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Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever oder beim Kurznamen genannt, der Toller, ist ein kanadischer Hund der Gruppe 8, und gehört somit zu den Apportierhunden, Stöber- und Wasserhunden. Der Name kann mit dem Begriff neuschottischer Enten Apportierhund wortwörtlich aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt werden. Wie der Name bereits ausführlich beschreibt, diente der Toller früher den Jägern beim apportieren der geschossenen Enten. Der sportliche und gelehrige Schwimmer hat sich für die Jagd auf Wasser wie auch an Land bestens bewährt.
Die Legende zum Nova Scotia Duck Tolling Retriever:
Nicht jeder Hund kann von seiner Rasse behaupten, dass eine Legende zu deren Entstehung existiert. Beim Toller ist es aber so, denn über seinen Ursprung wird folgende Geschichte erzählt: In früheren Zeiten, um das 17. Jahrhundert herum, lebten viele Indianer in der kanadischen Gegend Nova Scotia. An einem bekannten Fluss in dieser Region, dem Little River, beobachteten die Indiander das Jagdverhalten von wildlebenden Füchsen. Diese Raubtiere jagten nicht nur im Rudel sondern mit ganz bestimmten Methoden. Dabei liess sich einer der Füchse am Wasser nieder und beschäftigte sich harmlos mit dem Wasser oder Gräsern am Ufer, bis die Enten auf dem Wasser auf ihn aufmerksam wurden. Ein zweiter Fuchs schoss nach gewisser Zeit aus seinem Versteck hervor und erbeutete eine der abgelenkten Enten. Dieses clevere Jagdverfahren imponierte den indianischen Jägern und sie züchteten aus ihren Hunden einen kleinen Fuchs farbenen Apportierhund, mit weissen, fuchsähnlichen Abzeichen. Die Hunde wurden am Ufer nahe der Enten mit Stock werden beschäftigt, was die Enten neugierig machte und in Schussnähe lockte. Der Hund wurde nacher noch dazu genutzt die geschossene Ente aus dem Wasser zu apportieren. Seit 1945 gilt nun dieser Fuchshund als offizielle, kanadische Hunderasse, ob die Legende nun wahr ist oder nicht, weiss keiner, aber dem Namen des Nova Scotia Duck Tolling Retriever würde sie natürlich alle Ehre machen. In anderen Quellen wird davon gesprochen, dass der kanadische Toller aus einer Kreuzung einer leberfarbenen Wavy Coated Retriever Hündin mit einem Labrador ähnlichen Rüden entstanden ist. Um das Jahr 1920 herum war die Rasse aber sogar vom Aussterben bedroht weil sehr viele Tiere in den Jahren von 1908 bis 1912 bei einer schlimmen Staupe Epidemie ums Leben kamen. Colonel Coldwell begann im Jahr 1924 diese Tiere zu sammeln und wollte die Rasse stabilisieren. Schlussendlich besass er 82 Nova Scotia Retriever, mit denen er die Rasse am Leben erhielt und weitere reinrassige Tiere züchtete.
Der Fuchs unter den Hunden - So sieht der Nova Scotia Toller aus:
Der mittelgrosse, sportliche Hund trägt die selbe Fellfarbe und oft auch die selben weissen Fellzeichnungen wie ein Fuchs. Das orange bis rote Fell ist mittellang und bildet eine wasserabweisendende Hülle. Die dreieckigen Hundeohren sind seitlich am Kopf befestigt und liegen nicht zu nah am Kopf an. Der Toller ist einer der kleinsten Retriever Rassen und somit beträgt seine Schulterhöhe nur 45 bis 51 Zentimeter. Der Nova Scotia Duck Tolling Retriever wird ca. 17 bis maximal 23 Kilogramm schwer.
Der Toller - Ist dieser Jagdhund als Familienhund geeignet?
Der neuschottische Enten Apportierhund aus Kanada gehört für uns zu den Gebrauchshunderassen, weil er damals mit einer speziellen Absicht gezüchtet wurde. Seine Aufgabe war es zu apportieren und bei der Jagd zu helfen, was auf den ersten Blick nicht wirklich in ein modernes Familienleben hinein passt. Hunde die zum Jagen gezüchtet wurden sind oft schwieriger zu halten und zu erziehen, da sie im Wald oft ihrem Jagdtrieb verfallen und geschütztes Wild jagen. Der Toller wird heute oft als Drogenspürhund bei der Polizei und am Zoll eingesetzt oder weiterhin für die Jagd oder den Hundesport, wie zum Beispiel Obedience und Agility, eingesetzt. Diese Hunderasse braucht also eine Aufgabe, die ihm als Stubenhocker nicht gegeben wird. Wenn der Toller also in einer Familie gehalten werden will, muss man darauf achten seinen Bedürfnissen trotzdem gerecht zu werden. Spazierengehen und ab und zu den Ball im Garten holen, das reicht diesem aktiven Sporthund nicht aus. Wenn Du Dir also zutraust einen sehr intelligenten Hund wie den kanadischen Toller zu halten und Du ihm immer wieder eine neue Aufgabe zu lösen gibst, wird sich aus Euch sicher ein tolles Team entwickeln. Dabei helfen können Dir beispielsweise schwimmende Wurfspielzeuge, die Dein Hund dann aus einem sicheren Gewässer apportieren kann. Ein unterforderter Toller kann leider schnell unangenehm werden indem er aus Langeweile Sachen zerstört oder sich in die Führungsposition gegenüber dem Menschen stellt und sich als den Chef ansieht. Der Toller ist daher eher nicht der Familienhund, trotz seines freundlichen Wesens, denn er braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit, erst dann entfaltet er sein komplettes Wesen und wird zum idealen Sportpartner.