufgehoben worden seien, müsse bei einer Verschlech terung des Gesundheitszustandes die einjährige Wartefrist erneut erfüllt sein. Nachdem die Verschlechterung nur 4 Monate gedauert habe, sei das Wartejahr nicht erfüllt, weshalb kein Anspruch auf Leistungen bestehe (S. 1 unten). Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine behinderungsangepasste Tätigkeit in einem 80%igen Pensum zumutbar. Aus den eingereichten Berichten sei nicht ersichtlich, dass sich die Arbeitsfähigkeit durch die neuen Diagnosen verschlechtert haben soll e (S. 2 Mitte). 2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (Urk. 1), i m Zeit punkt der Rentenaufhebung seien die nichtpsychiatrischen Beschwerden im Vor dergrund gestanden. Das Ausmass der depressiven Störung sei als leichtgradig eingestuft worden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten (S. 4 unten). Die behandelnde Psychiaterin habe eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes festgestellt. Diese Feststellung könne nicht ohne weiteres gestützt auf eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ver neint werden (S. 6 unten). Auch die Situation betreffend Kopfschmerzen habe sich seit der Rentenaufhebung verschlechtert (S. 7 Mitte). Die Revisionsoperation der Stirnhöhlenmukozele im März 2020 habe zu keiner Verbesserung geführt, sondern die Intensität der Kopfschmerzen habe zugenommen, die Konzentration habe sich verschlechtert und die nebeneinander versetzten Doppelbilder hätten zugenommen (S. 7 unten). Weiter hätten sich auch die Augenprobleme verschlim mert (S. 9 oben). Aufgrund des multimorbiden und sehr komplexen Beschwerde bildes bedürfe es zur genauen Beurteilung des Ausmasses der Verschlechterung und der aktuell bestehenden Arbeitsfähigkeit eines polydisziplinären Gutachtens (S. 9 Mitte).

2.2 Dagegen wandte der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein (Urk. 1), i m Zeit punkt der Rentenaufhebung seien die nichtpsychiatrischen Beschwerden im Vor dergrund gestanden. Das Ausmass der depressiven Störung sei als leichtgradig eingestuft worden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten (S. 4 unten). Die behandelnde Psychiaterin habe eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes festgestellt. Diese Feststellung könne nicht ohne weiteres gestützt auf eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ver neint werden (S. 6 unten). Auch die Situation betreffend Kopfschmerzen habe sich seit der Rentenaufhebung verschlechtert (S. 7 Mitte). Die Revisionsoperation der Stirnhöhlenmukozele im März 2020 habe zu keiner Verbesserung geführt, sondern die Intensität der Kopfschmerzen habe zugenommen, die Konzentration habe sich verschlechtert und die nebeneinander versetzten Doppelbilder hätten zugenommen (S. 7 unten). Weiter hätten sich auch die Augenprobleme verschlim mert (S. 9 oben). Aufgrund des multimorbiden und sehr komplexen Beschwerde bildes bedürfe es zur genauen Beurteilung des Ausmasses der Verschlechterung und der aktuell bestehenden Arbeitsfähigkeit eines polydisziplinären Gutachtens (S. 9 Mitte). 2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 22. Mai 2017 (Urk. 7/153) beziehungsweise der diese bestätigenden Urteile vom 2 3. Januar 2019 und 2 7. Mai 2019 (vgl. vorstehend E. 1.4) anspruchsrelevant verschlechtert hat und in diesem Zusammenhang, ob die Abklärungen der Beschwerdegegnerin genügen.

2.3 Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 22. Mai 2017 (Urk. 7/153) beziehungsweise der diese bestätigenden Urteile vom 2 3. Januar 2019 und 2 7. Mai 2019 (vgl. vorstehend E. 1.4) anspruchsrelevant verschlechtert hat und in diesem Zusammenhang, ob die Abklärungen der Beschwerdegegnerin genügen. 3.

3. 3.1 Massgebend für die mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ausgesprochene Renten aufhebung war das polydisziplinäre (allgemeininternistische, psychiatrische, orthopädische, neurologische und opht h almologische) Gutachten des Z.___ v om 20. Dezember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136 ; vgl. Urk. 7/172 E. 5.4 und Urk. 7/176 E. 6.10 ). Darin stellten die Ärzte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 33 Ziff. 5.1):

3.1 Massgebend für die mit Verfügung vom 22. Mai 2017 ausgesprochene Renten aufhebung war das polydisziplinäre (allgemeininternistische, psychiatrische, orthopädische, neurologische und opht h almologische) Gutachten des Z.___ v om 20. Dezember 2016 (Urk. 7/134 = Urk. 7/136 ; vgl. Urk. 7/172 E. 5.4 und Urk. 7/176 E. 6.10 ). Darin stellten die Ärzte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 33 Ziff. 5.1): - rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somati schem Syndrom (F33.1)

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somati schem Syndrom (F33.1) - Status nach Schädel-Hirn-Trauma mit schwerer Kontusio bulbi rechts am 23.11.2004

Status nach Schädel-Hirn-Trauma mit schwerer Kontusio bulbi rechts am 23.11.2004 - Impressionsfraktur Sinus frontalis und Orbitadach rechts mit trauma ti scher Ablatio retinae rechts, VK-Blutung

Impressionsfraktur Sinus frontalis und Orbitadach rechts mit trauma ti scher Ablatio retinae rechts, VK-Blutung - Limbus parallele Plombe, Kryo -Therapie rechts am 3.12.2004

Limbus parallele Plombe, Kryo -Therapie rechts am 3.12.2004 - Wunderversorgung der Rissquetschwunde der Lider rechts am 23.11.2004

Wunderversorgung der Rissquetschwunde der Lider rechts am 23.11.2004 - operative Rekonstruktion des Margo orbitale superior, Mukosa-Eradi kation, Sinus frontalis rechts, Obliterierung Duktus naso frontalis mit tels M. temporalis -Plombe, Konturkorrektur mit Titan- Mesh und Deckung mit Periost-Lappen, epiretinale Fibroplasie am 6.12.2004

operative Rekonstruktion des Margo orbitale superior, Mukosa-Eradi kation, Sinus frontalis rechts, Obliterierung Duktus naso frontalis mit tels M. temporalis -Plombe, Konturkorrektur mit Titan- Mesh und Deckung mit Periost-Lappen, epiretinale Fibroplasie am 6.12.2004 - Zyklopexie rechts bei okulärem Hypertoniesyndrom mit Zyklodialyse am 17.2.2006

Zyklopexie rechts bei okulärem Hypertoniesyndrom mit Zyklodialyse am 17.2.2006 - Nachstarbehandlung am 5.12.2013

Nachstarbehandlung am 5.12.2013 - posttraumatische Kopfschmerzen mit zusätzlichem schmerzmittel indu ziertem Kopfschmerz

posttraumatische Kopfschmerzen mit zusätzlichem schmerzmittel indu ziertem Kopfschmerz - Visusbeeinträchtigung rechts

