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Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2015.00244 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 20. Februar 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte Webernstrasse 5, 8610 Uster gegen AXA Versicherungen AG Generaldirektion General Guisan -Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur Beschwerdegegnerin vertreten durch lic. iur. Y.___ Krepper Spring Partner Sophienstrasse 2, Postfach 1517, 8032 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1974, teilte der AXA Winterthur am 4. Juni 2010 mit, er habe in den Jahren 2003 und 2004 zwei Unfälle erlitten, wobei er sich am linken Zeigefinger (2004) und am linken Daumen (2003) verletzt habe ( Urk. 9/A 3 = Urk. 9/2A1 ). Die AXA verneinte mit Verfügung vom 1 6. April 2015 eine Leistungspflicht ( Urk. 9/A13 = Urk. 9/2A24 ). Die Helsana Versicherungen AG zog ihre dage gen am 2 2. April 2015 erhobene Einsprache ( Urk. 9/A15 = Urk. 9/2A26 ) am 1 2. Mai 2015 wieder zurück ( Urk. 9/A18 = Urk. 9/2A29 ). Der Versicherte erhob am 1 8. Mai 2015 Einsprache ( Urk. 9/A19 = Urk. 9/2A30 ). Diese wies die AXA mit Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ab ( Urk. 9/A24 = Urk. 9/2A37 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ( Urk. 2) erhob der Ver sicherte am 2 6. November 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei aufzuheben (S. 2 oben Ziff. 1) und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit der Verletzung am linken Daumen die nach Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) versicherten Leistungen zu erbringen (S. 2 oben Ziff. 2). Eventuell sei die Sache zur wei teren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2 oben Ziff. 3). Die AXA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 7. Februar 2016 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 5. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). 3. Seit Dezember 1997 war der Beschwerdeführer bei der Firma Z.___ als Landarbeiter tätig gewesen und über diese bei der Helsana Unfall AG versichert, als er sich am 2 7. Juli 1999 bei einem Motorradunfall v er schiedene Verletzungen zuzog. Mit Verfügung vom 2. Februar 2000 hielt die Helsana fest, die Geldleistungen für den genannten Unfall würden um 20 % gekürzt. Mit Verfügung vom 2 1. Februar 2011 und Einsprache entscheid vom 2 1. Juli 2011 verneinte die Helsana einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Beschwerdeführer eine Integritätsent schädigung entspre chend einer Integritätseinbusse von 37.5 % zu, die sie um 20 % kürzte ( Urk. 9/2A18 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1). Die dagegen vom Ver sicherten erho bene Beschwerde hiess das hiesige Gericht - nach Einholen eines Gutachtens, das am 2 3. August 2013 erstattet wurde ( Urk. 9/M3) - mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. UV.2011.00255 gut und bejahte den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine, je um 20 % gekürzte, Invaliden rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 57 % und eine Integritäts ent schädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 55 % ( Urk. 9/2A18 S. 20 Dispositiv Ziff. 1). 4. Der Beschwerdeführer meldete sich am 2 7. Februar 2006 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach erneuter Anmeldung vom 2 9. Februar 2008 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 3. Januar 2011 einen Rentenanspruch, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. IV.2011.00125 bestätigte ( Urk. 9/2A17 S. 2 f. und S. 17). Auf ein Wiedererwägungsgesuch vom 2 9. Januar 2015 trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 4. August 2015 nicht ein, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 8. März 2016 im Verfahren Nr. IV.2015.00946 bestätigte. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2017 ist das revidierte Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten. Da in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 445 E. 1.2.1 S. 447), werden die nachfolgenden unfallversicherungsgesetzlichen Bestimmung in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung zitiert. 1.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). 1. 3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Per son glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vor liegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 1. 4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ( Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ( Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre ( Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, ein Unfallereignis sei aus näher dargelegten Gründen nicht mit genü gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (S. 7 Ziff. 3.16). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus den medizinischen Akten im Verfahren der Helsana und aus weiter e n von ihm angeführten Berichten (S. 3 f.) gehe hervor, dass er sich im Jahr 2003 am linken Daumen und im Jahr 2004 am linken Zeigfinger verletzt habe (S. 3 Mitte). Aus näher dargelegten Gründen (S. 4 ff.) sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass er sich während der Anstellung bei der Firma A.___ bei einem Unfall mit einem Warenlift die dokumentierten Verletzungen am linken Daumen zugezogen habe, die zu erheblichen Ein schränkungen der Arbeitsfähigkeit und zu einer Integritäts einbusse geführt hätten (S. 9 Ziff. 4). 2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Beeinträchtigungen am linken Daumen des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch einen bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfall verursacht wurden. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer war vom 2 7. Juni oder 1. Juli 2003 bis 3 1. August 2006 als Chauffeur und Magaziner bei der A.___ angestellt ( Urk. 9/2A 9 ; Urk. 9/2A17 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1.1). Diese meldete der Beschwerde gegne rin am 3 1. März 2004, der Beschwerdeführer habe sich am 4. März 2004 den linken Ringfinger bei einem Hubstapler eingeklemmt und gequetscht ( Urk. 9/2A9). 3. 2 In einem - unvollständig kopiert eingereichte n - Bericht der Ärzte der chirur gischen Klinik und Poliklinik des B.___ vom 4. März 2004 ( Urk. 3/9) wurde ausgeführt, der Patient habe sich den Zeige finger der linken Hand bei Gab el staplerarbeiten gequetscht und gebe Schmerzen distal des PIP-Gelenkes an. Als Diagnose wurde eine kleine Riss quetschwunde (RQW) Zeigefinger links genannt. Es erfolgte eine Wundver sorgung in Lokalanästhesie. 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie, berichtete am 2. Juli 2004 über seine Untersuchung ( Urk. 9/2A5/5 = Urk. 3/6). Er führte aus, der Patient gebe seit zwei bis drei Monaten an, er habe zeitweise starke Schmerzen am pro ximalen, ulnaren Nagelwall des linken Daumens. Dr. C.___ führte aus, eine Erklärung für die Beschwerden finde er nicht. Namentlich sei kein Glomustumor, der ja sehr heftige neuralgiforme Schmerzen verursache, feststellbar. Auch einen Fremdkörper, wie der Patient vermute, finde er nicht. Er werde den Patienten nach dessen Ferien noch einmal untersuchen, vielleicht könne dann irgendeine Erklärung gefunden werden. Am ehesten handle es sich um eine „ rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit “. 3.4 Am 2 1. Juli 2005 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik und Poli klinik des D.___ über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A5/2 = Urk. 9/2A8/3 = Urk. 3/7). Als Fragestellung nannten sie die Abklärung von Schmerzen und Fühlstörung im Daumen links. Sie nannten folgende Hauptdiagnosen: - schmerzhafte Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. I links - am ehesten im Rahmen einer Neuropathie des N. digitalis palmaris pollicis ulnaris - ätiologisch: traumatische Nervenläsion, DD ( differential diagnos tisch ) posttraumatisches Neurom - Status nach Polytrauma Juli 1999 mit / bei: - drittgradig offener Beckenverletzung (Typ ‚Open book ‘) - erstgradiger offener Femurschaftfraktur links - geschlossener isolierter Ulnaschaftfraktur links mit initialer Parese N. radialis Am 1 8. November 2005 wurde, ebenfalls neurologischerseits, ein traumato logisches Konsilium bezüglich der Entfernung der Plattenosteo synthese am linken Unterarm erstattet ( Urk. 9/2A8/4). 3.5 Am 2 4. Januar 2006 berichteten die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ über ihre am 2 0. Januar 2006 erfolgte Untersuchung ( Urk. 9/2A8/5) und am 3 0. April 2006 berichteten sie über die Hospitalisation vom 2 5. bis 3 0. April 2006 ( Urk. 9/2A5/3). Dabei führten sie den Daumen betreffend anam nestisch Folgendes aus (S. 2 Mitte): Vor zwei Jahren Daumen links in Lift eingeklemmt. Seit einem Jahr Gefühlsstörung und Dauerschmerzen im Daumenendglied links, bei Berührung Dysästhesie und Verstärkung der Schmerzen ('wie elektri sierend'). Bei der Arbeit durch die Berührungsempfindlichkeit ein geschränkt, 'arbeite nur mit vier Fingern', da die kleinste Berührung am linken Daumen zu einer akuten Schmerzverstärkung führe. Schlaf aufgrund der Schmerzen empfindlich gestört. Vor Weihnachten 2004 in O.___ am Daumen links operiert, ohne Verbesserung der Schmerzproblematik. Es erfolgte eine neurologische Abklärung der schmerzhaften Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. l links. Als Ursache der am Daumenendglied links bestehenden Schmerzen und Missempfindungen erwägt man in erster Linie eine lokale, traumatische Schädigung des N. digitalis palmaris pollicis ulna ris. Eine therapeutisch geplante Elektrostimulation konnte bei liegen dem osteosynthetischem Material nicht durchgeführt werden. Unter einer Thera pie mit Neurontin zeigte sich keine Besserung der Beschwerden. Weiterhin erfolgte diesbezüglich eine Vorstellung bei den Traumatologen. Die Indikation zur Plattenentfernung konnte nicht gestellt werden. Nach ihrer Ansicht sind die Schmerzen nicht durch die Platte verursacht. Um die Kontinuität der N. radialis und ulnaris zu objektivieren, wurde ein EMG durchgeführt. Hier wurde trotz normalen Befunde des N. medianus links und des N. ulnaris als Schmerzursache eine wahrscheinlich traumatisch bedingte, distale Neuropathie des Nervus dig. palmaris pollicis proprius links diagnostiziert. 3.6 Im - unvollständig kopiert eingereichten - Bericht der Ärzte der Klinik für Unfall chirurgie, D.___, vom 1 4. März 2006 ( Urk. 3/8) wurden betreffend die „Hypersensibilität am Daumen ulnarseits nach Einklemmungsverletzung vor 2 Jahren“ persistierende Neurombeschwerden mit schmerzhaft stechender Über empfindlichkeit im Sinne eines Tinelzeichens festgehalten. 3. 7 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 2 1. Juli 2006 ( Urk. 9/2A5/4) unter anderem aus: Die Beschwerden im Daumen links bestanden schon seit 03, nach dem er sich den Daumen angeblich in einer Lifttür eingeklemmt hatte. Ich habe ihn deswegen nicht behandelt, habe ihn aber anfangs März nachkontrolliert, nachdem er sich eine Quetschung des linken Zeigefingers zugezogen hatte und deswegen im B.___ behandelt wurde. Der damalige Bericht liegt bei. Ich überwies den Patienten anschliessend zum Handchirurgen Dr. C.___, der aber auch keine Ursache für die Beschwerden finden konnte. Zuerst Behandlung mit Tramal, dadurch Stabilisierung, weitere Abklärungen schliesslich im Herbst. Da ich eine Neuropathie C6 vermutete, liess ich ein MR der HWS durchführen, dabei konnten keine pathologischen Befunde der HWS festgestellt werden. Ich überwies den Patienten in die Neurologische Poliklinik D.___, der Verlauf war ausserordentlich langwierig. Schliesslich wurde die Diagnose eines Neurinoms gestellt und der Patient operiert. Seit her ist er weitgehend beschwerdefrei. 3.8 Am 9. Februar 2007 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik, D.___, über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A8/6) und nannten zwei Hauptdiagnosen (S. 1), nämlich wiederum den Status nach Polytrauma am 2 7. Juli 1999 (2) und (1): - chronische Dysästhesie über Endglied Daumen links ulnar, seit zirka 2004 - Status nach Ope ration Dig. I links Dezember 200 4 ( O.___ ) - Status nach Narbenneuromentfernung am 2 7. April 2006 ( D.___ ) Anamnestisch führten sie aus: Zirka 2003 Daumen links im Lift eingeklemmt. Monate später Auftreten der persistierenden Beschwerden (ausschliesslich über Endglied Dig. I ulnarseitig ). Zweimalige Operation ohne Erfolg (S. 2 oben). Es folgten weitere Behandlungsberichte vom 1 0. August 2007 ( Urk. 9/2A8/7) und vom 4. April 2008 ( Urk. 9/2A8/8). 3.9 Am 6. Juli 2010 ( Urk. 9/2/A7) reichte der Beschwerdeführer eine von ihm selber aus gefüllte Unfallmeldung ein ( Urk. 9 /2/A 6 ). Darin nannte er als Unfalldatum die 2. Jahreshälfte 2003, zirka September ( Ziff. 4). Dass der Unfall nicht gemeldet worden sei, sei wahrscheinlich darauf zurück zuführen, dass er nach dem Unfall trotz Schmerzen und unter Ver meidung des Einsatzes des linken Daumens weitergearbeitet habe ( Urk. 9/ 2/A7 ). 4. 4.1 Am 2 3. August 2013 erstatteten Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, und Dr. med. G.___, Facharzt für Rheumatologie, Chefarzt, MEDAS H.___, ihr Gutachten im Auftrag des Gerichts ( Urk. 9/M3). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerde führers (S. 31 ff.), die von ihnen am 19./2 0. März und 1 9. April 2013 (vgl. S. 1) erhobenen Befunde (S. 34 f.) sowie ein von Dr. med. I.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie erstatte tes Teilgutachten vom 1 5. Juni 2013 und den Bericht über eine psychiatrische Abklä rung vom 2 0. März 2013. 4.2 Anamnestisch führten sie unter anderem aus (S. 32 Ziff. 1.2.3): Bezüglich allfälliger Unfälle oder Operationen: Etwa 2006 habe er seinen linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt, habe damals bei der Firma A.___ gearbeitet, sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen, keine Arbeitsunfähigkeit. Wegen Schmerzen im Bereich des ulnaren Nagelwalls (zeigt auf diesen Bereich) ambulante Untersuchung im B.___ : „Nerv hat gedrückt"; 2006 habe er sich im O.___ am linken Daumen operieren lassen, „etwas putzen", die ver spro chene Besserung sei ausgeblieben, in der Folge wieder die gleichen Schmer zen. Sechs Monate später erneute Operation am linken Daumen, nun im D.___, auch danach keine Besserung der Schmerzen, obwohl man ihm zuvor gesagt habe „kein Problem". Am 31.01.2013 nun dritte Daumen-Operation, J.___, man habe zwei kleine Tumore gefunden, diese entfernt, jetzt gehe es etwas besser, noch etwas Schmerzen, „wie Strom immer noch" - gemäss Akten Exzision nach Kocher. Keine weiteren Unfälle/Operationen - auf Nachfrage: Ja, er sei etwa 2006 mit dem Lieferwagen von A.___ von der Strasse gerutscht, etwa einen Meter weit, ganz langsam, dabei sei aber nichts passiert, kein Schaden am Auto und auch er selber habe sich dabei nicht verletzt (gemäss Akten Unfall vom 04.11.2005). An die aktenkundige Verletzung des linken Zeigefingers, RQW/Quetschung durch Gabelstapler, kann sich X.___ nicht erinnern. 4.3 In der zusammenfassenden Beurteilung (S. 36 ff.) nannten d ie Gutachter fol gende - hier teilweise verkürzt angeführte n - Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 39 f. Ziff. 4.1): Residuen nach Motorradunfall vom 2 7. Juli 1999 - Open book -Verletzung des Beckens - Femurschaftfraktur links, erstgradig offen - Ulnaschaftfraktur links, geschlossen, isoliert - RQW Stirne/Nase - traumatischer Hodenhochstand links - keine wesentlichen anhaltenden psychischen Folgeschäden im enge ren Sinne Residuen nach Arbeitsunfall am 4. März 2004 ( Lifttüre ) - RQW Daumen links mit - traumatischer Läsion des ulnaren Hautnerven - anamnestisch Daumenoperation („putzen“) im O.___ Dezember 2004 - Entfernung Narbenneurom 2 7. April 2006 - Rezidivnarbenneurom ulnarer Nagelwall - Exzision ulnarer Nagelfalz 3 1. Januar 2013 - aktuell: Sensibilitätsstörungen Daumen links Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert nannten sie einen Keilwirbel L2, eine lumbosakrale Über gangsstörung mit lumbalisiertem S1 und eine Ulna -minus-Variante links (S. 40 Ziff. 4.2). Als Nebenbefunde nannten sie einen Status nach Verkehrs unfall am 4. November 2005 (Bagatelltrauma) mit Kontusion Kopf/HWS und Knie links (S. 40 Ziff. 4.3). 4.4 Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, die 1999 ausgeübte Tätigkeit als Gemüsebauarbeiter wie auch jede andere körperlich schwere und mittel schwere Tätigkeit sei dem Versicherten in Übereinstimmung mit früheren Gutachten aufgrund der wesentlich verminderten körperlichen Belast barkeit nicht mehr zumutbar. Die entsprechende Arbeitsfähigkeit betrage 0 % (S. 40 Ziff. 5.1). Behinderungsangepasst zumutbar zu 50 % der Norm seien körperlich leichte Tätigkeiten unter Einhaltung folgender Vorgaben: Kein Stehen oder Gehen län ger als 30 Minuten, kein andauerndes Sitzen länger als 30 Minuten, keine vorn übergeneigte Haltung länger als 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg; dieses Anforderungsprofil sei begründet durch die Residuen des Motorradunfalles von 199 9. Wegen der persistierenden Sensibi li täts störung am linken Daumen als Folge des Liftunfalles von 2004 bestehe eine zusätzliche qualitative Einschränkung im Sinne der Unmög lichkeit, wegen gestörte n Dau men-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszu führen (S. 41 Ziff. 5.2). Die auf 50 % festgelegte Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätig keit sei auf Februar 2011 zurückzudatieren bei seither im Wesentlichen unverän dertem Gesundheitszustand; damals seien die seit Januar 2006 aus gerichteten Taggeldleistungen eingestellt worden (S. 41 Ziff. 5.4). 4.5 Betreffend die Verursachung von bestehenden Gesundheits beeinträchti gun gen durch den Unfall vom 2 7. Juli 1999 und denjenigen vom 4. No vember 2005 führten die Gutachter aus, mit überwiegender Wahrschein lichkeit durch den Unfall von 1999 verursacht seien: ISG-Arthrose links, Symphysen-Ossi fikatio nen, Schraubenrest in rechter Symphyse, ausgedehnte Weichteilschä digung am Oberschenkel links, beginnende Koxarthrose links, Rezidivhernie Leiste links sowie geheilte Beckenringfraktur, Narbenhernie rechter Ober bauch nach Trans versostomie, geheilte Femurfraktur links, leichte Beinver kürzung und Becken kippung nach links, geheilte Ulnafraktur und Verlust des linken Hodens. Durch den Unfall von 2005 verursacht seien - folgenlos ver heilte - Kontusionen von Kopf/HWS und linkem Knie. Alle übrigen Diagno sen/Gesundheitsbeeinträchtigungen seien nicht durch diese beiden Unfälle versursacht (S. 41 f. Ziff. 2). 4.6 Das Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung der unfallbedingten Leiden umschrieben sie mit: behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar zu 50 % der Norm/eines Vollpensums; vier Stunden täglich (verteilt auf zwei Halb tage, ohne zusätzliche Pausen); kein andauerndes Sitzen über 30 Minuten, kein andauerndes Arbeiten in vornübergeneigter Stellung über 30 Minuten, kein Stehen oder Gehen über 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, kein häufiges oder manchmaliges Treppen /Leiternsteigen (S. 42 Ziff. 4). 4.7 Der Unfall von 1999 habe zu einem Integritätsschaden von 20 % ( Inguinalher nienrezidiv ) plus 10 % (Verlust linker Hoden) plus 10 % (ISG Syn drom mit Symphysenproblematik ) plus 10 % ( Koxarthrose links) plus 5 % ( Weichteilscha den Oberschenkelmuskulatur), mithin gesamthaft 55 %, geführt (S. 42 Ziff. 6). 5. 5.1 Dr. C.