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Es war ein Ende, das sich niemand gewünscht hatte – weder die Zuschauer im Arthur-Ashe-Stadion, noch David Ferrer und auch nicht dessen langjähriger Davis-Cup-Kollege Rafael Nadal. Nachdem der Aussenseiter nach verlorenem ersten Durchgang beim Stand von 2:2 das Break geschafft hatte, liess er den Physiotherapeuten kommen. Zwei Games später gab Ferrer wegen einer Verletzung in der linken Wade auf.
Zuvor hatte Ferrer noch einmal angedeutet, warum er sieben Saisons in den Top Ten beendet hatte und 2013 sogar einmal die Nummer 3 der Welt war. Der 36-Jährige aus Valencia bot seinem Landsmann über weite Strecken Paroli; die beiden lieferten sich von der Grundlinie einen spektakulären Schlagabtausch.
Ehe aber Nadal ernsthaft getestet wurde, war die Partie nach knapp eineinhalb Stunden bereits zu Ende. Ferrer hatte wohl gespürt, dass die Wende gegen den Weltranglisten-Ersten, der in dieser Saison erst drei Partien verloren hatte, in angeschlagenem Zustand bei subtropischen Bedingungen utopisch war.
Juan Martin Del Potro hat bei seinem Erstrundenspiel gegen den Amerikaner Donald Young überhaupt keine Mühe. Der Argentinier zieht mit einem lockeren 6:0, 6:3, 6:4 in die nächste Runde ein. Dort trifft er auf Denis Kudla, einen weiteren Amerikaner und die aktuelle Nummer 72 der Welt.
Für Kathinka von Deichmann endete am US Open in New York die erste Partie an einem Grand-Slam-Turnier bitter. Die Liechtensteinerin musste im Duell zweier Qualifikantinnen gegen die Ukrainerin Anschelina Kalinina wegen Krämpfen aufgeben.
Am Ende konnte sich Kathinka von Deichmann kaum mehr auf den Beinen halten, geschweige denn sich richtig bewegen. Auch Tabletten und der Einsatz der Physiotherapeutin brachten keine Linderung der Krämpfe und der Schmerzen. Nach gut zwei Stunden Spielzeit musste sie beim Stand von 6:1, 6:7 (0:7), 2:5 aufgeben, nachdem sie im entscheidenden Durchgang noch 2:0 geführt hatte. «Es war unmöglich weiterzuspielen», sagte von Deichmann. «Die Bedingungen da draussen waren brutal.»
In ihrer ersten Partie auf Stufe Grand Slam bot Teichmann (WTA 168), die sich erfolgreich durch die Qualifikation gekämpft hatte, eine überzeugende Leistung. Nach dem Break zum 3:2 im ersten Satz gab die 21-jährige Linkshänderin gegen die im Ranking klar besser klassierte Slowenin Jakupovic (WTA 91) nur noch ein Game ab und feierte den grössten Erfolg ihrer Karriere, der mit 93'000 Dollar Preisgeld belohnt wird.
In der 2. Runde trifft die in Barcelona trainierende Teichmann überraschend auf Kaia Kanepi (WTA 44). Die Estin sorgte für die erste grosse Überraschung in Flushing Meadows und eliminierte in der ersten Partie überhaupt im renovierten Louis-Armstrong-Stadion die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien 6:2, 6:4. Das bisher einzige Duell gegen Kanepi verlor Teichmann 2016 klar in zwei Sätzen. (abu/vom/sda)