Visusbeeinträchtigung rechts - periphere Netzhautnarben nach Amotio retinae rechts

periphere Netzhautnarben nach Amotio retinae rechts - traumatische Pupillenentrundung nach Bulbustrauma

traumatische Pupillenentrundung nach Bulbustrauma - Hinterkammerlinsen-Pseudophakie

Hinterkammerlinsen-Pseudophakie - partielle Optikusatrophie rechts

partielle Optikusatrophie rechts - Makulaatrophie rechts

Makulaatrophie rechts Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (Ziff. 5.2 S. 33 f.):

Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (Ziff. 5.2 S. 33 f.): - chronische Schulter- und Nackenbeschwerden beidseits

chronische Schulter- und Nackenbeschwerden beidseits - radiologisch Tendinitis calcarea, deutliche Spondylose HWK6/7 und Unkovertebralarthrose (Röntgen und MRI 17.11.2016)

radiologisch Tendinitis calcarea, deutliche Spondylose HWK6/7 und Unkovertebralarthrose (Röntgen und MRI 17.11.2016) - klinisch bis auf Hinweise für subakromiales Impingement und mögli che frozen shoulder der dominanten rechten Seite unauffälliger Befund

klinisch bis auf Hinweise für subakromiales Impingement und mögli che frozen shoulder der dominanten rechten Seite unauffälliger Befund - chronische Leistenschmerzen links

chronische Leistenschmerzen links - radiologisch bis auf kleine Ausziehungen trochantär unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016)

radiologisch bis auf kleine Ausziehungen trochantär unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016) - klinisch unauffälliger Befund

klinisch unauffälliger Befund - chronische Kniebeschwerden rechts

chronische Kniebeschwerden rechts - radiologisch unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016)

radiologisch unauffälliger Befund (Röntgen 17.11.2016) - klinisch unauffälliger Befund

klinisch unauffälliger Befund - chronisches thorako - und lumbovertebrales Schmerzsyndrom

chronisches thorako - und lumbovertebrales Schmerzsyndrom - funktionelle Hemihypästhesie rechts

funktionelle Hemihypästhesie rechts - Adipositas

Adipositas - BMI 32,8 kg/m2 (Gewicht 104 kg, Grösse 178 cm)

BMI 32,8 kg/m2 (Gewicht 104 kg, Grösse 178 cm) - arterielle Hypertonie

arterielle Hypertonie - substituierte Hypothyreose

substituierte Hypothyreose - aktuell latente hypothyreotische Stoffwechsellage

aktuell latente hypothyreotische Stoffwechsellage - anlagebedingte Fehlsichtigkeit links ( Hyperopie, Astigmatismus)

anlagebedingte Fehlsichtigkeit links ( Hyperopie, Astigmatismus) - Alterssichtigkeit links ( Presbyopie )

Alterssichtigkeit links ( Presbyopie ) - chronische Benetzungsstörung an beiden Augen

chronische Benetzungsstörung an beiden Augen - Cataracta incipiens links

Cataracta incipiens links 3.2 Zurzeit stünden eher nicht- psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. So beklage der Beschwerdeführer Augenprobleme und anhaltende Kopfschmerzen, Schulterschmerzen und deswegen eine Schlafstörung und einen raschen Konzen trationsabfall mit Ermüdung. Es lägen auch psychiatrische Befunde vor. D er Beschwerdeführer zeige eine bedrückte Stimmungslage mit resignativer Lebens haltung und einen partiellen sozialen Rückzug. Im Rahmen seiner Verwandt schaft halte er die Beziehungen jedoch aufrecht. Das Ausmass der depressiven Störung könne als leichtgradig eingestuft werden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung beständen nicht, der Beschwerdeführer habe bisher nie einen Suizidversuch unternommen, er habe nie in stationärer psychiatrischer Behandlung gestanden, und die aktuelle Dosis des Antidepressivums entspreche einer Standarddosierung im Sinne einer Erhaltungstherapie. Er gebe auch an, Freude an seinen Kindern zu haben und wolle deshalb auch weiterleben (S. 18).

3.2 Zurzeit stünden eher nicht- psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. So beklage der Beschwerdeführer Augenprobleme und anhaltende Kopfschmerzen, Schulterschmerzen und deswegen eine Schlafstörung und einen raschen Konzen trationsabfall mit Ermüdung. Es lägen auch psychiatrische Befunde vor. D er Beschwerdeführer zeige eine bedrückte Stimmungslage mit resignativer Lebens haltung und einen partiellen sozialen Rückzug. Im Rahmen seiner Verwandt schaft halte er die Beziehungen jedoch aufrecht. Das Ausmass der depressiven Störung könne als leichtgradig eingestuft werden, dies auch in Anbetracht der vielfältigen Aktivitäten. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung beständen nicht, der Beschwerdeführer habe bisher nie einen Suizidversuch unternommen, er habe nie in stationärer psychiatrischer Behandlung gestanden, und die aktuelle Dosis des Antidepressivums entspreche einer Standarddosierung im Sinne einer Erhaltungstherapie. Er gebe auch an, Freude an seinen Kindern zu haben und wolle deshalb auch weiterleben (S. 18). 3.3 Auf orthopädischer Ebene könne zusammenfassend festgestellt werden, dass sich die seitens des Bewegungsapparates recht diffus beklagten Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde nicht vollständig begründen liessen. Durchaus nachvollziehbar sei der Leidensdruck bei Tendinitis calcarea und mög licher frozen shoulder der dominanten rechten Seite, kaum aber die übrige, sehr inkonstant präsentierte Symptomatik, so dass von einer klaren nicht-organischen Beschwerdekomponente ausgegangen werden müsse (S. 26).

3.3 Auf orthopädischer Ebene könne zusammenfassend festgestellt werden, dass sich die seitens des Bewegungsapparates recht diffus beklagten Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde nicht vollständig begründen liessen. Durchaus nachvollziehbar sei der Leidensdruck bei Tendinitis calcarea und mög licher frozen shoulder der dominanten rechten Seite, kaum aber die übrige, sehr inkonstant präsentierte Symptomatik, so dass von einer klaren nicht-organischen Beschwerdekomponente ausgegangen werden müsse (S. 26). 3.4 Von neurologischer Seite her stelle sich die Frage, ob der Beschwerdeführer damals eine relevante Hirnverletzung erlitten habe, welche Frage aufgrund der zeitnahen Berichte zu verneinen sei. Betreffend die beklagen intensiven Kopf schmerzen sei die Annahme eines Schmerzmittelübergebrauchs bei der angege benen Menge von Schmerzmitteln auch aktuell noch gerechtfertigt. Bei der aktu ellen Untersuchung sei eine Hemihypästhesie rechts angegeben worden, welche nicht durch das Trauma erklärt werden könne und welche auch jetzt wie schon im Jahr 2005 als funktionell zu interpretieren sei. Hinweise für einen links hemis phä rischen Prozess hätten sich zu keinem Zeitpunkt ergeben. Auch wenn in der aktuellen Untersuchung nicht explizit beklagt, so ergäben sich aktuell auch keine Anhaltspunkte für kognitive Minderleistungen. So habe während der knapp ein stündigen Untersuchung kein Anhalt für Einschränkungen der Aufmerksamkeit oder Merkfähigkeit bestanden. Gegen eine solche in der Vergangenheit mitge nannte Konzentrationsstörung spreche auch die weitere aktive Teilnahme am Strassenverkehr (S. 29).

