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Robert Louis Stevenson wurde 1850 als Sohn eines Leuchtturmingenieurs in Edinburgh geboren, gab eine juristische Karriere zugunsten der literarischen Aktivität auf, heiratete die zehn Jahre ältere Amerikanerin Fanny Osbourne, reiste – auf der Suche nach einem Kurort für sein Lungenleiden – rastlos um die Welt: durch ganz Europa, Amerika und in die Südsee, wo er 1894 starb.
»Wir sollten bei der Lektüre dieses vielschichtigen, schillernden Autors, dieses erlesenen Sprachmeisters Robert Louis Stevenson, wie ein kongenialer Sprachmeister, Oscar Wilde, den Sachverhalt gelassen beschreibt, von der ohnehin unnützen, aber speziell in unseren Breiten immer wieder gern bemühten Zauberformel ›trivial‹ Abstand nehmen; sie war nie mehr als eine schlechte Angewohnheit deutschsprachiger Rezensenten, die sich im Falle Stevensons selbst richtet. Denn seine großen Romane sind samt und sonders der Kategorie Abenteuerroman zuzuordnen – und dennoch literarische Werke von Rang.«Buchkultur
»Stevenson hat ebensoviel wie die intellektuellen Schriftsteller getan, um den menschlichen Geist erkennbar zu machen, er ist ebenso ergreifend und tiefgründig, aber gleichzeitig sind seine Bücher tolle Abenteuergeschichten. Er ist niemals langweilig, niemals geschraubt, er schneidet nicht auf. Und ich sehe nicht ein, warum man Kunst oder Literatur in einem ernsthaften Sinne betreiben sollte, ohne Vergnügen zu bereiten. Außergewöhnliche Abenteuer zu ersinnen hindert Stevenson nicht daran, ein großartiger Schriftsteller zu sein.«Roland Topor