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Über das Bild
Mit etwas Fantasie könnte es Gozilla sein, der aus dem Nebel schreitet - ist es aber nicht! Dieses Bild zeigt einen offenen Sternhaufen, also eine Ansammlung von ein paar hundert jungen Sternen. In diesem Fall sind es sogar sehr junge Sterne, gerade mal ein bis zwei Million Jahre alt. Der französische Astronom Charles Messier hat diesen Sternhaufen im Jahre 1764 in seinen berühmten Himmelskatalog an 16. Stelle eingetragen, weshalb der Sternhaufen noch heute M 16 genannt wird. Doch erst dank dem Mittel der Fotografie wurde der Astronom Edward Banard im Jahre 1895 auf die auch hier hervorstechende neblige Struktur aufmerksam. Diese wird Adlernebel genannt und mit der Nummer IC 4703 katalogisiert. Es handelt sich um einen Emissionsnebel, das heißt um eine riesige Wasserstoffwolke, in der das Wasserstoffgas zum Leuchten angeregt wird und so in der charakteristischen roten Farbe von 656 nm erstrahlt. Die Quelle der UV-Strahlung sind die jungen heißen Sterne des Sternhaufens, die der Adlernebel umgibt. Deren Strahlung bringt nicht nur den Wasserstoff zum leuchten, sie erodiert auch den dunklen Staub. Dort, wo der Staub lokal verdichtet ist, widersteht er der Erosion und bildet so säulenartige Strukturen, die im Falles des Adlernebels etwas pathetisch Säulen der Schöpfung genannt werden.
An den Spitzen und Rändern der Säulen lassen sich die hohen Gas- und Staubkonzentrationen erahnen, die sich gegen die Photoevaporation behaupten. Aus ihnen können neue Sterne mit Planetensystemen entstehen - ein Wettlauf aus Erosion und Konzentration.
Der offene Sternhaufen M 16 ist 5.600 Lichtjahre von uns entfernt. Er hat eine Ausdehnung von 35 Lichtjahren, der umgebende Adlernebel ist fast doppelt so groß."
Lichtecho.Tutorialsspot - Stefan Taube
Aufnahme Details:
300x30" Nikon D5000; Iso 1600
1500x6,7" DMK 21.AU.618.AS
1200mm/200mm Skywatcher Newton
EQ6
Kein Autoguiding
Aufgenommen am: 08.05.2013