3.4 Von neurologischer Seite her stelle sich die Frage, ob der Beschwerdeführer damals eine relevante Hirnverletzung erlitten habe, welche Frage aufgrund der zeitnahen Berichte zu verneinen sei. Betreffend die beklagen intensiven Kopf schmerzen sei die Annahme eines Schmerzmittelübergebrauchs bei der angege benen Menge von Schmerzmitteln auch aktuell noch gerechtfertigt. Bei der aktu ellen Untersuchung sei eine Hemihypästhesie rechts angegeben worden, welche nicht durch das Trauma erklärt werden könne und welche auch jetzt wie schon im Jahr 2005 als funktionell zu interpretieren sei. Hinweise für einen links hemis phä rischen Prozess hätten sich zu keinem Zeitpunkt ergeben. Auch wenn in der aktuellen Untersuchung nicht explizit beklagt, so ergäben sich aktuell auch keine Anhaltspunkte für kognitive Minderleistungen. So habe während der knapp ein stündigen Untersuchung kein Anhalt für Einschränkungen der Aufmerksamkeit oder Merkfähigkeit bestanden. Gegen eine solche in der Vergangenheit mitge nannte Konzentrationsstörung spreche auch die weitere aktive Teilnahme am Strassenverkehr (S. 29). 3.5 Am rechten Auge bestehe eine partielle Optikus - und Makulaatrophie, die eine Reduktion der Sehschärfe und Gesichtsfelddefekte verursachten. Aufgrund einer traumatischen Pupillenerweiterung bestehe eine vermehrte Blendungsemp find lich keit und aufgrund einer chronischen Benetzungsstörung in Kombination mit der Pupillenstörung gebe der Beschwerdeführer eine monokulare Doppelbild wahr nehmung an. Links zeige sich eine beginnende Linsentrübung, die eine geringe Reduktion der Sehschärfe verursache (S. 32).

3.5 Am rechten Auge bestehe eine partielle Optikus - und Makulaatrophie, die eine Reduktion der Sehschärfe und Gesichtsfelddefekte verursachten. Aufgrund einer traumatischen Pupillenerweiterung bestehe eine vermehrte Blendungsemp find lich keit und aufgrund einer chronischen Benetzungsstörung in Kombination mit der Pupillenstörung gebe der Beschwerdeführer eine monokulare Doppelbild wahr nehmung an. Links zeige sich eine beginnende Linsentrübung, die eine geringe Reduktion der Sehschärfe verursache (S. 32). 3.6 Aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe für körperlich leichte bis zumindest mittelschwere Tätigkeiten unter Wechselbelastung eine Arbeits- und Leistungs fähigkeit von 100 %, wobei wiederholte Überkopfmanöver vermieden werden sollten. Aus neurologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs. Aus ophthalmologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine körperlich adap tierte Tätigkeit von 15 % aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs, wobei poten tiell gefährliche Arbeiten, Arbeiten auf Gerüsten und an schnell drehenden Maschinen nicht mehr zumutbar seien. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeits un fähigkeit von maximal 20 % (S. 34 f.)

3.6 Aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe für körperlich leichte bis zumindest mittelschwere Tätigkeiten unter Wechselbelastung eine Arbeits- und Leistungs fähigkeit von 100 %, wobei wiederholte Überkopfmanöver vermieden werden sollten. Aus neurologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 10 % aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs. Aus ophthalmologischer Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine körperlich adap tierte Tätigkeit von 15 % aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs, wobei poten tiell gefährliche Arbeiten, Arbeiten auf Gerüsten und an schnell drehenden Maschinen nicht mehr zumutbar seien. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeits un fähigkeit von maximal 20 % (S. 34 f.) Zusammenfassend bestehe aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Dagegen bestehe in der angestammten Tätigkeit als Koch als auch in einer anderen, körperlich leichten bis mittelschweren, adap tierten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig realisierbar mit erhöhtem Pausenbedarf (S. 35).

Zusammenfassend bestehe aus polydisziplinärer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. Dagegen bestehe in der angestammten Tätigkeit als Koch als auch in einer anderen, körperlich leichten bis mittelschweren, adap tierten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig realisierbar mit erhöhtem Pausenbedarf (S. 35). 4. Der aktuelle Gesundheitszustand ergibt sich aus den folgenden Berichten:

4. Der aktuelle Gesundheitszustand ergibt sich aus den folgenden Berichten: 4.1

4.1 4.1.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 17. November 2019 (Urk. 7/182/1) eine schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (F33.2) bei einer rezidivierenden depressiven Störung. Die Verschlechterung zeige sich mit einer massiven Antriebsstörung, der zu Folge der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne. Soziale Kontakte seien praktisch nicht mehr vorhanden. Seinem verhaltensauffälligen Sohn sei er nicht mehr gewachsen. Innerlich und äusserlich bestehe eine massive Gefühlsstarre. Auslöser des stark verschlechterten Zustandes seien die aktuellen körperlichen Komplikationen, die erneut Operatio nen im Kopfbereich erfordert hätten und weiterhin erforderten.

4.1.1 Dr. med. A.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 17. November 2019 (Urk. 7/182/1) eine schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (F33.2) bei einer rezidivierenden depressiven Störung. Die Verschlechterung zeige sich mit einer massiven Antriebsstörung, der zu Folge der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne. Soziale Kontakte seien praktisch nicht mehr vorhanden. Seinem verhaltensauffälligen Sohn sei er nicht mehr gewachsen. Innerlich und äusserlich bestehe eine massive Gefühlsstarre. Auslöser des stark verschlechterten Zustandes seien die aktuellen körperlichen Komplikationen, die erneut Operatio nen im Kopfbereich erfordert hätten und weiterhin erforderten. 4.1.2 Im Bericht vom 6. Dezember 2020 (Urk. 7/199) diagnostizierte Dr. A.___ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Epi sode, mit somatischem Syndrom (F33.11), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirk e (S. 3 Ziff. 2.5). Die Verfassung des Beschwerdeführers habe sich wegen der hinzugekommenen somatischen Komplikationen sowie des Wegzugs des Soh nes, der den Kontakt zu ihm praktisch abgebrochen habe, verschlechtert (S. 2 Ziff. 2.2). Sie habe dem Beschwerdeführer keine Medikamente verordnet, da die ser von seinen anderen Ärzten bereits eine erhebliche Menge an Antidepressiva erhalte (S. 3 Ziff. 2.3). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei sehr schlecht, da wei tere somatische Probleme aufgetaucht seien (S. 3 Ziff. 2.7). Der Beschwerdeführer habe keine Ressourcen, die bei einer Eingliederung hilfreich sein könnten (S. 4 Ziff. 3.5). In behinderungsangepasster Tätigkeit bestehe k eine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 6 Ziff. 4.2).

