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Das Ducanthal ist ein wildes und ödes Hochthal, das tief zwischen hohe Felswände eingesenkt ist und
dessen
Sohle und Gehänge gänzlich baumlos und nur mit einigen kleinen Alpweiden bestanden sind.
Die von der
Ducankette abgeschlossene
rechte Thalseite ist völlig steril und von oben bis unten mit
Schutt überführt, was sie als wahre Steinwüste erscheinen
lässt. An der linken Thalseite trägt die in Terrassen ansteigende Monsteinkette einige Rasenhänge.
(Kt. Zürich,
Bez. Uster,
Gem.
Dübendorf). 512 m. Gruppe von 4
Häusern, am O.-Fuss des
Zürichbergs und 2 km s. der Station
Dübendorf der Linie
Zürich-Uster-Rapperswil. 31 reform. Ew. Landwirtschaft. Von der einstigen Burg Dübelstein haben sich
keine Reste mehr erhalten. «Die
Rapperswiler Dienstleute und stadtzürcherischen Ritter von Dübelstein
oder
Dübendorf erloschen zu Anfang des 14. Jahrhunderts; seit 1314 bis nach 1402 war die Burg im Besitz derer ... von
Hofstetten,
änderte später vielfach ihre Besitzer und wurde im Mai 1444 von den Schwyzern zerstört, aber bald von den
Schwend wieder
hergestellt. Nachdem Schweders
Schwend noch 1485 die Schlossbrücke erneuert hatte, verkaufte er Dübelstein
am an den Bürgermeister Hans Waldmann und zwar als
Lehen von dem
Grafen von
Werdenberg. Der
Graf verzichtete dann
den einflussreichen Gewalthaber gegenüber auf seine Lehensrechte. Das
Schloss wurde nach Waldmanns Sturz an den Bürgermeister
RudolfEscher verkauft; im Jahr 1495 und 1518 war es wieder im Besitz von Waldmanns Bruderssohn und
Erben
Hans Werner
Schweiger. Im Jahr 1611 wurde die Veste mit Ausnahme des
Turmes durch Unvorsichtigkeit eingeäschert; der Eigentümer
Marx
Escher beliess sie in diesem Zustand; 10 Jahre später heisst sie Sitz und Burgstall. Johannes Meyer
hat um 1640 den
Turm noch in Dach und Fach gesehen ... Im Jahr 1673 wurzelten bereits Tännchen auf dem dachlosen Mauerstock,
später zerfiel er mehr und mehr und ist in den letzten Jahrzehnten gänzlich verschwunden. - Bei der vor einigen Jahren
durch das Waldmannscomité vorgenommenen Aufräumung der Burgstelle war es nicht mehr möglich, einen
Grundriss der Gebäude herzustellen». (Zeller-Werdmüller, H. Zürcherische Burgen I, in Mitt. der Antiquar. Gesellsch.inZürich.
58, 1894; mit Ansicht).
Blühende industrielle Tätigkeit:
eine Baumwollspinnerei, Maschinenfabrik,
Fabrik elektrischer Apparate, Gerberei etc. Während der Korrektionsarbeiten an der Glatt
hat man Bronzebeile und -nadeln gefunden.
Ein Teil des Dorfes steht an der Stelle einer römischen Siedelung.
Alemannengräber im
Gfenn und bei
Wil. 942: Duobilindorf;
946: Tuobilindorf. Heimat der zu Anfang des 14. Jahrhunderts erloschenen
Rapperswiler Dienstleute und stadtzürcherischen Ritter von Dübendorf oder
Dübelstein.
Inhaber der Gerichtsbarkeit waren
der Reihe nach die
Grafen von
Rapperswil, Hans Waldmann und endlich die Stadt
Zürich.
Zur Zeit von Waldmanns
Sturz nahmen die Bewohner von Dübendorf an der Plünderung von Waldmanns Burg
Dübelstein tätigen Anteil.
die Bewohner haben sich ihre einfachen und patriarchalischen
Sitten zum grössten
Teil noch erhalten.
Bei der hiesigen Bruderschaft der h.
Jungfrau hat sich die reiche und anmutige alte
Tracht der Mädchen
des Sensethales mit ihrem traditionellen Kränzli noch erhalten und kann in ihrer ganzen Originalität an den Marienfesten
und je am ersten Sonntag im Monat noch bewundert werden. Die hier ausserdem noch bestehende Römerbruderschaft, die sich
aus Rompilgern zusammensetzt, hat heute ihr früher grosses Ansehen und ihre Bedeutung eingebüsst und geht
allmählich dem Erlöschen entgegen.
Die politische Gemeinde ist in die zwei Kirchgemeinden Düdingen und
Schmitten aufgeteilt. In Düdingen schöne Pfarrkirche
zu
St. Peter und Paul. Ersparniskasse. Viehzucht (gelbe Fleckrasse) und Milchwirtschaft; Futter-, Getreide-, Kartoffel-
und Gemüsebau. Die Milchproduktion übersteigt jährlich den Betrag von drei Millionen Liter; vier Molkereien, eineFabrik
für kondensierte Milch (bedeutende Filiale der
Chamer Mutterfabrik). Bei Düdingen mechanische Ziegelei. In Düdingen waren
die
Grafen von
Thierstein und das Geschlecht derer von
Englisberg begütert. Das Geschlecht derer von Duens oder Düdingen hat
im 14. Jahrhundert der Stadt
Freiburg mehrere Schultheissen gegeben. Nahe dem Bahnhof ein an Funden reicher
Grabhügel. 1258: Tiudingen.