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Zum Abschluss des australischen Aufenthalts starteten wir am Cadel Evans Great Ocean Road Race. Ein Rennes welches zum UCI World Tour Kalender gehört. Die Motivation war hoch und ich wollte mit einem positiven Gefühl nach Hause reisen. Das Rennen war vom starken Wind geprägt. Bereits nach 7km wurde das Feld zum ersten Mal geteilt. Ich befand mich in der zweiten Gruppe und wir konnten den Kontakt zur ersten Gruppe wieder herstellen. Bei zirka 30km geschah mir ein Missgeschick und ich kam zu Fall. Glücklicherweise zog ich mir nur Schürfungen zu und konnte das Rennen fortsetzen. Leider kam ich anschliessend nicht mehr in den Rennmodus. Nach 90km wurde das Feld erneut zerrissen. Leider konnte ich den Kontakt zum Feld nicht mehr herstellen. Ich beendete meinen Renntag nach 120km. Ein rabenschwarzer Tag. Es gilt diesen Tag zu vergessen, aus den Fehlern zu lernen und nach vorne zu schauen. Die Saison hat gerade erst begonnen.
Beim Race Torquay handelte es sich um ein Rundstreckenrennen. Dabei galt es einen 13km langen praktisch flachen Kurs 10mal zu bewältigen. Glücklicherweise startete das Rennen erst am Abend, da es am Mittag gegen die 40Grad hatte. Das Rennen wurde wie erwartet im Massensprint entschieden. Ich konnte auf den letzten Kilometern meine Arbeit für unseren Sprinter Sarreau gut erfüllen. Dieser wurde Sechster. Ich klassierte mich im Hauptfeld auf Rang 37.
Nach dem Eröffnungskriterium ging die Saison mit der sechstägigen Tour Down Under so richtig los. Die beiden ersten Etappen waren eine Angelegenheit für die Sprinter. Ich beendete beide Etappen im Hauptfeld zeitgleich mit dem Sieger. Die 3. Etappe war um Einiges anspruchsvoller. Sie endete mit einem steilen 1.2km langen Anstieg. Meine Position war am Beginn der Steigung leider nicht ideal. Die 1.2km dauerten lediglich 3-4min und bevor die Steigung begann, war sie auch schon zu Ende. Ich beendete diese Etappe auf Rang 20 mit 23 Sekunden Rückstand. Die Etappen vier und fünf überstand ich ohne weitere besondere Vorkommnisse. Ich beendete diese Etappen jeweils zeitgleich mit dem Sieger. Die sechste Etappe sollte die Entscheidung herbeibringen. Es handelte sich um die „Bergankunft“ in Willunga. Dabei gilt es diese berühmte Steigung zweimal zu bewältigen. Die Steigung dauert rund 7min. Ich startete als 21. im Gesamtklassement und hoffte einen Sprung im Gesamtklassement nach vorne zu schaffen. Dies gelang mir jedoch nicht wie erhofft. Ich verbesserte mich lediglich um einen Rang und beendete die Rundfahrt auf dem 20.Gesamtrang. Die Steigung war am Ende doch zu explosiv und nicht auf meine Fähigkeiten zugeschnitten. Ich konnte mich im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich steigern und dank der Zeit in Australien war die Form sicherlich besser als noch im vergangenen Jahr. Ich kann somit positiv auf die Rundfahrt und meinen 20. Gesamtrang zurückblicken.
Zehn Tage verbrachte ich mit dem Team zusammen in Calpe. Neben dem Training standen täglich Meetings, Ausmessungen, Fotos, Materialanpassungen und weitere Termine auf dem Programm. Es war schön das gesamte Team zu sehen, da ich einige Fahrer zum letzten Mal im Trainingslager im Dezember 2018 sah. Als wichtiger Punkt stand sicherlich die Besprechung des Rennprogramms für die kommende Saison auf dem Programm. Ich freue mich euch bereits zu informieren, dass ich die Saison 2020 wiederum in Australien beginnen werde. Daneben steht auch eine Grand Tour im Jahr 2020 fix in meinem Kalender. Am 18. Dezember reiste ich müde aber gespannt auf die kommende Saison nach Hause zu meiner Familie um die Weihnachtszeit zu geniessen.