4.1.2 Im Bericht vom 6. Dezember 2020 (Urk. 7/199) diagnostizierte Dr. A.___ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Epi sode, mit somatischem Syndrom (F33.11), welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirk e (S. 3 Ziff. 2.5). Die Verfassung des Beschwerdeführers habe sich wegen der hinzugekommenen somatischen Komplikationen sowie des Wegzugs des Soh nes, der den Kontakt zu ihm praktisch abgebrochen habe, verschlechtert (S. 2 Ziff. 2.2). Sie habe dem Beschwerdeführer keine Medikamente verordnet, da die ser von seinen anderen Ärzten bereits eine erhebliche Menge an Antidepressiva erhalte (S. 3 Ziff. 2.3). Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei sehr schlecht, da wei tere somatische Probleme aufgetaucht seien (S. 3 Ziff. 2.7). Der Beschwerdeführer habe keine Ressourcen, die bei einer Eingliederung hilfreich sein könnten (S. 4 Ziff. 3.5). In behinderungsangepasster Tätigkeit bestehe k eine Arbeitsfähigkeit mehr (S. 6 Ziff. 4.2). 4.1.3 Am 24. Januar 2022 (Urk. 11/1) berichtete Dr. A.___, der Beschwerdeführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwergradige Episode (F33.2). Er sei schwer gehemmt im Antrieb und abgesehen von den sehr häufigen Konsultationen bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen unfähig sich für irgendeine Aktivität aufzuraffen, verlasse seine Wohnung nicht, pflege keine sozialen Kontakte mehr, besorge seinen kleinen Haushalt nicht, koche nicht mehr, sondern er verpflege sich aus dem Kühlschrank. Im Gespräch falle eine ausge prägte Konzentrationsstörung auf. Ebenfalls sei das Kurzzeitgedächtnis beein trächtigt, indem er nicht fähig sei, die Krankheitsgeschehnisse der letzten zwei Jahre in ihrer zeitlichen Einordnung aufzuzählen. Das Denken sei formal voll ständig eingeengt auf seine gesundheitlichen Störungen und deren Konsequen zen. Die Gedanken drehten sich ausschliesslich um seine düstere Zukunft, was immer wieder heftigste Ängste hervorrufe. Inhaltlich bestünden keine wahnhaf ten Gedankengänge. Es gebe keine Hinweise auf Wahrnehmungsstörungen. Die Stimmung sei schwer depressiv, der Beschwerdeführer sei unfähig, Freude zu empfinden, sei hoffnungslos und habe häufige Todeswünsche. Es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt. Er erhalte ein antidepressives Medikament, das gleichzeitig eine schmerzberuhigende Wirkungskomponente habe. Angesichts der schwer depressiven Verfassung bestehe seit mindestens Januar 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten.

4.1.3 Am 24. Januar 2022 (Urk. 11/1) berichtete Dr. A.___, der Beschwerdeführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwergradige Episode (F33.2). Er sei schwer gehemmt im Antrieb und abgesehen von den sehr häufigen Konsultationen bei Ärzten verschiedener Fachrichtungen unfähig sich für irgendeine Aktivität aufzuraffen, verlasse seine Wohnung nicht, pflege keine sozialen Kontakte mehr, besorge seinen kleinen Haushalt nicht, koche nicht mehr, sondern er verpflege sich aus dem Kühlschrank. Im Gespräch falle eine ausge prägte Konzentrationsstörung auf. Ebenfalls sei das Kurzzeitgedächtnis beein trächtigt, indem er nicht fähig sei, die Krankheitsgeschehnisse der letzten zwei Jahre in ihrer zeitlichen Einordnung aufzuzählen. Das Denken sei formal voll ständig eingeengt auf seine gesundheitlichen Störungen und deren Konsequen zen. Die Gedanken drehten sich ausschliesslich um seine düstere Zukunft, was immer wieder heftigste Ängste hervorrufe. Inhaltlich bestünden keine wahnhaf ten Gedankengänge. Es gebe keine Hinweise auf Wahrnehmungsstörungen. Die Stimmung sei schwer depressiv, der Beschwerdeführer sei unfähig, Freude zu empfinden, sei hoffnungslos und habe häufige Todeswünsche. Es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt. Er erhalte ein antidepressives Medikament, das gleichzeitig eine schmerzberuhigende Wirkungskomponente habe. Angesichts der schwer depressiven Verfassung bestehe seit mindestens Januar 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten. 4.2

4.2 4.2.1 Die Är zte der Klinik B.___ des Universitätsspitals C.___, in welcher Klinik beim Beschwerdeführer am 19. Juni 2019 und 3. April 2020 eine Stirnhöhlendrainage durchgeführt worden war (vgl. Urk. 7/181/1-2 S. 1 Mitte und Urk. 7/181/5-6 S. 1), attestierten im Bericht vom 20. Juni 2019 (Urk. 7/181/1-2) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 (S. 2 Mitte) und berichteten am 19. Dezember 2019 (Urk. 7/181/3-4), der Beschwerdeführer klage über unverändert rechtsseitig betonte Kopfschmerzen und über exazerbierte, insbesondere auch vertikale Dop pelbilder, welche seit der Operation vermehrt bestünden (S. 1 Mitte). Insgesamt zeige sich klinisch kein Hinweis für einen akuten Infekt beziehungsweise ein Mukozelenrezidiv im Bereich der Stirnhöhle (S. 2 Mitte).

4.2.1 Die Är zte der Klinik B.___ des Universitätsspitals C.___, in welcher Klinik beim Beschwerdeführer am 19. Juni 2019 und 3. April 2020 eine Stirnhöhlendrainage durchgeführt worden war (vgl. Urk. 7/181/1-2 S. 1 Mitte und Urk. 7/181/5-6 S. 1), attestierten im Bericht vom 20. Juni 2019 (Urk. 7/181/1-2) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 (S. 2 Mitte) und berichteten am 19. Dezember 2019 (Urk. 7/181/3-4), der Beschwerdeführer klage über unverändert rechtsseitig betonte Kopfschmerzen und über exazerbierte, insbesondere auch vertikale Dop pelbilder, welche seit der Operation vermehrt bestünden (S. 1 Mitte). Insgesamt zeige sich klinisch kein Hinweis für einen akuten Infekt beziehungsweise ein Mukozelenrezidiv im Bereich der Stirnhöhle (S. 2 Mitte). 4.2.2 Dr. med. D.___, Oberärztin an der B.___ -Klinik am C.___, berichtete am 14. Ja nuar 2021 (Urk. 7/208/ 8-9), der Beschwerdeführer sei wegen einer Stirnhöhlen mukozele frontal rechts, welche nach der Impressionsfraktur des Sinus frontalis und Orbitadachs rechts 2004 aufgetreten sei, in Behandlung (S. 1 Ziff. 2.1). Die Stirnhöhlenmukozele sei im April 2020 operativ behandelt worden. Zudem sei eine beidseitige sensorineurale Schwerhörigkeit diagnostiziert worden (S. 1 Ziff. 2.5). In der Konsultation vom 8. Oktober 2020 habe sich endonasal eine leicht ödematöse Schleimhaut mit teils kleinen Vernarbungen, jedoch ansonsten gut offenen Nasennebenhöhlen gezeigt. Es sei im Rahmen des stationären Auf enthalts mit operativer Therapie eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 3. bis 19. April 2020 attestiert worden (S. 1 Ziff. 1.3). In Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukozele bestehe aktuell keine Arbeitsunfähigkeit (S. 1 Ziff. 2.6).

