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Als ich vom Joggen zurückkam, hing ein Zettel an der Haustür: Boiler ersetzt, kein warmes Wasser bis Montag. Minuten später. Ich öffnete mit klammen Fingern die Tür der Duschkabine, versuchte mit meinem steif gefrorenen Arm das Handttuch zu greifen. Stalagniten hatten sich an Nase, Kinn und Wimpern gebildet. Eine Eisschicht hatte sich über meine Beine wie eine zweite Haut gelegt. Grosse Stücke davon brachen ab und fielen zu Boden und siehe da: eine Komplett-Enthaarung kann nicht nur versehentlich, sondern dank der Kälte auch völlig schmerzfrei erfolgen.
Das Abendessen nahm ich dann im Biwak zu mir, während der Wind den Schnee vom Herd fegte, musste mich mit dem Essen aber beeilen, da bereits die ersten geschwellten Kartoffeln zu gefrieren begannen. Und wer mal versucht hat, eine gefrorene Kartoffel durch Lecken zu sich zu nehmen, weiss, dass dies unter Umständen ein paar Stunden dauern kann.
Dann herrschte Stille. Ich betrachtete im Halbdunkel die wunderschöne Schneelandschaft im sanften Schein einer Glühbirne, während ich gedankenverloren mein Seilzeug für den nächsten Tag bereitlegte. Morgen würde ich Steigeisen brauchen, um die Dusche zu betreten. Und eine gute Windjacke. Zwei Tage noch, dachte ich.