Ich beendete die Saison 2019, mit einem 32. Rang bei meinem ersten Radsport Monument „Il Lombardia“. Knappe 6h für die sehr anspruchsvollen 240km. Der Klassiker beinhaltete die bekannten Anstiege wie „Madonna di Ghisallo“ oder die bis zu 25% steile „Muro di Sormano“. Am zweitletzten Anstieg des Tages fuhr ich unseren Leader Gaudu in einer guten Position in den Berg. Anschliessend zahlte ich für die Arbeit tribut und verlor den Anschluss an die erste Gruppe. Ich erreichte das Ziel mit etwas mehr als 3min Rückstand auf den Sieger. Resultatmässig wäre an jenem Tag sicherlich mehr möglich gewesen, doch war das Team und ich mit der gezeigten Leistung zufrieden. Ich habe den letzten Renntag der Saison genossen und freue mich nun ebenso auf die „Off-Season“.
Einen viel schlechteren Moment für einen Hinterradplattfuss hätte ich mir heute nicht aussuchen können. Nach 154km, 1km vor Beginn der ersten Passage des Anstiegs „Superga“, erwischte ich ein Loch und mein Hinterrad war platt. Somit nahm ich den Anstieg mit Rückstand in Angriff und holte die Gruppe niemehr ein... Sehr frustrierend, da ich gerne bei der zweiten Passage für unseren Leader Gaudu Helferarbeit hätten leisten wollen.
Das Rennen war geprägt von Regen und Kälte. Bis zum Kilometer 155km war der Parcour flach, anschliessend begann der anspruchsvolle Teil des Tages.
Heute startete ich am Rennen „Tre Valli Varesine“. Nach 80km kamen wir nach Varese auf den Rundkurs, welcher es in sich hatte. Ich fühlte mich deutlich besser als am Samstag und so machte es viel mehr Spass. Das Rennen wurde von einem Missgeschick geprägt, als die Spitzengruppe 15km vor dem Ziel falsch geleitet wurde. Mir persönlich fehlte am Ende das letzte Korn und so konnte ich an der letzten Schwierigkeit den Anschluss an die erste Gruppe nicht halten. Ich klassierte mich auf dem 37.Rang.
Nach drei Wochen ohne Rennen startete ich motiviert am Giro dell'Emilia. Letztes Jahr beendete ich das Rennen auf dem 25. Rang. Die Strecke entspricht meinen Fähigkeiten und so wollte ich mich im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Dies gelang mir jedoch nicht wie gewünscht. Nach 165km kamen wir auf die Schlussrunde. Eine 10km lange Runde galt es 5 Mal zu bewältigen. Die Runde beinhaltete den Anstieg hoch zur Kirche Madonna di San Luca" wo sich das Ziel befand. Auf dem Rundkurs bemerkte ich bereits früh, dass die Beine nicht wie erhofft drehten. Irgendwann gingen meine Kräfte aus und ich verlor den Anschluss an die Gruppe. Enttäuscht beendete ich das Rennen auf dem 48. Rang.
Am 24. August startete ich zum zweiten Mal an der Vuelta Espana. Nach meinem Beckenbruch im Jahr 2017, war eines meiner Ziele klar. Ich wollte Madrid erreichen. Der Auftakt gelang. Im Mannschaftszeitfahren in Torrevieja erreichten wir einen guten 8. Rang. Danach ging es via Costa Blanca nach Andorra. Hier gelang mir auf der 9. Etappe der Sprung in die Spitzengruppe. Leider blockierte mir bei einer ungünstigen Schaltung die Kette, weshalb ich den Anschluss an die Spitzengruppe verlor. Ich fand mich im Feld wieder, die bei Sonnenschein gestartete Etappe endete nach 135km mit Hagel und Regen... Nach dem Ruhetag in Lourdes ging es mit einem Einzelzeitfahren in Pau weiter. Darauf folgten einige Etappen im Baskenland. Die Fans in dieser Region sind einmalig, eine Radsportbegeisterung wie man sie so selten sieht. Meine Form stimmte weiterhin. Die Etappen im Baskenland und Asturien machten Spass und bei der Bergankunft „Los Machucos“ erreichte ich mit dem 16. Etappenrang mein Bestes Ergebnis dieser Vuelta. In der Gesamtwertung arbeitete ich mich regelmässig weiter nach vorne. Nach dem zweiten Ruhetag folgten die letzten fünf Etappen in der Region um Madrid. Die 17. Etappe, war mit 220km die längste Etappe der Vuelta. Viel Seitenwind machte diese Flachetappe zu einer Horror-Etappe. Eine erste Windkante teilte das Feld bereits nach 500m. Die Etappe wurde vom Sieger mit einer Geschwindigkeit von über 50km/h absolviert. Ich erwischte bei Rennhälfte eine Windkante und