___ ging Anfang Juli 2004 von seit zwei bis drei Monaten (mit hin April/Mai 2004) vorhandenen Schmerzen i m linken Daumen aus und führte aus, eine Erklärung finde er nicht, weder - von ihm vermutet - einen Tumor noch - vom Beschwerdeführer vermutet - einen Fremdkörper. Am ehesten handle es sich um eine rezidivierende Traumatisierung möglicher weise durch die Arbeit (vorstehend E. 3.3). Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ sahen im Juli 2005 die Schmer zen im linken Daumen am ehesten im Rahmen einer Neuropathie, ätiologisch aufgrund einer traumatischen Nervenläsion (vorstehend E. 3.4). Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ gingen im Januar und im April 2006 davon aus, der Beschwerdeführer habe sich vor zwei Jahren ( mit hin im Januar oder April 2004 ) den linken Daumen in einem Lift einge klemmt (vorstehend E. 3.5). Im März 2006 gingen sie ebenfalls von einer vor zwei Jahren (mithin im März 200 4 ) erlittenen Einklemmungsverletzung aus (vorstehend E. 3.6). Dr. E.___ berichtete im Juli 2006, die Beschwerden im linken Daumen hätten schon 2003 bestanden, nachdem der Beschwerdeführer ‚sich den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘ habe. Er habe ihn deswe gen nicht behandelt, sondern Anfang März 2004 nach der im B.___ behan delten Zeigefingerverletzung nachkontrolliert (vorstehend E. 3.7). Im Februar 2007 nannten die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ im Rahmen der Diagnose eine im Dezember 2004 erfolgte Operation am linken Daumen im O.___ und eine Narbenneuromentfernung im April 200 6. Sie gingen anamnestisch davon aus, der Beschwerdeführer habe sich ‚zirka 2003‘ den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt und ‚ Monate später ‘ seien persistierende Beschwerden aufgetreten (vorstehend E. 3.8). Im Gerichtsgutachten von 2013 wurden als Angaben des Beschwerdeführers berichtet, er habe ‚etwa 2006‘ bei der Firma A.___ gearbeitet und den linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt; er sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen; arbeitsunfähig sei er nicht gewesen. 2006 sei er im O.___ am linken Daumen operiert worden und sechs Monate später erneut im D.___. An die Verletzung des linken Zeigefingers im März 2004 konnte er sich nicht erinnern (vorstehend E. 4.2). 5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt. In den Berichten, die zeitlich am nächsten zu m geltend gemachten Ereignis erstattet wurden, findet sich keine Erwähnung eines solchen Vorgangs. Beim Bericht über die Wundversorgung des linken Zeigefingers im März 2004 liesse sich dies allenfalls damit erklären, dass man sich ausschliesslich auf die Versorgung der vergleichsweise harmlosen Verletzung konzentrierte und keine Veranlassung zu einer ausführlichen Anamnese hatte; allerdings wäre die später beklagte Schmerzhaftigkeit und Empfindlichkeit des linken Dau mens angesichts der unmittelbaren Nachbarschaft zum Zeigefinger mit Sicherheit registriert worden, wenn sie zu diesem Zeitpunkt schon bestanden hätte, womit auch die Frage nach ihrer Herkunft anzusprechen gewesen wäre. Die Untersuchung durch Dr. C.___ im Juli 2004 erfolgte ausdrücklich wegen der Daumenproblematik. Umso bemerkenswerter ist, dass auch in diesem Bericht keine Rede von einem Ereignis der geltend gemachten Art ist. Als Ursache vermutete der Beschwerdeführer vielmehr einen Fremdkörper und der Arzt hielt, da ein Tumor als Ursache ausschied, eine ‚rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit‘ für die wahrscheinlichste Ursache. Die gewählte Formulierung lässt erstens erkennen, dass die berufli che Tätigkeit des Beschwerdeführers durchaus ein Thema gewesen sein muss, und zweitens, dass der Arzt nicht ein einzelnes Trauma als Ursache erwog, sondern eine Abfolge von Mikrotraumen. Hätte der Beschwerdeführer ein Ereignis von der später geltend gemachten Art auch nur erwähnt, so hätte dies mit Sicherheit Eingang in die Beurteilung und den Bericht gefunden. Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen sodann im Juni 2005 zwar von einer traumatischen Nervenläsion aus, machten aber keine näheren Angaben (oder Annahmen) über die konkreten Umstände und den Zeitpunkt des Traumas. Wiederum ein Jahr später berichtete Dr. E.___, er habe den Beschwer de führer im März 2004 nach der Versorgung der Zeigefingerver letzung nach kontrolliert ; dieser habe sich 2003 ‚den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘, behandelt habe er ihn deswegen nicht. Dies lässt die Angabe des Beschwerdeführers im Rahmen der Begutachtung als äusserst fraglich erscheinen, er sei zwar nicht arbeitsunfähig gewesen, aber sofort zum Arzt gegangen. 5.3 Auch d ie Angaben darüber, wann die Schmerzen im linken Daumen erstmals aufgetreten seien, gehen erheblich auseinander, auch wenn das vom Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung genannte Datum (2006) aus ser Betracht bleiben kann, weil es nicht vereinbar ist mit der gleichzeitigen zeitlichen Verortung als während sein er Anstellung bei der Firma A.___ erfolgt. Dr. C.___ nahm an, die Schmerzen hätten im April/Mai 2004 eingesetzt, Dr. E.___ berichtete (später), die Beschwerden hätten schon 2003 bestanden, und die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen davon aus, die Schmerzen seien nach einem ‚zirka 2003‘ stattgehabten Ereignis ‚Monate später‘ aufgetreten. 5.4 Angesichts der dargelegten zahlreichen Unklarheiten - bis hin zu Widersprü chen - in den Angaben, die sich in den Akten finden, kann nicht gesagt wer den, ein Unfallereignis der geltend gemachten Art in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 sei mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Es erscheint zwar als möglich, dass sich so etwas zugetragen hat, aber die blosse Möglichkeit genügt nicht, um die einzelnen Voraus setzungen des Unfallbegriffs als erfüllt gelten zu lassen (vorstehend E. 1. 3 ). Dass sich das behauptete Unfallereignis nicht (mehr) rechtsgenüglich nachwei sen lässt, zeigt sich auch im Vergleich zur Zeigefingerverletzung vom März 2004, an welche sich der Beschwerdeführer anlässlich der Begut achtung nicht mehr erinnerte. Diesbezüglich existiert ein echtzeitlicher Bericht über die erfolgte Wundversorgung, und die Arbeitgeberin erstattete eine Unfallmeldung. Den Daumen betreffend existiert weder das eine noch das andere. Insbesondere fällt dabei ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer später zwar angab, er habe sich sogleich in ärztliche Behandlung begeben (vorstehend E. 4.2), dafür aber keinerlei Belege beigebracht hat. Angesichts der erheblichen Anstrengungen, die er unternommen hat, um die fragliche Zeit betreffende Dokumente zu beschaffen und auch einzureichen, hätte es nahegelegen, die berichtete Behandlung der Daumenverletzung mit einem entsprechenden Bericht zu dokumentieren. Da er keinerlei nähere Angaben zu einer solchen Behandlung gemacht hat, können auch keine weiteren Abklärungen erfolgen. Es hat somit mit der Feststellung sein Bewenden, dass das vom Beschwerde führer geltend gemachte Unfallereignis als Ursache der Daumenbeschwerden lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist. 5.5 Diese Feststellung ist weniger einschneidend, als es den Anschein haben mag, weil auch die Annahme eines nachgewiesenen Unfallereignisses nicht zu einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin führen würde. Im Gutach ten von 2013 wurden diagnostisch Residuen nach einem Arbeitsunfall am 4. März 2004 (Rissquetschwunde Daumen links, traumatische Läsion ulnarer Hautnerven) festgehalten (vorstehend E. 4.3). Dem kann zwar hinsichtlich der Datierung - am 4. März 2004 verletzte sich der Beschwerdeführer am linken Zeigefinger, nicht am Daumen - nicht gefolgt werden. Entscheidend sind jedoch die attestierten (residualen) Auswirkungen der genannten Daumen verletzung : Gemäss der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in anpassten Tätigkeiten bestand oder besteht über die aus den anderweitig versicherten Unfällen resultierenden Einschränkungen hinaus eine zusätzli che qualitative Einschränkung im Sinne der Unmöglichkeit, wegen gestörte n Daumen-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszuführen (vorstehend E. 4.4). Die einzige zusätzliche Einschränkung, die anspruchsrelevant wäre, wenn das Unfallereignis nachgewiesen wäre, ist mithin eine qualitative, nämlich der sich aus dem gestörten Daumen-Zeigefinger-Griff ergebende Ausschluss von Feinarbeiten. Alle weiteren gesundheitlich bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sind im Hinblick auf die Leistungspflicht der Beschwerde gegnerin nicht relevant. Im Urteil von 2015 ( Urk. 9/2A/18) wurde das Valideneinkommen mit Fr. 46‘121.-- im Jahr 201 0 beziffert ( S. 18 E. 6.4). Damit der im Minimum vorausgesetzte Invaliditätsgrad von 10 % (vorstehend E. 1. 3 ) resultieren würde, dürf te das Invalideneinkommen weniger als rund Fr. 41‘510.-- betra gen. Im Urteil von 2015 wurde diesbezüglich (vor Berücksichtigung der dort relevanten Einschränkungen, aber mit Parallelisierung zum tiefen Validen einkommen ) von rund Fr. 52‘ 601.-- ( Fr. 4‘901.-- x 12 : 40.0 x 41.6 x 0.86) ausgegangen (S. 18 E. 6.5). Es kann ausgeschlossen werden, dass allein die genannte Beeinträchtigung durch den Ausschluss von Feinarbeiten eine Reduktion des Ausgangswerts für das Invalideneinkommen um Fr. 11‘ 091.-- oder 21 % zu begründen ver möchte. Daraus folgt, dass selbst bei Anerkennung eines Unfallereignisses kein Renten anspruch bestünde. 5.6 Der angefochtene Entscheid, mit dem die Beschwerdegegnerin eine Leistungs pflicht verneint hat, erweist sich mithin als rechtens. Dies führt zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tomas Kempf - lic. iur. Y.___ - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich UV.2015.00244 II. Kammer Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender Sozialversicherungsrichter Bachofner Ersatzrichterin Romero-Käser Gerichtsschreiberin Tiefenbacher Urteil vom 20. Februar 2017 in Sachen X.___ Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte Webernstrasse 5, 8610 Uster gegen AXA Versicherungen AG Generaldirektion General Guisan -Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur Beschwerdegegnerin vertreten durch lic. iur. Y.___ Krepper Spring Partner Sophienstrasse 2, Postfach 1517, 8032 Zürich Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1974, teilte der AXA Winterthur am 4. Juni 2010 mit, er habe in den Jahren 2003 und 2004 zwei Unfälle erlitten, wobei er sich am linken Zeigefinger (2004) und am linken Daumen (2003) verletzt habe ( Urk. 9/A 3 = Urk. 9/2A1 ). Die AXA verneinte mit Verfügung vom 1 6. April 2015 eine Leistungspflicht ( Urk. 9/A13 = Urk. 9/2A24 ). Die Helsana Versicherungen AG zog ihre dage gen am 2 2. April 2015 erhobene Einsprache ( Urk. 9/A15 = Urk. 9/2A26 ) am 1 2. Mai 2015 wieder zurück ( Urk. 9/A18 = Urk. 9/2A29 ). Der Versicherte erhob am 1 8. Mai 2015 Einsprache ( Urk. 9/A19 = Urk. 9/2A30 ). Diese wies die AXA mit Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ab ( Urk. 9/A24 = Urk. 9/2A37 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ( Urk. 2) erhob der Ver sicherte am 2 6. November 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei aufzuheben (S. 2 oben Ziff. 1) und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit der Verletzung am linken Daumen die nach Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) versicherten Leistungen zu erbringen (S. 2 oben Ziff. 2). Eventuell sei die Sache zur wei teren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2 oben Ziff. 3). Die AXA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 7. Februar 2016 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 5. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). 3. Seit Dezember 1997 war der Beschwerdeführer bei der Firma Z.___ als Landarbeiter tätig gewesen und über diese bei der Helsana Unfall AG versichert, als er sich am 2 7. Juli 1999 bei einem Motorradunfall v er schiedene Verletzungen zuzog. Mit Verfügung vom 2. Februar 2000 hielt die Helsana fest, die Geldleistungen für den genannten Unfall würden um 20 % gekürzt. Mit Verfügung vom 2 1. Februar 2011 und Einsprache entscheid vom 2 1. Juli 2011 verneinte die Helsana einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Beschwerdeführer eine Integritätsent schädigung entspre chend einer Integritätseinbusse von 37.5 % zu, die sie um 20 % kürzte ( Urk. 9/2A18 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1). Die dagegen vom Ver sicherten erho bene Beschwerde hiess das hiesige Gericht - nach Einholen eines Gutachtens, das am 2 3. August 2013 erstattet wurde ( Urk. 9/M3) - mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. UV.2011.00255 gut und bejahte den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine, je um 20 % gekürzte, Invaliden rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 57 % und eine Integritäts ent schädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 55 % ( Urk. 9/2A18 S. 20 Dispositiv Ziff. 1). 4. Der Beschwerdeführer meldete sich am 2 7. Februar 2006 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach erneuter Anmeldung vom 2 9. Februar 2008 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 3. Januar 2011 einen Rentenanspruch, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. IV.2011.00125 bestätigte ( Urk. 9/2A17 S. 2 f. und S. 17). Auf ein Wiedererwägungsgesuch vom 2 9. Januar 2015 trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 4. August 2015 nicht ein, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 8. März 2016 im Verfahren Nr. IV.2015.00946 bestätigte. Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2017 ist das revidierte Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten. Da in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 445 E. 1.2.1 S. 447), werden die nachfolgenden unfallversicherungsgesetzlichen Bestimmung in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung zitiert. 1.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). 1. 3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Per son glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vor liegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 1. 4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ( Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ( Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre ( Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121). 2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, ein Unfallereignis sei aus näher dargelegten Gründen nicht mit genü gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (S. 7 Ziff. 3.16). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus den medizinischen Akten im Verfahren der Helsana und aus weiter e n von ihm angeführten Berichten (S. 3 f.) gehe hervor, dass er sich im Jahr 2003 am linken Daumen und im Jahr 2004 am linken Zeigfinger verletzt habe (S. 3 Mitte). Aus näher dargelegten Gründen (S. 4 ff.) sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass er sich während der Anstellung bei der Firma A.___ bei einem Unfall mit einem Warenlift die dokumentierten Verletzungen am linken Daumen zugezogen habe, die zu erheblichen Ein schränkungen der Arbeitsfähigkeit und zu einer Integritäts einbusse geführt hätten (S. 9 Ziff. 4). 2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Beeinträchtigungen am linken Daumen des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch einen bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfall verursacht wurden. 3. 3.1 Der Beschwerdeführer war vom 2 7. Juni oder 1. Juli 2003 bis 3 1. August 2006 als Chauffeur und Magaziner bei der A.___ angestellt ( Urk. 9/2A 9 ; Urk. 9/2A17 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1.1). Diese meldete der Beschwerde gegne rin am 3 1. März 2004, der Beschwerdeführer habe sich am 4. März 2004 den linken Ringfinger bei einem Hubstapler eingeklemmt und gequetscht ( Urk. 9/2A9). 3. 2 In einem - unvollständig kopiert eingereichte n - Bericht der Ärzte der chirur gischen Klinik und Poliklinik des B.___ vom 4. März 2004 ( Urk. 3/9) wurde ausgeführt, der Patient habe sich den Zeige finger der linken Hand bei Gab el staplerarbeiten gequetscht und gebe Schmerzen distal des PIP-Gelenkes an. Als Diagnose wurde eine kleine Riss quetschwunde (RQW) Zeigefinger links genannt. Es erfolgte eine Wundver sorgung in Lokalanästhesie. 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie, berichtete am 2. Juli 2004 über seine Untersuchung ( Urk. 9/2A5/5 = Urk. 3/6). Er führte aus, der Patient gebe seit zwei bis drei Monaten an, er habe zeitweise starke Schmerzen am pro ximalen, ulnaren Nagelwall des linken Daumens. Dr. C.___ führte aus, eine Erklärung für die Beschwerden finde er nicht. Namentlich sei kein Glomustumor, der ja sehr heftige neuralgiforme Schmerzen verursache, feststellbar. Auch einen Fremdkörper, wie der Patient vermute, finde er nicht. Er werde den Patienten nach dessen Ferien noch einmal untersuchen, vielleicht könne dann irgendeine Erklärung gefunden werden. Am ehesten handle es sich um eine „ rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit “. 3.4 Am 2 1. Juli 2005 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik und Poli klinik des D.___ über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A5/2 = Urk. 9/2A8/3 = Urk. 3/7). Als Fragestellung nannten sie die Abklärung von Schmerzen und Fühlstörung im Daumen links. Sie nannten folgende Hauptdiagnosen: - schmerzhafte Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. I links - am ehesten im Rahmen einer Neuropathie des N. digitalis palmaris pollicis ulnaris - ätiologisch: traumatische Nervenläsion, DD ( differential diagnos tisch ) posttraumatisches Neurom - Status nach Polytrauma Juli 1999 mit / bei: - drittgradig offener Beckenverletzung (Typ ‚Open book ‘) - erstgradiger offener Femurschaftfraktur links - geschlossener isolierter Ulnaschaftfraktur links mit initialer Parese N. radialis Am 1 8. November 2005 wurde, ebenfalls neurologischerseits, ein traumato logisches Konsilium bezüglich der Entfernung der Plattenosteo synthese am linken Unterarm erstattet ( Urk. 9/2A8/4). 3.5 Am 2 4. Januar 2006 berichteten die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ über ihre am 2 0. Januar 2006 erfolgte Untersuchung ( Urk. 9/2A8/5) und am 3 0. April 2006 berichteten sie über die Hospitalisation vom 2 5. bis 3 0. April 2006 ( Urk. 9/2A5/3). Dabei führten sie den Daumen betreffend anam nestisch Folgendes aus (S. 2 Mitte): Vor zwei Jahren Daumen links in Lift eingeklemmt. Seit einem Jahr Gefühlsstörung und Dauerschmerzen im Daumenendglied links, bei Berührung Dysästhesie und Verstärkung der Schmerzen ('wie elektri sierend'). Bei der Arbeit durch die Berührungsempfindlichkeit ein geschränkt, 'arbeite nur mit vier Fingern', da die kleinste Berührung am linken Daumen zu einer akuten Schmerzverstärkung führe. Schlaf aufgrund der Schmerzen empfindlich gestört. Vor Weihnachten 2004 in O.___ am Daumen links operiert, ohne Verbesserung der Schmerzproblematik. Es erfolgte eine neurologische Abklärung der schmerzhaften Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. l links. Als Ursache der am Daumenendglied links bestehenden Schmerzen und Missempfindungen erwägt man in erster Linie eine lokale, traumatische Schädigung des N. digitalis palmaris pollicis ulna ris. Eine therapeutisch geplante Elektrostimulation konnte bei liegen dem osteosynthetischem Material nicht durchgeführt werden. Unter einer Thera pie mit Neurontin zeigte sich keine Besserung der Beschwerden. Weiterhin erfolgte diesbezüglich eine Vorstellung bei den Traumatologen. Die Indikation zur Plattenentfernung konnte nicht gestellt werden. Nach ihrer Ansicht sind die Schmerzen nicht durch die Platte verursacht. Um die Kontinuität der N. radialis und ulnaris zu objektivieren, wurde ein EMG durchgeführt. Hier wurde trotz normalen Befunde des N. medianus links und des N. ulnaris als Schmerzursache eine wahrscheinlich traumatisch bedingte, distale Neuropathie des Nervus dig. palmaris pollicis proprius links diagnostiziert. 