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Demnach soll Japan den Kernenergieanteil an der Stromerzeugung in den kommenden 25 Jahren bei mindestens 30-40% halten oder sogar noch erhöhen. Sowohl die Versorgungssicherheit wie die Gefahr einer Klimaänderung sprächen dafür.
Die ANRE geht davon aus, die bestehenden Kernkraftwerke mindestens während 60 Jahren zu betreiben. Dabei komme der Sicherheit die grösste Priorität zu. Ab 2030 wären die heutigen Leichtwasserreaktoren nach und nach zu ersetzen. Aus heutiger Sicht eigneten sich dafür am besten grosse verbesserte Leichtwassersysteme. Für bestimmte Elektrizitätsunternehmen kämen auch kleinere Einheiten in Frage. Die ANRE hält in ihrem Bericht zudem die Bedeutung der Schnellen Brutreaktoren fest: «Sollten Schnelle Brüter realisiert werden, stellen sie sicher, dass Energieressourcen auf einer äusserst langfristigen Grundlage zur Verfügung stehen.» Vorausgesetzt, Schnelle Brüter erfüllten die wirtschaftlichen und weiteren Bedingungen, wären sie nach Meinung der ANRE von 2050 an allmählich einzuführen.
Gemäss ANRE besteht die wichtigste Herausforderung der Nuklearindustrie im Erhalt des hohen Niveaus der Kern- und Sicherheitstechnik sowie der menschlichen Ressourcen. Die grösste Aufgabe der Regierung sei, die politischen Voraussetzungen zu schaffen, um den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung auf dem sich öffnenden Strommarkt zu halten. Dazu gehören nach Meinung der ANRE namentlich die Minderung der Investitionsrisiken bei der Wiederaufarbeitung und Entsorgung, die Überprüfung des Besteuerungssystems, die Förderung strategischer Projekte und die Rückgewinnung des Verständnisses bei der breiten Öffentlichkeit.
Quelle
P.B. nach Atoms in Japan, 16. März 2005