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Die Selbstheilungskräfte.
Krankheiten, die wie von selbst heilen? Alles Scharlatanerie?
Fest steht heute: Unser Körper verfügt über Selbstheilungskräfte. Das Gehirn und seine mentalen Fähigkeiten spielen dabei eine grosse Rolle.
Im Gegensatz zu Wunderheilungen, die den Naturgesetzen zu widersprechen scheinen, ist die Existenz von medizinischen Spontanheilungen von der wissenschaftlichen Medizin anerkannt. Die wissenschaftliche Literatur verzeichnet seit ca. 1950 zunehmend Berichte über einzelne Spontanheilungen von schweren Erkrankungen, zur Zeit ca. 30 Fälle pro Jahr (Quelle: PubMed). Es handelt sich hauptsächlich um Infektionen, Magen-Darm-Entzündungen und Diabetes (je ca. 20 %).
Spontanheilungen von Krebserkrankungen stoßen naturgemäß auf besonderes Interesse der Allgemeinheit wie auch der Fachöffentlichkeit. Bei Krebsheilungen, die nicht infolge von Therapiemaßnahmen auftreten, wird auch von spontaner Remission gesprochen. Korrekt dokumentierte Vorkommnisse sind selten (Medline: ca. 4 Fallbeschreibungen pro Jahr; 1989-2001 insgesamt 42 Fälle). Es handelte sich vorwiegend um Lymphome, Leukämien und Krebs der Nieren. Nach heutigem Verständnis muss insbesondere das bösartige Tumorgewebe durch feingewebliche Untersuchung nachgewiesen sein; die Heilung bzw. Besserung muss durch klinische und technische Untersuchungen über längeren Zeitraum bestätigt sein.
Eine neue Wissenschaft, die Psychoneuroimmunologie, will herausfinden, was genau passiert, wenn der Geist den Körper heilt. Die Psychoneuroimmunologie (PNI) ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung des Nervensystems, des Hormonsystems und des Immunsystems beschäftigt.
Die verschiedenen Ansätze für Selbstheilungsprozesse sind unterschiedlich.