3.6 Im - unvollständig kopiert eingereichten - Bericht der Ärzte der Klinik für Unfall chirurgie, D.___, vom 1 4. März 2006 ( Urk. 3/8) wurden betreffend die „Hypersensibilität am Daumen ulnarseits nach Einklemmungsverletzung vor 2 Jahren“ persistierende Neurombeschwerden mit schmerzhaft stechender Über empfindlichkeit im Sinne eines Tinelzeichens festgehalten. 3. 7 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 2 1. Juli 2006 ( Urk. 9/2A5/4) unter anderem aus: Die Beschwerden im Daumen links bestanden schon seit 03, nach dem er sich den Daumen angeblich in einer Lifttür eingeklemmt hatte. Ich habe ihn deswegen nicht behandelt, habe ihn aber anfangs März nachkontrolliert, nachdem er sich eine Quetschung des linken Zeigefingers zugezogen hatte und deswegen im B.___ behandelt wurde. Der damalige Bericht liegt bei. Ich überwies den Patienten anschliessend zum Handchirurgen Dr. C.___, der aber auch keine Ursache für die Beschwerden finden konnte. Zuerst Behandlung mit Tramal, dadurch Stabilisierung, weitere Abklärungen schliesslich im Herbst. Da ich eine Neuropathie C6 vermutete, liess ich ein MR der HWS durchführen, dabei konnten keine pathologischen Befunde der HWS festgestellt werden. Ich überwies den Patienten in die Neurologische Poliklinik D.___, der Verlauf war ausserordentlich langwierig. Schliesslich wurde die Diagnose eines Neurinoms gestellt und der Patient operiert. Seit her ist er weitgehend beschwerdefrei. 3.8 Am 9. Februar 2007 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik, D.___, über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A8/6) und nannten zwei Hauptdiagnosen (S. 1), nämlich wiederum den Status nach Polytrauma am 2 7. Juli 1999 (2) und (1): - chronische Dysästhesie über Endglied Daumen links ulnar, seit zirka 2004 - Status nach Ope ration Dig. I links Dezember 200 4 ( O.___ ) - Status nach Narbenneuromentfernung am 2 7. April 2006 ( D.___ ) Anamnestisch führten sie aus: Zirka 2003 Daumen links im Lift eingeklemmt. Monate später Auftreten der persistierenden Beschwerden (ausschliesslich über Endglied Dig. I ulnarseitig ). Zweimalige Operation ohne Erfolg (S. 2 oben). Es folgten weitere Behandlungsberichte vom 1 0. August 2007 ( Urk. 9/2A8/7) und vom 4. April 2008 ( Urk. 9/2A8/8). 3.9 Am 6. Juli 2010 ( Urk. 9/2/A7) reichte der Beschwerdeführer eine von ihm selber aus gefüllte Unfallmeldung ein ( Urk. 9 /2/A 6 ). Darin nannte er als Unfalldatum die 2. Jahreshälfte 2003, zirka September ( Ziff. 4). Dass der Unfall nicht gemeldet worden sei, sei wahrscheinlich darauf zurück zuführen, dass er nach dem Unfall trotz Schmerzen und unter Ver meidung des Einsatzes des linken Daumens weitergearbeitet habe ( Urk. 9/ 2/A7 ). 4. 4.1 Am 2 3. August 2013 erstatteten Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, und Dr. med. G.___, Facharzt für Rheumatologie, Chefarzt, MEDAS H.___, ihr Gutachten im Auftrag des Gerichts ( Urk. 9/M3). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerde führers (S. 31 ff.), die von ihnen am 19./2 0. März und 1 9. April 2013 (vgl. S. 1) erhobenen Befunde (S. 34 f.) sowie ein von Dr. med. I.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie erstatte tes Teilgutachten vom 1 5. Juni 2013 und den Bericht über eine psychiatrische Abklä rung vom 2 0. März 2013. 4.2 Anamnestisch führten sie unter anderem aus (S. 32 Ziff. 1.2.3): Bezüglich allfälliger Unfälle oder Operationen: Etwa 2006 habe er seinen linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt, habe damals bei der Firma A.___ gearbeitet, sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen, keine Arbeitsunfähigkeit. Wegen Schmerzen im Bereich des ulnaren Nagelwalls (zeigt auf diesen Bereich) ambulante Untersuchung im B.___ : „Nerv hat gedrückt"; 2006 habe er sich im O.___ am linken Daumen operieren lassen, „etwas putzen", die ver spro chene Besserung sei ausgeblieben, in der Folge wieder die gleichen Schmer zen. Sechs Monate später erneute Operation am linken Daumen, nun im D.___, auch danach keine Besserung der Schmerzen, obwohl man ihm zuvor gesagt habe „kein Problem". Am 31.01.2013 nun dritte Daumen-Operation, J.___, man habe zwei kleine Tumore gefunden, diese entfernt, jetzt gehe es etwas besser, noch etwas Schmerzen, „wie Strom immer noch" - gemäss Akten Exzision nach Kocher. Keine weiteren Unfälle/Operationen - auf Nachfrage: Ja, er sei etwa 2006 mit dem Lieferwagen von A.___ von der Strasse gerutscht, etwa einen Meter weit, ganz langsam, dabei sei aber nichts passiert, kein Schaden am Auto und auch er selber habe sich dabei nicht verletzt (gemäss Akten Unfall vom 04.11.2005). An die aktenkundige Verletzung des linken Zeigefingers, RQW/Quetschung durch Gabelstapler, kann sich X.___ nicht erinnern. 4.3 In der zusammenfassenden Beurteilung (S. 36 ff.) nannten d ie Gutachter fol gende - hier teilweise verkürzt angeführte n - Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 39 f. Ziff. 4.1): Residuen nach Motorradunfall vom 2 7. Juli 1999 - Open book -Verletzung des Beckens - Femurschaftfraktur links, erstgradig offen - Ulnaschaftfraktur links, geschlossen, isoliert - RQW Stirne/Nase - traumatischer Hodenhochstand links - keine wesentlichen anhaltenden psychischen Folgeschäden im enge ren Sinne Residuen nach Arbeitsunfall am 4. März 2004 ( Lifttüre ) - RQW Daumen links mit - traumatischer Läsion des ulnaren Hautnerven - anamnestisch Daumenoperation („putzen“) im O.___ Dezember 2004 - Entfernung Narbenneurom 2 7. April 2006 - Rezidivnarbenneurom ulnarer Nagelwall - Exzision ulnarer Nagelfalz 3 1. Januar 2013 - aktuell: Sensibilitätsstörungen Daumen links Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert nannten sie einen Keilwirbel L2, eine lumbosakrale Über gangsstörung mit lumbalisiertem S1 und eine Ulna -minus-Variante links (S. 40 Ziff. 4.2). Als Nebenbefunde nannten sie einen Status nach Verkehrs unfall am 4. November 2005 (Bagatelltrauma) mit Kontusion Kopf/HWS und Knie links (S. 40 Ziff. 4.3). 4.4 Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, die 1999 ausgeübte Tätigkeit als Gemüsebauarbeiter wie auch jede andere körperlich schwere und mittel schwere Tätigkeit sei dem Versicherten in Übereinstimmung mit früheren Gutachten aufgrund der wesentlich verminderten körperlichen Belast barkeit nicht mehr zumutbar. Die entsprechende Arbeitsfähigkeit betrage 0 % (S. 40 Ziff. 5.1). Behinderungsangepasst zumutbar zu 50 % der Norm seien körperlich leichte Tätigkeiten unter Einhaltung folgender Vorgaben: Kein Stehen oder Gehen län ger als 30 Minuten, kein andauerndes Sitzen länger als 30 Minuten, keine vorn übergeneigte Haltung länger als 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg; dieses Anforderungsprofil sei begründet durch die Residuen des Motorradunfalles von 199 9. Wegen der persistierenden Sensibi li täts störung am linken Daumen als Folge des Liftunfalles von 2004 bestehe eine zusätzliche qualitative Einschränkung im Sinne der Unmög lichkeit, wegen gestörte n Dau men-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszu führen (S. 41 Ziff. 5.2). Die auf 50 % festgelegte Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätig keit sei auf Februar 2011 zurückzudatieren bei seither im Wesentlichen unverän dertem Gesundheitszustand; damals seien die seit Januar 2006 aus gerichteten Taggeldleistungen eingestellt worden (S. 41 Ziff. 5.4). 4.5 Betreffend die Verursachung von bestehenden Gesundheits beeinträchti gun gen durch den Unfall vom 2 7. Juli 1999 und denjenigen vom 4. No vember 2005 führten die Gutachter aus, mit überwiegender Wahrschein lichkeit durch den Unfall von 1999 verursacht seien: ISG-Arthrose links, Symphysen-Ossi fikatio nen, Schraubenrest in rechter Symphyse, ausgedehnte Weichteilschä digung am Oberschenkel links, beginnende Koxarthrose links, Rezidivhernie Leiste links sowie geheilte Beckenringfraktur, Narbenhernie rechter Ober bauch nach Trans versostomie, geheilte Femurfraktur links, leichte Beinver kürzung und Becken kippung nach links, geheilte Ulnafraktur und Verlust des linken Hodens. Durch den Unfall von 2005 verursacht seien - folgenlos ver heilte - Kontusionen von Kopf/HWS und linkem Knie. Alle übrigen Diagno sen/Gesundheitsbeeinträchtigungen seien nicht durch diese beiden Unfälle versursacht (S. 41 f. Ziff. 2). 4.6 Das Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung der unfallbedingten Leiden umschrieben sie mit: behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar zu 50 % der Norm/eines Vollpensums; vier Stunden täglich (verteilt auf zwei Halb tage, ohne zusätzliche Pausen); kein andauerndes Sitzen über 30 Minuten, kein andauerndes Arbeiten in vornübergeneigter Stellung über 30 Minuten, kein Stehen oder Gehen über 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, kein häufiges oder manchmaliges Treppen /Leiternsteigen (S. 42 Ziff. 4). 4.7 Der Unfall von 1999 habe zu einem Integritätsschaden von 20 % ( Inguinalher nienrezidiv ) plus 10 % (Verlust linker Hoden) plus 10 % (ISG Syn drom mit Symphysenproblematik ) plus 10 % ( Koxarthrose links) plus 5 % ( Weichteilscha den Oberschenkelmuskulatur), mithin gesamthaft 55 %, geführt (S. 42 Ziff. 6). 5. 5.1 Dr. C.___ ging Anfang Juli 2004 von seit zwei bis drei Monaten (mit hin April/Mai 2004) vorhandenen Schmerzen i m linken Daumen aus und führte aus, eine Erklärung finde er nicht, weder - von ihm vermutet - einen Tumor noch - vom Beschwerdeführer vermutet - einen Fremdkörper. Am ehesten handle es sich um eine rezidivierende Traumatisierung möglicher weise durch die Arbeit (vorstehend E. 3.3). Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ sahen im Juli 2005 die Schmer zen im linken Daumen am ehesten im Rahmen einer Neuropathie, ätiologisch aufgrund einer traumatischen Nervenläsion (vorstehend E. 3.4). Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ gingen im Januar und im April 2006 davon aus, der Beschwerdeführer habe sich vor zwei Jahren ( mit hin im Januar oder April 2004 ) den linken Daumen in einem Lift einge klemmt (vorstehend E. 3.5). Im März 2006 gingen sie ebenfalls von einer vor zwei Jahren (mithin im März 200 4 ) erlittenen Einklemmungsverletzung aus (vorstehend E. 3.6). Dr. E.___ berichtete im Juli 2006, die Beschwerden im linken Daumen hätten schon 2003 bestanden, nachdem der Beschwerdeführer ‚sich den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘ habe. Er habe ihn deswe gen nicht behandelt, sondern Anfang März 2004 nach der im B.___ behan delten Zeigefingerverletzung nachkontrolliert (vorstehend E. 3.7). Im Februar 2007 nannten die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ im Rahmen der Diagnose eine im Dezember 2004 erfolgte Operation am linken Daumen im O.___ und eine Narbenneuromentfernung im April 200 6. Sie gingen anamnestisch davon aus, der Beschwerdeführer habe sich ‚zirka 2003‘ den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt und ‚ Monate später ‘ seien persistierende Beschwerden aufgetreten (vorstehend E. 3.8). Im Gerichtsgutachten von 2013 wurden als Angaben des Beschwerdeführers berichtet, er habe ‚etwa 2006‘ bei der Firma A.___ gearbeitet und den linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt; er sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen; arbeitsunfähig sei er nicht gewesen. 2006 sei er im O.___ am linken Daumen operiert worden und sechs Monate später erneut im D.___. An die Verletzung des linken Zeigefingers im März 2004 konnte er sich nicht erinnern (vorstehend E. 4.2). 5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt. In den Berichten, die zeitlich am nächsten zu m geltend gemachten Ereignis erstattet wurden, findet sich keine Erwähnung eines solchen Vorgangs. Beim Bericht über die Wundversorgung des linken Zeigefingers im März 2004 liesse sich dies allenfalls damit erklären, dass man sich ausschliesslich auf die Versorgung der vergleichsweise harmlosen Verletzung konzentrierte und keine Veranlassung zu einer ausführlichen Anamnese hatte; allerdings wäre die später beklagte Schmerzhaftigkeit und Empfindlichkeit des linken Dau mens angesichts der unmittelbaren Nachbarschaft zum Zeigefinger mit Sicherheit registriert worden, wenn sie zu diesem Zeitpunkt schon bestanden hätte, womit auch die Frage nach ihrer Herkunft anzusprechen gewesen wäre. Die Untersuchung durch Dr. C.___ im Juli 2004 erfolgte ausdrücklich wegen der Daumenproblematik. Umso bemerkenswerter ist, dass auch in diesem Bericht keine Rede von einem Ereignis der geltend gemachten Art ist. Als Ursache vermutete der Beschwerdeführer vielmehr einen Fremdkörper und der Arzt hielt, da ein Tumor als Ursache ausschied, eine ‚rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit‘ für die wahrscheinlichste Ursache. Die gewählte Formulierung lässt erstens erkennen, dass die berufli che Tätigkeit des Beschwerdeführers durchaus ein Thema gewesen sein muss, und zweitens, dass der Arzt nicht ein einzelnes Trauma als Ursache erwog, sondern eine Abfolge von Mikrotraumen. Hätte der Beschwerdeführer ein Ereignis von der später geltend gemachten Art auch nur erwähnt, so hätte dies mit Sicherheit Eingang in die Beurteilung und den Bericht gefunden. Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen sodann im Juni 2005 zwar von einer traumatischen Nervenläsion aus, machten aber keine näheren Angaben (oder Annahmen) über die konkreten Umstände und den Zeitpunkt des Traumas. Wiederum ein Jahr später berichtete Dr. E.___, er habe den Beschwer de führer im März 2004 nach der Versorgung der Zeigefingerver letzung nach kontrolliert ; dieser habe sich 2003 ‚den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘, behandelt habe er ihn deswegen nicht. Dies lässt die Angabe des Beschwerdeführers im Rahmen der Begutachtung als äusserst fraglich erscheinen, er sei zwar nicht arbeitsunfähig gewesen, aber sofort zum Arzt gegangen. 5.3 Auch d ie Angaben darüber, wann die Schmerzen im linken Daumen erstmals aufgetreten seien, gehen erheblich auseinander, auch wenn das vom Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung genannte Datum (2006) aus ser Betracht bleiben kann, weil es nicht vereinbar ist mit der gleichzeitigen zeitlichen Verortung als während sein er Anstellung bei der Firma A.___ erfolgt. Dr. C.___ nahm an, die Schmerzen hätten im April/Mai 2004 eingesetzt, Dr. E.___ berichtete (später), die Beschwerden hätten schon 2003 bestanden, und die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen davon aus, die Schmerzen seien nach einem ‚zirka 2003‘ stattgehabten Ereignis ‚Monate später‘ aufgetreten. 5.4 Angesichts der dargelegten zahlreichen Unklarheiten - bis hin zu Widersprü chen - in den Angaben, die sich in den Akten finden, kann nicht gesagt wer den, ein Unfallereignis der geltend gemachten Art in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 sei mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Es erscheint zwar als möglich, dass sich so etwas zugetragen hat, aber die blosse Möglichkeit genügt nicht, um die einzelnen Voraus setzungen des Unfallbegriffs als erfüllt gelten zu lassen (vorstehend E. 1. 3 ). Dass sich das behauptete Unfallereignis nicht (mehr) rechtsgenüglich nachwei sen lässt, zeigt sich auch im Vergleich zur Zeigefingerverletzung vom März 2004, an welche sich der Beschwerdeführer anlässlich der Begut achtung nicht mehr erinnerte. Diesbezüglich existiert ein echtzeitlicher Bericht über die erfolgte Wundversorgung, und die Arbeitgeberin erstattete eine Unfallmeldung. Den Daumen betreffend existiert weder das eine noch das andere. Insbesondere fällt dabei ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer später zwar angab, er habe sich sogleich in ärztliche Behandlung begeben (vorstehend E. 4.2), dafür aber keinerlei Belege beigebracht hat. Angesichts der erheblichen Anstrengungen, die er unternommen hat, um die fragliche Zeit betreffende Dokumente zu beschaffen und auch einzureichen, hätte es nahegelegen, die berichtete Behandlung der Daumenverletzung mit einem entsprechenden Bericht zu dokumentieren. Da er keinerlei nähere Angaben zu einer solchen Behandlung gemacht hat, können auch keine weiteren Abklärungen erfolgen. Es hat somit mit der Feststellung sein Bewenden, dass das vom Beschwerde führer geltend gemachte Unfallereignis als Ursache der Daumenbeschwerden lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist. 5.5 Diese Feststellung ist weniger einschneidend, als es den Anschein haben mag, weil auch die Annahme eines nachgewiesenen Unfallereignisses nicht zu einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin führen würde. Im Gutach ten von 2013 wurden diagnostisch Residuen nach einem Arbeitsunfall am 4. März 2004 (Rissquetschwunde Daumen links, traumatische Läsion ulnarer Hautnerven) festgehalten (vorstehend E. 4.3). Dem kann zwar hinsichtlich der Datierung - am 4. März 2004 verletzte sich der Beschwerdeführer am linken Zeigefinger, nicht am Daumen - nicht gefolgt werden. Entscheidend sind jedoch die attestierten (residualen) Auswirkungen der genannten Daumen verletzung : Gemäss der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in anpassten Tätigkeiten bestand oder besteht über die aus den anderweitig versicherten Unfällen resultierenden Einschränkungen hinaus eine zusätzli che qualitative Einschränkung im Sinne der Unmöglichkeit, wegen gestörte n Daumen-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszuführen (vorstehend E. 4.4). Die einzige zusätzliche Einschränkung, die anspruchsrelevant wäre, wenn das Unfallereignis nachgewiesen wäre, ist mithin eine qualitative, nämlich der sich aus dem gestörten Daumen-Zeigefinger-Griff ergebende Ausschluss von Feinarbeiten. Alle weiteren gesundheitlich bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sind im Hinblick auf die Leistungspflicht der Beschwerde gegnerin nicht relevant. Im Urteil von 2015 ( Urk. 9/2A/18) wurde das Valideneinkommen mit Fr. 46‘121.-- im Jahr 201 0 beziffert ( S. 18 E. 6.4). Damit der im Minimum vorausgesetzte Invaliditätsgrad von 10 % (vorstehend E. 1. 3 ) resultieren würde, dürf te das Invalideneinkommen weniger als rund Fr. 41‘510.-- betra gen. Im Urteil von 2015 wurde diesbezüglich (vor Berücksichtigung der dort relevanten Einschränkungen, aber mit Parallelisierung zum tiefen Validen einkommen ) von rund Fr. 52‘ 601.-- ( Fr. 4‘901.-- x 12 : 40.0 x 41.6 x 0.86) ausgegangen (S. 18 E. 6.5). Es kann ausgeschlossen werden, dass allein die genannte Beeinträchtigung durch den Ausschluss von Feinarbeiten eine Reduktion des Ausgangswerts für das Invalideneinkommen um Fr. 11‘ 091.-- oder 21 % zu begründen ver möchte. Daraus folgt, dass selbst bei Anerkennung eines Unfallereignisses kein Renten anspruch bestünde. 5.6 Der angefochtene Entscheid, mit dem die Beschwerdegegnerin eine Leistungs pflicht verneint hat, erweist sich mithin als rechtens. Dies führt zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde. Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tomas Kempf - lic. iur. Y.___ - Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin MosimannTiefenbacher