erreichte das Ziel mit einem Rückstand von über 25min. Die 18. Etappe war wieder bergig und meine Form war weiterhin ganz gut. Auf der 19. Etappe war wieder viel Seitenwind angesagt. Ich erwischte zwei Hinterraddefekte zu den ungünstigsten Zeitpunkte. Beide Male war ich in der ersten Gruppe, doch wegen den zahlreichen Windkanten war kein Materialauto hinter unserer Gruppe. So musste ich beide Male warten und verlor jeweils den Anschluss. Nach dem ersten Defekt schaffte ich die Rückkehr in die erste Gruppe. Beim zweiten Mal gelang mir der Anschluss nichtmehr... Ich beendete die Etappe mit abgehängten und erschöpften Fahrern mit 14min Rückstand. Der Frust und die Enttäuschung waren sehr gross. Ich konnte es nicht fassen und meine Motivation war am Nullpunkt. Am nächsten Tag ging es mit der 20. Etappe weiter. Ich konnte leider nicht an die gewünschte Leistung von den vorherigen Bergetappen anknüpfen und mit den besten Bergfahrern mithalten. Ob es die Beine oder die Enttäuschung vor Vortag war ist schwer einzuschätzen. Nach 3272km fuhr ich am Sonntag, 15. September in Madrid über die Ziellinie. Ich beendete somit meine erste Vuelta Espana. Am Schluss erreichte ich den 21. Gesamtrang. Ich kann auf drei sehr lehrreiche und strenge Wochen in Spanien zurückblicken. Mit etwas mehr Wettkampfglück und Erfahrung wäre sicherlich mehr als der 21. Gesamtrang möglich gewesen.
Die Tour de Pologne war sehr emotional. Auf der dritten Etappe hatte mein Kamerade Bjorg Lambrecht einen tödlichen Sturz. Dieser traurige Vorfall überschattete das Rennen. Die vierte Etappe fuhren wir als Gedenkensfahrt für Bjorg. Trotzdem ging das Rennen am nächsten Tag weiter. Die Etappen eins, zwei, drei und fünf endeten mit einem Massensprint, ich erreichte das Ziel jeweils zeitgleich mit dem Sieger. Auf der sechsten Etappe erwischte ich einen rabenschwarzen Tag und der Sprung in die erste Gruppe gelang mir leider nicht. Somit verlor ich sehr viel Zeit in der Gesamtwertung. Auf der Schlussetappe konnte ich gegen Ende vom Hauptfeld ausreissen und holte mir den 7. Etappenrang.
Am vergangenen Sonntag fanden beim VC Fischingen die Nationalen Meisterschaften statt. Unser Ziel war klar, wir wollten den Schweizer Meister im Team behalten. Durch den Sieg von Sebastian Reichenbach gelang uns dies. Mir selber lief es weniger gut, ich kam nie wirklich auf Touren und musste früh abreissen lassen. Evtl. gönnte ich mir nach der Tour de Suisse zu wenig Ruhe...
Nach dem Prolog in Langnau, welchen ich im Regen absolvierten musste, beendete ich die kommenden vier Etappen jeweils im Hauptfeld, zeitgleich mit den Favoriten. Die Etappe mit Ziel auf dem Flumserberg brachte Bewegung ins Gesamtklassement. Ich verlor leider ein bisschen mehr Zeit als erwartet und beendete die Etappe auf dem 28. Rang. Trotzdem machte ich im Gesamtklassement einen grossen Sprung nach vorne. Am nächsten Tag folgte die längste Etappe mit 210km. Es galt den Lukmanierpass zu bewältigen. Das Ziel lag auf dem Gotthardpass. Ich konnte diese Etappe auf dem 14. Rang beenden. Als 16. lag ich im Gesamtklassement knapp ausserhalb der Top 15. Hoch motiviert war ich für das Schlussweekend im Goms. Das Zeitfahren am Samstag lief ordentlich und ich verlor nicht zu viel Zeit. Am nächsten Tag wollte ich den Angriff auf die Top 15 starten. Ich startete sehr motiviert und wollte es in die Spitzengruppe schaffen. Dies gelang mir leider nicht und ich verlor durch diese Aktion viel Energie. Dies rächte sich am Gotthardpass, wo ich das Tempo der Leader nicht mehr mithalten konnte. Am Furkapass kam ich wieder besser in den Rhythmus und konnte noch ein paar Fahrer einholen. Die Etappe beendete ich auf Rang 33. Anstatt es in die Top 15 der Gesamtwertung zu schaffen, beendete ich die Rundfahrt auf dem 18. Gesamtrang als zweitbester Schweizer. Ich möchte mich bei den zahlreichen Fans welche mich am Streckenrand unterstützt haben bedanken. Ich habe die neun Tage quer durch die Schweiz genossen und hoffe nächstes Jahr wieder am Start unserer Landesrundfahrt zu sein.
