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Neujahrsblatt des Zürcherischen Artilleriekollegiums
02.01.2024
Das Zürcherische Artilleriekollegium lud am 2. Januar 2024 ins Zufthaus zur Meisen zum traditionellen Neujahrsapero und zur Präsentation des ebenso traditionsreichen Neujahrsblattes auf das Jahr 2024 ein. Das diesjährige Neujahrsblatt trägt den Titel "Die Artillerie der Schweizer Armee hat wieder Zukunft" und wurde von Oberst i Gst Stefan Holenstein verfasst.
Der Verfasser stellt in seiner Schrift (60 Seiten, 21 Abbildungen) die wesentlichen Entwicklungs-
schritte der Schweizer Artillerie bis zum Höchststand in der Dekade nach 1980 dar. Eine neue Lage-
beurteilung nach der Wende von 1989, gestützt auf die nachfolgenden Armeereformen, insbesondere
jene der Armee XXI, forderte, dass sich die Armee auf die wahrscheinlichsten und nicht mehr auf die
gefährlichsten Fälle ausrichten sollte. Das Know-how und die Kompetenzen müssten erhalten bleiben,
aber für die Fähigkeit, sie auch einzusetzen, sowie den allfällig nötigen Aufwuchs bleibe Zeit genug.
Für die Artillerie bedeutete «Entwicklung» vor diesem Hintergrund vor allem eines: Abbau!
Seither ist es um den eigentlichen Kernauftrag der Armee, die Fähigkeit zu kämpfen und sich zu ver-
teidigen, schlecht bestellt. Zunächst muss eine eher statische Einsatzdoktrin für die noch verbliebene
Artillerie festgestellt werden. Sodann haben bis vor kurzem finanzpolitische Überlegungen und der
Blick fast ausschliesslich auf die hybriden Bedrohungen dazu verführt, den Einsatz von Panzern und
Artillerie im überbauten Gebiet der Schweiz für eher unwahrscheinlich zu halten.
Nun ist die Realität aufgrund des Ukraine-Kriegs mitten in Europa mittlerweile eine andere, und sie
wurde erkannt. Die Panzerhaubitze M109 aus dem Jahr 1974 steht vor dem Nutzungsende. So trifft
es sich gut, dass die Artillerie mit einem seit 2017 aufgegleisten Beschaffungsprojekt betreffend die
Einsatzdistanzen von mittlerer Reichweite ihre Feuerkraft zurückerhalten soll. Die beiden noch in der
engeren Wahl stehenden Artilleriesysteme werden denn auch ausführlich vorgestellt.
Schliesslich würdigt der Verfasser ausführlich den Stand der Debatte um die Verteidigungsfähigkeit
der Armee und betont insbesondere den Wert des Milizsystems und des Erfolgsmodells Milizarmee.
Zum Hinschied von Militärpublizist Oberst Heinrich L. Wirz
27.12.2023
Am Sonntag, 3. Dezember 2023 ist Militärpublizist und EMPA-Mitglied Oberst Heinrich L. Wirz, 88-jährig in Bern unerwartet verstorben.
In seiner überaus langjährigen Tätigkeit als Militärpublizist war Oberst Wirz Chefredaktor der "Pro MILITIA"-Zeitung, Bundeshauskorrespondent der Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift ASMZ, Redaktor von Armee Logistik. Er verfasste für die verschiedensten Publikationen unzählige Beiträge, Artikel und Analysen, arbeitete an zahlreichen Publikationen mit oder gab selber solche heraus.
Henry, wie er genannt wurde, war ein überzeugter Verfechter der Schweizer Milizarmee. Sein permanentes und unermüdliches Engagement galt einer starken, gut ausgerüsteten, gut finanzierten und modernen Milizarmee. Er war profunder Kenner der Schweizer Sicherheits- und Militärpolitik.
Seit 1994 war Oberst Wirz Mitglied der EMPA International. Er nahm an insgesamt 15 EMPA- Kongressen teil, zuletzt 2015 in Berlin. Die Pflege der Kameradschaft unter gleichgesinnten, auch über die Landesgrenzen hinaus, war ihm sehr wichtig.
Bis zuletzt war Heinrich L. Wirz der EMPA International und der EMPA Schweiz als Mitglied eng verbunden. So unterstützte er als grosszügiger Donator die Durchführung des EMPA Congress 2023 in Zürich.
EMPA International und die EMPA Schweiz werden Oberst Heinrich L. Wirz in dankbarer Erinnerung behalten. Er war uns ein guter Kamerad und Freund.
Den Angehörigen entbietet die EMPA ihr aufrichtiges Beileid.
Der Gedenkgottesdienst von Oberst Heinrich L. Wirz findet am Freitag, 19. Januar 2024 um 11.00 Uhr, Petruskirche, Brunnadernstrasse 40 in Bern statt.
Jahrestermine 2023
13.03.2023
Unsere Jahrestermine 2023 sind wie folgt:
Mi, 22. März 2023: Generalversammlung Zürich
Sa, 22. April 2023: Bodenseekongress 2023 in AT- Bregenz
02.-04.06.2023: Eidg. Feldschiessen
15.-18.08.2023: EMPA Kongress im Raum Zürich
EMPA Kongress 2022 in Helsinki
30.05.2022EMPA Intern
Vom 4.-7. Oktober 2022 findet in Helsinki, Finnland der Jahreskongress 2022 der Europ. Military Press Association statt. Die Militärfachjournalisten werden ein Panzerbataillon, die finnische Rüstungsindustrie und die finnische National Defence Academy.
EMPA Kongress 2021 in Zadar, Kroatien
29.08.2021
Der internationale EMPA-Kongress 2021 findet vom 5.-8. Oktober 2021 in Zadar, Kroatien statt. Neben dem General Meeting finden Besichtigungen bei den kroatischen Streitkräfte in Split und Knin statt.
In eigener Sache: EMPA-GV physisch durchgeführt
18.08.2021
Die diesjährige GV der Eurp. Military Press Association (Schweiz) hat am 18. August 2021 in Zürich stattgefunden. Die statuarischen Geschäfte konnten speditiv behandelt werden, so dass für den interen Gedankenaustausch genügen Zeit blieb. Auch die Militärfachpresse ist mit rückgängigen Leserzahlen, Digitalisierung und sinkenden Werbeinnahmen konfrontiert. Für das laufende Jahr ist je nach Corona-Situation noch 1 Anlass geplant, für das kommende Jahrt hofft der Vorstand, wieder Anlässe im gewohnten Rahmen durchführen zu können. Auf der sicherheitspolitischen Agenda stehen Themen wie AIR2030 oder die Alimentierung der Armee im Vordergrund.