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Bei stark kalkhaltigem Wasser wird manchmal eine Wasserenthärtung in Erwägung gezogen. Hierzu gibt es verschiedene Verfahren:
Physikalische Wasseraufbereitung:
An die Wasserleitung wird ein elektromagnetisches Feld angelegt, welches verhindern soll, dass sich Kalk ausscheidet. Die Wasserzusammensetzung vor und nach der Aufbereitungsanlage unterscheidet sich chemisch nicht! Das an sich sympathische Verfahren hat den Nachteil, dass seine Wirksamkeit kaum nachweisbar ist, und dass es gänzlich wirkungslose Geräte gibt. Deshalb gilt: Geräte zur physikalischen Wasseraufbereitung nur mit kostenloser Rücknahmegarantie einbauen lassen!
Chemische Wasseraufbereitung:
Der Ionenaustausch basiert darauf, dass dem Leitungswasser Calcium (Ca2+) und Magnesium-Ionen (Mg2+) entzogen werden und dafür durch Natrium (Na+) ersetzt werden.
Der Austausch geschieht in natürlichen Materialien (Mineral Zeolith) oder mit künstlichen Harzen.Behandeltes und unbehandeltes Wasser werden in einem geeigneten Verhältnis gemischt. Zum Regenerieren des Ionenaustauschers muss zwischendurch Kochsalz (NaCl) beigegeben werden; das Austauschprodukt Calcium-Magnesium-Chlorid wird ins Abwasser abgegeben. Indem dem Leitungswasser ein Teil des Ca und Mg entzogen wird, kommt es zu weniger Kalkbildung. Dafür erhöht sich der Natriumgehalt des Trinkwassers, was dann, wenn eine natriumarme Diät (wegen Bluthochdrucks) erforderlich ist, zu Bedenken Anlass geben könnte. Wenn ein Mensch pro Tag 2 Liter ionengetauschtes Wasser mit 75 mg/L Na trinkt, führt er sich 0.15 g Na zu, was im Vergleich mit dem Tagesbedarf von ca. 1 g Na - meistens sind es bei uns mehrere Gramm pro Tag - vertretbar ist (chemisch-physikalische Wasseranalyse).