Document ID: /fineweb-2-swissfilter-quality_10-filterrobots/filtered/03593.jsonl.gz/3217

Der 4. März 2018 wird zum Schicksalstag für RaBe. Dann stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Initiative „Ja zur Abschaffung von Radio- und Fernsehgebühren“ – kurz NoBillag – ab. Die Abschaffung der Billag-Gebühren ist nur das vordergründige Ziel. Dahinter steckt der perfide Plan, die Medienvielfalt der Schweiz zu zerstören. RaBe und acht weitere freie Radios, 25 Lokalradios und -fernsehsender sowie sämtliche Sender der SRG müssten bei einem JA zu NoBillag ihren bisherigen Betrieb einstellen.
RaBe würde ab dem 1. Januar 2019 nur noch über einen Drittel der jetzigen Mittel verfügen und würde die bisherige Konzession verlieren. Mit den übrig gebliebenen Geldern könnte RaBe zwar knapp noch die Miete und die Infrastruktur der Studios bezahlen, aber könnte nicht mehr senden. Da die Initiative die bisherigen Konzessionen aufheben will und die Versteigerung von neuen Konzessionen fordert, müsste RaBe mehrere Millionen Franken aufwerfen können, um überhaupt noch als Radio weiter zu existieren. Dass sich RaBe gegen eine Konkurrenz von milliardenschweren Medienunternehmungen durchsetzen könnte, ist nicht realistisch.
Einige der anderen gebührenfinanzierten Sender würden vielleicht durch neue InvestorInnen gerettet werden. Milliardär Christoph Blocher investiert im Moment viel Geld, um in der Schweiz ein politisch rechtes Medienimperium aufzubauen. Sowohl der russische Propagandasender Russia Today als auch die chinesische CCTV investieren weltweit in Medien, um den Einfluss ihrer autoritären Regierungen zu vergrössern. Vielleicht würde auch der australische Investor Rupert Murdoch, der rechte Zeitungen und elektronische Medien wie FoxNews oder Sky betreibt, ein paar Sender kaufen. Und Silvio Berlusconis Mediaset könnte sich die Tessiner Lokalmedien unter den Nagel reissen.
Für eine vielfältige und politisch ausgewogene Medienlandschaft sowie für ein Weiterbestehen von RaBe gibt es also nur eine Antwort am 4. März 2018: NEIN zu NoBillag. Mehr Argumente, Bilder und Kleber unter www.nonobillag.ch.