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Die Riedertalkapelle ist neben der Erstfelder Jagdmattkapelle die bedeutendste Wallfahrtskapelle im Kanton Uri.
Der heutige Bau wurde zwischen 1545 und 1636 (Turm) in Etappen errichtet. Die Ausstattung, eine nahezu vollflächige Ausmalung des Schiffs, konnte 1645 fertiggestellt werden. Im 18. Jahrhundert wurde die Riedertalkapelle vollständig barockisiert.
Ende des 19. Jahrhunderts sollte die Kapelle erweitert werden. Namhafte Architekten wie Paul Siegwart und August Hardegger lieferten Entwürfe. Zur Ausführung sollte 1902 schließlich ein Projekt des Loreto-Architekten Josef Maria Gisler gelangen. Doch noch vor Beginn der Bauarbeiten wurde die ursprüngliche Freskenausstattung wiederentdeckt und der Originalzustand rekonstruiert. Verantwortlich zeichnete dafür Heinrich Gubler. Die Riedertal-Erfahrung prägte auch das spätere künstlerische Œuvre seiner Söhne Max, Eduard und Ernst.
Das Netzrippengewölbe der Riedertalkapelle gehört zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen der Spätgotik in der Innerschweiz. Das ausgemalte Schiff gillt als «Urner Sixtina».
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Marion Sauter, Josef Maria (P. Mauritius) Gisler OSB. Werkverzeichnis, in: Loreto. Festschrift zum 350-jährigen Jubiläum der Loretokapelle Bürglen. Altdorf 2011, S. 97–114