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Nüschenstock
(Kt. Glarus). 2895 m. Gipfel in der Hausstockgruppe, am W.-Rand des Plateaus der Muttenalp, 1 km n. der Muttenseehütte und 5,5 km sö. Linthal. Höchster Punkt der Bergmasse, die w. vom Ruchi (3106 m) den Raum zwischen dem Linththal und dem Durnachthal erfüllt. Der Gipfel erhebt sich als steile rauhe Felsmasse direkt über dem NW.-Ufer des Muttensees. Westwärts fällt er mit vielen Felsbändern, die durch schmale Terrassen (über die der Kistenpassweg emporsteigt) getrennt sind, gegen das Limmerntobel und den Hintergrund des Linththales ab. Auf den tiefern jener Rasenbänder liegt die Alp Baumgarten, auf den höhern weiden die Schafherden der Limmernalp.
Der
Nüschenstock kann von der Muttseehütte des S. A. C. in 1¼ Stunden bestiegen werden und erhält ziemlich oft
Besuch. Der Gipfel besteht ganz aus eocänen Schiefern und Sandsteinen und gehört einem System von horizontal übereinandergeschobenen
und nach N. übergelegten Falten an. Ihre Gewölbekerne, die sich zum Teil als dünn ausgewalzte Keile 1-2 km weit nach N.
erstrecken, bestehen aus Malm und erscheinen als fingerförmige Ausstrahlungen der grossen Malmmasse
des
Selbsanft.
Die zwischen diese Malmkeile eingeklemmten Muldenkerne sind aus Nummulitenkalk und eocänen Schiefern und Sandsteinen gebildet.
Ueber diesem autochthonen Faltensystem, als dessen Wurzel die unter dem
Tödi und dem
Selbsanft liegenden krystallinen Gesteine
des Finsteraarmassivs zu betrachten sind, folgen die grossen Ueberschiebungsfalten der
Glarneralpen. Der tiefsten derselben
gehört der Lochseitenkalk (Malm) an, der n. vom
Nüschenstock die klippenartig auf dem Flysch sitzenden
Gipfelklötze des
Scheidstöckli und des
Vorstegstockes bildet. Der
Faltenwurf des
Nüschenstockes und seiner n. Nachbargipfel
ist an der gegen das
Linththal gewendeten W.-Abdachung sehr deutlich aufgeschlossen und bedingt ihren terrassenförmigen Aufbau.