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Der angebliche Embargo-Verstoss geschah in einer Zeit, als Exxonmobil vom heutigen US-Aussenminister Rex Tillerson geleitet wurde.
Seschin, Chef des staatlichen russischen Energiekonzerns Rosneft, gehört zu den Einzelpersonen, die 2014 nach der russischen Annexion der Krim-Halbinsel auf die Sanktionsliste gesetzt worden waren. Das Finanzministerium bezeichnete es als "ungeheuerlichen" Verstoss, dass ExxonMobil seine damaligen Geschäftsverbindungen zu Seschin nicht der US-Regierung gemeldet habe.
Das US-Unternehmen hatte den Ministeriumsangaben zufolge im Mai 2014 mit Seschin acht offizielle Dokumente über Öl- und Gasprojekte in Russland unterzeichnet. Dies war kurz nachdem der Unternehmer auf die Sanktionsliste gesetzt worden war.
Vorwürfe zurückgewiesen
ExxonMobil wies die Vorwürfe als "fundamental unfair" zurück. Das Unternehmen habe seinerzeit "klare Anweisungen" der Regierung erhalten, dass Treffen mit Seschin erlaubt seien, solange es dabei nur um dessen persönliche Geschäftsaktivitäten und nicht die von Rosneft gehe. Nun versuche das Finanzministerium, nachträglich eine andere Auslegung der Verordnung zu den Sanktionen durchzusetzen.
Der Streit zwischen dem Finanzministerium und dem weltgrössten Ölkonzern kommt zu einer Zeit, da die Regierung von Präsident Donald Trump wegen dubioser Russland-Kontakte während des US-Wahlkampfs massiv unter Druck steht.
Trump will die Beziehungen zu Moskau verbessern, wie er bereits im Wahlkampf angekündigt hatte. An den von seinem Vorgänger Barack Obama verhängten Russland-Sanktionen hält er jedoch bislang fest.
(AWP)