Document ID: /curiavista/filtered/00000.jsonl.gz/152867

<h2>SubmittedText<h2><p>Gemäss französischen Websites, die über den Immobilienmarkt informieren, beabsichtigt der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, die Banken zu mehr Sicherheit zu verpflichten. Damit sie besser gegen die Risiken gewappnet sind, die durch Kreditzinsschwankungen an den Finanzmärkten entstehen, empfiehlt er, ab Anfang 2015 die festen Zinssätze abzuschaffen. Dies hätte grosse Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und auf die Mieten.</p><p>- Hat der Basler Ausschuss sich mit diesem Thema befasst?</p><p>- Welche Position vertreten der Bundesrat und die Schweizerische Nationalbank?</p><h2>FederalCouncilResponseText<h2><p>Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht beschäftigt sich im Rahmen der zahlreichen laufenden Arbeiten auch mit möglichen Eigenmittelanforderungen für Banken bezüglich Zinsrisiken. Der Zweck der Arbeiten ist es sicherzustellen, dass Zinsrisiken in den Bankbilanzen systematisch bemessen und erfasst sind. Ein Verbot oder eine Beschränkung von Produkten, wie beispielsweise festverzinslicher Hypotheken, steht dabei nicht zur Diskussion. Die Arbeiten sind noch im Gange. Es ist daher heute verfrüht, Aussagen darüber zu machen. Der Basler Ausschuss, in dem die SNB und die Finma vertreten sind, wird wie üblich informieren, sobald Ergebnisse vorliegen.</p><p>Generell ist festzuhalten, dass im aktuellen Niedrigzinsumfeld ein erhebliches Zinssatzänderungsrisiko besteht. Während dieses Risiko etwa bei festverzinslichen Hypotheken - zumindest bis zu deren Erneuerung - bei der Bank ist, liegt es bei variablen Hypotheken bei den Haushalten. Beides kann die Finanzstabilität gefährden. Deshalb hat der Bundesrat Massnahmen beschlossen, die einem exzessiven Wachstum der Hypothekarkredite entgegenwirken und die Widerstandsfähigkeit der Banken erhöhen. So müssen etwa Banken aufgrund des vom Bundesrat aktivierten antizyklischen Kapitalpuffers gegenwärtig Hypotheken mit zusätzlichen Eigenmitteln unterlegen.</p>