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Entdekckt wurden die beiden Welsarten im Norden des Bundesstaates Minas Gerais in den Flüssen Cipó und Guarda-Mor, die beide Zuflüsse des Rio São Francisco sind. Nur vier Zentimeter misst der beigefarbene mit braunen Flecken versetzte Bunocephalus minerim aus dem Bach Guarda-Mor.
Etwa fünf bis sechs Zentimeter weist der Bratpfannenwels auf, der den Namen Bunocephalus hartii erhalten hat. Er ist ebenso beigefarben und hat hellbraune Punkte und dunkelbraune Flecken.
Beide leben am Bach- und Flussbett und verstecken sich dort unter eingetragenen Blättern und Laub. Nach bisherigen Stand ist ihr Vorkommen auf das Einzugsbecken des Rio São Francisco beschränkt.
Die zwei Winzlinge bekommen von den Forschern der Universität Minas Gerais (UFMG) einen hohen Stellenwert eingeräumt. Ihr Vorkommen weise daraufhin, dass sich das Mikrohabitat noch im Gleichgewicht befindet. Da sie nur in relativ naturerhaltenen Bereichen auftreten, könnten sie zukünftig als Indikatoren für die Bewertung eines Ökosystems fungieren.
Nicht alle Gewässer des Flussbeckens São Francisco gelten als naturnah. Vor allem die Abholzung der Ufergehölze, eine intensive Beweidung und das Einleiten von ungeklärten Abwassern tragen zu ihrer Beeinträchtigung bei. Über 14,2 Millionen Menschen leben im Becken des São Francisco. Von den dort 521 liegenden Munizipen haben allerdings nicht einmal 100 ein ausreichendes Klärsystem.
Der “Velho Chico“, wie der Fluss von der Bevölkerung genannt wird, ist einer der wichtigsten Flüsse Brasiliens. Er dient den Menschen zur Trinkwasserversorgung, für die Schiffahrt, die Stromerzeugung und zur Fischerei. Auf seiner 2.700 Kilometer langen Strecke durchfließt er verschiedene Biome, wie Reste des Atlantischen Regenwaldes, die Caatinga und den Cerrado. Gespeist wird er von knapp 170 Zuflüssen.