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Die Antarktis ist der höchste, trockenste, kälteste und windigste Kontinent der Erde. Die niedrigste Temperatur, die in der Antarktis – und auf der Erde – je gemessen wurde betrug -89,2 °C am 21. Juli 1983 nahe der russischen Station Vostok. Aber wie warm kann es in der Antarktis werden? Diese Frage beschäftigte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die Meteorologie und Wetterbeobachtungen weltweit koordiniert. Eine internationale Expertengruppe hat nun die höchsten Temperaturen identifiziert, die jemals in der Antarktis gemessen wurden.
Professor James Renwick von der Victoria School of Geography, Environment and Earth Sciences in Neuseeland ist in Mitglied der Meteorological Organization Commission for Climatologie (CCl), ein Expertengremium, das Wetter und Klima Extreme rund um den Globus überwacht. Dieser Ausschuss stellte die neuen Rekorde für die höchsten Temperaturen in der Antarktis zusammen, als Teil der kontinuierlichen Bemühungen der WMO die Datenbank für extreme Wetter- und Klima-Bedingungen zu erweitern.
Die höchste Temperatur für die Region Antarktis (alles Land und Eis südlich von 60 Grad Süd) von 19,8°C wurde am 30. Januar 1982 auf Signy Island beobachtet. Die höchste Temperatur für den antarktischen Kontinent (die kontinentale Landmasse und die angrenzenden Inseln) betrugt 17,5°C, aufgezeichnet am 24. März 2015 in der Nähe der argentinischen Station Esperanza an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel. Die höchste Temperatur für das Antarktische Plateau (Land und Eis in einer Höhe von über 2500 Metern) war -7°C am 28. Dezember 1980 und wurde von der automatischen Wetterstation D-80 im Landesinneren der Adélie-Küste gemessen.
Professor Renwick sagte, dass die Identifizierung dieser antarktischen Extremtemperaturen das Verständnis für das Klima der Antarktis erhöht. „Das Wissen um und die Verifizierung solcher Extreme ist bei der Untersuchung von Wetterverläufen, der natürlich vorkommenden Klimavariabilität und dem von Menschen verursachten Klimawandel auf globaler und regionaler Ebene wichtig. Alle Untersuchungen, wie sich das Klima verändert, basieren auf qualitativ hochwertigen Aufzeichnungen von Wetter- und Klimabeobachtungen.“ „Diese neu definierten Extreme geben uns eine Basislinie zum Vergleich mit zukünftigen Beobachtungen in einem sich wandelnden Klima.“
Das CCl-Komitee bestand aus Polarforschern und Klimaexperten aus Argentinien, Spanien, Marokko, Neuseeland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Ausführliche Details zur Untersuchung sind in der Online-Ausgabe von Eos: Earth and Space Science News der American Geophysical Union zu finden.
Quelle: Victoria University of Wellington
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