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Sozialversicherungsgericht

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

des Kantons Zürich UV.2015.00244 UV.2015.00244

UV.2015.00244 II. Kammer

Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender

Sozialversicherungsrichter Bachofner

Ersatzrichterin Romero-Käser

Gerichtsschreiberin Tiefenbacher

Urteil vom 20. Februar 2017

Urteil vom 20. Februar 2017 in Sachen

in Sachen X.___

X.___ Beschwerdeführer

Beschwerdeführer vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf

vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte

Flum Schlegel Kempf Rechtsanwälte Webernstrasse 5, 8610 Uster

Webernstrasse 5, 8610 Uster gegen

gegen AXA Versicherungen AG

AXA Versicherungen AG Generaldirektion

Generaldirektion General Guisan -Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur

General Guisan -Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur Beschwerdegegnerin

Beschwerdegegnerin vertreten durch lic. iur. Y.___

vertreten durch lic. iur. Y.___ Krepper Spring Partner

Krepper Spring Partner Sophienstrasse 2, Postfach 1517, 8032 Zürich

Sophienstrasse 2, Postfach 1517, 8032 Zürich Sachverhalt:

Sachverhalt: 1. X.___, geboren 1974, teilte der AXA Winterthur am 4. Juni 2010 mit, er habe in den Jahren 2003 und 2004 zwei Unfälle erlitten, wobei er sich am linken Zeigefinger (2004) und am linken Daumen (2003) verletzt habe ( Urk. 9/A 3 = Urk. 9/2A1 ).

