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Perikarditis ist die Entzündung des Perikards, die durch eine Vielzahl von infektiösen und nichtinfektiösen Ursachen entstehen kann.
Das typische Symptom der Perikarditis ist stechender, retrosternaler Schmerz, der in die Schultern und den Nacken ausstrahlen kann. Typischerweise wird der Schmerz durch das Sitzen und nach vorne beugen erleichtert und durch Rückenlage verschlechtert. Tiefe Inspiration, Husten und Niesen verstärken ebenfalls die Schmerzen.
In Abhängigkeit von der Ätiologie, können unspezifische Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Schweißausbrüche vorhanden sein.
Bei der Auskultation kann ein Reibegeräusch, das typischerweise mit dem Entstehen eines Perikardergusses verschwindet, festgestellt werden. Es ist am besten in Expiration mit nach vorne gebeugtem Patienten zu hören. Tachykardie kann ebenfalls vorhanden sein.
Laboruntersuchungen
Elektrokardiographie
Das Elektrokardiogramm zeigt eine ST-Hebung [6]. Diese Veränderungen entwickeln sich durch die folgenden 4 Stadien [7]:
Bildgebung
Weitere Untersuchungen
Eine Perikardpunktion kann bei Verdacht auf eine bakterielle Genese zur Bestimmung des Erregers durchgeführt werden, maligne Zellen können ebenfalls so nachgewiesen werden.
Die Ziele der Behandlung der akuten Perikarditis sind, Schmerzen zu reduzieren und die Entwicklung von Komplikationen zu verhindern [8]. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) sind häufig das Mittel der Wahl für die Reduktion von Schmerzen und Entzündungen bei akuter Perikarditis [9]. Ibuprofen, Aspirin und Indometacin werden häufig verwendet. Die Dauer der Behandlung beträgt 1 bis 2 Wochen, jedoch im Falle von Rezidiven wird sie für bis zu 4 Wochen fortgesetzt. Da diese Medikamente eine Tendenz zu gastrointestinalen Nebenwirkungen haben, können sie in Kombination mit Misoprostol verwendet werden, um diesen negativen Effekt zu vermeiden.
Wenn der Schmerz bei Perikarditis nicht hinreichend durch die Verwendung von nichtsteroidalen Antirheumatika reduziert wird, können Kortikosteroide, wie Prednisolon, ebenfalls verwendet werden. Eine Dosis von 60 mg wird für 2 Tage verabreicht. Diese Dosis wird dann über einen Zeitraum von 2 Wochen langsam reduziert. Wenn Steroidtherapie vermieden werden muss, kann Colchicin für 3 Monate als alternative Ergänzung zu NSAIDs [10] gegeben werden. Es ist bekannt, die Symptome zu reduzieren und Rückfälle zu verhindern.
Perikarditis ist meist eine gutartige, selbst limitierende Erkrankung mit sehr guter Prognose. Die Anzeichen und Symptome der unkomplizierten Perikarditis vergehen üblicherweise innerhalb von 1 bis 2 Wochen [4]. Rezidive treten bei bis zu 24% der Patienten, in der Regel innerhalb der ersten Woche nach der ersten Episode, auf. Bestimmte Komplikationen können die Dauer der Krankheit zu verlängern und können auch tödlich sein. Herzbeuteltamponade und Perikarditis constrictiva sind die Komplikationen dieser Erkrankung [5].
Perikarditis kann durch eine breite Palette von infektiösen und nicht-infektiösen Ursachen entstehen. Zu den häufigen infektiösen Ursachen gehören Viren (wie Coxsackievirus, Echovirus und Adenovirus) und Mycobacterium tuberculosis [1] [2]. Andere, weniger häufige Ursachen sind grampositive und gramnegative Bakterien, Pilze (zB Blastomyces dermatitidis, Candida sp. und Histoplasma capsulatum). Parasiten wie Echinococcus können auch Perikarditis bewirken.
Die häufigste nicht-infektiöse Ursache der Perikarditis ist Myokardinfarkt, wobei sich die Erkrankung 1-4 Tage nach dem Infarkt entwickelt. Perikarditis kann auch durch Infiltration des Perikards durch maligne Zellen entstehen, etwa bei Lungenkarzinom, Brustkarzinom, Leukämien oder Lymphomen. Bestrahlung für die Behandlung dieser Krebserkrankungen kann auch zu Perikarditis führen.
Perikarditis kann im Rahmen von bestimmten Autoimmunerkrankungen wie Kollagenosen, systemischer Lupus erythematodes, Sklerodermie und rheumatoider Arthritis entstehen. Nierenversagen führt zu Urämie und kann auch eine Entwicklung von Herzbeutelentzündung verursachen [3]. Verschiedene Medikamente wie Doxorubicin, Isoniazid, Dantrolen, Rifampicin und Phenytoin sind weitere nicht-infektiöse ätiologische Faktoren. Andere Ursachen sind Thoraxtrauma und chirurgische Verfahren.
Es gibt nicht viele epidemiologische Daten über Perikarditis. Studien in verschiedenen Krankenhäusern haben ergeben, dass Perikarditis bei bis zu 5% der Patienten in der Notaufnahme mit Brustschmerz vorhanden ist.
Perikarditis ist eine Entzündung des Perikards - der bindegewebige Beutel, der das Herz und die Wurzeln der großen Gefäße umgibt. Sie kann aufgrund von Infektionen, Myokardinfarkt, Trauma, Bindegewebeerkrankungen oder bösartigen Erkrankungen auftreten. Perikarditis wird durch stechende retrosternale Schmerzen mit Ausstrahlung in den Nacken und Schultern charakterisiert und die Symptome verschlechtern sich in der Regel bei tiefem Atmen und Husten.
Die Prognose der Patienten mit Perikarditis ist sehr gut. Medikamente wie nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente, Steroide und Colchicin werden häufig in der Therapie der Erkrankung eingesetzt.
Perikarditis ist die medizinische Bezeichnung einer Herzbeutelentzündung. Es gibt viele Ursachen für Perikarditis, in der Regel tritt sie aber aufgrund einer Infektion mit Viren oder als eine Komplikation eines Herzinfarktes auf. Zu den typischen Merkmalen der Perikarditis gehören Brustschmerzen, die auch im Hals oder den Schultern zu spüren sein können. Die Schmerzen nehmen bei Husten oder tiefen Atemzügen zu. Perikarditis hat in der Regel eine gute Prognose und wird durch den Einsatz von schmerzstillenden Medikamenten behandelt.