4.2.2 Dr. med. D.___, Oberärztin an der B.___ -Klinik am C.___, berichtete am 14. Ja nuar 2021 (Urk. 7/208/ 8-9), der Beschwerdeführer sei wegen einer Stirnhöhlen mukozele frontal rechts, welche nach der Impressionsfraktur des Sinus frontalis und Orbitadachs rechts 2004 aufgetreten sei, in Behandlung (S. 1 Ziff. 2.1). Die Stirnhöhlenmukozele sei im April 2020 operativ behandelt worden. Zudem sei eine beidseitige sensorineurale Schwerhörigkeit diagnostiziert worden (S. 1 Ziff. 2.5). In der Konsultation vom 8. Oktober 2020 habe sich endonasal eine leicht ödematöse Schleimhaut mit teils kleinen Vernarbungen, jedoch ansonsten gut offenen Nasennebenhöhlen gezeigt. Es sei im Rahmen des stationären Auf enthalts mit operativer Therapie eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 3. bis 19. April 2020 attestiert worden (S. 1 Ziff. 1.3). In Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukozele bestehe aktuell keine Arbeitsunfähigkeit (S. 1 Ziff. 2.6). 4.3

4.3 4.3.1 Laut Bericht der Klinik für Neurologie am C.___ vom 21. Mai 2020 (Urk. 7/181 / 7 -10) zeige sich eine erneute Schmerzexazerbation mit Zunahme der Schmerz intensität und des elektrisierenden Charakters der Kopfschmerzen. Diese seien weiterhin täglich bereits nach dem Erwachen vorhanden und hätten eine migränöse Komponente. In der klinischen Untersuchung zeigten sich aktuell keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei vorbestehender Hemihypästhesie rechts und Allodynie im V1-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (S. 4 Mitte).

4.3.1 Laut Bericht der Klinik für Neurologie am C.___ vom 21. Mai 2020 (Urk. 7/181 7 -10) zeige sich eine erneute Schmerzexazerbation mit Zunahme der Schmerz intensität und des elektrisierenden Charakters der Kopfschmerzen. Diese seien weiterhin täglich bereits nach dem Erwachen vorhanden und hätten eine migränöse Komponente. In der klinischen Untersuchung zeigten sich aktuell keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei vorbestehender Hemihypästhesie rechts und Allodynie im V1-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (S. 4 Mitte). 4.3.2 Laut dem Bericht vom 19. November 2020 (Urk. 7/189) leidet der Beschwerde führer an posttraumatischen chronischen Kopf-/ Orbitaschmerzen nach Arbeits unfall mit Eisenstange, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (S. 3 Ziff. 2.5). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein Restless - Legs -Syndrom, eine Stirnhöhlenmukoz e le frontal rechts sowie eine Hypothyreose genannt (S. 3 Ziff. 2.6).

4.3.2 Laut dem Bericht vom 19. November 2020 (Urk. 7/189) leidet der Beschwerde führer an posttraumatischen chronischen Kopf-/ Orbitaschmerzen nach Arbeits unfall mit Eisenstange, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (S. 3 Ziff. 2.5). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde ein Restless Legs -Syndrom, eine Stirnhöhlenmukoz e le frontal rechts sowie eine Hypothyreose genannt (S. 3 Ziff. 2.6). Der Beschwerdeführer leide an täglichen Kopfschmerzen (S. 2 Ziff. 2.2). Es liege eine posttraumatische Augenveränderung rechts vor (entrundete mydriatische Pupille, unter anderem ohne Lichtreaktion (LR), Doppelbilder), eine asymptoma tische Augenpartie, die Achillessehnen-Reflex e (ASR) fehlten, die Bizepssehnen reflexe (BSR) rechts und links seien vorhanden. Das MRI vom Februar 2020 zeige einen Status nach Rekonstruktionen und gegebenenfalls eine Mukozele frontal rechts (S. 3 Ziff. 2.4).

Der Beschwerdeführer leide an täglichen Kopfschmerzen (S. 2 Ziff. 2.2). Es liege eine posttraumatische Augenveränderung rechts vor (entrundete mydriatische Pupille, unter anderem ohne Lichtreaktion (LR), Doppelbilder), eine asymptoma tische Augenpartie, die Achillessehnen-Reflex e (ASR) fehlten, die Bizepssehnen reflexe (BSR) rechts und links seien vorhanden. Das MRI vom Februar 2020 zeige einen Status nach Rekonstruktionen und gegebenenfalls eine Mukozele frontal rechts (S. 3 Ziff. 2.4). 4.3.3 Gemäss Bericht vom 12. September 2021 (Urk. 7/227 = Urk. 3/4) bestehen seit 2004 chronische Kopfschmerzen, die ursprünglich als Traumafolge begonnen und sich im Verlauf chronifiziert hätten, und aktuell Komponenten einer chronischen Migräne ohne Aura, eines chronischen Spannungskopfschmerzes sowie eines zer vikozephalen Kopfschmerzes zeigten. Ausserdem bestehe ein Status nach Medi k a mentenübergebrauchskopfschmerz mit Medikamentenentzug im Juli 2020 (S. 2 oben).

4.3.3 Gemäss Bericht vom 12. September 2021 (Urk. 7/227 = Urk. 3/4) bestehen seit 2004 chronische Kopfschmerzen, die ursprünglich als Traumafolge begonnen und sich im Verlauf chronifiziert hätten, und aktuell Komponenten einer chronischen Migräne ohne Aura, eines chronischen Spannungskopfschmerzes sowie eines zer vikozephalen Kopfschmerzes zeigten. Ausserdem bestehe ein Status nach Medi k a mentenübergebrauchskopfschmerz mit Medikamentenentzug im Juli 2020 (S. 2 oben). Therapieversuche umfassten unter anderem eine Basistherapie mit Magnesium, eine schmerzdistanzierende medikamentöse antidepressive Therapie ( Saroten ), eine psychologische Gesprächstherapie und eine Behandlung mit Aimovig. Bei fehlender ausreichender Besserung unter diesen Massnahmen sehe sich der Beschwerdeführer gezwungen, täglich Analgetika einzunehmen, was wiederum zu Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen führe (S. 2 Mitte).

