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Die Waldgrenze ist eine der auffälligsten Grenzen zwischen verschiedenen Lebensräumen. Infolge Landnutzungs- und Klimaänderungen verschiebt sie sich jedoch vielerorts. Wir erforschen, was dies für den Schutz vor Naturgefahren und andere Umweltleistungen von Gebirgsräumen bedeutet.
Die Waldgrenzenzone ist der Übergangsbereich zwischen subalpinen Wäldern und alpinen Rasen. Grossräumig betrachtet sind die Baum- und Waldgrenzen in erster Linie Wärmegrenzen. Nur wenn während der Vegetationsperiode mittlere Temperaturen von mindestens 5 bis 7 °C herrschen, können Stoffwechselprozesse ablaufen, die das Baumwachstum erfolgreich steuern. Ist die Vegetationsperiode zu kurz oder zu kalt, investieren die Bäume nicht genügend Energie in die Ausbildung eines Stammes. Kleinräumig betrachtet beeinflussen neben der Temperatur auch Landnutzung und Landnutzungsänderungen, Schneebewegungen, Frostereignisse im Frühsommer, Wind, Schneepilze, Trockenheit oder Konkurrenz durch andere Pflanzen das Überleben und Wachstum der Bäume.
Mithilfe von Langzeitbeobachtungen und ökologischen Experimenten erforschen wir, wie sich die Waldgrenze unter dem Einfluss verschiedener Faktoren verändert und wie sich solche Änderungen auf den Schutz vor Naturgefahren und andere Umweltleistungen auswirken.