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Das G20/OECD-Projekt zur Einführung einer globalen Mindeststeuer von 15 % entwickelt sich schnell und schreitet schnell voran, und die Reaktionen der Länder kommen nur langsam voran.
Der Bund hat der Eidgenössischen Steuerverwaltung und den kantonalen Steuerbehörden den Auftrag erteilt, in Zusammenarbeit mit Interessengruppen aus allen Schweizer Wirtschaftsbereichen mögliche Schweizer Antworten vorzubereiten.
Die im Laufe des Jahres 2021 erscheinende Technical Guidance der OECD zu Regeln für die Berücksichtigung steuerpflichtiger Einkünfte und Zahlungen muss in Schweizer Recht übersetzt werden. Inzwischen hat das Schweizer Parlament die Regierung mit weiteren Steuerreformen beauftragt:
- Die Global Base Erosion Control (GloBE)-Regeln verlangen, dass betroffene Unternehmen eine Gerichtsbarkeitssteuer von mindestens 15 % erheben, um Steuerüberschüsse zu vermeiden. Alle abgedeckten Steuern können auf die zu zahlenden 15 % angerechnet werden und die normalen Steuersätze müssen für betroffene Unternehmen möglicherweise erhöht werden. Das Parlament fordert, dass diese Erhöhungen auf einem “kostenneutralen” Ansatz für die betroffenen Unternehmen basieren. Daher sollten Gebühren und Abgaben, die nicht steuerpflichtig sind, entsprechend reduziert werden.
- Die Reduzierung des Verwaltungsaufwands für Schweizer Unternehmen in Bezug auf ihren Finanzierungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf die Abschaffung der schweizerischen Quellensteuern auf alle aus der Schweiz stammenden Finanzierungen, findet im Parlament breite Zustimmung. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden.
- Die Abschaffung der schweizerischen Stempelsteuer ist ein weiterer Vorschlag, der über die vorgeschlagenen Änderungen der schweizerischen Verrechnungssteuer hinausgeht. Das entsprechende Gesetz wurde im Juni 2021 durch das Parlament verabschiedet und soll, sofern kein Referendum ausgerufen wird, so bald wie möglich im Jahr 2022 in Kraft treten.
Das globale Steuerumfeld verändert sich rasant, und die Schweiz arbeitet zügig daran, ihre Steuerlandschaft zu erneuern und zu erhalten.
Angesichts des breiten Spektrums der Steuerreformen und der Absicht des Staates, Steuern, Gebühren und Abgaben für Unternehmen so weit wie möglich zu ändern, bleibt die Schweiz für globale Geschäfte offen.
Rene zeigen
Partner, Deloitte Schweiz
Manuel Angern
Senior Director, Deloitte Schweiz
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