1. X.___, geboren 1974, teilte der AXA Winterthur am 4. Juni 2010 mit, er habe in den Jahren 2003 und 2004 zwei Unfälle erlitten, wobei er sich am linken Zeigefinger (2004) und am linken Daumen (2003) verletzt habe ( Urk. 9/A 3 = Urk. 9/2A1 ). Die AXA verneinte mit Verfügung vom 1 6. April 2015 eine Leistungspflicht ( Urk. 9/A13 = Urk. 9/2A24 ). Die Helsana Versicherungen AG zog ihre dage gen am 2 2. April 2015 erhobene Einsprache ( Urk. 9/A15 = Urk. 9/2A26 ) am 1 2. Mai 2015 wieder zurück ( Urk. 9/A18 = Urk. 9/2A29 ). Der Versicherte erhob am 1 8. Mai 2015 Einsprache ( Urk. 9/A19 = Urk. 9/2A30 ). Diese wies die AXA mit Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ab ( Urk. 9/A24 = Urk. 9/2A37 = Urk. 2).

Die AXA verneinte mit Verfügung vom 1 6. April 2015 eine Leistungspflicht ( Urk. 9/A13 = Urk. 9/2A24 ). Die Helsana Versicherungen AG zog ihre dage gen am 2 2. April 2015 erhobene Einsprache ( Urk. 9/A15 = Urk. 9/2A26 ) am 1 2. Mai 2015 wieder zurück ( Urk. 9/A18 = Urk. 9/2A29 ). Der Versicherte erhob am 1 8. Mai 2015 Einsprache ( Urk. 9/A19 = Urk. 9/2A30 ). Diese wies die AXA mit Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ab ( Urk. 9/A24 = Urk. 9/2A37 = Urk. 2). 2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ( Urk. 2) erhob der Ver sicherte am 2 6. November 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei aufzuheben (S. 2 oben Ziff. 1) und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit der Verletzung am linken Daumen die nach Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) versicherten Leistungen zu erbringen (S. 2 oben Ziff. 2). Eventuell sei die Sache zur wei teren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2 oben Ziff. 3).

2. Gegen den Einspracheentscheid vom 2 7. Oktober 2015 ( Urk. 2) erhob der Ver sicherte am 2 6. November 2015 Beschwerde ( Urk. 1) und beantragte, dieser sei aufzuheben (S. 2 oben Ziff. 1) und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit der Verletzung am linken Daumen die nach Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) versicherten Leistungen zu erbringen (S. 2 oben Ziff. 2). Eventuell sei die Sache zur wei teren Abklärung und Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzu weisen (S. 2 oben Ziff. 3). Die AXA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 7. Februar 2016 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 5. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10).

Die AXA beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1 7. Februar 2016 ( Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2 5. Februar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde ( Urk. 10). 3. Seit Dezember 1997 war der Beschwerdeführer bei der Firma Z.___ als Landarbeiter tätig gewesen und über diese bei der Helsana Unfall AG versichert, als er sich am 2 7. Juli 1999 bei einem Motorradunfall v er schiedene Verletzungen zuzog. Mit Verfügung vom 2. Februar 2000 hielt die Helsana fest, die Geldleistungen für den genannten Unfall würden um 20 % gekürzt. Mit Verfügung vom 2 1. Februar 2011 und Einsprache entscheid vom 2 1. Juli 2011 verneinte die Helsana einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Beschwerdeführer eine Integritätsent schädigung entspre chend einer Integritätseinbusse von 37.5 % zu, die sie um 20 % kürzte ( Urk. 9/2A18 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1). Die dagegen vom Ver sicherten erho bene Beschwerde hiess das hiesige Gericht - nach Einholen eines Gutachtens, das am 2 3. August 2013 erstattet wurde ( Urk. 9/M3) - mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. UV.2011.00255 gut und bejahte den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine, je um 20 % gekürzte, Invaliden rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 57 % und eine Integritäts ent schädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 55 % ( Urk. 9/2A18 S. 20 Dispositiv Ziff. 1).

3. Seit Dezember 1997 war der Beschwerdeführer bei der Firma Z.___ als Landarbeiter tätig gewesen und über diese bei der Helsana Unfall AG versichert, als er sich am 2 7. Juli 1999 bei einem Motorradunfall v er schiedene Verletzungen zuzog. Mit Verfügung vom 2. Februar 2000 hielt die Helsana fest, die Geldleistungen für den genannten Unfall würden um 20 % gekürzt. Mit Verfügung vom 2 1. Februar 2011 und Einsprache entscheid vom 2 1. Juli 2011 verneinte die Helsana einen Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Beschwerdeführer eine Integritätsent schädigung entspre chend einer Integritätseinbusse von 37.5 % zu, die sie um 20 % kürzte ( Urk. 9/2A18 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1). Die dagegen vom Ver sicherten erho bene Beschwerde hiess das hiesige Gericht nach Einholen eines Gutachtens, das am 2 3. August 2013 erstattet wurde ( Urk. 9/M3) - mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. UV.2011.00255 gut und bejahte den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine, je um 20 % gekürzte, Invaliden rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 57 % und eine Integritäts ent schädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 55 % ( Urk. 9/2A18 S. 20 Dispositiv Ziff. 1). 4. Der Beschwerdeführer meldete sich am 2 7. Februar 2006 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach erneuter Anmeldung vom 2 9. Februar 2008 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 3. Januar 2011 einen Rentenanspruch, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. IV.2011.00125 bestätigte ( Urk. 9/2A17 S. 2 f. und S. 17).

4. Der Beschwerdeführer meldete sich am 2 7. Februar 2006 erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach erneuter Anmeldung vom 2 9. Februar 2008 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 3. Januar 2011 einen Rentenanspruch, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 9. Januar 2015 im Verfahren Nr. IV.2011.00125 bestätigte ( Urk. 9/2A17 S. 2 f. und S. 17). Auf ein Wiedererwägungsgesuch vom 2 9. Januar 2015 trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 4. August 2015 nicht ein, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 8. März 2016 im Verfahren Nr. IV.2015.00946 bestätigte.

Auf ein Wiedererwägungsgesuch vom 2 9. Januar 2015 trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 2 4. August 2015 nicht ein, was das hiesige Gericht mit Urteil vom 1 8. März 2016 im Verfahren Nr. IV.2015.00946 bestätigte. Das Gericht zieht in Erwägung:

Das Gericht zieht in Erwägung: 1.

1. 1.1 Am 1. Januar 2017 ist das revidierte Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten. Da in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 445 E. 1.2.1 S. 447), werden die nachfolgenden unfallversicherungsgesetzlichen Bestimmung in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung zitiert.

1.1 Am 1. Januar 2017 ist das revidierte Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) in Kraft getreten. Da in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 445 E. 1.2.1 S. 447), werden die nachfolgenden unfallversicherungsgesetzlichen Bestimmung in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung zitiert. 1.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).

1.2 Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1). 1. 3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Per son glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vor liegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50).

1. 3 Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind von der versicherten Per son glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser For derung nicht nach, indem sie unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubhaft erscheinen las sen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbe griffs erfüllt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Ist aufgrund dieser Massnahmen das Vor liegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der versicherten Person aus wirkt (BGE 116 V 136 E. 4b, 114 V 298 E. 5b, 111 V 201 E. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). 1. 4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ( Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ( Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre ( Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).

1. 4 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid ( Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetz es über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ( Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre ( Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121). 2.

2. 2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, ein Unfallereignis sei aus näher dargelegten Gründen nicht mit genü gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (S. 7 Ziff. 3.16).

2.1 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid ( Urk. 2) davon aus, ein Unfallereignis sei aus näher dargelegten Gründen nicht mit genü gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (S. 7 Ziff. 3.16). 2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus den medizinischen Akten im Verfahren der Helsana und aus weiter e n von ihm angeführten Berichten (S. 3 f.) gehe hervor, dass er sich im Jahr 2003 am linken Daumen und im Jahr 2004 am linken Zeigfinger verletzt habe (S. 3 Mitte). Aus näher dargelegten Gründen (S. 4 ff.) sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass er sich während der Anstellung bei der Firma A.___ bei einem Unfall mit einem Warenlift die dokumentierten Verletzungen am linken Daumen zugezogen habe, die zu erheblichen Ein schränkungen der Arbeitsfähigkeit und zu einer Integritäts einbusse geführt hätten (S. 9 Ziff. 4).

2.2 Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt ( Urk. 1), aus den medizinischen Akten im Verfahren der Helsana und aus weiter e n von ihm angeführten Berichten (S. 3 f.) gehe hervor, dass er sich im Jahr 2003 am linken Daumen und im Jahr 2004 am linken Zeigfinger verletzt habe (S. 3 Mitte). Aus näher dargelegten Gründen (S. 4 ff.) sei mit über wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass er sich während der Anstellung bei der Firma A.___ bei einem Unfall mit einem Warenlift die dokumentierten Verletzungen am linken Daumen zugezogen habe, die zu erheblichen Ein schränkungen der Arbeitsfähigkeit und zu einer Integritäts einbusse geführt hätten (S. 9 Ziff. 4). 2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Beeinträchtigungen am linken Daumen des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch einen bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfall verursacht wurden.

2.3 Strittig und zu prüfen ist somit, ob die Beeinträchtigungen am linken Daumen des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch einen bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfall verursacht wurden. 3.

3. 3.1 Der Beschwerdeführer war vom 2 7. Juni oder 1. Juli 2003 bis 3 1. August 2006 als Chauffeur und Magaziner bei der A.___ angestellt ( Urk. 9/2A 9 ; Urk. 9/2A17 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1.1). Diese meldete der Beschwerde gegne rin am 3 1. März 2004, der Beschwerdeführer habe sich am 4. März 2004 den linken Ringfinger bei einem Hubstapler eingeklemmt und gequetscht ( Urk. 9/2A9).

3.1 Der Beschwerdeführer war vom 2 7. Juni oder 1. Juli 2003 bis 3 1. August 2006 als Chauffeur und Magaziner bei der A.___ angestellt ( Urk. 9/2A 9 ; Urk. 9/2A17 S. 2 Sachverhalt Ziff. 1.1). Diese meldete der Beschwerde gegne rin am 3 1. März 2004, der Beschwerdeführer habe sich am 4. März 2004 den linken Ringfinger bei einem Hubstapler eingeklemmt und gequetscht ( Urk. 9/2A9). 3. 2 In einem - unvollständig kopiert eingereichte n - Bericht der Ärzte der chirur gischen Klinik und Poliklinik des B.___ vom 4. März 2004 ( Urk. 3/9) wurde ausgeführt, der Patient habe sich den Zeige finger der linken Hand bei Gab el staplerarbeiten gequetscht und gebe Schmerzen distal des PIP-Gelenkes an. Als Diagnose wurde eine kleine Riss quetschwunde (RQW) Zeigefinger links genannt. Es erfolgte eine Wundver sorgung in Lokalanästhesie.

3. 2 In einem unvollständig kopiert eingereichte n Bericht der Ärzte der chirur gischen Klinik und Poliklinik des B.___ vom 4. März 2004 ( Urk. 3/9) wurde ausgeführt, der Patient habe sich den Zeige finger der linken Hand bei Gab el staplerarbeiten gequetscht und gebe Schmerzen distal des PIP-Gelenkes an. Als Diagnose wurde eine kleine Riss quetschwunde (RQW) Zeigefinger links genannt. Es erfolgte eine Wundver sorgung in Lokalanästhesie. 3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie, berichtete am 2. Juli 2004 über seine Untersuchung ( Urk. 9/2A5/5 = Urk. 3/6). Er führte aus, der Patient gebe seit zwei bis drei Monaten an, er habe zeitweise starke Schmerzen am pro ximalen, ulnaren Nagelwall des linken Daumens.

3.3 Dr. med. C.___, Facharzt für Chirurgie und für Handchirurgie, berichtete am 2. Juli 2004 über seine Untersuchung ( Urk. 9/2A5/5 = Urk. 3/6). Er führte aus, der Patient gebe seit zwei bis drei Monaten an, er habe zeitweise starke Schmerzen am pro ximalen, ulnaren Nagelwall des linken Daumens. Dr. C.___ führte aus, eine Erklärung für die Beschwerden finde er nicht. Namentlich sei kein Glomustumor, der ja sehr heftige neuralgiforme Schmerzen verursache, feststellbar. Auch einen Fremdkörper, wie der Patient vermute, finde er nicht. Er werde den Patienten nach dessen Ferien noch einmal untersuchen, vielleicht könne dann irgendeine Erklärung gefunden werden. Am ehesten handle es sich um eine „ rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit “.

Dr. C.___ führte aus, eine Erklärung für die Beschwerden finde er nicht. Namentlich sei kein Glomustumor, der ja sehr heftige neuralgiforme Schmerzen verursache, feststellbar. Auch einen Fremdkörper, wie der Patient vermute, finde er nicht. Er werde den Patienten nach dessen Ferien noch einmal untersuchen, vielleicht könne dann irgendeine Erklärung gefunden werden. Am ehesten handle es sich um eine „ rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit “. 3.4 Am 2 1. Juli 2005 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik und Poli klinik des D.___ über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A5/2 = Urk. 9/2A8/3 = Urk. 3/7). Als Fragestellung nannten sie die Abklärung von Schmerzen und Fühlstörung im Daumen links. Sie nannten folgende Hauptdiagnosen:

3.4 Am 2 1. Juli 2005 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik und Poli klinik des D.___ über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A5/2 = Urk. 9/2A8/3 = Urk. 3/7). Als Fragestellung nannten sie die Abklärung von Schmerzen und Fühlstörung im Daumen links. Sie nannten folgende Hauptdiagnosen: - schmerzhafte Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. I links

schmerzhafte Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. I links - am ehesten im Rahmen einer Neuropathie des N. digitalis palmaris pollicis ulnaris

am ehesten im Rahmen einer Neuropathie des N. digitalis palmaris pollicis ulnaris - ätiologisch: traumatische Nervenläsion, DD ( differential diagnos tisch ) posttraumatisches Neurom

ätiologisch: traumatische Nervenläsion, DD ( differential diagnos tisch ) posttraumatisches Neurom - Status nach Polytrauma Juli 1999 mit / bei:

Status nach Polytrauma Juli 1999 mit bei: - drittgradig offener Beckenverletzung (Typ ‚Open book ‘)

drittgradig offener Beckenverletzung (Typ ‚Open book ‘) - erstgradiger offener Femurschaftfraktur links

erstgradiger offener Femurschaftfraktur links - geschlossener isolierter Ulnaschaftfraktur links mit initialer Parese N. radialis

geschlossener isolierter Ulnaschaftfraktur links mit initialer Parese N. radialis Am 1 8. November 2005 wurde, ebenfalls neurologischerseits, ein traumato logisches Konsilium bezüglich der Entfernung der Plattenosteo synthese am linken Unterarm erstattet ( Urk. 9/2A8/4).

