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Speiseröhrenkrebs
Es gibt verschiedene Speiseröhrenkrebsarten, die man aufgrund der Zellen unterscheidet, aus denen sich der Tumor entwickelt. Dieser relativ seltene Krebs kommt pro Jahr schweizweit bei 400 Personen vor, davon sind die meisten über 50 Jahre alt. Vor allem Männer sind davon betroffen. Das Speiseröhrenkarzinom in fortgeschrittenem Stadium führt zum Schrumpfen der Speiseröhre, was zu Erstickungssituationen, Brennen hinter dem Brustbein und Verhindern des Schluckens (Dysphagie) führt.
Tumorgeschwür der Speiseröhre
Der Speiseröhrenkrebs kommt relativ selten vor: 1.8% der Krebsarten bei Erwachsenen (2.4% bei Männern und 1.1% bei Frauen). Die Häufigkeit in der Schweiz liegt bei 10/100'000, was etwa 450 neuen Fällen pro Jahr entspricht.
2.2% der durch Krebs verursachten Todesfälle sind auf Speisenröhrenkrebs zurückzuführen (3.1% bei Männern und 1.3% bei Frauen). In Genf (CH) entspricht dies der 17. Krebstodesursache bei Frauen und der 11. bei Männern.
Dieser Krebs betrifft vor allem Männer, die älter als 60 sind.
Das Vorkommen des Speiseröhrenkrebses ist viel häufiger in China und andern Ländern Asiens. Dies lässt sich durch die Anwesenheit von Risikofaktoren oder das Fehlen von Schutzfaktoren in der Ernährung der Einwohner dieser Länder erklären.
Die Prognose hängt von der Krebsart, der Lage und dem Zeitpunkt der Diagnose ab.
|Ueberlebenschance 5 Jahre nach chirurgischer Entfernung des Tumors:||30%|
Der heisse Rauch des Tabaks (die Verbrennung des Tabaks erreicht 850°) reizt und verändert zunehmend die Schleimschicht in der Speiseröhre. Das Risiko für Pfeifenraucher ist höher als für Zigarettenraucher.
Der Speiseröhrenkrebs kann überall entlang der Speiseröhre auftreten. Hauptsächlich gibt es 2 Formen:
- Plattenepidermiskarzinom, entstanden aus den Schleimhäuten und dem Epithel, die die Speiseröhre auskleiden.
- Adenokarzinom, enstanden aus den Drüsenzellen des unteren Drittels der Speiseröhre oder hervorgerufen durch zurückfliessenden Magensaft, der die Zellen überreizt.
- Dysphagie: Schluckprobleme
- Schmerzen auf Höhe des Brustbeins oder des oberen Rückens
- Druck oder Brennen in der Brust oder im Hals
- Erbrechen oder Nahrung im falschen Hals
- Schlechterer Allgemeinzustand, Gewichtsverlust
- Auswurf
- Blutiges Erbrechen
Endoskopie des oberen Verdauungstraktes: Vom Spezialisten in die Speiseröhre eingeführtes Röhrchen, womit der Tumor sichtbar gemacht werden kann - Biopsie (Analyse einer Gewebeprobe) - Scanner
Chirurgische Behandlung (Total- oder partielle Entfernung eines Tumors und benachbarter Gewebe), Radiotherapie (Zerstörung der Krebszellen mit hochenergetischen Röntgenstrahlen und/oder Chemotherapie (Verabreichung von Medikamenten, die die Entwicklung und Verbreitung der Krebszellen aufhalten).
Dem Speiseröhrenkrebs liegt nicht nur eine einzige Ursache zugrunde, aber mehrere Faktoren können dazu beitragen, dass eine Person daran erkrankt:
- Tabaksucht, vor allem zusammen mit Alkoholmissbrauch
- Läsionen der Zellen, die das Innere der Speiseröhre auskleiden, wie z.B. durch das Zurückfliessen von Magensäure während vieler Jahre (Barrett-Speiseröhre).
Es wird angenommen, dass folgende Faktoren ebenfalls den Speiseröhrenkrebs begünstigen können:
- Häufiger Verzehr von Geräuchtem
- Häufiger Konsum von sehr heissen Getränken
- Uebergewicht
Bibliographie:
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Dossier cancer oesophage. Auteurs : J.M. Simon, J.J. Duron, C. Hoang, CHU PS, 2002-2003.
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Genfer Krebsregister, 2000, unter: