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Bis um 1800 vermittelt die Volksschule keine Schreibkompetenzen, wie der Zürcher Sozialanthropologe Alfred Messerli nachgewiesen hat. Die Obrigkeiten finden Schreiben unnütz, Lesen reiche allemal. […] Für die Schulen der Deutschschweiz gilt die Rechtschreibung nach Duden […]. Doch die «korrekte» Schreibweise bleibt umkämpft. 1946 schlägt der «Bund für vereinfachte Rechtschreibung» die Kleinschreibung vor. Er findet kein Gehör. Die letzte grosse Reform beginnt 1996: Sie soll das Schreiben vereinfachen. Doch die Neuregelung ist umstritten. Die Reform wird ihrerseits reformiert, mehrere Redaktionen führen eigene Schreibweisen ein oder halten an diesen fest, so auch die NZZ. Die Folge ist eine Re-Pluralisierung der Orthographie.
Danke für die erwähnung unseres vereins! Aber das mit der kleinschreibung war 1924.