Therapieversuche umfassten unter anderem eine Basistherapie mit Magnesium, eine schmerzdistanzierende medikamentöse antidepressive Therapie ( Saroten ), eine psychologische Gesprächstherapie und eine Behandlung mit Aimovig. Bei fehlender ausreichender Besserung unter diesen Massnahmen sehe sich der Beschwerdeführer gezwungen, täglich Analgetika einzunehmen, was wiederum zu Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen führe (S. 2 Mitte). 4.4

4.4 4.4.1 Dr. med. E.___, Fachärztin für Ophthalmologie, stellte im Bericht vom 17. August 2020 (Urk. 7/181/12-13) folgende Diagnosen aus ihrem Fachbereich (S. 1 Mitte):

4.4.1 Dr. med. E.___, Fachärztin für Ophthalmologie, stellte im Bericht vom 17. August 2020 (Urk. 7/181/12-13) folgende Diagnosen aus ihrem Fachbereich (S. 1 Mitte): - Status nach penetrierendem Trauma mit Eisenstange 2004

Status nach penetrierendem Trauma mit Eisenstange 2004 - Status nach limbusparalleler Plombe frontal und Kryopexie am 3.12.2004

Status nach limbusparalleler Plombe frontal und Kryopexie am 3.12.2004 - Status nach Zyklopexie bei Zyklodialyse mit okulärem Hypotonie syndrom am 17.2.2006

Status nach Zyklopexie bei Zyklodialyse mit okulärem Hypotonie syndrom am 17.2.2006 - Status nach YAG- Kapsulotomie 2014

Status nach YAG- Kapsulotomie 2014 - persistierende partielle Mydriase

persistierende partielle Mydriase - zentral multiple Hornhautnarben

zentral multiple Hornhautnarben - monokulare Doppelbilder

monokulare Doppelbilder Der Beschwerdeführer schildere, dass die monokularen Doppelbilder am rechten Auge zunehmend störten. Diese seien am ehesten refraktiv bedingt durch die residualen zentralen multiplen Hornhautnarben und der traumatischen Mydriase zu sehen. Weiterhin liege eine hohe An is ometropie links mehr als rechts vor, die bei einer Kontaktlinsenunverträglichkeit nicht durch Kontaktlinsen korrigiert werden könnten.

Der Beschwerdeführer schildere, dass die monokularen Doppelbilder am rechten Auge zunehmend störten. Diese seien am ehesten refraktiv bedingt durch die residualen zentralen multiplen Hornhautnarben und der traumatischen Mydriase zu sehen. Weiterhin liege eine hohe An is ometropie links mehr als rechts vor, die bei einer Kontaktlinsenunverträglichkeit nicht durch Kontaktlinsen korrigiert werden könnten. 4.4.2 Am 21. Januar 2022 stellte Dr. E.___ fest (Urk. 11/2), i nsgesamt h ätten sich die bekannten Beschwerden ( Visusminderung, Doppelbilder, erhöhte Blendung aufgrund traumatischer Mydriase) im Vergleich zum Vorbefund verstärkt und eine Reduktion der Beschwerden habe nur durch ein dichteres Sichtokklusiv (vor erst) zulasten der Sehschärfe rechts erreicht werden könne.

4.4.2 Am 21. Januar 2022 stellte Dr. E.___ fest (Urk. 11/2), i nsgesamt h ätten sich die bekannten Beschwerden ( Visusminderung, Doppelbilder, erhöhte Blendung aufgrund traumatischer Mydriase) im Vergleich zum Vorbefund verstärkt und eine Reduktion der Beschwerden habe nur durch ein dichteres Sichtokklusiv (vor erst) zulasten der Sehschärfe rechts erreicht werden könne. 4.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, berichtete am 11. September 2020 (Urk. 7/181/11), der Beschwerdeführer leide seit 2004 unter einer chronischen Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen. Ein Migränetagebuch erübrige sich, da der Beschwerdeführer seit Jahren über Dauerkopfschmerzen mit einer Intensität zwischen 7-10/10, ohne schmerzfreie Intervalle, klage.

4.5 Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, berichtete am 11. September 2020 (Urk. 7/181/11), der Beschwerdeführer leide seit 2004 unter einer chronischen Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen. Ein Migränetagebuch erübrige sich, da der Beschwerdeführer seit Jahren über Dauerkopfschmerzen mit einer Intensität zwischen 7-10/10, ohne schmerzfreie Intervalle, klage. 4.6 Dr. med. G.___, leitender Arzt Pneumologie/ Somnologie, und med. pra c t. H.___, Assistenzärztin, Spital I.___, diagnostizierten im Bericht vom 1 3. April 2021 (Urk. 7/222) aus ihrem Fachgebiet ein mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom mit subjektiv stark störendem Schnarchen, aggraviert in Rückenlage. Die Rückenlagevermeidungstherapie mit tels Rucksack habe nicht geklappt, der Beschwerdeführer fühle sich durch den Rucksack extrem stark eingeengt, und es komme erneut zu Angst- und Panik attacken. Ausserdem schmerzten die Schultern, da er sic h nicht mehr gut bewegen könne.

4.6 Dr. med. G.___, leitender Arzt Pneumologie/ Somnologie, und med. pra c t. H.___, Assistenzärztin, Spital I.___, diagnostizierten im Bericht vom 1 3. April 2021 (Urk. 7/222) aus ihrem Fachgebiet ein mittelschweres obstruktives Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom mit subjektiv stark störendem Schnarchen, aggraviert in Rückenlage. Die Rückenlagevermeidungstherapie mit tels Rucksack habe nicht geklappt, der Beschwerdeführer fühle sich durch den Rucksack extrem stark eingeengt, und es komme erneut zu Angst- und Panik attacken. Ausserdem schmerzten die Schultern, da er sic h nicht mehr gut bewegen könne. 4.7 Dr. m ed. J.___, Facharzt für Chirurgie, RAD, kam gestützt auf die vor liegenden medizinischen Berichte zum Schluss, die Stirnhöhlenmukozele, die adäquat versorgt worden sei, habe zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt. Ansonsten könne von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden (Feststellungsblatt vom 7. Juni 2021, Urk. 7/215 S. 7 oben).

4.7 Dr. m ed. J.___, Facharzt für Chirurgie, RAD, kam gestützt auf die vor liegenden medizinischen Berichte zum Schluss, die Stirnhöhlenmukozele, die adäquat versorgt worden sei, habe zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt. Ansonsten könne von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden (Feststellungsblatt vom 7. Juni 2021, Urk. 7/215 S. 7 oben). 4. 8 Laut Austrittsbericht des Spital s I.___, Departement Innere Medizin, vom 15. Oktober 2021 (Urk. 3/3) fand v om 3. bis 11. Oktober 2021 eine stationäre Behandlung statt. Die Aufnahme sei zur analgetischen Einstellung bei Schmerz exazerbation bei chronischen Kopfschmerzen nach Schädeltrauma mit Schädel fraktur rechts frontal und Ablatio retinae rechts erfolgt. Im Computertomogramm ( CT ) des Schädel s seien keine neuen Aspekte im Vergleich zum letzten CT (Juni 2019) zu sehen. Eine Arteriitis temporalis sei bei unpassender Klinik und normaler Blutsenkungsgeschwindigkeit unwahrscheinlich. Es sei eine erschwerte analgeti sche Einstellung erfolgt. In konsiliarischer Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen und der Schmerzsprechstunde des C.___ habe die Medikation auf über wiegend intravenöse A pplikation umgestellt werden können. Darunter sei eine suffiziente Analgesie möglich gewesen. Auch nach Oralisierung seien die Schmer zen im für den Beschwerdeführer erträglichen Bereich geblieben.

