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Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn muss sich nicht wegen Marktmanipulation vor Gericht verantworten. Das Landgericht Braunschweig stellte auf Antrag der Staatsanwaltschaft das Strafverfahren wegen des
Verdachts des Verstosses gegen das Wertpapierhandelsgesetz gegen Winterkorn ein, wie das Gericht am Freitag mitteilte.
Grund sei, dass die zu erwartende Strafe in diesem Fall geringer sei als im Strafverfahren im Dieselprozess: Während Winterkorn dort bis zu zehn Jahren Haft drohten, stehe auf Marktmanipulation eine Freiheitsstrafe von höchstens fünf Jahren. «Damit würde die Verurteilung wegen der Marktmanipulation nicht zu einer wesentlichen Erhöhung der Gesamtstrafe führen», erklärte das Gericht weiter.
Der Diesel-Prozess gegen Winterkorn und vier weitere VW-Manager beginnt nach Angaben des Gerichts voraussichtlich am 25. Februar. Winterkorn hat den Vorwurf des gewerbsmässigen Bandenbetrugs und der Kfz-Steuerhinterziehung zurückgewiesen.
Volkswagen hatte vor fünf Jahren zugegeben, millionenfach Diesel-Abgaswerte durch eine Abschalteinrichtung manipuliert zu haben. Diese sorgte dafür, dass Autos die erlaubten Stickoxidwerte auf dem Prüfstand zwar einhalten, auf der Strasse aber ein Vielfaches dieser Abgase ausstossen. Noch ist ein Ende der zahlreichen Prozesse von Staatsanwälten, Kunden und Anlegern weltweit nicht absehbar. Die Wiedergutmachung des Skandals hat Volkswagen bisher rund 32 Milliarden Euro gekostet. (aeg/sda/awp/reu)