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Im alten Dorfkern von Göschenen führt die Zollbrücke mit dem Torbogen aus dem Jahre 1556 über die Göschener Reuss. Bis ins 17. Jahrhundert befand sich dort die Zollstätte von Uri.
Die Zollbrücke war bis ins 19. Jahrhundert Zollstation für Urner, die in Richtung Süden durch die Schöllenenschlucht und über den Gotthard unterwegs waren. Damals war der Aufstieg durch die Schöllenenschlucht anspruchsvoll und gefährlich.
Es wird vermutet, dass 1556 das alte Tor ersetzt worden ist und die Brücke schon zu dieser Zeit aus Stein gebaut wurde. Die Fahrbahn der Zollbrücke besteht bis heute aus der «Reussbollenpflästerung». Diese ist typisch für den Gotthardsaumweg.
Heute benutzt der Durchgangsverkehr eine Brücke aus den Jahren 1818/36, die 150 Meter flussabwärts von der Zollbrücke steht.
Zollbrücke im Gemeindewappen
Die Wichtigkeit der Zollbrücke in der Geschichte Göschenens zeigt sich auch im Gemeindewappen. Auf diesem sind sowohl die Zollbrücke als auch das Posthorn abgebildet. Die Zollbrücke, wo bis 1830 Zoll erhoben wurde, ist der letzte Zeuge aus der Säumerzeit als jahrhundertelang Söldner, Pilger, Säumer, Händler und Viehherden von Norden in den Süden zogen. Das Posthorn steht für den Postverkehr, welcher ebenfalls über den Gotthard führte.
Rundgang Gotthardtunneldorf Göschenen
Die Zollbrücke ist eine von 14 Stationen des Rundgangs Gotthardtunneldorf Göschenen, der individuell oder auf Anfrage mit Führung von ca. Mai bis Oktober begangen werden kann.