4. 8 Laut Austrittsbericht des Spital s I.___, Departement Innere Medizin, vom 15. Oktober 2021 (Urk. 3/3) fand v om 3. bis 11. Oktober 2021 eine stationäre Behandlung statt. Die Aufnahme sei zur analgetischen Einstellung bei Schmerz exazerbation bei chronischen Kopfschmerzen nach Schädeltrauma mit Schädel fraktur rechts frontal und Ablatio retinae rechts erfolgt. Im Computertomogramm ( CT ) des Schädel s seien keine neuen Aspekte im Vergleich zum letzten CT (Juni 2019) zu sehen. Eine Arteriitis temporalis sei bei unpassender Klinik und normaler Blutsenkungsgeschwindigkeit unwahrscheinlich. Es sei eine erschwerte analgeti sche Einstellung erfolgt. In konsiliarischer Rücksprache mit dem behandelnden Neurologen und der Schmerzsprechstunde des C.___ habe die Medikation auf über wiegend intravenöse A pplikation umgestellt werden können. Darunter sei eine suffiziente Analgesie möglich gewesen. Auch nach Oralisierung seien die Schmer zen im für den Beschwerdeführer erträglichen Bereich geblieben. 5.

5. 5.1 Im Zeitpunkt des Z.___ -Gutachtens standen eher nicht-psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung waren nicht vorhanden (E. 3.2). Die Frage, ob der psychiatrisch gestellten Diagnose überhaupt eine invalidisierende Bedeutung zukam, liess das Gericht unbeantwortet, da der Beschwerdeführer ohnehin in der Lage war, in einer angepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (Urk. 7/172 E. 5.4).

5.1 Im Zeitpunkt des Z.___ -Gutachtens standen eher nicht-psychiatrische Beschwerden im Vordergrund. Hinweise für eine schwergradige depressive Störung waren nicht vorhanden (E. 3.2). Die Frage, ob der psychiatrisch gestellten Diagnose überhaupt eine invalidisierende Bedeutung zukam, liess das Gericht unbeantwortet, da der Beschwerdeführer ohnehin in der Lage war, in einer angepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (Urk. 7/172 E. 5.4). 5.2 Seit der Z.___ -Begutachtung trat beim Beschwerdeführer eine Stirnhöhlen mukozele mit Rezidiv auf, die zweimal operativ behandelt wurde. Die Suva nahm einen Rückfall an und sicherte die Übernahme der augenärztlichen und rhinolo gischen Behandlung zu (vgl. Urk. 7/186/335). Laut Bericht en d er B.___-Klinik am C.___ (E. 4.2) bestand eine Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der stationären Aufent halte vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 und vom 3. bis 19. April 2020, dazwischen und danach bestand in Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukoz e le keine Arbeitsunfähigkeit.

5.2 Seit der Z.___ -Begutachtung trat beim Beschwerdeführer eine Stirnhöhlen mukozele mit Rezidiv auf, die zweimal operativ behandelt wurde. Die Suva nahm einen Rückfall an und sicherte die Übernahme der augenärztlichen und rhinolo gischen Behandlung zu (vgl. Urk. 7/186/335). Laut Bericht en d er B.___-Klinik am C.___ (E. 4.2) bestand eine Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der stationären Aufent halte vom 18. Juni bis 2. Juli 2019 und vom 3. bis 19. April 2020, dazwischen und danach bestand in Bezug auf die stattgehabte Stirnhöhlenmukoz e le keine Arbeitsunfähigkeit. Augenärztin Dr. E.___ berichtete (E. 4.4.), dass sich die bekannten Beschwer den insgesamt verstärkt hätten, jedoch durch ein dichteres Sichtokklusiv eine Reduktion derselben vorerst zulasten der Sehschärfe recht s habe erreicht werden können. Dass durch die reduzierte Sehschärfe eine höhergradige Arbeitsunfähig keit als seinerzeit von der Z.___ -Opht h alm ologin (vgl. E. 3.6) attestiert hervorgeru fen würde, wurde von Dr. E.___ indessen nicht berichtet.

Augenärztin Dr. E.___ berichtete (E. 4.4.), dass sich die bekannten Beschwer den insgesamt verstärkt hätten, jedoch durch ein dichteres Sichtokklusiv eine Reduktion derselben vorerst zulasten der Sehschärfe recht s habe erreicht werden können. Dass durch die reduzierte Sehschärfe eine höhergradige Arbeitsunfähig keit als seinerzeit von der Z.___ -Opht h alm ologin (vgl. E. 3.6) attestiert hervorgeru fen würde, wurde von Dr. E.___ indessen nicht berichtet. Bezüglich Kopfschmerzen führte die operative Behandlung der Stirnhöhlen mukozele zu keiner Reduktion, sondern der Beschwerdeführer gab an, die Inten sität derselben habe zugenommen. Allerdings zeigten sich keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei der bereits bekannten Hemihypästhesie und Allodynie im V11-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (E. 4.3.1), und klagte der Beschwerdeführer bereits schon vor der Z.___ -Begutachtung (E. 3) über stärkste, kaum therapierbare Kopfschmerzen (vgl. Urk. 7/46 S. 4 oben). Auch Dr. F.___ (E. 4.5) berichtete gegenüber dem Krankenversicherer eine seit 2004 vorliegende chronische Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen von einer Intensität zwischen 7-10 bei einem Maximum von 10 auf der Schmerzskala und ohne schmerzfreie Intervalle, deren Behandlung bis anhin ohne Erfolg gewesen seien. Infolge einer Schmerzexazerbation unterzog sich der Beschwerdeführer einer stationäre n Behandlung zur analgetischen Einstellung, wodurch e ine Schmerzreduktion in den für ihn erträglichen Bereich erzielt werden konnte (E. 4.7). Eine längerdauernde Verschlechterung bezüglich der Kopfschmerzen kann allein aufgrund dieses stationären Aufenthalts nicht angenommen werden.

Bezüglich Kopfschmerzen führte die operative Behandlung der Stirnhöhlen mukozele zu keiner Reduktion, sondern der Beschwerdeführer gab an, die Inten sität derselben habe zugenommen. Allerdings zeigten sich keine neuen fokal-neurologischen Defizite bei der bereits bekannten Hemihypästhesie und Allodynie im V11-Bereich rechts sowie deutlicher Visusminderung rechts (E. 4.3.1), und klagte der Beschwerdeführer bereits schon vor der Z.___ -Begutachtung (E. 3) über stärkste, kaum therapierbare Kopfschmerzen (vgl. Urk. 7/46 S. 4 oben). Auch Dr. F.___ (E. 4.5) berichtete gegenüber dem Krankenversicherer eine seit 2004 vorliegende chronische Migräne mit exzessiven Dauerkopfschmerzen von einer Intensität zwischen 7-10 bei einem Maximum von 10 auf der Schmerzskala und ohne schmerzfreie Intervalle, deren Behandlung bis anhin ohne Erfolg gewesen seien. Infolge einer Schmerzexazerbation unterzog sich der Beschwerdeführer einer stationäre n Behandlung zur analgetischen Einstellung, wodurch e ine Schmerzreduktion in den für ihn erträglichen Bereich erzielt werden konnte (E. 4.7). Eine längerdauernde Verschlechterung bezüglich der Kopfschmerzen kann allein aufgrund dieses stationären Aufenthalts nicht angenommen werden. 5. 3 Was das neu diagnostizierte Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom betrifft, konnte offenbar - wie von Dr. G.___ (E. 4.6) als Therapieoption angekündigt - eine nächtliche Sauerstofftherapie installiert werden (vgl. Urk. 3/3; E. 4. 8 ). Allerdings geht weder aus dem Bericht von Dr. G.___ noch aus dem Austrittsbericht des I.___ (E. 4.8) hervor, d ass sich das Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt.

