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Kairo - Ein Jahr vor der Präsidentenwahl in Ägypten formiert sich die Opposition um den früheren IAEA-Chef Mohammed El Baradei. Rund 30 Vertreter mehrerer Parteien und Bewegungen beschlossen bei einem Treffen die Bildung einer "Nationalen Koalition für eine Wende".
An deren Spitze soll der 67-jährige El Baradei stehen. Der international hoch anerkannte Diplomat war bei der Rückkehr in seine Heimat mit viel Jubel willkommen geheissen worden. Er schloss nicht aus, bei der Präsidentenwahl 2011 selbst gegen den seit 30 Jahren amtierenden Husni Mubarak zu kandidieren.
Der 81-jährige Mubarak hat sich bislang nicht dazu geäussert, ob er noch einmal antreten wird. Viele Ägypter rechnen aber damit, dass er im Amt bleiben oder die Macht an seinen Sohn Gamal übergeben will.
Die Oppositionsbewegung unter El Baradei will zunächst eine Kampagne für eine Verfassungsänderung starten. Dadurch soll es für unabhängige Kandidaten leichter werden, sich um das Präsidentenamt zu bewerben.
Nach den gegenwärtigen Regeln ist es kaum realistisch, ohne die Unterstützung von Mubaraks Nationaldemokratischer Partei erfolgreich für das Präsidentenamt zu kandidieren.
SDA-ATS