Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03323.jsonl.gz/1794

Ein Patient wird vom Hausarzt infolge Rückenschmerzen in die Physiotherapie überwiesen. Die Diagnose lautet Rückenschmerzen aufgrund von Bewegungseinschränkung (Blockierungen) in der Lendenwirbelsäule und muskulärer Abschwächung. Der Patient erzählt dem Therapeuten, wie lange er schon Schmerzen hat, wo die Schmerzen sind, was für Bewegungen die Schmerzen verstärken usw. Danach untersucht der Therapeut Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule, Hüftgelenk, Kniegelenk, Fussgelenk, tastet die Muskulatur auf Verspannungen ab und untersucht das Bindgewebe. Der Therapeut schaut, wie der Patient steht, geht und sich bewegt. Der mitgebrachte Röntgenbefund wird vom Therapeuten gelesen und es werden Testungen an einem Gerät durchgeführt, um die Rücken- und Bauchmuskulatur-Abschwächung zu objektivieren. Nach Auswertung der Befundresultate wird zusammen mit dem Patienten besprochen, welche Behandlungsmassnahmen durchgeführt werden müssen. In der Physiotherapie werden Techniken zur Beweglichkeitsverbesserung der Lendenwirbelsäule durchgeführt, die Muskulatur wird gelockert und es werden Übungen zur Stabilitätsverbesserung der Lendenwirbelsäule gezeigt. Zusätzlich wird mit dem Patienten der Arbeitsplatz angeschaut, damit er seine Arbeit ergonomisch durchführen kann. Bei dem Krafttest wird eine massive Abschwächung der Rückenmuskulatur festgestellt. Der Therapeut stellt einen Trainingsplan unter Berücksichtigung der Schmerzsituation und den muskulären Anforderungen, die den Patienten in Beruf, Alltag und Sport erwarten, zusammen. Die Übungen werden genau instruiert und die Übungsausführungen werden regelmässig kontrolliert. Der Trainingserfolg wird durch regelmässige erneute Krafttestungen festgestellt. Je nach Testresultat wird der Trainingsplan an die aktuelle Situation angepasst. Die Kräftigung der Rückenmuskulatur erfolgt jeweils vor der Physiotherapie an Geräten, Hanteln und computergesteuerten Kräftigungsgeräten. Der Arzt wird vom Physiotherapeuten über den Behandlungsverlauf schriftlich informiert.