5. 3 Was das neu diagnostizierte Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom betrifft, konnte offenbar - wie von Dr. G.___ (E. 4.6) als Therapieoption angekündigt - eine nächtliche Sauerstofftherapie installiert werden (vgl. Urk. 3/3; E. 4. 8 ). Allerdings geht weder aus dem Bericht von Dr. G.___ noch aus dem Austrittsbericht des I.___ (E. 4.8) hervor, d ass sich das Schlafapnoe-/ Hypopnoe -Syndrom auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. 5. 4 Hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes ist v orab darauf hinzuweisen, dass Dr. A.___ (E. 4.1) schon immer von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausging (vgl. Urk. 7/172 E. 3.3). Veränderungen im Psychostatus w u rden für den Zeitraum nach der Renteneinstellung bis zur angefochtenen Ver fü gung in den aktuell aufgelegten Berichten nicht beschrieben, obwohl die behandelnde Psychiaterin (E. 4.1) eine Verschlechterung des Gesundheitszustan des angab. Dementsprechend ist auch ihre Diagnosestellung, welche variiert zwi schen mittelgradig und schwergradig depressiver Störung mit somatischem Syn drom, nicht nachvollziehbar. Insbesondere beschrieb sie i m November 2019 (E. 4.1.1) bei einer schwergradigen depressiven Episode eine massive Antriebs störung, aufgrund derer der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne und soziale Kontakte meide. Gut ein Jahr später im Dezember 2020 (E. 4.1.2) beschrieb sie eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, diagnostizierte aber lediglich eine mittelgradige depressive Episode. Gemäss ihren Angaben fand die psychiatrische Behandlung trotz de s angeblich verschlechter ten Gesundheitszustandes nur alle 4-6 Wochen statt, und verordnete sie selber keine Antidepressiva, angeblich weil dem Beschwerdeführer von anderen Ärzten eine «erhebliche Menge» verschrieben w orden sei. Um welche Medikamente es sich hierbei handelt e, nannte sie nicht, aktenkundig ist lediglich Saroten ( Amytriptylin ), was Dr. A.___ schliesslich mit Bericht vom 24. Januar 2022 (E. 4.1.3) bestätigte. In diesem Bericht führte sie entgegen ihrer früheren Aussage an, es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt, ohne zu erklä ren, seit wann und aus welchem Grund nun mit einer engmaschigere n Be hand lung fortgefahren wurde. Angesichts ihrer Berichterstattung muss angenommen werden, dass sich Dr. A.___ bei ihrer Beurteilung mehr auf die subjektive Befindlichkeit des Beschwerdeführers denn auf seinen Psychostatus gestützt hat. Überdies ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc mit Hinweisen). Insgesamt vermögen deshalb d ie Berichte der behandelnden Psy chiaterin eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nicht darzutun.

5. 4 Hinsichtlich des psychischen Gesundheitszustandes ist v orab darauf hinzuweisen, dass Dr. A.___ (E. 4.1) schon immer von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausging (vgl. Urk. 7/172 E. 3.3). Veränderungen im Psychostatus w u rden für den Zeitraum nach der Renteneinstellung bis zur angefochtenen Ver fü gung in den aktuell aufgelegten Berichten nicht beschrieben, obwohl die behandelnde Psychiaterin (E. 4.1) eine Verschlechterung des Gesundheitszustan des angab. Dementsprechend ist auch ihre Diagnosestellung, welche variiert zwi schen mittelgradig und schwergradig depressiver Störung mit somatischem Syn drom, nicht nachvollziehbar. Insbesondere beschrieb sie i m November 2019 (E. 4.1.1) bei einer schwergradigen depressiven Episode eine massive Antriebs störung, aufgrund derer der Beschwerdeführer zeitweise tagelang nicht aus dem Haus gehen könne und soziale Kontakte meide. Gut ein Jahr später im Dezember 2020 (E. 4.1.2) beschrieb sie eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, diagnostizierte aber lediglich eine mittelgradige depressive Episode. Gemäss ihren Angaben fand die psychiatrische Behandlung trotz de s angeblich verschlechter ten Gesundheitszustandes nur alle 4-6 Wochen statt, und verordnete sie selber keine Antidepressiva, angeblich weil dem Beschwerdeführer von anderen Ärzten eine «erhebliche Menge» verschrieben w orden sei. Um welche Medikamente es sich hierbei handelt e, nannte sie nicht, aktenkundig ist lediglich Saroten ( Amytriptylin ), was Dr. A.___ schliesslich mit Bericht vom 24. Januar 2022 (E. 4.1.3) bestätigte. In diesem Bericht führte sie entgegen ihrer früheren Aussage an, es finde alle 2-3 Wochen eine supportive Psychotherapie statt, ohne zu erklä ren, seit wann und aus welchem Grund nun mit einer engmaschigere n Be hand lung fortgefahren wurde. Angesichts ihrer Berichterstattung muss angenommen werden, dass sich Dr. A.___ bei ihrer Beurteilung mehr auf die subjektive Befindlichkeit des Beschwerdeführers denn auf seinen Psychostatus gestützt hat. Überdies ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc mit Hinweisen). Insgesamt vermögen deshalb d ie Berichte der behandelnden Psy chiaterin eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nicht darzutun. 5.5 Zusammenfassend ist ei ne dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustan des seit der Rentenaufhebung vom Mai 2017 nicht ausgewiesen. Inwiefern wei tere medizinische Abklärungen neue entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnten, ist nicht ersichtlich. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. Ok tober 2021 erweist sich damit als rechtens. F olglich ist die Beschwerde abzuwei sen.

5.5 Zusammenfassend ist ei ne dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustan des seit der Rentenaufhebung vom Mai 2017 nicht ausgewiesen. Inwiefern wei tere medizinische Abklärungen neue entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnten, ist nicht ersichtlich. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. Ok tober 2021 erweist sich damit als rechtens. F olglich ist die Beschwerde abzuwei sen. 6. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800. festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.

6. Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule gen (Art. 69 Abs. 1 bis IVG) und auf Fr. 800. festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden dem Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Daniel Christe

Rechtsanwalt Daniel Christe - Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle - Bundesamt für Sozialversicherungen

Bundesamt für Sozialversicherungen sowie an:

sowie an: - Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)

Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft) 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesge setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu stellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu legen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

Grieder-MartensTiefenbacher