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Die Djembé ist eine Handtrommel, die ursprünglich aus Westafrika kommt. In der Sprache des Banama-Volkes (Mali) bedeutet „djembe“ ungefähr „alle kommen zusammen“.
Die Djembé wäre demzufolge ursprünglich eine Trommel, um die Leute zusammenzurufen (zusammenzutrommeln). Dabei bleibt aber eine Djembé wohl selten allein: viele Westafrikanische Rhythmen sind mehrstimmig.
Der Körper der Djembé besteht aus Holz, typischerweise aus einem Stück Hartholz, das den Trommelbauern Westafrikas in ihren Wäldern zur Verfügung steht. Die Membran ist in der Regel ein Ziegenfell, vorzugsweise eines weiblichen Tiers. Metallringe und Schnüre vervollständigen die Konstruktion. Innen bleibt das Holz relativ roh behauen, was die Klangfarbe gewollt beeinflusst. Aussen kann das Holz mit figürlichen und symbolischen Darstellungen verziert sein.
Eine Djembé kann sehr laut gespielt werden. Sie soll offenbar auch als Signaltrommel über weite Strecken Verwendung gefunden haben. Wird ihr nach unten offener Resonanztubus teilweise oder ganz von der Unterlage gehoben, erklingt besonders beim sog. Bass-Schlag in der Fellmitte ein druckvoller Basston. Andere wichtige Schlagarten sind „Slap“ und „Tone“. Die Anschlag-Kunst besteht darin mit wenig physischer Kraft, konzentriert auf den Schlag, einen guten Ton zu erzeugen.
Die Djembé ist über Frankreich, der ehemals dominierenden Kolonialmacht in Westafrika, in Europa zu einer populären Trommel geworden. Es gibt unzählige Lehrer/innen in Europa, von denen viele direkt von westafrikanischen Meistern gelernt haben.
Ich spiele die Djembé gerne. Die Hand-Schlagtechniken erfordern eigentlich Übung, obwohl es einfach aussieht. Die komplexen Rhythmen, oft auch Polyrhythmen der westafrikanischen Musik sind eine faszinierende Herausforderung für Mitteleuropäer.