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Bei zuvor sechs Starts auf oberster Stufe hatte es Simone Wild noch nie in den Finaldurchgang geschafft. Anders in Are: Im ersten Lauf verbesserte sich die 22-jährige Zürcherin, die erst mit Nummer 45 starten durfte, in den 15. Zwischenrang. Am Nachmittag fuhr Wild dann keineswegs zaghaft, sondern setzte sich an die Spitze und machte gar noch sieben Positionen gut. Auf Siegerin Vonn büsste Wild 1,55 Sekunden ein.
Nicht nach Wunsch lief es Lara Gut, die fast zwei Sekunden verlor. Die 24-jährige Tessinerin fiel im zweiten Durchgang gar noch um eine Position auf den 13. Platz zurück. In den zwei Riesenslaloms zuvor in diesem Winter hatte Gut die Ränge 1 (Aspen) und 4 (Sölden) belegt.
Weltcup-Punkte gab es im Riesenslalom von Are auch für Wendy Holdener (18. Platz) und Rahel Kopp (29.)
Ebenso überraschend wie Wilds Leistung muss auch diejenige von Lindsey Vonn eingestuft werden. Die 31-jährige Amerikanerin hatte vor Wochenfrist in Lake Louise zwei Abfahrten und ein Super-G gewonnen. Nun triumphierte sie erstmals seit fast drei Jahren auch wieder in einem Riesenslalom. Insgesamt war es Vonns 71. Weltcupsieg.
Im WM-Ort von 2019 distanzierte Vonn, die schon zur Halbzeit geführt hatte, die Österreicherin Eva-Maria Brem um sieben Hundertstel. Dritte wurde die Italienerin Federica Brignone, die Siegerin von Sölden.
Mikaela Shiffrin hingegen musste für das Rennen Forfait geben. Die Amerikanerin stürzte am Samstagmorgen beim Einfahren und verletzte sich. Über die Art der (Knie-)Verletzung wurde noch nichts bekannt. Shiffrin, die nach dem Sturz stark hinkte, wurde von Are ins Spital nach Östersund verlegt. Dort soll eine MRI-Untersuchung für mehr Klarheit sorgen. Gemäss ersten Informationen ihres Managers Kilian Albrecht soll das Kreuzband nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
Sarah Hector verletzte sich vermutlich ebenfalls am Knie. Die in Are mit der Nummer 1 gestartete Schwedin musste im ersten Lauf mit dem Schlitten abtransportiert werden.
(SI)