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Je früher Englisch, desto besser Französisch
Wer in der Primarschule zuvor Englisch gelernt hat, lernt besser Französisch, behauptet eine im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz" (NFP 56) durchgeführte Pionierstudie.
Primarschulkinder werden mit zwei Fremdsprachen nicht überfordert. Im Gegenteil: Sie profitieren beim Erlernen der zweiten Fremdsprache von der ersten.
So wie mehrsprachig aufwachsende Kinder beim Französisch ebenfalls im Vorteil seien, laut einer in der Zentralschweiz durchgeführten NFP-Pionierstudie.
2004 hatte die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren beschlossen, dass Primarschüler zwei Fremdsprachen lernen sollen.
In der Zentralschweiz wurde daraufhin das Modell 3/5 eingeführt, das Frühenglisch ab der 3. und Französisch ab der 5. Klasse vorsieht. Bis anhin lernten die Kinder mit Französisch nur eine Fremdsprache.
Die gross angelegte Längsschnittstudie zum Tertiärsprachenerwerb bei Kindern ist die erste dieser Art in der Schweiz sowie im deutschen Sprachraum.
Sie zeigt, dass das neue Modell mit Englisch und Französisch wirksamer ist als das alte Modell und keine negativen Folgen für das Wohlbefinden und die Motivation der Kinder im Unterricht hat.
Die umgekehrte Sprachenfolge, also Französisch vor Englisch, könnte zu ähnlich positiven Effekten führen, sagen die Studienautoren.
swissinfo und Agenturen
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