Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03259.jsonl.gz/368

Der Elektrobass (oder Bassgitarre) ist ein Zupfinstrument. Er gehört zur Gitarrenfamilie, klingt aber, wie dem Namen zu entnehmen ist, tiefer. Er ist gestimmt wie ein Kontrabass - eine Oktave tiefer als die vier tiefsten Saiten der „normalen“ Gitarre.
Der E-Bass klingt nur in Verbindung mit einem Verstärker. Verstärker gibt es als «Combomodelle», bei welchen der Verstärker mit dem Lautsprecher im selben Gehäuse untergebracht ist, wie auch als getrennte Komponenten mit separatem Verstärker und Lautsprecher, in verschiedensten Grössen und Leistungen. Mit dem Lautstärkeregler kann die gewünschte Lautstärke (auch Zimmerlautstärke) bequem eingestellt werden. Verstärker sind auch mit eingebauten Effektgeräten wie Hall, Verzerrer, oder Chorus erhältlich.
Die Saiten des E-Bass’ werden in der Regel abwechselnd mit Zeig- und Mittelfinger gezupft. Eine andere Möglichkeit ist das Spiel mit dem Plektrum (Plättchen) oder das Slappen, bei dem mit dem Daumen auf die Saiten geschlagen wird.
Im Unterricht beginnen wir in der Regel mit dem Spiel mit Zeig- und Mittelfinger. Je nach Vorbildung und Verwendungszweck lernen wir nach Noten (der E-Bass ist im Bassschlüssel notiert) oder nach Tabulatur. Ebenso lernen wir, nach Akkordsymbolen eine Bassstimme zu spielen.
Der E-Bass ist ein wichtiges Instrument in der populären Musik. Er spielt meistens einstimmige Bassmelodien. Zusammen mit dem Schlagzeug und der E-Gitarre, ist er Teil der Rhythmusgruppe einer Band. Ein gutes rhythmisches Gefühl ist deshalb wichtig. Oft ist die Bassstimme zwar einfach gehalten ist (meist in der Volks- oder in der Popmusik), trotzdem ist der E-Bass ein wichtiges Fundament für die Band. Die Bass-Stimme kann manchmal aber auch sehr virtuos und anspruchsvoll sein. So z.B. im Jazz oder beim Funk.
Da der E-Bass tiefer als die Gitarre gestimmt ist, ist sein Hals viel länger. Deshalb sind auch die Bundstäbchen weiter auseinander - die Finger müssen weiter gespreizt werden. Eine gewisse Handspanne ist also Voraussetzung für ein erfolgreiches Erlernen.
Der Unterricht wird ab der 5./6. Klasse empfohlen. Früherer Beginn möglich nach Vorabklärung.
Grundsätzlich wird jüngeren Interessenten empfohlen, die ersten Grundbegriffe des Gitarrenspiels auf der akustischen, klassischen Gitarre zu erlernen.
Warum? Weil der E-Bass viele Parallelen mit der klassischen Gitarre hat, diese aber einen kürzeren Hals hat, gewichtsmässig leichter ist, die Nylon-Saiten weniger Kraft zum Greifen erfordern und die Spielweise mit keinen elektronischen Hilfsmitteln im Zusammenhang steht. Ausserdem gibt es klassische Gitarren in mehreren verschiedenen Grössen, was den Anfang für jüngere Kinder erleichtert. Ein Umstieg auf E-Bass ist später relativ einfach, da die Griffe die gleichen sind und der Anschlag ebenfalls nahezu identisch.
Günstige E-Bässe erhält man schon für ca. Fr. 400.-. Beim Kauf eines Verstärkers kann man anfänglich ruhig einen kleinen Übungsverstärker mit etwa 10 Watt wählen. Es gibt auch Einsteiger-Sets, die aus E-Bass, Verstärker, Instrumentenkabel, Transporthülle und meist einem Stimmgerät bestehen. Diese haben oft ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Von solchen Sets aus den Supermärkten wird aber abgeraten.
Wird das Spielen in einer Band aktuell, muss dann ein Verstärker mit grösserer Leistung besorgt werden.
Die Mietpreise bei Musikgeschäften betragen in der Regel ca. 5%-10% des Kaufpreises pro Monat.