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Laut neuen Aussagen von Julian Assange haben viele Inder Schwarzgeld auf Schweizer Banken. Der Wikileaks-Chef ist aber nicht sicher, ob er die Daten veröffentlichen wird.
Seit Wochen wimmelt es in indischen Medien von Berichten über mögliche Steuerhinterzieher, welche Konten auf Schweizer Banken haben sollen. Bisher konnten jedoch wenige indische Steuerflüchtlinge gefasst werden. Neue Angaben werden jetzt aus baldigen Enthüllungen von Wikileaks erwarten.
Denn Wikileaks-Chef Julian Assange sagte im Interview mit «Times of India», dass er eine Liste von Personen mit Konten in der Schweiz habe, worauf sich definitiv indische Namen befänden. «Ich bin mir zwar nicht sicher, dass es indische Namen auf der kommenden Publikation haben wird, aber ich habe indische Namen gelesen», sagt Assange. Angeblich soll Indien jene Nation mit den meisten Schwarzgeldern in der Schweiz sein.
Ob die Liste überhaupt veröffentlicht wird, sei hingegen noch nicht gegeben. Denn die Liste, von der die Rede ist, stammt aus den Daten des Schweizer Whistleblower Rudolf Elmer. Angeblich sei Assange von einer Drittpartei angegangen worden, welche sich einsetzt, die Daten zurück zu erlangen. Im Gegenzug würde die Anklage gegen Elmer fallen gelassen.
«Schweizer Bank hat eine Geisel»
Elmer hatte in einer gross angelegten öffentlichen Pressekonferenz Daten-CDs, womöglich mit Kundendaten seines ehemaligen Arbeitgebers Julius Bär, an Julian Assange übergeben. Wenig später wurde Elmer in Zürich verhaftet, seither sitzt er in Untersuchungshaft.
«Wir haben eine indirekte Anfrage von einer Drittpartei, die anbietet, dass wenn wir ihnen die Daten zurückgeben, sie sich für die Entlassung von Elmer einsetzen», bestätigt Assange. Wie er persönlich zu diesem Vorgehen steht, lässt Assange auch nicht im Dunkeln: «Daher sind meine Möglichkeiten über dieses Thema zu sprechen limitiert, solange die Schweizer Bank eine Geisel hat», so Assange.