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Das Schwein ist das zwölfte und letzte chinesische Tierkreiszeichen
In China beginnt das Jahr des Erd-Schweins
Das chinesische Neujahr beginnt im Reich der Mitte heuer am 5. Februar. Es ist der grösste Feiertag im Reich der Mitte.
Chinesinnen und Chinesen leben in der besten aller Welten. Als Konsumfest lassen sie sich in den Grossstädten an Weihnachten verwöhnen. Dann folgt das westliche Neujahr am 1. Januar. Doch das Frühlingsfest oder chinesische Neujahr wenig später übertrifft alles. Es ist das Familienfest schlechthin. Hunderte von Millionen reisen in ihre Heimatorte, um mit der Grossfamilie das Neue Jahr zu begrüssen. Verwandte, Freunde und Bekannte besuchen und beschenken einander. Während dieser Zeit – offiziell eine Woche – stehen in China alle Räder still.
Der zweite Neumond
Dass das chinesische Neujahr im laufenden westlichen Jahr 2019 am 5. Februar beginnt und am 24. Januar 2020 endet, ist auf den Lunar-Solar-Kalender zurückzuführen. Der zweite Neumond nach der Wintersonnenwende ist das Mass, d.h. das chinesische Neujahr beginnt zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar.
Die chinesischen Jahre werden nach zwölf Tierkreiszeichen eingeteilt. Dabei wird jedes Zeichen mit einem der fünf Elemente – Gold (Metall), Holz, Wasser, Feuer und Erde – kombiniert. Daraus ergibt sich ein Zyklus von sechzig Jahren. Mit andern Worten, das laufende Jahr des Erd-Hundes (2018) wird vom Jahr des Erd-Schweins abgelöst. Am 25. Januar 2020 bricht dann das Jahr der Gold-Ratte an. Jedem Tierkreiszeichen werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, was in China – ähnlich wie bei uns die Astrologie – zu variantenreichen Kalenderdeutungen geführt hat. Damit soll vor fünftausend Jahren der legendäre Gelbe Kaiser Huangdi begonnen haben.
Poetische Legende
Die Entstehung der Tierkreise wird in einer poetischen Legende erzählt. Je nach Deutung soll Buddha oder der mythologische Jade-Kaiser Yudi dreizehn Tiere zu einem Festmahl eingeladen haben. Darunter auch eine Katze. Die schlaue Maus – das chinesische Wort bedeutet auch Ratte – liess die Katze wissen, dass der Festschmaus verschoben worden sei. Deshalb fanden sich dann nur zwölf Tiere ein, nämlich in der noch heute gültigen Reihenfolge der Tierkreiszeichen die angriffslustige Ratte, der sanfte Büffel, der verwegene Tiger, der gutmütige Hase, der geistreiche Drache, die schlaue Schlange, das ungeduldige Pferd, das artige Schaf, der wendige Affe, der stolze Hahn, der treue Hund und schliesslich das ehrliche Schwein. Jedes dieser Tiere bekam ein Jahr geschenkt.
Das Jahr des Erd-Schweins
Das am 5. Februar anbrechende Jahr des Erd-Schweins verspricht viel Gutes. Zunächst einmal ist das Schwein das zwölfte und letzte Zeichen. Das Schwein konnte also von den Erfahrungen der elf Vorgänger viel Nützliches lernen. Das Jahr des Schweines, so die Kalenderdeutung, bringt Glück, Reichtum und Zufriedenheit und steht für Loyalität, harte Arbeit, Engagement, Zusammenhalt der Gemeinschaft, Teamgeist und Familie. Damit nicht genug, denn das Erdschwein soll auch galant, wissensdurstig, gut informiert, sachlich, grosszügig und ehrlich sein.
Entscheidend bei der Kalenderdeutung freilich sind nicht nur die allgemeinen Eigenschaften des Schweins, sondern auch jene der einzelnen Menschen. Ihrem Korrespondenten zum Beispiel – ein gutmütiger Hase – sollen im Jahr des Erd-Schweins sensible Momente bevorstehen. Was immer das heissen mag, sei`s drum. Viel wichtiger wären bei der Evaluierung des Schweine-Jahres die internationalen Grössen.
Trump, der Hund
US-Präsident Trump etwa, geboren am 14. Juni 1946, ist ein Hund. Diesem Tierkreiszeichen werden viele Eigenschaften zugeordnet, die in China als besonders positiv angesehen werden: Loyalität, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Verschwiegenheit. Allerdings ist der treue Hund exzentrisch, eigensinnig und egoistisch. Nach der chinesischen Kalenderdeutung, so die Prognose für das Erd-Schwein-Jahr, führen nur eigene Bemühungen zum Erfolg. Man darf gespannt sein.
Xi Jinping, die Schlange
Chinas Staats-, Partei- und Militärchef Xi Jinping, geboren am 15. Juni 1953, ist eine Schlange. Sie wird als tiefsinnig, weise, rätselhaft und geheimnisvoll charakterisiert. Die Schlange soll auch eine geborene Verführerin sein. Im Jahr des Erd-Schweins, so der Rat der Kalenderdeuter, muss die Schlange kämpferisch und überzeugend sein. So wird man also in China wie in Amerika hoffen, dass die schlaue Schlange Xi den treuen Hund Trump zu einer Vereinbarung im Handels- und Wirtschaftskrieg verführen möge.
Der starke Ueli
Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer schliesslich, geboren am 1. Dezember 1950, ist sage und schreibe ein verwegener Tiger. Diesem Tierkreiszeichen werden Mut und Tapferkeit attestiert. Zugleich ist ihm Mut zum Risiko eigen. Er gilt als erfolgsorientiert, unabhängig, stark und gilt als geborener Anführer. Im Erd-Schweine-Jahr, so der Rat der Kalenderauguren, muss sich der Tiger mit andern arrangieren. Mit der EU etwa?
Das beste von Allem, der treue Hund, die schlaue Schlange und der verwegene Tiger kommen nach abwägender Kalenderdeutung gegenseitig gut miteinander aus. Für Amerikaner, Chinesen und Schweizer kann man da nur sagen: Nochmals Schwein gehabt!
Themenbezogene Interessen (-bindung) der Autorin/des Autors
keine
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