Am 1 8. November 2005 wurde, ebenfalls neurologischerseits, ein traumato logisches Konsilium bezüglich der Entfernung der Plattenosteo synthese am linken Unterarm erstattet ( Urk. 9/2A8/4). 3.5 Am 2 4. Januar 2006 berichteten die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ über ihre am 2 0. Januar 2006 erfolgte Untersuchung ( Urk. 9/2A8/5) und am 3 0. April 2006 berichteten sie über die Hospitalisation vom 2 5. bis 3 0. April 2006 ( Urk. 9/2A5/3). Dabei führten sie den Daumen betreffend anam nestisch Folgendes aus (S. 2 Mitte):

3.5 Am 2 4. Januar 2006 berichteten die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ über ihre am 2 0. Januar 2006 erfolgte Untersuchung ( Urk. 9/2A8/5) und am 3 0. April 2006 berichteten sie über die Hospitalisation vom 2 5. bis 3 0. April 2006 ( Urk. 9/2A5/3). Dabei führten sie den Daumen betreffend anam nestisch Folgendes aus (S. 2 Mitte): Vor zwei Jahren Daumen links in Lift eingeklemmt. Seit einem Jahr Gefühlsstörung und Dauerschmerzen im Daumenendglied links, bei Berührung Dysästhesie und Verstärkung der Schmerzen ('wie elektri sierend'). Bei der Arbeit durch die Berührungsempfindlichkeit ein geschränkt, 'arbeite nur mit vier Fingern', da die kleinste Berührung am linken Daumen zu einer akuten Schmerzverstärkung führe. Schlaf aufgrund der Schmerzen empfindlich gestört. Vor Weihnachten 2004 in O.___ am Daumen links operiert, ohne Verbesserung der Schmerzproblematik.

Vor zwei Jahren Daumen links in Lift eingeklemmt. Seit einem Jahr Gefühlsstörung und Dauerschmerzen im Daumenendglied links, bei Berührung Dysästhesie und Verstärkung der Schmerzen ('wie elektri sierend'). Bei der Arbeit durch die Berührungsempfindlichkeit ein geschränkt, 'arbeite nur mit vier Fingern', da die kleinste Berührung am linken Daumen zu einer akuten Schmerzverstärkung führe. Schlaf aufgrund der Schmerzen empfindlich gestört. Vor Weihnachten 2004 in O.___ am Daumen links operiert, ohne Verbesserung der Schmerzproblematik. Es erfolgte eine neurologische Abklärung der schmerzhaften Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. l links. Als Ursache der am Daumenendglied links bestehenden Schmerzen und Missempfindungen erwägt man in erster Linie eine lokale, traumatische Schädigung des N. digitalis palmaris pollicis ulna ris. Eine therapeutisch geplante Elektrostimulation konnte bei liegen dem osteosynthetischem Material nicht durchgeführt werden. Unter einer Thera pie mit Neurontin zeigte sich keine Besserung der Beschwerden.

Es erfolgte eine neurologische Abklärung der schmerzhaften Dysästhesie Mittel- und Endglied Dig. l links. Als Ursache der am Daumenendglied links bestehenden Schmerzen und Missempfindungen erwägt man in erster Linie eine lokale, traumatische Schädigung des N. digitalis palmaris pollicis ulna ris. Eine therapeutisch geplante Elektrostimulation konnte bei liegen dem osteosynthetischem Material nicht durchgeführt werden. Unter einer Thera pie mit Neurontin zeigte sich keine Besserung der Beschwerden. Weiterhin erfolgte diesbezüglich eine Vorstellung bei den Traumatologen. Die Indikation zur Plattenentfernung konnte nicht gestellt werden. Nach ihrer Ansicht sind die Schmerzen nicht durch die Platte verursacht. Um die Kontinuität der N. radialis und ulnaris zu objektivieren, wurde ein EMG

Weiterhin erfolgte diesbezüglich eine Vorstellung bei den Traumatologen. Die Indikation zur Plattenentfernung konnte nicht gestellt werden. Nach ihrer Ansicht sind die Schmerzen nicht durch die Platte verursacht. Um die Kontinuität der N. radialis und ulnaris zu objektivieren, wurde ein EMG durchgeführt. Hier wurde trotz normalen Befunde des N. medianus links und des N. ulnaris als Schmerzursache eine wahrscheinlich traumatisch bedingte, distale Neuropathie des Nervus dig. palmaris pollicis proprius links diagnostiziert. durchgeführt. Hier wurde trotz normalen Befunde des N. medianus links und des N. ulnaris als Schmerzursache eine wahrscheinlich traumatisch bedingte, distale Neuropathie des Nervus dig. palmaris pollicis proprius links diagnostiziert. 3.6 Im - unvollständig kopiert eingereichten - Bericht der Ärzte der Klinik für Unfall chirurgie, D.___, vom 1 4. März 2006 ( Urk. 3/8) wurden betreffend die „Hypersensibilität am Daumen ulnarseits nach Einklemmungsverletzung vor 2 Jahren“ persistierende Neurombeschwerden mit schmerzhaft stechender Über empfindlichkeit im Sinne eines Tinelzeichens festgehalten.

3.6 Im unvollständig kopiert eingereichten Bericht der Ärzte der Klinik für Unfall chirurgie, D.___, vom 1 4. März 2006 ( Urk. 3/8) wurden betreffend die „Hypersensibilität am Daumen ulnarseits nach Einklemmungsverletzung vor 2 Jahren“ persistierende Neurombeschwerden mit schmerzhaft stechender Über empfindlichkeit im Sinne eines Tinelzeichens festgehalten. 3. 7 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 2 1. Juli 2006 ( Urk. 9/2A5/4) unter anderem aus:

3. 7 Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 2 1. Juli 2006 ( Urk. 9/2A5/4) unter anderem aus: Die Beschwerden im Daumen links bestanden schon seit 03, nach dem er sich den Daumen angeblich in einer Lifttür eingeklemmt hatte. Ich habe ihn deswegen nicht behandelt, habe ihn aber anfangs März nachkontrolliert, nachdem er sich eine Quetschung des linken Zeigefingers zugezogen hatte und deswegen im B.___ behandelt wurde. Der damalige Bericht liegt bei. Ich überwies den Patienten anschliessend zum Handchirurgen Dr. C.___, der aber auch keine Ursache für die Beschwerden finden konnte. Zuerst Behandlung mit Tramal, dadurch Stabilisierung, weitere Abklärungen schliesslich im Herbst. Da ich eine Neuropathie C6 vermutete, liess ich ein MR der HWS durchführen, dabei konnten keine pathologischen Befunde der HWS festgestellt werden. Ich überwies den Patienten in die Neurologische Poliklinik D.___, der Verlauf war ausserordentlich langwierig. Schliesslich wurde die Diagnose eines Neurinoms gestellt und der Patient operiert. Seit her ist er weitgehend beschwerdefrei.

Die Beschwerden im Daumen links bestanden schon seit 03, nach dem er sich den Daumen angeblich in einer Lifttür eingeklemmt hatte. Ich habe ihn deswegen nicht behandelt, habe ihn aber anfangs März nachkontrolliert, nachdem er sich eine Quetschung des linken Zeigefingers zugezogen hatte und deswegen im B.___ behandelt wurde. Der damalige Bericht liegt bei. Ich überwies den Patienten anschliessend zum Handchirurgen Dr. C.___, der aber auch keine Ursache für die Beschwerden finden konnte. Zuerst Behandlung mit Tramal, dadurch Stabilisierung, weitere Abklärungen schliesslich im Herbst. Da ich eine Neuropathie C6 vermutete, liess ich ein MR der HWS durchführen, dabei konnten keine pathologischen Befunde der HWS festgestellt werden. Ich überwies den Patienten in die Neurologische Poliklinik D.___, der Verlauf war ausserordentlich langwierig. Schliesslich wurde die Diagnose eines Neurinoms gestellt und der Patient operiert. Seit her ist er weitgehend beschwerdefrei. 3.8 Am 9. Februar 2007 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik, D.___, über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A8/6) und nannten zwei Hauptdiagnosen (S. 1), nämlich wiederum den Status nach Polytrauma am 2 7. Juli 1999 (2) und (1):

3.8 Am 9. Februar 2007 berichteten die Ärzte der Neurologischen Klinik, D.___, über ihre Untersuchung ( Urk. 9/2A8/6) und nannten zwei Hauptdiagnosen (S. 1), nämlich wiederum den Status nach Polytrauma am 2 7. Juli 1999 (2) und (1): - chronische Dysästhesie über Endglied Daumen links ulnar, seit zirka 2004

chronische Dysästhesie über Endglied Daumen links ulnar, seit zirka 2004 - Status nach Ope ration Dig. I links Dezember 200 4 ( O.___ )

Status nach Ope ration Dig. I links Dezember 200 4 ( O.___ ) - Status nach Narbenneuromentfernung am 2 7. April 2006 ( D.___ )

Status nach Narbenneuromentfernung am 2 7. April 2006 ( D.___ ) Anamnestisch führten sie aus: Zirka 2003 Daumen links im Lift eingeklemmt. Monate später Auftreten der persistierenden Beschwerden (ausschliesslich über Endglied Dig. I ulnarseitig ). Zweimalige Operation ohne Erfolg (S. 2 oben).

Anamnestisch führten sie aus: Zirka 2003 Daumen links im Lift eingeklemmt. Monate später Auftreten der persistierenden Beschwerden (ausschliesslich über Endglied Dig. I ulnarseitig ). Zweimalige Operation ohne Erfolg (S. 2 oben). Es folgten weitere Behandlungsberichte vom 1 0. August 2007 ( Urk. 9/2A8/7) und vom 4. April 2008 ( Urk. 9/2A8/8).

Es folgten weitere Behandlungsberichte vom 1 0. August 2007 ( Urk. 9/2A8/7) und vom 4. April 2008 ( Urk. 9/2A8/8). 3.9 Am 6. Juli 2010 ( Urk. 9/2/A7) reichte der Beschwerdeführer eine von ihm selber aus gefüllte Unfallmeldung ein ( Urk. 9 /2/A 6 ). Darin nannte er als Unfalldatum die 2. Jahreshälfte 2003, zirka September ( Ziff. 4).

3.9 Am 6. Juli 2010 ( Urk. 9/2/A7) reichte der Beschwerdeführer eine von ihm selber aus gefüllte Unfallmeldung ein ( Urk. 9 /2/A 6 ). Darin nannte er als Unfalldatum die 2. Jahreshälfte 2003, zirka September ( Ziff. 4). Dass der Unfall nicht gemeldet worden sei, sei wahrscheinlich darauf zurück zuführen, dass er nach dem Unfall trotz Schmerzen und unter Ver meidung des Einsatzes des linken Daumens weitergearbeitet habe ( Urk. 9/ 2/A7 ).

Dass der Unfall nicht gemeldet worden sei, sei wahrscheinlich darauf zurück zuführen, dass er nach dem Unfall trotz Schmerzen und unter Ver meidung des Einsatzes des linken Daumens weitergearbeitet habe ( Urk. 9/ 2/A7 ). 4.

4. 4.1 Am 2 3. August 2013 erstatteten Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, und Dr. med. G.___, Facharzt für Rheumatologie, Chefarzt, MEDAS H.___, ihr Gutachten im Auftrag des Gerichts ( Urk. 9/M3). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerde führers (S. 31 ff.), die von ihnen am 19./2 0. März und 1 9. April 2013 (vgl. S. 1) erhobenen Befunde (S. 34 f.) sowie ein von Dr. med. I.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie erstatte tes Teilgutachten vom 1 5. Juni 2013 und den Bericht über eine psychiatrische Abklä rung vom 2 0. März 2013.

4.1 Am 2 3. August 2013 erstatteten Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, und Dr. med. G.___, Facharzt für Rheumatologie, Chefarzt, MEDAS H.___, ihr Gutachten im Auftrag des Gerichts ( Urk. 9/M3). Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben des Beschwerde führers (S. 31 ff.), die von ihnen am 19./2 0. März und 1 9. April 2013 (vgl. S. 1) erhobenen Befunde (S. 34 f.) sowie ein von Dr. med. I.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie erstatte tes Teilgutachten vom 1 5. Juni 2013 und den Bericht über eine psychiatrische Abklä rung vom 2 0. März 2013. 4.2 Anamnestisch führten sie unter anderem aus (S. 32 Ziff. 1.2.3):

4.2 Anamnestisch führten sie unter anderem aus (S. 32 Ziff. 1.2.3): Bezüglich allfälliger Unfälle oder Operationen: Etwa 2006 habe er seinen linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt, habe damals bei der Firma A.___ gearbeitet, sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen, keine Arbeitsunfähigkeit. Wegen Schmerzen im Bereich des ulnaren Nagelwalls (zeigt auf diesen Bereich) ambulante Untersuchung im B.___ : „Nerv hat gedrückt"; 2006 habe er sich im O.___ am linken Daumen operieren lassen, „etwas putzen", die ver spro chene Besserung sei ausgeblieben, in der Folge wieder die gleichen Schmer zen. Sechs Monate später erneute Operation am linken Daumen, nun im D.___, auch danach keine Besserung der Schmerzen, obwohl man ihm zuvor gesagt habe „kein Problem". Am 31.01.2013 nun dritte Daumen-Operation, J.___, man habe zwei kleine Tumore gefunden, diese entfernt, jetzt gehe es etwas besser, noch etwas Schmerzen, „wie Strom immer noch" - gemäss Akten Exzision nach Kocher.

Bezüglich allfälliger Unfälle oder Operationen: Etwa 2006 habe er seinen linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt, habe damals bei der Firma A.___ gearbeitet, sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen, keine Arbeitsunfähigkeit. Wegen Schmerzen im Bereich des ulnaren Nagelwalls (zeigt auf diesen Bereich) ambulante Untersuchung im B.___ : „Nerv hat gedrückt"; 2006 habe er sich im O.___ am linken Daumen operieren lassen, „etwas putzen", die ver spro chene Besserung sei ausgeblieben, in der Folge wieder die gleichen Schmer zen. Sechs Monate später erneute Operation am linken Daumen, nun im D.___, auch danach keine Besserung der Schmerzen, obwohl man ihm zuvor gesagt habe „kein Problem". Am 31.01.2013 nun dritte Daumen-Operation, J.___, man habe zwei kleine Tumore gefunden, diese entfernt, jetzt gehe es etwas besser, noch etwas Schmerzen, „wie Strom immer noch" gemäss Akten Exzision nach Kocher. Keine weiteren Unfälle/Operationen - auf Nachfrage: Ja, er sei etwa 2006 mit dem Lieferwagen von A.___ von der Strasse gerutscht, etwa einen Meter weit, ganz langsam, dabei sei aber nichts passiert, kein Schaden am Auto und auch er selber habe sich dabei nicht verletzt (gemäss Akten Unfall vom 04.11.2005).

Keine weiteren Unfälle/Operationen auf Nachfrage: Ja, er sei etwa 2006 mit dem Lieferwagen von A.___ von der Strasse gerutscht, etwa einen Meter weit, ganz langsam, dabei sei aber nichts passiert, kein Schaden am Auto und auch er selber habe sich dabei nicht verletzt (gemäss Akten Unfall vom 04.11.2005). An die aktenkundige Verletzung des linken Zeigefingers, RQW/Quetschung durch Gabelstapler, kann sich X.___ nicht erinnern.