Beim Rennen Les Boucles de l‘Aulne erreichte ich das Ziel mit dem Hauptfeld auf dem 35.Rang. Nach wenigen Kilometern stand eine 15-köpfige Spitzengruppe, wo praktisch alle Teams vertreten waren. Hinten gab es trotzdem noch ein paar Mal Action, obwohl sich an der Rennsituation nichtsmehr änderte. Die Spitzengruppe machte den Sieg unter sich aus.
Viel Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad, dazu ein sehr anspruchsvoller Parcour welcher am gestrigen GP Plumelec auf uns wartete. Somit kamen wir richtig ins Schwitzen. Ich erreichte das Ziel als 38.
Letzte Woche startete ich an der dreitägigen Tour de l‘Ain. Die Motivation war hoch und mit Thibaut Pinot hatten wir den grossen Favoriten im Team. Auf der ersten Etappe lief es mir überhaupt nicht. Am zweiten Tag fühlte ich mich ein wenig besser. Ich versuchte meine Helferaufgaben für Thibaut so gut als möglich zu erledigen, doch war meine gezeigte Leistung immer noch nicht, wie ich es gerne gehabt hätte. Am dritten Tag fühlte ich mich endlich gut. Meine Aufgabe war die Spitzengruppe bis zum Beginn des Schlussanstiegs auf Schlagdistanz zu halten. Mein Job begann bei Kilometer 20 und endete am Fuss des Anstiegs bei Kilometer 100. Dies gelang mir ganz gut und endlich konnte ich mit meiner gezeigten Leistung zufrieden sein. Meine Teamkollegen führten die Arbeit weiter und am Ende triumphierte Thibaut auf dem Grand Colombier mit dem Tages- und Gesamtsieg. Somit ein versöhnlicher Abschied.
Am Sonntag endete die Tour De Romandie, bei welcher unser Team mit zwei Etappensiegen und dem 5. Gesamtrang von David Gaudu brillierte. Auf der ersten Etappe erwischte ich einen schlechten Tag und konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Ich erreichte das Ziel mit einem Rückstand von rund 5min. Danach lief es mir von Tag zu Tag besser. Als Gaudu zwischenzeitlich auf dem zweiten Gesamtrang lag, übernahm ich Helferarbeiten für ihn. Wie auch bei der Bergetappe, welche im Wallis endete. Dort konnte ich deshalb keine Spitzenrangierung anvisieren. Am Sonntag endete die Rundfahrt mit einem windigen Zeitfahren in Genf, wo ich mit meiner gezeigten Leistung einen guten Abschluss fand.
Bei der Tour du Finistère wurde richtig Radrennen gefahren. Nach rund 20km löste sich eine 6-Mann Spitzengruppe. Ihr Vorsprung wuchs kontinuierlich an, da im Hauptfeld kein Team die Verantwortung übernehmen wollte und somit keine Nachführarbeit stattfand. Als der Vorsprung nach einer Renndistanz von 40km über die 10min stieg, begann das Rennen. Es folgten Attacken über Attacken. Sobald es still wurde, kamen bereits die nächsten Attacken. So war das Rennen nun richtig schnell und nie langweilig. Einige Male konnte man kaum mehr von einem Hauptfeld sprechen, da alles zerrissen war. Der Vorsprung der ursprünglichen Spitzengruppe sank dadurch schnell. Die letzten 40km fanden auf einem 10km langen Rundkurs statt. Hier kehrte nun etwas Ruhe ein. Viele Körner blieben während der Etappe liegen. Am Ende erreichte ich das Ziel als 18.
Gestern startete ich am Rennen Paris - Camembert. Das Rennen führte über 182km, bei typisch kaltem nordfranzösischem Wetter. Es war mein erster Renneinsatz nach der Catalunien Rundfahrt. Am Ende erreichte ich das Ziel mit dem Hauptfeld auf dem 37.Rang. Leider schaffte ich den Sprung in die rund 10 köpfige Spitzengruppe nicht, welche das Ziel 35 Sekunden vor uns erreichte und um den Sieg fuhr.
