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Giuseppe Maria Borgnis
Giuseppe Maria Borgnis kam 1701 in Craveggia, Val Vigezzo (Italien) zur Welt. Schon als Kind war Borgnis von der Kunst dermaßen fasziniert, dass ihn sein Vater einem lokalen Lehrer anvertraute. Mit 12 Jahren zog er nach Bologna, wo er die Malerei und die Technik des Freskos im Stil des Barocks erlernte.
Später zog er zuerst nach Venedig, wo er die Techniken des Veronesers und des Tiepolos kennenlernt, und anschließend nach Rom.
Nach seiner Rückkehr ins heimische Vigezzotal, wurde er für seine Freskotechnik bekannt und erhielt Aufträge sowohl im Tal als auch in den angrenzenden Gebieten (Ossolatäler) und im Ausland (Frankreich, Schweiz und England).
Borgnis starb unter ungeklärten Umstände während der Arbeit in England.
Die beliebtesten Themen seiner Werke waren hauptsächlich religiöser Art, neben Portraits und mythologischen Motiven. Man findet seine Werke in den sogenannten cantini (Pfeiler und Nischen in sakralen Gebäuden sowie Patrizierhäuser), auf Kirchengewölben, wie zum Beispiel in der San Bernardo Kirche, in den Wohnzimmern der Patrizierhäuser und Palästen z.B. der Pedrazzini Häuser und in Kapellen.
Laut der Rechnungsbücher der Pfarrei von Campo, fertigte Borgnis seine Werke hier im Dorf zwischen 1731 und 1748 an. Das letzte Datum ist von der Inschrift der inneren Seite des Pfarrkirchentors von San Bernardo bestätigt: “Opere tutte fatte e rinnovate in questa chiesa dal pittore Giuseppe Borgnis di Craveggia in Vigezzo l’anno 1748“ (Alle Werke dieser Kirche gemalt und renoviert vom Maler Giuseppe Maria Borgnis di Craveggia in Vigezzo im Jahr 1748).