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Der 55-jährige Portugiese, der zugegeben hat, 2009 die Raiffeisenbank an der Freiburger Beaumontstrasse überfallen zu haben, muss ins Gefängnis. Der Präsident des Strafgerichts Saane Nicolas Ayer hat den Mann gestern zu einer unbedingten Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Das Gericht sehe es als erwiesen an, so Ayer, dass der Angeklagte auch die Tat von 2002 begangen habe.
Ausschlaggebend für das Urteil seien die DNA-Spuren und Fingerabdrücke gewesen, die die Polizei in der Bankfiliale und auf weggeworfenen Kleidern gefunden hatte. Auch habe der Mann beim zweiten Überfall ähnlich wie sechs Jahre zuvor gehandelt.
«Sie haben die Angestellten bedroht und erhebliche Risiken in Kauf genommen, um an eine grosse Summe Geld zu gelangen», so Ayer weiter. Während die Bankangestellten von den Ereignissen gezeichnet seien, habe der Verurteilte kein einziges Mal entschuldigende Worte gefunden.
Keine Strafminderung
Das verhängte Strafmass liegt noch höher als jenes, das Staatsanwalt Jean-Luc Mooser gefordert hatte. Der Verurteilte hat seit seiner Festnahme Ende 2010 bereits 22 Monate im Freiburger Zentralgefängnis verbracht. Dort wird er auch die restliche Strafe absitzen.
Sein Anwalt, Jacques Meuwly, hat am Montag vergeblich auf die psychische Schwäche seines Mandanten hingewiesen (siehe FN von gestern). Das Gericht erachtet den Mann trotz seines massiven Medikamentenkonsums als zurechnungsfähig. Auch die angeblichen Drohungen eines dubiosen Erpressers hat das Strafgericht nicht gelten lassen. cf