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In Bewegung
1995 erfolgte für die Machbarkeitsstudie die erste Verkehrsanalyse. Schon immer war es das erklärte Ziel, leistungsfähige Angebote für die verschiedenen Verkehrsmittel bereitzustellen (Bahn, Bus, Schiff und Privatauto), wobei der öffentliche Verkehr möglichst gefördert und die Wohngebiete geschützt werden sollten. Angestrebt wurde von Anfang an folgendes Verhältnis der Verkehrsmittel (Prozentsatz der von den Besuchern benutzten Verkehrsmittel): 45 Prozent Bahn, 10 Prozent Reisebusse, 40 Prozent Privatfahrzeuge und 5 Prozent HPM (Human Powered Mobility: Velo, Rollerskates, Fortbewegung zu Fuss usw.).
Im Laufe der weiteren Ausarbeitung erfuhr das Konzept gewisse Veränderungen, insbesondere hinsichtlich Grösse und Form der Infrastrukturen. Beispielsweise wurde beschlossen, anstelle der geplanten je zwei Parkplätze in Murten-Morat, Neuchâtel und Yverdon-les-Bains nur einen zu bauen. Lediglich in Biel-Bienne wurden auf Druck der Stadtbehörden zwei Parkplätze gebaut. Infolge geringer Auslastung beschloss die Expo.02 am 12.07.2002, einen der beiden zu schliessen.
Schliesslich belief sich das Verhältnis der gewählten Verkehrsmittel auf 30 Prozent für den Privatverkehr und 70 Prozent für den öffentlichen Verkehr (Bahn und Reisebusse) einschliesslich HPM. Die diesbezügliche Politik der Expo.02 beruhte auf Umweltschutzgedanken, was die Landesausstellung dazu bewog, den Privatverkehr und folglich die Benutzung der Parkplätze nicht sonderlich zu fördern, sondern auf die Angebote des öffentlichen Verkehrs aufmerksam zu machen. Die Arteplage-Städte hatten ihre Zustimmung zum Projekt von der Schaffung zusätzlicher Parkplätzen abhängig gemacht, aus Angst vor Parkplatzmangel und illegalem Parkieren während der Ausstellung. Diese gegensätzlichen Interessen haben dazu geführt, dass ein umweltpolitischer Erfolg (an die Expo.02 sind mehr Besucher als erwartet mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist) einem finanziellen Verlust gegenüberstand (die Parkplätze waren nicht im erwarteten Masse ausgelastet).