An die aktenkundige Verletzung des linken Zeigefingers, RQW/Quetschung durch Gabelstapler, kann sich X.___ nicht erinnern. 4.3 In der zusammenfassenden Beurteilung (S. 36 ff.) nannten d ie Gutachter fol gende - hier teilweise verkürzt angeführte n - Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 39 f. Ziff. 4.1):

4.3 In der zusammenfassenden Beurteilung (S. 36 ff.) nannten d ie Gutachter fol gende hier teilweise verkürzt angeführte n Diagno sen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 39 f. Ziff. 4.1): Residuen nach Motorradunfall vom 2 7. Juli 1999

Residuen nach Motorradunfall vom 2 7. Juli 1999 - Open book -Verletzung des Beckens

Open book -Verletzung des Beckens - Femurschaftfraktur links, erstgradig offen

Femurschaftfraktur links, erstgradig offen - Ulnaschaftfraktur links, geschlossen, isoliert

Ulnaschaftfraktur links, geschlossen, isoliert - RQW Stirne/Nase

RQW Stirne/Nase - traumatischer Hodenhochstand links

traumatischer Hodenhochstand links - keine wesentlichen anhaltenden psychischen Folgeschäden im enge ren Sinne

keine wesentlichen anhaltenden psychischen Folgeschäden im enge ren Sinne Residuen nach Arbeitsunfall am 4. März 2004 ( Lifttüre )

Residuen nach Arbeitsunfall am 4. März 2004 ( Lifttüre ) - RQW Daumen links mit

RQW Daumen links mit - traumatischer Läsion des ulnaren Hautnerven

traumatischer Läsion des ulnaren Hautnerven - anamnestisch Daumenoperation („putzen“) im O.___ Dezember 2004

anamnestisch Daumenoperation („putzen“) im O.___ Dezember 2004 - Entfernung Narbenneurom 2 7. April 2006

Entfernung Narbenneurom 2 7. April 2006 - Rezidivnarbenneurom ulnarer Nagelwall

Rezidivnarbenneurom ulnarer Nagelwall - Exzision ulnarer Nagelfalz 3 1. Januar 2013

Exzision ulnarer Nagelfalz 3 1. Januar 2013 - aktuell: Sensibilitätsstörungen Daumen links

aktuell: Sensibilitätsstörungen Daumen links Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert nannten sie einen Keilwirbel L2, eine lumbosakrale Über gangsstörung mit lumbalisiertem S1 und eine Ulna -minus-Variante links (S. 40 Ziff. 4.2). Als Nebenbefunde nannten sie einen Status nach Verkehrs unfall am 4. November 2005 (Bagatelltrauma) mit Kontusion Kopf/HWS und Knie links (S. 40 Ziff. 4.3).

Als Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert nannten sie einen Keilwirbel L2, eine lumbosakrale Über gangsstörung mit lumbalisiertem S1 und eine Ulna -minus-Variante links (S. 40 Ziff. 4.2). Als Nebenbefunde nannten sie einen Status nach Verkehrs unfall am 4. November 2005 (Bagatelltrauma) mit Kontusion Kopf/HWS und Knie links (S. 40 Ziff. 4.3). 4.4 Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, die 1999 ausgeübte Tätigkeit als Gemüsebauarbeiter wie auch jede andere körperlich schwere und mittel schwere Tätigkeit sei dem Versicherten in Übereinstimmung mit früheren Gutachten aufgrund der wesentlich verminderten körperlichen Belast barkeit nicht mehr zumutbar. Die entsprechende Arbeitsfähigkeit betrage 0 % (S. 40 Ziff. 5.1).

4.4 Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, die 1999 ausgeübte Tätigkeit als Gemüsebauarbeiter wie auch jede andere körperlich schwere und mittel schwere Tätigkeit sei dem Versicherten in Übereinstimmung mit früheren Gutachten aufgrund der wesentlich verminderten körperlichen Belast barkeit nicht mehr zumutbar. Die entsprechende Arbeitsfähigkeit betrage 0 % (S. 40 Ziff. 5.1). Behinderungsangepasst zumutbar zu 50 % der Norm seien körperlich leichte Tätigkeiten unter Einhaltung folgender Vorgaben: Kein Stehen oder Gehen län ger als 30 Minuten, kein andauerndes Sitzen länger als 30 Minuten, keine vorn übergeneigte Haltung länger als 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg; dieses Anforderungsprofil sei begründet durch die Residuen des Motorradunfalles von 199 9. Wegen der persistierenden Sensibi li täts störung am linken Daumen als Folge des Liftunfalles von 2004 bestehe eine zusätzliche qualitative Einschränkung im Sinne der Unmög lichkeit, wegen gestörte n Dau men-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszu führen (S. 41 Ziff. 5.2).

Behinderungsangepasst zumutbar zu 50 % der Norm seien körperlich leichte Tätigkeiten unter Einhaltung folgender Vorgaben: Kein Stehen oder Gehen län ger als 30 Minuten, kein andauerndes Sitzen länger als 30 Minuten, keine vorn übergeneigte Haltung länger als 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg; dieses Anforderungsprofil sei begründet durch die Residuen des Motorradunfalles von 199 9. Wegen der persistierenden Sensibi li täts störung am linken Daumen als Folge des Liftunfalles von 2004 bestehe eine zusätzliche qualitative Einschränkung im Sinne der Unmög lichkeit, wegen gestörte n Dau men-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszu führen (S. 41 Ziff. 5.2). Die auf 50 % festgelegte Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätig keit sei auf Februar 2011 zurückzudatieren bei seither im Wesentlichen unverän dertem Gesundheitszustand; damals seien die seit Januar 2006 aus gerichteten Taggeldleistungen eingestellt worden (S. 41 Ziff. 5.4).

Die auf 50 % festgelegte Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätig keit sei auf Februar 2011 zurückzudatieren bei seither im Wesentlichen unverän dertem Gesundheitszustand; damals seien die seit Januar 2006 aus gerichteten Taggeldleistungen eingestellt worden (S. 41 Ziff. 5.4). 4.5 Betreffend die Verursachung von bestehenden Gesundheits beeinträchti gun gen durch den Unfall vom 2 7. Juli 1999 und denjenigen vom 4. No vember 2005 führten die Gutachter aus, mit überwiegender Wahrschein lichkeit durch den Unfall von 1999 verursacht seien: ISG-Arthrose links, Symphysen-Ossi fikatio nen, Schraubenrest in rechter Symphyse, ausgedehnte Weichteilschä digung am Oberschenkel links, beginnende Koxarthrose links, Rezidivhernie Leiste links sowie geheilte Beckenringfraktur, Narbenhernie rechter Ober bauch nach Trans versostomie, geheilte Femurfraktur links, leichte Beinver kürzung und Becken kippung nach links, geheilte Ulnafraktur und Verlust des linken Hodens. Durch den Unfall von 2005 verursacht seien - folgenlos ver heilte - Kontusionen von Kopf/HWS und linkem Knie. Alle übrigen Diagno sen/Gesundheitsbeeinträchtigungen seien nicht durch diese beiden Unfälle versursacht (S. 41 f. Ziff. 2).

4.5 Betreffend die Verursachung von bestehenden Gesundheits beeinträchti gun gen durch den Unfall vom 2 7. Juli 1999 und denjenigen vom 4. No vember 2005 führten die Gutachter aus, mit überwiegender Wahrschein lichkeit durch den Unfall von 1999 verursacht seien: ISG-Arthrose links, Symphysen-Ossi fikatio nen, Schraubenrest in rechter Symphyse, ausgedehnte Weichteilschä digung am Oberschenkel links, beginnende Koxarthrose links, Rezidivhernie Leiste links sowie geheilte Beckenringfraktur, Narbenhernie rechter Ober bauch nach Trans versostomie, geheilte Femurfraktur links, leichte Beinver kürzung und Becken kippung nach links, geheilte Ulnafraktur und Verlust des linken Hodens. Durch den Unfall von 2005 verursacht seien folgenlos ver heilte Kontusionen von Kopf/HWS und linkem Knie. Alle übrigen Diagno sen/Gesundheitsbeeinträchtigungen seien nicht durch diese beiden Unfälle versursacht (S. 41 f. Ziff. 2). 4.6 Das Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung der unfallbedingten Leiden umschrieben sie mit: behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar zu 50 % der Norm/eines Vollpensums; vier Stunden täglich (verteilt auf zwei Halb tage, ohne zusätzliche Pausen); kein andauerndes Sitzen über 30 Minuten, kein andauerndes Arbeiten in vornübergeneigter Stellung über 30 Minuten, kein Stehen oder Gehen über 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, kein häufiges oder manchmaliges Treppen /Leiternsteigen (S. 42 Ziff. 4).

4.6 Das Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung der unfallbedingten Leiden umschrieben sie mit: behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar zu 50 % der Norm/eines Vollpensums; vier Stunden täglich (verteilt auf zwei Halb tage, ohne zusätzliche Pausen); kein andauerndes Sitzen über 30 Minuten, kein andauerndes Arbeiten in vornübergeneigter Stellung über 30 Minuten, kein Stehen oder Gehen über 30 Minuten, kein Heben und Tragen von Lasten über 10 kg, kein häufiges oder manchmaliges Treppen /Leiternsteigen (S. 42 Ziff. 4). 4.7 Der Unfall von 1999 habe zu einem Integritätsschaden von 20 % ( Inguinalher nienrezidiv ) plus 10 % (Verlust linker Hoden) plus 10 % (ISG Syn drom mit Symphysenproblematik ) plus 10 % ( Koxarthrose links) plus 5 % ( Weichteilscha den Oberschenkelmuskulatur), mithin gesamthaft 55 %, geführt (S. 42 Ziff. 6).

4.7 Der Unfall von 1999 habe zu einem Integritätsschaden von 20 % ( Inguinalher nienrezidiv ) plus 10 % (Verlust linker Hoden) plus 10 % (ISG Syn drom mit Symphysenproblematik ) plus 10 % ( Koxarthrose links) plus 5 % ( Weichteilscha den Oberschenkelmuskulatur), mithin gesamthaft 55 %, geführt (S. 42 Ziff. 6). 5.

5. 5.1 Dr. C.___ ging Anfang Juli 2004 von seit zwei bis drei Monaten (mit hin April/Mai 2004) vorhandenen Schmerzen i m linken Daumen aus und führte aus, eine Erklärung finde er nicht, weder - von ihm vermutet - einen Tumor noch - vom Beschwerdeführer vermutet - einen Fremdkörper. Am ehesten handle es sich um eine rezidivierende Traumatisierung möglicher weise durch die Arbeit (vorstehend E. 3.3).

5.1 Dr. C.___ ging Anfang Juli 2004 von seit zwei bis drei Monaten (mit hin April/Mai 2004) vorhandenen Schmerzen i m linken Daumen aus und führte aus, eine Erklärung finde er nicht, weder von ihm vermutet einen Tumor noch vom Beschwerdeführer vermutet einen Fremdkörper. Am ehesten handle es sich um eine rezidivierende Traumatisierung möglicher weise durch die Arbeit (vorstehend E. 3.3). Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ sahen im Juli 2005 die Schmer zen im linken Daumen am ehesten im Rahmen einer Neuropathie, ätiologisch aufgrund einer traumatischen Nervenläsion (vorstehend E. 3.4).

Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ sahen im Juli 2005 die Schmer zen im linken Daumen am ehesten im Rahmen einer Neuropathie, ätiologisch aufgrund einer traumatischen Nervenläsion (vorstehend E. 3.4). Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ gingen im Januar und im April 2006 davon aus, der Beschwerdeführer habe sich vor zwei Jahren ( mit hin im Januar oder April 2004 ) den linken Daumen in einem Lift einge klemmt (vorstehend E. 3.5). Im März 2006 gingen sie ebenfalls von einer vor zwei Jahren (mithin im März 200 4 ) erlittenen Einklemmungsverletzung aus (vorstehend E. 3.6).

Die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie des D.___ gingen im Januar und im April 2006 davon aus, der Beschwerdeführer habe sich vor zwei Jahren ( mit hin im Januar oder April 2004 ) den linken Daumen in einem Lift einge klemmt (vorstehend E. 3.5). Im März 2006 gingen sie ebenfalls von einer vor zwei Jahren (mithin im März 200 4 ) erlittenen Einklemmungsverletzung aus (vorstehend E. 3.6). Dr. E.___ berichtete im Juli 2006, die Beschwerden im linken Daumen hätten schon 2003 bestanden, nachdem der Beschwerdeführer ‚sich den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘ habe. Er habe ihn deswe gen nicht behandelt, sondern Anfang März 2004 nach der im B.___ behan delten Zeigefingerverletzung nachkontrolliert (vorstehend E. 3.7).

Dr. E.___ berichtete im Juli 2006, die Beschwerden im linken Daumen hätten schon 2003 bestanden, nachdem der Beschwerdeführer ‚sich den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘ habe. Er habe ihn deswe gen nicht behandelt, sondern Anfang März 2004 nach der im B.___ behan delten Zeigefingerverletzung nachkontrolliert (vorstehend E. 3.7). Im Februar 2007 nannten die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ im Rahmen der Diagnose eine im Dezember 2004 erfolgte Operation am linken Daumen im O.___ und eine Narbenneuromentfernung im April 200 6. Sie gingen anamnestisch davon aus, der Beschwerdeführer habe sich ‚zirka 2003‘ den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt und ‚ Monate später ‘ seien persistierende Beschwerden aufgetreten (vorstehend E. 3.8).

Im Februar 2007 nannten die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ im Rahmen der Diagnose eine im Dezember 2004 erfolgte Operation am linken Daumen im O.___ und eine Narbenneuromentfernung im April 200 6. Sie gingen anamnestisch davon aus, der Beschwerdeführer habe sich ‚zirka 2003‘ den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt und ‚ Monate später ‘ seien persistierende Beschwerden aufgetreten (vorstehend E. 3.8). Im Gerichtsgutachten von 2013 wurden als Angaben des Beschwerdeführers berichtet, er habe ‚etwa 2006‘ bei der Firma A.___ gearbeitet und den linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt; er sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen; arbeitsunfähig sei er nicht gewesen. 2006 sei er im O.___ am linken Daumen operiert worden und sechs Monate später erneut im D.___. An die Verletzung des linken Zeigefingers im März 2004 konnte er sich nicht erinnern (vorstehend E. 4.2).

Im Gerichtsgutachten von 2013 wurden als Angaben des Beschwerdeführers berichtet, er habe ‚etwa 2006‘ bei der Firma A.___ gearbeitet und den linken Daumen in einer Lifttüre eingeklemmt; er sei sofort zum Arzt gegangen, der Daumen sei ganz schwarz gewesen; arbeitsunfähig sei er nicht gewesen. 2006 sei er im O.___ am linken Daumen operiert worden und sechs Monate später erneut im D.___. An die Verletzung des linken Zeigefingers im März 2004 konnte er sich nicht erinnern (vorstehend E. 4.2). 5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt.

5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 den linken Daumen in einem Lift eingeklemmt. In den Berichten, die zeitlich am nächsten zu m geltend gemachten Ereignis erstattet wurden, findet sich keine Erwähnung eines solchen Vorgangs. Beim Bericht über die Wundversorgung des linken Zeigefingers im März 2004 liesse sich dies allenfalls damit erklären, dass man sich ausschliesslich auf die Versorgung der vergleichsweise harmlosen Verletzung konzentrierte und keine Veranlassung zu einer ausführlichen Anamnese hatte; allerdings wäre die später beklagte Schmerzhaftigkeit und Empfindlichkeit des linken Dau mens angesichts der unmittelbaren Nachbarschaft zum Zeigefinger mit Sicherheit registriert worden, wenn sie zu diesem Zeitpunkt schon bestanden hätte, womit auch die Frage nach ihrer Herkunft anzusprechen gewesen wäre.