Die Katalonienrundfahrt war alles andere als ein Zuckerschlecken. Leider verloren wir bereits vor dem Start, durch einen Trainingssturz, mit Steve Morabito einen wichtigen Helfer. Die erste Etappe konnte ich im Feld beenden und war zuversichtlich für einen schöne Woche in Spanien. Als ich am nächsten Morgen mit Fieber und einer Erkältung aufwachte, sah die Welt schon ganz anders aus. Das Fieber brachten wir in den Griff, die Erkältung mit ihren typischen Symptomen schwächte meinen Körper so sehr, dass die kommenden Etappen zur Leidensqual wurden. Durch die schweren Etappen erholte sich mein Körper bis am Schluss nicht von der Erkältung. Ich wollte jedoch die Rennkilometer abspuhlen und nicht nach Hause. Dank unserem Teamdoktor war ich immer unter Kontrolle und es bestand nie eine Gefahr. Glücklich war ich am Sonntag die Rundfahrt in Barcelona beenden zu können. Eine grosse Hilfe war dabei sicherlich auch die Unterstützung vor Ort am Samstag und Sonntag von meinen Liebsten. Die Unterstützung gab mir richtig Ansporn und Motivation noch ein bisschen mehr über meine Grenzen zu gehen und weiter zu Leiden.
Gestern folgte das zweite Rennen der „Les Boucles Drôme-Ardèche“. Das Profil entsprach einem richtigen Klassiker. Schmale Strassen, kurze knackige Anstiege und Positionskämpfe. Ein Profil welches mir sicherlich weniger entgegenkam. Trotzdem gab ich mein Bestes und habe meine gute Form genutzt. Als 65km vor dem Ziel das Finale begann, wurde es erst richtig nervös. Valentin Madouas fühlte sich wie bereits am Samstag sehr gut und so konzentrierten wir uns auf ihn. Romain Seigle und ich gaben auf den letzten Kilometern unser Bestes um das Rennen für ihn zusammenzuhalten. An den kurzen Anstiegen konnte man zu wenig Zeit herausholen, weshalb in den Abfahrten jeweils viele Fahrer zurückkamen. Am Ende ging unsere Taktik fast auf, Valentin wurde starker Zweiter. Bei mir fehlte am letzten Anstiegdie Spritzigkeit und Explosivität. Im Ziel wurde ich mit 32 Sekunden Rückstand 26ter.
Heute stand ich an der Classic de l‘Ardèche am Start. Ein Rennen über 200km mit einigen Höhenmetern. Die Wetterprognosen waren gut, so waren wir überrascht als es nach ein paar Kilometern plötzlich zu regnen begann. Wir hatten mit Thibaut Pinot wiederum einen der grossen Favoriten am Start, weshalb wir das Rennen kontrollierten. Rund 30km vor dem Ziel begann das Finale mit den beiden letzten Anstiegen. Am Letzten konnte sich Calmejane absetzen. Dahinter waren wir in der 12-köpfigen Verfolgergruppe vom Team zu Dritt vertreten. Thibaut, der sprintstarke Valentin Madouas und ich. So war es selbstverständlich, dass Thibaut und ich auf den letzten drei flachen Kilometern alles gaben, um den in Führung liegenden Calmejane einzuholen. Es reichte leider nicht... Valentin gewann den Sprint unserer Gruppe und wurde somit 2ter, Thibaut und ich klassierten uns nach getaner Arbeit am Ende der Gruppe auf den Rängen 12 und 13.
Freitag bis Sonntag stand ich an der Tour du Haut Var am Start. Das Wetter zeigte sich in Südfrankreich frühlingshaft und ich konnte meine gute Form beweisen. Mit Thibault Pinot hatten wir einen grossen Favoriten am Start. Das Team vertraute mir und meiner Form. So durfte ich als Edelhelfer für Thibaut aggieren und kam erst gegen Ende der Etappe am Berg zum Helfereinsatz. Als Team kontrollierten wir jede Etappe und zeigten, dass wir Thibault den Sieg zutrauten.
Auf der ersten Etappe verlor ich 14 Sekunden, der Grund ist simpel. Nach der letzten Steigung war ich noch im ersten Feld. Das Ziel befand sich 10km später, nach einer sehr technischen Abfahrt. Die technische Abfahrt wurde durch feuchte Kurven und Mimosa Blüten erschwert, wodurch die Strasse eher einer Rutschbahn glich. Rund 50 der 130 Fahrer kamen zu fall, mein Hinterrad rutsche mehrmals, dazu kamen mehrere Stürze vor mir, wodurch ich nichts riskierte und den Anschluss zur ersten Gruppe leider verlor. Die Gesundheit ging mir in diesem Moment vor.
