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Prema
Wenn der Sthayi-Bhava (siehe unter Bhava-Bhakti) sich verdichtet und zum Enthusiasmus des Liebesbemühens in der Priti die starke persönliche Zugehörigkeit zu Gott hinzukommt, heißt diese Priti „Prema“. Je nach dem Sthayi-Bhava, dem der Bhakta zugehört, sagt er nun zum Höchsten: „mein Herr!“ oder „mein Freund!“ oder „mein geliebtes Kind!“ oder „mein Geliebter!“
Jeder der Mitspieler Gottes in seiner Lila hat von Ewigkeit her eine dauernde Form seiner Beziehung zu ihm im liebenden Dienen (Sthayi-Bhava). Der Körper eines solchen Gefährten besteht nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Prema, es ist ein Cit-Körper. Zur Steigerung der ewigen Lila wird ein solcher Begleiter in einer fleischlichen Hülle geboren, ohne seinen Cit-Körper dabei zu verlieren. Er muss auch nicht, wie zum Beispiel der Neuling, seine Sthayi-Bhava erst erwerben. Die besondere Art seiner dienenden erkennenden Liebe und das Wesen seiner Person sind von je her völlig eins.
Es wird berichtet, dass die ewigen Begleiter Gottes zu fünf großen Gruppen gehören; man könnte von fünf konzentrischen Kreisen oder Reigen um das Zentrum allen Seins sprechen:
Diese fünf Beziehungsarten finden auf einer Ebene der Transzendenz statt, wo alle Beteiligten einen ewigen spirituellen Körper besitzen, frei vom Geist der Ausbeutung, frei von egoistischen Absichten, frei von weltlicher Lust, frei vom Einfluss der Maya.
„Der Pfad zu dir und deiner Erkenntnis wird wahrgenommen durch das Hören von dem, was die Schriften (von deiner Lila) berichten. So werden die Herzen der Zuhörer geläutert und du lässt dich dort, in ihrem Herzenslotos, nieder. Du bist deinen Geweihten so barmherzig, dass du dich in der bestimmten ewigen Gestalt manifestierst, in der sie immer an dich denken.“ (Bha 3.9.11)
1 Diese Möglickkeit des Verlustes der Bhakti darf nicht missverstanden werden. Bhakti geht nie wirklich verloren. Sie kann jedoch durch die eigene Weltzugewandtheit in diesem Leben aufgeschoben werden, was die Vollendung der Bhava-bhakti zu Prema sogar auf irgendeinein zukünftiges Leben verzögern kann. In der Bhakti gibt es niemals einen Verlust. Doch es gibt keine wahre Liebe ohne Freiheit. Und es ist diese Freiheit des Atma, welche durch eine zwischenzeitliche erneute Anhaftung ans Weltliche, die Entwicklung der Bhakti bis zu ihrer Vollendung zu Premabhakti, verzögern kann. Siehe Sri Krishnas Erklärungen gegenüber Arjuna im 6. Kapitel der Bhagavad-Gita.
2 Es gibt mancherlei Arten von Höllen, es sind Welten, in denen der Guna Tamah (Unwissenheit; Dunkelheit) vorherrscht, die Welten der Asuras; ebenso mancherlei Arten von Himmel, es sind Welten verfeinerten Genusses, in denen der lichte Guna Sattva vorherrscht, die Welten der Devas. Doch alle diese Himmel und Höllen gehören zum Bereich des endlosen Kreislaufs der Geburten und Tode; sie sind vergänglich. Hölle ist hier auch nicht gleichzusetzen mit physischem oder psychischen Leid. Im Sinne des Bhagavatam ist das „Gott-abgewandt-sein“ als höllisch zu bezeichnen. Es sind nicht die leid- oder genussvollen Umstände, welche das Höllische oder das Himmlische definieren. Die Asura-Welten (Höllen) werden daher im Bhagavatam auch „die himmlischen Planeten unterhalb der Erde“ genannt, weil sie hohen materiellen Genuss anbieten (siehe hierzu Bhagavatam 5.24.7-31).
3 Neben diesen fünf Bhavas gibt es noch zusätzlich diverse sekundäre Bhavas. Im Bh.r.s. (dt. Titel: Nektar der Hingabe) sind all diese Bhavas ausführlich erklärt und beschrieben.

Bhakti unter dem Einfluss der Gunas der Maya
Sadhana-Bhakti
geregelte Bhakti
Bhava-Bhakti
Prema
Rasa