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Ein Basler Team von Sportwissenschaftler und Psychologen untersuchte 862 Studenten.
Diese mussten Auskunft geben über die Qualität ihres Schlafes, über die Häufigkeit und Art ihrer sportlichen Betätigungen sowie darüber, wie fit sie sich fühlten. Ausserdem sollten sie einschätzen, ob sie genügend für ihre Gesundheit täten.
Das Resultat war auch für die Forscher eher überraschend: Nicht derjenige der sich körperlich viel betätigt schläft besser, sondern der, der sich fit fühlt und meint, er bewege sich genug für seine Gesundheit.
Tatsächliche versus gefühlte Fitness
Ein Viertel der Befragten, welche sich nach eigener Einschätzung genug bewegten, wies tatsächlich eine der tiefsten Aktivitätsraten auf. Umgekehrt: 16% der Teilnehmer, die eher unzufrieden sind mit ihrem sportlichen Verhalten, bewegten sich tatsächlich häufiger als die meisten anderen.
Der Grund solcher Fehleinschätzungen vermuten die Forscher im Umfeld: Wer von Bewegungsmuffeln umgeben ist, fühlt sich selber schnell mal ''sportlich'' – und umgekehrt: Wer Aktivisten um sich hat, hat schnell mal das Gefühl ''faul'' zu sein.
Auch wenn medizinische Literatur den positiven Einfluss auf körperliche Betätigung auf den Schlaf hervorhebt, konnte dies bis heute wissenschaftlich nicht belegt werden. Sport falsch ausgeführt kann auch den Schlaf trüben: wer zum Beispiel kurz vor dem ins Bett gehen sich körperlich betätigt oder sich zu viel Sport zumutet schläft schlechter, so die Psychologen.
Die Psychologen konnten bei Basler Polizisten nachweisen, dass die Schlafqualität nicht unbedingt mit der körperlichen Aktivität zusammenhängt, sondern auch damit, wie sie sich selber fühlten. Bei Kindern und Jugendlichen hingegen hätten sie belegen können, dass Bewegung tatsächlich mit der Schlafqualität zusammenhängt: Kinder, die sich mehr bewegten, schliefen besser.
Warum solche gegensätzlichen Resultate? Eine Vermutung der Forscher ist, dass sich Kinder sowieso keine grossen Gedanken über ihr Bewegungsverhalten machen; sie sind entweder aktiv oder eher nicht.
Die Forscher betonen, es sei erwiesen, dass Sport und Bewegung sowohl die körperliche wie auch die psychische Gesundheit – und damit den Schlaf – positiv beeinflussen. Betroffene mit Schlafstörungen rigoros zu mehr körperlicher Bewegung zu animieren, sei aber nicht in jedem Fall nur von Vorteil. Wichtig sei, dass die Person sich selber fit fühle und das Gefühl hat, genügend dafür zu tun – das bringe nach den neusten Erkenntnissen den besseren Schlaf.