Auf der zweiten Etappe wartete die Bergankunft in Mons. Wir wollten mit Thibault eine erste Duftmarke setzen und so beschleunigte ich das Tempo am letzten Berg. Die Gruppe wurde deutlich kleiner und Thibault holte sich den 2.Rang. Ich konnte nach meiner Arbeit den Kontakt zur Gruppe halten und verlor damit keine weitere Zeit. Die Etappe beendete ich auf dem Neunten Rang.
Am Schluss der dritten Etappe war es der sechs Kilometer lange Monte Faron welcher über den Sieger der Rundfahrt entschied. Nach dem wir die ganze Etappe kontrollierten war es das Team AG2R welches am Berg ein hohes Tempo angab. Die Gruppe wurde kleiner und kleiner, erst 800m vor dem Ziel wagte sich Carty (spätere Gesamtdritte) zum Angriff. Dies hatte zur Folge, dass die Gruppe explodierte. Pinot und Bardet konnten Carty folgen. Ich musste sie leider ziehen lassen und quälte mich so schnell es ging ins Ziel. Vorne konnte sich unser Leader Thibaut Pinot absetzen, gewann die Etappe und den Gesamtsieg! Ich erreichte das Ziel als Sechser auf welchem Rang ich die Rundfahrt auch im Gesamtklassement beendete. Dazu kam der Gesamtsieg in der Teamwertung!
Hoch motiviert stand ich am Start. Mit dem Wissen, dass meine Form gut ist. Die beiden grossen Schlaufen um Laigueglia spulten wir zügig ab und mit 158km kamen wir auf den finalen Rundkurs, welcher 4mal auf dem Programm stand. Der spätere Sieger setzte bereits früh ab und holten wir leider nicht mehr ein. Dahinter wurde das Feld jede Runde kleiner und kleiner. In der letzten Runde zerfiel alles. Ich passierte den Bergpreis in einer 3er Gruppe kurz hinter dem Zweitplatzierten, welchen wir nach der Abfahrt einholten. Leider stimmte die Harmonie in unserer 4er Gruppe am Schluss nichtmehr und die Ablösungen wurden nicht mehr konsequent gefahren. So konnten bei der Flamme Rouge - dem letzten Kilometer - vier weitere Fahrer von hinten aufschliessen. Es kam somit statt zum Sprint um die Ränge zwei bis fünf, zum Sprint um die Ränge zwei bis neun. Ich zog meinen Sprint zu früh an und wurde am Schluss auf den 7. Rang zurückgereicht. Ein gutes Ergebnis zum Saisonstart auf welchem ich sicherlich aufbauen kann. Das Rennen zeigte mir auf jeden Fall, dass die Trainings in den letzten Wochen effizient waren und meine Form am Berg sehr gut ist.
Resultatmässig lief es an der Tour Down Under leider nicht wie gewünscht. Dennoch war das Rennen in Australien ein Highlight. Um uns an das Klima zu gewöhnen flogen wir bereits eine Woche vor dem Rennen nach Adelaide. Der Temperaturunterschied war riesig. Von Temperaturen um den Gefrierpunkt ging es in den australischen Sommer mit Temperaturen um die 40 Grad. Die Woche vor dem Rennen trainierten wir gut und bereiteten uns optimal vor. Die ersten beiden flachen Etappen beendete ich jeweils zeitgleich mit dem Sieger im Hauptfeld. Auf der dritten Etappe war mein Tank plötzlich leer, die Etappe war sehr anspruchsvoll und die Temperaturen um die 45 Grad. Leider konnte ich auf dem Rundkurs am Ende der Etappe dem Hauptfeld nicht mehr folgen und verlor viel Zeit. Am Abend stellte sich heraus, dass ich Opfer eines Hitzschlags wurde. Ich konnte mich erholen und am nächsten Tag ging das Rennen weiter. Auf den kommenden Etappen versuchte ich mein Bestes fürs Team zu geben. Selber konnte ich leider keine Akzente setzen und beendete die Rundfahrt im Mittelfeld. Die Erwartungen vor dem Rennen waren sicherlich höher. Doch war dies erst der Saisonstart und es bleiben noch viele Chance um zu zeigen was ich kann.