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Die Grundlagen der heutigen Landeskoordinaten wurden vor mehr als 100 Jahren geschaffen. Damals war die Genauigkeit der Distanzmessungen deutlich schlechter als heute und deshalb weisen die bisherigen Koordinaten zwischen Genf und dem Engadin Differenzen von 2 – 3 m auf.
Dank Satellitenunterstützung konnte die Landesvermessung verbessert werden. Die Schweiz wurde in den 1990er Jahren vom Bundesamt für Landestopografie swisstopo mittels GNSS (Global Navigation Satellite System) zentimetergenau neu vermessen.
Die Einführung der neuen Koordinaten ist wichtig, damit in der Vermessung die satellitengestützten Messmethoden wie GNSS optimal genutzt werden können. Zudem ist die neue Landesvermessung kompatibel mit denjenigen unserer Nachbarländer, die ebenfalls solche Umstellungen vornehmen.
Damit sich die Koordinaten des heutigen und des neuen Bezugsrahmens eindeutig unterscheiden, tragen die Koordinatenachsen neu die Bezeichnungen E (East statt y) und N (North statt x). Der Nullpunkt des neuen Landeskoordinatensystems entspricht den Werten E0 = 2 600 000.000 m und N0 = 1 200 000.000 m, d.h. der Nullpunkt wird unter Beibehaltung der Vorteile des bisherigen Bezugsrahmens gegenüber den bisherigen Werten um 2 resp. 1 Million Meter verschoben.