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Die Degen-Fechter Fabian Kauter und Max Heinzer scheitern bereits im Achtelfinal. Die Schweiz wartet weiter auf die erste Olympia-Medaille.
Debakel für unsere Degen-Fechter bei den Olympischen Spielen in London. Fabian Kauter (26), der Zweite der Weltrangliste, und Max Heinzer (24), die Nummer 5 der Welt, bleiben bereits im Achtelfinal an ihren schwächer eingestuften Gegnern hängen.
Heinzer erteilt in der ersten Runde dem chilenischen Lehrer Paris Inostroza (39) beim 15:2 eine Lektion. Im Achtelfinal unterliegt er aber dem venezolanischen Linkshänder Ruben Limardo (26) mit 11:15. «Vielleicht war es in der ersten Runde fast zu einfach», resümiert der Innerschweizer.
Dabei startet der Hobby-Fischer und dreifache Weltcupsieger hochkonzentriert und geht schnell mit 4:1 in Führung. «Danach wollte ich defensiver agieren und etwas abwarten. Das ist aber nicht aufgegangen.» Nach dem ersten Drittel liegt Heinzer mit 4:5 hinten.
Auch im zweiten Drittel gelingt dem 24-Jährigen ein guter Start, Heinzer führt mit 8:6 und 11:9. «Ich wollte nicht wieder passiv werden und weiter riskieren. Dann bin ich ihm zweimal saudumm ins Messer gelaufen. Wenn es gelingt, bist du der Held. So hats dann aber ziemlich schlimm ausgesehen.»
Nach einem Freilos in der ersten Runde erwischt Fabian Kauter (26) gegen den Franzosen Borel einen schlechten Start. Trotz einer Aufholjagd zum Schluss muss auch der Sohn des zweimaligen Olympia-Medaillengewinners Christian Kauter (65) bereits im Achtelfinal die Segel streichen - 11:15.
Der niedergeschlagene Kauter: «Ich bin so enttäuscht. Ich bin so viel besser als er. Sorry, wenn ich das so sage. Ich habe keine Worte. Ich war locker im Training, fühlte mich gut. Ich dachte wohl, es kommt von selber, aber es kam nicht von selber.» Er zahle brutales Lehrgeld.
Aus der geplanten Medaillen-Feier wird wieder nichts. In der Tea-Time mit Blick-Nina hatte Kauter noch versprochen, mit Roger Federer und Fabian Cancellara durch London zu ziehen, wenn es eine Medaille gibt. Schwacher Trost: Auch der Weltranglistenerste Novosilov scheitert bereits im Achtelfinal.