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Als die Anleger begannen, sich von Schuldbriefen und Schweizer Staatsobligationen abzuwenden, und sich mit fremden Staatspapieren sowie Aktien und Obligationen in- und ausländischer Transport-, Finanz- und sonstiger Unternehmen eindeckten, waren vermehrt die Dienstleistungen der Bank gefragt. Sie war anders als ihre Kunden in der Lage, die komplizierte Verwaltung der Wertpapiere zu übernehmen. Sie sorgte beispielsweise für die rechtzeitige Einlösung der säuberlich von der Aktie abzutrennenden Dividendencoupons im In- und Ausland. Weiter konnten dank dem gut ausgebauten Informationsnetz und den Abonnements sämtlicher Finanzzeitungen wichtige Informationen zu Wertpapieren frühzeitig berücksichtigt werden – wenn beispielsweise im Rahmen einer Konversion neue Konditionen (Zins, Laufzeit etc.) für eine Obligation angekündigt wurden. Die Kantonalbank führte auch Aufträge der Kunden zum An- und Verkauf von Wertpapieren aus.
Die Tätigkeit im Effektengeschäft war allerdings umstritten. Ende des 19. Jahrhunderts mehrten sich die Stimmen, die der Zürcher Kantonalbank den Ankauf und Verkauf von Effekten für Kunden verbieten wollten. Eine Staatsbank dürfe sich nicht dem Vorwurf aussetzen, den Ruin einzelner Personen mitverschuldet zu haben. Der Bankrat wollte diesen lukrativen Geschäftszweig aber nicht an andere Banken abgeben. Zudem gab man explizit keine Ratschläge für Börsenoperationen ab und versuchte «Börsenspieler» fernzuhalten. So hiess es etwa an der Bankratssitzung vom 30. November 1882: «Der Verkehr, welcher die Kantonalbank an der Börse vermittle, sei ein sehr unschuldiger und auch ein ziemlich beschränkter. (…) Animiert zu Börsenspekulation werde durch die Kantonalbank Niemand, es werden auch keine Räthe in Börsenoperationen ertheilt.»