In den Berichten, die zeitlich am nächsten zu m geltend gemachten Ereignis erstattet wurden, findet sich keine Erwähnung eines solchen Vorgangs. Beim Bericht über die Wundversorgung des linken Zeigefingers im März 2004 liesse sich dies allenfalls damit erklären, dass man sich ausschliesslich auf die Versorgung der vergleichsweise harmlosen Verletzung konzentrierte und keine Veranlassung zu einer ausführlichen Anamnese hatte; allerdings wäre die später beklagte Schmerzhaftigkeit und Empfindlichkeit des linken Dau mens angesichts der unmittelbaren Nachbarschaft zum Zeigefinger mit Sicherheit registriert worden, wenn sie zu diesem Zeitpunkt schon bestanden hätte, womit auch die Frage nach ihrer Herkunft anzusprechen gewesen wäre. Die Untersuchung durch Dr. C.___ im Juli 2004 erfolgte ausdrücklich wegen der Daumenproblematik. Umso bemerkenswerter ist, dass auch in diesem Bericht keine Rede von einem Ereignis der geltend gemachten Art ist. Als Ursache vermutete der Beschwerdeführer vielmehr einen Fremdkörper und der Arzt hielt, da ein Tumor als Ursache ausschied, eine ‚rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit‘ für die wahrscheinlichste Ursache. Die gewählte Formulierung lässt erstens erkennen, dass die berufli che Tätigkeit des Beschwerdeführers durchaus ein Thema gewesen sein muss, und zweitens, dass der Arzt nicht ein einzelnes Trauma als Ursache erwog, sondern eine Abfolge von Mikrotraumen. Hätte der Beschwerdeführer ein Ereignis von der später geltend gemachten Art auch nur erwähnt, so hätte dies mit Sicherheit Eingang in die Beurteilung und den Bericht gefunden.

Die Untersuchung durch Dr. C.___ im Juli 2004 erfolgte ausdrücklich wegen der Daumenproblematik. Umso bemerkenswerter ist, dass auch in diesem Bericht keine Rede von einem Ereignis der geltend gemachten Art ist. Als Ursache vermutete der Beschwerdeführer vielmehr einen Fremdkörper und der Arzt hielt, da ein Tumor als Ursache ausschied, eine ‚rezidivierende Traumatisierung möglicherweise durch die Arbeit‘ für die wahrscheinlichste Ursache. Die gewählte Formulierung lässt erstens erkennen, dass die berufli che Tätigkeit des Beschwerdeführers durchaus ein Thema gewesen sein muss, und zweitens, dass der Arzt nicht ein einzelnes Trauma als Ursache erwog, sondern eine Abfolge von Mikrotraumen. Hätte der Beschwerdeführer ein Ereignis von der später geltend gemachten Art auch nur erwähnt, so hätte dies mit Sicherheit Eingang in die Beurteilung und den Bericht gefunden. Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen sodann im Juni 2005 zwar von einer traumatischen Nervenläsion aus, machten aber keine näheren Angaben (oder Annahmen) über die konkreten Umstände und den Zeitpunkt des Traumas.

Die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen sodann im Juni 2005 zwar von einer traumatischen Nervenläsion aus, machten aber keine näheren Angaben (oder Annahmen) über die konkreten Umstände und den Zeitpunkt des Traumas. Wiederum ein Jahr später berichtete Dr. E.___, er habe den Beschwer de führer im März 2004 nach der Versorgung der Zeigefingerver letzung nach kontrolliert ; dieser habe sich 2003 ‚den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘, behandelt habe er ihn deswegen nicht. Dies lässt die Angabe des Beschwerdeführers im Rahmen der Begutachtung als äusserst fraglich erscheinen, er sei zwar nicht arbeitsunfähig gewesen, aber sofort zum Arzt gegangen.

Wiederum ein Jahr später berichtete Dr. E.___, er habe den Beschwer de führer im März 2004 nach der Versorgung der Zeigefingerver letzung nach kontrolliert ; dieser habe sich 2003 ‚den Daumen angeblich in einer Lifttüre eingeklemmt‘, behandelt habe er ihn deswegen nicht. Dies lässt die Angabe des Beschwerdeführers im Rahmen der Begutachtung als äusserst fraglich erscheinen, er sei zwar nicht arbeitsunfähig gewesen, aber sofort zum Arzt gegangen. 5.3 Auch d ie Angaben darüber, wann die Schmerzen im linken Daumen erstmals aufgetreten seien, gehen erheblich auseinander, auch wenn das vom Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung genannte Datum (2006) aus ser Betracht bleiben kann, weil es nicht vereinbar ist mit der gleichzeitigen zeitlichen Verortung als während sein er Anstellung bei der Firma A.___ erfolgt. Dr. C.___ nahm an, die Schmerzen hätten im April/Mai 2004 eingesetzt, Dr. E.___ berichtete (später), die Beschwerden hätten schon 2003 bestanden, und die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen davon aus, die Schmerzen seien nach einem ‚zirka 2003‘ stattgehabten Ereignis ‚Monate später‘ aufgetreten.

5.3 Auch d ie Angaben darüber, wann die Schmerzen im linken Daumen erstmals aufgetreten seien, gehen erheblich auseinander, auch wenn das vom Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung genannte Datum (2006) aus ser Betracht bleiben kann, weil es nicht vereinbar ist mit der gleichzeitigen zeitlichen Verortung als während sein er Anstellung bei der Firma A.___ erfolgt. Dr. C.___ nahm an, die Schmerzen hätten im April/Mai 2004 eingesetzt, Dr. E.___ berichtete (später), die Beschwerden hätten schon 2003 bestanden, und die Ärzte der Neurologischen Klinik des D.___ gingen davon aus, die Schmerzen seien nach einem ‚zirka 2003‘ stattgehabten Ereignis ‚Monate später‘ aufgetreten. 5.4 Angesichts der dargelegten zahlreichen Unklarheiten - bis hin zu Widersprü chen - in den Angaben, die sich in den Akten finden, kann nicht gesagt wer den, ein Unfallereignis der geltend gemachten Art in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 sei mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Es erscheint zwar als möglich, dass sich so etwas zugetragen hat, aber die blosse Möglichkeit genügt nicht, um die einzelnen Voraus setzungen des Unfallbegriffs als erfüllt gelten zu lassen (vorstehend E. 1. 3 ).

5.4 Angesichts der dargelegten zahlreichen Unklarheiten bis hin zu Widersprü chen in den Angaben, die sich in den Akten finden, kann nicht gesagt wer den, ein Unfallereignis der geltend gemachten Art in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 sei mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Es erscheint zwar als möglich, dass sich so etwas zugetragen hat, aber die blosse Möglichkeit genügt nicht, um die einzelnen Voraus setzungen des Unfallbegriffs als erfüllt gelten zu lassen (vorstehend E. 1. 3 ). Dass sich das behauptete Unfallereignis nicht (mehr) rechtsgenüglich nachwei sen lässt, zeigt sich auch im Vergleich zur Zeigefingerverletzung vom März 2004, an welche sich der Beschwerdeführer anlässlich der Begut achtung nicht mehr erinnerte. Diesbezüglich existiert ein echtzeitlicher Bericht über die erfolgte Wundversorgung, und die Arbeitgeberin erstattete eine Unfallmeldung. Den Daumen betreffend existiert weder das eine noch das andere. Insbesondere fällt dabei ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer später zwar angab, er habe sich sogleich in ärztliche Behandlung begeben (vorstehend E. 4.2), dafür aber keinerlei Belege beigebracht hat. Angesichts der erheblichen Anstrengungen, die er unternommen hat, um die fragliche Zeit betreffende Dokumente zu beschaffen und auch einzureichen, hätte es nahegelegen, die berichtete Behandlung der Daumenverletzung mit einem entsprechenden Bericht zu dokumentieren. Da er keinerlei nähere Angaben zu einer solchen Behandlung gemacht hat, können auch keine weiteren Abklärungen erfolgen.

Dass sich das behauptete Unfallereignis nicht (mehr) rechtsgenüglich nachwei sen lässt, zeigt sich auch im Vergleich zur Zeigefingerverletzung vom März 2004, an welche sich der Beschwerdeführer anlässlich der Begut achtung nicht mehr erinnerte. Diesbezüglich existiert ein echtzeitlicher Bericht über die erfolgte Wundversorgung, und die Arbeitgeberin erstattete eine Unfallmeldung. Den Daumen betreffend existiert weder das eine noch das andere. Insbesondere fällt dabei ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer später zwar angab, er habe sich sogleich in ärztliche Behandlung begeben (vorstehend E. 4.2), dafür aber keinerlei Belege beigebracht hat. Angesichts der erheblichen Anstrengungen, die er unternommen hat, um die fragliche Zeit betreffende Dokumente zu beschaffen und auch einzureichen, hätte es nahegelegen, die berichtete Behandlung der Daumenverletzung mit einem entsprechenden Bericht zu dokumentieren. Da er keinerlei nähere Angaben zu einer solchen Behandlung gemacht hat, können auch keine weiteren Abklärungen erfolgen. Es hat somit mit der Feststellung sein Bewenden, dass das vom Beschwerde führer geltend gemachte Unfallereignis als Ursache der Daumenbeschwerden lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist.

Es hat somit mit der Feststellung sein Bewenden, dass das vom Beschwerde führer geltend gemachte Unfallereignis als Ursache der Daumenbeschwerden lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist. 5.5 Diese Feststellung ist weniger einschneidend, als es den Anschein haben mag, weil auch die Annahme eines nachgewiesenen Unfallereignisses nicht zu einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin führen würde. Im Gutach ten von 2013 wurden diagnostisch Residuen nach einem Arbeitsunfall am 4. März 2004 (Rissquetschwunde Daumen links, traumatische Läsion ulnarer Hautnerven) festgehalten (vorstehend E. 4.3). Dem kann zwar hinsichtlich der Datierung - am 4. März 2004 verletzte sich der Beschwerdeführer am linken Zeigefinger, nicht am Daumen - nicht gefolgt werden. Entscheidend sind jedoch die attestierten (residualen) Auswirkungen der genannten Daumen verletzung : Gemäss der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in anpassten Tätigkeiten bestand oder besteht über die aus den anderweitig versicherten Unfällen resultierenden Einschränkungen hinaus eine zusätzli che qualitative Einschränkung im Sinne der Unmöglichkeit, wegen gestörte n Daumen-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszuführen (vorstehend E. 4.4).

5.5 Diese Feststellung ist weniger einschneidend, als es den Anschein haben mag, weil auch die Annahme eines nachgewiesenen Unfallereignisses nicht zu einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin führen würde. Im Gutach ten von 2013 wurden diagnostisch Residuen nach einem Arbeitsunfall am 4. März 2004 (Rissquetschwunde Daumen links, traumatische Läsion ulnarer Hautnerven) festgehalten (vorstehend E. 4.3). Dem kann zwar hinsichtlich der Datierung am 4. März 2004 verletzte sich der Beschwerdeführer am linken Zeigefinger, nicht am Daumen nicht gefolgt werden. Entscheidend sind jedoch die attestierten (residualen) Auswirkungen der genannten Daumen verletzung : Gemäss der gutachterlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in anpassten Tätigkeiten bestand oder besteht über die aus den anderweitig versicherten Unfällen resultierenden Einschränkungen hinaus eine zusätzli che qualitative Einschränkung im Sinne der Unmöglichkeit, wegen gestörte n Daumen-Zeigefinger-Griff s Feinarbeiten auszuführen (vorstehend E. 4.4). Die einzige zusätzliche Einschränkung, die anspruchsrelevant wäre, wenn das Unfallereignis nachgewiesen wäre, ist mithin eine qualitative, nämlich der sich aus dem gestörten Daumen-Zeigefinger-Griff ergebende Ausschluss von Feinarbeiten. Alle weiteren gesundheitlich bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sind im Hinblick auf die Leistungspflicht der Beschwerde gegnerin nicht relevant.

Die einzige zusätzliche Einschränkung, die anspruchsrelevant wäre, wenn das Unfallereignis nachgewiesen wäre, ist mithin eine qualitative, nämlich der sich aus dem gestörten Daumen-Zeigefinger-Griff ergebende Ausschluss von Feinarbeiten. Alle weiteren gesundheitlich bedingten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sind im Hinblick auf die Leistungspflicht der Beschwerde gegnerin nicht relevant. Im Urteil von 2015 ( Urk. 9/2A/18) wurde das Valideneinkommen mit Fr. 46‘121.-- im Jahr 201 0 beziffert ( S. 18 E. 6.4). Damit der im Minimum vorausgesetzte Invaliditätsgrad von 10 % (vorstehend E. 1. 3 ) resultieren würde, dürf te das Invalideneinkommen weniger als rund Fr. 41‘510.-- betra gen. Im Urteil von 2015 wurde diesbezüglich (vor Berücksichtigung der dort relevanten Einschränkungen, aber mit Parallelisierung zum tiefen Validen einkommen ) von rund Fr. 52‘ 601.-- ( Fr. 4‘901.-- x 12 : 40.0 x 41.6 x 0.86) ausgegangen (S. 18 E. 6.5).

Im Urteil von 2015 ( Urk. 9/2A/18) wurde das Valideneinkommen mit Fr. 46‘121.-- im Jahr 201 0 beziffert ( S. 18 E. 6.4). Damit der im Minimum vorausgesetzte Invaliditätsgrad von 10 % (vorstehend E. 1. 3 ) resultieren würde, dürf te das Invalideneinkommen weniger als rund Fr. 41‘510.-- betra gen. Im Urteil von 2015 wurde diesbezüglich (vor Berücksichtigung der dort relevanten Einschränkungen, aber mit Parallelisierung zum tiefen Validen einkommen ) von rund Fr. 52‘ 601.-- ( Fr. 4‘901.-- x 12 : 40.0 x 41.6 x 0.86) ausgegangen (S. 18 E. 6.5). Es kann ausgeschlossen werden, dass allein die genannte Beeinträchtigung durch den Ausschluss von Feinarbeiten eine Reduktion des Ausgangswerts für das Invalideneinkommen um Fr. 11‘ 091.-- oder 21 % zu begründen ver möchte.

Es kann ausgeschlossen werden, dass allein die genannte Beeinträchtigung durch den Ausschluss von Feinarbeiten eine Reduktion des Ausgangswerts für das Invalideneinkommen um Fr. 11‘ 091.-- oder 21 % zu begründen ver möchte. Daraus folgt, dass selbst bei Anerkennung eines Unfallereignisses kein Renten anspruch bestünde.

Daraus folgt, dass selbst bei Anerkennung eines Unfallereignisses kein Renten anspruch bestünde. 5.6 Der angefochtene Entscheid, mit dem die Beschwerdegegnerin eine Leistungs pflicht verneint hat, erweist sich mithin als rechtens. Dies führt zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde.

5.6 Der angefochtene Entscheid, mit dem die Beschwerdegegnerin eine Leistungs pflicht verneint hat, erweist sich mithin als rechtens. Dies führt zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde. Das Gericht erkennt:

Das Gericht erkennt: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. Das Verfahren ist kostenlos.

2. Das Verfahren ist kostenlos. 3. Zustellung gegen Empfangsschein an:

3. Zustellung gegen Empfangsschein an: - Rechtsanwalt Tomas Kempf

Rechtsanwalt Tomas Kempf - lic. iur. Y.___

lic. iur. Y.___ - Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit 4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG).

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim Bundesge richt Beschwerde eingereicht werden ( Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1 5. Juli bis und mit 1 5. August sowie vom 1 8. Dezember bis und mit dem 2. Januar ( Art. 46 BGG). Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG).

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat ( Art. 42 BGG). Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich

Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin

MosimannTiefenbacher